Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=LSG%20Nordrhein-Westfalen&Datum=06.09.2005&Aktenzeichen=L%206%20VG%2049/00
Timestamp: 2019-10-22 12:48:48+00:00

Document:
LSG Nordrhein-Westfalen, 06.09.2005 - L 6 VG 49/00 - dejure.org
https://dejure.org/2005,9366
LSG Nordrhein-Westfalen, 06.09.2005 - L 6 VG 49/00 (https://dejure.org/2005,9366)
LSG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 06.09.2005 - L 6 VG 49/00 (https://dejure.org/2005,9366)
LSG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 06. September 2005 - L 6 VG 49/00 (https://dejure.org/2005,9366)
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Versorgungsrente für Ausländer als Opfer einer Straftat; Auslegung von § 1 Abs. 5 Opferentschädigungsgesetz (OEG); Ausschluss der Leistung bei nicht rechtmäßigem Aufenthalt zum Zeitpunkt der Tat; Leistungsberechtigung bei Ablehnung des Asylantrags und Aufenthalt auf ...
OEG § 1 Abs. 5 S. 1 Nr. 2; OEG § 1 Abs. 5 S. 2
D (A), Opferentschädigungsgesetz, rechtmäßiger Aufenthalt, Duldung, humanitäre Gründe, Abschiebungshindernis, Passlosigkeit, Serbien und Montenegro, Kosovo
SG Dortmund, 16.10.2000 - S 32 VG 125/99
Auch war nach § 1 Abs. 5 S. 2 OEG a.F. nicht erforderlich, dass eine der dort genannten Duldungen tatsächlich von der Ausländerbehörde erteilt worden ist (…BSG, a.a.O.; LSG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 6. September 2005 - L 6 VG 49/00, Breithaupt 2006, 312).
Unabhängig von den Voraussetzungen des § 1 Abs. 5 OEG a.F. und unabhängig davon, ob die Kläger zumindest ab 1. Januar 2005 zu dem anspruchsberechtigten Personenkreis nach § 1 Abs. 5 OEG n.F. gehören (vgl. zum zeitlichen Anwendungsbereich von § 1 Abs. 5 OEG n.F.: LSG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 6. September 2006 - L 6 VG 49/00, Breithaupt 2006, 312), scheitert ein Anspruch auf Bestattungsgeld am Fehlen eines vorsätzlichen tätlichen Angriffs i.S.d. § 1 Abs. 1 OEG.
Der Kläger, der insbesondere nicht als Staatsangehöriger eines Mitgliedsstaates der Europäischen Gemeinschaften gem. § 1 Abs. 4 Nr. 1 OEG anzusehen ist, ist ein "sonstiger Ausländer" i.S.d. § 1 Abs. 5 S. 1 OEG, der sich nicht nur für einen vorübergehenden Aufenthalt von längstens sechs Monaten und mittlerweile seit über drei Jahren ununterbrochen im Bundesgebiet aufhält (zur Möglichkeit des "Hineinwachsens" in die Leistungsberechtigung siehe BSG, Urteil vom 08.11.2007, Az: B 9/9a VG 3/05 R m.w.N.; siehe auch die vorinstanzliche Entscheidung des LSG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 06.09.2005, Az: L 6 VG 49/00 m.w.N.).

References: § 1
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