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Timestamp: 2018-01-23 04:04:51+00:00

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ibr-online: Nachtragskalkulation und Nachtragsprüfung sowie Nachtragsmanagement auf Grundlage des Neuen Bauvertragsrechts (§ 650a bis c BGB)
Nachtragskalkulation und Nachtragsprüfung sowie Nachtragsmanagement auf Grundlage des Neuen Bauvertragsrechts (§ 650a bis c BGB)
Mittwoch, 31.01.2018, 09:30 - 17:00 Uhr, Mannheim
Dipl.-Ing. Dr. techn. Ralph Bartsch
ist Partner des Ingenieurbüros BARTSCH WARNING PARTNERSCHAFT, Ingenieurbüro für Baubetrieb und Bauwirtschaft in München, das auf das technische Vertragsmanagement und die baubetriebliche Beratung spezialisiert ist. Herr Dr. Bartsch ist seit über 20 Jahren für private und öffentliche Auftraggeber sowie für Auftragnehmer operativ und beratend, u. a. bei der Ausarbeitung und Bewertung von Nachtragsforderungen und Bauzeitansprüchen, tätig. Herr Dr. Bartsch ist ein von der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Baupreisermittlung und Abrechnung im Hoch- und Ingenieurbau sowie für Bauablaufstörungen. Er ist außerdem Wirtschaftsmediator (IHK). Herr Bartsch ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen zu baubetrieblichen und bauwirtschaftlichen Themen sowie Autor des VOB-Kommentars von Althaus/Heindl, "Der öffentliche Bauauftrag", 2. Aufl. 2013, Verlag C.H. Beck/ibr-online. Er ist Lehrbeauftragter an der Universität Karls­ruhe (KIT) für Vertragsmanagement. Herr Dr. Bartsch veranstaltet seit Jahren Seminare für öffentliche Auftraggeber und Bauunternehmen zu baubetrieblichen Themen. Er hat seit Veröffentlichung des neuen Bauvertragsrechts nach BGB bereits verschiedene Workshops etc. zum neuen Bauvertragsrecht nach BGB geleitet und gilt auch hier als ausgewiesener Fachmann.
Mit Inkrafttreten des neuen Bauvertragsrechts ab dem 01.01.2018 hat der Besteller nach § 650b BGB das Recht, den vereinbarten Werkerfolg oder eine Änderung, die zur Erreichung des vereinbarten Werkerfolgs notwendig wird, zu fordern. Nach dem Konsensualprinzip, welches dem Werkvertragsrecht nach BGB zugrunde liegt, streben die Vertragsparteien in der Folge dieses Verlangens Einvernehmen über die Änderung und die infolge der Änderung zu leistende Mehr- oder Mindervergütung an. Gelingt den Vertragspartnern dieses nicht innerhalb von 30 Tagen, kann der Besteller die Änderung in Textform anordnen. Der Unternehmer ist dann verpflichtet, der Anordnung des Bestellers nachzukommen, wenn ihm die Ausführung zumutbar ist. Die Höhe des Vergütungsanspruchs für den vermehrten oder verminderten Aufwand ist dann nach den tatsächlich erforderlichen Kosten mit angemessenen Zuschlägen für allgemeine Geschäftskosten, Wagnis und Gewinn zu ermitteln.
Insofern betreten die Vertragspartner, wenn sie nach dem BGB ab dem 01.01.2018 einen Bauvertrag abschließen absolutes Neuland, was die Berechnung und Prüfung von Nachtragsforderungen anbelangt und das Prozedere der Nachtragsverhandlung. Dem in Zukunft dauerhaft aus dem Weg zu gehen und auf die geübte Praxis der VOB/B zurückzugreifen, wird nicht gelingen! Zum einen, weil die Fachwelt fest davon überzeugt ist, dass auch die VOB/B über kurz oder lang anzupassen sein wird oder zumindest in der bisherigen Form nicht weiter verwendet werden kann, zum anderen, weil der Auftragnehmer es nicht immer in der Hand haben wird, welche Vertragsform er eingehen soll.
Das hier angebotene Seminar unterscheidet sich von den überwiegend angebotenen Seminaren dadurch, dass die Fragen, wie Nachträge in Zukunft aufzustellen und zu prüfen sind, wie man mit der 30 Tage Frist umgeht, was tatsächlich erforderlichen Kosten mit angemessenen Zuschlägen darstellen etc. aus baupraktischer und kalkulatorischer Sicht und anhand von Nachtragsbeispielen vom Praktiker für Praktiker vermittelt wird. Es wird darüber hinaus geklärt, wie Auftraggeber und Auftragnehmer in Zukunft diese Aufgaben im Nachtragsmanagement bewältigen können.
Klärung des Unterschiedes einer „Änderung des vereinbarten Werkerfolgs“ und einer „Änderung, die zur Erreichung des vereinbarten Werkerfolgs“ erforderlich ist. Vergleich zum bisherigen Anordnungsrecht nach VOB/B.
Was bedeutet es, dass die Vertragsparteien Einvernehmen über die Änderung und die infolge der Änderung zu leistende Mehr- oder Mindervergütung anstreben sollen? Richtet sich diese Vergütung nach denselben Grundsätzen, wie nach Ablauf der 30 Tage? Wie erfolgt dieses „Anstreben“ in der Praxis? Wie können die Vertragspartner das in der Praxis innerhalb von 30 Tagen gewährleisten? Was ist hierfür im Nachtragsmanagement zu berücksichtigen?
Wann ist dem Unternehmer die Ausführung der Änderung zumutbar? Was passiert, wenn ihm diese nicht zumutbar ist? Wie weist der Unternehmer in der Praxis nach, dass sie ihm nicht zumutbar ist, wie der Auftraggeber, dass sie zumutbar ist?
Was passiert, wenn sich die Vertragsparteien innerhalb von 30 Tagen nicht einigen? Was passiert, wenn eine Vertragspartei sich einer Einigung wiedersetzt oder entzieht? Wie kann man diese Eignung rein praktisch erzielen, insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Planung und des notwendigen Nachtragsmanagements?
Wie bemisst sich die Höhe des Vergütungsanspruchs für den infolge einer Anordnung des Bestellers nach § 650b Absatz 2 BGB vermehrten oder verminderten Aufwand? Worin bestehen die Unterschiede zu der entsprechenden Regelung nach VOB/B? Was sind tatsächlich erforderliche Kosten und angemessene Zuschlägen für allgemeine Geschäftskosten, Wagnis und Gewinn? Wie sind diese zu ermitteln oder nachzuweisen? Wie wird verfahren, wenn die Vertragspartner hierzu keine Einigung erzielen können?
Der Unternehmer kann zur Berechnung der Vergütung für den Nachtrag auf die Ansätze in einer vereinbarungsgemäß hinterlegten Urkalkulation zurückgreifen. Was ist eine vereinbarungsgemäß hinterlegte Urkalkulation? Welchen Inhalt bzw. welche Aussagekraft muss diese haben? Wann ist diese zu hinterlegen? Was, wenn eine Vertragspartei der Vermutung, dass die auf Basis der Urkalkulation fortgeschriebene Vergütung der Vergütung nach Absatz 1 entspricht nicht folgt? Wer hat in diesem Fall was nachzuweisen oder zu beweisen und wie kann das in der Praxis umgesetzt werden?
Wie ist mit dem Thema der Bauzeitverlängerung/Behinderung umzugehen? Was passiert innerhalb der 30 Tage, während dessen die Vertragsparteien Einvernehmen erzielen sollen? Wie kann der Auftragnehmer ggf. eine hieraus resultierende Behinderung in der Praxis geltend machen? Umfasst das Begehren nach § 650b BGB auch die Bauzeit? Wie ist mit der ggf. längeren Ausführungsdauer infolge einer Änderung im Rahmen der Mehr- oder Mindervergütung umzugehen?
Bei der Berechnung von vereinbarten oder gemäß § 632a BGB geschuldeten Abschlagszahlungen kann der Unternehmer gem. § 650 c BGB 80% einer in einem Angebot nach § 650b Absatz 1 Satz 2 BGB genannten Mehrvergütung ansetzen, wenn sich die Parteien nicht über die Höhe geeinigt haben oder keine anderslautende gerichtliche Entscheidung ergeht. Welche Vor- und Nachteile liegen in der Praxis in dieser Regelung?
Wie können die Aufgaben, die sich aus dem neuen Bauvertragsrecht ergeben, in der Praxis innerhalb der gesetzten 30 Tage erfüllt werden? Welche Kapazitäten müssen die Vertragsparteien hierfür bereitstellen?
Termin: Mittwoch, 31.01.2018, 09:30 Uhr - 17:00 Uhr

References: § 650
 § 650
 § 650
 § 632
 § 650
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