Source: https://findok.bmf.gv.at/findok?execution=e100000s1&segmentId=a36fb094-beac-41ff-a6ab-8b955113e883
Timestamp: 2019-09-17 07:06:33+00:00

Document:
Ein zu 80% oder mehr betrieblich genutztes Gebäude gehört zur Gänze zum ertragsteuerlichen Betriebsvermögen. Ab dem 1.1.2011 steht der Vorsteuerabzug für privat genutzte Gebäudeteile auch in diesen Fällen von vornherein nicht mehr zu. Vor dem 1.1.2011 wird jedoch in einem solchen Fall der Vorsteuerabzug für das gesamte Betriebsgebäude zuerkannt (siehe VwGH 19.03.2013, 2010/15/0085).
Da in den Fällen vor dem 1.1.2011 derFür die private Nutzung solcher, zum Vorsteuerabzug im direkten Zusammenhang mit einem späterenberechtigender Gebäude, nicht steuerbaren Eigenverbrauch erfolgt (hat bis 31.12.2010 eine Besteuerung mit dem Normalsteuersatz nach § 3a Abs. 1a letzter Satz UStG 1994; siehe zu erfolgen. Mit 1.1.2011 (Inkrafttreten des Rz 481Art. 168a MwSt-RL 2006/112/EG), ist in der späteren Nutzung liegt für diese bereits privat genutzten Teile eine Änderung der Verhältnisse iSd § 12 Abs. 10 UStG 1994 zu sehen. Nachvor § 28 Abs. 38 Z 2, Abs. 24 Z 3 und § 12 Abs. 10a UStG 1994 kommt es daher zu einer jahresweisen Berichtigung (1/20 bzw. 1/10) des Vorsteuerabzugsnegativen Vorsteuerberichtigung (zum Vorsteuerberichtigungszeitraum siehe Rz 2081, auch für Zeiträume nach dem 1.1.2011).
Hinsichtlich der Frage, wann Leistungen im Zusammenhang mit einem Geschäftsessen gemäß § 12 Abs. 2 Z 2 lit. a UStG 1994 in Verbindung mit § 20 Abs. 1 Z 3 EStG 1988 als für das Unternehmen ausgeführt gelten, ist von der Rechtslage des EStG 1988 zum 1. Jänner 1995 auszugehen (vgl. VwGH 24.9.2002, 98/14/0198 hinsichtlich der Abzugsfähigkeit der Leistungen im Zusammenhang mit einem Arbeitszimmer). Im Geltungsbereich des § 20 Abs. 1 Z 3 EStG 1988 idF zum 1. Jänner 1995 waren derartige Aufwendungen oder Ausgaben entweder zur Gänze vorsteuerabzugsberechtigt, wenn diese der Werbung dienten und die betriebliche oder berufliche Veranlassung bei weitem überwog, oder - bei Fehlen dieser Voraussetzung - zur Gänze von der Vorsteuerabzugsberechtigung ausgeschlossen.Bezüglich des Nachweises des Werbezwecks und der überwiegenden betrieblichen bzw.beruflichen Veranlassung siehe EStR 2000 Rz 4823.
Findok-Nr: 19969.12, aufgenommen am: 16.11.2015 10:14:02, Dokument-ID: b2b1770a-6b12-4ef4-87b9-5c4fac30e709, Segment-ID: a36fb094-beac-41ff-a6ab-8b955113e883

References: § 3
 § 12
 § 28
 § 12
 § 12
 § 20
 § 20