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Timestamp: 2016-10-24 05:25:44+00:00

Document:
A.________, 1967, Beschwerdef�hrerin,
Die 1967 geborene A.________ war seit November 2002 als Weberin bei der Q.________ AG angestellt und damit bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen Berufs- und Nichtberufsunfallfolgen versichert. Am 13. Januar 2005 war sie von einem Verkehrsunfall betroffen, als der von ihrem Ehemann gelenkte Personenwagen, in dem die Versicherte als Beifahrerin sass, mit einem von rechts kommenden Fahrzeug kollidierte. Dabei schlug A.________ gem�ss Angaben des etwa eine Stunde nach dem Unfall aufgesuchten Spitals X.________ (Dr. med. H.________, Assistenz�rztin Chirurgie) den Kopf an der A-S�ule des Autos an, wonach sie sofort Drehschwindel und Kopfschmerzen versp�rte. Die �rztin diagnostizierte eine HWS-Distorsion. Die SUVA holte die den Unfall betreffenden Polizeiakten sowie zus�tzliche Angaben der Versicherten vom 4. M�rz 2005 ein. Ausserdem zog sie Berichte des Spitals X.________ vom 31. Januar 2005, des Spitals Y.________ vom 3. Februar 2005, des Dr. med. G.________, Allgemeine Medizin FMH, vom 17. M�rz 2005 sowie des Diagnostik Centers R.________ vom 20. Januar und 1. April 2005 bei und liess die Versicherte am 15. April 2005 durch den Kreisarzt Dr. med. C.________ untersuchen. Anschliessend zog sie weitere Berichte des Dr. med. M.________ vom 21. April 2005 sowie des Dr. med. B.________, Neurologie FMH, vom 27. April und 2. Mai 2005 bei. Vom 8. bis 29. Juni 2005 hielt sich die Versicherte station�r in der Rehaklinik Z.________ auf (Austrittsbericht vom 8. Juli 2005). In der Folge stellte die SUVA - nach Beizug eines Berichts des Dr. med. O.________, Allgemeine Medizin FMH, vom 6. Juli 2005 - mit Verf�gung vom 3. August 2005 ihre Leistungen mit dem 7. August 2005 ein und hielt, eine fr�here Mitteilung best�tigend, fest, ab dem 4. Juli 2005 werde eine Arbeitsf�higkeit von 70 % angenommen. Daran hielt die Anstalt mit Einspracheentscheid vom 27. Oktober 2005 fest. Zwischenzeitlich hatte die Versicherte eine Stellungnahme des Dr. med. O.________ vom 16. September 2005 einreichen lassen.
Die gegen den Einspracheentscheid erhobene Beschwerde wies das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen ab (Entscheid vom 16. August 2006). Im Verlauf des Rechtsmittelverfahrens waren weitere Stellungnahmen des Dr. med. O.________ vom 17. Januar 2006, des Dr. med. S.________, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 21. Februar 2006 und des Spitals X.________ vom 9. Juni 2006 (�ber eine vom 18. bis 31. Mai 2006 dauernde Hospitalisation) aufgelegt worden.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde l�sst A.________ sinngem�ss das Rechtsbegehren stellen, es seien ihr �ber den 4. Juli 2005 hinaus Leistungen auf Grund einer Arbeitsunf�higkeit von mindestens 50 % zuzusprechen. Ferner wird um unentgeltliche Verbeist�ndung ersucht. Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wurde ein vorl�ufiger Austrittsbericht der Klinik D.________ vom 21. September 2006 (�ber einen vom 28. August bis 23. September 2006 dauernden station�ren Aufenthalt) eingereicht.
2.1 Das kantonale Gericht hat die Bestimmungen und Grunds�tze �ber den f�r die Leistungspflicht des obligatorischen Unfallversicherers vorausgesetzten nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen Unfall und Gesundheitsschaden (BGE 119 V 337 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen; vgl. auch BGE 129 V 181 Erw. 3.1, 406 Erw. 4.3.1), den Beweiswert medizinischer Berichte und den Grundsatz der freien Beweisw�rdigung (vgl. dazu auch BGE 125 V 352 Erw. 3a) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen. Richtig sind auch die vorinstanzlichen Erw�gungen zur �berdies erforderlichen Ad�quanz des Kausalzusammenhangs im Allgemeinen (vgl. auch BGE 129 V 181 Erw. 3.2, 405 Erw. 2.2, 125 V 461 Erw. 5a mit Hinweisen) sowie bei psychischen Unfallfolgen (BGE 115 V 138 ff. Erw. 6) und Unf�llen mit Schleudertrauma der Halswirbels�ule (HWS), Sch�del-Hirntrauma oder gleichgestellter Verletzung (BGE 117 V 359, 369; SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 Erw. 2), mit Einschluss der Rechtsprechung zur Abgrenzung der Anwendungsbereiche dieser beiden Vorgehensweisen (BGE 127 V 103 Erw. 5b/bb).
2.2 Falls die versicherte Person eine HWS-Distorsion (ohne organisch nachweisbare Unfallfolgesch�den) erlitten hat, richtet sich die Ad�quanzbeurteilung grunds�tzlich nach der in BGE 117 V 366 Erw. 6a und 382 Erw. 4b dargelegten Rechtsprechung mit ihrer fehlenden Differenzierung zwischen k�rperlichen und psychischen Beschwerden (BGE 127 V 103 Erw. 5b/bb). Von dieser Regel ist abzuweichen, wenn die zum typischen Beschwerdebild eines HWS-Schleudertraumas geh�renden Beeintr�chtigungen zwar teilweise gegeben sind, im Vergleich zur ausgepr�gten psychischen Problematik aber unmittelbar nach dem Unfall ganz in den Hintergrund treten oder wenn die physischen Beschwerden im Verlaufe der ganzen Entwicklung vom Unfall bis zum Beurteilungszeitpunkt gesamthaft nur eine sehr untergeordnete Rolle gespielt haben: Diesfalls ist die Pr�fung der ad�quaten Kausalit�t praxisgem�ss unter dem Gesichtspunkt einer psychischen Fehlentwicklung nach Unfall gem�ss BGE 115 V 133 ff. vorzunehmen (BGE 127 V 103 Erw. 5b/bb mit Hinweis; RKUV 2002 Nr. U 465 S. 437 [= Urteil W. vom 18. Juni 2002, U 164/01]). Ausserdem gelangt die Rechtsprechung zu psychogenen Unfallfolgen trotz erlittener HWS-Distorsion auch dann zur Anwendung, wenn die nach dem Unfall aufgetretenen psychischen St�rungen nicht zum typischen, auch depressive Entwicklungen einschliessenden (BGE 117 V 360 Erw. 4b) Beschwerdebild eines HWS-Traumas geh�ren, sondern als eine selbstst�ndige, sekund�re - mithin von blossen Symptomen der anl�sslich des Unfalls erlittenen HWS-Distorsion zu unterscheidende - Gesundheitssch�digung zu qualifizieren sind (RKUV 2001 Nr. U 412 S. 80 Erw. 2b [= Urteil B. vom 12. Oktober 2000, U 96/00]; Urteil A. vom 13. Februar 2006, U 462/04, Erw. 1.2).
3.1 Bei der Kollision vom 13. Januar 2005 schlug die Beschwerdef�hrerin mit der rechten Seite des Kopfs an die A-S�ule des Autos. Laut dem Bericht des Spitals X.________ �ber die kurz darauf durchgef�hrte ambulante Behandlung auf der Notfallstation fand sich eine ca. 3 cm grosse Beule im Bereich des Os parietale rechts; zudem fiel eine leichte Kraftminderung des rechten Armes auf. Unmittelbar nach dem Unfall waren Kopfschmerzen und Drehschwindel aufgetreten, wobei Letzterer bis zur Untersuchung wieder abklang. �belkeit, Erbrechen oder Bewusstseinsverlust hatten sich nicht ergeben. Das R�ntgenbild zeigte keinen Hinweis auf eine frische oss�re L�sion und einen regelrechten Weichteilschatten. Laut dem Bericht des Spitals Y.________ vom 3. Februar 2005 (�ber eine Hospitalisation vom 27. Januar bis 1. Februar 2005) gab die Patientin Nackenschmerzen an, welche in den rechten Arm ausstrahlten. In der Folge klagte sie �ber massive Schmerzen am Kopf und am Nacken mit Ausstrahlung in den R�cken. Gem�ss dem Zwischenbericht des Dr. med. G.________ vom 17. M�rz 2005 wurden ausserdem Schwindel, eingeschr�nkte Beweglichkeit und �belkeit angegeben. Der Arzt erkl�rte, es sei schwierig zu beurteilen, ob die Patientin Schmerzen habe oder nicht, und regte eine kreis�rztliche Untersuchung an. Diese wurde am 15. April 2005 durch Dr. med. C.________ durchgef�hrt. Sie ergab "sehr g�nstige" Resultate, sofern es nicht zu einer Verarbeitungsst�rung komme. Dr. med. B.________ gelangte auf Grund einer Untersuchung vom 27. April 2005 zum Ergebnis, von neurologischer Seite her bestehe eine Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit um 20 %. Weit st�rker werde die Versicherte aber durch eine Psychopathologie mit ausgepr�gter depressiver Symptomatik beeintr�chtigt. M�glicherweise werde ein station�rer rehabilitativer Aufenthalt zu einer Verbesserung f�hren. Die Rehaklinik Z.________, in welcher sich die Beschwerdef�hrerin vom 8. bis 29. Juni 2005 aufgehalten hatte, hielt im Austrittsbericht vom 8. Juli 2005 fest, die Arbeitsf�higkeit sei aus psychischen Gr�nden (leichte bis mittelgradige depressive Episode) um etwa 30 % reduziert. Es werde - allerdings abh�ngig vom Verlauf der depressiven Episode - eine Steigerung der Arbeitsf�higkeit auf 100 % nach etwa acht Wochen empfohlen. In neurologischer Hinsicht stellten die �rzte eine nur m�ssig eingeschr�nkte Beweglichkeit der HWS fest. Sie erachteten die Aus�bung einer leichteren, wechselbelastenden T�tigkeit "rein von Seiten der Nacken-/Schulterbeschwerden" als m�glich. Die Kopfschmerzen ordneten sie, da diese auch unabh�ngig von den Nackenbeschwerden angegeben worden waren, nicht mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit dem Unfallgeschehen zu.
Im weiteren Verlauf liess die Beschwerdef�hrerin verschiedene Arztberichte auflegen. Dr. med. O.________ erkl�rte am 6. Juli 2005, aus seiner Sicht sei die Patientin krank; auf die Dauer bef�rchte er volle Invalidit�t. Zu den Ursachen �ussert er sich jedoch nicht. In seiner Stellungnahme vom 16. September 2005 f�hrt der Arzt aus, er sei froh, dass die Patientin zu 50 % arbeiten k�nne, und berichtet �ber ein "komplexes Schmerzsyndrom in schwieriger psychosozialer Umgebung, so wie wir praktizierenden �rzte es leider zur Gen�ge kennen". Auch aus diesen Angaben, welche in der vorinstanzlich eingereichten Auskunft vom 17. Januar 2006 best�tigt werden, l�sst sich nicht entnehmen, inwieweit die Schmerzen dem typischen Beschwerdebild nach der erlittenen HWS-Verletzung zuzuordnen sind. Der Psychiater Dr. med. S.________ diagnostiziert in seinem Bericht vom 21. Februar 2006 eine Anpassungsst�rung nach einem Autounfall (ICD-10: F43.22), einen Zustand nach einer HWS-Distorsion beim Autounfall vom 13. Januar 2005 sowie eine mittelgradige depressive Episode mit somatischen Symptomen (ICD-10: F 32.11). Die Stellungnahme des Spitals X.________ vom 9. Juni 2006 nennt ebenfalls ausschliesslich psychiatrische Diagnosen (posttraumatisches Belastungssyndrom mit/bei chronischem panvertebralem Schmerzsyndrom und Status nach HWS-Distorsionstrauma [Verkehrsunfall Januar 2005] sowie depressive Verstimmung). Im letztinstanzlich aufgelegten vorl�ufigen Austrittsbericht der Klinik D.________ vom 21. September 2006 wird der Beschwerdef�hrerin eine Arbeitsunf�higkeit aus psychiatrischer Sicht von 100 % attestiert. Als Diagnosen nennt die Abteilungs�rztin Dr. med. F.________ insbesondere den dringenden Verdacht auf eine Somatisierungsst�rung mit Depression und multiplen psychosozialen Belastungssituationen, ein chronisches zervikozephales Syndrom bei Fehlhaltung, - statik und muskul�rer Haltungsinsuffizienz, mehrsegmentaler Funktionsst�rung der mittleren und unteren HWS sowie Status nach zervikozephalem Beschleunigungstrauma nach Autounfall im Januar 2005.
3.2 Aus den erw�hnten medizinischen Stellungnahmen l�sst sich ableiten, dass die Beschwerdef�hrerin am 13. Januar 2005 eine Distorsion der HWS erlitten haben d�rfte. In der Folge traten einzelne Elemente des "typischen" Beschwerdebildes (BGE 119 V 338 oben Erw. 1) auf. Dr. med. B.________ gelangte jedoch rund dreieinhalb Monate nach dem Unfall zum Ergebnis, aus neurologischer Sicht lasse sich nur eine Arbeitsf�higkeit von 20 % begr�nden, w�hrend der Gesundheitszustand der Versicherten in wesentlich st�rkerem Ausmass durch eine Psychopathologie mit ausgepr�gter depressiver Symptomatik beeintr�chtigt werde. In den sp�ter verfassten Arztberichten werden ausschliesslich oder haupts�chlich psychiatrische Diagnosen gestellt, dies verbunden mit dem Hinweis auf eine ausgepr�gte psychosoziale Belastungssituation. Unter diesen Umst�nden kann mit der Vorinstanz davon ausgegangen werden, dass die zum typischen Beschwerdebild geh�renden physischen Anteile relativ bald nach dem Unfall an Bedeutung verloren, w�hrend die fortbestehenden Beeintr�chtigungen schon fr�hzeitig zunehmend und in der Folge ausschliesslich die Folge einer psychischen Fehlentwicklung sowie psychosozialer Belastungsfaktoren darstellten. Dementsprechend ist die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs mit dem Unfallereignis vom 13. Januar 2005 praxisgem�ss (Erw. 1.2 hiervor) nach Massgabe der mit BGE 115 V 133 begr�ndeten Rechtsprechung zu den psychogenen Unfallfolgen (und nicht nach derjenigen zu den Folgen eines Schleudertraumas der HWS oder einer gleichgestellten Verletzung) zu beurteilen.
3.3 �ber den Ablauf des Vorfalls vom 13. Januar 2005 ist den Akten zu entnehmen, dass die Beschwerdef�hrerin als Beifahrerin im von ihrem Ehemann gelenkten Personenwagen ausserorts mit einer angegebenen Geschwindigkeit von rund 70 km/h in einem Industriegebiet unterwegs war, als ein nicht vortrittsberechtigtes Fahrzeug von rechts aus einem Parkplatz herausfuhr. Die rechte vordere Ecke des Wagens der Versicherten kollidierte mit der Front des anderen Autos. Im Rahmen der f�r die Belange der Ad�quanzbeurteilung vorzunehmenden Kategorisierung (BGE 115 V 139 Erw. 6) ist dieses Ereignis den mittelschweren Unf�llen zuzuordnen. Die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs ist demzufolge nur dann zu bejahen, wenn die massgebenden Kriterien (BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa) in geh�ufter oder auffallender Weise erf�llt sind (vgl. BGE 115 V 141 Erw. 6c/bb). Dies trifft, wie das kantonale Gericht mit zutreffender Begr�ndung erkannt hat, nicht zu. Auf die entsprechenden Erw�gungen der Vorinstanz kann vollumf�nglich verwiesen werden.
3.4 Weil die fraglichen Beschwerden in keinem ad�quaten Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis stehen, k�nnen n�here Abkl�rungen zur nat�rlichen Kausalit�t unterbleiben (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 68 Erw. 3c). Die Reduktion der Taggelder auf 30 % ab 4. Juli 2005 und die Einstellung der Leistungen mit dem 7. August 2005 l�sst sich nicht beanstanden.
Das Verfahren hat die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen zum Gegenstand und ist deshalb kostenlos (Art. 134 Satz 1 OG). Die unentgeltliche Verbeist�ndung kann gew�hrt werden (Art. 152 in Verbindung mit Art. 135 OG), da die Bed�rftigkeit aktenkundig ist, die Beschwerde nicht als aussichtslos zu bezeichnen und die Vertretung geboten war (BGE 125 V 202 Erw. 4a und 372 Erw. 5b, je mit Hinweisen). Es wird indessen ausdr�cklich auf Art. 152 Abs. 3 OG aufmerksam gemacht, wonach die beg�nstigte Partei der Gerichtskasse Ersatz zu leisten haben wird, wenn sie sp�ter dazu im Stande ist.
Zufolge Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege wird Rechtsanwalt Daniel Buff, Winterthur, f�r das Verfahren vor dem Bundesgericht aus der Gerichtskasse eine Entsch�digung von Fr. 1800.- (einschliesslich Mehrwertsteuer) ausgerichtet.

References: BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 135
 Art. 152