Source: http://rechtsanwalt-stehmann.de/publikationen/duesseldorfer-tabelle.html
Timestamp: 2018-09-23 10:50:16+00:00

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Bitte beachten Sie, dass es sich bei dieser Tabelle um ein Werkzeug für den Fachjuristen handelt. Konkrete Fragen können nur aufgrund der Ermittlung aller relevanten Umstände des Sachverhaltes im anwaltlichen Beratungsgespräch erörtert und beantwortet werden. Die Ermittlung der richtigen Höhe des Unterhaltes im Einzelfall ist Sache des Fachmannes (oder der Fachfrau).
Trotz aller Sorgfalt können bei der Übertragung der Tabelle Fehler unterlaufen sein. Für die Angaben in den Tabellen ist daher jegliche Haftung ausgeschlossen.
pflichtigen (Anm. 3, 4) Altersstufen in Jahren (§ 1612a III BGB) Prozentsatz Bedarfskon-
01. bis 1.500 317 364 426 488 100 770/900
02. 1.501-1.900 333 383 448 513 105 1.000
03. 1.901-2.300 349 401 469 537 110 1.100
04. 2.301-2.700 365 419 490 562 115 1.200
05. 2.701-3.100 381 437 512 586 120 1.300
06. 3.101-3.500 406 466 546 625 128 1.400
07. 3.501-3.900 432 496 580 664 136 1.500
08. 3.901-4.300 457 525 614 703 144 1.600
09. 4.301-4.700 482 554 648 742 152 1.700
10. 4.700-5.100 508 583 682 781 160 1.800
über 5.101 nach den Umständen des Falles
Die Tabelle hat keine Gesetzeskraft, sondern stellt eine Richtlinie dar. Sie weist monatliche Unterhaltsrichtsätze aus, bezogen auf drei Unterhaltsberechtigte, ohne Rücksicht auf den Rang. Der Bedarf ist nicht identisch mit dem Zahlbetrag; dieser ergibt sich unter Berücksichtigung der nachfolgenden Anmerkungen.
Bei einer größeren/geringeren Anzahl Unterhaltsberechtigter können Ab- oder Zuschläge durch Einstufung in niedrigere/höhere Gruppen angemessen sein. Anmerkung 6 ist zu beachten. Zur Deckung des notwendigen Mindestbedarfs aller Beteiligten — einschließlich des Ehegatten — ist gegebenenfalls eine Herabstufung bis in die unterste Tabellengruppe vorzunehmen. Reicht das verfügbare Einkommen auch dann nicht aus, setzt sich der Vorrang der Kinder im Sinne von Anmerkung 5 Abs.1 durch. Gegebenenfalls erfolgt zwischen den erstrangig Unterhaltsberechtigten eine Mangelberechnung nach Abschnitt C.
Die Richtsätze der 1. Einkommensgruppe entsprechen dem Mindestbetrag in Euro gemäß § 1612 a BGB. Der Prozentsatz drückt die Steigerung des Richtsatzes der jeweiligen Einkommensgruppe gegenüber dem Mindestbedarf (= 1. Einkommensgruppe) aus. Die durch Multiplikation des gerundeten Mindestbedarfs mit dem Prozentsatz errechneten Beträge sind entsprechend § 1612 a II 2 BGB aufgerundet.
beträgt beim nichterwerbstätigen Unterhaltspflichtigen monatlich 770 EUR, beim erwerbstätigen Unterhaltspflichtigen monatlich 900 EUR. Hierin sind bis 360 EUR für Unterkunft einschließlich umlagefähiger Nebenkosten und Heizung (Warmmiete) enthalten. Der Selbstbehalt kann angemessen erhöht werden, wenn dieser Betrag im Einzelfall erheblich überschritten wird und dies nicht vermeidbar ist.
Der Bedarfskontrollbetrag des Unterhaltspflichtigen ab Gruppe 2 ist nicht identisch mit dem Eigenbedarf. Er soll eine ausgewogene Verteilung des Einkommens zwischen dem Unterhaltspflichtigen und den unterhaltsberechtigten Kindern gewährleisten. Wird er unter Berücksichtigung anderer Unterhaltsplichten unterschritten, ist der Tabellenbetrag der nächst niedrigeren Gruppe, deren Bedarfskontrollbetrag nicht unterschritten wird, anzusetzen.
Der angemessene Gesamtunterhaltsbedarf eines Studierenden, der nicht bei seinen Eltern oder einem Elternteil wohnt, beträgt in der Regel monatlich 640 EUR. Hierin sind bis 270 EUR für die Unterkunft einschließlich umlagefähiger Nebenkosten und Heizung (Warmmiete) enthalten. Dieser Bedarfssatz kann auch für ein Kind mit eigenem Haushalt angesetzt werden.
In den Unterhaltsbeträgen (Anmerkungen 1 und 7) sind Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie Studiengebühren nicht enthalten.
Das auf das jeweilige Kind entfallende Kindergeld ist nach § 1612 b auf den Tabellenunterhalt (Bedarf) anzurechnen.
a) wenn der Berechtigte kein Einkommen hat: 3/7 des anrechenbaren Einkommens zuzüglich 1/2 der anrechenbaren sonstigen Einkünfte des Pflichtigen, nach oben begrenzt durch den vollen Unterhalt, gemessen an den zu berücksichtigenden ehelichen Verhältnissen;
c) wenn der Berechtigte erwerbstätig ist, obwohl ihn keine Erwerbsobliegenheit trifft: gemäß § 1577 II BGB;
a) §§ 58, 59 EheG: in der Regel wie I.
b) § 60 EheG: in der Regel 1/2 des Unterhalts zu I.
Bei Ehegatten, die vor dem 3.10.1990 in der früheren DDR geschieden worden sind, ist das DDR-FGB in Verbindung mit dem Einigungsvertrag zu berücksichtigen (Art. 234 § 5 EGBGB).
Wie zu I bzw. II 1, jedoch wird grundsätzlich der Kindesunterhalt (Zahlbetrag; vergl. Anm. C und Anhang vorab vom Nettoeinkommen abgezogen.
unabhängig davon ob erwerbstätig oder nicht erwerbstätig 1000 EUR.
1. falls erwerbstätig 900 EUR
2. falls nicht erwerbstätig 770 EUR
VI. Monatlicher notwendiger Eigenbedarf des Ehegatten, der in einem gemeinsamen Haushalt mit dem Unterhaltspflichtigen lebt, gegenüber nicht priviligierten volljährigen Kindern oder nachrangigen (geschiedenen) Ehegatten:
unabhängig davon, ob erwerbstätig oder nicht erwerbstätig 800 EUR.
Hinsichtlich berufsbedingter Aufwendungen und berücksichtigungsfähiger Schulden gelten Anmerkungen A 3 und 4 — auch für den erwerbstätigen Unterhaltsberechtigten — entsprechend. Diejenigen berufsbedingten Aufwendungen, die sich nicht nach objektiven Merkmalen eindeutig von den privaten Lebenshaltungskosten abgrenzen lassen, sind pauschal im Erwerbstätigenbonus von 1/7 enthalten.
Der Einsatzbetrag für den Kindesunterhalt entspricht dem Zahlbetrag des Unterhaltsberechtigten. Dies ist der nach Anrechnung des Kindergeldes oder von Einkünften auf den Unterhaltsbedarf verbleibende Restbedarf.
Bereinigtes Nettoeinkommen des Unterhaltspflichtigen (M): 1.300 EUR. Unterhalt fü drei unterhaltsgerechtigte Kinder im Alter von 7 Jahren (K1) und 5 Jahren (K2) und 18 Jahren(K3), Schüler, die bei der nicht unterhaltsberechtigten, den Kindern nicht barunterhaltsplichtigen Ehefrau und Mutter (F) leben. F bezieht das Kindergeld.
Verteilungsmasse: 1.300 EUR - 900 EUR 400 EUR
304 EUR (488-184) (K1) + 272 EUR (364-92) (K2) + 222 EUR (317-95) (K3) = 798 EUR
K 1: 304 x 400 / 798 = 152,38 EUR
K 2: 272 x 400 / 798 = 136,34 EUR
K 3: 222 x 400 / 798 = 111,28 EUR
I. Angemessener Selbstbehalt gegenüber den Eltern: mindestens monatlich 1.400 EUR (einschließlich 450 EUR Warmmiete) zuzüglich der Hälfte des darüber hinausgehenden Einkommens. Der angemessene Unterhalt des mit dem Unterhaltspflichtigen zusammenlebenden Ehegatten bemisst sich nach den ehelichen Lebensverhältnissen (Halbteilungsgrundsatz, beträgt jedochmindestens 1050 EUR (einschließlich 350 EUR Warmmiete).
Angemessener Selbstbehalt gegenüber der Mutter und dem Vater eines nichtehelichen Kindes (§§ 1615 l I, 1603 1 BGB): unabhängig davon, ob erwerbstätig oder nicht: 1.000 EUR.
Die Tabelle gilt ab 1.1.2010.
Von der Wiedergabe wurde abgesehen.
Die folgende Tabellen enthälten die sich nach Abzug des jeweiligen Kindergeldanteils (hälftiges Kindergeld bei Minderjährigen, volles Kindergled bei Volljährigen) ergebenden Zahlbeträge. Für das 1. und 2. Kind beträgt das Kindergeld derzeit 184 EUR, für das 3. Kind 190 EUR, ab dem 4. Kind 215 EUR.
1. und 2. Kind 0-5 Jahre 6-11 Jahre 12-17 Jahre 18 Jahre %
2. 1.501 - 1.900 241 291 356 292 105
7. 3.501 - 3.900 340 404 488 460 136
10. 4.701 - 5.100 416 491 590 497 160
3. Kind 0-5 Jahre 6-11 Jahre 12-17 Jahre 18 Jahre %
4. Kind 0-5 Jahre 6-11 Jahre 12-17 Jahre 18 Jahre %
Dr. Michael Stehmann · Gladbacher Str. 3 · 40764 Langenfeld/Rheinland · Tel: 02173/23044 · 12.04.2010
https://www.rechtsanwalt-stehmann.de/publikationen/duesseldorfer-tabelle.html

References: § 1612
 § 1612
 § 1612
 § 1577
 § 60
 § 5