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Timestamp: 2019-10-16 18:51:11+00:00

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OLG Koblenz, 27.02.1990 - 4 W REMiet 32/88 - dejure.org
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OLG Koblenz, 27.02.1990 - 4 W REMiet 32/88 (https://dejure.org/1990,16020)
OLG Koblenz, Entscheidung vom 27.02.1990 - 4 W REMiet 32/88 (https://dejure.org/1990,16020)
OLG Koblenz, Entscheidung vom 27. Februar 1990 - 4 W REMiet 32/88 (https://dejure.org/1990,16020)
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Verbrauchsabhängige und verbrauchsunabhängigen Mietnebenkosten; frei finanzierter Wohnungsbau
NJW-RR 1990, 1038
ZMR 1990, 297
Damit liegen sämtliche von der Rechtsprechung und vom Schrifttum für eine der Billigkeit entsprechende Zusammenfassung mehrerer Gebäude zu einer einheitlichen Abrechnungseinheit geforderten Voraussetzungen vor (vgl. etwa OLG Koblenz, WuM 1990, 268, 269; LG Hamburg, WuM 2004, 498;… MünchKommBGB/Schmid, aaO, § 556a Rn. 19;… Bamberger/Roth/Ehlert, aaO Rn. 23;… Staudinger/Weitemeyer, aaO, § 556a Rn. 27;… Soergel/Heintzmann, aaO).
Die Klausel ist aber deshalb zu beanstanden, weil sie entgegen § 315 Abs. 1 BGB das Bestimmungsrecht des Vermieters nicht dahin beschränkt, daß der gewählte Umlegungsmaßstab "billigem Ermessen" entsprechen muß (…Palandt/Heinrichs, § 315 Rn. 9; OLG Hamm NJW 1984, 984 (= WM 1983, 315) ; OLG Koblenz NJW-RR 1990, 1038(= WM 1990, 268) ).
Eine Abrechnung nach Wirtschafts- oder Abrechnungseinheiten setzt im Tatsächlichen voraus (OLG Koblenz RE v. 27.2.1990 WuM 1990, 268; OLG Koblenz RE v. 8.5.1987 WuM 1987, 208):.
Unter einem "unmittelbaren örtlichen Zusammenhang" i.S.d. der Rechtsentscheide (OLG Koblenz RE v. 27.2.1990 WuM 1990, 268; AG Siegen WuM 1996, 426) ist ein zusammenhängendes Bau- und Wohngebiet zu verstehen, das bei der Siedlung hier ursprünglich wohl gegeben war.
Der Rechtsentscheid des BayObLG hat in der Rechtsprechung zunächst überwiegend Zustimmung gefunden, ist jedoch in letzter Zeit, insbesondere mit Blick auf die Regelung in § 2 Abs. 1 Nr. 2 AGBG , auch auf Kritik gestoßen (befürwortend: OLG Koblenz ZMR 1990, 297, 299; OLG Düsseldorf NJW-RR 1991, 1354, 1355; LG Hagen, WM 1987, 160; OLG Karlsruhe ZMR 1986, 51 jedenfalls dann, wenn zusätzlich die wesentlichen Positionen der Anlage 3 zumindest stichwortartig angeführt werden; LG Hagen, WM 1987, 160; LG Aachen DWW 1993, 41, 42; ablehnend: LG Göttingen ZMR 1989, 95; AG Dortmund WM 1996, 425; AG Marsberg WM 1997, 230 ).
Dabei ist jedoch zu vermerken, daß sich die Gerichte, die sich in ihren Entscheidungen auf den genannten Rechtsentscheid berufen haben, mit der unten wiedergegebenen Kritik nicht auseinandergesetzt haben (vgl. LG Aachen, Urteil vom 17.1.1992, DWW 1993, 41, 42 mittlere Spalte; LG Hagen, Urteil vom 10.11.1986, WuM 1987, 160 linke Spalte mit ablehnender Anmerkung von Kleffmann; OLG Koblenz, Rechtsentscheid vom 27.2.1990, DWW 1990, 171, 173); ohne auf die AGB-rechtliche Problematik einzugehen, hält das LG Frankfurt in dem Urteil vom 1.2.1983 (WuM 1983, 258 ) die Regelung "Die Mietnebenkosten werden nach den gesetzlichen Bestimmungen in voller Höhe umgelegt." für ausreichend.
Der Vermieter ist nur dann berechtigt, auf mehrere Gebäude entfallende Nebenkosten zusammenzufassen und die Summe auf die einzelnen Mieter umzulegen, wenn diese Gebäude eine Wirtschafts- bzw. Verwaltungseinheit i.S. des § 2 Abs. 2 II. BV bilden (OLG Koblenz, WuM 1990, 268;… Sternel a.a.O.;… Voelskow in Münchener Kommentar, 3. Aufl., §§ 535, 536, Rn. 91;… Bub/ Treier, 3. Aufl., III A. Rn. 49; ständige Rechtsprechung der Kammer ).
Eine unmittelbare Nachbarschaft ist nicht unbedingt erforderlich (OLG Koblenz, WuM 1990, 268).
Darüber hinaus müssen sie der gleichartigen Nutzung dienen und auch dieselbe Nutzungsart haben; dazu gehört, dass die einzelnen Gebäude und die sich in ihnen befindenden Wohnungen einen vergleichbaren Zuschnitt besitzen (vgl. OLG Düsseldorf OLGR Düsseldorf 2003, 57; Koblenz WuM 1990, 268).
Da ein konkreter Abrechnungsmodus nicht vereinbart ist, haben die Kläger insoweit ein einseitiges Bestimmungsrecht im Rahmen billigen Ermessens im Sinne von §§ 315, 316 BGB (vgl. hierzu OLG Koblenz in WuM 1990, 268).

References: § 556
 § 556
 § 315
 § 315
 § 2
 § 2