Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=GRUR%201998,%20477
Timestamp: 2018-10-19 08:08:30+00:00

Document:
Die Darlegungs- und Beweislast hierfür trägt die Beklagte (BGH, GRUR 1998, 477 - Trachtenjanker).
Derartiges hat die insoweit darlegungsbelastete Beklagte (vgl. BGH, GRUR 1998, 477 - Trachtenjanker) indes nicht dargetan.
Das Landgericht hat keineswegs den Grundsatz missachtet, dass die angesprochenen Verkehrskreise in Kenntnis der Co-Existenz von "Originalen" und "Nachahmungen" hohe Aufmerksamkeit bei der Auswahl entsprechender Produkte an den Tag legten und daher weder beim Erwerb noch beim Kauf einer Herkunftstäuschung unterlägen: Soweit der Verfügungsbeklagte geltend macht, es sei den angesprochenen Verkehrskreisen bestens bekannt, dass es auf dem Markt für Nylon-Leder-Taschen eine Reihe unterschiedlicher Hersteller gebe und das Landgericht habe gleichwohl verfehlt eine bloß durchschnittliche Aufmerksamkeit angenommen, gilt es zu beachten: Für die Gefahr einer Täuschung über die betriebliche Herkunft genügt es (wie im Markenrecht: vgl. BGH GRUR 2000, 608, 609 - ARD-1), wenn der Verkehr bei dem nachgeahmten Produkt oder der nachgeahmten Kennzeichnung annimmt, es handle sich um eine neue Serie oder um eine Zweitmarke des Originalherstellers oder es bestünden lizenz- oder gesellschaftsvertragliche Beziehungen zwischen den beteiligten Unternehmen (BGH GRUR 1977, 614, 616 - Gebäudefassade; BGH GRUR 1998, 477, 480 - Trachtenjanker; BGH GRUR 2001, 251, 254 - Messerkennzeichnung; BGH GRUR 2001, 443, 445 - Viennetta; BGH GRUR 2009, 1069 Rn 15 - Knoblauchwürste; BGH GRUR 2009, 1073 Rn 15 - Ausbeinmesser).

References: BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH 
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