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Timestamp: 2016-07-25 22:01:57+00:00

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So geht’s: Erlaubnis zum Versenden von apothekenpflichtigen Arzneimitteln	von
News vom 07.06.2011, 16:55 Uhr |
InhaltsverzeichnisWelche gesetzlichen Grundlagen gelten für den Versand von apothekenpflichtigen Arzneimitteln?
Was gilt bei verschreibungspflichtigen Medikamenten?
Wer kann eine Erlaubnis beantragen?
Ab wann müssen die Voraussetzungen vorliegen?
Kann die Erlaubnis widerrufen/zurückgenommen werden?
Was kostet die Erteilung der Versandhandelsgenehmigung?
Wie kann eine Erklärung nach § 11 ApoG aussehen?
Welche gesetzlichen Grundlagen gelten für den Versand von apothekenpflichtigen Arzneimitteln?
§ 11 a des Gesetzes über das Apothekenwesen (ApoG) regelt die Voraussetzungen für die Erteilung einer Erlaubnis zum Versand von apothekenpflichtigen Arzneimitteln (§ 43 Abs. 1 S. 1 Arzneimittelgesetz (AMG)).
Unter den Begriff der „apothekenpflichtigen Arzneimittel“ nach § 11a ApoG fallen auch verschreibungspflichtige Arzneimittel.
Verschreibungspflichtige Arzneimittel bergen gewisse Gefahren und dürfen deshalb nur durch einen Arzt verordnet werden, welcher die Einnahme begleitet und überwacht. Apothekenpflichtige Arzneimittel erhält man zwar ohne ärztliches Rezept, aber ausschließlich in Apotheken. Grund: Auch diese Medikamente sind nicht gänzlich unbedenklich und der fachlich geschulte Apotheker kann auf Neben- oder Wechselwirkungen hinweisen.
Die Erlaubnis ist dem Inhaber einer Erlaubnis nach § 2 ApoG auf Antrag zu erteilen, also allen Inhabern einer herkömmlichen Apotheke.
Maßgeblich ist der Sitz der Apotheke, da die für die Genehmigung zuständige Behörde je nach Bundesland unterschiedlich ist. Zuständig können beispielsweise die Stadt, das Landratsamt oder ein Landesamt (für Gesundheit) sein.
Im Wesentlichen muss der Versandhändler folgendes garantieren (vgl. § 11a Nr. 1 – Nr. 3 ApoG):
Verpackung und Versand beinträchtigen nicht die Qualität und Wirksamkeit des Medikaments.
Die Arzneimittel werden an die bei der Bestellung angegebene Person ausgeliefert.
Der Patient wird darauf hingewiesen, dass er bei Problemen den behandelnde Arzt aufsuchen soll.
Es ist eine (bspw. telefonische) Beratung in deutscher Sprache durch pharmazeutisches Personal möglich.
Es existiert ein System zur Sendungsverfolgung.
Eine Lieferung innerhalb von zwei Arbeitstagen wird garantiert.
Transportversicherung muss abgeschlossen werden.
Alle notwendigen Voraussetzungen können Sie unten stehender Beispielbelehrung entnehmen.
Die Voraussetzungen müssen bereits zum Zeitpunkt der Erlaubniserteilung vollständig vorliegen.
Ja! Die Erlaubnis wird zurückgenommen bzw. widerrufen, wenn bei Erlaubniserteilung oder später eine Voraussetzung nach § 11a ApoG nicht vorgelegen hat oder später weggefallen ist.
Die Erteilung einer Genehmigung ist kostenpflichtig. Die Höhe der fälligen Gebühren hängt vom jeweiligen Sitz Ihrer Apotheke ab.
Sie könnten beispielsweise folgende Muster-Erklärung abgeben:
Ich beantrage gemäß § 11a ApoG eine Erlaubnis zum Versand von apothekenpflichtigen Arzneimitteln i.S.v. § 43 Abs. 1 Satz 1 des Arzneimittelgesetzes und versichere, dass ich im Falle der Erteilung der Erlaubnis folgende Anforderungen erfüllen werde:
4. Für den elektronischen Handel mit apothekenpflichtigen Arzneimitteln verfügt die Apotheke auch über die dafür geeigneten Einrichtungen und Geräte. [optional, wenn elektronischer Handel]
___________________ Ort, Datum _____________________
Anschrift / Inhaber Apotheke
Bitte beachten Sie, dass viele Behörden auch ein Formular bereitstellen, auf welches Sie zurückgreifen können (z.B. der Landkreis München ).
© Bertold Werkmann - Fotolia.com	Autor:
Fabian Karg	(jur. Mitarbeiter der IT-Recht Kanzlei)	Besucherkommentare
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References: § 11

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 § 2
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 § 43