Source: https://gesetze-in-app.de/BGB/632
Timestamp: 2019-12-12 10:40:01+00:00

Document:
§ 632 BGB: Vergütung
LG Nürnberg, Urteil vom 4.6.2015, Az. 8 O 7943/13 Die Höhe des erforderlichen Honorars richtet sich dann, wenn ein Honorar nicht ausdrücklich vereinbart ist, nach § 632 Abs. 2 BGB (LG Nürnberg-Fürth, Urt. v. 13.11.2014 - 8 O 1426/14, juris KG, Urt. v. 30.04.2015 - 22 U 31/14, juris vgl. auch BGH r+s 2014, 40).
OLG München, Beschluss vom 4.2.2015, Az. 10 U 579/15 Kann der Schädiger dies beweisen, hätte der Geschädigte gegen seine Schadensminderungspflicht verstoßen, wenn er bei Vereinbarung der Vergütung vor Auftragsvergabe dies nicht beanstandet (Auswahlverschulden) oder bei einer Abrechnung gemäß § 632 II BGB (vgl. hierzu BGH, NJW 2006, 2472) die Rechnung ungekürzt bezahlt (entgegen AG Hannover, Der Verkehrsanwalt 2013, 161; 2013, 162; 2013, 163).
BGH, URTEIL vom 2.11.2014, Az. VI ZR 138/14 Der genannte Maßstab ist ein rein tatsächlicher und als solcher vom Tatrichter festzustellen (BGH, Urteil vom 29. September 1969 - VIIZR 108/67, NJW 1970, 699, 700; Staudinger/Peters/Jacoby (2014) §632 BGB Rn. 49).
LG Nürnberg, vom 4.10.2014, Az. 8 O 1426/14 Dies heißt, dass die Erforderlichkeit der vom Sachverständigen in Rechnung gestellten Kosten nur bejaht werden kann, wenn die Rechnung den Voraussetzungen des § 632 Abs. 2 BGB bzw. dem vorgenannten Kriterien entspricht (BGH, Urt. v. 15.10.2013 - VI ZR 528/12, NZV 2014, 163 für Straßenreinigungskosten; ebenso bereits Kammerurteil v. 29.2.2012 - 8 S 2791/11).
LG Nürnberg, vom 4.10.2014, Az. 8 O 1426/14 Diese vom BGH für den Ersatz von Rechtsanwaltskosten aufgestellten Grundsätze (Urt. v. 18.01.2005 - VI ZR 73/04, NJW 2005, 1112) können und müssen auch bei der Frage nach dem Ersatz der erforderlichen Sachverständigenkosten zur Anwendung kommen, auch wenn hier der „Umweg“ über die Ermittlung der üblichen Vergütung i.S. d. § 632 Abs. 2 BGB zu nehmen ist.
BGH, URTEIL vom 2.10.2013, Az. VI ZR 363/12 Üblich im Sinne des §632 Abs. 2 BGB ist eine Vergütung, die zur Zeit des Vertragsschlusses nach allgemeiner Auffassung der beteiligten Kreise am Ort der Werkleistung gewährt zu werden pflegt, wobei Vergleichsmaßstab Leistungen gleicher Art, gleicher Güte und gleichen Umfangs sind und die Anerkennung der Üblichkeit gleiche Verhältnisse in zahlreichen Einzelfällen voraussetzt (BGH, Urteil vom 26. Oktober 2000 -VII ZR 239/98, NJW 2001, 151, 152).
BGH, URTEIL vom 2.9.2013, Az. VI ZR 471/12 Die Klägerin kann daher vom Besteller nur die übliche (§ 632 Abs. 2 BGB), ersatzweise eine im Rahmen ergänzender Vertragsauslegung ermittelte angemessene oder jedenfalls eine der Billigkeit im Sinne des § 315 Abs.3 BGB entsprechende Vergütung verlangen (vgl. hierzu BGH, Urteile vom 4. April 2006 -XZR 122/05, BGHZ 167, 139 Rn. 8 ff. und - X ZR 80/05, NJW-RR 2007, 56 Rn. 8 ff.; jeweils mwN).
BGH, URTEIL vom 2.9.2013, Az. VI ZR 528/12 Die Fa.B. kann daher vom Besteller nur die übliche (§ 632 Abs. 2 BGB), ersatzweise eine im Rahmen ergänzender Vertragsauslegung ermittelte angemessene oder jedenfalls eine der Billigkeit im Sinne des § 315 Abs.3 BGB entsprechende Vergütung verlangen (vgl. hierzu BGH, Urteile vom 4. April 2006 -XZR 122/05, BGHZ 167, 139 Rn. 8 ff. und -X ZR 80/05, NJW-RR 2007, 56 Rn. 8 ff.; jeweils mwN).
AG Pfaffenhofen, Urteil vom 2.5.2012, Az. 1 C 256/12 § 632 Abs. 2 BGB beschränkt (vgl. LG Nürnberg-Fürth, 29. Februar 2012, 8 S 2791/11).
AG Pfaffenhofen, Urteil vom 2.5.2012, Az. 1 C 256/12 Wenn eine Vergütung für die Erstellung des Sachverständigengutachtens nicht ausdrücklich vereinbart wurde, muss gemäß § 632 Abs. 2 BGB davon ausgegangen werden, dass zwischen dem Kläger und dem Sachverständigen, dem er den Auftrag zur Gutachtenserstellung erteilt hatte, die übliche Vergütung als vereinbart gilt (BGH VersR 2006, 1131).
AG Pfaffenhofen, Urteil vom 2.5.2012, Az. 1 C 256/12 Die Anerkennung der Üblichkeit setzt gleiche Verhältnisse in zahlreichen Einzelfällen voraus, wobei sich die übliche Vergütung regelmäßig innerhalb einer bestimmten Bandbreite bewegen wird, die Ausreißer nicht berücksichtigt (BGH VersR 2006, 1131; Busche in Münchener Kommentar zu dem BGB, 5. Auflage 2009, § 632 BGB Rn. 22).'
AG Bochum, Urteil vom 4.4.2008, Az. 67 C 275/07 In diesem Zusammenhang dürfte dem Kläger und der Streithelferin zwischenzeitlich bekannt sein, dass der BGH wahrscheinlich die Tabellenwerte des BVSK im Rahmen der Angemessenheit und Üblichkeit zugrundelegen will, sonst hätte er nicht drei Verfahren an die Instanzgerichte zurückverwiesen, die durch Sachverständige klären sollen, ob dieses Tabellenwerk den Anforderungen des § 632 BGB entspricht, weil er dann im Rahmen des § 249 BGB den Schadensersatz des Geschädigten entsprechend begrenzen will (vgl. auch die Anmerkung zu dem oben zitierten BGH-Urteil in NJW 2007,455,457ff. ).
AG Bochum, Urteil vom 2.1.2008, Az. 63 C 389/07 Nach diesen Maßstäben kommt es in dem vorliegenden Rechtsstreit nicht darauf an, ob die vom Kläger dem Geschädigten im Rahmen des geschlossenen Werkvertrags berechneten Sachverständigenkosten überhöht sind, weil sie nicht im Sinne von § 632 Abs. 2 BGB üblich sind, oder –sofern eine übliche Vergütung nicht feststellbar istnicht mehr billigem Ermessen im Sinne von § 315 Abs. 1 BGB entsprechen (vgl. dazu BGH NJW 2006, 2472).
BGH, Beschluss vom 2.4.2006, Az. X ZR 80/05 14	Schließlich	wird zu berücksichtigen sein, dass üblich diejenige Vergü- tung ist, die zur Zeit des Vertragsschlusses nach einer festen Übung am Ort der Werkleistung gewährt zu werden pflegt (BGH, Urt. v. 26.10.2000 - VII ZR 239/98, NJW 2001, 151, 152; Staudinger/Peters, BGB Bearb. 2003, § 632 BGB Rdn. 38).
BGH, URTEIL vom 1.2.2005, Az. II ZR 144/03 Da die Beklagte Auftragnehmerin der BGB-Gesellschaft war, stünde ihr nur dann kein Vergütungsanspruch gemäß § 632 Abs. 1 BGB zu, wenn der Kläger darlegen und beweisen würde, daß ein solcher Vergütungsanspruch ausgeschlossen wurde (BGH, Urt. v. 9. April 1987 - VII ZR 266/86, NJW 1987, 2742).
BGH, URTEIL vom 3.4.2004, Az. VIII ZR 159/03 c)	Entgegen der Ansicht der Revision läßt sich auch nichts zugunsten der Beklagten aus dem Grundsatz herleiten, daß eine Inhaltskontrolle ausscheidet, wenn das dispositive Recht, von dem durch die beanstandete Klausel abgewichen werden soll, seinerseits gerade das Fehlen einer Vergütungsvereinbarung voraussetzt (BGHZ 116, 117, 119 zu § 632 Abs. 2 BGB; siehe auch Brandner in: Ulmer/Brandner/Hensen, AGB-Gesetz, 8. Aufl., §8 Rdnr. 17).
BGH, URTEIL vom 1.2.1998, Az. II ZR 303/96 Der Wert derartiger Leistungen entfällt nicht schon mit einer Rückgabe der dem Auftraggeber gelieferten Arbeitsunterlagen, sondern verbleibt ihm regelmäßig in Höhe der üblichen oder angemessenen Vergütung (§ 632 Abs. 2 BGB) jedenfalls dann, wenn er entsprechende anderweitige Aufwendungen erspart hat (vgl. BGHZ 36, 321, 323; 37, 258, 264; 70, 12, 17; BGH, Urt. v. 5. November 1981 - VII ZR 216/80, NJW 1982, 879, 880; v. 23. Juni 1994
BGH, URTEIL vom 2.9.1987, Az. X ZR 49/86 Es ist zutreffend von dem in Rechtsprechung und Schrifttum allgemein anerkannten Grundsatz ausgegangen, daß ein Unternehmer, der gemäß § 632 Abs. 2 BGB die übliche Vergütung verlangt, beweisen muß, daß eine vom Besteller behauptete, bestimmte (niedrigere) Vergütung nicht vereinbart worden ist (BGH NJW 1983, 1782 m.w.N.? Palandt/Thomas, BGB, 46. Aufl. § 632 An. 4).
BGH, URTEIL vom 4.3.1987, Az. VII ZR 266/86 Beruft sich demgegenüber - wie hier - der Auftraggeber darauf, daß die Parteien sich auf die unentgeltliche Herstellung des Werkes geeinigt hätten, trägt er - auch das sieht das Berufungsgericht richtig - für diese von der gesetzlichen Regel des § 632 Abs. 1 BGB abweichende Behauptung die Beweislast (Glanzmann in BGB-RGRK, 12. Aufl., § 632 Rdn. 3; Soergel in Münch/Komm § 632 BGB Rdn. 20; Palandt/ Thomas, 46. Aufl., § 632 BGB An. 4; Erman/Seiler, 7. Aufl., § 632 BGB Rdn. 28; Baumgärtel, Handbuch der Beweislast im Privatrecht, Bd. 1, § 632 Rdn. 2 mit weiteren Nachweisen in Fn.2 und 3; vgl. auch BGH NJW 1981, 1444; Urteile vom 31. März 1969 - VII ZR 169/66 = Betrieb 1969, 1022 und vom 12. Mai 1975 - III ZR 179/72 = LM BGB § 612 Nr. 9 = WM 1975, 643, 644 zu den ähnlich liegenden Fällen der §§ 612 Abs.1, 653 Abs. 1 BGB).
BGH, URTEIL vom 4.3.1983, Az. VII ZR 198/82 Das ist ständige Rechtsprechung des Senats und fast einhellige Meinung des Schrifttums (vgl. insoweit BGHZ 80, 257, 259; BGH NJW 1980, 122; auf die in beiden Entscheidungen angeführten umfangreichen Nachweise wird verwiesen; zustimmend außerdem Baumgärtel Handbuch der Beweislast im Privatrecht Band 1 § 632 BGB Rdn. 5-8).
BGH, URTEIL vom 4.2.1982, Az. VII ZR 128/81 Diese stellten zur Zeit des Vertragsschlusses im Jahre 1972 die allgemein übliche Vergütung im Sinne des § 632 Abs. 2 BGB dar (BGH NJW 1969, 1855 m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 5.9.1981, Az. I ZR 125/79 der den üblichen Werklohn fordernde Unternehmer (§ 632 BGB) die Behauptung des Bestellers zu widerlegen hat, es sei ein fester geringerer Werklohn vereinbart; gelingt ihm das nicht, so steht ihm Werklohn nur in der vom Besteller als vereinbart behaupteten Höhe zu (BGH NJW 1981, 1442, 1443; NJW I960, 122, jeweils m.w.N. Soweit das Berufungsgericht schließlich den Einwand als unsubstantiiert zurückgewiesen hat, die vom Kläger eingesetzten Preise entsprächen, weil zu hoch, nicht der üblichen Vergütung und die Aufmaße seien unrichtig, wird dies von der Revision zu Unrecht beanstandet (§ 565 a ZPO).
BGH, URTEIL vom 4.6.1979, Az. VII ZR 154/78 1.	Das Berufungsgericht nimmt zutreffend an, daß ein Anspruch auf Vergütung nach § 632 Abs. 1 BGB hier nur in Betracht kommt, sofern die Leistungen, welche die Klägerin zur Vorbereitung ihrer Angebote erbracht hat, Gegenstand einer vertraglich eingegangenen Verpflichtung waren (Senatsurteil vom 18. Januar 1971 - VII ZR 82/69 - Schäfer/Finnem Z 3.00 Bl. 188 f; OLG Hamm BauR 1975, 418).
BGH, URTEIL vom 4.1.1975, Az. VII ZR 158/74 Der Bewerbervertrag hat als Werkvertrag die Geschäftsbesorgung zu dem Gegenstand, eine Kleinsiedlerstelle bezugsfertig herzustellen (vgl. BGHZ 16, 334,338; 20, 172, 174, 176; BGH, Urteil vom 10. Juli 1969 - VII ZR 87/67 - LM Nr. 6 zu § 632 BGB = WM 1969, 1139).

References: § 632
 BGH 
 § 632
 §632
 § 632
 BGH 
 § 632
 §632
 § 315
 § 315
 § 632
 § 632
 § 632
 BGH 
 § 632
 § 249
 § 632
 § 315
 BGH 
 § 632
 § 632
 § 632
 §8
 § 632
 § 632
 § 632
 § 632
 § 632
 § 632
 § 632
 § 632
 BGH 
 § 612
 BGH 
 § 632
 § 632
 § 632
 § 632