Source: https://www.ah-nunkirchen.de/pflege-begleitung/kosten/
Timestamp: 2019-06-24 17:20:04+00:00

Document:
St. Sebastian Nunkirchen
Was kostet der Heimaufenthalt?
Unsere Preise sind Endpreise; kostenpflichtige Zusatzleistungen entnehmen Sie bitte dem Heimvertrag. Pflegebedürftige mit Pflegestufe haben Anspruch auf diverse Leistungen der Pflegekasse sowie unter Umständen auch auf Leistungen der Sozialämter. Von uns erhalten Sie weitere Informationen zu den Themen, Leistungen der Pflegekasse‚ Pflegewohngeld und Sozialhilfe. Selbstverständlich unterstützen wir Sie auch bei der Erledigung sämtlicher Formalitäten, die ein Heimaufenthalt mit sich bringt (Ämter, Kranken- und Pflegekassen, etc.)
Sprechen Sie uns an – wir informieren Sie gerne.
Telefon: 06874 1819-0
E-Mail: info@ah-nunkirchen.de
Mit den Änderungen durch das Pflegestärkungsgesetz 2 und 3 wurde ab dem 01.01.2017 der Pflegebedürftigkeitsbegriff neu definiert. In §14 (1), SGB XI wird er wie folgt festgeschrieben: "Pflegebedürftig im Sinne dieses Buches sind Personen, die gesundheitlich bedingte Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten aufweisen und deshalb der Hilfe durch andere Bedürfen. Es muss sich um Personen handeln, die körperliche, kognitive oder psychische Beeinträchtigungen oder gesundheitlich bedingte Belastungen oder Anforderungen nicht selbständig kompensieren oder bewältigen können. Die Pflegebedürftigkeit muss auf Dauer, voraussichtlich für mindestens sechs Monate und mit mindestens der in § 15 festgelegten Schwere bestehen."
Das Pflegestärkungsgesetz 2 hat nicht nur die Begrifflichkeit neu beschrieben sondern auch die Leistungen und Ansprüche neu festgesetzt. Es gelten fünf Pflegegrade mit neuen Leistungsbeträgen. Folgende Leistungen gewährt die Pflegeversicherung monatlich:
Pflegegrad 1: 125 €
Pflegegrad 2: 770 €
Pflegegrad 3: 1.262 €
Pflegegrad 4: 1.775 €
Pflegegrad 5: 2.005 €
Die Leistungen der Pflegeversicherung reichen zur Abdeckung des monatlichen Heimentgeltes nicht aus. Daher ist ein Eigenanteil zu zahlen. Der seit dem 1. Januar 2017 für vollstationäre Pflegeeinrichtungen geltende einrichtungseinheitliche Eigenanteil gilt für den Pflegegrad 2-5. Damit zahlen Pflegebedürftige im Pflegegrad 5 genauso viel wie im Pflegegrad 2, 3 oder 4. Der Eigenanteil im Pflegegrad 1 ist höher. Es kann ein zusätzlicher Anspruch auf Leistungen aus dem SGB XII – Pflegewohngeld, Hilfe zur Pflege, Sozialhilfe –bestehen. Gerne informieren wir Sie.
Die aktuellen Heimentgelte (gültig ab 01.01.2019) entnehmen Sie bitte der nachfolgenden Information:
Preise LZP2019
Leistungen der Pflegeversicherung nach SGB XI
Im Rahmen des § 42 SGB XI – Kurzzeitpflege Anspruchsberechtigte der Pflegegrade 2-5 – besteht die Möglichkeit, dass pflegende Angehörige durch die Inanspruchnahme von Kurzzeitpflege für maximal 8 Wochen im Kalenderjahr, entlastet werden können. Die Pflegekasse übernimmt hierzu die pflegebedingten Aufwendungen bis zu einem Gesamtbetrag von 1.612 € im Kalenderjahr.
An die Kurzzeitpflege anschließend kann das Budget der Verhinderungspflege (§ 39 Satz 3 SGB XI) in vollem Umfang verwendet werden, das heißt das Budget erhöht sich um weitere 1.612 € auf insgesamt 3.224 €.
Bei fehlender Pflegebedürftigkeit haben Versicherte nach einem Krankenhausaufenthalt, nach einer ambulanten Operation oder nach ambulanter Krankenhausbehandlung, Anspruch auf die im Einzelfall erforderliche Kurzzeitpflege entsprechend § 42 SGB XI für eine Übergangszeit von maximal vier Wochen im Kalenderjahr. Der Leistungsanspruch wird subsidiär gewährt, wenn die häusliche Grundpflege nach § 37 SGB (1a) SGB V nicht ermöglicht werden kann.
Der Entlastungsbetrag i. H. v. 125 €/Monat kann auch für die Erstattung von Aufwendungen der Kurzzeitpflege in Anspruch genommen werden (§ 45 b (1) Entlastungsbetrag für Pflegebedürftige in häuslicher Pflege).
Leistungen der Krankenversicherung nach SGB V
Mit Einführung des Pflegestärkegesetzes II am 1. Januar 2017 wurde auch ein neuer Anspruch der Kurzzeitpflege bei fehlender Pflegebedürftigkeit geregelt. Damit hat jeder Versicherte Anspruch auf erforderliche Kurzzeitpflege, wenn Leistungen der häuslichen Krankenpflege nach einer schweren Krankheit oder bei einer akuten Verschlimmerung einer Krankheit, insbesondere nach einem Krankenhausaufenthalt, nach einer ambulanten Operation oder nach einer ambulanten Krankenhausbehandlung, nicht ausreichen, um ein Verbleiben in der Häuslichkeit zu ermöglichen. Anspruchsberechtigt sind Versicherte die nicht oder noch nicht pflegebedürftig im Sinne des SGB XI sind - also nicht in einen Pflegegrad eingestuft sind und Leistungen der Pflegeversicherung erhalten oder in Pflegegrad 1 eingestuft sind und damit keinen Anspruch auf Leistungen zur Kurzzeitpflege der Pflegeversicherung haben. Nur wenn ein besonderer Unterstützungsbedarf besteht, kommt die Leistung der Kurzzeitpflege als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung in Betracht.
Nach § 39c SGB V übernimmt die Krankenkasse den Pflegesatz und Ausbildungsbeitrag (Beträge siehe Heimentgelte) bis zu einem Betrag von 1.612 Euro im Kalenderjahr. Der Anspruch ist auf acht Wochen beschränkt.Anfallende Kosten für Verpflegung, Unterkunft sowie Investitionskosten sind vom Versicherten selbst zu tragen.
Heimentgelt Kurzzeitpflege 2019
Die Kosten für die Aufnahme in unser Palliativzimmer sind identisch mit den Kosten der Vollstationären Pflege.
Preise LZPF

References: §14
 § 15
 § 42
 § 42
 § 37
 § 39