Source: https://www.arbeitssicherheit.de/schriften/dokument/0%3A4988928%2C30.html
Timestamp: 2020-07-05 13:12:01+00:00

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Abschnitt B, 5.2 Ergänzungs-Prüflisten Arbeitssicherheit B E...
Abschnitt B – 5.2 Ergänzungs-Prüflisten Arbeitssicherheit
B Ergänzungs-Prüfliste "Arbeitssicherheit - Kraftomnibusse (KOM)"
In den Anwendungsbereich der Maschinenverordnung fallen z. B. nach dem 31. Dezember 1994 in den Verkehr gebrachte angebaute oder eingebaute
kraftbetriebene Rampen,
Hubeinrichtungen (Hublifte).
B 1 bis B 9
Prüfliste wie Basis-Prüfliste A 1 bis A 9, soweit zutreffend.
Siehe §§ 3 bis 7 der Unfallverhütungsvorschrift "Kraftbetriebene Arbeitsmittel" (VBG 5).
B 10.1 Der Schalter, der beim Öffnen der Heckmotorklappe den Anlasserstromkreis unterbricht, ist funktionsfähig (sofern vorhanden).
B 10.2 Gefahrstellen im Bereich von Einrichtungen zur Verbindung von Fahrzeugen, z. B. Abschleppkupplungen, sind mit Schutzeinrichtungen gesichert, wenn bei deren Benutzung die Motorraumklappe offen gehalten werden muss.
B 10.3 Sicherheitseinrichtungen, z. B. Kontaktleisten, Lichtschranken, an Quetsch- und Scherstellen von Aufbauteilen mit festen Einrichtungen der Umgebung sind vorhanden und funktionsfähig, z. B. bei kraftbetriebenen Rampen, bei Kneeling-Systemen.
B 11 und B 12
Prüfpunkte wie Basis-Prüfliste A 11 und A 12, soweit zutreffend.
Ersatzradunterbringung
Siehe § 29 Abs. 4 und 5 der Unfallverhütungsvorschrift "Fahrzeuge" (BGV D29, bisherige VBG 12).
Prüfpunkte wie Basis-Prüfliste A 13.
Die Entnahme des Ersatzrades ist auch bei druckloser Luftfederung möglich.
B 14.1 Ablagefläche unmittelbar hinter dem Fahrerplatz ist so gestaltet oder hat Einrichtungen, z. B. Mulden für Flaschen, Borde, dass abgelegte Gegenstände nicht verrutschen und herabfallen können.
Siehe § 8 Abs. 6 der Unfallverhütungsvorschrift "Fahrzeuge" (BGV D29, bisherige VBG 12) und BG-Regel "Liegeplätze in Führerhäusern und Ruheräumen von Fahrzeugen sowie Dachschlafkabinen" (BGR 136, bisherige ZH 1/211), insbesondere Abschnitt 4.4 "Besondere Bestimmungen für Liegeplätze in Ruheräumen von Kraftomnibussen".
Die nachfolgenden Prüfpunkte des Abschnitts B 15 sind mit Ausnahme von
B 15.1 (bezüglich A 15.2.3)
B 15.18
nicht anzuwenden für Ruheräume in Kraftomnibussen, die bis zum 1. Oktober 1990 erstmalig in Betrieb genommen worden sind.
Darüber hinaus sind die Prüfpunkte
B 15.9 bis B 15.15
nicht anzuwenden für Ruheräume in Kraftomnibussen, die bis zum 1. Oktober 1991 erstmalig in Betrieb genommen worden sind.
B 15.1 Die Prüfpunkte der Basis-Prüfliste A 15.2.1, A 15.2.3 und A 15.2.4 sind erfüllt.
B 15.2 Der Ruheraum, der parallel zur Fahrzeuglängsachse angeordnet ist, hat einen Notausstieg nach außen und einen Ausstieg nach innen.
B 15.3 Der Ruheraum, der quer zur Fahrzeuglängsachse angeordnet ist, hat unabhängig vom Zugang zum Innenraum an jeder Fahrzeuglängsseite jeweils einen Notausstieg, von denen ein Notausstieg als Fenster ausgebildet sein kann.
B 15.4 Vorhandene Notausstiege sind von innen erkennbar und leicht zu öffnen.
B 15.5 Der Ruheraum ist mindestens mit einem Fenster ausgerüstet, das die Sicht nach außen ermöglicht.
B 15.6 Zugänge zum Ruheraum und Notausstiege sind von außen erkennbar gekennzeichnet mit dem Hinweiszeichen nach Anhang 1 der BG-Regel "Liegeplätze in Führerhäusern und Ruheräume von Fahrzeugen sowie Dachschlafkabinen" (BGR 136, bisherige ZH 1/211).
B 15.7 Die Signaleinrichtung zur wechselseitigen Verständigung zwischen Ruheraum und Fahrzeugführerplatz ist funktionsfähig.
B 15.8 Im Ruheraum ist das Rauchverbotszeichen P01 nach der Unfallverhütungsvorschrift "Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung am Arbeitsplatz" (BGV A8, bisherige VBG 125) deutlich erkennbar und dauerhaft angebracht.
B 15.9 Der unterhalb des Fahrgastraumes angeordnete Ruheraum hat einen Abstand von mindestens 1,2 m von der vorderen/hinteren KOM-Fahrzeugbegrenzung.
Der Liegeplatz im Ruheraum hat folgende Mindestabmessungen:
B 15.10 - Breite: 600 mm,
B 15.11 - Länge: 1900 mm,
B 15.12 - lichte Höhe über Liegefläche, wenn Ruheraum quer zur Fahrzeuglängsachse angeordnet ist: 650 mm,
B 15.13 - lichte Höhe über Liegefläche, wenn Ruheraum längs zur Fahrzeuglängsachse angeordnet ist: 900 mm,
B 15.14 - Umfang der Querschnittsfläche quer zur Ruheraumlängsachse: 2800 mm.
B 15.15 Der Ruheraum hat einen Zugang vom KOM-Innenraum, dessen Mindestabmessungen 550 x 450 mm betragen.
B 15.16 Der Ruheraum kann mindestens während der Fahrt ausreichend erwärmt und unabhängig vom Fahrgastraum belüftet werden.
B 15.17 Heizung und Lüftung sind zugfrei einsetzbar und vom Ruheraum aus regelbar.
B 15.18 Der Ruheraum ist mit einer Sicherheitslüftung ausgerüstet, die die erforderliche Mindestzufuhr von Frischluft gewährleistet, auch wenn die sonstigen vorhandenen Lüftungsmöglichkeiten nicht geöffnet sind.
B 15.19 Am Ruheraum, der nicht die Anforderungen des Abschnittes 4.4 der BG-Regel "Liegeplätze in Führerhäusern und Ruheräume von Fahrzeugen sowie Dachschlafkabinen" (BGR 136, bisherige ZH 1/211) erfüllt oder der parallel zur Fahrzeuglängsachse angeordnet ist, ist deutlich erkennbar und dauerhaft das Verbotszeichen (Verbot des Aufenthalts in Ruheräumen während der Fahrt) nach Anhang 1 der vorstehend genannten BG-Regel oder DIN 70006-1 "Sicherheits- und Hinweiszeichen für Fahrzeuge; Teil 1: Sicherheits- und Hinweiszeichen für Nutzfahrzeuge" angebracht.
B 16 bis B 25
Prüfpunkte wie Basis-Prüfliste A 16 bis A 25, soweit zutreffend.
Siehe §§ 8 und 10 der Unfallverhütungsvorschrift "Fahrzeuge" (BGV D29, bisherige VBG 12).
B 26.1 Fahrerschutz bzw. Trennwand aus Sicherheitsglas oder Kunststoff - soweit vorhanden - ist sicher befestigt und unbeschädigt.
B 26.2 Arbeitsplatzbeleuchtung ist funktionsfähig und ausreichend hell (bei Kassiertätigkeit ca. 250 Lux).
B 26.3 Blendschutz gegen Blendwirkung durch Innenbeleuchtung ist wirksam.
B 26.4 Stolperstellen, spitze Ecken und scharfe Kanten im Bereich des Fahrerarbeitsplatzes einschließlich dessen Zugangsbereich, z. B. durch ungünstig installierten Feuerlöscher oder Unterlegkeil, sind vermieden.
B 26.5 Zahltisch lässt sich nur so weit an das Lenkrad heranschwenken, dass ein Freiraum von mindestens 120 mm gewährleistet ist.
Dies wird z. B. durch eine fest angebrachte formschlüssige Schwenkbegrenzung erreicht.
Siehe § 35e Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO), § 22 Abs. 3 der Unfallverhütungsvorschrift "Fahrzeuge" (BGV D29, bisherige VBG 12) und Abschnitte 4.4 und 4.5 der "Richtlinien für kraftbetätigte Fenster, Türen und Tore" (ZH 1/494).
Die Anforderungen des § 35e StVZO, soweit für KOM zutreffend, und die zugehörigen "Richtlinien für fremdkraftbetätigte Fahrgasttüren in Kraftomnibussen" zu § 35e sind erfüllt (Funktionsprüfung); dies gilt auch für die im Blickfeld des Fahrzeugführers befindliche Tür (erste Tür), sofern diese mit entsprechenden Sicherheitseinrichtungen ausgerüstet ist.
Die Anfahrsperre (Haltestellenbremse) sollte erst lösen, wenn die Türen geschlossen sind und das Fahrpedal betätigt wird.
Siehe § 24 Abs. 1 der Unfallverhütungsvorschrift "Fahrzeuge" (BGV D29, bisherige VBG 12) und § 18 Abs. 1 der Unfallverhütungsvorschrift "Allgemeine Vorschriften" (BGV A1, bisherige VBG 1).
B 28.1 Der Fußbodenbelag ist rutschhemmend.
B 28.2 Der Küchenarbeitsbereich ist so beschaffen, dass durch Kanten, Ecken und Profile bei bestimmungsgemäßer Benutzung Verletzungen nicht zu erwarten sind.
B 28.3 Bei bestimmungsgemäßer Benutzung der Bordküchengeräte sind Verletzungen durch Verbrennen oder Verbrühen nicht zu erwarten.
B 28.4 Schutzeinrichtungen, die ein Umstürzen von Kannen und Gefäßen mit heißer Flüssigkeit wirksam verhindern, sind vorhanden.

References: § 29
 § 8
 § 35
 § 22
 § 35
 § 35
 § 24
 § 18