Source: http://www.deutschestextarchiv.de/book/view/estor_rechtsgelehrsamkeit03_1767?p=393
Timestamp: 2019-02-23 09:02:33+00:00

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u. den von inen zu sezenden personen.
rechte, welche man ihm willkürlich aus der hand
zu winden nicht vermag; wo man nicht aus dem
Anti-Machiavell einen felgriff in den Machiavell
tun will. Disem nach stehet in der macht einer
regirung nicht: die hergebrachte erhebungs-art der
steuern abzuändern. Klock de contribut. cap. XVII,
n. 17, s. 362, und n. 172, s. 374; daher auf
derselben neuerliche landverfassungswidrige aus-
schreibung keine rücksicht noch achtung zu nemen
ist; vilmehr muß es bei dem herkommen verblei-
ben, R. A. 1542, § 24, § 25, 1566, § 41,
1576, § 11, Boehmer T. II, P. I, cons. 421,
n. 75, 79, s. 640 fg., Kemmerich de iure col-
let. prouinc. s. 38, § 15, Mevius P. II, dec. 72,
n. 16, 17. Nach der teutschen einrichtung tra-
gen der landesherr, und die landstände über die
verwilligten steuern die besorgung, Struben de
statuum prouinc. orig. § 13, und im unterrichte
von regirungs- und justiz-sachen s. 191 fg. Jm
Hessen-casselischen sind 4 obereinnemer aus dem
adel, welche von den praelaten, und der ritter-
schaft gewälet werden. Vom herzogtume Sach-
sen-Gotha sihe den Lünig vom landsässigen adel
s. 13, s. 14; vom Pommerischen landkasten den
herrn G. R. von Pistorius amoen. IIII, s. 1026,
VI, 1782, und den Schwarz am a. o. s. 778,
s. 798, s. 847 fg. Das steuerbare vermögen darf
nicht verhalten werden, Joh. Hier. von Rotten-
hof de reticentia rerum collectis obnoxiarum,
Altd. 1701, 4t.
Die bischöffe, aebte etc waren in den alten zei-von den steu-
ern, beten,
schazungen.
ten steuerfrei; ob sie schon jeweilen geschenke ma-
cheten (§ 90); solchem nach sind die sogenannte
praesentgelter, donative, vererungen, subsidia
III Teil. A a
u. den von inen zu ſezenden perſonen.
rechte, welche man ihm willkuͤrlich aus der hand
tun will. Diſem nach ſtehet in der macht einer
ſteuern abzuaͤndern. Klock de contribut. cap. XVII,
n. 17, ſ. 362, und n. 172, ſ. 374; daher auf
derſelben neuerliche landverfaſſungswidrige aus-
ſchreibung keine ruͤckſicht noch achtung zu nemen
iſt; vilmehr muß es bei dem herkommen verblei-
1576, § 11, Boehmer T. II, P. I, conſ. 421,
n. 75, 79, ſ. 640 fg., Kemmerich de iure col-
let. prouinc. ſ. 38, § 15, Mevius P. II, dec. 72,
n. 16, 17. Nach der teutſchen einrichtung tra-
gen der landesherr, und die landſtaͤnde uͤber die
verwilligten ſteuern die beſorgung, Struben de
ſtatuum prouinc. orig. § 13, und im unterrichte
von regirungs- und juſtiz-ſachen ſ. 191 fg. Jm
Heſſen-caſſeliſchen ſind 4 obereinnemer aus dem
ſchaft gewaͤlet werden. Vom herzogtume Sach-
ſen-Gotha ſihe den Luͤnig vom landſaͤſſigen adel
ſ. 13, ſ. 14; vom Pommeriſchen landkaſten den
herrn G. R. von Piſtorius amoen. IIII, ſ. 1026,
VI, 1782, und den Schwarz am a. o. ſ. 778,
ſ. 798, ſ. 847 fg. Das ſteuerbare vermoͤgen darf
Die biſchoͤffe, aebte ꝛc waren in den alten zei-von den ſteu-
ſchazungen.
ten ſteuerfrei; ob ſie ſchon jeweilen geſchenke ma-
cheten (§ 90); ſolchem nach ſind die ſogenannte
praeſentgelter, donative, vererungen, ſubſidia
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[369/0393] u. den von inen zu ſezenden perſonen. rechte, welche man ihm willkuͤrlich aus der hand zu winden nicht vermag; wo man nicht aus dem Anti-Machiavell einen felgriff in den Machiavell tun will. Diſem nach ſtehet in der macht einer regirung nicht: die hergebrachte erhebungs-art der ſteuern abzuaͤndern. Klock de contribut. cap. XVII, n. 17, ſ. 362, und n. 172, ſ. 374; daher auf derſelben neuerliche landverfaſſungswidrige aus- ſchreibung keine ruͤckſicht noch achtung zu nemen iſt; vilmehr muß es bei dem herkommen verblei- ben, R. A. 1542, § 24, § 25, 1566, § 41, 1576, § 11, Boehmer T. II, P. I, conſ. 421, n. 75, 79, ſ. 640 fg., Kemmerich de iure col- let. prouinc. ſ. 38, § 15, Mevius P. II, dec. 72, n. 16, 17. Nach der teutſchen einrichtung tra- gen der landesherr, und die landſtaͤnde uͤber die verwilligten ſteuern die beſorgung, Struben de ſtatuum prouinc. orig. § 13, und im unterrichte von regirungs- und juſtiz-ſachen ſ. 191 fg. Jm Heſſen-caſſeliſchen ſind 4 obereinnemer aus dem adel, welche von den praelaten, und der ritter- ſchaft gewaͤlet werden. Vom herzogtume Sach- ſen-Gotha ſihe den Luͤnig vom landſaͤſſigen adel ſ. 13, ſ. 14; vom Pommeriſchen landkaſten den herrn G. R. von Piſtorius amoen. IIII, ſ. 1026, VI, 1782, und den Schwarz am a. o. ſ. 778, ſ. 798, ſ. 847 fg. Das ſteuerbare vermoͤgen darf nicht verhalten werden, Joh. Hier. von Rotten- hof de reticentia rerum collectis obnoxiarum, Altd. 1701, 4t. § 458 Die biſchoͤffe, aebte ꝛc waren in den alten zei- ten ſteuerfrei; ob ſie ſchon jeweilen geſchenke ma- cheten (§ 90); ſolchem nach ſind die ſogenannte praeſentgelter, donative, vererungen, ſubſidia chari- von den ſteu- ern, beten, ſchazungen. III Teil. A a
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Zitationshilfe: Estor, Johann Georg: Der Teutschen rechtsgelahrheit. Bd. 3. Frankfurt (Main), 1767, S. 369. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/estor_rechtsgelehrsamkeit03_1767/393>, abgerufen am 23.02.2019.

References: § 24
 § 25
 § 41
 § 11
 § 15
 § 13
 § 11
 § 15
 § 13
 § 24
 § 25
 § 41
 § 11
 § 15
 § 13
 § 24
 § 25
 § 41
 § 11
 § 15
 § 13
 § 458