Source: http://www.verwaltung.uni-halle.de/KANZLER/ZGST/ABL/1994/94'1'05.HTM
Timestamp: 2018-10-18 22:03:18+00:00

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4. Jahrgang, Nr. 1 vom 10. Mai 1994, S. 17
Juristische Fakultät Promotionsordnung der Juristischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
§ 12 Veröffentlichung § 13 Vollzug der Promotion
Aufgrund von § 20 und § 98 Abs. 2 Nr. 4 des Gesetzes zur Erneuerung der Hochschulen des Landes Sachsen-Anhalt (Hochschulerneuerungsgesetz) vom 31.07.1991 wird für die Juristische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg die folgende Promotionsordnung erlassen und mit Wirkung vom 30.04.1993 in Kraft gesetzt.
(1) Die besonderen wissenschaftlichen Leistungen nach § 1 Abs. 1 sind nachzuweisen durch a) eine wissenschaftliche Abhandlung (Dissertation) und b) eine mündliche Prüfung (Rigorosum), dabei soll die Dissertation thematischer Anknüpfungspunkt sein.
(2) Der ersten juristischen Staatsprüfung mit Prädikat steht gleich ein im Beitrittsgebiet erworbenes gleichwertiges Diplom einer rechtswissenschaftlichen Fakultät.
(2) Dem Prüfungsausschuß gehören in der Regel an: a) der Dekan oder ein von ihm benannter Vertreter als Vorsitzender, b) die für die Beurteilung der Dissertation bestellten ersten beiden Gutachter.
(1) Die Dissertation ist von drei Hochschullehrern der Fakultät zu begutachten. Für die Zeit der Geltung des HEG muß einer davon ein auswärtiger Gutachter sein. In Einzelfällen kann zusätzlich ein Hochschullehrer eines anderen Fachbereichs oder einer anderen Hochschule zur Begutachtung hinzugezogen werden.
(1) Die Dissertation ist angenommen, wenn die Gutachter die Annahme empfehlen. Lehnt ein bestellter Gutachter die Annahme ab, bestellt der Dekan in Absprache mit den Fachvertretern einen weiteren Gutachter, dessen Bewertung den Ausschlag gibt.
(3) Die mündliche Prüfung wird vor dem Prüfungsausschuß in Form einer Disputation durchgeführt. Sie beginnt mit einem kurzen Vortrag des Doktoranden über Probleme und Ergebnisse der Dissertation sowie mit seiner Stellungnahme zu den Gutachten. An den Vortrag des Doktoranden schließt sich eine wissenschaftliche Aussprache mit den Mitgliedern des Prüfungsausschusses an, die sich, ausgehend von dem Vortrag, auf die Hauptgebiete der Rechtswissenschaft erstrecken soll. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses kann auch anderen Wissenschaftlern der Universität das Wort erteilen.
(2) Von der Dissertation sind 20 Pflichtexemplare innerhalb eines Jahres nach der mündlichen Prüfung in der Fakultät und in der Universitätsbibliothek abzuliefern. Erscheint die Dissertation nicht im Buchhandel, sind 120 Pflichtexemplare abzuliefern.
(3) Der Doktorgrad darf erst nach Vollzug der Promotion geführt werden. (4) Die vollzogene Promotion wird in das Promotionsalbum eingetragen.
(1) Für die Entziehung des Doktorgrades gelten die Vorschriften des § 23 des Hochschulerneuerungsgesetzes.
Die Promotionsordnung tritt am Tage nach der Genehmigung durch das Ministerium für Wissenschaft und Forschung des Landes Sachsen-Anhalt in Kraft.
(Beschlossen auf der Gründungskommissionssitzung am 4. Juli 1992 und 21. September 1992) Vom Ministerium für Wissenschaft und Forschung des Landes Sachsen-Anhalt am 29.04.1993 befristet bis zum 31.03.1994 genehmigt.

References: § 12
 § 13
 § 20
 § 98
 § 1
 § 23