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Timestamp: 2017-11-18 00:44:03+00:00

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IDW PS 340, Stand: 11.09.2000 | Wirtschaftsprüfung | Shop IDW-Verlag
Nach § 91 Abs. 2 AktG hat der Vorstand geeignete Maßnahmen zu treffen, insbesondere ein Überwachungssystem einzurichten, damit den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen früh erkannt werden (Risikofrüherkennungssystem). Durch diese Vorschrift soll nach der Regierungsbegründung zum Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) die Verpflichtung des Vorstands, für ein angemessenes Risikomanagement und eine angemessene interne Revision zu sorgen, verdeutlicht werden. Wie in der Begründung zum Regierungsentwurf des § 91 AktG weiter ausgeführt wird, ist davon auszugehen, daß diese aktienrechtliche Regelung auch für den Pflichtenrahmen der Geschäftsführer von Gesellschaften anderer Rechtsformen (insbesondere GmbH) je nach Größe und Komplexität der Unternehmensstruktur eine Ausstrahlungswirkung hat.
Der Abschlußprüfer hat nach § 317 Abs. 4 HGB bei börsennotierten Aktiengesellschaften (§ 3 Abs. 2 AktG) im Rahmen der Abschlußprüfung zu beurteilen, ob der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG erforderlichen Maßnahmen in einer geeigneten Form getroffen hat und ob das danach einzurichtende Überwachungssystem seine Aufgaben erfüllen kann. § 321 Abs. 4 HGB regelt die Berichterstattung über das Ergebnis der Prüfung nach § 317 Abs. 4 HGB im Prüfungsbericht. Dabei muß der Abschlußprüfer auch darauf eingehen, ob Maßnahmen erforderlich sind, um das interne Überwachungssystem zu verbessern. Bei Gesellschaften, bei denen § 317 Abs. 4 HGB nicht anzuwenden ist, kann die Prüfung des Risikofrüherkennungssystems Gegenstand einer vertraglichen Erweiterung des Prüfungsauftrags sein.

References: § 91
 § 91
 § 317
 § 91
 § 321
 § 317
 § 317