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Timestamp: 2016-10-25 03:09:37+00:00

Document:
2A.465/2006 (19.01.2007)
2A.465/2006 /zga
Bundesrichter Wurzburger, M�ller,
vertreten durch Rechtsanw�lte Dr. Klaus Tappolet und Dr. Oliver Untersander,
Kantonales Steueramt Z�rich, Dienstabteilung Recht, B�ndliweg 21, 8090 Z�rich,
Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich, 2. Abteilung, 2. Kammer, Postfach, Milit�rstrasse 36, 8090 Z�rich.
Staats- und Gemeindesteuern 2002,
Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich
vom 7. Juni 2006.
Die X.________ AG, befand sich seit April 1993 in Nachlassliquidation. Im Jahr 1993 bildete sie eine R�ckstellung von 26 Millionen Franken f�r B�rgschaften, Patronatserkl�rungen, Erf�llungsgarantien etc. Diese R�ckstellung wurde in den Folgejahren nur in bescheidenem Umfang beansprucht. Mit Schreiben vom 4. Oktober 2002 kl�rte der Steuerkommiss�r f�r die Steuerperiode 2000 (Ende der siebenj�hrigen Verlustvortragsperiode) die betriebswirtschaftliche Notwendigkeit der R�ckstellung ab. Am 9. Oktober 2002 antwortete die damalige Vertreterin, die R�ckstellung werde bei Abschluss des Nachlassverfahrens und Klarheit �ber die Berechtigungen der Forderungen aufgel�st, was voraussichtlich im Jahr 2002, sp�testens 2003 der Fall sein werde.
F�r die Steuerperiode 2000 wurde die X.________ AG am 14. Oktober 2002 gem�ss Selbstsch�tzung f�r einen steuerbaren Gewinn von Fr. 0.-- und f�r ein steuerbares Kapital von Fr. 0.-- veranlagt (sog. Nulltaxation). Diese Veranlagung erwuchs in Rechtskraft.
Mit Schreiben vom 25. Februar 2003 und vom 27. M�rz 2003 beantragte die X.________ AG gegen�ber dem Steueramt, die R�ckstellung sei um Fr. 4'365'176.-- aufzul�sen und mit dem damals noch bestehenden Verlustvortrag zu verrechnen. Der Steuerkommiss�r wies den Antrag ab und anerkannte die nachgereichte Steuerbilanz nicht, weil eine von der Handelsbilanz abweichende Steuerbilanz in der Steuererkl�rung deklariert sein m�sse (Schreiben vom 1. April 2003).
F�r die Steuerperiode 2001 wurde die X.________ AG am 28. M�rz 2003 mit einem steuerbaren Gewinn von Fr. 160'100.-- und einem steuerbaren Kapital von Fr. 0.-- veranlagt. Dabei wurde die Steuerpflichtige ausdr�cklich darauf hingewiesen, dass der Verlustvortrag wegen Ablaufs der siebenj�hrigen Verrechnungsperiode nicht mehr ber�cksichtigt werden k�nne. Diese Einsch�tzung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
Am 13. August 2003 ersuchte die neue Vertreterin der X.________ AG die Steuerbeh�rde um Wiedererw�gung der negativen Antwort vom 1. April 2003, was der Steuerkommiss�r am 21. August 2003 ablehnte.
In ihrer Jahresrechnung 2002 l�ste die X.________ AG die fragliche R�ckstellung erfolgswirksam auf und wies einen Jahresgewinn von Fr. 3'257'640.-- aus.
In der Steuererkl�rung 2002 deklarierte die X.________ AG einen Reingewinn von Fr. 4'380'187.--. Diesen reduzierte sie sodann unter dem Titel "Aufl�sung versteuerter stiller Reserven" um die - ihres Erachtens bereits im Jahr 2000 steuerlich ber�cksichtigte - R�ckstellung von Fr. 4'365'176.-- und wies schliesslich einen steuerbaren Reingewinn von Fr. 15'011.-- aus. Demgegen�ber wurde die Steuerpflichtige am 9. M�rz 2004 f�r die Staats- und Gemeindesteuern der Steuerperiode 2002 zu einem steuerbaren Gewinn von Fr. 3'310'100.-- und einem steuerbaren Kapital von Fr. 0.-- eingesch�tzt; insbesondere wurde die Aufl�sung versteuerter stiller Reserven nicht anerkannt (immerhin unter Ber�cksichtigung der auf dem Gewinn anfallenden Steuern).
Die hiergegen erhobenen Rechtsmittel blieben allesamt erfolglos (Einspracheentscheid vom 5. August 2004 des Kantonalen Steueramtes Z�rich; Entscheid der Steuerrekurskommission des Kantons Z�rich vom 23. Dezember 2005; Urteil des Verwaltungsgerichts des Kanton Z�rich vom 7. Juni 2006).
Die X.________ AG hat am 11. August 2006 Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht erhoben mit dem Antrag, das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 7. Juni 2006 aufzuheben und die Sache zu neuem Entscheid an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Die Beschwerdef�hrerin r�gt sinngem�ss eine Verletzung von Bundesrecht (Art. 104 lit. a OG).
Das Kantonale Steueramt Z�rich, das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich sowie die Eidgen�ssische Steuerverwaltung beantragen, die Verwaltungsgerichtsbeschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei.
Das Bundesgericht pr�ft die Zul�ssigkeit der bei ihm eingereichten Beschwerden von Amtes wegen und mit freier Kognition (BGE 132 III 291 E. 1 S. 292; 131 II 571 E. 1 S. 573, je mit Hinweis).
1.1 Das angefochtene Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich betrifft die Einsch�tzung f�r die Staats- und Gemeindesteuern 2003 und unterliegt damit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht (Art. 73 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 �ber die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden, StHG; SR 642.14; vgl. BGE 130 II 202 E. 1 S. 204, mit Hinweisen). Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde der gem�ss Art. 73 Abs. 2 StHG bzw. Art. 103 lit. a OG legitimierten Beschwerdef�hrerin ist grunds�tzlich einzutreten. Allerdings darf das Bundesgericht bei Gutheissung des Rechtsmittels das angefochtene Urteil bloss aufheben und die Sache zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zur�ckweisen (Art. 73 Abs. 3 StHG; BGE 132 II 128 E. 5 S. 134, mit Hinweis).
1.2 Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde k�nnen die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich �berschreitung oder Missbrauch des Ermessens, sowie die unrichtige oder unvollst�ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts ger�gt werden (Art. 104 lit. a und lit. b OG). Hat - wie hier - als Vorinstanz eine richterliche Beh�rde entschieden, ist das Bundesgericht allerdings an deren Sachverhaltsfeststellung gebunden, wenn der Sachverhalt nicht offensichtlich unrichtig oder unvollst�ndig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensvorschriften ermittelt worden ist (Art. 105 Abs. 2 OG).
Das Bundesgericht wendet im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an, ohne an die von den Parteien vorgebrachten Begr�ndungen gebunden zu sein (Art. 114 Abs. 1 zweiter Halbsatz OG). Es kann somit die Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gr�nden gutheissen oder abweisen (BGE 131 II 361 E. 2 S. 366, mit Hinweisen). Bei Verwaltungsgerichtsbeschwerden nach Art. 73 StHG pr�ft das Bundesgericht ferner frei, ob das kantonale Recht und dessen Anwendung durch die kantonalen Instanzen mit den Vorgaben des Steuerharmonisierungsgesetzes �bereinstimmen (BGE 131 II 710 E. 1.2 S. 713, mit Hinweisen).
Es steht fest, dass die Beschwerdef�hrerin f�r die Steuerperiode 2000 rechtskr�ftig eingesch�tzt wurde. (steuerbarer Gewinn: Fr. 0.--; steuerbares Kapital: Fr. 0.--). Umstritten ist, ob sie unter diesen Umst�nden nachtr�glich die R�ckstellung im Betrag von Fr. 4'365'176.-- steuerwirksam aufl�sen und mit dem damals noch bestehenden Verlustvortrag verrechnen durfte. Die Z�rcher Steuerbeh�rden haben eine solche versp�tete und nicht formg�ltige "Selbstaufrechnung" steuerlich nicht anerkannt. Die Beschwerdef�hrerin vertritt demgegen�ber die Auffassung, die Steuerbilanz k�nne ausnahmsweise auch nach Rechtskraft einer Einsch�tzung noch angepasst werden, dann n�mlich, wenn, wie in ihrem Fall f�r das Steuerjahr 2000, eine Nulltaxation vorgenommen und der steuerlich massgebende Verlustvortrag nicht betragsm�ssig er�ffnet worden sei; dass die R�ckstellung handelsrechtlich (erst) in der Steuerperiode 2002 aufgel�st worden sei, k�nne steuerlich nicht massgebend sein.
3.1 Die Steuerbeh�rden stellen zusammen mit dem Steuerpflichtigen die f�r eine vollst�ndige und richtige Besteuerung massgebenden tats�chlichen und rechtlichen Verh�ltnisse fest (� 132 Abs. 1 des Z�rcher Steuergesetzes vom 8. Juni 1997; StG/ZH). Der Steuerpflichtige muss alles tun, um eine vollst�ndige und richtige Veranlagung zu erm�glichen (� 135 Abs. 1 StG/ZH). Insbesondere muss er das Formular f�r die Steuererkl�rung wahrheitsgem�ss und vollst�ndig ausf�llen (� 133 Abs. 2 StG/ZH); als juristische Person hat er die unterzeichneten Jahresrechnungen (Erfolgsrechnungen und Bilanzen) beizulegen (� 134 Abs. 2 StG/ZH), und er tr�gt die Verantwortung f�r die Richtigkeit und Vollst�ndigkeit der Steuererkl�rung (vgl. Felix Richner/Walter Frei/Stefan Kaufmann/Hans Ulrich Meuter, Kommentar zum harmonisierten Z�rcher Steuergesetz, 2. Aufl., Z�rich 2006, Rzn. 1 ff. zu � 132). Diese Ordnung stimmt mit Art. 42 StHG �berein (vgl. Martin Zweifel, in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, I/1, 2. Aufl., Basel/Genf/ M�nchen 2002, Rzn. 1 ff. zu Art. 42 StHG; Martin Zweifel/Michael Beusch, Ausgew�hlte Fragen zur Bedeutung der Handelsbilanz f�r die steuerliche Gewinnermittlung, in: Festschrift f�r Peter B�ckli, Z�rich 2006, S. 61 ff., insbesondere S. 73 ff.; vgl. auch ASA 73, 482 S. 487 f.).
3.2 Gegenstand der Gewinnsteuer der juristischen Personen ist der Reingewinn (� 63 StG/ZH). Der steuerbare Reingewinn wird gem�ss � 64 Abs. 1 StG/ZH ermittelt auf Grund des Saldos der Erfolgsrechnung unter Ber�cksichtigung des Saldovortrages des Vorjahres (Ziff. 1); er wird erh�ht um alle vor Berechnung des Saldos der Erfolgsrechnung ausgeschiedenen Teile des Gesch�ftsergebnisses, die nicht zur Deckung von gesch�ftsm�ssig begr�ndetem Aufwand verwendet werden, insbesondere um die gesch�ftsm�ssig nicht begr�ndeten R�ckstellungen, sowie um die der Erfolgsrechnung nicht gutgeschriebenen Ertr�ge (Ziff. 2 und Ziff. 3). Das Gesetz stellt damit auf das Ergebnis eines handelsrechtskonformen Rechnungsabschlusses ab.
Das schweizerische Steuerrecht kn�pft an die handelsrechtliche Bilanz an, welche auch steuerrechtlich verbindlich ist, sofern die handelsrechtlichen Vorschriften beachtet wurden. Vorbehalten bleiben die steuerlichen Korrekturvorschriften. Das bedeutet, dass die Steuerbeh�rden verpflichtet sind, auf die von den Organen der juristischen Person abgenommenen Jahresrechnungen abzustellen (Grundsatz der Massgeblichkeit der Handelsbilanz f�r die steuerliche Gewinnermittlung). Die Verbindlichkeit der Jahresrechnung entf�llt nur insoweit, als diese gegen zwingende Vorschriften des Handelsrechts verst�sst oder als steuerliche Korrekturvorschriften zu beachten sind (vgl. Richner/ Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Rz. 8 zu � 64 StG/ZH). Diese Regelung stimmt mit Art. 24 Abs. 1 StHG �berein (vgl. Stephan Kuhn/Peter Br�lisauer, in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, I/1, a.a.O., Rzn. 11 ff. zu Art. 24 StHG. Gleich lautend: Art. 58 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 �ber die direkte Bundessteuer [DBG; SR 642.11]; vgl. dazu Peter Locher, Kommentar zum DBG, II. Teil, Therwil/Basel 2004, Rzn. 3 ff. zu Art. 58; Zweifel/Beusch, a.a.O., S. 62 f.).
3.3 Verbuchte R�ckstellungen f�r Verpflichtungen, deren H�he noch unbestimmt ist, geh�ren zum gesch�ftsm�ssig begr�ndeten Aufwand im Sinn von � 65 StG/ZH. Merkmal der R�ckstellungen ist ihr ungewisser und damit nur vor�bergehender Charakter (vgl. Locher, a.a.O., Rzn. 2 f. zu Art. 29 DBG; Markus Reich/Marina Z�ger, in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, I/2b, Basel/Genf/ M�nchen 2000, Rz. 4 zu Art. 29 DBG). Sobald R�ckstellungen nicht mehr gesch�ftsm�ssig begr�ndet sind, werden sie dem steuerbaren Gewinn zugerechnet.
Der Steuerpflichtige kann die (nicht mehr gesch�ftsm�ssig begr�ndete) R�ckstellung in der Handelsbilanz bzw. der damit organisch zusammenh�ngenden Erfolgsrechnung erfolgswirksam aufl�sen. Unterl�sst er dies, so kann die Steuerbeh�rde eine entsprechende Aufrechnung vornehmen (vgl. � 64 Abs. 1 Ziff. 2 lit. b StH/ZH), womit die Steuerbilanz in Zukunft von der Handelsbilanz abweicht. Diese Aufrechnung erfolgt in der Periode, in welcher die gesch�ftsm�ssige Unbegr�ndetheit der R�ckstellung von der Steuerbeh�rde festgestellt wird (Reich/ Z�ger, a.a.O., Rz. 50 zu Art. 29 DBG; Richner/Frei/ Kaufmann/Meuter, a.a.O., Rz. 88 zu � 64 StG/ZH). Der Steuerpflichtige kann nicht einwenden, die gesch�ftsm�ssige Rechtfertigung sei schon in einer fr�heren Periode weggefallen (vgl. Locher, a.a.O., Rz. 50 zu Art. 29 DBG).
Der Steuerpflichtige kann aber auch davon absehen, �berfl�ssig gewordene R�ckstellungen handelsrechtlich aufzul�sen (vgl. Art. 669 Abs. 2 in fine OR), und nur in der Steuerbilanz eine Aufrechnung vornehmen. In diesem Fall hat er die gesch�ftsm�ssig nicht begr�ndeten R�ckstellungen zum handelsrechtlichen Gewinn aufzurechnen (Ziffer 2.1.2 der Steuererkl�rung f�r Kapitalgesellschaften im Kanton Z�rich) und gleichzeitig im entsprechenden Umfang die (als Gewinn versteuerten) stillen Reserven zu deklarieren (Ziffer 15 der Steuererkl�rung). Anderseits kann er in der Steuerperiode, in der er die R�ckstellungen handelsrechtlich aufl�st, f�r die bereits versteuerten stillen Reserven einen Abzug vom handelsrechtlich ausgewiesenen Gewinn vornehmen (Ziffer 4.2.1 der Steuererkl�rung), und beim steuerbaren Kapital reduzieren sich die versteuerten stillen Reserven im entsprechenden Umfang (vgl. Reich/Z�ger, a.a.O., Rz. 50 zu Art. 29 DBG; J�rg Stoll, Die R�ckstellung im Handels- und Steuerrecht, Diss. ZH 1992, S. 283). Es versteht sich von selbst, dass dieses Vorgehen nur solange m�glich ist, als die Veranlagungen f�r die betreffenden Steuerperioden nicht in Rechtskraft erwachsen sind.
4.1 Im vorliegenden Fall hat die Beschwerdef�hrerin die fragliche R�ckstellung in den f�r die Steuerperiode 2000 massgebenden Jahresrechnungen nicht erfolgswirksam aufgel�st. Sie hat auch in der Steuererkl�rung 2000 (in Ziffer 2.1.2) keine Aufrechnung f�r gesch�ftsm�ssig nicht begr�ndete R�ckstellungen zum handelsrechtlichen Gewinn vorgenommen und somit keinen von der Handelsbilanz abweichenden Steuerbilanzwert der R�ckstellung deklariert. Erst in ihren Jahresrechnungen 2002 hat die Beschwerdef�hrerin die fragliche R�ckstellung erfolgswirksam aufgel�st, in der Steuererkl�rung 2002 einen entsprechenden Gewinn deklariert und gleichzeitig einen Abzug f�r (im Steuerjahr 2000) angeblich bereits versteuerte stille Reserven gemacht. Die zu diesem Zweck vorgenommene nachtr�gliche "Anpassung" der Steuerbilanz 2000 war aber nicht mehr zul�ssig, nachdem die betreffende Veranlagung in Rechtskraft erwachsen war. Die Steuerbeh�rden haben die umstrittene "Selbstaufrechnung" daher zu Recht als versp�tet und nicht formg�ltig erachtet und ihr die steuerliche Anerkennung versagt.
Unter den gegebenen Umst�nden konnte die Beschwerdef�hrerin in der Steuerperiode 2002 somit keinen Abzug unter dem Titel "Aufl�sung versteuerter stiller Reserven" beanspruchen (E. 3.3 letzter Absatz). Damit war die erfolgswirksame Aufl�sung der R�ckstellung von Fr. 4'365'176.-- in den Jahresrechnungen 2002 - entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrerin - auch steuerrechtlich massgebend. Die Beschwerdef�hrerin wurde mithin f�r die Steuerperiode 2002 zu Recht zu einem (unter Ber�cksichtigung der darauf lastenden Steuern) steuerbaren Gewinn von Fr. 3'310'100.-- und einem steuerbaren Kapital von Fr. 0.-- eingesch�tzt.
4.2 Die Beschwerdef�hrerin wendet ein, weil Gewinn und Kapital der Steuerperiode 2000 mit Fr. 0.-- veranlagt worden seien und der Verlust betragsm�ssig nicht verbindlich festgelegt worden sei, k�nnten auch nach Rechtskraft der Nulltaxation noch stille Reserven mittels entsprechender Erkl�rung versteuert und mit dem damals vorhandenen Verlustvortrag verrechnet werden. Dieser Auffassung kann aus verschiedenen Gr�nden nicht gefolgt werden:
4.2.1 Zun�chst ist darauf hinzuweisen, dass die gesetzlichen Deklarationspflichten (oben E. 3.1) illusorisch w�ren, wenn bei einer rechtskr�ftigen Nulltaxation auch sp�ter noch stille Reserven aufgel�st und zur Verrechnung gebracht werden k�nnten. Der Steuerpflichtige ist nicht nur auf den der Steuerbeh�rde vorgelegten Jahresrechnungen zu behaften, sondern auch auf den weiteren Unterlagen sowie auf der ordnungsgem�ss eingereichten Steuererkl�rung, f�r deren Richtigkeit und Vollst�ndigkeit er die Verantwortung tr�gt (oben E. 3.1). Vorliegend wurde die Beschwerdef�hrerin f�r das Steuerjahr 2000 gem�ss ihrer Selbstsch�tzung f�r einen steuerbaren Gewinn von Fr. 0.-- und f�r ein steuerbares Kapital von Fr. 0.-- veranlagt. Dabei wurde die R�ckstellung gerade aufgrund der von ihr behaupteten nach wie vor bestehenden Unsicherheitsfaktoren im urspr�nglichen Ausmass (abgesehen von unbedeutenden Abschlagszahlungen) als gesch�ftsm�ssig begr�ndet erachtet.
4.2.2 Das von der Beschwerdef�hrerin vertretene Vorgehen w�rde zudem dazu f�hren, dass die Steuerbeh�rde trotz rechtskr�ftiger Einsch�tzung die Steuerperiode 2000 erneut beurteilen m�sste; insbesondere m�sste abgekl�rt werden, ob �berhaupt gen�gend Verlustvortr�ge vorhanden w�ren, die mit dem aus der Aufl�sung der R�ckstellung resultierenden ausserordentlichen Ertrag verrechnet werden k�nnten. W�re das nicht der Fall und w�rde somit ein positives Ergebnis ausgewiesen, so m�sste dies an sich zu einer Wiederer�ffnung des Einsch�tzungsverfahrens f�hren, obwohl die Voraussetzungen f�r ein Revisions- oder Nachsteuerverfahren nicht gegeben w�ren. Wohl trifft zu, dass nur die Steuerfaktoren an der Rechtskraft der Veranlagung teilhaben und dass sowohl die tats�chliche als auch die rechtliche Ausgangslage im Rahmen der Einsch�tzung einer anderen Steuerperiode �berpr�ft und n�tigenfalls abweichend gew�rdigt werden d�rfen (vgl. Urteil 2A.370/2004 vom 11. November 2005, E. 4.2, mit Hinweisen). Daraus folgt aber umgekehrt, dass bei erneuter �berpr�fung derselben Steuerperiode insbesondere die tats�chliche Ausgangslage nicht nach Belieben ver�ndert werden darf. Entsprechend ist es verfehlt zu folgern, die zu einer Nulltaxation f�hrenden Unterlagen k�nnten beliebig angepasst werden, solange sie nur das Endresultat (Fr. 0.--) nicht tangierten.
4.2.3 Weiter ist der Vorwurf nicht berechtigt, die Steuerbeh�rde gehe analog vor, wenn sie anl�sslich der Verrechnung des Gewinns der laufenden Periode mit Vorjahresverlusten diese �berpr�fe und gegebenenfalls nicht in der deklarierten H�he akzeptiere: Die Steuerbeh�rde beurteilt lediglich einen in der Vergangenheit abgeschlossenen Vorgang unter Umst�nden anders als der Steuerpflichtige. Sie kann aber diesen feststehenden Sachverhalt nicht durch nachtr�gliche Vorkehrungen modifizieren, wie dies die Beschwerdef�hrerin hier zu erreichen versucht. Die Sachverhalte sind somit nicht vergleichbar, und zudem leuchtet ein, dass der Steuerpflichtige aus der im Interesse der Verwaltungs�konomie befolgten Praxis der Steuerbeh�rde nichts zu seinen Gunsten ableiten kann. Im �brigen h�tte die Beschwerdef�hrerin nach der Rechtsprechung kein schutzw�rdiges Interesse im Sinn von Art. 103 lit. a OG zu verlangen, dass die H�he allf�lliger verrechenbarer Verlustvortr�ge festgestellt werde (vgl. Urteil 2A.192/2000 vom 9. Mai 2001, E. 3; vgl. auch Urteil H.93/2006 vom 19. Oktober 2006, E. 4.3.2, je mit Hinweisen).
4.2.4 W�rde das von der Beschwerdef�hrerin praktizierte Vorgehen anerkannt, k�nnte die Verlustvortragsperiode �ber die gesetzliche Frist von sieben Jahren hinaus erstreckt werden (vgl. � 70 StG/ZH; Art. 67 Abs. 1 StHG). Ein solches Ergebnis entspr�che offensichtlich nicht dem Sinn der erw�hnten Vorschriften, denn der Gesetzgeber hat die zeitliche Befristung des Verlustvortrags aus Gr�nden der Rechtssicherheit und der Praktikabilit�t vor den (in diesem Zusammenhang wenig aussagekr�ftigen) Grundsatz der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsf�higkeit gestellt (Frank Lampert, Die Verlustverrechnung von juristischen Personen im Schweizer Steuerrecht, Diss. GE 2000, S. 35 ff.). Auch w�rde sich ein solches Vorgehen vom bisherigen Verst�ndnis des Massgeblichkeitsgrundsatzes allzu sehr entfernen (oben E. 3.2 zweiter Absatz).
4.3 In grunds�tzlicher Hinsicht bem�ngelt die Beschwerdef�hrerin schliesslich, dass bei Gesellschaften im Konkurs oder in Nachlassliquidation die Veranlagung nicht mehr j�hrlich erfolgen sollte, sondern die ganze Liquidationsphase als eine einzige Steuerperiode zu behandeln sei. Dies st�nde jedoch in offensichtlichem Widerspruch zum Gesetz, welches verlangt, dass in jedem Kalenderjahr ein Gesch�ftsabschluss erstellt wird (mit daraus folgenden j�hrlichen Steuerperioden; � 83 Abs. 2 und 3 StG/ZH; Art. 31 Abs. 2 StHG). Zudem w�rde es dazu f�hren, dass die Verlustverrechnung �ber einen sieben Jahre dauernden Zeitraum hinaus m�glich w�re, was wiederum den bereits erw�hnten Bestimmungen widerspr�che (oben E. 4.2.4). Wie die Vorinstanz zu Recht feststellt, erweist sich die j�hrliche und damit periodengerechte Besteuerung der aufzul�senden Gesellschaft gerade dann als sachgerecht, wenn sich die Nachlassliquidation, wie vorliegend, �ber mehrere Jahre erstreckt.
Nach dem Gesagten ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde unbegr�ndet und deshalb abzuweisen.
Bei diesem Verfahrensausgang sind die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens der Beschwerdef�hrerin aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 153 und Art. 153a OG). Eine Parteientsch�digung ist nicht geschuldet (Art. 159 OG).
Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 12'000.-- wird der Beschwerdef�hrerin auferlegt.
Dieses Urteil wird der Beschwerdef�hrerin, dem Kantonalen Steueramt Z�rich und dem Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich, 2. Abteilung, 2. Kammer, sowie der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 19. Januar 2007

References: BGE 
 Art. 73
 Art. 103
 BGE 
 Art. 73
 Art. 42
 Art. 42
 Art. 24
 Art. 24
 Art. 58
 Art. 58
 Art. 29
 Art. 29
 Art. 29
 Art. 29
 Art. 669
in fine
 Art. 29
 Art. 103
 Art. 67
 Art. 31
 Art. 153
 Art. 153