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Timestamp: 2020-08-06 19:28:11+00:00

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Wichtige Hinweise für Ihre Steuererklärung.
Hier finden Sie eine Übersicht über die wichtigsten Werbungskosten.
Welche Betriebsausgaben können Sie ansetzen.
Prämien für eine Bauwesenversicherung zählen zu den Werbungskosten.
Hier folgen noch interessante Informationen zu Sachbezügen.
Aufwendungen für eine Zeitung oder die Tageszeitung gelten grundsätzlich als Kosten der Lebenshaltung. Ausgenommen hiervon kann das Handelsblatt sein.
Das Finanzgericht hat in einer neueren Entscheidung allerdings den Werbungskostenabzug zugelassen, weil der Steuerpflichtiger dem Finanzamt plausibel nachwies, dass er diese Zeitschriften in seiner Position für Untersuchungen zum Konsumverhalten und bei der Entscheidung bei Firmeninvestitionen benötigte. Das Finanzamt ließ sich überzeugen und gewährte den Werbungskostenabzug.
Folgende Argumenten können für einen Nachweis hilfreich sein:
Exakte Nachweise, für welche beruflichen Entscheidungen die Inhalte der Zeitschriften maßgeblich waren.
Bescheinigung des Arbeitgebers, der den Bezug dieser Zeitschriften für absolut notwendig ansieht.
Zuzahlungen des Arbeitgebers zu den Abo-Kosten verdeutlichen die berufliche Notwendigkeit.
(FG München, Urteil v. 3.3.2011, 5 K 3379/08).
Eigenleistungen in Form von eigener Arbeitsleistung des Hauseigentümers sind keine Werbungskosten (BFH IX R 58/81 BStBl II 86, 142).
Kein Abzug von Vorsteuerbeträgen aus Kosten für die Errichtung eines ausschließlich privat genutzten...
Mini-Job neben der Hauptbeschäftigung
Arbeitnehmer Nebenjob
Die Grundsteuer ist als Werbungskosten abzugsfähig.
Wahlkampfkosten zur Erlangung eines Mandats sind nicht als Werbungskosten abziehbar.
Hundehaltung führt nicht zu Werbungskosten (vgl. FG München, EFG 87, 451).
Der Abzug von Verpflegungsmehraufwendungen ist in § 9 Abs. 4a EStG geregelt. Der Abzug von tatsächlich entstandenen Verpflegungsmehraufwendungen ist nicht mehr möglich.
Beiträge, die Miteigentümer, die ihre Eigentumswohnung vermieten und nach § 16 Abs. 2 WEG einer Instandhaltungsrücklage zu führen, sind keine Werbungskosten. Erst die aus dieser Rückstellung bestrittenen Reparaturkosten sind abziehbar.
Nach dem Finanzgericht Hamburg (Az. 5 K 33/08) führen Umzugskosten nur dann Werbungskosten bei den Einkünften aus nichtselbständiger Tätigkeit, wenn eine Fahrzeitverkürzung von mindestens 1 Stunde arbeitstäglich erreicht wird.
Für die Fahrzeiten- und Streckenermittlungen sind Routenplaner aus dem Internet eine ausreichende Erkenntnisquelle für das Gericht.
Beiträge zur Rechtschutzversicherung können Werbungskosten bei Einkünften aus Vermietung und Verpachtung sein.
Tanzleiterkurs
So können nach einem BFH-Urteil (18.10.2007 - VI R 62/04) Kosten einer Grundschullehrerin für einen Tanzleiterkurs "Internationale Folklore" ggf. als Werbungskosten abzugsfähig sein, wenn ein sehr konkreter Zusammenhang mit dem ausgeübten Beruf besteht.
Reisekosten, also Fahrtkosten, Mehraufwand für Verpflegung, Übernachtungskosten und sonstige Kosten können als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung abgezogen werden.
Sportsachen sind, sofern eine eventuelle private Mitbenutzung nur untergeordnete Bedeutung hat, Arbeitsmittel und die Anschaffungskosten können deshalb Werbungskosten darstellen.
Die Pistole eines Richters in Strafsachen ist kein Arbeitsmittel.
Wer sein Haus heute noch selbst nutzt, es in Zukunft aber vermieten will, kann Reparaturkosten, die heute anfallen, als Werbungskosten absetzen. Mit dieser Entscheidung des Finanzgerichts des Saarlandes (AZ 1 K 2073/04) wird die bisherige Rechtsprechung durchbrochen.
Musikinstrumente können Arbeitsmittel sein, wenn die weitaus überwiegende berufliche Nutzung im konkreten Einzelfall feststeht. Für die Beurteilung ist der Umfang der beruflichen Nutzung, die Notwendigkeit der Anschaffung, die Höhe der Aufwendungen, zweites vergleichbares Instrument vorhanden, weitere musikinteressierte Familienmitglieder und die Unterbringung des Instruments maßgeblich.
Aufwendungen für ein Richtfest sind keine Werbungskosten, sondern zählen zu den Herstellungskosten des Gebäudes.
Können entsprechend dem beruflichen Einsatz der Kreditkarte Werbungskosten sein.
Aufwendungen für eine Risikolebensversicherung sind keine Werbungskosten.
Aufwendungen für Kosmetik können ausnahmsweise als Werbungskosten abzugsfähig sein.
Aufwendungen eines mit einem Mietgrundstück Beschenkten, die aufgrund eines Rückforderungsanspruchs des Schenkers wegen Notbedarfs nach § 528 Abs. 1 BGB geleistet werden, sind keine Werbungskosten.
Konzertbesuche einer Musiklehrerin sind regelmäßig privat veranlasst. Abzugsfähigkeit als Werbungskosten könnte in besonderen Ausnahmefällen gegeben sein (BFH VI R 76/68, BStBl II 71, 368).
Schadstoffgutachten zur Bebaubarkeit des Grundstücks führt zu Aufwendungen auf den Grund und Boden (Finanzgericht Baden-Württemberg EFG 05,873).
Kontogebühren sind Werbungskosten soweit sie auf dienstliche Bewegungen des Kontos entfallen. Die Finanzverwaltung erkennt ohne Nachweis im Jahr 16 Euro an.
Soweit der Vermieter für den Mieter Schönheitsreparaturen durchführen lässt, sind Werbungskosten gegeben (BFH BStBl II 68, 309).
Aufwendungen des Lehrers für eine Klassenfahrt sind Werbungskosten (vgl. FG Köln EFG 82, 560)
Steuerberatungskosten sind Werbungskosten aus Vermietung und Verpachtung.
Kassenfehlgelder
Wird der Arbeitnehmer mit Fehlgeldern belastet, so entstehen in dieser Höhe Werbungskosten.
Aufwendungen für Telefongespräche im Zusammenhang mit dem Mietobjekt sind sofort absetzbare Werbungskosten. Hiervon ausgenommen sind Gespräche mit Architekt, Handwerkern oder Baumateriallieferanten beim Bau des Hauses. Diese zählen zu den abzuschreibenden Herstellungskosten des Gebäudes.
Die Kosten eines Insolvenzverfahrens sind als Werbungskosten zu berücksichtigen, soweit sie aus der Arbeitnehmertätigkeit herrühren. Gegebenenfalls können die Kosten zumindest anteilig geltend gemacht werden.
Umzugskosten für den Umzug in das eigene Haus können keine Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung sein.
Aufwendungen für eine Haushälterin sind keine Werbungskosten (vgl. BFH VIII R 198/81; BStBl II 83, 297).
Vergebliche Planungskosten können Werbungskosten sein.
Die Haftung eines GmbH-Geschäftsführers nach § 69 AO für Steuerschulden der Gesellschaft können zu Werbungskosten führen.
Veruntreute Mieteinnahmen
Veruntreute Mieteinnahmen können Werbungskosten sein, sofern sie zuvor als Einnahmen steuerlich erfasst wurden.
Annoncen um einen Mieter zu finden zählen zu den Werbungskosten, nicht dagegen um einen Käufer zu finden.
Habilitationskosten eines wissenschaftlichen Assistenten sind beruflich veranlasst.
Aufwendungen für eine Alarmanlage in ein Wohngebäude gehören zu den Herstellungskosten des Gebäudes oder bei Einbau nach Fertigstellung zu den nachträglichen Herstellungskosten.
Beiträge zur Gewerkschaft sind Werbungskosten (vergleiche § 9 Abs. 1 S. 3 Nummer 3 Einkommensteuergesetz).
Wird am Ende einer Vermietung ein Gebäude wegen während der Vermietungszeit entstandenen Baumängeln abgerissen, sind die Abbruchkosten und die AfaA auch dann als Werbungskosten absetzbar, wenn der Eigentümer anschließend ein selbst genutztes Haus auf dem Grundstück errichtet (BFH-Urteil vom 31.7.2007, IX R 51/05, BFH/NV 2008 S. 933). Ein Werbungskostenabzug ist aber nicht möglich, wenn die zum Abriss führenden Baumängel überwiegend schon vor der Vermietung vorhanden waren, etwa bei sehr alten Häusern (BFH-Beschluss vom 9.3.2009, IX B 120/08, BFH/NV 2009 S. 964).
Das vollständige Urteil findet sich hier:
BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 9.3.2009, IX B 120/08
Nichtzulassungsbeschwerde: Postzustellungsurkunde ohne Unterschrift - AfaA und Abbruchkosten bei Erwerb ohne Abbruchabsicht
Die Beschwerde ist unbegründet. Der vom Kläger und Beschwerdeführer (Kläger) allein geltend gemachte Zulassungsgrund liegt nicht vor.
1. a) Die Beschwerde ist rechtzeitig innerhalb der Frist des § 116 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) beim Bundesfinanzhof (BFH) eingegangen.
Zugestellt wird gemäß § 53 Abs. 2 FGO nach den Vorschriften der Zivilprozessordnung --ZPO-- (§ 176, § 178, § 180 ZPO). Die Postzustellungsurkunde über das zuzustellende Urteil des Finanzgerichts (FG) enthält jedoch nicht die nach § 182 Abs. 2 Nr. 8 ZPO erforderliche Unterschrift, sondern nur ein Handzeichen (Paraphe) der Zustellerin (zum Unterschriftserfordernis vgl. Urteile des Bundesgerichtshofs --BGH-- vom 10. Juli 1997 IX ZR 24/97, Neue Juristische Wochenschrift 1997, 3380, Deutsches Steuerrecht 1997, 1653; vom 15. November 2006 IV ZR 122/05, NJW-Rechtsprechungs-Report Zivilrecht --NJW-RR-- 2007, 351, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung 2007, 504). Das führt aber nach der Neufassung der Zustellungsvorschriften durch das Zustellungsreformgesetz (vom 25. Juni 2001, BGBl I 2001, 1206) nicht zur Unwirksamkeit der Zustellung (vgl. BGH-Urteil vom 19. Juli 2007 I ZR 136/05, Monatsschrift für Deutsches Recht 2008, 161, NJW-RR 2008, 218; zur alten Rechtslage s. BFH-Beschluss vom 20. Oktober 1999 V R 36/99, BFH/NV 2000, 466), sondern das FG-Urteil gilt nach § 189 ZPO in dem Zeitpunkt als zugestellt, in dem es der betreffenden Person tatsächlich zugegangen ist. Das ist vorliegend Montag, der 26. Mai 2008; die Monatsfrist des § 116 Abs. 2 FGO lief daher erst am 26. Juni 2008 ab, an dem auch die Beschwerdeschrift eingegangen ist.
Einer Wiedereinsetzung in den vorigen Stand nach § 56 FGO bedarf es daher insoweit nicht.
b) Wegen der Versäumung der Begründungsfrist (§ 116 Abs. 3 Sätze 1 und 2 FGO) wird dem Kläger Wiedereinsetzung in den vorigen Stand nach § 56 FGO gewährt.
2. Eine Entscheidung des BFH zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung i.S. von § 115 Abs. 2 Nr. 2 2. Alt. FGO ist im Streitfall nicht erforderlich; die gerügte Divergenz zum BFH-Beschluss vom 12. Juni 1978 GrS 1/77 (BFHE 125, 516, BStBl II 1978, 620) und --in dessen Folge-- zu den BFH-Urteilen vom 4. Dezember 1984 IX R 5/79 (BFHE 142, 477, BStBl II 1985, 208), vom 20. April 1993 IX R 122/88 (BFHE 171, 234, BStBl II 1993, 504), vom 6. Dezember 1995 X R 116/91 (BFHE 179, 331, BStBl II 1996, 358) und vom 31. März 1998 IX R 26/96 (BFH/NV 1998, 1212) liegt nicht vor.
a) Nach der ständigen Rechtsprechung des BFH (s. vorstehend, insbes. Beschluss in BFHE 125, 516, BStBl II 1978, 620) kommt es für eine Berücksichtigung von Absetzungen für außergewöhnliche Abnutzung (AfaA) und Abrisskosten als Werbungskosten statt als Herstellungskosten darauf an, dass das abgerissene Gebäude nicht in der Abbruchabsicht erworben wurde. Die Unterscheidung danach, ob das Gebäude mit oder ohne Abbruchabsicht erworben wurde, hat der Große Senat des BFH (in BFHE 125, 516, BStBl II 1978, 620, unter D.II.1.b) vor dem Hintergrund der bisherigen Nutzung des abgerissenen Gebäudes getroffen. Wurde daher das später abgerissene Gebäude zuvor in einkommensteuerrechtlich bedeutsamer Weise genutzt, bleibt diese vorherige Nutzung des (abgebrochenen) Objekts maßgeblich für die Abziehbarkeit, der Zusammenhang des Abbruchvorgangs mit der Herstellung eines neuen Gebäudes tritt in den Hintergrund. Denn bei einem Erwerb des Objekts ohne Abbruchabsicht ist das spätere Motiv des Steuerpflichtigen für den Abbruch grundsätzlich unerheblich. Das schließt es aber nach der BFH-Rechtsprechung nicht aus, dass der Abzug von AfaA und Abbruchkosten als Werbungskosten ausscheidet, wenn sie ausschließlich oder ganz überwiegend durch eine nachfolgende Veräußerung des Grundstücks oder die geplante Selbstnutzung des Neubaus veranlasst sind (vgl. BFH-Urteile vom 6. März 1979 VIII R 110/74, BFHE 127, 510, BStBl II 1979, 551; vom 26. Juni 2001 IX R 22/98, BFH/NV 2002, 16; BFH-Beschluss vom 13. Dezember 2000 IX B 106/00, BFH/NV 2001, 766; gl.A. Siebenhüter in Herrmann/ Heuer/Raupach, § 9 EStG Rz 750 "Abbruchkosten" a.E.).
b) Nach den nicht mit zulässigen und begründeten Verfahrensrügen angegriffenen und damit den Senat bindenden tatsächlichen Feststellungen des FG (vgl. § 118 Abs. 2 FGO) hat der Kläger das Mehrfamilienhaus (Objekt) --unstreitig-- ohne Abbruchabsicht erworben, und es führten die während der Vermietungszeit eingetretenen Schäden nicht zu einem technischen oder wirtschaftlichen Verbrauch des Objekts, das deshalb noch als sanierungsfähig anzusehen war; Gegenteiliges wie auch eine AfaA rechtfertigende Schäden und Mängel konnte der Kläger nicht zur Überzeugung des FG nachweisen. Auf der Basis dieser Feststellungen und in Beachtung der vorstehend wiedergegebenen Rechtsprechungsgrundsätze ist das FG unter Würdigung der Umstände des Streitfalles zu dem Ergebnis gelangt, dass der Abriss des Objekts "nicht durch die (vorherige) Vermietungstätigkeit des Klägers veranlasst" war.
Insbesondere sei der Abriss durch die Vorgänge nach Ende der Vermietung (Planung für Neubau eines --dann selbstgenutzten-- Einfamilienhauses Ende 2000, Bauantrag für Neubau, Architekten-Empfehlung zu Abriss und Neubau jeweils im März 2001) bestimmt gewesen. Diese (mögliche) Würdigung wäre auch revisionsrechtlich nicht zu beanstanden.
Entsprechend ist eine Vorlage an den Großen Senat des BFH nicht angezeigt.
In der Literatur wird zwar teilweise vertreten, dass berufsbedingter Mehrbedarf an Getränken durch Hitze oder Staub als Werbungskosten abzugsfähig sein können. Die Rechtsprechung lehnt dies jedoch ab (vgl. BFH VI 107/57 U BStBl III 59, 412).
Für Erwerb angefallene Finanzierungsaufwendungen können vorab entstandene Werbungskosten sein.
Frisörkosten
Friseurkosten sind nicht abziehbare Aufwendungen der privaten Lebensführung und damit keine Werbungskosten.
Haftkosten sind keine Werbungskosten.
Bei Peripherie-Geräten zum PC – wie Monitor, Drucker oder Scanner – ist folgendes zu beachten: Nach dem Urteil des BFH vom 15.7.2010 handelt es sich hierbei um selbstständig bewertungsfähige Wirtschaftsgüter, die stets über die Nutzungsdauer abzuschreiben sind. Denn die Sofortabschreibung für Geräte unter 410 Euro ist nur dann zulässig, wenn diese selbstständig nutzungsfähig sind. Dies ist aber beim Drucker und ähnlichen Geräten nicht der Fall. Peripherie-Geräte einer Computer-Anlage sind zwar meist selbstständig bewertungsfähig, aber nicht selbstständig nutzungsfähig und damit keine geringwertigen Wirtschaftsgüter. Denn die einzelnen Komponenten einer PC-Anlage sind nach ihren technischen Eigenschaften auf ein Zusammenwirken angelegt und verlieren mit einer Trennung von den übrigen Geräten regelmäßig ihre eigene Nutzungsfähigkeit.
Ein Diktiergerät ist bei der Verwendung im Rahmen der Ausübung eines Berufs ein Arbeitsmittel. Die Aufwendungen hierfür sind als Werbungskosten zu berücksichtigen. Für die Ausübung eines Berufs benötigen beispielsweise Richter, Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer ein Diktiergerät.
Viele Beamte und Angestellte nutzen ihren Computer auch für berufliche Zwecke. Dann dürfen die Kosten für den Computer aufgeteilt werden (BFH-Urteil vom 19.2.2004, VI R 135/01, BFH/NV 2004 S. 872).
Beispiel: Sie nutzen Ihren PC 6 Stunden in der Woche für berufliche Zwecke und 4 Stunden für private Zwecke. Der berufliche Anteil beträgt 6 Stunden : 10 Stunden × 100 = 60 %. Damit sind 60 % der Aufwendungen für Ihren PC samt Peripheriegeräten als Werbungskosten steuerlich abzugsfähig.
Können Sie jedes Jahr eine fast ausschließliche berufliche Nutzung des Computers (90 % oder mehr) nachweisen - z.B. durch eine Art »Fahrtenbuch« mit Aufzeichnungen der Computernutzung oder durch Zeugen -, muss das Finanzamt jedes Jahr 100 % Ihrer Computerkosten als Werbungskosten anerkennen.
Ist ein Nachweis des beruflichen Anteils nicht möglich, darf dieser aus Vereinfachungsgründen nach dem o.g. BFH-Urteil auf 50 % geschätzt, somit die Hälfte der Computerkosten als Werbungskosten abgesetzt werden. Das geht natürlich nur dann, wenn Sie mit einer Tätigkeitsbeschreibung glaubhaft machen können, dass Sie den Computer tatsächlich in einem wesentlichen Umfang beruflich nutzen
Aufwendungen für eine Brille, die der Korrektur der Sehschwäche dient, sind nicht abzugsfähig. Dies selbst dann, wenn es sich um eine Bildschirmarbeitsbrille handelt. Dies urteilte der BFH (Bundesfinanzhof) in seinem Urteil vom 20. Juli 2005 VI R 50/03 NV.
Aufwendungen für die Bewirtung von Geschäftsfreunden des Arbeitgebers sind regelmäßig Werbungskosten. Erstattet der Arbeitgeber die Kosten nicht, so kann dies im Einzelfall dafür sprechen, dass die Bewirtung privat veranlasst war
Bewerbungskosten im Zusammenhang mit der Stellensuche sind vorab entstandene Werbungskosten. Hierzu zählen auch Fahrtkosten, Porto und entstandene Telefonkosten.
Beiträge zu Berufsverbänden sind nach § 9 Abs. 1 Nr. 3 EStG als Werbungskosten abzugsfähig.
Die Aufwendungen bei berufstätigen Eheleuten für den Kindergartenbesuch der Kinder sind keine Werbungskosten.
Aufwendungen für Annoncen zur Stellensuche sind Werbungskosten.
Bei typischen Berufskrankheiten können Aufwendungen für die Behandlung als Werbungskosten abgesetzt werden.
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Der BFH hat in seiner Entscheidung v. 9.5.2017 (Az.: IX R 6/16) zugunsten des Vermieters entschieden und den Sofortabzug von Aufwendungen für die Beseitigung von nachweislich nach Erwerb der Immobilie mutwillig durch Dritte herbeigeführten Schäden zugelassen und diese nicht der Sonderregelung des...
Der Bundesfinanzhof musste sich in seiner am 20.12.2017 veröffentlichten Entscheidung (Az. VI R 53/15, Urteil vom 4.10.17) mit der Festsetzungsfrist bei der Abgabe einer Einkommensteuererklärung befassen. Im entschiedenen Fall reichte der Kläger seine Einkommensteuererklärung für 2006 erst in 2011 ein....
Das Finanzgericht Münster hat durch Urteil vom 17. März 2017 zu der Anwendung der Fünftelregelung gemäß § 34 Abs. 2 Nummer 2 in Verbindung mit § 24 Nummer 1 Einkommensteuergesetz festgestellt, dass die Fünftelregelung auch auf eine Abfindungszahlung anwendbar ist, der Steuerpflichtige infolge...
Der Bundesfinanzhof hat in seinem Urteil vom 3. August 2016 (Aktenzeichen IX R 14/15) seine Rechtsprechung zur steuerlichen Abziehbarkeit von Aufwendungen für die Erneuerung einer Einbauküche in einer vermieteten Wohnung geändert. Er hat nunmehr folgende Leitsätze aufgestellt:Aufwendungen für die...

References: § 9
 § 16
 § 528
 § 69
 § 9
 § 116
 § 53
 § 178
 § 180
 § 182
 § 189
 § 116
 § 56
 § 56
 § 115
 § 9
 § 118
 § 9
 § 34
 § 24