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BAG, 11.10.2000 - 5 AZR 313/99 - dejure.org
BAG, 11.10.2000 - 5 AZR 313/99
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BAG, 11.10.2000 - 5 AZR 313/99 (https://dejure.org/2000,377)
BAG, Entscheidung vom 11.10.2000 - 5 AZR 313/99 (https://dejure.org/2000,377)
BAG, Entscheidung vom 11. Januar 2000 - 5 AZR 313/99 (https://dejure.org/2000,377)
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Bundesrahmentarifvertrag für das Baugewerbe vom 3. Februar 1981 idF vom 24. April 1996 § 16; BGB §§ 125, 126; TVG § 9
Arbeit & Soziales - Schriftform i.S. tariflicher Ausschlussklausel durch Fax?
nomos.de , S. 59 (Leitsatz)
§ 16 BRTV Bau; §§ 125, 126 BGB
Vergütungsanspruch/tarifliche Ausschlussfrist/Schriftform/Geltendmachung per Telefax
Arbeitsrecht; Schriftform einer Ausschlussklausel und Telefax
Arbeitsrecht, Telefax als "schriftliche " Geltendmachung eines Anspruchs
ArbG Neustrelitz, 15.10.1997 - 2 Ca 1182/97
LAG Mecklenburg-Vorpommern, 07.04.1999 - 3 Sa 42/98
BAGE 96, 28
NJW 2001, 989
NZA 2001, 231
NJ 2001, 334 (Ls.)
BB 2001, 1201
BB 2001, 368 (Ls.)
DB 2001, 387
JR 2001, 263
(1) Die Geltendmachung im Sinne einer tariflichen Ausschlussfrist ist keine Willenserklärung, sondern rechtsgeschäftsähnliche Handlung (BAG 11. Oktober 2000 - 5 AZR 313/99 - zu II 2 b bb der Gründe, BAGE 96, 28; 20. Februar 2001 - 9 AZR 46/00 - zu II 2 a der Gründe, AP TVG § 1 Tarifverträge: Gaststätten Nr. 11 = EzA TVG § 4 Ausschlussfristen Nr. 139; 6. September 2001 - 8 AZR 59/01 - zu 5 b aa der Gründe, EzBAT §§ 22, 23 BAT M Nr. 91; 17. September 2003 - 4 AZR 540/02 - zu III 1 der Gründe, BAGE 107, 304).
Auf rechtsgeschäftsähnliche Erklärungen ist die Bestimmung nicht unmittelbar anzuwenden (BAG 10. März 2009 - 1 ABR 93/07 - Rn. 32, AP BetrVG 1972 § 99 Nr. 127 = EzA BetrVG 2001 § 99 Nr. 12; 9. Dezember 2008 - 1 ABR 79/07 - Rn. 27, AP BetrVG 1972 § 99 Eingruppierung Nr. 36 = EzA BetrVG 2001 § 99 Nr. 11; 17. September 2003 - 4 AZR 540/02 - zu III 3 der Gründe, BAGE 107, 304; 11. Juni 2002 - 1 ABR 43/01 - zu B IV 1 b aa der Gründe mwN, BAGE 101, 298; 11. Oktober 2000 - 5 AZR 313/99 - zu II 2 b aa der Gründe mwN, BAGE 96, 28; Soergel/Hefermehl BGB Bd. 2 13. Aufl. § 126 Rn. 2; Gragert/Wehe NZA 2001, 311, 312; Köhler AcP 182 (1982) 126, 151; Anschütz/Kohte JR 2001, 263, 264; aA Gotthardt/Beck NZA 2002, 876, 883; Röger NJW 2004, 1764, 1765; die jedoch alle eine Auslegung der die Schriftform anordnenden Regelung für zulässig erachten).
Der Schuldner soll binnen einer angemessenen Frist darauf hingewiesen werden müssen, ob und welche Ansprüche gegen ihn noch geltend gemacht werden (BAG 11. Oktober 2000 - 5 AZR 313/99 - zu II 2 c der Gründe, BAGE 96, 28).
BAG, 17.12.2015 - 6 AZR 709/14
Abwicklungsvertrag - vorzeitiges Ausscheiden - Schriftform
c) Die von der Klägerin im Revisionsverfahren herangezogene Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts vom 11. Oktober 2000 - 5 AZR 313/99 - (BAGE 96, 28) ist nicht einschlägig.
BAG, 16.03.2016 - 4 AZR 421/15
Auf solche sind die Vorschriften über die Willenserklärung entsprechend ihrer Eigenart anzuwenden (vgl. nur BAG 11. Oktober 2000 - 5 AZR 313/99 - zu II 2 b bb der Gründe mwN, BAGE 96, 28; 11. Dezember 2003 - 6 AZR 539/02 - zu I 1 a der Gründe, BAGE 109, 100) .
(5) Mit der klageweise Geltendmachung einer Forderung liegt nach Auffassung des Senats im Übrigen keineswegs die "stärkste Form der Geltendmachung" (so aber BGH 17. Juli 2008 - I ZR 109/05 - Rn. 25, BGHZ 177, 319; BAG 22. Mai 2014 - 8 AZR 662/13 - Rn. 20, BAGE 148, 158) vor, wobei die Klageerhebung ohnehin keine "Form" iSv. §§ 126 ff. BGB darstellt (zur Wahrung tariflicher Ausschlussfristen durch Telefax BAG 11. Oktober 2000 - 5 AZR 313/99 - BAGE 96, 28 und durch E-Mail BAG 7. Juli 2010 - 4 AZR 549/08 - BAGE 135, 80) .
BAG, 09.12.2008 - 1 ABR 79/07
Zustimmungsverweigerung durch Schreiben ohne Unterschrift
Dies folgt aus dem systematischen Zusammenhang von § 126 BGB mit der schon ihrem Wortlaut nach nur für Rechtsgeschäfte geltenden Vorschrift des § 125 BGB und der Stellung beider Bestimmungen im Gesetzesabschnitt über "Rechtsgeschäfte" und dort im Titel "Willenserklärung" (11. Juni 2002 - 1 ABR 43/01 - zu B IV 1 b aa der Gründe mwN, BAGE 101, 298; 11. Oktober 2000 - 5 AZR 313/99 -, zu II 2 b aa der Gründe, BAGE 96, 28; ähnlich BGH 17. April 1967 - II ZR 228/64 - zu III 2 a der Gründe, BGHZ 47, 352;… Palandt/Heinrichs/Ellenberger BGB 67. Aufl. § 126 Rn. 1; Ulrici NJW 2003, 2053; Gragert/Wiehe NZA 2001, 311).
Sie zielen dementsprechend auf die Begründung, inhaltliche Änderung oder Beendigung von Rechtsverhältnissen (BAG 11. Juni 2002 - 1 ABR 43/01 - zu B IV 1 b bb der Gründe, BAGE 101, 298; 11. Oktober 2000 - 5 AZR 313/99 - zu II 2 b bb der Gründe mwN, BAGE 96, 28; BGH 17. Oktober 2000 - X ZR 97/99 - zu II 1 b aa der Gründe mwN, BGHZ 145, 343;… Palandt/Heinrichs/Ellenberger Einf. v. § 116 Rn. 1).
Der Eintritt der Rechtsfolge ist bei ihnen lediglich das äußere Ergebnis der Erklärungen und setzt nicht einen eben darauf gerichteten finalen Willen voraus (…BAG 11. Juni 2002 - 1 ABR 43/01 - aaO.; 11. Oktober 2000 - 5 AZR 313/99 - aaO.;… BGH 17. Oktober 2000 - X ZR 97/99 - aaO.;… Palandt/Heinrichs/Ellenberger Überbl. v. § 104 Rn. 6).
BAG, 10.03.2009 - 1 ABR 93/07
Zustimmungsverweigerung per E-Mail
Auf rechtsgeschäftsähnliche Erklärungen ist die Bestimmung nicht unmittelbar anzuwenden (11. Juni 2002 - 1 ABR 43/01 - zu B IV 1 b aa der Gründe mwN, BAGE 101, 298; 11. Oktober 2000 - 5 AZR 313/99 - zu II 2 b aa der Gründe, BAGE 96, 28).
BAG, 11.06.2002 - 1 ABR 43/01
Zustimmungsverweigerung durch Telefax
Auch in Form einer solchen Kopie ist die Erklärung als Schrift wahrnehmbar (BAG 11. Oktober 2000 - 5 AZR 313/99 - BAGE 96, 28).
Daraus folgt, daß auch § 126 Abs. 1 BGB unmittelbar nur für Rechtsgeschäfte bzw. Willenserklärungen gilt (BAG 11. Oktober 2000 - 5 AZR 313/99 - aaO mwN; Köhler AcP 182 [1982], 126, 151).
Im bürgerlichen Recht fallen darunter etwa die Mahnung nach § 284 BGB aF/§ 286 BGB nF und die Mängelrüge des Käufers, im Arbeitsrecht zB das Geltendmachen eines Anspruchs zu Wahrung einer tariflichen Ausschlußfrist (BAG 11. Oktober 2000 - 5 AZR 313/99 - aaO).
BAG, 17.04.2002 - 5 AZR 644/00
Mehrarbeitsvergütung - tarifliche Ausschlußfrist
Diese ist keine Willenserklärung, sondern eine einseitige rechtsgeschäftsähnliche Handlung, auf die die Vorschriften des BGB über Rechtsgeschäfte entsprechend ihrer Eigenart analoge Anwendung finden (BAG 11. Oktober 2000 - 5 AZR 313/99 - AP TVG § 4 Ausschlußfristen Nr. 153 = EzA TVG § 4 Ausschlußfristen Nr. 134, auch zur Veröffentlichung in der Amtlichen Sammlung vorgesehen).
(a) Die Geltendmachung eines Anspruchs ist keine Willenserklärung, sondern eine einseitige geschäftsähnliche Handlung, auf die die Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches nur entsprechend ihrer Eigenart analog Anwendung finden (BAG 11. Oktober 2000 - 5 AZR 313/99 - BAGE 96, 28).
Dieses Vorschriften gelten nämlich nur für Willenserklärungen (vgl. näher BAG 11.10.2000 - 5 AZR 313/99 - EzA § 4 TVG Ausschlussfristen Nr. 134).
Die Geltendmachung eines Anspruchs i. S. von § 10 Nr. 2 MTV ist aber keine Willenserklärung, da sie nicht auf die Herbeiführung einer Rechtsfolge kraft rechtsgeschäftlichen Willens, sondern der durch Gesetz bzw. Tarifvertrag angeordneten Rechtsfolge gerichtet ist (BAG 11.10.2000 - 5 AZR 313/99 - a. a. O.).
b)Bei der Geltendmachung i. S. von § 10 Nr. 2 MTV handelt es sich um eine einseitige rechtsgeschäftsähnliche Handlung, da es bei ihr um eine auf einen tatsächlichen Erfolg gerichtete Erklärung, deren Rechtsfolgen kraft Gesetzes (hier: kraft Tarifvertrages) eintreten (BAG 11.10.2000 - 5 AZR 313/99 - a. a. O. m. w. N.), geht.
Auf derartige einseitige rechtsgeschäftsähnliche Handlungen sind die Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches über Rechtsgeschäfte entsprechend ihrer Eigenart analog anzuwenden (BAG 11.10.2000 - 5 AZR 313/99 - a. a. O.;… ErfK/Preis, 2. Aufl. 2001, §§ 194-225 BGB Rz. 56; Sander/Siebert, AuR 2000, 330, 332).
Angesichts der im Geschäftsleben festzustellenden Üblichkeit der Erklärungsübermittlung per Telefax besteht kein Grund, das Erfordernis der Originalunterschrift in entsprechender Anwendung von § 126 Abs. 1 BGB auf Geltendmachungsschreiben zu übertragen (BAG 11.10.2000 - 5 AZR 313/99 - a. a. O.).
c)Allerdings kann dann, wenn ein Tarifvertrag die schriftliche Geltendmachung zur Verhinderung des Erlöschens von Ansprüchen verlangt, nicht darauf verzichtet werden, dass dem Geltendmachungsschreiben die Erhebung bestimmter, als noch offen bezeichneter Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis durch Lesen einer textlichen Nachricht entnommen werden kann (BAG 11.10.2000 - 5 AZR 313/99 - a. a. O.).
Denn diese Fristen haben den Zweck, die Abwicklung des Arbeitsverhältnisses zu erleichtern und binnen kurzer, den Bedürfnissen des jeweiligen Wirtschaftszweiges angepasster Fristen den endgültigen Rechtsfrieden herbeizuführen (BAG 26.05.1981 - 3 AZR 269/78 - AP Nr. 71 zu § 4 TVG Ausschlussfristen; vgl. auch BAG 07.02.1995 - 3 AZR 483/94 - EzA § 4 TVG Ausschlussfristen Nr. 112; BAG 11.10.2000 - 5 AZR 313/99 - a. a. O.;… Wank, a. a. O., § 4 Rz. 724).
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AG Hamburg-Altona, 03.05.2006 - 319C C 337/06

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 § 99
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 § 99
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 § 126
 § 125
 BGH 
 § 126
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 § 116
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 § 104
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 § 284
 § 4
 § 4
 § 4
 § 10
 § 10
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 § 4
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 § 7
 § 15
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