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Timestamp: 2018-10-21 07:37:30+00:00

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Humboldt Forum Recht (HFR) - Wolfgang Römer: Die Reform des Versicherungsvertragsrechts (13-2009)
Publications - Essays - 13-2009
Richter am Bundesgerichtshof a.D. Prof. Wolfgang Römer
Die Reform des Versicherungsvertragsrechts
Versicherungsverträge werden vorwiegend zur Absicherung zukünftiger Risiken geschlossen, in neuerer Zeit auch zur Vorsorge und Kapitalbildung. Die rechtlichen Rahmenbedingungen für nahezu alle Versicherungssparten, mit Ausnahme der Rück- und Seeversicherung, werden im Versicherungsvertragsgesetz (VVG) geregelt, dessen nach fast 100 Jahren grundlegend reformierte Fassung am 1. Januar 2008 in Kraft trat. Eine wichtige Leitlinie des neuen Gesetzes war der Verbraucherschutz, gleichzeitig wurden Regelungen über die Versicherungsvermittlung eingefügt. Insbesondere die Verbraucherrechte von Versicherungsinteressent, -nehmer und Geschädigtem sollen gestärkt und die Transparenz im Versicherungsrecht verbessert werden.
Professor Römer untersucht zunächst einführend den Rechtszustand des VVG vor der Reform. Dabei berücksichtigt der Autor die historische Entwicklung seit 1908, den Wandel der gesellschaftlichen Umstände und Rechtsauffassungen und die Anpassung des Rechts durch die Rechtsprechung. Anschließend werden die Gründe und das Ziel der Reform dargelegt und der Reformprozess beschrieben.
Das Ergebnis der Reform legt Professor Römer im vierten Abschnitt seines Beitrages anhand einer Analyse der Neuregelungen dar. Dabei behandelt er zunächst in einem Allgemeinen Teil die Bereiche des Gesetzes, die für alle Sparten gelten und auf denen zugleich der Schwerpunkt der Reform lag. Hier wurden grundsätzliche Prinzipien des deutschen Versicherungsrechts teilweise ganz aufgegeben, teilweise erheblich abgeändert. Die Reform der gesetzlichen Regelungen für einzelne Versicherungssparten selbst wird in einem Besonderen Teil untersucht. Hierbei hat die Lebensversicherung die schwerwiegendsten Änderungen erfahren, da das Bundesverfassungsgericht solche gesetzlichen Änderungen verlangte, auch wurden Mindeststandards für weitere Sparten festgelegt.
In einer Gesamtschau des Reformergebnisses konstatiert der Verfasser, dass der Gesetzgeber mit der Reform des Versicherungsvertragsrechts die Initiative ergriffen hat, um ein Rechtsgebiet mit hoher volkswirtschaftlicher Bedeutung neu zu ordnen, dessen Entwicklung lange allein der Rechtsprechung und der unternehmerischen Vertragspraxis durch die Gestaltung Allgemeiner Versicherungsbedingungen überlassen geblieben war. Kritisch wird angemerkt, dass auch Regelungen geschaffen wurden, die eine hohe Einzelfallgerechtigkeit herstellen sollen, dadurch aber zugleich sehr komplex geworden sind. Insgesamt habe das Gesetz für alle Beteiligten zur Steigerung der Rechtssicherheit beigetragen und somit gute Chancen, für die nächsten Jahre eine feste Grundlage für dieses Rechtsgebiet zu sein, selbst wenn gelegentliche Änderungen notwendig sein könnten.
A. Der Rechtszustand vor der Reform
I. Das Versicherungsvertragsgesetz von 1908
II. Wandel der gesellschaftlichen Umstände und der Rechtsauffassungen
III. Anpassung des Rechts durch die Rechtsprechung
B. Gründe und Ziel der Reform
D. Das Ergebnis der Reform
1. Prinzipien des Vertragsschlusses
a) Die Abschaffung des Policenmodells
b) Die Einführung neuer Modelle
2. Aufgabe des Alles-oder-Nichts-Prinzips
a) Das Alles-oder-Nichts-Prinzip nach altem Recht
b) Quotenregelung nach neuem Recht
3. Angabe von Gefahrumständen vor Vertragsschluss
a) Umfang und Zeitpunkt der Angaben
b) Rechtsfolgen bei falschen Angaben
4. Informations- und Beratungspflichten
a) des Vermittlers
b) des Versicherers
5. Widerrufs- und Kündigungsrecht
6. Vorläufige Deckung
7. Prämien- und Bedingungsanpassung
8. Änderung einzelner Vorschriften
a) Überschussbeteiligung
bb) Die Neuregelung
b) Rückkaufswert
c) Sonstige Neuregelungen
E. Beurteilung des Ergebnisses der Gesetzesreform
Civil Law | Commercial Law | Insurance Law
Acquisition costs | Age provision | Annulation deduction | Application model | Arbitration board | Breach of obligation | Capital market volatility | Claim for exemption | Conclusion of contract | Conditions adjustment | Consultancy documentation | Consultancy obligation | Consumer protection | Contract adaption | Cover protection | Documentation obligation | EU insurance intermediary directive | Exemption of contribution | General conditions of insurance | Health insurance | Hidden assets | Increase of risk | Insurance act | Insurance agent | Insurance company | Insurance holder | Insurance investor | Insurance of persons | Invitatio model | Law of insurance broker | Liability degree | Liability insurance | Life insurance | Memorandum of insurance | Model calculations | Motor transport insurance | Obligation to information | Obligatory insurances | Occupational disability insurance | Policy model | Power inadequacy | Premium adjustment | Profitsharing | Quota system | Relevance jurisdiction | Right of rescission | Risk audit obligation | Social health insurance – competition strengthening act | Surplus sharing | Surrender value | Valuation reserve | VVG | § 6 VVG | § 7 VVG | § 8 VVG | § 19 VVG | § 22 VVG | § 26 VVG | § 28 VVG | § 33 VVG | § 39 VVG | § 49 VVG | § 51 VVG | § 52 VVG | § 59 VVG | § 60 VVG | § 61 VVG | § 62 VVG | § 63 VVG | § 81 VVG | § 105 VVG | § 108 VVG | § 152 VVG | § 153 VVG | § 154 VVG | § 155 VVG | § 163 VVG | § 164 VVG | § 165 VVG | § 169 VVG | § 172 VVG | § 192 VVG | § 203 VVG | § 214 VVG | Zillmering
Wolfgang Römer, HFR 2009, S. 176 et seqq.
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References: § 6
 § 7
 § 8
 § 19
 § 22
 § 26
 § 28
 § 33
 § 39
 § 49
 § 51
 § 52
 § 59
 § 60
 § 61
 § 62
 § 63
 § 81
 § 105
 § 108
 § 152
 § 153
 § 154
 § 155
 § 163
 § 164
 § 165
 § 169
 § 172
 § 192
 § 203
 § 214