Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/1/81180000069.htm
Timestamp: 2018-11-21 08:44:40+00:00

Document:
1.18.069 Hardtwald, Kaisersbachtal, Rohrbachtal, Benning und Harzberg sowie Bottwartal zwischen Großbottwar und Kleinbottwar mit angrenzenden Gebieten
Verordnung des Landratsamtes Ludwigsburg als untere Naturschutzbehörde über das Landschaftsschutzgebiet "Hardtwald, Kaisersbachtal, Rohrbachtal, Benning und Harzberg sowie Bottwartal zwischen Großbottwar und Kleinbottwar mit angrenzenden Gebieten" vom 03.07.1989 (Ludwigsburger Kreiszeitung vom 13.07.1989).
Aufgrund von § 22, § 58 Abs. 3 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz - NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654), geändert durch das Gesetz zur Bereinigung des baden-württembergischen Ordnungswidrigkeitenrechts vom 6. Juni 1983 (GBl. S. 199) wird mit Zustimmung des Regierungspräsidiums Stuttgart als höhere Naturschutzbehörde verordnet:
Die in § 2 näher bezeichnete Fläche auf dem Gebiet der Städte und Gemeinden Großbottwar, Steinheim, Marbach, Erdmannhausen, Murr, Pleidelsheim, Benningen (besitzende Gemeinde) und Freiberg (besitzende Gemeinde) wird zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung "Hardtwald, Kaisersbachtal, Rohrbachtal, Benning und Harzberg sowie Bottwartal zwischen Großbottwar und Kleinbottwar mit angrenzenden Gebieten".
(1) Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rund 1.555,7 ha und umfaßt den Hardtwald mit Kaisersbachtal und Rohrbachtal sowie die Lagen Harzberg und Benning und Teile des Bottwartales.
· Markung Großbottwar:
Häldenfeld, Häldenwald, Kellersrain, Hintere Teufelsäcker, Teufelsäcker, Hagenau, Linsenberg, Halden, Hüttenweingart, Harzberg, Vogelen, Bei der Sägmühle, Hochbergfeld, Kleinbottwarer Tal, Benningfeld, Wasenklinge, Vordere Steinäcker, Krappenküche, Benning, Hintere Steinäcker und Letterle.
Fetzenhardt, Großen Tal, Kreuzrain, Ackerwiesen, Steinbruchacker, Vorderes Feld, Rainäcker, Hofwiesen, Mittelfeld, Hinteres Feld, Ackerwald, Pfaffenhölzle, Seewiesen, Vorderes Backnanger Brückle, Wolfsklinge, Erdbeerbühl, Säuhaus, Dombau, Vorderer Hindelsbach, Kneipershäusle, Kaisersberg, Altenberg, Grießberg, Linde, Klinge, Steinheimer Grießberg, Fuchsener Teich, Mördergrube, Alter Hau, Hinterer Hindelsbach, Dachsbau, Gräfenklinge, Aispelesbau, Wüste Äcker und Birkenegert.
· Markung Kleinbottwar:
Steinwiesen, Brückleswiesen, Stangenwiesen, Unter dem Hochgericht, Kleinfeldle, Götzenberg, Linzenberg, Rappenküche, Bohnreisach, Haberhalde, Nähere Weinberge, Mönchsberg, Hohe Berge, Lange Berge, Stumpengereut, Eichhölde, Forstberg, Alter Forst, Forsthof, Stockreute und Heiligenäcker.
Triangel, Säuklinge, Hinterer Sumpf, Diebsbrunnen, Wüstenbach, Rauhau, Sumpf, Kirchberger Richtstatt, Am Wüstenbachhofer Weg und Langer Sumpf.
· Markung Rielingshausen:
Kaisersbach, Heiligenhölzle, Birke, Unteres Feld, Drei Morgen, Schreckenhöhle, Hintelsbach, Kaisersberg, Egenäcker, Brunnenhau, Birkenheule, Reiterhau, Eichbach und Salengütle.
Auf dem Gebiet der Stadt Freiberg: (besitzende Gemeinde)
· Fuchstrieb, Brandplatte, Birkenhöfer Weg und Säuhaus.
Hinter Haselhau, Kirchberger Richtstatt, Billsberg, RielingshäuserHartspitze, Langer Sumpf, Triangel und Vorderer Haselhau.
Grießberg, Murrer Hölzle, Untere Wanne, Nonnenhölzle, Vordere Wanne, Pfaffenhölzle, Vorderer Hartspiz, Rohrwiesen und Harzberg.
Auf dem Gebiet der Gemeinde Pleidelsheim:
· Markung Pleidelsheim:
Fuchsener Teich, Langer Sumpf, Vorder Haselhau, Gräfenklinge, Billsberg, Dachsbau, Hinterer Haselhau und Alter Hau.
Auf dem Gebiet der Gemeinde Benningen: (besitzende Gemeinde)
· Rosengarten, Alter Hau, Rohrbrückle, Espeleshau und Mördergrube.
(2) Die Grenzen des Landschaftsschutzgebiets sind in einer Übersichtskarte im Maßstab 1 : 25 000 und in zwei Flurkarten im Maßstab 1 : 5000 schwarz umrandet und grün angeschummert eingetragen.
(3) Die Karten enthalten die rechtsverbindliche Festsetzung des Landschaftsschutzgebietes und sind Bestandteil dieser Verordnung. Die Verordnung mit Karten ist bei der unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes Ludwigsburg in 7140 Ludwigsburg, Hindenburgstr. 40, Ebene 7, Zimmer 701 niedergelegt und kann von jedermann während der Sprechzeiten eingesehen werden.
Schutzzweck ist die Erhaltung und Sicherung des ursprünglichen Charakters einer vielgestaltigen Kulturlandschaft in ihrer Funktion für den Naturhaushalt, als Lebensraum der heimischen wildlebenden Tier- und Pflanzenwelt, insbesondere auch als deren genetisches Reservoir und als größerer, zusammenhängender Erholungsraum mit überwiegendem Waldanteil. Die Vielfalt der Nutzungsarten, die dieser Landschaft ihren eigentümlichen Reiz geben, ist für die ruhesuchende Bevölkerung als Naherholungsraum zu erhalten. Das reizvolle Landschaftsbild soll vor störenden und beeinträchtigenden Veränderungen bewahrt werden, dazu gehört auch die Aufrechterhaltung der bestehenden Nutzungsstrukturen. Die Talwiesen des Bottwar-, Rohrbach- und Kaiserbachtales sowie die Obstbaumwiesen des Schutzgebietes sind in ihrer Eigenart und landschaftstypischen Ausprägung als extensiv genutzte Wiesenlandschaft als ökologisch wertvolle und den Naturraum prägende Landschaftsbestandteile einschließlich der Ufersäume und -gehölze besonders schützenswert.
10. Verankern von schwimmenden Anlagen und die Errichtung von Stegen sowie das Befahren der Bottwar mit Booten oder ähnlichen Sportgeräten vom 01.05. - 15.07.;
12. Aufstellen oder Anbringen von Plakaten, Bild oder Schrifttafeln;
15. Beseitigung oder Änderung von wesentlichen Landschaftsbestandteilen wie Hecken, Gebüschen, Feld- und Ufergehölzen, Schilf- und Röhrichtbeständen, Felsen und ähnlichen Naturerscheinungen sowie die Beseitigung von Obstbäumen und der Umbruch von Wiesen in der Bottwar-, Rohrbach- und Kaisersbachtalaue.
2. für die Beseitigung von Obstbaumhochstämmen, wenn anstelle des alten Baumes auf demselben Grundstück ein junger Obstbaum (Hochstamm) gepflanzt wird;
4. für die ordnungsgemäße Unterhaltung der Straßen, Wege, Plätze, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Nr. 15, sofern Unterhaltungsmaßnahmen nicht lediglich aus Verkehrssicherheitsgründen vorgenommen werden;
8. für den im bisherigen Umfang durchgeführten Mergelabbau zur Verbesserung weinbaulich genutzter Böden.
· § 1 Abs. 1 Ziffer 6 der Verordnung des Landratsamtes Ludwigsburg über geschützte Landschaftsteile im Landkreis Ludwigsburg vom 21.07.1967, soweit diese das in der Anlage zu dieser Verordnung abgegrenzt Gebiet betrifft.
· § 2 Abs. 2 Ziffer 6 der Verordnung des Landratsamtes Ludwigsburg über die einstweilige Sicherstellung von Schutzgebieten im Landkreis Ludwigsburg vom 25.03.1985, soweit diese das in der Anlage zu dieser Verordnung abgegrenzte Gebiet betrifft.
Ludwigsburg, den 03.07.1989

References: § 22
 § 58
 § 64
 § 2
 § 5
 § 1
 § 2