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Timestamp: 2016-10-24 12:26:10+00:00

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5A_911/2012 (14.02.2013)
X.________ (Ehemann) und Y.________ (Ehefrau; beide geb. 1978) heirateten im Jahr 2006. Sie wurden Eltern eines Sohnes (geb. 2006). Y.________ hat zudem eine Tochter (geb. 1997) aus einer fr�heren Beziehung. Seit April 2008 leben die Ehegatten getrennt.
B.b Mit Verf�gung vom 24. April 2008 stellte das Kantonsgericht Schaffhausen den Sohn f�r die Dauer des Getrenntlebens unter die Obhut der Mutter.
Sodann nahm es Vormerk von der Vereinbarung der Ehegatten, wonach das Besuchsrecht einvernehmlich geregelt, die Betreuungsaufgaben h�lftig geteilt, das Kind die Wochenenden abwechselnd bei der Mutter und beim Vater und die Ferienregelung von Fall zu Fall geregelt werden sollten. F�r den Konfliktfall r�umte das Kantonsgericht dem Vater ein Besuchs- und Ferienrecht jeweils am ersten und dritten Wochenende jedes Monats und w�hrend drei Ferienwochen ein.
B.c Mit Verf�gung vom 26. November 2008 �nderte das Kantonsgericht das Besuchs- und Ferienrecht des Vaters gem�ss seiner fr�heren Verf�gung vom 24. April 2008 ab. Es gew�hrte dem Vater ein Besuchsrecht am ersten und dritten Samstag jeden Monats. �ber ein weitergehendes Besuchsrecht sollten sich die Parteien in direkter Absprache einigen. Sodann verpflichtete das Eheschutzgericht den Vater, einen Kinderunterhaltsbeitrag von monatlich Fr. 800.-- zu bezahlen.
B.d Am 28. Juli 2009 regelte das Kantonsgericht das Besuchs- und Ferienrecht wiederum wie urspr�nglich in der Verf�gung vom 24. April 2008 (vgl. Lit. B.b oben). Es reduzierte den vom Vater zu leistenden Kinderunterhaltsbeitrag auf Fr. 250.-- pro Monat und ernannte dem Kind einen Beistand im Sinne von Art. 308 ZGB.
B.e Am 25. Februar 2010 ersuchte der Ehemann das Kantonsgericht um Ab�nderung der Eheschutzmassnahmen. Er verlangte, ihm die elterliche Obhut �ber seinen Sohn zuzuteilen und das Besuchs- und Ferienrecht neu zu regeln. Die Ehefrau widersetzte sich diesem Gesuch.
Mit Schreiben vom 19. M�rz 2010 beauftragte das Eheschutzgericht den Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst A.________ (nachfolgend KJPD), ein Gutachten zu erstellen. Am 1. Oktober 2010 erstattete der KJPD dem Eheschutzgericht sein Gutachten.
Nachdem die Ehefrau zwischenzeitlich (vgl. Lit. C unten) das Scheidungsverfahren eingeleitet hatte, schrieb das Kantonsgericht dieses (Eheschutz-)Verfahren mit Verf�gung vom 24. November 2010 als gegenstandslos ab und �berwies seine Akten dem Scheidungsgericht.
Am 6. Dezember 2010 (Gesuch um Durchf�hrung des S�hnevorstands vom 18. August 2010) leitete die Ehefrau beim Kantonsgericht Schaffhausen das Scheidungsverfahren ein.
Mit vorsorglicher Massnahme vom 17. Januar 2011 beliess das Kantonsgericht die elterliche Obhut �ber den gemeinsamen Sohn bei der Mutter und hielt im Weiteren fest, die Eheschutzverf�gung vom 28. Juli 2009 (Besuchs- und Ferienrecht, Beistandschaft) gelte unver�ndert.
Mit Urteil vom 8. Juli 2011 schied das Kantonsgericht die Ehegatten und regelte die Nebenfolgen der Scheidung. Was die Kinderbelange betrifft, teilte es die elterliche Sorge �ber den gemeinsamen Sohn der Mutter zu. Es gew�hrte dem Vater ein Besuchsrecht jeweils am Mittwoch von 10.00 Uhr (bzw. ab Kindergartenende) bis 17.00 Uhr, am ersten und dritten Wochenende jeden Monats (von Freitag, 17.00 Uhr bis Sonntag, 18.00 Uhr) und ein Ferienrecht von vier Wochen pro Jahr und j�hrlich abwechselnd an Pfingsten und am 25. Dezember beziehungsweise an Ostern und am 26. Dezember. Die Beistandschaft gem�ss Art. 308 ZGB erhielt das Kantonsgericht aufrecht und es verpflichtete den Vater zur Zahlung eines Kinderunterhaltsbeitrags von Fr. 800.-- pro Monat.
Gegen dieses Urteil des Kantonsgerichts erhob X.________ am 13. September 2011 soweit die Zuteilung der elterlichen Sorge (und damit zusammenh�ngend das Besuchs- und Ferienrecht sowie die Kinderunterhaltspflicht) betreffend Berufung an das Obergericht des Kantons Schaffhausen. Er verlangte, die elterliche Sorge f�r den gemeinsamen Sohn sei ihm zuzuteilen, Y.________ ein Besuchs- und Ferienrecht einzur�umen (im Umfang, wie es das Kantonsgericht ihm gew�hrt hatte, vgl. Lit. C oben) und sie zu verpflichten, einen Kinderunterhaltsbeitrag von Fr. 800.-- pro Monat zu leisten. Mit Eingabe vom 1. September 2012 beantragte er zus�tzlich, dem Vater von Y.________ ein Kontaktverbot zu seinem Sohn aufzuerlegen.
Mit Entscheid vom 2. November 2012 wies das Obergericht sowohl die Berufung (Ziff. 1 des Dispositivs) als auch den Antrag auf ein Kontaktverbot (Ziff. 2 des Dispositivs) ab. Es auferlegte X.________ die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 2'500.--, befreite ihn jedoch aufgrund der gew�hrten unentgeltlichen Rechtspflege vorl�ufig von der Zahlung dieser Kosten (Ziff. 3 des Dispositivs). Sodann bestimmte es die von ihm zu leistende Parteientsch�digung und die Honorare der beiden unentgeltlichen Rechtsvertreter (Ziff. 4 - 6 des Dispositivs).
Dem Bundesgericht beantragt X.________ (nachfolgend Beschwerdef�hrer) in seiner Beschwerde in Zivilsachen vom 7. Dezember 2012, die Ziff. 1, 2 und 3 des obergerichtlichen Entscheids vom 2. November 2012 seien aufzuheben und es sei die Sache zu neuer Beurteilung an das Obergericht zur�ckzuweisen. Eventualiter sei ihm die alleinige elterliche Sorge �ber den gemeinsamen Sohn zuzuteilen und Y.________ (nachfolgend Beschwerdegegnerin) zu einem angemessenen Kinderunterhaltsbeitrag zu verpflichten.
1.1 Angefochten ist der Endentscheid eines oberen Gerichts, das auf Rechtsmittel hin kantonal letztinstanzlich �ber Nebenfolgen der Scheidung und damit in einer Zivilsache entschieden hat (Art. 90, Art. 75 und Art. 72 Abs. 1 BGG). Strittig sind sowohl verm�gensrechtliche als auch nicht verm�gensrechtliche Fragen, weshalb die Beschwerde ohne Streitwerterfordernis gegeben ist (BGE 116 II 493 E. 2b S. 495). Die im �brigen fristgerecht (Art. 100 Abs. 1 BGG) eingereichte Beschwerde in Zivilsachen ist grunds�tzlich zul�ssig.
1.2 Die Beschwerde richtet sich zur Hauptsache gegen die W�rdigung des eingeholten Gerichtsgutachtens und gegen die Abweisung weiterer Beweisantr�ge, insbesondere auf Einholung eines neuen oder erg�nzenden Gerichtsgutachtens und auf Anh�rung des Kindes. Sollte das Bundesgericht die Auffassung des Beschwerdef�hrers teilen, k�nnte es in der Sache nicht entscheiden, weil zuerst ein neues Gerichtsgutachten veranlasst, das Kind angeh�rt oder weitere Beweise abgenommen und der Sachverhalt neu festgestellt werden m�sste. Der im Hauptantrag gestellte Aufhebungs- und R�ckweisungsantrag des Beschwerdef�hrers gen�gt deshalb den formellen Anforderungen (Art. 42 Abs. 1 und Art. 107 Abs. 2 BGG; vgl. BGE 134 III 379 E. 1.3 S. 383; 133 III 489 E. 3.1 S. 489 f.).
1.3.1 Mit der Beschwerde in Zivilsachen k�nnen Rechtsverletzungen gem�ss Art. 95 f. BGG geltend gemacht werden. Das Bundesgericht wendet das Recht in diesem Bereich grunds�tzlich von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG; vgl. zu Art. 106 Abs. 2 BGG aber E. 1.3.3 unten) und pr�ft mit freier Kognition, ob der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Es befasst sich aber nur mit formell ausreichend begr�ndeten R�gen (Art. 42 Abs. 2 BGG; BGE 134 III 102 E. 1.1 S. 104 f.). In der Begr�ndung ist in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt. Allgemein gehaltene Einw�nde, die ohne aufgezeigten oder erkennbaren Zusammenhang mit bestimmten Entscheidungsgr�nden vorgebracht werden, gen�gen nicht (BGE 137 III 580 E. 1.3 S. 584).
1.3.2 Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Wird eine Sachverhaltsfeststellung beanstandet, muss in der Beschwerdeschrift dargelegt werden, inwiefern diese Feststellung offensichtlich unrichtig und damit willk�rlich ist (BGE 136 III 636 E. 2.2 S. 638) oder durch eine andere Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG zustande gekommen ist und inwiefern die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 2 BGG).
1.3.3 Die Verletzung von Grundrechten (einschliesslich der Willk�r bei der Sachverhaltsfeststellung) pr�ft das Bundesgericht insofern, als eine solche R�ge in der Beschwerde vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG; R�geprinzip). Es pr�ft nur klar und detailliert erhobene und, soweit m�glich, belegte R�gen (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246). Auf rein appellatorische Kritik an der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung oder Beweisw�rdigung tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 137 II 353 E. 5.1 S. 356).
2.1 Dem Bundesgericht beantragt der Beschwerdef�hrer auch die Aufhebung der Ziff. 2 des obergerichtlichen Urteils (Abweisung des Gesuchs um ein Kontaktverbot des Vaters der Beschwerdegegnerin zum Sohn der Parteien; vgl. Lit. D oben). In der Beschwerdebegr�ndung �ussert sich der Beschwerdef�hrer mit keinem Wort zu diesem Thema.
Fehlt es diesem Antrag demnach von vornherein an einer Begr�ndung, ist insoweit auf die Beschwerde nicht einzutreten (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG).
2.2 Der Beschwerdef�hrer erkl�rt eingangs seiner Beschwerde seine Eingaben "an die Vorinstanzen zum integrierenden Bestandteil dieser Beschwerde" (Ziff. 4 der Beschwerde).
Die Begr�ndung der vor Bundesgericht erhobenen Beschwerde muss in der Beschwerdeschrift enthalten sein. Pauschale Verweisungen auf Rechtsschriften in anderen Verfahren sind unzul�ssig (Art. 42 Abs. 2 BGG; BGE 138 III 252 E. 3.2 S. 258; 134 I 303 E. 1.3 S. 306).
Da das Kantonsgericht sein Urteil am 8. Juli 2011 gef�llt und den Parteien anschliessend versandt hat, ist das Obergericht f�r das Rechtsmittel und Rechtsmittelverfahren zu Recht von der Anwendbarkeit der am 1. Januar 2011 in Kraft getretenen Schweizerischen Zivilprozessordnung (SR 272; ZPO) ausgegangen (Art. 405 Abs. 1 ZPO; BGE 137 III 130 E. 2 S. 131 f.; 137 III 127 E. 2 S. 129 f.). Die Pr�fung von prozessualen Fragen des erstinstanzlichen Verfahrens musste nach bisherigem Verfahrensrecht erfolgen (vgl. BGE 138 I 1 E. 2.1 S. 3).
4.2.1 Gem�ss Art. 133 Abs. 1 und 2 ZGB teilt das Scheidungsgericht die elterliche Sorge einem Elternteil zu und ber�cksichtigt dabei alle f�r das Kindeswohl massgebenden Umst�nde.
4.2.2 F�r die Zuteilung der elterlichen Sorge im Scheidungsverfahren hat das Wohl des Kindes Vorrang vor allen anderen �berlegungen, insbesondere vor den W�nschen der Eltern. Den Bed�rfnissen der Kinder ist entsprechend ihrem Alter, ihren Neigungen und ihrem Anspruch auf elterliche F�rsorglichkeit, Zuwendung und Erziehung bestm�glich zu entsprechen. Als wesentliche Kriterien kommen in Betracht: Die pers�nlichen Beziehungen der Eltern zu den Kindern, die Erziehungsf�higkeiten der beiden Elternteile, die M�glichkeit und Bereitschaft, die Kinder pers�nlich zu betreuen und zu pflegen (vor allem bei Kleinkindern und im obligatorischen Schulalter stehenden Kindern) sowie die Bereitschaft, den Kontakt mit dem anderen Elternteil zu f�rdern. Es ist unter Ber�cksichtigung s�mtlicher Umst�nde diejenige L�sung zu treffen, welche die f�r eine harmonische Entfaltung der Kinder in k�rperlicher, seelischer und geistiger Hinsicht notwendige Stabilit�t der Verh�ltnisse gew�hrleistet (BGE 136 I 178 E. 5.3 S. 181; 117 II 353 E. 3 S. 354 f.; 115 II 317 E. 2 S. 319; 115 II 206 E. 4a S. 209).
Bei ungef�hr gleicher Erziehungs- und Betreuungsf�higkeit beider Eltern kommt dem Kriterium der Stabilit�t der Verh�ltnisse besonderes Gewicht zu (Urteil 5A_591/2008 vom 24. Oktober 2008 E. 5.1, in: FamPra.ch 2009 S. 241). Ferner ist zu beachten, dass Geschwister nach M�glichkeit nicht getrennt werden sollen (BGE 115 II 317 E. 2 S. 319).
4.2.3 Weil dem Gericht bei der Zuteilung der elterlichen Sorge ein erhebliches Ermessen zukommt (Art. 4 ZGB; BGE 117 II 353 E. 3 S. 355), �bt das Bundesgericht bei der �berpr�fung solcher Entscheide eine gewisse Zur�ckhaltung (vgl. BGE 137 III 303 E. 2.1.1 S. 305; 127 III 136 E. 3a S. 141).
5.1 Gem�ss den obergerichtlichen Feststellungen betreuten die Parteien ihren Sohn seit der Trennung (April 2008) bis Oktober 2010 zu gleichen Teilen. Einzig w�hrend des Aufenthalts der Beschwerdegegnerin in der Psychiatrischen Klinik B.________ im Februar/M�rz 2009 und von November 2009 bis Ende Februar 2010 betreute der Beschwerdef�hrer seinen Sohn sowie die Tochter der Beschwerdegegnerin alleine. Danach betreuten beide Elternteile den Sohn wiederum ungef�hr zu gleichen Teilen. Seit Oktober 2010 betreut haupts�chlich die Beschwerdegegnerin den Sohn.
Der (im Zeitpunkt des obergerichtlichen Urteils) 6 Jahre alte Sohn lebt bei der Beschwerdegegnerin und ihrer bald 15-j�hrigen Tochter aus einer fr�heren Beziehung. Er besucht mittlerweile das zweite Kindergartenjahr. Am Donnerstag und Freitag geht er nach dem Kindergarten - wie auch am Montagnachmittag - in die Kindertagesst�tte. Den Mittwochnachmittag (bis 17 Uhr) sowie jedes zweite Wochenende verbringt er beim Vater, der in einem Pensum von 70% arbeitet.
5.2 Das Obergericht hat gest�tzt auf das Gutachten des KJPD vom 1. Oktober 2010 erwogen, beide Elternteile h�tten eine gute Beziehung zu ihrem Sohn und verf�gten beide �ber die n�tigen erzieherischen F�higkeiten.
Die Beschwerdegegnerin k�nne trotz ihrer 50%-Anstellung die pers�nliche Betreuung ihres Sohnes gut wahrnehmen. Die teilweise Betreuung des Kindes durch die Kindertagesst�tte sei gem�ss dem Gutachten des KJPD nicht abtr�glich, sondern f�rdere dessen Entwicklung von sozialen Kompetenzen. Sodann habe sich die gesundheitliche Situation der Beschwerdegegnerin deutlich und anhaltend stabilisiert, was aus dem Bericht ihres Psychotherapeuten vom 5. Oktober 2011 und ihrer Haus�rztin vom 4. Oktober 2011 hervorgehe. Deshalb bestehe kein Anlass, an der Betreuungsf�higkeit der Beschwerdegegnerin zu zweifeln.
Was die Betreuungsf�higkeit des Beschwerdef�hrers betrifft, hat das Obergericht darauf hingewiesen, dessen Wohn- und Berufssituation habe sich stabilisiert. Jedoch habe er trotz flexibler Arbeitszeiten und dem Entgegenkommen des Arbeitgebers bez�glich seines Arbeitspensums gewisse Schwierigkeiten, seinen Sohn w�hrend seiner Arbeitszeiten kindgerecht zu betreuen.
Schliesslich hat das Obergericht darauf verwiesen, in den letzten zwei Jahren habe schwergewichtig die Beschwerdegegnerin den Sohn betreut. Bei ihr lebe er in stabilen Strukturen, besuche den Kindergarten und die Kindertagesst�tte. Im gleichen Haushalt wohne auch seine Halbschwester, die f�r ihn eine wichtige Bezugsperson sei. Die Lebensverh�ltnisse seien demnach bei der Beschwerdegegnerin stabil und h�tten sich bew�hrt.
5.3 Im Ergebnis teilte das Obergericht die elterliche Sorge �ber den Sohn der Beschwerdegegnerin zu, da sie �ber bessere Betreuungsm�glichkeiten verf�ge und so auch die f�r die Entwicklung des Kindes notwendige Stabilit�t der Verh�ltnisse gew�hrleistet sei.
6.1.1 Der Beschwerdef�hrer macht vor Bundesgericht eine Verletzung der Untersuchungsmaxime geltend, weil das Obergericht keine eigenen Abkl�rungen zur Frage der elterlichen Sorge vorgenommen habe, sondern lediglich auf ein f�r einen anderen Zweck (Zuteilung der elterlichen Obhut) erstelltes Gutachten, das �berdies im Urteilszeitpunkt zwei Jahre alt gewesen sei, abgestellt habe (Ziff. 7d, 7e und 7g der Beschwerde).
6.1.2 Zudem habe das Obergericht auch seinen Anspruch auf rechtliches Geh�r verletzt, weil es die von ihm offerierten Beweise ("Unterlagen und Zeugen") nicht abgenommen habe (Ziff. 7j der Beschwerde). Der Beschwerdef�hrer macht damit eine Verletzung seines Beweisf�hrungsanspruchs (Art. 152 ZPO) geltend.
Wendet der Beschwerdef�hrer vor Bundesgericht eine Verletzung seines Beweisf�hrungsanspruchs ein und ergibt sich aus dem angefochtenen Entscheid nicht, dass er die fraglichen Tatsachen behauptet und prozesskonform dazu Beweise angeboten hat, ist dies in der Beschwerdeschrift detailliert darzulegen und mit Aktenhinweisen zu belegen (BGE 133 III 189 E. 5.2.2 S. 196).
Diese Anforderungen kommt der Beschwerdef�hrer nicht nach, begn�gt er sich doch mit dem pauschalen Verweis, er sei nicht zum Beweis zugelassen worden. Darauf ist demnach von vornherein nicht einzutreten.
6.2 Das Obergericht hat festgehalten, das Gutachten des KJPD vom 1. Oktober 2010 sei differenziert und unterscheide klar zwischen elterlicher Obhut und elterlicher Sorge. Das Gutachten sei transparent, nachvollziehbar, �berpr�fbar, objektiv und trenne klar zwischen Befund und Interpretation. Die Gutachter h�tten auch die psychischen Schwierigkeiten der Beschwerdegegnerin im Gutachten ber�cksichtigt und seien zum Schluss gekommen, eine Neubeurteilung der Betreuungssituation sei erforderlich, sofern bei der Beschwerdegegnerin ein schwerer krisenhafter Einbruch auftreten sollte. Das Obergericht hat erwogen, Hinweise auf einen solchen Einbruch best�nden nicht. Es sei entgegen dem Antrag des Beschwerdef�hrers nicht angezeigt, ein neues oder erg�nzendes Gutachten einzuholen.
6.3.1 Nach Art. 296 Abs. 1 ZPO erforscht das Gericht bei Kinderbelangen in familienrechtlichen Angelegenheiten den Sachverhalt von Amtes wegen. Die Untersuchungsmaxime verpflichtet das Gericht, von sich aus alle Elemente in Betracht zu ziehen, die entscheidwesentlich sind, und unabh�ngig von den Antr�gen der Parteien Beweise zu erheben.
Art. 296 Abs. 1 ZPO schreibt dem Gericht indessen nicht vor, mit welchen Mitteln der Sachverhalt abzukl�ren ist. Ebenso wenig erfasst diese Bestimmung die Art der Erhebung von Beweismitteln; wenn der massgebliche Sachverhalt sich auf andere Weise abkl�ren l�sst, verst�sst demzufolge auch der Verzicht auf ein bestimmtes Gutachten nicht gegen Bundesrecht. Die Untersuchungsmaxime schliesst sodann eine vorweggenommene Beweisw�rdigung nicht aus: Verf�gt das Gericht �ber gen�gende Grundlagen f�r eine sachgerechte Entscheidung, kann es auf weitere Beweiserhebungen verzichten (BGE 130 III 734 E. 2.2.3 S. 735; Urteil 5A_361/2010 vom 10. September 2010 E. 4.2, in: FamPra.ch 2011 S. 218).
6.3.2 Die antizipierte Beweisw�rdigung ist Teil der Beweisw�rdigung, die vom Bundesgericht nur auf Willk�r (Art. 9 BV) hin �berpr�ft werden kann (BGE 138 III 374 E. 4.3.2 S. 374; vgl. E. 1.3.2 f. oben).
6.4.1 Was den Verzicht auf ein neues oder erg�nzendes kinderpsychiatrisches Gutachten betrifft, erweist sich die vom Obergericht vorgenommene antizipierte Beweisw�rdigung nicht als willk�rlich:
6.4.2 Dem Sachverst�ndigen sind bloss Sach- und keine Rechtsfragen zu unterbreiten. Die Beantwortung von Rechtsfragen obliegt zwingend dem Gericht (BGE 132 II 257 E. 4.4.1 S. 269; 130 I 337 E. 5.4.1 S. 345).
F�r die Zuteilung der Obhut an einen Elternteil im Eheschutzverfahren gelten grunds�tzlich die gleichen Kriterien wie im Scheidungsfall f�r die Zuteilung der elterlichen Sorge (vgl. BGE 136 I 178 E. 5.3 S. 180 f.; Urteil 5A_444/2008 vom 14. August 2008 E. 3.1, auszugsweise in: FamPra.ch 2009 S. 252). Das Gutachten des KJPD vom 1. Oktober 2010 behandelt deshalb die f�r die Zuteilung der elterlichen Sorge massgeblichen Sachfragen (wie Erziehungsf�higkeit, pers�nliche Beziehungen der Eltern zum Kind, etc.; vgl. ausf�hrlich S. 11 ff. des Gutachtens).
6.4.3 Was den Einwand des Beschwerdef�hrers betrifft, das Gutachten vom 1. Oktober 2010 sei im Zeitpunkt des obergerichtlichen Urteils zwei Jahre alt und damit veraltet gewesen, entzieht sich die Frage des Kindeswohls einer starren Beurteilung und ist stets im Hinblick auf die aktuellen Verh�ltnisse zu beantworten. Dies kann dazu f�hren, dass das befasste Sachgericht gegebenenfalls weitere Beweise zu erheben, namentlich ein weiteres Gutachten einzuholen hat. Massgeblich ist dabei, ob neue Erkenntnisse zu erwarten oder ob die Ergebnisse der fr�heren Untersuchungen nach wie vor aktuell sind (Urteile 5A_138/2012 vom 26. Juni 2012 E. 4, in: FamPra.ch 2012 S. 1171; 5A_591/2008 vom 24. Oktober 2008 E. 3.2, in: FamPra.ch 2009 S. 241).
Das Obergericht ist zum Ergebnis gelangt, die Ausf�hrungen im Gutachten des KJPD vom 1. Oktober 2010 seien nach wie vor aktuell und massgebend. Was den Hinweis des Beschwerdef�hrers auf den gesundheitlichen Zustand der Beschwerdegegnerin betrifft (Ziff. 7f und 7h der Beschwerde), hat das Obergericht ausgef�hrt, die psychischen Schwierigkeiten und der in der Vergangenheit erfolgte Drogenkonsum der Beschwerdegegnerin seien nicht neu, sondern im Gutachten bereits ber�cksichtigt worden. Das Obergericht hat diesbez�glich auch auf den Bericht vom 5. Oktober 2011 des Psychotherapeuten der Beschwerdegegnerin hingewiesen. Dieser Bericht f�hrt aus, dass es zu einer deutlichen Stabilisierung in praktisch allen Lebensbereichen gekommen sei und sich w�hrend der Behandlung keine Hinweise auf einen pathologischen Alkohol-, Tabletten- oder Drogenmissbrauch ergeben h�tten. Sodann best�tige auch der Bericht vom 4. Oktober 2011 der Haus�rztin der Beschwerdegegnerin diese Einsch�tzung.
6.4.4 Liegen demnach seit dem Gutachten vom 1. Oktober 2010 keine neuen Erkenntnisse oder ver�nderten Umst�nde vor und �ussert sich das Gutachten vom 1. Oktober 2010 zu den nach wie vor massgeblichen Verh�ltnissen, durfte das Obergericht auf ein weiteres Gutachten verzichten (vgl. auch BGE 114 II 200 E. 2b S. 201).
Erweist sich demnach die antizipierte Beweisw�rdigung des Obergerichts als willk�rfrei, liegt in ihr keine Verletzung der Untersuchungsmaxime.
7.1 Der Beschwerdef�hrer macht weiter geltend, das Obergericht habe es entgegen seinem Antrag unterlassen, seinen Sohn anzuh�ren.
7.2.1 Gem�ss Art. 298 Abs. 1 ZPO wird das Kind durch das Gericht oder eine beauftragte Drittperson in geeigneter Weise pers�nlich angeh�rt, sofern sein Alter oder andere wichtige Gr�nde nicht dagegen sprechen.
Mit dieser Regelung ist die Anh�rungspflicht gem�ss Art. 144 ZGB praktisch unver�ndert in die neue Zivilprozessordnung �berf�hrt worden, sodass ohne Weiteres auf die zu Art. 144 ZGB entwickelte Rechtsprechung abgestellt werden kann (Urteil 5A_397/2011 vom 14. Juli 2011 E. 2.1, in: FamPra.ch 2011 S. 1031).
7.2.2 Im Sinne einer bundesgerichtlichen Richtlinie kommt die Anh�rung ab dem vollendeten sechsten Altersjahr in Frage. Dieses Schwellenalter, ab dem eine Anh�rung grunds�tzlich in Frage kommt, ist jedoch zu unterscheiden von der kinderpsychologischen Erkenntnis, dass formallogische Denkoperationen erst ab ungef�hr elf bis dreizehn Jahren m�glich sind und auch die sprachliche Differenzierungs- und Abstraktionsf�higkeit erst ab diesem Alter entwickelt ist. Vor diesem Alter geht es bei der Kindesanh�rung einzig darum, dass sich das urteilende Gericht ein pers�nliches Bild machen kann und �ber ein zus�tzliches Element bei der Sachverhaltsfeststellung und Entscheidfindung verf�gt. Die genannten Alterslimiten sind sodann nicht schematisch anzuwenden, sondern es ist auf den jeweiligen Entwicklungsstand des Kindes abzustellen.
Auch nach dem Wortlaut von Art. 298 Abs. 1 ZPO stehen die Anh�rung des Kindes durch das Gericht selbst und jene durch eine beauftragte Drittperson auf gleicher Stufe. Gem�ss bundesgerichtlicher Rechtsprechung soll zwar das Gericht die Anh�rung in der Regel selbst vornehmen und sie jedenfalls nicht systematisch an Dritte delegieren. Ebenso wenig sollen aber die vom Gesetz gew�hrten Spielr�ume unn�tig beschr�nkt werden: W�hrend der Anh�rung durch das urteilende Gericht der Vorzug der Unmittelbarkeit innewohnt, wird dieses oft �ber weniger spezifische Ausbildung und Erfahrung verf�gen als eine Fachperson. So oder anders ist eine Anh�rung um der Anh�rung willen zu vermeiden. Insbesondere ist von wiederholten Anh�rungen abzusehen, wo dies f�r das Kind eine unzumutbare Belastung bedeuten w�rde, was namentlich bei akuten Loyalit�tskonflikten der Fall sein kann, und �berdies keine neuen Erkenntnisse zu erwarten w�ren oder der erhoffte Nutzen in keinem vern�nftigen Verh�ltnis zu der durch die erneute Befragung verursachten Belastung st�nde. Diesfalls hat das Gericht bei seinem Entscheid auf die Ergebnisse der Anh�rung durch die Drittperson abzustellen. Dabei kann es sich auch um ein Gutachten handeln, das in einem anderen Verfahren in Auftrag gegeben worden ist. Ausschlaggebend muss sein, dass es sich beim Dritten um eine unabh�ngige und qualifizierte Fachperson handelt, dass das Kind zu den entscheidrelevanten Punkten befragt worden ist und dass die Anh�rung beziehungsweise deren Ergebnis aktuell ist (vgl. zum Ganzen BGE 133 III 553 E. 3 f. S. 554 f.; 131 III 553 E. 1.2 S. 555 ff.; Urteil 5A_397/2011 vom 14. Juli 2011 E. 2.3 f., in: FamPra.ch 2011 S. 1031).
7.2.3 Vor dem oberen kantonalen Gericht ist keine erneute Anh�rung erforderlich, wenn sich die tats�chlichen Verh�ltnisse seit der letzten Anh�rung nicht wesentlich ver�ndert haben (Urteil 5A_138/2012 vom 26. Juni 2012 E. 4 mit Hinweisen, in: FamPra.ch 2012 S. 1171).
7.3.1 Der Sohn der Parteien (geb. Juli 2006) war bei Einleitung des obergerichtlichen Berufungsverfahrens (September 2011) fast f�nfeinhalb Jahre alt. Im Zeitpunkt des obergerichtlichen Urteils (November 2012) war er gut sechs Jahre alt.
Der KJPD hatte im Rahmen seiner Begutachtung vom 1. Oktober 2010 den Sohn der Parteien zwei Mal gesehen (einmal zusammen mit dem Beschwerdef�hrer, einmal mit der Beschwerdegegnerin), beobachtet (insbesondere auch im Verh�ltnis zu den beiden Elternteilen) und mit ihm einen Entwicklungstest durchgef�hrt. Wie bereits das Kantonsgericht hat auch das Obergericht gest�tzt auf diese Anh�rung des Kindes und die darauf aufbauenden Feststellungen der Gutachter geschlossen, dass beide Elternteile unbestrittenermassen (S. 17 des angefochtenen Entscheids) eine gute Beziehung zu ihrem Sohn haben.
Das Obergericht ist zum Schluss gekommen, es best�nden im Vergleich zum Gutachtenszeitpunkt keine ver�nderten Verh�ltnisse, die eine (erneute) Anh�rung des Kindes im Berufungsverfahren rechtfertigen w�rden.
7.3.2 Soweit der Beschwerdef�hrer diesen Tatsachenfeststellungen entgegenh�lt, sein Sohn str�ube sich jeweils bei der R�ckkehr zu seiner Mutter, verstecke sich und reagiere �usserst ungehalten und aggressiv, begn�gt er sich mit appellatorischer Kritik. Dasselbe gilt, soweit er vorbringt, es sei auff�llig gewesen, dass sein Sohn anl�sslich des Termins beim Kinder- und Jugendpsychiater nicht mit Frauenfiguren habe spielen wollen. Darauf ist nicht einzutreten (vgl. E. 1.3.2 f. oben).
7.3.3 Das Obergericht hat demnach im Ergebnis nicht gegen Bundesrecht verstossen, wenn es von der erneuten Anh�rung des Sohnes der Parteien abgesehen hat, auch wenn dieser die Altersschwelle von sechs Jahren im sp�teren Verlauf des Berufungsverfahrens �berschritten hat (vgl. auch Urteil 5A_43/2008 vom 15. Mai 2008 E. 4.3).
Bei diesem Ergebnis er�brigt es sich, auf die Frage der Besuchsrechtsregelung und Kinderunterhaltspflicht (wie auch auf die obergerichtliche Kosten- und Entsch�digungsregelung) einzugehen, da der Beschwerdef�hrer diese nicht selbstst�ndig angefochten hat, sondern nur f�r den Fall, dass sich seine Beschwerde gegen die Zuteilung der elterlichen Sorge als begr�ndet erweisen sollte.
Aus den dargelegten muss die Beschwerde abgewiesen werden, soweit darauf einzutreten ist. Der Beschwerdef�hrer wird kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG), nicht hingegen entsch�digungspflichtig, da das Bundesgericht keine Vernehmlassungen eingeholt hat (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG). Seinem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung f�r das bundesgerichtliche Verfahren kann nicht entsprochen werden, verdeutlichen doch die vorstehenden Erw�gungen, dass die gestellten Begehren von Beginn an keinen Erfolg haben konnten (Art. 64 Abs. 1 BGG).

References: Art. 308
 Art. 308
 Art. 75
 Art. 72
 Art. 107
 BGE 
 Art. 95
 Art. 106
 BGE 
 Art. 95
 Art. 105
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 133
 BGE 
 BGE 
 Art. 296

Art. 296
 BGE 
 BGE 
 Art. 298
 Art. 144
 Art. 144
 Art. 298
 BGE