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Timestamp: 2018-09-25 09:06:49+00:00

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1 Bitte beachten: Rechtlich verbindlich ist ausschließlich der amtliche, im offiziellen Amtsblatt veröffentlichte Text. P R Ü F U N G S O R D N U N G für den Diplom-Studiengang Betriebswirtschaftslehre der Universität Passau Vom 15. Juli 2002 in der Fassung der Sechsten Änderungssatzung vom 16. August 2005
2 Aufgrund des Art. 6 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 81 Abs. 1 Satz 1 des Bayerischen Hochschulgesetzes (BayHSchG) erlässt die Universität Passau folgende Prüfungsordnung: Vorbemerkung zum Sprachgebrauch: Im Text erfolgt die Bezeichnung weiblicher oder männlicher Personen aus Gründen der Lesbarkeit und Übersichtlichkeit jeweils in maskuliner Form. Mit allen verwendeten Personenbezeichnungen sind stets beide Geschlechter gemeint. I. ALLGEMEINE REGELUNGEN 1 Zweck der Diplomprüfung und Diplomgrad (1) Die Diplomprüfung bildet den ersten berufsqualifizierenden Abschluss für den Diplom-Studiengang Betriebswirtschaftslehre. (2) Durch die Ablegung der Diplomprüfung soll der Student nachweisen, dass er gründliche Fachkenntnisse erworben hat und befähigt ist, wirtschaftliche, insbesondere betriebswirtschaftliche Probleme mit wissenschaftlichen Methoden selbständig zu bearbeiten. (3) Aufgrund der bestandenen Diplomprüfung wird der akademische Grad Diplom- Kaufmann Univ. ( Dipl.-Kfm. Univ. ) / Diplom-Kauffrau Univ. ( Dipl.-Kffr. Univ. ) verliehen. 2 Gliederung des Studiums und Studienzeit (1) Die Regelstudienzeit beträgt acht Semester. (2) Das Studium der Betriebswirtschaftslehre gliedert sich in ein Grundstudium und ein Hauptstudium. Der Höchstumfang der für das Grundstudium und das Hauptstudium erforderlichen Lehrveranstaltungen beträgt 145 Semesterwochenstunden. (3) Die Studienzeit für das Grundstudium und für das Hauptstudium soll in der Regel jeweils vier Semester nicht überschreiten. 3 Prüfungen und Prüfungsfristen (1) Das Grundstudium wird mit der Diplom-Vorprüfung abgeschlossen. Die Diplom- Vorprüfung baut auf den Studieninhalten des Grundstudiums auf. Die Diplom-Vorprüfung kann aus einem oder zwei Abschnitten bestehen. Besteht die Diplom-Vorprüfung aus einem Abschnitt, umfasst sie die in 11 Abs. 2 aufgeführten Prüfungsfächer. Besteht die Diplom-Vorprüfung aus zwei Abschnitten, umfasst der erste Abschnitt die in 11 Abs. 2 Satz 1 unter den Nummern 3 und 4 aufgeführten Prüfungsfächer, der zweite Abschnitt die in 11 Abs. 2 Satz 1 unter den Nummern 1 und 2 aufgeführten Prüfungsfächer. Wählt der Prüfungskandidat einen kulturwissen- 2
3 schaftlichen Schwerpunkt gemäß 11 Abs. 2 Satz 2, kann die Prüfung im Fach Sprache und Kultur studienbegleitend abgelegt werden. (2) Besteht die Diplom-Vorprüfung aus einem Abschnitt, so wird sie in der Regel am Ende des vierten Semesters abgelegt. Besteht die Diplom-Vorprüfung aus zwei Abschnitten, so wird der erste Abschnitt in der Regel am Ende des zweiten Semesters, der zweite Abschnitt in der Regel am Ende des vierten Semesters abgelegt. (3) Die Diplom-Vorprüfung beziehungsweise jeder der beiden Abschnitte der Diplom- Vorprüfung kann vor den in Absatz 2 genannten Terminen abgelegt werden, wenn die Zulassungsvoraussetzungen gemäß 12 Abs. 2 erfüllt sind. (4) Hat sich ein Student aus Gründen, die er zu vertreten hat, nicht so rechtzeitig ordnungsgemäß zur Diplom-Vorprüfung gemeldet, dass er die gesamte Diplom- Vorprüfung bis zum Ende des fünften Fachsemesters ablegt, oder legt er die Diplom- Vorprüfung, zu der er sich gemeldet hat, nicht ab, gilt diese als abgelegt und erstmals nicht bestanden. Bei Ablegung der Diplom-Vorprüfung in zwei Abschnitten gilt dies nur hinsichtlich des nicht rechtzeitig abgelegten Abschnitts. Prüfungsfächer gemäß 11 Abs. 2, in denen sich der Student der Diplom-Vorprüfung nicht unterzogen hat, werden mit nicht ausreichend benotet. (5) Das Hauptstudium wird mit der Diplomprüfung abgeschlossen. Die Diplomprüfung besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil umfasst die Prüfungen in den in 17 aufgeführten Prüfungsfächern, der zweite Teil die Anfertigung einer Diplomarbeit. Die Prüfungsleistungen des erste Teils der Diplomprüfung werden studienbegleitend durch schriftliche Prüfungen (Klausurarbeiten), Proseminar- und/oder Seminarleistungen sowie mündliche Prüfungen erbracht. Für die einzelnen Prüfungsleistungen werden Punkte (Leistungspunkte) vergeben. Mit der Erbringung der erforderlichen Leistungspunkte ist der erste Teil der Diplomprüfung abgeschlossen. Der erste Teil der Diplomprüfung wird in der Regel am Ende des achten Fachsemesters oder, wenn die Diplom-Vorprüfung wiederholt werden musste, am Ende des vierten Fachsemesters nach bestandener Diplom-Vorprüfung abgeschlossen. (6) Wird der erste Teil der Diplomprüfung nicht spätestens bis Ende des 10. Fachsemesters erfolgreich abgelegt, gilt die Diplomprüfung als erstmals nicht bestanden. Diese Frist verlängert sich bis zum Ende des sechsten Fachsemesters nach bestandener Diplom-Vorprüfung, wenn die Diplom-Vorprüfung wiederholt werden musste. Auf die Studienzeit nach Sätzen 1 und 2 werden folgende Zeiten, in denen der Student nach Art. 64 Abs. 2 bis 4 BayHSchG in der jeweils geltenden Fassung beurlaubt war, nicht angerechnet: 1. Zeiten des Mutterschaftsurlaubs und eines Erziehungsurlaubs nach 3 Abs. 2 und 6 Abs. 1 des Mutterschutzgesetzes (MuSchG) sowie Art. 88 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 des Bayerischen Beamtengesetzes (BayBG) und 12 bis 15 Urlaubsverordnung in den jeweils geltenden Fassungen, 2. ein Semester, während dessen der Student nachweislich an einer wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät im Ausland studiert hat, sofern er hierüber einen Leistungsnachweis oder, falls ihm der Erwerb eines Leistungsnachweises nicht möglich war, eine Anerkennung des Auslandsstudiums als ordnungsgemäß durch eine wirtschaftswissenschaftliche Fakultät einer Universität oder einer gleichgestellten Hochschule in der Bundesrepublik Deutschland vorlegt, sowie 3. andere Zeiten bis zu zwei Semestern, während derer der Student nachweislich wegen Krankheit oder aus einem anderen wichtigen Grund am Studium gehin- 3
4 dert war; im Fall einer Krankheit ist neben dem Nachweis der Beurlaubung ein ärztliches Attest über Art und Dauer der Erkrankung vorzulegen. (7) Der Antrag auf Zulassung zur Diplomarbeit kann gestellt werden, wenn im Rahmen des ersten Teils der Diplomprüfung 1. erfolgreich an einem Seminar teilgenommen wurde und 2. mindestens 40 Leistungspunkte erworben wurden. Der Antrag auf Zulassung zur Diplomarbeit muss spätestens 8 Wochen nach Ende des Semesters gestellt werden, in dem der erste Teil der Diplomprüfung abgeschlossen wurde. Im Fall der Exmatrikulation oder der Beurlaubung beginnt die Frist von 8 Wochen nach Satz 1 mit Beginn des dem Ende der Beurlaubung folgenden Semesters, beziehungsweise des Semesters, in dem der Student sich wieder immatrikuliert. Wird die Frist nach Sätzen 2 und 3 aus Gründen, die der Student zu vertreten hat, überschritten, gilt der zweite Teil der Diplomprüfung als erstmals nicht bestanden. 4 Prüfungsausschuss (1) Dem Prüfungsausschuss obliegt die Vorbereitung und Durchführung der Diplom- Vorprüfung und der Diplomprüfung. (2) Der Prüfungsausschuss besteht aus zwei oder vier Professoren der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Passau, die vom Fachbereichsrat für die Dauer von zwei Jahren gewählt werden, sowie aus einem Professor der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Passau, der auf Vorschlag der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Passau vom Fachbereichsrat der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät für die Dauer von zwei Jahren bestellt wird. (3) Der Prüfungsausschuss wählt den Vorsitzenden und seinen Stellvertreter. Der Prüfungsausschuss kann dem Vorsitzenden widerruflich die Erledigung einzelner Aufgaben übertragen. (4) Der Prüfungsausschuss ist beschlussfähig, wenn sämtliche Mitglieder mindestens drei Tage vorher geladen sind und die Mehrheit der Mitglieder anwesend und stimmberechtigt ist. Der Prüfungsausschuss beschließt mit der Mehrzahl der abgegebenen Stimmen in Sitzungen; Stimmenthaltungen, geheime Abstimmungen und Stimmrechtsübertragungen sind nicht zulässig. Der Ausschluss von der Beratung und Abstimmung bestimmt sich nach Art. 50 Abs. 1 BayHSchG in der jeweils geltenden Fassung. 5 Prüfer und Beisitzer (1) Prüfer für die Diplom-Vorprüfung und die Diplomprüfung sind die Hochschullehrer der Wirtschaftswissenschaftlichen und der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Passau, sowie sonstige nach der Hochschulprüferverordnung in der jeweils geltenden Fassung prüfungsberechtigte Lehrpersonen. Durch Beschluss des Fachbereichsrates der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Passau können Hochschullehrer anderer Fakultäten der Universität Passau und anderer wissenschaftlicher Hochschulen als Prüfer bestellt werden. 4
5 (2) Zum Beisitzer kann außer den Prüfern bestellt werden, wer eine Abschlussprüfung an einer wissenschaftlichen Hochschule bestanden hat und als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Passau im jeweiligen Prüfungsfach tätig ist. (3) Der Ausschluss von einer Prüfungstätigkeit bestimmt sich nach Art. 50 Abs. 2 BayHSchG in der jeweils geltenden Fassung. 6 Schriftliche und mündliche Prüfungen (1) Schriftliche Prüfungen bestehen aus der Anfertigung schriftlicher Leistungen unter Klausurbedingungen (Klausurarbeiten). Klausurarbeiten können aus mehreren Teilen bestehen, deren Aufgaben von verschiedenen Prüfern gestellt und bewertet werden. Schriftliche Prüfungen oder Teile davon können in geeigneten Fächern im Einvernehmen zwischen Prüfer und Prüfungskandidatem in englischer Sprache oder einer anderen Fremdsprache abgenommen werden. Als Aufsichtspersonen bei schriftlichen Prüfungen im Rahmen der Diplom-Vorprüfung und der Diplomprüfung können wissenschaftliche Mitarbeiter, die eine Abschlussprüfung an einer wissenschaftlichen Hochschule bestanden haben, eingesetzt werden. Über den Verlauf der schriftlichen Prüfungen im Rahmen der Diplom-Vorprüfung und der Diplomprüfung ist ein Protokoll anzufertigen, in dem besondere Vorkommnisse, insbesondere Versuche eines Prüfungskandidaten, das Ergebnis durch Täuschung oder Benutzung nicht zulässiger Hilfsmittel zu eigenem oder fremden Vorteil zu beeinflussen, einzutragen sind. Das Protokoll ist von den Aufsichtspersonen zu unterschreiben. (2) Mündliche Prüfungen werden vor einem Prüfer in Gegenwart eines Beisitzers abgelegt. Sie können in geeigneten Fächern im Einvernehmen zwischen Prüfer und Prüfungskandidatem in englischer Sprache oder einer anderen Fremdsprache abgenommen werden. Die Prüfungszeit für jeden Prüfungskandidaten und jedes Prüfungsfach beträgt mit Ausnahme der mündlichen Prüfung nach 13 Abs. 1 Satz 3 etwa 15 Minuten, wobei bis zu vier Prüfungskandidaten gleichzeitig geprüft werden können. Bei mündlichen Prüfungen sind Studenten, die sich in einem späteren Prüfungstermin der gleichen Prüfung unterziehen wollen, nach Maßgabe der vorhandenen Plätze als Zuhörer zuzulassen. Dies gilt nicht bei vorherigem Widerspruch eines Prüfungskandidaten und für die Festlegung der Prüfungsergebnisse und deren Bekanntgabe an die Prüfungskandidaten. Die Gegenstände und Ergebnisse der mündlichen Prüfung sind in einem Protokoll festzuhalten, das vom Prüfer und Beisitzer zu unterschreiben ist. (3) Macht ein Prüfungskandidat durch ein ärztliches Zeugnis glaubhaft, dass er wegen ständiger körperlicher Behinderung nicht in der Lage ist, eine schriftliche oder mündliche Prüfung ganz oder teilweise in der vorgesehenen Form abzulegen, kann der Vorsitzende des Prüfungsausschusses gestatten, gleichwertige Prüfungsleistungen in einer anderen Form zu erbringen. 5
6 7 Bekanntgabe der Prüfer und Prüfungstermine Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses legt die Ausschlussfristen für die Anmeldung zur Diplom-Vorprüfung und zum ersten Teil der Diplomprüfung fest. Er gibt die Ausschlussfristen mindestens eine Woche vorher bekannt. Die Mitteilung über die Zulassung, die Ladung zur schriftlichen Prüfung sowie die Bekanntgabe des Prüfungsplans für die schriftlichen Prüfungen erfolgen spätestens eine Woche vor Beginn der schriftlichen Prüfungen durch Aushang. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses legt die für eine schriftliche Prüfung zur Verfügung stehenden Prüfer fest und gibt sie spätestens eine Woche vor Beginn der schriftlichen Prüfung durch Aushang bekannt. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses legt die für eine mündliche Prüfung zur Verfügung stehenden Prüfer fest und gibt den Prüfungsplan spätestens eine Woche vor Beginn der mündlichen Prüfung durch Aushang bekannt. 8 Bewertung von Prüfungsleistungen (1) Prüfungsarbeiten im Rahmen der Diplom-Vorprüfung sowie der Diplomprüfung werden in der Regel von zwei Prüfern bewertet; in diesem Fall errechnet sich die Note aus dem Durchschnitt der beiden Bewertungen, wobei die Berechnung ohne Rundung auf zwei Stellen nach dem Komma erfolgt. Von der Bewertung durch einen zweiten Prüfer kann abgesehen werden, wenn kein zweiter prüfungsberechtigter Fachvertreter zur Verfügung steht oder die Bestellung eines zweiten Prüfers den Ablauf der Prüfung in unvertretbarer Weise verzögern würde. (2) Für die Bewertung von Prüfungsleistungen (Klausurarbeiten, Proseminar- und/oder Seminarleistungen, mündliche Prüfungen, Diplomarbeiten) im Rahmen der Diplom- Vorprüfung und der Diplomprüfung sind folgende Noten zu verwenden: 1,00; 1,30 = sehr gut = eine hervorragende Leistung; 1,70; 2,00; 2,30 = gut = eine Leistung, die erheblich über den durchschnittlichen Anforderungen liegt; 2,70; 3,00; 3,30 = befriedigend = eine Leistung, die durchschnittlichen Anforderungen entspricht; 3,70; 4,00 = ausreichend = eine Leistung, die trotz ihrer Mängel noch den Anforderungen genügt; 4,30; 4,70; 5,00 = nicht ausreichend = eine Leistung, die wegen erheblicher Mängel den Anforderungen nicht mehr genügt. Besteht eine Klausurarbeit aus mehreren Teilen, erfolgt die Bewertung der Teile der Klausurarbeit auf der Grundlage einer Punkteskala, die sich nach der für die Teile der Klausurarbeit zur Verfügung stehenden Bearbeitungszeit richtet. Auf der Grundlage der für die Teile der Klausurarbeit erzielten Gesamtpunktezahl einigen sich die Prüfer auf eine Note gemäß Satz 1. Kommt eine Einigung nicht zustande, legt der Prüfungsausschuss die Note auf der Grundlage der Bewertungen der Prüfer fest. Sätze 2 bis 4 finden auf das Fach nach 11 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 keine Anwendung. Die Note der Klausurarbeit ergibt sich in diesem Fach aus dem Durchschnitt der Bewertungen nach Satz 1. 6
7 (3) Wird eine schriftliche Prüfungsleistung von zwei Prüfern bewertet, lautet die Note: bei einem Durchschnitt bis 1,50 = sehr gut; bei einem Durchschnitt über 1,50 bis 2,50 = gut; bei einem Durchschnitt über 2,50 bis 3,50 = befriedigend; bei einem Durchschnitt über 3,50 bis 4,00 = ausreichend; bei einem Durchschnitt über 4,00 = nicht ausreichend. (4) Die Fachnote für ein Prüfungsfach gemäß 11 Abs. 2 ergibt sich aus der Note der Klausurarbeit. Bei Wahl des kulturwissenschaftlichen Schwerpunkts nach 11 Abs. 2 Satz 2 wird die Fachnote im Fach Sprache und Kultur aus dem Durchschnitt der Noten für die beiden Teilgebiete ermittelt. Die Fachnote für ein Prüfungsfach gemäß 17 Abs. 1 errechnet sich als das mit den Leistungspunkten gewichtete arithmetische Mittel der Noten der einzelnen Teilprüfungsleistungen, wobei die Berechnung auf zwei Stellen nach dem Komma erfolgt. Die Fachnote lautet: bei einem Durchschnitt bis 1,50 = sehr gut; bei einem Durchschnitt über 1,50 bis 2,50 = gut; bei einem Durchschnitt über 2,50 bis 3,50 = befriedigend; bei einem Durchschnitt über 3,50 bis 4,00 = ausreichend; bei einem Durchschnitt über 4,00 = nicht ausreichend. (5) Die Gesamtnote der Diplom-Vorprüfung errechnet sich aus dem Durchschnitt der Fachnoten der Prüfungsfächer gemäß 11 Abs. 2, wobei die Berechnung auf zwei Stellen nach dem Komma erfolgt. Die Gesamtnote der Diplomprüfung errechnet sich aus dem Durchschnitt der Fachnoten der Prüfungsfächer gemäß 17 Abs. 1 Sätze 1 und 3 und der mit dem Faktor 1,5 gewichteten Note der Diplomarbeit, wobei die Berechnung auf zwei Stellen nach dem Komma erfolgt. Die Gesamtnote einer bestandenen Prüfung lautet: bei einem Durchschnitt bis 1,20 = ausgezeichnet; bei einem Durchschnitt über 1,20 bis 1,50 = sehr gut; bei einem Durchschnitt über 1,50 bis 2,50 = gut; bei einem Durchschnitt über 2,50 bis 3,50 = befriedigend; bei einem Durchschnitt über 3,50 bis 4,00 = ausreichend. 9 Anerkennung von Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen (1) Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen im Diplom-Studiengang Betriebswirtschaftslehre an einer Universität oder einer gleichgestellten Hochschule in der Bundesrepublik Deutschland werden von Amts wegen anerkannt. Dasselbe gilt für Diplom-Vorprüfungen. (2) Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen in anderen Studiengängen an einer Universität oder einer gleichgestellten Hochschule in der Bundesrepublik Deutschland werden auf schriftlichen Antrag anerkannt, soweit die Gleichwertigkeit festgestellt ist. Gleichwertigkeit ist festzustellen, wenn die Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen in Inhalt, Umfang und in den Anforderungen den- 7
8 jenigen des Diplom-Studienganges Betriebswirtschaftslehre der Universität Passau im Wesentlichen entsprechen. (3) Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen, die an Universitäten außerhalb der Bundesrepublik Deutschland erbracht wurden, werden auf Antrag insoweit angerechnet, als ein ordnungsgemäßes gleichartiges oder verwandtes Fachstudium vorliegt und Gleichwertigkeit des Studiums und der Prüfung nachgewiesen wird. Für die Feststellung der Gleichwertigkeit sind die von der Kultusministerkonferenz und der Hochschulrektorenkonferenz gebilligten Äquivalenzvereinbarungen sowie Absprachen im Rahmen von Hochschulpartnerschaften zu beachten. Soweit Äquivalenzvereinbarungen nicht vorliegen, entscheidet der Prüfungsausschuss. Im Übrigen kann bei Zweifeln an der Gleichwertigkeit die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen gehört werden. Für Prüfungsleistungen, die an Universitäten außerhalb der Bundesrepublik Deutschland erbracht wurden, gilt die Gleichwertigkeit des Studiums und der Prüfungen bereits dann als nachgewiesen, wenn vor Erbringung der anzuerkennenden Prüfungsleistung mit dem Fachvertreter der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Passau in einer Anerkennungsvereinbarung festgelegt wurde, für welche Lehrveranstaltungen Prüfungsleistungen mit welcher Anzahl an Leistungspunkten anerkannt werden. (4) Für Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen in staatlich anerkannten Fernstudien gelten die Absätze 1 und 2 entsprechend. (5) Mit mindestens der Note 1,50 abgeschlossene Diplomprüfungen und andere gleichwertige Prüfungsleistungen, die der Student an Fachhochschulen innerhalb und außerhalb der Bundesrepublik Deutschland in einem einschlägigen Studiengang abgeschlossen hat, können auf schriftlichen Antrag vom Prüfungsausschuss als bestandene Diplom-Vorprüfung anerkannt werden. (6) Die Anerkennung von Prüfungsleistungen im Rahmen des ersten Teils der Diplomprüfung ist auf maximal 20 Leistungspunkte begrenzt, wobei für jedes Prüfungsfach nach 17 Abs. 1 nicht mehr als 10 Leistungspunkte anerkannt werden können. Abweichend davon können im Rahmen einer Vereinbarung mit einer ausländischen Hochschule über die Durchführung eines gemeinsamen Studienprogramms, das zu einem Doppeldiplom führt, für bis zu zwei Fächer nach 17 Abs. 1 jeweils 20 Leistungspunkte anerkannt werden. Wurden für den ersten Teil der Diplomprüfung anzuerkennende Prüfungsleistungen (Teilleistungen) nach einem Leistungspunktesystem als studienbegleitende Prüfungsleistungen erbracht, so werden diese Prüfungsleistungen in das Leistungspunktesystem nach dieser Prüfungsordnung eingeordnet. Bei vollständiger Ablegung eines Prüfungsfaches nach 17 Abs. 1 außerhalb der Universität Passau werden auf dem Leistungspunktekonto 10 Leistungspunkte, bei Vorliegen der Voraussetzungen nach Satz 2 20 Leistungspunkte gutgeschrieben. Die Anerkennung einer Diplomarbeit für den zweiten Teil der Diplomprüfung ist in der Regel ausgeschlossen. Abweichend von Satz 5 werden von ausländischen Studenten gefertigte Diplomarbeiten anerkannt, wenn dies in einer Vereinbarung zwischen der Universität Passau und der ausländischen Hochschule, an der die Diplomarbeit gefertigt wurde, über die Durchführung eines gemeinsamen Studienprogramms mit dem Ziel eines Doppeldiploms vorgesehen ist. (7) Werden Studien- und Prüfungsleistungen anerkannt, sind die Noten - soweit die Notensysteme vergleichbar sind - zu übernehmen und nach Maßgabe von 8 Abs. 4 und 5 in die Berechnung der Fachnote beziehungsweise der Gesamtnote einzubeziehen. Bei unvergleichbaren Notensystemen wird der Vermerk bestanden aufge- 8
9 nommen. Übernommene Noten werden gekennzeichnet und die Tatsache der Übernahme wird im Zeugnis vermerkt. (8) Die Anerkennung von Prüfungsleistungen ist zu versagen, wenn die Diplom- Vorprüfung oder die Diplomprüfung, im Rahmen derer die anzuerkennende Prüfungsleistung erbracht wurde, als Ganze nicht bestanden wurde oder nach der maßgeblichen Prüfungsordnung zum Beispiel wegen Fristablaufs oder Unterschleifs als nicht bestanden gewertet werden muss. (9) Bei Zeugnissen und Unterlagen, die nicht in deutscher Sprache ausgestellt sind, kann die Vorlage einer beglaubigten deutschen Übersetzung verlangt werden. (10) Anträge auf Anrechnung von Studienzeiten, Studien- und Prüfungsleistungen sind schriftlich an den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu richten. (11) Über die Anrechnung von Studienzeiten, Studien- und Prüfungsleistungen entscheidet der Prüfungsausschuss, in Zweifelsfällen nach Anhörung des zuständigen Fachvertreters. 10 Widerruf der Anmeldung, Beeinflussungsversuch, Versäumnis, Rücktritt, Prüfungsmängel (1) Ein Prüfungskandidat kann die Anmeldung zur Prüfung ohne Angabe von Gründen schriftlich bis zum Ende einer vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses festzulegenden Ausschlussfrist widerrufen. 3 Abs. 4 und 6 bleiben hiervon unberührt. Satz 1 findet bei Wahl des kulturwissenschaftlichen Schwerpunkts im Rahmen der Diplom-Vorprüfung auf das Fach Sprache und Kultur keine Anwendung. (2) Versucht ein Prüfungskandidat das Ergebnis einer Prüfungsleistung durch Unterschleif, Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu eigenem oder fremdem Vorteil zu beeinflussen, so ist die betreffende Prüfungsleistung mit der Note 5,00 ( nicht ausreichend ) zu bewerten. Als Versuch gilt schon der Besitz nicht zugelassener Hilfsmittel nach Ausgabe der Prüfungsaufgaben. Ein Prüfungskandidat, der sich eines schweren Verstoßes gegen die vom Prüfungsausschuss für die Durchführung von schriftlichen und mündlichen Prüfungen erlassenen Ordnungsvorschriften schuldig gemacht hat, kann von der Fortsetzung der Prüfung ausgeschlossen werden; in diesem Fall ist die betreffende Prüfungsleistung e- benfalls mit der Note 5,00 ( nicht ausreichend ) zu bewerten. (3) Eine Prüfungsleistung ist mit der Note 5,00 ( nicht ausreichend ) zu bewerten, wenn der Prüfungskandidat zu einem Prüfungstermin ohne triftige Gründe nicht erscheint oder wenn er nach Beginn der Prüfung ohne triftige Gründe von der Prüfung zurücktritt. 14 Abs. 3 Satz 4 und 29 Abs. 4 Nr. 3 bleiben hiervon unberührt. (4) Die für den Rücktritt oder das Versäumnis geltend gemachten Gründe müssen dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses unverzüglich schriftlich angezeigt und glaubhaft nachgewiesen werden. Bei Krankheit des Prüfungskandidaten ist ein ärztliches Attest vorzulegen, das grundsätzlich auf einer Untersuchung beruhen muss, die am Tag der geltend gemachten Prüfungsunfähigkeit erfolgt ist. Der notwendige Inhalt eines solchen Attestes wird vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses durch Aushang bekannt gegeben. In begründeten Zweifelsfällen kann der Vorsitzende des Prüfungsausschusses zusätzlich ein amtsärztliches Zeugnis verlangen. Werden die Gründe vom Prüfungsausschuss als triftig anerkannt, gilt Folgendes: 9
10 1. hat der Prüfungsteilnehmer nicht mehr als die Hälfte aller schriftlichen Prüfungsleistungen erbracht, für die er sich zu diesem Prüfungstermin angemeldet hat, so gilt die Prüfung als nicht abgelegt; 2. hat der Prüfungsteilnehmer mehr als die Hälfte aller schriftlichen Prüfungsleistungen erbracht, so gilt die Prüfung als abgelegt; die fehlenden Prüfungsleistungen sind zum nächstmöglichen Prüfungstermin zu erbringen. Satz 5 findet keine Anwendung auf die Prüfungsleistungen im ersten Teil der Diplomprüfung und im Prüfungsfach Sprache und Kultur. Werden die Gründe vom Prüfungsausschuss als triftig anerkannt, gelten die nicht erbrachten Prüfungsleistungen in diesen Fächern als nicht abgelegt. Für die Nachholung von Teilleistungen im Rahmen eines Proseminars oder eines Seminars gilt 22 Abs. 10 Satz 3 entsprechend. (5) Angebliche Mängel des Prüfungsverfahrens oder eine vor oder während der Prüfung eingetretene Prüfungsunfähigkeit müssen unverzüglich beim Vorsitzenden des Prüfungsausschusses oder beim Prüfer geltend gemacht werden. (6) Vor einer Entscheidung des Prüfungsausschusses gemäß Absatz 2 bis 4 ist dem betroffenen Prüfungskandidaten Gelegenheit zu geben, sich zu äußern. Die Entscheidungen sind dem Prüfungskandidaten unverzüglich schriftlich mitzuteilen und zu begründen. Ablehnende Entscheidungen sind mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen. 10
11 II. DIPLOM-VORPRÜFUNG 11 Ziel der Diplom-Vorprüfung und Prüfungsfächer (1) In der Diplom-Vorprüfung soll der Prüfungskandidat nachweisen, dass er sich die inhaltlichen und methodischen Grundlagen des Studienfaches erworben hat. (2) Die Diplom-Vorprüfung umfasst die Prüfungsfächer 1. Betriebswirtschaftslehre; 2. Volkswirtschaftslehre; 3. Statistik; 4. Recht. Wählt der Prüfungskandidat für das Grundstudium einen kulturwissenschaftlichen Schwerpunkt gemäß Anlage III, so ist die Prüfung im Fach Recht durch eine Prüfung im Fach Sprache und Kultur im gewählten kulturwissenschaftlichen Schwerpunkt zu ersetzen. (3) Die Prüfungsanforderungen in den Prüfungsfächern gemäß Absatz 2 werden in der Studienordnung für das Studium an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Passau näher bestimmt und ergeben sich aus den Studienplänen und den Lehrinhalten der dort aufgeführten Lehrveranstaltungen. 12 Zulassungsvoraussetzungen (1) Der Antrag auf Zulassung zur Diplom-Vorprüfung beziehungsweise zum ersten und zweiten Abschnitt der Diplom-Vorprüfung ist zu den öffentlich bekannt gegebenen Ausschlussfristen schriftlich oder in elektronischer Form an den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu richten. Die Anmeldung zur Diplom-Vorprüfung hat bei Wahl eines kulturwissenschaftlichen Schwerpunktes nach 11 Abs. 2 Satz 2 in Verbindung mit Anlage II für den Termin, in dem die Prüfungsleistung des kulturwissenschaftlichen Schwerpunktes erbracht wird, abweichend von Satz 1 ausschließlich schriftlich unter Vorlage von Nachweisen über die in Abs. 2 Nrn. 1 bis 3 genannten Zulassungsvoraussetzungen zu erfolgen. (2) Voraussetzungen für die Zulassung zur Diplom-Vorprüfung beziehungsweise zum ersten Abschnitt der Diplom-Vorprüfung sind: 1. die Hochschulreife oder die einschlägige fachgebundene Hochschulreife gemäß der Qualifikationsverordnung in der jeweils geltenden Fassung; 2. die Immatrikulation als ordentlicher Student an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Passau; 3. die erfolgreiche Teilnahme an den propädeutischen Lehrveranstaltungen a) Betriebliches Rechnungswesen; b) Mathematik für Wirtschaftswissenschaftler; c) Wirtschaftsinformatik; d) bei Wahl des kulturwissenschaftlichen Schwerpunkts gemäß 11 Abs. 2 Satz 2 zusätzlich: Die erfolgreiche Teilnahme an einer propädeutischen Lehrveranstaltung in einer Sprache des gewählten Kulturraums (in der Regel Sprachschein (Grundstufe)). 11
12 Die Nachweise Buchstabe a bis c werden jeweils aufgrund einer mindestens mit der Note ausreichend bewerteten Klausurarbeit von dreistündiger Gesamtdauer erbracht. Wird die Diplom-Vorprüfung in zwei Abschnitten abgelegt, so genügt für die Zulassung zum ersten Abschnitt einer der Nachweise Buchstabe a bis d; die übrigen Nachweise müssen spätestens für die Zulassung zum zweiten Abschnitt der Diplom-Vorprüfung vorliegen. 4. der Student darf im Diplomstudiengang Betriebswirtschaftslehre oder einem verwandten im Grundstudium gleichen Studiengang an einer wissenschaftlichen Hochschule eine Diplom-Vorprüfung oder eine Diplomprüfung nicht bereits endgültig nicht bestanden haben oder unter Verlust des Prüfungsanspruchs exmatrikuliert worden sein. Verwandte im Grundstudium gleiche Studiengänge sind grundsätzlich die Studiengänge, die mit dem akademischen Grad Diplom-Volkswirt/Univ., Diplom- Handelslehrer/Univ., Wirtschaftspädagoge/Univ. und Diplom-Ökonom/Univ. abgeschlossen werden. Im Einzelfall entscheidet der Prüfungsausschuss, ob ein Studiengang im Grundstudium gleich ist. (3) Der Erwerb der Nachweise gemäß Absatz 2 Satz 1 Nr. 3 Buchst. a bis c kann in den regelmäßig veranstalteten schriftlichen Prüfungen (Klausurarbeiten) zu den betreffenden Lehrveranstaltungen innerhalb der in 3 Abs. 4 genannten Frist grundsätzlich einmal, bei höchstens zwei Nachweisen zweimal wiederholt werden. Die Notwendigkeit einer Wiederholung der zu erbringenden Leistungen für den Erwerb der Nachweise gemäß Absatz 2 Satz 1 Nr. 3 Buchst. a bis d begründet keine Verlängerung dieser Frist. Hat ein Student aus Gründen, die er zu vertreten hat, die Nachweise gemäß Absatz 2 Satz 1 Nr. 3 Buchst. a bis d nicht innerhalb der in 3 Abs. 4 genannten Frist erworben, ist er gemäß Art. 65 Abs. 2 Nr. 3 BayHSchG in der jeweils geltenden Fassung zu exmatrikulieren. Kann der Student ohne sein Verschulden eine nach Absatz 2 geforderte Unterlage nicht in der vorgesehenen Weise beibringen, kann der Vorsitzende des Prüfungsausschusses ihm gestatten, die Nachweise auf andere Art zu führen. (4) Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses entscheidet über die Zulassung zur Diplom-Vorprüfung beziehungsweise zum ersten und zweiten Abschnitt der Diplom- Vorprüfung. (5) Die Zulassung zur Diplom-Vorprüfung beziehungsweise zum ersten und zweiten Abschnitt der Diplom-Vorprüfung wird versagt, wenn die für die Zulassung in Abs. 2 festgelegten Voraussetzungen nicht erfüllt sind. Eine ablehnende Entscheidung wird dem Studenten schriftlich mitgeteilt. Sie ist zu begründen und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen. 13 Durchführung der Diplom-Vorprüfung und Bewertung der Prüfungsleistungen (1) In jedem der Prüfungsfächer gemäß 11 Abs. 2 Satz 1 ist eine Klausurarbeit von vierstündiger Gesamtdauer zu schreiben. Die Bearbeitungszeit beginnt mit der Mitteilung der Aufgaben der Klausurarbeiten. Wählt der Prüfungskandidat einen kulturwissenschaftlichen Schwerpunkt gemäß 11 Abs. 2 Satz 2, sind im Teilgebiet Sprache des Fachs Sprache und Kultur zwei sechzigminütige Klausuren und eine etwa zehnminütige mündliche Prüfung abzulegen. Zur Ermittlung der Note im Teilgebiet Sprache wird jede der schriftlichen Prü- 12
13 fungsleistungen einfach und die mündliche Prüfungsleistung zweifach gewichtet. Abweichend von Sätzen 3 und 4 besteht die Prüfung bei Wahl der Sprachen Tschechisch, Polnisch, Indonesisch und Thai aus einer neunzigminütigen Klausur; eine mündliche Prüfung findet bei diesen Sprachen nicht statt. Im Teilgebiet Landeskunde ist ein Proseminarschein als studienbegleitender Leistungsnachweis zu erbringen, der als Prüfungsteil in die Bewertung des Faches Sprache und Kultur nach 8 Abs. 4 Satz 2 einzubeziehen ist. Die Feststellung des Prüfungsergebnisses im Fach Sprache und Kultur erfolgt nach erstmaliger Ablegung aller Teilleistungen. (2) Die Aufgaben der Klausurarbeiten werden von den vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses bestimmten Prüfern festgelegt. Dabei ist bei jeder Klausurarbeit für ausreichende Wahlmöglichkeit zu sorgen, soweit nicht die Besonderheiten einzelner Prüfungsfächer etwas anderes erfordern. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses gibt die für eine Klausurarbeit zugelassenen Hilfsmittel rechtzeitig bekannt. (3) Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses legt die für die Bewertung der Prüfungsleistungen in den Klausurarbeiten zur Verfügung stehenden Prüfer fest. Er entscheidet unter Beachtung von 8 Abs. 1 Satz 2, ob ausnahmsweise für die Bewertung einzelner Prüfungsleistungen nur ein Prüfer zu bestellen ist. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses gibt die für die Bewertung der Prüfungsleistungen in den Klausurarbeiten festgelegten Prüfer spätestens eine Woche vor Beginn der schriftlichen Prüfung durch Aushang bekannt. (4) Die Bewertung der Prüfungsleistungen in den Klausurarbeiten in den Prüfungsfächern gemäß 11 Abs. 2 bestimmt sich nach 8 Abs. 2; die Fachnote in den Prüfungsfächern gemäß 11 Abs. 2 bestimmt sich nach 8 Abs. 4. (5) Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses gibt die Note eines Prüfungsfaches gemäß 11 Abs. 2 umgehend nach Abschluss der Bewertung sämtlicher Prüfungsleistungen in diesem Prüfungsfach bekannt. 14 Ergebnis und Wiederholung der Diplom-Vorprüfung (1) Die Diplom-Vorprüfung ist bestanden, wenn in allen Prüfungsfächern gemäß 11 Abs. 2 mindestens die Fachnote ausreichend erzielt wurde. (2) Ist die Diplom-Vorprüfung nicht bestanden, kann der Prüfungskandidat jedes nicht mit mindestens ausreichend benotete Prüfungsfach gemäß 11 Abs. 2 einmal wiederholen. (3) Ist die Diplom-Vorprüfung nicht bestanden, erteilt der Vorsitzende des Prüfungsausschusses dem Prüfungskandidaten umgehend einen schriftlichen Bescheid, der darüber Auskunft gibt, in welchem Umfang die Diplom-Vorprüfung wiederholt werden kann. Die Wiederholung der Prüfungsfächer muss zum nächsten Prüfungstermin erfolgen. Diese Frist wird durch Beurlaubung oder Exmatrikulation nicht unterbrochen. Wird diese Frist nicht eingehalten beziehungsweise wird nicht an der Prüfung teilgenommen, werden die nicht innerhalb der Frist erbrachten Prüfungsleistungen mit der Note 5,00 ( nicht ausreichend ) bewertet und die Wiederholungsprüfung gilt als nicht bestanden. Liegen besondere vom Prüfungskandidaten nicht zu vertretende Gründe, wie zum Beispiel Schwangerschaft oder Krankheit, vor, kann der Prüfungsausschuss auf schriftlichen Antrag eine Verlängerung dieser Frist einräumen. 13
14 Wird die Diplom-Vorprüfung in der Wiederholung nicht bestanden, so ist vorbehaltlich des Absatzes 4 die Diplom-Vorprüfung endgültig nicht bestanden. (4) Eine zweite Wiederholung ist auf schriftlichen Antrag in nur einem der Prüfungsfächer gemäß 11 Abs. 2 möglich. Die zweite Wiederholung muss zum nächsten Prüfungstermin erfolgen. Absatz 3 Sätze 3 bis 5 gelten entsprechend. (5) Der Bescheid über die endgültig nicht bestandene Diplom-Vorprüfung ist mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen. (6) Hat der Prüfungskandidat die Diplom-Vorprüfung endgültig nicht bestanden, wird ihm auf Antrag und gegen Vorlage der entsprechenden Nachweise eine schriftliche Bescheinigung ausgestellt, die die erbrachten Prüfungsleistungen und deren Bewertung sowie die zur bestandenen Diplom-Vorprüfung noch fehlenden Prüfungsleistungen enthält und die erkennen lässt, dass die Diplom-Vorprüfung nicht bestanden ist. 15 Gesamtnote der Diplom-Vorprüfung und Zeugnis (1) Die Gesamtnote der Diplom-Vorprüfung errechnet sich gemäß 8 Abs. 5. (2) Über die erfolgreiche Teilnahme an der Diplom-Vorprüfung wird ein Zeugnis ausgestellt, das die Noten der Prüfungsfächer gemäß 11 Abs. 2 sowie die Gesamtnote enthält. Das Zeugnis wird vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses unterzeichnet. Das Zeugnis trägt das Datum des Tages, an dem die letzte Prüfungsleistung erbracht worden ist. 14
15 III. DIPLOMPRÜFUNG 16 Anmeldung zum ersten Teil der Diplomprüfung und Zulassungsvoraussetzungen (1) Der Antrag auf Zulassung zum ersten Teil der Diplomprüfung ist im ersten Semester des Hauptstudiums zu den öffentlich bekannt gegebenen Ausschlussfristen schriftlich oder in elektronischer Form an den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu richten. Als erstes Semester des Hauptstudiums gilt das erste Semester, dessen Vorlesungszeit nach dem Datum des Zeugnisses über die bestandene Diplom-Vorprüfung beginnt. Wer sein Studium im Diplom-Studiengang Betriebswirtschaftslehre an der Universität Passau zu einem Zeitpunkt aufnimmt, in dem er das Grundstudium sowie ein oder mehrere Semester des Hauptstudiums bereits absolviert hat, muss den Antrag auf Zulassung zum ersten Teil der Diplomprüfung unmittelbar nach der Immatrikulation stellen. (2) Voraussetzungen für die Zulassung sind: 1. die Immatrikulation als ordentlicher Student an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Passau; 2. die bestandene Diplom-Vorprüfung der Betriebswirtschaftslehre nach 15 Abs. 2 oder eine nach 9 als gleichwertig anerkannte Prüfungsleistung; 3. der Student darf im Studiengang Betriebswirtschaftslehre oder in einem verwandten im Grundstudium gleichen Studiengang an einer wissenschaftlichen Hochschule eine Diplom-Vorprüfung oder eine Diplomprüfung nicht bereits endgültig nicht bestanden haben und nicht in einem dieser Studiengänge mit dem Verlust des Prüfungsanspruchs exmatrikuliert worden sein; 4. bei Wahl einer Wirtschaftsfremdsprache als Pflichtwahlfach nach 17 Abs. 1 Nr. 5 in Verbindung mit 17 Abs. 2 ist zusätzlich der in Anlage IV Abs. 3 Satz 1 genannte Leistungsnachweis, bei Wahl des kulturwissenschaftlichen Schwerpunktes nach 17 Abs. 1 Satz 3 sind zusätzlich die in Anlage V Abs. 1 Buchst. a und Abs. 2 Satz 1 Nrn. 1 bis 3 genannten Leistungsnachweise zu erbringen. Die Anmeldung zu Prüfungsleistungen in der Wirtschaftsfremdsprache sowie des kulturwissenschaftlichen Schwerpunktes hat abweichend von Abs. 1 Satz 1 ausschließlich schriftlich unter Vorlage von Nachweisen über die in Nrn. 1 bis 3 genannten Zulassungsvoraussetzungen sowie der in Satz 1 genannten Leistungsnachweise zu erfolgen (3) Kann der Student ohne sein Verschulden eine nach Absatz 2 geforderte Unterlage nicht in der vorgeschriebenen Weise beibringen, kann der Vorsitzende des Prüfungsausschusses ihm gestatten, die Nachweise auf andere Art zu führen. (4) Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses entscheidet über die Zulassung zum ersten Teil der Diplomprüfung. (5) Die Zulassung zum ersten Teil der Diplomprüfung wird versagt, wenn eine oder mehrere der in Abs. 2 genannten Zulassungsvoraussetzungen nicht erfüllt sind. (6) Die Zulassung zum ersten Teil der Diplomprüfung wird durch Aushang bekannt gegeben. Eine ablehnende Entscheidung wird dem Studenten schriftlich mitgeteilt; sie ist zu begründen und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen. 15
16 17 Prüfungsfächer (1) Der erste Teil der Diplomprüfung umfasst die Prüfungsfächer 1. Allgemeine Betriebswirtschaftslehre; 2. Allgemeine Volkswirtschaftslehre; 3. eine Spezielle Betriebswirtschaftslehre; 4. eine zweite Spezielle Betriebswirtschaftslehre; 5. ein Pflichtwahlfach gemäß Absatz 2. Die Speziellen Betriebswirtschaftslehren sind in der Anlage I zu dieser Prüfungsordnung aufgeführt und werden vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses öffentlich bekannt gegeben. Wählt der Prüfungskandidat einen kulturwissenschaftlichen Schwerpunkt nach Anlage III, so sind die unter Nrn. 4 und 5 genannten Fächer durch die Fächer Sprache und Wirtschaft und Kulturraum des gewählten kulturwissenschaftlichen Schwerpunktes zu ersetzen. In diesem Fall können Prüfungsleistungen für das Teilgebiet Wirtschaft des Fachs Sprache und Wirtschaft nicht in der nach Nr. 3 gewählten Speziellen Betriebswirtschaftslehre abgelegt werden. (2) Die Pflichtwahlfächer sind in der Anlage II zu dieser Prüfungsordnung aufgeführt und werden vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses öffentlich bekannt gegeben. 18 Durchführung des ersten Teils der Diplomprüfung (1) Der erste Teil der Diplomprüfung wird studienbegleitend über den Erwerb von Leistungspunkten abgelegt. (2) Für jeden Kandidaten, der nach Maßgabe des 16 zum ersten Teil der Diplomprüfung zugelassen wurde, werden beim Prüfungsausschuss ein Leistungspunktekonto und ein Maluspunktekonto eingerichtet. Nach Abschluss der Prüfungen des jeweiligen Semesters erhält der Student Auskunft über den Stand seiner Leistungspunkte sowie seiner Maluspunkte. Der Termin wird durch Anschlag bekannt gegeben. (3) Leistungspunkte werden für alle Prüfungen in den Fächern vergeben, die gemäß 17 Bestandteil des ersten Teils der Diplomprüfung sind. Insgesamt sind im ersten Teil der Diplomprüfung mindestens 100 Leistungspunkte zu erwerben. Mindestens 7 der Leistungspunkte sind durch Seminarleistungen zu erwerben. In ein Prüfungsfach nach 17 Abs. 1 kann höchstens eine Seminarleistung eingebracht werden. (4) In jedem der 5 Prüfungsfächer gemäß 17 sind jeweils mindestens 20 Leistungspunkte zu erwerben um das Prüfungsfach abzuschließen. (5) Die zum Erwerb von Leistungspunkten in einem Prüfungsfach nach 17 wählbaren Veranstaltungen ergeben sich aus den Studienplänen. Sofern es die Besonderheiten eines Prüfungsfaches erfordern, können im Studienplan eine oder mehrere Lehrveranstaltungen eines Faches mit einem Umfang von bis zu 10 Leistungspunkten als zwingende Voraussetzung für den Abschluss dieses Prüfungsfaches vorgesehen werden. (6) In jedes der Prüfungsfächer gemäß 17 Abs. 1 Satz 1 Nrn. 3 und 4 können im Umfang von maximal 5 Leistungspunkten Prüfungsleistungen aus studienbegleitenden Klausurarbeiten, Proseminaren und Seminaren, die anderen Prüfungsfächern zuge- 16
17 ordnet sind, eingebracht werden. Werden in ein Prüfungsfach nach Satz 1 Prüfungsleistungen, denen insgesamt mehr als 5 Leistungspunkte zugeordnet sind, eingebracht, werden die überzähligen Leistungspunkte weder für dieses Prüfungsfach noch für ein anderes Prüfungsfach dem Leistungspunktekonto zugeschrieben; 8 Abs. 4 Satz 3 bleibt davon unberührt. Eine zu einer bestimmten Lehrveranstaltung erbrachte Prüfungsleistung kann nicht in mehreren Prüfungsfächern angerechnet werden. Die für ein Prüfungsfach nach Satz 1 anrechenbaren Teilprüfungen anderer Prüfungsfächer werden vom Prüfer des jeweiligen Prüfungsfaches bestimmt und vom Prüfungsausschuss durch Aushang bekannt gegeben. Soll eine in den ersten vier Semestern des Hauptstudiums erbrachte Prüfungsleistung einem anderen Prüfungsfach nach Satz 1 zugeordnet werden, so muss dies bis spätestens zum Ende des vierten Semesters des Hauptstudiums gegenüber dem Prüfungsausschuss in schriftlicher Form unwiderruflich erklärt werden; für später erbrachte Prüfungsleistungen ist die Zuordnung zu einem Prüfungsfach bei der Anmeldung zur Teilprüfung bekannt zu geben. (7) Der Prüfungsausschuss gibt zum Ende der Vorlesungszeit eines Semesters bekannt, welche Veranstaltungen im kommenden Semester zum Erwerb von Leistungspunkten angeboten werden. (8) Der Erwerb von Leistungspunkten in einem Pflichtwahlfach nach 17 Abs. 1 Nr. 5, das von einer anderen Fakultät angeboten wird, sowie bei Wahl eines kulturwissenschaftlichen Schwerpunktes in den Prüfungsfächern nach 17 Abs. 1 Satz 3 erfolgt nach Vereinbarungen der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät mit den diese Pflichtwahlfächer beziehungsweise Teile davon vertretenden Fakultäten. Inhalt dieser Vereinbarungen kann insbesondere sein, dass die Prüfungen nach den für diese Fächer geltenden Hochschul- oder staatlichen Prüfungsordnungen abgelegt werden müssen. Der Inhalt dieser Vereinbarungen geht aus den Anlagen IV und V zu dieser Prüfungsordnung hervor. 19 Anmeldung und Zulassung zu den studienbegleitenden Klausurarbeiten, Anmeldung zu Proseminaren und Seminaren Der Student meldet die Teilnahme an den studienbegleitenden Klausurarbeiten, den Proseminaren und den Seminaren gemäß 18 Abs. 3 bis 6 zu den durch Anschlag bekannt gegebenen Terminen im Prüfungssekretariat durch Eintragung in eine Liste oder ein vergleichbares Verfahren an. Zur Teilnahme an einer studienbegleitenden Klausurarbeit wird nur zugelassen, wer das zugehörige Prüfungsfach noch nicht abgeschlossen hat. Der Termin für die Anmeldung zu Proseminaren und Seminaren wird während der Vorlesungszeit des vorherigen Semesters durch Anschlag bekannt gemacht. 20 Leistungspunkte und Maluspunkte aus studienbegleitenden Klausurarbeiten (1) In studienbegleitenden Klausurarbeiten können nach Maßgabe der Absätze 2 bis 5 Leistungspunkte erworben werden. (2) Eine mit der Note ausreichend (4,00) oder besser bewertete Klausurarbeit von einer Zeitstunde ergibt fünf Leistungspunkte. Der Stoff einer einstündigen Klausurarbeit bezieht sich auf die Lehrinhalte einer zweistündigen Lehrveranstaltung oder zweier einstündiger Lehrveranstaltungen. Bei Lehrveranstaltungen im Umfang von insgesamt mehr als zwei Semesterwochenstunden verlängert sich die Dauer der 17
18 Klausurarbeit für jede zusätzliche Semesterwochenstunde um 30 Minuten und die Leistungspunktezahl erhöht sich um 2,5 Punkte für jede zusätzliche Semesterwochenstunde. 18 Abs. 8 bleibt hiervon unberührt. (3) Der mehrfache Erwerb von Leistungspunkten zu gleichen Lehrveranstaltungen ist nicht zulässig. Der Prüfungsausschuss bestimmt nach Anhörung des betroffenen Hochschullehrers, welche Lehrveranstaltungen als gleiche anzusehen sind. (4) Lautet die Note der Klausurarbeit nicht ausreichend, erhält der Kandidat anstelle der Leistungspunkte in gleicher Höhe Maluspunkte, sofern er unter den Voraussetzungen von 21 Abs. 1 keinen Freiversuch geltend gemacht hat. (5) Gilt die in einer Klausurarbeit erbrachte Leistung gemäß 10 als mit nicht ausreichend bewertet, erhält der Kandidat Maluspunkte in Höhe der der Veranstaltung zugeordneten Punktezahl. 21 Freiversuche in studienbegleitenden Klausurarbeiten (1) Lautet die Note einer studienbegleitenden Klausurarbeit nicht ausreichend (über 4,00) oder gilt die Prüfung gemäß 10 als mit nicht ausreichend bewertet, wird bei Geltendmachung eines Freiversuchs der Punktestand des Maluspunktekontos um die der Prüfung nach 20 Abs. 2 zugeordnete Anzahl an Punkten verringert. In den Fällen des 10 Abs. 2 kann kein Freiversuch geltend gemacht werden. (2) Lautet die Note einer studienbegleitenden Klausurarbeit ausreichend (4,00) oder besser, kann insofern ein Freiversuch geltend gemacht werden, als auf die Anrechnung der erzielten Leistungspunkte verzichtet wird. (3) Für die im ersten und im zweiten Semester des Hauptstudiums erbrachten Prüfungsleistungen können Freiversuche im Umfang von maximal 10 Punkten je Semester geltend gemacht werden. Für die im dritten Semester des Hauptstudiums erbrachten Prüfungsleistungen können Freiversuche im Umfang von maximal 7,5 Punkten geltend gemacht werden. (4) Freiversuche nach Abs. 1 und 2 sind spätestens bis zum Ende des vierten Semesters des Hauptstudiums geltend zu machen. (5) Freiversuche sind innerhalb der Frist nach Absatz 4 schriftlich gegenüber dem Prüfungsausschuss geltend zu machen. Dabei sind die Prüfungen, für die Freiversuche geltend gemacht werden, eindeutig anzugeben. Eine Geltendmachung nach Ablauf der Fristen nach Absatz 4 ist ausgeschlossen. Die Geltendmachung von Freiversuchen ist unwiderruflich. 22 Leistungspunkte und Maluspunkte aus Proseminaren und Seminaren (1) Proseminare und Seminare sind Lehrveranstaltungen von mindestens 2 Semesterwochenstunden Dauer, in denen Leistungen gemäß Absatz 2 zu erbringen sind. (2) Die zu erbringenden Leistungen eines Proseminars oder Seminars bestehen aus einer Hausarbeit als erster Teilleistung sowie einer oder mehreren der folgenden weiteren Teilleistungen: 1. mündliche Leistungen (Referat, Präsentation, Fachbeiträge), 2. Klausur, 18
19 3. sonstige schriftliche Leistungen (Protokoll, Arbeitsbericht). (3) Die Bearbeitungszeit der Hausarbeit soll vier Wochen nicht überschreiten. (4) Wird eine Klausur gemäß Absatz 2 Nr. 2 verlangt, beträgt die Klausurdauer die Hälfte der Semesterwochenstunden des Proseminars oder Seminars in Zeitstunden. (5) Der Prüfer gibt spätestens zu Beginn der Anmeldefrist zu einem Proseminar oder Seminar gemäß 19 durch Aushang bekannt, welche Teilleistungen gemäß Absatz 2 Nrn. 1 bis 3 zusätzlich zur Hausarbeit für eine erfolgreiche Teilnahme an einem Proseminar oder Seminar zu erbringen sind und welches Gewicht der Note jeder zu erbringenden Teilleistung zugeordnet ist. Er legt die Abgabetermine für die Hausarbeit und gegebenenfalls die sonstigen schriftlichen Leistungen nach Absatz 2 Nr. 3 fest und gibt diese spätestens zu Beginn der Anmeldefrist durch Aushang bekannt. (6) Die erfolgreiche Teilnahme an einem Proseminar oder Seminar setzt voraus, dass die Hausarbeit und die nach Absatz 5 zu erbringenden weiteren Teilleistungen jeweils mit mindestens der Note ausreichend (4,00) bewertet werden. Die Gesamtnote für das Proseminar oder Seminar errechnet sich als das gewichtete arithmetische Mittel aus den Noten aller Teilleistungen, wobei die Berechnung auf zwei Stellen nach dem Komma erfolgt. Sind die Voraussetzungen des Satzes 1 erfüllt, werden 7 Leistungspunkte vergeben. (7) Eine aus Gründen, die der Student zu vertreten hat, nicht fristgerecht eingereichte Hausarbeit oder sonstige schriftliche Leistung nach Absatz 2 Nr. 3 wird mit der Note nicht ausreichend bewertet. (8) Werden eine oder mehrere der nach Absatz 2 in Verbindung mit Absatz 5 zu erbringenden Teilleistungen mit der Note nicht ausreichend bewertet oder gelten gemäß 10 eine oder mehrere Teilleistungen als mit nicht ausreichend bewertet, erhält der Kandidat 7 Maluspunkte. (9) Freiversuche können nicht geltend gemacht werden. Der Erwerb von Leistungspunkten zu inhaltsgleichen Proseminaren und Seminaren ist nicht zulässig. Der Prüfungsausschuss bestimmt nach Anhörung des betroffenen Hochschullehrers, welche Proseminare und Seminare als inhaltsgleiche anzusehen sind. (10) Hat der Student an einem Proseminar oder Seminar nicht erfolgreich nach Absatz 6 Satz 1 teilgenommen, kann er sich unbeschadet der Regelung des Absatzes 8 bei demselben Prüfer einer Wiederholungsprüfung unterziehen. Der Prüfer kann bestimmen, dass nur die mit der Note nicht ausreichend bewerteten Teilleistungen wiederholt werden müssen. Der Prüfer kann die Art der bei der Wiederholungsprüfung zu erbringenden Prüfungsleistungen gemäß Absatz 2 festlegen. Er kann auch bestimmen, dass in der Wiederholungsprüfung an die Stelle der gemäß Absatz 2 zu erbringenden Teilleistungen eine mündliche Prüfung von ca. 15 Minuten Dauer treten kann. Absatz 5 gilt entsprechend. Bewertet der Prüfer die in der Wiederholungsprüfung erbrachten Leistungen mit der Note ausreichend (4,00) oder besser oder lautet die Note der mündlichen Prüfung ausreichend (4,00) oder besser, erhält der Kandidat 7 Leistungspunkte; bei nicht ausreichenden Leistungen erhält er 7 weitere Maluspunkte. 23 Abschluss eines Prüfungsfaches Ein Prüfungsfach nach 17 Abs. 1 ist abgeschlossen, wenn die Anzahl der in dem Prüfungsfach angesammelten Leistungspunkte erstmals 20 Punkte erreicht oder überschreitet. 19
20 In einem abgeschlossenen Prüfungsfach können keine weiteren Leistungspunkte aus studienbegleitenden Klausuren, Proseminaren und Seminaren mehr erworben werden. 24 Bestehen des ersten Teils der Diplomprüfung Der erste Teil der Diplomprüfung ist bestanden, wenn innerhalb der Fristen gemäß 3 Abs. 5 und 6 jedes der Prüfungsfächer nach 17 Abs. 1 gemäß 23 abgeschlossen wurde, mindestens 7 Leistungspunkte durch Seminarleistungen erworben wurden und dabei maximal 27 Maluspunkte angesammelt wurden, wobei die Seminarleistungen nicht notwendigerweise in einem der abgeschlossenen Prüfungsfächer erbracht worden sein müssen. Der erste Teil der Diplomprüfung ist auch dann bestanden, wenn der Kandidat in einem Prüfungstermin die letzte von ihm zu erbringende Leistung gemäß 18 mit mindestens der Note ausreichend (4,00) besteht, selbst wenn er mit dem gleichen Prüfungstermin insgesamt mehr als 27 Maluspunkte angesammelt hat. Im Falle des Sachverhalts von Satz 2 findet 29 Abs. 1 keine Anwendung. 25 Anmeldung zum zweiten Teil der Diplomprüfung und Zulassungsvoraussetzungen (1) Der Antrag auf Zulassung zum zweiten Teil der Diplomprüfung ist schriftlich an den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu richten. Im Antrag gibt der Student an, aus welchem Prüfungsfach (welchen Prüfungsfächern) und bei welchem Prüfer (welchen Prüfern) er die Diplomarbeit erbringen will. Dem Antrag ist nach Maßgabe der Reihenfolge der genannten Prüfungsfächer und Prüfer nach Möglichkeit zu entsprechen. Ein Rechtsanspruch besteht lediglich auf die Zuteilung eines Themas aus dem Prüfungsfach Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, nicht aber auf die Bestellung eines bestimmten Prüfers. (2) Dem Antrag auf Zulassung zum zweiten Teil der Diplomprüfung sind beizufügen: 1. der Nachweis der Immatrikulation als ordentlicher Student der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Passau; 2. der Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an einem Seminar; 3. der Nachweis von mindestens 40 Leistungspunkten. (3) Kann der Student ohne sein Verschulden eine nach Absatz 2 geforderte Unterlage nicht in der vorgeschriebenen Weise beibringen, kann der Vorsitzende des Prüfungsausschusses ihm gestatten, die Nachweise auf andere Art zu führen. (4) Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses entscheidet auf der Grundlage der eingereichten Unterlagen über die Zulassung zum zweiten Teil der Diplomprüfung. (5) Die Zulassung zum zweiten Teil der Diplomprüfung wird versagt, wenn a) die für die Zulassung in Absatz 2 festgelegten Voraussetzungen nicht erfüllt oder die geforderten Unterlagen unvollständig oder unrichtig sind; b) der Student im Studiengang Betriebswirtschaftslehre oder einem verwandten im Grundstudium gleichen Studiengang an einer wissenschaftlichen Hochschule eine Diplom-Vorprüfung oder eine Diplomprüfung bereits endgültig nicht bestanden hat oder in einem dieser Studiengänge mit dem Verlust des Prüfungsanspruches exmatrikuliert worden ist. 20
Prüfungsordnung für den Diplomstudiengang Wirtschaftspädagogik an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Vom 26. März 1998
- Keine amtliche Bekanntmachung - Prüfungsordnung für den Diplomstudiengang Wirtschaftspädagogik an der Ludwig-Maximilians-Universität München Vom 26. März 1998 (KWMBl II S. 868) Aufgrund des Art. 6 in
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Allgemeine Prüfungsordnung für Diplom-Studiengänge der Wirtschaftswissenschaften, der Wirtschaftsinformatik und der Angewandten Informatik an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg Vom 30. November 1999
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- Keine amtliche Bekanntmachung - Diplomprüfungsordnung für den Studiengang Psychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München Vom 3. Juli 2002 (KWMBl. II 2003 S. 909) Aufgrund des Art. 6 in Verbindung
Diplomprüfungsordnung. für Studenten der Informatik. an der Universität Passau. Vom 12. April 1989
Bitte beachten: Rechtlich verbindlich ist ausschließlich die im Amtsblatt des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht, Kultus, Wissenschaft und Kunst (KWMBl) veröffentlichte Fassung. Diplomprüfungsordnung
Diplomprüfungsordnung für den Studiengang Medieninformatik an der Ludwig-Maximilians-Universität München. vom 4. September 2001
Diplomprüfungsordnung für den Studiengang Medieninformatik an der Ludwig-Maximilians-Universität München vom 4. September 2001 (INOFFIZIELLE ERGÄNZTE FASSUNG) Dieses Dokument ist eine inoffizielle Zusammenstellung
- Keine amtliche Bekanntmachung - Diplomprüfungsordnung für den Studiengang Medieninformatik an der Ludwig-Maximilians-Universität München vom 4. September 2001 (KWMBl II 2002, S. 949) Aufgrund von Art.
geändert durch: (Fundstelle: http://www.uni-bamberg.de/fileadmin/uni/amtliche_veroeffentlichungen/2007/2007-76.pdf)
Prüfungsordnung für den Diplomstudiengang Romanistik (Schwerpunkte: Französisch/Italienisch/Spanisch) an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg Vom 10. September 1991 (KWMBl II S. 822) geändert durch:

References: Art. 6
 Art. 81
 Art. 64
 Art. 88
 Art. 50
 Art. 50
 Art. 65
 Art. 6
 Art. 6