Source: https://www.flegl-rechtsanwaelte.de/diskriminierung
Timestamp: 2016-10-23 11:54:58+00:00

Document:
Diskriminierung | Flegl Rechtsanwälte
Startseite » Arbeitsrecht » Diskriminierung	Diskriminierung
Hier erfahren Sie Wissenswertes zur Diskriminierung Diskriminierung im arbeitsrechtlichen Sinne bedeutet, dass ein Mensch in ungerechtfertigter Weise wegen Merkmalen, die außerhalb seiner Einflusssphäre liegen, von seinem Arbeitgeber oder Vorgesetzten benachteiligt wird. Maßgeblich ist in diesem Zusammenhang vor allem, dass der Betroffene die Benachteiligung nicht wegen unzureichender Leistung erfährt.
Die Merkmale, anhand derer die Diskriminierung in vielen Fällen vorgenommen wird, sind insbesondere das Alter, das Geschlecht, die ethnische Zugehörigkeit, eine Behinderung, die Religionszugehörigkeit oder die sexuelle Ausrichtung.
Die für einen wirksamen Schutz gegen Diskriminierung relevantesten gesetzlichen Vorschriften sind im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) vom 18.08.2006 niedergelegt. Dieses Gesetz dient der Umsetzung verschiedener EU-Richtlinien in nationales Recht, zu welcher der deutsche Gesetzgeber verpflichtet ist. Diese Umsetzung hat den Schutz nicht nur von erwerbstätigen Personen gegen die unterschiedlichen Formen der Diskriminierung erheblich verstärkt.
Bei Arbeitgebern ist das AGG wegen der Kosten und Probleme, die sich vor allem im Zusammenhang mit der Einstellung neuer Mitarbeiter oftmals stellen, nicht unumstritten. Das Verbot, jemanden wegen der eingangs erwähnten Merkmale zu benachteiligen, findet sich in § 1 AGG.
Gesetzlich verbotene Formen der Diskriminierung
Das AGG listet nicht nur die Merkmale, die nicht zur Begründung einer Benachteiligung herhalten dürfen, sondern auch die verschiedenen Formen der Benachteiligung, die als verboten zu beurteilen sind, auf. Der Grund hierfür ist darin zu suchen, dass nicht jede Form der Diskriminierung in gleicher Weise ohne weiteres zu erkennen ist, sondern oftmals erst nach näherer Untersuchung der konkreten Umstände.
Nach § Abs. 1 die unmittelbare Benachteiligung
Nach § 3 Abs. 2 AGG die mittelbare Benachteiligung
Nach § 3 Abs. 3 AGG die Belästigung
Nach § 3 Abs. 4 AGG die sexuelle Belästigung
Nach § 3 Abs. 5 AGG die Anweisungen zur Benachteiligung
Gesetzlich verbotene Formen im Arbeitsleben
Die unmittelbare Benachteiligung ist sicherlich die am einfachsten zu erkennende Form der Diskriminierung. Hierbei erfolgt die Benachteiligung bzw. Schlechterstellung des Mitarbeiters unter Bezugnahme auf eines der Merkmale, die in § 1 AGG ausdrücklich genannt werden (beispielsweise Festlegung einer kürzeren Kündigungsfrist für junge Mitarbeiter).
Bei der mittelbaren Benachteiligung wird der Arbeitgeber oftmals eine sachliche Begründung für die Ungleichbehandlung vorschieben und es wird sich erst nach einer genaueren Betrachtung ergeben, dass keine neutrale Regelung, sondern eine sich faktisch – für lediglich eine bestimmte Personengruppe nachteilig auswirkende – Regelung getroffen werden soll (beispielsweise Nichtauszahlung einer Umsatzprämie für Arbeitnehmer, die nur befristet beschäftigt sind).
Die Belästigung erfasst u.a. alle Fälle des Bossings oder Mobbings, wenn also ein Mitarbeiter wegen eines der in § 1 AGG genannten Merkmale in seiner Würde verletzt, verleumdet, angefeindet oder sogar angegriffen wird. Gemäß dem Gesetzeswortlaut genügt bereits das Bezwecken einer diskriminierenden Wirkung.
Als sexuelle Belästigungen gelten typischerweise bestimmte körperliche Berührungen, wiederholte unzweifelhaft zweideutige Bemerkungen oder die Zurschaustellung pornographischer Illustrationen.
Die Anweisung zur Benachteiligung, bei der ein Vorgesetzter die diskriminierende Maßnahme an einen Mitarbeiter delegiert, dürfte wohl am schwierigsten erkennbar, geschweige denn beweisbar sein. Dennoch zählt auch sie zu den Formen der Diskriminierung, die im Erwerbsleben gesetzlich verboten sind.
Teilzeitbeschäftigung (4) Liegt eine zeitliche Begrenzung hinsichtlich der zu erbringenden Arbeit des Arbeitnehmers vor, handelt es sich

References: § 1
 § 3
 § 3
 § 3
 § 3
 § 1
 § 1