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Timestamp: 2018-09-19 13:04:54+00:00

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Bescheidbeschwerde – Einzel – Erkenntnis des BFG vom 18.04.2016, RV/5200108/2013
Das Bundesfinanzgericht hat durch den Richter R. über die als Be­schwerde im Sinn des Art. 130 Abs. 1 B-VG zu erledigende Berufung der Bfin. , Adr , vertreten durch V. , Adr1 , gegen den Bescheid des Zollamtes Feldkirch Wolfurt, vertreten durch Vz , vom 20. März 2013, Zahl ******/**** /17/2011, betreffend Aussetzung der Vollziehung gemäß Art. 244 ZK, nach der am 1. März 2016 durchgeführten mündlichen Verhandlung,
1. Die Beschwerde wird, soweit sie die Aussetzung der Vollziehung des Bescheides Zahl ******/****/05/2011, vom 6. September 2011 betrifft, als unbegründet abgewiesen.
Mit Bescheid vom 6. September 2011, Zahl ******/****/05/2011, teilte das Zollamt Feldkirch Wolfurt der Be­schwer­deführerin die buch­mäßige Erfassung der nach Art. 204 Abs. 1 Zollkodex (ZK) entstandenen Einfuhrumsatzsteuer zu darin näher bezeichneten 8 Ein­fuhr­fällen aus dem Zeitraum 10. Dezember 2010 bis 5. Juli 2011 in Höhe von ins­ge­samt € 63.306,15 zuzüglich einer Abgabenerhöhung nach § 108 Abs. 1 ZollR-DG in Hö­he von ins­ge­samt € 754,38 mit, weil die Voraussetzungen für eine inner­ge­mein­schaft­li­che Lie­ferung im Sinn des Art. 6 Abs. 3 und Art. 7 des UStG 1994 nicht vor­ge­le­gen seien.
Der Antrag wurde mit Bescheid vom 20. März 2013, Zahl ******/****/17/2011, gleich­zei­tig mit den Anträgen in zwei weiteren Fällen abgewiesen.
In seiner Begründung führte das Zollamt aus, dass die Behörden der anderen Mit­glied­staa­ten in Beantwortung von Amtshilfeersuchen mitgeteilt hätten, dass die Empfängerfirmen betrügerisch seien. Die Er­folgs­aus­sichten würden daher als wenig erfolgversprechend einzustufen sein. Was die Gefahr des Ent­stehens eines unersetzbaren Schadens betreffe, habe die Be­schwer­de­führerin aus eige­nem über­zeugend darzulegen und glaubhaft zu machen, dass die Vor­aus­setzungen da­für vorliegen. Dieser Verpflichtung sei nicht nach­ge­kom­men worden. Die bloße Auferlegung einer Zahlungsverpflichtung stelle aber re­gel­mäßig noch keinen un­er­setzbaren Schaden dar.
Die dagegen mit Eingabe vom 28. März 2013 erhobene Berufung wurde mit Be­ru­fungs­vor­ent­schei­dung vom 8. April 2013, Zahl ******/****/43/2011, als un­begründet ab­ge­wiesen.
In der am 1. März 2016 durchgeführten mündlichen Verhandlung wurden im Hin­blick auf die gleich­zeitig stattgefundene Verhandlung in der Sache selbst keine wei­teren Vor­bringen erstattet.
In der Sache selbst wurde mit Erkenntnis des Bundesfinanzgerichtes vom 30. März 2016, GZ. RV/5200054/2012, über die Berufung (nunmehr Bescheidbeschwerde) vom 17. Juni 2011 entschieden. Es liegt somit kein offenes Rechtsbehelfsverfahren mehr vor. Der noch offene Aussetzungsantrag war daher als unbegründet abzuweisen (vgl. Ritz, BAO5, § 212a Tz 12).
Innsbruck, am 18. April 2016
VwGH 27.09.2012, 2010/16/0196,
ECLI:AT:BFG:2016:RV.5200108.2013
Findok-Nr: 110070.1, aufgenommen am: 06.06.2016 15:00:04, Dokument-ID: 02222490-89e2-4975-814c-86bc2a512742, Segment-ID: c0616bb7-50c4-4163-b1db-b499e56c7536

References: Art. 130
 Art. 244
 Art. 204
 § 108
 Art. 6
 Art. 7
 § 212