Source: http://www.sfv.de/leserfr.htm
Timestamp: 2017-08-21 16:02:33+00:00

Document:
SFV: Leserfragen
Hier finden Sie interessante Leserfragen und Antworten des SFV, geordnet nach Rubriken:
Ich suche Fragen zum Thema...
...Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien (EE)
...Markteinführung der Erneuerbaren Energien im Stromnetz
...Wirtschaftspolitik: Energiesteuer, Ökosteuer, Emissionshandel, Globalisierung
...Solarstromanlagen: Informationen für Betreiber und Installateure
...Andere Erneuerbare Energien sowie Techniken der Energieeinsparung
...Nutzung der Biomasse in wärmegeführter Kraft-Wärmekopplung
...Fossile und atomare Techniken kritisch gesehen
...Versorgungssicherheit im Stromnetz
...Vereinsangelegenheiten, Infos zum Herausgeber, Kontakt
⇑ Fragen zum Thema Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien (EE)
Wie hoch sind die Kosten für Erneuerbare Energien wirklich?
Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigten immer wieder, dass einige EVU`s nichts unversucht lassen, die Erneuerbaren Energien in Misskredit zu ziehen. Die bundesweiten Umlageverpflichtungen der Netzbetreiber für EEG-Vergütungen von Strom aus Erneuerbaren Energien wurden häufig zum Vorwand für ungerechtfertigte Preiserhöhungen genommen.
Das BMU veröffentlicht aus diesem Grund die Broschüre: "Strom aus erneuerbaren Energien - Was kostet uns das?", (http://www.erneuerbare-energien.de/inhalt/35733/4590/ ), in der folgende Ausführungen enthalten sind: "Die EEG-Umlage hatte 2007 mit 1 Cent je Kilowattstunde nur einen Anteil von knapp 5 % am gesamten Haushaltsstrompreis. Im Einzelfall variiert die Höhe der EEG-Umlage je nach Stromverbrauch natürlich erheblich. Auf Basis der (...) Spannbreite für einzelne Haushaltsgrößen ergeben sich auf Basis der durchschnittlichen EEG-Umlage für 2007 bei Haushalten überwiegend Kosten im Bereich zwischen rund 2 und 6 Euro pro Monat."
Darüber hinaus haben die Erneuerbaren Energien ein erhebliches Kostensenkungs-Potenzial, dass sie erst dann entfalten können, wenn Sie ungehindert wachsen können. Rationalisierungsmaßnahmen und neue Forschungsergebnisse werden es langfristig ermöglichen, eine Stromversorgung auf Basis regenerativ erzeugtem Strom zu bezahlbaren Preisen zu gewährleisten. Nur auf diesem Weg kann man die Verbraucher vor den in Zukunft weiter steigenden enormen Kosten der fossilen Energieträger schützen und "ganz nebenbei" einen erheblichen, dringend notwendigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.
Der Bund der Energieverbraucher, Interessenvertretung der Energieverbraucher, bietet hier kompetente Hilfe und Beratung an. Kontakt und Infos finden Sie unter http://www.energienetz.de. Lesen Sie hierzu aber auch unsere Informationen und Empfehlungen zum Stromanbieter Elektrizitätswerke Schönau (EWS) unter Stromkauf bei EWS für die Energiewende und Kontrastprogramm zum "Ökostromhandel" Vorbild beim Stromverkauf - Elektrizitätswerk Schönau.
Wir danken für die vielzähligen Hinweise zu Presseberichterstattungen rund um die Erneuerbaren Energien.
⇑ Fragen zum Thema Markteinführung der Erneuerbaren Energien im Stromnetz
Einführung der Stromkennzeichnungspflicht?
Was hält der SFV von der Einführung der Stromkennzeichnungspflicht?
Sie fragen mich danach, wie der SFV erweiterte Stromkennzeichnungspflichten beurteilt oder ein Informationssystem, das Konsumenten verbesserte Entscheidungsgrundlagen für ihren Stromkauf schafft.
Die grundsätzlich Einstellung des SFV geht dahin, dass nicht die Stromkunden entscheiden, wieviel Strom aus Erneuerbaren Energien erzeugt werden soll, sondern dass dies die Aufgabe der Politik - genauer des Erneuerbare-Energien-Gesetzes - ist.
Für unsere Einstellung haben wir zwei wichtige Gründe:
1. Die Markteinführung von Strom aus Erneuerbaren Energien stellt nur so lange ein Problem dar, solange die Erzeugung dieses Stromes teurer ist als die Erzeugung von Kohle- und Atomstrom. Billiger Wasserkraftstrom z.B. braucht keine Markteinführung mehr, und es ist keine Heldentat, solchen Wasserkraftstrom zu kaufen. Solange Strom aus Wind- und Solarenergie noch in der Markteinführung steht und seine Herstellung teurer ist als die Herstellung von Kohle- oder Atomstrom, so lange werden nur Idealisten den Strom aus Solar- und Windenergie zu einem höheren Preis freiwillig kaufen. Die Zahl der Idealisten in Deutschland, die auch genügend Geld haben, teureren Solar- oder Windstrom zu kaufen, ist beschränkt. Sagen wir mal, sie läge bei 5 Prozent.
Das EEG ist das Verfahren, dem wir den Vorzug geben. Beim EEG entscheidet nicht der Stromkäufer, ob er billigen Kohle- oder Atomstrom kauft oder aber ob er teureren Wind- oder Solarstrom kauft. Alle Stromkunden erhalten den Solar- und Windstrom „untergemischt“ und bezahlen gemeinsam für ihn, der Idealist genauso wie der Umweltmuffel. Mit diesem Verfahren sind wir nicht bei 5 Prozent Strom aus Erneuerbaren Energien, sondern bereits bei 17 Prozent angekommen und weitere Steigerungen des Anteils der Erneuerbaren Enertgien stehen uns bevor.
2. Da der ins Stromnetz eingespeiste Strom aus Erneuerbaren Energien nach Einspeisung sich mit dem konventionell erzeugten Strom ununterscheidbar vermischt, kann kein Konsument sachgemäß auf die realen Verhältnisse reagieren. Die Geschehnisse im Stromhandel sind selbst für eingeweihte Personen unüberschaubar. Der Stromkunde hat keine Chancen, zu erkennen, ob der Strom, den er kauft, tatsächlich von dem Stromerzeuger stammt, der ihm offiziell genannt wird, oder ob dieser ihn woanders eingekauft hat. Viele Stromchargen werden im Stromhandel bis zu sieben mal hin- und herverkauft und das teilweise auch noch über die innereuropäischen Grenzen hinweg.
Niemand kann durch wissenschaftliche Untersuchungen des ihm angebotenen oder gelieferten Stroms herausfinden, wie hoch der Anteil an Solar- oder Windstrom im Strommix ist. Elektronen unterscheiden sich einfach nicht. Und Betrug bezüglich der Stromherkunft beim Stromkauf ist die Regel, nicht die Ausnahme.
Ich fürchte, Sie befassen sich mit einem Thema, das in die Irre führt. Ich wäre froh, wenn ich Ihnen eine andere Auskunft geben könnte, aber Ehrlichkeit geht vor Freundlichkeit, denke ich.
Wer mehr Solarstrom oder Windstrom möchte, muss sich für eine Erhöhung der Einspeisevergütung politisch engagieren und/oder sich selber an Solar- oder Windanlagen beteiligen.
⇑ Fragen zum Thema Wirtschaftspolitik: Energiesteuer, Ökosteuer, Emissionshandel, Globalisierung
⇑ Fragen zum Thema Solarstromanlagen: Informationen für Betreiber und Installateure
Wie soll der künftige Direktverbrauch von 15% bzw 10 % ermittelt werden?
Muss eine Zählervereinbarung unterschrieben werden?
Ist die Netzanschlussverordnung für Solaranlagenbetreiber relevant?
Darf ein Netzbetreiber für die Verplombung einer PV-Anlage mit kundeneigenem Zähler eine Gebühr verlangen?
Ist der Bau von Photovoltaikanlagen in jedem Fall genehmigungsfrei?
Wie kann man die Verschattungsverluste berechnen?
Wer trägt die Verantwortung der Schneelastsicherheit bei gepachteten Dachflächen?
Warum ist der optimale Anstellwinkel bei Solarthermie- und PV-Anlagen unterschiedlich?
Ist im EEG die Solarmodul-Leistung oder die Wechselrichter-Ausgangsleistung maßgeblich?
Darf man Mängel an einer Solaranlage auch nach der Gewährleistungszeit von 2 Jahren anzeigen?
Sollte man sich für Indach- oder Aufdachanlagen entscheiden?
Muss im Vertrag eine Reduzierung der Einspeiseleistung akzeptiert werden?
Sollte man die Beseitigung eines Baumes fordern, weil er die Solaranlage verschattet?
Was passiert nach 20 Jahren, wenn der Netzbetreiber die kW/h nicht mehr nach EEG vergüten muss?
Wie schnell muss der Netzausbau erfolgen?
Dürfen Solaranlage wegen Netzüberlastung abgelehnt werden?
Kann Strom aus mehreren Anlagen über einen Zähler abgerechnet werden?
Gilt BGB § 315, wenn kein Vertrag geschlossen wurde?
Wie hoch ist üblicherweise die Lebenserwartung eines Wechselrichters?
Kann man Ertragsausfälle durch zu hohe Netzspannungen geltend machen?
Können Wechselrichter bei Netzzusammenbrüchen kaputt gehen?
Verändert sich die Einspeisevergütung für die Solaranlage beim Hausverkauf?
Muss ich eine Wandlermessung durch den Netzbetreiber akzeptieren?
Was sind Vor- und Nachteile der Parallel- und Reihenschaltung?
Warum kommt es zu einer Ertragsminderung bei erhöhter Außentemperatur und geringer Hinterlüftung der Module?
Wie schnell müssen Netzbetreiber die Auskunft zur Eignung des Netzes erbringen?
Gelten Fördermittel steuerlich als Einnahmen?
Welche Solarmodule und Wechselrichter haben das beste Preis-Leistungsverhältnis?
Welche Vergütung erhalte ich für ein Solardach mit 100 kW Modulleistung?
Ist in der EEG-Einspeisevergütung die Umsatzsteuer schon enthalten?
Wie ist die "12 Monatsfrist" in § 19 Absatz 1 EEG 2009 zu verstehen?
Gibt es schon konkrete Vorgaben der Netzbetreiber bezüglich der Messstellenkonfiguration (wird es
Unterschiede geben zur jetzigen Konfiguration)? Wie wird der künftige Direktverbrauch ermittelt und wird auch eine Quote von mehr als 15% erlaubt sein?
In der geplanten Novelle des EEG findet man in § 33 "Marktintegrationsmodell für Anlagen zur Erzeugung von Strom aus solarer Strahlungsenergie" folgende Regelung:
(1) Die Vergütung nach § 32 ist in jedem Kalenderjahr für Anlagen
1. bis einschließlich einer installierten Leistung von 10 Kilowatt begrenzt auf die zuerst eingespeisten 85 Prozent,
2. ab einer installierten Leistung von mehr als 10 Kilowatt begrenzt auf die zuerst eingespeisten 90 Prozent der insgesamt in diesem Kalenderjahr in der Anlage erzeugten Strommenge.
(2) Für den Strom, der über die vergütungsfähige Strommenge nach Absatz 1 hinaus in einem Kalenderjahr eingespeist wird, verringert sich die Vergütung auf den tatsäch-lichen Monatsmittelwert des Marktwerts für Strom aus solarer Strahlungsenergie (...)"
Diese Regelung soll für alle Neuanlagen verpflichtend sein, die nach Inkrafttreten der Novelle in Betrieb gesetzt werden. Jedoch soll sie erst ab 1.1.2013 Anwendung finden (siehe § 66 (19) Entwurf zur EEG-Novelle)
(Den vollständigen Entwurf zur EEG-Novelle finden Sie unter http://www.sfv.de/pdf/Gesetzentwurf_EEG_neupdf.pdf)
Zur Beurteilung der messtechnischen Umsetzung dieser Neuregelung können zum jetzigen Zeitpunkt nur die im Begründungsentwurf zur EEG-Novelle (Teil B) getroffenen Aussagen zu Rate gezogen werden. Hier steht:
"Die in einem Jahr förderfähige Strommenge wird bei kleinen Dachanlagen bis zu einer installierten Leistung von 10 kW auf 85 Prozent und bei allen anderen Anlagen (über 10 kW) auf 90 Prozent der in einem Kalenderjahr insgesamt in der Anlage erzeugten Strommenge festgelegt. Dabei wird auf die tatsächlich durch die Anlage erzeugte Strommenge und nicht auf die eingespeiste Strommenge abgestellt. Verbrauchen somit Anlagenbetreiberinnen und Anlagenbetreiber 15 Prozent (bei Kleinanlagen bis 10 kW) bzw. 10 Prozent (bei größeren Anlagen über 10 kW) der erzeugten Strommenge selbst, wird die gesamte im Kalenderjahr von der Anlage ins Netz eingespeiste Strommenge nach § 32 EEG vergütet. Bei der Ermittlung der tatsächlich erzeugten Strommenge werden dementsprechend auch mögliche Verluste, die bei der Einspeisung von Strom (z.B. Leitungsverluste oder Trafoverluste) entstehen können, von der erzeugten Strommenge nicht abgezogen."
Wir interpretieren diese Anmerkungen so:
Jeder Anlagenbetreiber muss zukunftig für die Erfassung des erzeugten Solarstroms zwei Zähleinrichtungen vorsehen.
Zähler 1 erfasst den gesamt erzeugten Solarstrom und wird direkt hinter dem Wechselrichter und vor dem Hausnetz platziert. Der dort ermittelte Zählerstand ist für die Festlegung der vergütungspflichtigen Strommenge relevant. Für jeweils 85 % (90 %) des dort gezählten Solarstroms muss die festgelegte Einspeisevergütung ausgezahlt werden.
Ähnlich wie bei der heute schon praktizierten Eigenverbrauchsabrechnung wird ein Zähler 2 (an der Übergabestelle zum öffentlichen Netz gesetzt (Netzeinspeisezähler). Auf Grundlage der dort erfassten Strommenge wird errechnet, ob der Solaranlagenbetreiber tatsächlich 15 % ( 10 %) des erzeugten Solarstroms im Haus selbst verbraucht hat. Wenn nicht, wird die überzählig ins Netz eingespeiste Strommenge ermittelt und mit einem zu diesem Zeitpunkt geltenden Marktwert abgegolten. Bezugsgröße ist ein Kalenderjahr.
Beispiel bei einer 1 kW-Anlage:
Zähler 1 = 1000 kWh
Zähler 2 = 900 kWh
Der Anlagenbetreiber hat nur 10 % des im Kalenderjahr erzeugten Solarstroms selbst verbraucht.
Für 850 kWh wird die festgelegte Einspeisevergütung gewährt.
Für 50 kWh erhält der Anlagenbetreiber nur noch den zum Zeitpunkt ermittelten Marktwert.
Eine gestaffelte Berechnung des prozentualen Anteils je nach Anlagengröße (in Anlehnung an die Vergütungsberechnung) soll es nicht geben.
Im Begründungsentwurf steht hierzu:
"Eine anteilige Berechnung der vergütungsfähigen Strommenge wie bei der Vergütung für Dachanlagen nach § 32 Absatz 2 EEG erfolgt aufgrund der fehlenden Anwendbarkeit des § 18 EEG bei der vergütungsfähigen Strommenge nicht. Dies bedeutet, dass z.B. Anlagen mit einer installierten Leistung von 10 kW einen Anspruch auf 85 Prozent der in einem Kalenderjahr in der Anlage erzeugten Strommenge nach § 32 EEG haben und Anlagen mit einer installierten Leistung von 11 kW einen Anspruch auf 90 Prozent der insgesamt in einem Kalenderjahr in der Anlage erzeugten Strommenge nach § 32 EEG haben."
Die Abschlagszahlungen sollen ab 2013 so ermittelt werden, dass man im ersten Jahr zunächst davon ausgeht, dass 15 % (bei Anlagen über 10 kW 10 %) der gesamt erzeugten Strommenge im Hausnetz verbraucht werden. Erst bei der Jahresendabrechnung soll eine exakte Abrechnung erfolgen.
Bitte beachten Sie: Die hier geschilderten Regelungen sind vom Gesetzgeber noch nicht beschlossen. Es sind also durchaus Änderungen denkbar.
Muss die Zählervereinbarung von RWE unterschrieben werden?
Einigen Solaranlagenbetreibern, die einen eigenen Zähler zur Messung ihres ins öffentliche Netz eingespeisten Stroms installiert haben, wurde vom Netzbetreiber eine „Zählervereinbarung“ zur Unterschrift vorgelegt.
Nach Auskunft von Herrn Rechtsanwalt Dr. Patrick Schweisthal sprechen einige Aspekte gegen eine Unterschrift der Vereinbarung "Bereitstellung von Elektrizitätszählern für PV-Anlagen durch Einspeiser nach EEG" z.B. von RWE Rhein-Ruhr:
Der PV-Anlagenbetreiber würde sich mit seiner Unterschrift mit der Metering Code 2006 einverstanden erklären. Der Metering Code 2006 (VDN-Richtlinie) regelt aber u.a. nur den Einbau, den Betrieb und die Wartung der Messeinrichtungen (Messstellenbetrieb) eines Netzbetreibers nach dem EnWG. Der Photovoltaik-Anlagenbetreiber ist aber kein Messstellenbetreiber
Desweiteren soll der Anlagenbetreiber die Kosten für die Plombierung der Anlagenteile, in denen nicht gemessene elektrische Energie fließt, übernehmen. Die Plombierung entspricht dem Kontrollwunsch des Netzbetreibers und sollte entsprechend auch von ihm übernommen werden. Im Übrigen besteht bereits eine entsprechende Plombierung für den Bezug von Strom.
Bis November 2006 wurde der Anschluss an das Stromnetz durch die AVBEltV (Verordnungen über Allgemeine Bedingungen für die Elektrizitätsversorgung von Tarifkunden) geregelt. Sie ist im Stromsektor durch die Netzanschlussverordnung Strom (NAV) sowie die Stromgrundversorgungsverordnung (GVV) ersetzt worden.
Seitdem erhalten viele Solaranlagenbetreiber, z.T. auch diejenigen, die seit Inbetriebnahme ohne Vertrag nach EEG ins öffentliche Stromnetz einspeisen, von ihren Netzbetreibern neue oder geänderte Verträge zur Unterschrift zugesandt, mit dem Hinweis auf die o.g. geänderte Rechtslage. Bei den Photovoltaik-Anlagenbetreibern besteht Unsicherheit darüber, ob die NAV überhaupt für die Einspeisung von Strom aus Erneuerbaren Energien zutrifft.
Zu diesem Thema haben wir Herrn Rechtsanwalt Dr. Patrick Schweisthal um Auskunft gebeten. Er hat folgenden Sachverhalt bestätigt: Die NAV konkretisiert, wie die bisherige AVBEltV auch, die allgemeinen Bedingungen für den Netzanschluss von Kunden (Letztverbraucher von Strom) und Netzbetreiber auf der Grundlage des § 18 Abs. 1 Satz 1 des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG). Bereits im § 1 Absatz 1 der NAV wird aber ausdrücklich darauf verwiesen, dass die NAV ... nicht für den Netzanschluss von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien... gilt:
Netzanschlussverordnung (NAV) § 1 Anwendungsbereich, Begriffsbestimmungen
Damit müssen die Einspeiseverträge weder geändert noch neue unterschrieben werden. Auch gilt § 4 Abs. 1 EEG 2009, in dem geregelt ist, dass kein Vertrag zur Einspeisung von Strom aus Erneuerbaren Energien ins öffentliche Netz notwendig ist.
Im EEG 2009, § 7 "Ausführung und Nutzung des Anschlusses", Absatz 3 steht bezugnehmend auf die NAV lediglich, dass diese bei Fragen der Haftung bei Störungen (§ 18 Abs. 2 NAV) zugunsten der Anlagenbetreibers in Anwendung käme.
1. Geeichte Zähler verfügen grundsätzlich über eine Zählerplombe, die bereits beim Kauf vorhanden sein muss.
2. Der Einbau eines eigenen, geeichten Zählers erfolgt durch einen konzessionierten Elektroinstallateur oder den Netzbetreiber.
Dabei wird auf den Klemmdeckel eine weitere Plombe eingefügt. In manchen Netzregionen wird gefordert, dass diese Verplombung vom Netzbetreiber durchgeführt wird, in anderen Regionen kann auch der Elektroinstallateur diese Verplombung setzen. Für diese Leistung kann eine Gebühr erhoben werden, deren Höhe in den jeweiligen Gebührenregelungen einzusehen ist.
Hinweise über die Zuständigkeit der Verplombung erhalten Sie am besten bei einer Recherche, wie beim Anschluss des Stromzählers für den normalen Strombezug von Haushaltskunden verfahren wird.
Photovoltaikanlagen sind bauliche Anlagen im Sinne des Baurechts. Baurechtliche Vorschriften müssen auf jeden Fall beachtet werden. Ob eine Baugenehmigung erforderlich ist, richtet sich nach dem jeweiligen Landesbaurecht. In unserer Übersicht ist aufgeführt, an welcher Stelle in dem jeweiligen Landesbaurecht der einzelnen Bundesländer gesetzliche Vorschriften zur Genehmigung von Photovoltaikanlagen verankert sind.
Der Bau von Photovoltaikanlagen auf Dächern ist grundsätzlich genehmigungsfrei, örtliche Bauvorschriften (Gestaltungssatzung o.ä.) z.B. zum Ensembleschutz oder zum Denkmalschutz können dem Bau aber entgegenstehen. Eine Anfrage bei dem örtlichen Bauamt ist zu empfehlen.
Genehmigungsfrei heißt auch nur, dass das Bauvorhaben nicht von einer Behörde auf seine baurechtliche Zulässigkeit überprüft wird. Der Bauherr ist für die Einhaltung der baurechtlichen Vorschriften selber verantwortlich.
Wie kann man die Verschattungsverluste, hervorgerufen durch eine Freileitung, berechnen?
Abschattungen sind in der Praxis die wesentliche Ursache für Mindererträge von PV-Anlagen und sollten vermieden werden. Der Teil des Moduls, auf den der Schatten fällt, produziert keinen Strom. Bei einer Serienschaltung bestimmt das am geringsten bestrahlte PV-Element den Stromfluss. Bereits die Abschattung eines kleinen Teils führt zu einer erheblichen Einbuße an elektrischer Energie. Durch angepasste Verschaltungen der Module (Reihenschaltung, Bypass-Dioden) können Mindererträge minimiert werden. Besprechen Sie diese Problematik mit Ihrem Installateur.
Die gesetzliche Gewährleistungszeit der Solaranlage endet laut § 438 BGB nach 2 Jahren. Nur für Bauwerke beträgt die Gewährleisungszeit 5 Jahre. Dies könnte z.B. der Fall sein, wenn die Anlage integraler Bestandteil eines Gebäudes ist.
Nähere Informationen zur gesetzlichen Gewährleistung und Garantie finden Sie in unseren Internetbeitrag:
Rechte der Anlagenbetreiber bei Mängeln an der Solaranlage und die Notwendigkeit rascher Fehlererkennung
Ich habe eine 100 kWp Anlage auf einem von der Stadt gepachteten Flachdach einer Eissporthalle, ähnlich der, die vor kurzem eingestürzt ist. Bin ich hier in der Pflicht, die Stadt auf etwas hinzuweisen? Also besteht jetzt Handlungsbedarf für mich?
Die Stadt trägt weiterhin die Verantwortung für die hinreichende Statik dieses Gebäudes. Sollten Sie jedoch berechtigte Sorge haben, so sollten Sie sich umgehend an die Bauaufsichtsbehörde der Stadtverwaltung wenden, damit eine Überprüfung stattfindet.
Bei den Solarstrommodulen legt man Wert auf einen möglichst hohen Jahresertrag. Den größten Anteil liefert die hochstehende Sonne im Sommer. Deshalb legt man die Module relativ flach (optimal 30 ° geneigt) auf das Dach.
Häufig werden wir mit der Frage konfrontiert, ob die 30-kW-Grenze zur Bestimmung des Verknüpfungspunkt zum Netz nach § 5 Abs. 1 EEG 2009 nach der Modulleistung oder nach der Wechselrichter-Ausgangsleistung bemessen wird. Diese Frage ist von entscheidender Bedeutung, denn für eine oder mehrere Anlagen mit einer Leistung von insgesamt bis zu 30 Kilowatt gilt ein bestehender Netzanschluss am Grundstück als technisch geeignet. Für den Fall, dass Anlagenbetreibern ein anderer Verknüpfungspunkt zugewiesen wird, mussten Netzbetreiber laut EEG 2004 die daraus resultierenden Mehrkosten tragen. Im EEG 2009 ist die Kostentragungspflicht bei Verlegung des Anschlusspunktes durch den Netzbetreiber in § 13 Abs. 2 allgemeiner formuliert. Zusätzlich findet sich in der Begründung zu § 5 Abs. 1 letzter Satz folgende Erläuterung: "Für Kleinanlagen bis 30 kW installierter Leistung nach Satz 2, die sich auf einem Grundstück mit bestehendem Netzanschluss befinden, wird unwiderleglich vermutet, dass der Verknüpfungspunkt des Grundstückes mit dem Netz der günstigste ist."
In der Regel sind Wechselrichter gegenüber der Modulleistung geringer dimensioniert. Die Leistungsdifferenz zwischen beiden Komponenten kann für einige Anlagenbetreiber das "Zünglein
an der Waage" bedeuten, ob ein bestehender Gebäudeanschluss prinzipiell als technisch geeignet gilt oder nicht.
Netzbetreiber können laut EEG die Modulleistung in Ansatz bringen. Sie wenden die folgende Regelung aus § 3 EEG 2009 "Begriffsbestimmungen" an. Dort wird unter Punkt 1 folgende Definition gesetzt:
"1. "Anlage" jede Einrichtung zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien oder aus Grubengas. Als Anlagen zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien oder aus Grubengas gelten auch solche Einrichtungen, die zwischengespeicherte Energie, die ausschließlich aus Erneuerbaren Energien oder aus Grubengas stammt, aufnehmen und in elektrische Energie umwandeln,"
In der Begründung zu § 3 Nr. 1 heißt es:
"Zur Bestimmung der Anlage ist daher neben der stromerzeugenden Einrichtung auch auf sämtliche technisch und baulich erforderlichen Einrichtungen vom Anlagenbegriff abzustellen. Nach diesem weiten Anlagenbegriff zählen neben Generator beispielsweise auch dessen Antrieb (also Motor, Rotor oder Turbine), Fermenter, Gärrestbehälter, unterirdische geothermische Betriebseinrichtungen, Staumauern oder Türme von Windenergieanlagen zur Anlage. Infrastruktureinrichtungen wie Wechselrichter, Netzanschluss, Anschlussleitungen, eine Stromabführung in gemeinsamer Leitung, Transformatoren, Verbindungswege und Verwaltungseinrichtungen sind jedoch vom Anlagenbegriff nicht erfasst, da diese Einrichtungen nicht der Stromerzeugung dienen. "
Da Wechselrichter zur Infrastruktureinrichtung zählen, gilt bei Solarstromanlagen - ebenso wie im EEG 2004 - jedes einzelne Modul eine Anlage.
In § 3 Nr. 6 EEG 2009 wiederum findet sich die Definition der Leistung, die eindeutig auf diesen Anlagenbegriff verweist. Es lässt sich schlussfolgern, dass die Leistung einer Anlage durch die Modulleistung definiert wird.
Dass diese Begriffsdefinition dazu führt, bei der Bestimmung des Verknüpfungspunktes nach
§ 5 Abs. 1 letzter Satz die Modul- und nicht die Wechselrichter-Ausgangsleistung zu nutzen - schätzen wir aus technischer Sicht als nicht zutreffend ein: Die tatsächliche Leistung einer Solaranlage wird durch die Dimensionierung des Wechselrichters bestimmt. Da der Gebäude-Verknüpfungspunkt laut § 5 Abs. 1 EEG 2009 für den Anschluss einer 30-kW-Anlage als technisch geeignet gilt, wäre es schlüssig, dass Netzbetreiber sich an der Wechselrichter-Ausgangsleistung orientieren. Besonders deutlich wird diese Problematik bei Solaranlagen, deren tatsächliche Leistung bei nicht optimaler Ausrichtung, Verschattung oder Fassadeninstallation große Abweichungen von der technisch möglichen Modulleistung aufweisen.
Wenn hier allein die Modulleistung bei gleichzeitiger wesentlich geringerer Dimensionierung des Wechselrichters in Ansatz gebracht würde, gäbe es eine gewichtige Benachteiligung dieser Anlagenbetreiber. Wir empfehlen zukünftigen Anlagenbetreibern deshalb, dem Netzbetreiber
die laut § 5 Abs. 1 EEG 2009 prinzipiell technisch mögliche Einspeisung einer 30-kW-Anlage am bestehenden Gebäudeverknüpfungspunkt darzustellen und die Anwendung der Wechselrichter-Ausgangsleistung zu verlangen. Einen Rechsanspruch gibt es leider nicht.
Wichtig: Bei der Festlegung der Einspeisevergütung nach § 33 Abs. 1 für Anlagen >30 kW (bzw. >100 kW)
kann diese Argumentation nicht angewendet werden, da die dort definierten Leistungsgrenzen nicht auf Grundlage von technischen Anschlussbedingungen aufgestellt wurden.
Schaltstellen mit Trennfunktionen dienen dazu, bei Netzstörungen aus Sicherheitsgründen Solaranlagen schnell vom Netz zu trennen.
In der Richtlinie für den Anschluss und Parallelbetrieb von Eigenerzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz des VDEW (4. Ausgabe 2004) findet man die Regelung, dass
bei einer Summen-Nennscheinleistung über 30 kW ist eine jederzeit zugängliche Schaltstelle mit Trennfunktion erforderlich. Diese könnte in einen Kabelverteilerschrank bzw. eine Trafostation eingebettet sein.
Wenn eine Solaranlage durch eine unsachgemäße Installation (z.B. Verschattung der Module untereineinander) regelmäßige Ertragsverluste aufweist, reicht es auch nach 2 Jahren noch aus, dem Installateur zur Mängelbeseitigung aufzufordern?
Wenn Mängel an der Solaranlage auftreten, so ist man auf jeden Fall gut beraten, sich so schnell wie möglich an eine Fachkraft zu wenden. Ertragsausfälle können schnell zu Buche schlagen.
Eine regelmäßige Kontrolle der Ertragsdaten kann größeren Schaden abwenden. Mit Hilfe der SFV-Ertragsdatenbank (siehe Startseite www.sfv.de!) kann man zum Vergleich Ertragsdaten der letzten Monate und Jahre im eigenen PLZ-Bereich einsehen.
Bei einer INDACHANLAGE werden die Module anstatt der Ziegel direkt auf den Dachlatten befestigt. Die Solarmodule übernehmen dadurch eine Doppelfunktion: Wetterschutz und Stromerzeugung. Durch die Integration der Module erreicht man ein optisch einheitlicheres Bild der PV-Anlage und der (eventuell noch an Randbereichen vorhandenen) Dachziegeln. Diese Lösung ist architektonisch anspruchsvoller, meist jedoch mit Mehrkosten gegenüber einer Aufdachmontage verbunden. Wenn sowieso eine Sanierung des Daches notwendig ist, kann eine solche Lösung auch aus wirtschaftlichen Gründen interessant sein, da auf herkömmliche Dacheindeckung verzichtet werden kann.
Sie baten um eine eilige Rückantwort zu der Frage, ob Sie einen Ihnen vom Netzbetreiber vorgelegten Einspeisevertrag unterschreiben könnten, da Ihre Bank zur Darlehensauszahlung auf einem gültigen, d h. einem unterschriebenen Einspeisevertrag besteht.
Machen Sie zunächst einmal Ihre Bank darauf aufmerksam, dass kein Einspeisevertrag erforderlich ist. In § 4 (1) des EEG 2009 steht ausdrücklich folgender Satz: "Netzbetreiber dürfen die Erfüllung ihrer Verpflichtungen aus diesem Gesetz nicht vom Abschluss eines Vertrages abhängig machen."
Die von Ihnen zitierte merkwürdige Passage ist auch für uns als Fachleute unverständlich. Möglicherweise will sich der Netzbetreiber die Möglichkeit offen halten, die Einspeisung nach seinen Bedürfnissen zu reduzieren und damit die Abnahmepflicht nach § 8 EEG 2009 zu unterlaufen.
Es ist gesetzlich nicht vorgeschrieben, einen Blitzschutz zu installieren.
Wenn Gebäude, die bisher nicht mit einem Blitzschutz ausgerüstet sind, eine Solaranlage erhalten, so ist der Betreiber der Solaranlage logischerweise nicht verpflichtet, für die Solaranlage einen Blitzschutz einzurichten.
Ja, er kann. In den Technischen Anschlussbedingungen (TAB) sind genaue Festlegungen zur Zählerinstallation getroffen worden.
Zu beachten ist hier jedoch ebenso, dass die Mindestabmessungen für Zählerplätze ebenso in den TAB`s festgelegt sind.
http://www.dzg.de
Seit längerer Zeit raten wir dringend von der Installation von Solaranlagen auf asbesthaltigen Dächern ab. Asbest ist ein krebserregender Stoff, für den laut Gefahrstoff-Vorordnung (GefStoffV vom 23.12.2004, BGBl. I S 3758) ein umfassendes Bearbeitungs- und Verwendungsverbot gilt.
Für den Bau einer PV-Anlage ist ein Baum sicherlich nachteilig; es ist aber sinnvoll, auch dessen Vorteile und ökologischen Nutzen mit in die planerischen Überlegungen einzubeziehen: Er bindet das Klimagas CO2, dient zur Sauerstoffproduktion und als "Schallschlucker", steht aber auch als Staubfänger zur Verfügung. Auch der Erholungswert ist nicht zu unterschätzen.
Der Gesetzgeber legt im EEG in der Tat "nur" einen Vergütungszeitraum von 20 Jahren plus x Monaten (Inbetriebnahmejahr) fest. In diesem Zeitraum soll der Betrieb der PV-Anlage aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten abgesichert sein.
Im Februar 2004 wurde mein Antrag zur Einspeisung einer 6,5 kWp PV-Anlage durch EnBW mit der Begründung der Netzverhältnisse abgelehnt. Im Februar 2005 wurde ein neuer Antrag auf Einspeisung gestellt. Dieser wurde genehmigt mit der Einschränkung, dass das Netz vorher durch EnBW auszubauen ist. Nachdem die Bestellung und die Willenserklärung PV zu bauen bei EnBW vorgelegt wurde, teilt nun EnBW mit, dass der Netzausbau in der zweiten Jahreshälfte 2005 erst erfolgen wird.
In der Begründung zum EEG 2009 findet sich zu § 5 Abs. 1 folgende Erläuterung zu den Begriffen "unverzüglich" und "vorrangig":
"Der vorrangige Anschluss muss unverzüglich vorgenommen werden. Der Netzbetreiber muss also die Anlagen ohne schuldhaftes Zögern an sein Netz anschließen, andernfalls kann ein Schadensersatzanspruch nach § 280 BGB entstehen.
Aus dem Merkmal "vorrangig" ergibt sich dabei, dass sich ein Netzbetreiber nicht darauf berufen kann, dass ihm ein Anschluss von Anlagen, die Strom aus Erneuerbaren Energien erzeugen, nicht möglich sei, weil andere als unter § 3 Nr. 1 fallende Anlagen zuerst angeschlossen werden. Grundsätzlich ist der Netzbetreiber nach wie vor verpflichtet die Anlage an dem Punkt an das Netz anzuschließen, der im Hinblick auf die Spannungsebene geeignet ist und in der Luftlinie die kürzeste Distanz zu der Anlage aufweist. "
Eine 6,5 kW-Anlage ist nun wirklich keine Sache, für die ein neuer Trafo und eine neue Ortsnetzverkabelung notwendig wird. Im ungünstigsten Fall, falls bei hellem Sonnenschein keiner Ihrer Nachbarn Strom verbraucht, könnte die Spannung in Ihrem Abschnitt des Niederspannungsnetzes durch die PV-Anlage etwas ansteigen.
Machen Sie den Netzbetreiber darauf aufmerksam, dass Ihr Wechselrichter mit einer Abschaltvorrichtung bei Überspannung (ENS) ausgestattet ist, so dass keine gefährlichen Überspannungen auftreten können. Außerdem könnten Sie gegenüber dem Netzbetreiber schriftlich äußern, dass Sie in der Zwischenzeit bis zum Abschluss der Netzverstärkungsarbeiten eine zeitweilige Abschaltung wegen netzbedingter Überspannung hinnehmen würden.
Außerdem können Sie eine einstweilige Verfügung (EEG § 59 "Einstweiliger Rechtsschutz") auf sofortigen Anschluss verlangen. Falls es zu einem Rechtsstreit kommt, empfehlen wir die Einschaltung eines Rechtsanwalts.
Da dies beliebig kompliziert werden kann, empfehlen wir bei einem Rechtsstreit die Inanspruchnahme eines Rechtsanwalts.
Im EEG § 11 Absatz 5 2004 stand: "Die Mindestvergütungen nach Absatz 1 und Absatz 2 Satz 1 werden beginnend mit dem 1. Januar 2005 jährlich jeweils für nach diesem Zeitpunkt neu in Betrieb genommene Anlagen um jeweils fünf Prozent des für die im Vorjahr neu in Betrieb genommenen Anlagen maßgeblichen Wertes gesenkt und auf zwei Stellen hinter dem Komma gerundet."
Daraus ist zu schlussfolgern, dass die Grundvergütung für eine Gebäude-Fassadenanlage nach § 11 Absatz 2 Satz 1 EEG 2004 einer jährlichen Degression unterliegt. Der Fassadenzuschlag ist allerdings nicht von dieser Degression betroffen, da dieser in § 11, Absatz 2, Satz 2 festgelegt wird.
Im EEG 2009 wurde der Fassadenzuschlag ersatzlos gestrichen. Neuanlagen, die an einer Fassade angebracht werden, erhalten keinen Bonus mehr.
Aus der EEG-Gesetzesbegründung zu § 4 Absatz 5 ergibt sich: "Für die Ermittlung des eingespeisten Stroms aus der Anlage ist in aller Regel - soweit nicht § 5 Abs. 1 Satz 2 eingreift - eine Messung der eingespeisten elektrischen Arbeit ausreichend."
Fordern Sie vom Netzbetreiber eine schriftliche Stellungnahme (Frist - eine Woche) und drohen Sie eine einstweilige Verfügung auf Anschluss einer Solaranlage an, falls das Problem nicht gelöst wird.
"Auf Antrag des Anlagenbetreibers kann das für die Hauptsache zuständige Gericht unter Berücksichtigung der Umstände des Einzellfalles nach billigem Ermessen durch einstweilige Verfügung regeln, dass der Schuldner der in den §§ 4 und 5 bezeichneten Ansprüche die Anlage vorläufig anzuschließen und den Strom abzunehmen sowie hierfür einen als billig und gerecht zu erachtenden Betrag als Abschlagszahlung zu leisten hat. Die einstweilige Verfügung kann erlassen werden, auch wenn die in den §§ 935, 940 der Zivilprozessordnung bezeichneten Voraussetzungen nicht zutreffen."
Die Position des Anlagenbetreibers wurde damit erheblich gestärkt. Das Recht des Bauwilligen, eine Anlage - dann, wann er es wünscht - an das Netz anzuschließen und Strom aus Erneuerbaren Energien einzuspeisen, erhält damit einen besonders geschützten Rang.
"Eine solche Vereinbarung kann den Netzbetreiber in die Lage versetzen, Kosten einzusparen und dem Anlagenbetreiber für seinen Verzicht auf eine weitergehende Einspeisung einen finanziellen Ausgleich zu zahlen, so dass dieser in der Summe nicht schlechter steht, als bei einer unbeschränkten Ausübung seiner Rechte."
Bei einem unserer Kunden, der seine Anlage erweitern möchte, verlangt EnBW, dass die neue PV-Anlage direkt an den Hausanschlusskasten (HAK) geführt wird.
Wenn Sie beide Anlagen über den selben Einspeisezähler einspeisen lassen, wozu Sie nach § 12 (6) EEG berechtigt sind, können Sie diese dumme Schikane der EnBW umgehen.
Sollten die beiden Anlagen unterschiedlich orientiert oder unterschiedlich beschattet sein, so schlage ich für einen solchen Fall vor, die Aufteilung nicht nach dem Verhältnis der nominalen Modulleistungen vorzunehmen, sondern nach dem Verhältnis der zu erwartenden Jahreserträge. Bei sinngemäßer Auslegung des EEG § 12 (6) könnte man das wohl akzeptieren:
"Strom aus mehreren Anlagen kann über eine gemeinsame Messeinrichtung abgerechnet werden. In diesem Fall ist für die Berechnung der Höhe differenzierter Mindestvergütungen die Leistung jeder einzelnen Anlage maßgeblich."
Nachdem ich meinem Netzbetreiber EnBW mitgeteilt habe, dass ich den Einspeisevertrag nicht unterschreiben werde, bekam ich daraufhin folgende Antwort:
"Wir weisen Sie hiermit ausdrücklich daraufhin, dass wir dem zwischen ihnen und uns gemäß EEG bestehenden Rechtsverhältnis im Wege unseres einseitigen Leistungsbestimmungsrechts nach § 315 ff. BGB die Regelungen des Stromeinspeisungsvertrages zugrunde legen werden. Da wir uns absichern müssen, dass sie ausschlieslich Strom aus erneuerbaren Energien in unser Netz einspeisen, bitten wir sie, die beigelegte Erklärung zu unterschreiben ...
Muss ich eine solche Erklärung unterschreiben? Wie ist das Anschreiben zu werten?
Die Überprüfung vielzähliger Einspeiseverträgen ergab nicht nur, dass Anlagenbetreiber durch den Abschluss eines Vertrages meist schlechter gestellt wurden als ohne Vertrag. (Im neuen EEG § 12 Absatz 1 legte der Gesetzgeber deshalb fest, dass die Abnahme- und Vergütungsverpflichtungen nicht vom Abschluss eines Vertrages abhängig gemacht werden dürfte.) Ebenso dokumentierte sie vielfältige Versuche der Netzbetreiber, Zweifel an der Rechtmäßigkeit des EEG zu säen und die Anlagenbetreiber zu verunsichern.
1. EnBW verweist auf das BGB § 315 für den Fall der Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen. In BGB § 315 Absatz 1 heißt es: "Soll die Leistung durch einen der Vertragsabschließenden bestimmt werden, so ist IM ZWEIFEL anzunehmen, dass die Bestimmung nach billigem Ermessen zu treffen ist." (Hervorhebung durch SFV)
3. Es ist u. E. nicht notwendig, eine Erklärung zu unterschreiben, in der Anlagenbetreiber bestätigen, nur Strom aus Erneuerbaren Energien gemäß EEG in das Netz einzuspeisen. Im Zweifelsfall schadet sie jedoch auch nicht.
Hier gilt folgender Grundsatz: Netzbetreiber können nur dann Gebühren berechnen, wenn Anlagenbetreiber von ihnen Dienstleistungen in Anspruch nehmen, die über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen.
Anlagenbetreiber sind laut BGB § 448 und § 13 Absatz 1 EEG 2009 verpflichtet, den erzeugten Strom zu "zählen". Der Anlagenbetreiber hat demnach das Recht, einen eigenen Zähler zu installieren. Dieser Zähler muss den eichrechtlichen Vorschriften entsprechen. (Nähere Informationen zum Eichrecht und zu Bezugsmöglichkeiten finden Sie auf unserer Internetseite unter dem Stichwort "Zähler")
Netzbetreiber sind nach den §§ 8 und 16 EEG 2009 verpflichtet, den erzeugten Strom abzunehmen und zu bezahlen. Das Recht der Anlagenbetreiber, Abschlagszahlung zu verlangen, die in gleichen Zeitabständen erfolgt wie die Abschlagszahlung auf Strombezugskosten, ergibt sich aus dem Grundsatz der Gleichbehandlung. Zusätzlich ist im § 59 Absatz 1 EEG 2009 der Hinweis zu finden, dass Netzbetreiber "den Strom abzunehmen sowie hierfür einen als billig und gerecht zu erachtenden Betrag als Abschlagszahlung zu leisten" haben.
1. Die Einspeisung von Strom aus Erneuerbaren Energien stellt keine Netznutzung dar. Vielmehr ist der Netzbetreiber verpflichtet, den Strom an der Übergabestelle abzunehmen und ihn durch sein Netz zu leiten. Einspeiser sind dabei nicht verpflichtet, einen Einspeisevertrag mit dem Netzbetreiber abzuschließen. (siehe EEG, § 4 Absatz 1)
2. Netzgekoppelte Solarstromanlagen benötigen zum Betrieb des Wechselrichters gar keine oder nur sehr geringe Strommenge (kleiner 10 kWh/kWp/a). Solange die Solaranlage Strom liefert, wird der Strombedarf des Wechselrichters durch die Solaranlage selbst gedeckt. Erst bei Dunkelheit muss der eventuell verbleibende Strombedarf aus dem Netz gedeckt werden.
Die Clearingstelle EEG empfiehlt im Empfehlungsverfahren zum Messstellenbetrieb, bis zu einer Größe von 30 kWp einen saldierenden Zähler als zulässig zu erachten.
Ein Betrugsrisiko geht der Netzbetreiber dabei nicht ein - selbst wenn der Zähler in Rückwärts-Richtung nicht genau anzeigt - weil jede über den saldierenden Zähler bezogene Kilowattstunde mit einem weitaus höheren Preis als der Strombezugspreis bezahlt wird.
Es ist in der Tat ungewöhnlich, dass ein Wechselrichter bereits nach 4 Jahren defekt ist. Es sollten u. E. auf jeden Fall die Ursachen für diesen Defekt geklärt werden.
Netzbetreiber sind verpflichtet, eine nach EN 50160 definierte Netzspannung in öffentlichen Versorgungsnetzen einzuhalten. Demnach darf die Netzspannung nur um -10% bis +6% (207 - 243,8 Volt) von der Nennspannung von 230 Volt abweichen.
Jede Photovoltaikanlage muss mit einer Schutzfunktion (ENS) ausgestattet sein, die z. B. bei Spannungsabfall oder Spannungssteigerung im öffentlichen Netz die PV-Anlage sofort vom Netz trennt. Nach der Richtlinie für Anschluss und Parallelbetrieb von Eigenerzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz muss die Zuschaltung solange verhindert werden, bis die Netzspannung über dem Ansprechwert des Spannungsrückgangsschutzes liegt. Die Art und Ausführung der Entkupplungsschutzeinrichtungen und die Schutzparameter sind mit dem Netzbetreiber abzustimmen.
In der VDEW-"Richtlinie für Anschluss und Parallelbetrieb von Eigenerzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz", 4. Ausgabe 2001 findet sich folgende Regelung:
Jeder Solaranlagenbetreiber hat das Recht, die Mehrwertsteuer der Investitionssumme (und anderer Ausgaben wie z.B. Wartung etc.) vom Finanzamt zurück erstattet zu bekommen. Diese Rückerstattung erfolgt in der Regel im Inbetriebnahmejahr. Im Gegenzug muss der Solaranlagenbetreiber sich verpflichten, die vom Netzbetreiber auf die gesetzliche Einspeisevergütung ausgezahlte Mehrwertsteuer in regelmäßigen Abständen an das Finanzamt abzuführen.
2.. Möglichkeit:
Üblicherweise wäscht der Regen Staub und Schmutz von Solaranlagen in ausreichendem Maße ab.
Zusammenfassende Informationen zur Reinigung von Solarmodulen finden Sie unter http://www.sfv.de/artikel/2007/Staub_au.htm
Der Verkäufer ist nach BGB selber für die Messung seiner Ware verantwortlich und zuständig. Selbstverständlich darf er deshalb auch einen eigenen Zähler installieren.
Die optimale Lösung zur Verschaltung ist unter anderem abhängig von der Größe der Anlage und der Anordnung der Module auf der Fläche. Zusätzlich spielt die Entfernung der Module zum Wechselrichter, die optimale Arbeitsspannung des Wechselrichters, sowie das Konzept der Anlage (Stringwechselrichter oder zentraler Wechselrichter) eine bedeutende Rolle.
Um bei Reihenschaltungen die Module herauszufinden, die wegen gleicher Leistungswerte gut zu einander passen, können die Messprotokolle der einzelnen Module mit den elektrischen Kenndaten vom Hersteller angefordert werden.
PV- Anlagen arbeiten im Gegensatz zu anderen technischen Geräten im seltensten Fall im Nennbetrieb. Die elektrischen Kenngrößen Nennstrom, Nennspannung und Nennleistung werden von Herstellern unter STC (standard-test-conditions) ermittelt.
Mit steigender Modultemparatur sinkt die Modulspannung und damit die Leistung des Moduls ab. Nach einer Veröffentlichung der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie "PV-Anlagen, Leitfaden für Elektriker, Dachdecker, Fachplaner, Architekten und Bauherren" kann es an warmen Tagen durch Modulerwärmungen zu einem Leistungsabfall von etwa 3,5 % kommen. Darum sollten Solarmodule hinterlüftet werden. Dies geschieht am einfachsten durch einen Freiraum hinter den Modulen. Durch den Kamineffekt strömt dann ständig kühlende Luft hinter dem Modul vorbei.
Einen Mustervertrag zur Nutzung eines fremden Daches bietet Rechtsanwältin Dr. Christina Bönning an (hier unter Gestattungsvertrag für die Installation einer PV-Anlage).
Der erzeugte Solarstrom muss vom nächstliegenden Netzbetreiber abgenommen und vergütet werden.
Gesetzliche Regelung in § 5 Absatz 1 EEG 2012
Netzbetreiber sind verpflichtet, Anlagen zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien und aus Grubengas unverzüglich vorrangig an der Stelle an ihr Netz anzuschließen (Verknüpfungspunkt), die im Hinblick auf die Spannungsebene geeignet ist, und die in der Luftlinie kürzeste Entfernung zum Standort der Anlage aufweist, wenn nicht ein anderes Netz einen technisch und wirtschaftlich günsti­geren Verknüpfungspunkt aufweist.
Der Netzbetreiber verzögerte die Installation bzw. den Netzanschluss einer PV-Anlage meist mit der Begründung, dass umfangreiche Berechungen zur Überprüfung der Netzeignung durchgeführt werden müssten.
Nach den Regelungen des EEG § 5 Absatz 6 EEG 2012 ist der Netzbetreiber verpflichtet, "Einspeisewilligen nach Eingang der erforderlichen Informationen unverzüglich, spätestens aber innerhalb von acht Wochen, Folgendes zu übermitteln:
1. einen Zeitplan für die unverzügliche Herstellung des Netzanschlusses mit allen erforderlichen Arbeitsschritten,
2. alle Informationen, die Einspeisewillige für die Prüfung des Verknüpfungspunktes benötigen, sowie auf Antrag die für eine Netzverträglichkeitsprüfung erforderlichen Netzdaten,
3. einen nachvollziehbaren und detaillierten Voranschlag der Kosten, die den Anlagenbetreiberin­nen oder Anlagenbetreibern durch den Netzanschluss entstehen; dieser Kostenvoranschlag um­ fasst nur die Kosten, die durch die technische Herstellung des Netzanschlusses entstehen, und insbesondere nicht die Kosten für die Gestattung der Nutzung fremder Grundstücke für die Ver­legung der Netzanschlussleitung."
Leider müssen wir diese Frage mit NEIN beantworten.
Im Erneuerbaren-Energien-Gesetz 2004 wurde lediglich für solche PV-Anlagen ein Zuschlag (5 Cent/kWh) gewährt, die an der Fassade eines Gebäudes angebracht sind und eine wesentliche bautechnische Funktion einnehmen. Aber selbst dieser Fassadenzuschlag wurde im EEG 2009 gestrichen.
Gelten zusätzliche Fördermittel, z.B. aus Förderprogrammen der Bundesländer steuerlich als Einnahmen?
Man muss errechnen, ob mit der Solaranlage über einen Zeitraum von 20 Jahren Gewinne erzielt werden können. Hierfür müssen die alle Einnahmen und Ausgaben bilanziert werden:
Zähler- und Abrechnungskosten,
Weitere Informationen zur steuerlichen Behandlung von Solaranlagen finden Sie unter Steuerfragen
Wir geben grundsätzlich keine Empfehlungen zu Solarmodulen und Wechselrichtern, weil wir über kein eigenes Prüflabor verfügen und die bisher vorliegenden Fremd-Tests als problematisch ansehen.
- Bitten Sie den Installateur um eine Ertragsprognose. Sollten Sie unsicher sein, mit welchen Stromertrag Sie in Ihrer Region rechnen können, so nutzen Sie unser Angebot der PV-Ertragsdatenaufnahme. Derzeit haben sich über 15.000 Solaranlagenbetreiber angemeldet. Regelmäßig geben ca. 6000 Anlagenbetreiber monatlich ihre Erträge in eine Datenbank ein. Die Auswertung ermöglicht es allen Nutzern des Internetangebots, nach Postleitzahlen und Jahren geordnete Ertragsdaten abzurufen. Dieses Angebot finden Sie hier
Die Höhe der Vergütung richtet sich nach dem Inbetriebnahmejahr der Anlage und ist dann für 20 Jahre zzgl. der Restmonate des Inbetriebnahmejahres fest.
Der Betreiber eines Solardachs mit einer Modulleistung von 100 kW erhält folgende Vergütungen:
Inbetriebnahmejahr Vergütung für die erzeugte elektrische Arbeit aus 30 kW Vergütung für die erzeugte elektrische Arbeit aus den restlichen 31 bis 100 kW
2005 54,53 Ct/kWh 51,87 Ct/kWh
2006 51,80 Ct/kWh 49,28 Ct/kWh
2007 49,21 Ct/kWh 46,82 Ct/kWh
2008 46,75 Ct/kWh 44,48 Ct/kWh
2009 43,01 Ct/kWh 40,91 Ct/kWh
Bei den im EEG festgelegten Mindestvergütungssätzen handelt es sich um Netto-Einspeisevergütungen.
Diese Regelung finden Sie in § 18 Absatz 2 EEG 2012. Hier steht: "In den Vergütungen ist die Umsatzsteuer nicht enthalten."
Die Umsatzsteuer muss also zusätzlich ausgezahlt werden. Voraussetzung dafür ist die Beantragung der Vorsteuerabzugsberechtigung beim zuständigen Finanzamt durch den Anlagenbetreiber und eine ensprechende Mitteilung an den Netzbetreiber.
Wie ist die "12 Monatsfrist" in § 19 Absatz 1 Erneuerbares-Energien-Gesetz (EEG) zu verstehen?
Die Clearingstelle EEG beschäftigte sich im Hinweisverfahren 2009/13 - Zwölf Kalendermonate gem. § 19 Abs. 1 Nr. 4 EEG 2009 mit dieser Fragestellung.
Hier wurde folgendes dargelegt (Zusammenfassung):
"1. Bei der Fristbestimmung des § 19 Abs. 1 Nr. 4 EEG 2009 ist der Monat der Inbetriebsetzung der vorletzten Anlage unabhängig von deren taggenauer Inbetriebsetzung vollständig mitzuzählen.
2. Der letzte Generator ist nur dann „innerhalb von zwölf aufeinanderfolgenden Kalendermonaten“ in Betrieb gesetzt worden, wenn er spätestens mit Ablauf des elften auf die Inbetriebsetzung der vorletzten Anlage folgenden Kalendermonats in Betrieb gesetzt worden ist.
3. Dies führt – beispielsweise – bei einer am 10. November 2008 in Betrieb gesetzten vorletzten Anlage dazu, dass die Anlagen nur dann zum Zweck der Ermittlung der Vergütung für den jeweils zuletzt in Betrieb gesetzten Generator als eine Anlage gelten, wenn der letzte Generator spätestens am 31. Oktober 2009 in Betrieb gesetzt worden ist. Bereits eine Inbetriebsetzung am 1. November 2009 führt nicht mehr zu einer Anlagenzusammenfassung zum Zweck der Ermittlung der Vergütungshöhe gem. § 19 EEG 2009."
Grundsätzlich empfehlen wir, keine Einspeiseverträge zu unterschreiben, denn in vielen Fällen werden Anlagenbetreiber durch den Abschluss eines Vertrages schlechter gestellt als durch die gesetzlichen Regelungen.
Punkte, die von den gesetzlichen Regelungen abweichen und die zu Ihrem Nachteil sind, sollten Sie im eigenen Interesse nicht unterschreiben. Der Gesetzgeber hat in § 4 Absatz 2 EEG 2012 die Regelung vorgeschrieben, dass <i>"von den Bestimmungen dieses Gesetzes ... nicht zu Lasten der Anlagenbetreiberin oder des Anlagenbetreibers und des Netzbetreibers abgewichen werden."</i>darf.
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Erläuterungen zur Exergie finden Sie hier
⇑ Fragen zum Thema Nutzung der Biomasse in wärmegeführter Kraft-Wärmekopplung
Die CO2-Speicherwirkung von Pflanzen wird oft falsch eingeschätzt. Viele Leute glauben, dass eine Pflanze ständig neues CO2 bindet. Tatsächlich speichert eine Pflanze jedoch nur dann weiteres CO2, solange sie wächst, d.h. solange sie ihr Gewicht vergrößert. Das Gewicht des gespeicherten CO2 entspricht in etwa dem Trockengewicht der Pflanze. Wenn eine Pflanze dann stirbt (geerntet wird oder dgl. und schließlich verrottet), gibt sie ihr CO2 wieder an die Atmosphäre ab.
Biologische Energie steht nicht unbegrenzt zur Verfügung; das vorab.
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 § 11
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