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Timestamp: 2016-10-23 12:06:11+00:00

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6B_441/2011 (20.09.2011)
6B_441/2011
Mehrfaches Fahren trotz Entzugs des F�hrerausweises,
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich, I. Strafkammer, vom 4. April 2011.
Das Obergericht des Kantons Z�rich sprach X.________ am 4. April 2011 in Best�tigung des Urteils des Bezirksgerichts Affoltern vom 26. November 2010 des mehrfachen Fahrens trotz Entzugs des F�hrerausweises schuldig. Es verurteilte ihn zu einer unbedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von sechs Monaten. Die mit Urteil des Bezirksgerichts Horgen vom 17. November 2005 ausgesprochene Gef�ngnisstrafe von f�nf Monaten widerrief es.
Gegen dieses Urteil erhebt X.________ Beschwerde in Strafsachen. Er beantragt, es sei die Nichtigkeit des Urteils des Obergerichts vom 4. April 2011 festzustellen und die Sache zur neuen Beurteilung an eine der Vorinstanzen zur�ckzuweisen.
Eventualiter sei das Urteil des Obergerichts aufzuheben und die Sache zur Erhebung des relevanten Sachverhalts sowie zur Vornahme der Strafzumessung an das Obergericht, eventualiter an das Bezirksgericht Affoltern, zur�ckzuweisen.
Subeventualiter seien die Ziffern 2 bis 4 des Dispositivs des Urteils des Obergerichts (Strafmass, unbedingter Vollzug und Widerruf) aufzuheben, und er sei zu einer angemessenen Geldstrafe zu verurteilen.
1.1 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, das vorinstanzliche Urteil sei aufgrund schwerwiegender Verfahrensfehler nichtig. Er sei weder w�hrend der Strafuntersuchung noch w�hrend des erst- und vorinstanzlichen Verfahrens durch einen Anwalt verteidigt worden. Gem�ss kantonalem Prozessrecht liege ein Fall der notwendigen Verteidigung vor, da die in Frage stehende Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz im Sinne von Art. 95 Ziff. 2 SVG mit einer H�chststrafe von drei Jahren Freiheitsstrafe bedroht sei. Indem es die kantonalen Instanzen unterlassen h�tten, ihm eine Verteidigung zu bestellen, seien sein Anspruch auf rechtliches Geh�r, der Anspruch auf ein faires Verfahren nach Art. 6 EMRK sowie seine Verteidigungsrechte nach Art. 32 Abs. 2 BV verletzt worden. Dies f�hre zur Nichtigkeit der kantonalen Urteile sowie zur Unverwertbarkeit der erhobenen Beweise (Beschwerde, S. 8 f.).
Das dem Widerruf zugrunde liegende Urteil des Bezirksgerichts Horgen vom 17. November 2005 sei ebenfalls nichtig. Obschon ein Fall der notwendigen Verteidigung vorgelegen habe, sei ihm auch in jenem Verfahren kein Anwalt als Rechtsbeistand bestellt worden. Damit verliere die vorinstanzliche Anordnung, wonach die bedingt ausgesprochene Gef�ngnisstrafe von f�nf Monaten zu widerrufen sei, ihre rechtliche Grundlage (Beschwerde, S. 10 und 20).
1.2 Fehlerhafte Entscheide sind nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung nichtig, wenn der ihnen anhaftende Mangel besonders schwer ist, wenn er offensichtlich oder zumindest leicht erkennbar ist und wenn zudem die Rechtssicherheit durch die Annahme der Nichtigkeit nicht ernsthaft gef�hrdet wird. Inhaltliche M�ngel einer Entscheidung f�hren nur ausnahmsweise zur Nichtigkeit. Als Nichtigkeitsgr�nde fallen vorab funktionelle und sachliche Unzust�ndigkeit der entscheidenden Beh�rde sowie krasse Verfahrensfehler in Betracht. Die Nichtigkeit eines Entscheids ist von s�mtlichen rechtsanwendenden Beh�rden jederzeit von Amtes wegen zu beachten (BGE 133 II 366 E. 3.1 und 3.2 mit Hinweisen).
1.3 Der Beschwerdef�hrer beantragt die Feststellung der Nichtigkeit des Urteils des Bezirksgerichts Horgen vom 17. November 2005. Damit wendet er sich gegen einen rechtskr�ftigen kantonal erstinstanzlichen Entscheid, der mit der Beschwerde in Strafsachen an das Bundesgericht nicht angefochten werden kann (Art. 78 ff. BGG). Auf die Beschwerde ist in diesem Punkt nicht einzutreten.
1.4.1 Wie der Beschwerdef�hrer zu Recht erkennt, ist vorliegend noch das mit Inkrafttreten der Schweizerischen Strafprozessordnung (StPO; SR 312.0) am 1. Januar 2011 aufgehobene kantonale Strafprozessrecht anwendbar, da der erste Entscheid in der Sache am 26. November 2010 erging (Art. 453 Abs. 1 StPO).
Gem�ss � 11 Abs. 2 Ziff. 3 der Strafprozessordnung des Kantons Z�rich vom 4. Mai 1919 (aStPO/ZH) muss der Angeschuldigte durch einen Verteidiger verbeist�ndet sein, wenn gegen ihn eine Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr oder eine freiheitsentziehende Massnahme im Sinne des Strafgesetzbuches beantragt ist oder in Aussicht steht. Dabei ist nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht die abstrakte Strafdrohung der anwendbaren Strafnorm massgeblich, sondern die konkreten Verh�ltnisse im Einzelfall (BGE 120 Ia 43 E. 2b mit Hinweisen).
1.4.2 Die zust�ndige Staatsanwaltschaft beantragte in ihrer Anklageschrift vom 11. Oktober 2010 die Verurteilung des Beschwerdef�hrers zu einer Geldstrafe von 300 Tagess�tzen und den Widerruf der mit Urteil des Bezirksgerichts Horgen vom 17. November 2005 ausgef�llten Gef�ngnisstrafe von f�nf Monaten. Die kantonalen Instanzen sprechen f�r die neuen Delikte eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten aus und widerrufen die Gef�ngnisstrafe von f�nf Monaten. Bei der Beurteilung der Notwendigkeit der Verteidigung ist die gesamte vollstreckbare Strafdauer massgeblich, weshalb die zu erwartende Freiheitsstrafe und die zum Widerruf anstehenden bedingt ausgesprochenen Strafen zusammenzuz�hlen sind (BGE 129 I 281 E. 4.1 mit Hinweisen). Mithin steht vorliegend eine Freiheitsstrafe von insgesamt elf Monaten in Aussicht. Die abstrakte Strafdrohung nach Art. 95 Ziff. 2 SVG ist nicht von Belang.
Es liegt kein Fall der notwendigen Verteidigung vor. Die Vorinstanz hat das kantonale Prozessrecht nicht willk�rlich angewendet (vgl. dazu BGE 135 V 353 E. 4.1).
1.4.3 Ebenso wenig ist ersichtlich, inwiefern eine andere Verfahrensbestimmung verletzt wurde. Insbesondere hat sich der Beschwerdef�hrer selbst zuzuschreiben, dass er bis anhin nicht anwaltlich vertreten war. Er wurde anl�sslich der Einvernahmen stets auf die M�glichkeit des Beizugs eines Rechtsvertreters, sein Aussageverweigerungsrecht sowie den Umstand, dass seine Aussagen als Beweismittel verwendet werden, hingewiesen (vorinstanzliche Akten, act. 2/1 S. 1, 2/2 S. 1, 2/3 S. 1). Ebenfalls hat er selber zu verantworten, dass er an der erstinstanzlichen Verhandlung nicht zugegen war. So beantragte er ausdr�cklich, die Verhandlung sei ohne seine Anwesenheit durchzuf�hren (vorinstanzliche Akten, act. 10). Das Bezirksgericht Affoltern hiess das Gesuch um Erlass des pers�nlichen Erscheinens mit der Begr�ndung gut, der Beschwerdef�hrer habe sich in der Untersuchung zu dem ihm vorgeworfenen Sachverhalt �ussern k�nnen, und er sei zudem gest�ndig (vorinstanzliche Akten, act. 24, E. 1.3). Auch war es ihm m�glich, den erstinstanzlichen Entscheid sachgerecht anzufechten. Seine Verteidigungsrechte wurden somit gewahrt. Es liegt keine Nichtigkeit des angefochtenen Entscheids vor.
2.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt eine unrichtige Feststellung des Sachverhalts. Die Vorinstanz halte den Sachverhalt gem�ss Anklageschrift f�r erstellt, obschon sie in ihrer Beweisw�rdigung zum Schluss gelange, die Fahrten innerhalb des Dorfes Ebertswil seien nur teilweise auf �ffentlichen Strassen im Sinne von Art. 1 Abs. 1 SVG erfolgt. Damit w�rdige sie die Beweise widerspr�chlich. In Anwendung des Grundsatzes "in dubio pro reo" k�nne ihm nicht eine sechs- bis siebenfache Begehung desselben Delikts, sondern nur eine sehr viel geringere Anzahl an Widerhandlungen vorgeworfen werden (Beschwerde, S. 13).
2.2 Die Vorinstanz erw�gt, der Sachverhalt gem�ss Anklage, wonach der Beschwerdef�hrer trotz entzogenen F�hrerausweises am 4. August 2010 in Mettmenstetten sowie ab dem Jahr 2009 bis Mitte 2010 insgesamt ca. f�nf bis sechs Mal innerhalb des Dorfes Ebertswil einen Personenwagen gef�hrt habe, sei erstellt (vorinstanzliches Urteil, E. 4.1 und 4.3). Er habe diesen Sachverhalt anl�sslich der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 11. Oktober 2010 ausdr�cklich anerkannt. In seiner Beanstandungsschrift vom 2. Januar 2011 gegen das erstinstanzliche Urteil sowie anl�sslich der Berufungsverhandlung vom 4. April 2011 habe er dann in Bezug auf die Fahrten innerhalb des Dorfes Ebertswil geltend gemacht, er sei weit weniger h�ufig und stets nur auf seinem Grundst�ck oder auf einem Privatweg gefahren. Diesen habe er benutzt, um Entsorgungen zu machen oder um ab und zu zur Arbeit zu fahren. Auf Vorhalt einer Karte habe er die Glasentsorgungsstelle bezeichnet, die sich mitten im Dorf Ebertswil an einer �ffentlichen Strasse befinde, um im Anschluss sogleich zu behaupten, er sei dorthin jeweils zu Fuss gegangen beziehungsweise er habe das Glas zu einer anderen Deponie bei seinem B�ro gebracht. Die Vorinstanz gelangt zur Ansicht, das widerspr�chliche Aussageverhalten des Beschwerdef�hrers deute klar darauf hin, dass er seine Darstellung zu Prozesszwecken konstruiere, damit sein Verhalten nicht als Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsrecht gelte. Er habe zudem auf der Karte seinen Arbeitsweg gekennzeichnet. Die bezeichneten Strassen w�rden gem�ss Strassenreglement der Gemeinde Baar als �ffentliche Strassen gelten. Es sei somit offensichtlich, dass seine Aussage, er sei nur auf Privatstrassen gefahren, eine Schutzbehauptung darstelle. Es sei davon auszugehen, dass der Beschwerdef�hrer zumindest teilweise �ffentliche Strassen im Sinne von Art. 1 Abs. 1 SVG befahren habe. Anl�sslich der Berufungsverhandlung habe er ausgesagt, er sei "lediglich ein paar Mal" die Privatstrasse hinuntergefahren. Hinsichtlich der Anzahl Fahrten bestehe demnach kein wesentlicher Unterschied zum Sachverhalt gem�ss Anklageschrift, wonach er ca. f�nf bis sechs Mal gefahren sei (vorinstanzliches Urteil, E. 4.1 und 4.2).
2.3 Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zu Grunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die Sachverhaltsfeststellung kann nur ger�gt werden, wenn sie willk�rlich (Art. 9 BV) ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG; BGE 134 IV 36 E. 1.4.1 mit Hinweis). Die R�ge der Willk�r muss in der Beschwerdeschrift anhand des angefochtenen Entscheids pr�zise vorgebracht und begr�ndet werden, ansonsten darauf nicht eingetreten wird (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 136 I 65 E. 1.3.1 mit Hinweisen).
2.4 Es ist unbestritten, dass der Beschwerdef�hrer am 4. August 2010 trotz und in Kenntnis des F�hrerausweisentzugs in Mettmenstetten einen Personenwagen fuhr. Betreffend die weiteren Fahrten innerhalb des Dorfes Ebertswil st�tzt sich die Vorinstanz massgeblich auf seine zu Verfahrensbeginn gemachten Aussagen, insbesondere auf die ausdr�ckliche Anerkennung des Sachverhalts gem�ss Anklageschrift (vorinstanzliche Akten, act. 2/2 S. 9). Weshalb sie das sp�tere Bestreiten als Schutzbehauptung wertet, begr�ndet sie ausf�hrlich und nachvollziehbar. Inwiefern sie dabei in Willk�r verf�llt, vermag der Beschwerdef�hrer nicht aufzuzeigen. Hinsichtlich der Anzahl Fahrten gab er anl�sslich der Berufungsverhandlung zu, "ab und zu mal" zur Arbeit, und damit auf �ffentlichen Strassen, gefahren zu sein (vorinstanzliche Akten, act. 40 S. 4, 10 und 12). Die vorinstanzliche Schlussfolgerung, dies unterscheide sich nicht wesentlich vom Sachverhalt gem�ss Anklageschrift, wonach er im besagten Zeitraum ca. f�nf bis sechs Mal gefahren sei, ist weder widerspr�chlich noch verletzt die Vorinstanz das Willk�rverbot, wenn sie in der Folge diesen Sachverhalt als erstellt erachtet.
3.1 Die Beschwerde richtet sich sodann gegen die Strafzumessung (Beschwerde, S. 11 f. und 14 ff.).
3.2 Soweit sich der Beschwerdef�hrer zur Strafzumessung des Bezirksgerichts Affoltern im Entscheid vom 26. November 2010 �ussert (Beschwerde, S. 11 f.), ist nicht auf die Beschwerde einzutreten. Der erstinstanzliche Entscheid ist nicht Gegenstand des bundesgerichtlichen Verfahrens. Anfechtungsobjekt bildet einzig der kantonal letztinstanzliche Entscheid der Vorinstanz vom 4. April 2011 (Art. 80 Abs. 1 BGG).
3.3 Die Vorinstanz geht von einem ordentlichen Strafrahmen von Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren aus. Die mehrfache Tatbegehung ber�cksichtigt sie innerhalb dieses Strafrahmens straferh�hend (vorinstanzliches Urteil, E. 5.1), im Gegensatz zur ersten Instanz, die den Strafrahmen auf Freiheitsstrafe bis zu viereinhalb Jahren erweiterte (vorinstanzliche Akten, act. 24 E. 3.1).
F�r die Tat vom 4. August 2010 legt die Vorinstanz eine hypothetische Einsatzstrafe von 30 Tagess�tzen Geldstrafe fest. Dabei ber�cksichtigt sie insbesondere die gewichtige subjektive Tatschwere. Das Verhalten des Beschwerdef�hrers zeuge von einer ausgepr�gten Gleichg�ltigkeit den geltenden Rechtsnormen gegen�ber. Obwohl er sich des F�hrerausweisentzugs bewusst gewesen sei, habe er die Tat aus geringem Anlass - seine Freundin fahre ungern mit handgeschalteten Autos und man habe Pflanzen holen wollen - begonnen. Offensichtlich gewichte er einfachste pers�nliche Bed�rfnisse h�her als das Gesetz (vorinstanzliches Urteil, E. 5.3.1).
Deutlich strafsch�rfend - bzw. innerhalb des Strafrahmens straferh�hend - seien die weiteren Fahrten im Dorf Ebertswil zu werten. Der Beschwerdef�hrer habe auch diesbez�glich ohne notwendigen Anlass - um Entsorgungen zu machen, oder wenn er sp�t dran war - gegen das Gesetz verstossen, was eine hartn�ckige Rechtsfeindlichkeit offenbare (vorinstanzliches Urteil, E. 5.3.2).
Die zahlreichen Vorstrafen w�rdigt die Vorinstanz stark straferh�hend und misst ihnen eine erhebliche Bedeutung zu. Der Beschwerdef�hrer habe innerhalb der letzten zehn Jahre sieben Vorstrafen erwirkt, wobei es sich ausnahmslos um Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsrecht gehandelt habe. In drei F�llen sei er wegen Fahrens trotz Entzugs des F�hrerausweises verurteilt worden. Die Delinquenz w�hrend der laufenden, mit Urteil vom 17. November 2005 angesetzten Probezeit ber�cksichtigt sie ebenfalls straferh�hend (vorinstanzliches Urteil, E. 5.2 und 5.5 ). Das Gest�ndnis in Bezug auf den Vorfall vom 4. August 2010 sei angesichts des offenkundig feststehenden Sachverhalts nur in ganz geringem Masse strafmindernd zu w�rdigen. Zu seinen Gunsten sei zu ber�cksichtigen, dass er die weiteren Fahrten gestanden habe, obschon daf�r keine Beweise vorgelegen h�tten. Er zeige indessen weder Reue noch Einsicht, sondern erfinde stets neue Rechtfertigungen und Ausreden f�r sein Verhalten. Insgesamt erweise sich eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten beziehungsweise eine Geldstrafe von 180 Tagess�tzen als angemessen (vorinstanzliches Urteil, E. 5.6 f.).
Zur Wahl der Sanktionsart erw�gt die Vorinstanz, der Beschwerdef�hrer sei bereits mit diversen Bussen, Geld- und Freiheitsstrafen belegt worden. Auch habe er mehrere Monate Freiheitsstrafe absitzen m�ssen. Dies habe ihn nicht davon abgehalten, erneut zu delinquieren. Die zuletzt ausgesprochenen Geldstrafen h�tten ihn offensichtlich ebenfalls nicht beeindruckt. Aufgrund dieser Uneinsichtigkeit komme vorliegend nur eine Freiheitsstrafe in Betracht (vorinstanzliches Urteil, E. 5.8).
3.4 Das Bundesgericht hat die Grunds�tze der Strafzumessung nach Art. 47 ff. StGB wiederholt dargelegt (BGE 136 IV 55 E. 5.4 ff. mit Hinweisen). Darauf kann verwiesen werden.
3.5.1 Die R�ge des Beschwerdef�hrers ist insofern offensichtlich unbegr�ndet, als er sich im Zusammenhang mit der geltend gemachten unrichtigen Sachverhaltsfeststellung zur Strafzumessung �ussert (Beschwerde, S. 16 und 19). Dass die Vorinstanz dar�ber hinaus Bundesrecht verletzt, indem sie die weiteren Fahrten, die der Beschwerdef�hrer gem�ss erstelltem Sachverhalt innerhalb des Dorfes Ebertswil vorgenommen hat, deutlich strafsch�rfend bzw. straferh�hend ber�cksichtigt, bringt der Beschwerdef�hrer nicht vor und ist auch nicht ersichtlich.
3.5.2 Das Vorbringen des Beschwerdef�hrers, es sei nicht nachvollziehbar, weshalb die Vorinstanz auf dasselbe Strafmass erkenne wie die erste Instanz, obwohl sie von einem deutlich tieferen abstrakten Strafrahmen ausgehe als jene (Beschwerde, S. 15 und 20), vermag keine Bundesrechtsverletzung darzutun. Auch wenn die Vorinstanz im Gegensatz zur ersten Instanz der Ansicht ist, es l�gen keine aussergew�hnlichen Umst�nde vor, die es gebieten, den ordentlichen Strafrahmen zu verlassen (vgl. dazu BGE 136 IV 55 E. 5.8), steht es ihr an, dieselbe Strafe wie die erste Instanz auszusprechen, sofern sie ihr Ermessen nicht missbraucht oder �berschreitet. Eine unzul�ssige Erh�hung der Strafe im Sinne eines Verstosses gegen das Verbot der reformatio in peius liegt nicht vor.
3.5.3 Es ist weiter nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz die pers�nlichen Verh�ltnisse sowie die Wirkung der Strafe auf das Leben des Beschwerdef�hrers, namentlich in beruflicher und famili�rer Hinsicht (Beschwerde, S. 15 und 19), nicht strafmindernd ber�cksichtigt. Dieser bringt vor, er gehe einer selbstst�ndigen Erwerbst�tigkeit nach, und sein Unternehmen befinde sich noch in der Aufbauphase. Eine l�ngere Abwesenheit w�rde dem Unternehmen schaden. Seine Ehefrau sei zudem im dritten Monat schwanger, und er habe aus erster Ehe einen Sohn, zu dem er regelm�ssigen Kontakt pflege (Beschwerde, S. 17 f.).
Der Vollzug einer Freiheitsstrafe bringt es zwangsl�ufig mit sich, dass der Betroffene aus seiner Umgebung und damit allenfalls aus einem g�nstigen beruflichen und famili�ren Umfeld herausgerissen wird. Als unmittelbare gesetzm�ssige Folge einer unbedingten Freiheitsstrafe muss dies nur bei aussergew�hnlichen Umst�nden strafmindernd ber�cksichtigt werden (Urteil 6B_470/2009 vom 23. November 2009 E. 2.5 mit Hinweisen; Urteil 6B_186/2010 vom 23. April 2010 E. 4.1 und 4.4). Den Sachgerichten steht im Rahmen der Strafzumessung ein erheblicher Ermessensspielraum zu. Vorliegend verletzt die Vorinstanz mit dem Verzicht auf eine strafmindernde Ber�cksichtigung der genannten Umst�nde ihr Ermessen nicht. Aussergew�hnliche Umst�nde, die �ber das hinausgehen, was als unvermeidbare Konsequenz einer freiheitsentziehenden Sanktion gilt, sind nicht ersichtlich. Hinzu kommt, dass eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu einem Jahr in der Form der Halbgefangenschaft vollzogen wird, sofern daf�r die Voraussetzungen nach Art. 77b StGB vorliegen. Diesfalls w�rden zumindest die negativen Konsequenzen in beruflicher Hinsicht wegfallen.
3.5.4 Angesichts der zahlreichen Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsrecht sowie der ausgepr�gten Uneinsichtigkeit, Unbelehrbarkeit und Arroganz des Beschwerdef�hrers ist es nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz die einschl�gigen Vorstrafen stark straferh�hend gewichtet (vorinstanzliches Urteil, E. 5.2 und 5.5). Dass die Vorinstanz die Vorstrafen gleich zweimal deutlich strafsch�rfend ber�cksichtigt, wie dies der Beschwerdef�hrer vorbringt (Beschwerde, S. 14 und 19), entspricht indessen nicht den tats�chlichen Gegebenheiten.
3.5.5 Die Vorinstanz begr�ndet die Wahl der Strafart hinreichend (E. 3.3 hievor; vorinstanzliches Urteil, E. 5.8.3). Vor dem gesamten Hintergrund, insbesondere aber mit Blick auf die einschl�gigen Vorstrafen des sichtlich von Strafen unbeeindruckten Beschwerdef�hrers, durfte die Vorinstanz ohne Bundesrechtsverletzung davon ausgehen, dass vorliegend nicht eine Geldstrafe, sondern ausschliesslich eine Freiheitsstrafe als angemessene und zweckm�ssige Sanktion in Frage kommt (vgl. dazu BGE 134 IV 97 E. 4.2 mit Hinweisen). Die Beschwerde ist in diesem Punkt unbegr�ndet (Beschwerde, S. 15 und 19).
4.1 Der Beschwerdef�hrer wehrt sich gegen die Verweigerung des bedingten Strafvollzugs. Die Vorinstanz habe es unterlassen, bei der Beurteilung der Legalprognose eine Gesamtw�rdigung der wesentlichen Umst�nde vorzunehmen. Sie ber�cksichtige lediglich die einschl�gigen Vorstrafen, ohne auf seine berufliche und famili�re Situation R�cksicht zu nehmen (Beschwerde, S. 17 und 20). Zudem seien seine wahrheitsgetreuen Aussagen bez�glich seiner Motivation zum Zeitpunkt des deliktischen Verhaltens zu Unrecht als Zeichen weiterer Delinquenz ausgelegt worden (Beschwerde, S. 16 und 19).
4.2 Das Gericht schiebt den Vollzug einer Geldstrafe in der Regel auf, wenn eine unbedingte Strafe nicht notwendig erscheint, um den T�ter von der Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen abzuhalten (Art. 42 Abs. 1 StGB).
Der Strafaufschub ist die Regel, von der grunds�tzlich nur bei ung�nstiger Prognose abgewichen werden darf. Bei der Pr�fung, ob der Verurteilte f�r ein dauerndes Wohlverhalten Gew�hr bietet, hat das Gericht eine Gesamtw�rdigung aller wesentlichen Umst�nde vorzunehmen. In die Beurteilung mit einzubeziehen sind neben den Tatumst�nden auch das Vorleben und der Leumund sowie alle weiteren Tatsachen, die g�ltige Schl�sse auf den Charakter des T�ters und die Aussichten seiner Bew�hrung zulassen. Ein relevantes Prognosekriterium ist insbesondere die strafrechtliche Vorbelastung (BGE 134 IV 1 E. 4.2.1 und 4.2.2 mit Hinweisen). Allerdings schliessen einschl�gige Vorstrafen den bedingten Vollzug nicht notwendigerweise aus (Urteil 6B_820/2010 vom 31. Januar 2011 E. 1.3.2 mit Hinweis).
Dem Sachrichter steht bei der Pr�fung des k�nftigen Legalverhaltens ein Ermessensspielraum zu. Das Bundesgericht greift nur ein, wenn dieser sein Ermessen �ber- bzw. unterschreitet oder missbraucht und damit Bundesrecht verletzt (BGE 134 IV 140 E. 4.2 mit Hinweis).
4.3 Es ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz in �bereinstimmung mit der ersten Instanz die zahlreichen einschl�gigen Vorstrafen bei der Prognosestellung als erheblich ung�nstiges Element gewichtet (vorinstanzliches Urteil, E. 6; vorinstanzliche Akten, act. 24 E. 4.2). Der Beschwerdef�hrer hat seit dem Jahre 2000 immer wieder gegen das Strassenverkehrsrecht verstossen, insbesondere indem er in angetrunkenem Zustand oder trotz Entzugs des F�hrerausweises gefahren ist. Insgesamt verf�gt er �ber sieben Vorstrafen und wurde zu Bussen, Geld- sowie Freiheitsstrafen verurteilt. Zwei Gef�ngnisstrafen von je 90 Tagen wurden unbedingt ausgesprochen und eine bedingt ausgef�llte Gef�ngnisstrafe von f�nf Monaten widerrufen. Wenige Tage nach seiner bedingten Entlassung aus dem Strafvollzug am 10. Juni 2007 fuhr der Beschwerdef�hrer erneut trotz Entzugs des F�hrerausweises. Auch die Verurteilung zu unbedingt vollziehbaren Geldstrafen im Jahre 2008 und 2009 konnten den Beschwerdef�hrer nicht davon abhalten, erneut gegen das Strassenverkehrsrecht zu verstossen (vorinstanzliches Urteil, E. 5.2; vorinstanzliche Akten, act. 26). Sein Verhalten weist auf eine ausgepr�gte Uneinsichtigkeit, Unverbesserlichkeit und Gleichg�ltigkeit den Rechtsnormen gegen�ber hin, wie die Vorinstanz zu Recht feststellt (vorinstanzliches Urteil, E. 5.5, 5.8.3 und 6). Diese weist zudem darauf hin, dass der Beschwerdef�hrer sein Verhalten stets mit fadenscheinigen Begr�ndungen zu rechtfertigen versucht habe und seine Aussagen eine ausgepr�gte Tendenz zur Bagatellisierung der Taten aufweisen w�rden. Insgesamt bestehe kein Grund zur Annahme, dass sich der Beschwerdef�hrer in Zukunft anders verhalten werde, habe er doch alle ihm gew�hrten "letzten Chancen" vergeben (vorinstanzliches Urteil, E. 6). An dieser Einsch�tzung vermag die berufliche und famili�re Situation des Beschwerdef�hrers nichts zu �ndern. Vielmehr konnten auch die stabilen Verh�ltnisse im Privatleben - die Beziehung zu seiner jetzigen Ehefrau sowie sein Sohn aus erster Ehe - den Beschwerdef�hrer in der Vergangenheit nicht davon abhalten, stets aufs Neue gegen das Strassenverkehrsrecht zu verstossen.
Entgegen der in der Beschwerde vertretenen Auffassung durfte die Vorinstanz die Gew�hrung des bedingten Strafvollzugs verweigern, ohne Bundesrecht zu verletzen. Die Beschwerde ist in diesem Punkt abzuweisen.
5.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt sodann, die Vorinstanz habe nicht begr�ndet, weshalb sie die mit Urteil des Bezirksgerichts Horgen vom 17. November 2005 ausgesprochene Gef�ngnisstrafe von f�nf Monaten widerrufe (Beschwerde, S. 21).
5.2 Die Vorinstanz verweist auf die ihrer Ansicht nach zutreffenden Erw�gungen der ersten Instanz zum Widerruf (vorinstanzliches Urteil, E. 7). Damit kommt sie ihrer Begr�ndungspflicht hinreichend nach. Die erste Instanz erw�gt zu den Bew�hrungsaussichten des Beschwerdef�hrers, es sei aufgrund des belasteten Leumunds, der Uneinsichtigkeit sowie der mehrfachen Nichtbew�hrung innerhalb der Probezeit von f�nf Jahren zu erwarten, dass er erneut Straftaten im Bereich des Strassenverkehrsrecht begehen werde. Die mit Urteil des Bezirksgerichts Horgen vom 17. November 2005 ausgesprochene Gef�ngnisstrafe von f�nf Monaten sei daher zu widerrufen (vorinstanzliche Akten, act. 24 E. 5.2).
5.3 Begeht der Verurteilte w�hrend der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen und ist deshalb zu erwarten, dass er weitere Straftaten ver�ben wird, so widerruft das Gericht gem�ss Art. 46 Abs. 1 StGB die bedingt aufgeschobene Strafe oder den bedingt aufgeschobenen Teil der Strafe. Die Begehung eines Verbrechens oder Vergehens w�hrend der Probezeit f�hrt nur zum Widerruf des Strafaufschubs, wenn die Bew�hrungsaussichten wegen der neuen Straff�lligkeit negativ eingesch�tzt werden m�ssen (BGE 134 IV 140 E. 4.3).
Bei der Beurteilung der Bew�hrungsaussichten ist miteinzubeziehen, ob die neue Strafe bedingt oder unbedingt ausgesprochen wird. Die m�gliche Warnwirkung des Vollzugs der neuen Strafe muss somit mitber�cksichtigt werden (BGE 134 IV 140 E. 4.5 mit Hinweisen). Aufgrund des belasteten Leumunds und der Tatsache, dass auch ein mehrmonatiger Freiheitsentzug den Beschwerdef�hrer bis anhin nicht davon hat abbringen k�nnen, erneut straff�llig zu werden, ist vorliegend nicht davon auszugehen, dass sich dieser von der neu zu vollziehenden Freiheitsstrafe von sechs Monaten beeindrucken l�sst. Angesichts ihrer K�rze wird sie schwerlich eine Warnwirkung auf ihn haben. Die Vorinstanz verletzt kein Bundesrecht, indem sie die bedingt aufgeschobene Gef�ngnisstrafe von f�nf Monaten widerruft. Die Beschwerde ist auch in diesem Punkt abzuweisen.
Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die bundesgerichtlichen Kosten dem Beschwerdef�hrer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

References: Art. 95
 Art. 6
 Art. 32
 Art. 95
 BGE 
 Art. 1
in dubio
 Art. 1
 Art. 95
 BGE 
 BGE 
 Art. 47
 BGE 
 Art. 77
 BGE 
 Art. 46