Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%20200,%20326
Timestamp: 2019-05-21 12:02:47+00:00

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BGH, 20.03.2014 - VII ZR 248/13 - dejure.org
https://dejure.org/2014,7816
BGH, 20.03.2014 - VII ZR 248/13 (https://dejure.org/2014,7816)
BGH, Entscheidung vom 20.03.2014 - VII ZR 248/13 (https://dejure.org/2014,7816)
BGH, Entscheidung vom 20. März 2014 - VII ZR 248/13 (https://dejure.org/2014,7816)
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BGB § 305 Abs. 1 Satz 3, § 307
§§ 307, 305 Abs. 1 Satz 3 BGB
§ 305 Abs 1 S 3 BGB, §§ 305 ff BGB, § 305c Abs 2 BGB, § 307 Abs 1 BGB
Generalunternehmervertrag: Wirksamkeit von Regelungen zur Vertragserfüllungsbürgschaft mit gleichzeitiger Sicherung von Mängelansprüchen; Aushandeln vorformulierter Klauseln; individualrechtlicher Ausschluss des AGB-Rechts
Ein Individualvertrag gemäß § 305b BGB entsteht noch nicht allein durch die Feststellung der Parteien, dass es sich um einen "Individualvertrag" handele / AGB-Recht
BGB §§ 305 Abs. 1 S. 3, 307
Individualvertragliche Vereinbarung über "Aushandeln" i.S.v. § 305 Abs. 1 S. 3 BGB nicht konstitutiv; kein individualvertraglicher Ausschluss des AGB-Rechts
Unangemessene Benachteiligung des Generalunternehmers in einem Generalunternehmervertrag; Individualrechtlicher Ausschluss der Geltung des Rechts der Allgemeinen Geschäftsbedingungen
Unwirksame Klausel über Vertragserfüllungsbürgschaften bei Sicherung von Mängelansprüchen
Kein Ausschluss vom Auftraggeber zur Vertragserfüllungs- und Gewähleistungsbürgschaft verwendeter AGB-Klauseln durch individualrechtliche Vereinbarung mit dem Auftragnehmer
Zur Unwirksamkeit einer Klausel über eine Vertragserfüllungsbürgschaft von 10 v.H. der Auftragssumme in einem Generalunternehmervertrag, die für einen Zeitraum über die Abnahme hinaus Mängelansprüche sichern soll; zur unzulänglichen Darlegung eines Aushandelns nach § 305 Abs. 1 Satz 3 BGB, wenn sich der Verwender auf eine individualrechtliche Vereinbarung beruft, nach der über die Klauseln "ernsthaft und ausgiebig verhandelt wurde"; zur Unzulässigkeit, die Geltung des Rechts der Allgemeinen Geschäftsbedingungen unabhängig von den Voraussetzungen des 305 Abs. 1 Satz 3 BGB individualrechtlich auszuschließen
BGB § 305 Abs. 1 S. 3; BGB § 307
Bauabschnittsweise Vertragserfüllungsbürgschaften in AGB wirksam?
AGB-Recht kann nicht pauschal individuellrechtlich ausgeschlossen werden
Geltung des Rechts der Allgemeinen Geschäftsbedingungen kann auch nicht im unternehmerischen Geschäftsverkehr abbedungen werden
Formelhafte Individualverträge unterliegen der Inhaltskontrolle
Vertragserfüllungsbürgschaft - und die AGB-mäßige Absicherung von Mängelansprüchen
Zur Geltung des AGB-Rechts hinsichtlich der Wirksamkeit von Regelungen zur Vertragserfüllungsbürgschaft in einem Generalunternehmervertrag
Sicherungsvereinbarung, die nach Abnahme der Werkleistung entstehende Mängelansprüche umfasst, ist unwirksam
Voraussetzungen für Ausschluss einer AGB-(Inhalts-)Kontrolle
Keine Abdingbarkeit der AGB-Kontrolle möglich
Bundesgerichtshof sichert Anwendung des AGB-Rechts
Vertragsparteien können nicht über die Anwendbarkeit des AGB-Rechts entscheiden!
Zur Abdingbarkeit des AGB-Rechts der §§ 305 ff BGB im unternehmerischen Geschäftsverkehr
Was das Aushandeln von Vertragsbedingungen voraussetzt
AGB-Recht kann nicht durch Klausel ausgeschlossen werden
Grenzen der Vereinbarung von AGB-Klauseln
Verträge - nur noch AGB
Das Kleingedruckte in Franchiseverträgen (AGB)
Unwirksamkeit einer Sicherungsabrede über Vertragserfüllungsbürgschaft im Bauvertragsrecht
Das Recht der Allgemeinen Geschäftsbedingungen ist nicht verhandelbar! (IBR 2014, 325)
Keine "Kombisicherheit" in AGB! (IBR 2014, 346)
Kurznachricht zu "AGB-Anschein trotz Verhandlungsbestätigung - Ist der Individualvertrag im Unternehmerverkehr noch zu retten?" von RAin Dr. Sylvia Kaufhold, original erschienen in: NJW 2014, 3488 - 3492.
Kurznachricht zu "lndividualrechtlich keine pauschale Abdingbarkeit von Allgemeinen Geschäftsbedingungen" von RA/FA Bau- u. ArchR Jarl-Hendrik Kues, LL.M. und RAin Milena Winter, original erschienen in: NZBau 2014, 750 - 753.
LG Berlin, 28.02.2012 - 91 O 137/10
KG, 08.03.2013 - 7 U 40/12
BGHZ 200, 326
NJW 2014, 1725
ZIP 2014, 924
MDR 2014, 584
NZBau 2014, 348
NZM 2014, 440
VersR 2014, 960
WM 2014, 838
DB 2014, 1194
BauR 2014, 1145
Ob eine solche vom Verwender in Anspruch genommene einseitige Gestaltungsmacht sich aus dessen besonderer Erfahrung auf dem betreffenden Geschäftsfeld ergibt oder auf wirtschaftlicher Überlegenheit beruht (vgl. dazu BGH, Urteil vom 20. März 2014 - VII ZR 248/13, BGHZ 200, 326 Rn. 30), ist dabei nicht entscheidend (…vgl. BGH Urteil vom 10. Oktober 2013 - VII ZR 19/12, NJW 2014, 206 Rn. 27).
Die entsprechenden Umstände hat der Verwender darzulegen (BGH, Urteil vom 20. März 2014 - VII ZR 248/13, BGHZ 200, 326 Rn. 27 mwN;… Palandt/Grüneberg, BGB, 76. Aufl., § 305 Rn. 20 und 23).
Diese Anforderungen gelten auch im Rechtsverkehr zwischen Unternehmern (vgl. etwa BGH, Urteile vom 20. März 2014 - VII ZR 248/13, BGHZ 200, 326 Rn. 27 …und vom 22. Oktober 2015 - VII ZR 58/14, juris Rn. 26).
Ob eine solche vom Verwender in Anspruch genommene einseitige Gestaltungsmacht sich aus dessen besonderer Erfahrung auf dem betreffenden Geschäftsfeld ergibt oder auf wirtschaftlicher Überlegenheit beruht (vgl. dazu BGH, Urteil vom 20. März 2014 - VII ZR 248/13, BGHZ 200, 326 Rn. 30), ist dabei nicht entscheidend (vgl. BGH…, Urteil vom 10. Oktober 2013 - VII ZR 19/12, NJW 2014, 206 Rn. 27).
Mit Rücksicht darauf ist das Merkmal des Stellens erfüllt, wenn die Formularbestimmungen auf Initiative einer Partei oder ihres Abschlussgehilfen (…vgl. Senatsurteil vom 4. Februar 2015 - VIII ZR 26/14, NJW-RR 2015, 738 Rn. 14 mwN) in die Verhandlungen eingebracht und ihre Verwendung zum Vertragsschluss verlangt werden (…Senatsurteil vom 17. Februar 2010 - VIII ZR 67/09, BGHZ 184, 259 Rn. 11;… ebenso BGH, Urteile vom 20. Februar 2014 - IX ZR 137/13, NJW-RR 2014, 937 Rn. 9;… vom 13. Mai 2014 - XI ZR 170/13, NJW-RR 2014, 1133 Rn. 24; siehe auch BGH, Urteil vom 20. März 2014 - VII ZR 248/13, BGHZ 200, 326 Rn. 23).
Die auf diesen Prozentsatz beschränkte Absicherung des Auftraggebers ist daher nicht zu beanstanden (BGH, Urteil vom 20. März 2014 - VII ZR 248/13, BGHZ 200, 326 Rn. 15;… Urteil vom 9. Dezember 2010 - VII ZR 7/10, BauR 2011, 677 Rn. 19 = NZBau 2011, 229).
Ein Aushandeln setzt voraus, dass der Verwender den gesetzesfremden Kerngehalt seiner Allgemeinen Geschäftsbedingung inhaltlich ernsthaft zur Disposition stellt und dem Verhandlungspartner Gestaltungsfreiheit zur Wahrung eigener Interessen einräumt mit zumindest der realen Möglichkeit, die inhaltliche Ausgestaltung der Vertragsbedingungen zu beeinflussen (vgl. BGH…, Urteil vom 22. Oktober 2015 - VII ZR 58/14, NZBau 2016, 213 Rn. 25; Urteil vom 20. März 2014 - VIII ZR 404/12, BGHZ 200, 326 Rn. 27;… Urteil vom 22. November 2012 - VII ZR 222/12, NJW 2013, 856 Rn. 10).
Er muss sich also deutlich und ernsthaft zur gewünschten Änderung einzelner Klauseln bereit erklären (BGH, Urteile vom 20. März 2014 - VII ZR 248/13, BGHZ 200, 326 Rn. 27;… vom 22. November 2012 - VII ZR 222/12, BauR 2013, 462 Rn. 10).
Für ein Aushandeln nach dieser Norm ist es erforderlich, dass der Verwender die betreffende Klausel inhaltlich ernsthaft zur Disposition stellt und sich deutlich und ernsthaft zur gewünschten Änderung der Klausel bereit erklärt (…BGH, Urteile vom 22. November 2012 - VII ZR 222/12, NJW 2013, 856 Rn. 10 mwN und vom 20. März 2014 - VII ZR 248/13, BGHZ 200, 326 Rn. 27).
Die Darlegungslast für ein individuelles Aushandeln trifft den Verwender (BGH, Urteil vom 20. März 2014 - VII ZR 248/13, BGHZ 200, 326 Rn. 27;… Palandt/Grüneberg, BGB 76. Aufl. § 305 Rn. 23).
Dass das Entgelt in den Anlagen zu den Verträgen jeweils als "das individuell vereinbarte Entgelt für erbrachte Beratungsleistungen" bezeichnet wird, ist für die Darlegung eines tatsächlichen Aushandelns der Klauseln bedeutungslos (vgl. BGH, Urteile vom 27. November 2003 - VII ZR 53/03, BGHZ 157, 102, 107 und vom 20. März 2014 - VII ZR 248/13, BGHZ 200, 326 Rn. 27).
(1) Wie der Bundesgerichtshof bereits entschieden hat, liegt eine unangemessene Benachteiligung des Auftragnehmers vor, wenn die vom Auftraggeber gestellten Allgemeinen Geschäftsbedingungen dazu führen, dass der Auftragnehmer für einen jedenfalls erheblichen Zeitraum über die Abnahme hinaus für mögliche Gewährleistungsansprüche des Auftraggebers eine Sicherheit in Höhe von 10 % der Auftragssumme zu leisten hat (vgl. BGH, Urteil vom 20. März 2014 - VII ZR 248/13, BGHZ 200, 326 Rn. 16;… Urteil vom 5. Mai 2011 - VII ZR 179/10, aaO Rn. 27 f.).
OLG Hamm, 02.05.2016 - 2 U 12/16
Formularmäßige Vereinbarung eines Vertragsstrafe bewährten Zuchtverbots in einem …
KG, 31.10.2016 - 8 U 176/15
Unentgeltlicher Grundstücksnutzungsvertrag: Abwälzung von Kosten für die …
AG Waiblingen, 26.01.2017 - 13 C 1234/16

References: § 305
 § 307

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 § 305
 § 305
 § 307
 BGH 
 § 305
 § 305