Source: https://www.lvr.de/de/nav_main/jugend_2/kinderundfamilien/tageseinrichtungenfrkinder/kindertagespflege_2/infos_fuer_tagespflegepersonen/infosfreltern_9.jsp
Timestamp: 2018-07-17 04:07:47+00:00

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Wenn Sie Kindertagespflegeperson sind oder werden wollen, finden Sie auf dieser Internetseite wichtige Orientierungshilfen.
Ansprechpartnerin beim LVR
Für die Tätigkeit als Kindertagespflegeperson sind die gesetzlichen Bestimmungen des SGB VIII (Kinder- und Jugendhilfegesetz) sowie die landesrechtlichen Bestimmungen (Kinderbildungsgesetz) maßgeblich.
In der Regel benötigen Sie für die Ausübung der Kindertagespflege eine Erlaubnis des örtlichen Jugendamts. Vor Erteilung der Erlaubnis wird geprüft, ob Sie sich zur Kindertagespflegeperson eignen, für die Kindertagespflege qualifiziert sind und geeignete Räumlichkeiten für die Betreuung zur Verfügung stellen können. Sie und die in Ihrem Haushalt lebenden Personen, die über 18 Jahre alt sind, müssen ein erweitertes Führungszeugnis gem. § 30a BZRG vorlegen. Ihre Qualifizierung bezüglich der Anforderungen in der Kindertagespflege müssen Sie durch vertiefte Kenntnisse nachweisen. Informationen zu Bildungsträgern, die entsprechende Qualifizierungen durchführen, erhalten Sie bei Ihrem zuständigen Jugendamt oder beim Landesverband Kindertagespflege NRW. Als verbindlicher Standard gilt das "Kompetenzorientierte Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege" des Deutschen Jugendinstituts in München
Sie können laut Gesetz bis zu fünf fremde Kinder gleichzeitig betreuen. Im Einzelfall können Sie insgesamt acht Kinder über die Woche verteilt betreuen. Das bedeutet: Sie können maximal acht Betreuungsverträge abschließen. Dabei ist zu beachten, dass nie mehr als fünf Kinder gleichzeitig betreut werden dürfen. Ausschlaggebend für die genehmigte Anzahl der Kinder, die Sie betreuen dürfen, ist der Stand Ihrer Qualifikation, Ihre Praxiserfahrung sowie eventuell zu berücksichtigende eigene Kinder.
Die Kinder werden im Haushalt der Kindertagespflegeperson betreut. Voraussetzung für die Betreuung ist eine Pflegeerlaubnis vom örtlichen Träger der Jugendhilfe. Diese Pflegeerlaubnis regelt auch die mögliche Anzahl der zu betreuenden Kinder. Es dürfen nur fünf Kinder gleichzeitig anwesend sein.
Die Kinder werden im Haushalt der Eltern betreut. Hierfür ist keine Pflegeerlaubnis notwendig, solange neben den Kindern des Haushalts keine weiteren fremden oder auch eigene Kinder der Tagespflegeperson betreut werden. Hier besteht in der Regel ein Angestelltenverhältnis.
Hier schließen sich zwei, höchstens drei Kindertagespflegepersonen zusammen. Insgesamt dürfen maximal 9 Kinder betreut werden. Jede Kindertagespflegeperson braucht eine gesonderte Erlaubnis. Die Kinder müssen durch Betreuungsverträge eindeutig den einzelnen Kindertagespflegepersonen zugeordnet sein. Es ist darauf zu achten, dass der Charakter der Kindertagespflege als familienähnliche bzw. familiennahe Betreuungsform erkennbar bleibt. Im Zuge des Erlaubniserteilungsverfahrens prüft das Jugendamt, ob die Räumlichkeiten den Anforderungen einer kindgerechten Betreuung entsprechen.
Entweder wird die Betreuungsleistung in der Kindertagespflege von den Jugendämtern bzw. den Kommunen aus öffentlichen Mitteln finanziert oder die Eltern der betreuten Kinder zahlen das Entgelt auf privater Basis direkt an Sie. Die Höhe des Entgelts variiert.
Die Geldleistung aus öffentlichen Mitteln setzt sich zusammen aus den Sachaufwendungen, der Förderleistung, der Erstattung der Unfallversicherung und der Hälfte der Beiträge zu einer angemessenen Alterssicherung, Kranken- und Pflegeversicherung.
Die Jugendämter tragen die Gesamtverantwortung für die Aufgaben der Kindertagespflege, können diese aber auch an freie Träger der Jugendhilfe delegieren.
Das zuständige Jugendamt vermittelt Kinder an eine geeignete Kindertagespflegeperson, soweit diese nicht von den erziehungsberechtigten Personen benannt wird.
Es ist zuständig für die fachliche Beratung, Begleitung und Qualifizierung der Kindertagespflegepersonen.
Das zuständige Jugendamt prüft, ob die Kindertagespflegeperson für die Kindertagespflege qualifiziert ist und die Eignungskriterien gemäß § 43 Abs.2 SGB VIII erfüllt.
Geeignet sind hiernach Personen, die sich durch ihre Persönlichkeit, ihre Sachkompetenz und ihre Bereitschaft zur Kooperation mit Erziehungsberechtigten und anderen Tagespflegepersonen auszeichnen und über geeignete Räumlichkeiten verfügen.
Erteilung der Erlaubnis zur Kindertagespflege nach §43 SGB VIII und §4 Kinderbildungsgesetz NRW
Eine Pflegeerlaubnis ist gemäß §43 I SGB VIII erforderlich, wenn ein oder mehrere Kinder
Zuständig für die Erlaubnis ist gemäß § 87a I SGB VIII das örtliche Jugendamt, in dessen Bereich die Kindertagespflegeperson ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat.
Gewährung einer laufenden Geldleistung gemäß §23 SGB VIII
Siehe oben: Vergütung in der Kindertagespflege
Kompetenzorientiertes Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege - Deutsches Jugendinstitut

References: § 30
 § 43
 §43
 §4
 §43
 § 87
 §23