Source: https://chroniclingamerica.loc.gov/lccn/sn83045081/1886-04-17/ed-1/seq-5/
Timestamp: 2019-07-22 23:14:39+00:00

Document:
Der Deutsche correspondent. (Baltimore, Md.) 1841-1918, April 17, 1886, Image 5 « Chronicling America « Library of Congress
The Library of Congress > Chronicling America > Der Deutsche correspondent. > April 17, 1886 > Image 5
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Der Deutsche correspondent., April 17, 1886, Image 5
Der Deutsche correspondent. (Baltimore, Md.), 17 April 1886. Chronicling America: Historic American Newspapers. Lib. of Congress. <https://chroniclingamerica.loc.gov/lccn/sn83045081/1886-04-17/ed-1/seq-5/>
Tamsiaz, den 17. April INN«.
UnterhaltungS-Lör.qwcisrr.
Hollidaystraßen-Theater."
„Kelly s ffrontstraßen-Thcater." Jeden
«bend und Freitag Nachmittag 2 Uhr:
„Harris' Mammnth - Museum." Diese
Woche: „Myrtle FeritS."
„Hanover-Halle." Nr. 93, Hanoverstr.
Heute, Samstag, Abend-Unterhaltung.
-'Monlebello Club." Morgen, Sonntag,
Nachuuttags-Conzert in „Schreier'S Park."
sen, Sonnlag, humoristische Unlerhallung.
F. C. ZeLer's „MarylandHalle." Mor
gen. Sonntag, Nachmittags und Abends dramatische
.Unterhaltung.
„Ballimorer Schützen-Gesellschaft."-Mor-
dramalischc Uulerhallung
„Wjlhelmshöhe." Morgen, Sonntag,
Throler Sänger.
IM' All unsere Leser in Wash
Alexandria, Virg.l Bestellungen auf
deu „D e u ts chen C 0 rres ponde nt e n"
ZS?' Markt- uud Börsen-Berichte, Tages-
Neuigkeiten, SchiffSnachrichlen, Abf-Hrtsiage
der Dampfer von New-?)ork, Grundstücks-
Uebertragungen, kirchliche Notizen siehe
Wochen- und Tonntags-Ansgave.
Das gestern erschienene Wochenblatt enthält
die interessantesten Ereignisse des In- und
Auslandes, Erzählung, Lokal- und Marktbe
richte u. s. w. Zur Versendung an Freunde
im In- und Auslande wohl geeigne!.
Das heute erscheinende Sonutagsblatt eut
hält: „nach zwanzig Jahren;" „vergolten;"
„die Heimath des Menschengeschlechts;"
„„Schweningerüberdie „Schweningerkur;""
„der König in Bärne;"
.„Lieblingöblumen bedeutender Menschen;"
„Ereely und sein Arzt;" „Weibe»Scynick
schnack;" „der Sachsenhäuser Plüsch von
1848;" „die Thätll,!eil des Gehirns nach deu
jüngsten Forschungen;" „Brief des Jackson
P. Hoofuakle, Efg.;" Buntes aus der al
len und neuen Well; Anekdoten N. f. W.
Vreis 2 Cents, einschließlich des Wvchenblat-
I^wdl
Unsere städtischen Finanzen.
Tas Stadlraths-Comüe sür Mittel 11. Wege
hat bekanntlich die Steuerrate für das lau
sende Jahr auf H 1.70 festgesetzt, uud Mayor
HodgeS billigt diese Maßuayme des Comite's
vollständig. Lbwohl Hr. Hodges von der
Zweckmäßigkeit nnd Nützlichkeit gewisser, auf
das allgemeine Wohl hinzielender Projekte,
sür welche Verwillignngen gemacht worden
sind, überzeugt ist, so ist er andererseits auch
ebenso fest entschlossen und darauf bedach!,
daß die Sleuerrale nichl über zenen angege
benen Betrag hinauswächst. „Ich habe,"
sagte der Mayor, „mein Amt gerade in einer
Zeitperiode übernommen, in der sich eine rege
uud auch gerechlseriigle Slrömung zu Gun
sten gemeinnütziger Anlagen gellend macht.
Trotzdem ist die gegenwärtige Finanzlage un
serer Sladl leider eine solche, daß dieselbe
keine größeren Verwilligunaen zn derartigen
Zwecken verträgt. In allen Geschäftszwei
gen unseres Gemeinwesens herrscht, wie an
derswo auch, eine Flauheil, und wenn in den
Kreisen unserer Faorikaitten, Kausieute usw.
ein Gefühl vorherrscht, so ist es das einer wei
sen Sparsamkeil und Oetonomie. Es dürfte
deshalb im Voraus zu erwarten sein, daß
eine verschärfte Besteuerung unter keinen Um
ständen die Billigung der Steuerzahler fin
den wird. Wenn die Einnahmen eines Fa.
milienhauptes heruntergedrückt werden, so ve
schueidet ein kluger Mann auch seine Ausga
ben, und Tas ist genau Das, was auch die
Stadt zur Zeit thun muß. Die Erhöhung
der diesjährige» Sleuerrare im Vergleiche zu
der des verflossenen Jahres ist besonders durch
bedeuleude Verwillignngen für den Durch
bruch von Slraßen durch frühere Stadtraths
Collegien herbeigeführt worden, und für wei
tere Verwillignngen zu diesem Zwecke müßte
in der allgemeinen Verwilligungsbil! gesorgt
werden. Die aus solche Weise zu beschaffende
Summe beträgt H 108,982.83 und würoe
allein das Sleuerbüdget um 6 Cents in die
Höhe schrauben." Sladtregistrator Robb
theilt mil, daß die von der„Baltimore-Ohio-
Bahn" für sechs Mona!e erklärle vierprozen
tige Dividende für die 32,500 Aktten der
Äadt eine Differenz von §65,000 mu sich
bringe und dieser Betrag als schwebende
Schuld bis Ende des Jahres bestehen bleiben
muß. Die gesammle schwebende Schuld wird
deu Mittheilungen des Stadtregistrators zu
folge sich auf §7l,ooobelaufen, eine Summe,
die Hr. Robb in Anbeirachl des gegenwärtig
aus deu städtischen Finanzen lastenden Drucks
gerade nicht sür sehr hoch hält.
Durchbruch der Box-Alley.
Die Straßendurchbruchs-Commissäre haben
gestern ihren ersten Belicht über den Durch
bruch der Box-Alley von der German zur
Lombardstraße, wie folgl, eingereicht: Enl
schUdlgungSiicldei lZoh. Hübner §9400,
Mary A. Grifsith §l5OO, Adolph C. Meyer
Z 546.49, G. W. Millenberger §l, Mayor
und Stadlralh §l, Ausgaben §236; S.imma
§12,034.89. Wertherhöhungssteueui —D.
Ambach §975, Frau Mills §llO, Frau M.
Pouldin §129. !l, D. H. Guest §46.25, Dr.
Gill §42.75, R. Cromwell §62.50, H. B.
Holion §350, Frau A. L. Amos, Jas.
Sloan, jun,, §337.bv, A. Lilly, juu.,
T. Whilridge §350, „Johns Hop.
lins' Universität" §356.25, A. Uearley K
Sohn, Agenten, §362.50, Erben von S. G.
Wyman §359.37, G. R. Gailher §L2, T. H.
Gailher §113.33, I. A. Gary §227.1.0,
Hluckiey K Monis §180.75, I. Murdock, A.
B. McCreery §806.87, Marshall K Fisher
§7O, Louiseßetz §lOO, Frau Thiemeyer §450,
I. Stellmann §334.37, M. H. Brown,
§331.25, A. C. Meyer §1312.50, A. Acal'.ey
K Söhne §403.12, A. C. Meyers Co. §541,
D. H. Saltzer §LO, „Colleg sür Aerzte
Wundörzte" §lBO, D. C. Howells §201.25,
Frau M. sauerwein §3l, W. P. Harvey
§145.50. Benag aus dem Verlause §->75;
bleibt für Mayor Md Stadtrath zu zahlen
§1544.K7, §12,034.89.
„Lkstenkichrr," „Wiener." Ostcr-
Moutaf, iu Zrllcr's. (86-7,92-3)
Veazey beförderte gsstern Wm. I. Tracey,
F. A. E. schlögel, John B. Piet, jun., W.
C. Geddes, John R. Croß, S. K. Thomas
und Hermann Köhler, welche bisher die Po
sten von Hülfsclerls bekleideten, zu Clerks
für die in den letzten Tagen durch Resigna
tion entstandenen Vakanzen. Zum Hülfsclerk
in dem VersendungS - Departement ist Geo.
I. Falkenslein ernannt worden. Ein von
dem Generalpostmeister eingetroffenes Schrei
ben weist Hrn. Veazey an, die seit mehreren
Monattn bekanntlich im Besörderungsdienste
für Expreßbriese thätigen jungen Leute, 15
an Zahl, am I. Mai zu entlassen, und von
diesem Zeitpunkte an deren Obliegenheiten
durch Hülssbriefiräger versehen zu lassen.
Lbwohl man Anfangs überzeugt war, daß
der Expreßdienst sich rentrren würde, so hat
sich diese Hoffnung doch nicht bestätigt, und
schon mehrere Wochen nach Einführung der
Neuerung mnßle die ursprüngliche Zahl der
Expreßbolen von 30 auf die Hälfle reduzirt
werdeu. Den Hülssbriefträgern erwächst ans
jener Verfügung des Genei'alpostmeisters
eine neue Quelle Eprageldverdienües, doch
darf Letzlerer den Betrag von §3O pro Monat
Aus dem Z 0 llam te. Die Ernen
nung des Hrn. T. Herb. Shriver zum Hülfs-
Colleklor mil einem Jahresgehalte von §3OOO
hat die Bestätigung des Schatzamls-Sekre
tärS erhallen. Hr. Shriver tritt fein neues
Amt am kommenden Monlaae und Staats-
Se.iül-r Warfield seine Stellung als Hasen
survcyor am I.Mai an,falls die Ausstellung
der nöthigen Papiere u. f. w. bis zu diesem
Zeitpunkte esfeklmrt werden kann. Colleklor
Groome befindet sich fei! vorgestern zu seiner
Erholung in Cecil - Couniv, wird aber näch
sten Monlag hierher zurückkehren.
Gäste für Hrn. Wm. T. Walters.
33 Mitglieder des „amerikanischen Kunst
vereinS" und des „Tile-Tlubs" aus New
?)ork statteten gesternder Walters'schenKunst
gallerie ihren üblichen jährlichen Besuch ab
Hr. Walters empfing gegen Mittag seine
Gäste, ohne Ausnahme ausgezeichnete Kunst,
tenner, ,n herzlicher Weise, und Letztere ver
brachten unter den herrlichen und bekanntlich
inzwischen seit letztem Jahre erheblich ver
mehrten Kunstschätzen einige sehr angenehme
Stunden. Am Abend reisten die Besucher,
unter welchen sich auch mehrere Journalisten
befanden, wieder nach New-Aork zurück. Am
vorgestrigen Tage besuchten die Gallerie etwa
7S Mitglieder der Washingloner„Kuilst Liga."
«Ein Freund in der Noth" ist Dr. Bull's
„Husten Syrup." Er sollte in jedem Haus
halte bei der Hand sein, lostet eine Flasche
doch nur 25 Cents und mag sie manche Dok
tor-Rechnung ersparen. Versuche eS.
Morgen begeht die christlich- Welt den
P al ms 0 nnta g. Der Tag. in den Kalen
dern mit I'-llmlliiim bezeichnet, ist der Sonn
tag vor Ostern (dcr letzte der Fastenzeit», so
genannt von dem Einzüge Christi in Jerusa
lem, bei welchem ihm Palmen auf den Wec,
wurdcn. Der geschichtliche Theil des
ist durch die vier Evangelisten
milgethcilt. wie folgt: Matth. 21, V 1 b.S
Lukas 11, V. 1 bis
und Johannes 12, V. 12 nnd 13. Unter
den Propheten wurde durch Sacharia im 9
T°p'ttl. V. 9 Folgendes gcweissa I:
Tochler Zum, freue Dich sehr, und Dn Toch
juchze! stehe. Dein König
komm! zu Tlr, ein Gerechter unö ein Helfer,
arm, und reitet auf einem Esel und auf einem
jungen Füllen der Eselin." Bibelforscher be
trachten diese Weissagung als eine der voll
kommensten deS alten Testaments. Schon
im vierten Jahrhundert feier.e die griechische,
aber erst im siebenten die römisch-latholischc
Kirche den Tag. In den Kirchen aller christ
lichen Coiisessioncn wird des Palmsonntags
gedacht, derselbe aber nicht als besonderer
Feiertag betrachtet. In der katholischen Kir
che findet vor Beginn des Hochamtes die
Weihe der Palmen statt, welche dann unter
die Andächtigen vertheilt werden. Die Ein
segnung dcr Palmen geschieh! durch die Bi
schöfe skl Tiözefe yh?r bis Reltonn der ver
schiedenen Kirchspengel. Bei der nachher
stattfindenden Prozession tragen Pi.ester und
Volk Palmeitzweige zum Andenken an Das,
was die Juden bei m Einzüge Jesu in Jeru
salem als Beweis ihrer »hohen Achtung für
ihn thaten. Nach beendigter Prozession klopft
der Priester drei Mal an die Kirchenthüre,
bis man sie aufthut, um anzuzeigen, daß der
Himmel den Gerechten bis auf Christum ver
schlossen war. Bon frommen Kaiholiken wer
den die Palmen, gemeiniglich aus Cedecn-
oder Tannenbündeln bestehend, das ganze
Jahr aufgehoben. Der Palmsonniag wird
in den deutschen Prvtestanttschen Kirchen ge
wöhnlich als Consirmationstag gefeiert nnh
zwar hier morgen in der evangeiisch-lulheri
schen MaNlNi Kirchc (Pastor K. Frincke), in
der vicrttn reformirten st. Johannis-Kilche
(Pastor C. Borchers), in der evangelisch
lutherischen Sl. Johannes Kirche (Pastor R.
Biilkan), in dcr evangelisch-liilherischen S!.
Paulus Kirche (Paster G. Johannes), in dcr
reformirlen Jmmanuels-Kirche (Pastor I. C.
Hanser), in der evangelisch luiherischen St.
Johannes Kirche (Pastor Christ. Kirschmann),
in dcr S!. Peters-Kirche (Pastor C. A. Schlü
ge!), in der reformirlcn ZionS Kirche (Pastor
G. Facius), in der deittschen evangelischen
Rkformalions Kirche «Pastor M. Kratt), in
der evangelischen St. Maithäi Kirche (Pastor
Ed. Hnber), in dcr ersten deutschen vereinig
ten evangelischen Kirche (Pastor F. A. Con
rads), in dcr fünften evangelischen reformirten
St. Pauls-Kirchc (Pastor M. Bachmaun , in
der St. Emaiuiels - Kirche 1 Pastor Klaus
in der evangelischen Dreieinigkeits-
Kirche (Pastor E. Hanmann), in dcr evauge
lischcn Zions-Kirche zn Canion
A. Schwort und in evangelisch-ln.heri
cnras-Kirche (Pastor Höh. Keller),
u s G eri ch t s h ö 112 e n. Im
Gullen - Gerichte erhielt gestern Dorothea
Grimme! gerichlliche Vollmacht zur Benval
lung des Nachlasses von Csnr. Grimmel von
Nr. 127, Forreststraße, und stellte durch Al
gert Gottschalk und Heinrich Grimmel Bürg
schaft zum Betrage von HUO.OOO.
Die Verhandlungen in dem fei! länge
rer Heil bekannllich im Stadtkreis Ger.cyte
schwebenden McGraw'sche Prozesse wurden
gestern Plötzlich bis auf Weiteres unterbro
chen und der Fall einem Referenten über
wiesen, um eine Anzahl Entlastungszeugen
einem Kreuzverhöre zu unterwerfen^
Vor Oberrichter Brown im Superior-
Gerich!e kam gestern der Prozeß von Tho
mas H., Alexander und Anme P. Druden
gegen Nicholas A. Frederick, Joseph Wieg
mann, Rudolph Smellenberger uns John
Smilh, welcher aus Exmittirung aus sechs
an der Ecke der Mulberrystraße und Park-
Avenue belegenen Häusern basir!, zur Ver
handlung. Tas sragliche Eigenthum gehörte
zu dem Nachlasse von John Kirby, welcher
1847 starb und vier erwachsene, sowie ;wei
minorenne Kinder hinterließ. Da die Hin
terlassenschaft nicht theilbar war, so ermäch
tigte der damalige Vorsitzende des Superior-
GerichtS, Richter Z. CoüinS Lee, auf eine
eingereichte Petition hin den Verwaller, das
Eigenthum zu verkaufen. Einen Theil des
selben erstand darauf Joseph Wiegmann für
Z 1750 und den Rest für K2WO Nicholas A.
Frederick, und die HH. Schellenberger und
Smith erwarben durch Kauf an einem Theil
des Eigenlhums Jmerefle. Die Frage in
dem Processe ist nun ob der seiner Zeit
von dem Verwaller vorgenommene Verlans
rechlsgüllig ist oder nichl.
Der Prozeß von Wm. H. Evans und
Anderen gegen S. I. Harman, Inhaber von
Fonds von D. Wilfson K Sohn, der, wie be
richtet, seit mehreren Tagen die Aisisen des
Stadtgerichts beschäftigte, erreichte gestern
seinen Abschluß. Die HH. Wilfson K Sohn
waren Eigentqümer einer großen Möbel
fabrik an der Croß-, in der Nähe der Rid
gelystraße. In 1374 wurde das Etablisse
ment durch Feuer zerstör!, wobei die HH.
Wilssohu ck Sohn angeblich so große Verluste
erlitten, daß sie sallirten. Die Kläger be
haupteten nun, daß der Bankerott ein be
trügerischer gewesen sei, doch entschied Richter
Fisher zu Gunsten der Verklagten.
War gestohlenes Bier. Vor den
Assisen dcs Crimiualgerichis stand gestern
loh. Krakau unier der Anschuldigung des
Spiritnosenverkauss an Minderjährige. Die
schuld des Angeklaglen fchien Allen fo klar,
daß seine Verurtheuung zu erwarten stand,
als plötzlich Hr. W. HollingSwoNh Whyte,
Krakau s Vertheidiger, dessen 12-jährigen
Sohn als Zeugen vorführte. Derselbe theilte
mit, daß er feinem Vaier das Bier entwen
dete, es an spielgenossen verkaufte und das
Geld in seine Tasche steckte. Hülss-Staals
anwall Campbell unterwarf das Bürfchchen
einem scharfen Kreuzverhöre, doch blieb der
Junge standhaft bei seinen ersten Aussagen,
und die Geschworenen sprachen darauf öna
kau frei.
Diebstähle. Während den letzten
Tagen ist in verschiedenen Theilen der
Siadt eine Anzahl von Diebstählen in ge
schickler Weise ausgeführt worden. An dem
Schaufenster der Frau L. Beitz?l, Nr. 32,
Süd-Howardstcaße, waren die Fensterläden
losgerissen worden, die Scheibe mil einem
Ziegelstein zerschlagen worden und sechs
Paar Schuhe gestohlen. Ein Mann, welcher
gegen 5 Uhr Morgens am Laden vorbei ging,
jagle, er habe einen Negerjungen an dem
Fenster stehen sehen, wäyrend ein anderer
augenscheinlich Wache stand. Man vermu
thet, daß der Diebstahl von diesen beiden
Knaben begangen wurde. Aus dem Hause
Äes Hrn. T. E. Tongne, Nr. 236, Nord-
Careystraße, wurden am Dienstags-Nachmil
lage neun silberne Löffel und aus dem des
Hrn. S. Meirich, Nr. 131, Edmoudson-
Avenne, drei silberne Serviettenringe ge
stohlen. Am Monlags'Nachmiltage gegen 4
Uhr stahl ein Dieb ans dem Geldkasten im
Laden des Hrn. John F. Thomas, Ecke der
Schröder und Lexingtoustraße, Hloo ins
CentSstücken; der Verlust wurde erst am
Dienslags-Nachmittage beznerll. Der Sohn
des Hrn. Thomas fay e.nen Mann, den er
eventuell wieder kennen will, hinter dem La
dentisch stehen nnd erfuhr später, daß der
selbe an mehreren Orten Gegenstände für
größere Summen gekauft und mit 5-Cenls
slücten bezahlt habe. Am Donnerstags Mor
gen wurden aus der Wirthschaft des Hrn. E.
Telle an der McClellans Auey einige Ci
garren, mehrere Karaffen und zwei B.er-
Hähne im Gesammtwerlhe von 510 gestoh
len. Die Gegenstände wurden später wieder
herbei geschasst.
Fallimen l.—lm Common Pleas Ge
richte suchten gestern Gideon nnd Roman
Weaver um die Wohllhateu des Insolvenz-
Gesetzes «ach. Hr. Wm. M. Busey wurde
bis auf Weiteres zum Kurator ernannt.
«ignal-Büreau. t
Baltimore, den 17. April 1886./
vi-ier. ugieii
7.00 M. 3».421 44.« 88 D >7 Ilriib
11.00 B. 3'».447 48,» 74 Z O 8 Tröb
s.«O Ai.425 S2.V' 81 0 8 Trüb
7.0» A. M.431 S2.U 85 s O ! 7 Trüb
1(1.00 N. 30.457 50.0 03 Ii O ! 5 Trüb
11.00 Sl. 30.458 50.0 0 ! O S
Mittl.Thcrnwmeterst.4«.4 ! , .
Die größte Schnelligkeit des Windes in einer Stunde
Ta« gestrige W«tt«r. ittachsolgenöc Beobach
tungen wurden gestern Stacht in demietben Augen
blicke (11 Uhr Zeit des 75. Meridians) aul allen
nllchgcnanltten Stationen geinacht:
Stationen. Stationen. >»
»lpena 43 Marquetie 51
Boston 41 Milwaulee 57
Buffalo Kl ! New-York 43
Sheyenne 41 ! Oswego 54
Chicago KO i Pori Huron 57
Sleveland «2 ! TanduSkh 64
Dlltutb 43 St. LouiS 65
Erie 66 St. Paul 64
ESeanaba 47 j Toledo 64
?a Erosse S 8 55
Jacksonviöe (!5 Mobile? 64
Montzoivcrh 63 ' LouiSville 63
«ttanta K 2 Memphis (i 3
!,Ncn>-OrlcanS,... 6»
Sonnenuntergang 6. Monduntergang 4.54
Wettcrautsicht««. - Kür die Mittel
staaten trübe« Wetter und örtliche üiegen un
verSnderte Temperatur und gröbtentheil»
südöstliche Winde.
Schneller Temperalurwechsel bringt rheu.
malische Leiden. „St. Jakob'S Oel" ist das
einzige Mittel, welches alle Schmerzen heilt,
und ist «ür fünfzig Cents die Flasche in allen
Pferdebahn-AuSstände
«n der,,Nor»-«al»>n-rcr Linie."
Nahe den Edmondson-Avenne-Slällen der
Frick'fchen Linie konnte man auch gestern
Morgen d.e üblichen Gruppen von Polizisten
und Ausständigen sehen, die aus den Troitoi
rcn standen und sich über die Aussichten des
SlrikeS unterhielten. Die Zahl der Strik-r
vcrminderle sich nach und nach, und auch
die wenigen Neugierigen ,ogen von dannen.
als sie sahen, daß dieselbe Ruhe und Ordnung
herrschen werde, wie am Tag: zuvor. Die
Sergeaitten Schul,, Scott und Klein waren
mi! einer Ablheilung Polizisten auf dem
Platze, halten aber fehr wenig oder gar Nichts
zu-thun. Zwischen 7 und 8 Uhr Morgens er
schien Wm. Hauna in den Ställen und machte
mit dem Waggon Nr. 17 einc Fahrt. Nach
seiner Rückkehr erklärte er, das Unwohlsein,
das ihn vorgestern gezwungen, die Fahnen
einzustellen, habe sich wieder eingesteht, wo
raus er auf Anratheu des Superintendenten,
Hrn. Fi.ck, sich nach Hanfe begab. „Hanna,"
sagte gestern Hr. F-rick, „ist einer unserer
ältesten Kutscher. Er behauptet, die Bahn
Compagnie habe ihn stets ordentlich behandelt
und ihm keinerlei Veranlassung gegeben, sie
auf einmal im Stich zn lassen. Er würde
gestern seine Fahrten nicht eingestellt haben,
wäre er nichl krank geworden. Nachdem er
beute ftüh eine Fahrt gemacht, ersuchte ich
ihn, nach Hanse zn gehen. Es sind uns sehr
viel Applikationen um Anstellung zugegan
gen, aber aus einem oder dem anderen
Grunde sind die Applikanlen nich! gewillt,
nach der unteren Stadt zu fahren. Wir wün
schen, dem Publiium zu dienen, und werden
unsere Waggons befördern, sobald wir Leitte
erlangen können, die als Kutscher fungiren
Nach Hanna, ungesähr um 8 Uhr, verließ
Miltou Ridgely, der sei! Beginn des Aus
standes anf feinem Posten blieb, mil dem
Waggon Nr. 69 die Ställe, ihm folgte Chir
lcS Ouisler, dcr Transfer-Agent der Linie,
mil dem Waggon Nr. 3. Neben Oursler
saß ein Mann, Namens Donghwn, welcher
iu die Kunst des Pferdebahn-KulschirenS eii>
geweM wurde und dann selbst einen Waz
gon fahren will. Ein dritter Waggon
von Capt. Wm. Chew, einem fcüyeren Con
dukleur der„Balrjmore-)l'hio-Eisenbahn" ge
lenll. Allen Dreien ward nicht die geringste
Schwierigkeit in den Weg gelegt. Nur als
Ourslcr von seiner zweiten Fahrt zurückkam,
näherten sich ihm einige der Ausständigen
nnd forderten ihn auf, sich ihnen anzuschlie
ßen. sie versprachen, ihn und seine Fami
lie zn erhalten, falls er nach Beendigung deS
Sirikes entlassen werden sollte, aiier ohne
einen Eindruck anf ihn zu machen, denn er
setzte ruhig seine Fahnen sort.
Aus dcr Coliimbia-Ave.-Linie der „Union-
Pserdebahn-Compagnie" fuhren gestern zwei
Waggons, welche von den Kutschern Christie
und Ward gelenkt wurden. Der Erstge
nannte ist ein Prüder des Slall Aufsehers
Chilstie an dem Terminus au der Columoia-
Avenue und Beide stehen seil der Gründung
der Compagnie in deren Diensten.
Gegen 10 Uhr Vormittags kam der erste
Waggon auf dem Endpunite der Linie an
dcr Ecke der Conway- und Lightstraße an; es
war ein Waggon der „Calonsviller Pferde
bahn," als deren Condukteur I. H. Holloway
fungiNe. Letzlerer erkläne, die Waggons der
„Calonsviller Pferdebahn" würden während
des Ausstandes halbstündlich von der Con
waystraße bis nach der Calonsviller Station
an der Ecke der West-Prallstraße und Frede
rick-Avenue sahren. In der Nachbarschaft dcr
Ställe der „Union-Linie" herrschie die größte
Ruhe. Die Beamten boten am Vormittag
den Ausständigen ihren Lohn für die ersten
Tage der Woche an, um ihre Verbindung
mit der Bahn gänzlich ;n brechen. Die Leute
erkiänen jedoch, daß sie sich als Angestellte
der Compagnie betrachteten und ihren Lohn
vor Samstag nicht in Empfang nehmen soll
ten. Die Waggons der Maryland-Avenue-
Linie wurden in der Waggonremise unterge
bracht und kein Versuch gemacht, einen der
selben zu befördern, da man das Hauptau
genmerk auf vie Columbia-Avenue-Llnie ge
richtet habe.
Um 2 Uhr Nachmittags erhielt Capt. De
lanty vom südlichen Polizei-Distrikt die Mit
theilung, daß die Bahn-Gesellschaft beabsich
tige, mehrere Waggons zu besördern. Er
verdoppelte sofort die für den Dienst entlang
des Geleises detaillirten Polizisten unter dem
Commando des Sergeanten Blackistone.Sun
strnm und Pnmphrey, und traf andere Vor
bereitungen, um die Kutscher der zu beför
dernden Waggons zu beschützen. Der erste
Waggon, Nr. 109, von Wm. Appleby lul
schirr, kam um >5 Minuten nach 2 Uhr an
der ESe der Light- und Conwaystraße an,
und diesem folgte Waggon Nc. 103, von
Thomas Gainer gelenkt. Beide sind regu
läre Augestellte der Bahn und wurden in kei
ner Weise an der Ausübung ihres Dienstes
gehindert. In schneller Reihenfolge kamen
dann noch die Waggons Nr. 102, 104 und
1»5. die, wie die Ausständigen behaupten,
von neuangeworbenen Leuten lutschirr wur
Sobald I. H. Onion, der Aufseher am
Coiiwaystraßen-Halteplatz und Mitglied des
Ordens der „Knights of Labor," Appleby mit
feinem Waggon kommen sah, schloß er mit
den Worten: „Dies endet die Sache" das
Wartezimmer, steckte den Schlüssel in die
Tasche und ging von dannen. D.e Waggons
vermittelten dann ungehindert den Verkehr
bis znm Eintritt der Dunkelheit.
Die größte Ruhe und Ordnung herrichte
gestern in der Nähe der Ställe der „Cemral-
Linie" an Prestonstcaße, nahe Greenmouut-
Avenue. Sergeant Schaffer vom nordöstli-
Distrikt war mit einer Abtheilung Polizisten
in den Ställen postirt worden, hatte jedoch
im Laufe des ganzen Tages keine Veranlas
sung, einzuschreiten.
Hr. Walter Balistone, der Sekretär der
„Central-Pferdebahu Gesellschast," erklärte,
daß die Verweltung nicht die gerinzpe Ab
sicht hege, sich den Forderungen der Slriker
zu sügen. Die Compagnie habe durch Zei
lnngS-Annoncen zur Einreichung von Appli
kll'ionkn aufgefordert, nnd bereits hatte sich
eine beträchtliche Anzahl Personen gemeldet,
welche bereit seien, sür H 1.50 pro Tag 12
Stunden zu arbeilen. Sobald die angewor
benen Leute genügend mit ihrem Dienste
vertrau: seien, werde man den Verkehr wie
der aufnehmen. Die Ausstehenden hätten
kein Comite ln das Büreau der Gesellschaft
gesandt, um mir den Beamten zu conferiren,
und die Nachnchl von einem Strike habe
man erst erhallen, als die Kutscher ihre Wag
gons nach den Ställen gebracht.
Kurz nach Mitlag wurden drei Waggons
mit neu angeworvenen Leuten als Kutscher
befördert nnd fuhren bis zum Einbruch der
Dunkelheil. Den Kntfchern wurden keinerlei
Schwierigkeiten in den Weg gelegt, nur wur
den sie an der Ecke der Prestznstraße und
Greenmoiint-Avenne von einer Anzahl dort
versammelter Ausständiger mil laulen Rufen
Von der „Pcople's Linie."
Die Ställe der „People's Linie" an der
verlängerten Druidhill - Avenue sind, nach
dem vorgestern der letzte Waggon eingebracht
worden war, geschlossen worden, nnd es
herrschte während des ganzen gestrigen Ta
ges eine große und ungewöhnliche Ruhe in
der Nachbarschaft. Im Ganzen beherbergen
die Ställe 18 Waggons, und die 27 aus
stehenden Kulscher, mit eine n County Poli
zisten an der Spitze, standen auf einem be
nachbarten Hügel Wache, um das Eigen
thum der Gesellschast zu beschützen. Ein alier
Conoitoreistand, welcher in der Nähe stand,
ist von den Strikeru in ein Wach'okal umge
wandelt worden. Einige der Letzteren schei
nen einzugestehen, daß die Bahn seit langer
Zeit nicht genügend Einkünfte nm die
Ausgaben zu decken. An Sonntagen bei gu
tem Wetter ist die Zahl der nach dem „Druid-
Hill-Park" fahrenden Passagieren eine ganz
gute, aber an anderen Tagen ist der Verkehr
nur mittelmäßig, manchmal sogar lehr g
ring. Vorgestern Vormittag nahm ein Wag
gon auf seiner Fahrt vom „Druid-Hill-Park"
bis nach Fort McHeury die gewaltige SiiM'
me von 8 Cents ein.
An der ~Uork-Road .Linie."
Das gestern Nachmittag sich verbreitende
Gerücht, daß auch die Kutscher und Conöuk
teure der „Uork-Road-Bahn" sich den Aus
ständigen anschließen würden, hat sich nicht
bewahrheitet. 2m Gegentheil, die Angestel.-
ten dieser Linie scheinen in bester Laune zu
sein. Sie erklären, sie seien zufrieden und
erhielten S 2 für zwölsstünUge Arbeit, und
Das sei Alles, was sie verlangten, sie spre
chen sämmtlich mit der größten Achtung von
ihrem Superintendenten, der sie stets gut
beHandel! und veisuchlhabe, die Arbeil gleich
mäßig zu vertheilen. Condukteur I. R.
Brown, welcher seit 16 Jahren an der Bahn
angestellt ist, enlärte, daß er bei dem frühe
ren System nur S Tage arbeiten und Klo
verdienen konnte, jetzt arbeile er Tage und
verdiene tzll.
«n der „Highlandtown - Point - Breezer
Bali»."
Die Kutscher der „Highlandtown - Point
Breezer Bahn" hatten beabsichtigt, um 6 Uhr
gestern Abend den Verkehr einzustellen, be
schlossen aber nach einer Berathung, die An
gelegenheit bis nach der Vertagung der auf
d n Abend anberaumten Versammlung der
„Midnights-Assembly" zu verschieben. Die
Leute an dieser Bahn erhalten 51.50 pro Tag
und arbeiten keine 12 Stunden pro Tag. Vor
Annahme des 12 Stunden Gesetzes verdien
ten sie ZIO Pro Woche und jetzt tz 9. Die Meh
rzahl derfelben stimmt darüber übcrcin, daß
die Einnahmen der Bahn kaum genügen,
die Ausgaben zu decken.
»in Sisenbayn - PrSsivent am Ztrik«.
Präsident T. Edward Hambleton von der
„People's Linie" erklärte gestern, daß seine
Linie geschlossen und er, gerade, wie seine
Leute, sich am Sinke befinde. Da eS ihm
nicht gelungen sei, von der städtischen Polizei
den nöthigen Schutz für sein Eigenthum zu
erlangen, so habe er dasselbe der Obhut des
Scherisss von Baltimore-County übergeben.
Es falle ihm nicht ein, Schritte zur
ausnahme des Verkehrs zu treffen, eS fei
denn, die Ausstehenden kehrten zn den alten
Löhnen und Bedingungen zurück. Einige
Zeit Ruhe würde den Pferden gewiß Nichts
schaden, und die Wagzons seien sicher in deu
Remisen nniergebrach!. Ungleich seinen Co'
legen, die vom Slrike betroffen weröen,
scheint Hr. Hambleton die Angelegenheit sehr
kühl auszusassen.
«ngrtsse auf Pferdebahn-Kutscher.
M. I. Leonard, einer der Ausständigen
an der „Nord-Ballimore-Linie," ward ge
stei.i früh vom Polizeirichter Fitzhngh aufdie
unichnldignng dem GerichtSversahren über
wiesen, den Milton I. Ridgely, welcher seit
dem Ausstand den Waggon Nr. 71 der ge
nannten Linie kutschin, angeariffen zn ha
ben. Ridgely behauptete, dag er nach been-
auf einer Bank, in der
Nähe der Pferdebahn-Ställe an Boundary-
Avenue, gesessen, als Leonard ihn überfallen
und mißhandelt habe. Hr. JaS. L. McLane,
der Präsident der Bahn-Gesellschaft, wohnte
dem Verhör bei.
Capt. Chew, ein ehemaliger Condukteur
der „Baltimore - Ohio - Eisenbahn," welcher
gestern einen Waggon der „Linden Avenue-
Linie" kulschine, ließ gestern Charles Boyle
auf die Anschuldigung hin verhaften, einen
Stein nach ihm geworfen zu haben. Vordem
Polizeirichter Fiyhngh erklärle Boyle, daß er
blos eine Bewegung gemacht habe, als ob er
nach Chew Werse, aber in Wirklichkeit keinen
Sletn geschleudert habe. Andere Personen
bestätigten die Aussagen Boyle's, und dieser
ward entlassen. Gegen Abend erhiel! Capl.
Earhart von Chew die Mittheilung, daß er
befürchte, auf dem Heimwege angegriffen zu
werden, da man seiner kranken Frau -die
Mittheilung gemacht habe, daß sein Leben
bedroht sei. Capt. Earhart beauftragte eincn
Polizisten, Chew nach seiner Wohnung zu
ttiliufrievcnheit au ver „Stavl - Passazier-
Pserdedal)«."
Gestern Morgen machte sich unter einem
Theile der Kulscher nnd Condukieure der
„Sladl Passagier-Pserdebahu" eine Unzufrie
denheit bemertlich. An der „blauen Linie,"
welche zur Zeil 20 Waggons befördert, sind
80 Manu angestellt. Vierzig derselben er
kalten H 2 und die anderen vierzig KL Cents.
Lljis der „weißen" nnd „grünen Linie" ma
chen die Aushelser vier Fahrten und erhalten
sür die ersten zwei Fahrten Pl und für die
letzten zwei Fahrten 66 Cents, zusammen also
H 1.66. An der „rothen Linie" werden die
Angestellten in derselben Weise bezahlt, wie
au der „blauen," wäbrend alle Kutscher und
Conduiteure an der „Hall's Springser Linie"
H 2 pro Tag verdienen. Die AuShelfer erklä
ren nun, daß sie als „Knights os Labor" zu
derselben Anerkennung berechtigt seien, wie
die regulären Kulscher und Conoukteure und
verlangen, daß diese den Verdienst mil ihnen
gleichmäßig theilen sollten. Die Mehrzahl
drl AuShelfer sind neu engagirle Lenle, doch
sind auch einige ältere Angestellte unter ihnen.
Nach längerem Hin uns Hergeben beschloß
man vorgestern Abend, ein Comite zu ernen
nen und dem Gouverneur Bowie, Präsiden
ten der „Stadt-Pferdebahn," dießeschiverden
Ein Comite der„Mtdnight.Assemblt>," aus
Repräsentanten der „Blauen," „Wciß:.i"
und „Grünen Linie" der Stadt - Pserdebahn
bestehend, staltete gestern Nachmittag dem
Präsidenten der Bahn, Ex-Gonv. Bowte,
einen Besuch ab. John Donohue von der
„Blauen Linie" fungirte als Sprecher. Er
erklärte, die Angestellten hätten vorgestern
Abend eine Versammlung abgehallen und
feien zu dem Beschluß gekommen, für 66z
Cents pro Tag nicht arbeiten zu können,
weshalb er und seine Collegen gekommen
seien dem Präsidenten ihre Beschwerden zu
unterbreiten. Sie hätten einen Plan ange
nommen, den sie Hrn. Bowie vorzulegen
wünschten. Er fuhr dann fort zu erklären,
der Plan bestehe dann, daß man die Wig
gonß 18 Stunden lang fahren lasse, nnd den
Snbstittiten, welche zwei Waggons zu beför
dern haben würden 6 Stunden aus jedem
Waggon L 2 Pro Tag zahl-.
Gouverneur Bowie anrwortete, es sei nicht
gerecht, wenn sie behaupteten, es arbeiten an
seinen Linien Leute zu 6Kz Cems pro Tag,
denn Substitute füllten blos die Zeit zwischen
deu Dienststunden der regulär Angestellten
aus und würden nach der Rale von tz 2 pro
Tag von 12 Stunden bezahlt. Er erklärte,
die Ursache, weshalb die Exlra Leute auf
Waggons der „grünen" und „weißen Linie"
der Bahn den doppelten Betrag verdienen
könnten, liege in dem Umstände, daß die
Ställe nahe zusammen liegeu, und ein Mann
für beide Linien zu arbeiten im Stande sei.
An der „blauen" oder der „rolhen Linie" sei
Dies nichl möglich. „Ich habe das 12 slun
den Gesetz nicht gemacht," schloß Hr. Bowie,
„aber ia? habe den neuen Leuten mitgelheil!,
was sie zu thun hätten und was sie verdienen
SprecherDllnohne erzählte dann, daß wenn
diese Leute des Abends über die Slrage gin
gen, die Kinder ihnen nachliesen und zuriefen:
„ee Cents." Es sei Dies gewiß nicht ange
Hr. Bowie meinte, es arbeiteten nur sehr
wenige der alten Angestellten als Aushelfer,
aber es fei nothwendig gewesen, einige Wag
goks zurück zu haUen. Diesen alten Bedien
steten würden natürlich die ersten Vakanzen
Kulscher Nash von der „blauen Linie" be
merkle, er stehe nun bereits seit zwei Jahren
in Diensten der Compagnie, habe aber noch
nie einen regulären Waggon zuerlheilt be
komnen. WeShalb, wisse er nicht.
Donohue fiel ihm hier ins Wort und sagte,
zu H:n. Bowie gewandt: „Gorver.!eur, wir
find hierher gekommen, Ihnen den Vorschlag
zu machen, die Waggons 18 stunden lang
lausen zu lassen- Können Sie Dies thun ?"
Gouverneur Bowie antwortete: „Nein, ich
kann D.es nicht thun."
Donohue: „Lch muß der Assembly heute
Abend ihre Antwort melden."
Hr. Bowie: „Sie haben meine Antwort
Donohue schickte sich dann an, das Bureau
zu verlassen, stand aber, als er sah, daß ihm
seine College» nicht folgten, an der Thüre
still. Charles Hindeman von der „blauen
Linie," welcher einen sehr regen Antheil an
der gegenwärtigen Bewegung nnler d:.l
Straßenbahn - Angestellten genommen, ant
wortele, als Hr. Bowie die Bemerlung mach
te, es würde sich nicht bezahlen, die Waggons
so lange lausen zulassen: „Da können
Recht haben; Diejenigen, die am Meisten
schimpfen, benutzen die Pferdebahnen am
Wenigsten."
„Und doch," entgegnete Hr. Bowie, „wol
len Sie, daß ich diesen Schimpfern zu Gefal
len Nacht-Waggons beförden soll?"
Hoopcr von der „weißen Linie" meinte,
die Leute an seiner und der „grünen Linie"
seien mit dem gegenwärtigen Arrangemeir
zufrieden. Gouverneur Bowle frug nun,
wo eigentlich die Vertreter der „rothen Linie"
seien, worauf ihm die Antwort zu Theil
wurde, daß dieselben ledemalls sich sürchte
ten, entlassen zn werden. D.e Telegation
gestand dann zu, daß sie nie behauptet, daß
Gouverneur Bowie sie deshalo entlassen
würde, weil sie sich den „Knights of Labor"
„Ich habe Ihnen immer ?2 pro Tag ge
zahlt und mich nicht geweigert, Dies auq zu
thun, nachdem das 12-Stunde» Gesetz in
Kraft .cat. Ich kann und werde von meinen
alten Angestellten, die der Compagnie lange,
manche davon länger, wie ich, und treu ge
dient haben, nicht verlangen, ihre Dienst
stunden mit den neuen Angestellten zu thei
len, da Dies ein Uniecht sein würde."
„Nun, Gouverneur," warf dann Charles
Hindeman eui, „wenn ich recht verstanden
habe, weiaern Sie sich, den Anforderungen
der Extra-Leute Genüge zu leisten ? Ich muß
natürlich meinen Bericht einreichen und
möchte dabei keine Fehler machen."
„„Ich kann die Waggons der „blauen
Linie" nicht achtzehn srunden laufen lassen.
Sie wissen ja selbst, daß die Einnahmen der
beiden letzten Fahrlen nicht genügen wür
den, um das Oel zn bezahlen," lautete die
Antwort des Hrn. Bowie.
„Können Sie nicht Arrangements treffen,
nach welchen die Leute mehr, wie LS Cems
pro Tag verdienen können ?"
„Ich würde gern jeden, wenn sie HI.6K
pro Tag verdienten, aber ich habe den neuen
Leuten von vorn herein klar und deutlich er
klärt, was sie zu erwarten hätten," antwor
tele Hr. Bowie, „wenn aber damit den Leu
ten geholfen werden kann, will ich den letzten
Waggon an der Boundary-Avenue hallen
schließlich erklärte Präsident Bowie, daß
er das größ'e Vertrauen in feine Leute setze
und hoffe, daß sie etwaige Schwierigkeiten
unter sich schlichten würden, sein Plan,
5 Tage von je 16 Stunden zu H 2.50 pro
Tag zu arbeiten, wäre das Beste gewesen, da
es Allen fast gleichen Verdienst und zwei
Ruhelage gewähre. DaZ 12-Stundeugesetz
halte er für unconstituiionell.
Verschiedene «„sichten.
Die einzelnen Comite-Mitglieder verhiel
ten sich, nachdem sie das Büreau des Hrn.
Bowie verlassen, sehr schweigsam. Einige
machten im Laufe des Nachmittags geltend,
daß das Sonnte der Pferdebahn-Angestell
ten, welches den Strike an der „Nord Bal
timorer," „Union " und den übrigen Linien
angeordnet, auch von der Distrikis-Afsemblg
die Befugniß erhalten habe, wenn ft.r nö
thig erachtet, auch die Arbeit an der „Stadt-
Pferdebahn" einstellen zu lassen. Großer
Meiliungsunterfch.ed herrschte indessen dar
über, ob es weise sei, sich der Sache der Aus-
Helfer anzunehmen. Die regulären Ange
stellten, welche für 12-stündige Arbeit H 2 er
halten, sind sehr wohl zufrieden und sürchteu
durch eine weitere Agitation ihre Stellen zu
Das vom Ex-Gouverneur Bowie geführte
Argument, daß die AuShelfer zur Hei! ihres
Engagement« wohl gewußt, was ihre Arbeit
und wäs ihr Verdienst sei, und die Thatsache,
daß sie nach der Rate von tz 2 pro Tag be
zahlt werden, schien ans die Beteiligten ei
nen Eindruck gemach! zu haben. Andere be
haupten jedoch, daß die Aushelser keine an
derweitige Beschäftigung annehmen kö.lnten
und ein Tagelohn von 'OK? Cents zu gering
sei, nm zn existiren.
Aus der Arbeiterwelt. V?m
„Germania-Schneider-Verein" war auf ge
stern Abend eine Versammlung aller im
Schneidergewerbe beschäftigter Arbeiterinnen
nach der „Orchestrion Hallc" einbernscii wor
den. Den Vorsiv sühne Hr. F. Jcrschick und
das Protokoll Hr. Heinrich Bittors. Hr.
Ltto Dorn trat als erster Redner auf. Er
sagte, er frene sich, daß die Anwesenden durch
ihr Erscheinen gezeigt hätten, daß sie gesonnen
seien, an dcr Verbesserung ihrer Lage mitzu
wirken. Die Frauen seien vor Allem dazu
bcrechiig!, eine solche zu fordern. Ihr Ver
dienst betröge nicht mehr, als 50 bis 60 CtS.
pro Tag, nur fehr wenige seien im Slande,
?l zu verdienen. Sie müßleu in ungesunden
Räumen arbeilen; ihre Bedürsnisse seien die
selben, wie die der Männe, man verlange von
ihnen, daß sie anständig gekleidet gehen fallen
uud außerdem hätten viele von ihnen Kinder
zu ernähren und ihre Männer womöglich noch
obend rein, wenn diese keine Arbei! zu finden
vermöchten. Von dem Tage an, wo sich die
Frauen einer Orgamjatton anschlössen, müß
leii auch ihre Forderungen berücksichtigt wer
den. Vor allen Dingen müsse erstreb! wer
den, daß die Arbeiier.nnen bei denselben Lei
stungen auch die gleichen Löhne erhielten, wie
die Männer; jetzt bekomme die Fran nur et
wa die Hälfte. Danu müsse man ihnen in
gesellschaftlicher Beziehung eine gleichberech
tigte Stellung zu verschaffen suchen. Zur
Erlangung dieser Forderungen würden die
sämmtlichen organisiNeii Arbcilcr den Frauen
zur Seite stehen. Der nächste Redner, Hr.
I. Lieblich, 'ührte sodann weiter aus, wie
in Folge der Ueberproduktion durch die Ein
sührnng der Maschinen zuerst den Verdienst
der Männer abgenommen habe, wie dann
den Frauen und schließlich auch die Kindern
zur Abeit in den Fabriken herbeigezogen seien
unter dem Vorgeben, man wolle die Lage der
Arbeiter dadurch verbessern daß man auch
diesen Gelegenheit zu verdienen geben wolle.
In Wirklichleil sei jedoch die Sache dadurch
nur verschlimmert worden. Die Produltion
habe zugenommen, und für i:dc beschäftigte
Frau fti ein Manu brodlos geworden. ES
sei nich! die Benrebung der Arbeiter die
Frauen aus den Fabriken fern zu halten, daß
hieße, sie brodloS machen. Man beabsichtige
nur, ihiilN den Lohn für ihre Arbeit zu ver
schafieu, welche dieselbe wirtlich wenh fei.
Um Dies e'.reichcn zu können, sei eS jedoch
notwendig, daß die Frauen sich gleichfalls
organisinen.
Cr ersuche daher die Anwesenden, sich der
zn gründenden „Frauen Union" anzuschlie
ßen und eitrig in ihren Bckann.cnlreisen sür
dieselbe ',u aglüren.
Hr. Chr. KaSkel redele dann in englischer
Lpiache und schilderte in beredten Worten
die traurige Lage der weiblichen Arbeiter.
Ein großer Theil werde geuvungen, sich im
Sommer ihren Verdienst in den Einmache-
Geschäften zu suchen. Redner sühne an, daß
der Preis für das Anfertigen eines Dutzeno
Hofen 80 Cents bettage und daß für ein
Dutzend Röcke ein Macherlohn von §3 be
zahl! werde, es fei denn, daß dieselben sei
lenlaschen und übcrgestepple Nelye enthiel
ten. In diesem Falle zahle der Fabr.lant
§3.25 mehr.
Die „Zuschneider- und Trimmer Union
von Ballimore" kam gestern Abend 8 Uhr in
der „MechanicS' Halle" zu ihrer regelmäßi
gen Wochensitzung Zusammen, welche außer
ordentlich stark besucht war. Ten Vorsitz
sührte der Präsident Conrad Meid nnd das
Protokoll der Selretär Leo Fricdländer. Das
mit der Ausarbeitung einer Constittiiiou be
traute Comite, bestehend aus deu HH. Heinr.
Michel, Fr. Wächter, loh. C. Hir.h, Val.
Frain, M. Kraft, Rob. Kramer, Jnl. Rnpp
und Fred. Hink, legte den Entwurf vor, wel
cher zwar verlesen, allein dessen Berathung
und definitiv: Annahme auf nächste Ver
sammlung, Freitag den 23. ds. MtZ., ver
schoben wurde. Zugleich wurde dasselbe Co
mile im Verein mit Hrn. Chas. Erck, welcher
sich hierzu sreiwillig erboten hat, ersucht, die
Statuten bis zu diesem Termine in enzli
scher Sprache übersetz! vorzulegen. Hr. Ed.
Appel ward vom Vorsitzer zum Thürwächter
ernaun!. Die Union zähl! bereiis 322 Mit
glieder, zu welchen gestern noch 35 neue hin
-ukamen.
L)le „Crmentarbeiler - Union" trat ge
stern Abe: d 3 Uhr in C. Neidhardt's Lokal
zu ihrer regelmknige» Wocheiisitzuug zusam
men. Den Vorsitz führte Hr. I. Langhoff
und das Protokoll Hr. C. A. Pfeiffer. Nach
dem mehrere neue Mitglieder aufgenommen
worden waren, passirle man den Beschluß,
auf necksten Mittwoch Behufs Berathung und
Annahme der Statuten eine General - Ver
sammlung einzuberufen. Sonst wurden keine
weiteren Geschäfte von allgemeinem Interesse
Die «engl. Pianomacher Union Nr. 17"
beschloß gestern Abend in einer Extra - Ver
sammlung bei C. Neidhardt, vom 1. Mai an
den achtstündigen Arbeitstag bei unveriürz
tem Loyn einzuführen.
Die „Marine-Asfembly" der „K. vs L."
hat jetzt endgültig den bekanntlich zwischen
der Distrikis-'Asfembly und den Schifszozu-
Hof-Besitzer.l abgeschlossenen Comprom-ß zur
Beendigung dcs Strikes zurückgewiesen und
ein dieSvezügliches schreiben dem Präsiden
ten der „Shipbuilders' Associaüou" znge
sandl. In dem Briefe wird besonders be
lont, daß lediglich ein aus Mitgliede:.! der
„Marine-Asfembly" selbst bestehendes Comite
und keineswegs die Distrikts Assembly au
torisirt sei, Verhandlungen im Interesse der
AuSständizni anzuknüpfen oder gar eiam
Vergleich einzugehen.
Pri-Pdenl Maciie von der „Union Mi
ning Comp." zu Mounl Savaae, welche
Ziegelsteine favrizirt und eine veträchilicye
Anzahl von Arbeitern beschäftigt, hat den
Letzteren einen Plan nnterbreitet, demzufolge
ihnen ein Antheil an dem Nettoprofit der Ge
sellschast zufallen soll.
Das in hiesiger Stadt be.'anntlich wei
lende Comite der ausständigen Kvhlengrcber
der Gcorge's Creek-Region hat von sen „K.
of L.," sowie den verschiedenen Arbeitt'roer
emigungen Hierselbst insgesammt den Betrag
von HIOOO zur Unterstützung in ihrem Kampie
Die Schuhputzer beabsicht.gen, sich B?
Hufs Erhöhung ihres Preises von 5 ans l 0
Cenls ebenfalls zu organisiren.
Die „Ziegelstein-Fabrikanten
von Ost-Baltimore" nahmen gestern
die von der „Un.on der Ziegelsteinmacher"
au-gestellte Preisskala süc Stückwerk an. Der
Preis beträgt H 1.50 für gewöhrliche Arbei
ter und für die „Preß"-Aroeiter H 2.75.
Die „St. M i ch ael s- Ritler" hiel
ten gestern Abend in der „Carroll Halle" eine
Gencral-Versammliinq, i.i welcher Hr. Theo,
v. Rinteln den Vorsitz und Hr. loh. Harbecke
dos Protokoll sührte. Die Haupiverhand
lnngen des Abends bestanden in einer Durch
bcrachung der Constitution, welche schließlich
in der Annahme der bereits seil 14 Fahren
beilehenden Gesetze mit 31 gegen 3 Stimmen
resnltirl'. ES wurde serner beschlossen, die
Einladung zur Theilnahme an der am 9. Mai
stattfindenden Einweihung des neuen Gottes
hauses der hl. Kreuz-Gemeinde anzunehmen,
nnd ein Comite ward mit der Auswahl eines
geeigneten Platzes für ein im Mouat Juni in
Aussicht genommenes Preisexe: iren beauf
tragt. Im Uebrigen kamen rein innere An
gelegenheiten zur Erledigung.
Die Piano-Conzertedes „Peabody-
Jnstilules" fanden gestern Nachmittag ihren
Abschluß. Hr. und Frau Burmeister spielten
Händel und Beethoven, von Letzterem die
prächtige O.Uii--Sonate, und in Gemein
schaft mit dem tüchtigen Violinisten Hrn.
Heinrich Klinoenfeld eine Sonate von Niels
Gade.—Tas Drio hat sich sür das „Peabody
Institut" als eine vortreffliche Acqnisitton
erwiesen, nnd wir hoffen, die drei Künstler,
von denen jeder in seinem Fache lüchtig ist,
nächsten Winter wieder zu hören.
Ausstell u ngS- Arrangements.
Ein Comite des „Vereins der Kaufleute und
Fabrikanten" begab sich gestern Nachmittag
nach Washington, um daselbst mit Bundes
commissär W. B. Webb bezüglich der sür
das Jal.r 1892 in der Bundeshauptstadt in
Aussicht genommenen Ausstellung zu conse
riren. Das Comite bestand aus den HH. I.
M. Heed, W. S. Powell, G. H. Huut,
Gen. F. Agnus, Henry McShane, JaS. A.
Gary, I. M. Dulany und I. R. Bland und
kehrle Abends, zufrieden mil dem Resuliale
der stattgefundenen Confereriz, hierher zurück.
Emanzipationsfeie r.—Die „Balri
morer Ristes," die „Monumental GuardS,"
die „Balnmore-City Guards," die „Grant-
Memonal Guards" und der „Lincoln-Posten
Nr. 7, G. A. R.," begaben sich gestern zur
Theilnahme an der anläßlich der Emanzipa
tunSfeier fiallgefnndenen Parade nach Wash
. Spielc nicht mit scharfkantige«
Werkzeugen'."
Ein sehr weiser alter Spruch, dem nur sein
Zwillingsbnider: „ein wemg Lernen ist ein
gefährlily Ding" gleichsteht. Wenn ein ver
wundeter Finger vom Spielen mit schar-
Jnstrnm-Ilten zu besürchren ist, nm w'
bedenklichere Resultate hat Derje'
fürchten, welcher durch S->""
ungeeigneten Arzneien 112?
Spiel setzt! Bei alle
Hauptsache, das
kräftigen allgemein
Dr. Henley'S S<>'
Zu Gunsten eines frühzeitigen
Gefchäftsfch 1 ufse s.—ln der „Wil'on
Posten-Halle" orgonisirte sich gester.l
die "kelnil ttn.e«>l»<. -iii.l
Dealers Hl»!,,»! I'nioil ok llls Btak« ok
Al-li'vlaiill" durch Wahl folgender Beamten:
»ohn Donnelly Präsiden!, Heinr. Loren» er
ster und G. I. McCiellan zweiler Vice Prä
sident, E. L. Oster Selretär und C. W. A.
Tas znr Ausarbeitung
der Statuten ernannte Comite erstattete sei
nen Berich!, welcher angenommen wurde.
Der Präsident hat ein Direiiorinm, aus 9
Mann bestehend, zu ernennen. Die Jahres
versammlung findet am ersten Montag im
Mai seden JahreS und die regelmäßigen
Versammlungen an jedem ersten Montag im
Mona! statt. Der Verein beschloß, daß vom
1. Villi die,es Jahres an mii Ausnahme des
Monats Dezember die Mitglieder ihre Lä
den jeden Abend um 7 Uhr schließen sollen:
nur am Samstage und an Abenden vor dcn
Feiertaaen foll ein Gefchäs.Sbetr.eb bis 12
Uhr gestattet sein. Bereits 800 Ladeninha
der haben sich berei! erllär., diese Verpflich
tungen nachzukommen. Es wird fleißig da
,ür aoitin, daß auch die Uebrigen zu glei
chem Vorgehen veranlaßt werden.
Angriff eineSBären aus einen
M e Ii s ch e n. Ein Vorfall, der leicht von
verhängnißvollen Folgen begleitet sein kann,
ereignete sich gestern in der Nähe des Col
gale Creeks in Baltimore-County. Seit meh
reren Jahren befand sich bekanntlich in Mc
Gowan'S „Poim-Breeze Hotel" ein Bär, der
den Bespchcrn viel Uitterhattuug geivährle,
weil er mi! der Zeil gelernl hatte, Bier, So
dawasser u. s. w., das ihm die Gäste offer.r
teil, zu trinken. Vor drei Wochen trar Hr.
McGowan. der das Holet blos gemiethet
hatte, dasselbe wieder an die „Cantoner Com
pagnie," deren Eigenthum eS war, ab, und
ob nun seitdem Meister Betz das Futter zu
karg bemessen wurde oder nicht, ist unbe
kannt. Gleichviel, er riß sich am Sonntags-
Abend von seiner Kette tos und flüchtete sich
in die nahen Wälder. Tie Nachrich! hiervon
erregle uMer den Bewohnern der dortigen
Nachbarschaft nicht geringe Beunruhigung,
und nachdem man ihm zwei Tage ungestört
der Frcihei! Lust hatte genießen lassen, ver
anstaltele man am Mittwoch bei Point-
Breeze ein Jagen. Braun wi'rse auch in der
Nähe des Hotels aufgesunden, entkam jedoch
seinen Verfolgern, indem er dem Colgate-
Creek zueilte, denselben durchschwamm und
am anderen Ufer auf der Farm des Hrn. I.
Grace landete. Des Letzteren Sohn, Joseph,
und Schwager, Lee McGowan, arbeiteten
gerade in der »Nähe, als der Bär unverhofft
aus der Bildstäche erschien, und beide Män
ner flohen vor dem Thiere, das sich in höchst
ungemüthlicherSttmmung »,n befinden schien,
in das nicht fern gelegene Wohnhaus. Nach
dem sie sich hier mi! Stricken versehen, war
fen sie nach dem Bär, der ihnen nachgeirottet
war, eine Schlinge, und Hrn. McGowan ge
lang es auch, eins seiner Vorderbeine zn
Auch Hr. Gracc warf sodann einen Laisa
nach dem Kopfe Braun's, nnd da er sein
Ziel nichl verfehl! zu haben alaultte, so nc
herre er sich dem Thiere. Unglücklicher Weife
hatte Hrn. Grace'S Schlinge indessen doch
nicht gefaßt; der Bär stürzte sich ihm eitt
gegen und schmetterte ihn, vevor er sich noch
rechtzeitig zu retten vermochte, mit einem
wuchtigen Schlage leiner Tatze zu Boden.
Hr. Grace wehrte sich gegen das Ungelhüm
mi! dem Muthe dcr Verzweiflung, allein der
Bär schlug sein Gebiß in seinen linken Arm,
das Fleisch fast gänUich von den Knochen
streifend, in das liuke Bein, nnd so folgte
wüthend Biß auf Biß. Hrn. Grace'S gel
lende Hülfeiufe erreichten schließlich das Lhr
dcs auf der Farm beschäftigten "Negers WeS
lcy, der znletzl den Bär von seinem blltt
überströmteu Opfer vertrieb, dann aber schleu
nigst Fersengeld gab. Der Sh,vernein...!
dele wurde späler in einem Wagen nach sci
ner in Highlandlown an der Easlern-Ave.,
nahe der I. Ave., belegenen Wohnung ge
schasst nnd Aerzte herbeigeholt, die Grace's
Zustand für cinen Bcjorguiß erregenden er
klärten. Unmittelbar nach dem Vorsalle
wurde aus das gefährliche Thier abermals
ein Jagen veranstaltet und dasselbe in den
Willow-Spring-Wälderu von dem Sekretär
des „Cantoner Clubs," Hrn. Janney, durch
einen glücklichen Schuß erlegt.
Ablebeli. In Anuapolis segnete ge
stein Hr. A. W. Well? im Alter von :!7 Zah
reu nach langem und schweren Krankenlager
das Zeitliche. Hr. Wells bekleidete von 1375
—1877 das Amt des Mayors von Annapo
lis; er war ein Bruder deS Ex-Staarsseiia
tors Wells und ersreuie sich großer Beliebt
Zur Erde bestattet.—Unter zahlrei
cher Betbeilignnz von Leidtragenden wurde
gestern Nachmittag 2 Uhr die entseelte Hülle
des am Dienstag, den IZ. d. M., Nachts N
Uhr, nach langem schweren Leiden aus der
Mitte seiner Lieben abberufenen Hrn. Karl
Flocken>jagen vomslerbehause, Nr. 166, Lee
straße, aus nach der „Baliimorer Cemetery"
übergeführt, um in den Schooß der Erde ge
senkt zu werden. Pastor C. Borchers von der
vierten rcsormirten St. Johannis - Kirche an
Nord Calvertstraßc, welcher den Traner Gol
teSdienst leitete, widmete in tief bewegten
Worten dem Entschlafenen einen ehrenden
Nachruf nnd sprach der schwer geprüften Fa
milie Much und Trost ;n. Als Bahrtuch'.rä
ger fungliten Delegaten des „Allgemeinen
Arbeiter-" nnd des „Harmonie Kranken-Un
terstütziings Vereins," deren thätiges nnd
trencs Mitglied der Verstorbene feit Zahren
gewesen war. Derselbe war am 9. Septbr.
1842 zu Manenwerder in West-Preußen ge
boren, siedelte im Jahre 1867 nach Amerika
über, verheiratete sich in 1872 und war lange
Zeil als Comims iu der Engros-Droguen
Handlung von Smith x Schalmann beschäf
!lgi, wo er das allgemeine Vertrauen und die
Gewogeuheil seiner Prinzipale und Collegeu
besaß. Eine lief betrüble Wittwe mit drei
unmündigen Kindern im Aller von 1 bis !>'!
Zahren beweinen sein Hinscheiden, während
ein Binder im Westen nnd zwei Schwestern
von ihm noch in Denlschland leben. Vor
süus Jahren war ihm bereits ein Kind im
Tode vorangegangen.
llnfal l.—Der 13 Jahre alle John Wright
wurde gestern Nachmittag gegen 45 Uhr in
der Nord - Calvertstraße von einem Karren
Übersahren. Er erlitt einen Bruch seiner rech
ten Hüste, wurde in das nahe qelegene Bü
reau von Dr. Rose in Nr. 139, Nord-Calvert
siraße, getragen nnd, nachdem ihm daselbst
ärztlicher Beistand zu Theil geworden, nach
seiner Elterlich, n Behausung in Nc. 145,
Greenmounl-Avenne, übergeführt.
Ein trauriger Unfa l l. Geste..
Nachmittag stürzte Hr. Heinrich Lentz, wäh
reiw er mit dem Anstreifn dcs Hauses Nr.
einer HbHe von 20 Fuß auf dcs S.raßen
pflaster und wurde im bewußtlosen Zustande
mittelst dcs Patrolwageus nach dem „Sledt
Hospitale" gebracht. Tort constaurte der
Arzr, daß der UnAuc. .che einen Bruch der
Schädeldecke erliuen habe, und daß lein Le
ben in großer Gesohr ,chwebe. Hr. Lentz ist
aus der Nähe von FranlsuN a. M. gebür.ig
und steht im Aller von 55 Jahren. Er ist
verheirath-t und besitzt sechs erwachsene Kin
der. Seine Wohnung ist Vir. 500, Hanover
Res ig nirt.— H. C. Alnult aus Moni
gomery Coniity, welcher vor wenigen Tagen
zum Polizisten im nordwestlichen Distr.lte er
nannt wurde, restgnirte vorgestern, bevor er
noch Uniform angelegt hatte. Zu seinem
Nachfolger ist Thos. Manmon aus der S.
Ward anserfehen worden.
H a u s i r e r-L i c e n z e n. In Ermide
rung auf mehrere von Gerichts Aituaren an
ihn über die Licenzen von Hai'sirern gerichtete
Anfragen theill Controleur Turner mit, daß
das neue Gesetz, welches dieje Licenzen regu
lirt, am 1. Juni in Kraft tcitt. Den neuen
Bestimmungen zufolge wird die Licenz mr
gewöhnliche Hausirer von 540 anf ?ll.«0 er
höht, für Hausirer mit einem Pferde dieselbe
515 v und mil zwei Pferden noch P5O mehr
betragen. Der Controleur weist die Altuare
an, Applikanten um Licenzen den Rath zu er
theilen, mit der Heraus/ahme derselben bis
zum I. Juni zu warten, da sie sie andernsallS
am I. Juni zu erneuern haben.
Brand. Die Stallung des Hri. loh.
M. Mehrtens, Ecke von Caroline- und Lom
bardstraße, ward letzte Nacht durch Feuer zu
dem Betrage von HIOO beschädigt.
Vermischtes. John Murray wurde
'etzle Nachtin der West Prattstraße verhauet,,
als er sich im Besitze eines Bündels K.e.. er
befand, über deren rechtmäßigen Erwerb er
sich nicht ausweisen konnte. Man vermuthet,'
daß er die Kleider gestohlen hatte. Heute
Vormittag wird Murray vor Richte; Benner
ein Verhör zu bestehen haben.
Wenn Du mit Schwäche und Muthlosig
keit gequält bist und bei geringer Anstrengung
ermattet wirst, so ist Deine Le
ber unthätig. Nimm AVer's Pillen und sie
werden Dich heilen. (89,52Kw10)
AS" Hr. Ado "h Enis, prakti
scher Schnhfl- nt in Nr. 78,
Nord - Cal unter dem
„kozs' lloi» Kunden,
Freunde ui- ''tzen,
daß er d
verferti
Tic Aufführung dc« „Judas
M a kkabäu S" gestern Abend war einer der
schönsten Erfolge, welche der „Lraior.eu
:u diefeni Winter zu verzeichnen Hai.
TaS Werk gehörl wie zu den schönsten, so
auch zn den schwierigsten der vielen Oratoiien
Händel'S und stellt darum an Chor, wie So
listen große Anordnungen. Beide jedoch
wurden denselben höchst zufriedenstellend ge
, recht, und Hr. Fiucke mag wohl mit Slolz
auf feine ausgezeichnet?!! Leistungen zurück
blicken. Gerade in diesem Oralor.um kom
men die Vorzüge des Häudel'schen Genius so
recht z«m Vorschein. Welche Kraft in deu
eiiueliiez Chören, die sich bis zu hoch drama
li'chcr Wnlung steigen, und daneben das süß
Einschmeichelnde der Arien, das zuweilen an
Mozar! erinnert! Gewiß, man merkt es der
ganzen Färbung des Werkes an, doß sein
Schopser nichl blos in England, sondern auch
in den fllälnendkn Hofireisen leb!e, welche
das Effettvoue verlanzien. Wie anders da
gegen der streng ernste Bach, der in Lcip ig
feine unsterblichen Werke scynf! Den Deut
lchen aber muß es erheben, daß gerade zwe.
solche Musikcr diese großar.igen, nich! wieder
crreichleu Musterwerke schulen, als Deutsch
land sonst aus geistig tiefer Stufe stand. Von
den Solisten, die gestern Abend das Publi
kum erfreuten, gefielen uns besonders Hr.
Stoddard mit seinem ausgezeichneten Baß
und Frl. Walker, die eincn wohlgeschulten
Sopran besitzt.
Versuche ein Glas Tnkehardt'schcnPol
t».s! Zu jeder Jahreszeit nilit es knu
lehrhafteres, gesnnveres Getränt.
Vermischtes sus oer alten Welt»
Ans den letzten Lebenslagen
des am Sonnlag gestorbenen Dichters Vik
tor Scheffel wird aus Heidelberg, wo er bis
zum 26. März d. IS., an welchem Tage er
nach Karlsruhe übergeführt wurde, lag, der
„Franks. Zeilung" Folgendes nmgeiheil!:
»„Tie Heidelberger Passionszei! dürfte vor
her durch ein Ereigniß seinen Abschluß fin
den, welches geeignet ist, auf das tragischste
Kapitel seines Lcbens einen versöhnlichen
Schimmer zu werken: Frau von Scheffel, dcs
Tichiers nach nur kurzer Ehe geschiedene
Gattin, wurde, wie wir der „Heidelb. Ztg."
entnehmen, vorher am Leidenslager des Dich
ter« im „Neckar - Hotel" erwartet. Unser
Heidelberger Correspondent schreibt: „Wie
ich aus zuverlässiger Quelle erfahre, w.rd
Scheffel morgeiUFrettag,,Nachmittags I Uhr,
mittels Salonwaggous uach Karlsruhe üb.r
geführt werden. Tie Besserung hat also
glücklicherweise Stand gehalten, die Schmer
zen sind, Dank der aufopsernden Pflege und
liebevollen Hingabe des Arzies, Dr. Fehr,
der oft Nächte bei dem Kranken verbrachte,
in ständigem Rückgänge begriffen, so daß
mau ohne direkle Gefahr den Transport wa
gen kaun. Vor einigen Tagen wurde dem
Dichter die vom Architekten Lender dahier aus
geführte Adresse überreicht, welche Scheffel
zum Ehrenbürger der Stadt Heidelberg er
nennt." Einer direkten Nachricht aus der
Umgebung deS Dichters entnehmen wir, daß
das Leiden mehr und mehr in eine Erkran
kung des Gehirns ausartet. Scheffel bat so
wohl in seinen Delirien, als auch bei Be
wußlscin vielfach uach Karlsruhe und auch
nach seiner Frau verlang!. LekiereS ha!Hrm
Hauptmann ttlose, einen Freund der Familie
aus Karlsruhe, veranlaß!, die nun bald zwei
Jahrzehitte lang von Scheffel qeirennt lebende
Frau Dr. von Scheffel um ihre Herbeikunst
zu ersuchen. Tieselbe, eine Tochier des srü
Heren bayerischen Gesandten in Karlsruhe,
von Maltzan, lebte bisher in München.""
—Uebe r d i e St am m b lir g der Wel
sc» wird aus Braunschweig geschrieben: „ES
ist eine eigenthümliche siüguug der Geschichte,
daß es einem Hchenzolleru vorbehalten war,
die Reste der Siammburg des Weifenge
fchlechles vor dem Niederreißen zn bewahren,
»nd daß derselbe ini! persönlichen Opfern für
die Neslaitt.cu'iq des historischen Gebäudes
eintritt. Jnmitie» Stadt Braunschweig,
neben dem von Heinrich tc...«ii,ven erbauten
Tome, befinden sich die Reste dcr Tank
warderode, die schon 1i»67 erwähnt wird u..d
namentlich als Lieblingssitz Heinrich s des
Löwen, der auch daselbst sein Leben beschloß,
historische Bedeutung erhielt. Die Burg ge
lieih bereits im sechszehiiten Jahrhnudcrt
zicmlich in Verfall und wurde während d?r
westfälischen Herrschaft zu Ausaug dieses
JahrbuudeNS zu einer Kaserne umgewandelt.
Als solche ging sie in den Besitz deS
Reichs MiliiärsiskuS über. Als auch noch
ein Braud eincn Theil des Gebäudes ver
nichlele, kaufte die Stadt das Grundstück, nm
das Bauwerk niederzureißen und eine Straße
an die Stelle zu legen. Von 1380 an, na
mentlich als mau noch einige ziemlich erhal
tene romanische Fenster in dem sonst einen
traurigen Anblick bietenden Gemäuer ent
deckte, wurde eine lebbaste Agitation sür die
Erhaltung und Restaurirung der Burg iu's
Werk gesetzt. Tie hervorragendsten Archi
tekten Deutschland'S traten sür die Erhaltung
des Bauwerkes ein. Aber alle auf die Wie
derherstellung der Burg abzielenden Anlräge
fanden bei dcr Verlreluug der Sladl Brauu
schweig, sowie bei m Landtage keine günstige
Ausnahme, zumal der verstorbene Herzog
Wilhelm nicht das mindeste Interesse für die
Stammburg seiner Vorfahren zeigte. Als
nun Prinz Albrecht dle Regeutschaft über
nahm, machte die Regierung dem Landlage
abermals eine Vorlage wegen Restaurirung
der Burg. Trotz dringendster Beftirwortnng
Seitens der Minister wurde indeß die Vor
lage mil einer Slimme Majorilä! abgelehnt.
Jetzt tiill nun Prinz Albrecht persönlich für
die Ethallung der Dankwarderode ein, und
die Stadt Braunschweig hat dem Regenten
die Burg bereils unentgeltlich abgetreten."
—ln Bayeru wäch st die Unz n
sriedenhei! mit dem König. Dieser will
au'' seine Bauprojekte nicht verzichten. Die
für diiitlben ersordMichcn 20 bis 30 Millio
nen Mark kann aber Niemand ausbringen.
Nach dem diesfalls immer gu! berich!e!en
„Pester Lloyd" ist eine Agilalion im Zuge,
durch welche das Gesammt Ministerium be
stimmt werden soll, nochmals mii einer Vor
stellung an den König heranzulrelen, die jc
dcch keineswegs ans das Kapitel der Eindäm
mung der königlichen Banlust sich beschränken,
sondern eine» vollständigen Bruch mit den
königlicher! Gewohnheiten und Anschauungen
der vergangenen Jahre, die Rückkehr de«
Königs in die Mitte seines Volke? mit Ent
schiedenheit verlangen soll.
Ei i! Berlin e r A rz t wurde zn ei
ner Bauersfrau gerufen, deren Kind leicht
an Diphtheritis erkrankt war. Der Arzt ver
schrieb Etwas und erkundigte sich am anderen
Tage nach dem Patienten. Er fand, wie das
„H.-K." berichtn, das Kind sterbend mil
allen Anzeichcn einer Vergiftung. Seine
cindringlic,,cn Fragen. waS vorgegangen sei,
was das Kind genossen habe, brachten nach
langen Ausreden der Frau folgenden Berich!
zu !Cage: Eine Nachbann, die sich sehr auf
das Kurireu verstehen sollte, hatte der Mut
ter des kranken KiudeS den Rath gegeben,
demselben doch „Myrlenlhee" zu lnukeu zu
geben, das heißt, cinen toc.iendeliAu'guß auf
ihren—dcr Mutter—Brautkranz. Der Rath
war befolgt worden. Die Nachforschungen
dcs Arztes ergaben, daß der Braittkranz nich!
aus frischen Myrtenzweigen, sondern aus
gemachten grünen Biältern bestanden hatte.
Alle Gegenmittel blieben erfolglos; das "und
starb binnen einer Slunde an Arsenik-Ver
giftung.
Die Strafkammer des Lau d
ge r i ch! s Col m a r ha! sich in ihrer Sit
zung vom L 5. Mär; d. mit einem neuen
struwpibaudprozesse zu beschäftigen gehabt.
Am 18. November 1885 wurde zu Huzelbach
im Weilenhale Frl. Mlomene Marcot mit
Hrn. Jean Baptifle Toutenville getraut. Wie
gewöhnlich, wurde während dcs Hochzeits
mahleL von einem der Brautführer das
Strumpfband geraubt, in Stücke geschnitten
nnd an die Festgäste vertheil!. Dieses
Siniv.ipfbcnd irug die sranzösischen Natto
nalfarben. Damen und Herren steckten sich
ein Endchen in s Knopfloch, und Jedermann
blieb während der beiden Festtage damit ge
schmücü. Nachdem der Vorgang von einem
Gensdarm dennnzirt worden war, wurden
die juzigen Eheleme, die drn Bralttjunosern
nnd vierzehn Gäste vor die Slca'kammer des
Landgerichls Colmar geladen. Alle Ange
sckMdiglen gestehen, c.u Endchen des trikolo
reri Stcumpsbandes im Knopfloch genagen zu
h?.bcu und mit diesem schmucke in dem Dors
lhernm gegangen zu sein; sie versichern aber
zu gleicyer Zeit, die Idee einer politischen
Demonstration fei ihnen nie eingefallen. Das
Gerichi sprach die Angeklagten frei.
Es scheint, als wäre die
Selbstmordmanie in Monaco im
Steigen begriffen, wenigstens mehren sich
diesbezügliche Nachrichien in erschreckender
Weise. Man schreibt jetzt wieder a.is Nuza,
24. März: „„Diesen Montag trieb die Ver
zweiflung über fortgesetzie Mißenolge am
grünen Tische wieder einmal einen der
Stammgäste von Monte Carlo zum Selbst
morde. Morgens wurde die noch nicht er
kaltete Leiche eines unglücklichen Prosesstons
spielers hinler dem „Hotel de Rnssie" ausge
sunden. Vergangenen Mittwoch stürzte sich
ein Beloier, nachdem er sein ganzes Vermö
gen in Monlecarlo im Roulenesptet verloreu,
in dcr Nähe von Amibes in'S Meer; aber
rechtzeitig bemerkt und den Wellen entrissen,
sand er in einem bescheidenen Gasthause am
Strande liebreiche Pflege, und nach einigen
Tagen schien es, als habe er seine schreckliche
aufgegeben. Indessen gelang es ihm
"selbe unbemerkt auszuführen, ln
>>-n naben
'mchstäii.
izirt
L>a?tl>cfcli.'» «cgcn Marlin Aro„» „5
Beamte d»r ..»niql,i» of vad»r."
St. L 0 uis , IK. Au'.,!.—Dos Ck.mina.
Gnicht stellte heule Nachmittag Hastbcsehl?
gegen Martin JronS, Vorsitzer des Exekutiv
Comite s der TisUutS-Afsembly Nr. 101, A.
C. Coughlan, Vorsitzer des Exekittiv - Comi
te's der DistiiktS-Assembly Nr. 93, Geo. A.
Jackson, früher als Lokalpolit.ker der Green
bäckler bekannt, und den Telegraphisten S.
M. Nichoks aus. Tieselben sind angeklagt,
vor zwei Wochen die Telegraphcndrähte „au
gezapft" zu habe», um die ziri chen Jay
Gould und dem Vice Präsidenten Hoxie ge
wcchfclien Teptfchen abzufangen.
Späteste Schiffsnachrichte».
Mesflna, 11. April. Der Dampfer
„Peconic" ging vorgistern nach New- /)ork ab.
N ewcastl e, E., 15. April.—Hcute lraf
der Dampfer „iiovno' von New '')or? hier
Qll eenst 0 wn, I«, April.—Der Dam
vfer „Blue Jacke!" von NeZv-Orleans lief cv
Ter von Liverpool hier eingelaufene Dam-
P'er „Ci!y of Rome" ist nach Wei
ler gefahren.
R i 0 M a r in a, li. April.-Abgegangen:
Dampfer „JeranoS" nach Philadelphia.
Spiegel, Bilver, Rahmen, Statuette«
Nippjachc« aller Art in endloser Auswich
zu den büliftstrn Preisen zn haben in Wil
helm (»ckhardt's kunftyandlnnn, Xr. 345,
itVest-Baltimorkstrabe. (246,n.j.5-)
Fenner'S Pavillon,
August Beck « Vraucrct. Garrison Vane,
crfrcul sich wie iu der Woche, so auch Sonn
lagö des regen Besuches von Familien aus
der Stadl. Bekanntlich leitet jetzt Hr. Karl
Gehre, als gewandier Regisseur und
Darsteller bekannt, die Vorstellungen auf der
Fenner ichen Bühne. Unter seiner Regie
stehen morgen den Gästen ein unicrhalten
dcr Nachmittag und Abend bevor. Die Vor
stellung beginn! um 3 Uhr und endig! um 9
Uhr Abends. Es werden das zweiaklige
Lustspiel „ein weiblicher Ton Juau" und das
vierakiige ditto „ein Parisct TaugcnichiS" ge
geben, in welch' Letzlerem Frau Marie Gehre
die Rolle des „LoniS Meniner" durchführt. —
Wir machen aufdie Couplei-Einlage: „Das
sind wil unserer Gcwndheil schuldig!" beson
ders aufmerksam. Der Eimritl ist frci. Die
Halle ist geschmackvoll dekorin, und die Un
lerhallung findet bei jedem Wetter statt.
»K- Jedermann, der Hance'S chemi
sches Haar-Wieder her stelln Ii gS
mittel gebraucht, ist von derTyai,V'che über
zeugt, daß cS dem Haare die nalüriiche Farbe
wieder giebl, wenn Aller oder Kranlheil eS
dcr es versucht, finden, daß eS die Hanl nicht
färbt, fondern durch Anregung dernalürlichcn
neues Leben, neue Kraft verleih! nnd so seine
Farbe uud Frische wieder herstellt. ES kaun
so oft, wie Wasser, auf dcr Kop'haul und mit
ans 57el und anregenden Weingeist - Exlrak
len besteht, und als Toiletten-Artikcl hat es
seines Gleichen nichl. Preis §1 die Flasche.
Zn haben bei S e t h S. Hance e- C 0 mp.,
Nr. 103, West-Balrimorestraße. X. IZ.
Wiedcrherstellungsmittel und nehme kein an
deres. (N0v26,12M1e)
Die bemcrkenSwerthcn nnd wohlthätigen
Resultate, die der Gebrauch von kloiwU'z
leetiliiix l>'onU!il erzielt, haben zn seiner
von Krankheiten, denen Kinder uuterwonen
genfäure, Durchsall u. s. w. Keine Familie
Dr. Chalmers' Heil link
tu r kurirt TySpepsie, Migräne, Blähsncht,
kaukheiten ist sie eins der besten Mittel, da
Linderung schaff! nud in kurzer
Zeit bewirkt. Preis Hl die Fla
sche. Zu bei Se t h S. Hance
k C 0 m p., Nr. 425, West Ballimorestra
ße. (NovSK l2Mle)
Dinge in ?jnem. (Zu
verlässiges Haar - Wiederherstel...ngs- und
nettes Haar Toilettenmittel.) Fast -,üe soge
nannten Wiederherstellungs - Mittel
ans Wasser, das man mil Arlikeln,
das Haar anslrocknen und zur Toilette de,
misches ist eine
Toilettcnmittel ab außer feinen wiederherstel
lenden Eigenscha'ien. Es ist unübertrofsen
der Zurückführung grancn Haares zu feiner
108, West Ballimorestraße. X. k. Man
verlange Hance's chemisches Haar Wieder
herstellniigSmittcl und nehme kein anderes.
(N°v26,l2Mie)
VN' Eine Medizin, auf die man
112 i ch ve rl as se nka un als Panacäa ge
gen Tyspepsie, als Nervenstärkung und all
tinkiur. Dyspepsie nnd alle anderen ans lln
ordnungcn im Magen entspringenden Leiden
werden durch ihren Gebranch rasch kurirt.
Bei Nerven Assckiioiien ist sie vorzüglich, in
dem sie olle schlimmen Folgen von Erschütte
rnng des Nervensystems hebt. Sie hat
zeugt einen excellenten Appetit nno richtet
den Schwachen und Entkräfteten wieder anf.
Man mache einen Verfnch damit. Preis Hl
die Flasche. Bei Seth S. HanceL
C o m p., Nr. 103, West Baltimorestraße, zu
zHV Dr. ChalmerS' Heiltinktnr ge
gen TySpepsie, Hance's Andorn Syrup ge
gen Husten und Erkältung, Hauce's Sassa
parill-Pillen zum Reinigen des Blittes.Han
Hance «- Comp., Nr. 1»S, West Balti
more. (Nov26,l2Mte)
de n , galligen Anfällen, Kopfweh, Sciten
nnd Rüekcnschmerz, krankem Magen, Schwin
Appetiilosigkeit,Verstopfung, Dyspepsie, Stö
rung der Nicreitthätigkeil, unreinem Blute
ce's Sassaparillen Blutpillen.
Preis 2', Cts. die Schachtel. Zu haben bei
Selh S. Ha nee 6- Comp., Nr. ivg,
West Ballimorestraße. (N0v26,12M1e)
DK° T aSGesnndheits-Geheim
niß. Das Geheimniß Gesundheit be
zu v«rtrciben. Durch den Gebrauch von Dr.
Chalmers' Heiltinktnr läßt sich das ganze
Unreinigkeitenuud machles gesund und krank
heilsfrei. Sie ist die beste Arznei gegen
tät bat sie nicht ihres Gleichen; sie hebt Ner
Venschwäche, nervösen Kopsschmerz, Schwer
sache enlkräflele Personen finden in ihr ein
Seth S. Hance Comp., Nr. 106,
DK" Wie genießt man das Le
des Lebens freuen. Halte Dich um icden
schendes Leiden sind Leberbeichiverden. Wie
elend sind ihre Opfer! Kop'weh, V.rdau
lings-Unordnuiigen, Galligkeit, Mageniänre,
Verstopfung, Dyspepsie, Seirenschmerzen,
Hance's Sassapacillen-Pillen
von diesem Uebel frei! Diese Hillen halten
der That giebt es nxnig Leiden, welche diese
Schachtel Hance'fcher Sassaparillen-Villen
sein. Preis 25 Cents. Zu haben belSeth
Baltimorestraße. (N0v26.12M1e)
»E" die GllVg enhei t.
das man milUmsichl in die Bettstelle und die
Ecken und Winkel streul, erspart manche spa
tere Mühe und Plage. Preis 25 CeiiiS. Zu
haben beiSelh s. Hance 6°Ap''
Nr.lo3,West-Baltimorestr. (Nov26,l.Mie)
Wird es sich bezahlen?" Ja
wohl bezahl: eS sich, eine Hance -
,»er -assaparilttn-Blulpillen stets im Haufe
»Ii haben, um die ganze Familie völlig gesund
-u erhallen. Preis -'5 Cent« die Schachtel.
Hu baben bei S e t h s. H > n c e 6. Comp.,
Nr. 103, West-Baltimorestraße (28Z-)
kommen ,ru>.
i« Belrieb:
,Norv - Ballimorer Passagier - P,.
P"!-, Marlin- und
«vcnui. Tl- »unkclsarbiq.n Äagqo?!' ladr-n nur
bis zur Ssc i>c?«harltS«räs- «. Fund».»-«-.»" ,'
währen»die rotten Waggons a.-
d,S vun^lgdon.-»vcnuc <«. U'ii>«a-My7
wie man den lcscu w.ni>,at,.ren
«Sdinondlon-Lvc-iue - »?inic. - Grllnc »' laoiizl
grünes Nn»
intvklle-, S«u>:«Fennal»-. Charte«-
Park-Zlvcnuc, Franklin- und Vr-.
inonlstraßc. bis
Waggon? sind m!l .ötmondson-6
dt«>chnci.
Marvland-Ar^nlle-Ltnie.—SrüncW,i,on?.qriwi:
richlkr nnd vezn»n?t mit Union- nü>
Marvland-^cnlral-Slatlon.»—Bom läamdenstrakcn ,
udcr i'°»ard. u?!t Siddlrstra«?-.
»n! l»s Huniiiigdin-Av-nve
»cnftiab- und i.'>ildc»-«viNUt b.S ~.m
„Union-Passagier-Pferdebahn."
b-s zur Zurück dicsclde Rouic.
kon-dardstraßcn-Vmic. üveiße Waggon?, rothe
r,»icr.- VonPral>straßcuiidFredcrl>! Ävrnni über
Prall-, . üomtiard-, Howard- und läonway.
slraße bis,ur i!>gl,lslraßen-Wcrstc. MrS-t diescldc
Sioulc. Waggons sahrcn alle sc»s Minuten.
LalonSvMer Weihe Waggon?, rolhe Vich
ter. Von Viderly-, nahe Favcite , über Averln-.
tombard-, >z>iln!vr nnd Prallstra>>e,
und ifrcdcrilt Sioad bis . denselvkn
Wcg. yahrcn von Morgcns bis «licnd»
sedc >-iundc tiU Minuicn vor voll ab.
WvAbkrry'cr Vinie. - - Von Hunliu,d?«-»venue.
Weg Woodberry. .>lurü6 denselben
„Ballimare-Cilh Passagier Pferdebahn."
Madison-Ävenuc- und Broadi?al,-i>inie. Weifte
Waggons, wMc Namr. - .>!„„ „Druid-Hill-Parl
M'cr Madlson.Äocnuc, Sutaw-und AallimorrstraSc.
Waggons, grunc - Bmi
und Sumbcrlandftrabc ober
Green-, Baliiniorc. und AldemarlcstraS-,
und Ccnlral-Äocnuc. ü-antilraSc.
Avenue, l!s,ex-, l!aneastcr-, l-hcsapeakc-, Ellioil-und
Vi« Mürack aber
vcatc-, Vaneastcr-' und
Avenue, Pankslraße, Cenlral- und Sast-rn-Ävenue,
High-, Pallunorc- und Greenstra'ie, Pennsvloania
»venue bis Huinbcrlandstraße. üllle sechs Minute»
— Rothe Waggons, rothe
Schier.-«allimorestrahe.nahe Saiverlon-Road.
Tiber jialiimore- uud Gaustrafle. Belair l»s «oun
darh-'Zlvenue. .-Zurrick über i'elair Avenue. Gay-,
Lhew-, Ensor-, Gay- und Ballim°restraj,e bis >!al
verlon-Noad. Waggon sahren alle vier I'tiiiulen ab.
Nord- und Süd Hallimorer iünie. Blaue Wag
gons, blaue Vichler. Pvn St. Paul- und <!. Slra'fe
Uber Ei. Paulstrabc, B»un
dary-Ävenue.t!harl,s-,!»ead.,Easve>i-, Ballimore-.
Hanover-, Monigomery- und Vigdlstraße b>' ,am
>Zuße de» MarshaU-Äveiiue. über Marsdall
«vcnuc, Vighl-, Moniaomery , Sharp-, Bali more-,
öalvcrl-, »icad- und
-Ivaggou, s^rcn
„Citizens' Pserdebahn."
Allel Vine. Vom »Druid-HM-Park" aber venn
s^l^an> a-Ävkn^> und
Vasaiicitc- und ssulwn'Ar»'>iuc l»-Z Lrmd/Hm
"arl.» Die Waggons sahrcn alle vier oder sechs MK
">i'en von Morgen« S.3U bi» «dends 12 Uhr.
HenriettastraKt, Warre» - Avenue,
bis Cailidenstiaie. .-lurück dieselbe Roule. Wagzon»
sahren alle 12 Minuten.
„Baltimore - Hall - Springser Pserdebahn."
verlassen Ecke kwllidah- und Favettestraßc alle 12
Aminen «> Uhr bis i».3>> ÄliensS
ttt'r bt«
Edmondson - Carey,, Baltimore-,
und LrleanSstraße, Broadway bis Sahstraße. Zu
rück dieselbe Roule.
„Aork Road Pferdebahn."
NachlS. verlassen Towson sur Ballimore stündlich
6 Mir MonicnZ lus 10 Uhr AdendS. Berlasien
«1.30 Pioraens bis 10 Uhr Abends und um 11.30 Uhr
Nachts, verlassen GovanSlown für Ballimore jtde
halbe Sluiidt von «i Uhr Morgens bis 0.30 Uhr
«dendS und um 10.30 Uhr Abends.
„Monumental Passagier-Pferdebahn."
Biddle-, Culaw-, und
Morgens bis 12.20 Abends/
„Baltimore Pimlico-Pikesvtller
Uhr verlassen Pikesville lji/Minuteii nach jeder
Stunde von Morgens 6.30 bis Abends 7.30.
tie in den Stand der nellen? seilen den
S t I tbun Wird su> ii^Lenl»
F ii r O ft e r n.
(Seldsendunften,
Packetc,
(beschenke
DeulschtlM.^
«düngen in kleinen und gr-hen Sum
men, PaSete, tstergeschenke lk.
Schifss-Karten
D e l! l s ch s a n k!
Drtmkn nach val!imorkodkMtUi-I)lirk
Hamburg «ach N«w-?)ort
werde« prompt besorgt durch die
Hzp. des "Korrespondenten."

References: §65
 §7
 §9400
 §236

§12
 §975
 §129
 §46
 §42
 §62
 §350
 §337
 §350
 §356
 §362
 §359
 §113
 §227
 §180
 §806

§7
 §450
 §334

§331
 §1312
 §403
 §541
 §201
 §3

§145

§1544
 §12
 §3
 §3
 §3

§3
 §1