Source: https://www.prueferportal.org/de/67902_67947.php
Timestamp: 2020-01-24 14:22:55+00:00

Document:
Bei der Zulassung und Prüfung dürfen Angehörige im Sinne des § 3 Abs. 1 der Musterprüfungsordnung nicht mitwirken.
Personen, die durch ein auf längere Dauer angelegtes Pflegeverhältnis mit häuslicher Gemeinschaft wie Eltern und Kind miteinander verbunden sind (Pflegeeltern und
Darüber hinaus kann es Gründe geben, die die Befangenheit eines Prüfers vermuten lassen – seitens des Prüflings oder seitens des Prüfers selbst. In diesem Fall muss dies der zuständigen Stelle, während der Prüfung dem Prüfungsausschuss, von der betroffenen Person mitgeteilt werden. Die Entscheidung über den Ausschluss von der Mitwirkung trifft dann die zuständige Stelle, während der Prüfung der Prüfungsausschuss. Im letzteren Fall darf das betroffene Mitglied nicht mitwirken.
Urteilssammlung Befangenheit
Musterprüfungsordnung für die Durchführung von Gesellen- und Umschulungsprüfungen (PDF):
Behinderte Prüfungsteilnehmer/innen
Für die Bewertung einzelner, nicht mündlich zu erbringender Prüfungsleistungen ist es aus Gründen der Arbeitserleichterung möglich, die Beschlussfassung des Prüfungsausschusses durch die Beauftragung von Prüfungsausschussmitgliedern oder Gutachtern vorbereiten zu lassen.
Beim Berichterstatterprinzip kann der Ausschussvorsitzende mindestens zwei Mitglieder des Prüfungsausschusses möglichst unterschiedlicher Gruppenzugehörigkeit mit der Vorbereitung der Bewertung einzelner, nicht mündlich zu erbringender Prüfungsleistungen beauftragen.
Delegierung/Beauftragung
§ 42 Abs. 2 BBiG
§ 35 a Abs. 2 HwO
siehe: Ausbildungsnachweis
Mit der Reform des Berufsbildungsgesetzes im Jahr 2005 wurde das Leitbild der beruflichen Handlungsfähigkeit als Ziel der Berufsausbildung gesetzlich verankert. Berufliche Handlungsfähigkeit ist definiert als die "beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten", die für die Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit in einer sich wandelnden Arbeitswelt notwendig sind (§ 1 Abs. 3 BBiG). In der Broschüre "Duale Ausbildung sichtbar gemacht" untergliedert das BMBF die berufliche Handlungsfähigkeit in Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz.
Broschüre "Duale Ausbildung sichtbar gemacht" des BMBF:Ziele und Leitbilder
Das Ziel des Berufsschulunterrichts ist die Entwicklung beruflicher Handlungskompetenz. In den Rahmenlehrplänen wird berufliche Handlungskompetenz von der Kultusministerkonferenz (KMK) definiert als "die Bereitschaft und Befähigung des Einzelnen, sich in beruflichen, gesellschaftlichen und privaten Situationen sachgerecht durchdacht sowie individuell und sozial verantwortlich zu verhalten". Die Handlungskompetenz wird dabei in die Dimensionen Fachkompetenz, Humankompetenz und Sozialkompetenz unterteilt. Bestandteile dieser drei Dimensionen sind laut KMK die Methodenkompetenz, die kommunikative Kompetenz und die Lernkompetenz.
Ziele und Leitbilder: Berufliche Handlungskompetenz
Handreichung für die Erarbeitung von Rahmenlehrplänen der Kultusministerkonferenz
Broschüre "Duale Ausbildung sichtbar gemacht" des BMBF
Lehrkräfte werden im Einvernehmen zwischen Schulaufsichtsbehörde und zuständiger Stelle berufen. Durch das Hinzuziehen mindestens einer Lehrkraft wird dem Umstand Rechnung getragen, dass auch der Lehrstoff der Berufsschule Prüfungsgegenstand ist.
Prüfer/in werden: Einstieg
Die Berufung von Prüfungsausschussmitgliedern ist in Berufsbildungsgesetz und Handwerksordnung geregelt und erfolgt immer durch die zuständige Stelle.
§ 40 Abs. 3 BBiG
§ 34 Abs.2 S. 4 und Abs. 4 bis 6 HwO
Der Prüfungsausschuss ist beschlussfähig, wenn zwei Drittel der Mitglieder, mindestens drei, mitwirken. Mitwirken bedeutet dabei eine aktive Teilnahme an den Abstimmungen in Form von Zustimmung oder Ablehnung.
§ 41 Abs. 2 S. 1 BBiG
§ 35 S. 3 HwO
Besetzung Prüfungsausschuss
siehe: Zusammensetzung des Prüfungsausschusses
Beurteilungsfehler/-tendenzen
Die Bewertung von Prüfungsleistungen ist eine der Kernaufgaben der Prüfungsausschüsse. Dabei ist jede Prüfungsleistung von jedem Mitglied des Ausschusses selbstständig zu bewerten. Die Beschlüsse über die Bewertung einzelner Prüfungsleistungen sowie der Prüfung insgesamt werden vom gesamten Prüfungsausschuss gefasst. Bei der gemeinsamen Feststellung der Ergebnisse dienen die Einzelbewertungen der Prüfungsausschussmitglieder als Grundlage (§ 25 Abs. 1 MPO)
Urteile zur Bewertung

References: § 3

§ 42

§ 35

§ 40

§ 34

§ 41

§ 35