Source: https://www.arbeitssicherheit.de/schriften/dokument/0%3A5005003%2C14.html
Timestamp: 2017-12-15 00:44:33+00:00

Document:
DGUV Information 201-027 - Handlungsanleitung zur Gefährdungsbeurteilung und Fes... | arbeitssicherheit.de
Handlungsanleitung zur Gefährdungsbeurteilung und Festlegung von Schutzmaßnahmen bei der Kampfmittelräumung (bisher: BGI 833)
Titel: Handlungsanleitung zur Gefährdungsbeurteilung und Festlegung von Schutzmaßnahmen bei der Kampfmittelräumung (bisher: BGI 833)
Abschnitt 5.2 – Organisatorische Maßnahmen
Leitung, Aufsicht, Koordination
siehe Abschnitt 7.2 der "Explosivstoff-Zerlege- oder Vernichteregeln" [BGR 114]
Ist zu erwarten, dass Räumarbeiten in kontaminierten Bereichen durchzuführen sind, müssen die Arbeiten von einer Person geleitet werden, die die Sachkunde für "Arbeiten in kontaminierten Bereichen" der BG-Regel "Kontaminierte Bereiche" (BGR 128) besitzt. Werden die "kontaminierten Bereiche" durch chemische Kampfstoffe verursacht, müssen die Arbeiten von einer Person geleitet werden, die zusätzlich eine Fachkunde in Bezug auf den Umgang mit chemischen Kampfstoffen besitzt.
In der Regel sind die Aufsichtführenden bei Räumarbeiten ebenfalls Verantwortliche Personen nach § 19 Abs. 1 Nr. 3 Sprengstoffgesetz. Die Aufsichtführenden sind durch den Unternehmer zu bestellen.
Da die örtlichen Gegebenheiten zu den Umständen gehören, auf die der mit den Räumarbeiten beauftragte Unternehmer keinen Einfluss hat (siehe Abschnitt 3.2), sind diese bereits in der Planung und Ausschreibung der Räumarbeiten zu berücksichtigen.
Gleichzeitig beeinflussen örtlichen Gegebenheiten aber auch die Möglichkeit zur regelgerechten Durchführung der Aufsicht, d.h. diese Umstände sind Bestandteil der Gefährdungsbeurteilung!
Entsprechend der verschiedenen Rechtsgrundlagen, in denen sie definiert sind, können sich Koordinierungsverpflichtungen an verschiedenen Adressaten richten:
Der Bauherr/Auftraggeber wird angesprochen über die Baustellenverordnung (siehe § 3), bei Arbeiten in kontaminierten Bereichen über Abschnitt 5 der BG-Regel "Kontaminierte Bereiche (BGR 128)" sowie über § 17 Abs. 2 der Gefahrstoffverordnung. Während der Planung ist zu prüfen, aus welchen Rechtsgrundlagen sich welche Koordinierungsverpflichtungen ergeben könnten.
Koordinierungsverpflichtungen des Unternehmers (Auftragnehmers) ergeben sich im Wesentlichen aus § 6 der Unfallverhütungsvorschrift "Grundsätze der Prävention" (BGV A1): in dem Fall, dass auf einer Räumstelle Mitarbeiter mehrerer Unternehmen beschäftigt sind, ist bzgl. der Koordinierung der Arbeiten ein Gesamtverantwortlicher schriftlich zu bestellen, in der Regel der Räumstellenleiter (siehe § 6 der Unfallverhütungsvorschrift "Grundsätze der Prävention" [BGV A1]).
Räumpersonal
Alter, Eignung
Siehe § 12 Abs. 1 und 2 Arbeitsschutzgesetz, §§ 4 und 21 der Unfallverhütungsvorschrift "Grundsätze der Prävention" (BGV A1), Anhang 5 der "Explosivstoff-Zerlege- oder Vernichteregeln" (BGR 114).
Die Unterweisung ist räumstellenbezogen vor Beginn der Arbeiten durchzuführen und nach der "Explosivstoff-Zerlege- oder Vernichteregeln" (BGR 114), mindestens vierteljährlich zu wiederholen.
Siehe § 21 Abs. 2 der Unfallverhütungsvorschrift "Grundsätze der Prävention (BGV A1).
Abstand von Arbeitsplätzen, Schutzwälle
Bei der Kampfmittelräumung müssen Arbeitsplätze soweit von einander getrennt sein, dass keine gegenseitige Gefährdung eintritt. Dies kann erreicht werden durch
Arbeiten in schiffbaren Gewässern
Auf der Grundlage der Unfallverhütungsvorschrift "Grundsätze der Prävention (BGV A1) in Verbindung mit Abschnitt 19 des Anhangs 5 der "Explosivstoff-Zerlege- oder Vernichteregeln" (BGR 114) hat der Unternehmer in Abstimmung mit den örtlich zuständigen Bergungs- und Rettungsstellen dafür zu sorgen, dass
Abb. 16: Bereitstellung von Erste Hilfe Material im unmittelbaren Arbeitsbereich
Besondere organisatorische Maßnahmen beim Antreffen anderer als der vermuteten Kampfmittel
Abschnitt 2, Arbeiten der Kampfmittelräumung
Abschnitt 3.1, Räumkonzept - Grundlage der Gefährdungsbeurteilung
Abschnitt 3.2, Inhalte des Räumkonzeptes bzw. des Arbeits- und Sicherheitsplanes
Abschnitt 4, 4 Methodik der Gefährdungsbeurteilung
Abschnitt 4.1, Ermittlung von Art und Sorte der Munition
Abschnitt 4.2, Ermittlung der Gefahren
Abschnitt 4.3, Ermittlung der Explosionswahrscheinlichkeit
Abschnitt 4.4, Ermittlung der Räumverfahren und Tätigkeiten
Abschnitt 5.1, Technische Schutzmaßnahmen
Abschnitt 5.3, Persönliche Schutzausrüstungen
Abschnitt 6.1, 6 Besondere Bestimmungen für verschiedene Tätigkeiten und Arbeits...
Abschnitt 6.2, Ausrüstung und Betrieb von Fahrzeugen zum Verbringen auf der Räum...
Abschnitt 6.3, Bereithalten von Kampfmittel bis zum Abtransport
Anhang 1, Hinweise für Bauherrn, Auftraggeber und Planer
Anhang 4, Muster für Gliederung und Inhalte des Arbeits- und Sicherheitsplanes
Anhang 5, Der rote Faden

References: § 19
 § 3
 § 17
 § 6
 § 6
 § 12
 § 21