Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/4/4168.htm
Timestamp: 2018-11-20 16:29:53+00:00

Document:
4.168 Premer Weiher
Verordnung des Regierungspräsidiums Tübingen über das Naturschutzgebiet »Premer Weiher« vom 28.Mai 1990 (GBl. v. 17.08.1990, S. 252).
Auf Grund von §§ 21, 58 Abs. 2 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz ‑ NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654), geändert durch das Gesetz zur Bereinigung des baden‑württembergischen Ordnungswidrigkeitenrechts vom 6. Juni 1983 (GBl. S. 199), und von § 22 Abs. 2 und § 33 Abs. 2 Nr. 4 Landesjagdgesetz in der Fassung vom 20. Dezember 1978 (GBl. 1979 S. 12) wird verordnet:
Die in § 2 näher bezeichnete Fläche auf dem Gebiet der Gemeinde Wolfegg im Allgäu, Landkreis Ravensburg, wird zum Naturschutzgebiet erklärt. Das Naturschutzgebiet führt die Bezeichnung »Premer Weiher«.
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von ca. 7,24 ha. Es umfaßt auf Gemarkung Wolfegg, Flur 6 (Rötenbach) die Flurstücke Nr. 131 teilweise (tw), 147/1, 148, 149/1, 149/2, 149/3 tw und das Gebäude Nr. 2.
(2) Die Grenzen des Naturschutzgebietes sind in einer Flurkarte des Regierungspräsidiums Tübingen vom 1. September 1989 im Maßstab 1:2500, kombiniert mit einer Übersichtskarte im Maßstab 1:25000, gekennzeichnet und rot angelegt. Die Karte ist Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karte wird beim Regierungspräsidium Tübingen in Tübingen und beim Landratsamt Ravensburg in Ravensburg auf die Dauer von drei Wochen, beginnend am achten Tag nach Verkündung dieser Verordnung im Gesetzblatt, zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt.
Wesentlicher Schutzzweck ist die Erhaltung des Premer Weihers und seines charakteristischen Verlandungsgürtels einschließlich seiner Pufferzone als typisches Landschaftselement in der Kulturlandschaft Oberschwabens und als wichtiger Nahrungsbiotop für Brut‑ und Rastvögel im Verbund der oberschwäbischen Gewässer und Feuchtgebiete.
10. zu zelten, zu grillen, zu lagern, Wohnwagen, sonstige Fahrzeuge oder Verkaufsstände aufzustellen;
11. das Schutzgebiet außerhalb des Dammes und des Weges zu betreten oder das Schutzgebiet außerhalb des Weges zu befahren;
15. den Premer Weiher mit Wasserfahrzeugen aller Art zu befahren.
1. für die ordnungsgemäße Ausübung der Jagd mit der Maßgabe, daß die Jagd auf Wasserwild nicht vor dem 1. November und eine Fütterung nicht zulässig ist;
2. für die ordnungsgemäße Ausübung der Fischerei mit der Maßgabe, daß eine
angelfischereiliche Nutzung nur vom Damm einschließlich der vom Damm aus zugänglichen Angelstege und der Plattform sowie nach dem 15. Juli von einem Fischerboot aus zulässig ist. Mit dem Boot darf die Schilfzone nicht befahren werden. Nach dem Ablassen des Weihers im Herbst ist dieser bis spätestens 1. März wieder zu bespannen;
a) die Flurstücke Nr. 147/1 und 148 in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang bewirtschaftet werden können,
b) das Flurstück Nr. 149/2 nicht gedüngt wird und
c) die Streuwiese auf dem Flurstücksteil Nr. 131 nicht vor dem 1. September gemäht und nicht gedüngt wird;
4. für die sonstige bisher rechtmäßigerweise ausgeübte Nutzung der Grundstücke, des Gewässers und des Weges sowie der rechtmäßigerweise bestehenden Einrichtungen einschließlich der Kabel der Bundespost, der 20-kV-Freileitung der Energieversorgung Schwaben und der Sperranlage der ENI‑Südpetrol in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang sowie deren Unterhaltung und Instandsetzung;
(1) Ordnungswidrig im Sinne des § 64 Abs. 1 Nr. 2 NatSchG handelt, wer in dem Naturschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig eine der nach § 4 und § 5 Nr. 2‑6 verbotenen Handlungen vornimmt.
TÜBINGFN, den 28. Mai 1990
DR: GÖGLER

References: § 64
 § 22
 § 33
 § 2
 § 64
 § 4
 § 5