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Timestamp: 2019-08-26 01:54:35+00:00

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BGH, 05.12.1991 - IX ZR 271/90 - dejure.org
https://dejure.org/1991,415
BGH, 05.12.1991 - IX ZR 271/90 (https://dejure.org/1991,415)
BGH, Entscheidung vom 05.12.1991 - IX ZR 271/90 (https://dejure.org/1991,415)
BGH, Entscheidung vom 05. Dezember 1991 - IX ZR 271/90 (https://dejure.org/1991,415)
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Gläubigeranfechtung - Ausschluß der Anfechtung - Vermögensübertragung - Verbot der unzulässigen Rechtsausübung - Mittelbare Zuwendung - Rechtlich getrennte Geschäfte
Kein Ausschluß des Rechts zur Gläubigeranfechtung wegen Mitwirkung des Gläubigers an der Vermögensübertragung
Zur Gläubigeranfechtung, wenn der Gläubiger an der Vermögensübertragung mitgewirkt hat
AnfG § 1, § 3 Abs. 1; BGB § 242
NJW 1992, 834
ZIP 1992, 124
MDR 1992, 408
WM 1992, 411
Die Rechtsordnung sanktioniert widersprüchliches Verhalten einer Partei grundsätzlich nicht mit einem automatischen Rechtsverlust (vgl etwa BGHZ 87, 169, 177: "Es verstößt grundsätzlich nicht gegen Treu und Glauben, wenn eine Partei sich nachträglich auf die Unwirksamkeit einer von ihr abgegebenen Willenserklärung beruft"; BGH Urteil vom 5.12.1991 - IX ZR 271/90 - NJW 1992, 834) .
Jeder Partei steht es in der Regel frei, sich auf die Nichtigkeit der von ihr abgegebenen Erklärungen zu berufen (BGH 7. April 1983 - IX ZR 24/82 - BGHZ 87, 169, 177) oder ein unter ihrer Beteiligung zustande gekommenes Rechtsgeschäft anzugreifen (BGH 5. Dezember 1991 - IX ZR 271/90 - NJW 1992, 834).
Ein widersprüchliches Verhalten ist erst dann rechtsmissbräuchlich, wenn für den anderen Teil ein schützenswerter Vertrauenstatbestand geschaffen worden ist (BGH 9. Mai 1960 - III ZR 32/59 - BGHZ 32, 273, 279; 20. März 1986 - III ZR 236/84 - NJW 1986, 2104, 2107) oder wenn andere besondere Umstände die Rechtsausübung als treuwidrig erscheinen lassen (BGH 22. Mai 1985 - IVa ZR 153/83 - BGHZ 94, 344, 354; 5. Dezember 1991 - IX ZR 271/90 - aaO;… BAG 4. Dezember 2002 - 5 AZR 556/01 - aaO).
Jeder Partei steht es in der Regel auch frei, sich auf die Nichtigkeit der von ihr abgegebenen Erklärung zu berufen (BGHZ 87, 169, 177 [BGH 07.04.1983 - IX ZR 24/82] ; vgl. auch Sen.Beschl. v. 4.10.1988 - X ZR 3/88, GRUR 1989, 39 - Flächenentlüftung) oder ein unter ihrer Beteiligung zustande gekommenes Rechtsgeschäft anzugreifen (BGH, Urt. v. 5.12.1991 - IX ZR 271/90, NJW 1992, 834 [BGH 05.12.1991 - IX ZR 271/90] ).
Widersprüchliches Verhalten ist nach ständiger Rechtsprechung erst dann rechtsmißbräuchlich, wenn dadurch für den anderen Teil ein Vertrauenstatbestand geschaffen worden ist (BGHZ 32, 273, 279;… BGH, Urt. v. 6.3.1985 - IVb ZR 7/84, NJW 1985, 2589, 2590;… BGH, Urt. v. 20.3.1986 - III ZR 236/84, NJW 1986, 2104, 2107) oder wenn andere besondere Umstände die Rechtsausübung als treuwidrig erscheinen lassen (BGHZ 94, 344, 354 [BGH 22.05.1985 - IVa ZR 153/83] ; BGH, Urt. v. 5.12.1991 - IX ZR 271/90, NJW 1992, 834 [BGH 05.12.1991 - IX ZR 271/90] ).
Widersprüchliches Verhalten ist dann rechtsmissbräuchlich, wenn für den anderen Teil ein Vertrauenstatbestand geschaffen worden ist oder wenn andere besondere Umstände die Rechtsausübung als treuwidrig erscheinen lassen (BGH, Urteil vom 5. Dezember 1991 - IX ZR 271/90, NJW 1992, 834;… vom 17. Februar 2005, aaO).
Der Ausnahmefall, bei dem der Schuldner den Gegenstand auf dem Umweg über eine Mittelsperson dem Anfechtungsgegner zuwendet (vgl. BGH, Urt. v. 5. Dezember 1991 - IX ZR 271/90, NJW 1992, 834, 835), ist hier nicht gegeben.
a) Richtig ist der Ausgangspunkt des Berufungsgerichts, daß in Ausnahmefällen die Anfechtung rechtsmißbräuchlich sein kann, wenn für den anderen Teil ein Vertrauenstatbestand geschaffen worden ist oder wenn andere besondere Umstände die Rechtsausübung als treuwidrig erscheinen lassen (vgl. BGH, Urt. v. 5. Dezember 1991 - IX ZR 271/90, NJW 1992, 834 m.w.N.).
Im Rahmen einer auf § 242 BGB zu stützenden Einwendung wäre die Darstellung des Klägers von der Beklagten zu widerlegen gewesen (BGH, Urt. v. 5. Dezember 1991 - IX ZR 271/90, aaO).
Jeder Partei steht es in der Regel frei, sich auf die Nichtigkeit der von ihr abgegebenen Erklärung zu berufen (BGH 7. April 1983 - IX ZR 24/82 - BGHZ 87, 169, 177) oder ein unter ihrer Beteiligung zustande gekommenes Rechtsgeschäft anzugreifen (BGH 5. Dezember 1991 - IX ZR 271/90 - NJW 1992, 834).
Widersprüchliches Verhalten ist erst dann rechtsmißbräuchlich, wenn für den anderen Teil ein schützenswerter Vertrauenstatbestand geschaffen worden ist (BGH 9. Mai 1960 - III ZR 32/59 - BGHZ 32, 273, 279; 6. März 1985 - IVb ZR 7/84 - NJW 1985, 2589, 2590; 20. März 1986 - III ZR 236/84 - NJW 1986, 2104, 2107) oder wenn andere besondere Umstände die Rechtsausübung als treuwidrig erscheinen lassen (BGH 22. Mai 1985 - IVa ZR 153/83 - BGHZ 94, 344, 354; 5. Dezember 1991 aaO).
aa) Es verstößt grundsätzlich nicht gegen Treu und Glauben, wenn eine Partei sich nachträglich auf die Unwirksamkeit einer von ihr abgegebenen Willenserklärung beruft (BGH 7. April 1983 - IX ZR 24/82 - BGHZ 87, 169) oder ein unter ihrer Beteiligung zustande gekommenes Rechtsgeschäft angreift (BGH 5. Dezember 1991 - IX ZR 271/90 - NJW 1992, 834).
a) Es verstößt grundsätzlich nicht gegen Treu und Glauben, wenn eine Partei sich nachträglich auf die Unwirksamkeit einer von ihr abgegebenen Willenserklärung beruft (BAG 18. Juni 2008 - 7 AZR 214/07 - Rn. 32; BGH 7. April 1983 - IX ZR 24/82 - BGHZ 87, 169) oder ein unter ihrer Beteiligung zustande gekommenes Rechtsgeschäft angreift (BGH 5. Dezember 1991 - IX ZR 271/90 -) .
Zur näheren Begründung hierfür wird auf das gleichzeitig verkündete Senatsurteil im Rechtsstreit IX ZR 271/90 (z.V.b., unter I 1) Bezug genommen.
BGH, 06.03.1997 - IX ZR 38/96
Zugriff des Gläuigers auf das Auslandsvermögen des Schuldners - …
OLG Hamburg, 01.04.1998 - 2 Wx 104/97
Errichtung einer Garage auf einem vormaligen Kraftfahrzeugstellplatz; …
OLG München, 20.12.1994 - 25 U 5743/94
Einwand der Schiedsabrede gegenüber einer Vollstreckungsabwehrklage
AG Mönchengladbach-Rheydt, 10.11.2005 - 10 C 447/04

References: § 1
 § 3
 § 242
 BGH 
 § 242
 BGH