Source: http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2015/12/asylantraege-november-2015.html
Timestamp: 2017-03-29 13:11:42+00:00

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BMI - Nachrichten - Hoher Asyl-Zugang im November 2015
Migration und Integration Asyl und Flüchtlingsschutz Pressemitteilung 04.12.2015 Ho­her Asyl-Zu­gang im No­vem­ber 2015
Zudem erhielten 141 Personen (0,4 Prozent) subsidiären Schutz im Sinne der EU-Richtlinie 2011/95/EU. Bei 288 Personen (0,8 Prozent) wurden Abschiebungsverbote nach § 60 Absatz 5 oder Absatz 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.
Die Zahl der tatsächlichen Einreisen von Asylsuchenden nach Deutschland lag auch im November 2015 deutlich höher, da die formale Asylantragstellung teilweise erst zeitlich verzögert möglich ist. So sind im EASY-System im Monat November 2015 bundesweit etwa 206.000 Zugänge von Asylsuchenden registriert worden. Von Januar bis November 2015 waren es insgesamt ca. 965.000. Das EASY-System ist eine IT-Anwendung zur Erstverteilung der Asylbegehrenden auf die Bundesländer. Bei den EASY-Zahlen sind Fehl- und Doppelerfassungen wegen der zu diesem Zeitpunkt noch fehlenden erkennungsdienstlichen Behandlung und der fehlenden Erfassung der persönlichen Daten nicht ausgeschlossen. Die Zahlen im Einzelnen:
Insgesamt 6.552 Anträge wurden von Staatsangehörigen der sechs Westbalkanstaaten Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Montenegro und Serbien gestellt; das sind 11,3 Prozent aller in Deutschland gestellten Asylanträge. Hauptherkunftsländer im November 2015:Zum Vergleich:September 2015Oktober 2015November 2015 1.Syrien16.83828.46230.573 2.Afghanistan2.7513.7944.976 3.Irak2.5444.1354.479 4.Albanien6.7414.6803.044 5.Ungeklärt7301.1831.618 6.Serbien1.9821.4231.362 7.Pakistan1.0781.0101.272 8.Eritrea1.1221.2111.259 9.Iran43656596310.Mazedonien1.3811.039835Die Erst- und Folgeanträge bei den Hauptherkunftsländern im November 2015:AsylanträgeErstanträgeFolgeanträgeGesamt57.81655.9501.866davon:Syrien30.57330.398175Afghanistan4.9764.92947Irak4.4794.39188Albanien3.0442.96084Ungeklärt1.6181.60117Serbien1.362809553Pakistan1.2721.25715Eritrea1.2591.24910Iran96393429Mazedonien835609226
Die Zahl der Asylfolgeanträge im November 2015 (1.866) sank im Vergleich zum Vorjahresmonat (3.327) um - 43,9 Prozent und gegenüber dem Vormonat (2.147) um -13,1 Prozent. Hauptherkunftsländer waren Serbien, Mazedonien und Bosnien - Herzegowina.
Im November 2015 hat das Bundesamt über die Anträge von 35.422 Personen (Vorjahresmonat: 14.473, Vormonat: 31.580) entschieden. 24.971 Personen (70,5 Prozent) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. November 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt. Darunter waren 156 Personen (0,4 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 24.815 Personen (70,1 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylverfahrensgesetzes i. V. m. § 60 Absatz 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten.
Im November 2015 erhielten 141 Personen (0,4 Prozent) nach § 4 des Asylverfahrensgesetzes subsidiären Schutz im Sinne der Richtlinie 2011/95/EU.
Darüber hinaus hat das Bundesamt im November 2015 bei 288 Personen (0,8 Prozent) Abschiebungsverbote nach § 60 Absatz 5 oder Absatz 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.
Die Hauptherkunftsländer von Januar bis November 2015 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum:Jan.-Nov. 2014Jan.-Nov. 20151.Syrien35.729136.2732.Albanien7.17252.8593.Kosovo6.98036.5514.Afghanistan8.80826.7425.Irak8.54726.2516.Serbien23.73125.9767.Mazedonien8.19713.5808.Eritrea12.46710.2039.Ungeklärt3.2217.92110.Pakistan3.8857.716Verteilung der Erst- und Folgeanträge bei den Hauptherkunftsländern von Januar bis November 2015:AsylanträgeErstanträgeFolgeanträgeGesamt425.035392.02833.007davon:Syrien136.273132.5643.709Albanien52.85951.945914Kosovo36.55132.9973.554Afghanistan26.74226.276466Irak26.25124.7431.508Serbien25.97616.2719.705Mazedonien13.5808.7024.878Eritrea10.20310.102101Ungeklärt7.9217.512409Pakistan7.7167.465251
Von Januar bis November 2015 hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 240.058 Entscheidungen getroffen, mehr als doppelt so viele wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres (113.636). Insgesamt 106.520 Personen (44,4 Prozent) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. November 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt. Darunter waren 1.836 Personen (0,8 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 104.684 Personen (43,6 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylverfahrensgesetzes i. V. m. § 60 Abs. 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten.
Weitere 1.507 Personen (0,6 Prozent) erhielten subsidiären Schutz nach § 4 des Asylverfahrensgesetzes im Sinne der Richtlinie 2011/95/EU. Darüber hinaus hat das Bundesamt von Januar bis November 2015 bei 1.878 Personen (0,8 Prozent) Abschiebungsverbote gemäß § 60 Abs. 5 und 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.
Die Hauptherkunftsländer waren:November 2015Insgesamt206.1011Syrien97.4632Afghanistan44.8463Irak24.6784Iran10.0805Pakistan3.655
Die Hauptherkunftsländer waren:Januar bis November 2015Insgesamt964.5741Syrien383.9462Afghanistan127.5403Irak93.3434Albanien69.0275Kosovo32.881
Pressestatement des Bundesinnenministers zu den aktuellen Asylzahlen

References: § 60
 Art. 16
 § 3
 § 60
 § 4
 § 60
 Art. 16
 § 3
 § 60
 § 4
 § 60