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Timestamp: 2016-10-25 05:01:01+00:00

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114 V 28152. Urteil vom 29. November 1988 i.S. O. gegen Artisana Kranken- und Unfallversicherung und Versicherungsgericht des Kantons Basel-Landschaft
Art. 12bis al. 1 LAMA. Existence et �tendue du droit � l'indemnit� journali�re en regard de l'obligation de diminuer le dommage. Faits � partir de page 281
A.- Antonio O. ist bei der Kranken- und Unfallkasse Artisana f�r ein t�gliches Krankengeld von Fr. 75.-- versichert. Er leidet an fortgeschrittenen degenerativen Ver�nderungen der Wirbels�ule bei Kleinwuchs und Kyphose, an einer Schultergelenksarthrose mit Periarthritis humero-scapularis beidseits und an multiplen funktionellen gastroenterologischen Beschwerden. Ab Februar 1983 war er deswegen in seinem Beruf als Bauarbeiter vollst�ndig arbeitsunf�hig und bezog ab diesem Zeitpunkt BGE 114 V 281 S. 282Krankengeld. Anfangs August 1983 teilte ihm die Kasse mit, die vertrauens�rztliche Abkl�rung habe ergeben, dass er f�r eine k�rperlich leichte T�tigkeit vollst�ndig arbeitsf�hig sei. Das Krankengeld werde daher noch f�r eine �bergangszeit von vier Monaten gew�hrt und ab 2. Dezember 1983 eingestellt. Am 30. Januar 1984 erging die entsprechende Kassenverf�gung, welche mit Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Basel-Landschaft vom 15. August 1984 f�r den Zeitraum vom 2. August 1983 bis 5. Juli 1984 gesch�tzt wurde.
Mit Krankmeldung vom 6. Juli 1984 erhob Antonio O. erneut Anspruch auf Auszahlung von Krankengeld. Die Kasse lehnte das Begehren mit Verf�gung vom 19. November 1984 ab.
B.- Die hiegegen erhobene Beschwerde wies das Versicherungsgericht des Kantons Basel-Landschaft mit Entscheid vom 8. Januar 1986 ab, wobei die Begr�ndung im wesentlichen dahin lautete, dass Antonio O. zwar den Beruf eines Bauhandlangers aus gesundheitlichen Gr�nden nicht mehr aus�ben k�nne, doch f�r eine k�rperlich leichte Berufst�tigkeit vollst�ndig arbeitsf�hig sei; ein Krankengeldanspruch sei deshalb nicht ausgewiesen.
C.- Antonio O. l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren mit dem Antrag, die Kasse sei zu verpflichten, ihm f�r die Zeit ab 6. Juli 1984 Krankengeld auszurichten.
Die Kasse und das Bundesamt f�r Sozialversicherung schliessen auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde.
1. a) In der Krankengeldversicherung haben die Kassen bei vollst�ndiger Arbeitsunf�higkeit ein t�gliches Krankengeld von mindestens zwei Franken zu gew�hren (Art. 12bis Abs. 1 KUVG). Das Krankengeld ist f�r eine oder mehrere Krankheiten w�hrend wenigstens 720 Tagen innerhalb von 900 aufeinanderfolgenden Tagen zu gew�hren (Art. 12bis Abs. 3 KUVG).
b) Das Gesetz verpflichtet die Krankenkassen lediglich, bei vollst�ndiger, nicht auch bei bloss teilweiser Arbeitsunf�higkeit ein Krankengeld zu gew�hren. Der Versicherte kann daher aus Art. 12bis Abs. 1 KUVG keinen Anspruch auf Ausrichtung eines Krankengeldes bei teilweiser Arbeitsunf�higkeit ableiten (BGE 101 V 144, BGE 97 V 129; RSKV 1983 Nr. 533 S. 113). Die Kassen k�nnen jedoch in ihren Statuten vorsehen, dass ein Anspruch auf Krankengeld auch bei teilweiser Arbeitsunf�higkeit besteht.BGE 114 V 281 S. 283
Gem�ss Ziffer 4.9.1 des Reglements der Krankenkasse Artisana �ber die Kollektiv-Krankentaggeldversicherung wird das Taggeld bei einer Arbeitsunf�higkeit von mindestens 50% entsprechend dem Grad der ausgewiesenen Arbeitsunf�higkeit ausgerichtet.
c) Als arbeitsunf�hig im Sinne von Art. 12bis Abs. 1 KUVG gilt eine Person, die infolge eines Gesundheitsschadens ihre bisherige T�tigkeit nicht mehr, nur noch beschr�nkt oder nur unter der Gefahr, ihren Gesundheitszustand zu verschlimmern, aus�ben kann (BGE 111 V 239 Erw. 1b; RSKV 1983 Nr. 553 S. 241 Erw. 1; MAURER, Schweizerisches Sozialversicherungsrecht, Bd. I, S. 286 ff.). Der Grad der Arbeitsunf�higkeit wird laut Rechtsprechung nach dem Masse bestimmt, in welchem der Versicherte aus gesundheitlichen Gr�nden an seinem angestammten Arbeitsplatz zumutbarerweise nicht mehr nutzbringend t�tig sein kann. Nicht massgebend ist dagegen die bloss medizinisch-theoretische Sch�tzung der Arbeitsunf�higkeit (BGE 111 V 239 Erw. 1b; RSKV 1983 Nr. 553 S. 241 Erw. 1, 1982 Nr. 482 S. 74, 1980 Nr. 426 S. 232).
d) Nach der Rechtsprechung ist der Grad der Arbeitsunf�higkeit unter Ber�cksichtigung des bisherigen Berufs festzusetzen, solange vom Versicherten vern�nftigerweise nicht verlangt werden kann, seine restliche Arbeitsf�higkeit in einem andern Berufszweig zu verwerten. Der Versicherte, welcher seine restliche Arbeitsf�higkeit nicht verwertet, obgleich er hiezu unter Ber�cksichtigung der Arbeitsmarktlage und gegebenenfalls einer bestimmten Anpassungszeit in der Lage w�re, ist nach der beruflichen T�tigkeit zu beurteilen, die er bei gutem Willen aus�ben k�nnte; das Fehlen des guten Willens ist nur dort entschuldbar, wo es auf einer Krankheit beruht (BGE 111 V 239 Erw. 2a, 101 V 145 Erw. 2b; EVGE 1969 S. 128 Erw. 2c; RKUV 1987 Nr. K 720 S. 106 Erw. 2).
2. a) Es steht fest, dass dem Beschwerdef�hrer die bisherige Arbeit als Bauhandlanger aus gesundheitlichen Gr�nden (R�cken- und Bauchleiden) f�r dauernd nicht mehr zugemutet werden kann. Ebenso darf aufgrund des Gutachtens Dr. med. F., Spezialarzt FMH f�r innere Medizin, vom 19. August 1983 als gesichert betrachtet werden, dass dem Beschwerdef�hrer ab 27. April 1983 in somatischer Hinsicht eine k�rperlich leichtere Arbeit noch in wesentlichem Umfange m�glich ist. F�r den psychischen Bereich diagnostizierte der Psychiater Dr. med. W. in seinem Gutachten vom 6. M�rz 1984 eine depressiv-hypochondrische Entwicklung auf der Grundlage einer vorbestehenden Psychoneurose und bescheinigte im weiteren, dass dem Beschwerdef�hrer beim vorliegenden BGE 114 V 281 S. 284psychiatrischen Befund eine k�rperlich nicht belastende Arbeit zugemutet werden k�nne.
b) Die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhobenen Einwendungen sind unbehelflich. Dr. W. hat das Bestehen der Arbeitsf�higkeit nicht prim�r unter therapeutischen Gesichtspunkten (L�sung der neurotischen Fixierung durch Leistungsverweigerung) bejaht. Dass der Beschwerdef�hrer im Rahmen der Behandlung im B�dersanatorium B. (Sommer 1984) seine hypochondrischen Tendenzen st�rker als fr�her zum Ausdruck brachte, rechtfertigt nicht den Schluss, das psychische Leiden habe sich seit der Begutachtung durch Dr. W. wesentlich verschlechtert. Ferner hat der Rheumatologe Dr. med. T. in seinem Bericht vom 20. Oktober 1984 (somatisch bedingte) vollst�ndige Arbeitsunf�higkeit nur mit Bezug auf den angestammten Beruf als Maurer attestiert. Die Arbeitsf�higkeit des Beschwerdef�hrers f�r eine k�rperlich leichte Besch�ftigung hat auch er - zumindest implizite - bejaht. Wohl hat er ernsthaft bezweifelt, ob der Beschwerdef�hrer je wieder ins Erwerbsleben zur�ckkehren w�rde. M�gen derartige Zweifel durchaus berechtigt erscheinen, so bleibt es doch bei der hier entscheidenden Tatsache, dass vom Beschwerdef�hrer aufgrund des vorliegenden psychiatrischen Gutachtens ohne �berforderung verlangt werden kann, den inneren Widerstand gegen die Wiederaufnahme einer Erwerbst�tigkeit zu �berwinden.
Der medizinische Sachverhalt ist mit den vorliegenden Akten hinreichend gekl�rt, so dass von der vom Beschwerdef�hrer verlangten weiteren psychiatrischen Begutachtung abzusehen ist. Ebensowenig ist die beantragte Parteiverhandlung notwendig, damit das Gericht einen unmittelbaren Eindruck von der schw�chlichen k�rperlichen Konstitution des Beschwerdef�hrers gewinnen k�nne.
c) Aus dem Gesagten folgt, dass der Beschwerdef�hrer f�r k�rperlich leichte T�tigkeit arbeitsf�hig und ihm eine entsprechende berufliche Neueingliederung in gesundheitlicher Hinsicht m�glich und zumutbar ist. Die Vorinstanz ist ohne n�here Begr�ndung davon ausgegangen, dass diese Tatsache einen Krankengeldanspruch des Beschwerdef�hrers ohne weiteres ausschliesse. Die Kasse hat im wesentlichen darauf abgestellt, dass der Beschwerdef�hrer im Bereiche einer ihm zumutbaren neuen Berufst�tigkeit vollst�ndig arbeitsf�hig sei, weshalb die reglementarische Anspruchsvoraussetzung vollst�ndiger oder mindestens h�lftiger Arbeitsunf�higkeit fehle. Der Einfluss eines im Rahmen zumutbarer Selbsteingliederung vorgenommenen Berufswechsels auf den BGE 114 V 281 S. 285Krankengeldanspruch bedarf grunds�tzlicher Er�rterung. Die Rechtsprechung des Eidg. Versicherungsgerichts hat dazu bisher noch keine Stellung genommen. Sie hielt lediglich fest, dass der Versicherte zur Verwertung der Restarbeitsf�higkeit n�tigenfalls den Beruf zu wechseln habe und dass diesfalls der Krankengeldanspruch im Lichte der zumutbaren neuen beruflichen Verh�ltnisse zu beurteilen sei (siehe Erw. 1c hievor).
3. a) Die Rechtsprechung leitet die Pflicht des Versicherten zur beruflichen Neueingliederung vom Gebot der Schadenminderung ab (BGE 111 V 239 Erw. 2a); der Versicherte soll alles ihm Zumutbare unternehmen, um die erwerblichen Folgen seines Gesundheitsschadens bestm�glich zu mildern; denn die Krankenkasse soll nicht Sch�den ausgleichen m�ssen, welche der Versicherte durch zumutbare geeignete Vorkehren vermeiden oder beheben k�nnte. F�r die Beantwortung der oben gestellten Rechtsfrage ist daher vom Tatbestandselement des Schadens auszugehen.
b) �bersteigt das versicherte Krankengeld erwerbst�tiger Kassenmitglieder das gesetzliche oder statutarische Minimum, so bezweckt die Krankengeldversicherung in der Regel, dem Versicherten ganz oder teilweise Ersatz f�r den Erwerbsausfall zu bieten, der infolge krankheitsbedingter Arbeitsunf�higkeit im zuletzt ausge�bten Beruf entsteht; der Versicherte will f�r solche Einbussen ganz oder teilweise gedeckt sein, und daf�r bietet die Kasse gegen angemessene Pr�mie Versicherungsschutz (BGE 105 V 195 Erw. 1; RKUV 1986 Nr. K 688 S. 367 Erw. 2b; MAURER, Schweizerisches Sozialversicherungsrecht, Bd. II, S. 330; GREBER, Droit suisse de la s�curit� sociale, S. 409; BONER/HOLZHERR, Die Krankenversicherung, Bern 1969, S. 52). Schaden bedeutet hier somit krankheitsbedingten Erwerbsausfall.
c) Ein Versicherter kann zu einer Schadenminderung grunds�tzlich nur so weit verhalten werden, als sie sich in der Weise auf die Leistungen auswirken kann, dass dadurch ein laufender Anspruch ganz oder teilweise untergeht bzw. ein m�glicher Anspruch entweder nicht entsteht oder herabgesetzt wird. Eine (m�gliche) Verminderung des krankheitsbedingten Erwerbsausfalls durch berufliche Selbsteingliederung muss demnach geeignet sein, Bestand oder Umfang eines laufenden oder m�glichen Krankengeldanspruchs zu beeinflussen. Im Falle des Beschwerdef�hrers ist daher zu pr�fen, ob durch zumutbare Verwertung der Restarbeitsf�higkeit der massgebende Schaden so weit vermindert werden k�nnte, dass ein Krankengeldanspruch f�r die Zeit ab 6. Juli 1984 entf�llt.BGE 114 V 281 S. 286
In der Krankengeldversicherung wird der Leistungsanspruch durch das im Gesetz oder in den Statuten verlangte Mass an Arbeitsunf�higkeit des Versicherten im zuletzt ausge�bten Beruf ausgel�st und begr�ndet. Arbeitsunf�higkeit bedeutet hier Einbusse an funktionellem Leistungsverm�gen (siehe Erw. 1c hievor; vgl. auch BGE 105 V 159 Erw. 2; R�EDI, Die Bemessung der Arbeits- und Erwerbsunf�higkeit in der Sozialversicherung, in ZAK 1980 S. 158 Ziff. 9). Entsprechend enth�lt das KUVG keinen Hinweis, dass bei erwerbst�tigen Versicherten ein bestimmter krankheitsbedingter Erwerbsausfall Anspruchsvoraussetzung sei (zu beachten ist jedoch die �berversicherungsordnung; RSKV 1982 Nr. 511 S. 256 Erw. 2a). Dennoch kann kein Zweifel daran sein, dass die nach Art. 12bis Abs. 1 KUVG anspruchsbegr�ndende vollst�ndige Arbeitsunf�higkeit erwerbst�tiger Versicherter gleichbedeutend ist mit vollst�ndigem krankheitsbedingtem Erwerbsausfall im bisher ausge�bten Beruf. In Analogie dazu ist weiter festzustellen, dass h�lftige Arbeitsunf�higkeit, die im vorliegenden Fall reglementarisch Anspruch auf ein entsprechend reduziertes Krankengeld gibt, auf der Schadenseite in der Regel mit einer Verdiensteinbusse von 50% gleichzusetzen ist. Der Versicherte, der das Risiko des krankheitsbedingten Verdienstausfalls versichern will, geht ohne Zweifel von diesen Gleichungen aus, welche von den Kassen ebenfalls als selbstverst�ndliche Gegebenheit angenommen werden. Die Deckung eines solchen Schadens in den Grenzen des versicherten Krankengeldes und der maximalen gesetzlichen oder statutarischen Bezugsberechtigungsdauer bildet daher die Leistungszusage, welche die Kasse einem Bewerber mit der Aufnahme in die Krankengeldversicherung abgibt und welche die Grundlage f�r die Bemessung und Erhebung der Pr�mien darstellt. Die Krankengeldversicherung erf�llt demzufolge ihre Schadenausgleichsfunktion nur dann, wenn aus ihr das versicherte Krankengeld in den genannten Grenzen und unter Vorbehalt des �berentsch�digungsverbots so lange erbracht wird, als der oben umschriebene krankheitsbedingte Erwerbsausfall ausgewiesen ist. Ist unter dem Titel der Schadenminderungspflicht ein Berufswechsel geboten, so muss daher f�r den Krankengeldanspruch die H�he des Restschadens massgebend sein. Dieser ist zu definieren als die Differenz zwischen dem, was der Versicherte ohne Krankheit in seinem bisherigen Beruf verdienen k�nnte, und dem Einkommen, das er zumutbarerweise im neuen Beruf erzielt oder erzielen k�nnte. Verbleibt ein krankheitsbedingter Erwerbsausfall bzw. Restschaden, der im BGE 114 V 281 S. 287bisherigen Beruf des Versicherten vollst�ndiger oder mindestens h�lftiger Arbeitsunf�higkeit entspr�che, so ist die Kasse daf�r grunds�tzlich weiterhin entsch�digungspflichtig.
d) Das bedeutet in der praktischen Anwendung, dass jede wirtschaftlich verwertbare Restarbeitsf�higkeit (BGE 101 V 145 Erw. 2b; RSKV 1982 Nr. 483 S. 81 Erw. 1, 1979 Nr. 386 S. 251, 1978 Nr. 333 S. 174 Erw. 2c und Nr. 342 S. 226 Erw. 1) und damit jeder zumutbare Berufswechsel, der einkommensm�ssig bedeutsam ist, regelm�ssig einen Anspruch auf das volle versicherte Krankengeld ausschliesst. Gew�hrt indes eine Kasse statutarisch bei mindestens h�lftiger Arbeitsunf�higkeit ein entsprechend herabgesetztes Krankengeld, so hat sie diese Leistung auszurichten, wenn der Versicherte mit der neuen T�tigkeit nicht mehr als die H�lfte des Verdienstes erzielt, der ohne gesundheitliche Beeintr�chtigung im angestammten Berufe m�glich w�re. �bersteigt jedoch der neue Verdienst die H�lfte des im bisherigen Beruf entgehenden Verdienstes, so entf�llt ein Krankengeldanspruch. Kommt der Versicherte seiner Schadenminderungspflicht nicht nach, so hat er sich anrechnen zu lassen, was er zumutbarerweise verdienen k�nnte.
4. a) Diese L�sung beruht auf dem Grundsatz der Gegenseitigkeit (Art. 3 Abs. 3 KUVG), welcher besagt, dass zwischen Beitr�gen einerseits und den Versicherungsleistungen anderseits ein Gleichgewicht bestehen muss und dass allen Kassenmitgliedern unter den gleichen Voraussetzungen die gleichen Vorteile zu gew�hren sind (BGE 113 V 298 Erw. 2 mit Hinweisen). Der Standpunkt der Kasse, wonach der Krankengeldanspruch vom Grad der Arbeitsf�higkeit bzw. der funktionellen Leistungseinbusse im neuen Beruf abh�ngig gemacht wird, ist mit diesem Grundsatz nicht vereinbar. Es w�re bei statutarisch m�glichem Teilkrankengeld offensichtlich unhaltbar, wenn ein Versicherter, der zwar in einer neuen beruflichen T�tigkeit trotz seines Gesundheitsschadens voll arbeitsf�hig ist, jeglichen Leistungsanspruch verl�re, obwohl der verbleibende krankheitsbedingte Erwerbsausfall mindestens oder mehr als die H�lfte des fr�heren Verdienstes ausmachen w�rde und die Kasse zur Deckung eines solchen Schadens w�hrend der maximalen gesetzlichen oder statutarischen Bezugsberechtigungsperiode Pr�mien entgegengenommen hatte (siehe dazu auch DUC, Statut des invalides dans l'assurance-maladie d'une indemnit� journali�re, SZS 1987, S. 183). Ebenso fragw�rdig w�re, wenn gleichzeitig ein anderer Versicherter mit dem gleichen BGE 114 V 281 S. 288krankheitsbedingten Erwerbsausfall, der jedoch nicht zu einem Berufswechsel verhalten werden k�nnte, einen statutarischen Krankengeldanspruch h�tte. Das w�rde nicht nur eine stossende Diskriminierung des zur Schadenminderung verpflichteten Kassenmitglieds darstellen, sondern f�r die berufliche Eingliederung geradezu bestrafen.
b) Diese Konzeption weist Bez�ge zur Invalidit�tsbemessung gem�ss Art. 28 Abs. 2 IVG auf. In diesem Zusammenhang hat das Eidg. Versicherungsgericht wiederholt erkl�rt, dass Arbeitsunf�higkeit im Sinne des KUVG nicht der rentenrechtlichen Invalidit�t nach Art. 28 Abs. 2 IVG entspreche, welche durch einen Vergleich zwischen dem Valideneinkommen einerseits und dem Invalideneinkommen anderseits bemessen wird (RKUV 1986 Nr. K 696 S. 427 Erw. 2b; RSKV 1979 Nr. 364 S. 83 und 1977 Nr. 301 S. 188; siehe auch BGE 104 V 136 Erw. 2). Diese Rechtsprechung wird indes durch die oben gew�hlte L�sung nicht durchbrochen. Die hiebei vorzunehmenden Einkommensvergleiche bedeuten nicht, dass nunmehr die Erwerbsunf�higkeit der leistungsbegr�ndende Faktor ist und der Anspruch nicht mehr von der Arbeitsunf�higkeit im angestammten Beruf abh�ngt. Wenn und solange ausgewiesen ist, dass ein Versicherter in seinem bisherigen Beruf in rechtserheblichem Masse arbeitsunf�hig ist, was mit dem Eintritt einer rentenbegr�ndenden Invalidit�t nicht wegf�llt, besteht in den Grenzen der maximalen gesetzlichen oder statutarischen Bezugsberechtigungsdauer prinzipiell ein Krankengeldanspruch. Dieser kann allerdings aufgrund einer zumutbaren Schadenminderungspflicht nach dem oben Gesagten ganz oder teilweise untergehen. Der Miteinbezug erwerblicher Faktoren f�hrt demzufolge nicht zur Begr�ndung, sondern bloss zur Aufhebung von Krankengeldanspr�chen. Im �brigen ist daran zu erinnern, dass der Eintritt einer rentenbegr�ndenden Invalidit�t die Pflicht der Kassen zur Zahlung von Krankengeld praxisgem�ss nicht beendet, sondern eine Kumulation beider Leistungen m�glich ist (EVGE 1966 S. 193, 1968 S. 17, 1969 S. 127; RSKV 1978 Nr. 323 S. 106 Erw. 4). Die gegenteilige These (DUC, a.a.O., S. 179 ff.) hat das Eidg. Versicherungsgericht in EVGE 1966 S. 193 mit noch heute g�ltiger Begr�ndung widerlegt, weshalb darauf nicht zur�ckzukommen ist.
5. a) Der Beschwerdef�hrer w�re nach dem oben Gesagten trotz seiner gesundheitlichen Behinderung in der Lage, ganztags eine k�rperlich leichte Berufst�tigkeit auszu�ben. Damit liesse sich ohne weiteres ein Lohn erzielen, der einen Anspruch auf Gew�hrung BGE 114 V 281 S. 289des vollen versicherten Krankengeldes ausschliesst (siehe Erw. 3d hievor). Dagegen ist unwahrscheinlich, dass er ein Sal�r verdienen k�nnte, das mehr als die H�lfte dessen ausmacht, was er als Gesunder in seinem fr�heren Bauarbeiterberuf erzielen k�nnte. Aufgrund seiner geringen beruflichen Qualifikation und der intellektuellen F�higkeiten kommen f�r ihn nur einfachste Hilfsarbeiten in Frage, die wenig Anforderungen an Geschicklichkeit und geistiges Leistungsverm�gen sowie an Konzentrationsf�higkeit, Arbeitstempo und Sprachkenntnisse stellen. Die Entl�hnung des ausgepr�gt schm�chtigen und kleinw�chsigen Beschwerdef�hrers wird deshalb auch bei Ganztagesarbeit deutlich unter derjenigen eines ganzarbeitsf�higen Bauhandlangers liegen. Dazu kommt, dass sich die depressiv-hypochondrische Fehlentwicklung und die inad�quate Verarbeitung des orthop�dischen und rheumatischen Leidens ohne Zweifel auch in einer k�rperlich leichten T�tigkeit leistungsvermindernd auswirken d�rfte, was die Lohnaussichten ebenfalls schm�lert. Aufgrund dieses Sachverhalts bezieht er denn auch seit 1. Februar 1984 eine halbe Invalidenrente auf der Grundlage einer Invalidit�t von 50%, was vom Versicherungsgericht des Kantons Basel-Landschaft mit Entscheid vom 10. September 1986 und vom Eidg. Versicherungsgericht mit Urteil vom heutigen Tag gesch�tzt wurde. Erreicht der zumutbare Invalidenlohn des Beschwerdef�hrers nach dem Gesagten die H�lfte des krankheitsbedingten Erwerbsausfalls nicht, so hat er ab 6. Juli 1984 unter Vorbehalt des �berentsch�digungsverbots Anspruch auf die Ausrichtung des halben versicherten Krankengeldes (siehe Erw. 3c hievor).
b) Zwar d�rfte es f�r den Beschwerdef�hrer aufgrund der oben geschilderten geringen beruflichen und pers�nlichen F�higkeiten nicht leicht sein, eine passende Stelle zu finden. Daraus kann hier indes kein Anspruch auf das ganze versicherte Krankengeld abgeleitet werden. Diesen Faktoren ist bei der Ermittlung des dem Beschwerdef�hrer zumutbaren Verdienstes Rechnung getragen worden, weshalb sie im Anschluss daran nicht noch einmal veranschlagt werden k�nnen, um das Bestehen eines Anspruchs auf das volle versicherte Krankengeld zu begr�nden (vgl. dazu BGE 107 V 21 Erw. 2c). Grunds�tzlich haben nicht die Krankenkassen das Risiko der schwierigen Vermittelbarkeit zu tragen. Dazu besteht jedoch die wichtige Ausnahme, dass sie dem zur Schadenminderung durch Berufswechsel verpflichteten Versicherten praxisgem�ss eine gewisse �bergangsfrist zur Stellensuche und zur Anpassung BGE 114 V 281 S. 290an die ver�nderten Verh�ltnisse einzur�umen haben. In den bisher beurteilten F�llen hat das Eidg. Versicherungsgericht eine Frist von drei bis f�nf Monaten als angemessen betrachtet (BGE 111 V 239 Erw. 2a mit Hinweisen; RKUV 1987 Nr. K 720 S. 108). Ob ein solcher Zeitraum auch F�llen schwieriger Vermittelbarkeit gerecht zu werden verm�chte, kann hier offenbleiben, weil dem Beschwerdef�hrer f�r die Stellensuche nahezu ein ganzes Jahr (August 1983 bis Juli 1984) zur Verf�gung stand, was bei gutem Willen sicher ausreichend war.
c) Die Sache geht an die Kasse zur�ck, damit sie die dem Beschwerdef�hrer f�r die Zeit ab 6. Juli 1984 zustehenden Krankengelder unter Ber�cksichtigung einer allf�lligen �berversicherung festlege und ausrichte.
101 V 144,
105 V 195 suite... ,
107 V 21

References: Art. 12
 BGE 
 Art. 12
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 Art. 12
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 Art. 12
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 Art. 28
 Art. 28
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