Source: http://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=Perseus%3Atext%3A1999.04.0019%3Asmythp%3D66
Timestamp: 2016-07-31 02:42:19+00:00

Document:
chapter 66 Raphael Kühner, Friedrich Blass, Ausführliche Grammatik der Griechischen Sprache
[*] 66. Verdoppelung der Konsonanten in den Dialekten.
Eine ganz besondere Eigentümlichkeit des
asiatischen Aeolismus und der thessalischen Mundart1) besteht darin, dass sie da, wo ursprünglich nach
einer Liquida ein j oder ein ς oder ein sonstiger
nachmals verschwundener Konsonant war, die aus dieser Verbindung zunächst
hervorgegangene Verdoppelung der Liquida bewahren. S. oben, namentlich §
21, 6. 7. Diese Verdoppelung findet sich besonders nach ε und ι^, selten nach α, ο, υ und ganz selten nach einem langen Vokale (s.
μῆννος Nr. 3). Derselben Erscheinung begegnen wir
auch im Deutschen, als: ahd. stellan aus stel-jan, wie στέλλειν, dennan aus den-jan, wie τέννειν äol. st. τείνειν.
Am häufigsten ist diese äolische
Verdoppelung der Liquidae aus regressiver Angleichung eines ursprünglichen
j hervorgegangen; so a) bei den Verbis liquidis, als: φθέρρω (= φθείρω), σπέρρω (= σπείρω),
ἀέρρω (ἀείρω),
ἀγέρρω, δέρρω, κέρρω, ἐγέρρω, ἰμέρρω,
οἰκτίρρω (= οἰκτίρω), ὀλοφύρρω (= ὀλοφύ̂ρω);
κτέννω (= κτείνω), δίννω (= δί̂νω), κλίννω (= κλί̂νω), κρίννω (=
κρί̂νω), ὀρίννω
(= ὀρί̂νω); die auf λ auslautenden Stämme haben fast alle auch in der
gewöhnlichen Sprache λλ, als: σφάλλω (entst. aus σφάλjω, s. § 21, 6); doch
ὀφέλλω lesb. f. ὀφείλω; aber die V. liquida mit dem Char. ρ oder ν, deren Stammvokal ein α ist, folgen der Formation der übrigen Dialekte,
d. h. es ist Epenthese des ι, als: χαίρω Sapph. 103. 105, μαρμαίρω Alc. 15; daher auch die Adj. μέλαινα S. 1, 10, μάκαιρα 1, 13. 78;
— b) die Subst. und Adj.: Πέρραμος =
Πρίαμος, κόπερρα = κόπρια, μέτερρος = μέτριος (mit
eingeschobenem ε, § 20, 2, a); —
c) d. Kompar. χέρρων = χείρων; — d) πέρροχος
Sapph. 44 = περίοχος; b. Hesych. περρέχειν, περρεθήκατο. Thessalisch ist κύρρος = κύριος; der Name
Καλίας (so) wird in dem Epigramm Bull. de
corresp. hell. VII, 61 als Spondeus gemessen, also Kaljas, vgl. § 21, Anm.
Die progressive bezw. regressive Angleichung eines
ursprünglichen ς zeigt sich: in dem Verb
ἕννυμι, das auch in der gewöhnlichen
Sprache so lautet, entst. aus ϝέσ-νυμι (l.
ves-tio); daher äol. ἐπεμμένα (vestita)
Sapph. 70, ἔμμα = εἷμα; in χρίμμα od. χρῖμμα äol.; = χρῖμα att. (dies aus χρῖσμα, Ahrens,
Btr. z. gr. u. lat. Etymol. 110); in μῆννος
μήννεσι Dial.-Inschr. 213. 214 st. μηνός
μησι (vgl. lat. mēnsis); in ἔμμι Sapph. 2, 15; 72 st. ἔσ-μι =
εἰμί, ἔμμεναι ἔμμεν̓ S. 2, 2; 34. Alc. 86.
Theokr. 29, 2; Dial.-Inschr. 213 u. ö.; ferner in den Adj. auf εννος = εινος (entst. aus
εσ-νος), von Substantiven, deren Stamm auf
ες (Nom. ος) ausgeht, als: ἐρέβεννος, ὄρεννος (=
ὀρεινός), φάεννος (= φαεινός) v. ἔρεβος, ὄρος, φάος st. ἐρεβεσνός u. s. w., φαννός in
Eigennamen (Φαννόθεμις) auch in dem ion. Erythrai,
Bechtel, Inschr. d. ion. Dial. 121; att. φᾶνός; so
ἄργεννος, wahrscheinlich v. e. verschollenen
Subst. ἄργος, G. εος, und daher die Inseln bei Lesbos Ἀργεννόεσσαι? (Ἀργεν（ν）οῦς（ς）αι b. Thuk. 8, 101 codd.,
gewöhnliche Schreibung Ἀργιν.; bei
Herodian I, 270. II, 477 Ἀργέννουσα, doch stehe
bei Androtion Ἀργιν.; da Homer ἀργι^νόεις hat, so hat auch diese Schreibung ihr gutes
Recht, vgl. Solmsen, K. Z. XXIX, 76); auch b. Pind. φαεννός P. 4, 233. κλεεννός 5, 20;2) sodann in den Pron. ἄμμες und ὔμμες (=
ἡμεῖς, ὑμεῖς), vgl. sk. St. asma und jushma;
in χέλλιοι aus χέσλιοι (ion. χείλιοι, att. [χίσλιοι] χίλιοι); endlich in dem Aor. I. Akt. u. M. der
V. liq., als: ἔστελλα = ἔστειλα, entst. aus ἔστελ-σα, ἀπέστελλαν,
ἀποστέλλαντα, ἐνέμματο = ἐνείματο,
ἐγέννατο = ἐγείνατο, κτένναι =
κτεῖναι, κτένναις, ὀρράτω v. ἔρρω = εἴρω mit
Ablautung des ε in ο. Die thessalischen Inschriften bieten an Analogem ἔμμι, ἔμμεν, ἄμμε = ἡμᾶς,
ὑστερομειννίᾳ, ἀπυστέλλαντος. In dem
Plurale γόννα (= γόνατα, Gramm. als äol.) findet eine regressive Angleichung des
ϝ statt, st. γόνϝα (= γοῦνα γούνατα, wo Dehnung des
Vokals; att. γόνατα ohne diese); ähnl.
ξέννος (Gramm.; Theokr. 28, 6 Ahrens ξέννον für ξεῖνον, vgl. 30, 17). — Bei einigen Wörtern
lässt sich zwar der Grund der Verdoppelung nicht nachweisen; doch beruht
sie jedenfalls auch auf der Angleichung eines solchen Konsonanten, als: ἄλλα Sapph. 35, v. ἆλλος = ἠλεός, bethört,
ἐλλαπίνα = εἰλαπίνη,
μέλλιχος = μείλιχος att. μίλιχος (vgl. oben 3 χείλιοι
χίλιοι), χέλλος = χεῖλος, ὠτέλλα = ὠτειλή,
ἴλλαος = ἵ̂λαος, Μίλλατος =
Μί̂λητος, ὄμιλλος = ὅμῖλος, πέδιλλον = πέδῖλον,
βόλλα = βουλή, βολλεύω, βολλεύταν,
ἐβολλόμαν Theokr. 28, 15 = ἐβουλόμην
(thessal. βελλειτει = βούληται), στάλλα = στήλη Inschr.; κράννα =
κρήνη (vgl. thess. St. Κραννών), σελάννα, ἔννεκα Theokr.
28, 13 (Dial.-Inschr. 278. 287 u. ö.) = εἵνεκα,
δίννα = δί̂νη, σέλιννον = σέλῖνον, χάλῖννος = χαλῖνός,
Ζόννυσος = Διώνυσος (so
böot. u. Hom., gewöhnlich Διόνυσος, thessalisch aber Διόνν.
Inschr.);3) ἄπερρος = ἤπειρος, δέρρα = δειρή,
χέρρας Theokr. 28, 9 = χεῖρας (doch auf
dem Lampsak. Marm. Dial.-Inschr. 318 und sonst auf späteren Inschr.
Vulgärf. χειροτόνησαι u. s. w.).
Anmerk. 1. Zuweilen unterlassen die lesbischen Dichter
nach Bedarf des Versmasses die Verdoppelung, als: περάτων Alk. 33, aber περράτων 84 n. d.
Versm., τερένας = τερείνης
61, κάλιον (= κάλλιον) 134 b. Tryph.
π. λ. § 26. Wenn andererseits im Dorischen (Apoll. Adv. 565, 13, Alkm. fr. 98) καλλά = καλῶς erscheint, so bringt
dies Ahrens II, 102 mit καλλίων -ιστος in denselben
Zusammenhang, den ἦκα mit ἥσσων, ἥκιστος, κάρτα mit κάρτιστος hat. — Vgl. b. Hom. ἔμεν（αι), Prellwitz, dial. Thess. 4.
Die Verdoppelung des Spiranten ς, die übrigens nicht eine Eigentümlichkeit des
Aeolismus ist, sondern, wie wir sehen werden, auch anderen Mundarten
angehört, erklärt sich z. T. auf ähnliche Weise wie die
der Liquidae. a) Das erstere ς gehört dem
Wortstamme an, das zweite ς ist Flexionsendung; so
das Fut. ἔσσομαι v. [root ] ἐς; Aor. I. ἐτέλεσ-σα v.
[root ] τελες, vgl. τέλος, G. τέλε-ος, d. i. τέλεσ-ος, τέλεσσαι Sapph. 1, 22, ἐπιτελέσσαντα lesb. Inschr. D.-I. 241, τελέσσαις 295; ebendahin gehören ἐπαίνεσσαι 318, καλέσσαι Alc. 46. Bei den V. auf ζ mit dem Char. δ ist
Angleichung eingetreten, als: ἐδίκασσε aus
ἐδίκαδ-σε, ἐπύκασσε Sapph. 89. κτίσσε Theokr. 28, 17; es findet sich auch ὀμόσσαντες D.-I. 281 A. B (Eresos); — b) das
zweite ς ist durch regressive Angleichung eines
ursprünglichen ϝ entstanden, als ἴσσος (aus ϝίσϝος), att.
ἴσος, oder es liegt τj τς zu Grunde, woraus att. z. T.
einfaches ς gemacht ist, so ὄσσος Sapph. 1, 26, vgl. böot. ὁπόττος; μέσσος S. 1, 12. Alc. 18, a. μέθjος. Anmerk. 2. Neben den angegebenen Formen kommen auch die gewöhnlichen vor,
als: τελέσῃ Alc. 77, τέλεσον Sapph. 1, 27, ἀμπέτασον 29,
ὄσα und ἐσκέδασ᾽ 95, μέσος 52, ἴσος
2, 1; auf d. kumäisch. Marm. D.-I. 311 (röm. Zeit) d. Aor. immer
mit Einem ς, als: ἐπιτελέσαντα. Anmerk. 3. Im thessalischen
Dialekt findet sich nicht nur ἐσσέσθειν = ἔσεσθαι, ὅσσος, sondern auch die Eigennamen Ἄσσας und Νικάσσας
statt Ἀσίας, Νικασίας (Ἄςjας, Νικάςjας); auch Διοννύσοι D.-I. 1329 (Gen.)
kann nur = Διονυσίου sein. Vgl. o. u. 2), und
thess. Ἄντοχος nb. Ἀντίοχος. Doppeltes τ und π findet sich im
Aeol. nur in ὄττι Sapph. 1, 15. 36. Alc. 45,
mehrfach Inschr., ὄττινας S. 12 (ὄττω = ὅτου 13?),
ὔπποτα S. 3. ὄππα Theokr. 28, 4. ὄππα, ὄππως
Inschr., u. s. w. Es ist hier das urspr. ϝ des
zweiten Bestandteils im Spiele; vgl. § 76, Anm. 3. Über
äol. ππ st. μμ, als: ὄππατα st. ὄμματα, s. § 32 S. 155. Über d.
Böot. δδ st. ζ s. § 33 S. 157. Eigentümliche Assimilationen hat das
Thessalische: Ἀτθόνειτος = Ἀφθόνητος, ἀττᾶς = ἀπ（ὺ) τᾶς, ἐττᾶ = ἐπ（ὶ) τᾶ; οἱ ττολίαρχοι, ἀρχιττολιαρχέντος (Ἀμείσσας doch = Ἀμειψίας). S. § 64 Anm. 2; § 42, 3. In der dorischen Mundart4) kommt die Verdoppelung von ς wie in der lesbischen vor, als: ὅσσος,
τοσσαύται, μέσσος, ἔσσεται (v. St. ἐς) Gramm., τελέσσω Gramm. (St.
τελες), ἐδασσάμεθα (St. δατ, kret. δάτταθ（θ）αι) (aber ὀμόσαι tab.
Heracl. 1, 118, καλέσαι Epich. öfter);
jedoch ἴσος od. ἵσος; über σς = ττ s. § 31 S. 152, über σς st. ζ s. § 33
S. 158, über ρρ st. ρς s. § 29 S. 147, über δδ st. ζ s. § 33 S. 157,
über ττ
st. στ s. § 31 S.
154; ausserdem kommen im Dorischen noch folgende vereinzelte Fälle von
Konsonantenverdoppelungen, welche aus Angleichung entstanden sind, vor: μικκός, öfter b. Theokr. u. anderen Doriern =
μικρός (auch μικός geschrieben; nach G. Meyer 270^{2} ist μικκός aus μικϝός gemacht); ἀκκόρ lakon. b. Hesych. st. ἀσκός, διδάκκει im Decr. in Timoth. (s. Ahrens II, p. 104), πουμμά Lakon. b. Hesych. st. πυγμή. Eine Unzahl von Angleichungen aber hat das Altkretische, wie
namentlich die gortynischen Tafeln zeigen, s. § 64, Anm. 2; (ausserhalb des
Dor. wird Ἀττικός von den Alten [s. Herodian II,
872] mit gutem Grunde von Ἀκτή hergeleitet, st.
Ἀκτική, κατὰ τροπὴν [des κ in τ] διὰ τὴν
εὐφωνίαν [wegen des nachfolgenden κ],
vgl. Angermann, Curt. St. IX, 252 ff.). Die Verdoppelung einer Aspirata, wobei
jedoch nach § 67, 1 die erstere Aspirata in die verwandte Tenuis verwandelt
ist, findet sich in ὄκχος Pind. O. 6, 24, ὀκχέοντι 2, 67, vgl. σκύπφος Hes. fr. 182. 183 K. 174 Goettl. st. σκυ?́φος; es ist dies nichts dem Dorismus eigentümliches, und
beruht auf einer verstärkten Aussprache der Aspirata, vgl. Ausspr. S.
101^{3}. In der altionischen Sprache Homers und z. T.
auch bei den elegischen u. iambischen Dichtern5）
finden sich meist nach kurzen Vokalen folgende Verdoppelungen, grossenteils
identisch mit den oben aus den anderen Dialekten angeführten, vgl. auch
§ 65, 3: A) der Liquidae u. ς: a) beim Hinzutritte des Augmentes, als:
ἔῤῥεον, ἔῤῥαιε, ἔῤῥεζε, ἔῤῥηξε, ἔῤῥιψε,
ἐῤῥύσατο, ἐῤῥώσαντο, ἔῤῥιγα, ἐῤῥίζωται, ἐῤῥάδαται; ἔλλαβε,
ἐλλισάμην, ἐλλιτάνευε, ἔλλειπον; ἔμμαθες, ἔμμορε, ἔννεον
(vgl. äol. ἔννη von νῆμι = νῶ, νήθω spinne, Bergk, Lyr.
III^{4}, p. 703); ἔσσευα, ἔσσυ^ο, ἔσσυ^το;
ἐσσείοντο, Il. u,
59 πάντες δ̓ ἐσσείοντο (Bekk. δὲ
σείοντο), s. § 19, Anm. 3, und über ρρ λλ μμ νν § 75, 12. b)
in der Komposition, als: ἄῤῥηκτος, ἄῤῥητος,
ἀγάῤῥοος, βαθύῤῥοος, πολύῤῥηνος, πολύῤῥηνες, ἀποῤῥήξας,
ἀποῤῥώξ, ἀναῤῥήξας, ἐπίῤῥεον, κατάῤῥεον, ἐπίῤῥοος,
ἐπίῤῥοθος, περίῤῥυτος, διαῤῥαίσουσι; ἄλληκτος, πολύλλιστον,
νεόλλουτος Hymn. Merc. 241, ἀπολλήξειαν,
μεταλλήξαντι; ἄμμορος (auch Hipponax 2), φιλομμειδής, ἐϋμμελίης (so φερεμμελίης Mimn. 14, 4); ἐΰννητος,
ἀγάννιφος; ἐΰσσελμος, ὑποσσείουσιν, ἐπισσείῃσιν u. s. w.
c) λ in [Ἀχιλλεύς, nach Bedarf des Verses auch Ἀχιλεύς]; μ in d. Inf. ἔμμεναι (aus ἔσ-μεναι); in πολυπάμμονος, Πάμμονα vgl. § 25, Anm. 7;
ν in den Aeol. ἐρεβεννός Il. ε, 659 u. ἐραννός Il. ι, 531. (Eine
falsche Schreibart ist Ἐριννύς st. Ἐρῖνύς, s. Spitzner ad Il. ι, 454.) d) ς in
der Flexion des Dat. Pl. III. Dekl. und des Fut. u. Aor. I. A. u. M., als: ἐπέεσσι, ἔπεσσι, χείρεσσι, νέκυσσι, θυέεσσι Hes. Op.
238 u. s. w.; τελέσσω (St. τελες), ἔσσομαι
([root ] ἐς), φράσσομαι ([root ] φραδ), κάλεσσα, κάλεσσον, καλέσσαι, καλέσσας, νείκεσσε, τρέσσε,
γέλασσαν, δαμάσσατο, πασσάμενος, λοεσσάμενος, ὄμοσσον, ὀμόσσας, ἔρυσσαν,
ἐρύσσασθαι, κύσσε, κύσσαι (aber ὑποκῦσάμενος, s. Spitzner ad Il. z, 26. υ, 225), ἐξείνισσα, πέπυσσαι Od. λ, 494
([root ] πυθ), ἕσσα ([root ] ἑς, ϝες, ves-tio);
ἐδασσάμεθα Hes. Op. 37 ([root ] δατ, δατέομαι), δικάσσαι 39,
ἐργάσσαιο 43, ὀπάσσας 167; ἠράσσατο Archiloch. 30; ferner in
νεμέσσῖ Dat. v. νέμεσις Il. ζ, 335 (ubi v. Spitzner),
das ς erscheint hier unmotiviert, während
es richtig ist in den Formen von νεμεσάω = νεμεςjάω
(Fröhde): νεμεσσᾶται, νεμεσσηθείς, νεμέσσηθεν,
νεμεσσητόν; in ὅσσον, ὁσσάκι, ὁσσάτιον,
τόσσος, τοσσοῦτον, τοσσῆμαρ; ὀπίσσω, πρόσσω, πρόσσοθεν; μέσσον;
[Ὀδυσσεύς, nach Bedarf des Verses auch Ὀδυσεύς, was Verkürzung ist, vgl. die Nebenformen wie
Ὀλυττεύς], θυσσανόεις v. θυ?́σα^νος; Λυρνησσός (s. Spitzner ad Il. β, 690, Herodian I, 210; II, 547); ἴσσασι (richtiger als ἴ̂σασι,
§ 321, 3); aber κνίση (s. Spitzner ad Il.
α, 66 u. besonders ad φ, 363, La Roche, Hom. Textkr. 299 f.), Κρῖσα (s. Spitzn. ad Il. β, 520),
Κηφισός (Spitzn. ad Il. β, 522, oben § 65, Anm. 1). B) Von den
Mutis verdoppelt Homer π in den mit ὁ anlautenden Relativpronomina, als: ὅππῃ, ὁππόθε, ὁππόθεν, ὁππότε, ὅππως, ὁπποῖος, ὁππότερος,
ὁπποτέρωθεν (entst. aus dem urspr. ὅκϝη u. s. w., wie ἵππο-ς aus
ἴκϝος, sk. a[cnull ]nas aus akva-s);
geblieben ist κ in πέλεκκον Il. n,
612, πελέκκησεν Od. e, 244; τ aus κϝ
τϝ erscheint in ὅττι, ὅττεο, ὅττευ.
— Die ursprünglich mit δϝ
anlautenden Wörter, als: δέος, δεῖσαι,
werden in der Zusammensetzung und Augmentierung nach Aristarch mit Einem δ geschrieben, als: ἔδεισε, nicht ἔδδεισε. S. §
19, A. 2; La Roche, Hom. Textkr. 390. Anmerk. 4.
Übrigens ist zu bemerken, dass die epischen Dichter in den angegebenen
Fällen nach Bedarf des Metrums bald die Verdoppelung anwenden, bald
unterlassen. Selbst die Verdoppelung des ρ, welche
in der gewöhnlichen Sprache beim Hinzutritte des Augmentes und in der
Komposition bei vorhergehendem kurzen Vokale regelrecht stattfindet (s. oben
§ 65, 3), kann in der epischen Sprache nach Bedarf des Verses unterbleiben;
jedoch geschieht es selten, als: ἐράπτομεν Od.
p, 379. ἔρεξε
Il. b, 400. ἔρεξας y, 570. ἔρεξαν Od. ω, 458. ἔριψεν hymn. Merc. 79. ἄρεκτον (α^) Il. t, 150. ἀμφιρύτῃ Od. a, 50. 199. καλλι^ρέεθρον
Od. κ, 107. So auch Pind. P. 4, 178 χρυσόραπις. 6, 37 ἀπέριψεν. S.
Ant. 950 (im Chore) χρυσορύτους. Eur. Bacch. 154 (Ch.) χρυσορόου. 569 (Ch.) ὠκυρόαν (Ar.
Thesm. 665 Hdschr. διάρριψον für das Mass [macrbreve] ¯ ˘;
δὲ ῥῖψον Herm.). Über die Verdoppelung
des ς bei den Tragikern s. § 65, Anm.
1.(Smyth 81)
Ahrens, Dial. I, p. 49 sqq. u. p. 220; Meister, Dial. I, 137 ff., 301 f.; Curtius,
Et.^{5}, S. 664.2 Für δεινός scheint
äol. δίννος gewesen zu sein; daher
Διννομένης Alc. 52. 94, Διννόμαχος Dial.-Inschr. 254. Es ist allerdings (vgl. Meister S.
139) schwer zu sagen, wie dem echten ει der andere
Dialekt (δεινός aus δϝεj(ε)(ς）νός? oder aus δϝει-νός, n. Prellwitz de dial. Thess. 29?) hier
ι entsprechen soll; auch stände die
späte Inschrift einer Korrektur der Namen in Δειννο- nicht im Wege.3 Über die Formen dieses Namens s. G.
Meyer 284^{2}.4 S. Ahrens, Dial.
II, p. 99 sqq.5 Vgl.
Thiersch, Hom. Gr., § 174; Renner, Curt. Stud. I, 1, 158 ff.

References: §
21
 § 21
 § 20
 § 21
 § 26
 § 76
 § 32
 § 33
 § 64
 § 42
 § 31
 § 33
 § 29
 § 33
 § 31
 § 64
 § 67

§ 65
 § 19
 § 75
 § 25

§ 321
 § 65
 §
19

§ 65
 § 65
 § 174