Source: https://digital.zlb.de/viewer/fulltext/15523932/1/
Timestamp: 2020-02-29 09:34:36+00:00

Document:
URN: https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-opus-154980
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-opus-154980
Wettbewerb für Lichtplanung Lichtkonzept Stadtbahnbrücken City West Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf Auslobung
Herausgeber und Wettbewerbsdurchführung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Brückenstraße 6 10179 Berlin Wettbewerbsauslobung Patrick Weiss, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, II D 2 Lars Krokowski, Dipl.-Ing. Architektur Digitale Bearbeitung Lars Krokowski, Dipl.-Ing. Architektur Titelbild Regionalmanagement City West Druck A&W Digitaldruck, Berlin
1.1		 1.2		 1.3		 1.4		 1.5		 1.6		 1.7		 1.8		 1.9		 1.10		 1.11		 1.12		 1.13		 1.14		 1.15		 1.16		 1.17		 1.18		 2.1		 2.2		 2.3		 2.4		 Auslober, Bauherr, Nutzer ...........................................................9
Rückfragen und Rückfragenkolloquium ...................................13
Verzeichnis der Wettbewerbsunterlagen...................................13
Beurteilungsverfahren und Vorprüfung .....................................15
Weitere Bearbeitung..................................................................16
Eigentum und Urheberrecht ......................................................16
Bekanntgabe des Ergebnisses / Ausstellung der Arbeiten........17
Haftung und Rückgabe .............................................................17
Zusammenfassung der Termine................................................17
Städtebauliche Rahmenbedingungen .......................................19
Historische Entwicklung von Charlottenburg.............................21
Die Stadtbahn Berlin .................................................................24
Der Wettbewerbsbereich...........................................................26
Stadtbahnbrücke Hertzallee......................................................27
Stadtbahnbrücke Hardenbergstraße.........................................28
Stadtbahnbrücke Kantstraße ....................................................31
Stadtbahnbrücke Fasanenstraße..............................................33
Stadtbahnbrücke Uhlandstraße ................................................34
Stadtbahnbrücke Grolmannstraße ............................................35
Stadtbahnbrücke Knesebeckstraße ..........................................36
Stadtbahnbrücke Bleibtreustraße..............................................37
Technische Infrastruktur ............................................................39
Erschließung und Verkehr.........................................................39
Planungsrecht ...........................................................................39
Öffentliche Beleuchtung ............................................................39
Allgemeine Zielsetzung .............................................................41
Gestalterische und funktionale Anforderungen .......................... 42
Kosten, Wirtschaftlichkeit, Realisierung ....................................45
Beurteilungskriterien des Preisgerichts.....................................46
Digitale Anlagen .......................................................................47
Quellenangaben........................................................................49
Teil 2 Situation und Planungsvorgaben ..............................................19
2.5		 2.6		 2.7		 2.8		 3.1		 3.2		 3.3		 3.4		 4.1		 4.2
Teil 4 	 Anhang.....................................................................................47
Lichtkonzept Stadtbahnbrücken City West / Anlass und Ziel
Die Stadtbahn ist ein herausragendes stadtstrukturelles Element in der City West von Berlin, welches das Erscheinungsbild und Image dieses Stadtraums prägt. Durch die Hochlage der Gleise auf dem Bahnviadukt gibt es eine Vielzahl von Straßenunterführungen. Die Brücken sind einerseits Orientierungspunkte, ihre Tunnelräume zugleich aber auch Problemorte. Deshalb soll ein Beleuchtungskonzept entwickelt werden, durch das stadtstrukturelle Nachteile der Stadtbahn wie dunkle, unsaubere Passagen und Angsträume beseitigt und die Besonderheiten der denkmalgeschützten Brückenarchitektur erlebbar gemacht werden. Aufgabe ist, einerseits die Brücken durch Licht zu inszenieren und zugleich die Tunnelräume als Bestandteil des öffentlichen Raums aufzuwerten, sie in ihr Umfeld einzubinden und ihre Barrierewirkung abzumildern. Es wird angestrebt, dass das Lichtkonzept mit einer überzeugenden künstlerischen Leitidee eine überregionale Strahlkraft entfaltet und z.B. in den touristischen Stadtführern Einzug hält. Mit einer attraktiven Lichtgestaltung der Brückensituationen wird eine Erhöhung der Besucherfrequenz in den Ku´damm-Seitenstraßen und eine weitere Aufwertung von Geschäften und gastronomischen Einrichtungen erwartet. Für acht Brücken bzw. Tunnelräume zwischen der Hertzallee am Bahnhof Zoologischer Garten und der Bleibtreustraße im Westen soll im Rahmen des Wettbewerbsverfahrens unter dem Motto „Perlenkette aus Licht“ ein übergreifendes Lichtkonzept entwickelt werden. Darüber hinaus sind für drei dieser Brücken – Hardenberg-, Kant- und Bleibtreustraße - realisierungsnahe lichttechnische Lösungen als Vertiefung des Gesamtkonzepts auszuarbeiten. Im Zuge der lichtkünstlerischen Installationen soll auch über eine neue Öffentliche Beleuchtung nachgedacht werden. Die Lichtkonzepte für die einzelnen Brücken sollen sukzessive realisiert werden. Für erste Investitionsmaßnahmen stehen für die Planung und die bauliche Umsetzung in den Jahren 2012 und 2013 aus dem Städtebauförderprogramm „Aktive Zentren“ zunächst 440.000 Euro (brutto) zur Verfügung. Aus diesen Mitteln ist mindestens die Realisierung der Lichtinstallationen für die drei Brücken Hardenberg-, Kant- und Bleibtreustraße zu finanzie-ren. Eine weitergehende Finanzierung des Vorhabens zur Realisierung der Lichtinstallationen an den übrigen Brücken ist in den Folgejahren beabsichtigt. Für eine in Verbindung mit der Lichtkonzeption vorgeschlagenen Änderung bzw. Erneuerung der Öffentlichen Beleuchtung stehen für die drei Brücken Hardenberg-, Kant- und Bleibtreustraße darüber hinaus insgesamt 30.000 Euro (brutto) zur Verfügung.
Lichtkonzept Stadtbahnbrücken City West / Teil 1 Verfahren
Auslober Land Berlin, vertreten durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin Bauherr Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin Abteilung Bauwesen Wettbewerbsdurchführung, Auslobung und Koordination Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Brückenstraße 6 10179 Berlin Patrick Weiss, II D 2 Tel.: +49 (0)30 9025 2016 Fax: +49 (0)30 9025 2533 E-Mail: patrick.weiss@senstadt.berlin.de
Die Auslobung erfolgt als nichtoffener einstufiger Ideen- und Realisierungswettbewerb für Lichtplaner in Zusammenarbeit mit anderen Fachsparten. Kommunikation Die Wettbewerbssprache ist Deutsch. Die Kommunikation mit den Teilnehmern erfolgt über E-Mail.
Dem Wettbewerb liegen die Richtlinien für Planungswettbewerbe (RPW 2008) sowie das Rundschreiben SenStadt VI A Nr. 06 / 2009 (Einführung der RPW 2008) zugrunde, soweit nachstehend nichts anderes ausgeführt ist. Einverständnis Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer und Gast erklärt sich durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Verfahren mit den vorliegenden Teilnahmebedingungen und der Anwendung der RPW 2008 einverstanden. Verlautbarungen jeder Art über Inhalt und Ablauf vor und während der Laufzeit des Wettbewerbsverfahrens, einschließlich der Veröffentlichung der Wettbewerbsergebnisse, dürfen nur über die Se-natsverwaltung für Stadtentwicklung, – II D –, abgegeben werden. Datenschutz Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer, Gast und Auftragnehmer willigt durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Verfahren ein, dass seine personenbezogenen Daten im Zusammenhang mit
o.g. Wettbewerb bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Form einer automatisierten Datei geführt werden. Diese Einwilligung ist auf der Verfasser- bzw. auf der Zustimmungserklärung zu bestätigen. Eingetragen werden Name, Anschrift, Telefon, Beauftragung im Wettbewerb, Kammermitgliedschaft, Berufsbezeichnung. Nach Abschluss des Verfahrens können auf Wunsch diese Daten gelöscht werden (durch Vermerk auf der Verfassererklärung). Gemäß § 6 des novellierten Datenschutzgesetzes ist die Einwilligung der Betroffenen notwendig, da eine spezielle Rechtsgrundlage für die Führung dieser Datei fehlt.
Zur Teilnahme am Wettbewerb wurden entsprechend der Ankündigung vom 29.04.2011 in einem vorgeschalteten Bewerbungsverfahren (Teilnahmewettbewerb gemäß RPW) durch ein vom Preisgericht unabhängiges Auswahlgremium folgende acht Büros bzw. Arbeitsgemeinschaften ausgewählt: •		 •		 •		 •		 •		 •		 •		 •		 Planwerk Essen, Essen mit Paul Baartmans, NL-Amsterdam pfarré lighting design, München mit Leni Schwendinger Light Projects LTD, USA-New York aletja GbR, Berlin mit LumiX building solutions GmbH, Berlin lichttransfer, büro für lichtplanung, Berlin mit Susanne Rottenbacher, Berlin Arup GmbH Deutschland, Berlin mit Hans Peter Kuhn, Berlin Anne Boissel Licht und Raumgestaltung, Berlin Light Design Engineering, Stuttgart mit Latz und Partner, Kranzberg studio kybra, Frankfurt a.M.
Jan Dinnebier Lichtplaner, Berlin Andreas Schulz Lichtplaner, Bonn Stefan Krüskemper Künstler, Berlin Corinna Rosteck Künstlerin, Berlin
Stellvertretende Fachpreisrichter Sachpreisrichter
Iris Tegtbur Lichtplanerin, Berlin Manfred Kühne Abteilungsleiter Städtebau und Projekte Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin
Klaus-Dieter Gröhler Bezirksstadtrat für Bauwesen BA Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin N.N. DB Stellvertretende		 Sachpreisrichter		 Claudia Reich-Schlicher Beratung zu und Bearbeitung von Projekten und Vorhaben aus dem Bereich Baukultur Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin Maria Berning Referatsleiterin Städtebauförderung/ Stadterneuerung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin Marc Schulte Bezirksstadtrat für Wirtschaft, Ordnungsangelegenheiten und Weiterbildung BA Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin Cord Meyer Leiter Immobilienmanagement DB Netz AG Sachverständige		 N.N. Technische Abteilung / Unterhaltung DB Dirk Spender Regionalmanagement CITY WEST Hans-Jürgen Rathmann Manager Öffentliche Beleuchtung Alliander Stadtlicht GmbH Monika Krusenbaum Bauwesen - Fachbereich Hochbau BA Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin Bernd Lehnert Bauwesen - Fachbereich Tiefbau BA Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin Martin Gropp Referat Soziale Stadt Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin Evelyn Hoffschröer Leiterin Objektmanagement Öffentliche Beleuchtung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin
Christiane Lingen Leitung Projektmanagementbereich Ingenieurbauwerke / Entwurf Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin Dr. Matthias Dunger Baudenkmalpflege Landesdenkmalamt Berlin Peter Ostendorff Referatsleiter Auswahlverfahren u. Wettbewerbe Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin Vorprüfung Torsten Rullmann Lichtplaner, Berlin N.N. Vertreter der AG City Mitglieder der Bezirksverordnetenversammlung BA Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin
Die Auslobungsbroschüre wird den Teilnehmern vorab am 12. Juli 2011 in digitaler Form per E-Mail zugesandt. Die digitalen Anlagen zum Wettbewerb stehen gleichzeitig (durch Erhalt eines Passwortes) zum Download zur Verfügung. Die Auslobungsbroschüre wird am 14. Juli 2011 per Post an die Teilnehmer versendet.
Die Arbeiten müssen bis zum 05. September 2011, 17:00 Uhr in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Referat Wettbewerbe und Auswahlverfahren Brückenstraße 6 – Jannowitzcenter 10179 Berlin Raum Nr. 4.026 eingegangen sein (es gilt nicht das Datum des Poststempels). Die Wettbewerbspläne sind gerollt in einer eckigen Versandbox abzuliefern. Der Verfasser trägt die Verantwortung, dass die geforderten Leistungen am 05. September 2011 vorliegen. Die Wettbewerbsarbeiten sind zur Wahrung der Anonymität in verschlossenem Zustand ohne Absender oder sonstigen Hinweis auf den Verfasser, aber mit der Kennzahl und dem Vermerk „Lichtkonzept Stadtbahnbrücken“ einzureichen. Bei Zustellung durch Post- oder Kurierdienst ist der Empfänger als Absender anzugeben.
Rückfragen und Rückfragenkolloquium
Rückfragenkolloquium Ein Rückfragenkolloquium mit den teilnehmenden Büros findet am 02. August 2011 um 13:00 Uhr statt.
Ort: Amerika Haus, Hardenbergstraße 22-24 in 10623 Berlin.
Im Anschluss an das Kolloquium findet eine gemeinsame Ortsbegehung statt. Rückfragen Rückfragen zur Auslobung können auch schriftlich gestellt werden. Sie müssen bis zum 04. August 2011, 12:00 Uhr bei folgender E-MailAdresse eingegangen sein: woywodgast@senstadt.berlin.de Bei den Rückfragen ist auf die entsprechenden Teilziffern der Auslobung, auf die sie sich beziehen, Bezug zu nehmen. Die Zusammenstellung aller eingereichten Fragen und deren Beantwortung werden den Beteiligten am 10. August 2011 zugesandt und sind Bestandteil der Auslobung.
Unterlagen des Wettbewerbs sind: - die vorliegende Auslobung - die Zusammenstellung der Rückfragen und Antworten - digitale Daten auf CD (vollständiges Verzeichnis siehe Teil 4 Anhang), u.a. die im Folgenden aufgeführten Planunterlagen und Dokumente: o Übersichts- und Lageplan, u.a. als .dwg-Datei o Arbeitsplan, u.a. als .pdf-Datei o Planunterlagen Brücken o Fotodokumentation o Handbuch Stadtbild Berlin – Lichtkonzept o Leitlinien für die City West
Von den Teilnehmern werden folgende Leistungen erwartet: Geforderte Leistungen in Papierform 1. Lageplan im M 1:2.000 mit Darstellung der städtebaulichen
Gesamtsituation und der übergeordneten Konzeptidee;
2. Ansichten der Brücken des Ideenteils im M 1:200, Lagepläne und
Schnitte, soweit zum Verständnis des Entwurfs erforderlich;
3. Lagepläne, Ansichten und Schnitte der drei Brücken des Realisierungsteils (Brücken Hardenberg-, Kant- und Bleibtreustraße) im M 1:100; 4. Details, Systemskizzen zu den Installationen, zur Befestigung am Brückenbauwerk etc. in geeignetem Maßstab, ggf. Screenshots zur Darstellung von Lichtabfolgen für die Brücken des Realisierungsteils; 5. Jeweils eine räumliche Darstellung mit Standpunkt nach freier Wahl für die drei Brücken des Realisierungsteils; 6. Erläuterungsbericht im Format DIN A 4 (getrennt von den Plänen) mit: –		 Erläuterung und Begründung des Entwurfskonzeptes –		 Aussagen zu Konstruktion und Materialien –		 Angaben zum Lichtniveau –		 Kostenschätzung für die Herstellung der ersten drei Installationen einschließlich Angaben über die voraussichtliche Höhe des Honorars für die Entwurfs- und Ausführungsplanung incl. Bauleitung –		 Kostenschätzung des zu erwartenden Betriebs- und
Wartungsaufwandes für die ersten 10 Jahre
7. Verfassererklärung (s. Teil 4 Anhang, 4.1.6 Formblätter) nur in undurchsichtigem, verschlossenen Briefumschlag nur mit Beschriftung Verfassererklärung und Kennzahl; 8. Verzeichnis der eingereichten Unterlagen; Als verbindliche Form der Arbeit gilt der Papierausdruck. Zusätzlich geforderte Leistungen in digitaler Form Zusätzlich sind folgende Leistungen in digitaler Form auf CD-ROM zu erbringen (für Vorprüfung, Ergebnisprotokoll und Veröffentlichung): –		 die Präsentationspläne als Windows-kompatible .tif-Datei(en) in einer Auflösung von bevorzugt 300dpi (ggf. LZW-komprimiert); –		 die Präsentationspläne als pdf-Datei(en) mit eingebundenen Pixeldarstellungen in einer Auflösung von bevorzugt 300dpi; –		 die geforderten Leistungen nach Nr. 6 (Erläuterungsbericht); Hinweise zu den geforderten digitalen Leistungen „Offene“ Dateien aus Layout-Programmen (z.B. InDesign, QuarkExpress, Illustrator etc.) können nicht berücksichtigt werden. Bildmaterial, das nicht
im genannten Windows-kompatiblen .tif-Format vorliegt, kann nicht berücksichtigt werden. Die CD-ROM selbst trägt als Titel nur die sechsstellige Kennzahl, mit der auch die schriftlichen Pläne gekennzeichnet werden (z.B. 123456). Die einzelnen Dateien auf der CD-ROM müssen wie folgt benannt werden: Der erste Teil des Dateinamens ist die sechsstellige Kennzahl, danach folgt ein Unterstrich und anschließend der eigentliche Dateititel, gefolgt von der Formatangabe, z.B. „tif“. Beispiele: – Lageplan: – Ansichten:
123456_lageplan.tif 123456_ansicht_01.pdf
In den Dateinamen dürfen keine Leer- und Sonderzeichen vorkommen. Die CD-ROM ist für Windows-kompatiblen PC zu erstellen. MacintoshFormate können grundsätzlich nicht verwendet werden. Allgemeine Hinweise Jeder Teilnehmer darf nur eine Arbeit ohne Variante einreichen. Gemäß RPW 2008 § 5 Absatz 2 werden Darstellungen, die über die in der Auslobung geforderten Leistungen hinausgehen oder gegen bindende Vorgaben des Auslobers verstoßen, von der Vorprüfung ausgesondert. Für die Präsentation der Wettbewerbsarbeiten stehen pro Wettbewerbsteilnehmer max. zwei 2 m hohe Rolltafeln mit einer Hängefläche von 1,96 m (Breite) x 1,46 m (Höhe) zur Verfügung. Die vom Auslober zur Verfügung gestellten Arbeitspläne sind ein Angebot, den Wettbewerbsbeitrag darzustellen; sie müssen von den Verfassern nicht verwendet werden. Ausschlusskriterien / Verstoß gegen bindende Vorgaben Die für die Wettbewerbsaufgabe verbindlichen Vorgaben werden im Sinne der Innovation und des Wettbewerbgedankens auf folgende grundsätzliche Anforderungen begrenzt: – keine bindenden Vorgaben Wettbewerbsbeiträge, die während der Laufzeit des Wettbewerbs veröffentlicht werden, verstoßen gegen die in § 1 Absatz 4 und § 6 Absatz 2 RPW 2008 geforderte Anonymität und sind von der Beurteilung auszuschließen.
Die Wettbewerbssumme (RPW 2008 § 7 Absatz 2) ist auf der Basis der HOAI ermittelt. Für Preise und Honorare stehen insgesamt 16.100 Euro (netto) zur Verfügung. Den ausgewählten Teilnehmern wird jeweils ein Bearbeitungshonorar von 1.100 Euro pro Büro bei Abgabe einer prüffähigen Arbeit gezahlt. Auswärtige Büros erhalten für die Teilnahme an den Wettbewerbskolloquien eine Reisekostenpauschale von 300 €. Vorgesehen ist folgende Aufteilung der Preise: 1. Preis 3.600,– € 2. Preis 2.200,– € 3. Preis 1.500,– € Die Preise werden nach Entscheidung des Preisgerichts unter Ausschluss des Rechtsweges zugeteilt. Das Preisgericht kann einstimmig eine andere Verteilung beschließen oder Preisgruppen bilden. Die Mehrwertsteuer von derzeit 19% ist in den genannten Beträgen nicht enthalten und wird den inländischen Teilnehmern zusätzlich ausgezahlt.
Das Preisgericht gibt eine schriftliche Empfehlung für die weitere Bearbeitung der Wettbewerbsaufgabe. Bei der Umsetzung des Projekts wird unter Würdigung der Empfehlungen des Preisgerichts einer der Preisträger beauftragt, sofern kein wichtiger Grund einer Beauftragung entgegensteht (RPW 2008 § 8 Absatz 2). Voraussetzung ist, dass die Ausführung der ausgewählten Arbeit im Kostenrahmen möglich ist. Eine weitere Voraussetzung für die Realisierung des Wettbewerbsentwurf ist die Übernahme der Unterhaltungskosten durch einen privaten Sponsor. Im Falle einer weiteren Bearbeitung werden durch den Wettbewerb bereits erbrachte Leistungen des Wettbewerbsteilnehmers bis zur Höhe des zuerkannten Preises oder Anerkennung nicht erneut vergütet, wenn der Wettbewerbsentwurf in seinen wesentlichen Teilen unverändert der wei-teren Bearbeitung zugrunde gelegt wird (RPW 2008 § 8 Absatz 2). Ein Verhandlungsverfahren im Anschluss an den Wettbewerb mit allen Preisträgern wird nur durchgeführt, wenn der Auftraggeber vom Votum des Preisgerichts abweicht. Im Regelfall wird der Auftraggeber nur mit dem ersten Preisträger über die Auftragsvergabe verhandeln.
Die eingereichten Wettbewerbsarbeiten werden Eigentum des Auslobers. Das Urheberrecht und das Recht der Veröffentlichung der Entwürfe bleiben dem Verfasser erhalten (RPW 2008 § 8 Absatz 3).
1.15		 Verfassererklärung
Durch ihre Unterschrift in der Verfassererklärung versichern die Wettbewerbsteilnehmer, dass sie die geistigen Urheber der Wettbewerbsarbeiten, gemäß den Wettbewerbsbedingungen teilnahmeberechtigt, mit einer Beauftragung zur weiteren Bearbeitung einverstanden und zur fach- und termingerechten Durchführung in der Lage sind. Die Verfassererklärung befindet sich als Formblatt im Downloadbereich unter „4.1.6_Formblätter“.
Das Ergebnis des Wettbewerbs wird (unter Vorbehalt der Prüfung der Teilnahmeberechtigung) den Teilnehmern, deren Arbeit mit einem Preis oder einer Anerkennung ausgezeichnet wird, unmittelbar nach der Ent-scheidung des Preisgerichts, allen anderen durch Übersendung des Preisgerichtsprotokolls mitgeteilt und der Öffentlichkeit über die Presse bekanntgegeben sowie angekündigt unter: www.stadtentwicklung.berlin.de/städtebau/baukultur/wettbewerbe Die zur Beurteilung zugelassenen Wettbewerbsarbeiten werden mit den Namen der Verfasser, der Mitarbeiter und Sonderfachleute, den Preisen und Anerkennungen, der Aufnahme in die engere Wahl und dem Preisgerichtsprotokoll öffentlich ausgestellt. Eröffnung, Ort und Dauer der Ausstellung werden den Wettbewerbsteilnehmern und der Presse be-kannt gegeben (RPW 2008 § 8 Absatz 1).
12. Juli 2011 14. Juli 2011 02. August 2011 04. August 2011 10. August 2011 05. September 2011
Ausgabe Auslobung elektronisch / Wettbewerbsunterlagen auf Plattform Ausgabe der gedruckten Auslobungsbroschüre Rückfragekolloquium Schriftliche Rückfragen bis Rückfragenbeantwortung bis Abgabe der Arbeiten Preisgerichtssitzung Ausstellung voraussichtlich
Lichtkonzept Stadtbahnbrücken City West / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben
Lage im Stadtgebiet Die Wettbewerbsgebiete der einzelnen Brücken gehören zur Trasse der Stadtbahn in Berlin und befinden sich im Westen von Berlin, im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf zwischen Bleibtreustraße und Hertzallee. Hierbei quert die Trasse zwei wichtige Straßenverbindungen, die Kantstraße als eine örtliche und die Hardenbergstraße als eine übergeordnete Straßenverbindung. Der Bahndamm/ das Bahnviadukt verläuft zwischen Bleibtreustraße und Fasanenstraße fast parallel zur nördlich, einen Häuserblock weiter gelegenen Kantstraße, um diese dann zu queren und den Bahnhof Zoologischer Garten und die Brücke über die Hertzallee zu erreichen. Während fast alle Brücken zwischen Bleibtreustraße und Uhlandstraße sowie jene über die Hardenbergstraße und Hertzallee den jeweiligen Straßenraum im rechten Winkel queren, überspannen die Brücke an der Grolmann-, Fasanen- und Kantstraße den Straßenraum in unterschiedlichen Winkeln.
M 1:15.000
Baustruktur der Umgebung Die unmittelbare Umgebung des Wettbewerbsbereichs zwischen der Brücke über die Bleibtreustraße im Westen und der Brücke über die Fasanenstraße im östlichen Bereich ist durch gründerzeitliche Blockrandbebauung bestimmt. Ab der Brücke über die Fasanenstraße ist die Umgebung, bedingt durch Kriegszerstörungen und Neubauten der letzten zwei Jahrzehnte, durch eine heterogene Baustruktur unterschiedlichster Nutzungen geprägt.
Historische Entwicklung von Charlottenburg
Im ausgehenden Mittelalter waren auf Charlottenburger Grund drei Siedlungen nachgewiesen. Eine davon, Lietzow, erhielt Sophie Charlotte 1695 von ihrem Mann, dem Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg übereignet. Dort ließ sie das Sommerschloss Lützenburg errichten, das 1699 fertig gestellt wurde. Nach der Krönung 1701 zum König Friedrich I. in Preußen ließ Sophie Charlotte das kleine Schloss zu einer repräsentativen Anlage erweitern. Kurz nach ihrem Tod erhielt die Siedlung gegenüber dem Schloss Lützenburg am 5. April 1705 von Friedrich I. den Namen Charlottenburg und gleichzeitig das Stadtrecht. Das Schloss Lützenburg wurde ebenfalls in Schloss Charlottenburg umbenannt.
Abb. 4 Berlin-Charlottenburg, Plan von 1857
Die Entwicklung von Charlottenburg wurde im ausgehenden 18. Jahrhundert einerseits durch persönliche Vorlieben der Regenten aber auch durch die Nutzung als Naherholungsgebiet der aufstrebenden Stadt Berlin gefördert. So wurde in den 1770er-Jahren der erste richtige Gasthof eröffnet, dem weitere Gaststätten und Biergärten folgten und die vor allem am Wochenende aufgesucht wurden. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts blieb Charlottenburg Ausflugsgebiet und Sommerfrische für die Berliner, die der Enge ihrer Stadt entkommen wollten. Ab 1865 gab es die Möglichkeit, mit der Pferdestraßenbahn vom Brandenburger Tor nach Charlottenburg und zurück zu fahren. Auf der Grundlage des 1862 vom Vermesser James Hobrecht erstellten „Hobrecht-Plans”, der die künftige Ausdehnung Berlins aufzeigte und auch den größten Teil des heutigen Charlottenburgs umfasste, kauften Bauspekulanten vor allem in der Gründerzeit ab 1870 große Flächen und bebauten diese. Die zunehmende Attraktivität zog wohlhabende Berliner Bürger an, die sich vorzugsweise an der repräsentativen Verbindungsstraße zwischen dem Schloss und Berlin ansiedelten. Wichtige Impulse brachte die Ansiedlung neuartiger und moderner Industriebetriebe wie Siemens und Schering in den 1870er-Jahren im Nordosten Charlottenburgs. Damit begann ein rasantes Wachstum der Stadt.
Dank großer Steuereinnahmen formte sich in der ehemals königlichen Residenzstadt ein modernes Stadtbild mit breiten Straßen, gepflegten Bürgersteigen und Parkanlagen, schönen und prachtvollen Wohnhäusern, Theatern, Sportstätten, dem weltbekannten Kaufhaus KaDeWe (auf Grund späterer Änderung des Grenzverlaufes heute im Ortsteil Schöneberg), imposanten öffentlichen Gebäuden und modernen Verkehrsanlagen. Zudem ließen sich in den 1870er Jahren Industriebetriebe wie Siemens und Schering im Nordosten Charlottenburgs nieder und es wurde die Technische Hochschule erbaut. 1875 wurde mit dem Bau der Stadtbahntrasse begonnen, die 1882 mit der Eröffnung des Personennah- und Fernverkehrs fertig gestellt wurde. Im Jahre 1893 hatte Charlottenburg erstmals mehr als 100.000 Einwohner und wurde somit zur Großstadt und gleichzeitig neben Berlin zur größten Stadt in der Provinz Brandenburg. Bis 1920 war Charlottenburg eine selbstständige und wohlhabende Großstadt westlich des alten Berlin. Bei der Eingemeindung 1920 und der Schaffung von Groß-Berlin wurde daraus der eigenständige Bezirk Charlottenburg gebildet. Im zweiten Weltkrieg wurde Charlottenburg teilweise schwer zerstört, so z.B. im Bereich des Zoologischen Gartens oder am heutigen Ernst-ReuterPlatz. Der Wiederaufbau nach dem Krieg beschränkte sich zunächst auf die Wiederherstellung der Gebäude. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde Berlin in vier Sektoren aufgeteilt, wobei Charlottenburg dem Britischen Sektor zugeteilt wurde. Mit der in den folgenden Jahren entstehenden Ost-West-Konfrontation entwickelte sich der Bereich um den Bahnhof Zoologischer Garten, Breitscheidplatz und Kurfürstendamm zum neuen Stadtzentrum West-Berlins, der City West. Ab Mitte der 1950er Jahre wurden auch vorhandenen Baulücken für den Bau von Hochhäusern, zunächst um das neu gestaltete und in ErnstReuter-Platz umbenannte Knie herum, genutzt. Mit Beginn der 1970er Jahre nahm die Neubautätigkeit im Bezirk ab und der Augenmerk lag nun mehr auf der Sanierung und der Erhaltung bestehender Wohnquartiere. Mit der Verwaltungsreform 2001 fusionierte der Bezirk Charlottenburg mit dem damaligen Bezirk Wilmersdorf. Im Jahre 2004 erfolgte eine Neuordnung der Stadtteile des entstandenen Doppelbezirks, wodurch das Gebiet des ehemaligen Bezirks Charlottenburg in die heutigen Ortsteile Westend, Charlottenburg-Nord und Charlottenburg aufgeteilt wurde. Charlottenburg feierte im Jahr 2005 sein 300-jähriges Bestehen. Leitbild für die City West Am 08. Mai 2007 beschloss der Berliner Senat, durch strategische Planungen und Maßnahmen die City West zu stärken. Unter Einbeziehung der AG City wurde eine Lenkungsgruppe mit Vertretern der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, des Bezirkes, der IHK Berlin, der Universitäten TU und UdK eingerichtet. Die Lenkungsgruppe steuerte das Projekt und erarbeitete acht Leitlinien für die Entwicklung der City West und den Masterplan für den Campus der Universitäten.
Die Leitlinien berücksichtigen Wünsche und Bedürfnisse der Gegenwart und verknüpfen diese mit nachhaltigen Perspektiven für die Stadt von morgen. Dabei stehen Verflechtungen im Mittelpunkt, die Ressourcen sparen, das Leben der Menschen und die Gestalt der Stadt bereichern und charakteristisch für einen nachindustriellen Städtebau sind, der die vielfältigen Prinzipien der Trennung überwindet, die die Moderne einst einführte. Leitlinien City West: 1. Kultur, Freizeit und Tourismus als Motoren der City West nutzen; 2. Das Wissenszentrum in die City West integrieren; 3. Das Einzelhandelsprofil der City West als Kernkompetenz ausbauen; 4. Die City West weiter als Arbeits- und Bürostandort profilieren; 5. Die City West als urbanen Wohnort für alle Generationen qualifizieren; 6. Die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum der City West erhöhen; 7. Die Baukultur als Geschichtsträger der City West präsentieren; 8. Netzwerke in der City West stärken; Am 1. März 2010 hat das Regionalmanagement City West seine Arbeit aufgenommen. Aufgabe des Regionalmanagements ist es u.a., ein Standortmarketing für die City West zu betreiben, Projektideen zu entwickeln und zu koordinieren, um ihre Entwicklungschancen zu verbessern, Akteure zu vernetzen und die Kommunikation zu fördern, Meinungsbildungsprozesse zu moderieren, bei der Standortplanung, der baulichen Entwicklung und bei der Verwendung von Fördermitteln zu beraten sowie bei konkreten Baumaßnahmen, insbesondere bei der Koordination von Vorhaben aus dem Aktive-Zentren-Programm begleitend zur Seite zu stehen. Mit Hilfe von Fördermitteln von Bund, Land und EU sollen die bereits erfolgreich angelaufenen Projekte, wie Leitlinien City West, Aktive Stadtzentren und Nachhaltige Vitalisierung des kreativen Quartiers um den Campus Berlin Charlottenburg, weitergeführt werden. Zudem wurde für das Jubiläum „125 Jahre Kurfürstendamm“ eine Imagekampagne entwickelt. Aktive Zentren Das Förderprogramm Aktive Stadtzentren ist Teil der Programmfamilie der Städtebauförderung und ergänzt die bereits erfolgreichen Programme Soziale Stadt, Städtebaulicher Denkmalschutz, Sanierung und Entwicklung sowie Stadtumbau. Hierbei wird das Ziel verfolgt, die Funktion der Zentren als Mittelpunkt ganzer Stadtteile einerseits und als Motor der Stadterneuerung andererseits zu sichern bzw. wiederherzustellen. Ein Berliner Förderschwerpunkt im Aktive-Zentren-Programm ist die City West, die für Anwohner, Touristen und Investoren attraktiver gemacht werden soll; hierunter fallen auch bauliche und sonstige Maßnahmen an den Haupteingängen und im Kernbereich (Kurfürstendamm / Tauentzienstraße), wodurch öffentliche Räume aufgewertet und Qualitäten der City West gestärkt werden sollen. Hierunter fallen u.a. die baulichen Aufwertungsmaßnahmen im Bereich des Kurfürstendamms, der Hertzallee, der Nürnberger Straße sowie der Tauentzienstraße mit der Umgestaltung und Aufwertung des Mittelstrei-
fens, als auch die Neugestaltungen des Olivaer Platzes und Rankeplatzes. Die künftige Entwicklung steht dabei unter dem Leitgedanken „Bühne Vielfalt - Internationalität“.
Die Stadtbahn Berlin
In der Zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gab es in Berlin acht Hauptbahnlinien, die jeweils einen eigenen Kopfbahnhof am Rand bzw. außerhalb des Stadtgebietes besaßen. Eine Verbindung zwischen den Bahnhöfen wurde für umsteigende Fahrgäste mittels Droschken ermöglicht. Diesem Umstand sollte die Planung einer Verbindung mittels einer neuen Eisenbahnstrecke Abhilfe schaffen. Im Jahr 1872 beantragte die Deutsche Eisenbahnbaugesellschaft in Berlin den Bau einer Stadtbahn, die den damaligen Schlesischen Bahnhof über Charlottenburg mit Potsdam verbinden sollte. Hierzu wurde 1873 die Berliner Stadteisenbahngesellschaft gegründet, an der sich neben der Deutschen Eisenbahnbaugesellschaft der Staat Preußen sowie drei private Eisenbahngesellschaften, die Berlin-Potsdamer, die MagdeburgHalberstädter und Berlin-Hamburger, beteiligten. Nach Zahlungsunfähigkeit der Deutschen Eisenbahnbaugesellschaft übernahm 1878 der Staat den Bau und Betrieb der Berliner Stadtbahn unter finanzieller Beteiligung der vier ausgeschiedenen Gesellschafter und der an die neue Strecke anschließenden Bahnen. Die Leitung der Bauarbeiten wurde der neu gegründeten „Königlichen Direktion der Berliner Stadteisenbahn“ unter Leitung des Baurats Ernst Dircksen übertragen. Ziel des Baus war es, dass dem Fern- und Personennahverkehr jeweils zwei Gleise dienen sollten, die einerseits die in Berlin endenden Bahnhöfe verbinden aber andererseits auch die bereits bestehenden Berliner Ringbahn und die Vorortstrecken anbinden sollte. Bei der Planung der Streckenführung müssten zudem die Lage der Fernbahnhöfe als auch die Lage von verfügbaren und bezahlbaren Grundstücken im Stadtbereich berücksichtigt werden, so dass z.B. auch der Berliner Festungsgraben als Teil der Stadtbefestigung aus dem 17. Jahrhundert zwischen den heutigen Bahnhöfen Hackescher Markt und Jannowitzbrücke zugeschüttet und als in öffentlicher Hand befindliches Bauland für den Streckenverlauf herangezogen wurde. Der Bau der als Hochbahn mit gemauerten Viadukten (Kreisbögen mit lichten Weiten zwischen acht und fünfzehn Metern, die auf massiven mit roten/gelben Klinkern bzw. Naturwerksteinen verblendeten Pfeilern ruhen) oder eisernen Brücken (ca. 9,7 km) bzw. als Dammschüttung (ca. 2,3 km) konzipierten Stadtbahntrasse begann 1875 und wurde 1882 mit der Eröffnung des Personennah- und Fernverkehrs beendet. Die Stadtbahn ersetzte damit die königliche „Bahnhofs-Verbindungsbahn” von 1851, die noch direkt auf den Straßen der Stadt verlief, verbesserte zusammen mit der in zwei Schritten 1871 und 1877 eröffneten Ringbahn die Anbindung Charlottenburgs an das Berliner Zentrum erheblich und trug wesentlich zur Erschließung und Entwicklung der City West bei.
Zu den charakteristischen Bauteilen der Bahntrasse gehörten die Hartungschen Säulen als Pendelstützen, die die meisten breiteren Eisenbrücken besaßen und die Berliner Eisenbahnarchitektur zwischen 1880 und 1910 prägten, sowie die funktionale Trennung in Konstruktionen für die S-Bahntrasse und Fernverkehrstrasse. Wegen Belastungs- und Witterungsschäden wurden die Bögen 1922-32 durch das Einziehen eines zweiten Gewölbes auf Pfeilerverstärkungen über einem Sohlengewölbe verstärkt. Ab 1928 wurde die S-Bahntrasse mit Stromschienen versehen und mit Gleichstrom versorgt. Durch Bombentreffer im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadtbahn an mehreren Stellen beschädigt. Durch den Verlust der deutschen Ostgebiete und durch Aufteilung in Ost- und Westzonen verlor der Fernverkehr an Bedeutung. In der Zeit der Berlin-Blockade kam der Fernverkehr fast ganz zum Erliegen. Inzwischen hatte sich aber der S-Bahnbetrieb wieder etabliert. Als 1952 alle Berliner Kopfbahnhöfe und alle weiteren WestBerliner Fernbahnhöfe geschlossen wurden, verblieb der Bahnhof Zoo als einziger Bahnhof in West-Berlin. Nach dem Bau der Berliner Mauer wurde 1961 der Bahnhof Zoo der West-Berliner und der Ostbahnhof der Ost-Berliner „Hauptbahnhof“ und der Bahnhof Friedrichstraße wurde die Endstation der separaten S-Bahn-Strecken Richtung Westen und Osten sowie Abfahrtsbahnhof der Interzonenzüge von Berlin durch die DDR in die Bundesrepublik. Während die Stadtbahntrasse im Ostteil Berlins 1990 unter Denkmalschutz gestellt wurde, wurde die Stadtbahntrasse im Bereich West-Berlins erst 1995 als Denkmal eingetragen. Im September 1994 begannen umfangreiche Sanierungsarbeiten an der gesamten Stadtbahnstrecke. Auf 7,6 km Länge wurde eine Feste Fahrbahn eingebaut sowie Brücken instand gesetzt bzw. neu gebaut. Während der Bauarbeiten fuhr die S-Bahn provisorisch über die Ferngleise. 1996 wurde die S-Bahn auf die ursprüngliche Trasse zurückverlegt und 1998 die Sanierung der Stadtbahn-Stammstrecke abgeschlossen. 2003 begann die Sanierung des 2,4 km langen S-Bahn-Abschnitts zwischen den Bahnhöfen Zoo und Charlottenburg, die im April 2004 beendet wurde. Heute bildet das Stadtbahnviadukt mit seinen zahlreichen Brücken ein markantes Merkmal im öffentlichen Raum, wobei die Tunnelräume der Bahnbrücken leider häufig als dunkle und abweisende Orte wahrgenommen werden.
Abb.5: Übersicht der einzelnen Brücken
Die Wettbewerbsbereiche umfassen acht Brücken der Stadtbahntrasse im Bereich der City West im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Ihnen gemein ist die Teilung in Brückensegmente für die Fernbahn und die S-Bahn, die bis 2004 unterschiedlich ausgebaut wurden. So wurde z.B. hauptsächlich im Bereich der Gehwege unterhalb der Brücken der S-Bahntrasse Vogeleinflugschutz angebracht. Eigentum Die Brücken mit ihren flankierenden Wänden sind Eigentum der Deutsche Bahn AG. Die Gehwegflächen, der Mittelstreifen (Hardenbergstraße) sowie die Fahrbahnen unter den Brücken stehen als öffentliches Straßenland im Eigentum des Landes Berlin.
Auf den folgenden Seiten werden die einzelnen Stadtbahnbrücken im Wettbewerbsbereich in Form von Steckbriefen vorgestellt.
Stadtbahnbrücke Hertzallee
Brückenkonstruktion -	 Wände der Widerlager mit Naturwerksteinplatten verkleidet, relativ hell wirkend -	 Brückenkonstruktion als geschweißte Blechträger auf 2 Stützpunkten mit versenkter Fahrbahn -	 Farbe: dunkelgrau Bodenbeläge -	 Gehwegbereiche mit Ober- und Unterstreifen aus Mosaikpflaster mit dazwischen liegender Bahn aus grauen Gehwegplatten. -	 asphaltierte Fahrbahn mit zwei Fahr- und zwei Seitenstreifen, wobei der nördliche als Bushaltestelle und der südliche als Parkstreifen genutzt wird Beleuchtung unter der Brücke -	 Kofferleuchten mit Natriumhochdrucklampen – rotgelbes Licht, schlechte Farbwiedergabe Beleuchtungsstärke
Abb.: Ansicht Brücke Hertzallee von Osten
Abb.: Längsschnitt Brücke Hertzallee
Ē im Mittel 0,0 lx 2,2 lx
östlich vor Brücke unter der Brücke
11,0 lx 6,8 lx 0,0 lx 0,2 lx 0,9 lx
17,0 lx 11,6 lx 0,0 lx 5,5 lx
westlich vor Brücke 0,2 lx
Werbung -	 Werbetafeln an nördlicher und südlicher Wand des Widerlagerbereichs Denkmalschutz in der Umgebung -	 Denkmalensemble Zoologischer Garten gegenüber Benachbarte Nutzung -	 Bundespolizeiinspektion Berlin Zoologischer Garten
Abb.: Ansicht nördlicher Widerlagerbereich Brücke Hertzallee
Abb.: Lageplan mit Kennzeichnung der Baudenkmale
Stadtbahnbrücke Hardenbergstraße
Abb.: Ansicht Brücke Hardenbergstraße von Osten
Brückenkonstruktion -	 Wände der Widerlager mit Naturwerksteinplatten verkleidet, relativ dunkel wirkend -	 Brückenkonstruktion als vollwandiger 2-GelenkRahmen mit versenkter Fahrbahn -	 Farbe: dunkelgrau -	 Vogeleinflugschutz als massive Vergitterungen an den Seitenbereichen unterhalb der Fernbahntrasse Bodenbeläge -	 breite Gehwegbereiche aus grauen Gehwegplatten, sich anschließenden Fahrradweg aus leicht rötlichen Gehwegplatten und einem Unterstreifen, der im südlichen Gehweg aus Mosaikpflaster, im nördlichen aus grauen Gehwegplatten besteht. -	 asphaltierte Fahrbahn mit acht Fahrstreifen -	 äußere nördliche Fahrbahn als Busspur mit Bushaltestellen und digitaler Anzeigetafel -	 Mittelstreifen aus Mosaikpflaster mit weißem Geländer zu den jeweiligen Fahrbahnen Beleuchtung unter der Brücke -	 Kofferleuchten mit Natriumhochdrucklampen - rotgelbes Licht -	 schlechte Farbwiedergabe -	 relativ hohes Lichtniveau unter der Brücke -	 zusätzlich großflächige Lichtquellen an den Wänden
Abb.: Nördlicher Widerlagerbereich Hardenbergstraße/-platz
Abb.: Nördlicher Widerlagerbereich, Vichy-Lichtkästen und Wandleuchten / digitales Anzeige-system für Busse
Abb.: Ansicht nördlicher Widerlagerbereich Brücke Hardenbergstraße mit Apotheke und Bäckerei
Abb.: Ansicht südlicher Widerlagerbereich Brücke Hardenbergstraße mit Verbrauchermarkt und Eingang zum S-Bahnhof
-	 Werbeanlage des Verbrauchermarkts HIT Ullrich -	 Vichy-Lichtkästen und 20 Wandanbauleuchten an der Wand des nördlichen Widerlagers Beleuchtungsstärke
Brückenbereich östlich vor Brücke unter der Brücke links Mitte rechts Ē im Mittel 13,0 lx 3,9 lx
15,5 lx 14,5 lx 8,6 lx 0,25 lx 6,4 lx
30,0 lx 80,0 lx 93,0 lx 68,0 lx
westlich vor Brücke 5,0 lx
Abb.: Grundriss Brücke Hardenbergstraße
Werbung -	 Werbeanlage des Verbrauchermarkts HIT Ullrich -	 verglaste Werbeflächen auf südlicher Seite -	 Vichy-Lichtkästen Denkmalschutz in der Umgebung -	 Ensemble Heereswaffenamt Jebenstraße -	 Amerika-Haus Hardenbergstraße 22-24 -	 Bahnhof Zoologischer Garten -	 ehem. Königlich Preußisches Oberverwaltungsgericht & Bundesverwaltungsgericht Hardenbergstraße 31
Abb.: Länsschnitt Brückenkonstruktion Brücke Hardenbergstraße
Abb.: Ansicht Brücke Hardenbergstraße von Westen
Benachbarte Nutzung -	 Parkhaus am Bahnhof Zoo Hardenbergstraße 25 -	 Fastfoodrestaurant Hardenbergstraße 26 -	 Reisebank Hardenbergplatz 1 Sonstiges -	 Lichtsignalanlage unmittelbar vor westlichem Brückenbereich -	 Eingangsbereich zum S-Bahnsteig -	 Zugangsbereich / Abgang zum U-Bahnhof
Abb.: Querschnitt Brücke Hardenbergstraße
Stadtbahnbrücke Kantstraße
Abb.: Ansicht Brücke Kantstraße von Osten
Brückenkonstruktion -	 Wände der Widerlager aus relativ hellem Stein mit Versatzrelief -	 Brückenkonstruktion als durchlaufender Blechträger auf 3 Stützpunkten, Säulenreihe mit 8 Säulen mit obenliegender Fahrbahn -	 schräge Übergleisung -	 Farbe: grau -	 Vogeleinflugschutz als massive Vergitterungen über dem nördlichen Gehwegbereich vorm Verbrauchermarkt, im südlichen Gehwegbereich nur unterhalb der S-Bahntrasse
Abb.: südlicher Widerlagerbereich Brücke Kantstraße
Bodenbeläge -	 Gehwegbereiche mit Ober- und Unterstreifen aus Mosaikpflaster mit dazwischen liegender Bahn aus grauen Gehwegplatten. -	 asphaltierte Fahrbahn mit fünf Fahrstreifen und einem Parkstreifen (südliche Fahrbahn mit drei Fahrstreifen, einer davon für Busse, nördlicher mit zwei Fahr- und einem Parkstreifen) -	 Mittelstreifen mit Stützenreihe der Brücke Beleuchtung unter der Brücke -	 Mix aus Anbauleuchten mit Leuchtstofflampen und Flächenstrahlern - warmweißes Licht
Abb.: nördlicher Widerlagerbereich Brücke Kantstraße
Brückenbereich östlich vor Brücke unter der Brücke links 5,0 lx 0,8 lx Mitte 8,0 lx 3,3 lx 1,1 lx rechts Ē im Mittel
18,5 lx 10,5 lx 33,1 lx 12,4 lx 0,7 lx 1,1 lx
westlich vor Brücke 1,5 lx
Werbung -	 Werbeanlage des Verbrauchermarkts HIT Ullrich Denkmalschutz in der Umgebung - Viktoria-Areal Kant-/Joachimsthalerstraße/Kurfürstendamm mit Karstadt-Sport
Abb.: Ansicht Brücke Kantstraße von Westen
Benachbarte Nutzung -	 Hotel Motel One Berlin KuDamm Kantstraße 7-11a -	 HUMANA Second Hand Bekleidung Kantstraße 6 -	 Karstadt Sport Joachimstaler Straße 5-6 -	 Neues Kranzlereck Sonstiges -	 Lichtsignalanlage unmittelbar vor westlichem Brückenbereich -	 Lichtinstallation in einem benachbarten Stadtbahnbogen (südlich), der als Durchgang zum KuDamm dient
Abb.: Grundriss Brücke Kantstraße
Abb.: Querschnitt Brücke Kantstraße
Stadtbahnbrücke Fasanenstraße
Brückenkonstruktion -	 Wände der Widerlager mit hellem Steinsockel und roten Klinkerwänden -	 Brückenkonstruktion als vollwandiger 2-Gelenkrahmen -	 Farbe: grau -	 Vogeleinflugschutz als massive Vergitterungen an den Seitenbereichen unterhalb der S-Bahntrasse -	 Entwässerung erfolgt über hinter der Klinkerverblendung liegende Rohrleitungen -	 Grundinstandsetzung erfolgte im Zuge der Stadtbahnsanierung von 1992 – 94 Bodenbeläge -	 Gehwegbereiche mit Ober- und Unterstreifen aus Mosaikpflaster mit dazwischen liegender Bahn aus grauen Gehwegplatten. -	 asphaltierte Fahrbahn mit zwei Fahr- und zwei Parkstreifen Beleuchtung unter der Brücke -	 1 Mastleuchte mit 2 Metalldampflampen – weißes Licht
Abb.: Ansicht Brücke Fasanenstraße von Süden
Abb.: Längsschnitt Brücke Fasanenstraße
Brückenbereich südlich vor Brücke unter der Brücke nördlich vor Brücke links 2,4 lx 2,9 lx Mitte 4,1 lx 3,1 lx rechts 1,4 lx 0,6 lx 2,5 lx Ē im Mittel 2,6 lx 5,9 lx 2,8 lx
11,5 lx 5,6 lx
Abb.: Ansicht westl. Widerlagerbereich Brücke Fasanenstraße
Werbung -	 Werbetafel senkrecht zum Gehweg auf der nördlichen Seite des westlichen Gehwegs -	 Werbetafel an der Südseite des Bahnviadukts im östlichen Widerlagerbereich Denkmalschutz in der Umgebung -	 Künstlerhaus St. Lukas Fasanenstraße 13 -	 Jüdisches Gemeindehaus mit Portal der ehem. Synagoge und Mahnsäule Fasanenstraße 79/80 -	 Fassade/Vestibül Mietshaus Fasanenstraße 15 Benachbarte Nutzung -	 Restaurant Lotte-Lenya-Bogen mit Außengastronomie
Stadtbahnbrücke Uhlandstraße
Brückenkonstruktion -	 Wände der Widerlager aus gelben Klinker -	 Brückenkonstruktion als vollwandiger Gerberträger über drei Öffnungen (eingehängte Endfelder) mit Stützen -	 Farbe: grau -	 Vogeleinflugschutz als massive Vergitterungen an den Seitenbereichen unterhalb der S-Bahntrasse -	 Grundinstandsetzung erfolgte im Zuge der Stadtbahnsanierung von 1992 – 94
Abb.: Längsschnitt Brücke Uhlandstraße
Bodenbeläge -	 Gehwegbereiche mit Ober- und Unterstreifen aus Mosaikpflaster mit dazwischen liegender Bahn aus grauen Gehwegplatten. -	 Stützen der Brücke im Unterstreifen des Gehwegs -	 asphaltierte Fahrbahn mit zwei Fahr- und zwei Parkstreifen Beleuchtung unter der Brücke -	 keine Bestandsbeleuchtung unter der Brücke -	 vergleichsweise helles Erscheinungsbild auch unter künstlicher Beleuchtung -	 4 Peitschenleuchten an den Eckpunkten mit Metalldampflampen - warmweißes Licht Beleuchtungsstärke
Brückenbereich südlich vor Brücke unter der Brücke
Abb.: Ansicht westl. Widerlagerbereich Brücke Uhlandstraße
Abb.: Ansicht Brücke Uhlandstraße von Süden
links 2,8 lx 1,1 lx
Ē im Mittel 8,0 lx 2,9 lx 6,5 lx
15,3 lx 5,8 lx 6,8 lx 0,8 lx 11,4 lx 4,3 lx
nördlich vor Brücke 3,9 lx
Werbung -	 kleinere Werbeschilder an südlichem Wandbereich des westlichen Widerlagers Benachbarte Nutzung -	 Hotel hampton by Hilton Berlin City West Uhlandstraße 188-189 -	 Boutique Sommerschein Uhlandstraße 12
Stadtbahnbrücke Grolmannstraße
Brückenkonstruktion -	 Wände der Widerlager aus gelben Klinker -	 Brückenkonstruktion als vollwandiger Gerberträger über drei Öffnungen, Mittelfeldträger auf 2 Stützen mit beidseits über Gerbergelenke eingehängte Endfelder -	 schräge Übergleisung -	 Farbe: dunkelgrau -	 Vogeleinflugschutz als massive Vergitterungen an den Seitenbereichen unterhalb der S-Bahntrasse -	 Vogeleinflugschutz mit Netzen unterhalb der Fernbahntrasse -	 Grundinstandsetzung erfolgte im Zuge der Stadtbahnsanierung von 1992 – 94 -	 Entwässerung erfolgt über sichtbare Fallrohre Bodenbeläge -	 Gehwegbereiche mit Ober- und Unterstreifen mit dazwischen liegender Bahn aus grauen Gehwegplatten. -	 Oberstreifen aus Mosaikpflaster, Unterstreifen aus grauem Verbundpflaster -	 Stützen der Brücke als Begrenzung zwischen Unterstreifen und Gehbahn -	 asphaltierte Fahrbahn mit zwei Fahr- und einem Parkstreifen (östlich) -	 Parkzone auf westlichem Unterstreifen (senkrecht zur Straße) Beleuchtung unter der Brücke -	 keine Bestandsbeleuchtung unter der Brücke -	 4 Mastansatzleuchten an den Eckpunkten mit je 2 Metalldampflampen - weißes Licht Beleuchtungsstärke
Abb.: Ansicht östlicher Widerlagerbereich Brücke Grolmannstraße
Abb.: Längsschnitt Brücke Grolmannstraße
Abb.: Ansicht Brücke Grolmannstraße von Süden
Brückenbereich südlich vor Brücke unter der Brücke nördlich vor Brücke
rechts 4,9 lx 1,2 lx
Ē im Mittel 6,3 lx 0,8 lx
11,9 lx 2,0 lx 1,1 lx 9,3 lx 0,2 lx 1,5 lx
21,5 lx 10,8 lx
Denkmalschutz in der Umgebung -	 Tattersall des Westens Benachbarte Nutzung -	 Restaurant Diener Grolmannstraße 47 - Bio-Supermarkt Grolmannstraße 48 - Restaurant/Bar/Café am Savignyplatz
Stadtbahnbrücke Knesebeckstraße
Brückenkonstruktion -	 Wände der Widerlager aus gelben Klinker -	 Brückenkonstruktion als vollwandiger Gerberträger über drei Öffnungen, Mittelfeldträger auf 2 Stützen mit beidseits über Gerbergelenke eingehängte Endfelder -	 Vogeleinflugschutz als massive Vergitterungen an den Gehwegbereichen unterhalb der S-Bahntrasse -	 Farbe: dunkelgrau -	 Grundinstandsetzung erfolgte im Zuge der Stadtbahnsanierung von 1992 – 94 -	 Entwässerung erfolgt über sichtbare Fallrohre Bodenbeläge -	 sehr breite Gehwegbereiche mit Ober- und Unterstreifen aus Mosaikpflaster mit dazwischen liegender Bahn aus grauen Gehwegplatten. -	 Stützen der Brücke im Unterstreifen -	 Fahrbahn aus Kopfsteinpflaster mit zwei Fahr- und zwei Parkstreifen -	 Parkzone auf westlichem Unterstreifen (senkrecht zur Straße)
Abb.: Ansicht Brücke Knesebeckstraße von Süden
Abb.: Längsschnitt Brücke Knesebeckstraße
Beleuchtung unter der Brücke -	 keine Bestandsbeleuchtung unter der Brücke -	 4 Mastansatzleuchten an den Eckpunkten mit je 2 Metalldampflampen - weißes Licht Beleuchtungsstärke
Brückenbereich südlich vor Brücke unter der Brücke nördlich vor Brücke links Mitte rechts Ē im Mittel 1,3 lx 6,8 lx
10,8 lx 6,0 lx 1,5 lx 6,6 lx 1,3 lx 6,0 lx
11,0 lx 9,3 lx 1,2 lx 7,8 lx
Abb.: Ansicht östl. Widerlagerbereich Brücke Knesebeckstraße
Denkmalschutz in der Umgebung -	 Savigny-Platz als Gartendenkmal Benachbarte Nutzung -	 Mode Amorph Savignyplatz -	 Bücherbogen am Savignyplatz, Buchhandlung Sonstiges -	 Lichtsignalanlage südlich der Brückenanlage
Stadtbahnbrücke Bleibtreustraße
Brückenkonstruktion -	 Wände der Widerlager aus dunkelrotem Klinker -	 Brückenkonstruktion als vollwandiger Gerberträger über drei Öffnungen, Mittelfeldträger auf 2 Stützen mit beidseits über Gerbergelenke eingehängte Endfelder -	 Farbe: dunkelgrau -	 Fahrstuhl zum S-Bahnsteig an Wand des westlichen Widerlagerbereichs -	 Vogeleinflugschutz als massive Vergitterungen an den Seitenbereichen unterhalb der S-Bahntrasse -	 düsteres Erscheinungsbild -	 Grundinstandsetzung erfolgte im Zuge der Stadtbahnsanierung von 1992 – 94 -	 Entwässerung erfolgt über sichtbare Fallrohre Bodenbeläge -	 Gehwegbereiche mit Ober- und Unterstreifen aus Mosaikpflaster mit dazwischen liegender Bahn aus grauen Gehwegplatten. -	 Stützen der Brücke im Unterstreifen des Gehwegs -	 Fahrbahn aus Kopfsteinpflaster mit zwei Fahr- und zwei Parkstreifen Beleuchtung unter der Brücke -	 2 Mastaufsatzleuchten unter der Brücke Gaslaternen - weißes Licht Beleuchtungsstärke
Abb.: Grundriss Brücke Bleibtreustraße
Abb.: Ansicht Brücke Bleibtreustraße von Norden
links 0,4 lx 2,8 lx 0,6 lx
Mitte 2,3 lx 2,2 lx 1,0 lx
rechts 3,3 lx 1,4 lx 0,5 lx
Ē im Mittel 2,0 lx 2,1 lx 0,7 lx
Denkmalschutz in der Umgebung -	 S-Bahnhof Savignyplatz -	 Bleibtreustraße 49
Abb.: Längsschnitt Brücke Bleibtreustraße
Benachbarte Nutzung -	 Restaurant Filou Bleibtreustraße 50 -	 Restaurant Zillemarkt Bleibtreustraße 45 Sonstiges -	 Aufzuganlage an Wand des westlichen Widerlagers -	 Eingang zum S-Bahnhof Savignyplatz über Durchgang am Else-Ury-Bogen
Abb.: Querschnitt Brücke Bleibtreustraße
Abb.: Ansicht Brücke Bleibtreustraße von Süden
Abb.: Ansicht östl. Widerlagerbereich Brücke Bleibtreustraße
Abb.: Ansicht westl. Widerlagerbereich Brücke Bleibtreustraße
Abb.: Erläuterungen zu den Denkmalkarten
Die Leitungsverläufe sind den Plänen der Vattenfall Europe Netzservice GmbH im Anhang unter Punkt 4.1.2 Informationspläne zu entnehmen.
Abb.: Stadtentwicklungsplan Verkehr - Übergeordnetes Straßennetz
Gemäß dem Stadtentwicklungsplan Verkehr (Stand 2011, s.o.) ist die Hardenbergstraße in die Stufe II als übergeordnete Straßenverbindung einzuordnen. Die Planung bis 2025 sieht die Einordnung in die Stufe III als örtliche Straßenverbindung vor. Die Kantstraße ist in die Stufe III als örtliche Straßenverbindung einzuordnen. Die Planung bis 2025 sieht die gleiche Einordnung vor. Die Fasanenstraße ist derzeit als Ergänzungsstraße / Straße von besonderer Bedeutung einzuordnen. Die Planung bis 2025 sieht die gleiche Einordnung vor. Die Fasanenstraße ist zudem eine Tempo-30-Zone.
flankierenden Wände und Brücken - Deutsche Bahn öffentliche Flächen (Gehwege, Straßen) – Bezirkamt CharlottenburgWilmersdorf Bei baulichen Maßnahmen im Bereich von Geh- und Radwegen sind die Ausführungsvorschriften zu § 7 des Berliner Straßengesetzes über Geh- und Radwege (AV Geh- und Radwege) zu Grunde zu legen (s. Anlage 4.1.4).
Lichtkonzept und AV Beleuchtung Im Mittelpunkt des Lichtkonzepts steht die Beleuchtung der Berliner Straßen, die einerseits ein angenehmes, angemessenes und differenziertes Lichtniveau zum Standard werden lassen sollen, andererseits die Orientierung für den Einsatz von Leuchtentypen, die die städtebauliche Charakteristik von Straßenräumen und Quartieren unterstreichen sollen, vorgeben.
In enger Zusammenarbeit mit Fachleuten unterschiedlicher Gebiete, unter anderem Lichtexperten, Biologen, Verkehrssicherheitsfachleuten und Schlafforschern, wurde ein Konzept erarbeitet, welches Ökologie und Ökonomie des Lichts mit der unverwechselbaren Atmosphäre Berlins verbindet. Licht heißt sehen und gesehen werden. Hier spielt Helligkeit eine ebenso wichtige Rolle wie eine gleichmäßige Verteilung des Lichtes und eine geringe Blendwirkung. Das Lichtkonzept bildet einen der wichtigen Bausteine für die Bewahrung und nachhaltige Entwicklung eines attraktiven Berliner Stadtbildes und enthält die notwendigen Vorschriften für die öffentliche Beleuchtung der Berliner Straßen und die verbindlichen Vorgaben für technische Parameter bei Um- und Neubauplanungen sowie Grundsätze zu wichtigen ökologischen sowie raum- und objektbezogenen Aspekten bei der Anwendung des Konzepts. Das vorliegende Lichtkonzept umfasst ein Handbuch und eine Ausführungsvorschrift zu § 7 des Berliner Straßengesetzes und ist wegweisend in seiner Art, da es neue Wege geht, um die Ansprüche an Lichtintensität, Sicherheit, Energieeffizienz, Umweltgerechtigkeit und schöner Lichtstimmung zusammenzuführen. Das Handbuch zum Lichtkonzept legt die städtebaulich relevanten Parameter des Lichtkonzepts fest, die Entwicklung der Leuchtenbestände und der Anstrahlungen. Zentraler Bestandteil ist das Aufzeigen von Orten besonderer Lichtbedeutung. Dem Lichtkonzept werden die Vorgaben für die Lichtplanung, die „Ausführungsvorschriften Öffentliche Beleuchtung“, vorangestellt. Diese Vorschriften definieren – unter Bezug auf § 27 Absatz 3 Berliner Straßengesetz – die lichttechnischen Kriterien und Parameter für die Planung öffentlicher Beleuchtungen in Berlin wie Gütemerkmale, Vorgaben zur Beleuchtungsstärke in jeweiligen Straßentypen, zur Blendungsbegrenzung sowie Planungshinweise für bestimmte Straßenbereiche. Die AV Öffentliche Beleuchtung werden ergänzt durch Grundsätze zum Umweltschutz beim Einsatz von Beleuchtung in öffentlichen Räumen, zur Anstrahlung von Objekten und zur Beleuchtung bestimmter straßennetzunabhängiger Wege. Grundbeleuchtung unterhalb der Brücken Folgende Leuchten werden für die Grundbeleuchtung unterhalb der Stadtbahnbrücken empfohlen: Siteco 5 LA 86072C 2x36W Selux SX 509011 132C 1x 36 W, Discera Schreder PF 5, ZOB Norka Kreuzberg Die aufgeführten Leuchten sind bereits alle beim Manager der öffentlichen Beleuchtung gelistet.
Lichtkonzept Stadtbahnbrücken City West / Teil 3 Wettbewerbsaufgabe
Die Stadtbahn ist ein herausragendes stadtstrukturelles Element in der City West von Berlin, das das Erscheinungsbild und Image dieses Stadtraums prägt. Durch die Hochlage der Gleise auf dem Bahnviadukt gibt es eine Vielzahl von Straßenunterführungen. Die Brücken sind einerseits Orientierungspunkte, ihre Tunnelräume zugleich aber auch Problemorte. Deshalb soll ein Beleuchtungskonzept entwickelt werden, durch das stadtstrukturelle Nachteile der Stadtbahn wie dunkle, unsaubere Passagen und Angsträume beseitigt und die Besonderheiten der denkmalgeschützten Brückenarchitektur erlebbar gemacht werden. Aufgabe ist, einerseits die Brücken durch Licht zu inszenieren und zugleich die Tunnelräume als Bestandteil des öffentlichen Raums aufzuwerten, sie in ihr Umfeld einzubinden und ihre Barrierewirkung abzumildern. Es wird angestrebt, dass das Lichtkonzept mit einer überzeugenden künstlerischen Leitidee eine überregionale Strahlkraft entfaltet und z.B. in den touristischen Stadtführern Einzug hält. Mit einer attraktiven Lichtgestaltung der Brückensituationen wird eine Erhöhung der Besucherfrequenz in den Ku´damm-Seitenstraßen und eine weitere Aufwertung von Geschäften und gastronomischen Einrichtungen erwartet. Insbesondere soll auch eine qualitätvolle Nutzung der Bögen des Stadtbahnviadukts erreicht werden, wo dies noch nicht gegeben ist. Für folgende acht Brücken bzw. Tunnelräume zwischen der Hertzallee am Bahnhof Zoologischer Garten und der Bleibtreustraße im Westen soll im Rahmen des Wettbewerbsverfahrens unter dem Motto „Perlenkette aus Licht“ ein übergreifendes Lichtkonzept entwickelt werden: Hertzallee Hardenbergstraße Kantstraße Fasanenstraße Uhlandstraße Grolmanstraße Knesebeckstraße Bleibtreustraße Darüber hinaus sind für drei dieser Brücken realisierungsnahe lichttechnische Lösungen als Vertiefung des Gesamtkonzepts auszuarbeiten. Dies sind zum einen die Brücken Hardenbergstraße und Kantstraße, die verkehrlich wie stadträumlich von besonderer Bedeutung sind. Hinzu kommt als Dritte die Brücke Bleibtreustraße, die typologisch mit den Brücken Uhland-, Grolman-, Knesebeckstraße verwandt ist. Gegenstand des Wettbewerbs sind die Brücken selbst und das öffentliche Straßenland unter den Brücken sowie in deren engerem Umfeld. Prinzipiell stehen für die Anbringung der Lichtinstallationen alle Flächen der Brückenkonstruktionen (Stirn- und Unterseiten, Pfeiler) zur Verfügung, ebenso die straßenbegleitenden Mauern des Stadtbahnviadukts.
Gestalterische und funktionale Anforderungen
Gestalterische Zielsetzungen Zum einen ist eine übergeordnete, alle Brücken umfassende, überzeugende lichtkünstlerische Konzeption zu entwickeln, die als neue Attraktion die herausgehobene Position der City West als einen der beiden wichtigsten Zentrumsbereiche Berlins weiter stärkt. Zum anderen soll sich der Entwurf ortsbezogen mit der jeweils spezifischen einzelnen Brückenkonstruktion und der städtebaulichen Situation des jeweiligen Brückenstandorts auseinandersetzen. Für den Betrachter der einzelnen Lichtinstallation soll nachvollziehbar sein, an welchem Ort er sich gerade befindet. Die Gesamtheit der zu bearbeitenden acht Brücken soll also eine lichtkünstlerische Familie bilden, deren einzelne Mitglieder aber individuelle Charaktere aufweisen. Die Prinzipien der Einheit und der Individualität in ein stimmiges Verhältnis zueinander zu bringen, ist eine der besonderen Herausforderungen dieses Wettbewerbs. Von den Teilnehmern wird ein gestalterisch anspruchsvoller Entwurf erwartet, der nicht nur unmittelbar an und unter der Brücke wahrgenommen wird, sondern möglichst auch in der Fernsicht Präsenz entfaltet. Ob die Installationen nur bei Dunkelheit wirksam sind oder auch am Tage eine Lichtwirkung erzeugen, ist von den Wettbewerbsteilnehmern selbst zu entscheiden. Ebenso ist es den Wettbewerbsteilnehmern freigestellt, mit statischen wie auch dynamischen oder interaktiven Lichtsystemen zu arbeiten. Unter dem Gesichtspunkt der Tagwirkung ist auch bei den sichtbaren technischen Elementen eine hohe Qualität der Gestaltung anzustreben. Öffentliche Beleuchtung Die für die öffentliche Sicherheit erforderliche Öffentliche Beleuchtung und die zusätzliche lichtkünstlerische Installation sollen als technisch eigenständige und im Betrieb voneinander getrennte Systeme arbeiten. Gleichwohl sind die Wettbewerbsteilnehmer gefordert, die Öffentliche Beleuchtung und die Lichtkunst so aufeinander zu beziehen, dass eine als Ganzes überzeugende Lichtinszenierung entsteht. Dabei wird der Öffentlichen Beleuchtung eine eher unauffällige, die Lichtkunst unterstützende Funktion beigemessen. Für die öffentliche Beleuchtung wird eine warmweiße Lichtfarbe (2.700 bis 3.200 k) gewünscht. Bei der Bearbeitung der Wettbewerbsaufgabe steht für den Auslober die lichtkünstlerische Installation im Vordergrund. Bei einem Ersatz bestehender Leuchten ist auf die beim Beleuchtungsmanager gelisteten, in Kapitel 2.8 aufgeführten Leuchtentypen zurückzugreifen. Die Teilnehmer können jedoch auch davon abweichende Vorschläge unterbreiten, haben sich dabei aber auf marktkonforme Produkte zu beschränken. Hinzuweisen ist auf das Ziel des Lichtkonzepts für Berlin, die zur Zeit außerordentlich große Typenvielfalt der verwendeten Leuchten künftig zu reduzieren.
Gemäß der AV Öffentliche Beleuchtung ist in den Wettbewerbsbereichen auf Grund der gegebenen Straßenkategorien bei der Verwendung von Leuchtstofflampen oder Halogen-Metalldampflampen eine Beleuchtungsstärke von 10 lx und eine Gleichmäßigkeit von min. 0,4 UEO anzustreben. In der Fasanenstraße (Tempo 30-Straße) ist nur ein Lichtniveau von 3 lx und eine Gleichmäßigkeit von min. 0,3 UEO anzustreben. Die Öffentliche Beleuchtung muss auch ohne die Lichtkunst die genannten Werte erfüllen. Werbung An verschiedenen Brückenstandorten sind heute Werbeanlagen zu verzeichnen und zwar in Form von Großplakatflächen an den Seitenmauern sowie von Werbebannern an den Stirnseiten der Brücken. Die Werbeanlagen können von den Wettbewerbsteilnehmern zur gestalterischen Anpassung an ihr Konzept neu geordnet werden, sind dann aber im gegeben Umfang wieder nachzuweisen. Ein weiterer Aspekt von „Werbung“ berührt die noch nicht gelöste Frage der Finanzierung des späteren Betriebs und der Unterhaltung der Lichtkunst. In den bislang hierzu geführten, noch ergebnisoffenen Diskussionen wurde in Erwägung gezogen, Sponsoren, die sich an den genannten Kosten beteiligen, eine Widmung oder Ähnliches am Ort der Lichtinstallation zu ermöglichen. Ideen der Wettbewerbsteilnehmer zu diesem Thema sind willkommen. Straßenverkehr Für die Gewährleistung des Straßenverkehrs wird auf die Regelungen der RASt 06 und der AV Geh- und Radwege (siehe Anhang, Punkt 4.1.5) verwiesen. Für die Freihaltung des Straßen- und Lichtraumprofils gelten folgende Festlegungen: Über den Fahrbahnen ist eine minimale Durchfahrtshöhe von 4,5 m Unterkante einzuhalten. Das Fahrbahnprofil (innerhalb der Bordsteinlinien) ist zuzüglich seitlicher Streifen von 0,5 m Breite bis zu einer Höhe von 4,5 m von Einbauten freizuhalten. Über den Geh- und Radwegbereichen ist ein lichter Raum von mindestens 2,5 m zu gewährleisten. Radwege sind, zuzüglich seitlicher Sicherheitsstreifen von 0,5 m Breite, von Einbauten freizuhalten. Darüber hinaus darf die beabsichtigte Beleuchtung nicht zu überdurchschnittlichen Irritationen bzw. Blendwirkungen der Teilnehmer im Straßenverkehr führen. Ebenso ist auszuschließen, dass die vorhanden Lichtsignalanlagen in ihrer Wirkung beeinträchtigt und durch die Lichtinstallationen in den Hintergrund gerückt werden. Deutsche Bahn Die beabsichtigte Beleuchtung darf nicht zu Beeinträchtigungen bzw. zu Blendwirkung führen. Denkmalpflege Die vorgeschlagenen lichttechnischen Anbauten sollen die historische Bausubstanz der Brücken nicht beeinträchtigen, Montagen sind z.B. als Klemmvorrichtungen vorzunehmen, auch um statische Beeinträchtigungen auszuschließen. Befestigungselemente sollen so konzipiert werden, dass sie additiv zur Brückenkonstruktion erlebt werden und reversibel sind, um
das historische Bauwerk und das Erscheinungsbild ggf. zu einem späteren Zeitpunkt wieder in seinen Ursprungszustand versetzen zu können. Die Brückenbauwerke sind farblich nicht veränderbar. Technische Beschaffenheit Die Planung der Lichtanlagen muss nach den geltenden technischen Anforderungen für elektrische Installationen und Beleuchtungskörper erfolgen. Die Einhaltung der gängigen Normen ist dabei zu gewährleisten. Insbesondere sind die notwendigen Schutzgrade und Schutzklassen für den An- und Einbau von Leuchten im Brückenbereich bzw. an der Brückenkonstruktion zu beachten (Anm.: SK II für Beleuchtungskörper mit Verbindung zur Brückenkonstruktion) . Gleichzeitig ist die technische Absicherung der Anlage, deren Robustheit, Langlebigkeit und eine möglichst geringe Wartungsintensität sicherzustellen. Die Versorgung der Installationen erfolgt aus dem öffentlichen 230V-Stromnetz bzw. dem Netz der öffentlichen Beleuchtung. Dazu stehen teils vorhandene Anschlusspunkte an den Brücken bzw. im Umfeld zur Verfügung, die entsprechend erweitert bzw. angepasst werden müssen. Ein unabhängiger Betrieb von öffentlicher Beleuchtung und Lichtinstallation ist sicherzustellen, der Stromverbrauch der einzelnen Lichtkunstanlagen wird gesondert gemessen und nach den geltenden Tarifen abgerechnet. Der Auslober erwartet von den Wettbewerbsteilnehmern Konzepte, die zwar in gestalterisch-konzeptioneller Hinsicht herausragend und innovativ, aber unter dem Gesichtspunkt der technisch-wirtschaftlichen Umsetzung kalkulierbar sind und keine besonderen Risiken in sich tragen. Deswegen sind möglichst nur bereits erprobte und zugelassene Materialien bzw. Herstellungsverfahren anzuwenden. Ebenso sind Entscheidungen zur Komplexität der verwendeten technischen Systeme in Abwägung zu den Aspekten der Wirtschaftlichkeit und Störanfälligkeit zu treffen. Schutz vor Beschädigung und Verunreinigung „Brückenunterwelten“ sind tendenziell als Orte eingeschränkter sozialer Kontrolle und Sicherheit in besonderem Maße den Problemen Vandalismus, Verschmutzung und Graffitti ausgesetzt. Dies zeigt sich auch in den Wettbewerbsbereichen. Der Auslober erwartet von den Wettbewerbsteilnehmern eine Auseinandersetzung mit diesem Thema und entwurfliche Lösungen, die dem begegnen, z.B. durch die Wahl zerstörungsresistenter Materialien und Konstruktionen, Reinigungsfreundlichkeit etc. Nachhaltigkeit, ökologische Zielsetzungen Bei der Entwurfsbearbeitung sind die Planungsprinzipien der Nachhaltigkeit anzuwenden, die eine ausgewogene Beachtung ökologischer, ökonomischer und sozialer Aspekte erfordern. Der Begriff der Nachhaltigkeit umfasst auch den Aspekt der Korrigierbarkeit und Anpassungsfähigkeit. Letzteres ist bei der vorliegenden Wettbewerbsaufgabe in so fern von besonderer Bedeutung, als
die Instandsetzung der Brücken erst zur Hälfte (für die beiden nördlichen S-Bahn-Gleise) vollzogen ist. Für die beiden südlichen Fernbahngleise steht die Instandsetzung noch aus, ohne dass heute schon ein Zeitrahmen hierfür benannt werden kann. Das Lichtkonzept muss deshalb sowohl den gegeben Zustand berücksichtigen, bei dem die Brückenpaare nicht vollständig baugleich sind (z.B. Vogeleinflugschutz) als auch eine problemlose Fortsetzung der Brückeninstandsetzung ermöglichen. Gleichfalls ist eine periodische Begutachtbarkeit der Brückenkonstruktion zu gewährleisten. Prinzipien des ökologischen Bauens sind in den „Ökologischen Kriterien für Bauwettbewerbe“ beschrieben (Stand Juli 2007, s. Punkt 4.xx). Für die Konstruktion und Bauausführung sollen danach nur Materialien und Bauteile zur Anwendung kommen, die hinsichtlich Gewinnung, Transport, Verarbeitung, Funktion und Beseitigung eine hohe Gesundheits- und Umweltverträglichkeit sowie eine hohe Lebensdauer aufweisen. Grundsätzlich müssen folgende potentielle Wirkungsbereiche von Lichtemissionen bei der Planung in den Abwägungsprozess einbezogen werden (Lichtkonzept Berlin S. 16/17, siehe Anhang, Punkt 4.1.3): •		 •		 •		 energetische und technische Aspekte (Energieeffizienz, Reduktion von Treibhausgasen) ökologische Aspekte (Verhaltensänderungen nachtaktiver Tiere sowie Beeinträchtigung von Ökosystemen) chronobiologische und medizinische Aspekte (Einfluss auf Hormonsystem und die „innere biologische Uhr“ beim Menschen)
Barrierefreiheit Der Auslober erwartet von den Teilnehmern Lösungsvorschläge, die die Interessen und Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen respektieren und wahren.
Kosten, Wirtschaftlichkeit, Realisierung
Die Lichtkonzepte für die einzelnen Brücken sollen sukzessive realisiert werden. Für erste Investitionsmaßnahmen stehen für die Planung und die bauliche Umsetzung in den Jahren 2012/2013 zunächst 440.000 Euro zur Verfügung. Aus diesen Mitteln ist mindestens die Realisierung der Lichtinstallationen für die drei Brücken Hardenberg-, Kant- und Bleibtreustraße zu finanzieren. Die 440.00 Euro (Bruttobaukosten einshließlich Planungskosten, die nach dem Wettbewerb anfallen) bilden somit den Kostenrahmen für die genannten drei Brücken, der von den Wettbewerbsteilnehmern verbindlich einzuhalten ist. Eine weitergehende Finanzierung des Vorhabens zur Realisierung der Lichtinstallationen an den übrigen Brücken ist in den Folgejahren beabsichtigt. Vom Auslober werden ausdrücklich Konzepte begrüßt, die es ermöglichen, bereits aus dem ersten Budget von 440.000 Euro mehr als die o.g. drei Lichtinstallationen zu verwirklichen. Für eine Erneuerung der Öffentlichen Beleuchtung an bzw. unter den drei Brücken stehen zusätzliche 30.000 Euro (brutto) aus dem Etat der Öffentlichen Beleuchtung zur Verfügung.
Nach der Landeshaushaltsordnung ist der Bauherr verpflichtet, seine Mittel sparsam und wirtschaftlich zu verwenden. Die Wirtschaftlichkeit des Entwurfes ist daher ein entscheidendes Kriterium bei der Beurteilung der Wettbewerbsarbeiten. Dies bezieht sich auf: die Baukosten die Kosten des laufenden Betriebs für 10 Jahre (Stromverbrauchs-, Wartungs- und Unterhaltungskosten) Die Realisierbarkeit des Lichtkonzepts im vorgegebenen Kostenrahmen ist aufzuzeigen. Die Umsetzung des Vorhabens hängt allerdings entscheidend davon ab, dass es gelingt, Sponsoren zu gewinnen, die die Kosten des laufenden Betriebes übernehmen. Vor diesem Hintergrund ist es von besonderer Bedeutung für den Auslober, möglichst niedrige Betriebs- und Wartungskosten zu erreichen. In diesem Zusammenhang wird neben einer Kalkulation der Herstellungskosten auch eine Schätzung der jährlichen Betriebskosten erwartet.
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Leitidee Gesamtkonzept, Lichtatmosphäre Einzelbrücken Denkmalgerechter Umgang mit Brücken und Stadtbahnviadukt Zusammenwirken Lichtkunst – Öffentliche Beleuchtung Vereinbarkeit mit verkehrlichen Belangen (Straßenverkehr und Bahn) Technische Ausstattung (Steuerung, Leuchtmittel etc.) Materialwahl (Umgang mit Materialien) Robustheit der Installationen Energieeffizienz Ökologische Wirkung Anpassungsfähigkeit an weitere Brückensanierung Einhaltung der Kostenrahmens Wirtschaftlichkeit (Betriebskosten)
Lichtkonzept Stadtbahnbrücken City West / Teil 4 Anhang
4.1.0 Auslobung - Vorliegende Auslobung als .pdf-Datei mit farbigen Abbildungen
in 300dpi Auflösung
00_Auslobung_Lichtkonzept.pdf
4.1.1 Arbeitspläne .pdf-Dateien - Übersichts-/ Lageplan, Arbeitspläne
01_uebersichtsplan_lichtkonzept.pdf 02_arbeitsplan_lichtkonzept.pdf (M 1:1500) (M 1:200)
CAD-Dateien - Lageplan auf Grundlage der ALK in verschiedenen Dateiformaten (maßstabsunabhängig)
04_ueb_arb-plan_lichtkonzept.dwg/dxf (vAutoCAD 2000)
4.1.2 Informationspläne - Bestandspläne
01_Hertzallee_Schnitte.pdf 02_Hertzallee_Lage-Schnitte-Ansicht.pdf 03_Hardenberg_Schnitte.pdf 04_Hardenberg_Lage-Grundriss.pdf 05_Kantstraße_Ansicht-Schnitt-Lage.pdf 06_Kant-Hardenberg_Ansicht-Schnitt-Grundriss.pdf 07_Kant_Ansicht-Schnitt-Grundriss.pdf 08_Kant_Widerlager-Stützen.pdf 09_Fasanenstraße_Schnitte_Grundriss.pdf 10_Uhland_Ansicht-Schnittpdf 11_Grolmann_Schnitte-Grundriss.pdf 12_Knesebeckstraße_Schnitte-Grundriss.pdf 13_Bleibtreustraße_Schnitte-Grundriss-Lage.pdf
Lagepläne von Versorgungsleitungen als .pdf-Dateien
01_vattenfall_hertzallee.pdf 02_vattenfall_hardenbergstraße.pdf 03_vattenfall_kantstraße.pdf 04_vattenfall_fasanenstraße.pdf 05_vattenfall_uhlandstraße.pdf 06_vattenfall_grolmann-knesebeckstraße.pdf 07_vattenfall_bleibtreustraße.pdf (M 1:500) (M 1:500) (M 1:500) (M 1:500) (M 1:500) (M 1:500) (M 1:500)
4.1.3 Weitere Planungsgrundlagen - Stadtbild Berlin - Lichtkonzept
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/bauen/beleuchtung/download/Broschuere_ Lichtkonzept.pdf
01_lichtkonzept.pdf
4.1.4 Vorschriften im Internet - Bauordnung Berlin und ergänzende Vorschriften BauOBerlin (BauOBln) v. 29. September 2005, zuletzt geändert durch Artikel I des des Gesetzes vom 08.07.2010 (GVBl. S. 396, in Kraft getreten am 23.07.2010)
Ausführungsvorschriften zu § 7 des Berliner Straßengesetzes über Geh- und Radwege (AV Geh- und Radwege) vom 11. Dezember 1998
DIN 67524 Beleuchtung von Straßentunnels und Unterführungen
4.1.5 Richtlinien im Internet - Rundschreiben im Bereich Bauen, Projektvorbereitung und -prüfung Bereich Hochbau, Richtwerte und Standards
- Richtlinie für die Anlage von Stadtstraßen, RASt 06, Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswege e.V., Köln 2007
http://www.fgsv-verlag.de/catalog/start.php
Handbuch for all - öffentlicher Freiraum Berlin
4.1.6 Formblätter - Verfassererklärung (s. Teil 1 Pkt 1.15) (PDF-Formular, d.h. Text kann direkt in das Formblatt eingeben und danach ausgedruckt werden. Das PDF-Formular kann mit dem Acrobat-Reader aber nicht gespeichert werden)
000000_verfassererklaerung_lichtkonzept.pdf
4.1.7 Bilddokumentation - Bilddokumentation als .jpg-Dateien Luftbild, Stand 2010 als .tif-Datei
Literatur - Charlottenburg – Die Historische Stadt, Nicolaische Verlagsbuchhandlung, Berlin 1986 Berlin und seine Bauten, Teil X, Band B, (1) Städtischer Nahverkehr,
Ernst & Sohn Verlag für Architektur und Technische Wissenschaft,
Internet - Internetseite der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
FIS-Broker (GIS) der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Regionalmanagement City West
http://www.berlin-city-west.de/regionalmanagement
http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Charlottenburg
Abbildungsnachweis Titelbild: Abbildung 1-3: Abbildung 4: Abbildung 5: Abbildung S.26-38:
Abbildung S.39: Fotodokumentation:
Regionalmanagement City West Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Landesdenkmalamt Berlin Regionalmanagement City West Pläne: Brückenbestandspläne der DB AG Lagepläne: SenStadt Fotos: Lars Krokowski Stadtentwicklungsplan Lars Krokowski

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 § 27
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