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Timestamp: 2017-07-23 22:52:41+00:00

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Steuerbonus-Handwerkerrechnung - frag-einen-anwalt.de Hilfe & Kontakt
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Steuerbonus-Handwerkerrechnung
| 31.01.2009 08:03 | Preis: ***,00 € |
ich bin Kleinunternehmer (Maler) und schreibe meine Rechnungen und Angebote ohne MwSt.
Meine Frage: Dürfen meine Kunden den 20%igen Bonus für Handwerksleistungen ziehen und darf ich mit diesem Bonus werben.
Meine Rechnungen habe ich bis heute immer ohne Aufteilung von Material und Lohnkosten gestellt,weil die Meinungen da sehr auseinander gehen.Gerne möchte ich aber dieses "instrument" auch für mich nutzen.
anhand Ihrer Angaben und des von Ihnen ausgelobten Einsatzes möchte ich Ihnen wie folgt antworten:
Ihre Frage betrifft die steuerliche Abziehbarkeit von handwerklichen Dienstleistungen für Mieter oder Eigentümer einer Immobilie bzw. einer Wohnung. Die zugrundelegende Vorschrift ist § 35a EStG:
§ 35a Steuerermäßigung bei Aufwendungen für haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse und für die Inanspruchnahme haushaltsnaher Dienstleistungen
(1) 1Für haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse, die in einem in der Europäischen Union oder dem Europäischen Wirtschaftsraum liegenden Haushalt des Steuerpflichtigen ausgeübt werden, ermäßigt sich die tarifliche Einkommensteuer, vermindert um die sonstigen Steuerermäßigungen, auf Antrag um
10 Prozent, höchstens 510 Euro, bei geringfügiger Beschäftigung im Sinne des § 8a des Vierten Buches Sozialgesetzbuch,
12 Prozent, höchstens 2.400 Euro, bei anderen haushaltsnahen Beschäftigungsverhältnissen, für die auf Grund der Beschäftigungsverhältnisse Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung entrichtet werden und die keine geringfügige Beschäftigung im Sinne des § 8 Abs. 1 Nr. 1 des Vierten Buches Sozialgesetzbuch darstellen,
der Aufwendungen des Steuerpflichtigen, die nicht Betriebsausgaben oder Werbungskosten darstellen oder unter die §§ 4f, 9 Abs. 5, § 10 Abs. 1 Nr. 5 oder Nr. 8 fallen und soweit sie nicht als außergewöhnliche Belastung berücksichtigt worden sind.2Für jeden Kalendermonat, in dem die Voraussetzungen nach Satz 1 nicht vorgelegen haben, ermäßigen sich die dort genannten Höchstbeträge um ein Zwölftel.
(2) 1Für die Inanspruchnahme von haushaltsnahen Dienstleistungen, die nicht Dienstleistungen nach Satz 2 sind und in einem in der Europäischen Union oder dem Europäischen Wirtschaftsraum liegenden Haushalt des Steuerpflichtigen erbracht werden, ermäßigt sich die tarifliche Einkommensteuer, vermindert um die sonstigen Steuerermäßigungen, auf Antrag um 20 Prozent, höchstens 600 Euro, der Aufwendungen des Steuerpflichtigen; dieser Betrag erhöht sich für die Inanspruchnahme von Pflege- und Betreuungsleistungen für Personen, bei denen ein Schweregrad der Pflegebedürftigkeit im Sinne des § 14 des Elften Buches Sozialgesetzbuch besteht oder die Leistungen der Pflegeversicherung beziehen, die in einem in der Europäischen Union oder dem Europäischen Wirtschaftsraum liegenden Haushalt des Steuerpflichtigen oder im Haushalt der vorstehend genannten gepflegten oder betreuten Person erbracht werden, auf 1.200 Euro.2Für die Inanspruchnahme von Handwerkerleistungen für Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen, die in einem in der Europäischen Union oder dem Europäischen Wirtschaftsraum liegenden Haushalt des Steuerpflichtigen erbracht werden, mit Ausnahme der nach dem CO2-Gebäudesanierungsprogramm der KfW Förderbank geförderten Maßnahmen, ermäßigt sich die tarifliche Einkommensteuer, vermindert um die sonstigen Steuerermäßigungen, auf Antrag um 20 Prozent, höchstens 600 Euro, der Aufwendungen des Steuerpflichtigen.3Der Abzug von der tariflichen Einkommensteuer nach den Sätzen 1 und 2 gilt nur für Arbeitskosten und nur für Aufwendungen, die nicht Betriebsausgaben, Werbungskosten oder Aufwendungen für eine geringfügige Beschäftigung im Sinne des § 8 des Vierten Buches Sozialgesetzbuch darstellen oder unter die §§ 4f, 9 Abs. 5, § 10 Abs. 1 Nr. 5 oder Nr. 8 fallen und soweit sie nicht als Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastung berücksichtigt worden sind.4In den Fällen des Absatzes 1 ist die Inanspruchnahme der Steuerermäßigungen nach den Sätzen 1 und 2 ausgeschlossen.5Voraussetzung für die Steuerermäßigung nach den Sätzen 1 und 2 ist, dass der Steuerpflichtige für die Aufwendungen eine Rechnung erhalten hat und die Zahlung auf das Konto des Erbringers der haushaltsnahen Dienstleistung, der Handwerkerleistung oder der Pflege- oder Betreuungsleistung erfolgt ist.
(3) Leben zwei Alleinstehende in einem Haushalt zusammen, können sie die Höchstbeträge nach den Absätzen 1 und 2 insgesamt jeweils nur einmal in Anspruch nehmen
Für die Abzugsfähigkeit ist der Endrechnungsbetrag entscheidend. Dass Sie keine Umsatzsteuer ausweisen, da Sie Kleinunternehmer sind, beeinträchtigt die Abzugsfähigkeit nicht.
Einzige formelle Voraussetzungen sind, dass zum einen, die Rechnung Arbeits- und Materialleistungen einzeln ausweist, da Materialleistungen nicht abzugsfähig sind, und zweitens dass der Kunde die Zahlung auf Ihr Konto durch Bankbeleg belegen kann.
Ihre Kunden können dann die Aufwendungen steuermindernd ansetzen.
Mit dieser Steuerermäßigung dürfen Sie meiner Erkenntnis nach jedoch nicht explizit werben. Sie würden sich wettbewerbsrechtlich auf dünnem Eis bewegen, da die Werbung mit selbstverständlichen, für alle Mitbewerber geltenden Umständen stets irreführend ist.
Ich hoffe Ihnen hiermit eine ersten Überblick über die Rechtslage verschafft zu haben und würde mich über eine positive Bewertung freuen.
03.02.2009 | 18:24
"gezielt auf meine Frage(n) eingegangen,somit auch klarheit für mich,Danke"
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References: § 35

§ 35
 § 8
 § 8
 § 10
 § 14
 § 8
 § 10