Source: https://www.ogv-rueckingen.de/%C3%BCber-uns/gartenordnung/wasserwerk/
Timestamp: 2020-07-10 09:06:00+00:00

Document:
Wasserwerk - Obst und Gartenbauverein Rückingen
Gartenordnung der Kleingartenanlage Am Wasserwerk Erlensee
Erstpächter des Grundstücks der Gartenanlage ist der Obst- und Gartenbauverein Rückingen e.V. 1928 vertreten durch den jeweiligen Vorstand gemäß Vertragsabschluss mit der Stadt Erlensee (ehem. Gemeinde Erlensee).
Als Obst- und Gartenbauverein setzen wir uns überwiegend für die Pflege und Erhaltung von heimischen Obstgehölzen ein und widmen uns der Förderung des Gartenbaus. Dies vorausgeschickt, ist bei Eintritt in das Pachtverhältnis sowie bei der
Gestaltung der einzelnen Gartenparzellen das Folgende zu beachten.
2.1 Bei Übernahme der Gartenparzelle durch den Neupächter hat dieser eine Sicherheitsleistung von EUR 500,-- an den OGV Rückingen zu zahlen. Nach Ablauf des Pachtverhältnisses wird dieser Betrag an den Pächter zurückerstattet, sofern keine finanziellen Forderungen seitens des Vereins bestehen.
2.2 Der Gartenpächter sowie seine Angehörigen und Gäste sind verpflichtet, alles zu vermeiden, was die Ruhe, Ordnung und Sicherheit sowie das Gemeinschaftsleben in der Gartenanlage stören oder beeinträchtigen könnte. An Sonn- und Feiertagen soll die Ruhe nicht durch Motorgeräusche gestört werden. Bei Elektromotoren sind an Sonn- und Feiertagen nur Pumpen zur Bewässerung zulässig.
2.3 Den Anordnungen der Vorstandsmitglieder oder behördlichen Auflagen Folge zu leisten.
2.4 Dem Vorstand ist jederzeit Zutritt zur Gartenparzelle zu gewähren.
2.6 Tierhaltung innerhalb der Gartenanlage ist grundsätzlich untersagt.
Hunde sind außerhalb der Gartenanlage immer angeleint zu führen.
2.7 Die Inanspruchnahme der Gartenanlage zu Wohn- oder gewerblichen Zwecken als auch
Abstellplatz gartenfremder Gegenstände ist unzulässig.
2.8 Die Bewirtschaftung und Pflege des Gartens ist vom Gartenpächter, dessen
Familienangehörigen oder eine von ihm beauftragte Person durchzuführen.
2.9 Fachberatung
Der Pächter ist gehalten, in allen gärtnerischen Belangen die Fachberater anzusprechen und sich deren Erfahrungen und Ratschläge zunutze zu machen. Weiterhin sind die Pächter
gehalten, sowohl an den praktischen als auch theoretischen Schulungsveranstaltungen des
2.10 ‚Leitbild des Gartens der Kleingartenanlage Am Wasserwerk‘
Jede Gartenparzelle ist grundsätzlich
- mit je 1/3 Bäumen (Obstbäume jeglicher Art), Beerenobst und Gemüse
- mit je 1/3 Zierpflanzen (z.B. Blumen, Sträucher, Gräser (ausgenommen Bambus)
Das restliche Drittel ist als Freizeit-Anteil vorgesehen. Darunter fallen Flächen, die z. B. als Freisitz genutzt werden, Spielgeräte für Kinder, Grillecke oder ähnliches, wobei der vorgeschriebene Flächenanteil zwingend einzuhalten ist.
Die Gartenparzelle soll überwiegend gärtnerisch genutzt werden und der ‚Freizeit-Anteil‘ nur eine untergeordnete Rolle spielen. Die gärtnerische Gestaltung obliegt dem Gartenpächter
und ist ausdrücklich erwünscht, wobei auch hier alle baulichen und fachlichen Vorschriften unbedingt eingehalten werden müssen.
Die Gartenpflege hat in der Vegetationsphase von März bis Oktober in regelmäßigen Abständen, d. h. in einer zeitlichen Abfolge von 14 Tagen von dem Gartenpächter oder dessen Helfer zu erfolgen.
-Innerhalb der Parzelle: Unkrautentfernung auf Beeten, Laufwegen und entlang der Grundstücksgrenzen. Mähen des Rasens. Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten (fachgerecht, technisch sowie optisch einwandfreie Ausführung), falls erforderlich im und am Gartenhaus und sofern vorhanden Geräteschuppen und/oder Gewächshaus.
Für eine ausreichende Wasserversorgung der Pflanzen wie Gemüse, Blumen sowie neu gepflanzte junge Obstbäume und Obststräucher ist zu sorgen.
-Außerhalb der Parzelle: Mähen der Grünstreifen (Rasen)
Es ist von jedem Gartenpächter darauf zu achten, dass sich seine Gartenparzelle und damit das äußere Erscheinungsbild der Kleingartenanlage stets in einem einwandfreien und gepflegten Zustand präsentiert.
Das Entfernen jeglicher Obstbaumbestände ist mit dem Fachwart abzustimmen.
Der Grundgedanke des Obstbaues soll dadurch bestehen bleiben, sodass eine gewisse
Einheitlichkeit in der Anlage gewahrt bleibt.
Bei Neupflanzung von Obstgehölzen sind nur Buschbäume (schwach wachsende Unterlagen z.B. M26) zulässig.
Nicht zulässig ist das Anpflanzen von Waldbäumen, sich selbst ausgesäten bzw. gepflanzten
Wald- und Nussbäumen.
Jeder Gartenpächter hat seinen Pflanzen- und Gehölzbestand möglichst frei von Pilzbefall und
Schädlingen zu halten.
§ 5 Nachbarrechtliche Bestimmungen
Als Zwischenhecke ist eine Höhe bis zu 1,50 m zulässig.
Für die Außenhecke darf die Höhe von 2,50 m nicht überschritten werden.
Ein zusätzlicher Sichtschutz im Bereich der Gartenhütte kann nur in Absprache mit dem
Vorstand erfolgen.
§ 6 Sonder-Regeln
Beim Parken von Fahrzeugen ist darauf zu achten, dass der Zufahrtsweg zu den einzelnen
Gärten jederzeit ungehindert befahrbar ist. (z. B. für Rettungsfahrzeuge)
§ 7 Pflichtarbeitsstunden
Jeder Gartenpächter ist verpflichtet, die Vereinsarbeit zu unterstützen.
Hierzu hat er pro Jahr derzeit 12 Pflichtarbeitsstunden im Rahmen des Vereinslebens zu leisten. Sollte er die Arbeitsstunden nicht leisten, werden von ihm pro Stunde z. Zt. EUR 20,00 erhoben.
Pflichtarbeitsstunden erfolgt nicht. Im Krankheitsfall besteht die Möglichkeit, die
Pflichtarbeitsstunden durch Dritte ausführen zu lassen.
§ 8 Bebauung
Die Richtlinien gemäß Bebauungsplan sind bindend. Bauliche Veränderungen sind dem
Vorstand zu melden und bedürfen dessen ausdrücklicher schriftlicher Zustimmung.
Weiterhin ist auch eine Holzbauweise gemäß Bebauungsplan 1,1 ff möglich, jedoch sollte es
sich um ein Fertiggartenhaus handeln.
Bisherige Toiletten in der Festbauweise, wie genehmigt, können bestehen bleiben. Neue Toilettenerrichtungen nach dem Bauplan sind nicht mehr zulässig.
Gemäß Bebauungsplan sind nur noch Chemie-Toiletten zulässig. Die bisherigen Toiletten
sollten jedoch nach Möglichkeit durch eine Chemie-Toilette ersetzt werden.
§ 9 Stromversorgung
9.1 Die Stromversorgung zu den einzelnen Verteilerkästen liegt im Verantwortungsbereich des
OGV Rückingen.
9.2 Die Stromversorgung von den einzelnen Verteilerkästen bis zur Abnahmestelle liegt im Verantwortungsbereich des Pächters, darunter fallen auch Instandhaltung und Wartung (d. h. die Zuleitungen ab den Verteilerkästen bis zu den Sicherungskästen in den einzelnen Gartenparzellen).
9.3 Die Ablesung der Zählerstände erfolgt quartalsweise durch den Vorstand.
Die Abrechnung erfolgt einmal jährlich in Schriftform. Die Verbrauchskosten werden mit dem
Jahresbeitrag eingezogen.
Kompostierbare Pflanzenabfälle sind in der Gartenanlage fachgerecht zu kompostieren. Dabei ist der Kompostplatz mit einem Mindestabstand von 1,0 m zur Nachbargrenze
anzulegen. Ausnahmen sind nur mit schriftlicher Zustimmung des Vorstandes und des
Nachbarn zulässig. Das Anlegen von Kompostgruben ist nicht statthaft.
Zur Eindämmung von Pflanzenkrankheiten ist der wirksamen Isolierung infektiösen
Pflanzenmaterials besondere Aufmerksamkeit zu widmen.
Mit Feuerbrand befallenes Kernobst und Ziergehölze sowie mit Schorf befallenes Steinobst dürfen nicht kompostiert werden.
Mit der Kohlhernie befallene Kohlpflanzen sind über den Hausmüll zu entsorgen.
10.3 Für die ordnungsgemäße Entsorgung nichtkompostierbarer Abfälle ist der Pächter selbst verantwortlich. Solche Abfälle sind, sofern keine Entsorgungsmöglichkeiten in der Gartenanlage vorhanden sind, außerhalb der Gartenanlage entsprechend den geltenden Rechtsvorschriften und kommunalen Regelungen zu entsorgen. (z.B. Bauhof oder Entsorgungsunternehmen).
Ebenso ist es verboten Bauschutt, Schrott, Plaste, Asbest u. ä. Materialien sowie nicht kompostierbare Abfälle im Garten zu vergraben.
Es ist untersagt, Abfälle jeglicher Art außerhalb der Gartenanlage zu entsorgen (z.B. Wald oder Feldwege etc.).
10.4 Swimmingpools – Abwasser
Unsere Kleingartenanlage befindet sich im Wasserschutzgebiet für die Gewinnungsanlage
„Wasserwerk Rückingen“ und hier überwiegend in der engeren Schutzzone - Zone II und zum
Teil in der weiteren Schutzzone - Zone III. Für die Lage in der Kleingärtenanlage gelten somit die Verbote der Zonen III und II.
Swimmingpools sind grundsätzlich nur als mobile Becken zulässig, also Becken, die nicht ins
Erdreich eingelassen sind (Kunststoff-Planschbecken).
Die Abmessungen dürfen nicht mehr als 3,00 x 1,00 m betragen bzw. einen Durchmesser von
3,00 m nicht überschreiten. Das Baden mit Brunnenwasser erfolgt auf eigene Gefahr mit
Verweis auf die für dieses Gebiet geltende Wasserschutzverordnung. Diese kann im Bedarfsfall eingesehen werden. (Das Verwenden von Chlor als Wasserzusatz ist verboten.) Es wird deshalb von den Kreiswerken Main-Kinzig empfohlen, nur Wasser aus deren Abnahmequellen zu nutzen.
Sollte Chlor als Wasserzusatz verwendet werden, darf das Abwasser nicht ins Erdreich gelangen, es ist über die Kanalisation zu entsorgen.
Bei Gartenbegehungen sind die Gartenpächter zur Anwesenheit verpflichtet.
Grundsätzlich wird die Gartenbegehung durch alle anwesenden Mitglieder des Vorstandes durchgeführt. Falls eine Teilnahme aus wichtigem Grund nicht möglich ist, ist der Vorstand
rechtzeitig zu informieren. Ein Ersatztermin ist danach mit dem Vorstand zu vereinbaren.
Kann der Pächter den Ersatztermin nicht persönlich wahrnehmen, ist er berechtigt, eine Ersatzperson zu schicken oder den Schlüssel bei einem Mitglied des Vorstandes zu hinterlegen. Bei Beanstandungen hat der Gartenpächter diese innerhalb einer angemessenen Frist zu beseitigen.
Bei Nichtbeachtung der vorgenannten Punkte verweisen wir auf § 12 Abschnitt 12.3.
12.1 Der Austritt eines Pächters aus der Gartenanlage ist dem Vereinsvorstand schriftlich mitzuteilen. Der Garten wird dann von einer Schätzkommission des Vorstandes geschätzt. Der geschätzte Betrag ist als Abstand vom nächsten Pächter des Gartens bei Übernahme zu zahlen. Die finanzielle Abwicklung erfolgt über den Verein (OGV Rückingen).
12.2 Falls sich kein Nachfolger findet, muss die Gartenparzelle nach den Bestimmungen dieser
Gartenordnung weiter gepflegt werden.
12.3 Ein Verstoß gegen die Gartenordnung gilt als Verstoß gegen die Vereinssatzung.
Ist Ermahnung bzw. Abmahnung des Vorstandes wirkungslos, erfolgt die fristlose
Kündigung des Pachtverhältnisses und der Ausschluss aus dem Verein (siehe hierzu § 5
Abs.4 der Satzung).
12. 4 Disziplinarische Maßnahmen bei Verstößen gegen diese Gartenordnung
Folgende Mahnstufen finden Anwendung:
Unentschuldigtes Fernbleiben bei einer Gartenbegehung
Ermahnung mit Hinweis weiterer disziplinarischer Maßnahmen im
a. Erneutes Unentschuldigtes
Fernbleiben bei einer Garten- begehung
b. Nichtausführung von Beanstandungen, die bei der Gartenbegehung festgestellt wurden
c. Pflege-Intervall wie in § 2, Abschnitt 2.10 beschrieben, wurde nicht eingehalten
Abmahnung mit Hinweis auf die Folgen bei Mahnstufe 2 ff.
Abmahnung mit Nachfrist von 2 bis max. 4 Wochen. Nach fruchtlosem Ablauf erfolgt Mahnstufe 2.
Abmahnung mit Hinweis auf sofortige Einhaltung und Folgen bei weiterer Nichtbeachtung.
Ablauf der Nachfrist
Termin mit Anhörung vor Auflösung des Pachtverhältnisses durch Kündigung seitens des Verpächters.
Nach fruchtlosem Ablauf endet das
Pachtverhältnis zum Ende des Monats.
Über die Aufnahme in die Gartenanlage als Pächter entscheidet der Vereinsvorstand unter
Berücksichtigung folgender Punkte:
b) Bei hoher Nachfrage richtet sich die Weitergabe nach der Reihenfolge der Anmeldungen. c) Abweichungen von diesen Punkten sind nur mit 2/3 Mehrheit des Vereinsvorstandes
d) Bei Übergabe des Gartens an die Erben soll Punkt a) zutreffen, ansonsten erfolgt eine
Weiterverpachtung nach den Punkten b) – c).
e) Der Erlös ist den Erben abzüglich der Unkosten und anderen offenen Zahlungen des
Erblassers, gegen Nachweis in Form eines Erbscheines auszuhändigen oder zu überweisen.
Die jeweils geltenden Bestimmungen des Wasserwirtschaftsamtes sowie die Auflagen des Bebauungsplans müssen von jedem eingehalten werden; sie sind Teil der Gartenordnung. Für Verstöße gegen die Bestimmungen muss jeder Pächter selbst haften.
Eventuelle Ansprüche von Dritten an den Verein durch Verletzung der Bestimmungen, sind von dem betreffenden Pächter zu übernehmen.
Die Pacht und Zusatzbeiträge werden durch SEPA-Lastschriftverfahren einmal im Jahr vom
Konto des Pächters mit dem Mitgliedsbeitrag eingezogen.
Bei Kündigung des Pachtvertrages seitens der Stadt Erlensee erfolgt die Auflösung der gesamten Gartenanlage.
Jeder Gartenpächter der Gartenanlage erhält eine Kopie dieser Gartenordnung (per e-Mail oder per Post) und ist damit verpflichtet diese einzuhalten sowie die allgemein gültigen Gesetze und Verordnungen zu befolgen.
Bei Zuwiderhandlung wird dem Gartenpächter unter Einhaltung der dafür vorgesehenen
Fristen gekündigt.
Gartenordnung Wasserwerk
Gartenordnung Wasserwerk 2020.pdf

References: § 5

§ 6

§ 7

§ 8

§ 9
 § 12
 § 5
 § 2