Source: https://www.orchesterversorgung.de/FAQ
Timestamp: 2020-06-04 03:45:05+00:00

Document:
Versorgungsanstalt der deutschen Kulturorchester > FAQ
Erhalt von Bescheinigungen
Wartezeitanerkennung
Zuschüsse zu Heilverfahren
Ruhegeldbezug
Rentenbestand und Hinterbliebene
Warum kann ich meine Versicherung nicht kündigen?
Die Versicherung beruht auf gesetzlicher Grundlage und nicht auf einem Versicherungsvertrag mit entsprechendem Kündigungsrecht. Die im Wege der Pflichtversicherung erworbenen Anwartschaften wurden für Sie mit dem Ziel der betrieblichen Altersvorsorge zur Hälfte von Ihrem Arbeitgeber eingezahlt und können allenfalls unter engen Voraussetzungen im Wege der Beitragserstattung oder Abfindung ausgezahlt werden. Sofern die von Ihnen erworbenen Anwartschaften unverfallbar sind, erhalten Sie hieraus ein Ruhegeld, das Ihrer Absicherung im Alter dienen soll. Eine Kündigung Ihrer Versicherung sieht das Betriebsrentenrecht nicht vor.
Kann ich aus der Pflichtversicherung austreten?
Die Versicherungspflicht entsteht durch die Aufnahme einer Beschäftigung an einem Mitgliedsorchester (hierbei Arbeitsverhältnis von mindestens 3 Monaten notwendig). Eine Beendigung der Pflichtversicherung tritt nur ein, wenn der Orchesterberuf nicht mehr ausgeübt wird. Für Beamte gibt es zudem eine Sonderregelung – in diesem Fall bitten wir um Kontaktaufnahme mit der Versorgungsanstalt.
Gibt es die Möglichkeit nach der beitragsfreien Zeit wieder zurück in die aktive Versicherung zu wechseln?
Die Beitragsfreiheit kann durch Aufnahme einer versicherungspflichtigen Beschäftigung an einem Mitgliedsorchester beendet werden. Sofern die Orchester Tätigkeit selbständig ausgeübt wird und die Voraussetzungen für die freiwillige Versicherung (ohne Arbeitgeberanteil) erfüllt sind, kann die Beitragsfreiheit auch in die freiwillige Beitragszahlung übergehen.
Übersicht einschlägiger Kennziffern (Stand:2020)
mtl. Beitragsbemessungsgrenze (BBG) der allg.
mtl. Höchstbeitrag (16 % der BBG West) 2.428,80 €
jährl. Höchstbeitrag (16 % der BBG West) 29.145,60 €
mtl. BBG in der Kranken- und Pflegeversicherung
(West und Ost) 4.687,50 €
KV-frei: 1/20 der mtl. BBG in der Krankenversicherung-
mtl. Bezugsgröße gemäß § 18 SGB IV 3.185,00 €
1 % der montalichen Bezugsgröße
(relevant für Kapitalabfindung) 31,85 €
Wann muss ich die Weiterversicherung spätestens erklären?
Die Weiterversicherung ist innerhalb eines Jahres nach Eintritt eines der folgenden Ereignisse schriftlich zu erklären:
Ende der Beschäftigung am Kulturorchester
nach Zahlung des Ruhegeldes wegen Berufsunfähigkeit oder Erwerbsunfähigkeit
im Krankheitsfall nach dem Ende der Lohnfortzahlung bzw. Krankengeldzuschuss
in der Elternzeit.
Bis wann muss der Beitrag für die Weiterversicherung spätestens gezahlt werden?
Weiterversicherungsbeiträge für rückwirkende Monate sind spätestens innerhalb von drei Monaten nach Abgabe der Erklärung zu zahlen. Beiträge für künftige Monate sind spätestens bis zum 31.03. des Folgejahres zu begleichen.
Bitte beachten Sie, dass freiwillige Zahlungen immer nur im Jahr der Einzahlung steuerlich bestätigt werden können.
Wie hoch ist der monatliche Mindest-/Höchstbeitrag und wie kann ich den Beitrag bezahlen?
monatlicher Mindestbeitrag: 12,50 €
monatlicher Höstbeitrag: 16 % der Beitragsbemessungsgrenze der allgemeinen Rentenversicherung
Wann endet die Weiterversicherung?
bei Aufnahme einer versicherungspflichtigen Beschäftigung* → Übergang in Pflichtversicherung
durch schriftliche Erklärung zum folgenden Monatsende → ggf. Übergang in beitragsfreie Versicherung, wenn keine Pflichtversicherung anschließt
rückwirkend durch Zahlungsrückstände über den 31.03. des Folgejahres hinaus → Übergang in beitragsfreie Versicherung
ferner bei Zahlung von Leistungen (ausgenommen Heilkostenzuschüsse)
Achtung: Die Weiterversicherung kommt nicht zustande, wenn die Zahlungs- bzw. Erklärungsfristen nicht eingehalten werden.
*Hinweis: Die Weiterversicherung wird nicht automatisch durch eine versicherungspflichtige Beschäftigung beendet. Der Versicherte muss uns die Beendigung der Weiterversicherung mitteilen.
Läuft die Weiterversicherung bei kurzzeitiger versicherungspflichtiger Beschäftigung weiter?
Die Weiterversicherung wird durch jede Beschäftigung unterbrochen, die Beitragsabbuchung läuft aber weiter, solange Sie uns nichts gegenteiliges mitteilen. Zu viel abgebuchte Beiträge werden als Zusatzbeitrag verwendet.
Wie kann ich den Beitrag für die Weiterversicherung zahlen?
Die Beitragszahlung ist per Überweisung monatlich oder jährlich möglich. Bitte achten Sie hierbei auf die korrekte Angabe unserer Kontodaten und des Verwendungszwecks (Versicherungsnummer – V1 – BS – 502000 und zugehöriger Beitragszeitraum). Einfacher ist es, die Beiträge vom Girokonto einziehen zu lassen. Der Einzug erfolgt im europaweiten einheitlichen SEPA-Basis-Lastschriftverfahren.
Kann ich die Beitragshöhe der Weiterversicherung ändern?
Ja, immer zum nächsten Monatsanfang per schriftlicher Mitteilung. Der Höchstbeitrag beträgt 16% der Beitragsbemessungsgrenze der allgemeinen Rentenversicherung.
Bis wann können Zusatzbeiträge geleistet werden und in welcher Höhe?
Neben dem Pflicht-/Weiterversicherungsbeitrag bzw. dem Beitrag der freiwilligen Versicherung kann auch ein Zusatzbeitrag bis zum Höchstbeitrag geleistet werden. Der Höchstbeitrag entspricht 16% der geltenden Beitragsbemessungsgrenze. Möglich ist eine Nachzahlung der Zusatzbeiträge bis zum 31.03. des folgenden Jahres für sämtliche Monate des abgelaufenen Jahres, für die bereits ein Beitrag entrichtet wurde. Es genügt die Zahlung als solche, eine Erklärung ist nicht notwendig.
Können Zusatzbeiträge auch monatlich geleistet werden?
Die Zusatzbeiträge können auf Wunsch auch monatlich geleistet werden. Hierbei bittet die Versorgungsanstalt um eine kurze Benachrichtigung vorab, um die eingehenden Beträge entsprechend zuordnen zu können.
Was muss ich bei der Zahlung eines Zusatzbeitrags beachten?
Der Zusatzbeitrag kann als Dauerauftrag oder per Einmalzahlung überwiesen werden. Im Fall der Einmalzahlung ist zusätzlich zu dem Verwendungszweck „Versicherungsnummer – V1 – BS – 502000“ eine Angabe zum Jahr notwendig, für das der Zusatzbeitrag verwendet werden soll. Wird ein Dauerauftrag eingerichtet, ist die Versorgungsanstalt über den Geldeingang vorab zu benachrichtigen. Eine monatliche Abbuchung durch die Versorgungsanstalt ist nur unter Vorlage eines gültigen SEPA-Mandats zulässig.
Nicht zur freiwilligen Versicherung, hier wird der komplett geleistete Beitrag als freiwilliger Beitrag verbucht, eine Aufteilung in freiwilligen und Zusatzbeitrag gibt es hier nicht.
Freiwillige Versicherung (ohne zusätzliche Arbeitgeberbeiträge)
Wer kann sich freiwillig versichern (ohne Leistung des Arbeitgebers)
Alle Musiker bei Mitgliedsorchestern, die nicht unter die Tarifordnung fallen, weil sie selbständig tätig oder von Fall zu Fall oder vorübergehend (unter drei Monaten) beschäftigt sind, können sich freiwillig versichern (§ 18 Abs. 1 f). Die Vorschrift wurde am 01.01.2020 um § 18 Abs. 1 g ergänzt. Zusätzlich können sich bei freien Ensembles und Orchestern, die nicht Mitglieder sind, dauerhaft und erwerbsmäßig selbständig tätige Musikerinnen und Musiker, die im Falle einer abhängigen Beschäftigung bei einem Mitglied die Voraussetzungen für die Versicherungspflicht erfüllen würden, versichern.
Wie kommt die freiwillige Versicherung zustande?
Die freiwillige Versicherung muss schriftlich beantragt werden. Das Antragsformular steht auf im Downlodcenter zur Verfügung. Die Versicherung beginnt frühestens zum Ersten des Monats, in dem der Antrag der Versorgungsanstalt zugeht. Damit die freiwillige Versicherung zustande kommt, muss der Erstbeitrag innerhalb von drei Monaten nach Zulassung zur freiwilligen Versicherung eingezahlt werden.
Welche Unterlagen sind für die Beantragung der freiwilligen Versicherung einzureichen?
Neben dem Antrag ist ein Nachweis über Ihre aktuelle Beschäftigung als Aushilfsmusiker/selbständiger Musiker z.B. in Form von Verträgen, Lohnabrechnungen oder Bestätigungen Ihres Arbeitgebers einzureichen. Musiker von freien Ensembles und Orchestern müssen zudem Belege zur Dauerhaftigkeit und Erwerbsmäßigkeit Ihrer selbständigen Tätigkeit erbringen.
Mtl. Mindestbeitrag: 12,50 €
Mtl. Höchstbeitrag: 16 % der Beitragsbemessungsgrenze der allgemeinen Rentenversicherung
Die Beitragszahlung ist per Überweisung möglich. Bitte achten Sie hierbei auf die korrekte Angabe unserer Kontodaten und des Verwendungszwecks (Versicherungsnummer – V1 – BS – 502000 und zugehöriger Beitragszeitraum). Einfacher ist es, die Beiträge vom Girokonto einziehen zu lassen. Der Einzug erfolgt im europaweiten einheitlichen SEPA-Basis-Lastschriftverfahren.
Kann die Beitragshöhe der freiwilligen Versicherung ändern?
Ja, immer zum nächsten Monatsanfang per schriftlicher Mitteilung.
bei Aufnahme einer versicherungspflichtigen Beschäftigung → Übergang in Pflichtversicherung
durch schriftliche Erklärung zum folgenden Monatsende → Übergang in beitragsfreie Versicherung
rückwirkend durch Zahlungsrückstände über den 31.03. des Folgejahres hinaus → Übergang in beitragsfreie Versicherung.
Wann erhalte ich die Steuerbescheinigung nach § 92 EStG?
Die Steuerbescheinigung nach § 92 EStG kann erst Ende März erstellt und versendet werden, da die Arbeitgeber bis dahin Zeit haben, Abrechnungen für das Vorjahr zu erstellen. Ein früherer Versand ist nicht möglich und vom Gesetzgeber auch nicht vorgeschrieben.
§ 92-Bescheinigung: Warum unterscheidet sich der Wert in der letzten Zeile so sehr vom Wert in der Zeile darüber?
Die beiden Werte haben grundsätzlich nichts miteinander zu tun. Bitte vergleichen Sie hierzu im Glossar die Begriffe „Altersvorsorgebeitrag“ und „Altersvorsorgevermögen“.
Wieso ist der insgesamt geleistete Altersvorsorgebeitrag so niedrig, obwohl ich doch viel mehr eingezahlt habe?
Der Altersvorsorgebeitrag enthält lediglich die Summe aus den Arbeitnehmeranteilen seit (frühestens) 2002 sowie den seit (frühestens) 2002 geleisteten Weiterversicherungs- und Zusatzbeiträgen.
Das Finanzamt gibt an, von uns keine Meldung erhalten zu haben – was ist zu tun ?
Ihr Finanzamt kann möglicherweise trotz fehlerfreier Meldungen die zum Sonderausgabenabzug notwendigen Altersvorsorgebeiträge nicht Online abfragen.
Grundsätzlich können Finanzämter bei der ZfA (Kundenservice‐Hotline) nachfragen, wenn es Ihnen nicht möglich ist, entsprechende Meldungen Online bei der ZfA abzufragen. Dort stehen Ansprechpartner zur Verfügung, die speziell auf Fragen der Finanzämter eingehen.
Aus datenschutzrechtlichen Gründen kann eine entsprechende Klärung ausschließlich über Ihr Finanzamt aufgenommen werden.
Kundenservice‐Hotline der ZfA: 03381 ‐ 21 22 23 24
Ist die elektronische Beitragsübermittlung rückwirkend möglich ?
Ja, aufgrund gesetzlicher Bestimmungen nur bis zu höchstens zwei Jahren rückwirkend.
Wo bekomme ich die Sozialversicherungsnummer her ?
Von der Deutschen Rentenversicherung.
Hat jeder eine Steueridentifikationsnummer ? Und wo finde ich diese ?
Ja, jede Person, die in Deutschland gemeldet ist, besitzt diese 11-stellige Nummer. Sie ist unveränderbar (anders als die Steuernummer!), einmalig und dauerhaft. Man erhält in Deutschland die Steueridentifikationsnummer automatisch per Post; außerdem findet man sie auf dem Einkommenssteuerbescheid sowie auf der Lohnsteuerbescheinigung vom Arbeitgeber.
Muss die Zulage jährlich beantragt werden ?
Ja. Wenn Sie uns jedoch einmalig eine entsprechende Vollmacht erteilen, übernehmen wir die jährliche Beantragung für Sie automatisch. Bitte beachten Sie jedoch, dass Sie uns dann Änderungen, welche sich auf die Anspruchsvoraussetzungen auswirken können, zwingend schriftlich mitteilen müssen.
Wie lange ist die Beantragung der Altersvorsorgezulage rückwirkend möglich?
Die Altersvorsorgezulage kann nur bis zu höchstens zwei Jahren rückwirkend beantragt werden
Ist die erste Seite vom Antrag auszufüllen wg. „bereits erfasste Daten“ – könnte man das nicht mal aus dem Antrag streichen?
Die erste Seite ist unbedingt immer auszufüllen.
Wann muss ich bei der Art der Zulageberechtigung „unmittelbar“, wann „mittelbar“ angeben?
Sofern für Sie Pflichtbeiträge an die gesetzliche Rentenversicherung entrichtet werden oder Sie Beiträge an die Künstlersozialkasse leisten, sind Sie unmittelbar zulagenberechtigt, ansonsten mittelbar.
Muss ich den Antrag auf Festsetzung jedes Jahr stellen ?
Der Antrag auf Festsetzung ist nur ausnahmsweise zu stellen, wenn sich in der Vergangenheit persönliche Daten verändert haben, welche die Anspruchsvoraussetzungen beeinflussen (z.B. Wegfall des Kindergeldanspruchs).
Der Antrag ist dann innerhalb eines Jahres zu stellen, die Frist beginnt mit der Erteilung der Bescheinigung nach § 92 EStG.
Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang, dass wegen einer geänderten Steuernummer kein Antrag auf Festsetzung gestellt werden muss. Es genügt hier eine formlose schriftliche Mitteilung an uns.
Warum werden Kinder nach Überschreiten der Altersgrenze für Kindergeld (Regelfall Vollendung 25. Lebensjahr) nicht automatisch aus der Zulagenbeantragung gelöscht ?
Nicht immer endet das Kindergeld mit Vollendung des 25. Lebensjahres. Unter gewissen Umständen ist eine Verlängerung des Kindergeldbezugs über das 25. Lebensjahr möglich. Diese Voraussetzungen sind uns nicht bekannt. Daher muss uns das Ende des Kindergeldbezuges immer schriftlich mitgeteilt werden.
Kann die Kinderzulage auf Mutter und Vater aufgeteilt werden ?
Die Kinderzulage kann für jedes Kind und je Kalenderjahr nur von einem Elternteil beantragt werden.
Wieso wusste ich nicht früher davon das ich hätte riestern können, das hat mir keiner gesagt ?
Informationen über die Möglichkeit, bei uns zu riestern wurden Ihnen zusammen mit den Anmeldeunterlagen zugesandt. Zudem stehen Ihnen über die Homepage diesbezügliche Informationen zur Verfügung.
Wieviel Beitrag muss ich leisten, um die volle Zulage zu erhalten ?
4 % des Vorjahreseinkommens, maximal jedoch 2.100,00 Euro abzüglich des im laufenden Jahr zu erwartenden Zulagenbetrages. Wir verweisen auf unser Berechnungsschema.
Bin ich zulagenberechtigt, wenn ich freiwillig weiterversichert bin?
Ja, wenn im Beitragsjahr zusätzlich ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis besteht oder in die KSK einbezahlt wird.
Ist es für die Geltendmachung des Sonderausgabenabzugs erforderlich, dass ich in die elektronische Übermittlung der förderfähigen Altersvorsorgebeiträge einwillige?
Bis zum Veranlagungszeitraum 2019 ist eine Einwilligung gegenüber der Versorgungsanstalt in die elektronische Übermittlung an das Finanzamt erforderlich. Ab dem Veranlagungszeitraum 2019 ist keine Einwilligung mehr nötig, da die Versorgungsanstalt die Meldung aufgrund geänderter gesetzlicher Bestimmungen ohne Einwilligung vornehmen darf. Erforderlich ist aber auch dann, dass Sie uns die entsprechenden Daten, insbesondere Ihre Steueridentifikationsnummer, mitteilen, damit wir die Meldung vornehmen können.
Wird das Ruhegeld zusammen mit der Riesterrente ausbezahlt?
Ja, die Auszahlung erfolgt in einem Betrag.
Kann ich meinen privaten Riestervertrag an die VddKO übertragen ?
Leider ist eine Übertragung weder von einem anderen Anbieter an uns, noch von uns an einen anderen Anbieter möglich.
Ist die Riester-Rente sicher vor Pfändungen ?
Nein, es gilt aber der zivilrechtliche Pfändungsschutz der §§ 850 ff. ZPO.
Ist Wohnriester möglich?
Wohnriester ist über die VddB aufgrund der Gesetzesgrundlage nicht möglich
Wird die Riester Rente separat ausgewiesen ? Wo sehe ich das ?
Die Riester-Rente wird nicht separat aufgeführt.
Nähere Informationen zur Förderung nach dem Altersvermögengesetz („Riester-Förderung“) finden Sie im Merkblatt 15.
Ich arbeite nicht mehr beim Orchester. Kann ich trotzdem riestern?
Ja, wenn Sie sich bei der VddKO weiterversichern und im Beitragsjahr zusätzlich ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis besteht oder in die KSK einbezahlt wird.
Wird das Ruhegeld zusammen mit der Riesterrente ausbezahlt ?
Aufgrund unserer Sonderstellung als Riesteranbieter ist eine Übertragung weder von einem anderen Anbieter an uns, noch von uns an einen anderen Anbieter möglich.
Ich bin als Selbständiger freiwillig versichert, wieso kann ich nicht riestern ?
Die Riesterförderung ist nur im Falle einer Versicherung durch ein Orchester oder im Anschluss an eine geförderte Pflichtversicherung möglich. Bei einem Selbständigen, der die freiwillige Versicherung bei der VddKO abgeschlossen hat, fehlt es an der „Arbeitnehmereigenschaft“, so dass eine Förderung seiner Beiträge - unabhängig von einer Versicherung in der Künstlersozialkasse - nicht möglich ist. Sie haben aber die Möglichkeit, bei einem privaten Anbieter einen Riestervertrag abzuschließen.
Werden Zusatzbeiträge bei der Berechnung der Zulagenhöhe berücksichtigt ? Und wie lange kann man einen Zusatzbeitrag leisten? Wie lange kann ich pro Jahr, für Riester anrechenbar, einzahlen ?
Ja, immer bis zum 31.12. (Kontoeingang) des jeweiligen Beitragsjahres werden die zusätzlich geleisteten Beiträge zur Berechnung der Altersvorsorgezulage (Riester!) berücksichtigt, sofern Sie nicht durchgehend pflichtversichert waren; versicherungstechnisch können die Beiträge auch bis März des Folgejahres zugerechnet werden.
Kann ich die Riester-Rente vererben ?
Die Hinterbliebenenversorgung der VddKO erstreckt sich auch auf den auf einer Riesterförderung beruhenden Teil Ihrer Versorgungsanwartschaften. Witwen, Witwer und Waisen haben grundsätzlich Anspruch auf eine Hinterbliebenenversorgung.
Was passiert bei Auslandsverzug ins EU-Ausland bzw. ins Nicht-EU-Ausland?
Ein Umzug innerhalb der EU hat keine Auswirkungen. Ein Umzug in ein Land außerhalb der EU führt zu einer schädlichen Verwendung, d.h. die im Rahmen der Riester-Förderung in Anspruch genommenen Zulagen und Steuerermäßigungen müssen an die ZfA zurückgezahlt werden, sofern Sie bereits ein Ruhegeld beziehen, kann sich dadurch die Höhe vermindern.
Wann erhalte ich den Jahresnachweis?
Der Jahresnachweis für das abgeschlossene Kalenderjahr wird im Juni des Folgejahres versandt. Eine vorzeitige Erstellung ist nicht möglich.
Wann erhalte ich die Rentenbezugsmitteilung?
Die Rentenbezugsmitteilung für das abgeschlossene Kalenderjahr wird Ende Januar des Folgejahres versandt.
Wann erhalte ich meine Bescheinigung nach § 92 EStG?
Die Bescheinigung nach § 92 EStG für das abgeschlossene Kalenderjahr wird Mitte April des Folgejahres versandt. Eine vorzeitige Erstellung ist nicht möglich.
Wann erhalte ich die Zahlungsübersicht? Was wird hier genau bescheinigt?
Die Zahlungsübersicht für das abgeschlossene Kalenderjahr wird Mitte Februar des Folgejahres versandt. Es werden nur die geleisteten freiwilligen Zahlungen bescheinigt, die in dem abgeschlossenen Geschäftsjahr eingegangen sind. Freiwillige Zahlungen, die bis Ende März des laufenden Jahres geleistet werden, aber für das Vorjahr gelten sollen, werden erst in der Zahlungsübersicht des Folgejahres bescheinigt.
Wann erhalte ich das Schreiben über die Höhe der Beitragsbemessungsgrenze? Welche Informationen enthält das Schreiben?
Das Schreiben über die Beitragsbemessungsgrenze des folgenden Jahres wird im Dezember des Vorjahres versandt.
In dem Schreiben wird über den neuen monatlichen Höchstbeitrag für die freiwillige Versicherung informiert. Es dient nur zu Informationszwecken. Eine automatische Veränderung bzw. Anpassung der Beitragshöhe erfolgt nicht. Soll der Beitrag für das Folgejahr angepasst werden, so muss bei einem vereinbarten SEPA-Lastschriftmandat die Änderung schriftlich mitgeteilt werden. Bei einer Zahlung der freiwilligen Beiträge per Überweisung ist eine Information nicht erforderlich.
Kann ich verschiedene Zusatzversorgungen zusammenführen?
Ja, mit der Versorgungsanstalt der deutschen Bühnen und der VBL bestehen Abkommen zur Anerkennung der bei der jeweils anderen Versorgungseinrichtung zurückgelegten Beitragsmonate. Sofern Sie bei einer Versorgungseinrichtung nicht die erforderliche Wartezeit für einen Anspruch auf ein Ruhegeld erfüllt haben, können in der jeweils anderen Versorgungsanstalt zurückgelegte Beitragsmonate zur Erfüllung der Wartezeit berücksichtigt werden. Im Ergebnis erhalten Sie aus jeder Versorgungseinrichtung ein Ruhegeld, eine Auswirkung auf dessen Höhe ergibt sich nicht. Versicherungszeiten in einer kommunalen Zusatzversorgungseinrichtung werden zur Wartezeiterfüllung für einen Leistungsanspruch in wenigen besonders gelagerten Fällen einseitig durch die VddKO anerkannt.
Freiwillige Zuschüsse zu Heilverfahren
Zu welchen Maßnahmen kann ein freiwilliger Zuschuss gewährt werden?
(prothetische und implantologische Maßnahmen und Zahnkronen; einschließlich der damit in Verbindung stehenden allgemein zahnärztlichen und chirurgischen Leistungen)
Ambulante Heilbehandlung und Kur
medizinische oder therapeutische Behandlungen zur gezielten berufsfördernden Rehabilitation, medizinisch eingeführte Therapien die von der privaten Krankenversicherung als erstattungsfähig angesehen werden.
Zu einer stationären Heilbehandlung in einer Einrichtung (z. B. Sanatorium) oder einer Kuranstalt wird ein Zuschuss nur gezahlt, wenn der erstrebte Erfolg durch eine ambulante Behandlung nicht erreicht werden kann
Hörgeräte und Spezialbrillen die ausschließlich beruflich notwendig sind.
Wann ist der Antrag auf einen freiwilligen Zuschuss zu stellen und welche Unterlagen sind einzureichen?
Anträge sind stets vor der Durchführung eines Heilverfahrens unter Vorlage eines ärztlichen Zeugnisses* über die berufliche Notwendigkeit und eines Kostenvoranschlags zu stellen. Ausgenommen davon sind nur Anträge auf Gewährung eines Zuschusses zum Zahnersatz, diese können innerhalb eines Jahres nach Abschluss der Maßnahme oder nach Zugang des Zuschussbescheides der gesetzlichen Rentenversicherung gestellt werden.
*(Ärztliches Attest: bei medizinischen oder therapeutischen Behandlungen, stationären Heilbehandlungen in einer Einrichtung, Hörgeräte und Spezialbrillen)
Antrag auf freiwilligen Zuschuss zu einem Heilverfahren
Bewilligungs- oder Ablehnungsbescheid der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV)**
Bewilligungs- oder Ablehnungsbescheid der Krankenkasse
Bewilligungs- oder Ablehnungsbescheid der Beihilfestelle/des Arbeitgebers
ggf. Bewilligungs- oder Ablehnungsbescheid anderer Stellen wie z.B. der privaten Zusatzversicherung
aufgegliederte Rechnungen
** (Bescheid der DRV: bei Zahnersatz nur für Bläser, bei anderen Maßnahmen für alle Antragsteller erforderlich – Achtung: der Antrag ist bei der DRV vor Beginn/Kauf der Maßnahme/Hilfsmittels zu stellen.)
Ab wann erhalte ich einen freiwilligen Zuschuss auf Heilverfahren?
Der Versicherte muss bei Durchführung des Heilverfahrens pflichtversichert, freiwillig versichert oder weiterversichert sein und vor Beginn des Heilverfahrens mindestens 36 Beitragsmonate zurückgelegt haben. Beitragsfrei Versicherte erhalten keinen Zuschuss.
Ein Zuschuss wird nicht gezahlt, wenn bei Bearbeitung des Antrags feststeht, dass innerhalb von zwei Jahren nach Abschluss des Heilverfahrens oder nach Beschaffung des Hilfsmittels der Versorgungsfall eintritt oder eingetreten ist oder das Versicherungsverhältnis endet oder geendet hat.
Wer muss im Rahmen des freiwilligen Zuschusses bei der Deutschen Rentenversicherung (DRV) einen Antrag stellen?
Bei Zahnersatz haben Bläser einen Antrag bei der DRV zu stellen, bei anderen Maßnahmen ist dies für alle Antragsteller erforderlich. Bitte beachten Sie, dass der Antrag bei der DRV vor Beginn/Kauf der Maßnahme/Hilfsmittels einzureichen ist.
In welcher Höhe kann ein freiwilliger Zuschuss gewährt werden?
Bei Zahnersatz beträgt der Zuschuss zwischen 35 % und 70 % der ungedeckten Restkosten.
Bei Heilbehandlungen, sonstigen Hilfsmittel beträgt der Zuschuss im Regelfall 75 % der ungedeckten Restkosten (bei Brillen sind grundsätzlich die Kosten der Augengläser zuzüglich eines Höchstbetrags von 50,00 Euro für die Fassung berücksichtigungsfähig).
Im Einzelfall und zusammen mit früheren Zuschüssen soll ein Zuschuss 10 % der Beiträge, die bis zum Ende des letzten Geschäftsjahres vor Beginn der Heilmaßnahme insgesamt entrichtet wurden, nicht übersteigen.
Wird die Möglichkeit, von anderen Stellen eine Beihilfe, einen Zuschuss oder dergleichen zu erhalten, nicht ausgeschöpft, wird der Zuschuss um einen entsprechenden Betrag gekürzt; dies gilt auch dann, wenn eine andere Stelle eine Kostenbeteiligung wegen verspäteter Antragstellung ablehnt.
Wer kann keinen freiwilligen Zuschuss erhalten?
Einen Zuschuss kann nur ein Versicherter erhalten, Familienangehörige etc. sind nicht berechtigt.
Wer hat einen Anspruch auf die Beitragserstattung und Abfindung?
Sie haben Anspruch auf eine (anteilige) Beitragserstattung oder eine Abfindung, wenn Sie für mindestens 12 Monate, aber noch nicht für 120 Monate, nach dem 31. Dezember 2000 für 60 Monate oder nach dem 31. Dezember 2017 für 36 Monate Beiträge gezahlt haben
in den letzten 24 Monaten beitragsfrei versichert gewesen sind und den Beruf eines Kulturorchestermusikers im Anstaltsbereich (Bundesrepublik Deutschland) endgültig aufgegeben haben oder
während einer beitragsfreien Versicherung berufsunfähig geworden sind oder
für eine weitere Tätigkeit bei einem Mitglied nicht mehr pflichtversichert sind, weil Sie bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze unter Anrechnung früher zurückgelegter Beitragszeiten 120 Beitragsmonate , nach dem 31. Dezember 2000 60 Beitragsmonate oder nach dem 31. Dezember 2017 36 Beitragsmonate nicht mehr erreichen können, oder
von der Pflichtversicherung bei der VddKO befreit sind.
Welche Unterlagen werden für die Beantragung des Ruhegeldes benötigt?
Für die Beantragung des Ruhegeldes sind folgende Unterlagen einzureichen:
Antrag auf Ruhegeld
Geburtsurkunde im Original oder in beglaubigter Kopie (siehe FAQ: Wo kann ich meine Urkunde beglaubigen lassen?)
Erklärung zur Krankenversicherung der Rentner mit ggf. einem Nachweis der sog. Elterneigenschaft für eines der Kinder in Kopie (zur Einstufung in der Pflegeversicherung)
ggf. Antrag auf Anerkennung von Mutterschutzzeiten (vor 2015) mit Geburtsurkunde des Kindes in Kopie bzw. Nachweis über die anerkannte Mutterschutzzeit (Krankenkasse, Rentenversicherung)
Bitte vergleichen Sie hierzu auch das Merkblatt 30 zur Versorgung auf unserer Homepage.
Wo kann ich meine Urkunde beglaubigen lassen?
Kopien oder Abschriften können anerkannt werden, sofern deren Übereinstimmung mit dem Original bestätigt ist (eine amtliche Beglaubigung ist nicht erforderlich). Diesen Bestätigungsvermerk können Ihnen alle Sozialleistungsträger (z.B. Krankenkassen, Bank oder Stadt- und Gemeindeverwaltung) erteilen. Die Bestätigung erfolgt kostenlos.
Originalurkunden erhalten Sie kostenfrei beim Standesamt des Geburtsortes, wenn angegeben wird, dass diese für Rentenzwecke bestimmt ist.
Warum benötige ich eine beglaubigte Kopie?
Die Übersendung von Geburtsnachweisen ist bei altersabhängigen Ruhegeldern oder Renten obligatorisch. Dies gilt auch für die gesetzliche Rentenversicherung. Auch diese fordert Geburtsnachweise im Original oder in Kopie oder Abschrift mit Bestätigungsvermerk. Eine solche Zusendung kann dort dann unterbleiben, wenn der Rentenantrag bei einer zur Annahme berechtigten Stelle (z.B. Versicherungsamt) abgegeben wird. Diese Stellen sind aber verpflichtet, Personendaten anhand der Geburtsurkunde im Original zu prüfen und das auf dem Rentenantrag entsprechend zu bestätigen. Da die VddKO keine antragsannehmenden Stellen hat, muss der Geburtsnachweis durch Zusendung von Urkunden erfolgen. Nicht beglaubigte Kopien haben dabei, wie in allen öffentlichen Einrichtungen und auch im Bereich des Zivilrechts, keine Beweiskraft.
Erhalte ich Originale zurück?
Originalurkunden werden per Einschreiben zurückgesandt.
Wann muss ich den Rentenantrag stellen?
Der Antrag auf Altersruhegeld wird automatisch ca. 4-5 Monate vor Rentenbeginn zugeschickt. Der ausgefüllte Antrag ist dann rechtzeitig vor Inanspruchnahme des Ruhegeldes einzureichen (ca. 2-3 Monate vor Ruhegeldbezug).
Der Antrag auf flexibles Altersruhegeld ist ca. 3 Monate vor Inanspruchnahme des Ruhegeldes zu stellen.
Der Antrag auf Ruhegeld wegen Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit sollte umgehend, spätestens zum Zeitpunkt der Antragstellung auf Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung gestellt werden.
Wie ist der Ablauf bei Erwerbs- und/oder Berufsunfähigkeit?
Nach Vorlage der erforderlichen Antragsunterlagen veranlassen wir eine vertrauensärztliche Untersuchung. Diese kann unterbleiben, sofern aus der gesetzlichen Rentenversicherung Rente wegen voller Erwerbsminderung oder wegen teilweiser Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit nach § 240 SBG VI zuerkannt wurde.
Wieviel darf ich beim Ruhegeldbezug hinzuverdienen?
Beim Bezug des Ruhegeldes wegen Erwerbsunfähigkeit gilt die aktuelle Geringfügigkeitsgrenze in der Sozialversicherung. Beim Bezug des Ruhegeldes wegen Berufsunfähigkeit beträgt die Hinzuverdienstgrenze monatlich 20 % der Beitragsbemessungsgrenze.
Ab wann kann ich frühestens das Ruhegeld in Anspruch nehmen? Wie hoch sind die Abschläge?
Der Bezug des Ruhegeldes wegen Erreichens der Regelaltersgrenze ist jahrgangsabhängig so wie auch die Inanspruchnahme des flexiblen Altersruhegeldes. Siehe hierzu Merkblatt 30 (1.1 und 1.2).
Die entsprechenden versicherungsmathematischen Abschlagsprozente pro Monat bei Inanspruchnahme des vorgezogenen flexiblen Altersruhegeldes entnehmen Sie folgender Tabelle:
Abschlag in % für den AV 1 und AV 2:
Für das Vorziehen vom auf das Abschlag pro Monat
61. Lebensjahr 60. Lebensjahr 0,34 %
62. Lebensjahr 61. Lebensjahr 0,37 %
63. Lebensjahr 62. Lebensjahr 0,39 %
64. Lebensjahr 63. Lebensjahr 0,42 %
65. Lebensjahr 64. Lebensjahr 0,44 %
66. Lebensjahr 65. Lebensjahr 0,48 %
67. Lebensjahr 66. Lebensjahr 0,53 %
Abschlag in % für den AV 3:
61. Lebensjahr 60. Lebensjahr 0,28 %
62. Lebensjahr 61. Lebensjahr 0,30 %
63. Lebensjahr 62. Lebensjahr 0,32 %
64. Lebensjahr 63. Lebensjahr 0,34 %
65. Lebensjahr 64. Lebensjahr 0,36 %
66. Lebensjahr 65. Lebensjahr 0,39 %
67. Lebensjahr 66. Lebensjahr 0,42 %
Näheres zu den Anwartschaftsverbänden findet sich in Merkblatt 32.
Für vor 2012 Versicherte, die spätestens Ende 2011 55 Jahre alt waren und zum Zeitpunkt der Inanspruchnahme beitragspflichtig sind, gilt eine Kürzung von 0,3 % pro Monat des vorgezogenen Ruhegeldbezugs.
Wann kann ich die Anerkennung von Mutterschutzzeiten beantragen? Welche Unterlagen werden benötigt?
Mutterschutzzeiten vor dem Jahr 2015 können beantragt werden, wenn bei ihrem Beginn eine Pflichtversicherung bestanden hat. Mutterschutzzeiten, denen eine freiwillige Weiterversicherung oder eine betragsfreie Versicherung vorangeht, können wir nicht berücksichtigen. Die Antragstellung sollte umgehend, spätestens aber zusammen mit dem Ruhegeldantrag erfolgen. Mutterschutzzeiten nach 2015 werden automatisch vom Arbeitgeber an die Versorgungsanstalt gemeldet.
Antrag auf Anerkennung von Mutterschutzzeiten
Geburtsurkunde des Kindes/der Kinder oder ein geeigneter Nachweis über die anerkannte Mutterschutzzeit (z.B. Versicherungsverlauf der gesetzlichen Rentenversicherung, der die Mutterschutzfrist enthält; Bescheinigung der Krankenkasse oder des Arbeitgebers)
Wie viele Hochrechnungen kann ich mir im Jahr erstellen lassen?
Die Versorgungsanstalt erstellt im Regelfall auf Anfrage bis zu drei Hochrechnungen im Jahr.
Welche Wartezeiten muss ich für einen Ruhegeldanspruch erfüllen?
Der Anspruch auf Ruhegeld besteht bei einer Versicherungszeit von insgesamt 120 Beitragsmonaten, von 60 Beitragsmonaten seit 2001 oder von 36 Beitragsmonaten seit 2018. Einzige Ausnahme ist der Anspruch auf Ruhegeld wegen Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit bei der VddKO – hier ist keine Wartezeit erforderlich.
Was passiert, wenn ich die Wartezeiten für einen Ruhegeldanspruch nicht erfülle?
Werden die Wartezeiten nicht erfüllt, besteht ggf. Anspruch auf Eigenanteilsrente, Kapitalabfindung oder Beitragserstattung und Abfindung.
Wird das Ruhegeld auch ins Ausland bezahlt?
Die Rentenzahlung ins Ausland ist grundsätzlich möglich. Anfallende Gebühren werden jedoch nicht von der Anstalt übernommen.
Sind Ruhegeld und Hinterbliebenenversorgung krankenkassenpflichtig ?
Grundsätzlich unterliegen das Ruhegeld und die Hinterbliebenenversorgung der Krankenkassenpflicht. Die VddKO ist dabei an die Entscheidung der Krankenkassen über die Krankenkassenpflicht gebunden.
Warum muss ich den vollen Beitragssatz auf meine Rente zahlen ?
Die Erhöhung der Krankenkassenabzüge vom bis dahin halben auf den vollen Beitragssatz Ihrer Krankenkasse ergab sich zum 01.01.2004 auf Grund einer Änderung des § 248 SGB V durch das Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung.
Müssen Bezieher von Witwen-, Witwer- oder Waisengeld einen Hinzuverdienst mitteilen und wird ein solcher Hinzuverdienst auf die Hinterbliebenenversorgung angerechnet ?
Es erfolgt keinerlei Anrechnung von anderweitigen Einnahmen bei unserer Hinterbliebenenversorgung. Eine Mitteilung ist nicht notwendig.
Ab wann besteht ein Anspruch auf Hinterbliebenenversorgung ?
Ab dem Folgemonat in dem der Ruhegeldempfänger verstorben ist,
wenn noch kein Ruhegeld bezogen worden ist, ab dem Todestag.
Welche Ansprüche bestehen nach einem Sterbefall eines Versicherten oder Ruhegeldempfängers?
Anspruch auf Hinterbliebenenversorgung für den überlebenden Ehepartner (50 %), wenn die Ehe mindestens 1 Jahr bestand und zum Zeitpunkt des Todes nicht geschieden ist.
Anspruch auf Sterbegeld in Höhe von 1.200,00 €, wenn Kosten für die Bestattung angefallen sind – Anspruchsberechtigt ist derjenige, der die Kosten getragen hat
Anspruch auf Waisenrente für Waisen (Halbwaisen 25%, Vollwaisen 33%) bis zum 18. Lebensjahr, längstens bis zum 25. Lebensjahr wenn sie sich in Ausbildung befinden.
Kann meine Rente auch ins Ausland überwiesen werden ?
Dies ist grundsätzlich möglich. Anfallende Gebühren werden jedoch nicht von der Anstalt übernommen und es kann keine Abweichung von unserem Standard-Szenario (monatliche Auszahlung) erfolgen.
Warum wurde meine Rentenzahlung eingestellt ? Wieso erhalte ich kein Geld mehr ?
Zahlungseinstellungen können viele Ursachen haben, z.B. fehlende Lebensbescheinigung oder fehlende Studienbescheinigung, Rücküberweisung der Rente durch die Bank, win nicht mitgeteilter Umzug etc. Bitte wenden Sie sich zur Klärung an uns.
Ist mein Ruhegeld/Witwengeld/Waisengeld steuerpflichtig ?
Grundsätzlich ja. Da uns etwaige andere Bezüge nicht bekannt sind, können wir zu Ihrer Steuerpflicht keine weiteren Aussagen treffen. Dies müssen Sie mit Ihrem zuständigen Finanzamt klären.
Wann erhalte ich die Mitteilung für das Finanzamt ? Muss ich diese beantragen ?
Die Bescheinigungen zur Vorlage beim Finanzamt werden für das Vorjahr immer Ende Januar erstellt und dann Anfang Februar versandt. Eine Beantragung ist nicht erforderlich.
Sollte eine solche Bescheinigung für einen Verstorbenen benötigt werden, so muss diese bei uns beantragt werden.
Welche Änderungen muss ich mitteilen ?
Familienstand (Heirat/Wiederheirat, Scheidung, Sterbefall, …)
Stammdatenänderungen (Adressänderungen, Telefonnummer, Betreuung, …)
Ausbildungsende/-abbruch bei Waisengeld
Wie erhalte ich die Hinterbliebenenversorgung ?
Mit Mitteilung des Sterbefalles erhalten Sie ein Kondolenzschreiben mit den notwendigen Unterlagen/Anträgen sowie weiteren Informationen, welche Dokumente benötigt werden.
Eheurkunde im Original oder als beglaubigte Kopie
Steuer-ID des jeweiligen Hinterbliebenen
KVDR-Blatt vollständig ausgefüllt
Bei nach 1940 Geborenen – einen Kindernachweis (Nachweis durch Geburtsurkunde) oder die Angabe „kinderlos“
Bei Waisen: zusätzlich
Bei über 23 jährigen die Auskunft über die Elterneigenschaft
Besteht Anspruch auf Waisengeld, wenn ich ein freiwilliges Soziales Jahr absolviere ?
Ja, jedoch nur, wenn dieses im Sinne des Gesetzes zur Förderung eines freiwilligen sozialen Jahres ist.
Besteht Anspruch auf Waisenrente während eines Praktikums?
Nur wenn es für die Ausbildung erforderlich bzw. Voraussetzung ist.
Führt ein Studienwechsel / Ausbildungswechsel zur Zahlungseinstellung ?
So lange die Übergangszeit von 4 Monaten zwischen zwei Ausbildungsabschnitten nicht überschritten wird und das Höchstalter nicht erreicht ist, hat dies keine Auswirkungen auf den Anspruch.
Können Unterlagen mit persönlichen Informationen, wie z.B. die Steuermitteilung, von der BVK an den Versicherten per Mail versandt werden?
Seit der der neuen Datenschutzgrundverordnung (siehe auch unser Informationsschreiben vom 04.07.2018) ist uns eine Übersendung von persönlichen Daten per E-Mail nicht mehr erlaubt, auch nicht mit Ihrer Zustimmung.
Kann ich Ansprüche aus meiner Versicherung eigenständig zuweisen ?
Nein, dies ist nicht möglich. Ansprüche aus Ihrer Versicherung entstehen ausschließlich aus den Satzungsbestimmungen.
Wann wird die Rente gezahlt ?
Die Rente wird stets unbar (Bankverbindung ist zwingend Voraussetzung) im Voraus bezahlt.
Warum habe ich mein Geld für Januar nicht erhalten ?
Der Zahlungslauf im Dezember ist früher als in den übrigen Monaten. Da wir im Voraus zahlen, könnte Ihre Januarrente bereits in der Zeit zwischen dem 18. und 27.12. auf Ihrem Konto verbucht sein.
Kann ich mir die Anträge / die Vordrucke im Internet ausdrucken?
Ja, die Anträge / Vordrucke finden Sie in unserem Downloadcenter.
Meine Rentenzahlung für das Gesamt-Jahr passt nicht mit den Angaben auf der Bescheinigung zur Vorlage beim Finanzamt überein.
Dies kann diverse Gründe haben. Am einfachsten ist es, die Problematik telefonisch mit unseren Mitarbeitern zu klären. Bitte beachten Sie dabei, dass die telefonische Erreichbarkeit unmittelbar nach einem Massenversand (Steuermitteilung, Dynamisierungsbescheid) eingeschränkt ist.

References: § 18
 § 18
 § 92
 § 92

§ 92
 § 92
 § 92
 § 92
 § 240
 § 248