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Timestamp: 2017-11-21 17:27:14+00:00

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Lexikon Steuer: Anteilsbewertung
> Anteilsbewertung
Weitere Informationen finden Sie unter dem Stichwort Erbschaftsteuer - Verfassungswidrigkeit .
Wertpapiere/Anteile Bewertung nach dem BewG ( § 12 ErbStG )
Aktien - Kurswert, § 11 Abs. 1 BewG bzw. - gemeiner Wert, § 11 Abs. 2 BewG
Anleihen Kurswert, § 11 Abs. 1 BewG
Bundesschatzbriefe - Typ A - Typ B - Nennwert, § 12 Abs. 1 BewG - Rückzahlungswert, § 12 Abs. 1 BewG
Finanzierungsschätze des Bundes Stichtagswert, § 12 Abs. 1 BewG
Sparbriefe Rückzahlungswert, § 12 Abs. 1 BewG
Geschäftsanteile - GmbH-Anteile - Genossenschaftsanteile - gemeiner Wert, § 11 Abs. 2 BewG - Nennwert, § 12 Abs. 1 BewG
Investmentzertifikate - Offene Immobilienfonds, Aktienfonds - Geschlossene Immobilienfonds - Rücknahmepreis, § 11 Abs. 4 BewG - Anteil am Grundbesitzwert, § 12 Abs. 3 ErbStG
- Industrie-/ Kommunal-Obligationen - Pfandbriefe - Kurswert, § 11 Abs. 1 BewG - Kurswert, § 11 Abs. 1 BewG
Steht ein Börsenkurs zur Verfügung, so ist dieser für die Bewertung maßgebend § 11 Abs. 1 BewG . Maßgebend ist der niedrigste am Bewertungsstichtag an einer deutschen Börse notierte Kurs. Aus Gründen der Einheitlichkeit sind nur Kassakurse einzubeziehen, sofern solche Kurse festgestellt werden. Eine Abweichung vom Kurswert ist nur unter den Voraussetzungen des § 29 Abs. 3 BörsG möglich (BFH, 23.02.1977 - II R 63/70, BStBl II 1977, 427). Zu den Kursen siehe BFH, 21.02.1990 - II R 78/86, BStBl II 1990, 490; BFH, 06.05.1977 - III R 17/75, BStBl II 1977, 626.
Es kommt vor, dass Kapitalgesellschaften Aktien mit verschiedener Ausstattung ausgeben, beispielsweise Vorzugsaktien, Stammaktien und junge Aktien. Liegt nun für einen der beiden Aktientypen kein Kurswert vor, so kann dieser aus dem Kurs des anderen abgeleitet werden (BFH, 09.03.1994 - II R 39/90, BStBl II 1994, 394; R 95 Abs. 5 ErbStR ). Die unterschiedliche Ausstattung der Aktien ist jeweils durch Zu- oder Abschläge zu berücksichtigen (BFH, 21.04.1999 - II R 87/97, BStBl II 1999, 810).
es dürfen nur Verkäufe unter fremden Dritten berücksichtigt werden, die weniger als ein Jahr vor dem Stichtag liegen ( § 11 Abs. 2 BewG ).
Die Ausgabe neuer Geschäftsanteile an einer GmbH im Rahmen einer Kapitalerhöhung zur Aufnahme eines neuen Gesellschafters ( R 95 Abs. 3 ErbStR ; BFH, 05.02.1992 - II R 185/87, BStBl II 1993, 266).
Kurse im Telefonverkehr zwischen Banken, sofern es sich nicht lediglich um geringfügige Verkäufe ohne echten Aussagewert handelt ( R 95 Abs. 3 S. 5, 6 ErbStR ).
Bei ausländischen Wertpapieren ist der Kurswert aus inländischen Telefonkursen abzuleiten. Liegen diese nicht vor, ist der Wert aus ausländischen Kursen abzuleiten ( R 95 Abs. 4 ErbStR ).
Die Verkäufe müssen, um eine ausreichende Aussagekraft zu haben, einen gewissen Umfang annehmen. Dies ist unproblematisch, wenn im genannten Zeitraum mehrere Verkäufe vorliegen. In diesem Fall kann davon ausgegangen werden, dass die Wertfindung nicht durch außergewöhnliche, womöglich in den Personen der Vertragsparteien liegende Umstände beeinflusst wird. Die Rechtsprechung hat es darüber hinaus genügen lassen, dass nur ein Verkauf erfolgt ist, solange Gegenstand nicht lediglich ein " Zwerganteil " ist. Die Verwaltung hat sich dieser Auffassung angeschlossen ( R 95 Abs. 3 S. 3 ErbStR ). Es wurde bisher jedoch darauf verzichtet, die Grenzen für einen Zwerganteil konkret festzulegen. Das FG Münster hat durch Urteil (FG Münster, 07.12.2000 - 3 K 5548/96, EFG 2001 S. 956) entschieden, dass auch Verkäufe von 0,11 % für eine Bewertung aus Verkäufen ausreichen.
Sicherung vonMarktanteilen Zwangsvollstreckung,Konkurs
Eindringen in fremdeBranchen Neuordnung desUnternehmens
Einfluss auf dasUnternehmen Verkäufe unter nahenAngehörigen
Der nach den oben dargestellten Grundsätzen ermittelte Wert ist ggf. um einen sog. Paketzuschlag zu erhöhen ( § 11 Abs. 3 BewG ). Dieser Zuschlag soll dem Umstand Rechnung tragen, dass der Wert einer größeren Anzahl von Anteilen in einer Hand ab einem bestimmten Umfang den Wert des einzelnen Anteils i.d.R. übersteigt. Als Beispiel nennt § 11 Abs. 3 BewG die Möglichkeit, die Kapitalgesellschaft zu beherrschen. Dies ist in der Regel erst bei mindestens 50 % +1 der Anteile der Fall. Zu beachten ist allerdings, dass der BFH schon einen Anteil von 25 % für einen Paketzuschlag als angemessen angesehen hat, da dieser für bestimmte Entscheidungen eine Sperrminorität darstellt (BFH, 15.02.1974 - III R 22/73, BStBl II 1974, 443). Nach R 95 Abs. 6 ErbStR ist ein Paketzuschlag erst gerechtfertigt, wenn ein Gesellschafter mehr als 25 % der Anteile überträgt. Wird der Wert der Anteile aus Verkäufen abgeleitet, die bis zu 25 % der Anteile umfassen, ist der Kurswert um den im Kurswert schon enthaltenen Paketzuschlag zu verringern ( R 95 Abs. 3 S. 7 u. 8 ErbStR ).

References: § 12
 § 11
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 § 12
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 § 11
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 § 11
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 § 11
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 § 11
 § 29
 § 11
 § 11
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