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Timestamp: 2020-02-22 13:35:24+00:00

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Elektronische Ressource (PDF-Format 5,94 MB)
urn:nbn:de:kobv:109-opus-156068
Begrenzt offener Realisierungswettbewerb für Architekten und Landschaftsplaner Umbau Schulstandort Berolinastraße Berlin Mitte Ausschreibung
Herausgeber und Wettbewerbsdurchführung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Brückenstraße 6 10179 Berlin Wettbewerbsausschreibung Birgit C. Dietsch Digitale Bearbeitung Birgit C. Dietsch Titelbild Birgit C. Dietsch Druck Kopierservice Steglitz
Teil 1 Verfahren........................................................................................ 9
1.1 1.2 1.3 1.4 1.5 1.6 1.7 1.8 1.9 1.10 1.11 1.12 1.13 1.14 1.15 1.16 1.17 1.18 Auslober, Bauherr, Nutzer ............................................................ 9
Art des Verfahrens........................................................................ 9
Grundsätze und Richtlinien für Wettbewerbe............................. 10
Wettbewerbsteilnehmer.............................................................. 10
Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen ........................................ 11
Abgabe der Wettbewerbsarbeiten .............................................. 14
Ortsbesichtigung, Rückfragen und Rückfragenkolloquium ........ 14
Verzeichnis der Wettbewerbsunterlagen.................................... 15
Geforderte Leistungen................................................................ 15
Beurteilungsverfahren und Vorprüfung ...................................... 17
Preise und Ankäufe .................................................................... 17
Weitere Bearbeitung................................................................... 18
Eigentum und Urheberrecht ....................................................... 18
Verfassererklärung ..................................................................... 18
Bekanntgabe des Ergebnisses / Ausstellung der Arbeiten ........ 19
Haftung und Rückgabe............................................................... 19
Zusammenfassung der Termine................................................. 20
Teil 2 Situation und Planungsvorgaben .............................................. 21
2.1 2.2 2.3 2.4 2.5 2.6 Städtebauliche Situation............................................................. 21
Historische Entwicklung.............................................................. 24
Wettbewerbsgrundstück ............................................................. 26
Technische Infrastruktur ............................................................. 26
Erschließung und Verkehr .......................................................... 30
Planungsrecht / Planungsvorlauf................................................ 31
Teil 3 Wettbewerbsaufgabe .................................................................. 33
3.1 3.2 3.3 3.4 3.5 3.6 3.7 3.8 3.9 3.10 3.11 3.12 Schule mit Förderschwerpunkt 'Geistige Entwicklung' ............... 33
Planungsumfang......................................................................... 34
Städtebaulich-architektonische Zielsetzung ............................... 35
Funktionale Anforderungen ........................................................ 35
Freiflächen / Außenanlagen ....................................................... 38
Erschließung / Stellplätze ........................................................... 38
Nachhaltigkeit / Energieeffizienz / Ökologische Zielsetzung...... 39
Baukosten / Wirtschaftlichkeit..................................................... 40
Barrierefreies Bauen................................................................... 41
Baurechtliche Vorschriften, Normen und Richtlinien .................. 41
Raumprogramm.......................................................................... 41
Beurteilungskriterien des Preisgerichts ...................................... 41
Teil 4 Anhang ......................................................................................... 43
4.1 4.2 Digitale Anlagen.......................................................................... 43
Quellenangaben ......................................................................... 50
Umbau Schulstandort Berolinastraße / Anlass und Ziel
Der Schulstandort Berolinastraße 8 in Berlin Mitte soll nach Aufheben der Berolina-Oberschule durch eine Schule mit sonderpädagogischem För­ derschwerpunkt ’Geistige Entwicklung‘ nachgenutzt werden. Diese Maß­ nahme ist erforderlich, da im Bezirk derzeit keine Schulen mit diesem Förderschwerpunkt existieren und die Schülerinnen und Schüler mit ent­ sprechendem Förderbedarf sämtlich Fördereinrichtungen anderer Bezir­ ke besuchen. Zurzeit ist in den Räumen der Berolina-Oberschule eine Filiale der Arno­ Fuchs-Schule mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt ‚Geistige Entwicklung‘ in Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf untergebracht. Diese Filiale besteht derzeit aus 2 Klassen und soll sukzessive zu einer eigen­ ständigen Schule aufgebaut werden. Gegenstand des Wettbewerbs ist der Umbau des bestehenden Schulge­ bäudes in Berlin-Mitte zu einer Schule mit sonderpädagogischem Förder­ schwerpunkt ‚Geistige Entwicklung‘ mit bis zu 15 Klassen, einem Sportund Therapiebereich mit einer 15 x 27 m Sporthalle, Schwimmbecken sowie Therapieräumen. Außerdem sollen die Außenanlagen neu gestal­ tet werden. Das zu realisierende Raumprogramm umfasst eine Gesamt-Nutzfläche (NF) von insgesamt 4.453 m², davon 2.788 m² für Schul- und Verwal­ tungszwecke sowie den Küchenbereich und 1.276 m² für Sport- und Therapieräume. Für Sport- und Außenflächen sind 3.750 m² zu planen. Für die Baumaßnahme sind Gesamtkosten nach DIN 276 in Höhe von 15.900.000,- Euro einschließlich Mehrwertsteuer und Nebenkosten vor­ gegeben. Der Umbau ist im laufenden Betrieb vorgesehen.
Umbau Schulstandort Berolinastraße / Teil 1 Verfahren
Auslober, Bauherr Land Berlin, vertreten durch das Bezirksamt Mitte von Berlin Abteilung Wirtschaft, Immobilien, Ordnungsamt Gebäude- und Dienstleistungsmanagement Müllerstraße 146/147 13341 Berlin Herr Zschieschang Tel.: +49 (0)30 9018 – 447 55 Fax: +49 (0)30 9018 – 488 447 55 E-Mail:ruediger.zschieschang@ba-mitte.verwalt-berlin.de Bedarfsträger Land Berlin, vertreten durch das Bezirksamt Mitte von Berlin Abteilung Bildung und Kultur Schul- und Sportamt Mathilde-Jacob-Platz 1 10551 Berlin Jürgen Willuhn Tel.: +49 (0)30 9018 – 36002 Fax: +49 (0)30 9018 – 488 36002 E-Mail: juergen.willuhn@ba-mitte.verwalt-berlin.de Durchführung und Gesamtkoordination des Wettbewerbs Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Brückenstraße 6 10179 Berlin Nanna Sellin-Eysholdt, II D 11 Tel.: +49 (0)30 9025 2039 Fax: +49 (0)30 9025 2535 E-Mail: nanna.sellin-eysholdt@senstadt.berlin.de Ausschreibung und Koordination des Verfahrens Birgit C. Dietsch Marienhöher Weg 43 a 12105 Berlin Tel.: +49 (0)30 75 51 83 53 E-Mail: dietsch@bcd-planung.de
Die Auslobung erfolgt als begrenzt offener einstufiger Realisierungswett­ bewerb für Architekten in Arbeitsgemeinschaft mit Landschaftsplanern. Das gesamte Verfahren ist bis zum Abschluss anonym.
Dem Wettbewerb liegen die Grundsätze und Richtlinien für Wettbewerbe auf den Gebieten der Raumplanung, des Städtebaus und des Bauwe­ sens (GRW 1995 in der novellieren Fassung vom 22.12.2003) zugrunde, soweit nachstehend nichts anderes ausgeführt ist. Bei der Vorbereitung der Ausschreibung hat die Architektenkammer Berlin entsprechend den Regelungen der GRW beratend mitgewirkt. Der Wettbewerb wird bei der Architektenkammer Berlin unter der RegistrierNr. B-2009-19 geführt. Einverständnis Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer und Gast erklärt sich durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Verfahren mit den vorliegenden Teilnahmebedingungen und der Anwendung der GRW 1995 einverstanden. Verlautbarungen jeder Art über Inhalt und Ablauf vor und während der Laufzeit des Wettbewerbsverfahrens, einschließlich der Veröffentlichung der Wettbewerbsergebnisse, dürfen nur über die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, - II D -, abgegeben werden. Datenschutz Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer, Gast und Auftragnehmer willigt durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Ver­ fahren ein, dass seine personenbezogenen Daten im Zusammenhang mit o.g. Wettbewerb bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Form einer automatisierten Datei geführt werden. Diese Einwilligung ist auf der Verfasser- bzw. auf der Zustimmungserklärung zu bestätigen. Eingetra­ gen werden Name, Anschrift, Telefon, Beauftragung im Wettbewerb, Kammermitgliedschaft, Berufsbezeichnung. Nach Abschluss des Verfah­ rens können auf Wunsch diese Daten gelöscht werden (durch Vermerk auf der Verfassererklärung). Gemäß § 6 des novellierten Datenschutzgesetzes ist die Einwilligung der Betroffenen notwendig, da eine spezielle Rechtsgrundlage für die Füh­ rung dieser Datei fehlt.
Zur Teilnahme am Wettbewerb wurden entsprechend der Ankündigung im EU-Amtsblatt vom 15.06.2009 in einem vorgeschalteten Bewerbungs­ verfahren (Teilnahmewettbewerb gemäß GRW und VOF) durch ein vom Preisgericht unabhängiges Auswahlgremium 10 Teams von Architekten und Landschaftsplanern ausgewählt.
Donatella Fioretti Architektin Bruno Fioretti Marquez Berlin Joachim Ganz Architekt Berlin Christiane Schuberth Architektin Krüger Schuberth Vandreike Berlin Joachim Staudt Architekt huber staudt architekten Berlin Henrike Wehberg-Krafft Landschaftsarchitektin Wes & Partner Landschaftsarchitekten Berlin
Stellvertetende 	 Fachpreisrichter
Angelika Kunckler Architektin reimarherbstArchitekten Berlin Peter Ostendorff Architekt Referatsleiter II D, Wettbewerbe u. Auswahlverfahren Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
Jürgen Willuhn Leiter des Amtes für Schule und Sport Bezirksamt Mitte von Berlin Rüdiger Zschieschang Gruppenleiter Hochbau und Technik Bezirksamt Mitte von Berlin Christine Würger Referatsleiterin II B, Schulentwicklungsplanung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung Konrad Zander Abteilungsleiter VI, Ministerielle Angelegenheiten des Bauwesens Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
Stellvertetende Sachpreisrichter
Angelika Wiesner Amt für Schule und Sport Bezirksamt Mitte von Berlin Jürgen Zinser Hochbau und Technik Bezirksamt Mitte von Berlin Jörg Meyer Referat II B, Schulentwicklungsplanung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung Jochen Windolph Referatsleiter VI B, Technisch/Wirtschaftliche Prüfung und Genehmigung - Hochbau Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
Kristina Laduch Leiterin Fachbereich Stadtplanungsamt Bezirksamt Mitte von Berlin Werner Zugehör Hochbau und Technik Bezirksamt Mitte von Berlin Regina Sagner Fachbereich Stadtplanungsamt Bezirksamt Mitte von Berlin Jürgen Ludecki Fachbereich Bau- und Wohnungsaufsichtsamt Bezirksamt Mitte von Berlin Siegfried Dittrich Fachbereich Straßen- und Grünflächenamt Bezirksamt Mitte von Berlin Chrisitan Rau Gruppenleiter Umwelt und Natur / Naturschutz Bezirksamt Mitte von Berlin Jörg Bräuer Energiebeauftragter Bezirksamt Mitte von Berlin Hildrun Knuth Beauftragte für Menschen mit Behinderung Bezirksamt Mitte von Berlin
Rainer Kriegsmann Abteilung VI, Ministerielle Angelegenheiten des Bauwesens Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Ingeborg Stude Ministerielle Angelegenheiten des Bauwesens Koordinierungsstelle 'Barrierefreies Bauen' Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Sabine Stowasser-Gutkuhn Leiterin Arno-Fuchs-Schule Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf Monika Fürnkranz-Kluge Konrektorin Arno-Fuchs-Schule Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf Nanna Sellin-Eysholdt Referat Wettbewerbe und Auswahlverfahren Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Vorprüfung Birgit Dietsch Architektin, Berlin Heinrich Burchard Architekt, Berlin Vorprüfung Kosten N.N. Projektsteuerung und Energieeffizienz Gäste Dagmar Hänisch Bezirksstadträtin für Bildung und Kultur Bezirksamt Mitte von Berlin N.N. Bezirksstadtrat/Bezirksstadträtin für Wirtschaft, Immobilien und Ordnungsamt Bezirksamt Mitte von Berlin Peter Kever Architektenkammer Berlin Mitglieder der BVV Mitte
Die Wettbewerbsunterlagen werden den Teilnehmern am 17. Juli 2009 per Post zugesandt.
1.7 	 Abgabe der Wettbewerbsarbeiten
Die Arbeiten sind am 28.8.2009 von 14.00 bis 17.00 Uhr in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Referat Wettbewerbe und Auswahlverfahren Brückenstraße 6 Jannowitzcenter 10179 Berlin Raum Nr. 4.026 persönlich oder per Kurierdienst einzureichen. Der Verfasser trägt die Verantwortung, dass die geforderten Leis­ tungen bis zum 28.8.2009 vorliegen.
Die Wettbewerbsarbeiten sind zur Wahrung der Anonymität in verschlos­ senem Zustand ohne Absender oder sonstigen Hinweis auf den Verfas­ ser, aber mit der Kennzahl und dem Vermerk „Umbau Schulstandort Berolinastraße“ einzureichen. Bei Zustellung durch Kurierdienst ist der Empfänger als Absender anzugeben. Kennzeichnung der Arbeiten Die Wettbewerbsarbeiten sind in allen Stücken nur durch eine gleichlau­ tende Kennzahl zu bezeichnen. Sie ist aus sechs arabischen Ziffern zu bilden und in einer Größe von 1 cm Höhe und 4 cm Breite auf jedem Blatt und Schriftstück in der rechten oberen Ecke anzubringen. Der Wettbewerbsverfasser hat die Verfassererklärung mit seiner An­ schrift in einem verschlossenen und undurchsichtigen Umschlag mit der gleichen Kennzahl abzugeben, mit der er seine Wettbewerbsarbeit ge­ kennzeichnet hat. Dieser Umschlag ist gleichzeitig mit der Wettbewerbs­ arbeit abzugeben.
1.8 	 Ortsbesichtigung, Rückfragen und Rückfra­ genkolloquium
Ortsbesichtigung Die Ortsbesichtigung mit den Teilnehmern findet am Mittwoch, den 22.7.2009 um 11.00 Uhr statt. Der Treffpunkt ist der Haupteingang des Gebäudes Berolinastraße 8. Rückfragen mit Preisrichterkolloquium Rückfragen (GRW 5.3) zur Auslobung können schriftlich gestellt werden. Sie müssen bis zum 24. Juli 2009, 12:00 Uhr bei folgender E-MailAdresse eingegangen sein: nanna.sellin-eysholdt@senstadt.berlin.de Bei den Rückfragen ist auf die entsprechenden Teilziffern der Ausschrei­ bung, auf die sie sich beziehen, Bezug zu nehmen.
Ein Rückfragenkolloquium mit den Teilnehmern findet nicht statt. Die Beantwortung der Rückfragen erfolgt in Abstimmung mit dem Preisge­ richt in einem Preisrichterkolloquium. Die Zusammenstellung aller einge­ reichten Fragen und deren Beantwortung wird den Beteiligten zugesandt und ist Bestandteil der Ausschreibung.
die vorliegende Ausschreibung die Zusammenstellung der Rückfragen und Antworten CD-ROM mit digitalen Daten (siehe Teil 4), u.a. die im Folgenden aufgeführten Planunterlagen und Dokumente: o	 Übersichts- und Arbeitspläne, u.a. als .dwg-Datei o	 Luftbild als .tif-Datei o	 Raum- und Freiflächenprogramm als .xls- und pdf-Datei
Hinweis Jeder Teilnehmer des Verfahrens verpflichtet sich, die vorliegenden digitalisierten Daten und Pläne nur für die Beteiligung am Verfahren zu nutzen. Daten, die im Rahmen der Bearbeitung als Zwischenprodukte anfallen und nicht an den Auslober abgegeben werden, sind nach Ab­ schluss des Wettbewerbes zu löschen.
Von den Teilnehmern werden folgende Leistungen erwartet: Geforderte Leistungen in Papierform 1. 	 Lageplan M 1:500 mit Darstellung der Gesamtsituation, Baukörper, Freiflächenkonzeption, Erschließung, Stellplätze für Mobilitätsbehin­ derte und Kleinbusse sowie Fahrradabstellplätze 2. 	 EG-Grundriss mit Darstellung der angrenzenden Freiflächen ein­ schließlich der äußeren Erschließung sowie alle weiteren Grundrisse im M 1:200 3. 	 Zum Verständnis des Entwurfs erforderliche Schnitte und Ansichten M 1:200 4. 	 Räumliche Darstellung auf der Grundlage der mitgelieferten Datei im M 1:500 (Datei wird zusammen mit der Zusammenstellung der Ant­ worten zu den Rückfragen verschickt) 5. 	 rüfpläne (gefaltet) P ein Satz der verlangten Grundrisse und Schnitte mit Eintragung -	 der Raumbezeichnungen (entsprechend der Formblätter) -	 der für die Berechnung notwendigen Maße -	 der Raumgrößen 6. 	 Berechnungen auf Formblättern (Formblatt Raumprogramm, Form­ blatt Gebäudekennwerte und Flächenermittlung, s. 4.1.9 Formblätter) Der Rechenweg für alle Berechnungen ist nachvollziehbar auf den Prüfplänen darzustellen. Bestandsgebäude und Neubauten sind in den Berechnungen zu unterscheiden.
8. 	 9. 	 10.
Überbaute Fläche -	 GRZ -	 GFZ -	 Brutto-Grundfläche BGF a -	 Brutto-Rauminhalt BRI a (V) -	 Nutzfläche -	 Verhältnis Brutto-Grundfläche a / Nutzfläche (BGF a / Nutzflä­ che) -	 DAF Dachflächen -	 HTF Horizontale Trennflächen -	 BAF Basisflächen -	 AWF Außenwandflächen -	 Gebäudehüllfläche A -	 Verhältnis A/V Erläuterungsbericht (getrennt von den Plänen, max. 4 DIN A 4 Sei­ 	 ten) zu den Hochbaumaßnahmen: -	 Erläuterung der Entwurfsidee -	 Aussagen zu Konstruktion und Materialien -	 Angaben zum barrierefreien Bauen -	 Erläuterung bei Umbaumaßnahmen -	 Aussagen zur Wirtschaftlichkeit -	 Aussagen zur Nachhaltigkeit und Energieeffizienz Aussagen zum Bauablauf unter Berücksichtigung der Bauphasen Freianlagen: -	 Erläuterung und Begründung des vorgeschlagenen Entwurfskon­ zepts -	 Aussagen zur Material- und Pflanzenverwendung und zum bauli­ chen Aufwand -	 Angaben zum barrierefreien Bauen Verzeichnis der eingereichten Unterlagen Fragebogen zu Nachhaltigkeit und Energieeffizienz Verfassererklärung (s. 4.1.9 Formblätter)
Als verbindliche Form der Arbeit gilt der Papierausdruck. Jeder Teilnehmer darf nur eine Arbeit ohne Variante einreichen. Gemäß GRW 5.5 werden Darstellungen, die über die in der Auslobung geforder­ ten Leistungen hinausgehen oder gegen bindende Vorgaben des Auslo­ bers verstoßen, von der Vorprüfung ausgesondert. Farbige Darstellungen sowie erläuternde Skizzen sind zugelassen. Zusätzlich geforderte Leistungen in digitaler Form Zusätzlich sind folgende Leistungen in digitaler Form auf CD-Rom zu erbringen (für Vorprüfung, Ergebnisprotokoll und Veröffentlichung): – die Präsentationspläne als Windows-kompatible .tif-Datei(en) in einer Auflösung von bevorzugt 300dpi (ggf. LZW-komprimiert) – die Präsentationspläne als pdf-Datei(en) mit eingebundenen Pi­ xeldarstellungen in einer Auflösung von bevorzugt 300dpi. – die geforderten Leistungen nach Nr. 5 (Prüfpläne) als CAD-Datei im Format .dwg oder .dxf (AutoCAD, Version 2000 oder tiefer) oder .mcd (Vectorworks, Version 10 oder tiefer) – die ausgefüllten Formblätter zu Nr. 6 (siehe 4.1.8 Digitale Anla­ gen/Formblätter) als .xls-Datei (Microsoft Excel)
Über die Preise und Ankäufe hinaus ist eine Kostenerstattung nicht vor­ gesehen. Die Preise und Ankäufe werden nach Entscheidung des Preis­ gerichts unter Ausschluss des Rechtsweges zugeteilt. Das Preisgericht kann einstimmig eine andere Verteilung beschließen oder Preisgruppen bilden. Die Mehrwertsteuer von derzeit 19 % ist in den genannten Beträ­ gen nicht enthalten und wird den inländischen Teilnehmern zusätzlich ausgezahlt.
Das Preisgericht gibt eine schriftliche Empfehlung für die weitere Bear­ beitung der Wettbewerbsaufgabe. Der Bauherr wird unter Würdigung der Empfehlungen des Preisgerichts einem oder mehreren Preisträgern die weitere Bearbeitung der Aufgabe mit den Leistungsphasen 2 - 5 nach § 15 und § 17 HOAI übertragen, sofern kein wichtiger Grund einer Beauftragung entgegensteht, insbe­ sondere soweit und sobald die dem Wettbewerb zugrunde liegende Aufgabe realisiert werden soll (GRW 7.1), unter der Voraussetzung, dass die Ausführung der ausgewählten Arbeit im Kostenrahmen möglich ist. Im Falle einer weiteren Bearbeitung werden durch den Wettbewerb be­ reits erbrachte Leistungen des Wettbewerbsteilnehmers bis zur Höhe des zuerkannten Preises oder Ankaufs nicht erneut vergütet, wenn der Wett­ bewerbsentwurf in seinen wesentlichen Teilen unverändert der weiteren Bearbeitung zugrunde gelegt wird (GRW 7.2). Architekten und Landschaftsplaner, die nicht Mitglieder der Berliner Ar­ chitektenkammer sind, werden gemäß § 6 Bau- und Architektenkammer­ gesetz verpflichtet, sich bei Auftragserteilung im Verzeichnis auswärtiger Architekten der Architektenkammer Berlin eintragen zu lassen.
Die eingereichten Unterlagen der mit Preisen ausgezeichneten und an­ gekauften Wettbewerbsarbeiten werden Eigentum des Auslobers (GRW 6.4). Das Urheberrecht und das Recht der Veröffentlichung der Entwürfe bleiben dem Verfasser erhalten (GRW 7.3). Der Auslober ist berechtigt, die zu Beurteilung zugelassenen Arbeiten nach Abschluss des Wettbewerbs ohne weitere Vergütung zu dokumen­ tieren, auszustellen und (auch über Dritte) zu veröffentlichen. Die Namen der Verfasser werden dabei genannt.
Durch ihre Unterschrift in der Verfassererklärung versichern die Wettbe­ werbsteilnehmer, dass sie die geistigen Urheber der Wettbewerbsarbei­ ten, gemäß den Wettbewerbsbedingungen teilnahmeberechtigt, mit einer
Beauftragung zur weiteren Bearbeitung einverstanden und zur fach- und termingerechten Durchführung in der Lage sind. Die Verfassererklärung befindet sich als Formblatt im Ordner „4.1.9_ Formblätter“ auf beiliegender CD-ROM.
Das Ergebnis des Wettbewerbs wird (unter Vorbehalt der Prüfung der Teilnahmeberechtigung) den Teilnehmern, deren Arbeit mit einem Preis oder Ankauf ausgezeichnet wird, unmittelbar nach der Entscheidung des Preisgerichts mitgeteilt, allen anderen durch Übersendung des Preisge­ richtsprotokolls mitgeteilt und der Öffentlichkeit über die Presse bekannt­ gegeben (GRW 6.1) sowie unter www.stadtentwicklung.berlin.de/aktuell/wettbewerbe/ angekündigt. Die zur Beurteilung zugelassenen Wettbewerbsarbeiten werden mit den Namen der Verfasser, der Mitarbeiter und Sonderfachleute, den Preisen und Ankäufen, der Aufnahme in die engere Wahl und dem Preisgerichts­ protokoll öffentlich ausgestellt. Eröffnung, Ort und Dauer der Ausstellung werden den Wettbewerbsteilnehmern und der Presse bekannt gegeben (GRW 6.3).
Für die Beschädigung oder den Verlust der eingereichten Arbeiten haftet der Auslober nur im Fall nachweisbar schuldhaften Verhaltens (GRW 6.5). Die nicht prämierten Arbeiten von in Berlin ansässigen Teilnehmern können zu einem Zeitpunkt, der ihnen rechtzeitig mitgeteilt wird, bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung - II D - abgeholt werden. Sind diese Arbeiten, trotz einer Erinnerung sechs Wochen nach dem genann­ ten Termin nicht abgeholt worden, so geht der Auslober davon aus, dass die betreffenden Teilnehmer das Eigentum an ihren Arbeiten aufgegeben haben und wird dann mit diesen Arbeiten nach seinem Belieben verfah­ ren. Im Übrigen erfolgt die Rücksendung der nicht prämierten Arbeiten von Teilnehmern, die nicht in Berlin ansässig sind, nur dann, wenn die Arbei­ ten in transportgerechter und wieder verwendbarer Verpackung einge­ reicht wurden.
Versand der Ausschreibungsunterlagen Rückfragen bis Preisrichterkolloquium mit Rückfragenbeant­ wortung
Versand des Rückfragenprotokolls Abgabe der Arbeiten Preisgerichtssitzung 17.Juli 2009
Umbau Schulstandort Berolinastraße / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben
Der Schulstandort Berolinastraße befindet sich im Bezirk Mitte von Berlin in der Berolinastraße 8. Die Berolinastraße liegt innerhalb einer Großblockstruktur, die im Norden durch die Mollstraße, im Westen durch die Otto-Braun-Straße, im Süden durch die Karl-Marx-Allee sowie im Osten durch die Lichtenberger Straße begrenzt wird. Die städtebauliche Struktur ist Teil der Karl-Marx-Allee, II. Bauabschnitt, der zwischen Alexanderplatz und Straußberger Platz zwischen 1959 bis 1965 errichtet wurde. Dieser Bereich wird bestimmt durch die offene, durchgrünte Bebauung des komplexen Wohnungsbaus bei gleichzeitig vorhandener star­ ker Raumbildung mit 8 – 10-geschossigen Zeilenbauten entlang der Haupt­ straßen.
Abb. 2: Luftbild
Abb. 3: Lageplan mit Einzeichnung des Grundstücks
Der Planungsstandort liegt im Bereich der mittelalterlichen Stadterweiterungs­ gebiete östlich der zwischen 1658 – 1683 errichteten Befestigungsanlagen von Berlin und Cölln. Im Memhardt-Plan von 1652 ist das Georgentor im Os­ ten ausgewiesen, das die wichtigste Stadttor zu den kurfürstlichen Residenz­ städten Berlin und Cölln darstellte und das nach dem im 13. Jahrhundert ge­ gründeten Georgsspital benannt war. Beim Bau der Befestigungsanlagen wurde das Georgentor (später Königstor) aufgegriffen und in Verlängerung der Königsstraße als Stadttor ausgebildet. Ende des 17. Jahrhunderts wurden östlich der Stadtmauer Grundstücke für landwirtschaftliche Nutzungen günstig vergeben, so dass hier eine rege Bau­ tätigkeit einsetze, die allerdings im Gegensatz zu den anderen barocken Stadterweiterungsgebieten unkontrolliert und ungeplant verlief. Vor dem Ge­ orgentor entstand ein Viehmarkt (‚Ochsenmarkt‘) und ein Wochenmarkt etab­ lierte sich. Die sogenannte Georgenvorstadt wurde nach 1701 in Königsvor­ stadt oder Königsstadt umbenannt; entsprechend wurde auch das Georgentor in Königstor umbenannt. Nach Errichtung der Akzisemauer zwischen 17341737 stellt die Landsberger Straße die Verbindung vom Landsberger Tor in der Akzisemauer zum Königstor dar. 1771 wurde anstelle des Königstores die neue Königsbrücke über den Festungsgraben errichtet, die 1777 durch die Königskolonnaden von Gontard ergänzt wurde. Im Plan von 1792 sind die barocken Erweiterungsflächen Königsstadt (mit der Landsberger Straße) und Stralauer Vorstadt ausgewiesen. Der Platz vor dem Königstor wurde im nördlichen Bereich weiter als Markt genutzt; der südliche Bereich war mit Bäumen abgegrenzt und wurde als Paradeplatz genutzt. An­ läßlich des Besuchs von Zar Alexander wurde der Platz 1805 in Alexander­ platz umbenannt.
Abb. 4: Grundriss der königl. Residenzstädte Berlin 1792, Daniel Friedrich Setzmann
Die Bebauung der Königsstadt erfolgte zunächst entlang der unregelmäßi­ gen, strahlenförmig angeordneten Blockkanten mit großen Freiflächen in den Blockinnenbereichen. Neben den landwirtschaftlichen Nutzungen wurde das Gebiet durch Manufakturen und militärische Einrichtungen dominiert. Im Laufe des 19. Jahrhundert erfuhren die Königsstadt und die Stralauer Vor­ stadt eine stetige Bevölkerungszunahme und Verdichtung; die Gebäudehöhe wuchs von 3 Geschossen zu Beginn auf 5 Geschosse zu Ende des Jahrhun­ derts an. Manufakturen und militärische Einrichtungen der Königsstadt wichen Wohnnutzung und Handel, während sich die Stralauer Vorstadt zu einem Industrie- und Arbeiterbezirk mit dichter Mietskasernenbebauung entwickelte. Nach der Demontage der Toranlage des Landsberger Tores 1863 erhielt der Platz 1864 den Namen Landsberger Platz (heute: Platz der Vereinten Natio­ nen). Der ehemalige Festungsgraben wurde Anfang der 1870 er Jahre zugeschüt­ tet; auf dessen Fläche verlief ab 1882 die Stadtbahn. Der Alexanderplatz wurde zu einem Verkehrsknotenpunkt mit U- und S-Bahnanschluss, Straßen­ bahnen und Buslinien.
Abb 5: Köngisstadt Ende des 19. Jahrhunderts
Mit der Eingemeindung in Groß-Berlin 1920 wurden die Königsstadt und Stra­ lauer Vorstadt auf die Bezirke Mitte, Friedrichshain und Prenzlauer Berg auf­ geteilt. Zu Ende des 2. Weltkrieges kam es zu erheblichen Zerstörungen, von der Großteile der Bausubstanz betroffen waren. Nach dem 2. Weltkrieg wurde ein ‚Generalplan zum Wiederaufbau von Berlin‘ für einen Zeitraum von zehn Jah­ ren entwickelt, der im stark zerstörten Friedrichshain im sowjetisch verwalte­ ten Ostteil Berlins großflächig umgesetzt werden sollte. Dieser Generalplan
wurde jedoch schon ab 1950 nicht weiter verfolgt; an dessen Stelle trat die sowjetische Monumentalarchitketur als Vorbild für einen sozialistischen Städ­ tebau. 1951 wurde ein Wettbewerb für die Neugestaltung der ehemaligen Großen Frankfurter Straße zur Karl-Marx-Allee durchgeführt, den Egon Hartmann gewann. Zusammen mit anderen Preisträgern des Wettbewerbs wurde der Bebauungsplan für die Magistrale entwickelt. Zwischen Straußberger Platz im Westen und dem Frankfurter Tor mit seinen markanten Kuppelbauten im Os­ ten wurde der I. Bauabschnitt mit seinen aufwändigen Fassadengestaltungen mit klassizistischen Stilelementen ab 1952 errichtet. Entgegen den ursprünglichen Plänen wurde die Straße nicht bis hin zum Ale­ xanderplatz einheitlich bebaut. Ab dem Strausberger Platz bis hin zum Ale­ xanderplatz wurden im II. Bauabschnitt ab 1959 schlichte, acht bis zehnge­ schossige Plattenbauten als Wohnhäuser errichtet. 1965 wurde der Aufbau des zweiten Abschnitts der Karl-Marx-Allee beendet. Der historische Stadt­ grundriss wurde dabei völlig überformt. Die Karl-Marx-Allee mündet auf den ebenfalls zu dieser Zeit neu gestalteten Alexanderplatz ein. Die Landsberger Straße in ihrem historischen Verlauf wurde aufgegeben. Statt dessen führen vom Alexanderplatz ausgehend die Otto-Braun-Straße sowie die Mollstraße nun zum Platz der Vereinten Nationen (dem ehemaligen Landsberger Platz). In den 90-er Jahren war der Bereich Karl-Marx-Allee, II. Bauabschnitt, eines der Vertiefungsgebiete des Planwerkes Innenstadt. Während anfänglich die Wiederherstellung des historischen Stadtgrundrisses im Dialog mit dem vor­ handenen Städtebau thematisiert wurde, wurde im weiteren Verfahren auch die Weiterentwicklung des bestehenden Städtebaus der 60-er Jahre mit sei­ ner orthogonalen Rasterstruktur miteinbezogen. Ergebnis war ein städtebau­ liches Grundgerüst, das die grundsätzliche Respektierung vorhandener Struk­ turen mit der partiellen Sichtbarmachung historischer Strukturen verband. Kernpunkte waren u.a. die Verbesserung der Aufenthaltsqualität der Karl­ Marx-Allee durch einen Rückbau des überbreiten Straßenraumes sowie die Wiederherstellung des historischen Straßenverlaufs der Landsberger Straße nordwestlich des Schulstandortes. Der Bezirk stimmte hier einer Ausweisung der Landsberger Promenade als öffentlichen Straßen- und Grünraum für Fuß­ gänger und Radverkehr zu.
Eigentum Das Grundstück befindet sich im Eigentum des Landes Berlin. Es ist dem Fachvermögen des Amtes für Schule und Sport des Bezirksamts Mitte von Berlin zugeordnet. Grundstücksgröße Das Grundstück Berolinastraße 8 umfasst die Flurstücke 1099 und 8023 mit einer Gesamtgröße von ca. 22.816 m2. Bestandsgebäude Das Flurstück 1099 ist mit einem Schulgebäude, das sich aus verschiedenen Bauteilen zusammensetzt, bebaut. Kernstück ist das zentrale, 3-geschossige
Schulgebäude (Bauteil C), das in den 50-er Jahren in konventioneller Bauwei­ se errichtet wurde. Die Erschließung erfolgt über ein mittig angeordnetes, offenes Treppenhaus mit zwei symmetrisch angeordneten Treppenläufen. Das Gebäude ist als einhüftige Anlage mit nach Süden orientierten Klassen­ räumen sowie breit angelegten Flurbereichen nach Norden konzipiert. Es wird seitlich gefasst durch 1 – 2 geschossige Bauteile, die sich U-förmig um den Eingangsbereich gruppieren. Das 1-geschossige Verbindungsbauteil im Osten dient der Erschließung des 3-geschossigen Baukörpers (Bauteil E) entlang der Berolinastraße, der in den 70-er Jahren als Typenbau der Serie SK Berlin gebaut wurde. Diese Baureihe wurde in den späten 60-er Jahren als eine regionale Weiterentwicklung des Standardtyps für den DDR-Schulbau, der Typenserie 66, entwickelt. Konträr zur Typenserie 66, die als Wandmontagebauweise errichtet wurde, handelt es sich beim Typ SK Berlin um eine Stahlbetonskelettbauweise (SK) aus Fertig­ teilen, die mit Wandtafeln zur Aussteifung kombiniert wurde. Im Erdgeschoss dieses Bauteils werden derzeit zwei Räume von der Jugendverkehrsschule genutzt. Diese Räume sind nicht Bestandteil des Bedarfsprogramms. Die im rückwärtigen Grundstücksbereich angeordnete Sporthalle ist über einen 1-geschossigen Verbindungsgang an den Hauptbereich des Schulge­ bäudes angeschlossen. In diesem Verbindungsbauteil sind die zur Zeit ge­ nutzten Klassenräume der Filiale der Arno-Fuchs-Schule untergebracht. Die­ ser Bereich wurde 2008 für die provisorische Nutzung instandgesetzt.
Abb. 6 Schulstandort Berolinastraße mit Bauteilen, o.M.
Topographie Für den Wettbewerb ist das Grundstück als eben anzusehen. Die Oberkante Terrain wird mit ca. 36,40 m ü NN angesetzt. Baugrund Baugrunduntersuchungen wurden noch nicht durchgeführt. Aufgrund der vor­ handenen Bebauung ist jedoch von guten Baugrundverhältnissen auszuge­ hen.
Grundwasser Der Grundwasserstand des Hauptgrundwasserleiters steht im Bereich des
Grundstücks in ungespanntem Zustand an. Die Grundwasserdruckhöhe ent­ spricht der Grundwasseroberfläche.
Für das Wettbewerbsgebiet liegt der Grundwasserspiegel aktuell bei ca. 4,10
unterhalb des Geländeniveaus, also ca. bei 32,30 m ü NN.
Der HGW war im März 2009 bei 33,10 m ü NN ermittelt worden.
Altlasten Das Wettbewerbsgrundstück ist nicht im Bodenbelastungskataster registriert. Aufgrund verschiedener früherer altlastenrelevanter Nutzungen lässt sich ein Verdacht für das Vorhandensein von nutzungsbedingten Schadstoffbelastun­ gen im Untergrund jedoch ableiten. Des Weiteren kam es während des 2. Weltkrieges im gesamten Areal zu Beschädigungen bzw. Zerstörungen der Gebäude. Aufgrund der Kriegsschäden und der Lage des Grundstücks in dem durch Aufschüttungen gekennzeichneten Innenstadtbereich, können auch Bodenverunreinigungen z.B. durch Anteile von kontaminiertem Schutt vor­ handen sein. Für das Bestandsgebäude wurde eine Altlastenuntersuchung durchgeführt, die das Vorhandensein verschiedener Schadstoffe nachwies. Dies betrifft Dichtungen aus Teerpappe, die als krebserregend eingestuft werden, u.a. im Dachaufbau (Bauteil C) sowie in Abdichtungen der Sanitärräume und der Küche. Des Weiteren wurden als krebserregend eingestufte Dämmstoffe (z.B. Dachdämmung, Dämmung Heizungsrohre, Trockenbauwände) nachgewie­ sen, für die ebenfalls besondere Vorkehrungen bei der Sanierung zu treffen sind. Sämtliche Schadstoffe sind als besonders überwachungsbedürftiger Abfall zu entsorgen. Asbesthaltige Materialien wurden in geringem Umfang nachgewiesen. Insge­ samt ergab sich hier die Dringlichkeitsstufe 3 (langfristige Sanierung). Kampfmittel Nach gegenwärtigem Kenntnisstand bestehen keine konkreten Anhaltspunkte auf das Vorhandensein von Kampfmitteln. Das Vorhandensein von Kampfmit­ teln im Erdreich kann jedoch nicht völlig verbindlich ausgeschlossen werden. Freiflächen Die Freiflächen des Wettbewerbsgrundstücks weisen unterschiedliche Quali­ täten auf. Insbesondere der Haupteingangsbereich im Süden zeigt gestalteri­ sche Defizite. Der rückwärtige Grundstücksbereich ist mit Pausenflächen, Spielgeräten und Sportaußenanlagen gestaltet. Diese Freiflächen wurden in den zurückliegen­ den Jahren sukzessive umgestaltet. So besteht neben Sitzbereichen und einem Spielplatz u.a. eine kleine Teichanlage und ein Biotop. Im nordöstlichen Grundstücksbereich befinden sich ein Sportplatz (50 x 25 m) mit 3 x 200 mBahnen sowie 6 x 100 m-Tartanbahnen. Nördlich der vorhandenen Sporthalle befindet sich ein Beach-Volleyballfeld. Der südöstliche Grundstücksbereich wird von der Jugendverkehrsschule ge­ nutzt. Hier befinden sich deren Außenanlagen zur Verkehrserziehung. Diese Flächen sind zu erhalten.
Baumbestand Das Schulgrund ist geprägt durch zahlreichen Baumbestand unterschiedli­ chen Alters und unterschiedlicher Art. Im Eingangsbereich an der Beroli­ nastraße befinden sich zwei Hängebuchen, die 1996/97 im Zusammenhang mit dem Abriss des Hotels Berolina (heutiger Standort Rathaus Mitte) als eine Ersatzpflanzung nach Baumschutzverordnung umgepflanzt wurden. Die Neu­ gestaltung der Außenanlagen in diesem Bereich ist deshalb so zu planen, dass der Erhalt dieser Hängebuchen nicht in Frage gestellt wird. Es gilt die Verordnung zum Schutz des Baumbestandes in Berlin ( Baum­ schutzverordnung – BaumschVO), zuletzt geändert durch die 4. Verordnung zur Änderung der BaumschVO vom 05.10.2007. Danach ist sicher zu stellen, dass bei der Planung und Durchführung von Vorhaben und Maßnahmen ver­ meidbare Beeinträchtigungen von geschützten Bäumen unterbleiben.
Unabhängig von der aktuellen städtebaulichen Struktur und Leitungsführun­ gen sind im Bereich der ehemaligen Landsberger Straße Ver- und Entsor­ gungsleitungen aller Versorgungsbetriebe vorhanden. Diese sind zum teilwei­ se in Betrieb, zum Teil stillgelegt oder auch mit unbekannter Lage innerhalb des historischen Straßenzuges ausgewiesen. Elektrizität Kabeltrassen befinden sich auf der Südseite der Berolinastraße sowie entlang der nördlichen Grundstücksgrenze. Im Verlauf des historischen Straßenzugs Landsberger Straße ist die genaue Kabellage unbekannt. Es existiert ein Hauptzähler für den gesamten Gebäudekomplex, der sich im Bauteil A befindet und über eine Stichleitung auf der nördlichen Straßenseite der Berolinastraße eingespeist wird. Eine weitere Einspeisung erfolgt von Norden kommend in das Bauteil F. Fernwärme Die Fernwärmetrasse verläuft im Bürgersteigbereich der Berolinastraße auf
der Seite des Schulgebäudes.
Die Gebäudeeinspeisung erfolgt im Bauteil A im Bereich der Gebäudestirm­ seite.
Erdgas Eine Niederdruckleitung verläuft im Bereich der südlichen Straßenseite Bero­ linastraße sowie westlich des Wettbewerbsgrundstücks. Nicht mehr genutzte Gasleitungen verlaufen im Bereich des historischen Straßenzuges Landsberger Straße sowie in nordwestlicher Richtung, teilweise unterhalb der Gebäudeteile E und F, sowie in nordöstlicher Richtung im vor­ deren Grundstücksbereich. Weitere nicht mehr genutzte Leitungen verlaufen im östlichen Wettbewerbsgrundstück und unter der vorhandenen Sporthalle. Nach Auskunft der Netzbetreiber können diese vorhandenen, zurzeit druck­ losen Gasleitungen, falls sie im Baubereich für die Baumaßnahme hinderlich sind, freigelegt und durch den Netzbetreiber zurückgebaut werden.
Ein Gasanschluss ist im Gebäudeteil B vorhanden; die Einspeisung erfolgt von Westen aus.
Trinkwasserversorgung Frischwasserversorgungsleitungen befinden sich in der Berolinastraße sowie
im Verlauf der historischen Landsberger Straße.
Die Einspeisung in das Bauteil A erfolgt von der Berolinastraße.
Abwasser Abwasserkanäle im Mischsystem verlaufen auf der südlichen Seite der Beroli­ nastraße, im Verlauf des historischen Straßenzuges Landsberger Straße sowie von diesem Kanal in südöstlicher Richtung abzweigend, die Bauteile F und E querend. Dieser vorhandene Mischwasserkanal darf nicht überbaut werden. Zudem ist ein Schutzstreifen von 9,5 m einzuhalten (s. Plan in der Anlage). Dieser Schutzstreifen wird außermittig in Bezug zur Kanalachse angeordnet; 2,30 m werden in südwestlicher Richtung abgetragen, in nordöstlicher Rich­ tung 7,20 m. Sollten bestehende Gebäude, die den Mischwasserkanal über­ bauen, abgerissen werden, besteht kein Bestandsschutz mehr; der Misch­ wasserkanal muss dann von Überbauung im angegebenen Schutzstreifen freigehalten werden. Der Hauptanschluss befindet sich im Bauteil B. Zusätzlich erfolgt die Einlei­ tung von Oberflächenwasser in den Mischkanal auf der südlichen Straßensei­ te Berolinastraße sowie den in südöstlicher Richtung auf dem Grundstück verlaufenden Mischkanal. Telekommunikation Die Telefonzentrale befindet sich zur Zeit im Bauteil C am Haupteingang und ist an die Trasse in der Berolinastraße angebunden.
Übergeordnete Erschließung Das Wettbewerbsgrundstück wird über die Karl-Marx-Allee sowie die Moll­ straße erschlossen. Die Karl-Marx-Allee (B1/5) ist eine der wichtigen Ausfall­ straßen in Richtung Osten in Richtung Lichtenberg und Hellersdorf. Die Moll­ straße verbindet den Alexanderplatz über die Otto-Braun-Straße mit dem Platz der Vereinten Nationen. Dort geht die Mollstraße in die Landsberger Allee über, die nach Weißensee und Hohenschönhausen führt. Entlang der Karl-Marx-Allee und der Mollstraße sind Fahrradwege angelegt worden. Erschließung des Wettbewerbsgrundstücks Das Wettbewerbsgrundstück liegt im Inneren der Großblockstruktur. Es wird über die Berolinastraße von der Karl-Marx-Allee im Süden erschlossen. Eine Zufahrt von Norden ist über die ins Blockinnere führende Mollstraße möglich.
ÖPNV Direkt an der Kreuzung Berolinastraße / Karl-Marx-Allee befindet sich der UBahnhof Schillingstraße. Ebenfalls in fußläufiger Entfernung zum Wettbe­ werbsgrundstück liegen der U- Bahnhof Straußberger Platz sowie der Alexan­ derplatz mit S- und U-Bahnanbindung sowie Bus- und Tramlinien. Entlang der Otto-Braun-Straße sowie der Mollstraße verkehren die Tramlinien M 5 (S-Bhf Hackescher Markt – Hohenschönhausen, Zingster Straße), M 6 (U-Bhf Schwartzkopffstraße - Hellersdorf, Risaer Straße) und M 8 (U-Bhf Schwartzkopffstraße - Ahrensfelde). Die nächstgelegene Haltestelle für die Tramlinien befindet sich an der Mollstraße / Ecke Büschingstraße.
Flächennutzungsplan Gemäß Flächennutzungsplan 1994 in der Neubekanntmachung vom Januar 2004 liegt das Schulgelände im allgemeinen Wohngebiet, W1 (GFZ über 1,5). Planwerk Der Bereich Karl-Marx-Allee, II. Bauabschnitt, war einer der Vertiefungsberei­ che, die im Rahmen der Erstellung des Planwerkes Innenstadt in einer Pla­ nungswerkstatt bearbeitet wurde. Ziele dieser Planung war es, die Isoliertheit des Wohngebietes aufzulösen und ein Bindeglied zwischen dem Handelsund Verkehrszentrum Alexanderplatz und den gemischten Stadtgebieten von Prenzlauer Berg und Friedrichshain zu schaffen. Das Verfahren verfolgte daher mehr städtebauliche als entwicklungsbezogene Ziele. Für den Bereich der ehemaligen Königsvorstadt nördlich der historischen Landsberger Straße konnte während des diskursiven Verfahrens kein Kon­ sens erzielt werden. Im Rahmen der Bearbeitung wurde nordwestlich des Schulstandortes die Wiederherstellung des historischen Straßenverlaufs der Landsberger Straße vorgesehen. Der historische Straßenzug der Landsberger Straße ist zu berücksichtigen und freizuhalten, um künftige Planungen in die­ sem Bereich nicht zu beeinträchtigen.
Abb. 7 Planwerk Innenstadt, Karl-Marx-Allee, II. Bauabschnitt, Stand: August 2008, o. M.
Erhaltungssatzung Die Wiederherstellung des historischen Straßenraumes und der städtebauli­ chen Strukturen wurde in Fachkreisen, Politik sowie der der Öffentlichkeit sowie auch zwischen Senat und Bezirksamt kontrovers diskutiert. Um die städtebauliche Eigenart im Bereich der Karl-Marx-Allee, II. Bauabschnitt, zu erhalten, trat im Mai 2000 die „Verordnung über die Erhaltung der städtebauli­ chen Eigenart aufgrund der städtebaulichen Gestalt für das Gebiet “Karl-MarxAllee, II. Bauabschnitt“ im Bezirk Mitte von Berlin“ in Kraft. Hierdurch wird festgelegt, dass der Rückbau, die Änderung, die Nutzungsän­ derung oder die Errichtung baulicher Anlagen der Genehmigung bedarf. Diese kann jedoch nur versagt werden, wenn die bauliche Anlage allein oder im Zusammenhang mit anderen baulichen Anlagen das Ortsbild, die Stadtgestalt oder das Landschaftsbild prägt oder sonst von städtebaulicher, insbesondere geschichtlicher oder künstlerischer Bedeutung ist. Die Genehmigung zur Er­ richtung baulicher Anlagen darf nur versagt werden, wenn die städtebauliche Gestalt des Gebietes durch die beabsichtigte bauliche Anlage beeinträchtigt wird. Planungsrecht Die Zulässigkeit des Bauvorhabens wird nach § 34 BauGB entschieden.
Umbau Schulstandort Berolinastraße / Teil 3 Wettbewerbsaufgabe
Teil 3 Wettbewerbsaufgabe 3.1 Schule mit Förderschwerpunkt ‚Geistige Entwick­ lung‘
Das Schulgelände wird zurzeit als gemeinsamer Schulstandort der Verbunde­ nen Haupt- und Realschule im Bezirk Mitte von Berlin genutzt. Außerdem befinden sich zwei, in Provisorien untergebrachte Klassen einer Filiale der Arno-Fuchs-Schule in Berlin-Charlottenburg, Förderschwerpunkt ‚Geistige Entwicklung‘, im Schulgebäude. Zum Schuljahr 2009/2010 werden zwei weite­ re Klassen aufgenommen. Aufgrund abnehmender Schülerzahlen wird der Schulstandort der Verbunde­ nen Haupt- und Realschule aufgegeben. Die Filiale soll am Standort verblei­ ben und sukzessive zu einer eigenständigen Schule ausgebaut werden. Die Schülerinnen und Schüler des Bezirkes mit diesem sonderpädagogischem Förderbedarf besuchen zurzeit ausschließlich die Einrichtungen anderer Be­ zirke. Im Bezirk Mitte besteht somit ein dringender Bedarf an einer Schule mit Förderschwerpunkt ‚Geistige Entwicklung‘. Im südöstlichen Grundstücksbereich befindet sich eine Jugendverkehrsschu­ le, die Kindern, Kindertagesstätten und Schulen aus dem ganzen Bezirk im Rahmen der Verkehrserziehung zur Verfügung steht. Sie wird montags bis freitags ganztägig unabhängig von der Schulnutzung betrieben. Für die theo­ retischen Schulungen durch die Polizei werden derzeit zwei Klassenräume im Bauteil E genutzt, die nicht Bestandteil des Bedarfsprogramms sind. Dieses Bauteil wurde mit einer Rampe versehen, um die Schulungs-Fahrzeuge un­ terstellen zu können. Konzeptioneller Ansatz der Schule mit Förderschwerpunkt ‚Geistige Entwicklung‘ Die Schule soll eine individuelle und differenzierte Förderung in kleinen Klas­ sen (Sollfrequenz: 8) von der Eingangsstufe über die Unterstufe, Mittelstufe, Oberstufe bis zur Abschlussstufe bieten. Es werden Schüler von ca. 5 1/2 bis 18 Jahren unterrichtet, die wegen einer hochgradigen Beeinträchtigung ihrer intellektuellen Fähigkeit erhebliche Lern- und Entwicklungsstörungen aufwei­ sen. Neben dem Förderbedarf ‚Geistige Entwicklung‘ bestehen bei einem Großteil der Schüler auch Körper– und/oder Sinnesbehinderungen (ca. 30 % schwerstbehindert und ca. 50% schwerstmehrfachbehindert). Die Schule ist als Erfahrungs- und Handlungsraum aufgebaut, der die Selb­ ständigkeit der Schülerinnen und Schüler individuell fördert. Es ist eine Ganz­ tagsschule mit Unterricht von 8 –15 Uhr und dem Angebot ergänzender Betreuung bis maximal 18 Uhr für das Grundschulalter. Dieses Angebot soll möglichst auch auf ältere Schüler ausgeweitet werden. Unterrichtsfächer sind durch Lernbereiche ersetzt, die, ineinander übergrei­ fend, grundsätzlich einen lebenspraktischen Bezug für die Schülerinnen und Schüler haben. Integraler Bestandteil des Unterrichts ist, neben dem gemein­ samen Einkauf von Lebensmitteln, die Zubereitung kleiner Mahlzeiten und die gemeinsame Einnahme einer Mittagsmahlzeit. Diese wird dezentral in den Klassenräumen bzw. Gruppenräumen eingenommen.
Schülerinnen und Schüler sollen an die Mobilität unterstützende Bewegungs­ hilfen und Fortbewegungsmittel herangeführt und an deren Nutzung gewöhnt werden. Weitere Angebote wie Psychomotorik, Tanz, darstellendes Spiel, (auch Artistik) fördern die motorische Entwicklung.
Mittels der Nachnutzung des Schulstandortes Berolinastraße 8 soll der Bedarf nach einer Schule mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt ‚Geistige Entwicklung‘ für die zur Zeit rund 160 Schülerinnen und Schüler des Bezirks mit diesem sonderpädagopgischem Förderbedarf kurzfristig abgedeckt wer­ den. Die bestehende Filiale der Arno-Fuchs-Schule, die zurzeit zwei Klassen mit 12 Schülern im Gebäude (Bauteil F) unterrichtet, soll erhalten werden und unter laufendem Betrieb zu einer eigenständigen Schule mit entsprechendem Förderschwerpunkt für 15 Klassen mit 100 - 120 Plätzen erweitert werden. Die Erweiterung erfolgt sukzessive; pro Jahr sollen 2 neue Klassen mit je bis zu 8 Schülerinnnen und Schülern aufgenommen werden. Das bestehende Schulgebäude soll entsprechend den funktionalen und son­ derpädagogischen Anforderungen umgebaut und dabei in seiner städtebauli­ chen Charateristik erhalten werden. Im Rahmen des Wettbewerbs ist zu prü­ fen, inwieweit in den Bestandsgebäuden die besonderen Nutzungsanforde­ rungen einer Schule für zum Teil schwerstmehrfachbehinderte Schülerinnen und Schüler im wirtschaftlichen Rahmen umgesetzt werden können. Es ist davon auszugehen, dass das Kerngebäude (Bauteil C) aufgrund seiner bauli­ chen Struktur gute Nutzungsmöglichkeiten für die Schule mit Förderschwer­ punkt ‚Geistige Entwicklung‘ bietet. Ziel ist es, ein Maximum der vorhandenen Bausubstanz zu erhalten. Für den Sport- und therapeutischen Schwimmbereich soll anstelle der beste­ henden Sporthalle ein Neubau errichtet werden. Das gesamte Raumprogramm umfasst eine Hauptnutzfläche von ca. 4.260 m² für Allgemeine Unterrichtsräume, Fach- und Mehrzweckräume, Küchenräume, Verwaltungs- und Mitarbeiterräume, Sport- und Therapieräume sowie behin­ dertengerechte Sanitärräume und Zusatzräume. Nebennutz-, Verkehrs- und Funktionsflächen sind in angemessenen Umfang zusätzlich vorzusehen; da­ bei soll sich deren Flächenanteil in einem wirtschaftlichen Verhältnis zur Hauptnutzfläche bewegen. Im Außenbereich sind neben Pausenflächen und einem Schulgarten auch die Sportflächen zu ertüchtigen und eine Gymnastikwiese zu planen. Zusätzlich sind Stellplätze für Behinderte sowie Halteplätze für Kleinbusse vorzusehen. Ein Schwerpunkt der Planung ist die Durchführbarkeit der Baumaßnahme in verschiedenen Bauphasen, da die Umnutzung nur unter laufendem Betrieb vorgenommen werden kann. Die Schule wird in den nächsten Jahren jährlich um zwei weitere Klassen anwachsen; zurzeit werden weitere Räume im Erd­ geschoss (östlich des Treppenhauses Bauteil C) für die neuen Klassen in­ standgesetzt. Nachweis und Darstellung der Bauphasen sind als Vorausset­ zung für die Realisierbarkeit der Maßnahme erforderlich.
Der Umbau sowie die Erweiterung sind unter dem Aspekt der Energieeffizienz als Niedrigenergiegebäude zu konzipieren. Dabei sind mindestens die Anor­ derungen der EnEV 2009 einzuhalten. Es ist auch für das Bestandsgebäude der Einsatz erneuerbarer Energien zu prüfen.
Ziel des Wettbewerbs ist der Entwurf einer funktional und gestalterisch an­ spruchsvollen Gesamtanlage. Dabei soll die Charakteristik des Bestandsge­ bäudes auch bei einem Teilneubau gemäß der Erhaltungssatzung in seiner orthogonalen städtebaulichen Struktur erhalten werden. Hierbei wird von den Teilnehmern erwartet, dass der Erhalt von Bestandbauteilen bzw. der Teil­ neubau kritisch mit den funktionalen Anforderungen, die sich aus der Nutzung durch zum Teil schwerstmehrfachbehinderte Schülerinnen und Schüler erge­ ben, sowie unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten abgewägt wird. Durch die Anordnung des Neubaus für den Sport- und therapeutischen Schwimmbereich soll eine funktionale Anbindung an das bestehende Gebäu­ de sowie eine gute Orientierbarkeit gewährleistet sein. Der Erhalt des 1­ geschossigen Verbindungsganges ist im Hinblick auf den möglichen Standort der neuen Halle und deren Anbindung an das Schulgebäude zu prüfen. Bei der Standortwahl ist zu beachten, dass der Mischkanal einschließlich eines Schutzstreifens (s. Punkt 2.4) von Bebauung frei zu halten ist. Neben der Schulnutzung wird die Sporthalle auch extern genutzt, so dass ein leicht auf­ findbarer separater Zugang vorzusehen ist. Durch den Förderschwerpunkt ‚Geistige Entwicklung‘ ergeben sich besondere Anforderungen an die architektonische Gestaltung des Gebäudes, insbeson­ dere an die Eingangssituation sowie die Erschließungsstruktur im Innern. Eine gute Orientierbarkeit im Gebäude und die Ausbildung von klaren funktio­ nal-räumlichen Zusammenhängen, insbesondere von Klassen- und Gruppen­ räumen als unmittelbarem Bezugsbereich der Schülerinnnen und Schüler, ist dabei wesentlich.
Bei der Planung sollen folgende Vorgaben beachtet werden: Eingangssituation Die Schule soll eine eindeutige, gut auffindbare und entsprechend der Nutzer­ anforderungen gestaltete Eingangssituation haben. Wichtig ist in diesem Zu­ sammenhang eine stufenlose Erreichbarkeit des Innenbereichs des Gebäu­ des in allen Zugangsbereichen (auch Außenflächen). In unmittelbarer Nähe zum Haupteingang sind die Halteplätze für Kleinbusse vorzusehen. Diese werden überwiegend zeitgleich zu Beginn und zum Ende des Unterrichts benötigt. Dabei haben die Busse eine längere Halte- und War­ tezeit, um das Ein- und Aussteigen der Schülerinnnen und Schüler zu ermög­ lichen.
Interne Erschließung Entsprechend der baulichen Struktur des Bestandsgebäudes sind Aufzüge für mobilitätseingeschränkte Personen zur Anbindung aller Geschossebenen zu planen. Die interne Erschließungsstruktur soll möglichst klar gegliedert und über­ schaubar sein. Die Erschließungsbereiche und Flure sollen dem besonderem Platzbedarf, der aus der Nutzung von Mobilitätshilfen und Rollstühlen resul­ tiert, entsprechen. Zur Personenrettung im Gefahrenfall sind ausreichende Brandabschnitte (als brandsichere Wartebereiche) nachzuweisen. Allgemeine Unterrichtsräume Jeweils ein Klassenraum bildet zusammen mit einem Gruppenraum eine funk­ tionale Einheit, die mit Garderobenschränken, einer vollausgestatten Küchen­ zeile und einer Medienecke (1 Computer pro Raum) ausgestattet ist. Garde­ robenschränke und Küchenzeile sollen in den Klassenräumen vorgesehen werden. Alle Klassenräume sollen natürlich belichtet und belüftet sein. Eine natürliche Belichtung und Belüftung ist gewährleistet, wenn die Räume nicht tiefer als 8,40 m sind und eine öffenbare Fensterfläche von 0,3 m² je 10 m² Rauminhalt nachgewiesen wird. Die GUV-VS1 ist zu beachten. Um den Umbauaufwand möglichst gering zu halten und die Nutzung vorhan­ dener Räume zu ermöglichen, sind Überschreitungen der Raumgrößen mög­ lich; Unterschreitungen der Raumgrößen sollten jedoch vermieden werden. Die Zusatzgruppenräume werden für die ergänzende Betreuung vor 8 Uhr bzw. nach 15 Uhr genutzt. Das ergänzende Betreuungsangebot wird klassen­ übergreifend organisiert. Einer der beiden Zusatzgruppenräume kann zusätz­ lich als Schülercafé genutzt und ausgestattet sein. Fach- und Mehrzweckräume Fach- und Mehrzweckräume werden überwiegend von den älteren Schülern genutzt. Diese Räume werden von den Schülerinnen und Schülern im Regel­ fall eigenständig aufgesucht und müssen sich nicht in unmittelbarem räumli­ chem Zusammenhang mit den Allgemeinen Unterrichtsräumen befinden. Die Lehrwohnung mit Wohn- und Schlafzimmer sowie Bad ist im räumlichen Zusammenhang mit zumindest einer der Lehrküchen zu planen. Verwaltungs-/ Büroräume Räume für die Verwaltung sollten mit möglichst geringem Umbauaufwand im Bestand nachgewiesen werden. WC-Anlagen und Pflegeräume Die erforderlichen behindertengerechten WC-Anlagen und Pflegeräume sind in jedem Geschoss anzuordnen. Da insbesondere auch die Pflegeräume mehrmals täglich genutzt werden, sind sie in räumlicher Nähe der Klassenund Gruppenräume anzuordnen. WC- und Pflegeräume sind möglichst natürlich zu belichten und belüften. Bei mechanischem Luftwechsel ist eine erhöhte Lüftungsrate vorzusehen.
Küche Bei der Küche handelt es sich um eine reine Verteilerküche, d.h. die Speisen werden nicht vor Ort zubereitet, sondern angeliefert. Die Mahlzeiten werden in der Regel dezentral in den Klassenräumen eingenommen. Die Küche ist in der Nähe des Mehrzweckraumes anzuordnen, um eine gemeinsame Es­ senseinnahme zu ermöglichen.
Sport- und Therapieräume Sporthalle Eine Sporthalle mit 15 x 27 m Spielfeld ist unter besonderer Berücksichtigung
der Nutzung durch mobilitätseingeschränkte Schülerinnen und Schüler zu
Die lichte Höhe der Sporthalle beträgt 7 m.
Die Sporthalle soll natürlich belichtet werden. Auf eine blendfreie Anordnung
der Öffnungen ist zu achten.
An den Stirnseiten der Halle sind möglichst keine Öffnungen vorzusehen;
lassen sie sich nicht vermeiden, so sind sie nicht in einem Bereich von 5 m
beidseitig der Spielachse anzuordnen.
Für die Halle ist ein mechanischer Luftwechsel vorzusehen.
Die Sporthalle wird auch extern genutzt; ein separater, gut auffindbarer Zu­ gang ist vorzusehen.
Die Deckenkonstruktion ist für die Anbringung spezieller Therapiegeräte aus­ zulegen.
Geräteräume Die Geräteräume sind der Halle direkt zuzuordnen. Sie sollen möglichst auf
der ganzen Länge zu öffnen sein (bis auf konstruktiv notwendige Bauteile
Stützen o.ä.).
Die lichte Höhe beträgt 2,40 m; die Durchgangshöhe muss 2,20 m betragen.
Umkleideräume / Wasch- und Duschräume Umkleideräume und Wasch- und Duschräume sind jeweils direkt zugeordnet und sind behindertengerecht zu planen. Die lichte Raumhöhe beträgt 2,50 m. Die Umkleideräume sind direkt an der Halle anzuordnen. Sie sollen natürlich belichtet und belüftet sein. Für die Wasch- und Duschräume ist eine mechanische Be- und Entlüftung (10-facher Wechsel) vorzusehen. Schwimmhalle Das Bewegungsschwimmbecken (10 x 5 m) ist für therapeutische Zwecke in der Wassertiefe variabel mittels eines Hubbodens vorzusehen. Um das Be­ cken ist ein umlaufender 1,50 m breiter Umgang vorzusehen. Das Planschbecken mit einem Durchmesser von 5 m hat eine Wassertiefe von 0,40 m und einen 1,50 m breiten Umgang.
Therapiebereich Jeweils ein Pflegeraum mit Hebegerät, Waschgelegenheit und WC ist der Sporthalle sowie der Schwimmhalle zuzuordnen. Die Deckenkonstruktion ist für die Anbringung spezieller Therapiegeräte aus­ zulegen. Hausmeisterwohnung Eine Hausmeister-Wohnung mit 80 m² ist vorzusehen.
3.5 	 Freiflächen / Außenanlagen
Auf dem Wettbewerbsgrundstück ist ein Pausenhof für 120 Schülerinnen und Schüler mit mindestens 1.500 m² Fläche sowie ein Schulgarten mit 600 m² Fläche vorzusehen. Die Freiflächen sollen möglichst klar begrenzte Bereiche aufweisen, in denen sich die Schülerinnen und Schüler alleine aufhalten kön­ nen, ohne dass die Aufsicht eingeschränkt ist. Die Pausenflächen sollten vielfältig gestaltet werden. Die vorhandenen Sportanlagen sollen ertüchtigt werden. Neben dem Spielfeld ist auch eine Gymnastikwiese zu planen. Auf dem Wettbewerbsgrundstück sind 5 PKW-Stellplätze für Behinderte, die auch den externen Nutzern der Sporthalle zur Verfügung stehen sollen, 30 Fahrrad-Stellplätze sowie 15 Kleinbushaltestellen für das zeitgleiche Bringen und Abholen der Schülerinnen und Schüler in der Nähe des Eingangs nach­ zuweisen. Bei Inanspruchnahme der Außenflächen der Jugendverkehrsschule für Bau­ stelleneinrichtungen müssen die Außenflächen nach Beendigung der Bau­ maßnahme wieder instandgesetzt werden. Bei der Anlage der Freiflächen ist darauf zu achten, dass die Versiegelung der Flächen auf ein Minimum beschränkt wird. Befestigte Flächen sollen möglichst direkt in die anliegenden unbefestigten Flächen entwässern. Bei der Planung der Außenanlagen ist § 3,3 Kinderspielplatzgesetz zu beach­ ten. Die Freiflächen sind sämtlich behindertengerecht zu gestalten. Laut geprüftem Bedarfsprogramm sind für die Außenlagen 970.000 Euro (ein­ schließlich Mehrwertsteuer) vorgesehen.
3.6 	 Nachhaltigkeit / Energieeffizienz / Ökologische Zielsetzung
Das Gebäude ist besonders unter dem Aspekt der Energieeffizienz als Nied­ rigenergiegebäude zu planen. Bei der Entwurfsbearbeitung sind die Pla­ nungsprinzipien der Nachhaltigkeit anzuwenden, die eine ausgewogene Be­ achtung ökologischer, ökonomischer und sozialer Aspekte erfordern. Folgen­ de Ziele hinsichtlich der Nachhaltigkeit sind zu berücksichtigen:
Sicherstellung eines geringen Energiebedarfs (Gebäude, Anlagentechnik) Optimierung der Tageslichtnutzung sehr gute akustische Raumeigenschaften und Sprachverständlichkeit Langfristige und flexible Nutzungsqualität Kosteneffizienz bei Baukosten Minimierung der Betriebskosten bedarfsgerechte natürliche Lüftung Reduktion von Immissionen und Emissionen Kompaktheit (A/V) der Gebäudeform und Zonierung der Nutzungsbereiche Hohe thermische Qualität, Fugendichtheit und wärmebrückenfreie Kon­ struktionen der Gebäudehülle Bedarfsgerechte hocheffiziente Lüftungsanlagen (wo erforderlich) Einsatz von Steuerungs- und Regelungsstrategien zum optimalen Betrieb Prüfung des Einsatzes solarer Energienutzung (Duschwasser, Heizungs­ unterstützung, Strom) Prüfung der Regen- und Grauwassernutzung Erneuerbare-Energie-Wärmegesetz (EEWärmeG) (für den Neubaube­ reich)
Ökologische Planungskriterien Prinzipien des ökologischen Bauens sind in den „Ökologischen Kriterien für Bauwettbewerbe“ beschrieben (Stand Juli 2007, s. Teil 4.1.6). Für die Konstruktion und Bauausführung sollen danach nur Materialien und Bauteile zur Anwendung kommen, die hinsichtlich ihrer Gewinnung, Trans­ port, Verarbeitung, Funktion und Beseitigung eine hohe Gesundheits- und Umweltverträglichkeit sowie eine hohe Lebensdauer aufweisen. Der Beschluss Nr. 89/2001 des Bezirksamtes Mitte von Berlin („Beschluss zur Integration von Lebensstätten für Fledermäuse, Vögel und Wirbellose an allen geeigneten Stellen im Gebäude- und Hofbereich bei öffentlichen Bauvorhaben – Neubaumaßnahmen und Maßnahmen der baulichen Unterhaltung an Ge­ bäuden – des Bezirksamts Mitte von Berlin“) vom 15.05.2001 ist bei der weite­ ren Realisierung zu berücksichtigen.
Nach der Landeshaushaltsordnung ist der Bauherr verpflichtet, seine Mittel sparsam und wirtschaftlich zu verwenden. Die Wirtschaftlichkeit des Entwur­ fes ist daher ein entscheidendes Kriterium bei der Beurteilung der Wettbe­ werbsarbeiten. Dies bezieht sich auf:
Es wird vorausgesetzt, dass bei der Planung umweltfreundliche Baustoffe verwendet und technische Systeme auf ein Minimum reduziert werden (die Verwendungsverbote und -beschränkungen der Senatsverwaltung für Stadt­ entwicklung sind zu beachten, s. Anhang).
Die Planung hat sich am Prinzip des kostensparenden Bauens zu orientieren. Hierzu sind folgende Kriterien zu berücksichtigen: -	 -	 -	 -	 -	 -	 -	 kompakte, klare und funktionale Grundrissorganisation, Reduzierung der Verkehrsfläche auf ein notwendiges Maß natürliche Belichtung der Räume natürliche Belüftung der Räume Verzicht auf aufwendige Konstruktionen Minimierung der Oberfläche, Kompaktheit Optimierung des Verhältnisses von verglaster zu geschlossener Fassa­ denfläche Reduktion der Materialwahl, Instandsetzungsfähigkeit, Alterungsfähigkeit des Materials.
Um eine Beurteilung der Wettbewerbsbeiträge unter diesen Gesichtspunkten zu ermöglichen, werden konkrete Aussagen zur Konstruktion und zum Aus­ bau erwartet. Um die Vergleichbarkeit der Wettbewerbsbeiträge zu gewähr­ leisten, ist dabei – neben der Darstellung des Entwurfsansatzes in Skizzen und Textform – eine Beschreibung der Konstruktion und Materialien (Baube­ schreibung in Anlehnung an DIN 276, Kostengruppen 300, 400 und 500, s. 1.10 Geforderte Leistungen) gefordert. Dabei soll auch die baukonstruktive und gebäudetechnische Grundkonzeption beschrieben und dargestellt wer­ den. Hierzu sind konkrete Aussagen zu folgenden Bauteilen zu machen: -	 -	 -	 Konstruktion (Tragsystem, Ausbaustruktur) Gebäudehülle (Fassade, Dach) Technische Gebäudeausrüstung (Heizen u. Lüften, Wärmerückgewin­ nung, Tageslichtnutzung, Beleuchtung).
Für die Baumaßnahme einschließlich der Außenanlagen liegt ein geprüftes Bedarfsprogramm vor. Für die Umsetzung ist ein maximaler Gesamtkosten­ rahmen von 15.900.000 Euro vorgesehen. Hiervon beträgt der Anteil der Bauwerkskosten (Kostengruppen 300 und 400) ca. 9.600.000 Euro ein­ schließlich Mehrwertsteuer. Der Anteil für Außenlagen (Kostengruppe 500) beträgt 970.000,- Euro einschließlich Mehrwertsteuer. Der Kostenrahmen ist im weiteren Verfahren zwingend einzuhalten.
Barrierefreies Bauen ist als selbstverständliche Qualitätsanforderung gemäß den Grundsätzen des Handbuches „Barrierefreies Planen und Bauen in Ber­ lin“ www.senstadt.berlin.de/bauen/barrierefreies_bauen/de/handbuch im Wettbewerb umzusetzen. Für den Wettbewerbsentwurf sind diese Vorgaben im besonderen Maße zu berücksichtigen. Das konsequent barrierefrei zu gestaltende Schulensemble soll nach außen markant in den städtebaulichen Raum hineinwirken (Adresse) und nach innen Geborgenheit vermitteln. Gebäude- und Raumfolgen sollen sich hinsichtlich
ihrer Funktionen intuitiv für die Nutzer erschließen, was in erster Linie gestal­ terisch durch entsprechende Raumordnung, Material, Form und Farbe vermit­ telt werden soll. Diese Grundsätze sollen sich auch in der Entwicklung des Außenraumes wiederfinden, wobei Anregungen für den ganzjährigen Aufent­ halt im Freien zu fördern sind. Dabei sollen die unterschiedlichen Nutzeranforderungen hinsichtlich motori­ scher, sensorischer oder kognitiver Art Berücksichtigung finden.
Baurechtliche Vorschriften, Normen und Richtli	 nien
Verordnung über Bauvorlagen, bautechnische Nachweise und das Ver­ fahren im Einzelnen (Bauverfahrensverordnung - BauVerfVO) vom 19. Oktober 2006 DIN 18024- Teil 2 Barrierefreies Bauen Erneuerbare-Energien-Wärmegestz (EEWärmeG) vom 08. August 2008 Verordnung über Arbeitsstätten (ArbStättVO) vom 12. August 2004 Schulbaurichtlinie
Das Raumprogramm befindet sich als digitaler Anhang auf der der Ausschrei­ bung beiliegenden CD-Rom.
Funktionen -	 Erschließung (außen u. innen) -	 Funktionale Zuordnung -	 Räumliche Qualität -	 Raumzuschnitte, Belichtung, Belüftung -	 Außenraumnutzung, Orientierung Realisierbarkeit -	 Programmerfüllung -	 Nachhaltigkeit und Energieeffizienz -	 Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb -	 Einhaltung des Kostenrahmens -	 Barrierefreiheit -	 Genehmigungsfähigkeit
Architektonische Gestaltung - Städtebau / stadträumliche Gestaltung - Baukörper, Gestaltung, Ablesbarkeit - Funktionale / architektonische Qualität des Innenraums - Freiflächen: Gesamtkonzept, Bepflanzung, Funktionalität, Pflegeaufwand
Umbau Schulstandort Berolinastraße / Teil 4 Anhang
4.1.0 Ausschreibung -	 Vorliegende Ausschreibung als .pdf-Datei mit farbigen Abbildungen in 300dpi Auflösung
01_ausschreibung_usb.pdf
CAD-Dateien - Lageplan auf Grundlage der ALK und des amtlichen Lageplans des Ver­ messungsbüros Zech in verschiedenen Dateiformaten (maßstabsunab­ hängig)
02_Lageplan _usb.dwg/dxf -	 (vAutoCAD 2000)
Bestandspläne des Schulgebäude
03_Grundriss_KG_usb.dwg 04_Grundriss_EG_usb.dwg 05_Grundriss_1_OG_usb.dwg 06_Grundriss_2_OG_usb. dwg 07_Ansichten_Schnitte_usb.dwg 08_Ansichten_Schnitte_usb.dwg (M 1:200) (M 1:200) (M 1:200) (M 1:200) (M 1:200) (M 1:200)
09-kataster_1000-usb.dxf (M 1:1.000)
02_Lageplan_usb.pdf 03_Grundriss_KG_usb.pdf 04_Grundriss_EG_usb.pdf 05_Grundriss_1_OG_usb.pdf 06_Grundriss_2_OG_usb. pdf 07_Ansichten_Schnitte_usb.pdf 08_Ansichten_Schnitte_usb. .pdf
4.1.2 Informationspläne - Vermesserplan des Grundstücks Berolinastraße 8
01_amtlicher_lageplan_usb.pdf -	 (M 1:500)
Lagepläne von Ver- und Entsorgungsleitungen als .pdf-/.dwg-Dateien
01_ltg_bwb_entwaesserung_usb.dwg 01_ltg_bwb_legende_usb.pdf 01_ltg_bwb_schutzstreifen_usb.pdf 02_ltg_vattenfall_waerme_usb.pdf 02_ltg_vattenfall_waerme_legende_usb.pdf 02_ltg_vattenfall_waerme_kuerzel_hoehe_usb.pdf 02_ltg_vattenfall_strom_usb.pdf 02_ltg_vattenfall_strom_ehem_landsberger_usb.pdf 03_ltg_gasag_usb.pdf
Schadstoffuntersuchung Gebäude Berolinastraße 8
-	 Skizze der für die Präsentation zur Verfügung stehenden Rolltafeln
01_Raumprogramm_usb.pdf
4.1.5 Vorschriften (als .pdf-Datei) - Verordnung zum Schutze des Baumbestandes in Berlin (Baumschutz­ verordnung – BaumSchVO)
Verordnung über die Erhaltung der städtebaulichen Eigenart aufgrund der städtebaulichen Gestalt für das Gebiet „Karl-Marx-Allee, II. Bauab­ schnitt“ im Bezirk Mitte von Berlin vom 11.Mai 2000
http://www.kulturbuch-verlag.de/online/brv_aktuell/D0010/F00453.pdf
Verordnung über Bauvorlagen, bautechnische Nachweise und der Ver­ fahren im Einzelnen (Bauverfahrensverordnung - BauVerfVO) vom 19. Oktober 2006
4.1.7 Richtlinien als .pdf -	 Wirtschaftliche Standards des öffentlichen Bauens, Rundschreiben SenBauWohn 1/2002
4.1.8 Richtlinien im Internet -	 Rundschreiben im Bereich Bauen, Projektvorbereitung und –prüfung Be­ reich Hochbau, Richtwerte und Standards
-	 Rundschreiben im Bereich Bauen, Verwendungsverbote beschränkungen im Bereich von Baustoffen; Schadstoffen
Barrierefreies Planen und Bauen in Berlin – öffentlich zugängliche Ge­ bäude, Grundlagen und Beispiele, Senatsverwaltung für Stadtentwick­ lung – Kommunikation, Juni 2007
4.1.9 Formblätter -	 Verfassererklärung (s. Teil 1 Pkt 1.15) (.pdf-Formular, d.h. Text kann direkt in das Formblatt eingeben und da­ nach ausgedruckt werden. Das .pdf-Formular kann mit dem AcrobatReader aber nicht gespeichert werden)
000000_verfassererklaerung_usb.pdf -
000000_raumprogramm_usb.xls
000000_Gebäudekennwerte_Flächenermittlung_usb.xls
000000_FragenEnergieeffNachh_usb.pdf
4.1.10 Bilddokumentation -	 Bilddokumentation als .jpg-Dateien
Luftbild, Stand 2009 als .tif-Datei
Eigene Begehungen Planwerk Innenstadt Berlin Ergebnis, Prozess, Sektorale Planungen und Werkstätten Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Umweltschutz und Technologie, 1. Auflage 1999, Kulturbuch Verlag, Berlin Pädagogisches Konzept für die Schule mit Förderschwerpunkt ‚Geistige Entwicklung‘, Frau Stowasser-Gutkuhn, Schulleiterin Arno-Fuchs-Schule Berlin-Wilmersdorf u. Herr Michalke, Schulleiter Filiale vom 19.5.2009
Abbildungsnachweis Titelbild: Birgit C. Dietsch Abbildungen: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Fotodokumentation: Birgit C. Dietsch

References: § 6
 § 15
 § 17
 § 6
 § 34
 § 3