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Timestamp: 2020-01-19 12:06:53+00:00

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SR 523.51 Verordnung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz vom 12. Dezember 2002 über die Ausbildung des Lehrpersonals
523.51 Verordnung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz vom 12. Dezember 2002 über die Ausbildung des Lehrpersonals
Verordnung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz über die Ausbildung des Lehrpersonals1
vom 12. Dezember 2002 (Stand am 1. Januar 2004)
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz,2
gestützt auf Artikel 75 Absatz 2 des Bundesgesetzes vom 4. Oktober 20023 über den Bevölkerungsschutz und den Zivilschutz (BZG) und Artikel 41 Absatz 2 der Verordnung vom 5. Dezember 20034 über den Zivilschutz (ZSV),5
Diese Verordnung regelt die Ausbildung des Lehrpersonals für die Führungsorgane und für den Zivilschutz.
1 Fassung gemäss Ziff. I der V des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz vom 19. Dez. 2003, in Kraft seit 1. Jan. 2004 (AS 2003 5187).
Art. 2 Art der Ausbildung
1 Die Ausbildung des Lehrpersonals erfolgt in Modulen.1
2 Die Module können absolviert werden:
einzeln, zur individuellen Aus- und Weiterbildung;
als Teil von Lehrgängen, die aus mehreren Modulen aufgebaut sind.
3 Die Module können auch durch das Lehrpersonal der übrigen Partnerorganisationen des Bevölkerungsschutzes absolviert werden.2
2 Eingefügt durch Ziff. I der V des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz vom 19. Dez. 2003, in Kraft seit 1. Jan. 2004 (AS 2003 5187).
2. Abschnitt: Module
Art. 3 Begriff und Inhalt
1 Module sind in sich geschlossene, definierte Ausbildungseinheiten. Umfangreiche Module können unterteilt werden.
2 Die Module beinhalten die Durchführung von Lehrveranstaltungen in den Bereichen Basiswissen, Führungsorgane, Zivilschutz-Kommando, Führungsunterstützung, Schutz und Betreuung, Unterstützung sowie Logistik.1
Art. 4 Modulbeschreibungen
1 Für jedes Modul existiert eine Modulbeschreibung. Dieses wird durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (Bundesamt) spätestens in der Kalenderwoche 32 für das Folgejahr erlassen.
2 Die Modulbeschreibung enthält insbesondere Informationen zu:
Zulassungsbedingungen;
Modulziele und Inhalte;
Anerkennung und Gültigkeitsdauer;
3 Als Leistungsanforderungen für ein Modul können Einzelleistungen der folgenden Art festgelegt werden:
schriftliche Prüfungen;
mündliche Prüfungen;
Praktika wie Einsätze als Klassenlehrer;
Einzelleistungen im Rahmen einer Gruppenarbeit;
eine Kombination aus den oben aufgeführten Einzelleistungen.
4 Der Leiter der Lehrpersonalausbildung legt die Art der Einzelleistungen pro Modul fest.
Mit der Leistungsbewertung wird der Lernerfolg der Teilnehmenden beim Besuch eines Moduls bewertet.
Art. 6 Bewertung der Einzelleistungen
Die Einzelleistungen werden mit ganzen oder halben Noten von 6 bis 1 bewertet. 6 ist die beste, 1 die schlechteste Note.
Art. 7 Bewertungsmassstab
Art. 8 Versäumte Einzelleistungen
1 Eine unbegründet versäumte Einzelleistung wird mit der Note 1 bewertet.
2 Bei begründet versäumten Einzelleistungen entscheidet die zuständige Lehrkraft, ob die Leistung nachgeholt werden muss oder entfallen kann.
3 Begründet sind Versäumnisse, wenn die teilnehmende Person ohne ihr Verschulden verhindert ist, wie bei Krankheit, Unfall, Todesfall in der Familie oder dergleichen.
4 In Streitfällen entscheidet der Leiter der Lehrpersonalausbildung.
Art. 9 Unredlichkeit
Eine Unredlichkeit hat eine Bewertung mit der Note 1 zur Folge.
Art. 10 Modulbewertung
1 Ein Modul gilt als erfolgreich besucht, wenn das arithmetische Mittel der Einzelleistungen, gerundet auf eine halbe oder ganze Note, die Note 4 oder höher ergibt und die Praktikumsnote mindestens 4 beträgt.
2 Für erfolgreich besuchte Module werden die Kreditpunkte des Moduls gemäss Modulbeschreibung vergeben.
3 Für erfolglos besuchte Module werden keine Kreditpunkte vergeben.
Art. 11 Bestätigung
Für jedes besuchte Modul erhalten die Teilnehmenden eine Bestätigung. Die erworbenen Kreditpunkte werden in einem Testatheft bescheinigt.
Art. 12 Wiederholung eines Moduls
1 Ein Modul kann einmal wiederholt werden.
2 Von dieser Beschränkung ausgenommen sind Module, deren Besuch auf Grund längerer begründeter Versäumnisse nicht vollständig möglich war.
3 Bei der Wiederholung eines Moduls sind alle Einzelleistungen zu wiederholen.
Art. 13 Zuständigkeiten
Für die Festlegung des Inhalts von Einzelleistungen, die Durchführung von Prüfungen und die Bewertung der Einzelleistungen ist die Lehrkraft zuständig, die das Modul unterrichtet.
Art. 14 Aufsichtskommission Lehrpersonal
1 Die Durchführung der Leistungsbewertung wird von der Aufsichtskommission Lehrpersonal (Kommission) überwacht.
2 Die Kommission ist Beschwerdeinstanz.
3 Die Kommission besteht aus:
dem Leiter oder der Leiterin der Ausbildung als Präsident oder Präsidentin;
dem Leiter oder der Leiterin der Lehrpersonalausbildung als Vizepräsident oder Vizepräsidentin;
vier Vertretern oder Vertreterinnen der für den Zivilschutz zuständigen kantonalen Ämter;
drei Mitgliedern aus Fachverbänden des Bevölkerungsschutzes.
4. Abschnitt: Diplom- und Zertifikatslehrgänge
Art. 15 Lehrgang für das hauptberufliche Zivilschutzlehrpersonal
1 Die Zulassungsbedingungen, der Aufbau und der Inhalt sowie die Leistungsanforderungen des Lehrganges für das hauptberufliche Zivilschutzlehrpersonal sind im Anhang unter Ziffer I aufgeführt.1
2 Wer den Lehrgang für das hauptberufliche Zivilschutzlehrpersonal erfolgreich absolviert hat, erhält ein Diplom; dieses berechtigt den Absolventen oder die Absolventin den Titel «Eidgenössisch diplomierter Zivilschutzinstruktor» bzw. «Eidgenössisch diplomierte Zivilschutzinstruktorin» zu führen.
Art. 16 Lehrgang für das nebenberufliche Zivilschutzlehrpersonal
1 Die Zulassungsbedingungen, der Aufbau und der Inhalt sowie die Leistungsanforderungen des Lehrganges für das nebenberufliche Zivilschutzlehrpersonal sind im Anhang unter Ziffer II aufgeführt.1
2 Wer den Lehrgang für das nebenberufliche Zivilschutzlehrpersonal erfolgreich absolviert hat, erhält ein Zertifikat; dieses berechtigt den Absolventen oder die Absolventin den Titel «Nebenberuflicher Zivilschutzinstruktor» bzw. «Nebenberufliche Zivilschutzinstruktorin» zu führen.
Art. 16a1Lehrgang für das Lehrpersonal Führungsorgane
1 Die Zulassungsbedingungen, der Aufbau und der Inhalt sowie die Leistungsanforderungen des Lehrganges für das Lehrpersonal Führungsorgane sind im Anhang unter Ziffer III aufgeführt.
2 Wer den Lehrgang für das Lehrpersonal Führungsorgane erfolgreich absolviert hat, erhält ein Zertifikat. Dieses berechtigt den Absolventen oder die Absolventin, den Titel «Instruktor Führungsorgane» bzw. «Instruktorin Führungsorgane» zu führen.
1 Eingefügt durch Ziff. I der V des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz vom 19. Dez. 2003, in Kraft seit 1. Jan. 2004 (AS 2003 5187).
Art. 17 Zeugnis
1 Beim Beenden eines Lehrgangs werden die erbrachten Leistungen in einem Zeugnis bescheinigt.
2 Das Zeugnis weist für alle besuchten Module die Leistungen durch die Note und die erworbenen Kreditpunkte aus.
Art. 18 Übergabe der Diplome und Zertifikate
Die Übergabe der Diplome und Zertifikate an die erfolgreichen Absolventen und Absolventinnen erfolgt einmal jährlich, sofern jemand ein Diplom oder ein Zertifikat erworben hat.
5. Abschnitt: Anmeldung, Durchführung und Kosten
Art. 191Ausschreibung der Module
Spätestens in der Kalenderwoche 32 wird den für den Bevölkerungsschutz bzw. Zivilschutz zuständigen kantonalen Ämtern das Ausbildungsangebot des Bundes für das Folgejahr zugestellt.
Art. 20 Anmeldung
1 Teilnehmende sind durch den Kanton spätestens bis Ende der Kalenderwoche 41 beim Bundesamt für das Folgejahr anzumelden.
2 Die Anmeldung ist nur gültig, wenn die Zulassungsbedingungen erfüllt sind.
3 Die Anmeldung verpflichtet zum Besuch des Moduls und zum Erbringen der Einzelleistungen des Moduls.
Art. 21 Durchführungsentscheid
1 Das Bundesamt entscheidet spätestens in der Kalenderwoche 44 auf Grund der Zahl der Anmeldungen über die Durchführung der Module und über allfällige Beschränkungen der Teilnehmerzahl und teilt den Entscheid den Kantonen unverzüglich mit.
2 Im Falle der Nichtdurchführung eines Moduls oder bei einer Beschränkung der Teilnehmerzahl entsteht durch die Anmeldung kein Anrecht auf den Besuch des Moduls.
3 Bei einer Beschränkung der Teilnehmerzahl werden die Angemeldeten entsprechend dem Eingangsdatum der Anmeldung für eine Teilnahme berücksichtigt.
Art. 221Kosten
1 Die Kosten für die Durchführung der Module sowie die Reise-, Unterkunfts- und Verpflegungskosten für die Teilnehmenden, die als Lehrpersonal Zivilschutz und Lehrpersonal Führungsorgane ausgebildet werden, gehen zu Lasten des Bundes.
2 Die Reise-, Unterkunfts- und Verpflegungskosten der übrigen Teilnehmenden sind durch deren Arbeitgeber bzw. durch die entsprechende Partnerorganisation zu tragen.
Art. 22a1Versicherung
1 Die Teilnehmenden, die als Lehrpersonal Zivilschutz ausgebildet werden, sind nach dem Bundesgesetz vom 19. Juni 19922 über die Militärversicherung (MVG) versichert.
2 Für die übrigen Teilnehmenden ist die Versicherung Sache des Arbeitgebers bzw. der entsprechenden Organisation.
6. Abschnitt: Beschwerderecht, Aufbewahrungs- und Schweigepflicht
1 Gegen die Bewertung eines Moduls kann bei der Kommission Beschwerde geführt werden.
2 Die Beschwerde ist innerhalb von 30 Tagen seit der Eröffnung der Verfügung einzureichen.
3 Das Verfahren richtet sich nach den Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 19681 über das Verwaltungsverfahren.
Art. 24 Aufbewahrungspflicht
Vom Bundesamt werden pro Einzelleistung das Teilnehmerverzeichnis, die individuellen Resultate der Absolventen und Absolventinnen sowie je ein Exemplar der Prüfungsaufgaben und des Lösungsschlüssels während mindestens zehn Jahren aufbewahrt.
Art. 25 Schweigepflicht
Die Mitglieder der Kommission und der Lehrkörper sind zu Stillschweigen über die Leistungsbewertungen gegenüber Dritten verpflichtet.
Verordnung vom 19. Oktober 19941 über die Promotion an der Zivilschutz-Instruktorenschule des Bundes;
Verordnung vom 19. Oktober 19942 über die Diplomprüfung für eidgenössisch diplomierte Zivilschutzinstruktoren und Zivilschutzinstruktorinnen.
1 [AS 1994 2755]
2 [AS 1994 2758]
(Art. 15, 16 und 16a)
Aufbau und Leistungsanforderungen für Lehrgänge
I. Lehrgang für das hauptberufliche Zivilschutzlehrpersonal
Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis einer mindestens 3-jährigen Berufslehre oder ein gleichwertiger Abschluss
Hauptberuflicher Zivilschutzinstruktorenanwärter bzw. hauptberufliche Zivilschutzinstruktorenanwärterin des Bundes, eines Kantons oder einer Gemeinde
Pflichtmodule mit Anzahl Kreditpunkten
Kredit- punkte
Methodisch-didaktische Grundlagen, der Lernende, der Ausbilder, Ausbildungs- methodik, Kommunikation, Konflikte, Unterrichtshilfen werden farbig
Zivilschutz-Grundlagen 1
Sicherheitspolitik (Grundwissen), Partner im Bevölkerungsschutz/Armee, Aufgaben und Organisation des Zivilschutzes, der Zivilschutz im Kanton
Zivilschutz-Grundlagen 2
Sicherheitspolitik (Zusatzwissen), Föderalismus, Geschichte, Bevölkerungsschutz in anderen Ländern
Zivilschutz-Grundlagen 3
Aufgaben des Übungsleiters und des Wiederholungskurs-Begleiters
Zivilschutz-Kommando
Grundlagen, Führung, Katastrophen und Nothilfe in der Gemeinde/Region, der Zivilschutzkommandant im Führungsorgan, Personalwesen, Zivilschutz-Administration, Schutzbauten und Material, Wieder- holungskurse
Die Funktion des Kursleiters, Kursvor- bereitung, —durchführung und —auswertung, Betreuung des Kursstabes
Wahlpflichtmodule mit Anzahl Kreditpunkten:
Führungsunter- stützung 1 (inkl. Praktikum) und Führungsunterstützung 2
Fachtechnische Ausbildung und Ausbildung zum Klassenlehrer in den Sachbereichen Lage, Telematik und ABC-Schutz
Schutz und Betreuung 1 (inkl. Praktikum) und Schutz und Betreuung 2
Fachtechnische Ausbildung und Ausbildung zum Klassenlehrer bis Stufe Zugführer
Unterstützung 1(inkl. Praktikum) und Unterstützung 2
Der Lehrgang ist erfolgreich absolviert, wenn die folgenden Leistungen erbracht worden sind:
Innerhalb von vier Jahren sind:
sämtliche Pflichtmodule erfolgreich absolviert worden;
durch den Besuch von Wahlpflichtmodulen mindestens 14 Kreditpunkte erworben worden.
Die Praktika wurden mindestens mit Note 4 bewertet.
II. Lehrgang für das nebenberufliche Zivilschutzlehrpersonal
Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis einer mindestens 2-jährigen Berufslehre oder ein mindestens gleichwertiger Abschluss
Nebenberuflicher Zivilschutzinstruktorenanwärter bzw. nebenberufliche Zivilschutzinstruktorenanwärterin eines Kantons oder einer Gemeinde
Pflichtmodule mit Anzahl Kreditpunkten:
Sicherheitspolitik (Grundwissen), Partner im Bevölkerungsschutz/Armee, Aufgaben und Organisation des Zivilschutzes
Schutz und Betreuung 1 (inkl. Praktikum)
Fachtechnische Ausbildung und Ausbildung zum Klassenlehrer Stufe Mannschaft
Unterstützung 1 (inkl. Praktikum)
durch den Besuch von Wahlpflichtmodulen mindestens 4 Kreditpunkte erworben worden.
III. Lehrgang für das Lehrpersonal Führungsorgane
Zulassungsbedingungen: Hauptberufliches Personal einer Partnerorganisation des Bevölkerungsschutzes
Grundlagen Führungsorgane
Grundlagen Sicherheitspolitik, Gefährdungsannahmen im Bevölkerungsschutz, Partner im Bevölkerungsschutz, Bevölkerungsschutz im Kanton
Aufgaben und Organisation der Führungsorgane, Führungsinfrastruktur, Systematische Problemlösung, Stabsarbeit
Der Lehrgang gilt als bestanden, wenn innerhalb von vier Jahren beide Pflichtmodule erfolgreich absolviert worden sind.
1 Bereinigt durch Ziff. II der V des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz vom 19. Dez. 2003, in Kraft seit 1. Jan. 2004 (AS 2003 5187).
AS 2003 213
1 Fassung gemäss Ziff. I der V des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz vom 19. Dez. 2003, in Kraft seit 1. Jan. 2004 (AS 2003 5187).2 Fassung gemäss Ziff. I der V des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz vom 19. Dez. 2003 (AS 2003 5187).3 SR 520.14 SR 520.115 Fassung gemäss Ziff. I der V des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz vom 19. Dez. 2003, in Kraft seit 1. Jan. 2004 (AS 2003 5187).

References: Art. 2

Art. 3

Art. 4

Art. 6

Art. 7

Art. 8

Art. 9

Art. 10

Art. 11

Art. 12

Art. 13

Art. 14

Art. 15

Art. 16

Art. 16

Art. 17

Art. 18

Art. 191

Art. 20

Art. 21

Art. 221

Art. 22

Art. 24

Art. 25