Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201999,%20S.%201259
Timestamp: 2019-10-18 14:55:34+00:00

Document:
Rechtsprechung: NJW 1999, 1259 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: BGH, 25.11.1998 | BGH, 09.06.1998 | BGH, 23.07.1997
https://dejure.org/1998,362
BGH, 13.11.1998 - V ZR 29/98 (https://dejure.org/1998,362)
BGH, Entscheidung vom 13.11.1998 - V ZR 29/98 (https://dejure.org/1998,362)
BGH, Entscheidung vom 13. November 1998 - V ZR 29/98 (https://dejure.org/1998,362)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1998,362) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Fortbestand eines dinglichen Wohnungsrechts trotz Räumungsurteils
Dingliches Wohnrecht - Rechtsgrund - Schuldrechtlicher Vertrag - Klage auf Räumung
Kein Anspruch auf Löschung eines dinglichen Wohnungsrechts bei rechtskräftiger Verurteilung zur Räumung
Dingliches Wohnungsrecht; Wiedereinräumung des Besitzes trotz rechtskräftigem Räumungsurteil; Wohnungsrecht, dingliches -; Rechtskraft, Wirkung der -; Räumungsurteil
BGB § 1093; ZPO § 322 Abs. 1
Rechtsgrund eines vereinbarungsgemäß bestellten dinglichen Wohnungsrechts; Verurteilung des Inhabers zur Räumung
Wohnungsrecht und Räumungsurteil
NJW 1999, 1259 (Ls.)
NJW-RR 1999, 376
ZIP 1999, 404
MDR 1999, 218
DNotZ 1999, 500
NZM 1999, 138
ZMR 1999, 231
WM 1999, 549
DB 1999, 741
Rpfleger 1999, 122
Dafür, dass die Hauptschuldnerin bis zum Schluss der mündlichen Tatsachenverhandlung im vorliegenden Verfahren die Einrede der Verjährung erneut (etwa durch eine entsprechende Parteivereinbarung) erlangt hätte (vgl. BGH, Urteile 13. November 1998 - V ZR 29/98, WM 1999, 549, 550 und vom 26. Juli 2005 - X ZR 109/03, WM 2006, 1124, 1126), bestehen vorliegend keine Anhaltspunkte; solche werden vom Beklagten auch nicht behauptet.
Die Kündigung eines dinglichen Wohnungsrechts kommt im deutschen Recht ebenso wie die Kündigung des seiner Bestellung zugrunde liegenden schuldrechtlichen Vertrags nur in Betracht, wenn das als Inhalt des Rechts ausdrücklich vereinbart ist (vgl. Senat, Urteile vom 20. September 1974 - V ZR 44/73, NJW 1974, 2123, 2124, vom 13. November 1998 - V ZR 29/98, NJW-RR 1999, 376, 377 …und vom 27. Juni 2014 - V ZR 51/13, NJW-RR 2014, 1423 Rn. 13; OLG Köln, MittRhNotK 1998, 131; Kroll, Das dingliche Wohnrecht im Verhältnis zum Mietrecht, S. 100).
Weil es sich weder bei dem dinglichen Recht selbst noch bei dem Bestellungsvertrag um Dauerschuldverhältnisse handelt, können weder auf den Bestellungsvertrag noch auf das dingliche Recht die Vorschriften über die Kündigung von Dauerschuldverhältnissen aus wichtigem Grund in §§ 314 oder 543 BGB analog angewendet werden (vgl. Senat, Urteil vom 13. November 1998 - V ZR 29/98, NJW-RR 1999, 376, 377).
Das Wohnungsrecht findet in der Erfüllung dieses Vertrages seinen Rechtsgrund; dieser ist durch die Tat des Beklagten nicht verändert worden (vgl. hierzu Senat, Urteile vom 13. Juli 1966 - V ZR 21/64, WM 1966, 1088, 1089 und vom 13. November 1998 - V ZR 29/98, NJW-RR 1999, 376, 377).
Er hat vielmehr wiederholt betont, für einen derartigen, auf § 242 BGB gestützten Löschungsanspruch könne, wenn überhaupt, nur dann Raum sein, falls erhebliche Nachteile, welche das dienende Grundstück durch Bestehenbleiben oder Ausübung der betreffenden Dienstbarkeit erleide, in keinem vernünftigen Verhältnis mehr zu einem bloß geringfügigen Nutzen stünden, den sie für den Berechtigten habe (Urteile vom 30. März 1965 - V ZR 43/63, WM 1965, 589, 591, vom 17. März 1967, V ZR 67/64 - WM 1967, 582, 584, vom 7. April 1967 - V ZR 14/65, WM 1967, 580, 581, vom 19. Dezember 1969 - V ZR 64/68, WM 1970, 193, 195 und vom 13. November 1998 - V ZR 29/98, NJW-RR 1999, 376, 377;… vgl. auch RGRK/Rothe, BGB, 12. Aufl., § 1018 Rn. 37 a.E.).
Ein solches Recht zur Lösung von der Verlegungsabrede besteht schon deshalb nicht, weil eine Vereinbarung, die mit der Eintragung der Rechtsänderung erfüllt wird, kein der Kündigung zugängliches Dauerschuldverhältnis darstellt (vgl. zum Bestellungsvertrag: Senat, Urteil vom 13. November 1998 - V ZR 29/88, NJW-RR 1999, 376, 377;… Urteil vom 27. Juni 2014 - V ZR 51/13, NJW-RR 2014, 1423 Rn. 13).
Es stünde auch nicht rechtskräftig fest, dass der Anpassungsanspruch besteht, weil sich die Wirkungen der Rechtskraft nicht auf Einreden erstrecken (vgl. Senat, Urteil vom 13. November 1998 - V ZR 29/98, ZfIR 1999, 20, 21;… Zöller/G. Vollkommer, ZPO, 32. Aufl., vor § 322 Rn. 34a;… MüKoZPO/Gottwald, 5. Aufl., § 322 Rn. 108).
Ebenso wenig wie bei der auf § 985 BGB gestützten Räumungsklage rechtskräftig über das Eigentum entschieden wird (vgl. Senat, Urteil vom 13. November 1998 - V ZR 29/98, NJW-RR 1999, 376, 377), kann dem Räumungsurteil eine Bindungswirkung dahingehend entnommen werden, in welchem Umfang der Beklagte Besitzer der herauszugebenden Sache war.
Zwar sind weder die Dienstbarkeit als dingliches Recht (Senat, Urteil vom 20. September 1974 - V ZR 44/73, NJW 1974, 2123, 2124) noch der Vertrag über deren Bestellung, weil dieser kein Dauerschuldverhältnis begründet (Senat, Urteil vom 13. November 1998 - V ZR 29/98, NJW-RR 1999, 376, 377), der Kündigung zugänglich.
Denn selbst wenn dies der Fall wäre, erwüchse nach allgemeinen Grundsätzen (vgl. nur Senat, Urt. v. 13. November 1998, V ZR 29/98, NJW-RR 1999, 376, 377) nur der Ausspruch über die Versagung des Zuschlags in Rechtskraft, nicht aber die ihm zugrunde liegende Beurteilung der - für § 85a Abs. 2 Satz 2 ZVG entscheidenden - Vorfrage nach der Wirksamkeit des missbräuchlich abgegebenen Gebots.
Diese Ausführungen sind nicht in Rechtskraft erwachsen (vgl. Senat, Urt. v. 13. November 1998, V ZR 29/98, NJW-RR 1999, 376, 377).
Nicht in Rechtskraft erwächst die Feststellung der der Entscheidung zugrunde liegenden präjudiziellen Rechtsverhältnisse oder sonstiger Vorfragen, aus denen der Richter den Schluss auf das Bestehen oder Nichtbestehen der von der Klagepartei beanspruchten Rechtsfolge zieht (st. Rspr.; vgl. nur BGH, Urteile vom 8. Februar 1965 - VIII ZR 121/63, BGHZ 43, 144, 145 f.; vom 25. Februar 1985 - VIII ZR 116/84, BGHZ 94, 29, 32 f.; vom 7. Juli 1993 - VIII ZR 103/92, BGHZ 123, 137, 139 f.; vom 13. November 1998 - V ZR 29/98, NJW-RR 1999, 376 unter II 1 b;… vom 5. November 2009 - IX ZR 239/07, aaO Rn. 9 f.;… vom 9. Februar 2018 - V ZR 299/14, aaO;… Beschlüsse vom 3. März 2016 - IX ZB 65/14, NJW 2016, 1823 Rn. 14;… vom 22. September 2016 - V ZR 4/16, NJW 2017, 893 Rn. 13; jeweils mwN).
LSG Baden-Württemberg, 08.02.2011 - L 12 AS 4387/10
Arbeitslosengeld II - angemessene Unterkunftskosten - Mietvertrag trotz …
OLG Koblenz, 18.04.2018 - 5 U 1303/17
Keine Miete - kein Wohnungsrecht
OLG Düsseldorf, 03.12.2013 - 24 U 74/13
Umfang der Rechtskraft eines einen Herausgabeantrag hinsichtlich eines …
OLG Hamm, 17.12.2001 - 22 U 78/01
Schadensersatz; Erlöschen eines Wohnungsrechts; Zwangsversteigerung; …
OLG Düsseldorf, 26.02.1999 - 7 U 160/98
OVG Nordrhein-Westfalen, 29.02.2012 - 14 B 117/12
Anforderungen an die Glaubhaftmachung eines Anordnungsanspruchs bzgl. eines …
LG Deggendorf, 07.01.1999 - 1 T 155/98
Zum lediglich rechtlichen Vorteil bei einer unentgeltlichen Erbanteilsübertragung
LG Verden, 28.09.2016 - 2 O 125/16
Anspruch des Zwangsverwalters auf Herausgabe der Wohnung?
https://dejure.org/1998,1099
BGH, 25.11.1998 - VIII ZR 259/97 (https://dejure.org/1998,1099)
BGH, Entscheidung vom 25.11.1998 - VIII ZR 259/97 (https://dejure.org/1998,1099)
BGH, Entscheidung vom 25. November 1998 - VIII ZR 259/97 (https://dejure.org/1998,1099)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1998,1099) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Verspätung der Rüge der Vertragswidrigkeit - Stillschweigender Verzicht
Stillschweigender Verzicht auf Einwand verspäteter Mängelrüge auch im Geltungsbereich des UN-Kaufrechts
CISG Art. 8, Art. 39 Abs. 1
Verzicht auf den Einwand der Verspätung einer Rüge der Vertragswidrigkeit gelieferter Ware
CISG Art. 1, 8, 39 Abs. 1, Art. 74 Abs. 1, Art. 80; ZPO § 286
Stillschweigender Verzicht auf Mängelrügen nach UN-Kaufrecht nur bei eindeutigem Anhaltspunkt
NJW 1999, 1259
MDR 1999, 408
WM 1999, 868
DB 1999, 687
Die Möglichkeit eines derartigen Verzichts wird insbesondere dann bejaht, wenn der Verkäufer die beanstandeten Waren vorbehaltlos zurückgenommen oder vorbehaltlos Nachbesserung versprochen oder den Verspätungseinwand nicht erhoben hat (BGH, Urteil vom 25. November 1998, VIII ZR 259/97, juris Rn 17).
Eine solche Zusage muss deutlich sein, insbesondere ist in der bloßen Aufnahme von Verhandlungen über die vom Käufer gerügten Mängel in der Regel noch kein derartiger Verzicht zu sehen, da hierin auch nur der Wunsch des Verkäufers zum Ausdruck kommen kann, zunächst eine gütliche Beilegung des Streits über die Mängel zu versuchen (…Staudinger/Magnus, 2013, CISG, Art. 39, Rdn. 18; BGH, Versäumnisurteil vom 25.11.1998, VIII ZR 259/97, NJW 1999, S. 1259 …und Urteil vom 19.06.1991, VIII ZR 149/90, NJW 1991, S. 2633).
Zusätzlich ist auch in Rechnung zu stellen, dass ein Verzicht auf Rechte im allgemeinen nicht zu vermuten ist, sofern nicht eindeutige Anhaltspunkte vorliegen, die der Vertragspartner als Aufgabe des Rechts - hier des Kündigungsrechts aus wichtigem Grund gemäß § 543 BGB - verstehen darf (BGH, Urteile vom 25. November 1998 - VIII ZR 259/97, WM 1999, 868 unter III 2 a;… vom 7. Januar 2003 - X ZR 94/00, BGHReport 2003, 646, 647).
Die Verweisung auf deutsches Recht führt jedoch - was das Berufungsgericht nicht beachtet hat - grundsätzlich zur Anwendung des CISG, das als Bestandteil des deutschen Rechts und Spezialgesetz für den internationalen Warenkauf dem unvereinheitlichten deutschen Schuldrecht vorgeht (BGH, Urteil vom 25. November 1998 - VIII ZR 259/97, NJW 1999, 1259, 1260, juris Rn. 13).
Angesichts dieser bei vorbehaltloser Rechtswahl unmittelbar eintretenden Rechtsfolge hätte es deshalb zusätzlicher, über den bloßen Text der Rechtswahlklausel hinausgehender Anhaltspunkte bedurft, um auf einen Willen der Parteien zu schließen, nicht nur deutsches Recht allgemein, sondern darüber hinaus dessen unvereinheitlichtes Kaufrecht zu wählen (Senatsurteil vom 25. November 1998 - VIII ZR 259/97, WM 1999, 868, unter III 1;… Ferrari in: Schlechtriem/Schwenzer, Kommentar zum Einheitlichen UN-Kaufrecht (CISG), 5. Aufl., Art. 6 Rdn. 22 f. m.w.N.; vgl. ferner BGHZ 96, 313, 319 ff. [zu Art. 3 EKG]).
Die Verweisung auf deutsches Recht führt grundsätzlich zur Maßgeblichkeit des UN-Kaufrechts, das als Bestandteil des deutschen Rechts und Spezialgesetz für den internationalen Warenkauf dem unvereinheitlichten deutschen Kaufrecht vorgeht (BGHZ 96, 313, 322 f. BGH, Urteil vom 25. November 1998 - VIII ZR 259/97, NJW 1999, 1259, 1260).
An die Feststellung eines solchen Willens sind strenge Anforderungen zu stellen (…BGH aaO.; BGHZ 102, 392, 398 = NJW 1988, 910, 911 = BauR 1988, 217, 219 f.; BGH NJW 1984, 1346, 1347; NJW 1996, 588; NJW 1997, 3019, 3021;… Palandt-Heinrichs, § 397 BGB, Rn. 4); da ein Verzicht auf Rechte im allgemeinen nicht zu vermuten ist, muss ein unzweideutiges Verhalten festgestellt werden, das vom Erklärungsgegner als Aufgabe seines Rechts verstanden werden kann (BGH NJW 1994, 379, 380; NJW 1997, 2110, 2111; NJW 1999, 1259, 1260).
Das CISG ist Bestandteil des deutschen Rechts und Spezialgesetz für den internationalen Warenkauf; es geht dem unvereinheitlichten deutschen Kaufrecht vor (BGH NJW 1999, 1259).
Ein solcher stillschweigender Verzicht wird in der Rechtsprechung dann bejaht, wenn der Verkäufer die beanstandeten Waren vorbehaltlos zurückgenommen, vorbehaltlos Nachbesserung versprochen oder die Fehlerhaftigkeit der Waren vorbehaltlos anerkannt hat (BGH, NJW 1999, 1259, 1260; NJW 1991, 2633, 2634; OLG Stuttgart vom 29.09.1998, 6 U 45 /98).
OLG Stuttgart, 31.03.2008 - 6 U 220/07
Internationaler Warenkauf: Abbedingung der CISG; Frist zur Erklärung einer …
OLG Köln, 02.12.2010 - 21 U 18/10
OLG Zweibrücken, 26.07.2002 - 2 U 27/01
Schadenersatz wegen verwässerten Sektgrundweines; Wiener Internationales …
LG Krefeld, 13.03.2014 - 3 O 311/13
Ausschluss der Gewährleistungsrechte bei Kauf eines PKW unter Kaufleuten im Falle …
LG Kiel, 27.07.2004 - 16 O 83/04
LG Saarbrücken, 02.07.2002 - 8 O 49/02
OLG München, 15.01.1999 - 21 U 4109/98
https://dejure.org/1998,684
BGH, 09.06.1998 - VI ZR 238/97 (https://dejure.org/1998,684)
BGH, Entscheidung vom 09.06.1998 - VI ZR 238/97 (https://dejure.org/1998,684)
BGH, Entscheidung vom 09. Juni 1998 - VI ZR 238/97 (https://dejure.org/1998,684)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1998,684) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Hersteller oder Importeur von Feuerwerkskörpern - Abgabe an Personen unter 18 Jahre - Warnhinweise auf Verpackung - Wirksame Begegnung der Gefahren bei Verwendung - Hinweise für Endverkäufer - Keine Abgabe an Kinder im Grundschulalter - Verwendung unter Aufsicht von ...
Zur Hinweispflicht des Herstellers oder Importeurs von Feuerwerkskörpern
Sorgfaltspflichten des Herstellers oder Importeurs von Feuerwerkskörpern
Zur Schadensersatzhaftung des Importeurs von Feuerwerkskörpern wegen fehlender Warnung vor den Gefahren für Kinder
Verkauf von Feuerwerkskörpern an Kind
Schadensersatzrecht; Haftung des Importeurs von Feuerwerkskörpern
BGHZ 139, 79
NJW 1998, 2905
MDR 1998, 1101
FamRZ 1998, 1166
VersR 1998, 1031
WM 1998, 1972
DB 1998, 2058
Nach den Ausführungen des Bundesgerichtshofes in seiner Entscheidung vom 09. Juni 1998, VI ZR 238/97, lege dies den Schluss nahe, dass auch der Gesetzgeber Feuerwerkskörper nicht als ein zum Spielen für Kinder geeignetes Produkt erachtet, zumal im Jahr 1990 der ursprüngliche sprengstoffrechtliche Begriff "Feuerwerksspielwaren" für Feuerwerk der Klasse I durch den Begriff "Kleinst-Feuerwerk" ersetzt wurde (§ 6 Abs. 4 der 1. SprengstoffVO).
Die besondere Gefährlichkeit der Feuerwerkskörper liegt darin, dass sich das darin enthaltene Schwarzpulver nach dem Anzünden enorm erhitzt (bis 2200 Grad) und zur Entzündung anderer Gegenstände führen kann (vgl. hierzu BGH, Entscheidung vom 09. Juni 1998, VI ZR 238/97).
Die produkthaftungsrechtlichen Instruktionspflichten, die grundsätzlich darauf gerichtet sind, die Verbraucher vor denjenigen Gefahren zu warnen, die aus der Verwendung des Produkts entstehen können, treffen primär den Hersteller oder Importeur von Feuerwerkskörpern, unter besonderen Voraussetzungen auch den Endverkäufer (vgl. hierzu BGH, Entscheidung vom 09. Juni 1998, VI ZR 238/97).
Da von einem Verkehrssicherungspflichtigen unter Umständen ein Mehr an Sorgfalt zu verlangen ist als eine Behörde gefordert hat und da durch eine behördliche Genehmigung die zivilrechtliche Verantwortung nicht vom Verkehrssicherungspflichtigen auf die Behörde übergeht (BGHZ 139, 79, 83;… BGHR BGB § 823 Abs. 1 - Produzentenhaftung 1), verletzt der Betreiber einer stillgelegten Wiederaufbereitungsanlage, in der sich noch radioaktive Materialien befinden, seine Verkehrssicherungspflicht, wenn die Kontrollmaßnahmen ausschließlich auf den Gesundheitsschutz der Mitarbeiter ausgerichtet sind und bei den Sicherheitsvorkehrungen die Möglichkeit nicht berücksichtigt ist, dass eine zugangsberechtigte Person vorsätzlich radioaktive Abfälle entwenden könnte ("Innentäterszenario").
In der Rechtsprechung ist anerkannt, dass von einem Verkehrssicherungspflichtigen unter Umständen ein Mehr an Sorgfalt zu verlangen ist als eine Behörde gefordert hat, und dass durch eine behördliche Genehmigung die zivilrechtliche Verantwortung nicht vom Verkehrssicherungspflichtigen auf die Behörde übergeht (BGHZ 139, 79, 83;… BGHR BGB § 823 Abs. 1 - Produzentenhaftung 1).
OLG München, 13.07.1998 - 12 WF 966/98
Statthaftigkeit der sofortigen Beschwerde gegen Teilentscheidungen zur …
Durch die Neuregelung des § 1671 BGB hat der Gesetzgeber zwischen gemeinsamer und alleiniger elterlicher Sorge systematisch ein Regel-/Ausnahmeverhältnis dergestalt geschaffen, dass die gemeinsame elterliche Sorge die Regel, die alleinige Sorge die Ausnahme sein soll (so auch OLG Hamm, FamRZ 1999, 38; OLG Brandenburg, FamRZ 1998, 1047 [OLG Brandenburg 02.03.1998 - 10 UF 159/97]; AG Chemnitz, FamRZ 1999, 321 [AG Chemnitz 03.09.1998 - 4 F 681/97]; vgl. auch Liermann, FamRZ 1999, 809 [KG Berlin 10.02.1999 - 19 UF 8972/98]; Schwab, FamRZ 1998, 457, 462) [BGH 09.06.1998 - VI ZR 238/97].
OLG Bremen, 11.06.1999 - 4 UF 9/99
Maßstab der Höhe des Unterhalts nach Lebensstellung der bedürftigen Mutter; …
OLG Naumburg, 05.02.1999 - 3 WF 136/98
Auswirkung auf die Mutwilligkeit einer Klage wegen Verfolgbarkeit im …
https://dejure.org/1997,1467
BGH, 23.07.1997 - VIII ZR 134/96 (https://dejure.org/1997,1467)
BGH, Entscheidung vom 23.07.1997 - VIII ZR 134/96 (https://dejure.org/1997,1467)
BGH, Entscheidung vom 23. Juli 1997 - VIII ZR 134/96 (https://dejure.org/1997,1467)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1997,1467) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Anwendbarkeit deutschen Rechts bei der Durchsetzung eines Kaufpreisanspruches - Vereinbarung über die gegenseitige Zusammenarbeit und einen späteren Lieferverträgen - Unlauterer Wettbewerb durch gewinnbeeinträchtigende Werbemaßnahmen - Gesamtnichtigkeit der ...
BGB §§ 125, 139; GWB § 34
Schadensersatzansprüche des Franchisenehmers wegen Schockwerbung; Wirksamkeit einer Franchisevereinbarung; Ausgleichsanspruch des Franchisenehmers
Die Vereinbarung der Geltung des deutschen materiellen Rechts für sich genommen kann aber nicht als Ausschluss des CISG angesehen werden, weil von der Verweisung auf deutsches Recht auch das CISG als dessen Bestandteil erfasst wird (BGH NJW 1997, 3309, 3310;… Schlechtriem/Schwenzer, CISG, 5. Aufl., Art. 1 Rn. 72).
dem CISG unterliegen (BGH NJW 1997, 3309; OLG Koblenz RIW 1993, 936;… Schlechtriem/Ferrari, CISG 3. Auflage, Art. 1 Rdn. 33;… Staudinger/Magnus, BGB 13. Auflage, Art. 1 CISG Rdn. 37).
Deren rechtliche Beurteilung einschließlich der Entstehungsvoraussetzungen richtet sich daher nicht nach CISG, sondern alleine nach nationalem Recht (vgl. BGH NJW 1997, 3309; OLG Koblenz RIW 1993, 936;… Schlechtriem/Ferrari, CISG 3. Auflage, Art. 1 Rdn. 33;… Staudinger/Magnus, BGB 13. Auflage, Art. 1 CISG Rdn. 37)).
Sie führt nicht zur Anwendung des deutschen Kaufrechts, sondern zu dem nach deutschem Recht anwendbaren CISG (BGH NJW 1997, 3309, 3310; 1999, 1259), das als Bestandteil des deutschen Rechts und Spezialgesetz für den internationalen Warenkauf dem unvereinheitlichten deutschen Kaufrecht vorgeht.
Das Bestehen einer nicht kaufrechtlichen Rahmenvereinbarung, wie etwa ein Vertragshändlervertrag oder der vorliegend von dem Antragsgegner behauptete Entwicklungsvertrag schließt nicht unbedingt aus, dass die einzelnen Geschäfte nach Kaufrecht zu beurteilen sind, also beim internationalen Warenkauf dem CISG unterliegen (vg. BGH NJW 1997, 3309; Senat OLGReport Köln 2002, 21 = IHR 2002, 21;… Schlechtriem/Ferrari, CISG 3. Auflage, Art. 1 Rdn. 31).
LG Köln, 29.05.2012 - 88 O 57/11
Schadensersatz wegen Versäumung eines handelsrechtlichen Fixgeschäfts bei …
Die Parteien haben mit der Gerichtsstandsklausel ausdrücklich auch die Anwendbarkeit deutschen Rechts einschließlich des UN-Kaufrechts vereinbart (zur Geltung des UN-Kaufrechts bei der Wahl deutschen Rechts: BGH, NJW 1997, 3309, 3310).
b) Die - ausdrückliche oder, wie hier, stillschweigende - Wahl deutschen Rechts schließt auch das UN-Übereinkommen über Verträge über den internationalen Warenkauf von 1980 (CISG) ein, das die spezielle Regelung des deutschen Rechts für internationale Kaufverträge darstellt (BGH NJW 1997, 3309 [3310]; BGH NJW 1999, 1259; Staudinger 2005 [- Magnus ]) Art. 1 CISG Rn. 104, Art. 6 CISG Rn. 24).
OLG Braunschweig, 25.04.2002 - 2 U 130/01
Internationales Privatrecht: Nachträgliche Rechtswahl in der mündlichen …
Die Anwendung des CISG ist dann gegeben, wenn die Regeln des internationalen Privatrechts zur Anwendung des Rechts eines Vertragsstaats führen, z. B. zur Wahl deutschen Rechts (BGH NJW 1997, Seiten 3309, 3310).

References: § 1093
 § 322
 § 242
 § 1018
 § 322
 § 322
 § 985
 § 85
 Art. 8
 Art. 39
 Art. 1
 Art. 74
 Art. 80
 § 286
 Art. 39
 § 543
 Art. 6
 Art. 3
 BGH 
 § 397
 § 823
 § 823
 § 1671
 § 34
 Art. 1
 Art. 1
 Art. 1
 BGH 
 Art. 1
 Art. 1
 BGH 
 Art. 1
 BGH 
 Art. 1
 Art. 6