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Timestamp: 2020-08-13 23:16:24+00:00

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BGH, 04.03.1971 - 4 StR 386/70 - dejure.org
BGH, 04.03.1971 - 4 StR 386/70
https://dejure.org/1971,334
BGH, 04.03.1971 - 4 StR 386/70 (https://dejure.org/1971,334)
BGH, Entscheidung vom 04.03.1971 - 4 StR 386/70 (https://dejure.org/1971,334)
BGH, Entscheidung vom 04. März 1971 - 4 StR 386/70 (https://dejure.org/1971,334)
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Folgen des Vorliegen von niedrigen Beweggründen als Mordmerkmal nach § 211 StGB (Strafgesetzbuch) für den Gehilfen - Anforderungen der richterlichen Unterbrechungshandlung innerhalb der Fünfzehnjahresfrist - Erstreckung der Rechtskraft des Schuldspruches für den ...
StGB § 2 Abs. 2, § 211
BGH, 10.05.1968 - 4 StR 572/67
BGHSt 24, 106
NJW 1971, 1189
MDR 1971, 498
217 BGH v. 04.03.1971 - 4 StR 386/70, NJW 1971, 1189; MK/Schneider § 211 Rn 110.
341 BGH v. 04.03.1971 - 4 StR 386/70, BGHSt 24, 106 (108) = NJW 1971, 1189; MK/Schneider § 211 Rn 208; a.A. LK/Schünemann § 28 Rn 72.
Zwar muß die Grausamkeit nicht notwendig in der eigentlichen Ausführungshandlung im engeren Sinne und den durch diese verursachten Leiden liegen; sie kann sich auch aus den Umständen ergeben, unter denen die Tötung eingeleitet und vollzogen wird (BGH NJW 1951, 666, 667; BGH NJW 1971, 1189, 1190; BGH NStZ 1986, 265).
BGH, 04.09.1985 - 2 StR 353/85
Zusammenhang zwischen grausamer Körperverletzung und nicht grausamer …
Auch nach den Entscheidungen, die sie bejahen (z.B. BGH NJW 1951, 666, 667; 1971, 1189, 1190; OGHSt 2, 179, 181), ist es nicht zweifelhaft, daß ein nur zeitlicher, räumlicher oder sich aus der Art der Tatausführung ergebender objektiver Zusammenhang zwischen als grausam zu bewertenden Körperverletzungshandlungen und Tötungshandlungen, die selbst nicht grausam sind, nicht genügt.
Der Vorwurf "grausamen" Tötens, der sich hier auch nicht aus den Umständen der Tötung ergibt (vgl. BGH NJW 1971, 1189, 1190;… Lackner/Kühl, StGB 22. Aufl. § 211 Rdn. 10), muß daher entfallen.
Grausamkeit und Heimtücke sind "tatbezogene", nicht "täterbezogene" Merkmale im Sinne des § 50 Abs. 2 StGB n.F. (vgl. zur Grausamkeit BGHSt 24, 106, 108 mit weiteren Nachweisen; zur Heimtücke BGHSt 23, 103, 105 und BGH Urteil vom 14. Januar 1969 - 5 StR 689/68 -).
Das Merkmal der Grausamkeit ist, wie der Bundesgerichtshof in einer mittlerweile gefestigten Rechtsprechung, von der abzugehen kein Anlaß besteht, mehrfach entschieden hat, tatbezogen und deshalb kein persönlicher Umstand im Sinne des § 50 Abs. 2 StGB (BGH 2 StR 636/68 vom 27. Oktober 1969; 4 StR 272/68 vom 5. Februar 1970; 5 StR 100/69 vom 7. April 1970; 1 StR 78/70 vom 29. September 1970; 4 StR 386/70 vom 4. März 1971 = NJW 1971, 1189; 1 StR 110/70 vom 18. Mai 1971; 5 StR 308/69 vom 7. April 1970; 5 StR 103/71 vom 12. Oktober 1971; 5 StR 60/72 vom 28. März 1972).
Da die in Rede stehenden Taten grausam waren und die Grausamkeit nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes kein "täterbezogenes" Merkmal, sondern "tatbezogen" ist, findet § 50 Abs. 2 StGB aF (= § 28 Abs. 1 StGB n.F.) selbst dann keine Anwendung, wenn der Angeklagte nicht selbst grausam gehandelt hat, so daß sich an der für das Verbrechen des Mordes geltenden Verjährungsfrist auch für den Gehilfen nichts ändert (BGHSt 24, 106, 108 m.zahlr.Nachw.).
Die Grausamkeit muß nicht notwendig in der eigentlichen Ausführungshandlung der Tötung liegen; sie kann sich auch aus den Umständen ergeben, unter denen die Tötung eingeleitet und vollzogen wird (BGH NJW 1951, 666; BGH NJW 1971, 1190 - insoweit in BGHSt 24, 106 nicht abgedruckt).
BGH, 20.03.1973 - 4 StR 510/72
Beihilfe zu einer aus niedrigen Beweggründen begangenen Tötung von Juden - …

References: § 211
 § 2
 § 211
 BGH 
 § 211
 BGH 
 § 211
 § 28
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 § 211
 § 50
 BGH 
 § 50
 § 50
 § 28
 BGH