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Timestamp: 2018-12-16 22:33:57+00:00

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FAQ Lebens- und Rentenversicherung | Lebensabsicherung | zurich.de
Finanzielle Absicherung im Ruhestand.
Fragen und Antworten zur Lebens- und Rentenversicherung
FAQ Lebens und Rentenversicherung
FAQ Lebens- und Rentenversicherung
Damit Sie Ihren Ruhestand in vollen Zügen genießen können, beantworten wir hier Fragen zur Lebensversicherung, zu staatlicher Förderung, zur Abgeltungssteuer, zur Versorgungslücke und zum Alterseinkünftegesetz.
Seit 2005 ist das Alterseinkünftegesetz (AltEinkG) in Kraft. Gemäß dieser Regelung der gesetzlichen Altersversorgung wird zwischen Altersvorsorge und Vermögensaufbau unterschieden. Die Alterseinkünfte werden in ein Drei-Schichten-Modell eingeteilt, aus dessen Bausteinen sich die Renteneinkünfte eines Arbeitnehmers zusammensetzen können.
Die drei Schichten der Alterseinkünfte
Was zählt dazu? gesetzliche Rentenversicherung,
Versorgungseinrichtungen, landwirtschaftliche Alterskassen
Zurich Produkte: > Basisrente
Was zählt dazu? betriebliche Altersversorgung, Riester-Rente
Zurich Produkte:
>Betriebliche Altersversorgung (bAV)
Schicht 3: Vermögensaufbauprodukte
Was zählt dazu? private Renten- oder Lebensversicherungen, fondsgebundene Rentenversicherungen
fondsgebundene Rentenversicherungen:
> Vorsorgeinvest
> Juniorinvest
> Depot Renteclassic
Da das Rentenniveau der gesetzlichen Rente (Schicht 1) gesenkt wird, kommt der privaten Altersvorsorge in Form einer kapitalgedeckten Zusatzversorgung (Schicht 2) und Vermögensaufbauprodukten (Schicht 3) eine immer größere Bedeutung zu.
Mit dem Alterseinkünftegesetz werden die gesetzliche Rente und die private Basisrente künftig nachgelagert, also im Rentenalter versteuert. Für den Rentenbeginn bis 2040 steigt der entsprechende Besteuerungsanteil kontinuierlich auf 100 Prozent an.
Aber es gibt auch positive Aspekte des Alterseinkünftegesetzes: Der Staat fördert die private Altersvorsorge.
> Mehr zur staatlichen Förderung
Die Zahl der Arbeitnehmer, die in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, sinkt. Gleichzeitig steigen aufgrund der höheren Lebenserwartung die Anzahl der Rentenbezieher und die Rentenbezugsdauer. Dieses Ungleichgewicht machte mehrere Reformen der gesetzlichen Rentenversicherung erforderlich. Lesen Sie hier warum Sie vorsorgen sollten.
Die Rentenreformgesetze und das seit 2005 geltende Alterseinkünftegesetz führen zu Einbußen im Einkommen der Rentner. Die Kürzungen gehen seitdem jedoch noch weiter.
2007 hat die Bundesregierung die Rente mit 67 Jahren beschlossen. Seit 2012 steigt die Altersgrenze für die reguläre Rente schrittweise auf 67 Jahre im Jahr 2029.
Damit die Beiträge zur Rentenversicherung auch in Zukunft stabil bleiben, wird das Rentenniveau bis zum Jahr 2030 auf 43 Prozent des Nettoeinkommens gesenkt.
Die Versorgungslücke, die sich aus dem letzten Nettoeinkommen minus dem Anteil der gesetzlichen Rente ergibt, wird immer größer.
Sie sehen: Die private Altersvorsorge ist unerlässlich, um den gewohnten Lebensstandard auch im Ruhestand genießen zu können.
Seit die Abgeltungssteuer in Kraft getreten ist, hat sich vieles geändert. Kapitalerträge, Zinsen, Dividenden und private Kursgewinne werden steuerlich gleich behandelt. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie Ihre Chance auf steueroptimierte Renditen nutzen können.
25 % Abgeltungssteuer (zzgl. Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer) auf private Kapitalerträge (Zinsen, Dividenden) und Veräußerungsgewinne (Kursgewinne)
Limitierung der Möglichkeiten zur Verlustanrechnung (so können Aktienkursverluste zum Beispiel nur noch mit Aktiengewinnen und nicht mehr mit Spekulationsgewinnen verrechnet werden)
Sparer-Freibetrag und Werbungskostenpauschale sind in einem Sparer-Pauschbetrag (801 EUR Ledige/1.602 EUR zusammen veranlagte Ehegatten) zusammengelegt, ein Werbungskostenabzug darüber hinaus ist nicht mehr möglich.
Die Abgeltungssteuer gilt unter bestimmten Voraussetzungen nicht für kapitalbildende Versicherungen, d. h. die Steuervorteile bleiben erhalten.
Riester-Renten, Basisrenten sowie Produkte der betrieblichen Altersversorgung sind von der Abgeltungssteuer nicht betroffen.
Die Besteuerung der Anlageklassen
Anlageklasse aktuelle Besteuerung
Aktien, Aktienfonds, Dachfonds Dividenden (in voller Höhe) und Kursgewinne mit 25 % Abgeltungssteuer* steuerpflichtig
Anleihen und Rentenfonds Zinsen und Kursgewinne mit 25 % Abgeltungssteuer* steuerpflichtig
Immobilienfonds Ausschüttungen und Kursgewinne mit 25 % Abgeltungssteuer* steuerpflichtig
Immobilien Veräußerungsgewinne in den ersten 10 Jahren steuerpflichtig, danach steuerfrei
Bausparen Zinsen mit 25 % Abgeltungssteuer* steuerpflichtig
fondsgebundene Versicherungen bei Kapitalzahlung Erträge voll steuerpflichtig, aber nur noch mit 25 % Abgeltungssteuer*
1) Abschluss vor 2005:
Erträge steuerfrei, wenn Laufzeit mind. 12 Jahre, Beitragszahlungsdauer mind. 5 Jahre und Mindesttodesfallschutz mind. 60 %
2) Abschluss ab 2005:
hälftige Besteuerung der Erträge, wenn Laufzeit mind. 12 Jahre und Auszahlung ab Vollendung des 62. Lebensjahres
3) Abschluss ab 2012:
Bei Rentenzahlungen wird die Ertragsanteilsbesteuerung angewendet; d. h. persönlicher Steuersatz auf geringen Ertragsanteil (altersabhängig, zum Beispiel Renteneintrittsalter 65 Jahre, Ertragsanteil 18 %).
Riester-Rentenverträge staatlich geförderte Einzahlungen (Zulage bzw. Vorteil aus Sonderausgabenabzug); Auszahlungen, die auf geförderten Beträgen beruhen, voll steuerpflichtig, mit persönlichem Steuersatz
Basisrentenverträge Rentenzahlungen unterliegen der Kohortenbesteuerung, sukzessiver Anstieg, für Rentenbeginn ab 2040 volle Besteuerung
betriebliche Altersvorsorge unterschiedlich je nach Durchführungsweg
Sparerfreibetrag 801 EUR (Ledige)
1.602 EUR (zusammen veranlagte Ehegatten)
Werbungskosten weitere Aufwendungen nicht absetzbar
* zzgl. Solidaritätszuschlag (5,5 %) und ggf. Kirchensteuer (8 bzw. 9 %)
Wir machen es Ihnen einfach: Ob Dynamik, Riester oder Wertbestätigung – hier erhalten Sie Antworten auf die häufigsten Fragen zum Abschluss einer Lebensversicherung sowie zu Ihrem Lebensversicherungsvertrag. Bitte wählen Sie eines der folgenden Themen aus.
Wer ist an einem Lebensversicherungsvertrag beteiligt?
Was ist eine kapitalbildende Lebensversicherung oder Rentenversicherung?
Bei einer kapitalbildenden Lebensversicherung oder einer Rentenversicherung wird eine Versicherungsleistung (Versicherungssumme oder Rente) vereinbart, die im vertraglich vereinbarten Versicherungsfall an den Versicherungsnehmer oder einen von ihm bestimmten Bezugsberechtigten ausgezahlt wird.
Der Versicherungsfall ist entweder das Erleben eines vorab im Vertrag bestimmten Zeitpunktes (im Erlebensfall des Vertragsablaufs) oder der Tod des Versicherten während der Versicherungsdauer.
Was sind „Versicherungsnehmer“ und „versicherte Person“?
Als „Versicherungsnehmer“ sind Sie der Vertragspartner des Versicherers. Sie schließen den Vertrag ab und sind somit Inhaber der Versicherung. Sofern Sie als Versicherungsnehmer keine Verfügungen an Dritte erteilen (zum Beispiel bei Immobilienfinanzierungen), sind alleine Ihre Entscheidungen für die Vertragsgestaltung ausschlaggebend. Sie erhalten als Versicherungsnehmer auch den Versicherungsschein als wichtiges Vertragsdokument.
Die „versicherte Person“ ist die Person, auf deren Leben der Vertrag abgeschlossen wird und die den Versicherungsschutz erhält. Versicherte Person und Versicherungsnehmer müssen nicht unbedingt identisch sein. Ist eine andere Person als der Versicherungsnehmer die versicherte Person, so muss diese auch in den Vertrag einwilligen und, falls erforderlich, Angaben zu ihrem Gesundheitszustand machen.
Die im Antrag erhobenen Daten und Informationen zur versicherten Person sind ausschlaggebend für die Kalkulation des Vertrages. Auch die Fälligkeit von Leistungen hängt von der versicherten Person ab. Stirbt diese, so wird die versicherte Todesfallleistung ausgezahlt. Der Tod des Versicherungsnehmers dagegen ist nicht versichert (sofern er nicht auch versicherte Person ist).
Muss ich als Versicherungsnehmer die Beiträge immer selbst zahlen?
Als Versicherungsnehmer liegen alle Rechte und Pflichten aus dem Vertrag bei Ihnen. Somit sind Sie auch für die Beitragszahlung verantwortlich. Natürlich kann auch eine andere Person die Beitragszahlung übernehmen. Sichert sich zum Beispiel ein Auszubildender gegen Berufsunfähigkeit ab, können auch die Eltern die Beiträge zahlen. Der Beitragszahler gewinnt aber dadurch keinen versicherungsrechtlichen Vorteil und keine Rechte an dem Vertrag.
Ausnahme: Bei der Basisrente muss immer der Versicherungsnehmer die Beiträge zahlen.
Der Bezugsberechtigte erhält die Versicherungsleistung. Als Versicherungsnehmer entscheiden Sie bereits im Antrag, wer bezugsberechtigt sein soll. Im Erlebensfall ist in der Regel der Versicherungsnehmer selbst bezugsberechtigt. Für den vorzeitigen Todesfall wird ein zusätzlicher Bezugsberechtigter angegeben.
Was regelt das Bezugsrecht?
Das Bezugsrecht regelt, wer im Versicherungsfall die Leistung aus dem Lebensversicherungsvertrag erhält. Das Bezugsrecht kann widerruflich oder unwiderruflich von Ihnen als Versicherungsnehmer ausgestaltet werden.
Bei einem widerruflichen Bezugsrecht erhält der Bezugsberechtigte eine sogenannte ungesicherte Anwartschaft auf die Versicherungsleistung. Aus einer solchen Anwartschaft wird erst dann ein Rechtsanspruch, wenn der Versicherungsfall (bei Ablauf des Vertrages oder im Todesfall) eingetreten ist und das Bezugsrecht nicht widerrufen worden ist. Vorher hat der widerruflich Bezugsberechtigte noch kein Recht auf die Versicherungsleistung.
Beim sogenannten unwiderruflichen Bezugsrecht ist dies anders. Der unwiderruflich Bezugsberechtigte erhält sofort einen unmittelbaren Rechtsanspruch auf die Versicherungsleistung, allerdings bedingt dadurch, dass der Fall eintritt, für den das Bezugsrecht eingeräumt ist.
Muss ich einen Bezugsberechtigten einsetzen?
Es sollte grundsätzlich ein Bezugsberechtigter für den Todesfall von Ihnen eingesetzt werden. Wir empfehlen Ihnen, diesen wichtigen Teil Ihrer Vertragsgestaltung wahrzunehmen. Wurde kein Bezugsberechtigter benannt, dann wird die Leistung für den Todesfall an alle Erben des Versicherungsnehmers gezahlt.
Können mehrere Bezugsberechtigte angegeben werden?
In der Regel wird eine Person als Bezugsberechtigter benannt. Es können aber auch mehrere Personen benannt werden. Dabei muss aber bereits durch Sie festgelegt werden, wie hoch der Anteil an der Versicherungsleistung für das jeweilige Bezugsrecht ist (zum Beispiel 25 Prozent der Versicherungsleistung).
Wie kann das Bezugsrecht geändert werden?
Die Änderung des widerruflichen Bezugsrechts kann der Versicherungsnehmer vornehmen. Hierzu ist eine formlose schriftliche Erklärung gegenüber dem Versicherer ausreichend.
Wollen Sie als Versicherungsnehmer ein unwiderrufliches Bezugsrecht ändern, muss auch der unwiderruflich Bezugsberechtigte dieser Änderung zustimmen.
Wo finde ich den hinterlegten Bezugsberechtigten?
Der benannte Bezugsberechtigte ist in Ihrer Versicherungspolice ausgewiesen oder nach einer Änderung mit einer Bestätigung dokumentiert.
Was passiert, wenn ich und mein Partner gleichzeitig bei einem Unfall sterben und mein Partner der Bezugsberechtigte ist?
In diesem Fall wird die Versicherungsleistung bei einem widerruflichen Bezugsrecht an die Erben des Versicherungsnehmers ausgezahlt.
Bei einem unwiderruflichen Bezugsrecht haben die Erben des Bezugsberechtigten Anspruch auf die Versicherungsleistung.
Die Dynamik im Lebensversicherungsvertrag bedeutet eine planmäßige Erhöhung der Beiträge und des Versicherungsschutzes während der vereinbarten Beitragszahlungsdauer. Mit dem beim Vertragsabschluss vereinbarten festen Faktor (zum Beispiel 5 Prozent pro Jahr) wird jährlich der Beitrag erhöht, was gleichzeitig eine Erhöhung des Versicherungsschutzes bewirkt. Für den erhöhten Versicherungsschutz wird keine neue Gesundheitsprüfung notwendig.
Warum soll ich eine Dynamik in meinem Vertrag haben?
Der Einschluss einer Dynamik ist für Sie sinnvoll, da durch die Inflation der Wert des Geldes über die Jahre hinweg immer weiter abnimmt. So kann eine Rente von zum Beispiel heute 500 EUR in 20 Jahren vielleicht nur noch 300 EUR wert sein. Die Dynamik wirkt dem Wertverlust entgegen, da sich durch das Ansteigen der Beiträge auch höhere Versicherungsleistungen ergeben. Als Versicherungsnehmer entscheiden Sie mit dem Zeitpunkt der Antragsstellung, ob Sie eine Dynamik einschließen möchten.
Wann erhöhen sich die Beiträge und die Versicherungsleistungen?
Die Erhöhung wird jeweils zum Jahrestag des Versicherungsbeginns vorgenommen. Sie erhalten rechtzeitig davor eine Mitteilung.
Wie oft kann ich die Dynamik aussetzen?
Der jährlichen Erhöhung können Sie innerhalb einer bestimmten Frist widersprechen oder die Zahlung des erhöhten Beitrags verweigern. Dann verbleibt es bei dem bis dahin geltenden Beitrag. Widersprechen Sie der Erhöhung drei Jahre hintereinander, dann erlischt die Dynamik in dem Vertrag und es werden keine weiteren Erhöhungen mehr vorgenommen.
Kann ich die Dynamik auch später wieder einschließen oder anheben?
Ob eine Dynamik erneut eingeschlossen werden kann, hängt von der im Vertrag getroffenen Vereinbarung ab. Falls es für den Vertrag möglich ist, muss der erneute Einschluss schriftlich beantragt werden, oder der Versicherer unterbreitet ein Angebot, dem der Versicherungsnehmer schriftlich zustimmt.
Bekomme ich über den Widerruf einer Dynamik eine Bestätigung?
Der Widerruf einer Dynamik wird grundsätzlich schriftlich bestätigt.
Erläuterungen zur Wertbestätigung
Warum erhalte ich eine jährliche Wertbestätigung?
Die Zurich Deutscher Herold Lebensversicherung AG informiert ihre Kunden (Versicherungsnehmer) einmal im Jahr in schriftlicher Form über die Entwicklung der Ansprüche. Dies erfolgt mittels einer sogenannten Wertbestätigung (Information zur Wertentwicklung). Der Wertbestätigung kann der jeweilige Stand des Vertragsguthabens und der Leistung für den Todesfall, sofern vereinbart, zur Hauptfälligkeit (Jahrestag des ursprünglichen Versicherungsbeginnes) entnommen werden.
Ausnahme: Bei Riester-Verträgen wird das Vertragsguthaben nicht zur Hauptfälligkeit, sondern zum 31. Dezember des Vorjahres angegeben.
Was ist der Unterschied zwischen garantierten Leistungen und voraussichtlichen Leistungen?
Es gibt kapitalbildende konventionelle und kapitalbildende fondsgebundene Lebensversicherungen. Bei konventionellen Versicherungen sagt der Versicherer eine konkrete Mindestleistung im Erlebensfall zu (garantierte Leistung). Bei fondsgebundenen Versicherungen sagt der Versicherer in der Regel eine dem tatsächlichen Wert der Fondsanteile am Stichtag entsprechende Leistung zu. Die Unterschiede im Einzelnen:
Konventionelle Lebens- und Rentenversicherungen
Bei konventionellen Lebens- und Rentenversicherungen werden die von Ihnen eingezahlten Sparbeiträge verzinslich angesammelt. Ihrer jährlichen Wertbestätigung können Sie eine garantierte Erlebensfallleistung zum Vertragsablauf und – sofern vereinbart – zusätzlich eine garantierte Leistung im Todesfall entnehmen.
Zur Bildung der Erlebensfallleistung werden Ihre Sparbeiträge mit einem vereinbarten garantierten Rechnungszins verzinst. Die Höhe des Rechnungszinses ist abhängig vom Zeitpunkt des Vertragsabschlusses. Er stellt eine Mindestverzinsung dar, die unser Unternehmen gewährt. Der vereinbarte Rechnungszins ist in der Regel für die gesamte Laufzeit des Vertrages garantiert.
Bei konventionellen Rentenversicherungen wird neben dem garantierten Auszahlungsbetrag zusätzlich die Ihnen zustehende garantierte Rentenleistung (entsprechend der gewählten Zahlungsweise monatlich, vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich) ausgewiesen. Sie können sich später bei Ablauf des Vertrages zwischen einer einmaligen Kapitalleistung und einer lebenslangen Rente entscheiden. Eine Kombination aus teilweiser Kapitalauszahlung und Teilverrentung ist dann ebenfalls möglich.
Fondsgebundene Lebensversicherungen werden in der Regel als Rentenversicherungen abgeschlossen und können neben der reinen fondsgebundenen Variante (mit garantiertem Rentenfaktor, jedoch ohne eingeschlossene Kapitalgarantie) ebenfalls mit einer entsprechenden Garantie ausgestattet sein. In diesem Fall können Sie Ihrer Wertbestätigung neben der einmaligen garantierten Kapitalauszahlungssumme die alternativ wählbare lebenslange Rente (entsprechend der gewählten Rentenzahlweise in Euro) sowie zusätzlich den von uns lebenslang garantierten Rentenfaktor je 10.000 EUR Vertragsguthaben entnehmen.
Vor Rentenbeginn vergleichen wir die in Ihrer Wertbestätigung benannte absolute Rente in Euro mit der Ihnen zustehenden garantierten Rente je 10.000 EUR Vertragsguthaben. Die entsprechend höhere Rente wird Ihnen garantiert und lebenslang ausgezahlt.
Bei unseren Rentenversicherungsprodukten mit dem Zusatz „Premium“ garantiert die Zurich Deutscher Herold Lebensversicherung wie vorstehend beschrieben den Rentenfaktor. Die Garantie wird bei dieser Produktlinie nicht durch uns, sondern durch die DeAM ausgesprochen.
Um die von uns zugesagten garantierten Leistungen sicherzustellen, sind die von Ihnen gezahlten Beiträge vorsichtig kalkuliert. In Abhängigkeit von den durch unsere Gesellschaft erwirtschafteten Kapitalerträgen, dem Verlauf der Lebenserwartung und der Entwicklung der Kosten entstehen jedoch Überschüsse. An den Überschüssen unserer Gesellschaft beteiligen wir Sie als Kunden. Da die jeweilige Überschussbeteiligung Schwankungen unterliegt, kann die Höhe der Ihnen zustehenden Überschüsse jeweils nur für ein Jahr garantiert werden. Verbindliche Aussagen über einen längeren Zeitraum sind somit nicht möglich. Aus diesem Grunde sind in Ihrer Wertbestätigung nur die garantierten Werte angegeben.
Seit dem Jahr 2013 nehmen wir bei unseren fondsgebundenen Versicherungsprodukten in die Wertbestätigung jedoch sukzessive zusätzliche Hochrechnungen auf Grundlage der Überschussbeteiligung des jeweiligen Jahres auf. Diese Hochrechnungen erfolgen auf Basis einer angenommenen Fondswertsteigerung von 2 Prozent, 4 Prozent, 6 Prozent und 8 Prozent.
Was bedeutet Verzinsung?
Bei kapitalbildenden konventionellen Lebens- und Rentenversicherungen unterteilt sich die Verzinsung der Sparbeiträge (= der Beitragsanteil, der nicht für Risiken wie zum Beispiel vorzeitige Todesfälle oder für Abschluss- und Verwaltungskosten verbraucht wird) in sogenannte rechnungsmäßige und außerrechnungsmäßige Zinsen. Mit Abschluss der Versicherung garantieren wir unseren Kunden eine Mindestverzinsung. Die Höhe des garantierten Rechnungszinses ist abhängig vom jeweiligen Jahr des Vertragsabschlusses und wird für die gesamte Laufzeit des Vertrages gewährt.
Sofern über den garantierten Rechnungszins hinaus Zinsgewinne erwirtschaftet werden, spricht man von den sogenannten außerrechnungsmäßigen Zinsen. Es handelt sich hierbei um Erträge, die wir als Versicherungsunternehmen durch die Anlage unserer Kundenbeiträge an den Kapitalmärkten erzielen. Die Investition Ihrer Sparbeiträge unterliegt den Anlagegrundsätzen des Versicherungsaufsichtsrechts. Obwohl die Beiträge gemäß diesen Grundsätzen möglichst sicher, rentabel, liquide und mit einer angemessenen Mischung und Streuung angelegt werden, unterliegen sie natürlich den Schwankungen am Kapitalmarkt. Aus diesem Grund kann der außerrechnungsmäßige Zins im Gegensatz zum rechnungsmäßigen Zins nicht garantiert werden. Er wird von uns in der Regel zu Beginn des neuen Versicherungsjahres bekannt gegeben und gilt für das jeweilige Jahr. Der rechnungsmäßige Zins ergibt zusammen mit dem außerrechnungsmäßigen Zins die sogenannte laufende Verzinsung des entsprechenden Jahres.
Eine Sonderform zwischen konventionellen kapitalbildenden Versicherungen und reinen fondsgebundenen Versicherungen bilden die Fondspolicen mit Garantie, wie zum Beispiel unsere Vorsorgeinvest mit Garantie. Bei dieser Produktlinie wird ein Teil der Sparbeiträge entsprechend den oben genannten Anlagegrundsätzen zur Erzielung der Ihnen im Versicherungsschein bzw. in der Wertbestätigung genannten Erlebensfallgarantie angelegt. Die hierfür nicht benötigten Beitragsteile investieren wir gemäß Ihren Vorgaben hingegen in Fonds.
Was bedeutet die Garantiewerttabelle in meiner Wertbestätigung?
Neben der Höhe der garantierten Todes- und Erlebensfallleistung finden Sie im Anhang zu Ihrer Wertbestätigung eine Garantiewerttabelle, der Sie die garantierten Rückkaufswerte bei Kündigung Ihrer Versicherung entnehmen können. Darüber hinaus haben Sie unter gewissen Voraussetzungen die Möglichkeit, Ihren Vertrag beitragsfrei weiterzuführen. Die sich hieraus ergebenden beitragsfreien Todes- und Erlebensfallsummen beziehungsweise die beitragsfreien Rentenhöhen sind ebenfalls in dieser Tabelle aufgeführt.
Wo finde ich die Fondswerte, Ablaufleistung und Ähnliches in der Wertbestätigung?
Ihrer jährlichen Wertbestätigung können Sie bei einer fondsgebundenen Versicherung einen stichtagsbezogenen Stand Ihres Vertragsguthabens entnehmen. Stichtagsbezogen bedeutet hierbei: Ihre Versicherung beginnt zum Beispiel am 1. Oktober eines Jahres. In diesem Fall gibt die Ihnen jährlich übersandte Wertbestätigung Ihr Vertragsguthaben zum 30. September des entsprechenden Jahres wieder.
Im oberen Teil Ihrer Wertbestätigung finden Sie direkt unter den allgemeinen Angaben (unter anderem Versicherungsnummer und namentliche Benennung des Versicherungsnehmers sowie der versicherten Person) die Höhe Ihres aktuellen Vertragsguthabens als Euro-Betrag. Dieses Vertragsguthaben unterteilt sich in:
das aktuelle Fondsguthaben zum jeweiligen Stichtag
sowie zusätzlich bei Einschluss einer (Beitrags-)Garantie Ihr Vertragsguthaben zur Sicherstellung dieser Garantie.
Bei fondsgebundenen Produkten mit Einschluss einer Garantie bilden beide Guthaben in der Summe Ihr derzeitiges Vertragsguthaben. Bei reinen fondsgebundenen Produkten steht hier die Höhe des aktuellen Fondsguthabens als Einzelposition.
Unmittelbar darunter geben wir als zusätzliche Information die von Ihnen gewählten Fonds an. Bei individueller Fondsauswahl finden Sie zusätzlich noch die Angabe, welche Fonds Sie in Ihr Altersvorsorgeprodukt mit der jeweiligen prozentualen Gewichtung eingeschlossen haben. Je nach Versicherungsprodukt geben wir hier neben der Fondsbezeichnung noch den Zusatz „"WKN“ an. Dieses Kürzel steht für den Begriff „Wertpapierkennnummer“. Die WKN besteht aus einer Ziffern- und/oder Buchstabenkombination und dient der Vereinfachung der Identifizierung von Wertpapieren. Jedes an einer deutschen Börse gehandelte Wertpapier beziehungsweise jeder Fonds ist mit einer individuellen WKN versehen.
Direkt neben der Fondsangabe sind die Anzahl Ihrer Fondsanteile sowie der entsprechende Fondskurs zum Wertbestätigungsstichtag angegeben. Das Fondsguthaben in Euro erhalten Sie durch Multiplikation Ihrer Fondsanteile mit dem jeweiligen Kurs.
Warum ist meine Dachfondsquote so niedrig?
Unsere fondsgebundenen Versicherungen mit dem Zusatz „Premium“ beinhalten immer eine endfällige Garantie zum Versicherungsablauf (= der in Ihrer Wertbestätigung angegebene vertraglich vereinbarte Abruftermin). Um diese Garantie zu erfüllen, führt das in unseren Produkten enthaltene Investmentmodell für unsere Kunden individuell und tagesaktuell ein Portfolio, welches neben der bereits erwähnten Garantie eine möglichst hohe Renditechance als Ziel hat. Ihr individuelles Fondsguthaben besteht also zum einen aus einer sogenannten Wertsteigerungskomponente (= Dachfonds), die in risikoreichere Anlagen wie zum Beispiel Aktien oder Aktienfonds investiert. Die Garantie wird auf der anderen Seite durch eine Werterhaltungs- beziehungsweise Kapitalschutzkomponente erreicht. Hierfür dienen unserem Investmentmodell eine oder mehrere auf Kapitalschutz ausgerichtete Renten- und Geldmarktfonds. Ob beziehungsweise in welcher Höhe zum Zeitpunkt der Übersendung Ihrer Wertbestätigung hierbei in diese wertsteigernde Dachfondsquote investiert wird, hängt von mehreren sich gegenseitig beeinflussenden Faktoren wie zum Beispiel der Kurs- und Zinsentwicklung an den Kapitalmärkten, der Restlaufzeit Ihres Premium-Vertrages sowie Ihrem individuellen Vertragsguthaben ab. Steigende Kurse und Zinsen, längere Laufzeiten und ein höheres Vertragsguthaben führen in der Regel zu einer höheren Dachfondsquote, gegenteilige Einflussfaktoren hingegen tendenziell zu einer höheren Rentenfondsquote.
Bitte beachten Sie hierbei, dass die Ihnen vorliegende Wertbestätigung lediglich eine Momentaufnahme Ihres derzeitigen Vertragsguthabens darstellt. Rentenversicherungsprodukte dienen in der Regel der eigenen Altersvorsorge und unterliegen einem langfristigen Ansparprozess. Unabhängig von der Höhe Ihrer stichtagsbezogenen kundenindividuellen Dachfondsquote haben Sie jedoch die Gewissheit, dass die von Ihnen eingezahlten Sparbeiträge nicht nur sicher, sondern auch möglichst rentabel angelegt sind.
Ablauf im Erlebensfall bei Renten- und Kapitalversicherungen
Wo finde ich in den Unterlagen die garantierte Rente/Erlebensfallsumme?
Die Höhe der garantierten Rente beziehungsweise Kapitalabfindung können Sie dem Versicherungsschein (Police) entnehmen. Mögliche Veränderungen des Versicherungsumfangs vor Rentenbeginn entnehmen Sie den übersandten Versicherungsnachträgen.
Wo finde ich den Wert der Rente mit Gewinn/Ablaufleistung?
In der Ablaufbenachrichtigung wird Ihnen als Versicherungsnehmer rechtzeitig vor Rentenbeginn die Gesamtrente (inklusive Überschussrente) beziehungsweise alternativ die Kapitalabfindung mitgeteilt.
Wo finde ich in den Unterlagen das Ablaufdatum?
Das Ablaufdatum beziehungsweise der Rentenbeginn kann dem Versicherungsschein, gegebenenfalls erstellten Nachträgen zur Versicherungspolice und der Ablaufbenachrichtigung an den Versicherungsnehmer entnommen werden.
Kann ich zwischen Rentenzahlung und Kapitalauszahlung wählen?
Im Falle einer Rentenversicherung wird Ihnen als Versicherungsnehmer zum Rentenbeginn eine lebenslange Rente zuzüglich Überschüssen ausgezahlt. Den Zeitpunkt der ersten Rentenzahlung können Sie Ihrem Versicherungsschein entnehmen.
Alternativ können Sie zum Fälligkeitstag eine Kapitalabfindung wählen. In diesem Fall muss bei Zurich jedoch bis spätestens zum Rentenbeginn eine gesonderte Willenserklärung eingegangen sein.
Eine Mischform aus Teilkapitalisierung und Restverrentung ist ebenfalls möglich. In jedem Fall ist der Originalversicherungsschein zum Auszahlungstermin vorzulegen.
Bei einer Rentenversicherung der Basisversorgung (Schicht 1) ist die Kapitalisierungsmöglichkeit ausgeschlossen. Bei der Riester-Rentenversicherung gibt es Einschränkungen. Einzelheiten hierzu finden Sie in Ihren Versicherungsbedingungen.
Rentengarantiezeit ist der Zeitraum, für den die vereinbarte Rente ab Beginn der Rentenzahlung in jedem Fall gezahlt wird, auch wenn die versicherte Person stirbt. Dabei werden die Renten zuzüglich Überschüsse an den oder die vom Versicherungsnehmer benannten Berechtigten gezahlt. Verstirbt der Versicherte nach Ablauf der vereinbarten Rentengarantiezeit, erlischt das Vertragsverhältnis ohne weitere Leistungen.
Wo finde ich Angaben zur Rentenlaufzeit?
Sofern Sie sich für eine Rentenversicherung entschieden haben und eine Rentenzahlung ab Rentenbeginn wählen, wird diese lebenslang in der vereinbarten Zahlweise entrichtet.
Wann werde ich über den Ablauf informiert?
Drei Monate circa vor dem eigentlichen Rentenbeginn/Ablauftermin erhalten Sie als Versicherungsnehmer eine Mitteilung über die garantierten und voraussichtlichen Leistungen (Rente und/oder Kapital).
Wie kann ich die Kapitalabfindung beantragen?
Anstelle der Rentenzahlung können Sie zum Fälligkeitstag eine Kapitalabfindung wählen. In diesem Fall muss bei Zurich jedoch bis spätestens zum Rentenbeginn eine gesonderte Willenserklärung eingegangen sein. (Nicht für die Basisrente möglich. Für die Riesterrente nur begrenzt.)
Wann muss ich den Lebensnachweis einreichen?
Sofern die Rentenzahlung gewählt wird, ist der sogenannte Lebensnachweis durch den Versicherungsnehmer zu erbringen. Diese Erklärung liegt der Ablaufmitteilung bereits bei und ist durch eine Behörde oder Ihren persönlichen Berater gesondert zu bestätigen.
Wird eine konventionelle Renten- oder Lebensversicherung vor dem vereinbarten Vertragsende oder dem Ende der Ansparphase durch Sie als Versicherungsnehmer gekündigt, dann wird das Vertragsguthaben ausgezahlt, sofern für den Todesfall eine Leistung vereinbart ist. Der Versicherungsnehmer hat bei einem positiven Vertragsguthaben einen Anspruch auf einen entsprechenden Rückkaufswert (§ 169 VVG).
Bei einer privaten Rentenversicherung der Basisversorgung (Schicht 1) ist die Auszahlung eines Rückkaufswertes gesetzlich ausgeschlossen. Bei einer Kündigung wird der Vertrag beitragsfrei fortgeführt.
Bei einer geförderten „Riester-Rentenversicherung“ sind im Falle eines Rückkaufes die empfangenen Zulagen und Steuergutschriften zurückzuerstatten.
Wird bereits zu Lebzeiten durch Zurich eine Leibrente gezahlt (Rentenbezugsphase), ist eine Kündigung mit Rückkauf der Versicherung vertraglich nicht vorgesehen. Ausnahme: eine einmalige Teilentnahme.
Die Kündigung des Vertrages kann für Sie als Versicherungsnehmer nachteilig sein. In den ersten fünf Jahren der Versicherungsdauer wird das Vertragsguthaben durch Abschluss- und Vertriebskosten belastet. Dadurch ist der Rückkaufswert im Verhältnis zu den eingezahlten Beiträgen relativ niedrig. Zusätzlich wird ein Teil des Bruttobeitrags als Risikoprämie für das versicherte Risiko (zum Beispiel Tod) verwendet.
Die Kündigung des Vertrages vor dem Beginn der Rentenzahlung ist jederzeit zum Ende der Versicherungsperiode möglich. Frühestens zum Ende des ersten Versicherungsjahres kann die vollständige oder teilweise Auszahlung eines Rückkaufswertes beantragt werden.
In Abhängigkeit vom jeweiligen Versicherungsvertrag entnehmen Sie bitte die Angabe zu weitergehenden Kosten bei Rückkauf den Allgemeinen Versicherungsbedingungen.
In der aktuellen Tarifgeneration (Stand 01/2017) werden folgende Beiträge in Abzug gebracht:
Bei Versicherungen gegen laufenden Beitrag 250 EUR. Der Abzug entfällt, wenn zum Wirksamkeitsdatum der Kündigung die versicherte Person das 62. Lebensjahr vollendet hat oder der Vertrag über mehr als 20 Jahre bestanden hat.
Bei Versicherungen gegen Einmalbeitrag 6,5 % des Guthabens, höchstens 750 EUR. Der Abzug entfällt, wenn zum Wirksamkeitsdatum der Kündigung die versicherte Person das 62. Lebensjahr vollendet hat.
Vorsorgeinvest und Vorsorgeinvest Premium
Abzug in Höhe von 250 EUR. Der Abzug entfällt, wenn zum Wirksamkeitsdatum der Kündigung die versicherte Person das 62. Lebensjahr vollendet hat oder der Vertrag über mehr als 20 Jahre bestanden hat.
Es wird der Unterschiedsbetrag zwischen der fälligen Versicherungsleistung (Rückkaufswert) und der Summe der darauf entrichteten Beiträge ermittelt. Dies ist der zu versteuernde Ertrag. Hierauf werden 25 Prozent Kapitalertragsteuer zuzüglich 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer erhoben (Abgeltungsteuer).
Wird nach Ablauf von zwölf Jahren und nach Vollendung des 62. Lebensjahres (beziehungsweise das vollendete 60. Lebensjahr, Versicherungsbeginn zwischen 2005 und 2011) des steuerpflichtigen Empfängers zurückgekauft, ist nur der hälftige Unterschiedsbetrag (Wertzuwachs) steuerpflichtig. Bei Auszahlung der Leistung sind 25 Prozent Kapitalertragssteuer zzgl. 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer auf den vollen Unterschiedsbetrag einzubehalten und an das Finanzamt abzuführen. Im Rahmen der Einkommenssteuerveranlagung kann die Anrechnung der abgeführten Kapitalertragssteuer beantragt werden.
Sofern der Rückkaufswert aus einem vor dem 1. Januar 2005 abgeschlossenen Vertrag stammt, sind die enthaltenen Erträge nicht steuerpflichtig. Zusätzlich sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen:
Mindestbeitragszahldauer von 5 Jahren
Mindestversicherungsdauer von 12 Jahren zum Auszahlungszeitpunkt
ein garantierter Mindesttodesfallschutz > = 60 % der Beitragssumme (Kapitallebensversicherung)
Benötige ich für die Steuererklärung eine Beitragsbescheinigung, um den Sonderausgabenabzug geltend zu machen?
Aufgrund einer gesetzlichen Neuregelung ist der bisherige Nachweis in Papierform bei uns ab dem Beitragsjahr 2011 entfallen. Wir als Anbieter melden die von Ihnen geleisteten Altersvorsorgebeiträge elektronisch an die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA). Die ZfA leitet die Daten anschließend an Ihr Finanzamt weiter. Den Sonderausgabenabzug beantragen Sie weiterhin wie gewohnt mit Ihrer Einkommensteuererklärung (Formular Anlage AV).
Die Höhe Ihrer Altersvorsorgebeiträge können Sie Ihren Kontoauszügen entnehmen oder bei uns anfragen. Sie finden diese Angabe aber auch in der Bescheinigung nach § 92 EStG für das entsprechende Jahr, die Sie im Frühjahr von uns erhalten.
Beim Einreichen Ihrer Steuererklärung an das zuständige Finanzamt muss die Bescheinigung nach § 92 EStG nicht beigelegt werden. Sie ist lediglich für Ihre Unterlagen bestimmt.
Unter dem folgenden Link finden Sie unsere Ausfüllhilfe zur Steuererklärung:
> Ausfüllhilfen Riester-Zulagenantrag
Seit 2008 beträgt die Höhe der Grundzulage 154 EUR. Die Höhe der Kinderzulage beträgt seitdem für jedes vor dem 1. Januar 2008 geborene Kind 185 EUR. Für jedes ab dem 1. Januar 2008 geborene Kind beträgt die Kinderzulage 300 EUR.
Beachten Sie bitte, dass die Höhe der Zulage sich nach der Höhe des Eigenbeitrags richtet. Das bedeutet, wer den Mindesteigenbeitrag einzahlt, erhält die staatliche Zulage in voller Höhe; ansonsten wird diese von der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) anteilig gewährt.
Wenn Sie eine Berechnung des Mindesteigenbeitrags wünschen, wenden Sie sich bitte an Ihren Außendienstberater/Bankberater.
Wann erhalte ich das jährliche Informationspaket (u. a. mit der §92-Bescheinigung und Wertbestätigung)?
Wir verschicken das jährliche Informationspaket im Frühjahr. Der Versand erfolgt stufenweise etwa im Zeitraum März bis April. Es handelt sich um einen automatischen Versand, aus diesem Grund kann dieser auf individuelle Anfrage nicht vorgezogen werden.
Ist eine Kündigung meines Altersvorsorgevertrages möglich und welche Fristen muss ich beachten?
Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass eine Kündigung des Altersvorsorgevertrages mit Nachteilen verbunden ist. Grundsätzlich ist sie jedoch möglich.
Eventuell gewährte staatliche Zulagen sowie eventuell gewährte Steuerermäßigungen müssen aus Ihrem Vertragsguthaben an die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) zurückerstattet werden, da es sich nach § 93 Abs. 1 EStG bei einer Kündigung um eine schädliche Verwendung des Vertrages handelt. Zusätzlich können unter Umständen Bearbeitungsgebühren entstehen.
Die Kündigungsfrist kann abhängig vom Tarif bis zu einem Kalendermonat zum Quartalsende betragen.
Wir beraten Sie gerne, wie Sie Ihre Versicherung in gleicher oder gegebenenfalls geänderter Form fortführen können. Beispielsweise kann die Beitragszahlung für einen bestimmten Zeitraum ruhen (Beitragsfreistellung) oder der Beitrag reduziert werden.
Ich habe meinen Altersvorsorgevertrag bereits gekündigt. Wann erfolgt die Auszahlung?
Aufgrund der Kurswertfeststellung zum Kündigungstermin sowie eventueller Rückforderungen der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen aus Ihrem Vertragsguthaben, erfolgt die Auszahlung des Rückkaufswertes ungefähr 21 Tage nach dem Kündigungstermin.
Wie kann ich die Geburt meines Kindes und/oder andere Änderungen in Bezug auf die Zulagenbeantragung anzeigen?
Änderungen, die die Zulagenbeantragung betreffen, darunter auch die Beantragung der Kinderzulage für neu geborene Kinder, werden uns mit dem Datenkontrollblatt für das entsprechende Zulagenjahr mitgeteilt. Das Datenkontrollblatt wird mit dem jährlichen Informationspaket im Frühjahr verschickt.
Für die Beantragung der Kinderzulage sind folgende Angaben erforderlich: Vor- und Nachname des Kindes, Geburtsdatum, Familienkassen (Kindergeldstelle), Kindergeldnummer, Vor- und Nachname des Kindergeldberechtigten. Bei Übertragung der Kinderzulage auf den Ehemann, ist die Zustimmung der Ehefrau unbedingt notwendig.
Kann ich die Beitragszahlung für einen bestimmten Zeitraum ruhen lassen (Beitragsfreistellung)?
Ja, sie können Ihren Altersvorsorgevertrag beitragsfrei stellen. Schicken Sie uns bitte hierzu eine formlose schriftliche Mitteilung zu.
Bitte bedenken Sie, dass Sie durch die Einstellung der Beitragszahlung einen Teil Ihrer künftigen Rentenanwartschaften verlieren. Außerdem können Sie nur dann die volle staatliche Zulage erhalten, wenn Sie den erforderlichen Mindesteigenbeitrag leisten.
Kann ich meinen Beitrag reduzieren?
Sie können den Beitrag jederzeit reduzieren, beachten Sie dabei jedoch bitte den tariflichen Mindestbeitrag.
Darüber hinaus sollten Sie vor Augen haben, dass sich die Höhe der Zulage nach der Höhe des Eigenbeitrags richtet. Das bedeutet: Wer den Mindesteigenbeitrag einzahlt, erhält die staatliche Zulage in voller Höhe; ansonsten wird diese von der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) nur anteilig gewährt.
Bitte wenden Sie sich diesbezüglich am besten vorab an Ihren Außendienstmitarbeiter/Bankberater. Anschließend schicken Sie uns bitte hierzu eine formlose schriftliche Mitteilung zu.
Wie kann ich Beitrags- oder Kontoänderungen übermitteln?
Beitrags- oder Kontoänderungen senden Sie bitte in formloser schriftlicher Form an unsere E-Mail-Adresse: epost@zurich.com oder schicken Sie uns ein Fax an die Nummer: +49 (0)228 268-7777.
Bitte denken Sie daran, bei Ihrer Korrespondenz immer die Versicherungsnummer anzugeben.
Arbeitnehmer, die in der inländischen gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind
Beamte, Berufssoldaten und Soldaten auf Zeit
geringfügig Beschäftigte, wenn sie auf die Versicherungsfreiheit verzichten
Selbstständige, wenn sie „kraft Gesetzes“ pflichtversichert sind
Mütter oder Väter während der ersten drei Lebensjahre ihres Kindes (die sogenannte „Kindererziehungszeit“)
Bezieher von Lohnersatzleistungen wie zum Beispiel Krankengeld oder Arbeitslosengeld I und II
in der LAK pflichtversicherte Landwirte
Empfänger von Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit oder Erwerbsunfähigkeit
Die Förderung besteht aus der sogenannten Grundzulage und eventuellen Kinderzulagen. Die gesamten Altersvorsorgebeiträge (Eigenbeitrag plus Zulagen) können darüber hinaus als Sonderausgaben gemäß § 10a EStG bei der Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden.
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um die volle Riester-Förderung zu erhalten?
Sie müssen zum geförderten Personenkreis gehören.
Um die Kindergeldzulage zu erhalten, muss für die Kinder (noch) Kindergeld bezogen werden.
Es muss ein zertifizierter Altersvorsorgevertrag abgeschlossen sein.
Auf diesen Altersvorsorgevertrag muss der Mindesteigenbetrag eingezahlt sein.
Die Zulagen müssen beim Produktanbieter beantragt werden (vereinfachtes Dauerzulagenverfahren möglich).
Die Anlage AV muss mit der Steuererklärung eingereicht werden.
Was passiert, wenn ich die Beitragszahlungen zur Förderrente unterbreche?
Die Beitragszahlung ruhen zu lassen, ist ein Recht, das Ihnen Ihr Anbieter ausdrücklich einräumen muss. Andernfalls würde das Produkt kein Zertifikat erhalten. Wenn Sie während eines laufenden Sparjahres unterbrechen, erhalten Sie unter Umständen nicht die volle staatliche Förderung, weil Ihr Jahresbeitrag eventuell den erforderlichen Mindesteigenbeitrag nicht erreicht. Bereits erhaltene Zulagen müssen aber nicht zurückgezahlt werden.
Was passiert im Sterbefall mit meinen privaten Einzahlungen?
Auszahlung des aktuellen Guthabens, wobei die staatliche Förderung zurückgezahlt werden muss
Verrentung des Kapitals (bei einem nach Rückzahlung der staatlichen Förderung verbleibenden Vertragsguthaben von mindestens 10.000 EUR)
Anrechnung auf bestehende zertifizierte Altersvorsorgeverträge (für Ehegatten/ Lebenspartner und kindergeldberechtigte Kinder förderunschädlich, ansonsten muss die staatliche Förderung zurückgezahlt werden)
Umwandlung in eine Waisenrente an das Kind des Versicherungsnehmers (förderunschädlich)
Umwandlung in eine lebenslange Hinterbliebenenrente an den Ehegatten/Lebenspartner (förderunschädlich)
Während der Rentengarantiezeit:
Personen können das Guthaben, welches für die bis zum Ende der Rentengarantiezeit noch ausstehenden Zahlungen zur Verfügung steht, auf einen auf den Namen des überlebenden Ehegatten/eingetragenen Lebenspartners lautenden zertifizierten Altersvorsorgevertrag übertragen. Dabei kann es sich auch um einen zu diesem Zweck neu abgeschlossenen Vertrag handeln (Höchsteintrittsalter beachten). Bei unbeschränkt steuerpflichtigen und nicht dauernd getrennt lebenden Ehegatten/eingetragenen Lebenspartnern entfällt dann die Rückzahlungsverpflichtung der erhaltenen Förderung. Das Guthaben kann auch wie folgt in Anspruch genommen werden:
als einmalige Kapitalauszahlung (förderschädlich, Abzug der erhaltenen Förderung)
als Anrechnung auf bestehende zertifizierte Altersvorsorgeverträge für Ehegatten/eingetragene Lebenspartner (förderunschädlich)
als lebenslange Hinterbliebenenrente an den Ehegatten/eingetragenen Lebenspartner (förderunschädlich)
als abgekürzte Waisenrente bei „Kindergeldkindern“ (förderunschädlich)
als lebenslange oder abgekürzte Leibrente für Dritte (förderschädlich, bei einem nach Rückzahlung der staatlichen Förderung verbleibenden Vertragsguthaben von mindestens 10.000 EUR)
Ab welchem Einkommen gibt es eine Zulage?
Um die volle Zulage zu erhalten, ist es notwendig, den Mindesteigenbeitrag zu leisten. Die Einkommenshöhe ist für die Zulage unerheblich, sie wird zur Berechnung des Mindesteigenbeitrags herangezogen.
Richtet sich der Beitrag zur Förderrente nach dem Brutto- oder Nettolohn?
Der Beitrag, den Sie zu zahlen haben, richtet sich nach dem rentenversicherungspflichtigen Jahresbruttoeinkommen des Vorjahres. Zu diesem Einkommen zählen auch Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie der AG-Anteil zu den vermögenswirksamen Leistungen.
Ich beziehe Arbeitslosengeld und habe Schulden. Macht eine Förderrente dann noch Sinn oder wird das Geld gepfändet?
Die geförderten Beiträge im Rahmen einer Förderrente können nicht gepfändet und bei Beantragung von Arbeitslosengeld II nicht als Vermögen angerechnet werden.
Besserverdienende erhalten unter Umständen über die Zulagenförderung hinaus einen Steuervorteil durch den Sonderausgabenabzug. Die Zulage wird der Förderrente gutgeschrieben. Was passiert mit der Steuererstattung?
Die Steuererstattung steht Ihnen zur freien Verfügung.
Wenn ich die Zulage erhalte und zusätzlich den Beitrag plus Zulage als Sonderausgabe abziehen kann – werde ich dann nicht „doppelt“ gefördert?
Nein. Sie können zwar die Summe aus Ihren Eigenbeiträgen plus Zulagen als Sonderausgaben von der Steuer abziehen. Die Steuerrückerstattung wird um die zu erhaltende Zulage gekürzt.
Ich bin Hausfrau/Hausmann, habe einen eigenen Riester-Vertrag mit „abgeleiteter“ Zulage und möchte mich von meinem Ehepartner/eingetragenen Lebenspartner trennen. Was passiert mit meinem Zulagenanspruch?
Sie haben keinen Zulagenanspruch mehr. Es sei denn, Sie nehmen eine rentenversicherungspflichtige Beschäftigung auf und zählen somit zum unmittelbar förderberechtigten Personenkreis oder Sie heiraten wieder. Der neue Partner, sofern förderberechtigt, versetzt Sie mit seinem Riester-Vertrag wieder in den Zustand des „abgeleiteten Zulagenanspruchs“. Wenn Sie einen Minijob aufnehmen, können Sie auf die Versicherungsfreiheit verzichten. Auch dann wären Sie unmittelbar zulagen- und zum Sonderausgabenabzug berechtigt.
Kann ich als nicht berufstätige/r Freund/in meines Partners – er/sie ist Arbeitnehmer/in – einen Riester-Vertrag mit „abgeleitetem“ Zulagenanspruch abschließen?
Nein. Die sogenannte „abgeleitete“ Zulagenberechtigung gilt nur für Ehepartner/eingetragene Lebenspartner.
Muss bei der Einkommensteuererklärung jeder Ehepartner/eingetragene Lebenspartner eine AV-Anlage abgeben?
Jeder Ehepartner/Lebenspartner mit einem eigenen Altersvorsorgevertrag muss eine eigene Anlage AV abgeben. Dies gilt auch dann, wenn einer der Eheleute/Lebenspartner nur einen „"abgeleiteten“ Zulagenanspruch hat. Das Finanzamt muss wissen, ob zwei Zulagen bei der Günstigerprüfung abzuziehen sind und ob der Mindesteigenbeitrag für den unmittelbar Begünstigten korrekt berechnet ist.
Ich bin verheiratet, mein/e Frau/Mann ist nicht berufstätig. Bekomme ich trotzdem zweimal Grundzulage?
Ja, wenn Ihr/e Frau/Mann einen eigenen, auf ihren/seinen Namen lautenden Fördervertrag abschließt. Für Ihren eigenen Vertrag müssen Sie außerdem den sogenannten Mindesteigenbeitrag bezahlen. Er berechnet sich nach dem Vorjahreseinkommen und dem Prinzip der „"Familienbetrachtung“.
Wie lange wird die Kindergeldzulage gezahlt?
Nur so lange, wie für das Kind auch Kindergeld bezahlt wird – also längstens bis zum 25. Lebensjahr, wenn sich das Kind bis dahin in der Ausbildung befindet.
Wer erhält bei verheirateten Eltern die Kindergeldzulage? Was ist zu beachten, wenn die Eltern nicht verheiratet sind?
Bei verheirateten Eltern erhält grundsätzlich die Mutter die Kinderzulage. Es spielt dann keine Rolle, wem das Kindergeld tatsächlich ausgezahlt wird. Auch wenn der Vater das Kindergeld bekommt, geht die Kinderzulage an die Mutter. Nur auf Antrag beider Eltern wird die Kinderzulage an den Vater ausbezahlt. Mittels Dauerzulagenvollmacht gilt dies bis auf Widerruf und ohne Erteilung einer Dauerzulagenvollmacht gilt dies immer nur für ein Jahr. Sind die Eltern nicht verheiratet, leben sie getrennt oder sind geschieden, bekommt der Elternteil die Kinderzulage, an den das Kindergeld ausgezahlt wird.
a) Beide Elternteile leben nicht in einem gemeinsamen Haushalt: Das Kindergeld wird an denjenigen ausgezahlt, in dessen Haushalt das Kind lebt.
b) Beide Elternteile leben in einem gemeinsamen Haushalt: In diesem Falle müssen die Eltern untereinander festlegen, wer das Kindergeld ausgezahlt bekommt. Im Streitfall entscheidet das Vormundschaftsgericht.
Ich habe mit meinem Freund/meiner Freundin ein gemeinsames Kind, wir sind aber nicht verheiratet. Worauf ist zu achten, wenn nur einer von beiden einen Riester-Vertrag abschließen möchte?
Will nur ein Elternteil einen Altersvorsorgevertrag abschließen, sollten Sie darauf achten, dass auch dieser Elternteil das Kindergeld ausgezahlt bekommt. Sonst verschenken Sie die Kinderzulage!
Warum zählt man als Vater oder Mutter in den ersten drei Lebensjahren des Kindes zum Kreis der unmittelbar förderberechtigten Personen?
Die ersten drei Lebensjahre Ihres Kindes nennt man Kindererziehungszeiten. Während der Kindererziehungszeit ist man in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert. GRV-Pflichtversicherte sind unmittelbar förderberechtigt.
Ab dem 1. Januar 2015 sind wir als Versicherungsgesellschaft verpflichtet, bei kapitalertragsteuerpflichtigen Auszahlungen aus Lebensversicherungen und Unfallversicherungen mit garantierter Beitragsrückzahlung oder bei der Gutschrift von Depotzinsen neben der Kapitalertragsteuer und dem Solidaritätszuschlag auch die Kirchensteuer direkt einzubehalten und an das Finanzamt abzuführen. Bisher musste die Kirchensteuer nur auf Kundenwunsch direkt von den Finanzinstituten abgeführt werden, ansonsten erfolgte die Veranlagung wie gewohnt über die Einkommensteuererklärung.
Kirchensteuerpflichtig sind nur die Personen, die einer steuererhebenden Religionsgemeinschaft angehören.
Wie erfährt Zurich die Religionszugehörigkeit?
Durch eine elektronische Abfrage beim Bundeszentralamt für Steuern im Rahmen einer kapitalertragsteuerpflichtigen Auszahlung, zu Beginn einer Vetragsbeziehung oder bei Kundenwunsch.
Kann ich als Bürger die Abfrage der Religionszugehörigkeit verhindern?
Sie können einen Sperrvermerk beim Bundeszentralamt für Steuern setzen lassen. Bei der elektronischen Abfrage wird dann keine Auskunft über die Religionszugehörigkeit erteilt.
Wie beantrage ich den Sperrvermerk?
Sie können den Sperrvermerk nicht direkt bei uns beantragen, sondern nur beim Bundeszentralamt für Steuern. Durch einen Klick auf den unten angegebenen Link gelangen Sie unter der Rubrik „Formulare“ zu einem Vordruck für den Widerspruch. Sie können dieses Formular auch telefonisch unter +49 (0)228 406-1240 oder schriftlich beim Bundeszentralamt für Steuern, An der Küppe 1, 53225 Bonn anfordern.
http://www.bzst.de/DE/Steuern_National/Kirchensteuer/Formulare_und_Links/Formulare_und_Links_node.html
Wann muss ich den Sperrvermerk beantragen?
Der Antrag auf einen Sperrvermerk oder ein späterer Widerruf muss ca. 3 Monate vor der elektronischen Abfrage beim Bundeszentralamt für Steuern eingegangen sein, damit die Weitergabe der Daten unterbleibt.
Für die jährliche Versteuerung der Depotzinsen (sofern ein Beitragsdepot besteht) muss der Sperrvermerksantrag bis zum 30. Juni beim Bundeszentralamt für Steuern vorliegen.
Wie lange ist der Sperrvermerk gültig?
Der Widerspruch gegen die Weitergabe der Daten gilt bis auf Widerruf.
Kann ich den Sperrvermerk widerrufen?
Wenn der automatische Kirchensteuerabzug später wieder gewünscht wird, kann der Sperrvermerk beim Bundeszentralamt für Steuern widerrufen werden.
Wie wird die Kirchensteuer erhoben, wenn ein Sperrvermerk beantragt wurde?
Die Kirchensteuer wird im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung erhoben. Das Bundeszentralamt für Steuern informiert das Wohnsitz-Finanzamt über den Sperrvermerk, sodass dort bekannt ist, dass die Kirchensteuer nicht über das automatisierte Verfahren einbehalten wurde.
Hier finden Sie weitere Informationen zur Kirchensteuer.
Rechtssprechung zu Widerspruchsrecht und Policenmodell
Von 1995 bis 2007 sah das deutsche Versicherungsvertragsrecht (VVG) das sogenannte Policenmodell als Verfahren zum Abschluss von Versicherungsverträgen vor. Danach stellte der Kunde einen Versicherungsantrag; er erhielt die Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) und weitere Informationen aber erst mit der Police. Bis 30 Tage nach deren Erhalt konnte er dem Vertragsschluss widersprechen. Wenn der Kunde keine oder nur unvollständige Unterlagen erhalten hatte, konnte er bis ein Jahr nach Zahlung des ersten Beitrags widersprechen. Danach bestand kein Widerspruchsrecht mehr. Diese Regelung findet sich in § 5a Abs. 2 Satz 4 VVG a. F. wieder. Zum 1. Januar 2008 wurde das „Policenmodell“ aufgrund gesetzlicher Änderungen abgeschafft.
Widerspruchsrecht bei fehlerhafter Widerspruchsbelehrung
Der Europäische Gerichtshof hatte im Dezember 2013 entschieden, dass die Regelung des deutschen Rechts, wonach das Widerspruchsrecht beim Policenmodell ein Jahr nach Zahlung des ersten Beitrags erlischt, europarechtswidrig ist. Der Bundesgerichtshof hatte sich am 7. Mai 2014 damit befasst, welche Folgen sich aus einem Widerspruch in diesen Fällen ergeben. Dabei hatte er Fälle betrachtet, in denen nicht richtig über das Widerspruchsrecht belehrt worden ist. Das Widerspruchsrecht besteht dann grundsätzlich auch noch Jahre nach Vertragsabschluss.
Der BGH hatte sich nicht festgelegt, in welcher Höhe dem Kläger Rückzahlungsansprüche zustehen.
Rückzahlungsansprüche bei fehlerhafter Widerspruchsbelehrung
Erst in seiner Entscheidung vom 29.07.2015 hat sich der BGH mit der Frage befasst, wie Versicherungsverträge rückabzuwickeln sind, bei denen nicht richtig über das Widerspruchsrecht belehrt wurde. Einerseits hat der Versicherungsnehmer Anspruch auf Rückerstattung der eingezahlten Beiträge, andererseits darf das Versicherungsunternehmen hiervon Kosten abziehen. Hierzu zählen unter anderem die sogenannten Risikokosten für den gewährten Versicherungsschutz. Der BGH hat am 29.07.2015 zusätzlich geprüft, ob im Rahmen der bereicherungsrechtlichen Rückabwicklung noch weitere Kosten in Abzug zu bringen sind und wie der Rückzahlungsbetrag zu verzinsen ist. Im Hinblick auf die Rückgewährungsansprüche des Versicherungsnehmers hat der BGH folgende Entscheidungen getroffen:
Ein Abzug in Bezug auf den Risikoanteil der gezahlten Prämien ist vorzunehmen
Ein Abzug von Verwaltungs- und Abschlusskosten kommt nicht in Betracht
Vom Versicherer sind Nutzungen herauszugeben, die vom Versicherer tatsächlich aus den eingezahlten Beiträgen gezogen wurden. Die Beweislast hier liegt beim Versicherungsnehmer.
Bei der Rückabwicklung eines bereits gekündigten Vertrages muss sich der Versicherungsnehmer ggf. einbehaltene und an das Finanzamt abgeführte Kapitalertragssteuer nebst Solidaritätszuschlag als Vermögensvorteil anrechnen lassen.
Am 14.10.2015 hat der BGH über weitere Fragen zum Thema Rückgewährsansprüche zu Lebensversicherungsverträgen verhandelt, bei denen nicht richtig über das Widerspruchsrecht belehrt wurde. Der BGH hat hierzu mit Urteil vom 11. November 2015 entschieden, dass bei der bereicherungsrechtlichen Rückabwicklung einer fondsgebundenen Lebensversicherung nach Widerspruch gem. gemäß § 5a VVG a. F. der Versicherungsnehmer sich bereicherungsmindernd anrechnen lassen muss, wenn die Fonds Verluste erwirtschaftet haben. Der BGH begründet dies damit, dass für den Versicherungsnehmer die mit Gewinnchancen aber auch mit Verlustrisiken behaftete Kapitalanlage ein wesentlicher Gesichtspunkt sei, sich für ein derartiges Produkt zu entscheiden. Daher sei es gerechtfertigt, ihm das Verlustrisiko auch dann zuzuweisen, wenn der Versicherungsvertrag nicht wirksam zustande gekommen sei und rückabgewickelt werden müsse.
Mit demselben Urteil hat der BGH herausgearbeitet, dass der Versicherungsnehmer im Falle der Rückabwicklung vom Versicherer nur tatsächlich gezogene Nutzungen herausverlangen dürfe und er seinen Tatsachenvortrag nicht ohne Bezug zur Ertragslage des jeweiligen Versicherers auf eine tatsächliche Vermutung einer Gewinnerzielung in bestimmter Höhe stützen könne.
Darüber hinaus hat der BGH klargestellt, dass für Nutzungsersatzansprüche Prämienanteile, die auf die Abschlusskosten entfallen außer Betracht bleiben. Auch hinsichtlich des Verwalungskostenanteils der Prämien könne nicht vermutet werden, dass die Beklage Nutzungen in bestimmter Höhe erzielt habe. Dem Versicherungsnehmer stehe daher bei kapitalbildenden Lebensversicherungen als tatsächlich gezogene Nutzung nur der mit der Anlage des Sparanteils erzielte Gewinn zu.
Policenmodell ist europarechtskonform - kein "ewiges" Widerspruchsrecht bei korrekter Widerspruchsbelehrung
Bereits am 16.07.2014 hat der BGH darüber befunden, ob sich ein Versicherungsnehmer, der zutreffend über sein Widerspruchsrecht belehrt wurde, auf eine etwaige Europarechtswidrigkeit des Policenmodells als solchem berufen kann. Der BGH hat dies verneint. Zudem hat der BGH herausgestellt, dass unbeschadet dessen nach seiner Überzeugung das Policenmodell europarechtskonform sei. Wir begrüßen dieses Ergebnis, weil es einen Schlussstrich unter eine jahrelange Unsicherheit zieht, die Justiz und Unternehmen in den letzten Jahren erheblich belastet hat. Mit der Entscheidung wurde nun klargestellt, dass einem Versicherungsnehmer, der zutreffend über sein Widerspruchsrecht belehrt wurde, kein jahrelanges Widerspruchsrecht zusteht.
Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat zwei Verfassungsbeschwerden gegen Urteile des Bundesgerichtshofs zum sogenannten Policenmodell nicht zur Entscheidung angenommen. Es ging im Kern um die Frage, ob der BGH seine Kompetenzen überschritten hat, indem er ein im Gesetz nicht vorgesehenes "ewiges" Widerspruchsrecht etabliert hat, obwohl der Gesetzgeber das Erlöschen des Widerspruchsrechts gemäß § 5a Abs. 2 Satz 4 VVG a. F. ein Jahr nach Zahlung der ersten Prämie vorgesehen hatte. Diese Regelung zum Erlöschen war wegen EU-Rechtswidrigkeit bekanntlich unwirksam. Das BVerfG hat die Schließung der so entstandenen Lücke im Gesetz durch das "ewige" Widerrufsrecht als verfassungsrechtlich "vertretbar" bewertet. Im Beschluss vom 14.07.2016 führt das BVerfG aus, dass die vom BGH im Wege der richtlinienkonformen Auslegung vorgenommene Einschränkung des Anwendungsbereichs von § 5a Abs. 2 Satz 4 VVG a. F. verfassungsrechlich nicht zu beanstanden sei.
Der Staat fördert die private Altersvorsorge. Dies gilt für Riester-Rente und Basisrente jedoch in unterschiedlichem Umfang.
Mit den jüngsten Rentenreformen hat der Gesetzgeber beschlossen: Der Staat fördert die private Altersvorsorge mit Zulagen und gewährt einen Sonderausgabenabzug bis zu den Förderhöchstgrenzen.
Seit 2008 können alle Arbeitnehmer, die als Pflichtversicherte in die inländische gesetzliche Rentenversicherung oder in die Alterssicherung der Landwirte einzahlen, 4 Prozent ihres Vorjahresbruttoeinkommens bis zu einem Förderhöchstbetrag von derzeit 2.100 EUR p. a. in förderfähige Altersvorsorgeprodukte investieren. Die staatliche Förderung der privaten Altersvorsorge gilt auch für Beamte, Richter, Soldaten sowie Arbeiter und Angestellte des öffentlichen Dienstes.
Überblick: Zulagen und Förderhöchstbetrag
Jahr Gesamtsparbetrag zur Ausschöpfung der vollen Zulage1 Grundzulage p. a.2 in EUR Kinderzulage p. a.3 in EUR Förderhöchstbetrag p. a. in EUR
seit 2008 4 % 154
1 Summe aus Eigenleistung sowie aus Grund- und Kinderzulage in Prozent des rentenversicherungspflichtigen
Vorjahresbruttoeinkommens
2für Alleinstehende, bei Verheirateten wird die Zulage verdoppelt
3je Kind, für das der Berechtigte Kindergeld erhält
4bis zum 31. Dezember 2007 geborene Kinder
5ab dem 01. Januar 2008 geborene Kinder
Eine Familie mit zwei Kindern (vor dem 1. Januar 2008 geboren), ein Berufstätiger, 36.000 EUR Bruttoeinkommen, Ehepartner nicht berufstätig (mittelbar Zulagenberechtigter): Die Förderquote liegt bei stattlichen 43 Prozent:
Beispiel 1 in EUR in EUR
Bruttoeinkommen 36.000
Bruttobeitrag 1. Person (4 % von 36.000) 1.440
Beitrag 2. Person 120
/. Grundzulage 1. Person 154
/. Grundzulage 2. Person 154
/. Kinderzulage (2 x 185) 370
= Eigenbetrag 882
Förderquote ca. 43 %
Der Gesamtbetrag aus Eigenanteil und Zulage ist darüber hinaus bis zu einem Höchstbetrag als Sonderausgabe bei der Einkommensteuer abzugsfähig.
Der Höchstbetrag wurde bis 2008 stufenweise erhöht. Bei der persönlichen Einkommensteuerveranlagung prüft das Finanzamt, ob die Steuerersparnis größer als die staatliche Zulage ist. Ist dies der Fall, erstattet das Finanzamt die Differenz zwischen der höheren Steuerersparnis und der niedrigeren, bereits gezahlten Zulage.
Mit Wohn-Riester schon heute für morgen sparen
Ganz gleich, ob Haus oder Wohnung – die eigenen vier Wände werden vom Staat jetzt als Altersvorsorge anerkannt und gefördert. Wer mit einer Riester-Rentenversicherung fürs Alter spart, sichert sich nicht nur eine garantierte lebenslange Rente, sondern kann das angesparte Kapital auch für die Anschaffung und den Bau von selbstgenutztem Wohneigentum einsetzen.
Mit dem Alterseinkünftegesetz (AltEinkG) wurde 2005 die Basisrente eingeführt. Die staatlich geförderte Basisrente ist seitdem die richtige Wahl für alle, die auf eine verlässliche und steuerlich attraktive Form der Altersvorsorge zurückgreifen wollen.
So funktioniert die steuerliche Förderung
Die Beiträge zur Basisrente werden beim Finanzamt als Sonderausgaben bei der Ermittlung des zu versteuernden Einkommens berücksichtigt. Und zwar bis zur gesetzlichen Höchstgrenze 2016 in Höhe von 22.767 EUR (Ledige)*. Bei zusammen veranlagten Ehegatten verdoppelt sich dieser Betrag sogar auf 45.534 EUR*.
* Höchstgrenze für steuerliche Abzugsfähigkeit (unter anderem inklusive Beiträgen zur Basisrente, AN- und AG-Anteil zur GRV, Beiträgen zu berufsständischen Versorgungseinrichtungen). In bestimmter Konstellation gilt ein gekürzter Höchstbeitrag. Einzelfallprüfung erforderlich.
Die Steuerersparnis steigt von Jahr zu Jahr
Das Volumen an steuerlich abzugsfähigen Vorsorgeaufwendungen nimmt jährlich zu. Im Jahr 2016 können Sie schon 82 Prozent der Beiträge zur Basisrente steuerlich geltend machen. Und der Prozentsatz steigt jährlich um zwei Prozentpunkte an – bis im Jahr 2025 100 Prozent erreicht sind.
Dafür werden die Rentenleistungen später nachgelagert mit dem zum Renteneintritt geltenden persönlichen Steuersatz besteuert. Der zu versteuernde Anteil der Rente erhöht sich hierbei bis zum Jahr 2040 schrittweise auf 100 Prozent.
Zur Nutzung der staatlichen Förderung im Rahmen der Basisrente bietet Ihnen Zurich insgesamt drei Produkte – und damit die richtige Lösung für jeden Anlegertyp:
> Basis Renteinvest
> Basisrente plus BUZ
Altersvorsorge im Sinne der Schicht 1 und 2
Dies betrifft die Basisversorgung und kapitalgedeckte Zusatzversorgung.
Leistungen können nur der versicherten Person zugutekommen
steuerliche Förderung in der Erwerbsphase
Zurich bietet Ihnen folgende förderfähigen Produkte:
Beteiligen Sie doch den Staat an Ihrer Altersvorsorge – wir bieten Ihnen zwei attraktive Produkte.
Sie möchten eine Hinterbliebenenabsicherung, die jederzeit flexibel an Ihre Lebenssituation angepasst werden kann und bei der Ihre Kinder mitversichert sind? Dann sollte die RisikolebenTop Ihre erste Wahl sein. Für Familien, Paare, Bauherren und Unternehmen unverzichtbar.
Ihre Frage wurde nicht beantwortet oder Sie möchten uns etwas mitteilen? Dann freuen wir uns über Ihre Nachricht. Gerne rufen wir Sie auch zu einem vereinbarten Termin zurück.
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References: § 92
 § 92
 §92
 § 93
 § 10
 § 5
 BGH 
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