Source: http://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10011043
Timestamp: 2017-06-26 13:55:24+00:00

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RIS - Gesamte Rechtsvorschrift für Festsetzungsverordnung gefährliche Abfälle - Bundesrecht konsolidiert, Fassung vom 26.06.2017
Bundesrecht konsolidiert: Gesamte Rechtsvorschrift für Festsetzungsverordnung gefährliche Abfälle, Fassung vom 26.06.2017
Verordnung des Bundesministers für Umwelt, Jugend und Familie über die Festsetzung von gefährlichen Abfällen und Problemstoffen (Festsetzungsverordnung gefährliche Abfälle) (CELEX-Nr.: 391L0689)StF: BGBl. II Nr. 227/1997
idF:BGBl. II Nr. 75/1998BGBl. II Nr. 357/1998BGBl. II Nr. 178/2000 [CELEX-Nr.: 391L0689, 394L0031, 394D0904]
Auf Grund der §§ 2 Abs. 5 und 7, 4a, 11 Abs. 1 und 2, 17 Abs. 1a und des § 38a des Abfallwirtschaftsgesetzes (AWG), BGBl. Nr. 325/1990, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. Nr. 434/1996, wird verordnet:
I. ABSCHNITT Geltungsbereich § 1. (1) Diese Verordnung legt zum Schutz der öffentlichen Interessen im Sinne des § 1 Abs. 3 AWG fest,1.welche Abfälle als gefährlich und2.welche gefährlichen Abfälle als Problemstoffe im Sinne des § 2 Abs. 6 AWGgelten.(2) Verpflichteter im Sinne dieser Verordnung ist der Abfallbesitzer.(3) Durch diese Verordnung werden die Richtlinie 91/689/EWG des Rates über gefährliche Abfälle, ABl. Nr. L 377/20 vom 31. 12. 1991, in der Fassung der Richtlinie 94/31/EG des Rates, ABl. Nr. L 168/28 vom 2. 7. 1994, und die Entscheidung 94/904/EG des Rates über ein Verzeichnis gefährlicher Abfälle, ABl. Nr. L 356/14 vom 31. 12. 1994, umgesetzt.
Begriffsbestimmungen § 2. Im Sinne dieser Verordnung werden folgende Begriffe festgelegt:1.Gefahrenrelevante Eigenschaften sind die im § 2 Abs. 5 AWG angeführten Eigenschaften, die in der Anlage 2 präzisiert werden.2.Eine Einzelcharge ist eine vorliegende Menge eines bestimmten Abfalls (§ 4a Abs. 1 Z 1 AWG) desselben Abfallbesitzers, die einer Schlüsselnummer der ÖNORM S 2100 zuzuordnen ist. Sind Abfälle desselben Abfallbesitzers getrennt angefallen, so dürfen sie nur dann zu einer Einzelcharge zusammengefasst werden, wenn diese Abfälle derselben Schlüsselnummer zuzuordnen sind und durch das Zusammenfassen keine für die Ausstufung relevante Änderung einer Abfalleigenschaft herbeigeführt wird. § 17 Abs. 1a AWG bleibt unberührt.2a.Eine Beurteilungsmenge ist entweder eine Einzelcharge oder bei einer Prozessausstufung jene Menge, aus der die repräsentative Stichprobe gezogen wird, oder bei einer Ausstufung von Aushubmaterial gemäß § 7 Abs. 1 oder 3 jene Menge, die für die Probenahme ausgehoben wurde. Sind Abfälle desselben Abfallbesitzers getrennt angefallen, so dürfen sie nur dann zu einer Beurteilungsmenge zusammengefasst werden, wenn diese Abfälle derselben Schlüsselnummer zuzuordnen sind und durch das Zusammenfassen keine für die Ausstufung relevante Änderung einer Abfalleigenschaft herbeigeführt wird. § 17 Abs. 1a AWG bleibt unberührt.3.Ausstufung ist das Verfahren zum Nachweis, daß ein bestimmter Abfall, der gemäß § 3 als gefährlich gilt, im Einzelfall nicht gefährlich ist. Dieses Verfahren besteht ausa)der Anzeige dieses Nachweises an die zuständige Behörde undb)erforderlichenfalls dem dieser Anzeige entsprechenden Abschluß des behördlichen Verfahrens.4.Aushubmaterial ist Boden oder Erde, welche durch Ausheben oder Abräumen anfallen, auch wenn mehr als fünf Volumsprozent Baurestmassen oder relevante Anteile an organischen Abfällen enthalten sind.5.Eine gleichbleibende Qualität des Prozesses ist gegeben, wenn es unter Berücksichtigung der typischen Schwankungsbreite dieses Prozesses zu keiner für die Ausstufung relevanten Änderung einer Abfalleigenschaft kommen kann.
II. ABSCHNITT Gefährliche Abfälle § 3. (1) Als gefährliche Abfälle gelten jene Abfälle der ÖNORM *1) S 2100 „Abfallkatalog”, ausgegeben am 1. September 1997, welche in dem Verzeichnis gefährlicher Abfälle gemäß Anlage 1 enthalten sind. Die Zuordnung eines Abfalls zu einer fünfstelligen Schlüsselnummer der ÖNORM S 2100 hat entsprechend den in der Anlage 1 festgelegten Zuordnungskriterien zu erfolgen.(2) (Aufgehoben durch BGBl. II Nr. 178/2000).(3) Als gefährliche Abfälle gelten weiters jene Abfälle, die mit gefährlichen Abfällen gemäß dieser Verordnung in einem Ausmaß kontaminiert oder vermischt sind, dass mit einer einfachen Beurteilung, wie einer Bewertung des maximalen Massenanteils giftiger Stoffe (Kriterium H6), nicht ausgeschlossen werden kann, dass eine gefahrenrelevante Eigenschaft zutrifft.(4) Abweichend zu Abs. 1 gilt als gefährlicher Abfall:1. a)Aushubmaterial von den Bereichen einer Altlast gemäß Altlastensanierungsgesetz, BGBl. Nr. 299/1989, in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 151/1998, für die auf Grund der vorliegenden Untersuchungen festgestellt wurde, dass eine gefahrenrelevante Eigenschaft zutrifft;b)Aushubmaterial von Betriebsstandorten, bei denen auf Grund des Umgangs mit boden- oder wassergefährdenden Stoffen die begründete Annahme besteht, dass eine gefahrenrelevante Eigenschaft zutrifft (zB bei metall- oder mineralölverarbeitenden Betrieben, Tankstellen, Putzereien, Betrieben der chemischen Industrie oder Gaswerken); dies gilt für jene Bereiche des Betriebsstandortes, in denen mit diesen Stoffen umgegangen wurde;2.Aushubmaterial von Standorten, die nicht von der Z 1 umfasst werden, wenn im Zuge der Aushub- oder Abräumtätigkeit eine Verunreinigung ersichtlich wird und die begründete Annahme besteht, dass eine gefahrenrelevante Eigenschaft, insbesondere das Kriterium H13 der Anlage 2, zutrifft; dabei kann auf visuelle und olfaktorische Kontrollen sowie auf gängige Schnelltests zurückgegriffen werden;3.Aushubmaterial, wenn die begründete Annahme besteht, dass auf Grund einer Verunreinigung durch eine Betriebsstörung oder einen Unfall eine gefahrenrelevante Eigenschaft, insbesondere das Kriterium H13 der Anlage 2, zutrifft; dabei kann auf visuelle und olfaktorische Kontrollen sowie auf gängige Schnelltests zurückgegriffen werden.(4a) Abfälle, die gemäß den Abs. 1, 3 oder 4 als gefährlich einzustufen sind oder eingestuft wurden und in der Folge verfestigt wurden, gelten auch nach der Verfestigung als gefährlich. Verfestigte Abfälle dürfen nur zum Zweck der Deponierung ausgestuft werden.(4b) Abs. 4a gilt nicht für Abfälle, die ausschließlich die gefahrenrelevanten Eigenschaften H4 und H8 gemäß Anlage 2 auf Grund des Gehalts an alkalischen Stoffen aufweisen.(5) Abfälle, die gemäß den Abs. 1, 3, 4 oder 4a als gefährlich einzustufen sind oder eingestuft wurden, gelten nicht als gefährliche Abfälle, wenn sie nach Maßgabe der §§ 5 bis 7 ausgestuft wurden. Für jene Abfälle, welche im Verzeichnis gefährlicher Abfälle als nicht ausstufbar gekennzeichnet sind, ist die Ausstufung nicht zulässig.---------------------------------------------------------------------*1) Die in dieser Verordnung zitierten ÖNORMEN und DIN-Normen sind beim Österreichischen Normungsinstitut, Heinestraße 38, 1021 Wien, erhältlich.
Problemstoffe § 4. Problemstoffe sind gefährliche Abfälle gemäß § 3 oder Altöle gemäß § 21 AWG, die üblicherweise in privaten Haushalten anfallen. Weiters gelten als Problemstoffe jene gefährlichen Abfälle oder Altöle aller übrigen Abfallerzeuger, die nach Art und Menge mit privaten Haushalten vergleichbar sind. Diese Abfälle gelten solange als Problemstoffe, als sie sich in der Gewahrsame der genannten Abfallerzeuger befinden.
III. ABSCHNITT Ausstufung von Abfällen § 5. (1) Weist ein Abfallbesitzer für einen bestimmten Abfall gemäß § 3 nach, daß die gefahrenrelevanten Eigenschaften nicht zutreffen, so kann dieser Abfall nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen ausgestuft werden.(2) Die Ausstufung eines bestimmten Abfalls ist nur zulässig, solange dieser Abfall nicht mit anderen Materialien oder Abfällen vermischt wurde. Die Ausstufung eines bestimmten Abfalls, der nach der Behandlung gemäß den Zuordnungskriterien derselben Schlüsselnummer wie vor der Behandlung zuzuordnen ist, ist zulässig, sofern eine für die Ausstufung relevante Änderung der Abfalleigenschaften nicht lediglich auf Grund einer Vermischung dieses Abfalls mit anderen Materialien oder Abfällen bewirkt wird.(3) Der Nachweis für die Ausstufung eines bestimmten Abfalls ist auf Grundlage einer Ausstufungsbeurteilung (§ 6), die nicht älter als vier Monate ist, zu erbringen und der zuständigen Behörde unter Verwendung der Formblätter der Anlage 3 (Anzeige der Ausstufung und Ausstufungsbeurteilung) anzuzeigen.(4) Der Abfallbesitzer oder die externe befugte Fachperson oder Fachanstalt können von ihnen selbst hergestellte, mit dem Muster der Anlage 3 idente Formblätter für die Anzeige der Ausstufung oder für die Ausstufungsbeurteilung verwenden.(5) Der Nachweis für die Ausstufung eines bestimmten Abfalls ist zulässig1.für eine Einzelcharge oder2.für einen Abfall desselben Abfallbesitzers aus einem definierten Prozeß in gleichbleibender Qualität.(6) Der Nachweis gemäß Abs. 5 Z 2 ist auf Grund der Untersuchung einer repräsentativen Beurteilungsmenge zu erbringen. Eine auf dieser Grundlage getroffene Ausstufung gilt höchstens für die Dauer von zwei Jahren; wenn der Abfallbesitzer auf Grundlage von Untersuchungen einmal jährlich der Behörde bestätigt, daß die gleichbleibende Qualität des Prozesses gegeben ist, verlängert sich die Dauer der Ausstufung auf höchstens vier Jahre. Wenn auf Grund von1.Änderungen des Prozesses oder eines Einsatzstoffes oder2.einer Betriebsstörungdie gleichbleibende Qualität des Prozesses nicht gegeben ist, so sind die dabei anfallenden Abfälle nicht von der Ausstufung erfaßt.(7) Abweichend zu den Abs. 1 bis 4 sowie den §§ 6 und 7 kann der Deponiebetreiber den Nachweis für die Ausstufung für den Zweck der Deponierung auf Grundlage einer Gesamtbeurteilung gemäß § 6 der Deponieverordnung, BGBl. Nr. 164/1996, erbringen. Die Ausstufung von verfestigten Abfällen hat zusätzlich auf Grundlage eines Gutachtens gemäß § 11 der Deponieverordnung zu erfolgen und ist nur für den Zweck der Deponierung zulässig. Der Nachweis für die Ausstufung ist der zuständigen Behörde unter Verwendung des Teils I der Anlage 3 und unter Anschluß der Gesamtbeurteilung, bei verfestigten Abfällen zusätzlich unter Anschluß des Gutachtens, anzuzeigen.
Ausstufungsbeurteilung § 6. (1) Die Ausstufungsbeurteilung ist von einer externen befugten Fachperson oder Fachanstalt zu erstellen und hat unter Verwendung des Formblattes für die Ausstufungsbeurteilung gemäß Anlage 3 zu erfolgen.(2) Der Ausstufungsbeurteilung ist eine Untersuchung der gefahrenrelevanten Eigenschaften des bestimmten Abfalls, insbesondere eine chemische Analyse, zugrunde zu legen. Die Probenahme ist von derselben externen befugten Fachperson oder Fachanstalt oder deren Mitarbeitern durchzuführen, die auch die Ausstufungsbeurteilung vornimmt. Die überwiegende Anzahl der für die Ausstufungsbeurteilung erforderlichen Analysen ist von dieser Fachperson oder Fachanstalt oder deren Mitarbeitern selbst durchzuführen. Die Anlage 4 ist anzuwenden. Die Probenahme darf zum Zeitpunkt der Unterfertigung der Ausstufungsbeurteilung durch die externe befugte Fachperson oder Fachanstalt nicht länger als drei Monate, bei Ausstufungen gemäß § 7 Abs. 1 nicht länger als zwei Jahre, zurückliegen.(3) Der Umfang der Untersuchungen hat alle gefahrenrelevanten Eigenschaften zu umfassen, sofern nicht auf Grund der Entstehung oder der Art des bestimmten Abfalls zuverlässig angenommen werden kann, daß bestimmte gefahrenrelevante Eigenschaften nicht zutreffen. Nicht berücksichtigte gefahrenrelevante Eigenschaften sind zu dokumentieren.(4) Der Umfang einer chemischen Analyse im Rahmen der Untersuchung einer gefahrenrelevanten Eigenschaft gemäß Abs. 3 hat alle in Anlage 3, Punkt II angeführten Parameter zu umfassen, sofern nicht auf Grund der Entstehung oder der Art des bestimmten Abfalls zuverlässig angenommen werden kann, daß bestimmte Parameter ohne Relevanz für die Beurteilung dieser gefahrenrelevanten Eigenschaft des jeweiligen Abfalls sind. Nicht berücksichtigte Parameter sind zu dokumentieren.(5) Im Rahmen einer Untersuchung oder Analyse kann, insbesondere bei Medikamenten oder nach Chemikalienrecht gekennzeichneten Stoffen oder Zubereitungen, auf vom Hersteller beigegebene Informationen über die chemische Zusammensetzung und Eigenschaften der Stoffe, Zubereitungen oder Produkte zurückgegriffen werden. Wenn auf Grund vorhandener Informationen (zB Herkunft, Entstehungsort oder Inhaltsstoffe des Abfalls) oder auf Grund der Untersuchung oder Analyse des bestimmten Abfalls anzunehmen ist, daß dieser Abfall untypische Verunreinigungen an schädlichen Elementen oder Verbindungen, wie zB PCB, Dioxine, organische Phosphorverbindungen oder Pestizide, enthält, sind diese Substanzen zu bestimmen. Das Ergebnis dieser Analyse ist in die Ausstufungsbeurteilung einzubeziehen.(6) Die Beurteilungsgrundlagen, wie die Ergebnisse der Untersuchung von gefahrenrelevanten Eigenschaften und der chemischen Analyse, sind der Ausstufungsbeurteilung anzuschließen.
Ausstufung von Aushubmaterial § 7. (1) Die Ausstufung von Aushubmaterial ist, soweit die Abs. 2 und 3 sowie § 5 Abs. 7 nicht anderes bestimmen, nur zulässig, wenn vor der Aushub- oder Abräumtätigkeit eine Ausstufungsbeurteilung vorgenommen wurde. Den dafür erforderlichen Untersuchungen sind abweichend zu § 6 Abs. 2 Einzelproben zugrunde zu legen, die nach einem geeigneten Probenahmeraster zu entnehmen sind. Die Erstellung dieses Probenahmerasters hat durch eine externe befugte Fachperson oder Fachanstalt zu erfolgen. Der Probenahmeraster, einschließlich der Ergebnisse der Einzelanalysen und deren Zuordnung zu den jeweiligen Probenahmestellen, ist der Ausstufungsbeurteilung anzuschließen. Beim Ausheben oder Abräumen des Aushubmaterials ist darauf zu achten, dass die gefährlichen Anteile von den nicht gefährlichen Anteilen getrennt erfasst werden.(1a) Die externe befugte Fachperson oder Fachanstalt hat an Hand der vorliegenden Informationen, vor allem der Untersuchungsergebnisse der einzelnen Proben sowie allfälliger Auffälligkeiten bei der Analyse zu überprüfen, ob sich die Notwendigkeit ergibt, die Analyse einzelner Proben zu wiederholen, die Probenahme und Untersuchung an einzelnen Stellen zu wiederholen, zusätzliche Proben zu nehmen - insbesondere den Probenahmeraster in bestimmten Bereichen zu verdichten - oder zusätzliche Tiefenbereiche zu beproben.(1b) Die Ausstufungsbeurteilung von gemäß § 3 Abs. 4 als gefährlich eingestuftem Aushubmaterial kann abweichend zu § 6 Abs. 2 auch von einem Erdwissenschafter (Geologen, Hydrogeologen, Quartärgeologen oder Petrographen), der über fundierte Kenntnisse der Probenahmeplanung (Probenahmeraster) und -technik von Böden, praktische Erfahrung der Probenahme von Böden und Erfahrung bei der Beurteilung von chemischen Untersuchungsergebnissen von Böden verfügt, durchgeführt werden. In diesem Fall hat der Erdwissenschafter die Proben zu ziehen und den Untersuchungsumfang für die einzelnen Proben festzulegen. Er hat sicherzustellen, dass er vom Labor, das die Analysen durchführt, über alle Auffälligkeiten bei der Analyse informiert wird. Diese Informationen sind in der Ausstufungsbeurteilung anzuführen.(2) Bei Aushubmaterial, das gemäß § 3 Abs. 4 Z 2 und 3 als gefährlich gilt, ist abweichend zu Abs. 1 die Erstellung eines Probenahmerasters nicht erforderlich. Auf Grundlage einer die Aushub- oder Abraumtätigkeit begleitenden Untersuchung einer externen befugten Fachperson oder Fachanstalt sind die erheblich verunreinigten Anteile des Aushubmaterials soweit wie möglich getrennt von den nicht erheblich verunreinigten Anteilen zu erfassen. Dabei kann auf visuelle und olfaktorische Kontrollen sowie auf gängige Schnelltests zurückgegriffen werden. Eine Ausstufung für die jeweiligen getrennt erfassten Anteile ist zulässig.(3) Beträgt die Gesamtmasse des Bodens oder der Erde, die an einem gemäß § 3 Abs. 4 Z 1 kontaminierten Standort auszuheben oder abzuräumen sind, nicht mehr als 750 t, so kann abweichend zu Abs. 1 die Ausstufung auf Grundlage einer die Aushub- oder Abräumtätigkeit begleitenden Untersuchung einer externen befugten Fachperson oder Fachanstalt erfolgen; den dafür erforderlichen Analysen ist eine ausreichende Zahl von Einzelproben zugrunde zu legen. Die Ergebnisse der Einzelanalysen sowie eine Darstellung der räumlichen Verteilung der Probenahmestellen ist der Ausstufungsbeurteilung anzuschließen.
IV. ABSCHNITT Inkrafttreten § 8. (1) Die §§ 1, 2 und 3 Abs. 1 bis 4 und die §§ 4, 8 und 9 treten mit 1. März 1998 in Kraft.(2) Der § 3 Abs. 5 und die §§ 5 bis 7 treten mit dem der Kundmachung dieser Novelle, BGBl. II Nr. 75/1998, folgenden Tag in Kraft.(3) Der Titel, die Promulgationsklausel, § 1 Abs. 3, § 2 Z 2, 2a und 4, § 3 Abs. 2 bis 4, 4a, 4b und 5, § 4, § 5 Abs. 4 und 5 Z 1, § 6 Abs. 1 und 2, Überschrift des § 7, § 7 Abs. 1 bis 1b, 2 und 3, § 9 Abs. 2, Anlage 1, Anlage 2, Anlage 3 und Anlage 4 in der Fassung BGBl. II Nr. 178/2000 treten mit 1. Juli 2000 in Kraft.
Außerkrafttreten § 9. (1) Mit Ablauf des 28. Februar 1998 treten die Verordnung über die Festsetzung gefährlicher Abfälle, BGBl. Nr. 49/1991, und die Verordnung über die Bestimmung von Problemstoffen, BGBl. Nr. 771/1990, außer Kraft.(2) (Aufgehoben durch BGBl. II Nr. 178/2000).
Für Ausstufungen, die nach dem 1. Oktober 1998 angezeigt werden, ist§ 10 der Verordnung des Bundesministers für Umwelt, Jugend undFamilie über die Festsetzung von gefährlichen Abfällen undProblemstoffen (FestsetzungsVO), BGBl. II Nr. 227/1997, idF BGBl. IINr. 75/1998 nicht mehr anzuwenden.
Übergangsbestimmung § 10. (1) Bis zum Inkrafttreten von speziellen Bestimmungen zur Ausstufung in einer Novelle des AWG *1) gilt ein Abfall gemäß § 3, der keine gefahrenrelevante Eigenschaft aufweist, unter Maßgabe folgender Bedingungen als nicht gefährlich:1.Der Abfallbesitzer hat den Nachweis der Nichtgefährlichkeit dem Bundesminister für Umwelt, Jugend und Familie unter Anschluß der erforderlichen Unterlagen anzuzeigen.2. a)Wenn die Anzeige bis zum 31. März 1998 erfolgt, darf die Beurteilungsmenge oder im Fall des § 5 Abs. 5 Z 2 eine repräsentative Menge des Abfalls, aus der die Probe für die Durchführung der Ausstufungsbeurteilung gezogen wurde, innerhalb von zwei Wochen ab Einlangen der Unterlagen gemäß Z 1 beim Bundesminister für Umwelt, Jugend und Familie nachweislich nicht weitergegeben werden.b)Wenn die Anzeige nach dem 31. März 1998 erfolgt, darf die Beurteilungsmenge oder im Fall des § 5 Abs. 5 Z 2 eine repräsentative Menge des Abfalls, aus der die Probe für die Durchführung der Ausstufungsbeurteilung gezogen wurde, innerhalb von sechs Wochen ab Einlangen der Unterlagen gemäß Z 1 beim Bundesminister für Umwelt, Jugend und Familie nachweislich nicht weitergegeben werden.3.Eine Ausstufung ist im Fall des § 5 Abs. 5 Z 2 abweichend von § 5 Abs. 6 auf die Dauer von vier Monaten begrenzt.4.Bei einer Ausstufung gemäß § 5 Abs. 7 hat der Deponiebetreiber für den Abfall, der Gegenstand der Ausstufung ist, die §§ 4 bis 11 und 29 der Deponieverordnung einzuhalten.(2) Während der jeweiligen Frist gemäß Abs. 1 Z 2 lit. a oder lit. b gilt der Abfall, der Gegenstand einer Ausstufung gemäß § 5 Abs. 5 ist, als gefährlich.(3) Bei einer Ausstufung gemäß § 5 Abs. 5 Z 2 hat der Abfallbesitzer nach Ablauf von vier Monaten binnen sechs Wochen jeweils die Menge des ausgestuften Abfalls dem Bundesminister für Umwelt, Jugend und Familie zu melden.--------------------------------------------------------------------- *1) Das Inkrafttreten der speziellen Bestimmungen zur Ausstufung wird durch den Bundesminister für Umwelt, Jugend und Familie gesondert kundgemacht.
Anlage 1 Verzeichnis gefährlicher Abfälle Die in diesem Verzeichnis aufgezählten Abfälle der ÖNORM S 2100 „Abfallkatalog”, ausgegeben am 1. September 1997, gelten gemäß § 3 Abs. 1 als gefährlich. Für jene Abfälle, die durch das Zeichen „n” gekennzeichnet sind, ist gemäß § 3 Abs. 5 eine Ausstufung nicht zulässig. ZUORDNUNGSKRITERIEN I. AllgemeinDie Zuordnung eines Abfalls hat zu der Schlüsselnummer der ÖNORM S 2100 zu erfolgen, die den Abfall am besten beschreibt. Dabei sind insbesondere Herkunft, Entstehungsort in einem Prozess, Erscheinungsbild, physikalische und chemische Eigenschaften (einschließlich möglicher gefahrenrelevanter Eigenschaften) zu berücksichtigen. Ist ein Abfall unter Berücksichtigung allfälliger gefahrenrelevanter Eigenschaften namentlich im Katalog angeführt, dann ist die zugeordnete Schlüsselnummer zu verwenden. Falls eine Zuordnungsmöglichkeit zu allgemeineren und konkreteren Abfallbezeichnungen besteht, ist die konkretest mögliche Bezeichnung zu wählen. II. AushubmaterialAushubmaterial gemäß § 3 Abs. 4 ist je nach Art der vermuteten Verunreinigung und der Herkunft der entsprechenden Schlüsselnummer der ÖNORM S 2100 zuzuordnen, wie insbesondere 31423 - ölverunreinigte Böden, 54504 - rohölverunreinigtes Erdreich, Aushub- und Abbruchmaterial, 54502 - Bohrspülung und Bohrklein, rohölkontaminiert, 54503 - rohölhaltiger Schlamm, 31424 - sonstige verunreinigte Böden oder 31441 - Bauschutt und/oder Brandschutt mit schädlichen Verunreinigungen. Im Zweifelsfall ist das Aushubmaterial der Schlüsselnummer 31424 - sonstige verunreinigte Böden zuzuordnen. Aushubmaterial, bei dem durch eine Ausstufungsbeurteilung nachgewiesen wurde, dass die Zuordnungswerte der Tabelle 1 eingehalten werden, ist der Schlüsselnummer 31411 - Bodenaushub zuzuordnen, sofern es sich um durch Ausheben oder Abräumen von im Wesentlichen natürlich gewachsenen Boden oder Untergrund handelt, der Anteil an Baurestmassen nicht mehr als 5 Volumsprozent beträgt und keine relevanten organischen sonstigen Abfälle enthalten sind. Nachträgliche Feststellung, dass Aushubmaterial gefährlicher Abfall istWird an Hand einer chemischen Analyse festgestellt, dass Aushubmaterial, das nicht unter § 3 Abs. 4 fällt, so kontaminiert ist, dass zumindest eine gefahrenrelevante Eigenschaft gemäß Anlage 2 zutrifft, so ist dieser Abfall je nach Art der Kontamination und der Herkunft der entsprechenden Schlüsselnummer der ÖNORM S 2100 zuzuordnen, wie insbesondere 31423 - ölverunreinigte Böden, 54504 - rohölverunreinigtes Erdreich, Aushub- und Abbruchmaterial, 54503 - rohölhaltiger Schlamm, 31424 - sonstige verunreinigte Böden oder 31441 - Bauschutt und/oder Brandschutt mit schädlichen Verunreinigungen. Tabelle 1: Zuordnungswerte für BodenaushubGehalte (Königswasserauszug):Arsen (als As) 50 mg/kg TM 200 mg/kg TM *1)Blei (als Pb) 150 mg/kg TM 500 mg/kg TMCadmium (als Cd) 2 mg/kg TM 4 mg/kg TMChrom gesamt (als Cr) 300 mg/kg TM 500 mg/kg TMKupfer (als Cu) 100 mg/kg TM 500 mg/kg TMNickel (als Ni) 100 mg/kg TM 500 mg/kg TMQuecksilber (als Hg) 1 mg/kg TM 2 mg/kg TMZink (als Zn) 500 mg/kg TM 1000 mg/kg TMKohlenwasserstoffgesamtgehalt: 200 mg/kg TMEluatwerte:Arsen 0,5 mg/kg TMBlei 1 mg/kg TMCadmium 0,05 mg/kg TMChrom gesamt 1 mg/kg TMChrom (VI) 0,5 mg/kg TMCobalt 1 mg/kg TMQuecksilber 0,01 mg/kg TMKupfer 5 mg/kg TMNickel 5 mg/kg TMZink 20 mg/kg TMFluorid 20 mg/kg TMCyanid gesamt (als CN) 1 mg/kg TMAOX als Chlor 0,3 mg/kg TMKohlenwasserstoffe 5 mg/kg TM III. VerpackungenBei Verpackungen sind solche mit Restinhalten und restentleerte Verpackungen zu unterscheiden. Unter Restentleerung ist die ordnungsgemäße Entleerung (wie rieselfrei, pinselrein, spachtelrein) bis auf unvermeidbare Rückstände von Füllgütern, jedoch ohne zusätzliche Maßnahmen (wie zB Erwärmen), zu verstehen. Eine Restentleerung ist gegeben, wenn bei einem Entleerungsversuch, wie zB Stürzen des Gebindes, bis auf einzelne Tropfen oder Körner kein Füllgut mehr austritt. Unter Restentleerung ist keine Reinigung zu verstehen.Verpackungen mit RestinhaltenNicht restentleerte Gebinde von gemäß Chemikalienrecht als mindergiftig, ätzend, reizend, leicht entzündlich, entzündlich oder mit dem Hinweis „darf nicht über den Hausmüll entsorgt werden” zu kennzeichnenden Stoffen und Zubereitungen sind der stofflich entsprechenden Schlüsselnummer für Gebinde oder Verpackungen mit gefährlichen oder schädlichen Restinhalten gemäß Tabelle 2 zuzuordnen. Tabelle 2:--------------------------------------------------------------------SN 18714 Verpackungsmaterial mit schädlichen Verunreinigungen oder Restinhalten, vorwiegend organisch--------------------------------------------------------------------SN 18715 Verpackungsmaterial mit schädlichen Verunreinigungen oder Restinhalten, vorwiegend anorganisch--------------------------------------------------------------------SN 35106 Eisenmetallemballagen und -behältnisse mit gefährlichen Restinhalten--------------------------------------------------------------------SN 35327 NE-Metallemballagen und -behältnisse mit gefährlichen Restinhalten--------------------------------------------------------------------SN 54929 Gebrauchte Ölgebinde--------------------------------------------------------------------SN 57127 Kunststoffemballagen und -behältnisse mit gefährlichen Restinhalten (auch Tonercartridges mit gefährlichen Inhaltsstoffen)--------------------------------------------------------------------SN 58203 textiles Verpackungsmaterial mit anwendungsspezifischen schädlichen Beimengungen, vorwiegend organisch--------------------------------------------------------------------SN 58204 textiles Verpackungsmaterial mit anwendungsspezifischen schädlichen Beimengungen, vorwiegend anorganisch--------------------------------------------------------------------Restentleerte VerpackungenRestentleerte Gebinde von gemäß Chemikalienrecht mit einem Totenkopf oder dem Gefahrensymbol „E - Explosionsgefährlich” zu kennzeichnenden Stoffen und Zubereitungen sind der stofflich entsprechenden Schlüsselnummer für Gebinde oder Verpackungen mit gefährlichen oder schädlichen Restinhaltenzuzuordnen.Sonstige restentleerte Verpackungen sind als nicht gefährlicher Abfall gemäß den entsprechenden Vorschriften zu entsorgen. IV. Kontaminierte AbfälleKontaminierte Abfälle gemäß § 3 Abs. 3 sind mit der entsprechenden Schlüsselnummer der ÖNORM S 2100 zu bezeichnen und als gefährliche Abfälle zu entsorgen. Ist der Abfall entsprechend den Zuordnungskriterien einer Schlüsselnummer für nicht gefährliche Abfälle zuzuordnen, ist die Abfallbezeichnung durch den Zusatz "kontaminiert" zu ergänzen. V. Verfestigte AbfälleEin verfestigter Abfall ist der Schlüsselnummer des ursprünglichen Abfalls zuzuordnen. Die Abfallbezeichnung ist durch den Zusatz "verfestigt" zu ergänzen. VERZEICHNIS GEFÄHRLICHER ABFÄLLE -------------------------------------------------------------------- SN Abfallbeschreibung--------------------------------------------------------------------123 Abfälle aus der Produktion pflanzlicher und tierischer Fette und Wachse--------------------------------------------------------------------12303 Ziehmittelrückstände--------------------------------------------------------------------12304 Fettsäurerückstände--------------------------------------------------------------------126 Produkte aus Pflanzenölen--------------------------------------------------------------------12601 Schmier- und Hydrauliköle, mineralölfrei *2)--------------------------------------------------------------------134 Tierkörper--------------------------------------------------------------------13401 n Versuchstiere--------------------------------------------------------------------137 Tierische Fäkalien--------------------------------------------------------------------13705 n Mist, infektiös--------------------------------------------------------------------13706 n Kot, infektiös--------------------------------------------------------------------13707 n Gülle, infektiös--------------------------------------------------------------------172 Holzabfälle aus der Anwendung--------------------------------------------------------------------17208 Holz (zB Pfähle und Masten), salzimprägniert *3)--------------------------------------------------------------------17211 Sägemehl und -späne, durch organische Chemikalien (zB Mineralöle, Lösemittel, Lacke, organische Beschichtungen) verunreinigt *4)--------------------------------------------------------------------17212 Sägemehl und -späne, durch anorganische Chemikalien (zB Säuren, Laugen, Salze) verunreinigt *4)--------------------------------------------------------------------17213 Holzemballagen, Holzabfälle und Holzwolle, durch organische Chemikalien (zB Mineralöle, Lösemittel, Lacke, organische Beschichtungen) verunreinigt *5), *6)--------------------------------------------------------------------17214 Holzemballagen, Holzabfälle und Holzwolle, durch anorganische Chemikalien (zB Säuren, Laugen, Salze) verunreinigt *7)--------------------------------------------------------------------187 Papier- und Pappeabfälle--------------------------------------------------------------------18709 Papierfilter, ölgetränkt--------------------------------------------------------------------18710 Papierfilter mit schädlichen Verunreinigungen, vorwiegend organisch--------------------------------------------------------------------18711 Papierfilter mit schädlichen Verunreinigungen, vorwiegend anorganisch--------------------------------------------------------------------18712 Zellstofftücher mit schädlichen Verunreinigungen, vorwiegend organisch--------------------------------------------------------------------18713 Zellstofftücher mit schädlichen Verunreinigungen, vorwiegend anorganisch--------------------------------------------------------------------18714 Verpackungsmaterial mit schädlichen Verunreinigungen oder Restinhalten, vorwiegend organisch--------------------------------------------------------------------18715 Verpackungsmaterial mit schädlichen Verunreinigungen oder Restinhalten, vorwiegend anorganisch--------------------------------------------------------------------199 Andere Abfälle aus der Verarbeitung und Veredelung tierischer und pflanzlicher Produkte--------------------------------------------------------------------19908 Seifenunterlauge--------------------------------------------------------------------311 Ofenausbrüche, Hütten- und Gießereischutt--------------------------------------------------------------------31108 Ofenausbruch aus metallurgischen Prozessen mit produktionsspezifischen schädlichen Beimengungen--------------------------------------------------------------------31109 Ofenausbruch aus nichtmetallurgischen Prozessen mit produktionsspezifischen schädlichen Beimengungen--------------------------------------------------------------------312 Metallurgische Schlacken, Krätzen und Stäube--------------------------------------------------------------------31203 Schlacken aus der NE-Metallschmelze--------------------------------------------------------------------31204 Bleikrätze--------------------------------------------------------------------31205 Leichtmetallkrätze, aluminiumhaltig--------------------------------------------------------------------31206 Leichtmetallkrätze, magnesiumhaltig--------------------------------------------------------------------31207 Schlacken aus der Schmelzelektrolyse--------------------------------------------------------------------31210 Zinkschlacke--------------------------------------------------------------------31211 Salzschlacke, aluminiumhaltig--------------------------------------------------------------------31212 Salzschlacke, magnesiumhaltig--------------------------------------------------------------------31214 Bleiaschen--------------------------------------------------------------------31217 Filterstäube, NE-metallhaltig--------------------------------------------------------------------31221 sonstige Schlacke aus der Stahlerzeugung *8)--------------------------------------------------------------------31223 Stäube, Aschen und Krätzen aus sonstigen Schmelzprozessen--------------------------------------------------------------------313 Aschen, Schlacken und Stäube aus der thermischen Abfallbehandlung und aus Feuerungsanlagen--------------------------------------------------------------------31301 Flugaschen und -stäube aus Feuerungsanlagen *9)--------------------------------------------------------------------31308 Schlacken und Aschen aus Abfallverbrennungsanlagen--------------------------------------------------------------------31309 Flugaschen und -stäube aus Abfallverbrennungsanlagen--------------------------------------------------------------------31312 feste salzhaltige Rückstände aus der Rauchgasreinigung von Abfallverbrennungsanlagen und Abfallpyrolyseanlagen--------------------------------------------------------------------31314 feste salzhaltige Rückstände aus der Rauchgasreinigung von Feuerungsanlagen für konventionelle Brennstoffe (ohne REA-Gipse)--------------------------------------------------------------------31316 Schlacken und Aschen aus Abfallpyrolyseanlagen--------------------------------------------------------------------314 Sonstige feste mineralische Abfälle--------------------------------------------------------------------31423 ölverunreinigte Böden--------------------------------------------------------------------31424 sonstige verunreinigte Böden--------------------------------------------------------------------31426 Kernsande--------------------------------------------------------------------31435 verbrauchte Filter- und Aufsaugmassen mit anwendungsspezifischen schädlichen Beimengungen (zB Kieselgur, Aktiverden, Aktivkohle)--------------------------------------------------------------------31437 Asbestabfälle, Asbeststäube *10)--------------------------------------------------------------------31439 mineralische Rückstände aus der Gasreinigung--------------------------------------------------------------------31440 Strahlmittelrückstände mit anwendungsspezifischen schädlichen Beimengungen--------------------------------------------------------------------31441 Bauschutt und/oder Brandschutt mit schädlichen Verunreinigungen--------------------------------------------------------------------31445 Gipsabfälle mit produktionsspezifischen schädlichen Beimengungen--------------------------------------------------------------------31466 Glas und Keramik mit produktionsspezifischen schädlichen Beimengungen--------------------------------------------------------------------316 Mineralische Schlämme--------------------------------------------------------------------31611 Graphitschlamm--------------------------------------------------------------------31612 Kalkschlamm--------------------------------------------------------------------31618 Carbidschlamm--------------------------------------------------------------------31620 Gipsschlamm mit produktionsspezifischen schädlichen Beimengungen--------------------------------------------------------------------31621 Kalkschlamm mit produktionsspezifischen schädlichen Beimengungen--------------------------------------------------------------------31626 Schlamm aus der Nichteisenmetall-Erzeugung--------------------------------------------------------------------31628 Härtereischlamm aus cyanidhaltigen Härtebädern--------------------------------------------------------------------31629 Härtereischlamm aus nitrat- bzw. nitrithaltigen Härtebädern--------------------------------------------------------------------31630 Bariumcarbonatschlamm--------------------------------------------------------------------31632 Bariumsulfatschlamm aus der Chlor-Alkali-Elektrolyse, quecksilberhaltig--------------------------------------------------------------------31633 Glasschleifschlamm mit produktionsspezifischen schädlichen Beimengungen--------------------------------------------------------------------31637 Phosphatierschlamm--------------------------------------------------------------------31638 Calciumsulfitschlamm--------------------------------------------------------------------31639 sonstige Schlämme aus Fäll- und Löseprozessen mit produktionsspezifischen schädlichen Beimengungen--------------------------------------------------------------------31642 Kesselreinigungsrückstände--------------------------------------------------------------------31660 Schlamm aus der Gas- und Abgasreinigung--------------------------------------------------------------------351 Eisen- und Stahlabfälle--------------------------------------------------------------------35106 Eisenmetallemballagen und -behältnisse mit gefährlichen Restinhalten--------------------------------------------------------------------352 Elektrische und elektronische Geräte, Fahrzeuge--------------------------------------------------------------------35201 n elektrische und elektronische Geräte und Geräteteile, mit umweltrelevanten Mengen an gefährlichen Anteilen oder Inhaltsstoffen (zB Ölradiatoren; Nachtspeicheröfen mit Asbestbestandteilen) *11)--------------------------------------------------------------------35203 n Fahrzeuge, Arbeitsmaschinen und -teile, mit umweltrelevanten Mengen an gefährlichen Anteilen oder Inhaltsstoffen (zB Starterbatterien, Bremsflüssigkeit, Motoröl) *12)--------------------------------------------------------------------35205 Kühl- und Klimageräte mit FCKW-, FKW- und KW-haltigen Kältemitteln (zB Propan, Butan)--------------------------------------------------------------------35206 Kühl- und Klimageräte mit anderen Kältemitteln (zB Ammoniak bei Absorberkühlgeräten)--------------------------------------------------------------------35207 Leiterplatten, bestückt *13)--------------------------------------------------------------------35209 Elektrolytkondensatoren--------------------------------------------------------------------35211 Flüssigkristallanzeigen (LCD)--------------------------------------------------------------------353 NE-Metallabfälle--------------------------------------------------------------------35318 berylliumhaltige Stäube--------------------------------------------------------------------35321 sonstige NE-metallhaltige Stäube--------------------------------------------------------------------35322 n Bleiakkumulatoren--------------------------------------------------------------------35323 n Nickel-Cadmium-Akkumulatoren--------------------------------------------------------------------35324 n Knopfzellen--------------------------------------------------------------------35326 n Quecksilber, quecksilberhaltige Rückstände, Quecksilberdampflampen--------------------------------------------------------------------35327 NE-Metallemballagen und -behältnisse mit gefährlichen Restinhalten--------------------------------------------------------------------35330 Cadmium und cadmiumhaltige Abfälle *14)--------------------------------------------------------------------35335 n Zink-Kohle-Batterien--------------------------------------------------------------------35336 n Alkali-Mangan-Batterien--------------------------------------------------------------------35337 n Lithiumbatterien--------------------------------------------------------------------35338 n Batterien, unsortiert--------------------------------------------------------------------35339 n Gasentladungslampen (zB Leuchtstofflampen, Leuchtstoffröhren)--------------------------------------------------------------------355 Metallschlämme--------------------------------------------------------------------35501 Zinkschlamm--------------------------------------------------------------------35502 Metallschleifschlamm *15)--------------------------------------------------------------------35503 Bleischlamm--------------------------------------------------------------------35505 Anodenschlamm--------------------------------------------------------------------35506 sonstige Metallschlämme--------------------------------------------------------------------399 Andere Abfälle mineralischen Ursprungs sowie Abfälle von Veredelungsprozessen--------------------------------------------------------------------39909 sonstige feste Abfälle mineralischen Ursprungs mit produktionsspezifischen oder anwendungsspezifischen schädlichen Beimengungen--------------------------------------------------------------------511 Galvanikschlämme--------------------------------------------------------------------51101 cyanidhaltiger Galvanikschlamm--------------------------------------------------------------------51102 chrom(VI)haltiger Galvanikschlamm--------------------------------------------------------------------51103 chrom(III)haltiger Galvanikschlamm--------------------------------------------------------------------51104 kupferhaltiger Galvanikschlamm--------------------------------------------------------------------51105 zinkhaltiger Galvanikschlamm--------------------------------------------------------------------51106 cadmiumhaltiger Galvanikschlamm--------------------------------------------------------------------51107 nickelhaltiger Galvanikschlamm--------------------------------------------------------------------51108 kobalthaltiger Galvanikschlamm--------------------------------------------------------------------51110 edelmetallhaltiger Galvanikschlamm--------------------------------------------------------------------51112 sonstige Galvanikschlämme--------------------------------------------------------------------51113 sonstige Metallhydroxidschlämme--------------------------------------------------------------------51114 Blei-, Nickel-, Cadmiumhydroxidschlämme--------------------------------------------------------------------51115 Aluminiumhydroxidschlamm, verunreinigt--------------------------------------------------------------------513 Sonstige Oxide und Hydroxide--------------------------------------------------------------------51302 Zinkhydroxid--------------------------------------------------------------------51310 sonstige Metallhydroxide--------------------------------------------------------------------515 Salzabfälle--------------------------------------------------------------------51502 Häutesalz--------------------------------------------------------------------51504 Imprägniersalzabfälle--------------------------------------------------------------------51505 Lederchemikalien, Gerbstoffe--------------------------------------------------------------------51507 Düngemittelreste--------------------------------------------------------------------51508 Pottascherückstände--------------------------------------------------------------------51509 Salmiak (Ammonchlorid)--------------------------------------------------------------------51511 Salzbadabfälle--------------------------------------------------------------------51512 Ammoniumfluorid--------------------------------------------------------------------51513 Arsenkalk--------------------------------------------------------------------51514 Arsentrisulfid--------------------------------------------------------------------51516 Brüniersalze--------------------------------------------------------------------51521 Bleisulfat--------------------------------------------------------------------51524 Bleisalze--------------------------------------------------------------------51525 Bariumsalze--------------------------------------------------------------------51528 Alkali- und Erdalkalisulfide--------------------------------------------------------------------51529 Schwermetallsulfide--------------------------------------------------------------------51530 Kupferchlorid--------------------------------------------------------------------51532 Chlorkalk--------------------------------------------------------------------51533 Salze, cyanidhaltig--------------------------------------------------------------------51534 Salze, nitrat-, nitrithaltig--------------------------------------------------------------------51535 Vanadiumsalze--------------------------------------------------------------------51539 sonstige Arsenverbindungen--------------------------------------------------------------------51540 sonstige Salze, leicht löslich--------------------------------------------------------------------51541 sonstige Salze, schwer löslich--------------------------------------------------------------------51543 gebrauchte ammoniakalische Kupferätzlösungen--------------------------------------------------------------------51550 Kupfersalze, wasserlöslich (ausgenommen Kupferchlorid)--------------------------------------------------------------------521 Säuren, anorganisch--------------------------------------------------------------------52101 Akku-Säure--------------------------------------------------------------------52102 Säuren und Säuregemische, anorganisch--------------------------------------------------------------------52103 Säuren, Säuregemische mit anwendungsspezifischen Beimengungen (zB Beizen, Ionenaustauschereluate)--------------------------------------------------------------------52105 Chromschwefelsäure--------------------------------------------------------------------522 Säuren, organisch--------------------------------------------------------------------52201 organische Säuren und Säuregemische, halogeniert--------------------------------------------------------------------52202 organische Säuren und Säuregemische, nicht halogeniert--------------------------------------------------------------------524 Laugen--------------------------------------------------------------------52402 Laugen, Laugengemische--------------------------------------------------------------------52403 Ammoniaklösung (Salmiakgeist)--------------------------------------------------------------------52404 Laugen und Laugengemische mit anwendungsspezifischen Beimengungen (zB Beizen, Ionenaustauschereluate, Entfettungsbäder)--------------------------------------------------------------------527 Konzentrate--------------------------------------------------------------------52701 Hypochlorit-Ablauge--------------------------------------------------------------------52707 Fixierbäder--------------------------------------------------------------------52710 Gerbereibrühe--------------------------------------------------------------------52711 Bäder, sulfidhaltig--------------------------------------------------------------------52712 Konzentrate, chrom(VI)haltig--------------------------------------------------------------------52713 Konzentrate, cyanidhaltig--------------------------------------------------------------------52714 Spül- und Waschwässer, cyanidhaltig--------------------------------------------------------------------52715 Bleichbäder--------------------------------------------------------------------52716 Konzentrate, metallsalzhaltig (zB Nitratlösungen, Entrostungsbäder, Brünierbäder)--------------------------------------------------------------------52717 Bleichereiablauge, chlorfrei--------------------------------------------------------------------52718 Bleichereiablauge, chlorhaltig--------------------------------------------------------------------52722 Spül- und Waschwässer, metallsalzhaltig--------------------------------------------------------------------52723 Entwicklerbäder--------------------------------------------------------------------52724 Kühlmittellösungen--------------------------------------------------------------------52725 sonstige wäßrige Konzentrate--------------------------------------------------------------------531 Abfälle von Pflanzenbehandlungs- und Schädlingsbekämpfungsmitteln--------------------------------------------------------------------53103 Altbestände von Pflanzenbehandlungs- und Schädlingsbekämpfungsmitteln--------------------------------------------------------------------53104 Produktionsabfälle von Pflanzenbehandlungs- und Schädlingsbekämpfungsmitteln--------------------------------------------------------------------535 Abfälle von Arzneimittelerzeugnissen--------------------------------------------------------------------53502 Produktionsabfälle der Arzneimittelerzeugung--------------------------------------------------------------------53507 Desinfektionsmittel--------------------------------------------------------------------53508 Lebendimpfstoffe--------------------------------------------------------------------53510 Arzneimittel, wassergefährdend, schwermetallhaltig (zB Blei, Cadmium, Zink, Quecksilber, Selen), Zytostatica und unsortierte Arzneimittel--------------------------------------------------------------------541 Abfälle von Mineralölen und synthetischen Ölen--------------------------------------------------------------------54101 Öle, säurehaltig--------------------------------------------------------------------54102 Altöle *16)--------------------------------------------------------------------54104 Kraftstoffe mit Flammpunkt unter 55 Grad C (zB Benzine)--------------------------------------------------------------------54106 Trafoöle, Wärmeträgeröle, halogenfrei--------------------------------------------------------------------54107 Trafoöle, Wärmeträgeröle, halogenhaltig--------------------------------------------------------------------54108 Heizöle und Kraftstoffe mit Flammpunkt über 55 Grad C (zB Dieselöle)--------------------------------------------------------------------54109 Bohr-, Schneid- und Schleiföle--------------------------------------------------------------------54110 PCB-haltige und PCT-haltige elektrische Betriebsmittel--------------------------------------------------------------------54111 sonstige PCB- und PCT-haltige Abfälle--------------------------------------------------------------------54118 Hydrauliköle, halogenfrei--------------------------------------------------------------------54119 Hydrauliköle, halogenhaltig--------------------------------------------------------------------54120 Bremsflüssigkeit--------------------------------------------------------------------54122 Silikonöle--------------------------------------------------------------------542 Abfälle von Fetten und Wachsen aus Mineralöl--------------------------------------------------------------------54201 Ölgatsch--------------------------------------------------------------------54202 Fette--------------------------------------------------------------------54204 Fettsäurerückstände--------------------------------------------------------------------54205 Stearinpech--------------------------------------------------------------------54206 Metallseifen--------------------------------------------------------------------544 Abfälle von Emulsionen und Gemischen von Mineralölprodukten--------------------------------------------------------------------54401 synthetische Kühl- und Schmiermittel--------------------------------------------------------------------54402 Bohr- und Schleifölemulsionen und Emulsionsgemische--------------------------------------------------------------------54404 Honöle--------------------------------------------------------------------54406 Wachsemulsionen--------------------------------------------------------------------54408 sonstige Öl-Wassergemische--------------------------------------------------------------------545 Rückstände aus der Erdölförderung--------------------------------------------------------------------54502 Bohrspülung und Bohrklein, rohölkontaminiert--------------------------------------------------------------------54503 rohölhaltiger Schlamm--------------------------------------------------------------------54504 rohölverunreinigtes Erdreich, Aushub und Abbruchmaterial--------------------------------------------------------------------54505 sonstige rohölverunreingte Rückstände aus der Erdölförderung--------------------------------------------------------------------547 Mineralölschlämme--------------------------------------------------------------------54701 Sandfanginhalte, öl- oder kaltreinigerhaltig--------------------------------------------------------------------54702 Ölabscheiderinhalte (Benzinabscheiderinhalte)--------------------------------------------------------------------54703 Schlamm aus Öltrennanlagen--------------------------------------------------------------------54704 Schlamm aus der Tankreinigung--------------------------------------------------------------------54706 Paraffinölschlamm--------------------------------------------------------------------54707 Erodierschlamm (petroleum- und graphithaltig)--------------------------------------------------------------------54708 Hon- und Läppschlamm--------------------------------------------------------------------54710 Schleifschlamm, ölhaltig--------------------------------------------------------------------54715 Schlamm aus der Behälterreinigung (zB aus Fässern, Containern, Tankwagen, Kesselwagen)--------------------------------------------------------------------54716 Schwefeleisen--------------------------------------------------------------------548 Rückstände aus Mineralölraffinerien--------------------------------------------------------------------54801 Bleicherde, mineralölhaltig--------------------------------------------------------------------54802 Säureharz und Säureteer--------------------------------------------------------------------54806 Säureharz-, Aufbereitungsrückstände--------------------------------------------------------------------54807 Abfallsäure, mineralölhaltig--------------------------------------------------------------------54808 wäßrige Rückstände aus der Altölraffination--------------------------------------------------------------------54810 Abfallauge, mineralölhaltig--------------------------------------------------------------------549 Sonstige Abfälle von Mineralölprodukten und aus der Erdölverarbeitung und Kohleveredelung--------------------------------------------------------------------54903 phenolhaltiger Schlamm--------------------------------------------------------------------54904 mercaptanhaltiger Schlamm--------------------------------------------------------------------54905 feste Anthracenrückstände--------------------------------------------------------------------54906 feste naphtalinhaltige Rückstände--------------------------------------------------------------------54907 feste phenolhaltige Rückstände--------------------------------------------------------------------54910 Pech--------------------------------------------------------------------54913 Teerrückstände--------------------------------------------------------------------54915 Destillationsrückstände aus der Teerproduktion--------------------------------------------------------------------54918 Phenolwasser--------------------------------------------------------------------54923 cyanidhaltiger Schlamm--------------------------------------------------------------------54925 sonstige Schlämme aus der Petrochemie--------------------------------------------------------------------54926 gebrauchte Ölbindematerialien--------------------------------------------------------------------54928 gebrauchte Öl- und Luftfilter *17)--------------------------------------------------------------------54929 gebrauchte Ölgebinde--------------------------------------------------------------------54930 feste fett- und ölverschmutzte Betriebsmittel (Werkstätten-, Industrie- und Tankstellenabfälle)--------------------------------------------------------------------54932 Kältemittel auf Mineralölbasis--------------------------------------------------------------------552 Abfälle von halogenhaltigen organischen Lösemitteln und Lösemittelgemischen und anderen halogenierten Flüssigkeiten (PCB-frei, PCT-frei)--------------------------------------------------------------------55201 1,2-Dichlorethan (Ethylenchlorid)--------------------------------------------------------------------55202 Chlorbenzole--------------------------------------------------------------------55203 Trichlormethan (Chloroform)--------------------------------------------------------------------55205 fluorkohlenwasserstoffhaltige Kälte-, Treib- und Lösemittel--------------------------------------------------------------------55206 Dichlormethan (Methylenchlorid)--------------------------------------------------------------------55207 Chlorphenole--------------------------------------------------------------------55208 anchlorierte Paraffine--------------------------------------------------------------------55209 Tetrachlorethen (Perchlorethylen; Per)--------------------------------------------------------------------55211 Tetrachlormethan (Tetrachlorkohlenstoff; Tetra)--------------------------------------------------------------------55212 1,1,1-Trichlorethan--------------------------------------------------------------------55213 Trichlorethen (Trichlorethylen; Tri)--------------------------------------------------------------------55214 Kaltreiniger, halogenhaltig--------------------------------------------------------------------55220 Lösemittelgemische, halogenhaltig--------------------------------------------------------------------55223 sonstige halogenierte Lösemittel--------------------------------------------------------------------55224 Lösemittel-Wasser-Gemische mit halogenierten Lösemitteln--------------------------------------------------------------------553 Abfälle von halogenfreien organischen Lösemitteln und Lösemittelgemischen--------------------------------------------------------------------55301 Aceton--------------------------------------------------------------------55302 Ethylacetat--------------------------------------------------------------------55303 Ethylenglykol--------------------------------------------------------------------55304 Ethylglykol--------------------------------------------------------------------55305 Ethylphenol--------------------------------------------------------------------55306 Benzol--------------------------------------------------------------------55307 Butylacetat--------------------------------------------------------------------55308 Cyclohexanon--------------------------------------------------------------------55309 Dekahydronaphtalin (Dekalin)--------------------------------------------------------------------55310 Diethylether--------------------------------------------------------------------55311 Dimethylformamid--------------------------------------------------------------------55312 Dimethylsulfid--------------------------------------------------------------------55313 Dimethylsulfoxid--------------------------------------------------------------------55314 Dioxan--------------------------------------------------------------------55315 Methanol--------------------------------------------------------------------55316 Methylacetat--------------------------------------------------------------------55317 Methylethylketon--------------------------------------------------------------------55318 Methylisobutylketon--------------------------------------------------------------------55320 Pyridin--------------------------------------------------------------------55321 Schwefelkohlenstoff--------------------------------------------------------------------55322 Tetrahydrofuran--------------------------------------------------------------------55323 Tetrahydronaphtalin (Tetralin)--------------------------------------------------------------------55324 Terpentinöl--------------------------------------------------------------------55325 Toluol--------------------------------------------------------------------55326 Waschbenzin, Petrolether, Ligroin, Testbenzin--------------------------------------------------------------------55327 Xylol--------------------------------------------------------------------55351 Ethanol--------------------------------------------------------------------55352 aliphatische Amine--------------------------------------------------------------------55353 aromatische Amine--------------------------------------------------------------------55354 Butanol--------------------------------------------------------------------55355 Glycerin--------------------------------------------------------------------55356 Glykolether--------------------------------------------------------------------55357 Kaltreiniger, halogenfrei--------------------------------------------------------------------55358 Kresole--------------------------------------------------------------------55360 Petroleum--------------------------------------------------------------------55361 Polyetheralkohole--------------------------------------------------------------------55362 Propanol--------------------------------------------------------------------55370 Lösemittelgemische ohne halogenierte organische Bestandteile, Farb- und Lackverdünnungen (zB „Nitroverdünnungen”), auch Frostschutzmittel--------------------------------------------------------------------55371 Kältemittel ohne halogenierte organische Bestandteile--------------------------------------------------------------------55373 sonstige nicht halogenierte organische Lösemittel--------------------------------------------------------------------55374 Lösemittel-Wasser-Gemische ohne halogenierte Lösemittel--------------------------------------------------------------------554 Lösemittelhaltige Schlämme, Betriebsmittel und wäßrige Gemische--------------------------------------------------------------------55401 lösemittelhaltiger Schlamm mit halogenierten organischen Bestandteilen--------------------------------------------------------------------55402 lösemittelhaltiger Schlamm ohne halogenierte organische Bestandteile--------------------------------------------------------------------55403 lösemittelhaltige Betriebsmittel mit halogenierten organischen Bestandteilen--------------------------------------------------------------------55404 lösemittelhaltige Betriebsmittel ohne halogenierte organische Bestandteile--------------------------------------------------------------------555 Abfälle von Farbmitteln und Anstrichmitteln--------------------------------------------------------------------55502 Altlacke, Altfarben, sofern lösemittel- und/oder schwermetallhaltig, sowie nicht voll ausgehärtete Reste in Gebinden--------------------------------------------------------------------55503 Lack- und Farbschlamm--------------------------------------------------------------------55507 Farbstoffrückstände, sofern lösemittel- und/oder schwermetallhaltig, sowie nicht voll ausgehärtete Reste in Gebinden--------------------------------------------------------------------55508 Anstrichmittel, sofern lösemittel- und/oder schwermetallhaltig und/oder biozidhaltig, sowie nicht voll ausgehärtete Reste in Gebinden--------------------------------------------------------------------55509 Druckfarbenreste, Kopiertoner *18)--------------------------------------------------------------------55522 Pulverlacke, schwermetallhaltig--------------------------------------------------------------------559 Abfälle von Klebstoffen, Kitten, nicht ausgehärteten Harzen--------------------------------------------------------------------55903 Harzrückstände, nicht ausgehärtet--------------------------------------------------------------------55904 Harzöl--------------------------------------------------------------------55905 Leim- und Klebemittelabfälle, nicht ausgehärtet--------------------------------------------------------------------55907 Kitt- und Spachtelabfälle, nicht ausgehärtet--------------------------------------------------------------------571 Ausgehärtete Kunststoffabfälle--------------------------------------------------------------------57125 Ionenaustauscherharze mit anwendungsspezifischen schädlichen Beimengungen--------------------------------------------------------------------57127 Kunststoffemballagen und -behältnisse mit gefährlichen Restinhalten (auch Tonercartridges mit gefährlichen Inhaltsstoffen)--------------------------------------------------------------------572 Abfälle von nicht ausgehärteten Kunststoffabfällen, -formmassen und -komponenten--------------------------------------------------------------------57201 Weichmacher mit halogenierten organischen Bestandteilen--------------------------------------------------------------------57202 Fabrikationsrückstände aus der Kunststoffherstellung und -verarbeitung--------------------------------------------------------------------57203 Weichmacher ohne halogenierte organische Bestandteile--------------------------------------------------------------------573 Kunststoffschlämme und Emulsionen--------------------------------------------------------------------57305 Kunststoffschlamm, lösemittelhaltig, mit halogenierten organischen Bestandteilen--------------------------------------------------------------------57306 Kunststoffschlamm, lösemittelhaltig, ohne halogenierte organische Bestandteile--------------------------------------------------------------------577 Gummischlämme und -emulsionen--------------------------------------------------------------------57706 Gummischlamm, lösemittelhaltig--------------------------------------------------------------------582 Textilien, verunreinigt--------------------------------------------------------------------58201 Filtertücher, Filtersäcke mit anwendungsspezifischen schädlichen Beimengungen, vorwiegend organisch--------------------------------------------------------------------58202 Filtertücher, Filtersäcke mit anwendungsspezifischen schädlichen Beimengungen, vorwiegend anorganisch--------------------------------------------------------------------58203 textiles Verpackungsmaterial mit anwendungsspezifischen schädlichen Beimengungen, vorwiegend organisch--------------------------------------------------------------------58204 textiles Verpackungsmaterial mit anwendungsspezifischen schädlichen Beimengungen, vorwiegend anorganisch--------------------------------------------------------------------591 Abfälle von Explosivstoffen--------------------------------------------------------------------59101 n pyrotechnische Abfälle--------------------------------------------------------------------59102 n Sprengstoff- und Munitionsabfälle--------------------------------------------------------------------59103 mehrfach nitrierte organische Chemikalien--------------------------------------------------------------------592 Bauchemikalien--------------------------------------------------------------------59201 Reste von festen Bauchemikalien (zB Betonzusatzmittel, Dichtungsmassen, 2-Komponenten-Schäume)--------------------------------------------------------------------59202 Reste von flüssigen Bauchemikalien (zB Trennöle)--------------------------------------------------------------------593 Laborabfälle und Chemikalienreste--------------------------------------------------------------------59305 Laborabfälle und Chemikalienreste--------------------------------------------------------------------594 Detergentien- und Waschmittelabfälle--------------------------------------------------------------------59405 Wasch- und Reinigungsmittelabfälle, sofern sie als entzündlich, ätzend, umweltgefährlich oder gesundheitsschädlich (mindergiftig) zu kennzeichnen sind--------------------------------------------------------------------595 Katalysatoren--------------------------------------------------------------------59507 Katalysatoren und Kontaktmassen--------------------------------------------------------------------598 Abfälle von gefaßten Gasen--------------------------------------------------------------------59801 Gase in Patronen--------------------------------------------------------------------59802 Gase in Stahldruckflaschen *19)--------------------------------------------------------------------59803 Druckgaspackungen (Spraydosen) mit Restinhalten *20)--------------------------------------------------------------------599 Sonstige Abfälle aus Umwandlungsprozessen und Syntheseprozessen--------------------------------------------------------------------59901 polychlorierte Biphenyle und Terphenyle (PCB, PCT)--------------------------------------------------------------------59904 organische Peroxide--------------------------------------------------------------------948 Schlämme aus der Abwasserbehandlung--------------------------------------------------------------------94801 Schlamm aus der Abwasserbehandlung, soweit er nicht in anderen Positionen enthalten ist *21)--------------------------------------------------------------------954 Flüssige Abfälle aus der thermischen Abfallbehandlung und aus Feuerungsanlagen--------------------------------------------------------------------95403 Rückstände aus der rauchgasseitigen Kesselreinigung *23)--------------------------------------------------------------------971 Abfälle aus dem medizinischen Bereich--------------------------------------------------------------------97101 n Abfälle, die innerhalb und außerhalb des medizinischen Bereichs eine Gefahr darstellen können, zB mit gefährlichen Erregern behafteter Abfall gemäß ÖNORM S 2104----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- *1) Der jeweils höhere Wert gilt bei geogen bedingt erhöhten Schadstoffwerten im Boden. *2) soweit nicht Altöl gemäß § 21 AWG vorliegt *3) nur kyanisierte oder mit nicht fixierten Salzen behandelte Hölzer *4) sofern als Aufsaugmittel verwendet *5) auch Abfälle und Bearbeitungsrückstände von Hölzern, die mit organischen Holzschutzmitteln imprägniert sind *6) ausgenommen sind nicht verunreinigte lackierte und organisch beschichtete Holzabfälle (zB Möbel, Fenster) und Holzemballagen *7) auch Abfälle und Bearbeitungsrückstände salzimprägnierter Hölzer *8) beachte korrespondierende Einträge der ÖNORM S 2100 *9) nur Aschen aus der Ölfeuerung*10) auch schwach gebundene Asbestabfälle (Abfälle mit einer Rohdichte <1000 kg/m3 und einem Asbestanteil >5%) *11) beachte korrespondierende Einträge der ÖNORM S 2100 *12) beachte korrespondierende Einträge der ÖNORM S 2100 *13) ausgenommen bestückte Leiterplatten ohne umweltrelevante Mengen an gefährlichen Anteilen oder Inhaltsstoffen; diese sind entstückten Leiterplatten gleichzuhalten*14) ausgenommen stückige Schrotte, auch cadmiert*15) ausgenommen ölfreie oder entölte, schwermetallfreie Schlämme*16) soweit nicht Altöl gemäß § 21 AWG vorliegt*17) nur Ölfilter und ölverunreinigte Luftfilter*18) ausgenommen schwermetallfreie Toner*19) sofern brennbar oder toxisch*20) ausgenommen sind entleerte, nicht mehr unter Druck stehende Druckgaspackungen*21) beachte korrespondierende Einträge der ÖNORM S 2100, insbesondere die Schlüsselnummerngruppen 943 und 945 für kommunale Klärschlämme*22) nur aus Großfeuerungsanlagen
Anlage 2 Gefahrenrelevante Eigenschaften --------------------------------------------------------------------1. explosiv (H1) Das Kriterium H1 gilt als erfüllt für: - Abfälle, die der Klasse 1 des ADR (Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße (ADR), BGBl. Nr. 522/1973 idF BGBl. III Nr. 41/1997) zuzuordnen wären.--------------------------------------------------------------------2. brandfördernd (H2) Das Kriterium H2 gilt als erfüllt für: - Abfälle, die der Klasse 5.1 des ADR zuzuordnen wären. - Abfälle, die der Klasse 5.2 des ADR zuzuordnen wären.--------------------------------------------------------------------3. leicht entzündbar Das Kriterium H3-A gilt als erfüllt für: (H3-A) - flüssige Abfälle mit einem Flammpunkt unter 21 Grad C. - Abfälle, die in der Klasse 2 des ADR mit den Buchstaben F, TF oder TFC zu kennzeichnen wären. - Abfälle, die der Klasse 4.1 des ADR zuzuordnen wären. - Abfälle, die der Klasse 4.2 des ADR zuzuordnen wären. - Abfälle, die der Klasse 4.3 des ADR zuzuordnen wären.--------------------------------------------------------------------4. entzündbar (H3-B) Das Kriterium H3-B gilt als erfüllt für: - flüssige Abfälle mit einem Flammpunkt unter 55 Grad C.--------------------------------------------------------------------5. reizend (H4) Das Kriterium H4 gilt als erfüllt für: - Abfälle, die mehr als 10 vH der Masse an einem oder mehreren gemäß Chemikalienrecht mit R41 als reizend zu kennzeichnenden Stoffen enthalten. - Abfälle, die mehr als 20 vH der Masse an einem oder mehreren gemäß Chemikalienrecht mit R36, R37 oder R38 als reizend zu kennzeichnenden Stoffen enthalten.--------------------------------------------------------------------6. gesundheits- Das Kriterium H5 gilt als erfüllt für: schädlich (H5) - Abfälle, die mehr als 25 vH der Masse an einem oder mehreren gemäß Chemikalienrecht als gesundheitsschädlich eingestuften Stoffen enthalten.--------------------------------------------------------------------7. giftig (H6) Das Kriterium H6 gilt als erfüllt für: - Abfälle, die mehr als 0,1 vH der Masse an einem oder mehreren gemäß Chemikalienrecht als sehr giftig eingestuften Stoffen enthalten. - Abfälle, die mehr als 3 vH der Masse an einem oder mehreren gemäß Chemikalienrecht als giftig eingestuften Stoffen enthalten.--------------------------------------------------------------------8. krebserzeugend Das Kriterium H7 gilt als erfüllt für: (H7) - Abfälle, die mehr als 0,1 vH der Masse an einem oder mehreren gemäß Chemikalienrecht als krebserzeugend (Kategorie 1 oder Kategorie 2) eingestuften Stoffen enthalten.--------------------------------------------------------------------9. ätzend (H8) Das Kriterium H8 gilt als erfüllt für: - Abfälle, die mehr als 1 vH der Masse an einem oder mehreren gemäß Chemikalienrecht mit R35 als ätzend zu kennzeichnenden Stoffen enthalten. - Abfälle, die mehr als 5 vH der Masse an einem oder mehreren gemäß Chemikalienrecht mit R34 als ätzend zu kennzeichnenden Stoffen enthalten.--------------------------------------------------------------------10. infektiös (H9) Das Kriterium H9 gilt als erfüllt für: - mit gefährlichen Erregern behafteten Abfall gemäß ÖNORM S 2104 (ausgegeben am 1. Februar 1999). - Abfall, der mit gemäß Tierseuchengesetz und weiterer veterinärrechtlicher Vorschriften meldepflichtigen Erregern behaftet ist.--------------------------------------------------------------------11. teratogen (H10) Das Kriterium H10 gilt als erfüllt für: - Abfälle, die mehr als 0,5 vH der Masse an einem oder mehreren gemäß Chemikalienrecht als fruchtschädigend (Kategorie 1 oder Kategorie 2) eingestuften Stoffen enthalten.--------------------------------------------------------------------12. mutagen (H11) Das Kriterium H11 gilt als erfüllt für: - Abfälle, die mehr als 0,1 vH der Masse an einem oder mehreren gemäß Chemikalienrecht als erbgutverändernd (Kategorie 1 oder Kategorie 2) eingestuften Stoffen enthalten.--------------------------------------------------------------------13. Stoffe und Das Kriterium H12 gilt als erfüllt für: Zubereitungen, - Abfälle, deren Gehalt an bei pH 4 die bei der freisetzbaren Sulfiden und Cyaniden Berührung mit folgende Grenzwerte übersteigt: Wasser, Luft oder S hoch 2- freisetzbar 10 000 mg/kg TM einer Säure ein CN hoch - freisetzbar 1 000 mg/kg TM giftiges oder sehr giftiges Gas abscheiden (H12)--------------------------------------------------------------------14. Stoffe und Das Kriterium H13 gilt als erfüllt für: Zubereitungen, - Abfälle, deren Gesamtgehalt an Schadstoffen die nach einer die folgenden Grenzwerte übersteigt: Beseitigung auf irgendeine Art I. Gehalte, anorganisch die Entstehung (Königswasserauszug): eines anderen Quecksilber 20 mg/kg TM bzw. Stoffes bewirken 3 000 mg/kg TM *1) können, zB ein Arsen *2), *3) 5 000 mg/kg Auslaugprodukt, Blei *2), *3) 10 000 mg/kg TM das eine der oben Cadmium *2), *3) 5 000 mg/kg TM genannten Eigenschaften aufweist (H 13) II. Gehalte, organisch: PAK 100 mg/kg TM PCB 100 mg/kg TM PCDD/PCDF 10 000 ng TE/kg TM *4) POX 1 000 mg/kg TM Summe KW (Mineralöl) 20 000 mg/kg TM *5) BTX 500 mg/kg TM Phenole (freie) 10 000 mg/kg TM - Abfälle, deren Eluat die folgenden Grenzwerte gemäß III. A übersteigt, sowie - Flüssigkeiten (Konzentrate), die die folgenden Grenzwerte gemäß III. B überschreiten: III. A Eluatwerte III. B Gesamtgehalte Parameter Abdampf- rück- stand 100 000 mg/kg TM 30 000 mg/l pH-Wert 6-13 2-11,5 Antimon 50 mg/kg TM 5 mg/l Arsen 50 mg/kg TM 5 mg/l Barium 500 mg/kg TM 50 mg/l Beryllium 5 mg/kg TM 0,5 mg/l Bor 1 000 mg/kg TM 100 mg/l Blei 100 mg/kg TM 10 mg/l Cadmium 5 mg/kg TM 0,5 mg/l Chrom ges. 300 mg/kg TM 30 mg/l Chrom VI 20 mg/kg TM 2 mg/l Cobalt 100 mg/kg TM 10 mg/l Kupfer 100 mg/kg TM 10 mg/l Nickel 500 mg/kg TM 50 mg/l Quecksilber 0.5 mg/kg TM 0,05 mg/l Selen und Tellur als Summe 50 mg/kg TM 5 mg/l Silber 50 mg/kg TM 5 mg/l Thallium 20 mg/kg TM 2 mg/l Vanadium 200 mg/kg TM 20 mg/l Zink 1000 mg/kg TM 100 mg/l Zinn 1000 mg/kg TM 100 mg/l Cyanid gesamt 200 mg/kg TM 20 mg/l Cyanid leicht frei- setzbar 20 mg/kg TM 2 mg/l S hoch 2- 200 mg/kg TM 20 mg/l F hoch - 500 mg/kg TM 50 mg/l NH4+ 10 000 mg/kg TM 1 000 mg/l NO2- 1 000 mg/kg TM 100 mg/l Summe KW 1 000 mg/kg TM *6), (Kohlen- *7) 100 mg/l wasser- bzw. 50 mg/kg stoffe) TM *6), *7) - PAK 0,5 mg/kg TM *7) 0,05 mg/l AOX 100 mg/kg TM 10 mg/l Phenole (als Index) 1 000 mg/kg TM 100 mg/l--------------------------------------------------------------------15. ökotoxisch (H14) Das Kriterium H14 gilt als erfüllt für: - FCKWs, HFCKWs, HFKWs, FKWs, Halone - umweltgefährliche Stoffe gemäß Klasse 9, Ziffer 11 und 12 ADR.-------------------------------------------------------------------- *1) gilt für verfestigte Abfälle mit schwerlöslichen sulfidischen Verbindungen *2) gilt nicht für verglaste Abfälle *3) gilt nicht für beständige Legierungen *4) TE gemäß Luftreinhalteverordnung für Kesselanlagen, BGBl. Nr. 19/1989 idF BGBl. II Nr. 324/1997 *5) gilt nicht für Asphalt und Bitumen *6) für Abfälle der SN 31423, 31424, 54502, 54503 und 54504 gilt der Wert von 50 mg/kg TM *7) Eluat zentrifugiert, nicht gefiltert
Anlage 3 I. Anzeige der Ausstufung gemäß § 5 der Festsetzungsverordnung gefährliche Abfälle(BGBl. II Nr. 227/1997 in der geltenden Fassung) An _____________________________________________ (1) Abfallbesitzer *1): _____________________________________________ _____________________________________________ _____________________________________________ _______________________ Abfallbesitzer-Nummer: _______________________ _____________________________________________ Anschrift: _____________________________________________ Straße ________________ ___________________________ -_________ ___________________________ Postleitzahl Ort _____________________________________________(2) Art des Abfalls (Bezeichnung) _____________________________________________ _____________________________________________ _____________________________________________ _____________________________________________ _____________________________________________ _____________________________________________ _____________________________________________ _____________________________________________ _____________________________________________ _______________________ Abfallschlüsselnummer *2) _______________________ ______________________________ Herkunft oder Produktionsprozess oder Ursache der Kontamination: __________________________________________________________________________________________________ ________________________________________________________________________________________________________________________________________ ____________________________________________________________________ (3) Beurteilungsmenge *3) Masse in kg: _______________________ _______________________ __(4) __ bei einem definierten Prozess (Prozessausstufung) *4) voraussichtliche Masse des anfallenden Abfalls pro Jahr in kg: _______________________ _______________________ __ __ bei einer Ausstufung von Aushubmaterial (gemäß § 7 Abs. 1 oder *3) *4) Masse des gesamten Aushubs in kg: Masse des auszustufenden Aushubs in kg: _______________________ _______________________ _______________________ _______________________ __(5) __ bei einer Ausstufung für den Zweck der Deponierung auf der eigenen Deponie *4) Bezeichnung der Deponie/Deponietyp _____________________________________________________________ _____________________________________________________________ Es wird die Identität der auszustufenden Abfälle mit den in der nachstehenden Abfallbeurteilung bewerteten Abfällen bestätigt. Ich zeige hiermit die Ausstufung des oben genannten Abfalls gemäß § 5 der Festsetzungsverordnung gefährliche Abfälle (BGBl. II Nr. 227/1997 in der geltenden Fassung) an. Der Abfall wird auf Grund der Ausstufungsuntersuchung nunmehr der __________________________ Schlüsselnummer __________________________ zugeordnet. *5) ....................... ..................................Datum Unterschrift des Abfallbesitzers II. Ausstufungsbeurteilung gemäß § 6 der Festsetzungsverordnung gefährliche Abfälle(BGBl. II Nr. 227/1997 in der geltenden Fassung) _______________________ (1) Abfallschlüsselnummer *6) _______________________ (2) Masse der aus der Beurteilungsmenge gezogenen Probe _______________________ _______________________ in kg ___________________________ __________ (3) Datum der Probenahme ___________________________ __________ Tag und Monat Jahr _______________________________________ (4) Probenehmer/Institution _______________________________________ (5) Zusammensetzung/Hauptkomponenten ________________________________________________________________ ________________________________________________________________ ________________________________________________________________ ________________________________________________________________ (6) Eigenschaften/Beschaffenheit bei 20 ºC : ________________________________________________________________ ________________________________________________________________ ________________________________________________________________ ________________________________________________________________ ________________________________________________________________ ________________________________________________________________ __ __ __ __ FEST __ SCHLAMMIG __ FLÜSSIG __ __ __ __ homogen __ homogen __ homogen __ __ __ __ inhomogen __ inhomogen __ inhomogen __ __ __ __ stückig __ stichfest __ zähflüssig __ __ __ __ körnig __ pastös __ dünnflüssig __ __ staubend __ __ pulvrig __ __ feucht __________________________ (7) Farbe __________________________ (8) Geruch __ __ __ __ intensiv __ schwach __ ohne _____________________________________________ __ __ nach _____________________________________________ (9) Einstufung gemäß ADR (sofern zutreffend) ________________________________________________________________ ________________________________________________________________ ________________________________________________________________ ________________________________________________________________ ________________________________________________________________ __________________________________________________________________(10) __ Die Ausstufung bezieht sich auf eine Einzelcharge. ____ Der Abfall stammt aus einem definierten Prozess.Prozesstypische Schwankungen wurden bei der Beurteilung berücksichtigt. *7) (11) Auf Grund der Untersuchung wird der Abfall __ ______________________________ __ einer neuen Schlüsselnummer, nämlich ______________________________ ____ der unter Punkt (1) genannten Schlüsselnummer zugeordnet. *7) Bei mehreren Einzelproben sind für jede Einzelprobe die Tabellen 12 bis 18 gesondert auszufüllen. ____________________________________________ Probebezeichnung ____________________________________________ (12) Gehalte, anorganisch (Königswasserauszug) (H13) _______________________________________________________________ Messwert Anmerkung Messgröße Einheit in Grenzwert Messmethode a/b 8) mg/kg TM _______________________________________________________________ Queck- silber als Hg *9) mg/kg TM 20/3 000 _______________________________________________________________ Arsen als As mg/kg TM 5 000 _______________________________________________________________ Blei als Pb mg/kg TM 10 000 _______________________________________________________________ Cadmium als Cd mg/kg TM 5 000 _______________________________________________________________ (13) Gehalte, organisch (H13) _______________________________________________________________ Messwert Anmerkung Messgröße Einheit in Grenzwert Messmethode a/b *8) ...... _______________________________________________________________ Summe der polyzy- klischen aromati- schen Koh- lenwasser- stoffe PAK *10) mg/kg TM 100 _______________________________________________________________ Summe der polychlo- rierten Biphenyle PCB *11) mg/kg TM 100 _______________________________________________________________ Summe der polychlo- rierten Dibenzodi- oxine und Dibenzofu- rane PCDD/PCDF *12) ng TE/kg TM 10 000 _______________________________________________________________ ausblas- bare organisch gebundene Halogene (POX) als Cl mg/kg TM 1 000 _______________________________________________________________ Summe der Kohlen- wasser- stoffe mg/kg TM 20 000 _______________________________________________________________ Summe Benzol, Toluol, Xylol (BTX) mg/kg TM 500 _______________________________________________________________ Phenole (als Index) mg/kg TM 10 000 _______________________________________________________________ (14) Gehalte (löslicher Anteil) an bei pH 4 freisetzbaren Sulfiden und Cyaniden (H12) _______________________________________________________________ Messwert Anmerkung Messgröße Einheit in Grenzwert Messmethode a/b *8) mg/kg TM _______________________________________________________________ Sulfid, frei- setzbar (als S) mg/kg TM 10 000 _______________________________________________________________ Cyanid, freisetz- bar (als CN) mg/kg TM 1 000 _______________________________________________________________ (15) Eluatwerte bzw. Gesamtgehalte (H13) _______________________________________________________________ Grenz- Grenz- Messwert Anmerkung Messgröße wert wert in Messmethode a/b *13) Eluat Konzen- ...... in mg/kg trat TM in mg/l _______________________________________________________________ Abdampf- rück- stand 100 000 30 000 _______________________________________________________________ pH-Wert 6 - 13 2 - 11.5 _______________________________________________________________ Antimon als Sb 50 5 _______________________________________________________________ Arsen als As 50 5 _______________________________________________________________ Barium als Ba 500 50 _______________________________________________________________ Beryl- lium als Be 5 0.5 _______________________________________________________________ Bor als B 1 000 100 _______________________________________________________________ Blei als Pb 100 10 _______________________________________________________________ Cadmium als Cd 5 0.5 _______________________________________________________________ Chrom gesamt als Cr 300 30 _______________________________________________________________ Chrom (VI) als Cr 20 2 _______________________________________________________________ Cobalt als Co 100 10 _______________________________________________________________ Kupfer als Cu 100 10 _______________________________________________________________ Nickel als Ni 500 50 _______________________________________________________________ Queck- silber als Hg 0.5 0.05 _______________________________________________________________ Summe von Selen und Tellur als Se 50 5 _______________________________________________________________ Silber als Ag 50 5 _______________________________________________________________ Thallium als Tl 20 2 _______________________________________________________________ Vanadium als V 200 20 _______________________________________________________________ Zink als Zn 1 000 100 _______________________________________________________________ Zinn als Sn 1 000 100 _______________________________________________________________ Cyanid, gesamt (als CN) 200 20 _______________________________________________________________ Cyanid, leicht freisetz- bar als CN 20 2 _______________________________________________________________ Sulfid als S 200 20 _______________________________________________________________ Fluorid als F 500 50 _______________________________________________________________ Ammonium als N 10 000 1 000 _______________________________________________________________ Nitrit als N 1 000 100 _______________________________________________________________ Kohlen- wasser- stoffe gesamt *14) 50/1000 100 _______________________________________________________________ _______________________________________________________________ Grenz- Grenz- Messwert Anmerkung Messgröße wert wert in Messmethode a/b *13) Eluat Konzen- ...... in mg/kg trat TM in mg/l _______________________________________________________________ Summe der poly- zykli- schen aromati- schen Kohlen- wasser- stoffe PAK *15) 0.5 0.05 _______________________________________________________________ adsor- bierbare organisch gebundene Halogene (AOX) als Cl 100 10 _______________________________________________________________ Phenole als Index 1 000 100 _______________________________________________________________ (16) Gesamtgehalte anorganisch (Königswasserauszug) gemäß Tabelle 1 der Anlage 1 *16) _______________________________________________________________ Messwert Anmerkung Messgröße Einheit in Grenzwert Messmethode a/b *18) mg/kg TM *17) _______________________________________________________________ Arsen als As mg/kg TM 50/200 _______________________________________________________________ Blei als Pb mg/kg TM 150/500 _______________________________________________________________ Cadmium als Cd mg/kg TM 2/4 _______________________________________________________________ Chrom gesamt als Cr mg/kg TM 300/500 _______________________________________________________________ Kupfer als Cu mg/kg TM 100/500 _______________________________________________________________ Nickel als Ni mg/kg TM 100/500 _______________________________________________________________ Queck- silber als Hg mg/kg TM 1/2 _______________________________________________________________ Zink als Zn mg/kg TM 500/1 000 _______________________________________________________________ (17) Gehalte, organisch gemäß Tabelle 1 der Anlage 1 *16) _______________________________________________________________ Messwert Anmerkung Messgröße Einheit in Grenzwert Messmethode a/b *18) mg/kg TM _______________________________________________________________ Summe der Kohlen- wasser- stoffe mg/kg TM 200 _______________________________________________________________ (18) Eluatwerte gemäß Tabelle 1 der Anlage 1 *16) _______________________________________________________________ Grenz- Messwert Anmerkung Messgröße wert in Messmethode a/b *18) Eluat mg/kg TM in mg/kg TM _______________________________________________________________ Arsen als As 0.5 _______________________________________________________________ Blei als Pb 1 _______________________________________________________________ Cadmium als Cd 0.05 _______________________________________________________________ Chrom gesamt als Cr 1 _______________________________________________________________ Chrom (VI) als Cr 0.5 _______________________________________________________________ Cobalt als Co 1 _______________________________________________________________ Queck- silber als Hg 0.01 _______________________________________________________________ Kupfer als Cu 5 _______________________________________________________________ Nickel als Ni 5 _______________________________________________________________ Zink als Zn 20 _______________________________________________________________ Fluorid als F 20 _______________________________________________________________ Cyanid gesamt als CN 1 _______________________________________________________________ AOX als Cl 0.3 _______________________________________________________________ Kohlen- wasser- stoffe gesamt 5 _______________________________________________________________ Die Grenzwerte beziehen sich auf die durchschnittlichen Gehalte der Inhaltsstoffe des auszustufenden Abfalls. Ein Grenzwert gilt dann als eingehalten, wenn der Mittelwert aller aus einer Sammelprobe erhaltenen Einzelmesswerte den Grenzwert nicht überschreitet.Weitere Anmerkungen zu folgenden Parametern (bei Bedarf weitere Beilagen anschließen): (19) Stellungnahme *19) zu den Kriterien H1 bis H11 und H14 gemäß Anlage 2 beziehungsweise Begründung für den Entfall der Untersuchung eines Kriteriums: H1 - H3-B: H4 - H8: H9: H10 - H11: H14: Für die Beurteilung des Abfalls wurden alle vorhandenen Informationen, insbesondere die Herkunft des Abfalls, berücksichtigt (soweit sich die Beurteilung nicht auf eine Einzelcharge sondern auf wiederholt anfallende Abfälle aus einem definierten Prozess bezieht, wurden die typischen Schwankungsbreiten der Abfallqualität in die Bewertung mit einbezogen). Es liegen keine Hinweise vor, dass der Abfall mit anderen Materialien oder Abfällen vermischt wurde. Durchführung der chemischen Analysen in der Zeit vom .......... bis ............... durch ............................... Beilagen: Probenahmeprotokoll; Eluatuntersuchungsmethoden;Analysenmethoden mit Nachweisgrenzen; allfällige zusätzliche Untersuchungen unter Angabe der Methodik und der Ergebnisse; Literaturliste, sofern auf Literaturdaten verwiesen wird; bei einer Ausstufung zum Zweck der Deponierung eine Kopie des Spruches der Deponiegenehmigung Weitere Beilagen: Es wird bestätigt, dass der Abfall keine gefahrenrelevanten Eigenschaften gemäß Anlage 2 der Festsetzungsverordnung gefährliche Abfälle (BGBl. II Nr. 227/1997 in der geltenden Fassung) aufweist. ............... .................................... Datum Unterschrift der externen befugten Fachperson oder Fachanstalt”---------------------------------------------------------------------*1) Im Fall der Ausstufung zum Zweck der Deponierung der Deponiebetreiber.*2) Schlüsselnummer, mit welcher der Abfall übernommen/zurUntersuchung weitergegeben wurde.*3) Beurteilungsmenge ist-die Gesamtmenge der Einzelcharge (auch Aushubmaterial gemäß § 7 Abs. 2 oder zum Zweck der Deponierung) oder-bei einer Prozessausstufung jene Menge, aus der die repräsentative Stichprobe gezogen wurde, oder-bei einer Ausstufung von Aushubmaterial gemäß § 7 Abs. 1 oder 3 jene Menge, die für die Probenahme ausgehoben wurde.*4) Im Fall des Zutreffens ankreuzen und ausfüllen. *5) Auszufüllen, sofern der Abfall auf Grund der Untersuchungsergebnisse einer anderen Schlüsselnummer zugeordnet werden muss.*6) Schlüsselnummer, mit welcher der Abfall übernommen/zurUntersuchung weitergegeben wurde.*7) Zutreffendes ankreuzen.*8) a: Kommt in diesem Abfall nicht vor/eine Kontamination ist nichtzu befürchten, wurde daher nicht bestimmt.b: Kommt in diesem Abfall nur in nicht relevanten Mengen vor,wurde daher nicht bestimmt.*9) Der Grenzwert von 3 000 mg/kg TM gilt für verfestigte Abfällemit schwer löslichen sulfidischen Verbindungen.*10) Kongenere: Fluoranthen Benzo(k)fluoranthen C tief 16 H tief 10 C tief 20 H tief 12 Benzo(a)pyren Benzo(g,h,i)perylen C tief 20 H tief 12 C tief 20 H tief 12 Benzo(b)fluoranthen Indeno(1,2,3-c,d)pyren C tief 20 H tief 12 C tief 20 H tief 12*11) Kongenere: PCB28, PCB52, PCB101, PCB 138, PCB153, PCB180 *12) Toxizitätäquivalent gemäß § 3 Abs. 7 Luftreinhalteverordnung fürKesselanlagen, BGBl. Nr. 19/1989 idF BGBl. II Nr. 324/1997 *13) a: Kommt in diesem Abfall nicht vor/eine Kontamination ist nichtzu befürchten, wurde daher nicht bestimmt.b: Kommt in diesem Abfall nur in nicht relevanten Mengen vor,wurde daher nicht bestimmt.*14) Der Grenzwert von 50 mg/kg TM gilt für Abfälle der SN 31423, 31424, 54502, 54503 und 54504.*15) Kongenere: Fluoranthen Benzo(k)fluoranthen C tief 16 H tief 10 C tief 20 H tief 12 Benzo(a)pyren Benzo(g,h,i)perylen C tief 20 H tief 12 C tief 20 H tief 12 Benzo(b)fluoranthen Indeno(1,2,3-c,d)pyren C tief 20 H tief 12 C tief 20 H tief 12*16) Nur auszufüllen, wenn der Abfall der Schlüsselnummer 31411 -Bodeaushub - zugeordnet werden soll.*17) Die höheren Werte gelten für geogen bedingt höhereSchadstoffkonzentrationen im Boden.*18) a: Kommt in diesem Abfall nicht vor/eine Kontamination ist nichtzu befürchten, wurde daher nicht bestimmt.b: Kommt in diesem Abfall nur in nicht relevanten Mengen vor,wurde daher nicht bestimmt.*19) Ausführliche Begründung der Einstufung unter Darstellung der Beurteilungskriterien, wie insbesondere Abfallherkunft, Abfallzusammensetzung, Literaturzitate, Testung gemäß ADR oder Einstufung gemäß ADR oder Chemikalienrecht.
Anlage 4 Untersuchung von Abfällen Die Untersuchung eines Abfalls zum Zweck der Ausstufung hat sich auf die für den jeweiligen Abfall relevanten Kriterien der Anlage 2 zu beziehen. Für die Beurteilung des Abfalls sind durch die externe befugte Fachperson oder Fachanstalt alle relevanten Informationen, insbesondere auch über die Art und Herkunft des Abfalls und daraus resultierende mögliche Kontaminationen, heranzuziehen. Soweit sich die Beurteilung auf einen wiederholt aus einem definierten Prozeß anfallenden Abfall bezieht (§ 5 Abs. 5 Z 2), sind die prozeßtypischen Schwankungsbreiten der Abfallqualität bei der Beurteilung mit zu berücksichtigen.Soweit das Zutreffen der Kriterien H1 bis H3-B nicht auf Grund der Art, Herkunft oder Zusammensetzung des Abfalls ausgeschlossen werden kann, sind diese Kriterien nach den im ADR vorgesehenen Testvorschriften zu überprüfen.Soweit das Zutreffen der Kriterien H4, H5, H6, H7, H8, H10 und H11 nicht auf Grund der Art, Herkunft oder Zusammensetzung des Abfalls ausgeschlossen werden kann, sind lediglich die auf Grund der Art, Herkunft oder typischen Zusammensetzung des Abfalls als relevant anzusehenden, im Anhang I (Hauptstoffliste) der Richtlinie 67/548/EWG in der Fassung der Richtlinie 94/69/EG (21. Anpassung der Stoffrichtlinie) eingestuften Inhaltsstoffe zu bestimmen und entsprechend der Anlage 2 zu bewerten. *1)Das Kriterium H9 ist jedenfalls bei als infektiös eingestuften Fäkalien (Schlüsselnummern 13705, 13706, 13707), bei Versuchstieren (Schlüsselnummer 13401) und bei medizinischen Abfällen, die innerhalb und außerhalb des medizinischen Bereichs eine Gefahr darstellen (Schlüsselnummer 97101), als zutreffend anzusehen. Für Abfälle anderer Schlüsselnummern ist eine Bewertung nur dann notwendig, wenn auf Grund der Art oder Herkunft des Abfalls oder einer zu vermutenden Kontamination mit infektiösen Keimen ein Zutreffen des Kriteriums befürchtet werden muß. Grundlage der Bewertung kann eine mikrobiologische Untersuchung, die genaue Kenntnis der Herkunft des Abfalls oder eine entsprechende Vorbehandlung (zB Autoklavierung) der Abfälle sein. Für die Bewertung der Kriterien H12, H13 und H14 ist die Untersuchung gemäß dem Formblatt zur Ausstufungsbeurteilung in der Anlage 3 heranzuziehen. Alle Parameter dieser Liste sind zu bestimmen, sofern nicht auf Grund der Kenntnis der Art, Herkunft oder Zusammensetzung des Abfalls eine Relevanz einzelner Parameter für die Bewertung des Abfalls ausgeschlossen werden kann. Es sind dem Stand der Routine-Analytik entsprechende Aufschluß- und Analysemethoden mit für die Bestimmung der jeweiligen Parameter ausreichender Genauigkeit zu verwenden. Bei der Probenvorbereitung und der Wahl der Methoden ist darauf zu achten, daß die Analysenergebnisse nicht durch Störeffekte wie Adsorption am Filtermaterial, Matrixeffekte, Interferenzen oder Querempfindlichkeiten verfälscht werden.Die Aufschluß- und Analysemethoden sind für jeden Abfall von der die Ausstufungsbeurteilung durchführenden Fachperson oder Fachanstalt gesondert festzulegen. Bevorzugt sind genormte Methoden anzuwenden, wie insbesondere die in EN-Normen für Eluatuntersuchungen oder in der ÖNORM S 2110 „Analytische Beurteilung von Abfällen”, ausgegeben am 1. Oktober 1991, Anhang B, aufgelistete Meßmethoden, in ISO- oder DIN-Normen festgelegte Meßmethoden und die Bestimmungsmethode mittels ICP-AES gemäß ÖNORM M 6279 „Wasseruntersuchung - Bestimmung von 33 Elementen mittels Atomemissions-Spektrometrie mit induktiv gekoppeltem Plasma (ICP-AES)”, ausgegeben am 1. Oktober 1992. Die gewählten Bestimmungsmethoden sind für jeden gemessenen Parameter zu dokumentieren und mit Angabe der Nachweisgrenze dem Formblatt gemäß Anlage 3 anzuschließen.I. ProbenahmeDie Probenahme hat gemäß ÖNORM S 2111 „Probenahme von Abfällen”, ausgegeben am 1. Juni 1993, zu erfolgen. Die Stichproben sind zu einer Sammelprobe zu vereinigen. Sowohl bei der Entnahme der Stichproben als auch bei der Bildung der Sammelprobe ist darauf zu achten, daß die Zusammensetzung der zu untersuchenden Sammelprobe der durchschnittlichen Zusammensetzung des Abfalls entspricht. Falls erforderlich sind Konservierungsmaßnahmen zu ergreifen. II. Bestimmung von SchadstoffgesamtgehaltenFür die Bestimmung von As, Pb, Cd, Hg mittels Säureaufschluß ist gemäß ÖNORM M 6290 „Untersuchung von Klärschlamm; Aufschluß mit Königswasser zur Bestimmung säurelöslicher mineralischer Bestandteile”, ausgegeben am 1. Dezember 1988, vorzugehen, wobei darauf zu achten ist, daß es bei der eventuellen Bildung flüchtiger Verbindungen zu keinen Substanzverlusten der zu bestimmenden Elemente kommt. Ebenso ist darauf zu achten, daß es nicht durch Kontaminationen zu falsch positiven Ergebnissen kommt. Insbesondere bei der Bestimmung von Quecksilber ist auf mögliche Verschleppungen von Ionen zu achten. Alternativ zu diesem Säureaufschluß kann auch ein Mikrowellenaufschluß durchgeführt werden. Auch in diesem Fall ist darauf zu achten, daß es zu keinen Substanzverlusten der zu bestimmenden Elemente kommt. Die verwendete Methode ist im Formblatt gemäß Anlage 3 zu dokumentieren.Die ausblasbaren organisch gebundenen Halogene sind gemäß DIN 38414 S 17 „Deutsche Einheitsverfahren zur Wasser-, Abwasser- und Schlammuntersuchung; Schlamm und Sediment (Gruppe S); Bestimmung der ausblasbaren und extrahierbaren organisch gebundenen Halogene”, ausgegeben im November 1989, zu bestimmen.Die Bestimmung des Gehaltes an Kohlenwasserstoffen hat gemäß ÖNORM M 6608 „Wasseruntersuchung - Bestimmung von Kohlenwasserstoffen mittels Infrarot-Spektroskopie”, ausgegeben am 1. Februar 1996, zu erfolgen.Die PAK`s sind nach Extraktion mit Cyclohexan im Soxhlet über mindestens sechs Stunden zu bestimmen. Das Extraktionsmittel kann an die Matrix angepaßt werden (zB Hexan, Toluol und Gemische von Toluol-Aceton und Hexan-Aceton).Der Trockenrückstand ist gemäß ÖNORM M 6270 „Bestimmung des Wassergehaltes und des Trockenrückstandes bzw. der Trockensubstanz von Schlamm und Sedimenten”, ausgegeben am 1. Februar 1985, zu bestimmen.Zumindest gleichwertige Methoden, insbesondere betreffend Reproduzierbarkeit, Streuung und erfaßte Einzelsubstanzen, können verwendet werden.III. Bestimmung von Schadstoffgehalten im EluatDie Elution hat analog der ÖNORM S 2115 „Bestimmung der Eluierbarkeit von Abfällen mit Wasser”, ausgegeben am 1. Juli 1997, zu erfolgen.In der Regel ist das Material in dem Zustand zu untersuchen, in dem es anfällt. Eine Zerkleinerung ist aber jedenfalls dann vorzunehmen, wenn sie für die Probenahme oder die Durchführung der Untersuchung notwendig ist oder die Korngröße des Abfalls über 10 mm liegt. Der Abfall darf nicht gemahlen werden. Das beim Zerkleinern anfallende Feinkorn ist der Probe beizumischen.Für die Bestimmung organischer Inhaltsstoffe im Eluat hat die Trennung von Feststoff und Flüssigkeit durch Zentrifugieren zu erfolgen. Dabei ist so lange zu zentrifugieren, bis ein möglichst klarer Überstand erhalten wird. Die Trübung des Zentrifugates ist nach ÖNORM EN 27027 „Wasserbeschaffenheit - Bestimmung der Trübung”, ausgegeben am 1. April 1994, zu messen und im Analysenbericht anzugeben. Die Konzentrationen der gelösten Stoffe sind im Zentrifugat nach den Verfahren der Abfall- oder Wasseranalytik zu bestimmen.Die adsorbierbaren organisch gebundenen Halogene sind gemäß ÖNORM EN 1485 „Wasserbeschaffenheit - Bestimmung adsorbierbarer organisch gebundener Halogene (AOX)”, ausgegeben am 1. November 1996, zu bestimmen.---------------------------------------------------------------------*1) Eine Zusammenfassung dieser Einstufungen findet sich in der UBA-Monographie 83 „Österreichische Stoffliste”, herausgegeben vom Umweltbundesamt, 1996.

References: § 38
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 § 2
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 § 17
 § 7
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 § 3
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 § 4
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