Source: https://www.admin.ch/opc/fr/classified-compilation/20051436/200601010000/comparison.html
Timestamp: 2020-08-06 02:09:25+00:00

Document:
Art. 8 Exigences d’hygiène que le lait doit satisfaire
Art. 21 Entretien
Art. 22 Locaux de stabulation, aires extérieures et lieux de...
Art. 23 Locaux, récipients et ustensiles destinés à l’entrep...
Fourrages interdits ou dont l’utilisation doit être restrein...
4. Affouragement de petit-lait et d’autres sous-produits lai...
Exigences requises pour passer à l’affouragement sans ensila...
2 Fourrages interdits ou dont l’utilisation doit être restre...
3 Ensilage affouragé à d’autres animaux que des animaux en l...
3.3 Empêchement des contaminations par le jus d’ensilage, le...
4 Le colostrum au sens de l’art. 66a de l’ordonnance du DFI du 23 novembre 2005 sur les denrées alimentaires d’origine animale2, trait au cours des cinq premiers jours au plus suivant la mise bas, peut être commercialisé. Le colostrum doit être séparé de l’autre lait et identifié en tant que tel pour pouvoir être livré. Il est interdit de mélanger le colostrum au lait. Les prescriptions d’hygiène en matière de production laitière s’appliquent par analogie.3
1 Abrogée par le ch. I de l’O du DFI du 27 mai 2020, avec effet au 1er juil. 2020 (RO 2020 2545).
2 [RO 2005 6043, 2006 4949, 2008 1009 6037, 2009 2019, 2010 4637, 2013 4969. RO 2017 973 art. 105. Voir actuellement l’O du DFI du 16 décembre 2016 (RS 817.022.108).
3 Introduit par le ch. I de l’O du DFI du 13 fév. 2008, en vigueur depuis le 1er mars 2008 (RO 2008 567).
1 Mise à jour par le ch. I de l’O du DFI du 30 oct. 2015, en vigueur depuis le 1er déc. 2015 (RO 2015 4253). Erratum du 1er oct. 2019 (RO 2019 3085).
Verordnung des EDI über die Hygiene bei der Milchproduktion
(VHyMP)
Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI)1,
gestützt auf Artikel 2 der Milchprüfungsverordnung vom 20. Oktober 20102 und Artikel 7 Absatz 1 der Verordnung vom 23. November 20053 über die Primärproduktion,4
für Tierhaltungen, in denen Milch zur Ablieferung als Lebensmittel produziert wird;
für den Transport der Milch.
1 Fassung gemäss Ziff. I der V des EDI vom 20. Okt. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2010 5025).
2. Abschnitt: Fütterung und Tierhaltung
Art. 2 Räumlichkeiten für die Tierhaltung
1 Der Stall, in dem die Milchtiere untergebracht sind, die Tränke- und Fütterungseinrichtungen und die zum Stall gehörenden Räume sind sauber, ordentlich und in gutem Zustand zu halten.
2 Die Liegeflächen sind sauber und trocken zu halten. Als Streumittel sind Stroh und andere geeignete Einstreu in einwandfreiem Zustand erlaubt, die die Tiergesundheit nicht gefährden und die Milch nicht beeinträchtigen.
Art. 3 Haltung und Pflege der Tiere
Für die Tierhaltung gelten folgende Grundsätze:
Die Milchtiere sind sauber und gesund zu halten.
Tiere, die an einer auf den Menschen übertragbaren Krankheit leiden oder bei denen entsprechender Verdacht besteht, sind in wirksamer Weise abzusondern.
Das Halten von anderen Nutztieren als Tieren der Rinder-, Pferde-, Schaf- und Ziegengattung in Milchviehställen und Laufhöfen ist verboten.
Art. 4 Fütterung
1 Futter und Tränkewasser dürfen die Gesundheit der Tiere und die Qualität der Milch nicht beeinträchtigen. Es dürfen nur saubere, hygienisch einwandfreie und unverdorbene Futtermittel verfüttert werden.
2 Anhang 1 legt die Futtermittel fest, die für Tiere, die in Milchviehställen gehalten werden, verboten sind oder nur beschränkt eingesetzt werden dürfen.
Art. 5 Fütterung ohne Silage
1 Wird Milch zur Käseherstellung nach Artikel 3 der Milchpreisstützungsverordnung vom 7. Dezember 19981 produziert, so darf den laktierenden Tieren keine Silage verfüttert werden. Anhang 2 Ziffer 1 legt die Anforderungen für die Umstellung auf Fütterung ohne Silage fest.
2 Die Futtermittel nach Anhang 2 Ziffer 2 dürfen in den vier Wochen vor sowie während der Zeit der Käseherstellung nicht oder nur beschränkt verfüttert werden.
3 Anderen Tieren als laktierenden Tieren darf Silage nur unter den Voraussetzungen und Auflagen nach Anhang 2 Ziffer 3 verfüttert werden.
1 [AS 1999 1226, 2000 406, 2001 842, 2002 213 3050, 2003 5491, 2005 2545, 2006 893, 2007 1469 Anhang 4 Ziff. 57. AS 2008 3839 Art. 15 Ziff. 1]. Siehe heute: die Milchpreisstützungsverordnung vom 25. Juni 2008 (SR 916.350.2).
3. Abschnitt: Tiergesundheit
Art. 6 Euterkontrolle
1 Zur Feststellung von chronischen, versteckt verlaufenden Euterentzündungen sind die Euter aller Kühe, deren Milch abgeliefert wird, mindestens einmal pro Monat mit dem Schalmtest zu kontrollieren. Milch aus Eutervierteln, die im Schalmtest positiv reagiert (++, +++), gilt als fehlerhaft.
2 Auf Sömmerungsbetrieben ist die erste Kontrolle spätestens sieben Tage nach der Bestossung durchzuführen.
3 Anstelle des Schalmtests können die Einzelkuh-Zellzahlbestimmungen im 4/4-Tagesgemelk, die von den Viehzuchtverbänden durchgeführt werden, oder die permanente, viertelsweise Leitfähigkeitsmessung als Kontrolle herangezogen werden. Ist die Zellzahl der Milch einer Kuh höher als 150 000 oder weicht die Leitfähigkeit der Milch eines Viertels um 50 Prozent von der Norm ab, so ist der Schalmtest durchzuführen.
4 Die Ergebnisse der Kontrollen sind schriftlich festzuhalten und drei Jahre aufzubewahren.1
1 Fassung gemäss Ziff. I der V des EDI vom 13. Febr. 2008, in Kraft seit 1. März 2008 (AS 2008 567).
Art. 7 Behandlung mit Arzneimitteln
1 Bei der Behandlung mit Arzneimitteln müssen die Anforderungen der Tierarzneimittelverordnung vom 18. August 20041 eingehalten werden.
2 Die Aufzeichnungen richten sich nach den Artikeln 25–29 der Tierarzneimittelverordnung vom 18. August 2004.
4. Abschnitt: Anforderungen an die Milch
Art. 8 Hygienische Anforderungen an die Milch1
1 Es darf nur einwandfreie Milch mit unverändertem Gehalt abgeliefert werden, die von Tieren stammt, deren allgemeiner Gesundheitszustand gut ist.
2 Die Milch muss folgenden Anforderungen genügen, wobei die methodische Streuung berücksichtigt ist:2
Keimzahl bei 30 °C (pro ml)
Somatische Zellen (pro ml)
1 Pro Monat ermittelter geometrischer Mittelwert bei mindestens zwei Proben je Kalendermonat
2 Pro Monat ermittelter geometrischer Mittelwert bei mindestens zwei Proben je Kalendermonat
Milch von anderen Tierarten
< 1 500 000 bzw. < 500 000, sofern die Milch zur Herstellung von Rohmilcherzeugnissen ohne Hitzebehandlung bestimmt ist
3 In jedem Monat, in dem Milch produziert wird, muss die Milch mindestens zweimal darauf untersucht werden, ob sie die Anforderungen nach Absatz 2 erfüllt.5
2 Fassung gemäss Ziff. I der V des EDI vom 20. Okt. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2010 5025).
3 Fassung gemäss Ziff. I der V des EDI vom 20. Okt. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2010 5025).
4 Fassung gemäss Ziff. I der V des EDI vom 13. Febr. 2008, in Kraft seit 1. März 2008 (AS 2008 567).
5 Eingefügt durch Ziff. I der V des EDI vom 20. Okt. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2010 5025).
Art. 9 Milch, die den Anforderungen nicht entspricht
Wenn die Milch den Anforderungen von Artikel 8 nicht entspricht, informieren die Prüflaboratorien die zuständige Behörde. Die Produzentinnen und Produzenten haben die erforderlichen Sanierungsmassnahmen zu treffen.
Art. 10 Verbot des Abgebens von Milch
1 Verboten ist das Abliefern folgender Milch:
Milch von Tieren, denen Stoffe oder Erzeugnisse verabreicht wurden, die verboten oder nicht zugelassen oder die für die entsprechende Behandlungen nicht zugelassen sind;
Milch von Tieren, die mit Arzneimitteln oder anderen Stoffen oder Produkten behandelt wurden, die die Milch nachteilig beeinflussen oder die eine Absetzfrist für die Milchablieferung erfordern, solange die Tiere sich in Behandlung befinden oder die Absetzfrist noch nicht abgelaufen ist;
Milch von Tieren, die Anzeichen einer Krankheit aufweisen, die über Milch auf den Menschen übertragen werden kann, insbesondere von Tuberkulose und Brucellose; das gleiche gilt für Tiere, die einer solchen Krankheit verdächtigt werden;
Milch von Tieren, die an einer Krankheit leiden, die die Milch negativ beeinflussen kann wie Infektionen oder Magen-Darmkrankheiten mit Durchfall und Fieber, Acetonämie, Eierstockzysten, Infektionen des Genitalapparates mit Ausfluss;
Milch aus sichtbar entzündetem Euter und Milch aus Eutern, die im Schalmtest positiv reagiert;
Milch von Tieren mit offenen eiternden Wunden am oder in der Nähe des Euters oder anderen Wunden, die die Milch nachteilig beeinflussen können;
Milch, die in den ersten acht Tagen nach Beginn der Laktation gewonnen wird;
Milch von Kühen, die weniger als zwei Liter Milch pro Tag geben;
Milch, die für die vorgesehene Verwendungsart untauglich ist;
Milch aus dem Vorgemelk.
2 Tiere, die infolge einer tierärztlichen Behandlung Fremdstoffe in die Milch übertragen können, müssen gekennzeichnet werden.
3 Milch von Tieren mit klinischen Anzeichen einer Euterkrankheit darf nur nach Anweisung einer Tierärztin oder eines Tierarztes als Lebensmittel verwendet werden.
4 Kolostrum nach Artikel 66a der Verordnung des EDI vom 23. November 20052 über Lebensmittel tierischer Herkunft, das bis maximal fünf Tage nach der Geburt gewonnen wurde, darf vermarktet werden. Kolostrum muss getrennt von der übrigen Milch und mit entsprechender Bezeichnung abgegeben werden. Eine Vermischung von Kolostrum mit Milch ist verboten. Die Hygieneanforderungen an die Milchproduktion gelten für Kolostrum sinngemäss.3
1 Aufgehoben durch Ziff. I der V des EDI vom 27. Mai 2020, mit Wirkung seit 1. Juli 2020 (AS 2020 2545).
2AS 2005 6043, 2006 4949, 2008 1009 6037, 2009 2019, 2010 4637, 2013 4969. AS 2017 973 Art. 105. Siehe heute: V des EDI vom 16. Dez. 2016 (SR 817.022.108).
3 Eingefügt durch Ziff. I der V des EDI vom 13. Febr. 2008, in Kraft seit 1. März 2008 (AS 2008 567).
5. Abschnitt: Milchgewinnung
Art. 11 Personalhygiene
1 Personen, die Milch gewinnen oder behandeln, sind zu hoher persönlicher Sauberkeit verpflichtet. Am Melkplatz müssen geeignete Waschvorrichtungen vorhanden sein, damit sie ihre Arme und Hände regelmässig reinigen können.
2 Sie müssen saubere, zweckmässige Kleider zu tragen.
3 Personen, die akut an einer durch Lebensmittel übertragbaren Krankheit leiden oder auf Lebensmittel übertragbare Infektionserreger ausscheiden, dürfen weder melken noch Milch behandeln. Allfällige ärztlich festgestellte Krankheitsbefunde sind der Produzentin oder dem Produzenten zu melden. Die Produzentinnen und Produzenten sind verpflichtet, das Personal über die Meldepflicht zu informieren.
Art. 12 Melken
1 Vor dem Melken müssen die von der Milch berührten Anlageteile, Behälter und Milchgeräte sauber und von allfälligem Restwasser befreit sein.
2 Die Zitzen, das Euter und die angrenzenden Körperteile müssen vor Melkbeginn sauber sein.
3 Die Milch jedes Tieres muss im Vorgemelk auf organoleptische sowie abnorme physikalisch-chemische Merkmale hin kontrolliert werden. Milch mit abweichender Organoleptik und abnormen physikalisch-chemischen Merkmalen darf nicht als Lebensmittel verwendet werden.
4 Zitzenbäder und -sprays dürfen verwendet werden, wenn sie nach der Heilmittelgesetzgebung oder der Chemikaliengesetzgebung zugelassen sind.1
1 Fassung gemäss Ziff. I der V des EDI vom 12. Mai 2017, in Kraft seit 1. Juni 2017 (AS 2017 3213).
6. Abschnitt: Milchbehandlung und -lagerung
Art. 13 Filtrieren der Milch
1 Die Milch ist während oder sofort nach dem Melken mit einem lebensmitteltauglichen Filtriergerät zu filtrieren. Der Einsatz von Filtern, welche die Zellzahl beeinflussen, ist verboten.
2 Wird Milch zur Käseherstellung täglich zweimal direkt abgeliefert, so können die Milchverarbeiterin oder der Milchverarbeiter und die Produzentin oder der Produzent vereinbaren, dass die Milch in der Käserei filtriert wird.
Art. 14 Kühlen und Lagern der Milch
1 Unmittelbar nach dem Melken muss die Milch an einen sauberen Ort verbracht werden, der so konzipiert und ausgerüstet ist, dass eine Kontamination ausgeschlossen ist.
2 Wird die Milch täglich zweimal geliefert, so ist sie mit fliessendem, kaltem Wasser wirkungsvoll vorzukühlen.
3 Wird die Milch täglich einmal geliefert, so muss sie direkt nach dem Melken innerhalb von zwei Stunden auf eine Temperatur von 8 °C oder tiefer abgekühlt und bei dieser Temperatur gelagert werden.
4 Wird die Milch jeden zweiten Tag geliefert, muss sie weiter auf 6 °C oder tiefer abgekühlt und bei dieser Temperatur gelagert werden.
5 Die Produzentin oder der Produzent hat die Kühlzeit und Lagertemperatur regelmässig zu überprüfen. Während der Kühlung und Lagerung darf keine qualitätsbeeinträchtigende Fettschädigung auftreten.
6 Das erste Gemelk darf bis zum Abtransport in den Verarbeitungsbetrieb höchstens 48 Stunden gelagert werden.
7 Die Milchverarbeiterin oder der Milchverarbeiter kann für die Herstellung von Käse abweichende Kühltemperaturen festlegen. Die Lagertemperatur darf jedoch maximal 18 °C betragen. Sofern die Lagertemperatur über 8 °C liegt, muss die Verarbeitung spätestens 24 Stunden nach der Gewinnung des ältesten Gemelkes erfolgen. Die Lebensmittelsicherheit ist jederzeit zu gewährleisten.1
Art. 15 Milchtransport
1 Die Milch ist schonend und hygienisch in den Verarbeitungsbetrieb zu transportieren.
2 Während dem Transport muss die Kühlkette aufrechterhalten bleiben, und beim Eintreffen am Bestimmungsort darf die Milchtemperatur nicht mehr als 10 °C betragen.
7. Abschnitt: Reinigung und Desinfektion
1 Oberflächen von Materialien, die mit Milch in Berührung kommen, müssen:
aus nicht toxischem Material bestehen, das die Milch nicht beeinträchtigt;
glatte, korrosionsbeständige Oberflächen haben;
leicht zugänglich sein;
leicht zu reinigen und erforderlichenfalls zu desinfizieren sein;
in einwandfreiem Zustand gehalten werden.
2 Nach Benutzung müssen die Oberflächen gereinigt und erforderlichenfalls desinfiziert werden.
3 Nach jeder Benutzung oder, bei sehr kurzen Zeitspannen zwischen dem Entleeren und dem Nachfüllen, nach mehreren Benutzungen, auf jeden Fall jedoch einmal pro Arbeitstag, müssen die Behälter und Tanks, die zur Beförderung von Milch verwendet werden, gereinigt und desinfiziert werden, bevor sie erneut verwendet werden. Ausgenommen von der täglichen Reinigung sind Behälter und Tanks bei zweitägigem Ablieferungsintervall.
Art. 17 Reinigungsräume
Räume, in denen Behälter, Melkanlagen und Milchgeräte gereinigt werden, müssen verfügen über:
abwaschbare, säurefeste Wände und Böden;
warmes und kaltes Wasser;
siphonierte Abläufe;
eine gute Beleuchtung und Belüftung.
Art. 18 Reinigungs- und Desinfektionsmittel
1 Reinigungs- und Desinfektionsmittel müssen in den Originalpackungen oder in Behältnissen, die nach der Chemikaliengesetzgebung ausgestattet und gekennzeichnet sind, gut verschlossen und von Lebens- und Futtermitteln genügend getrennt aufbewahrt werden.
2 Anstelle von Desinfektionsmitteln kann nach gründlicher Reinigung auch Heisswasser von mindestens 85 °C verwendet werden.
Art. 19 Wasserqualität
Das für die Reinigung und für das Nachspülen verwendete Wasser muss Trinkwasserqualität aufweisen.
Art. 20 Reinigungshilfsmittel
1 Für die Reinigungs- und Entkeimungsarbeiten dürfen nur hygienisch einwandfreie Hilfsmittel verwendet werden. Die Verwendung von Tüchern und Lappen ist verboten.
2 Die für die Reinigung der Milchgeräte bestimmten Hilfsmittel dürfen nicht anderweitig verwendet werden.
Art. 211Unterhalt
Die Produzentinnen und Produzenten müssen für eine einwandfreie Funktionsweise der Melkanlagen sorgen. Die Servicearbeiten an den Melkanlagen müssen mindestens einmal pro Jahr und in Sömmerungsbetrieben mindestens einmal in zwei Jahren von einer Fachperson nach international anerkannten Normen durchgeführt werden. Die Serviceblätter sind drei Jahre aufzubewahren.
8. Abschnitt: Gebäude, Anlagen und Geräte
Art. 22 Stall, Laufbereich und Melkplatz
1 Die Ställe und Laufbereiche sind so zu gestalten, dass sie eine tiergerechte, saubere und gesunde Haltung der Tiere sicherstellen. Der Melkplatz muss ein hygienisches und sauberes Melken ermöglichen.
2 Der Warteraum der Tiere und der Melkplatz müssen befestigte Bodenbeläge aufweisen.
Art. 23 Räume, Behälter und Milchgeräte
1 Räume, in denen Milch gelagert, behandelt und gekühlt wird, müssen so gelegen und beschaffen sein, dass eine Kontamination der Milch möglichst vermieden wird.
2 Behälter und Milchgeräte müssen ebenfalls so beschaffen sein, dass eine Kontamination der Milch möglichst vermieden wird.
3 Behälter und Milchgeräte dürfen nur zum Melken, für die Milchbehandlung, —kühlung, -lagerung und den Milchtransport sowie zur Rücknahme, jedoch nicht zur Lagerung von Schotte und Magermilch verwendet werden.
Art. 24 Milchlagerräume
Räume, die der Lagerung von Milch dienen, die nicht täglich zweimal abgeliefert wird, müssen folgende Anforderungen erfüllen:
Sie müssen vom Milchviehstall und vom Melkstand räumlich getrennt sein. Bei direktem Zugang in den Stall muss die Türe selbstschliessend sein. Erforderlich sind zudem eine Schwelle oder ein Rost sowie stallseitiges Gefälle und eine separate Türe ins Freie.
Es dürfen keine direkten Verbindungen wie Türen oder Lüftungsöffnungen zu Dusche und WC vorhanden sein.
Sie müssen stossfeste Wände und einen befestigten Boden mit genügend Gefälle zur Entwässerung aufweisen.
Sie müssen verschliessbar, Haustieren nicht zugänglich und vor Ungeziefer, insbesondere Fliegen, geschützt sein.
Sie müssen vor geruchlicher Beeinträchtigung, namentlich durch Mistlagerplatz, Jauchegrube oder Verunreinigungen aus der Umgebung geschützt sein.
Sie müssen eine gute Belüftung aufweisen und – sofern die Hygieneanforderungen nicht anderweitig eingehalten werden können – über eine geeignete Kühlanlage verfügen.
Ölgeschmierte Vakuumpumpen dürfen nicht im Raum installiert sein; die Abluft der übrigen Vakuumpumpentypen muss nach aussen geleitet werden.
Sie müssen einen befestigten, sauberen Vorplatz aufweisen.
Für die Aufbewahrung von Behältern und Milchgeräten müssen zweckmässige Halterungen und Gestelle vorhanden sein.
Art. 25 Milchtanks
Wird die Milch in einem geschlossenen Lagertank gelagert, so muss dieser an einem sauberen und vor Witterungseinflüssen, geruchlicher Beeinträchtigung und Verunreinigung geschützten Standort mit einem befestigten, glatten Boden und mit genügend Gefälle für eine gute Entwässerung aufgestellt werden. Sämtliche Öffnungen des Tanks müssen abschliessbar sein.
Die Verordnung des EVD vom 13. April 19991 über die Qualitätssicherung bei der Milchproduktion wird aufgehoben.
1 [AS 1999 1930, 2000 2707, 2003 343, 2004 4093]
Verbotene oder nur beschränkt einsetzbare Futtermittel
Die folgenden Futtermittel dürfen Milchtieren und Tieren, die in Milchviehställen gehalten werden, nicht oder nur beschränkt verfüttert werden.
1 Verbotene Futtermittel
Futter, das sich in Gärung befindet
schlechte Silage
Melasse und andere flüssige Futtermittel, direkt in die Krippe oder über die Selbsttränke verabreicht
Futtermittel, die so melassiert sind, dass in der Krippe Melasserückstände entstehen
verschmutztes Raufutter
Futter, das mit Dünger behaftet ist
Samen von Kreuzblütlern mit Ausnahme von Raps
Samen von Gemüse mit Ausnahme von Proteinerbsen, Ackerbohnen und Sojabohnen
Gemüseabfälle mit Ausnahme der Gemüse nach Ziffer 2
Lauch- und Zwiebelgewächse (Allioideae)
Futtermittel, die die Anforderungen der Futtermittelbuch-Verordnung vom 10. Juni 19992 nicht erfüllen
Mischfuttermittel, die nicht für Milchtiere bestimmt sind
2 Mengenmässig begrenzt einsetzbare Futtermittel
Kohlrüben, Weissrüben, Zichorienwurzeln: max. 10 kg Frischsubstanz pro Tier und Tag
Kohlblätter, Kohlrübenblätter, Markstammkohl, Raps, Rübsen, Spörgel, Wickgemenge: insgesamt max. 1/3 der gesamten Ration (Trockensubstanz)
Lebertran und Lebertranprodukte: max. 50 g pro Tier und Tag
3 Zeitlich begrenzt einsetzbare Futtermittel
Rübenblattsilage: während der Vegetationsperiode verboten
4 Verfütterung von Schotte und anderen flüssigen Milchnebenprodukten
Bei Verfütterung von Schotte und anderen flüssigen Milchnebenprodukten sind folgende Anforderungen einzuhalten:
Die Produkte müssen ausserhalb von Stall und Melkbereich verfüttert werden.
Der Verfütterungsplatz muss befestigt und leicht zu reinigen sein und einen Abfluss in die Güllegrube haben. Bei Sömmerungsbetrieben ist unter Beachtung der Gewässerschutzvorschriften auch eine Versickerung möglich; der Sickerbereich darf für die Tiere nicht zugänglich sein.
Die Tränkeeinrichtung und die Lagerbehälter müssen aus Chromnickel-Stahl oder Kunststoff sein.
Schotte und andere flüssige Milchnebenprodukte sind vor der Verfütterung nach den Vorschriften von Anhang 5 Ziffer 31a der Verordnung vom 25. Mai 20113 über die Entsorgung von tierischen Nebenprodukten zu erhitzen.
Milchtransportbehälter dürfen zur Rücknahme, jedoch nicht zur Lagerung von Schotte und anderen flüssigen Milchnebenprodukten verwendet werden. Sie sind unmittelbar nach dem Transport zu reinigen und zu entkeimen.
Die Lager- und übrigen Transportbehälter sind nach der Entleerung zu reinigen und mindestens einmal wöchentlich zu entkeimen.
Die Verfütterung über Selbsttränkeeinrichtungen ist untersagt.
Die Tränkeeinrichtungen sind täglich vollständig zu entleeren, mit Wasser zu reinigen und mindestens einmal wöchentlich zu entkeimen.
Der Platz, auf dem Schotte oder andere flüssige Milchnebenprodukte verfüttert werden, ist sauber zu halten.
Am Abend des Vortages oder am Morgen bezogene, nicht konservierte Schotte und nicht konservierte andere flüssige Milchnebenprodukte müssen bis spätestens am Mittag (in Sömmerungsbetrieben gleichentags) verfüttert werden.
1 Bereinigt gemäss Ziff. I der V des EDI vom 30. Okt. 2015, in Kraft seit 1. Dez. 2015 (AS 2015 4253) und der Berichtigung vom 1. Okt. 2019 (AS 2019 3085).
2 [AS 1999 2084, 2002 4313, 2003 5467, 2005 981 6655, 2006 5213 5217, 2007 4477 Ziff. V 21, 2008 3663, 2009 2853, 2010 381 2511. AS 2011 5699 Art. 22]. Siehe heute: die V des WBF vom 26. Okt. 2011 (SR 916.307.1).
Anforderungen für die Umstellung auf Fütterung ohne Silage
Für die Umstellung auf Fütterung ohne Silage gelten nachstehende Anforderungen:
Wird die Milch eines Betriebes neu oder wieder zur Herstellung von Käse verwendet, ist die Silagefütterung spätestens vier Wochen vorher einzustellen.
Unmittelbar nach der Umstellung auf silagefreie Fütterung sind Silagebehälter, Futterkrippe und Futtergeräte zu reinigen. Höchstens 18, mindestens jedoch vier Tage vor Aufnahme der Käseproduktion sind Ställe, Stallgeräte und Laufhöfe zu reinigen. Laufställe (auch Liegeboxen) sind vollständig auszumisten.
Die Milch von Tieren, denen Silage verfüttert worden ist und die in Ställe mit silagefreier Fütterung gebracht worden sind, darf während zehn Tagen nicht zur Käseproduktion abgeliefert werden. Die Tiere sind in dieser Zeit separat zu halten und am Schluss zu melken.
Wird Silage auf dem Hofareal gelagert oder auf dem Betrieb an andere Tiere als laktierende Tiere wie Mast-, Jung- und Galtvieh sowie Kleinvieh und Pferde verfüttert, sind die notwendigen Vorkehrungen zu treffen, dass eine Kontamination der Milch mit Buttersäurebakterien oder -sporen ausgeschlossen ist.
Durch Milchsäuregärung haltbar gemachte Futtermittel, Getreide und Körnerleguminosen sowie mit Hilfsstoffen konservierte Raufutter sind einer Silage gleichgestellt, falls sie mehr als 18 Gewichtsprozent Wasser enthalten.
2 Verbotene oder beschränkt einsetzbare Futtermittel
Während der Zeit der Käseproduktion und der vier vorhergehenden Wochen sind die folgende Futtermittel verboten oder nur beschränkt einsetzbar:
2.1 Verbotene Futtermittel
Getrocknete Futtermittel in eingeweichter Form
Kartoffeln gedämpft
Malztreber frisch
Nasshefe
Silage, nachträglich getrocknet
Zuckerarten und Zuckerwasser als Einzelfuttermittel
2.2 Zeitlich begrenzt einsetzbare Futtermittel
Kartoffelflocken: Während der Vegetationsperiode ist die Verfütterung direkt in die leere Krippe verboten.
3 Fütterung von Silage an andere Tiere als laktierende Tiere
Bei Verfütterung von Silage an andere Tiere als laktierende Tiere wie Mast-, Jung- und Galtvieh, an Kleinvieh und Pferde gelten nachstehende Anforderungen:
3.1 Personalhygiene
Ausserhalb des Milchviehstalles, im Bereich wo Silage verfüttert wird, ist ein Umkleidebereich mit Handwaschgelegenheit vorhanden.
Separate Kleidung und Schuhwerk sind vorhanden und werden benützt.
3.2 Bauliche Anforderungen
Stall und Futtertenne der Milchtiere sind durch feste Wände (ohne Öffnungen) vom Stall und Fütterungsbereich der Tiere, die Silage erhalten, getrennt.
Die Silagebehälter sind genügend von den Ställen, den Aufenthaltsräumen und den Fütterungsbereichen der Milchkühe entfernt.
Die Bedienungswege des Milchviehbereiches sind vom Bereich derjenigen Tiere, die Silage erhalten, vollständig getrennt.
Die Siloballenlagerplätze sind genügend von den Ställen und den Aufenthalts- und Fütterungsbereichen der Milchtiere entfernt.
3.3 Verhinderung von Kontaminationen durch Silosaft, Mist und Gülle
Die Silosäfte werden so entsorgt, dass eine Kontamination des Milchviehbereichs mit Buttersäurebakterien ausgeschlossen ist.
Es ist sichergestellt, dass die Entmistung des Stalles der Tiere, die Silage erhalten, keine Kontamination im Milchbereich verursacht.
Es ist sichergestellt, dass keine Gülle von Tieren, die Silage erhalten, in den Bereich des Milchviehstalles fliesst.
3.4 Organisatorische Anforderungen
Die Laufhöfe der Milchtiere sind genügend von Tieren, die Silage erhalten, getrennt.
Es ist sichergestellt, dass die Zugänge zu den Milchtieren nicht von Tieren, die Silage erhalten, benützt werden.
Es ist sichergestellt, dass das Futter der laktierenden Tiere nicht mit Silage vermischt oder kontaminiert wird.
Tiere dürfen erst in den Milchviehstall übergeführt werden, nachdem ihnen mindestens zehn Tage keine Silage verfüttert worden ist.
Weiden und Austriebswege der Milchtiere dürfen in der gleichen Periode nicht von Tieren benützt werden, die Silage erhalten.
AS 2005 6667
1 Die Bezeichnung der Verwaltungseinheit wurde in Anwendung von Art. 16 Abs. 3 der Publikationsverordnung vom 17. Nov. 2004 (AS 2004 4937) auf den 1. Jan. 2013 angepasst. Die Anpassung wurde im ganzen Text vorgenommen.2 SR 916.351.03 SR 916.0204 Fassung gemäss Ziff. I der V des EDI vom 20. Okt. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2010 5025).
Ordinanza del DFI concernente l’igiene nella produzione lattiera
(OIgPL)
Il Dipartimento federale dell’interno (DFI)1,
visto l’articolo 2 dell’ordinanza del 20 ottobre 20102 sul controllo del latte; visto l’articolo 7 capoverso 1 dell’ordinanza del 23 novembre 20053 concernente la produzione primaria;4
La presente ordinanza è applicabile:
alle aziende detentrici di animali che producono latte destinato a essere fornito quale derrata alimentare;
al trasporto di latte.
1 Nuovo testo giusta il n. I dell’O del DFI del 20 ott. 2010, in vigore dal 1° gen. 2011 (RU 2010 5025).
Sezione 2: Foraggiamento e tenuta degli animali
Art. 2 Locali di stabulazione
1 La stalla in cui è tenuto il bestiame da latte, gli abbeveratoi e le attrezzature per il foraggiamento, nonché i locali appartenenti alla stalla vanno mantenuti puliti, in ordine e in ottimo stato.
2 I giacigli devono essere asciutti e puliti. Come lettiera sono autorizzati paglia e altri materiali adeguati in ottimo stato che non costituiscono un pericolo per la salute degli animali e non pregiudicano la qualità del latte.
Art. 3 Tenuta e cura degli animali
Per la tenuta degli animali fanno stato i seguenti principi:
il bestiame da latte deve essere tenuto pulito e in buona salute;
gli animali affetti o sospettati di essere affetti da una malattia trasmissibile all’uomo vanno isolati in modo efficace;
è vietata la tenuta di animali da reddito che non siano delle specie bovina, equina, ovina e caprina nelle stalle e nelle corti del bestiame da latte.
Art. 4 Foraggiamento
1 Gli alimenti e l’acqua per l’abbeveramento non devono pregiudicare la salute degli animali e la qualità del latte. Si possono utilizzare unicamente alimenti per animali puliti, non avariati e ineccepibili dal profilo igienico.
2 L’allegato 1 elenca gli alimenti vietati o il cui impiego è soggetto a restrizioni per gli animali tenuti nelle stalle del bestiame da latte.
Art. 5 Foraggiamento senza insilati
1 Agli animali in lattazione non si possono somministrare insilati se il latte da essi prodotto è utilizzato per la fabbricazione di formaggio ai sensi dell’articolo 3 dell’ordinanza del 7 dicembre 19981 sul sostegno del prezzo del latte. L’allegato 2 numero 1 stabilisce le esigenze per il passaggio al foraggiamento senza insilati.
2 Gli alimenti per animali di cui all’allegato 2 numero 2 sono vietati o soggetti a utilizzazione ristretta durante il periodo della fabbricazione del formaggio e nelle quattro settimane che lo precedono.
3 La somministrazione di insilati ad animali che non siano animali in lattazione è autorizzata solo alle condizioni e oneri di cui all’allegato 2 numero 3.
1 [RU 1999 1226, 2000 406, 2001 842, 2002 213 3050, 2003 5491, 2005 2545, 2006 893, 2007 1469 all. 4 n. 57. RU 2008 3839 art. 15 n 1]. Vedi ora l’O del 25 giu. 2008 (RS 916.350.2).
Sezione 3: Salute degli animali
Art. 6 Controllo delle mammelle
1 Allo scopo di diagnosticare le infiammazioni croniche o subcliniche, le mammelle di tutte le vacche il cui latte viene fornito devono essere sottoposte alla prova di Schalm almeno una volta al mese. Il latte di quarti che reagiscono positivamente alla prova di Schalm (++, +++) è considerato difettoso.
2 Nelle aziende d’estivazione il primo controllo va eseguito al più tardi sette giorni dopo il carico dell’alpe.
3 La prova di Schalm può essere sostituita dalla determinazione, per ogni vacca, del numero di cellule in campioni di mungitura quotidiana dei 4/4, eseguita dalle federazioni d’allevamento, oppure dalla misurazione permanente della conduttività del latte di ogni quarto. Se il numero di cellule del latte di una vacca è superiore a 150 000 o la conduttività del latte di un quarto diverge dalla norma nella misura del 50 per cento, occorre sottoporre la vacca alla prova di Schalm.
4 I risultati dei controlli devono essere registrati per scritto e conservati per tre anni.1
1 Nuovo testo giusta il n. I dell’O del DFI del 13 feb. 2008, in vigore dal 1° mar. 2008 (RU 2008 567).
Art. 7 Trattamento con medicamenti
1 Per i trattamenti medicamentosi vanno osservate le esigenze dell’ordinanza del 18 agosto 20041 sui medicamenti per uso veterinario.
2 L’obbligo di tenere un registro è retto dagli articoli 25–29 dell’ordinanza del 18 agosto 2004 sui medicamenti per uso veterinario.
Sezione 4: Esigenze relative al latte
Art. 8 Esigenze d’igiene concernenti il latte1
1 Può essere fornito solo latte di qualità ineccepibile e dalla composizione inalterata proveniente da animali in buona salute.
2 Il latte deve soddisfare le seguenti esigenze, che tengono conto della dispersione dovuta al metodo impiegato:2
Numero di germi a 30 °C (al ml)
< 80 000a
Cellule somatiche (al ml)
< 350 000b
Sostanze inibitrici
non accertabili
Media geometrica mensile dei risultati di analisi di almeno due campioni per ogni mese civile .
b Media geometrica mensile dei risultati di analisi di almeno due campioni per ogni mese civile.
Latte di altre specie animali:
< 1 500 000 o < 500 000, purché il latte sia destinato alla fabbricazione di prodotti di latte crudo senza trattamento termico
3 In ogni mese di produzione, il latte deve essere analizzato almeno due volte al fine di verificare se soddisfa le esigenze di cui al capoverso 2.5
2 Nuovo testo giusta il n. I dell’O del DFI del 20 ott. 2010, in vigore dal 1° gen. 2011 (RU 2010 5025).
3 Nuovo testo giusta il n. I dell’O del DFI del 20 ott. 2010, in vigore dal 1° gen. 2011 (RU 2010 5025).
4 Nuovo testo giusta il n. I dell’O del DFI del 13 feb. 2008, in vigore dal 1° mar. 2008 (RU 2008 567).
5 Introdotto dal n. I dell’O del DFI del 20 ott. 2010, in vigore dal 1° gen. 2011 (RU 2010 5025).
Art. 9 Latte che non soddisfa le esigenze
Se il latte non soddisfa le esigenze di cui all’articolo 8, i laboratori di prova informano l’autorità competente. I produttori devono adottare le necessarie misure di risanamento.
Art. 10 Divieto di fornire il latte
1 È vietata la fornitura di:
latte di animali ai quali sono stati somministrati sostanze o prodotti vietati, non autorizzati o non ammessi per un determinato trattamento;
latte di animali trattati con medicamenti o altri prodotti o sostanze che richiedono il rispetto di un termine d’attesa per la fornitura del latte o che possono pregiudicare la qualità del latte, se il trattamento non si è ancora concluso o il termine d’attesa non è scaduto;
latte di animali che presentano sintomi di una malattia trasmissibile all’uomo attraverso il latte, in particolare la tubercolosi e la brucellosi, o che si sospetta siano affetti da una tale malattia;
latte di animali colpiti da una malattia che può alterare la qualità del latte come infezioni o malattie del tubo digerente con diarrea e febbre, acetonemia, cisti ovariche, infezioni dell’apparato genitale con perdite;
latte proveniente da mammelle visibilmente infiammate o che sono risultate positive alla prova di Schalm;
latte di animali con ferite aperte e purulente alle mammelle o nella zona circostante o altre ferite che possono alterare il latte;
latte prodotto nei primi otto giorni successivi all’inizio della lattazione;
latte di vacche che producono meno di due litri di latte al giorno;
latte non idoneo per l’utilizzazione prevista;
latte della premungitura.
2 Gli animali che hanno subito un trattamento veterinario e il cui latte rischia di contenere sostanze estranee devono essere identificati.
3 Il latte di animali che presentano segni clinici di una malattia delle mammelle può essere utilizzato quale derrata alimentare unicamente secondo le istruzioni di un veterinario.
4 Il colostro ai sensi dell’articolo 66a dell’ordinanza del DFI del 23 novembre 20052 sulle derrate alimentari di origine animale, munto nei cinque giorni dopo il parto, può essere commercializzato. Il colostro deve essere separato dal resto del latte e consegnato con la relativa designazione. È vietato mescolare il colostro con il latte. Le esigenze d’igiene per la produzione lattiera valgono analogamente per il colostro.3
1 Abrogata dal n. I dell’O del DFI del 27 mag. 2020, con effetto dal 1° lug. 2020 (RU 2020 2545).
2 [RU 2005 6043, 2006 4949 n. II, 2008 1009 n. II e III 6037 n. II e III, 2009 2019 n. II, 2010 4637, 2013 4969 n. II. RU 2017 973 art. 105]. Vedi ora l’O del 16 dic. 2016 (RS 817.022.108).
3 Introdotto dal n. I dell’O del DFI del 13 feb. 2008, in vigore dal 1° mar. 2008 (RU 2008 567).
Sezione 5: Produzione del latte
Art. 11 Igiene del personale
1 Le persone addette alla mungitura o al trattamento del latte devono curare con grande attenzione la pulizia personale. Nell’area di mungitura devono essere disponibili installazioni idonee che consentano alle persone di lavarsi regolarmente mani e braccia.
2 Esse devono indossare abiti puliti e adeguati.
3 Le persone affette dalla forma acuta di una malattia trasmissibile attraverso le derrate alimentari o che espellono agenti patogeni in grado di contaminare le derrate alimentari non possono né mungere né trattare il latte. Esse devono dichiarare al produttore eventuali sintomi di una malattia accertati da un medico. Il produttore è tenuto ad informare il proprio personale del carattere obbligatorio di tale dichiarazione.
Art. 12 Mungitura
1 Prima della mungitura occorre pulire ed eliminare da eventuali resti d’acqua le parti dell’impianto, i recipienti e le attrezzature per il latte entrate in contatto con il latte.
2 Prima dell’inizio della mungitura i capezzoli, la mammella e le parti adiacenti devono essere puliti.
3 In fase di premungitura il latte di ogni animale deve essere controllato al fine di rilevare anomalie organolettiche o fisico-chimiche. Il latte che presenta anomalie organolettiche o fisico-chimiche non può essere utilizzato quale derrata alimentare.
4 I prodotti per l’immersione o la vaporizzazione dei capezzoli possono essere utilizzati se autorizzati ai sensi della legislazione sugli agenti terapeutici oppure della legislazione sui prodotti chimici.1
1 Nuovo testo giusta il n. I dell’O del DFI del 12 mag. 2017, in vigore dal 1° giu. 2017 (RU 2017 3213).
Sezione 6: Trattamento e immagazzinamento del latte
Art. 13 Filtrazione del latte
1 Durante o immediatamente dopo la mungitura, il latte va filtrato attraverso un apparecchio di filtrazione idoneo per le derrate alimentari. L’utilizzazione di filtri che influiscono sul numero di cellule è proibita.
2 Se il latte destinato alla fabbricazione del formaggio è fornito direttamente due volte al giorno, il produttore e l’addetto alla trasformazione del latte possono convenire che il latte venga filtrato nel caseificio.
Art. 14 Raffreddamento e immagazzinamento del latte
1 Immediatamente dopo la mungitura il latte deve essere posto in un luogo pulito, progettato e attrezzato in modo da escludere contaminazioni.
2 Se è fornito due volte al giorno, il latte va raffreddato efficacemente con acqua corrente fredda prima di essere consegnato.
3 Se la fornitura ha luogo una volta al giorno, il latte deve essere raffreddato immediatamente dopo la mungitura in modo da raggiungere, entro due ore, una temperatura uguale o inferiore a 8 °C e immagazzinato a detta temperatura.
4 Se la fornitura avviene ogni due giorni, il latte deve essere raffreddato ad una temperatura uguale o inferiore a 6 °C e immagazzinato a tale temperatura.
5 Il produttore deve verificare regolarmente il tempo di raffreddamento e la temperatura d’immagazzinamento. Durante il raffreddamento e l’immagazzinamento non deve verificarsi alcuna alterazione della materia grassa che possa pregiudicare la qualità del latte.
6 La prima mungitura può essere immagazzinata per 48 ore al massimo prima del trasporto verso l’azienda di trasformazione.
7 L’addetto alla trasformazione del latte può fissare temperature di raffreddamento diverse per la fabbricazione di formaggi. La temperatura d’immagazzinamento non può però oltrepassare i 18 °C. Non appena la temperatura di immagazzinamento oltrepassa gli 8 °C la trasformazione deve effettuarsi al più tardi 24 ore dopo l’ultima mungitura. La sicurezza alimentare deve essere garantita in ogni momento.1
Art. 15 Trasporto del latte
1 Il latte va trasportato verso l’azienda di trasformazione in modo accurato e igienico.
2 La catena del freddo dev’essere mantenuta durante il trasporto e all’arrivo presso lo stabilimento di destinazione la temperatura del latte non deve superare i 10 °C.
Sezione 7: Pulizia e disinfezione
1 Le superfici dei materiali che entrano in contatto con il latte devono essere:
rivestite di materiale atossico che non alteri il latte;
lisce e resistenti alla corrosione;
facilmente accessibili;
facili da pulire e, se necessario, da disinfettare;
mantenute in buone condizioni.
2 Dopo l’impiego, le superfici devono essere pulite e, se necessario, disinfettate.
3 Dopo ogni viaggio, o ogni serie di viaggi se il lasso di tempo tra lo scarico e il carico successivo è estremamente contenuto, ma ad ogni modo almeno una volta al giorno, i contenitori e i bidoni usati per il trasporto del latte crudo devono essere puliti e disinfettati prima di una loro riutilizzazione. Non è necessario pulire i recipienti e i bidoni ogni giorno se la fornitura del latte avviene ogni due giorni.
Art. 17 Locali per la pulizia
I locali in cui vengono puliti i recipienti, gli impianti di mungitura e le attrezzature per il latte devono essere muniti di:
pareti e pavimenti lavabili e resistenti agli acidi;
acqua calda e fredda;
scoli provvisti di sifone;
una buona illuminazione e aerazione.
Art. 18 Detergenti e disinfettanti
1 I detergenti e i disinfettanti vanno conservati negli imballaggi originali o in recipienti speciali muniti dei dispositivi e dei contrassegni previsti dalla legislazione sui prodotti chimici; vanno tenuti ben chiusi e conservati sufficientemente separati dalle derrate alimentari e dagli alimenti per animali.
2 Al posto dei disinfettanti può essere utilizzata, dopo una pulizia accurata, acqua calda a una temperatura di almeno 85 °C.
Art. 19 Qualità dell’acqua
L’acqua usata per pulire e per risciacquare deve essere di qualità analoga all’acqua potabile.
Art. 20 Accessori per la pulizia
1 Per la pulizia e la disinfezione si possono utilizzare unicamente accessori ineccepibili dal profilo igienico. È vietato l’uso di stracci e panni.
2 Gli accessori utilizzati per pulire le attrezzature per il latte non possono essere destinati ad altri scopi.
Art. 211Manutenzione
I produttori devono provvedere al funzionamento ineccepibile dell’impianto per la mungitura. La manutenzione dell’impianto di mungitura deve essere svolta da un esperto almeno una volta all’anno, e, se si tratta di un’azienda di estivazione, almeno una volta ogni due anni, conformemente a norme internazionalmente riconosciute. Le schede relative alla manutenzione vanno conservate per tre anni.
Sezione 8: Edifici, impianti e attrezzature
Art. 22 Stalla, area per il movimento e area di mungitura
1 Le stalle e le aree per il movimento vanno strutturate in modo da garantire una tenuta degli animali adeguata, pulita e sana. L’area di mungitura deve consentire una mungitura igienica e pulita.
2 Nel locale d’attesa del bestiame e nell’area di mungitura i pavimenti devono avere un rivestimento stabile.
Art. 23 Locali, recipienti e attrezzature per il latte
1 I locali in cui il latte è immagazzinato, trattato o raffreddato devono essere situati e costruiti in modo da evitare per quanto possibile rischi di contaminazione del latte.
2 Anche i recipienti e le attrezzature per il latte devono essere concepiti in modo da evitare per quanto possibile una contaminazione del latte.
3 I recipienti e le attrezzature per il latte possono essere utilizzati soltanto per la mungitura, il trattamento, il raffreddamento, l’immagazzinamento, il trasporto e il ritiro del latte, ma non per l’immagazzinamento di siero o di latte magro.
Art. 24 Magazzini per il latte
I locali destinati all’immagazzinamento del latte che non viene fornito due volte al giorno devono soddisfare le seguenti esigenze:
essere separati dalla stalla del bestiame da latte e dal locale di mungitura. In caso di accesso diretto alla stalla, la porta deve chiudersi automaticamente. Sono inoltre necessari una soglia o una griglia nonché uno scolo lungo la stalla e una porta separata per uscire all’aperto;
non vi devono essere collegamenti diretti, come porte e aperture di ventilazione, con la doccia e i servizi igienici;
avere pareti resistenti agli urti e un pavimento stabile con pendenza sufficiente per consentire il deflusso;
essere dotati di serratura, non accessibili agli animali domestici e protetti dagli animali infestanti, in particolare dalle mosche;
essere protetti dalle fonti di cattivi odori come il letamaio, la fossa del liquame e la sporcizia circostante;
essere ben arieggiati e – laddove non è possibile soddisfare in altro modo i requisiti d’igiene – essere muniti di un impianto di refrigerazione adeguato;
non devono esservi installate pompe a vuoto lubrificate; altri tipi di pompa a vuoto devono evacuare l’aria di scarico verso l’esterno;
disporre di uno spiazzo antistante solido e pulito;
essere muniti di sostegni e ripostigli adeguati per conservare i recipienti e le attrezzature per il latte.
Art. 25 Cisterne per il latte
Se il latte è immagazzinato in una cisterna chiusa, essa va collocata in un luogo pulito, protetto dagli agenti atmosferici e dai cattivi odori, il cui pavimento liscio e stabile abbia una pendenza sufficiente per consentire il deflusso dell’acqua. Tutte le aperture della cisterna devono poter essere chiuse.
Art. 26 Diritto previdente: abrogazione
L’ordinanza del DFE del 13 aprile 19991 sull’assicurazione della qualità nella produzione lattiera è abrogata.
1 [RU 1999 1930, 2000 2707, 2003 343, 2004 4093]
Alimenti per animali vietati o il cui impiego è soggetto a restrizioni
Al bestiame da latte e agli animali tenuti nelle stalle del bestiame da latte è vietato o, autorizzato con restrizioni, somministrare gli alimenti per animali elencati di seguito.
1 Alimenti per animali vietati
alimenti avariati,
alimenti in fase di fermentazione,
insilati di cattiva qualità,
melassa e altri alimenti liquidi, messi direttamente nelle mangiatoie o negli abbeveratoi automatici,
alimenti melassati, tali da lasciare residui di melassa nella mangiatoia,
alimenti grezzi imbrattati,
alimenti imbrattati di concime,
semi di crocifere ad eccezione della colza,
semi di ortaggi ad eccezione di piselli proteici, favette e fave di soia,
cascami di ortaggi ad eccezione degli ortaggi di cui al numero 2,
porro, cipolla, aglio e altre allioideae,
alimenti che non soddisfano i requisiti dell’ordinanza del 10 giugno 19992 sul libro dei prodotti destinati all’alimentazione degli animali,
alimenti composti non destinati al bestiame da latte.
2 Alimenti per animali ammessi in quantità limitate
cavoli rapa, cavoli bianchi, radici di cicoria: al massimo 10 kg di materia fresca per animale al giorno,
foglie di cavolo e di cavolo rapa, cavoli da foraggio, colza, ravizzone, spergola, miscele di veccia: al massimo 1/3 della razione complessiva (materia secca),
olio di fegato di merluzzo e suoi derivati: al massimo 50 g per animale al giorno.
3 Alimenti per animali ammessi per un periodo limitato
insilati di foglie di barbabietola: vietati durante il periodo di foraggiamento verde.
4 Somministrazione di siero e di altri sottoprodotti liquidi del latte
La somministrazione di siero e di altri sottoprodotti liquidi del latte deve soddisfare le seguenti esigenze:
I prodotti devono essere somministrati all’esterno della stalla e dell’area di mungitura.
L’area riservata al foraggiamento deve essere stabile, facile da pulire e provvista di un deflusso nella fossa del liquame. Le aziende d’estivazione possono essere dotate di un deflusso per infiltrazione a condizione che siano rispettate le prescrizioni sulla protezione delle acque; la zona di infiltrazione non deve essere accessibile agli animali.
Gli abbeveratoi e i recipienti per l’immagazzinamento devono essere di acciaio al cromo-nickel o di materia plastica.
Il siero e altri sottoprodotti liquidi del latte devono essere sottoposti a un trattamento termico prima di essere somministrati conformemente alle prescrizioni dell’allegato 5 numero 31a dell’ordinanza del 25 maggio 20113 concernente l’eliminazione dei sottoprodotti di origine animale.
I recipienti per il trasporto del latte possono essere utilizzati per il ritiro ma non per l’immagazzinamento di siero e di altri sottoprodotti liquidi del latte. Subito dopo il trasporto vanno puliti e disinfettati.
I recipienti per l’immagazzinamento e il trasporto devono essere puliti e disinfettati, dopo lo svuotamento, almeno una volta alla settimana.
È proibito alimentare gli animali mediante abbeveratoi automatici.
Gli abbeveratoi devono essere svuotati completamente ogni giorno, puliti con acqua e disinfettati almeno una volta alla settimana.
Il luogo in cui si somministrano il siero o altri sottoprodotti liquidi del latte deve essere mantenuto pulito.
Il siero e gli altri sottoprodotti liquidi del latte ritirati la sera del giorno precedente o il mattino e ai quali non sono stati aggiunti conservanti devono essere somministrati al più tardi entro mezzogiorno (presso le aziende di estivazione: entro il giorno stesso).
1 Aggiornato dal n. I dell’O del DFI del 30 ott. 2015, in vigore dal 1° dic. 2015 (RU 2015 4253) e dalla correzione del 1° ott. 2019 (RU 2019 3085).
2 [RU 1999 2084, 2002 4313, 2003 5467, 2005 981 6655, 2006 5213 n. II 5217 all. n. 7, 2007 4477 V n. 21, 2008 3663 n. II III, 2009 2853 n. II, 2010 381 2511. RU 2011 5699 art. 22]. Vedi ora: l’O del DEFR del 26 ott. 2011, in vigore dal 1° gen. 2012 (RS 916.307.1).
Esigenze per il passaggio al foraggiamento senza insilati
Esigenze per il passaggio al foraggiamento senza insilati:
1 Esigenze generali
Se un’azienda inizia o riprende a trasformare il latte in formaggio, la somministrazione di insilati deve essere interrotta al più tardi quattro settimane prima.
Immediatamente dopo il passaggio al foraggiamento senza insilati, i recipienti degli insilati, le mangiatoie e gli utensili per il foraggiamento devono essere puliti. Al massimo 18, ma almeno quattro giorni prima dell’inizio della produzione di formaggio, bisogna pulire le stalle, gli attrezzi delle stalle e le corti. Le stalle a stabulazione libera (anche i box con giacigli) devono essere completamente evacuate dal liquame.
Il latte di animali ai quali sono stati somministrati insilati e che sono stati trasferiti in stalle con foraggiamento senza insilati non può essere utilizzato per la fabbricazione di formaggio per dieci giorni. Durante tale periodo, gli animali sono tenuti separatamente e possono essere munti solo alla fine dello stesso.
Se gli insilati sono immagazzinati nell’area aziendale o sono somministrati ad animali che non siano animali in lattazione, come il bestiame da ingrasso, il bestiame giovane, il bestiame in asciutta, il bestiame minuto e i cavalli, occorre adottare i necessari provvedimenti per evitare che il latte venga contaminato dai batteri o dalle spore responsabili della fermentazione butirrica.
Gli alimenti per animali sottoposti a processi di conservazione mediante fermentazione lattica, i cereali e le leguminose a granelli nonché il foraggio grezzo addizionato di sostanze ausiliarie sono equiparati agli insilati se contengono acqua per oltre il 18 per cento del peso.
2 Alimenti per animali vietati o il cui impiego è soggetto a restrizioni
Durante il periodo della fabbricazione del formaggio e nelle quattro settimane che lo precedono, sono vietati o soggetti a restrizioni i seguenti alimenti per animali:
2.1 Alimenti per animali vietati
alimenti per animali essiccati in conserva,
trebbie di malto fresche,
lievito fresco,
insilati essiccati in un secondo tempo,
zucchero e acqua zuccherata quale alimento semplice per animali.
2.2 Alimenti per animali ammessi per un periodo limitato
Fiocchi di patate: la loro somministrazione direttamente nella mangiatoia vuota è vietata durante il periodo di foraggiamento verde.
3 Foraggiamento con insilati ad animali che non siano animali in lattazione
Per il foraggiamento con insilati ad animali che non siano animali in lattazione, come il bestiame da ingrasso, il bestiame giovane, il bestiame in asciutta, il bestiame minuto e i cavalli vanno rispettate le seguenti esigenze:
3.1 Igiene del personale
All’esterno della stalla del bestiame da latte, nella zona di somministrazione degli insilati, deve essere disponibile uno spogliatoio con un dispositivo per lavarsi le mani.
Il personale preposto al foraggiamento utilizza gli abiti e le calzature messe a disposizione per il foraggiamento.
3.2 Esigenze edilizie
La stalla e la corsia di foraggiamento del bestiame da latte vanno divise con pareti fisse (senza aperture) dalla stalla e dall’area di foraggiamento degli animali ai quali vengono somministrati insilati.
I recipienti degli insilati vanno tenuti a sufficiente distanza dalle stalle, dai locali di riposo e dalle aree di foraggiamento del bestiame da latte.
Le vie di servizio dell’area del bestiame da latte sono completamente separate dall’area degli animali ai quali vengono somministrati insilati.
Le aree di immagazzinamento delle balle d’insilato devono essere sufficientemente lontane dalle stalle e dalle aree di riposo e di foraggiamento del bestiame da latte.
3.3 Prevenzione delle contaminazioni da succo d’insilato, letame e liquame
Il succo d’insilato deve essere eliminato in modo da escludere ogni contaminazione dell’area destinata al bestiame da latte da parte dei batteri responsabili della fermentazione butirrica.
Va garantito che l’evacuazione del letame dalla stalla degli animali che ricevono insilati non causi una contaminazione dell’area di produzione del latte.
Va garantito che il liquame degli animali ai quali sono somministrati insilati non filtri nella stalla del bestiame lattifero.
3.4 Esigenze di natura organizzativa
Le corti del bestiame da latte devono essere sufficientemente lontane dagli animali ai quali sono somministrati insilati.
Va garantito che le vie d’accesso al bestiame da latte non siano utilizzate da animali ai quali sono somministrati insilati.
Va garantito che gli alimenti per gli animali in lattazione non vengano mescolati o contaminati con gli insilati.
Gli animali possono essere trasferiti nelle stalle del bestiame da latte solo dieci giorni dopo aver ricevuto l’ultima razione di insilati.
I pascoli e le vie d’accesso ai pascoli utilizzati dal bestiame da latte non possono essere utilizzati contemporaneamente da animali ai quali sono somministrati insilati.
1 La designazione dell’unità amministrativa è stata adattata in applicazione dell’art. 16 cpv. 3 dell’O del 17 nov. 2004 sulle pubblicazioni ufficiali (RU 2004 4937), con effetto dal 1° gen. 2013. Di detta mod. è tenuto conto in tutto il presente testo.2 RS 916.351.03 RS 916.0204 Nuovo testo giusta il n. I dell’O del DFI del 20 ott. 2010, in vigore dal 1° gen. 2011 (RU 2010 5025).

References: Art. 21

Art. 22

Art. 23
 art. 105

Art. 2

Art. 3

Art. 4

Art. 5
 Art. 15

Art. 6

Art. 7

Art. 8

Art. 9

Art. 10
 Art. 105

Art. 11

Art. 12

Art. 13

Art. 14

Art. 15

Art. 17

Art. 18

Art. 19

Art. 20

Art. 211

Art. 22

Art. 23

Art. 24

Art. 25
 Art. 22
 Art. 16

Art. 2

Art. 3

Art. 4

Art. 5
 art. 15

Art. 6

Art. 7

Art. 8

Art. 9

Art. 10
 art. 105

Art. 11

Art. 12

Art. 13

Art. 14

Art. 15

Art. 17

Art. 18

Art. 19

Art. 20

Art. 211

Art. 22

Art. 23

Art. 24

Art. 25

Art. 26
 art. 22