Source: https://www.sakd.de/index.php?id=vp_fachartikel_doppik0
Timestamp: 2019-02-17 02:32:49+00:00

Document:
SAKD: Publikationen | Fachbeiträge | Verfahrensprüfung | Doppik
Verfahrensprüfung »
Doppisches HKR, Anlagenbuchhaltung
Anlagenübersicht - Ausweis von Abschreibungen bei Umbuchungen
Veröffentlichung: 16.04.18
Die SAKD hat sich mit der Darstellung von Umbuchungen in der Anlagenübersicht gemäß Muster 14 VwVKomHSys Anlage 5 befasst. Dieses gesetzliche Muster erstellen die kommunalen Anwender mit den vor Ort zum Einsatz kommenden HKR-Programmen.
In der kommunalen Praxis ist es erforderlich, Vermögensgegenstände zwischen Bilanzpositionen umzubuchen, was sich wertemäßig auf die jeweiligen Zeilen der Anlagenübersicht auswirkt. Dies ist beispielsweise bei der Aktivierung von Anlagen im Bau aber auch bei Nutzungsänderungen von Gebäuden der Fall, also zum Beispiel wenn ein Schulbau künftig als Kultureinrichtung nachgenutzt wird.
Ausweis von Aufwendungen als Abschreibungen in der Anlagenübersicht - aktueller Stand der Diskussion
Veröffentlichung: 08.01.16
Seit einiger Zeit wird der Ausweis von Abschreibungen in der Anlagenübersicht gemäß Muster 14 VwVKomHSys Anlage 5 diskutiert. Konkret geht es um die Frage, ob außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund von Vermögensabgängen und Aufwendungen aus der Veräußerung (Bruttomethode) beim Ausweis der Abschreibungen in Spalte 7 der Anlagenübersicht zu berücksichtigen sind. Lesen Sie dazu weiter in unserem Fachartikel
Ausweis von Aufwendungen als Abschreibungen in der Anlagenübersicht insbesondere am Beispiel des Sachanlagevermögens
Veröffentlichung: 07.11.14
Welche Aufwendungen in der Spalte 7 der Anlagenübersicht gemäß Muster 14 VwVKomHSys Anlage 5 zu berücksichtigen sind - mit dieser Frage beschäftigt sich unser Fachartikel .
Buchmäßige Abbildung von Stornierungen
Veröffentlichung: 05.09.14
Im Rahmen der Prüfung der SAKD gem. § 87 Abs. 2 SächsGemO wurden Fragen im Zusammenhang mit der Verarbeitung von Stornierungen in Finanzprogrammen aufgeworfen. Stornierungen kommen aus Sicht der SAKD im Falle von Falschbuchungen zur Anwendung. Falschbuchungen wiederum können durch fehlerhafte Eingaben entstehen. So können beispielsweise das Buchungsdatum oder der Buchungsbetrag falsch sein oder es wurde auf ein falsches Konto oder mehrfach gebucht. Entscheidend bei dieser Betrachtung ist, dass die zu stornierende Buchung zu keiner Zeit korrekt war und deshalb zu korrigieren ist.
In der Verwaltungsvorschrift Prüfhandbuch HKR.Doppik der SAKD werden Stornierungen an 2 Stellen betrachtet: mit dem Kriterium KRHP23 wird die Möglichkeit zur Erfassung von Stornierungsanordnungen (aus Sicht eines Fachamtes) und mit dem Kriterium KRKP3 die Möglichkeit zur Stornierung von Buchungen (aus Sicht der Kasse) gefordert. In den Anwendungshinweisen führen wir erläuternd aus, dass als Ergebnis der Verarbeitung von Stornierungen im Programm eine Absetzung der zu korrigierenden Buchungen (beziehungsweise der Falschbuchungen) erwartet wird. Offen war die Frage, wie eine Absetzung zu korrigierender Buchungen infolge einer Stornierung buchmäßig zu erfolgen hat. Infrage kommen dafür die Minusbuchung sowie die Umkehrbuchung.
Der Sächsische Rechnungshof hat insofern klarstellend mitgeteilt, dass nach aktuellem Kenntnisstand für Zwecke der Korrektur von Falschbuchungen sowohl die Minus- als auch die Umkehrbuchung anwendbar sind, da keine der beiden Varianten zu einer Verfälschung der Ergebnis-, Finanz- oder Vermögensrechnung führt und im Saldo beide Varianten zu gleichen Ergebnissen führen. Auch ein Verstoß gegen das Bruttoprinzip ist nicht erkennbar, da weder Aktiva und Passiva noch Erträge und Aufwendungen miteinander verrechnet werden.
Aus diesem Grund werden zukünftig im Rahmen der Verfahrensprüfungen der SAKD beide Buchungsweisen zur Abbildung von Stornierungen akzeptiert, auch wenn aus Sicht der SAKD der Aspekt der Korrektur von Falschbuchungen in einer Minusbuchung besonders deutlich zum Ausdruck kommt.
Auflösung von Sonderposten bei komponentenweiser Abschreibung der finanzierten Vermögensgegenstände
Veröffentlichung: 01.02.13
Gemäß § 44 Absatz 8 SächsKomHVO-Doppik dürfen abnutzbare, unbewegliche Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens für Zwecke der Abschreibung in wesentliche, abgrenzbare Komponenten aufgeteilt werden. § 36 Absatz 6 in Verbindung mit § 40 Absatz 2 SächsKomHVO-Doppik bestimmt, dass Sonderposten den damit bezuschussten Vermögensgegenständen sachgerecht zuzuordnen sind und sich die Auflösung der Sonderposten nach der Bilanzwertentwicklung der bezuschussten Vermögensgegenstände bemisst.
Näheres lesen Sie dazu in unserem Fachartikel.
Ausweis des voraussichtlichen Bestandes an Zahlungsmitteln zu Beginn eines Haushaltsjahres im Finanzhaushalt
Veröffentlichung: 04.05.12
Ursprünglich wurde im Finanzhaushalt gemäß § 3 Absatz 1 KomHVO-Doppik (alter Fassung) lediglich die Veränderung des Bestandes an Zahlungsmitteln infolge der geplanten Geschäftsvorfälle und der daraus resultierenden Zahlungen in einem Haushaltsjahr ausgewiesen. Mit der Neufassung der SächsKomHVO-Doppik wurde in § 3 Absatz 1 SächsKomHVO-Doppik die Bestimmung aufgenommen, wonach im Finanzhaushalt der voraussichtliche Bestand an Zahlungsmitteln zu Beginn des Haushaltsjahres (des Planjahres) auszuweisen ist. Darauf aufbauend ist dann der voraussichtliche Bestand an Zahlungsmitteln am Ende des Haushaltsjahres (des Planjahres) zu ermitteln und auszuweisen.
Der voraussichtliche Bestand an Zahlungsmitteln zu Beginn des Haushaltsjahres (des Planjahres) lässt sich - bei fristgerechter Aufstellung des Haushalts - nicht allein auf der Grundlage der in einem Programm gespeicherten Planungs- und Bewirtschaftungsdaten ermitteln. Grund hierfür ist insbesondere, dass die sich bis zum Ende des laufenden Haushaltsjahres voraussichtlich ergebenden Veränderungen des Zahlungsmittelbestandes in diesem Wert Berücksichtigung finden müssen. Deshalb muss das Programm den Ausweis eines durch den Anwender beeinflussbaren Betrags ermöglichen, zum Beispiel dadurch, dass dieser Betrag vor dem Druck der Liste "Finanzhaushalt" durch den Anwender erfasst werden kann.
Dieser Aspekt wird künftig bei der Prüfung des Kriteriums KRPP36 Beachtung finden.
Angaben im Vorbericht gemäß § 6 SächsKomHVO-Doppik
Veröffentlichung: 12.04.12
Mit der Neufassung der SächsKomHVO-Doppik wurde die Bestimmung in § 6 Nummer 2 SächsKomHVO-Doppik aufgenommen, wonach die durchschnittliche rechnerische Tilgungsdauer sowie die durchschnittliche Nutzungsdauer des gesamten abnutzbaren Anlagevermögens im Vorbericht anzugeben sind. Da insbesondere die Berechnung der durchschnittlichen Nutzungsdauer des abnutzbaren Anlagevermögens einen direkten Bezug zur Anlagenbuchhaltung und damit zum Prüfgebiet HKR.Doppik der SAKD vermuten lässt, gleichzeitig jedoch in der SächsKomHVO-Doppik die Eckdaten der Ermittlung dieser Werte nicht geregelt sind, hat die SAKD das Sächsische Staatsministerium des Innern (SMI) um ergänzende Informationen gebeten. Danach ist bei der Ermittlung dieser Werte Folgendes zu beachten:
durchschnittliche rechnerische Tilgungsdauer:
Die durchschnittliche rechnerische Tilgungsdauer ist wie folgt zu berechnen: Höhe der Verbindlichkeiten gemäß Muster 18 Nr. 1 bis 3 VwV KomHSys[1] (zu § 1 Abs. 3 Nr. 4 SächsKomHVO-Doppik) geteilt durch die im Planjahr veranschlagten Auszahlungen für die ordentliche Tilgung von Krediten und wirtschaftlich gleichkommenden Rechtsgeschäften (§ 3 Abs. 1 Nr. 37 SächsKomHVO-Doppik ohne Umschuldungen und außerordentliche Tilgungen) einschließlich der als Investitionsauszahlungen veranschlagten Tilgungsanteile für Zahlungsverpflichtungen aus kreditähnlichen Rechtsgeschäften (§ 3 Abs. 2 letzter Halbsatz SächsKomHVO-Doppik).
durchschnittliche Nutzungsdauer des Anlagevermögens:
Die durchschnittliche Nutzungsdauer ergibt sich, indem die Summe der ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten aller abnutzbaren Vermögensgegenstände des Anlagevermögens zu Beginn des Planjahres durch die Summe der für das Planjahr veranschlagten Abschreibungen dividiert wird. Näheres hierzu ist in A I Nr. 3 Buchst. b der VwV KommHHWi-Doppik geregelt (die durchschnittliche Nutzungsdauer und die durchschnittliche Tilgungsdauer werden zur Beurteilung der Verschuldung im Sinne einer Kennzahl ins Verhältnis gesetzt). Dabei weist das SMI darauf hin, dass es für die Berechnung beider Werte nicht möglich ist, allein auf die in einem DV-Verfahren gespeicherten Werte der Haushaltsplanung und Haushaltsbewirtschaftung zurückzugreifen. So sind beispielsweise für die Berechnung der durchschnittlichen Nutzungsdauer des Anlagevermögens die Bestände am Beginn des Planjahres relevant. Diese Bestände stehen wertmäßig im Zeitpunkt der Haushaltsplanung[2] jedoch noch nicht fest und lassen sich nicht allein auf der Grundlage der in einem Programm gespeicherten Planungs- und Bewirtschaftungsdaten ableiten. Aus diesem Grund muss es nach Aussage des SMI möglich sein, in die Berechnung Werte einfließen zu lassen, die nur der Anwender abschätzen kann; dass alleinige Berechnen dieser Bestände auf der Grundlage der im Zeitpunkt der Haushaltsplanung gebuchten und gegebenenfalls geplanten Werte ist hier nicht ausreichend.Aus diesem Grund wird die SAKD die Berechnung der durchschnittlichen rechnerischen Tilgungsdauer sowie der durchschnittlichen Nutzungsdauer des Anlagevermögens nicht als Programmfunktion fordern.
[1] voraussichtlicher Stand zu Beginn des Haushaltsjahres
[2] bei fristgemäßer Erstellung des Haushaltsplanes
Links für Kommunen

References: § 87
 § 44
 § 36
 § 40
 § 3
 § 3
 § 6
 § 6
 § 1