Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=VGH%20Baden-W%FCrttemberg&Datum=26.08.2009&Aktenzeichen=3%20S%201057%2F09
Timestamp: 2019-04-23 01:10:34+00:00

Document:
Faktisches Gewerbegebiet; Vergnügungsstätte; Spielstättencenter; Gebietsbewahrungsanspruch; Gebietsverträglichkeit; Gebietstypische Prägung; Eigenart des Baugebiets; Umfang des Vorhabens; Kerngebietstypische Vergnügungsstätte; Schwellenwert; Trading-Down-Effekt; Rücksichtnahmegebot
Anspruch auf Aufrechterhaltung der typischen Prägung eines Baugebiets aus § 15 Abs. 1 S. 1 Baunutzungsverordnung (BauNVO); Erfordernis einer konkreten unzumutbaren Beeinträchtigung eines im Baugebiet ansässigen Nachbars durch das Vorhaben; Geltung des § 15 Abs. 1 S. 1 BauNVO auch für unbeplante nach ihrer Eigenart gemäß § 34 Abs. 2 BauGB einem Plangebiet der Baunutzungsverordnung entsprechende Gebiete; Unterfallen einer Zulassung eines Bauvorhabens (hier: Spielstättencenter) im Wege einer Ausnahme nach § 31 Abs. 1 Baugesetzbuch (BauGB) unter den Vorbehalt des § 15 Abs. 1 S. 1 BauNVO
Anspruch auf Aufrechterhaltung der typischen Prägung eines Baugebiets aus § 15 Abs. 1 S. 1 Baunutzungsverordnung ( BauNVO ); Erfordernis einer konkreten unzumutbaren Beeinträchtigung eines im Baugebiet ansässigen Nachbars durch das Vorhaben; Geltung des § 15 Abs. 1 S. 1 BauNVO auch für unbeplante nach ihrer Eigenart gemäß § 34 Abs. 2 BauGB einem Plangebiet der Baunutzungsverordnung entsprechende Gebiete; Unterfallen einer Zulassung eines Bauvorhabens (hier: Spielstättencenter) im Wege einer Ausnahme nach § 31 Abs. 1 Baugesetzbuch ( BauGB ) unter den Vorbehalt des § 15 Abs. 1 S. 1 BauNVO
Weder verstößt das Vorhaben gegen § 15 Abs. 1 Satz 1 BauNVO, der als Bestandteil der Regelung zur Art der baulichen Nutzung unmittelbar Drittschutz entfaltet (vgl. dazu Nachweise im Beschluss des Senats vom 26.08.2009 - 3 S 1057/09 -, BauR 2010, 439 ff.), noch gehen von dem Vorhaben unzumutbare und daher rücksichtslose Belästigungen oder Störungen für die Antragsteller nach § 15 Abs. 1 Satz 2 BauNVO aus (dazu B.).
Insofern unterscheidet sich der vorliegende Fall vom Sachverhalt, wie er dem vom Verwaltungsgericht und den Beteiligten mehrfach zitierten Beschluss des Senats vom 26.08.2009 - 3 S 1057/09 -, BauR 2010, 439 ff.) zugrunde lag.
Diesen Ansatz grundsätzlich in Frage zu stellen, besteht auch vor dem Hintergrund der am 27.01.2006 erfolgten Novellierung dieser Verordnung kein Anlass (ebenso OVG NW, Beschl. v. 15.06.2012 - 2 A 2992/11 -, BauR 2013, 59; OVG Rh.-Pf., Beschl. v. 25.04.2012 - 8 A 10046/12 - OVG Saarl., Beschl. v. 07.02.2012 - 2 B 422/11 - BayVGH, Beschl. v. 19.01.2012 - 15 ZB 09.3142 - u. v. 28.06.2012 - 9 B 10.2279 - VGH Bad.-Württ., Beschl. v. 26.08.2009 - 3 S 1057/09 -, NVwZ-RR 2010, 45;… Urt. v. 02.11.2006 - 8 S 1891/05 -, BauR 2007, 1373).

References: § 15
 § 15
 § 34
 § 31
 § 15
 § 15
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 § 34
 § 31
 § 15
 § 15
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