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Timestamp: 2018-04-24 17:47:48+00:00

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Pferderecht-Wissen.de | Das aktuelle Portal zum Pferderecht
Pferderecht-Wissen.de: Aktuelles zum Pferderecht
Das Portal zum Pferderecht von Ankaufsuntersuchung bis zur Tierarzthaftung
Willkommen auf Pferderecht-Wissen.de – Dem großen Portal rund um das Pferderecht in Deutschland. Unsere Autoren sind anerkannte Pferderechtler und Pferdegutachter aus ganz Deutschland, die unserem Portal mit Ihren Aufsätzen, Kommentaren und Einschätzungen Ihr Wissen zur Verfügung stellen und Sie als Pferdebesitzer oder Kaufinteressent über relevante rechtliche Aspekte von den weitreichenden Themengebieten Ankaufsuntersuchung bis zur Tierarzthaftung informieren. Natürlich stehen Ihnen unsere Experten auch für eine Rechtsberatung zur Verfügung.
Nachruf auf den Mitbegründer von Pferderecht-Wissen.de: Eduard Graf von Westphalen
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Neueste Leserfrage: Pferdekauf – Pferd krank – Geld zurück?
Sehr geehrte Damen und Herren, ich hab ein riesiges Problem und hab keine Ahnung, wie ich mich rechtlich gesehen verhalten soll. Ich hab im Mai mein Pferd verkauft als Freizeitpferd. Die Käuferin und ich haben uns auf eine Ratenzahlung geeinigt. Jetzt nach 6 Monaten meldet sie sich, das Pferd wäre krank und sie möchte ihr Geld zurück, Meine Angebote, das Pferd in einer Klinik untersuchen zu lassen schlug sie aus. Für sie wäre die Sache eindeutig. Nach langen Diskussionen durfte ich mir gestern ein eigenes Bild von dem Pferd mache. Das Pferd wird nicht artgerecht gehalten. Kein sauberes Wasser, fast kein Kraftfutter, man sieht die Wirbel, Rippen und die Flanken sind total eingefallen.
Ich durfte das Pferd unter Zeugen führen und reiten. Die Käuferin selbst war nicht da. Das Pferd ist völlig phlegmatisch. Keine Kraft, keine Muskeln. Das Pferd läuft hinten nicht korrekt, aber ich und viele andere Leute, die das Pferd kennen sind alle der Meinung, dass das ganze an der nicht artgerechten Haltung sowie an dem nicht Arbeiten mit dem Pferd liegt. Ich hab heut natürlich wieder das Gespräch gesucht, bin ja nun durch den erbärmlichen Zustand gewollt das Pferd zurückzunehmen. Aber doch nicht gegen die volle Summe. Ich hab das Pferd so nicht abgegeben. Es sind auch noch 4 Raten offen… die sie eigentlich noch zahlen muss. Wie muss ich mich verhalten?
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Leserfrage: Kein Schadenersatz bei Unfällen beim Springreiten?
Ich hatte letztes Jahr einen Reitunfall in einem Schulbetrieb. Ich ritt ein Schulpferd in der Springprüfung des kleinen Reitabzeichens. Dabei fiel ich vom Pferd und zog mir Frakturen an drei Wirbeln zu. Ich wand mich dann an die Versicherung des Betriebes zwecks Verdienstausfall (ich bin mit einem Kleingewerbe selbstständig) und Schmerzensgeld. Die Versicherung teilte mir mit, dass ich bei Reitunfällen, die beim Springen passieren, keinen Anspruch auf Schadensersatz hätte, da einem klar sein sollte, dass das Springen gefährlich ist. Ist das so richtig?
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Leserfrage: Reiten ohne Gebiss im Straßenverkehr
Wir wohnen in einer sehr ländlichen Gegend und reiten unserer Pferde ohne Gebiss, mit einem Gebisslosen Zaum zum reiten. Manchmal reiten wir auch ohne Sattel. Ich habe schon oft gehört das dies im Straßenverkehr verboten sei ect. Daher meine Frage. Muss mein Pferd im Straßenverkehr mit Gebiss geritten werden? Wie ist die Rechtslage wenn es zu einem Unfall kommt? Muss ich mein Pferd im Verkehr mit einem Sattel reiten?
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Leserfrage: Jäger und Reiter
Hallo, meine Frage ist, dürfen Jäger /Förster in Niedersachsen in einem öffentlichen Forstwald den Spaziergängern und vor allem den Reitern vorschreiben welche Wege benutzt werden dürfen? Bei uns will der Förster das wir Reiter sowie auch alle Spaziergänger nur drei Hauptwege benutzen. Die allerdings voll mit Splitt, Bauschutt, und Steinchen aufgefüllt sind. Und nur um den Wald und nur eine gerade durch den Wald. So das die Jäger den ganzen Rest in Ruhe nutzen können. Es gibt eine Menge Querwege die wir nicht betreten sollen. Die regelmäßig aber per Autos ( täglich bis zu durchschnittlich 4-5 Autos) von den Jägern befahren werden. Das ganze Gebiet ist ein Wasserschutzgebiet.
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Unsere Empfehlung für eine Rechtsberatung im Pferderecht
Profilseite: Rechtsanwalt für Pferderecht – Stephan Pahl
Von Rechtsanwalt Stephan Pahl
(Pferderecht-Wissen.de) Am 12.10.2016 ging ein mittelschweres „Erdbeben“ durch die Rechtsprechung des BGH zur Beweislastumkehr beim Verbrauchsgüterkauf. In seinem Urteil vom 12.10.2016 – VIII ZR 103/15 – ist der BGH ausdrücklich von seiner bisherigen Rechtsauffassung in diesem Anwendungsbereich abgerückt und hat seine eigene Rechtsprechung in EU-rechtskonformer Auslegung der Vorschrift des § 476 BGB der Rechtsprechung des EuGH zum Anwendungsbereich der Beweislastumkehr angepasst…
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Von Rechtsanwältin Iris Müller-Klein
(Pferderecht-Wissen.de) Mit Frühlingsbeginn zieht es die Reiter wieder ins Gelände. Gleichzeitig werden die Pferde verstärkt auf den Weiden gehalten. Was hierbei aus rechtlicher Sicht zu beachten ist, soll kurz dargestellt werden: Entgegen der häufig verbreiteten Ansicht gehören Reiter nicht auf den Rad- oder Fußweg, sondern müssen gem. § 28 der Straßenverkehrsordnung auf der rechten Straßenseite reiten. Zu beachten ist, dass nur derjenige ein Pferd im Straßenverkehr reiten darf, der über die erforderliche Erfahrung verfügt. Diese ist sicherlich nicht bei einem Reitanfänger gegeben. Wichtig ist, dass der Gesetzgeber für Reiter und auch beim „Treiben von Vieh“ bei Dämmerung und Dunkelheit eine Beleuchtung vorsieht.
Es soll sowohl beim Führen eines Pferdes, als auch beim Reiten eine nicht blendende Leuchte mit weissem Licht verwendet werden, die auf der linken Seite von vorne und von hinten gut sichtbar ist. Hintergrund dieser Vorschrift ist, dass eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer vermieden werden soll. Kfz-Fahrer müssen grds. das Sichtfahrgebot einhalten, d.h. sie dürfen nur so schnell fahren, dass sie vor einem schon auf der Fahrbahn befindlichen Hindernis in absehbarer Strecke anhalten können. Kommt es nun zu einer Kollision zwischen Reiter und Pkw ist zumindest ein Mitverschulden des Pferdehalters zu berücksichtigen, lag keine ausreichende Beleuchtung vor. Dies gilt selbst dann, wenn der Pkw zu schnell gefahren sein sollte…
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Das Alter des Pferdes in der Bewertung
Von Pferdegutachterin Barbara Wendelken-Jung
(Pferderecht-Wissen.de) Sofern die jeweilige Zuchtbuchordnung nichts anderes bestimmt, gilt für die Altersangabe von im November und Dezember geborenen Pferden der 1. Januar des folgenden, bei allen anderen Pferden der 1. Januar des Geburtsjahres als Geburtsdatum.
Das Alter und die Gesundheit eines Pferdes übertreffen die weiteren wertbildenden Faktoren. Das Lebensalter spielt im Hinblick auf die Leistungserwartung und die damit nach Erfahrungssätzen zu erwartende Restnutzungsdauer eine zunehmend bedeutende Rolle.
Im Rahmen einer durchschnittlichen Lebensspanne ergibt sich für den Käufer ein Nutzen, welcher jedoch mit steigendem Alter des Pferdes abnimmt. Während Zucht- und Freizeitpferde in der Regel im Alter von 4 bis ca. 18/20 Jahren engesetzt werden können (SCHNEIDER, Taxation von Sportpferden), ist die Nutzung des Deutschen Sportpferdes derzeit auf 8 bis 9 Jahre abgesackt (L. KNOLL: ABC des Pferdekaufs). Somit ist die durchschnittliche Nutzung eines Reitpferdes vom Alter her beschränkt…
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(Pferderecht-Wissen.de) Der Fall war einfach: Ein Pferdekäufer hat eine Ankaufsuntersuchung von einem Tierarzt durchführen lassen und der Tierarzt hat einen gravierenden Mangel des Pferdes übersehen. Der Käufer hat nun direkt den Tierarzt auf Schadensersatz verklagt, nachdem der Verkäufer sich geweigert hatte, dem Kaufpreis zurückzuzahlen, nachdem der Käufer vom Kauf zurückgetreten war. Mit seinem Urteil vom 26.01.2012 – VII ZR 164/11 – hat der Bundesgerichtshof ein klares Wort gesprochen und in mehrfacher Hinsicht rechtliche Unsicherheiten bei der Beurteilung derartiger Haftungstatbestände beseitigt.
Der BGH stellt fest, dass der Auftrag an den Tierarzt, eine Ankaufsuntersuchung bei einem Pferd durchzuführen, ein Werkauftrag ist und der zugrunde liegende Vertrag ein Werkvertrag. Dieser Vertrag verpflichtet den Tierarzt nicht nur, eine Ankaufsuntersuchung des Pferdes ordnungsgemäß durchzuführen. Sondern dieser Vertrag verpflichtet den Tierarzt auch, seinem Auftraggeber das Ergebnis der Ankaufsuntersuchung und insbesondere vorliegende Auffälligkeiten des Tieres mitzuteilen. Hier schuldet der Tierarzt einen fehlerfreien Befund…
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Pferdehalter: Haftung auch wenn Dritte unerlaubt reiten
Provisionen beim Pferdekauf
Rückabwicklung des Pferdekaufs
Unfall zwischen Pferd und KFZ
Die Haftung des Tierhalters
Ein Versicherungsfall
Pferdekauf: Zur Nacherfüllungspflicht des Verkäufers
(Pferderecht-Wissen.de) Im Falle der Lieferung einer mangelhaften Kaufsache (z. B. Pferd) hat der Käufer gegen den Verkäufer gemäß § 437 Ziff. 1 BGB i. V. m. § 439 Abs. 1 BGB einen Nacherfüllungsanspruch. Dieser Nacherfüllungsanspruch gegen den Verkäufer besteht auch dann, wenn er keine Schuld daran trägt, dass eine mangelhafte Sache geliefert wurde. Entscheidend ist lediglich, ob bzw. dass die Sache zum Zeitpunkt des Gefahrübergangs (in der Regel des Eigentumsübergangs an den Käufer) einen Mangel hatte…
Weiterlesen: Zur Nacherfüllungspflicht des Verkäufers
Von Stephan Pahl
Eine Übersicht zum rechtlichen Komplex der Gewährleistung beim Pferdekauf / Tierkauf nach dem Schuldrechtsreformgesetz von 2002…
Pferdekaufrecht ABC
Von Ed. Graf von Westph.
Eine Übersicht zum Pferdekaufrecht in kurzen Kapiteln von A wie „Ankaufsuntersuchung“ bis Z wie „zugesicherte Eigenschaften“…
Von Rechtsanwältin Bettina Diedrich
Arbeitsrecht: Thema Mindestlohn im Praktikum. Ein Rechtsbeitrag von Rechtsanwältin Bettina Diedrich…
Arbeitsrecht: Mindeslohn im Praktikum
Pferdekauf: Zur Unwirksamkeit von Formularkaufverträgen
(Pferderecht-Wissen.de) Gerade zum Winter werden viele Pferde verkauft, weil die Ställe überfüllt sind und Platz für die Nachzucht geschaffen werden muss. Sobald ein passender Käufer gefunden ist, stellt sich die Frage, ob das Pferd ohne Kaufvertrag per Handschlag, oder lieber mit einem schriftlichen Kaufvertrag veräußert wird. Inzwischen hat sich herumgesprochen, dass der Verkäufer eines Pferdes sich nach Möglichkeit durch geeignete Formulierungen in einem Vertrag absichern sollte und seine Haftung auf ein erträgliches Maß begrenzt.
Da der Verkäufer ein Pferd häufig veräußert, weil das Geld ohnehin knapp ist, scheut er den Gang zum Rechtsanwalt, um sich einen Vertrag von fachlich versierter Seite fertigen zu lassen. Stattdessen sucht er im Internet oder in Reitsportzeitschriften nach einem Formularkaufvertrag. Diese Praxis ist jedoch gefährlich, da viele der auf dem Markt (kostenlos) erhältlichen Formularverträge in den Klauseln, die sich mit der Beschaffenheitsvereinbarung, der Haftungsvereinbarung und der Verjährungserleichterung befassen, unwirksam sind, wenn sie der Inhaltskontrolle durch die Vorschriften über allgemeine Geschäftsbedingungen nicht standhalten…
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(Pferderecht-Wissen.de) Einer Entscheidung des Landgerichts Münster 6 O 558/06 lag nachfolgender – hier stark vereinfacht wiedergegebener – Sachverhalt zugrunde: Ein Mitglied des Vorstands eines Reitvereins, welches aufgrund der Satzung berechtigt war, den Verein gerichtlich und außergerichtlich zusammen mit einem anderen Vorstandsmitglied gemeinsam zu vertreten, ritt ein vereinseigenes Pferd des Reitvereins. Das Pferd scheute und warf seine Reiterin ab. Hierbei wurde diese nicht unerheblich verletzt. Die Sozialversicherungsträgerin der Reiterin forderte später vom Reitverein aus Tierhalterhaftung und auf sie kraft Gesetzes übergegangenen Ansprüchen der Verletzten die aufgewandten Heilbehandlungskosten zurück. Das Landgericht Münster hat der Klage stattgegeben und den Verein zur Zahlung verurteilt…
Weiterlesen: Haftungsfalle für Reitvereine
E-Mail: redaktion|at|pferderecht-wissen.de
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References: BGH 
 BGH 
 § 476
 EuGH 
 BGH 
 § 28
 BGH 
 § 437
 § 439