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Timestamp: 2020-02-16 22:47:18+00:00

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Ver­fah­rens­feh­ler und das Grund­stücks­ver­kehrs­ge­setz | Rechtslupe
Verfahrensfehler und das Grundstücksverkehrsgesetz
Ver­fah­rens­feh­ler und das Grund­stücks­ver­kehrs­ge­setz
Ver­fah­rens­feh­ler der für die Ertei­lung der Geneh­mi­gung nach dem Grund­stücks­ver­kehrs­ge­setz zustän­di­gen Behör­den sind grund­sätz­lich nach § 45 VwVfG heil­bar.
Ver­fah­rens­feh­ler der für die Ertei­lung der Geneh­mi­gung nach dem Grund­stücks­ver­kehrs­ge­setz zustän­di­gen Behör­den sind aller­dings grund­sätz­lich nach § 45 VwVfG heil­bar. Deren Ent­schei­dun­gen sind Ver­wal­tungs­ak­te, auf die die Ver­wal­tungs­ver­fah­rens­ge­set­ze anzu­wen­den sind, soweit nicht im Grund­stücks­ver­kehrs­ge­setz etwas Abwei­chen­des bestimmt ist 1.
Ob ein Bescheid der Geneh­mi­gungs­be­hör­den, der ohne einen Antrag nach § 3 Abs. 2 GrdstVG erlas­sen wor­den ist, nich­tig 2 oder nur anfecht­bar ist 3, ist strei­tig.
Hat ein vom Gesetz vor­ge­schrie­be­ner Antrag allein ver­fah­rens­recht­li­che Bedeu­tung und stellt kei­ne nach mate­ri­el­lem Recht not­wen­di­ge Mit­wir­kung des Antrag­stel­lers dar, führt ein Ver­stoß der Behör­de gegen das Ver­bot in § 22 Satz 2 VwVfG, dort von Amts wegen tätig zu wer­den, wo sie nur auf Antrag tätig wer­den darf, zur Feh­ler­haf­tig­keit, jedoch nicht zur Nich­tig­keit des Ver­wal­tungs­akts 4. Das trifft auf den Antrag nach § 3 GrdstVG zu, da die­ser eine ver­fah­rens­recht­li­che Vor­aus­set­zung, aber kein mate­ri­ell­recht­li­ches Zustim­mungs­er­for­der­nis für die im öffent­li­chen Inter­es­se erge­hen­den Ent­schei­dun­gen der Geneh­mi­gungs­be­hör­de ist 5.
Danach wird auch die ohne einen Antrag auf Geneh­mi­gung des Ver­äu­ße­rungs­ge­schäfts erfolg­te Mit­tei­lung über die Aus­übung des Vor­kaufs­rechts nach § 43 Abs. 1 Satz 2 VwVfG mit dem den Betei­lig­ten bekannt gege­be­nen Inhalt wirk­sam und bleibt es nach § 43 Abs. 2 VwVfG bis zu einer etwai­gen Rück­nah­me durch die Behör­de oder einer Auf­he­bung in einem gericht­li­chen Ver­fah­ren. Soweit der Bun­des­ge­richts­hof in sei­ner – vor dem Inkraft­tre­ten der Ver­wal­tungs­ver­fah­rens­ge­set­ze des Bun­des und der der Län­der ergan­ge­nen – Ent­schei­dung vom 4. Febru­ar 1964 6 aus­ge­führt hat, dass eine außer­halb eines Geneh­mi­gungs­ver­fah­rens erfolg­te Mit­tei­lung über die Aus­übung des sied­lungs­recht­li­chen Vor­kaufs­rechts recht­lich kei­ne Bedeu­tung erlan­ge, hält er dar­an aus den vor­ste­hen­den Grün­den nicht mehr fest.
Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 23. Novem­ber 2012 – BLw 13/​11
Inhalt­li­che Bestimmt­heit eines Ver­wal­tungs­ak­tes Gemäß § 37 Abs. 1 VwVfG, § 37 Abs. 1 LVwVfG BW muss ein Ver­wal­tungs­akt inhalt­lich hin­rei­chend bestimmt sein. Das bedeu­tet zum einen, dass der…
Die Grund­stücks­ver­kehrs­ge­neh­mi­gung – und des Vor­kaufs­recht… Die Behör­de darf die Geneh­mi­gung eines Ver­trags über die Ver­äu­ße­rung eines land- oder forst­wirt­schaft­li­chen Grund­stücks auch dann nicht nach § 9 Abs. 1 Nr. 1…
Die ver­spä­te­te frist­lo­se Kün­di­gung Die Erklä­rung der außer­or­dent­li­chen Kün­di­gung eines Land­pacht­ver­hält­nis­ses muss inner­halb einer ange­mes­se­nen Frist nach dem Ein­tritt des Kün­di­gungs­grun­des und des­sen Kennt­nis bei dem Kün­di­gungs­be­rech­tig­ten dem ande­ren…
Die Grund­stücks­über­tra­gung und das sied­lungs­recht­li­che… Ein außer­halb eines Geneh­mi­gungs­ver­fah­rens ergan­ge­ner Bescheid über die Mit­tei­lung der Aus­übung des sied­lungs­recht­li­chen Vor­kaufs­rechts ist in dem Ein­wen­dungs­ver­fah­ren nach § 10 RSG auf­zu­he­ben, und zwar…
Anfech­tung einer Grund­stück­ver­kehs­ge­neh­mi­gung Für die Anfech­tung einer nach dem Grund­stück­ver­kehrs­ge­setz ohne Auf­la­gen und Bedin­gun­gen erteil­ten Geneh­mi­gung ist der Ver­wal­tungs­rechts­weg nicht eröff­net; inso­weit ist allein der Rechts­weg zu den…
Die grund­stücks­ver­kehrs­recht­li­che Geneh­mi­gung eines… Die grund­stücks­ver­kehrs­recht­li­che Geneh­mi­gung ist zu ertei­len, wenn der Land­er­werb durch den Betrei­ber eines Was­ser­werks zum Zwe­cke des Grund­was­ser und Trink­was­ser­schut­zes erfolgt. Denn die­ser Land­er­werb ist…
Unge­sun­de Ver­tei­lung von Grund und Boden Für die Ver­sa­gung einer Geneh­mi­gung nach dem Grund­stück­ver­kehrs­ge­setz wegen unge­sun­der Ver­tei­lung des Grund und Bodens nach § 9 Abs. 1 Nr. 1 GrdstVG genügt ein…
vgl. BGH, Beschlüs­se vom 13.05.1982 – V BLw 22/​80, AgrarR 1982, 207, 208; und vom 05.05.1983 – V BLw 1/​82, NJW 1984, 54[↩][↩]
so Netz, GrdstVG, 5. Aufl., § 8 Anm.08.05.02.1[↩]
so Ehren­forth, RSG u. GrdstVG, § 3 GrdstVG Anm. 2; Her­ming­hau­sen, DNotZ 1963, 387, 388; Lan­ge, GrdstVG, 2. Aufl., § 3 Anm. 2[↩]
vgl. Rit­gen in Knack/​Henneke, VwVfG, 9. Aufl., § 22 Rn. 33; Kopp/​Ramsauer, VwVfG, 12. Aufl., § 22 Rn. 29 und § 45 Rn. 15; Stel­kens in Stelkens/​Bonk/​Sachs, VwVfG, 7. Aufl., § 35 Rn. 239[↩]
vgl. BGH, Beschluss vom 10.03.1959 – V BLw 46/​58, RdL 1959, 159[↩]
BGH, Beschluss vom 04.02.1964 – V BLw 31/​63, BGHZ 41, 114, 120[↩]
GrundstücksverkehrsgenehmigungGrundstücktsverkehrsgesetzLandwirtschaftVerfahrensfehler

References: § 45
 § 45
 § 3
 § 22
 § 3
 § 43
 § 43
 § 37
 § 37
 § 9
 § 10
 § 9
 § 8
 § 3
 § 3
 § 22
 § 22
 § 45
 § 35