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Timestamp: 2019-09-18 08:59:31+00:00

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§ 529 ZPO: Prüfungsumfang des Berufungsgerichts
1.die vom Gericht des ersten Rechtszuges festgestellten Tatsachen, soweit nicht konkrete Anhaltspunkte Zweifel an der Richtigkeit oder Vollständigkeit der entscheidungserheblichen Feststellungen begründen und deshalb eine erneute Feststellung gebieten;
2.neue Tatsachen, soweit deren Berücksichtigung zulässig ist.
BGH, BESCHLUSS vom 2.9.2016, Az. VIII ZR 300/15 Vielmehr können sich Zweifel an der Richtigkeit oder Vollständigkeit der entscheidungserheblichen Feststellungen im Sinne von § 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO auch aus der Möglichkeit unterschiedlicher Bewertungen der erstinstanzlichen Beweisaufnahme ergeben (im Anschluss an BGH, Urteile vom 9. März 2005 - VIII ZR 266/03, BGHZ 162, 313, 316 f.; vom 21. Juni 2016 - VI ZR 403/14, VersR 2016, 1194; vom 29. Juni 2016 - VIII ZR 191/15, NJW 2016, 3015; Beschluss vom 10. Mai 2016 - VIII ZR 214/15, NJW-RR 2016, 982).
BGH, BESCHLUSS vom 2.9.2016, Az. VIII ZR 300/15 Vielmehr können sich Zweifel an der Richtigkeit oder Vollständigkeit der entscheidungserheblichen Feststellungen im Sinne von § 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO, anders als das Berufungsgericht offenbar gemeint hat, auch aus der Möglichkeit unterschiedlicher Bewertungen der erstinstanzlichen Beweisaufnahme ergeben (vgl. BGH, Urteile vom 9. März 2005 - VIII ZR 266/03, aaO S. 316 f.; vom 21. Juni 2016 - VI ZR 403/14, aaO; vom 29. Juni 2016 - VIII ZR 191/15, NJW 2016, 3015 Rn. 26; Beschluss vom 10. Mai 2016 - VIII ZR 214/15, aaO Rn. 16; jeweils mwN).
BGH, URTEIL vom 4.9.2016, Az. III ZR 140/15 Nur objektivierbare rechtliche oder tatsächliche Einwände gegen die erstinstanzlichen Feststellungen begründen konkrete Anhaltspunkte im Sinne des § 529 Abs. 1 Nr. 1 Halbsatz 2 ZPO (BGH, Urteil 8. Juni 2004 - VI ZR 230/03, BGHZ 159, 254, 258).
BGH, URTEIL vom 4.3.2016, Az. IX ZR 197/15 Ebenso kann mit einem Rechtsmittel nicht überprüft werden, ob die vom Berufungsgericht durchgeführte erneute Tatsachenfeststellung gemäß § 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO zulässig war (BGH, Urteil vom 9. März 2005 - VIII ZR 266/03, BGHZ 162, 313, 319).
OLG München, Urteil vom 4.2.2016, Az. 10 U 3730/14 Deswegen ist der Senat wegen offensichtlicher Lücken, Widersprüche oder Unrichtigkeiten (BGH WM 2015, 1562; NJW 2005, 1583; r + s 2003, 522) nicht nach § 529 I Nr. 1 ZPO gebunden und eine erneute Sachprüfung eröffnet.
OLG München, vom 5.2.2016, Az. 10 U 4087/15 Deswegen ist der Senat wegen offensichtlicher Lücken, Widersprüche oder Unrichtigkeiten (BGH WM 2015, 1562; NJW 2005, 1583; r + s 2003, 522) nicht nach § 529 I Nr. 1 ZPO gebunden und eine erneute Sachprüfung eröffnet.Angesichts einzelner Angriffe der Berufung auch gegen die Tatsachenfeststellung des Erstgerichts (BB 2/3 = Bl. 108/109 d. A.), unterliegt eine Prüfung des Senats von Amts wegen keiner Bindung an das Berufungsvorbringen (BGH [V.
OLG München, vom 5.2.2016, Az. 10 U 4087/15 21 c) Die Beweiswürdigung des Erstgerichts kann schon allein wegen der unvollständigen Beweiserhebung keine Bindungswirkung (§ 529 I Nr. 1 ZPO) für das weitere Verfahren entfalten, weil eine sachgerechte Prüfung und Bewertung eines vollständigen Beweisergebnisses notwendig fehlen müssen (OLG München, Urt. v. 21.02.2014 - 25 U 2798/13 [juris]), und die Verkehrsverstöße der unfallbeteiligten Fahrer sowie die Unvermeidbarkeit des Unfalls für den Fahrer des klägerischen Fahrzeugs auf einen unzureichend ermittelten Sachverhalt gestützt werden.
OLG München, vom 5.1.2016, Az. 10 U 153/15 Deswegen ist der Senat wegen offensichtlicher Lücken, Widersprüche oder Unrichtigkeiten (BGH WM 2015, 1562; NJW 2005, 1583; r + s 2003, 522) nicht nach § 529 I Nr. 1 ZPO gebunden und eine erneute Sachprüfung eröffnet.
OLG München, vom 5.1.2016, Az. 10 U 153/15 24 c) Die Beweiswürdigung des Erstgerichts kann schon allein wegen der unvollständigen Beweiserhebung keine Bindungswirkung (§ 529 I Nr. 1 ZPO) für das weitere Verfahren entfalten, weil eine sachgerechte Prüfung und Bewertung eines vollständigen Beweisergebnisses notwendig fehlen müssen (OLG München, Urt. v. 21.02.2014 - 25 U 2798/13 [juris]), und die Verkehrsverstöße der unfallbeteiligten Fahrer und die Unvermeidbarkeit des Unfalls für den Beklagten zu 3) auf einen unzureichend ermittelten Sachverhalt gestützt werden.
OLG München, Urteil vom 4.0.2016, Az. 29 U 2593/15 Diese Feststellungen (vgl. zu gleichartigen Feststellungen auch BGH, Urt. v. 11. Juni 2016 - I ZR 19/14 - Tauschbörse I Tz. 52) hat der Senat gemäß § 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO seiner Entscheidung zugrunde zu legen, weil keine konkreten Anhaltspunkte vorgetragen oder sonst ersichtlich sind, welche Zweifel an der Richtigkeit oder Vollständigkeit der entscheidungserheblichen Feststellungen begründen und deshalb eine erneute Feststellung gebieten könnten.
OLG München, vom 5.10.2015, Az. 10 U 2226/15 Deswegen liegen konkrete Anhaltspunkte für die Unrichtigkeit der Tatsachenfeststellung vor, so dass der Senat nicht nach § 529 I Nr. 1 ZPO gebunden (BGH NJW 2005, 1583; WM 2015, 1562), und eine erneute Sachprüfung eröffnet ist.
OLG München, vom 5.10.2015, Az. 10 U 3964/14 Deswegen liegen konkrete Anhaltspunkte für die Unrichtigkeit der Tatsachenfeststellung, nämlich offensichtliche Lücken und Widersprüche, vor, so dass der Senat nicht nach § 529 I Nr. 1 ZPO gebunden (BGH NJW 2005, 1583; WM 2015, 1562), und eine erneute Sachprüfung eröffnet ist.
OLG München, vom 5.9.2015, Az. 10 U 2580/14 Allein deswegen ist der Senat nicht nach § 529 I Nr. 1 ZPO gebunden (BGH NJW 2005, 1583; WM 2015, 1562), und eine erneute Sachprüfung eröffnet.
OLG München, vom 5.9.2015, Az. 10 U 2580/14 17 2. Darüber hinaus offenbaren die Entscheidungsgründe des Ersturteils konkrete Anhaltspunkte für die Unrichtigkeit der Tatsachenfeststellung, so dass ein Bindung des Senats nach § 529 I Nr. 1 ZPO auch aufgrund offensichtlicher Lücken und Widersprüche entfällt (BGH NJW 2005, 1583; WM 2015, 1562).
OLG München, Urteil vom 4.9.2015, Az. 6 U 4891/14 74 Die - entsprechend den vom Landgericht getroffenen tatsächlichen Feststellungen (vgl. LGU S. 5), an die der Senat gemäß § 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO gebunden ist - im Inland erfolgende Aufbereitung der bei den Beklagten zu 1) und 3) bis 7) eingehenden Patientenproben in Gestalt der Isolierung der DNA aus den Zellen, der enzymatischen Transkription von RNA in DNA mittels reverser Transkriptase und der Dichtengradientenisolierung von Zellen, Organellen und Proteinen fällt daher - unabhängig davon, ob diese der Darstellung der Beklagten folgend regelmäßig vor einem DNA-Analyseverfahren oder dem Vorbringen der Klägerin zufolge auftragsgemäß in Einzelfällen gezielt zur Feststellung des Vorliegens einer Tandemverdopplungsmutation erfolgt - nicht unter den Schutzbereich des Klagepatents, sondern stellt sich lediglich als eine für den Fachmann erkennbar erforderliche, nicht patentverletzende Vorbereitungshandlung zur Durchführung des beanspruchten Verfahrens dar.
BGH, URTEIL vom 4.8.2015, Az. IX ZR 220/14 Eines Berufungsangriffs bedurfte es insoweit nicht (§ 529 Abs. 2 ZPO; BGH, Urteil vom 9. März 2005 - VIII ZR 266/03, BGHZ 162, 313, 317 f).
OLG München, Urteil vom 5.8.2015, Az. 10 U 3814/14 Deswegen liegen konkrete Anhaltspunkte für die Unrichtigkeit der Tatsachenfeststellung, nämlich offensichtliche Lücken und Widersprüche, vor, so dass der Senat nicht nach § 529 I Nr. 1 ZPO gebunden (BGH NJW 2005, 1583; WM 2015, 1562), und eine erneute Sachprüfung eröffnet ist.
OLG München, vom 5.7.2015, Az. 25 U 546/15 Der Senat ist gemäß § 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO an das Beweisergebnis des Landgerichts gebunden, sofern nicht konkrete Anhaltspunkte für fehler- oder lückenhafte Feststellungen bestehen -die sich auch ohne eine den Anforderungen des § 520 Abs.3 Satz 2 Nr. 3 ZPO entsprechende Rüge bei der von Amts wegen gebotenen Prüfung (BGH NJW 2005, 983, Rn. 17 bei juris) ergeben können.
OLG München, vom 5.6.2015, Az. 10 U 601/15 Die Beweiswürdigung des Erstgerichts offenbart offensichtliche Lücken, Widersprüche oder Mängel, so dass der Senat nicht nach § 529 I Nr. 1 ZPO gebunden (BGH NJW 2005, 1583, 1585), und eine erneute Sachprüfung eröffnet ist.
OLG München, Urteil vom 5.6.2015, Az. 10 U 4733/14 Deswegen weist die Tatsachenfeststellung offensichtliche Lücken, Widersprüche oder Unrichtigkeiten auf, so dass der Senat nicht nach § 529 I Nr. 1 ZPO gebunden (BGH NJW 2005, 1583 [1585]), und eine erneute Sachprüfung eröffnet ist.
BGH, URTEIL vom 2.6.2015, Az. VI ZR 340/14 Die Klägerin stützt ihren Hilfsantrag darüber hinaus ausschließlich auf Tatsachen, die das Berufungsgericht seiner Verhandlung und Entscheidung über die Berufung ohnehin nach § 529 ZPO zugrunde zu legen hatte (vgl. BGH, Urteil vom 22. Januar 2015-1 ZR 127/13, NJW 2015, 1608).
OLG München, Urteil vom 5.6.2015, Az. 10 U 3577/14 3 a) Der Tatbestand des Ersturteils bestimmt den für das Berufungsgericht nach § 529 I Nr. 1 ZPO maßgeblichen Sachverhalt (BVerfG NJW 2005, 657 [i.
OLG München, Urteil vom 5.5.2015, Az. 10 U 3673/14 Deswegen sind konkrete Anhaltspunkte für die Unrichtigkeit der Tatsachenfeststellung ersichtlich, so dass der Senat nicht nach § 529 I Nr. 1 ZPO gebunden (BGH NJW 2005, 1583, 1585), und eine erneute Sachprüfung eröffnet ist.
OLG München, vom 5.5.2015, Az. 10 U 3981/14 Deswegen sind konkrete Anhaltspunkte für die Unrichtigkeit der Tatsachenfeststellung ersichtlich, so dass der Senat nicht nach § 529 I Nr. 1 ZPO gebunden (BGH NJW 2005, 1583 [1585]), und eine erneute Sachprüfung eröffnet ist.
BGH, BESCHLUSS vom 2.4.2015, Az. XI ZR 326/14 Unterlässt es dies und wendet damit § 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO fehlerhaft an, ist die dadurch benachteiligte Partei in ihrem Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 103 Abs. 1 GG verletzt (BVerfG, NJW 2005, 1487; BGH, Beschlüsse vom 9. Februar 2010 -XI ZR 140/09, BKR 2010, 515, 516 und vom 21. März 2012 -XII ZR 18/11, NJW-RR 2012, 704 Rn. 6).
OLG München, Urteil vom 4.3.2015, Az. 10 U 2283/14 Deswegen sind konkrete Anhaltspunkte für die Unrichtigkeit der Tatsachenfeststellung (unstreitiger Tatbestand einerseits, BGH NJW 2011, 3299 [3300]; WM 2011, 309; OLG Rostock, MDR 2011, 217, Beweisaufnahme und Beweiswürdigung andererseits, Senat, Urt. v. 24.01.2014 - 10 U 1673/13 [juris, Rz. 16]) ersichtlich, so dass der Senat nicht nach § 529 I Nr. 1 ZPO gebunden (BGH NJW 2005, 1583, 1585), und eine erneute Sachprüfung eröffnet ist.
OLG München, Urteil vom 4.3.2015, Az. 10 U 4107/14 Deswegen sind konkrete Anhaltspunkte für die Unrichtigkeit der Tatsachenfeststellung (unstreitiger Tatbestand einerseits, BGH NJW 2011, 3299 [3300]; WM 2011, 309; OLG Rostock MDR 2011, 217, Beweisaufnahme und Beweiswürdigung andererseits, Senat, Urt. v. 24.01.2014 - 10 U 1673/13 [juris, Rz. 16]) ersichtlich, so dass der Senat nicht nach § 529 I Nr. 1 ZPO gebunden (BGH NJW 2005, 1583, 1585), und eine erneute Sachprüfung eröffnet ist.
BGH, BESCHLUSS vom 2.2.2015, Az. VI ZB 28/14 Da das Berufungsgericht an die vom Gericht des ersten Rechtszugs festgestellten Tatsachen grundsätzlich gebunden ist (§ 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO), muss die Berufung, die den festgestellten Sachverhalt angreifen will, eine Begründung dahin enthalten, warum die Bindung an die festgestellten Tatsachen ausnahmsweise nicht bestehen soll (Senatsbeschluss vom 11. März 2014 -VI ZB 22/13, VersR 2014, 895 Rn. 9; BGH, Beschluss vom 13. September 2012 - III ZB 24/12, NJW 2012, 3581 Rn. 9).
BGH, BESCHLUSS vom 2.0.2015, Az. X ZR 87/13 Diese rechtsfehlerhafte Anwendung des § 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO verletzt den Anspruch des Klägers auf rechtliches Gehör nach Art. 103 Abs. 1 GG (vgl. BGH, Beschluss vom 14. Juli 2009 -VIIIZR 3/09, NJW-RR 2009, 1291 Rn. 4 f.).
BGH, BESCHLUSS vom 3.10.2014, Az. IV ZR 317/13 Es hat vielmehr den Prozessstoff auf der Grundlage der nach § 529 ZPO berücksichtigungsfähigen Tatsachen auch dahin zu überprüfen, ob die Beweiswürdigung des erstinstanzlichen Gerichts bei Berücksichtigung aller Gesichtspunkte sachlich überzeugend ist (BGH, Urteil vom 12. April 2011 - VI ZR 300/09, VersR 2011, 769 Rn. 22 m.w.N.); die Berufung kann mit-
BGH, BESCHLUSS vom 2.2.2014, Az. VI ZB 22/13 Da das Berufungsgericht an die vom Gericht des ersten Rechtszuges festgestellten Tatsachen grundsätzlich gebunden ist (§ 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO), muss die Berufung, die den festgestellten Sachverhalt angreifen will, eine Begründung dahin enthalten, warum die Bindung an die festgestellten Tatsachen ausnahmsweise nicht bestehen soll (vgl. BGH, Beschlüsse vom 28. Mai 2003 -XII ZB 165/02, VersR 2004, 1064, 1065 und vom 26. Februar 2009 - III ZB 67/08, juris Rn. 11).
BGH, BESCHLUSS vom 2.8.2013, Az. XI ZR 393/12 Soweit das Berufungsgericht im letzten Absatz der Gründe unter II. 1 zu § 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO einen von den höchstrichterlichen Grundsätzen (BGH, Urteil vom 8. Juni 2004 - VI ZR 199/03, BGHZ 159, 245, 249; Beschluss vom 10. Juni 2010 - Xa ZR 110/09, WM 2010, 2004 Rn. 33) abweichenden Obersatz aufgestellt hat, beruht das Berufungsurteil darauf nicht, weil das Berufungsgericht in der Sache den richtigen Prüfungsmaßstab angewandt hat.
BGH, BESCHLUSS vom 2.4.2013, Az. XI ZR 274/12 Unterlässt es dies und wendet damit § 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO fehlerhaft an, ist die dadurch benachteiligte Partei in ihrem Anspruch auf rechtliches Gehör nach § 103 Abs. 1 GG verletzt (BVerfG, NJW 2005, 1487; BGH, Beschlüsse vom 5. April 2006 - IV ZR 253/05, VersR 2006, 949 Rn. 1, vom 14. Juli 2009 - VIII ZR 3/09, NJW-RR 2009, 1291 Rn. 4, vom 9. Februar 2010 -XI ZR 140/09, BKR 2010, 515, 516 und vom 21. März 2012 - XII ZR 18/11, NJW-RR 2012, 704 Rn. 6).
VGH München, Urteil vom 3.11.2012, Az. 11 B 11.2542 Zur erneuten Beweisaufnahme verpflichtet ist es dagegen dann, wenn es an der Richtigkeit und Vollständigkeit der entscheidungserheblichen Feststellungen der Vorinstanz zweifelt (vgl. § 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO), insbesondere wenn es die Glaubwürdigkeit eines Zeugen abweichend vom Erstrichter beurteilen will (vgl. BVerfG vom 22.11.2004 - NJW 2005, 1487 m. w. N.).
BGH, BESCHLUSS vom 2.8.2012, Az. XI ZR 476/11 Unterlässt es dies und wendet damit § 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO fehlerhaft an, ist die dadurch benachteiligte Partei in ihrem Anspruch auf rechtliches Gehör nach § 103 Abs. 1 GG verletzt (BVerfG, NJW 2005, 1487; BGH, Beschlüsse vom 5. April 2006 - IV ZR 253/05, VersR 2006, 949 Rn. 1, vom 14. Juli 2009 -VIII ZR 3/09, NJW-RR 2009, 1291 Rn. 4, vom 9. Februar 2010 -XI ZR 140/09, BKR 2010, 515, 516 und vom 21. März 2012 - XII ZR 18/11, NJW-RR 2012, 704 Rn. 6).
BGH, URTEIL vom 3.6.2012, Az. VIII ZR 109/11 Wie bereits ausgeführt, ist der Vortrag der Beklagten zu den behaupteten Mängeln des Mietobjekts gemäß § 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO in der Berufungsinstanz angefallen (vgl. oben II 1 d aa und bb sowie BGH, Urteil vom 13. April 2011 - XII ZR 110/09, aaO Rn. 43 mwN).
BGH, URTEIL vom 5.0.2012, Az. V ZR 92/11 21	1.	Die	in	§	533 Nr. 2 ZPO genannte weitere Voraussetzung neben der Sachdienlichkeit für die Zulässigkeit der Klageänderung, nämlich dass diese auf Tatsachen gestützt werden kann, die das Berufungsgericht seiner Verhandlung und Entscheidung ohnehin nach § 529 ZPO zugrunde zu legen hat (siehe dazu BGH, Urteil vom 27. September 2006 -VIII ZR 19/04, NJW2007, 2414 ff.), ist
BGH, URTEIL vom 5.0.2012, Az. V ZR 183/10 'Zweifel an der Richtigkeit oder Vollständigkeit der entscheidungserheblichen Feststellungen' im Sinne von § 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO können sich auch aus neuen Angriffs- und Verteidigungsmitteln ergeben, die in der Berufungsinstanz zu berücksichtigen sind (Senat, Urteil vom 19. März 2004 - VZR 104/03, BGHZ 158, 295, 310; Urteil vom 27. September 2006 -VIIIZR 19/04, NJW 2007, 2414 Rn. 16; Musielak/Ball, ZPO, 8. Aufl., §529 Rn. 19).
BGH, BESCHLUSS vom 3.10.2011, Az. III ZR 165/11 Diese rechtsfehlerhafte Anwendung des § 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO verletzt den Anspruch des Klägers auf rechtliches Gehör nach Art. 103 Abs. 1 GG (vgl. BGH, Beschluss vom 14. Juli 2009 -VIIIZR 3/09, NJW-RR 2009, 1291 Rn. 4 f).
BGH, URTEIL vom 3.4.2011, Az. VIII ZR 42/10 Die	Unzulässigkeit	des erstinstanzlichen Teilurteils hatte das Beru- fungsgericht von Amts wegen zu berücksichtigen (§ 529 Abs. 2 Satz 1 ZPO; vgl. BGH, Urteil vom 22. März 1991 - VZR 16/90, NJW 1991, 2082 unter II; Senatsurteile vom 8. November 1995 - VIII ZR 269/94, NJW 1996, 395 unter II 1 c, und vom 4. Oktober 2000 - VIII ZR 109/99, NJW 2001, 155 unter II 1 c; Münch-KommZPO/Rimmelspacher, 3. Aufl., § 529 Rn. 22; Prütting/Gehrlein/Oberheim, ZPO, 2. Aufl., § 529 Rn. 20; HK-ZPO/Wöstmann, aaO, § 529 Rn. 10; Musielak/ Ball, ZPO, 7. Aufl., § 529 Rn. 21); es hätte daher das erstinstanzliche Urteil gemäß § 538 Abs. 2 Nr. 7 ZPO aufzuheben gehabt.
BGH, BESCHLUSS vom 2.4.2011, Az. VIII ZR 241/10 Diese rechtsfehlerhafte Anwendung des § 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO verletzt den Anspruch des Beklagten auf rechtliches Gehör nach Art. 103 Abs. 1 GG (vgl. BVerfG, NJW 2005, 1487; BGH, Beschluss vom 5. April 2006 - IV ZR 253/05, FamRZ 2006, 946).
BGH, URTEIL vom 2.11.2010, Az. X ZR 122/07 -19- 45	Das Berufungsgericht ist an die erstinstanzliche Beweiswürdigung, die es aufgrund konkreter Anhaltspunkte nicht für richtig hält, gemäß § 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO zwar nicht gebunden und zu einer erneuten Tatsachenfeststellung nicht nur berechtigt, sondern sogar verpflichtet (BGH, Urteil vom 9. März 2005 -VIII ZR 266/03, BGHZ 162, 313, 318).
BGH, URTEIL vom 4.10.2010, Az. III ZR 45/10 Dies entspricht der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, wonach im Revisionsverfahren nicht zu prüfen ist, ob das Berufungsgericht das Vorliegen der Voraussetzungen für eine erneute Tatsachenfeststellung nach § 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO zu Unrecht angenommen hat (BGH, Urteil vom 9. März 2005 - VIII ZR 266/03, BGHZ 162, 313, 318 f).
LG Essen, Urteil vom 4.9.2010, Az. 10 S 233/10 Die Beweiswürdigung des erstinstanzlichen Gerichts darf nicht in sich widersprüchlich sein, keinen Denkgesetzen oder allgemeinen Erfahrungssätzen zuwiderlaufen und muss alle wesentlichen Teile des Beweisergebnisses berücksichtigen (zu diesen Kriterien vgl. BGH NZG 2008, 588 ff.; BGH NJW – RR 2005, 558 f.; BGH NJW – RR 2004, 425 f.; BGH WM 1999, 1889 f.; Zöller/Heßler § 529 ZPO, Rdnr. 7 ff.).
LG Essen, Urteil vom 4.8.2010, Az. 10 S 159/10 Die Ermessensausübung / Schätzung des erstinstanzlichen Gerichts darf nicht in sich widersprüchlich sein, keinen Denkgesetzen oder allgemeinen Erfahrungssätzen zuwiderlaufen und muss insbesondere Kriterien der Schätzgrundlage erkennen lassen (vgl. zu den Grundsätzen der Beweiswürdigung BGH NZG 2008, 588 ff.; BGH NJW – RR 2005, 558 f.; BGH NJW – RR 2004, 425 f.; BGH WM 1999, 1889 f.; Zöller/Heßler § 529 ZPO, Rdnr. 7 ff.).
OLG München, vom 1.6.2010, Az. 19 U 5069/09 Unbegründet ist die Berufung des Klägers hinsichtlich des entgangenen Gewinnes, da die tatrichterliche Würdigung der Angaben des Klägers im Termin (vgl. LGU S. 17/18) jedenfalls vertretbar erscheint, so dass das Berufungsgericht an sie gebunden ist (§ 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO).
BGH, BESCHLUSS vom 2.5.2010, Az. IX ZR 201/09 fen, ob das Berufungsgericht zu Recht von den Voraussetzungen des § 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO ausgegangen ist und sich für befugt halten durfte, neue Tatsachenfeststellungen zu treffen (BGHZ 162, 313, 319).
BGH, BESCHLUSS vom 2.5.2010, Az. IX ZR 201/09 Davon abgesehen kann das Berufungsgericht ohne Bindung an § 529 ZPO die erstinstanzliche Auslegung einer vertraglichen Vereinbarung in vollem Umfang darauf überprüfen, ob die Auslegung überzeugt (BGHZ 160, 83, 85 ff).
LG Essen, Beschluss vom 4.4.2010, Az. 15 S 100/10 Die durch die erstinstanzliche Richterin erfolgte Beweiswürdigung kann in der Berufungsinstanz nur darauf nachgeprüft werden, ob sie in sich widersprüchlich ist (BGHNJWRR 92, 920), den Denkgesetzen oder allgemeinen Erfahrungssätzen zuwiderläuft oder Teile des Beweisergebnisses ungewürdigt lässt (BGH NJWRR 2005, 558f; NJWRR 2004, 425f; Zöller/Heßler § 529 ZPO, Rdnr.7f).
OLG München, Urteil vom 5.1.2010, Az. 10 U 4497/09 Der Senat ist nach § 529 I Nr. 1 ZPO an die Beweiswürdigung des Erstgerichts gebunden, wenn nicht konkrete Anhaltspunkte für die Unrichtigkeit der Beweiswürdigung (das sind ein unrichtiges Beweismaß, Verstöße gegen Denk- und Naturgesetze oder allgemeine Erfahrungssätze, Widersprüche zwischen einer protokollierten Aussage und den Urteilsgründen sowie Mängel der Darstellung des Meinungsbildungsprozesses wie Lückenhaftigkeit oder Widersprüche, vgl. zuletzt BGH VersR 2005, 945 = DAR 2005, 441; Senat in st. Rspr., zuletzt etwa Urt. v. 09.10.2009 - 10 U 2965/09 m. w. N.) vorgetragen werden.
OLG München, Urteil vom 1.1.2010, Az. 17 U 3816/09 Der Bundesgerichtshof hat in seiner Entscheidung vom 12.03.2004 (BGH NJW 2004, 1876) klargestellt, dass das Berufungsgericht an die von dem erstinstanzlichen Gericht festgestellten Tatsachen gebunden ist, soweit nicht konkrete Anhaltspunkte Zweifel an der Richtigkeit und Vollständigkeit der entscheidungserheblichen Feststellungen begründen (§ 529 Abs. 1 Nr. 1 Halbsatz 2 ZPO).
OLG München, Urteil vom 1.1.2010, Az. 17 U 2623/09 Der Bundesgerichtshof hat in seiner Entscheidung vom 12.03.2004 (BGH NJW 2004, 1876) klargestellt, dass das Berufungsgericht an die von dem erstinstanzlichen Gericht festgestellten Tatsachen gebunden ist, soweit nicht konkrete Anhaltspunkte Zweifel an der Richtigkeit und Vollständigkeit der entscheidungserheblichen Feststellungen begründen (§ 529 Abs. 1 Nr. 1 Halbsatz 2 ZPO).
BGH, URTEIL vom 2.1.2010, Az. VI ZR 82/09 Nicht beweisbedürftiges Vorbringen hat das Berufungsgericht gemäß § 529 Abs. 1 ZPO seiner Entscheidung indessen ohne Weiteres zugrunde zu legen, denn unter den Begriff 'neue Angriffs- und Verteidigungsmittel' im Sinne des § 531 ZPO fällt lediglich streitiges und damit beweisbedürftiges Vorbringen (BGHZ [GS] 177, 212, 214 ff. m.w.N.).
LG Essen, Urteil vom 4.0.2010, Az. 10 S 379/09 Die Beweiswürdigung des erstinstanzlichen Gerichts darf nicht in sich widersprüchlich sein, keinen Denkgesetzen oder allgemeinen Erfahrungssätzen zuwiderlaufen und muss alle wesentlichen Teile des Beweisergebnisses berücksichtigen (zu diesen Kriterien vgl. BGH NZG 2008, 588 ff.; BGH NJW – RR 2005, 558 f.; BGH NJW – RR 2004, 425 f.; BGH WM 1999, 1889 f.; Zöller/Heßler § 529 ZPO, Rdnr. 7 ff.).
BGH, BESCHLUSS vom 3.11.2009, Az. IV ZR 108/08 Zwar könne schon eine gewisse, nicht notwendig überwiegende Wahrscheinlichkeit dafür, dass bei einer Wiederholung der Beweisaufnahme die erstinstanzlichen Feststellungen keinen Bestand haben würden, Zweifel an der Richtigkeit und Vollständigkeit der erstinstanzlichen Tatsachenfeststellungen i.S. von § 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO begründen (BGHZ 159, 245, 249).
LG Bonn, Urteil vom 2.9.2009, Az. 8 S 142/09 Die Beklagten haben dieses neue Vorbringen nicht bestritten, so dass der nicht beweisbedürftige Vortrag gemäß § 529 I ZPO der Berufungsentscheidung zugrunde zu legen ist (vgl. BGH NJW 2009, 2532, 2533).
BGH, BESCHLUSS vom 2.6.2009, Az. VIII ZR 3/09 Diese rechtsfehlerhafte Anwendung des § 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO verletzt den Anspruch der Beklagten auf rechtliches Gehör nach Art. 103 Abs. 1 GG (vgl. BVerfG, NJW 2005, 1487; BGH, Beschluss vom 5. April 2006 - IV ZR 253/05, FamRZ 2006, 946).
BGH, URTEIL vom 4.4.2009, Az. Xa ZR 9/08 nicht geprüft hat, ob konkrete Anhaltspunkte Zweifel an der Richtigkeit oder Vollständigkeit der entscheidungserheblichen Feststellungen des Amtsgerichts begründen und deshalb eine erneute Feststellung gebieten (§ 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO) und diese Prüfung vom Revisionsgericht nicht nachgeholt werden kann (BGH, Urt. v. 30.10.2007 - X ZR 101/06, NJW 2008, 576 Tz. 27), ist die Sache zu neuer Verhandlung und Entscheidung an das Berufungsgericht zurückzuverweisen.
BGH, URTEIL vom 3.4.2009, Az. VIII ZR 247/06 Nicht beweisbedürftiges Vorbringen hat das Berufungsgericht gemäß § 529 Abs. 1 ZPO seiner Entscheidung ohne weiteres zugrunde zulegen (BGHZ 161, 138, 141 ff.; 166, 29, Tz. 6; BGHZ 177, 212, Tz. 9 ff.; Senatsbeschluss vom 21. Februar 2006 - VIII ZR 61/04, WM 2006, 1115, Tz. 5).
BGH, URTEIL vom 3.4.2009, Az. IV ZR 211/05 In einem solchen Fall sind erneute Feststellungen des Berufungsgerichts i.S. von § 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO erst recht zwingend geboten (vgl. BGHZ 158, 269, 277 f.; BVerfG NJW2003, 2524).
BGH, URTEIL vom 5.9.2008, Az. V ZR 137/07 11	2.	Ist danach die auf Zustimmung der Beklagten zur Löschung der Siche- rungshypotheken gerichtete Klage abzuweisen, kommt es auf die weiteren materiellrechtlichen Angriffe der Revision ebenso wenig an, wie darauf, dass sich das Berufungsgericht rechtsfehlerhaft an die Beweiswürdigung des Landgerichts im Zusammenhang der Frage einer unmittelbaren Gläubigerbenachteiligung gebunden gefühlt hat (vgl. BGHZ 162, 313, 317 m.w.N., wonach sich Zweifel an der Richtigkeit und Vollständigkeit der entscheidungserheblichen Feststellungen im Sinne von § 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO schon aus der Möglichkeit unterschiedlicher Wertung ergeben können; ferner BGHZ 160, 83, 85 ff.).
LAG Hamm, Urteil vom 3.3.2008, Az. 6 Sa 1800/07 § 529 Abs. 1 Nr. 2 ZPO, § 67 ArbGG (BGH Beschl. v. 29.05.2003 - XII ZB 165/02).
LAG Hamm, Urteil vom 3.3.2008, Az. 6 Sa 1800/07 Da das Berufungsgericht an die vom Gericht des ersten Rechtszuges festgestellten Tatsachen grundsätzlich gebunden ist (§ 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO), muss die Berufung, die den festgestellten Sachverhalt angreifen will, eine Begründung dahin enthalten, warum die Bindung an die festgestellten Tatsachen ausnahmsweise nicht bestehen soll (BGH Beschl. v. 28.05.2003 - XII ZB 165/02; BGH Urt. v. 12.03.2004 - V ZR 257/03).
LAG Hamm, Urteil vom 3.3.2008, Az. 6 Sa 1853/07 § 529 Abs. 1 Nr. 2 ZPO, § 67 ArbGG (BGH Beschl. v. 29.05.2003 - XII ZB 165/02).
LAG Hamm, Urteil vom 3.3.2008, Az. 6 Sa 1853/07 Da das Berufungsgericht an die vom Gericht des ersten Rechtszuges festgestellten Tatsachen grundsätzlich gebunden ist (§ 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO), muss die Berufung, die den festgestellten Sachverhalt angreifen will, eine Begründung dahin enthalten, warum die Bindung an die festgestellten Tatsachen ausnahmsweise nicht bestehen soll (BGH Beschl. v. 28.05.2003 - XII ZB 165/02; BGH Urt. v. 12.03.2004 - V ZR 257/03).
LAG Hamm, Urteil vom 3.6.2007, Az. 6 Sa 21/07 § 529 Abs. 1 Nr. 2 ZPO, § 67 ArbGG (BGH Beschl. v. 29.05.2003 - XII ZB 165/02).
BGH, URTEIL vom 3.4.2006, Az. X ZR 84/03 Das Revisionsgericht prüft nicht nach, ob die Voraussetzungen des § 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO Vorgelegen haben, wenn das Berufungsgericht insoweit Feststellungen trifft, die von den erstinstanzlichen Feststellungen abweichen (BGHZ 162, 313, 318 f.).
BGH, URTEIL vom 2.2.2006, Az. VI ZR 46/05 Nach der Gegenmeinung darf und muss das Berufungsgericht ohne Bindung an die Ermessensausübung des erstinstanzlichen Gerichts, allerdings im Rahmen seiner Bindung an die Tatsachenfeststellungen gemäß § 529 Abs. 1 ZPO, selbst über die Bemessung des im Einzelfall angemessenen Schmerzensgeldes befinden (OLG Brandenburg, VersR 2005, 953, 954).
BGH, URTEIL vom 2.11.2005, Az. VI ZR 68/04 - 15- reits vor der Neufassung des § 529 ZPO entwickelten Grundsätzen (vgl. BGHZ 158, 269, 275; Musielak/Ball, ZPO, 4. Aufl., § 529, Rdn. 13 und § 398, Rdn. 5).
BGH, URTEIL vom 3.8.2005, Az. IV ZR 82/04 Schon die in der Berufungsbegründung der Beklagten dargelegten Zweifel an der Richtigkeit der landgerichtlichen Feststellungen geben Anlass für eine erneute Beweisaufnahme (§ 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO; vgl. BGH, Urteil vom 8. Juni 2004 - VI ZR 230/03 - NJW 2004, 2828 unter II 2 b bb (1) und (2), zur Veröffentlichung in BGHZ 159, 254 bestimmt).
BGH, URTEIL vom 3.2.2005, Az. VIII ZR 266/03 b)	Im Revisionsverfahren ist nicht zu überprüfen, ob das Berufungsgericht im Falle einer erneuten Tatsachenfeststellung die Voraussetzungen des § 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO beachtet hat (Fortführung von BGH, Beschluß vom 22. Januar 2004 - V ZR 187/03, NJW 2004, 1458).
BGH, URTEIL vom 3.2.2005, Az. VIII ZR 266/03 Die Revision kann zwar darauf gestützt werden, daß das Berufungsgericht die Voraussetzungen für eine erneute Tatsachenfeststellung nach § 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO zu Unrecht verneint hat, wenn die angefochtene Entscheidung auf diesem Fehler beruht (vgl. BGH, Urteile vom 8. Juni 2004 - VI ZR 199/03 und VI ZR 230/03, jeweils zur Veröffentlichung in BGHZ bestimmt, NJW 2004, 2825 und 2828).
BGH, URTEIL vom 5.10.2004, Az. V ZR 308/03 Einer Beschränkung unterliegt das Berufungsgericht nach § 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO nur hinsichtlich der im ersten Rechtszug festgestellten Tatsachen, nicht hinsichtlich der darauf beruhenden rechtlichen Wertung (vgl. Senat, Urt. v. 12. März 2004, VZR 257/03, NJW 2004, 1876, vorgesehen für BGHZ).
BGH, URTEIL vom 2.9.2004, Az. X ZR 142/03 Es muß nach Maßgabe des § 529 Abs. 1 ZPO das angefochtene Urteil erster Instanz in tatsächlicher Hinsicht einer Inhaltskontrolle unterziehen und ferner eine Rechtsfehlerkontrolle vornehmen (BGH, Urt. v. 12.03.2004 - V ZR 257/03, NJW 2004, 1876; vgl. auch Gesetzentwurf d. Bundesregierung, BT-Drucks. 14/4722, S. 64).
LAG Hamm, Urteil vom 2.8.2004, Az. 6 Sa 579/04 § 529 Abs. 1 Nr. 2 ZPO, § 67 ArbGG (BGH Beschl. v. 29.05.2003 – XII ZB 165/02).
LAG Hamm, Urteil vom 2.8.2004, Az. 6 Sa 579/04 Da das Berufungsgericht an die vom Gericht des ersten Rechtszuges festgestellten Tatsachen grundsätzlich gebunden ist (§ 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO), muss die Berufung, die den festgestellten Sachverhalt angreifen will, eine Begründung dahin enthalten, warum die Bindung an die festgestellten Tatsachen ausnahmsweise nicht bestehen soll (BGH Beschl. v. 28.05.2003 – XII ZB 165/02; BGH Urt. v. 12.03.2004 – V ZR 257/03).
BGH, URTEIL vom 4.8.2004, Az. Ill ZR 283/03 Für die Kontrolle der tatsächlichen Entscheidungsgrundlage des erstinstanzlichen Urteils ist darum ausschließlich § 529 Abs. 1 ZPO und nicht § 529 Abs. 2 Satz 1 ZPO maßgebend; eine Vermischung mit der in § 529 Abs. 2 ZPO geregelten Rechtsfehlerkontrolle darf selbst dann nicht stattfinden, wenn die zu Zweifeln Anlaß gebenden Tatsachenfeststellungen im erstinstanzlichen Urteil zugleich auf einem Verfahrensmangel beruhen (BGH, Urteil vom 12. März 2004 aaO S. 1878 m.w.N., auch zu der Gegenmeinung; abweichend auch OLG Saarbrücken NJW-RR 2003, 139 f.).
BGH, URTEIL vom 3.6.2004, Az. VIII ZR 164/03 Das Berufungsgericht ist nicht - wie das Revisionsgericht - an die Tatsachengrundlage der Auslegung schon dann gebunden, wenn sie verfahrensfehlerfrei ermittelt worden ist, sondern wird, wie dargelegt, durch § 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO (nur) von solchen Tatsachenfeststellungen entlastet, die bereits die erste Instanz vollständig und überzeugend getroffen hat (BT-Drucks. 14/4722, S. 61; vgl. auch BGH, Urteil vom 12. März 2004 - V ZR 257/03, NJW 2004, 1876, zur Veröffentlichung in BGHZ bestimmt, unter II 2 b aa (3)).
BVerfG, Beschluss vom 2.4.2004, Az. 1 BvR 1404/04 Im Berufungsverfahren bemisst sich dies gemäß § 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO danach, ob konkrete Anhaltspunkte Zweifel an der Richtigkeit oder Vollständigkeit der erstinstanzlichen Feststellungen begründen, und sodann je nach Art des Zweifels gegebenenfalls nach § 398 Abs. 1 ZPO (vgl. BGH, Urteil vom 12. März 2004 - V ZR 257/03 - NJW 2004, S. 1876 <1877>).
BGH, URTEIL vom 3.10.2001, Az. VIII ZR 191/15 ZPO § 529 Abs. 1 Nr. 1 Nach § 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO tritt eine Bindung des Berufungsgerichts an die Tatsachenfeststellung der ersten Instanz nicht bereits dann ein, wenn diese keine Verfahrensfehler aufweist (im Anschluss an BGH, Urteile vom 9. März 2005 - VIII ZR 266/03, BGHZ 162, 314, 316 f.; vom 7. Februar 2008 - III ZR 307/05, NJW-RR 2008, 771 Rn. 13).
BGH, URTEIL vom 3.10.2001, Az. VIII ZR 191/15 26	(bb)	Zum anderen verkennt die Revision, dass nach § 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO eine Bindung des Berufungsgerichts an die Tatsachenfeststellung der ersten Instanz nicht bereits dann eintritt, wenn diese keine Verfahrensfehler aufweist (vgl. BGH, Urteile vom 9. März 2005 - VIII ZR 266/03, BGHZ 162, 314, 316 f.; vom 7. Februar 2008 - III ZR 307/05, NJW-RR 2008, 771 Rn. 13).
BGH, BESCHLUSS vom 4.6.1983, Az. ui zr 176/82 Auch die Ausführungen des Berufungsgerichts zur Hilfs aufrechnung der Beklagten mit Schadensersatzansprüchen geben zur Annahme der Revision keinen Anlaß, ln der Revisionsinstanz kann die Nichtzulassung der Aufrechnung nur daraufhin überprüft werden, ob der Tatrichter den Rechtsbegriff der Sachdienlichkeit verkannt und die Grenzen seines Ermessens überschritten hat (BGH Urt. vom 4. Oktober 1976 - VIII ZR 139/75 = NJW 1977, 49 = LM § 529 ZPO Nr.34; Stein/Jonas/Grunsky ZPO 20. Aufl. § 530 Rdn. 10).
BGH, URTEIL vom 4.0.1981, Az. VII ZR 147/80 Daher kann es der Klägerin nicht als Verletzung ihrer Prozeßförderungspflicht angelastet werden, daß sie sich in ihrer Berufungserwiderung auf die Verteidigung des angefochtenen Urteils und auf die kritische Auseinandersetzung mit den Argumenten des Beklagten beschränkt, von der seitens des Beklagten gewünschten weiteren Spezifizierung ihrer Forderung aber zunächst abgesehen hat (vgl. Baumbach/Albers, ZPO, 39. Aufl., § 528 An. 3 Cb; Deubner NJW 1979, 337, 3*0; - zu § 529 ZPO a.F. vgl. RG JW 1938, 1248, 1249; 1939, 769, 771; BGH Urteil vom 18. Februar 1954 - IV ZR 145/53 - LM ZPO § 550 Nr. 5).
BGH, URTEIL vom 2.9.1978, Az. VI ZR 236/75 a) Ein Verstoß gegen § 529 Abs. 2 ZPO a.F. liegt bereits deshalb vor, weil die Begründung der Zurückweisung des neuen Vorbringens keine Darlegung darüber enthät, ob die angenommene Verzögerung des Rechtsstreits auch dann eingetreten wäre, wenn die zu dem Beweis für die neuen Behauptungen angebotenen Zeugen nach § 272 b Abs. 2 Nr. 4 ZPO a.F. rechtzeitig zu dem ersten Verhandlungstermin im Berufungsrechtszug geladen worden wären (BGH Urt.v.15. Dezember 1956 - IV ZR 160/56 = LM ZPO § 272 b Nr. 3).
BGH, URTEIL vom 5.0.1978, Az. V ZR 183/75 Ohne nachprüfbare Begründung (BGH LM ZPO § 272 b Nr. 2) hat der Berufungsrichter angenommen, die Zulassung dieses neuen Vorbringens hätte die Erledigung des Rechtsstreits verzögert (§ 529 Abs. 2 ZPO a.F.).
BGH, Urteil vom 1.9.1976, Az. VIII ZR 139/75 Für den Begriff der Sachdienlichkeit im Rahmen des § 529 Abs. 5 ZPO sind im wesentlichen die gleichen Gesichtspunkte wie bei einer Klageänderung maßgebend (BGHZ 5, 373, 377).
BGH, URTEIL vom 4.11.1975, Az. IX ZR 93/72 Für den Fall der Zulassung der erst im Berufungsverfahren erklärten Aufrechnung durch das Berufungsgericht nach § 529 Abs.5 ZPO hat der Bundesgerichtshof entschieden, daß die Zulassung vom Revisionsrichter nicht nachgeprüft werden kann (BGH LM ZPO § 529 Nr. 4).
BGH, URTEIL vom 4.9.1975, Az. VII ZR 58/75 b)	Die Sachdienlichkeit der Hilfswiderklage nach § 529 Abs.4 ZPO ist aber mit der gleichen Begründung zu bejahen wie die Sachdienlichkeit der Klagänderung (BGHZ 33, 398, 400).
BGH, URTEIL vom 3.4.1975, Az. VIII ZR 254/73 Die Revision hat im wesentlichen Erfolg, I,	Sie kann allerdings nicht damit gehört werden, daß das Berufungsgericht gegen § 529 Abs, 2 und 5 ZPO verstoßen habe, weil es die (hilfsweise) Geltendmachung der zunächst wegen etwaiger Bereicherungsforderungen der Klägerin nicht erhobenen Rückgewähransprüche zuließ, Nach allgemeiner Meinung kann die Revision nicht darauf gestützt werden, daß das Berufungsgericht ein Vorbringen, das es nach § 529 Abs. 2 ZPO nicht hätte zulassen dürfen, berücksichtigte (BGH Urt. vom 12. November 1959 - II ZR 40/58 = NJW I960, 100 m.w.Nachw.)
BGH, URTEIL vom 4.8.1974, Az. III ZR 73/72 Auch eine Zurückweisung nach § 529 Abs. 2 ZPO kam nicht in Betracht, da zu den Angriffs- und Verteidigungs-mittein, deren Zulassung nach dieser Vorschrift Be-i Schränkungen tint erliegt, eine Klageerweiterung nicht gehört (BGH LM § 322 ZPO Nr. 21).
BGH, URTEIL vom 3.10.1973, Az. IV ZR 137/71 Die Zulassung verspäteten Vorbringens, um die es hier allein geht, ist hingegen unangreifbar und kann niemals zur Aufhebung des Berufungsurteils führen (vgl. BGH LM Nr. 17 zu § 529 ZPO = NJW I960, 100).
BGH, URTEIL vom 5.11.1972, Az. V ZR 80/71 11 als Zeugen bis dahin nicht wiederholt, sondern fallengelassen, und daß es weiter den erst in diesem Termin wiederholten Beweisantritt einem im Sinne des § 529 Abs. 1 ZPO 'neuen' Beweisantritt gleichstellte, ist rechtlich nicht zu beanstanden (vgl. dazu aus neuerer Zeit die Se-natsurteile vom 28. Mai 1969, V ZR 38/66, LM ZPO § 286 E Nr. 13, und vom 4. Juli 1969, V ZR 199/68, S. 11 und 12, sowie das BGH-Urteil vom 9. Januar 1969, III ZR 174/66).
BGH, URTEIL vom 3.5.1971, Az. VIII ZR 25/70 Der Bundesgerichtshof hat mehrfach ausgesprochen, daß das Berufungsgericht einen erst in der Berufungsbegründung angetretenen Zeugenbeweis oder Beweis durch Parteivernehmung nicht gemäß § 529 Abs. 2 ZPO zurückweisen darf, wenn der Zeuge oder die Partei nach § 272 b Abs. 2 Nr. 4 ZPO rechtzeitig zu dem Verhandlungstermin geladen werden konnte (BGH Urt. vom 11. November 1954 - III ZR 100/53 - LM ZPO § 272 b Nr. 2; vom 15. Dezember 1956 - IV ZR 160/56 - LM ZPO § 272 b Nr. 3; vom 3. Oktober 1963 - VII ZR 202/62 - LM ZPO § 529 Nr. 21; ebenso BAG Urt. vom 24. April 1970 - 3 AZR 328/69 - Betrieb 1970, 1886).
BGH, URTEIL vom 1.4.1970, Az. TT ZB 200/67 Dabei kann dahinstehen, ob die Gesichtspunkte des Verlustes einer Insbanz und der Verzögerung der Entscheidung die Verneinung rechtfertigen können (RGZ 148, 131; § 529 Abs. 2 ZPO; BGH LM ZPO § 264 Nr. 6 mit weiteren Nachweisen; Wieczorek ZPO § 264 C II b).
BGH, URTEIL vom 4.8.1965, Az. II ZR 223/63 Zwar kann die Sachdienlichkeit - wie dem Berufungsgericht zuzustimmen ist - nicht allein damit begründet werden, daß die mit der Widerklage erzielte Erhöhung des Streitgegenstands die Revisionsmöglichkeit eröffnet hat (BGH IM Nr.1 zu § 529 ZPO).
BGH, Urteil vom 1.8.1959, Az. VI ZR 29/60 Es bedeutet einen Verstoß gegen § 529 Abs. 2 ZPO, daß das Berufungsgericht das Vorbringen des Klägers zurückgewiesen hat, ohne darzulegen, warum eine solche Anordnung nicht getroffen worden ist oder ohne verzögerte Erledigung des Rechtsstreits nicht hätte durchgeführt werden können (BGH Urteil vom 11. November 1954 - III ZR 100/53 - in IM Nr. 2 zu § 272 b ZPO; vom 15. Dezember 1956 - IV ZR 160/56 - in LM Nr. 3 zu § 272 b ZPO).
BGH, Urteil vom 2.5.1959, Az. VIX ZR 149/59 Schließlich kann auch eine erfolgte Verwertung verspätet beigebrachter Beweismittel mit der Revison nicht angefochten werden (BGH VZR 1/54 v. 21. Mai 1954, IM Nr. 8 zu § 529 ZPO).
BGH, Urteil vom 2.4.1958, Az. VI-ZR 150/57 2o Das Berufungsgericht hat solche Ansprüche dem Grunde nach insoweit bejaht, als sie Lohnausfall zu dem Gegenstand haben« Die Angriffe, die von der Revision des Beklagten hiergegen erhoben werden, müssen erfolglos bleiben« a) Soweit Lohnausfall in Betracht kommt, für den die tarifliche Lohnsicherung nicht eingreift, hat das Berufungsgericht als bewiesen angesehen, daß das erstinstanzliche Zugeständnis der Klägerin durch einen Irrtum veranlaßt war und ein solcher Ausfall in noch näher zu bestimmender Höhe doch entstanden ist« Diese Würdigung wird von der Revision des Beklagten nicht angegriffen* Die Revision rügt jedoch, das Berufungsgericht habe das berichtigende Berufungsvorbringen der Klägerin unter Verkennung des § 529 ZPO zu Unrecht zugelassen* Hiermit kann sie jedoch nicht gehört werden* Es diente weder der Prozeßbeschleunigung noch der Wahrheit und widerspräche dem wohlverstandenen Sinn des Gesetzes, wenn die Zulassung des Vorbringens, über das vom Berufungsgericht auch bereits Beweis erhoben worden ist, nachträglich wieder ausgeschaltet würde« Selbst wenn das Vorbringen zu Unrecht zugelassen worden wäre, würde dies im Revisionsverfahren nicht angegriffen werden können (BGH LM Hr« 3 a zu § 4 Preisüb erwVO ) *

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 § 264
 § 529
 § 529
 § 272
 § 272
 § 529
 § 529
 § 4