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Timestamp: 2016-10-22 13:34:03+00:00

Document:
U 20/00 (10.12.2001)
U 20/00 Gb
Pr�sident Lustenberger, Bundesrichter Sch�n, Spira, Bundesrichterin Widmer und Bundesrichter Ursprung; Gerichtsschreiber Widmer
Z�rich Versicherungs-Gesellschaft, Abteilung Recht, Mythenquai 2, 8002 Z�rich, Beschwerdef�hrerin,
SWICA Versicherungen AG, Rechtsdienst, R�merstrasse 38, 8401 Winterthur, Beschwerdegegnerin,
A.- Der Berufsfussballspieler X.________ stand ab 15. Juni 1997 in den Diensten des FC Y.________ und war damit bei der Z�rich Versicherungs-Gesellschaft (nachfolgend: Z�rich) obligatorisch gegen Unf�lle versichert. Am 23. Juni 1997 versp�rte er im Training einen pl�tzlichen Schmerz in der Leistengegend, worauf er gleichentags den Allgemeinpraktiker Dr. med. B.________ konsultierte. Dieser diagnostizierte im Zeugnis vom 7. August 1997 eine Muskelzerrung im Bereich der proximalen Adduktoren plus Ansatz rechte Leiste. Dr. med. A.________, Oberarzt am Spital C.________, best�tigte am 12. August 1997 die Diagnose einer Adduktorenzerrung rechts. Mit Verf�gung vom 28. Oktober 1997 lehnte die Z�rich ihre Leistungspflicht f�r die von X.________ gemeldeten Beschwerden ab, da weder ein Unfall noch eine unfall�hnliche K�rpersch�digung vorliege und die Leistenbeschwerden �berdies bereits vor dem �bertritt zum FC Y.________ am 15. Juni 1997 bestanden h�tten. Auf Einsprache der SWICA Gesundheitsorganisation (im Folgenden: SWICA), Krankenversicherung von X.________, hielt die Z�rich gest�tzt auf eine Telefonnotiz betr. eine Unterredung zwischen Dr. med. H.________ und Dr. med. B.________ vom 23. August 1997 und ein Schreiben des Dr. med. A.________ vom 24. Februar 1998, worin die Beschwerden des Versicherten als krankheitsbedingt erkl�rt worden waren, mit Entscheid vom 15. Oktober 1998 an ihrem Standpunkt fest.
B.- In Gutheissung der von der SWICA eingereichten Beschwerde hob das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen den angefochtenen Einspracheentscheid mit Entscheid vom 13. Oktober 1999 auf und wies die Sache an die Z�rich zur�ck, damit diese �ber die gesetzlichen Leistungen f�r die von X.________ erlittene unfall�hnliche K�rpersch�digung verf�ge (Dispositiv-Ziffer 1). Ferner auferlegte es der Z�rich eine Gerichtsgeb�hr von Fr. 3000.- (Dispositiv-Ziffer 2).
C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt die Z�rich, der vorinstanzliche Entscheid sei aufzuheben; eventuell sei Dispositiv-Ziffer 2 des kantonalen Gerichtsentscheids aufzuheben. Sie legt ein Schreiben des Dr. B.________ vom 7. Januar 2000 ins Recht.
W�hrend die SWICA auf Abweisung des Haupt- und Gutheissung des Eventualbegehrens schliesst, verzichtet das Bundesamt f�r Sozialversicherung auf eine Vernehmlassung.
Mit Eingabe vom 5. April 2000 reicht die Z�rich eine handschriftliche Notiz des Dr. med. B.________ vom 23. Januar 2000 ein.
1.- Die Vorinstanz hat die vom Bundesrat gest�tzt auf Art. 6 Abs. 2 UVG erlassene Bestimmung �ber die unfall�hnlichen K�rpersch�digungen, welche auch ohne ungew�hnliche �ussere Einwirkung den Unf�llen gleichgestellt sind (Art. 9 Abs. 2 UVV) zutreffend dargelegt, weshalb darauf verwiesen wird.
2.- a) Das kantonale Gericht gelangte in W�rdigung der Arztberichte des Dr. B.________ vom 7. August 1997 und des Dr. A.________ vom 12. August 1997 zum Schluss, dass der Versicherte beim Fussballtraining vom 23. Juni 1997 eine Zerrung der Adduktorenmuskeln und damit eine unfall�hnliche K�rpersch�digung im Sinne von Art. 6 Abs. 2 UVG in Verbindung mit Art. 9 Abs. 2 lit. e UVV erlitten habe.
b) Dieser Auffassung ist beizupflichten. Das Zeugnis des Dr. B.________ vom 7. August 1997, der den Versicherten seit dem Auftreten der Beschwerden am 23. Juni 1997 behandelte, spricht klar von einer Muskelzerrung im Bereich der proximalen Adduktoren und Dr. A.________ stellte am 12. August 1997 unabh�ngig von Dr. B.________ die n�mliche Diagnose. Dass Dr. med. A.________ am 24. Februar 1998 in einem Schreiben an die SWICA festhielt, X.________ habe bereits vor dem Transfer zum FC Y.________ an Leistenschmerzen rechts gelitten, wobei es sich um einen �berlastungsschaden, eine sog. Insertionstendinose, handle, �ndert hieran nichts. Denn einleitend best�tigte der Arzt, den Versicherten im vergangenen Jahr wegen einer Adduktorenzerrung behandelt zu haben. In dem von der Z�rich letztinstanzlich aufgelegten Schreiben vom 7. Januar 2000 f�hrt Dr. B.________ sodann aus, es handle sich im vorliegenden Fall in erster Linie um eine vorbestehende Entz�ndung (mit nachfolgender Zerrung). Der Arzt h�lt somit auch in dieser Stellungnahme an seiner urspr�nglichen Diagnose einer Zerrung fest. Der Hinweis auf einen vorbestandenen Gesundheitsschaden �ndert an der die Leistungspflicht der Z�rich begr�ndenden unfall�hnlichen K�rpersch�digung w�hrend des Fussballtrainings vom 23. Juni 1997 nichts. Was schliesslich die nachtr�glich aufgelegte Notiz des Dr. B.________ vom 23. Januar 2000 betrifft, wonach es sich um eine Krankheit (Insertionstendinose) handle, kann offen bleiben, ob dieses neue Beweismittel �berhaupt ber�cksichtigt werden kann, nachdem es nach Ablauf der Beschwerdefrist, und ohne dass ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet wurde, eingereicht worden ist (vgl. BGE 109 Ib 249 Erw. 3c). Denn die zitierte Aussage tr�gt nichts zur Sachverhaltsfeststellung bei, sondern stellt lediglich eine neue, von den fr�heren Angaben des gleichen Arztes ohne jegliche Begr�ndung abweichende Meinungs�usserung dar, welche die fr�heren �rztlichen Beurteilungen nicht in Frage zu stellen vermag.
3.- Zu pr�fen bleibt, ob die Vorinstanz der Beschwerdef�hrerin zu Recht Gerichtskosten auferlegte.
4.- In BGE 127 V 196 hat das Eidgen�ssische Versicherungsgericht zur Auferlegung von Gerichtskosten im kantonalen Beschwerdeverfahren gest�tzt auf die zitierte Bestimmung Folgendes dargelegt:
5.- Nachdem sich der unterlegene Versicherer weder leichtsinnig noch mutwillig verhalten hat, ist der angefochtene Entscheid im Kostenpunkt aufzuheben.
6.- Nach Art. 134 OG darf das Eidgen�ssische Versicherungsgericht im Beschwerdeverfahren �ber die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen den Parteien in der Regel keine Verfahrenskosten auferlegen. Dieser Grundsatz gilt u.a. dort nicht, wo Krankenkasse und Unfallversicherung im Streit �ber die Leistungspflicht f�r einen gemeinsamen Versicherten liegen (BGE 127 V 107 Erw. 6).
Wer in kostenpflichtigen Verfahren das Eidgen�ssische Versicherungsgericht anruft, hat gem�ss Art. 150 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 135 OG nach Anordnung des Pr�sidenten die mutmasslichen Gerichtskosten (Art. 153 und 153a) sicherzustellen. In F�llen ohne bestimmbaren Streitwert richtet sich die Gerichtsgeb�hr nach Umfang und Schwierigkeit der Sache, Art der Prozessf�hrung und finanzieller Lage der Parteien (Art. 153a Abs. 1 OG). Gest�tzt auf diese Bestimmung wird der Kostenvorschuss bei Streitigkeiten zwischen Versicherern nach dem Schwierigkeitsgrad der Sache abgestuft. Gem�ss Gesamtgerichtsbeschluss vom 16. Juni 2000 betr�gt er Fr. 3000.- f�r einfache, Fr. 6000.- f�r mittelschwere und Fr. 9000.- f�r schwierige F�lle.
Der vorliegende Fall ist als einfach einzustufen mit der Folge, dass die Gerichtskosten auf Fr. 3000.- festzulegen sind. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Kosten zu drei Vierteln der Z�rich, die in der Hauptsache unterliegt und im Kostenpunkt obsiegt, und zu einem Viertel der SWICA aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 3 in Verbindung mit Art. 135 OG).
I. In teilweiser Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird Dispositiv-Ziffer 2 des Entscheids des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 13. Oktober 1999 aufgehoben. Im �brigen wird die Verwaltungsgerichtsbeschwerde abgewiesen.
II. Die Gerichtskosten von Fr. 3000.- werden zu drei Vierteln
(= Fr. 2250.-) der Z�rich, unter Anrechnung des
von ihr geleisteten Kostenvorschusses von Fr. 2000.-,
und zu einem Viertel (= Fr. 750.-) der SWICA auferlegt.
des Kantons St. Gallen, dem Bundesamt f�r Sozialversicherung und X.________ zugestellt.

References: Art. 6
 Art. 6
 Art. 9
 BGE 
 BGE 
 Art. 134
 Art. 150
 Art. 135
 Art. 135