Source: https://bundesblatt.weblaw.ch/?method=dump&bbl_id=23525&format=htm
Timestamp: 2020-02-20 23:59:23+00:00

Document:
BBL 1980 Band 36 S. 269
Unterbruch von Referendumsfristen
Die von den eidgenössischen Räten verabschiedeten Beschlüsse - Bundesbeschluss vom 20. Juni 1980 zum Bundesgesetz über die Stempelabgaben (BB1 1980II 640) und - Bundesbeschluss vom 20. Juni 1980 zum Alkoholgesetz (BEI 198011 641) sind im Bundesblatt vom I.Juli 1980 versehentlich zu früh veröffentlicht worden.
Sie werden gegebenenfalls, d.h. nach Annahme der am 30. November 1980 zur Abstimmung gelangenden Verfassungsgrundlagen, mit neuer Referendumsfrist veröffentlicht.
10 Biradesblatl. 132. Jahrg. Bd.III
Volksinitiative «Recht auf Leben» Zustandekommen
Die Schweizerische Bundeskanzlei, gestützt auf die Artikel 68, 69, 71 und 72 des Bundesgesetzes vom 17. Dezember 1976') über die politischen Rechte sowie auf den Bericht des Bundesamtes für Statistik über die Prüfung der Unterschriftenlisten der am 30. Juli 1980 eingereichten Volksinitiative «Recht auf Leben», verfügt: 1. Die in Form eines ausgearbeiteten Entwurfs abgefasste Volksinitiative «Recht auf Leben» 2 ) (Ergänzung der Bundesverfassung durch einen Art. 54bis [neu]) ist zustandegekommen, da sie die nach Artikel 121 Absatz 2 der Bundesverfassung verlangten 100 000 gültigen Unterschriften aufweist.
2. Von insgesamt 231 014 eingereichten Unterschriften sind 227 472 gültig.
3. Veröffentlichung im Bundesblatt und Mitteilung an das Initiativkomitee «Recht auf Leben», Präsident: Herrn Prof. Dr. Werner Kägi, Spiegelhofstrasse 62, 8032 Zürich.
Schweizerische Bundeskanzlei Der Bundeskanzler: Huber
>> SR 161.1 2
> BB1 1979 I 139
1980-661
Volksinitiative «Recht auf Leben» Unterschriften nach Kantonen Kanton
Unterschriften (jiiltige
Zurich Bern Luzern Uri Schwyz Obwalden Nidwalden Glarus Zug Freiburg Solothurn Basel-Stadt Basel-Landschaft Schaffhausen Appenzell A. Rh Appenzell I. Rh St. Gallen Graubiinden Aargau Thurgau Tessin Waadt Wallis Neuenburg Genf Jura Schweiz
-..,' :
Ungiiltige
15526 15 185 23,859 3595 11 036 4 433 3 399 1 506 5191 10 163 14 449 7 303 4 870 1135 1016 1 182 22 953 10 009 13 333 5 547 16 676 2 036 25 443 1 392 2 226 4 009
136 101 238 7 103 38 31 18 34 116 245 3 62 208 5 9 147 107 244 54 232 36 1 180 17 54 117
Volksinitiative «Recht auf Leben» Die Initiative hat folgenden Wortlaut: Die Bundesverfassung wird wie folgt ergänzt: Art. 54bis (neu) 1 Jeder Mensch hat das Recht auf Leben und auf körperliche und geistige Unversehrtheit.
2 Das Leben des Menschen beginnt mit dessen Zeugung und endet mit seinem natürlichen Tode.
3 Der Schutz des Lebens und der körperlichen und geistigen Unversehrtheit darf nicht mit Rücksicht auf weniger hohe Rechtsgüter beeinträchtigt werden. Eingriffe sind nur auf rechtsstaatlichem Wege möglich.
Richtlinien über die Typenprüfung von Heizkesseln und Zerstäuberbrennern
Das Eidgenössische Departement des Innern, auf Antrag des Bundesamtes für Umweltschutz, erlässt folgende Richtlinien: 1
Diese Richtlinien sind anwendbar für die Typenprüfung von Heizkesseln und Zerstäuberbrennern, die mit Heizöl «Extra leicht» gemäss SNV-Norm 181 160 betrieben werden.
Sie gelten für einen Nennleistungsbereich der Heizkessel von 20-60 kW (Ölverbrauch etwa 2-6 kg/h).
Ölzerstäuberbrenner-Prüfung
Verbrennungstechnische Prüfung
Der Brenner ist im untersten Lastpunkt der kleinsten sowie im obersten Lastpunkt der grössten Mischeinrichtung gemäss dem nachstehenden Programm zu prüfen.
Sofern weitere Mischeinrichtungen sich im konstruktiven Aufbau und in der geometrischen Ähnlichkeit von den beiden vorgenannten unterscheiden, ist die kleinste jeder abweichenden Ausführung dieser Mischeinrichtungen im untersten Lastpunkt zu prüfen.
Brenner, deren oberster Lastpunkt über 6 kg Ölverbrauch pro Stunde liegt, sind im obersten Bereich mit etwa 6 kg/h zu prüfen.
Der Ölbrenner und der Prüfkessel (Ziff. 41) sind an den unter Ziffer 21 festgelegten Lastpunkten auf folgende Werte einzuregulieren : - Feuerraumdruck (T)!)
gleich 0 (keine Druckdifferenz gegenüber Umgebung [Heizraum]) - CO2-Gehalt @ 11,0% vol ® - CO-Gehalt @ gleich oder kleiner.. 0,01% vol - Russahl © gleich oder kleiner.. l © 1J
Begriffe, Definitionen und Erläuterungen siehe Anhang 1.
1980 - 572
Typenprüfung von Heizkesseln und Zerstäuberbrennern -Vorlauftemperatur - Temperaturdifferenz zwischen Vor- und Rücklauf 212
80-90° C 15-20 °C
Prüfung auf Verbrennungsstabilität
Aus der Grundeinstellung (Ziff. 211) wird, mit einem Drosselorgan nach dem Kessel, ein Feuerraumdruck © von 0,4 mbar eingestellt.
Prüfanforderungen : - CO2-Gehalt @ -CO-Gehalt® - Russzahl © 213
gleich oder kleiner..
13,0 % vol ® 0,01% vol l©
Der Brenner ist nach Ziffer 212 einzustellen. Die Druckdifferenz zwischen Abgasrohr (nach Drosselorgan) und Umgebung (Heizraum) muss bei laufendem Brenner 0 bis minus 0,2 mbar betragen. Der Brenner ist nach jeweils 3 Minuten Stillstand dreimal zu starten. Während der Startphase © sind zu messen und zu registrieren : - die Anfahrdruckschwingungen im Feuerraum nach Ziffer 436; - die Russzahl für die Startphase nach Ziffer 435.
Prüfanforderungen : - Der Amplitudenwert der Anfahrdruckschwingungen im Feuerraum muss innerhalb von 0,8 Sekunden auf 25 Prozent oder weniger der maximalen Anfahramplitude abgeklungen sein. Druckspitzen, die tiefer liegen als der eingestellte Feuerraumdruck © von 0,4 mbar und 25 Prozent der maximalen Anfahramplitude übersteigen, dürfen nur während den ersten 0,3 Sekunden auftreten (Beispiel siehe Anhang 5).
Russzahl für die Startphase © gleich oder kleiner 5 ©.
Verhalten bei erhöhtem Luftüberschuss
Aus der Grundeinstellung (Ziff. 211) wird im untersten Lastpunkt jeder zu prüfenden Mischeinrichtung (Ziff. 21) der Kohlendioxidgehalt (CCh) @ © der Abgase durch Erhöhung der Verbrennungsluftmenge von 11,0 auf 9,0% vol vermindert.
Prüfanforderung: - Der Kohlenmonoxidgehalt (CO) @ der Abgase darf 0,015% vol nicht übersteigen (Messbeginn frühestens l Minute nach Brennerstart).
Typenprüfung von Heizkesseln und Zerstäuberbrennern
Kontrolle der Luftvorspülung
Die Luftvorspülung ist ein Teil der Startphase des Brenners. Sie umfasst die Zeitspanne zwischen dem Ventilatorstart (bzw. ,der Freigabe der Verbrennungsluft) und der Flammenbildung.
Minimale Luftvorspülzeit - Maximale Luftvorspülzeit
3 Sekunden 15 Sekunden
Kontrolle der Feuerraumabmessungen
Der Feuerraum muss mindestens die Abmessungen nach Abbildung l aufweisen.
Minimale Feuerraumabmessungen in Abhängigkeit von der Kesselnennleistung Feuerraumabmessungen
Feuerraumlänge zwischen /, (Abstand Brennerkopf
und Rückwand)
------3.0-------4 0
KesselKW
Bei Kesseln mit Flammenumlenkung kann die Feuerraumlänge, gemessen zwischen Brennerkopf und Rückwand, bis zu 20 Prozent kürzer sein, sofern durch die Gasführung und/oder durch festeingebaute Rückstrahlvorrichtungen ein vollständiges Ausbrennen der Flamme gewährleistet ist.
Der Heizkessel ist auf dem Prüfstand nach den Anhängen 2, 3 oder 4 (je nach Vorschrift des Herstellers) zu montieren.
Der Prüfbrenner (Ziff. 42) ist an der unteren und oberen Grenze des Nennleistungsbereiches des zu prüfenden Heizkessels auf folgende Werte einzuregulieren: - Feuerraumdruck ©
gleich 0 (keine Druckdifferenz gegenüber Umgebung [Heizraum])
CO2-Gehalt ©
11,0% vol ®
Russzahl ®
gleich oder kleiner l ©
nicht höher als 260 ° C
zwischen 80 und 90 ° C
Bei Heizkesseln einer Baureihe mit gleichbleibendem konstruktivem und geometrisch ähnlichem Aufbau genügt es, die Prüfungen mit dem kleinsten und grössten Heizkessel durchzuführen, sofern das Nennleistungsverhältnis des grössten zum kleinsten Heizkessel kleiner oder gleich 1,6: l ist.
Prüfanforderungen : - Der abgasseitige Kesselbetriebswiderstand @ darf beim Betrieb mit sauberen Heizflächen höchstens 0,2 mbar betragen.
Der Kohlenmonoxidgehalt (CO) @ der Abgase darf 0,01% vol nicht übersteigen (Messbeginn frühestens l Minute nach Brennerstart).
Die Verbrennung muss derart gewährleistet sein, dass die Abgase geruchsarm und weitgehend frei von unvollständig verbrannten Ölanteilen sind. Beim Nachweis von unvollständig verbrannten Ölanteilen mittels des Fliessmittelverfahrens darf auf dem Filterpapier keine deutliche Verfärbung entstehen (Messverfahren nach Ziff. 434).
Aus der Grundeinstellung (Ziff. 321) wird, mit einem Drosselorgan nach dem Kessel, ein Feuerraumdruck © von 0,4 mbar eingestellt. Die Druckdifferenz zwischen Abgasrohr (nach dem Drosselorgan) und Umgebung (Heizraum) muss bei laufendem Brenner 0 bis minus 0,2 mbar betragen. Der Brenner ist nach jeweils 3 Minuten Stillstand dreimal zu starten. Während der Startphase © sind zu messen und zu registrieren:
die Anfahrdruckschwingungen im Feuerraum nach Ziffer 436; - die Russzahl für die Startphase nach Ziffer 435.
Prüfanforderungen: - Der Amplitudenwert der Anfahrdruckschwingungen im Feuerraum muss innerhalb von 0,8 Sekunden auf 25 Prozent oder weniger der maximalen Anfahramplitude abgeklungen sein. Druckspitzen, die tiefer liegen als der eingestellte Feuerraumdruck (T) von 0,4 mbar und 25 Prozent der maximalen Anfahramplitude übersteigen, dürfen nur während den ersten 0,3 Sekunden auftreten (Beispiel siehe Anhang 5).
Russzahl für die Startphase ® gleich oder kleiner 5 ©.
Aus der Grundeinstellung (Ziff. 321) wird der Kohlendioxidgehalt (CO2) @ ® des Abgases durch Erhöhung der Verbrennungsluftmenge von 11,0 auf 9,0% vol vermindert. Die Abgasmessungen werden bei einer Kesselwassertemperatur zwischen 50 und 60 ° C durchgeführt.
Prüfanforderungen : - Der Kohlenmonoxidgehalt (CO) @ der Abgase darf 0,015% vol nicht übersteigen (Messbeginn frühestens l Minute nach Brennerstart).
Bereitschaftsverluste (f)
In der Grundeinstellung (Ziff. 321) ist die Druckdifferenz zwischen Abgasrohr (nach dem Drosselorgan) und Umgebung (Heizraum) auf minus 0,05 mbar einzustellen.
Mit unterbundener Heizwasserzirkulation und geschlossenem Schieber am Brauchwassererwärmer (Boiler) wird das Kesselwasser auf eine Temperatur von Heizraumtemperatur plus 60 ° C plus halbe Schaltdifferenz des Regulierthermostaten aufgeheizt: - Prüfbeginn: nach Erreichen des Beharrungszustandes am Ende einer Nachheizperiode, - Prüfdauer: mindestens 24 Stunden, - Prüfende: am Ende der nächstfolgenden Nachheizperiode.
Die Bereitschaftsverluste werden aus der Prüfdauer und dem Brennstoffverbrauch (während der Prüfdauer) nach der folgenden Formel berechnet: Bereitschaftsverluste =
Ölverbrauch ^ (kg) x Heizwert Hu (kJ/kg) ,, ,, A ^-^ -- (kW) Prüfdauer (h) x 3600 (s/h)
') Ölverbrauch in Kilogramm über die ganze Prüfdauer.
Typenprüfung von Heizkesseln und Zerstäuberbrennern Bei Heizkesseln mit festgelegtem Nennleistungsbereich isind die Bereitschaftsverluste an der untersten Grenze zu messen.
Heizkessel, die für verschieden grosse Brauchwassererwärmer (verschiedene Boilerinhalte) vorgesehen sind, sind ohne Brauchwassererwärmer zu püfen.
Prüfanforderungen : - Die Bereitschaftsverluste @ dürfen die Werte nach Abbildung 2 nicht überschreiten.
Maximale Bereitschaftsverluste in Abhängigkeit von der Kesselnennleistung
Bereitschafts Verluste
Kontrolle der Brennerlaufzeiten (g)
Die Kontrolle der Brennerlaufzeit wird an einem Prüfstand nach den Anhängen 2, 3 oder 4 (je nach Vorschrift des Herstellers) durchgeführt. Der Kesselwasser-Temperaturregler (Regulierthermostat) ist auf 80°C plus halbe .Schaltdifferenz einzustellen. Die Schaltdifferenz darf maximal 15° C betragen.
Am Prüfstand nach Anhang 2 wird am Regulierventil RV l der Wasserzufluss auf 20 Prozent der Grundeinstellung reduziert.
Typenprüfung von Heizkesseln und Zerstäuberbrennern - Am Prüfstand nach Anhang 3 wird am Regulierventil RV l der Wasserzufluss so stark reduziert, bis das Verhältnis von Brennerlaufzeit zu Brennerstillstandszeit 1:4 beträgt.
· '· - Am Prüfstand nach Anhang 4 wird am Dreiwegmischer so stark reduziert, dass das Verhältnis der Brennerlaufzeit zu Brennerstillstandszeit l : 4 beträgt.
Die Messung der Brennerlaufzeit erfolgt über mindestens drei nacheinander ablaufende Einschalt-/Ausschalt-Perioden. Der Versuch beginnt mit dem Einschâltpunkt (Flammenbildung) des Brenners. Für die Beurteilung ist der Mittelwert aus den drei Brennerlaufzeiten zu bilden.
Prüfanforderungen : - Der Mittelwert der Brennerlaufzeit @ muss mindestens 4 Minuten betragen.
Diese Prüfung wird nur an Heizkesseln mit Brauchwassererwärmern vorgenommen. Die Prüfung erfolgt anlässlich der Bestimmung der Bereitschaftsverluste (Ziff. 33). Die Messung der Brennerlaufzeit erfolgt über mindestens drei nacheinander ablaufende Einschalt-/Ausschalt-Perioden. Der Versuch beginnt mit dem Einschaltpunkt (Flammenbildung) des Brenners. Für die Beurteilung ist der Mittelwert aus den drei Brennerlaufzeiten zu bilden.
Prüfanforderungen : - Der Mittelwert der Brennerlaufzeit: @ muss mindestens 4 Minuten betragen.
Prüfeinrichtungen und Messmethoden
Prüfkessel für die Brennerprüfung
Der Prüfkessel für die Brennefprüfung hat den Spezifikationen nach Bericht Nr. 42360/1 der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Versuchsanstalt (EMPÀ) zu entsprechen. Die Feuerraumlänge wird nach Abbildung l (Ziff. 31 dieser Richtlinien) eingestellt.
Prüfbrenner für die Heizkesselprüfung
Es ist ein Ölzerstäuberbrenner mit einer dem Heizkessel angepassten fSfennleistung zwischen 20 und 60 kW zu verwenden, der die Richtlinien vom 21. März 1978J) über die Konstruktion und den Betrieb von Heizkesseln und Zerstäuberbrennern sowie die Anforderungen der Typenprüfung (Ziff. 2 dieser Richtlinien) erfüllt.
') BEI 1978 I 1403
Typenprüfung von Heizkesseln und Zerstäuberbrennern 43
Es sind folgende Messinstrumente und Messmethoden zu verwenden: 431
Kohlendioxidgehalt (CO2) ® oder Sauerstoffgehalt (O2) ® der Abgase
Orsat-Methode oder ebenbürtige Methode (kontinuierlich oder diskontinuierlich) mit einer Messunsicherheit kleiner als ± 0,3% vol CO2. Das Messgerät muss eichbar sein.
Kohlenmonoxidgehalt (CO)
Kontinuierlich arbeitendes Gerät mit einer Teilung von mindestens 0,001% vol und einer Messunsicherheit kleiner als ± 0,002% vol. Das Messgerät muss eichbar sein.
Bestimmung der Russzahl
Die Prüfung hat nach den Richtlinien vom 21. März 19781) zur Prüfung der Abgase von Ölfeuerungen zu erfolgen.
Geruchträger und unvollständig verbrannte Ölanteile
Die Prüfung hat nach den Richtlinien vom 21. März 1978 ^ zur Prüfung der Abgase von Ölfeuerungen zu erfolgen.
Bestimmung der Russzahl für die Startphase ©
Kontinuierlich absaugendes Gerät mit Einstell- und Ablesemöglichkeit des Gasdurchflusses mit den folgenden Anforderungen: - Strömungsgeschwindigkeit durch Filter.. 5 m/s ± 5% - Mündungsgeschwindigkeit an der Sonde max. 15 m/s - Filterfläche min. 0,28 cm2 Das Gerät muss vor der Flammenbildung eingeschaltet und 10-15 Sekunden nach Ende der Startphase ausgeschaltet werden.
O BB1 1978 I 1396
Typenprüfung von Heizkesseln und Zerstäüberbrennern 436
Anfahrdruckschwingungen
Eichbares Messgerät, aufzeichnend, mit folgenden Anforderungen: - Papiervorschub min. 100 mm/s - Frequenzbereich 0-500 Hz - Amplitudenausschlag min. l mm/0,2 mbar - Messunsicherheit ± 5 % des Messbereichendwertes 5
Sofern technologische Entwicklungen im Bau von Feuerungsanlagen ein Abweichen von diesen Richtlinien erforderlich machen, ist der Nachweis zu erbringen, dass die Anforderungen nach den Ziffern 2, 32, 33 und 34 eingehalten werden.
Eidgenössisches Departement des Innern: Hürlimann
Typenprüfung von Heizkesseln und Zerstäuberbrennern Anhang l Begriffe, Definitionen und Erläuterungen 1. Als Feuerraumdruck wird die Druckdifferenz zwischen Feuerraum und Umgebung (Heizraum) bezeichnet.
2. Die Konzentrationen sind auf trockenes Abgas bezogen.
3. Es kann der Kohlendioxidgehalt (CO2) oder auch der Sauerstoffgehalt (02) der Abgase gemessen werden. Dabei gelten die folgenden Umrechnungsformeln: Sauerstoffgehalt: Kohlendioxidgehalt: [C rn2Ji -- ?i °J \ rrn [Ü 21 . (\l - -^-- [COJi = [COJ--max. ,(21 -LOJ) V Icu2l max. / 21 wobei: [O2] = Sauerstoffgehalt der Rauchgase in % vol [CO2] = Kohlendioxidgehalt der Rauchgase in % vol [COJ max. = Maximaler Kohlendioxidgehalt der Rauchgase in % vol (bei stöchiometrischer Verbrennung). Für Heizöl «Extra leicht» ist [COJ max. = 15,4% vol @.
4. Die Russzahl ist nach den Richtlinien vom 21. März 1978 ') zur Prüfung der Abgase von ÖJfeuerungen zu bestimmen.
5. Die Russzahlvergleichsskala des Bundesamtes für Umweltschutz entspricht den Werten nach ASTM Norm D-2156-65 und DIN 51 402. Sie kann bei der Eidgenössischen Drucksachen- und Materialzentrale (EDMZ), 3000 Bern, bezogen werden.
6. Die Startphase beginnt beim Ventilatorstart (bzw. der Freigabe der Verbrennungsluft) und ist abgeschlossen, wenn der Brenner die volle Leistung und den Beharrungszustand erreicht hat.
7. Der Kesselbetriebswiderstand ist die Druckdifferenz zwischen Feuerraum und Abgasstutzen.
8. Die Bereitschaftsverluste für die Konstanthaltung der Temperatur eines Heizkessels beinhalten die Abstrahlungsverluste an den Heizraum, die inneren Auskühlverluste bei Stillstand des Brenners sowie die Rauchgasverluste während der Laufzeit des Brenners. Der Kessel gibt während der Messzeit keine Nutzwärme ab.
9. Unter Brennerlaufzeit wird die tatsächliche Brenndauer der Flamme verstanden.
') BB1 1978 I 1396
Typenpriifung von Heizkesseln und Zerstauberbrennern Anhang 2 Priifstand mit Kurzschlussstrecke Kaltwasserzufluss Druck konstant Ausdehnungsgefass
Legende: t e : Temperatur Eingang t v : Temperatur Vorlauf t r : Temperatur Rucklauf RV: Regulierventil
Typenpriifung von Heizkesseln und Zerstauberbrennern Anhang 3 Prufstand mit Warmetauscher
Kaltwasserzufluss Druck konstant
Legende: t e : Temperatur Eingang t v : Temperatur Vorlauf t r : Temperatur Rucklauf t a .- Temperatur Abfluss RV: Regulierventil
Typenprufung von Heizkesseln und Zerstauberbrennern Anhang 4 Priifstand mit Kurzschlussstrecke und Warmetauscher
Legende.t e : Temperatur Eingang t v .- Temperatur Vorlauf t r : Temperatur Rucklauf t a : Temperatur Abfluss RV: Regulierventil
11 Bundesblatt. 132. Jiihrg. Bd. Ill
Anhang 5 Beispiel zu den Prüfanforderungen für die Anfahrdruckschwingungen Feuerraumdruck (mbar)
A= Maximale Anfahramplitude
1980-657
Eidgenossische Maturitatspriifungen
Prufungsorte und-datenfur das Jahr 1981 Lugano
16-21. 2.
2S.-28. 3.
30.6.- 4.7.
'7.-11.9.
22.-26. 9.
2. Zweite Teilpriifungen -- schrifllich . . .
-- mtindlich
9.-14.2.
23-27.3.
16-19.3.
30.3.- 3.4.
22.-27.~6.
30." 6.- 4.7.
-1.- 4.9.
14.-18.9.
15.-18 9 28.9.- 2.10.
3. Gesamtpriifungen -- schriftlich . . .
-- miindlich
9. 14.2.
30.3.- 1.4.
30 3 - 1 4.
22-27/6.
30.6- 4.7
1.- 4.9.
21 -23 9
15.-18. 9.
28.-30 9
4. Erganzungspriifungen fur Schweizer mit ausliindischen Maturitiitsausweisen -- schriftlich -- miindlich . . . .
9-14 2 16-21 2
10-13 3."
30 3.- 1.4.
16-19 3 26 -28 3
22-27.6.
Priifungsart
1 Erste Teilpriifungen
15-18 9 24 -26 9
Anderungen der Daten mussen vorbehalten werden.
Die Anmeldungen zu den Priifungen sind bis zu folgenden Terminen dem Bundesamt fur Bildung und Wissenschaft, Eidg. Malu'ritatsprufungen, Wildhainweg 9, Postfach 2732, 3001 Bern, einzureichen: fur Lugano (Priifungssprache Italienisch) 15.Dezember 1980 fiir Locarno (Priifungssprache Italienisch) I.Mai 1981 fiir Zurich (Priifungssprache Deutsch) IS.Januar 1981 fiir St. Gallen (Priifungssprache Deutsch) 30.Juni 1981 fiir Neuenburg (Priifungssprache Franzosisch) 30.Juni 1981 fur Genf (Priifungssprache Franzosisch) IS.Januar 1981 9. September 1980
Eidgenossisches Departement des Innern Bundesamt fur Bildung und Wissenschaft Bildungs- und Stipendienwesen
Verfügung über Geschwindigkeitsbeschränkungen auf der Nationalstrasse N 2 im Bereich des Gotthardtunnels
vom 2. September 1980
Das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement, gestützt auf Artikel 108 Absatz l der Verordnung vom 5. September 1979 ^ über die Strassensignalisation, verfügt: Art. l
Auf der Nationalstrasse N 2 werden, in Fahrtrichtung Süd, folgende Geschwindigkeitsbeschränkungen eingeführt : - etwa 500 m vor dem Naxbergtunnel bis etwa 700 m nach dem Gotthardtunnel 80 km/h - etwa 700 m nach dem Gotthardtunnel bis etwa 200 m nach dem Stalvedrotunnel 100 km/h - etwa 500 m vor bis etwa 200 m nach dem Quintotunnel....
100 km/h b. Auf der Nationalstrasse N 2 werden, in Fahrtrichtung Nord, folgende Geschwindigkeitsbeschränkungen eingeführt : - etwa 500 m vor bis etwa 200 m nach dem Quintotunnel....
100 km/h - etwa 900 m vor bis etwa 750 m nach dem Stalvedrotunnel .
100km/h - etwa l km vor dem Gotthardtunnel bis etwa 500 m nach dem Naxbergtunnel 80 km/h Art. 2
Gegen die vorliegende Verfügung kann nach Artikel 72 Buchstabe a des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren2) beim Bundesrat Beschwerde geführt werden.
Diese Verfügung tritt am 5. September 1980 in Kraft. Einer allfälligen Beschwerde wird die aufschiebende Wirkung entzogen (Art. 55 Abs. 2 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren2)).
') SR 741.21 > SR 172.021
7313 1980-668
vom 30. Juli 1980
Das Bundesamt für Transporttruppen, gestützt auf Artikel 2 Absatz l der Verordnung des Eidgenössischen Militärdepartements vom 21. Januar 1975 '' über den militärischen Strassenverkehr, verfügt: l
Auf den nachfolgend aufgeführten Strassen werden folgende Verkehrsmassnahmen für militärische Strassenbenützer angeordnet und mit gelb/schwarzen Signalen gekennzeichnet: 1.
Allmend, südliche Begrenzungsstrasse: - Verbot für Raupenfahrzeuge
Beginn der Ausfahrtsstrasse vom neuen Fahrzeugabstellplatz gegen Süd-Westen: - Verbot für Raupenfahrzeuge
2.2> 3.
Reconvilier BE, Schiessplatz Zufahrt zum «Remblai», Koord 583 625/230 700: - Allgemeines Fahrverbot in beiden Richtungen
4.2) 5.2)
') SR 510.710.1 ) In den kantonalen Amtsblättern veröffentlicht.
1980-642
II Die Verfügung des Bundesamtes für Transporttruppen vom 20. November 19791) über militärische Verkehrsmassnahmen wird wie folgt geändert: Ziffer 11, Diemtigen, Schiessplatz Chirel Aufgehoben
III 1. Gegen diese Verkehrsmassnahmen kann innert 30 Tagen seit der Veröffentlichung im Bundesblatt bzw. in den betreffenden kantonalen Amtsblättern Beschwerde an das Eidgenössische Militärdepartement nach Artikel 44 ff.
des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren2) eingereicht werden.
') BB1 1980 I 254 ) SR 172.021
Das Bundesamt für Transporttruppen,
gestützt auf Artikel 2 Absatz 5 des Bundesgesetzes vom 19. Dezember 1958 1) über den Strassenverkehr und auf die Artikel 104 Absatz 4 und 111 Absatz! der Verordnung vom 5. September 19792) über die Strassensignalisation sowie auf den Artikel 8 Absatz 3 der Verordnung des Eidgenössischen Militärdepartements vom 21. Januar 19753' über den militärischen Strassenverkehr, verfügt:
Auf den nachfolgend aufgeführten Strassen und Grundstücken des Eidgenössischen Militärdepartements werden folgende Verkehrsmassnahmen angeordnet und signalisiert: 1.
Bière, Waffenplatz
Ausfahrt Abstellplatz in die Kantonsstrasse: Hindernis rechts umfahren Kein Vortritt
Bronschhofen, Armeemotorfahrzeugpark
Parkplatz für Zivilfahrzeuge der Truppe : - Parkbeschränkung; das Parkieren ist nur für Zivilfahrzeuge der Truppe gestattet 3.
Elm GL, Truppenlager
Ausfahrt in die Kantonsstrasse: - Kein Vortritt
» SR 741.01 > SR 741.21 > SR 510.710.1
1980-643
Verkehrsmassnahmen auf Strassen des Bundes 4.
Emmen, Eidgenössisches Zeughaus
Parkplätze : - Parkbeschränkungen ; das Parkieren ist nur für Besucher gestattet 5.
Grolley, Armeemotorfahrzeugpark
Zufahrtsstrasse: Hindernis links umfahren (zeitweilig) Überholen verboten (zeitweilig) Dem Gegenverkehr Vortritt lassen (zeitweilig)
Interlaken, Flugplatz
Ausfahrt vom alten Unterstand in die Bönigenstrasse: - Einfahrt verboten Parkplatz beim alten Unterstand: - Parkbeschränkung; das Parkieren ist nur für Zuschauer gestattet Ausfahrt vom alten Unterstand in die Verbindungsstrasse: - STOP-Signalisation Ändenbergstrasse, Parkplatz beim Unterstand U 17: - Parkbeschränkung; das Parkieren ist nur für Zuschauer gestattet
Kandersteg, Basisapotheke
Vorplatz Garagen an der Staatsstrasse: - Parkieren verboten 8.
Lyss, Kaserne
Vorplatz Kommandogebäude : - Halten verboten; ausgenommen ist der Güterumschlag 9.
Brücke T 3651: - Höchstgewicht 81 10.
Moosseedorf, Schiessplatz Sand
Areal Verpflegungsgebäude : - Allgemeine Fahrverbote in beiden Richtungen mit Ausnahmen - Einfahrt verboten - Parkbeschränkungen 292
Verkehrsmassnahmen auf Strassen des Bundes;
Gemäss Signalisationsplan BATT Nr. 119.04 Planauflage : Waffenplatzverwaltung Worblaufen 11.
Ormont-Dessous, Villeneuve VD, Schiessplatz Hongrin
Einmündung Grand Ayerne I in die Zufahrtsstrasse : - Kein Vortritt
Einmündung Grand Ayerne II in die Zufahrtsstrasse: - Kein Vortritt
Einmündung Grands Esserts in die Zufahrtsstrasse:
Kein Vortritt Allgemeines Fahrverbot in beiden Richtungen; ausgenommen sind Fahrzeuge des Bundes , , .
Ostermundigen. Armee-Verpflegungs-Magazine
Einfahrtstor: - Parkieren verboten
Ausfahrt in die Bolligenstrasse: - STOP-Signalisation
Vorplatz Feuerwehrmagazin : - Halten verboten , ; Parkplatz hinter Verwaltungsgebäude : - Parkbeschränkung; das Parkieren ist nur für Besucher gestattet Entlang den Bürobaracken: - Parkieren verboten
Raron, Aussenanlage des Eidgenössischen Zeughauses Brig Zufahrtsstrasse: - Allgemeines Fahrverbot in beiden Richtungen; ausgenommen sind Fahrzeuge des Bundes
Spiez, Stutzstrasse Bei der Abzweigung von der Ringstrasse: - Allgemeines Fahrverbot in beiden Richtungen; ausgenommen sind Fahrzeuge des Bundes sowie von Anwohnern
Thierachern, Waffenplatz Thun Verbindungsstrasse Fahrübungspiste-Thierachern, Einmündung in die Staatsstrasse: - STOP-Signalisation
Thun, Waffenplatz Ausfahrt Parkplatz P 9 in die Rütlistrasse:
Thun, Armeemotorfahrzeugpark Areal Schwäbis: - Einfahrt verboten - Fahrtrichtung rechts - Fahrtrichtung links - Hindernis rechts umfahren - Hindernis links umfahren - Parkieren verboten - Kein Vortritt - Parkbeschränkungen Gemäss Signalisationsplan BATT Nr. 303.06 Planauflage : Verwaltung Armeemotorfahrzeugpark Thun
II 1. Gegen diese Verkehrsmassnahmen kann innert 30 Tagen seit der Veröffentlichung im Bundesblatt Beschwerde an das Eidgenössische Militärdepartement nach Artikel 44 ff. des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren ') eingereicht werden.
2. Die Verkehrsmassnahmen gemäss den Ziffern 110 und 17 sind in Signalisationsplänen eingezeichnet, die während der Beschwerdefrist bei den erwähnten Planauflagestellen und beim Bundesamt für Transporttruppen, Blumenbergstrasse 39, 3000 Bern 25, zur Einsicht aufliegen.
Notifikationen (Art. 64 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsstrafrecht [VStrR]) wird hiermit eröffnet: Die Eidgenössische Oberzolldirektion in Bern verurteilte Sie am 16. Mai 1980 aufgrund des am 25. Januar 1979 gegen Sie aufgenommenen Schlussprotokolls wegen Hinterziehung der Warenumsatzsteuer in Anwendung der Artikel 82 Ziffer 2 und 87 des Zollgesetzes sowie der Artikel 52 und 53 des Bundesratsbeschlusses über die Warenumsatzsteuer zu einer Busse von 1485 Franken, unter Auferlegung einer Spruchgebühr von 50 Franken.
Sie werden hiermit aufgefordert, den geschuldeten Gesamtbetrag von 1535 Franken innert 14 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft des Strafbescheides an den Zolluntersuchungsdienst Zürich, Postscheckkonto 80-21074, zu zahlen.
9. September 1980 Eidgenössische Oberzolldirektion wird hiermit eröffnet: Die Zollkreisdirektion Schaffhausen verurteilte Sie am 3. November 1977 aufgrund des am 6. Juli 1977 gegen Sie aufgenommenen Schlussprotokolls wegen Zollübertretung und Hinterziehung der Warenumsatzsteuer in Anwendung der Artikel 74 Ziffer 3 und 87 des Zollgesetzes sowie der Artikel 52 und 53 des Bundesratsbeschlusses über die Warenumsatzsteuer zu einer Busse von 585 Franken, unter Auferlegung einer Spruchgebühr von 60 Franken.
Die Einsprache ist schriftlich einzureichen und hat einen bestimmten Antrag so295
wie die zur Begründung dienenden Tatsachen zu enthalten; die Beweismittel sind zu bezeichnen und, soweit möglich, beizulegen (Art. 68 VStrR).
Sie werden hiermit aufgefordert, den geschuldeten Gesamtbetrag von 645 Franken innert 14 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft des Strafbescheides an den Zolluntersuchungsdienst Zürich, Postscheckkonto 80-21074, zu zahlen. Eine nicht bezahlte Busse kann in Haft umgewandelt werden (Art. 10 VStrR).
9. September 1980 Eidgenössische Oberzolldirektion wird hiermit eröffnet: Die Eidgenössische Oberzolldirektion in Bern verurteilte Sie am 16. Mai 1980 aufgrund des am 25. Januar 1979 gegen Sie aufgenommenen Schlussprotokolls wegen Hinterziehung der Warenumsatzsteuer in Anwendung der Artikel 82 Ziffer 2 und 87 des Zollgesetzes sowie der Artikel 52 und 53 des Bundesratsbeschlusses über die Warenumsatzsteuer zu einer Busse von 1485 Franken, unter Auferlegung einer Spruchgebühr von 50 Franken.
Reglement über die Ausbildung und die Lehrabschlussprüfung B. Lehrplan für den beruflichen Unterricht
Reglement über die Ausbildung und die Lehrabschlussprüfung der Kaminfeger vom 16. Juni 1980
Das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement, gestützt auf die Artikel 10 Absatz 3, ; 12 Absatz l, 39 Absatz l und 43 Absatz l des Bundesgesetzes vom 19. April 1978 ^ über die Berufsbildung (im folgenden Bundesgesetz genannt) und die Artikel 9 Absätze 3-6, 13 und 32 der zugehörigen Verordnung vom 7. November 19792\ verordnet:
Ausbildung Lehrverhältnis
Berufsbezeichnung, Beginn und Dauer der Lehre
Die Berufsbezeichnung ist Kaminfeger.
Der Kaminfeger befasst sich mit der Reinigung, Wartung und Kontrolle von Feuerüngsanlagen unter Berücksichtigung der Brandschutzvorschriften sowie der Erfordernisse der Lufthygiene, der Wärmewirtschaft und des Umweltschutzes.
Die Lehre dauert drei Jahre. Sie beginnt mit dem Schuljahr der zuständigen Berufsschule.
Anforderungen an -den Lehrbetrieb
.Lehrlinge dürfen nur in Betrieben ausgebildet werden, die gewährleisten, dass das ganze Ausbildungsprogramm nach Artikel 5 vermittelt wird.
» SR 412.10 > SR 412.101
1980-615
Lehrbetriebe, die einzelne Teile des Ausbildungsprogramms nach Artikel 5 nicht vermitteln können, dürfen Lehrlinge nur ausbilden, wenn sie sich verpflichten, ihnen diese Teile in einem ändern Betrieb vermitteln zu lassen. Dieser Betrieb, der Inhalt und die Dauer der ergänzenden Ausbildung werden im Lehrvertrag festgelegt.
3 Zur Ausbildung von Lehrlingen sind berechtigt: - Berufsleute, welche die höhere Fachprüfung für Kaminfeger bestanden haben.
4 Um eine methodisch richtige Instruktion sicherzustellen, erfolgt die Ausbildung nach einem Modellehrgang J \ der aufgrund von Artikel 5 dieses Reglements ausgearbeitet worden ist.
5 Die Eignung eines Lehrbetriebs wird durch die zuständige kantonale Behörde festgestellt. Vorbehalten bleiben die allgemeinen Bestimmungen des Bundesgesetzes für die Ausbildung von Lehrlingen.
Art. 3 Höchstzahl der Lehrlinge 1 Ein Lehrbetrieb darf ausbilden: 1 Lehrling, wenn der Lehrmeister allein tätig ist; ein zweiter Lehrling darf seine Lehre beginnen, wenn der erste ins letzte Lehrjahr eintritt; 2 Lehrlinge, wenn ständig mindestens drei Fachleute beschäftigt sind.
2 Als Fachleute für die Festsetzung der Höchstzahl der Lehrlinge gelten Kaminfegermeister und gelernte Kaminfeger.
3 Die Lehrlinge sollen so eingestellt werden, dass sie sich gleichmässig auf die Lehrjahre verteilen.
Ausbildungsprogramm für den Betrieb
Art. 4 Allgemeine Richtlinien 1 Der Betrieb stellt dem Lehrling zu Beginn der Lehre die notwendigen Einrichtungen und Werkzeuge zur Verfügung.
2 Der Lehrling soll durch das Beispiel seiner Vorgesetzten zu Achtung und korrektem Benehmen sowie zu Reinlichkeit, Ordnung, Sorgfalt, Gewissenhaftigkeit und exaktem Arbeiten angehalten werden.
3 Zur Förderung der beruflichen Fertigkeiten werden alle Arbeiten abwechselnd wiederholt. Der Lehrling muss so ausgebildet werden, dass er am Ende alle im Ausbildungsprogramm aufgeführten Arbeiten selbständig und in angemessener Zeit ausführen kann.
Der Lehrling muss rechtzeitig über die bei einzelnen Arbeiten auftretenden Unfallgefahren und möglichen Gesundheitsschädigungen aufgeklärt werden.
Einschlägige Vorschriften und Empfehlungen werden ihm zu Beginn der Lehre abgegeben und erklärt.
'> Der Modellehrgang kann beim Sekretariat des Schweizerischen KammfegermeisterVerbandes (SKMV) in Aarau bezogen werden.
Der Lehrling muss ein Arbeitsbuch1' führen, in dem er laufend alle wesentlichen Arbeiten, die erworbenen Berufskenntnisse und seine Erfahrungen festhält. Der Lehrmeister kontrolliert und unterzeichnet das Arbeitsbuch jeden Monat. Es wird an der Lehrabschlussprüfung vorgelegt und bei den Prüfungen der Berufskenntnisse mitbewertet.
6 Der Lehrmeister hält den Ausbildungsstand des Lehrlings periodisch, mindestens aber einmal im Jahr in einem Ausbildungsbericht2' fest, den er mit dem Lehrling bespricht.
7 Inhaber des Fähigkeitszeugnisses für Kaminfeger gelten aufgrund ihrer Ausbildung als für den Giftverkehr verantwortliche Personen. Es berechtigt zum Bezug des Giftbuches (Art. 34 der Vollziehungsverordnung vom 23. Dezember 19713' zum Bundesgesetz über den Verkehr mit Giften).
Art. 5 Praktische Arbeiten und Berufskenntnisse 1 Die Richtziele umschreiben allgemein und umfassend die vom Lehrling am Ende jeder Ausbildungsphase verlangten Kenntnisse und Fertigkeiten. Die Informationsziele verdeutlichen die Richtziele im einzelnen.
Richtziele für die einzelnen Lehrjahre:
Erstes Lehrjahr - Organisation des Lehrbetriebs und die Stellung des Berufs bezüglich Brandschutz, Umweltschutz und wirtschaftlichem Energieeinsatz erklären - Werkzeuge, Maschinen und Apparate handhaben - Werkzeuge warten - Feuerungseinrichtungen unterscheiden und beschreiben - chemische Mittel anwenden - einfache Arbeiten nach Anleitung und unter Aufsicht ausführen - grundlegende Arbeitstechniken und Arbeitsvorgänge beschreiben und ausführen - Unfallverhütungsmassnahmen bei automatischen Feuerungsanlagen beschreiben und anwenden - Umgangsformen gegenüber der Kundschaft beherrschen.
Zweites Lehrjahr - Zusammenhänge und Abläufe der Reinigungsarbeiten an Feuerungsanlagen aufzeigen - einfache Arbeiten selbständig ausführen - Funktionskontrollen an automatischen ölgefeuerten Anlagen beschreiben und unter Aufsicht durchführen - Zentralheizungen mit chemischen Hilfsmitteln behandeln - Rapporte erstellen ') Das Arbeitsbuch sowie Musterblätter können beim Sekretariat des SKMV in Aarau bezogen werden.
2 > Ein Musterformular für den Ausbildungsbericht kann bei der Deutschschweizerischen Berufsbildungsämter-Konferenz bezogen werden.
> SR 814.801
Ausbrenn- und Ausschlämmarbeiten beschreiben und unter Aufsicht ausführen - Bedeutung des Umweltschutzes erkennen und beschreiben - Kaminfegertarif unter Beihilfe anwenden.
Drittes Lehrjahr -
gewerbliche und industrielle Anlagen reinigen die zugewiesenen Arbeiten selbständig vorbereiten und ausführen Kamine und Rauchkammern ausbrennen und ausschlämmen Zentralheizungen chemisch behandeln Brandschutzmängel und bauliche Fehler an Feuerungsanlagen erkennen und selbständig Rapporte erstellen - Baupläne und Zeichnungen lesen und interpretieren - Reinigungsgebühren nach Tarifangaben selbständig berechnen.
Informationsziele für die einzelnen Sachgebiete:
Werkzeuge, Maschinen, Apparate
Werkzeuge bezeichnen, handhaben und instand halten - die gebräuchlichsten Maschinen und Apparate bezeichnen und ihren Aufbau, ihre Funktion und Einsatzgebiete in groben Zügen erklären - Maschinen und Apparate handhaben und instand halten - die bei Arbeiten mit Werkzeugen, Maschinen und Apparaten geltenden Unfallverhütungs- und Umweltschutzmassnahmen nennen und anwenden.
2.1 Kamine - verschiedene Systeme unterscheiden und reinigen - verschiedene Systeme von Kaminhüten unterscheiden und reinigen - bei der Reinigung die Verschmutzungsgefahren erkennen und die erforderlichen Vorsichtsmassnahmen treffen.
2.2 Feuerwandzüge, Rauchrohre, Kanäle, Kaminarme - Feuerwandzüge erkennen und reinigen - Rauchrohre entfernen, reinigen und montieren - verschiedene Arten von festmontierten und gemauerten Kanälen und Kaminarmen unterscheiden und reinigen.
Kochherde und kombinierte Herde (private und gewerbliche) für feste und flüssige Brennstoffe unterscheiden und reinigen - Verschmutzungsgefahren erkennen und Schutzmassnahmen anwenden.
Heizöfen für feste
Brenristoffe
verschiedene Arten (z. B. Kachel-, Sandstein-, Trag-, Back-, Leim-, Dörr- und Warmluftöfen) unterscheiden und reinigen - Schutzmassnahmen gegen Verschmutzung anwenden.
2.5 Cheminées - verschiedene Arten erkennen und reinigen - Schutzmassnahmen gegen Verschmutzungen anwenden.
2.6 ; Olafen (Verdampfungsbrenner) - verschiedene Systeme unterscheiden und reinigen - Luftzufuhr und Öleintritt in Brennertopf reinigen - elektrische Zündungseinsätze vor der Reinigung kontrollieren, schützen oder entfernen und wieder montieren - Funktionskontrollen nach der Reinigung durchführen - Schutzmassnahmen gegen Verschmutzung anwenden.
2.7 Backöfen - verschiedene Systeme unterscheiden und reinigen - Funktionskontrollen vor und nach der Reinigung durchführen - Sicherheitsvorkehren treffen : - Schutzmassnahmen gegen Verschmutzung .anwenden.
2.8 Rauchkammern, Räucheranlagen - verschiedene Systeme unterscheiden; und entsprechend reinigen - Schutzmassnahmen gegen Verschmutzung und Beschädigungen anwenden.
2.9 Zentralheizungen - verschiedene Systeme (z. B. Normalzug- und Überdruckkessel aus Stahl und GUSS) unterscheiden und reinigen - bei automatischen Feuerungen die Funktionskontrollen vor und nach der ; Reinigung durchführen - Sicherheitsvorkehren treffen - Schutzmassnahmen gegen Verschmutzung anwenden.
2.10 Heisswasser- und Dampfkessel - verschiedene Systeme aus Stahl und Güss unterscheiden und reinigen - Sicherheitsvorschriften einhalten und Unfallverhütungsmassnahmen anwenden - Schutzmassnahmen gegen Verschmutzung anwenden.
2.11 Übrige Feuerstellen - verschiedene Feuerstellen (z. B. Waschherde, Futterdämpfer, Kesselherde, Käsereikessi, Essen usw.) unterscheiden und reinigen - Schutzmassnahmen gegen Verschmutzung anwenden.
2.12 Öl-und Gasbrenner - verschiedene Typen (ein- und zweistufige) mit Gebläse unterscheiden und ihre Funktion erklären ; - Funktionskontrollen vor und nach der Reinigung durchführen - Brennstoffleitungen vor der Reinigung kontrollieren - Stauscheibe, Flammenüberwachung und Luftzufuhr kontrollieren und reinigen 12 Bundesblatt. 132. Jahrg. Bd. III
Sicherheitsmassnahmen beschreiben und einhalten - Verbrennungshilfen begründen, aus- und einbauen.
2.13 Chemische Behandlung von öl- und gasgefeuerten Heizungsanlagen - verschiedene chemische Mittel nennen und die entsprechenden Giftklassen beschreiben - chemische Mittel nach den Richtlinien des SKMV anwenden.
2.14 Ausbrennen, Ausschlämmen - Feuerungsanlagen bezüglich Ausbrennen und Ausschlämmen beurteilen - Feuerungsanlagen nach dem Merkblatt des SKMV ausbrennen - Feuerungsanlagen ausschlämmen.
Unfallverhütung, Berufshygiene
Vorschriften und Pflichten nach SUVA-Verordnung über «Verhütung von Unfällen und Berufskrankheiten im Kaminfegerberuf» erklären - Anordnungen für die Berufshygiene erklären - Schutzmassnahmen beschreiben.
Brandschutzvorschriften, Verordnungen, Tarife
die kantonalen Vorschriften (Brandschutz, Feuerpolizei, usw.) über Kaminfegerarbeiten beschreiben und bei den Arbeiten einhalten - allfällige Mängel aufgrund der Vorschriften und Verordnungen erkennen und dem Vorgesetzten melden - Kaminfegertarife erklären und anwenden - Arbeitsrapporte erstellen und Arbeiten nach Tarif berechnen - Baustoffe, Bauelemente und Bauteile klassieren und beschreiben.
Lufthygiene, Umweltschutz
Schadstoffe aus Verbrennungen unterscheiden und bezeichnen - mögliche Umweltschäden beschreiben.
Russarten
Russarten unterscheiden, beschreiben und Entstehung begründen - ihre Eigenschaften beschreiben - Massnahmen bei Russbränden beschreiben.
Art. 6 Die Berufsschule erteilt den Pflichtunterricht nach dem Lehrplan des Bundesamtes für Industrie, Gewerbe und Arbeit. ') ') Anhang zu diesem Reglement.
Art. 7 Allgemeines 1 An der Lehrabschlussprüfung soll der Lehrling zeigen, ob er die im Ausbildungsreglement und im Lehrplan umschriebenen Lernziele erreicht hat.
2 Die Kantone führen die Prüfung durch.
Art. 8 Organisation 1 Die Prüfung wird in einem geeigneten Betrieb und in einer Berufsschule durchgeführt. Dem Lehrling muss ein Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt werden. Mit dem Aufgebot wird bekanntgegeben, welche Materialien und Hilfsmittel er mitbringen muss.
2 Der Lehrling erhält die Prüfungsaufgabe erst bei Beginn der Prüfung. Sie wird ihm, soweit notwendig, erklärt.
Art. 9 Experten 1 Die kantonale Behörde ernennt die Prüfungsexperten. In erster Linie werden Absolventen von Expertenkursen beigezogen.
2 Die Experten sorgen dafür, dass sich der Lehrling mit allen vorgeschriebenen Arbeiten während einer angemessenen Zeit beschäftigt, damit eine zuverlässige und vollständige Beurteilung möglich ist. Sie machen ihn darauf aufmerksam, dass nicht bearbeitete Aufgaben mit der Note l bewertet werden.
3 Mindestens ein Experte überwacht dauernd und gewissenhaft die Ausführung der Prüfungsarbeiten. Er hält seine Beobachtungen schriftlich fest.
4 Mindestens zwei Experten beurteilen die Prüfungsarbeiten und nehmen die mündlichen Prüfungen im Fach Berufskenntnisse ab.
5 Die Experten prüfen den Lehrling ruhig und wohlwollend. Sie bringen Bemerkungen sachlich an.
Prüfungsfächer und Prüfungsstoff
Art. 10 Prüfungsfächer 1 Die Prüfung ist in folgende Fächer unterteilt: a. Praktische Arbeiten 18 Stunden; b. Berufskenntnisse 7 Stunden; c. Allgemeinbildung (nach dem Reglement vom 1. Juni 19781) über die Lehrabschlussprüfung in den gewerblich-industriellen Berufen).
2 Die Prüfung in den Praktischen Arbeiten wird an zwei aufeinanderfolgenden Tagen durchgeführt.
» BEI 1978 II 162 303
Art. 11 Prüfungsstoff 1 Die Prüfungsanforderungen bewegen sich im Rahmen der Richtziele von Artikel 5 und des Lehrplans. Die Informationsziele dienen als Grundlagen für die Aufgabenstellung.
Praktische Arbeiten 2 Der Lehrling muss folgende Aufgaben selbständig ausführen: 1. Reinigung von Kaminen (ungefähr l'A Std.)
z. B. - verschiedene Querschnitte, gemauert oder vorfabriziert - Stahlrohrkamine verschiedener Querschnitte 2. Reinigung von Rauchabzügen (ungefähr l Std.)
z. B. - Kanäle - Kaminarme - Feuerwandzüge - Rauchrohre 3. Reinigung von Kochherden (ungefähr 2 Vi Std.)
z. B. - einfache Kochherde - Sparherde -' Kochherdzentralheizungen 4. Reinigung von Öfen für feste Brennstoffe (ungefähr 3 Std.)
z. B. - Sitzöfen - Tragöfen - Kachelöfen, Kachel- und Backofenheizungen - private Backöfen - Warmluftöfen - Cheminée 5. Reinigung von Öfen für flüssige Brennstoffe (Verdampfungsbrenner) (ungefähr l Std.)
6. Reinigung von Zentralheizungen (ungefähr 6 Std.)
z. B. - GUSS- und Stahlkessel - Reinigung der Stauscheibe, der Flammenüberwachung und der Luftzufuhr - visuelle Kontrolle der Verbrennungsqualität 7. Reinigung von gewerblichen und anderen Feuerungsanlagen, Spezialarbeiten (ungefähr 3 Std.)
z. B. - Backöfen - Leimofen - Überdruck- und Hochleistungskessel - Dampfkessel - Rauchkammern (ausbrennen und ausschlämmen) - Käsereikessi, Restaurations-Kochherde - Futterdämpfer, Waschherde, Dörr- und Trockenöfen, Essen.
Berufskenntnisse 3
Die Prüfung ist unterteilt in: 1. Brennstoffe, Verbrennung, Naturlehre (l Std.)
ungefähr Vi Std. schriftlich ungefähr'/z Std. mündlich 2. Zugverhältnisse, Rauchbelästigung, Feuerungsanlagen, Kaminarten (l Std.)
ungefähr Vi Std. schriftlich ungefähr Vi Std. mündlich 3. Russarten, Ausbrennen der Kamine, Russbrände, Unfallverhütung, Berufskrankheiten, Berufshygiene, Lufthygiene, Umweltschutz (l Std.)
ungefähr Vi Std. schriftlich ungefähr Vi Std. mündlich 4. Feuerpolizeivorschriften, Verordnungen, Weisungen, Rapportwesen (l Vi Std.)
ungefähr l Std. schriftlich ungefähr Vi Std. mündlich 5. Fachrechnen (l Std. schriftlich) 6. Skizzieren (l Vi Std.)
Erstellen einer Skizze mit den erforderlichen Rissen, Ansichten und Schnitten mit Vermassung und Symbolen. Der Lehrling erhält die Aufgabe schriftlich mit einer Dispositionsskizze. Die kantonalen Feuerpolizeivorschriften müssen beachtet werden. Die üblichen Zeichenhilfsmittel sind zulässig.
Für die mündlichen Prüfungen wird Anschauungsmaterial verwendet.
Art. 12 Beurteilung 1 Die Prüfungsarbeiten werden in folgenden Fächern und Positionen bewertet: Prüfungsfach: Praktische Arbeiten Pos. l Kamin-Reinigung - Arbeitsausführung Pos. 2 Reinigung von Rauchabzügen - Arbeitsausführung Pos. 3 Reinigung von Kochherden - Arbeitsausführung Pos. 4 Reinigung von Öfen für feste Brennstoffe - Arbeitsausführung Pos. 5 Reinigung von Öfen für flüssige Brennstoffe - Arbeitsausführung - Funktionskontrolle 13
Bundesblatt. 132. Jahrg. Bd.III
Reinigung von Zentralheizungen - Arbeitsausführung - Sicherheits- und Funktionskontrollen - visuelle Kontrolle der Flammenqualität Reinigung von gewerblichen und anderen Feuerungsanlagen, Spezialarbeiten - Arbeitsausführung Arbeitstechniken, Arbeitsvorgänge - Handhabung der Werkzeuge, Maschinen und Apparate - Einteilung der Arbeiten - Umsicht und Fertigkeit - Reinlichkeit um die Anlage herum während der Arbeit.
Prüfungsfach: Berufskenntnisse Pos. l Brennstoffe, Verbrennung, Naturlehre - schriftlich - mündlich Pos. 2 Zugverhältnisse, Rauchbelästigung, Feuerungsanlagen, Kaminarten - schriftlich - mündlich Pos. 3 Russarten, Ausbrennen, Russbrände, Unfallverhütung, Berufskrankheiten, Berufshygiene, Lufthygiene, Umweltschutz - schriftlich - mündlich Pos. 4 Feuerpolizeivorschriften, Verordnungen, Weisungen, Rapportwesen - schriftlich - mündlich Pos. 5 Fachrechnen - schriftlich Pos. 6 Skizzieren - konstruktive Richtigkeit (Feuerpolizei-Vorschriften) - Vermassung, Schrift - Darstellung und Sauberkeit Pos. 7 Arbeitsbuch - Inhalt (Stoff) - Sauberkeit.
Die Leistungen in jeder Prüfungsposition werden nach Artikel 13 bewertet.
Werden zur Ermittlung der Positionsnote vorerst Teilnoten gegeben, so werden diese entsprechend ihrer Wichtigkeit im Rahmen der Position berücksichtigt. ') 3 Die Fachnoten sind die Mittel aus den Positionsnoten. Sie werden auf eine Dezimalstelle gerundet.
'' Notenformulare können beim Sekretariat des SKMV in Aarau bezogen werden.
Die Leistungen werden mit Noten von 6 bis l bewertet. Die Note 4 und höhere bezeichnen genügende Leistungen; Noten unter 4 bezeichnen ungenügende Leistungen. Andere als halbe Zwischennoten sind nicht zulässig.
2 Notenskala Note
6 5 4 3 1 l
Qualitativ und quantitativ sehr gut Gut, zweckentsprechend ' Den Mindestanforderungen entsprechend Schwach, unvollständig Sehr schwach Unbrauchbar oder nicht ausgeführt
Art. 14 Prüfungsergebnis 1 Das Ergebnis der Lehrabschlussprüfung wird in einer Gesamtnote ausgedrückt. Diese wird aus den folgenden Fachnoten ermittelt: - Praktische Arbeiten (zählt doppelt), - Berufskenntnisse, - Allgemeinbildung.
1 Die Gesamtnote ist das Mittel aus den Fachnoten (Vi der Notensumme) und wird auf eine Dezimalstelle gerundet.
3 Die Prüfung ist bestanden, wenn weder die Fachnote Praktische Arbeiten noch die Gesamtnote den Wert 4 unterschreiten.
Art. 15 Notenformular und Expertenbericht 1 Auf Einwendungen des Lehrlings, er sei in grundlegende Fertigkeiten und Kenntnisse nicht eingeführt worden, dürfen die Experten keine Rücksicht nehmen. Sie halten jedoch seine Angaben im Expertenbericht fest.
2 Zeigen sich bei der Prüfung Mängel in der betrieblichen oder schulischen Ausbildung, so tragen die Experten genaue Angaben über ihre Beobachtungen in das Notenformular ein.
3 Das Notenformular mit dem Expertenbericht wird nach der Prüfung von den Experten unterzeichnet und der zuständigen kantonalen Behörde unverzüglich zugestellt.
Art. 16 Fähigkeitszeugnis Wer die Prüfung bestanden hat, erhält das eidgenössische Fähigkeitszeugnis und ist berechtigt, die gesetzlich geschützte Berufsbezeichnung «Gelernter Kaminfeger» zu führen.
Beschwerden betreffend die Lehrabschlussprüfung richten sich nach kantonalem Recht.
Das Reglement vom O.Oktober 1969^ über die Ausbildung und die Lehrabschlussprüfung der Kaminfeger wird aufgehoben.
Lehrlinge, die ihre Lehre vor dem 1. Januar 1980 begonnen haben, schliessen sie nach dem bisherigen Reglement ab.
Wer die Prüfung wiederholt, wird bis am I.Januar 1986 auf sein Verlangen nach dem bisherigen Reglement geprüft.
Art. 20 Inkrafttreten Die Bestimmungen über die Ausbildung treten am 1. August 1980 in Kraft, diejenigen über die Lehrabschlussprüfung am 1. Januar 1983.
» BB11970 I 1228, 1974 I 925 308
Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement: Honegger
Lehrplan für den beruflichen Unterricht der Kaminfeger vom 16. Juni 1980
Das Bundesamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit (BIGA), gestützt auf Artikel 28 des Bundesgesetzes vom 19. April 1978 ^ über die Berufsbildung und Artikel 16 Absatz l der Verordnung vom 14. Juni 1,9762) über Turnen und Sport an Berufsschulen, verordnet:
Die Berufsschule vermittelt dem Lehrling die notwendigen theoretischen Berufskenntnisse und die Allgemeinbildung. Sie unterrichtet nach diesem Lehrplan und berücksichtigt bei der Gestaltung des Unterrichts die in Artikel 5 des Ausbildungsreglements den einzelnen Lehrjahren zugeordneten Lernziele. Die auf dieser Grundlage erstellten schulinternen Arbeitspläne werden den Lehrbetrieben auf Verlangen zur Verfügung gestellt.
Die Klassen werden nach Lehrjahren gebildet. Ausnahmen von dieser Regel bedürfen der Zustimmung der kantonalen Behörde und des BIGA.
Der Pflichtunterricht wird nach Möglichkeit auf einen ganzen Schultag angesetzt. Ein Schultag darf, einschliesslich Turnen und Sport, nicht mehr als neun Lektionen umfassen.3)
Die Zahl der Lektionen und ihre Verteilung auf die Lehrjahre sind verbindlich.
Ausnahmen von dieser Regel bedürfen der Zustimmung der kantonalen Behörde und des BIGA.
'> SR 412.10 SR 415.022 > Wird der berufliche Unterricht an interkantonalen Fachkursen erteilt, richtet sich die Schulorganisation nach dem Reglement über die Durchführung dieser Kurse. ,
Berufskunde Fachzeichnen, Baustoffe, Brandschutzvorschriften Fachrechnen Deutsch Geschäftskunde Staats- und Wirtschaftskunde Rechnen Turnen und Sport
Anzahl Schultage/Woche
Total Lektionen 3
240 80 120 120 80 40 120
Die Richtziele umschreiben allgemein und umfassend die vom Lehrling am Ende der Ausbildung verlangten Kenntnisse und Fähigkeiten. Die Informationsziele verdeutlichen die Richtziele im einzelnen.
Berufskunde (280 Lektionen)
Richtziele - die Bedeutung des Berufes in bezug auf die Brandverhütung, die bessere Energienutzung und den Umweltschutz erklären - die Aufgaben und Pflichten aufgrund der Kaminfegerverordnung erklären - die Brandschutzvorschriften, soweit sie den Beruf betreffen, erläutern - Vorschriften über die Verhütung von Unfällen und Berufskrankheiten erklären - Grundlagenkenntnisse der Physik und Chemie im Zusammenhang mit Arbeitsabläufen, Eigenschaften der Brennstoffe und mit der Verbrennungs- und Wärmelehre anwenden - Feuerungsanlagen (Systeme und Betriebsarten der Feuerungen, Feuerungsaggregate) beschreiben.
Informationsziele 31.1 -
persönliche Voraussetzungen für die Berufsausübung nennen Verhalten gegenüber Kundschaft und Vorgesetzten beschreiben Zweck der Ausbildungs- und Prüfungsvorschriften erläutern Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten nennen.
31.2 Kaminfegerverordnung - die gesetzlichen Grundlagen und Bestimmungen der Kaminfegerverordnung nennen - die Vollzugs- und Aufsichtsbehörden nennen - die Pflichten und Aufgaben des Kaminfegers und den Zweck des Kaminfegerdienstes erklären - die Verantwortung bei der Arbeit beschreiben - die Bedeutung der Kaminfegerkonzession und die Bedingungen zur Erteilung einer Konzession beschreiben.
31.3 Verhütung von Unfällen und Berufskrankheiten - Vorschriften und Pflichten aufgrund der S UVA-Verordnung über die Verhütung von Unfällen und Berufskrankheiten im Käminfegergewerbe erläutern - Unfallgefahren und ihre Verhütung bei folgenden Arbeitsvorgängen beschreiben: - Benutzen von Stühlen und Leitern - Begehen von Dächern - Arbeiten auf freistehenden Kaminen und Hochkaminen - Arbeiten mit elektrischen Hilfsgeräten und Handwerkzeugen - Arbeiten an automatisch gesteuerten Feuerungsanlagen - Einsteigen in Feuerräume und Kanäle ^ Heben und Tragen von Gegenständen - Arbeiten mit Druckluft und Druckluftgeräten - Erste-Hilfe-Massnahmen bei Unfällen nennen - Anforderungen an die persönliche und beruflich bedingte Hygiene erklären - mögliche Hautschäden und Erkrankungen der Atemwege durch Staubeinwirkungen nennen und Schutzmassnahmen beschreiben - Erkältungsgefahren nennen und Schutzmassnahmen beschreiben.
31.4 Grundlagen der Physik und Chemie - die wichtigsten Grundbegriffe erklären, wie - Masse, Volumen, Dichte - Gewicht, Gewichtskraft - Druck, Druckmasse - Arbeit, Energie, Leistung - Zustandsformen der Stoffe - Zusammenhangskraft, Stoffeigenschaften (Viskosität, Fliesspunkt, Stockpunkt, Siedepunkt, Entzündungspunkt, Flammpunkt, Brennpunkt) beschreiben - Eigenschaften der Gase im Zusammenhang mit der Kaminwirkung beschreiben - physikalische und chemische Vorgänge unterscheiden - reine Stoffe, Verbindungen und Gemische unterscheiden - Symbole, Zustandsformen und Vorkommen der Elemente C, H, O, N und S nennen und ihre atomare Struktur aufzeigen - Formeln und Gleichungen (Ausgangsstoff-Reaktionsprodukt) von, wesentlichen chemischen Vorgängen aufzeigen - Atommasse, Molekularmasse und Volumen unterscheiden 311
Grundlagen zu stöchiometrischen Verbrennungsrechnungen beschreiben Korrosion an Metallen und Baustoffen beschreiben chemische Reinigungsmittel als Neutralisationsmittel beschreiben anorganische und organische Chemie unterscheiden Kohlenstoff-Kreislauf beschreiben Assimilation der Pflanzen beschreiben Kohlenwasserstoff-Verbindungen nennen.
31.5 Wärme, Verbrennung - die Begriffe Wärme und Temperatur erläutern - die verschiedenen Wärmequellen vergleichen - Temperatur-Messgeräte beschreiben - die Ausbreitung (Strahlung, Strömung und Leitung) und die Auswirkungen (wie Zustandsform und Ausdehnung) der Wärme beschreiben - Wärmemenge, -energie und -einheit unterscheiden - Wärmeleistung der Heizaggregate beschreiben - Wärmeinhalt (Wärmekapazität) und Wärmedurchgang als Grundlagen für Wärmedurchgangsrechnungen unterscheiden - die Bedingungen, unter denen eine Verbrennung möglich ist, erklären - die brennbaren und nichtbrennbaren Bestandteile in Brennstoffen nennen - vollkommene und unvollkommene Verbrennung unterscheiden und mit stöchiometrischer Rechnung begründen - Ort und Ablauf der Verbrennung verschiedener Brennstoffe beschreiben - Verbrennungsrückstände und Abgase verschiedener Brennstoffe beschreiben - den Sauerstoff- und Luftbedarf von Brennstoffen und die Verbrennungspro' dukte stöchiometrisch berechnen - Zusammenhänge zwischen theoretischer und praktischer Verbrennung beschreiben und rechnerisch begründen - Messapparate handhaben und Ergebnisse auswerten.
31.6 Elektrizität - den elektrischen Stromkreis erklären - elektrische Leiter und Nichtleiter unterscheiden - Stromstärke, -Spannung und -leistung beschreiben - Stecker und Steckdosen beschreiben - Aufbau und Aufgabe von Sicherungen erklären - Funktion und Prüfung des FI-Schutzschalters beschreiben - die bei der beruflichen Tätigkeit verwendeten elektrischen Apparate und Maschinen in groben Zügen beschreiben.
31.7 Gifte - Bestimmungen der Giftgesetzgebung interpretierenJ) - die Zielsetzungen, die Aufgaben und den Geltungsbereich der Giftgesetzgebung umreissen und die für den Vollzug der Giftgesetzgebung zuständigen Behörden nennen '' Unter der Bezeichnung «Der Geltungsbereich der Giftgesetzgebung» kann bei der Eidgenössischen Drucksachen- und Materialzentrale eine Informationsschrift bezogen werden.
die Begriffe Giftliste, Stoffe, Erzeugnisse, Publikumsprodukte und gewerbliche Produkte erklären - die Giftklassen voneinander abgrenzen und jeder Giftklasse einige zutreffende Stoffe zuordnen - die Kennzeichnung und Beschriftung der Verpackungen und Behälter (ohne Giftgruppen) nach den Giftklassen beschreiben - die Voraussetzungen zu den verschiedenen Bewilligungsarten für die Berechtigung zum Verkehr mit Giften bzW|. zum Bezug von Giften beschreiben - die verbotenen Verkehrsarten und verbotene Gifte aufzählen - Vorsichts- und Schutzmassnahmen:bei der Abgabe, Aufbewahrung und Verwendung sowie Unschädlichmachung und Massnahmen bei der Unschädlichmachung von im Beruf und Haushalt gebräuchlichen Giften nennen und erläutern - Fälle aus der Praxis nennen, wie man straffällig werden könnte - Auswirkungen von Giften auf den menschlichen Körper unter Verwendung von Beispielen nennen und erläutern - die Begriffe Gift, DL50, Resorption, Inhalation, MAK-Wert und Arbeitshygiene erklären .
- betriebshygienische Massnahmen und Massnahmen der Ersten Hilfe bei Vergiftungen an Beispielen beschreiben.
Umweltschutz, Lufthygiene
die Bedeutung von Vegetation, Gewässer und Luft für die Umwelt beschreiben - Schadstoffe aus der Verbrennung nennen und die möglichen Schädigungen der Umwelt beschreiben - gesetzliche Grundlagen und Vorschriften zum Schütze der Umwelt nennen.
31.9 Brennstoffe - Vorkommen, Gewinnung und Aufbereitung der Rohstoffe zu handelsüblichen Brennstoffen anhand schematischer Darstellungen beschreiben - Brennstoffe (natürliche, mechanisch und chemisch veränderte, veredelte) unterscheiden und bezeichnen - Zustandsformen und Arten nennen - Zusammensetzung, Eigenschaften und Verwendung in groben Zügen beschreiben -- Heizwerte verschiedener Brennstoffe nennen.
31.10 Feuerungsanlagen Allgemeines : - die Hauptteile von Feuerungsanlagen nach Bestimmung und Verwendung unterscheiden und bezeichnen - Aufbau und Funktion der Hauptteile in groben Zügen erklären - Richtlinien und Bedingungen für die Erstellung von Feuerungsanlagen beschreiben.
Feuerungen: - die Hauptteile der Feuerungen, der Feuerstellen und der Feuerungsaggregate nennen
Richtlinien und Bestimmungen für die Herstellung, die Aufstellung und den Aufbau von Einzel- und Zentralfeuerstellen beschreiben - Funktionen und Vorgänge von Feuerungen (Brennstoffe, Brennstoffverbrauch, Brennverhalten, Wirtschaftlichkeit, Wärmeleistung, Wirkungsgrad, Heizmedien, Wärmeabgabe) in groben Zügen beschreiben.
Zusatzeinrichtungen : - die verschiedenen Zusatzeinrichtungen wie Luftregulierung, Abgasklappen und -Schieber, Aufsätze, Schalldämpfer und Rauchgasfilter nennen, ihre Wirkungsweise erläutern und ihren Einbau begründen.
Brenner: - Aufbau und Funktion der verschiedenen Brennersysteme (Verdampfungsbrenner, Druckzerstäuber, Gasbrenner) beschreiben - Anwendung verschiedener Brenner nennen - Aufbau und Funktion der Brenneraggregate, soweit sie für die Berufsarbeit von Bedeutung sind, beschreiben.
Regelungssysteme : - Anwendung und Funktion einfacher Regelungssysteme für Heizungen beschreiben - Mess-, Steuer- und Regelgeräte unterscheiden und bezeichnen - Vor- und Nachteile verschiedener Systeme nennen und Sicherheitsvorschriften aufzählen.
Abgas- und Rauchabzugsvorrichtungen: - Richtlinien und Bestimmungen für die Ausführung von Abgas- und Rauchabzugsvorrichtungen nennen - Ausführungsarten unterscheiden, Führung, Querschnitte und Kamineinführungen beschreiben.
Kamine : - den Begriff Kamin und die Aufgabe der Kamine erklären - Kaminarten, Querschnitte und Führungen beschreiben - Einfluss des Kamins auf die Wirkungsweise der Feuerungsanlage (Höhe, Widerstände, Abgastemperatur, Taupunkt usw.) beschreiben - einfache Faustformeln für die Berechnung von Kaminzug und -querschnitt nennen.
Funktionsstörungen : - Funktionsstörungen bei Feuerungsanlagen aufzählen, erkennen und Abhilfen vorschlagen.
31.11 Arbeitsmethoden, Werkzeuge, Apparate - spezielle Methoden der Kamin- und Kesselreinigung erklären (ausbrennen, ablöschen, ausschlämmen, ausdämpfen) - Kesselreinigung mit chemischen Hilfsmitteln beschreiben und begründen - Materialien der Handwerkzeuge beschreiben und ihre Eigenschaften beim Gebrauch erläutern - Gebrauch und Unterhalt der Werkzeuge und die erforderliche Sorgfalt beschreiben 314
Materialien und Eigenschaften der elektrischen Apparate beschreiben - Anwendung und Unterhalt der elektrischen Apparate beschreiben.
Fachzeichnen, Baustoffe, Brandschutzvorschriften
(240 Lektionen) Richtziele - einfache technische Zeichnungen erstellen - Baupläne lesen und interpretieren - Baustoffe und Bauelemente, soweit sie im Zusammenhang mit der Berufsarbeit stehen, beschreiben - Brandschutzvorschriften bezüglich Masse und Baustoffe erklären - Skizzen entsprechend den Brandschutzvorschriften erstellen.
Informationsziele 32.1 Fachzeichnen - Zeichengeräte und Hilfsmittel handhaben - Linien- und Stricharten bezeichnen und anwenden - einfache Schrift schreiben - Massstäbe umrechnen und Zeichnungen vermassen - die wichtigsten Symbole, Schraffurën und Farben für Baustoffe unterscheiden und bezeichnen - geometrische Grundkonstruktionen (Kreis, Dreieck, Viereck, regelmässige Vielecke) ausführen - einfache und zusammengesetzte Körper in den verschiedenen Rissen darstellen ·' - verschiedene Kamine aus verschiedenen Baustoffen entsprechend den Brand: schützvorschriften zeichnen · · Beispiele: - Mauerwerksverbände für Kamine - Spezialkamine - Kamindurchführungen, Schleifungen - Kamine an Aussenwänden, freistehende Kamine - Spezialteile für Kamine (Russtüren, Explosionsklappen, Kaminhüte usw.)
Ausführungsarten von Feuerungsaggregaten, Rauchrohren und Kanälen zeichnen - Schemazeichnungen von einfachen automatischen Steuerungen mit den entsprechenden Symbolen darstellen - Bauzeichnungen und Pläne für Kamine, Feuerungsaggregate, Heizräume usw.
lesen und interpretieren - konstruktive Mängel an Feuerungsanlagen mit einfachen Mitteln (Bleistift, kariertes Papier, Massstab) skizzieren - Schutzvorrichtungen skizzieren.
32.2 Baustoffe - die Begriffe Baustoffe und Bauelemente erklären 315
Baustoffe und Bauelemente unterscheiden und bezüglich Brennbarkeit und Qualmbildung klassieren - den Begriff Bauteil erklären - Bauteile nach Feuerwiderständen unterscheiden und klassieren - die wichtigsten Baustoffe, Bauelemente und Bauteile aufzählen.
32.3 Brandschutzvorschriften - bauliche Vorschriften für die Ausführung von Feuerungsanlagen erläutern - Bestimmungen über die Lagerung von festen, flüssigen und gasförmigen Brennstoffen erklären - die Brandschutzvorschriften erklären - Sicherheitsabstände für verschiedene Teile von Feuerungsanlagen nennen und begründen - Strahlungsschutz an Holzwänden und -decken beschreiben.
Fachrechnen (80 Lektionen)
Richtziel - berufsbezogene Aufgaben (Verbrennungs-, Feuerungs- und Wärmetechnik, Tarif usw.) erkennen, umformen und lösen.
Informationsziele - Unterschied von Druck, Gewicht, Gewichtskraft und Druckmasse erklären und berechnen - das Gewicht der Raumeinheit eines Stoffes erklären und berechnen - Temperatureinheiten (Vergleichstabelle) erklären und umrechnen - Gewichtsunterschiede der Luft bei Temperaturänderungen erklären und berechnen - Volumen- und Gewichtsunterschiede der Gase und Rauchgase bei Temperaturänderungen erklären und berechnen - Vergleichsrechnungen für Brennstoffe verschiedener Heizwerte anstellen - Sauerstoff- und Luftbedarf für die Verbrennung erklären und berechnen - Rauch und Abgasmengen berechnen - Kostenvergleiche für Brennstoffe verschiedener Heizwerte berechnen - den Wärmebedarf eines Raumes berechnen - Wärmedurchgang erklären und berechnen - Kaminzug erklären und berechnen - nach den geltenden Tarifen Kaminfegerarbeiten berechnen - produktive und unproduktive Arbeitszeit erklären und berechnen - Regiearbeiten mit Zulagen nach Tarif berechnen.
Allgemeinbildung, Turnen und Sport
Für die Allgemeinbildung (Deutsch, Geschäftskunde, Staats- und Wirtschaftskunde, Rechnen) sowie für Turnen und Sport gelten die Lehrpläne des BIGA.
Dieser Lehrplan tritt am 1. August 1980 in Kraft.
10 048 114

References: Art. 54
 Art. 54
 Art. 2

Art. 3

Art. 4

Art. 5

Art. 6

Art. 7

Art. 8

Art. 9

Art. 10

Art. 11

Art. 12

Art. 14

Art. 15

Art. 16

Art. 20