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Timestamp: 2018-09-24 14:30:48+00:00

Document:
SR 412.101.221.93 Verordnung des SBFI vom 6. Dezember 2012 über die berufliche Grundbildung Gusstechnologin/Gusstechnologe mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ)
Verordnung des SBFI über die berufliche Grundbildung Gusstechnologin/Gusstechnologe mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ)
vom 6. Dezember 2012 (Stand am 1. Januar 2018)
Giessereimodellbau Profil G
Giessereimodellbau Profil E
Dauerformen Profil G
Dauerformen Profil E
Verlorene Formen Profil G
Verlorene Formen Profil E
1 Gusstechnologinnen und Gusstechnologen auf Stufe EFZ beherrschen namentlich folgende Tätigkeiten und zeichnen sich durch folgende Haltungen aus:
Sie analysieren Anfragen und Aufträge, legen das Verfahren anhand interner und externer Vorschriften und Normen fest und stellen damit die Qualität der Produkte sicher;
Sie entwickeln Formen und Modelleinrichtungen, organisieren dafür die Produktionsprozesse gemäss allgemeiner und interner Vorgaben und beschaffen die dafür notwendigen Werkzeuge;
Sie stellen Modelleinrichtungen manuell, konventionell-maschinell und computerunterstützt fachgerecht her;
Sie stellen Kerne her und richten Maschinen für Dauerformen ein;
Sie stellen Kerne und Formen her und richten Maschinen und automatische Form- und Giessanlagen für Verlorene Formen gemäss Vorgaben ein;
Sie schmelzen Legierungen um oder bauen sie beim Schmelzen von Eisen bzw. Nichteisenmetallen gemäss Vorgaben selbstständig auf, giessen Giessereiprodukte mit Dauerformen oder Verlorenen Formen fachgerecht und behandeln sie nach;
Sie stellen die Qualität ihrer Produkte und der Prozesse sicher, unterhalten die Anlagen, Maschinen und Werkzeuge gemäss Vorgaben, setzen bei all ihren Arbeiten die Vorschriften des Umwelt- und des Gesundheitsschutzes sowie der Arbeitssicherheit pflichtbewusst um und arbeitet ressourcenschonend.
2 Innerhalb des Berufs der Gusstechnologin oder des Gusstechnologen auf Stufe EFZ gibt es folgende Fachrichtungen:
Giessereimodellbau;
Dauerformen;
Die Ausbildung umfasst in den folgenden Handlungskompetenzbereichen die nachstehenden Handlungskompetenzen. Die Handlungskompetenzen sind den jeweiligen Fachrichtungen gemäss Artikel 1 Absatz 2 zugeordnet.
Planen der Produktion und Entwickeln des Produktionsprozesses:
Anfragen und Aufträge analysieren (a, b, c),
Produktionsverfahren festlegen (a, b, c),
Qualitätsplan erstellen (a, b, c)
Formen und Modelle entwickeln und Werkzeuge beschaffen (a, b, c);
Beherrschen des Produktionsprozesses:
Produktionsprozess organisieren (a, b, c),
Modelleinrichtung herstellen (a),
Gussteile herstellen (b, c),
Qualität sicherstellen (a, b, c),
Infrastruktur einsetzen und unterhalten (a, b, c);
Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz sicherstellen (a, b, c),
Umweltschutz sicherstellen (a, b, c).
1 Fassung gemäss Ziff. II 141 der V des SBFI vom 24. Nov. 2017 über die Änderung von Bildungsverordnungen betreffend das Verbot gefährlicher Arbeiten, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 7331).
im Durchschnitt an 3.5 Tagen pro Woche im Profil G;
im Durchschnitt an 3.25 Tagen pro Woche im Profil E.
Um Einblick in die jeweils anderen Fachrichtungen zu erhalten, werden bis Ende des dritten Ausbildungsjahres zwei Praktika absolviert:
Fachrichtung Giessereimodellbau
4 Wochen Praktikum Verlorene Formen;
4 Wochen Praktikum Dauerformen.
Fachrichtung Dauerformen
4 Wochen Praktikum Werkzeugbau.
Fachrichtung Verlorene Formen
4 Wochen Praktikum Dauerformen;
4 Wochen Praktikum Giessereimodellbau.
2 Die schulische Bildung im obligatorischen Unterricht basiert auf den Kompetenzen des Berufs Polymechanikerin EFZ/Polymechaniker EFZ und erfolgt:
in 2040 Lektionen im Profil G. Davon entfallen auf den Sportunterricht 200 Lektionen;
in 2400 Lektionen im Profil E. Davon entfallen auf den Sportunterricht 240 Lektionen.
3 Die überbetrieblichen Kurse umfassen insgesamt mindestens 24 und höchstens 26 Tage zu 8 Stunden. Im letzten Semester der beruflichen Grundbildung finden keine überbetrieblichen Kurse mehr statt.
Art. 10 Fachliche Anforderungen an Berufsbildnerinnen und Berufsbildner1
Gusstechnologin EFZ/Gusstechnologe EFZ mit mindestens 2 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;
gelernte Gusstechnologin/gelernter Gusstechnologe mit mindestens 2 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;
eidgenössisches Fähigkeitszeugnis eines verwandten Berufs mit den notwendigen Berufskenntnissen im Bereich der Gusstechnologin EFZ/des Gusstechnologen EFZ und mit mindestens 3 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;
1 Fassung gemäss Ziff. I der V des SBFI vom 12. Okt. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 5819).
2 Fassung gemäss Ziff. I der V des SBFI vom 12. Okt. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 5819).
Art. 111Höchstzahl der Lernenden
7. Abschnitt: Lerndokumentation, Praktikumsbericht, Bildungsbericht und Leistungsdokumentation5
Art. 12 Lerndokumentation und Praktikumsbericht1
4 Am Ende des Praktikums erstellt der Praktikumsbetrieb einen Praktikumsbericht.
2 Aufgehoben durch Ziff. I der V des SBFI vom 12. Okt. 2017, mit Wirkung seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 5819).
Art. 12a1Bildungsbericht
1 Eingefügt durch Ziff. I der V des SBFI vom 12. Okt. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 5819).
Art. 13 Leistungsdokumentation in der schulischen Bildung und in der schulisch organisierten Grundbildung1
von dieser beruflichen Erfahrung mindestens 3 Jahre im Bereich der Gusstechnologin EFZ/des Gusstechnologen EFZ erworben hat,
glaubhaft macht, den Anforderungen des Qualifikationsverfahrens gewachsen zu sein.
Praktische Arbeit als individuelle praktische Arbeit (IPA) im Umfang von 24-80 Stunden. Dieser Qualifikationsbereich wird gegen Ende der beruflichen Grundbildung geprüft. Die lernende Person muss zeigen, dass sie fähig ist, die geforderten Tätigkeiten fachlich korrekt sowie bedarfs- und situationsgerecht auszuführen. Die Lerndokumentation und die Unterlagen der überbetrieblichen Kurse dürfen als Hilfsmittel verwendet werden.
3 Die Erfahrungsnote ist das auf eine ganze oder halbe Note gerundete Mittel aus der Summe der folgenden Noten:
des auf eine ganze oder halbe Note gerundeten Mittels der acht Semesterzeugnisnoten des Unterrichtsbereichs Mechanik;
des auf eine ganze oder halbe Note gerundeten Mittels der acht Semesterzeugnisnoten des Unterrichtsbereichs Gusstechnik.1
Erfahrungsnote: 10 Prozent.
2 Das Fähigkeitszeugnis berechtigt, den gesetzlich geschützten Titel «Gusstechnologin EFZ» oder «Gusstechnologe EFZ» zu führen.
5-7 Vertreterinnen oder Vertretern des Giessereiverbandes der Schweiz GVS
das Reglement vom 23. Dezember 2002 über die Ausbildung und die Lehrabschlussprüfung der Gusstechnologinnen und Gusstechnologen (41305 und 41306);
der Lehrplan vom 23. Dezember 2002 für den beruflichen Unterricht der Gusstechnologinnen und Gusstechnologen (41305 und 41306).
2 Die Genehmigung des Reglements vom 23. Dezember 2002 über die Einführungskurse für Gusstechnologinnen und Gusstechnologen wird widerrufen.
1 Lernende, die ihre Bildung als Gusstechnologin/Gusstechnologe vor dem 1. Januar 2013 begonnen haben, schliessen sie nach bisherigem Recht ab.
2 Wer die Lehrabschlussprüfung für Gusstechnologin/Gusstechnologe bis zum 31. Dezember 2018 wiederholt, kann verlangen, nach bisherigem Recht beurteilt zu werden.
Art. 23a1Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 12. Oktober 2017
1 Lernende, die ihre Bildung als Gusstechnologin EFZ/Gusstechnologe EFZ vor dem Inkrafttreten der Änderung vom 12. Oktober 2017 begonnen haben, schliessen sie nach bisherigem Recht ab, längstens jedoch bis zum 31. Dezember 2022.
2 Kandidierende, die das Qualifikationsverfahren mit Abschlussprüfung für Gusstechnologin EFZ/Gusstechnologe EFZ bis zum 31. Dezember 2024 wiederholen, werden nach bisherigem Recht beurteilt. Auf ihren schriftlichen Antrag hin werden sie nach neuem Recht beurteilt.
1 Diese Verordnung tritt am 1. Februar 2013 in Kraft.
2 Die Bestimmungen über Qualifikationsverfahren, Ausweise und Titel (Art. 14-20) treten am 1. Januar 2017 in Kraft.
AS 2013 291
1 SR 412.102 SR 412.1013 SR 822.1154 Fassung gemäss Ziff. I 141 der V des SBFI vom 24. Nov. 2017 über die Änderung von Bildungsverordnungen betreffend das Verbot gefährlicher Arbeiten, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 7331).5 Fassung gemäss Ziff. I der V des SBFI vom 12. Okt. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 5819).

References: Art. 10

Art. 111

Art. 12

Art. 12

Art. 13

Art. 23