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Timestamp: 2019-02-22 08:30:44+00:00

Document:
Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein HolmNatSchGV SH | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Holmmoor" vom 22. März 1994 | gültig ab: 01.01.2003
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Holmmoor" vom...
§ 6 - Ausnahmen und Befreiung
juris-Abkürzung: HolmNatSchGV SH
Ausfertigungsdatum: 22.03.1994
Fundstelle: GVOBl. 1994, 215
Gliederungs-Nr: 791-4-153
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Holmmoor"
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Holmmoor" vom 22. März 1994 01.01.2003
§ 6 - Ausnahmen und Befreiung 01.01.2003
aufgrund des § 39 Abs. 1 Nr. 8 des Landesjagdgesetzes verordnet der Minister für Ernährung, Landwirtschaft, Formten und Fischerei den folgenden § 5 Abs. 1 Nr. 4 und § 8 Abs. 1:
(1) Das Holmmoor mit angrenzenden Grünlandflächen in der Gemeinde Hasloh und auf dem Gebiet der Stadt Quickborn, Kreis Pinneberg, wird zum Naturschutzgebiet erklärt.
(2) Das Naturschutzgebiet wird mit der Bezeichnung "Holmmoor" unter Nummer 138 in das bei der Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume als oberster Naturschutzbehörde geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(1) Das Naturschutzgebiet ist rund 110 ha groß und besteht aus dem Holmmoor als Kernzone und den unmittelbar angrenzenden Moor- und Grünlandflächen als Pufferzone.
(2) Die Grenze des Naturschutzgebietes ist in der Abgrenzungskarte im Maßstab 1:5.000 rot eingetragen. Sie verläuft auf der dem Gebiet zugewandten Seite der roten Linie. Die Ausfertigung der Karte ist bei der Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, oberste Naturschutzbehörde, 24149 Kiel, verwahrt. Die Karte ist Bestandteil dieser Verordnung.
Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume - Oberste Jagdbehörde - 24105 Kiel,
Landrat des Kreises Pinneberg - Untere Naturschutzbehörde 25421 Pinneberg,
Bürgermeister der Stadt Quickborn, 25451 Quickborn,
Amtsvorsteher des Amtes Bönningstedt, 25474 Bönningstedt,
(1) Das Naturschutzgebiet besteht aus einem der letzten Reste der ursprünglich für Schleswig-Holstein typischen nährstoffarmen atlantischen Hochmoorlandschaft mit verschiedenen Stadien des typischen Hochmoor-, Heidemoor- und des Moorbirkenwaldbiotopes sowie einer auf diese Teillebensräume angewiesenen, teilweise hochspezialisierten und gefährdeten Pflanzen- und Tierwelt und ihrer Ökosysteme.
die verschiedenen Teillebensräume, vor allem die verbliebenen Hochmoorreste, die Torfmoospolster und regenerationsfähigen Torfstiche, aber auch die Feucht- und Trockenheidebiotope, den Birkenbruchwaldbiotop sowie die extensiv genutzten, teilweise feuchten Grünlandbiotope als Pufferzonen in den Randbereichen des Schutzgebietes,
die auf diese Lebensräume angewiesenen Pflanzen- und Tierarten, insbesondere gefährdete Vogel-, Reptilien-, Amphibien- und Wirbellose-Arten und
einen natürlichen oder naturnahen Wasserhaushalt als Voraussetzung für die Entwicklung der sich selbst regulierenden Hochmoorökosysteme mit ihren Lebensräumen für gefährdete Organismenarten
Bild- oder Schrifttafeln anzubringen, ausgenommen sind Tafeln zur Kennzeichnung des Naturschutzgebietes sowie Hinweis- und Warntafeln aufgrund anderer Rechtsvorschriften;
die Lebensräume der Pflanzen und der Tiere und ihre Ökosysteme zu beseitigen oder nachteilig zu verändern, insbesondere durch chemische Stoffe oder mechanische Maßnahmen,
die Gewässer mit Wasserfahrzeugen aller Art zu befahren oder in den Gewässern zu baden;
die auf den Schutzzweck ausgerichtete Grünlandnutzung auf den im Eigentum der Stadt Quickborn und des "Naturschutzvereins Hasloh/Quickborn zur Rettung der Moore e.V." befindlichen Flächen nach Maßgabe der Empfehlungen des Landesamtes für Naturschutz und Landschaftspflege;
die ordnungsgemäße landwirtschaftliche Bodennutzung im Sinne des § 7 Abs. 3 des Landesnaturschutzgesetzes der bei Inkrafttreten dieser Verordnung als Grünland genutzten, in der Abgrenzungskarte und in der Übersichtskarte in waagerechter Schraffur dargestellten Flächen mit der Einschränkung, daß ein Umbrechen der Flächen, die Intensivierung der Entwässerung durch Dränung oder Gräben sowie das Aufbringen von Pflanzenschutzmitteln nicht gestattet ist;
die auf den Schutzzweck ausgerichtete forstwirtschaftliche Bodennutzung der Waldflächen;
Drück-, Stöber- oder Suchjagden durchzuführen,
mehr als eine Treibjagd im Jahr durchzuführen;
geschlossene Hochsitze und Jagdhütten zu errichten oder Fütterungseinrichtungen zu errichten oder zu betreiben sowie
Wildäcker oder Wildäsungsflächen anzulegen oder zu betreiben,
die erforderlichen, einvernehmlich mit der zuständigen unteren Naturschutzbehörde festgelegten Maßnahmen zur Unterhaltung und Sicherung der Wege unter Beachtung des § 12 Abs. 1 des Landesnaturschutzgesetzes; nicht zulässig ist die Verwendung von wassergefährdenden, auswasch- und auslaugbaren Materialien;
die Nutzung des baurechtlich genehmigten Wochenendhauses auf dem Flurstück 90/1 der Flur 4 in der Gemarkung Hasloh,
von den Verboten des § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 12, 13 und 17,
§ 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 Gewässer im Sinne des § 31 Abs. 1 des Wasserhaushaltsgesetzes ausbaut oder Maßnahmen durchführt, die den Wasserstand oder den Wasserabfluß oder die Fließgeschwindigkeit nicht unerheblich verändern, oder Stoffe einbringt, einleitet, entnimmt oder andere Maßnahme vornimmt, die geeignet sind, die physikalische, chemische oder biologische Beschaffenheit der Gewässer nachteilig zu verändern;
§ 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 15 die Gewässer mit Wasserfahrzeugen aller Art befährt oder in den Gewässern badet;
§ 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 16 Zelte oder Wohnwagen aufstellt, Sachen aller Art lagert, Feuer macht oder Hunde nicht angeleint mitführt;
§ 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 17 das Naturschutzgebiet außerhalb der Wege betritt oder im Naturschutzgebiet außerhalb der dafür bestimmten Wege reitet oder fährt.

References: § 6

§ 6
 § 39
 § 5
 § 8
 § 7
 § 12
 § 4

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 § 31

§ 4

§ 4

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