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Timestamp: 2019-05-25 09:34:48+00:00

Document:
Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein HHolnisNatSchGV SH | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Halbinsel Holnis" vom 30. April 1993 | gültig ab: 01.01.2003
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Halbinsel Holnis"...
juris-Abkürzung: HHolnisNatSchGV SH
Ausfertigungsdatum: 30.04.1993
Fundstelle: GVOBl. 1993, 197
Gliederungs-Nr: 791-4-144
über das Naturschutzgebiet "Halbinsel Holnis"
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Halbinsel Holnis" vom 30. April 1993 01.01.2003
Aufgrund des § 16 Abs. 1 des Landschaftspflegegesetzes verordnet der Minister für Natur, Umwelt und Landesentwicklung die folgenden §§ 1 bis 8 mit Ausnahme des § 5 Abs. 1 Nr. 2 ; aufgrund des § 39 Abs. 1 Nr. 8 des Landesjagdgesetzes verordnet der Minister für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei den folgenden § 5 Abs. 1 Nr. 2 und § 8 Abs. 1 :
(1) Teilbereiche im Westen und Norden der Halbinsel Holnis auf dem Gebiet der Stadt Glücksburg, Kreis Schleswig-Flensburg, werden zum Naturschutzgebiet erklärt.
(2) Das Naturschutzgebiet wird mit der Bezeichnung "Halbinsel Holnis" unter Nummer 155 in das beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung als oberster Landschaftspflegebehörde geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(1) Das Naturschutzgebiet ist rund 360 ha groß und umfaßt
in der Gemarkung Glücksburg
Flur 19,
die Flurstücke 7/98, 7/108 teilweise, 7/109, 7/110, 7/289, 23/1, 24/10, 21/11 teilweise,
Flur 24,
die Flurstücke 4/9, 75/5, 80/1 teilweise,
Flur 25,
die Flurstücke 1/1, 2/1, 4/1, 5, 6, 7/1, 8/6, 8/7, 8/8, 8/9, 9, 10, 11 12, 13, 14/1, 17/6, 18/l, 18/3, 19, 20, 21, 22, 23, 24/1, 25/1 teilweise, 28/1, 29,
Flur 26,
die Flurstücke 6/12 teilweise, 14/2 teilweise, 16/1 teilweise, 21/1 teilweise, 25/3 teilweise, 44/4, 48/6, 48/7, 49/8 teilweise, 48/9, 48/10, 48/11 teilweise, 48/12, 55/2, 56/7, 65/1, 66/1, 84/1, 84/2, 85, 86, 149/55, 150/71,
Flur 27,
die Flurstücke 1, 2, 3, 4, S, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14/1, 16, 17, 18, 20/4, 20/5, 20/6, 20/7, 23/6, 23/8, 23/9 teilweise, 23/10, 28, 29, 30, 31, 33/1, 33/2, 33/3, 34, 35, 36, 37, 38, 47/1, 50/1, 53/1, 64/1, 65/2, 65/3, 70, 72/1, 74/1, 75, 77/1, 80/3 teilweise, 87/5, 87/6 teilweise, 108/4, 108/6, 110/19 teilweise, 112/15 teilweise, 112/25, 112/43, 112/44 teilweise, 112/57 teilweise, 115/5, 115/6, 116/2, 119/5, 123, 124, 125/1, 128/1 teilweise, 129/3 teilweise, 130 teilweise, 131/1, 131/2, 133/2 teilweise, 137, 138, 167/63, 201/121, 204/122, und
die der Halbinsel vorgelagerten Strandflächen einschließlich eines bis zu 600 m breiten strandnahen Flachwasserbereichs der Ostsee und der Flensburger Förde von Holnis Noor im Südwesten über Holnis Kliff im Westen bis Holnis Dorf im Osten.
(2) Die Grenze des Naturschutzgebietes ist in der Abgrenzungskarte 1 a im Maßstab 1:5.000 rot eingetragen. Sie verläuft auf der dem Gebiet zugewandten Seite der roten Linie. Die Ausfertigung der Karte ist beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung, Oberste Landschaftspflegebehörde, 2300 Kiel, verwahrt. Die Karte ist Bestandteil dieser Verordnung.
Landrat des Kreises Schleswig-Flensburg - Untere Landschaftspflegebehörde -, 2380 Schleswig,
Bürgermeister der Stadt Glücksburg, 2392 Glücksburg,
niedergelegt. Die Karte kann bei diesen Behörden während der Dienststunden von jedermann eingesehen werden.
(1) Das Naturschutzgebiet besteht aus einer noch weitgehend ursprünglichen Ostsee-Küstenlandschaft im Übergangsbereich zwischen der Flensburger Außen- und Innenförde.
(2) Schutzzweck ist es, in diesem Gebiet die Natur in ihrer Gesamtheit dauerhaft zu erhalten. Insbesondere gilt es,
die geologischen und geomorphologischen Eigenheiten dieses Gebietes mit den andauernden, natürlichen Küstenveränderungen und Wechselwirkungen im Bereich der Küstengewässer, Nehrungen, Strandseen und Steilküsten,
die besonderen Bedingungen des Wasserhaushalts und die natürliche Bodenbeschaffenheit,
diesen Lebensraum für die daran gebundene vielfältige Pflanzen- und Tierwelt und ihre Ökosysteme,
die Brutgebiete der im Bestand bedrohten Wiesen-, Röhricht-, Strand- und Wasservögel,
wichtige Nahrungs-, Mauser- und Rastgebiete für Wat- und Wasservögel und
das durch bauliche Anlagen weitgehend ungestörte Landschaftsbild zu erhalten und zu schützen und
die Regeneration der eingedeichten Noore als Lebensraum für die charakteristische Pflanzen- und Tierwelt und die Gesamtheit der Ökosysteme der Nehrungen und Strandseen zu fördern.
die Wasserflächen außerhalb der Bundeswasserstraße Ostsee mit Wasserfahrzeugen aller Art zu befahren;
in den Gewässern mit Tauchgeräten zu tauchen oder, ausgenommen in der Ostsee, zu baden;
die ordnungsgemäße landwirtschaftliche Bodennutzung im Sinne des § 7 Abs. 2 des Landschaftspflegegesetzes der bei Inkrafttreten dieser Verordnung als Grünland oder Acker genutzten Flächen; nicht zulässig ist es,
die Flächenentwässerung durch Dränung oder Gräben zu intensivieren;
mit Wirkung vom 15. Oktober 1996 Dünger, Pflanzenschutzmittel oder andere Stoffe auszubringen oder das Grünland umzubrechen; für die Flurstücke 80/3 teilweise und 87/6 teilweise der Flur 27 in der Gemarkung Glücksburg gelten diese Einschränkungen erst ab 15. Oktober 2000;
die Ausübung des Jagdschutzes im Sinne des Abschnittes VI und des § 22 a des Bundesjagdgesetzes in Verbindur1g mit den §§ 21 und 22 des Landesjagdgesetzes auf der Ostsee und den Strandflächen;
Wildäcker oder Wildäsungsflächen anzulegen,
geschlossene Hochsitze oder Jagdhütten zu errichten
oder Entenbrutkästen aufzustellen;
die ordnungsgemäße Ausübung der Fischerei im Sinne des § 7 Abs. 2 des Landschaftspflegegesetzes in dem zum Naturschutzgebiet gehörenden Teil der Ostsee mit Ausnahme der Muschel- und Schleppnetzfischerei, sowie der Fischfang vom Ufer aus, soweit der Strand im Rahmen der Bestimmungen der Nummer 10 betreten werden darf; nicht zulässig ist es, die Fischerei im Bereich der in der Übersichtskarte und in der Abgrenzungskarte 1 a
kariert dargestellten Wasserflächen und
in waagerechter Schraffur dargestellten Wasserflächen vom 1. November bis 31. März
auszuüben; nicht zulässig ist es auch, Wattwürmer auszugraben oder auszuspülen;
die nach § 38 Abs. 3 und 4 des Landeswassergesetzes in einem Gewässerpflegeplan festgelegte, erforderliche Unterhaltung der der Vorflut dienenden Gewässer und der Gräben;
die erforderlichen Maßnahmen des Küstenschutzes im Sinne des Siebenten Teiles des Landeswassergesetzes sowie die hierfür erforderlichen Maßnahmen der Wasserwirtschaft einschließlich der Forschungs- und Vermessungsarbeiten mit Ausnahme solcher Vorhaben, die nach Wasserrecht erlaubnis-, bewilligungs-, genehmigungs-, oder planfeststellungsbedürftig sind;
die ordnungsgemäße Nutzung und Unterhaltung rechtmäßig errichteter Molen, Stege und genehmigter Bootsliegeplätze;
das Betreten des Strandes und das Lagern auf dem Strand zwischen dem seeseitigen Strandwall- oder Steilhangfuß und der Wasserlinie sowie das Baden in der Ostsee; nicht zulässig ist das Betreten
der Nehrungshaken, der vegetationsbedeckten Flächen des Strandes und der Strandwälle und der Steilhänge,
des nordwestlichen, in der Übersichtskarte und in der Abgrenzungskarte 1 a durch die Buchstaben A und B dargestellten Strandabschnittes der Flensburger Innenförde sowie
des in der Übersichtskarte und in der Abgrenzungskarte 1 a kariert dargestellten Flächen des Unterwasserstrandes und des Strandes zwischen der Siedlung am Leuchtturm im Süden und Holnis Kliff im Norden;
(3) Die untere Landschaftspflegebehörde kann im Einzelfall das Betreten von Privatwegen oder Strandflächen durch Einzelanordnung weiter einschränken oder untersagen, wenn dieses zum Schutz besonders geschützter Tierarten oder zum Schutze der Strandvegetation erforderlich ist.
von den Verboten des § 4 Abs. 1 Satz 2 bei einer erforderlichen Inanspruchnahme von Flächen für die Ablagerung von Bodenbestandteilen bei der Gewässerunterhaltung nach § 38 des Landeswassergesetzes
Ausnahmen zulassen, wenn die danach zulässigen Handlungen nicht zu einer nachhaltigen Störung führen und den Schutzzweck nicht beeinträchtigen können. Sie ist auch zuständig für die Erteilung von Befreiungen nach § 61 Abs. 2 des Landschaftspflegegesetzes und kann bei Gefährdung des Schutzzweckes die unaufschiebbaren, notwendigen Maßnahmen treffen.
§ 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 Gewässer im Sinne des § 31 Abs. 1 des Wasserhaushaltsgesetzes ausbaut oder Maßnahmen durchführt, die den Wasserstand oder den Wasserabfluß oder die Fließgeschwindigkeit nicht nur erheblich verändert oder Stoffe einbringt, einleitet entnimmt oder andere Maßnahmen vornimmt, die geeignet sind, die physikalische, chemische oder biologische Beschaffenheit der Gewässer nachteilig zu verändern;
§ 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 15 die Wasserflächen außerhalb der Bundeswasserstraße Ostsee mit Wasserfahrzeugen aller Art befährt;
§ 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 16 in den Gewässern mit Tauchgeräten taucht oder, ausgenommen in der Ostsee, badet;
§ 5 Abs. 1 Nr. 3 die Fischerei über den zulässigen Rahmen hinaus ausübt.
(2) Gleichzeitig treten die Verordnung zum Schutze von Landschaftsteilen im Kreise Flensburg-Land vom 31. März 1967 (Amtsbl. Schl.-H./AAz. S. 71), zuletzt geändert durch Kreisverordnung vom 16. Mai 1990 (Kreisblatt für den Kreis Schleswig-Flensburg Nr. 14 vom 28. Juni 1990), soweit sie das in § 2 Abs. 1 dieser Verordnung beschriebene Gebiet betrifft, und die Verordnung über das Naturdenkmal Holnis-Kliff vom 14. Februar 1978 (Amtsbl. Schl.-H./AAz. S. 137) außer Kraft.

References: § 16
 § 5
 § 39
 § 5
 § 8
 § 7
 § 22
 § 7
 § 38
 § 4
 § 38
 § 61

§ 4
 § 31

§ 4

§ 4

§ 5
 § 2