Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/4/4062.htm
Timestamp: 2018-12-11 18:44:37+00:00

Document:
4.062 Dietenberger Weiher
Verordnung des Regierungspräsidiums Tübingen als höhere Naturschutzbehörde und als obere Jagdbehörde über das Naturschutzgebiet »Dietenberger Weiher« auf der Gemarkung Waldburg, Landkreis Ravensburg vom 21.Dezember 1973 (GBl. v. 12.02.1974, S. 47).
Auf Grund der §§ 4, 15 Abs. 1 und 2 sowie § 16 Abs.2 des Reichsnaturschutzgesetzes vom 26.Juni 1935 (RGBI. I S. 821), zuletzt geändert durch das Gesetz zur Änderung und Bereinigung von Straf‑ und Bußgeldvorschriften des Landes Baden ‑Württemberg vom 6. April 1970 (Ges.Bl. S. 111), und des § 10 des Gesetzes zur Ergänzung und Änderung des Reichsnaturschutzgesetzes vom 8. Juni 1959 (Ges.Bl. S. 53), zuletzt geändert durch das Zweite Gesetz über die Änderung von Zuständigkeiten der Ministerien vom 25.Juli 1972 (Ges. BI. S. 400), sowie des § 22 Nr. 1 des Landesjagdgesetzes in der Fassung vom 25. Juli 1969 (Ges.Bl. S. 175) in Verbindung mit § 1 der Verordnung des Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Weinbau und Forsten über die Zuständigkeit für den Erlaß besonderer jagdrechtlicher Bestimmungen in Naturschutzgebieten vom 13.März 1968 (Ges.Bl. S. 142) wird mit Zustimmung des Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Umwelt verordnet:
Das in § 2 näher bezeichnete Gebiet auf der Gemarkung Waldburg, Landkreis Ravensburg, wird mit dem Tage des Inkrafttretens dieser Verordnung in das Naturschutzbuch des Regierungspräsidiums Tübingen eingetragen und als Naturschutzgebiet »Dietenberger Weiher« unter den Schutz des Reichsnaturschutzgesetzes gestellt.
(1) Das Schutzgebiet hat eine Größe von ca. 3,34 ha. Es wird gebildet aus den Ried- und Wasserflächen des ehemaligen Dietenberger Weihers auf den Flurstücken 600 und 606 der Gemarkung Waldburg sowie einem Schutzstreifen um dieses Gebiet, der im Westen, Norden und Osten 20 m, im Süden 10 m breit ist und Teile der Flurstücke 600, 606 und 890 sowie des Feldweges 43 umfaßt.
4. Bodenbestandteile einzubringen oder abzubauen, Sprengungen, Grabungen oder Bohrungen vorzunehmen, Schutt, Müll oder Unrat abzulagern oder die Bodengestalt auf andere Weise zu verändern;
6. Entwässerungs‑ oder andere Maßnahmen vorzunehmen, weiche den Wasserhaushalt des Gebiets verändern;
7. den Wasserstand des Weihers abzusenken;
10. Pflanzen oder Pflanzenteile zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören.
Im Schutzgebiet ist die Ausübung der Jagd verboten.
4. den Weiher mit Booten und Wasserfahrzeugen jeder Art zu befahren;
5. das Baden und Schwimmen sowie Befahren mit Luftmatratzen o.ä.;
6. Düngestoffe oder Chemikalien einzubringen.
1. die landwirtschaftliche Nutzung in den 10 bzw. 20 m breiten Schutzstreifen einschließlich einer erforderlichen Düngung, die bisherige Nutzung des Weihergeländes als Streuwiese sowie die Ausübung der Fischerei;
2. Pflegemaßnahmen, die vom Regierungspräsidium oder der von ihm beauftragten Stelle angeordnet werden;
In besonderen Fällen können von der höheren Naturschutzbehörde ‑ in Jagdsachen im Einvernehmen mit der oberen Jagdbehörde ‑ Ausnahmen genehmigt werden, wenn
3. vorsätzlich oder fahrlässig den Bestimmungen des § 4 zuwiderhandelt, handelt ordnungswidrig im Sinne des § 33 Abs.2 Nr. 4 des Landesjagdgesetzes und kann mit einer Geldbuße belegt werden.
(2) Die Verordnung des Landratsamts Ravensburg zur einstweiligen Sicherstellung des »Dietenberger Weihers« vom 23. September 1968 ist damit gegenstandslos.

References: § 16
 § 10
 § 22
 § 1
 § 2
 § 4
 § 33