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Timestamp: 2019-12-15 01:57:17+00:00

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Rechtsprechung: NStZ-RR 2011, 45 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Celle, 15.09.2010
https://dejure.org/2010,7094
OLG Frankfurt, 26.08.2010 - 3 Ss 147/10 (https://dejure.org/2010,7094)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 26.08.2010 - 3 Ss 147/10 (https://dejure.org/2010,7094)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 26. August 2010 - 3 Ss 147/10 (https://dejure.org/2010,7094)
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§§ 344 Abs. 2 Satz 2, 81a Abs. 2 StPO
Zur rechtzeitigen Geltendmachung eines Beweisverwertungsverbotes wegen Verstoßes gegen § 81a StPO beim verteidigten Angeklagten
Geltendmachung eines Verstoßes gegen den Richtervorbehalt bei einer körperlichen Untersuchung eines Beschuldigten im Rechtsmittelverfahren; Erforderlichkeit eines Widerspruchs bereits in der ersten Tatsachenverhandlung gegen ein möglicherweise rechtswidrig erlangtes ...
StPO § 81a Abs. 2; StPO § 344 Abs. 2 S. 2
LG Frankfurt/Main, 16.02.2010 - 10 Ns 3990 AR 262121/09
NStZ-RR 2011, 45
Weder reicht ein im Ermittlungsverfahren erklärter Widerspruch (BGH, NStZ 1997, 502), noch ein solcher, der im gerichtlichen Verfahren vor der erstinstanzlichen Hauptverhandlung (Senat, Beschl. v. 26.08.2010 aaO m. ausführlicher Begründung) oder aber nach dem in § 257 StPO bestimmten Zeitpunkt, z.B. erstmals in der Berufungshauptverhandlung (vgl. BGHSt 50, 272 = NStZ 2006, 348 = StV 2006, 396; OLG Stuttgart, NStZ 1997, 405;… OLG Hamburg aaO) oder nach Aufhebung Zurückverweisung in der Revisionsinstanz (…BGHSt aaO) erhoben wurde, so dass die festgestellte Unterlassung der Ausübung des Widerspruchsrechts in der erstinstanzlichen Berufungshauptverhandlung das Beweisverwertungsverbot endgültig entfallen lässt.
Nicht ausreichend ist es, dass der Widerspruch vor der Hauptverhandlung erfolgt, dort aber nicht mehr wiederholt wird (BGH NStZ 1997, 502), oder dass der Angeklagte sich erstinstanzlich auf die Verwertung einlässt, den Widerspruch aber erst in der Berufungsinstanz erhebt (OLG Frankfurt NStZ-RR 2011, 45 f.; OLG Frankfurt NStZ 2011, 46/48; OLG München Beschluss vom 16. November 2009 - Az.: 4 StRR 163/09 - S. 2 f.).
Darin mag eine Widerspruchserklärung gesehen werden; ein Widerspruch vor der Hauptverhandlung genügt indessen nicht (BGH NStZ 1997, 502; OLG Frankfurt StV 2011, 611; OLG Hamm NStZ-RR 2010, 148 [149] = StV 2010, 620).
OLG Celle, 15.09.2010 - 1 Ws 398/10
https://dejure.org/2010,14024
OLG Celle, 15.09.2010 - 1 Ws 398/10 (https://dejure.org/2010,14024)
OLG Celle, Entscheidung vom 15.09.2010 - 1 Ws 398/10 (https://dejure.org/2010,14024)
OLG Celle, Entscheidung vom 15. September 2010 - 1 Ws 398/10 (https://dejure.org/2010,14024)
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Ordnungsgeldbeschluss: Fehlen einer Zustellungsanordnung; Ordnungsgeld wegen Ungebühr
Heilung von Zustellungsmängeln; Begriff der "Sitzung" i.S. von §§ 176 ff. Gerichtsverfassungsgesetz (GVG); Ungebühr gegenüber dem Gericht
Heilung von Zustellungsmängeln; Begriff der "Sitzung" i.S. von §§ 176 ff GVG; Ungebühr gegenüber dem Gericht
Heilung von Zustellungsmängeln; Begriff der "Sitzung" i.S. von §§ 176 ff GVG ; Ungebühr gegenüber dem Gericht
AG Hannover, 04.05.2010 - 248 Ds 6132 Js 11693/10
NStZ-RR 2011, 45 (Ls.)
Ist ein solcher Zustellungswille des zuständigen Organs - wie hier - mangels Zustellungsanordnung nicht feststellbar, so tritt keine Heilung gemäß § 37 Abs. 1 StPO i.V.m. § 189 ZPO ein (OLG Celle, Beschluss vom 15. September 2010 - 1 Ws 398/10, NStZ-RR 2011, 45 (Leitsatz)).
Zudem wäre es für eine Heilung erforderlich gewesen, dass der Beschluss mit Zustellungswillen des Rechtspflegers in die Hände des Prozessbevollmächtigten des Klägers gelangt ist, denn nur eine fehlgeschlagene Zustellung soll geheilt werden (BGH 26. November 2002 - VI ZB 41/02 - MDR 2003, 407 = NJW 2003, 1193; BVerwG 23. April 2010 - 7 C 20/09 - DVBl. 2010, 1508 f.; BAG 28. Februar 2008 - 3 AZB 56/07 - juris; OLG Celle 15. September 2010 - 1 Ws 56/07 - NStZ-RR 2011, -5 LS = BeckRS 2010, 27513).
Zudem wäre es für eine Heilung erforderlich gewesen, dass der Beschluss mit Zustellungswillen der Rechtspflegerin in die Hände des Prozessbevollmächtigten des Klägers gelangt ist, denn nur eine fehlgeschlagene Zustellung soll geheilt werden (BGH 26. November 2002 - VI ZB 41/02 - MDR 2003, 407 = NJW 2003, 1193; BVerwG 23. April 2010 - 7 C 20/09 - DVBl. 2010, 1508 f.; BAG 28. Februar 2008 - 3 AZB 56/07 - juris; OLG Celle 15. September 2010 - 1 Ws 56/07 - NStZ-RR 2011, 45 [OLG Celle 15.09.2010 - 1 Ws 398/10] LS = BeckRS 2010, 27513).

References: § 81
 § 81
 § 344
 § 257
 § 37
 § 189