Source: http://www.bgbau-medien.de/dguv/209_013/titel.htm?gesamt=1
Timestamp: 2018-02-24 16:20:52+00:00

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DGUV-Information 209-013: Anschläger, Titel
DGUV-Information 209-013
DGUV-Information 209-013: Anschläger, Inhalt
1. Wie gehe ich an den Arbeitsplatz?
3. Ablauf eines Krantransportes
5. Die Last – Gewicht und Schwerpunkt
6. Welches Anschlagmittel wofür?
8. Drahtseile
11. Anschlagketten
15. Anschlagen mit Traversen als Lastaufnahmemittel
16. Sicherung gegen unbeabsichtigtes Aushängen
18. Verlassen des Gefahrenbereiches
19. Verständigung zwischen Kranführer und Anschläger
21. Lagern von Lasten
22. Vermeiden von Schäden an Anschlagmitteln
23. Verschleiß, Ablegereife sowie Kontrolle vor dem Gebrauch
24. Aufbewahrung von Anschlag- und Lastaufnahmemitteln
26. Aus den BG-Vorschriften und der Betriebssicherheitsverordnung
27. Schlussbetrachtung
A 1 Quellen- und Literaturverzeichnis
A 1.1 Gesetze und Verordnungen
A 1.2 Unfallverhütungsvorschriften
A 1.3 BG-Regeln und BG-Informationen
A 1.4 DIN-Normen
A 2 Abbildungsverzeichnis
DGUV-Information 209-013: Anschläger, Vorwort
Im Transportbereich ist trotz hohen Mechanisierungsgrades noch ein erheblicher Anteil Handarbeit zu leisten, vornehmlich beim Transport von Lasten durch Hebezeuge. Krane helfen schwere Lasten leichter zu bewegen. Sie entlasten von schwerer körperlicher Arbeit, verlangen aber dafür mehr Kopfarbeit.
Der Mann an der Last, der Anschläger, bildet zusammen mit dem Kranführer ein Team, das den Lastentransport mit Kranen durchführt. Das Verhalten des Anschlägers ist bedeutungsvoll für den sicheren Transport von Lasten.
In Bearbeitungsbetrieben werden zunehmend flurgesteuerte und funkferngesteuerte Krane eingesetzt, sodass der Anschläger gleichzeitig den Kran bedient. Er ist allein für beide Funktionen verantwortlich. Die Gefahr liegt darin, dass Produktions- und Reparaturpersonal sowohl den Kran bedient als auch anschlägt und damit eine völlig ungewohnte Tätigkeit ausübt. Die Leichtigkeit, mit der der Kran oder das Hebezeug die Last anhebt, täuscht über die Gefahrensituation hinweg.
Durch Schilderung von typischen Unfallsituationen sollen diese Gefährdungen deutlich erkennbar gemacht werden. Diese BG-Information soll zudem über den sicheren Gebrauch von Anschlagmitteln und Lastaufnahmemitteln informieren.
Die Hinweise in dieser Broschüre beziehen sich auf das Anschlagen von Lasten und die Benutzung von Anschlagmitteln in Handwerks- und Industriebetrieben, vom Schlossereibetrieb über den Fahrzeugbau bis zur Werft. Die hier angesprochenen Regelungen umfassen nicht das Heben von Personen und Gefahrgut, den Transport von Flüssigmetallen und Säureballons, Glasscheiben, strahlendem Material sowie den Transport in Kernkraftwerken und anderen Bereichen mit Sonderregelungen, wie Bohr-Plattformen oder Theaterbühnen.
Im Anhang 1 werden die durch den europäischen Binnenmarkt bedingten Änderungen der Vorschriften und Regeln vollständig erfasst. Die ehemalige Unfallverhütungsvorschrift „Lastaufnahmeeinrichtungen im Hebezeugbetrieb“ (VBG 9a) ist im Bereich Bau und Ausrüstung für Lastaufnahmeeinrichtungen durch die Norm für Lastaufnahmemittel DIN EN 13155: „Krane  Sicherheit  Lose Lastaufnahmemittel“ umgesetzt, während die grundlegenden Vorgaben für Anschlagmittel im Anhang 1 zur Maschinenrichtlinie (9. GPSGV ) und die entsprechenden europäischen Normen umgesetzt worden sind.
Die Betriebsbestimmungen aus dieser Unfallverhütungsvorschrift sind in der BG-Regel "Betreiben von Arbeitsmitteln" (BGR 500) im Kapitel 2.8 zusammengefasst dargestellt.
Durch die Neufassung der BGV A1 , ergänzt durch die BGR A1 mit dem gleichen Titel "Grundsätze der Prävention" sind paragraphengleich Vorgaben zur Bereitstellung technischer Arbeitsmittel, zur Benutzung, zur gegenseitigen Gefährdung sowohl durch Fremdfirmen wie auch Unbefugte, zu Maßnahmen gegen Einflüsse des Wettergeschehens, zu Zutritts- und Aufenthaltsgeboten usw. gemacht worden, siehe Anhang 1 .
Es ist zu erwarten, dass entweder eine technische Regel zur Betriebssicherheitsverordnung für diesen Fachbereich entstehen wird oder aber, dass entsprechend den verschiedenen Gefährdungen, wie Herabfallen von Lasten, Gefahren durch pendelnde Lasten und Absturzgefahren, unterschiedliche Technische Regeln zur Betriebssicherheitsverordnung entstehen werden.
Es ist vorgesehen, weiterhin diese BG-Information entsprechend den aktuellen Entwicklungen des technischen Regelwerkes zeitnah anzupassen.
DGUV-Information 209-013: Anschläger, 1. Wie gehe ich an den Arbeitsplatz?
Trotz aller modernen Technik sind nicht alle Gefahren und Gesundheitsrisiken beim Transportieren von Lasten, beim Umgang mit Fahrzeugen, Kranen und Anschlagmitteln abzuwenden.
Wenn der technische Schutz nicht ausreicht, muss zumindest der Körper selbst geschützt werden. Besonders gefährdet sind beim Anschläger Kopf, Füße, Hände, Ohren und bei schlechter Witterung der ganze Körper.
Das Tragen von persönlichen Schutzausrüstungen ist in der Regel nur die drittbeste Lösung, denn zunächst ist der Unternehmer verpflichtet, geeignete Arbeitseinrichtungen bereitzustellen und Anschlagmittel zu beschaffen, von denen keine Unfall- und Gesundheitsgefahren ausgehen. Dabei ist die beste Lösung eine solche Arbeitsorganisation, bei der gefährliche Transporte gar nicht erst stattfinden.
Die nächste Möglichkeit besteht in der „nachträglichen Reparatur“ — also die Nachrüstung von Maschinen und Einrichtungen. Zum Teil wird in einigen Ländern verlangt, dass Lasten an textilen Anschlagmitteln zusätzlich durch Sicherungsseile oder Ketten gegen Absturz gesichert werden. Das ist naturgemäß sehr viel aufwändiger und gibt auch zusätzliche Probleme.
Wenn diese genannten Wege nicht eingeschlagen werden können, dann bleibt die dritte Lösung: Die persönlichen Schutzausrüstungen, um gesund und ohne Arbeitsunfälle den Arbeitsalltag zu bestehen:
Wegen der Anstoßgefahr, z. B. an den Kranhaken, beim Annehmen der Anschlagmittel, beim Gang durch Lagerregale, ist ein Industrie-Schutzhelm notwendig.
Überall, wo mit Kopfverletzungen zu rechnen ist, müssen Arbeitsschutzhelme zur Verfügung gestellt und getragen werden.
Durch herabfallende Gegenstände, und sei es nur der Aufhängering einer Anschlagkette oder eine Blechhebeklemme, sind die Zehen gefährdet. Da der Anschläger auf die Last, den Kranfahrer und viele andere Dinge achtet, können die Zehen durch Anstoßen an spitze und scharfe Gegenstände verletzt werden. Deshalb sind Sicherheitsschuhe mit Schutzkappen erforderlich. In Bereichen, in denen Beilagehölzer und Keile auch vernagelt werden, sind Sicherheitsschuhe mit durchtrittsicheren Sohlen zu tragen.
In Bereichen, die als Lärmbereiche gekennzeichnet sind, ist Gehörschutz zu benutzen. Geeigneten Gehörschutz stellt der Unternehmer zur Verfügung.
Beim Umgang mit Anschlagmitteln werden immer wieder Handverletzungen verursacht, z. B. durch abstehende Drähte bei Seilen.
Auch wenn scharfkantige Werkstücke angefasst werden müssen oder aber die rohen Beilagehölzer und Keile mit ihren Holzsplittern, ist ein Handschutz durch geeignete Schutzhandschuhe notwendig.
Die neu gestaltete Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention “ (BGV A1) fordert in ihrem § 23 „Maßnahmen gegen Einflüsse des Wettergeschehens“:
„Beschäftigen Unternehmer Versicherte im Freien und bestehen infolge des Wettergeschehens Unfall- und Gesundheitsgefahren, so hat er geeignete organisatorische Schutzmaßnahmen zu treffen oder erforderlichenfalls persönliche Schutzausrüstungen zur Verfügung zu stellen.“
In vielen Fällen wäre die Überdachung von Lagerplätzen eine gute Hilfe, sie erfordert jedoch hohe Investitionen und bei der Entladung von Schiffen, Eisenbahnwaggons oder Lkws ist es nach wie vor üblich, diese Arbeiten im Außenbereich durchzuführen.
Geeignete Schutzkleidung zeichnet sich durch hohe Schutzwirkung bei bestmöglichem Tragekomfort aus. Entsprechend den verschiedenen Aufgaben des Anschlägers kann ein Maschinenschutzanzug mit einer Außentasche für den Maßstab zur Feststellung der benötigten Stranglängen sinnvoll sein oder aber ein Wetterschutzanzug, damit die Kleidung vor Wärmeverlust schützt und Schweißdämpfe nach außen durch die Textilien austreten können.
Wenn es, z. B. im Außenbereich mit Lastwagenverkehr, darauf ankommt, dass Personen nicht übersehen werden, ist sogar Warnkleidung zu empfehlen, damit der Mensch beim Arbeiten deutlich gesehen wird.
Zur vollständigen Ausrüstung eines Anschlägers gehören auch die von der Berufsgenossenschaft herausgegebenen Belastungstabellen für Anschlagmittel (Bild 1-1). Diese Karten in einer Plastikhülle können leicht in der Brusttasche des Arbeitsanzuges mitgeführt werden. Damit steht ein schnelles Hilfsmittel zur Verfügung, um für die verschiedenen Anschlagmittel und Anschlagarten die jeweilige Tragfähigkeit zu ermitteln und die Winkel mit Hilfe der Rückseite der Kunststoffhülle zu bestimmen.
Das hilft bei schlecht erreichbaren Kennzeichnungsanhängern und wenn die Tragfähigkeit des zunächst vorgesehenen Anschlagmittels bei der notwendigen Anschlagart nicht ausreicht und ein anderes Anschlagmittel ausgewählt werden soll. Die Suche nach einem geeigneten Anschlagmittel ist mit diesen Karten etwas einfacher. Die Belastungstabellen für Chemiefaserhebebänder und Rundschlingen berücksichtigen auch die Anschlagwinkel beim Einsatz von zwei Hebebändern oder Rundschlingen.
Die Karten sind abgestimmt auf den heutigen Bestand der meist in den Betrieben vorhandenen Anschlagmittel. Neuentwicklungen, z. B. Ketten Güteklasse 8 mit erhöhter Tragfähigkeit (8S, 8E etc.) und Güteklasse 10, sind bis zur Vorlage eines Normentwurfs noch nicht berücksichtigt.
Gleiches gilt für Natur- und Chemiefaserseile nach den europäischen Normen und Bemessung nach dem Anhang I der Maschinenrichtlinie. Eine Anschlagseilnorm für diese Seile liegt seit 9/2004 vor. Es gilt der Tragfähigkeitsanhänger.
Bild 1-1: Belastungstabellen für Anschlagmittel
DGUV-Information 209-013: Anschläger, 3. Ablauf eines Krantransportes
1. Vorbereitungen treffen:
Transportweg auf Eignung prüfen.
Anlagen und Transportweg ggf. sichern.
Personen informieren über den Transport, seinen Weg und die Folgen der Anlagensicherung.
Abladestelle prüfen:
Sicht- und Platzverhältnisse,
Größe der Ablagefläche,
Bodentragfähigkeit,
Absturzgefahren.
Gewicht der Last und Schwerpunkt ermitteln.
Geeignete Anschlagmittel und Kantenschutz bereitlegen.
Sichtkontrolle der Anschlagmittel.
Unterleghölzer und Keile an der Abladestelle bereitlegen oder bereits in Position bringen.
2. Dem Kranführer das Gewicht der Last mitteilen.
3. Kranhaken senkrecht über Schwerpunkt der Last fahren.
4. Anschlagen der Last; nicht benutzte Stränge hochhängen (Bild 3-1); Anschlagmittel, wenn nötig, von außen fassen und halten und dabei langsam straffen.
Bild 3-1: Die hochgehängten Stränge können sich nicht unbeabsichtigt verhaken
5. Verlassen des Gefahrenbereiches.
6. Verständigung mit allen am Anschlagvorgang Beteiligten herbeiführen. Warnung Unbeteiligter im Transportbereich und im Abladegefahrenbereich.
7. Zeichengeben an den Kranführer nur durch eine einzige Person.
8. Beim probeweisen Anlüften beachten, ob
die Last sich verhakt hat oder festsitzt,
die Last in Waage ist bzw. richtig hängt,
keine Unterlängen herausrutschen können und
9. Schief hängende Lasten wieder ablassen und neu befestigen.
10. Transportieren der Last durch den Kran.
11. Beim Transport sperriger Teile und bei Windbelastung führt man die Last mit einem Leitseil. Man geht dabei außerhalb des Gefahrenbereiches, z. B. neben statt vor Fahrzeugkranen.
12. Absetzen der Last nach Anweisung des Anschlägers.
13. Last gegen Umstürzen und Auseinanderfallen sichern.
14. Entfernen der Anschlagmittel von der Last.
15. Haken der Anschlagmittel in das Aufhängeglied hochhängen.
16. Beim Anheben der unbenutzten Anschlagmittel auf Freigehen von der Last achten.
Dieser Ablauf gilt in gleicher Reihenfolge, wenn der Mitgänger-Kranfahrer selbst anschlägt oder der Anschläger/Werker den Kran selbst steuert.
Die Gefahr ist aber ungleich größer, weil
mindestens eine Hand für die Steuerbirne/das Steuerpult benötigt wird,
der Kranfahrer sehr nah am Geschehen ist,
unbeabsichtigte Bewegungen beim Handhaben oder Positionieren der Anschlagmittel zu fehlerhaften Steuerimpulsen führen können.
Ähnliches gilt für ein Anschlägerteam, bei dem zwei Personen abwechselnd steuern und Anschlagmittel befestigen und beide sehr eng beieinander arbeiten, z. B. in Gängen gelagerter(n) Halbfertigprodukte oder Rohmaterials. Wenn die Lasten höher gestapelt sind als 1,5 bis 1,6 m, hat der Kranfahrer bei flurgesteuerten Kranen oder auch bei Funkfernsteuerung nicht mehr den Überblick. Beim Verhaken des Anschlagmittels an gestapelten Lasten stehen er selbst und sein Teamkollege im Gefahrenbereich!
DGUV-Information 209-013: Anschläger, 5. Die Last - Gewicht und Schwerpunkt
Wie schwer ist die Last, die gehoben werden soll? Zur Beantwortung dieser Frage gibt es verschiedene Möglichkeiten: Wissen, Wiegen, Rechnen!
Am besten ist es, wenn die Last mit dem Gewicht gekennzeichnet ist (Bild 5-1).
Bild 5-1: Der Idealfall:
Gewichtsangabe auf der Last
Für versandfertige Ware sowie an technischen Arbeitsmitteln der Werften, die schwerer sind als eine Tonne, ist die Kennzeichnung vorgeschrieben.
Diese sinnvolle Regelung sollte auch bei Ihnen gelten.
Die Hersteller von Maschinen und Anlageteilen sind inzwischen verstärkt bemüht, die Lasten mit einer Gewichtsangabe zu versehen. In den Transportpapieren oder den Begleitpapieren sind ebenfalls Gewichtsangaben zu finden.
Zum Wiegen werden Hilfsmittel eingesetzt, wie Kranwaagen (Bilder 5-2 und 5-3) oder Hebezeuge mit Wägeeinrichtungen, die das Gewicht der Last anzeigen.
Bild 5-2: Batteriegetriebene digitale Kranwaagen sind leicht transportabel und gut ablesbar
Bild 5-3: Steuerbirne mit digitaler Lastanzeige
Wenn diese Möglichkeiten nicht vorhanden sind, lässt es sich nicht umgehen, die Last zu berechnen oder aber von den Vorgesetzten oder Mitarbeitern der Arbeitsvorbereitung berechnen zu lassen.
Ähnlich sieht es mit der Feststellung des Schwerpunktes aus. Bei vielen Bauteilen ist die Schwerpunktlage offensichtlich, wenn sie gleichmäßig geformt sind.
Anders verhält es sich jedoch bei Teilen, wie Drehbänken, Schneckenpressen oder ähnlich geformten Maschinen (Bilder 5-4 und 5-5).
Bild 5-4: Dieser unscheinbaren Kiste...
Bild 5-5: ...sieht man die einseitige Belastung nicht an!
Die beste Möglichkeit ist, am Bauteil selbst oder aber an der Verpackung die Schwerpunktlage zu kennzeichnen.
Nur wenn die Schwerpunktlage richtig ermittelt worden ist, kann man den Kranhaken in die richtige Position bringen. Die Tragfähigkeit von Auslegerkranen ist von der Auslegerstellung abhängig.
Auch der Anschläger muss wissen, dass die Tragfähigkeit mit dem Abstand der Last vom Kran abnimmt (Bild 5-6).
Der Lastmomentbegrenzer darf nicht als Ersatz für mangelhafte Gewichtsbestimmung missbraucht werden.
Bild 5-6: Die geringste Tragfähigkeit ergibt sich bei der längsten Auslegerstellung
DGUV-Information 209-013: Anschläger, 6. Welches Anschlagmittel wofür?
Für den Lastentransport mit Kranen werden Anschlagmittel und Lastaufnahmemittel verwendet.
Anschlagmittel sind beispielsweise Seile, Ketten, Hebebänder, Rundschlingen. Mit ihnen kann die Last unmittelbar mit dem Tragmittel des Kranes, beispielsweise mit dem Kranhaken, verbunden werden.
Lastaufnahmemittel sind Einrichtungen zur Aufnahme von Lasten, z. B. Hebeklemmen, Zangen, Greifer, Lasthebemagnete, C-Haken, Vakuumheber, Traversen.
Die Lastaufnahmemittel werden entweder unmittelbar oder mit Hilfe von Anschlagmitteln mit dem Tragmittel des Kranes verbunden.
In dieser Druckschrift befassen wir uns mit den Anschlagmitteln, den vielseitigen Werkzeugen des Anschlägers, den Traversen und den Blechhebeklemmen. Die Auswahl des richtigen Anschlagmittels ist einerseits eine Aufgabe, die bereits der Betriebsmittelkonstrukteur oder aber der Fertigungsplaner übernehmen sollte, andererseits ist es auch häufig der Anschläger selbst, der sich unter den vorhandenen Anschlagmitteln das geeignete aussuchen soll.
Bild 6-1: Kombination Seil/Kette zur Schonung der Drahtseile
für Lasten mit glatten, öligen oder rutschigen Oberflächen sowie Hakenseile für die Verbindung zwischen dem Kranhaken und den Ösen des Ladegutes.
für heißes Material und Lasten mit nicht rutschigen Oberflächen sowie scharfkantige Träger, Brammen oder Profile. Hakenketten dienen zur Verbindung des Kranhakens mit den Ösen der Last.
Kombination Seil/Kette (Bild 6-1)
für den Transport von Profilstahl und auf Baustellen, wenn mit dem mittleren Bereich des Anschlagmittels, nämlich der überdimensionierten Kette, scharfkantige Lasten umfasst werden sollen und das Seil zum Durchstecken unter den Lasten verwendet wird. Montierte Anschlagmittel müssen vor der ersten Benutzung durch eine befähigte Person geprüft werden (§ 10 Abs. 1 BetrSichV).
für Lasten mit besonders rutschiger oder empfindlicher Oberfläche, z. B. Walzen, Wellen, Fertigteile, lackierte Teile (Bild 6-2).
Naturfaserseile und Chemiefaserseile
für Lasten mit empfindlicher Oberfläche und für relativ leichte Lasten, z. B. Rohre, Heizungs-/Lüftungsteile, Teile mit druckempfindlicher Oberfläche.
für scharfkantiges oder heißes Material.
für Lasten mit glatten oder rutschigen Oberflächen.
für scharfkantige oder heiße Lasten.
Bild 6-2: Hebebänder sind oberflächenschonend
DGUV-Information 209-013: Anschläger, 8. Drahtseile
Drahtseile werden aus kaltgezogenen Stahldrähten hoher Festigkeit hergestellt.
Die Einzeldrähte werden zunächst zu einer Litze verseilt und die Litze wiederum zum Stahldrahtseil geschlagen. Der Einzeldraht liegt in einer doppelten Schraubenlinie im Seil beim einlagigen Rundlitzenseil. Durch Belastung des Seiles wird eine Volumenveränderung bewirkt, die sich aus dem Setzprozess des Litzengefüges zur Faser- oder Stahleinlage hin erklären lässt. Das Seil wird dabei geringfügig dünner.
Zur Abstützung der Litzen ist im Seilinneren eine Seele aus Fasermaterial – Natur- oder Chemiefaser – oder aus Stahldrähten eingebaut. Die Seele aus Fasermaterial übt nicht nur Stützfunktion aus, sondern sie ist auch als eine Art Schmiermittelbehälter anzusehen. Bei Belastung des Seiles drücken die Litzen auf die Faserseele und pressen eine geringe Menge Schmiermittel heraus. Dadurch wird die Reibung im Seil erheblich verringert.
Seile, bei denen das Schmiermittel verbraucht oder durch Hitzeeinwirkung verdampft ist, haben zwar nicht an Festigkeit verloren; jedoch ist die Lebensdauer des Seiles herabgesetzt. Deshalb sollte das Seil zusätzlich von Zeit zu Zeit mit geeigneten Schmiermitteln von außen gefettet werden.
Der Bruch eines Einzeldrahtes ist von untergeordneter Bedeutung, da der gebrochene Einzeldraht in kurzem Abstand von der Bruchstelle wieder im Seilgefüge eingeklemmt ist und an der Tragfunktion wieder teilnimmt. Erst wenn sich die Einzeldrahtbrüche häufen, wird die Tragfähigkeit des Seiles unzulässig herabgesetzt. Hier zeigt sich eine weitere gute Eigenschaft des Seiles: Ein Seilbruch erfolgt nie ohne Warnung durch Einzeldrahtbrüche.
Bild 8-1: Die Belastungstabelle gibt für das schmiegsame Kabelschlagseil (rechts) eine geringere Tragfähigkeit an als für die links dargestellten Litzenseile
Bild 8-2: Aufbau eines Litzenseiles
Das übliche Stahllitzenseil besteht aus sechs Litzen und der Hanfseele mit Schmiermittel. Das im Bild 8-2 dargestellte Litzenseil ist als Anschlagseil, Kran- und Windenseil üblich. Es hat eine gute Verformbarkeit und eignet sich für allgemeine Einsätze.
Demgegenüber darf ein Spiralseil oder eine einzelne Litze nicht als Anschlagseil verwendet werden. Diese Seile werden nur für Betätigungsseile und Verspannungen verwendet und sind ziemlich steif.
Die geschmeidigste Art des Anschlagseiles ist das Kabelschlagseil.
Es besteht aus mehreren Litzenseilen, die ihrerseits wieder zu einem Seil gefügt sind. Man erkennt Kabelschlagseile bereits von außen an der Feingliedrigkeit der einzelnen Litzen.
Da von ihrem Querschnitt jedoch ein recht hoher Anteil aus der Fasereinlage besteht, haben sie bei gleichem Durchmesser eine niedrigere Tragfähigkeit als die Litzenseile.
Ein Kompromiss gegenüber den steifen Seilen 6x19 und den relativ teuren Kabelschlagseilen ist das Seil 6x36.
Soll die Tragfähigkeit eines Seiles durch die Bestimmung des Durchmessers mit Hilfe der Belastungstabellen bestimmt werden, so ist das Seil diagonal über dem größten Durchmesser zu messen (Bild 8-3).
Kranseile sind anders aufgebaut, meist mehrlagig und in der Regel steifer als Anschlagseile. Sie verschleißen in unterschiedlichen Bereichen stark oder auch sehr wenig. Man kann einem abgelegten Kranseil von außen nicht ansehen, wie es innen verschlissen ist.
Deshalb dürfen abgelegte Kranseile und Reste von neuen mehrlagigen Kranseilen nie als Anschlagseile verwendet werden.
Die bisherige Norm DIN 3088 „Anschlagseile“ ging von einer Seilfestigkeit von 1770 N/mm2 aus und schrieb einlagige Litzenseile vor.
Diese Norm wurde durch die europäische Normenreihe DIN EN 13414 ersetzt, die aus folgenden Teilen besteht:
Teil 1 dieser Normenreihe legt die Anforderungen für den Aufbau die Berechnung der Tragfähigkeit von Litzenseilen fest.
Teil 2 gibt die Herstellerinformationen zum fachgerechten Gebrauch der Anschlagdrahtseile wieder.
Teil 3 legt die Anforderungen an Konstruktion, an Berechnung der Tragfähigkeit (WLL), an Prüfungen etc. von Kabelschlagseil-Grummets und Kabelschlag-Anschlagseilen fest.
Seilendverbindungen für Anschlagseile sind:
Pressverbindungen Stahl und Aluminium (DIN EN 13411 Teil 3)
gespleißte Seilschlaufen (DIN EN 13411 Teil 2)
Schraubklemmen (DIN EN 13411 Teil 5)
Die Tragfähigkeitstabellen der Berufsgenossenschaft (siehe BG-Information „Belastungstabellen für Anschlagmittel aus Rundstahlketten, Stahldrahtseilen, Rundschlingen, Chemiefaserhebebändern, Chemiefaserseilen, Naturfaserseilen“ [BGI 622 ]) geben die Tragfähigkeit der Anschlagseile entsprechend DIN EN 13414 an.
Der Verschleiß der Seile ist im Regelfall in der Mitte konzentriert. Deswegen kennen die europäischen Normen keine höhere Festigkeitsvorgabe für das Seil mit dem flämischen Auge als für ein Seil mit Pressverbindung.
Bild 8-3: Messung eines Seildurchmessers
DGUV-Information 209-013: Anschläger, 11. Anschlagketten
Diese Ketten dürfen nicht als Anschlagketten verwendet werden (Bild 11-1).
Bild 11-1: Eine langgliedrige Kette darf selbst im Neuzustand nicht als Anschlagmittel verwendet werden. Die Kettenglieder verbiegen!
Durch unterschiedliche Stahlfestigkeit ergeben sich starke Unterschiede der Tragfähigkeit und der Einsatzmöglichkeit bei tiefen und hohen Temperaturen (Bild 11-2).
Die Tragfähigkeit einer 10-mm-Kette der Güteklasse 2 beträgt im Einzelstrang 1000 kg. Eine Kette der Güteklasse 4 hat bei gleichen Bedingungen bereits 1600 kg Tragfähigkeit. Demgegenüber trägt eine Kette der Güteklasse 8 bei 10-mm-Kettendicke sogar 3150 kg. Die Tragfähigkeit der Anschlagketten-Güteklassen 8, 10 und 12 bezieht sich auf die normale Benutzung der Anschlagketten an wechselnden Arbeitsplätzen. Die Typprüfungen der Zubehörteile der Güteklasse 8, aber auch der Ketten der Güteklassen 10 (siehe PAS 1061) und 12 werden mit dem 1,5-fachen der Tragfähigkeit durchgeführt. 20 000 Lastwechsel müssen ohne Bruch ertragen werden können.
Bei teil- oder vollautomatischem Betrieb, insbesondere bei Mehrschichtbetrieb oder mit Lasten von 75 bis 100 % der Volllast:
Tragfähigkeit deutlich reduzieren oder aber vom Hersteller speziell für die Krananlage die Tragfähigkeit oder den Austauschzyklus, z. B. ein Quartal, berechnen lassen!
Güteklasse Tragfähigkeit in % bei Kettentemperatur von °C
bis -40 unter -10
bis -20 unter 0
bis -10 von 0
bis 100 über 100
bis 150 über 150
bis 200 über 200
bis 300 über 300
2 0 50 75 100 75 50 30 0 0 0
4 100 100 100 100 100 100 100 100 75 50
8 100 100 100 100 100 100 90 90 75 0
Bild 11-2: Tragfähigkeit in Abhängigkeit von den Kettentemperaturen
Die Güteklassen der Ketten sind durch Kettenanhänger, die sich in Form und Farbe unterscheiden, gekennzeichnet (Bild 11-3). Die runden Kettenanhänger gelten für Güteklasse 2, ansonsten zeigt die Anzahl der Ecken des Kettenanhängers die Güteklasse an. Die achteckigen Anhänger der Ketten der Güteklasse 8 sind üblicherweise rot.
Wenn der Anhänger fehlt, muss die Tragfähigkeit der Kette entsprechend der Güteklasse 2 reduziert werden. Weil jeder Meter dieser Ketten einen Prüfstempel trägt und zusätzlich die Güteklasse eingeprägt ist, kann eine befähigte Person (ehemals Sachkundiger) jedoch in der Kettenwerkstatt den Kettenanhänger nachrüsten.
Die Bruchdehnung von Anschlagketten muss mindestens 20% betragen.
Eine hohe Dehnung der Anschlagkette macht es jedem Anschläger deutlich, dass die Kette überlastet worden ist. Deshalb dürfen nie abgelegte Hebezeugketten, die ja nur eine Bruchdehnung von 5 bis 15% aufweisen, als Anschlagketten weiter verwendet werden.
Bild 11-3: Kettenanhänger nach DIN 685
Geschweißte Anschlagketten aus Ketten der Güteklasse 2 werden heute noch aus folgenden technischen Gründen hergestellt und verwendet:
Für Beizereien und Verzinkungsbäder ist der Einsatz von geschweißten Anschlagketten nach DIN 695 "Geschweißte Anschlagketten, Güteklasse 2" aus Ketten nach DIN 32891 „Rundstahlketten, Güteklasse 2, nicht lehrenhaltig, geprüft“ bei begrenzter Lebensdauer eine preiswerte Lösung.
Die Verwendung von Reineisenketten (Armco) ist wirtschaftlich beim wechselnden Einsatz der Ketten im Beizbad und Feuerverzinkungsbad.
Ketten der Güteklasse 8 würden im Beizbad durch den in den Stahl hineinwandernden Wasserstoff verspröden und beim kleinsten Stoß oder Schlag spröde brechen.
In Beizbädern dürfen Ketten deshalb nur verwendet werden, wenn sie aus Sonderlegierungen bestehen oder der Güteklasse 2  der Normalgüte  entsprechen, siehe BG-Regel „Rundstahlketten als Anschlagmittel in Feuerverzinkereien“ (BGR 150).
Eine zusätzliche Alternative ergibt sich durch geschweißte Anschlagketten Güteklasse 4 nach DIN EN 818 Teil 5.
Montierte Anschlagketten werden aus Meterketten und geschmiedeten, geprüften Einzelteilen nach DIN EN 1677 „Einzelteile für Anschlagmittel, Sicherheit; Teil 1: Geschmiedete Einzelteile, Güteklasse 8“ zusammengebaut (Bild 11-4). Montierte Einzelteile, wie Kettenverbindungsglieder, Haken, Kettenverkürzungsklauen, müssen der Güteklasse 8 entsprechen. Sie sind meist rot gekennzeichnet, falls sie nicht Zinkgrundierung tragen oder galvanisch verzinkt wurden. Jedes Einzelteil trägt den -Stempel nach DIN 685 Teil 1 bis 5 „Geprüfte Rundstahlketten“ und als Kennziffer die Nenndicke der dazugehörigen Kette Güteklasse 8 nach DIN EN 818-2 "Kurzgliedrige Rundstahlketten für Hebezwecke, Sicherheit; Teil 2: Mitteltolerierte Rundstahlketten für Anschlagketten, Güteklasse 8". Die Kennzeichnung 10 8 heißt also:
Für 10-mm-Kette nach DIN EN 818-4. Entsprechend gibt der rote Achteckanhänger bei der einsträngigen Kette 3,15 t Tragfähigkeit an.
Meterketten nach DIN EN 818 Teil 2
+ Ketteneinzelteile nach DIN EN 1677
= Anschlagkette
nach DIN EN 818 Teil 4 (Güteklasse 8)
Bild 11-4: Aus diesen Bestandteilen entsteht eine Anschlagkette im Baukastensystem
Für diese besonderen Einsatzzwecke sind nur die bereits beschriebenen geschweißten Rundstahlketten der Güteklasse 2 oder 4 oder Ketten aus Reineisen einsetzbar.
Ketten höherer Güteklassen
Ketten und Einzelteile der Güteklassen 10 und 12 sind herstellerbezogen gefärbt und sollen — schon wegen der Maßabweichungen (Schlitzbreite, Ketteninnenmaß und Bolzendicke) — und der Typprüfung nur mit Teilen desselben Herstellers kombiniert werden. Auch aus Produkthaftpflichtgründen kann es keine andere Lösung geben. Sie dürfen entsprechend den Herstellerangaben auf dem Sonderanhänger belastet werden.
DGUV-Information 209-013: Anschläger, 15. Anschlagen mit Traversen als Lastaufnahmemittel
Durch die Verwendung von Traversen kann mit kleiner Hubhöhe auch in niedrigen Hallen angeschlagen werden.
Die Neigungswinkel der Anschlagmittel können dadurch bei langen Lasten verringert oder ganz aufgehoben werden.
Unter Traversen muss die Last so unterfangen sein, dass sie sich nicht übermäßig durchbiegt und ein Herausschießen der Last oder von Einzelteilen verhindert wird (Bilder 15-1 bis 15-5).
Einziger Nachteil ist das Eigengewicht der Traverse, das auf dem Typenschild jeder Traverse ablesbar ist.
Entsprechend dem Eigengewicht der Traverse reduziert sich das höchstmögliche Gewicht der Last.
Bild 15-1: Anschlagen mit umgekehrtem Neigungswinkel. Die Anschlagmittel können unter der Last hervorrutschen.
Bild 15-2: Außermittiges Anschlagen der Last an Traversen. Die Traverse hängt schief, die Last kann aus den Anschlagmitteln rutschen. Die Aufhängung der Traverse wird einseitig beansprucht.
Bild 15-3: Richtiges Anschlagen
Bild 15-4: Last ist außermittig angeschlagen. Das Gewicht wirkt nur auf das linke Hubseil.
Bild 15-5: Last ist mittig angeschlagen. Das Gewicht wird auf beide Hubseile verteilt.
DGUV-Information 209-013: Anschläger, 16. Sicherung gegen unbeabsichtigtes Aushängen
Schwer wiegende Unfallgefahren entstehen beim unbeabsichtigten Aushängen des Anschlagmittels aus dem Kranhaken und beim unbeabsichtigten Lösen des Anschlagmittels von der Last.
Nach dem Anhang 1 Abs. 2.5 der Betriebssicherheitsverordnung muss jedes Arbeitsmittel, von dem eine Gefahr durch herabfallende oder herausschleudernde Gegenstände ausgeht, mit Schutzvorrichtungen gegen diese Gefahren versehen sein.
Grundsätzlich ist eine Sicherung gegen das unbeabsichtigte Aushängen der Anschlagmittel oder der Lastaufnahmemittel aus dem Kranhaken notwendig (Bilder 16-1 und 16-2).
Bild 16-1: Gabelkopfhaken mit Sicherung
Bild 16-2: Hakensicherung
Entsprechend dem Einsatz ist sowohl am Kranhaken als auch am Anschlaghaken eine stabile Hakensicherung erforderlich.
Der Einsatz zweier unabhängiger Anschlagmittel in einem Kranhaken mit Neigungswinkeln über 45° bis 60° ist zu vermeiden, wenn durch die Hakenform bedingt das vorderseitige Anschlagmittel zur Hakenspitze hochwandern kann und Schäden am Haken und an der Hakensicherung zu befürchten sind.
Nur wenn das unbeabsichtigte Aushängen verhindert ist oder wenn wegen besonderer Gefahren beim Aushängen z. B. heißer Lasten die Sicherung stören würde, dürfen Haken ohne Sicherung verwendet werden.
Bei der Verwendung starrer Lastaufnahmemittel, wie Zangen, C-Haken oder kurzen, steifen Stahldrahtseilen, kann durch eine zu tiefe Bewegung des Kranhakens das Anschlagmittel heraus rutschen (Bild 16-4).
Bild 16-4: Haken rutschen bei Schlaffketten aus den Ösen
Von einigen Herstellern werden verschiedene Bauarten von Haken, die nach dem Einhängen nicht mehr herausrutschen können, angeboten. Im Baubetrieb sowie beim Stahlbau und beim Schiffbau sind diese Haken zwingend vorgeschrieben.
Kettenverkürzungsklauen ohne Sicherung können im entlasteten Zustand auf dem Boden liegend die Kette frei geben. Es sind möglichst verriegelbare Kettenverkürzungsklauen zu benutzen. Neu gelieferte Kettenverkürzungsklauen müssen verriegelbar sein; Altbestände dürfen zwar aufgebraucht werden, aber immer, wenn unbeabsichtigtes Herausrutschen zu befürchten ist, sind unverriegelte Klauen zu ersetzen. Ausnahmen bilden Klauen mit einem sehr tiefen Schlitz, sodass die Kette nicht herausrutschen kann. Siehe auch DIN 5692.
Vor jedem Hub muss man sich vergewissern, dass die Kette richtig sitzt.
Haken müssen so in die Anschlagpunkte oder Ösen der Last eingehängt werden, dass sie bei Schlaffseil oder Schlaffkette nicht aus den Ösen rutschen können.
Dazu wird die Hakenspitze von innen nach außen durch die Öse gesteckt (Bild 16-3).
Bild 16-3: Haken von innen nach außen stecken. Noch besser ist: Haken mit Sicherung verwenden
Soweit bei Verwendung von Anschlagketten infolge von Schlaffkette die Gefahr des unbeabsichtigten Aushängens besteht, müssen auch hier Lasthaken mit Sicherungsklappen verwendet werden.
Haken dürfen nicht durch zu kleine Ösen gezwängt werden: Die freie Beweglichkeit muss erhalten bleiben, damit der Haken in seinem Maulgrund und nicht etwa auf der Spitze belastet wird; er rutscht dann zu leicht ab oder wird aufgebogen.
Es wird empfohlen, an Maschinen und Teilen, die häufig transportiert werden sollen, Anschlagpunkte zu befestigen, um dem Ösenhaken eine sichere Befestigungsmöglichkeit zu geben. Diese Anschlagpunkte werden von verschiedenen Herstellern sowohl in schraubbarer Ausführung als auch in Anschweißausführung geliefert.
Auf jeden Fall ist es verboten, unter die Umschnürung der Last zu fassen (Bild 16-5). Die Rödeldrähte, mit denen Baustahlmattenpakete oder Bewehrungselemente im Baugewerbe zusammen gehalten werden, sind keine Anschlagpunkte. Für diesen Zweck verwendet man entweder spezielle Baustahlmattenhaken oder kurze Drahtseilstropps, die durch das Gewebe hindurchgesteckt werden (Bild 16-6).
Bild 16-5: Einhängen in die Umschnürung ist lebensgefährlich!
Beim Transport von Halbzeugen in Bündeln ist darauf zu achten, dass keine Stücke mit Unterlänge herausrutschen können oder lose auf dem Bündel liegen. Ebenso ist es nicht zulässig, lose Teile auf der Last zu transportieren. Falls beim Transport die Last irgendwo anstößt, können diese Teile herunterfallen. Bereits geringe Gewichte können dann lebensgefährlich wirken.
Wenn Hebeklemmen zum Transport von Blechtafeln verwendet werden, ist darauf zu achten, dass sie vor dem Transport verriegelt werden. Der Greifbereich dieser Klemmen ist auf dem Typenschild angegeben. Nur im angegebenen Greifbereich ist der Transport mit Blechhebeklemmen zulässig.
Hebeklemmen dürfen nur bestimmungsgemäß verwendet werden. Das bedeutet, dass jeweils nur eine Blechtafel bzw. ein Stahlprofil angeschlagen werden darf. Werden z. B. zwei oder mehrere Blechtafeln mit Hebeklemmen gleichzeitig angeschlagen, besteht die Gefahr des Lastabsturzes.
Bild 16-6: Baustahlmattenhaken oder diese kurzen Durchsteckseile sind die richtige Methode!
DGUV-Information 209-013: Anschläger, 18. Verlassen des Gefahrenbereiches
Der Kranhaken hängt nicht immer genau mittig über der Last. Die Last pendelt dann beim Anheben zur Seite. Es ist nicht vorhersehbar, wohin die Last pendeln wird.
Deshalb ist die Umgebung der Last ein Gefahrenbereich. Verhängnisvoll sind Mausefallen", die entstehen, wenn es keine Ausweichmöglichkeit für den Anschläger gibt.
Mausefallen" entstehen zwischen der aufzuziehenden Last und Gebäudewänden, Säulen, Maschinen, gelagertem Material, Rungen und Bordwänden auf Fahrzeugen sowie den Wänden von Laderäumen in Schiffen.
Bild 18-1: Vorsicht Pendelbewegung  Der Kranführer hat darauf zu achten, dass sich der Kranhaken über dem Lastschwerpunkt befindet und kein Schrägzug ausgeübt wird.
DGUV-Information 209-013: Anschläger, 19. Verständigung zwischen Kranführer und Anschläger
Bild 19-1: Beide Anschläger geben Zeichen  aber unterschiedliche.
In einem solchen Fall bewegt der Kranführer überhaupt nichts!
Bild 19-2: So verhalten sich die Anschläger richtig.
Nur ein Anschläger, und zwar der vorher bestimmte
und dem Kranführer benannte Anschläger, gibt Zeichen.
Benennung Bedeutung Erklärung Bild vereinfachte
Hinweis auf nachfolgende Handzeichen
Arm gestreckt mit nach vorn gekehrter Handfläche hochhalten
Beenden eines Bewegungs-
Beide Arme seitwärts ausstrecken
Halt – Gefahr
Schnellstmögliches Beenden eines Bewegungs-
Beide Arme seitwärts waagerecht ausstrecken und abwechselnd anwinkeln und strecken
Verzögern und langsames Fortsetzen eines Bewegungs-
Beide Arme mit nach unten gekehrten Handflächen waagerecht ausstrecken und leicht nach oben und unten bewegen
Markieren eines Zielpunktes für eine Bewegung
Mit beiden Händen auf Zielpunkt zeigen
Angabe des Abstandes zum Haltepunkt
Anzeige einer Abstands-
Beide Handflächen parallel dem Abstand entsprechend halten
Nach Erreichen des gewollten Abstandes ist das Hand- zeichen "Halt" zu geben
Einleiten einer senkrechten Aufwärts-
Mit nach oben zeigender Hand mit dem Arm Kreisbewegungen ausführen
Einleiten einer senkrechten Abwärts-
Mit nach unten zeigender Hand mit dem Arm Kreisbewegungen ausführen
Einleiten einer langsamen Aufwärts-
Unterarm waagerecht mit nach oben gekehrter Handfläche leicht auf und ab bewegen
Einleiten einer langsamen Abwärts-
Unterarm waagerecht mit nach unten gekehrter Handfläche leicht auf und ab bewegen
Einleiten oder Fortsetzen einer Fahrbewegung gemäß einem vorlaufenden Richtungssignal
Arm hochgestreckt mit nach vorn gekehrter Handfläche seitlich hin und her bewegen
Einleiten einer Bewegung in eine bestimmte Richtung
Den der Bewegungs-
richtung zugeordneten Arm anwinkeln und seitlich hin und her bewegen
Einleiten einer Bewegung in Richtung des Einweisers
Mit beiden Armen mit zum Körper gerichteten Handflächen heranwinken
Einleiten einer Bewegung vom Einweiser weg
Mit beiden Armen mit vom Körper weggerichteten Handflächen wegwinken
DGUV-Information 209-013: Anschläger, 21. Lagern von Lasten
Beim Lagern sind die Verkehrswege freizuhalten (Bild 21-1). Ein Mindestabstand von 0,5 m zu bewegten gleisgebundenen Fahrzeugen oder Kranen ist einzuhalten.
Bild 21-1: Vorbildliche Lagerung in Hürden
Achten Sie darauf, dass Stapel höchstens drei- bis viermal so hoch sind, wie sie breit sind. Wenn möglich, sollen Einzellasten im Verband gestapelt werden.
Besondere Vorsicht und Umsicht ist erforderlich, wenn in Hürden oder zwischen hohen Stapeln gearbeitet werden muss.
Ein zusätzlicher Einweiser muss die Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten koordinieren.
DGUV-Information 209-013: Anschläger, 22. Vermeiden von Schäden an Anschlagmitteln
Die Aufhängeglieder müssen auf den Haken frei beweglich sein, sonst sind Reduziergehänge zu verwenden (Bild 22-1).
Ösen und Haken müssen zueinander passen.
Bild 22-1: Das Aufhängeglied ist für den Kranhaken zu klein. Es wird aufgeweitet und verbogen.
Bild 22-2: Haken ist in eine zu kleine Öse eingehängt. Haken und Öse werden verbogen. Außerdem besteht die Gefahr des unbeabsichtigten Aushängens.
Lasthaken sind so einzusetzen, dass ein unbeabsichtigtes Aushängen verhindert ist. Dies gilt nur dann nicht, wenn wegen besonderer Unfallgefahren beim Absetzen der Last, z. B. im Warmbetrieb, ein Aushängen ohne Mitwirken eines Anschlägers notwendig ist.
Zur Vermeidung von Schäden, welche die Anschlagmittel sofort unbrauchbar machen, dürfen Seile, Ketten, Hebebänder und Rundschlingen
nicht geknotet werden,
nicht so um scharfe Kanten der Last gelegt werden, dass Seile geknickt bleiben, Kettenglieder verbogen oder Hebebänder bzw. Rundschlingen angeschnitten werden.
Eine scharfe Kante liegt dann vor, wenn der Radius der Kante kleiner ist als der Durchmesser des Anschlagmittels. Bei Seilen ist deshalb in vielen Fällen Kantenschutz erforderlich (Bild 22-3).
Bild 22-3: Scharfe Kante, wenn der Kantenradius (r) kleiner als Durchmesser (d) des Seiles, der Kette oder der Dicke des Hebebandes ist.
Wenn man Ketten auswählt, die mindestens eine Nenndicke dicker sind als für die Tragfähigkeit erforderlich, sind sie quasi gepanzert: Verbiegungen der Kettenglieder sind nicht zu befürchten. Bei rauem Betrieb oder sehr scharfkantigem Gut sind zwei Nenndicken dicker noch besser geeignet und dauerhafter; bei der Gefahr des Anstoßens mit der Kette an der scharfen Kante an andere gelagerte scharfkantige Güter oder an Bauteile sollte die Mindestdicke 16 mm betragen.
Verdrehte Seile, Ketten oder Hebebänder sind vor der Belastung auszudrehen (Bild 22-4).
Falls Kettenverbindungsglieder im Kettenstrang vorhanden sind, dürfen sie beim Hebevorgang nicht an der Ecke liegen.
Bild 22-4: Stark verdrehte Kette. Beim Anheben der Last wird die Kette so beschädigt, dass sie nicht mehr weiter verwendet werden darf
DGUV-Information 209-013: Anschläger, 23. Verschleiß, Ablegereife sowie Kontrolle vor dem Gebrauch
Die BG-Regel „Betreiben von Arbeitsmitteln“ (BGR 500), Kapitel 2.8 Ziffer 3.15 gibt hierzu weitere Hinweise.
Unabhängig von der regelmäßig erforderlichen Prüfung der Anschlagmittel durch eine befähigte Person muss der Anschläger vor dem jeweiligen Gebrauch das Seil, die Kette oder das Hebeband kontrollieren und sich davon überzeugen, dass sein „Arbeitsmittel“ in Ordnung ist. Durch Einwirkung äußerer Gewalt oder Überlastung seit der letzten regelmäßigen Prüfung können Anschlagmittel inzwischen so beschädigt worden sein, dass ihre Weiterverwendung zum Bruch und zum Absturz von Lasten führen kann (Bild 23-1).
3 d *) 6 d *) 30 d *)
Litzenseil 3 benachbarte Drähte einer Litze 6 14
Kabelschlagseil (siehe BGR 500, Kap. 2.8, 3.15.4.1 ) 10 15 40
*) d = Seildurchmesser
Bild 23-6: Bei einem 14-mm-Litzenseil signalisieren sechs Drahtbrüche auf einer Länge von 6 x Seildurchmesser (d) = 84 mm die Ablegereife
Garnbrüchen in größerer Zahl  mehr als 10% der Gesamtgarnzahl,
Bild 23-7: Zerstörung
einer Litze
Bild 23-8: Durch Klanke
zerstörter Litzenverbund
Bild 23-9: Wärmeeinfluss
hat eine Litze zerstört
Dehnung durch Überlastung: Wenn die ganze Kette oder ein einzelnes Glied um 5% oder mehr gelängt ist (Bilder 23-11 bis 23-13),
Verschleiß: Abnahme der Gliedstärke an irgendeiner Stelle um mehr als 10%.
Bild 23-12: Die Kette ist ablegereif, wenn ein oder mehrere Glieder außen um je 3% gelängt sind. Dies entspricht einer inneren Längung von 5%
Bild 23-13: Kette ist ablegereif, wenn die mittlere Glieddicke dm an einer Stelle um 10% oder mehr abgenommen hat;
dm = d1 + d2 > 0,9 d
Garnbrüchen bzw. Garneinschnitten im Gewebe von mehr als 10% des Gesamtquerschnittes (Bild 23-14),
Hebebänder aus Chemiefasern müssen licht- und wärmestabilisiert sein. Diese Forderung der DIN EN 1492 T1 ist Stand der Technik, sodass eine Vorschrift über das Ablegen aufgrund der Alterung nicht mehr in DIN EN 1492-1 „Hebebänder aus Chemiefasern“ aufgenommen ist.
Die ältere Regelung, dass Hebebänder aus Chemiefaser nach sechs Jahren abzulegen sind, ist deshalb nicht mehr anzuwenden.
Beschädigung der Ummantelung bzw. ihrer Vernähung und Sichtbarkeit der Einlage (Bilder 23-15 und 23-18 bis 23-19),
Insbesondere Rundschlingen sind vor jedem Hub auf Anschnitte in Augenschein zu nehmen.
Morgens neue Rundschlingen haben bereits nachmittags zum Unfall geführt!
Bild 23-16: Durch Wärmeeinfluss zerstörte Ummantelung; Ablegereife auch wegen Sichtbarkeit der Einlage
in Kettenverbindungsgliedern und Gabelkopfverbindungen (siehe Bild 16-1) sind ebenso zu beurteilen. Spätestens nach drei Jahren sollten sie ausgetauscht werden.
Bild 23-20: Die unteren drei Haken sind mehr als 10% geöffnet und damit ablegereif. 10% sind nicht viel! Aber trotzdem gefährlich!
Bild 23-21: Der am gereckten Strang tiefer hängende Haken zeigt, dass der ganze Kettenstrang ausgetauscht werden muss. Die Maulöffnung ist um 10% erweitert, die Klappe schließt nicht mehr
DGUV-Information 209-013: Anschläger, 24. Aufbewahrung von Anschlag- und Lastaufnahmemitteln
Anschlagketten und Anschlagseile werden zweckmäßigerweise an Gestellen hängend aufbewahrt.
Sie müssen trocken und luftig sowie gegen die Einwirkung von Witterungseinflüssen und aggressiven Stoffen geschützt gelagert werden (Bild 24-1).
Bild 24-1: Vorbildliche Aufbewahrung von Seilen und Ketten
Es ist zweckmäßig, schwere Anschlagmittel mit großen Aufhängegliedern so in Aufnahmevorrichtungen zu lagern, dass der Kranfahrer sie direkt mit dem Kranhaken aufnehmen kann (Bild 24-2).
Bild 24-2: Abgestellte, gegen Umfallen gesicherte Lastaufnahmemittel
Dadurch ist es nicht mehr notwendig, das schwere Aufgängeglied mit der Hand aufzulegen.
Für die Finger entfällt die Quetschgefahr.
Nicht gekennzeichnete Anschlagmittel dürfen nicht verwendet werden.
DGUV-Information 209-013: Anschläger, 26. Aus den BG-Vorschriften und der Betriebssicherheitsverordnung
BGV A1 "Grundsätze der Prävention" § 29 Bereitstellung:
BGV A1 § 30 Benutzung:
BGV A1 § 23 Maßnahmen gegen Einflüsse des Wettergeschehens:
BGR A1 § 23 (Auszug)
Mit Unfallgefahren bei Arbeiten im Außenbereich ist infolge des Wettergeschehens zu rechnen, wenn z. B. aufgrund von
Gewittern oder Stürmen der Aufenthalt auf exponierten Arbeitsplätzen, z. B. Turmdrehkrane, Gerüste, Fahrgeschäfte von Schaustellern, mit Gefahren verbunden ist.
dem Wind ausgesetzte Krane nicht über die vom Kranhersteller festgelegten Grenzen hinaus betrieben werden und rechtzeitig, spätestens bei Erreichen der für den Kran kritischen Windgeschwindigkeit und bei Arbeitsschluss, durch die Windsicherung festgelegt werden, (siehe § 30 Abs. 6 Satz 1 der Unfallverhütungsvorschrift "Krane" [BGV D6]),
BGV A1 § 4 Unterweisung der Versicherten:
BGR A 1 § 4 (2) (Auszug):
Dies kann z. B. durch
das Stellen von Verständnisfragen an den Versicherten,
Vorführen lassen des Handlungsablaufes durch den Versicherten,
Beobachtung der Arbeitsweise des Versicherten
BetrSichV § 9 Unterrichtung und Unterweisung:
angemessene Informationen, insbesondere zu den sie betreffenden Gefahren, die sich aus den in ihrer unmittelbaren Arbeitsumgebung vorhandenen Arbeitsmitteln ergeben, auch wenn sie diese Arbeitsmittel nicht selbst benutzen und
BetrSichV Anhang II 2.5:
BGR 500 "Betreiben von Arbeitsmitteln" Kapitel 2.8, Abschnitt 3.2:
Erläuterung: Mit diesen Arbeiten vertraut sein schließt mit ein, dass die betreffenden Personen entsprechend der Aufgabenstellung unterwiesen worden sind und die Betriebsanleitung sowie die in Frage kommenden betrieblichen Anweisungen kennen und dass insbesondere folgende Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt werden:
Tragfähigkeit von Anschlagmitteln in Abhängigkeit von der Zahl der Stränge, Anschlagart und Neigungswinkel,
Vermeidung von Schäden an Anschlagmitteln, Kantenschutz,
Verhalten beim Absetzen und Lösen der Anschlagmittel,
Ablegereife von Anschlagmitteln, Prüfung,
Aufbewahrung von Anschlagmitteln.
BGV A 1 § 15 Allgemeine Unterstützungspflichten und Verhalten:
(1) Die Versicherten sind verpflichtet, nach ihren Möglichkeiten sowie gemäß der Unterweisung und Weisung des Unternehmers für ihre Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit sowie für Sicherheit und Gesundheitsschutz derjenigen zu sorgen, die von ihren Handlungen oder Unterlassungen betroffen sind. Die Versicherten haben die Maßnahmen zur Verhütung von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren sowie für eine wirksame Erste Hilfe zu unterstützen. Versicherte haben die entsprechenden Anweisungen des Unternehmers zu befolgen.
Die Versicherten dürfen erkennbar gegen Sicherheit und Gesundheit gerichtete Weisungen nicht befolgen.
BGV A 1 § 6 Zusammenarbeit mehrerer Unternehmer:
(1) Werden Beschäftigte mehrerer Unternehmer oder selbstständige Einzelunternehmer an einem Arbeitsplatz tätig, haben die Unternehmer hinsichtlich der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der Beschäftigten, insbesondere hinsichtlich der Maßnahmen nach § 2 Abs. 1, entsprechend § 8 Abs. 1 Arbeitsschutzgesetz zusammenzuarbeiten.
Insbesondere haben sie, soweit es zur Vermeidung einer möglichen gegenseitigen Gefährdung erforderlich ist, eine Person zu bestimmen, die die Arbeiten aufeinander abstimmt; zur Abwehr besonderer Gefahren ist sie mit entsprechender Weisungsbefugnis auszustatten.
BGR A 1 § 6 (Auszug):
Beschäftigte mehrerer Unternehmer werden an einem Arbeitsplatz tätig, wenn sich Tätigkeiten eines dieser Unternehmer aufgrund der räumlichen oder zeitlichen Nähe auf Beschäftigte eines anderen Unternehmers auswirken können.
Gegenseitige Gefährdungen liegen vor, wenn sich die Tätigkeit eines Beschäftigten auf einen Beschäftigten eines anderen Unternehmens so auswirkt, dass die Möglichkeit eines Unfalles oder eines Gesundheitsschadens besteht.
Der Begriff "besondere Gefahr" beschreibt eine Sachlage, bei der der Eintritt eines Schadens ohne zusätzliche Schutzmaßnahmen sehr wahrscheinlich ist oder sein Eintritt nicht mehr abgewendet werden kann und der Schaden nach Art und Umfang besonders schwer ist, z. B.
Montagearbeiten, bei denen vorhandene Abdeckungen und Absturzsicherungen entfernt werden müssen (Absturzgefahr), z. B. an Aufzugschächten, ...
Aufnehmen und Absetzen von Lasten neben Gerüsten mit Hilfe eines Kranes (Gefahr des Verhängens), ...
Arbeiten im Gefahrenbereich von Erdbaumaschinen (Gefahr des Überfahrens und Einquetschens), ...
Arbeiten übereinander ohne Schutzdach (Gefahr durch herabfallende oder abgeworfene Gegenstände), ...
Diese Befugnis beinhaltet Anweisungen ... sowohl gegenüber Beschäftigten des eigenen als auch eines anderen Unternehmens ...
BGV A 1 § 16 Besondere Unterstützungspflichten:
BGR 500 Kapitel 2.8, Abschnitt 3.13 "Mängel":
(1) Versicherte, die Lastaufnahmeeinrichtungen anwenden, haben diese während des Gebrauchs auf augenfällige Mängel hin zu beobachten.
(2) Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass Lastaufnahmeeinrichtungen mit Mängeln, die die Sicherheit beeinträchtigen, der weiteren Benutzung entzogen werden.
BGR 500 Kapitel 2.8 Abschnitt 3.14:
Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass Instandsetzungsarbeiten an Lastaufnahmeeinrichtungen nur von Personen durchgeführt werden, welche die hierfür notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzen.
Bestimmungsgemäße Verwendung von Einrichtungen
BGV A 1 § 17 Benutzung von Einrichtungen, Arbeitsmitteln und Arbeitsstoffen:
Angehobene Teile
BetrSichV Anhang I 2.12:
BGV A 1 § 18 Zutritts- und Aufenthaltsverbote:
Versicherte dürfen sich an gefährlichen Stellen nur im Rahmen der ihnen übertragenen Aufgaben aufhalten. Was "gefährliche Stellen" sind, richtet sich nach den Betriebsverhältnissen, der speziell verrichteten Tätigkeit und den Arbeitsschutzvorschriften. Gefährliche Stellen sind z. B.
Dies gilt in gleicher Weise entsprechend BGR A 1 § 9 für unbefugte Personen, die in diesen Bereichen oder auf Baustellen und in Lagerbereichen mit Fremdanlieferungen eine Gefahr für Sicherheit und Gesundheit für sich selbst und für Versicherte entstehen lassen.
BGV D6 "Krane"
(9) Der Kranführer soll Lasten nicht über Personen hinwegführen. Bei Verwendung von Lastaufnahmeeinrichtungen, die die Last durch Magnet-, Reib- oder Saugkräfte ohne zusätzliche Sicherung halten sowie bei Kranen ohne selbsttätig wirkende Hub- oder Auslegereinziehwerksbremse darf er die Last nicht über Personen hinwegführen.
Entsprechend dieser Vorschrift, die sich an den Kranfahrer wendet, dürfen sich Versicherte nicht in diese Bereiche hineinbewegen. Deshalb ist das Verbot des Aufenthaltes von Personen im Gefahrenbereich der Transportvorgänge und die Absperrung des Gefahrenbereiches eine der zusätzlichen Sicherungen für diese Transporte.
Verbot, auf der Last mitzufahren
BGV D6 § 36:
(1) Der Kranführer darf Personen mit der Last oder der Lastaufnahmeeinrichtung nicht befördern.
DGUV-Information 209-013: Anschläger, 27. Schlussbetrachtung
Wir wünschen Ihnen, dass Sie nach dem Durcharbeiten dieses Heftes Ihre verantwortungsvolle Tätigkeit leichter, erfolgreicher und unfallfrei durchführen können. Unfallfrei werden Sie arbeiten können, wenn Sie "Respekt" vor bewegten Lasten haben und Unregelmäßigkeiten mit einkalkulieren.
Der Umgang mit Anschlagmitteln ist einfach, wenn man sich an die wenigen dargestellten Regeln hält. Es ist notwendig, sich als Anschläger praktisch und theoretisch auszubilden. Mit dem Durcharbeiten dieses Heftes haben Sie dazu schon einen guten Schritt getan.
DGUV-Information 209-013: Anschläger, A 1 Quellen- und Literaturverzeichnis
9. Verordnung zum Produktsicherheitsgesetz (9. ProdSV)
Verordnung über die Benutzung persönlicher Schutzausrüstungen
"Krane" (BGV D6)
"Winden, Hub- und Zuggeräte" (BGV D8)
"Lastaufnahmeeinrichtungen im Hebezeugbetrieb" (VBG 9a nunmehr BGR 500 "Betreiben von Arbeitsmitteln" Kapitel 2.8)
"Grundsätze der Prävention" (BGR A1)
"Rundstahlketten als Anschlagmittel in Feuerverzinkereien" (BGR 150)
"Gebrauch von Anschlag-Drahtseilen" (BGR 151)
"Gebrauch von Anschlag-Faserseilen" (BGR 152)
"Benutzung von Schutzkleidung" (BGR 189)
"Benutzung von Fuß- und Knieschutz" (BGR 191)
"Benutzung von Kopfschutz" (BGR 193)
"Benutzung von Gehörschutz" (BGR 194)
"Benutzung von Schutzhandschuhen" (BGR 195)
"Belastungstabellen für Anschlagmittel aus Rundstahlketten, Stahldrahtseilen, Rundschlingen, Chemiefaserhebebändern, Chemiefaserseilen, Naturfaserseilen" (BGI 622)
"Gebrauch von Hebebändern und Rundschlingen aus Chemiefasern" (BGI 873)
Anschlagseile aus Stahldraht
DIN EN 12385 "Drahtseile aus Stahldrähten  Sicherheit"
Teil 1 "Allgemeine Anforderungen"
Teil 2 "Begriffe, Bezeichnungen und Klassifizierung"
Teil 4 "Litzenseile für allgemeine Verwendungszwecke"
DIN EN 13411 "Endverbindungen für Drahtseile aus Stahldraht  Sicherheit"
Teil 1 "Kauschen für Anschlagseile aus Drahtseilen"
Teil 2 "Spleißen von Seilschlaufen für Anschlagseile"
Teil 3 "Pressklemmen und Verpressen"
Teil 4 "Vergießen mit Metall und Kunstharz"
Teil 5 "Drahtseilklemmen mit U-förmigem Klemmbügel"
(Anhang A: ehemalige DIN 1142)
Teil 6 "Asymmetrische Seilschlösser"
DIN EN 13414 "Anschlagseile aus Stahldrahtseilen  Sicherheit"
Teil 1 "Anschlagseile für allgemeine Hebezwecke"
Teil 2 "Vom Hersteller zu liefernde Informationen über Gebrauch und Instandhaltung"
Teil 3 "Grummets und Kabelschlag-Anschlagseile"
Für in Betrieb befindliche Anschlagseile aus Stahldraht nach alter Norm:
DIN 3088 "Drahtseile aus Stahldrähten; Anschlagseile im Hebezeugbetrieb; Sicherheitstechnische Anforderung und Prüfung" (zurückgezogen)
Anschlag-Faserseile
DIN EN 1492 "Textile Anschlagmittel  Sicherheit"
Teil 4 "Anschlag-Faserseile für allgemeine Verwendung aus Natur- und Chemiefaserseilen" (04/04)
DIN EN 818 "Kurzgliedrige Rundstahlketten für Hebezwecke, Sicherheit";
Teil 1 "Allgemeine Abnahmebedingungen"
Teil 2 "Mitteltolerierte Rundstahlketten für Anschlagketten, Güteklasse 8"
Teil 3 "Mitteltolerierte Rundstahlketten für Anschlagketten, Güteklasse 4"
Teil 4 "Anschlagketten, Güteklasse 8"
Teil 5 "Anschlagketten, Güteklasse 4"
Teil 6 "Anschlagketten, Festlegungen zu Informationen über Gebrauch und Instandhaltung, die vom Hersteller zur Verfügung zu stellen sind"
DIN EN 1677 "Einzelteile für Anschlagmittel  Sicherheit"
Teil 1 "Geschmiedete Einzelteile, Güteklasse 8"
Teil 4 "Einzelglieder, Güteklasse 8"
Teil 6 "Einzelglieder, Güteklasse 4"
DIN 685 T 1 "Geprüfte Rundstahlketten; Begriffe"
T 2 "Geprüfte Rundstahlketten; sicherheitstechnische Anforderungen"
T 3 "Geprüfte Rundstahlketten; Prüfung"
T 4 "Geprüfte Rundstahlketten; Kennzeichnung; Prüfzeugnisse"
T 5 "Geprüfte Rundstahlketten; Benutzung"
DIN 695 "Rundstahlketten; Hakenketten, Ringketten"
DIN 5687 T 1 "Rundstahlketten, Güteklasse 5, nicht lehrenhaltig, geprüft"
DIN 5688 T 1 "Anschlagketten; Hakenketten, Ringketten, Güteklasse 5"
DIN 5688 T 3 "Anschlagketten; Einzelglieder Güteklasse 8"
DIN 5692 „Rundstahlketten - Geschmiedete Einzelteile - Kettenverkürzer, GK8
DIN 32891 "Rundstahlketten, Güteklasse 2, nicht lehrenhaltig, geprüft"
PAS 1061 "Rundstahlketten für Anschlagketten, Güteklasse 10"
Rundstahlketten für Hebezeuge
DIN EN 818 "Kurzgliedrige Rundstahlketten für Hebezwecke, Sicherheit" Teil 7 "Feintolerierte Ketten für Hebezeuge, Güteklasse T (Ausführung T, DAT, DT)"
Teil 1 "Flachgewebte Hebebänder aus Chemiefasern für allgemeine Verwendungszwecke"
Teil 2 "Rundschlingen aus Chemiefasern für allgemeine Verwendungszwecke"
DIN 60005 "Textile Anschlagmittel – Sicherheit – Einweg-Hebebänder aus Chemiefasern für allgemeine Verwendungszwecke"
Lasthaken, Lastaufnahmeeinrichtungen
Teil 2 "Geschmiedete Haken mit Sicherungsklappe, Güteklasse 8"
Teil 3 "Geschmiedete selbstverriegelnde Haken, Güteklasse 8"
Teil 5 "Geschmiedete Haken mit Sicherungsklappe, Güteklasse 4"
DIN EN 13 155 "Krane  Sicherheit  Lose Lastaufnahmeeinrichtungen"
DIN 7540 "Ösenhaken, Güteklasse 5"
DIN 7541 "Anschlagmittel; Ösenhaken mit großer Öse, Güteklasse 5"
DIN 15106 "Lasthaken für Hebezeuge; Hakenmaulsicherung für Einfachhaken"
DIN 15404 T 1 "Lasthaken für Hebezeuge; Technische Lieferbedingungen für geschmiedete Lasthaken"
DIN 82017 "Ladehaken"
DIN EN 13889 "Geschmiedete Schäkel für allgemeine Hebezwecke  Gerade und geschweifte Schäkel, Güteklasse 6  Sicherheit"
DIN 82003 T 2 "Ladegeschirr; Zubehör und Beschlagteile; Technische Lieferbedingungen"
DIN 82016 "Ladeschäkel"
DIN 82101 "Schäkel, Normalausführung"
DIN 82102 „Einzelteile zum Heben, Schleppen, Zurren - Schäkel, gerade - nicht rostende Stähle"
DGUV-Information 209-013: Anschläger, A 2 Abbildungsverzeichnis
Titelbild: BGHM Bildungsstätte Bad Bevensen/Barghaus
[1-1]: BGHM PD Stuttgart/Jenner
[3-1]: BGHM Schulungszentrum Oberaichen/Jenner
[4-1]: BGHM PZOA/Jenner
[4-2]: BGHM PZOA/Siegmann, Ripperger
[5-1]: BGHM Bildungsstätte Bad Bevensen/Barghaus
[5-2]: BGHM Schulungszentrum Oberaichen/Dr. Jenner
[5-3]: Nordic Yards Wismar/Jenner
[5-4]: BGHM Bildungsstätte Bad Bevensen/Barghaus
[5-5]: BGHM Bildungsstätte Bad Bevensen/Barghaus
[5-6]: BGHM PD Stuttgart/Jenner
[6-1]: BGHM Schulungszentrum Oberaichen/Jenner
[6-2]: BGHM Bildungsstätte Bad Bevensen/Barghaus
[8-1]: BGHM Bildungsstätte Bad Bevensen/Barghaus
[8-2]: BGHM PZOA/Barghaus
[8-3]: BGHM PZOA/Siegmann
[9-1]: BGHM PZOA/Barghaus
[9-2]: BGHM PZOA/Siegmann
[9-3]: BGHM PZOA/Siegmann
[9-4]: BGHM PZOA/Siegmann
[9-5]: BGHM PZOA/Siegmann
[9-6]: BGHM PZOA/Siegmann
[9-7]: BGHM PZOA/Siegmann
[9-8]: BGHM PZOA/Siegmann
[10-1]: BGHM PZOA/Barghaus
[10-2]: Firma Dolezych/Barghaus
[11-1]: BGHM PZOA/Siegmann
[11-2]: BGHM PZOA/Siegmann
[11-3]: BGHM PZOA/Siegmann
[11-4]: BGHM PZOA/Siegmann
[12-1]: BGHM Bildungsstätte Bad Bevensen/Siegmann
[13-1]: BGHM Bildungsstätte Sennfeld/Jenner
[14-1]: BGHM PZOA/Siegmann
[14-2]: BGHM Bildungsstätte Bad Bevensen, PZOA/Siegmann
[14-3]: BGHM Bildungsstätte Bad Bevensen, PZOA/Siegmann
[14-4]: BGHM PZOA/Siegmann
[14-5]: BGHM PZOA/Siegmann
[14-6]: BGHM PZOA/Barghaus
[14-7]: BGHM PZOA/Siegmann
[14-8]: BGHM PZOA/Siegmann
[14-9]: BGHM PZOA/Siegmann
[14-10]: BGHM PZOA/Siegmann
[14-11]: BGHM PZOA/Siegmann
[14-12]: BGHM PZOA/Siegmann
[14-13]: BGHM PZOA/Siegmann
[14-14]: BGHM PZOA/Siegmann
[14-15]: BGHM PZOA/Siegmann
[14-16]: BGHM PZOA/Siegmann
[15-1]: BGHM PZOA/Siegmann
[15-2]: BGHM PZOA/Siegmann
[15-3]: BGHM PZOA/Siegmann
[15-4]: BGHM PZOA/Siegmann
[15-5]: BGHM PZOA/Siegmann
[16-1]: BGHM PZOA/Barghaus
[16-2]: BGHM Schulungszentrum Oberaichen/Jenner
[16-3]: Eiffel Deutschland Stahltechnologie/Blichmann
[16-4]: Eiffel Deutschland Stahltechnologie/Blichmann
[16-5]: Baustelle Fa. Maier, Kelzen/Siegmann
[16-6]: Baustelle Fa. Maier, Kelzen/Siegmann
[17-1]: BGHM Schulungszentrum Oberaichen/Jenner
[17-2]: BGHM Schulungszentrum Oberaichen/Jenner
[18-1]: BGHM Bildungsstätte Sennfeld/Jenner
[19-1]: BGHM Schulungszentrum Oberaichen/Adler
[19-2]: BGHM Schulungszentrum Oberaichen/Adler
[19-3]: aus DIN 33409/Siegmann
[19-4]: aus DIN 33409/Siegmann
[19-5]: aus DIN 33409/Siegmann
[20-1]: BGHM PZOA/Siegmann
[20-2]: BGHM PZOA/Siegmann
[20-3]: BGHM PD Stuttgart/Jenner
[21-1]: BGHM PD Stuttgart/Jenner
[22-1]: BGHM Schulungszentrum Oberaichen/Jenner
[22-2]: Nordic Yards Wismar/Blichmann
[22-3]: BGHM PZOA/Siegmann
[22-4]: BGHM Bildungsstätte Bad Bevensen/Barghaus
[23-1]: BGHM PZOA/Siegmann
[23-2]: BGHM PZOA/Siegmann
[23-3]: BGHM PZOA/Siegmann
[23-4]: BGHM PZOA/Siegmann
[23-5]: BGHM PZOA/Jenner
[23-6]: BGHM PZOA/Siegmann
[23-7]: BGHM PZOA/Siegmann
[23-8]: BGHM PZOA/Siegmann
[23-9]: BGHM PZOA/Siegmann
[23-10]: BGHM PZOA/Siegmann
[23-11]: BGHM PZOA/Siegmann
[23-12]: BGHM PZOA/Siegmann
[23-13]: BGHM PZOA/Siegmann
[23-14]: BGHM PZOA/Siegmann
[23-15]: BGHM PZOA/Siegmann
[23-16]: BGHM PZOA/Siegmann
[23-17]: BGHM PZOA/Siegmann
[23-18]: BGHM PZOA/Siegmann
[23-19]: BGHM PZOA/Siegmann
[23-20]:Eiffel Deutschland Stahltechnologie/Blichmann
[23-21]: Eiffel Deutschland Stahltechnologie/Blichmann,
[24-1]: BGHM Schulungsstätte Oberaichen/Jenner
[24-2]: Eiffel Deutschland Stahltechnologie/Blichmann
[25-1]: BGHM PZOA/Siegmann
Webcode: M1484-1

References: § 23
 § 29
 § 30
 § 23
 § 23
 § 30
 § 4
 § 4
 § 9
 § 15
 § 6
 § 2
 § 8
 § 6
 § 16
 § 17
 § 18
 § 9
 § 36