Source: http://sadaba.de/Archiv_Bund/GSBT_AusbEignVO.html
Timestamp: 2017-07-22 20:37:50+00:00

Document:
Text-Ausbilder-Eignungsverordnung
AusbEignV
BGBl.III/FNA: 806-21-4-5;
(AusbEignV) n-amtl
vom 16.02.99 (BGBl_I_99,157)
zuletzt geändert durch Art.1 iVm Art.27 des RV-Altersgrenzenanpassungsgesetzes vom 20.04.07 (BGBl_I_07,554)
§§§ §_1 AusbEignV
Ausbilder in Gewerbebetrieben, im Bergwesen, in der
Landwirtschaft, in der Hauswirtschaft und im öffentlichen
Dienst haben für die Ausbildung in nach dem Berufsbildungsgesetz
geregelten Ausbildungsberufen den Erwerb
der berufs- und arbeitspädagogischen Kenntnisse gemäß
den §§ 2 bis 6 nachzuweisen.
§_2 AusbEignV
Die berufs- und arbeitspädagogische Eignung umfaßt
die Qualifikation zum selbständigen Planen, Durchführen
und Kontrollieren in folgenden Handlungsfeldern:
a) Auswählen der Arbeitsplätze und Aufbereiten der
e) Berücksichtigen kultureller Unterschiede bei der
Abschluß der Ausbildung:
§§§ §_3 AusbEignV
(1) 1Die Qualifikation nach § 2 ist in einer Prüfung nachzuweisen.
2Die Prüfung kann zweimal wiederholt werden.
(2) Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen und
(3) Im schriftlichen Teil soll der Prüfungsteilnehmer in
höchstens drei Stunden aus mehreren Handlungsfeldern
fallbezogene Aufgaben unter Aufsicht bearbeiten.
(4) 1Der praktische Teil besteht aus der Präsentation oder praktischen Durchführung einer Ausbildungseinheit und
einem Prüfungsgespräch. 2Der Prüfungsteilnehmer wählt dazu eine Ausbildungseinheit aus. 3Die Auswahl und Gestaltung der Ausbildungseinheit hat der Prüfungsteilnehmer in dem Prüfungsgespräch zu begründen. 4Die Prüfung im praktischen Teil soll höchstens 30 Minuten dauern.
(5) 1Im Bereich der Landwirtschaft und im Bereich der Hauswirtschaft besteht der praktische Teil aus der Durchführung
einer vom Prüfungsteilnehmer in Abstimmung mit dem Prüfungsausschuß auszuwählenden Ausbildungseinheit und einem Prüfungsgespräch, in dem der Prüfungsteilnehmer die Auswahl und Gestaltung der Ausbildungseinheit
zu begründen hat. 2Die Prüfung im praktischen Teil soll höchstens 60 Minuten dauern.
§§§ §_4 AusbEignV
Prüfungsausschüsse, Prüfungsordnungen
(1) 1Für die Abnahme der Prüfung errichtet die zuständige Stelle einen Prüfungsausschuß. 2§ 36 Satz 2 und die §§ 37 und 38 des Berufsbildungsgesetzes gelten entsprechend.
(2) 1Die zuständige Stelle hat eine Prüfungsordnung zu erlassen. 2§ 41 Satz 2 bis 4 des Berufsbildungsgesetzes gilt entsprechend.
§§§ §_5 AusbEignV
Über die bestandene Prüfung ist dem Prüfungsteilnehmer
ein Zeugnis auszustellen, aus dem hervorgeht, daß er
die berufs- und arbeitspädagogische Qualifikation nach
dieser Verordnung durch die Prüfungsleistungen gemäß
§ 3 Abs.2 nachgewiesen hat.
§§§ §_6 AusbEignV
(1) Wer durch eine Meisterprüfung oder eine andere
Prüfung der beruflichen Fortbildung nach der Handwerksordnung,
dem Berufsbildungsgesetz oder nach beamtenrechtlichen
Vorschriften eine dieser Verordnung entsprechende
nachgewiesen hat, gilt für die Berufsausbildung als im
Sinne dieser Verordnung berufs- und arbeitspädagogisch
(2) 1Wer eine sonstige staatliche, staatlich anerkannte
oder von einer öffentlich-rechtlichen Körperschaft abgenommene
Prüfung bestanden hat, deren Inhalt den in § 2
genannten Anforderungen ganz oder teilweise entspricht,
kann auf Antrag vom Prüfungsausschuß ganz oder teilweise
von der Prüfung nach § 3 befreit werden. 2Die zuständige
Stelle erteilt darüber eine Bescheinigung. 3§ 5 gilt entsprechend.
(3) 1Die zuständige Stelle kann in Ausnahmefällen von dem nach den §§ 2 bis 3 und 5 erforderlichen Nachweis
befreien, wenn eine ordnungsgemäße Ausbildung sichergestellt
ist. 2Die zuständige Stelle kann Auflagen erteilen.
3Auf Antrag erteilt die zuständige Stelle hierüber eine Bescheinigung.
(4) 1In Betrieben der Landwirtschaft kann die zuständige Stelle denjenigen von dem nach den §§ 1 bis 3 und 5 erforderlichen
Nachweis befreien, der seine Kinder, seine Enkel
seine Geschwister oder deren Kinder in Berufen der Landwirtschaft
ausbilden will, wenn er an einem Lehrgang teilgenommen
hat in dem dem § 2 entsprechende Kenntnisse
vermittelt wurden. 2Der Lehrgang soll mindestens 40 Unterrichtsstunden umfassen. 3Die zuständige Stelle kann die Befreiung vom Eignungsnachweis nach den Sätzen 1 und 2 ablehnen oder auf Ausbildungsabschnitte
begrenzen, wenn in ihrem Zuständigkeitsbereich eine
ausreichende Zahl freier Ausbildungsplätze angeboten
wird, bei denen die Ausbilder den Eignungsnachweis
§§§ §_7 AusbEignV (F)
Befreiung von der Nachweispflicht (2)
Ausbilder im Sinne des § 1 sind für bestehende und bis zum Ablauf des 31.Juli 2009 beginnende Ausbildungsverhältnisse von der Pflicht zum Nachweis
von Kenntnissen nach dieser Verordnung befreit.
§§§ §_8 AusbEignV
1Diese Verordnung tritt am 1.März 1999 in Kraft. 2Mit dem Inkrafttreten dieser Verordnung treten
die Ausbilder-Eignungsverordnung öffentlicher Dienst
vom 16.Juli 1976 (BGBl.I S.1825), die zuletzt durch
die Verordnung vom 6.November 1996 (BGBl.I S.1684) geändert worden ist,
die Ausbilder-Eignungsverordnung Hauswirtschaft vom
29.Juni 1978 (BGBl.I S.976), die zuletzt durch die
Verordnung vom 6.November 1996 (BGBl.I S.1686)
die Ausbilder-Eignungsverordnung Landwirtschaft vom
5.April 1976 (BGBl.I S.923), die zuletzt durch die
Verordnung vom 6.November 1996 (BGBl.I S.1685)
geändert worden ist, und
die Ausbilder-Eignungsverordnung gewerbliche Wirtschaft vom 20.April 1972 (BGBl.I S.707), die zuletzt
durch die Verordnung vom 21. April 1998 (BGBl.I S.737) geändert worden ist,

References: Art.1
 Art.27
 § 2

§ 3
 § 2
 § 3
 § 2
 § 1