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Timestamp: 2020-02-28 12:48:07+00:00

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Rechtsprechung: MDR 2006, 947 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: OLG Rostock, 01.02.2006 | OLG Köln, 20.01.2006
https://dejure.org/2006,940
BGH, 05.04.2006 - IV AR (VZ) 1/06 (https://dejure.org/2006,940)
BGH, Entscheidung vom 05.04.2006 - IV AR (VZ) 1/06 (https://dejure.org/2006,940)
BGH, Entscheidung vom 05. April 2006 - IV AR (VZ) 1/06 (https://dejure.org/2006,940)
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InsO § 4; ZPO § 299 Abs. 2
Akteneinsichtsrecht des Insolvenzgläubigers auch nach Ablehnung der Insolvenzeröffnung mangels Masse
Fortbestand des Interesses des Gläubigers der Insolvenzschuldnerin an der Einsicht in die Insolvenzakten nach Abweisung des Antrags auf Insolvenzeröffnung mangels Masse ; Prüfung von Durchgriffsansprüchen gegen Organe der Schuldnerin
Akteneinsicht für Gläubiger der Insolvenzschuldnerin zur Feststellung von Schadensersatzansprüchen gegen ihren Geschäftsführer auch nach Abweisung des Insolvenzantrags mangels Masse
Zum rechtlichen Interesse eines Gläubigers an der Einsicht in die Insolvenzzahlen
Akteneinsichtsrecht Dritter, hier der Gläubiger des Insolvenzschuldners, in Insolvenzverfahren
Akteneinsicht bei Schadensersatzanspr. gegen Geschäftsführer
15a Abs. 1 Satz 1 InsO - Insolvenzverschleppung, Außenhaftung, Informationsbeschaffung, Verletzung von Schutzgesetzen nach 823 Abs. 2 BGB
Vollstreckungspraxis - BGH stärkt Akteneinsichtsrechte der Gläubiger
ZPO § 299 Abs. 1, 2; InsO § 4; EGGVG §§ 23 ff.
InsO: Akteneinsichtsrecht bei Schadensersatzansprüchen gegen GmbH-Geschäftsführer? (IBR 2006, 445)
OLG Dresden, 31.01.2006 - 3 VA 8/05
ZIP 2006, 1154
MDR 2006, 947
NZI 2006, 472
WM 2006, 1435
DB 2006, 1368
NZG 2006, 595
Dazu muss als Mindestanforderung ein auf Rechtsnormen beruhendes oder durch solche geregeltes, gegenwärtig bestehendes Verhältnis einer Person zu einer anderen Person oder zu einer Sache vorliegen (vgl. BGH, Beschluss vom 05.04.2006, Az. IV AR (VZ) 1/06, zitiert nach juris Rn. 15).
Dem Antragsteller werden in der Regel nämlich die entsprechenden Kenntnisse von dem Akteninhalt fehlen, wie gerade sein Begehren nach Akteneinsicht zeigt (vgl. BGH, Beschluss vom 05.04.2006, Az. IV AR (VZ) 1/06, zitiert nach juris Rn. 18).
vgl. BGH, Beschluss vom 5.4.2006 - IV AR (VZ) 1/06 -, MDR 2006, 947 = juris, Rn. 14 ff.
Damit ist die behördliche Entscheidung aufzuheben und - im oben dargestellten Umfang - die Sache zur erneuten Bescheidung an die Behörde zurückzugeben (vgl. auch BGH WM 2006, 1435; OLG Düsseldorf NJW-RR 2000, 926; vgl. auch OLG Köln ZIP 1999, 1449;… Zöller/Gummer, a.a.O., § 28 EGGVG Rz. 15, 17).
Dort sind sie zur Wahrung ihrer Rechte ggf. zu beteiligen (vgl. BGH KTS 1998, 581; WM 2006, 1435;… Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, a.a.O., § 299 Rz. 23).
Unabhängig davon, ob nur Insolvenzgläubiger oder auch Massegläubiger als Parteien iSd. § 4 InsO iVm. § 299 Abs. 1 ZPO ein Recht zur Akteneinsicht haben (zum Meinungsstand Martini jurisPR-InsR 17/2010 Anm. 5) , dürfte jedenfalls das nach § 299 Abs. 2 ZPO erforderliche rechtliche Interesse an einer Einsicht in die Insolvenzakte zur Vorbereitung möglicher Schadenersatzansprüche gegen den Insolvenzverwalter bestehen (vgl. BGH 5. April 2006 - IV AR (VZ) 1/06 - NZI 2006, 472, 473) .
Die Entscheidung des Amtsgerichts Hannover, dem Gläubiger keine Abschriften aus den Insolvenzakten zu erteilten, ist, da es sich um einen Fall des § 299 Abs. 2 ZPO handelt, nach den §§ 23 ff. EGGVG anfechtbar (s. auch BGH, ZIP 2006, 1154 = ZInsO 2006, 597; OLG Brandenburg, ZInsO 2002, 1085 = ZIP 2002, 2320; OLG Brandenburg, NZI 2002, 49 = InVo 2002, 20; OLG Celle, ZInsO 2002, 73 = ZIP 2002, 446; OLG Dresden, ZIP 2003, 39; OLG Dresden, ZInsO 2003, 1148; OLG Hamburg, ZInsO 2002, 36 = ZIP 2002, 266 = NJW-RR 2002, 408; OLG Jena, ZVI 2002, 318;OLG Stuttgart, ZVI 2002, 459).
Rspr., vgl. BGH, Beschluss vom 5. April 2006 - IV AR (VZ) 1/06 -, m.w.N., juris.
OLG Schleswig, 29.07.2008 - 12 VA 1/08
b) Dieses rechtliche Interesse hat die Antragstellerin, wie auch der Antragsgegner in seiner Übersendungsverfügung vom 06.03.2008 ausgeführt hat, durch Vorlage der Endrechnung vom 27.11.2006 an die Schuldnerin und der eidesstattlichen Versicherung ihres Gesellschafters Matthias Steuermann S. vom 28.02.2008 glaubhaft gemacht; dass die Forderung nicht tituliert ist, ist unerheblich (vgl. BGH WM 2006, 1435 ).
Unabhängig davon, dass noch nicht fest stand, wann über die Eröffnung des Insolvenzverfahren entschieden worden wäre, ist im Rahmen von § 4 InsO i.V.m. § 299 Abs. 2 ZPO nicht erforderlich, dass es sich um eine Insolvenzforderung gehandelt hätte; ausreichend ist die Glaubhaftmachung, dass die Antragstellerin Gläubigerin der Schuldnerin ist (vgl. BGH WM 2006, 1435 ).
OLG Köln, 23.07.2007 - 7 VA 1/07
Einsicht in Insolvenzakte durch Massegläubiger
OLG Schleswig, 20.01.2009 - 12 VA 11/08
Zum rechtlichen Interesse nicht unfallbeteiligter Dritter an Akteneinsicht in die …
OLG Rostock, 01.02.2006 - 6 U 164/05
https://dejure.org/2006,9239
OLG Rostock, 01.02.2006 - 6 U 164/05 (https://dejure.org/2006,9239)
OLG Rostock, Entscheidung vom 01.02.2006 - 6 U 164/05 (https://dejure.org/2006,9239)
OLG Rostock, Entscheidung vom 01. Februar 2006 - 6 U 164/05 (https://dejure.org/2006,9239)
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Verpflichtung des Gericht zur Feststellung der Erledigung des Rechtsstreits in der Hauptsache im Fall einer einseitigen Erledigungserklärung der Klägerin durch streitiges Sachurteil ; Auswirkung der Erledigungserklärung auf die materiell-rechtlichen Voraussetzungen der ...
ZPO § 91a § 522 Abs. 2
Einseitige Erledigungserklärung in der Berufungsinstanz - Feststellung durch Beschluss
Der Senat kann die Feststellung der teilweisen Hauptsachenerledigung durch Beschluss gemäß § 522 Abs. 2 ZPO aussprechen (vgl. OLG Rostock, MDR 2006, 947).
Verwerfung der Berufung durch Beschluss bei einseitiger Erledigterklärung des …
4 Der - teilweisen - Erledigterklärung der Klägerin haben sich vorab sowohl die Beklagte als auch der Nebenintervenient widersetzt (Bl. 149 und 150 d.A.) Auf die somit einseitig gebliebene Erledigungserklärung der Klägerin ist gleichwohl die Berufung - hier: durch Beschluss gem. § 522 Abs. 2 ZPO (OLG Rostock, Beschluss vom 01.02.2006 - 6 U 164/05, MDR 2006, 947) - zurückzuweisen, da die Klage in der Hauptsache unbegründet ist und das Landgericht sie deshalb zu Recht abgewiesen hat (…Thomas/Putzo - Hüßtege, ZPO, § 91a Rn. 40).
OLG Jena, 09.02.2009 - 4 U 777/08
Einseitige Erledigungserklärung und Beschlussverfahren nach § 522 Abs. 2 ZPO
Der Senat schließt sich insoweit der überzeugenden Entscheidung des OLG Rostock vom 01.02.2006 - 6 U 164/05 - (MDR 2006, 947) an.
Bei sachgerechtem Verständnis wünscht er mithin die Feststellung der Erledigung des Rechtsstreits in der Hauptsache; dieses Begehren ist einseitig geblieben (vgl. OLG Rostock MDR 2006, 947;… Vollkommer in: Zöller, ZPO, 30. Auflage 2014, § 91a Rn. 34 ff.).
OLG Köln, 20.01.2006 - 22 U 170/05
https://dejure.org/2006,5654
OLG Köln, 20.01.2006 - 22 U 170/05 (https://dejure.org/2006,5654)
OLG Köln, Entscheidung vom 20.01.2006 - 22 U 170/05 (https://dejure.org/2006,5654)
OLG Köln, Entscheidung vom 20. Januar 2006 - 22 U 170/05 (https://dejure.org/2006,5654)
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Prüfungsbeschränkung bezüglich der Mutwilligkeit einer Rechtsverteidigung im Berufungsprozess; Prozesskostenhilfeantrag für Berufungsverfahren
AG Bonn - 13 O 259/04
LG Bonn - 13 O 259/04
haben, allerdings nur 20 EUR (KG, Urteil vom 27. Februar 2006 - 22 U 170/05; KG, OLGR 2006, 252;.
Die Kostenpauschale beträgt jedoch nach ständiger Rechtsprechung des Kammergerichts 20, 00 EUR (KG, Urteil vom 27. Februar 2006 - 22 U 170/05; KG, OLGR 2006, 252; KG, OLGR 2005, 994 = DAR 2006, 211; KG, OLGR 2005, 664; KG, Urteil vom 8. November 2004 - 22 U 225/03 -).
b) Aber auch mit der Vorlage der Berufungsbegründung ist die Beauftragung eines Rechtsanwalts jedenfalls in dem Fall, dass das Berufungsgericht unmittelbar nach Eingang der Berufungsbegründung darauf hingewiesen hat, dass es nach § 522 Abs. 2 ZPO vorzugehen beabsichtigt, grundsätzlich nicht notwendig und Prozesskostenhilfe daher nicht zu bewilligen (OLG Köln, MDR 2006, 947; OLG Nürnberg MDR 2004, 961;… Zöller/Phillippi, a. a. O., § 119 Rdnr. 55).
Solches kann insbesondere nicht deshalb angenommen werden, weil die Beauftragung eines Rechtsanwalts nicht erforderlich ist, wenn das Berufungsgericht unmittelbar nach Eingang der Berufungsbegründung ankündigt, gem. § 522 Abs. 2 ZPO vorgehen zu wollen (…so Fischer in Musielak, ZPO, 6. Aufl. § 119 Rnr. 16; OLG Nürnberg, B. v. 16.03.2004, MDR 2004, 961; OLG Köln, B. v. 20.01.2006, MDR 2006, 947 und OLG Dresden, B.v. 26.09.2006, MDR 2007, 423).

References: § 4
 § 299
 BGH 
 § 299
 § 4
 BGH 
 § 28
 BGH 
 § 299
 § 4
 § 299
 § 299
 BGH 
 § 299
 BGH 
 § 4
 § 299
 BGH 
 § 91
 § 522
 § 522
 § 522
 § 91
 § 522
 § 91
 § 522
 § 119
 § 522
 § 119