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Timestamp: 2017-02-26 03:10:15+00:00

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Staatsangehörigkeitsgesetz StAG § §§ Paragrafen Gesetze Übersicht
Staatsangehörigkeits-
Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG) vom
22. Juli 1913 (RGBl. S. 583), in der im BGBl. III, Gliederungsnummer
102-1, veröffentlichten bereinigten Fassung, zuletzt geändert
durch das Gesetz zur Reform des Staatsangehörigkeitsrechts vom 15.
Juli 1999 (BGBl. I S. 1618) Erster Abschnitt. Allgemeine Vorschriften § 1 Deutscher ist, wer die (...) unmittelbare Reichsangehörigkeit (...) besitzt. § 2 (gegenstandslos) Zweiter Abschnitt § 3 Die Staatsangehörigkeit (...) wird erworben 1. durch Geburt (§ 4 ), 2. durch Erklärung nach (§ 5 ), 3. durch Annahme als Kind (§ 6 ), 4. durch Ausstellung der Bescheinigung gemäß § 15 Abs. 1 oder 2 des Bundesvertriebenengesetzes (§ 7), 4a.
durch Überleitung als Deutscher ohne deutsche
Staatsangehörigkeit im Sinne des Artikels 116 Abs. 1 des
Grundgesetzes (§ 40a), 5. für einen Ausländer durch Einbürgerung (§§ 8 bis 16 und 40b). § 4 (1
Durch die Geburt erwirbt ein Kind die deutsche
Staatsangehörigkeit, wenn ein Elternteil die deutsche
Staatsangehörigkeit besitzt. Ist bei der Geburt des Kindes nur der
Vater deutscher Staatsangehöriger und ist zur Begründung der
Abstammung nach den deutschen Gesetzen die Anerkennung oder
Feststellung der Vaterschaft erforderlich, so bedarf es zur
Anerkennung oder Feststellung der Vaterschaft die
Anerkennungserklärung muß abgegeben oder das
Feststellungsverfahren muß eingeleitet sein, bevor das Kind das
23. Lebensjahr vollendet hat. (2)
Ein Kind, das in dem Gebiet eines Bundesstaats aufgefunden wird
(Findelkind), gilt bis zum Beweise des Gegenteils als Kind eines
Angehörigen dieses Bundesstaates. (3)
Durch die Geburt im Inland erwirbt ein Kind ausländischer Eltern
die deutsche Staatsangehörigkeit, wenn ein Elternteil 1. seit acht Jahren rechtmäßig seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Inland hat und 2. eine Aufenthaltsberechtigung oder seit drei Jahren eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis besitzt. Der
Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit wird durch den für
die Beurkundung der Geburt des Kindes zuständigen Standesbeamten
eingetragen. Das Bundesministerium des Innern wird ermächtigt, mit
Zustimmung des Bundesrates durch Rechtsverordnung Vorschriften
über das Verfahren zur Eintragung des Erwerbs der
Staatsangehörigkeit nach Satz 1 zu erlassen. (4)
Die deutsche Staatsangehörigkeit wird nicht nach Absatz 1 erworben
bei Geburt im Ausland, wenn der deutsche Elternteil nach dem 31.
Dezember 1999 im Ausland geboren wurde und dort seinen
gewöhnlichen Aufenthalt hat, es sei denn, das Kind würde
sonst staatenlos. Die Rechtsfolge nach Satz 1 tritt nicht ein, wenn der
deutsche Elternteil die Geburt innerhalb eines Jahres der
zuständigen Auslandsvertretung anzeigt. Sind beide Elternteile
deutsche Staatsangehörige, so tritt die Rechtsfolge des Satzes 1
nur ein, wenn beide die dort genannten Voraussetzungen erfolgen. § 5 Erklärungsrecht für vor dem 1. Juli 1993 geborene Kinder Durch
die Erklärung, deutscher Staatsangehöriger werden zu wollen,
und einer ausländischen Mutter die deutsche
Staatsangehörigkeit, wenn 1. eine nach den deutschen Gesetzen wirksame Anerkennung oder Feststellung der Vaterschaft erfolgt ist, 2. das Kind seit drei Jahren rechtmäßig seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Bundesgebiet hat und 3. die Erklärung vor der Vollendung des 23. Lebensjahres abgegeben wird. § 6 Mit
der nach den deutschen Gesetzen wirksamen Annahme als Kind durch einen
Deutschen erwirbt das Kind, das im Zeitpunkt des Annahmeantrags das
achtzehnte Lebensjahr noch nicht vollendet hat, die
Staatsangehörigkeit. Der Erwerb der Staatsangehörigkeit
erstreckt sich auf die Abkömmlinge des Kindes. § 7 Ein
Deutscher im Sinne des Artikels 116 Abs. 1 des Grundgesetzes, der nicht
die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt, erwirbt mit der
Ausstellung der Bescheinigung gemäß § 15 Abs. 1 oder 2
des Bundesvertriebenengesetzes die deutsche Staatsangehörigkeit.
Der Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit erstreckt sich auf
diejenigen Kinder, die ihre Deutscheneigenschaft von dem nach Satz 1
Begünstigten ableiten. § 8 (1)
Ein Ausländer, der sich im Inland niedergelassen hat, kann von dem
Bundesstaat, in dessen Gebiete die Niederlassung erfolgt ist, auf
seinen Antrag eingebürgert werden, wenn er 1. handlungsfähig nach Maßgabe von § 68 Abs. 1 des Ausländergesetzes oder gesetzlich vertreten ist, 2. keinen Ausweisungsgrund nach § 46 Nr. 1 bis 4, § 47 Abs. 1 oder 2 des Ausländergesetzes erfüllt, 3. an dem Orte seiner Niederlassung eine eigene Wohnung oder ein Unterkommen gefunden hat und 4. an diesem Orte sich und seine Angehörigen zu ernähren imstande ist. (2)
Vor der Einbürgerung ist über die Erfordernisse unter Nummer
2 bis 4 die Gemeinde des Niederlassungsorts und, sofern diese keinen
selbständigen Armenverband bildet, auch der Armenverband zu
hören. § 9 (1) Ehegatten Deutscher sollen unter den Voraussetzungen des § 8 eingebürgert werden, wenn 1.
sie ihre bisherige Staatsangehörigkeit verlieren oder aufgeben
oder ein Grund für die Hinnahme von Mehrstaatigkeit nach
Maßgabe von § 87 des Ausländergesetzes vorliegt und 2. gewährleistet ist, daß sie sich in die deutschen Lebensverhältnisse einordnen, es
sei denn, daß der Einbürgerung erhebliche Belange der
Bundesrepublik Deutschland, insbesondere solche der äußeren
oder inneren Sicherheit sowie der zwischenstaatlichen Beziehungen
entgegenstehen. (2) Die
Regelung des Absatzes 1 gilt auch, wenn die Einbürgerung bis zum
Ablauf eines Jahres nach dem Tode des deutschen Ehegatten oder nach
Rechtskraft des die Ehe auflösenden Urteils beantragt wird und dem
Antragsteller die Sorge für die Person eines Kindes aus der Ehe
zusteht, das bereits die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt. (3) Minderjährige stehen Volljährigen gleich. §§ 10, 11, 12 (aufgehoben) [Gehe niemals mit
§ 13 Ein
ehemaliger Deutscher, der sich nicht im Inland niedergelassen hat, kann
von dem Bundesstaate, dem er früher angehört hat, auf seinen
Antrag eingebürgert werden, wenn er den Erfordernissen des §
8 Abs. 1 Nr. 1, 2 entspricht dem ehemaligen Deutschen steht gleich,
wer von einem solchen abstammt oder als Kind angenommen ist. Vor der
Einbürgerung ist dem Reichskanzler Mitteilung zu machen die
Einbürgerung unterbleibt, wenn der Reichskanzler Bedenken erhebt. § 14 Ein
Ausländer, der sich nicht im Inland niedergelassen hat, kann unter
den sonstigen Voraussetzungen der §§ 8 und 9
eingebürgert werden, wenn Bindungen an Deutschland bestehen, die
eine Einbürgerung rechtfertigen. § 15 (1)
Die im Reichsdienst erfolgte Anstellung eines Ausländers, der
seinen dienstlichen Wohnsitz in einem Bundesstaate hat, gilt als
Einbürgerung in diesem Bundesstaat, sofern nicht in der
Anstellungsurkunde ein Vorbehalt gemacht wird. (2)
Hat der Angestellte seinen dienstlichen Wohnsitz im Ausland und bezieht
er ein Diensteinkommen aus der Reichskasse, so muß er von dem
Bundesstaate, bei dem er den Antrag stellt, eingebürgert werden bezieht er kein Diensteinkommen aus der Reichskasse, so kann er mit
Zustimmung des Reichskanzlers eingebürgert werden. § 16 (1)
Die (...) Einbürgerung wird wirksam mit der Aushändigung der
von der höheren Verwaltungsbehörde hierüber
ausgefertigten Urkunde. Die Landesregierungen werden ermächtigt,
durch Rechtsverordnung die zuständige Behörde abweichend von
Satz 1 zu bestimmen. Sie können diese Ermächtigung auf
oberste Landesbehörden übertragen. (2
Die (...) Einbürgerung erstreckt sich, insofern nicht in der
Urkunde ein Vorbehalt gemacht wird, zugleich . . auf diejenigen Kinder,
deren gesetzliche Vertretung dem (...) Eingebürgerten kraft
elterlicher Sorge zusteht. Ausgenommen sind Töchter, die
verheiratet sind oder verheiratet gewesen sind. § 17 Die Staatsangehörigkeit geht verloren 1. durch Entlassung (§§ 18 bis 24 ), 2. durch den Erwerb einer ausländischen Staatsangehörigkeit (§ 25 ), 3. durch Verzicht, 4. durch Annahme als Kind durch einen Ausländer (§ 27 ), 5.
durch Eintritt in die Streitkräfte oder einen vergleichbaren
bewaffneten Verband eines ausländischen Staates (§ 28) oder 6. durch Erklärung (§ 29). § 18 Ein
Deutscher wird auf seinen Antrag aus der Staatsangehörigkeit
entlassen, wenn er den Erwerb einer ausländischen
Staatsangehörigkeit beantragt und ihm die zuständige Stelle
die Verleihung zugesichert hat. § 19 (1
Die Entlassung einer Person, die unter elterlicher Sorge oder unter
Vormundschaft steht, kann nur von dem gesetzlichen Vertreter und nur
mit Genehmigung des deutschen Vormundschaftsgerichts beantragt werden.
Gegen die Entscheidung des Vormundschaftsgerichts steht auch der
Staatsanwaltschaft, der die Entscheidung bekanntzumachen ist die
Beschwerde zu gegen den Beschluß des Beschwerdegerichts ist die
weitere Beschwerde unbeschränkt zulässig. (2)
Die Genehmigung des Vormundschaftsgerichts ist nicht erforderlich, wenn
der Vater oder die Mutter die Entlassung für sich und zugleich
kraft elterlicher Sorge für ein Kind beantragt und dem
Antragsteller die Sorge für die Person dieses Kindes zusteht. §§ 20, 21 (aufgehoben) § 22 (1) Die Entlassung darf nicht erteilt werden 1.
Beamten, Richtern, Soldaten der Bundeswehr und sonstigen Personen, die
in einem öffentlich-rechtlichen Dienst- oder Amtsverhältnis
stehen, solange ihr Dienst- oder Amtsverhältnis nicht beendet ist,
mit Ausnahme der ehrenamtlich tätigen Personen, 2.
Wehrpflichtigen, solange nicht das Bundesministerium der Verteidigung
oder die von ihm bezeichnete Stelle erklärt hat, daß gegen
die Entlassung Bedenken nicht bestehen. (2) (aufgehoben) § 23 (1
Die Entlassung wird wirksam mit der Aushändigung einer von der
höheren Verwaltungsbehörde des Heimatstaats ausgefertigten
Entlassungsurkunde. Die Urkunde wird nicht ausgehändigt an
Personen, die verhaftet sind oder deren Verhaftung oder Festnahme von
einer Gerichts- oder Polizeibehörde angeordnet ist. Die
Landesregierungen werden ermächtigt, durch Rechtsverordnung die
zuständige Behörde abweichend von Satz 1 zu bestimmen. Sie
können diese Ermächtigung auf oberste Landesbehörden
übertragen. (2)
Soll sich die Entlassung zugleich auf (...) die Kinder des
Antragstellers beziehen, so müssen auch diese Personen in der
Entlassungsurkunde mit Namen aufgeführt werden. § 24 Die
Entlassung gilt als nicht erfolgt, wenn der Entlassene die ihm
zugesicherte ausländische Staatsangehörigkeit nicht innerhalb
eines Jahres nach der Aushändigung der Entlassungsurkunde erworben
hat. § 25 (1)
Ein Deutscher verliert seine Staatsangehörigkeit mit dem Erwerb
einer ausländischen Staatsangehörigkeit, wenn dieser Erwerb
auf seinen Antrag oder auf den Antrag (...) des gesetzlichen Vertreters
erfolgt, (...) der Vertretene jedoch nur, wenn die Voraussetzungen
vorliegen, unter denen nach § 19 die Entlassung beantragt werden
könnte. (2) Die
Staatsangehörigkeit verliert nicht, wer vor dem Erwerbe der
ausländischen Staatsangehörigkeit auf seinen Antrag die
schriftliche Genehmigung der zuständigen Behörde seines
Heimatstaats zur Beibehaltung seiner Staatsangehörigkeit erhalten
hat. Vor der Erteilung der Genehmigung ist der deutsche Konsul zu
hören. Bei der Entscheidung über einen Antrag nach Satz 1
sind die öffentlichen oder privaten Belange abzuwägen. Bei
einem Antragsteller, der seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Ausland
hat, ist insbesondere zu berücksichtigen, ob er fortbestehende
Bindungen an Deutschland glaubhaft machen kann. (3)
Unter Zustimmung des Bundesrats kann von dem Reichskanzler angeordnet
werden, daß Personen, welche die Staatsangehörigkeit in
einem bestimmten ausländischen Staate erwerben wollen, die im
Absatz 2 vorgesehene Genehmigung nicht erteilt werden darf. § 26 (1
Ein Deutscher kann auf seine Staatsangehörigkeit verzichten, wenn
er mehrere Staatsangehörigkeiten besitzt. Der Verzicht ist
schriftlich zu erklären. (2
Die Verzichtserklärung bedarf der Genehmigung der nach § 23
für die Ausfertigung der Entlassungsurkunde zuständigen
Behörde. Die Genehmigung ist zu versagen, wenn eine Entlassung
nach § 22 Abs. 1 nicht erteilt werden dürfte dies gilt
jedoch nicht, wenn der Verzichtende 1. seit mindestens zehn Jahren seinen dauernden Aufenthalt im Ausland hat oder 2.
als Wehrpflichtiger im Sinne des § 22 Abs. 1 Nr. 2 in einem der
Staaten, deren Staatsangehörigkeit er besitzt, Wehrdienst
geleistet hat. (3) Der
Verlust der Staatsangehörigkeit tritt ein mit der
Aushändigung der von der Genehmigungsbehörde ausgefertigten
Verzichtsurkunde. (4) Für Minderjährige gilt § 19 entsprechend. § 27 Ein
Deutscher verliert mit der nach den deutschen Gesetzen wirksamen
Annahme als Kind durch einen Ausländer die
Staatsangehörigkeit, wenn er dadurch die Staatsangehörigkeit
des Annehmenden erwirbt. Der Verlust tritt nicht ein, wenn er mit einem
deutschen Elternteil verwandt bleibt. Der Verlust erstreckt sich auf
die minderjährigen Abkömmlinge, für die dem Angenommenen
die alleinige Sorge für die Person zusteht, wenn auch der Erwerb
der Staatsangehörigkeit durch den Angenommenen nach Satz 1 sich
auf die Abkömmlinge erstreckt. § 28 Ein
Deutscher, der auf Grund freiwilliger Verpflichtung ohne eine
Zustimmung nach § 8 des Wehrpflichtgesetzes in die
Streitkräfte oder einen vergleichbaren bewaffneten Verband eines
ausländischen Staates, dessen Staatsangehörigkeit er besitzt,
eintritt, verliert die deutsche Staatsangehörigkeit. Dies gilt
nicht, wenn er auf Grund eines zwischenstaatlichen Vertrages dazu
berechtigt ist. § 29 (1)
Ein Deutscher, der nach dem 31. Dezember 1999 die
Staatsangehörigkeit nach § 4 Abs. 3 oder durch
Einbürgerung nach § 40b erworben hat und eine
ausländische Staatsangehörigkeit besitzt, hat nach Erreichen
der Volljährigkeit und nach Hinweis gemäß Absatz 5 zu
erklären, ob er die deutsche oder die ausländische
Staatsangehörigkeit behalten will. Die Erklärung bedarf der
Schriftform. (2)
Erklärt der nach Absatz 1 Erklärungspflichtige, daß er
die ausländische Staatsangehörigkeit behalten will, so geht
die deutsche Staatsangehörigkeit mit dem Zugang der Erklärung
bei der zuständigen Behörde verloren. Sie geht ferner
verloren, wenn bis zur Vollendung des 23. Lebensjahres keine
Erklärung abgegeben wird. (3)
die deutsche Staatsangehörigkeit behalten will, so ist er
verpflichtet, die Aufgabe oder den Verlust der ausländischen
Staatsangehörigkeit nachzuweisen. Wird dieser Nachweis nicht bis
zur Vollendung des 23. Lebensjahres geführt, so geht die deutsche
Staatsangehörigkeit verloren, es sei denn, daß der Deutsche
vorher auf Antrag die schriftliche Genehmigung der zuständigen
Behörde zur Beibehaltung der deutschen Staatsangehörigkeit
(Beibehaltungsgenehmigung) erhalten hat. Der Antrag auf Erteilung der
Beibehaltungsgenehmigung kann, auch vorsorglich, nur bis zur Vollendung
des 21. Lebensjahres gestellt werden (Ausschlußfrist). Der
Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit tritt erst ein, wenn der
Antrag bestandskräftig abgelehnt wird. Einstweiliger Rechtsschutz
nach § 123 der Verwaltungsgerichtsordnung bleibt unberührt. (4)
Die Beibehaltungsgenehmigung nach Absatz 3 ist zu erteilen, wenn die
Aufgabe oder der Verlust der ausländischen
Staatsangehörigkeit nicht möglich oder nicht zumutbar ist
oder bei einer Einbürgerung nach Maßgabe von § 87 des
Ausländergesetzes Mehrstaatigkeit hinzunehmen wäre oder
hingenommen werden könnte. (5)
Die zuständige Behörde hat den nach Absatz 1
Erklärungspflichtigen auf seine Verpflichtungen und die nach den
Absätzen 2 und 4 möglichen Rechtsfolgen hinzuweisen. Der
Hinweis ist zuzustellen. Die Zustellung hat unverzüglich nach
Vollendung des 18. Lebensjahres des nach Absatz 1
Erklärungspflichtigen zu erfolgen. Die Vorschriften des
Verwaltungsverfahrensgesetzes finden Anwendung. (6)
Der Fortbestand oder Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit
nach dieser Vorschrift wird von Amts wegen festgestellt. Das
Bundesministerium des Innern kann durch Rechtsverordnung mit Zustimmung
des Bundesrates Vorschriften über das Verfahren zur Feststellung
des Fortbestands oder Verlusts der deutschen Staatsangehörigkeit
erlassen. §§ 30 bis 32 (aufgehoben) Dritter Abschnitt §§ 33 bis 35 (gegenstandslos) Vierter Abschnitt. Schlußbestimmungen § 36 (1)
Über die Einbürgerungen werden jährliche Erhebungen,
jeweils für das vorangegangene Kalenderjahr, beginnend 2000, als
Bundesstatistik durchgeführt. (2) Die Erhebungen erfassen für jede eingebürgerte Person folgende Erhebungsmerkmale: 1. Geburtsjahr, 2. Geschlecht, 3. Familienstand, 4. Wohnort zum Zeitpunkt der Einbürgerung, 5. Aufenthaltsdauer im Bundesgebiet nach Jahren, 6. Rechtsgrundlage der Einbürgerung, 7. bisherige Staatsangehörigkeit und 8. Fortbestand der bisherigen Staatsangehörigkeiten. (3) Hilfsmerkmale der Erhebungen sind: 1. Bezeichnung und Anschrift der nach Absatz 4 Auskunftspflichtigen, 2. Name und Telekommunikationsnummer der für Rückfragen zur Verfügung stehenden Person und 3. Registriernummer der eingebürgerten Person bei der Einbürgerungsbehörde. (4)
Für die Erhebungen besteht Auskunftspflicht. Auskunftspflichtig
sind die Einbürgerungsbehörden. Die
Einbürgerungsbehörden haben die Auskünfte den jeweiligen
statistischen Ämtern der Länder jeweils zum 1. März zu
erteilen. Die Angaben zu Absatz 3 Nr. 2 sind freiwillig. (5)
An die fachlich zuständigen obersten Bundes- und
gesetzgebenden Körperschaften und für Zwecke der Planung,
nicht jedoch für die Regelung von Einzelfällen, vom
werden, auch soweit Tabellenfelder nur einen einzigen Fall ausweisen. § 37 § 68 Abs. 1 und 3, § 70 Abs. 1, 2 und 4 Satz 1 des Ausländergesetzes gelten entsprechend. § 38 (1)
Für Amtshandlungen in Staatsangehörigkeitsangelegenheiten
werden, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist, Kosten
(Gebühren und Auslagen) erhoben. (2
Die Gebühr für die Einbürgerung nach diesem Gesetz
beträgt 500 Deutsche Mark. Sie ermäßigt sich für
ein minderjähriges Kind, das miteingebürgert wird und keine
eigenen Einkünfte im Sinne des Einkommensteuergesetzes hat, auf
100 Deutsche Mark. Der Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit
nach § 5 und die Einbürgerung von ehemaligen Deutschen, die
durch Eheschließung mit einem Ausländer die deutsche
Staatsangehörigkeit verloren haben, ist gebührenfrei. Von der
Gebühr nach Satz 1 kann aus Gründen der Billigkeit oder des
öffentlichen Interesses Gebührenermäßigung oder
-befreiung gewährt werden. (3
Das Bundesministerium des Innern wird ermächtigt, durch
Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates die weiteren
gebührenpflichtigen Tatbestände zu bestimmen und die
Gebührensätze sowie die Auslagenerstattung zu regeln. Die
Gebühr darf für die Entlassung 100 Deutsche Mark, für
die Beibehaltungsgenehmigung 500 Deutsche Mark, für die
Staatsangehörigkeitsurkunde und für sonstige Bescheinigungen
100 Deutsche Mark nicht übersteigen. § 39 Das
Bundesministerium des Innern erläßt mit Zustimmung des
Bundesrates allgemeine Verwaltungsvorschriften über die
Ausführung dieses Gesetzes und anderer Gesetze, soweit sie
staatsangehörigkeitsrechtliche Regelungen enthalten, über die
Einbürgerungs-, Entlassungs- und Verzichtsurkunden sowie über
die Urkunden, die zur Bescheinigung der Staatsangehörigkeit
dienen. § 40 (1)
Gegen die Ablehnung des Antrags (...) auf Entlassung in den Fällen
der §§ 21, 22 ist der Rekurs zulässig. (2)
Die Zuständigkeit der Behörden und das Verfahren bestimmen
sich nach den Landesgesetzen und, soweit landesgesetzliche Vorschriften
nicht vorhanden sind, nach den §§ 20, 21 der Gewerbeordnung. § 40a Wer
am 1. August 1999 Deutscher im Sinne des Art. 116 Abs. 1 des
Grundgesetzes ist, ohne die deutsche Staatsangehörigkeit zu
besitzen, erwirbt an diesem Tag die deutsche Staatsangehörigkeit.
Für einen Spätaussiedler, seinen nichtdeutschen Ehegatten und
seine Abkömmlinge im Sinne von § 4 des
Bundesvertriebenengesetzes gilt dies nur dann, wenn ihnen vor diesem
Zeitpunkt eine Bescheinigung gemäß § 15 Abs. 1 oder 2
des Bundesvertriebenengesetzes erteilt worden ist. § 40b Ein
Ausländer, der am 1. Januar 2000 rechtmäßig seinen
gewöhnlichen Aufenthalt im Inland und das zehnte Lebensjahr noch
nicht vollendet hat, ist auf Antrag einzubürgern, wenn bei seiner
Geburt die Voraussetzungen des § 4 Abs. 3 Satz 1 vorgelegen haben
und weiter vorliegen. Der Antrag kann bis zum 31. Dezember 2000
gestellt werden. just law Rechtsanwälte, Groner-Tor-Straße 8, 37073 Göttingen info@justlaw.de

References: § 1
 § 2
 § 3
 § 15
 § 4
 § 5
 § 6
 § 7
 § 15
 § 8
 § 68
 § 46
 § 47
 § 9
 § 8
 § 87

§ 13
 §
8
 § 14
 § 15
 § 16
 § 17
 § 18
 § 19
 § 22
 § 23
 § 24
 § 25
 § 19
 § 26
 § 23
 § 22
 § 22
 § 19
 § 27
 § 28
 § 8
 § 29
 § 4
 § 40
 § 123
 § 87
 § 36
 § 37
 § 68
 § 70
 § 38
 § 5
 § 39
 § 40
 § 40
 Art. 116
 § 4
 § 15
 § 40
 § 4