Source: https://www.flugrechte.eu/2614/fluggesellschaft-flugversp%C3%A4tung-selber-anschreiben-anwalt
Timestamp: 2020-06-02 02:47:15+00:00

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Muss ich Fluggesellschaft wegen Flugverspätung vorher selber anschreiben oder kann ich sofort zum Anwalt gehen? - FLUGGASTRECHTE
Muss Fluggesellschaft zusätzlich zur Entschädigung für die Flugverspätung Anwaltskosten zahlen?
Muss ich Fluggesellschaft wegen Flugverspätung vorher selber anschreiben oder kann ich sofort zum Anwalt gehen?
Wir sind 7 Personen (5 köpfige Familie + meine Schwiegereltern) und hatten eine Flugverspätung mit Condor gehabt. Jetzt wollen wir die Entschädigung pro Person 600 Euro (also für uns alle = 4200 Euro) von der Condor haben. Ich habe in einem anderen Forum schon gelesen, dass ohne Anwalt gar nichts geht.
Ich hatte letztens auch auf WDR diese Reportage über Air Berlin gesehen. Da wurde auch gesagt, dass man am besten sofort zum Nwalt geht, weil man als Verbraucher für die Fluggesellschaften ein gefundenes Fressen ist und die Fluggesellschaften immer versuchen, die Verbraucher irrezuleiten.
Da wir aber keine Rechtsschutzversicherung besitzen, wollen wir auf keinen Fall auch noch die Anwaltskosten selbst bezahlen. Wir haben hier nichts falsch gemacht und Condor hat unseren Urlaub mit der Verspätung über einen Tag "versaut" (verzeiht den Ausdruck, aber was die Condor sich bei uns geleistet hat, geht einfach gar nicht). Die Condor soll uns die Entschädigung zahlen und die Anwaltskosten sollen die auch tragen. Jetzt habe ich aber verschiedene Informationen: Manchmal liest man, dass man nicht vorher selbst tätig werden muss und ein anderes mal liest man, dass man die Fluggesellschaft vorher unbedingt selber in Verzug setzen sollte, um die Anwaltskosten auf die Fluggesellschaft umzulegen.
Jetzt frage ich mich, was richtig ist: Müssen wir vorher selber ein Schreiben an die Condor schicken? Wenn ja, was muss da drin stehen? Gibt es ein Musterschreiben für so eine Flugverspätung?
Falls nein, könnt ihr mir versichern, dass ich nicht selber was machen muss und die Condor trotzdem meine Anwaltskosten zahlen muss?
Habt ihr eine Empfehlung für eine gute Fachkanzlei bei sowas?
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Gefragt 19, Jan 2015 in Rechtsberatung von Anonym
Hallo, ich erlebe das gerade mit Condor. Ohne Anwalt versuchen sie dich mit einem Gutschein aus Kulanz abzuspeisen und berufen sich auf " außergewöhnliche " Umstände, die sie von der Leistungspflicht befreien würden. Ich habe mir dann eine Anwältin genommen, die gleich Klage eingereicht hat. Nun ist Condor bereit die 400 € zu zahlen, um Taxikosten/ Verpflegung streiten wir noch. Eine andere Mitreisende hat über einen Anwalt sofort an Condor geschrieben, die hat außergerichtlich 1600 € für 4 Personen erhalten.
Musterschreiben findest Du im Internet, z.B. Finanztest. Du verlierst ja nichts, wenn du denen 1 o. 2 x mit Fristsetzung selbst schreibst, bloß es bringt nicht wirklich was. Allerdings hast du dann wahrscheinlich mit den Anwaltskosten auch bessere Chancen, weil du es ja vorher kostensparend selbst versucht hast. Ich würde mir dann in meinem Wohnbereich einen Anwalt mit dem Themenschwerpunkt Reiserecht suchen.
Ich habe den Bericht über Air Berlin auch gesehen ....... kannst du nach meiner Erfahrung 100 % auf Condor übertragen. Bei uns waren es 14 Stunden Verspätung .......:(((( . Viel Erfolg !
Beantwortet 22, Jan 2015 von Spantax (280 Punkte)
Bearbeitet 22, Jan 2015 von Spantax
Ich kann euch Herrn Bartholl als anwalt empfehlen. Der hat für unsere Familie einen Fall gegen Lufthansa/Eurowings gewonnen. Ist vielleicht etwas schwer dort dranzukommen, aber wir wurden durch eine Empfehlung schnell angenommen.
Kommentiert 2, Nov 2016 von Goldiekelmer (1,200 Punkte)
Wir sind gleich zum Anwalt:
Rechtsanwälte Bartholi Berlin
Hallo Calvados
Was, wenn der Anwalt selbst nach mehreren Absagen "den Mut" oder vielleicht "die Lust" verliert? Anderen Anwalt nehmen und die Sache erneut hochfahren? Ist etwas schwer, da auch die "Reiserecht-Anwälte" mal so, mal so sind...
Kommentiert 7, Mär 2018 von NoFrequentTraveller (260 Punkte)
Wir hatten vorher auch keine Ahnung und nie mit Anwälten zu tun. Zum Glück hatte unser Bekannter etwas Kenne und hat uns gleich empfohlen sofort den besten Fachanwalt zu nehmen den es gibt. Anwälte kosten ja immer gleich, daher sollte man sofort einen guten Anwalt nehmen, der sich auskennt und die Sache durchboxt. Hat bei uns super geklapt, aber wir hatten auch wirklich richtig Glück
Du hast natürlich recht, gute Anwälte sind sehr schwer zu finden und selbst wenn man einen findet muss der einen als Klienten dann auch noch akzeptieren, was bei den richtig Guten sehr schwer ist, da die sich die Kunden aussuchen können (und das bei mehr als 150 Tausend Anwälten in Deutschland!!!!!)
Bei welchem Anwalt warst Du?
Kommentiert 7, Mär 2018 von Calvados (6,700 Punkte)
Nahm den empfohlenen Reiserecht-Anwalt *********. An und für sich gute Beratung und gefühlt gute Vertretung, dennoch am Schluß nach Ablehnung der Schlichtung durch Eurowings ehere ein "ernüchternder Ausblick", in dem er uns abgeraten hat, da (vermutlich) nur er selbst als glücklicher Gewinner aus einem etwaigen Verfahren herausgehen würde, da er sein Geld so oder so bekommt, wir jedoch eher einem Vergleich zuschlittern würden, mit für uns negativen Konsequenzen (Grund Fluganullierung war Streik, Thema jedoch "Erstattung Kosten Ersatzflug + Hotel + Verpfelgung" - und wie ich nun nach diesen ganzen Beiträgen hier weiß: plus Kosten RA (vorgerichtliche Kosten))
Bearbeitet 7, Mär 2018 von admin
Also, hier nochmal für alle zum Mitschreiben:
JA, die Fluggesellschaft muss dem Fluggast die VORGERICHTLICHEN RECHTSANWALTSKOSTEN gemäß RVG (Rechtsanwaltsvergütungsgesetz) erstatten.
@ MCCoolway hat sich ja schonmal die Mühe gemacht und hier im Forum schon eine Liste von vielen guten Urteilen verschiedenster Gerichte in Deutschland gepostet, die alle immer das gleiche entschieden haben: Die Fluggesellschaft hat zusätzlich zur Entschädigung und Ausgleichszahlung pro Nase auch die Anwaltskosten zu zahlen.
Leider lassen sich offenbar immer wieder Fluggäste von den Tricks und Nebelkerzen der Airlines blenden und fragen unterwürfig und völlig verängstigt nach den Anwaltskosten. In Deutschland muss der Anspruchsgegner, dem gegenüber berechtigterweise Forderungen geltend gemacht werden, die ausgelösten Rechtsverfolgungskosten (sprich: üblicherweise Rechtsanwaltskosten + Mahnverfahrenskosten + Gerichtskosten) nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG = früher BRAGO) erstatten. Dieser Grundsatz ist gesetzlich in §91 ZPO festgelegt, wonach die unterliegende Partei die Kosten des Rechtsstreits, insbesondere die dem Gegner erwachsenden Kosten, zu erstatten hat. Die Vorschrift des §91 ZPO dient dem Grundsatz der sog. Kostengerechtigkeit.
So sehen es auch die Gerichte in Deutschland:
AG Bremen, Urteil vom 12.06.2014, Aktenzeichen: 9 C 72/14 (Urteil gegen Ryanair Ltd.)
Urteil einfach googeln: "AG Bremen 9 C 72/14 Reise-Recht-Wiki.de"
Die Fluggesellschaft hat dem Fluggast die zur vorgerichtlichen Geltendmachung eines Ausgleichszahlungsanspruchs erforderlichen Rechtsanwaltskosten unabhängig von einer vorangehenden Inverzugsetzung zu erstatten.
Zwar ist der immaterielle Anspruch auf Ausgleichszahlung kein originärer Schadensersatzanspruch. Diesbezügliche vorgerichtliche Rechtsanwaltskosten können aufgrund der zugrunde liegenden vertraglichen Pflichtverletzung gleichwohl eine Schadensposition im Sinne der §§ 631, 634 Nr. 4, 280 Abs. 1, 249 BGB sein (Palandt, 73. A., § 249, Rn. 56; Einf. v. § 631, Rn. 17e; § 634, Rn. 8; BGH NJW 2003, 3766). Es handelt sich regelmäßig um erforderliche und zweckdienliche Kosten der Rechtsverfolgung (Palandt, 73. A., § 249, Rn. 57; Woitkewitsch MDR 2012, 500 m.w.N.). Denn der Fluggast steht als Verbraucher einem international agierenden Unternehmen (hier: Ryanair Ltd. aus Irland) gegenüber; die materielle Rechtslage - neu gesetztes EU Recht - befindet sich in stetiger Rechtsfortbildung. Somit bedarf der Anspruchsteller anwaltlicher Unterstützung. Die infolge der Mandatierung freiwillig getätigten Aufwendungen stellen sich als zurechenbar veranlasste Schadensposition dar.
Der Anspruch auf Erstattung von angefallenen Rechtsanwaltskosten gem. RVG besteht unabhängig davon, ob der Fluggast die Fluggesellschaft vor Einschaltung des Rechtsanwalts in Verzug gesetzt hat oder nicht.
Nach Ansicht des erkennenden Gerichts sind vorgerichtliche Rechtsanwaltskosten nicht erst ab dem Zeitpunkt der wirksamen Inverzugsetzung erstattungsfähig (a.A.: Amtsgericht Rüsselsheim, Urteil vom 18.07.2013, 3 C 219/12; Amtsgericht Rüsselsheim, Urteil vom 21.01.2014, 3 C 2973/13 (32); AG Charlottenburg, Urteil vom 17.01.2014, 234 C 237/13; Amtsgericht Hannover, Urteil vom 03.07.2013, 564 C 267/13; Amtsgericht Geldern, Urteil vom 06.05.2014, 4 C 117/14; AG Köln, Urteil vom 09.05.2014, 147 C 60/14 n.v.: Anspruch nur gemäß § 286 BGB). Zw
Beantwortet 5, Aug 2015 von RAinZiegler (5,740 Punkte)
Zwar folgt der Zahlungsanspruch aus einer gesetzlichen Verordnung (so argumentativ das AG Köln, Urteil vom 09.05.2014, 147 C 60/14 n.v.). Da alle Sekundäransprüche aus dem Gesetz folgen, ist dieser Umstand jedoch unerheblich. Entscheidend ist, dass die Entschädigungszahlung auf einer Vertragsverletzung beruht. Denn das Luftfahrtunternehmen schuldet die Beförderung zu den vereinbarten Zeiten; die planmäßige Ankunft ist als werkvertraglich geschuldeter Leistungserfolg zu klassifizieren (vgl. Palandt, 73. A., Einf. v. § 631, Rn. 17a m.w.N.). Auch wenn die pünktliche Ankunft im Sinne eines absoluten Fixgeschäfts nicht geschuldet sein sollte (vgl. BGH NJW 2009, 2743) zeigt die Existenz der Fluggastrechteverordnung in ihrer Interpretation durch den EuGH – große Kammer - (NJW 2013, 1291), dass die erhebliche Ankunftsverspätung am Zielort zweifelsfrei als vertragliche Pflichtverletzung zu bewerten ist.
An sich müsste ein gegen die Vorschriften der Fluggastrechteverordnung verstoßendes Luftfahrtunternehmen von sich aus Ausgleichszahlung leisten oder zumindest auf die entsprechenden Rechte des schlecht beförderten Kunden hinweisen. Würde ein Anspruch auf Erstattung vorgerichtlicher Rechtsanwaltskosten erst nach ergebnisloser Mahnung zugesprochen, setzte man - fälschlicherweise - einen präzise informierten und an sich nicht schutzbedürftigen Fluggast voraus. Denn der Fluggast könnte - ohne anwaltliche Hilfe - das Luftfahrtunternehmen nur dann in Verzug setzen, wenn er die EG Verordnung 261/2004 und die Rechtsprechung des EuGH zur Gleichstellung von Annullierung und Verspätung im Detail kennen würde; überdies würde dem Fluggast abverlangt, den Kontakt zu der – international agierenden – Fluglinie, die ihren Sitz regelmäßig im Ausland unterhält, herzustellen. Der Verbraucher weiß nach einer Schlechtleistung in der Regel aber nur, dass ihm gewisse Rechte zustehen könnten; um diese konkret prüfen und ggf. beziffern zu lassen, sucht er anwaltliche Hilfe.
Es ist daher typisch, dass das erste Anspruchsschreiben des Fluggastes von anwaltlicher Seite aus erfolgt. Hat das Luftfahrtunternehmen zum Zeitpunkt der Mandatierung von sich aus keine Zahlung angeboten, hat es bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen die entsprechenden Kosten grundsätzlich zurechenbar veranlasst.
Wertungsmäßig vergleichbar erscheint der Schadens- oder Schmerzensgeldanspruch des durch eine unerlaubte Handlung Geschädigten: Die vorgerichtlichen Anwaltskosten sind nach einem Verkehrsunfall (verschuldensunabhängige Gefährdungshaftung gemäß § 7 StVG) auch ohne vorangehende Inverzugsetzung regelmäßig erstattungsfähig.
Ein Luftfahrtunternehmen, das die Erstattung vorgerichtlicher Kosten vermeiden möchte, kann nach einer erheblichen Flugverspätung von sich aus Ausgleichszahlung leisten.
Das Verschulden der Beklagten wird vermutet (§ 280 I 2 BGB).
TIP: Wer auf Nummer sicher gehen will, setzt die Fluggesellschaft vor Einschaltung des Rechtsanwalts mit einem Schreiben in Verzug. Das ist zwar nicht nötig, schadet aber auch nicht. Dazu kann einfach ein Musterschreiben für Flugverspätung aufgesetzt werden, welches man dann per Einschreiben mit Rückschein (!!! um den Zugang nachzuweisen) an die Fluggesellschaft schickt. Im Schreiben eine Zahlungsfrist setzen (so ungefähr 14 Tage) und nach Ablauf der Frist ist die Fluggesellschaft dann in Verzug und man kann ohne Probleme einen Rechtsanwalt einschalten.
AG Duisburg, Urteil vom 09.04.2014, Aktenzeichen: 52 C 2806/13
Rechtsanwaltskosten müssen den Fluggästen erstattet werden.
AG Düsseldorf, Urteil vom 13.03.2014, Aktenzeichen: 22 C 374/14
Die den Fluggästen entstandenen vorgerichtlichen Rechtsanwaltskosten müssen erstattet werden.
AG Frankfurt am Main, Urteil vom 07.03.2014, Aktenzeichen: 30 C 3855/13 (68)
Die vorgerichtliche Geltendmachung des Ausgleichsanspruchs mit Rechtsanwaltsschreiben war zur zweckentsprechenden Rechtsverfolgung erforderlich, gerade weil die Beklagte zuvor auf das Schreiben der Kläger hin eine Zahlung abgelehnt und die Schadensregulierung verzögert hatte (Palandt/Grüneberg, BGB (73. Aufl. 2014), § 249 Rn. 57). Trotz der Zahlungsverweigerung der Beklagten war die vorgerichtliche Geltendmachung auch erfolgversprechend, da die Geltendmachung durch einen Rechtsanwalt mit rechtlichen Ausführungen zur Begründetheit des Anspruchs ein anderes Gewicht und größere Überzeugungskraft hat als die Geltendmachung durch einen Laien. Für die Erfolgsaussichten der vorgerichtlichen Geltendmachung durch einen Rechtsanwalt streitet auch, dass der Anspruch aus den oben genannten Gründen begründet war.
AG Frankfurt am Main, Urteil vom 17.01.2014, Aktenzeichen: 30 C 2462/13 (68)
Die vorgerichtliche Geltendmachung des Ausgleichsanspruchs mit einem Rechtsanwaltsschreiben war zur zweckentsprechenden Rechtsverfolgung erforderlich (§ 249 BGB), nachdem die Beklagte zuvor auf das Schreiben hin nicht reagiert und die Schadensregulierung verzögert hatte (Palandt/Grüneberg, BGB [71. Aufl.] 2012, § 249 BGB Rn. 57). Es war unter Würdigung aller Umstände des Einzelfalls zu erwarten, dass der Versuch einer außergerichtlichen Regulierung mit Hilfe eines vorgerichtlichen Rechtsanwaltsschreibens Erfolg bieten würde (so OLG Hamm, Urt. v. 31.10.2005 – 24 W 23/05, NJW-RR 2006, 242).
AG Hamburg, Urteil vom 10.01.2014, Aktenzeichen: 36a C 251/13
Der Anspruch auf Ersatz außergerichtlicher Rechtsanwaltskosten steht der Klägerin zu 1) zu. Der Anspruch folgt als Verzugsschadensersatzanspruch aus §§ 280 Abs. 1, Abs. 2, 286 BGB. Die Beklagte hatte den Anspruch mit ihrem Schreiben ernsthaft und endgültig zurückgewiesen und war damit gemäß § 286 Abs. 2 Nr. 3 BGB in Verzug geraten. Die Einschaltung eines Rechtsanwalts durch die Klägerin zu 1) war eine Maßnahme zweckentsprechender Rechtsverfolgung.
Die außergerichtlichen Rechtsanwaltskosten stehen dem Kläger unter dem Gesichtspunkt des Verzuges gemäß § 280 Abs. 2, 286 BGB zu.
Sie sind 7 Personen (5 köpfige Familie + Ihre Schwiegereltern) und hatten eine Flugverspätung mit Condor gehabt. Jetzt wollen Sie die Entschädigung pro Person 600 Euro (also für uns alle = 4200 Euro) von der Condor haben.
Es ist völlig richtig, dass Sie als Fluggast von Ihrem Anspruch auf Ausgleichszahlungen aus der europäischen Fluggastrechteverordnung bei einer Flugverspätung Gebrauch machen.
EuGH, Urteil vom 04.09.2014, Az.: C-452/13 (ganz einfach zu finden, wenn Du bei Google eingibst: "EuGH C-452/13 reise-recht-wiki.de“)
Ihnen können auch richtigerweise bis zu 600 Euro pro Fluggast zustehen:
Da sich aus Ihren Ausführungen keine weiteren Informationen bezüglich der genauen Verspätung und der Flugstrecke und Zeiten ergeben, gehe ich davon aus das Sie darüber bereits hinreichend informiert sind.
Kommen wir nun also zu Ihrer eigentlichen Frage. Sie sollten sich tatsächlich zunächst einmal selbst an Condor wenden und Ihren Anspruch geltend machen. Das sollten SIe am besten schriftlich machen und Condor natürlich eine angemessene Frist setzten.
Erst wenn dies erfolglos geblieben ist, sollten Sie einen Anwalt einschalten.
Sie brauchen kein Musterschreiben. Schildern Sie kurz Ihre Situation mit den nötigen Angaben und fordern Sie Ihren Anspruch auf Ausgleichszahlungen aus der europäischen Fluggastrechte Verordnung.
Beantwortet 25, Apr 2016 von AGeo (4,780 Punkte)
Wir hatten mit SunExpress eine Flugverspätung über 13 Stunden gehabt. Ich habe im Internet lange recherchiert, wie man am besten vorgeht und wie das ganze abläuft. Es ist fast immer so, dass die FLuggesellschaften nicht reagieren oder die Sachen auf die lange Bank schieben.
Aus unserer Erfahrung kann ich sagen, dass es das beste ist, wenn man die Sache gleich in kompetente Hände gibt. Wir sind rechtsschutzversichert, daher kann ich nicht sagen, was es kostet, wenn man einen Anwalt beauftragt. Wir haben die Kanzlei Bartholl aus Berlin beauftragt. Die sind in ganz Deutschland tätig. Man kann weitere Infos über die Seite
erfahren. Den Anwalt haben wir nach langer Auswahl und mühsamen Recherchen von Bewertungen über
Beantwortet 3, Jan 2017 von Marc.Meier (3,090 Punkte)

References: §91
 §91
 § 249
 § 631
 § 634
 BGH 
 § 249
 § 286
 § 631
 BGH 
 EuGH 
 EuGH 
 § 7
 § 249
 § 249
 § 286
 § 280