Source: http://bustler.de/gesetze.aspx?gesetz=KraftNAV
Timestamp: 2019-05-27 04:02:47+00:00

Document:
KraftNAV | Verordnung zur Regelung des Netzanschlusses von Anlagen zur
vom 26. Juni 2007 (BGBl. I S. 1187)
§ 1 KraftNAV
§ 1 Abs. 1 Satz 1 KraftNAV
(1) Diese Verordnung regelt Bedingungen für den Netzanschluss von Anlagen zur Erzeugung von elektrischer Energie (Erzeugungsanlagen) mit einer Nennleistung ab 100 Megawatt an Elektrizitätsversorgungsnetze mit einer Spannung von mindestens 110 Kilovolt.
§ 1 Abs. 2 Satz 1 KraftNAV
(2) 1Die Regelungen dieser Verordnung sind hinsichtlich der Pflichten der Netzbetreiber abschließend im Sinne des § 111 Abs. 2 Nr. 2 des Energiewirtschaftsgesetzes.
§ 1 Abs. 2 Satz 2 KraftNAV
2Die Vorschriften des Erneuerbare-Energien-Gesetzes sowie des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes bleiben unberührt.
§ 2 KraftNAV
§ 2 Satz 1 KraftNAV
§ 2 Satz 1 Nr. 1 KraftNAV
ist Anschlussnehmer derjenige, der als Projektentwicklungsträger, Errichter oder Betreiber die Herstellung des Anschlusses an ein Elektrizitätsversorgungsnetz mit einer Spannung von mindestens 110 Kilovolt für eine Erzeugungsanlage beansprucht,
§ 2 Satz 1 Nr. 2 KraftNAV
ist Netzanschluss die Herstellung der elektrischen Leitung, die Erzeugungsanlage und Anschlusspunkt verbindet, und ihre Verknüpfung mit dem Anschlusspunkt,
§ 2 Satz 1 Nr. 3 KraftNAV
sind Netzbetreiber die Betreiber von Elektrizitätsversorgungsnetzen mit einer Spannung von 110 Kilovolt oder darüber,
§ 2 Satz 1 Nr. 4 KraftNAV
ist Netzschemaplan ein schematischer Netzplan mit allen Stromkreisen, Schaltanlagen, Sammelschienen und Umspannwerken.
§ 3 Abs. 1 Satz 1 KraftNAV
(1) Der Netzbetreiber hat auf seiner Internetseite folgende Angaben zu veröffentlichen:
§ 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 KraftNAV
die für die Prüfung eines Netzanschlussbegehrens und einer Prognose der für eine entsprechende Anschlussnutzung verfügbaren Leitungskapazitäten mindestens erforderlichen Angaben;
§ 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 KraftNAV
standardisierte Bedingungen für einen Netzanschlussvertrag;
§ 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 KraftNAV
eine laufend aktualisierte, übersichtliche Darstellung des Netzschemaplans sowie der Netzauslastung im gesamten Netz einschließlich der Kennzeichnung tatsächlicher oder zu erwartender Engpässe.
§ 3 Abs. 2 Satz 1 KraftNAV
(2) 1Richtet der Anschlussnehmer ein Netzanschlussbegehren an den Netzbetreiber, so hat dieser unverzüglich, spätestens nach Ablauf von zwei Wochen, dem Anschlussnehmer darzulegen, welche Prüfungen zur Vorbereitung einer Entscheidung über das Netzanschlussbegehren und einer Prognose der für eine entsprechende Anschlussnutzung verfügbaren Leitungskapazitäten notwendig sind und welche Kosten diese Prüfungen verursachen werden.
§ 3 Abs. 2 Satz 2 KraftNAV
2Soweit zusätzliche Angaben erforderlich sind, hat der Netzbetreiber diese vollständig innerhalb von einer Woche von dem Anschlussnehmer anzufordern.
§ 3 Abs. 2 Satz 3 KraftNAV
3Im Fall des Satzes 2 gilt Satz 1 mit der Maßgabe, dass die Darlegung des Netzbetreibers eine Woche nach Eingang der zusätzlichen Angaben erfolgen muss.
§ 3 Abs. 3 Satz 1 KraftNAV
(3) 1Nach Eingang einer Vorschusszahlung des Anschlussnehmers in Höhe von 25 vom Hundert der erwarteten Kosten im Sinne von Absatz 2 ist der Netzbetreiber verpflichtet, umgehend die für eine Anschlusszusage und für eine Prognose der für eine entsprechende Anschlussnutzung verfügbaren Leitungskapazitäten notwendigen Prüfungen, insbesondere zu Anschlusspunkt, Anschlussleitungen sowie Lastflüssen und sonstigen Wirkungen auf das Netz, durchzuführen.
§ 3 Abs. 3 Satz 2 KraftNAV
2Soweit erforderlich, sind Betreiber anderer betroffener Elektrizitätsversorgungsnetze zur Mitwirkung bei der Prüfung verpflichtet.
§ 3 Abs. 3 Satz 3 KraftNAV
§ 3 Abs. 3 Satz 4 KraftNAV
4Der Anschlussnehmer ist über Verlauf und Ergebnis der Prüfungen angemessen und zeitnah zu unterrichten.
§ 3 Abs. 3 Satz 5 KraftNAV
5Das Ergebnis der Prüfungen ist dem Anschlussnehmer unverzüglich, spätestens drei Monate nach Eingang der Vorschusszahlung mitzuteilen, es sei denn, der Netzbetreiber weist nach, dass zusätzliche Prüfungswünsche des Anschlussnehmers nach Satz 3 oder sonstige außergewöhnliche, nicht vom Netzbetreiber zu vertretende Umstände einen erhöhten Zeitbedarf verursacht haben.
§ 3 Abs. 4 Satz 1 KraftNAV
(4) Der Anschlussnehmer trägt die Kosten der Prüfungen nach Absatz 3.
§ 4 KraftNAV
§ 4 Anschlusszusage und Netzanschlussvertrag
§ 4 Abs. 1 Satz 1 KraftNAV
(1) 1Der Netzbetreiber hat dem Anschlussnehmer zusammen mit dem Prüfungsergebnis nach § 3 Abs. 3 eine Anschlusszusage zu erteilen, soweit er nicht den Anschluss verweigern darf.
§ 4 Abs. 1 Satz 2 KraftNAV
2Haben Anschlussnehmer für einen Anschlusspunkt mehrere Anschlussbegehren an den Netzbetreiber gerichtet und beeinflussen sich die Anschlussbegehren gegenseitig in der Weise, dass nicht alle begehrten Anschlüsse hergestellt werden können, so ist auf diejenigen Netzanschlussbegehren vorrangig eine Anschlusszusage zu erteilen, die einschließlich der Angaben, die nach § 3 Abs. 1 und 2 notwendig sind, zeitlich früher beim Netzbetreiber eingegangen sind.
§ 4 Abs. 1 Satz 3 KraftNAV
3Die Anschlusszusage beinhaltet die verbindliche Reservierung von Netzanschlussleistung an einem bestimmten Netzanschlusspunkt unbeschadet des Zustandekommens der weiteren erforderlichen vertraglichen Regelungen zu Netzanschluss (Netzanschlussvertrag) und Anschlussnutzung.
§ 4 Abs. 1 Satz 4 KraftNAV
4Die Anschlusszusage wird wirksam, wenn der Anschlussnehmer innerhalb von einem Monat nach Erteilung der Anschlusszusage eine Reservierungsgebühr in Höhe von 1.000 Euro pro Megawatt Netzanschlussleistung und die Kosten der Prüfung nach § 3 Abs. 3 zahlt.
§ 4 Abs. 1 Satz 5 KraftNAV
5Die Reservierungsgebühr ist bei Herstellung des Netzanschlusses vom Netzbetreiber auf Kostenersatzforderungen wegen der Herstellung des Netzanschlusses anzurechnen oder sie ist zurückzuzahlen, wenn eine Anrechnung nicht möglich oder der Netzanschluss aus Gründen nicht hergestellt wird, die der Anschlussnehmer nicht zu vertreten hat.
§ 4 Abs. 1 Satz 6 KraftNAV
6Im Fall des Absatzes 3 Satz 1 ist die Reservierungsgebühr entgeltmindernd in der Kalkulation der Netzentgelte durch den Netzbetreiber zu berücksichtigen.
§ 4 Abs. 2 Satz 1 KraftNAV
(2) 1Netzbetreiber und Anschlussnehmer haben mit dem Ziel der zügigen Vorbereitung eines Netzanschlussvertrages zusammenzuarbeiten.
§ 4 Abs. 2 Satz 2 KraftNAV
2Soweit es für die Verwirklichung des in Satz 1 genannten Ziels erforderlich ist, sind Betreiber anderer betroffener Elektrizitätsversorgungsnetze zur Mitwirkung verpflichtet.
§ 4 Abs. 2 Satz 3 KraftNAV
3Die Pflicht nach Satz 1 umfasst insbesondere das Aufstellen eines Plans, in dem Fristen für die Verhandlungen zum Abschluss des Netzanschlussvertrages (Verhandlungsfahrplan) vereinbart werden und der einen Vertragsabschluss in der Regel innerhalb von höchstens zwölf Monaten vorsieht.
§ 4 Abs. 2 Satz 4 KraftNAV
4Der Verhandlungsfahrplan soll sich insbesondere auf die in Absatz 4 genannten Vertragsgegenstände beziehen.
§ 4 Abs. 2 Satz 5 KraftNAV
5Der Anschlussnehmer kann verlangen, dass der Netzbetreiber ihm alle für das Aufstellen des Verhandlungsfahrplans erforderlichen Angaben übermittelt.
§ 4 Abs. 2 Satz 6 KraftNAV
6Kommt eine Einigung über den Verhandlungsfahrplan nicht innerhalb von drei Monaten zustande, so ist der Anschlussnehmer verpflichtet, den Verhandlungsfahrplan unverzüglich einseitig aufzustellen.
§ 4 Abs. 3 Satz 1 KraftNAV
(3) 1Die Reservierung des Netzanschlusspunktes verfällt, wenn
§ 4 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 KraftNAV
der Anschlussnehmer das Zustandekommen des Netzanschlussvertrages in der vereinbarten Frist nach Absatz 2 Satz 3 durch ausschließlich oder überwiegend von ihm zu vertretende Nichteinhaltung des Verhandlungsfahrplans vereitelt oder
§ 4 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 KraftNAV
ein Netzanschlussvertrag drei Monate nach dem im Verhandlungsfahrplan vorgesehenen Zeitpunkt nicht zustande gekommen ist und weder Anschlussnehmer noch Netzbetreiber einen Antrag nach § 31 des Energiewirtschaftsgesetzes bei der Regulierungsbehörde gestellt haben.
§ 4 Abs. 3 Satz 2 KraftNAV
2Der Netzbetreiber hat im Rahmen des Zumutbaren durch rechtzeitige eigene Vorleistungen zum zügigen Abschluss eines Netzanschlussvertrages beizutragen.
§ 4 Abs. 4 Satz 1 KraftNAV
(4) Der Netzanschlussvertrag muss unter Beachtung der Vorschriften des Energiewirtschaftsgesetzes und dieser Verordnung mindestens Regelungen zu folgenden Gegenständen enthalten:
§ 4 Abs. 4 Satz 1 Nr. 1 KraftNAV
Beschreibung von Kraftwerks- und Netzanschlusskonzept,
§ 4 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 KraftNAV
Bereitstellung der Netzanschlussleistung,
§ 4 Abs. 4 Satz 1 Nr. 3 KraftNAV
Veränderungen der Netzanschlussleistung,
§ 4 Abs. 4 Satz 1 Nr. 4 KraftNAV
Eigentumsgrenzen,
§ 4 Abs. 4 Satz 1 Nr. 5 KraftNAV
technische Spezifikation und Dokumentation,
§ 4 Abs. 4 Satz 1 Nr. 6 KraftNAV
Übergabezählung,
§ 4 Abs. 4 Satz 1 Nr. 7 KraftNAV
Zutrittsrechte,
§ 4 Abs. 4 Satz 1 Nr. 8 KraftNAV
Störungen und Unterbrechungen,
§ 4 Abs. 4 Satz 1 Nr. 9 KraftNAV
Anforderungen an den Informationsaustausch,
§ 4 Abs. 4 Satz 1 Nr. 10 KraftNAV
notwendige Anforderungen an das Kraftwerk,
§ 4 Abs. 4 Satz 1 Nr. 11 KraftNAV
Eigenbedarfskonzept,
§ 4 Abs. 4 Satz 1 Nr. 12 KraftNAV
§ 4 Abs. 4 Satz 1 Nr. 13 KraftNAV
Laufzeit und Kündigung,
§ 4 Abs. 4 Satz 1 Nr. 14 KraftNAV
§ 4 Abs. 5 Satz 1 KraftNAV
(5) 1Netzbetreiber und Anschlussnehmer haben zusammen mit dem Netzanschlussvertrag einen Plan zu vereinbaren über Inhalt, zeitliche Abfolge und Verantwortlichkeit von Netzbetreiber oder Anschlussnehmer für die einzelnen Schritte zur Errichtung des Kraftwerkes, zur Herstellung des Netzanschlusses und, soweit erforderlich, Maßnahmen zur Ertüchtigung des Netzanschlusspunktes oder zum Ausbau des Netzes bis zum nächsten Netzknoten (Realisierungsfahrplan).
§ 4 Abs. 5 Satz 2 KraftNAV
2Der Realisierungsfahrplan muss angemessene Folgen bei Nichteinhaltung der wesentlichen, insbesondere zeitlichen Vorgaben, vorsehen.
§ 4 Abs. 5 Satz 3 KraftNAV
3Soweit es veränderte tatsächliche Umstände erfordern, hat jeder der Beteiligten Anspruch auf eine Anpassung des Realisierungsfahrplans.
§ 4 Abs. 6 Satz 1 KraftNAV
(6) Richtet ein Anschlussnehmer für einen Anschlusspunkt, für den bereits eine oder mehrere Anschlusszusagen erteilt worden sind, ein Anschlussbegehren an den Netzbetreiber und beeinflussen sich die Anschlussbegehren gegenseitig in der Weise, dass nur die Realisierung der bereits zugesagten Anschlüsse möglich ist, und wird zusammen mit dem Netzanschlussvertrag der Realisierungsfahrplan nicht aufgestellt oder nicht eingehalten und ist dies ausschließlich oder überwiegend vom Anschlussnehmer zu vertreten, so können sich der oder diejenigen Anschlussnehmer, denen bereits eine Anschlusszusage erteilt worden ist, nicht auf einen Vorrang vor dem zeitlich nachfolgenden Anschlussbegehren oder, auch im Verhältnis zum Netzbetreiber, nicht auf das Bestehen eines Netzanschlussvertrages berufen.
§ 4 Abs. 7 Satz 1 KraftNAV
(7) 1Im Realisierungsfahrplan müssen Zeitpunkte, bis zu denen die wesentlichen Schritte zur Verwirklichung des Netzanschlussvorhabens eingeleitet oder abgeschlossen sein müssen, festgelegt sein.
§ 4 Abs. 7 Satz 2 KraftNAV
2Derartige Schritte können insbesondere sein
§ 4 Abs. 7 Satz 2 Nr. 1 KraftNAV
§ 4 Abs. 7 Satz 2 Nr. 2 KraftNAV
die Beantragung der für das Vorhaben erforderlichen behördlichen Genehmigungen,
§ 4 Abs. 7 Satz 2 Nr. 3 KraftNAV
der Abschluss von Verträgen über die Lieferung der wesentlichen notwendigen Kraftwerkstechnik oder entsprechende vertragliche Optionen,
§ 4 Abs. 7 Satz 2 Nr. 4 KraftNAV
§ 4 Abs. 7 Satz 2 Nr. 5 KraftNAV
der Beginn von Baumaßnahmen.
§ 4 Abs. 7 Satz 3 KraftNAV
3Der Anschlussnehmer hat den Verhandlungsfahrplan und den Realisierungsfahrplan der Regulierungsbehörde unverzüglich vorzulegen.
§ 5 KraftNAV
§ 5 Informationspflichten des Netzbetreibers
§ 5 Abs. 1 Satz 1 KraftNAV
(1) 1Der Netzbetreiber ist im Rahmen seiner Prüfung nach § 3 Abs. 3 Satz 1 verpflichtet, auf Antrag dem Anschlussnehmer die Netzdaten unverzüglich in geeigneter Weise zur Verfügung zu stellen, die erforderlich sind, um eigene Bewertungen der zukünftigen Netznutzungssituation vorzunehmen.
§ 5 Abs. 1 Satz 2 KraftNAV
2Die erforderlichen Netzdaten umfassen insbesondere
§ 5 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 KraftNAV
eine Dokumentation der durch den Netzbetreiber durchgeführten Lastflussberechnungen in vereinfachter Form, aus denen die zu Grunde gelegten Annahmen zu
§ 5 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 lit. a KraftNAV
den einzelnen Kraftwerken, nach Primärenergieträgern,
§ 5 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 lit. b KraftNAV
der aggregierten Netzbelastung,
§ 5 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 lit. c KraftNAV
den Lastflüssen aus den und in die angrenzenden Regelzonen,
§ 5 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 lit. d KraftNAV
den Kuppelstellen zu ausländischen Netzbetreibern,
§ 5 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 lit. e KraftNAV
den Einspeisungen und Entnahmen und
§ 5 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 lit. f KraftNAV
den Transiten
für die vom Antragsteller bezeichneten und für das Anschlussbegehren relevanten Netzbereiche hervorgehen, jeweils für das Netz im Ist-Zustand und für den angegebenen Zeitpunkt der Inbetriebnahme der anzuschließenden Erzeugungsanlage; im Fall von Netzengpässen müssen die Ergebnisse zu Häufigkeit, Höhe und Dauer an den jeweiligen Netzengpassstellen dokumentiert werden sowie der erforderliche Netzausbau zur dauerhaften Beseitigung des Netzengpasses;
§ 5 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 KraftNAV
eine Dokumentation des verwendeten Netzmodells anhand eines 1-poligen Ersatzschaltbildes mit den Auslegungsdaten der Netzbetriebsmittel für den Ist- Zustand und den geplanten Netzausbau;
§ 5 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 KraftNAV
eine Dokumentation der durch den Netzbetreiber durchgeführten Lastflussberechnungen für die vom Antragsteller bezeichneten und für das Anschlussbegehren relevanten Netzbereiche, aus denen die Netzbelastungen aller Betriebsmittel im (n-0)-Fall sowie in kritischen (n-1)-Fällen sowie die angenommenen Knoteneinspeisungen, Knotenlasten sowie Transite der Lastflussberechnung erkennbar sein müssen;
§ 5 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 KraftNAV
eine Darstellung der zu Grunde gelegten Annahmen zur Entwicklung der Einspeisung durch privilegierte Anlagen mit Einspeisevorrang und aus Erzeugungsanlagen mit einer Gesamtleistung von mehr als 100 Megawatt;
§ 5 Abs. 1 Satz 2 Nr. 5 KraftNAV
den letzten jeweils für die betroffene Regelzone, in der die Anlage angeschlossen werden soll, nach § 12 Abs. 3a Satz 1 und 2 des Energiewirtschaftsgesetzes erstellten Bericht.
§ 5 Abs. 2 Satz 1 KraftNAV
(2) Die Netzdaten müssen in Form und Inhalt geeignet sein, um sachkundigen Dritten als Entscheidungsgrundlage zu dienen.
§ 5 Abs. 3 Satz 1 KraftNAV
(3) 1Die Informationspflicht hinsichtlich der Netzdaten nach Absatz 1 Satz 2 Nr. 2 bis 5 kann in der Weise erfüllt werden, dass diese einem sachverständigen Dritten übergeben werden (Gutachter).
§ 5 Abs. 3 Satz 2 KraftNAV
2Der Gutachter ist im Einvernehmen mit dem Anschlussnehmer zu bestimmen.
§ 5 Abs. 3 Satz 3 KraftNAV
3Der Gutachter führt im Auftrag des Anschlussnehmers die erforderlichen Lastflussberechnungen durch und dokumentiert für diesen die Ergebnisse in geeigneter und nachvollziehbarer Form.
§ 5 Abs. 3 Satz 4 KraftNAV
4Die Kosten des Gutachters trägt der Anschlussnehmer.
§ 5 Abs. 4 Satz 1 KraftNAV
(4) Der Gutachter sowie die von ihm im Zusammenhang mit der Erfüllung seiner Aufgaben beauftragten Dritten sind auch nach Beendigung ihrer Tätigkeit verpflichtet, die Verschwiegenheit über die ihnen bekannt gewordenen Netzdaten nach Absatz 1 zu wahren.
§ 6 KraftNAV
§ 6 Netzanschluss
§ 6 Abs. 1 Satz 1 KraftNAV
(1) 1Die Gewährung des Netzanschlusses nach § 17 Abs. 2 des Energiewirtschaftsgesetzes ist insbesondere dann unzumutbar, wenn der begehrte Netzanschlusspunkt technisch nicht zur Aufnahme des erzeugten Stroms geeignet ist und die Eignung nicht durch dem Netzbetreiber mögliche und zumutbare Maßnahmen zur Ertüchtigung des Netzanschlusspunktes oder zum Ausbau des Netzes bis zum nächsten Netzknoten hergestellt werden kann.
§ 6 Abs. 1 Satz 2 KraftNAV
2Eine fehlende Eignung ist insbesondere dann anzunehmen, wenn trotz zumutbarer Maßnahmen nach Satz 1 der Anschlusspunkt nicht über
§ 6 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 KraftNAV
eine ausreichende Kurzschlussleistung oder
§ 6 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 KraftNAV
einen ausreichenden Abfuhrquerschnitt
§ 6 Abs. 2 Satz 1 KraftNAV
(2) Ein Netzanschluss kann nicht mit dem Hinweis darauf verweigert werden, dass in einem mit dem Anschlusspunkt direkt oder indirekt verbundenen Netz Kapazitätsengpässe auftreten oder auftreten werden.
§ 6 Abs. 3 Satz 1 KraftNAV
(3) Wird der Anschluss an dem begehrten Anschlusspunkt verweigert, so hat der Netzbetreiber dem Anschlussnehmer gleichzeitig einen anderen Anschlusspunkt vorzuschlagen, der im Rahmen des wirtschaftlich Zumutbaren die geäußerten Absichten des Anschlussnehmers bestmöglich verwirklicht.
§ 6 Abs. 4 Satz 1 KraftNAV
(4) Der Anschlussnehmer kann den Netzanschluss von einem fachkundigen Dritten oder dem Netzbetreiber vornehmen lassen.
§ 7 KraftNAV
§ 7 Netzzugang bei Engpässen
§ 7 Abs. 1 Satz 1 KraftNAV
(1) Anschlussnehmern steht nach Maßgabe der Absätze 2 und 3 ein Anspruch auf bevorzugten Netzzugang im Fall von Engpässen im deutschen Übertragungsnetz zu.
§ 7 Abs. 2 Satz 1 KraftNAV
(2) Berechtigt sind Anschlussnehmer,
§ 7 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 KraftNAV
die bis zum 31. Dezember 2007 ein Netzanschlussbegehren mit vollständigen Angaben nach § 3 Abs. 1 Nr. 1 an den Netzbetreiber gerichtet haben und
§ 7 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 KraftNAV
deren Erzeugungsanlage in der Zeit vom 1. Januar 2007 bis zum 31. Dezember 2012 an das Netz angeschlossen wird oder ausschließlich aufgrund von Umständen, die sie nicht zu vertreten haben, erst zu einem späteren Zeitpunkt an das Netz angeschlossen werden kann.
§ 7 Abs. 3 Satz 1 KraftNAV
(3) 1Der Anspruch auf bevorzugten Netzzugang nach Absatz 1 ist auf zehn Jahre ab dem Datum der ersten Netzeinspeisung, spätestens jedoch ab dem 31. Dezember 2012, befristet.
§ 7 Abs. 3 Satz 2 KraftNAV
2Er hat zum Inhalt, dass abweichend von § 15 Abs. 2 der Stromnetzzugangsverordnung von dem Netzbetreiber im Fall eines Engpasses die Bereitstellung von Leitungskapazität ohne die Erhebung von zusätzlichen Entgelten verlangt werden kann.
§ 7 Abs. 3 Satz 3 KraftNAV
3Würde durch die Ausübung von Rechten nach Absatz 1 mehr als die Hälfte der verfügbaren Leitungskapazität in Anspruch genommen, so sind die bevorzugten Netzzugangsrechte anteilig zu kürzen.
§ 8 KraftNAV
§ 8 Abs. 1 Satz 1 KraftNAV
(1) Der Anschlussnehmer trägt die Kosten für die Verbindung zwischen der Erzeugungsanlage und dem Netzanschlusspunkt.
§ 8 Abs. 2 Satz 1 KraftNAV
(2) 1Vorbehaltlich des Satzes 3 hat der Anschlussnehmer Kosten, die im Zuge einer erforderlichen Ertüchtigung des Netzanschlusspunktes anfallen, insoweit zu tragen, als sie durch ausschließlich vom Anschlussnehmer genutzte Betriebsmittel verursacht sind.
§ 8 Abs. 2 Satz 2 KraftNAV
2Satz 1 gilt für Kosten von Maßnahmen zum Ausbau des Netzes bis zum nächsten Netzknoten im Sinne von § 6 Abs. 1 Satz 1 entsprechend.
§ 8 Abs. 2 Satz 3 KraftNAV
3Anschaffungs- und Herstellungskosten von Betriebsmitteln, die in das Eigentum des Netzbetreibers oder von Dritten übergehen, hat der Anschlussnehmer nicht zu tragen.
§ 8 Abs. 3 Satz 1 KraftNAV
(3) Kosten zur Verstärkung des Netzes sowie einen Baukostenzuschuss hat der Anschlussnehmer nicht zu tragen.
§ 9 Kraftwerksanschluss-Register
§ 9 Satz 1 KraftNAV
1Die Netzbetreiber haben ein gemeinsames Register aller Erzeugungsanlagen, die bestehen oder für die ein Netzanschlussbegehren nach § 3 Abs. 2 vorliegt, und eine übersichtliche Darstellung des Netzschemaplans und der Netzauslastung, einschließlich der Kennzeichnung bestehender oder erwarteter Engpässe zu führen.
§ 9 Satz 2 KraftNAV
2In diesem Register sind auch die Standorte nicht nur vorübergehend stillgelegter oder endgültig aufgegebener Erzeugungsanlagen zu erfassen und jeweils mit einer geeigneten Kennzeichnung zu versehen.
§ 9 Satz 3 KraftNAV
3Die Daten sind Anschlussnehmern sowie auf Anforderung den Energieaufsichtsbehörden und Regulierungsbehörden in geeigneter Form zur Verfügung zu stellen.
§ 10 KraftNAV
§ 10 Festlegungen der Regulierungsbehörde
§ 10 Satz 1 KraftNAV
1Zur Verwirklichung eines effizienten Anschlusses von Erzeugungsanlagen an das Netz und der in § 1 Abs. 1 des Energiewirtschaftsgesetzes genannten Zwecke kann die Regulierungsbehörde Entscheidungen durch Festlegung nach § 29 Abs. 1 des Energiewirtschaftsgesetzes zur näheren Ausgestaltung des zwischen Anschlussnehmern und Netzbetreibern einzuhaltenden Verfahrens im Zuge der Beantragung und Gewährung eines Netzanschlusses treffen.
§ 10 Satz 2 KraftNAV
2Dies umfasst insbesondere die Ausgestaltung und den Inhalt der gegenseitigen Informationspflichten, Vorleistungspflichten, Fristenregelungen sowie der standardisierten Bedingungen für einen Netzanschlussvertrag nach § 3 Abs. 1 Nr. 2.
§ 11 KraftNAV
§ 11 Satz 1 KraftNAV
§ 11 Satz 2 KraftNAV
§ 11 Abs. XXX KraftNAV

References: § 1

§ 1

§ 1
 § 111

§ 1

§ 2

§ 2

§ 2

§ 2

§ 2

§ 2

§ 3

§ 3

§ 3

§ 3

§ 3

§ 3

§ 3

§ 3

§ 3

§ 3

§ 3

§ 3

§ 3

§ 4

§ 4

§ 4
 § 3

§ 4
 § 3

§ 4

§ 4
 § 3

§ 4

§ 4

§ 4

§ 4

§ 4

§ 4

§ 4

§ 4

§ 4

§ 4

§ 4
 § 31

§ 4

§ 4

§ 4

§ 4

§ 4

§ 4

§ 4

§ 4

§ 4

§ 4

§ 4

§ 4

§ 4

§ 4

§ 4

§ 4

§ 4

§ 4

§ 4

§ 4

§ 4

§ 4

§ 4

§ 4

§ 4

§ 4

§ 4

§ 4

§ 5

§ 5

§ 5
 § 3

§ 5

§ 5

§ 5

§ 5

§ 5

§ 5

§ 5

§ 5

§ 5

§ 5

§ 5

§ 5
 § 12

§ 5

§ 5

§ 5

§ 5

§ 5

§ 5

§ 6

§ 6

§ 6
 § 17

§ 6

§ 6

§ 6

§ 6

§ 6

§ 6

§ 7

§ 7

§ 7

§ 7

§ 7
 § 3

§ 7

§ 7

§ 7
 § 15

§ 7

§ 8

§ 8

§ 8

§ 8
 § 6

§ 8

§ 8

§ 9

§ 9
 § 3

§ 9

§ 9

§ 10

§ 10

§ 10
 § 1
 § 29

§ 10
 § 3

§ 11

§ 11

§ 11

§ 11