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Timestamp: 2016-12-03 13:45:33+00:00

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Kündigung nach §543 und §569 durch Vermieter
Dieses Thema im Forum "Kündigung" wurde erstellt von erkl82, 24.07.2008.
erkl82,
erkl82
Habe folgendes problem. Ich bin vor kurzem in eine neue Wohnung gezogen. Mein Vermieter wohnt ebenfalls im Haus. Nun musste ich festellen das er einige male ungefragt in der Wohnung war und "aufgräumt" hat. Ich habe keine Anzeige erstattet, aber sehr deutlich klar gemacht das beim nächsten mal eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch erfolgt. Dann habe ich 4 Tage später eine Kündigung per Einschreiben bekommen. Es wurden mir 14 Tage eingeräumt um die Wohnung zu verlassen. Ich habe der Kündigung natürlich widersprochen, worauf ein Brief vom Anwalt des Vermieters bei mir eintraf. In dem wird mir mitgeteilt, das der Vermieter mir nach §543 und §569 kündigt. Als begründung wird angegeben: Danach besteht ein wichtiger Grund zur Kündigung dann, wenn der Mieter die Rechte des Vermieters dadurch in erheblichem Maße verletzt, dass er die Mietsache durch Vernachlässigung der ihm obliegenden Sorgfalt erheblich gefährdet. Ausserdem: ...eine Frist oder Abmahnung offensichtlich keinen Erfolg verspricht. Man hat mir jetzt bis zum 31.07.08 eingeräumt. Also mal eben eine Woche. Ausserdem verlangt der Anwalt knappe 300 Euro weil ich das ja verschuldet haben soll. Hey ich meine... Ich wohne allein. Ich bin kein mensch der 3x am Tag sauber macht. Ich arbeite 12-14 Stunden am Tag. Aber verwahrlost? Ich hab jeden zweiten Tag besuch, der bezeugen kann das hier nix verwahrlost ist! Ausserdem hat er vor einem Zeugen zugegeben das er in der Wohnung war ohne zu fragen. Was soll ich jetzt machen? Ich will eh aus der Wohnung raus, da ich dem Vermieter nicht länger vertraue. Aber ich brauche zeit!
Danke jetzt schon für Antworten AdMan
zuerst mal schloß auswechseln danach dem anwaltsschreiben wiedersprechen und zeugen sammeln (mit foto Tag Uhrzeit ob schon geputzt wurde) am besten sind die zeugen mit auf dem Bild suchen sie sich einen Anwalt der sie vertreten kann (Mieterbund usw)
wenn sie ausziehen wollen wäre ein mietaufhebungsvertrag die beste Lösung dort könnten sie Bedingungen stellen z.b. Umzugskosten Makler Taschengeld die Kündigung ist meines Erachtens nicht gerechtfertigt
also erstmal hat sich der vermieter strafbar gemacht - er hat in deiner wohnung nichts verloren, es sei denn er kündigt den entsprechenden besichtigungstermin bei dir rechtzeitig an oder es liegt ein echter notfall vor.
einen schlüssel zur wohnung darf er nur haben, wenn der mieter ihm diesen freiwillig gegeben hat (z.b. für notfälle, zum blumengiessen oder warum-auch-immer).
wie gut oder schlecht du putzt hat dem vermieter (LEIDER!!!) egal zu sein. selbst wenn deine fenster so verdreckt sind, dass man es von aussen sieht kann er da nichts unternehmen.
kritisch wird's erst, wenn die bausubstanz schaden nimmt - aber dazu gehört schon sehr viel...
selbst ungeziefer das unter der tür hervorkrabbelt muss erstmal klassisch bekämpft werden und ist kein kündigungsgrund, solange nicht das verschulden des mieters nachgewiesen werden kann.
ich empfehle jedem mieter DRINGEND als erste handlung nach dem einzug das schloss auszutauschen. auch wenn der vermieter absolut vertrauenswürdig ist und man ihm glaubt dass er keinen schlüssel hat - er wird nie mit absoluter sicherheit sagen können, ob nicht der vormieter einen schlüssel hat nachmachen lassen, der dann im umlauf ist.
wichtig dabei natürlich: das originalschloss (das ja dem vermieter gehört) gut aufbewahren und zum auszug wieder einbauen.
ich hab mal bei einem freund übernachtet, da stand mitten in der nacht sturzbetrunken der exfreund der vormieterin im schlafzimmer...
sie hatte ihm wohl irgendwann einen nachschlüssel gemacht.
sowas möchte ich nie wieder erleben müssen!
Thema: Kündigung nach §543 und §569 durch Vermieter
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