Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=B%203%20KR%202/15%20R
Timestamp: 2019-07-22 06:51:50+00:00

Document:
BSG, 30.09.2015 - B 3 KR 2/15 R - dejure.org
https://dejure.org/2015,38314
BSG, 30.09.2015 - B 3 KR 2/15 R (https://dejure.org/2015,38314)
BSG, Entscheidung vom 30.09.2015 - B 3 KR 2/15 R (https://dejure.org/2015,38314)
BSG, Entscheidung vom 30. September 2015 - B 3 KR 2/15 R (https://dejure.org/2015,38314)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2015,38314) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Krankenversicherung - Hilfsmittelversorgung - Nichteinigung bei der Festlegung von Vertragspreisen - Recht auf Durchführung eines Schiedsverfahrens steht ausschließlich Verbänden der Leistungserbringer zu, keinen einzelnen Leistungserbringern oder Zusammenschlüssen (hier: GbR) - Recht auf Abschluss von Einzelverträgen neben oder anstelle von Verbandsverträgen
§ 125 Abs 2 S 1 SGB 5 vom 26.03.2007, § 125 Abs 2 S 4 SGB 5 vom 17.03.2009, § 124 Abs 2 S 1 Nr 3 SGB 5, § 69 Abs 1 S 3 SGB 5, § 21 BGB
aerztezeitung.de (Pressemeldung, 12.11.2015)
Kein Schiedsverfahren für Ergotherapeuten
SG Hamburg, 26.01.2010 - S 28 KR 856/06
SG Hamburg, 01.03.2012 - S 28 KR 856/06
BSG - B 1 KR 10/13 R (anhängig)
Gleiches gilt abweichend von den allgemeinen Grundsätzen des intertemporalen Verfahrensrechts (vgl nur BSG vom 30.9.2015 - B 3 KR 2/15 R - SozR 4-2500 § 125 Nr. 8 RdNr 28 mwN: neues Verfahrensrecht erfasst auch anhängige Verfahren, soweit Anderes nicht geregelt ist) nach der Rechtsprechung des BVerfG für Verfahrensrechtsänderungen, die eine verfahrensrechtliche Lage in wesentlicher Hinsicht umgestalten und deshalb einem Eingriff in materiell-rechtliche Gewährleistungen gleichkommen; auch wenn das Vertrauen in den Fortbestand verfahrensrechtlicher Regelungen von Verfassungs wegen grundsätzlich weniger geschützt ist als das in die Aufrechterhaltung materieller Rechtspositionen, können verfahrensrechtliche Regelungen im Einzelfall im gleichen Maße schutzwürdig sein wie Positionen des materiellen Rechts (vgl BVerfG vom 7.7.1992 - 2 BvR 1631/90, 2 BvR 1728/90 - BVerfGE 87, 48, 63).
Wegen dieser Anerkennungserklärung wirken die Vereinbarungen normativ; eine Verbandsangehörigkeit oder entsprechende Satzungsregelung ist für die kollektivrechtliche Wirkung nicht erforderlich (so BSG, Urteil vom 30. September 2015 - B 3 KR 2/15 R - juris, Rn. 43 m.w.N.).

References: § 125
 § 125
 § 124
 § 69
 § 21
 § 125