Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F17-03-2011-5A_657-2010
Timestamp: 2016-10-28 10:34:01+00:00

Document:
5A_657/2010 (17.03.2011)
5A_657/2010
Bundesrichterin Escher, Bundesrichter L. Meyer, von Werdt, Herrmann,
vertreten durch Rechtsanwalt Fortunat L. Schmid,
Stiftungsaufsicht (Kostenverlegung bei Gegenstandslosigkeit),
Beschwerde gegen den Abschreibungsentscheid des Bundesverwaltungsgerichts, Abteilung II, vom 28. Juli 2010.
Die Stiftung Y.________ (nachfolgend auch: Stiftung) unterhielt in A.________ eine Kinderklinik. X.________ (Beschwerdef�hrer) war Pr�sident des Stiftungsrates, Z.________ (Beschwerdegegner) �rztlicher Leiter und Klinikdirektor. Als sich die Ertragslage der Klinik ab 2004 verschlechterte, kam es zwischen Beschwerdef�hrer und -gegner zu Konflikten �ber organisatorische und finanzielle Fragen des Klinikbetriebs.
Nach einem Misstrauensantrag wurde X.________ Anfang Dezember 2008 in einer schriftlichen Abstimmung durch Mehrheitsentscheid der Stiftungsr�te als Pr�sident des Stiftungsrats abgew�hlt. X.________ anerkannte dies nicht und �bte seine Funktion weiterhin aus. Anl�sslich der Sitzung des Stiftungsratsausschusses vom 18. Dezember 2008 wurde die K�ndigung des Arbeitsverh�ltnisses mit Z.________ als Klinikdirektor und Chefarzt unter sofortiger Freistellung beschlossen.
Mit Entscheid vom 23. Januar 2009 wies das Eidgen�ssische Departement des Innern, Eidgen�ssische Stiftungsaufsicht, die von zwei Mitgliedern des Stiftungsratsausschusses erhobene Stiftungsaufsichtsbeschwerde ab und stellte fest, dass die Abwahl von X.________ nichtig und dieser nach wie vor Pr�sident des Stiftungsrats sei.
Am 20. Februar 2009 wurde gegen�ber Z.________ die fristlose K�ndigung ausgesprochen. Am 13. M�rz 2009 gab der als Chefarzt ad interim ernannte Dr. W.________ seine T�tigkeit per sofort auf. In den ersten drei Monaten des Jahres 2009 k�ndigten sieben weitere �rzte ihre Anstellung.
B.a Am 24. M�rz 2009 erhob Z.________ Aufsichtsbeschwerde bei der Eidgen�ssischen Stiftungsaufsicht und beantragte, X.________ sei von seinem Amt als Stiftungsratsmitglied und -pr�sident abzuberufen. Eventualiter sei ihm die Weisung zu erteilen, gewisse Mandate niederzulegen bzw. bei bestimmten, die Y.________ betreffenden Rechtsgesch�ften in den Ausstand zu treten. Die Amtsf�hrung von X.________ sei zu pr�fen und es seien verschiedene Massnahmen zum Schutze und Erhalt der Y.________ zu treffen, u.a. sei X.________ zu verpflichten, einen detaillierten Bericht �ber Umfang, Begr�ndetheit und Grundlage seiner Honorare in den Jahren 2004 bis 2009 zu liefern. Mit Verf�gung vom 26. M�rz 2009 ordnete die Stiftungsaufsicht an, dass der Stiftungsrat ohne Zustimmung der Aufsichtsbeh�rde keine Verf�gungen �ber die Stiftungsliegenschaft treffen und keine Verpflichtungen hinsichtlich Kauf oder Miete einer anderen Klinikliegenschaft eingehen d�rfe.
B.b Am 27. M�rz 2009 entzog das Gesundheitsamt Graub�nden der Y.________ die Bewilligung zum Betrieb der Klinik. Eine dagegen erhobene Beschwerde blieb erfolglos.
Per Ende Juni 2009 hatten, mit einer Ausnahme, s�mtliche �rzte der Klinik ihre Stelle gek�ndigt bzw. war sie ihnen gek�ndigt worden.
Mitte Juli 2009 zog die Klinik in ein anderes, angemietetes Geb�ude um. Im Rahmen der Neuorganisation wurden ein kaufm�nnischer Direktor und ein interimistischer Chefarzt angestellt.
B.c Mit Entscheid vom 3. September 2009 wies die Eidgen�ssische Stiftungsaufsicht die Aufsichtsbeschwerde vom 24. M�rz 2009 ab, soweit sie darauf eintrat (Dispositiv-Ziffer 1), hob die aufsichtsrechtlichen Massnahmen vom 26. M�rz 2009 auf (Dispositiv-Ziffer 2), auferlegte die Verfahrenskosten der Stiftung (Dispositiv-Ziffer 4) und verpflichtete Z.________ zum Ersatz der Parteikosten von X.________ im Umfang von Fr. 4'265.30 (Dispositiv-Ziffer 5).
Am 5. Oktober 2009 erhob Z.________ dagegen Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht (Verfahren B-6308/2009) und beantragte die Aufhebung der Ziffern 1, 2, 4 und 5 des angefochtenen Entscheids. In der Sache stellte er im Wesentlichen dieselben Antr�ge wie vor der Stiftungsaufsicht und erg�nzte diese um einen Antrag auf Massnahmen wegen Verletzung der Verf�gung vom 26. M�rz 2009.
Am 25. Mai 2010 er�ffnete der Konkursrichter des Bezirksgerichts V.________ den Konkurs �ber die Stiftung Y.________. Am 11. Juni 2010 wurde dieser mangels Aktiven eingestellt.
Aufgrund des Konkurses der Stiftung schrieb das Bundesverwaltungsgericht das Beschwerdeverfahren am 28. Juli 2010 als gegenstandslos ab (Dispositiv-Ziffer 1). Die Kosten des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens von Fr. 1'000.-- wurden Z.________ und X.________ je zur H�lfte auferlegt (Dispositiv-Ziffer 2). Eine Parteientsch�digung wurde nicht zugesprochen (Dispositiv-Ziffer 3). Zur Regelung der Kostenfolgen f�r das Verfahren vor der Eidgen�ssischen Stiftungsaufsicht wurde die Sache an die Vorinstanz zur�ckgewiesen (Dispositiv-Ziffer 4).
Am 14. September 2010 hat X.________ elektronisch Beschwerde in Zivilsachen eingereicht. Er beantragt die Aufhebung von Ziff. 2 des angefochtenen Entscheids und dass dem Beschwerdef�hrer f�r das Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht keine Verfahrenskosten aufzuerlegen seien. Zudem sei Ziff. 4 des angefochtenen Entscheids aufzuheben und es sei auf einen Eingriff in den Entscheid der Eidgen�ssischen Stiftungsaufsicht zu verzichten.
Das Bundesverwaltungsgericht hat auf Vernehmlassung verzichtet. Der Beschwerdegegner ersucht um Abweisung, soweit auf die Beschwerde einzutreten sei.
1.1 Angefochten ist binnen Frist (Art. 100 Abs. 1 i.V.m. Art. 46 Abs. 1 lit. b BGG) ein Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts (Art. 75 Abs. 1 BGG) aus dem Gebiet der Stiftungsaufsicht (Art. 72 Abs. 2 lit. b Ziff. 4 BGG). Mit der Aufsichtsbeschwerde soll die Aufsichtsbeh�rde angehalten werden, eine zweckgem�sse Verwendung des Stiftungsverm�gens sicherzustellen (Art. 84 Abs. 2 ZGB; BGE 112 II 471 E. 2). Mit ihr wird daher letztlich und �berwiegend ein wirtschaftlicher Zweck verfolgt, womit eine solche Angelegenheit grunds�tzlich als verm�gensrechtlich zu betrachten ist (vgl. BGE 118 II 528 E. 2c S. 531 mit Hinweisen). Entgegen Art. 112 Abs. 1 lit. d BGG fehlen im angefochtenen Urteil Angaben zum Streitwert. Angesichts der vor der Vorinstanz strittigen Fragen der Amtsf�hrung des Stiftungsratspr�sidenten wird dieser ermessensweise auf �ber Fr. 30'000.-- festgesetzt (Art. 51 Abs. 2 und Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG). Vor Bundesgericht sind allerdings diese Begehren bzw. der auf sie bez�gliche Abschreibungsbeschluss als solcher nicht umstritten, sondern einzig die einen Nebenpunkt darstellende Verteilung der Gerichts- und Parteikosten. Diese erreichen den erforderlichen Streitwert f�r sich betrachtet nicht. Letzteres ist jedoch nicht n�tig; es gen�gt f�r die Zul�ssigkeit der Beschwerde, dass die vor der Vorinstanz in der Hauptsache streitigen Begehren einen gen�genden Streitwert aufweisen (Urteil 4A_194/2010 vom 17. November 2010 E. 1.2).
1.2 Die Hauptbegehren wurden von der Vorinstanz als gegenstandslos abgeschrieben und der Prozess aus verfahrensrechtlichen Gr�nden in dieser Hinsicht beendet. Insoweit stellt der Abschreibungsbeschluss einen Endentscheid dar (Art. 90 BGG; BGE 135 III 212 E. 1.2 S. 216). Hinsichtlich der vorliegend umstrittenen Frage der Parteientsch�digung f�r das Verfahren vor der Eidgen�ssischen Stiftungsaufsicht verweist er allerdings an diese zur�ck. R�ckweisungsentscheide schliessen das Verfahren nicht ab und bilden mithin keine End-, sondern Zwischenentscheide, die nur unter den Voraussetzungen von Art. 93 BGG angefochten werden k�nnen (BGE 135 III 212 E. 1.2 S. 216). Zwar ist die Abschreibung nicht angefochten, doch stehen Kostenfragen grunds�tzlich im Verh�ltnis der Akzessoriet�t zur Hauptsache, wie sich auch an der Berechnung des Streitwerts zeigt (oben E. 1.1). Es rechtfertigt sich mithin, den angefochtenen Entscheid insgesamt als Endentscheid aufzufassen.
1.3 Mit Beschwerde in Zivilsachen k�nnen Rechtsverletzungen im Sinne von Art. 95 und Art. 96 BGG ger�gt werden. Die Feststellung des Sachverhalts kann nur beanstandet werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und die Behebung des Mangels f�r den Verfahrensausgang entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Dabei bedeutet "offensichtlich unrichtig" willk�rlich (BGE 135 III 127 E. 1.5 S. 130 mit Hinweis).
Wird Willk�r bei der Sachverhaltsfeststellung geltend gemacht, muss klar und detailliert anhand der Erw�gungen des angefochtenen Urteils aufgezeigt werden, in welcher Hinsicht der Entscheid an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leidet (BGE 133 II 249 E. 1.4.3 S. 255; 134 II 244 E. 2.2 S. 246; 135 III 513 E. 4.3 S. 522).
Der Beschwerdef�hrer verlangt die Aufhebung von Dispositiv-Ziffer 2 des angefochtenen Entscheids und beantragt, ihm keine Kosten des bundesverwaltungsgerichtlichen Verfahrens aufzuerlegen. Des Weiteren verwendet er die verbreitete Schlussformel "unter Kosten- und Entsch�digungsfolge" und bezieht sie ausdr�cklich nicht nur auf das bundesgerichtliche, sondern auch auf das bundesverwaltungsgerichtliche Verfahren. Dispositiv-Ziffer 2 �ussert sich einzig zu den Gerichtskosten des Verfahrens vor Bundesverwaltungsgericht. Die Parteikosten f�r dieses Verfahren sind in Dispositiv-Ziffer 3 geregelt, und zwar im Sinne des Verzichts auf Ausrichtung einer Entsch�digung. Der Beschwerdef�hrer stellt keinen ausdr�cklichen Antrag auf Aufhebung von Dispositiv-Ziffer 3 und greift die Verweigerung der Parteientsch�digung auch in der Begr�ndung nicht an. Aus diesem Grunde und trotz der nicht ganz klaren Schlussformel ist davon auszugehen, dass er einzig die Regelung der vorinstanzlichen Gerichtsgeb�hren durch das Bundesgericht beurteilt wissen will.
2.1 Gem�ss Art. 5 des Reglements vom 21. Februar 2008 �ber die Kosten und Entsch�digungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE; SR 173.320.2) werden die Verfahrenskosten bei Gegenstandslosigkeit in der Regel jener Partei auferlegt, deren Verhalten die Gegenstandslosigkeit bewirkt hat (Satz 1). Ist das Verfahren ohne Zutun der Parteien gegenstandslos geworden, so werden die Kosten auf Grund der Sachlage vor Eintritt des Erledigungsgrundes festgelegt (Satz 2). Die Vorinstanz hat festgehalten, dass keine Partei die Gegenstandslosigkeit selber direkt bewirkt habe und Satz 1 deshalb nicht zur Anwendung gelange (E. 4.1 und 4.3 des angefochtenen Entscheids). Im Rahmen von Satz 2 sei in erster Linie auf den mutmasslichen Verfahrensausgang abzustellen, welcher sich aber vorliegend nicht ohne weiteres feststellen lasse (E. 4.2). Habe keine Partei die Gegenstandslosigkeit direkt bewirkt und k�nne der mutmassliche Verfahrensausgang nicht problemlos festgestellt werden, so werde diejenige Partei kosten- und entsch�digungspflichtig, die das gegenstandslos gewordene Verfahren veranlasst habe. Das Verfahren sei vom Beschwerdegegner eingeleitet und damit formell veranlasst worden. Zur�ckzuf�hren sei der Rechtsstreit jedoch auf das Zerw�rfnis der Parteien und ihr Unverm�gen, die Klinik gemeinsam weiterzuf�hren. Es liege auf der Hand, dass der Konkurs zumindest zum Teil durch die erzwungene Einstellung des Klinikbetriebs - bei gleichzeitiger Verpflichtung zur Bezahlung eines relativ hohen Mietzinses nach Umzug in das neue Klinikgeb�ude - verursacht worden sei. Bei dieser Sachlage rechtfertige es sich, den Parteien die Verfahrenskosten je zur H�lfte aufzuerlegen und auf die Ausrichtung einer Parteientsch�digung zu verzichten (E. 4.3).
2.2 Der Beschwerdef�hrer ist der Ansicht, der Beschwerdegegner als formeller Veranlasser des Aufsichtsverfahrens m�sse die Gerichtskosten tragen. Der Beschwerdef�hrer bestreitet mit verschiedenen Einw�nden, dass er f�r den Zusammenbruch der Stiftung mitverantwortlich gewesen sei; der Sachverhalt sei komplex und werde im angefochtenen Entscheid nur am Rande und einseitig gestreift.
2.3 Die Vorinstanz hat f�r die Kostenverteilung nicht die formelle Verfahrensveranlassung, d.h. die Einreichung der Aufsichtsbeschwerde, als massgebend erachtet, sondern die mittelbare Verursachung des Verfahrens, n�mlich das Zerw�rfnis der Parteien und ihr Unverm�gen, die Klinik gemeinsam weiterzuf�hren. Auf diese mittelbare Veranlassung abzustellen, ist nicht zu beanstanden (vgl. Urteil 2C_237/2009 vom 28. September 2009 E. 3.3). Art. 5 VGKE sieht keine bestimmte Methode der Kostenverlegung vor, wenn das Verfahren ohne Zutun der Parteien gegenstandslos geworden ist und auch die Absch�tzung des mutmasslichen Verfahrensausgangs nicht m�glich ist. Das urteilende Gericht geniesst diesfalls einen weiten Ermessensspielraum, welcher mit dem gew�hlten Vorgehen nicht �berschritten wurde. Das f�r massgeblich befundene Zerw�rfnis wird vom Beschwerdef�hrer im �brigen nicht in Abrede gestellt.
Die Vorinstanz geht ferner davon aus, dass der Konkurs zumindest teilweise auf die erzwungene Einstellung des Klinikbetriebs zur�ckzuf�hren sei. Zugleich hat sie aber auch festgehalten, dass die Ursachen des Konkurses nicht Gegenstand des laufenden Verfahrens seien. Diese Erw�gung �ber die Ursache des Konkurses ist in ihrer Tragweite nicht ganz klar und mag �berfl�ssig erscheinen, da sie wieder zum Kriterium der Ursache der Gegenstandslosigkeit zur�ckzuf�hren scheint (Art. 5 Satz 1 VGKE). Sie ist aber insofern unsch�dlich, als bereits der Verweis auf die mittelbare Verfahrensveranlassung durch das beiderseitige Zerw�rfnis die Kostenverteilung zu rechtfertigen vermag. Schliesslich kann die Erw�gung auch so verstanden werden, dass das angesprochene Zerw�rfnis indirekt eine Mitursache des finanziellen Endes der Stiftung darstellt.
Allerdings nimmt der Beschwerdef�hrer diese Er�rterung �ber die Konkursursache zum Anlass, sich in diversen sachverhaltlichen Einzelpunkten gegen seine Mitverantwortung am Konkurs und am Entzug der Betriebsbewilligung zu wenden. Er legt dabei aber einerseits bloss seine eigene Sicht der Dinge dar, ohne den Anforderungen an eine Willk�rr�ge zu gen�gen (oben E. 1.3); andererseits sind seine Einw�nde unerheblich, da sich die Kostenverteilung alleine auf das Zerw�rfnis der Parteien st�tzen l�sst und die vorgebrachten Einzelpunkte hinsichtlich des Gesamteindrucks eines Konflikts weder massgeblich sind noch den vorinstanzlichen Entscheid in erkennbarer Weise beeinflusst haben. Dass dieses Zerw�rfnis in keiner Art und Weise Einfluss auf die Entwicklung gehabt h�tte, welche in den Konkurs der Stiftung m�ndete, behauptet im �brigen auch der Beschwerdef�hrer nicht. Zu Unrecht kritisiert er in diesem Zusammenhang die bloss summarische Sachverhaltsabkl�rung der Vorinstanz. Bei Gegenstandslosigkeit entscheidet das Gericht mit summarischer Begr�ndung �ber die Prozesskosten (BGE 125 V 373 E. 2a S. 374). Es muss bei einer knappen Beurteilung der Aktenlage bleiben. Auf dem Weg �ber den Kostenentscheid soll nicht ein materielles Urteil gef�llt und unter Umst�nden der Entscheid in einer heiklen Rechtsfrage pr�judiziert werden (Urteil 2C_237/2009 vom 28. September 2009 E. 3.1). Dies gilt nicht nur dann, wenn die Kosten nach dem mutmasslichen Verfahrensausgang, sondern auch, wenn sie nach dem Anlass des Verfahrens verteilt werden.
In diesem Punkt ist die Beschwerde mithin abzuweisen, soweit auf sie eingetreten werden kann.
Umstritten ist ausserdem, ob das Bundesverwaltungsgericht die Angelegenheit an die Vorinstanz zur neuen Bestimmung der erstinstanzlichen Kosten zur�ckweisen durfte. Vorneweg ist anzumerken, dass die angefochtene Dispositiv-Ziffer 4 unklar ist. Sie lautet wie folgt:
"Die Sache wird an die Vorinstanz zur�ckgewiesen, damit diese �ber die Kostenfolgen des erstinstanzlichen Verfahrens im Sinne der Erw�gungen neu bestimmt."
Daraus k�nnte abgeleitet werden, dass die Eidgen�ssische Stiftungsaufsicht nicht nur �ber die Partei-, sondern auch �ber ihre Verfahrenskosten neu befinden soll. Begr�ndet wird die Dispositiv-Ziffer 4 in E. 4.4 des angefochtenen Entscheids. Dort ordnet die Vorinstanz ausdr�cklich an, dass die Stiftungsaufsicht die "Entsch�digungsfolgen" neu regeln soll. Zu den erstinstanzlichen Verfahrenskosten �ussert sich das Bundesverwaltungsgericht hingegen nirgends ausdr�cklich. Dies ist allenfalls darauf zur�ckzuf�hren, dass die Stiftungsaufsicht die Verfahrenskosten der Stiftung auferlegt hatte und diese nicht am Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht beteiligt war. Auch der Beschwerdef�hrer �ussert sich nicht klar dar�ber, ob er einzig die R�ckweisung zur Neuregelung der Parteikosten �berpr�ft haben will, oder zus�tzlich - falls dies �berhaupt Gegenstand des angefochtenen Entscheids gewesen sein sollte - die R�ckweisung zur Neuverteilung der Verfahrenskosten. Von Letzteren ist er indes zur Zeit ohnehin nicht direkt betroffen. Es ist nicht am Bundesgericht, den Inhalt des angefochtenen Entscheids zu erl�utern (Art. 48 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 �ber das Bundesverwaltungsgericht [Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG; SR 173.32] i.V.m. Art. 129 BGG). Auf die Frage der erstinstanzlichen Verfahrenskosten kann deshalb nicht weiter eingegangen werden. Die nachfolgenden Erw�gungen gelten zwar - soweit sie allgemeiner Natur sind - f�r Gerichts- wie Parteikosten, beziehen sich aber im vorliegenden Fall aus den genannten Gr�nden in unmittelbarer Weise einzig auf die erstinstanzlichen Parteikosten.
3.1 Der Beschwerdef�hrer ist der Ansicht, es sei einzig das Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht gegenstandslos geworden, nicht auch der in diesem Verfahren angefochtene Entscheid vom 3. September 2009 der Eidgen�ssischen Stiftungsaufsicht. Der erstinstanzliche Kostenentscheid k�nne weder durch das Bundesverwaltungsgericht selber noch mittelbar �ber eine R�ckweisung an die Stiftungsaufsicht abge�ndert werden.
3.2 Der angefochtene Entscheid �ussert sich nicht deutlich �ber den Umfang der Gegenstandslosigkeit. Aus allgemeinen prozessrechtlichen Erw�gungen erhellt jedoch, dass das Aufsichtsverfahren als solches gegenstandslos geworden ist und nicht bloss das Rechtsmittelverfahren an das Bundesverwaltungsgericht (zu dieser Unterscheidung Felix Addor, Die Gegenstandslosigkeit des Rechtsstreits, 1997, S. 129 ff.; vgl. auch Hans Ulrich Walder, Proze�erledigung ohne Anspruchspr�fung, 1966, S. 106). Die Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht ist ein ordentliches Rechtsmittel (G�chter/Egli, in: Kommentar zum Bundesgesetz �ber das Verwaltungsverfahren [VwVG], 2008, N. 31 zu Art. 39 VwVG, und Markus M�ller, daselbst, N. 7 zu Art. 44 VwVG). Die angefochtene Verf�gung der Stiftungsaufsicht war somit - zumindest im Umfang des Weiterzugs - nicht rechtskr�ftig, als das Verfahren vor der Rechtsmittelinstanz gegenstandslos geworden ist. Sie wird auch nicht rechtskr�ftig durch die Abschreibung des Verfahrens vor der Rechtsmittelinstanz. Durch den Konkurs der Stiftung hat die Beurteilung der erhobenen aufsichtsrechtlichen R�gen n�mlich insgesamt ihren Sinn verloren. Zweckerhaltung und statutenkonforme Verwendung des Stiftungsverm�gens sind nach dem Konkurs bzw. dessen Einstellung mangels Aktiven nicht mehr m�glich. Das nicht rechtskr�ftige, erstinstanzliche Urteil ist damit seiner Grundlage und seines Zwecks beraubt. Seine Weiterexistenz w�re sinnlos, was deutlicher in Erscheinung treten w�rde, wenn die Stiftungsaufsicht die Aufsichtsbeschwerde gutgeheissen h�tte (vgl. Thomas Merkli und andere, Kommentar zum Gesetz vom 23. Mai 1989 �ber die Verwaltungsrechtspflege des Kantons Bern, 1997, N. 3 zu Art. 39 VRPG/BE). Liegt demnach Gegenstandslosigkeit des Gesamtverfahrens vor, hat der erstinstanzliche Entscheid der Eidgen�ssischen Stiftungsaufsicht in der Sache keinen Bestand und ist dahingefallen (BGE 91 II 146 E. 1 S. 148 f.; Urteil 1C_130/2008 vom 30. Mai 2008 E. 3.2; Urteil 5C.265/2006 vom 19. M�rz 2008 E. 3; Urteil 5P.337/2006 vom 27. November 2006 E. 4, in: Pra 96/2007 Nr. 59 S. 393).
3.3 Folglich ist auch der erstinstanzliche Kostenschluss als blosser Nebenpunkt der Hauptsache dahingefallen (BGE 91 II 146 E. 3 S. 150). Da er auf einer Grundlage gef�llt wurde, die keinen Bestand mehr hat, sind die erstinstanzlichen Kosten neu zu verteilen. Das Anliegen des Beschwerdef�hrers, die ihm durch die Eidgen�ssische Stiftungsaufsicht zugesprochene Parteientsch�digung unangetastet zu lassen, ist insoweit nicht zu sch�tzen. Dies bedeutet aber nicht zwangsl�ufig, dass die Verteilung im Ergebnis ge�ndert werden muss; je nach Liquidationsmethode kann der neue Kostenschluss mit dem vorherigen �bereinstimmen. Das Bundesverwaltungsgericht hat die Neuverteilung allerdings nicht selber vorgenommen, sondern die Entsch�digungsfrage in Anlehnung an die bundesgerichtliche Rechtsprechung an die Eidgen�ssische Stiftungsaufsicht zur�ckgewiesen. Es bleibt die Rechtm�ssigkeit dieses Vorgehens zu untersuchen.
3.4 Das vor Bundesverwaltungsgericht massgebliche Verfahrensrecht regelt nicht ausdr�cklich, wie mit vorinstanzlichen Kostenregelungen zu verfahren ist, wenn der haupts�chliche Streit gegenstandslos wird. Weder Art. 23 Abs. 1 lit. a VVG noch das �ber Art. 37 VGG anwendbare Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 �ber das Verwaltungsverfahren (VwVG; SR 172.021) enthalten eine entsprechende Norm. Zwar regelt Art. 61 VwVG in allgemeiner Weise den Inhalt eines Beschwerdeentscheids und sieht vor, dass die Beschwerdeinstanz in der Sache selbst entscheidet oder diese ausnahmsweise mit verbindlichen Weisungen an die Vorinstanz zur�ckweist. Allerdings ist diese Norm nach verbreiteter Ansicht auf Abschreibungsbeschl�sse nicht anwendbar (Madeleine Camprubi, in: Kommentar zum Bundesgesetz �ber das Verwaltungsverfahren [VwVG], 2008, N. 5 zu Art. 61 VwVG; Philippe Weissenberger, in: VwVG, Praxiskommentar zum Bundesgesetz �ber das Verwaltungsverfahren, 2009, N. 5 zu Art. 61 VwVG). Art. 4 VwVG verweist auf detailliertere Bestimmungen des Bundesrechts, die erg�nzend heranzuziehen sind. So scheint Art. 72 BZP (SR 273) zwar vom Wortlaut her einen Anhaltspunkt zu liefern, doch kann der Bestimmung ihrem Sinn nach keine Antwort entnommen werden, da es in Direktprozessen vor Bundesgericht keine Vorinstanzen gibt. Es ist deshalb nicht zu beanstanden, wenn das Bundesverwaltungsgericht die vom Bundesgericht im Rahmen des OG entwickelte und unter dem BGG weitergef�hrte Praxis zur Handhabung solcher F�lle �bernommen hat.
3.5 Gem�ss dieser Praxis gilt Folgendes: Kann das Bundesgericht den angefochtenen Entscheid zufolge Gegenstandslosigkeit des Verfahrens nicht in der Sache modifizieren, kann es auch den vorinstanzlichen Kostenentscheid nicht selber ab�ndern (Art. 67 und 68 Abs. 5 BGG; BGE 91 II 146 E. 3 S. 150; Urteil 1C_130/2008 vom 30. Mai 2008 E. 3.2; Urteil 2C_237/2009 vom 28. September 2009 E. 2.3). In dieser Situation weist es die Sache zu neuem Entscheid �ber den Kostenpunkt an die Vorinstanz zur�ck (BGE 91 II 146 E. 3 S. 150; 102 II 252 S. 254; Urteil 5C.265/2006 vom 19. M�rz 2008 E. 4.3; Urteil 1C_130/2008 vom 30. Mai 2008 E. 3.2 mit Hinweisen) oder ber�cksichtigt das Problem bei seiner eigenen Kostenregelung (Urteil 5P.467/2000 vom 13. M�rz 2001 E. 2b und 3b i.f.; Urteil I 231/05 vom 27. Dezember 2005 E. 2; Urteil 2C_237/2009 vom 28. September 2009 E. 2.3 und 3.3; ablehnend Thomas Geiser, in: Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, 2008, N. 4 zu Art. 67 BGG). Eine �berpr�fung des vorinstanzlichen Kostenschlusses durch das Bundesgericht kommt nach Gegenstandslosigkeit der Hauptsache nur dann in Betracht, wenn der Kostenpunkt eigenst�ndig und nicht bloss mittelbar �ber die Sache angefochten wurde (Urteil 2C_237/2009 vom 28. September 2009 E. 2.3).
3.6 Das Bundesverwaltungsgericht hat sich diese bundesgerichtliche Rechtsprechung in zweifacher Hinsicht zu Eigen gemacht. Einerseits hat es ebenfalls abgelehnt, die vorinstanzlichen Kosten selber zu verlegen; andererseits hat es die erste der dargestellten Methoden zur Liquidation der erstinstanzlichen Parteikosten �bernommen, n�mlich die R�ckweisung an die Vorinstanz. Mangels anderslautender verfahrensrechtlicher Vorschriften kann darin keine Bundesrechtsverletzung erblickt werden. Die Methode der R�ckweisung an die Vorinstanz hat gegen�ber der zweitgenannten Methode zudem den Vorteil, dass Entsch�digungen und Gerichtsgeb�hren auf jeder Stufe effektiv dem zutreffenden Verfahrensbeteiligten angelastet werden k�nnen und es auf der Rechtsmittelebene nicht zu Verzerrungen durch den Ausgleich der vorinstanzlichen Kostenverteilung kommt.
Die Beschwerde ist somit auch in diesem Punkt unbegr�ndet und abzuweisen.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdef�hrer kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG). Er hat dem Beschwerdegegner eine angemessene Parteientsch�digung zu entrichten (Art. 68 Abs. 1 BGG).
Der Beschwerdef�hrer hat den Beschwerdegegner mit Fr. 1'000.-- zu entsch�digen.
Lausanne, 17. M�rz 2011

References: Art. 46
 BGE 
 BGE 
 Art. 112
 Art. 74
 BGE 
 Art. 93
 Art. 95
 Art. 96
 Art. 95
 Art. 5
 Art. 5
 Art. 129
 Art. 39
 Art. 44
 Art. 39
 Art. 23
 Art. 37
 Art. 61
 Art. 61
 Art. 61
 Art. 4
 Art. 72
 BGE 
 Art. 67