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Timestamp: 2016-10-24 16:05:59+00:00

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127 III 19535. Auszug aus dem Urteil der II. Zivilabteilung vom 29. M�rz 2001 i.S. R. gegen K. und Justizkommission des Obergerichts des Kantons Luzern (Verwaltungsgerichtsbeschwerde)
Radiation d'une servitude qui a perdu toute valeur juridique (art. 976 CC); requ�te en radiation du propri�taire du fonds grev�; voie � suivre par le conservateur du registre foncier. Lorsqu'il existe une requ�te du propri�taire du fonds grev� en radiation de la servitude, fond�e sur l'art. 976 CC, le conservateur du registre foncier doit op�rer la radiation au grand livre s'il consid�re la condition l�gale comme remplie. Dans ce cas, il est impossible d'admettre la requ�te en radiation dans une d�cision susceptible de recours avant de l'ex�cuter et de ne proc�der � la radiation qu'apr�s l'entr�e en force de la d�cision (consid. 2). Faits � partir de page 196
A.- R. ist Eigent�mer der beiden Grundst�cke Nrn. 104 und 2785 des Grundbuches von Z.; diese sind unter anderem mit einem Fusswegrecht �ber Punkt Nr. 1166 zu Gunsten des Grundst�cks Nr. 1576 belastet; dessen Eigent�mer ist K. Am 26. Januar 2000 ersuchte R. um L�schung des Fusswegrechtes gest�tzt auf Art. 976 ZGB, worauf der Grundbuchverwalter von Luzern-Land am 18. Februar 2000 die L�schung des Rechtes nach Rechtskraft der Verf�gung anordnete.
B.- Auf Beschwerde von K. befand die Justizkommission des Obergerichts des Kantons Luzern (nachfolgend: die Justizkommission), die Voraussetzung f�r eine L�schung gest�tzt auf Art. 976 ZGB sei nicht erf�llt, und hob daher die L�schungsverf�gung des Grundbuchverwalters am 21. Juni 2000 auf.
2. Im vorliegenden Fall hat der Grundbuchverwalter auf Begehren des Beschwerdef�hrers die Voraussetzung des Art. 976 Abs. 1 ZGB gepr�ft und als gegeben erachtet, die L�schung der Dienstbarkeit jedoch nicht sogleich vorgenommen, sondern eine BGE 127 III 195 S. 197Verf�gung des Inhalts erlassen, dass er die L�schung nach Eintritt der Rechtskraft der Verf�gung vornehme. Streitig ist nunmehr, ob dieses Vorgehen mit Art. 976 ZGB vereinbar ist. In der Lehre ist umstritten, ob der Grundbuchverwalter die L�schung der Dienstbarkeit vor der Eintragung im Grundbuch in einer beschwerdef�higen Verf�gung anordnen kann (bef�rwortend etwa: CHRISTINA SCHMID-TSCHIRREN, Aktuelle Tendenzen im Grunddienstbarkeitsrecht, BN 1999 S. 27/28; ablehnend etwa: CHARLES BESSON, La r�vision de l'art. 976 ZGB, in: ZBGR 71/1990 S. 263/264; PAUL-HENRI STEINAUER, Les droits r�els, Bd. I, 3. Aufl., Bern 1997, � 24, N. 992a; J�RG SCHMID, Basler Kommentar, Basel 1998, N. 16 zu Art. 976 ZGB).
a) Hat eine Eintragung jede rechtliche Bedeutung verloren, so kann der Belastete deren L�schung verlangen; der Grundbuchverwalter kann die L�schung auch von Amtes wegen vornehmen (976 Abs. 1 ZGB). Entspricht er dem Begehren oder nimmt er die L�schung von Amtes wegen vor, so teilt er dies den Beteiligten mit (Abs. 2). Wer durch die L�schung in seinen Rechten verletzt wird, kann auf Wiedereintragung klagen (Abs. 3). Nach Art. 956 Abs. 2 ZGB werden Beschwerden gegen die Amtsf�hrung des Grundbuchverwalters und Anst�nde bez�glich der eingereichten oder einzureichenden Belege und Erkl�rungen von der kantonalen Aufsichtsbeh�rde entschieden, sofern nicht der gerichtliche Weg vorgesehen ist. Art. 976 Abs. 3 ZGB sieht als einzigen Rechtsweg gegen eine L�schung des eingetragenen Rechts die Klage auf Wiedereintragung vor. Damit aber ist der Beschwerdeweg ausgeschlossen (vgl. dazu auch: J�RG SCHMID, a.a.O., N. 28 zu Art. 956 ZGB; PAUL-HENRI STEINAUER, a.a.O., � 24, N. 992a).
b) Das Bundesamt f�r Justiz l�sst ausf�hren, der Grundbuchverwalter habe die Anmeldung zur L�schung des Wegrechtes gutgeheissen und damit eine Verf�gung im Sinne von Art. 104 der Verordnung vom 22. Februar 1910 betreffend das Grundbuch (GBV; SR 211.432.1) erlassen, die bei der Aufsichtsbeh�rde angefochten werden k�nne. Im Grundbuchverfahren gehe es nicht um den Bestand des materiellen Rechts; dar�ber entscheide vielmehr der Richter aufgrund einer Klage nach Art. 736 bzw. 975 ZGB. Hinsichtlich des Verh�ltnisses zwischen beiden Verfahren verhalte es sich �hnlich wie zwischen dem Verfahren um Beseitigung des Rechtsvorschlages und dem ordentlichen Zivilprozess.
Dem ist einmal entgegenzuhalten, dass Art. 976 ZGB f�r die L�schung von Dienstbarkeiten, die jede rechtliche Bedeutung BGE 127 III 195 S. 198verloren haben, eine Verfahrensordnung geschaffen hat, die einen eigenen Klageweg vorsieht. Inwiefern diese Ordnung mit dem Verh�ltnis zwischen dem Verfahren um Beseitigung des Rechtsvorschlages und dem ordentlichen Prozess vergleichbar sein soll, bleibt unerfindlich. Wird ein Begehren um L�schung einer Dienstbarkeit eingereicht, so hat der Grundbuchverwalter aufgrund von Art. 976 Abs. 1 ZGB zun�chst zu pr�fen, ob die strittige Dienstbarkeit jegliche rechtliche Bedeutung verloren hat (J�RG SCHMID, a.a.O., N. 16 zu Art. 976 ZGB). Aus der Wendung des Art. 976 Abs. 2 ZGB: "Entspricht der Grundbuchverwalter dem Begehren" ergibt sich alsdann, dass dieser die L�schung im Hauptbuch ohne weiteres vorzunehmen hat, falls er die Voraussetzung des Art. 976 Abs. 1 ZGB als gegeben erachtet (vgl. dazu auch allgemein: STEINAUER, a.a.O., � 20, N. 851). So wurde Art. 976 ZGB bereits in seiner Fassung von 1907 verstanden, die praktisch die gleiche Wendung aufwies (HOMBERGER, Z�rcher Kommentar, 2. Aufl., Z�rich 1938, N. 5 zu aArt. 976 ZGB); in diesem Sinne ist die geltende Fassung auch nach der Lehre auszulegen (SCHMID, a.a.O., N. 16 zu Art. 976 ZGB). Dieser Schluss liegt aber auch darin begr�ndet, dass der Grundbuchverwalter den Beteiligten die L�schung, d.h. die vollzogene L�schung mitteilen muss (Art. 976 Abs. 2 ZGB). Es verh�lt sich nicht anders als im Fall von Art. 969 ZGB, wonach der Grundbuchverwalter den Beteiligten von grundbuchlichen Verf�gungen, die ohne ihr Wissen erfolgen, Anzeige zu machen hat. Auch in diesem Zusammenhang wird angenommen, die L�schung sei nur mitzuteilen, wenn sie erfolgt ist (HENRI DESCHENAUX, Das Grundbuch, 1. Abteilung, Schweizerisches Privatrecht V/3,1, Basel 1988, � 25, S. 542; SCHMID, a.a.O., N. 14 zu Art. 969 ZGB). Der Auffassung des Bundesamtes, der Grundbuchverwalter k�nne vorerst die Anmeldung in einer beschwerdef�higen Verf�gung gutheissen, kann somit nicht gefolgt werden. Wird aber - der Vorschrift des Gesetzes entsprechend - erst die bereits vollzogene L�schung mitgeteilt, so ist die Grundbuchbeschwerde des Art. 104 GBV sinngem�ss ausgeschlossen (STEINAUER, a.a.O., � 20, N. 851 und insbes. � 24 N. 992a; BGE 99 Ib 244 E. 2).
art. 976 CC,
Art. 976 Abs. 1 ZGB,
Art. 976 Abs. 2 ZGB,
Art. 969 ZGB suite... ,
Art. 976 Abs. 3 ZGB,
Art. 956 ZGB,
Art. 104 GBV

References: Art. 976
 Art. 976
 Art. 976
 BGE 
 Art. 976
 Art. 976
 Art. 956
 Art. 976
 Art. 956
 Art. 104
 Art. 736
 Art. 976
 BGE 
 Art. 976
 Art. 976
 Art. 976
 Art. 976
 Art. 976
 Art. 976
 Art. 969
 Art. 969
 Art. 104
 BGE 

art. 976

Art. 976

Art. 976

Art. 969

Art. 976

Art. 956

Art. 104