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Timestamp: 2018-02-19 10:20:57+00:00

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EMR + ALG 1 beantragt - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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31.07.2014, 23:18 #1
erdmännchen->Emailproblem
Ort: "Edelfränkin"
EMR + ALG 1 beantragt
Hallo, ich mal wieder ...
im April habt ihr mir mit euren vielen Antworten schon sehr geholfen. Zum derzeitigen "Stand meiner Dinge" hab ich schon wieder Fragen:
Nach der Reha-Aufforderung durch die KK, des GA des MDK mit dem Hinweis, dass eine Reha aufgrund meiner Erkrankungen und des Alters (fast 62) die Erwerbsfähigkeit nicht wieder herstellen würde und der Antrag in einen Rentenantrag umzuwandeln sei, "durfte" ich mit Fristverlängerung durch die KK über die 10 Wochen hinaus am 01.07. (neues Rentenpaket) selbst einen Antrag auf EMR stellen, das hab ich über den VDK gemacht, aber außer der Eingangsbestätigung noch nichts erhalten.
Mit Erhalt des Schreibens der KK über die Aussteuerung des KG ab 21.07. habe ich bei der AfA ALG 1 beantragt mit dem Hinweis auf den Rentenantrag. Den mir übergebenen Gesundheitsfragebogen habe ich ausgefüllt und pers. am nächsten Tag beim äD der AfA abgegeben. Dort hat man mir gesagt, dass die Prüfung des Leistungsvermögens nichts mit dem Leistungsantrag an sich zu tun habe und wenn ich meine Unterlagen für die Leistungsabteilung zusammen hätte, sollte ich mir einen Termin dort geben lassen, es würde dann mein Leistungsanspruch berechnet. Auch das hab ich dann gemacht, aber dort wurde mir von der SB der Leistungsabteilung dann gesagt, man würde meine Unterlagen zwar behalten und auf WV legen, eine Leistungsberechnung könne jedoch erst erfolgen, wenn das Ergebnis des medizinischen Dienstes vorläge - und wer mir denn bei der Abgabe meines Gesundheitsfragebogens beim äD "so nen Quatsch" erzählt hätte. Auf meine Frage, wie lange es denn nun dauern würde, bis mein Leistungsanspruch berechnet werden könnte und wovon ich in der Zwischenzeit meinen Lebensunterhalt bestreiten sollte, hat mir die "nette Dame" geantwortet, dass ich in der Zwischenzeit dann eben ALG II beantragen müsste .... !!!
Gehe ich recht in der Annahme, dass ich gar kein Hartz IV beantragen könnte, solange ich Anspruch auf ALG 1 habe? Und gibt es nicht irgendwo eine Regelung der Eilbedürftigkeit, wenn es sich um ALG 1 nach Nahtlosigkeitsregelung handelt, weil ein Rentenantrag gestellt wurde?
Ich hab schon ein bisserl hier im Forum gesucht - aber ich bin dabei nicht so gut - darüber, wenn man weiterhin arbeitsunfähig und krankgeschrieben ist. Meine Ärztin sagt, ich sei weiterhin AU und sie bestätige dies so lange, bis die EMR durch ist. Es wird hier immer wieder geraten, die AU-Bescheinigung bei der AfA NICHT vorzulegen. Das hab ich jetzt auch nicht gemacht. Aber wie ist das mit der zweiten Bescheinigung für die Krankenkasse? Soll ich die auch zuhause als Nachweis abheften oder muss ich die an die KK schicken?
Kann ich mir überhaupt sicher sein, dass ich mit meiner persönlichen Vorsprache bei der AfA und Arbeitslosmeldung ab 22.07. nun wirklich weiterhin krankenversichert bin - auch wenn man mich dort erst einmal auf WV gelegt hat und ich seither nix mehr gehört habe?
Also für mich ist das ganze Prozedere schlimm und es nimmt mich ganz schön mit. Ich hätte meine 45 Jahre, war noch nie arbeitslos und komme mir gegenüber der AfA vor, als würde ich betteln kommen....
01.08.2014, 11:26 #2
AW: EMR + ALG 1 beantragt
Hallo und willkommen hier liebes erdmänchen.
und schon wieder will ein SB einen Antragsteller, sagen wie so verar...en.
Nein, du hast Anspruch auf ALG-I, lass dir von der SB nichts einreden.
Korekt ist, dass wenn du deine Antragsunterlagen nach § 145 SGB III eingereicht hast, das der äD der AfA eine Begutachtung bezüglich der Erwerbsleistung vornimmt. Dabei wird dann z.B. alles aufgeführt was du eben gesundheitlich nicht mehr kannst und somit für eine berufliche Tätigkeit ausfällt.
Nicht desto trotz hast du aber ab dem 21.07.2014 (KG-Aussteuerung) Anspruch auf ALG-I.
Hier gibt es auch keinen Verweis auf ALG-II, denn ALG-I ist als Lohnersatzleistung vorrangig zu zahlen.
Wenn die SB sich hier aufgrund irgendwelcher Dienstanweisungen quer stellt, dann musst du das ganze leider schriftlich durchziehen.
Ich würde zuerst einen Antrag auf angemessene Abschlagszahlung (Vorschuss) gemäß § 42 SGB I in Verbindung mit § 328 SGB III stellen, denn hierauf hast du einen Rechtsanspruch und ab dem 21. hast du ja nichts mehr. Für den 01.08. brauchst du Geld zu Leben für Miete etc..
Sollte man dir dies verweigern, dann kannst musst du dagegen in Widerspruch gehen, notfalls mittels einstweiliger Anordnung beim Sozialgericht weil dir ja das Geld zum Lebensunterhalt vorendhalten wird. Dies kannst du so auch in deinem Antrag auf Vorschuss ggf. unterschwellig einbinden z.B. .. sollte dem Antrag nicht stattgegeben werden, so sehe ich mich dazu veranlasst einen Antrag gem. § 86b SGG beim zuständigen SG zustellen.... .
Wenn du dich bei der AfA geldet hast und die ja deinen Antrag angenommen haben, dann hast du von dortauch weiterhin KV-Schutz, solange du ALG-I Anspruch hast, was ja schon ziemlich lange ist (gem. deinem Alter 2 Jahre).
Du solltest natürlich nicht ausser Acht lassen, dass du auf diese Weise jetzt auch die Rente mit 63 (45 Berufsjahre) in Auge fassen könntest (wohlmöglich ein Jahr Arbeitslos) (rein spekulativ).
Also lass dich nicht abwimmeln, bleib einfach beharlich.
Vielleicht wird Doppeloma ja noch was dazu schreiben.
01.08.2014, 13:37 #3
erst mal vielen Dank für Deine erste Antwort. Ich bin ja schon froh, dass ich durch die Annahme meines Antrags weiterhin krankenversichert bin.
Ob ich die Antragsunterlagen nach § 145 SGB III eingereicht habe, weiß ich gar nicht, aber ich gehe von aus, weil ich ja dort gesagt habe, dass ich mich arbeitslos melden muss, weil ich ab 21.07. ausgesteuert bin und dass ich am 01.07. einen EMR-Antrag gestellt habe.
Danke auch für den Hinweis auf eine Abschlagszahlung - das wusste ich nicht -aber ich hoffe, dass ich bald einen Bescheid bekomme und dieses Betteln dann nicht auch noch brauche. Ich denke es ist ja auch beim ALG so, dass das rückwirkend bezahlt wird, oder? Jetzt hab ich ja erst mal noch rückwirkend für Juli zum letzten Mal mein KG bekommen und meine Witwenrente. Eng wird es erst, wenn ich bis Mitte August immer noch nichts gehört habe.
Ist es wirklich so, dass die Berechnung in der Leistungsabteilung vom Ergebnis beim äD abhängig ist? Also meine Ärzte haben mir beide versichert, dass sie die von der Agentur erhaltenen Fragebogen bereits ausgefüllt und dorthin wieder zurückgeschickt haben.
Was die Schwerbehindertenrente (ich hab GdB 60) mit 63 angeht, so würde ich die jetzt nur mit Abschlägen kriegen, weil ich nächsten Monat erst 62 werde. Außerdem war ich durch die Aufforderung der KK verpflichtet, Antrag auf EMR zu stellen. Und ja, ich hätte Anspruch auf 2 Jahre ALG 1.
Vielleicht hab ich ja vom Alter her Glück und die DRV macht mir wegen der EMR keine Schwierigkeiten. Auf dem Arbeitsmarkt find ich ja auch nix mehr und seit 21.01.13 bin ich jetzt durchgehend krankgeschrieben.
Ich würde gerne noch wissen, ob ich nur die AU-Bescheinigungen für den Arbeitgeber hier zuhause sammeln soll und was mach ich mit der Bescheinig. für die Krankenkasse? Muss ich die hinschicken oder soll ich generell ALLE AU-Bescheinigungen hier abheften?
Vielen Dank an Dich, Saurbier
und LG Erdmännchen
vielleicht meldet sich Doppeloma ja noch :-)
ach ja: und Ikarus wollt ich noch fragen, ob sie das KiG für ihren Sohn inzwischen durchgekämpft hat ???
01.08.2014, 14:15 #4
Hallo erdmänchen,
Nun ja, das du ja wohl bereits seit langem AU bist, dürfte man bei dir keine Wunderheilung erwarten. laut der aktuellen Rechtssprechung ist bei dir ein Antrag nach § 145 SGB III zu bewilligen, da mit Sicherheit nicht auf eine Heilung innerhalb der nächsten 6 Monate abzugehen ist, im besonderen weil bereits soviel Zeit ergebnislos verstrichen ist.
Ich denke es ist ja auch beim ALG so, dass das rückwirkend bezahlt wird, oder?
Das ALG-I wird selbstverständlich ab dem Tag der Antragstellung gezahlt, wenn es denn gezahlt wird.
Ist es wirklich so, dass die Berechnung in der Leistungsabteilung vom Ergebnis beim äD abhängig ist?
Tja, die AfA. Die möchten das gerne davon abhängig machen, aber nach dem Gesetz ist dies eben nicht erlaubt.
Vielmehr möchte man allzugerne diesen Personenkreis ganz aus dem ALG-I Bezug heraus haben, denn eine Vermittlung ist ja meistens far nicht drin. Also kommt man mit einer Ablehnung des Anspruches, weil der Betroffene angeblich der Vermittlung eben nicht zur Verfügung steht.
Aber genau für diese Fälle gibt es den § 145 SGB III. Auf diesen musst du eben beharren, notfalls mit Androhung einer einstweiligen Anordnung nach § 86b SGG auch einklagen.
Merken kannst du dir aber, dass ALG-I vor Hartz IV geht (Versicherungsleistung vor Sozialleistung) und du daher kein Fall für das Jobcenter bist. Im übrigen, welch ein Unsinn, denn auch das Jobcenter kann dich ja wegen der aktuellen Gesundheitslage nicht vermitteln.
Was die Schwerbehindertenrente (ich hab GdB 60) mit 63 angeht, so würde ich die jetzt nur mit Abschlägen kriegen, weil ich nächsten Monat erst 62 werde.
Ups, hier hast wohl was falsch verstanden. Ich meinte nicht die Schwerbehindertenrente.
Gemeint war die neue Rente (ab 01.07.2014) mit 63 und 45 Berufsjahren.
Nun gut, auf den Arbeitsmarkt dürftest du auch nichts mehr finden, selbst ich (ü55) finde da wegen meiner Behinderung plus BU-Rente schon nichts mehr auf dem solzialversicherungspflichtigen Teilzeitarbeitsmarkt.
Das hindert aber die DRV leider nicht daran, anstatt auf eine volle EMR auf Zeit eben nur eine volle EMR Arbeitsmarktrente auf Zeit zu zahlen. Es könnten ja mal wieder bessere Zeiten kommen.
Das ist so eine Sache, die hier unterschiedlich gesehen wird. Also ich hab damals meiner SB die AU-Bescheinigungen zukommen lassen, worauf hin sie mich auch in Ruhe ließ, weil ja eine Entscheidung der DRV noch ausstand.
ich persönlich tendiere daher auch zur Übergabe der Bescheinigung an die AfA, solange die DRV keine Entscheidung getroffen hat und das kann dauern, aber auch genauso ganz schnell gehen. Bei mir kam bereits 8 Wochen nach schriftlichem Rentenantrag (Antrag auf volle EMR) ein Anruf mit Hinweis auf die Rentenbewilligung. 4 Monate später war die Rentebewilligung dann da.
Das aber wird eben ganz unterschiedlich bei der DRV gehandhabt und kann von kurzer Bewilligung bis hin zum langwierigen Rentenstreit gehen. Beim ersten mal (BU-Rente) dauerte das bei mir fast 5 Jahre. Auch Doppeloma kann davon ein Lied singen.
Sollte es sich tatsächlich bei dir über ein Jahr hinziehen, dann könntest du ja auch die neue Rente beantragen, weil mit 63 Jahren und 45 Berufsjahren darft du vorzeitig ohne Abschläge ich die vorzeitige Altersrente gehen.
Zum Abschluss noch eins, die AfA zahlt zum Monatsanfang (voraus), die KV nach ablauf eines längeren AU-Zeitraumes (nachhinein), die DRV wiederum erst zum Ende des Monats (nachhinein). Also achte darauf das du jetzt keine Leistungslücke hast, sonst fehlt dir Geld, deshalb auch mein Vorschlag mit dem Vorschuss.
Sobald der AfA SB alle Unterlagen (Arbeitgeberbescheinigung, KV-Bescheinigung etc.) vorliegen, kann diese sofort ausrechnen was dir monatlich zusteht, dauert keine 3 Minuten, also lass dich nicht abwimmeln.
Und noch eins zum Schluss, wenn du bisher von deinem Arbeitsgeber noch nicht gekündigt wurdest, mach es auf keinen Fall selbst, egal was man dir sagt. Damit würdest du der AfA einen Grund für eine 3 monatige Leistungssperre geben. Es ist auch nicht notwenig, denn durch eine Rentenbewilligung wird der Arbeitsvertrag automatisch aufgehoben.
01.08.2014, 15:53 #5
hast Du evtl. nen Hinweis, wo man nachlesen kann, dass bei ALG nach § 145 die Berechnung der Leistung eben NICHT vom Ergebnis des äD abhängt?
Man hat meinen Leistungsantrag ja nicht abgelehnt, sondern die SB hat gesagt, sie würde ihn "ausnahmsweise" samt vollzählig vorhandenen Unterlagen auf WV legen, bis der äD entschieden hat, damit ich nicht nochmal kommen müsste. Ob ich beim äD oder der Leistungsabteilung nächste Woche telefonisch einmal nachfragen sollte??
Wo ist denn der Unterschied zwischen einer vollen EMR auf Zeit und einer vollen EM-Arbeitsmarktrente auf Zeit? Und was wäre die "kürzeste" Zeit, für die eine EMR gewährt wird?
Ich hatte ja ohnehin vor, ab 09/15 die Rente mit 63 zu beantragen, weil ich die 45 Jahre ja habe. Aber ich muss halt dieses eine Jahr irgendwie überbrücken.
Mein Arbeitsverhältnis hab ich mit einem ärztl. Attest zum 31.03.13 aus gesundheitlichen Gründen gekündigt, nachdem ich ein monatelanges Mobbing hinter mir hatte, weil man mich aufgrund Chefwechsels nach 27jähriger Betriebszugehörigkeit ausrangiert und abserviert hat. Auch hier kann ich der AfA ein Attest vorlegen, hat aber bisher niemand danach gefragt.
Ich hoffe und wünsche mir so sehr, dass die EMR - egal ob auf Zeit oder Arbeitsmarkt - bald durch ginge, damit ich wenigstens hier wieder ein wenig zur Ruhe kommen kann.
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