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Timestamp: 2019-12-12 07:59:25+00:00

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Rechtsprechung: WM 2014, 1432 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 26.06.2014
https://dejure.org/2014,16746
BGH, 26.06.2014 - IX ZB 87/13 (https://dejure.org/2014,16746)
BGH, Entscheidung vom 26.06.2014 - IX ZB 87/13 (https://dejure.org/2014,16746)
BGH, Entscheidung vom 26. Juni 2014 - IX ZB 87/13 (https://dejure.org/2014,16746)
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§ 36 Abs 1 S 2 InsO, § 850a Nr 1 ZPO, § 850i Abs 1 ZPO
Insolvenzverfahren: Pfandfreistellung für Zusatzeinkünfte eines Altersrente beziehenden Schuldners aus selbständiger Tätigkeit
Zur Behandlung von Einnahmen des Schuldners, die zur Aufbesserung der Altersrente aus selbständiger Tätigkeit erzielt werden
ZPO § 850a Nr. 1
Hälftige Pfandfreistellung von Einnahmen aus selbständiger Tätigkeit eines Rentners als Mehrarbeitsvergütung
Behandlung von Einnahmen des Schuldners, die zur Aufbesserung der Altersrente aus selbständiger Tätigkeit erzielt werden
NZI 2015, 313
Rpfleger 2014, 686
BGH, 06.04.2017 - IX ZB 40/16
Insolvenzverfahren: Vorliegen einer unpfändbaren Aufwandsentschädigung; …
Danach setzt das Insolvenzgericht als Vollstreckungsgericht den dem Schuldner zu belassenden Betrag unter Beachtung der §§ 850a ff ZPO individuell fest (BGH, Beschluss vom 26. Juni 2014 - IX ZB 87/13, NZI 2014, 773 Rn. 7).
b) Das Beschwerdegericht hat jedoch übersehen, dass auf einen Schuldner, der aufgrund seines Alters nicht mehr erwerbspflichtig ist und ein Altersruhegeld in einer Höhe bezieht, das über dem Pfändungsfreibetrag liegt, die Schutzvorschrift des § 850a Nr. 1 ZPO entsprechende Anwendung findet (BGH, Beschluss vom 26. Juni 2014 - IX ZB 87/13, NZI 2014, 773 Rn. 10).
Jedwede gewinnbringende Aktivität des Schuldners wird dadurch gefördert (BGH, Beschluss vom 26. Juni 2014 - IX ZB 87/13, NZI 2014, 773 Rn. 12).
Dennoch bedarf es nach § 36 Abs. 1 Satz 2 InsO, § 850i Abs. 1 ZPO einer wertenden Entscheidung des Vollstreckungsgerichts, ob und wie Pfändungsschutzvorschriften der §§ 850 ff ZPO unter Abwägung der Belange von Schuldner und Gläubiger zur Anwendung kommen (BGH, Beschluss vom 26. Juni 2014 - IX ZB 87/13, NZI 2014, 773 Rn. 14).
Nach der Rechtsprechung des Senats kann der Schuldner den Antrag nach § 850a Nr. 1 und 3 in Verbindung mit § 850i Abs. 1 ZPO schon stellen, bevor die Forderungen durch die selbständige Tätigkeit entstehen (BGH, Beschluss vom 26. Juni 2014 - IX ZB 87/13, NZI 2014, 773 Rn. 15), auch zusammen mit dem Insolvenzantrag, wenn er beabsichtigt, auch nach Insolvenzeröffnung selbständig tätig zu sein.
Der Senat hat von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, die Sache an das Insolvenzgericht zurückzuverweisen (§ 572 ZPO analog; vgl. BGH, Beschluss vom 26. Juni 2014 - IX ZB 87/13, NZI 2014, 773 Rn. 16).
Die Neuregelung soll die bisherige Ungleichbehandlung von abhängig beschäftigten und selbständig tätigen Personen beseitigen (…BT-Drucks. aaO S. 12, 18; BGH, Beschluss vom 26. Juni 2014 - IX ZB 87/13, ZIP 2014, 1598 Rn. 11).
Denn im Rahmen des § 850i ZPO hat der Gesetzgeber auch die Interessen der Gläubiger berücksichtigt (…BT-Drucks. aaO S. 12); es sind die Belange von Schuldner und Gläubiger abzuwägen (BGH, Beschluss vom 26. Juni 2014 - IX ZB 87/13, ZIP 2014, 1598 Rn. 14).
Dabei macht der Senat von der Möglichkeit Gebrauch, das Insolvenzgericht erneut mit der Sache zu befassen (vgl. BGH, Beschluss vom 26. Juni 2014 - IX ZB 87/13, WM 2014, 1432 Rn. 16).
Dies folgt aus dem Wortlaut der Regelung und ihrer systematischen Auslegung in Verbindung mit dem Willen des Gesetzgebers (vgl. BGH, Beschluss vom 26. Juni 2014, aaO Rn. 10 ff).
Gleichwohl bedarf es nach § 36 Abs. 1 Satz 2 InsO, § 850i Abs. 1 ZPO einer wertenden Entscheidung des Vollstreckungsgerichts, ob und wie die Pfändungsschutzvorschriften der §§ 850 ff ZPO unter Abwägung der Belange von Schuldner und Gläubiger zur Anwendung kommen (vgl. BGH, Beschlüsse vom 26. Juni 2014 - IX ZB 87/13, WM 2014, 1432 Rn. 14;… vom 6. April 2017 - IX ZB 40/16, WM 2017, 913 Rn. 18).
Abgewogen werden die Interessen des Schuldners gegen das Gesamtinteresse der Gläubiger (vgl. für § 850i ZPO: BGH, Beschluss vom 26. Juni 2014 - IX ZB 87/13, NZI 2014, 773 Rn. 14;… vom 6. April 2017 - IX ZB 40/16, NZI 2017, 461 Rn. 18; für § 850b ZPO: BGH…, Urteil vom 3. Dezember 2009 - IX ZR 189/08, NZI 2010, 141 Rn. 14).
Gleichwohl bedarf es nach § 36 Abs. 1 Satz 2 InsO, § 850i Abs. 1 ZPO einer wertenden Entscheidung des Vollstreckungsgerichts, ob und wie Pfändungsschutzvorschriften der §§ 850 ff ZPO unter Abwägung der Belange von Schuldner und Gläubiger zur Anwendung kommen (vgl. BGH, Beschluss vom 26. Juni 2014 - IX ZB 87/13, NZI 2014, 773 Rn. 14;… vom 6. April 2017 - IX ZB 40/16, NZI 2017, 461 Rn. 18).
Dabei macht der Senat von der Möglichkeiten Gebrauch, das Insolvenzgericht nochmals mit der Sache zu befassen (vgl. BGH, Beschluss vom 26. Juni 2014 - IX ZB 87/13, WM 2014, 1432 Rn. 16 mwN).
Zugehörigkeit von Einkünften des Schuldners aus Erbbauzinsen zur Insolvenzmasse
https://dejure.org/2014,16737
BGH, 26.06.2014 - IX ZR 200/12 (https://dejure.org/2014,16737)
BGH, Entscheidung vom 26.06.2014 - IX ZR 200/12 (https://dejure.org/2014,16737)
BGH, Entscheidung vom 26. Juni 2014 - IX ZR 200/12 (https://dejure.org/2014,16737)
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§ 96 Abs 1 Nr 3 InsO, § 133 Abs 1 InsO, § 140 InsO
Insolvenzanfechtung gegenüber der Finanzbehörde: Zurechenbarkeit eines Gesamtwissens beteiligter Behörden hinsichtlich des Gläubigerbenachteiligungsvorsatzes
Zurechnung des im maßgeblichen Zeitpunkt vorhandenen Wissens einer anderen Behörde desselben Rechtsträgers auch dann, wenn die Information erst im Laufe des Rechtsstreits zum Zwecke der Aufrechnung eingeholt wird
Aufrechnung mit rückständigen Steuerforderungen - Wissenszurechnung der beteiligten Behörden
InsO § 140; ZPO § 544 Abs. 1 S. 2
Insolvenzanfechtung - und die Wissenszurechnung vom Finanzamt
Wissenszurechnung innerhalb der Finanzbehörde
Wissen der Finanzbehörde wird anderer Behörde bei Insolvenzanfechtung zugerechnet
BGH - XI ZR 200/12 (anhängig)
Ohne Erfolg beruft sich der Beklagte zur Untermauerung seiner Auffassung, für den Beginn der Verjährung komme es bei der Klägerin auf das zurechenbare Gesamtwissen der beteiligten Behörden an, so dass es für die Wissenszurechnung vorliegend ausreichen müsse, dass die Möglichkeit bestanden habe, die Informationen im maßgeblichen Zeitpunkt innerhalb der Organisation - hier der Leistungs- und der Regressabteilung - zusammenzuführen, auf die Entscheidung des Bundesgerichtshofs v. 26.06.2014, - IX ZR 200/12 -.

References: § 36
 § 850
 § 850
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 § 36
 § 850
 § 850
 § 850
 § 850
 § 36
 § 850
 § 850
 § 850
 § 36
 § 850

§ 96
 § 133
 § 140
 § 140
 § 544

BGH