Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=1%20BvL%204/16
Timestamp: 2017-10-24 02:22:52+00:00

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Hinzuweisen ist in diesem Zusammenhang auf den Vorlagebeschluss des SG Mainz vom 18.4.2016, S 3 AS 149/16, beim Bundesverfassungsgericht anhängig unter dem Aktenzeichen 1 BvL 4/16.
Ein Anordnungsanspruch gegen den Beigeladenen folgt entgegen der Auffassung des Sozialgerichts Berlin auch nicht aus § 41a Abs. 7 Satz 1 SGB II in der Fassung vom 26. Juli 2016 im Hinblick darauf, dass das Sozialgericht Mainz mit Beschluss vom 18. April 2016, Az. S 3 AS 149/16, dokumentiert in juris, die Frage der Verfassungsgemäßheit des § 7 Absatz 1 Satz 2 Nr. 2 SGB II dem Bundesverfassungsgericht (dortiges Az.: 1 BvL 4/16) vorgelegt hat.
Sie sah daher keine Veranlassung, das Verfahren nach Art. 100 Abs. 1 GG auszusetzen und dem Bundesverfassungsgericht zur Frage der Vereinbarkeit des Leistungsausschlusses nach § 7 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 SGB II (und des § 21 Satz 1 SGB XII, hierzu unter 2.) mit dem Grundgesetz vorzulegen oder dieses bis zur Entscheidung über einen entsprechenden Vorlagebeschluss des SG Mainz vom 18.04.2016 — S 3 AS 149/16- an das BVerfG (Az. 1 BvL 4/16) ruhend zu stellen.
Die derzeit im Hinblick auf die Leistungsausschlüsse des § 7 Abs. 1 Satz 2 SGB II anhängigen Rechtstreitigkeiten vor dem Bundesverfassungsgericht (vgl. 1 BvL 4/16) bzw. Bundessozialgericht (vgl. B 4 AS 7/16 R) betreffen die Rechtslage vor der Gesetzesänderung durch das Gesetz zur Stärkung der Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen vom 23.12.2016 (…vgl. Bundesgesetzblatt 2016 Teil I Nr. 66, Seite 3234 ff.).

References: § 41
 § 7
 Art. 100
 § 7
 § 21
 § 7