Source: https://kfzhilfe.de/fragen-zu-fahrzeugschaeden/
Timestamp: 2020-05-26 12:32:30+00:00

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Fragen zu Fahrzeugschäden - KFZHilfe.de - der Ratgeber.
– Wer trägt bei einem Unfallschaden die Sachverständigenkosten?
– Kann man nach Sachverständigengutachten abrechnen?
– Kann ich einen Kfz-Sachverständigen bei einem Kaskoschaden beauftragen?
– Was versteht man unter „Differenzbesteuerung“?
– Was versteht man unter Quotenvorrecht (nur bei Kaskoversicherung)?
– Wie verhält es sich mit der Mehrwertsteuer bei einem Kfz-Schaden?
– Wird ein Kostenvoranschlag bezahlt?
– Reicht ein Kostenvoranschlag bei einem nichtverschuldeten Fahrzeugschaden aus?
– Wann sollte man bei einem nichtverschuldeten Kfz-Unfallschaden die Polizei rufen?
– Wie erfahre ich die zuständige Versicherung des Unfallgegners von einem
Ferkehrsunfall
– Welche Lohnkosten können bei einem unverschuldeten Kfz-Schaden
– Wie weit werde ich bei einem verschuldeten Fahrzeugschaden im
Schadenfreiheitsrabatt zurück gestuft?
– Wie kann ich mich bei einem verschuldeten Unfallschaden vor einer Rückstufung
des Schadenfreiheitsrabatts schützen?
– Was versteht man unter „Schadenkosten“ im Haftpflichtschadenfall?
Wer trägt bei einem Unfallschaden die Sachverständigenkosten?
Laut ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshof gehören die Kosten eines Sachverständigengutachten zum Fahrzeugschaden,
wenn ein Haftpflichtschaden vorliegt (unverschuldeter Schaden).
Somit trägt der Schädiger bzw. die eintretende Haftpflichtversicherung die Kosten des Gutachten.
Die Ausnahme ist ein Bagatellschaden.
Bei einem Kaskoschaden ist Vorsicht geboten!
Wenn man bei einem Kaskoschaden einen Gutachter beauftragt ohne dies mit der
Kaskoversicherung abzusprechen, bleibt man meist auf den Gutachterkosten sitzen.
Hier hat in der Regel die Kaskoversicherung das Weisungsrecht. Dies erfährt man u.a. in den Allgemeinen-Kraftfahrtbedingungen der eigenen Versicherung.
Kann man nach Sachverständigengutachten abrechnen?
Man kann sich einem am Fahrzeug entstandenen Schaden in Geld auszahlen lassen.
Dies nennt man fiktive Abrechnung.
Die Mehrwertsteuer wird jedoch nicht ausbezahlt.
Wie verhält es sich mit der Mehrwertsteuer bei einem Kfz-Schaden?
Seit dem 01.08.2002 wird bei Fahrzeugschäden die Mehrwertsteuer bei privaten Fahrzeuhaltern/Fahrzeugbesitzern nur noch gegen Nachweis erstattet bzw. wenn sie tatsächlich angefallen ist. Siehe hierzu § 249 (BGB). Vorsteuerabzugsberechtigte Fahrzeughalter/Fahrzeugbesitzer bekommen eh keine Mehrwertsteuer ausbezahlt. Diese kann mit der Vorsteuer verrechnet werden.
Wird ein Fahrzeug in einer Werkstatt gegen Rechnung repariert, ist der Nachweis der Mehrwertsteuer durch die Reparaturrechnung erbracht und wird erstattet. Wird fiktiv nach Gutachten abgerechnet (Geld auszahlen lassen), wird keine Mehrwertsteuer bezahlt.
Wird das Fahrzeug in Eigenleistung repariert, wird die Mehrwertsteuer in der Höhe von der gegn. Versicherung bezahlt, wie sie durch Ersatzteilrechnungen, Lackmaterialrechnungen, Lackierrechnungen usw.nachgewiesen wird.
Da nicht ausgeschlossen werden kann, das ein Fahrzeug zu einem späteren Zeitpunkt repariert wird (in reparierten Zustand lässt sich ein Fahrzeug besser verkaufen) ist die Verjährung (die Ansprüche gegenüber der gegn. Versicherung) zu beachten. Die Verjährung tritt nach 3 Jahren ein und beginnt ab dem Unfallzeitpunkt. Sollte dieser Zeitraum zu eng bemessen zu sein, hilft nur, zu erreichen, dass die gegn. Versicherung schriftlich auf den Einwand der Verjährung verzichtet (für z.B. 3 Jahre nach Verjährungseintritt). Zur Not hilft nur noch, eine Feststellungsklage zu erheben.
Bei Totalschadenabrechnung muß vorab durch den Kfz-Sachverständigen festgestellt werden, welche Art „Steuer“ greift. Je nach Fahrzeugalter und Laufleistung des Fahrzeugs stellt sich zuerst die Frage, ob die Mehrwertsteuer (19%), die Differenzbesteuerung (2%) oder keine Mehrwertsteuer, anzusetzen ist. Entsprechend wird der Wiederbeschaffungswert abzüglich Restwert voll ausgezahlt oder ohne die Mehrwertsteuer bzw. Differenzsteuer abgezogen. Wird der Nachweis des Neukauf eines Fahrzeugs erbracht, wird die Mehrwertsteuer bzw. Differenzsteuer erstattet, soweit sie angefallen ist (Kauf von Privat oder vom Fahrzeughändler).
Was versteht man unter „Differenzbesteuerung“
Die Differenzbesteuerung kommt vor, wenn ein Fahrzeug einen Totalschaden erlitten hat und der Wiederbeschaffungswert eines Fahrzeugs (meist zur Abrechnung mit einer Versicherung) ermittelt werden muß. Seit dem 01.08.2002 muß laut Gesetzt die Mehrwertsteuer nur noch gezahlt werden, wenn sie anfällt. So wird bei fiktiven Abrechnungen (laut Gutachten) die Mehrwertsteuer nicht mehr erstattet. Dies gilt auch bei Abrechnung der fiktiven Anschaffungkosten (laut Gutachten) für ein Ersatzfahrzeug.
Je nach Fahrzeugalter und je nach Laufleistung eines Fahrzeug, aber auch die Art eines Fahrzeug (Lkw, Lieferwagen, Leasingfahrzeug, Neuwagen), ist ein Fahrzeug in verschiedenen Mehrwertsteuerhöhen zu erwerben. So ist bei einem Neuwagenkauf oder eines Leasingfahrzeugs meist die volle Mehrwertsteuer (19%) zu entrichten. Bei Kauf eines gebrauchten Fahrzeugs (zur privaten Nutzung wie Pkw oder Motorrad), dass der Fahrzeughändler in der Regel ohne Mehrwertsteuer einkauft, ist nur der Gewinn des Fahrzeughändlers von der Versicherung (Differenz zwischen „Einkauf“ „und Verkauf“ eines Fahrzeugs) für die Mehrwertsteuer heranzuziehen. Hier sieht man den Durchschnitt der Mehrwertsteuer bei etwa 2% des Kaufpreises. Die Differenzsteuer, welche in diesen Fall abgezogen werden darf, ist die Mehrwertsteuer des Gewinns zwischen „Einkauf“ und „Verkauf“ eines Fahrzeughändlers.
Da die gesetzliche Garantie auf Gebrauchtfahrzeuge bei 1 Jahr liegt, ist es verständlich, dass ein Fahrzeughändler das Gewährleistungsrisiko eingrenzen will und daher versucht, nur mit relativ jungen Fahrzeugen (max. 6-8 Jahre alt) und Fahrzeugen mit einer Laufleistung von z.B. max 100.000 km zu handeln. Die Gewinnspanne an Fahrzeugen lässt keine größeren Garantiefälle zu. Fahrzeuge, die ein gewisses Alter (ab 6-8 Jahre) haben und eine gewisse Laufleistung (z.B. ab 100.000 km) sind meist nur noch auf dem privaten Automarkt zu erhalten. Da dort in der Regel keine Mehrwertsteuer bezahlt wird, kann auch keine Mehrwertsteuer abgezogen werden.
Ein Kfz-Sachverständiger hat diese genannten Punkte bei der Ermittlung des Wiederbeschaffungswert zu berücksichtigen, um Irrtümer auszuschließen.
Wird ein Kostenvoranschlag bezahlt?
Lässt man bei einem Fahrzeugschaden einen Kostenvoranschlag z.B. in einer Kfz-Werkstatt erstellen,
wäre dies die günstige Version zur Feststellung/Bezifferung eines Fahrzeugschadens.
Eine Werkstatt macht dies meist nicht umsonst , die entstehenden Kosten werden im Falle einer Reparatur in der
Werkstatt meist verrechnet.
Die eintretende Versicherung übernimmt bei fiktiver Abrechnung die Kosten für einen Kostenvoranschlag in der Regel nicht
mit der Begründung, man würde die Kosten des Kostenvoranschlag bei Reparatur des Fahrzeug
in der erstellenden Werkstatt ja zurück erhalten.
Lässt man dagegen ein Schaden-Sachverständigengutachten erstellen, bekommt man diese Kosten im Falle
eines nichtverschuldeten Schadens von der geg. Versicherung erstattet, da diese Kosten zum Schaden
Eine Ausnahme bildet ein sogenannter Bagatellschaden. Hierzu mehr…..
Reicht ein Kostenvoranschlag bei einem nichtverschuldeten Fahrzeugschaden aus?
Es ist zu bedenken, dass ein Kostenvoranschlag vorzuziehen ist, wenn es sich
bei dem Fahrzeugschaden um einen für den Laien ersichtlichen Bagatellschaden
handelt (Schadenhöhe bis 700-750 €).
Dennoch sollte der Schaden min. von einer Kfz-Werkstatt eingesehen werden um sicher zu
gehen, dass es nur ein kleiner Schaden ist.
Ein Kostenvoranschlag hat jedoch keine beweissichernde Funktion, es wird (je nach Schadenhöhe)
kein Wiederbeschaffungswert ermittelt.
Ebenso wird keine Wertminderung des Fahrzeugs ermittelt.
Es ist nicht zu vergessen, dass ein verunfalltes Fahrzeug weniger Wert ist als ein unfallfreies
Hinzu kommt, dass die Kosten eines Kostenvoranschlag i.d.R. von der eintretenden Versicherung
Kann ich einen Kfz-Sachverständigen bei einem Kaskoschaden beauftragen?
Grundsätzlich hat die Versicherung in 95% der Fälle bei einem Kaskoschaden (Vollkasko/Teilkasko)
das Weisungsrecht, d.h. sie hat das alleinige Recht, bei einem Kaskoschaden einen Sachverständigen
Beauftragen Sie selbstständig einen Kfz-Sachverständigen, werden die Kosten des Sachverständigen ohne Rücksprache mit der Kaskoversicherung meist nicht übernommen.
Beauftragen Sie daher nur nach Rücksprache mit der Versicherung und der schriftlichen
Bestätigung seitens der Versicherung einen Gutachter.
Sollten Sie gegen das von der Kaskoversicherung beauftragte Gutachten Beanstandungen
haben, können Sie ein Sachverständigenverfahren aufrufen.
Hier können Sie dann einen Kfz-Sachverständigen Ihres Vertrauens mit der Bewertung des
Kaskoschadens beauftragen.
Ein sog. Obergutachter stellt dann die beiden Gutachten gegenüber und bewertet sie.
Nach dem Ergebnis werden dann die anteiligen jeweils zu übernehmenden Kosten des
Sachverständigenverfahrens bestimmt, d.h. wird der Versicherung in seinen Ermittlungen
Recht gegeben, tragen Sie die Kosten des Sachverständigenverfahrens.
Bei bestehender Rechtschutzversicherung würden die Kosten von der Rechtschutzversicherung
Wann sollte man bei einem nichtverschuldeten Kfz-Unfallschaden die Polizei rufen?
Vorab sei gesagt, dass die Polizei ihr Erscheinen meist nicht umsonst macht.
Bei Erscheinen der Polizei wird dem Verursacher meist 35 Euro für die polizeiliche
Tätigkeit abgenommen.
Grundsätzlich steht und fällt der Schuldnachweis zu einem Unfallereignis mit vorhandenen
Zeugen. Je fremder der Zeuge, desto besser. Zeugen, die Verwandt oder Verschwägert sind,
(auch der Ehepartner oder Kinder), gelten sehr oft als parteiisch und sind daher nur bedingt
glaubhaft. Auch wenn man alleine mit dem Fahrzeug unterwegs ist, mangelt es oft an Zeugen.
Ein schriftliches Schuldanerkenntnis kann widerrufen werden (dies kommt oft vor, wenn mal z.B. eine Nacht darüber verbracht/geschlafen wurde).
Sollte es schwierig sein, einen geeigneten Zeugen für den Unfallhergang zu finden oder sollte
die Schuldfrage strittig sein, ruft man lieber die Polizei um Hilfe.
Wie erfahre ich die zuständige Versicherung des Unfallgegners von einem Verkehrsunfall
Hierzu gibt es den Zentralruf der Autoversicherer.
(Der Zentralruf ist eine Einrichtung der Versicherungen)
Dieser ist zu erreichen unter der Rufnummer (0800) 25 026 00
Um die zuständige Versicherung eines Unfallgegners zu erfahren werden meist folgende
Unterlagen benötigt, wenn Sie anrufen:
Fahrzeugkennzeichen des Unfallgegners,
der Ort des Unfalls (Deutschland wird angenommen)
ggf. auch die Daten der Unfallbeteiligten
Hier die Website-Adresse: www.zentralruf.de
Welche Lohnkosten können bei einem unverschuldeten Kfz-Schaden
Wenn ein Fahrzeug in einer Werkstatt gegen Vorlage eine Reparaturrechnung repariert
wird, werden die Lohnkosten i.d.R. von der eintretenden Haftpflichtversicherung des
Schadenverursachers übernommen.
Bei einer fiktiven Abrechnung nach §249 BGB (man lässt sich das Geld auszahlen),
sieht es etwas anders aus.
Hierzu gibt es verschiedene Rechtsprechungen.
Grundsätzlich kann man aber davon ausgehen, dass bei Fahrzeugen bis zu einem Alter von
3 Jahren die Arbeitslöhne einer markengebundenen Fachwerkstatt anerkannt werden.
Bei Fahrzeugen, die Älter sind als 3 Jahre, werden meist nur die durchschnittlichen
Verrechnungssätze von Fachwerkstätten anerkannt (von der eintretenen Haftpflichtversicherung des Schadenerursachers).
Keinesfalls werden die Stundenverrechnungssätze einer Werkstatt anerkannt, die nur deshalb günstig sind, weil Sonderkonditionen
mit der eintretenden Haftpflichtversicherung bestehen (Diese werden oft von Versicherungen vorgelegt).
Hierzu ein Auszug aus einem BGH-Urteil vom 22.Juni 2010 (VI ZR 337/09)
a) Der Geschädigte leistet dem Gebot der Wirtschaftlichkeit im Allgemeinen Genüge und bewegt sich in den für die Schadensbehebung nach § 249 Abs. 2 Satz 1 BGB gezogenen Grenzen, wenn er der Schadensabrechnung die üblichen Stundenverrechnungssätze ei-ner markengebundenen Fachwerkstatt zugrunde legt, die ein von ihm eingeschalteter Sachverständiger auf dem allgemeinen regionalen Markt ermittelt hat.
b) Der Schädiger kann den Geschädigten aber unter dem Gesichtspunkt der Schadensmin-derungspflicht gemäß § 254 Abs. 2 BGB auf eine günstigere Reparaturmöglichkeit in ei-ner mühelos und ohne Weiteres zugänglichen „freien Fachwerkstatt“ verweisen, wenn er darlegt und gegebenenfalls beweist, dass eine Reparatur in dieser Werkstatt vom Quali-tätsstandard her der Reparatur in einer markengebundenen Fachwerkstatt entspricht, und wenn er gegebenenfalls vom Geschädigten aufgezeigte Umstände widerlegt, die diesem eine Reparatur außerhalb der markengebundenen Fachwerkstatt unzumutbar machen würden.
c) Unzumutbar ist eine Reparatur in einer „freien Fachwerkstatt“ für den Geschädigten ins-besondere dann, wenn sie nur deshalb kostengünstiger ist, weil ihr nicht die markt-üblichen Preise dieser Werkstatt, sondern auf vertraglichen Vereinbarungen mit dem Haftpflichtversicherer des Schädigers beruhende Sonderkonditionen zugrunde liegen.
Das ganze Urteil…..
Wie weit werde ich bei einem verschuldeten Fahrzeugschaden im
Grundsätzlich wird man für jeden Schaden, den man verschuldet verursacht, im kommenden Jahr
von der eintretenden Versicherung im Schadenfreiheitsrabatt zurückgestuft.
Dabei spielt es keine Rolle, ob man bei einem verschuldeten Fahrzeugschaden die Versicherung
Die Rückstufung bei einem verschuldeten Schaden liegt bei etwa 6-9 Jahren.
Die Versicherungen handhaben Schadenfreiheitsrabatte unterschiedlich.
Auch bei der Vollkaskoversicherung wird man je gemeldeten und von der Versicherung
beglichenen Schaden zurückgestuft, auch wenn man den Schaden nicht verursacht.
In der Teilkaskoversicherung gibt es keinen Schadenfreiheitsrabatt und wenn man keinen Fahrzeugschaden
verursacht hat, wird man (nur) 1 Jahr besser gestuft.
Wie kann ich mich bei einem verschuldeten Unfallschaden vor einer Rückstufung
Indem man die Schadenkosten aus eigener Tasche bezahlt.
Dies muss jedoch Durchgerechnet werden.
Meist sind die Schadensummen so hoch, dass sich „das selber Bezahlen“ nicht lohnt.
Die eigene Zahlgrenze sollte man in der Höhe eines Bagatellschaden festsetzen (bis 1000 €).
Hier bietet sich der Rückstufungs-Berechnungsfaktor an um zu sehen, ob sich ein Rückzahlen
Meist kann man die Rückstufung des Schadenfreiheitsrabatt durch eigene Zahlung der Schadenkosten innerhalb
von 6 Monaten verhindern, selbst wenn die eigene Haftpflichtversicherung den Schaden schon bezahlt hat. Man
muss dann nur an die eigene Versicherung zurückzahlen.
Bei Schäden bis 500 € ist die eigene Kfz-Haftpflichtversicherung sogar verpflichtet, einen
auf die Möglichkeit der eigenen Zahlung des Schaden aufmerksam zu machen.
Was versteht man unter „Schadenkosten“ im Haftpflichtschadenfall?
Schadenkosten sind nicht nur alleine der Fahrzeugschaden.
Zu den Fahrzeug-Schadenkosten kämen noch die (ggf.) Gutachterkosten,
(ggf.) Rechtsanwaltskosten, (ggf.) Nutzungsausfall-/Leihwagenkosten, (ggf.) Wertminderung des Fahrzeugs und (ggf.) Auslagenpauschale hinzu.
Was versteht man unter Quotenvorrecht (nur bei Kaskoversicherung)
Wenn man Kaskoversichert ist und in einem Unfallschaden mit einer Teilschuld
verwickelt ist, ist es meist sinnvoll, mit einem Mix aus der eigenen Kaskoversicherung
und der gegnerischen Haftpflichtversicherung seinen eigenen Fahrzeugschaden abzurechnen.
Da die Kfz-Vollkaskoversicherung sich laut § 86 (VVG) sich ihre Aufwendungen (soweit wie möglich) bei der Kfz-Haftpflichtversicherung des Unfallgegners zurückholt, sie aber gegenüber der (eigenen) Kfz-Vollkasko nicht schlechter gestellt werden dürfen (laut § 86 VVG), können sie die weiteren Schadenkosten (kongruente Fahrzeugschäden wie Abschleppkosten, Gutachtenkosten, Merkantiler Minderwert, Selbstbeteidigungskosten und ggf. die Runterstufungskosten des Schadenfreiheitsrabatt) mit der Kfz-Haftpflichtversicherung des Unfallgegners abrechnen. Die Versicherung des Unfallgegners ist dazu verpflichtet.

References: § 249
 §249
 § 249
 § 254
 § 86
 § 86