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Landesärztekammer Rheinland-Pfalz • Landesärztekammer Rheinland-Pfalz • Prüfungsordnung MFA
Prüfungsordnung MFA
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Prüfungsordnung für die Durchführung von Abschlussprüfungen im Ausbildungsberuf der/des "Medizinischen Fachangestellten" » PDF [95 KB]
in Kraft seit 01.03.07
genehmigt durch Schreiben des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen
Rheinland-Pfalz vom 24. Januar 2007, Az. 624-1-80520-4
§ 12 Regelungen für behinderte Menschen
§ 20 Rücktritt, Nichteilnahme
VI. ABSCHNITT Regelung über die Prüfungsgebühr
§ 26 Prüfungsgebühr
§ 27 Rechtsbehelfsbelehrung
§ 29 Genehmigung, Inkrafttreten
Aufgrund des Beschlusses des Berufsbildungsausschusses bei der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz vom 09.12.2006 erlässt die Landesärztekammer Rheinland-Pfalz als zuständige Stelle hiermit gemäß § 71 Abs. 6 i.V.m. §§ 47 Satz 1 und 79 Abs. 4 Berufsbildungsgesetz (BBiG) vom 23. März 2005 (BGBl. I S. 931 ff.) unter Berücksichtigung der Verordnung über die Berufsausbildung zum Medizinischen Fachangestellten/zur Medizinischen Fachangestellten vom 26. April 2006 (BGBl. Teil I Nr. 22) die folgende Prüfungsordnung für die Durchführung von Abschlussprüfungen:
(1) Für die Abnahme der Abschlussprüfung errichtet die jeweils zuständige Bezirksärztekammer Prüfungsausschüsse (§ 39 Abs. 1 BBiG).
(2) Bei Bedarf, insbesondere bei einer großen Anzahl von Prüflingen, können mehrere Prüfungsausschüsse errichtet werden. Werden mehrere Prüfungsausschüsse errichtet, sollen Sitz und Zusammensetzung der Ausschüsse nach regionalen Gesichtspunkten bestimmt werden.
(1) Der Prüfungsausschuss besteht aus mindestens drei Mitgliedern. Die Mitglieder müssen für die Prüfungsgebiete sachkundig und für die Mitwirkung im Prüfungswesen geeignet sein (§ 40 Abs. 1 BBiG).
(2) Dem Prüfungsausschuss müssen als Mitglieder Ärzte/Ärztinnen als Beauftragte der Arbeitgeber/Arbeitgeberinnen, Arzthelfer/Arzthelferinnen oder Medizinische Fachangestellte als Beauftragte der Arbeitnehmer/Arbeitnehmerinnen in gleicher Zahl sowie mindestens eine Lehrkraft einer berufsbildenden Schule angehören. Mindestens zwei Drittel der Gesamtzahl der Mitglieder sind Beauftragte der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer (§ 40 Abs. 2 Satz 1 und 2 BBiG). Von dieser Zusammensetzung darf nur abgewichen werden, wenn anderenfalls die erforderliche Zahl von Mitgliedern des Prüfungsausschusses nicht berufen werden kann (§ 40 Abs. 5 BBiG).
(4) Die Mitglieder und stellvertretenden Mitglieder werden von der jeweils zuständigen Bezirksärztekammer längstens für fünf Jahre berufen (§ 40 Abs. 3 Satz 1 BBiG).
(5) Die Beauftragten der Arbeitnehmer werden auf Vorschlag der im Bereich der jeweils zuständigen Bezirksärztekammer bestehenden Gewerkschaften und selbständigen Vereinigungen von Arbeitnehmern mit sozial- und berufspolitischer Zwecksetzung berufen (§ 40 Abs. 3 Satz 2 BBiG).
(6) Lehrkräfte von berufsbildenden Schulen werden im Einvernehmen mit der Schulaufsichtsbehörde oder der von ihr bestimmten Stelle berufen (§ 40 Abs. 3 Satz 3 BBiG)
(7) Werden Mitglieder nicht oder nicht in ausreichender Zahl innerhalb einer von der jeweils zuständigen Bezirksärztekammer gesetzten angemessenen Frist vorgeschlagen oder wird das Einvernehmen zu einer Berufung nach Abs. 6 nicht hergestellt, so beruft die jeweils zuständige Bezirksärztekammer insoweit nach pflichtgemäßem Ermessen (§ 40 Abs. 3 Satz 4 BBiG).
(9) Die Tätigkeit im Prüfungsausschuss ist ehrenamtlich. Für bare Auslagen und für Zeitversäumnis ist, soweit eine Entschädigung nicht von anderer Seite gewährt wird, eine angemessene Entschädigung zu zahlen, deren Höhe von der jeweils zuständigen Bezirksärztekammer im Einvernehmen mit der Landesärztekammer und mit Genehmigung der obersten Landesbehörde festgesetzt wird (§ 40 Abs. 4 BBiG).
(1) Bei der Zulassung und Prüfung dürfen Prüfungsausschussmitglieder nicht mitwirken, die z.B. mit dem Prüfling verheiratet oder verheiratet gewesen oder mit ihm in gerader Linie verwandt oder verschwägert oder durch Annahme als Kind verbunden oder in der Seitenlinie bis zum dritten Grade verwandt oder bis zum zweiten Grade verschwägert sind, auch wenn die Ehe, durch welche die Schwägerschaft begründet ist, nicht mehr besteht. Im Übrigen findet § 20 VwVfG (Ausschluss), im Hinblick auf Befangenheit § 21 VwVfG Anwendung.
(3) Prüfungsausschussmitglieder, die sich befangen fühlen, oder Prüflinge, die die Besorgnis der Befangenheit geltend machen wollen, haben dies der jeweils zuständigen Bezirksärztekammer mitzuteilen, während der Prüfung dem Prüfungsausschuss.
(4) Die Entscheidung über den Ausschluss von der Mitwirkung trifft die jeweils zuständige Bezirksärztekammer, während der Prüfung der Prüfungsausschuss.
(5) Wenn infolge Ausschluss oder Befangenheit eine ordnungsgemäße Besetzung des Prüfungsausschusses nicht möglich ist, kann die jeweils zuständige Bezirksärztekammer die Durchführung der Prüfung einem anderen Prüfungsausschuss, erforderlichenfalls einer anderen zuständigen Stelle übertragen. Das gleiche gilt, wenn eine objektive Durchführung der Prüfung aus anderen Gründen nicht gewährleistet erscheint.
(1) Der Prüfungsausschuss wählt ein Mitglied, das den Vorsitz führt und ein weiteres Mitglied, das den Vorsitz stellvertretend übernimmt. Der/die Vorsitzende und das ihn/sie stellvertretende Mitglied sollen nicht derselben Mitgliedergruppe angehören (§ 41 Abs. 1 BBiG).
(2) Der Prüfungsausschuss ist beschlussfähig, wenn zwei Drittel der Mitglieder, mindestens drei, mitwirken. Er beschließt mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des vorsitzenden Mitglieds den Ausschlag (§ 41 Abs. 2 BBiG).
(1) Die jeweils zuständige Bezirksärztekammer regelt im Benehmen mit dem Prüfungsausschuss dessen Geschäftsführung, insbesondere Einladungen, Protokollführung und Durchführung der Beschlüsse.
(2) Die Sitzungsprotokolle sind vom Protokollführer/von der Protokollführerin und vom vorsitzenden Mitglied zu unterzeichnen. § 22 Abs. 6 und 7 bleiben unberührt.
Die Mitglieder des Prüfungsausschusses sowie Gäste gemäß § 16 Abs. 1 haben über alle Prüfungsvorgänge gegenüber Dritten Verschwiegenheit zu wahren. Dies gilt nicht gegenüber dem Berufsbildungsausschuss und der zuständigen Stelle. Ausnahmen von der Verpflichtung zur Verschwiegenheit bedürfen der Einwilligung der jeweils zuständigen Bezirksärztekammer.
(1) Die jeweils zuständige Bezirksärztekammer bestimmt in der Regel zwei für die Durchführung der Prüfung maßgebende Termine im Jahr. Diese Termine sollen auf den Ablauf der Berufsausbildung und des Schuljahres abgestimmt sein.
(2) Die jeweils zuständige Bezirksärztekammer gibt diese Termine einschließlich der Anmeldefristen rechtzeitig, mindestens zwei Monate vorher, bekannt.
(3) Wird die Abschlussprüfung mit einheitlichen überregionalen Prüfungsaufgaben durchgeführt, sind einheitliche Prüfungstermine anzusetzen.
(1) Zur Abschlussprüfung ist zuzulassen,wer die Ausbildungszeit zurückgelegt hat oder wessen Ausbildungszeit nicht später als zwei Monate nach dem Prüfungstermin endet,wer an der Zwischenprüfung teilgenommen sowie den schriftlichen Ausbildungsnachweis geführt hat,
(2) Zur Abschlussprüfung ist ferner zuzulassen, wer in einer berufsbildenden Schule oder einer sonstigen Einrichtung ausgebildet worden ist, wenn dieser Bildungsgang der Berufsausbildung zum Medizinischen Fachangestellten/zur Medizinischen Fachangestellten entspricht (§ 43 Abs. 2 Satz 1).
(1) Der Auszubildende/die Auszubildende kann nach Anhören des ausbildenden Arztes/der ausbildenden Ärztin und der Berufsschule vor Ablauf seiner Ausbildungszeit zur Abschlussprüfung zugelassen werden, wenn ihre/seine Leistungen dies rechtfertigen (§ 45 Abs.1). Die Rechtfertigung ergibt sich, wenn eine durchschnittliche Leistung der Note "2" (gut) vorliegt. In diesem Falle kann die Prüfung maximal um 6 Monate vorgezogen werden. Hinsichtlich der vorzeitigen Zulassung zur Abschlussprüfung ist das Votum des ausbildenden Arztes/der ausbildenden Ärztin maßgeblich.
(1) Die Anmeldung zur Prüfung hat schriftlich nach den von der jeweils zuständigen Bezirksärztekammer bestimmten Anmeldefristen und Formularen durch den ausbildenden Arzt/die ausbildende Ärztin mit Zustimmung des Auszubildenden/der Auszubildenden zu erfolgen.
(3) Örtlich zuständig für die Anmeldung ist die jeweils zuständige Bezirksärztekammer, in deren Bezirkin den Fällen des § 8 Abs.1 und § 9 Abs. 1 die Ausbildungsstätte und in den Fällen des § 8 Abs. 2 den Wohnsitzes des Prüfungsbewerbers liegt,in den Fällen des § 9 Abs. 2 die Arbeitsstätte oder, soweit kein Arbeitsverhältnis besteht, der Wohnsitz des Prüfungsbewerbers liegt.
(4a) Der Anmeldung müssen beigefügt werden:
in den Fällen der §§ 8 Abs. 1 und 9 Abs. 1eine Bescheinigung über die Teilnahme an der Zwischenprüfungschriftlicher Ausbildungsnachweis oder eine schriftliche Bestätigung über das Führen des schriftlichen Ausbildungsnachweises
in den Fällen der §§ 8 Abs. 2 und 9 Abs. 2Tätigkeitsnachweise oder glaubhafte Darlegung über den Erwerb der beruflichen Handlungsfähigkeit im Sinne des § 9 Abs. 2 oder Ausbildungsnachweise im Sinne des § 8 Abs. 2 ggf. in übersetzter Form
(4b) Der Anmeldung sollen beigefügt werden:
in den Fällen der §§ 8 Abs. 1 und 9 Abs. 1das letzte Zeugnis der berufsbildenden Schule in Abschriftggf. weitere Ausbildungs- und Tätigkeitsnachweiseein tabellarischer Lebenslaufggf. Bescheinigung über Art und Umfang einer Behinderungein Nachweis über ausreichende Kenntnisse in Erster Hilfe, die in der Regel aus einem Kursnachweis von 8 Doppelstunden erfolgt (nicht älter als 3 Jahre)
in den Fällen der §§ 8 Abs. 2 und 9 Abs. 2soweit vorhanden, Zeugnisse einer weiterführenden Schule in Abschriftggf. weitere Ausbildungs- und Tätigkeitsnachweiseein tabellarischer Lebenslaufggf. Bescheinigung über Art und Umfang einer Behinderungein Nachweis über ausreichende Kenntnisse in Erster Hilfe, die in der Regel aus einem Kursnachweis von 8 Doppelstunden erfolgt (nicht älter als 3 Jahre)
Nachweise über ausländische Bildungsabschlüsse und Zeiten der Berufstätigkeit im Ausland in übersetzter Form
(5) Bei Nichtvorliegen der vorgenannten Unterlagen innerhalb der gesetzten Fristen ist die Zulassung zur Prüfung ausgeschlossen.
(6) Die Abschlussprüfung ist für Auszubildende gebührenfrei (§ 37 Abs. 4 BBiG). Bei der Anmeldung zur Prüfung hat in den Fällen der §§ 8 und 9 Abs. 1 der ausbildende Arzt/die ausbildende Ärztin, in den übrigen Fällen der Prüfungsbewerber/die Prüfungsbewerberin die Prüfungsgebühr zu entrichten. Die Höhe der Prüfungsgebühr wird von der jeweils zuständigen Bezirksärztekammer festgelegt.
(1) Über die Zulassung zur Abschlussprüfung entscheidet die jeweils zuständige Bezirksärztekammer. Hält sie die Zulassungsvoraussetzungen nicht für gegeben, so entscheidet der Prüfungsausschuss (§ 46 Abs. 1 BBiG).
(2) Die Entscheidung über die Zulassung ist dem Prüfling rechtzeitig unter Angabe des Prüfungstages und -ortes einschließlich der erlaubten Arbeits- und Hilfsmittel mitzuteilen. Auf das Antragsrecht behinderter Menschen nach § 12 ist dabei hinzuweisen.
(4) Die Entscheidung über die Nichtzulassung und Entscheidungen nach Abs. 3 sind schriftlich und unter Angabe der Gründe mitzuteilen. Der ausbildende Arzt/die ausbildende Ärztin ist von der Entscheidung zu benachrichtigen.
(5) Auszubildenden, die Elternzeit in Anspruch genommen haben, darf bei der Entscheidung über die Zulassung hieraus kein Nachteil erwachsen (§ 46 Abs. 2 BBiG).
Behinderte Menschen sind auf Antrag die ihrer Behinderung angemessenen Erleichterungen im Prüfungsverfahren einzuräumen. Art und Umfang der im Einzelfall zu gewährenden Erleichterungen sind rechtzeitig mit dem Behinderten zu erörtern.
Durch die Abschlussprüfung ist festzustellen, ob der Prüfling die berufliche Handlungsfähigkeit erworben hat. In ihr soll der Prüfling nachweisen, dass er die erforderlichen beruflichen Fertigkeiten beherrscht, die notwendigen beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt und mit dem im Berufsschulunterricht zu vermittelnden, für die Berufsausbildung wesentlichen Lehrstoff vertraut ist. Die Ausbildungsordnung ist zugrunde zu legen (§ 38 BBiG).
Inhalt und Gliederung der Prüfung
(2) Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil. Der schriftliche Teil der Prüfung kann auch ganz oder teilweise in programmierter Form durchgeführt werden.
1. Prüfungsbereich Behandlungsassistenz
Der Prüfling soll praxisbezogene Aufgaben bearbeiten. Er soll in der Prüfung zeigen, dass er im Bereich der Diagnostik und Therapie Arbeitsabläufe planen und die Durchführung der Behandlungsassistenz beschreiben kann. Dabei soll er gesetzliche und vertragliche Bestimmungen der medizinischen Versorgung, Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit, Umweltschutz sowie Maßnahmen der Arbeits- und Praxishygiene berücksichtigen. Der Prüfling soll nachweisen, dass er fachliche Zusammenhänge verstehen, Sachverhalte analysieren sowie Lösungsmöglichkeiten entwickeln und darstellen kann.
a) Qualitätssicherung,
c) Schutz vor Infektionskrankheiten,
d) Arzneimittel, Sera, Impfstoffe, Heil- und Hilfsmittel,
e) Patientenbetreuung und -beratung,
f) Grundlagen der Prävention und Rehabilitation,
g) Laborarbeiten,
h) Datenschutz und Datensicherheit,
i) Dokumentation,
j) Handeln bei Notfällen,
k) Abrechnung erbrachter Leistungen.
2. Prüfungsbereich Betriebsorganisation und -verwaltung
a) Gesetzliche und vertragliche Bestimmungen der medizinischen Versorgung,
c) Verwaltungsarbeiten,
d) Dokumentation,
e) Marketing,
f) Zeitmanagement,
g) Datenschutz und Datensicherheit,
h) Organisation der Leistungsabrechnung,
i) Materialbeschaffung und -verwaltung.
3. Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde
1. im Prüfungsbereich Behandlungsassistenz120 Minuten,2. im Prüfungsbereich Betriebsorganisation und -verwaltung120 Minuten,3. im Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde60 Minuten.
(7) Im praktischen Teil der Prüfung soll der Prüfling in höchstens 75 Minuten eine komplexe Prüfungsaufgabe bearbeiten sowie während dieser Zeit in höchstens 15 Minuten hierüber ein Fachgespräch führen. Dem Prüfling ist eine angemessene Vorbereitungszeit einzuräumen. Bei der Prüfungsaufgabe soll er praxisbezogene Arbeitsabläufe anhand der nachfolgend aufgelisteten Vorgaben und den Nummern 1 oder 2 simulieren, demonstrieren, dokumentieren und präsentieren:
Assistieren bei Diagnose- und Therapiemaßnahmen einschließlich Betreuen des Patienten oder der Patientin vor, während und nach der Behandlung, Pflegen, Warten und Handhaben von Geräten und Instrumenten, Durchführen von Hygienemaßnahmen, Abrechnen und Dokumentieren von Leistungen sowie
1. Aufklären über Möglichkeiten und Ziele der Prävention
2. Durchführen von Laborarbeiten.
Durch die Durchführung der Prüfungsaufgabe und das Fachgespräch soll der Prüfling zeigen, dass er mit den Patienten situationsgerecht und personenorientiert kommunizieren, sie sachgerecht informieren und zur Kooperation motivieren kann. Er soll, nachweisen, dass er Arbeitsabläufe planen, Betriebsabläufe organisieren, Verwaltungsarbeiten durchführen, Mittel der technischen Kommunikation nutzen, Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit und Belange des Umweltschutzes berücksichtigen sowie die für die Prüfungsaufgabe relevanten fachlichen Hintergründe aufzeigen und die Vorgehensweise bei Durchführung der Prüfungsaufgabe begründen kann. Darüber hinaus soll er nachweisen, dass er Erste-Hilfe-Maßnahmen am Patienten oder an der Patientin durchführen kann.
(1) Der Prüfungsausschuss beschließt die Prüfungsaufgaben sowie Musterlösungen, Bewertungshinweise und die zulässigen Arbeits- und Hilfsmittel auf der Grundlage der Ausbildungsordnung.
(2) Der Prüfungsausschuss ist gehalten, überregional erstellte Prüfungsaufgaben, die von einem Ausschuss gemäß § 40 BBiG beschlossen werden, zu übernehmen.
(1) Die Prüfungen sind nicht öffentlich. Vertreter/Vertreterinnen der die Aufsicht über die jeweils zuständige Bezirksärztekammer führende Behörde und der jeweils zuständigen Bezirksärztekammer sowie die Mitglieder oder stellvertretenden Mitglieder des Berufsbildungsausschusses können anwesend sein. Der Prüfungsausschuss kann im Einvernehmen mit der jeweils zuständigen Bezirksärztekammer andere Personen als Gäste zulassen.
(2) Bei schriftlichen Prüfungen regelt die jeweils zuständige Bezirksärztekammer im Benehmen mit dem Prüfungsausschuss die Aufsichtsführung, die sicherstellen soll, dass der Prüfling die Arbeiten selbstständig und nur mit den erlaubten Arbeits- und Hilfsmitteln ausführt. Die Prüfungsaufgaben sind dem Aufsichtsführenden im verschlossenen Umschlag zu übergeben, der erst bei Prüfungsbeginn zu öffnen ist.
(3) Der Prüfungsausschuss kann sich im Einvernehmen mit der jeweils zuständigen Bezirksärztekammer bei der Durchführung der Prüfung der Hilfe anderer Personen bedienen.
Rücktritt, Nichteilnahme
(2) Tritt der Prüfling nach Beginn der Prüfung zurück, so können bereits erbrachte, in sich abgeschlossene Prüfungsleistungen nur anerkannt werden, wenn ein wichtiger Grund für den Rücktritt vorliegt, der - im Krankheitsfalle durch Vorlage eines ärztlichen Attestes über die Prüfungsunfähigkeit am Prüfungstag - unverzüglich nachzuweisen ist.
(1) Die Prüfungsleistungen gemäß der Gliederung der Prüfung nach § 14 sowie die Gesamtleistung sind - unbeschadet der Gewichtung von einzelnen Prüfungsleistungen aufgrund der Ausbildungsverordnung - wie folgt zu bewerten:
= 100 - 92 Punkte = Note 1 = sehr guteine den Anforderungen voll entsprechende Leistung
= unter 92 - 81 Punkte = Note 2 = guteine den Anforderungen im Allgemeinen entsprechende Leistung
= unter 81 - 67 Punkte = Note 3 = befriedigendeine Leistung, die zwar Mängel aufweist, aber im Ganzen den Anforderungen noch entspricht
= unter 67 - 50 Punkte = Note 4 = ausreichendeine Leistung, die den Anforderungen nicht entspricht, jedoch erkennen lässt, dass die notwendigen Grundkenntnisse vorhanden sind,
= unter 50 - 30 Punkte = Note 5 = mangelhafteine Leistung, die den Anforderungen nicht entspricht und bei der selbst die Grundkenntnisse lückenhaft sind,
= unter 30 - 0 Punkte = Note 6 = ungenügend.
1. Prüfungsbereich Behandlungsassistenz40 Prozent,2. Prüfungsbereich Betriebsorganisation und -Verwaltung40 Prozent,3. Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde20 Prozent.
(2) Das Ergebnis des schriftlichen Teils der Prüfung ist dem Prüfling vor Beginn des praktischen Teils der Prüfung bekannt zu geben.
(3) Bei der Ermittlung des Ergebnisses für den Prüfungsbereich der Ergänzungsprüfung gemäß § 14 Abs. 6 sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis 2:1 zu gewichten.
(4) Die Prüfung ist bestanden, wenn jeweils im praktischen und im schriftlichen Teil der Prüfung sowie innerhalb des schriftlichen Teils der Prüfung in mindestens zwei Prüfungsbereichen mindestens ausreichende Prüfungsleistungen erbracht sind. Werden die Prüfungsleistungen in einem Prüfungsbereich mit "ungenügend" bewertet, ist die Prüfung nicht bestanden. Ein Ausgleich ist nicht möglich.
(5) Sofern eine Gesamtnote im Prüfungszeugnis ausgewiesen wird, setzt sie sich zusammen aus der Endnote des schriftlichen Prüfungsteils und der Note aus dem praktischen Prüfungsteil, die zu gleichen Teilen zu gewichten sind.
(1) Über die Prüfung erhält der Prüfling von der jeweils zuständigen Bezirksärztekammer ein Zeugnis (§ 37 Abs. 2 BBiG).
(2) Das Prüfungszeugnis enthält:die Bezeichnung "Prüfungszeugnis" nach § 37 BBiG,die Personalien des Prüflings,
die Ergebnisse der einzelnen Prüfungsteile und Prüfungsbereiche sowie ggf. eine Gesamtnote,
das Datum des Bestehens der Prüfung,
die Unterschriften des Vorsitzenden/der Vorsitzenden des Prüfungsausschusses und des/der Beauftragten der jeweils zuständigen Bezirksärztekammer mit Siegel.
(4) Die jeweils zuständige Bezirksärztekammer stellt nach bestandener Prüfung den Brief "Medizinischer Fachangestellter/Medizinische Fachangestellte" aus.
(1) Bei nicht bestandener Prüfung erhalten der Prüfling und sein gesetzlicher Vertreter sowie der ausbildende Arzt/die ausbildende Ärztin von der jeweils zuständigen Bezirksärztekammer einen schriftlichen Bescheid. Darin ist anzugeben, in welchem Prüfungsteil oder Prüfungsbereichen ausreichende Leistungen nicht erbracht worden sind und welche Prüfungsteile oder Prüfungsbereiche in einer Wiederholungsprüfung nicht mehr wiederholt zu werden brauchen (§ 22 Abs. 8)
(2) Hat der Prüfling bei nicht bestandener Prüfung in einem Prüfungsteil oder Prüfungsbereich mindestens ausreichende Leistungen erbracht, so ist dieser auf Antrag des Prüflings nicht zu wiederholen, sofern dieser sich innerhalb von zwei Jahren - gerechnet vom Tage der Beendigung der nicht bestandenen Prüfung an - zur Wiederholungsprüfung anmeldet.
(3) Sind im schriftlichen Teil der Prüfung die Prüfungsleistungen in bis zu zwei Prüfungsbereichen mit mangelhaft und im weiteren Prüfungsbereich mit mindestens ausreichend bewertet worden, so ist auf Antrag des Prüflings oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses in einem der mit mangelhaft bewerteten Prüfungsbereiche die schriftliche Wiederholungsprüfung durch eine mündliche Prüfung von höchstens 15 Minuten zu ergänzen, wenn diese für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Der Prüfungsbereich ist vom Prüfling zu bestimmen. Bei der Ermittlung des Ergebnisses für diesen Prüfungsbereich sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis 2:1 zu gewichten. Zur Verbesserung von Noten ist dieses Verfahren nicht zulässig.
(4) Die Prüfung kann frühestens zum nächsten Prüfungstermin wiederholt werden.
(5) Die Vorschriften über die Anmeldung und Zulassung (§§ 8 bis 11) gelten sinngemäß. Bei der Anmeldung sind außerdem Ort und Datum der vorausgegangenen Prüfung anzugeben.
Regelung über die Prüfungsgebühr§ 26
(1) Für die Teilnahme an der Prüfung wird eine Prüfgebühr nach der Gebührenordnung der jeweils zuständigen Bezirksärztekammer in der jeweils geltenden Fassung erhoben.
(2) Diese Gebühr ist in den Fällen der §§ 8, 9 Abs. 1 vom ausbildenden Arzt/von der ausbildenden Ärztin und in den Fällen des § 9 Abs. 2 und 3 und des § 10 Abs. 2 vom Prüfling zu entrichten.
Maßnahmen und Entscheidungen der Prüfungsausschüsse sowie der jeweils zuständigen Bezirksärztekammer sind bei ihrer schriftlichen Bekanntgabe an den Prüfling mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen. Diese richtet sich im Einzelnen nach der Verwaltungsgerichtsordnung und den Ausführungsbestimmungen des Landes Rheinland-Pfalz.
Auf Antrag ist dem Prüfling nach Abschluss der Prüfung Einsicht in seine Prüfungsunterlagen zu gewähren. Die schriftlichen Prüfungsarbeiten sind zwei Jahre, die Anmeldungen und Niederschriften gem. §§ 10 und 22 Abs. 7 sind 10 Jahre aufzubewahren.
Genehmigung, Inkrafttreten
Die Prüfungsordnung wurde am 24.01.07 gemäß § 47 Abs. 1 BBiG von der obersten Landesbehörde genehmigt. Diese Prüfungsordnung tritt am Tage nach ihrer Veröffentlichung im Ärzteblatt Rheinland-Pfalz in Kraft.
Es wird verwiesen auf § 10 (Fortsetzung der Berufsausbildung) der Verordnung über die Berufsausbildung zum Medizinischen Fachangestellten/zur Medizinischen Fachangestellten vom 26.04.06 -MFAAusbV- (BGBl. I Nr. 22, 1097), in dem es heißt: "Berufsausbildungsverhältnisse, die bei Inkrafttreten dieser Verordnung [MFAAusbV] bestehen, können unter Anrechnung der bisher zurückgelegten Ausbildungszeit nach den Vorschriften dieser Verordnung [MFAAusbV] fortgesetzt werden, wenn die Vertragsparteien dies vereinbaren."
i.d.F. des Beschlusses des Vorstandes der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz vom 10.01.07 » PDF [107 KB]
§ 2 Inhalt und Gliederung
§ 3 Aufgabenerstellung
§ 5 Prüfungstermin
§ 7 Feststellung des Ausbildungsstandes
§ 9 Prüfungsbescheinigung
Aufgrund des Beschlusses des Berufsbildungsausschusses bei der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz vom 09.12.2006 erlässt die Landesärztekammer Rheinland-Pfalz als zuständige Stelle hiermit gemäß § 71 Abs. 6 analog zu § 47 Satz 1 und i. V. m. §§ 48 Abs. 1 und 79 Abs. 4 Berufsbildungsgesetz (BBiG) vom 23. März 2005 (BGBl. I S. 931 ff.) unter Berücksichtigung der Verordnung über die Berufsausbildung zum Medizinischen Fachangestellten/zur Medizinischen Fachangestellten vom 26. April 2006 (BGBl. Teil I Nr. 22) und zur Vorbereitung der Abschlussprüfungen die folgenden Grundsätze für die Durchführung von Zwischenprüfungen:
Zweck der Zwischenprüfung ist die Ermittlung des Ausbildungsstandes, um gegebenenfalls korrigierend auf die weitere Ausbildung einwirken zu können.
(1) Die Zwischenprüfung erstreckt sich auf die in den Anlagen 1 und 2 zu § 5 der Ausbildungsverordnung über die Berufsausbildung zum/zur Medizinischen Fachangestellten vom 26. April 2006 für die ersten 18 Monate aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht entsprechend dem Rahmenlehrplan zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
(2) Die Zwischenprüfung ist schriftlich anhand praxisbezogener Aufgaben in höchstens 120 Minuten in folgenden Prüfungsbereichen durchzuführen:
1. Arbeits- und Praxishygiene,
2. Schutz vor Infektionskrankheiten,
3. Verwaltungsarbeiten,
4. Datenschutz und Datensicherheit,
5. Untersuchungen und Behandlungen vorbereiten.
(3) Die Zwischenprüfung kann in programmierter Form durchgeführt werden. Insbesondere in diesem Fall kann die Prüfungsdauer unterschritten werden.
Der Prüfungsausschuss beschließt auf der Grundlage der Ausbildungsverordnung die Prüfungsaufgaben. Er kann überregional erstellte Prüfungsaufgaben übernehmen, soweit diese von Gremien erstellt oder ausgewählt werden, die entsprechend § 40 BBiG zusammengesetzt sind.
Für die Durchführung der Zwischenprüfung kann die jeweils zuständige Bezirksärztekammer Prüfungsausschüsse, die bereits für Abschlussprüfungen errichtet sind, für zuständig erklären oder besondere Prüfungsausschüsse errichten. Bei der Zusammensetzung und Berufung sind die sich aus den §§ 40, 41 BBiG ergebenden Grundsätze zu wahren.
(1) Der Zeitpunkt der Zwischenprüfung soll so abgestimmt werden, dass einerseits die Ausbildung so weit fortgeschritten ist, dass hinreichende Kenntnisse und Fertigkeiten prüfbar sind und andererseits gegebenenfalls notwendige Korrekturen in der Ausbildung noch erfolgen können.
(2) Die Zwischenprüfung soll vor Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden.
Die jeweils zuständige Bezirksärztekammer fordert den ausbildenden Arzt/die ausbildende Ärztin rechtzeitig zur Anmeldung des Auszubildenden/der Auszubildenden für die Teilnahme an der Zwischenprüfung auf. Die Anmeldung hat schriftlich nach den von der jeweils zuständigen Bezirksärztekammer bestimmten Fristen und Formularen zu erfolgen.
Feststellung des Ausbildungsstandes
Mängel im Ausbildungsstand sind gegeben, wenn die Leistungen den Anforderungen im Allgemeinen nicht entsprechen.
Die Bewertung der Prüfungsleistungen erfolgt gemäß § 21 der Prüfungsordnung für die Durchführung von Abschlussprüfungen in der jeweils gültigen Fassung.
(1) Die jeweils zuständige Bezirksärztekammer regelt im Benehmen mit dem Prüfungsausschuss die Aufsichtsführung, die sicherstellen soll, dass der Prüfling die Arbeiten selbstständig und nur mit den erlaubten Arbeits- und Hilfsmitteln ausführt.
(2) Über den Verlauf der Prüfung ist eine Niederschrift zu fertigen.
(1) Über die Teilnahme wird eine Bescheinigung ausgestellt. Sie enthält eine Feststellung über den Ausbildungsstand.
(2) Die Bescheinigung erhalten der Auszubildende/die Auszubildende und der ausbildende Arzt/die ausbildende Ärztin auf dessen/deren Verlangen.
(3) Der Nachweis der Teilnahme ist Zulassungsvoraussetzung für die Abschlussprüfung (Muster als Anlage).
Die Grundsätze zur Zwischenprüfung werden im Ärzteblatt Rheinland-Pfalz bekannt gegeben.
Anlage 1: Muster der Prüfungsbescheinigung
Briefkopf der jeweils zuständigen Bezirksärztekammer
Herr/Frau ____________________________________
geboren am ______________ in _______________________________________________
hat an der vorgeschriebenen Zwischenprüfung für Medizinische Fachangestellte
der Bezirksärztekammer _______________________________________________
am ______________, in _______________________________________________
 Bei der Prüfung wurden die Anforderungen erfüllt.
 Bei der Prüfung wurden in folgenden Prüfungsbereichen die Anforderungen nicht erfüllt:
Prüfungsbereich: 1 _________________________________________________
3 _________________________________________________
4 _________________________________________________
Eine Kopie dieses Schreibens geht mit der Bitte um Kenntnisnahme an den ausbildenden Arzt/die ausbildende Ärztin.
____________________________________, den ______________
Unterschrift des/der Prüfungsvorsitzenden
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References: § 12

§ 20

§ 26

§ 27

§ 29
 § 71
 § 20
 § 21
 § 22
 § 16
 § 8
 § 9
 § 8
 § 9
 § 9
 § 8
 § 12
 § 40
 § 14
 § 14
 § 37
 § 9
 § 10
 § 47
 § 10

§ 2

§ 3

§ 5

§ 7

§ 9
 § 71
 § 47
 § 5
 § 40
 § 21