Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=13.10.2004&Aktenzeichen=I%20ZR%2049%2F03
Timestamp: 2019-04-25 11:23:32+00:00

Document:
BGH, 13.10.2004 - I ZR 49/03 - dejure.org
UrhG § 137h Abs. 2; Richtlinie 93/83/EWG des Rates vom 27. 9. 1993 Art. 7 Abs. 3
UrhG § 137h Abs. 2; Richtlinie 93/83/EWG des Rates vom 27.9.1993 Art. 7 Abs. 3 (Satelliten- und Kabelrichtlinie)
"man spricht deutsh"
Man spricht deutsh,
Umfang des Schutzes des Mitherstellers eines Films durch das Urheberrechtsgesetz - Umfang des Schutzes der Urheberrechtsinhaber aufgrund der zu ihrem Schutz geschlossenen internationalen Abkommen - Möglichkeit der Beschränkung sowie der dinglichen Aufspaltung von Nutzungsrechten - Anwendung des § 137h Absatz 2 des Urhebergesetzes (UrhG) auf nationale Koproduktionsverträge - Gleichbehandlung nationaler und internationaler Koproduktionsverträge - Folgen der Neubestimmung des Tatbestands der Verwertungshandlung bei Altverträgen über eine Filmkoproduktion mit territorialer Rechteverteilung - Erforderlichkeit der Zustimmung des Inhabers der Exklusivrechte zur Vermeidung von Beeinträchtigungen - Recht auf Zustimmung zu einer Satellitensendung als ein gegen jeden Dritten wirkendes Recht - Zulässigkeit von Vorlagefragen betreffend die Auslegung von europäischem Gemeinschaftsrecht - Möglichkeit der Aufteilung von Satellitensenderechten nach geographischen Bereichen
Man spricht deutsh / man spricht deutsch
§§ 8, 20a, 31 Abs. 1 S. 2, 94, 97 Abs. 1, 137h Abs. 2 UrhG
"man spricht deutsh"; Zustimmungsbedürftigkeit der Satellitenausstrahlung eines Films
Urheberrecht - Übergangsregelung bei Koproduktionsverträgen
Zusammenfassung von "'Man spricht deutsh' zwischen den Instanzen - Zum Verhältnis von nationalem und europäischem Urheberrecht am Beispiel des § 137h Abs. 2 UrhG" von RA Prof. Dr. Oliver Castendyk und RRef Jenny Kirchherr, original erschienen in: ZUM 2005, 283 - 288.
NJW-RR 2005, 191
GRUR 2005, 48
GRUR Int. 2005, 148
MMR 2005, 47
ZUM 2005, 69
afp 2004, 536
Die Vorschrift des § 137h Abs. 2 UrhG ist auch auf einen nationalen Koproduktionsvertrag, wie er hier vorliegt, anwendbar (vgl. BGH, Urt. v. 13.10.2004 - I ZR 49/03, Umdruck S. 12 ff. - man spricht deutsh).
Dies wäre der Fall, wenn § 137h Abs. 2 UrhG für einen Koproduktionsvertrag wie den vorliegenden bindend vorschreiben sollte, daß eine Satellitensendung nur mit Zustimmung der jeweils anderen Vertragspartei durchgeführt werden könne (vgl. dazu BGH, Urt. v. 13.10.2004 - I ZR 49/03, Umdruck S. 14 ff. - man spricht deutsh, m.w.N.).
Dem Urheber steht nämlich - auch aus Sicht der internationalen Abkommen zum Schutz der Urheber - kein einheitliches Urheberrecht zu, sondern ein Bündel nationaler Urheberrechte (vgl. BGH, Urt. v. 13.10.2004 - I ZR 49/03, GRUR 2005, 48, 49 - man spricht deutsch), die dem Grundsatz der Inländerbehandlung folgen, ergänzt durch das Meistbegünstigungsprinzip.

References: § 137
 Art. 7
 § 137
 Art. 7
 § 137
 § 137
 § 137
 § 137