Source: https://www.peira.org/die-hartz-iv-diktatur-gehoert-abgeschafft/
Timestamp: 2019-06-19 07:35:51+00:00

Document:
Peira – 17. Peira-Matinée: Die Hartz-IV-Diktatur gehört abgeschafft
Die Hartz-IV-Ära, die 2005 begann, hat unendliche viele Menschen ins Elend gestürzt. Statt der Entspannung ist eine Verschärfung auf dem Arbeitsmarkt eingetreten und eine Besserung ist nicht in Sicht. Im Gegenteil, die Verteilungskämpfe werden zunehmen. Bereits heute nach zehn Jahren beziehen 6,5 Millionen Menschen Hartz-IV, die wie es Inge Hannemann als Insiderin zu beschreiben weiß, in vielen Jobcentern zu Bittstellern degradiert wurden und werden. Statt der Rechtssicherheit ist für die Hartz-IV Bezieher ein Zustand der Willkür eingetreten. Als Sie Ihrem Arbeitgeber, der Bundesagentur für Arbeit in einem offenen Brief wegen der vielen Ungereimtheit unbequeme Fragen stellte, wurde kurz darauf ihr Computer überwacht, ihre Gespräche abgehört und ihr Arbeitsplatz durchsucht. Letztlich wurde sie freigestellt. Dabei war Inge Hannemann viele Jahre lang eine erfolgreiche Arbeitsvermittlerin gewesen, doch ihr Engagement für die Kunden sorgte für Unmut bei ihren Vorgesetzten.
In ihrem jüngst erschienen Buch „Die Hartz-IV-Diktatur“ deckt die Hartz-IV-Rebellin auf, was in den Jobcentern Deutschlands Tag für Tag geschieht, welche menschlichen Tragödien die Hartz IV-Sanktionen auslösen – und wie teuer das unseren Staat zu stehen kommt. Doch damit nicht genug: In den Schlusskapiteln ihres Buchs stellt Sie kurzfristige und langfristige Forderungen auf, um abschließend zu sagen, „Aufgeben kommt nicht in Frage – jetzt fängt es erst richtig an!“
Und genau darüber haben wir mit Inge Hannemann geredet.
In der Aufzeichnung wird ein Link für den Mitläufer e.V. angegeben, der nicht korrekt war. Hier der richtige Link: Wir Gehen Mit – Die Mitläufer e.V.
Martin Haase hat dankeswerterweise vom Vortrag und Diskussion ein komprimiertes Protokoll erstellt und mit vielen Links angereichert.
Hannemann/Rygiert, Die Hartz–IV–Diktatur (Taschenbuch) – Rowohlt
Offener Brief an den Vorstand der Bundesagentur für Arbeit | altonabloggt
Hartz I-III: Hartz–Konzept: Kommission für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt
⬅ Vermittlungsskandal
Workfare-Staat
Teilzeit, Mini-, Midi-Jobs usw.
Schattenbericht:
3,8 Millionen offiziell Arbeitslose
4 Millionen Schatten-Arbeitslose
600 000 Minijobs
Schattenbericht 2015 der Armutskonferenz
Arbeitsamt > Arbeitsgemeinschaft (ArGe) > Jobcenter
Wahlbeteiligung (Blankenese: 80–100%, Bezirke mit hoher Erwerbslosigkeit: 20%)
Eigenverantwortung: Verschiebung von Staat auf Betroffene
600000 Arbeitsplätze jährlich: 1/3 davon: Minijobs, Traineeprogramme,
Es gehen genauso viele Arbeitsplätze verloren, wie geschaffen werden.
„Leistungsberechtigte“
Leitbild Jobcenter Neukölln
Ralph Boes – Enzyklopädie PlusPedia
Ralph Boes: Das ist der Hartz–IV–Schnösel von der Maischberger–Couch – Wirtschaft – Bild.de
Whistleblower–Netz e.V.
spiderbit 22.10.2015 reply
Also erstmals insgesamt super, leider aber sickerte an 1, 2 Stellen eine klassisch Linke Schuldenke oder ideologische Denke durch. Der eine Vertreter der neuen Partei hat das zum Teil auch ein wenig angesprochen.
Als sie Erik Fromm als „vielleicht auch schon Neoliberal“ bezeichnet hat, schien das schon stark durch.
Ich als Erwerbsloser will das ein Muellabfuhrfahrer zum BGE was zusätzlich bekommt also mehr hat als ich ohne dass ich mich ein bringe. Und ich will den Job auch nicht mit ihm teilen. Ich will keine 10 20 oder 30 Stunden den Job machen. Das was sie vorschlägt ist dann wirklich DDR, bzw. dessen Wirtschaftsmodell zumindest.
Dann brauchen wir auch wirklich eine Mauer wieder.
Ich weiß das der Vorwurf hart ist, und das ich mir als BGE Befürworter das auch manchmal an hören muss und es nervt.
Aber hier sehe ich das dann wirklich gegeben, zumindest ist der Vorwurf an Erik Fromm als BGE Beführworter ihn Neoliberal zu nennen ist mindestens genauso ein schwerer und überzogener Vorwurf.
Generell ist das eh klar sofern niemand die Vertragsfreiheit abschaffen will und keine 100% Lohnsteuern fordert wird es nicht gleichen Lohn für alle geben.
Was natürlich so ist, ist das wenn Leute zusammen was machen und erst mal kein „Ertrag“ daraus entsteht oder keine Wertschätzung von Kunden in irgendeiner Form, kann es natürlich FREIWILLIG dazu kommen das die dort arbeitenden „Selbstständigen“ oder „Ehrenamtlern“ erst mal oder dauerhaft zum BGE nichts dazu kommen.
Ich halte eine Lohndifferenzierung sofern es dank dem BGE dann zum ersten Mal einen freien (nicht im FDP sinne) echten Arbeitsmarkt gibt für praktisch, so das man POSITIVE Anreize für gesellschaftlich Notwendige Sachen geben kann.
Wie soll man sonst Angebot und Nachfrage ungefähr synchronisieren, der Markt finde ich hier noch fairer wie so was wie ein NC für Medizinstudenten oder ähnliches (komischerweise haben wir jetzt angeblich einen Ärztemangel das der NC damit irgendwas zu tun haben könnte ist sicher eine von mir ausgedachte Versicherungstheorie).
Ja wir haben viel Platz für Querdenker der heute nicht gegeben wird, wir haben auch viel Platz für Leute die nicht im Erwerbsleben mit machen, aber höhere knappe Bildung oder das tun von teilweise nicht 100% angenehme Tätigkeiten sehe ich zumindest in einer Transitionsphase nicht als umgeh bar.
Vielleicht haben wir für Post austragen dann irgendwann Dronen und das Müllauto hat nicht nur neun Roboterarm um den Müll zu holen, sondern wird auch noch von Google Pilot 1.0 autonom gesteuert, aber bis wir so weit sind und quasi am besten noch den Replicator aus Raumschiff Enterprise haben, glaube ich das man Geld noch als Mittel benutzen können sollte, unterschiedliche Beiträge und Fähigkeiten aus zu statten.
Wenn wir dann ein BGE haben, kann man dann auch mal über so was teilweise nach denken, auch über unser jetziges Geldsystem und vieles mehr und ein BGE alleine soll auch nicht alle Probleme lösen, aber es schafft einen Freiraum der weiteres politisches aber auch gesellschaftliches ermöglicht.
Das BGE ist schon eine riesen Utopie, jetzt jeden der nicht den ganz sicher perfekten Endplan der Linken 1:1 1950 schon erkannt hat als Neoliberal zu brandmarken (was sonst auch gerne mit Goetz Werner gemacht wird) finde ich schon abstrus und geradezu spalterisch.
Eck 24.10.2015 reply
Götz Werner zitierte mich „Hartz4 ist offener Strafvollzug“, aber als wir nicht ins Hartz4Ghetto wollten, in dem wir als Grundeinkommensbefürwörter mit Psychoterror (u.a. „Falls Sie nicht resignieren, werden Sie sich am Ende eine Kugel in den Kopf schießen!“ und Sanktionen bedroht wurden, noch bevor wir einen Antrag auf Grundsicherung gestellt hatten) konfrontiert wurden, sondern weiterhin mit Kindern aus Immigrationsfamilien in sozialen Brennpunkten arbeiten wollten, http://www.kunstlandschaft-spandau.de/traumwerkstatt.htm,
und Götz Werner um eine (möglicherweise kurzfristige) finanzielle Unterstützung der Arbeit mit Kindern, die in sozialen Brennpunkten leben müssen, de facto eine bedingte Grundabsicherung baten, ließ er uns sagen, – er sei doch dafür, dass Menschen aus Freude und nicht für Geld arbeiten.
Dieser Zynismus stimmte nachdenklich.
Aufgewachter 26.10.2015 reply
Die Sanktionsvermittler bringen nichts als Ärger für die Ärmsten der Armen und Kosten dem Steuerzahler nur Unsummen von Geldern, einschließlich unglaublich hohen Prämien für das Erreichen der vorher vereinbarten Sanktionsquoten !!! Und über 60.000 Fallmanager (Sanktionsvermittler) hat das Land. Die komplette Verwaltung kostet 5,3 Milliarden Euro pro Jahr. Na klasse!
Das kleine Einmaleins der Fallmanager (Neusprech)
https://aufgewachter.files.wordpress.com/2013/12/flugblatt_neusprech_eines_absolut_korrupten_systems_pdf_flyer_flugblaetter_ratgeber_broschuere.png

References: BGE 
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