Source: http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=SozR%203-2500%20%C2%A7%2027%20Nr.%205
Timestamp: 2013-05-25 01:17:12+00:00

Document:
Rechtsprechung: SozR 3-2500 � 27 Nr. 5
Rechtsprechung BSG, 05.07.1995 - 1 RK 6/95 Volltextver�ffentlichungen (2)
Leistungspflicht - Krankenkasse - Drogensubstitution Remedacen - neue Behandlungsmethode (Au�enseitermethode) - Anforderungen an Nachweis der Wirksamkeit
Leistungspflicht der Krankenkassen bei Drogensubstitution f�r Heroinabh�ngige, Wirksamkeit neuer Behandlungsmethoden
BSG - B 1 RK 6/95
SG Gie�en, 17.05.1991 - S 9 KR 651/90
LSG Hessen, 27.05.1994 - L 1 KR 595/91
BSG, 31.01.1995 - 1 BK 31/94
BSGE 76, 194
NJW 1996, 2451
MDR 1996, 397
NZS 1996, 169
DB 1996, Beil. 14 S. 4
Wird zitiert von ... (141) BSG, 30.09.1999 - B 8 KN 9/98 KR R Krankenversicherung - behandlungsbed�rftige Krankheit - erektile Dysfunktion - …Anhaltspunkte daf�r, da� die arterielle Durchblutungsst�rung des Penisschwellk�rpers, auf der die erektile Dysfunktion des Kl�gers beruht, entweder selbst vorrangig behandelbar ist oder wiederum auf eine vorrangig behandelbare Grundkrankheit zur�ckzuf�hren ist (s hierzu BSG vom 5. Juli 1995, BSGE 76, 194, 201), fehlen.Die Bef�rchtungen, damit w�rde eine "Lifestyle-Droge", die das Leben lediglich angenehmer mache, jedoch keine Heilung bewirke, die gesetzliche Krankenversicherung ausbluten (Krimmel, Deutsches �rzteblatt 95 - 1998 -, C-1107 f), es werde sich insbesondere ein Schwarzmarkt an von den Versicherten nicht pers�nlich gebrauchten Tabletten entwickeln (s "bw" in: Der Kassenarzt 36/1998, 22; allg zur Wirtschaftlichkeit bei der M�glichkeit einer Weitergabe eines Arzneimittels: BSG, 1. Senat, vom 5. Juli 1995, BSGE 76, 194, 201 f und 6. Senat vom 18. Oktober 1995, SozR 3-5550 � 17 Nr. 2 S 8), m�gen nachvollziehbar sein.Auf diese Frage ist der 1. Senat zun�chst nicht eingegangen (…s BSG vom 8. M�rz 1995, SozR 3-2500 � 31 Nr. 3, S 11 - Edelfosin - zum Hinweis des damaligen Kl�gers auf das "Aciclovir"-Urteil des OLG K�ln), sp�ter hat er sie jedoch zumindest konkludent bejaht: Im "Remedacen"-Urteil vom 5. Juli 1995 (BSGE 76, 194, 196) geht der 1. Senat davon aus, da� die beklagte Krankenkasse nicht zur Kostenerstattung verpflichtet w�re, wenn das Pr�parat zu den nicht verkehrsf�higen oder nicht verschreibungsf�higen Arzneimitteln geh�rte (Hinweis auf die Urteile "Goldnerz-Aufbaucreme" und "Edelfosin").Dem ganz entsprechend hat auch der 1. Senat des BSG die noch im "Remedacen"-Urteil (BSG vom 5. Juli 1995, BSGE 76, 194, 197 ff) vertretene Ansicht aufgegeben, (noch) nicht vom Bundesausschu� der �rzte und Krankenkassen empfohlene neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden d�rften dann zu Lasten der Krankenkassen abgerechnet werden, wenn bestimmte Voraussetzungen (Nachweis der Wirksamkeit anhand von Statistiken; keine durchgreifenden Bedenken hinsichtlich von Nebenwirkungen) erf�llt seien.Der Senat kann f�r den hier zu entscheidenden Fall ebenfalls dahingestellt sein lassen, ob die Behandlung mit einem Arzneimittel au�erhalb seines zugelassenen Anwendungsbereichs nicht (auch) zumindest eine "neue Behandlungsmethode" iS des � 92 Abs. 1 Satz 2 Nr. 5, � 135 Abs. 1 SGB V darstellt (so in der Tendenz bereits BSG, 1. Senat, vom 5. Juli 1995, BSGE 76, 194, 197), deren Anwendung nach der neueren Rechtsprechung des BSG grunds�tzlich eine vorherige Empfehlung des Bundesausschusses der �rzte und Krankenkassen in den entsprechenden Richtlinien voraussetzt (s BSG, 1. Senat, vom 16. September 1997, BSGE 81, 54, 57 ff).Der Senat tr�gt damit dem durch das Urteil des 1. Senats vom 5. Juli 1995 (BSGE 76, 194, 196) begr�ndeten Vertrauen darauf Rechnung, da� auch indikationsfremde Verordnungen zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung zul�ssig sind.
BSG, 16.09.1997 - 1 RK 28/95 Amtlich ver�ffentlichte EntscheidungDa zahlreiche nichtschulmedizinische Methoden auf ganzheitlichen Gestaltungsprinzipien beruhten, k�nne entgegen der Auffassung des Bundessozialgerichts (BSG) im Urteil vom 5. Juli 1995 (BSGE 76, 194 = SozR 3-2500 � 27 Nr. 5) ein statistischer Wirksamkeitsnachweis nicht gefordert werden.Mit ihrer Revision r�gt die Beklagte die Verletzung von Vorschriften des SGB V, insbesondere des � 2 Abs. 1, � 13 Abs. 3 und � 135 Abs. 1, sowie eine Abweichung vom Urteil des Senats vom 5. Juli 1995 (BSGE 76, 194 = SozR 3-2500 � 27 Nr. 5).Von der anderslautenden Rechtsprechung zur Rechtslage vor Inkrafttreten des SGB V (…BSGE 70, 24 = SozR 3-2500 � 12 Nr. 2;… BSGE 64, 255 = SozR 2200 � 182 Nr. 114 jeweils mwN; f�r das Recht der privaten Krankenversicherung daran ankn�pfend: BGHZ 133, 208, 215 = LM AVB f Krankheitskosten- u Krankenhaustagegeldvers Nr. 26 Bl 3; zur Rechtslage im Beihilferecht vgl BVerwG Buchholz 271 LBeihilfeR Nr. 15 S 9 = NJW 1996, 801, 802; Buchholz 238.927 BVO NW Nr. 6 = NJW 1985, 1413) hat sich der Senat bereits im Urteil vom 5. Juli 1995 teilweise distanziert (BSGE 76, 194 = SozR 3-2500 � 27 Nr. 5).Die Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenkassen f�r die Drogensubstitution mit dem Hustenmittel Remedacen hat der Senat in diesem Sinne davon abh�ngig gemacht, ob der Erfolg der Ersatzdroge in einer f�r die sichere Beurteilung ausreichenden Zahl von Behandlungsf�llen aufgrund wissenschaftlich einwandfrei gef�hrter Statistiken belegt werden kann (BSGE 76, 194, 199 = SozR 3-2500 � 27 Nr. 5 S 12).
BSG, 04.04.2006 - B 1 KR 12/05 R Krankenversicherung - neue im AuslandHieran fehlte es im Falle des Kl�gers, denn Krankenkassen sind nicht bereits dann leistungspflichtig, wenn die streitige Therapie im konkreten Fall nach Einsch�tzung des Versicherten oder seiner behandelnden �rzte positiv verlaufen ist bzw wenn einzelne �rzte die Therapie bef�rwortet haben (vgl BSGE 76, 194, 198 = SozR 3-2500 � 27 Nr. 5 S 11 - Remedacen(r);… BSGE 93, 236, 239 = SozR 4-2500 � 27 Nr. 1 RdNr 11).Letztere erfordert, dass Qualit�t und Wirksamkeit der streitbefangenen Leistungen dem allgemein anerkannten Stand der medizinischen Erkenntnisse entsprechen, die sich in zuverl�ssigen wissenschaftlich nachpr�fbaren Aussagen niedergeschlagen haben m�ssen (stRspr seit BSGE 76, 194, 199 = SozR 3-2500 � 27 Nr. 5 - Remedacen(r);… BSGE 81, 54, 66 f = SozR 3-2500 � 135 Nr. 4;… BSG SozR 3-2500 � 92 Nr. 12 S 71;… BSGE 94, 221, 232 = SozR 4-2400 � 89 Nr. 3 RdNr 23); f�r den Fall rechtswidriger Unt�tigkeit sind Lockerungen hinsichtlich dieses Wirksamkeitsnachweises in dem Sinne anerkannt worden, dass f�r den dann in Betracht kommenden Kostenerstattungsanspruch nach � 13 Abs. 3 SGB V die blo�e Verbreitung einer Methode ausreichen kann (…vgl BSGE 81, 54, 68 f = SozR 3-2500 � 135 Nr. 4;… BSG SozR 3-2500 � 92 Nr. 12 S 71;… BSGE 94, 221, 232 = SozR 4-2400 � 89 Nr. 3 RdNr 23 mwN).Seine Aufgabe ist es vielmehr, sich einen �berblick �ber die ver�ffentlichte Literatur und die Meinung der einschl�gigen Fachkreise zu verschaffen und danach festzustellen, ob ein durch wissenschaftliche Studien hinreichend untermauerter Konsens �ber die Qualit�t und Wirksamkeit der in Rede stehenden Behandlungsweise besteht (…BSG SozR 4-2500 � 135 Nr. 1 S 3 f; BSGE 76, 194, 199 = SozR 3-2500 � 27 Nr. 5 S 12 zum Erfordernis des Wirksamkeitsnachweises;… BSGE 84, 90, 96 f = SozR 3-2500 � 18 Nr. 4 S 18 und SozR 3-2500 � 92 Nr. 12 S 71 f jeweils zum Begriff des "allgemein anerkannten Standes der medizinischen Erkenntnisse"; Senats-Urteil vom 27. September 2005 - B 1 KR 28/03 R).
SG Hamburg, 26.02.2003 - S 3 KA 254/01 Dies ist um so bedeutsamer, als die Entscheidungen des BSG vom 5.7.1995 (Az. 1 RK 6/95 = BSGE 76, 194 ff.), vom 18.10.1995 (…Az. 6 RKa 3/93 = SozR 3-5550 � 17 Nr. 2, allerdings ohne eigene Entscheidung zur Frage der Zul�ssigkeit einer Verordnung), vom 17.1.1996 (…Az. 3 RK 26/94 = SozR 3-2500 � 129 Nr. 1, S. 1 ff.) und vom 19.6.1996 (Az. 6 RKa 27/95) zur Remedacen-Substitution nach Inkrafttreten der Richtlinien ergangen sind.In den genannten Entscheidungen hat das BSG best�tigt, dass zum Anspruch der Versicherten auf Versorgung mit Arzneimitteln unter bestimmten Voraussetzungen bei heroins�chtigen Patienten auch die Drogensubstitution mit dem Arzneimittel Remedacen (entsprechend DHC) geh�rt, sie mithin nicht generell von der Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenversicherung ausgeschlossen ist (BSGE 76, 194, 196 ff.;… BSG SozR 3-2500 � 129 Nr. 1, S. 1, 11; BSG 6 RKa 27/95 S. 5).Es hat weiter betont, dass ungeachtet der Regelung des � 135 Abs. 1 SGB V der Anspruch der Versicherten im Einzelfall ausnahmsweise weiter reichen k�nne als die nach dieser Vorschrift anerkannten Untersuchungs- und Behandlungsmethoden (BSGE 76, 194, 197).Der Umstand, dass - im Gegensatz zur Methadonsubstitution - keine Empfehlung des Bundesausschusses der �rzte und Krankenkassen vorgelegen habe, schliesse den Leistungsanspruch des Versicherten und damit die Verordnung nicht aus (BSGE 76, 194, 197).Und es hat schlie�lich ausgef�hrt, dass Remedacen statt Methadon m�glicherweise dann als Substitutionsmittel in Betracht komme, wenn der Versicherte allein durch die Anwendung dieses Mittels in die Lage versetzt werde, sich, sei es durch eine Radikalkur, sei es durch eine allm�hliche Verringerung der Ersatzdroge, von der Drogenabh�ngigkeit zu befreien (BSGE 76, 194, 201/202).In seinem Urteil vom 5.7.1995 hatte das BSG ausgef�hrt, dass es rechtlich keine Rolle spiele, dass Remedacen f�r die Anwendung bei akutem oder chronischen Reizhusten zugelassen worden sei und nicht als Substitutionsmittel bei Drogenabh�ngigkeit (BSGE 76, 194, 196).Vielmehr hat das BSG bereits in seinen Urteilen zur Remedacen-Substitution betont, dass auch bei einer grunds�tzlich zul�ssigen Substitution die sich aus der Verpflichtung zur wirtschaftlichen Verordnungsweise im Sinne des � 12 Abs. 1 SGB V ergebenden Anforderungen zu beachten sind (BSG 6 RKa 27/95 S. 5) und es bei einer Drogensubstitution zwingend geboten ist, dass der behandelnde Arzt die substituierten Patienten st�ndig betreut und kontrolliert, da nur auf diese Weise sichergestellt werden kann, dass die Patienten die zur Substitution verordneten Mittel tats�chlich einnehmen, die Drogenersatzmittel von den Patienten somit nicht missbraucht, insbesondere nicht an andere Personen weitergegeben werden k�nnen (BSGE 76, 194, 202;… BSG SozR 3-2500 � 129 Nr. 1, S. 1, 14; BSG 6 RKa 3/93 S. 12; BSG 6 RKa 27/95 S. 6;… siehe hierzu auch die Leitlinien f�r die Substitutionsbehandlung Opiatabh�ngiger der Hamburger �rztekammer, H�B 1996, S. 588, 590).Eine begleitende Kontrolle ist weiter auch deshalb geboten, um auszuschlie�en, dass ein Beigebrauch anderer Drogen stattfindet (BSGE 76, 194, 202;… BSG 6 RKa 3/93 a.a.O.;… BSG 6 RKa 27/95 a.a.O.).
BSG, 20.03.1996 - 6 RKa 62/94 Rechtm��igkeit der Richtlinien des Bundesausschusses der �rzte und Krankenkassen …Wenn aber im Einzelfall nur eine dem Stand der medizinischen Erkenntnisse entsprechende Methode bei notwendigerweise prognostischer Beurteilung der Erfolgsaussichten eine reale Chance (vgl hierzu BSGE 76, 194, 201 = SozR 3-2500 � 27 Nr. 5) zu Erreichung des Behandlungsziels bietet (…vgl dazu Schmidt in Peters, aaO, � 27 SGB V RdNr 202 ff), dann verdichtet sich das Rahmen-Recht des � 27 Abs. 1 SGB V zum Anspruch auf diese Behandlungsma�nahme.Nach der Rechtsprechung des BSG kann hierunter auch die Drogensubstitution bei i.v.-Heroinabh�ngigen fallen, so da� die Drogensubstitution an sich nicht generell von der Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenversicherung ausgeschlossen ist (BSGE 76, 194, 196 f = SozR 3-2500 � 27 Nr. 5, Urteile vom 17. Januar 1996 - 3 RK 26/94 und vom 12. M�rz 1996 - 1 RK 33/94 - beide zur Ver�ffentlichung vorgesehen).Die Rechtsprechung hat vielmehr als Voraussetzung f�r einen in die Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenversicherung fallende Drogensubstitution gefordert, da� diese dem Ziel dient, den Gebrauch von Drogen zu beenden (BSGE 76, 194, 201 = SozR 3-500 � 27 Nr. 5;… Urteil vom 12. M�rz 1996 - aaO), und zugleich den Anforderungen an eine wirtschaftliche Behandlungs- und Verordnungsweise gen�gt (dazu BSGE 76, 194, 201 = SozR 3-2000 � 27 Nr. 5;… BSG SozR 3-5550 � 17 Nr. 2).
BSG, 04.04.2006 - B 1 KR 7/05 R Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenversicherung in F�llen einer …Vor dem Hintergrund der hohen Wahrscheinlichkeit eines t�dlichen Krankheitsverlaufs in naher Zeit ohne 5-FU oder eine entsprechende Therapie und bei vertretbaren Risiken des kontrollierten Einsatzes von Tomudex(r) reichen erhebliche ernsthafte Hinweise auf einen individuellen Wirkungszusammenhang aus, w�hrend der Nachweis eines generellen Wirkungszusammenhangs, wie er in Regelf�llen erforderlich ist (vgl BSGE 76, 194, 198 f = SozR 3-2500 � 27 Nr. 5 S 11 f - Remedacen), nicht verlangt werden kann.
BSG, 19.03.2002 - B 1 KR 37/00 R Krankenversicherung - Arzneimittel - Zulassung - Vorgreiflichkeit - …In der Entscheidung vom 5. Juli 1995 - 1 RK 6/95 - zur Drogensubstitution mit dem Hustenmittel Remedacen war der erkennende Senat noch ohne n�here Begr�ndung davon ausgegangen, dem Versicherten k�nne das Fehlen einer indikationsspezifischen Zulassung nicht entgegengehalten werden (BSGE 76, 194, 196 = SozR 3-2500 � 27 Nr. 5 S 9).
BSG, 19.10.2004 - B 1 KR 27/02 R Krankenversicherung - Krankenbehandlung - Verabreichung eines Fertigarzneimittels …Es kann daher nicht schon zur Leistungspflicht der Beklagten f�hren, dass die streitige Therapie im Fall der Kl�gerin nach Einsch�tzung des behandelnden Arztes positiv verlaufen ist oder einzelne �rzte sie bef�rwortet haben (vgl schon BSGE 76, 194, 198 = SozR 3-2500 � 27 Nr. 5 S 11 - Remedacen(r)).Grundlage hierf�r sind wissenschaftliche, auf einwandfrei gef�hrte Statistiken �ber die Zahl der behandelten F�lle und die Wirksamkeit der jeweiligen Methode gest�tzte Aussagen (zu diesem Erfordernis schon BSGE 76, 194, 198 f = SozR 3-2500 � 27 Nr. 5 S 11 f - Remedacen(r)).
BSG, 28.03.2000 - B 1 KR 11/98 R Erlaubnisvorbehalt bei neuartiger Arzneitherapie, Umfang der gerichtlichen …Der Senat hat im Gegenteil auch f�r F�lle eines "Systemversagens" im Grundsatz daran festgehalten, da� die Wirksamkeit der neuen Untersuchungs- oder Behandlungsmethode in einer f�r die sichere Beurteilung ausreichenden Zahl von Behandlungsf�llen aufgrund wissenschaftlich einwandfrei gef�hrter Statistiken belegt werden mu� (zu letzterem grundlegend: BSGE 76, 194 = SozR 3-2500 � 27 Nr. 5 - Remedacen).Das verbietet es, die Erprobung neuer Methoden und die medizinische Forschung zu den Versicherungsleistungen der gesetzlichen Krankenversicherung zu z�hlen (BSGE 76, 194, 198 f = SozR 3-2500 � 27 Nr. 5 S 11 f;… BSGE 81, 54, 67 f = SozR 3-2500 � 135 Nr. 4 S 23, jeweils unter Berufung auf die Begr�ndung zu � 2 Abs. 1 SGB V in BT-Drucks 11/2237, S 157).
BSG, 19.02.2002 - B 1 KR 16/00 R Bundesausschuss der �rzte und Krankenkassen - rechtliche Bedeutung der …Vielmehr kommt es nach der Rechtsprechung des Senats auf die Verbreitung nur an, wenn eine rechtswidrige Unt�tigkeit zu bejahen bzw zu unterstellen ist (…BSGE 81, 54, 66 f = SozR 3-2500 � 135 Nr. 4 S 22 f); f�r Heilverfahren, deren generelle Wirksamkeit statistisch nicht nachgewiesen ist, sind die gesetzlichen Krankenkassen grunds�tzlich nicht leistungspflichtig (BSGE 76, 194, 199 = SozR 3-2500 � 27 Nr. 5 S 12), so dass auch dieser Gesichtspunkt keinen Anlass f�r ein Verfahren vor dem Bundesausschuss geboten haben kann.Da es auf den Nachweis der generellen Wirksamkeit ankommt, kann die Leistungspflicht der Krankenkasse nicht damit begr�ndet werden, dass die Therapie im konkreten Einzelfall erfolgreich gewesen sei und es unter der Behandlung zu einer Besserung des Gesundheitszustandes gekommen sei (nochmals BSGE 76, 194, 198 f = SozR 3-2500 � 27 Nr. 5 S 11 f).
BSG, 27.09.2005 - B 1 KR 6/04 R Krankenversicherung - Leistungspflicht - Arzneimittel Verkehrsf�higkeit - …
BSG, 17.01.1996 - 3 RK 26/94 Drogensubstitution mit Remedacen, pflichtwidrige Verordnung von Arzneimitteln, …
BSG, 03.04.2001 - B 1 KR 40/00 R Gesetzliche Krankenversicherung - k�nstliche Befruchtung - intrazytoplasmatische …
BSG, 16.09.1997 - 1 RK 32/95 Amtlich ver�ffentlichte Entscheidung
BSG, 16.06.1999 - B 1 KR 4/98 R Krankenversicherung - Kosten�bernahme - Auslandsbehandlung hier: Manualtherapie …
LSG Nordrhein-Westfalen, 22.05.2000 - L 16 KR 139/99 Krankenversicherung
BSG, 16.09.1997 - 1 RK 17/95 BSG, 19.10.2004 - B 1 KR 9/04 R Krankenversicherung - Nichtbestehen eines Anspruchs auf Krankenbehandlung in Form …
BSG, 19.11.1997 - 3 RK 6/96 Anspruch auf Abschlu� eines Versorgungsvertrages f�r ein Spezialkrankenhaus mit …
SG D�sseldorf, 24.11.1997 - S 4 KR 107/94 Krankenversicherung
SG Chemnitz, 27.06.1997 - S 1 KR 98/96 BSG, 18.10.1995 - 6 RKa 3/93 Wirtschaftlichkeitsgebot bei der Verordnung eines codeinhaltigen Pr�parates zur …
LSG Nordrhein-Westfalen, 24.04.2001 - L 16 KR 89/00 Krankenversicherung
BSG, 12.03.1996 - 1 RK 33/94 Drogensubstitution mit Methadon als Ma�nahme der Krankenbehandlung
LSG Sachsen, 01.06.1999 - L 1 KR 1/97 BSG, 06.10.1999 - B 1 KR 14/98 R Keine Kosten�bernahme eines Amalgamaustausches wegen unklarer gesundheitlicher …
BGH, 30.09.1999 - III ZB 15/99 Zivilrechtsweg f�r Streitigkeiten �ber Rahmenvereinbarung zwecks Belieferung mit …
LSG Sachsen, 22.08.2005 - L 1 B 102/05 KR-ER SG Dresden, 19.05.2005 - S 18 KR 400/01 BSG, 16.09.1997 - 1 RK 14/96 GG Art. 80 Abs. 1 S. 2, Art. 9 Abs. 3, Art. 2 Abs. 1, Art. …
BSG, 26.08.1999 - B 1 KR 15/99 B Zulassung der Revision wegen Divergenz nur aufgrund aktueller Gesetzeslage und …
SG Dresden, 10.07.2008 - S 18 KR 372/07 BSG, 19.06.1996 - 6 RKa 27/95 BSG, 16.09.1997 - 1 RK 30/95 GG Art. 80 Abs. 1 S. 2, Art. 9 Abs. 3, Art. 2 Abs. 1, Art. …
LSG Sachsen, 01.06.1999 - L 1 KR 26/97 LSG Sachsen, 01.06.1999 - L 1 KR 2/98 LSG Sachsen, 01.06.1999 - L 1 KR 44/97 LSG Sachsen, 01.06.1999 - L 1 KR 3/98 LSG Nordrhein-Westfalen, 18.06.1998 - L 16 KR 29/98 LSG Sachsen-Anhalt, 16.09.1998 - L 4 KR 40/97 LSG Sachsen-Anhalt, 18.11.1998 - L 4 KR 36/97 LSG Baden-W�rttemberg, 08.02.2008 - L 4 KR 2153/06 Krankenversicherung - Sachleistungsanspruch - Arzneimittel - intraven�se …
SG Chemnitz, 15.05.1996 - S 1 KR 12/94 SGB V � 2 Abs. 1 S. 2, 3
BSG, 16.06.1999 - B 1 KR 3/98 R Keine Kosten�bernahme bei Auslandsbehandlung wegen Vorrangs der …
LSG Nordrhein-Westfalen, 30.01.2003 - L 16 KR 7/02 Erektionsst�rung nach OP - Kasse muss Viagra zahlen
BSG, 29.09.1998 - B 1 KR 36/97 B Vorbehalt des � 135 Abs. 1 S. 1 SGB V bei besondere Therapierichtungen, …
LSG Nordrhein-Westfalen, 10.12.2003 - L 10 KA 79/02 Arztrecht: Arzneimittelregress
LSG Baden-W�rttemberg, 24.01.2006 - L 11 KR 3292/05 Krankenversicherung - Kostenerstattung - Erlaubnisvorbehalt bei neuer …
LSG Bayern, 12.03.1998 - L 4 KR 119/96 LSG Nordrhein-Westfalen, 26.01.1999 - L 5 KR 42/98 Krankenversicherung
LSG Nordrhein-Westfalen, 15.05.2001 - L 16 B 20/01 Krankenversicherung
SG D�sseldorf, 22.11.2002 - S 4 KR 332/01 Krankenversicherung
SG Duisburg, 18.07.2003 - S 9 KR 78/02 Krankenversicherung
LSG Bayern, 08.09.2003 - L 4 B 347/03 LSG Nordrhein-Westfalen, 17.03.2005 - L 16 KR 110/03 Krankenversicherung
LSG Bayern, 25.04.2006 - L 5 KR 3/06 SG Stade, 25.07.2006 - S 1 KR 80/04 Krankenversicherung - Leistungsgew�hrung f�r neue Untersuchungs- und …
LSG Nordrhein-Westfalen, 25.04.2002 - L 16 KR 39/00 Krankenversicherung
LSG Nordrhein-Westfalen, 10.10.2002 - L 16 KR 177/01 Krankenversicherung
LSG Brandenburg, 25.02.2004 - L 4 KR 15/03 LSG Bayern, 25.05.2005 - L 4 KR 120/03 LSG Hessen, 30.04.1996 - L 14 KR 724/95 Krankenversicherung - Voraussetzung f�r Kostenerstattung nach � 13 Abs 3 …
LSG Sachsen, 08.01.1997 - L 1 KR 9/94 SGB V � 13 Abs. 3, � 27 Abs. 1 S. 2 Nr. 1, � 15 Abs. 1, � 28 Abs. 1
LSG Saarland, 25.03.1997 - L 2 K 15/96 LSG Bayern, 27.11.1997 - L 4 KR 139/95 LSG Berlin, 15.02.2000 - L 9 KR 64/99 LSG Nordrhein-Westfalen, 29.06.2000 - L 16 KR 160/98 Krankenversicherung
LSG Bayern, 18.01.2001 - L 4 KR 9/99 LSG Sachsen, 15.03.2001 - L 1 KR 38/00 LSG Bayern, 28.06.2001 - L 4 KR 32/99 LSG Bayern, 07.02.2002 - L 4 KR 123/00 SG Hamburg, 22.05.2002 - S 3 KA 1079/00 LSG Hessen, 18.09.2003 - L 1 KR 705/03 SG Dresden, 25.04.2005 - S 7 U 230/03 Voraussetzungen f�r die Anerkennung einer Heilmethode in der gesetzlichen …
LSG Bayern, 19.01.2006 - L 4 KR 85/03 LSG Bayern, 21.03.2006 - L 5 KR 232/05 SG Leipzig, 08.06.2006 - S 8 KR 646/04 Kostentragungspflicht der gesetzlichen Krankenversicherung bei der CHIVA-Methode
SG Duisburg, 19.10.2001 - S 9 KR 72/01 Krankenversicherung
LSG Schleswig-Holstein, 17.01.2002 - L 1 KR 26/01 LSG Sachsen, 20.03.2002 - L 1 KR 30/01 LSG Nordrhein-Westfalen, 08.04.2002 - L 5 KR 39/01 Krankenversicherung
LSG Nordrhein-Westfalen, 11.04.2002 - L 16 KR 144/01 Krankenversicherung
LSG Sachsen, 18.09.2002 - L 1 KR 39/01 SG Detmold, 28.10.2005 - S 14 KR 78/03 Krankenversicherung
SG D�sseldorf, 02.02.2006 - S 9 KR 59/05 Krankenversicherung
LSG Bayern, 26.11.1997 - L 4 KR 139/95 LSG Bayern, 12.02.1998 - L 4 KR 67/96 SG Aachen, 01.06.1999 - S 13 KR 35/98 Krankenversicherung
LSG Bayern, 22.11.2002 - L 4 B 381/02 SG Dresden, 04.09.2008 - S 18 KR 622/06 SG Frankfurt/Main, 17.11.2008 - S 25 KR 279/06 SG Aachen, 31.05.2011 - S 13 KR 327/10 Krankenversicherung
LSG Schleswig-Holstein, 15.04.1997 - L 1 KR 73/95 Was ist dejure.org?

References: Art. 80
 Art. 9
 Art. 2
 Art. 80
 Art. 9
 Art. 2