Source: https://issuu.com/wolf-carow/docs/190327_bilanz
Timestamp: 2019-04-20 07:16:50+00:00

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Geschäftsbericht 2018 by Wolf + Carow - Issuu
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018 der Kieler Volksbank eG I. Geschäftsverlauf 1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Kreditgenossenschaften Die deutsche Wirtschaft setzte im Jahr 2018 ihren Aufschwung fort. Aller‑ dings fiel der Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts gegen‑ über dem Vorjahr mit 1,4 Prozent merklich schwächer aus. Grund hierfür waren sowohl nachfrageseitige als auch angebotsseitige Faktoren. Einer‑ seits sahen sich die Unternehmen vermehrt angebotsseitigen Engpässen gegenübergestellt, vor allem bei Arbeitskräften und bei Vorleistungsgü‑ tern. Andererseits verlor der Welthandel im Vergleich zum Vorjahr etwas an Schwung, was sich nachfrageseitig dämpfend auswirkte.
führt wurden. Neben dem sich abkühlenden Welthandel nahmen weitere politische Risiken die Kapitalmärkte in ihren Bann. Die letzten Hoffnun‑ gen auf einen geregelten Brexit wurden von den Marktteilnehmern zum Jahresende weitestgehend begraben. Auch die innenpolitischen Streitig‑ keiten in den USA belasteten die Märkte ebenso wie die Ankündigung der US‑Regierung, sich aus Syrien zurückzuziehen.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat zum Jahresende 2018 das Ankauf‑ programm für Anleihen beendet und die ultralockere Geldpolitik somit Ursache für die schwächere Gangart des Welthandels waren insbesonde‑ gedrosselt. Die Leitzinsen beließen die europäischen Notenbanker ent‑ re die Zenitüberschreitung der globalen Konjunkturentwicklung und die gegen der vier stufenweisen Anhebungen der US‑amerikanischen Fed Verschlechterung des handelspolitischen Klimas aufgrund der protektio‑ unverändert auf historisch niedrigem Niveau. So blieb der EZB‑Hauptre‑ nistischen US‑Handelspolitik. Aufgrund einer robusten Binnennachfrage finanzierungssatz für die Finanzinstitute des Euroraumes bei 0,0 Prozent wurde das Wirtschaftswachstum hierzulande jedoch nur wenig durch die und der Einlagensatz mit ‑0,4 Prozent im negativen Bereich. Handelskonflikte beeinträchtigt. Haupttreiber des gesamtwirtschaftlichen Binnenwachstums waren insbesondere die staatlichen und privaten Kon‑ Der deutsche Aktien‑Leitindex DAX startete zunächst erfreulich in das Jahr sumausgaben, die durch Lohnzuwächse und Einkommenssteuerentlastun‑ 2018. So konnte der DAX in den ersten Wochen deutlich um rund 700 gen begünstigt wurden. Die Exporte stiegen 2018 mit 2,0 Prozent weniger Punkte auf das Jahreshoch von 13.559 Punkten klettern. Im weiteren Ver‑ kräftig als im Vorjahr, wozu auch die vorangegangene Aufwertung des lauf des Jahres bewegte sich der DAX volatil, aber beharrlich nach unten. Euro‑Wechselkurses beigetragen haben dürfte. Die Belastungsfaktoren waren wie an den Renten‑ und Devisenmärkten sowohl geopolitisch als auch konjunkturell geprägt. Sondereffekte bei Der deutsche Arbeitsmarkt präsentierte sich in einer anhaltend guten einigen Unternehmen, z.B. die holprige Einführung des neuen Abgastest‑ Grundverfassung. Die Arbeitslosenquote ging im Vergleich zu 2017 noch‑ verfahrens und der damit verbundene Zulassungsstau in der Automobil‑ mals um 0,5 Prozentpunkte auf 5,2 Prozent zurück und befand sich damit industrie oder die durch hohe Risiken geprägte Übernahme von Monsanto auf dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung. Die Verbraucherprei‑ durch Bayer, belasteten den DAX ebenso wie die hohe Exportabhängigkeit se hingegen zogen aufgrund gestiegener Rohölpreise und die durch schwa‑ der deutschen Unternehmen. Am Jahresende stand der DAX mit 10.559 che Ernten höheren Nahrungsmittelpreise deutlich um 1,8 Prozent an. Punkten 3.000 Punkte unter dem Jahreshoch und 18 Prozent unter dem Wert, den er zu Jahresbeginn vorweisen konnte. An den Finanzmärkten boten das robuste Wirtschaftswachstum, insbe‑ sondere in den USA, und die konjunkturelle Entwicklung im Euroraum Die deutschen Genossenschaftsbanken konnten im Geschäftsjahr 2018 gute Voraussetzungen für einen anhaltenden Aufschwung. Geopolitische weiter kräftig zulegen und den Trend des in den letzten Jahren markt‑ Risiken überkompensierten jedoch das positive Momentum. Der Handels‑ überdurchschnittlichen Wachstums fortsetzen. Die addierte Bilanzsum‑ konflikt der USA mit China spitzte sich in der zweiten Jahreshälfte zu, me aller Genossenschaftsbanken stieg um 44 Milliarden Euro auf 935 nachdem bereits im Frühjahr Strafzölle auf Aluminium und Stahl einge‑ Milliarden Euro (+4,9 Prozent).
Ihre Kreditbestände steigerten die Genossenschaftsbanken 2018 um 5,7 Prozent auf 590 Milliarden Euro (+32 Milliarden Euro). Wachstumstrei‑ ber waren wiederum die langfristigen Forderungen, die rund neun Zehn‑ tel aller vergebenen Kredite ausmachen. Das langfristige Ausleihungs‑ volumen wuchs mit 5,5 Prozent auf 522 Milliarden Euro. Aber auch die kurz‑ und mittelfristigen Forderungen legten deutlich zu.
Die deutschen Genossenschaftsbanken steigerten 2018 ihr bilanzielles Eigenkapital deutlich um 4,0 Prozent auf 52,4 Milliarden Euro und ver‑ besserten damit ihre regulatorische Eigenmittelausstattung: Ihre Eigen‑ mittel gemäß Capital Requirements Regulation (CRR) erhöhten sie um 4,7 Prozent auf 90,6 Milliarden Euro. Das Kernkapital stieg dabei um 6,8 Prozent auf 77,9 Milliarden Euro. Die Kernkapitalquote kletterte um 0,15 Prozentpunkte auf 15,0 Prozent. Die Gesamtkapitalquote im Jahr 2018 Die Kundeneinlagen wuchsen um 34 Milliarden Euro oder 5,2 Prozent beträgt 17,5 Prozent und übertrifft wie in den vorangegangenen Jahren auf 697 Milliarden Euro. Treiber dieses starken Zuwachses waren die täg‑ deutlich das regulatorische Minimum. lich fälligen Verbindlichkeiten, die insgesamt um 33,7 Milliarden Euro (+7,9 Prozent) auf 458 Milliarden Euro stiegen. Zwei Drittel der Kun‑ Der Konsolidierungsprozess unter den Instituten setzte sich gegenüber deneinlagen der Kreditgenossenschaften sind damit kurzfristige Sicht‑ den beiden Vorjahren in einem leicht abgeschwächten Umfang fort. Die einlagen. Zahl der selbständigen Genossenschaftsbanken lag per Ende 2018 bei 875 Banken. Sie sank fusionsbedingt um 40 Banken bzw. um ‑4,4 Pro‑ Der Zinsüberschuss stieg leicht um 0,6 Prozent auf 16,6 Milliarden Euro. zent im Vergleich zum Vorjahr. Die Kreditgenossenschaften bleiben damit In Relation zur durchschnittlichen Bilanzsumme reduzierte sich die Zins‑ mit knapp 11.000 personengebundenen Bankstellen fest in den Regio‑ spanne im Niedrigzinsumfeld um 0,08 Prozentpunkte auf 1,82 Prozent. nen verbunden. Nach wie vor basiert das genossenschaftliche Geschäfts‑ Der Provisionsüberschuss legte um 6,6 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro modell maßgeblich auf der Präsenz der Banken vor Ort verbunden mit zu. Trotz eines konsequenten Kostenmanagements sind die Verwaltungs‑ einem leistungsfähigen Multikanalangebot, bei dem die Kunden flexibel aufwendungen um 1,8 Prozent auf 14,6 Milliarden Euro gestiegen. Darin über den Zugangsweg zu ihrer Genossenschaftsbank entscheiden. enthalten sind höhere Personalaufwendungen aufgrund der zum August 2018 geltenden Tariferhöhungen. Aber auch die anderen Verwaltungs‑ Mithilfe ihrer Partner in der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volks‑ aufwendungen stiegen um 3,4 Prozent auf 6 Milliarden Euro. Hier wir‑ banken Raiffeisenbanken bieten die Kreditgenossenschaften als Bank ken sich die Investitionen, die im Rahmen der Digitalisierungsoffensive vor Ort Finanzdienstleistungen aus einer Hand. Dafür sorgt die enge Zu‑ angestoßen wurden, sowie Mehrkosten aufgrund der Umstellung des sammenarbeit mit den leistungsfähigen Spezialinstituten der genossen‑ IT‑Bankverfahrens aus. Die Aufwands‑Ertrags‑Relation (Cost‑Income‑Ra‑ schaftlichen FinanzGruppe wie z.B. der Bausparkasse Schwäbisch Hall, tio) verbesserte sich leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 67,0 Prozent. der R+V Versicherung, der Union Investment, der VR Leasing oder der WL Bank. Das Betriebsergebnis vor Bewertung betrug im Jahr 2018 7,6 Milliarden Euro beziehungsweise 0,83 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsum‑ Die Zahl der Genossenschaftsmitglieder stieg bundesweit um 45.000 me. Aufgrund der Abschreibungen auf Wertpapiere infolge der erhöhten auf 18,6 Millionen. Damit ist jeder fünfte Einwohner in Deutschland Mit‑ Marktvolatiliät am Jahresende und der Bildung von Vorsorgereserven im eigentümer einer Genossenschaftsbank. Bewertungsergebnis reduzierte sich der Jahresüberschuss vor Steuern auf 6,4 Milliarden Euro. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag erreichten 1,9 Milliarden Euro nach 2,2 Milliarden Euro 2017. Dem Fonds für allgemeine Bankrisiken haben die Genossenschaftsbanken im Jahr 2018 2,3 Milliarden Euro zugeführt. Die bereits solide Eigenkapitalaus‑ stattung der Institute wurde durch diese Dotierung erneut gestärkt. Nach Steuern verbleibt damit ein voraussichtlicher Jahresüberschuss von 2,2 Milliarden Euro.
2. Entwicklung der Kieler Volksbank eG Die Kieler Volksbank hat ihre stabile Geschäftsentwicklung der letzten Jahre in 2018 fortgesetzt und sich erfolgreich im anspruchsvollen Nied‑ rigzinsumfeld behauptet. Gegenüber dem Wettbewerb hebt sich die Ge‑ nossenschaftsbank als leistungsstarker und verlässlicher Qualitätsanbie‑ ter mit hoher regionaler Präsenz ab und fühlt sich der wirtschaftlichen
Förderung ihrer Mitglieder und Kunden verpflichtet. Den steigenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen begegnet die Kieler Volksbank mit einem strategischen Wachstumskurs. Das Jahresergebnis ermöglicht die Stärkung der für die Kreditvergabe wichtigen Eigenkapitalpositionen so‑ wie die Zahlung einer angemessenen Dividende an die Mitglieder.
Bilanzsumme Bilanzsumme Außerbilanzielle Geschäfte *)
Berichtsjahr TEUR 1.215.294 164.116
2017 TEUR 1.123.618 124.861
Veränderung TEUR 91.676 39.255
% 8,2 31,4
*) Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten), 2 (Andere Verpflichtungen) und Derivatgeschäfte.
Im Berichtsjahr erhöhte sich die Bilanzsumme der Kieler Volksbank um 8,2 Prozent auf 1,215 Mrd. Euro. Der Anstieg ist maßgeblich durch den starken Zuwachs im Kundenkreditgeschäft geprägt. Mit dieser Bilanz‑ summe gehört die Kieler Volksbank zu den größeren Genossenschafts‑ banken im norddeutschen Raum. Der Anstieg der außerbilanziellen Ge‑
schäfte ist zum einen auf die Erhöhung der anderen Verpflichtigungen (Zusagen aus dem Kreditgeschäft) und zum anderen auf den Abschluss von derivativen Geschäften zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos (Zinsswaps) zurückzuführen.
Aktivgeschäft Kundenforderungen Wertpapieranlagen Forderungen an Banken
Berichtsjahr TEUR 894.036 193.471 41.746
Die Kundenforderungen stiegen um erfreuliche 17,6 Prozent auf 894,0 Mio. Euro an. Treiber der positiven Entwicklung waren insbesondere In‑ vestitionen im gewerblichen Bereich sowie im privaten Wohnungsbau. Das Ergebnis unterstreicht die hohe Kompetenz der Kieler Volksbank als verlässlicher Partner des regionalen Mittelstands mit maßgeschneider‑ ten Lösungen und schnellen Entscheidungen.
2017 TEUR 760.094 204.322 77.501
Veränderung TEUR 133.942 -10.851 -35.755
% 17,6 -5,3 -46,1
men bewegte sich mit 270,3 Mio. Euro leicht über Vorjahresniveau (+0,4 Prozent). Darüber hinaus wurden den Kunden zinsbegünstigte Darlehen und öffentliche Fördermittel entsprechender Institutionen zur Verfügung gestellt. Der Bestand an bankeigenen Wertpapieren reduzierte sich leicht auf 193,5 Mio. Euro. Hieraus ergibt sich ein Strukturanteil bezogen auf die Bilanzsumme von 15,9 Prozent. Die Forderungen an Banken reduzierten Ergänzend zum bilanziellen Kundenkreditgeschäft vermittelte die Kieler sich um 35,8 Mio. Euro auf 41,7 Mio. Euro. Die fälligen Bankforderungen Volksbank weitere Finanzierungsmittel an die Partner der Genossen‑ wurden zur Refinanzierung des Wachstums der Kundenforderungen ein‑ schaftlichen FinanzGruppe, wie z.B. die Bausparkasse Schwäbisch Hall gesetzt. und die R+V Versicherung. Dieses außerbilanzielle Kundenkreditvolu‑
Passivgeschäft Bankrefinanzierungen Spareinlagen andere Einlagen verbriefte Verbindlichkeiten Nachrangverbindlichkeiten
Berichtsjahr TEUR 173.365 211.398 614.691 4.038 4.503
Die Bankenrefinanzierungen stiegen um 19,6 Prozent auf 207,4 Mio. Euro. Die Position umfasst zweckgebundene, zinsgünstige Refinanzierungsmit‑ tel aus den in Anspruch genommenen öffentlichen Kreditprogrammen zur Finanzierung des langfristigen Kundenkreditgeschäfts. Die Ausweitung ist Folge des starken Wachstums bei den Kundenforderungen.
2017 TEUR 136.472 210.499 578.052 4.235 4.503
Veränderung TEUR 36.893 899 36.639 -197 0
% 27,0 0,4 6,3 -4,7 0,0
Inhaberschuldverschreibung planmäßig und betrugen zum Jahresende 0,4 Mio. Euro, während die Nachrangverbindlichkeiten mit 4,5 Mio. Euro konstant blieben.
Bankeigene Anlageformen werden um leistungsstarke Angebote der Ge‑ nossenschaftlichen Finanz‑ Gruppe, wie z.B. der Union Investment, der Die Einlagen der Kunden (Spareinlagen und andere Einlagen) erhöhten Bausparkasse Schwäbisch Hall und der R+V Versicherung ergänzt. Das sich um 6,7 Prozent auf 881,1 Mio. Euro. Der Trend zu kurzfristigen An‑ außerbilanzielle Kundenanlagevolumen ging aufgrund reduzierter Kurs‑ lagen setzte sich aufgrund des anhalten Niedrigzinsumfelds fort. werte im Wertpapierdienstleistungs‑ und Depotgeschäft um 5,2 Prozent auf 452,6 Mio. Euro zurück. Die verbrieften Verbindlichkeiten verringerten sich durch Fälligkeit einer
Dienstleistungsgeschäft Erträge aus Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften Vermittlungserträge Erträge aus Zahlungsverkehr
Berichtsjahr TEUR 1.993 3.884 6.021
Das durch die Kieler Volksbank betreute bilanzunabhängige Kundenwert‑ volumen in der Genossenschaftlichen FinanzGruppe hat sich 2018 um 3,1 Prozent verringert und lag zum Jahresende bei 722,9 Mio. Euro. Aufgrund schwächerer Aktienmärkte gingen die Erträge aus dem Wertpapierdienst‑
2017 TEUR 2.122 3.691 6.142
Veränderung TEUR -129 193 -121
% -6,1 5,2 -2,0
leistungs‑ und Depotgeschäft um 6,1 Prozent zurück. Positiv entwickelten sich die Vermittlungserträge aufgrund hoher Nachfrage der Kunden nach langfristigen Vorsorgelösungen und Kreditvermittlungen. Die Erträge aus Zahlungsverkehr waren leicht rückläufig.
Investitionen Als Genossenschaftsbank hält die Kieler Volksbank an ihrer Philosophie, mit Menschen für Menschen vor Ort präsent zu sein, fest. So ist es wei‑ terhin definiertes Ziel, die Präsenz in der Region in und um Kiel aufrecht‑ zuerhalten. Daher wurden auch 2018 investive Maßnahmen im Filialnetz vorgenommen, um dem Beratungsbedarf der Kunden direkt vor Ort in der Region weiterhin kompetent gerecht zu werden. Aktuell wird der Bau
des Kompetenzzentrums am Langen Rehm in Neumühlen‑Dietrichsdorf vorangetrieben mit voraussichtlicher Fertigstellung zum Jahreswechsel 2021. Investiert wurde zudem in den Ausbau der ServiceFiliale zur kom‑ fortablen telefonischen Erledigung täglicher Bankgeschäfte sowie in die OnlineFiliale und den Ausbau der Selbstbedienungsbereiche.
Personal‑ und Sozialbereich Die in 2018 durchschnittlich 266 beschäftigten Arbeitnehmer (darunter 175 Vollzeitbeschäftigte, 51 Teilzeitbeschäftigte, 23 Auszubildende und 17 Raumpfleger/innen) sind die Erfolgsquelle der Kieler Volksbank. Die Belegschaft ist durch einen hohen Anteil langjährig beschäftigter Mit‑ arbeiter geprägt. Diese Verbundenheit spricht nicht nur für langjährige Erfahrung, Kontinuität und Vertrauensbildung in der Kundenbeziehung, sondern auch für die hohe Zufriedenheit der Mitarbeiter mit ihrem Arbeitsplatz.
Die Genossenschaftsbank ist somit in Kiel und Umgebung ein attraktiver Arbeitgeber für alle Altersklassen. Die Angestellten nahmen im Laufe des Jahres 2018 an 550 Arbeitstagen an qualifizierenden externen Bildungsmaßnahmen teil. Das sind je Bank‑ mitarbeiter durchschnittlich 2,1 Seminartage. Diese wurden vorwiegend an den Akademien des Genossenschaftsverbandes absolviert. Darüber hinaus wurde zur weiteren Mitarbeiterqualifizierung eine Vielzahl haus‑ interner Seminare und Coachings durchgeführt.
Die Ausbildungsquote der Kieler Volksbank ist überdurchschnittlich hoch und spiegelt die vorbildliche gesellschaftliche Verantwortung wieder.
Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr Zum Jahresultimo 2018 fand der planmäßige Vorstandwechsel mit Aus‑ Timo Kaiser ab dem 01.01.2019 statt. tritt von Dr. Caroline Toffel mit Ablauf des 01.11.2018 und Eintritt von
II. Darstellung der Lage sowie der Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Kieler Volksbank eG Der stabile Erfolg der Kieler Volksbank basiert auf dem soliden genos‑ senschaftlichen Geschäftsmodell mit nunmehr 121jähriger Tradition, dem starken Leistungsangebot der Genossenschaftlichen FinanzGruppe sowie der an den Bedürfnissen der Mitglieder und Kunden ausgerichte‑
ten persönlichen Beratungskompetenz direkt vor Ort. Den wachsenden Herausforderungen im Marktumfeld begegnet man mit innovativen Lö‑ sungen und Veränderungsgeschick. Aus regionaler Verantwortung wird zudem ein aktiver Beitrag zur Entwicklung des Großraums Kiel geleistet.
1. Gesamtbanksteuerung, Risikomanagement Im Unternehmenskonzept hat sich die Kieler Volksbank klar auf die Bedarfssituation der Mitglieder und Kunden ausgerichtet und daraus eine langfristige Unternehmensplanung entwickelt, die eine dauerhafte Begleitung der Mitglieder und Kunden in allen Finanzierungs und Ver‑ mögensangelegenheiten sicherstellt. Durch eine solide Geschäftspolitik wird eine beständige und verlässliche Partnerschaft zur heimischen Wirt‑ schaft und Bevölkerung angestrebt.
jeweils dem Geschäftsumfang angemessene und sachgerechte Control‑ lingmethoden angewandt. Sie dienen gleichermaßen der Feststellung ge‑ schäftlicher Chancen und der Ableitung risikobegrenzender Maßnahmen. Jede Steuerungsmaßnahme basiert auf einer angemessenen Analyse. Daher stehen jederzeit umfassende und aktuelle Informationen zur Ver‑ triebsleistung, zur Risiko‑ sowie zur Vermögens‑ und Ergebnislage der Bank zur Verfügung. Das Risikocontrolling und Managementsystem wird vor dem Hintergrund wachsender Komplexität und Volatilität der Märkte Mit Hilfe von Kennzahlen und Limitsystemen wird die Entwicklung ständig weiterentwickelt. Sich ändernde aufsichtsrechtliche Anforderun‑ des Instituts geplant und gesteuert. Jährlich wird, ausgehend von der gen werden zeitnah und angemessen umgesetzt. Zusammenfassend ist Geschäftsstrategie, eine gesamtbankbezogene mittelfristige Eckwert‑ festzuhalten, dass die Bank die Anforderungen des §25a KWG erfüllt. planung vorgenommen. Sodann werden in den Steuerungsbereichen
Risikomanagementziele und ‑methoden Wie alle unternehmerischen Tätigkeiten ist auch das Bankgeschäft nicht frei von Risiken. Neben allgemeinen Risikofaktoren (z. B. Konjunktur‑ schwankungen, neue Technologien und Wettbewerbssituationen) beste‑ hen spezifische Bankgeschäftsrisiken. Die Kontrolle und das Management dieser Risiken sind zentrale Aufgabe. Sie sind an dem Grundsatz ausgerich‑ tet, die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken zu identifizieren, zu bewerten, zu begrenzen und zu überwachen sowie Abweichungen von den Erfolgs‑, Eigenmittel‑ und Liquiditätsplanungen zu vermeiden.
Die Kieler Volksbank unterscheidet nach MaRisk zwischen Kreditrisiken, Marktrisiken, dem Liquiditätsrisiko und operationellen Risiken. Zur Be‑ wertung der Risiken nutzt die Kieler Volksbank EDV‑gestützte Systeme. Auf der Grundlage von Risikotragfähigkeitsberechnungen wurden Limite für unterschiedliche Risikoarten definiert, an denen die Bank unter ande‑ rem ihre geschäftspolitischen Maßnahmen ausrichtet.
Kreditrisiko Das Kreditrisiko beschreibt das Risiko, dass die Kreditnehmer den verein‑ barten Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Unter Berücksichti‑ gung der Risikotragfähigkeit sowie der Einschätzung der mit dem Kre‑ ditgeschäft verbundenen Risiken wurde eine Strategie zur Ausrichtung des Kreditgeschäftes festgelegt. Die Geschäftsstrategie entspricht dem statutarisch festgelegten Förderauftrag. Generell begegnet die Kieler Volksbank den Kreditrisiken durch umsichtiges und verantwortungsvol‑ les Handeln in allen Phasen der Kundenkreditbeziehung. Zudem ist ein umfassendes Instrumentarium zur Risikofrüherkennung, ‑identifizierung und ‑begrenzung vorhanden.
Die Ermittlung der Kreditrisiken erfolgt mittels eines Kreditportfoliomo‑ dells. Das aggregierte Ergebnis nach Risikogruppen, die auf der bank‑ internen Bonitätsbeurteilung basieren, wird nach Volumen und Blanko‑ anteilen ausgewertet und in die Gesamtbanksteuerung einbezogen. Die Einstufungen werden regelmäßig überprüft. Die turnusmäßigen Auswer‑ tungen geben weiterhin Auskunft über die Verteilung nach Größenklas‑ sen, Branchen und Sicherheiten. Zur Überwachung und Steuerung des Kreditgeschäfts besteht ein umfassendes Limitsystem. Den Kreditrisiken in Wertpapieranlagen wird grundsätzlich dadurch be‑ gegnet, dass keine Papiere außerhalb eines Investment Grade Ratings erworben werden. Zusätzlich wird dieses Risiko durch Vergabe von Der qualifizierten Ermittlung und Steuerung struktureller Kreditrisiken Emittentenlimiten reduziert. Des Weiteren ist zur Überwachung ein Li‑ kommt zur nachhaltigen Absicherung der Risikotragfähigkeit der Kieler mitsystem eingerichtet. Risiken werden mit einem Kreditportfoliomodell Volksbank und zur Erfüllung gesetzlicher und aufsichtsrechtlicher Vor‑ gemessen. schriften eine besondere Bedeutung zu.
Marktrisiko Unter Marktrisiko werden mögliche Verluste, die durch Veränderung von Zinsen und Volatilitäten an den Märkten für Bilanzpositionen entstehen, verstanden. Zur Überwachung der Auswirkungen der allgemeinen Zins‑ und Kursrisiken auf die von der Bank gehaltenen Wertpapiere wird ein Controlling und Managementsystem eingesetzt, das den vorgegebenen Anforderungen der Bankenaufsicht entspricht.
möglichen künftigen Zins‑ und Kursänderungen analysiert. Es ist sichergestellt, dass Eigenhandelsgeschäfte nur im Rahmen klar definierter Kompetenzregelungen getätigt werden. Art, Umfang und Ri‑ sikopotenzial dieser Geschäfte sind durch ein bankinternes Limitsystem begrenzt. Die Festlegung der Limite erfolgt durch Orientierung an der bankindividuellen Risikotragfähigkeit. Die Risikolimite für Marktrisiken werden regelmäßig überprüft. Damit ist es möglich, veränderte Markt‑ Zur Quantifizierung der Risiken bewertet die Bank ihre Wertpapierbe‑ gegebenheiten zu erfassen und ihre möglichen Auswirkungen, insbeson‑ stände täglich unter Zugrundelegung tagesaktueller Zinssätze und Kurse. dere auf die Ertragslage, frühzeitig zu erkennen. Darüber hinaus werden regelmäßig die potenziellen Verlustrisiken aus
Die Bank ist insbesondere aufgrund von bestehenden Inkongruenzen werden mit Hilfe dynamischer Zinselastizitätsbilanzen gemessen. Nach zwischen ihren aktiven und passiven Festzinspositionen dem allgemei‑ abgestuften Entwicklungsszenarien werden die möglichen Ergebnisbe‑ nen Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Zinsänderungsrisiken und ‑chancen einträchtigungen simuliert und auf die Risikolimite angerechnet.
Liquiditätsrisiken / Risiken aus Zahlungsstromschwankungen Unter Liquiditätsrisiko wird das Risiko verstanden, die jederzeitige Erfül‑ lung der bankgeschäftlichen Zahlungsverpflichtungen nicht gewährleisten zu können. Das Liquiditätsrisiko wird durch den aufsichtsrechtlichen Liqui‑ ditätsgrundsatz begrenzt und gesteuert. Daneben ist die Finanzplanung der Bank streng darauf ausgerichtet, allen gegenwärtigen und künftigen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Insoweit wird auf aus‑ gewogene Laufzeitstrukturen der Aktiva und Passiva geachtet. Die Bank
trägt bei Geldanlagen bei Korrespondenzbanken bzw. in Wertpapieren ent‑ sprechend neben Ertrags‑ auch Liquiditätsaspekten Rechnung. Durch die Einbindung der Kieler Volksbank in die Genossenschaftliche FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken bestehen ausreichende Refinanzierungs‑ möglichkeiten, um unerwartete Zahlungsstromschwankungen auffangen zu können. Im Zuge der Risikoberichterstattung wird der Vorstand regel‑ mäßig über die Liquiditätssituation informiert.
Operationelle Risiken Unter operationellen Risiken wird die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unzulänglichkeit oder des Versagens von internen Prozessen, Menschen oder Systemen oder infolge externer Ereignisse eintreten könnten, verstan‑ den. Das innerbetriebliche Überwachungssystem trägt dazu bei, die ope‑ rationellen Risiken zu erkennen und, so weit wie möglich, zu begrenzen. Den Betriebs‑ und Rechtsrisiken wird unter anderem durch die Zusammen‑ arbeit mit externen Dienstleistern begegnet.
Für den Ausfall technischer Einrichtungen und unvorhergesehener Perso‑ nalausfälle bestehen Notfallplanungen. Versicherbare Gefahrenpotenziale, wie z. B. Diebstahl‑ und Betrugsrisiken, sind durch Versicherungsverträge in banküblichem Umfang abgeschirmt.
2. Vermögenslage Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar: Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten stellen sich ge-genüber dem Vorjahr wie folgt dar: Berichtsjahr Eigenkapital laut Bilanz 1 Eigenmittel (Art. 72 CRR) Harte Kernkapitalquote Kernkapitalquote Gesamtkapitalquote 1
2017 TEUR 117.162 130.791 10,9 % 10,9 % 13,5 %
TEUR 111.088 124.441 11,5 % 11,5 % 14,6 %
Veränderung TEUR 6.074 6.350
% 5,5 5,1
) Hierzu rechnen die Passivposten 9 (Nachrangige Verbindlichkeiten), 10 (Genussrechtskapital), 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital).
Das bilanzielle Eigenkapital beträgt zum Ende des Geschäftsjahres 117,2 Mio. Euro und liegt damit 5,5 Prozent über dem Vorjahreswert. In 2018 wurden neue Geschäftsguthaben von Bankmitgliedern in Höhe von 0,6 Mio. Euro gezeichnet. Das gute Ergebnis ermöglicht eine Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken in Höhe von 4,1 Mio. Euro. Zudem erfolgt eine Rücklagenzuweisung aus dem letztjährigen Bilanzgewinn inklusive
der satzungsmäßigen Vorwegzuweisungen in Höhe von 1,3 Mio. Euro. Es wird eine Eigenkapitalstärkung durch gezielte Einwerbung weiterer Geschäftsguthaben angestrebt. Die Eigenmittel bilden als Bezugsgröße für eine Reihe von Aufsichtsnor‑ men neben einer stets ausreichenden Liquidität die unverzichtbare Grund‑
lage einer soliden Geschäftspolitik. Die vorgegebenen Anforderungen der CRR und des KWG wurden im Geschäftsjahr 2018 gut eingehalten. Zum Jahresende weist die Kieler Volksbank Eigenmittel nach Art. 72 CRR in Höhe von 130,8 Mio. Euro aus. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass dieser Wert noch nicht die Zuweisungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken und zu den Ergebnisrücklagen des abgeschlossenen Geschäftsjahres 2018
enthält, da diese erst mit der Feststellung des Jahresabschlusses 2018 und dem Beschluss über die Ergebnisverwendung durch die diesjährige Vertre‑ terversammlung Berücksichtigung finden. Durch die geplante Einwerbung von Geschäftsguthaben und Nachrangmitteln ist eine ausreichende Eigen‑ mittelunterlegung auch für das mittelfristig prognostizierte Geschäfts‑ wachstum zu erwarten.
Kundenforderungen Das im Bereich der Ausleihungen speziell zutreffende Adressenausfallrisiko, das aufsichtsrechtlich bereits durch detaillierte Vorschriften des Kreditwe‑ sengesetzes geregelt wird, erfährt durch bankinterne Beurteilungskriterien zusätzliche Absicherung.
wird bankseitig Rechnung getragen. Risiken mit wesentlichen Auswir‑ kungen auf die Vermögens‑ und Ertragslage sind derzeit nicht erkennbar. Zur Steuerung und Überwachung wird unter anderem das vom Rechen‑ zentrum angebotene RBS‑System genutzt. Damit wird eine Strukturtrans‑ parenz als Grundlage für die Steuerung des gesamten Kreditgeschäftes Die Kieler Volksbank verfügt über ein gestaffeltes Kompetenzsystem, das geschaffen. Kredite mit akuten Ausfallrisiken sind hinreichend wertberich‑ abhängig vom Risikogehalt der zu treffenden Entscheidungen die Einschal‑ tigt. Die im Kreditgeschäft gegebenen latenten Risiken bzw. Wagnisse sind tung jeweils angemessener und qualifizierter Kompetenzträger verlangt. durch vorhandene Reserven ausreichend abgeschirmt. Die dezidierte Einhaltung des Systems ist gewährleistet. Die Risiken in der Kreditstruktur werden regelmäßig unterjährig erfasst und sowohl bei der Da dem Risikomanagement und der Risikosteuerung im Kreditgeschäft Steuerung des Kreditportfolios als auch bei der Gesamtbanksteuerung be‑ eine herausragende Bedeutung zukommt, werden die angewandten Ver‑ rücksichtigt. fahren, die Instrumente sowie der Ausbildungsstand der zuständigen Mit‑ arbeiter laufend und kontinuierlich gepflegt, verfeinert und ausgebaut. Die Das Kundenkreditgeschäft weist mit der vorhandenen Größenklassenglie‑ durch die Vertreterversammlung festgesetzten Kredithöchstgrenzen für derung, der Absicherungsquote und dem Branchenschwerpunkt Bauträ‑ die einzelnen Kreditnehmer sowie sämtliche Kreditgrenzen des KWG wur‑ gergeschäft in Schleswig‑Holstein strukturelle Besonderheiten auf. Diesen den während des gesamten Berichtszeitraumes eingehalten.
Wertpapieranlagen Die aus Liquiditätsüberhängen heraus getätigten Wertpapieranlagen der Kieler Volksbank erfolgen konservativ. Spekulative Anlagen sind mit den
Anlagegrundsätzen der Kieler Volksbank nicht vereinbar und dementspre‑ chend nicht vorhanden.
Anlagevermögen Liquiditätsreserve
Berichtsjahr TEUR 80.461 113.010
2017 TEUR 88.294 116.027
Veränderung TEUR -7.833 -3.017
% -8,9 -2,6
Der Bestand der Wertpapieranlagen im Anlagevermögen hat sich um 7,8 gens erfolgt nach dem gemilderten Niederstwertprinzip. Die Liquiditäts‑ Mio. Euro auf 80,5 Mio. Euro reduziert. Die Bewertung des Anlagevermö‑ reserve reduzierte sich durch Fälligkeiten auf 113,0 Mio. Euro.
Weitere wesentliche Aktiv‑ und Passivstrukturen Beteiligungen bestehen überwiegend an Unternehmen der Genossen‑ Kapitalanteile in Höhe von 100 Prozent hält die Kieler Volksbank zudem an schaftlichen FinanzGruppe. Die bedeutendste Einzelbeteiligung an der den Tochterunternehmen Kieler Volksbank Immobilien GmbH und Förde Norddeutschen Genossenschaftlichen Beteiligungs‑AG & Co.KG umfasst Assekuranz‑Makler GmbH. 24,8 Mio. Euro.
Derivatgeschäfte Zinsderivate in Form von Festzinszahlerswaps werden ausschließlich als änderungsrisikos im Bankbuch (Aktiv/Passiv‑Steuerung) eingesetzt. Die Sicherungsinstrumente im Rahmen der Steuerung des allgemeinen Zins‑ Swapgeschäfte dienen dazu, das Risiko steigender Zinsen abzusichern.
Zinsänderungsrisiko Die Zinsänderungsrisiken und ‑chancen werden vierteljährlich mit Hilfe gen auf das Jahresergebnis ermittelt und analysiert. Die sich während des einer dynamischen Elastizitätsbilanz gemessen. Ausgehend von den Pla‑ Jahresverlaufs ergebenden Werte bewegten sich im Rahmen der Risiko‑ nungen werden die Auswirkungen hiervon abweichender Zinsentwicklun‑ tragfähigkeit.
Operationelle Risiken / Sonstige Risiken Die internen Vorkehrungen zur Begrenzung der operationellen Risiken ent‑ sprachen den gesetzlichen Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk). Wesentliche Risikoereignisse traten im Geschäftsjahr nicht ein. Eine umfassende IT‑Prüfung wurde turnusgemäß durch den Genossen‑ schaftsverband ‑ Verband der Regionen e.V. durchgeführt und bestätigte die
Qualität der internen Sicherheitsstandards. Es waren keine sonstigen Risiken in internen oder ausgelagerten bankbe‑ trieblichen Aktivitäten und Prozessen erkennbar, die die zukünftige Entwick‑ lung der Bank nachhaltig beeinträchtigen könnten.
Mitgliedschaft in der Sicherungseinrichtung des BVR Zur Erfüllung von § 1 EinSiG i. V. m. § 1 Abs. 3d Satz 1 KWG gehört die Kieler Volksbank dem BVR Institutssicherung (BVR‑ISG‑Sicherungssys‑ tem) an. Das BVR‑ISG Sicherungssystem ist eine Einrichtung der BVR Institutssicherung GmbH, Berlin (BVR‑ISG), die als amtlich anerkanntes Einlagensicherungssystem gilt.
desverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR‑SE) angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garan‑ tieverbund besteht. Die BVR‑SE ist als zusätzlicher, genossenschaftlicher Schutz parallel zum BVR‑ISG Sicherungssystem tätig.
Verpflichtungen aus Verträgen mit der Sicherungseinrichtung Daneben ist die Kieler Volksbank der Sicherungseinrichtung des Bun‑ bestehen nicht.
3. Finanz‑ und Liquiditätslage Die Zahlungsbereitschaft der Kieler Volksbank war im abgelaufenen Ge‑ Aufgrund der stabilen Liquiditätslage und der gezielten Liquiditätssteue‑ schäftsjahr stets gegeben. Die Liquiditätskennzahl (Liquidity Coverage rung, der Einbindung in den genossenschaftlichen Liquiditätsverbund Ratio ‑ LCR) wurde eingehalten. und der unterhaltenen Bankguthaben, ist zu erwarten, dass auch in den kommenden Jahren die Zahlungsbereitschaft stets gewährleistet ist.
4. Ertragslage Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
Die wesentlichen Erfolgskomponenten unserer Genossenschaftsbank stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar: Erfolgskomponenten Berichtsjahr 2017 Veränderung TEUR TEUR TEUR % Zinsüberschuss 1 23.489 22.227 1.262 5,7 Provisionsüberschuss 2 11.636 11.671 -35 -0,3 Verwaltungsaufwendungen 23.450 23.104 346 1,5 a) Personalaufwendungen 14.980 15.362 -382 -2,5 b) andere Verwaltungsaufwendungen 8.470 7.742 728 9,4 Betriebsergebnis vor Bewertung 3 11.553 5.659 5.894 104,2 Bewertungsergebnis 4 -2.404 3.964 -6.368 -160,6 Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 9.149 9.623 -474 -4,9 Steueraufwand 3.156 1.472 1.684 114,4 Einstellungen in den Fonds für allgemeine Bankrisiken 4.100 6.300 -2.200 -34,9 Jahresüberschuss 1.893 1.851 42 2,3 1) 3)
GuV Posten 1 abzüglich GuV Posten 2 zuzüglich GuV Posten 3 Saldo aus den GuV Posten 1 bis 12
GuV Posten 5 abzüglich GuV Posten 6 Saldo aus den GuV Posten 13 bis 16
Die Kieler Volksbank konnte im vergangenen Geschäftsjahr einen Zins‑ überschuss in Höhe von 23,5 Mio. Euro erwirtschaften und damit ‑trotz Niedrigzinsniveau und flacher Zinsstrukturkurve‑ einen Anstieg von 1,3 Mio. Euro erreichen. Die Steigerung resultiert einerseits aus dem aktiven Kreditwachstum, andererseits aus reduziertem Zinsaufwand durch Zinser‑ stattung aus gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte (GLRG II) der Europäischen Zentralbank und Refinanzierungsfälligkeiten. Bezogen auf die gestiegene durchschnittliche Bilanzsumme in Höhe von 1,202 Mrd. Euro ergab sich eine um außerordentliche Faktoren bereinigte Zinsmarge von 1,94 Prozent (Vorjahr 2,00 Prozent). Die Zinsmarge größenmäßig ver‑ gleichbarer Genossenschaftsbanken lag bei 1,95 Prozent.
bzw. abgefundene Altersvorsorge um 2,5 Prozent auf 15 Mio. Euro zurück. Die anderen Verwaltungsaufwendungen stiegen um 9,4 Prozent auf 8,5 Mio. Euro an. Ursächlich sind Investitionen in Filialstandorte und Informa‑ tionstechnologie sowie gestiegene Beratungskosten. Hieraus ergibt sich eine um außerordentliche Faktoren bereinigte Verwaltungsaufwandsquote in Relation zur gestiegenen durchschnittlichen Bilanzsumme von 2,00 Pro‑ zent (Vorjahr 2,12 Prozent). Die Vergleichsgruppe verfügt über eine Ver‑ waltungsaufwandsquote von 1,79 Prozent.
Das Betriebsergebnis vor Bewertung liegt nach Sonderfaktoren im Vor‑ jahr (strategische Auslagerung der Pensionsverpflichtungen) mit 11,6 Mio. Euro wieder auf einem für die Kieler Volksbank regulären Niveau. Die um Der Provisionsüberschuss lag mit 11,6 Mio. Euro nahezu konstant auf betriebswirtschaftlich außerordentliche Faktoren bereinigte Quote in Rela‑ Vorjahresniveau (11,7 Mio. Euro). Höhere Provisionserträge im Wert‑ tion zur gestiegenen durchschnittlichen Bilanzsumme beträgt 0,92 Prozent papier‑ und Kreditvermittlungsgeschäft wurden durch rückläufige Zah‑ (Vorjahr 1,01 Prozent). Vergleichbare Genossenschaften verfügen über lungsverkehrserträge und steigende Provisionsaufwendungen für Kredit‑ eine Quote von 0,94 Prozent. vermittlungen kompensiert. Bezogen auf die gestiegene durchschnittliche Bilanzsumme ergab sich eine um außerordentliche Faktoren bereinigte Das Bewertungsergebnis liegt nach Sonderfaktoren im Vorjahr (Zuschrei‑ Provisionsquote von 0,97 Prozent (Vorjahr 1,05 Prozent). Die Provisions‑ bung zu Beteiligungen durch die Aktivierung von Kommanditanteilen quote vergleichbarer Genossenschaftsbanken lag bei 0,76 Prozent. der Kieler Volksbank im Zuge der Einbringung der Aktien der Norddeut‑ schen Genossenschaftlichen Beteiligungs‑AG in die Norddeutsche Beteili‑ Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um gungs‑AG & Co.KG) wieder auf einem für die Kieler Volksbank regulären 1,5 Prozent auf 23,5 Mio. Euro. Die Personalaufwendungen gingen insbe‑ Niveau unter Berücksichtigung gezielter Risikovorsorge für Forderungen sondere aufgrund reduzierter Aufwendungen für die in 2017 ausgelagerte und Wertpapiere.
Daraus resultiert ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Höhe von 9,1 Mio. Euro (Vorjahr 9,6 Mio. Euro). Der Steueraufwand beträgt 3,2 Mio. Euro und liegt damit nach steuerlichen Sondereffekten im Vorjahr wieder auf einem für die Kieler Volksbank regulären Niveau. Der Fonds für allgemeine Bankrisiken wird mit 4,1 Mio. Euro (Vorjahr 6,3 Mio. Euro) ge‑ stärkt. Die Kieler Volksbank leistet durch diese Risikovorsorge einen wichti‑ gen Beitrag zur Erfüllung der wachsenden Eigenkapitalanforderungen der Europäischen Bankenaufsicht.
Mit 1,89 Mio. Euro ergibt sich ein Jahresüberschuss auf Vorjahresniveau. Dieser soll zur Dotierung der gesetzlichen Rücklagen und zur Zahlung einer Dividende an die Mitglieder der Genossenschaft verwendet werden. Es wurden Vorwegzuweisungen zu den gesetzlichen Rücklagen und den anderen Ergebnisrücklagen in satzungsgemäßer Höhe von jeweils 189.617,51 Euro vorgenommen. Die Kapitalrendite (Jahresüberschuss nach Steuern/Bilanzsumme) betrug im Geschäftsjahr 0,16 Prozent (Vorjahr 0,17 Prozent).
5. Zusammenfassende Beurteilung der Lage Die solide Basis der Kieler Volksbank konnte auf hohem Niveau gefestigt werden. Das Berichtsjahr 2018 wurde mit einem guten Ergebnis und auf kontinuierlichem Wachstumskurs abgeschlossen. Die um betriebswirt‑ schaftlich außerordentliche Faktoren bereinigte Betriebsergebnisquote vor Bewertung in Relation zur gestiegenen durchschnittlichen Bilanz‑ summe liegt mit 0,92 Prozent auf dem Niveau vergleichbarer Genossen‑ schaftsbanken (0,94 Prozent).
Auf der Grundlage des Gesamtrisikoprofils wurden die wesentlichen Risi‑ ken definiert. Das Management der Geschäftsrisiken und die verwende‑ ten Instrumentarien zur Risikosteuerung und ‑überwachung ermöglich‑ ten jederzeit einen hinreichenden Überblick über die Risikolage der Bank. Durch die solide und risikobewusste Geschäftspolitik bewegen sich die derzeit erkennbaren Risiken der künftigen Entwicklung in einem über‑ schaubaren und für die Bank tragbaren Rahmen. Die Risikotragfähigkeit ist in ausreichendem Maße gegeben.
Die Vermögenslage der Bank ist durch eine angemessene und gestärkte Eigenkapitalausstattung geprägt. Die gebildeten Wertberichtigungen für Die Kieler Volksbank wird ihren Mitgliedern und Kunden auch weiterhin die erkennbaren und latenten Risiken sind angemessen. Die Bank erfüllt jederzeit ein kompetenter und verlässlicher Partner sein. die aufsichtsrechtlichen Anforderungen zur Eigenmittelausstattung. Die Finanz und Liquiditätslage entspricht den betrieblichen Erfordernis‑ sen und erfüllt die aufsichtsrechtlichen Anforderungen.
III. Voraussichtliche Entwicklung (Prognosebericht) Für 2019 erwartet das Kieler Institut für Weltwirtschaft eine verlangsam‑ te konjunkturelle Dynamik in Deutschland. Das von einer ausgesprochen hohen politischen Unsicherheit geprägte außenwirtschaftliche Umfeld und behindernde Kapazitätsengpässe im Inland führen zu einem pro‑ gnostizierten Bruttoinlandsprodukt von nur 1,0 Prozent. Auch die Wirt‑ schaft im Euroraum erfährt aufgrund schwächerer Impulse aus dem internationalen Umfeld eine Eintrübung der Unternehmenszuversicht, so dass das Bruttoinlandsprodukt 2019 nur leicht um prognostizierte 1,2 Prozent expandieren wird. Die Konjunktur wird auch zukünftig durch niedrige Zinsen und eine expansive Finanzpolitik unterstützt. Trotz Ein‑ leitung des Ausstiegs aus der ultralockeren Geldpolitik seitens der Euro‑ päischen Zentralbank, dürften sich die Zinsen noch längere Zeit auf dem historisch niedrigen Niveau bewegen. Damit bleiben die finanziellen An‑ reize erhalten, um Wachstumsimpulse in den wirtschaftlich relevanten Branchen freizusetzen. Vor diesem Hintergrund erwartet die Kieler Volksbank aufgrund ihrer stabilen Marktposition ein mittelfristig anhaltendes Wachstum im Kun‑ denkreditgeschäft, einen leicht erhöhten Bestand an Einlagen und ein steigendes Dienstleistungsgeschäft. Die gestärkte Eigenmittelausstat‑ tung ermöglicht es, Wachstumschancen wahrzunehmen, um dem Mar‑ genverlust aus der Niedrigzinsphase entgegenzuwirken. Die Risiken der künftigen Entwicklung bewegen sich unter Berücksich‑ tigung der erwarteten positiven Impulse in einem überschaubaren und tragbaren Rahmen. Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen sind deut‑ lich gewachsen und werden auch künftig weiter ansteigen. Insbeson‑ dere der Erfüllung der Eigenmittelanforderungen zur Sicherstellung der verlässlichen Kreditversorgung des regionalen Mittelstands kommt eine wesentliche Bedeutung zu. Veränderten Kundenansprüchen begegnet die Kieler Volksbank mit gezielten Investitionen in Beratungsqualität, Zukunftsfilialen und Online‑Technologien. Vor diesem Hintergrund wird auch für die nächsten Geschäftsjahre eine geordnete Vermögens‑ und Fi‑ nanzlage sowie eine auskömmliche Ertragslage mit unveränderter Kraft zur Selbstfinanzierung erwartet. Darüber hinaus gilt es, die Kostenstruk‑ turen weiter zu optimieren.
Qualität, Verlässlichkeit und persönliches Engagement „mit Menschen für Menschen“ bleiben die Faktoren für einen erfolgreichen Marktauf‑ tritt der Kieler Volksbank. Die Stärke als regional tätiges Institut mit schnellen Entscheidungen liegt sowohl in gewachsenen als auch in neu zu schaffenden Kundenbeziehungen. Persönliche Betreuung ist deshalb auch im digitalen Zeitalter wesentlicher Anspruch der Regionalbank. Dabei wird im Zuge einer systematischen, ganzheitlichen Beratung auch auf die Leistungsstärke der Genossenschaftlichen FinanzGruppe gesetzt, deren erstklassige Bonität durch die Ratingagenturen Standard & Poor’s Ratings Services und FitchRatings festgestellt wurde. Mit einem Lang‑ fristrating von „AA „ wird die Vitalität und finanzielle Stabilität des Ge‑ schäftsmodells der Genossenschaftlichen Bankengruppe gewürdigt. Die traditionelle genossenschaftliche Idee hat sich in der Vergangenheit nicht nur bewährt, sondern erfährt fortwährenden Zuspruch. Dies beruht auf einem Geschäftsmodell, das durch eine langfristige Mitgliederorien‑ tierung, regionale Verankerung, verbundwirtschaftliche Kooperation sowie ein risikobewusstes Management gekennzeichnet ist. Die genos‑ senschaftlichen Werte Transparenz, Fairness, Vertrauen, Solidarität und Partnerschaftlichkeit bestimmen das tägliche Handeln, so dass sich die Kunden von ihren persönlichen Beratern gut betreut und somit bei ihrer Bank gut aufgehoben fühlen. Diese Wettbewerbsvorteile veranlassen die Kieler Volksbank, mit Selbst‑ vertrauen in die Zukunft zu blicken. Ziel ist, weiterhin ein gesundes Wachstum mit einer hohen Kundenzufriedenheit zu realisieren, den För‑ derauftrag für die Mitglieder zu erfüllen und die Region aktiv weiterzu‑ entwickeln. Insgesamt ist die Bank zuversichtlich, die erfolgreiche Entwicklung im Geschäftsjahr 2019 fortführen zu können.
1. Barreserve a) Kassenbestand 17.604.822,35 b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 17.187.435,06 darunter: bei der Deutschen Bundesbank 17.187.435,06 c) Guthaben bei Postgiroämtern 0,00 2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 0,00 darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar 0,00 b) Wechsel 0,00 3. Forderungen an Kreditinstitute a) täglich fällig 18.113.788,83 b) andere Forderungen 23.632.272,95 4. Forderungen an Kunden darunter: durch Grundpfandrechte gesichert 103.193.725,90 Kommunalkredite 14.371.447,31 5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere a) Geldmarktpapiere aa) von öffentlichen Emittenten 0,00 darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 ab) von anderen Emittenten 0,00 0,00 darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 b) Anleihen und Schuldverschreibungen ba) von öffentlichen Emittenten 19.946.197,42 darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 19.946.197,42 bb) von anderen Emittenten 173.524.866,34 193.471.063,76 darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 159.498.685,22 c) eigene Schuldverschreibungen 0,00 Nennbetrag 0,00 6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 6a. Handelsbestand 7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften a) Beteiligungen 27.629.690,44 darunter: an Kreditinstituten 248.544,04 an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 353.930,00 darunter: bei Kreditgenossenschaften 14.000,00 bei Finanzdienstleistungsinstitute 0,00 8. Anteile an verbundenen Unternehmen darunter: an Kreditinstituten 0,00 an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 9. Treuhandvermögen darunter: Treuhandkredite 0,00 10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch 11. Immaterielle Anlagewerte a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 50.257,00 c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 d) geleistete Anzahlungen 0,00 12. Sachanlagen 13. Sonstige Vermögensgegenstände 14. Rechnungsabgrenzungsposten Summe der Aktiva
34.792.257,41
19.751 10.173 ( 10.173 ) 0
41.746.061,78 894.036.245,05
40.386 37.115 760.094 ( 81.898 ) ( 12.279 )
193.471.063,76 0,00 0,00
20.040 ( 20.040 ) 181.818 ( 156.568 ) 912 ( 901 ) 1.551 0 27.630
27.983.620,44
( 249 ) (0) 386
( 14 ) (0) 349
(0) (0) 0 (0)
50.257,00 18.721.124,05 4.079.100,68 64.920,37 1.215.293.650,54
45 0 0 18.955 4.330 83 1.123.618
Passivseite 1.Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten a) täglich fällig b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden a) Spareinlagen aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten b) andere Verbindlichkeiten ba) täglich fällig bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 3. Verbriefte Verbindlichkeiten a) begebene Schuldverschreibungen b) andere verbriefte Verbindlichkeiten darunter: Geldmarktpapiere eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 3a. Handelsbestand 4. Treuhandverbindlichkeiten darunter: Treuhandkredite 5. Sonstige Verbindlichkeiten 6. Rechnungsabgrenzungsposten 6a. Passive latente Steuern 7. Rückstellungen a) Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen b) Steuerrückstellungen c) andere Rückstellungen 8. [gestrichen] 9. Nachrangige Verbindlichkeiten 10. Genussrechtskapital darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 11. Fonds für allgemeine Bankrisiken darunter: Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB 12. Eigenkapital a) Gezeichnetes Kapital b) Kapitalrücklage c) Ergebnisrücklagen ca) gesetzliche Rücklage cb) andere Ergebnisrücklagen d) Bilanzgewinn Summe der Passiva
2.656.183,86 204.704.234,48
207.360.418,34
1.218 172.148
213.448.650,31 89.212,77
213.537.863,08
211.267 130
41.528.708,16
667.578.269,96
881.116.133,04
597.815 16.876
400.000,08 0,00
400.000,08
626.049.561,80
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1.459.265,70 161.546,00 0,00 4.602.470,00 620.856,36 2.410.964,33
7.634.290,69 0,00 4.502.900,00 0,00
0,00 41.100.000,00 0,00 20.450.100,00 1.299.868,67 16.746.093,98 31.546.093,98
1. Eventualverbindlichkeiten a) Eventualverbindlichkeiten aus weiter- gegebenen abgerechneten Wechseln b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 2. Andere Verpflichtungen a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften b) Platzierungs- u. Übernahmeverpflichtungen c) Unwiderrufliche Kreditzusagen darunter: Lieferverpflichtungen aus zinsbezogenen Termingeschäften
0,00 52.677.970,98 0,00
0,00 0,00 74.437.986,08 0,00
48.292.187,96 1.516.940,06
52.677.970,98
74.437.986,08
(0) (0) 0 0 (0) 1.515 215 0 4.442 300 2.567 0 4.503 0 (0) 37.000 (0) 19.828 1.300
71.559.096,69 1.215.293.650,54
16.086 30.886 1.484 1.123.618
0 58.456 0
0 0 49.405 (0)
2. Gewinn‑ und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2018 bis 31.12.2018
1. Zinserträge aus a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 23.232.003,13 b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 1.619.712,65 2. Zinsaufwendungen 3. Laufende Erträge aus a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs‑ oder Teilgewinnabführungsverträgen 5. Provisionserträge 6. Provisionsaufwendungen 7. Nettoertrag/‑aufwand des Handelsbestands 8. Sonstige betriebliche Erträge 9. [gestrichen] 10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen a) Personalaufwand aa) Löhne und Gehälter 12.411.930,79 ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.568.518,78 darunter: für Altersversorgung 478.938,60 b) andere Verwaltungsaufwendungen 11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapier 16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 18. [gestrichen] 19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 20. Außerordentliche Erträge 21. Außerordentliche Aufwendungen 22. Außerordentliches Ergebnis 23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag darunter: latente Steuern 0,00 24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 24a. Aufwendungen aus der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 25. Jahresüberschuss 26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen a) aus der gesetzlichen Rücklage b) aus anderen Ergebnisrücklagen 28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen a) in die gesetzliche Rücklage b) in andere Ergebnisrücklagen 29. Bilanzgewinn
24.851.715,78 1.957.839,69 0,00 595.060,94 0,00 13.413.034,02 1.777.423,23
22.893.876,09
22.668 1.790 2.903
595.060,94 181.633,51 11.635.610,79 0,00 1.124.295,40 0,00
0 672 0 548 13.312 1.641 0 1.599 0
12.585 14.980.449,57 8.470.002,11
23.450.451,68
2.777 ( 692 ) 7.742
856.059,75 571.048,58
868 6.414
2.245.450,13
-2.245.450,13
158.199,29
-158.199,29 0,00 0,00 9.149.267,30
3.155.999,89 4.100.000,00 1.893.267,41 2.907,67 1.896.175,08
5.727 0 0 9.623 0 0 (0) 1.371 (0) 101 6.300 1.851 5 1.856
0,00 1.896.175,08
0 0 1.856
379.235,02 1.516.940,06
186 186 1.484
0,00 0,00 0,00 3.122.630,46 33.369,43
189.617,51 189.617,51
Die Risiken der künftigen Entwicklung bewegen sich unter Berücksich‑ tigung der erwarteten positiven Impulse in einem überschaubaren und tragbaren Rahmen. Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen sind deut‑ lich gewachsen und werden auch künftig weiter ansteigen. Insbeson‑ dere der Erfüllung der Eigenmittelanforderungen zur Sicherstellung der verlässlichen Kreditversorgung des regionalen Mittelstands kommt eine wesentliche Bedeutung zu. Veränderten Kundenansprüchen begegnet die Kieler Volksbank mit gezielten Investitionen in Beratungsqualität, Zukunftsfilialen und Online‑Technologien. Vor diesem Hintergrund wird auch für die nächsten Geschäftsjahre eine geordnete Vermögens‑ und Fi‑ nanzlage sowie eine auskömmliche Ertragslage mit unveränderter Kraft zur Selbstfinanzierung erwartet. Darüber hinaus gilt es, die Kostenstruk‑ turen weiter zu optimieren. Qualität, Verlässlichkeit und persönliches Engagement „mit Menschen für Menschen“ bleiben die Faktoren für einen erfolgreichen Marktauf‑ tritt der Kieler Volksbank. Die Stärke als regional tätiges Institut mit schnellen Entscheidungen liegt sowohl in gewachsenen als auch in neu zu schaffenden Kundenbeziehungen. Persönliche Betreuung ist deshalb auch im digitalen Zeitalter wesentlicher Anspruch der Regionalbank.
deren erstklassige Bonität durch die Ratingagenturen Standard & Poor’s Ratings Services und FitchRatings festgestellt wurde. Mit einem Lang‑ fristrating von „AA“ wird die Vitalität und finanzielle Stabilität des Ge‑ schäftsmodells der Genossenschaftlichen Bankengruppe gewürdigt. Die traditionelle genossenschaftliche Idee hat sich in der Vergangenheit nicht nur bewährt, sondern erfährt fortwährenden Zuspruch. Dies beruht auf einem Geschäftsmodell, das durch eine langfristige Mitgliederorien‑ tierung, regionale Verankerung, verbundwirtschaftliche Kooperation sowie ein risikobewusstes Management gekennzeichnet ist. Die genos‑ senschaftlichen Werte Transparenz, Fairness, Vertrauen, Solidarität und Partnerschaftlichkeit bestimmen das tägliche Handeln, so dass sich die Kunden von ihren persönlichen Beratern gut betreut und somit bei ihrer Bank gut aufgehoben fühlen. Diese Wettbewerbsvorteile veranlassen die Kieler Volksbank, mit Selbst‑ vertrauen in die Zukunft zu blicken. Ziel ist, weiterhin ein gesundes Wachstum mit einer hohen Kundenzufriedenheit zu realisieren, den För‑ derauftrag für die Mitglieder zu erfüllen und die Region aktiv weiterzu‑ entwickeln.
Dabei wird im Zuge einer systematischen, ganzheitlichen Beratung auch Insgesamt ist die Bank zuversichtlich, die erfolgreiche Entwicklung im auf die Leistungsstärke der Genossenschaftlichen FinanzGruppe gesetzt, Geschäftsjahr 2019 fortführen zu können.
IV. Zweigniederlassungen Die Genossenschaft unterhält keine Zweigniederlassungen im Sinne von § 14 GenG.
Kiel, 29. April 2019 Kieler Volksbank eG Der Vorstand: Timo Kaiser Bernd Schmidt
wolf-carow

References: §25
 Art. 72
 § 1
 § 1
 § 340
 § 14