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Timestamp: 2016-10-28 04:35:05+00:00

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6B_630/2012 (15.07.2013)
6B_630/2012 � � Urteil vom 15. Juli 2013
Sch�ndung; Willk�r, Anspruch auf einen verfassungsm�ssigen Richter, Anspruch auf ein faires Verfahren, Aufhebung und R�ckweisung (Art. 409 StPO) etc.,
�Die Staatsanwaltschaft wirft X.________ mit Anklageschrift vom 20. M�rz 2009 vor, er habe seine Patientin Y.________ am 23. Juni 2006 w�hrend einer osteopathischen Behandlung unsittlich ber�hrt. Er habe ihr zweimal ohne Vorwarnung den Slip heruntergezogen und die Ges�ssbacken gestreichelt. Weiter habe er ihr zwecks eines Therapiegriffs von hinten an den Magen gefasst, wobei sie sein erigiertes Glied am R�cken habe sp�ren k�nnen. Als sie auf dem Bauch gelegen sei, habe er ihr die Unterschenkel in Richtung des Ges�sses gedehnt. Dabei habe er ihre Schamlippen ber�hrt und mit den Fingern gespreizt. X.________ bestreitet einen sexuellen Missbrauch.
�Das Kantonsgericht Basel-Landschaft verurteilte X.________ am 14. Februar 2011 im Appellationsverfahren in Best�tigung des Entscheids des Strafgerichtspr�sidenten Basel-Landschaft vom 16. November 2009 wegen Sch�ndung zu einer bedingten Geldstrafe von 100 Tagess�tzen zu Fr. 210.--. Dem Verfahren betreffend sexuelle Bel�stigung gab es wegen Verj�hrung keine weitere Folge.
Das Bundesgericht hiess die Beschwerde von X.________ am 26. Oktober 2011 gut. Es hob das kantonsgerichtliche Urteil auf und wies die Sache zur Durchf�hrung von Konfrontationsbefragungen mit Y.________ und einer weiteren Zeugin und zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zur�ck (Verfahren 6B_324/2011).
Das Kantonsgericht nahm das Verfahren am 17. November 2011 wieder auf. Am 16. Dezember 2011 beantragte X.________, die Sache sei gest�tzt auf Art. 409 StPO zur Durchf�hrung einer neuen Hauptverhandlung an das erstinstanzliche Gericht zur�ckweisen. Bei der Besetzung des Gerichts sei sicherzustellen, dass weder Richter noch Gerichtsschreiber an der Urteilsfindung mitwirkten, die bereits an der ersten gerichtlichen Beurteilung des Falles teilgenommen h�tten. Anl�sslich der Verhandlung vom 5. Juni 2012 vor Kantonsgericht machte X.________ geltend, dass die bereits am ersten Appellationsverfahren mitwirkenden Richter A.________ und B.________ befangen seien. Am 2. Juli 2012 wies das Kantonsgericht Basel-Landschaft die Ausstandsbegehren ab, soweit es darauf eintrat. X.________ focht diesen Beschluss nicht an.
Am 20. August 2012 fand die Verhandlung zur Neubeurteilung des Falles statt. Soweit X.________ "vorsorglich" erneut den Ausstand der Richter A.________ und B.________ wegen Vorbefassung beantragte, verwies ihn das Kantonsgericht auf den Beschluss vom 2. Juli 2012. Es best�tigte wie schon in seinem ersten Entscheid das erstinstanzliche Urteil im Schuld- und Strafpunkt sowie die Verfahrenseinstellung wegen Verj�hrung. Die Kosten des Appellationsverfahrens, bestehend aus den Kosten f�r das erste kantonsgerichtliche Verfahren vom 14. Februar 2011 und f�r das Neubeurteilungsverfahren, auferlegte es X.________.
�Mit Beschwerde in Strafsachen beantragt X.________, das Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft vom 20. August 2012 sei aufzuheben, und er sei vom Vorwurf der Sch�ndung kostenlos freizusprechen. Eventualiter sei die Sache gest�tzt auf Art. 409 StPO und in Anwendung von Art. 107 Abs. 2 BGG zur Neubeurteilung an die erste Instanz zur�ckzuweisen und diese anzuweisen, den Fall gem�ss den Vorgaben des Urteils des Bundesgerichts vom 26. Oktober 2011 neu zu beurteilen. Subeventualiter sei die Sache an die Vorinstanz zur�ckzuweisen und diese anzuweisen, den Fall gest�tzt auf Art. 409 StPO zur Neubeurteilung an die erste Instanz zur�ckzuweisen. Die Vorinstanz sei aufzufordern, das Gericht mit unbefangenen Richterinnen und Richtern zu besetzen. Die Kosten des ersten Appellationsverfahrens seien dem Staat aufzuerlegen.
�Die Staatsanwaltschaft und das Kantonsgericht Basel-Landschaft beantragen die Beschwerdeabweisung unter Hinweis auf die Erw�gungen im angefochtenen Urteil.
1.1.�Der Beschwerdef�hrer macht eine Verletzung von Art. 30 Abs. 1 BV, Art. 6 Ziff. 1 EMRK und Art. 56 StPO geltend. Der bereits am ersten Berufungsentscheid mitwirkende Richter A.________ habe anl�sslich der zweiten Appellations- bzw. Berufungsverhandlung als pr�sidierendes Gerichtsmitglied ausgef�hrt, es gelte nach der R�ckweisung der Sache durch das Bundesgericht zu pr�fen, ob die erste kantonsgerichtliche Beweisw�rdigung nach den Konfrontationsbefragungen der Zeuginnen Bestand habe oder nicht. Die von der Verteidigung als wesentlich erachteten Fragen zur Position des Slips habe der Richter A.________ f�r nicht relevant erkl�rt unter Hinweis darauf, dass das schon im ersten Urteil gest�tzt auf das rechtsmedizinische Gutachten entschieden worden sei. Damit habe dieser Richter anl�sslich der zweiten Berufungsverhandlung seine Voreingenommenheit deutlich zum Ausdruck gebracht (Beschwerde, S. 10 f. sowie S.13 ff. mit Hinweis auf das Tonbandprotokoll).
1.2.�Nach der in Art. 30 Abs. 1 BV und in Art. 6 Ziff. 1 EMRK enthaltenen Garantie des verfassungsm�ssigen Richters, die in Art. 56 StPO konkretisiert wird, hat der Einzelne Anspruch darauf, dass seine Sache von einem unparteiischen, unvoreingenommenen und unbefangenen Richter ohne Einwirken sachfremder Umst�nde entschieden wird. Wer einen Ausstandsgrund allerdings nicht unverz�glich nach dessen Kenntnisnahme geltend macht, sondern sich auf ein Verfahren einl�sst und den Verfahrensfortgang nicht unterbricht, verwirkt den Anspruch auf Anrufung der Garantie des unabh�ngigen Richters (BGE 138 I 1 E. 2.2 S. 4 mit Hinweisen; 136 I 207 E. 3.4 S. 211; 132 II 485 E. 4.3 S. 496; Urteil 1B_277/2008 vom 13. November 2008 E. 2.3 spezifisch zu Art. 36 Abs. 1 und Art. 38 Abs. 1 BGG;�MARKUS BOOG, Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 2011, Rz. 8 zu Art. 58 StPO).
1.3.�Die im Verfahren vor Bundesgericht erhobene Befangenheitsr�ge ist versp�tet. Nach der �berzeugung des Beschwerdef�hrers trat die Befangenheit des bereits am ersten Berufungsentscheid mitwirkenden Richters A.________ anl�sslich der zweiten Berufungsverhandlung konkret zu Tage, als dieser erkl�rte, es sei nunmehr zu pr�fen, ob das erste kantonsgerichtliche Beweisergebnis nach der Befragung der Zeuginnen noch Bestand habe, und er die von der Verteidigung f�r wesentlich eingestuften Fragen zur Position des Slips der Beschwerdegegnerin 2 unter Hinweis auf das rechtsmedizinische Gutachten und den ersten Berufungsentscheid als irrelevant bezeichnete.
Der Beschwerdef�hrer war aufgrund dieser konkreten �usserungen des fraglichen Richters nach seinen eigenen Angaben zwar "irritiert", hielt es aber ausdr�cklich weder f�r angezeigt noch f�r sinnvoll, unverz�glich einen Befangenheitsantrag zu stellen (Beschwerde, S. 10, 11 und 16). Sein Vorgehen begr�ndet er damit, dass er bereits am 16. Dezember 2011 einen solchen Antrag stellte, den das Kantonsgericht mit Beschluss vom 2. Juli 2012 abwies, und er zu Beginn der Berufungsverhandlung vom 20. August 2012 "vorsorglich" erneut ein Ausstandsbegehren einreichte. Der erste Befangenheitsantrag bezog sich auf eine schriftliche Urteilserw�gung im Rahmen der Beweisw�rdigung des ersten kantonsgerichtlichen Berufungsentscheids, woraus der Beschwerdef�hrer eine Voreingenommenheit der am bisherigen Verfahren mitwirkenden Richter im Hinblick auf die Neubeurteilung ableitete. Dem zweiten "vorsorglichen" Ausstandsbegehren lag ebenfalls die (generell-abstrakte) �berlegung zugrunde, die mit der Sache bereits befassten Richter A.________ und B.________ seien zufolge Vorbefassung befangen. Die beiden Ausstandsbegehren betrafen somit keineswegs konkrete �usserungen des Richters A.________, worin der Beschwerdef�hrer neu einen Anschein von Befangenheit sieht. Er h�tte aus diesem Grund ohne Verzug ein Ausstandsbegehren stellen m�ssen. Das tat er nicht. Er sah vielmehr bewusst davon ab, wartete das Berufungsverfahren vor Vorinstanz ab und macht den behaupteten aktuellen Ausstandsgrund erst in seiner Beschwerde an das Bundesgericht und damit versp�tet geltend. Sein Anspruch ist verwirkt. Es er�brigt sich, auf die materielle Begr�ndung zu dieser Frage einzugehen.
2.1.�Der Beschwerdef�hrer beanstandet eine Verletzung von Art. 409 StPO. Das Bundesgericht habe seine Verurteilung aufgehoben und die Angelegenheit wegen Verletzung des Konfrontationsrechts zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckgewiesen. Obwohl es sich um einen wesentlichen Verfahrensmangel handle, der im Berufungsverfahren nicht geheilt werden k�nne, habe die Vorinstanz die Sache nicht an die erste Instanz zur�ckgewiesen. Dieses Vorgehen f�hre zu einem Instanzenverlust und sei nicht fair im Sinne von Art. 6 EMRK (Beschwerde, S. 17-19).
2.2.�Gem�ss Art. 409 Abs. 1 StPO weist das Berufungsgericht die Sache an das erstinstanzliche Gericht zur�ck, wenn das erstinstanzliche Verfahren wesentliche M�ngel aufweist, die im Berufungsverfahren nicht geheilt werden k�nnen. Die Bestimmung greift nur, wenn die Fehler des erstinstanzlichen Verfahrens und Urteils derart gravierend sind, dass die R�ckweisung zur Wahrung der Parteirechte unumg�nglich erscheint (Urteile 6B_512/2012 vom 30. April 2013 E. 1.3.2 sowie 6B_362/2012 vom 29. Oktober 2012 E. 8.4.2 mit Hinweisen; Botschaft vom 21. Dezember 2005 zur Vereinheitlichung des Strafprozessrechts, BBl 2006 1318 1085 ff. Ziff. 2.9.3.3).
2.3.�Mit dem R�ckweisungsentscheid 6B_324/2011 ordnete das Bundesgericht die Durchf�hrung von Konfrontationseinvernahmen mit den Belastungszeuginnen und damit zus�tzliche Beweiserhebungen an. Es erwog, der Beschwerdef�hrer habe w�hrend des gesamten Verfahrens keine Gelegenheit erhalten, den Einvernahmen wenigstens einmal direkt oder indirekt zu folgen. Dadurch habe er weder den pr�zisen Wortlaut der Aussagen noch die Reaktion, den Gesichtsausdruck oder die K�rpersprache der Beschwerdegegnerin 2 wahrnehmen k�nnen. Das Fragerecht des Beschwerdef�hrers sei auch bei den Einvernahmen der Zeugin C.________ verletzt worden. Eine Wiederholung der Befragungen sei zur Wahrung des rechtlichen Geh�rs geboten.
2.4.�Die beiden Belastungszeuginnen erschienen zur Neubeurteilungsverhandlung vor Vorinstanz, um sich den Fragen des Beschwerdef�hrers direkt zu stellen und diese zu beantworten. Der Verteidiger und der Beschwerdef�hrer machten von ihrem Fragerecht Gebrauch (vgl. Protokoll der Befragung der Belastungszeuginnen vom 20. August 2012).
2.5.�Die Verletzung des Konfrontationsrechts im erstinstanzlichen Verfahren ist unter den gegebenen Umst�nden kein im Sinne von Art. 409 StPO wesentlicher Mangel, der im Berufungsverfahren nicht geheilt werden kann. Dem Beschwerdef�hrer waren die Angaben der Belastungszeuginnen schon vor erster Instanz bekannt und er konnte bereits damals dazu Stellung nehmen. �berdies hatte der Verteidiger des Beschwerdef�hrers sowohl im Untersuchungsverfahren (act. 231 ff.) als auch anl�sslich der Hauptverhandlung vor erster Instanz (act. 531 ff., act. 541 ff.) die M�glichkeit, Fragen und Erg�nzungsfragen an die Beschwerdegegnerin 2 zu stellen. Die Vorinstanz konnte das Beweisverfahren deshalb in Anwendung von Art. 389 Abs. 2 lit. b StPO ohne Weiteres erg�nzen und den beanstandeten Verfahrensmangel durch Nachholen der Konfrontationen heilen (�NIKLAUS SCHMID, Schweizerische Strafprozessordnung, Praxiskommentar, 2009, Art. 389 Rz. 4 sowie Art. 409 Rz. 6;�MARKUS HUG, in: Donatsch/Hansjakob/Lieber [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 2010, Art. 409 Rz. 5). Von einer R�ckweisung an die erste Instanz durfte sie vor diesem Hintergrund ohne Rechtsverletzung absehen. Eine solche war zur Wahrung der Parteirechte nicht erforderlich, zumal es den Anforderungen an ein "fair trial" im Sinne von Art. 6 Ziff. 3 lit. d EMRK gen�gt, dass die beschuldigte Person oder die Verteidigung im Laufe des Verfahrens einmal eine angemessene und geeignete Gelegenheit erh�lt, von ihrem Konfrontationsrecht Gebrauch zu machen (BGE 133 I 33 E. 2.2; 131 I 476 E. 2.2; 129 I 151 E. 3.1 und E. 4.2; 125 I 127 E. 6b und 6c/cc; 124 I 274 E. 5b, je mit Hinweisen; siehe auch�WOLFGANG WOHLERS, in: Donatsch/Hansjakob/Lieber [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 2010, Art. 147 Rz. 13).
3.1.�Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die Vorinstanz verletze die Unschuldsvermutung, w�rdige die Beweise willk�rlich und verstosse gegen den Grundsatz der Verfahrensfairness (Beschwerde, S. 20-28).
3.2.�Die Vorinstanz hat dem Beschwerdef�hrer nicht auferlegt, seine Unschuld zu beweisen. Sie hat auch sonst nicht gegen Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK verstossen (dazu BGE 129 I 49 E. 4 S. 58; 127 I 38 E. 2a/b, mit Hinweisen). Der Sache nach handelt es sich bei den Vorbringen des Beschwerdef�hrers um reine Sachverhalts- und Willk�rr�gen. Das ist auch der Fall, soweit dieser das Recht auf ein faires Verfahren im Sinne von Art. 29 BV als verletzt r�gt.
Willk�rlich handelt ein Gericht, wenn es seinem Entscheid Tatsachenfeststellungen zugrunde legt, die mit den Akten in klarem Widerspruch stehen (zum Begriff der Willk�r vgl. BGE 138 I 49 E. 7.1; 136 III 552 E. 4.2; je mit Hinweisen). Im Bereich der Beweisw�rdigung besitzt das Sachgericht einen erheblichen Ermessensspielraum. Das Bundesgericht greift auf Beschwerde hin nur ein, wenn es diesen missbraucht, insbesondere offensichtlich unhaltbare Schl�sse zieht, erhebliche Beweise �bersieht oder solche willk�rlich ausser Acht l�sst (BGE 132 III 209 E. 2.1). Eine R�ge muss klar und substanziiert begr�ndet werden (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 137 IV 1 E. 4.2.3; 136 I 65 E. 1.3.1; je mit Hinweisen).
3.3.�Die Vorinstanz h�lt den angeklagten Sachverhalt f�r erstellt. Sie w�rdigt die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 und der Zeugin C.________ sowie das rechtsmedizinische Gutachten. Die Schilderungen der Beschwerdegegnerin 2 qualifiziert sie als konstant, in sich stimmig, lebendig und detailreich. Die Ausf�hrungen zur Position ihrer Beine seien authentisch. Sie habe deren Anwinkeln durch den Beschwerdef�hrer in unterschiedlichen Worten wiederholt inhaltlich �bereinstimmend beschrieben. Dass sie diesen Punkt in ihren ersten Schilderungen noch nicht erw�hnt habe, wirkt sich nach der Vorinstanz nicht auf die Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen aus. Es handle sich vielmehr um eine nat�rliche nachtr�gliche Erg�nzung des Sachverhalts. Dass der von der Beschwerdegegnerin 2 geschilderte �bergriff technisch durchaus m�glich ist, und zwar unabh�ngig von der Position ihrer Beine (angewinkelt oder ausgestreckt) oder ihres Slips (teilweise oder vollst�ndige Bedeckung des Schambereichs), ergibt sich nach der Vorinstanz auch aus dem Gutachten. F�r die Glaubhaftigkeit der Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 spr�chen �berdies die Schilderungen der Zeugin C.________. Dass gerade zwei Patientinnen unabh�ngig voneinander die Behandlung resp. einzelne Behandlungsschritte des Beschwerdef�hrers falsch interpretierten, sei ausgeschlossen. Ein Motiv f�r eine Falschaussage sei nicht ersichtlich (Entscheid, S. 13-24).
3.4.1.�Was der Beschwerdef�hrer gegen die Beweisw�rdigung vorbringt, begr�ndet keine Willk�r. Das betrifft insbesondere seine Vorbringen zur W�rdigung der Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 (Beschwerde, S. 20-25). Dass diese zwei "diametral unterschiedliche" Sachverhaltsversionen schildert, ist nicht ersichtlich. Zwischen dem "Spreizen" oder "Auseinanderziehen" der Schamlippen "mit dem Daumen und Zeigefinger" bzw. "mit den Fingern" ist kein relevanter Unterschied erkennbar. Daraus ableiten zu wollen, es k�nne nicht von konstanten und koh�renten Aussagen gesprochen werden, ist abwegig. Der Beschwerdef�hrer legt mit seinen Ausf�hrungen lediglich die eigene Sicht der Dinge dar. Inwiefern die Erw�gungen der Vorinstanz schlechterdings unhaltbar w�ren, zeigt er nicht auf. Das gilt auch f�r seine weitere Vorbringen zur vorinstanzlichen W�rdigung des Kerngeschehens. Darauf ist nicht einzutreten.
3.4.2.�Unbegr�ndet ist der Vorwurf, die Vorinstanz verkenne mit ihren Ausf�hrungen zur Pseudoerinnerung, worum es bei der Glaubhaftigkeitsbeurteilung gehe (Beschwerde, S. 25 f.). Die Vorinstanz analysiert die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 einl�sslich, wobei sie deren Entstehung und Entwicklung sorgf�ltig rekonstruiert und Hinweise auf suggestive St�reinfl�sse nachvollziehbar ausschliesst. Sie erachtet die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 willk�rfrei als erlebnisbasiert. Diese Folgerung der Vorinstanz findet eine zus�tzliche St�tze in den ebenfalls ohne Willk�r als glaubhaft beurteilten Schilderungen der Zeugin C.________. Hier�ber l�sst sich der Beschwerdef�hrer mit keinem Wort aus.
3.4.3.�Dass die Vorinstanz unzutreffende Schl�sse aus dem rechtsmedizinischen Gutachten vom 5. November 2010 zieht (vgl. Beschwerde, S. 27 f.), ist ebenfalls nicht ersichtlich. Die Gutachter f�hren aus, die Schamregion einer auf dem Bauch liegenden Frau sei f�r die Finger einer Hand erreichbar, unabh�ngig davon, ob diese vom Slip teilweise oder vollst�ndig bedeckt sei (kantonale Akten, Gutachten S. 6). Darauf stellt die Vorinstanz ohne Willk�r ab. Dass die Rechtsmediziner es f�r "naheliegend" erachten, "dass der Schambereich vom Slip bedeckt gewesen" sei, l�sst sich dem Gutachten hingegen nicht entnehmen (so aber Beschwerde, S. 28). Die darauf aufbauende Kritik des Beschwerdef�hrers geht an der Sache vorbei. Im �brigen ist nicht ersichtlich, inwiefern die Slipposition in Bezug auf die ihm vorgeworfene Ber�hrung des Intimbereichs der Beschwerdegegnerin 2 eine Rolle spielen k�nnte. Davon geht auch die Vorinstanz aus. Von einem "Nichtentscheid einer rechtserheblichen wichtigen Sachverhaltsfrage" kann ebenso wenig gesprochen wie von einem "Verstoss gegen das Rechtsverweigerungsverbot" (Beschwerde, S. 27). Auf die weiteren Ausf�hrungen des Beschwerdef�hrers in diesem Zusammenhang braucht nicht eingegangen zu werden.
3.4.4.�Auf die Erw�gungen der Vorinstanz kann verwiesen werden. Sie stellt den bestrittenen Sachverhalt minuti�s fest und leitet daraus ein vertretbares Beweisergebnis ab, das der Beschwerdef�hrer mit seiner Kritik nicht in Frage zu stellen vermag.
4.1.�Der Beschwerdef�hrer wendet sich gegen den Kostenentscheid. Die Vorinstanz auferlege ihm nicht nur die Verfahrenskosten von Fr. 6'500.-- und die ausserordentlichen Kosten f�r das erste Berufungsverfahren vom 14. Februar 2011, sondern auch die Kosten f�r das Neubeurteilungsverfahren vom 20. August 2012 in der H�he von Fr. 12'000.--. Richtigerweise k�nnten ihm nur die Kosten des korrekt durchgef�hrten Verfahrens in Rechnung gestellt werden (Beschwerde, S. 19 f.).
4.2.�Die Vorinstanz auferlegt dem Beschwerdef�hrer die Verfahrenskosten der Neubeurteilung vom 20. August 2012. Die Gerichtsgeb�hr setzt sie auf Fr. 12'000.-- fest, weil die Verhandlung vom 5. Juni 2012 wegen des Befangenheitsantrags des Beschwerdef�hrers habe abgebrochen werden m�ssen und die Verhandlung vom 20. August 2012 zufolge Befragung der Zeuginnen lange dauerte (Entscheid, S. 25 f.). Die Vorinstanz �berbindet dem Beschwerdef�hrer auch die gesamten ordentlichen und ausserordentlichen Kosten f�r das erste kantonsgerichtliche Verfahren. Sie begr�ndet dies damit, dass sich die Instruktion (insbesondere das Einholen des rechtsmedizinischen Gutachtens vom 5. November 2010), die Vorbereitung und Durchf�hrung der Verhandlung vom 14. Februar 2011 sowie die schriftliche Begr�ndung des ersten Urteils f�r die Neubeurteilung vom 20. August 2012 nicht als nutzlos erwiesen h�tten (Entscheid, S. 26 f.).
4.3.�Die Verlegung der Kosten (Art. 422 StPO) richtet sich nach dem Grundsatz, wonach Kosten zu tragen hat, wer sie verursacht (BGE 138 IV 248 E. 4.4.1). So gr�ndet die Kostentragungspflicht des Beschuldigten im Falle eines Schuldspruchs (Art. 426 Abs. 1 StPO) auf der Annahme, dass er Einleitung und Durchf�hrung des Strafverfahrens als Folge seiner Tat veranlasst hat und daher zur Tragung der Verfahrenskosten verpflichtet sein soll (BGE 138 IV 248 E. 4.4.1 mit Hinweisen;�NIKLAUS SCHMID, Praxiskommentar, Art. 426 N 1;�DERS., Handbuch des Schweizerischen Strafprozessrechts, 2009, N 1782). Hingegen k�nnen der beschuldigten Person nicht die Kosten auferlegt werden, welche die Strafbeh�rden von Bund und Kantonen durch unn�tige oder fehlerhafte Verfahrenshandlungen verursachten (Art. 426 Abs. 3 lit. a StPO). Die angefallenen Kosten sind in diesem Fall nicht mehr ad�quate Folge der Straftat (�NIKLAUS SCHMID, Handbuch des Schweizerischen Strafprozessrechts, 2009, N. 1784, S. 817, Fn 52; so schon BGE 133 IV 187 E. 6.3 im Zusammenhang mit Art. 172 Abs. 1 Satz 1 aBStP) und k�nnen der beschuldigten Person nicht auferlegt werden. Das ist beispielsweise der Fall, wenn eine Gerichtsbeh�rde einen materiell- oder verfahrensrechtlichen Verstoss begangen hat, welcher im Rechtsmittelverfahren korrigiert werden muss, wenn wegen Formfehlern Verfahrenshandlungen wiederholt werden m�ssen oder aufgrund einer Verletzung des rechtlichen Geh�rs zus�tzlicher Aufwand entsteht (Urteil 1B_28/2010 vom 17. Februar 2010 E. 2.2.2 und E. 3;�NIKLAUS OBERHOLZER, Grundz�ge des Strafprozessrechts, 3. Aufl. 2012, S. 609, Rz. 1726THOMAS DOMEISEN, in: Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 2011, Art. 426 Rz. 15; ; s.a.�HAUSER/SCHWERI/HARTMANN, Schweizerisches Strafprozessrecht, 2005, � 108, S. 562, N. 11).
4.4.�Der angefochtene Kostenentscheid tr�gt diesen Grunds�tzen keine Rechnung. Die Vorinstanz ber�cksichtigt bei der Verlegung der Kosten nicht, dass das Bundesgericht den ersten Berufungsentscheid vom 14. Februar 2011 aufgrund der Missachtung des Konfrontationsrechts und damit wegen Verletzung des rechtlichen Geh�rs aufhob. Dass die Berufungsverhandlung zu wiederholen und ein neuer Berufungsentscheid zu f�llen und zu begr�nden war, hat folglich nicht der Beschwerdef�hrer, sondern die Vorinstanz zu verantworten. Die unmittelbar aus diesem Verfahrensmangel resultierenden ordentlichen und ausserordentlichen Kosten k�nnen ihm in Anwendung des Verursacherprinzips nicht �berbunden werden. Soweit die Vorinstanz dem Beschwerdef�hrer ungeachtet dieses Umstands und ohne entsprechende Kostenausscheidung die gesamten ordentlichen und ausserordentlichen Kosten des ersten kantonsgerichtlichen Verfahrens vom 14. Februar 2011 auferlegt, verletzt sie Art. 426 Abs. 3 lit. a StPO. Das ist namentlich der Fall, soweit sie ihm den Aufwand f�r die Vorbereitung und Durchf�hrung der ersten Berufungsverhandlung sowie f�r die schriftliche Begr�ndung des ersten Urteils kostenm�ssig in Rechnung stellt (vgl. Entscheid, S. 26). Die Beschwerde ist insofern begr�ndet.
Dass die Vorinstanz dem Beschwerdef�hrer die Kosten f�r das Neubeurteilungsverfahren vom 20. August 2012 �berbindet, ist im Grundsatz hingegen korrekt. Davon geht auch der Beschwerdef�hrer aus. Nicht zul�ssig ist allerdings, dass die Vorinstanz die Gerichtsgeb�hr zu Lasten des Beschwerdef�hrers mit der Begr�ndung erh�ht, die Verhandlung vom 5. Juni 2012 habe wegen seines Befangenheitsantrags abgebrochen werden m�ssen. Der Beschwerdef�hrer weist zutreffend darauf hin, dass er das Ausstandsbegehren - im Hinblick auf die Neubeurteilung - bereits am 16. Dezember 2011 stellte (s.a. Protokoll der Hauptverhandlung vom 5. Juni 2012). Der Verhandlungsabbruch vom 5. Juni 2012 war mithin nicht Folge eines Fehlverhaltens des Beschwerdef�hrers, sondern ist auf ein Vers�umnis der Vorinstanz zur�ckzuf�hren. Die daraus resultierenden Kosten k�nnen dem Beschwerdef�hrer nicht auferlegt werden. Die Beschwerde erweist sich auch insofern als begr�ndet.
�Die Beschwerde ist teilweise gutzuheissen und der angefochtene Entscheid aufzuheben. Die Angelegenheit ist zur Neubeurteilung der Kostenregelung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Im �brigen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind dem Beschwerdef�hrer reduzierte Gerichtskosten aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 i.V.m. Abs. 4 BGG). Der Kanton Basel-Landschaft hat dem Beschwerdef�hrer eine reduzierte Parteientsch�digung auszurichten (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG).
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und der Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft vom 20. August 2012 aufgehoben. Die Angelegenheit wird zur neuen Beurteilung des Kostenpunkts an die Vorinstanz zur�ckgewiesen. Im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
Der Kanton Basel-Landschaft hat dem Beschwerdef�hrer eine Parteientsch�digung von Fr. 750.-- auszurichten.

References: Art. 409
 Art. 409
 Art. 107
 Art. 409
 Art. 30
 Art. 6
 Art. 56
 Art. 30
 Art. 6
 Art. 56
 Art. 36
 Art. 38
 Art. 58
 Art. 409
 Art. 6
 Art. 409
 Art. 409
 Art. 389
 Art. 389
 Art. 409
 Art. 409
 Art. 6
 Art. 147
 Art. 32
 Art. 6
 BGE 
 Art. 29
 BGE 
 Art. 106
 BGE 
 Art. 426
 BGE 
 Art. 172
 Art. 426
 Art. 426