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Timestamp: 2016-10-23 14:34:04+00:00

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4A_591/2012 (20.02.2013)
4A_591/2012
vertreten durch Rechtsanwalt Urs B�rgin,
Forderung aus Werkvertrag; Darlehen,
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich, II. Zivilkammer, vom 27. August 2012.
A.________ (Beklagte und Beschwerdegegnerin) und ihr Ehemann, B.________, beauftragten im Jahre 1997 die X.________ AG (Kl�gerin und Beschwerdef�hrerin) mit dem Umbau ihres Hauses. B.________ war zu jener Zeit und noch bis Juni 2003 Verwaltungsratspr�sident der Kl�gerin. Ein schriftlicher Vertrag wurde nicht ausgearbeitet. Von August 1997 bis Mai 1999 wurden Projektierungsarbeiten durchgef�hrt. Nachdem das Projekt am 31. Januar 2000 die Baufreigabe erhalten hatte, wurde mit den Bauarbeiten begonnen. Ab M�rz 2002 begann die Kl�gerin, Handwerker- und Unternehmerrechnungen f�r das Bauprojekt selbst zu bezahlen. Am 3. Juli 2003 erfolgte die Bezugsbewilligung. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Beklagte bereits von ihrem Ehemann getrennt.
Mit bez�glich der Zinsbetr�ge im Laufe des Verfahrens abge�nderten Rechtsbegehren verlangte die Kl�gerin von der Beklagten vor dem Bezirksgericht Meilen Fr. 1'320'910.05, d.h. die Erstattung der von April 2002 bis Ende Juni 2004 geleisteten Zahlungen von Fr. 1'056'291.35 nebst Fr. 264'618.70 Zins. Ferner forderte sie f�r die Projektentwicklung inklusive Modellbau Fr. 216'642.05 nebst Fr. 80'536.10 Zins, insgesamt Fr. 297'178.15. Auf den so berechneten Totalbetr�gen beanspruchte sie sodann Verzugszins. Soweit die Beklagte nicht zur beantragten Zinszahlung verpflichtet werde, verlangte die Kl�gerin die Zusprechung des Honorars f�r die Projektentwicklung ohne den gew�hrten Rabatt. Das Bezirksgericht wies die Klage ab, soweit sie nicht als durch R�ckzug erledigt abzuschreiben sei. Dieses Urteil best�tigte das Obergericht des Kantons Z�rich am 27. August 2012.
Mit Beschwerde in Zivilsachen beantragt die Kl�gerin dem Bundesgericht im Wesentlichen, die Klage im Sinne ihres Rechtsbegehrens vor erster Instanz (unter Ber�cksichtigung der Reduktion des Zinsbegehrens) gutzuheissen, und eventuell, die Sache zur Durchf�hrung eines Beweisverfahrens an die kantonalen Instanzen zur�ckzuweisen. Ihr Gesuch um Gew�hrung der aufschiebenden Wirkung wies das Bundesgericht am 23. Oktober 2012 ab. Die Beklagte schliesst auf kostenf�llige Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Das Obergericht hat auf Vernehmlassung verzichtet. Die Parteien haben unaufgefordert eine Replik und eine Duplik eingereicht.
Die Beschwerdegegnerin ist der Auffassung, mangels bezifferten Antrags sei auf die Beschwerde nicht einzutreten. Die kantonalen Instanzen haben die Klage indessen mangels hinreichender Substanziierung abgewiesen, was die Beschwerdef�hrerin beanstandet. Sollte das Bundesgericht der Rechtsauffassung der Beschwerdef�hrerin folgen, w�re es nicht in der Lage, die Sache selbst zu entscheiden, da die dazu notwendigen tats�chlichen Feststellungen fehlen. Unter dieser Voraussetzung gen�gt bereits der blosse R�ckweisungsantrag (BGE 133 III 489 E. 3.1 mit Hinweisen). In �brigen werden im angefochtenen Entscheid, dessen Feststellungen das Bundesgericht seinem Urteil zugrunde legt (Art. 105 Abs. 1 BGG), sowohl das urspr�ngliche als auch das bez�glich der Zinse modifizierte Rechtsbegehren wiedergegeben. Damit steht ohnehin unzweideutig fest, in welchem Sinn der angefochtene Entscheid betragsm�ssig abge�ndert werden soll.
Streitig ist zun�chst, ob eine vertragliche Pflicht zur Zahlung der f�r Handwerker- und Unternehmerrechnungen geleisteten Betr�ge besteht. Die Beschwerdef�hrerin berief sich im kantonalen Verfahren auf einen Darlehensvertrag, w�hrend die Beschwerdegegnerin behauptete, die Beschwerdef�hrerin habe die Rechnungen nicht im Rahmen eines Darlehens beglichen, sondern im gegenseitigen Einvernehmen als Schadensregulierung mit Blick auf Kosten�berschreitungen. Die kantonalen Instanzen wiesen die Klage mangels hinreichender Substanziierung ohne Beweisverfahren ab.
2.1 Da das Verfahren vor Inkrafttreten der ZPO anh�ngig gemacht wurde, bleibt f�r die Anforderungen an die Klage das kantonale Prozessrecht massgebend. Wie weit die anspruchsbegr�ndenden Tatsachen inhaltlich zu substanziieren sind, damit sie unter die massgeblichen Bestimmungen des materiellen Rechts subsumiert werden k�nnen, bestimmt aber das materielle Bundesrecht. Das kantonale Prozessrecht darf von den Parteien keine dar�ber hinausgehende Substanziierung verlangen (BGE 108 II 337 E. 2 und 3; 133 III 153 E. 3.3 S. 162; 127 III 365 E. 2b S. 368 mit Hinweisen). Eine Tatsachenbehauptung braucht nicht alle Einzelheiten zu enthalten; es gen�gt, wenn die Tatsache in einer den Gewohnheiten des Lebens entsprechenden Weise in ihren wesentlichen Z�gen oder Umrissen behauptet worden ist (GULDENER, Schweizerisches Zivilprozessrecht, 3. Aufl., Z�rich 1979, S. 163). Die jeweiligen Anforderungen ergeben sich einerseits aus den Tatbestandsmerkmalen der angerufenen Norm und anderseits aus dem prozessualen Verhalten der Gegenpartei. Tatsachenbehauptungen m�ssen dabei so konkret formuliert sein, dass ein substanziiertes Bestreiten m�glich ist oder der Gegenbeweis angetreten werden kann. Bestreitet der Prozessgegner den schl�ssigen Tatsachenvortrag der behauptungsbelasteten Partei, greift eine �ber die Behauptungslast hinausgehende Substanziierungslast. Die Vorbringen sind diesfalls nicht nur in den Grundz�gen, sondern in Einzeltatsachen zergliedert so umfassend und klar darzulegen, dass dar�ber Beweis abgenommen oder dagegen der Gegenbeweis angetreten werden kann (BGE 127 III 365 E. 2b S. 368; Urteile des Bundesgerichts 4A_210/2009 vom 7. April 2010 E. 3.2; 4A_7/2012 vom 3. April 2012 E. 2.3.1).
2.2 Die Beschwerdef�hrerin zeigt mit Hinweis auf den erstinstanzlichen Entscheid auf, dass sie im kantonalen Verfahren prozesskonform behauptet hat, sie h�tte w�hrend der Zeit von April 2002 bis Ende Juni 2004 f�r die Beschwerdegegnerin und deren Ehemann Rechnungen von insgesamt Fr. 1'056'291.35 bezahlt. Der Ehemann der Beschwerdegegnerin habe im M�rz 2002 erkl�rt, er und die Beschwerdegegnerin seien im Moment nicht zahlungsf�hig. Darum habe er die Bevorschussung der Rechnungen durch die Beschwerdef�hrerin beantragt. Diese habe nach l�ngerer Beratung zugestimmt. Er habe sich im Gegenzug verpflichtet, eine Rechtsschrift f�r die Beschwerdef�hrerin bis sp�testens Ende 2003 fertig zu stellen, und deren Verwaltungsr�ten versichert, die bevorschussten Gelder so rasch als m�glich und mit der �blichen Verzinsung zur�ckzuzahlen. Die bevorschusste Summe habe einem Darlehen gleich zur�ckbezahlt und verzinst werden sollen, wobei allen Beteiligten klar gewesen sei, dass der Ehemann der Beschwerdegegnerin f�r die Bauherren als einfache Gesellschaft aufgetreten sei und daher sowohl sich selbst als auch die Beschwerdegegnerin verpflichte habe.
2.3 Die Vorinstanz kam zum Schluss, es sei nicht ersichtlich, wann nach Ansicht der Beschwerdef�hrerin ein Konsens der Parteien �ber einen bestimmten oder bestimmbaren Darlehensbetrag zustande gekommen sein sollte. Ohne Kenntnis der Beschwerdegegnerin von einer konkreten oder zumindest bestimmbaren Darlehenssumme, was zu den essentialia negotii geh�re, sei ein diesbez�glicher Konsens nicht m�glich. Mithin fehle es mit Blick auf die Bestimmtheit oder die Bestimmbarkeit an der substanziierten Behauptung von Tatsachen. Da sich die anwaltlich vertretene Beschwerdef�hrerin nur einl�sslich dazu ge�ussert habe, weshalb das Bezirksgericht aufgrund des vorgebrachten Tatsachenmaterials das Vorliegen eines Darlehensvertrags als hinreichend substanziiert h�tte betrachten m�ssen, und nicht verlangt habe, es h�tte ein Anspruch der Kl�gerin auf der Basis der vorgebrachten Tatsachen etwa unter dem Blickwinkel eines anderen als des geltend gemachten Darlehensvertragsverh�ltnisses gepr�ft werden m�ssen, sei von einer entsprechenden Pr�fung abzusehen. Im Rahmen einer Zusatzbegr�ndung verneinte die Vorinstanz aber auch einen auftragsrechtlichen Anspruch auf Verwendungsersatz, da die Beschwerdef�hrerin nicht substanziiert behauptet habe, dass die Auslagen notwendig gewesen seien oder den Anweisungen der Bauherrschaft entsprochen h�tten. Weiter �ussert sich die Vorinstanz dazu, ob auf die Existenz eines Darlehensvertrages geschlossen werden k�nne und m�sse, wenn der Nachweis gelinge, dass kein anderer Rechtsgrund als ein Darlehen f�r die Zahlungen der Beschwerdef�hrerin in Frage komme.
2.4 Die Beschwerdef�hrerin hat behauptet, der Ehemann der Beschwerdegegnerin habe im Zusammenhang mit dem Bauprojekt an einer Besprechung im M�rz 2002 mit Wirkung f�r die Beschwerdegegnerin um die Bevorschussung von in der H�he noch nicht feststehenden Rechnungen nachgesucht und daf�r die Fertigstellung einer Rechtsschrift sowie die R�ckzahlung nebst Zins gleich einem Darlehen versprochen. Gest�tzt darauf habe sie in der Folge Rechnungen beglichen. Sie verlangt nunmehr die R�ckzahlung der entsprechenden Betr�ge nebst Zins. Dass die Beschwerdef�hrerin eine separate Einigung betreffend die H�he der einzelnen Betr�ge hinreichend substanziiert behauptet h�tte, zeigt sie in ihrer Beschwerde nicht rechtsgen�glich auf. Ob eine derartige Einigung notwendig w�re, um eine vertragliche R�ckzahlungsverpflichtung zu begr�nden, ist eine Rechtsfrage. Inwiefern eine weitere Substanziierung der Behauptung zur Subsumption unter die rechtlichen Bestimmungen oder zur beweism�ssigen Abkl�rung des Sachverhalts notwendig sein sollte, ist nicht ersichtlich.
2.5 Durch den Darlehensvertrag verpflichtet sich der Darleiher zur �bertragung des Eigentums an einer Summe Geldes oder an andern vertretbaren Sachen, der Borger dagegen zur R�ckerstattung von Sachen der n�mlichen Art in gleicher Menge und G�te (Art. 312 OR). Neben dem Darlehensvertrag bestehen f�r die Aufnahme von Kredit eine Reihe von Innominatvertr�gen, wie der Kontoer�ffnungsvertrag, der Krediter�ffnungsvertrag, der Baukreditvertrag usw., auf die neben anderen auch die Bestimmungen �ber das Darlehen zur Anwendung gelangen (vgl. HIGI, Z�rcher Kommentar, 2003, N. 85 ff. Vorbemerkungen zu Art. 312-318 OR). Dass es sich im zu beurteilenden Fall nicht um einen klassischen Darlehensvertrag handelt, ergibt sich schon aus der behaupteten Abrede, eine Rechtsschrift sei bis zu einem bestimmten Zeitpunkt fertigzustellen. Da die Vorinstanz im Berufungsverfahren das Recht vom Amtes wegen anzuwenden hatte (so ausdr�cklich Art. 57 ZPO), schadet der Beschwerdef�hrerin eine allf�llige unzutreffende Qualifikation des Rechtsgesch�ftes nichts. Zu pr�fen ist, ob, wie die Beschwerdef�hrerin argumentiert, aufgrund der behaupteten Vereinbarung die Leistungen hinreichend bestimmt sind und eine Pflicht zur R�ckzahlung besteht, oder ob dazu, wie die Vorinstanz anzunehmen scheint, eine weitere Einigung betreffend die H�he der einzelnen Betr�ge notwendig w�re.
2.5.1 Nach Lehre und Rechtsprechung setzt ein g�ltiger Vertragsschluss voraus, dass alle geschuldeten und wesentlichen Leistungen der Parteien bestimmt oder bestimmbar sind; denn wenn das nicht zutrifft, fehlt es an den zum Abschluss des Vertrages n�tigen �bereinstimmenden gegenseitigen Willens�usserungen �ber die wesentlichen Punkte (Art. 1 und Art. 2 Abs. 1 OR). Um dem Begriff der Bestimmbarkeit zu entsprechen, ist nicht notwendig, dass die Leistungen schon im Zeitpunkt des Vertragsschlusses bestimmt werden k�nnen. Vielmehr gen�gt, wenn im Zeitpunkt der Erf�llung eindeutig feststeht, was zu leisten ist (BGE 84 II 266 E. 2 S. 272 f.; Urteil des Bundesgerichts 4C.494/1997 vom 8. Mai 1998 E. 2.a). Dies kann auch durch einen Verweis auf Geschehnisse erreicht werden, die sich erst in der Zukunft ereignen werden und von Dritten abh�ngen (VON TUHR/PETER, Allgemeiner Teil des schweizerischen Obligationenrechts, 3. Aufl. 1979, Bd. I S. 191 inkl. Fn. 73; KRAMER, Berner Kommentar, 1986, N. 170 zu Art. 1 OR mit Hinweisen).
2.5.2 Die getroffene Vereinbarung unterscheidet sich von einem gew�hnlichen Darlehensvertrag dadurch, dass die zu leistenden Betr�ge direkt an Dritte zu bezahlen waren, erst durch deren Rechnungsstellung bestimmt wurden und daher bei Vertragsschluss betragsm�ssig noch nicht feststanden. Bez�glich Letzterem besteht eine gewisse N�he zum Kreditvertrag. W�hrend es beim Kreditvertrag aber in der Regel im Belieben des daraus Berechtigten steht, ob und (bis zur Kreditlimite) in welchem Umfang er den Kredit in Anspruch nehmen will, so dass die tats�chliche Kreditgew�hrung erst aufgrund einer Erkl�rung des Kreditnehmers als Gestaltungsrecht oder aufgrund eines separaten weiteren Vertrages erfolgt (HIGI, a.a.O., N. 90 Vorbemerkungen zu Art. 312-318 OR), haben sich die Parteien gem�ss der von der Beschwerdef�hrerin behaupteten Vereinbarung bereits �ber die Voraussetzungen und den Gebrauch des Kredits geeinigt. Wurde die Bevorschussung der Rechnungen im Zusammenhang mit dem Bauprojekt vereinbart, werden durch die Rechnungsstellung die von der Beschwerdef�hrerin zu leistenden Betr�ge bis zum Zeitpunkt, in dem die Leistung erbracht werden soll, bestimmbar. Dies gen�gt f�r einen g�ltigen Konsens. Eine weitere Einigung �ber die H�he des Kredits ist nicht notwendig. Weshalb strengere Anforderungen zu stellen sein sollten, ist nicht ersichtlich, zumal sich f�r die Bauherrschaft im Wesentlichen nicht die finanzielle Belastung, sondern nur die Person des Gl�ubigers �ndert.
2.5.3 Dass die getroffene Vereinbarung allenfalls �ber einen Darlehensvertrag hinausgeht und auftragsrechtliche Komponenten aufweist, ist f�r die Frage, ob die Beschwerdef�hrerin die Betr�ge zur�ckfordern kann, nicht massgebend. Der Kreditnehmer verh�lt sich unabh�ngig von der rechtlichen Qualifikation der Vereinbarung vertragswidrig, wenn er einerseits den Kreditgeber aufgrund der getroffenen Vereinbarung seine Rechnungen bezahlen l�sst und die Vereinbarung andererseits mit Blick auf die R�ckzahlung nicht gegen sich gelten l�sst. Die Pflicht zur R�ckzahlung w�re auch unter auftragsrechtlichen Gesichtspunkten gegeben. Soll die Beschwerdef�hrerin gem�ss der Vereinbarung die f�r das Bauprojekt in Zukunft gestellten Rechnungen begleichen, entsprechen die Zahlungen im Umfang der Rechnungen dem Willen der Auftraggeber und sind zur korrekten Erf�llung des Auftrags notwendig (ansonsten wird die Bauherrschaft gegen�ber dem Rechnungssteller nicht befreit). Es w�re Sache der Beschwerdegegnerin, allf�llige Gegenanspr�che aus einer Kosten�berschreitung zur Verrechnung zu stellen oder einzuwenden, die Beschwerdef�hrerin h�tte Rechnungen getilgt, die nicht von der Bauherrschaft zu begleichen waren oder die bei korrekter Vertragserf�llung als unberechtigt h�tten zur�ckgewiesen werden m�ssen. Diese Einw�nde kann die Beschwerdegegnerin unabh�ngig von der Qualifikation der von der Beschwerdef�hrerin behaupteten Vereinbarung erheben. Denn vom mit dieser Vereinbarung behaupteten Konsens �ber den "Darlehensbetrag" werden nur die in korrekter Erf�llung der Vereinbarung geleisteten Zahlungen erfasst.
2.6 Sollte der Nachweis der behaupteten Vereinbarung gelingen, besteht f�r die vereinbarungsgem�ss geleisteten Zahlungen analog zu einem Darlehensvertrag ein vertraglicher R�ckforderungsanspruch gegen�ber der Beschwerdegegnerin. Ob dieser Nachweis gelingt, ist eine Frage der Beweisw�rdigung. Da die Beschwerdef�hrerin die Beweislast f�r die von ihr behauptete Vereinbarung tr�gt, ist f�r die Abweisung der Forderung nicht der Nachweis n�tig, dass die Zahlung, wie von der Beschwerdegegnerin behauptet, im gegenseitigen Einvernehmen als Schadensregulierung erfolgte. Es gen�gt, wenn nach dem Beweisverfahren gest�tzt auf die Vorbringen beider Parteien und das Beweisergebnis der von der Beschwerdegegnerin behauptete Grund f�r die Zahlung ernsthaft in Betracht kommt. Der von der Beschwerdef�hrerin verlangte Beweis der Vereinbarung gilt dagegen als erbracht, wenn das Gericht am Vorliegen der behaupteten Tatsache keine ernsthaften Zweifel mehr hat oder allenfalls verbleibende Zweifel als leicht erscheinen (BGE 130 III 321 E. 3.2 S. 324 mit Hinweisen).
Auch die geltend gemachte Honorarforderung erachtete die Vorinstanz als nicht hinreichend substanziiert. Sie bem�ngelte die Substanziierung bereits mit Blick auf die Passivlegitimation, liess aber offen, ob insoweit vor der Klageabweisung ein Substanziierungshinweis h�tte erfolgen m�ssen. Sie erachtete die Forderung davon unabh�ngig f�r ungen�gend substanziiert.
3.1 Die Beschwerdegegnerin habe in der Klageantwort bestritten, dass die Beschwerdef�hrerin den geltend gemachten Stundenaufwand tats�chlich geleistet habe, dass dieser dem Auftrag entsprochen habe und angemessen gewesen sei. Die Beschwerdef�hrerin habe offenbar diverse Modelle und immer wieder ge�nderte Modelle erstellt, die niemand bestellt habe. Die aufgef�hrten 2'745.75 Stunden f�r Projektentwicklung w�rden keiner sorgf�ltigen und sachgerechten Auftragserf�llung entsprechen, die auch erfordere, nur einen angemessenen Aufwand mit zu verrechnenden Stunden und Auslagen zu treiben.
Nach Auffassung der Vorinstanz h�tte die Beschwerdef�hrerin im Einzelnen angeben m�ssen, welcher Stundenaufwand f�r welche Arbeiten geleistet wurde. Die pauschale Behauptung der Beschwerdef�hrerin zu ihrem Stundenaufwand, aufgelistet nach Jahren und unterteilt lediglich in Arbeiten f�r Projektentwicklung und Modellbau, erlaube der Beschwerdegegnerin kein substanziiertes Bestreiten der Notwendigkeit beziehungsweise der Angemessenheit der einzelnen Aufwendungen. Dazu w�re im Minimum erforderlich, die einzelnen Stundenaufwendungen konkreten Leistungen im Sinne von konkreten Projektvarianten zuzuordnen. Es sei nicht Sache des Gerichts, die notwendige Sachverhaltsdarstellung aus Ordnern f�llenden Beilagen herauszusuchen, um den Aufwand, soweit m�glich, den einzelnen Projektvarianten zuzuordnen.
3.2 Die Anforderungen an die Substanziierung ergeben sich nicht allein aus den Tatbestandsmerkmalen der angerufenen Normen, sondern auch aus dem Verhalten der Gegenpartei. Die klagende Partei kann nicht im Voraus wissen, unter welchem Gesichtspunkt die beklagte Partei ihre Vorbringen zu bestreiten gedenkt. Um von der klagenden Partei detailliertere Angaben zur Erm�glichung einer substanziierten Bestreitung verlangen zu k�nnen, muss aus der Klageantwort ersichtlich werden, dass die entsprechenden Punkte umstritten sind und die beklagte Partei f�r ein substanziiertes Bestreiten auf weitere Informationen angewiesen ist. Die Behauptungs- und Substanziierungslast zwingt die damit belastete Partei nicht, s�mtliche m�glichen Einw�nde der Gegenpartei vorweg zu entkr�ften (vgl. BGE 127 III 365 E. 2b S. 368; zit. Urteile 4A_210/2009 E. 3.2; 4A_7/2012 E. 2.3.1).
3.2.1 Gem�ss den Feststellungen der Vorinstanz bestritt die Beschwerdegegnerin, dass der behauptete Aufwand �berhaupt geleistet wurde. Dass sie substanziiert den Aufwand nur f�r gewisse Modelle oder Projekte bestreiten wollte, ergibt sich aus dem angefochtenen Entscheid nicht. Sodann behauptete die Beschwerdegegnerin, es seien unbestellte Modelle erstellt und unangemessener Aufwand getrieben worden. Hier stellt sich die Frage, ob sie zur Substanziierung ihrer Bestreitung nicht h�tte angeben m�ssen, welche Projekte unbestellt waren. Reichen die in der Klage enthaltenen Vorbringen dazu nicht aus, w�re die Beschwerdef�hrerin allenfalls gehalten, durch weitere Ausf�hrungen zu den einzelnen Projekten ein substanziiertes Bestreiten zu erm�glichen. Die Aufteilung des Aufwandes auf die einzelnen Modelle ist dazu aber nicht n�tig, zumal dieser ja generell bestritten wird. Der Vorwurf, es sei ein unangemessener Aufwand betrieben worden, beschl�gt die Frage, ob die von der Beschwerdef�hrerin behaupteten Arbeiten bei sorgf�ltiger Auftragserf�llung �berhaupt h�tten ausgef�hrt werden d�rfen, wenn sie mit dem behaupteten Aufwand verbunden waren. Auch daraus ergibt sich keine Notwendigkeit der Zuordnung des Aufwandes zu einzelnen Projekten. Streitig ist die Vertretbarkeit des Gesamtaufwands.
3.2.2 Damit stellt die Vorinstanz auch insoweit Substanziierungsanforderungen, die sich mit Blick auf die von ihr wiedergegebene Bestreitung der Beschwerdegegnerin nicht rechtfertigen lassen. Dass diese etwas ausgef�hrt h�tte, woraus die Beschwerdef�hrerin h�tte schliessen m�ssen, eine substanziiertere Bestreitung sei mangels Zuordnung des Aufwandes zu einzelnen Projekten unm�glich, ist nicht festgestellt. Die Beschwerdef�hrerin r�gt zu Recht, der Vorwurf der mangelnden Substanziierung sei unbegr�ndet.
3.3 Mit Bezug auf die Passivlegitimation macht die Beschwerdef�hrerin geltend, die Vorinstanz habe ihre Vorbringen nicht vollst�ndig wiedergegeben.
3.3.1 Gem�ss dem angefochtenen Entscheid hat die Beschwerdegegnerin ihre Passivlegitimation mit Blick auf ein Schreiben der Beschwerdef�hrerin vom 23. August 2007 an sie und ihren Ehemann bestritten. Darin h�lt die Beschwerdef�hrerin fest, die Rechnung f�r alle Vorstudien werde direkt an B.________ gestellt, weil diese Erweiterungsstudien ohne Wissen und Zutun der Beschwerdegegnerin erfolgt seien. Dem habe die Beschwerdef�hrerin in der Replik entgegnet, sie halte an den Ausf�hrungen in der Klageantwort fest. Es habe sich nachtr�glich herausgestellt, dass die Beschwerdegegnerin �ber alles Bescheid gewusst habe und bei den Bestellungen insbesondere von Erweiterungsstudien genau so aktiv mitgewirkt habe, wie B.________. Sie sei genau so mit einbezogen gewesen wie er. Die Vorinstanz erkannte, die Beschwerdef�hrerin stelle nicht in Abrede, dass sie im Jahre 2007 und damit 8 Jahre nach Erstellung der Studien annahm, die Beschwerdegegnerin habe davon keine Kenntnis gehabt. Danach gen�ge es nicht, pauschal zu erkl�ren, nachtr�glich habe sich herausgestellt, dass die Beklagte doch von allem Kenntnis gehabt habe.
3.3.2 Die Beschwerdef�hrerin zeigt zwar mit Aktenhinweisen auf, dass sie in der Klagebegr�ndung substanziierte Ausf�hrungen zur Passivlegitimation gemacht hat. Die Vorinstanz bem�ngelte die Substanziierung aber konkret mit Blick auf die im Schreiben vom 23. August 2007 ge�usserte Auffassung, die Beschwerdegegnerin habe von den Studien keine Kenntnis gehabt. Diesbez�glich verlangt sie eine genauere Substanziierung statt der pauschalen Behauptung, es habe sich nachtr�glich herausgestellt, dass die Beschwerdegegnerin doch von allem Kenntnis gehabt habe. Es w�re darzustellen, wann und aus welchen Gr�nden die Beschwerdef�hrerin konkret von der im Schreiben ge�usserten Auffassung abgekommen ist. Die Wiedergabe der Vorbringen in der Klagebegr�ndung samt Aktenhinweis gen�gt weder, um bez�glich des Meinungsumschwungs betreffend den Einbezug der Beschwerdegegnerin eine hinreichende Substanziierung auszuweisen, noch um aufzuzeigen, dass die Vorinstanz �berh�hte Substanziierungsanforderungen gestellt h�tte. Offen ist aber weiterhin, ob ein Substanziierungshinweis h�tte erfolgen m�ssen.
Nach dem Gesagten ist bez�glich der Darlehensr�ckzahlung ein Beweisverfahren durchzuf�hren. Bez�glich der Honorarforderung wird die Vorinstanz zu entscheiden haben, ob ein Substanziierungshinweis h�tte erfolgen m�ssen. Sofern die Klage hier nicht an der Passivlegitimation scheitert, ist beweism�ssig abzukl�ren, ob der behauptete Aufwand tats�chlich geleistet wurde und zur korrekten Vertragserf�llung geh�rte. Die Beschwerde erweist sich in wesentlichen Punkten als begr�ndet. Die Sache ist zur Erg�nzung des Sachverhalts und neuer Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend wird die Beschwerdegegnerin kosten- und entsch�digungspflichtig.
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen, das angefochtene Urteil aufgehoben und die Sache zu neuer Entscheidung an das Obergericht zur�ckgewiesen.
Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdef�hrerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 14'000.-- zu entsch�digen.

References: Art. 312
 Art. 57
 Art. 2
 Art. 1
 Art. 312
 BGE