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Timestamp: 2020-01-23 01:20:17+00:00

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Rechtsprechung: MDR 1982, 171 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BAG, 29.09.1981
https://dejure.org/1981,1193
BAG, 29.09.1981 - 5 AR 141/81 (https://dejure.org/1981,1193)
BAG, Entscheidung vom 29.09.1981 - 5 AR 141/81 (https://dejure.org/1981,1193)
BAG, Entscheidung vom 29. September 1981 - 5 AR 141/81 (https://dejure.org/1981,1193)
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Bindungswirkung des im Verfahren zur Bewilligung der Prozeßkostenhilfe ergangenen Verweisungsbeschlusses auch für das nachfolgende Klageverfahren
BAGE 36, 89
NJW 1982, 960 (Ls.)
ZIP 1981, 1269
Er möchte daher das Amtsgericht Köln als das zuständige Gericht bestimmen, sieht sich darin aber durch die Rechtsprechung des 2. und 5. Senats des Bundesarbeitsgerichts gehindert, die entschieden haben, daß eine Verweisung im Prozeßkostenhilfeverfahren hinsichtlich der sachlichen Zuständigkeit auch für das nachfolgende Klageverfahren bindend ist (…BAG, Urt. v. 16.11.1959 - 2 AZR 616/57, AP 1960 § 276 ZPO Nr. 13; Beschl. v. 29.9.1981 - 5 AR 141/81, aaO).
11/64">NJW 1964, 1573, 1574; OLG Hamburg NJW 1973, 812, 813 [OLG Hamburg 20.11.1972 - 5 Lw 4/72]; OLG Frankfurt FamRZ 1989, 75, 77; OLG Karlsruhe OLGZ 1985, 123, 124; Rosenberg/Schwab, Zivilprozeßrecht, 14. Aufl., § 39 II 2 a; Stein/Jonas/Leipold, ZPO, 20. Aufl., § 281 Rdn. 6; Wieczorek, ZPO, 2. Aufl., § 276 Anm. A II a 3, 4; Baumbach/ Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO, 49. Aufl., § 281 Anm. 1 A; Zöller/Schneider, ZPO, 16. Aufl., § 114 Rdn. 33 und Zöller/ Stephan, S 281 Rdn. 17; AK-ZPO-Deppe-Hilgenberg, § 281 Rdn. 20; Thomas/Putzo, ZPO, 16. Aufl., § 281 Anm. 4 a; Zimmermann, ZPO, § 281 Rdn. 3; Lang, MDR 1962, 781; Dunz, NJW 1962, 814; Pohle in Anm. zu BAG, Urt. v. 16.11.1959 - 2 AZR 616/57, aaO; Grunsky in Anm. zu BAG, Beschl. v. 29.9.1981 - 5 AR 141/81, aaO; Bornkamm, NJW 1989, 2713, 2721 [BVerfG 14.03.1989 - 1 BvR 1003/82] Fn. 150).
Mit den Anforderungen des Art. 103 Abs. 1 GG stünde sie nicht in Einklang (vgl. Grunsky in Anm. zu BAG, Beschl. v. 29.9.1981 - 5 AR 141/81, aaO).
Zur Begründung hat es unter Berufung auf den Beschluß des Senats vom 29. September 1981 (BAGE 36, 89 = AP Nr. 1 zu § 281 ZPO 1977) ausgeführt, Verweisungsbeschlüsse im Prozeßkostenhilfeverfahren seien auch für das Klageverfahren bindend.
Nachdem das Bundesarbeitsgericht eine solche Bindung ursprünglich bejaht hatte (Urteil vom 16. November 1959 - 2 AZR 616/57 - AP Nr. 13 zu § 276 ZPO; Beschluß vom 29. September 1981 - 5 AR 141/81 - AP Nr. 1 zu § 281 ZPO 1977) hat es sich nunmehr (Beschluß vom 8. Oktober 1991 - GmS-OGB 3/91 - 5 AR 141/81 -) der überzeugend begründeten Gegenauffassung des Bundesgerichtshofs (…vgl. zuletzt Beschluß vom 18. April 1991, aaO) angeschlossen, wonach ein im PKH-Bewilligungsverfahren ergangener Verweisungsbeschluß für das Hauptsacheverfahren nicht bindend ist.
Der Senat hat eine "erweiterte Bindungswirkung", wie sie für die Verweisung im Verfahren wegen Bewilligung von Prozeßkostenhilfe (PKH) mit Bezug auf das nachfolgende Klageverfahren vertreten wird (Beschluß des Bundesarbeitsgerichts - BAG - vom 29. September 1981 5 AR 141/81, BAGE 36, 89), für ein später beim FG anhängig gewordenes Klageverfahren in der Hauptsache verneint, in dem zuvor das Verfahren wegen einstweiliger Anordnung durch rechtskräftigen Beschluß vom VG an das FG verwiesen wurde, weil das PKH-Verfahren und das Verfahren der einstweiligen Anordnung insofern nicht vergleichbar seien.
Eine "erweiterte Bindungswirkung", wie sie für die Verweisung im Verfahren wegen Bewilligung von Prozeßkostenhilfe mit Bezug auf das nachfolgende Klageverfahren vertreten wird (Bundesarbeitsgericht, Beschluß vom 29. September 1981 5 AR 141/81, BAGE 36, 89, 91 f.; v. Wallis in Hübschmann/Hepp/Spitaler, Kommentar zur Abgabenordnung-Finanzgerichtsordnung, § 34 FGO Anm. 7; ablehnend Oberlandesgericht Hamburg, Beschluß vom 20. November 1972 5 W Lw 4/72, Neue Juristische Wochenschrift 1973, 812, mit Nachweisen), kann eine Verweisung im Anordnungsverfahren nicht äußern.
Das gilt auch in einem Verfahren über die Bewilligung von Prozeßkostenhilfe (BAGE 36, 89 = AP Nr. 1 zu § 281 ZPO 1977).
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts und des Bundesgerichtshofs sind Verweisungsbeschlüsse, die unter Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör ergangen sind, grundsätzlich unbeachtlich (BAG 36, 89, 94 = AP Nr. 1 zu § 281 ZPO 1977; BAG Beschluß vom 21. November 1978 - 5 AR 316/78 - AP Nr. 24 zu § 36 ZPO, zu II 2 der Gründe; BGH Beschluß vom 15. März 1978 - IV ARZ 17/78 - AP Nr. 23 zu § 36 ZPO, zu 2 der Gründe; jeweils m. w. N.).
Dabei kann offenbleiben, ob eine solche Verweisung im Beschlußverfahren zulässig wäre (verneinend Beschluß des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 29. Mai 1969 VII B 199/67, BFHE 95, 526, BStBl II 1969, 491; bejahend u. a. Tipke/Kruse, Abgabenordnung-Finanzgerichtsordnung, § 34 FGO Tz. 3; Urteil des FG Baden-Württemberg - Außensenate Stuttgart - vom 11. September 1980 IX 213/80, Entscheidungen der Finanzgerichte 1981, 27, m. w. N., sowie wohl auch Beschluß des Bundesarbeitsgerichts vom 29. September 1981 5 AR 141/81, Neue Juristische Wochenschrift 1982, 960).
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts und des Bundesgerichtshofs sind zwar Verweisungsbeschlüsse, die unter Verletzung des rechtlichen Gehörs ergangen sind, grundsätzlich unbeachtlich (BAG 36, 89, 94 = AP Nr. 1 zu § 281 ZPO 1977; BAG Beschluß vom 21. November 1978 - 5 AR 316/78 - AP Nr. 24 zu § 36 ZPO, zu II 2 der Gründe; BGH Beschluß vom 15. März 1978 - IV ARZ 17/78 - AP Nr. 23 zu § 36 ZPO, zu 2 der Gründe, jeweils m. w. N.).
an die Beurteilung der Zuständigkeit durch das verweisende Gericht gebunden (vgl. BAG 36, 89, 91 = AP Nr. 1 zu § 281 ZPO 1977 mit weiteren Nachweisen, zu 2 a der Gründe mit weiteren Nachweisen und insoweit zustimmender Anm. von Grunsky, zu 2 a).

References: § 276
 § 39
 § 281
 § 276
 § 281
 § 114
 § 281
 § 281
 § 281
 Art. 103
 § 281
 § 276
 § 281
 § 34
 § 281
 § 281
 § 36
 BGH 
 § 36
 § 34
 § 281
 § 36
 BGH 
 § 36
 § 281