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Timestamp: 2018-10-17 14:43:02+00:00

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§ 121 BGB: Anfechtungsfrist
BGH, BESCHLUSS vom 3.5.2015, Az. IV ZB 39/14 Die überwiegende Auffassung geht davon aus, dass die allgemeine Regelung des § 121 BGB Anwendung findet, die Anfechtung mithin ohne schuldhaftes Zögern erfolgen muss (§ 121 Abs. 1 Satz 1 BGB) und ausgeschlossen ist, wenn seit der Abgabe der Willenserklärung 10 Jahre verstrichen sind (so BayObLGZ 1980, 23, 28f.;Erman/Schmidt, BGB 14. Aufl. § 1955 Rn. 5; Palandt/Weidlich, BGB 74. Aufl. § 1955 Rn. 1; MünchKomm-BGB/Leipold, 6. Aufl. § 1954 Rn. 21; Muscheier, Erbrecht II
BGH, URTEIL vom 3.5.2014, Az. VIII ZR 10/14 Für diese Anfechtung wird eine Ausnahme anerkannt, weil die Anfechtung 'unverzüglich' zu erklären ist (§121 Abs. 1 Satz 1 BGB) und das Interesse des Anfechtungsgegners im Vordergrund steht, alsbald darüber Klarheit zu erlangen, ob der Anfechtungsberechtigte von seinem Gestaltungsrecht Gebrauch macht (vgl. BGH, Urteil vom 17. Juli 2008 - I ZR 109/05, aaO Rn. 26 unter Verweis auf BGH, Urteil vom 11. Oktober 1974 - V ZR 25/73, NJW 1975, 39 f.).
LSG München, Beschluss vom 2.3.2014, Az. 15 SF 60/14 In einem derartigen Fall ist der Ablehnungsantrag unverzüglich, d. h. ohne schuldhaftes Zögern (§ 121 Abs. 1 Satz 1 Bürgerliches Gesetzbuch), also innerhalb einer den Umständen des Einzelfalls angepassten Prüfungs- bzw. Überlegungsfrist zu stellen (vgl. Oberlandesgericht - OLG - Koblenz, Beschluss vom 29.06.1998, Az.:
BGH, URTEIL vom 4.3.2014, Az. III ZR 335/13 Die von der Rechtsprechung zu § 121 BGB herausgebildete Obergrenze von zwei Wochen (dazu Palandt/Ellenberger aaO) beziehungsweise die zweiwöchige gesetzliche Ausschlussfrist des § 626 Abs. 2 Satz 1 BGB stellen insoweit einen zu engen Maßstab dar (vgl. BSG, NJW 2014, 253 Rn. 29; BFH, BeckRS 2013, 96642 Rn. 33, 35, 39, 42; OLG Bremen, NJW 2013, 2209, 2210; NJW 2013, 3109, 3110; OLG Karlsruhe, BeckRS 2013, 07833).
BGH, URTEIL vom 4.5.2012, Az. VII ZR 130/11 20	c) Unverzüglich, also ohne schuldhaftes Zögern (§ 121 Abs. 1 BGB), erfolgt eine Handlung nur, wenn sie innerhalb einer nach den Umständen des Einzelfalls zu bemessenden Prüfungsund Überlegungszeit vorgenommen wird (BGH, Urteil vom 24. Januar 2008 - VII ZR 17/07, NJW 2008, 985 Rn. 18; BGH, Beschluss vom 15. März 2005 - VI ZB 74/04, NJW 2005, 1869 unter II 1a, jeweils m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 2.8.2011, Az. XI ZR 436/10 59	(3) Der Zeitraum für die Prüfung der Berechtigung und der Höhe des angemeldeten Anspruchs schließt eine angemessene Überlegungszeit der Entschädigungseinrichtung ein (vgl. BGH, Urteile vom 24. Januar 2008 -VIIZR 17/07, WM 2008, 942 Rn. 18 mwN zu § 121 Abs. 1 BGB und vom 1. Februar 1974 - IV ZR 2/72, VersR 1974, 639, 640 zu § 11 Abs. 1 WG aF).
BGH, URTEIL vom 2.8.2011, Az. XI ZR 434/10 59	(3) Der Zeitraum für die Prüfung der Berechtigung und der Höhe des angemeldeten Anspruchs schließt eine angemessene Überlegungszeit der Entschädigungseinrichtung ein (vgl. BGH, Urteile vom 24. Januar 2008 -VIIZR 17/07, WM 2008, 942 Rn. 18 mwN zu § 121 Abs. 1 BGB und vom 1. Februar 1974 - IV ZR 2/72, VersR 1974, 639, 640 zu § 11 Abs. 1 WG aF).
BGH, URTEIL vom 2.8.2011, Az. XI ZR 435/10 59	(3) Der Zeitraum für die Prüfung der Berechtigung und der Höhe des angemeldeten Anspruchs schließt eine angemessene Überlegungszeit der Entschädigungseinrichtung ein (vgl. BGH, Urteile vom 24. Januar 2008 -VIIZR 17/07, WM 2008, 942 Rn. 18 mwN zu § 121 Abs. 1 BGB und vom 1. Februar 1974 - IV ZR 2/72, VersR 1974, 639, 640 zu § 11 Abs. 1 WG aF).
LSG München, Beschluss vom 3.2.2010, Az. 2 VS 14/09 Beruht die Besorgnis der Befangenheit auf einem Verhalten, das der Sachverständige anlässlich einer Untersuchung des Beschwerdeführers gezeigt haben soll, so ist das Ablehnungsgesuch unter Beachtung einer angemessenen Überlegungsfrist unverzüglich, d. h. ohne schuldhaftes Zögern (§ 121 Bürgerliches Gesetzbuch) zu stellen (OLG Köln, Beschluss vom 19.08.2008 - 5 W 39/08).
LG Bochum, Beschluss vom 5.7.2009, Az. 10 S 15/08 Nach der Rechtsprechung des BGH (NJW 2005, 1869), der sich die Kammer insoweit anschließt, sind die Ablehnungsgründe in diesem Falle nicht binnen einer kalendermäßigen Frist, sondern grundsätzlich unverzüglich i.S. von § 121 Abs. 1 Nr. 1 BGB nach Kenntnis des Gutachtens geltend zu machen.
BGH, URTEIL vom 4.4.2006, Az. VII ZR 17/07 18	aa) Unverzüglich im Sinne des § 121 Abs. 1 BGB, also ohne schuldhaftes Zögern, erfolgt eine Rechtshandlung nur, wenn sie innerhalb einer nach den Umständen des Einzelfalles zu bemessenden Prüfungsund Überlegenszeit vorgenommen wird (vgl. BGH, Urteil vom 18. März 2003 -XZR 209/00, BGH-Report 2003, 908; Urteil vom 23. Juni 1994 -VII ZR 163/93, BauR 1994, 625 = ZfBR 1994, 222).
LG Bonn, Beschluss vom 2.7.2004, Az. 11 O 85/04 Das Merkmal unverzüglich besagt wie in § 121 BGB 'ohne schuldhaftes Zögern' (BGH, Beschluss vom 26.07.2004 - VIII ZB 44/03 (juris); Zöller/Greger, ZPO, 24. A., § 269 Rdn. 8 c).
BGH, BESCHLUSS vom 1.6.2004, Az. VIII ZB 44/03 aa) 'Unverzüglich' bedeutet entsprechend der Legaldefinition in § 121 Abs. 1 Satz 1 BGB, daß die Rücknahme ohne schuldhaftes Zögern zu erfolgen hat (OLG Brandenburg, MDR 2003, 951, 952; OLG Saarbrücken, OLGR 2003, 255, 256; OLG München, OLGR 2004, 180; Zöller/Greger, ZPO, 24. Aufl., § 269 Rdnr. 8 c; Hartmann in Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO, 62. Aufl., § 269 Rdnr. 40).
LAG Hamm, Urteil vom 5.0.2002, Az. 5 Sa 1091/01 Wird die Anfechtung in einem Schriftsatz gegenüber dem Gericht erklärt, können die Voraussetzungen des § 121 Abs. 1 Satz 2 BGB nicht in Betracht kommen (vgl. BGH vom 11.10.1974 - V ZR 25/73 - NJW 1975, S. 39).
BGH, URTEIL vom 3.4.1983, Az. VIII ZR 94/82 a) Gemäß § 121 Abs. 1 BGB muß die Anfechtung unverzüglich erfolgen, nachdem der Anfechtungsberechtigte von dem Anfechtungsgrund Kenntnis erlangt hat; die Beweislast dafür, daß die Anfechtung verspätet war, trägt der Anfechtungsgegner (vgl. BGH, Urteil vom 11. Dezember 1958 - II ZR 148/57, WM 1959, 348, 349 unter II 2).
BGH, URTEIL vom 3.0.1978, Az. IV ZR 204/75 Es ist zwar richtig, daß das kaufmännische Bestätigungsschreiben die vom Berufungsgericht dargelegte Wirkung entfaltet, wenn der Empfänger ihm nicht rechtzeitig, d. h. unverzüglich (§ 121 BGB; BGHZ 18, 212, 216) widerspricht.
BGH, vom 1.10.1961, Az. VIII ZR 126/60 Um rechtserheblich zu sein, mußte der Widerspruch unverzüglich, d.h. ohne schuldhaftes Zögern (§121 BGB) erklärt werden (BGHZ 18, 212, 216).

References: § 121
 § 1955
 § 1955
 § 1954
 § 121
 § 626
 § 121
 § 11
 § 121
 § 11
 § 121
 § 11
 BGH 
 § 121
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 § 121
 § 269
 § 121
 § 269
 § 269
 § 121
 BGH 
 § 121