Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BVerfGE%20106,%20310
Timestamp: 2019-03-24 00:04:55+00:00

Document:
BVerfG, 18.12.2002 - 2 BvF 1/02 - dejure.org
Nichtigkeit des Zuwanderungsgesetzes: Uneinheitlichkeit der Stimmenabgabe Brandenburgs - Nachfragerecht des Bundesratspräsidenten
Verfassungsrechtliche Anforderungen an das "Gebot der einheitlichen Stimmabgabe"; Stellung des Bundesrats im Verfassungsystem der Bundesrepublik Deutschland; Funktion des Bundesverfassungsorgans "Bundesrat"; "Stimmführerschaft" eines Bundeslandes; Auswirkung von Hierachien des Landesverfassungsrechts auf der Bundesebene; Recht eines Bundeslandes zur Korrektur bei uneinheitlicher Stimmabgabe; Rechtsfolgen bei uneinheitlicher Stimmabgabe zweier Landesminister; Bedeutung der Staatspraxis für die Auslegung von Geschäftsordnungen; Zulässigkeit von echten oder unechten Abstimmungswiederholungen im Bundesrat; "Abstimmung" im Sinne der Bestimmungen der Geschäftsordnung des Bundesrats; Befugnis des Bundesratspräsidenten zur Nachfrage bei uneinheitlicher Abstimmung eines Landes; Kriterien zur Abgrenzung zulässiger von unzulässigen Nachfragen durch den Bundesratspräsidenten; Verfassungsrechtliche Grundsätze für die Abstimmung im Bundesrat
GG Art. 78
D (A), Zuwanderungsgesetz, Gesetzgebung, Bundesrat, Abstimmung, Bundesratspräsident, Normenkontrollverfahren, Nichtigkeit
GG Art. 51 Abs. 3; ZuwanderungsG
Art. 51 GG; § 32 GeschO BR
Verfassungsrecht, Uneinheitliche Stimmabgabe im Bundesrat
documentarchiv.de (Dokument mit Bezug zur Entscheidung)
BVerfGE 106, 310
NJW 2003, 339
DVBl 2003, 194
DVBl 2003, 390
DÖV 2003, 246
BStBl I 2003, 124
Denn zum einen ist jedes Land der Bundesrepublik Deutschland über seine jeweiligen Mitglieder im Bundesrat vertreten und hat prinzipiell die gleichen Rechte und Pflichten (vgl. BVerfGE 106, 310 ), zum anderen berücksichtigt das Grundgesetz die unterschiedliche Größe der Länder, indem es ihre Stimmenzahl nach ihrer jeweiligen Einwohnerzahl gewichtet (Art. 51 Abs. 2 GG).
Entgegen der Auffassung des Antragstellers bestand wegen dieser Protokollerklärung für den Ausschussvorsitzenden kein Anlass zu einer weiteren Aufklärung des Stimmverhaltens der betreffenden zwei Ausschussmitglieder nach Maßgabe der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 18. Dezember 2002, BVerfGE 106, 310.
Das BVerfG entschied mit Urteil vom 18.12.2002 (2 BvF 1/02, BVerfGE 106, 310):.
Denn ein Vertrauensschutz des Klägers auf den Fortbestand der günstigeren Regelung des § 30 Abs. 5 AuslG scheidet aus, weil eine dem § 10 Abs. 3 Satz 2 AufenthG entsprechende Regelung bereits im später für nichtig erklärten (vgl. BVerfG vom 18.12.2002 BVerfGE 106, 310) Zuwanderungsgesetz vom 20. Februar 2002 (BGBl I S. 1946) enthalten war.
Nachdem das Bundesverfassungsgericht das Zuwanderungsgesetz vom 20. Juni 2002 für nichtig erklärt hat (BVerfG vom 18.12.2002, BGBl. I 2003 S. 126), ist vorliegend § 9 StAG i.d.F. des Gesetzes vom 16. Februar 2001 (BGBl. I S. 266) anzuwenden.
KG, 16.06.2009 - 1 VAs 32/09
Bundeszentralregister: Überprüfung rechtskräftiger Verurteilungen auf materielle …
FG München, 23.07.2003 - 12 K 4205/02
Kindergeldanspruch eines Ausländers ohne Aufenthaltsberechtigung und …
VG Dresden, 25.01.2011 - 7 K 1224/10
Bereitstellungsentgelt für die Nutzung von Hausbrunnen oder …
OLG Köln, 23.09.2003 - 2 Ausl 252/03
Auslieferung; Flüchtling

References: Art. 78
 Art. 51

Art. 51
 § 32
 § 30
 § 10
 § 9