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Timestamp: 2019-10-19 02:27:36+00:00

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Längerer Heimatbesuch in Deutschland? Was du als Tourist im eigenen Land beachten musst
Veröffentlicht am 3. Mai 2017 von Sebastian Kühn
23 Meinungen zu diesem Artikel
Bei Heimatbesuchen in Deutschland von ein paar Wochen brauchst du dir nicht viele Sorgen machen aber spätestens ab einem Aufenthalt von zwei Monaten wird es kritisch. Zum einen ist da die Krankenversicherung und zum anderen kommst du ab dieser Dauer auch in Konflikt mit Steuer- und Meldegesetzen.
Seit meiner Abmeldung vor 5 Jahren war ich immer nur für ein paar Wochen im Jahr in der Heimat, weshalb ich mir als “Tourist” wenig Gedanken machen musste. Was aber passiert, wenn ich mal wieder mehrere Monate am Stück den deutschen Sommer genießen möchte? Diese Frage versuche ich in diesem Beitrag zu beantworten und freue mich auf deine Kommentare.
Melderecht bei Heimatbesuchen
Nach § 27 Abs. 2 Bundesmeldegesetz gilt für Personen, die sonst im Ausland wohnen und im Inland nicht gemeldet sind, eine Frist zur Anmeldung nach Ablauf von drei Monaten. Wenn du weniger als drei Monate in Deutschland bleibst, gilt das also immer noch als Urlaub.
Anders ist das, wenn du eine eigene Wohnung langfristig beziehst oder permanent nach Deutschland zurückkehrst, denn dann gilt eine 2-Wochen-Frist zur Wiederanmeldung. Das gilt ab dem Zeitpunkt, zu dem du Verfügungsgewalt über diese Wohnung hast und dort langfristig wohnen bleiben möchtest.
Ein vorübergehende An- und Abmeldung, um beispielsweise den internationalen Führerschein zu beantragen, den Reisepass zu verlängern oder in die alte Krankenkasse aufgenommen zu werden, ist auch möglich. Weitere Infos zum Melderecht bekommst du in diesem Beitrag.
Steuerpflicht bei Heimatbesuchen
Deine Steuerpflicht ist an deinen Wohnsitz gebunden. Befindet sich dieser in Deutschland, bist du dort unbeschränkt (mit deinem Welteinkommen) steuerpflichtig. Ist dein Wohnsitz im Ausland, dann bist du beschränkt (bei Einkünften aus Deutschland) oder nicht steuerpflichtig.
Zur Feststellung des Wohnsitzes wird oft die 183-Tage-Regel erwähnt. Demnach bist du dort steuerpflichtig, wo du dich länger als ein halbes Jahr aufhältst. Ganz so einfach ist es in der Praxis leider nicht. Hinter dem Wohnsitz oder auch gewöhnlichem Aufenthaltsort steckt weitaus mehr, als nur deine in Tagen gemessene physische Anwesenheit und auch der Begriff der Wohnung ist Auslegungssache.
Mit Luft für Auslegungen sagt § 9 Abgabenordnung dazu: “Den gewöhnlichen Aufenthalt hat jemand dort, wo er sich unter Umständen aufhält, die erkennen lassen, dass er an diesem Ort oder in diesem Gebiet nicht nur vorübergehend verweilt. Als gewöhnlicher Aufenthalt im Geltungsbereich dieses Gesetzes ist stets und von Beginn an ein zeitlich zusammenhängender Aufenthalt von mehr als sechs Monaten Dauer anzusehen …“
Auch unabhängig von dieser starren Frist von 6 Monaten kann es zur Begründung eines gewöhnlichen Aufenthalts kommen, wenn du dich regelmäßig, wiederkehrend und nicht nur vorübergehend in Deutschland aufhält. Gesprochen wird in diesem Zusammenhang auch von der sozialen und beruflichen Bindung, die wir mit einem Ort haben.
Um als Nicht-Steuerpflichtiger in Deutschland auf der sicheren Seite zu sein, solltest du also mehr Zeit in einem anderen Land als in Deutschland verbringen und keine Verfügungsgewalt über eine deutsche Wohnung haben. Eine ausführliche Betrachtung zur Steuerpflicht findest du im großen Steuern Guide.
Das ist der wohl wichtigste Punkt für Heimatbesuche. Normale Reiseversicherungen schließen das Geburtsland vom Versicherungsschutz aus, weshalb du dir eine andere Absicherung suchen solltest. Entweder du gehst vorübergehend zurück in die gesetzliche Krankenkasse oder schließt eine spezielle Versicherung für Heimatbesuche ab.
Die gesetzliche Grundlage für die Versicherungspflicht (gleichzeitig auch das Versicherungsprivileg) in Deutschland ist im § 5 SGB V geregelt. Versicherungspflichtig sind demnach alle im Inland gemeldeten Personen.
§ 190 Abs. 13 Nr. 2 SGB V sagt: “Die Mitgliedschaft der in § 5 Abs. 1 Nr. 13 genannten Personen endet mit Ablauf des Vortages, an dem ein anderweitiger Anspruch auf Absicherung im Krankheitsfall begründet wird oder der Wohnsitz oder gewöhnliche Aufenthalt in einen anderen Staat verlegt wird.”
Sobald du dich wieder in Deutschland anmeldest, bist du versicherungspflichtig. Wenn du vor der Ausreise gesetzlich pflichtversichert warst oder eine Anwartschaft abgeschlossen hat, ist deine alte Krankenkasse (auch vorübergehend) dazu verpflichtet, dich wieder aufzunehmen. Ist dies nicht der Fall, kannst du dich in einer privaten Krankenversicherung im Basistarif versichern lassen.
Was aber wenn du dich für den vorübergehenden Heimatbesuch in Deutschland nicht anmelden möchtest? Dann hast du zwei Optionen:
Auslandskranken- oder Reiseversicherung, die einen Schutz für Heimatbesuche beinhaltet
Incoming-Versicherung für Menschen, die ihren Lebensmittelpunkt schon länger als 2 Jahre im Ausland haben
Die meisten Auslandskrankenversicherungen beinhalten den Schutz für Heimatbesuche für bis zu 6 Wochen im Jahr. Meine Versicherung (Integra Global) habe ich mit einer ausländischen Adresse abgeschlossen, weshalb ich in Deutschland sogar unbegrenzt versichert bin, solange ich dort nicht wieder fest wohne.
Auch einige Reiseversicherungen beinhalten bei Abschluss für mehr als ein Jahr den Schutz für Heimatbesuche (z.B. Hanse Merkur). Nach 6 Wochen Heimaturlaub ist aber in der Regel Schluß.
Wenn du länger als 6 Wochen am Stück in Deutschland bleiben möchtest, gibt es die sogenannte Incoming-Versicherung. Ausländische Besucher wie Studenten, Au-Pairs oder Sprachschüler, die Deutschland für eine längere Zeit besuchen und ein Schengen-Visa benötigen, müssen für die Beantragung des Visums eine Krankenversicherung nachweisen, die den Anforderungen der EU entspricht. Dieser Schutz wird als Incoming-Versicherung (oder auch Besucherversicherung) bezeichnet. Sie gelten in der Regel für eine einmalige Reise nach Deutschland, die nicht länger als ein Jahr dauert.
Auch Deutsche können diese Incoming-Versicherung nutzen, wenn sie für eine bestimmte Zeit ihren Lebensmittelpunkt im Ausland hatten. Dazu habe ich einige Versicherer gefragt, die mir folgende, in ihren Details etwas widersprüchliche, Antworten gaben:
Dr. Walter GmbH: ”Deutsche können sich über eine Incoming-Versicherung versichern, wenn Sie seit mindestens einem Jahr Ihren Lebensmittelpunkt im Ausland haben, dort über eine ausländische Vollversicherung versichert sind und in Deutschland keinen Wohnsitz mehr gemeldet haben.“
BDAE Expat Visit: “Gerne können Sie für Ihren geplanten Urlaub in Deutschland Versicherungsschutz im Tarif EXPAT Visit beantragen, sofern Ihr ständiger Wohnsitz seit mindestens zweit Jahren im Ausland ist. Der Vertrag muss jedoch für den gesamten Reisezeitraum/Aufenthaltszeitraum (ca. 3 Monate) abgeschlossen werden. Der EXPAT Visit kann nicht als Anschluss- oder Vorversicherung zu Ihrer bereits bestehenden AKV, die Ihnen nur 6 Wochen Versicherungsschutz bieten würde, verwendet werden. Wichtig! Der EXPAT Visit bietet kein Versicherungsschutz bei Geschäftsreisen oder für berufsbedingte Auslandsaufenthalte. Der Versicherungsvertrag muss vor Eintritt der Abreise abgeschlossen werden.“
Reisepolice Globetrotter: “Wir bieten auch Incoming Krankenversicherungen an. Dabei ist entscheidend, dass Du als Deutscher bereits mehr als 2 Jahre im Ausland lebst und Deine dortige Adresse als Versicherungsnehmer angibst.“
Wie so oft gibt es Unklarheiten bei den Details, sowohl bei der Auslegung von Rechtstexten als auch dem Kleingedruckten von Versicherern. Genau deshalb wäre ich dir, lieber Leser, wahnsinnig dankbar, wenn du deine Erfahrungen bei längeren Heimatbesuchen mit uns teilst.
Auf welche Probleme bist du bei längeren Heimatbesuchen gestoßen und wie hast du diese gelöst?
Hallo, ich habe auch eine Frage bzw. einen interessanten Fund bezüglich der “Heimatreise” nach Deutschland (für weniger als 6 Wochen). In meiner Auslands-KV ist keine Heimatreise dabei, aber folgendes müsste doch funktionieren (ohne dass man seit 2 Jahren im Ausland wohnt, aber ohne Wohnsitz in Deutschland):
Von HanseMerkur gibt es die “Reiseversicherung für Ausländer in Deutschland bis zu fünf Jahren”. Da steht zwar “Ausländer” im Titel drin, aber in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen wird festgehalten:
– 1 Versicherungsnehmer, versicherbare Personen und Versicherungsfähigkeit: Versicherungsfähig sind Personen bis zum vollendeten
75. Lebensjahr, die sich nur vorübergehend in Deutschland aufhalten
– Nicht versicherbar und trotz Beitragszahlung nicht versichert sind Personen, die im Aufenthaltsland der gesetzlichen Kranken- und/oder Pflegeversicherungspflicht unterliegen
Als Deutscher unter 75 Jahren, der sich nur vorübergehend in Deutschland aufhält (für einen kurzen Heimatbesuch), aber keinen Wohnsitz in Deutschland hat (und damit nicht der gesetzlichen Krankenversicherungspflicht unterliegt), müsste diese Versicherung doch möglich sein. Der ständige Wohnsitz ist im Ausland angemeldet. Damit umgeht man also die 2-Jahres-Regel.
– Der Versicherungsschutz gilt während des vorübergehenden Aufenthaltes in Deutschland […], nicht jedoch in Ihrem Heimatland. Heimatland im Sinne dieser Bedingung ist Ihr ständiger Wohnsitz vor Ihrem vorübergehenden Aufenthalt in Deutschland.
Interpretationen und Kommentare sind willkommen!
super Artikel, herzlichen Dank dafür! Ich habe zwei Fragen:
1. Hat das Bundesmeldegesetz, welches Anfang November 2015 in Kraft getreten ist, nicht alle Ländergesetze überflüssig gemacht? Falls ja, dann dürfte die 3-Monats-Regelung bundeseinheitlich gelten und 2-Monats-Regelungen, welche früher u.U. in bestimmten Bundesländern galten, nicht mehr.
2. Z.B. habe ich beim Versuch das frühere Berliner Meldegesetz online zu recherchieren schlichtweg nichts gefunden. Es wurde offenbar aus allen Datenbanken gelöscht, sodass ich davon ausgehe, dass in Berlin zumindest nur noch das Bundesmeldegesetz und somit drei (und nicht wie früher im Berliner Meldegesetz zwei) Monate bzgl. der Steuerpflicht-Thematik bei Heimatbesuchen gelten. Wie siehst du das aktuell?
vielen Dank für diese Info. Du hast vollkommen recht, die Meldegesetze auf Landesebene scheinen hinfällig geworden zu sein. Das muss erst kürzlich passiert sein. Damit gilt dann natürlich das BMG. Ich werde das mal weiter recherchieren und den Artikel aktualisieren.
Oh, ich wollte eigentlich dir direkt antworten, jetzt habe ich aber mir selbst geantwortet und dadurch ist mir die Antwort versehentlich über deine gerutscht.. kann ich jetzt nicht mehr ändern, naja was solls 😀
Also laut Wikipedia (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Meldegesetz) ist das bundesweit geltende Meldegesetz bereits am 1. November 2015 in Kraft getreten. Im selben Wiki-Artikel steht ganz unten unter Einzelnachweisen zum Berliner Meldegesetz, dass es seit 22. Juli 2016 außer Kraft ist. Inwieweit dies auch auf andere Bundesländer zutrifft konnte ich nicht direkt ersehen, betrifft mich jetzt aber auch nicht direkt und daher kann ich dazu gerade nichts schreiben. Für mich war nur das Bundesland Berlin relevant und da scheint die Sache eindeutig.
Nur zur Klarheit: Diese 6Wo Heimaturlaub, welche manche Reiseversicherungen bieten, gelten für insgesamt 6Wo pro Jahr, also nicht für mehrere Heimaturlaube a 6Wo.
Das unterscheidet sich von KV zu KV. Bei mir ist es so, dass ich insgesamt 6 Wochen pro Jahr habe, egal ob ich die an einem Stück oder verteilt auf mehrere Heimatbesuche nutze.
Thanks for sharing this article, it is useful for me. I can know about the rules regulations on immigration in Germany
Bin seit etwa 10 jahren in Thailand,mit auslandsversicherungen,die auch drei Monate,Heimaturlaub mitversichern,nun möchte ich nur noch etwa 6 Monate nach Thailand.bin in Anwartschaft Allianz alles ok soweit! Meine Frage hat jemand Erfahrung halbes Jahr Deutschland halbes Jahr Thailand,wie wird sich die Allianz verhalten?? Bin 72 Jahre Jahre und zur Zeit Hansa Merkur zählt aber Nur drei Monate in Deutschland,deswegen eventuell 6 Monate Allianz!
Aus § 27 – Bundesmeldegesetz (BMG):
Tja, da habe ich doch tatsächlich nach genau 2 Monaten und (vorsichtshalber) 27 Tagen den Besuch bei meinen Eltern beendet und bin zu meinem Bruder/Onkel/Tante/Freund/… gereist 🙂
Klasse Artikel – aber was ist, wenn Du NIRGENDS einen Wohnsitz hast, perpetual Traveller bist? Ich habe Deutschland im Nov. 2015 good bye gesagt und bin seitdem ohne festen Wohnsitz unterwegs. Zwar größtenteils in Europa, angesichert über eine Langzeit-Auslands-KV, doch habe ich keine Meldeadresse.
Wenn ich also auf “Heimatbesuch” gehen würde, würde ich aus diesem ganzen Konzept raus fallen…
für die Versicherung musst du meines Wissens nach keine Meldeadresse nachweisen, sondern nur eine Postanschrift von dem Land, wo du dich die meiste Zeit aufhältst. Mein Versicherer hat mir noch nie Briefpost an die angegebene Adresse gesendet.
Oder was meinst du mit “aus dem Konzept rausfallen”?
Naja, soweit ich mich erinnere, ging es um “irgendeine” Adresse, an die die Versicherungsbedingungen und AGBs geschickt werden konnten – alles andere war dann egal. Nur: Definiere dann “Heimatland”, wenn Du nirgends eine Adresse oder sogenannten Lebensmittelpunkt hast.
Wenn Du Dein Heimatland nicht definieren kannst, könnte der deutsche FiEskus auf die Idee kommen zu behaupten, dass Du dann ja erstmal mangels Beweisen in D Deinen gewöhnlichen Aufenthaltsort hast. Damit bist Du dann wie auch immer “eingeschränkt” steuerpflichtig.
Insofern ist mein Heimatland immer da, wo ich gerade nicht in D bin 😉
da sind wir am Punkt “definiere Business”. 😀
Ich texte immer mal wieder, mache ab und an SEO-Audits oder konzipiere Web-Auftritte; doch die meiste Zeit bin ich quasi a la “Wohnen gegen Hand” unterwegs.
Das kann auch mal “nur” Housesitting sein oder ähnliches.
Das Thema hatte ich seinerzeit schon mit dem FA; die Leute dort hatten auch keine Lösung für diese Situation.
Und nach der 183-Tage Regelung falle ich diesbezüglich eh überall raus.
Von Dr Walter Versicherungen hatte ich eine etwas andere Aussage erhalten als oben genannt. Als ich letztes Jahr fuer meinen Deutschlandauftenthalt deren Provisit Incoming Versicherung abgeschlossen wollte, habe ich explizit darauf hingewiesen dass mein Wohnsitz in Deutschland noch gemeldet ist (obwohl ich defacto mehr Zeit im Ausland verbringe). Mir wurde gesagt das ist kein Problem. FYI…
vielen Dank für die interessante Info. Musstest du denn einen Nachweis für den Wohnsitz und die Versicherung im Ausland erbringen?
Nein, es wurde kein schriftlicher Nachweis gefordert. Aber ich habe die Versicherung auch nie ‘gebraucht’, deswegen kann ich nicht sagen ob es im Ernstfall dann doch zu Problemen gekommen waere. Allerdings hatte ich vor Abschluss schriftlich (per Email) darauf hingewiesen und habe schriftlich folgende Antwort erhalten (ich gehe davon aus, dass die Mitarbeiter von Dr Walter als Versicherungsmakler rechtssichere Auskuenfte geben muessen auf die man sich ggf berufen kann??!!!): “Voraussetzung für den Abschluss der PROVISIT-VISUM Versicherung ist, dass man seinen ständigen Wohnsitz seit mindestens einem Jahr im Ausland hat. Weiterhin ist wichtig, dass man an dem neuen ständigen Wohnsitz eine Krankenversicherung abgeschlossen hat, welche die medizinische Grundversorgung übernimmt (ähnlich einer gesetzlichen deutschen oder privaten Vollversicherung). Herr XX teilte uns mit, dass Sie bereits seit 6 Jahren in XX leben. Daher geben Sie bitte bei Heimatland XX ein ((sonst funktioniert der Abschluss nicht).”
Vielen Dank für die Info. Ich würde auch davon ausgehen, dass der schriftliche E-Mail-Verkehr im Ernstfall als Beweisgrundlage ausreicht.
Hallo und Servus nach längerer Zeit mal wieder, und nun gut, ich schließe auch immer die Provisit-Visum ab, wenn ich mal nach Deutschland auf Besuch gehe/fliege. Dazu habe ich mir alle Versicherungsbedingungen von Dr. Walter durchgelesen und verstehe die Provisit als einzige in Frage kommende Police für meinen Fall. Andere Versicherungsunternehmen schließen irgendwo immer Auslandsdeutsche aus – ich hoffe, Ihr erkennt das System 😉 Lest mal die auf der Webseite veröffentlichten Versicherungsbedingungen: https://www.provisit-visum.de/pdf_dl/provisit-visum/PROVISIT-VISUM-GRUPPE-MULTIPASS_Verbraucherinformationen_de.pdf Dem entnehme ich: 4. a) Für Reisen von Deutschland aus gilt: Der Versicherungsschutz besteht weltweit für Versicherungsfälle, die während der versicherten Reise außerhalb Deutschlands (Ausland) auftreten. Versicherbar sind Personen mit ständigem Wohnsitz in Deutschland. b) Für Reisen nach Deutschland gilt: Der Versicherungsschutz gilt in den Ländern der EU einschl. Island, Liechtenstein, Norwegen, Schweiz, Andorra, Monaco, San Marino und Vatikanstadt. Versicherbar sind Personen die keinen ständigen Wohnsitz in Deutschland haben. Ich habe keinen ständigen Wohnsitz in D mehr. Alles abgemeldet, kein Einkommen, keine Steuerpflicht (haha), nada. Falls die Versicherung nicht zu dem steht, was da geschrieben ist, mache ich sie rund. Mehr muss man eigentlich nicht lesen, denn dieser Abschnitt 4. ist eineindeutig. Ich hatte jetzt aber (zum Glück) noch nicht den Krankheitsfall und kann insofern nicht dar-… Mehr lesen »
Ich kann das bestätigen. Ich lebe seit über einem Jahr im Ausland (gewöhnlicher Aufenthaltsort) habe aber noch einen Wohnsitz in Deutschland. Ich nutze immer von Dr. Walter die Provisit- Visum Versicherung für touristische Zwecke in Deutschland. Wichtig: Als Heimatland die Wohadresse im Ausland angeben.
Ich hatte heute noch einmal beim Mawista-Support nachgefragt, ob Versicherungsschutz bestand und folgende Antwort erhalten:
> Sofern Sie den gewöhnlichen Aufenthaltsort und ständigen Wohnsitz in Argentinien haben und sich als deutscher Staatsbürger vorübergehend in Deutschland aufhielten, bestand im Rahmen des abgeschlossenen MAWISTA Visum Vertrages Versicherungsschutz für Deutschland.
> Den ständigen Wohnsitz haben Sie versicherungstechnisch dort, wo Sie den gewöhnlichen Aufenthaltsort und Lebensmittelpunkt haben. Mit anderen Worten: Wenn Sie dauerhaft in Argentinien leben, dann ist Argentinien das Land des ständigen Wohnsitzes und gewöhnlichen Aufenthaltes, auch wenn zusätzlich noch der Wohnsitz in Deutschland besteht. Dies schränkt den Versicherungsschutz mit MAWISTA Visum für den vorübergehenden Aufenthalt in Deutschland nicht ein.
vielen Dank für die Info. Mawista war mir bisher noch nicht bekannt. Das scheint vor allem preislich mit ca. 1 Euro pro Tag eine gute Option zu sein.

References: § 27
 § 9
 § 5

§ 190
 § 5
 § 27