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Timestamp: 2018-08-19 18:53:25+00:00

Document:
Seminar/Tagung Beschäftigten-Datenschutz aktuell! | BTQ Niedersachsen
Hildesheimer Straße 380, 30519 Hannover, Fon: 0511/12 611-0
Neues Datenschutzrecht - Datenschutz-Grundverordnung und BDSG-neu
Der Stichtag für die Anwendung der Datenschutz- Grundverordnung (DS-GVO) ist der 25. Mai 2018. Bis dahin musste die DS-GVO in Behörden und Unternehmen bereits umgesetzt sein. Dies gilt auch für das BDSG-neu. Es ist Zeit, dass sich Unternehmen und Behörden mit den neuen Vorgaben zum Datenschutz beschäftigten.
Im ersten Teil der Tagung wird ein Überblick über das neue Datenschutzrecht gegeben. Zu den neuen Regelungen gehört die DS-GVO mit den insgesamt 99 Artikeln und 173 Erwägungsgründen. Zudem hat der deutsche Gesetzgeber Öffnungsklauseln genutzt und ein BDSG-neu verabschiedet, dass u.a. Regelungen zu den Rechten der Betroffenen, zum internen Datenschutzbeauftragten und vor allem zum Beschäftigten-Datenschutz enthält. Auf Länderebene haben z.B. das Land Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt im Jahre 2017 einen Entwurf für ein LDSG-neu vorgelegt.
Im zweiten Teil wird vor dem Hintergrund der DS-GVO und des BDSG-neu der aktuelle Stand des Beschäftigten- Datenschutzes vorgestellt. Art. 88 DS-GVO sieht die Möglichkeit vor, dass Mitgliedstaaten den Beschäftigten- Datenschutz ergänzend per Gesetz regeln können. Dieses ist mit der Verabschiedung des BDSG-neu geschehen. So gibt es neben der DS-GVO ein nationales Gesetz, in dem ergänzend der Beschäftigten-Datenschutz geregelt ist.
Ein Augenmerk auf die Rechtsprechung der Gerichte vor dem Hintergrund der DS-GVO wird im dritten Teil der Tagung geworfen. Die Rechtsprechung prägt den Datenschutz und Mitbestimmungsrechte des Betriebs- und Personalrats nachhaltig. Es ist zu erwarten, das Betriebs- und Personalräte sowie interne Datenschützer neben den Entscheidungen des BAG bzw. der LAG zunehmend auch die Rechtsprechung des EuGH in der Praxis beachten müssen.
Im vierten Teil der Tagung geht es um die technische und organisatorische Gewährleistung des Datenschutzes. Neben der Verpflichtung, eine Datenschutz- Folgenabschätzung durchzuführen, erfolgt eine Darstellung von technischen und organisatorischen Maßnahmen zur Absicherung des Datenschutzes. Darüber hinaus werden wichtige Vorgaben für die Praxis vorgestellt.
Diese Tagung vermittelt Kenntnisse, die sowohl für die rechtmäßige Aufgabenerfüllung von Betriebs- und Personalräten als auch für interne Datenschutzbeauftragte zwingend erforderlich sind.
Neues Datenschutzrecht im Überblick
Wichtige Vorgaben der DS-GVO und BDSG-neu
Aktivitäten auf Länderebene
Bedeutung für die Arbeit von Betriebs- und Personalräten sowie Datenschutzbeauftragten
Referent: Dr. Thilo Weichert (Netzwerk Datenschutzexpertise, Landesbeauftragter für den Datenschutz Schleswig-Holstein 2004 bis 2015)
Beschäftigten-Datenschutz nach DS-GVO und BDSG-neu
Datenverarbeitung im Beschäftigtenkontext - Vorgabe des Art. 88 DS-GVO und Regelungen in § 26 BDSG-neu
Bedeutung für die Arbeit von Betriebs- und Personalräten
Auswirkungen auf bestehende und abzuschließenden Betriebs- und Dienstvereinbarungen
Referent: Prof. Dr. Peter Wedde (Professor an der Frankfurt University of Applied Science, Leiter der Beratungsgesellschaft d+a consulting)
Aktuelle Rechtsprechung und ihre Bedeutung für die Praxis
Einordnung und Bedeutung der Rechtsprechung für die Praxis
DS-GVO, BDSG-neu und Entscheidungen der Gerichte (LAG, BAG, EuGH)
Bedeutung für die Arbeit von Betriebs- und Personalräten sowie interne Datenschutzbeauftragte
Referentin: Dr. Silke Greve (Rechtsanwältin, Frankfurt)
Absicherung des Datenschutzes durch technische und organisatorische Maßnahmen
Datenschutzfolgenabschätzung - Art. 35 DS-GVO
Sicherheit der Verarbeitung - Art. 32 DS-GVO
Datenschutz durch Technikgestaltung und datenschutzfreundliche Voreinstellungen - Art. 25 DS-GVO
Aufgaben für Betriebsräte, Personalräte und Datenschutzbeauftragte
Referent: Werner Hülsmann (Dipl.-Informatiker, Ismaning) Vortrag mit Diskussion
16:30 Tagungsende

References: Art. 88
 EuGH 
 Art. 88
 § 26
 Art. 35
 Art. 32
 Art. 25