Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/1/81160000067.htm
Timestamp: 2018-11-20 16:31:22+00:00

Document:
1.16.067 Wolfschlugen (4 Teilgebiete)
Verordnung des Landratsamtes Esslingen als untere Naturschutzbehörde über das Landschaftsschutzgebiet "Wolfschlugen" vom 18. April 1985 (Esslinger Zeitung vom 08.05.1985).
Aufgrund von § 22, § 58 Abs. 3 und 4 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz - NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654), wird mit Zustimmung des Regierungspräsidiums Stuttgart als höhere Naturschutzbehörde verordnet:
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Gemeinde Wolfschlugen werden zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung "Wolfschlugen".
(1) Das Landschaftsschutzgebiet besteht aus vier Teilen und hat eine Größe von ca. 51 ha.
(2) Es umfaßt nach dem Stand vom April 1984 im wesentlichen die wertvollen Streuobstwiesengebiete, auf dem Gebiet der Gemeinde Wolfschlugen.
· Teil A (24 ha)
umfaßt zum Teil oder ganz die Gewanne "Wullengraben", "Ziegelhag", "Kühegertle", "Hofäcker", "Lerchenwiesen", "Lerchenäcker" und "Saurenbaum". Er wird umgrenzt von der L 1205, den Feldwegen 168, 148 und 146, dem Flst.Nr. 436, dem Feldweg Höflach (Flst. Nr. 4104), den Feldwegen 2 und 3, den Flst.Nrn. 2630, 2628/2, 2704, 2623, 2620, 2619, 2617/1, 2616/1, 2615/1, 2614/2, 2611, 2571/1, 2570, 2568 bis 2563, 2562/2, 2560, dem Feldweg 23, dem Wassergraben 1, den Flst. Nrn. 2541/3 bis /1, 2518/1, 2517, 2511, 2510, 2507, 2506, 2502, 2501, 2498, 2496/2, 2495/2, 2371/1, 2297/2, 2298/1, 2298/2, 2299, 2300, dem Feldweg 22, dem Flst.Nr. 2302 und dem Feldweg 2;
· Teil B (3,8 ha)
umfaßt Teile des Gewanns "In Hohen Äckern". Er wird umgrenzt von den Feldwegen 1/2 und 2, dem Vizinalweg 7 und dem Flst.Nr. 2883;
· Teil C (10,5 ha)
umfaßt zum Teil oder ganz die Gewanne "Bachäcker und Wiesen", "Schelmenäcker" und "Winkelwiesen". Er wird umgrenzt von dem Vizinalweg 6, den Flst.Nrn. 3430, 3432 bis 3434, 3437, 3438, 3440/1, 3440/2, 3441, 3442, 3444 bis 3448, 3450, 3451, dem Feldweg 16, der Gemarkungsgrenze gegen Grötzingen und gegen Hardt, den Flst. Nrn. 3500, 3498, 3497, 3495, 3491, 3493, 3494/1, 3318, den Feldwegen 26 und 16, den Flst.Nrn. 3328, 3329/2, 3330/1 bis 3332/1, 3334, 3335/1, 3337, 3338, 3341 bis 3346, 3350, 3352/2, 3353/1, 3355, 3356, 3358, 3360, 3396/1, 3396/2, 3395, 3394, 3393, 3392, 3389, 3388, 3387, 3385, 3384, 3383 und 3370 und der K 1222;
· Teil D (12,7 ha)
umfaßt Teile der Gewanne "Hattenloch" und "Starke Äcker". Betroffen sind die Flst. Nrn. 1526/3 bis 1566/2, 1569, 1607 bis 1635, 1637/2, 1573 bis 1579.
(3) Die Grenzen des Landschaftsschutzgebietes sind in einer Übersichtskarte im Maßstab 1 : 25 000 und teilweise in drei Flurkarten im Maßstab 1 : 2 500 grün eingetragen. Die Karten sind Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Landratsamt Esslingen in 7300 Esslingen am Neckar, Pulverwiesen 42, zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Dienststunden niedergelegt.
Wesentlicher Schutzzweck ist die Erhaltung der Wiesen und Obstbaumbestände. Die Streuobstwiesengebiete bestimmen den landschaftlichen Charakter und sind als natürlicher Lebensraum für Pflanzen und Tiere besonders wertvoll. Darüber hinaus ist die Erhaltung als Erholungsraum für die Allgemeinheit und der Schutz vor weiteren Beeinträchtigungen durch Kleinbauten und Einfriedigungen von besonderer Bedeutung.
7. Anlage oder Veränderung von Stätten für Sport und Spiel, einschließlich Motorsportanlagen, sowie Betrieb von Motorsport und von motorgetriebenen Schlitten;
11. Neuaufforstung, Umwandlung von Wald, Anlage von Kleingärten oder die wesentliche Änderung der Bodennutzung auf andere Weise;
13. Errichtung von intensiv bewirtschafteten Obstanlagen (z.B. Nieder-, Halbstammanlagen, Obsthecken);
14. Beseitigung von Obstbäumen und Umbruch von Wiesen zu Äckern.
1. für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsmäßigen Bewirtschaftung land- und forstwirtschaftlicher Grundstücke, mit Ausnahme der Handlungen nach § 5 Abs. 2 Nr. 13 und 14;
1. entgegen § 22 Abs. 2 NatSchG i.V.m. § 4 dieser Verordnung Handlungen vornimmt, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem Schutzzweck zuwiderlaufen,
Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft. Mit dem Inkrafttreten dieser Verordnung tritt die Verordnung des Landratsamtes Esslingen als untere Naturschutzbehörde über das Landschaftsschutzgebiet "Hattenloch - Starke Äcker" vom 24. Juli 1981 außer Kraft.
Esslingen am Neckar, den 18. April 1985
Landratsamt: Dr. Braun, Landrat

References: § 22
 § 58
 § 64
 § 2
 § 5
 § 22
 § 4