Source: https://www.rechtslupe.de/verwaltungsrecht/neue-mobilfunkfrequenzen-und-die-stoerung-des-dvb-t-empfangs-350088
Timestamp: 2019-11-12 18:33:28+00:00

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Neue Mobil­funk­fre­quen­zen – und die Stö­rung des DVB-T-Emp­fangs | Rechtslupe
Neue Mobil­funk­fre­quen­zen – und die Stö­rung des DVB-T-Emp­fangs
Die Re­ge­lungs­wir­kung einer An­ord­nung der Bun­des­netz­agen­tur über die Durch­füh­rung eines der Zu­tei­lung von Fre­quen­zen vor­an­ge­hen­den Ver­ga­be­ver­fah­rens und der Fest­le­gung von Fre­quenz­nut­zungs­be­stim­mun­gen als Teil der Ver­ga­be­be­din­gun­gen er­streckt sich nicht auf Dritt­be­trof­fe­ne, die kei­ne Zu­tei­lung der zu ver­ge­ben­den Fre­quen­zen an sich selbst be­geh­ren, son­dern le­dig­lich Stö­run­gen durch die spä­te­re Nut­zung der zu ver­ge­ben­den Fre­quen­zen be­fürch­ten.
In dem vom Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt ent­schie­de­nen Rechts­streit betreibt die Klä­ge­rin ter­res­tri­sche Rund­funk­sen­der­net­ze für den Emp­fang von di­gi­ta­lem An­ten­nen­fern­se­hen (DVB‑T). Sie wen­det sich gegen Re­ge­lun­gen der Bun­des­netz­agen­tur über die Ver­ga­be von Fre­quen­zen für den draht­lo­sen Netz­zu­gang zum An­ge­bot von Te­le­kom­mu­ni­ka­ti­ons­diens­ten. Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt hielt die Klä­ge­rin für nicht kla­ge­be­fugt:
Die Kla­ge­be­fug­nis setzt vor­aus, dass der Klä­ger gel­tend macht, durch den Ver­wal­tungs­akt oder sei­ne Ableh­nung in eige­nen Rech­ten ver­letzt zu sein, und dass nach sei­nem Vor­brin­gen die Ver­let­zung die­ser Rech­te mög­lich ist. Die Ver­let­zung eige­ner Rech­te muss hier­nach auf der Grund­la­ge des Kla­ge­vor­brin­gens als mög­lich erschei­nen. Die­se Mög­lich­keit ist dann aus­zu­schlie­ßen, wenn offen­sicht­lich und nach kei­ner Betrach­tungs­wei­se sub­jek­ti­ve Rech­te des Klä­gers ver­letzt sein kön­nen 1. Hier­von aus­ge­hend ist eine Ver­let­zung von Rech­ten der Klä­ge­rin durch die ange­foch­te­nen Teil­ent­schei­dun­gen der All­ge­mein­ver­fü­gung der Bun­des­netz­agen­tur vom 12.10.2009 aus­ge­schlos­sen. Die Mög­lich­keit einer Rechts­ver­let­zung ent­steht viel­mehr erst mit der spä­te­ren Fre­quenz­zu­tei­lung im Sin­ne des § 55 Abs. 1 Satz 1 TKG.
Dass die mit der Teil­ent­schei­dung II der All­ge­mein­ver­fü­gung erfolg­te Anord­nung der Bun­des­netz­agen­tur, der Fre­quenz­zu­tei­lung ein Ver­ga­be­ver­fah­ren vor­zu­schal­ten, kei­ne rele­van­ten Rechts­po­si­tio­nen der Klä­ge­rin ver­let­zen kann, folgt aus dem begrenz­ten Rege­lungs­ge­halt die­ser Anord­nung. Die­ser ergibt sich aus den Tat­be­stands­vor­aus­set­zun­gen der Rechts­grund­la­ge in § 55 Abs. 9 Satz 1 des Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­ge­set­zes in der hier noch anwend­ba­ren, bis zum Inkraft­tre­ten des Geset­zes vom 03.05.2012 2 gel­ten­den Fas­sung (TKG a.F.; vgl. nun­mehr § 55 Abs. 10 Satz 1 TKG n.F.). Sind danach für Fre­quenz­zu­tei­lun­gen nicht in aus­rei­chen­dem Umfang ver­füg­ba­re Fre­quen­zen vor­han­den oder sind für bestimm­te Fre­quen­zen meh­re­re Anträ­ge gestellt, kann die Bun­des­netz­agen­tur anord­nen, dass der Zutei­lung der Fre­quen­zen ein Ver­ga­be­ver­fah­ren auf Grund der von der Bun­des­netz­agen­tur fest­zu­le­gen­den Bedin­gun­gen nach § 61 TKG vor­an­zu­ge­hen hat.
Als Kon­se­quenz einer durch Fre­quenz­be­wirt­schaf­tung zu bewäl­ti­gen­den Knapp­heits­si­tua­ti­on 3 wan­delt die Anord­nung eines Ver­ga­be­ver­fah­rens den Anspruch auf Ein­zel­zu­tei­lung von Fre­quen­zen (§ 55 Abs. 3 Satz 1, Abs. 5 Satz 1 TKG a.F.) in einen Anspruch auf chan­cen­glei­che Teil­nah­me am Ver­ga­be­ver­fah­ren um. Sie berührt daher die mate­ri­el­le Rechts­po­si­ti­on von Unter­neh­men, die einen noch nicht bestands­kräf­tig abge­lehn­ten Antrag auf Ein­zel­zu­tei­lung gestellt haben 4. Auf die Rech­te von Unter­neh­men, die sich nicht um die Zutei­lung der zu ver­ge­ben­den Fre­quen­zen bewer­ben, son­dern als Dritt­be­trof­fe­ne wie die Klä­ge­rin ledig­lich Stö­run­gen durch die spä­te­re Nut­zung der zu ver­ge­ben­den Fre­quen­zen befürch­ten, kann sich die Anord­nung des Ver­ga­be­ver­fah­rens nicht aus­wir­ken. Glei­ches gilt für die – ohne­hin nur gemein­sam mit der Ver­ga­be­an­ord­nung (Teil­ent­schei­dung II) der gericht­li­chen Über­prü­fung zugäng­li­che 5 Ent­schei­dung, die Ver­ga­be von Fre­quen­zen in den Berei­chen 790 bis 862 MHz sowie 1710 bis 1725 MHz und 1805 bis 1820 MHz mit dem bereits frü­her ein­ge­lei­te­ten Ver­fah­ren zur Ver­ga­be von Fre­quen­zen in den Berei­chen 1,8 GHz, 2 GHz und 2,6 GHz für den draht­lo­sen Netz­zu­gang zu ver­bin­den (Teil­ent­schei­dung I der All­ge­mein­ver­fü­gung).
Der Ein­wand der Klä­ge­rin, die ihr bis zum Jahr 2025 ein­ge­räum­ten und bis­lang nicht bestands­kräf­tig wider­ru­fe­nen Fre­quenz­zu­tei­lun­gen im 800-MHz-Bereich sei­en für eine Neu­ver­ga­be recht­lich nicht ver­füg­bar gewe­sen, recht­fer­tigt kei­ne ande­re Beur­tei­lung. Zwar wer­den Fre­quen­zen nach § 55 Abs. 5 Satz 1 Nr. 2 TKG a.F. nur zuge­teilt, wenn sie ver­füg­bar sind. Hier­an fehlt es, wenn die zu ver­ge­ben­de Fre­quenz bereits einem ande­ren Nut­zer wirk­sam zuge­teilt ist. Für die Auf­fas­sung der Klä­ge­rin, die Zutei­lungs­vor­aus­set­zung der recht­li­chen Ver­füg­bar­keit müs­se bereits im Zeit­punkt der Anord­nung eines Ver­ga­be­ver­fah­rens nach § 55 Abs. 9 Satz 1 TKG a.F. gege­ben sein, fin­det sich im Geset­zes­wort­laut jedoch kein Anhalts­punkt. Die von der Klä­ge­rin befür­wor­te­te Vor­ver­le­gung des für die Vor­aus­set­zung der Ver­füg­bar­keit der Fre­quen­zen maß­geb­li­chen Zeit­punkts von der Zutei­lung auf die Anord­nung eines Ver­ga­be­ver­fah­rens lässt sich auch nicht mit der Erwä­gung begrün­den, die Bun­des­netz­agen­tur kön­ne die zur Ver­ga­be gestell­ten Fre­quen­zen ande­ren­falls nur unter Ver­let­zung der Nut­zungs­rech­te Drit­ter zutei­len; denn in der Zeit zwi­schen dem Erlass der Ver­ga­be­an­ord­nung und der Zutei­lung der betref­fen­den Fre­quen­zen kön­nen sich bei­spiels­wei­se in Fol­ge eines auf § 63 TKG a.F. gestütz­ten, nach § 137 Abs. 1 TKG grund­sätz­lich sofort voll­zieh­ba­ren Wider­rufs der frü­he­ren Fre­quenz­zu­tei­lun­gen Ände­run­gen hin­sicht­lich der bestehen­den Fre­quenz­nut­zungs­rech­te erge­ben. Dem von der Klä­ge­rin erwähn­ten Gesichts­punkt der Rechts­si­cher­heit kann wie im vor­lie­gen­den Fall dadurch Rech­nung getra­gen wer­den, dass das Vor­han­den­sein ande­rer Fre­quenz­nut­zungs­rech­te für die Zutei­lungs­pe­ten­ten auf­grund eines Hin­wei­ses in der Ver­ga­be­an­ord­nung erkenn­bar ist. Müss­te die Vor­aus­set­zung der Ver­füg­bar­keit der Fre­quen­zen bereits im Zeit­punkt der Anord­nung des Ver­ga­be­ver­fah­rens erfüllt sein, hät­te dies hin­ge­gen zur Fol­ge, dass die zu ver­ge­ben­den Fre­quen­zen wäh­rend des gesam­ten Ver­ga­be- und Zutei­lungs­ver­fah­rens nicht genutzt wer­den könn­ten. Dies stün­de in einem durch sach­li­che Grün­de nicht gerecht­fer­tig­ten Wider­spruch zu dem in § 2 Abs. 2 Nr. 7 TKG a.F. als Regu­lie­rungs­ziel und in § 52 Abs. 1 TKG a.F. als Grund­la­ge der Fre­quenz­ord­nung genann­ten Grund­satz der effi­zi­en­ten Fre­quenz­nut­zung.
Auf die vom Ver­wal­tungs­ge­richt im vor­lie­gen­den Zusam­men­hang erör­ter­te Fra­ge, ob die Bun­des­netz­agen­tur zu Recht davon aus­ge­gan­gen ist, dass die der Klä­ge­rin zuge­teil­ten Fre­quen­zen im 800-MHz-Bereich jeden­falls im Zeit­punkt des Abschlus­ses des Ver­ga­be­ver­fah­rens für eine Zutei­lung zur Ver­fü­gung ste­hen wür­den, kommt es nicht an. Auch ohne den in die Fre­quenz­zu­tei­lungs­be­schei­de auf­ge­nom­me­nen Vor­be­halt einer Anpas­sung der Fre­quenz­nut­zungs­be­stim­mun­gen und des dar­auf bezo­ge­nen Hin­wei­ses auf einen gege­be­nen­falls not­wen­di­gen Wider­ruf der Fre­quenz­zu­tei­lung könn­te sich die Ver­ga­be­an­ord­nung auf Rechts­po­si­tio­nen der Klä­ge­rin nicht aus­wir­ken.
Hin­sicht­lich des über­wie­gen­den Teils der von der Klä­ge­rin eben­falls ange­foch­te­nen Ver­ga­be­be­din­gun­gen (Teil­ent­schei­dung IV der All­ge­mein­ver­fü­gung der Bun­des­netz­agen­tur vom 12.10.2009) ist eben­falls nicht erkenn­bar, inwie­weit hier­durch ihre Rech­te als durch die spä­te­re Fre­quenz­nut­zung mög­li­cher­wei­se betrof­fe­ne Drit­te berührt sein könn­ten.
Dies betrifft ins­be­son­de­re die Vor­aus­set­zun­gen für die Zulas­sung zum Ver­stei­ge­rungs­ver­fah­ren, die Bestim­mung des sach­lich und räum­lich rele­van­ten Mark­tes, für den die zu ver­ge­ben­den Fre­quen­zen ver­wen­det wer­den dür­fen, die Grund­aus­stat­tung an Fre­quen­zen und Beschrän­kung der Biet­rech­te, sowie schließ­lich auch den über­wie­gen­den Teil der in Nr. IV.4 der All­ge­mein­ver­fü­gung ent­hal­te­nen Fre­quenz­nut­zungs­be­stim­mun­gen, d.h. die Befris­tung der Zutei­lung, die Kon­kre­ti­sie­rung der Ver­sor­gungs- und Netz­aus­bau­ver­pflich­tung, die Berichts­pflicht, die Mög­lich­keit, die Fre­quenz­zu­tei­lung unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen mit einer auf­lö­sen­den Bedin­gung zu ver­se­hen sowie den Aus­schluss der Ver­pflich­tung zur dis­kri­mi­nie­rungs­frei­en Zugangs­ge­wäh­rung. Die Bestim­mung, dass der draht­lo­se Netz­zu­gang zum Ange­bot von Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­diens­ten Nut­zungs­zweck der zur Ver­ga­be ste­hen­den Fre­quen­zen in den Fre­quenz­be­rei­chen 790 bis 862 MHz sowie 1710 bis 1725 MHz und 1805 bis 1829 MHz und 1,8 GHz, 2 GHz und 2,6 GHz ist, kann schon des­halb kei­ne Rech­te der Klä­ge­rin ver­let­zen, weil sie ledig­lich Hin­weis­cha­rak­ter hat, am Rege­lungs­ge­halt der All­ge­mein­ver­fü­gung aber nicht teil­nimmt. Inso­weit gilt nichts ande­res als in Bezug auf die Nen­nung des draht­lo­sen Netz­zu­gangs zum Ange­bot von Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­diens­ten als Nut­zungs­zweck in der Teil­ent­schei­dung II der All­ge­mein­ver­fü­gung 6.
Als ein­zi­ge Rege­lung mit denk­ba­ren Aus­wir­kun­gen auf Rechts­po­si­tio­nen der Klä­ge­rin kommt dem­nach über­haupt nur die Fest­le­gung der Fre­quenz­nut­zungs­be­stim­mun­gen in der ange­foch­te­nen All­ge­mein­ver­fü­gung in Betracht. Die Mög­lich­keit einer Rechts­ver­let­zung wür­de jedoch vor­aus­set­zen, dass nicht erst durch die nach­fol­gen­de Fre­quenz­zu­tei­lung, son­dern bereits durch die Fest­le­gun­gen in den Ver­ga­be­be­din­gun­gen Inhalt und Umfang der Erlaub­nis zur Nut­zung der zu ver­ge­ben­den Fre­quen­zen – und damit kor­re­spon­die­rend der Pflicht der Klä­ge­rin zur Dul­dung der hier­durch mög­li­cher­wei­se ver­ur­sach­ten Stö­run­gen des Rund­funk­emp­fangs – abschlie­ßend deter­mi­niert wür­den. Eine der­ar­ti­ge recht­li­che Wir­kung ergibt sich jedoch weder aus dem kon­kre­ten Rege­lungs­ge­halt der in der ange­foch­te­nen All­ge­mein­ver­fü­gung getrof­fe­nen Fest­le­gun­gen noch aus dem Inhalt der zugrun­de lie­gen­den gesetz­li­chen Bestim­mun­gen.
Den kon­kre­ten Fest­le­gun­gen in der ange­foch­te­nen All­ge­mein­ver­fü­gung kann kei­ne abschlie­ßen­de, für die Fre­quenz­zu­tei­lung ver­bind­li­che Rege­lung der­je­ni­gen Vor­aus­set­zun­gen, unter denen die Klä­ge­rin und ande­re Dritt­be­trof­fe­ne recht­lich zur Dul­dung von durch die Nut­zung der zu ver­ge­ben­den Fre­quen­zen mög­li­cher­wei­se ver­ur­sach­ten Stö­run­gen des Rund­funk­emp­fangs ver­pflich­tet sind, ent­nom­men wer­den.
Das Ver­wal­tungs­ge­richt hat fest­ge­stellt, dass die in der All­ge­mein­ver­fü­gung sta­tu­ier­ten Nut­zungs­be­stim­mun­gen für den Fre­quenz­be­reich 800 MHz nicht als Zusi­che­rung einer spä­te­ren Fre­quenz­zu­tei­lung unter gera­de die­sen Bedin­gun­gen zu ver­ste­hen sei­en, weil es – im Gegen­satz zu den Nut­zungs­be­stim­mun­gen für die Fre­quenz­be­rei­che 1,8 GHz, 2 GHz und 2,6 GHz – an einem Bin­dungs­wil­len der Behör­de feh­le. Die­se Annah­me ist das Ergeb­nis der tatrich­ter­li­chen Aus­le­gung und Fest­stel­lung des Rege­lungs­ge­halts des ange­foch­te­nen Beschei­des der Beklag­ten. Es han­delt sich daher um eine das Revi­si­ons­ge­richt grund­sätz­lich nach § 137 Abs. 2 VwGO bin­den­de tat­säch­li­che Fest­stel­lung. Ein Fall, in dem die Bin­dung aus­nahms­wei­se ent­fällt, liegt nicht vor. Ins­be­son­de­re hat die Klä­ge­rin inso­weit kei­ne den Anfor­de­run­gen des § 139 Abs. 3 Satz 4 VwGO genü­gen­den Ver­fah­rens­rügen erho­ben. Die im Ein­zel­nen begrün­de­te Aus­le­gung des Tat­sa­chen­ge­richts lässt auch kei­nen Rechts­irr­tum oder einen Ver­stoß gegen all­ge­mei­ne Erfah­rungs­sät­ze, Denk­ge­set­ze oder Aus­le­gungs­re­geln erken­nen.
Im Übri­gen erweist sich die Aus­le­gung des Ver­wal­tungs­ge­richts, der zufol­ge es in Bezug auf die in der All­ge­mein­ver­fü­gung gere­gel­ten Nut­zungs­be­stim­mun­gen für den Fre­quenz­be­reich 800 MHz an einem Bin­dungs­wil­len der Behör­de und damit an einer unmit­tel­ba­ren recht­li­chen Wir­kung zu Las­ten Dritt­be­trof­fe­ner feh­le, auch in der Sache als offen­sicht­lich zutref­fend. In der Recht­spre­chung des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts ist geklärt, dass der Rege­lungs­ge­halt eines Ver­wal­tungs­akts ent­spre­chend den zu den §§ 133, 157 BGB ent­wi­ckel­ten Regeln zu ermit­teln und dabei der objek­tiv erklär­te Wil­le maß­ge­bend ist, wie ihn der Emp­fän­ger bei objek­ti­ver Wür­di­gung ver­ste­hen konn­te 7. Die aus­drück­li­che Bezeich­nung der in Anla­ge 2 ent­hal­te­nen Fre­quenz­nut­zungs­be­stim­mun­gen zum Fre­quenz­be­reich 790 bis 862 MHz als "vor­läu­fig" sowie der Hin­weis, dass die Fre­quenz­nut­zungs­be­stim­mun­gen nach­träg­lich geän­dert wer­den kön­nen, ins­be­son­de­re, wenn dies zur Sicher­stel­lung einer effi­zi­en­ten und stö­rungs­frei­en Nut­zung oder auf­grund inter­na­tio­na­ler Har­mo­ni­sie­rungs­ver­ein­ba­run­gen erfor­der­lich wird, wei­sen einen ein­deu­ti­gen Erklä­rungs­ge­halt auf, der die Annah­me einer Bin­dungs­wir­kung zu Las­ten Dritt­be­trof­fe­ner aus­schließt. Bestä­tigt wird dies durch die in den Ent­schei­dungs­te­nor der All­ge­mein­ver­fü­gung auf­ge­nom­me­ne Erläu­te­rung, dass ins­be­son­de­re bei den in Anla­ge 2 beschrie­be­nen Fre­quenz­nut­zungs­be­stim­mun­gen zum 800-MHz-Bereich Ände­run­gen zu erwar­ten sei­en, da hier­zu die end­gül­ti­gen Ent­schei­dun­gen auf euro­päi­scher und natio­na­ler Ebe­ne noch aus­stün­den. Außer­dem ent­hal­ten die in Anla­ge 2 ent­hal­te­nen Fre­quenz­nut­zungs­be­stim­mun­gen noch­mals den Hin­weis, dass dar­über hin­aus lokal oder regio­nal zusätz­li­che Maß­nah­men erfor­der­lich wer­den könn­ten; die­se wür­den vor allem bei der stand­ort­spe­zi­fi­schen Fest­le­gung der fre­quenz­tech­ni­schen Para­me­ter der kon­kre­ten Basis­sta­tio­nen des draht­lo­sen Netz­zu­gangs zum Ange­bot von Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­diens­ten zu berück­sich­ti­gen sein. Der nach alle­dem kei­nen wei­te­ren Aus­le­gungs­spiel­raum eröff­nen­de Erklä­rungs­in­halt des Ent­schei­dungs­te­nors wird nicht durch die in der Begrün­dung der All­ge­mein­ver­fü­gung der Bun­des­netz­agen­tur ent­hal­te­ne Aus­sa­ge rela­ti­viert, dass hin­sicht­lich des Rund­funk­diens­tes (digi­ta­ler Fern­sehr­und­funk) alle Inter­fe­renz­as­pek­te in Deutsch­land, auch unter Beach­tung der Nut­zungs­be­stim­mung 36 der Fre­quenz­be­reichs­zu­wei­sungs­plan­ver­ord­nung (Schutz des Rund­funk­diens­tes), sowie auf der Ebe­ne der CEPT hin­rei­chend geklärt sei­en.
Das Ergeb­nis der Aus­le­gung der kon­kre­ten Fest­le­gun­gen in Nr. IV.04.2 und Anla­ge 2 der ange­foch­te­nen All­ge­mein­ver­fü­gung steht im Ein­klang mit der sich aus den tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­recht­li­chen Ver­ga­be­vor­schrif­ten erge­ben­den Rechts­la­ge. Dass die vor Durch­füh­rung eines Ver­ga­be­ver­fah­rens bestimm­ten Fre­quenz­nut­zungs­be­stim­mun­gen – unab­hän­gig von dem Bin­dungs­wil­len der Behör­de – eine für die anschlie­ßen­de Fre­quenz­zu­tei­lung ver­bind­li­che und abschlie­ßen­de Rege­lung der­je­ni­gen Vor­aus­set­zun­gen ent­hal­ten, unter denen Dritt­be­trof­fe­ne recht­lich zur Dul­dung von durch die Nut­zung der zu ver­ge­ben­den Fre­quen­zen mög­li­cher­wei­se ver­ur­sach­ten Stö­run­gen des Rund­funk­emp­fangs ver­pflich­tet sind, lässt sich weder der ein­schlä­gi­gen Rechts­grund­la­ge in § 61 Abs. 4 Satz 2 Nr. 4 TKG a.F. ent­neh­men, noch folgt dies aus einem Ver­trau­ens­schutz der erfolg­rei­chen Bie­ter, aus pla­nungs­recht­li­chen Grund­sät­zen, aus dem Gesichts­punkt des gestuf­ten Ver­fah­rens oder aus Grün­den des effek­ti­ven Rechts­schut­zes.
§ 61 Abs. 4 Satz 2 Nr. 4 TKG a.F. (jetzt § 61 Abs. 3 Satz 2 Nr. 4 TKG n.F.) als maß­geb­li­che Rechts­grund­la­ge für die Fest­le­gung der Fre­quenz­nut­zungs­be­stim­mun­gen lässt sich ent­ge­gen der Auf­fas­sung der Klä­ge­rin nicht dahin­ge­hend aus­le­gen, dass bereits die vor Durch­füh­rung eines Ver­ga­be­ver­fah­rens bestimm­ten Fre­quenz­nut­zungs­be­stim­mun­gen unab­hän­gig von dem kon­kre­ten Bin­dungs­wil­len der Behör­de eine mit Blick auf die spä­te­re Fre­quenz­zu­tei­lung abschlie­ßen­de und des­halb auch für Dritt­be­trof­fe­ne ver­bind­li­che Wir­kung ent­fal­ten.
Nach § 61 Abs. 4 Satz 2 Nr. 4 TKG a.F. bestimmt die Bun­des­netz­agen­tur vor Durch­füh­rung eines Ver­ga­be­ver­fah­rens die Fre­quenz­nut­zungs­be­stim­mun­gen ein­schließ­lich des Ver­sor­gungs­gra­des bei der Fre­quenz­nut­zung und sei­ner zeit­li­chen Umset­zung. Im Wort­laut der Vor­schrift fehlt jeg­li­cher Anhalts­punkt dafür, dass auch die Belan­ge Drit­ter, die durch die Nut­zung der zu ver­ge­ben­den Fre­quen­zen gestört wer­den könn­ten, Bestand­teil des nor­ma­ti­ven Ent­schei­dungs­pro­gramms sind. Eher gegen die­se Annah­me spricht, dass § 61 Abs. 4 Satz 2 Nr. 4 TKG a.F. als mög­li­chen Inhalt der Fre­quenz­nut­zungs­be­stim­mun­gen ledig­lich den Ver­sor­gungs­grad bei der Fre­quenz­nut­zung und sei­ne zeit­li­che Umset­zung benennt. Hier­bei han­delt es sich um Gesichts­punk­te, die aus­schließ­lich öffent­li­che Inter­es­sen wie die Ver­wirk­li­chung des gesetz­li­chen Zwecks, flä­chen­de­ckend ange­mes­se­ne und aus­rei­chen­de Dienst­leis­tun­gen zu gewähr­leis­ten (§ 1 TKG) sowie das Regu­lie­rungs­ziel der Wah­rung der Nutzer‑, ins­be­son­de­re der Ver­brau­cher­inter­es­sen auf dem Gebiet der Tele­kom­mu­ni­ka­ti­on nach § 2 Abs. 2 Nr. 1 TKG betref­fen 8, nicht hin­ge­gen um pri­va­te Inter­es­sen ein­schließ­lich sol­cher von Unter­neh­men, die bereits Fre­quen­zen nut­zen.
Gegen die Annah­me, dass die Belan­ge mög­li­cher Dritt­be­trof­fe­ner Bestand­teil des Ent­schei­dungs­pro­gramms des § 61 Abs. 4 Satz 2 Nr. 4 TKG a.F. sind, spre­chen vor allem Zweck und Sys­te­ma­tik der Vor­schrift. Nach Satz 1 der Rege­lung soll mit dem Ver­ga­be­ver­fah­ren fest­ge­stellt wer­den, wel­cher oder wel­che der Antrag­stel­ler am bes­ten geeig­net sind, die zu ver­ge­ben­den Fre­quen­zen effi­zi­ent zu nut­zen. Dem auf eine Bes­ten­aus­le­se gerich­te­ten Zweck des Ver­ga­be­ver­fah­rens ent­spre­chend sind Gegen­stand und Reich­wei­te der nach § 61 Abs. 4 Satz 2 TKG zu tref­fen­den Fest­le­gun­gen begrenzt. Dass den Belan­gen der durch die spä­te­re Fre­quenz­nut­zung betrof­fe­nen Drit­ten nach der gesetz­li­chen Sys­te­ma­tik erst auf der nach­fol­gen­den Ent­schei­dungs­ebe­ne der Fre­quenz­zu­tei­lung Rech­nung zu tra­gen ist, wird durch § 61 Abs. 1 Satz 3 TKG ver­deut­licht, dem zufol­ge die Zutei­lung der Fre­quen­zen "nach § 55" erfolgt, nach­dem das Ver­ga­be­ver­fah­ren nach Satz 1 durch­ge­führt wor­den ist. Unab­hän­gig von der vor­he­ri­gen Durch­füh­rung des Ver­ga­be­ver­fah­rens müs­sen dem­nach in jedem Fall die in § 55 TKG nor­mier­ten Vor­aus­set­zun­gen, zu denen ins­be­son­de­re die Ver­träg­lich­keit mit ande­ren Fre­quenz­nut­zun­gen (§ 55 Abs. 5 Satz 1 Nr. 3 TKG) und die Sicher­stel­lung einer effi­zi­en­ten und stö­rungs­frei­en Fre­quenz­nut­zung (§ 55 Abs. 5 Satz 1 Nr. 4 TKG) gehö­ren, gege­ben sein, bevor Fre­quen­zen zuge­teilt wer­den. Der Berück­sich­ti­gung der Belan­ge Drit­ter im Rah­men des Zutei­lungs­ver­fah­rens steht aus sys­te­ma­ti­scher Sicht nicht § 60 Abs. 2 Satz 2 TKG a.F. ent­ge­gen; denn die dort ein­ge­schränkt gere­gel­te Mög­lich­keit einer nach­träg­li­chen Ände­rung von Art und Umfang der Fre­quenz­nut­zung bezieht sich nur auf sol­che Fäl­le, in denen "nach der Fre­quenz­zu­tei­lung" fest­ge­stellt wird, dass auf­grund einer erhöh­ten Nut­zung des Fre­quenz­spek­trums erheb­li­che Ein­schrän­kun­gen der Fre­quenz­nut­zung auf­tre­ten oder dass auf­grund einer Wei­ter­ent­wick­lung der Tech­nik erheb­li­che Effi­zi­enz­stei­ge­run­gen mög­lich sind. Geht es dem­ge­gen­über – wie hier – um sol­che Ände­run­gen der Fre­quenz­nut­zungs­be­stim­mun­gen, die sich zwar nach dem Wirk­sam­wer­den der Ver­ga­be­an­ord­nung, aber vor dem Erlass der Fre­quenz­zu­tei­lun­gen erge­ben und des­halb zusätz­li­che Vor­ga­ben bei der erst­ma­li­gen Aus­ge­stal­tung der jewei­li­gen Fre­quenz­zu­tei­lun­gen nach § 55 TKG ermög­li­chen sol­len, kommt die Vor­schrift nicht zur Anwen­dung. Soweit § 61 Abs. 7 TKG a.F. bestimmt, dass Ver­pflich­tun­gen, die Antrag­stel­ler im Lau­fe eines Ver­stei­ge­rungs- oder Aus­schrei­bungs­ver­fah­rens ein­ge­gan­gen sind, Bestand­tei­le der Fre­quenz­zu­tei­lung wer­den, ist zwar von einer unmit­tel­ba­ren rechts­ge­stal­ten­den Wir­kung der gemäß § 61 Abs. 4 Satz 2 TKG a.F. fest­ge­leg­ten Ver­ga­be­be­din­gun­gen für die spä­te­re Fre­quenz­nut­zung der erfolg­rei­chen Bie­ter aus­zu­ge­hen. Die­se rechts­ge­stal­ten­de Wir­kung besteht jedoch nur in dem Umfang, in dem die Bun­des­netz­agen­tur von ihrer gesetz­li­chen Befug­nis, vor Durch­füh­rung eines Ver­ga­be­ver­fah­rens bestimm­te Fest­le­gun­gen zu tref­fen, tat­säch­lich Gebrauch macht.
Die feh­len­de Rege­lungs­wir­kung der nach § 61 Abs. 4 Satz 2 Nr. 4 TKG a.F. fest­zu­le­gen­den Fre­quenz­nut­zungs­be­stim­mun­gen gegen­über Dritt­be­trof­fe­nen wird durch die Ent­ste­hungs­ge­schich­te der Norm bestä­tigt. In der Begrün­dung des Gesetz­ent­wurfs der Bun­des­re­gie­rung 9 wird zu der – damals noch als § 59 bezeich­ne­ten – Vor­schrift im Wesent­li­chen aus­ge­führt, die Rege­lung das Ver­ga­be­ver­fah­ren kon­kre­ti­sie­re, wel­ches die Regu­lie­rungs­be­hör­de für Tele­kom­mu­ni­ka­ti­on und Post ("Reg TP") in Fäl­len der Fre­quenz­knapp­heit der Zutei­lung vor­an­stel­len kön­ne. Das in Absatz 4 benann­te Aus­wahl­kri­te­ri­um der Effi­zi­enz der Fre­quenz­nut­zung sei sach­ge­recht, weil es der in bestimm­ten Fre­quenz­be­rei­chen bestehen­den Knapp­heit von Über­tra­gungs­ka­pa­zi­tät Rech­nung tra­ge. Die vor dem Ver­ga­be­ver­fah­ren fest­zu­le­gen­den Zulas­sungs­be­din­gun­gen und Ver­fah­rens­re­ge­lun­gen gewähr­leis­te­ten ein dis­kri­mi­nie­rungs­frei­es Ver­fah­ren. Dem Gesetz­ge­ber stan­den danach bei der Kon­zep­ti­on der Rege­lung ledig­lich die Sicher­stel­lung einer effi­zi­en­ten Fre­quenz­nut­zung sowie die Aus­ge­stal­tung eines dis­kri­mi­nie­rungs­frei­en Ver­ga­be­ver­fah­rens, nicht jedoch der Schutz Drit­ter vor Stö­run­gen durch die spä­te­re Nut­zung der zu ver­ge­ben­den Fre­quen­zen vor Augen.
Klar­zu­stel­len ist in die­sem Zusam­men­hang, dass die in dem Urteil vom 22.06.2011 10 ent­hal­te­ne Erwä­gung des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts, die Sys­te­ma­tik und der Zweck des Geset­zes gebö­ten es, die sub­jek­ti­ve Fre­quenz­zu­tei­lungs­vor­aus­set­zung des § 55 Abs. 5 Satz 1 Nr. 4 TKG bereits bei der Auf­stel­lung der Min­dest­vor­aus­set­zun­gen für die Zulas­sung zum Ver­ga­be­ver­fah­ren zu berück­sich­ti­gen, weil sich nur so ver­mei­den las­se, dass ein Bewer­ber zunächst das Ver­ga­be­ver­fah­ren durch­läuft, um dann nach Erhalt des Zuschla­ges bei der Zutei­lung der Fre­quen­zen an der genann­ten Zutei­lungs­vor­aus­set­zung zu schei­tern, nicht dahin­ge­hend ver­all­ge­mei­nert wer­den kann, dass allen im Rah­men der Fre­quenz­zu­tei­lung zu berück­sich­ti­gen­den Belan­ge ein­schließ­lich der Inter­es­sen poten­zi­ell Dritt­be­trof­fe­ner bereits im Rah­men der vor der Durch­füh­rung eines Ver­ga­be­ver­fah­rens nach § 61 Abs. 4 Satz 2 TKG 2004 zu tref­fen­den Fest­le­gun­gen abschlie­ßend Rech­nung zu tra­gen ist. In der zitier­ten Ent­schei­dung hat das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt ledig­lich fest­ge­stellt, dass die Ver­ga­be­be­din­gung unter Nr. IV.01.3 der All­ge­mein­ver­fü­gung, der zufol­ge die Vor­aus­set­zun­gen für die Zulas­sung zum Ver­stei­ge­rungs­ver­fah­ren nach nähe­rer Maß­ga­be der Anla­ge 5 zur All­ge­mein­ver­fü­gung dar­ge­legt wer­den müs­sen, in Ein­klang mit ihrer gesetz­li­chen Grund­la­ge in § 61 Abs. 4 Satz 2 Nr. 1 TKG a.F. steht und des­halb von der Bun­des­netz­agen­tur ohne Rechts­ver­stoß erlas­sen wer­den durf­te. Ob die Behör­de gesetz­lich ver­pflich­tet ist, sämt­li­chen im Rah­men der spä­te­ren Fre­quenz­zu­tei­lung zu berück­sich­ti­gen­den Belan­gen ein­schließ­lich der Inter­es­sen poten­zi­ell Dritt­be­trof­fe­ner bereits im Rah­men der vor der Durch­füh­rung eines Ver­ga­be­ver­fah­rens nach § 61 Abs. 4 Satz 2 TKG a.F. zu tref­fen­den Fest­le­gun­gen abschlie­ßend Rech­nung zu tra­gen, hat­te das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt nicht zu ent­schei­den.
Auf den Gesichts­punkt des Ver­trau­ens­schut­zes der erfolg­rei­chen Bie­ter lässt sich die Annah­me einer Rege­lungs­wir­kung der nach § 61 Abs. 4 Satz 2 Nr. 4 TKG a.F. fest­zu­le­gen­den Fre­quenz­nut­zungs­be­stim­mun­gen gegen­über Dritt­be­trof­fe­nen eben­falls nicht stüt­zen. Das Ver­trau­en auf die abschlie­ßen­de rechts­ge­stal­ten­de Wir­kung der Fre­quenz­nut­zungs­be­stim­mun­gen ist nur schutz­wür­dig, soweit die­se die Ver­sor­gungs­ver­pflich­tung betref­fen. Hin­sicht­lich der­je­ni­gen Fest­le­gun­gen, die den Schutz betrof­fe­ner Drit­ter vor Stö­run­gen durch die Nut­zung der zu ver­ge­ben­den Fre­quen­zen ange­hen, besteht kei­ne tat­säch­li­che Grund­la­ge für ein Ver­trau­en dar­auf, dass die Fre­quenz­zu­tei­lung ohne die Auf­er­le­gung wei­te­rer Schutz­vor­keh­run­gen erfolgt. Das Risi­ko, dass sich die erfolg­rei­chen Bie­ter im spä­te­ren Fre­quenz­zu­tei­lungs­ver­fah­ren auf Ver­trau­ens­schutz beru­fen, falls die erstei­ger­ten Fre­quen­zen infol­ge der nach­träg­li­chen Anord­nun­gen von Schutz­maß­nah­men durch die Bun­des­netz­agen­tur nicht so genutzt wer­den kön­nen wie ursprüng­lich beab­sich­tigt, betrifft aus­schließ­lich das Ver­hält­nis zwi­schen den erfolg­rei­chen Bie­tern und der Bun­des­netz­agen­tur. Es kann kei­nen Aus­schluss von Ein­wen­dun­gen Drit­ter, die Beein­träch­ti­gun­gen durch die Fre­quenz­nut­zung gel­tend machen, im Rah­men des nach­fol­gen­den Ver­fah­rens über die Fre­quenz­zu­tei­lung recht­fer­ti­gen. Dies ergibt sich schon aus Grün­den des effek­ti­ven Rechts­schut­zes (Art. 19 Abs. 4 GG) und des recht­li­chen Gehörs (Art. 103 Abs. 1 GG). Durch einen Bescheid poten­ti­ell betrof­fe­ne Drit­te müs­sen hin­rei­chend deut­lich erken­nen kön­nen, wel­che Anfech­tungs­last ihnen durch den Bescheid auf­ge­bür­det wird 11. Der Wort­laut des § 61 Abs. 4 Satz 2 Nr. 4 TKG a.F. ent­hält jedoch kei­nen Anhalts­punkt dafür, dass Drit­te damit rech­nen müs­sen, durch die Nicht­an­fech­tung der auf die­ser Rechts­grund­la­ge erge­hen­den Ent­schei­dun­gen der Bun­des­netz­agen­tur ihre Abwehr­an­sprü­che für das nach­fol­gen­de Fre­quenz­zu­tei­lungs­ver­fah­ren zu ver­lie­ren. Ein Ein­wen­dungs­aus­schluss auch mit Wir­kung für nach­fol­gen­de Ver­wal­tungs­ent­schei­dun­gen und sich etwa anschlie­ßen­de Gerichts­ver­fah­ren wür­de zudem nur dann den Anfor­de­run­gen des Rechts auf recht­li­ches Gehör (Art. 103 Abs. 1 GG) gerecht wer­den, wenn der Betrof­fe­ne im Ver­wal­tungs­ver­fah­ren die Mög­lich­keit hat, alle erheb­li­chen Ein­wän­de vor­zu­brin­gen 12. Die­se Mög­lich­keit ist indes nach der gesetz­li­chen Aus­ge­stal­tung des der Ver­ga­be­an­ord­nung vor­aus­ge­hen­den Ver­wal­tungs­ver­fah­rens, das in § 55 Abs. 9 Satz 2 TKG a.F. ledig­lich eine Anhö­rung der "betrof­fe­nen Krei­se" vor­sieht, nicht gewähr­leis­tet.
Dass die vor Durch­füh­rung eines Ver­ga­be­ver­fah­rens fest­ge­leg­ten Fre­quenz­nut­zungs­be­stim­mun­gen nach der gesetz­li­chen Kon­zep­ti­on eine für die anschlie­ßen­de Fre­quenz­zu­tei­lung ver­bind­li­che und abschlie­ßen­de Rege­lung der­je­ni­gen Vor­aus­set­zun­gen ent­hal­ten, unter denen Dritt­be­trof­fe­ne recht­lich zur Dul­dung von durch die Nut­zung der zu ver­ge­ben­den Fre­quen­zen mög­li­cher­wei­se ver­ur­sach­ten Stö­run­gen des Rund­funk­emp­fangs ver­pflich­tet sind, lässt sich fer­ner nicht mit dem Hin­weis auf pla­nungs­recht­li­che Grund­sät­ze begrün­den. Die Anord­nung der Bun­des­netz­agen­tur, der Fre­quenz­zu­tei­lung ein Ver­ga­be­ver­fah­ren vor­zu­schal­ten, hat nicht zur Fol­ge dass in pla­nungs­ähn­li­cher Wei­se alle öffent­li­chen und pri­va­ten Belan­ge im Hin­blick auf die spä­te­re Fre­quenz­zu­tei­lung abzu­wä­gen wären mit der Fol­ge einer auch Dritt­be­trof­fe­ne erfas­sen­den recht­li­chen Bin­dung.
Die gesetz­li­chen Grund­la­gen für die streit­ge­gen­ständ­li­chen Anord­nun­gen der Bun­des­netz­agen­tur über die Durch­füh­rung eines Ver­ga­be­ver­fah­rens, über die Aus­wahl des Ver­stei­ge­rungs­ver­fah­rens und über die Fest­le­gung von Ver­ga­be­be­din­gun­gen ein­schließ­lich der Fre­quenz­nut­zungs­be­stim­mun­gen ent­hal­ten weder eine aus­drück­li­che Pla­nungs­er­mäch­ti­gung noch sons­ti­ge Anhalts­punk­te für einen pla­ne­ri­schen Cha­rak­ter die­ser Ent­schei­dun­gen. Nach § 55 Abs. 9 Satz 1 TKG a.F. kann die Bun­des­netz­agen­tur unbe­scha­det des Absat­zes 5 anord­nen, dass der Zutei­lung der Fre­quen­zen ein Ver­ga­be­ver­fah­ren auf Grund der von der Bun­des­netz­agen­tur fest­zu­le­gen­den Bedin­gun­gen nach § 61 vor­an­zu­ge­hen hat, wenn für Fre­quenz­zu­tei­lun­gen nicht in aus­rei­chen­dem Umfang ver­füg­ba­re Fre­quen­zen vor­han­den oder für bestimm­te Fre­quen­zen meh­re­re Anträ­ge gestellt sind. Die Vor­schrift eröff­net der Bun­des­netz­agen­tur ein Ermes­sen, das bei bestehen­der Fre­quenz­knapp­heit nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts infol­ge der Grund­rechts­bin­dung (Art. 12 Abs. 1, Art. 3 Abs. 1 GG) gegen­über der Gesamt­heit der Zutei­lungs­pe­ten­ten wie auch des uni­ons­recht­li­chen Dis­kri­mi­nie­rungs­ver­bo­tes (Art. 5 Abs. 2 Unter­abs. 2, Art. 7 Abs. 3 der Geneh­mi­gungs­richt­li­nie) regel­mä­ßig im Sin­ne des Erlas­ses einer Ver­ga­be­an­ord­nung vor­ge­prägt ist 13. Dem­ge­mäß bedarf es aus­drück­li­cher Ermes­sens­er­wä­gun­gen nicht im Regel-, son­dern nur im Aus­nah­me­fall 14. Dies schließt die Annah­me eines umfas­sen­den Pla­nungs­er­mes­sens aus.
Bei der gemäß § 61 Abs. 1 Satz 1 TKG a.F. vor­zu­neh­men­den Bestim­mung der Durch­füh­rung des Ver­ga­be­ver­fah­rens als Ver­stei­ge­rungs­ver­fah­ren oder als Aus­schrei­bungs­ver­fah­ren steht der Bun­des­netz­agen­tur nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts kein Ermes­sen zu, denn nach § 61 Abs. 2 Satz 1 TKG 2004 ist grund­sätz­lich das Ver­stei­ge­rungs­ver­fah­ren durch­zu­füh­ren, falls die­ses Ver­fah­ren nicht aus­nahms­wei­se unge­eig­net zur Errei­chung der Regu­lie­rungs­zie­le ist. Aller­dings ist im Hin­blick auf die­se Bewer­tung – auf der Tat­be­stands­sei­te der Norm – ein Beur­tei­lungs­spiel­raum der Bun­des­netz­agen­tur anzu­er­ken­nen, der sich aus der Not­wen­dig­keit recht­fer­tigt, zur Bestim­mung der Geeig­net­heit bzw. Unge­eig­net­heit des Ver­stei­ge­rungs­ver­fah­rens in eine kom­ple­xe Abwä­gung der Regu­lie­rungs­zie­le ein­zu­tre­ten, was die Gewich­tung und den Aus­gleich gegen­läu­fi­ger öffent­li­cher und pri­va­ter Belan­ge ein­schließt 15. Der Hin­weis des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts auf das Erfor­der­nis einer "kom­ple­xen Abwä­gung" der Regu­lie­rungs­zie­le, die "die Gewich­tung und den Aus­gleich gegen­läu­fi­ger öffent­li­cher und pri­va­ter Belan­ge ein­schließt", ist indes nicht etwa so zu ver­ste­hen, dass bei der gemäß § 61 Abs. 1 Satz 1 TKG a.F. vor­zu­neh­men­den Bestim­mung der Durch­füh­rung des Ver­ga­be­ver­fah­rens alle durch die spä­te­re Nut­zung der zu ver­ge­ben­den Fre­quen­zen berühr­ten öffent­li­chen und pri­va­ten Belan­ge im Rah­men einer umfas­sen­den Pla­nungs­ent­schei­dung abzu­wä­gen wären. Viel­mehr sind in die Ent­schei­dung ledig­lich sol­che Belan­ge ein­zu­stel­len, die sich auf die Fra­ge der Geeig­net­heit des Ver­stei­ge­rungs­ver­fah­rens bezie­hen.
§ 61 Abs. 4 Satz 2 TKG a.F. als Rechts­grund­la­ge für die Fest­le­gung der Ver­ga­be­be­din­gun­gen ent­hält eben­falls kei­nen Anhalts­punkt für einen pla­ne­ri­schen Cha­rak­ter die­ser Ent­schei­dung. Danach "bestimmt" die Bun­des­netz­agen­tur vor Durch­füh­rung eines Ver­ga­be­ver­fah­rens u.a. die von den Antrag­stel­lern zu erfül­len­den fach­li­chen und sach­li­chen Min­dest­vor­aus­set­zun­gen für die Zulas­sung zum Ver­ga­be­ver­fah­ren, den sach­lich und räum­lich rele­van­ten Markt, für den die zu ver­ge­ben­den Fre­quen­zen unter Beach­tung des Fre­quenz­nut­zungs­pla­nes ver­wen­det wer­den dür­fen, sowie die Fre­quenz­nut­zungs­be­stim­mun­gen. Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts bringt das Gesetz mit die­sem Bestim­mungs­recht zum Aus­druck, dass der Behör­de bei der Fest­le­gung die­ser Ver­ga­be­be­din­gun­gen – nicht auf der Tat­be­stands­sei­te, son­dern auf der Rechts­fol­gen­sei­te der Norm – ein Aus­ge­stal­tungs­spiel­raum zusteht, der einer nur ein­ge­schränk­ten gericht­li­chen Kon­trol­le unter­liegt. Die gericht­li­che Kon­trol­le ist dem­ge­mäß dar­auf beschränkt, ob die Bun­des­netz­agen­tur – von der Ein­hal­tung der Ver­fah­rens­be­stim­mun­gen abge­se­hen – von einem rich­ti­gen Ver­ständ­nis der gesetz­li­chen Begrif­fe aus­ge­gan­gen ist, den erheb­li­chen Sach­ver­halt voll­stän­dig und zutref­fend in den Blick genom­men hat und bei der eigent­li­chen Bewer­tung im Hin­blick auf die in § 61 Abs. 4 Satz 2 TKG a.F. aus­drück­lich her­vor­ge­ho­be­nen Kri­te­ri­en wider­spruchs­frei und plau­si­bel argu­men­tiert und ins­be­son­de­re das Will­kür­ver­bot nicht ver­letzt hat 16. Auch inso­weit hat das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt zwar aus­drück­lich eine "kom­ple­xe Gesamt­ab­wä­gung" für erfor­der­lich gehal­ten 17. Die ein­zu­stel­len­den Belan­ge sind indes – wie bei der Ver­ga­be­an­ord­nung und der Anord­nung des Ver­stei­ge­rungs­ver­fah­rens – durch Inhalt und Zweck der Ent­schei­dung begrenzt. Wie bereits aus­ge­führt, soll mit dem Ver­ga­be­ver­fah­ren nach § 61 Abs. 4 Satz 1 TKG a.F. fest­ge­stellt wer­den, wel­cher oder wel­che der Antrag­stel­ler am bes­ten geeig­net sind, die zu ver­ge­ben­den Fre­quen­zen effi­zi­ent zu nut­zen. Abwä­gungs­re­le­vant sind daher nur sol­che pri­va­ten und öffent­li­chen Belan­ge, die von der Ent­schei­dung, inwie­weit eine (wei­te­re) Ver­en­gung des Zugangs­an­spruchs der Zutei­lungs­be­wer­ber durch die Fest­le­gung von Ver­ga­be­be­din­gun­gen in Betracht kommt, berührt wer­den. Sons­ti­ge Belan­ge ein­schließ­lich des Inter­es­ses Drit­ter, von Stö­run­gen durch die spä­te­re Nut­zung der zu ver­ge­ben­den Fre­quen­zen ver­schont zu blei­ben, sind hier­bei nicht erfasst.
Gegen die Annah­me, die nach § 55 Abs. 9, § 61 TKG a.F. von der Bun­des­netz­agen­tur zu tref­fen­den Anord­nun­gen unter­lä­gen pla­nungs­recht­li­chen Grund­sät­zen, spricht vor allem die Geset­zes­sys­te­ma­tik. Eine Ent­schei­dung über die Durch­füh­rung eines Ver­ga­be­ver­fah­rens und gege­be­nen­falls hier­an anschlie­ßend über die Aus­wahl des Ver­stei­ge­rungs­ver­fah­rens sowie über die Fest­le­gung von Ver­ga­be­be­din­gun­gen kommt von vorn­her­ein nur dann in Betracht, wenn gemäß § 55 Abs. 9 Satz 1 TKG a.F. für Fre­quenz­zu­tei­lun­gen nicht in aus­rei­chen­dem Umfang ver­füg­ba­re Fre­quen­zen vor­han­den oder für bestimm­te Fre­quen­zen meh­re­re Anträ­ge gestellt sind. Fehlt es an einer sol­chen Knapp­heits­si­tua­ti­on, erfolgt die Fre­quenz­zu­tei­lung ohne Ver­ga­be­ver­fah­ren im Wege der All­ge­mein­zu­tei­lung (§ 55 Abs. 2 TKG a.F.) oder Ein­zel­zu­tei­lung (§ 55 Abs. 3 und 4 TKG a.F.). Ein sach­li­cher Grund dafür, wes­halb die pla­ne­ri­sche Bewäl­ti­gung von Kon­flik­ten zwi­schen unter­schied­li­chen Fre­quenz­nut­zun­gen damit letzt­lich von einem "Trä­ger­ver­fah­ren" abhän­gen soll, das nur im Fall eines Nach­fra­ge­über­hangs in Bezug auf die zu ver­ge­ben­den Fre­quen­zen zur Anwen­dung kommt, ist nicht erkenn­bar. Dies gilt umso mehr, als die tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­recht­li­che Fre­quenz­ord­nung mit dem Fre­quenz­be­reichs­zu­wei­sungs­plan (§ 53 TKG a.F.) und dem Fre­quenz­nut­zungs­plan (§ 54 TKG a.F.) pla­ne­ri­sche Instru­men­te bereit­stellt, in deren Rah­men eine Bewäl­ti­gung der Kon­flik­te zwi­schen unter­schied­li­chen Fre­quenz­nut­zun­gen und eine Abwä­gung der öffent­li­chen und pri­va­ten Belan­ge mög­lich und gebo­ten ist.
Auch aus den ein­schlä­gi­gen Ver­fah­rens­vor­schrif­ten erge­ben sich kei­ne hin­rei­chend deut­li­chen Hin­wei­se auf einen pla­ne­ri­schen Cha­rak­ter der nach § 55 Abs. 9, § 61 TKG a.F. zu tref­fen­den Ent­schei­dun­gen der Bun­des­netz­agen­tur über die Durch­füh­rung eines Ver­ga­be­ver­fah­rens, über die Aus­wahl des Ver­stei­ge­rungs­ver­fah­rens und über die Fest­le­gung von Ver­ga­be­be­din­gun­gen. Die Betei­li­gungs­vor­schrif­ten der Fre­quenz­nut­zungs­plan­auf­stel­lungs­ver­ord­nung (Fre­qN­PAV) bezie­hen sich auf die Auf­stel­lung des Fre­quenz­nut­zungs­plans nach § 54 TKG a.F. und sind auf die Anord­nun­gen nach § 55 Abs. 9, § 61 TKG a.F. nicht über­trag­bar. Aus dem Erfor­der­nis einer Anhö­rung der "betrof­fe­nen Krei­se" gemäß § 55 Abs. 9 Satz 2 bzw. § 61 Abs. 1 Satz 1 TKG a.F. folgt nicht, dass die im Rah­men der Anhö­rung gel­tend gemach­ten Belan­ge zum Gegen­stand einer pla­ne­ri­schen Abwä­gungs­ent­schei­dung gemacht wer­den müss­ten. Selbst wenn vie­les dafür spre­chen mag, den Kreis der Anhö­rungs­be­rech­tig­ten weit zu zie­hen 18, fehlt es jeden­falls an dem für Pla­nungs­ver­fah­ren cha­rak­te­ris­ti­schen Ele­ment einer umfas­sen­den, for­ma­li­sier­ten Öffent­lich­keits­be­tei­li­gung. Auch die sons­ti­gen Moda­li­tä­ten des Zustan­de­kom­mens der nach § 55 Abs. 9, § 61 TKG a.F. zu tref­fen­den Ent­schei­dun­gen der Bun­des­netz­agen­tur deu­ten nicht auf eine pla­ne­ri­sche Ent­schei­dung hin. Dass die­se Ent­schei­dun­gen von der Beschluss­kam­mer in der beson­de­ren Beset­zung mit dem Prä­si­den­ten der Behör­de als Vor­sit­zen­dem und den bei­den Vize­prä­si­den­ten als bei­sit­zen­den Mit­glie­dern (§ 132 Abs. 3 Satz 1 TKG) zu tref­fen und damit qua­li­ta­tiv beson­ders her­vor­ge­ho­ben sind 19, ist für sich genom­men kein aus­rei­chen­der Anknüp­fungs­punkt für die Annah­me, dass der Gesetz­ge­ber der Behör­de auch die Befug­nis über­tra­gen hat, im Rah­men der genann­ten Ent­schei­dun­gen die der spä­te­ren Nut­zung der zu ver­ge­ben­den Fre­quen­zen ent­ge­gen­ste­hen­den pri­va­ten und öffent­li­chen Belan­ge mit den für die­se Nut­zung gel­tend gemach­ten Belan­gen in einem Akt pla­nen­der Gestal­tung durch Abwä­gung zum Aus­gleich zu brin­gen oder erfor­der­li­chen­falls zu über­win­den.
Ein pla­nungs­ähn­li­cher Cha­rak­ter der nach § 55 Abs. 9, § 61 TKG a.F. zu tref­fen­den Ent­schei­dun­gen der Bun­des­netz­agen­tur über die Durch­füh­rung eines Ver­ga­be­ver­fah­rens, über die Aus­wahl des Ver­stei­ge­rungs­ver­fah­rens und über die Fest­le­gung von Ver­ga­be­be­din­gun­gen folgt auch nicht unmit­tel­bar aus dem Rechts­staats­prin­zip (Art.20 Abs. 3 GG). Zwar ergibt sich nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts unab­hän­gig von einer gesetz­li­chen Posi­ti­vie­rung unmit­tel­bar aus dem Wesen einer rechts­staat­li­chen Pla­nung das Gebot, alle von der Pla­nung berühr­ten öffent­li­chen und pri­va­ten Belan­ge gegen­ein­an­der und unter­ein­an­der gerecht abzu­wä­gen 20. Das Gebot der Pro­blem- bzw. Kon­flikt­be­wäl­ti­gung im Rah­men einer umfas­sen­den Abwä­gung aller von einer Pla­nung berühr­ten öffent­li­chen und pri­va­ten Belan­ge, setzt jedoch eine ent­spre­chen­de pla­ne­ri­sche Gestal­tungs­frei­heit der zustän­di­gen Behör­de vor­aus. Eine dahin­ge­hen­de Pla­nungs­be­fug­nis muss sich den gesetz­li­chen Rege­lun­gen, die der zu tref­fen­den Ent­schei­dung zugrun­de lie­gen, aus­drück­lich oder zumin­dest im Wege der Aus­le­gung ent­neh­men las­sen. Wie aus­ge­führt, fehlt es hier­an jedoch in Bezug auf die hier maß­geb­li­chen Rege­lun­gen der § 55 Abs. 9, § 61 TKG a.F. In beson­ders gela­ger­ten Aus­nah­me­fäl­len kann sich zwar auch ohne gesetz­li­che Rege­lung einer Pla­nungs­be­fug­nis unmit­tel­bar aus dem Rechts­staats­prin­zip bzw. aus Grün­den des Grund­rechts­schut­zes für eine Behör­de das Gebot erge­ben, eine pla­ne­ri­sche Ent­schei­dung zu tref­fen, bei der alle von der Pla­nung berühr­ten öffent­li­chen und pri­va­ten Belan­ge gegen­ein­an­der und unter­ein­an­der gerecht abzu­wä­gen sind 21. Eine sol­che Kon­stel­la­ti­on liegt hier indes fern. Bei der Fre­quenz­ord­nung han­delt es sich um ein vom Gesetz­ge­ber detail­liert aus­ge­stal­te­tes Rechts­ge­biet. Die mate­ri­el­len und for­mel­len Vor­aus­set­zun­gen der in § 52 TKG genann­ten Hand­lungs­for­men der Fre­quenz­ord­nung sind den fol­gen­den Bestim­mun­gen im Ein­zel­nen zu ent­neh­men. Dabei sieht das Gesetz neben der All­ge­mein- und Ein­zel­zu­tei­lung der Fre­quen­zen (§ 55 Abs. 2 bzw. Abs. 3 und 4 TKG) mit dem Fre­quenz­be­reichs­zu­wei­sungs­plan (§ 53 TKG) und dem Fre­quenz­nut­zungs­plan (§ 54 TKG) pla­ne­ri­sche Ent­schei­dun­gen aus­drück­lich vor. Es besteht daher kein rechts­staat­li­ches oder grund­recht­li­ches Bedürf­nis – und man­gels Rege­lungs­lü­cke ins­be­son­de­re auch kei­ne Kom­pe­tenz -, kraft rich­ter­recht­li­cher Rechts­fort­bil­dung eine wei­te­re Pla­nungs­ebe­ne zu schaf­fen und die­se dem Ver­ga­be­ver­fah­ren zuzu­ord­nen, das der Zutei­lung von Fre­quen­zen in einer Knapp­heits­si­tua­ti­on nach § 61 Abs. 1 Satz 1 TKG a.F. vor­an­ge­hen kann.
Bin­dungs­wir­kung gegen­über Dritt­be­trof­fe­nen erlan­gen die vor Durch­füh­rung eines Ver­ga­be­ver­fah­rens bestimm­ten Fre­quenz­nut­zungs­be­stim­mun­gen fer­ner nicht auf­grund des in dem bereits erwähn­ten Urteil des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts vom 01.09.2009 22 her­vor­ge­ho­be­nen Umstands, dass das Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­ge­setz dem "Modell des gestuf­ten Ver­fah­rens" folgt, in wel­chem das zu bewäl­ti­gen­de Gesamt­pro­blem pha­sen­wei­se abge­ar­bei­tet und kon­kre­ti­siert wird, wobei die jeweils vor­an­ge­gan­ge­nen Stu­fen das "sach­li­che Fun­da­ment" für die nach­fol­gen­den Ver­fah­rens­schrit­te bil­den.
In der genann­ten Ent­schei­dung hat­te das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt die Fra­ge zu klä­ren, ob die nach § 55 Abs. 9, § 61 TKG a.F. zu tref­fen­den Anord­nun­gen der Bun­des­netz­agen­tur über die Durch­füh­rung eines Ver­ga­be­ver­fah­rens, über die Aus­wahl des Ver­stei­ge­rungs­ver­fah­rens und über die Fest­le­gung von Ver­ga­be­be­din­gun­gen selbst­stän­dig anfecht­bar sind oder es sich um blo­ße unselbst­stän­di­ge Ver­fah­rens­hand­lun­gen im Sin­ne von § 44a Satz 1 VwGO han­delt. Die­se Fra­ge hat das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt auf­grund einer "Gesamt­schau" der beson­de­ren Ver­fah­rens­vor­schrif­ten in §§ 132 TKG ff. 23 und im Hin­blick dar­auf, dass der Gesetz­ge­ber die­se (Zwischen-)Entscheidungen der Bun­des­netz­agen­tur zugleich qua­li­ta­tiv höher­wer­tig aus­ge­stal­tet hat als die abschlie­ßen­de Sach­ent­schei­dung, die Fre­quenz­zu­tei­lung, die außer­halb des Beschluss­kam­mer­ver­fah­rens erfolgt 24, im Sin­ne der ers­ten Alter­na­ti­ve beant­wor­tet. Als wei­te­res Argu­ment für sei­ne Bewer­tung hat das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt ange­führt, dass die genann­ten Beschluss­kam­mer­ent­schei­dun­gen sich sämt­lich nicht in einer rei­nen För­de­rung des Ver­ga­be­ver­fah­rens erschöp­fen, son­dern in unter­schied­li­chem Aus­maß dar­über hin­aus­ge­hen­de mate­ri­ell-recht­li­che Wir­kun­gen ent­fal­ten. Auch vor die­sem Hin­ter­grund fol­ge das Gesetz inso­fern nicht dem Modell der Rechts­schutz­kon­zen­tra­ti­on, wie es dem § 44a Satz 1 VwGO zugrun­de lie­ge, son­dern dem Modell des gestuf­ten Ver­fah­rens, in wel­chem das zu bewäl­ti­gen­de Gesamt­pro­blem pha­sen­wei­se abge­ar­bei­tet und kon­kre­ti­siert wird, wobei die jeweils vor­an­ge­gan­ge­nen Stu­fen das sach­li­che Fun­da­ment für die nach­fol­gen­den Ver­fah­rens­schrit­te bil­den 25. Zu den erwähn­ten mate­ri­ell-recht­li­chen Wir­kun­gen hat das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt an ande­rer Stel­le der zitier­ten Ent­schei­dung – im Zusam­men­hang mit der Kla­ge­be­fug­nis – aus­ge­führt, dass die in § 55 Abs. 9 Satz 1 TKG a.F. vor­ge­se­he­ne Ver­ga­be­an­ord­nung eben­so wie die Ent­schei­dung über die Art des Ver­fah­rens (§ 61 Abs. 1 Satz 2 Halbs. 1 TKG a.F.) und die Fest­le­gung der Ver­ga­be­be­din­gun­gen (§ 61 Abs. 1 Satz 2 Halbs. 2, Abs. 4 Satz 2 TKG a.F.) die mate­ri­el­le Rechts­po­si­ti­on der Zutei­lungs­pe­ten­ten berüh­ren 26.
Die Annah­me, dass die nach § 61 Abs. 4 Satz 2 TKG a.F. erge­hen­de Fest­le­gung von Ver­ga­be­be­din­gun­gen – eben­so wie die Beschluss­kam­mer­ent­schei­dun­gen über die Durch­füh­rung des Ver­ga­be­ver­fah­rens und die Aus­wahl des Ver­stei­ge­rungs­ver­fah­rens – nicht nur gegen­über den Zutei­lungs­pe­ten­ten in Bestands­kraft erwächst, son­dern unab­hän­gig von den kon­kret getrof­fe­nen Fest­le­gun­gen auch Drit­te in der Wei­se bin­det, dass die­se im Rah­men der nach­fol­gen­den Ver­fah­rens­schrit­te mit der Gel­tend­ma­chung von wei­ter gehen­den Schutz­an­sprü­chen gegen die spä­te­re Nut­zung der zu ver­ge­ben­den Fre­quen­zen aus­ge­schlos­sen sind, kann auf die­se Erwä­gun­gen indes schon des­halb nicht gestützt wer­den, weil – wie aus­ge­führt – ledig­lich die Belan­ge der Zutei­lungs­pe­ten­ten zum gesetz­li­chen Ent­schei­dungs­pro­gramm gehö­ren. Die in § 55 Abs. 5 Satz 1 TKG a.F. detail­liert gere­gel­ten Zutei­lungs­vor­aus­set­zun­gen wer­den in § 61 Abs. 4 Satz 2 TKG a.F., der Rechts­grund­la­ge für die Ver­ga­be­be­din­gun­gen, nicht abge­bil­det.
Die Annah­me, dass die vor Durch­füh­rung eines Ver­ga­be­ver­fah­rens bestimm­ten Fre­quenz­nut­zungs­be­stim­mun­gen unab­hän­gig von dem Bin­dungs­wil­len der Behör­de eine für die anschlie­ßen­de Fre­quenz­zu­tei­lung ver­bind­li­che und abschlie­ßen­de Rege­lung der­je­ni­gen Vor­aus­set­zun­gen ent­hal­ten, unter denen Dritt­be­trof­fe­ne recht­lich zur Dul­dung von durch die Nut­zung der zu ver­ge­ben­den Fre­quen­zen mög­li­cher­wei­se ver­ur­sach­ten Stö­run­gen des Rund­funk­emp­fangs ver­pflich­tet sind, lässt sich schließ­lich nicht mit dem Erfor­der­nis des effek­ti­ven Rechts­schut­zes (Art.19 Abs. 4 GG) begrün­den.
Zwar bestehen gegen den Fre­quenz­be­reichs­zu­wei­sungs­plan (§ 53 TKG a.F.) und den Fre­quenz­nut­zungs­plan (§ 54 TKG a.F.) kei­ne oder nur sehr ein­ge­schränk­te Rechts­schutz­mög­lich­kei­ten. Der als Rechts­ver­ord­nung der Bun­des­re­gie­rung erlas­se­ne Fre­quenz­be­reichs­zu­wei­sungs­plan wird als Bun­des­recht nicht vom Anwen­dungs­be­reich der Nor­men­kon­trol­le nach § 47 VwGO erfasst und kann daher allen­falls mit der Ver­fas­sungs­be­schwer­de (Art. 93 Abs. 1 Nr. 4a GG) unmit­tel­bar ange­grif­fen wer­den. Auch gegen den Fre­quenz­nut­zungs­plan besteht kein unmit­tel­ba­rer Rechts­schutz. Nach wohl über­wie­gen­der Ansicht han­delt es sich um eine Ver­wal­tungs­vor­schrift 27. Selbst wenn es sich bei dem Fre­quenz­nut­zungs­plan nicht um eine Ver­wal­tungs­vor­schrift, son­dern um eine qua­si-ding­li­che All­ge­mein­ver­fü­gung 28 oder um eine Rechts­form eige­ner Art 29 han­deln soll­te, hät­te die ein­ge­schränk­te Bin­dungs­wir­kung nicht zur Fol­ge, dass der Fre­quenz­nut­zungs­plan unmit­tel­bar ange­foch­ten wer­den könn­te 30.
Sowohl der Fre­quenz­be­reichs­zu­wei­sungs­plan als auch der Fre­quenz­nut­zungs­plan kön­nen aber im Rah­men ver­wal­tungs­ge­richt­li­cher Ver­fah­ren gegen Fre­quenz­zu­tei­lungs­ent­schei­dun­gen nach § 55 TKG inzi­dent über­prüft wer­den. Dies ergibt sich aus § 55 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 TKG a.F., dem zufol­ge Fre­quen­zen zuge­teilt wer­den, wenn sie – neben ande­ren Vor­aus­set­zun­gen – für die vor­ge­se­he­ne Nut­zung im Fre­quenz­nut­zungs­plan aus­ge­wie­sen sind, sowie aus § 55 Abs. 1 Satz 3 TKG a.F., wonach die Fre­quenz­zu­tei­lung u.a. zweck­ge­bun­den nach Maß­ga­be des Fre­quenz­nut­zungs­pla­nes erfolgt. Ist der Fre­quenz­nut­zungs­plan abwä­gungs­feh­ler­haft, was im Rah­men der Fre­quenz­zu­tei­lungs­ent­schei­dung inzi­dent über­prüft wer­den kann, fehlt es an der erfor­der­li­chen pla­ne­ri­schen Grund­la­ge. Eben­so wie ein Dritt­be­trof­fe­ner mit der Kla­ge gegen die Bau­ge­neh­mi­gung gel­tend machen kann, durch das rechts­wid­ri­ge Unter­blei­ben eines Plan­fest­stel­lungs­ver­fah­rens in sei­ner mate­ri­el­len Rechts­po­si­ti­on beein­träch­tigt zu sein, kön­nen die mög­li­cher­wei­se von Stö­run­gen betrof­fe­nen Fre­quenz­nut­zer mit der Kla­ge gegen die ein­zel­nen Fre­quenz­zu­tei­lungs­be­schei­de gel­tend machen, dass ihnen die pla­ne­ri­sche Abwä­gung ihrer der Nut­zung der zur ver­ge­ben­den Fre­quen­zen ent­ge­gen­ste­hen­den Belan­ge ver­sagt geblie­ben ist.
Auch im Übri­gen ist der Rechts­schutz Dritt­be­trof­fe­ner nach der Kon­zep­ti­on des Geset­zes in ver­fas­sungs­recht­lich nicht zu bean­stan­den­der Wei­se dadurch gewähr­leis­tet, dass jede Fre­quenz­nut­zung, soweit im Gesetz nichts ande­res gere­gelt ist, nach § 55 Abs. 1 Satz 1 TKG einer vor­he­ri­gen Fre­quenz­zu­tei­lung bedarf, die zum Gegen­stand einer Anfech­tungs- oder Ver­pflich­tungs­kla­ge gemacht wer­den kann. Dritt­be­trof­fe­ne kön­nen sich hier­bei in der Regel auf die in § 55 Abs. 5 Satz 1 TKG a.F. gere­gel­ten Fre­quenz­zu­tei­lungs­vor­aus­set­zun­gen als dritt­schüt­zen­de Nor­men beru­fen. Soweit Fre­quen­zen nach § 55 Abs. 5 Satz 1 Nr. 2 TKG a.F. zuge­teilt wer­den, wenn sie ver­füg­bar sind, kann gege­be­nen­falls ein Drit­ter gel­tend machen, dass eine zu sei­nen Guns­ten erfolg­te Zutei­lungs­ent­schei­dung in Bezug auf die zu ver­ge­ben­den Fre­quen­zen bis­her nicht wirk­sam wider­ru­fen sei. Dritt­schüt­zen­de Wir­kung kommt jeden­falls im Ansatz auch der in § 55 Abs. 5 Satz 1 Nr. 3 TKG gere­gel­ten Zutei­lungs­vor­aus­set­zung der Ver­träg­lich­keit mit ande­ren Fre­quenz­nut­zun­gen zu. Ob "Ver­träg­lich­keit" im Sin­ne die­ser Vor­schrift "Stö­rungs­frei­heit" bedeu­tet oder viel­mehr – wofür vie­les spricht – das Ergeb­nis eines Aus­gleichs zwi­schen den Belan­gen der effi­zi­en­ten und stö­rungs­frei­en Fre­quenz­nut­zung ist, bedarf im vor­lie­gen­den Zusam­men­hang kei­ner Ver­tie­fung.
Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, Urteil vom 10. Okto­ber 2012 – 6 C 36.11
stRspr, vgl. BVerwG, Urtei­le vom 10.10.2002 – 6 C 8.01, BVerw­GE 117, 93, 95 f. = Buch­holz 442.066 § 30 TKG Nr. 1 S. 3; vom 28.11.2007 – 6 C 42.06, BVerw­GE 130, 39 Rn. 11 = Buch­holz 442.066 § 132 TKG Nr. 1; und vom 26.01.2011 – 6 C 2.10, Buch­holz 442.066 § 55 TKG Nr. 3, jeweils m.w.N.[↩]
vgl. BVerwG, Urteil vom 23.03.2011 – 6 C 6.10, BVerw­GE 139, 226, 23, Rn. 21[↩]
vgl. BVerwG, Urtei­le vom 01.09.2009 – 6 C 4.09, BVerw­GE 134, 368, 372, Rn. 17; vom 23.03.2011 – 6 C 6.10, BVerw­GE 139, 226 = Buch­holz 442.066 § 55 TKG Nr. 5 jeweils Rn. 13;; und vom 22.06.2011 – 6 C 3.10, Buch­holz 442.066 § 55 TKG Nr. 6 Rn. 14[↩]
s. BVerwG, Urteil vom 23.03.2011 a.a.O. Rn. 17[↩]
vgl. BVerwG, Urteil vom 22.06.2011 – 6 C 3.10, Buch­holz 442.066 § 55 TKG Nr. 6 Rn. 39 f.[↩]
BVerwG, Urteil vom 21.06.2006 – 6 C 19.06, BVerw­GE 126, 149, 160[↩]
vgl. Hahn/​Hartl, in: Scheurle/​Mayen, TKG, 2. Aufl.2008, § 61 Rn. 18[↩]
vgl. BTDrucks 15/​2316 S. 80[↩]
BVerwG, Urteil vom 22.06.2011 – 6 C 40.10, Buch­holz 442.066 § 61 TKG Nr. 1 Rn.20[↩]
vgl. BVerwG, Urteil vom 19.12.1985 – 7 C 65.82, BVerw­GE 72, 300, 305[↩]
vgl. Kal­l­er­hoff, in: Stelkens/​Bonk/​Sachs, VwVfG, 7. Aufl.2008, § 26 Rn. 54[↩]
vgl. BVerwG, Urtei­le vom 22.06.2011 – 6 C 3.10, Buch­holz 442.066 § 55 TKG Nr. 6 Rn. 35; und vom 26.01.2011 – 6 C 2.10, Buch­holz 442.066 § 55 TKG Nr. 3 Rn. 25[↩]
BVerwG, Urteil vom 23.03.2011 – 6 C 6.10, BVerw­GE 139, 226 = Buch­holz 442.066 § 55 TKG Nr. 5 jeweils Rn. 23[↩]
s. BVerwG, Urtei­le vom 22.06.2011 – 6 C 5.10, Buch­holz 442.06 § 55 TKG Nr. 7 Rn. 12; und vom 23.03.2011 – 6 C 6.10, BVerw­GE 139, 226 = Buch­holz 442.066 § 55 TKG Nr. 5 jeweils Rn. 27 m.w.N.[↩]
BVerwG, Urteil vom 22.06.2011 – 6 C 40.10, Buch­holz 442.066 § 61 TKG Nr. 1 Rn. 15; im Anschluss an Urteil vom 23.03.2011 – 6 C 6.10, BVerw­GE 139, 226 = Buch­holz 442.066 § 55 TKG Nr. 5 jeweils Rn. 37 f., zu den Ver­stei­ge­rungs­re­geln gemäß § 61 Abs. 5 TKG[↩]
BVerwG, Urteil vom 23.03.2011 a.a.O. Rn. 37[↩]
vgl. Weg­mann, in: Ber­li­ner Kom­men­tar zum TKG, 2. Aufl.2009, § 53 Rn. 14, § 55 Rn. 53, § 61 Rn. 13[↩]
vgl. BVerwG, Urteil vom 01.09.2009 – 6 C 4.09, BVerw­GE 134, 368 = Buch­holz 442.066 § 55 TKG Nr. 1 jeweils Rn. 24[↩]
vgl. BVerwG, Urtei­le vom 14.02.1975 – 4 C 21.74, BVerw­GE 48, 56, 63; und vom 07.07.1978 – 4 C 79.76, BVerw­GE 56, 110, 116 f., 122 f.[↩]
vgl. etwa OVG Ber­lin-Bran­den­burg, Urteil vom 27.03.2009 – 2 B 8.08, zu dem sin­gu­lä­ren Fall der mili­tä­ri­schen Fort­nut­zung eines ehe­mals von den sowje­ti­schen Streit­kräf­ten genutz­ten Gelän­des als Trup­pen­übungs- und Luft-Boden-Schieß­platz durch die Bun­des­wehr[↩]
BVerwG, Urteil vom 01.09.2009, a.a.O. Rn. 25[↩]
BVerwG, Urteil vom 01.09.2009 a.a.O. S. 375 Rn. 23[↩]
BVerwG, Urteil vom 01.09.2009 a.a.O. Rn. 24[↩]
BVerwG, Urteil vom 01.09.2009 a.a.O. S. 376 Rn. 25[↩]
BVerwG, Urteil vom 01.09.2009 a.a.O. S. 373 Rn. 16 f., 19[↩]
vgl. Kro­ke, in: Wilms/​Masing/​Jochum, TKG, Stand März 2007, § 54 Rn. 8, Jen­ny, in: Heun, Hand­buch Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­recht, 2. Aufl.2007, Teil 2 D., Rn. 55; Korehn­ke, in: BeckT­KG, § 54 Rn. 2, 3, 33; vgl. auch die Begrün­dun­gen der Fre­quenz­nut­zungs­plan­auf­stel­lungs­ver­ord­nung – BRDrucks 118/​01 S. 5 – sowie des Gesetz­ent­wurfs der Bun­des­re­gie­rung zur Neu­fas­sung des § 54 TKG – BTDrucks 17/​5707 S. 72 -[↩]
vgl. Ladeur, CR 2002, 181, 189[↩]
vgl. Hahn/​Hartl, in: Scheurle/​Mayen, TKG, 2. Aufl.2008, § 54 Rn. 11 ff.[↩]
vgl. Hahn/​Hartl, a.a.O. Rn. 15, unter Hin­weis auf BRDrucks 118/​01, S. 10 zu § 6[↩]
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References: § 55
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 § 55
 § 63
 § 137
 § 2
 § 52
 § 137
 § 139
 § 61

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 § 2
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 Art. 3
 Art. 7
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 § 52
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 § 44
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 § 47
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 § 132
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 § 26
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 § 53
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 § 54
 § 54
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 § 54
 § 6