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Timestamp: 2018-01-24 10:16:27+00:00

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Ist eine Arbeitslosmeldung nach AU hier überhaupt Pflicht? - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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24.04.2015, 08:03 #1
Ist eine Arbeitslosmeldung nach AU hier überhaupt Pflicht?
Eine Person kriegt ALGII. Hat ALGI Anspruch, bislang aber keinen Antrag gestellt da AU. AU läuft aus, ersatzlos. Nun wird alles erfüllt, bis auf die mind. 15 Stunden die Woche, die man zur Verfügung stehen muss bei ALGI. Aufgrund fehlender Kinderbetreuung und der Pendelzeiten kommt man auf unter 15 Stunden die Woche, die man zur Verfügung stehen würde.
Muss man sich da überhaupt arbeitslos bei der AfA melden, wenn die AU ausläuft?
Denn imgrunde würde der Antrag nicht angenommen werden, da die AU zwar weggefallen ist, aber die andere Voraussetzung garnicht gegeben ist.
Oder reicht es das dem JC mitzuteilen? EGV mit denen liegt vor.
Darin steht NICHTS von irgendeiner Arbeitslosmeldung zu gegebener Zeit.
Es gab nur eine einzige Belehrung. Die war m Aufhebungsvertrag.
Daraufhin wurde nach Kündigung die Arbeitlosmeldung versucht, aber von der AfA wegen der AU nicht anerkannt und man wurde wieder weggeschickt.
Daraufhin ist das JC eingesprungen.
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24.04.2015, 08:13 #2
AW: Ist eine Arbeitslosmeldung nach AU hier überhaupt Pflicht?
@GGArt5
Auf jeden Fall wenn man ALG 1 beziehen will, dann ist eine persönliche Arbeitslosmeldung unbedingt erforderlich.
Persönliche Arbeitssuchendmeldung ja sowieso.
Mache mal genaue Angaben zur Kündigung, Aufhebungsvertrag, Ablehnung von ALG 1.
Hat die betreffende Person selber gekündigt?
Ab einer Beschäftigung mit einem Beschäftigungsumfang von 15 Stunden gilt man nicht mehr als arbeitslos.
Du rechnest hier die Pendelzeit ein, die du dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen musst. Das ist aber nicht richtig.
Generell muss man dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehn, um ALG 1 bewilligt zu bekommen.
Welche Pendelzeit zumutbar ist, bezieht sich auf die Beschäftigung. Also wieviele Stunden pro Tag man arbeitet.
Deutliche Angaben dazu wären sehr hilfreich.
24.04.2015, 08:31 #3
Die Kinderbetreuung ist nur sicher gestellt in der Zeit von 8.35 bis 13 Uhr.
Weil das eine erst um 8.35 Uhr übergeben werden kann und das andere Kind spätestens um 13Uhr abgeholt werden muss.
Macht rund 3,5 Stunden.
ABER, darin sind keine Pendelzeiten zur Arbeit. Da der Wohnort, sowie Kita und Schule auf dem Land sind, sind mit mind. 20Min. einfach zu rechnen.
Also 40Min. Das ist noch positiv gerechnet, weil das die Untergrenze der Pendelzeiten darstellt.
Also weniger als 3h effektiv am Tag, also keine 15 Stunden die Woche.
So rechne ich. Aber ob die AfA so rechnen würde, keine Ahnung.
Die Kinderbetreuung ist grundsätzlich nicht sicher gestellt.
Beispiel Ferien, bewegliche Ferientage, Schulausfall, Unterrichtsausfall, Krankheit eines Kindes. Sobald etwas wäre, müsste man ran, weil niemand da ist und einem 6 jährigen Kind die Alleinversorgung nicht zuzumuten ist.
Ich bin total verwirrt, ob mein Freund (betrifft mich nicht, sondern ein Freund mit seiner Partnerin) nun eher dem JC oder eher der Afa unterliegt. Und dann kommt noch der Vertrag mit dem JC oben drauf. Da steht nur drin "alles tun gesund zu werden", das wars.
24.04.2015, 08:52 #4
Wie dir schon geschrieben wurde, muß man für den Anspruch auf ALG - zumindest im Falle einer Arbeitsvermittlung, nicht unbedingt schon während der Arbeitslosigkeit - während der branchenüblichen Zeiten auch arbeiten können, also auch eine Kinderbetreuung sicherstellen können. Wie man das macht, ist einem selbst überlassen.
Kann man das zeitlich nur teilweise, steht unter Umständen anteilig gekürztes ALG zu, sofern man mindestens 15 Wochenstunden verfügbar bleibt.
Nach deiner Rechnung wäre noch nicht einmal dies der Fall. Es kommt aber letztlich auf die Berechnung der Arbeitsagentur an.
Wenn einem kein ALG zusteht, muß man solches zwar nicht beantragen. Allerdings ist der Bezug von ALG II immer nur nachrangig. Das heißt, das JC wird ALG II nur zahlen, wenn klar ist, daß ALG nicht zusteht. Es könnte verlangt werden, daß er es zumindest beantragt und einen entsprechenden Ablehnungsbescheid vorweist.
Es wird deshalb sinnvoll sein, wenn er sich nach Wegfall der AU bei der AfA vorsorglich arbeitslos meldet, ALG beantragt und Weiteres dort abwartet.
Am Rande bemerkt: dein Freund sollte mit "Verträgen mit dem JC" (gemeint ist hier offenbar eine EGV) sehr vorsichtig sein und nichts spontan unterschreiben, sondern sich vorher Beratung holen. Auch wenn seine jetzige EGV offenbar harmlos ist.
24.04.2015, 09:02 #5
Kündigung durch Aufhebungsvertrag auf ärztlichen Rat. Rechtssicher und anerkannter, wichtiger Grund. Daraufhin folgte eine AU nach der anderen.
Durch die AU beim Erstversuch ALGI zu beantragen wurde dieser Antrag garnicht erst angenommen. Dadurch ging es mit ALGII los.
Meine Pendelzeiten sind die Minimumzeiten zum nächsten Ort mit mehr als 600 Einwohnern und unter Benutzung eines Autos.
Würde die Afa diese Zeiten kürzen in ihrer Berechnung, würden sie die Fahrzeiten von Routenplanern unterschreiten bzw. davon ausgehen, das ein Dorf mit 200 Einwohnern noch einen Job für mich abwirft. In der Realität sehr unrealistisch. Zumal ich aus gesundheitlichen Gründen garnicht alles gemacht werden kann. Sobald irgendetwas "besonderes" passiert, wie Ferien, ist die Kinderbetreuung garnicht mehr sichergestellt.
Wenn das JC verlangt, das ALGI beantragt wird, dann macht man das.
Die werden ja so gesehen nicht mal den Antrag überhaupt annehmen. Nur dann nicht mit der Begründung "Sie sind AU", sondern mit der Begründung "Die Betreuung ist dauerhaft nicht sichergestellt". Oder?
Die EGV hat mein Freund unterschrieben, weil das mit dem gesund werden komplett alles war. Er wollte Rechtssicherheit darüber, keine Pflichten zu haben, also schriftlich das z.B. KEINE Bewerbungen zu erstellen sind usw.
So ne EGV hätte ich auch gern.
24.04.2015, 09:08 #6
Zitat von GGArt5
Angenommen werden muß ein Antrag auf jeden Fall. Genauso kann ein schriftlicher Bescheid verlangt werden. Die Sache mit der Kinderbetreuung ist außerdem, anders als die Arbeitsunfähigkeit, nichts, was auf den ersten Blick ohne nähere Prüfung offensichtlich ist.
24.04.2015, 09:49 #7
Damals wollten sie einen nicht mal zum SB lassen!!
Da sollte an der Anmeldung schon Schluss sein.
Und mit viel Kampf ging es dann zum SB.
Dort war aber dann endgültig Ende. Keine Antragsformulare wurden rausgegeben.
Weil kein Anspruch bestünde, BASTA!
Dann wurde wieder mit extrem Druck, das man vorher nicht gehen würde diese Aussage auf Schriftbasis erstritten.
Es wurde ein Vermerk gemacht, das versucht wurde ALGI zu beantragen, das aber keine Voraussetzungen für den Antrag vorliegen würden und bei Arbeitslosigkeit wieder vorgesprochen werden soll.
Dann war endgültig Schluss. Das einzige Formular, was mitgegeben wurde, das war die Arbeitgeberbescheinigung.
Das JC hat sowas auch schonmal versucht. Aber da kann man die Anträge leicht runterladen und einfach per Einschreiben hinschicken, um den Müll zu entgehen. Dann liegt der Antrag vor und fertig.
24.04.2015, 10:19 #8
Ein Antragsformular ist nur eine Arbeitshilfe für den SB und nicht für die Antragstellung vorgeschrieben. ALG kann also vom Grundsatz her formlos schriftlich und sogar mündlich beantragt werden (dann freilich das übliche Beweisproblem).
Weiterhin gilt bereits die persönliche Arbeitslosmeldung automatisch per Gesetz als Antrag auf ALG, sofern man nicht ausdrücklich das Gegenteil äußert. Siehe § 323 SGB III.
Die Arbeitgeberbescheinigung (Arbeitsbescheinigung nach § 312 SGB III) ist freilich ein amtlich vorgeschriebenes Formular. Hier gibt es offensichtlich aber auch kein Problem. Der Vordruck ist ja außerdem im Internet erhältlich.
05.05.2015, 13:27 #9
@Fritz Fleißig
Du bist anscheinend besonders beim SGBIII fleißig
Weißt Du, wie lange man einen ALGI Anspruch beibehält?
Sagen wir mal, da hat jemand gearbeitet, dann 2 Kinder (= 6 Jahre Elternzeit) und nun z.B. seit 6 Monaten krank (AU). Ruht weiterhin der Anspruch und vor allem, wie lange noch?
05.05.2015, 17:23 #10
Das mit dem "Anspruch beibehalten" ist nicht so einfach gesagt.
1. Es hängt vor allem erst einmal davon ab, ob ein ALG-Anspruch nur theoretisch vorhanden war oder tatsächlich entstanden ist. Ein Anspruch auf ALG entsteht formal, wenn alle Voraussetzungen für die Arbeitslosigkeit (Beschäftigungslosigkeit, Verfügbarkeit für die Arbeitsvermittlung und ähnliches) vorhanden sind und man sich persönlich arbeitslos gemeldet hat. Entstehungszeitpunkt für den ALG-Anspruch ist dann in aller Regel der erste Tag der Arbeitslosigkeit.
2. Der so entstandene ALG-Anspruch bleibt, wenn man sich danach wieder abmeldet, mit seinem unverbrauchten Rest für vier Jahre ab Entstehungszeitpunkt erhalten. ALG kann also innerhalb dieser Frist wieder beansprucht werden, auch wenn keine Versicherungszeiten hinzugekommen sind.
3. Ansonsten gilt ohne formal entstandenen ALG-Anspruch, also wenn man sich beispielsweise gar nicht arbeitslos gemeldet hat: mindestens ein Jahr Versicherungszeiten in den letzten zwei Jahren vor Arbeitslosmeldung erforderlich. Wenn man zu lange mit einer Arbeitslosmeldung zögert, kann es passieren, daß man ohne weitere Beschäftigungszeiten die Versicherungszeiten nicht mehr zusammenbekommt und der zuvor theoretisch vorhandene Anspruch nicht mehr da ist.
4. Versicherungszeiten sind nicht nur Zeiten einer SV-pflichtigen Beschäftigung, sondern (unter bestimmten Voraussetzungen) auch Zeiten des Bezuges von Krankengeld oder von Elterngeld. Bitte selbst prüfen, inwieweit das bei dir zutreffen könnte. Quelle: § 26 Abs. 2 und 2a SGB III.
06.05.2015, 00:44 #11
Hallo GGArt5,
dazu weiß ich leider nichts, mit Elternzeit und Ansprüchen auf ALGI daraus kenne ich mich nicht aus aber trotzdem habe ich eine Verständnisfrage ...
Wurde denn während der AU Krankengeld gezahlt und mit ALGII aufgestockt oder wie ist das zu verstehen ???
Denn faktisch (und rechtlich) ist ALGI vorrangig in Anspruch zu nehmen und dazu sollte die AfA auch Auskunft geben, ob ein solcher Anspruch aktuell noch besteht.
Hat denn das JC noch gar keine Bescheinigung dazu verlangt, ob ein solcher Anspruch da ist und wenn nicht warum ???
Die theoretische Berechnung der Verfügbarkeit sehe ich im Moment als "nebensächlich" an, denn das JC will auch nicht mehr zahlen als es muss und wird diese Argumente nicht gelten lassen ...
Man muss sich nötigen Falles auch um erweiterte Betreuungszeiten bemühen, die aufgezählten Hinderungsgründe der Vermittlung zur Verfügung zu stehen kann ich nicht alle nachvollziehen, auch bei berufstätigen Eltern werden die Kinder mal krank und aktuell streiken überall zeitweise die Kitas, das müssen die auch irgendwie "geregelt" bekommen ...
Mindestens das JC wird das wohl nicht anerkennen (wollen) wenn man deswegen kein ALGI beantragen würde, immerhin brauchen die dann weniger Leistung zahlen wenn ALGI-Anspruch besteht.
Wenn nur die AU den Anspruch auf ALGI verhindert hat, dann ist dieser Grund ja jetzt entfallen und der/die Betroffene sollte dort nicht mehr ohne Beistand hingehen und sich nicht ohne gescheite Auskunft dazu und den Formular-Antrag wegschicken lassen, wenn sich ergibt, dass ALGI zu zahlen ist.
Das ist eine Versicherungsleistung (Lohnersatzleistung) auf die man nicht einfach verzichten kann und sollte, zumal der (vielleicht aktuell noch vorhandene) Anspruch irgendwann tatsächlich auch ungenutzt verjährt sein wird ...
Bei weiterhin erforderlicher Aufstockung vom JC gelten ohnehin die Zumutbarkeits-Kriterien des SGB II für die Vermittlung.
06.05.2015, 15:53 #12
Während der AU 100% ALG II und kein Krankengeld, da kein Krankengeldanspruch. Die Afa gibt nur Auskunft bei Antragstellung, hat aber seinerzeit mit der AU den Antrag nicht angenommen. Wir haben die Ablehnung schriftlich. Wenn eine Person AU ist, wird der Antrag auf ALGI nicht angenommen. Wenn diese Person dann noch länger als 6 Monate durchgehend krank ist, wäre sie ausgesteuert worden, selbst wenn der Antrag angenommen worden wäre und positiv beschieden worden wäre. Also auch da wieder in ALGII. Durch die AU gilt die Person für ALG I als nicht zur Verfügung (Arbeitsmarkt) und deshalb passiert beim ALGI erstmal nichts. Und durch die Dauer AU passiert auch beim JC erstmal garnichts. EGV mit "gesund werden", fertig. Auch ein Grund, wieso das JC da still ist. ALGI ist vorrangig. Aber nur dann, wenn mal alle Bedingungen erfüllt rechtlich als arbeitslos zu gelten. Irgendwann wird es aber keine AU mehr geben. Dann steht der Gang für die ALGI Beantragung an. Und dafür möchte ich mich informieren. Hoffe, das hat die Fragen beantwortet. Kann auch sein, das nach rund 7 Jahren insgesamt gar kein Anspruch mehr besteht. Es gab vorher ein 10 jähriges Arbeitsverhältnis und es wurde die Zeit über eingezahlt. Ich muss mir nochmal das von Fritz genau durchlesen.
06.05.2015, 18:36 #13
Während der AU 100% ALG II und kein Krankengeld, da kein Krankengeldanspruch.
Die Afa gibt nur Auskunft bei Antragstellung, hat aber seinerzeit mit der AU den Antrag nicht angenommen. Wir haben die Ablehnung schriftlich. Wenn eine Person AU ist, wird der Antrag auf ALGI nicht angenommen.
Wo steht das bitte geschrieben, dass die "nur Auskunft geben brauchen bei Antragstellung" und die AfA zu entscheiden hat, ob man gerade einen solchen Antrag stellen darf oder nicht ???
Welche Rechtsgrundlagen wurden denn in dem Schreiben dafür benannt, dass der Antrag deswegen "nicht angenommen" wird ???
Vielleicht sollte man die zuständige AfA auch mal an ihre sonstigen Verwaltungspflichten erinnern ...
Da steht nirgends was davon, dass die Behörde bereits vor Antragstellung entscheiden darf ob man den Antrag überhaupt stellen darf, die haben zumindest ihre vorhandenen Informationen darauf zu prüfen, ob es (rein theoretisch JETZT nach Ende der AU) einen Anspruch geben könnte oder nicht ... wer wenn nicht die AfA selber sollte denn das genau wissen können ???
Und dann haben sie gefälligst den Antrag herauszugeben und nach Abgabe zu bearbeiten ... ansonsten sollen sie bitte schriftlich die Stelle benennen wo man sich jetzt den Antrag auf Stellung eines Antrages bei der AfA holen kann ... die ticken doch nicht mehr ganz sauber ...
Wenn diese Person dann noch länger als 6 Monate durchgehend krank ist, wäre sie ausgesteuert worden, selbst wenn der Antrag angenommen worden wäre und positiv beschieden worden wäre.
Welche Rechtsgrundlage wurde dafür schriftlich genannt, so eine Regelung ist mir nicht bekannt aus dem SGB III und "ausgesteuert" wird man regulär bei der Krankenkassen wenn der Anspruch auf KG nach 78 Wochen für die gleiche Krankheit abgelaufen ist.
Ein Anspruch auf ALGI wird nicht wegen Krankheit nach 6 Monaten "ausgesteuert" ... wenn jemand im Bezug von ALGI mal länger AU ist tritt die sogenannte Leistungsfortzahlung nach § 146 SGB III ein und der LE wird üblicherweise nach 6 Wochen dann an die KK abgegeben ...
Das geht natürlich nur wenn es auch noch Anspruch auf Krankengeld geben würde, ansonsten bleibt tatsächlich nur ALGII, das würde aber nach der Genesung einen (noch bestehenden) Restanspruch auf ALGI noch längst nicht aufheben ...
Und dieser eventuelle Rest-Anspruch ist aktuell von der AfA zu klären, die haben doch schließlich alle Daten dazu im PC gespeichert und die sollen auch nicht erzählen, das wäre schon alles gelöscht ... meine private Telefon-Nummer haben die 10 Jahre nach der letzten Arbeitslosigkeit immer noch wiedergefunden ...
Durch die AU gilt die Person für ALG I als nicht zur Verfügung (Arbeitsmarkt) und deshalb passiert beim ALGI erstmal nichts.
Das ist mir schon klar, war ja selber lange genug AU geschrieben, daher kenne ich das auch mit der "Aussteuerung" (aus dem KG) so genau ... und danach muss die AfA z.B. auch zahlen trotz weiter bestehender AU (gemäß § 145 SGB III) ... aber das trifft in dem aktuellen Fall ja nicht zu.
Und durch die Dauer AU passiert auch beim JC erstmal garnichts. EGV mit "gesund werden", fertig. Auch ein Grund, wieso das JC da still ist.
Eine solche EGV ist Nonsens und gar nicht zulässig, was bitte hat diese Vereinbarung mit Eingliederungsleistungen zu tun, Niemand kann sich per Vertrag ernsthaft verpflichten "gesünder zu werden" ...
Das JC kann auch ohne eine solche EGV nichts fordern an Bewerbungsbemühungen, wenn eine AU vorliegt ... wer nachweislich krank ist kann auch beim JC nicht vermittelt werden, nur müssen die eben trotzdem den Lebensunterhalt sichern ...
ALGI ist vorrangig. Aber nur dann, wenn mal alle Bedingungen erfüllt rechtlich als arbeitslos zu gelten. Irgendwann wird es aber keine AU mehr geben. Dann steht der Gang für die ALGI Beantragung an. Und dafür möchte ich mich informieren.
Ohne AU und mit Anspruch (den die AfA zunächst mal zu klären hat auch OHNE offizielle Antragstellung) auf ALGI ist das auch in Anspruch zu nehmen, die AfA hat dann kein Recht mehr den Antrag abzulehnen ... das wurde dir ja bereits erklärt ...
Kann auch sein, das nach rund 7 Jahren insgesamt gar kein Anspruch mehr besteht. Es gab vorher ein 10 jähriges Arbeitsverhältnis und es wurde die Zeit über eingezahlt. Ich muss mir nochmal das von Fritz genau durchlesen.
Generell verjährt ein Anspruch auf ALGI 4 Jahre nach der Entstehung, wie das im Bezug auf Elternzeit zu sehen ist weiß ich nicht, das habe ich aber oben schon geschrieben ... ich bin aber soweit überzeugt davon, dass es wohl aktuell keinen Anspruch mehr an die AfA geben wird, weil das JC sonst sicher mehr Druck machen würde diesen Anspruch zu beantragen und auch zu nutzen.
Letzte und rechtlich einwandfreie Aufklärung dazu hat aber im konkreten Einzelfall die zuständige AfA zu leisten und dazu sind die gesetzlich verpflichtet, egal welchen Müll die da sonst zu erzählen ...
Vielleicht kannst du ja teilweise hiermit was anfangen ...
Fiktive Berechnung nach Elternzeit
Auch Zeiten, während derer ein Kind bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres erzogen wurde, sind versicherungspflichtig. Daher besteht auch bei einer Arbeitslosigkeit im Anschluss an die Elternzeit ein Anspruch auf Arbeitslosengeld, da ja während der Erziehungszeiten ein Anspruch auf Leistungen entstand. Wird das Arbeitsverhältnis nach der Elternzeit vom Arbeitnehmer aus aufgelöst, werden allerdings auch hier die üblichen Sperrfristen angesetzt.
ALG I Höhe und Berechnung - Arbeitslosengeld
Persönlich hatte ich mit Elternzeit nie was zu tun ... das gab es noch nicht als meine Kinder geboren wurden ... aus dem was da geschrieben steht sehe ich aber durchaus die Möglichkeit auf einen (wenn auch geringen) Anspruch ... Klärung konkret siehe oben, ist NUR durch die AfA möglich ...
Vielleicht mal eine kleine Beschwerde dazu nach Nürnberg senden, dass man bei der AfA vor Ort nicht wirklich bereit ist, den Verpflichtungen nachzukommen die sich daraus ergeben ???
06.05.2015, 20:55 #14
Ich schlage vor, daß du mal kurz chronologisch zusammenstellst, was du in den letzten Jahren wann gemacht hast. Also SV-pflichtige Beschäftigung, ALG-Bezug, Bezug von KG und dergleichen. Momentan ist es schwierig, da ohne nähere Informationen durchzublicken.
07.05.2015, 20:37 #15
Der Versuch der Antragstellung war mündlich, also persönlich und es wurde kein Paragraph von der Afa genannt. Es ist so und fertig. Aus heutiger Sicht weiß ich, das es nicht rechtmässig war. Das wusste ich damals aber nicht. Mit nicht rechtmässig meine ich dieses Antrag nicht annehmen, usw. Negativ bescheiden hätte man ja immer noch können.
@Fritz Fleissig
Da dies hier offen ist, entschuldige bitte, aber ich möchte hier keine echten Zahlen reinschreiben. Aber das Prinzip sieht so aus:
1.1.2000 - 31.12.2010 Versicherungspflichtig beschäftigt.
1.1.2011 - 31.12.2013 Elternzeit Kind 1
1.1.2012 Über BG in den Bezug von ALGII gerutscht während Elternzeit
1.1.2014 - 31.12.2016 Elternzeit Kind 2 (nahtlos)
27.12.2016 Aufhebungsvertrag unterzeichnet, nach Kündigung auf ärztlichen Rat
27.12.2016 AU schreiben lassen bis 31.1.2017
27.12.2016 Versuch Arbeitslosmeldung mit Ablehnung
1.2.2017 Fortschreibung der AU (also ab da ne Lücke!, nicht fortlaufend)
und seit dem nur AU. Nun haben wir fiktiv z.B. den 1.10.2017 und immer noch ALGII Bezug. Krankengeld nie beantragt. Niemand hat den Versuch der Beantragung verlangt.
Das war so der Weg, vom Prinzip her.
07.05.2015, 21:04 #16
1. Bis zum "31.12.2010" bestand auf jeden Fall Versicherungspflicht in der AV. Soweit kein Problem.
2. Eventuell warst du während der Elternzeit auch in der AV versicherungspflichtig, so daß Beitragszeiten entstanden sind. Quelle, wie schon genannt, § 26 Abs. 2a SGB III. Du müßtest mal bitte selbst nachschauen, ob die Voraussetzungen gegeben sind. Ich kenne mich mit Elterngeld und dem ganzen drum und dran nicht aus und kann dir in diesem Punkt leider nicht weiterhelfen.
3. Krankengeld hast du offenbar nicht bezogen, so daß von daher keine Versicherungszeiten in der AV entstanden sind. Die Arbeitsunfähigkeit an sich reicht dafür nicht.
4. Arbeitslos melden hast du dich anscheinend auch nicht können. Du bist nur arbeitslos, wenn du auch verfügbar bist, und das bist du während einer Zeit der Arbeitsunfähigkeit nicht. Man hätte deinen Antrag allerdings entgegennehmen und erforderlichenfalls hinterher mit dieser Begründung ablehnen müssen.
Du hättest dich allerdings in der Zeit, in der du vorübergehend wieder arbeitsfähig warst ("01.02.2017") persönlich arbeitslos melden können.
08.05.2015, 08:59 #17
Das verstehe ich nicht ganz. Ich habe doch bis 31.1.17 eine AU und ab 1.2.17 eine AU. Das alles im Rahmen einer permanenten Dauerbehandlung und Therapie basierend auf einer Kündigung auf ärztlichen Rat. Und diese Krankheit wird weitergehen. Ich rechne mit mind. 1/4 Jahr. Also wann war ich vermittelbar? Am 1.2. vor der AU Schreibung für 3h ????
Es gab auch mal Übergänge von einem Arzt zu einer OP. Und da hat der erste Arzt auch bis Tag 8 AU geschrieben und die Klnik dann ab Tag 9 AU (mit anderem Grund) eben wegen der OP. Oder aufgrund eines Arztwechsels weil eine andere Therapie nötig wurde (anderer Facharzt) gab es sogar einen Tag komplett ohne AU. Aber an einem Feiertag, wodurch man sich gar nicht hätte arbeitslos melden können.
Diese fortlaufende Krankschreibung ist bei diesen unterschiedlichen Gründen, Ärzteübergaben und OPs garnicht zu machen. Weil Arzt A natürlich sagt, das er nicht für Arzt B vor der z.B. OP schon was schreibt. Weil es könnte ja theoretisch sein, das der Arzt krank wird oder der Patient und schon bliebe die AU, aber mit anderem Grund, weil es z.B. zur OP nicht kommen konnte.
Dafür gab es in der Vergangenheit aber auch mal nen Monat, wo man von 2 Ärzten mit unterschiedlichen Diagnosen mal eben einen Monat doppelt krank geschrieben wurde.
Ich weiß, das man vorsichtig sein muss, was anerkannt wird. Man kann nicht einfach selbst entscheiden, ob z.B. die Kinderbetreuung gegeben ist oder nicht. Lieber bei der Afa melden und denen die Entscheidung überlassen. Aber bei der AU ist es doch eindeutig oder nicht?
08.05.2015, 09:58 #18
Da du etwas von einer "Lücke" geschrieben hast, ging ich davon aus, daß du zwischendurch vorübergehend arbeitsfähig warst. War aber offenbar nicht so. Also gut. Die von dir verwendeten fiktiven Datumsangaben in der Zukunft machen die Sache leider nicht unbedingt klarer.
Du solltest versuchen, zu klären, ob du während dieser Elternzeit in der AV versichert warst. Grundlagen dafür habe ich dir schon genannt.
algi, algii, anspruch, arbeitslos, arbeitslosmeldung, arbeitssuchmeldung, pflicht, sperre, überhaupt
Arbeitslosmeldung für ALG II überhaupt notwendig? steinfisch ALG II 17 24.09.2014 19:07
Fristwahrende Arbeitslosmeldung nach Vollzeitschulbesuch Puppenkopf ALG I 0 26.03.2014 13:44
Arbeitslosmeldung nach Krankengeldbezug! medo ALG I 0 10.02.2014 19:48
Erneute Arbeitslosmeldung nach Abmeldung durch AfA althippi ALG I 1 08.04.2013 18:44

References: § 323
 § 312
 § 26
 § 146
 § 145
 § 26