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Timestamp: 2016-10-24 16:04:32+00:00

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9C_713/2014 (03.02.2015)
9C_713/2014 � � Urteil vom 3. Februar 2015
Die 1974 geborene A.________, ausgebildete kaufm�nnische Angestellte, meldete sich im April 2011 wegen Konzentrationsst�rungen, Schwindel, Depressionen, R�ckenschmerzen und Ersch�pfungszust�nden bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle des Kantons Z�rich f�hrte erwerbliche und medizinische Abkl�rungen durch, namentlich veranlasste sie eine bidisziplin�re Begutachtung durch das arbeitsmedizinische Zentrum B.________ (Gutachten vom 26. April 2012), und verneinte mit Verf�gung vom 19. Juni 2013 den Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung.
Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich wies die dagegen erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 26. August 2014 ab.
A.________ f�hrt Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten mit den Antr�gen, es sei ihr ab Oktober 2011 eine Invalidenrente auszurichten; eventuell seien erg�nzende medizinische Abkl�rungen durchzuf�hren.
1.1.�Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann wegen Rechtsverletzungen gem�ss den Art. 95 f. BGG erhoben werden. Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG), und kann deren Sachverhaltsfeststellung von Amtes wegen nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG; vgl. auch Art. 97 Abs. 1 BGG). Mit Blick auf diese Kognitionsregelung ist aufgrund der Vorbringen in der Beschwerde ans Bundesgericht zu pr�fen, ob der angefochtene Gerichtsentscheid in der Anwendung der massgeblichen materiell- und beweisrechtlichen Grundlagen (u.a.) Bundesrecht verletzt (Art. 95 lit. a BGG), einschliesslich einer allf�lligen rechtsfehlerhaften Tatsachenfeststellung (Art. 97 Abs. 1, Art. 105 Abs. 2 BGG).
1.3.�Bei den gerichtlichen Feststellungen zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsf�higkeit bzw. deren Ver�nderung in einem bestimmten Zeitraum handelt es sich grunds�tzlich um Tatfragen (BGE 132 V 393 E. 3.2 S. 397 ff.). Gleiches gilt f�r die konkrete Beweisw�rdigung (Urteil 9C_204/2009 vom 6. Juli 2009 E. 4.1, nicht publ. in: BGE 135 V 254, aber in SVR 2009 IV Nr. 53 S. 164). Dagegen sind die Beachtung des Untersuchungsgrundsatzes und der Beweisw�rdigungsregeln nach Art. 61 lit. c ATSG (SR 830.1) Rechtsfragen (BGE 132 V 393 E. 3.2 und 4 S. 397 ff.).
Das kantonale Gericht hat die gesetzlichen Bestimmungen und von der Rechtsprechung entwickelten Grunds�tze, namentlich diejenigen zu den Begriffen der Invalidit�t (Art. 8 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG) und der Erwerbsunf�higkeit (Art. 7 ATSG), zum Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 2 IVG) sowie zum Beweiswert und zur Beweisw�rdigung �rztlicher Berichte und Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352) richtig dargelegt. Darauf wird verwiesen.
Die Vorinstanz hat dem bidisziplin�ren Gutachten des arbeitsmedizinischen Zentrums B.________ vom 26. April 2012 volle Beweiskraft beigemessen und gest�tzt darauf festgestellt, es sei der Beschwerdef�hrerin unter Ber�cksichtigung der angef�hrten Belastungslimiten eine k�rperlich h�chstens mittelschwere T�tigkeit ganztags zumutbar, wobei aufgrund der myofaszialen Schmerzproblematik ausreichend wechselbelastende Anteile notwendig seien. Aus psychiatrischer Sicht erleide sie ausserdem insofern eine Einschr�nkung, als T�tigkeiten mit hohen Anforderungen an die psychische Belastbarkeit ungeeignet seien. Das kantonale Gericht ermittelte einen Invalidit�tsgrad von 20 % und verneinte demzufolge einen Rentenanspruch. Dabei st�tzte es sich zur Bestimmung von Validen- und Invalideneinkommen auf die Tabellen der vom Bundesamt f�r Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE).
4.1.�Wie die Beschwerdef�hrerin zu Recht betont, darf das Sozialversicherungsgericht bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu w�rdigen und die Gr�nde anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (vgl. E. 2 hievor). Insoweit die Beschwerdef�hrerin diese Beweisw�rdigungsregel als verletzt r�gt, weil das kantonale Gericht ohne �berzeugende Erkl�rung auf die Sch�tzung der Arbeitsf�higkeit im Gutachten des arbeitsmedizinischen Zentrums B.________ vom 26. April 2012 und nicht auf jene des Neurochirurgen Dr. med. C.________ im Bericht der Klinik D.________ vom 2. November 2011 abgestellt habe, kann ihr jedoch nicht gefolgt werden. So wird zu Recht nicht bestritten, dass die genannten medizinischen Akten in Bezug auf Befunderhebung und Diagnosestellung im Wesentlichen �bereinstimmen. Divergenzen finden sich bei der Sch�tzung der Arbeitsf�higkeit. Dr. med. C.________, der die Beschwerdef�hrerin ambulant behandelt hat, hielt im Bericht vom 2. November 2011 bzw. in einem separaten, gleichentags datierten Schreiben zu Handen der IV-Stelle fest, aus wirbels�ulenchirurgischer Sicht bestehe eine Einschr�nkung der Belastbarkeit; in einer optimal angepassten T�tigkeit sei "wahrscheinlich eine Arbeitsf�higkeit 60-70 % zeitlich vorstellbar". Abweichend von dieser vagen und nicht n�her begr�ndeten Stellungnahme sch�tzten die Gutachter des arbeitsmedizinischen Zentrums B.________ die Beschwerdef�hrerin aus bidisziplin�rer Sicht - unter Ber�cksichtigung der Evaluation der funktionellen Leistungsf�higkeit (EFL) und in Kenntnis der Berichte der Klinik D.________ - als in einer leidensangepassten Erwerbst�tigkeit ganztags arbeitsf�hig.
F�r die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen einer versicherten Person noch zugemutet werden k�nnen, bilden die �rztlichen Einsch�tzungen eine wichtige Grundlage f�r Verwaltung und Gerichte (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 196). Dabei ist im vorliegenden Fall der Einsch�tzung durch die Gutachter des arbeitsmedizinischen Zentrums B.________, die auf umfassenden psychiatrischen und rheumatologischen Untersuchungen beruht, wesentlich gr�sseres Gewicht beizumessen als den ausschliesslich neurochirurgischen Berichten von Dr. med. C.________. Insbesondere kann nicht von einer zu kurzen Begutachtungszeit gesprochen werden. Folglich hat sich die Vorinstanz zu Recht auf die Einsch�tzung im Gutachten des arbeitsmedizinischen Zentrums B.________ abgest�tzt und festgestellt, die von der Klinik D.________ attestierte Arbeitsunf�higkeit von 30-40 % verm�ge nicht zu �berzeugen. Auf weitere Abkl�rungen durfte das kantonale Gericht verzichten, ohne dabei den Untersuchungsgrundsatz zu verletzen.
4.2.�Beizupflichten ist der Beschwerdef�hrerin in Bezug auf die ger�gte Unrichtigkeit der vorinstanzlichen Feststellung, wonach im Rahmen der Untersuchungen in der Klinik D.________ im Wesentlichen keine Befunde h�tten erhoben werden k�nnen, welche die geklagten Beschwerden erkl�rten. So diagnostizierte Dr. med. C.________ gest�tzt auf seine Befunderhebung eine thorakale Skoliose, welche "allenfalls einen Teil der lokalen Beschwerden" erkl�rten. Dieselbe Diagnose wurde im Folgenden von den Gutachtern des arbeitsmedizinischen Zentrums B.________ gestellt. Die Gutachter kamen zum Schluss, diese k�nne - in Kombination mit der muskul�ren Dysbalance - durchaus f�r die Schmerzsymptomatik verantwortlich sein. Wie die Vorinstanz gest�tzt auf das Gutachten des arbeitsmedizinischen Zentrums B.________ aber zu Recht feststellte, vermag die thorakale Skoliose allein keine Arbeitsunf�higkeit von��� 30-40 % selbst f�r leidensangepasste T�tigkeiten zu begr�nden. Entscheidend ist, dass das kantonale Gericht trotz der erhobenen Befunde und unabh�ngig von der (teilweisen) Erkl�rbarkeit der Beschwerden zu Recht von einer vollen Arbeitsf�higkeit in leidensangepasster T�tigkeit ausgegangen ist (vgl. hievor E. 4.1).
4.3.�Insofern die Beschwerdef�hrerin einwendet, der Sachverhalt sei ungen�gend abgekl�rt, weil es an einer gr�ndlichen Abkl�rung in neuropsychologischer Hinsicht fehle, kann mit der Vorinstanz auf die zutreffenden gutachterlichen Ausf�hrungen im Schreiben vom 23. Januar 2013 verwiesen werden, wonach die rheumatologische Untersuchung des arbeitsmedizinischen Zentrums B.________ bereits einen Neurostatus enth�lt und anl�sslich der psychiatrischen Begutachtung von Dr. med. E.________ neuropsychologische Testungen durchgef�hrt wurden. Diesbez�gliche Weiterungen k�nnen deshalb unterbleiben.
5.1.�Nichts zu ihren Gunsten abzuleiten vermag die Beschwerdef�hrerin aus der R�ge, die Gutachter des arbeitsmedizinischen Zentrums B.________ h�tten sich nicht gen�gend mit anders lautenden medizinischen Einsch�tzungen auseinandergesetzt. Eine solche hat insbesondere mit den Berichten der Dres. C.________, F.________ und G.________ stattgefunden. Die Gutachter konnten sich jedoch nur insofern mit divergierenden �rztlichen Meinungen auseinandersetzen, als solche �berhaupt vorlagen. Dass sich zum Bericht von Dr. med. C.________ vom 2. November 2011 lediglich in Bezug auf die Einsch�tzung der Arbeitsf�higkeit Abweichungen ergaben, darauf wurde bereits hingewiesen (vgl. hievor E. 4.1). Dr. med. F.________ attestierte im Bericht vom 16. Mai 2011 �bereinstimmend mit den Gutachtern des arbeitsmedizinischen Zentrums B.________ eine volle Arbeitsf�higkeit f�r eine den Leiden angepasste T�tigkeit. In Anbetracht dessen er�brigten sich aus gutachterlicher Sicht Weiterungen zu ihren Ausf�hrungen. Dasselbe hat f�r die von Dr. F.________ zus�tzlich gestellten Diagnosen einer Torsionsskoliose der LWS sowie einer Osteochondrose C5/6 mit reaktiver Spondylose zu gelten. Die entsprechenden Diagnosen konnten denn in der Folge trotz zus�tzlichen bildgebenden Untersuchungen auch weder in der Klinik D.________ noch anl�sslich des Gutachtens des arbeitsmedizinischen Zentrums B.________ best�tigt werden. Was schliesslich den Bericht von Dr. G.________ vom 28. Juni 2011 anbelangt, erg�nzte Dr. E.________ einzig die von Dr. G.________ diagnostizierte Pers�nlichkeit mit narzisstischen Z�gen um das Element der emotional instabilen Pers�nlichkeitsz�ge. Im �brigen stimmten die Dres. E.________ und G.________ aus diagnostischer Sicht �berein. Divergenzen ergeben sich wiederum einzig in Bezug auf die Einsch�tzung der Arbeitsf�higkeit, wobei die Vorinstanz dargelegt hat, weshalb auf die diesbez�glichen - im �brigen widerspr�chlichen - Einsch�tzungen von Dr. med. G.________ nicht abgestellt werden k�nne. Inwiefern diese W�rdigung offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung beruht, wird in der Beschwerde nicht dargelegt. Schliesslich verm�gen auch die weiteren Einw�nde gegen das Gutachten des Dr. med. E.________ dessen Beweiswert nicht in Frage zu stellen.
5.2.�Auch die Vorbringen zu den neuropsychologischen Testungen rechtfertigen im Lichte der eingeschr�nkten Kognition keine Beanstandung an der vorinstanzlichen W�rdigung des Gutachtens des arbeitsmedizinischen Zentrums B.________. Die Beschwerdef�hrerin r�gte zwar zu Recht den Umstand, dass Dr. med. E.________ eine Diskrepanz zwischen den Ergebnissen der Testung und den objektiven Befunden beschrieb, die Testresultate im Gutachten aber dennoch unter eben diesen objektiven Befunden auflistete. Die gutachterliche Aussage ist jedoch trotz dieses Widerspruchs im Ergebnis ohne Weiteres klar: Die teilweise �usserst schlechten testpsychologischen Resultate waren nicht mit den eigenen unmittelbar erhobenen Befunden in Einklang zu bringen. So wies Dr. med. E.________ �berzeugend darauf hin, dass die Beschwerdef�hrerin anl�sslich der Exploration vom 23. M�rz 2012 unauff�llige psychopathologische Funktionen (Konzentrationsf�higkeit, Auffassungsverm�gen, Ged�chtnisfunktionen, Merkf�higkeit, geistige Flexibilit�t, Antrieb, Psychomotorik) aufgewiesen habe.
5.3.�Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanz dem Gutachten des arbeitsmedizinischen Zentrums B.________ zu Recht volle Beweiskraft beigemessen und gest�tzt darauf von einer uneingeschr�nkten Arbeitsf�higkeit in angepasster T�tigkeit ausgegangen ist.
6.1.�Umstritten ist schliesslich das trotz Gesundheitsschadens erzielbare Invalideneinkommen. Bei dessen Ermittlung ist prim�r von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in der die versicherte Person konkret steht. �bt sie nach Eintritt der Invalidit�t eine Erwerbst�tigkeit aus, bei der - kumulativ - besonders stabile Arbeitsverh�ltnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsf�higkeit in zumutbarer Weise voll aussch�pft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grunds�tzlich der tats�chlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbst�tigkeit aufgenommen hat, so k�nnen die Tabellenl�hne der LSE herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301).
6.2.�Das kantonale Gericht hat f�r die Bestimmung des Invalideneinkommens zu Recht auf LSE-Tabellenl�hne abgestellt. Dass die Beschwerdef�hrerin wieder einer Erwerbst�tigkeit nachgegangen war, vermag daran nichts zu �ndern. Zum einen rechtfertigte sich in Anbetracht des noch jungen Arbeitsverh�ltnisses (Arbeitsbeginn 1. April 2013) nicht, von besonders stabilen Arbeitsverh�ltnissen auszugehen, zum anderen sch�pft die Beschwerdef�hrerin ihre volle Arbeitsf�higkeit f�r eine den Leiden angepasste T�tigkeit mit einem Pensum von 50 % offenkundig nur teilweise aus.
6.3.�Offen bleiben kann schliesslich, auf welches Anforderungsniveau in Bezug auf das Invalideneinkommen abzustellen ist. Wie die Vorinstanz zu Recht festgestellt hat, kann die Beschwerdef�hrerin grunds�tzlich in ihrer angestammten T�tigkeit in vollem Pensum arbeiten. Folglich sind Validen- und Invalideneinkommen gest�tzt auf dieselben Werte der LSE zu ermitteln. Den Umst�nden, dass die Beschwerdef�hrerin gewisse Belastungslimiten einhalten muss, die Arbeit ausreichend wechselbelastende Anteile aufweisen soll und T�tigkeiten mit sehr hohen Anforderungen an die psychische Belastbarkeit nicht geeignet sind, hat die Vorinstanz mit einem Abzug von 20 % Rechnung getragen.
Im �brigen ist der Einkommensvergleich nicht streitig, weshalb sich Weiterungen dazu er�brigen.
Dem Ausgang des Verfahrens entsprechende hat die Beschwerdef�hrerin die Gerichtskosten zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

References: Art. 95
 Art. 95
 Art. 97
 Art. 105
 BGE 
 Art. 61
 Art. 4