Source: https://jugendring-bochum.de/aktivitaeten/kinderschutz/
Timestamp: 2019-04-23 10:43:24+00:00

Document:
Kinderschutz: Kinder- und Jugendring Bochum
Schutz vor Kindes- und Jugendwohlgefährdung im Jugendverband
Am 01.10.2005 trat das Gesetz zur Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe (KICK) in Kraft.
Ein effektiverer Schutz des Kindeswohls sollte vor allem durch:
die Konkretisierung des Schutzauftrags des Jugendamts (§ 8a SGB VIII), und
eine verschärfte Prüfung von Personen mit bestimmten Vorstrafen (§ 72a SGB VIII)
Das neue Bundeskinderschutzgesetz ist am 1. Januar 2012 in Kraft getreten. Neben vielen bundesweiten Regelungen zum Kinderschutz wurde mit dem neuen Gesetz den Kommunen und Kreisen auferlegt, mit den freien Trägern Vereinbarungen zu schließen, die den § 72a SGB VIII betreffen.
Dieser Paragraph sieht vor, dass in der Kinder- und Jugendarbeit keine Personen beschäftigt werden dürfen, die wegen Sexualstraftaten im Sinne des § 72a verurteilt worden sind. Alle hauptberuflich Tätigen müssen daher erweiterte Führungszeugnisse regelmäßig (alle 5 Jahre) bei ihrem Arbeitgeber vorlegen.
Diese Regelung bezieht sich seit 2012 auch auf den ehrenamtlichen Bereich.
Daher müssen auch ehrenamtlich Tätige in der Jugendarbeit unter Umständen - je nach Tätigkeit - ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen.
Das Jugendamt Bochum hat aufgrund der Erfordernisse des Bundeskinderschutzgesetzes eine neue Vereinbarung mit den freien Trägern der Jugendhilfe zum § 72a SGB VIII in enger Kooperation mit dem Kinder- und Jugendring Bochum abgeschlossen.
Der Kinder- und Jugendring hat als Dachverband diese Vereinbarung mit dem Jugendamt unterschrieben. Dieser Vereinbarung sollen alle Mitgliedsverbände beitreten. Wir sind davon überzeugt, dass diese Vereinbarung sowohl den gesetzlichen Anforderungen als auch der Praxis der ehrenamtlichen Jugendarbeit entspricht.
Diese Vereinbarung macht deutlich, dass die Vorlagepflicht für ein erweitertes Führungszeugnis nur ein Teil eines umfassenden Präventions- und Schutzkonzeptes sein kann.
Zur Vereinbarung gehören folgende Anlagen:
Empfehlung zur Einordnung ehrenamtlicher Tätigkeiten hinsichtlich einer verpflichtenden Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses (Prüftabelle)
Einwilligungserklärung zur Speicherung der Führungszeugnisdaten
Dokumentation der Einsichtnahme in das erweiterte Führungszeugnis
Straftaten nach § 72a Absatz 1 SGB VIII
Hinzuziehung einer insoweit erfahrenen Fachkraft
Diese Anlagen können hier heruntergeladen und verwendet werden.
Wenn Fragen zu diesem Themenfeld bestehen oder eine Beratung zur Umsetzung der Vereinbarung im eigenen Verband oder in der Initiative gewünscht wird, kann gerne eine Anfrage an Regine Hammerschmidt gerichtet werden (regine.hammerschmidt@jugendring-bochum.de, Telefon: 0234 516461 57).
Unabhängig von den gesetzlichen Regelungen gilt selbstverständlich:
Der Schutz, der uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen, liegt uns sehr am Herzen - um ihm gerecht zu werden, bedarf es Maßnahmen in zwei Richtungen:
um zu erkennen und entsprechend zu handeln, wenn Kinder oder Jugendliche vernachlässigt, misshandelt oder missbraucht werden und
um die Kinder und Jugendlichen vor sexuellen Übergriffen / Grenzverletzungen von TäterInnen in den eigenen Reihen zu schützen.
In der Jugendverbandsarbeit arbeiten fast ausschließlich Ehrenamtliche. Sie sind keine Fachkräfte im Sinne des § 8a SGB VIII, trotzdem besteht der Schutzauftrag des § 8a SGB VIII auch hier. Gruppenleitungen und Freizeitteams, ehrenamtliche MitarbeiterInnen in Projekten und Angeboten der Jugendverbände sind "nah dran" an den Kindern und Jugendlichen und sie sind oft eine wichtige Bezugsperson für die Kinder.
Wenn etwas nicht mit kindgerechten Dingen zugeht, wie beispielsweise:
kommt häufig sehr hungrig
ist oft nicht witterungsgemäß gekleidet
wirkt vernachlässigt
hält sich lange vor / nach den Gruppenzeiten alleine an der Einrichtung auf
hat ungeklärte Verletzungen und Blutergüsse
erzählt von (sexueller) Gewalt
agiert sehr verhaltensauffällig / übergriffig / grenzverletztend
Wenn also der Verdacht auf Kindeswohlgefährdung entsteht, dann gilt:
Ruhe bewahren und einen kühlen Kopf behalten!
sich mit der Kollegin / dem Kollegen / dem Team besprechen
das Kind einbeziehen, beobachten / behutsam befragen
Unterstützung von außen einholen!
Unterstützung für den Bereich der Jugendverbände leistet die Kinderschutzfachkraft des Kinder- und Jugendrings Regine Hammerschmidt (Tel.: 0234 516461 57, Email: regine.hammerschmidt@jugendring-bochum.de).
Für Urlaubszeiten gibt es eine Vertretungsregelung.
Beratung und Unterstützung erhält man auch (auch anonym) beim Jugendamt der Stadt Bochum.
Prävention im Jugendverband
In der Kinder- und Jugendarbeit ist Beziehungsarbeit ein wichtiger Baustein der Strukturen und Angebote.
Jugendverbände wollen einen geschützten und sicheren Raum für Kinder und Jugendliche bieten. Durch die Nähe und Vertrautheit ergeben sich zwangsläufig aber auch Risiken für sexuelle Übergriffe.
Es ist bekannt, dass sexuell übergriffige / pädosexuelle Menschen die Nähe zu Kindern und Jugendlichen suchen und die Kontaktmöglichkeiten zu Kindern und Jugendlichen durch die Übernahme von Aufgaben im Jugendverband - als Betreuer, Übungsleiter im Sportbereich, Fahrer, Küchenhilfe, ... nutzen. Bewusst machen sollten wir uns auch, dass Kinder und Jugendliche im Verband selbst sowohl Opfer als auch Täter sein können. Insbesondere wenn zu Freizeiten oder Ferienangeboten bisher unbekannte Kinder und Jugendlichen mitfahren, sollte dies in den Vorbereitungen mit bedacht werden.
Für Ehrenamtliche ist es deshalb wichtig:
sich mit dem Thema sensibel auseinander zusetzen
sich in Fortbildungen zu informieren und zu qualifizieren
eine "Kultur des Hinschauens" zu entwickeln, d.h., mit gesunder Skepsis "Neuen" gegenüber auf den respektvollen Umgang mit Kindern und Jugendlichen zu achten
grenzachtende Regeln auf zu stellen und persönliche Grenzen zu achten
eine Ehrenerklärung / Selbstverpflichtung für alle Ehrenamtlichen zu diskutieren und verbindlich einzuführen (Hauptberufliche sind gesetzlich verpflichtet, ein Führungszeugnis vorzulegen)
die Widerstandskraft der Kinder zu stärken
Kinder und Jugendliche in ihrer Persönlichkeit zu stärken und dabei zu helfen, dass sie ihre Grenzen erkennen und selbstbewusst vertreten
Kinder und Jugendliche über ihre Rechte zu informieren und gemeinsam verbindliche Regeln zu entwickeln
ein Beschwerdemanagement einzuführen (einen "Kummerkasten", eine Kontaktperson benennen, ...)
Der Kinder- und Jugendring bietet regelmäßig Fortbildungen zum Thema "Kinderschutz / Jugendwohlgefährdung" an. Ein Baustein unserer Juleica-Ausbildung (Jugendleiter-Card) beschäftigt sich ebenfalls mit diesem Themenkomplex.
Die ehrenamtlichen und hauptberuflichen MitarbeiterInnen der Jugendverbände können sich in Fragen von speziellen Fortbildungsangeboten, bei der Einführung von schützenden Strukturen, bei Beratungen und Unterstützung im Fall der Fälle an die Kinderschutzfachkraft des Kinder- und Jugendrings Regine Hammerschmidt wenden.
Ausstellungseröffnung, Montag, 28. Januar 2019, 12.15 Uhr, Volkshochschule, Gustav-Heinemann-Platz 2 – 6, 44787 Bochum
Die UNICEF - Ausstellung „Kinder haben Rechte“ wird von Oberbürgermeister Thomas Eiskirch eröffnet und ist in der Woche vom 28. Januar bis zum 01. Februar 2019 (täglich von 08.00 – 21.00 Uhr) im Foyer der VHS zu sehen.
Am 20. November 1989 verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen das „Übereinkommen über die Rechte des Kindes“, die UN-Kinderrechtskonvention. Demnach haben alle Kinder die gleichen Rechte, zum Beispiel auf Schutz vor Gewalt, Förderung ihrer Entwicklung und Beteiligung an den Entscheidungen, die sie betreffen. UNICEF setzt sich weltweit für die Verwirklichung der Kinderrechte ein.
In der Ausstellung werden 10 Tafeln mit Informationen über Kinderrechte gezeigt.
Die Ausstellung kann mit Kinder- und Jugendgruppen besucht werden.
Bei der Ausstellungseröffnung wird die Theaterpädagogische Werkstatt Osnabrück das Theaterstück „Natürlich bin ich stark“ im Clubraum der VHS präsentieren. Das Theaterstück ist besonders geeignet für Schüler_innen der 6. bis 8. Klassen (ab ca. 12 Jahren) und zeigt ein Programm über den Mut, zu sich selbst zu stehen.
Die Ausstellung wird im Rahmen der Aktionswoche zum Jubiläum des Qualitätszirkels der Bochumer Kinderschutzfachkräfte – 11 Jahre, 11 Monate, 11 Tage gezeigt.
Die Teilnahme an der Ausstellungseröffnung ist kostenfrei. Eine Anmeldung jedoch erforderlich. Anmeldungen sind bei Regine Hammerschmidt per Email (info@jugendring-bochum.de) oder per Telefon (0234-51 64 61 57) möglich.
Den Flyer zum Jubiläum des Qualitätszirkels (2,5 MB) > hier <
„Lebenswelt von Kindern aus suchtbelasteten Familien“
Film- und Themenabend
Mittwoch, 30. Januar 2019, 18.30 Uhr, Clubraum der Volkshochschule Bochum
Im Rahmen des Film- und Themenabend wird der Spielfilm „Zoey“ gezeigt. Die 14jährige Zoey, die mit dem Rückfall ihres alkoholkranken Vaters zu kämpfen hat, muss die Verantwortung für ihren Vater, ihren Bruder und sich selbst übernehmen.
Nach der Filmvorführung stellen Fachleute aus der Frühförderung, aus Beratungsstellen und aus Selbsthilfegruppen Erfahrungsberichte vor und stehen für Fragen zur Verfügung.
Anmeldungen sind bei Regine Hammerschmidt per Email (info@jugendring-bochum.de) oder per Telefon (0234-51 64 61 57) möglich.
Workshop: Kinderschutz und Jugendwohlgefährdung
Dienstag, 20.11.2018, 18.00 bis 20.30 Uhr, Geschäftsstelle des Kinder- und Jugendrings, Engelsburger Straße 168, 44793 Bochum
Mitarbeiter_innen in Kindertageseinrichtungen, Kinder- und Jugendfreizeithäusern, Jugendverbänden und Mitarbeiter_innen von Jugendverbänden und -initiativen und aus Kinder- und Jugendfreizeithäusern sind herzlich zu diesem Workshop eingeladen.
Wir werden uns mit den Formen der Kindeswohlgefährdung, mit gesetzlichen Grundlagen, dem Bochumer Kinderschutzsystem und den Aufgaben der ehrenamtlich Tätigen im Kinderschutz beschäftigen.
Im Workshop werden konkrete „Fälle“ bearbeitet und Schutzmaßnahmen besprochen.
Der Workshop kann als ein verbindliches Modul der Juleica-Schulung besucht werden.
Anmeldungen sind per Email (info@jugendring-bochum.de) oder per Telefon (02 34 51 64 61 57) möglich.
im Rahmen des Bochumer Kinderschutzmodells
Freitag, 16.11.2018, 09.30 bis 14.30 Uhr, Haus der Begegnung, Alsenstraße 19, 44789 Bochum
Mitarbeiter_innen in Kindertageseinrichtungen, Kinder- und Jugendfreizeithäusern, Jugendverbänden und OGSsen sind herzlich zu diesem Seminar eingeladen.
Kollegiale Beratung ist eine Methode, die sich sehr gut für die Fallbesprechung im Hinblick auf den Verdacht auf Kindeswohlgefährdung eignet.
Neben einem kurzen Theorieinput wird die Methode anhand anonymisierter Fälle eingeübt und in wechselnden Rollen erlernt.
Sicherheit im Umgang mit einem Verdacht auf Kindeswohlgefährdung / sexuellem Missbrauch im Rahmen einer Ferienfreizeit
Dienstag, 15. Mai 2018 von 18.00 bis 21.00 Uhr, Falkenheim, Akademiestraße 69, 44789 Bochum
Mit Ruth Klein-Funke, Caritas-Beratungsstelle „Neue Wege“
Zu dieser Schulung laden wir alle ein, die als Leiter_innen, Betreuer_innen oder in einer anderen Funktion in diesem Jahr Ferienfreizeiten begleiten werden.
Folgende Themen werden an diesem Abend besprochen:
Was könnten wir bei einer Freizeit tun, wenn Kinder uns von einer Kindeswohlgefährdung im häuslichen Umfeld berichten?
Sexueller Missbrauch und Grenzverletzungen:
Was ist zu tun, bei einem Verdacht des sexuellen Missbrauchs/ der sexuellen Grenzverletzung
- durch Kinder an Kindern oder an Betreuer_innen?
- durch eine/en Betreuer_in an Kindern?
Grundlagen des Kinderschutzes für (neue) Mitarbeiter_innen im Rahmen des Bochumer Kinderschutzmodells
Freitag, 16. März 2018, 09.30 bis 14.30 Uhr, Haus der Begegnung, Alsenstraße 19, 44789 Bochum
Ehrenamtlich und hauptberuflich Tätige sind herzlich zu dieser Grundlagenschulung eingeladen, in der die wichtigsten Punkte des Bundeskinderschutzgesetzes (§§ 8a, 8b, 72) und das Bochumer Kinderschutzmodell vorgestellt werden. Der Schwerpunkt der Fortbildung wird auf dem Erkennen von Kindeswohlgefährdung und den Fragen nach den Handlungsmöglichkeiten und den präventiven Maßnahmen liegen. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, eigene Fragen zum Kinderschutz zu stellen.
Die Einladung zur Veranstaltung (66 KB) > hier <
Donnerstag, 15. Februar 2018 von 18.00 bis ca. 21.00 Uhr, Ev. Kinder- und Jugendhaus, Centrumplatz 2, 44866 Bochum (obere Etage)
Gruppenleitungen und Betreuer_innen erleben in den letzten Jahren häufiger „schwierige Kinder“ in ihren Angeboten. Kinder, die aggressiv reagieren, ihre Teilnahme verweigern, die Spielsituation „schmeißen“, andere „mobben“, können schnell zu einer Überforderung der Betreuer_innen und zu einer Belastung der Gruppe führen.
Referentin: Ina Lingner (systemische Kinder- und Jugendlichentherapeutin) vom evang. Kinder- und Jugendhaus GgmbH
In dieser Schulung wollen wir uns mit folgenden Themen beschäftigen:
Verhaltensauffälligkeiten – was ist das (Begriffsklärung)?
Welche Verhaltensauffälligkeiten bringen die Kinder und Jugendlichen mit?
Was kann ich tun? - Strategien für den Umgang mit verhaltensauffälligen Kindern
Donnerstag, 30. November 2017 von 18.00 bis ca. 21.00 Uhr, Ev. Kinder- und Jugendhaus, Centrumplatz 2, 44866 Bochum (obere Etage)
Schulung: Moderationstechniken
Dienstag, 13. Juni 2017, 18.30 bis ca. 20.30 Uhr, Kinder- und Jugendring Bochum, Neustraße 7, 44787 Bochum
Ehrenamtliche und hauptberuflich Tätige aus Jugendverbänden und Jugendinitiativen, Vereinen und KJFH sind herzlich zu dieser Schulung eingeladen.
Ob als Gruppenleitung im Jugendverband, als Vorstand im Verein oder als Projektleitung in einer Initiative, die Moderation von Gruppen oder Teams gehört ganz selbstverständlich zu den (Leitungs-)Aufgaben. Dabei ist die Moderation von (größeren) Veranstaltungen auch für Profis eine echte Herausforderung.
Wie funktioniert eine „gute“ Moderation? Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen? Welche Medien sollte ich einsetzen? Wie gehe ich mit Störungen um und wie erreiche ich ein zufriedenstellendes Ergebnis?
In dieser Schulung wollen wir anhand von wenig Theorie und vielen praktischen Übungen verschiedene Moderationstechniken ausprobieren und voneinander lernen.
Diese Schulung kann als ein Modul für die Juleica-Schulung besucht werden.
Schulung für Freizeitbetreuer_innen und Freizeitleitungen
Dienstag, 04. April 2017 von 18.00 bis ca. 21.00 Uhr, im Jugendring, Neustraße 7, 44787 Bochum
Was ist zu tun, bei einem Verdacht des sexuellen Missbrauchs/der sexuellen Grenzverletzung
Bei dieser Schulung wollen wir informieren, Fragen beantworten und hilfreiche Strategien für die Praxis entwickeln.
Verhaltensaufälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen
Schulung für ehrenamtliche und hauptberufliche Tätige aus den Jugendverbänden, Kinder- und Jugendfreizeithäusern und OGSsen
Donnerstag, 23. März 2017 von 17.30 bis ca. 21.00 Uhr,im Ev. Kinder- und Jugendhaus, Centrumplatz 2, 44866 Bochum (obere Etage)
Gruppenleitungen und Betreuer_innen erleben in den letzten Jahren häufiger „schwierige Kinder“ in ihren Angeboten. Kinder, die aggressiv reagieren, ihre Teilnahme verweigern, die Spielsituation „schmeißen“, andere „mobben“, können schnell zu einer Überforderung der Betreuer_innen und zu einer Belastung der Gruppe führen. In dieser Schulung wollen wir über diese Verhaltensauffälligkeiten informieren und uns darüber austauschen, wie sinnvoll auf die Störungen reagiert werden kann und dies auch praktisch „üben“.
Verhaltensauffälligkeiten – was ist das (Begriffsklärung)
Welche Verhaltensauffälligkeiten bringen die Kinder und Jugendlichen mit in die Gruppen, Freizeiten und offenen Treffs?
Was kann ich tun? Strategien für den Umgang mit verhaltensauffälligen Kindern
Schulung“ Grundlagen des Kinderschutzes“
Freitag, 17. Februar 2017, 09.30 bis 14.30 Uhr, Geschäftsstelle des Jugendrings, Neustr. 7, 44787 Bochum
Mitarbeiter_innen in Kinder- und Jugendfreizeithäusern, Jugendverbänden und -initiativen, Vereinen und OGSsen sind herzlich zur Schulung „Grundlagen des Kinderschutzes für neue Mitarbeiter_innen im Rahmen des Bochumer Kinderschutzmodells nach § 8a & 72 SGB VIII“ eingeladen.
Weitere Informationen zu dieser Schulung gibt es auf dem Flyer (66 KB) > hier <
Grundlagen des Kinderschutzes für neue Mitarbeiter_innen im Rahmen des Bochumer Kinderschutzmodells
Freitag, 09.09.16, 09.30 bis 14.30 Uhr; Jugendring, Neustr. 7, 44787 Bochum
Donnerstag, 12. Mai 16 von 17.30 bis ca. 21.00 Uhr, Ev. Kinder- und Jugendhaus, Centrumplatz 2, 44866 Bochum (obere Etage)
In dieser Schulung wollen wir über diese Verhaltensauffälligkeiten informieren und uns darüber austauschen, wie sinnvoll auf die Auffälligkeiten reagiert werden kann und dies an praktischen Beispielen.
Dienstag, 15. März 16 von 18.00 bis ca. 21.00 Uhr im Jugendring, Neustraße 7, 44787 Bochum
Zu dieser Schulung laden wir alle ein, die als Leiter_innen, Betreuer_innen oder in einer anderen Funktion in diesem Jahr Ferienfreizeiten begleiten wollen.
Wir laden herzlich ein zur Schulung „Moderationstechniken für Gruppen-, Team- und Projektleitungen“
am Dienstag, 1. September 2015 um 18.30 Uhr bis ca. 20.30 Uhr, im Jugendring, Neustraße 7, 44787 Bochum
Referentin: Regine Hammerschmidt
(Kinder- und Jugendring Bochum)
Egal ob als Gruppenleitung im Jugendverband, als Vorstand im Verein oder als Projektleitung in einer Initiative, die Moderation von Gruppen oder Teams gehört ganz selbstverständlich zu den Aufgaben. Dabei ist die Moderation von (größeren) Veranstaltungen auch für Profis eine echte Herausforderung.
Schulung „Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen“
Donnerstag, 11. Juni 2015, 18.00 bis ca. 20.30 Uhr
Mit Ina Lingner (systemische Kinder- und Jugendlichentherapeutin) vom evang. Kinder- und Jugendhaus GgmbH
Ehrenamtliche und hauptberuflich Tätige aus Jugendverbänden und Jugendinitiativen, Vereinen, Kitas, Schule, OGS und KJFH sind herzlich zu dieser Schulung eingeladen.
Mehr Informationen zur Schulung (118 KB) > hier <
Fortbildung „Mobbing im Internet“
17. Juni 14, 18.30 bis ca. 20.30 Uhr, Kinder- und Jugendring, Neustraße 7, 44787 Bochum
Referentin: Daria Stolfik
Soziale Netzwerke sind aus dem Leben der Kinder und Jugendlichen nicht mehr wegzudenken. Sie verändern die Kommunikation und erleichtern die Informationsweitergabe - bergen aber auch die Gefahr von Konflikten und anonymen Beleidigungen.
Ehrenamtlich und hauptberuflich Tätige aus Jugendverbänden, Initiativen, Kinder- und Jugendfreizeithäusern, OGSen und Schulen werden häufig mit dem Problem des „Cybermobbings“ konfrontiert.
Der Flyer zur Veranstaltung (150 KB) > hier <
Schulung für Freizeitleiter/innen
Montag, 24. Februar 14 von 18.00 bis ca. 21.00 Uhr, im Falkenheim, Akademiestraße 69, 44789 Bochum
Mit Ruth Klein-Funke, Caritas-Beratungsstelle „Neue Wege“, Dorothèe Köllner, Der Paritätische und Regine Hammerschmidt, Jugendring Bochum
Zu dieser Schulung laden wir alle ein, die als LeiterInnen, BetreuerInnen oder in anderer Funktion in diesem Jahr Ferienfreizeiten durchführen wollen.
Neben der Organisation der Freizeit, der Programmplanung und vielen weiteren Themen ist es auch notwendig, dass sich Freizeitteams bereits in der Vorbereitung mit den Themen des Kinderschutzes bzw. des sexuellen Missbrauchs auseinandersetzen.
Die Schulung soll helfen, sich in kritischen Situationen sicherer zu fühlen, um handlungsfähig zu bleiben - sozusagen einen „Erste-Hilfe-Koffer“ für solche Situationen zu packen.
Folgende Themen können an diesem Abend besprochen werden:
Was könnte mir auf der Freizeit begegnen - Kindeswohlgefährdung erkennen - Kriterien bei Kindern und Jugendlichen ...
Sexueller Missbrauch und Grenzverletzungen - erkennen und handeln
Kinder und Jugendliche als Täter
Schutz vor Tätern in den eigenen Reihen - Betreuer/innen als Täter/innen
Schutzmaßnahmen zur Prävention in der Freizeit
Bei dieser Schulung wollen wir euch informieren, eure Fragen beantworten und mit euch hilfreiche Strategien für die Praxis entwickeln.
Fortbildung „Recht und Aufsichtspflicht“
30. November 13, 10.00 bis 17.00 Uhr, Neustraße 7, 44787 Bochum
Mit Kerstin Raczak und Regine Hammerschmidt
Ehrenamtliche und hauptberuflich Tätige aus Jugendverbänden und Jugendinitiativen, insbesondere (zukünftige) Gruppenleiter_innen sind eingeladen, sich in diesem Workshop mit den wichtigen rechtlichen Fragen der Aufsichtspflicht, Haftungsfragen und Versicherungsschutz zu beschäftigen. Außerdem informieren wir über das Jugendschutzgesetz.
Für die TeilnehmerInnen der Juleica ist dies ein verbindlicher Bestandteil der Schulung.
Fortbildung „Sexuelle Vielfalt"
07. Oktober 13, 18.00 bis 20.30 Uhr, Neustraße 7, 44787 Bochum
Mit Marta Grabski und dem SchLAu Team (Rosa Strippe)
Noch immer zeigen Studien in trauriger Regelmäßigkeit, dass Homophobie und Transphobie fester Bestandteil in Klassenräumen, Freizeiteinrichtungen und auf Schulhöfen sind.
In diesem Workshop thematisieren wir Diskriminierungsmechanismen, geben authentische Einblicke in gleichgeschlechtliche Lebensweisen und vermitteln Akzeptanz gegenüber der Vielfalt menschlicher Lebensentwürfe.
Der Flyer (194 KB) > hier <
am Dienstag, 11. Juni 13 um 18.30 Uhr bis ca. 20.30 Uhr, im Jugendring, Neustraße 7, 44787 Bochum
Referentin: Daria Stolfik (Falken)
In dieser Fortbildung wollen wir daher gemeinsam folgenden Fragen nachgehen:
Wie erkennt man, dass ein Kind betroffen sein könnte?
Was ist Mobbing eigentlich
Definition auch mit Blick aufs Mobbing im „echten“ Leben
Wer sind die „Mobber“?
Um welche Straftatbestände handelt es sich?
Was kann man selbst tun? - Praktische Tipps
Wo findet man Hilfe und Unterstützung in Bochum?
Welche Präventions- bzw. Interventionsansätze gibt es?
Mittwoch, 06. März 13 von 18.00 bis ca. 21.00 Uhr im Jugendring, Neustraße 7, 44787 Bochum
Mit Ruth Klein-Funke, Caritas-Beratungsstelle „Neue Wege“ und Regine Hammerschmidt, Jugendring Bochum
Zu dieser Schulung kurz vor den Osterferien laden wir alle ein, die als LeiterInnen, BetreuerInnen oder in anderer Funktion in diesem Jahr Ferienfreizeiten durchführen wollen.
Die Delegierten der Mitgliedsverbände des Kinder- und Jugendrings Bochum e.V. haben am 09.05.11 ein Positionspapier zum Thema "Führungszeugnisse für Ehrenamtliche" beschlossen:
Am 1. Oktober 2005 ist das KICK (Kinder- und Jugendhilfeweiterentwicklungsgesetz) in Kraft getreten. Der im KICK neu eingeführte § 72 a SGB VIII soll verhindern, dass einschlägig vorbestrafte Personen (Missbrauch- und Misshandlungsdelikte, sexuelle Straftaten,..) in der Kinder- und Jugendarbeit beschäftigt werden. Deshalb müssen alle hauptberuflich Tätigen in der Kinder- und Jugendarbeit bei der Einstellung und in regelmäßigen Abständen ein (erweitertes) Führungszeugnis vorlegen.
Mit der Einfügung des § 30 a im Bundeszentralregistergesetz (BZRG) ist es möglich, dass auch Ehrenamtliche auf Antrag ein erweitertes Führungszeugnis bekommen können. Aktuell wird daher von verschiedenen Seiten gefordert, verpflichtende Führungszeugnisse für ehrenamtlich in der Jugendarbeit Tätige einzuführen.
Derzeit besteht jedoch rechtlich keine Führungszeugnispflicht für Ehrenamtliche und auch das im Sommer 2011 in Kraft tretende neue Bundeskinderschutzgesetz sieht dessen Einführung nicht vor. Der § 72 a SGB VIII bezieht sich ausschließlich auf hauptberufliche Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe.
Argumente gegen verpflichtende Führungszeugnisse für Ehrenamtliche:
Führungszeugnisse vermitteln keine Sicherheit!
Die Aussagekraft von Führungszeugnissen in der Jugendverbandsarbeit ist sehr begrenzt: In den Jugendverbänden sind überwiegend junge Menschen ehrenamtlich aktiv. Entsprechende Straftaten (§ 72a SGB VIII) sind daher entweder noch nicht aufgetreten oder werden nicht im Führungszeugnis erwähnt (Jugendstrafrecht) bzw. nach drei Jahren gelöscht. Außerdem werden nur rechtskräftige Verurteilungen ab einem bestimmten Strafmaß aufgenommen.
Spontanes, kurzfristiges ehrenamtliches Engagement wäre unmöglich!
Jugendverbandsarbeit lebt von Selbstorganisation, Freiwilligkeit und Offenheit und leistet einen wesentlichen Beitrag für die Gesellschaft. Diese Arbeit bedarf motivierender und unterstützender Strukturen, die auch ein kurzfristiges Engagement, etwa für ein Projekt oder ein Ferienangebot ermöglichen. Engagement darf nicht durch einen erheblichen, unangemessenen bürokratischen Aufwand verhindert werden.
Die Vorstände / Leitungen der Jugendverbände wären überfordert!
Auch die Vorstände bzw. Leitungen von Jugendverbänden sind oft (junge) Ehrenamtliche, die verpflichtet wären, Führungszeugnisse einzufordern und mit diesen adäquat umzugehen (Datenschutz, sichere Aufbewahrung, Schweigepflicht, ...). Diese Anforderungen könnten die Übernahme von Vorstandsmandaten verhindern.
Selbstverständlich ist der Schutz von Kindern und Jugendlichen seit Jahren ein wichtiges Anliegen der Jugendverbandsarbeit. Uns ist bewusst, dass es Menschen gibt, die ihr Engagement dazu nutzen, einen Kontakt zu Kindern und Jugendlichen zu bekommen. In der Jugendarbeit können sich sowohl Opfer als auch Täter befinden. Daher sind die Jugendverbände bemüht, geeignete Maßnahmen zu entwickeln und in die Arbeit zu integrieren. Prävention ist für uns mehr als das Einholen von Führungszeugnissen:
Selbstverpflichtungs- bzw. Ehrenerklärungen
Statt eines Führungszeugnisses sollten Jugendverbände klare Verhaltensregeln diskutieren und verabschieden. Sogenannte Selbstverpflichtungen oder Ehrenerklärungen können diese Regelungen verbindlich festschreiben, das Thema im Bewusstsein verankern und ein deutliches Warnsignal an potentielle TäterInnen senden.
Qualifizierung durch Schulungen und Fortbildungen
Sensibilisierung für die Themen sexuelle Gewalt, sexueller Missbrauch, Misshandlung und das Wissen über Täterstrategien finden in Schulungen statt. Wichtige Bausteine zum Kinderschutz werden in Juleica-Schulungen vermittelt.
Elemente struktureller Absicherung
Im Jugendverband gibt es klare Regeln für ein Vorgehen im Krisenfall. Ein Vertrauensleutekonzept bzw. Beschwerdemanagement ermöglicht es den Kindern und Jugendlichen, sich zeitnah Hilfe zu suchen. Geschulte, kompetente AnsprechpartnerInnen auf Verbandsebene bzw. im Jugendring sind bekannt und werden ggf. eingeschaltet.
In Gruppenstunden, auf Freizeiten und in Projekten der Jugendverbände geht es immer auch um die Stärkung der Persönlichkeit von Kindern und Jugendlichen. Dies geschieht durch:
Selbst- und Mitbestimmung, das Erleben eigener Kräfte und Fähigkeiten, das Finden der eigenen Grenzen und das Thematisieren von Kinderrechten.

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