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Entschädigung - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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Post #759735 (1)
17.01.2011, 23:33 #1
Hat jemand eine Vorstellung auf Höhe des Schadens des Menschen, wenn er vom Staat gehindert wurde ,seine gelernte Berufsausbildung auszuüben? Ich muss den den Schaden beziffern und habe null Ahnung, vielleicht hilft einer, danke.
17.01.2011, 23:55 #2
AW: Entschädigung
Du überforderst das Forum. Tip: Rechtsberatungsschein übers AG und ab zum Anwalt. Eine konkrete Einstellungs- und Gehaltsvereinbarung nehme am besten dann gleich mit.
17.01.2011, 23:56 #3
Nur ein loser Vorschlag, bin gerade zu faul nachzuprüfen, aber es gibt da den Begriff Verdienstausfall.
18.01.2011, 00:26 #4
Verdienstausfall ...
Kann er diesen nachweisen?
18.01.2011, 00:39 #5
Hmm... das könnte schwierig werden.
Du müsstest wohl nachweisen,
dass das Amt Dich nicht hat arbeiten lassen
das Du eine Festanstellung in Deinem Beruf bekommen hättest, wenn das Amt sich nicht eingemischt hätte
was Dir dadurch mtl. an Lohn verloren gegangen ist
ich probiere mich auch gerade in der Amtshaftung und das ist echt nicht ohne. Ein guter Anwalt wäre da nicht schlecht und die sind bekanntlich rar.
18.01.2011, 01:29 #6
Der dritte Punkt wird der einfachste sein. Nachsehen was eine Person gleichen Berufs, Branche und Alters etc. verdient.
Gab es schon erfolgreiche Klagen ? Könnte mir leider Richter vorstellen, die aus politischen Gründen eine Klage abweisen würde. Andere Hartzschmarotzer könnten nacheifern.
18.01.2011, 03:07 #7
Das ist ja jetzt wohl ein Scherz, oder?
18.01.2011, 09:36 #8
Glaube kaum, dass dich der Staat hindert in deinem gelernten Beruf tätig zu sein. Oder wird dir explizit verboten in deinem Beruf zu arbeiten und keine Leistungen mehr zu bekommen. Dann will ich, dass Du so Schreiben bzw. Bescheid hier einstellst.
18.01.2011, 19:59 #9
Das war die 1. Bescheinigung über das Berufsverbot. Danach kommen Aktenordner. Das BVerwG hat mir nun recht gegeben und ich würde gern meine Ansprüche wissen. Eine ahnungslosen Anwalt habe ich auch, das geht auch nicht anders, denn vor dem höchsten Bundesgericht gibt es Vertretungszwang.
Freigabe_Schwarz2_18_1_81.PDF (34,5 KB, 170x aufgerufen)
18.01.2011, 20:32 #10
das sehe ich nicht als Berufsverbot an. Du musst deren Anforderungen nachkommen, dann kannst´e unterrichten.
Hier wäre Diskriminierung evtl. gegeben
18.01.2011, 20:35 #11
die ganzen aktenorder wird @muzel nicht kopieren können/wollen. wenn aber das bverwg festgestellt hat, dass ein faktisches berufsverbot besteht, dann ist das so
18.01.2011, 20:40 #12
Das Ganze kann nur ein auf diesem Gebiet spezialisierter Anwalt beziffern.
18.01.2011, 21:42 #13
ich denke dass da IHK, berufsverbände oder gewerkschaften helfen könnten. das wird dann aber auch eher eine grobe schätzung werden. konkreten schaden zu beziffern, dürfte schwierig werden.
da wird doch sicher keiner freiwillig die verantwortung übernommen haben. sind doch, wie üblich in absudistan, nur gesetze und vorschrifen gewesen
19.01.2011, 02:04 #14
Was auch immer das BVerwG geurteilt hat, dieses Schreiben beinhaltet kein Berufsverbot, sondern fordert lediglich eine fehlende Unterrichtserlaubnis ein, deren Grundlage eine "Freigabe" ist. Nun, ich weiß jetzt ja nicht in welcher Sekte, Freikirche etc. Du Mitglied warst, jedenfalls hättest Du dies erbringen müssen....
Erschwerend kommt noch dazu, dass Kirchen Tendenzbetriebe sind, die nicht den allgemeinen Rechtsgrundlagen des Arbeitsrechts entsprechen müssen. Take it or leave it... Da greift auch kein Diskrimminierungsverbot...Wer in einem Tendenzbetrieb arbeiten möchte, muß sich dem vorherrschenden "Leitbild" unterwerfen und dies in der Regel sogar im Dienstvertrag unterschreiben. Bei Zuwiderhandlung greift auch kein Kündigungsschutz.
Spannend wäre tatsächlich das Urteil, um mehr darüber aussagen zu können. Der Wisch, der eingestellt wurde, ist schlichtwegs völlig ungeeignet. Wenn Du Aktenordner zum Thema angesammelt hast, hattest Du offensichtlich die geforderte Lehrerlaubnis nicht erworben...bzw. erbracht.
Aufgrund dessen ist eine "Entschädigungsklage" völlig sinn- und erfolgslos. Im übrigen müßtest Du die Kirche verklagen....
Aber vielleicht hast Du ja noch etwas fundierteres, von dem wir nichts wissen...
19.01.2011, 19:25 #15
Ich habe das Land verklagt und gewonnen und nicht die Kirche. Im Übrigen schwebt die Kirche auch nicht auf Wolke 7, wenn sie auch einen Sonderstatus hat. Sie ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und in NRW gibt es auch seit 84 einen Staatskirchenvertrag zwischen dem Land und der Kirche.
19.01.2011, 23:00 #16
Das ist die Lektüre für alle Leute die die Entscheidung lesen möchten. Der Beschluss vom OVG wurde auch veröffentlicht. Sollte einer den Link haben möchten, kann ich den Link einstellen. Mein Problem mit der Kirche und die Kündigung sind nun mal 2 Hüte.
Aber die Kündigung war rechtsawidrig und deswegen habe ich einen Entschädigungsanspruch, was ich aber daraus machen kann, weiß ich nicht und mein Anwalt auch nicht. Ich hoffe dass es unter uns Spezialisten gibt, die sich besser auskennen, als die die einen Job haben.
20.01.2011, 01:02 #17
DEINE SITUATION EINEM RECHTSPFLEGER AUF DEM ARBEITSGERICHT-WAS MAN IN DEINEM FALLE MACHEN KANN-DIE HELFEN DORT AUCH WEITER
20.01.2011, 02:25 #18
Ist schon etwas älter, aber vielleicht kannst Du ja damit etwas anfangen
Spricht der Arbeitgeber eine unberechtigte Kündigung aus, ist dies eine Vertragsverletzung (vgl. BAG 24. Oktober 1974 - 3 AZR 488/73 - AP BGB § 276 Vertragsverletzung Nr. 2 = EzA BGB § 276 Nr. 32; vgl. auch 23. August 1990 - 2 AZR 156/90 - DB 1991, 445).
Der Arbeitgeber haftet wegen einer unberechtigten Kündigung auf Schadensersatz, wenn er die Unwirksamkeit der Kündigung bei Anwendung der erforderlichen Sorgfalt hätte erkennen können und deshalb fahrlässig handelte (Senat 20. Juni 2002 - 8 AZR 488/01 - EzA BGB § 611 Arbeitgeberhaftung Nr. 11).
Ist die Rechtslage nicht eindeutig und beruht der Ausspruch der Kündigung auf einem vertretbaren Rechtsstandpunkt, handelt der kündigende Arbeitgeber solange nicht fahrlässig, wie er auf die Wirksamkeit seiner Kündigung vertrauen durfte (BAG 13. Juli 2002 - 2 AZR 391/01 - AP BGB § 615 Nr. 97 = EzA KSchG § 15 nF Nr. 55; Senat 22. März 2001 - 8 AZR 536/00 - EzBAT § 8 BAT Schadensersatzpflicht des Arbeitgebers Nr. 31). Entscheidend ist, ob der Arbeitgeber unter Berücksichtigung der höchstrichterlichen Rechtsprechung mit vertretbaren Gründen zu der Annahme gelangen durfte, die Kündigung werde sich als rechtsbeständig erweisen (BAG 13. Juni 2002 - 2 AZR 391/01 - AP BGB § 615 Nr. 97 = EzA KSchG § 15 n.F. Nr. 55, auch zur Veröffentlichung in der amtlichen Sammlung vorgesehen; Senat 22. März 2001 - 8 AZR 536/00 - EzBAT § 8 BAT Schadensersatzpflicht des Arbeitgebers Nr. 31).
In jedem Fall brauchst Du einen guten, findigen Anwalt....Allerdings denke ich - dem Urteil folgend - dass der AG sehr wohl die Unwirksamkeit der Kündigung hätte erkennen können (müssen) und die Chancen auf Schadensersatz nicht schlecht sind.Den Tatbestand eines Berufsverbotes sehe ich aus dem Urteil jedoch nicht ableitbar - hier geht es erst einmal um den Tatbestand der unwirksamen Kündigung...
20.01.2011, 08:08 #19
Hat jemand eine Vorstellung auf Höhe des Schadens des Menschen, wenn er vom Staat gehindert wurde ,seine gelernte Berufsausbildung auszuüben?
Ich versteh den Zusammenhang mit dem Schreiben aus 1981 über die fehlende Unterrichtserlaubnis und der späteren Kündigung auch nicht.
Die Kündigung im Jahre 2005 war doch nur unberechtigt, weil man den Schwerbehindertenvertreter nicht angehört hatte und der Schaden ist relativ einfach an Hand des zu der Zeit gezahlten Gehaltes zu ermitteln.
20.01.2011, 18:56 #20
Drücke mal bitte die Capslock-Taste auf deiner Tastatur. Dann funktioniert auch das verfassen von Beiträgen, wie es andere Forennutzer auch tun. Mit einem Radierer dann die Farbe wegreiben und gut ist ;)
Zum Inhalt des Beitrages... *ähem* hust* ein Rechtspfleger wird da wohl kaum weiterhelfen, oder nur genausogut wie ein Apotheker.
20.01.2011, 19:07 #21
Zitat von Tapsy Poldi
Drücke mal bitte die Capslock-Taste auf deiner Tastatur. Dann funktioniert auch das verfassen von Beiträgen, wie es andere Forennutzer auch tun.
Die "Userin" ist aber sehr resistent für solche Tipps!
Tausend mal darauf hingewiesen, passiert ist nichts, es nervt nur,
zumindestens mich.
Zu deren Inhalte der Postings, schweige ich lieber
20.01.2011, 19:32 #22
Das Rflg-Forum ist sehr gut, wenn man ein Problem mit dem Grundbuchamt oder dem Erbschein hat, denn das ist das tägliche Brot der meisten.
Die Freigabebescheinigung war eine unerfüllbare Bedingung, die den Zweck hatte die betreffenden Personen an der Berufsausübung zu hindern.
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