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Timestamp: 2019-05-20 09:46:50+00:00

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Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH WuM 2005, 5) obliegt dem Vermieter nach der sogenannten Gefahrkreistheorie der Beweis, dass der Schimmel nicht auf bauseitige Ursachen zurückzuführen ist.
Der Vermieter muss also den Beweis führen, dass aus technisch-handwerklicher Sicht auszuschließen ist, dass der Schimmel auf die Bausubstanz zurückzuführen ist und nicht etwa muss der Mieter beweisen, dass der Schimmel auf die Bausubstanz zurückzuführen ist.
Erst wenn der Vermieter diesen Beweis geführt hat, muss der Mieter beweisen, dass der Schimmel nicht durch sein vertragswidriges Heiz- und Lüftungsverhalten entstanden ist.
LG Konstanz, AZ: 61 S 21/12, 20.12.2012
Mieter müssen Badezimmer lüften
Mieter sind verpflichtet, das Badezimmer zu lüften, um Schimmel vorzubeugen.
AG Köln, AZ: 221 C 341/10, 26.08.2011
Die Tätowierung eines warmblütigen Wirbeltieres (hier: Schimmelpony) stellt einen Verstoß gegen § 1 Satz 2 TierSchG dar. Diese Vorschrift verbietet es, einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen zuzufügen. Das Einstechen von Farbpigmenten mittels Nadeln in die Haut ist nach der allgemeinen Erkenntnislage mit Schmerzen verbunden.
Kein Anspruch eines einzelnen Wohnungseigentümers auf Durchführung einer kostenintensiven Instandsetzung einer Fassadenisolierung; §§ 21 Abs. 4 und 5 Nr. 2, 45 WEG
Ein einzelner Wohnungseigentümer hat grds. keinen Anspruch auf eine kostenintensive Fassadenisolierung, wenn die Gemeinschaft nicht über die notwendigen Mittel verfügt und die Gefahr von Feuchtigkeits- und Schimmelbildung durch andere Maßnahmen (Heizen, Lüften) reduziert werden kann.
Bei der Beurteilung ist auch immer die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Gemeinschaft zu berücksichtigen.
LG Köln, AZ: 29 T 72/09, 12.04.2010
Beschlussfassung über Kappung der Krone eines gesunden Baumes entspricht nicht der ordnungsgemäßen Verwaltung; §§ 21 Abs. 4, Abs. 5 Nr. 2 WEG
Ein Beschluss zur Kappung der Baumkrone eines gesunden Baumes stellt einen gravierenden Eingriff dar, weil die Schnittmaßnahmen zu einer Verwundung führen, die die Gefahr von Schimmelpilzansiedlung beinhaltet, so dass der Beschluss nicht mehr ordnungsgemäßer Verwaltung entspricht.
Durch den ausgeführten Rückschnitt hat sich der angefochtene Beschluss nicht erledigt.
AG Düsseldorf, AZ: 90a C 6777/08, 07.09.2009
Ein Mieter darf in der Wohnunng seine Wäsche trocknen, auch wenn es einen Trockenraum im Keller gibt.
AG Düsseldorf, AZ: 53 C 1736/08, 23.07.2008
Eine außerordentliche fristlose Kündigung wegen erheblicher Gesundheitsgefährdung ist auch nach § 569 Abs. 1 BGB grundsätzlich erst zulässig, wenn der Mieter dem Vermieter zuvor gemäß § 543 Abs. 3 Satz 1 BGB eine angemessene Abhilfefrist gesetzt oder eine Abmahnung erteilt hat, es sei denn eine Fristsetzung ist gemäß § 543 Abs. 3 S. 2 BGB ausnahmsweise entbehrlich.
BGH Karlsruhe, AZ: VIII ZR 182/06, 18.04.2007
Haftung für Schäden infolge Wasserrohrbruchs der gemeindlichen Wasserleitung
Ersatz für einen Schaden, den ein auf einem Rohrbruch in einer gemeindlichen Wasserleitung beruhender Wassereinbruch einem Sacheigentümer verursacht, kann weder aus direkter noch entsprechender Anwendung des § 1a HaftPflG gefordert werden.
BGH Karlsruhe, AZ: III ZR 208/68, 25.01.1971
Anfechtungsklage Protokoll Tierhaltung Telefonwerbung Verkehrsunfall Jahresabrechnung Treppenlift Wurzeln Makler Teilungserklärung Gemeinschaftseigentum Arzthaftung Gegenabmahnung Einstimmigkeit Verwaltungsbeirat Schimmel Beschluss Eigentümerversammlung Abmahnung Miete Veränderung Mietminderung Kündigung Eigenbedarfskündigung Abschleppen Organisationsbeschluss Wohnungseigentümer Garage Beirat Sondereigentum Verwalter Nutzungsentschädigung Nachbarrecht Wirtschaftsplan Kurioses

References: § 1
 § 569
 § 543
 § 543

BGH 
 § 1

BGH