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Timestamp: 2020-07-07 15:36:32+00:00

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BGH, 11.07.2006 - VI ZR 340/04 - dejure.org
https://dejure.org/2006,833
BGH, 11.07.2006 - VI ZR 340/04 (https://dejure.org/2006,833)
BGH, Entscheidung vom 11.07.2006 - VI ZR 340/04 (https://dejure.org/2006,833)
BGH, Entscheidung vom 11. Juli 2006 - VI ZR 340/04 (https://dejure.org/2006,833)
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Schadensersatz in Höhe der Darlehensforderung nebst Zinsen gegen Geschäftsführer der das Darlehen empfangenen Gesellschaft ; Notwendigkeit einer schriftlichen Erlaubnis des Bundesaufsichtsamtes für das Kreditwesen bei gewerbsmäßiger Betreibung von Bankgeschäften; ...
Persönliche Haftung des GmbH-Geschäftsführers gegenüber Kapitalanlegern bei unzulässigen Bankgeschäften
BGB § 823 Abs. 2; KWG § 32 Abs. 1 Satz 1 a. F.
Einlagengeschäft nach 1 Abs. 1 KWG, Geschäftsführer, geschäftsmäßige Begründung von Verbindlichkeiten, Haftung wegen Erlaubnispflichtsverletzung bei Einlagengeschäften
KWG § 32 Abs. 1 Satz 1; BGB § 823 Abs. 2
LG Hildesheim, 06.05.2004 - 4 O 33/04
NJW-RR 2006, 1713
ZIP 2006, 1764
WM 2006, 1896
Zwar ist § 32 Abs. 1 Satz 1 KWG Schutzgesetz im Sinne des § 823 Abs. 2 BGB zugunsten des einzelnen Kapitalanlegers (Senat, BGHZ 125, 366, 379; BGHZ 166, 29 Tz. 17; BGH, Urt. v. 11. Juli 2006 - VI ZR 340/04, ZIP 2006, 1764 Tz. 12 f.; v. 11. Juli 2006 - VI ZR 339/04, ZIP 2006, 1761 Tz. 13 f.; v. 21. April 2005 - III ZR 238/03, ZIP 2005, 1223, 1224).
Dieser Grundsatz schließt indessen eine daneben bestehende eigene Haftung des Geschäftsführers nach § 823 Abs. 2 BGB nicht aus, wenn er persönlich den Schaden durch eine unerlaubte Handlung herbeigeführt hat (vgl. BGHZ 109, 297, 302 f. ; BGH, Urt. v. 11. Juli 2006, VI ZR 340/04, WM 2006, 1896, 1898;… Urt. v. 12. März 1996, VI ZR 90/95, NJW 1996, 1535, 1536).
(2)Zweck der Erlaubnispflicht von Einlagengeschäften iSd § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 KWG ist es sicherzustellen, dass die Kreditinstitute entsprechend § 11 Abs. 1 KWG jederzeit eine ausreichende Zahlungsbereitschaft (Liquidität) gewährleisten (…vgl. Senatsurteile vom 19. März 2013 - VI ZR 56/12, BGHZ 197, 1 Rn. 31; vom 11. Juli 2006 - VI ZR 340/04, NJW-RR 2006, 1713 Rn. 25 und VI ZR 341/04, EBE/BGH 2006, 302, 304; OLG Celle, OLGR 2005, 96, 98 f.;… Rost, aaO, S. 87, 89; auch OLG Schleswig, ZIP 2012, 1066, 1068, 1069).
Der Vermögensverlust ist nicht deshalb eingetreten, weil der Kläger seine Einlage mangels Liquidität der Beklagten nicht zurückerhalten hätte (…zu dieser Konstellation Senatsurteile vom 19. März 2013 - VI ZR 56/12, BGHZ 197, 1 Rn. 31;… vom 11. Juli 2006 - VI ZR 339/04, VersR 2006, 1374 Rn. 27; VI ZR 340/04, NJW-RR 2006, 1713 Rn. 25 und VI ZR 341/04, EBE/BGH 2006, 302, 304), sondern deshalb, weil die D. AG bzw. die G.S.S. AG aufgrund des - jeweils von der unterstellten Erlaubnispflicht des Einlagengeschäfts der Beklagten unabhängigen - Vermögensverwaltungsvertrags und des Servicevertrags von diesem Konto Verwaltungsgebühren einzogen.
Dem übereinkommensautonom gewonnenem Ergebnis steht mithin nicht entgegen, dass es sich nach deutschem und damit nationalem Recht beim Zahlungsverlangen in Höhe des verlorenen Geldes gemäß § 823 Abs. 2 BGB i.V.m. § 32 KWG um einen deliktischen Schadensersatzanspruch handelt (…vgl. Senat, Urteile vom 11. Juni 2005 - VI ZR 339/04, aaO; - VI ZR 340/04, WM 2006, 1896, 1897; - VI ZR 341/04, juris).

References: § 823
 § 32
 § 32
 § 823
 § 32
 § 823
 § 823
 § 1
 § 11
 § 823
 § 32