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Timestamp: 2020-02-19 17:26:14+00:00

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BFH, 17.04.1991 - II R 119/88 - dejure.org
https://dejure.org/1991,1724
BFH, 17.04.1991 - II R 119/88 (https://dejure.org/1991,1724)
BFH, Entscheidung vom 17.04.1991 - II R 119/88 (https://dejure.org/1991,1724)
BFH, Entscheidung vom 17. April 1991 - II R 119/88 (https://dejure.org/1991,1724)
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GrEStG BW § 26 Abs. 1, § 27 Abs. 1 (= GrEStG 1983 § 8 Abs. 1, § 9 Abs. 1);BewG § 15 Abs. 1
Gegenleistung - Verpflichtung des Grundstückserwerbers - Gewährung eines zinsverbilligten Darlehns - Wert der Gegenleistung
Wert der Gegenleistung beim Grundstückserwerb gegen Gewährung eines zinsverbilligten Darlehens
BFHE 164, 130
BB 1991, 1403
BStBl II 1991, 586
Dies setzt voraus, dass die Herabsetzung der Gegenleistung nachträglich, also nach der Entstehung der Steuer, vereinbart wird (BFH-Urteil vom 17. April 1991 II R 119/88, BFHE 164, 130, BStBl II 1991, 586, unter II. 2., vorletzter Absatz;… Hofmann, a.a.O., § 16 Rz 50;… Loose, a.a.O., § 16 Rz 231 f.;… Pahlke/Franz, a.a.O., § 16 Rz 61 f.).
BFH, 12.10.1994 - II R 4/91
Als eine solche Gegenleistung hat der erkennende Senat die Verpflichtung des Grundstückskäufers angesehen, dem Grundstücksverkäufer ein zinsloses oder zinsverbilligtes Darlehen zu gewähren (Senatsurteil vom 17. April 1991 II R 119/88, BFHE 164, 130, BStBl II 1991, 586).
Jene Grundsätze gelten entsprechend, wenn der Darlehensgeber darauf verzichtet, für die Überlassung des Kapitals das volle am Markt erzielbare Entgelt zu verlangen; in diesem Fall besteht die Bereicherung in der Zinsdifferenz zwischen dem vereinbarten Zinssatz und dem Zinssatz von 5, 5% pro Jahr der Darlehensgewährung (vgl. z.B.: BFH vom 17. April 1991 II R 119/88, BStBl II 1991 S. 586 ;… BFH vom 15. März 2001 II B 171/99, BFH/NV 2001 S. 1122 ;… Viskorf in Viskorf/Glier/Hübner/Knobel/Schuck, ErbStG , 2. Auflage 2004 Rz 3 zu § 15 BewG ; Moench, ErbStG , Loseblatt Stand 12.07, Rz 16 zu § 7 ; Gebel in Troll/Gebel/Jülicher, ErbStG , Loseblatt Stand Februar 2007 Rz 32 zu § 7).
Unter Hinweis auf ein Urteil des Bundesfinanzhofs vom 17. April 1991 II R 119/88 (Bundessteuerblatt -BStBl-II 1991, 586) ist die Klägerin der Auffassung, dass die Bewertungsprinzipien des allgemeinen Teils des Bewertungsgesetzes anzuwenden seien.
Zu Unrecht beruft sich die Klägerin nach Auffassung des Senats auf die Entscheidung des Bundesfinanzhofs vom 17. April 1991 II R 119/88 (BStBl II 1991, 586).
Der Senat hat diese Grundsätze nicht nur im Falle eines unverzinslichen Darlehns, sondern im Urteil vom 17. April 1991 II R 119/88 (BFHE 164, 130, BStBl II 1991, 586) auch auf niedrig verzinsliche Darlehn angewendet.
Maßgeblicher Bewertungsstichtag für die Gegenleistung ist grundsätzlich der Zeitpunkt der Verwirklichung des Steuertatbestandes (BFH Urteil vom 17.04.1991 - II R 119/88, BFHE 164 = BStBl. II 1991, 586).
Der BFH begründet diesen Vorteil des Verkäufers mit einer Parallele zur Gewährung eines zinslosen oder verbilligten Darlehens des Erwerbers zu Gunsten des Veräußerers, da in beiden Fällen dem Verkäufer ein geldwerter Vorteil und damit ein zusätzliches grunderwerbsteuerlich zu erfassendes Entgelt in Gestalt der unentgeltlichen Überlassung von Kapitalnutzungsmöglichkeiten zugewendet wurde (unter Hinweis auf das Urteil vom 17. April 1991 - II R 119/88, BStBl II 1991, 586).
Diese Grundsätze gelten entsprechend auch bei einem niedrigverzinslichen Darlehen (s. BFH-Urteil vom 17.04.1991 II R 119/88, BStBl II 1991, 586 ).
FG Düsseldorf, 16.12.2009 - 7 K 1745/07
Rechtmäßigkeit der Ablehnung eines Antrags auf Herabsetzung der …
Bestehen nämlich bei Vertragsschluss Zweifel in rechtlicher oder tatsächlicher Hinsicht über Art und Umfang der Gegenleistung und wird daher später die Gegenleistung aufgrund von Umständen verändert, die in der Vertragsgestaltung selbst begründet sind, ist der veränderte Sachverhalt der Besteuerung zugrunde zu legen, soweit dies verfahrensmäßig möglich ist (BFH vom 17.4. 1991 II R 119/88 BStBl II 1991, 586).

References: § 26
 § 27
 § 8
 § 9
 § 15
 § 16
 § 16
 § 16
 § 15
 § 7
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