Source: https://www.haip-ausbildung.de/ausbildung/psychologische-psychotherapie/curriculum-pp.html
Timestamp: 2018-02-24 09:47:02+00:00

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Curriculare Darstellung der Ausbildung in Verhaltenstherapie zur/zum Psychologischen Psychotherapeutin/en für die 5-jährige Ausbildung
Die Struktur der Ausbildung zur/zum Psychologischen Psychotherapeutin/en ist durch die Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Psychologische Psychotherapeuten (PsychTh-AprV) vom 18. Dezember 1998 weitgehend vorgegeben. Danach umfasst die Ausbildung mindestens 4200 Stunden und setzt sich folgendermaßen zusammen:
Seminaren (Zahl der Ausbildungsteilnehmer/innen soll 16 nicht überschreiten)
1.3. Medizinische und pharmakologische Grundkenntnisse für Psychologische Psychotherapeuten/Psychotherapeutinnen (10 Stunden)
Therapeutische Entscheidungsprozesse, insbesondere Umgang mit wenig motivierten Patienten mit defizitärer Compliance, mit problematischen Therapieverläufen
Störungen in der Therapeut-Patient-Beziehung
Die praktische Ausbildung ist Teil der vertieften Ausbildung in Verhaltenstherapie und dient dem Erwerb und der Vertiefung von Kenntnissen und praktischen Kompetenzen bei der Behandlung von Patienten mit Störungen mit Krankheitswert, bei denen eine Psychotherapie indiziert ist.
Dabei hat die Zuweisung von Behandlungsfällen zu gewährleisten, dass die Ausbildungsteilnehmer/innen über das Spektrum von krankheitswertigen Störungen, bei denen Psychotherapie indiziert ist, eingehende Kenntnisse und Erfahrungen erwerben (PsychTh-APrV § 4 Abs. 5).
Die praktische Ausbildung umfasst mindestens 600 Behandlungsstunden unter Supervision mit mindestens sechs Patientenbehandlungen und mindestens 150 Supervisionsstunden, von denen mindestens 50 Stunden als Einzelsupervision durchzuführen sind (PsychTh-APrV § 4 Abs. 1). Bei Gruppensupervisionen soll die Gruppe aus vier Teilnehmern bestehen. Die Supervisionsstunden sind bei mindestens drei Supervisoren abzuleisten und auf die Behandlungsstunden regelmäßig zu verteilen (PsychTh-APrV § 4 Abs. 2).
Die Supervision in der Vertiefungsrichtung Verhaltenstherapie dient der Reflexion und Verbesserung der diagnostischen und indikativen Entscheidungen sowie des therapeutischen Handelns. Neben der Kontrolle der Umsetzung des theoretischen Wissens und der Qualität der praktischen Fertigkeiten geht es auch um die Auseinandersetzung mit dem persönlichen Therapiestil der Ausbildungsteilnehmer/innen, mit ihren individuellen Handlungs- und Beziehungsmustern, ihren besonderen Stärken und ihren „blinden Flecken“. Die biografischen und persönlichkeitsbedingten Hintergründe sind dann in der Selbsterfahrung genauer zu bearbeiten.
Zur praktischen Ausbildung gehört die Erarbeitung von mindestens sechs anonymisierten schriftlichen Falldarstellungen über eigene Patientenbehandlungen, die unter Supervision stattgefunden haben. Die Falldarstellungen haben die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu berücksichtigen, die Diagnostik, Indikationsstellung und Ergebnisevaluation einzuschließen, ein ätiologisch orientiertes Krankheitsverständnis nachzuweisen sowie den Behandlungsverlauf und die Behandlungsmethodik in Verbindung mit der Theorie darzustellen (PsychTh-APrV § 4 Abs. 6).
Diagnostische Angaben: Angaben zur Anamnese sowie zur Entstehung und Entwicklung der Störung bzw. Krankheit, psychodiagnostische prae-/post-Daten sowie Angaben aus der Abschluss- bzw. ggf. katamnestischen Befragung und
Therapeutische Angaben: Dokumentation der psychoherapeutischen Prozesse und ihrer Bedingungen durch Stunden- und Supervisions-Protokolle, Tonband-/Video-Aufnahmen sowie Patienten- und Therapeuten-Begleitbögen.
Der Ausbildungsteil „Selbsterfahrung” bietet den Ausbildungsteilnehmer/n/innen sowohl im Einzel- wie auch im Gruppen-Setting die Möglichkeit zur individuellen Erfahrung von und mit verhaltenstherapeutischen Methoden und Beziehungsangeboten. Sie dient unter inhaltlichem Aspekt insbesondere der Reflexion von Einstellungen, Verhaltensweisen und Persönlichkeitseigenheiten der Ausbildungsteilnehmer/innen, die für eine effiziente psychotherapeutische Tätigkeit bedeutsam sind und fördert ggf. deren Entwicklung durch die Auseinandersetzung mit der eigenen Biografie (PsychTh-APrV § 5 Abs. 1).
mindestens 1 200 Stunden an einer psychiatrischen klinischen Einrichtung, die im Sinne des ärztlichen Weiterbildungsrechts zur Weiterbildung für Psychiatrie und Psychotherapie zugelassen ist oder die von der nach § 10 Abs. 4 Psychotherapeutengesetz zuständigen Behörde als gleichwertige Einrichtung zugelassen wird
und mindestens 600 Stunden an einer von einem Sozialversicherungsträger anerkannten Einrichtung der psychotherapeutischen oder psychosomatischen Versorgung, in der Praxis eines Arztes mit einer ärztlichen Weiterbildung in Psychotherapie oder eines Psychologischen Psychotherapeuten zu erbringen (PsychTh-APrV § 2 Abs. 3).
Die/der Ausbildungsteilnehmer/in ist jeweils über einen längeren Zeitraum an der Diagnostik und Behandlung von mindestens 30 Patienten zu beteiligen. Die/der Ausbildungsteilnehmer/in hat dabei Kenntnisse und Erfahrungen über die akute, abklingende und chronifizierte Symptomatik unterschiedlicher Erkrankungen zu erwerben sowie die Patientenbehandlungen unter Angabe von Umfang und Dauer fallbezogen zu dokumentieren (PsychTh-APrV § 2 Abs. 3).
Die Zeit, die entsprechend den besonderen Spezialisierungen und Interessen der Ausbildungsinstitute bzw. der Ausbildungsteilnehmer/innen zur Verfügung steht, kann genutzt werden u.a.

References: § 4
 § 4
 § 4
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 § 5
 § 10
 § 2
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