Source: http://www.verwaltung.uni-halle.de/KANZLER/ZGST/GVBL/MBL-ORD/1994/D_BEHIND.HTM
Timestamp: 2018-01-20 21:04:53+00:00

Document:
Ministerialblatt Nr. 65/1993 vom 21.10.1993
für den Aufbaustudiengang Sportwissenschaft/Rehabilitations-, Therapie- und Behindertensport
Bek. des MWF vom 20.09.1993
Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg hat die in der Anlage abgedruckte Diplomprüfungsordnung als Satzung beschlossen, die vom Minister für Wissenschaft und Forschung gemäß § 14 Abs. 2 und § 75 Abs. 3 des Hochschulerneuerungsgesetzes vom 31.7.1991 (GVBl. LSA S. 198), zuletzt geändert durch Gesetz vom 30.10.1992 (GVBl. LSA S. 764) am 4.8.1992 genehmigt und in Kraft gesetzt worden sind.
für den Aufbaustudiengang Sportwissenschaft zur Ausbildung als Diplom-Sportwissenschaftler
für Rehabilitations-, Therapie- und Behindertensport
§ 7 Prüfung der Lehreignung in Sport
§ 9 Klausuren und beruftspraktische Arbeiten
§ 11 Bewertung der Prüfungsleistungen und Bildung der Fachnoten
§ 13 Bestehen, Nichtbestehen und Bescheidung des Kandidaten
§ 14 Wiederholung von Fachprüfungen und der Diplomarbeit
§ 15 Anrechnung von Studien- und Praxiszeiten, Studien- und Prüfungsleistungen
§ 16 Prüfungsausschuß
§ 17 Prüfer und Beisitzer
§ 18 Zweck und Durchführung der Diplomprüfung
19 Fachliche Zulassungsvoraussetzungen für die Diplomprüfung
§ 21 Bildung der Gesamtnote und Zeugnis
Die vorliegende Prüfungsordnung regelt die Durchführung der Diplomprüfung des Aufbaustudienganges "Diplom-Sportwissenschaftler für Rehabilitations-, Therapie- und Behindertensport" an dem Institut für Sportwissenschaft der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
(2) Die Bezeichnung "Rehabilitations-, Therapie- und Behindertensport" wird als Zusatz dem Diplomgrad angefügt.
ein achtsemestriges Studium der Sportwissenschaft als Hauptfach erfolgreich abgeschlossen hat (Diplom- oder Magistergrad, Erste Staatsprüfung für ein Lehramt),
die fachlichen Zulassungsvoraussetzungen für die jeweilige Prüfung erfüllt (§§ 19), die regelmäßig im Nachweis bestimmter Studienleistungen (Leistungsnachweise) bestehen,
(3) Die Zulassung ist zu versagen, wenn der Kandidat die Diplomprüfung im Studiengang Sportwissenschaft an einer wissenschaftlichen Hochschule im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes endgültig nicht bestanden hat.
Die Nachweise über das Vorliegen der in Abs. 1 Nrn. 1 bis 6 genannten Zulassungsvoraussetzungen,
eine Erklärung darüber, ob der Kandidat bereits eine Diplomprüfung in demselben Studiengang nicht bestanden hat oder ob er sich in einem schwebenden Prüfungsverfahren befindet.
(1) Die Regelstudienzeit beträgt vier Semester. Im vierten Studiensemester werden die Fachprüfungen der Diplomprüfung zum Diplom-Sportwissenschaftler für Rehabilitations-, Therapie- und Behindertensport angefertigt.
(2) Lehrangebot und Studienplan werden so gestaltet, daß alle Veranstaltungen, an denen der Student teilzunehmen hat, in drei Studiensemestern besucht werden können. Ihr Stundenvolumen beträgt insgesamt 60 Semesterwochenstunden ( Pflicht- und Wahlpflichtveranstaltungen).
(3) In den Studiengang eingeordnet sind
(1) Die besteht aus Fachprüfungen und der Diplomarbeit. Fachprüfungen setzen sich aus Prüfungsleistungen (§§ 6 ff) in einem Prüfungsfach oder in einem fächerübergreifenden Prüfungsgebiet zusammen; sie können auch aus nur einer Prüfungsleistung bestehen.
(2) Die Diplomprüfung wird in der Regel im Anschluß an die Lehrveranstaltungen des Aufbaustudienganges als Blockprüfung durchgeführt.
(3) Fachprüfungen in der Lehreignung kann vor dem jeweiligen festgesetzten Prüfungszeitraum abgenommen werden.
die Prüfung der Lehreignung in Sport (§ 7),
die schriftlichen Prüfungen unter Aufsicht (Klausuren) (§ 9),
(2) Die Aufgabe der Lehrprobe stellen die Prüfer gemeinsam, indem sie dem Kandidaten das Thema, zu dem er die Lehrprobe erbringen soll, spätestens acht Tage vor der Prüfung mitteilen. Der geplante Ablauf der Lehrprobe wird vom Kandidaten schriftlich ausgearbeitet und mindestens einen Tag vor deren Beginn an die Prüfer ausgehändigt.
(1) In der mündlichen Prüfung soll der Kandidat nachweisen, daß er die Zusammenhänge des Fachgebietes erkennt und spezielle drei Fragestellungen in diese Zusammenhänge einzuordnen vermag. Durch die mündliche Prüfung soll ferner festgestellt werden, ob der Kandidat über ein breites Grundlagenwissen verfügt. Darüber hinaus können vom Kandidaten benannte, eingegrenzte Themen (Vertiefungsgebiete) geprüft werden; dem Kandidaten soll Gelegenheit gegeben werden, sich hierzu zusammenhängend zu äußern.
(3) Das Thema und die Aufgabenstellung der Diplomarbeit müssen so lauten, daß die zur Bearbeitung vorgegebene Frist (§ 25 Abs. 4) eingehalten werden kann. Das Thema kann nur einmal und nur innerhalb der ersten zwei Monate der Bearbeitungszeit zurückgegeben werden. Dem Kandidaten ist Gelegenheit zu geben, für das Thema der Diplomarbeit Vorschläge zu machen. Soll die Diplomarbeit in einer Einrichtung außerhalb der Hochschule durchgeführt werden, bedarf es hierzu der Zustimmung des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses.
(1) Die Diplomprüfung ist bestanden, wenn ihre Fachprüfungen bestanden und die Diplomarbeit mindestens mit "ausreichend" bewertet wurden. Fachprüfungen sind bestanden, wenn die Fachnote mindestens "ausreichend" beträgt.
(3) Hat der Kandidat die Diplomprüfung nicht bestanden wird ihm auf Antrag und gegen Vorlage der entsprechenden Nachweise sowie der Exmatrikulationsbescheinigung eine schriftliche Bescheinigung ausgestellt, die die erbrachten Prüfungsleistungen und deren Noten sowie die zur jeweiligen Prüfung noch fehlenden Prüfungsleistungen enthält und erkennen läßt, daß die Prüfung nicht bestanden ist.
Anrechnung von Studien- und Praxiszeiten, Studien- und Prüfungsleistungen
(5) Werden Studien- und Prüfungsleistungen anerkannt, sind die Noten - soweit die Notensysteme vergleichbar sind - zu übernehmen und nach Maßgabe der örtlichen Prüfungsordnung in die Berechnung der Gesamtnote einzubeziehen. Bei unvergleichbaren Notensystemen wird der Vermerk "bestanden" aufgenommen. Eine Kennzeichnung der Anerkennung im Zeugnis ist zulässig.
(2) Der Vorsitzende, sein Stellvertreter, die weiteren Mitglieder des Prüfungsausschusses sowie deren Stellvertreter werden für die Diplomprüfung vom Fachbereich bestellt. Die Professoren verfügen über die absolute Mehrheit der Stimmen.
(3) Für die Prüfer und Beisitzer gilt § 16 Abs. 5 entsprechend.
(1) Die Diplomprüfung bildest den berufsqualifizierenden Abschluß des Studiums. Der Studiengang führt zum Erwerb der Berufsbezeichnung "Diplom-Sportwissenschaftler für Rehabilitations-, Therapie- und Behindertensport". Weiter Nachweise zur Ausübung der beruflichen Tätigkeit sind nicht erforderlich. Durch die Diplomprüfung soll festgestellt werden, ob der Kandidat die für den Übergang in den Beruf notwendigen gründlichen Fachkenntnisse erworben hat, die Zusammenhänge seines Faches überblickt und die Fähigkeit besitzt, wissenschaftliche Methoden und Erkenntnisse anzuwenden.
(2) Die Diplomprüfung beginnt am Ende der Vorlesungszeit des dritten Fachsemesters. Die Fachprüfungen, soweit sie nicht vorgezogen abgenommen werden (§ 20 Abs. 5) erstrecken sich über einen Zeitraum von etwa vier Wochen. Daran erfolgt die Fertigstellung der Diplomarbeit, die dann innerhalb der Regelstudienzeit abgeschlossen werden kann.
Zur Diplomprüfung kann nur zugelassen werden, wer im Studium an
den Lehrveranstaltungen zu sportwissenschaftlichen Grundlagen des Rehabilitations-, Therapie- und Behindertensports,
den Lehrveranstaltungen zu sportpädagogischen Grundlagen des Rehabilitations-, Therapie- und Behindertensports,
den Lehrveranstaltungen zu allgemeinen medizinischen Grundlagen des Rehabilitations-, Therapie- und Behindertensports,
den Lehrveranstaltungen zu speziellen medizinischen Grundlagen des Rehabilitations-, Therapie- und Behindertensports,
an einem Fachpraktikum von insgesamt acht Wochen Dauer und einem Projekt
regelmäßig teilgenommen sowie die geforderten Leistungsnachweise erbracht und sich termingerecht zur Prüfung angemeldet hat.
einem der folgenden Fächer der Sportwissenschaft nach Wahld des Kandidaten
einem der folgenden Fächer der Sportwissenschaft nach Wahl des Kandidaten
zu 30 v. H. aus den Noten der schwerpunktübergreifenden Fachprüfungen gemäß § 20 Abs. 2 Nrn. 1 bis 3,
zu 45 v. H. aus den Noten der schwerpunktbezogenen Fachprüfungen gemäß § 20 Abs. 2 Nrn. 4 bis 6.
(3) Das Zeugnis trägt das Datum des Tages, an dem die letzte Prüfungsleistung (nach § 18 Abs. 2 in der Regel die Diplomarbeit) erbracht worden ist.
(2) Waren die Voraussetzungen für die Zulassung zu einer Prüfung nicht erfüllt, ohne daß der Kandidat hierüber täuschen wollte, und wird diese Tatsache erst nach Aushändigung des Zeugnisses bekannt, so wird dieser Mangel durch das Bestehen der Prüfung behoben. Hat der Kandidat die Zulassung vorsätzlich zu Unrecht erwirkt, so entscheidet der Prüfungsausschuß unter Beachtung der jeweiligen Verwaltungsverfahrensgesetze des Landes.

References: § 14
 § 75

§ 7

§ 9

§ 11

§ 13

§ 14

§ 15

§ 16

§ 17

§ 18

§ 21
 § 16
 § 20
 § 20
 § 18