Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BAG&Datum=17.03.1987&Aktenzeichen=1%20ABR%2059/85
Timestamp: 2019-12-14 18:47:15+00:00

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BAG, 17.03.1987 - 1 ABR 59/85 - dejure.org
https://dejure.org/1987,332
BAG, 17.03.1987 - 1 ABR 59/85 (https://dejure.org/1987,332)
BAG, Entscheidung vom 17.03.1987 - 1 ABR 59/85 (https://dejure.org/1987,332)
BAG, Entscheidung vom 17. März 1987 - 1 ABR 59/85 (https://dejure.org/1987,332)
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BetrVerfG § 80 Abs. 1 Nr. 1
AG Hamburg, 12.09.1984 - 7 Bv 31/82
ArbG Hamburg, 12.09.1984 - 7 BV 31/82
LAG Hamburg, 20.06.1985 - 7 TaBV 10/84
BAGE 54, 278
NJW 1987, 2893 (Ls.)
NZA 1987, 747
BB 1987, 1806
Zur Erteilung seiner Zustimmung zur Heranziehung eines Sachverständigen nach § 80 Abs. 3 Satz 1 BetrVG darf der Arbeitgeber nur verpflichtet werden, wenn die Heranziehung des Sachverständigen in der konkreten Situation, in der der Betriebsrat seine Aufgaben zu erfüllen hat, als erforderlich anzusehen ist (BAG 26. Februar 1992 - 7 ABR 51/90 - BAGE 70, 1 = AP BetrVG 1972 § 80 Nr. 48 = EzA BetrVG 1972 § 80 Nr. 40, zu B III 1 der Gründe; vgl. auch 17. März 1987 - 1 ABR 59/85 - BAGE 54, 278 = AP BetrVG 1972 § 80 Nr. 29, zu B IV der Gründe; 4. Juni 1987 - 6 ABR 63/85 - AP BetrVG 1972 § 80 Nr. 30 = EzA BetrVG 1972 § 80 Nr. 31, zu B II 1 b der Gründe).
Betriebsräte haben zwar nach § 80 Abs. 1 Nr. 1 BetrVG - ähnlich dem Datenschutzbeauftragten - die Aufgabe, über die Einhaltung des Bundesdatenschutzgesetzes zu wachen, denn es handelt sich hierbei um ein zugunsten der Arbeitnehmer geltendes Gesetz (BAGE 54, 278, 286 f. = AP Nr. 29 zu § 80 BetrVG 1972, zu B II 2 a der Gründe).
Er hat bereits nach § 80 Abs. 2 BetrVG gegen den Arbeitgeber entsprechende Unterrichtungsansprüche (vgl. BAGE 54, 278 = AP Nr. 29 zu § 80 BetrVG 1972).
(vgl. hierzu den Überblick über die Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts bei Jobs RDV 1987, 125; ferner BAGE 54, 278; BAG, Beschluß vom 4. Juni 1987 - 6 ABR 63/85 -, AP § 80 BetrVG 1972 Nr. 30; Linnenkohl BB 1988, 766; Pflüger NZA 1988, 45;… Welkoborsky a.a.O., m.w.N. aus der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung),.
Will der Personalrat weitergehende Informationsansprüche geltend machen, so müssen nach dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit vorher alle Möglichkeiten einer Unterrichtung durch die Dienststelle selbst ausgeschöpft sein (vgl. auch BAGE 54, 278, 296 f.).
(Vgl. zu § 68 Abs. 1 Buchst. b LPersVG Rheinland-Pfalz: Beschluß des Senats vom 26. März 1985 - BVerwG 6 P 31.82, PersR 1986, 95; zu § 80 Abs. 1 Nr. 1 BetrVG : BAG, Beschluß vom 17. März 1987 - 1 ABR 59/85, PersR 1988, 73).
aa) Der Betriebsrat hat darüber zu wachen, dass die zugunsten der Arbeitnehmer geltenden Gesetze im Betrieb durchgeführt werden; hierzu gehört auch das Bundesdatenschutzgesetz (BAG, Beschluss vom 17. März 1987 - 1 ABR 59/85 - AP Nr. 29 zu § 80 BetrVG 1972).
Zum Abschluß einer Vereinbarung mit dem Betriebsrat über die Heranziehung eines Sachverständigen nach § 80 Abs. 3 Satz 1 BetrVG darf der Arbeitgeber durch das Arbeitsgericht nur verpflichtet werden, wenn die Heranziehung des Sachverständigen in der konkreten Situation, in der der Betriebsrat seine Aufgaben zu erfüllen hat, als erforderlich anzusehen ist (vgl. BAGE 54, 278, 295 f. = AP Nr. 29 zu § 80 BetrVG 1972, zu B IV der Gründe;… BAG Beschluß vom 4. Juni 1987 - 6 ABR 63/85 - AP Nr. 30, a.a.O.;… auch schon BAG Beschluß vom 25. April 1978 - 6 ABR 9/75 - AP Nr. 11, a.a.O. sowie BAG Beschluß vom 18. Juli 1972 - 1 ABR 34/75 - AP Nr. 1 zu § 108 BetrVG 1972).
Hierzu gehört die Information darüber, welche Daten und deren Verknüpfungen eine Kontrolle des Verhaltens oder der Leistung von Arbeitnehmern oder Gruppen von Arbeitnehmern ermöglichen bzw. welche personenbezogenen oder auf Personen beziehbaren Daten im Sinne des Datenschutzrechts durch Programme zu welchem Zweck erfaßt, gespeichert und verarbeitet werden sollen oder können (BAG Beschluß vom 4. Juni 1987 - 6 ABR 63/85 - AP Nr. 30 zu § 80 BetrVG 1972, zu B II 1 a der Gründe, BAGE 54, 278, 296 f. = AP Nr. 29, a.a.O., zu B VI der Gründe).
Es entspricht der ständigen Rechtsprechung des Senats, daß die vom Arbeitgeber nach § 80 Abs. 2 BetrVG geschuldete Unterrichtung des Betriebsrats auch durch Überlassung der erforderlichen Unterlagen den Betriebsrat in die Lage versetzen soll, in eigener Verantwortung selbst zu prüfen, ob sich für ihn Aufgaben ergeben und ob er zur Wahrnehmung dieser Aufgaben tätig werden soll (vgl. zuletzt Beschlüsse des Senats vom 17. März 1987, BAGE 54, 278 = AP Nr. 29 zu § 80 BetrVG 1972, vom 26. Januar 1988 - 1 ABR 34/86 - AP Nr. 31 zu § 80 BetrVG 1972, vom 31. Januar 1989 - 1 ABR 72/87 - AP Nr. 33 zu § 80 BetrVG 1972, vom 27. Juni 1989 - 1 ABR 19/88 - AP Nr. 37 zu § 80 BetrVG 1972 und vom 20. September 1990 - 1 ABR 74/89 - nicht veröffentlicht).
Das hat der Senat im Beschluß vom 17. März 1987 (aaO, zu B II der Gründe) im einzelnen begründet und daran im Beschluß vom 8. Mai 1990 (- 1 ABR 7/89 - AP Nr. 80 zu § 99 BetrVG 1972, zu B II 1 der Gründe) festgehalten.
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Kundenbefragung; Betriebsrat; Mitbestimmungsrecht ; Auskunftserteilung

References: § 80
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 § 68
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 § 108
 § 80
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 § 80
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 § 99