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Timestamp: 2019-09-19 05:18:56+00:00

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BFH, 27.02.1969 - IV R 263/66 - dejure.org
https://dejure.org/1969,133
BFH, 27.02.1969 - IV R 263/66 (https://dejure.org/1969,133)
BFH, Entscheidung vom 27.02.1969 - IV R 263/66 (https://dejure.org/1969,133)
BFH, Entscheidung vom 27. Februar 1969 - IV R 263/66 (https://dejure.org/1969,133)
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Einkommensteuerveranlagung - Beiladung der Ehefrau - Rechtsbehelfsverfahren des Ehemannes - Eigene Einkünfte - Widerstreitende Interessen
DB 1969, 910
Die übrigen Gesellschafter der G-GmbH i.G. sind notwendig beizuladen gemäß § 60 Abs. 3 Satz 1 FGO, wenn die Entscheidung notwendigerweise und unmittelbar ihre Rechte gestalten, bestätigen, verändern oder zum Erlöschen bringen kann, sodass die Entscheidung einheitlich zu ergehen hat (siehe BFH-Urteil vom 27. Februar 1969 IV R 263/66, BFHE 95, 148, BStBl II 1969, 343).
Das ist der Fall, wenn die Entscheidung notwendigerweise und unmittelbar Rechte Dritter gestaltet, bestätigt, verändert oder zum Erlöschen bringt, insbesondere also in Fällen, in denen das, was einen der Prozessbeteiligten begünstigt oder benachteiligt, notwendigerweise umgekehrt den Dritten benachteiligen oder begünstigen muss (BFH-Entscheidungen vom 27. Februar 1969 IV R 263/66, BFHE 95, 148, BStBl II 1969, 343; vom 29. Januar 1980 VII B 34/79, BFHE 129, 536, BStBl II 1980, 303;… vom 26. Oktober 2001 VII B 165/01, BFH/NV 2002, 502;… vom 23. Februar 2004 VII R 24/03, BFH/NV 2004, 808).
Der Hinweis der Klägerinnen auf das zur notwendigen Beiladung zusammen veranlagter Ehegatten gemäß § 26 des Einkommensteuergesetzes ergangene BFH-Urteil in BFHE 95, 148, BStBl II 1969, 343 geht fehl.
a) Nach ständiger Rechtsprechung des BFH hat eine Beiladung nach § 60 Abs. 3 Satz 1 FGO --über den Wortlaut der Vorschrift hinaus-- auch dann zu erfolgen, wenn die Entscheidung notwendigerweise und unmittelbar Rechte Dritter gestaltet, bestätigt, verändert oder zum Erlöschen bringt (vgl. BFH-Urteil vom 27. Februar 1969 IV R 263/66, BFHE 95, 148, BStBl II 1969, 343; Beschluss vom 29. Januar 1980 VII B 34/79, BFHE 129, 536, BStBl II 1980, 303; Urteil in BFHE 171, 5, BStBl II 1993, 513).
BFH, 11.01.1994 - VII B 100/93
Keine notwendige Beiladung des anderen Ehegatten zum Klageverfahren gegen …
Das ist nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) dann der Fall, wenn die Entscheidung notwendigerweise und unmittelbar Rechte Dritter gestaltet, bestätigt, verändert oder zum Erlöschen bringt, insbesondere also in Fällen, in denen das, was einen Prozeßbeteiligten begünstigt oder benachteiligt, notwendigerweise umgekehrt den Dritten benachteiligen oder begünstigen muß (BFH-Urteil vom 27. Februar 1969 IV R 263/66, BFHE 95, 148, BStBl II 1969, 343).
Denn die Entscheidung über die angefochtenen, gegenüber dem Kläger ergangenen Abrechnungsbescheide greift nicht - wie nach § 60 Abs. 3 FGO vorausgesetzt wird (BFH in BFHE 95, 148, BStBl II 1969, 343; Dumke in Schwarz, Kommentar zur Finanzgerichtsordnung, § 60 Anm. 19) - unmittelbar gestaltend in die Rechtssphäre der geschiedenen Ehefrau des Klägers ein.
der Fall der notwendigen Beiladung vor (Urteile vom 27. Februar 1969 IV R 263/66, BFHE 95, 148, BStBl II 1969, 343, und vom 8. März 1973 VI R 305/68, BFHE 109, 317, BStBl II 1973, 625).
BFH, 11.07.1969 - VI R 230/67
Definition von Wehrdienst im Sinne des Einkommensteuergesetzes (EStG) - …
Der Senat schließt sich der Auffassung des IV. Senats des BFH im Urteil IV R 263/66 vom 27. Februar 1969 (BFH 95, 148, BStBl II 1969, 343) an, daß die Beiladung der Ehefrau zu einem vom Ehemann betriebenen Rechtsbehelfsverfahren jedenfalls dann nicht notwendig ist, wenn die Ehegatten zwar zusammen zur Einkommensteuer veranlagt wurden, die Ehefrau aber keine eigenen Einkünfte hat und widerstreitende Interessen nicht erkennbar sind.
Dieser vom IV. Senat des Bundesfinanzhofs (BFH) in dem Urteil IV R 263/66 vom 27. Februar 1969 (Sammlung der Entscheidungen des Bundesfinanzhofs Bd. 95 S. 148 - BFH 95, 148 - BStBl II 1969, 343) vertretenen Auffassung schließt sich der erkennende Senat an.
Denn ein in Form des § 155 Abs. 3 AO 1977 ergangener Zusammenveranlagungsbescheid enthält zwei inhaltlich und verfahrensrechtlich selbständige, nur der äußeren Form nach zusammengefaßte Verwaltungsakte, die ein unterschiedliches (verfahrens-)rechtliches Schicksal haben können (siehe BFH-Urteile vom 27. Februar 1969 IV R 263/66, BFHE 95, 148, 150, BStBl II 1969, 343, 344; vom 5. Februar 1971 VI R 301/66, BFHE 101, 358, 359/360, BStBl II 1971, 331, 332; vom 16. August 1978 I R 125/75, BFHE 126, 4, 5, BStBl II 1979, 26, und vom 31. Oktober 1978 VIII R 196/77, BFHE 127, 168, 170, BStBl II 1979, 401, 402;… Tipke/Kruse, Abgabenordnung-Finanzgerichtsordnung, 11. Aufl., § 155 AO 1977 Tz. 10).
Er hat dies vor allem damit begründet, daß der Zusammenveranlagungsbescheid kein einheitlicher Verwaltungsakt ist, sondern (rechtlich) mehrere selbständige Verwaltungsakte vorliegen (siehe insbesondere die Urteile vom 27. Februar 1969 IV R 263/66, BFHE 95, 148, BStBl II 1969, 343, und vom 12. August 1977 VI R 61/75, BFHE 123, 172, BStBl II 1977, 870).
Rechtsfolgen der Unterlassung der notwendigen Beiladung der Gesellschafter - …
BFH, 29.01.1980 - VII B 34/79
Klageverfahren gegen eine oberste Landesbehörde - Anerkennung als …
BFH, 30.10.2002 - IX R 66/00

References: § 60
 § 26
 § 60
 § 60
 § 60
 § 155
 § 155