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Timestamp: 2020-01-27 01:39:48+00:00

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BFH, 16.11.1982 - VIII R 167/78 - dejure.org
BFH, 16.11.1982 - VIII R 167/78
https://dejure.org/1982,526
BFH, 16.11.1982 - VIII R 167/78 (https://dejure.org/1982,526)
BFH, Entscheidung vom 16.11.1982 - VIII R 167/78 (https://dejure.org/1982,526)
BFH, Entscheidung vom 16. November 1982 - VIII R 167/78 (https://dejure.org/1982,526)
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EStG §§ 9, 21
Werbungskosten - Fußgängerzone - Beitrag
EStG § 9, § 21
Die auf Grund eines Kommunalabgabengesetzes von Grundstückseigentümern erhobenen Beiträge zur Schaffung einer Fußgängerzone sind nachträgliche Anschaffungskosten für den Grund und Boden
BFHE 137, 55
NVwZ 1983, 312
BStBl II 1983, 111
BFH, 12.04.1984 - IV R 137/80
Betriebsausgaben - Fußgängerzone - Zuschüsse
Er meint, daß die Grundsätze des BFH-Urteils vom 16. November 1982 VIII R 167/78 (BFHE 137, 55, BStBl II 1983, 111), das zur einkommensteuerrechtlichen Behandlung des nach § 8 des Kommunalabgabengesetzes für das Land Nordrhein-Westfalen vom 21. Oktober 1969 - KAG NW - (Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Nordrhein-Westfalen 1969, 712; 1971, 359) erhobenen Beitrags zum Ausbau einer Fußgängerzone ergangen sei, auch auf freiwillige Zuschüsse angewendet werden müßten; das folge auch aus den Ausführungen im BFH-Urteil vom 29. Juni 1965 VI 253/64 U (BFHE 83, 219, BStBl III 1965, 580).
Voraussetzung für die Annahme nachträglicher Anschaffungskosten in diesem Sinne ist, daß durch die Baumaßnahmen, für die die Beiträge geleistet worden sind, eine Werterhöhung des Grund und Bodens eintritt, die unabhängig von der Bebauung des Grundstücks und dem Bestand des auf dem Grundstück errichteten Gebäudes ist, und ferner, daß die geleisteten Beiträge in einem Sachbezug zum Grundstück stehen (BFHE 111, 496, BStBl II 1974, 337, und BFHE 137, 55, BStBl II 1983, 111).
Der BFH hat in seinem Urteil in BFHE 137, 55, BStBl II 1983, 111 die Grundstücksbezogenheit der von einer Gemeinde nach § 8 KAG NW in Verbindung mit den einschlägigen Bestimmungen der Ortssatzung zwangsweise erhobenen Beiträge zur Errichtung einer Fußgängerzone mit der Begründung bejaht, sie ergebe sich unmittelbar aus den genannten Rechtsvorschriften.
Sie haben deshalb - anders als in dem in BFHE 137, 55, BStBl II 1983, 111 entschiedenen Fall - keinen Sachbezug zum Grundstück und können damit nicht zu den nachträglichen Anschaffungskosten des Grund und Bodens gerechnet werden.
Der VIII. Senat hat seine im Urteil vom 16. November 1982 VIII R 167/78 (BFHE 137, 55, BStBl II 1983, 111) vertretene gegenteilige Rechtsauffassung mit der Entscheidung in BStBl II 1991, 448, BFH/NV 1991, 29 aufgegeben.
BFH, 26.01.1984 - IV R 30/80
Nach Kommunalabgabengesetz von Grundstückseigentümern erhobene Beiträge zur …
»Der nach § 6 des Niedersächsischen Kommunalabgabengesetzes vom 08.02.1973 (Niedersächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt 1973, 41) vom Grundstückseigentümer erhobene Beitrag zur Schaffung einer Fußgängerzone ist keine sofort abzugsfähige Betriebsausgabe (Anschluß an das Urteil des Bundesfinanzhofs vom 16.11.1982 VIII R 167/78 , BFHE 137, 55 , BStBl II 1983, 111 ).«.
Stehen Aufwendungen zur Errichtung oder Änderung öffentlicher Anlagen wie Straßen, Kanalisation und Versorgungsanlagen im Zusammenhang mit einer bestimmten Nutzung des anliegenden Grundstücks und mit den aus dieser Nutzung erzielten Einkünften, so mindern sie nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) die Einkünfte; fehlt ein solcher Zusammenhang, handelt es sich in der Regel um -nachträgliche- Anschaffungskosten des Grund und Bodens (Urteil vom 16. November 1982 VIII R 167/78 , BFHE 137, 55 , BStBl II 1983, 111 , mit weiteren Nachweisen).
Nach dem Urteil in BFHE 137, 55 , BStBl II 1983, 111 sind Beiträge, die nach § 8 des Kommunalabgabengesetzes Nordrhein-Westfalen ( KAG NW) vom 21. Oktober 1969 (Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Nordrhein-Westfalen 1969, 712) vom Grundstückseigentümer zur Errichtung einer Fußgängerzone gefordert werden, den -nachträglichen- Anschaffungskosten des Grund und Bodens zuzurechnen und deshalb keine Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung, weil sie für die Werterhöhung des Grund und Bodens erbracht würden und ausschließlich grundstücksbezogen seien.
Allerdings hat die Rechtsprechung bei Beiträgen von Grundstückseigentümern für die Errichtung öffentlicher Anlagen auch nachträgliche Anschaffungskosten für den Grund und Boden angenommen, wenn aus der Art der Beitragsleistung geschlossen werden konnte, daß die Aufwendungen für die Werterhöhung des Grund und Bodens erbracht wurden (vgl. zu den auf Ortssatzung beruhenden Beiträgen für die Schaffung einer Fußgängerzone BFH-Urteil vom 16. November 1982 VIII R 167/78, BFHE 137, 55, BStBl II 1983, 111, Tz. 1b).
Eine möglicherweise andere Interpretation der Ausführungen im Urteil des VIII. Senats in BFHE 137, 55, BStBl II 1983, 111 ist nach der Klarstellung durch den VIII. Senat in BFH/NV 1991, 29, BStBl II 1991, 448 ausgeschlossen.
Die steuerliche Behandlung von Beiträgen zur Errichtung oder Änderung öffentlicher Erschließungsanlagen, wie Straßen, Abwasserbeseitigungsanlagen (Kanalisation, Kläranlage) und Versorgungsanlagen (z. B. Wasserleitungen) hängt grundsätzlich davon ab, aus welchem Anlaß die Errichtung oder Änderung erfolgt oder welchem Zweck sie dient (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 16. November 1982 VIII R 167/78, BFHE 137, 55, BStBl II 1983, 111).
Der Senat ist mit der ständigen Rechtsprechung des BFH der Auffassung, daß erstmalige Beiträge des Steuerpflichtigen für die Erschließung seines Grundstücks auf den Grund und Boden entfallen (vgl. zur Erstanlage einer Straße Urteil vom 18. September 1964 VI 100/63 S, BFHE 81, 233, BStBl III 1965, 85; zur Erstanlage einer Fußgängerzone Urteil vom 16. November 1982 VIII R 167/78, BFHE 137, 55, BStBl II 1983, 111).
Hierbei kann es offenbleiben, ob es sich um (nachträgliche) Anschaffungskosten (so z. B. BFH-Urteil in BFHE 137, 55, BStBl II 1983, 111) oder um (nachträgliche) Herstellungskosten des Grund und Bodens handelt (…so Schmidt / Glanegger, Einkommensteuergesetz, 7. Aufl., § 6 Anm. 34 "Erschließungskosten"), da sich die steuerrechtlichen Folgen nicht unterscheiden.
Als nachträgliche Anschaffungskosten von Grund und Boden sind von der Rechtsprechung des BFH insbesondere auch grundstücksbezogene Erschließungsbeiträge angesehen worden, sofern sie die genannten Voraussetzungen erfüllen (vgl. z.B. Urteile vom 16. November 1982 VIII R 167/78, BFHE 137, 55, BStBl II 1983, 111; vom 19. Februar 1974 VIII R 65/72, BFHE 111, 496, BStBl II 1974, 337; Urteile in BFHE 142, 247, BStBl II 1985, 49, und in BFHE 140, 573, BStBl II 1984, 489).
BFH, 08.03.1984 - IX R 45/80
Ablösungen von Pkw-Stellplatzverpflichtungen sind auch bei bereits errichteten …
BFH, 05.06.1985 - I R 129/82
Sonderabschreibungen bei Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens - Anschaffung oder …

References: § 9
 § 21
 § 8
 § 8
 § 6
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