Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F16-02-2012-5A_794-2011
Timestamp: 2016-10-22 01:48:25+00:00

Document:
5A_794/2011 (16.02.2012)
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Hans W�st,
Aufsicht �ber den Willensvollstrecker,
Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts von Graub�nden, I. Zivilkammer, vom 10. Oktober 2011.
W.________ (Beschwerdef�hrer) ist Willensvollstrecker im Nachlass von E.________ (Erblasserin), Jahrgang 1946, die am 16. Mai 2008 im Spital starb. Die Erblasserin war ledig und hatte keine Kinder. In einem Nottestament vom 14. Mai 2008 schloss sie ihren Bruder B.________ sowie dessen Erben von der Erbfolge aus, ordnete mehrere Verm�chtnisse an und verf�gte, dass nach dem Verkauf ihres Wohnhauses, der Ausrichtung der Verm�chtnisse und der Erf�llung aller Zahlungsverpflichtungen der Restbetrag an die Stiftung S.________ (Beschwerdegegnerin) geht. Der Pr�sident des Kreises K.________ liess am 19. Mai 2008 ein Sicherungsinventar aufnehmen, er�ffnete am 27. Mai 2008 das Testament und ordnete die Erbschaftsverwaltung an, die er dem als Willensvollstrecker eingesetzten Beschwerdef�hrer �bertrug. Das Sicherungsinventar vom 14. Januar 2009 verzeichnet ein Nachlassverm�gen von rund 2 Mio. Franken. Am 8. April 2009 wurde die Erbschaftsverwaltung aufgehoben.
B.________ focht die letztwillige Verf�gung am 12. Dezember 2008 namentlich wegen Formung�ltigkeit an. Am 26. April / 11. Mai 2009 schlossen B.________ und seine beiden T�chter einerseits und die Beschwerdegegnerin andererseits eine Vereinbarung. B.________ anerkannte darin die G�ltigkeit des Testaments und die Beschwerdegegnerin als eingesetzte Alleinerbin. Die Beschwerdegegnerin verpflichtete sich, B.________ aus dem Nachlass Fr. 250'000.-- (brutto) zu zahlen sowie die Verm�chtnisse, d.h. je Fr. 100'000.-- an die beiden T�chter sowie je Fr. 50'000.-- an die drei im Testament genannten Institutionen auszurichten. Die Parteien der Vereinbarung wiesen den Beschwerdef�hrer als Willensvollstrecker an, die Betr�ge auszuzahlen, und beantragten der Beh�rde, eine Erbbescheinigung, lautend auf die Beschwerdegegnerin als Alleinerbin, auszustellen.
Am 9. Juni 2009 stellte der Kreispr�sident die Erbbescheinigung zugunsten der Beschwerdegegnerin als Alleinerbin aus. Der Beschwerdef�hrer erhob dagegen Einw�nde und verlangte, es seien die Erben im Nachlass der Erblasserin zu ermitteln, ihnen das Testament zu er�ffnen, die ausgestellte Erbbescheinigung aufzuheben und eine Erbbescheinigung auf die gem�ss vorstehender Anweisung ermittelten Erben auszustellen. Der Kreispr�sident, das Kantonsgericht von Graub�nden und die II. zivilrechtliche Abteilung des Bundesgerichts wiesen die Antr�ge des Beschwerdef�hrers ab, soweit darauf einzutreten war (vgl. zuletzt Urteil 5A_495/2010 vom 10. Januar 2011).
Die Beschwerdegegnerin gelangte am 2. Juli 2010 und am 10. M�rz 2011 an die kantonale Aufsichtsbeh�rde mit dem Begehren, den Beschwerdef�hrer als Willensvollstrecker abzusetzen. Das Bezirksgericht G.________ setzte den Beschwerdef�hrer als Willensvollstrecker ab (Entscheid vom 19. Juli 2011). Die dagegen eingelegte Berufung des Beschwerdef�hrers wies das Kantonsgericht von Graub�nden ab (Urteil vom 10. Oktober 2011).
Mit Eingabe vom 16. November 2011 beantragt der Beschwerdef�hrer dem Bundesgericht, das kantonsgerichtliche Urteil aufzuheben und die Aufsichtsbeschwerde vom 2. Juli 2010 / 10. M�rz 2011 abzuweisen. Er ersucht um aufschiebende Wirkung. Im Gesuchsverfahren hat das Kantonsgericht auf eine Vernehmlassung verzichtet, w�hrend die Beschwerdegegnerin auf Abweisung schliesst. Die Pr�sidentin der II. zivilrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts hat der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zuerkannt (Verf�gung vom 30. November 2011). In der Sache sind die kantonalen Akten, hingegen keine Vernehmlassungen eingeholt worden.
Das angefochtene Urteil betrifft die Aufsicht �ber die Willensvollstrecker (Art. 72 Abs. 2 lit. b Ziff. 5 BGG) und damit eine grunds�tzlich verm�gensrechtliche Angelegenheit, deren Streitwert hier - wie der Beschwerdef�hrer das zutreffend hervorhebt (S. 5 f. Ziff. 6) - den gesetzlichen Mindestbetrag von Fr. 30'000.-- �bersteigt (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG; Urteil 5A_395/2010 vom 22. Oktober 2010 E. 1.2, zusammengefasst wiedergegeben von HANS RAINER K�NZLE, Aktuelle Praxis zur Willensvollstreckung (2010-2011), successio 2011 S. 270 ff., S. 279 Bst. P/e). Es ist kantonal letztinstanzlich (Art. 75 BGG), lautet zum Nachteil des Beschwerdef�hrers (Art. 76 Abs. 1 BGG) und schliesst das kantonale Verfahren ab (Art. 90 BGG). Auf die - im Weiteren rechtzeitig erhobene (Art. 100 Abs. 1 BGG) - Beschwerde kann eingetreten werden.
Schwere Pflichtverletzungen, die die Absetzung des Beschwerdef�hrers als Willensvollstrecker rechtfertigten, hat das Kantonsgericht darin erblickt, dass der Beschwerdef�hrer die Gerichtsurteile, die im Rahmen der Anfechtung der Erbbescheinigung ergangen sind, missachtet habe und sich damit in Bezug auf den Umfang der Erf�llung seiner Aufgaben als uneinsichtig gezeigt habe (E. 3a-c S. 12 ff.). Sein Verhalten, so hat das Kantonsgericht weiter ausgef�hrt, sei mit der Stellung eines Willensvollstreckers unvereinbar, habe doch der Beschwerdef�hrer die korrekte Erf�llung seiner Aufgaben als Willensvollstrecker mit Schreiben vom 21. Februar 2011 an die Beschwerdegegnerin von Bedingungen abh�ngig gemacht, die ausschliesslich seinen pers�nlichen Interessen dienten, mit der Vollstreckung des Willens der Erblasserin hingegen nichts zu tun h�tten (E. 3d S. 14 f.). Schliesslich hat das Kantonsgericht ber�cksichtigt, dass die kantonalen Gerichte den Beschwerdef�hrer auf die Unzul�ssigkeit bzw. Unangemessenheit seines Verhaltens als Willensvollstrecker aufmerksam gemacht h�tten und dass es sich bei den vorliegend festgestellten Pflichtverletzungen um Wiederholungen handle, weshalb sich jede mildere Massnahme als wirkungslos erweisen w�rde und die aufsichtsrechtliche Absetzung des Willensvollstreckers als ultima ratio zu verstehen sei. Bereits in fr�heren Verfahren habe die Aufsichtsbeh�rde eingreifen m�ssen und dem Beschwerdef�hrer im Sinne von pr�ventiven aufsichtsrechtlichen Massnahmen Weisungen zu getroffenen und beabsichtigten Handlungen in Aus�bung seines Mandates als Willensvollstrecker erteilt (E. 3e S. 15 f.). Aus all diesen Gr�nden m�sse sich der Beschwerdef�hrer als Willensvollstrecker den Vorwurf schwerer Pflichtverletzungen gefallen lassen und davon ausgegangen werden, dass eine rasche Beendigung der Nachlassteilung nur m�glich sei, wenn er als Willensvollstrecker seines Amtes enthoben werde (E. 3f S. 16 des angefochtenen Urteils).
Der Willensvollstrecker steht von Gesetzes wegen in den Rechten und Pflichten des amtlichen Erbschaftsverwalters und damit unter der Aufsicht der Beh�rde, bei der die Erben gegen die von ihm beabsichtigten oder getroffenen Massregeln Beschwerde zu erheben befugt sind (Art. 518 Abs. 1 i.V.m. Art. 595 Abs. 3 ZGB).
3.1 Die Aufsichtsbeh�rde hat das formelle Vorgehen und die pers�nliche Eignung des Willensvollstreckers sowie die pflichtgem�sse Amtsf�hrung und deren Zweckm�ssigkeit zu pr�fen, die Beurteilung materiell-rechtlicher Fragen, wie etwa der Auslegung der letztwilligen Verf�gung, hingegen den Zivilgerichten zu �berlassen (vgl. BGE 91 II 52 E. 1 S. 56; seither: Urteile 5P.227/1994 vom 7. September 1994 E. 2 und 5A_395/2010 vom 22. Oktober 2010 E. 3.8). Sie kann einen Willensvollstrecker wegen Unf�higkeit oder grober Pflichtwidrigkeit von seinem Amt abberufen (BGE 90 II 376 E. 3 S. 383; 66 II 148 E. 2 S. 150; vgl. zur Abgrenzung von der Zust�ndigkeit der Zivilgerichte f�r diesen Fall: ESCHER, Absetzung des Willensvollstreckers, ZBJV 131/1995 S. 36). Auch im Bereich der Willensvollstreckung gilt als Grundregel, dass Pr�vention (z.B. Empfehlungen, Weisungen, Ermahnung) vor Sanktion (z.B. Verweis, Absetzung) und mildere vor sch�rferer Anordnung geht (vgl. Urteil 5P.199/2003 vom 12. August 2003 E. 1.2). Eine Amtsentsetzung muss sich als notwendig und verh�ltnism�ssig erweisen (vgl. Urteil 5P.529/1994 vom 13. M�rz 1995 E. 8, in: AJP 1996 S. 85 f.).
3.2 Der Willensvollstrecker verf�gt �ber einen Ermessensspielraum hinsichtlich zweckm�ssiger Massnahmen zur Aus�bung seines Amtes. Das Bundesgericht hat sich bei der �berpr�fung der Ermessensbet�tigung des Willensvollstreckers Zur�ckhaltung aufzuerlegen. Es ist auf Rechtskontrolle beschr�nkt (Art. 95 BGG) und kann somit erst bei Rechtsfehlern eingreifen, insbesondere wenn das Ermessen �berschritten oder missbraucht wurde, d.h. wenn sich der Willensvollstrecker Ermessen anmasst, wo ihm gar keines zukommt, wenn er sich auf Gesichtspunkte st�tzt, die keine Rolle spielen d�rfen, oder wenn er rechtserhebliche Umst�nde ausser Acht l�sst. Zu korrigieren sind auch Entscheide, die im Ergebnis stossend ungerecht sind (Urteil 5A_395/2010 vom 22. Oktober 2010 E. 3.12, zusammengefasst wiedergegeben von PAUL EITEL, Erbrecht 2009-2011 - Rechtsprechung, Gesetzgebung, Literatur, Teil 2, successio 2011, S. 281 ff., S. 289 f. Nr. 56).
3.3 Fehlende "pers�nliche Eignung" f�hrt zur Absetzung, wenn das Verhalten eines Willensvollstreckers, einen Tatbestand der Erbunw�rdigkeit erf�llt (vgl. BGE 132 III 305 E. 6.5 S. 315), wenn ein Willensvollstrecker mangels fachlicher Kenntnisse unf�hig ist, sein Amt pers�nlich wahrzunehmen (vgl. Urteil 5P.65/1994 vom 9. Mai 1994 E. 3), oder wenn ein Willensvollstrecker sich als vertrauensunw�rdig erweist, sei es, dass er finanzielle Mittel aus dem Nachlass eigenm�chtig seinem eigenen Konto gutschreibt, statt die Gelder zinsbringend auf einem Konto der Erblasserin anzulegen (vgl. Urteil 5P.190/1993 vom 17. August 1993), oder sei es, dass er sonstige "Mischgesch�fte" (z.B. einen �berbr�ckungskredit an Dritte) t�tigt und sein Privatverm�gen vom Nachlass nicht klar abgrenzt (vgl. Urteil 5P.439/1993 vom 14. November 1994 E. 7). Der Verlust der Vertrauensw�rdigkeit ist h�ufig auf Interessenkollisionen des Willensvollstreckers zur�ckzuf�hren, die ihrerseits die Ursache f�r schwere Pflichtverletzungen sein k�nnen. In diesen Zusammenhang geh�ren F�lle, in denen der Willensvollstrecker aufgrund seiner engen Beziehung zu einzelnen Erben oder interessierten Drittpersonen seine Rechenschafts- und Informationspflicht vernachl�ssigt (vgl. Urteil 5P.83/1988 vom 2. September 1988 E. 3) oder in denen der Willensvollstrecker mit dem Erblasser selbst derart verbunden ist, dass er die beh�rdliche Ermittlung der Erben behindert und die Erbberechtigung der mutmasslichen Alleinerbin bestreitet, dass er einen erblasserischen Willen vollstreckt, der offenkundig in formrichtiger letztwilliger Verf�gung nicht enthalten ist, und dass er vor diesem Hintergrund im Ausland gelegene Verm�genswerte nicht in das Nachlassinventar aufnimmt und seine Informationspflichten gegen�ber der mutmasslichen Alleinerbin verletzt (vgl. Urteil 5P.227/1994 vom 7. September 1994 E. 3, 5 und 6).
Gegen�ber dem Vorwurf einer schweren Pflichtverletzung wendet der Beschwerdef�hrer ein, es sei nicht pflichtwidrig, dass er als Willensvollstrecker die Durchf�hrung eines Erbenrufs begehrt habe (S. 8 f. Ziff. 15-22) und dass er die Beschwerdegegnerin bis heute als Verm�chtnisnehmerin und nicht als Alleinerbin betrachte (S. 11 ff. Ziff. 31-66). Als unvollst�ndige Sachverhaltsfeststellung r�gt der Beschwerdef�hrer, dass das Kantonsgericht den Inhalt des Nottestaments nur zusammengefasst und dessen Text nicht w�rtlich wiedergegeben hat (S. 9 ff. Ziff. 24-30 der Beschwerdeschrift).
4.1 Der Beschwerdef�hrer betont, dass er �ber einen juristischen Universit�tsabschluss verf�ge und an der Ausarbeitung des Testaments mitgewirkt habe (S. 10 f. Ziff. 27). Die Erblasserin habe sich von ihm als Juristen eingehend beraten lassen (S. 12 Ziff. 34 der Beschwerdeschrift). Die Ereignisse haben sich dann allerdings offenkundig derart �berst�rzt, dass die Erblasserin infolge ausserordentlicher Umst�nde eine m�ndliche letztwillige Verf�gung errichten musste (vgl. Art. 506 ff. ZGB) und sich keiner der anderen Errichtungsformen (vgl. Art. 498 ff. ZGB) mehr bedienen konnte. Gem�ss den Angaben des Beschwerdef�hrers, die hier nachgetragen werden k�nnen (Art. 105 Abs. 2 BGG), war die Erblasserin seine ehemalige Arbeitskollegin und erteilte ihm am 14. Mai 2008 telefonisch den Auftrag, die im zweiten Entwurf enthaltenen Anordnungen als letzten Willen aufzufassen und die weiteren Schritte einzuleiten. Nach Errichtung des entsprechenden Nottestamentes hat die Erblasserin offenbar das Bewusstsein verloren und nicht mehr wiedererlangt (E-Mail vom 16. Februar 2009, Beilage Nr. 1 zur Stellungnahme des Beschwerdef�hrers vor Bezirksgericht).
4.2 Das Kantonsgericht hat das Nottestament nicht im Wortlaut wiedergegeben. Entgegen der Darstellung des Beschwerdef�hrers entspricht die Zusammenfassung (Bst. C S. 2) dem wesentlichen Inhalt des Nottestaments, wie das dessen Abschrift in den Akten belegt. Danach hat die Erblasserin das Nachlassverm�gen umschrieben (Ziff. 1), ihren Bruder und dessen Erben von der Erbfolge ausgeschlossen und stattdessen Verm�chtnisse angeordnet (Ziff. 2). Der Erl�s aus dem Verkauf ihres Wohnhauses war im Betrag von je Fr. 50'000.-- f�r drei Institutionen und im Restbetrag f�r die Beschwerdegegnerin bestimmt (Ziff. 3). Aus dem Verm�gen an Wertschriften und Guthaben sollten alle Zahlungsverpflichtungen sichergestellt, je maximal Fr. 100'000.-- ihren beiden Nichten zugewendet und der Restbetrag der Beschwerdegegnerin ausbezahlt werden (Ziff. 4). Der Nettoerl�s aus den Sachwerten war ebenfalls der Beschwerdegegnerin zugedacht (Ziff. 5). Als Willensvollstrecker setzte die Erblasserin den Beschwerdef�hrer und als dessen Nachfolgerin - f�r den Fall einer Ablehnung oder des Ablebens vor Beendigung des Amtes - die Graub�ndner Kantonalbank ein (Ziff. 6 des Testaments vom 14. Mai 2008, Beilage Nr. 6 zur Stellungnahme des Beschwerdef�hrers vor Bezirksgericht).
4.3 Der Inhalt des Nottestaments wirft gewisse Fragen auf, die sich auch dem Willensvollstrecker stellen. Zwar steht ihm kein Recht zur sog. authentischen Interpretation der letztwilligen Verf�gung zu, doch muss sich der Willensvollstrecker vor Ausf�hrung seines Amtes eine Meinung dar�ber bilden, wie die letztwillige Verf�gung objektiv vern�nftigerweise zu verstehen ist (vgl. KARRER/VOGT/LEU, Basler Kommentar, 2011, N. 19 zu Art. 518 ZGB). Es stellen sich hier insbesondere die Fragen, ob das Nottestament ausschliesslich Verm�chtnisse enth�lt, so dass der Nachlass an die gesetzlichen Erben und bei deren Ausschluss von der Erbfolge an das Gemeinwesen fallen k�nnte, oder ob die �usserlich als Verm�chtnisse erscheinenden Zuwendungen des Restbetrags als Erbeinsetzung zu begreifen sind (vgl. D. STAEHELIN, Basler Kommentar, 2011, N. 3 f. zu Art. 483 ZGB, mit Hinweisen).
4.4 Die Antwort auf die Frage, wie er als Willensvollstrecker mit allf�lligen Unklarheiten des Testaments umgehen soll, ist dem Beschwerdef�hrer insofern abgenommen worden, als er vom 27. Mai 2008 bis am 8. April 2009 nur die Erbschaftsverwaltung wahrzunehmen und der von der Erbfolge letztwillig ausgeschlossene Bruder der Erblasserin bereits am 12. Dezember 2008 den Ung�ltigkeitsprozess angehoben hatte. In Anbetracht dessen durfte sich der Beschwerdef�hrer als Willensvollstrecker vorerst auf nur sichernde und sonstige zur ordentlichen Verwaltung geh�rende Massnahmen beschr�nken (vgl. BGE 74 I 423 S. 425; 91 II 177 E. 3 S. 181/182).
4.5 Im Verlaufe des Ung�ltigkeitsprozesses hat die Beschwerdegegnerin mit dem Bruder der Erblasserin und deren Nichten am 26. April / 11. Mai 2009 eine Vereinbarung geschlossen. Deren Inhalt wird im angefochtenen Urteil (Bst. D S. 2 f.) zutreffend wiedergegeben, wie das die Kopie der Vereinbarung in den Akten belegt. Die Vertragschliessenden einigten sich zur Vermeidung einer prozessualen Auseinandersetzung dahin gehend, dass die im Nottestament angeordneten Verm�chtnisse, d.h. je Fr. 50'000.-- an die drei genannten Institutionen (Ziff. 2.3) und je Fr. 100'000.-- an die beiden Nichten der Erblasserin (Ziff. 2.4) vom Willensvollstrecker auszurichten seien (Ziff. 2.5). Vorweg anerkannte der Bruder der Erblasserin als Kl�ger die G�ltigkeit des Nottestaments und die Beschwerdegegnerin als eingesetzte Alleinerbin (Ziff. 2.1), die ihm Fr. 250'000.-- (brutto) zu schulden versprach (Ziff. 2.2 der Vereinbarung, Beilage Nr. 7 zur Stellungnahme des Beschwerdef�hrers vor Bezirksgericht).
4.6 Ungeachtet der Frage, ob in der Vereinbarung die formelle G�ltigkeit eines Testaments und die Erbenstellung einer Partei rechtswirksam an- oder zuerkannt werden kann (vgl. BGE 81 II 33 E. 3 S. 36 ff.; 136 III 123 E. 4.4.1 S. 127), zeigt der Vergleich mit dem Nottestament, dass die Vereinbarung den letzten Willen der Erblasserin umsetzt und deren Verm�chtnisse ausrichten will. Richtig ist, dass die Erblasserin ihren Bruder von der Erbfolge ausgeschlossen und auch nicht mit einem Verm�chtnis bedacht hat. Da die Beschwerdegegnerin ohnehin den Restnachlass erhalten soll, ist sie aber frei, zur Vermeidung einer langwierigen und kostspieligen Auseinandersetzung, dem Bruder der Erblasserin f�r sein Entgegenkommen Fr. 250'000.-- (brutto) zu bezahlen. Unter diesen Umst�nden ist nicht nachvollziehbar, weshalb der Willensvollstrecker sich geweigert hat und bis heute weigert, die Verm�chtnisse auszurichten bzw. dazu Hand zu bieten. Der Wert des Nachlasses von rund 2 Mio. Franken gem�ss Sicherungsinventar deckt den Gesamtbetrag der zahlenm�ssig bestimmten Verm�chtnisse von insgesamt Fr. 350'000.-- und offenkundig auch die vorbehaltenen Zahlungsverpflichtungen. Allf�llige Auslegungsprobleme waren durch die Vereinbarung beseitigt, so dass der Willensvollstrecker zur Ausrichtung der Verm�chtnisse h�tte schreiten k�nnen, ohne eine Haftung bef�rchten zu m�ssen (vgl. HANS RAINER K�NZLE, Berner Kommentar, 2011, N. 287 ff., vorab N. 292 zu Art. 517-518 ZGB). Auch die vom Beschwerdef�hrer angerufenen Autoren halten daf�r, der Willensvollstrecker handle zweckm�ssigerweise im Einvernehmen mit Erben und Verm�chtnisnehmern (vgl. BR�CKNER/WEIBEL, Die erbrechtlichen Klagen, 2. Aufl. 2006, N. 305 S. 127).
4.7 Was der Beschwerdef�hrer dagegen einwendet, ist unbegr�ndet.
4.7.1 Der Beschwerdef�hrer rechtfertigt seine Weigerung, den Willen der Erblasserin zu vollstrecken und sein Mandat abzuschliessen, vorab damit, die Beschwerdegegnerin sei nicht eingesetzte Alleinerbin und nur Verm�chtnisnehmerin und habe ihm deshalb keinerlei Weisungen zu erteilen. F�r die Willensvollstreckung, namentlich die Ausrichtung der Verm�chtnisse kann diese Frage indessen objektiv keine Rolle spielen. Es erscheint vielmehr als widerspr�chlich, dass der Beschwerdef�hrer einerseits �ber alle Instanzen hinweg die Frage nach der erbrechtlichen Stellung der Beschwerdegegnerin gekl�rt haben will, andererseits aber - richtig (vgl. K�NZLE, a.a.O., N. 310 und N. 311 zu Art. 517-518 ZGB, mit Hinweisen) - feststellt, er w�re in der Vollstreckung des erblasserischen Willens gem�ss Testament, namentlich in der Ausrichtung der Verm�chtnisse nicht gehindert, selbst wenn die Beschwerdegegnerin ihm als Alleinerbin gegenteilige Weisungen erteilt h�tte. Auch zur Ermittlung weiterer gesetzlicher Erben hat sp�testens nach Vorliegen des bundesgerichtlichen Urteils im Februar 2011 kein sachlicher Grund mehr bestanden. Das Bundesgericht hat die Auffassung der kantonalen Beh�rden, es bestehe kein Grund zur Durchf�hrung eines Erbenrufs (Art. 555 ZGB), um allf�llige Erben der grosselterlichen Parentel zu suchen, als nicht willk�rlich bezeichnet (Urteil 5A_495/2010 E. 2.3.2 Abs. 2 S. 7). Der Beschwerdef�hrer hat in der Folge zwar keinen Anlass mehr gesehen, nach Erben zu suchen (vgl. Schreiben des Beschwerdef�hrers vom 21. Februar 2011, Beilage Nr. 7 zur Aufsichtsbeschwerde vor Bezirksgericht). Gleichwohl hat er sich weiterhin geweigert, den Willen der Erblasserin zu vollstrecken, wie das die Beschwerdegegnerin in ihrer Aufsichtsbeschwerde als Pflichtverletzung beanstandet hat.
4.7.2 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, es sei ihm gar nicht mehr m�glich gewesen, das Wohnhaus der Erblasserin zu ver�ussern, habe sich die Beschwerdegegnerin doch gest�tzt auf die Erbbescheinigung als Eigent�merin im Grundbuch eintragen lassen (S. 20 Ziff. 76 der Beschwerdeschrift). Die Auffassung trifft weder in rechtlicher noch in tats�chlicher Hinsicht zu. Der Willensvollstrecker kann gegen Vorlage des Willensvollstreckerzeugnisses �ber Liegenschaften im Grundbuch verf�gen (vgl. K�NZLE, a.a.O., N. 87 ff., vorab N. 90 zu Art. 517-518 ZGB; KARRER/VOGT/LEU, a.a.O., N. 25 und N. 45 zu Art. 518 ZGB). Auf entsprechenden Vorhalt hat die Beschwerdegegnerin bereits im kantonalen Verfahren ausgef�hrt und belegt, dass sie selber den Willensvollstrecker sogar darum ersucht hat, die Liegenschaft endlich zu verkaufen bzw. ihr die Zustimmung zum Verkauf zu erteilen (S. 8 und S. 10 ff. der Beschwerdeantwort vor Kantonsgericht mit Hinweis insbesondere auf den Einschreibebrief der Beschwerdegegnerin an den Beschwerdef�hrer vom 14. Juni 2010, Beilage Nr. 5).
4.7.3 Schliesslich bringt der Beschwerdef�hrer zur Rechtfertigung seines Verhaltens vor, der Ung�ltigkeitsprozess sei noch h�ngig gewesen und erst mit Verf�gung des Vermittleramtes des Bezirks G.________ vom 6. Oktober 2011 abgeschrieben worden (S. 21 Ziff. 77 der Beschwerdeschrift). Es trifft zu, dass der Willensvollstrecker w�hrend der Dauer des Ung�ltigkeitsprozesses nur sichernde und sonstige zur ordentlichen Verwaltung geh�rende Massnahmen treffen soll (E. 4.4 soeben). Die Rechte und Pflichten des Willensvollstreckers sind eingeschr�nkt, solange eine Unsicherheit �ber die G�ltigkeit der erblasserischen Anordnungen besteht (vgl. KARRER/VOGT/ LEU, a.a.O., N. 20 zu Art. 518 ZGB). Letzte Unsicherheiten hat im vorliegenden Fall die Vereinbarung der Prozessparteien vom 26. April / 11. Mai 2009 beseitigt, in der die Streitigkeit beigelegt und dem Willensvollstrecker auch ausdr�cklich der Auftrag erteilt wurde, die Verm�chtnisse gem�ss Testament auszurichten. Bei objektiver Betrachtungsweise hat der Willensvollstrecker ab Kenntnis der Vereinbarung deshalb keinen Grund mehr gehabt, sich bis zum Vorliegen der formellen gerichtlichen Abschreibung der Ung�ltigkeitsklage auf eine ordentliche Verwaltung des Nachlasses zu beschr�nken und mit der Willensvollstreckung weiter zuzuwarten.
4.8 Aus den dargelegten Gr�nden erweist sich der Vorwurf der Pflichtverletzung als berechtigt. Nach Vorliegen des Urteils des Bundesgerichts hat f�r den Willensvollstrecker kein Anlass mehr bestanden, nach allf�lligen weiteren gesetzlichen Erben zu suchen. Die nach diesem Zeitpunkt fortgesetzte Weigerung, die erblasserischen Anordnungen zu vollstrecken, war pflichtwidrig. Keine Rechtfertigung findet das Verhalten des Beschwerdef�hrers in seinem Bem�hen, die Rechtsstellung der Beschwerdegegnerin - Verm�chtnisnehmerin oder eingesetzte Erbin - abzukl�ren. Die Frage ist f�r seinen Auftrag als Willensvollstrecker, die Verm�chtnisse auszurichten, belanglos, da der Wert des Nachlasses von rund 2 Mio. Franken offenkundig alle Verm�chtnisse und alle Zahlungsverpflichtungen deckt und im Restbetrag der Beschwerdegegnerin zusteht.
Mit der Stellung eines Willensvollstreckers als unvereinbar hat das Kantonsgericht die �usserungen des Beschwerdef�hrers in seinem Schreiben vom 21. Februar 2011 bezeichnet. Der Beschwerdef�hrer r�gt die kantonsgerichtliche W�rdigung des Schreibens als einseitig zu seinen Lasten und als offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts (S. 18 ff. Ziff. 67-86 der Beschwerdeschrift).
5.1 Wie der Beschwerdef�hrer selber einr�umt (S. 19 Ziff. 70), hat das Kantonsgericht w�rtlich festgehalten, dass der Beschwerdef�hrer sich in seinem Schreiben vom 21. Februar 2011 "im Interesse einer raschen und kostensparenden Nachlassteilung" gegen�ber der Beschwerdegegnerin bereit erkl�rt hat, die Auszahlungen entsprechend der Vereinbarung vom 26. April / 11. Mai 2009 vorzunehmen. Das Entgegenkommen des Beschwerdef�hrers bedeutet eine eigentliche Kehrtwende gegen�ber seinem bisherigen - hiervor geschilderten (E. 4) - Verhalten. Es ist zeitlich rund zwei Wochen nach Vorliegen des bundesgerichtlichen Urteils und w�hrend der Rechtsh�ngigkeit des Aufsichtsbeschwerdeverfahrens erfolgt, sollte dabei aber nicht voraussetzungslos gelten. Der Beschwerdef�hrer hat verlangt, dass (1.) die Beschwerdegegnerin von ihrer Aufsichtsbeschwerde Abstand nimmt und dies der zust�ndigen Aufsichtsbeh�rde unverz�glich schriftlich mitteilt, dass (2.) die Beschwerdegegnerin gegen�ber dem Beschwerdef�hrer auf die Geltendmachung jeglicher Forderungen verzichtet und dass (3.) die Parteien sich per Saldo aller Anspr�che auseinandergesetzt erkl�ren. Das Schreiben vom 21. Februar 2011 endet mit Erl�uterungen dazu, was im Falle des Scheiterns einer einvernehmlichen Einigung (Willensvollstreckung gem�ss Testament) oder der Geltendmachung von Forderungen geschehen w�rde (Kl�rung der Rechtsstellung der Beschwerdegegnerin). Die Beschwerdegegnerin hat den Vorschlag abgelehnt und als N�tigung bezeichnet (E. 3d S. 14 f. des angefochtenen Urteils; vgl. Schreiben vom 21. Februar 2011, Beilage Nr. 7 zur Aufsichtsbeschwerde vor Bezirksgericht).
5.2 Das Kantonsgericht hat es mit der Stellung eines Willensvollstreckers als unvereinbar betrachtet, dass sich der Beschwerdef�hrer in seinem Schreiben bereit erkl�re, gegen die Gew�hrung pers�nlicher Vorteile den letzten Willen der Erblasserin so zu vollstrecken, wie er ihn bisher nie verstanden habe, und dass der Beschwerdef�hrer seine innere �berzeugung kurzer Hand zugunsten pers�nlicher Vorteile aufgegeben habe (E. 3d Abs. 2 S. 15 des angefochtenen Urteils). Die W�rdigung erscheint weder als einseitig noch sonstwie als bundesrechtswidrig. Entgegen der Darstellung des Beschwerdef�hrers kommt es f�r die hier entscheidende Frage nach der Vertrauensw�rdigkeit eines Willensvollstreckers nicht darauf an, ob der Nachlass durch seine Amtsf�hrung nachweislich gesch�digt worden ist. Die Vertrauensw�rdigkeit wird bereits beeintr�chtigt, wenn der Willensvollstrecker nicht mehr den seiner bisherigen Ansicht zufolge objektiv vern�nftigerweise verstandenen Willen der Erblasserin vollstreckt (E. 4.3 hiervor), sondern sich gegen Gew�hrung pers�nlicher Vorteile einen Willen so zu vollstrecken bereit erkl�rt, wie es die aus dem Testament beg�nstigten Personen vereinbart haben. Dass die f�r sein Einlenken gestellten Bedingungen - R�ckzug der Aufsichtsbeschwerde, Verzicht auf Geltendmachung von Forderungen und Saldoerkl�rung - ausschliesslich den privaten Interessen des Willensvollstreckers und nicht der Ausf�hrung seines Amtes dienen, kann dabei ernsthaft nicht in Abrede gestellt werden. Unzul�ssig sind "Mischgesch�fte", ungeachtet einer tats�chlichen Sch�digung des Nachlasses (vgl. E. 3.3 hiervor). Denn im Gegensatz zur zivilrechtlichen Verantwortlichkeit des Willensvollstreckers setzt das aufsichtsbeh�rdliche Eingreifen nicht voraus, dass der Willensvollstrecker einen nachweisbaren Schaden verursacht hat (vgl. MICHEL MOOSER, Le droit notarial en Suisse, 2005, N. 332 S. 150, mit Hinweisen).
5.3 Insgesamt kann nicht beanstandet werden, dass das Kantonsgericht das Schreiben des Beschwerdef�hrers vom 21. Februar 2011 als mit der Stellung eines Willensvollstreckers unvereinbar gew�rdigt und dessen Vertrauensw�rdigkeit als beeintr�chtigt angesehen hat.
Schliesslich wendet sich der Beschwerdef�hrer gegen die Verh�ltnism�ssigkeit seiner Absetzung als Willensvollstrecker. Er r�gt die Feststellung des Kantonsgerichts als offensichtlich unrichtig, er sei bereits fr�her durch Aufsichtsbeh�rden auf seine Pflichten hingewiesen worden. Er macht geltend, nie zuvor habe ein Aufsichtsverfahren gegen ihn stattgefunden, so dass die Absetzung nach erster - bestrittener - Pflichtverletzung unverh�ltnism�ssig sei (S. 23 f. Ziff. 87-96 der Beschwerdeschrift).
6.1 Wie es sich mit dieser Sachverhaltsr�ge verh�lt, kann dahingestellt bleiben, da ihre Begr�ndetheit f�r den Ausgang des Verfahrens - wie nachstehend zu zeigen sein wird - nicht entscheidend ist (Art. 97 Abs. 1 BGG). In rechtlicher Hinsicht trifft die Annahme nicht zu, der Grundsatz der Verh�ltnism�ssigkeit verbiete es der Aufsichtsbeh�rde, den Willensvollstrecker unmittelbar und als erste Massnahme von seinem Amt abzuberufen. Entscheidend sind vielmehr die Umst�nde des konkreten Einzelfalls (vgl. Urteil 5P.227/1994 vom 7. September 1994 E. 6).
6.2 Der Beschwerdef�hrer hat im kantonalen Verfahren wie auch vor Bundesgericht seine Beziehung zur Erblasserin betont und deren Vertrauen hervorgehoben, dass er als ihr Willensvollstrecker ihre letztwilligen Anordnungen befolgen und ihrem Willen Geltung verschaffen werde. Dieses besondere Vertrauensverh�ltnis d�rfte zum einen die Ursache daf�r sein, dass der Beschwerdef�hrer als befangen erscheint und nicht in Lage ist, den Willen der Erblasserin sachgerecht innert n�tzlicher Frist zu vollstrecken, wie das auch die ihm anzulastenden Pflichtverletzungen belegen (vgl. E. 4 hiervor). Zum anderen hat der Beschwerdef�hrer mit seinem Vergleichsvorschlag vom 21. Februar 2011 an die Beschwerdegegnerin das von der Erblasserin in ihn gesetzte wie auch das Vertrauen der �brigen Verm�chtnisnehmer in eine testamentsgetreue Abwicklung des Nachlasses entt�uscht (vgl. E. 5 hiervor). Fehlt es aber am Vertrauen in die Amtsf�hrung des Willensvollstreckers, f�llt eine andere Massnahme als die Abberufung vom Amt nur schwerlich in Betracht. Die aufsichtsbeh�rdliche Abberufung entspricht auch dem Willen der in ihrem Vertrauen entt�uschten Erblasserin, die selber nicht mehr zum rechten sehen kann, hat sie doch vorausgesetzt, dass der von ihr bezeichnete Willensvollstrecker der ihm zugedachten Aufgabe gewachsen sei und sie pflichtgem�ss erf�llen werde (vgl. Urteil 5P.529/1994 vom 13. M�rz 1995 E. 8, in: AJP 1996 S. 86; BR�CKNER/WEIBEL, a.a.O., N. 309 lit. f S. 130).
6.3 Aus den dargelegten Gr�nden kann die kantonsgerichtliche Annahme nicht beanstandet werden, die Absetzung des Beschwerdef�hrers als Willensvollstrecker sei zur Sicherung einer ordnungsgem�ssen Abwicklung des Nachlasses notwendig und verh�ltnism�ssig. Ob die Willensvollstreckung der im Nottestament vorgesehenen Ersatzvollstreckerin zu �bergeben ist, hat das Bundesgericht in diesem Verfahren nicht zu entscheiden.
Die Beschwerde muss abgewiesen werden, soweit darauf einzutreten ist. Der Beschwerdef�hrer wird damit kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG), hingegen nicht entsch�digungspflichtig, zumal in der Sache keine Vernehmlassungen eingeholt wurden. Im Verfahren betreffend aufschiebende Wirkung ist die Beschwerdegegnerin mit ihrem Antrag, das Gesuch abzuweisen, unterlegen, so dass f�r ihre Stellungnahme keine Entsch�digung zuzuerkennen ist (Art. 68 Abs. 1 BGG).

References: Art. 595
 BGE 
 BGE 
 Art. 506
 Art. 498
 Art. 518
 Art. 483
 BGE 
 BGE 
 Art. 517
 Art. 517
 Art. 517
 Art. 518
 Art. 518