Source: http://m.hensche.de/Urteile_Arbeitsrecht_Betriebsbedingte_Kuendigung_oder_Weiterbeschaeftigung_im_Ausland_LAG_Duesseldorf_15Sa485-12_u.html
Timestamp: 2017-06-26 19:11:33+00:00

Document:
HENSCHE Arbeitsrecht: 15 Sa 485/12
Arbeitsgericht Solingen, Urteil vom 03.02.2012, 3 Ca 1016/11Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 29.08.2013, 2 AZR 808/12
M. e. M. C. T., X. straße 33, X.,
E. & Co. Ver­band­stoff-Fa­brik Dr. X. & Co., ver­tre­ten durch die Dr. X. Ver­wal­tungs- u. Be­tei­li­gungs­ge­sell­schaft mbH, die­se ver­tre­ten durch die Geschäftsführer H. X. und V. X., O. haus 27, X.,
hat die 15. Kam­mer des Lan­des­ar­beits­ge­richts Düssel­dorf auf die münd­li­che Ver­hand­lung vom 05.07.2012 durch die Vor­sit­zen­de Rich­te­rin am Lan­des­ar­beits­ge­richt Dr. Stol­ten­berg als Vor­sit­zen­de so­wie den eh­ren­amt­li­chen Rich­ter Dült­gen und den eh­ren­amt­li­chen Rich­ter Foit­lin­ski
Die Be­ru­fung der Kläge­rin ge­gen das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts So­lin­gen vom 03.02.2012 – 3 Ca 1016/11 – wird kos­ten­pflich­tig zurück­ge­wie­sen.Die Re­vi­si­on wird zu­ge­las­sen.
Die am 27.03.1952 ge­bo­re­ne Kläge­rin wur­de 1973 in Por­tu­gal an­ge­wor­ben und war so­dann auf­grund des Ar­beits­ver­tra­ges vom 03.05.1973 (Ko­pie Bl. 8 ff. d. A.) un­un­ter­bro­chen als Kon­fek­tio­nie­re­rin für die Be­klag­te tätig. Sie ver­dien­te zu­letzt mo­nat­lich 2.400,00 € brut­to. Die Be­klag­te stellt Ver­bands­stof­fe her, die in Tsche­chi­en pro­du­ziert wer­den. Die End­fer­ti­gung, Ver­pa­ckung und der­glei­chen er­folg­te im Be­trieb X.. Die­se Pro­duk­ti­on in X. soll­te nach An­ga­be der Be­klag­ten ab dem 01.02.2012 in die Tsche­chi­sche Re­pu­blik ver­la­gert wer­den.
Ei­nen Be­triebs­rat gibt es in dem Be­trieb der Be­klag­ten nicht.
Die Be­klag­te hat ent­spre­chend ei­nem Ge­sell­schaf­ter­be­schluss vom 13.06.2011 (Ko­pie der Nie­der­schrift Bl. 44 d. A.) den Pro­duk­ti­ons­be­trieb in X. zum 31.01.2012 still­ge­legt. Die Pro­duk­ti­ons­ma­schi­nen wer­den in die seit 15 Jah­ren exis­tie­ren­den Pro­duk­ti­onsstätte in Ja­ro­mer (Tsche­chi­sche Re­pu­blik) ver­bracht.
Bis zum 30.06.2012 wird in den Ab­tei­lun­gen Großver­sand, Wa­re­n­an­nah­me, Klein­ver­sand, La­ger und Qua­litäts­si­che­rung noch ge­ar­bei­tet. Die dort beschäftig­ten An­ge­stell­ten C. und T. wer­den zum 30.06.2012 we­gen Ein­tritt in die Al­ters­ren­te aus­schei­den.
Un­berührt von der Maßnah­me bleibt der kaufmänni­sche Büro­be­reich (Fi­nanz­buch­hal­tung, Lohn­ab­rech­nung, Ein­kauf, Ver­kauf).
Im Hin­blick auf die Still­le­gung des Pro­duk­ti­ons­be­trie­bes hat die Be­klag­te die Ar­beits­verhält­nis­se al­ler in der Pro­duk­ti­on beschäftig­ten Ar­beit­neh­mer zum
31.01.2012 gekündigt. Un­ter dem 27.06.2011 er­folg­te die An­zei­ge gemäß § 17 KSchG (Ko­pi­en Bl. 52 ff. d. A.). Aus­weis­lich des Be­schei­des der Bun­des­agen­tur für Ar­beit vom 14.07.2011 (Ko­pie Bl. 57 d. A.) ist die An­zei­ge am 27.06.2011 bei der Bun­des­agen­tur für Ar­beit ein­ge­gan­gen.
Die Kündi­gung der Kläge­rin er­folg­te mit Schrei­ben vom 28.06.2011 (Ko­pie Bl. 12 d. A.) zum 31.01.2012.
Ge­gen die Kündi­gung wehrt sich die Kläge­rin mit ih­rer am 18.07.2011 ein­ge­reich­ten Kündi­gungs­schutz­kla­ge.
Die Kläge­rin, die die Still­le­gung nicht be­strei­tet und auch einräumt, dass das Still­le­gungs­kon­zept der Be­klag­ten für ei­ne so­zia­le Aus­wahl nach § 1 Abs. 3 KSchG kei­nen Raum lässt, hält das Ver­hal­ten der Be­klag­ten in ho­hem Maße für un­so­zi­al. Sie hat dar­auf ver­wie­sen, dass sie knapp 40 Jah­re für die Be­klag­te ge­ar­bei­tet ha­be. Es ge­he nicht an, dass sie jetzt oh­ne je­de Entschädi­gung den Be­trieb der Be­klag­ten ver­las­sen müsse. Nach wie vor wer­de der Be­trieb der Be­klag­ten auf­recht­er­hal­ten. Das ope­ra­ti­ve Geschäft wer­de fort­geführt. Die Be­klag­te er­war­te Ge­win­ne und sei of­fen­kun­dig nicht be­reit, die Kläge­rin an den zu er­war­ten­den Ge­win­nen teil­neh­men zu las­sen und ihr ei­ne Entschädi­gung zu zah­len.
fest­zu­stel­len, dass das Ar­beits­verhält­nis der Par­tei­en durch die or­dent­li­che Kündi­gung der Be­klag­ten vom 28. Ju­ni 2011, zu­ge­gan­gen am sel­ben Ta­ge, nicht auf­gelöst wor­den ist.
Die Be­klag­te hat die An­sicht ver­tre­ten, die Kündi­gung sei so­zi­al ge­recht­fer­tigt. An­ge­sichts der fi­nan­zi­el­len Si­tua­ti­on der Be­klag­ten sei auch die Zah­lung ei­ner Ab­fin­dung nicht möglich.
Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge ab­ge­wie­sen. We­gen der dies­bezügli­chen Gründe wird auf die Ent­schei­dungs­gründe im an­ge­foch­te­nen Ur­teil (Bl. 81 d. A.) Be­zug ge­nom­men.
Mit ih­rer form- und frist­ge­recht ein­ge­leg­ten und be­gründe­ten Be­ru­fung rügt die Kläge­rin im We­sent­li­chen, dass die Be­klag­te auf die jahr­zehn­te­lang bei ihr beschäftig­ten Be­triebs­an­gehöri­gen hätte Rück­sicht neh­men müssen. Sie hätte Über­le­gun­gen an­stel­len müssen, je­den­falls für die langjährig Beschäftig­ten vorüber­ge­hend ei­ne Si­tua­ti­on zu schaf­fen, die es er­laubt hätte, bis zu ih­rem Ein­tritt in das Ren­ten­al­ter beschäftigt zu blei­ben. Die Be­klag­te sei zu kei­ner Zeit an die Kläge­rin her­an­ge­tre­ten mit der Fra­ge, ob ihr auch ei­ne Über­sied­lung nach Ja­ro­mer (Tsche­chi­sche Re­pu­blik) möglich sei. Zu­min­dest hätte sie da­mit der Kläge­rin die Möglich­keit ein­geräumt, über ei­nen Um­zug nach­zu­den­ken.
fest­zu­stel­len, dass das Ar­beits­verhält­nis der Par­tei­en durch die or­dent­li­che Kündi­gung der Be­klag­ten vom 28.06.2011, zu­ge­gan­gen am sel­ben Ta­ge, nicht auf­gelöst wor­den ist.
die Be­ru­fung ge­gen das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts So­lin­gen vom 03.02.2012 – 3 Ca 1016/11 – kos­ten­pflich­tig zurück­zu­wei­sen.
Die Be­klag­te ver­weist auf ei­ne Ent­schei­dung des Lan­des­ar­beits­ge­richts Ber­lin-Bran­den­burg vom 05.05.2011 – 5 Sa 220/11, so­weit die Kläge­rin die Auf­fas­sung ver­tre­ten hat, die Be­klag­te hätte ihr ge­genüber ei­ne Ände­rungskündi­gung für die Be­triebsstätte in Ja­ro­mer aus­spre­chen müssen. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt Ber­lin-Bran­den­burg er­ach­te ei­ne Ände­rungskündi­gung als nicht zu­mut-
bar. Dies im Übri­gen für bei­de Par­tei­en. Wei­ter führe das Lan­des­ar­beits­ge­richt aus, dass der Be­triebs­be­griff des Kündi­gungs­schutz­ge­set­zes im Aus­land ge­le­ge­ne Be­trie­be nicht er­fas­se. Im Übri­gen wäre ein ent­spre­chen­des Ände­rungs­an­ge­bot an die Kläge­rin für die­se nicht zu­mut­bar ge­we­sen. Die Be­klag­te ha­be des­halb zwei­fels­frei da­von aus­ge­hen können, dass die Kläge­rin nicht be­reit sei, an den Stand­ort der Be­triebsstätte in Ja­ro­mer zu wech­seln.
Zu Recht und mit zu­tref­fen­der Be­gründung, auf die zwecks Ver­mei­dung überflüssi­ger Wie­der­ho­lun­gen gemäß § 69 Abs. 2 ArbGG Be­zug ge­nom­men wird, hat das Ar­beits­ge­richt die Kla­ge ab­ge­wie­sen und sei­ner Ent­schei­dung zu­grun­de ge­legt, dass das Ar­beits­verhält­nis der Par­tei­en durch die streit­ge­genständ­li­che Kündi­gung mit Ab­lauf des 31.01.2012 auf­gelöst wor­den ist.
1. Ge­gen die dies­bezügli­chen Ausführun­gen und Fest­stel­lun­gen des Ar­beits­ge­richts in dem an­ge­foch­te­nen Ur­teil wen­det sich die Kläge­rin im Rah­men ih­rer Be­ru­fung nicht. Gleich­wohl hält sie die vor­lie­gen­de Kündi­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses durch die Be­klag­te nach wie vor für so­zi­al nicht ge­recht­fer­tigt. Die dies­bezüglich von der Kläge­rin an­geführ­ten Gründe sind - bis auf ei­nen - al­le­samt recht­lich ir­re­le­vant, da für die ein­ge­for­der­te ar­beit­ge­ber­sei­ti­ge Rück­sicht­nah­me oder die kläger­seits an­ge­stell­ten Über­le­gun­gen zu Al­ter­na­tiv­maßnah­men, die so­zia­ler ge­we­sen wären, kei­ne Rechts­grund­la­ge be­steht, auf-
grund de­rer sol­cher Art Ge­sichts­punk­te bei der Über­prüfung der Rechtmäßig­keit der hier streit­ge­genständ­li­chen Kündi­gung ei­ne Rol­le hätten spie­len können.
2. Ein­zig die Rüge der Kläge­rin, dass die Be­klag­te zu kei­ner Zeit an sie her­an­ge­tre­ten sei mit der Fra­ge, ob ihr auch ei­ne Über­sied­lung nach Ja­ro­mer möglich sei und ihr da­mit zu­min­dest die Möglich­keit ein­geräumt ge­we­sen wäre, über ei­nen Um­zug nach­zu­den­ken, ist von recht­li­cher Re­le­vanz.
a) Mit die­ser Rüge an­ge­spro­chen ist die Fra­ge, ob die Be­klag­te vor­ran­gig ei­ne Ände­rungskündi­gung hätte aus­spre­chen und der Kläge­rin ei­ne Wei­ter­beschäfti­gung in Ja­ro­mer hätte an­bie­ten müssen. Die­se Möglich­keit schei­tert vor­lie­gend nicht dar­an, dass es sich bei der Be­triebsstätte in Ja­ro­mer um ei­ne recht­lich selbständi­ge Fir­ma han­deln würde. Dass dies nicht der Fall ist und es sich da­bei um ei­ne rei­ne Be­triebsstätte der Be­klag­ten han­delt, er­gibt sich mit al­ler Deut­lich­keit aus dem be­klag­ten­seits vor­ge­leg­ten Um­set­zungs­be­schluss vom 20.06.2011.Des­wei­te­ren schei­tert die kläger­seits an­ge­spro­che­ne Wei­ter­beschäfti­gungsmöglich­keit in Ja­ro­mer auch nicht dar­an, dass die­se nicht hin­rei­chend ge­nau gel­tend ge­macht wor­den wäre. Zwi­schen den Par­tei­en steht außer Streit, dass der zu­vor im Be­trieb der Be­klag­ten in X. wahr­ge­nom­me­ne Auf­ga­ben­be­reich der „End­fer­ti­gung“ nach Ja­ro­mer ver­la­gert wor­den ist (u. a. aus Gründen der Lohn­kos­ten­sen­kung). Der vor­mals in X. an­ge­sie­del­te Ar­beits­be­darf, der dort bis­lang ei­nen Beschäfti­gungs­be­darf u. a. für die Kläge­rin be­ding­te, ist mit­hin nicht fort­ge­fal­len, son­dern be­steht nun­mehr in Ja­ro­mer.
Die­ser hin­rei­chend spe­zi­fi­zier­ten Wei­ter­beschäfti­gungsmöglich­keit hat die Be­klag­te le­dig­lich den vom Lan­des­ar­beits­ge­richt Ber­lin-Bran­den­burg an­ge­spro­che­nen Ge­sichts­punkt der bei­der­sei­ti­gen Un­zu­mut­bar­keit ent­ge­gen­ge­setzt. In­so­weit wird be­reits nicht hin­rei­chend deut­lich, ob sie ei­ne wech­sel­sei­ti­ge Un­zu­mut­bar­keit auch im vor­lie­gen­den Fall hat be­haup­ten wol­len. Auch hat sie we­der für sich noch für die Kläge­rin in­so­weit ir­gend­wel­che kon­kre­ten Gründe ge­nannt. Ins­be­son­de­re hat sie nicht dar­ge­legt, dass und war­um es sich bei
ei­ner Wei­ter­beschäfti­gung in Ja­ro­mer um ei­nen Ex­trem­fall han­deln soll­te, bei dem nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ar­beits­ge­richts (BAG vom 21.04.2005 – 2 AZR 132/04, BAG vom 21.09.2006 – 2 AZR 607/05) aus­nahms­wei­se ei­ne an sich ge­ge­be­ne Wei­ter­beschäfti­gung nicht an­ge­bo­ten wer­den muss. Grundsätz­lich hat der Ar­beit­neh­mer nämlich selbst zu ent­schei­den, ob er ei­ne Wei­ter­beschäfti­gung un­ter mögli­cher­wei­se er­heb­lich ver­schlech­ter­ten Ar­beits­be­din­gun­gen für zu­mut­bar hält oder nicht. Sol­ches hat die Kläge­rin aus­drück­lich für sich im Rah­men der Be­ru­fungs­be­gründung in An­spruch ge­nom­men, wenn sie dar­auf ver­weist, dass ihr zu­min­dest die Möglich­keit hätte ein­geräumt wer­den müssen, über ei­nen Um­zug nach­zu­den­ken.
Auch so­weit die Be­klag­te im Rah­men der Be­ru­fung wei­ter­hin dar­auf ver­weist, dass sie zwei­fels­frei da­von ha­be aus­ge­hen können, dass die Kläge­rin nicht be­reit sei, an den Stand­ort der Be­triebsstätte in Ja­ro­mer zu wech­seln, fehlt es an jed­we­der nähe­rer Be­gründung. Zwar ist es ei­nem Ar­beit­neh­mer ver­wehrt, den Ar­beit­ge­ber bei ei­ner aus­ge­spro­che­nen Be­en­di­gungskündi­gung auf ei­ne mögli­che Ände­rungskündi­gung mit dem ab­ge­lehn­ten In­halt zu ver­wei­sen, wenn er das Ände­rungs­an­ge­bot zu­vor vor­be­halt­los und endgültig ab­ge­lehnt hat, d. h. wenn er hat er­ken­nen las­sen, dass er das Ände­rungs­an­ge­bot in kei­nem Fall an­neh­men wer­de (BAG vom 21.04.2005 – 2 AZR 132/04, Rdn. 49 - zi­tiert nach ju­ris). Dass ein sol­cher Fall vor­lie­gend ge­ge­ben ist, hat die Be­klag­te nicht an­satz­wei­se dar­ge­tan.
b) Die so­mit an sich be­acht­li­che Rüge der Kläge­rin im Hin­blick auf das feh­len­de An­ge­bot ei­ner Wei­ter­beschäfti­gung in Ja­ro­mer schei­tert letzt­lich je­doch dar­an, dass nach Auf­fas­sung der Kam­mer mit ei­ner Wei­ter­beschäfti­gung in Ja­ro­mer kei­ne Wei­ter­beschäfti­gungsmöglich­keit im Sin­ne des § 1 KSchG an­ge­spro­chen ist, da als „Be­trieb“ im Sin­ne des § 1 KSchG nur die in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land lie­gen­den or­ga­ni­sa­to­ri­schen Ein­hei­ten bzw. Tei­le ei­nes Un­ter­neh­mens an­ge­se­hen wer­den können, nicht aber auch außer­halb der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land ge­le­ge­ne or­ga­ni­sa­to­ri­sche Ein­hei­ten bzw. Be­trie­be. In­so­weit schließt sich die Kam­mer der Ent­schei­dung des Lan­des­ar­beits­ge­richts Ber­lin-Bran­den­burg (vom 05.05.2011 – 5 Sa 220/11) an,
wel­ches (im Ge­gen­satz zum Lan­des­ar­beits­ge­richt Ham­burg, Ur­teil vom 22.03.2011 – 1 Sa 2/11) in An­leh­nung an die Ent­schei­dung des Bun­des­ar­beits­ge­richts vom 26.03.2009 – 2 AZR 883/07 – die An­sicht ver­tre­ten hat, dass der ers­te Ab­schnitt des Kündi­gungs­schutz­ge­set­zes nur auf in Deutsch­land ge­le­ge­ne Be­trie­be an­zu­wen­den ist.
Von da­her konn­te der Be­ru­fung der Kläge­rin kein Er­folg be­schie­den sein.
Die Kos­ten des er­folg­los ge­blie­be­nen Rechts­mit­tels hat die Kläge­rin zu tra­gen, § 97 Abs. 1 ZPO.
Die Re­vi­si­on war we­gen Vor­lie­gens der Vor­aus­set­zung nach § 72 Abs. 2 Zif­fer 1 und 2 ArbGG zu­zu­las­sen.	m.hensche.de
zur Übersicht 15 Sa 485/12 Kontakt

References: § 17
 § 1
 § 69
 § 1
 § 1
 § 97
 § 72