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Timestamp: 2019-09-17 02:49:08+00:00

Document:
Landesrecht BW § 14a EStG | Bundesnorm | Vergünstigungen bei der Veräußerung bestimmter land- und forstwirtschaftlicher Betriebe | Einkommensteuergesetz | gültig ab: 01.09.2009
§ 13a Ermittlung des Gewinns aus Land- und Forstwirtschaft...
§ 14a Vergünstigungen bei der Veräußerung bestimmter land-...
(1) 1Veräußert ein Steuerpflichtiger nach dem 30. Juni 1970 und vor dem 1. Januar 2001 seinen land- und forstwirtschaftlichen Betrieb im Ganzen, so wird auf Antrag der Veräußerungsgewinn (§ 16 Absatz 2) nur insoweit zur Einkommensteuer herangezogen, als er den Betrag von 150 000 Deutsche Mark übersteigt, wenn
der für den Zeitpunkt der Veräußerung maßgebende Wirtschaftswert (§ 46 des Bewertungsgesetzes) des Betriebs 40 000 Deutsche Mark nicht übersteigt,
die Einkünfte des Steuerpflichtigen im Sinne des § 2 Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 bis 7 in den dem Veranlagungszeitraum der Veräußerung vorangegangenen beiden Veranlagungszeiträumen jeweils den Betrag von 35 000 Deutsche Mark nicht überstiegen haben.2Bei Ehegatten, die nicht dauernd getrennt leben, gilt Satz 1 mit der Maßgabe, dass die Einkünfte beider Ehegatten zusammen jeweils 70 000 Deutsche Mark nicht überstiegen haben.
2Ist im Zeitpunkt der Veräußerung ein nach Nummer 1 maßgebender Wirtschaftswert nicht festgestellt oder sind bis zu diesem Zeitpunkt die Voraussetzungen für eine Wertfortschreibung erfüllt, so ist der Wert maßgebend, der sich für den Zeitpunkt der Veräußerung als Wirtschaftswert ergeben würde.
(2) 1Der Anwendung des Absatzes 1 und des § 34 Absatz 1 steht nicht entgegen, wenn die zum land- und forstwirtschaftlichen Vermögen gehörenden Gebäude mit dem dazugehörigen Grund und Boden nicht mitveräußert werden.2In diesem Fall gelten die Gebäude mit dem dazugehörigen Grund und Boden als entnommen.3Der Freibetrag kommt auch dann in Betracht, wenn zum Betrieb ein forstwirtschaftlicher Teilbetrieb gehört und dieser nicht mitveräußert, sondern als eigenständiger Betrieb vom Steuerpflichtigen fortgeführt wird.4In diesem Fall ermäßigt sich der Freibetrag auf den Teil, der dem Verhältnis des tatsächlich entstandenen Veräußerungsgewinns zu dem bei einer Veräußerung des ganzen land- und forstwirtschaftlichen Betriebs erzielbaren Veräußerungsgewinn entspricht.
(3) 1Als Veräußerung gilt auch die Aufgabe des Betriebs, wenn
die Voraussetzungen des Absatzes 1 erfüllt sind und
der Steuerpflichtige seinen land- und forstwirtschaftlichen Betrieb zum Zweck der Strukturverbesserung abgegeben hat und dies durch eine Bescheinigung der nach Landesrecht zuständigen Stelle nachweist.
2§ 16 Absatz 3 Satz 4 und 5 gilt entsprechend.
(4) 1Veräußert oder entnimmt ein Steuerpflichtiger nach dem 31. Dezember 1979 und vor dem 1. Januar 2006 Teile des zu einem land- und forstwirtschaftlichen Betrieb gehörenden Grund und Bodens, so wird der bei der Veräußerung oder der Entnahme entstehende Gewinn auf Antrag nur insoweit zur Einkommensteuer herangezogen, als er den Betrag von 61 800 Euro übersteigt.2Satz 1 ist nur anzuwenden, wenn
der Veräußerungspreis nach Abzug der Veräußerungskosten oder der Grund und Boden innerhalb von zwölf Monaten nach der Veräußerung oder Entnahme in sachlichem Zusammenhang mit der Hoferbfolge oder Hofübernahme zur Abfindung weichender Erben verwendet wird und
das Einkommen des Steuerpflichtigen ohne Berücksichtigung des Gewinns aus der Veräußerung oder Entnahme und des Freibetrags in dem dem Veranlagungszeitraum der Veräußerung oder Entnahme vorangegangenen Veranlagungszeitraum den Betrag von 18 000 Euro nicht überstiegen hat; bei Ehegatten, die nach den §§ 26, 26b zusammen veranlagt werden, erhöht sich der Betrag von 18 000 Euro auf 36 000 Euro.
3Übersteigt das Einkommen den Betrag von 18 000 Euro, so vermindert sich der Betrag von 61 800 Euro nach Satz 1 je angefangene 250 Euro des übersteigenden Einkommens um 10 300 Euro; bei Ehegatten, die nach den §§ 26, 26b zusammen veranlagt werden und deren Einkommen den Betrag von 36 000 Euro übersteigt, vermindert sich der Betrag von 61 800 Euro nach Satz 1 je angefangene 500 Euro des übersteigenden Einkommens um 10 300 Euro.4Werden mehrere weichende Erben abgefunden, so kann der Freibetrag mehrmals, jedoch insgesamt nur einmal je weichender Erbe geltend gemacht werden, auch wenn die Abfindung in mehreren Schritten oder durch mehrere Inhaber des Betriebs vorgenommen wird.5Weichender Erbe ist, wer gesetzlicher Erbe eines Inhabers eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs ist oder bei gesetzlicher Erbfolge wäre, aber nicht zur Übernahme des Betriebs berufen ist; eine Stellung als Mitunternehmer des Betriebs bis zur Auseinandersetzung steht einer Behandlung als weichender Erbe nicht entgegen, wenn sich die Erben innerhalb von zwei Jahren nach dem Erbfall auseinandersetzen.6Ist ein zur Übernahme des Betriebs berufener Miterbe noch minderjährig, beginnt die Frist von zwei Jahren mit Eintritt der Volljährigkeit.
(5) 1Veräußert ein Steuerpflichtiger nach dem 31. Dezember 1985 und vor dem 1. Januar 2001 Teile des zu einem land- und forstwirtschaftlichen Betrieb gehörenden Grund und Bodens, so wird der bei der Veräußerung entstehende Gewinn auf Antrag nur insoweit zur Einkommensteuer herangezogen, als er den Betrag von 90 000 Deutsche Mark übersteigt, wenn
der Steuerpflichtige den Veräußerungspreis nach Abzug der Veräußerungskosten zur Tilgung von Schulden verwendet, die zu dem land- und forstwirtschaftlichen Betrieb gehören und vor dem 1. Juli 1985 bestanden haben, und
die Voraussetzungen des Absatzes 4 Satz 2 Nummer 2 erfüllt sind.
2Übersteigt das Einkommen den Betrag von 35 000 Deutsche Mark, so vermindert sich der Betrag von 90 000 Deutsche Mark nach Satz 1 für jede angefangenen 500 Deutsche Mark des übersteigenden Einkommens um 15 000 Deutsche Mark; bei Ehegatten, die nach den §§ 26, 26b zusammen veranlagt werden und bei denen das Einkommen den Betrag von 70 000 Deutsche Mark übersteigt, vermindert sich der Betrag von 90 000 Deutsche Mark nach Satz 1 für jede angefangenen 1 000 Deutsche Mark des übersteigenden Einkommens um 15 000 Deutsche Mark.3Der Freibetrag von höchstens 90 000 Deutsche Mark wird für alle Veräußerungen im Sinne des Satzes 1 insgesamt nur einmal gewährt.
(6) Verwendet der Steuerpflichtige den Veräußerungspreis oder entnimmt er den Grund und Boden nur zum Teil zu den in den Absätzen 4 und 5 angegebenen Zwecken, so ist nur der entsprechende Teil des Gewinns aus der Veräußerung oder Entnahme steuerfrei.
(7) Auf die Freibeträge nach Absatz 4 in dieser Fassung sind die Freibeträge, die nach Absatz 4 in den vor dem 1. Januar 1986 geltenden Fassungen gewährt worden sind, anzurechnen.
(+++ § 14a: Zur Anwendung vgl. § 52 +++)
§ 14a: Neugefasst durch Bek. v. 8.10.2009 I 3366
§ 14a EStG, vom 19.10.2002, gültig ab 21.09.2002 bis 31.08.2009
§ 14a EStG, vom 19.12.2000, gültig ab 01.01.2002 bis 20.09.2002
§ 14a EStG, vom 24.03.1999, gültig ab 01.01.1999 bis 31.12.2001
§ 14a EStG, vom 16.04.1997, gültig ab 29.04.1997 bis 31.12.1998
§ 14a EStG, vom 11.10.1995, gültig ab 21.10.1995 bis 28.04.1997
§ 14a EStG, vom 21.12.1993, gültig ab 30.12.1993 bis 20.10.1995
§ 14a EStG, vom 13.09.1993, gültig ab 18.09.1993 bis 29.12.1993
§ 14a EStG, vom 25.02.1992, gültig ab 29.02.1992 bis 17.09.1993
§ 14a EStG, vom 25.07.1988, gültig ab 03.08.1988 bis (gegenstandslos)
§ 14a EStG, vom 07.09.1990, gültig ab 03.08.1988 bis 28.02.1992
§ 14a EStG, vom 27.02.1987, gültig ab 10.03.1987 bis 02.08.1988
§ 14a EStG, vom 15.05.1986, gültig ab 01.01.1987 bis 09.03.1987
§ 14a EStG, vom 15.04.1986, gültig ab 15.04.1986 bis 31.12.1986
§ 14a EStG, vom 19.12.1985, gültig ab 25.12.1985 bis 14.04.1986
§ 14a EStG, vom 12.06.1985, gültig ab 12.06.1985 bis 24.12.1985
§ 14a EStG, vom 14.12.1984, gültig ab 01.01.1985 bis 11.06.1985
§ 14a EStG, vom 24.01.1984, gültig ab 31.01.1984 bis 31.12.1984
§ 14a EStG, vom 22.12.1983, gültig ab 29.12.1983 bis 30.01.1984
§ 14a EStG, vom 06.12.1981, gültig ab 06.12.1981 bis 28.12.1983
§ 14a EStG, vom 25.06.1980, gültig ab 29.06.1980 bis 05.12.1981
§ 14a EStG, vom 21.06.1979, gültig ab 30.06.1979 bis 28.06.1980
§ 14a EStG wird von folgenden Dokumenten zitiert
§ 1 EStG§ 14aAbs3V BW, gültig ab 13.04.1985
EStH 2007 R 14a , gültig ab: 01.03.2008
EStH 2006 R 14a , gültig ab: 01.03.2007
EStH 2006 H 14a , gültig ab: 01.03.2007
EStH 2005 R 14a , gültig ab: 01.03.2006
EStH 2005 H 14a , gültig ab: 01.03.2006
EStH 2007 Anhang 13 I Ertragsteuerliche Behandlung der Erbengemeinschaft und ihrer Auseinandersetzung , gültig ab: 01.03.2008
EStH 2007 Anhang 13 II Ertragsteuerliche Behandlung der vorweggenommenen Erbfolge; hier: Anwendung des Beschlusses des Großen Senats vom 5.7.1990 (BStBl II S. 847) , gültig ab: 01.03.2008
EStH 2006 Anhang 13 I , gültig ab: 01.03.2007
EStH 2006 Anhang 13 II , gültig ab: 01.03.2007
EStH 2005 Anhang 13 I , gültig ab: 01.03.2006
StandOG, gültig ab 18.09.1993
http://www.landesrecht-bw.de/jportal/?quelle=jlink&docid=BJNR010050934BJNE007319140&psml=bsbawueprod.psml&max=true
http://www.landesrecht-bw.de/jportal/?quelle=jlink&query=EStG+%C2%A7+14a&psml=bsbawueprod.psml&max=true

References: § 14

§ 13

§ 14
 § 2
 § 34
 § 14
 § 52

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