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Timestamp: 2017-05-25 03:22:17+00:00

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Rechtsprechung: I ZR 51/12 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 17.10.2013
Rechtsprechung BGH, 21.10.2015 - I ZR 51/12 Volltextveröffentlichungen (16)
§ 383 Abs. 1 Nr. 6 ZPO; § 19 Abs. 2 Satz 1 MarkenGDavidoff Hot Water II
bundesgerichtshof.de Davidoff Hot Water II
Art 8 Abs 1 EUGrdRCh, Art 15 Abs 1 EUGrdRCh, Art 17 EUGrdRCh, Art 47 S 1 EUGrdRCh, Art 52 Abs 1 S 2 EUGrdRChAuskunftsanspruch gegen Bank bei Zahlungsverkehr aus offensichtlichen Markenverletzungen - Davidoff Hot Water II
Verpflichtung einer Bank zur Bekanntgabe des Kontoinhabers bei offensichtlicher Markenfälschung - Davidoff Hot Water II
Davidoff Hot Water IIArt. 8 Abs. 1, 15 Abs. 1, 17, 47 S. 1, 52 Abs. 1 S. 2 EU-Grundrechtecharta
Kein Bankgeheimnis bei offensichtlicher Merkenverletzung
Kein Auskunftsverweigerungsrecht der Banken über Kontostammdaten bei offensichtlicher Markenverletzung ("Davidoff Hot Water II")
Bank kann sich bei Markenrechtsverletzung nicht einfach auf das Bankgeheimnis berufen
Bank hat Auskunft über Kontoinhaber zu erteilen, wenn über das Konto die Kaufpreiszahlung für ein Markenplagiat abgewickelt wurde / Bankgeheimnis
Bank muss bei Markenrechtsverletzungen, Patent- und Urheberrechtsverletzungen Auskunft über Kontoinhaber geben - Bankgeheimnis greift nicht
Markenfälschung - Auskunftspflicht - Bank, kontoführende
Markenfälschungen - und die Auskunftspflicht der Bank
Name und Anschrift des Kontoinhabers bei Markenfälschung?
Banken sind bei Markenfälschung zur Bekanntgabe des Kontoinhabers verpflichtet
Davidoff Hot Water II - zur Verpflichtung einer Bank zur Bekanntgabe des Kontoinhabers bei Markenfälschung
Auskunftspflicht von Bankinstituten über Kontodaten bei Markenfälschungen
Bank muss bei Markenfälschung Auskunft über Konto Inhaber erteilen (Davidoff)
Bankgeheimnis - Banken müssen Daten von Produktfälschern herausgeben
Bankgeheimnis greift nicht bei Verkauf von gefälschten Markenprodukten
Banken müssen bei Markenfälschungen Auskunft über Kontoinhaber erteilen
Kampf gegen Produktpiraterie - Schutz des Markenrechts
Kampf gegen Produktpiraterie erleichtert - Schutz des Markenrechts
Auskunftspflicht einer Sparkasse bei Markenverletzung durch einen Kunden
Kein Auskunftsverweigerungsrecht unter Berufung auf das Bankgeheimnis bei offensichtlichen Markenverletzungen; richtlinienkonforme Auslegung von § 19 Abs. 2 Satz 1 Halbs. 2 MarkenG
Kurznachricht zu "Bekanntgabe des Kontoinhabers durch Bank bei Markenfälschung - Davidoff Hot Water II - Anmerkung zum Urteil des BGH vom 21.10.2015" von Akd. Rat Dr. Moritz Hennemann und RA Dr. Dimitrios Linardatos, original erschienen in: NJW 2016, 2190 - 2193.
NJW 2016, 2190
ZIP 2016, 1185
MDR 2016, 604
GRUR 2016, 497
BB 2016, 1042
K&R 2016, 407
Wird zitiert von ... (2) OLG Hamm, 03.03.2017 - 30 W 1/17 Bankgeheimnis; Offenkundigkeit; ZeugnisverweigerungsrechtBeweisthema sollen zunächst Umstände sein, die dem Beschwerdeführer im Sinne des § 383 Abs. 1 Nr. 6 ZPO anvertraut worden sind und damit grundsätzlich seinem Zeugnisverweigerungsrecht unterfallen, da ein Bankangestellter kraft vertraglicher Vereinbarung der Bank mit dem Kunden zur Geheimhaltung verpflichtet ist (vgl. BGH, Urteile vom 26. Oktober 1953 - I ZR 156/52 -, Tz. 21 und vom 21. Oktober 2015 - I ZR 51/12 - Tz. 21 f.).Denn anvertraut in diesem Sinne ist dem Geheimnisträger alles, was ihm gelegentlich seiner Berufsausübung bekannt geworden ist, während nicht anvertraut alles das ist, was er als Teil der Öffentlichkeit wahrgenommen hat oder was ihm privat bekannt geworden ist (vgl. BGH, Urteil vom 21. Oktober 2015 - I ZR 51/12 - Tz. 22;… MüKo/Damrau, ZPO, 5. Aufl., § 383 Rn. 33 m.w.N.).
BVerwG, 25.07.2016 - 7 B 37.15 Ablehung eines Antrags auf Zugang zu Informationen im Zusammenhang mit der …Im Hinblick auf die von der Beschwerde erwähnten markenrechtlichen Auskunftsansprüche hat der Bundesgerichtshof mittlerweile entschieden, dass ein generelles Recht eines Bankinstituts zur Auskunftsverweigerung unter Berufung auf das Bankgeheimnis nicht mit Unionsrecht vereinbar sei (BGH, Urteil vom 21. Oktober 2015 - I ZR 51/12 - ZIP 2016, 1185 Rn. 35).
Rechtsprechung BGH, 17.10.2013 - I ZR 51/12 Volltextveröffentlichungen (12)
Davidoff Hot WaterRichtlinie 2004/48/EG vom 29. April 2004 zur Durchsetzung der Rechte des geistigen Eigentums (ABl. L 195 vom 2. Juni 2004, S. 16) Art. 8 Abs. 3 Buchst. e; MarkenG § ... 19 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3; ZPO § 383 Abs. 1 Nr. 6
bundesgerichtshof.de Davidoff Hot Water
Art 8 Abs 1 Buchst c EGRL 48/2004, Art 8 Abs 3 Buchst e EGRL 48/2004, § 19 Abs 2 S 1 Nr 3 MarkenG, § 383 Abs 1 Nr 6 ZPO, Art 267 Abs 1 Buchst b AEUVVorabentscheidungsersuchen an den Gerichtshof der Europäischen Union: Vereinbarkeit eines nationalen Auskunftsverweigerungrechts eines Bankinstituts hinsichtlich des Inhabers eines zur Abwicklung von Internet-Käufen gefälschten Markenparfums verwendeten Kontos mit Gemeinschaftsrecht - Davidoff Hot Water
Vorlagefrage zur Auskunftsverweigerung von Banken gegenüber Markeninhabern
Auslegung und Anwendbarkeit des Art. 8 Abs. 3 Buchst. e) RL 2004/48/EG hinsichtlich Auskunftsverweigerung einer Bank über einen Kontoinhaber bei Verletzung von Markenrechten (hier: Produktfälschung des Parfüms "Davidoff Hot Water")
EuGH-Vorlage zur Auskunftspflicht von Banken über Kontostammdaten bei Markenfälschungen ("Davidoff Hot Water")
Frage zur Auskunftspflicht von Bankinstituten über Kontodaten bei Markenfälschungen EuGH vorgelegt
Vorabentscheidungsersuchen an EuGH zur Frage, ob Bankinstitute Kontodaten herausgeben dürfen, wenn das Konto zum Vertrieb von Markenfälschungen benutzt wurde
Markenrechtlicher Auskunftsanspruch vs. Bankgeheimnis - der EuGH muss entscheiden
EuGH-Vorlage zur Auskunftspflicht von Banken bei Zahlungsabwicklung von Markenverletzungen
Auskunftspflicht von Bankinstituten über Kontodaten bei Markenfälschungen?
jurion.de (Pressemitteilung)
Frage zur Auskunftspflicht von Bankinstituten über Kontodaten bei Markenfälschungen vorgelegt
RL 2004/48/EG Art. 8 Abs. 3 Buchst. e; MarkenG § 19 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3; ZPO § 383 Abs. 1 Nr. 6EuGH-Vorlage zur Auskunftspflicht von Banken über Kontostammdaten bei Markenfälschungen ("Davidoff Hot Water")
Vorlagefrage hinsichtlich Auskunftsverweigerung einer Bank über einen Kontoinhaber bei Verletzung von Markenrechten im Parfumbereich
Auskunftspflicht von Bankinstituten über Kontodaten bei Markenfälschungen - Vorabentscheidungsersuchen an EuGH
Auskunftspflicht von Banken über Kontodaten bei Markenfälschungen
Verfahren ausgesetzt - EuGH muss über Auskunftspflicht von Banken entscheiden
Vorlage zur Auskunftspflicht von Bankinstituten über Kontodaten bei Markenfälschungen
Auskunftspflicht von Bankinstituten über Kontodaten bei Markenfälschungen - Vorlage an den EuGH
Schützt das Bankgeheimnis Anbieter von Fälschungen?
Zur Auskunftspflicht von Bankinstituten über Kontodaten bei Markenfälschungen - Bundesgerichtshof legt die Frage dem Europäischem Gerichtshof vor
Dritt-Auskunftsanspruch wegen Markenverletzung - "Davidoff"
Frage zur Banken-Auskunftspflicht nach Markenverletzung
Angleichung der Rechtsvorschriften, Geistiges, gewerbliches und kommerzielles Eigentum
ZIP 2013, 83
MDR 2014, 44
GRUR Int. 2014, 61
K&R 2013, 800
Wird zitiert von ... (3) BGH, 21.10.2015 - I ZR 51/12 EU-Grundrechtecharta Art. 8 Abs. 1, Art. 15 Abs. 1, Art. 17, Art. 47 Satz 1, Art. …Der Senat hat mit Beschluss vom 17. Oktober 2013 (GRUR 2013, 1237 = WRP 2013, 1611 - Davidoff Hot Water I) dem Gerichtshof der Europäischen Union folgende Frage zur Auslegung des Art. 8 Abs. 3 Buchst. e der Richtlinie 2004/48/EG vom 29. April 2004 zur Durchsetzung der Rechte des geistigen Eigentums zur Vorabentscheidung vorgelegt:.Die Bestimmung des § 19 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 MarkenG ist nach Art. 102 Abs. 2 GMV in Verbindung mit § 125b Nr. 2 MarkenG auf eine Gemeinschaftsmarke anwendbar (BGH, GRUR 2013, 1237 Rn. 14 - Davidoff Hot Water I;… vgl. auch EuGH, GRUR 2015, 894 Rn. 20 - Coty Germany/Sparkasse Magdeburg).Zu diesen der Bank anvertrauten Tatsachen, die unter das Bankgeheimnis fallen und Mitarbeiter einer Bank zur Zeugnisverweigerung nach § 383 Abs. 1 Nr. 6 ZPO berechtigen, gehören regelmäßig auch Name und Anschrift des Kontoinhabers (vgl. BGH, GRUR 2013, 1237 Rn. 22 - Davidoff Hot Water I, mwN).Die Offenbarung von Name und Anschrift des Inhabers eines Kontos, das im Zusammenhang mit einer offensichtlichen Verletzung eines Rechts des geistigen Eigentums benutzt worden ist und dessen Kontonummer dem Markeninhaber schon bekannt geworden ist, wiegt nicht besonders schwer (vgl. bereits BGH, GRUR 2013, 1237 Rn. 26 - Davidoff Hot Water I).
OVG Nordrhein-Westfalen, 02.06.2015 - 15 A 1997/12 Informationsanspruch; BankgeheimnisOffen gelassen von BGH, Vorlagebeschluss vom 17. Oktober 2013 - I ZR 51/12 -, juris Rn. 22 (mit lediglich mittelbarer Bezugnahme auf § 383 Abs. 1 Nr. 6 ZPO), Urteile vom 27. Oktober 2009 - IX ZR 225/08 -, BGHZ 183, 60 = NJW 2010, 361 = juris Rn. 18, und vom 27. Februar 2007 - IX ZR 195/05 -, BGHZ 171, 180 = NJW 2007, 2106 = juris Rn. 23; gesetzliches Gewohnheitsrecht verneinen ausdrücklich OLG Naumburg, Urteil vom 15. März 2012 - 9 U 208/11 -, juris Rn. 24, und OLG Köln, Urteil vom 15. September 2005 - 8 U 21/05 -, NJW-RR 2006, 263 = juris Rn. 26; mit Tendenz zur AGB-rechtlichen Verortung OLG Stuttgart, Urteil vom 13. Dezember 2005 - 6 U 119/05 -, juris Rn. 93; auch für eine rechtsgeschäftliche Qualifikation Cahn, WM 2004, 2041, 2042 (mit Hinweisen auf entgegengesetzte Literaturstandpunkte); Klüwer/Meister, WM 2004, 1157, sprechen von einer gewohnheitsrechtlichen Anerkennung; ebenso Toth-Fehrer/Schick, ZIP 2004, 491, 493.Seine Verletzung kann zu zivilrechtlichen Schadensersatzansprüchen führen, vgl. insofern wiederum BGH, Vorlagebeschluss vom 17. Oktober 2013 - I ZR 51/12 -, juris Rn. 22 (auch zu § 383 Abs. 1 Nr. 6 ZPO), Urteile vom 27. Februar 2007 - IX ZR 195/05 -, BGHZ 171, 180 = NJW 2007, 2106 = juris Rn. 18 und Rn. 32, und vom 24. Januar 2006 - XI ZR 384/03 -, BGHZ 166, 84 = NJW 2006, 830 = juris Rn. 34 ff., oder in Zivilprozessen in das besagte Zeugnisverweigerungsrecht von Bankmitarbeitern aus Gründen ihres Gewerbes münden.
BGH, 05.03.2015 - I ZB 74/14 Markenrechtlicher Auskunftsanspruch: Berücksichtigung des …Der auch in Art. 8 Abs. 1 der Richtlinie 2004/48/EG zur Durchsetzung der Rechte des geistigen Eigentums niedergelegte Grundsatz der Verhältnismäßigkeit gebietet im vorliegenden Fall eine Abwägung zwischen dem durch das Recht auf einen wirksamen Rechtsbehelf (Art. 47 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union) und das Recht des geistigen Eigentums (Art. 17 Abs. 2 der Charta) geschützten Interesse der Gläubigerin als Markeninhaberin an der Erlangung der Auskunft über die Herkunft und den Vertriebsweg rechtsverletzender Waren einerseits und dem durch das Recht auf unternehmerische Freiheit (Art. 16 der Charta) und das Recht des Eigentums (Art. 17 Abs. 1 der Charta) geschützten Recht der Schuldner als Auskunftspflichtigen an der Wahrung ihrer Berufs- und Geschäftsgeheimnisse andererseits (…zum Grundsatz der Verhältnismäßigkeit vgl. BGHZ 166, 233 Rn. 39 - Parfümtestkäufe; zur Abwägung mit dem Recht auf den Schutz personenbezogener Daten nach Art. 8 der Charta vgl. BGH, Beschluss vom 17. Oktober 2013 - I ZR 51/12, GRUR 2013, 1237 Rn. 25 = WRP 2013, 1611 - Davidoff Hot Water).

References: § 383
 § 19
 § 19
 BGH 
 § 383
 § 383
 Art. 8
 § 383
 § 19
 § 383
 Art. 8
 EuGH 
 EuGH 
 EuGH 
 Art. 8
 § 19
 § 383
 EuGH

 EuGH 
 EuGH

 Art. 8
 Art. 15
 Art. 17
 Art. 47
 Art. 8
 § 19
 Art. 102
 § 125
 § 383
 § 383
 § 383
 Art. 8
 Art. 8