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Timestamp: 2019-10-17 14:14:15+00:00

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OVG Mecklenburg-Vorpommern, 15.04.2009 - 1 L 92/08 - dejure.org
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OVG Mecklenburg-Vorpommern, 15.04.2009 - 1 L 92/08 (https://dejure.org/2009,31955)
OVG Mecklenburg-Vorpommern, Entscheidung vom 15.04.2009 - 1 L 92/08 (https://dejure.org/2009,31955)
OVG Mecklenburg-Vorpommern, Entscheidung vom 15. April 2009 - 1 L 92/08 (https://dejure.org/2009,31955)
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Erhebung einer Verwaltungsgebühr: Auffangregelung in einer Kostenverordnung; Kostenschuldner
§ 1 Abs 1 NatKostV MV, § 2 Abs 1 S 1 VwKostG MV, § 2 Abs 1 S 2 VwKostG MV, § 4 VwKostG MV, § 8 Abs 1 VwKostG MV, § 8 Abs 3 VwKostG MV, § 11 Abs 1 VwKostG MV, § 13 Abs 1 Nr 1 VwKostG MV
VG Greifswald, 28.03.2008 - 3 A 816/06
Veranlasser ist auch, wer objektiv einen Tatbestand setzt, an den das Gesetz eine Ermächtigung für die Behörde zum Tätigwerden und eine Kostenpflicht knüpft (vgl. OVG Sachsen-Anhalt, Urteil vom 14. Mai 2009 2 L 78/08, Landes- und Kommunalverwaltung - LKV - 2009, 329, juris m.w.N.), also die als Amtshandlung zu qualifizierende Tätigkeit der Behörde in rechtlich zurechenbarer Weise in Gang setzt (vgl. OVG Mecklenburg-Vorpommern, Urteil vom 15. April 2009 1 L 92/08, juris; ThürOVG, Urteil vom 26. November 2009 3 KO 749/07, ThürVBl 2010, 130, m.w.N., zitiert nach juris).
(1) Im Verwaltungskostenrecht kann ein Antrag in Stellvertretung für einen anderen in dessen Namen mit der Konsequenz gestellt werden, dass die Folgen dieser Willenserklärung in der Person des Vertretenen eintreten und dieser als Veranlasser angesehen werden muss (OVG Mecklenburg-Vorpommern, Urteil vom 15. April 2009 1 L 92/08, juris).
Wie das FG unter Hinweis auf die in der Vorentscheidung zitierte Rechtsprechung der Instanzgerichte zutreffend ausgeführt hat, kann danach als Kostenschuldner herangezogen werden, wer einen ihm zurechenbaren Tatbestand verwirklicht, an den das Gesetz eine behördliche, kostenpflichtige Handlung knüpft, m.a.W. wer durch sein willentliches Handeln eine kostenpflichtige Amtshandlung in Gang setzt (Urteile des Oberverwaltungsgerichts --OVG-- für das Land Mecklenburg-Vorpommern vom 15. April 2009 1 L 92/08, nicht veröffentlicht; des Landes Sachsen-Anhalt vom 14. Mai 2009 2 L 78/08, Kommunale Steuerzeitschrift 2009, 137; des Thüringer OVG vom 26. November 2009 3 KO 749/07, Thüringer Verwaltungsblätter 2010, 130).
Ein die Kostenfolge auslösender Antrag kann nicht nur in eigener Person, sondern auch in Stellvertretung für einen anderen gestellt werden mit der Konsequenz, dass die Folgen dieser Willenserklärung in der Person des Vertretenen eintreten und dieser als Veranlasser angesehen werden muss (vgl. OVG Mecklenburg-Vorpommern, Urteil vom 15. April 2009, 1 L 92/08, juris); der bloße Vertreter kann indes nicht als Veranlasser auf Zahlung der Gebühr in Anspruch genommen werden (Hmb. OVG, Urteil vom 16. Dezember 1980, Bf III 9/80, HmbJVBl 1981, 129, juris, m. w. N.).
Eine Antragstellung auf Vornahme der gebührenpflichtigen Amtshandlung etwa, wie sie allgemein als "Paradefall" der gebührenrechtlichen Veranlassung i. S. v. § 13 Abs. 1 Nr. 1 Var. 1 VwKostG M-V und gleichlautender Vorschriften angesehen wird (s. etwa OVG Greifswald, Urt. v. 15.04.2009 - 1 L 92/08 -, juris Rn. 20 m. w. Nachw.) und den Antragsteller zum Kostenschuldner bestimmt, ist vorliegend nämlich nicht festzustellen.
VG Halle, 28.05.2013 - 4 A 241/11
Immissionsschutzrecht (Kostenfestsetzung)
Hierbei handelt es sich nicht um die Regelung eines Gebührentatbestandes, sondern um die Regelung eines Gebührensatzes, der auch nicht als Auffangtatbestand verstanden werden kann (vgl. OVG Greifswald, Urteil vom 15. April 2009 - 1 L 92/08 - juris Rn. 25 und 28).

References: § 1
 § 2
 § 2
 § 4
 § 8
 § 8
 § 11
 § 13
 § 13