Source: https://issuu.com/webtradecenter/docs/d3a25639-f030-4a93-a438-ac4a97ae0789
Timestamp: 2017-02-24 09:01:59+00:00

Document:
Wirtschaftsmagazin der IHK zu Schwerin
fĂźr den westmecklenburgischen Raum
A 11570
Positive Bilanz der Unternehmen
IHK zu Schwerin:
Bettensteuer ist abzulehnen
Keine BauverzĂśgerung zulassen
Wirtschaft diskutiert mit Kandidaten
heit oder
größten Filialbanken Deutschlands. So profitieren Sie – wie bereits über 1 Million Geschäftskunden – von
exzellenten Zahlungsverkehrslösungen, fairen Konditionen sowie der individuellen Beratung durch mehr
als 2.000 Geschäftskundenberater. Als die Bank an Ihrer Seite garantieren wir mit unserem Geschäftskonto
Ihre Zufriedenheit – oder Sie bekommen Ihr Geld zurück.
Siegbert Eisenach
der IHK zu Schwerin
ie weltgrößte Industrieschau liegt
hinter uns. Bereits im Vorfeld zeigten
sich die Veranstalter optimistisch.
Und das aus gutem Grund: Mit 6.550 Ausstellern hatte die Hannover Messe 2013
wiederum eine Größenordnung erreicht,
die selbstverständlich internationale Beachtung findet. Nirgendwo sonst findet
man so eine Dichte an Innovationen auf
Leistungsschau, ein Angebot und die Möglichkeit,
sich mit seinen Produkten zu präsentieren, zu
positionieren, sich dem Markt zu stellen und
seine Kunden zu pflegen.“
Auch die Aussteller aus unserem Bundesland waren so zahlreich wie seit 12 Jahren nicht mehr in der Niedersächsischen
Landeshauptstadt vertreten. Insgesamt
präsentierten sich 54 Unternehmen auf
drei Gemeinschaftsständen und als Einzelaussteller. Insbesondere der Gemeinschaftsstand des Landes MV, auf dem 11
Unternehmen vertreten waren, erreichte
eine hohe Aufmerksamkeit. Seit 23 Jahren
organisiert die IHK zu Schwerin diesen
Messestand und betreut die Unternehmen vor Ort. Ein Angebot, welches hoch
geschätzt wird und vor allem den personellen und finanziellen Aufwand für die
Aussteller minimiert. Dazu trägt auch die
Förderung aus Richtung Staatskanzlei bei.
Hinlänglich herrscht die Meinung, Messen
seien generell zu teuer und brächten nur
wenig an konkreten Ergebnissen. Die „erfahrenen Hasen“ jedoch wissen es besser!
Demnach werden schätzungsweise bis zu
20 Prozent der Jahresumsätze durch Gespräche, Akquiesen und messeinitialisierten Angebote generiert. Natürlich lassen
sich diese Angaben nicht genau spezifizieren. Jedoch gilt der alte Spruch: „Wer
nicht wirbt, der stirbt!“. Die Hannover
Messe ist vorrangig eine Leistungsschau,
ein Angebot und die Möglichkeit, sich mit
seinen Produkten zu präsentieren, zu positionieren, sich dem Markt zu stellen und
seine Kunden zu pflegen.
Und darum rufen wir alle Unternehmen im
Land dazu auf, sich im kommenden Jahr an
dieser Messe als Aussteller zu beteiligen.
Denn die Vorbereitungen zur nächsten
Hannover Messe sind bereits angelaufen.
Denken Sie daran: Eine höhere Dichte an
potentiell Interessierten für Produkte aus
unserem Land finden Sie nirgendwo! Die
IHK zu Schwerin unterstützt Sie gerne. In
Hannover kann man sich messen lassen!
Für Fortbildungsprüfungen sind bestimmte
Zulassungskriterien nötig.
Titelthema 05|2013:
Die zentrale Aussage des Landesmarketings
„MV tut gut” wir überarbeitet.
Das Schweriner Jugendfestival 2013 bietet der Wirtschaft eine ideale Kommunikationsplattform
um Unternehmensprofile vorzustellen und zu werben.
■	Titelthema
Hauptgeschäftsführung
 0385 5103-120
Standortpolitik / International
 0385 5103-200
Existenzgründung &
­Unternehmensförderung / ­
 0385 5103-300
 0385 5103-400
Recht, Steuern /
 0385 5103-500
 0385 5103-140
Wer nicht wirbt: Marketing für MV
Arbeiten im „Land zum Leben“
Schwerin wird erneut Place2Be
Bauverzögerungen zur A 14 nicht zulassen!
IHK lehnt Bettensteuer ab
Innerstädtischer Leerstand: „Was tun?“
Gewerbeflächen auf einen Klick
■	Aus- & Weiterbildung
IHK-Analyse: Aktuelle
Ausbildungssituation22
Die IHK-Aufstiegsfortbildung ermöglicht
Perspektiven23
Zulassung zu einer
IHK-Fortbildungsprüfung24
Berufsbildung ohne Grenzen
Auf geht`s nach Europa
Das IHK-Magazin „Wirtschaftskompass“ ist auch
unter www.ihkzuschwerin.de als PDF online abrufbar. Bitte benachrichtigen Sie uns unter Angabe
Ihrer Ident-Nr., wenn Sie zukünftig keine Printausgabe des IHK-Magazins mehr erhalten möchten,
per E-Mail: datenservice@schwerin.ihk.de
■	E xistenzgründung &
IHK-Umfrage zu Auslandsinvestitionen
Neues SEPA-Verfahren
Deutschland gerät in Verzug
Unternehmen investieren mehr in
Energieeffizienz28
Schneller durch den Zoll
IHK-Exportpreis 2013
2. Wirtschaftstag Kasachstan
Informationsveranstaltung zu Jordanien
■	Recht & Steuern
Vereins- und Stiftungsrecht – BGB
Keine Obergrenze bei Arbeitnehmerhaftung 34
Für die Zukunft alles Gute
Insolvenzverfahren36
IHK-Veranstaltungskalender37
Kulturtipps40
Die awekProtech GmbH, Hersteller von Kabelkonfektionen, Kabelbäumen, elektronischen Bauteilen sowie Dreh-, Fräs- und Schweißprodukten, fördert in diesem Jahr ein innovatives Projekt des Kindergartens
des Jugendhilfezentrums „Käthe Kollwitz“ e.V. Rehna, Landkreis Nordwestmecklenburg. Erstmalig im Jahr 2013 legen zwei Vorschulgruppen
Ende April eine Prüfung für einen „Fußgängerführerschein“ ab. Das
ganz große Ziel dieses Projektes ist es, den Kinder zu helfen, sich zum
Schulbeginn im Straßenverkehr sicherer zu fühlen.
Die 38 Kinder der Bären- und der Hasengruppe lernen unter dem Motto
„Gib 8 im Straßenverkehr“ regelmäßig und wiederkehrend Elemente aus
der Verkehrserziehung. „Wir basteln zum Beispiel, singen Lieder oder
lernen Verkehrsschilder. Auch die Polizei hat unsere Arbeit mit einer
Schulung unterstützt. Wir üben immer wieder, dass wir erst nach links,
dann nach rechts und wieder nach links schauen müssen, bevor wir die
Straße überqueren“, beschreibt Erzieherin Katrin Schneider.
„Nachdem wir im vergangenen Jahr die Arbeit der Schweriner KlinikClowns gesponsert haben, wollten wir diesmal direkt in Rehna tätig werden“, sagt Dirk Dönges, Geschäftsführer der awekProtech GmbH. „Als
mittelständisches, regionales Unternehmen wollen wir uns gern in der
näheren Umgebung engagieren. Darum haben wir auf der Suche nach
einem förderungsfähigen Projekt beim Kindergarten nachgefragt und
waren von der Idee des Fußgängerführerscheins begeistert“, so Dönges
Beim letzten Training in Sachen Verkehrserziehung wurde in der Hasengruppe ein Zebrastreifen gebastelt. Nachdem die Streifen von links nach
rechts aufgemalt wurden, wurden sie ausgeschnitten und auf ein Papier,
das die Straße symbolisierte, geklebt. Danach legten die Kinder ihre 15
Zebrastreifen auf den mit Straßen vorbereiteten Fußboden. Zum Abschluss
sangen sie das Zebrastreifenlied und spielten anschließend nach Herzenslust auf ihren Straßen.
weiter, „es gibt einige Materialien, die noch angeschafft werden müssen,
damit die Verkehrserziehung weitergehen kann und noch besser wird.
Hier werden wir unterstützen.“
INNOVATIONSPREIS-IT 2013:
DUNNET aus Wismar erstplatziert
crm & erp System mit dem Tagesabläufe optimiert werden und Erträge steuerbar sind.
Provisionssystem, Abrechnung, Zugangsverwaltung für Onlineportale, automatisierte
Preisliste, integrierter Marketingserver für
SMS-, Mail- und Briefversand oder ein
unabhängiges Bestellsystem sind nur ein
Auszug vieler weiterer Funktionen. Es stehen vier Varianten zur Auswahl, wodurch
sich onePAS perfekt auf das Unternehmen
anpassen lässt. onePAS ist webbasiert, es
werden keine lokalen Installationen mehr
benötigt, Datensicherungen oder Updates
entfallen und der Nutzer hat überall Zugriff.
Das noch junge Unternehmen DUNNET
aus der Hansestadt Wismar hat bereits im
2. Jahr seines Bestehens beim 10. INNOVATIONSPREIS-IT der Initiative Mittelstand
den ersten Platz mit seiner Lösung onePAS
Die namhafte Experten-Jury durfte die besten und kreativsten IT-Lösungen aus über
4.900 Bewerbern auswählen, Ende Februar
2013 stand der Sieger fest. onePAS ist ein
DUNNET hat onePAS selbst entwickelt und
sichert damit auch die Flexibilität, die ein
Kunde wünscht. Alle Module sind individuell
Bereits im Gründungsjahr wurde onePAS
prämiert von der Initiative Mittelstand als
best of 2012 im Bereich CRM. Umso größer
war die Freude beim Geschäftsführer Robert
Hoffmann über den Sieg in diesem Jahr.
Robert Hoffmann zum Sieg: „Ich möchte
mich besonders bei meinen Kunden bedanken, denn viele Erweiterungen und Module,
die wir aufgrund von Kundenwünschen realisiert haben, machen unser System zu einem
unschlagbaren Vertriebstool.“
Auch die Jury war begeistert und kommentierte den Sieg wie folgt: „Mit Ihrer Bewerbung haben Sie unsere Fachjury aus 100
Professoren, Wissenschaftlern, Branchenvertretern, IT-Experten und Fachjournalisten
restlos überzeugt. Denn ihre IT-Lösung wird
allen gestellten Anforderungen gerecht: Sie
ist innovativ, praxisrelevant und speziell für
mittelständische Unternehmen geeignet.“
Das neuste Projekt von DUNNET ist die Videoüberwachung der Kundenstandorte mit
dem Partner AXIS zu integrieren.
DUNNET UG (haftungsbeschränkt)
 03841 4683030
presse@dunnet.de
Die Kreativwerkstatt „schön irre schön” ist Teil
der Ramper Werkstätten und ermöglicht derzeit 14 Menschen mit Behinderungen, je nach
ihren individuellen Fähigkeiten Erzeugnisse
eigenhändig herzustellen. In der Gestaltung
und Bearbeitung unter anderem von Holz, Ton
und Papier entsteht eine reichhaltige Palette
von Eigenprodukten und Erzeugnissen nach
Kundenwunsch. Seit April 2010 existiert die
Kreativwerkstatt nun schon. Gruppenleiterin
Angelika Kliesch ist Frau der ersten Stunde. „Mit
der Gestaltung und Bearbeitung unter anderem
von Holz, Ton, Wolle, Papier, Bienenwachs bieten
wir eine reiche Pallette von Eigenprodukten,
auch nach Kundenwunsch”, so die 57-Jährige.
„Zudem färben, spinnen, stricken, filzen und
weben wir mit eigens produzierter Schafwolle
und anderen Naturgarnen. Dabei entstehen unter anderem Teppiche, Handtücher, Stoffe, Fensterbilder, Schmuck und modisches Beiwerk sowie unsere beliebten Strick- und Handpuppen.”
Aus besonderen Hölzern entstehen gesägte,
gefeilte, geschliffene, geölte Unikate, unter anderem Handschmeichler, Stabfiguren, Fische,
Vögel, Magnetfiguren, Garderobenleisten und
Fußbänke. In der Kerzenzieherei werden Tafel-
und Stumpenkerzen für jeden Anlass hergestellt. Gemeinsam mit Künstlern aus der Region
entwickeln die Mitarbeiter und Beschäftigten
eine Reihe von Projektarbeiten, Einschöpfarbeiten, Stempeln, Pappmache sowie Kartonagen. Je nach Auftragslage, Kundenwunsch und
natürlich auch Jahreszeit werden Schwerpunkte
gesetzt. Während ihrer Arbeitszeit in der Kreativwerkstatt können die Beschäftigten auch bis
zu zwei Stunden in der Woche an arbeitsbegleitenden Maßnahmen teilnehmen. Dazu zählen
unter anderem auch Ergo- sowie Physiotherapiestunden. „Diese Maßnahmen bilden einen
guten Kontrast zum Arbeitsalltag und bringen
Abwechslung”, sagt Kliesch.
Ramper Werkstätten, Berno Thim
 03866 67-121
wfbm@neues-ufer.de
Die Arbeiterwohlfahrt bittet die Unternehmen in Schwerin um eine
Spende für die Pflegetasche, die frischgebackenen Eltern in Schwerin
überreicht wird. Seit Beginn diesen Jahres erhalten Eltern von Neugeborenen in der Landeshauptstadt Schwerin im Rahmen des Projektes „Baby
Willkommen“ eine Beratung zu Angeboten der Stadt und eine Pflegetasche für ihr Kind. Um diese Pflegetasche mit attraktiven Inhalten zu
füllen, bittet die AWO um die Mithilfe ortsansässiger Unternehmen. Dies
ist auch ein Beitrag zur Standortwerbung für eine familienfreundliche
Stadt.
AWO-Soziale Dienste
gGmbH-Westmecklenburg
 0385 44000269
info@awo-schwerin.de
www.awo-schwerin.de
Das Schweriner Restaurant Bolero hat sich
mit vielen Überraschungen auf die neue Saison vorbereitet. „Wir wollen unter anderem
den City Beach Club, der Mitte Mai eröffnet
wird, optisch neu gestalten“, verrät Donald
Wieck, geschäftsführender Gesellschafter
des beliebten Restaurants am Südufer des
Schweriner Pfaffenteichs. Geplant ist auch
eine Zigarren Lounge zur Mecklenburgstraße
und auf dem Innenhof. Hier sollen Raucher
bevorzugt einen Sitzplatz erhalten. Auf dem
Zettel stehen ebenso Zigarren, Rum und Whiskey Tastings in Zusammenarbeit mit Steffen
Brinkmann vom Schweriner Tobaccohouse
Brinkmann. Neben den BBQs im City Beach
Club soll es ebenso wöchentliche Food & Drink
Specials geben, die im Internet veröffentlicht
werden. Die Ideen sammelt der gelernte Koch
und Hotelbetriebswirt unter anderem während
seiner Urlaubsreisen. „Nirgendwo auf der Welt
ist die Kunst, verführerische Köstlichkeiten aus
Mais und Weizen zu servieren, ausgeprägter als
in Mexiko – dem Heimatland der Nachos, Enchiladas und Sizzling Fajitas“, erläutert Restaurantleiterin Xandra Scholz, die ebenfalls über
Bereit für die Saison: Restaurantleiterin Xandra
Scholz und Geschäftsführer Donald Wieck erwarten im Bolero Schwerin ihre Gäste wieder mit
vielen neuen kulinarischen Köstlichkeiten.
mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Gastronomie verfügt. Im Bolero begeben sich die Gäs­
te auf eine kulinarische Reise durch ­Mexiko.
Die Küche ist spannend, phantasievoll, mal
bodenständig, mal weltoffen und verwöhnt
mit mexikanischen und mediterranen Spezia­
litäten. Außerdem gibt es köstliche Snacks,
saftige Steaks, leckere Burger und knackige
Salatvariationen. Auf der aktuellen Speisekarte stehen zum Beispiel die Sizzling Fajita mit
frischen gegrillten Hähnchenbrustfilet- und
Rindersteakstreifen, gegrillten Scampi, Karotte, Spitzkohl, Zucchini, Champignons, Paprika
und Lauchzwiebeln sowie die Italian Nachos gebackene Frischkäse-Ravioli mit gehobeltem
Parmesan und Salsa Picante. Außerdem sind
im Bolero mittlerweile elf Sorten Champagner
im Angebot. „Damit sind wir das Haus mit
der größten Auswahl in Schwerin“, freut sich
­ onald Wieck. 
V.l.: Michael Weiß (Präses der Kaufmannschaft zu Lübeck), Nicolaus
­Lange (Geschäftsführer der Kaufmannschaft zu Lübeck), Siegbert Eisenach
(Hauptgeschäftsführer der IHK zu Schwerin) und Hans Thon (Präsident der
IHK zu Schwerin).
Der frisch gewählte Präses der Kaufmannschaft zu Lübeck, Michael
Weiß, stattete der IHK zu Schwerin in Begleitung des Geschäftsführers
Nicolaus Lange am 11. April 2013 seinen Antrittsbesuch ab. Dabei wurde
die traditionell gute Zusammenarbeit des Wirtschaftsraums Westmecklenburg mit der Region Lübeck besonders hervorgehoben. Speziell der
Martensmann verbinde Lübeck mit Schwerin auch historisch und stelle
bis in die Gegenwart eine persönliche Verbindung der BürgerInnen und
Unternehmen dar. Besonders wurden die gemeinsamen Interessen beim
Ausbau der A 14, der festen Fehmarnbeltquerung sowie der Tourismuswirtschaft an der Ostsee hervorgehoben. Auch im Bereich der Medizintechnik und der Ernährungsindustrie gäbe es vielfältige Kontakte.
Häufig unterhalten Unternehmen Niederlassungen auf beiden Seiten
der Landesgrenzen. Eine enge Verpflechtung besteht auch auf dem Arbeitsmarkt. Die Wirtschaftsräume sind darüber hinaus durch eine hohes
Pendleraufkommen miteinander verknüpft.
Die Kaufmannschaft zu Lübeck ist eine Körperschaft des öffentlichen
Rechts, die seit 1938 in dieser Rechtsform besteht. Die Ursprünge gehen auf Mitte des 12. Jahrhunderts zurück. Im Jahre 1853 gründeten
die „commercierenden Kollegien“ die gemeinsame „Kaufmannschaft zu
Lübeck“.
Bruttoinlandsprodukt in MV steigt
nen Jahr um +4,3 Prozent gegenüber 2011 angestiegen sind. Mecklenburg-Vorpommern braucht mehr Jobs auf dem ersten Arbeitsmarkt, vor
allem im Verarbeitenden Gewerbe. Hier wird das Wirtschaftsministerium
auch künftig die zur Verfügung stehenden Mittel einsetzen.
Eine geringere Wertschöpfung hatte das Baugewerbe in MV zu verzeichnen (-3,8 Prozent), das damit auch im ostdeutschen Trend
(-4,1 Prozent) lag. Das Auslaufen der Konjunkturprogramme des Bundes
und des Landes machen sich hier bemerkbar.
Das Bruttoinlandsprodukt ist im Gesamtjahr 2012 in MecklenburgVorpommern nach Angaben des Statistischen Amtes um 1,9 Prozent im
Vergleich zum Vorjahr 2011 gestiegen. Erfreulich ist, dass es in nahezu allen wirtschaftlichen Teil-Bereichen deutliche Wertschöpfungszuwächse gegeben hat. Wachstumstreiber war im vergangenen Jahr der
Dienstleistungsbereich (+2,2 Prozent). Auch die gute Entwicklung im
Verarbeitenden Gewerbe (+0,7 Prozent) Mecklenburg-Vorpommerns
ist nennenswert. Zuwächse gab es beispielsweise im Wirtschaftsbereich
Handel, Verkehr, Gastgewerbe, Information und Kommunikation.
Im bundesweiten Vergleich hat Mecklenburg-Vorpommern bei der
Wirtschaftsleistung beachtlich zugelegt. Die Erwartungen wurden
übertroffen. Mit einem Zuwachs von 1,9 Prozent liegen das Land
deutlich über dem deutschen Durchschnitt von +0,7 Prozent und auch
über dem ostdeutschen von +0,3 Prozent und dem westdeutschen von
+0,7 Prozent. „Mecklenburg-Vorpommern befindet sich im Vergleich
zu den anderen Bundesländern aber noch in einem Aufholprozess. Das
gute Ergebnis zeigt, der Strukturwandel bei uns im Land kommt voran,
die wirtschaftliche Basis verbreitert sich“, so Wirtschaftsminister Glawe.
Der Zuwachs an Wertschöpfung lohnt sich auch für die Arbeitnehmer,
deren durchschnittliche Bruttolöhne und Bruttogehälter im vergange-
Prof. Dr. habil. Torsten Fischer, Baltic College FHM
Im Februar 2013 hat die staatlich anerkannte,
private Fachhochschule des Mittelstands (FHM)
mit Sitz in Bielefeld das Baltic College Schwerin
übernommen. Den Campus in Schwerin leitet
seit dem 1. April 2013 Prof. Dr. habil. Torsten
Fischer (49), der gleichzeitig zum Prorektor
der FHM berufen wurde. Er wird in enger Abstimmung mit dem Rektorat der Hochschule
die weitere Profilierung in den Bereichen der
touristischen und betriebswirtschaftlichen Studienangebote sowie den Ausbau von Kooperationen mit Unternehmen und Institutionen
der Region Schwerin forcieren. Prof. Dr. Fischer
bekleidet seit 2006 die Professur für Bildungsmanagement und Erwachsenenbildung am Bal-
tic College Schwerin. Er war vor der Übernahme
durch die FHM als Vizepräsident der Hochschule
für die Bereiche Studium, Lehre und Forschung
verantwortlich. Neben der Entwicklung der
Bachelor- und Masterstudiengänge profilierte
Fischer in den letzten Jahren insbesondere die
Internationalisierung der Studienangebote. Seit
2004 war der habilitierte Bildungsforscher als
Professor für Erziehungswissenschaften an der
Universität Lüneburg tätig und beschäftigt sich
seit mehr als zehn Jahren mit interdisziplinären
Forschungsfeldern im Gesundheitstourismus,
der Freizeitwirtschaft, in Bildungsunternehmen sowie mit internationaler Mittelstandsforschung. 
Wirtschaftskompass 05|2013  ■  5
V.l.: Peter Weller, Werkleiter, Olaf Weber, Vorstand Dauerholz AG, Dietmar
Eifler, Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Schweriner Landtag,
Siegbert Eisenach, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Schwerin.
Die IHK-Veranstaltungsreihe „Unternehmer fragen - Politiker antworten“
besuchte am 11. April 2013 die Dauerholz AG in Dabel. Dietmar Eifler,
Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Schweriner Landtag, stellte
sich in Dabel den Fragen der Unternehmer. Seit drei Jahren baut die
­Dauerholz AG in Dabel (Landkreis Ludwigslust-Parchim) ihr Unternehmen
schrittweise auf bzw. aus. Vorstand Olaf Weber und Werkleiter Peter
­Weller berichteten von der erfreulich guten Entwicklung des Unternehmens und den geplanten weiteren Investitionen am Standort Dabel, der
als Vorzeigebeispiel für ein gelungenes Konversionsprojekt gilt. Die Unternehmer betonten die Notwendigkeit einer guten Breitbandversorgung,
die im ländlichen Raum noch nicht im erforderlichen Maß sichergestellt
ist. Weiterer Handlungsbedarf bestehe bei der Sicherung des Fachkräftebedarfs. Im Rahmen eines Betriebsrundgangs konnten sich die Teilnehmer
ein Bild vom Unternehmen machen, das technologisch nicht nur auf der
Höhe der Zeit ausgestattet ist, sondern mit seinen patentierten Verfahren
hochwertige Produkte herstellt, die am Markt überzeugen.
Entwicklung in Nordwestmecklenburg
Am 9. April war die IHK zu Schwerin zu Gast im
Ausschuss für Wirtschaft, Kreisentwicklung und
Tourismus des Kreistages Nordwestmecklenburg.
IHK-Hauptgeschäftsführer Siegbert Eisenach
stellte die Aufgaben und die Arbeit der IHK zu
Schwerin vor. Heiner Wilms, Ausschussvorsitzender, dankte der IHK für ihre Initiative, die Zusammenarbeit der Landkreise insbesondere in den
Bereichen Wirtschaftsförderung und des Standortmarketing wieder stärker zu forcieren. Weitere
Themen waren Branchencluster im Nordwesten
Mecklenburgs sowie die Vernetzung der Wirtschaft mit der Hochschule Wismar. Am 14. Mai
2013 treffen sich die Wirtschaftsausschüsse der
Kreistage Nordwestmecklenburg, LudwigslustParchim und der Schweriner Stadtvertretung
in der IHK, um gemeinsame Themen zu beraten.
Ein wichtiges Thema wird das Potenzial der Metropolregion Hamburg für die wirtschaftliche
Entwicklung Westmecklenburgs sein.
Ab Mitte Mai ist es wieder soweit: Ihre Meinung ist gefragt. Unter Federführung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK)
führen die Industrie- und Handelskammern (IHKs) eine repräsentative
Umfrage bei Inhabern und Geschäftsführern durch. Damit wollen die
IHKs herausfinden, wie ihre Leistungen bei ihren Mitgliedern ankommen. Sind Ihnen die IHK-Aufgaben bekannt? Nutzt die Wirtschaft die
IHK-Dienstleistungen? Wie zufrieden sind die Unternehmer mit der
Arbeit ihrer IHK? Die anschließende Analyse der Bewertungen fließt ein
in einen ständigen Verbesserungs- und Optimierungsprozess. Ziel ist es,
die Mitgliederbindung zwischen IHK und Unternehmen zu verfestigen
und zu erhöhen. Die IHKs haben TNS Emnid beauftragt, von 3,6 Millionen Mitgliedsunternehmen per Telefoninterview bundesweit 1.400
Unternehmen zu befragen. Firmen aus allen Regionen, Branchen und
Betriebsgrößengruppen sind dabei repräsentativ vertreten.
Unsere Bitte an alle Unternehmer, Inhaber und Geschäftsführer: Sollten
Sie zu den "Ausgewählten“ gehören, die um ein Interview gebeten werden, nehmen Sie bitte ihr demokratisches Recht wahr. Geben Sie Ihre
Beurteilung ab. Ihre Meinung ist uns wichtig.
er Besuch zeigte, dass die Wirtschaftsstrukturen des Landkreises LudwigslustParchim von erheblichen Disparitäten
gekennzeichnet sind. Während der westliche
Teil dieses Landkreises einen beispiellosen Investitionsschub vermelden kann, bestehen im
östlichen Teil des Altkreises Parchim erhebliche
strukturelle und demographische Probleme.
Parchim, alte und neue Kreisstadt
In der Kreisstadt Parchim besuchten Präsident
Thon und Hauptgeschäftsführer Eisenach die
Unternehmensgruppe Hydraulik Nord GmbH
mit Geschäftsführer Dr. Matthias ­Jahncke
sowie Geschäftsführer Torsten Stephan,
­Hydraulik Nord Fluid Technik GmbH & Co. KG
und tauschten sich zu Themen der Fachkräfte­
sicherung, der Möglichkeiten von Forschung
und Entwicklung sowie der Gewinnung neuer
Absatzmärkte aus. Insbesondere sagten die
IHK-Vertreter der Hydraulik Nord einen Besuch auf der anstehenden Hannover-Messe
in Begleitung des Ministerpräsidenten Erwin
Sellering zu.
Weitere Gespräche wurden in Parchim mit
dem Geschäftsführer der Stadtwerke Parchim
GmbH, Dirk Kempke, der Geschäftsführerin der
WOBAU Wohnungsbau GmbH, Gerda Behrend
sowie mit der Niederlassungsleiterin der Ticket
Online Sales & Service Center GmbH, Sabine
Wandrey geführt.
Begonnen wurde der Parchim-Tag bei ­Roland
Richert, Geschäftsführer der Universalbau
­Parchim mbH & Co. KG, der auch Mitglied der
Vollversammlung der Schweriner IHK ist und ein
Abschlussgespräch fand bei der Firma ­Krüger &
Voigt Internationale Spedition GmbH mit den
Herren Geschäftsführern Hergen ­Krüger und
Jens Stapelmann statt. Schwerpunkt des Abschlussgespräches war unter anderem der Einsatz sogenannter Lang-LKWs in Mecklenburg-
Wilfried Horn,
Brauerei Lübz GmbH
Vorpommern und Brandenburg, wo es bei der
Feldstudie insbesondere im brandenburgischen
Bereich erhebliche Restriktionen gibt.
Lübz, die Bierstadt
Wer Lübz besucht, kommt an der Lübzer
Brauerei nicht vorbei! Mit Wilfried Horn, Geschäftsführer der Mecklenburgischen Brauerei
Lübz GmbH, wurden die zukünftigen Exportchancen der Lübzer Brauerei erörtert. Auch
die Verbreiterung der Produktpalette wurde
diskutiert, wobei Horn insbesondere auf die
Marketingoffensive für das Lübzer Schwarzbier hingewiesen hat. Sowohl in der Lübzer
Brauerei als auch im anschließenden Gespräch
mit Karl-Hein Dobbertin, Geschäftsführer der
Stadtwerke Lübz GmbH wurden Möglichkeiten
der Energiegewinnung aus regenerativen Rohstoffen erörtert.
Plau am See, ein Touristenmagnet
Für die Stadt Plau am See ist die weitere
Erschließung des Radwandertourismuses von
besonderer Bedeutung, so Norbert Reier, Bürgermeister der Stadt Plau am See. Dieser
Einschätzung konnten sich Paul Schulz, Amtsvorsteher Plau am See und Klaus Bendel, Bürgervorsteher Plau am See, anschließen.
Besonders ein um den Plauer See verlaufender
Radwanderweg ist dringend erforderlich.
­Michael Wufka, Vorsitzender des Handels- und
Gewerbevereins Plau am See unterstrich, dass
eine Ausweitung der Bettenkapazitäten die Ertragslage der ansässigen Hoteliers verschlechtern würde. Auch eine Umwidmung von Mietwohnungen in touristische Ferienwohnungen
werde nur in einem beschränkten Maße befürwortet. Präsident Thon und Hauptgeschäftsführer Eisenach überbrachten zudem Ernst
Gotzian, Inhaber des Parkhotels Klüschenberg,
die besten Glückwünsche zu seinem 65. Geburtstag, der am Besuchstag ebenfalls gefeiert
wurde. Ernst Gotzian ist Mitglied der Vollversammlung der IHK zu Schwerin.
Der Besuchstag fand seinen Abschluss mit
Gesprächen mit Friedhelm Gehlen von der
Ganzliner Beschichtungspulver GmbH sowie
Timo Weisbrich vom Ferienpark Heidenholz.
Die Besuchsreihe „IHK vor Ort“ wird in Wismar
sowie Dömitz fortgesetzt.
Dr. Matthias Jahncke, Geschäftsführer der
Hydraulik Nord GmbH (links) im Gespräch
mit dem IHK-Präsidenten Hans Thon (2.v.l.)
und Torsten Stephan, Geschäftsführer der
Hydraulik Nord Fluid Technik GmbH & Co.
KG erläutert dem Hauptgeschäftsführer der
Schweriner IHK, Siegbert Eisenach (3.v.l.) Verfahrenstechniken in der Produktion.
Im Rahmen der Besuchsreihe „IHK vor Ort“ führten IHK-Präsident
Hans Thon und Hauptgeschäftsführer Siegbert Eisenach Gespräche mit
Unternehmern, Bürgermeistern und Amtsvorstehern in Parchim, Lübz,
Plau am See und Ganzlin.
„IHK vor Ort“
Gespräche in Unternehmen
Die beiden Vertreter der IHK konnten in der
Ganzlin Beschichtungspulver GmbH „selbst
anpacken".
Bis das wohlschmeckende Lübzer endlich in
den handelsüblichen Bierkästen bei den Kunden landet bedarf es viel Sachverstand.
Die Ticket Online Sales & Service Center GmbH
in Parchim ist ein leistungsfähiges Call Center,
das sich vor allem mit der Vermittlung von kulturellen Veranstaltungen befasst, erläutert die
Niederlassungsleiterin Sabine Wandrey (m.).
Wirtschaftskompass 05|2013  ■  7
mit positiver Bilanz
Die Aussteller und Organisatoren der weltgrößten Technologieschau blicken
auf eine erfolgreiche Messewoche mit rund 225.000 Besuchern zurück. Auch
die 54 Aussteller aus Mecklenburg-Vorpommern ziehen eine positive Bilanz.
nsgesamt haben sich in diesem Jahr
6.550 Aussteller aus 62 Ländern auf der
­Hannover Messe präsentiert, die 2013 unter
dem Leitthema Integrated Industry stand und
Russland als Partnerland hatte. Somit kann die
diesjährige Hannover Messe als die Stärkste
seit zehn Jahren benannt werden. Die Nummer eins bleibt der Standort ­Hannover für
innovative Industrieausstellungen.
Starke Landesbeteiligung
Auch die Aussteller aus Mecklenburg-Vorpommern zogen ein durchweg positives
Fazit. Insgesamt zählte die Messe 54 Aussteller aus unserem Bundesland, die sowohl
als Einzelaussteller als auch auf einem der
insgesamt drei Gemeinschaftsstände vertreten waren. Erstmals seit 12 Jahren konnte
eine so hohe Beteiligung registriert werden.
Der Landesgemeinschaftsstand MV, der
zum 23. Mal von der IHK zu Schwerin organisiert wurde, hatte seinen Standort auf
der Fachmesse Industrial Supply, einer von
13 Fachmessen.
Anlässlich der Eröffnung der Hannover
Messe am 8. April 2013 haben der Minis­
terpräsident Mecklenburg-Vorpommerns,
Erwin Sellering, sowie der Hauptgeschäfts­
führer der Schweriner IHK, Siegbert
Eisenach, die Aussteller aus MV besucht
und erste Einschätzungen seitens der Unternehmer aufnehmen können. So konnten
Aussteller schon am ersten Messetag interessierte Besucher und erfolgversprechende
Gespräche verzeichnen. Ein guter Auftakt
für die Messewoche!
Auf ihrem gemeinsamen Messe­
rundgang haben sich ­E rwin
­Sellering und Siegbert ­Eisenach
von der Leistungs- und Innovationsstärke der mecklenburg-vorpommerschen Unternehmen
überzeugen können. Sowohl
der Ministerpräsident als auch
der IHK-Hauptgeschäftsführer würdigten auf dem Gemeinschaftsstand des Landes die herausragenden Leistungen der heimischen Wirtschaft. „Mit
dem Selbstbewusstsein, sich dem Weltmarkt
zu präsentieren, sind unsere Unternehmen
gleichzeitig ein Garant für die sich stetig
weiterentwickelnde Wirtschaftsleistung in
„Ohne die IHK zu Schwerin wäre eine Messeteilnahme für
uns nicht zustande gekommen. Der Gemeinschaftsstand
auf der Hannover Messe ist für uns ein guter Einstieg und
für andere Unternehmen zu empfehlen.“
Stefan Ehbrecht, Geschäftsführer SME Stahl- und Metallbau Ehbrecht GmbH & Co. KG, Dömitz
„Für uns ist der Gemeinschaftsstand des Landes auf der
Hannover Messe vor allem deshalb wichtig, weil wir mit
unserem Leistungsportfolio Präsenz zeigen und Kontakte
pflegen wollen.“
Mark Wartenberg, Group Manager Sales, Baltic Metalltechnik GmbH, Grevesmühlen
Mecklenburg-Vorpommern und darüber
hinaus auch für das positive Image unseres
Landes als attraktiver Wirtschaftsstandort
im Nordosten Deutschlands“,
so Siegbert
­Eisenach.
Lob für
Die Aussteller des
Landesgemeinschafts­
standes lobten die gute
Organisation des Standes
durch die Industrie- und
H adelskammer zu Schwerin.
Einige der Aussteller sind bereits
seit vielen Jahren auf dem Stand
vertreten und schätzen die ­Vorzüge
des Gemeinschaftsstandes. Die ­
Stimmung zwischen den Ausstellern
spricht für sich. Die Beweggründe der Unternehmer, sich auf der Messe zu präsentieren sind vielfältig. Wobei die Kundenpflege
sowie die Produktpräsentation auf dieser
internationalen Bühne im Vordergrund stehen. Die Kundenakquise ist natürlich ein
willkommener Effekt, ist jedoch bei vielen
Ausstellern nicht primäres Entscheidungs-
kriterium für einen Messeauftritt. „Die Marketingwirkung eines solchen Messeauftritts
ist ein immens wichtiges Instrument zur
Unternehmens- und Produktvermarktung“
weiß Eisenach. „Wo sonst bietet sich für
Unternehmen die Möglichkeit, sich in einer
Woche der Welt zu präsentieren und sich
gleichzeitig über aktuellste Technologieentwicklungen der Branche zu informieren.
Unternehmen sind gut beraten, dieses Marketinginstrument zu nutzen. Der Landesgemeinschaftsstand Mecklenburg-Vorpommerns ist dafür ein sehr gutes Sprungbrett
auf die Weltbühne“ schließt Eisenach.
Jetzt gilt es, bereits für die Hannover Messe 2014 Vorbereitungen zu treffen. Interessierte Unternehmen, die sich auf dem
Gemeinschaftsstand des Landes Mecklenburg-Vorpommern als Aussteller präsentieren möchten, wenden sich bitte an die
Schweriner IHK.
Ulf Dreßler
 0385 5103-208
dressler@schwerin.ihk.de
„Wir stellen uns auf der weltgrößten Industriemesse
in Hannover einem innovativen Kundenkreis als global
ausgerichtetes Unternehmen.“
Steffen Ruhnau, Geschäftsführer HAFF Dichtungen
GmbH, Ueckermünde
Bernd Haufe, Leiter Vertrieb/Qualität, Maschinen- und
Antriebstechnik Maschinenbau GmbH & Co. KG, Güstrow
„Seit über zehn Jahren sind wir auf der Hannover Messe
vertreten. Die Akquise von Kunden ist vorrangiges Ziel.
Unsere Erfahrungen zeigen, dass die Kontakte auf der
Messe bis zu realen Aufträgen führen können.“
Wer nicht wirbt:
Marketing für MV
MV tut gut – Über diesen Slogan als zentrale Botschaft des
Landes Mecklenburg-Vorpommern wurde vor Jahren trefflich
gestritten. Welche Assoziationen soll ein Dritter damit
verbinden? Was soll die Marke als Kernbotschaft vermitteln?
Bereits im Rahmen der ersten Auswahl einer Werbeagentur durch
das Land Mecklenburg-Vorpommern saß die IHK zu Schwerin mit
am Tisch und vertrat die Interessen der Unternehmerschaft der
Wirtschaftsregion Westmecklenburg nachhaltig.
unmehr wurde eine neue Agentur beauftragt durch das
Land MV. Federführend wurde die Ausschreibung organisiert und durchgeführt durch Landesmarketing MV. Bei der
Vorstellung und Bewertung der Bewerbungen brachte sich die IHK
zu Schwerin im Interesse der Unternehmen ein. Vorausgegangen
waren zahlreiche Beiratssitzungen und ein gemeinsam erarbeitetes
Dachmarken-, Submarken und Kernbotschaftsprozess. Bereits im
Herbst 2010 hatte die IHK zu Schwerin im Beirat ausführlich die
Notwendigkeit dargelegt, den Focus der Landeswerbung auszuweiten. Zentrale Kernbotschaften zum Markensegment Wirtschaft
sollten den Blick lenken nicht nur auf eine Tourismusdestination.
Die Wort-Bildmarke „MV tut gut“ hat Stärken und Potenziale, sie
steht für Norddeutsch, Maritim und Freiräume und natürlich Tourismus. Die IHK hatte sich deutlich gegen einen Wechsel der Marke
ausgesprochen. Mit dem Zweiten sieht man besser brauchte Jahre,
um sich am Markt zu etablieren. Daher soll der begonnene Weg des
Landesmarketings fortgesetzt werden und es müssen in den kommenden Jahren wirtschaftsbezogene Themen entwickelt und platziert werden. Dieser Weg wird kein leichter sein. Von vielen Seiten
werden Begehrlichkeiten genannt. MV tut gut mit Wirtschaftsbezug
unter Beachtung der erforderlichen Kreativität, Ästhetik aber auch
der Emotionalität und vor allem der Glaubhaftigkeit der Aussage
wird die zentrale Herausforderung der neuen Agentur A&B One gemeinsam mit Landesmarketing MV. MV ist als Land mit seinen Stärken und den ökonomischen Entwicklungspotenzialen darzustellen.
Dazu gehört sicherlich die erfolgreiche und weiter expandierende
Ernährungswirtschaft mit dem deutlichen Landesschwerpunkt in
Westmecklenburg. Die bundesweit kaum gegebene Darstellung des
Landes MV auch als Standort von erfolgreichen auch überregional
agierenden Unternehmen muss im Profil weiter geschärft werden. Zukunftspotenziale spielen eine weitere Rolle. Und vor allem
verlangt eine erfolgreiche Werbung die Heraushebung von mehr
als die bundesweit erwarteten Üblichkeiten. Das mit der Werbung
verbundene leistungsversprechen muss zudem wahr sein: MV tut
gut, wir sind ein Land zum Leben und zum arbeiten. Die Verbindung
dieser beiden Aspekte im Rahmen einer überregionalen Bewerbung
des Wirtschaftsstandortes MV ist eine der Herausforderungen des
Landesmarketings. Die IHK zu Schwerin wird auch diesen Prozess
aktiv begleiten und sich im Interesse der Wirtschaft einbringen.
Hinter dem Strandkorb verbirgt sich mehr – auch zahlreiche hiddenn
champions und bundesweit starke Branchen!
IHK zu Schwerin, Klaus Uwe Scheifler
 0385 5103-301
Ausgezeichnet: Das PRMotiv des Landesmarketings
MV mit dem Strandkorb im
Schwarmfischbecken, des
Stralsunder Ozeaneums
wurde als eines der besten
PR-Bilder des Jahres 2012
Eine Produkt-Marke ist verführerisch. Im besten Fall reizt sie die
Sinne des Verbrauchers, gibt zugleich
Orientierung und fördert Vertrauen
in die Qualität eines Produkts, seine
nutz- oder genießbaren Eigenschaften. Kann ein Land wie MecklenburgVorpommern in diesem Sinne eine
Marke sein? Damals, 2004, waren
die Reaktionen jedenfalls differenziert bis skeptisch. Damals, als die
Landesregierung damit begann, die
Marketingaktivitäten für Mecklen- Staatssekretär Christian Pegel
burg-Vorpommern unter das Dach Chef der Staatskanzlei Meckeiner Marke zu stellen und damit das lenburg-Vorpommern
Land selbst zur Marke zu machen
- mit einem Signet, einem Markenversprechen, mit Markenwerten
und spätestens ab 2007 mit einem Markensymbol, dem Strandkorb.
Tatsächlich war dieser Schritt ungewöhnlich. Wir wissen heute: im
Wettbewerb der Regionen war er vollkommen richtig und visionär.
Heute nehmen sich andere, nicht nur benachbarte Bundesländer
ein Beispiel an Markenaufbau und Markenarbeit unseres Landes, an
der Wirkung der Marke MV, ihrer Strahlkraft nach innen und außen.
Unsere Stärken und Potenziale werden mit der Marke deutlich: unsere
einmalige Natur, die hervorragende touristische Infrastruktur, das
Angebot an Bildung und Kultur - um nur einige Beispiele zu nennen.
Darauf können wir stolz sein. Angesichts der demografischen Herausforderung und der Chancen, die die Wirtschaft unseres Landes den
Jungen, den Familien und Lebenserfahrenen im Land bietet, setzt das
Landesmarketing gemeinsam mit seinen Partnern im Netzwerk auf die
neue kommunikative Leitidee „Land zum Leben“. Mit klaren Botschaften und starken Motiven erarbeiten das Landesmarketing MV und die
neue, kampagnenführende Agentur A&B One aus Berlin eine sichtbare,
ja fühlbare Umsetzung der Idee in allen Feldern der Kommunikation.
Wir sind das Land mit Freiraum für kluge Köpfe, für Studenten, Investoren, Forscher und Kreative. Wir sind das Land mit Innovationskraft,
Lebensqualität und Perspektiven. Wir sind das Land, das Menschen
gewinnen und zurück gewinnen kann, wenn es seine Stärken selbstbewusst nach außen trägt, wenn es das Nutz- und das Genießbare
präsentiert und Vertrauen gewinnt. Ich lade Sie ein, an diesem Markenprozess teilzunehmen. Fragen Sie sich in Ihren Unternehmen: Warum
tut MV gut? Und: Was macht Ihre Firma, Ihren Betrieb zu einem Teil
unseres „Landes zum Leben“? Ich bin mir sicher, die Antworten stärken
die Marke Mecklenburg-Vorpommern und damit unser Land, an dessen
Entwicklung wir gemeinsam weiter arbeiten.
Wirtschaftskompass 05|2013  ■  11
Arbeiten im „Land zum Leben“
Wie vermarktet sich Mecklenburg-Vorpommern künftig? Der „Wirtschaftskompass”
sprach mit Landesmarketingchef Peter Kranz-Glatigny.
Peter Kranz-Glatigny, das Landesmarketing
MV arbeitet seit einigen Jahren unermüdlich
daran, unser Bundesland zu bewerben. Welche Bilanz ziehen Sie für das Jahr 2012 und
die ersten Monate 2013?
2012 war ein tolles Jahr mit so vielen Kontakten wie wohl noch nie. Allein durch die ZDFÜbertragungen von der Insel Usedom während
der Fußball-EM nahm so gut wie jeder Fernsehzuschauer in Deutschland unser Land wahr –
über die Berichterstattung und über unseren
Botschafter, den Strandkorb, der aktiv in das
TV-Geschehen einbezogen war. Unsere Präsentation während der Olympischen Spiele in
London hat hohe Aufmerksamkeit erzielt. Dazu
die bundesweit sichtbaren, zum Teil preisgekrönten PR-Motive mit dem „Strandkorb
an ungewöhnlichen Orten“, die [em vau]-­
Magazine, die vielen Kooperationen und Events
im Land – all das war und ist „Kerngeschäft“
des Landesmarketings MV. Gemeinsam mit
unseren Partnern gelingt es immer besser, die
Stärken unseres Landes in Wirtschaft, Kultur,
Natur und Ernährung, Bildung und Wissenschaft, Gesundheit und Tourismus zu transportieren. Wir treten erkennbar im Wettbewerb
der Regionen auf, weil wir eine starke Marke
haben. Das Bild unseres Landes nimmt weiter
Konturen an. Mit unserer neuen Agentur „A&B
One“, die seit Jahresanfang tätig ist, setzen
wir dazu auf eine neue Leitidee, die uns in der
Außendarstellung weiter voranbringen wird:
Welche Konturen bewerben Sie und was ist
„Land zum Leben“? Ein neuer Slogan?
Nein, kein Slogan, sondern eine Kernbotschaft eine Antwort auf die Frage: „Warum tut MV
gut?“. Wir sagen: „… weil MV ein Land zum
Leben ist.“ Es geht darum, Menschen für unser
Land zu gewinnen, sie anzuregen, über ein
Leben in Mecklenburg-Vorpommern nachzudenken, zu uns oder zurück zu uns zu kommen.
Die Bereitschaft dafür ist nachweislich groß.
Viele Menschen erkennen, dass MV Chancen bietet, dass man hier Lebensentwürfe
verwirklichen und in Verantwortung für die
nächste Generation leben kann. Also zeigen wir
MV als Land, in dem man arbeiten, forschen,
studieren und genießen kann. Wir zeichnen
ein modernes Bild unseres Landes, dass seine
Traditionen pflegt und offen ist für Neues.
Im Bereich „Wirtschaft/Zukunft in MV“ setzen wir dabei auf Themen, auf Geschichten
aus den Zukunftsbranchen, aus Mittelstand,
Handwerk und die Verbindung zu Technologie
und Forschung. Erfolg haben wir sicher, wenn
möglichst viele Unternehmerinnen und Unternehmer die „Land zum Leben“-Idee auch zu
ihrer eigenen Idee machen.
Wie meinen Sie das? Tun die Unternehmen
aus Ihrer Sicht zu wenig für die Selbstdarstellung?
Ich höre vereinzelt Stimmen, das Landesmarketing MV solle sich doch komplett auf die
Darstellung und Bewerbung unserer Wirtschaft, vor allem der Unternehmen und der
Innovations­kräfte im Land konzentrieren. Das
ist nachvollziehbar, angesichts des Drucks bei
Fachkräften und durch den Generationenwandel. Tatsächlich „spielt“ das Landesmarketing
das Thema „Wirtschaft/Zukunft in MV“ gemeinsam mit den Netzwerkpartnern – auf
Messen und Konferenzen, in seinen Eigenmedien, in der PR und Online. Wir stellen es dabei
in den Zusammenhang mit den natürlichen
Stärken des Landes. Diese Themen und Botschaften dürfen nicht zurück stehen. Nehmen
Sie unsere unvergleichliche Natur! Sie ist und
bleibt eines unserer stärksten Pfunde im Wettbewerb der Regionen. Dazu die Kulturlandschaften, die Städte und ländlichen Räume, die
Kultur im Land mit ihren Theatern, Schlössern
und Gärten, Museen und Festivals – all das ist
Lebensqualität im „Land zum Leben.“ Unsere
Aufgabe ist, diese Vielfalt zu zeigen und dafür
ein Dach, ein Markendach zu schaffen. Mit der
Marke „Mecklenburg-Vorpommern – MV tut
gut.“ ist das gelungen. Die Leitidee „Land zum
Leben“ wird dies konkretisieren.
Was noch nicht die Frage beantwortet, was
die Unternehmen selbst tun können …
Nun, wenn wir uns gemeinsam bewusster werden, dass unser Land Zukunft bietet, dann
werden wir auch insgesamt selbstbewusster.
Wir haben gute Argumente: kurze Wege für
Investoren, sichere Arbeitsplätze in erfolgreichen, sozial verantwortlich handelnden Unternehmen, Job und Familie lassen sich hier gut
verbinden. Im Wettbewerb der Regionen um
kluge Köpfe werden diese Botschaften immer
wichtiger. Gemeinsam mit unseren Partnern in
der Wirtschaft, z. B. den Wirtschaftsförderern
des Landes und in den Landkreisen, mit den
Industrie- und Handelskammern, mit BioCon
Valley in der Gesundheitswirtschaft und auch
mit neu entstehenden Netzwerken, wie den
„Zukunftsmachern MV“ transportieren wir
diese Botschaften. Dabei sind wir Partner, Impulsgeber und gern auch Ratgeber. Ein Landesmarketing nur für die MV-Wirtschaft werden
wir aber nicht. Ich denke, unsere Unternehmen
im Land können sich noch stärker zusammen
finden und gemeinsame Kraft in mehr oder
wirkungsvollere Werbung legen. Nehmen Sie
die Selbstdarstellung von Unternehmen im
Online-Bereich: wer kann da nicht noch besser
Wie gehen Sie mit kritischen Anmerkungen
aus der Wirtschaft des Landes um, die meinen, Sie würden MV – gerade mit dem
Strandkorb – lediglich als Tourismusland bewerben?
Der Strandkorb ist das Markensymbol unseres
Landes. Er steht für MV und macht neugierig.
Er ist quasi der „Türöffner“ zu den Köpfen
und Herzen der Menschen, um sich mit uns
im Norden zu beschäftigen. Der Strandkorb
ist gut. Wir freuen uns, dass einer unserer
Marken-Botschafter bei Ihnen im Foyer des
„Ludwig-Bölkow-Hauses“ in Schwerin steht.
Der Strandkorb wird noch besser, weil wir ihn
mit den Inhalten besetzen, die ich gerade beschrieben habe. Wir inszenieren ihn ebenso auf
einem Windrad, wie im Schwarmfischbecken
des Ozeaneums oder im Müritz-Nationalpark.
Die Strandkorb-Motive sorgen für Aufmerksamkeit. Die Reaktionen sind großartig, weil
kontrovers. Marketing über das niemand redet
verfehlt seinen Sinn. Der Strandkorb transportiert unsere Botschaften im „Land zum Leben“
und ist – wenn man dies denn sehen möchte –
mehr als ein touristisches Möbel. Wir werden
ihn Stück für Stück weiter entwickeln.
Wie tritt das Land international auf?
Wir haben vor einiger Zeit den Claim „Best of
Northern Germany“ für internationale Auftritte entwickelt. Dieses Markenversprechen
ergänzt die Marke Mecklenburg-Vorpommern
und ist von den Partnern im Netzwerk gut
angenommen worden. Es spiegelt Selbstbewusstsein und eine klare Verortung. Unser
Landesname, den wir zumeist nicht mehr übersetzen, weckt zusätzlich Aufmerksamkeit. Wir
freuen uns sehr, dass die Marke so international noch sichtbarer wird, wie zuletzt z. B. auf
der Gesundheitsmesse „ArabHealth“ in Dubai.
Für künftige gemeinsame Auftritte im Verbund
der norddeutschen Bundesländer arbeiten wir
mit unseren Nachbarn an einer gemeinsamen
Außendarstellung.
Zum Abschluss noch gefragt: was braucht es
aus Ihrer Sicht, um die Herausforderungen,
von denen wir gesprochen haben, zu bestehen?
Wir brauchen sicher noch mehr Power, hinsichtlich unseres Selbstverständnisses als Land
zum Leben, also ein weltoffenes Selbstbewusstsein. Wir brauchen eine Willkommenskultur im besten Sinn. Wer zu uns kommt, muss
sich aufgenommen fühlen und schnell zurecht
finden können. „MV tut gut.“ und „Best of
Northern Germany“ sind nicht nur Slogans, es
sind Versprechen.
Und was sind die Landesmarketing-Schwerpunkte im laufenden Jahr?
Die Schwerpunkte sind beschrieben. 2012 war
ein Event-Jahr. 2013 ist wohl eher ein strategisches Jahr.
IHK unterstützt Marketinginitiative der Tourismuswirtschaft
Vertreter der Schweriner Tourismuswirtschaft aus der Hotellerie, Gastronomie,
Freizeitwirtschaft und dem Einzelhandels
sind sich einig, gesichertes und zukunfts­
orientiertes Tourismusmarketing braucht
die Kraft der Wirtschaft, um den gestiegenen
Anforderungen im Wettbewerb um den Gast
auch zukünftig gerecht zu werden und in der
­Region Schwerin eine stärkere touristische
Nachfrage zu generieren. Ziel ist es, bestimmte Marketingaktivitäten und Angebote
finanziell und personell durch das gemeinsames Netzwerk gezielt stärker zu bearbeiten, zu entwickeln oder a­uszubauen. Mit
diesem zweckgebundenen Beitrag der Wirtschaft soll der Landeshauptstadt Schwerin
zudem ein wirkungsvoller Weg der privaten
Beteiligung am Standortmarketing und damit auch eine Alternative zur einseitigen
Bettensteuer (Kulturförderabgabe) aufge­
zeigt werden. Von einem ersten privatwirtschaftlichen Beitrag der Privatwirtschaft
berichtete ­Ulrich Getz, Geschäftsführer der
Weißen Flotte Schwerin. Die IHK zu ­Schwerin
unterstützt, koordiniert und berät die Unternehmer. Bereits im April fanden zwei
Initiierungsrunden im Bölkow-Haus statt, in
denen weiterführende Marketingaktivitäten
diskutiert sowie die organisatorische Strategie besprochen wurde. Es wurde dabei
Wert auf den informellen Austausch mit
der Destination Rostock (vertreten durch
Matthias Fromm, Rostock Marketing und einen Rostocker Unternehmer) gelegt. Darüber
hinaus erfolgte eine Begleitung durch den
Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern. Im nächsten Schritt soll eine breite
regionale Beteiligung von Akteuren erfolgen,
die sich für starkes (Tourismus-) Standortmarketing einsetzen wollen.
 0385 5103-206
just@schwerin.ihk.de.
GOLDBECK West GmbH, Niederlassung Hamburg
22143 Hamburg, Neuer Höltigbaum 1 – 3
Tel. 040 / 71 37 61-0 Wirtschaftskompass 05|2013  ■  13
Schwerin wird erneut Place2Be
Das Festival „Von jungen Menschen für junge Menschen“ geht in die zweite Runde – und wird noch besser! Bereits im vergangenen
Jahr konnten tausende Gäste zum ersten Festival dieser Art in der Landeshauptstadt Schwerin begrüßt werden.
Am 10. August, zwischen 15:00 und
24:00 Uhr legt eine ganze Riege DJs auf.
Es werden in etwa 4.000 bis 10.000 Gäste auf der Marstall-Wiese in Schwerin
erwartet. Die Musik steht wieder im Vordergrund der Veranstaltung. Künstler
mit internationalem Renommee werden
dieses Jahr Hand in Hand mit DJs aus
MV auftreten und ihren musikalischen
Beitrag zur Veranstaltung leisten.  n
erschiedenste Musikrichtungen, über
40 Djs, tausende Gäste – das Place2Be
Festival 2012 war ein voller Erfolg. Und
dieses Jahr wird es noch größer: Es findet
am 10. August ab 14:00 Uhr auf den Marstallwiesen in Schwerin statt. In vier Musikbereichen findet jeder Gast etwas für seinen
Geschmack. Und damit auch nach 24:00 Uhr
kräftig weiter gefeiert werden kann, wird es
zwei Locations für die anschließende Aftershowparty geben: Busshuttles des Schweriner
Nahverkehrs ­fahren die Gäste in die Sport- und
Kongresshalle, in der sich auf drei Floors vergnügt werden kann. Der Busshuttle zur Kongresshalle und der Eintritt sind im Ticketpreis
enthalten. Als Alternative wird im Schlosshof
mit seiner traumhaften Kulisse und feinster
Electro-­Musik für beste Unterhaltung gesorgt.
Das Organisationsteam freut sich ganz besonders darüber, dass in diesem Jahr Ministerpräsident Erwin Sellering die Schirmherrschaft
über die Veranstaltung übernommen hat. Der
Erfolg des Place2Be Festivals im Sommer 2012
spiegelt sich unter Anderem in den neuen
Partnern wider, die im August mit von der
Partie sind. So engagieren sich neben den regionalen Schulen auch die Hochschule Wismar
und die Universität Rostock. Die Planung des
Events hat ein junges Team aus Schwerin in
die Hand genommen. „Wir wollten eine Veranstaltung umsetzen, bei der wir zeigen können,
welche vielfältigen Möglichkeiten man in MV
hat, seine Zukunft individuell zu gestalten.“,
so das Veranstalter-Team. Und so soll auch
2013 nicht nur gefeiert werden – Aussteller
und Unternehmen unserer Region erhalten
die Möglichkeit, sich und ihre Angebote für
Jugendliche vorzustellen. Die Resonanz der
Unternehmen ist vielversprechend: Die Sparkasse Mecklenburg-Schwerin, das Com In IT
Solution Center und viele mehr haben bereits
angekündigt, die Gelegenheit zu nutzen und
auf eine ganz neue Weise mit der Jugend des
Landes MV ins Gespräch zu kommen.
Haben auch Sie Interesse, auf diesem Festival
aufzutreten und jungen Menschen Ihr Unternehmen vorzustellen? Nehmen Sie gerne mit
den Veranstaltern Kontakt auf, denn diese sind
auf der Suche nach Unterstützern und Partn
nern für Event. 
Björn Beglau
 0172 3807233
schwerinlebt@gmail.com
www.p2b-festival.de
www.facebook.com/Place2BeFestival
Marstall-Wiese Schwerin, Werderstraße
IHK: Bauverzögerungen zur A 14
nicht zulassen!
Die Fertigstellung der Bundesautobahn A 14 zwischen dem neu zu schaffenden Autobahnkreuz
Schwerin und dem Autobahndreieck Magdeburg wird durch Klagen des BUND gegen den
Weiterbau von zwei bereits begonnenen Abschnitten der Autobahn in Sachsen-Anhalt gefährdet.
Die IHK zu Schwerin wird sich auch weiterhin für den Lückenschluss der A 14 einsetzen, da die
Bundesautobahn großes Einsparpotenzial für mittelständische Unternehmen birgt sowie eine
wichtige Entwicklungsachse für Mecklenburg-Vorpommern darstellt.
iese Autobahn ist für die Wirtschaft in Westmecklenburg unverzichtbar. Allein die Bedeutung insbesondere für den Seehafen
Wismar sei hoch einzuschätzen. Aber auch andere mittelständische Unternehmen würden von diesem Lückenschluss profitieren
können. Der Umweltverbund BUND gefährdet mit seinen Klagen einen
Entwicklungsschub auch für das Land Mecklenburg-Vorpommern.
Einerseits begünstigt die Fertigstellung der A 14 Neuansiedlungen von
Unternehmen in den bereits jetzt existierenden Gewerbegebieten im Raum
Ludwigslust und Grabow. Andererseits bewirkt der Lückenschluss der A 14
auch erhebliche Einsparpotenziale für die Logistikunternehmen in Westmecklenburg. So wird die Fahrstrecke in den Mitteldeutschen Raum um
90 Kilometer verkürzt. Das bringt einen Entlastungseffekt für die A 24, für
den Berliner Ring und die A 7 mit sich. Mit ihrer jetzigen Kapazität können sie
die für die nächsten Jahre prognostizierte Verkehrsmenge kaum bewältigen
und Dauerstaus wären die Folge. Obwohl im Verlauf der Nordanbindung der
A 14 rund 70 Bauwerke unmittelbar für den Naturschutz vorgesehen sind,
klagt der BUND gegen den Bau der A 14. Es werden Zweifel an den hohen
Naturschutzanforderungen in der Colbitz-Letzlinger Heide als Klagegrund
genannt. Der BUND ignoriert, dass ein erheblicher Teil der Naturschutzaufwendungen im Rahmen der Baukosten ausschließlich dazu dienen soll,
die Lebensräume von Tieren zu verbinden, etwa von Fledermäusen und
Amphibien. In der Summe sind für den Bau der A 14 150 Millionen Euro
für Naturschutzmaßnahmen eingeplant. Dies sind rund 12 Prozent der
Gesamtkosten. Damit stellt sich der BUND wider besseren Wissens gegen
die Meinung der übergroßen Mehrheit der Bevölkerung in dieser Region, die
den Bau dieses Abschnitts der A 14 befürwortet
IHK zu Schwerin, Hartmut Quilitz
 0385 5103-209, quilitz@schwerin.ihk.de
IHK lehnt Bettensteuer ab
Die Landeshauptstadt Schwerin spricht sich im Rahmen der Diskussion um die Haushaltskonsolidierung mit
dem Beschluss der Stadtvertretung am 11. März 2013 für die Erhebung einer Kulturförderabgabe aus. Da
es sich um eine neue kommunale Steuer handelt, muss diese durch das Innenministerium in Einvernehmen
mit dem Finanzministerium genehmigt werden. Der entsprechende Satzungsentwurf liegt zur Prüfung im
Innenministerium vor. Der Prüfprozess wird maximal drei Monate dauern.
Einnahmen gerechnet, die durch eine solche Aufwandsteuer generiert werden sollen, die als unrealistisch einzustufen sind. Nach
Auskunft eines Schweriner Unternehmers der Übernachtungsbranche würde im eigenen Betrieb schätzungsweise nur etwa
auf 30 Prozent der Übernachtungen eine solche Steuer abgeführt
werden müssen, da der nachweisliche Teil an dienstlich getätigten
Übernachtungen rausfällt und ein weiterer Teil der Umsätze mit
Gruppenreisen generiert wird, die unter der Bemessungsgrenze
von 25 Euro pro Übernachtung liegt.
Die Landesregierung bleibt aufgefordert, keine Zustimmung zur
kommunalen Bettensteuer zu erteilen. Vielmehr liegt die Chance
einer tragfähigen und damit nachhaltigen Konsolidierung des
Haushaltes in einer Steigerung der touristischen Nachfrage, die
wiederum zu einer Stärkung der Tourismusbranche führt
enn die Satzung auf Landesebene genehmigt würde, wäre dies eine Grundsatzentscheidung und damit
Präzedensfall, was weitreichende Folgen für die Tourismusbranche im gesamten Bundesland Mecklenburg-Vorpommern hätte. Dabei ist die Kulturförderung ein vorgeschobenes
Argument, da bei der Abgabe der Verwendungszweck nicht
festgeschrieben ist. Vielmehr handelt es sich um eine Aufwandssteuer auf Übernachtungspreise, die eine einseitige finanzielle
Belastung der Übernachtungsbetriebe zur Folge hat. Gleichzeitig
ist ein hoher bürokratischer Aufwand mit der Erhebung der Bettensteuer verbunden. Auf kommunaler Seite werden derzeit mit
Auch die Tourismuswirtschaft möchte zur Sicherung des Tourismusmarketings ihren Beitrag leisten, wie die Gründung einer
„Marketinginitiative für Schwerin“ im April gezeigt hat. Mit
klar definiertem Mitteleinsatz für bestimmte Marketingak­tionen
möchte dieses privatwirtschaftliche Marketingnetzwerk Produkte finanziell und personell, bspw. durch Messeteilnahme
selbst bearbeiten und steuern. 
IHK zu Schwerin, Kristin Just
 0385 5103-206, just@schwerin.ihk.de.
Innerstädtischer Leerstand: „Was tun?“
Standortbesichtigung in der Parchimer Innenstadt mit Vertretern der IHK zu Schwerin, der Wirtschaft,
Verwaltung, Politik, Wirtschaftsförderung, Unternehmerverbände verdeutlichte, dass sich verschiedene
innerstädtische Lagen gegensätzlich entwickeln.
tadtentwicklung oder auch der Lebenszyklus von Immobilien halten
den innerstädtischen Gewerbe­
flächenmarkt in Bewegung. Dies führt
nicht zwangsläufig zu einer positiven innerstädtischen Entwicklung. Viele Innenstädte sind mit zunehmender Tendenz von
leer stehenden Ladenlokalen konfrontiert.
Eine wachsende Anzahl solcher Geschäfte
verringern die Aufenthaltsqualität und
wirken einer belebten City entgegen. Auch
die Stadt Parchim ist in einigen innerstädtischen Lagen durch einen strukturellen
Leerstand geprägt. Wie der Stadtrund-
gang im April offenbarte, stehen immer
mehr Ladenlokale dauerhaft leer. Um einer
weitere Negativentwicklung einer innerstädtischen Lage in Parchim entgegen
zu wirken, stellte die IHK zu Schwerin
Möglichkeiten zur Behebung der Leerstände zur Diskussion. Unterschiedliche
Ansätze wie Zwischennutzungen, Umnutzungsmaßnahmen oder auch nachhaltige
Neuvermietungen, wie das Konzept der
IHK „Gründungsinitiative für Schwerin“,
wurden in ihren Varianten vorgestellt und
diskutiert. Außerdem wurde die entscheidende Rolle betont, die Immobilieneigen-
tümer bei der Bekämpfung von Leerständen spielen. Darüber hinaus wurde
Bedeutung eines Koordinators diskutiert.
Welche Ansätze und Maßnahmen für die
Lange Straße in Parchim am geeignetsten
sind, wird in einer weiteren Sitzung im Mai
fokussiert betrachtet. 
just@schwerin.ihk.de
IHK Nord der „Initiative Kiel-Canal“ beigetreten
liche Lobbyarbeit für den Kanal zu betreiben, um das Bewusstsein für die Bedeutung
des NOK zu erhöhen und andererseits für
eine einheitliche Interessenvertretung die
Stimmen aller Beteiligten zu bündeln.
sprechen eine
Das individuelle Bau-System
IHK zu Schwerin übernimmt die Rolle des Koordinators für die Umsetzung des
regionalen Handlungsfeldes zur Schweriner Seenlandschaft der „Touristischen
Entwicklungskonzeption für die Landeshauptstadt Schwerin ab 2012“
Die IHK Nord ist ein Zusammenschluss 13
norddeutscher Industrie- und Handelskammern aus Niedersachsen, Bremen, Hamburg,
Mecklenburg-Vorpommern und SchleswigHolstein. Sie vertreten knapp 700.000 Unternehmen in Norddeutschland und stützen
sich auf rund 20.000 ehrenamtlich engagierte Unternehmerinnen und Unternehmer. Arbeitsschwerpunkte sind die Hafenwirtschaft,
die maritime Technologie, die Verkehrsinfrastruktur, die Tourismuswirtschaft und die
Industrie. www.ihk-nord.de.
Region „Schweriner
Seenlandschaft“
er Wirtschaftsfaktor Tourismus ist von
besonderer Bedeutung für die Region
der Schweriner Seenlandschaft. Die
Tourismuskonzeption der CIMA GmbH legt
dar, dass die regionale Entwicklung des
Reviers Schweriner Seenlandschaft zu einer
attraktiven und bekannten Tourismusdestination noch sehr viel unausgeschöpftes,
tourismuswirtschaftliches Potenzial liegt.
Auf der konzeptionellen Ebene wurden
sowohl angebotsstrukturelle, infrastrukturelle als auch vertriebsorientierte Maßnahmen aufgezeigt.
Dipl. Ing. Fr. Bartram
Postfach 12 61 · 24591 Hohenwestedt
Telefon 04871 / 778-0 · Fax 778-105
eMail info@bartram-bau.de
MITGLIED GÜTEGEMEINSCHAFT BETON
Pünktlich zur Nationalen Maritimen Konferenz in Kiel ist die IHK Nord, der Zusammenschluss von 13 norddeutschen Industrie- und Handelskammern, der „Initiative
Kiel-Canal“ beigetreten. Unter dem Namen
„Initiative Kiel-Canal“ haben namhafte Unternehmen der maritimen Wirtschaft und
die nautischen Institutionen im Dezember
2012 einen Verein zur Förderung der Belange des Nord-Ostsee-Kanals gegründet. Für
die Wettbewerbsfähigkeit der norddeutschen Seehäfen ist der Nord-Ostsee-Kanal
(NOK) von herausragender Bedeutung. Als
schnellste Verbindung zwischen Nord- und
Ostsee ist Norddeutschland auf einen leistungsfähigen und zuverlässigen NOK angewiesen. Mit ihrem Beitritt unterstützt die
IHK Nord das Ziel der „Initiative Kiel-Canal“,
die Stimmen all derer zu bündeln, die sich
für die Instandhaltung und den Ausbau des
Kanals engagieren. Der NOK ist mit rund
35.000 Passagen pro Jahr die verkehrsreichste künstliche Wasserstraße der Welt.
Anhaltende Planungs- und Investitionsunsicherheiten bei der überfälligen Modernisierung des Kanals führen zu einer nachhaltigen Schwächung der norddeutschen
Seehäfen. Ein verlässlicher Investitionsplan
ist unabdingbar. Der Verein hat sich zur Aufgabe gemacht, einerseits eine kontinuier­
levanten Kernzielgruppe im Handlungsfeld
„Seen“ gilt es nun regional Maßnahmen anzuschieben und umzusetzen. Gemeinsam mit
der Tourismuswirtschaft, den kommunalen
Vertretern, Vereinen und Verbänden ist im
Mai 2013 eine Auftaktrunde geplant, die eine Verständigung zu Inhalten, Maßnahmen
und nächsten Schritten mit sich führen wird.
www.tourismuskonzept-schwerin.de
 0385 5103-215
Wirtschaftskompass 05|2013  ■  17
Unternehmer fragen, Kandidaten antworten!
Die Wahl zum 18. Deutschen Bundestag findet am 22. September 2013 statt. In diesen Tagen
beschließen die Parteien ihre Wahlprogramme und nominieren ihre Kandidatinnen und Kandidaten.
ie Industrie- und Handelskammer zu Schwerin hat die Direktkandidaten der beiden westmecklenburgischen Wahlkreise (12, 13)
eingeladen, sich und ihre Positionen den Unternehmerinnen und
Unternehmern in ihren Wahlkreisen persönlich vorzustellen. Die erste
Veranstaltung findet am Dienstag, dem 28. Mai 2013 um 18:00 Uhr in
„Sehr geehrte Unternehmerinnen und Unternehmer, ich trete für Sie zur Wahl an, weil ich
überzeugt davon bin, dass die FDP die wachstumsfreundlichste Arbeitsmarkt-, ­Steuer- und
Wirtschaftspolitik für Unternehmen und Arbeitnehmer garantiert. Soziale Gerechtigkeit
und die Lösung des Fachkräfteproblems erreicht man nicht durch mehr Steuern und
mehr Umverteilung, sondern nur durch gute
Bedingungen für klein- und mittelständische
Unternehmen. Deshalb lehne ich Steuererhöhungen und gesetzliche Mindestlöhne ab,
bin aber für durch Tarifpartner ausgehandelte
regionale Branchenlösungen offen. Als persönlicher Ansprechpartner für Sie in Berlin
möchte ich mich für eine sichere, bezahlbare
Energieversorgung, wettbewerbsfähige Kommunikations- und Verkehrsinfrastrukturen, einen stabilen Euro und bundesweit einheitliche
Bildungsstandards einsetzen.“
stellv. Fraktions­
„Unsere politischen Forderungen wie z. B.
Abschaffung der Praxisgebühr, Abzug aus
Afghanistan, Einführung einer Finanztrans­
aktionssteuer und vieles andere mehr haben
die Politik im Land verändert. Der Mindestlohn
der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin in der Geschäftsstelle in Ludwigslust statt. Dort werden sich die Direktkandidaten des Bundestagswahlkreises 12 (Schwerin-Ludwigslust) den Fragen der Unternehmerinnen
und Unternehmer stellen. Unsere Portraits der Kandidaten sollen Sie auf
die Veranstaltung einstimmen.
wird heute in allen Parteien diskutiert und
er wird in der nächsten Legislatur kommen.
Im Zentrum unseres Bundestagswahlkampfes
wird das Thema soziale Gerechtigkeit stehen.
In Deutschland gibt es gewaltigen Reichtum,
ohne Leistung entstanden. So ist trotz Krise die
Zahl der Vermögensmillionäre in Deutschland
auf 952.000 gestiegen. Gleichzeitig gibt es
Armut. Armut von Kindern, von Erwerbslosen,
von Alten, deren Geld für ein menschwürdiges
Leben und eine angemessene Altersvorsorge
nicht reicht. Altersarmut nimmt zu. Den Interessen der Menschen im Osten fühlt sich
DIE LINKE in besonderer Weise verpflichtet.
Bei Rente, Lohnniveau oder Arbeitslosigkeit
sieht man, dass die Angleichung der Lebensverhältnisse in den Katalog der gebrochenen
Wahlversprechen von Schwarz-Gelb gehört.“
re für die Interessen der Tourismusbrache in
Mecklenburg-Vorpommern eingesetzt.
Über seine beiden Wahlkreisbüros unterhält
der Abgeordnete Kontakte zu den Kommunen
in seinem Wahlkreis und steht in enger Verbindung zu Verbänden und Vereinen. Hacker
ist Mitglied in zahlreichen Vereinen in seinem
Wahlkreis, darunter in ehrenamtlicher ­Funktion
als Präsident der Landesverkehrswacht M-V
und Vorsitzender des AWO-Kreisverbandes
stellv. Vorsitzender SPD
Hans-Joachim Hacker ist von Beruf Wirtschaftsjurist und im Herbst 89 in die Politik
gegangen. Er war Vorsitzender des Rechtsausschusses der frei gewählten Volkskammer.
Seit der Deutschen Einheit ist er Mitglied des
Deutschen Bundestages und hat in den ersten
Jahren die Probleme aus dem Bereich der offenen Vermögensfragen und Wiedergutmachung
von SED Unrecht bearbeitet. Seit 2005 ist er
Mitglied im Ausschuss für Verkehr, Bau, Stadt­
entwicklung und hat sich in diesem Bereich
insbesondere für das Verkehrsprojekt A 14/Lückenschluss eingesetzt. Zu seinen Themen gehören darüber hinaus die Städtebaupolitik und
das Planungsrecht für die Infrastruktur. Seit
2009 ist Hans-Joachim Hacker Tourismuspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagfraktion
und hat sich in dieser Funktion insbesonde-
Der direkt gewählte Bundestagsabgeordnete
Dietrich Monstadt (CDU), u. a. Mitglied im Gesundheitsausschuss, und setzt sich seit 2009
als Landesvorsitzender der Mittelstands- und
Wirtschaftsvereinigung der CDU MV vor allem
für die Interessen der kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie ihrer Mitarbeiter
ein. Diese Arbeit trägt er durch seine Mitgliedschaft im Parlamentskreis Mittelstand auch ins
bundespolitische Berlin.
„Für den Mittelstand in unserer Region hat
die CDU-geführte Bundesregierung die Bedingungen entscheidend verbessert. Wir haben Steuern und Beiträge gesenkt. Wir haben
gemeinsam die Krise gemeistert und neue
Märkte hinzugewonnen. Wir stärken Erneuerungsfähigkeit, Existenzgründungen und Finanzierungsmöglichkeiten des Mittelstandes.
Diesen Weg will ich auch weiterhin mit aller
Kraft vorantreiben. Dazu gehört u. a. der
weitere Abbau von Bürokratie – beispielsweise
durch eine Verkürzung der sehr langen Aufbewahrungsfristen für Belege und Rechnungen.
Darüber hinaus stehen wir fest zu unserem
Wort, den Mittelstand nicht durch Steuerhö-
hungen zu belasten, dem Fachkräftemangel
entgegenzuwirken und eine wettbewerbs­
fähige Energieversorgung zu gewährleisten“,
so Dietrich Monstadt.
MecklenburgVorpommern für
den Bundes­tag
„Als Direktkandidat von BÜNDNIS 90/DIE
GRÜNEN Mecklenburg-Vorpommern für den
Bundestag übernehme ich Verantwortung für
die Menschen der Region.
Energiewende: Damit die Energiewende gelingt, muss der Netzausbau schnell und ent-
schlossen vorangetrieben werden. Wir GRÜNE
wollen, dass die Bürgerinnen und Bürger dabei
schon in der Planungsphase mitreden können.
Außerdem setzen wir auf eine Beteiligung der
Gemeinden und Bürger/innen an den Erlösen
der neuen Netze.
Finanzierung der Kommunen: Die kommunale
Selbstverwaltung ist ein wichtiger Baustein
unserer Demokratie und darf unter keinen
Umständen weiter ausgehöhlt werden. Doch
seit Jahren versäumen der Bund und das Land,
die Kommunen adäquat mit Finanzmitteln auszustatten. Wir GRÜNE wollen das schleunigst
Reform der Steuer- und Sozialsysteme: Ich
setze mich für einen erheblichen Bürokratieabbau ein. Für Bürger und Unternehmen
ist es wichtig, das unser Steuersystem auf
den Ursprung von Steuergerechtigkeit und
Besteuerung nach Leistungsfähigkeit zurückgeführt wird. Als weitergehendes Zeil kann
ich mir vorstellen, dass auch die Sozialtrans-
fers zusammengefasst und als Bürgergeld oder
Grundeinkommen ausgezahlt werden. Wir
Grüne fordern einen Bürgerversicherung und
ein höheres steuerfreies Existenzminimum.
Die zweite Veranstaltung wird voraussichtlich
am 5. August 2013 in Wismar stattfinden.
Dann stellen sich die Kandidatinnen und Kandidaten vor, die im Bundestagswahlkreis 13
(Wismar-Parchim) antreten.
Hinweis: Berücksichtigt wurden die Kandidat/
innen der Parteien, die aktuell im Bundestag
vertreten sind. Weitere Kandidat/innen demokratischer Parteien, die zur Bundestagswahl
antreten, sind ebenfalls herzlich eingeladen, an
der Diskussionsrunde teilzunehmen.
IHK zu Schwerin, Sandra Diehn
 0385 5103-123, diehn@schwerin.ihk.de
Werkstraße 205 • 19061 Schwerin • Tel.: 0385-616203
AUTOSERVICE SPERLICH GMBH · Trammer Straße 27 · 19089 Crivitz · Tel.: 03863-502930
ASN AUTOHAUS SCHWERIN NORD GMBH · Schnitterwiese 2 · 19055 Schwerin · Tel.:0385-5574757
Wirtschaftskompass 05|2013  ■  19
Gewerbeflächen auf einen Klick
Nach der Erweiterung der Metropolregion im letzten Jahr sind nun die verfügbaren
Gewerbeflächen der Kreise Ostholstein, Nordwestmecklenburg und Ludwigslust-Parchim
sowie der Städte Lübeck und Neumünster in das Gewerbeflächen-Informationssystem
der Metropolregion Hamburg (GEFIS) aufgenommen worden.
V.l.: Rolf Christiansen (Landrat des Landkreises Ludwigslust-Parchim), Berit
Steinberg (Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Südwestmecklenburg), Marion Köhler (Pressesprecherin der Metropolregion
Hamburg), Gerhard Rappen (stellv. Landrat des Kreises Nordwestmecklenburg) und Christiane Lösel (Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordwestmecklenburg)
as GEFIS-Portal in deutscher und englischer Sprache ist in den
Internetauftritt der Metropolregion eingebunden. GEFIS vereinigt
die Daten der existierenden Gewerbeflächenportale der vier Länder der Metropolregion: dem Portal der Finanzbehörde Hamburg, dem
kommunalen Standortinformationssystem KomSIS in Niedersachsen,
dem Immobilienportal der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH) und nun auch vom InvestguideMV des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Finanziert wird GEFIS durch
die Metropolregion Hamburg. GEFIS bietet insbesondere in- und
ausländischen Investoren, aber auch Architekten, Stadtplanern und
Planungsbüros, die entwicklungsfähige Gewerbestandorte suchen, mit
wenigen Klicks schnell und unkompliziert viele verfügbare Standorte in
der gesamten Metropolregion nach selbstgewählten Suchkriterien an.
Je ausführlicher die Kriterien eingegeben werden, desto passgenauer ist
das Suchergebnis. Der Nutzer muss sich aus dem vielfältigen Angebot
nur noch die Standorte näher anschauen, die auch seinen Wünschen
entsprechen. Das spart Zeit und erhöht die Akzeptanz. Die über die
Wirtschaftsförderer direkt vermarktbaren öffentlichen und privaten
Flächen werden von GEFIS dem Nutzer präsentiert. Möglich ist eine
gezielte Suche nach Orten, Flächengrößen, planerischen Gebietskategorien und Entfernungen zu wichtiger Verkehrsinfrastruktur. Die Nutzer
können sich direkt das Exposé mit Einzelheiten zum Objekt sowie dem
jeweiligen regionalen Ansprechpartner zeigen lassen, herunterladen
und die Gewerbefläche in verschiedenen Kartendarstellungen näher
betrachten. Die notwendigen aktuellen Geodaten zur großräumigen und
detaillierten Einordnung der Gewerbestandorte liefert das Geoportal
der Metropolregion. Die Fachdaten stammen direkt von den regionalen
Wirtschaftsförderern. Unter http://www.metropolregion.hamburg.de/
gefis kann ab sofort getestet werden, ob ein passender Gewerbestandort in der Metropolregion vorhanden ist.
Rolf Christiansen, Landrat des Landkreises Ludwigslust-Parchim: „Ein
weiterer wichtiger Schritt der praktischen Integration des Landkreises in
die Metropolregion Hamburg ist jetzt vollzogen. Mit den neuen Daten
gewinnt die Metropolregion Hamburg weiteres Gewerbeflächenpotenzial und kann sich noch besser und vielfältiger darstellen.“
Gerhard Rappen, stellvertretender Landrat des Kreises Nordwest­
mecklenburg: „Dieser Service bedeutet für die gesamte Region im
Wettbewerb der Länder um Investoren aus dem In- und Ausland Punkte
zu sammeln. GEFIS ist ein wichtiger Baustein zur Zusammenarbeit in der
Gewerbeflächenentwicklung in der Metropolregion."
Marion Köhler, Pressesprecherin der Metropolregion Hamburg: „Die
Metropolregion Hamburg engagiert sich, wenn es um die Vernetzung
regionaler Partner und gegenseitiges Engagement geht. Sie fokussiert
ihre Kräfte auf Bereiche, deren Entwicklung der ganzen Region zu Gute
kommt. Die wirtschaftliche Entwicklung spielt dabei eine wesentliche
Rolle, denn wir sind ein wirtschaftlicher Verflechtungsraum. Mit GEFIS
kommen wir dem Wunsch der Unternehmen nach, sich innerhalb dieses
Raumes über das Angebot an Gewerbeflächen zu informieren.“
Berit Steinberg, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Südwestmecklenburg: „Wir rechnen damit, dass die Präsenz unserer Gewerbegebiete auf den Seiten der Metropolregion sich langfristig
auszahlen wird. Besonders interessant sind für uns natürlich die Seitenbesucher, die sich für einen Hamburg nahen Standort interessieren,
aber Mecklenburg-Vorpommern in ihren Gedanken noch nicht in der
räumlichen Nähe einordnen. Anders als die bereits bedienten regionalen
und landesweiten Plattformen können wir diese potenziellen Investoren
über GEFIS erreichen.“
Christiane Lösel, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordwestmecklenburg: „Die größere Ausbreitung schafft
Bekanntheit und schnelleren Kontakt zu potenziellen Investoren, ein
Vorteil für alle. Wir unterstützen Investoren im gesamten Ansiedlungsprozess bis hin zur Schaffung schneller Rechtssicherheit durch aktive
Begleitung in Genehmigungsverfahren. Am Anfang steht die Suche
nach einem geeignete Grundstück, GEFIS ergänzt unser Angebot daher
Ulrich Frisch, Leiter der Vermessungs- und Geoinformationsbehörde
des Landkreises Ludwigslust-Parchim und der Landeshauptstadt
Schwerin: „Die Geodaten sind ein wichtiger Teil des Fundamentes für
die grenzübergreifende Zusammenarbeit in der Metropolregion. Die
Präsentation der erreichten Ergebnisse in Projekten wie GEIFIS ist ohne
eine einheitliche Geodatenbasis heute nicht mehr vorstellbar.“ 
 040 42841-2604
Der erste Regionalverkehrsplan
für die gesamte Metropolregion
­Hamburg ist erschienen. Als Orientierungshilfe für Pendler, Besucher,
und Ausflügler gibt er einen Überblick über sämtliche Nahverkehrsstrecken und -tarife von Cuxhaven
bis Puttgarden, von Ludwigslust bis
Heide. Und hilft damit beim Durchblick durch die regional sehr unterschiedlichen Tarifsysteme. Wer im
Kern der Metropolregion Hamburg
mit Bus oder Bahn unterwegs ist,
nutzt den Hamburger Verkehrsverbund. Der HVV vereint das Hamburger Stadtgebiet mit den sechs unmittelbar an Hamburg grenzenden
Kreisen in Schleswig-Holstein und
Niedersachsen und dem Landkreis
Lüneburg zu einem Verkehrs- und
Tarifverbund. Wie sieht es aber
aus, wenn wir das Gebiet des HVV
verlassen oder „von außen“ nach
Hamburg reinfahren wollen? Gibt
es für Pendler günstige Lösungen?
Der Regionalverkehrsplan gibt Besuchern und Pendlern, Tagestouristen und Familien einen ersten
Auf Anregung der ­
Verkehr der Metropolregion
­Hamburg werden erstmals der HVVNetzplan und alle Nahverkehrsbahnstrecken auf einem Faltplan
dargestellt. Die Rückseite informiert über die verschiedenen Regionaltarife in Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachen und
Mecklenburg-Vorpommern. Mit
den sogenannten „Übergangstarifen“ können Reisende verschiedene
Tarifsysteme durchfahren, ohne erneut zahlen zu müssen. Das Faltblatt erklärt, was wo geht.
Unter „Pluspunkte für Pendler“ gibt
die begleitende Webseite Tipps für
schlaues Fahren und hilft, Geld zu
sparen. Alle Regionalbahnhaltestellen werden in den nächsten
Wochen mit diesem Plan ausgestattet. Das Faltblatt wird an alle
Verkehrsunternehmen in der Metropolregion Hamburg verteilt und
ist dort kostenlos an den Serviceund Verkaufsstellen erhältlich.
Infos unter: www.metropolregion.
hamburg.de/mobilitaet
Kapazität für bis zu 3 Europaletten, selbst bei kurzem
Radstand, verlängerte Inspektionsintervalle (50.000
km oder 2 Jahre), Trennwand mit
Durchlademöglichkeit von 3 m beim kurzen Radstand,
integrierter Dachgepäckträger als
Wunschausstattung, 5 Sterne beim EURO NCAP
20.434,35 €
12.070,35 €
* Quelle: euroncap.com; 12/2012 ** Quelle: www.van-of-the-year.com
Ein Finanzierungsangebot der Ford Bank Niederlassung der FCE Bank plc, erhältlich als Klassische Finanzierung, Systemfinanzierung und Ford Auswahl
Finanzierung. Angebot gilt bei Vertragsabschluss vom 01.03.2013 bis 31.03.2013 und nur für Gewerbetreibende. Gilt für alle Ford Pkw außer Ford Ka, gilt für alle
Ford Nutzfahrzeuge außer Ford Ranger. Z.B. der Ford Transit Custom Kastenwagen ECOnetic LKW Basis 270 L1 2,2 l TDCi 74 kW (100 PS).
IHK-Analyse: Aktuelle Ausbildungssituation
Auch in 2013 hat die IHK-Organisation eine Umfrage zur Ausbildungssituation in den
IHK-Unternehmen durchgeführt. Die wichtigsten Ergebnisse für Westmecklenburg sind im
Folgenden aufgezeigt.
Wege zur Gewinnung von Auszubildenden
(außer Agentur für Arbeit)
 as Ausbildungsengagement der IHK-UnternehD
men in Westmecklenburg ist ungebrochen hoch.
86 Prozent der befragten Unternehmen wollen
mindestens genauso umfangreich ausbilden, wie
in den Vorjahren.
 ie Zeit, in der über den Bedarf ausgebildet wurde
ist vorbei. Die Übernahmequote nach der Berufsausbildung steigt deutlich an. Hauptmotivation
ist dabei, eigene Fachkräfte für die Zukunft zu
ber die Hälfte der Ausbildungsunternehmen
konnten nicht alle angebotenen Plätze im Sommer 2012 besetzen.
 ie Gründe dafür sind sehr differenziert. Häufig
lagen keine geeigneten oder keine Bewerbungen für
die konkret angebotene Lehrstelle vor. Hinzu kommt,
dass Auszubildende ihre Lehrausbildung nach Vertragsunterzeichnung nicht angetreten haben.
 ach wie vor klagen nahezu zwei Drittel der AusN
bildungsunternehmen über Ausbildungshemmnisse. An der Spitze steht dabei die mangelnde
Ausbildungsreife, gefolgt von unzureichenden Berufsvorstellungen. Die zunehmend langen Wege
zu den Berufsschulen nehmen als Problem zu.
 ie Hauptprobleme bei der Ausbildungsreife lieD
gen vor allem in der Einsatzbereitschaft und
Motivation, der unzureichende Belastbarkeit und
mangelnden Disziplin.
 usbildungsunternehmen stellen sich zunehmend
auf leistungsschwächere Auszubildende ein. Sie
nutzen Zusatzangebote bei Bildungsträgern, organisieren Nachhilfe im eigenen Unternehmen
und nutzen verstärkt die „Ausbildungsbegleitenden Hilfen“ der Agentur für Arbeit.
L eistungsschwächere Jugendliche erhalten zunehmend ihre Chancen in den Unternehmen, wenn –
über Schulzeugnisse hinaus – besser über Stärken
und Schwächen des Jugendlichen informiert wird,
z. B. über eine differenziertere Beurteilung und
soziale Kompetenzen klar erkennbar sind.
 ie Ausbildungsunternehmen reagieren auf die
zurückgehenden Bewerberzahlen mit verstärkten
Praktikumsangeboten, direkten Kooperationen
mit den Schulen der Region und einem verstärkten
 ooperationen mit Hochschulen und das AnbieK
ten von dualen Studiengängen für leistungsstarke
Schulabgänger gewinnt immer mehr an Bedeutung.
 ie Zusammenarbeit den regionalen Agenturen
für Arbeit läuft stabil. Die Ausbildungsstellen
werden gemeinsam mit den Arbeitsagenturen angeboten.
 arüber hinaus werden verstärkt die IHK-LehrstelD
lenbörse, andere Online-Angebote und Berufsstartermessen für das eigene Ausbildungsmarketing genutzt.
IHK zu Schwerin, Peter Todt
 0385 5103-401, todt@schwerin.ihk.de
Weltweit entwickelt sich die Wirtschaft dort am rasantesten, wo Menschen
konsequent lernen, forschen, erfinden, entwickeln, vernetzen, beraten, managen
und etwas in Eigenverantwortung unternehmen. Auch Unternehmen sind dann am
erfolgreichsten, wenn sie die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter fördern. Mitarbeiter
kommen im Beruf weiter, wenn sie sich weitere Kompetenzen aneignen, mehr
wissen und können. Denn nur mit qualifizierten und kompetenten „Köpfen“ können
die Unternehmen Westmecklenburgs im regionalen und weltweiten Wettbewerb
Schritt halten und besser sein als andere.
ls Partner und Dienstleister der
Wirtschaft macht sich die Industrie- und Handelskammer zu
Schwerin für ein leistungsfähiges Weiterbildungssystem stark, das flexibel für den
Bedarf der Wirtschaft und der Beschäftigten arbeitet. Dabei kümmert sich die
IHK nicht nur um den beruflichen Aufstieg
der künftigen Fach- und Führungskräfte,
sondern ist Partner der Unternehmen für
das lebenslange Lernen „von der Schulbank zum Geprüften Betriebswirt“. Die
Organisation der Industrie- und Handelskammern hat das folgende dreistufige
System der „Aufstiegsfortbildung" ent­
wickelt. Dazu werden von den IHKs für die
jeweiligen Ebenen öffentlich-rechtliche
Prüfungen gemäß Berufsbildungsgesetz
Der Erstausbildung folgt die Weiterbildung auf der Ebene „Fachberater" beziehungsweise ähnliche Abschlüsse. Auf
der Ebene von Fachwirten/Fachkaufleuten
und Meistern werden Fachkenntnisse und/
oder Führungskompetenzen geprüft. Die
oberste Stufe bilden die Weiterbildungen
zum Betriebswirt, Technischen Betriebswirt, IT-Engineer bzw. Berufspädagogen.
Sie vermitteln ein vielseitiges Repertoire
an Führungskompetenz, wie es in der
betrieblichen Managementebene erforderlich ist.
Die IHK-Aufstiegsfortbildung
ermöglicht Perspektiven
1. Ebene der Aufstiegsbildung:
z. B. Der Geprüfte Fachberater ist der fachlich versierte Außenvertreter seiner Branche.
2. Ebene der Aufstiegsbildung:
Der Industriemeister ist eine qualifizierte industriell-technische Führungskraft.
Der Fachmeister ist in anderen Gewerben „Meister seines Faches".
IT Consultants und IT Manager verfügen über hochgradige IT-Kompetenz und nehmen mittlere
Führungsaufgaben wahr.
3. Ebene der Aufstiegsbildung:
Der Geprüfte Betriebswirt hat sich als Fachkaufmann oder Fachwirt bewährt und übernimmt
selbstständige Managementaufgaben.
Der Geprüfte Technische Betriebswirt hat sich als Industrie- oder Fachmeister bewährt und
übernimmt selbstständige Managementaufgaben.
Die Entscheidung für eine optimal passende IHKAufstiegsfortbildung lässt sich am besten in einem
persönlichen Beratungsgespräch treffen. Die IHK
zu Schwerin bietet diese Gespräche an.
IHK zu Schwerin, Mathias Schmidt
 0385 5103-411
schmidt@schwerin.ihk.de
Diese drei Stufen kann man über verschiedene vertikale „Aufstiegswege" durchlaufen: einen kaufmännischen und einen gewerblich-technischen Zweig sowie einen
IT-spezifischen und einen arbeits- und
berufspädagogischen Teil. Dabei handelt
es sich keineswegs um ein geschlossenes
System; auch Quereinsteigern bieten sich
Die bundeseinheitlichen Kriterien führen
zu einem hohen Anerkenntnisgrad von
IHK-Abschlüssen in der Wirtschaft.
Wirtschaftskompass 05|2013  ■  23
Zulassung zu einer IHK-Fortbildungsprüfung
Die Voraussetzungen, die für die Zulassung zu einer IHK-Fortbildungsprüfung erfüllt sein müssen,
sind in den Fortbildungsordnungen gemäß der §§ 53 f. BBiG (Berufsbildungsgesetz) beschrieben.
Sie unterscheiden regelmäßig zwei Zulassungstatbestände.
Neben dem rein zeitlichen Aspekt kommt aber auch der inhaltlichen Bewertung der Berufspraxis eine besondere Bedeutung
zu. Die Berufspraxis der Prüfungsbewerber muss wesentliche
Bezüge zur beruflichen Qualifikation des angestrebten Fortbildungsberufes haben und damit auch alle berufsprägenden
Inhalte umfassen.
um Einen werden die Zulassungsvoraussetzungen konkret
mit der Folge beschrieben, dass Prüfungsbewerber zur
Prüfung zuzulassen sind, wenn der Tatbestand erfüllt ist
(sog. gebundene Entscheidung). Maßgebliches Kriterium bildet
dabei die Berufspraxis, deren erforderliche Dauer davon abhängt,
wie die Antragsteller vorgebildet sind. Beispielsweise sind Antragsteller zur Prüfung zum anerkannten Abschluss „Geprüfter
Handelsfachwirt/Geprüfte Handelsfachwirtin“ zuzulassen, wenn
sie gemäß § 2 Abs. 1 der Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Abschluss Geprüfter Handelsfachwirt/Geprüfte Handelsfachwirtin:
•	eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem anerkannten dreijährigen kaufmännischen Ausbildungsberuf im
Handel und danach eine mindestens einjährige Berufspraxis
•	eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung zum/zur Ver­
käufer/-in oder in einem anderen anerkannten Ausbildungsberuf und danach eine mindestens zweijährige Berufs­praxis
•	eine mindestens fünfjährige Berufspraxis nachweisen.
Andererseits eröffnet sich ein Ermessenspielraum, wenn Antragsteller keine dieser Voraussetzungen erfüllen. Dann trifft die IHK
eine Ermessensentscheidung. Z. B. können Antragsteller zur Prüfung „Geprüfter Handelsfachwirt/Geprüfte Handelsfachwirtin“
zugelassen werden, wenn sie gemäß § 2 Abs. 3 der Rechtsverordnung „… durch Vorlage von Zeugnissen oder auf andere Weise
glaubhaft machen, Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten
(berufliche Handlungsfähigkeit) erworben zu haben, die die Zulassung zur Prüfung rechtfertigen.“
Als Mittel zur Glaubhaftmachung werden in den oben genannten
Rechtsgrundlagen die Vorlage von Zeugnissen und die Glaubhaftmachung auf andere Weise genannt. In Betracht kommen
•	Arbeitszeugnisse
•	Lehrgangszertifikate
•	Leistungsnachweise von Bildungseinrichtungen
•	Bescheinigungen über Studienzeiten in einem berufsadäquaten Studium.
Die Zulassung zu einer IHK-Fortbildungsprüfung wird immer
individuell getroffen. Hier hilft ein Beratungsgespräch. Die IHK
zu Schwerin bietet diese gern an.
Die IHK-Weiterbildungsangebote in Westmecklenburg
Die Industrie- und Handelskammer zu Schwerin prüft schwerpunktmäßig in den nachfolgenden Fortbildungsprüfungen.
Gepr. Bankfachwirt
Gepr. Fachkaufmann für Büromanagement
Gepr. Fachwirt für Versicherungen und Finanzen
Gepr. Fachwirt Gesundheits- und Sozialwesen
Gepr. Handelsfachwirt
Gepr. Industriemeister Fachr. Elektrotechnik
Gepr. Industriemeister Fachr. Kunststoff/Kautschuk
Gepr. Industriemeister Fachr. Mechatronik
Gepr. Industriemeister Fachr. Metall
Gepr. IT-Berater
Gepr. IT-Entwickler
Gepr. IT-Ökonom
Gepr. IT-Projektleiter
Gepr. Küchenmeister
Gepr. Meister für Schutz und Sicherheit
Gepr. Personalfachkaufmann
Gepr. Technischer Fachwirt
Für diese Fortbildungen bieten die Bildungsträger in der Region Westmecklenburg regelmäßig,
berufsbegleitend oder als Vollzeitkurs, Vorberein
tungslehrgänge an.
Auf geht`s nach Europa
Auslandserfahrungen während der Berufsausbildung
gewinnen in Zeiten der Globalisierung und eines
zusammenwachsenden europäischen Wirtschafts- und
Bildungsraumes immer mehr an Bedeutung. Durch das
Angebot von Auslandsaufenthalten steigern die Unternehmen
ihr Image und die Attraktivität ihrer Berufsausbildung
insbesondere gegenüber leistungsstarken Schulabsolventen.
uch für die Auszubildenden lohnt sich der Blick über den
sprichwörtlichen Tellerrand. Sie entwickeln während des
Lernaufenthaltes im Ausland Verständnis für die kulturellen
Unterschiede. Sie gewinnen Einblicke in die unterschiedlichsten
Arbeitsmethoden, erweitern ihre sprachlichen Kenntnisse und
bauen ihre Mobilität und Flexibilität für die zukünftige Berufs­
tätigkeit aus.
enthaltes erfolgt die Anerkennung der erlangten Qualifikationen
durch die Übergabe des Europasses.
Das Projekt „Berufsbildung ohne Grenzen“ wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen
Sozialfonds gefördert.
Die IHK zu Schwerin unterstützt
Auslandsaufenthalte bieten Unternehmen langfristig gesehen eine Möglichkeit, dem drohenden Fachkräftemangel entgegen zu
Auf der Grundlage des reformierten Berufsbildungsgesetzes (§ 2
Absatz 3), können Unternehmen ihre Auszubildenden während der
Ausbildung ins Ausland entsenden. Die Ausbildung wird dabei nicht
unterbrochen. Bei erfolgreichem Abschluss eines Auslandsauf-
•	bei der Suche nach geeigneten Partnerbetrieben im Ausland,
•	bei der Vermittlung und gegebenenfalls Organisation von vorbereitenden Maßnahmen für Teilnehmer von Mobilitätsprojekten
wie Sprachkurse, interkulturelle Trainings,
•	bei der Suche nach relevanten Förderprogrammen und deren
•	bei den dazugehörigen weiteren administrativen Abläufen. n
Im Rahmen des geförderten Projektes „Mobilität - Berufsbildung ohne Grenzen“ wurde in der Zeit vom
17. bis zum 23. Februar 2013 der erste Erfahrungsaustausch von Ausbildungsfachkräften der Beruflichen Schule
des Landkreises Nordwestmecklenburg in Wismar, der Beruflichen Schule des Landkreises Müritz in Waren und der
CGG Beruflichen Schule für Chemie, Grafik & gestaltende Berufe in Wien durchgeführt.
er Gruppe von Berufsschullehrern und Ausbildungsverantwortlichen wurde durch den Berufsschulinspektor, Robert
Rohr, ein Gesamtüberblick über die Ausbildungssituation
in Österreich vermittelt. Auch in Österreich werden vielfältige
Anstrengungen unternommen, um eine Fachkräftesicherung in
den Unternehmen zu erreichen. Die einladende Stelle war die CGG
in Wien. Den Teilnehmer wurden im Schulkomplex Fachlabore
und Kabinette mit hochwertigen Ausstattungen für die Berufsbereiche Medientechnologen und Chemielaboranten vorgestellt.
Die Schule unterrichtet in 21 Lehrberufen. Die Lehrlinge begründen das Lehrverhältnis mit einem Lehrbetrieb oder einer Trägerorganisation. An einem Tag pro Woche findet der Berufsschulbesuch statt. Die Berufsschule vermittelt fachtheoretische und
fachpraktische Kenntnisse und bereitet auf die Lehrabschlussprüfung (LAP) vor der Wirtschaftskammer vor. Die Teilnehmer
nahmen am laufenden Unterrichtsgeschehen teil, hospitierten
in den Fachunterrichten und erhielten so die Möglichkeit, in den
ausführlichen Gedankenaustausch mit den Lehrern einzutreten.
Im Laufe der Woche standen Besuche in der Wirtschaftskammer
in Wien, der Berufsschule im Gastgewerbe, der Höheren BundesLehr- und Versuchsanstalt für Chemie, der Höheren Grafischen
Bundeslehranstalt sowie in Unternehmen der Bereiche Druck
und Chemie an.
Der durch die Wirtschaftskammer und der Industrievereinigung
gegründete Verein für den Internationalen Fachkräfteaustausch
(IFA) unterstützt Einzelpersonen als auch Unternehmen bei der
Organisation und Durchführung solcher Erfahrungsaustausche.
Die Zusammenarbeit wird noch in diesem Jahr weiter vorangetrieben. So haben im Herbst diesen Jahres zehn Auszubildende
beider Berufsgruppen die Möglichkeit, ein Auslandspraktikum
in Wien zu absolvieren. Ein besonderes Dankeschön an alle für
diesen interessanten und wirklich informativen Einblick über das
Bildungssystem in Österreich. 
Mobilitätsberatung, Andrea Wollenberg
 0385 5103-445, wollenberg@schwerin.ihk.de
um Hintergrund: Das Euro-Bargeld gehört in Europa seit mehr als
zehn Jahren zum Alltag. Für den unbaren Zahlungsverkehr, wie
Überweisungen und Lastschriften, sind die Weichen jetzt gestellt
und sie stehen auf Einheitlichkeit. Ab dem 1. Februar 2014 dürfen nach
der SEPA-Verordnung – SEPA steht für Single Euro Payments Area, also
einem einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum – im Euro-Raum nur
noch Überweisungen und Lastschriften ausgeführt werden, die den
neuen, gemeinsamen, europäischen Regeln entsprechen.
In den norddeutschen Bundesländern sind die Kreditinstitute und die
Landeskassen gut auf die SEPA-Umstellung vorbereitet. Die Infrastruktur der Banken steht, SEPA-Überweisungen können bereits seit
2008, SEPA-Lastschriften seit 2009 vorgenommen werden. Und das
bringt wesentliche Vorteile. Überweisungen können innerhalb eines
Tages sehr kostengünstig erfolgen und Lastschriften können schnell
europaweit eingezogen werden. Verbraucher und Unternehmen können zukünftig ihren gesamten Zahlungsverkehr über ein Konto bei
einem beliebigen Zahlungsdienstleister in ganz Europa abwickeln. Für
Unternehmen bieten sich hierbei durch die mögliche Konzentration
der Zahlungsverkehrsabwicklung, die Straffung von Bankverbindungen
Es existieren 3,6 Millionen Unternehmen und fast
600.000 Vereine in Deutschland, aber bisher hat die
Deutsche Bundesbank nur rund 220.000 GläubigerIdentifikationsnummern vergeben können. Und genau diese
Nummer benötigen diejenigen, die ab 1. Februar 2014 am
Lastschriftverfahren teilnehmen wollen. Also auch die rund
298.000 Unternehmen in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern
und die Vereinfachung des Liquiditätsmanagements diverse Kostensenkungspotenziale. Die Zahl der Rücklastschriften dürfte sich künftig
verringern, da die Zahlungspflichtigen vorab über die bevorstehenden
Abbuchungen informiert werden. Sie können damit rechtzeitig für
Deckung sorgen. Bislang werden allerdings nur etwa 7 Prozent der in
Deutschland pro Jahr ausgeführten 18 Milliarden Überweisungen und
Lastschriften im SEPA-Format abgewickelt. Vor allem bei kleinen und
mittleren Betrieben mit weniger als 250 Beschäftigten besteht noch erheblicher Umstellungsbedarf. Das sind in Hamburg, Schleswig-Holstein
und Mecklenburg-Vorpommern zusammen genommen 296.900 Unternehmen, also mehr als 99 Prozent der Firmen, die sich dem Thema SEPA
noch stellen müssen.
Gläubiger Identifikationsnummer beantragen
Zur Teilnahme am SEPA-Lastschriftverfahren benötigen alle Lastschriftgläubiger eine Gläubiger-ID, die sie über die Homepage der Deutschen
Bundesbank auf elektronischem Wege schnell und einfach beantragen
können. Ausführliche Informationen sowie das Formular ist unter:
www.glaeubiger-id.bundesbank.de zu finden. Die Bundesbank empfiehlt,
die Gläubiger-ID möglichst schon jetzt zu beantragen.
IHK-Umfrage zu Auslandsinvestitionen
46 Prozent der deutschen Industrieunternehmen planen für das laufende Jahr den Schritt
ins Ausland – so viele wie nie zuvor. Besonders stark wächst dabei das Interesse an den
USA. Das zeigt die neue Umfrage „Auslandsinvestitionen in der Industrie" der Industrie- und
Handelskammern und des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK).
ie Untersuchung beruht auf den Ergebnissen der Zusatzbefragung im Rahmen
der bundesweiten IHK-Konjunkturumfrage Jahresbeginn 2013. Rund 2.500 Antworten aus dem Verarbeitenden Gewerbe dienten
Immer mehr Auslandsinvestitionen
Das Ausland wird für immer mehr deutsche
Industrieunternehmen als Investitionsstandort
attraktiv. 2013 planen so viele Industrieunternehmen wie nie zuvor den Schritt ins Ausland
(46 Prozent). Außerhalb der Industrie steigt
der Anteil der Unternehmen mit Plänen für
Auslandsinvestitionen noch stärker.
Die finanziellen Volumina, mit denen die einzelnen Unternehmen ins Ausland gehen, entwickeln sich zurückhaltend. Die Verunsiche-
rung in Bezug auf die Schuldenkrise und deren
Folgen für die Wirtschaft wirken weiter nach.
Produktion vor Ort auf dem Vormarsch
Die Industrie erschließt internationale Märkte
wieder stärker mit eigenen Produktionsstätten.
35 Prozent der Betriebe investieren aus diesem
Beweggrund im Ausland. So viele waren es –
außer 2011 – in den vergangenen 20 Jahren
nie. In der Gesamtwirtschaft liegt der Anteil
sogar bei 32 Prozent – ein historischer Höchstwert. Die Unternehmen gehen insbesondere in
den Wachstumsregionen der Weltwirtschaft
zu lokaler Produktion über.
profitiert nur partiell
Unternehmen mit Plänen für Auslandsinves­
titionen wollen 2013 auch im Inland mehr
inves­tieren und einstellen als der Industriedurchschnitt. Zusätzliches Personal und Investitionen planen vor allem jene Unternehmen, die zwecks Vertrieb und Kundendienst
im Ausland investieren – bei ihnen erfolgt die
Produktion für den Auslandsmarkt nach wie
vor hierzulande. Dass der Standort Deutschland aufpassen muss, seine in den vergangenen
Jahren erlangten Wettbewerbsvorteile zu erhalten, zeigt sich im Vergleich der Investitionspläne zwischen In- und Ausland: Ausländische
Standorte werden wieder attraktiver, im Inland
wird hingegen zu wenig investiert.
Globale Breite verfestigt sich
Die globale Orientierung der Unternehmen bei
ihren Auslandsinvestitionen findet auch 2013
ihre Fortsetzung. Weiterhin sind alle Weltregionen im Blick der Betriebe. Die neuen Ziel-
Bevor Beträge per Lastschrift im SEPA-Lastschriftverfahren eingezogen werden, muss der Zahlungsempfänger von seiner Hausbank für
das Verfahren zugelassen werden. Dies geschieht im Rahmen einer
Inkasso-Vereinbarung (also eine Vereinbarung über den Einzug von
Forderungen durch Lastschriften) mit dem eigenen, kontoführenden
Kreditinstitut. Ein Punkt dieser Vereinbarung ist beispielsweise, dass
der Gläubiger natürlich nur fällige Forderungen einziehen darf, für die
auch eine Ermächtigung des Kunden oder Geschäftspartners vorgelegt
Eng mit der Umstellung der Kontokennung auf IBAN und BIC ist auch eine
Umstellung der Buchhaltung bzw. der Softwaresysteme verbunden, denn
SEPA-Lastschriften und -Überweisungen haben ein spezifisches Datenformat. Nach dem 1. Februar 2014 ist von Zahlungsdienstnutzern, die nicht
Verbraucher sind, das XML-Nachrichtenformat des ISO-20022-Standards
bei der Einreichung oder Auslieferung gebündelter Dateien mit Überweisungen oder Lastschriften in Euro zu verwenden. Deshalb empfiehlt sich
das frühzeitige Gespräch mit den Herstellern und Anbietern der Unternehmenssoftware sowie die gleichzeitige Klärung, ob und in welcher Höhe
eventuell mit zusätzlichen Kosten, z. B für Schulungen oder neue Lizenzen,
zu rechnen ist. Auch Briefbögen, Internetseiten und Faltblätter müssen vielleicht umgeschrieben und mit IBAN- und BIC-Angaben versehen werden.
Konvertierung der Kontokennung in IBAN und BIC vornehmen
Künftig werden Zahlungskonten grundsätzlich nur noch durch IBAN
(International Bank Account Number) und BIC (Bank Identifier Code)
identifiziert. Für Zahlungen innerhalb Deutschlands genügt ab Februar
2014 die Angabe der IBAN, bei grenzüberschreitenden Überweisungen
in die EU muss der BIC bis zum 1. Februar 2016 noch mit aufgeführt
werden. Die eigene (neue) Kontokennung wird bereits seit Jahren auf
dem Kontoauszug angegeben. Sich damit vertraut zu machen, ist folglich
Auch wenn die IBAN mit ihren 22 Stellen zunächst kompliziert und
lang erscheint, ist sie doch leicht zu merken: Sie besteht aus der Länderkennung (DE), einer Prüfziffer sowie der eigenen Kontonummer und
Bankleitzahl. Die restlichen frei bleibenden Stellen in der Mitte werden
mit Nullen abgebildet. Wichtiger und technisch aufwendiger ist die
Umstellung der Kontodaten aller Geschäftspartner. Im Sinne einer möglichst einfachen, bürokratiearmen Konvertierung sollte hier die eigene
Hausbank frühzeitig um Unterstützung gebeten werden.
In Deutschland können vorliegende Einzugsermächtigungen grundsätzlich auch für den Einzug von Mitgliedsbeiträgen, Spenden oder Kundenzahlungen unter SEPA genutzt werden. Dafür hatten sich viele Organisationen und Verbände eingesetzt. Das Einholen neuer SEPA-Mandate
ist dank der Anpassung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen der
Kreditinstitute, die im Juli 2012 erfolgte, erfreulicherweise nicht nötig.
Allerdings ist dabei zu beachten, dass der Lastschrifteinreicher (das Unternehmen, der Dienstleister) den Zahler (den Kunden) vor dem ersten
SEPA-Lastschrifteinzug über den Wechsel von der Einzugsermächtigung
auf den Einzug per SEPA-Basislastschrift unter Angabe von Gläubiger-ID
und Mandatsreferenz zu unterrichten hat. 
www.bundesbank.de und www.sepadeutschland.de
regionen in den Schwellenländern Asiens und
Lateinamerikas nehmen mittlerweile als Investitionsstandort der deutschen Industrie einen
festen Platz ein. Mit ihren Investitionen sind die
Unternehmen damit gerade in den wachstumsstarken Regionen der Welt engagiert und profitieren von der dynamischen wirtschaftlichen
Entwicklung. Gleichzeitig bleiben die Betriebe
den etablierten Märkten in Europa treu.
aber die USA. Als einzige Weltregion zieht
amerika 2013 deutlich mehr deutsche
Industrieunternehmen an. Die Region liegt
damit seit zehn Jahren erstmals auf Platz 3,
hinter den EU-15 und dem seit drei Jahren
an der Spitze liegenden Wirtschaftsstandort China.
Die vollständige Analyse steht unter
www.dihk.de zur Verfügung.
Comeback Europas?
Großes Interesse an USA
 0385 5103-306
witt@schwerin.ihk.de
An Bedeutung gewinnt das Kostenmotiv bei den
Investitionen in den alten EU-Ländern – anders
als in allen anderen Weltregionen. Etliche diese
Länder machen sich mit Reformen als Standort
attraktiv und schmelzen die Kostennachteile
gegenüber Deutschland ab. Der „Rising Star“
unter den Adressaten deutscher Investoren sind
 0385 5103-207
nuernberger@schwerin.ihk.de
Wirtschaftskompass 05|2013  ■  27
Deutschland gerät in Verzug
Zwar liegt der Bundesregierung seit dem 15. August 2012 ein
Gesetzesentwurf vor, mit welchem die neue EU-Richtlinie 2011/7/EU zur
„Bekämpfung von Zahlungsverzug im Geschäftsverkehr“ in deutsches,
also innerstaatliches Recht umgesetzt werden sollte; von einem Gesetz
ist aber weit und breit nichts zu sehen. „Deutschland ist damit in Verzug,
weil die Umsetzung zwingend bis 16. März 2013 zu erfolgen hatte“, so
der Geschäftsführer der Bremer Inkasso GmbH, Bernd Drumann.
it der Neufassung der Richtlinie gegenüber der alten Fassung aus dem Jahr 2000 sollte durch noch eindeutigere
Formulierungen und Einführung klar definierter und
spürbarer Sanktionen die Zahlungs(un)moral im Geschäftsverkehr positiv beeinflusst werden. Die Regelungen gelten allerdings
nicht, wenn ein Verbraucher am Geschäft beteiligt ist.
Die EU-Richtlinie stellte unter anderem – neben vielen anderen
Sanktionen - deutlich heraus (Artikel 6 Absatz 3), dass zu den
zu ersetzenden Beitreibungskosten ggf. auch die Kosten eines
Inkassounternehmens gehören. Der Gesetzesentwurf übernimmt
das aber nicht ausdrücklich. In der Begründung wird darauf
hingewiesen, dass dieses ja sowieso schon der geltenden Rechtslage in Deutschland zum Ersatz von Rechtsverfolgungskosten
entspräche und deshalb keiner Neuregelung bedürfe. Die Praxis
sieht leider anders aus. „Sogar das Landgericht Bremen hat kürzlich in zweiter Instanz Inkassokosten – zu Unrecht - abgewiesen.
In einigen Abteilungen des Amtsgerichts Bremen ist es leider
gängige Praxis, Inkassokosten abzuweisen“, äußert Drumann
sein Unverständnis. „Setzt der deutsche Staat die Richtlinie nicht
rechtzeitig oder unzureichend um (etwa weil er die Auffassung
vertritt, es müsse im Gesetz nicht ausdrücklich erwähnt werden,
dass Kosten eines Inkassounternehmens zu ersetzen sind) kommt
sogar rein theoretisch ein Staatshaftungsanspruch auf Schadenersatz gegen den deutschen Staat in Betracht, wenn einem Gläubiger – etwa durch die generelle Versagung der Inkassokosten
als Verzugsschaden durch ein deutsches Gericht - ein Schaden
entsteht“, so Drumann weiter.
„Ich würde mir daher wünschen, dass der Gesetzgeber mit
§ 288 Abs. 5 BGB-E den Artikel 6 Absatz 3 der EU-Richtlinie auch
genauso in deutsches Recht umsetzt. Das würde vermutlich viele
unnötige Prozesse vermeiden, die Justiz entlasten und letztlich
sogar verhindern, dass sich der deutsche Staat einem möglicherweise bestehenden Schadenersatzanspruch aussetzt.“, so
Drumann abschließend.
Unternehmen in Deutschland investieren verstärkt in Energieeffizienz. Zu diesem Ergebnis kommt eine im Auftrag der
Initiative EnergieEffizienz der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) durchgeführte Umfrage unter Betrieben aus
Industrie und produzierendem Gewerbe. So haben die Unternehmen nach eigenen Angaben in den vergangenen zwei Jahren
durchschnittlich 50.000 Euro für Energieeffizienzmaßnahmen ausgegeben. 2011 lag dieser Wert noch bei 30.000 Euro.
Auch in Zukunft planen die Betriebe Investitionen in Energieeffizienz, 65 Prozent wollen weitere Maßnahmen realisieren.
leichzeitig befürchten die befragten
Unternehmen weiterhin steigende
Strompreise. 44 Prozent erwarten
innerhalb der nächsten zwei Jahre eine
starke Erhöhung der Strompreise, 2011
waren es nur 24 Prozent. Für die nächsten
fünf Jahre rechnet jedes dritte Unternehmen mit einer deutlichen Zunahme der
Preise.Die richtige Antwort auf steigende
Strompreise sei nach Ansicht der dena die
Erhöhung der Energieeffizienz. Die Unternehmen hätten bereits die Chancen und
Potenziale erkannt und verstärkt in die
und Systemen investiert. Wichtig sei aller­
dings, nicht nur die Investitionen zu erhöhen, sondern auch die Qualität der Ener­
gieeffizienzmaßnahmen sicherzustellen.
Die Nutzung eines betrieblichen Energiemanagements bietet die Chance, um vorhandene Effizienzpotenziale systematisch
zu erschließen. Der Anteil an Unternehmen, die Maßnahmen zur energetischen
Optimierung von Anlagen und Maschinen
durchgeführt haben, blieb gegenüber dem
Vorjahr mit 60 Prozent auf hohem Niveau
stabil. Dabei steigen die Anforderungen an
die Wirtschaftlichkeit. Die Vorgaben für
die Verzinsung des eingesetzten Kapitals
liegen bei mehr als der Hälfte der Unternehmen bei 25 Prozent und höher. Fördermaßnahmen bieten dabei für etwa jedes
zweite Unternehmen einen Anreiz für Investitionen. Hier setzt beispielsweise das
Förderprogramm „Investitionszuschüsse
zum Einsatz hocheffizienter Querschnittstechnologien im Mittelstand" an. Es gewährt kleinen und mittleren Unternehmen
Zuschüsse für Investitionen in Energieeffizienzmaßnahmen. Das Programm des
Bundeswirtschaftsministeriums fördert
den Austausch von Altanlagen gegen
hocheffiziente Anlagen sowie die systemische Optimierung.
Innovative Energieeffizienz-Projekte in
Industrie und Gewerbe zeichnet die dena
mit dem jährlich vergebenen, internationalen EnergyEfficiency Award aus. Noch
bis zum 30. Juni können sich Unternehmen
für den Energy Efficiency Award 2013
bewerben. Alle wesentlichen Informationen zur Teilnahme finden interessierte
www.EnergyEfficiencyAward.de
Am 16. Mai 2013 findet der Innovationstag Mittelstand
nunmehr zum zwanzigsten Mal statt. Auch in diesem Jahr
werden auf dem Freigelände der AiF Projekt GmbH in Berlin
mehr als 300 Unternehmen, Forschungseinrichtungen sowie
Kooperationsnetzwerke aus ganz Deutschland neue Produkte, Verfahren und Dienstleistungen präsentieren, deren
Entwicklung mit Unterstützung des Bundes möglich wurden.
Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie Dr. Philipp
Rösler hat sein Kommen zugesagt.
Die Leistungsschau "im Grünen", die sich zum traditionellen
Treffpunkt des innovativen Mittelstandes entwickelt hat,
bietet Gelegenheit, mit Spezialisten unterschiedlichster Technologiebereiche in einen Gedankenaustausch zu treten und
in entspannter Atmosphäre mit Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft ins Gespräch zu kommen. Ein Vortragsprogramm zu mittelstandsrelevanten Themen, moderierte Projektpräsentationen, eine Job- und Praktikumsbörse und
ein Get Together zum Ausklang des Innovationstages werden
die Veranstaltung abrunden. Mit der Organisation des Innovationstages Mittelstand des BMWi wurde wiederum die AiF
Projekt GmbH beauftragt. Eine Übersicht über die Aussteller
sowie das Vortragsprogramm stehen unter www.zim-bmwi.
de/veranstaltungen/innovationstag zur Verfügung.
Hier entsteht ein idealer
Standort für Dienstleister.
Direkt an der Neumühler Straße entsteht neben dem neu errichteten
„Netto”-Markt und dem Eingang zum neuen Wohngebiet „Am Mühlenscharrn” ein neues Dienstleistungszentrum. Mit der Vermietung wurde die
VR Immobilien GmbH beauftragt.
Lange mussten die Bewohner von Neumühle auf Dienstleistungsangebote für die täglichen kleinen Erledigungen warten. Nach der Öffnung
des Netto-Discountmarktes wird nun die Planung zur Errichtung eines
Dienstleistungszentrums konkret. Die ersten Anbieter haben sich bereits
den Standort gesichert. Neben einer Bank und einer Apotheke werden ein
Zahnarzt, eine ambulante Tagespflege, ein Friseur und ein Blumengeschäft
den Standort noch attraktiver machen.
Sie sind ebenfalls am Standort interessiert?
Dann freuen wir uns, wenn Sie schnell den Kontakt zu uns aufnehmen.
Ausreichend Parkmöglichkeiten sind vorhanden. Alle Mietflächen sind
barrierefrei. Weitere Mieter wie Steuerberater, Rechtsanwälte, Ärzte, Anbieter aus dem Gesundheitsbereich oder der Gastronomie sind herzlich
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Der Austausch von Waren und Dienstleistungen mit dem Ausland ist für die deutsche Wirtschaft von größter Bedeutung.
So wurden nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2012 Waren im Wert von fast 1,1 Billionen
Euro aus Deutschland ausgeführt. Doch nicht immer verbirgt sich hinter jeder Warenlieferung ins Ausland ein sogenannter
endgültiger Verkauf. Auch die zeitweilige Verwendung von Waren im Ausland und die anschließende Wiedereinfuhr nach
Deutschland kommen in der Praxis häufig vor. An Stelle der sonst üblichen Zollverfahren kann die Nutzung eines Carnets
A.T.A. die Abwicklung dieser Geschäfte deutlich vereinfachen.
as Wort „Carnet“ stammt aus dem Französischen und heißt so
viel wie „Heft“. Die Abkürzung „A.T.A.“ steht für „vorübergehende
Verwendung“ (französisch: admission temporaire; englisch: temporary admission). Frei übersetzt heißt „Carnet A.T.A.“ also Zollpassierscheinheft für die vorübergehende Verwendung von Waren.
Das Carnet ist ein internationales Zollpassierscheinheft, das die vorübergehende Verwendung von Waren im Ausland erleichtert, in dem
die sonst üblichen Zollverfahren für die Ein- und Ausfuhr durch das
einfachere Carnet-Verfahren ersetzt werden. Die Zahlung oder Hinterlegung von Zöllen und sonstigen Abgaben in den Einfuhr- bzw.
Durchfuhrländern entfällt. Durchschnittlich verlangen ausländische
Zollverwaltungen sonst zwischen 20 bis 40 Prozent des Warenwertes als
Sicherheitsleistungen vom Reisenden. Diese Werte ergeben sich in der
Regel aus der Mehrwertsteuer und Zöllen.
Das Carnet-Verfahren funktioniert weil es eine internationale Bürgenkette gibt, die ggf. für den Carnetinhaber in Vorleistung geht und
bei berechtigten Ansprüchen der Zollverwaltungen (z. B. bei Nichtwiederausfuhr der betreffenden Waren) die Einfuhrabgaben zunächst
begleicht. Diese Bürgenkette setzt sich in der Regel aus den jeweiligen
nationalen Verbänden der Industrie- und Handelskammern der beteilig­
ten Länder zusammen. In Deutschland ist der Deutsche Industrie- und
Handelskammertag e. V. Teil der Bürgenkette.
Zur Abdeckung des mit der Ausgabe von Carnets verbundenen Risikos
wurde mit der Euler Hermes Deutschland AG in Hamburg ein Versicherungsvertrag abgeschlossen, der auch die Einschaltung und das Mitspracherecht von Euler Hermes beim Carnet-Verfahren beinhaltet. Euler
Hermes kümmert sich u. a. um die Bereinigung nicht vollständig oder
unrichtig abgewickelter Carnet-Verfahren, um die Zahlung möglicher
Einfuhrabgaben für den Carnet-Inhaber zu vermeiden.
Carnets können sowohl für Unternehmen als auch Institutionen und
Privatpersonen ausgegeben werden. Zuständig dafür ist jeweils die IHK,
in deren Bezirk der Interessent seinen Sitz hat. Da mit jedem Carnet
eine Bürgschaft verbunden ist, muss die IHK prüfen, ob sie ein Carnet
ausstellen darf. Interessenten haben keinen Rechtsanspruch auf Erhalt
eines Carnets.
Für welche Waren kann ein Carnet verwendet werden?
Carnets können zunächst für Waren ausgestellt werden, deren beabsichtigter Verwendungszweck nach den internationalen Vereinbarungen
erlaubt ist. Darüber hinaus müssen diese Waren zollrechtlich gesehen
Gemeinschaftswaren sein. Das sind Waren, die in der Europäischen
Union vollständig gewonnen oder hergestellt wurden bzw. die sich nach
der Einfuhr aus einem Drittland im sog. zollrechtlich freien Verkehr
Die meisten der Carnet-Anwenderstaaten haben die drei „Basisanwendungen“ Messegut, Warenmuster und Berufsausrüstung ratifiziert.
•	Messe- und Ausstellungsgüter: Waren, die auf Ausstellungen,
Messen, Kongressen oder ähnlichen Veranstaltungen ausgestellt
oder verwendet werden. Hierzu gehören auch Standausrüstungen,
zur Vorführung benötigte Maschinen, Geräte usw., ferner Übersetzungseinrichtungen, Tonbandaufnahmegeräte, Filme erzieherischen,
wissenschaftlichen oder kulturellen Charakters.
•	Warenmuster: Gegenstände, die eine bestimmte Art bereits hergestellter Waren darstellen oder Modelle von Waren sind, deren Herstellung vorgesehen ist. Diese Muster dürfen im Carnet-Verfahren nur zu
Werbezwecken aus- bzw. eingeführt werden.
•	Berufsausrüstung: Ausrüstungen für Montage, Erprobung, Messung,
Prüfung oder Überwachung, sowie Presse, Rundfunk, Fernsehen usw.
Ausgeschlossen sind Ausrüstungen, die der ausschließlichen Beförderung, der gewerblichen Herstellung oder dem Abpacken von Waren,
der Ausbeutung von Bodenschätzen, der Errichtung oder Instandhaltung von Gebäuden, der Ausführung von Erdarbeiten oder ähnlichen
Manche Staaten gestatten neben Messegut, Warenmustern und Berufsausrüstung zusätzlich eine Verwendung des Carnets zu anderen
­Zwecken. Dies ergibt sich aus den nationalen Bestimmungen der jeweiligen Länder. Neben den o.g. Ausschlüssen bei Berufsausrüstungen
können Carnets für Verbrauchsgüter, für ins Ausland gegen Entgelt vermietete Waren bzw. für Waren, die im Ausland Veränderungen erfahren
IHK-Exportpreis 2013
Am 3. September 2013 wird anlässlich des
Außen­w irtschaftstages Mecklenburg-Vorpommern 2013 der von den Industrie- und
Handelskammern zu Neubrandenburg, zu
Rostock und zu Schwerin gestifteten IHKExportpreis 2013 verliehen. Mit der Auslobung
des IHK-Exportpreises möchten die Industrie- und Handelskammern in MecklenburgVorpommern hervorragende Unternehmensleistungen bei der konzeptionellen und prak-
tischen Erschließung internationaler Märkte
fördern und würdigen. Um den Preis, der mit
5.000 Euro dotiert ist, können sich Unternehmen aller Branchen bewerben, die in Mecklenburg-Vorpommern ihren Hauptsitz haben.
Über die Vergabe des Preises entscheidet eine Jury, die sich aus jeweils einem Vertreter
der IHKs in Mecklenburg-Vorpommern, der
Staatskanzlei MV sowie der Germany Trade and
Invest - Gesellschaft für Außenwirtschaft und
(Veredlung, Reparatur …) ebenfalls nicht verwendet werden. Darüber
hinaus sind die Anwendungsbereiche des Carnet-Verfahrens leider nicht
in allen Ländern gleich, weil waren- oder verwendungsbezogene Vorgaben bestehen können. Auskünfte über die jeweiligen Besonderheiten
erteilt die IHK.
In welchen Ländern können Carnets verwendet werden?
Carnets können z. Z. in 45 Staaten außerhalb der Europäischen Union verwendet werden. Die Carnet-Anwenderstaaten sind namentlich auf dem
Carnet-Deckblatt aufgelistet. Innerhalb des einheitlichen Zollgebietes der
EU werden keine Carnets zur vorübergehenden Verwendung von Waren
in den anderen EU-Staaten benötigt. Dennoch sind alle EU-Länder Mitglieder im Carnet-Verfahren, denn sie stellen Carnets für die Verwendung
in Drittstaaten aus und akzeptieren Carnets aus Drittländern bei der
vorübergehenden Verwendung von Drittlandswaren in der EU.
Hier eine nicht vollständige Übersicht wichtiger Carnet-Länder:
•	Europa: nahezu alle Länder
•	Asien: China, Hongkong, Indien, Israel, Japan, Korea, Libanon,
Thailand, Singapur, VAE
•	Afrika: Algerien, Marokko, Tunesien, Südafrika incl. Botswana,
Namibia, Lesotho und Swasiland
•	Amerika: Chile, Kanada, Mexiko, USA
•	Australien: Australien, Neuseeland
Verhandlungen mit weiteren Ländern laufen, so dass in gewissen Abständen neue Länder hinzukommen.
Die vorübergehende Verwendung von Waren in Taiwan kann nur mit
einem Carnet C.P.D. erfolgen. Grundsätzlich wird es genauso behandelt
wie ein Carnet A.T.A.
Grundsätzlich reicht ein Carnet aus, um die Zollförmlichkeiten erfüllen
zu können (Ausfuhr, Einfuhr mit Sicherheitsleistung, vorübergehende
Verwendung, Wiederausfuhr, Wiedereinfuhr). Auch bei nur vorübergehender Verwendung von Waren im Ausland sind alle einschlägigen
Vorschriften des Außenwirtschaftsrechts zu beachten. Zusätzlich ist
z. B. bei ausfuhrgenehmigungspflichtigen Waren eine entsprechende
Genehmigung des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle
erforderlich. Ebenso sind die Sanktionslistenregelungen zu beachten,
denn den in diesen Listen aufgeführten natürlichen und juristischen
Personen dürfen wirtschaftliche Ressourcen auch nicht nur zeitweilig
zur Verfügung gestellt werden. Carnets bieten neben dem Wegfall von
Sicherheitsleistungen zusätzlich die Vorteile einer zügigen Grenzabfertigung bei beliebig häufiger Benutzung während der Gültigkeitsdauer
von einem Jahr und den überwiegenden Wegfall von sonstigen Aus- und
Einfuhrdokumenten. Insgesamt helfen sie, Zeit und Geld zu sparen. Für
die Ausgabe der Carnets sind die regional zuständigen IHKs verantwortlich. Hier erhalten Sie Antragsvordrucke, die Carnetformulare und
entsprechende Hinweise zum Ausfüllen derselben, zur Verwendung der
Carnets und zum Ablauf des Verfahrens. In jedem Fall ist eine rechtzeitige Kontaktaufnahme zur IHK wichtig. Im Zusammenhang mit der
Ausstellung eines Carnets und dem damit verbundenen Abschluss einer
Kautionsversicherung mit Euler Hermes entstehen Kosten, die vom Warenwert abhängig sind. Bis zu einem Warenwert von weniger als 10.000
Euro betragen diese Kosten z. Z. 35 Euro. Darüber hinaus wird von der
IHK eine geringe Ausstellungsgebühr erhoben, von der ein Teil an die
Internationale Handelskammer in Paris abgeführt wird, um das CarnetSystem erhalten zu können.
Diese kurzen Ausführungen sollen lediglich dazu dienen, einige grundsätzliche Punkte darzustellen. Darüber hinaus gibt es viele Einzelheiten,
die im Zusammenhang mit der Ausstellung von Carnets zu berücksichtigen sind. Fragen in Zusammenhang können Sie mit den Mitarbeitern des
Bereiches International der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin
besprechen. 
Wie lange sind Carnets gültig?
Ein Carnet ist ein Jahr gültig. In Ausnahmefällen kann vor Ablauf der
Gültigkeitsdauer ein Anschluss-Carnet ausgegeben werden. Dazu ist
die frühzeitige Kontaktaufnahme mit der IHK notwendig. Während der
Gültigkeit ist die Nutzung in fast allen angeschlossenen Staaten für
beliebig viele Verwendungen möglich.
Rüdiger Wissuwa
 0385 5103-211
wissuwa@schwerin.ihk.de
Standortmarketing mbH zusammensetzt. Die Jury bewertet die
Bewerbungen in erster Linie nach den besonderen unternehmerischen Leistungen bei der Erschließung internationaler Märkte.
Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 30. Juni 2013. Interessierte
Unternehmen können die Ausschreibungsunterlagen bei der IHK
zu Schwerin anfordern.
IHK zu Schwerin, Henrike Güdokeit
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E-mail: sven.ebeling@mecklenburgische.com
Informationsveranstaltung zu Jordanien
Beim Jordanien-Tag bot die IHK zu Schwerin am 10. April 2013 den teilnehmenden Unternehmen die
Chance, sich über wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Geschäftsmöglichkeiten in Jordanien zu
informieren. Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit der EMA durchgeführt.
it seiner zentralen Lage zwischen Europa, Asien und
­Afrika bietet das Königreich Jordanien einen für euro­
päische Firmen wichtigen Zugang zu den Märkten des
Nahen Ostens und Nord-Afrikas. Die stabile politische Situation,
die stabilen Beziehungen nach Europa sowie die relativ hohe
Qualifikation der jordanischen Arbeitskräfte sind Gründe für das
zunehmende Interesse ausländischer Unternehmen und Investoren
am Zielmarkt Jordanien. Darüber hinaus beeindruckt das Land mit
einem fortschrittlichen Gesundheitssystem, das dauernd weiter
entwickelt und stark durch die Regierung subventioniert wird.
Vor diesem Hintergrund und um wirtschaftliche Chancen und
Möglichkeiten in Jordanien aufzuzeigen, organisierte die IHK
zu Schwerin gemeinsam mit der EMA (Euro-Mediterranean
Association for Cooperation and Development e.V.) die Informationsveranstaltung Jordanien. Als Diskussionspartner standen
den Teilnehmern u. a. Länder- und Fachexperten wie Dr. Axel
Goehler, Honorarkonsul Jordanien in Norddeutschland, Agnes
Schier, Projektmanagagerin bei der EMA, Michael Pfeiffer, ehem.
Geschäftsführer der GTAI sowie Dr. Abdallah Nassour von der
Universität Rostock und das Gesundheitsnetzwerk BioCon Valley
Die Veranstaltung zeigte, dass Jordanien sowie der arabische
Raum grundsätzlich großes Geschäftspotenzial haben, das noch
weitestgehend ungenutzt ist. Vor allem in den Bereichen der
Erneuerbaren Energien sowie der Gesundheitswirtschaft bieten
sich für deutsche Unternehmen Geschäftsmöglichkeiten. Deutsche Technologien sind nachgefragt und „Made in Germany“ ist
ein wichtiges Gütesiegel.
Mit Geduld und Know-How bieten die Märkte des arabischen
Raumes großes Potenzial.
IHK zu Schwerin, Annett Reimer
 0385 5103-213, reimer@schwerin.ihk.de
2. Wirtschaftstag Kasachstan
Das ressourcenreiche und investitionshungrige Kasachstan gelangt als Absatz- und
Beschaffungsmarkt stärker in den Fokus. Das stetige Wirtschaftswachstum eröffnet auch
für deutsche Unternehmen Potenziale und Chancen.
m vergangenen Jahr fand bereits der 1. Wirtschaftstag Kasachstan in der IHK zu Schwerin statt, der Teil einer kasachischen
Delegation unter Leitung von Dr. Albert Rau, Erster Vizeminister für Industrie und neue Technologien der Republik Kasachstan
sowie Dr. Nurlan Onzhanow, Botschafter der Republik Kasachstan
in Deutschland war. Am 15. Mai 2013, 10:00 – 14:00 Uhr wird
der 2. Wirtschaftstag Kasachstan im Ludwig-Bölkow-Haus stattfinden. Erneut wird der Wirtschaftstag von der kasachischen
Botschaft begleitet. Die Teilnahme des kasachischen Botschafters
Dr. Nurlan Onzhanov eröffnet großes Potenzial für die Veranstaltung.
Informationen zum Wirtschaftsstandort Kasachstan und die damit verbundenen Chancen und Potenziale erhalten die Teilnehmer
von Jörg Hetsch, Delegierter der Delegation der Deutschen Wirt-
schaft für Zentralasien. Weiterhin wird Dr. Andreas Knaul, Leiter
der Rechtsberatung in Russland von der Unternehmensberatung
Rödl & Partner Einblicke in die rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen in Kasachstan geben. Erfahrungsberichte von
regionalen Unternehmen, die bereits in Kasachstan wirtschaftlich aktiv sind, schlagen den Bogen nach Westmecklenburg. Das
Programm des Wirtschaftstages ist unter www.ihkzuschwerin.de
abrufbar. Im Anschluss an die Veranstaltung können interessierte
Unternehmen im Einzelgespräch mit Jörg Hetsch individuelle
Fragestellung und Projekte besprechen. 
Statement Jörg Hetsch
„Kasachstan und seine Nachbarn werden unterschätzt. Gerade für deutsche
Unternehmen haben sich hier in den
vergangenen Jahren viele Marktchancen ergeben. Man muss sie nur ­sehen.
Mit einem Engagement in einem der
Länder ist man – zumindest im geo­
grafischen Sinne – in der Region an-
gekommen, kennt die Gepflogenheiten
und Besonderheiten. Und das wiederum erleichtert neue Projekte in der
Nachbarschaft.“
Jörg Hetsch leitet die Delegation der
Deutschen Wirtschaft für Zentral­
asien, die seit 1994 Mitglied des AHK-
Netzwerks und seit 2008 für fünf
Länder zuständig ist. Das Büro im
kasachischen Almaty betreut die einstigen Sowjetrepubliken Kasachstan,
Usbekistan, Turkmenistan, Kirgistan
und Tadschikistan – ein Markt mit
insgesamt rund 64 Millionen Einwohnern.
Vereinsrecht und
Stiftungsrecht – BGB
Ergänzungen der §§ 21 ff. BGB
1.	Unentgeltliche Tätigkeit des Vorstands, § 27 Abs. 3 BGB
In Ergänzung von § 27 Abs. 3 BGB wird der Grundsatz der
unentgeltlichen Tätigkeit der Mitglieder des Vereinsvorstands
festgelegt. Nach § 40 BGB ist § 27 Abs. 3 BGB abdingbar –
mittels Satzungsregelung. Der Grundsatz, dass die Mitglieder des Vorstands unentgeltlich tätig sind, findet erst zum
1. Januar 2015 Anwendung, vgl. Art. 12 Abs. 4 des Ehrenamtsstärkungsgesetzes.
2.	Haftung von Organmitgliedern und besonderen
Vertretern, § 31a BGB
Die Haftung von Organmitgliedern oder besonderen Vertretern, die unentgeltlich tätig sind oder eine Vergütung von
bis zu 720 Euro jährlich erhalten, gegenüber dem Verein und
den Vereinsmitgliedern, wird auf Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit beschränkt. Die Beweislast dafür, dass der Schaden
vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht wurde, trägt der
Verein oder das Vereinsmitglied. Besteht eine Schadenersatzpflicht gegenüber einem Dritten, so können die Organmitglieder/besondere Vertreter von dem Verein die Befreiung
von der Verbindlichkeit verlangen; dies gilt allerdings nicht,
wenn der Schaden durch Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit
verursacht wurde. Die Regelung ist bereits zum 29. März 2013
Mit dem Gesetz zur Stärkung des Ehrenamtes
(Ehrenamtsstärkungsgesetz), Art. 6, werden verschiedene
Änderungen im BGB für Vereine geändert. Die Änderungen
sind teilweise bereits zum 29. März 2013 in Kraft getreten,
vgl. BGBl. vom 28. März 2013, Teil I, Seite 556 ff.
3.	Haftung von Vereinsmitgliedern, § 31b BGB
Auch Vereinsmitglieder, die unentgeltlich für ihren Verein
tätig sind, oder eine Vergütung bis zu 720 Euro jährlich erhalten, haften bei den ihnen übertragenen satzungsgemäßen
Vereinsaufgaben dem Verein gegenüber nur bei Vorsatz und
grober Fahrlässigkeit. Die Beweislast dafür, dass der Schaden
Verein. Besteht eine Schadenersatzpflicht gegenüber einem
Dritten, so können die Vereinsmitglieder von dem Verein die
Befreiung von der Verbindlichkeit verlangen; dies gilt nicht,
4.	Ergänzung von §§ 80 Abs. 2, 81 Abs. 1 BGB, Stiftungen
Die Verbrauchsstiftung wird ausdrücklich in das Gesetz aufgenommen, §§ 80 Abs. 2, 81 Abs. 1 Satz 2 BGB. Die dauernde
Erfüllung des Stiftungszwecks gilt als gesichert, wenn die Verbrauchsstiftung für einen Zeitraum von mindestens 10 Jahren
bestehen soll (Festlegung im Stiftungsgeschäft). Die Regelung
ist bereits zum 29. März 2013 in Kraft getreten.
Autoren: Annika Böhm & Dr. Christian Groß, DIHK
IHK zu Schwerin, Stefan Gelzer
 0385 5103-514, gelzer@schwerin.ihk.de
110-Euro-Freigrenze bei Betriebsveranstaltungen
Der Bundesfinanzhof (BFH) hat entschieden (VI R 79/10), dass die Aufwendungen
einer Betriebsveranstaltung auf die teilnehmenden Arbeitnehmer aufzuteilen sind.
Die Aufwendungen stellen dann Arbeitslohn dar, wenn sie Entlohnungscharakter
haben. Übersteigen die Aufwendungen je
Arbeitnehmer 110 Euro, ist der gesamte
Betrag steuerpflichtig.
Dem Urteil lag folgender Sachverhalt zugrunde: Der Kläger veranstaltete für seine
Mitarbeiter ein Sommerfest und wandte
pro Teilnehmer 175 Euro auf. Eine Lohnversteuerung nahm der Arbeitgeber nicht
vor, weil er der Auffassung war, dass diese
Kosten übliche Zuwendungen im Rahmen
einer Betriebsveranstaltung seien. Die Gren-
ze von 110 Euro sei seit 1993 nicht mehr
angepasst worden. Das Finanzamt und Finanzgericht stimmten dieser Auffassung
nicht zu und nahmen eine Versteuerung vor.
Entscheidung/Begründung des Gerichts:
Der BFH hob das Urteil des Finanzgerichts
auf und wies es zur erneuten Entscheidung
Die Richter sind der Auffassung, dass zu den
aufzuteilenden Kosten nur diejenigen zählen, die im unmittelbaren Zusammenhang
mit der Betriebsveranstaltung stehen. Leistungen, die nicht in unmittelbarem Zusammenhang stehen und durch die der Arbeitnehmer deshalb nicht bereichert ist, sind
nicht in die Freigrenze einzubeziehen. In die
Ermittlung, ob die Freigrenze überschritten
ist, sind grundsätzlich die den Arbeitgeber
treffenden Gesamtkosten der Veranstaltung
einzubeziehen und zu gleichen Teilen sämtlichen Teilnehmern zuzurechnen.
In die Gesamtkostenermittlung dürfen nach
dem BFH nur solche Kosten des Arbeitgebers einfließen, die untrennbar Kosten
der Betriebsveranstaltung sind. Individua­
lisierbare und als Arbeitslohn zu berücksichtigende Leistungen sind gesondert zu
erfassen.
IHK zu Schwerin, Imke Brandt
 0385 5103-521
brandt@schwerin.ihk.de
Wirtschaftskompass 05|2013  ■  33
Bundesarbeitsgericht registriert steigende Verfahren
Das Bundesarbeitsgericht hat in seinem Bericht zur Geschäftslage zum
1. Januar 2013 mitgeteilt, dass die Zahl der Eingänge beim Bundesarbeitsgericht erneut gestiegen sei. Im vergangenen Jahr sind insgesamt
4.082 Verfahren anhängig gemacht worden.
Das ist die höchste Eingangszahl seit Gründung des Gerichts. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Steigerung um 16,2 Prozent
(absolut 661 Rechtsstreitigkeiten). Die Eingänge bei den Revisionen und
Rechtsbeschwerden liegen mit 1.209 deutlich über denen des Vorjahres
(1.089). Noch stärker stieg die Zahl der Nichtzulassungsbeschwerden
mit 2.737 gegenüber dem vorangegangenen Jahr (2.180). Die Erfolgsaussichten sind leicht rückläufig: Von den erledigten Revisionen und
Rechtsbeschwerden hatten 23,5 Prozent Erfolg. Bei den Nichtzulassungsbeschwerden belief sich die Erfolgsquote auf 6,5 Prozent.
Die Präsidentin des Bundesarbeitsgerichts sieht den Grund dafür, dass
Arbeitnehmer und Arbeitgeber ihre Konflikte immer häufiger bis zur
letzten Gerichtsinstanz austragen, im geringer werdenden gesellschaftlichen Zusammenhalt. Sie spricht sogar von „Klagewut“. Musterentscheidungen würden immer weniger akzeptiert. Stattdessen werde
versucht, die Gerichte mit immer neuen Detailfragen zu befassen. Man
schaue zu sehr auf das Eigene und nicht auf das Ganze.
Immer öfter seien Diskriminierungsfälle zu entscheiden. Dabei geht es
vor allem um Altersdiskriminierung. Diskriminierungen wegen des Geschlechts spielten hingegen nach Aussage der Gerichtspräsidentin nicht
mehr die Rolle wie noch vor Jahren. Den Jahresbericht und detaillierte
Zahlen finden Sie auf der Internetseite des Bundesarbeitsgerichts. n
IHK zu Schwerin, Dr. iur. Katrin Kummer
 0385 5103-516
kummer@schwerin.ihk.de
Keine Obergrenze bei
Urteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG) vom 15. November 2012 (Az.: 8 AZR 705/11)
Das hat das Bundesarbeitsgericht im Fall
eines Berufskraftfahrers in einer Spedi­
tion entschieden, der nach Alkoholgenuss
mit seinem Lkw bei trockener Bundes­
autobahn von der Fahrbahn abgekommen
war, wodurch ein Schaden von 17.522
Euro entstand. Diesen Schaden verlangte
der Arbeitgeber vom Arbeitnehmer, der
die Zahlung verweigerte.
In seiner Begründung weist das Gericht
darauf hin, dass der Arbeitnehmer den
Schaden grob fahrlässig verursacht habe. Dass ein unter starker Alkoholeinwirkung stehender Kraftfahrer sich nicht
mehr ans Steuer setzen dürfe und durch
eine Fahrt in diesem Zustand unverantwortliche Gefährdungen erzeuge, sei
Nach den von der Rechtsprechung entwickelten Grundsätzen habe ein Arbeit-
nehmer bei vorsätzlich verursachten
Schäden in voller Höhe, bei leichtester
Fahrlässigkeit in der Regel nicht zu haften. Bei normaler Fahrlässigkeit sei von einer Aufteilung zwischen Arbeitgeber und
Arbeitnehmer auszugehen, bei grober
Fahrlässigkeit in der Regel von alleiniger
Haftung des Arbeitnehmers. Allerdings
könne dabei im Einzelfall eine Haftungserleichterung in Betracht kommen. Dies
sei durch Abwägung der Gesamtumstände zu bestimmen, wobei Schadensanlass,
-folgen, Billigkeits- und Zumutbarkeits­
aspekte eine Rolle spielten. Es könne auch
von Bedeutung sein, ob der Verdienst des
Arbeitnehmers in deutlichem Missverhältnis zum verwirklichten Schadensrisiko
der Tätigkeit stehe.
Eine starre summenmäßige Begrenzung
komme nicht in Betracht, da es hierzu
an einer gesetzlichen Grundlage fehle
und eine richterliche Rechtsfortbildung
ausscheide.
Dr. iur. Katrin Kummer
erursacht ein Arbeitnehmer grob
fahrlässig einen Schaden, für den
er grundsätzlich haftet, kann
zwar im Einzelfall eine Haftungserleichterung in Betracht kommen. Hierfür
besteht jedoch keine starre Haftungsobergrenze von drei Bruttomonatsgehältern.
BAG, Urteil vom 11.12.2012, Az.: 9 AZR 227/11
ass Arbeitszeugnisse in der Regel
nicht besonders repräsentativ für
die Leistung des Ausscheidenden
sind, dürfte kein Geheimnis sein. Gleichwohl ringen die ehemaligen Vertragsparteien relativ häufig über die richtige
Formulierung. Diese muss einerseits der
Wahrheit entsprechen, darf aber ande-
rerseits nicht das berufliche Fortkommen
des Arbeitnehmers unnötig erschweren.
Ob dies bei einer fehlenden Dankesformel
der Fall ist, war Gegenstand einer vor
Kurzem gefällten Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts.
Hier hatte ein scheidender Filialleiter eines
Baumarktes ein qualifiziertes Zeugnis mit
einer überdurchschnittlichen Leistungsund Verhaltensbeurteilung erhalten, das
mit den Worten endete: „Wir wünschen
ihm für die Zukunft alles Gute“. Das allerdings war ihm der Wertschätzung nicht
genug und so verklagte er seinen ehemaligen Arbeitgeber nach erfolglosen
Verhandlungen auf Erteilung eines Zeugnisses, das mit den Worten enden sollte:
„Wir bedanken uns für die langjährige
Zusammenarbeit und wünschen ihm für
seine private und berufliche Zukunft alles
Gute“.
Zu Unrecht, wie das BAG in Fortführung
seiner ständigen Rechtsprechung jetzt erneut entschieden hatte. Der Arbeitgeber
sei nach dem Gesetz lediglich verpflichtet, Angaben über Art und Dauer und
auf Verlangen des Arbeitnehmers auch
über Leistung und Verhalten zu machen.
Aussagen über persönliche Empfindungen
gehörten damit nicht zum notwendigen
Zeugnisinhalt. Sei der Arbeitnehmer mit
einer bestimmten Formulierung nicht einverstanden, so könne er im Umkehrschluss
die Streichung der gesamten Schlussforn
mel verlangen.
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Unternehmenserfolg bietet optimalen Unternehmensschutz. Junge und unverschuldet in Not
geratene Unter-nehmen erhalten durch umfassendes Praxis-wissen, Orientierungshilfen zur
Selbsthilfe, sich nachhaltig im Markt zu behaupten. Der Masterplan ist die schlüssige Fortsetzung des Standardwerks „Der Existenzgründerzyklus".
Wirtschaftskompass 05|2013  ■  35
Über das Vermögen des
Andreas Kiencke, Jg.: 1958, Pampower Straße 60, 19061 Schwerin
Geschäftszweig: Kraftfahrzeugtechnikerhandwerk
wurde am 15.03.2013 das Insolvenzverfahren durch das Amtsgericht Schwerin (Aktenzeichen: 580 IN 56/13) eröffnet. Als Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Christian Hafften, Alexandrinenstraße 17, 19055 Schwerin, Telefon: 0385 572770 bestellt.
Forderungen sind bis zum 26.04.2013 bei dem Insolvenzverwalter
Theodora Koot, Landweg 1, 19386 Karbow-Vietlübbe Geschäftszweig: Landwirtschaft
wurde am 25.03.2013 das Insolvenzverfahren durch das Amtsgericht
Schwerin (Aktenzeichen: 580 IN 39/13) eröffnet. Als Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwältin Bettina Schmudde, Jungfernstieg 51,
20354 Hamburg, Telefon: 040 808136400 bestellt. Forderungen sind
bis zum 13.05.2013 bei dem Insolvenzverwalter anzumelden.
Peter Steenwijk, Jg. 1972, Landweg 1a, 19386 Karbow-Vietlübbe
Geschäftszweig: Landwirt
Schwerin (Aktenzeichen: 581 IN 116/12) eröffnet. Als Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwältin Bettina Schmudde, Jungfernstieg 51,
im Handelsregister B des Amtsgerichtes Schwerin, unter HRB
11273 eingetragenen AFA Abgasförderanlagen GmbH mit Sitz in
Schwerin, v. d. d. GF Martin Plate, Grömitz Geschäftsanschrift:
wurde am 04.04.2013 das Insolvenzverfahren durch das Amtsgericht
Schwerin (Aktenzeichen: 580 IN 273/12) eröffnet. Als Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Michael Wilkens, Gerhofstraße 22,
20354 Hamburg, Telefon: 040 8802051 bestellt. Forderungen sind
bis zum 17.05.2013 bei dem Insolvenzverwalter anzumelden.
Salar Hamed, Jg.: 1972, Lübecker Straße 12, 19053 Schwerin Geschäftszweig (ehemals): Gastronomie
wurde am 08.04.2013 das Insolvenzverfahren durch das Amtsgericht
Schwerin (Aktenzeichen: 580 IN 67/13) eröffnet. Als Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Rechtsanwalt Marc Odebrecht, AugustBebel-Straße 4, 19055 Schwerin Telefon: 0385 558540 bestellt.
Forderungen sind bis zum 21.05.2013 bei dem Insolvenzverwalter
9320 eingetragenen Flächenrecycling Clement GmbH mit Sitz in
Lüdersdorf, v. d. d. GF Erhard Clement, Lübeck (verstorben), dieser
vertreten durch die Erbengemeinschaft Ingelore Clement, Petra
Clement und Susanne Dassau, Lübeck Geschäftsanschrift (ehemals): Hauptstraße 27a, 23923 Lüdersdorf
wurde am 05.04.2013 das Insolvenzverfahren durch das Amtsgericht Schwerin (Aktenzeichen: 580 IN 278/12) eröffnet. Als
Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Prof. Dr. Mark Zeuner, Beethovenstraße 13, 19053 Schwerin, Telefon: 040 48063911 bestellt.
Forderungen sind bis zum 17.05.2013 bei dem Insolvenzverwalter
Dr. med. Andreas Gräfe, Jg.: 1957, Poeler Straße 89, 23966 Wismar
Geschäftszweig: Radiologie
wurde am 03.04.2013 das Insolvenzverfahren durch das Amtsgericht
Schwerin (Aktenzeichen: 580 IN 3/13) eröffnet. Als Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Prof. Dr. Mark Zeuner, Beethovenstraße 13,
19053 Schwerin, Telefon: 040 48063911 bestellt. Forderungen sind
bis zum 15.05.2013 bei dem Insolvenzverwalter anzumelden.
Ralf Heller, Jg.: 1963, Johannes-Gillhoff-Weg 3, 19306 Neustadt-Glewe Geschäftszweig: Montage von Küchen, Möbeln, Fertigbauteilen etc.
wurde am 05.04.2013 das Insolvenzverfahren durch das Amtsgericht
Schwerin (Aktenzeichen: 580 IN 76/13) eröffnet. Als Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwältin Uta Plischkaner, Joh.-Stelling-Straße 1,
19053 Schwerin, Telefon: 0385 591390 bestellt. Forderungen sind bis
zum 21.05.2013 bei dem Insolvenzverwalter anzumelden.
Helena Neumann, Jg.: 1948, Wendelsdorfer Weg 7, 19069 Alt
Meteln Geschäftszweig: Seniorenbetreuung
wurde am 09.04.2013 das Insolvenzverfahren durch das Amtsgericht
Schwerin (Aktenzeichen: 580 IN 44/13) eröffnet. Als Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwältin Uta Plischkaner, Joh.-Stelling-Straße 1,
zum 22.05.2013 bei dem Insolvenzverwalter anzumelden.
Roswitha Göbel, Jg.: 1949, Brunnenstraße 27, 19053 Schwerin
Geschäftszweig: Seniorenbetreuung
Schwerin (Aktenzeichen: 580 IN 45/13) eröffnet. Als Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwältin Uta Plischkaner, Joh.-Stelling-Straße 1,
Mehmet Tenbel, Jg. 1987, Rosenstraße 48, 19386 Gischow Geschäftszweig (ehemals): Verfuger im Hochbau
wurde am 11.04.2013 das Insolvenzverfahren durch das Amtsgericht
Schwerin (Aktenzeichen: 581 IN 27/13) eröffnet. Als Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Rechtsanwalt Andreas Franz, Steinstraße
26, 19053 Schwerin, Telefon: 0385 714446) bestellt. Forderungen
sind bis zum 27.05.2013 bei dem Insolvenzverwalter anzumelden.
Jan Schröder, Jg. 1966, Hamburger Straße 17, 19258 Boizenburg
Geschäftszweig (ehemals): Handelsvertretung
Schwerin (Aktenzeichen: 581 IN 23/13) eröffnet. Als Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Ulrich Rosenkranz, Osdorfer Landstraße
230, 22549 Hamburg Telefon: 040 8078810 bestellt. Forderungen
sind bis zum 02.05.2013 bei dem Insolvenzverwalter anzumelden.
Stephan Trültzsch, Jg. 1978, Am Consrader Berg 18, 19086 Plate
Geschäftszweig: Trockenbau
wurde am 12.04.2013 das Insolvenzverfahren durch das Amtsgericht
Schwerin (Aktenzeichen: 581 IN 16/13) eröffnet. Als Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Franz Miedeck, Mozartstraße 2, 19053
Schwerin, Telefon: 0385 5509951 bestellt. Forderungen sind bis zum
27.05.2013 bei dem Insolvenzverwalter anzumelden.
IHK-Veranstaltungskalender
Diese Termine sind nur eine kleine Auswahl des um­fangreichen An­gebotes der
IHK-Veran­stal­tungen. Die Gesamtdatei
(PDF) sowie die Veranstaltungsdatenbank
mit detaillierten Hinweisen sind unter
www.ihkzuschwerin.de online abrufbar.
Eine direkte Onlineanmeldung ist möglich.
Thema: Beratungssprechtag zur Unternehmensfinanzierung
Termin: Di. 07.05.2013, 09:00 - 14:00 Uhr
Ort: IHK zu Schwerin, Ludwig-BölkowHaus, Raum Poel, Graf-Schack-Allee 12
Ziele: Unternehmer, Existenzgründer
und andere Interessenten können sich in
mit je einem Vertreter der Bürgschaftsbank M-V GmbH, des Landesförderinstituts M-V und der IHK zu Schwerin über
die Möglichkeiten von Fördermitteln des
Bundes (die über die KfW vergeben werden), des Landes sowie über ihre Besicherung informieren und klären, welche
Bedingungen sie selbst erfüllen müssen.
Diese Gespräche können gemeinsam oder
mit dem Bankvertreter geführt werden.
Bei sog. Kleingründungen steht Existenzgründern und Jungunternehmern ergänzend ein Vertreter der Gesellschaft für
Struktur- und Arbeitsmarktentwicklung
(GSA) für ein Beratungsgespräch zu den
Förderprogrammen des Landes Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung.
Referent/en: Berater der Bürgschaftsbank
M-V GmbH, der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft M-V mbH, des Landesförderinstituts M-V, der IHK zu Schwerin,
der GSA Schwerin
Anmeldung: Staatl. gepr. Betriebswirtin
Ulrike Fahden, IHK zu Schwerin,
Tel.: 0385 5103-307,
E-Mail: fahden@schwerin.ihk.de
Thema: Intensiv-Sprechtag Frankreich
Termin: Mi. 08.05.2013, 10:00 - 15:00 Uhr
Ort: IHK zu Schwerin, Ludwig-BölkowHaus, Raum Ostsee, Graf-Schack-Allee 12
Ziele: In Einzelgesprächen erhalten interessierte Unternehmen Informationen zu
rechtlichen und wirtschaftlichen Aspekten
des Zielmarktes Frankreich, deren Kenntnis
für den Markteintritt und die Marktbearbeitung von Bedeutung sind. Um individuelle Terminabsprachen wird gebeten.
Referent/en: Martina Mousseau, AHK
Anmeldung: Dipl. Kffr. (FH) Annett ­Reimer,
IHK zu Schwerin, Tel.: 0385 5103-213,
E-Mail: reimer@schwerin.ihk.de
Thema: Informationstag Internet/E-Commerce
Termin: Mi. 08.05.2013, 10:00 - 17:00 Uhr
Ziele: Unternehmer, Existenzgründer und
andere Interessenten können sich in einem
individuellen Gespräch (ca. 1 Std.) über die
kommerziellen Möglichkeiten, Risiken und
Potenziale ihrer Internet-Nutzung informieren. Weiterhin besteht die Möglichkeit eine
vorhandene Website hinsichtlich Layout,
Design, Inhalt, Internetrecht, technischer
Aspekte sowie Suchmaschinenoptimierung
zu analysieren. Der Website-Check sowie
die Informationsvermittlung finden in Form
von Einzelgesprächen für Unternehmen
bzw. für Existenzgründer statt. Wir bitten
um vorherige Anmeldung.
Referent/en: Berater eBusiness-Lotse Mecklenburg-Vorpommern
Anmeldung: Dipl.-Ing. (FH) Angret Mans,
IHK zu Schwerin, Tel.: 0385 5103-309,
E-Mail: mans@schwerin.ihk.de
Thema: Schweriner Wirtschaftsrechtstag
Termin: Mo. 13.05.2013, 14:00 - 17:00 Uhr
Ort: IHK zu Schwerin, Ludwig-BölkowHaus, Graf-Schack-Allee 12
Ziele: Der Generationenwechsel in Deutschland wird immer schwieriger – sowohl für
Senior-Unternehmer als auch für potenzielle
Nachfolger: Vier von zehn Unternehmen
finden derzeit keinen passenden Nachfolger. Neben der demografischen Entwicklung erschweren Qualifikationsmängel und
die Unterschätzung des komplexen Nachfolgeprozesses das Zusammenfinden von
"Senior-Unternehmern" und Übernehmern.
Der Schweriner Wirtschaftsrechtstag 2013
möchte vor diesem Hintergrund erbrechtliche und erbschaftsteuerliche Fragestellungen klären und wichtige Tipps für die
praktische Ausgestaltung einer Unternehmensnachfolge geben. Die Veranstaltung
wird in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer Schwerin durchgeführt.
Referent/en: Uwe Ibendorf, Rechtsanwaltssozietät WIGU, Schwerin; Sven Klinger, KLINGER Kanzlei für Erbrecht, Schwerin; Manfred
Hartz, "Brücke MV", Waren (Müritz)
Anmeldung: Ass. iur. Stefan Gelzer, IHK zu
Schwerin, Tel.: 0385 5103-511,
E-Mail: VARechtSteuern@schwerin.ihk.de
Thema: Versicherungssprechtag
Termin: Di. 14.05.2013, 09:00 - 16:00 Uhr
Ziele: Welche Versicherung benötige ich
für mich und mein Unternehmen? Hierbei
muss man Nutzen und Risiko genau abwägen. Nichte jede Versicherung ist wirklich
sinnvoll. Eine Statusanalyse kann hierbei
durchaus Kosten sparen. In individuellen
Gesprächen können sich Existenzgründer
und Unternehmer von Experten des Bundesverbandes der Versicherungskaufleute
über die betriebliche und persönliche Absicherung beraten lassen. Eine vorherige
Referent/en: Berater des Bundesverbandes
Deutscher Versicherungskaufleute e. V.
Anmeldung: Dipl.-Betriebswirt (FH) Horst
Misof, IHK zu Schwerin, Tel.: 0385 5103311, E-Mail: misof@schwerin.ihk.de
Thema: Mein Schuldner zahlt nicht! - Modernes Forderungsmanagement in der Praxis
Termin: Di. 14.05.2013, 17:00 - 19:00 Uhr
Ziele: Modernes Forderungsmanagement
spart Zeit und Geld. Auch bei der Beschaffung von Fremdkapital fragen Kreditinstitute nach einem effizienten Forderungsmanagement. Welche unterschiedlichen
Möglichkeiten bestehen, seine Forderungen
schnell zu realisieren, wird praxisnah vermittelt.Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer
Schwerin durchgeführt.
Referent/en: Dr. Friedhelm Köster, ECOVIS
Grieger Mallison Köster, Schwerin
Thema: Tag der Handelsvermittler
Termin: Mi. 15.05.2013, 9:30 - 15:00 Uhr
Ort: IHK zu Schwerin, Ludwig-Bölkow-Haus,
Raum Mecklenburg, Graf-Schack-Allee 12
Ziele: Die IHK zu Schwerin und die IHK zu
Rostock führen zusammen mit der CDH
im Norden den Tag der Handelsvermittler
durch. In diesem Rahmen wird es Fachvorträge zu folgenden Themen geben: „Unternehmensnachfolge - Unternehmensbewertungen in Handelsvertretungen - Verkauf
oder Ausgleichsanspruch?“, „Vertragsscheck
für Handelsvertreter“, „Recht aktuell“, „Mobile Commerce für Handelsvertreter“.
Referent/en: Prof. Dr. Andreas Kaapke
Stuttgart; RAin Charlotte Dany, Geschäftsführerin CDH Hamburg; RA Philipp
Krupke, Hauptgeschäftsführer CDH Hamburg; Matthias Weigel, eBusiness-Lotse
Wirtschaftskompass 05|2013  ■  37
Thema: Ländersprechtag Kasachstan
Termin: Mi. 15.05.2013, 10:00 - 15:00 Uhr
des Zielmarktes Kasachstan, deren Kenntnis für den Markteintritt und die Marktbearbeitung von Bedeutung sind. Um individuelle Terminabsprachen wird gebeten.
Referent/en: Jörg Hetsch, Delegation der
Deutschen Wirtschaft für Zentralasien
Thema: Unterrichtung nach dem Gaststättengesetz und Grundlagenschulung
zur Lebensmittelsicherheit
Termin: Do. 16.05.2013, 14:00 - 18:00 Uhr
Ort: IHK zu Schwerin Schwerin, LudwigBölkow-Haus, Raum Ostsee, Graf-SchackAllee 12
Ziele: Nach der Lebensmittelhygiene-VO
vom 08.08.2007, § 4, dürfen leicht verderbliche Lebensmittel nur von Personen
hergestellt, behandelt und in den Verkehr
gebracht werden, die Aufgrund ihrer Ausbildung oder nach einer Schulung ... über
die ihrer Tätigkeit entsprechenden Fachkenntnisse... verfügen. Diese Fachkenntnisse sind auf Verlangen der zuständigen
Behörde nachzuweisen. Für künftige
Gastwirte ist eine solche Pflicht auch im
Gaststättengesetz festgeschrieben: Eine
Gaststättenerlaubnis wird von der zuständigen Ordnungsbehörde erst dann erteilt,
wenn der Antragsteller nach § 4 Abs. 1 Nr.
4 des Gaststättengesetzes anhand einer
Bescheinigung der IHK über die Teilnahme
an der Gaststättenunterrichtung nachweisen kann, dass er über die Grundzüge
der lebensmittel- und hygienerechtlichen
Vorschriften unterrichtet worden ist und
mit ihnen als vertraut gelten kann. Für die
künftigen Gastronomen bietet die Unterrichtung eine hervorragende Informationsmöglichkeit, sich mit den grundlegenden lebensmittelrechtlichen Vorschriften
vertraut zu machen. Das Verstehen der
deutschen Sprache ist Voraussetzung.
Referent/en: Dr. habil. Dieter Thieme,
Fachtierarzt, Lützow
Kosten: 31,00 Euro
IHK zu Schwerin, Tel.: 0385 5103-309, EMail: mans@schwerin.ihk.de
Thema: Europa-Frühstück
Termin: Mi. 22.05.2013, 10:00 - 12:30 Uhr
Ort: IHK zu Schwerin, Ludwig-BölkowHaus, Raum Mecklenburg-Vorpommern,
Ziele: Wie tickt Europa und wie können
hiesige kleine und mittelständische Unternehmen von Europa profitieren? Diese und andere Fragen sollen bei unserem
"Europa-Frühstück" geklärt werden. Vertreter des Enterprise Europe Network und
weitere Experten zeigen Möglichkeiten
auf und stehen Rede und Antwort.
Anmeldung: Dipl. Kffr. (FH) Annett Reimer, IHK zu Schwerin, Tel.: 0385 5103-213,
Thema: Beratungssprechtag Marketing
Termin: Mi. 22.05.2013, 10:00 - 17:00 Uhr
Ziele: Wie muss ich mein Produkt oder meine Dienstleistung entwickeln, damit es sich
vom Angebot meiner Wettbewerber unterscheidet? Benötige ich als Gründer bzw.
Unternehmer ein Corporate Design? Die
Marketing-Sprechtage werden von Experten und Beratern aus verschiedenen Branchen durchgeführt und richten sich an ExistenzgründerInnen und UnternehmerInnen,
die grundsätzliche Fragen zu den Themen
Design, Außenauftritt ("Der erste Eindruck
zählt") und Markengestaltung haben.
Referent/en: Berater aus verschiedenen
Thema: Informationsbörse für ExistenzgründerInnen
Termin: Do. 23.05.2013, 14:00 - 16:00 Uhr
Ziele: Seit vielen Jahren begleitet die IHK
zu Schwerin junge ExistenzgründerInnen
in die Selbständigkeit. Die bisherige Praxis
hat gezeigt, dass das Angebot aus einer
Hand von besonderer Bedeutung ist. Mit
dieser Veranstaltungsreihe sollen Frauen
und Männer aller Alters- und Berufsgruppen angesprochen werden, die an einer
Existenzgründung interessiert sind. Sie
erhalten Tipps und Informationen rund
um ihre Existenzgründung.
Referent/en: Aussteller sind u. a.: Agentur für Arbeit, IHK zu Schwerin, HWK
Schwerin, Landesförderinstitut MV, Bürgschaftsbank Mecklenburg-Vorpommern
GmbH, GSA Gesellschaft für Struktur- und
Arbeitsmarktentwicklung mbH, IHK-Bildungszentrum Schwerin
Thema: Schule und Wirtschaft in Westmecklenburg
Termin: Do. 23.05.2013, 15:00 - 17:00 Uhr
Ort: Schwerin, IHK zu Schwerin, LudwigBölkow-Haus, Graf-Schack-Allee 12
Ziele: Auf der Veranstaltung werden u. a.
folgende Fragen zur Ausbildungs- und Arbeitswelt in den kommenden Jahren diskutiert und beantwortet: Wie sehen die
Arbeitsplätze der Zukunft aus? Welche
Fähigkeiten und Fertigkeiten sollten entwickelt werden, um neuen Anforderungen gerecht zu werden? Welche Konsequenzen hat
dies auf die schulische und berufliche Ausbildung? Welche Kompetenzen sind zukünftig in der Berufs- und Arbeitswelt besonders
gefragt und welche Chancen bieten sie?
Anmeldung: Annelie Müller, IHK zu
Schwerin, Tel.: 0385 5103-402,
E-Mail: mueller@schwerin.ihk.de
Thema: Beratungssprechtag für die Kultur- und Kreativwirtschaft
Termin: Do. 23.05.2013, 09:00 - 18:00 Uhr
Ziele: Im Mittelpunkt der Gespräche stehen
die Klärung erster unternehmerischer Ideen,
die wirtschaftliche Weiterentwicklung einer
konkreten Geschäftsidee, die Verknüpfung
mit spezifischen Angeboten für die Kulturund Kreativwirtschaft vor Ort sowie das
Networking und der Erfahrungsaustausch.
Neben dem wirtschaftlichen Abklopfen von
unternehmerischen oder künstlerischen
Projekten geht auch um einfache, aber dennoch wichtige Fragen wie z. B.: Was kann
ich tun, wenn Rechnungen nicht bezahlt
werden? Wie organisiere ich meine Akquise?
Referent/en: Norman Schulz, Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft
des Bundes, Hamburg
Anmeldung: Norman Schulz, Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des
Bundes, Regionalbüro Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern,
Lerchenstr. 28, 22676 Hamburg,
Tel.: 040 5577529-23,
Thema: Unternehmer fragen - Politiker
Termin: Do. 23.05.2013, 18:00 - 20:00 Uhr
Ort: DEKRA Automobil GmbH, Niederlassung Schwerin, Landeshauptstadt Schwerin,
Ziele: Im Rahmen einer zweistündigen Veranstaltung besteht für interessierte Unternehmer/innen die Möglichkeit, Harry Glawe,
Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus
des Landes MV, Fragen zu stellen.
Anmeldung: Sandra Diehn, IHK zu Schwerin, Tel.: 0385 5103-123,
E-Mail: diehn@schwerin.ihk.de
Thema: Die betriebsbedingte Kündigung
Termin: Mi. 29.05.2013, 17:00 - 19:00 Uhr
Ziele: Nicht selten erfordern betriebliche
Belange die Frei- bzw. Umsetzung von
Mitarbeitern. Die hierbei notwendige Sozialauswahl bereitet in der betrieblichen
Praxis Schwierigkeiten und kann bei fehlerhafter Durchführung zu erheblichen
Mehrkosten führen. Die Veranstaltung
Referent/en: Brigitta Zwolski, Direktorin
des Arbeitsgerichts Schwerin
Anmeldung: Dr. iur. Katrin Kummer, IHK
zu Schwerin, Tel.: 0385 5103-511,
Thema: IHK-Ausbildungsmesse "nordjob
Termin: Do. 30.05.2013, 08:30 - 14:00 Uhr
Fr. 31.05.2013, 08:30 - 14:00 Uhr
Ort: Schwerin, Sport- und Kongreßhalle,
Ziele: Präsentation von Ausbildungs- und
Weiterbildungsangeboten, Vermittlung
offener Berufsausbildungsstellen, Beratung zu allen Fragen der Berufsausbildung
Anmeldung: Jana Horn, IHK zu Schwerin, Tel.: 0385 5103-416, E-Mail: horn@
schwerin.ihk.de
Thema: IHK/HWK-Seminarreihe "Baurecht
für Unternehmen - Vergütung und Nachträge beim Bauvertrag"
Termin: Do. 30.05.2013, 16:30 - 18:30 Uhr
Ort: Berufsbildungs- und Technologiezentrum der HWK Schwerin, Werkstr. 600
Ziele: Der unveränderte Bauvertrag bildet
in der Praxis die Ausnahme. Jedem Bauvertrag wohnen Änderungspotenziale wegen
Mengenabweichungen, geänderten Leistungen oder besonderen Leistungen sowie
Bauzeitänderungen inne. Ziel des Seminars
ist es, die Teilnehmer in die Lage zu versetzen, vergütungsrelevante Änderungen zu
erkennen, die Anforderungen an eine ordnungsgemäße Nachtragskalkulation und
-abrechnung zu beherrschen sowie die Vo-
raussetzungen für eine erfolgreiche Durchsetzung der Vergütungen über Abschlagsund Schlussrechnungen zu kennen.
Referent/en: Björn Schugardt, Fachanwalt
für Bau- und Architektenrecht, Partner
bei BRÜGMANN Rechtsanwälte Schwerin/
Anmeldung: Ass. jur. Edwin Ulff, Handwerkskammer Schwerin, Tel.: 0385 7417-160,
E-Mail: u.daumann@hwk-schwerin.de
Thema: Die Haftung des GmbH-Geschäftsführers, insbesondere aus insolvenzrechtlicher Sicht
Termin: Do. 30.05.2013, 18:00 - 20:00 Uhr
Ort: Berufsbildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer Schwerin,
Werkstr. 600
Ziele: Im Laufe der letzten Jahre ist eine
steigende Tendenz der Rechtsprechung
ersichtlich, den Gläubigern gegenüber eine
unmittelbare Inanspruchnahme der GmbHGeschäftsführer zuzulassen, die dann mit
ihrem Privatvermögen einzustehen haben.
Dem Risikomanagement kommt daher eine
zentrale Funktion im Unternehmen zu. In
der Veranstaltung wird zum einen auf die
Gefahrenquellen anschaulich aufmerksam
gemacht und zum anderen über die Möglichkeiten der Absicherung informiert. Die
Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit
der Handwerkskammer Schwerin durchgeführt.
Referent/en: Christian Hafften, Anwälte
vom Fach, Schwerin
Anmeldung: Ass. iur. Stefan Gelzer, IHK
zu Schwerin, Tel.: 0385 5103-511, E-Mail:
VARechtSteuern@schwerin.ihk.de
Thema: Interkulturelles Training: Osteuropa
Termin: Di. 04.06.2013, 09:00 - 13:00 Uhr
Ort: IHK zu Schwerin, Graf-Schack-Allee 12
Ziele: Das Ziel der interkulturellen Trainings für die Unternehmen besteht darin,
das Verständnis von (inter-)kulturellen
Kommunikationsstandards zu erhöhen,
um die Zusammenarbeit mit ausländischen Geschäftspartnern oder Kollegen
zu optimieren. Inhaltlich liegt der Fokus
dieses Workshops auf den kulturellen Besonderheiten der europäischen Märkte.
Referent/en: Alla Winkler, Trainerin für interkulturelles Training
Termin: Di. 04.06.2013, 09:00 - 14:00 Uhr
Förderprogrammen des Landes Mecklenburg-Vorpommern zur Verfüg ung. Eine
Thema: Umsatzsteuerliche Besonderheiten bei Auslandsgeschäften
Termin: Di. 04.06.2013, 10:00 - 17:00 Uhr
Ziele: Die Umsatzsteuer bei Auslandsgeschäften wirft in Unternehmen immer
wieder verschiedenste, teilweise akute
Fragen auf. In der Veranstaltung wird
grundlegendes Wissen vermittelt und
durch Beispiele erläutert. Darüber hinaus
gibt es Gelegenheit, im Unternehmen
aufgetretene Fragen direkt mit dem Referenten zu diskutieren. Auch die aktuellen
Entwicklungen in der Politik wie z. B. die
„Gelangensbestätigung“ sind Thema. Die
Veranstaltung wird in Zusammenarbeit
mit der Handwerkskammer Schwerin
Referent/en: Dr. Henning Rüth, KPMG AG
Anmeldung: Dipl.-Finanzwirtin (FH), Dipl.Wirtschaftsjuristin (FH) Imke Brandt, IHK
Wirtschaftskompass 05|2013  ■  39
Wanderausstellung „Berliner Schloss –
Humboldtforum: DAS PROJEKT“
Die Ausstellung ist vom 15. bis 30. Mai 2013 im
Atrium der IHK zu Schwerin, Ludwig-BölkowHaus, Graf-Schack-Allee 12, 19053 Schwerin
zu sehen und ist montags bis donnerstags von
9:00 bis 18:00 Uhr und freitags von 9:00 bis 16:00
Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Die feierliche
Eröffnung der Wanderausstellung findet statt am
Mittwoch, 15. Mai 2013, um 18:00 Uhr im Ludwig-Bölkow-Haus.
Die Ausstellung stellt die Beteiligten an diesem bedeutendsten Kulturbauvorhaben Deutschlands im 21. Jahrhundert vor und erläutert die
architektonische Planung und die inhaltliche Idee für das Humboldtforum im Berliner Schloss. Die Wanderausstellung erklärt im Einzelnen
das Projekt Berliner Schloss – Humboldtforum und stellt dar, wer in das
Humboldtforum einziehen wird: die großen und weltweit einmaligen
Sammlungen außereuropäischer Kunst und Kultur der Staatlichen
Museen Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz, die Zentral- und
Landesbibliothek Berlin mit einem Science-Center zum Thema „Welt
der Sprachen“ und die Humboldt-Universität zu Berlin mit Teilen ihrer
wissenschaftshistorischen Sammlungen. Mit dem Humboldtforum im
Berliner Schloss werden die Kulturen der Welt die Museumsinsel mit
ihren Kulturschätzen Europas und des Vorderen Orients ideal ergänzen.
Im großen Veranstaltungsbereich im Erdgeschoss wird ein Dialog der
Weltkulturen stattfinden. Die Ausstellung skizziert außerdem die wechselvolle Geschichte des Ortes in der Mitte der deutschen Hauptstadt und
sie zeigt schließlich das Modell des Berliner Schlosses und die Planung
für den Bau des Humboldtforums.
Die Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum ist Bauherrin und spätere Eigentümerin dieses großartigen Kulturbauvorhabens. Sie wurde
2009 auf der Grundlage eines Beschlusses des Deutschen Bundestages
gegründet und koordiniert die Interessen der Partner des Projekts, der
Stiftung Preußischer Kulturbesitz, der Zentral- und Landesbibliothek
Berlin und der Humboldt- Universität. Außerdem wirbt sie in der Öffentlichkeit für das Projekt und sammelt Spenden für die Rekonstruktion der
Fassaden. 
Barockfest auf Schloss Ludwigslust am 12. Mai
Zum Barockfest auf Schloss Ludwigslust wird am 12. Mai in der Zeit von
11:00 bis 18:00 Uhr eingeladen. Die Stadt Ludwigslust stellt mit ihrem
spätbarocken Schloss und dem ausgedehnten Park ein einmaliges architektonisches Ensemble dar, das im Wesentlichen Ende des 18. und zu
Beginn des 19. Jahrhunderts entstand. Das Leben am Ludwigsluster Hofe
war geprägt vom fürstlichen Residieren und der Sammelleidenschaft
der Herzöge. „Exoten und Exotisches im Barock“ im Park und im Schloss
erwartet die Festbesucher. Zahlreiche Veranstaltungen lassen an diesem
Tag unterhaltsame Stunden erahnen.
•	Aus dem„Theaterfestfür behinderteMenschen“istdas„Dialogfestival“
entstanden, das in diesem Jahr vom 14. bis 16. Mai 2013 in der Ecolea –­
Internationale Schule Schwerin und im E-Werk zum ersten Mal gemeinsam für behinderte und nicht behinderte Menschen Workshops
zur Theaterarbeit unter dem Motto „Lebenskunst: Kunst im Alltag“
anbietet. Am Abend des 16. Mai wird zum Finale ins E-Werk zur
öffentlichen Präsentation der entstandenen Aufführung eingeladen.
•	Anlässlich des Wagner-Jahres lädt Operndirektorin Dr. Ute Lemm am
11. Mai zum Wagner-Spaziergang durch Schwerin, das gern als
„Bayreuth des Nordens“ bezeichnet wird, ein.
•	In der Reihe „Galerie im Theater“ wird am 25. Mai im Parkettfoyer
die Ausstellung „Hartwig Hamer – Zeichnungen und Skizzen“ in
Kooperation mit dem Schweriner Kunst- und Museumsverein und
den Theaterfreunden eröffnet.
•	Ralf Reichel bringt in einer eigenen Bearbeitung „Timon von Athen“
von William Shakespeare auf die Bühne. Mit dabei sind Musiker der
international erfolgreichen Band „BudZillus“. Premiere ist am 10. Mai
2013 im Großen Haus.
Wirtschaftsmagazin der Industrie- und
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Eigentümer und Verlag:
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Verantwortlich: Siegbert Eisenach
Redaktion: Andreas Kraus
Titelfoto: Cordes
Erscheinungstag: 2. Mai 2013
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Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung
von Werbeträgern e. V. (IVW)
Prävention lohnt sich – auch finanziell. Das
zeigt eine Studie der gesetzlichen Unfallversicherung, für die 300 Unternehmen aus 15
Ländern befragt wurden. Ergebnis: Ein Unternehmen, das einen Euro pro beschäftigter
potenziellen ökonomischen Erfolg („Return on
Prevention“) in Höhe von 2,20 Euro rechnen.
Prävention beim Thema Rückenbeschwerden.
sind für die Unternehmen mit einer Vielzahl von
Folgekosten verbunden. Zum Beispiel durch Arbeitsausfall: Fast 25 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage eines Jahres entfallen auf MuskelSkelett-Erkrankungen. Rund 26.000 Menschen
müssen deshalb ihre Erwerbstätigkeit vorzeitig
aufgeben. Es gehen Fachkräfte mit wertvoller
Aber auch Beschäftigte, die trotz wiederkehrenden Rückenschmerzes zur Arbeit gehen, sind
für Unternehmen kein Gewinn. Denn Schmerzen und Unwohlsein schmälern die Qualität
allein 2010 der Ausfall an Bruttowertschöpfung
Was können Unternehmer und Unternehmerinnen tun, um diesen Kosten vorzubeugen?
Hier bieten Berufsgenossenschaften und Unfallkassen gemeinsam mit ihren Partnern konkrete Unterstützung an: Seit Januar läuft die
neue Präventionskampagne „Denk an mich.
Dein Rücken“. Sie wendet sich unmittelbar an
die dazu beitragen können, arbeitsbedingte
Rückenbelastungen zu reduzieren.
So vielfältig die Ursachen der Rückenbeschwerden sind, so unterschiedlich sind auch die
Möglichkeiten der Vorbeugung. Die Prävention kann ebenso in einer Verbesserung der
Arbeitsbedingungen liegen wie in der Unterstützung eines gesundheitsförderlichen Verhaltens der Beschäftigten. Denn ein gesunder
Rücken will weder unter- noch überfordert
werden. Eine Gefährdungsbeurteilung hilft
Belastungsschwerpunkte zu erkennen. 78 Prozent der europäischen Arbeitgeber betrachten
Muskel-Skelett-Erkrankungen als wichtiges Gesundheitsproblem. Höchste Zeit, die Initiative
Die Kampagne „Denk an mich. Dein Rücken“
vermittelt das nötige Wissen für einen gesunden Rücken. Sie gibt Tipps und Ratschläge zu
Präventionsmöglichkeiten in Betrieben. Weitere Informationen für Unternehmerinnen und
Schnell finanziert.
erfolgreich inveStiert.
Mit unserer Beteiligung
Die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern unterstützt Unternehmen in unserem Land. Mit unseren zuverlässigen und sicheren
Beteiligungen schaffen wir den passenden finanziellen Rahmen für die Entwicklung Ihres Unternehmens. Für kurzfristige Finanzierungsbedürfnisse bieten wir
Ihnen unser Programm MBMV express – damit können Sie innerhalb von nur
14 Tagen über frisches Kapital in Höhe von 50.000 bis 150.000 Euro verfügen.
Ihre Vorteile: Schnelles Kapital. Volle Unabhängigkeit.
0385 39 555-0
Weitere Informationen unter www.mbm-v.de

References: § 2
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§ 288
 § 27
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 § 40
 § 27
 Art. 12
 § 31
 Art. 6
 § 31
 § 4
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