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Timestamp: 2019-06-19 06:05:59+00:00

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VerfG Brandenburg, 21.03.1996 - VfGBbg 18/95 - dejure.org
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VerfG Brandenburg, 21.03.1996 - VfGBbg 18/95 (https://dejure.org/1996,3650)
VerfG Brandenburg, Entscheidung vom 21.03.1996 - VfGBbg 18/95 (https://dejure.org/1996,3650)
VerfG Brandenburg, Entscheidung vom 21. März 1996 - VfGBbg 18/95 (https://dejure.org/1996,3650)
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Art 1 NeuGlBEStVtrG BB, Art 4 NeuGlVtr BE/BB, Art 28 Abs 1 GG, Art 29 GG, Art 118a GG
Neugliederungsvertragsgesetz zur Vereinigung der Länder Brandenburg und Berlin zu neuem Bundesland mit Landesverfassung vereinbar - Fusion der beiden Länder nach Art 118a GG, Verf BB Art 116
LV Art. 2 Abs. 1; LV Art. 2 Abs. 2; Lv Art. 2 Abs. 4; LV Art. 2 Abs. 5; LV Art. 22 Abs. 3 Satz 1; LV Art. 70 Abs. 2; LV Art. 79; LV Art. 91 Abs. 2; LV Art. 94 Satz 1; LV Art. 113 N... r. 2; LV Art. 115; LV Art. 116; GG Art. 20 Abs. 2; GG Art. 28 Abs. 1; GG Art. 29; GG Art. 79; GG Art. 100 Abs. 1;GG Art. 118 Satz 2; GG Art. 118a; EV Art. 5; NV Art. 1; NV Art. 3; NV Art. 7; NV Art. 8; NV Art. 9; NV Art. 21; NV Art. 58; NVG Art. 1; NVG Art. 4 Nr. 2 Satz 2; VerfGGBbg § 39
Gesetzgebungskompetenz; Gesetzgebungsverfahren; Zuständigkeit des Landesverfassungsgerichts; Bundesverfassungsgericht; Verfahrensaussetzung; Sondervotum; Demokratieprinzip
Insbesondere hat sich der Landesgesetzgeber - wie das Gericht nicht als bundesrechtliche Vorfrage, sondern deshalb zu prüfen hat, weil es das Rechtsstaatsgebot des Art. 2 LV dem Landesgesetzgeber untersagt, Landesrecht zu setzen, ohne dazu befugt zu sein (siehe Urteil des erkennenden Gerichts vom 21. März 1996 - VfGBbg 18/95 -, LVerfGE 4, 114, 129) - im Rahmen seiner Gesetzgebungskompetenz gehalten.
Derartige Ermittlungen kommen nur in Bezug auf Tatsachen, nicht aber für die Bestimmung des Sachgehalts der Verfassung als einer Rechtsfrage in Betracht (vgl. Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Urteil vom 21. März 1996 - VfGBbg 18/95 -, LVerfGE 4, 114, 139).
Der landesverfassungsrechtliche Anknüpfungspunkt für diese Prüfungspflicht liegt im Rechtsstaatsgebot des Art. 2 LV, das es dem Landesgesetzgeber untersagt, Landesrecht zu setzen, ohne dazu befugt zu sein (vgl. auch BayVerfGHE 45, 33, 40 f.)" (Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Urteil vom 21. März 1996 - VfGBbg 18/95 -, LVerfGE 4, 114, 129; vgl. auch Urteil vom 18. Juni 1998 - VfGBbg 27/97 -, LVerfGE 8, 97, 118; für das schleswig-holsteinische Landesverfassungsrecht - das eine Art. 2 Abs. 5 der Brandenburgischen Landesverfassung entsprechende Verfassungsnorm nicht enthält - BVerfGE 103, 332, 349 ff.).
Dies hat das Verfassungsgericht nicht als bundesrechtliche Vorfrage, sondern deshalb zu prüfen, weil es das Rechtsstaatsgebot des Art. 2 LV dem Landesgesetzgeber untersagt, Landesrecht zu setzen, ohne dazu befugt zu sein (s. Urteil des erkennenden Gerichts vom 21. März 1996 - VfGBbg 18/95 -, LVerfGE 4, 114, 129).
Dies ließe den landesverfassungsgerichtlichen Prüfungsgegenstand entfallen: Eine bereits nach Art. 31 GG nichtige Norm kann das erkennende Gericht nicht mehr an der Landesverfassung messen (…vgl. hierzu etwa Kluge in: Kluge/Wolnicki, Verfassung des Landes Brandenburg, 1995, S. 94, Nr. 3;… vgl. weiter E. Klein, a.a.O., Rdn. 46 f.; anders - auch eine Vorlagepflicht ablehnend - BayVerfGH, NVwZ 1993, 163; s. dagegen schon Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Urteil vom 21. März 1996 - VfGBbg 18/95 -, LVerfGE 4, 114, 141 f.; BVerfGE 69, 112, 118); der Normenkontrollantrag wäre, weil die Norm aus anderen Gründen als denen der Landesverfassung nichtig wäre, unzulässig.
Die Prüfung der Gesetzgebungskompetenz des Landes beantwortet dabei keine bundesrechtliche Vorfrage, sondern ist erforderlich, weil das Rechtsstaatsgebot des Art. 2 LV dem Landesgesetzgeber untersagt, Landesrecht zu setzen, ohne dazu befugt zu sein (Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Urteil vom 21. März 1996 - VfGBbg 18/95 -, LVerfGE 4, 114, 129 sowie Urteil vom 18. Juni 1998 - VfGBbg 27/97 -, LVerfGE 8, 97, 118).
Der landesverfassungsrechtliche Anknüpfungspunkt liegt dabei im Rechtsstaatsgebot des Art. 2 LV, das es dem Landesgesetzgeber untersagt, Landesrecht zu setzen, ohne dazu befugt zu sein (vgl. Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Urteil vom 21. März 1996 - VfGBbg 18/95 -, LVerfGE 4, 114, 129; Urteil vom 18. Juni 1998 - VfGBbg 27/97 -, LVerfGE 8, 97, 118 ff.; s. auch Urteil vom 15. Juni 2000 - VfGBbg 32/99 -, LVerfGE Suppl. Bbg. zu Bd. 11, 99, 121).
Im übrigen verweist die Landesregierung auf ihre Stellungnahme in den Verfahren über den Normenkontrollantrag von 18 Abgeordneten des Landtages Brandenburg zur Überprüfung des Art. 1 NVG auf seine Vereinbarkeit mit der Verfassung des Landes Brandenburg (VfGBbg 18/95).
Die Zulässigkeit der Verfassungsbeschwerde kann hier dahingestellt bleiben, weil sie im Lichte des heute verkündeten Urteils in dem Normenkontrollverfahren VfGBbg 18/95 jedenfalls aus Gründen des materiellen Rechts keinen Erfolg haben kann (vgl. zu einer solchen Verfahrensweise bei klar unbegründeten Verfassungsbeschwerden BVerfGE 74, 244, 250).
Diese gesetzliche Transformation ist - anders als der Staatsvertrag als solcher - ein Akt der Staatsgewalt ausschließlich des Landes Brandenburg und unterliegt damit der Überprüfung durch das Landesverfassungsgericht (s. näher Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Urteil vom 21. März 1996 - VfGBbg 18/95 -, LVerfGE 4, 114, 127 f.).
Angesichts dessen bedarf es keiner Entscheidung, ob die Anwendbarkeit des Art. 29 GG bei der hier in Frage stehenden Abstimmung nicht ohnehin durch die Sonderregelung des Art. 118 a GG ausgeschlossen ist (vgl. in diesem Zusammenhang Urteil des Verfassungsgerichts des Landes Brandenburg vom 21. März 1996 VfGBbg 18/95 - Urteilsabdruck S. 21 f.).

References: Art. 2
 Art. 2
 Art. 2
 Art. 2
 Art. 22
 Art. 70
 Art. 79
 Art. 91
 Art. 94
 Art. 113
 Art. 115
 Art. 116
 Art. 20
 Art. 28
 Art. 29
 Art. 79
 Art. 100
 Art. 118
 Art. 118
 Art. 5
 Art. 1
 Art. 3
 Art. 7
 Art. 8
 Art. 9
 Art. 21
 Art. 58
 Art. 1
 Art. 4
 § 39
 Art. 2
 Art. 2
 Art. 2
 Art. 2
 Art. 31
 Art. 2
 Art. 2
 Art. 1
 Art. 29
 Art. 118