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Timestamp: 2016-10-26 00:30:40+00:00

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138 II 28122. Auszug aus dem Urteil der I. �ffentlich-rechtlichen Abteilung i.S. Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz und Mitb. gegen Regierungsrat des Kantons Z�rich (Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten)
Tron�on manquant de l'autoroute de l'Oberland zurichois; expertise obligatoire de la CFNP (art. 7 al. 2 LPN). Bien que la planification routi�re ait suivi une proc�dure cantonale, il s'agit d'une t�che de la Conf�d�ration (financement pr�vu par la Conf�d�ration, autorisations de d�fricher, protection d'un site mar�cageux). Le projet est susceptible d'alt�rer sensiblement le site inscrit � l'IFP "Drumlinlandschaft Z�rcher Oberland" de sorte qu'une expertise de la CFNP aurait imp�rativement d� �tre mise en oeuvre (consid. 4). Regeste b
D�limitation du p�rim�tre du site mar�cageux d'importance nationale n� 106 Wetzikon/Hinwil (art. 78 al. 5 Cst.; art. 23b LPN). Dans la r�gion de Hellberg, le p�rim�tre du site mar�cageux d�limit� par le Conseil f�d�ral ne correspond pas aux crit�res du droit f�d�ral: il doit int�grer au moins la totalit� de l'Oberh�flerriet et le Chliriet avec le drumlin situ� entre deux (consid. 5). Regeste c
Travers�e du site mar�cageux par des tunnels en tranch�es couvertes (art. 78 al. 5 Cst.; art. 23d LPN; art. 5 al. 2 lit. d de l'ordonnance sur les sites mar�cageux). Les installations d'infrastructure qui ne sont pas vis�es par l'art. 23d al. 2 let. d LPN ne sont pas admissibles � l'int�rieur de la zone mar�cageuse (consid. 6.3). Cela vaut aussi pour les tunnels � r�aliser en tranch�es couvertes, qui vont � l'encontre des buts de protection du site mar�cageux (consid. 6.4). Faits � partir de page 283
A. Der Kanton Z�rich plant als Staatsstrasse K 53.3 die Erstellung einer Hochleistungs-Strassenverbindung vom Anschluss Uster-Ost (km 40,100) bis zum Kreisel Betzholz (km 50,300). Damit soll eine ca. 10 km lange L�cke der kantonalen Autobahn K 53 (Z�rcher Oberlandautobahn, ZOA) zwischen Br�ttisellen und Rapperswil geschlossen und der heute bestehende Engpass auf der Ortsdurchfahrt Wetzikon beseitigt werden (L�ckenschliessung Z�rcher Oberlandautobahn).
1995 legte der Kantonsrat im Richtplan Verkehr eine beh�rdenverbindliche Linienf�hrung fest. Am 19. Dezember 2001 genehmigte der Regierungsrat das generelle Projekt.
- Die Hochmoore von nationaler Bedeutung Nr. 104 Ambitzgi/B�hnlerriet und Nr. 105 Oberh�fler Riet (Anh. 1 der Verordnung vom 21. Januar 1991 �ber den Schutz der Hoch- und �bergangsmoore von nationaler Bedeutung [Hochmoorverordnung; SR 451.32]) sowie die Flachmoore von nationaler Bedeutung Nr. 57 Ambitzgi und Nr. 58 Wetziker Riet/Oberh�fler Riet/Schw�ndi/Hiwiler Riet (Anh. 1 der Verordnung vom 7. September 1994 �ber den Schutz der Flachmoore von nationaler Bedetung [Flachmoorverordnung; SR 451.33]) erstrecken sich an manchen Stellen bis in unmittelbare N�he der geplanten Verkehrsanlage.
- Die Moorlandschaft von nationaler Bedeutung Nr. 106 Wetzikon/Hinwil (Anh. 1 der Verordnung vom 1. Mai 1996 �ber den Schutz der Moorlandschaften von besonderer Sch�nheit und von nationaler Bedeutung [Moorlandschaftsverordnung; SR 451.35]) liegt n�rdlich des geplanten Tunnels Alt Hellberg. Sie reicht im Nordwesten nahe an den Halbanschluss Wetzikon-Ost und im S�dosten an den Kreisel Betzholz heran. Der westlichste Abschnitt der Moorlandschaft (zwischen Allenberg und Alt Hellberg) soll von der Autobahn in einem Tunnel unterquert werden.
- Die Drumlinlandschaft Z�rcher Oberland ist als Objekt Nr. 1401 im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkm�ler (Anh. 1 der Verordnung vom 10. August 1977 �ber das Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkm�ler [VBLN; SR 451.11]) verzeichnet. Der Perimeter des BLN-Gebiets ragt lediglich im Bereich Schw�ndiriet und am Waldrand "Jungholz" �ber denjenigen BGE 138 II 281 S. 284der Moorlandschaft Nr. 106 hinaus. In diesem Bereich soll das BLN-Gebiet von der zum Halbanschluss Wetzikon-Ost geh�renden Br�cke Schw�ndi �berspannt werden, mit einem Br�ckenpfeiler innerhalb des BLN-Perimeters.
Im Zusammenhang mit der Projektierung der ZOA liessen die kantonalen Beh�rden zwei Rechtsgutachten zu Fragen des Moor- und Moorlandschaftsschutzes ausarbeiten: Dr. Peter M. Keller erstattete am 7. September 2000 ein Rechtsgutachten zur Linienf�hrung im Bereich der Moorlandschaft Wetzikon/Hinwil (im Folgenden: Gutachten Keller). Prof. Dr. Bernhard Waldmann erstellte im Mai 2007 das Gutachten "Rechtliche Beurteilung der Relevanz von Stickstoff- Depositionen in Mooren von nationaler Bedeutung" (im Folgenden: Gutachten Waldmann).
Mit Beschluss vom 5. M�rz 2008 setzte der Regierungsrat des Kantons Z�rich das bereinigte Ausf�hrungsprojekt gem�ss den in den Akten liegenden Pl�nen und Unterlagen fest und entschied �ber die Einsprachen.
E. Gegen den Beschluss des Regierungsrats erhoben mehrere Einsprecher Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich. Dieses f�hrte einen Augenschein durch. Am 1. Dezember 2010 wies es die Beschwerden im Wesentlichen ab.
F. Dagegen haben der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz sowie dessen Z�rcher Sektion (ZVS/BirdLife Z�rich) (Verfahren 1C_71/2011), A. (Verfahren 1C_73/2011) sowie B. und die D. AG (Verfahren 1C_77/2011) am 14. Februar 2011 Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ans Bundesgericht erhoben. (...)
H. Am 25. April 2012 f�hrte das Bundesgericht einen Augenschein durch. (...)
Das Bundesgericht heisst die Beschwerden gut, hebt den angefochtenen Entscheid auf und weist die Sache zu neuer Beurteilung an den Regierungsrat des Kantons Z�rich zur�ck.
4. Im Folgenden ist zun�chst zu pr�fen, ob ein Gutachten der ENHK (Eidgen�ssische Natur- und Heimatschutzkommission) eingeholt werden muss. BGE 138 II 281 S. 285
4.1 Das Verwaltungsgericht ging davon aus, eine Begutachtung durch die ENHK w�re nach Art. 7 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 1. Juli 1966 �ber den Natur- und Heimatschutz (NHG; SR 451) geboten, wenn die ZOA als Nationalstrasse projektiert w�rde, weil der Bau einer Nationalstrasse als Erf�llung einer Bundesaufgabe gelte. Die Autobahn werde indessen nach kantonalem Recht als kantonale Verkehrsanlage projektiert; die �bernahme ins Nationalstrassennetz sei zwar vorgesehen, aber bis heute weder definitiv beschlossen noch vollzogen. Insofern fehle es an einer Bundesaufgabe, weshalb keine obligatorische Begutachtung nach Art. 7 NHG vorzunehmen sei. Denkbar w�re hingegen eine freiwillige Begutachtung gem�ss Art. 17a NHG in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 lit. e der Verordnung vom 16. Januar 1991 �ber den Natur- und Heimatschutz (NHV; SR 451.1); hierzu sei der Kanton jedoch nicht verpflichtet gewesen. Ob das Gutachten der ENHK eine Voraussetzung f�r die sp�tere �bernahme des Strassenprojekts ins Nationalstrassennetz darstelle, sei im vorliegenden Verfahren nicht zu entscheiden.
4.3 Gem�ss Art. 7 Abs. 2 NHG ist eine Begutachtung durch eine eidgen�ssische Kommission i.S. von Art. 25 Abs. 1 NHG obligatorisch, wenn bei der Erf�llung einer Bundesaufgabe ein Objekt, das in einem Inventar des Bundes nach Art. 5 NHG aufgef�hrt ist, erheblich beeintr�chtigt werden kann oder sich in diesem Zusammenhang grunds�tzliche Fragen stellen. In diesem Fall verfasst die Kommission zuhanden der Entscheidbeh�rde ein Gutachten, in dem sie angibt, ob das Objekt ungeschm�lert zu erhalten oder wie es zu schonen ist.
4.3.1 Das BLN-Objekt Nr. 1401 ist ein Inventarobjekt gem�ss Art. 5 NHG.
Es kann insbesondere durch den Halbanschluss Wetzikon-Ost (samt Zubringerstrasse und Br�cke Schw�ndi) beeintr�chtigt werden, dessen Bauwerke z.T. knapp ausserhalb und z.T. sogar innerhalb des BLN-Perimeters liegen (Zubringerstrasse durch den Wald, Pfeiler der Br�cke Schw�ndi). Der Umweltvertr�glichkeitsbericht (UVB) und die kantonalen Fachstellen qualifizierten die Auswirkungen aus Sicht des Landschafts- und Naturschutzes in der Bau- und Betriebsphase als erheblich; das Amt f�r Landschaft und Natur, Fachstelle Naturschutz (ALN) und das Amt f�r Raumordnung und Vermessung, Abteilung Orts- und Regionalplanung (ARV) beantragten deshalb ausdr�cklich eine Begutachtung durch die ENHK. BGE 138 II 281 S. 286
Im Abschnitt Hellberg-Betzholz liegt die ZOA zwar ausserhalb des BLN-Perimeters. Das ARV beurteilte jedoch den beabsichtigten, rund 7 m hohen Abluftkamin mit einem Durchmesser von 7 bis 8 m als grossen Eingriff in die gesch�tzte Landschaft: Das Bauwerk liege auf einer Drumlinkrete und wirke weit in die umgebende Landschaft; die Beeintr�chtigung sei als gross zu bezeichnen. Das ALN beantragte in diesem Abschnitt eine Begutachtung durch die ENHK wegen erheblicher Beeintr�chtigung der (�berwiegend im BLN-Perimeter befindlichen) Moorlebensr�ume: Es bef�rchtete negative Auswirkungen auf die Vegetation, namentlich durch erh�hte N�hrstoffeintr�ge, als auch auf die Fauna durch L�rm, Licht sowie die Isolation bzw. Zerschneidung von Lebensr�umen.
Es ist deshalb davon auszugehen, dass das Strassenprojekt zumindest in den Abschnitten Halbanschluss Wetzikon-Ost (einschliesslich Zubringerstrasse und Br�cke Schw�ndi) und im Abschnitt Hellberg-Betzholz das BLN-Objekt Nr. 1401 erheblich beeintr�chtigen kann oder sich in diesem Zusammenhang grunds�tzliche Fragen stellen.
4.3.2 Da sich das BLN-Gebiet weitgehend mit demjenigen der Moorlandschaft von nationaler Bedeutung Nr. 106 deckt, kann offenbleiben, ob auch diese ein Inventarobjekt i.S. von Art. 5 und 7 NHG ist, wie die Beschwerdef�hrer geltend machen (ablehnend J�RG LEIMBACHER, in: Kommentar NHG, 1997, N. 2 zu Art. 7 und N. 6 zu Art. 5 NHG; SEITZ/ZIMMERMANN, Bundesgesetz �ber den Natur- und Heimatschutz NHG: Bundesgerichtliche Rechtsprechung 1997-2007, URP 2008 S. 124 f.).
4.4 N�her zu pr�fen ist, ob eine Bundesaufgabe vorliegt.
Gem�ss Art. 78 Abs. 1 BV sind f�r den Natur- und Heimatschutz grunds�tzlich die Kantone zust�ndig (vgl. allerdings Abs. 4 und 5 zum Biotopschutz und zum Schutz von Mooren und Moorlandschaften von nationaler Bedeutung). Der Bund nimmt bei der Erf�llung seiner Aufgaben R�cksicht auf die Anliegen des Natur- und Heimatschutzes und schont Landschaften, Ortsbilder, geschichtliche St�tten sowie Natur- und Kunstdenkm�ler; er erh�lt sie ungeschm�lert, wenn das �ffentliche Interesse es gebietet (Art. 78 Abs. 2 BV).
Was unter der Erf�llung einer Bundesaufgabe im Sinne von Art. 78 Abs. 2 BV zu verstehen ist, f�hrt Art. 2 Abs. 1 NHG in nicht abschliessender Weise aus: Dazu geh�ren insbesondere die Planung, Errichtung und Ver�nderung von Werken und Anlagen durch den Bund, BGE 138 II 281 S. 287seine Anstalten und Betriebe, wie z.B. Nationalstrassen (lit. a), die Erteilung von Konzessionen und Bewilligungen wie zum Bau und Betrieb von Verkehrsanlagen und Transportanstalten (mit Einschluss der Plangenehmigung) sowie Bewilligungen zur Vornahme von Rodungen (lit. b) sowie die Gew�hrung von Beitr�gen an Planungen, Werke und Anlagen wie u.a. Verkehrsanlagen (lit. c). Entscheide kantonaler Beh�rden �ber Vorhaben, die voraussichtlich nur mit Beitr�gen nach Absatz 1 Buchstabe c verwirklicht werden, sind der Erf�llung von Bundesaufgaben gleichgestellt (Art. 2 Abs. 2 NHG).
Nach st�ndiger Rechtsprechung kann eine Bundesaufgabe auch dann vorliegen, wenn eine kantonale Beh�rde eine bundesrechtliche Aufgabe wahrnimmt. Dies ist beispielsweise zu bejahen bei der Erteilung einer raumplanungsrechtlichen Ausnahmebewilligung (grundlegend BGE 112 Ib 70 E. 4b S. 75 ff.). Ausdr�cklich in Art. 2 Abs. 1 lit. b NHG erw�hnt ist die Erteilung einer Rodungsbewilligung: Muss f�r ein Projekt eine Rodung in einem koordinierten Verfahren bewilligt werden oder wird die Rodungsbewilligung gem�ss Art. 21 Abs. 3 UVPV (SR 814.011) verbindlich in Aussicht gestellt, liegt nach st�ndiger Rechtsprechung eine Bundesaufgabe vor (BGE 121 II 190 E. 3c/cc S. 197; BGE 120 Ib 27 E. 2c/aa S. 31). Auch der Biotopschutz gem�ss Art. 18 ff. NHG ist eine den Kantonen �bertragene Bundesaufgabe (BGE 133 II 220 E. 2.2. S. 223; BGE 121 II 161 E. 2b/bb S. 164 f.). Gleiches gilt f�r den Schutz von Mooren und Moorlandschaften von besonderer Sch�nheit und nationaler Bedeutung (BGE 120 Ib 27 E. 2c/aa S. 31; BGE 118 Ib 11 E. 2e S. 15 f.).
4.4.1 Vorliegend liegt eine Bundesaufgabe vor, weil die ZOA voraussichtlich in das Nationalstrassennetz aufgenommen und deshalb mit Bundesmitteln finanziert werden soll (Art. 2 Abs. 2 NHG). Wie die Beschwerdef�hrer zutreffend darlegen, muss die Anh�rung der ENHK in einem Verfahrensstadium erfolgen, in dem ihre Stellungnahme noch effektiv (z.B. durch Projekt�nderungen oder Auflagen) ber�cksichtigt werden kann (Urteil 1C_361/2008 vom 27. April 2009 E. 7.5, in: URP 2009 S. 877, Pra 2010 Nr. 26 S. 180). W�rde sie erst zum Beschluss des Bundes um �bernahme des rechtskr�ftigen Ausf�hrungsprojekts angeh�rt, k�nnte dieses nicht mehr abge�ndert, sondern h�chstens noch die �bernahme abgelehnt werden.
4.4.2 Hinzu kommt, dass das Projekt auf Rodungsbewilligungen angewiesen ist, namentlich in den Gebieten Jungholz (Schw�ndi) und Betzholz. �berdies verl�uft die Strecke z.T. (wenn auch unterirdisch) BGE 138 II 281 S. 288im Perimeter der Moorlandschaft von nationaler Bedeutung Nr. 106 und kann erhebliche Auswirkungen auf die gesch�tzten Hoch- und Flachmoore von nationaler Bedeutung haben (vgl. oben, E. 4.3.1).
4.5 Liegt somit eine Bundesaufgabe vor, h�tte ein Gutachten zur Beeintr�chtigung des BLN-Objekts Nr. 1401 zwingend eingeholt werden m�ssen.
Solange dieses Gutachten nicht vorliegt, kann das Bundesgericht diejenigen R�gen, welche die Beeintr�chtigung des BLN-Objekts betreffen oder damit in engem Zusammenhang stehen, nicht beurteilen. Dies betrifft nicht nur die visuelle Beeintr�chtigung des BLN-Gebiets durch den Halbanschluss Wetzikon-Ost samt Zubringer und Schw�ndi-Br�cke und die Tunnelluftabsaugung Hellberg, sondern auch die Beeintr�chtigung von Fauna und Flora des BLN-Gebiets und namentlich der sich darin befindlichen Moorgebiete durch Bau und Betrieb der ZOA.
Dagegen rechtfertigt es sich aus prozess�konomischen Gr�nden, diejenigen Fragen des Moorlandschaftsperimeters und -schutzes zu behandeln, die schon heute, unabh�ngig vom m�glichen Ausgang einer ENHK-Begutachtung, beurteilt werden k�nnen und deren Beantwortung zwingend zur Aufhebung bzw. �nderung des angefochtenen Projekts f�hren k�nnte.
5.1 Die Beschwerdef�hrer sind der Auffassung, der Moorlandschaftsperimeter sei im Nordwesten, an der Grenze zu Wetzikon und Gr�t (Schw�ndiriet, Waldrand "Jungholz" und Allenberg) sowie im Bereich Hellberg zu eng gefasst. Sie st�tzen sich auf den im Auftrag des Eidgen�ssischen Departements des Innern (EDI) und des Bundesamts f�r Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) im Jahre 1991 erstellten Entwurf des Inventarblatts Nr. 106 Wetzikon/Hinwil. Dieser sei von Fachleuten ausgearbeitet worden und habe eine landschaftlich logische Abgrenzung vorgenommen. Der darin vorgeschlagene Perimeter sei 1993, bei Verhandlungen zwischen dem BUWAL und dem Z�rcher Regierungsrat, einzig zur Erm�glichung der bereits geplanten ZOA reduziert worden. Dies sei unzul�ssig.
5.2 (Zusammenfassung der Erw�gungen des Verwaltungsgerichts)
5.3 Gem�ss Art. 78 Abs. 5 BV sind Moore und Moorlandschaften von besonderer Sch�nheit und gesamtschweizerischer Bedeutung BGE 138 II 281 S. 289gesch�tzt. Die Verfassung definiert jedoch nicht, was unter einer Moorlandschaft zu verstehen ist. Anders als bei den Mooren ergibt sich dies auch nicht (oder zumindest nicht allein) aus naturwissenschaftlichen Kriterien.
Der Gesetzgeber hat in Art. 23b NHG Kriterien f�r die Umschreibung der Moorlandschaften aufgenommen: Danach ist eine Moorlandschaft eine in besonderem Masse durch Moore gepr�gte, naturnahe Landschaft, deren moorfreier Teil zu den Mooren in enger �kologischer, visueller, kultureller oder geschichtlicher Beziehung steht (Abs. 1). Um von besonderer Sch�nheit und nationaler Bedeutung zu sein, muss die Moorlandschaft zudem in ihrer Art einmalig sein oder in einer Gruppe von vergleichbaren Moorlandschaften zu den wertvollsten geh�ren (Abs. 2). Der Bundesrat bezeichnet die sch�tzenswerten Moorlandschaften von besonderer Sch�nheit und von nationaler Bedeutung unter Ber�cksichtigung der bestehenden Besiedlung und Nutzung und bestimmt ihre Lage. Er arbeitet dabei eng mit den Kantonen zusammen, welche ihrerseits die betroffenen Grundeigent�mer anh�ren (Abs. 3).
5.4 Gest�tzt darauf hat der Bundesrat am 1. Mai 1996 die Moorlandschaftsverordnung erlassen. Die Moorlandschaften von besonderer Sch�nheit und nationaler Bedeutung werden in Anhang 1 aufgef�hrt und in Anhang 2 n�her umschrieben (Art. 2 Abs. 1 Moorlandschaftsverordnung).
Das Bundesinventar der Moorlandschaften ist eine Verordnung des Bundesrats, die von den Gerichten akzessorisch auf ihre Verfassungs- und Gesetzeskonformit�t �berpr�ft werden kann (BGE 127 II 184 E. 5a S. 190 mit Hinweisen). Allerdings verf�gt der Bundesrat bei der Konkretisierung der unbestimmten Gesetzesbegriffe von Art. 23b NHG �ber einen gewissen Beurteilungsspielraum: Wohl hat sich der Bundesrat an die gesetzlichen Kriterien zu halten; diese sind jedoch nicht so pr�zis gefasst, dass sie in jedem Einzelfall zu klaren und eindeutigen Ergebnissen f�hren. Dies gilt vor allem f�r die Abgrenzung des Perimeters am Rande einer Moorlandschaft: Die Frage, ob ein bestimmter Landschaftsteil noch eine hinreichend enge Beziehung zu den Mooren hat, l�sst sich oft nicht eindeutig beantworten, so dass es mehrere mit dem Gesetz vereinbare, vertretbare L�sungen geben kann. Hat sich der Bundesrat im Einvernehmen mit dem betroffenen Kanton f�r eine - mit dem Gesetz vereinbare - Grenzziehung entschieden, ist diese Abgrenzung von den kantonalen Beh�rden und Gerichten zu respektieren. Sie d�rfen die Grenzziehung nur BGE 138 II 281 S. 290korrigieren, wenn der Bundesrat seinen Beurteilungsspielraum �berschritten oder missbraucht hat (BGE 127 II 184 E. 5a/bb S. 191 f. mit Hinweisen).
Der Beurteilungsspielraum darf aber nicht so weit gefasst werden, dass eine effektive gerichtliche Kontrolle nicht mehr m�glich ist: Die Gerichte m�ssen und d�rfen pr�fen, ob der Bundesrat sich an die gesetzlichen Vorgaben in Art. 23b NHG gehalten und seinen Beurteilungsspielraum dem Zweck des Gesetzes entsprechend, im Sinne des verfassungsrechtlichen Moorlandschaftsschutzes, ausge�bt hat. Sie d�rften auch einschreiten, wenn der Bundesrat von einem falschen Sachverhalt ausgegangen ist. Dagegen d�rfen sie nicht eine vertretbare Abgrenzung der Moorlandschaft durch eine andere ersetzen (BGE 127 II 184 E. 5a/cc S. 192).
5.5 Das Bundesgericht hat die streitigen Gebiete in Augenschein genommen. Dabei ist es zum Ergebnis gekommen, dass die vom Bundesrat vorgenommene Abgrenzung der Moorlandschaft bei Hellberg den Vorgaben von Art. 23b NHG klarerweise nicht entspricht. Dies ist im Folgenden (E. 5.6) n�her darzulegen.
Dagegen ist die Abgrenzung des Moorlandschaftsperimeters an der Grenze zum Industriegebiet Wetzikon-Ost heikel: Urspr�nglich geh�rten diese Gebiete sicher zu der durch den Wechsel von Drumlins und Mooren gepr�gten Moorlandschaft Wetzikon/Hinwil. Daf�r spricht auch der Verlauf des (1977 festgelegten) BLN-Perimeters, der den gesamten Eisenbahnspickel sowie den Waldrand "Jungholz" einschliesst. Durch den Bau des Industriegebiets Wetzikon (mit Industriebauten, Zufahrtsstrasse und Parkpl�tzen unmittelbar an der Waldgrenze) und der Hochspannungsleitung mit Unterwerk wurde die Landschaft jedoch stark beeintr�chtigt und die Moorvegetation z.T. beseitigt. Ob diese Gebiete dennoch aus �kologischen Gr�nden, als Lebensraum moortypischer und gef�hrdeter Arten, zwingend zur Moorlandschaft geh�ren, wie die Beschwerdef�hrer geltend machen, wird erst nach Vorliegen der Stellungnahme der ENHK abschliessend beurteilt werden k�nnen.
5.6 Im Gebiet Hellberg sah der Inventar-Entwurf vor, die Grenze der Moorlandschaft am Rand des Sennwalds und der Siedlung Hellberg zu ziehen; anschliessend folgte sie dem Flurweg bei Zil bis zum Waldrand "Langriemenholz". Damit befanden sich s�mtliche Flachmoore von nationaler Bedeutung (Oberh�flerriet und Chliriet [Letzteres wird auch als Hellbergriet bezeichnet]) innerhalb des Moorlandschaftsperimeters. BGE 138 II 281 S. 291
Auf Antrag des Kantons Z�rich wurde der Moorlandschaftsperimeter zur�ckverlegt: Er folgt nunmehr (ausgehend vom Waldrand "Langriemenholz") dem Flurweg auf der Krete des Drumlins zwischen dem Oberh�flerriet (im Norden) und dem Chliriet (im S�den); an der Hinwilerstrasse �berquert er die Bahnlinie und f�hrt von dort aus in Richtung Betzholz.
Im Schreiben des BUWAL vom 4. November 1993 findet sich dazu folgende Ausf�hrung:
"Die verlangte �nderung im S�dteil der Moorlandschaft (Hellberg) ist eher bescheiden. Sie schliesst eine Landschaftskammer vom Kerngebiet der Moorlandschaft aus; beide geh�ren sicher insgesamt zur Moorlandschaft, sind jedoch durch einen Drumlin voneinander getrennt. Trotz des vorgeschlagenen Ausschlusses ist die nationale Bedeutung des restlichen Teils der Moorlandschaft immer noch gegeben, so dass wir der �nderung zustimmen k�nnen. (...)
Falls die Variante 'Mitte + 9.93' nicht realisiert wird, ist der Kanton zur Diskussion �ber eine Wiederanpassung des Perimeters im Raum Hellberg bereit."
5.6.1 Der Gutachter Keller hielt die im Inventar-Entwurf genannten Gr�nde (Einbezug des Flachmoors Chliriet, Rand des Sennwalds als Sichthorizont, herk�mmliche landwirtschaftliche Nutzung und Bauweise ausserhalb der Siedlung Hellberg, Einbezug des unbewaldeten Drumlins Zil) f�r wichtig. Die Landschaftskammer bei Hellberg sei durch einen Drumlin sowie durch das gemeinsame hydrologische Einzugsgebiet der Moore Hellbergriet und Oberh�fler Riet mit dem geltenden Perimeter der Moorlandschaft verbunden. Es sei daher mehr als fraglich, ob dieser Bereich zu Recht aus dem Perimeter der Moorlandschaft ausgeklammert worden sei. Der Gutachter schlug vor, die Frage durch eine Fachperson des Moorlandschaftsschutzes vertieft beurteilen zu lassen.
5.6.2 Das Verwaltungsgericht erachtete die Ausf�hrungen des Gutachters als zutreffend. Es hob hervor, dass die fragliche Landschaftskammer auch nach Auffassung des BUWAL im Prinzip zur Moorlandschaft geh�re. Dass der restliche Teil der Moorlandschaft auch mit dem reduzierten Perimeter noch von nationaler Bedeutung bleibe, sei kein zul�ssiges Abgrenzungskriterium; der von Verfassung und Gesetz gew�hrleistete integrale Schutz gelte f�r alle Teile einer Moorlandschaft und untersage nicht nur Beeintr�chtigungen, die dazu f�hrten, dass die Moorlandschaft geradezu ihre Schutzw�rdigkeit verliere. Auch die am Ende des Schreibens vom 4. November BGE 138 II 281 S. 2921993 enthaltene Feststellung, wonach der Kanton bereit sei, eine Wiederanpassung des Perimeters im Raum Hellberg zu diskutieren, falls die Autobahn nicht gem�ss der vorgesehenen Variante realisiert werde, lasse erkennen, dass das fragliche Gebiet nach Auffassung des BUWAL zur sch�tzenswerten Moorlandschaft geh�re und das Amt dem Verzicht auf die Unterschutzstellung nur mit R�cksicht auf den beabsichtigten Bau der Autobahn zugestimmt habe. Die Qualifikation eines Gebiets als Moorlandschaft d�rfe jedoch nicht von einer Interessenabw�gung abh�ngig gemacht werden, welche entgegenstehende Nutzungsinteressen mitber�cksichtige. Die Interessen des Strassenbaus stellten daher kein zul�ssiges Kriterium f�r die Festlegung des Perimeters dar. Es handle sich beim fraglichen Bereich um eine praktisch intakte, nur zur�ckhaltend landwirtschaftlich genutzte Landschaft. Die bestehende Bahnlinie f�ge sich durch ihre niedrige Lage gut ins Landschaftsbild ein und trete kaum st�rend in Erscheinung. Die Gel�ndekammer sei in sich geschlossen; durch den erh�ht gelegenen Sennwald werde sie auch gegen�ber dem Verkehrskreisel Betzholz (optisch wie auch bez�glich der Immissionen) abgeschirmt, und im Westen bildeten die Bauten des Weilers Hellberg einen passenden Abschluss.
Trotz der ge�usserten Bedenken gelangte die Mehrheit des Verwaltungsgerichts zum Ergebnis, die vom Bundesrat vorgenommene Abgrenzung des Perimeters sei noch vertretbar und damit gesetzeskonform. Dagegen vertrat eine Minderheit des Verwaltungsgerichts in einem abweichenden Votum die Auffassung, die im Raum Hellberg vorgenommene Abgrenzung sei schlechterdings nicht vertretbar. Das Flachmoor bei Hellberg und das umgebende Gebiet zwischen dem Sennwald und dem Weiler Hellberg m�ssten vielmehr als Teil der nord�stlich angrenzenden Moorlandschaft betrachtet werden.
5.6.5 Wie der Augenschein des Bundesgerichts best�tigt hat, zerschneidet der vom Bundesrat festgelegte Perimeter das Flachmoor von nationaler Bedeutung Oberh�flerriet (an der Kreuzung Hinwilerstrasse/Bahnlinie) und schliesst das Chliriet - ein Flachmoorgebiet von nationaler Bedeutung und besonderer Sch�nheit - aus der Moorlandschaft aus. Abgesehen von den Interessen des Strassenbaus, die nicht ber�cksichtigt werden d�rfen (BGE 127 II 184 E. 5b/aa S. 193), sind keine sachlichen Gr�nde f�r diesen Perimeterverlauf ersichtlich:
Zwischen dem Chliriet und dem Oberh�fleriet liegt ein Drumlin, der landwirtschaftlich genutzt wird und auf dem lediglich ein Feldweg BGE 138 II 281 S. 293verl�uft. Dieser H�gel ist aber kein trennendes Element, sondern gerade Bestandteil der Moorlandschaft, die im Bereich Wetzikon/Hinwil durch den Wechsel von Drumlins (d.h. w�hrend der letzten Eiszeit abgelagerten, langgezogenen Mor�nenh�geln) und dazwischenliegenden streifenf�rmigen Mooren in den Senken charakterisiert wird. Das Moorbiotop Chliriet ist als Flachmoor von nationaler Bedeutung und besonderer Sch�nheit (Nr. 58) inventarisiert. Die das Chliriet umgebende Landschaft ist durch die landwirtschaftliche Nutzung gepr�gt und wird durch den Weiler Hellberg nicht beeintr�chtigt. Die Hinwilerstrasse zerschneidet zwar das Oberh�flerriet im Bereich des Bahn�bergangs und trennt das Chliriet von den vern�ssten Fl�chen am Sennwald, die fr�her ebenfalls zum Moorbiotop geh�rten. Es handelt sich jedoch um eine Strasse von nur lokaler Bedeutung, die landschaftlich wenig in Erscheinung tritt. Gleiches gilt f�r die Bahnlinie; hierf�r kann auf die Feststellungen des Verwaltungsgerichts verwiesen werden.
5.7 Nach dem Gesagten entspricht der Moorlandschaftsperimeter im Bereich Hellberg nicht den Vorgaben des Bundesgesetzes- und -verfassungsrechts und muss erweitert werden. Zwar verbleibt ein gewisses Ermessen des Bundesrats bei der genauen Abgrenzung der Moorlandschaft; diese muss jedoch mindestens das gesamte Oberh�flerriet und das Chliriet mitsamt dem dazwischen liegenden Drumlin umfassen.
Dies hat zur Folge, dass ein Teil des Tagbautunnels Br�schweid-Hellberg (samt der oberirdisch sichtbaren Tunnelluftabsaugung Hellberg), das Tunnelportal bei Hellberg mit den daf�r vorgesehenen Aufsch�ttungen auf einer L�nge von ca. 220 m und ein Teil der oberirdischen Strecke in Richtung Betzholz in die Moorlandschaft Nr. 106 zu liegen kommen.
6. Im Folgenden ist zu pr�fen, inwiefern der Schutz der Moorlandschaft von nationaler Bedeutung dem projektierten Strassenbau zwingend entgegensteht. Dabei beschr�nkt sich die Pr�fung auf die Abschnitte, die innerhalb der gesch�tzten Moorlandschaft liegen.
F�r die Abschnitte ausserhalb des Moorlandschaftsperimeters erscheint es sinnvoll, zun�chst das Gutachten der ENHK abzuwarten, da sich die Frage, inwieweit sie negative Auswirkungen auf die gesch�tzte Landschaft und ihre Fauna und Flora haben k�nnen, in gleicher Weise f�r das BLN-Gebiet stellt. BGE 138 II 281 S. 294
6.1 Die Parteien sind sich einig, dass zumindest oberirdische Autobahnstrecken und -anlagen (Tunnelportale, Aufsch�ttungen, Abluftkamine) innerhalb der gesch�tzten Moorlandschaft nicht bewilligt werden k�nnen. Dagegen ist streitig, inwieweit die unterirdischen Strecken der ZOA mit dem Moorlandschaftsschutz vereinbar sind.
Zwischen dem Halbanschluss Wetzikon-Ost und dem Tunnelportal bei Hellberg verl�uft die ZOA im Tunnel Alt-Hellberg. Dabei sollen die Drumlins Allenberg und Alt Hellberg bergm�nnisch unterquert werden; die �brige Strecke (ca. 400 m im Bereich B�nler und ca. 1'250 m zwischen Br�schweid und dem Tunnelportal bei Hellberg) sollen im Tagbau erstellt werden.
Die Vorinstanzen und das BAFU �usserten sich nur zum Tagbautunnel B�nler, der innerhalb des vom Bundesrat festgelegten Moorlandschaftsperimeters liegt. Nach dem oben Gesagten verl�uft jedoch auch ein Teil des Tagbautunnels Br�schweid-Hellberg innerhalb der Moorlandschaft von nationaler Bedeutung und besonderer Sch�nheit.
6.1.1 Das Verwaltungsgericht ging mit dem Gutachten Keller davon aus, dass das Schutzziel des Moorlandschaftsschutzes durch einen Tunnel im Tagbau l�ngerfristig nicht beeintr�chtigt werde, wenn die Landschaft nach der Bauphase in ihren urspr�nglichen Zustand zur�ckversetzt werde. Die vor�bergehende Beeintr�chtigung der Landschaft w�hrend der Bauphase sei zul�ssig, wenn der Eingriff mit gr�sstm�glicher Schonung durchgef�hrt werde und eine in landschaftlicher Hinsicht einwandfreie Wiederherstellung des betroffenen Projektperimeters innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit erfolge. Mit Blick auf die geplante rund 14-monatige Bauzeit erachtete es den Tagbautunnel B�nler noch als zul�ssig.
Diese Auffassung wird auch vom Kanton Z�rich vertreten.
6.1.2 Die Beschwerdef�hrer sind dagegen der Auffassung, innerhalb der Moorlandschaft d�rften nach Art. 23d Abs. 2 lit. d NHG nur solche Infrastrukturanlagen gebaut werden, die f�r eine nachhaltige Nutzung der Moorlandschaft erforderlich seien. Zudem seien zumindest die im Tagbau errichteten Tunnel auch nicht schutzvertr�glich. Sie r�gen, das Verwaltungsgericht habe das Schutzziel zu Unrecht auf den Landschaftsschutz beschr�nkt und �kologische Zusammenh�nge missachtet. Die Moorlandschaft Nr. 106 sei Lebensraum seltener, gesch�tzter und bedrohter Tier- und Pflanzenarten, die durch die Immissionen der Baustelle und der Transportpisten beeintr�chtigt BGE 138 II 281 S. 295w�rden. Art. 23c Abs. 1 NHG verlange die Erhaltung der nat�rlichen Eigenheiten der Moorlandschaft; diese seien jedoch nach einem Totalumbau der Landschaftskammer mit anschliessender k�nstlicher Wiederherstellung nicht mehr vorhanden.
Die Beschwerdef�hrer erachten auch die bergm�nnisch erstellten Tunnel innerhalb der Moorlandschaft als unzul�ssige Bodenver�nderungen i.S. von Art. 78 Abs. 5 BV und Art. 23d NHG. Sie r�gen in diesem Zusammenhang eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs, weil sich das Verwaltungsgericht mit dieser Frage nicht auseinandergesetzt habe.
6.1.3 Das BAFU h�lt die bergm�nnisch erstellten Tunnel f�r mit dem Schutz der Moorlandschaft vertr�glich. Dagegen stelle der ca. 400 m lange Tagbautunnel B�nler einen unzul�ssigen Eingriff in das Moorlandschaftsgebiet dar. Durch den Tagebau werde in schwerwiegender Weise in die Eigenheit der Moorlandschaft und in die Schutzziele i.S. von Art. 5 Abs. 2 lit. d der Moorlandschaftsverordnung eingegriffen. Eine integrale Unversehrtheit der Moorlandschaft k�nne nur garantiert werden, wenn der Tunnelbau bergm�nnisch vorgenommen werde.
6.2 Gem�ss Art. 78 Abs. 5 BV (fr�her Art. 24sexies Abs. 5 aBV) sind Moore und Moorlandschaften von besonderer Sch�nheit und gesamtschweizerischer Bedeutung gesch�tzt. Es d�rfen darin weder Anlagen gebaut noch Bodenver�nderungen vorgenommen werden. Ausgenommen sind Einrichtungen, die dem Schutz oder der bisherigen landwirtschaftlichen Nutzung der Moore und Moorlandschaften dienen. Art. 78 Abs. 5 BV sieht somit ein absolutes Ver�nderungsverbot sowohl f�r Moore als auch f�r Moorlandschaften vor und l�sst Ausnahmen nur zu, wenn sie dem Schutz oder der bisherigen landwirtschaftlichen Nutzung dienen. Art. 78 Abs. 5 BV r�umt dem Schutz von Mooren und Moorlandschaften absoluten Vorrang ein und bel�sst keinen Raum f�r eine Abw�gung mit anderen Interessen im Einzelfall (BGE 117 Ib 243 E. 3b S. 247; Urteil 1A.124/2003 vom 23. September 2003 E. 5.6, in: URP 2003 S. 731, ZBl 106/2005 S. 167, RDAF 2004 I S. 749; PETER M. KELLER, Kommentar NHG, 1997, Vorbem. 7 zu Art. 23a-23d NHG; BERNHARD WALDMANN, Der Schutz von Mooren und Moorlandschaften: Inhalt, Tragweite und Umsetzung des "Rothenthurmartikels": [Art. 24sexies Abs. 5 BV], 1997 , S. 90, 251 ff.).
Im Gegensatz zu Art. 78 Abs. 5 BV differenzierten das NHG und das darauf beruhende Verordnungsrecht zwischen Moorbiotopen und BGE 138 II 281 S. 296Moorlandschaften. Art. 23d Abs. 1 NHG l�sst die Gestaltung und Nutzung von Moorlandschaften zu, soweit dies der Erhaltung der f�r die Moorlandschaften typischen Eigenheiten nicht widerspricht. Damit wird das Kriterium der Schutzzieldienlichkeit durch dasjenige der Schutzzielvertr�glichkeit ersetzt (BGE 124 II 19 E. 5c S. 27; BGE 123 II 248 E. 3a/cc S. 252). Unter dieser Voraussetzung erkl�rt Art. 23d Abs. 2 NHG insbesondere folgende Nutzungen f�r zul�ssig:
b) den Unterhalt und die Erneuerung rechtm�ssig erstellter Bauten und Anlagen;
d) die f�r die Anwendung der Buchstaben a-c notwendigen Infrastrukturanlagen.
Insofern gilt in Moorlandschaften kein absolutes Ver�nderungsverbot, sondern es ist jeweils zu pr�fen, ob ein Vorhaben mit den Schutzzielen vereinbar ist. Eine Interessenabw�gung ist aber auch hier nicht zul�ssig: Widerspricht ein Vorhaben den Schutzzielen, so ist es unzul�ssig, unabh�ngig vom Gewicht der �brigen auf dem Spiele stehenden Interessen (KELLER, a.a.O., Vorbem. 9 zu Art. 23a-23d NHG).
Der Regelung in Art. 23d NHG liegt die �berlegung zugrunde, dass es sich bei Moorlandschaften - im Gegensatz zu den Moorbiotopen - um Kulturlandschaften handelt, die durch Menschen gestaltet wurden und die weiterhin von Menschen bewohnt und genutzt werden (Voten Bundesr�tin Dreifuss, AB 1993 N 2078 und 2105). Die R�te wollten die Beibehaltung der traditionellen Besiedlung und Nutzung dieser Gebiete und deren angepasste und nachhaltige Weiterentwicklung erm�glichen (Voten Frick, AB 1992 S 602 f.; Baumberger, AB 1993 N 2104 und 2106), in der Erkenntnis, dass Moorlandschaftsschutz als Kulturlandschaftsschutz nur mit und nicht gegen die betroffene Bev�lkerung durchgesetzt werden k�nne (Voten Blatter, AB 1993 N 2073; Baumberger, AB 1993 N 2104).
Zur Klarstellung, welche Nutzungen auch k�nftig - unter dem Vorbehalt der Schutzzielvertr�glichkeit - m�glich sein sollen, wurde die Aufz�hlung in Art. 23d Abs. 2 NHG beschlossen (Voten Schallberger, AB 1992 S 619; Frick, AB 1992 S 620; Wyss, AB 1993 N 2103), bei der es sich allerdings, wie das Wort "insbesondere" zeigt, nicht um eine abschliessende Aufz�hlung handelt. Aus den Debatten geht hervor, dass neben den ausdr�cklich genannten Nutzungen auch BGE 138 II 281 S. 297milit�rische Nutzungen und eine sanfte touristische Nutzung m�glichsein sollten (Votum Schallberger, AB 1992 S 619). Abgelehnt wurden dagegen die Antr�ge von St�nderat K�chler, in Art. 23d Abs. 2 auch die Erweiterung rechtm�ssig erstellter Bauten und Anlagen sowie den Neubau notwendiger Erschliessungsanlagen zu erw�hnen: Die Zulassung von Erweiterungen w�rde den verfassungsrechtlichen Rahmen sprengen (Voten Jagmetti, Frick und Bundesrat Cotti, AB 1992 S 621); Erschliessungsanlagen seien nur zul�ssig, soweit sie f�r die in lit. a-c aufgez�hlten Nutzungen unerl�sslich (VotumJagmetti, AB 1992 S 622) bzw. f�r die nachhaltige Nutzung derMoorlandschaft erforderlich seien (Votum Baumberger, AB 1993 N 2106). 6.3 Art. 23d NHG ist f�r das Bundesgericht massgebend (Art. 190 BV). Dabei ist eine Auslegung zu w�hlen, die sich vom Wortlaut und Sinn der Verfassungsbestimmung m�glichst wenig entfernt (BGE 128 II 23 E. 3.3 S. 28; BGE 123 II 248 E. 3a/cc S. 253). F�r weitere als die in Art. 23d Abs. 2 NHG umschriebenen Nutzungen bleibt daher nur ein sehr enger Raum (Urteile des Bundesgerichts 1A.14/1999 vom 7. M�rz 2000 E. 3b, in: URP 2001 S. 437; 1A.124/2003 vom 23. September 2003 E. 4.4, in: URP 2003 S. 731, ZBl 106/2005 S. 167, RDAF 2004 I S. 749; so auch KELLER, a.a.O., N. 11 zu Art. 23d NHG: "ausserordentlich strenger Massstab"). In BGE 138 II 23 E. 3.3 S. 28 f. hielt das Bundesgericht fest, dass Art. 23d Abs. 2 lit. b NHG bei rechtm�ssig erstellten Bauten und Anlagen nur den Unterhalt und die Erneuerung, nicht aber eine Erweiterung zulasse; dies schliesse a fortiori den Bau neuer Geb�ude aus, ohne dass die Schutzzielvertr�glichkeit n�her gepr�ft werden m�sse. Vorbehalten blieben nur Anlagen oder Bauten, die dem Schutz der Moorlandschaft - direkt oder indirekt - dienen und damit schon nach Art. 78 Abs. 5 BV zul�ssig seien.
Diese Erw�gungen gelten analog f�r Infrastrukturanlagen: F�llt eine solche Anlage nicht unter Art. 23d Abs. 2 lit. d NHG, weil sie nicht f�r die in lit. a-c aufgez�hlten Nutzungen notwendig ist, so ist sie innerhalb der Moorlandschaft unzul�ssig und kann auch nicht gest�tzt auf Art. 23d Abs. 1 NHG i.V.m. Art. 5 Abs. 2 lit. d Moorlandschaftsverordnung bewilligt werden. Wie sich aus den oben zitierten Materialien ergibt, wurde der weitergehende Antrag, den Neubau notwendiger Erschliessungsanlagen zuzulassen, vom Gesetzgeber ausdr�cklich abgelehnt. BGE 138 II 281 S. 298
Vorliegend dient die ZOA offensichtlich nicht der nachhaltigen Nutzung der Moorlandschaft, sondern �berregionalen Verkehrsinteressen. Der Bau einer solchen Anlagen ist daher innerhalb der Moorlandschaft von nationaler Bedeutung unzul�ssig.
6.4 Dies gilt nicht nur f�r die oberirdischen Anlagen (oberirdische Strassenabschnitte, Tunnelportale, Abluftkamine), sondern auch f�r die im Tagbau erstellten Tunnel: Diese widersprechen den Zielen des Moorlandschaftsschutzes, wie im Folgenden darzulegen ist.
6.4.1 Art. 4 Abs. 1 Moorlandschaftsverordnung umschreibt die f�r alle Objekte geltenden Schutzziele. Danach ist die Landschaft vor Ver�nderungen zu sch�tzen, welche die Sch�nheit oder die nationale Bedeutung der Moorlandschaft beeintr�chtigen (lit. a). Die f�r Moorlandschaften charakteristischen Elemente und Strukturen sind zu erhalten, namentlich geomorphologische Elemente, Biotope, Kulturelemente sowie die vorhandenen traditionellen Bauten und Siedlungsmuster (lit. b). Besondere R�cksicht ist auf gesch�tzte Pflanzen- und Tierarten sowie die in den Roten Listen aufgef�hrten, gef�hrdeten und seltenen Pflanzen- und Tierarten zu nehmen (lit. c). Die nachhaltige moor- und moorlandschaftstypische Nutzung ist zu unterst�tzen, damit sie so weit als m�glich erhalten bleibt (lit. d). Diese Schutzziele sind f�r die einzelnen Objekte durch die Kantone zu konkretisieren, auf der Grundlage der Objektbeschreibungen des Inventars (Art. 4 Abs. 2 Moorlandschaftsverordnung).
6.4.2 Die Moorlandschaft Nr. 106 Wetzikon/Hinwil wird im Bundesinventar als charakteristische Drumlin-Moorlandschaft umschrieben, deren Relief von Drumlins, w�hrend der letzten Eiszeit abgelagerten, langgezogenen Mor�nenh�geln, gepr�gt wird, welche in Fliessrichtung des Gletschereises orientiert sind. Sie gliedern die Landschaft in Kammern verschiedener Gr�sse.
Das BAFU f�hrt in seiner Vernehmlassung aus, dass mit der Zerst�rung eines solchen Drumlins sein naturgeschichtlicher Eigenwert unwiderruflich verloren gehe. Das Moorlandschaftsrecht erlaube Erdbewegungen im geplanten Ausmass nicht und sehe deshalb auch keine Wiederherstellungs- und Ersatzmassnahmen f�r derartige Eingriffe vor. Eine integrale Unversehrtheit der Moorlandschaft k�nne deshalb nur mit einem bergm�nnischen Tunnelvortrieb garantiert werden.
Diesen Ausf�hrungen ist zuzustimmen: F�r die Errichtung der Tagbautunnel sind Baustellen betr�chtlichen Ausmasses und gewaltige Erdbewegungen erforderlich. Allein die Tagbaustelle B�nler weist BGE 138 II 281 S. 299eine L�nge von 420 m, eine Breite von 75 bis 80 m (inkl. Transportpisten) und eine Tiefe von 12 bis 19 m auf. Gem�ss UVB wird sie den flachen Drumlin im Gebiet F�gswilerweid und die ausgedehnte Senke in der Verl�ngerung des B�nlerriets durchschneiden; betroffen sind auch die Flanken der Drumlins Alt Hellberg und Allenberg. Damit werden f�r die Moorlandschaft charakteristische geomorphologische Elemente (zumindest teilweise) zerst�rt. Selbst wenn das urspr�ngliche Relief wiederhergestellt wird, w�rde es sich um eine k�nstliche Aufsch�ttung und nicht mehr um die vom Gletschereis geschaffenen Landschaftselemente handeln.
Analoges gilt f�r die Tagbaustrecke im Bereich Hellberg.
Hinzu kommen die erheblichen (wenn auch vor�bergehenden) Eingriffe in die Moorlandschaft und ihre Fauna und Flora w�hrend der Bauphase (Immissionen; Isolation und Zerschneidung von Lebensr�umen). In der Betriebsphase wirken sich die Luftschad- und -n�hrstoffimmissionen der Tunnelstrecke Alt Hellberg negativ auf die Moorbiotope aus, soweit sie am Tunnelportal Hellberg austreten. Soweit sie abgesaugt werden, beeintr�chtigt der hierf�r erforderliche Kamin die Moorlandschaft visuell.
6.5 Wie die Vertreter des Kantons am Augenschein �berzeugend dargelegt haben, ist eine bergm�nnische Erstellung der Tunnel in den Bereichen B�nler und Hellberg nicht m�glich: F�r den bergm�nnischen Vortrieb m�sste die Strassenachse erheblich tiefer gelegt werden und w�rde damit in den grundwasserf�hrenden Aathal-Schotter zu liegen kommen, d.h. den Grundwasserstrom beeintr�chtigen.
Kann somit der Tunnel Alt Hellberg bereits in den Bereichen B�nler und Hellberg nicht wie geplant realisiert werden, kann offenbleiben, ob die bergm�nnisch vorgetriebenen Tunnel unter dem Allenberg und dem Drumlin Alt Hellberg mit dem Moorlandschaftsschutz vereinbar sind.
Zwar ist unstreitig, dass ein erhebliches �ffentliches Interesse an der Schliessung der Autobahnl�cke und an der Entlastung der Ortsdurchfahrt von Wetzikon besteht. Wie dargelegt wurde, l�sst jedoch der bundesrechtliche Moorlandschaftsschutz keine Abw�gung mit entgegenstehenden Interessen zu. Insofern m�ssen die von den Beschwerdef�hrern vorgeschlagenen alternativen Streckenf�hrungen nicht n�her gepr�ft werden.
128 II 23,
art. 7 al. 2 LPN suite... ,
Art. 23d Abs. 2 lit. d NHG,
art. 23d al. 2 let,
Art. 17a NHG,
Art. 25 Abs. 1 lit. e der Verordnung vom 16. Januar 1991 �ber den Natur- und Heimatschutz (NHV; SR 451.1),
Art. 21 Abs. 3 UVPV,
Art. 23d Abs. 2 lit. b NHG

References: art. 23
 art. 23
 art. 5
 BGE 
 BGE 
 Art. 7
 Art. 7
 Art. 17
 Art. 25
 Art. 7
 Art. 25
 Art. 5
 Art. 5
 BGE 
 Art. 5
 Art. 7
 Art. 5
 Art. 78
 Art. 78
 Art. 2
 BGE 
 BGE 
 Art. 2
 Art. 21
 BGE 
 Art. 18
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 78
 BGE 
 Art. 23
 Art. 23
 BGE 
 Art. 23
 Art. 23
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 23
 BGE 
 Art. 23
 Art. 78
 Art. 23
 Art. 5
 Art. 78
 Art. 24
 Art. 78
 Art. 78
 Art. 23
 Art. 78
 BGE 
 Art. 23
 BGE 
 Art. 23
 Art. 23
 Art. 23
 Art. 23
 BGE 
 Art. 23
 Art. 23
 BGE 
 Art. 23
 Art. 23
 BGE 
 Art. 23
 Art. 78
 Art. 23
 Art. 23
 Art. 5
 BGE 
 Art. 4
 BGE 

art. 7

Art. 23

art. 23

Art. 17

Art. 25

Art. 21

Art. 23