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Timestamp: 2019-03-18 22:22:20+00:00

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Schulveranstaltungen - Details - ÖPU - offensiv::professionell::unabhängig
Schule & Recht Infos A-Z
Schulveranstaltungen - Details
Schulveranstaltungenen
1. Allgemeines 6. Bestimmungen d. Schulordnungs-VO
2. 1-tägige Schulveranstaltungen 7. Richtlinien zur Durchführung (sportl. SV)
3. Mehrtägige Schulveranstaltungen 8. Sicherheitbestimmung für
4. Schulbezogene Veranstaltungen
5. Aufsichtspflicht 9. Abgeltung für Betreuungslehrer
Rechtsgrundlage: SchUG 13, 44a, 51/3, 63a, 64/2; Schulveranstaltungenverordnung (SchVV) 1995, BGBI. 498/95 (MVBI. 83/95); Schulordnungsverordnung 1974 (SchO-VO); Gehaltsgesetz (GG) 63a; Vertragsbedienstetengesetz (VBG) 41/4, 44e; Erlass des BMU „Richtlinien für die Durchführung von bewegungserziehlichen Schulveranstaltungen" (Erlass BMU Z 36.377/80N/2003 vom 1. Juli 2003, verlautbart als Rundschreiben BMU 24/2003 = MVBI. 118/03); Aufsichtserlass (Erlass des BMU vom 28. Juli 2005, ZI. 10.361/0002-111/3/2005 - Rundschreiben BMU 15/2005: Die Aufsichtspflicht der Lehrerin und des Lehrers - die geltende Rechtslage). Siehe auch das Stichwort „Reisegebühren".
1. Allgemeine Grundsätze für Schulveranstaltungen:
a) Aufgabe der Schulveranstaltungen:
Aufgabe der Schulveranstaltungen ist gemäß SchUG 13/1 die Ergänzung des lehrplanmäßigen Unterrichtes durch unmittelbaren und anschaulichen Kontakt zum wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Leben, durch die Förderung der musischen Anlagen der Schüler und durch die körperliche Ertüchtigung.
Die Schüler sind gemäß SchUG 13/3 zur Teilnahme an Schulveranstaltungen ohne Rücksicht darauf verpflichtet, ob die Veranstaltung innerhalb oder außerhalb der Schulliegenschaft stattfindet, sofern nicht
die Vorschriften über das Fernbleiben von der Schule anzuwenden sind (vgl. SchUG 45), oder
mit der Veranstaltung eine Nächtigung außerhalb des Wohnortes verbunden ist, oder
der Schulleiter nach Anhörung der Klassenkonferenz einen Schüler von der Teilnahme an der Schulveranstaltung ausgeschlossen hat. (Ein solcher Ausschluss darf nur dann erfolgen, wenn auf Grund des bisherigen Verhaltens des Schülers eine Gefährdung der Sicherheit des Schülers oder anderer Personen mit großer Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist; vgl. SchUG 13/3).
Im Falle einer Nichtteilnahme wegen einer mit der Schulveranstaltung verbundenen Nächtigung außerhalb des Wohnortes oder wegen des Ausschlusses von der Teilnahme bedarf die Nichtteilnahme eines Schülers an der Schulveranstaltung keiner weiteren Begründung. Schüler, die aus diesem Grund der Schulveranstaltung fernbleiben, sind gemäß SchUG 13/4 nach Möglichkeit einer anderen Klasse zu einem ersatzweisen Schulbesuch zuzuweisen. Die Beurteilung der Erreichung des Lehrzieles der betreffenden Schulstufe hat ohne Rücksicht auf die Nichtteilnahme an der Schulveranstaltung zu erfolgen.
Schulveranstaltungen sind schulautonom vorzubereiten und durchzuführen; sie bedürfen keiner schulbehördlichen Genehmigung (Schal 1/1).
Schulveranstaltungen dienen gemäß Schulveranstaltungenverordnung (Schal) 1/1 der Ergänzung des lehrplanmäßigen Unterrichtes im Rahmen der Erfüllung der Bildungs- und Lehraufgaben der im Lehrplan vorgesehenen Unterrichtsgegenstände.
Diese Ergänzung des Unterrichtes hat durch folgende Zielsetzungen der Schulveranstaltungen zu geschehen:
die Herstellung eines unmittelbaren und anschaulichen Kontaktes zum wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Leben (z. B. Betriebserkundungen oder andere Begegnungen mit der Arbeitswelt, Wettbewerbe, Besuch von Museen, Besuch von politischen Einrichtungen, Besuch von Ausstellungen, Besuch von Bühnenaufführungen, Veranstaltungen zur Vermittlung einer praxisnahen Berufsorientierung, Kontakte mit ausländischen Partnern),
die Förderung der musischen Anlagen der Schüler (insbesondere musikalische Veranstaltungen) und
die körperliche Ertüchtigung der Schüler (die Förderung der Bewegungsfähigkeit und Bewegungsbereitschaft sowie die Verbesserung der motorischen Leistungsfähigkeit der Schüler z. B. durch Wanderungen, Sportwochen, Bewegungsangebote im Zusammenhang mit anderen Formen von Schulveranstaltungen).
Im Rahmen dieser Aufgaben der Schulveranstaltungen, wie sie Schal 1/1 Z 1 bis Z 3 normiert, sind gemeinschaftserzieherische Aufgaben wahrzunehmen. Weiters kann eine praktische Auseinandersetzung mit Bildungsgütern, die im Rahmen des lehrplanmäßigen Unterrichtes nicht oder nur unvollkommen nähergebracht werden können, sowie eine Vertiefung bestimmter Lehrplaninhalte erfolgen (z. B. Besuch von Schulungszentren, Sprachlabors, Bibliotheken).
Es ergibt sich aus der Gestaltung des Unterrichts durch die Lehrer oder aus den Lehrplänen, welche der erwähnten Zielsetzungen von Schulveranstaltungen durch eine konkrete Veranstaltung verwirklicht wird. Insbesondere soll eine Festigung der im Unterricht vermittelten Lehrplaninhalte durch Anwendung bzw. Erfahrung in der Praxis gewährleistet werden.
b) Arten der Schulveranstaltungen:
Grundsätzlich unterscheidet die SchVV 1995 nur zwischen Veranstaltungen bis zu einem Tag und mehrtägigen Schulveranstaltungen (Schal 4). Wenngleich die Schal 1995 im Gegensatz zur früheren Schal die Definierung der Arten nach ihrem Inhalt nicht mehr vornimmt, sind die bisherigen Begriffe demonstrativ im § 1 Abs. 2 genannt, dies vor allem deshalb, um die entsprechenden Reisegebühren (Pauschalgebühren) für die Begleitlehrer korrekt festsetzen zu können.
Als Schulveranstaltungen kommen gemäß Schal 1/2 insbesondere folgende in Betracht:
Wandertage, Sporttage,
Berufspraktische Tage bzw. Berufspraktische Wochen,
Sportwochen (z. B. Wintersportwochen, Sommersportwochen), - Projektwochen (z. B. Wien-Aktion, Musikwochen, Ökologiewochen, Intensivsprachwochen, Kreativwochen, Schüleraustausch, Fremdsprachenwochen, Abschlusslehrfahrten).
c) Planung von Schulveranstaltungen:
Bei der Planung von Schulveranstaltungen ist gemäß SchVV 2/1 auf die Zielsetzungen der Veranstaltung, auf die Sicherheit und die körperliche Leistungsfähigkeit der Schüler sowie auf die Zahl der für die Durchführung der Schulveranstaltungen zur Verfügung stehenden Lehrer und sonstigen Begleitpersonen sowie auf die finanzielle Leistungsfähigkeit der Schüler (Unterhaltspflichtigen) Bedacht zu nehmen.
Bei der erstmaligen Planung einer schulautonomen Schulveranstaltung hat die generelle Festlegung von pädagogischen Inhalten und Zielen, von Durchführungsbestimmungen usw. zu erfolgen (ähnlich den „Anlagen" der früheren Schulveranstaltungsverordnung, welche die wesentlichen Kriterien für die einzelnen Arten der Schulveranstaltungen festlegten). In weiterer Folge wird in der Schule auf bewährte Planungen von Veranstaltungen (Schikurse, Fremdsprachenwochen usw.) zurückgegriffen werden können.
Die Planung von Veranstaltungen wird zumeist auf informeller Ebene beginnen. Die Planung von Schulveranstaltungen bis zu einem Tag Dauer wird zweckmäßigerweise durch den Lehrer erfolgen, der mit der Leitung der Veranstaltung betraut wird. Bei mehrtägigen Veranstaltungen können ebenso einzelne Lehrer, aber auch z. B. ein Unterausschuss des Schulgemeinschaftsausschusses bzw. ein Planungsteam mit der Planung betraut werden.
Schulveranstaltungen dürfen gemäß SchVV 2/2 nicht durchgeführt werden, wenn
sie nicht der Ergänzung des lehrplanmäßigen Unterrichtes dienen (Veranstaltungen, die nicht der Ergänzung des lehrplanmäßigen Unterrichtes dienen, sind gemäß SchUG 13/1 keine Schulveranstaltungen),
sie die Erfüllung des Lehrplanes beeinträchtigen (eine derartige Beeinträchtigung kann eintreten, wenn so viele an sich zulässige Schulveranstaltungen durchgeführt werden, dass die dadurch verursachte Einschränkung der Unterrichtszeit für die lehrplanmäßig vorgesehenen Unterrichtsgegenstände nicht mehr genügend Zeit für die Erfüllung des Lehrplans übrig lässt),
für die an der Veranstaltung nicht teilnehmenden Schüler kein Unterricht angeboten werden kann,
der ordnungsgemäße Ablauf der Veranstaltung nicht gegeben erscheint, insbesondere bei Gefährdung der körperlichen Sicherheit oder der Sittlichkeit der Schüler,
d) Begleitpersonen:
Der Schulleiter hat gemäß SchVV 2/3 einen fachlich geeigneten Lehrer der betreffenden Schule mit der Leitung der Schulveranstaltung zu beauftragen.
Die Einteilung als Schulveranstaltungsleiter, als Begleitperson oder zur Supplierung für einen längeren Zeitraum stellt eine bedeutende vorübergehende Änderung der Diensteinteilung im Sinne des § 9 Abs. 2 lit. b des Bundes-Personalvertretungsgesetzes (PVG) dar, die sich auf einen keineswegs ganz kurzen Zeitraum bezieht und vor allem zahlreiche Bedienstete betrifft. Daher ist das Einvernehmen mit dem Dienststellenausschuss herzustellen (vgl. hiezu den Erlass des BMU vom
30. März 1987, ZI. 13.261/7-111/4/87, Rundschreiben Nr. 167/87, auf Grund des Erkenntnisses der Personalvertretungs-Aufsichtskommission vom 17. Februar 1987, A33-PVAK/86).
Dem Leiter einer Schulveranstaltung obliegen insbesondere die Vorbereitung, Durchführung und Auswertung der Veranstaltung, ihre Koordination im Rahmen der Schule und die Kontakte mit außerschulischen Stellen (SchVV 2/3).
Der Schulleiter hat weiters neben dem Leiter der Veranstaltung gemäß SchVV 2/4 in Absprache mit dem Leiter anstaltseigene geeignete Lehrer oder andere geeignete Personen als Begleitpersonen festzulegen.
Die Schulveranstaltungenverordnung sieht für die Zahl der Begleitpersonen bei Schulveranstaltungen in der Dauer von bis zu einem Tag ab der 5. Schulstufe sowie bei mehrtägigen Schulveranstaltungen für alle Schulstufen folgenden Rahmen vor (SchVV 2/4 Z 2):
bei Schulveranstaltungen mit überwiegend bewegungserziehlichen Inhalten je eine Begleitperson ab 12 bis 16 teilnehmenden Schülern und für je weitere 12 bis 16 teilnehmende Schüler;
bei Schulveranstaltungen mit überwiegend projektbezogenen Inhalten je eine Begleitperson ab 17 bis 22 teilnehmenden Schülern und für je weitere 17 bis 22 teilnehmende Schüler;
bei Schulveranstaltungen mit überwiegend sprachlichen Schwerpunkten je eine Begleitperson ab 23 bis 27 teilnehmenden Schülern und für je weitere 23 bis 27 teilnehmende Schüler.
Bei Veranstaltungen bis zu einem Tag kann der Schulleiter, bei mehrtägigen Veranstaltungen der Schulgemeinschaftsausschuss von diesem Rahmen abweichende Festlegungen treffen (SchVV 2/4).
Die Festlegung der Zahl der Begleitpersonen gemäß der in der SchVV festgelegten Rahmenzahl sowie eine davon abweichende Festlegung der Zahl durch den Schulleiter oder den SGA hat vorwiegend im Hinblick auf die Gewährleistung der Sicherheit der Schüler sowie auf den pädagogischen Ertrag der Veranstaltung zu erfolgen, wobei Bedacht zu nehmen ist auf:
die Schulstufe und die Schulart,
die Zusammensetzung der Klasse (z. B. Integrationsklasse!) und die Reife der Schüler sowie
die Art und den Inhalt der Veranstaltung.
Weiters sind die Grundsätze der Sparsamkeit, der Wirtschaftlichkeit und der Zweckmäßigkeit zu beachten (SchVV 2/5). Die Leistung Erster Hilfe muss gewährleistet sein (SchVV 2/6).
Die Schulveranstaltungenverordnung sieht somit grundsätzlich neben dem Leiter der Veranstaltung folgende Anzahl von Begleitpersonen vor:
bei Schulveranstaltungen mit überwiegend bewegungserziehlichen Inhalten: keine Begleitperson bis 15 Schüler (also nur der Leiter), 1 Begleitperson bei 12 bis 31 Schülern, 2 Begleitpersonen bei 24 bis 47 Schülern, 3 Begleitpersonen bei 36 bis 63 Schülern, 4 Begleitpersonen bei 48 bis 79 Schülern, 5 Begleitpersonen bei 60 bis 95 Schülern, 6 Begleitpersonen bei 72 bis 111 Schülern usw.;
bei Schulveranstaltungen mit überwiegend projektbezogenen Inhalten: keine Begleitperson bis 21 Schüler,1 Begleitperson bei 17 bis 43 Schülern, 2 Begleitpersonen bei 34 bis 65 Schülern, 3 Begleitpersonen bei 51 bis 87 Schülern, 4 Begleitpersonen bei 68 bis 109 Schülern, 5 Begleitpersonen bei 85 bis 131 Schülern, 6 Begleitpersonen bei 102 bis 153 Schülern usw.,
bei Schulveranstaltungen mit überwiegend sprachlichen Schwerpunkten: keine Begleitperson bis 26 Schüler, 1 Begleitperson bei 23 bis 53 Schülern, 2 Begleitpersonen bei 46 bis 80 Schülern, 3 Begleitpersonen bei 69 bis 107 Schülern, 4 Begleitpersonen bei 92 bis 134 Schülern, 5 Begleitpersonen bei 115 bis 161 Schülern, 6 Begleitpersonen bei 138 bis 188 Schülern usw.
Beispiele zur Illustration:
Sportwoche mit 86 Schülern: 1 Leiter und entweder 5 oder 6 oder 7 Begleitpersonen.
Projektwoche mit 24 Schülern: 1 Leiter und 1 Begleitperson.
Intensivsprachwoche mit 46 Schülern: 1 Leiter und entweder 1 oder 2 Begleitpersonen.
Hinsichtlich der Zahl der Begleitpersonen bei Schulveranstaltungen stellen die Erläuternden Bemerkungen des BMU zur Schulveranstaltungenverordnung Folgendes fest (ZI. 12.696/10-111/2/95):
Der Schulleiter hat die Verpflichtung, die Anzahl der Begleitpersonen innerhalb einer vorgegebenen Bandbreite festzulegen. Eine konkrete Vorgabe der Begleitpersonenanzahl (Lehrer oder andere geeignete Person) ist insofern nicht möglich, als diese nicht zuletzt von den Inhalten der Veranstaltung abhängt, welche jedoch erst autonom festgelegt werden. Es erscheint daher zweckmäßig, lediglich Richtwerte (Bandbreiten) vorzugeben, sodass der Schulleiter einerseits in jedem Fall auf die besonderen Verhältnisse der Klasse einzugehen hat (z. B. Anzahl der Schüler, verhaltensauffällige Kinder, Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf, Schulstufe etc.), andererseits dennoch eine Orientierungshilfe vorfindet.
SchVV 2/4 zweiter Satz sieht vor, dass der Schulleiter (bei Veranstaltungen bis zu einem Tag) bzw. der Schulgemeinschaftsausschuss (bei mehrtägigen Veranstaltungen) auch eine außerhalb der Bandbreiten der Verordnung gelegene Zahl an Begleitpersonen festlegen kann, wobei eine solche Entscheidung rechtlich und organisatorisch vom Schulleiter vertreten werden können muss (vgl. SchUG 63a/17 und 64/16).
Der Ermessensfreiraum wird durch SchVV 2/5 näher determiniert: In jedem Fall der Festlegung von Begleitpersonenzahlen ist vorwiegend auf die Gewährleistung der Sicherheit der Schüler sowie auf den pädagogischen Ertrag der Veranstaltung Bedacht zu nehmen; weitere zu beachtende Grundsätze sind die Sparsamkeit, die Wirtschaftlichkeit und die Zweckmäßigkeit.
Durch die Rahmenzahlen der Verordnung soll einerseits sichergestellt werden, dass wegen Mangels an Begleitpersonen die Sicherheit der Schüler nicht gefährdet wird, andererseits sollen Veranstaltungen, die auf Grund ihrer Art und der Schulstufe, an der sie durchgeführt werden sollen, nur einer geringeren Anzahl an Begleitpersonen bedürfen, nicht verhindert werden. In jedem Fall wird es einer sorgfältigen Überprüfung bedürfen, welche Zahl von Begleitpersonen für den konkreten Fall festzulegen ist. Steht die für erforderlich erachtete Zahl an Begleitpersonen nicht zur Verfügung, so darf die Veranstaltung nicht abgehalten werden. (Aus den Erläuternden Bemerkungen zur Schulveranstaltungenverordnung).
Die Begleitpersonen, und zwar sowohl Lehrer als auch als Begleitperson tätige Eltern oder schulfremde Personen (z. B. Lehramtskandidaten, schulfremde Schilehrer etc.) handeln in Vollziehung bundesrechtlicher Vorschriften (SchUG 13, Schulveranstaltungenverordnung, SchUG 44a). Für die von ihnen schuldhaft und rechtswidrig (durch Verletzung der Aufsichtspflicht) zugefügten Schäden gilt daher das Amtshaftungs- und das Organhaftpflichtgesetz. Gemäß ASVG 333/1 und 335/3 ist eine Inanspruchnahme des Bundes bei körperlichen Beschädigungen der an den Schulveranstaltungen teilnehmenden Schüler allerdings nur bei Vorsatz des Schuld tragenden Organs möglich. Durch diese weitgehende Einschränkung ist auch ein Regress gegen Lehrer oder Begleitpersonen in der Regel ausgeschlossen (vgl. auch den Aufsichtserlass).
e) Kostenbeiträge:
Kostenbeiträge dürfen nur für Fahrt (einschließlich Aufstiegshilfen), Nächtigung, Verpflegung, Eintritte, Kurse, Vorträge, Arbeitsmaterialien, leihweise Überlassung von Gegenständen, Kosten im Zusammenhang mit der Erkrankung eines Schülers sowie für Versicherungen eingehoben werden (SchVV 3/1).
Die durch eine Schulveranstaltung den Erziehungsberechtigten voraussichtlich erwachsenden Kosten sind diesen unter Bedachtnahme auf gewährte oder mögliche Unterstützungsbeiträge rechtzeitig bekanntzugeben. Über die von den Erziehungsberechtigten zu tragenden Kosten für mehrtägige Veranstaltungen entscheidet der Schulgemeinschaftsausschuss (SchVV 3/2).
Vereinbarungen z. B. mit Beherbergungsbetrieben oder Transportunternehmen sollen die Bezeichnung der Schulveranstaltung und ihre konkrete Zielsetzung sowie Regelungen für den Rücktrittsfall enthalten (SchVV 3/3).
2. Schulveranstaltungen bis zu einem Tag:
a) Dauer und Ausmaß:
Veranstaltungen bis zu einem Tag dauern jeweils entweder bis zu fünf Stunden (Uhrstunden zu 60 Minuten, keine Unterrichtsstunden) oder höchstens einen Tag. Es ist keine Mindestzahl festgelegt, daher sind alle Veranstaltungen fakultativ. Nach oben hin ist die Zahl der Veranstaltungen begrenzt.
Als Höchstzahl legt die Schulveranstaltungenverordnung folgendes Ausmaß an Veranstaltungen fest:
5. bis 8. Schulstufe (= Unterstufe der AHS): je Schulstufe maximal 9 Veranstaltungen bis zu 5 Stunden sowie je Schulstufe maximal 2 Veranstaltungen mit mehr als 5 Stunden.
Ab der 9. Schulstufe (= Oberstufe der AHS): je Schulstufe maximal 9 Veranstaltungen bis zu 5 Stunden sowie je Schulstufe maximal 4 Veranstaltungen mit mehr als 5 Stunden.
Wenn mit diesem zur Verfügung stehenden Ausmaß nicht das Auslangen gefunden werden kann, können solche Veranstaltungen im Rahmen des für mehrtägige Schulveranstaltungen zur Verfügung stehenden und noch nicht konsumierten Ausmaßes durchgeführt werden (SchVV 5/3). Die mehrtägigen Veranstaltungen (siehe hiezu unter Punkt 3) können also mit den bis zu eintägigen Veranstaltungen junktimiert werden.
b) Entscheidung über die Durchführung:
Gemäß SchVV 6 sind Ziel, Inhalt und Dauer von Veranstaltungen bis zu einem Tag vom Schulleiter oder den von ihm bestimmten Lehrern festzulegen. Es kann sich als zweckmäßig erweisen, für an der Schule regelmäßig wiederkehrende Arten von Veranstaltungen bestimmte Kriterien für einen längeren Zeitraum festzulegen.
Bei den Veranstaltungen bis zu einem Tag steht gemäß SchVV 6 den Schulpartnerschaftsgremien (in unserem Fall dem SGA) und den Schülern nur ein Beratungsrecht (z. B. Erstattung von Vorschlägen und Stellungnahmen), jedoch kein Entscheidungsrecht zu. Gemäß SchUG 61/2 haben auch die dort genannten Elternvertreter ein Beratungsrecht.
c) Richtlinien für die Durchführung:
Gemäß SchVV 7 sind die Schüler und die Erziehungsberechtigten rechtzeitig vor Beginn der Veranstaltung über die näheren Umstände zu informieren (z. B. konkrete Dauer, allfälliger Treffpunkt außerhalb der Schule, Fahrpläne, Ausrüstungsgegenstände, Bekleidung, finanzielles Erfordernis).
Auf die Gewährleistung der Sicherheit der Schüler ist besonders zu achten. Ein sicherheitsorientiertes Verhalten der Schüler ist anzustreben (SchVV 7/2).
Die Schüler sind auf relevante Rechtsvorschriften wie z. B. Schulunterrichtsrecht, Jugendschutz, Straßenverkehrsordnung, Bestimmungen des Arbeitnehmerschutzes und arbeitshygienische Vorschriften hinzuweisen. Auf die Einhaltung dieser relevanten Rechtsvorschriften ist zu achten (SchVV 7/3).
3. Mehrtägige Schulveranstaltungen:
a) Ausmaß:
Auch bei den mehrtägigen Schulveranstaltungen legt die Schulveranstaltungenverordnung (SchVV) keine Mindestzahl fest. Daher sind alle Veranstaltungen fakultativ. Nach oben hin ist die Zahl der Veranstaltungen durch die SchVV begrenzt.
Mehrtägige Veranstaltungen dürfen gemäß Schulveranstaltungenverordnung 8/1 höchstens in folgendem Ausmaß durchgeführt werden:
5. bis 8. Schulstufe (= AHS-Unterstufe): insgesamt maximal 28 Kalendertage (Ausnahme: an Schulen unter besonderer Berücksichtigung der musischen oder der sportlichen Ausbildung insgesamt 35 Kalendertage, davon mindestens 7 Tage mit Schwerpunktbezug).
Ab der 9. Schulstufe (= Oberstufe der AHS): je Schulstufe maximal 6 Kalendertage, wobei eine Zusammenfassung unter Anrechnung auf das Gesamtausmaß zulässig ist (d. h. z. B. in der 5. Klasse keine Veranstaltung, dafür in der 6. Klasse bis zu 12 Tage). An Schulen unter besonderer Berücksichtigung der musischen oder der sportlichen Ausbildung ist die Höchstgrenze auf zusätzlich 6 Tage mit Schwerpunktbezug erweitert (d. h. an einem Sportgymnasium sind in der Oberstufe je Schulstufe insgesamt maximal 12 Kalendertage möglich, wovon allerdings mindestens 6 Tage den sportlichen Schwerpunkt betreffen müssen).
Von den mehrtägigen Schulveranstaltungen ist gemäß SchVV 8/1 im Zeitraum der 5. bis 8. Schulstufe (= Unterstufe)
sowie im Zeitraum ab der 9. Schulstufe (= Oberstufe) jeweils mindestens eine Veranstaltung bewegungsorientiert durchzuführen, sofern zumindest jeweils eine mehrtägige Schulveranstaltung durchgeführt wird. Das heißt, es dürfen nicht alle Schulveranstaltungen ohne bewegungsorientierten Schwerpunkt durchgeführt werden, sondern es muss - sofern überhaupt mehrtägige Schulveranstaltungen stattfinden - jeweils in der Unterstufe und in der Oberstufe mindestens eine bewegungsorientierte Schulveranstaltung stattfinden.
Es gibt keine Mindestzahl an Schulveranstaltungen; es sind mithin sämtliche Schulveranstaltungen fakultativSofern für die Durchführung von Auslandsveranstaltungen mit dem durch die Schulveranstaltungenverordnung normierten Höchstausmaß nicht das Auslangen gefunden wird, kann die Schulbehörde 1. Instanz (= Landesschulrat) im Rahmen der zur Verfügung stehenden finanziellen und personellen Möglichkeiten ab der 9. Schulstufe (= Oberstufe) insgesamt bis zu 15 Kalendertage zusätzlich bewilligen (SchVV 8/2).
Über Ziel, Inhalt, Dauer und allenfalls erforderliche Durchführungsbestimmungen von mehrtägigen Schulveranstaltungen entscheidet der Schulgemeinschaftsausschuss (SchVV 9/1).
Die Einbeziehung einer Klasse in eine mehrtägige Veranstaltung setzt die Teilnahme von zumindest 70 % der Schüler der Klasse voraus. Sofern sich die Schulveranstaltung hauptsächlich auf Unterrichtsgegenstände bezieht, die in Schülergruppen unterrichtet werden (z. B. Sprachgruppe etc.), setzt die Einbeziehung einer Schülergruppe in eine mehrtägige Veranstaltung die Teilnahme von zumindest 70 % der Schüler dieser Gruppe voraus.
Mit Bewilligung der Schulbehörde erster Instanz (LSR) kann die Prozentzahl unterschritten werden, sofern wegen der gerechtfertigten Nichtteilnahme von Schülern die Durchführung der Veranstaltung nicht gewährleistet ist und kein Mehraufwand verursacht wird (SchVV 9/2).
Bei Nichterreichen der Mindestzahl von 70 % besteht im Übrigen auch die Möglichkeit der Organisation und Durchführung einer schulbezogenen Veranstaltung gemäß SchUG 13a, sofern die diesbezüglichen Voraussetzungen gegeben sind.
c) Richtlinien für die Durchführung mehrtägiger Schulveranstaltungen:
Die Schüler und die Erziehungsberechtigten sind rechtzeitig vor Beginn der Veranstaltung über die näheren Umstände zu informieren (z. B. konkrete Dauer, Adresse der Unterkunft, Fahrpläne, Ausrüstunsgegenstände, Bekleidung, finanzielles Erfordernis). Die Schüler sind weiters mit den Informationen über das Reiseziel vertraut zu machen (SchVV 10/1).
Bei der Auswahl der Unterkünfte ist das Vorhandensein geeigneter Aufenthaltsräume sowie ausreichender sanitärer Anlagen zu beachten. Die gleichzeitige Unterbringung von Schülerinnen und Schülern in einer Unterkunft ist nur dann zulässig, wenn für die Nächtigung eine räumliche Trennung (einschließlich der sanitären Anlagen) nach Geschlechtern gewährleistet ist. Bei Gemeinschaftsunterkünften ist eine gesonderte Unterbringung ohne Möglichkeit der Aufsichtsführung durch Lehrer oder Begleitpersonen nicht zulässig (SchVV 10/2).
Auf die Gewährleistung der Sicherheit der Schüler ist besonders zu achten. Ein sicherheitsorientiertes Verhalten der Schüler ist anzustreben. Auf spezielle Gewohnheiten, Gebräuche und Gefahren, die mit dem Besuch eines auswärtigen Reiseziels verbunden sind, ist hinzuweisen (SchVV 10/3).
Die Schüler sind auf relevante Rechtsvorschriften wie z. B. Schulunterrichtsrecht, Jugendschutz, Straßenverkehrsordnung, Bestimmungen des Arbeitnehmerschutzes und arbeitshygienische Vorschriften hinzuweisen. Auf die Einhaltung dieser relevanten Rechtsvorschriften ist zu achten (SchVV 10/4).
Stört ein Schüler den geordneten Ablauf einer Schulveranstaltung in schwerwiegender Weise oder wird durch sein Verhalten die eigene oder die körperliche Sicherheit der anderen Teilnehmer gefährdet, so kann der Leiter der Schulveranstaltung den Schüler von der weiteren Teilnahme an der Schulveranstaltung ausschließen (es handelt sich hiebei um eine Sicherheitsmaßnahme, nicht um eine Strafe). In diesem Fall sind der Schulleiter und die Erziehungsberechtigten des betreffenden Schülers unverzüglich in Kenntnis zu setzen. Die Erziehungsberechtigten sind vor der Durchführung einer mehrtägigen Schulveranstaltung verpflichtet, eine Erklärung darüber abzugeben, ob sie im Falle des Ausschlusses ihres Kindes mit dessen Heimfahrt ohne Begleitung einverstanden sind, oder für eine Beaufsichtigung während der Heimfahrt Sorge tragen werden (SchVV 10/5).
Sofern eine Gefährdung von Mitschülern oder anderen Personen mit großer Wahrscheinlichkeit bereits vor der Schulveranstaltung zu erwarten ist, hat gemäß SchUG 13/3 Z 2 ein Ausschluss von der Teilnahme bereits vor der Schulveranstaltung zu erfolgen.
4. Schulbezogene Veranstaltungen:
Gemäß SchUG 13a können Veranstaltungen, die nicht Schulveranstaltungen im Sinne des § 13 SchUG sind, zu schulbezogenen Veranstaltungen erklärt werden, wenn sie auf einem lehrplanmäßigen Unterricht aufbauen, der Erfüllung der Aufgabe der österreichischen Schule gemäß SchOG 2 dienen und eine Gefährdung der Schüler weder in sittlicher noch in körperlicher Hinsicht zu befürchten ist.
Die Erklärung einer Veranstaltung zu einer schulbezogenen Veranstaltung obliegt der Schulbehörde (LSR). Sofern die Veranstaltung nur einzelne Schulen betrifft und wegen der Veranstaltung eine Teilnahme am Unterricht an nicht mehr als drei Tagen im Unterrichtsjahr entfällt, kann die Erklärung gemäß SchUG 64/2 jeweils auch durch den Schulgemeinschaftsausschuss erfolgen, sofern die hiefür erforderlichen Lehrer sich zur Durchführung bereit erklären, die Finanzierung sichergestellt ist und allenfalls erforderliche Zustimmungen anderer Stellen eingeholt worden sind. Das Vorliegen der Voraussetzungen ist vom Schulleiter festzustellen.
Schulbezogene Veranstaltungen können z. B. Wettbewerbe in Aufgabenbereichen einzelner Unterrichtsgegenstände oder Fahrten zu Veranstaltungen, die nicht unter SchUG 13 (Schulveranstaltungen) fallen, sein. Es sind dies insbesondere Wettkämpfe im Bereich einzelner Unterrichtsgegenstände auf nationaler und internationaler Basis, wie z. B. im Bereich der Sprachen, der Mathematik, der Physik oder der Chemie („Olympiaden") bzw. des Schulsports, oder gemeinsame Fahrten von Schülern zu Theater- oder Konzertaufführungen (z. B. Fahrten zu Veranstaltungen im Rahmen des „Theaters der Jugend").
Sollen schulbezogene Veranstaltungen von zwei oder drei Schulen gemeinsam durchgeführt werden, können die diesbezüglichen Erklärungen durch die jeweiligen Schulgemeinschaftsausschüsse dieser Schulen vorgenommen werden (Erlass des BMU vom 22. Juli 1986, MVBI. 92/86).
Die Bereiterklärung des Lehrers zur Teilnahme an einer schulbezogenen Veranstaltung schließt die Gewährung von Reisegebühren nicht aus, sofern von der zuständigen Stelle ein Dienstauftrag erteilt wird. Ein Dienstauftrag ist jedoch nur bei Bereiterklärung des Lehrers zulässig. Schulbezogene Veranstaltungen beruhen mithin auf der Freiwilligkeit, sie sind jedenfalls fakultativ. Allerdings ist die Bereiterklärung nur im Zusammenhang mit der Erklärung einer Veranstaltung zur schulbezogenen Veranstaltung erforderlich. Ist der Lehrer im Zeitpunkt der Durchführung der Veranstaltung verhindert (z. B. wegen Erkrankung), bedarf die Erteilung eines Dienstauftrages zur Durchführung der Veranstaltung an einen anderen Lehrer nicht dessen Bereiterklärung, da nach der Erklärung die schulbezogene Veranstaltung durchzuführen ist.
Durch die Erklärung einer Veranstaltung zu einer schulbezogenen Veranstaltung erfolgt deren Durchführung in Vollziehung des Schulunterrichtsgesetzes. Die schulbezogenen Veranstaltungen sind in gleicher Weise zu beaufsichtigen wie z. B. Schulveranstaltungen. In Haftungsangelegenheiten finden daher das Amtshaftungsgesetz und das Organhaftpflichtgesetz Anwendung. Der Unfall eines Lehrers auf dem Weg zu bzw. von derartigen Veranstaltungen und während solcher Veranstaltungen ist daher ein Dienstunfall. Außerdem werden schulbezogene Veranstaltungen gemäß ASVG 175/5 durch die Schülerunfallversicherung erfasst (AUVA).
Die Teilnahme an schulbezogenen Veranstaltungen bedarf der vorhergehenden Anmeldung durch den Schüler (bzw. durch den Erziehungsberechtigten). Die Teilnahme ist zu untersagen, sofern der Schüler die für die Teilnahme an der schulbezogenen Veranstaltung erforderlichen Voraussetzungen nicht erbringt oder wenn auf Grund des bisherigen Verhaltens des Schülers eine Gefährdung der Sicherheit des Schülers oder anderer Personen mit großer Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist oder durch die Teilnahme daran der erfolgreiche Abschluss der Schulstufe in Frage gestellt erscheint (SchUG 13a/2). Die Möglichkeit zur Untersagung der Teilnahme bei Fehlen der Voraussetzungen muss bestehen, weil bestimmte Arten von schulbezogenen Veranstaltungen bei den Schülern entsprechende Voraussetzungen erfordern (z. B. bei Schachwettkämpfen entsprechende Kenntnisse, bei Sportwettkämpfen die entsprechende körperliche Eignung usw.) (Erläuternde Bemerkungen zum Gesetz).
Zuständig für die Annahme der Anmeldung und für die Untersagung ist der Schulleiter oder ein von ihm hiezu beauftragter Lehrer; die Untersagung hat unter Angabe des Grundes zu erfolgen (SchUG 13a/2). Gegen die Untersagung ist eine Berufung nicht zulässig.
Schüler, die zur Teilnahme an der schulbezogenen Veranstaltung angemeldet sind und deren Teilnahme nicht untersagt worden ist, sind zur Teilnahme verpflichtet sofern kein Grund für das Fernbleiben im Sinne der Vorschriften über das Fernbleiben von der Schule (SchUG 45) gegeben ist. Sofern die Anmeldung für eine Reihe von Veranstaltungen erfolgt ist, darf sich der Schüler frühestens nach der ersten Veranstaltung, spätestens jedoch vier Wochen vor einer weiteren abmelden (wobei allenfalls Stornogebühren fälliq werden können).
5. Die Aufsichtspflicht des Lehrers bei Schulveranstaltungen:
a) Schulrechtliche Aspekte:
Der Lehrer hat die Schüler bei allen Schulveranstaltungen und schulbezogenen Veranstaltungen innerhalb und außerhalb des Schulhauses zu beaufsichtigen, soweit dies nach dem Alter und der geistigen Reife der Schüler erforderlich ist. Hiebei hat er insbesondere auf die körperliche Sicherheit und auf die Gesundheit der Schüler zu achten und Gefahren nach Kräften abzuwehren (SchUG 51/3).
Eine Beaufsichtigung darf für Schüler ab der 7. Schulstufe entfallen, wenn dies im Hinblick auf die Gestaltung des Unterrichtes, von Schulveranstaltungen (SchUG 13), von schulbezogenen Veranstaltungen (SchUG 13a) zweckmäßig ist und wenn sie weiters im Hinblick auf die körperliche und geistige Reife der Schüler entbehrlich ist (Schulordnungs-Verordnung 2/1). Der Lehrer hat nach den Umständen des Einzelfalles zu beurteilen, ob für die Schüler ab der 7. Schulstufe teilweise eine Beaufsichtigung entfallen kann. Zum Beispiel wird bei behinderten oder verhaltensauffälligen Schülern größere Vorsicht geboten sein. Eine noch zu geringe Erfahrung des Lehrers, zum Beispiel mit der betreffenden Klasse, wird einen strengeren Maßstab erfordern. Weiters wird der Informationsstand der Schüler über Gefahrenquellen und die Beziehung zur Umgebung (gewohnt, ungewohnt, besonders gefährliche Situationen usw.) zu berücksichtigen sein. Die Aufsichtsmaßnahmen werden auch vom Verhältnis der Anzahl der Aufsichtspersonen zur Anzahl der ihnen anvertrauten Schüler abhängig sein. Es gilt der Grundsatz, dass stets im konkreten Einzelfall abzuwägen und zu entscheiden ist (Aufsichtserlass 1 und 4).
Wenn anschließend an einen in der Schule stattfindenden Unterricht Schulveranstaltungen oder schulbezogene Veranstaltungen an einem anderen Ort als in der Schule (also disloziert) stattfinden, so sind die Schüler unter Aufsicht eines Lehrers an diesen Ort und zurück zu führen. Schüler ab der 7. Schulstufe können, wenn es ihre körperliche und geistige Reife zulässt und wenn es zweckmäßig ist, auch ohne Aufsicht an den betreffenden Ort und zurück geschickt werden. Findet ein solcher Unterricht, eine Schulveranstaltung oder schulbezogene Veranstaltung in der letzten Unterrichtsstunde statt, so können alle oder einzelne Schüler ab der 7. Schulstufe unmittelbar vom Ort der Veranstaltung nach Hause geschickt werden, wenn dies zweckmäßig und unbedenklich erscheint (z. B. wenn der Rückweg in die Schule einen Umweg bedeuten würde und der Schüler mit der Umgebung gut vertraut ist und damit kein zusätzliches Sicherheitsrisiko entsteht) und die Erziehungsberechtigten von Unterstufenschülern sich einverstanden erklärt haben. Auch zu Beginn der Veranstaltung kann ein anderer Treffpunkt als die Schule bestimmt werden. Hievon sind die Erziehungsberechtigten rechtzeitig zu verständigen (Aufsichtserlass 1.2).
Bei Unfällen oder schweren Erkrankungen von Schülern während einer Veranstaltung sind alle erforderlichen Maßnahmen (wie zum Beispiel Zuziehung eines Arztes, Transport in ein Krankenhaus) unverzüglich zu treffen. Ebenso sind der Schulleiter und die Erziehungsberechtigten der verunglückten bzw. erkrankten Schüler umgehend zu verständigen. Bei leichteren Verletzungen oder Erkrankungen eines Schülers richten sich die zu ergreifenden Maßnahmen nach dem für den Lehrer erkennbaren Grad der gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Schülerunfälle
sind der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) gemäß ASVG 363/4 anzuzeigen (Unfallbericht, Formular in der Direktion).
Der Lehrer hat bei der Beaufsichtigung insbesondere auf die körperliche Sicherheit und auf die Gesundheit der Schüler zu achten und Gefahren nach Kräften abzuwehren (SchUG 51/3). Eine ordnungsgemäße Wahrnehmung der Aufsichtspflicht bezieht sich nicht nur auf die körperliche Sicherheit bzw. Gesundheit der Schüler, sondern beinhaltet darüber hinaus auch die Verpflichtung, körperlichen bzw. wirtschaftlichen Schaden von dritten Personen bzw. deren Eigentum ebenso wie etwa von Bundeseigentum hintanzuhalten (Aufsichtserlass 3).
Die Schüler sind vor dem Gebrauch von Geräten, die eine Gefährdung verursachen können, auf die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen aufmerksam zu machen. Verletzt ein Schüler die Sicherheitsvorschriften, ist er nachweisbar zu ermahnen und ihm der Ausschluss von der weiteren Teilnahme am betreffenden Tag anzudrohen (Schulordnung 5).
Bei der Planung von Schulveranstaltungen ist auf die Sicherheit der Schüler Bedacht zu nehmen (SchVV 2/1). Auf die Gewährleistung der Sicherheit der Schüler ist besonders zu achten (SchVV 10/3).
Die Beaufsichtigung obliegt dem Lehrer 15 Minuten vor Beginn bis zum Ende der Schulveranstaltung oder schulbezogenen Veranstaltung. Ein Entfall der Aufsichtspflicht in bestimmten Zeiträumen während der Veranstaltung (einschließlich der 15 Minuten vor Beginn) ist nur für Schüler ab der 7. Schulstufe zulässig, wenn sie im Hinblick auf die körperliche und geistige Reife der Schüler entbehrlich ist und wenn dies für die Gestaltung der jeweiligen Veranstaltung zweckmäßig ist. Für Schüler ab der 9. Schulstufe kann vom Kriterium der Zweckmäßigkeit abgesehen werden; das heißt, dass bei ausreichender körperlicher und geistiger Reife auch aus anderen Erwägungen (Schaffen von Freiräumen etwa für Freizeitaktivitäten, Besichtigungen, Einkaufen etc.) eine Beaufsichtigung entfallen kann (Aufsichtserlass 5).
Stört ein Schüler den geordneten Ablauf einer Schulveranstaltung in schwerwiegender Weise oder wird durch sein Verhalten die eigene oder die körperliche Sicherheit der anderen Teilnehmer gefährdet, so kann der Leiter der Veranstaltung den Schüler von der weiteren Teilnahme an der Schulveranstaltung ausschließen. In diesem Fall sind der Schulleiter und die Erziehungsberechtigten des betreffenden Schülers unverzüglich in Kenntnis zu setzen (SchVV 10/5).
Die Erziehungsberechtigten sind vor der Durchführung einer mehrtägigen Schulveranstaltung bzw. schulbezogenen Veranstaltung verpflichtet, eine Erklärung darüber abzugeben, ob sie im Falle des Ausschlusses ihres Kindes mit dessen Heimfahrt ohne Begleitung einverstanden sind oder für eine Beaufsichtigung während der Heimfahrt Sorge tragen (SchVV 10/5). In letzterem Fall haben sie auch eine Adresse/ Telefonnummer anzugeben, an/unter der sie tatsächlich erreichbar sind. Die Nichtabgabe einer solchen Erklärung hat keinen Einfluss auf die Verpflichtung des Schülers zur Teilnahme an der Schulveranstaltung. Im Zweifelsfall hat die Beaufsichtigung jedenfalls durch die Schule zu erfolgen (Aufsichtserlass 6).
Träger der Aufsichtspflicht sind Lehrer und andere geeignete Personen, die in Vollziehung des SchUG funktionell als Lehrer tätig werden. Die Beaufsichtigung von Schülern in der Schule, bei Schulveranstaltungen oder schulbezogenen Veranstaltungen kann auch durch andere geeignete Personen als durch Lehrer oder Erzieher erfolgen, wenn dies zur Gewährleistung der Sicherheit für die Schüler erforderlich und im Hinblick auf die Erfüllung der Aufgaben der Schule zweckmäßig ist. Diese Personen (z. B. Erziehungsberechtigte) werden funktionell als Bundesorgane tätig (SchUG 44a). Hiebei ist allerdings zu beachten, dass den Schulleiter, welchem in diesem Fall die Übertragung der Aufsichtspflicht obliegt, gemäß ABGB 1313a das Auswahlverschulden („culpa in eligendo") treffen kann. Diese Personen (z. B. Unterrichtspraktikanten, Austauschlehrer, Fremdsprachenassistenten, Lehrbeauftragte, Begleitpersonen, Eltern, Gastfamilien etc.) sind auf die die Aufsichtspflicht betreffenden Vorschriften ausdrücklich hinzuweisen (Aufsichtserlass).
Veranstaltungen, die ein Lehrer als Privatperson durchführt, wie zum Beispiel abendliche Theaterbesuche oder Wochenend-Schiausflüge mit Schülern, sind weder Schulveranstaltungen noch schulbezogene Veranstaltungen im Sinne der § 13 bzw. § 13a SchUG. In diesen Fällen richten sich das zugrunde liegende Rechtsverhältnis und die Haftung des Lehrers nach den Bestimmungen des Zivilrechtes. An dieser Tatsache vermag auch die Erteilung der erforderlichen Bewilligung zur bloßen Organisation einer derartigen Veranstaltung in der Schule durch den Schulgemeinschaftsausschuss bzw. die Schulbehörde erster Instanz nichts zu ändern (SchUG 46/2, Aufsichtserlass).
b) Dienst- und disziplinarrechtliche Aspekte:
Der Lehrer hat nach der jeweiligen Diensteinteilung die Schüler zu beaufsichtigen (SchUG 51/3). Die Aufsichtspflicht gehört zu den sonstigen aus der lehramtlichen Stellung des Lehrers sich ergebenden Obliegenheiten (vgl. BDG 43/1, BDG 211 und Aufsichtserlass).
Der Vertragsbedienstete ist verpflichtet, die ihm übertragenen Arbeiten und Verrichtungen fleißig und gewissenhaft nach bestem Wissen und Können zu vollziehen (VBG 5).
Der Beamte, der schuldhaft seine Dienstpflichten verletzt, ist nach dem 9. Abschnitt des BDG (Disziplinarrecht) zur Verantwortung zu ziehen (BDG 91).
Eine Handlung (Unterlassung) eines pragmatischen Bundeslehrers ist nur dann zu ahnden, wenn die Dienstpflichtverletzung dem Lehrer vorgeworfen werden kann. Dies ist dann der Fall, wenn der Lehrer voll zurechnungsfähig ist, vorsätzlich oder fahrlässig gehandelt hat und ihm zugemutet werden konnte, sich rechtmäßig zu verhalten (Aufsichtserlass).
c) Aufsichtsführung und Zivilrecht:
Der Bund haftet nach den Bestimmungen des bürgerlichen Rechts für den Schaden am Vermögen oder an der Person, den die als ihre Organe handelnden Personen in Vollziehung der Gesetze durch ein rechtswidriges Verhalten wem immer schuldhaft zugefügt haben. Dem Geschädigten haftet das Organ nicht selbst. Der Schaden ist nur in Geld zu ersetzen (Amtshaftungsgesetz 1/1).
Organe im Sinne dieses Bundesgesetzes sind alle physischen Personen, wenn sie in Vollziehung der Gesetze handeln, gleichviel, ob sie dauernd oder vorübergehend oder fürden einzelnen Fall bestellt sind, ob sie gewählte, ernannte oder sonstwie bestellte Organe sind und ob ihr Verhältnis zum Rechtsträger nach öffentlichem oder privatem Recht zu beurteilen ist (AHG 1/2).
Der Bund kann nach Ersatz des Schadens von den Personen, die als seine Organe gehandelt und die Rechtsverletzung vorsätzlich oder grob fahrlässig verübt oder verursacht haben, Rückersatz begehren (= Regress, AHG 3/1).
Im Zivilrecht wird unter Fahrlässigkeit die Außerachtlassung der gebotenen Sorgfalt verstanden. Wird der Schaden „aus schuldbarer Unwissenheit oder aus Mangel der gehörigen Aufmerksamkeit oder des gehörigen Fleißes" verursacht, handelt es sich um Fahrlässigkeit (ABGB 1294). Ein Verhalten ist leicht fahrlässig, wenn es auf einem Fehler beruht, der gelegentlich auch einem sorgfältigen Menschen unterläuft. Dagegen liegt grobe Fahrlässigkeit vor, wenn die Sorgfaltswidrigkeit so schwer ist, dass sie einem ordentlichen Menschen in dieser Situation keinesfalls unterläuft (Aufsichtserlass).
Der Bund haftet daher nach den Bestimmungen des Amtshaftungsgesetzes (AHG) für den Schaden, den Lehrer oder andere Aufsichtspersonen im Sinne des § 44a SchUG in Vollziehung des Schulrechtes des Bundes durch rechtswidriges Verhalten wem immer schuldhaft zugefügt haben. Haftungssubjekt ist der Bund; eine Haftung des Lehrers bzw. einer anderen Aufsichtsperson gegenüber dem Geschädigten (Schüler) ist dadurch ausgeschlossen (Aufsichtserlass).
Bei der Beaufsichtigung der Schüler ist der Lehrer im Bereich der Hoheitsverwaltung, sohin als Organ im Sinne des § 1 AHG tätig. Er wird, gleichgültig, ob er in einem öffentlichen oder privatrechtlichen Dienstverhältnis steht, bei der Erfüllung der ihm nach dem SchUG obliegenden Aufgaben (z. B. Beaufsichtigung der Schüler) funktionell stets für den Bund tätig (Erkenntnis des OGH vom 11. Jänner 1978, 1 Ob 30/1977).
Bei Schülerunfällen (das sind Unfälle, die sich in örtlichem, zeitlichem und ursächlichem Zusammenhang mit der Schulausbildung bei der Teilnahme an Schulveranstaltungen sowie schulbezogenen Veranstaltungen ereignen) ist der Rechtsträger (der Bund) im Rahmen der Amtshaftung dem Schüler zum Ersatz des Schadens, der diesem durch eine Körperverletzung infolge eines Schülerunfalles entstanden ist, nur dann verpflichtet, wenn der Aufsichtsführende den Unfall vorsätzlich verursacht hat. Die Amtshaftung für fahrlässiges (grob oder leicht fahrlässiges) Verhalten des Lehrers wird in diesen Fällen durch die gesetzliche Schülerunfallversicherung abgelöst, das heißt, dass die AUVA dem Schüler gegenüber leistungspflichtig ist. Daraus folgt, dass in diesen Fällen der Lehrer für fahrlässiges (grob fahrlässiges und leicht fahrlässiges) Verhalten vom Rechtsträger (Bund) im Regressweg nicht nach den Bestimmungen des bürgerlichen Rechts haftbar gemacht werden kann (Aufsichtserlass des BMU).
Das Amtshaftungsgesetz und die einschlägigen Regelungen des ASVG finden auch Anwendung, wenn die Schulveranstaltung oder die schulbezogene Veranstaltung im Ausland stattfindet (Aufsichtserlass).
d) Aufsichtsführung und Strafrecht:
Im Zusammenhang mit der Verletzung der Aufsichtspflicht sind auch Bestimmungen des Strafgesetzbuches (StGB) von Bedeutung. Insbesondere bei Schülerunfällen können die Tatbestände der fahrlässigen Körperverletzung oder der Tötung (StGB 80, 88) gegeben sein.
Fahrlässig handelt, wer die Sorgfalt außer acht lässt, zu der er nach den Umständen verpflichtet und nach seinen geistigen und körperlichen Verhältnissen befähigt ist und die ihm zuzumuten ist (StGB 6). Die Außerachtlassung der objektiv gebotenen und subjektiv möglichen Sorgfalt kann dem Täter aber nur vorgeworfen werden, wenn es ihm unter den besonderen Umständen des Einzelfalls auch zuzumuten war, die Sorgfalt tatsächlich anzuwenden (Aufsichtserlass des BMU, RS Nr. 15/2005).
6. Bestimmungen der Schulordnungs-Verordnung zu den Schulveranstaltungen:
Die Verordnung des BMU betreffend die Schulordnung (SchOVO, BGBI. 37/74, zahlreiche Novellen) normiert Vorschriften über das Verhalten der Schüler in der Schule sowie bei Schulveranstaltungen und schulbezogenen Veranstaltungen zur Sicherheit der Schüler und zur Ermöglichung eines ordnungsgemäßen Schulbetriebs.
Darüber hinaus kann der SGA einer Schule gemäß SchUG 44/1 eine Hausordnung erlassen, soweit es die besonderen Verhältnisse der betreffenden Schule erfordern. Diese Hausordnung kann auch Verhaltensvereinbarungen enthalten (SchUG 44/1).
Im Folgenden sind einige für Schulveranstaltungen relevante Regelungen der Schulordnungs-Verordnung (SchO-VO) dargestellt.
Die Schüler haben durch ihr Verhalten und ihre Mitarbeit im Unterricht in der Schule und bei Schulveranstaltungen die Unterrichtsarbeit zu fördern (SchO-VO 1/1).
Die Schüler haben sich vor Beginn von Schulveranstaltungen und schulbezogenen Veranstaltungen, an denen teilzunehmen sie verpflichtet sind, am festgelegten Treffpunkt einzufinden (SchO-VO 2/1).
Der Schüler hat an den für ihn vorgesehenen Schulveranstaltungen und an den schulbezogenen Veranstaltungen, für die er angemeldet ist, regelmäßig teilzunehmen (SchO-VO 2/2).
Bei verspätetem Eintreffen zu einer Schulveranstaltung oder einer schulbezogenen Veranstaltung hat der Schüler dem Lehrer den Grund seiner Verspätung anzugeben (SchO-VO 3/1). Das Fernbleiben ist im Klassenbuch zu vermerken (SchOVO 3/3).
Die Schüler haben an den Schulveranstaltungen und den schulbezogenen Veranstaltungen in einer den jeweiligen Erfordernissen entsprechenden Kleidung teilzunehmen (SchOVO 4/1).
Gegenstände, die die Sicherheit gefährden oder den Schulbetrieb stören, dürfen vom Schüler nicht mitgebracht werden. Derartige Gegenstände sind dem Lehrer auf Verlangen zu übergeben. Abgenommene Gegenstände sind nach Beendigung der Schulveranstaltung oder der schulbezogenen Veranstaltung dem Schüler zurückzugeben, sofern es sich nicht um sicherheitsgefährdende Gegenstände handelt. Letztere dürfen nur dem Erziehungsberechtigten ausgefolgt werden, wenn deren Besitz nicht sonstigen Rechtsvorschriften widerspricht (SchO-VO 4/4).
Der Genuss alkoholischer Getränke ist den Schülern in der Schule, an sonstigen Unterrichtsorten und bei Schulveranstaltungen sowie schulbezogenen Veranstaltungen untersagt (SchO-VO 9/1).
Das Rauchen ist den Schülern in der Schule, an sonstigen Unterrichtsorten und bei Schulveranstaltungen sowie schulbezogenen Veranstaltungen untersagt (SchO-VO 9/2).
7. Richtlinien für die Durchführung von bewegungserziehlichen Schulveranstaltungen:
Die Rechtsgrundlage für die folgenden Ausführungen stellt der Erlass des BMU vom 18. August 2006, GZ 36.377/107-V/5/2006 (= Rundschreiben 14/2006) dar, der das frühere Rundschreiben BMU 24/2003 ergänzt, verändert und ersetzt (außer Kraft setzt). Diese „Richtlinien 2006 für die Durchführung von bewegungserziehlichen Schulveranstaltungen" normieren wichtige Grundlagen zur Gewährleistung der Qualität und Sicherheit bei bewegungserziehlichen Schulveranstaltungen innerhalb und außerhalb des Bundesgebietes (z. B. Sporttage, Wandertage, Sportwochen, Projektwochen und Sport) bzw. bei bewegungserziehlichen schulbezogenen Veranstaltungen.
Die einzelne Schule soll auf der Grundlage des zitierten Erlasses des BMU einen Beschluss über schulautonome Richtlinien für die Durchführung von sportlichen Schulveranstaltungen herbeiführen.
Weitere Informationen zum Thema bewegungserziehliche Schulveranstaltungen sind auf der Internetseite www.bewegung.ac.at verfügbar.
Die Beteiligung an Schulveranstaltungen gehört zu den unmittelbaren Dienstverpflichtungen jedes Lehrers. Daher sind die Inhalte des zitierten Erlasses des BMU (RS 14/2006) von genereller Relevanz und werden im Folgenden genauer ausgeführt.
b) Zielsetzung bewegungserziehlicher Schulveranstaltungen und von Bewegungsangeboten bei anderen Schulveranstaltungen:
Bewegungserziehliche Schulveranstaltungen sind als Ergänzung des lehrplanmäßigen Unterrichtes zur körperlichen Ertüchtigung der Schüler, etwa der Förderung der Bewegungsfähigkeit und Bewegungsbereitschaft sowie der Verbesserung der motorischen Leistungsfähigkeit, vorzubereiten und durchzuführen. Im Rahmen der bewegungserziehlichen Schulveranstaltungen sind auch gemeinschaftserziehliche Aufgaben wahrzunehmen. Weiters können eine praktische Auseinandersetzung mit Lehrstoffbereichen, die im Rahmen des lehrplanmäßigen Unterrichtes nicht oder nur unvollkommen näher gebracht werden können, sowie eine Vertiefung bestimmter Lehrplaninhalte erfolgen.
Bei der Planung von bewegungserziehlichen Schulveranstaltungen ist auf die Zielsetzungen, auf die Sicherheit und die körperliche Leistungsfähigkeit der Schüler sowie auf die Zahl der für die Durchführung der Schulveranstaltungen zur Verfügung stehenden Lehrer und sonstigen Begleitpersonen sowie auf die finanzielle Leistungsfähigkeit der Schüler (Unterhaltspflichtigen) Bedacht zu nehmen.
Grundvoraussetzungen zur Wahrung der Vermittlungsqualität und der höchstmöglichen Sicherheit der Schüler sind Eigenkönnen, ausreichende organisatorische und methodische Erfahrung der Unterrichtenden, aber auch die notwendige Infrastruktur von Sportstätten.
c) Teilnahme von Schülern an Schulveranstaltungen:
Schüler sind zur Teilnahme an Schulveranstaltungen ohne Rücksicht darauf verpflichtet, ob die Veranstaltung innerhalb oder außerhalb der Schulliegenschaften stattfindet, sofern nicht:
die Vorschriften über das Fernbleiben von der Schule anzuwenden sind (eine gerechtfertigte Verhinderung für Schüler ist insbesondere: Krankheit; eine mit der Gefahr der Übertragung verbundene Krankheit von Hausangehörigen; Krankheit der Eltern oder anderer Angehöriger, wenn sie vorübergehend der Hilfe unbedingt bedürfen; außergewöhnliche Ereignisse im Leben oder in der Familie; Ungangbarkeit des Schulweges oder schlechte Witterung, wenn die Gesundheit dadurch gefährdet ist; Dauer der Beschäftigungsverbote im Sinne der Bestimmungen über den Mutterschutz);
der Schulleiter nach Anhörung der Klassenkonferenz einen Schüler nicht von der Teilnahme an der Schulveranstaltung ausgeschlossen hat;
Im Zusammenhang mit der in der Schulveranstaltungenverordnung (SchVV) festgelegten Teilnahme von zumindest 70 Prozent der Schüler als Voraussetzung für die Einbeziehung einer Klasse in eine mehrtägige Veranstaltung wird insbesondere darauf hingewiesen, dass mit Bewilligung der Schulbehörde erster Instanz die 70-Prozent-Zahl unterschritten werden kann, sofern wegen der oben genannten gerechtfertigten Nichtteilnahme von Schülern die Durchführung der Veranstaltung nicht gewährleistet ist und kein Mehraufwand verursacht wird.
Es ist aber davon auszugehen, dass im Sinne des gemeinschaftsbildenden Charakters der Schulveranstaltungen möglichst wenigen Schülern aus anderen Gründen als den oben genannten eine Teilnahme verwehrt bleiben sollte und daher alle Maßnahmen, die eine Teilnahme ermöglichen (wie z. B. Sportgeräteverleih, Informationen zu finanzieller Unterstützung etc.) ergriffen werden sollten.
d) Planung und Auswahl der Lehrinhalte:
Die Auswahl von Lehrinhalten bewegungserziehlicher Schulveranstaltungen hat sich insbesondere daran zu orientieren, dass diese eine unmittelbare Ergänzung des lehrplanmäßigen Unterrichtes aus Bewegung und Sport und/oder empfehlenswerte freizeitwertige Bewegungs- und Sportformen darstellen. Grundsätzlich ist daher schon bei der Planung von bewegungserziehlichen Schulveranstaltungen darauf zu achten, dass möglichst Bewegungsformen und/oder Sportarten angeboten werden, die von fachlich geeigneten Lehrpersonen der Schule vermittelt werden.
Es wird daher besonders darauf hingewiesen, dass Aus-, Weiter- und Fortbildungen die Lehrer durch Kurse und Lehrgänge befähigen, Sportarten selbst zu vermitteln oder zumindest „sachkundiger Zweiter" neben einem voll ausgebildeten Unterrichtenden zu sein, wenn besondere Sicherheitsauflagen (z. B. bei Skitouren) oder organisatorische Gründe (z. B. im Surfen) gelten.
Wird der Sportunterricht dennoch durch gewerbliche Unternehmen und/oder durch Vereine gegen Entgelt durchgeführt, dann sind aus Gründen der Sparsamkeit und Angemessenheit für einen Schüler im Rahmen einer Schulveranstaltung höchstens zwei Sportangebote gegen Entgelt vorzusehen, ausgenommen von zusätzlichen kurzfristigen Sportinformationen („Schnupperangeboten"), die keine wesentlichen Mehrkosten verursachen dürfen.
Es ist vorzusehen, dass Schülern und Eltern bzw. Erziehungsberechtigten ausführliche Informationen über die Inhalte und Organisation der Sportwoche noch in der Vorbereitungsphase der jeweiligen Schulveranstaltung gegeben werden. Diese Informationen müssen derart sein, dass den Schülern bzw. deren Eltern oder Erziehungsberechtigten Entscheidungen wie etwa die Wahl bestimmter Sportaktivitäten und die Beurteilung allfälliger damit verbundener Sportrisiken möglich sind (gem. § 7 Abs. 1 der SchVV).
Können bestimmte Aktivitäten (wie etwa Ausdauersportarten, Schwimmen und Tauchen) nur beim Freisein von bestimmten Krankheiten oder Behinderungen gefahrlos durchgeführt werden, sind einerseits die Schüler und Eltern bzw. Erziehungsberechtigten darüber nachweislich zu unterrichten und andererseits entsprechende Informationen über den Gesundheitszustand (wenn möglich über den Schularzt) der teilnehmenden Schüler im aktuellen zeitlichen Zusammenhang zur Schulveranstaltung einzuholen.
Sportarten mit einem stark erhöhten Sicherheitsrisiko (z. B. Wasserfallklettern, Drachenfliegen, Paragleiten, Befahren von Gewässern ab Wildwasserklasse III) sind als Inhalte von Schulveranstaltungen nicht durchzuführen.
e) Leitungs-, Organisations- und Unterrichtsvoraussetzungen:
Der Schulleiter hat eine fachlich geeignete Lehrperson der betreffenden Schule, vorzugsweise einen Bewegungs- und Sporterzieher (Lehrer mit Lehramt für Bewegung und Sport) mit der Leitung der Schulveranstaltung zu beauftragen. Der Schulleiter hat weiters in Absprache mit dem Leiter der Veranstaltung anstaltseigene geeignete Lehrpersonen (Bewegungs- und Sporterzieher, „Begleitlehrer" mit anderem Lehramt als Bewegung und Sport) oder andere geeignete Personen als Begleitpersonen festzulegen (gem. § 2 Abs. 3 und 4 der SchVV).
Grundsätzlich wird für diese Eignung zur Erteilung des Sportunterrichtes eine nachweisbare (Zeugnis, Befähigungsnachweis) und abgeschlossene einschlägige Ausbildung für die betreffende Bewegungsform bzw. Sportart vorausgesetzt. Diese Qualifikation muss im Verlauf der Ausbildung, der Weiter- bzw. Fortbildung von Lehrern je nach Ausbildungsgang erworben worden sein:
an einem Institut für Sportwissenschaften an einer Universität (einschlägige Lehrveranstaltungen der Ausbildungen im Bereich Bewegungserziehung oder Sportwissenschaften);
an einer (Berufs-)Pädagogischen Akademie (einschlägige Lehrveranstaltungen der Ausbildungen der Studienrichtungen Lehramt an Volksschulen und Hauptschulen; Bewegungs- und Sporterzieher oder Begleitlehrer);
an einem Pädagogischen Institut (sofern ein einschlägiger Akademielehrgang gem. § 4 Abs. 1 Z 5 des AStG bzw. eine Entsprechung in früheren Jahren vorliegt);
an einem Universitäts-Sportinstitut (sofern die einschlägige Ausbildung einem Akademielehrgang gem. § 4 Abs. 1 Z 5 des AStG gleichzuhalten ist) oder
an einer Bundessportakademie (Bundesanstalt für Leibeserziehung; einschlägige Ausbildung zum Lehrwart, Instruktor, Sportlehrer oder Diplom-Trainer.
In den vorliegenden Richtlinien werden bei bewegungserziehlichen Schulveranstaltungen unterrichtende Personen gemäß ihrer Qualifikationen unterschieden:
Bewegungs- und Sporterzieher: Abgeschlossene Lehramtsprüfung für Bewegung und Sport;
Begleitlehrer: Lehrer mit anderen Unterrichtsgegenständen als Bewegung und Sport, die für jene Sportarten, die sie an einer bewegungserziehlichen Schulveranstaltung unterrichten sollen, eine facheinschlägige Zusatzqualifikation erworben haben;
Begleitpersonen: Personen, die nicht als Lehrer an einer Schule beschäftigt sind und die für jene Sportarten, die sie an einer bewegungserziehlichen Schulveranstaltung unterrichten sollen, eine facheinschlägige Qualifikation erworben haben;
Mitarbeiter gewerblicher Unternehmen und/oder von Vereinen: Personen, die für jene Sportarten, die sie an einer bewegungserziehlichen Schulveranstaltung unterrichten sollen, eine facheinschlägige Qualifikation erworben haben.
Dem Leiter einer Schulveranstaltung obliegen insbesondere die Vorbereitung, Durchführung und Auswertung der Veranstaltung, ihre Koordination im Rahmen der Schule und die Kontakte mit außerschulischen Stellen.
Als fachlich geeigneter Lehrer für die Beauftragung mit der Leitung einer Schulveranstaltung mit bewegungserziehlichen Inhalten durch die Schulleitung (gern. § 2 Abs. 3 der SchVV) ist jedenfalls anzusehen:
Bewegungs- und Sporterzieher: Abgeschlossene Lehramtsprüfung für Bewegung und Sport. Für die Leitung von Sportwochen mit Inhalten wie Bergsteigen im hochalpinen Gelände oder Begehungen von Schluchten, die auch mit Steiganlagen ausgestattet sind, ist eine entsprechende alpine Ausbildung im Führen von Gruppen, wie beispielsweise ein Alpinkurs im Rahmen der Aus- und Fortbildung, die Ausbildung zum staatlich geprüften Lehrwart bzw. Instruktor für Wandern, Lehrwart Klettern bzw. Instruktor Klettern alpin oder Lehrwart hochalpin bzw. Instruktor Hochtouren oder die Ausbildung zum staatlich geprüften Berg- und Skiführer oder Heeresbergführer erforderlich.
Begleitlehrer: Lehramtsprüfung; Erfüllung der Voraussetzungen und längerfristige Erfahrung als Begleitlehrer von bewegungserziehlichen Schulveranstaltungen und umfassende Kenntnis praktisch-methodischer Modelle.
Für die Leitung von Wintersportwochen ist eine Ausbildung zum Landesskilehrer, Landessnowboardlehrer, Skilehrwart, Skiinstruktor, Trainer für Ski/alpin (zumindest D-Trainer), Trainer für Snowboard, staatlich geprüften Diplomskilehrer, staatlich geprüften Diplomsnowboardlehrer oder eine adäquate Ausbildung zum Leiter einer Wintersportwoche an Pädagogischen Instituten (P1, nun PH) nachzuweisen.
Für die Leitung von Sportwochen mit Inhalten wie Bergsteigen im (hoch)alpinen Gelände oder Begehungen von Schluchten, die auch mit Steiganlagen ausgestattet sind, ist eine entsprechende alpine Ausbildung im Führen von Gruppen, wie beispielsweise ein Alpinkurs im Rahmen der Lehrerausbildung und Lehrerfortbildung, die Ausbildung zum staatlich geprüften Lehrwart bzw. Instruktor für Wandern, Lehrwart Klettern bzw. Instruktor Klettern alpin oder Lehrwart hochalpin bzw. Instruktor Hochtouren oder die Ausbildung zum staatlich geprüften Berg- und Skiführer oder Heeresbergführer erforderlich.
f) Sportunterricht im Rahmen von bewegungserziehlichen Schulveranstaltungen:
Beauftragt durch die Schulleitung in Absprache mit dem Veranstaltungsleiter (gern. § 2 Abs. 4 der SchVV) können Bewegungs- und Sporterzieher geeignete Lehrer anderer Fächer als Bewegung und Sport („Begleitlehrer) sowie andere geeignete Personen („Begleitpersonen) Sportunterricht erteilen.
Leiter, Lehrer oder Begleitpersonen sollen, wenn der Unterricht durch ein gewerbliches Unternehmen und/oder Verein erteilt wird, Assistenzaufgaben übernehmen, wobei mit dieser Tätigkeit keinerlei Entschädigungs- oder Ausgleichszahlungen durch das Unternehmen verbunden sein dürfen.
Wenn für bestimmte Sportarten weder geeignete Lehrer noch andere geeignete Personen aus dem Umfeld der betreffenden Schule (gem. § 2 Abs. 4 der SchVV) vorhanden sind, die Voraussetzungen zur Erteilung des jeweiligen Sportunterrichts aufweisen, und/oder die leihweise Überlassung von Sportgeräten (z. B. Segelboot, Reitpferd) notwendig ist, können geeignete gewerbliche Unternehmen und/oder Vereine, die durch die jeweilige Berufsfachorganisation anerkannt werden, herangezogen werden.
Für den Unterricht bei leibeserziehlichen Schulveranstaltungen können geeignete gewerbliche Unternehmen und/oder Vereine herangezogen werden, wenn sie für den Unterricht für jede Unterrichtsgruppe nachweislich qualifizierte (geprüfte) Personen einsetzen, die Sportstätten, Sportgeräte und Ausrüstung den Sicherheitsanforderungen voll entsprechen und in erforderlicher Anzahl vorhanden sind und sie entsprechende Haftpflichtversicherungen abgeschlossen haben. Im Zweifelsfall ist eine Anfrage an die entsprechende Berufsfachorganisation zu richten.
Die tatsächliche Gruppengröße ist für die einzelnen Sportarten abhängig von Faktoren wie Schwierigkeitsgrad und Dauer, von Aktivitäten und der Leistungsfähigkeit der Gruppe (Kondition, Erfahrung, Können, ...) und wird im Einzelfall aus Sicherheitsgründen zu reduzieren bzw. von mehr als einem Gruppenleiter zu betreuen sein.
Grundsätzlich ist zu beachten, dass insbesondere bei Sportarten mit einem erhöhten Sicherheitsrisiko eine ausführliche, umfassende und auf die Sportart zielende Vorbereitung der Schüler (vorzugsweise im Unterricht aus Bewegung und Sport) zu erfolgen hat.
g) Sicherheitsbestimmungen für die einzelnen Sportarten:
Eine geeignete Erste-Hilfe-Ausrüstung hat an allen Übungsstätten verfügbar zu sein bzw. ist von jedem Gruppenleiter im Gelände mitzuführen. Leiter, Lehrer und Begleitpersonen müssen im Stande sein, die sportspezifische Erste-Hilfe zu leisten.
Die nachstehenden Organisations- und Sicherheitsbestimmungen, die sich auf Sportstätten, Ausrüstung, Verhalten und körperliche Leistungsfähigkeit der beteiligten Personen (gem. § 2 Abs. 1 der SchVV) beziehen, sind besonders zu beachten.
Die in der Folge angeführten Sportarten sind nur als exemplarische Auswahl zu verstehen, deren Inhalte erfahrungsgemäß im Rahmen von Schulveranstaltungen oder als Inhalte von Bewegungs- und Sportprogrammen zur Erreichung der Ziele gern. § 13 des SchUG eingesetzt werden. Für allfällige weitere Sportarten sind durch die Schulpartner (Schulgemeinschaftsausschuss) in Analogie zu den angeführten Sportarten Kriterien festzulegen, die den höchstmöglichen Sicherheitsaspekten entsprechen.
g. 1) Befahren stehender und fließender Gewässer:
Bewegungs- und Sporterzieher, Begleitlehrer und Begleitpersonen: Facheinschlägige Ausbildung (Sicherheitsvorkehrungen und Organisationsformen) im Rahmen der Lehrerbildung, an Einrichtungen des Sportlehrwesens oder in Ausbildungen auf der Grundlage landesgesetzlicher Vorschriften bzw. anerkannter Berufsfachorganisationen.
Das Befahren von fließenden Gewässern mit mittlerer oder starker Fließgeschwindigkeit ab (einschließlich) Wildwasser 111 (ICF) ist grundsätzlich zu unterlassen.
Das Befahren stehender und fließender Gewässer (auch vorbereitende Übungen) ist daher nur in Zahmwasser oder Wildwasser 1 (unschwierig; freie Sicht; einfache Hindernisse; regelmäßiger Stromzug, regelmäßige Wellen, kleine Schwälle) und II (mäßig schwierig; freie Durchfahrten; einfache Hindernisse im Stromzug, kleinere Stufen; unregelmäßiger Stromzug, unregelmäßige Wellen, mittlere Schwälle, schwache Walzen, Wirbel und Presswasser lt. Wildwasserschwierigkeitsskala [ICF]) durchzuführen.
„Rafting" (mit Schlauchbooten oder schlauchbootähnlichen Beförderungsmitteln) ist ausschließlich mit befugten Unternehmen und deren geprüften Mitarbeitern (Wildwasserführern) möglich.
Bei vorbereitenden Schwimmübungen für spätere Befahrungen sollten niemals mehr als zwei bis höchstens drei Teilnehmer im Wasser schwimmen.
Zu beachten ist, dass die Wertungsskala trotz aller Bemühungen eine subjektive Beurteilung darstellt, sich immer auf einen gewissen Wasserstand bezieht und rasche Veränderungen der Wildflüsse einmal gemachte Bewertungen veraltet erscheinen lassen und Informationen zum Letztstand daher an geeigneten Stellen immer einzuholen sind.
Leicht fließende Gewässer, Flach(Zahm-)wasser und Wildwasser 1 und II können vor allem im Zuge von aufbauenden Lehrgängen dann befahren werden, wenn eine entsprechende Ausrüstung verwendet wird (Kanu, Kajak - auch aufblasbar, Schlauchboote mit mindestens drei Kammern), eine entsprechende Vorerfahrung (z. B. technisches Können, Kenterübungen) vermittelt werden konnte und die betreffenden Schüler vor Veranstaltungsbeginn das Schwimmkönnen auf der Grundlage des Österreichischen Schwimmerabzeichens (Allroundschwimmer) nachgewiesen haben.
Das Tragen von Rettungswesten in stehenden Gewässern wird, abhängig von der Aktivität, empfohlen und ist in fließenden Gewässern neben dem Tragen von Schutzhelmen verpflichtend. Ein Kälteschutzanzug ist zu empfehlen, in fließenden Gewässern vorgeschrieben. Vor dem ersten Befahren ist ein ausführliches Sicherheitsgespräch („Safety talk") erforderlich.
Zur Streckensicherung von Übungsschwimmstrecken sind ausgebildete und mit der Situation vertraute Personen einzusetzen: zumindest je eine Person bei Ein- bzw. Ausstieg und eine geeignete Anzahl von Personen, die bei Zwischenfällen schwimmend Hilfe bringen können (Mindestausrüstung der Sichernden: Sicherheitsschwimmweste, Wildwasserhelm,
Wurfsack und geeignetes Schuhwerk. Ein Kälteschutzanzug ist nicht zwingend, jedoch schon wegen der Verletzungsgefahr empfehlenswert).
Inanspruchnahme gewerblicher Unternehmen und/oder Vereine: Kanuschulen, Kajakschulen, Paddel- oder Rudersportschulen als ortsfeste oder mobile Ausbildungsstätten, an denen sowohl theoretische als auch praktische Ausbildungen zum Führen von Kanus, Kajaks, Paddelbooten oder Ruderbooten durchgeführt werden. Die dort unterrichtenden Lehrer müssen eine abgeschlossene Trainer- bzw. Lehrwartausbildung oder eine einschlägige Landesausbildung nachweisen. Dies gilt auch für die Durchführung von Schwimmübungen (mit Schwimmwesten etc.).
g.2) Bouldern:
Ausbildung: Bewegungs- und Sporterzieher,• Begleitlehrer und Begleitpersonen: Facheinschlägige Ausbildung (Sicherheitsvorkehrungen und Organisationsformen) im Rahmen der Lehrerbildung, an einer Bundesanstalt für Leibeserziehung und allenfalls durch alpine Verbände und Vereine.
Organisation: Bouldern ist das Klettern in vorwiegend horizontaler Ebene in Absprunghöhe. Eine Seilsicherung ist hier nicht notwendig, zur Dämpfung von Stürzen können Matten oder die Hilfestellung eines Sicherungspartners (Spotter) dienen.
Sicherheit: Eine Bouldermatte besteht aus 2 Lagen unterschiedlich harter Kunststoffe. Die weiche Schicht liegt am Boden auf und sorgt für die „Dämpfung" eines möglichen Aufpralls. Die harte Schicht befindet sich darüber und sorgt dafür, dass sich der entstehende Druck gleichmäßig auf die Unterlage ausbreitet. Besteht die Gefahr eines Sturzes, so ist es notwendig, sich von einem/mehreren Partner(n) „auffangen" bzw. abstützen zu lassen. Besonders bei horizontalen Körperpositionen, stark überhängendem Gelände, bei weiten Dynamos, bei hohen Bouldern ist es äußerst bedeutsam, sich auf einen oder mehrere „Spotter" verlassen zu können.
Inanspruchnahme gewerblicher Unternehmen und/oder Vereine: Bergsteigerschulen(Alpinschulen, Hochgebirgsschulen unter der Leitung autorisierter Berg- und Skiführer); autorisierte Berg- und Skiführer als Unternehmer.
g.3) Inline-Skaten (auch Inline-Hockey, Nordic Blading):
Ausbildung: Bewegungs- und Sporterzieher, Begleitlehrer und Begleitpersonen: Nachweisliche facheinschlägige Ausbildung (einschließlich Sicherheitsvorkehrungen und Organisationsformen) im Rahmen der Lehrerbildung, an einer Bundesanstalt für Leibeserziehung und allenfalls durch Verbände oder Vereine.
Organisation: Nordic Blading (Inline-Skaten mit Stöcken) sollte nur auf verkehrsarmen oder verkehrsfreien Flächen durchgeführt werden.
Sicherheit: Das Tragen einer geeigneten Schutzausrüstung (Handgelenkschutz, Knieschutz, Ellbogenschutz, Sturzhelm zumindest für Nordic Blading) ist für jeden Teilnehmer verbindlich vorzusehen. Beim Nordic Blading sollte besonders darauf geachtet werden, dass Stöcke zum Einsatz kommen, die nicht die Vibrationen verstärken, welche durch den harten Untergrund auftreten können, und die Arm- und Handgelenke schädigen.
Inanspruchnahme gewerblicher Unternehmen und/oder Vereine: Dem Österreichischen Rollsport und Inline-Skateverband (ÖRSV) obliegt auch die Förderung des Jugend- und Nachwuchssports in Kooperation mit dem ÖISC (Österreichischer Inline Skating Club).
g.4) Radfahren/Mountainbiking (auch im Gelände):
Organisation: Die Aktivität (Radwanderung usw.) muss der Ausrüstung und der Erfahrung der Teilnehmer sowie den Verkehrsverhältnissen (z. B. verkehrsfreie oder verkehrsarme Flächen) angepasst sein. Bei Ausfahrten im Gelände (insbesondere als Fahrten mit dem Mountainbike) sind grundsätzlich nur Verkehrsflächen (Straßen, Wege, Pfade) zu benutzen. Für diese muss darüber hinaus eine ausdrückliche Genehmigung zum Befahren mit Fahrrädern bestehen.
Sicherheit: Zumindest zwei Begleitlehrer bzw. Begleitpersonen sind für Gruppen mit mehr als zwölf Schülern vorzusehen. Schüler als Lenker müssen zur Lenkung eines Fahrrades mindestens zwölf Jahre alt sein bzw. müssen sie die freiwillige Fahrradprüfung abgelegt haben. Das Tragen eines geeigneten Sturzhelmes ist zumindest bei Fahrten im Gelände für jeden Teilnehmer verbindlich vorzusehen, das Tragen eines Helmes ist grundsätzlich dringend zu empfehlen.
g.5) Reiten:
Ausbildung: Bewegungs- und Sporterzieher, Begleitlehrer und Begleitpersonen: Abgeschlossene Ausbildung zum staatlich geprüften Reitinstruktor, Reittrainer, Reitlehrer, Reitinstruktor (FENA), Bereiter (FENA), Übungsleiter (FENA), Reitwart (FENA) oder Reitlehrer (FENA). Allenfalls ein facheinschlägiger Lehrgang an einem Pädagogischen Institut zum Nachweis des erforderlichen Eigenkönnens und der Befähigung, einen geprüften Reitlehrer im Rahmen der Schulsportwoche zu unterstützen sowie den Anfängerunterricht an der Longe ohne Galopp selbstständig zu führen.
Organisation: Reitunterricht, auch ein allfälliger Unterricht durch einen befugten schuleigenen Lehrer, ist ausschließlich in oder im Zusammenwirken mit autorisierten Betrieben/ Vereinen durchzuführen. Ritte ins Gelände (über Reitbahn, Reitplatz oder Reitgelände des Betriebes hinaus) dürfen erst dann stattfinden, wenn der Schüler das Pferd in den drei Grundgangarten sicher beherrscht. Solche Ausritte dürfen nur von einem Ausbildner oder einem Wanderreitführer (FENA) des Betriebes geführt werden. Für das Reiten auf Straßen im öffentlichen Gut muss der Reiter körperlich geeignet und des Reitens kundig sein sowie das 16. Lebensjahr vollendet haben. Reiter dürfen nur die Fahrbahn und auf Straßen mit Reitwegen (durch das Verkehrszeichen „weißer Reiter auf blauem Hintergrund" gekennzeichnet) nur die Reitwege benützen. Zwingend vorgeschrieben ist für Reiter der rechte Fahrbahnrand, auf Radwegen und Gehwegen ist Reiten grundsätzlich verboten. Reiten im Wald oder bei Benützung von Forststraßen (unabhängig, ob diese als solche gekennzeichnet sind oder nicht) ist die Zustimmung jener Person erforderlich, die für die Erhaltung der Forststraße verantwortlich ist.
Sicherheit: Alle Teilnehmer sind verpflichtet, während der gesamten Ausbildung einen Schutzhelm nach DIN 33591 oder CE EN 1384 zu tragen, für Anfänger wird darüber hinaus das Tragen eines Rückenschutzes dringend empfohlen. Zu Maßnahmen zur Vermeidung von Unfällen am, mit und auf dem Pferd zählen die korrekte, unter dem Aspekt der Sicherheit ausgewählte Ausrüstung von Pferd und Reiter, beim Reiten in der Gruppe die Abstimmung von Route, Gangart und Tempo auf das jeweils schwächste Pferd bzw. den unerfahrensten Reiter sowie Berücksichtigung des Geläufs. Auch die umsichtige Bewältigung von Geländeschwierigkeiten, die Beachtung der Vorschriften der Straßenverkehrsordnung sowie der Gesetzgebung für das Reiten im Wald sowie das strikte Vermeiden von riskantem, übermütigem Verhalten zu Pferde sind dazu zu rechnen.
Inanspruchnahme gewerblicher Unternehmen und/oder Vereine: Ausbildungsbetrieb (FENA = Federation Equestre Nationale d'Autriche) oder Reitschule (FENA) oder Reitstall (FENA) sowie solche Betriebe (Vereine), bei denen der Unterricht nachweislich durch eine qualifizierte Person erteilt wird,
g.6) Schwimmen (auch als Teilziel einer „bewegungsorientierten" Schulveranstaltung):
Ausbildung: Bewegungs-und Sporterzieher: Lehramtsprüfung. Begleitlehrer, Begleitpersonen: Abgeschlossene entsprechende Ausbildung und Besitz des Helferscheines als 1. Stufe des Österreichischen Rettungsschwimmerabzeichens. Für die ausschließliche Beaufsichtigung von Schülern beim Schwimmen im Rahmen der Freizeitgestaltung auf Schulveranstaltungen wird für alle Betreuer der Besitz des Helferscheines als 1. Stufe des Österreichischen Rettungsschwimmerabzeichens dringend empfohlen.
Organisation: Für den Schwimmunterricht bzw. Freizeitschwimmen können Hallenbäder, künstliche Freibäder, Bäder an Oberflächengewässern, Kleinbadeteiche und Badestellen in Badegewässern, die den gesetzlichen Bestimmungen über Hygiene in Bädern (Bäderhygienegesetz bzw. Bäderhygieneverordnung) entsprechen müssen, benützt werden.
Sicherheit: Die Schüler sind vor der Aufnahme des Schwimmunterrichts über die Gefahren und Vorsichtsmaßnahmen altersgemäß in Kenntnis zu setzen (dazu gehört auch die Vermittlung der allgemeinen Baderegeln). Die Lehrer und andere Assistenz leistende Personen müssen während des Unterrichts Schwimm- oder andere geeignete Sportkleidung tragen. Bei Tauchübungen - vor allem beim Strecken- und Tieftauchen - müssen Schüler ständig beaufsichtigt werden. Bei Schwimmen und Baden in offenen Gewässern müssen die besonderen natürlichen Gegebenheiten, aus denen Gefahren erwachsen können, in die Sicherheitsmaßnahmen einbezogen werden. Vor dem Baden müssen sich die Lehrer überzeugen, dass das Badegewässer keine gefährlichen Stellen aufweist.
g.7) Schneesport (Skilauf alpin/nordisch); Snowboard und verwandte Geräte) im organisierten Schneesportraum:
Bewegungs- und Sporterzieher: Facheinschlägige Ausbildung (Skilauf oder Snowboard) der Lehrerbildung, der Lehrerfort(weiter)bildung. Zumindest Ausbildung zum Landesskilehrer-Anwärter oder abgeschlossenes 1. Semester der Ausbildung zum Skilehrwart bzw. Skiinstruktor bzw. Ausbildung zum Snowboard-Instruktor oder zumindest abgeschlossener 1. Teil der Ausbildung zum Landes-Snowboardlehrer. Zu beachten sind die jeweils geltenden landesgesetzlichen Vorschriften.
Begleitlehrer und Begleitpersonen: Ausbildung im Verlauf der Lehrerbildung, der Lehrerfort(weiter)bildung oder zumindest abgeschlossene Ausbildung zum Landesskilehrer-Anwärter oder abgeschlossenes 1. Semester der Ausbildung zum Skilehrwart bzw. Skiinstruktor bzw. zumindest abgeschlossener 1. Teil der Ausbildung zum Landes-Snowboardlehrer.
Schneesportunterricht wird vorzugsweise in Gruppen durchgeführt werden. Eine Schülergruppe darf nur im Ausnahmefall kurzfristig mehr als 12 Personen umfassen.
Der Kursort und das jeweils gewählte Gelände müssen dem Alter und dem Können der teilnehmenden Schüler entsprechen und sollen dem Leiter der Wintersportwoche oder zumindest einem der Begleitlehrer bekannt sein.
Besondere Belastungen, etwa durch einen täglichen Gerätetransport, sind bei der Tagesplanung zu berücksichtigen. Bei Schneemangel müssen sich die letztlich gewählten Übungsgebiete in einer zumutbaren Entfernung zum Quartier befinden.
Bei Benützung von Aufstiegshilfen (z. B. Schleppliften, Sesselliften, Seilbahnen) ist der Ausrüstung (Wind und Kälte) und insbesondere dem Verhalten der Schüler erhöhtes Augenmerk zu schenken.
Bei Wetterlagen, die den Abgang von Lawinen vermuten lassen, ebenso bei sonstigen Witterungsverhältnissen mit erhöhtem Gefahrenmoment, sind bei der Durchführung des Übungsbetriebes diesbezügliche Warnzeichen und Maßnahmen von Pistenerhaltern und anderen Stellen unbedingt zu beachten bzw. zu befolgen. Von diesen Stellen verfügte Sperren von Abfahrten oder Übungsgebieten sind immer einzuhalten (z. B. Skischulen).
g.8) Schneesport (Skilauf alpin/nordisch; Snowboard etc.) im freien Schneesportraum:
Ausbildung: Bewegungs- und Sporterzieher, Begleitlehrer und Begleitpersonen: Zusätzliche Ausbildung zum staatlich geprüften Berg- und/oder Skiführer, zumindest aber Berg- und Skiführeranwärter, dessen Abschluss nicht mehr als zwei bzw. drei Jahre zurückliegen darf. Abgeschlossene Ausbildung zum Skitourenwart bzw. Instruktor Skitouren oder zum Lehrwart hochalpin bzw. Instruktor Hochtouren oder zum Landesskilehrer mit Alpinausbildung. Allenfalls zum Nachweis des erforderlichen Eigenkönnens und der Befähigung, einen voll ausgebildeten Gruppenleiter im Rahmen der Schulsportwoche zu unterstützen: zumindest facheinschlägige Ausbildung an einem Pädagogischen Institut (PI bzw. PH).
Organisation: Zusätzlich zu den Bestimmungen für den organisierten Skiraum gelten: Skitouren sind grundsätzlich mit 2 ausgebildeten Gruppenleitern durchzuführen. Bei größeren Gruppen können neben den beiden ausgebildeten Gruppenleitern auch qualifizierte Begleitpersonen (fachkundige Zweite) eingesetzt werden. Die tatsächliche Gruppengröße ist abhängig von Faktoren wie Schwierigkeitsgrad, Dauer der Tour und Homogenität der Gruppe (Kondition, Erfahrung, Fahrkönnen im Tiefschnee etc.). Da die Einschätzung der Gefahrensituation im freien Schneesportraum sehr wesentlich von der persönlichen Erfahrung und der Kenntnis des Gebietes abhängig ist, sind neben der abgeschlossenen Ausbildung auch diese beiden Faktoren zu berücksichtigen. Zu beachten sind die jeweils geltenden landesgesetzlichen Vorschriften.
Sicherheit: Eine Entscheidung über Anritt bzw. Fortsetzung einer Skitour hat auf Grund einer gewissenhaften Prüfung zu erfolgen und ist stets auf die jeweils herrschende Witterungslage abzustellen. Es hat der Leiter sich hiezu des Rates ortskundiger, erfahrener und befugter Personen oder Stellen (z. B. Polizei, Bergrettungsdienst, Skischulen) zu bedienen.
g.9) Segeln:
Ausbildung: Bewegungs- und Sporterzieher, Begleitlehrer und Begleitpersonen: Nachweisliche facheinschlägige Ausbildung (einschließlich Sicherheitsvorkehrungen und Organisationsformen) im Rahmen der Lehrerbildung, an einer Bundesanstalt für Leibeserziehung und allenfalls durch den Österreichischen Segelverband (ÖSV) bzw. die Vereinigung österreichischer Windsurf- und Segelschulen (VÖWS).
Organisation: Die eingesetzten Schulboote und sonstiges Ausbildungsgerät müssen in einwandfreiem Zustand sein und allenfalls Richtlinien bestehender Ausbildungsorganisationen voll entsprechen. Auf einem Boot dürfen nie mehr als vier Personen gleichzeitig betreut werden. Ausnahmen bilden nur Schlecht- bzw. Schwerwettersituationen. Für jeden Kursteilnehmer muss im praktischen Unterricht ein Segel- oder Surfanzug vorhanden sein. Jeder Kursteilnehmer muss an Bord eine tragfähige Schwimmweste anlegen. Es muss am Ausbildungsort mindestens ein einsatzfähiges Rettungsboot vorhanden sein.
Sicherheit: Ein Nachweis des Schwimmkönnens ist vor Kursbeginn auf der Grundlage des Österreichischen Schwimmerabzeichens (Allroundschwimmer) zu erbringen.
Inanspruchnahme gewerblicher Unternehmen und/oder Vereine: Segelschulen als ortsfeste oder mobile Ausbildungsstätten, an denen sowohl theoretische als auch praktische Ausbildungen zum Führen von Segelfahrzeugen (mit oder ohne Hilfsmotor) auf Binnenrevieren durchgeführt werden. Ausbildung über den Österreichischen Segelverband (ÖSV), die Vereinigung Österreichischer Yachtsport- und Windsurfschulen (VÖYWS) bzw. die Vereinigung österreichischer Windsurf- und Segelschulen (VÖWS).
g.10) Surfen:
Ausbildung: Bewegungs- und Sporterzieher, Begleitlehrer und Begleitpersonen: Nachweisliche facheinschlägige Ausbildung (einschließlich Sicherheitsvorkehrungen und Organisationsformen) im Rahmen der Lehrerbildung, an einer Bundesanstalt für Leibeserziehung und allenfalls über den Österreichischen Segelverband (ÖSV), die Vereinigung Österreichischer Yachtsport- und Windsurfschulen (VÖYWS) bzw. die Vereinigung österreichischer Windsurf- und Segelschulen (VÖWS).
Organisation: Die eingesetzten Segelbretter (Surfboards) und sonstiges Ausbildungsgerät müssen in einwandfreiem Zustand sein. Für jeden Kursteilnehmer muss im praktischen Unterricht ein Surfanzug vorhanden sein. Kursteilnehmer, die das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, müssen eine tragfähige Schwimmweste anlegen. Es muss am Ausbildungsort mindestens ein einsatzfähiges Rettungsboot vorhanden sein.
Inanspruchnahme gewerblicher Unternehmen und/oder Vereine: Windsurfschulen als ortsfeste oder mobile Ausbildungsstätten, an denen sowohl theoretische als auch praktische Ausbildungen zum Führen von Windsurfern nach dem Ausbildungsplan der Vereinigung österreichischer Windsurf- und Segelschulen (VÖWS) oder der Vereinigung Österreichischer Yachtsport- und Windsurfschulen (VÖYWS) durchgeführt werden.
g.11) Tennis:
Ausbildung: Bewegungs- und Sporterzieher, Begleitlehrer und Begleitpersonen: Nachweisliche facheinschlägige Ausbildung (einschließlich Sicherheitsvorkehrungen und Organisationsformen) im Rahmen der Lehrerbildung, an einer Bundesanstalt für Leibeserziehung und allenfalls Übungsleiterausbildung durch Fachverbände.
Organisation: Insbesondere beim Gruppenunterricht muss eine ausreichende Anzahl von Spielfeldern (je ein Platz für 4 Spieler) und sollen andere Einrichtungen (etwa Ballwurfmaschine und/oder Schlagwand) während einer ausreichenden Übungszeit zur Verfügung stehen.
Inanspruchnahme gewerblicher Unternehmen und/oder Vereine. Betriebe mit (Mitarbeiter-)Lizenz des Österreichischen Tennisverbandes (ÖTS), des Verbandes der Tennisinstruktoren Österreichs (VTÖ) oder touristische Betriebe mit einschlägig geprüften Mitarbeitern.
g. 12) Wanderungen, Bergsteigen bzw. Klettern im (hoch)alpinen Gelände:
Diese Auflagen gelten nicht für Wanderwege im Dauersiedlungsraum und im anschließenden Wald oder für Bergwege, bei denen nur in Ausnahmefällen erhöhte alpine Gefahr besteht. Diese Wanderwege sind zumeist allgemein zugängliche gekennzeichnete Wegstrecken, für deren Bewältigung keine besondere Bergerfahrung und spezielle Bergausrüstung für die Teilnehmer notwendig sind.
Die unten angeführten Bestimmungen gelten für „alpines Gelände", wenn die zu bewältigenden Aufstiege vielfach nur als Steig ausgebildet oder nur Steigspuren erkennbar sind, die Wanderwege exponiert sind (Absturzgefahr) oder die Wanderwege schwierigere Passagen aufweisen, wie z. B. Schneefelder oder leichte Kletterstellen mit Drahtseilsicherung, oder grundsätzlich für „hochalpines Gelände", in der Regel oberhalb der Waldgrenze, felsig oder vergletschert. Als Merkmal ist die gelbe Grundfarbe bei der Beschilderung und die zusätzliche Schwierigkeitsangabe in rot oder schwarz für mittelschwierige und schwierige Bergwege anzusehen.
Ausbildung: Bewegungs- und Sporterzieher, Begleitlehrer und Begleitpersonen: Ausbildung zum staatlich geprüften Berg- und Skiführer, zum Heeresbergführer, zumindest aber Berg- und Skiführeranwärter, dessen Abschluss nicht mehr als zwei bzw. drei Jahre zurückliegen. darf. Abgeschlossene Ausbildung zum Lehrwart Alpin bzw. Instruktor Klettern alpin, Lehrwart hochalpin bzw. Instruktor Hochtouren oder Instruktor Sportklettern oder Alpinausbildung im Rahmen der Ausbildung zum Bewegungs- und Sporterzieher.
Organisation: Über Streckenführung, Gehzeiten und Rastplätze sind genaue Erkundigungen einzuholen, im Idealfall ist die Strecke vorher abzugehen. Zu beachten sind die jeweils geltenden landesgesetzlichen Vorschriften. „Rote Bergwege" erfordern alpine Erfahrung bei den Teilnehmern, eine entsprechende körperliche Verfassung, Trittsicherheit und eine Mindestbergausrüstung. Für „Schwarze Bergwege" sind eine gute alpine Erfahrung, Konditionsstärke, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sowie die entsprechende Bergausrüstung erforderlich.
Sicherheit: Die Schüler sind bei der Vorbereitung der Aktivtäten über Gelände- und Wetterverhältnisse sowie alle zu beachtenden Maßnahmen hinsichtlich der Ausrüstung eingehend zu informieren und zu belehren. Eine Mindestbergausrüstung ist unabdingbar: Für jeden Schüler bzw. für die Gruppe muss jene Ausrüstung vorhanden sein, die durch die besondere Aktivität gefordert ist, z. B. Biwak-Säcke, Helme, Seile. Im Klettersteig besteht ausnahmslos Helmpflicht! Bei Wanderungen, beim Bergsteigen bzw. Klettern in Klassenstärke ist eine zweite qualifizierte Begleitperson einzusetzen. Eine Entscheidung über die Durchführung der Aktivitäten hat auf Grund einer gewissenhaften Prüfung zu erfolgen und ist stets auf die jeweils herrschende Witterungslage abzustellen. Bei der Entscheidung über Antritt bzw. Fortsetzung der jeweiligen Aktivitäten hat der Leiter sich hiezu des Rates ortskundiger, erfahrener und befugter Personen oder Stellen (z. B. Polizei, Bergrettungsdienst) zu bedienen. Es wird empfohlen, mit den Schülern im Vorfeld den ÖAV-Kletterschein abzulegen.
Inanspruchnahme gewerblicher Unternehmen und/oder Vereine: Bergsteigerschulen (Alpinschulen, Hochgebirgsschulen unter der Leitung autorisierter Berg- und Skiführer); autorisierte Berg- und Skiführer als Unternehmer. Diese sind zur gewerblichen Durchführung von alpinen Ausbildungskursen berechtigt. Sportunterricht durch staatlich geprüfte Berg- und Skiführer, zumindest aber durch Personen mit Anwärterkurs, dessen Abschluss nicht mehr als zwei Jahre zurückliegen darf, oder durch staatlich geprüfte Lehrwarte.
g. 13) (Sport) Klettern (Toprope-, Nachstiegklettern, Klettersteig) am natürlichen Felsen:
Ausbildung: Bewegungs- und Sporterzieher: Lehramtsprüfung; facheinschlägige Ausbildung im Verlauf der Lehrerbildung; Begleitlehrer und Begleitpersonen: staatlich geprüfte Berg- und Skiführer, Berg- und Skiführeranwärter, deren Abschluss nicht länger als zwei Jahre zurückliegt. Lehrwarte alpin und hochalpin bzw. Instruktor Sportklettern, Klettern alpin oder hochalpin oder gleichzuhaltende Ausbildung an einem Pädagogischen Institut oder Universitäts-Sportinstitut. Allenfalls gleichzuhaltende Ausbildung durch einen alpinen Verband.
Organisation: Zu beachten sind die jeweils geltenden landesgesetzlichen Vorschriften. Üblicherweise klettern Anfänger zuerst mit Toprope-Sicherung. Danach folgt meist der Nachstieg in längeren Touren und der Vorstieg an der Kletterwand oder im Fels.
Sicherheit: Im Klettersteig besteht ausnahmslos Helmpflicht! Für eine ordnungsgemäße Abnahme und regelmäßige Sicherheitsüberprüfung von Kletterwänden hat der Betreiber Sorge zu tragen.
7. Abgeltung für Begleitlehrer an Schulveranstaltungen
Zuletzt aktualisiert: Dezember 2015

References: § 1
 § 9
 § 13
 § 13
 § 13
 § 44
 § 1
 OGH 
 § 7
 § 2
 § 4
 § 4
 § 2
 § 2
 § 2
 § 2
 § 13