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Timestamp: 2019-09-16 13:13:50+00:00

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Rechtsprechung: FamRZ 2013, 103 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BVerfG, 29.08.2012
https://dejure.org/2012,35990
BGH, 17.10.2012 - XII ZR 101/10 (https://dejure.org/2012,35990)
BGH, Entscheidung vom 17.10.2012 - XII ZR 101/10 (https://dejure.org/2012,35990)
BGH, Entscheidung vom 17. Januar 2012 - XII ZR 101/10 (https://dejure.org/2012,35990)
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BGB §§ 1375 Abs. 2 Satz 2, 1379 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1; ZPO §§ 254, 263, 533
§ 1375 Abs 2 S 2 BGB, § 1379 Abs 1 S 1 Nr 1 BGB, § 254 ZPO, § 263 ZPO, § 533 ZPO
Stufenklage auf Zugewinnausgleich: Rechtsschutzbedürfnis für den Auskunftsantrag; Anfechtbarkeit der Zulassung einer in der Berufungsinstanz vorgenommenen Klageänderung
BGB §§ 1375, 1379; ZPO §§ 254, 263, 533
Darlegungs- und Beweislast des auskunftspflichtigen Ehegatten im Zugewinnausgleichsverfahren
Anfechtbarkeit der Zulassung einer in der Berufungsinstanz vorgenommenen Klageänderung durch das Berufungsgericht nach § 533 ZPO mit der Revision; Bestehen eines Rechtsschutzbedürfnisses für den Auskunftsantrag nach § 1379 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 BGB mit dem Ziel der Erreichung einer ...
Verfahrensrecht - Rechtschutzbedürfnis für Auskunftsantrag nach § 1379 I BGB
Zugewinnausgleich: Beabsichtigte Umkehr der Beweislast verhindert nicht das Rechtsschutzbedürfnis
Bei einem das Endvermögen übersteigenden Anfangsvermögen ist auskunftsverpflichteter Ehegatte darlegungs- und beweispflichtig
AG Wolfratshausen, 17.09.2009 - 3 F 735/05
OLG München, 24.06.2010 - 26 UF 1743/09
AG Wolfratshausen, 28.03.2014 - 3 F 735/05
NJW 2012, 3722
MDR 2012, 1465
FamRZ 2013, 103
Eine Stufenklage ist nicht zulässig, wenn die Auskunft nicht dem Zweck der Bestimmbarkeit des Leistungsanspruchs dienen, sondern dem Kläger sonstige mit der Bestimmbarkeit als solcher nicht im Zusammenhang stehende Information über seine Rechtsverfolgung verschaffen soll (im Anschluss an BGH, Urteile vom 2. März 2000, III ZR 65/99, NJW 2000, 1645 unter 1 a;… vom 29. März 2011, VI ZR 117/10, aaO Rn. 8; vom 17. Oktober 2012, XII ZR 101/10, NJW 2012, 3722 Rn. 13).
Die der Stufenklage eigene Verknüpfung von unbestimmtem Leistungsanspruch und vorbereitendem Auskunftsanspruch steht daher nicht zur Verfügung, wenn die Auskunft nicht dem Zwecke einer Bestimmbarkeit des Leistungsanspruchs dienen, sondern dem Kläger sonstige mit der Bestimmbarkeit als solcher nicht im Zusammenhang stehende Information über seine Rechtsverfolgung verschaffen soll (BGH, Urteile vom 2. März 2000 - III ZR 65/99, NJW 2000, 1645 unter 1 a;… vom 29. März 2011 - VI ZR 117/10, aaO Rn. 8; vom 17. Oktober 2012 - XII ZR 101/10, NJW 2012, 3722 Rn. 13).
Vielmehr ist eine Stufenklage nur dann ausgeschlossen, wenn der in erster Stufe verfolgte Auskunftsanspruch in keiner Weise der näheren Bestimmung eines noch nicht hinreichend bestimmten, in einer nachfolgenden Stufe geltend gemachten Leistungsbegehrens, sondern anderen Zwecken dient (…vgl. BGH, Urteile vom 2. März 2000 - III ZR 65/99, aaO unter 1 b, c;… vom 29. März 2011 - VI ZR 117/10, aaO Rn. 9; vom 17. Oktober 2012 - XII ZR 101/10, aaO Rn. 17 ff.).
Die Zulassung der Klageänderung durch das Berufungsgericht ist mit der Revision nicht anfechtbar (BGH, Urteil vom 17. Oktober 2012 - XII ZR 101/10, NJW 2012, 3722 Rn. 11) und von der Revision auch nicht gerügt.
Ob diese Erwägungen auch hinsichtlich der Anwendbarkeit von § 1375 Abs. 2 Satz 2 BGB durchgreifen, kann hier indessen offenbleiben (vgl. allerdings zum Auskunftsanspruch nach § 1379 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 BGB Senatsurteil vom 17. Oktober 2012 - XII ZR 101/10 - FamRZ 2013, 103 Rn. 19 ff.).
Diese Zulassung der Klageänderungen durch das Berufungsgericht nach § 533 ZPO ist in der Revisionsinstanz nicht anfechtbar (vgl. BGH, Urteil vom 17. Oktober 2012 - XII ZR 101/10, NJW 2012, 3722 Rn. 11 mwN).
BGH, 31.01.2018 - XII ZB 175/17
Zugewinnausgleichsverfahren: Geltendmachung des Auskunftsanspruchs zum Zwecke der …
Der Auskunftsanspruch nach § 1379 Abs. 1 Satz 1 BGB kann auch zum Zwecke der Abwehr eines Anspruchs auf Zugewinnausgleich erhoben werden (Abgrenzung zum Senatsurteil vom 17. Oktober 2012, XII ZR 101/10, FamRZ 2013, 103).
Jeder Ehegatte hat deshalb grundsätzlich nach Beendigung des Güterstands der Zugewinngemeinschaft gegen den anderen Ehegatten einen Anspruch auf Auskunft im Sinne des § 1379 BGB ohne Rücksicht darauf, ob er tatsächlich einen Ausgleich fordern kann (Senatsurteil vom 17. Oktober 2012 - XII ZR 101/10 - FamRZ 2013, 103 Rn. 24 mwN).
Vermag sich die begehrte Auskunft auf die Höhe des Ausgleichsanspruchs unter keinen denkbaren Umständen auswirken und der Auskunftsgläubiger daher mit der Auskunft keinen schutzwürdigen Vorteil erlangen, kann der Auskunftsschuldner dem Auskunftsverlangen den Einwand des Rechtsmissbrauchs entgegenhalten (vgl. auch Senatsurteil vom 17. Oktober 2012 - XII ZR 101/10 - FamRZ 2013, 103 Rn. 24 und BGH Urteil vom 22. Dezember 1971 - IV ZR 42/70 - NJW 1972, 433, 434).
Der mit der Vorschrift des § 533 Nr. 1 ZPO verfolgte Zweck, die Befassung des Berufungsgerichts mit neuen Streitgegenständen einzuschränken, kann nicht mehr erreicht werden, wenn das Berufungsgericht selbst die Klageänderung als zulässig angesehen und den neuen Streitgegenstand sachlich geprüft hat (vgl. BGH…, Urteil vom 25. Oktober 2007 - VII ZR 27/06, NJW-RR 2008, 262 Rn. 9; Urteil vom 17. Oktober 2012 - XII ZR 101/10, NJW 2012, 3722 Rn. 11).
OLG Stuttgart, 13.03.2017 - 11 UF 83/16
Zugewinnausgleichsverfahren: Widerantrag eines Ehegatten auf Auskunftserteilung …
Solange diese Möglichkeit nicht ausgeschlossen ist, besteht auch ein Rechtschutzbedürfnis für einen Auskunftsanspruch (BGH FamRZ 2013, 103).
Soweit der Antragsgegner sich für seine gegenteilige Meinung auf eine Entscheidung des BGH vom 17.10.2012, XII ZR 101/10 (FamRZ 2013, 103) beruft, übersieht er, dass hier dem Auskunftsanspruch gerade nicht stattgegeben wurde, um einen eventuell bereits verjährten Teilanspruch begründen zu können, sondern dass der Auskunftsanspruch deshalb zugesprochen wurde, um zumindest denjenigen Teil des vorgestellten Zugewinnausgleichsanspruchs nachweisen zu können, welcher in unverjährter Zeit gerichtlich geltend gemacht, jedoch vom Familiengericht mangels Nachweises abgewiesen worden war.
Soweit der Senat in einer früheren Entscheidung davon ausgegangen war, ein vor dem 1. September 2009 rechtskräftig geschiedener Ehegatte könne noch die für ihn günstigeren Wirkungen des geänderten § 1379 Abs. 1 Satz 1 BGB in Anspruch nehmen (vgl. Senatsurteil vom 17. Oktober 2012 - XII ZR 101/10 - FamRZ 2013, 103 Rn. 22), hält er daran nicht fest.
OLG Stuttgart, 21.09.2016 - 16 UF 92/16
Tod eines Ehegatten im laufenden Ehescheidungsverfahren: Auskunftsanspruch des …
OLG Saarbrücken, 17.02.2014 - 6 WF 1/14
Zulässigkeit weiterer Auskunftsansprüche im Rahmen einer Stufenklage
https://dejure.org/2012,33024
BVerfG, 29.08.2012 - 1 BvR 1766/12 (https://dejure.org/2012,33024)
BVerfG, Entscheidung vom 29.08.2012 - 1 BvR 1766/12 (https://dejure.org/2012,33024)
BVerfG, Entscheidung vom 29. August 2012 - 1 BvR 1766/12 (https://dejure.org/2012,33024)
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Vorläufige Außervollzugsetzung der Gewährung von Umgangskontakten bei potentiellen Übergriffen Rechtsradikaler gegen Kinder und Mutter - Überwiegen der mit der Umgangsgewährung verbundenen Nachteile gegenüber einer Verzögerung von Umgangskontakten
Art 6 Abs 2 S 1 GG, § 32 Abs 1 BVerfGG, § 32 Abs 2 BVerfGG, § 1684 BGB, § 1685 BGB
Erlass einer einstweiligen Anordnung: Vorläufige Außervollzugsetzung der Gewährung von Umgangskontakten bei potentiellen Übergriffen Rechtsradikaler gegen Kinder und Mutter - Überwiegen der mit der Umgangsgewährung verbundenen Nachteile gegenüber einer Verzögerung von ...
Verletzung des Elternrechts einer sorgeberechtigten Mutter durch Anordnung von Umgangskontakten der Kinder mit dem Kindsvater bei Zugehörigkeit zur rechtsradikalen Szene
BVerfGG § 32 Abs. 1; GG Art. 6 Abs. 2 S. 1
Der Nazi und sein Kind
Telepolis (Pressebericht zum Verfahren - vor Ergehen der Entscheidung, 13.08.2012)
OLG Dresden, 23.07.2012 - 20 UF 770/08
BVerfG, 26.11.2012 - 1 BvR 1766/12
Eine erste Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz über den Antrag des Beschwerdeführers auf Aufhebung des Widerrufs wurde aus prozessualen Gründen vom Bundesverfassungsgericht aufgehoben, die Sache wurde an das Oberlandesgericht zurückverwiesen (Beschluss der 1. Kammer des Zweiten Senats vom 27. September 2012 - 1 BvR 1766/12 -, NJW 2013, S. 39).

References: § 1375
 § 1379
 § 254
 § 263
 § 533
 § 533
 § 1379
 § 1379
 § 1375
 § 1379
 § 533
 § 1379
 § 1379
 BGH 
 § 533
 BGH 
 § 1379
 § 32
 § 32
 § 1684
 § 1685
 § 32
 Art. 6