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Timestamp: 2020-04-05 07:52:13+00:00

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1918 / 192 p. 1 (Deutscher Reichsanzeiger)
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Miccken an eîner Blume. Der. Zug vom Drachen- oder Riefentöter, ber die Köntigsto(hter errettet, wie er im Zweibrüdermärhên vor- Tommt, flingt son in der Andromeda-Sage dur. . . . „Sodann enthält das Märchen auch die Sage von den Blutsbrüdern. Beide Kinder sind -zugleich und wunderbar geboren. Das Wahrzei bei ibrer Trennung, das in- den Baum gestoßene Messer, entspricht den Goldbechern des Amicus und Amelius. Der eine nimmt des andern Stelle ein zu Haus und bei seiner Frau, doch trennt er ihr Lager durch das Schwert. Die Krankheit, die den einen befällt und ihn aus der Gesellshaft der Menschen treibt, ist- hier der Zauber der Here, der zu Stein macht“ und welchen der andere wieder aufhebt. * iese arishe Theorie hat lange: Zeit die Märchenforshung beherrscht und die wunderlihsten Auswüchse getrieben. - Sie wurde rund ein halbes Jahrhundert ‘nah dem Erscheinen. des ersten Bandes der Grimmschen Sammlung von der indischen Theorie abgelöst, Im Jahre 1859 trat der Göttinger Sanskritforsher Theodor Benfey mit einer Behauptung auf, die einen vollkommenen Umschwung der Anschauungen. verursachte. Er sprah dem deutshen Volksmärchen den Charakter eines selbständigen Erzeuzmsses ab und erflärte es als Sntlehnung aus deut Märchen)chatz der Inder. Aus Indien seien die Märchen zur Zeit ‘der Kreuzzüge und in den folgenden Jahrhunderten nah dem Abendland gewandert und hätten infolge ihrer Vortrefflich- i die wenigen einheimischen Geschichten, die etwa vor ihnen: vor- anden ‘gewesen seien, verdrängt. Benteys Anschauung von Indien als der Urheimat der Märchen fand rasch Anklang. Das Neue in Benfeys Behauptungen gegenüber der Meinung Grimms war zunächst eine beträhtlihe Herabseßung des Alters der Märchen. Während Grimm sie* in der grauen Vörzeit entstanden glaubte und sie darum als einzigartige und um . ihrer Einzigartigkeit willen überaus wertvolle, unerseßlih kostbare. Eibstücke des . Geisteslebens unserer Abnen ansah, rückdte Benfey ihren Ursprung in die geschichtliche Zeit herab. Er nahm ihnert damit gerade das, was ihnen in den
Augen der älteren For!cher ihren hohen Wert véerlieb, und indem er
sie ihrer geheimniévollen mystisGen Hülle entkleidete, verseßte er fie in die nüchterne Wirklichklichkeit des Alltagslebens. . » . So liebgeworden die Vorstellungen auch waren, die Benfey zerstörte, die Märchenforschung mußte sich entschließen, sie aufzugeben, sobald die indische Theorie der Nachprüfung ftandhielt. Die großen Fort- schritte, die die Völkerkunde vor allem unter der Führung von Adolf Bastian machte, erweiterten au den Gesichtskreis der Märchenforscher. So stieß man ‘bei den Griechen auf Märchen, die weit älter waren als die großen indischen Fn untes und bis über das 2. Jahrh:mdert v. Chr. zurückreihten. Ferner kamen Märchen aus - der Neuen Welt zu uns, die eine überraschende Übereinstimmung mit den indi- hen Märchen zeigten. Dann lernte man au die Märchen der afri- fanishen und australischen Urvölker kennen und fand bei ihnen dieselbe “ ftarke Aehnlichkeit mit unseren Märchen. Wenn es {on für Grimms Behauptung vom Zusammenhang zwishen Mythus und Märchen, etwa des Zweibrüdermärhens mit der Sigurdsage, eine unüberwind- lihe Schwierigkeit bedeutete, daß das Märchen als Ganzes — nicht nur seine Motive für sih, sondern au ihre Verflehtung miteinander — \chon in Aegrpten um 1500 v. Chr. anzutreffen ift, io bätte man bei der Verwandtschaft, die man jeßt zwischen griehisck{en und indischen, zwischèn australischen, afrikanischen und westeuropäishen Märchen entdeckte, eine Wanderung der Märchen von Indien nach Amerika und um die ganze Welt annehmen müssen, um Benfeys indische Theorie zu retten. Waren aber beide Theorien mit der um- fassenderen Kenntnis des Weltmärhenschaßes niht mehr vereinbar, so mußte man eine neue Lösung suchen. - Sie war ebenso einfach wie grundstürzend: weder die Inder noch das arische Urvolk haben das Märchen geschaffen ; es hat überhaupt keine begrenzte Heimat ; es ist überall entstanden. Literatur.
Kurze Anzeigen :
neu ersdienener Schriften, deren Besprehung vorbehalten, bleibt. Einsendungen find nur an die S&@ritt
helmfstr, 32, zu rihtèn, Rücfsendung findet in feinem Falle statt.
Im Verlage von ‘Quelle & Meyer, Leipzig, sind er-
schienen: i ; i i 2 ie Boberbahn. Roman -von Kurt Felscher. Geh. 4,50 , geb. : Ce (en, Von Chr. J. Klumker. 1,50 4. 80 ie Religion unserer Erzieher. Von W. Herrmann. ,20 u. A L / Die Sedimentärgeschiebe des norddeutshen Flach- Ilandes. Von Kurt.Hucke, Geh. 3,50 46,- geb. 4,60 Æ. ; RELN SLELIIS, Von D. Dr. G. ‘von Nohdeñ. Geh. 4,20 4, ge . At. Die französische Shuleund der Weltkrieg. Von Zl Rühlmann. 2,20 4. Wildgemüse, Wildfrüchte, Wildtee. Anweisung zu sahgemäßer Behandlun und Verwertung “und Anleitung zum Bestintmen der wichtigsten hierher gehörigen Gewächse. “Von Eugen Gramberg. 1,20 . :
Land- und Forsttirtschaft. Sañätenstand in Dänèmark.
Ueber den Stand der Saaten vom 1. August wurde unterm 5. August folgendes. veröffen! licht :
Die Lage bat si seit der leßten Berichterstattung im allge- meinen wiederum zum Zeil gebessert : i R auf den Inseln : «L010 L S. 40 i 42
« , ‘
- in Jütland : Kornfrüchte: 1 5.6. 17. 15.7, Weizen « ¿-€&“
Noggen . j Gerste . Mafer 4s os Mengkorn . / Hülsenfrüchte . „3, 3,9
Die Wintersaat wird ‘nun als gute Mittelernte keurteilt, das- selbe ist mit der Gerste in Jütland der Fall, die übrigen Korufrüchte nähern sich stark einer Mittelernte. :
Buchweizen, der nit mit indie Statistik aufgenommen ist, verspricht etwas unter Mittelernte zu werden. j
Wurzel- auf den Inseln: in Jütland: früchte: 1 L U T l d a/O 15. 7.
Kartoffeln « 40 4, ; j j Mohrrüben . O 5 / 3, 3, Nunfkelrüben Q O 3,5 D D Kohblrüben 3,6 ZTurnips . 3, Di î 6 ; ¡ Zuckerrüben . i 4,2 0078,
Der Regen und das mildere Wetter sind den Wurzelfrüchten zu gute gekommen, zumal für dieselben ja noch Entwicklungsmöglichkeiten besteßen. Die Kartoffeln versprechen über Mittelernte, nament- lih in Jütland, die Mohrrü b en versprechen fast Mittelernte, die Nunfkelrüben stellen etwas über WVéeittelernte auf den Inseln und etwas unter Mittelernte in Jütland in Aussicht. Am \{chlechtesten stellen sih die Aussichten für Ko hlrüben und Turnips.
Wiesen u. Gras- auf den Inseln: in Jütland: landeéreièn: 15:6, 1.7 16.7..1.8. 15.6, 17, 15.7, 4.8. Mengenertrag von Ackerheu Wiesenheu Weiden 6 H goafenheit von UAlerheu. 4 Wiesenheu « «
/ , 4, By 3, 4, 2/0 3; 3 d, 9, 4
[s j 4 6) C D 1 Ö D
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20 2,5 3,1
22 2,8 1,9 -
2,0 2,9 2,0
4,1’ m ma” 8,8
2,1 1 2,0
2,8 2,3 29 2,9 2,2 3,1
leitung, Wille]
Oualtitätsbezeihnungen: 6 = vorzüglich gut, 5 = elwas vber Mittelernte, 4 = Mittelernte, 3 = etwas unter Mittelernte, 2.= mäßig, aber nicht \{lecht, 1 == schlecht. :
(Bericht des Kaiserlihen Generalkonsulats in Kopenhagen vom 6. August d. J.)
Das Warschauer Ballett von der Großen, früheren Kaiser- lien, Oper in Warschau beginnt ein kurzes Gastsviel am Sonn- abend, den 24. August ‘am Palasttheater am Zoo. Unter den Mitwirkenden- befinden \ich der erste Solotänzer Piotr Zaylich und die erste Solotänzerin der früheren Kaiserlihen Oper Valeria
Gnatowska. Mannigfaltiges.
Seine Majestät der Kaiser und Köni e, n „W. T. B.“ mitteilt, an die Mutter des an der Westfront t ö dli ch verunglüdten Macao lte, Oberleutnants Loewen- hardt nachstehendes Beileidötelegramm: y
„Zu- Meiner großen Betrübnis erhalte Ih die Meldung von dem Tode Ihres Heldensohnes, des tapferen Führers der Jagd- staffel 10. vom ‘Geschwader Richthofen. Als schneidiger und taten- froher Fliegeroffizier war es ihm vergönnt, Hervorragendes zu leisten. Gott trôste- Sie in Ihrem großen Schmerze. Wilhelm I. R.“
Auf Einladung der deutschen Regierung haben V ertreter des Großgrumndbesipes und des mittleren Grundbesißes der Ukraine in den legten beiden Wochen eine Neise zum Studium der deutschen Landwirtschaft durch Deutschland gemacht. J Auf diefer Reife befuchten die Großgrundbefißer, wie „W. T. B." be- richtet, insbesondere das bei Staßfurt gelegene Kaliberg- werk und verschiedene große Güter in der Nähe von Qued- linburg, Goslar, Poppénburg und die landwirt- schaftlihe Hochihule in Bonn. Die Vertreter des mittleren Grund- besives besichtigten Bauerngüter im Oderbruch sowie genossen- schartlihe Güter und Gestüte in Neustadt an der Dosse, ferner Zuchtanstalten im Kreise Leer und Emden und bei Bonn. — Gestern abend hat -im hiesigen Hotel Esplanade zu Ehren der Gäste aus der Ufkraine eine kleine Abschiedsfeier stattgefunden, bei der sich die Reiseteilnehmer über die gewonnenen Eindrüdcke mit größter Be- fciedigung auéspracéèn.
Im Verlag von Hesse. und Becker in- Leipzig ist ein Taschen- buch für Pilzsammler von Professor Ernst Walther mit 50 Bildern in E und 40 Federzeihnungen von “ Kunstmaler Arno - Grimm erschienen (1,50 M Das Büchlein enthält das Wichtigste über Bau und Leben der Pilze, über“ ihre Formen , - Ausführungen über die Bedeutung der Pilze im Haushalt ‘der - Natur und des Menschen, praktische Anweisungen zum Sammeln-‘und zur Zubereitung der Pilze sowie Beschreibungen der wichtigsten eßbaren und giftigen bezw. ungenieß- barèn Pilze unter Gegenüberstellung der Doppelgänger. Der fach- kundige Text wird dur die guten Abbildungen aufs beste unterstügt. Das Tascpenbuch wind seinen Benugern in der bevorstehenden. Haupt- sammelzeit der Pilze treffliche Dienste leisten.
Die Sparkasse der Stadt Berlin-Schöneberg hat am 3. August dieses “Jahres 125 Millionen Mark Einlage- bestand erreiht. Das ist während eines Zeitraumes von nur 1!/» Monaten ein Zuwachs von abermals 5 Millionen Mark. Der Depositen- und Kontokorrentverkehr hat mit einem Bestande von 1821/4 Millionen Mark ebenfalls eine Zunahme von 1 Million im gleidjen Zeitraum ‘ergeben.
Mannheim, 13. August. (W. T. B.) Wie die „Neue Badische Landeszeitung“ ‘meldet, ist der Fliegerleutnant Hans Pippart aus Mannheim, Sieger in 21 Luftkampfen, gefallen.
Hamburg, 13. August. (W. T. B.) Infolge Ueberfahrens des Haltesigna!s der Zugmeldestele „Weser Elbbrücke“ ist am 13. August, Nachts 2: Uhr, der von Harburg nach Wilhelmsburg fahrende Güterzug 9387 auf den im Gleis haltenden Arbeits- zug 10919 autgefahren. Vom Zugbegleitpersonal wurde die D Laer u Meta Schlunß aus Bantbilra getötet, der
ugführer Beer, der Schaffner Dekert jowie die Hilfsfchaffnerinnen Peters und Seewald sind leiht verlegt. Die Perionenzuggleise E infolge des Unfalles auf etwa ‘12 Stunden gesperrt. Der Verkehr wird durch Umleiten der Züge über die Gütergleise aufrechterhalten. Die Untersuchung ist eingeleitet worden.
- Wien, 13. August. -(W. T. 2 In der jüngst abgehaltenen Hauptversammlung des Reichsbundes deut)}cher Eisen- bahner wurde, wie die Blätter melden, eine Entschließung angenomnen, die besagt, daß die deutschen Cisenbahner Oesterreichs jede Störung im Cisenbahnbetrieb als Angriff gegen den Rücken der Front, gegen das Leben der kämptenden Brüder, gegen die helden- hafte Wehr des deutschen Volkes an der Front und 1m Hinterlande betraten. Jeder Vertrauensmann und jedes Mitglied des Neichs- bundes, beißt es in der Entjchließung, is verpflibtet, jeder Störung des Cisenbahnbetriebes rücksichtslos entgegenzutreten.
Wien, 14. August. (W. T. B.) Wie die „Politische Korre- spondenz“ - erfährt, wurde dem „Berner Hilfskomitee für serbische Kriegsgefangene“ von den Schweizer Delegierten, Oberst Noyer und Hauptmann Nichans, über die Zustände in den Lagern der serbishen und montenegrinischen Kriegsgefangenen und Zivilinternierten in Oester- réich-Ungarn ein sehr günstiger Bericht erstattet. Der Bericht hebt hervor, daß- die Baracken große Ausdehnung haben , daß ‘die Offizierswohnungen besser ausgestattet sind als die anderen und daß auch Erholungsstätten, Räume für Gymnastik und Lese)äle bestehen. Der Gesundheitszustand ist überall gut, die Sanitätseinrihtungen sind ahtunggebietend, überall herrscht vollkommene Reinlichkeit. In jedem Lager sind einheimische Aerzte tâtig, von internierten serbischen und italienishen Militärärzten unter- stüßt. Dank der Tätigkeit der Lagerkommandanten und der Aerzte sind die Seuchen gesdwunden. Im Groediger Spital richtete ein serbischer Dffizier an die Delegierten die Bitte, der Welt folgendes mitzuteilen: Die Feinde behandeln uns mit Sorgfalt, wie man nur einen Freund behandelt. ;
Kiew, 13. August. (W. T. B.) Jn Simferopol ist die Gründung einer Universität für die Krim erfolgt, die ihre Tätigkeit in wenigen Tagen beginnt.
Kopenhagen, 12. August. (W.. T. B.) Hier haben stürmishe Kundgebungen der Syndikalisten stattgefunden, wobei es zu recht bösartigen Kämpfen mitder Polizei kam. i
feste Haltung. Aue Nahfrage äußerte ih“ für eine Anzahl In- dustriewerte, u. a. für Oberschlesische Eisen-Industrieaktien, ebenso für Nussishe Bankaktien. es bis zum Schluß.“ '
Der heutige R e eine ruhige, vorwiegend
Im Verlauf war O
die Börse fest und blieb
ridhtete, wie_
Börse tn-Berlin (Notierungen des Börfenporstandes) i vom 14. August vom 13. Angus für Geld Brief Geld - Brief 100 Gulden
bé Á “ E 309 309 309 309
100 Kronen 188 188}
100 Kronen iet
188 1882 21 21 212î 100 Kronen 18 189 __ 1885 - Schweiz 100 Franken 151 Wien-
189 1514 151 1514 Budapest 100 Kronen 59,95 60,05 59,95 Bulgarien 100 Leva 79 79
794 Konstanti- 100 Piafter
nopel 21,20 Mádrid und Barcelona 100 Pesetas 115
794 21,15 119
21,10 114
21,05: 114
Kursberichte von auswärtigen Wertpapiermärkten. Wien, 13. August. (W. T. B.) An der heutigen Börse herrshte im Einklang mit Berichten von dem Budapester und dem Berliner Markt Zurückhaltung, wobei \sich die Kurse zunächst noch ut behaupteten. Als aber im weiteren Verlaufe Abgaben 1ür Buvapestér Rechnung erfolgten, trat ein Rüdgang der leitenden Kulissenpapiere um 4 bis 8 Kronen ein; im Schranken blieb die Stimmung jedoch vorwiegend ps Gefragt waren insbesondere Spinnerei- und Kraftwagenwerte sowie bosntsche Eisenaktien. Dagegen waren die {weren Eisenafktien und Elbschiffabrtswerte |\{chwächer. Der Anlagemarkt war ruhig. ô Wien, 13. August. (W. T. W.) Amtliche Notierungen der ,Devisenzentrale. Berlin 165,80 G., 166,10 B., Amsterdam 513,25 G., 514,25 B., Zürich 250,50 G., 251,590 B., Kopenhagen 312,50 G, 313,50 B., Stockholm 352,00 G., 353,00 B., Christiania 313,00 G., 314,00 B., Konstantinopel 34,50 G., 35,25 B., Mark- noten 165,80 G., 166,20 B. j S L 28 London, 12. August. (W. T. B.) 2X3 % Englishe Konsols 57, 5 9/9. Argentinier von 1886 —, 4% v abg von 1889 60, 4 %/ Japaner von 1899 —, 3 9/9 Portugiesen 574, ‘d 9/9 Russen von 1906 614, 44 %/0 Russen von 1909 52, Baltimore and Obio —, Canadian Pacific —, Erie —, National Railways ‘of Mexico 6}, Pennsylvania —,—, Southern Pacific —,—, Union Pacific =—,—, Únited States Steel Corporation 115, Anaconda Copper —, Rio Tinto 69, Chartered 17/5, De Beers def. 15/16, Goldfields 1s, Randmines 34, 5 9% Kriegsanleihe 94/16, 4 9/9 Kriegsanleibe 1023, 3F 9% Kriegsanleihe 89. — Privatdiskont 3"/z,, Silber R T » Paris, 13. August. (W. T. B.) 59% Franzöfishe “ nléibe 87,65, : 3 9/0 Französische Rente 61,95, 49% Span. äußere Anleibe „—,_ 5 0/0 Russen von 1906 64,00, 3 0/9 Russen von 1896. 39,10, 4 9/0 Türken unif. 64,00, Suezkanal —, Rio -Tinto 1980. * Amsterdam, 13. August. (W. T. B.) Fest, duele: nommen Schiffahrtswerte. — Wechsel auf Berlin 32,30, Wechsel auf Wien 1885, Wechsel auf Scksweiz 48,50, - Wechjel gu! Kopenhagen 60,3§ Wechsel auf Stockholm 68,60, -Wechse auf New York 194,00, Wechsel auf London 9,24, - Wechsel auf Paris 34,524. — 43 9/6 Niederländische Staatsanleihe 914, - Obl. 39/0 Niederl. W. S. 68, Königl. Niederländ. Petroleum- 560, Holland-Amerika-Linie 397, Niederländish-Indische Handelsbank .165, Atchison, Toveka & Santa Fs 79F, Nock Island —, “Southern Pacific 76, Southern Railway 20F, Union Facife L ‘Anaconda ng
1298, United States Steel Corp. 902, Französish-Englische - An- leihe. —, Hamburg-Amerika-Linie —. P
Kopenhagen, 13. August. (W. T. B.) SiWhtwerbse!. auf Hamburg 53,50, do. auf Amsterdam 166,25, do. auf London 15,18, do. auf Päris 56,50. / G E I 1
Stodckholm, -13. August. (W. T. B.) Sichtwesel- auf Berlin 47,25, do. “auf Anftèrväm 146;00, do. auf s{chweizer. Pläße 71,10, do. auf London 13,35, do. auf Paris 49,058.
New York, 12. August. (W.T. B.) (S luß.) Nach nicht einheitlihem Beginn fanden an der Fondsbörse . lebhafte Käute in Eisenbahn?n statt im Zusammenhang - mit den Auen, die man an den baldigen Abschluß der Verträge mit der Regierung knüpft. Am Markte der Spezialwerte nahmen die Spekulantengrupven die Käufe wieder auf. Steels unterlagen jedo stärkerem Abgabedrüd. Der Schluß gestaltete sih unregelmäßig. Aktienmfaß 420.000 Stück. Geld: Fest. — Geld auf 24 Stunden Durchfchnitts\aß 5F, Geld auf 24 Stunden leßtes Darlehen 6, Wechsel auf London (60 Tage) 4,73,00, Cable - Transfers 4,77,05, Wechsel auf Paris ‘auf Sicht 5,69,00, Silber in Barren 993, 3 9% Northern Pacific Bonds : 58, 4 9% Verein. Staaten Bonds 1925 1064, Atchison, Topeka u. Santa Fó 843, Baltimore u. Ohio 554, Canadian Pacific 1554, Chesapeake u. Ohio 57, Chicago, Milwaukee u. St. Paul 472, Denver u. Rio Grande 4, Jllinois Central. 97, Louisville u. Nashville 1144, New York Central 73, Norfolk u. Western 104, Pennsylvania 445, Reading 90, Southern Pocific ME Union Pacfic 1235, Anaconda be nper. Mining 664, United Staates Steel Corporation 111}, o. pref. 110. j :
London, 12. August. (W. T. B.) Kupfer yrompt 122.
Bradford, 12. August. (W. T. B.) Wollmarkt. Dex Handel mit Waren für bürgerliche Zwecke ist äußerst gering.
New Yort, 12. August. (W. T. B.) (Schluß.) Baumwoll: loko uns 32,49, do. für August 29,43, do. für September 29,53, do. für Oktober 29,53, New Orleans loko middling 29,25, Petroleuin refined (in Cases) 18,75, do. Stand. white in New York 15,50, do. in Tanks 8,25, do. Credit Balances et Oil City 4,00, Schmalz prime Western 27,05, do. Robe & Brothers 27.90, : liter ZBentrifugal 6,055, Weizen Winter 2374, Mehl Spring - Wheat clears 11,30—11,50, Getreidefraht nah Liverpool ‘nom. Kaffee Rio Nr. 7 loko 8}, do. für September 8,36, do. für Oktober. 8,46, do. für Dezember 8,67. ' f,
Familiennachrichten.,
Verlobt: Frl. Auguste Freiin von Schönau-Wehr mit Hrn, Re- (erundbasseNor, Oberleutnant d. Res. Ferdinand Frhr. von -Lüninck
Freiburg i. Br.). Verehelicht: Hr. Landrat a. D. Siegfried Frhr. von RiGihofen Gäbersdorf mit Frau verw. Hedwig L von Bibtbufen dak,
Freiin von Notenhan (Ober Faulbrüdck).
Geboren: Ein Sohn: Hrn. Oberleutnant Hans-K aus von Werder Ebe GT — Eine Tochter: Hrn. Hauptüiann um Generäl- tabe Hans Albert von Viebahn (Potsdam). x. T E
Gestorben: Frau Elisabeth von Nassau; gèë I Wen (4
lottenburg)» . R E
Ler Shriftleiter: Direktor Dr. Tyrol, Charlottenburg. Beranlwortlih für den Anzeigenteil : Der Vorsteher der Geschäftsstelle 'Redmungsrat M engeringin Bi N Dis Verlag der Geschäftsstelle (Mengering) in Berlinä-
Druck der Norddeutschen Bubdruerei und Verlagsanstalt,
: Berlin, Wilhelmstraße 32. O 0E]
Zwei Beilageni
6 M TE ie E L 4, D T «e Rg G eEL R ZAL Dos,
‘(Char :
Der Dezngspreis beträgt vierteljährlich D «.
Alle Postanstalten nehmen Bestellung an; für Kerlin anßer den Postanstalten und Zeitungsvertrieben für Selbstabholer anch die fiönigliche Geschäftsstelle §W. 48, Wilhelmstr. 32.
Einzelne Unmmern kosten 25 Pf, ¿ 192.
Juhalt des amtlichen Teiles, Ordensverleihutnigen 2c. '
Deutsches Reich. rnennungen 2c. i i
Bekannimvchungen, betr. Liquidation britisher und französischer Unternehmungen und von Unternehmungen Lanbdesflüchtiger.
Belannimachung, betreffend Meldepfliht für gewerbliche Ver- brauher von twinidesteus ' 10 t Kohle, Koks ‘und Briketts monótlih im September 1918.
Bekanntmachungen, betreffend. Zwangsverwaltung amerikanischer, englischer und. französisher Unternehmnngen fowie Zwange- verwaltung und Liquidation des. Vermögens Landesflüchtiger. handelsverbot.
Erste und ‘Zweite Béilage:
eschluß, betreffend Ausbürgerungen.
_ Königreich Preußen
Ernennungen, Charafkterverleihungen; Standeserhöhungen und sonstige Personalveränderungen. - : Ds S Bekanntmächung, betx. Erzeugerhöchstpreise für Gemüse und Obst. lufhebung èines Handelsverbots. — Handelsverbote. |
atr t ch0 M Lie ett mte aen N R p ps s pn n mte
__ Amfsiches.'
Seine Majestät’ dér König haben Allergnädigsi geruht: ‘dem. Major Lange den: Orden ‘pour le mérite,
dem Generalleyinant. Neugebauer den Stern zum Noten
ldlerorden zwetter. Kiasse- mit Eichenlaub und Schwertern, . _ dem Generalmajor von Jèna den Rôtcú Adlero:den veiter Klassé mit Schwertern, a 0, : H den TiNjoron ad, Graf Yorck von Wartenburg id Staberow, . dem. Mojor voa der Armee. Jebens, dem Major. a. D. Müller, den Hauptleuten Kuntze, Cunze, Tant Me Boni und Meinardus, dem Hauptmann eserve Fraese; - den Hauptleuten der Landwehr laspe * und “Y@hx, den -Rittmeiflern Poel - und binter, dem Nittinelster der “ Reserve Poll, dea- Ober- euinants SchàrtoÏs, Wosch und Thesing, den Ober- tnants der Reserve Dahms, Hellmuth, Pfeifer nd Plu macher, den Leutnants Keul, Pohlmann, Gogyner, Dreisig, Koch, Bússe, - Schlottmann,. Kinzel und on Boetticher, den - Leutnants der. Reserve Simon, pumplun, Serail Sellke, Morgenroth, Märtens, angauf, Keil, Löhlein und Swháäppacher und - den ‘éutnants deï Landwehr Hein und Emter das Kreuz der tilter des Königlichen - Hausdordens von Hohenzollern mit Shwertern sol : den . Offiziéëfellvér tretern, Bewe Baumgart und izefeldwebeln Maetschke, Schopp und Kambach, den Bizefeldwebeln Krzikalla, Schütte, Nonnemann, Muschert, Grebéndorf, Kwieczinski, Laubner, iramer, Lüñenshloß, Pieper uad Kirchenkamp, Vizefeldwebeln der Reserve Zipfel, Schmidt, Rottsch, oock, Mezger, Sonnenberg und Fischer, dem Vize- dahtmelfter Bauer, ‘den Sergeanten der Reserve Bolanz, ugustin, Steiche, Przybylak und Franke, -den Unter- \fizieren Kahre, Otter und Frie, den Gefreiten Rode nd Böhnier- und dém - Gefreiten der Reserve Niew el das
Nililär-Verdienifikrenz- zu verleihen.
Deutsches. Reich. Der- Barikvor stand Dr. Mül ler aus Duisbura-Meiderich
fun Barikässefsor ‘und Zweiten Vorsiandsbeamten der Reichs- antstelle in Landsberg à. W. ernannt worden.
4 Bekanntmachung, etreffend Liquidation britisher Unternehmungen. Auf Grund - der Verordnung, betreffend Liquidation riser - Untertiehmungen, vom. 31. Juli 1916 (Reichs- Besehbl. S. 871) habe: ih die Liquidation der Parten- teiligungen folgendèr britisher Firmen angeordnet: 314) Harpér, Seed & Co., Newcastle, an dem Dampfer
Nt : : arper & Co., Cardiff, an’ dem Dampfer
2 und E Armour, Glasgow, ‘an dem Dampfer
s Paula Blumberg“ 316) Thomas W. Luise Leonhard“ x e \ Liquidator: Kaufmann C. Hermann Dammeyer,
amburg, Brandetwiete, Dovenhof- 32a).
Berlin, den 12. August 1918. :
Dér-Reichskanzlec (Reichswirtshaftsamt).
- Jm Auftrage: Brecht.
Auzeigenpreis für den Naum einer #6 gespaltenen Einheits9zetle 50 Pf, einer 3 gespalt. Einheitszeile 90 Pf. den Auzeigenpreis ein Teneruugszushlag vou 20 v. H, erhobven, f:
erden wird auf f :
die Königliche Geschäftöftelle des Neich8- und Staatsanzeigers
Verlin SW 48, Wilhelmstraße x. 88. j
358) Auf Grund der Bekanntmachung, betreffend Liquidation
[Feder Unternehmungen, vom 14. März 1917 (Reichs-
segbl. S. 227) habe ih die L quidation der französischen
S Rlébibator, S bei F Ut Sotoriogen n iquidator : endirektor a. D. (
in St. Martinsbann). — S
Der Reichskanzler (Reichswirtschaftisamt). Im Austrage: Brecht.
betreffend Liquidation französischer Unter- nehmungen und von-Unternehmungen landes flüchtiger Personen.
n Auf Grund der Bekanntmachungen, betreffend Liqui- dation frayzösisher Unternehmungen, vom 14. Värz 1917 (Reichs-Geseybl. S. 227) und betreffend zwangsweise Verwal- tung und. Liquidation des inländishen Vermögens landes- flüchtiger Personen vom 12. Juli 1917 (Reichs-Geseßbl. S. 603) habe ih in Ergänzung meinec Bekanntmachung Nr. 313 vom 27. Juni 1918 (Reichsanzeiger vom 1. Juli 1918 — Nr. 152 —) auch die Liquidation’ der Beteiligung von Ausgebürgerten an der Kollnauer Baumwollspinnerei und -weberei ia Kollnäu angeordnet (Liquidator: Bankoirektor Richard Bey in Karlsruhe).
Der Reichsk Reich3wi gamf). - : oi 25 Bie dieai it omi mt).
betreffend Meldepflicht für gewerbliche Verbraucher von mindestens 10 & Kohle, Koks und Briketts monatlich im September 1918.
Auf Grund der §8 1, 2, 6 der Verordnung über Regelung des Verkehrs mit Kohle vom 24. Februar 1917, der 88 1, 2, 3 und 5 der Verordnung” über Ausku ftexfliht vom 12. Juli 1917 und der 88 1, 7 der Bekanntmochung über die Bestellung eiues Reichskoramissars für die Kohlerverteilung vom 28. Fe- bruar 1917 wird bestimmt:
8 1. Zeitpunkt der Meldung.
1. Meldungen über Kohlenverbrauch und -bedarf sind in der Zeit vom 1. b1s spätestens 5. September erneut zu erstatten. Siehe auch § 11: ; : Í
2. In jedem Monat darf nur. eine einzige Meldung erfolgen ; wegen der Meldung von Aushilfslieferungen siehe § 3a!
8. 2. Meldepflichtige Perfoncn.
1. Zur allmonatlihen Meldung verpflichtet find- alle gewerb- lichen Verbraucher ( natürliche und juristihe Personen), welche 1m Jahres- durschnitt oder bei nit dauernd mit Kohle usw, arbeitenden Betrieben im Durchschnitt der Betriebémonate mindestens 10 t (1 t = 1000 kg = 90 Ztr.) monatli verbraucen, ‘auch wenn sie im Lindabsay be- ziehen. Meldepflichtig sind auch Betriebe, denen. die Brennstoffzufubr gesperrt ist oder die infolge von Kürzung oder freiwilliger Einschränkung ihrer Brennstoffzufuhr zurzeit- weniger als 10 & monatlich verbrauchen, im Duchschnitt- des Jahres 1. Juli 1916 bis 30, Juni 1917 aber mindestens 10 t monatlich verbraucht haben (siehe § 3 ?). Auch die Betriebe des Neiches, der Bundesstaaten, Kommunen, . öffentlich- rechtlihen Körperschaften und Verbände (z. B. Gasanstalten, Gewehr- fabriken, Werften, Straßenbahnen) sind meldepflichtig. E
2, Der Meldevflicht unterliegen niht, und zwar ohne Rülsicht auf die Höhe. des Verbraud)s:
a) die Staatseisenbahnen ;
b) die Káiserl. ‘Marine für ihre Bunkerkohlen;
Cc 2e lpreaeltiane, soweit der Bedarf dur Jntendanturen eshafft wird; i;
a) Schifföbesther für ihren Bedarf an Bunkerkohkle - sowie Schiffsraumheizungskohle *);
e) ‘Zechenbesiter, soweit sie selbst erzeugte Kohlen, Koks und Briketts als Deputatkohle und ph Aufrecht- erhaltung ihres Grubenbetrieves (Zechenselbstverbrauch oder zum “ Betriebe eigener Kotereien mit oder ohne Nebenproduttenanlagen', Teerdestillationen, Gene- ratorgas- und fonstigèr Gaätanstalten oder Brikettfabriken verwenden (verkoken, brikettieren), wenn diefe Werke in un- bal Anschluß u ; die. Lem eben Zehenbesiger ge- hôrige Zechenanlage errichtet sind;
s) die ‘lankwirischatilicheri Nebenbetriebe, d. h. solhe Be- triebe. die in wirtschaftlihem Zusamnienhang mit einem lantwirtschaftliden Betriebe von dessen Inhaber geführt werden, soweit sie nicht Gegenstand eines Jelbständigen ges werblichen Unternehmens sind; i
g) Schlachthöfe, Gaflwirt)@aften, Gasthöfe, Badeanstalten, Warenhäuser, Ladengeschäfte, Krankenhäuser, Strafanstalten und ähnlihe Betriebe, ferner. Väckereien, Schlächtereien, soweit sie dem Bedarf der ‘in der Gemeinde wohnenden oder si. vorübergehend aufhaltenden Bevölkerung dienen.
*) Die Meldepflicht
; »flicht gegenüber der zuständigen Bunketkohlenstelle wird hierdurch nicht berührt, j 4
den 15. August, Abends.
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3. Ob hiernach cin, Verbraucher meldepflihtig ist, bestimmt im Zweitelsfalle zunächst die für den Siß des Betriebes zuständige Kriecgsamtstelle. Der Neichskommissar für die Kohlenverteilung fann über die Meldepflicht abweichend von dieser Bestimmung entscheiden.
& 3. Inhalt der Meldung.
1. Die Angaben haben in Tonnen = 1000 kg zu er- folgen und sind unter genauer Adressenangabe ‘des Lieserers oder det Lieferer nach Art (Steinkohle, Steinkohlenbriketts, Braunkohle, Braunkoklenbriket18, Zechenfoks und Gaskofks), Herkunft nah Ge- bieten der Amtlichen Verteilungsstellen, mit der genauen Bezeichnung gemäß §6 (z. B. Gebiete rechts der Elbe, Sachsen, Ruhrgebiet usw.) und Sorten (Fett-, Mager-, Förder-, Stük-, Nuß-, Staub-, Schlammkohle bzw. Grob-, Nuß-, Perlkoks, Koksgrieß usw.) zu trennen. Weiter sind zu melden :
a) A der im Vormonat bezogenen Mengen (sieheo . 2), b) Bestand am Anfang des Vormonal1s, c) Zufuhr im Vormonat, d) Bestand zu Beginn des laufenden Monats, 0) Verbrau im Vormonat, f ; Bedarf für den laufenden Monat (siehe Abs. 3), u g A ies Bedarf für ‘den folgenden Monat (fiehs Ub} 2. Die Tranéportart is in Spalte 3a zu melden durch. die in S in Anführungszeihen angegebenen “ Abkürzungen, — ei Bezug : fuhrenwéise ab Zeche: „Landabsagz“ ; durch Fuhrwerk vom Platzhändler oder dem Aushelfenden:
„Plaß“; mit der Vollbahn ab Zeche: „Bahn“; mit der Klein- oder Straßenbahn: „Kleinbahn“; mit der Vollbahn ab Schiff: „Umschlag“ ; auf der Vollbal.n mittels eigener Wagen : „Pendelwagen“" ; mit dem Schiff bzw. Schiff und Kleinbahn : „Schiff“ ; | dur Ketten-, Seitbahn, Verbindungsgleis und sonstige eigene Transportanlagen unmittelbar ab Grube: „Cigentrc.“.
Erfolgte die Lieferung auf verschiedene Transportarten, so ift dies für die betr. Leilmengen getrennt anzugeben.
3. Als Monatsbedarf (Spalten:§ und 9 der Mekldekarte)- ist an- zugeben die an sich zur Fübrung- des Betriebs in dem angegebenen Monat benötigte Brennstoffmenge, gleihgültig, ob dieselbe aus den etwa vorhandenen Bestand oder aus neuen Lieferungen gedeckt werden soll. Etwaige Lieferrückstände dürfen nicht in die Bedarfsanmeidung eingestellt werden. Betriebe, die laut amtlicher Verfügung ‘von der Belieferung ganz ausgesh1ossen sind, haben als Bedarf Null ahzu- geben; solche, die von der Belieferung über eine bestimmte Brennstoff- menge oder -quote hinaus auêgeiGtoiéa sind, haben nur diese / als Bedarf anzumelden.
4. Der Bestand ist nicht nur auf Grund buchmäßiger Errchnung, fondern tatsächlicher Feststellung zu meiden.
S 3a. Aushiklfslieferungen.
1. Wenn Brennstoff im Vormonat von einem L'eferer bezogen wurde, der in der vorigen Meidekarte als Lieferer dieses Brenn - sto! fs niht angeaeben worden war, so ist diese Lieferung in der ordnungs8mäßigen Meldekarte des laufenden Monats rot zu unter- streichen. Besondere Meldekarten für die Aushüfslieferungen sind nicht zulässig. :
2. Wenn cin Verbraucher im Vormonat aus Bestand oder Zu- fuhr Brennstoffe abgegeben hat, ohne fie 1m gleichen Monat zurück- zuerhalten, jo sind die nicht O Mengen, sofern sie ins- gesamt 10 t oder mehr betragen, in den Spalten ' am Fuße der Karte zu melden. Die Mengen dürfen nicht etwa vorweg abgeseßt oder ‘als Verbrauch verrehnet werden. Diese Mekdung bezieht sih auch auf die Nüctaabe entliehener Brennstoffe.
3. Der Empfänger oder Nückemptiänger der in § 3a? behandelten Lieferungen hat. diese gemäß § 3a! 1m Hauptteil der Karte rot unter- strichen zu meiden.
S 4. Nachprüfung der Angaben.
i Der Meldepflichtige hat fortlaufend über Zufubr und Verbrauch an Brennstoffen nah Art, He1kunf18gebiet und Sorte în solber Weise Buch zu führen, daß cin Vergleich der Buchungen mit den Beständen
jederzeit möglich ift. S 5. Meldestellen.
I. Die Meldungen find zu erstatten :
1. an den Reichskommissar für die Kohlenverteilung in Berlin ;
2. an die für den Betriebsort des Meldepflichtigen zuständige Kriegsamtstelle ;
3. an die unter Berücksichtigung der Herkunft der meldepflihtigen Brennstoffe zuständige Amtliche Verteilungsstelle (siehe § 6). Be- stellt der Meldepflichtige Brennstoffe aus den Gebieten mehrerer Amtlicher Verteilungsstellen, so find an alle diese Amtlichen Ver- teilungsstellen Meldekarten einzusenden :
4. an den Lieferer des Meldepflichtigen. Bestellt der Melde- pflichtige bei mehreren Lieferern, fo ist an jeden Lieferer eine be- sondere Meldekarte zu rihten. Bestellt er bei einem Lieferer Brenn- stoffe aus mehréren Herkunftsgebieten,' so hat er. diesem Lieferer so viel Karten einzureichen. wie Herkunftsgebiete in Frage kommen. Für die von einem im Auslande wohnenden Lieferer unmittelbar be- zogenen böhmi)chen Kohlen find die Meldekarten nicht an den auslänti- schen Lieferer, sondern (soweit es sih um niht im Königreih Bayern gelegene Betriebe handelt) an den Kohlenausgleich Dresden (siche § 6, Ziffer 7) zu fenden, und zwar mit der Aufschrift: „Auslandskohie". Für Betriebe, die im Königreih Bayern liegen, sind diese Melde- ‘farten wit derselben Autschrift an die Amtliche Verteilungsstelle München (§ 6 *) zu )enden.
1IT. Außerdem baben Meldepflichtige, deren Verbrauchs\telle in Absaßgebiet der Rheinisben Kohlenhandels- und Reedereigelellichaft liegt, eine besondere, nah § 7! zu beshaffende Einzelmeldekarte an den „Kohlenausgleih, Mannheim“ zu senden,

References: §8
 § 11
 § 3
 § 3
 §6
 § 3
 § 3
 § 6
 § 6
 § 7