Source: https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/pressemitteilungen/DE/2014/02/asylantraege-januar-2014.html
Timestamp: 2017-10-20 09:04:22+00:00

Document:
BMI - Presse - 14.463 Asylanträge im Januar 2014
Pressemitteilung · 07.02.2014
Im Januar 2014 wurden beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge insgesamt 14.463 Asylanträge gestellt, 76,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat Januar 2013.
Entschieden hat das Bundesamt im Januar 2014 über die Anträge von 10.655 Personen. 1.463 Personen erhielten die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach der Genfer Flüchtlingskonvention (13,8 Prozent aller Asylentscheidungen).
Zudem erhielten 633 Personen (5,9 Prozent) subsidiären Schutz im Sinne der EU-Richtlinie 2011/95/EU. Bei 125 Personen (1,2 Prozent) wurden Abschiebungsverbote nach § 60 Absatz 5 oder Absatz 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.
Beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge haben im Januar 2014 14.463 Personen Asyl beantragt, davon 12.556 als Erstanträge und 1.907 als Folgeanträge. Damit ist die Zahl der Asylbewerber gegenüber dem Vorjah-resmonat um 6.277 Personen (76,7 Prozent) und gegenüber dem Vormonat um 3.435 Personen (31,2 Prozent) gestiegen.
Hauptherkunftsländer im Januar 2014 waren:
1. Serbien 2.613 2.416 2.548
2. Syrien 1.556 1.063 1.734
3. Mazedonien 1.357 775 1.024
4. Afghanistan 841 675 1.015
5. Bosnien Herzegowina 692 513 775
6. Russische Föderation 506 487 642
7. Somalia 590 380 592
8. Kosovo 450 460 555
9. Eritrea 893 666 502
10. Pakistan 374 262 424
Gesamt 14.463 12.556 1.907
Serbien 2.548 1.776 777
Syrien 1.734 1.637 97
Mazedonien 1.024 746 278
Afghanistan 1.015 955 60
Bosnien Herzegowina 775 618 157
Russische Föderation 642 533 109
Somalia 592 582 10
Kosovo 555 451 104
Eritrea 502 499 3
Pakistan 424 403 21
1.463 Personen (13,8 Prozent) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. Juli 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt. Darunter waren 156 Personen (1,5 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 1.307 Personen (12,3 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylverfahrensgesetzes i. V. m. § 60 Absatz 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten.
Seit dem 1. Dezember 2013 ist der subsidiäre Schutz nicht mehr im Aufent-haltsgesetz, sondern in § 4 des Asylverfahrensgesetzes geregelt (Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie 2011/95/EU vom 28. August 2013, BGBl. I S. 3474). Die Zuerkennung subsidiären Schutzes nach § 4 des Asylverfahrensgesetzes und die Feststellung eines Abschiebungsverbotes nach § 60 Absatz 5 oder 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes wird beginnend mit dieser Statistik getrennt ausgewiesen.
Im Januar 2014 erhielten 633 Personen (5,9 Prozent) nach § 4 des Asylverfahrensgesetzes subsidiären Schutz im Sinne der Richtlinie 2011/95/EU.
Darüber hinaus hat das Bundesamt im Januar 2014 bei 125 Personen (1,2 Prozent) Abschiebungsverbote nach § 60 Absatz 5 oder Absatz 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.
Abgelehnt wurden die Anträge von 3.512 Personen (33,0 Prozent). Anderweitig erledigt (z.B. durch Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 4.922 Personen (46,2 Prozent).
Ende Januar 2014 lag die Zahl der noch nicht entschiedenen Anträge bei 99.999, davon 90.083 als Erstanträge und 9.916 als Folgeanträge (Vormonat: 95.743 anhängige Verfahren, davon 86.694 Erst- und 9.049 Folgeanträge).

References: § 60
 Art. 16
 § 3
 § 60
 § 4
 § 4
 § 60
 § 4
 § 60