Source: https://buchhaltung-lernen.com/Kontenrahmen-SKR81-%C3%84rzte.html
Timestamp: 2018-09-21 12:20:31+00:00

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Buchhaltung lernen: Kontenrahmen SKR81 Ärzte
Kontenrahmen SKR81 Ärzte
10 Grund und Boden
20 Grundstücksanteil Praxis
30 Grundstücksanteil des häuslichen Arbeitszimmers
35 Gebäudeteil des häuslichen Arbeitszimmers
100 Praxis- und Laborräume
180 Anbauten, Umbauten
200 Medizinische Geräte
210 Praxisgeräte
250 Laborgeräte
270 Röntgengeräte
300 Kraftfahrzeuge
310 Pkw
400 Praxiseinrichtung
410 Praxisinventar
450 Laborinventar
470 Röntgeninventar
480 Geringwertige Wirtschaftsgüter
485 Geringwertige Wirtschaftsgüter größer 150 bis 1.000 Euro (Sammelposten)
500 Beteiligungen (z. B. Laborgemeinschaft)
510 Praxiswert
540 EDV-Software
600 Langfristige Forderungen
700 Langfristige Verbindlichkeiten
710 Hypotheken Grundschulden (Praxisräume)
720 Praxisdarlehen
750 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
780 Kautionen
800-09 Kapital
870-79 Festkapital Vollhafter
880-89 Variables Kapital Vollhafter
890-99 Gesellschafter-Darlehen Vollhafter
900 Abgrenzung unterjährig pauschal gebuchter Abschreibungen für BWA
920 Wertberichtigungen auf Forderungen
930 Sonderposten mit Rücklageanteil, steuerfreie Rücklagen
931 Sonderposten mit Rücklageanteil nach § 7g Abs. 3 und 7 EStG a.F.
932 Sonderposten mit Rücklageanteil § 7g Abs. 5 EStG
933 Sonderposten mit Rücklageanteil nach § 7g Abs. 2 EStG n.F.
940 Rückstellungen
947 Rückstellungen
960 Aktive Rechnungsabgrenzung
970 Passive Rechnungsabgrenzung
980 Damnum, Disagio u. a.
1100 Postbank
1110 Postbank l
1120 Postbank 2
1210 Bankkonto 1
1220 Bankkonto 2
1230 Bankkonto 3
1295 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (nicht im Finanzmittelfonds enthalten)
1310 Wechsel
1360 Geldtransit
1370 Verrechnungskonto Gewinnermittlung § 4/3 EStG, ergebniswirksam
1371 Verrechnungskonto Gewinnermittlung § 4/3 EStG, nicht ergebniswirksam
1372 Wirtschaftsgüter des Umlaufvermögens gemäß § 4 Abs. 3 Satz 4 EStG
1380 Überleitung Kostenstellen
1400 Forderungen
1401-06 reserviert
1410 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne Kontokorrent
1411-14 Sonstige Forderungen ohne Kontokorrent
1415 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum allgemeinen Umsatzsteuersatz oder eines Kleinunternehmers (EÜR)
1416 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum ermäßigten Umsatzsteuersatz (EÜR)
1417 Forderungen aus steuerfreien oder nicht steuerbaren Lieferungen und Leistungen (EÜR)
1418 Sonstige Forderungen ohne Kontokorrent
1419 Gegenkonto 1415 - 1418 bei Aufteilung der Forderungen nach Steuersätzen (EÜR)
1420 Forderungen an privatärztliche Verrechnungsstelle nach § 11 Abs. 1 Satz 2 EStG für § 4/3 EStG
1430 Forderungen an kassenzahnärztliche Vereinigung nach § 11 Abs. 1 Satz 2 EStG für § 4/3 EStG
1450 Forderungen nach § 11Abs. 1 Satz 2 EStG für § 4/3 EStG
1500 Sonstige Vermögensgegenstände
1505 Forderungen gegenüber Krankenkassen aus Aufwendungsausgleichsgesetz
1510 Geleistete Anzahlungen
1530 Forderungen gegen Personal aus Lohn- und Gehaltsabrechnung
1540 Steuerüberzahlungen
1545 USt-Forderungen laufendes Jahr
1546 USt-Forderungen Vorjahr
1547 USt-Forderungen frühere Jahre
1548 Vorsteuer im Folgejahr abziehbar
1560 Aufzuteilende Vorsteuer
1564 reserviert
1565 Aufzuteilende Vorsteuer nach § 13b UStG
1566 Aufzuteilende Vorsteuer aus innergemeinschaftlichem Erwerb
1567 Aufzuteilende Vorsteuer 19%
1568 Aufzuteilende Vorsteuer 7%
1569 reserviert
1570 Abziehbare Vorsteuer
1571-74 reserviert
1575 Abziehbare Vorsteuer nach § 13b UStG
1576 Abziehbare Vorsteuer aus innergemeinschaftlichem Erwerb
1577 Abziehbare Vorsteuer 19%
1578 Abziehbare Vorsteuer 7%
1579 reserviert
1580 Gegenkonto Vorsteuer § 4/3 EStG
1581 Auflösung Vorsteuer aus Vorjahr § 4/3 EStG
1582 Vorsteuer aus Investitionen § 4/3 EStG
1590 Durchlaufende Posten
1593 Verrechnungskonto erhaltene Anzahlungen bei Buchung über Debitoren-Konto
1600 Verbindlichkeiten
1601-03 reserviert
1605 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum allgemeinen Umsatzsteuersatz (EÜR)
1606 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum ermäßigten Umsatzsteuersatz (EÜR)
1607 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ohne Vorsteuer (EÜR)
1609 Gegenkonto 1605 - 1607 bei Aufteilung der Verbindlichkeiten nach Steuersätzen (EÜR)
1610 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ohne Kontokorrent
1624 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen für Investitionen für §4/3 EStG
1710 Schuldwechsel
1740 Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt
1741 Verbindlichkeiten Lohn- und Kirchensteuer
1742 Verbindlichkeiten soziale Sicherheit
1743 Verbindlichkeiten für Einbehaltungen von Arbeitnehmern
1745 Verbindlichkeiten aus Vermögensbildung
1747 Lohn- und Gehaltsverrechnungen
1749 Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit (für § 4/3 EStG)
1756 Lohn- und Gehaltsverrechnung § 11 Abs. 2 EStG für § 4/3 EStG
1759 Voraussichtliche Beitragsschuld gegenüber den Sozialversicherungsträgern
1793 Verrechnungskonto geleistete Anzahlungen bei Buchung über Kreditorenkonto
1800 Sonstige Verbindlichkeiten
1810 Sonstige Verbindlichkeiten z.B. nach § 11 Abs. 2 Satz 2 EStG für § 4/3 EStG
1820 Erhaltene Anzahlungen
1860 Umsatzsteuer nicht fällig
1864 reserviert
1866 Umsatzsteuer nicht fällig aus im Inland steuerpflichtigen EG-Lieferungen
1867 Umsatzsteuer nicht fällig 19%
1868 Umsatzsteuer nicht fällig 7%
1869 reserviert
1870 Umsatzsteuer
1871 reserviert
1872 Umsatzsteuer aus innergemeinschaftlichem Erwerb
1873-74 reserviert
1875 Umsatzsteuer aus innergemeinschaftlichem Erwerb ohne Vorsteuerabzug
1876 Umsatzsteuer aus im Inland steuerpflichtige EG-Lieferungen
1877 Umsatzsteuer 19%
1878 Umsatzsteuer 7%
1879 reserviert
1880 Umsatzsteuervorauszahlungen
1881 Umsatzsteuervorauszahlungen 1/11
1882 Nachsteuer, UStVA Kz. 65
1883 In Rechnung unrichtig oder unberechtigt ausgewiesene Steuerbeträge, UStVA Kz. 69
1884 Umsatzsteuer nach § 13b UStG
1885 reserviert
1886 Umsatzsteuer laufendes Jahr
1887 Umsatzsteuer Vorjahr
1888 Umsatzsteuer frühere Jahre
1890 Sonstige Verrechnungskonten (Interimskonto)
1891 Zu klärende Posten
1900 Privat
1910 Privatsteuern
1920 Beschränkt abzugsfähige Sonderausgaben
1921 Lebensversicherungen
1922 Krankenversicherungen
1923 Ärzteversorgung
1924 Unfallversicherung
1925 Haftpflichtversicherung
1926 Bausparkasse
1927 Krankheitskosten
1930 Unbeschränkt abzugsfähige Sonderausgaben
1940 Zuwendungen, Spenden
1950 Außergewöhnliche Belastungen
1959 Sonstige Entnahmen
1960 Grundstücksaufwand
1969 Grundstücksaufwand (Umsatzsteuerschlüssel möglich)
1970 Grundstücksertrag
1979 Grundstücksertrag (Umsatzsteuerschlüssel möglich)
1980 Unentgeltliche Wertabgaben
1990 Einlagen
2000 Außerordentliche Aufwendungen
2005 Periodenfremde Aufwendungen
2010 Praxisfremde Aufwendungen
2029 Anlagenabgänge immaterielle Vermögensgegenstände (Restbuchwert bei Buchgewinn)
2030 Anlagenabgänge Sachanlagen (Restbuchwert bei Buchgewinn)
2031 Anlagenabgänge Finanzanlagen (Restbuchwert bei Buchgewinn)
2034 Anlagenabgänge immaterielle Vermögensgegenstände (Restbuchwert bei Buchverlust)
2035 Anlagenabgänge Sachanlagen (Restbuchwert bei Buchverlust)
2036 Anlagenabgänge Finanzanlagen (Restbuchwert bei Buchverlust)
2037 Abgang von Wirtschaftsgütern des Umlaufvermögens nach § 4 Abs. 3 Satz 4 EStG
2040 Steuernachzahlungen Vorjahre
2045 Kapitalertragsteuer 25%
2046 Anrechenbarer Solidaritätszuschlag auf Kapitalertragsteuer 25 %
2090-91 reserviert
2092 Einstellungen in Sonderposten mit Rücklageanteil
2094 Einstellungen in Sonderposten mit Rücklageanteil (Existenzgründerrücklage)
2110 Zinsen für kurzfristige Verbindlichkeiten
2113 Nicht abzugsfähige Schuldzinsen gemäß § 4 Abs. 4a EStG (Hinzurechnungsbetrag)
2114 Zinsen und ähnliche Aufwendungen §§ 3 Nr. 40, 3c EStG
2115 Zinsen langfristige Verbindlichkeiten
2116 Zinsen zur Finanzierung des Anlagevermögens
2119 Zinsaufwendungen für Gebäude, die zum Betriebsvermögen gehören
2120 Skontoaufwendungen
2121-23 reserviert
2130 Diskontaufwendungen
2135 Abschreibung auf Disagio zur Finanzierung
2136 Abschreibungen auf Disagio zur Finanzierung des Anlagevermögens
2300 Grundstücksaufwendungen, neutral
2310 Grundsteuer
2400 Forderungsverluste (übliche Höhe)
2430 Einstellungen in die Pauschalwertberichtigung zu Forderungen
2500 Außerordentliche Erträge
2505 Periodenfremde Erträge
2510 Praxisfremde Erträge
2540 Steuererstattung Vorjahre
2600 Erträge aus Beteiligungen
2610 Zinserträge
2611 Laufende Erträge aus Anteilen an Kapitalgesellschaften (Umlaufvermögen) § 3 Nr. 40 EStG
2620 Skontoerträge
2621-23 reserviert
2630 Diskonterträge
2700 Grundstückserträge
2735 Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen
2740 Erträge aus Auflösung Pauschalwertberichtigung auf Forderungen
2790 Erträge aus der Auflösung Sonderposten mit Rücklageanteil (steuerfreie Rücklagen)
2791 Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil (Ansparabschreibungen nach § 7g Abs. 3 EStG a.F. / § 7g Abs. 2 EStG n.F.)
2792 Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil (Sonderabschreibungen)
2794 Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil (Existenzgründerrücklage)
2795 Steuerfreie Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil
2796 Investitionszuschüsse (steuerpflichtig)
2797 Investitionszulage (steuerfrei)
2798 Sonstige steuerfreie Betriebseinnahmen
2799 Erstattungen Aufwendungsausgleichsgesetz
2890 Verrechnetes kalkulat. Arztgehalt
2892 Verrechnete kalkulatorische Miete
2894 Verrechnete kalkulatorische Zinsen
2896 Verrechnete kalkulatorische Abschreibungen
2990 Konto gelöscht
3000 Einkauf Praxisbedarf
3200 Einkauf Labormaterial
3250 Einkauf Röntgenmaterial
3300 Einkauf Behandlungsmaterial
3400 Leistungen eines im Ausland ansässigen Unternehmers § 13b UStG
3420 Erhaltene Skonti aus Leistungen, für die als Leistungsempfänger die Steuer nach § 13b UStG geschuldet wird
3425 Erhaltene Skonti aus Leistungen, für die als Leistungsempfänger die Steuer nach § 13b UStG geschuldet wird ohne Vorsteuer aber mit Umsatzsteuer
3500 Innergemeinschaftlicher Erwerb ohne Vorsteuer und 19 % Umsatzsteuer
3505 Innergemeinschaftlicher Erwerb 19% Vorsteuer und 19 % Umsatzsteuer
3511-15 reserviert
3520 Erhaltene Skonti aus steuerpflichtigen innergemeinschaftlichem Erwerb
3600 Steuerfreier innergemeinschaftlicher Erwerb
3760 Einkauf Kontaktlinsen 19 % Vorsteuer
3761 reserviert
3762 Wareneingang 19 % Vorsteuer
3800 Bezugs- und Nebenkosten
3850 Zölle und Einfuhrabgaben
3900 Fremdleistungen Labor
3950 Verrechnete Stoffkosten (Gegenkonto zu 4000-4029)
3960 Bestandsveränderung Material
3980 Materialbestand
3990 Warenbestand
4000 Praxis- und Laborbedarf
4010 Medikamente Praxis
4020 Materialien Praxis
4030 Sonstiger Praxisbedarf
4040 Materialien Labor
4050 Sonstiger Laborbedarf
4060 Röntgenmaterial
4070 Fremdleistungen (Labor)
4100 Personalkosten
4110 Gehälter
4111 Aushilfslöhne (pauschal verrechnet)
4112 Gehälter nicht ärztliches Personal
4115 Gehälter ärztliches Personal ohne Vertretung (Assistent, AIP)
4120 Ehegattengehalt
4124 Zuschuss Personalaufwand (Haben)
4130 Gesetzliche soziale Aufwendungen
4133 Direktversicherung
4135 Lohnsteuer und Kirchensteuer
4138 Beiträge zur Berufsgenossenschaft
4139 Pauschale Steuer
4140 Freiwillige soziale Aufwendungen
4141 Fahrtkostenersatz
4142 Essensgeld
4149 Sonstige freiwillige soziale Aufwendungen
4150 Sonderzahlungen
4151 Prämien
4152 Mitarbeiterpool (Erfolgsbeteiligung)
4155 Vermögensbildung
4156 Urlaubsgeld
4157 Weihnachtsgeld
4170-79 Sonstige Personalkosten
4180 Kosten für Praxisvertretung
4190 Kalkulatorisches Arztgehalt
4200 Raumkosten
4210 Miete (unbewegliche Wirtschaftsgüter)
4212 Miete/Aufwendungen für doppelte Haushaltsführung
4220 Kalkulatorische Miete
4221 Arbeitszimmer im eigenen Haus
4230 Heizung
4240 Gas, Strom, Wasser
4250 Reinigung, Desinfektion
4260 Instandhaltung der Praxisräume, Reparaturen
4270 Abgaben für betrieblich genutzten Grundbesitz
4275 Grundstücksaufwendungen, betrieblich
4280 Sonstige Raumkosten
4288 Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer (abziehbarer Anteil)
4289 Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer (nicht abziehbarer Anteil)
4290 Privater Raumkostenanteil
4300 Beiträge, Versicherungen
4320 Nicht abziehbare Vorsteuer 19%
4321 reserviert
4322 Nicht abziehbare Vorsteuer 7%
4360 Versicherungen
4361 Berufshaftpflichtversicherung
4362 Berufsgenossenschaft (Arzt)
4365 Sachversicherungen
4366 Versicherung für Gebäude
4369 Sonstige Versicherungen
4381 Kammerbeiträge
4382 Verbandsbeiträge
4385 KV-Verwaltungskosten
4386 Kosten Privatärztliche Verrechnungsstelle
4389 Sonstige Beiträge
4400 Zur freien Verfügung
4500 Kfz-Kosten
4510 Kfz-Steuer
4520 Kfz-Versicherungen
4530 Kfz-Betriebskosten (Benzin, Öl, Wäsche)
4540 Kfz-Reparaturen
4550 Garagenmiete
4558 Mautgebühren
4560 AfA Kfz
4562 Absetzung für außergewöhnliche technische und wirtschaftliche Abnutzung des Kfz
4564 Sonderabschreibungen nach § 7g Abs. 5 EStG (für Kfz)
4565 Kürzung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten gem. § 7g Abs. 2 EStG n. F. (für Kfz)
4570 Mietleasing Kfz
4580 Sonstige Kfz-Kosten
4588 Kfz-Kosten für betrieblich genutzte zum Privatvermögen gehörende Kraftfahrzeuge
4589 Fremdfahrzeugkosten
4600 Fortbildungskosten
4610 Kongress- und Seminarkosten Unternehmer
4615 Kongress- und Seminarkosten Arbeitnehmer
4620 Fachliteratur
4625 Sonstige Fortbildungskosten UN
4630 Sonstige Fortbildungskosten AN
4655 Reisekosten
4658 Reisekosten Arbeitnehmer Verpflegungsmehraufwand
4659 Reisekosten Arbeitnehmer Übernachtungsaufwand
4660 Reisekosten Arbeitnehmer, Fahrtkosten
4662 reserviert
4668 Reisekosten Unternehmer Verpflegungsmehraufwand
4669 Reisekosten Unternehmer Übernachtungsaufwand
4670 Reisekosten Unternehmer, Fahrtkosten
4672 Reisekosten Unternehmer (nicht abziehbarer Anteil)
4675 Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsstätte und Familienheimfahrten (Haben)
4678 Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsstätte und Familienheimfahrten (abziehbarer Anteil)
4679 Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsstätte und Familienheimfahrten (nicht abziehbarer Anteil)
4681 Verpflegungsmehraufwendungen im Rahmen der doppelten Haushaltsführung
4700 Klinikkosten
4710 Krankenhausabgaben
4720 Klinikkosten für ambulante Leistungen
4730 Klinikkosten für stationäre Leistungen
4800 Geräte und Einrichtungskosten
4810 Instandhaltung Praxisgeräte
4815 Miet- und Wartungsverträge (Praxis)
4820 Instandhaltung Labor
4823 Instandhaltung Röntgen
4825 Miet- und Wartungsverträge Labor
4828 Miet- und Wartungsverträge Röntgen
4830 Kleinere Anschaffungen Praxis
4835 Kleinere Anschaffungen Labor
4840 Kleinere Anschaffungen Röntgen
4846 Mietleasing (bewegliche Wirtschaftsgüter)
4850 Kalkulatorische Abschreibungen
4852 Abschreibungen auf Gebäudeteil des häuslichen Arbeitszimmers
4855 Abschreibungen auf Finanzanlagen
4859 Kaufleasing
4860 Abschreibungen, Anlagevermögen (ohne AfA auf Kfz und Gebäude)
4861 AfA Praxis
4862 AfA Labor
4863 AfA Röntgen
4864 Abschreibungen auf immaterielle Wirtschaftsgüter
4865 Abschreibungen auf Gebäude
4866 Absetzung für außergewöhnliche technische und wirtschaftliche Abnutzung der Gebäude
4867 Absetzung für außergewöhnliche technische und wirtschaftliche Abnutzung sonstige Wirtschaftsgüter
4868 Sonderabschreibungen nach § 7g Abs. 5 EStG (ohne Kfz)
4869 Sonstige Abschreibungen
4870 Abschreibungen auf aktivierte, geringwertige Wirtschaftsgüter
4871 GWG Praxis bis 410 Euro
4872 Abschreibungen auf Sammelposten Wirtschaftsgüter
4874 Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgütern
4875 GWG Labor bis 410 Euro
4876 Kürzung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten gem. § 7g Abs. 2 EStG n. F. (ohne Kfz)
4878 GWG Röntgen bis 410 Euro
4890 Kalkulatorische Zinsen
4900 Verschiedene Gemeinkosten
4910 Porto
4920 Telefon/Telefax/Internetkosten
4930 Bürobedarf
4935 Berufsbekleidung, Praxiswäsche
4940 Wartezimmerlektüre
4941 Dekorationen
4945 Werbekosten (z.B. Anzeigen)
4950 Rechts- und Beratungskosten
4951 Steuerberatungskosten
4952 Buchführungskosten
4955 Abfallbeseitigung
4960 Geschenke abzugsfähig
4965 Geschenke nicht abzugsfähig
4967 Geschenke ausschließlich betrieblich genutzt
4970 Nebenkosten des Geldverkehrs
4975 Aufwendungen aus Anteilen an Kapitalgesellschaften §§ 3 Nr. 40, 3c EStG
4980 Bewirtungskosten
4981 Nicht abzugsfähige Bewirtungskosten
4985 Aufmerksamkeiten
4990 Sonstige Kosten
4995 Nicht abzugsfähige Betriebsausgaben
4996 Sonstige eingeschränkt abziehbare Betriebsausgaben (abziehbarer Anteil)
4997 Sonstige eingeschränkt abziehbare Betriebsausgaben (nicht abziehbarer Anteil)
4998 Nicht abzugsfähige Betriebsausgaben aus Werbe- und Repräsentationskosten (nicht abziehbarer Anteil)
7000 Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen
7110 Fertige Erzeugnisse
8000 Praxiseinnahmen
8005 Praxisgebühr
8010 Kassenabrechnung (KV)
8011 Primärkassen
8012 Ersatzkassen
8020 Privatabrechnung
8040 Beihilfeberechtigte
8130 Berufsgenossenschaften, Unfallversicherung
8140 Bundeswehr und KWEA
8150 Krankenhäuser
8580 Statistisches Konto Erlöse zum allgemeinen Umsatzsteuersatz (EÜR)
8581 Statistisches Konto Erlöse zum ermäßigten Umsatzsteuersatz (EÜR)
8582 Statistisches Konto Erlöse steuerfrei und nicht steuerbar (EÜR)
8589 Gegenkonto 8580 - 8588 bei Aufteilung der Erlöse nach Steuersätzen (EÜR)
8600 Steuerpflichtige Gutachten 19 %
8605-10 reserviert
8700 Sonstige Einnahmen
8709 Erlöse aus Verkäufen immaterieller Vermögensgegenstände (bei Buchgewinn)
8710 Erlöse aus Verkäufen Sachanlagevermögen (bei Buchgewinn)
8711 Erlöse aus Verkäufen Finanzanlagen (bei Buchgewinn)
8714 Erlöse aus Verkäufen immaterieller Vermögensgegenstände (bei Buchverlust)
8715 Erlöse aus Verkäufen Sachanlagevermögen (bei Buchverlust)
8716 Erlöse aus Verkäufen Finanzanlagen (bei Buchverlust)
8717 Erlöse aus Verkäufen von Wirtschaftsgütern des Umlaufvermögens nach § 4 Abs. 3 Satz 4 EStG
8720 Vertretungen
8730 Steuerfreie Gutachten
8740 Vorträge, schriftstellerische Tätigkeiten
8745 Verrechnete sonstige Sachbezüge (keine Waren)
8750 Prothetik-Umsatz 7 % USt
8751 reserviert
8752 Prothetik-Umsatz 7 % USt
8760 Kontaktlinsen 19 % USt
8761 reserviert
8762 Sonstige Erlöse betrieblich und regelmäßig 19 %
8800 Erlösminderung
8820 Gewährte Skonti aus Leistungen, für die der Leistungsempfänger die Umsatzsteuer nach § 13b UStG schuldet
8825 Gewährte Skonti aus steuerfreien innergemeinschaftlichen Lieferungen § 4 Nr. 1b UStG
8830 Gewährte Skonti aus im Inland steuerpflichtigen EG-Lieferungen
8900 Unentgeltliche Wertabgaben
8910 Verwendung von Gegenständen für Zwecke außerhalb des Unternehmens ohne USt
8920 Verwendung von Gegenständen für Zwecke außerhalb des Unternehmens ohne USt (z. B. Kfz-Nutzung)
8930 Verwendung von Gegenständen für Zwecke außerhalb des Unternehmens ohne USt (Telefon-Nutzung)
8970 Unentgeltliche Erbringung einer sonstigen Leistung
8975 Unentgeltliche Zuwendung von Waren
8980 Sonstige unentgeltliche Wertabgaben
8990 Unentgeltliche Wertabgaben umsatzsteuerfrei § 4 Nr. 28 UStG
8995 Bestandsveränderungen an unfertigen Erzeugnissen
8996 Bestandsveränderungen an unfertigen Leistungen
8997 Bestandsveränderungen an fertigen Erzeugnissen
9000-01 EB-Sachkonten
9003-07 EB-Sachkonten
9008 EB-Debitoren
9009 EB-Kreditoren
9060 Offene Posten aus 1990
9069 Offene Posten aus 1999
9070 Offene Posten aus 2000
9071 Offene Posten aus 2001
9072 Offene Posten aus 2002
9073 Offene Posten aus 2003
9074 Offene Posten aus 2004
9075 Offene Posten aus 2005
9076 Offene Posten aus 2006
9077 Offene Posten aus 2007
9078 Offene Posten aus 2008
9079 Offene Posten aus 2009
9080 Offene Posten aus 2010
9081 Offene Posten aus 2011
9082 Offene Posten aus 2012
9083 Offene Posten aus 2013
9090 Summenvortragskonto
9091 Offene Posten aus 1991
9092 Offene Posten aus 1992
9093 Offene Posten aus 1993
9094 Offene Posten aus 1994
9095 Offene Posten aus 1995
9096 Offene Posten aus 1996
9097 Offene Posten aus 1997
9098 Offene Posten aus 1998
9106 Praxisgröße qm
9190 Gegenkonto zu 9106
9200 Anzahl der Beschäftigten (ohne Putzfrau)
9209 Gegenkonto zu 9200
9240 Investitionsverbindlichkeiten bei Leistungsverbindlichkeiten
9550-59 Anteil für Konto 9810-19 Vollhafter
9570-79 Anteil für Konto 0870-79 Vollhafter
9580-89 Anteil für Konto 0880-89 Vollhafter
9590-99 Anteil für Konto 0890-99 Vollhafter
9800-01 Lösch- und Korrekturschlüssel
9890 Statistisches Konto für den Gewinnzuschlag nach §§ 6b, 6c und 7g a.F. EStG (Haben-Buchung)
9891 Statistisches Konto für den Gewinnzuschlag nach §§ 6b, 6c und 7g a.F. EStG (Soll) - Gegenkonto zu 9890
9893 Umsatzsteuer in den Forderungen zum allgemeinen Umsatzsteuersatz (EÜR)
9894 Umsatzsteuer in den Forderungen zum ermäßigten Umsatzsteuersatz (EÜR)
9895 Gegenkonto 9893 - 9894 für die Aufteilung der Umsatzsteuer (EÜR)
9896 Vorsteuer in den Verbindlichkeiten zum allgemeinen Umsatzsteuersatz (EÜR)
9897 Vorsteuer in den Verbindlichkeiten zum ermäßigten Umsatzsteuersatz (EÜR)
9899 Gegenkonto 9896 - 9897 für die Aufteilung der Vorsteuer (EÜR)
9910 Gegenkonto zur Minderung der Entnahmen § 4 (4a) EStG
9911 Minderung der Entnahmen § 4 (4a) EStG (Haben)
9912 Erhöhung der Entnahmen § 4 (4a) EStG
9913 Gegenkonto zur Erhöhung der Entnahmen § 4 (4a) EStG (Haben)
9970 Investitionsabzugsbetrag § 7g Abs. 1 EStG, außerbilanziell (Soll)
9971 Investitionsabzugsbetrag § 7g Abs. 1 EStG, außerbilanziell (Haben) - Gegenkonto zu 9970
9972 Hinzurechnung Investitionsabzugsbetrag § 7g Abs. 2 EStG, außerbilanziell (Haben)
9973 Hinzurechnung Investitionsabzugsbetrag § 7g Abs. 2 EStG, außerbilanziell (Soll) - Gegenkonto zu 9972
9974 Rückgängigmachung § 7g Abs. 3, 4 EStG und Erhöhung Investitionsabzugsbetrag im früheren Abzugsjahr
9975 Rückgängigmachung § 7g Abs. 3, 4 EStG und Erhöhung Investitionsabzugsbetrag im früheren Abzugsjahr Gegenkonto zu 9974
9999 Auffangkonto USt/VSt
Vergütungen für eine Tätigkeit als sog. "Lehrarzt" sind nicht nach § 3 Nr. 26 EStG steuerfrei
Die Kläger waren im Streitjahr in einer Gemeinschaftspraxis als Ärzte selbständig tätig. Aufgrund einer vertraglichen Vereinbarung wies die Universität ihnen Studierende zu und beauftragte sie als sog. Lehrärzte mit der Wahrnehmung von Lehraufgaben nach den Grundsätzen, die für die Erteilung eines Lehrauftrages unter Berücksichtigung der Approbationsordnung galten. Hierfür erhielten di...
Die Kläger waren im Streitjahr in einer Gemeinschaftspraxis als Ärzte selbständig tätig. Aufgrund einer vertraglichen Vereinbarung wies die Universität ihnen Studierende zu und beauftragte sie als sog. Lehrärzte mit der Wahrnehmung von Lehraufgaben nach den Grundsätzen, die für die Erteilung eines Lehrauftrages unter Berücksichtigung der Approbationsordnung galten. Hierfür erhielten die Kläger eine Vergütung, für die sie die Steuerbefreiung nach § 3 Nr. 26 EStG beanspruchten.
Dies lehnte der 2. Senat des Schleswig Holsteinischen Finanzgerichts mit Urteil vom 14. März 2018 (Az. 2 K 174/17, veröffentlicht in den EFG 2018, 925) ab. Zwar handele es sich um eine "Ausbildungstätigkeit" im Sinne des § 3 Nr. 26 EStG. Nach Ansicht des Senats lag aber keine begünstigte Nebentätigkeit vor, weil es an einer inhaltlichen, zeitlichen und organisatorischen Trennung der „hauptberuflichen" Tätigkeit als Arzt und der „nebenberuflichen" Tätigkeit als Lehrarzt gefehlt habe. Inhaltlich und zeitlich überschnitten sich die Tätigkeiten, da mit der Behandlung der Patienten unter Anwesenheit der Medizinstudenten gleichzeitig Haupt- und Nebenberuf ausgeübt würden. Hierbei handele es sich auch um den wesentlichen Inhalt des „Nebenberufs", da sich gerade in der konkreten Behandlung des Patienten die Umsetzung des theoretischen Wissens eines Arztes in der praktischen Tätigkeit zeige. Auch organisatorisch seien die Tätigkeiten als Arzt und Lehrarzt derartig eng miteinander verzahnt, dass äußerlich eine Trennung nur in geringem Umfang erfolge. Diese bestehe einzig in dem Umstand, dass die Kläger mit den Studenten zusätzlich zu den Unterweisungen während der Behandlung der Patienten Vor- und/oder Nachbesprechungen durchführten. Der Hauptteil des „Nebenberufs" werde aber quasi en passant zum „Hauptberuf" durchgeführt. Die Entscheidung ist rechtskräftig.
Quelle: FG Schleswig-Holstein, Mitteilung vom 02.07.2018 zum Urteil 2 K 174/17 vom 14.03.2018 (rkr)
Altersversorgung für Vertragsärzte: Beitragsbemessung darf nicht nur auf Umsatz abstellen
Hohe Sachkosten eines Vertragsarztes müssen bei den Beiträgen zur Altersversorgung berücksichtigt werden. Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Hessen verfügt als einzige KV in Deutschland mit der sogenannten Erweiterten Honorarverteilung (EHV) über eine eigene Altersversorgung für die niedergelassenen Vertragsärzte. Zum Juli 2012 wurden die Grundsätze der EHV dahingehend geändert,...
Hohe Sachkosten eines Vertragsarztes müssen bei den Beiträgen zur Altersversorgung berücksichtigt werden.
Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Hessen verfügt als einzige KV in Deutschland mit der sogenannten Erweiterten Honorarverteilung (EHV) über eine eigene Altersversorgung für die niedergelassenen Vertragsärzte. Zum Juli 2012 wurden die Grundsätze der EHV dahingehend geändert, dass die Beiträge nach der Honorarhöhe ohne Abzug von Kostenerstattungen festgesetzt werden. Diese Regelung sei verfassungswidrig, soweit Sachkosten, die bei bestimmten Arztgruppen einen maßgeblichen Anteil des Honorars ausmachten, nicht beitragsmindernd berücksichtigt werden. Dies entschied der 4. Senat des Hessischen Landessozialgerichts in einem am 25.04.2018 veröffentlichten Urteil.
Ärztin mit Schwerpunkt Nephrologie wendet sich gegen Beitragsfestsetzung
Eine niedergelassene Fachärztin für Innere Medizin mit dem Schwerpunkt Nephrologie erbringt im Rahmen ihre vertragsärztliche Tätigkeit insbesondere ambulante Dialysebehandlungen. Die KV Hessen stufte sie für den Zeitraum ab 1. Juli 2013 in die höchste Beitragsklasse ein und setzte den Beitrag je Quartal auf rund 5.800 Euro fest. Dabei ging KV Hessen von einem jährlichen Gesamthonorar in Höhe von rund 900.000 Euro aus. Die Ärztin aus dem Landkreis Kassel brachte hiergegen vor, dass etwa 90 % ihres Honorars aus nichtärztlichen Dialyseleistungen stammten. Um diese Sachkosten müsste ihr Honorar im Rahmen der Beitragsbemessung bereinigt werden. Ihr Quartalsbeitrag läge dann bei lediglich 1.254 Euro.
Beitragsbemessung nur nach dem Umsatz ist verfassungswidrig
Die Richter beider Instanzen haben die Beitragsbemessung für rechtswidrig beurteilt. Die KV Hessen müsse über die Eingruppierung der Ärztin und die Beitragsfestsetzung unter Beachtung der gerichtlichen Rechtsauffassung neu entscheiden. Bei der EHV handele es sich um eine solidarische Pflichtversicherung. Der Satzungsgeber habe daher das beitragsrechtliche Äquivalenzprinzip und den solidarischen Charakter der Alterssicherung gegeneinander abzuwägen und in Ausgleich zu bringen. Die ab Juli 2012 geltende EHV sei - so die Richter des Landesssozialgerichts - verfassungswidrig, als hiernach in erheblichem Ausmaße Sachkosten nicht mehr abgezogen würden und damit in unangemessener Weise das weitgehend ungekürzte Honorar der Beitragsbemessung zu Grunde lege. Der Beitrag müsse zwar nicht an den Gewinn, sondern könne durchaus an die Höhe des Honorars - und damit an den Umsatz - angeknüpft werden. Wenn allerdings vertragsärztliche Umsätze verschiedener Arztgruppen nicht mehr tendenziell Überschüsse in ähnlicher Größenordnung erwarten lassen, müsse dies bei Beitragsbelastungen, die allein an Umsätzen ausgerichtet seien, berücksichtigt werden. Eine rechtswidrige Ungleichbehandlung liege deshalb vor, wenn Arztgruppen mit überdurchschnittlich hohen Sachkostenanteilen in der Vergütung im Verhältnis zum Gewinnanteil höhere Beiträge zahlen bzw. denselben Beitrag aus einem niedrigeren Gewinn erwirtschaften müssten. Dies sei der Fall, wenn hohe Sachkosten - wie für nichtärztliche Dialyseleistungen - bei der Beitragsbemessung nicht entsprechend berücksichtigt würden. Die Grundsätze der EHV sind mit Wirkung zum 1. Januar 2017 geändert worden. Die Revision wurde zugelassen.
Art. 3 Grundgesetz (GG)
§ 1 Grundsätze der erweiterten Honorarverteilung (GEHV) i. d. F. v. 1. Juli 2012
(1) Jeder niedergelassene Vertragsarzt nimmt (...) an der Honorarverteilung im Rahmen dieser Bestimmungen der EHV teil. (...)
§ 3 GEHV
(1) Die EHV wird finanziert durch Beiträge der aktiven Vertragsärzte, die vom Honorar einbehalten werden. Die Höhe des zu leistenden Beitrags ist abhängig von dem erzielten Honorar aus ärztlicher Tätigkeit im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung im Vorvorjahr des Beitragsjahres, das heißt aller für das herangezogene Kalenderjahr durch die KV Hessen vergüteten ärztlichen Honorare sowie der Honorare aus Selektivverträgen, die in dem entsprechenden Jahr zugeflossen sind. (...) (2) Es werden insgesamt neun Beitragsklassen festgelegt. Anhand des Durchschnittshonorars aller aktiven Vertragsärzte (Beitragszahler) bestimmt sich die Beitragsklasse 4, die den Regelbeitrag festlegt. Beitragszahler, die ein unterdurchschnittliches Honorar erzielen, zahlen einen ermäßigten Beitrag der Beitragsklassen 1 bis 3; Beitragszahler mit überdurchschnittlichem Honorar werden den Beitragsklassen 5 bis 9 zugeordnet. Die konkrete Zuordnung des Beitragszahlers zur Beitragsklasse erfolgt über das prozentuale Verhältnis des Arzthonorars zum Durchschnittshonorar. (...)
§ 3 GEHV i. d. F. v. 1. Januar 2017
(1) Die EHV wird finanziert durch Umlagen der aktiven Vertragsärzte. Die Umlage wird in Form eines prozentualen Abzugs von dem über die KV Hessen abgerechneten Honorar des jeweiligen Vertragsarztes im aktuellen Abrechnungsquartal zuzüglich der auf vier Quartale aufgeteilten Summe der für das Vor-Vorjahr gemeldeten bzw. geschätzten Honorare aus Selektivverträgen einbehalten. (...)
Quelle: LSG Darmstadt, Pressemitteilung vom 25.04.2018 zum Urteil L 4 KA 2/15 vom 11.04.2018
Ist der ärztliche Bereitschaftsdienst bei Veranstaltungen von der Umsatzsteuer befreit? Es liegt keine von der Umsatzsteuer befreite ärztliche Heilbehandlung vor, wenn bei einer Veranstaltung einem Arzt die Anwesenheit vom Veranstalter pauschal stundenweise vergütet wird. Hintergrund Der Kläger erzielte als Arzt u. a. Einnahmen für den Bereitschaftsdienst bei Sport- und �...
Ist der ärztliche Bereitschaftsdienst bei Veranstaltungen von der Umsatzsteuer befreit? Es liegt keine von der Umsatzsteuer befreite ärztliche Heilbehandlung vor, wenn bei einer Veranstaltung einem Arzt die Anwesenheit vom Veranstalter pauschal stundenweise vergütet wird. Hintergrund Der Kläger erzielte als Arzt u. a. Einnahmen für den Bereitschaftsdienst bei Sport- und ähnlichen Veranstaltungen. Zu seinen Aufgaben gehörte es, den Veranstaltungsbereich im Vorfeld zu kontrollieren und die Verantwortlichen im Hinblick auf mögliche Gesundheitsgefährdungen zu beraten. Während der Veranstaltung sollte er kontinuierlich Rundgänge durchführen, um dabei frühzeitig Gefahren und gesundheitliche Probleme der anwesenden Personen zu erkennen. Dazu gehörte insbesondere eine Herzsportgruppe. Diese Leistungen wertete das Finanzamt insgesamt als umsatzsteuerpflichtig. Dagegen wehrte sich der Arzt mit seiner Klage. Entscheidung Die Klage hatte immerhin teilweise Erfolg. Denn zumindest die ärztliche Überwachung der Vitalwerte der Teilnehmer einer sog. Herzsportgruppe stellte nach Auffassung des Gerichts eine umsatzsteuerfreie ärztliche Heilbehandlung dar. Dagegen wertete es die notärztliche Betreuung von und die Einsatzbereitschaft bei Veranstaltungen nicht als umsatzsteuerfreie Heilbehandlung. Vielmehr stellte sich der Arzt durch seine Anwesenheit für eventuelle Heilbehandlungen erst zur Verfügung. Gegenüber dem Veranstalter als Leistungsempfänger leistete er nur seine Anwesenheit und Einsatzbereitschaft. Die Anwesenheit bei Einsatzbereitschaft war aber nicht Teil eines konkreten, individuellen, der Diagnose, Behandlung, Vorbeugung und Heilung von Krankheiten oder Gesundheitsstörungen dienenden Leistungskonzepts. Es fehlte ein Leistungskonzept, das sich auf eine konkrete Person bezog. Vielmehr war völlig ungewiss, wer und ob überhaupt jemand eine ärztliche Behandlung beanspruchen wird. Im Ergebnis konnte der Arzt deshalb die Umsatzsteuerbefreiung nicht in Anspruch nehmen.
Erleidet ein Arbeitnehmer nach einem knapp einstündigen Arztbesuch während der Arbeitszeit auf dem Rückweg zum Betrieb einen Verkehrsunfall, liegt kein Arbeitsunfall vor. Dies hat das Sozialgericht Dortmund im Falle eines Arbeitnehmers aus Siegen entschieden, der sich auf dem Rückweg zu seiner Arbeitsstätte nach dem Besuch eines Orthopäden bei einem Verkehrsunfall erheblich verletzte....
Erleidet ein Arbeitnehmer nach einem knapp einstündigen Arztbesuch während der Arbeitszeit auf dem Rückweg zum Betrieb einen Verkehrsunfall, liegt kein Arbeitsunfall vor. Dies hat das Sozialgericht Dortmund im Falle eines Arbeitnehmers aus Siegen entschieden, der sich auf dem Rückweg zu seiner Arbeitsstätte nach dem Besuch eines Orthopäden bei einem Verkehrsunfall erheblich verletzte. Die Berufsgenossenschaft Holz und Metall in Köln lehnte die Anerkennung des Unfalls als entschädigungspflichtigen Arbeitsunfall ab, weil der Weg zum Arzt und zurück eine unversicherte private Tätigkeit darstelle. Das Sozialgericht Dortmund hat die hiergegen von dem Arbeitnehmer erhobene Klage als unbegründet abgewiesen. Der Kläger sei nicht auf einem mit seiner versicherten Tätigkeit in Zusammenhang stehenden Betriebsweg verunglückt. Maßnahmen zur Erhaltung oder Wiederherstellung der Gesundheit wie vorliegend der Arztbesuch seien dem persönlichen Lebensbereich des Versicherten zuzurechnen und daher unversichert. Dabei sei es unerheblich, dass der Arztbesuch auch der Erhaltung oder Wiederherstellung seiner Arbeitskraft und damit betrieblichen Belangen diene. Der Kläger habe nicht davon ausgehen können, mit dem Arztbesuch eine vermeintliche Pflicht aus dem Beschäftigungsverhältnis zu erfüllen. Schließlich liege kein Wegeunfall vor, weil der Kläger sich zum Zeitpunkt des Unfalls nicht auf einem versicherten Weg von einem sog. dritten Ort zu seiner Arbeitsstätte befunden habe. Hierfür habe sich der Kläger mindestens zwei Stunden in der Arztpraxis aufhalten müssen, was jedoch nicht der Fall gewesen sei.
Quelle: SG Dortmund, Pressemitteilung vom 23.03.2018 zum Urteil S 36 U 131/17 vom 28.02.2018
Ein-Euro-Wertgrenze gilt auch bei Werbegeschenken an Apotheker und Ärzte
Der 2. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Stuttgart hat mit seinem am 22.02.2018 verkündeten Urteil entschieden, dass in der Heilmittelwerbung die Wertgrenze von 1 Euro auch bei Werbegeschenken an Fachkreise (zu denen insbesondere Apotheker und Ärzte zählen) gilt. In dem entschiedenen Fall hat ein pharmazeutisches Unternehmen zu Werbezwecken Produktkoffer mit sechs verschiedenen Arzneimit...
Der 2. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Stuttgart hat mit seinem am 22.02.2018 verkündeten Urteil entschieden, dass in der Heilmittelwerbung die Wertgrenze von 1 Euro auch bei Werbegeschenken an Fachkreise (zu denen insbesondere Apotheker und Ärzte zählen) gilt. In dem entschiedenen Fall hat ein pharmazeutisches Unternehmen zu Werbezwecken Produktkoffer mit sechs verschiedenen Arzneimitteln gegen Erkältungsbeschwerden bundesweit an Apotheker verschenkt. Die Medikamente hatten einen (unrabattierten) Einkaufspreis von 27,47 Euro. Ein Konkurrent hat auf Unterlassung geklagt. Das Oberlandesgericht gab der Klage statt und bestätigte damit ein Urteil des Landgerichts Stuttgart. Nach § 7 des Heilmittelwerbegesetzes sei es unzulässig, „Zuwendungen und sonstige Werbegaben (Waren oder Leistungen)" zu gewähren. Von der kostenlosen Abgabe des Arzneimittelkoffers gehe die abstrakte Gefahr einer unsachlichen Beeinflussung aus. Ausnahmsweise zulässig sei nach der gesetzlichen Bestimmung zwar die Zuwendung von geringwertigen Kleinigkeiten. Der Wert des Arzneimittelkoffers habe allerdings die Geringwertigkeitsgrenze überschritten. Für Zuwendungen an den Verbraucher habe der Bundesgerichtshof eine Wertgrenze von 1 Euro definiert (BGH, Urteil vom 08. Mai 2013 – I ZR 98/12). Diese Wertgrenze gilt nach dem Urteil des Oberlandesgerichts Stuttgart auch für Angehörige der Fachkreise wie Ärzte und Apotheker. Bei einer kostenlosen Leistung sei oft zu erwarten, dass sich der Empfänger in irgendeiner Weise erkenntlich zeigen werde. Dies könne dazu führen, dass der umworbene Apotheker einem Kunden die Produkte der Beklagten empfehle. Hierin bestehe eine unsachliche Beeinflussung, die durch das Gesetz verhindert werden solle. Die Revision wurde nicht zugelassen.
Relevante Norm
§ 7 des Gesetzes über die Werbung auf dem Gebiete des Heilwesens (Heilmittelwerbegesetz)
„(1) Es ist unzulässig, Zuwendungen und sonstige Werbegaben (Waren oder Leistungen) anzubieten, anzukündigen oder zu gewähren oder als Angehöriger der Fachkreise anzunehmen, es sei denn, dass 1. es sich bei den Zuwendungen oder Werbegaben um Gegenstände von geringem Wert, die durch eine dauerhafte und deutlich sichtbare Bezeichnung des Werbenden oder des beworbenen Produktes oder beider gekennzeichnet sind, oder um geringwertige Kleinigkeiten handelt; Zuwendungen oder Werbegaben sind für Arzneimittel unzulässig, soweit sie entgegen den Preisvorschriften gewährt werden, die auf Grund des Arzneimittelgesetzes gelten; (...)"
Quelle: OLG Stuttgart, Pressemitteilung vom 22.02.2018 zum Urteil 2 U 39/17 vom 22.02.2018

References: § 7
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 § 11
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 § 13
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 § 3
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Art. 3

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