Source: https://www.heizsparer.de/heizung/heiztechnik/heizungskreislauf
Timestamp: 2020-04-08 11:07:50+00:00

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Der Heizungskreislauf: So kommt die Wärme an den richtigen Ort
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Als Heizungskreislauf (auch Heizkreis oder Heizkreislauf) bezeichnet in der Heiztechnik nicht anderes, als das Rohrleitungssystem zur Verteilung des in einer Warmwasserheizung erwärmten Wassers. Doch damit das erwärmte Wasser an der richtigen Stelle im Haus ankommt, ist eine komplexe Anlage aus mehreren einzelnen Komponenten notwendig.
„Herzstück“ des Heizungskreislaufs ist der Heizkessel. Hier wird die Wärme erzeugt, in dem man Brennstoffe verfeuert. Als Brennstoff nutzt man heute noch überwiegend fossile Brennstoffe, wie Gas und Öl. Nach 2026 sollen Heizungsanlagen laut Klimagesetz überwiegend nur noch mit nachwachsenden Brennstoffen, wie Holz, Holzscheite, Holzschnitzel oder Holzpellets, in Kombination mit Solarwärme, Erdwärme, Wärme aus der Umgebungsluft oder auch Grundwasser zum Einsatz kommen. Moderne Heizungsanlagen kombinieren deshalb die verschiedenen Brennstoffe mit den emissionsfreien Energieträgern Sonne, Erde, Wasser und Luft.
Energieversorgung eines Einfamilienhauses © 4th Life Photography, stock.adobe.com
Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz – EEWärmeG (Auszug)
§3 (1) – Die Eigentümer von Gebäuden, die neu errichtet werden, müssen den Wärme- und Kälteenergiebedarf durch die anteilige Nutzung von Erneuerbaren Energien nach Maßgabe des § 5 decken.
§5 (1) – Bei Nutzung von solarer Strahlungsenergie wird die Pflicht nach § 3 Abs. 1 dadurch erfüllt, dass der Wärme- und Kälteenergiebedarf zu mindestens 15 Prozent hieraus gedeckt wird.
§5 (4) – Bei Nutzung von Geothermie und Umweltwärme wird die Pflicht nach § 3 Abs. 1 dadurch erfüllt, dass der Wärme- und Kälteenergiebedarf zu mindestens 50 Prozent aus den Anlagen zur Nutzung dieser Energien gedeckt wird.
Der Heizkessel übernimmt bei kombinierten Heizungsanlagen deshalb nur noch eine unterstützende Funktion. Die Wärme aus Sonne, Erde, Wasser oder Luft wird zunächst über einen Wärmetauscher in einem Speicher an den Warmwasser- und Heizungskreislauf abgegeben. Entspricht die Wärme des Warmwassers oder Heizungswassers nicht der Vorgabe, heizt der Heizkessel das Wasser auf die gewünschte Temperatur nach.
Gas Brennwert Wandheizkessel © Buderus
Um die Wärme in die einzelnen Zimmer zu transportieren, wird das erwärmte Heizungswasser über Rohrleitungen zu Heizkörpern oder in eine Fußbodenheizung geleitet. Grundsätzlich gilt dabei: der Weg zwischen Heizkessel und Heizkörper sollte möglichst kurz sein!
Die im Heizungskreislauf verwendeten Rohre können aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Traditionell verwendet man Kupfer- oder Stahlrohre. Aber auch Rohre aus Kunststoff kommen zum Einsatz. Damit nicht zu viel Wärme unkontrolliert auf dem Weg vom Heizkessel zu den Heizkörpern verloren geht, müssen sie entsprechend gedämmt (isoliert) werden. Dabei ist zu bedenken: Je länger die Heizungsrohre, desto mehr Energie geht verloren!
Verschiedene Heizungsrohre © SkyLine, stock.adobe.com
Der Weg vom Heizkessel zu den Heizkörpern wird als Vorlauf bezeichnet. Der Weg von den Heizkörpern zum Heizkessel als Rücklauf. Damit das Heizungswassers entsprechend zirkuliert, übernimmt eine Umwälzpumpe diese Arbeit. Solche Pumpen werden mit Strom betrieben und der notwendigen Leistung für die Umwälzung des Heizungswassers angepasst.
Umwälzpumpen © amixstudio, stock.adobe.com
Die im Heizkessel erzeugte Wärme wird dann über das Rohrsystem am Bedarfsort über Heizkörper oder eine Fußboden- beziehungsweise Wandheizung abgegeben. Die Wärme wird dann über den Heizkörper oder die Flächenheizung an die Umgebung abgeben. Heizkörper kommen in der Regel in zwei Varianten zum Einsatz. Als Rippen- oder Flachheizkörper. Während Heizkörper eine höhere Vorlauftemperatur benötigen, um einen Raum zu erwärmen, kommen Flächenheizungssysteme mit einer deutlich niedrigeren Vorlauftemperatur aus. Dies spart Heizenergie. Um die Wärmeabgabe individuell einstellen zu können, kommen an Heizkörpern Thermostatventile, bei Fußboden- und Wandheizungen Heizkreisventile zum Einsatz.
Verteiler einer Fußbodenheizung © Severin Lonka, stock.adobe.com
Da Wasser bei Temperaturwechsel sein Volumen verändert, kommt es im Heizungskreislauf ständig zu Druckveränderungen. Beim Aufheizen nimmt das Volumen des Heizwassers zu und dehnt sich aus. Um eine störungsfreie und sichere Zirkulation zu gewährleisten, muss im Heizungskreislauf deshalb ein Ausdehnungsgefäß installiert werden. Es sorgt dafür, dass diese Wasserzunahme kompensiert wird und gleichbleibende Druckverhältnisse im Heizungskreislauf herrschen.
Linke Seite: Heizung Ausdehnungsgefäß © rupbilder, fotolia.com
Eine weitere Sicherheitsmaßnahme ist der Einbau von Sicherheitsventilen. Erhöht sich der Wasserdruck im Heizungskreislauf über den zulässigen Wert, öffnen sich die Ventile und verhindern damit massive Schäden an der Heizungsanlage.
Befestigen des Überdruckventils © rupbilder, stock.adobe.com
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References: §3
 § 5

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 § 3

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