Source: http://jataka.nibbanam.com/Band_III/j385.htm
Timestamp: 2019-05-25 02:08:48+00:00

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385. Die Erzählung von Nandiyamiga (Nandiyamiga-Jataka) [0a]
§1. „Wenn du, Brahmane, in Saketa
in den Anjana-Wald willst gehn,
so rede dort mit Nandiya,
dem leiblichen Sohn von uns beiden.
Sag ihm: ‘Alt sind die Eltern dein,
sie möchten dich noch einmal sehen.’“
§2. „Des Königs Spende, Trank und Speise,
sie hab genossen ich bisher:
nicht kann, Brahmane, diese Gaben
dem König ich zurückerstatten.
§3. Ich werde meine Seite bieten
dem König, wenn er spannt den Bogen;
wenn glücklich der Gefahr entronnen,
dann will die Mutter ich besuchen.“
§4. „Almosen, Tugend, Opferfreude,
Geduldigsein und Freundlichkeit:
§5. Dies sind die wahren Tugenden,
die ich in mir verkörpert sehe;
daher bin ich voll Freude stets
und ganz erfüllt von Fröhlichkeit.“
§6. Einst war ich ein Gazellenkönig
in dem Gebiet von Kosala;
ich führt' den Namen Nandiya
und war ein Tier, schön von Gestalt.
§7. Um mich zu töten, kam zum Walde
von Anjana, dazu bestimmt,
von Kosala der König einst,
den Bogen mit der Sehn' bespannt.
§8. Ich bot ihm meine Seite dar,
dem König, der den Bogen spannte;
als glücklich ich der Not entronnen,
ging ich, die Mutter zu besuchen [3].“ —
[2] Vgl. Jataka 96 Anm. 7. [Die zehn Königstugenden sind:

References: §1

§2

§3

§4

§5

§6

§7

§8