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Timestamp: 2020-04-09 08:00:01+00:00

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Steuerliche Abzugsfähigkeit von Aufwendungen für ein häusliches ... | Masterarbeit, Hausarbeit, Bachelorarbeit veröffentlichen
A K Aylin Kreis (Autor)
2. Definition eines häuslichen Arbeitszimmers
2.1 Begriffserläuterung „häusliches Arbeitszimmer“
2.2 Lage, Funktion und Ausstattung des Arbeitszimmers
2.3 Einbindung in die häusliche Sphäre
2.4 Außerhäusliches Arbeitszimmer
2.5 Abgrenzung zur Betriebsstätte
2.6 Beispiele für ein häusliches Arbeitszimmer
2.7 Beispiele für sonstige betrieblich oder beruflich genutzte Räume
3. Geschichtliche Entwicklung der steuerlichen Abziehbarkeit eines häuslichen Arbeitszimmers
3.1 Grundsätzliches Abzugsverbot
3.2 Ausnahmen vom Abzugsverbot bis 2006
3.3 Ausnahmen vom Abzugsverbot ab 2007
3.4 Tabellarische Übersicht der gesetzlichen Entwicklung
4. Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer
5. Anforderungen für den Abzug der Aufwendungen eines häuslichen Arbeitszimmers
5.1 Mittelpunkt der gesamten betrieblichen oder beruflichen Betätigung im häuslichen Arbeitszimmer
5.1.1 Definition Mittelpunkt
5.1.2 Ausübung einer betrieblichen oder beruflichen Tätigkeit
5.1.3 Ausübung mehrerer betrieblichen oder beruflichen Tätigkeiten
5.1.4 Beispiele
5.2 Nicht zur Verfügung stehender anderer Arbeitsplatz
5.2.1 Begriffsdefinition „anderer Arbeitsplatz“
5.2.2 Begriffsdefinition „zur Verfügung stehend“
5.2.3 Ausübung einer betrieblichen oder beruflichen Tätigkeit
5.2.4 Ausübung mehrerer beruflichen Tätigkeiten
6. Nutzung eines Arbeitszimmers durch mehrere Steuerpflichtige
7. Nutzung eines Arbeitszimmers zu Ausbildungszwecken
8. Besondere Aufzeichnungspflichten
Abb. 1: Eigene Darstellung: Steuerliche Abzugsfähigkeit der Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer
Abb. 2: Die gesetzliche Entwicklung des § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b EStG
Vor über 25 Jahren wurde das sogenannte Homeoffice erstmalig eingeführt und erfreut sich seither zunehmender Beliebtheit. Die neu gewonnene Mobilität des Arbeitsplatzes und die ständigen Modernisierungsfortschritte in der Tele- kommunikation, bringen für Arbeitnehmer als auch für Selbstständige viele Vorteile mit sich. Durch das Arbeiten von zu Hause aus kann man zum einen den Beruf mit der Familie besser vereinbaren, zum anderen ist man flexibler in seiner Zeiteinteilung und kann in einer ruhigen, gewohnten Atmosphäre arbei- ten. Durch das zunehmende Wachstum von Telearbeitsplätzen musste der Ge- setzgeber letztendlich eine Regelung finden, wann, in welcher Höhe und unter welchen Voraussetzungen die Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszim- mer steuerlich abzugsfähig sind.
Die vorliegende Arbeit bezieht sich auf die gesetzliche Behandlung der steuer- lichen Abzugsfähigkeit von Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer. Die dazugehörigen Vorschriften sind in § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b EStG geregelt. Sie wird neben den Gewinneinkunftsarten laut dem Verweis in § 9 Abs. 5 EStG auch auf die Überschusseinkunftsarten angewendet. Ebenso können die Auf- wendungen für ein häusliches Arbeitszimmer nach § 10 Abs. 1 Nr. 7 Satz 4 EStG auch als Sonderausgaben bei einer Ausbildung geltend gemacht werden.
Die aktuelle Gesetzgebung des § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b EStG lautet:
„Die folgenden Betriebsausgaben dürfen den Gewinn nicht mindern: Aufwen- dungen für ein häusliches Arbeitszimmer sowie die Kosten der Ausstattung. Dies gilt nicht, wenn für die betriebliche oder berufliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht. In diesem Fall wird die Höhe der abziehba- ren Aufwendungen auf 1.250 Euro begrenzt; die Beschränkung der Höhe nach gilt nicht, wenn das Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten be- trieblichen und beruflichen Betätigung bildet.“
Die vorliegende Arbeit orientiert sich vorrangig an dem aktuellen Schreiben vom 06.10.2017 des Bundesfinanzministeriums,1 in welchem die Aussagen aus dem Jahr 2011 zu einkommensteuerrechtlichen Verfahren von häuslichen Arbeitszimmern überarbeitet und durch die neuen Rechtsgrundsätze des Bun- desfinanzhofes2 ergänzt wurden. Die Ausarbeitung soll eine, auch für Fach- fremde verständliche, Übersicht darstellen und aufzeigen, welche Möglichkei- ten ein Steuerpflichtiger hat, die Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszim- mer steuerlich geltend zu machen.
Um einen Einstieg in die Thematik und ein besseres Verständnis zu erhalten, wird zu Beginn der Arbeit der Begriff des häuslichen Arbeitszimmers, des au- ßerhäuslichen Arbeitszimmers und den damit verbunden Abgrenzungsmerk- malen definiert. Ergänzend zu den Begriffserläuterungen sowie zur besseren Unterscheidung, schließt das Kapitel mit Beispielen für ein häusliches Arbeits- zimmer und für sonstige betrieblich oder beruflich genutzte Räume ab.
In der Vergangenheit haben sich die gesetzlichen Vorschriften zur steuerlichen Abzugsfähigkeit von Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer häufig geändert. Das anschließende Kapitel befasst sich daher mit der geschichtli- chen Entwicklung und insbesondere mit den Ausnahmeregelungen des Ab- zugsverbots. Das Kapitel endet mit einer Übersicht der gesetzlichen Änderun- gen des § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b EStG.
Das vierte Kapitel zeigt auf, welche Aufwendungen ein Steuerpflichtiger für sein häusliches Arbeitszimmer geltend machen kann und welche Vorschriften hierbei zu beachten sind.
Im Anschluss daran beschäftigt sich das fünfte Kapitel mit den Anforderungen, die ein Steuerpflichtiger erfüllen muss, um Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer geltend machen zu dürfen. Hierbei werden die wesentlichen Begriffsbestimmungen erörtert und die Differenzierungen bei unterschiedlicher Nutzung des Arbeitszimmers herausgearbeitet. Dies wird durch anschließende praxisnahe Beispiele veranschaulicht.
Das letzte Kapitel wird kurz auf die besonderen Aufzeichnungspflichten eingehen, da diese einen nicht unbedeutenden Stellenwert haben. Die vorliegende Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse ab.
Die nachfolgende Abbildung zeigt eine Übersicht der aktuellen Rechtslage für die steuerliche Abzugsfähigkeit der Aufwendungen für ein häusliches Arbeits- zimmer und dient der besseren Orientierung für die im Anschluss folgenden Kapitel.
Abb. 1 Steuerliche Abzugsfähigkeit der Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer
Der Begriff des häuslichen Arbeitszimmers ist nicht im Gesetz definiert und bestimmt sich daher nach dem allgemeinen Sprachgebrauch und der Recht- sprechung des BFH.3 Da sich die Abzugsbeschränkungen gemäß § 4 Abs. 5 S. 1 Nr. 6b EStG ausschließlich auf das häusliche Arbeitszimmer beziehen, ist es notwendig, zwischen dem häuslichen Arbeitszimmer, dem außerhäuslichen Arbeitszimmer und den sonstigen betrieblich oder beruflich genutzten Räumen zu differenzieren. Im folgenden Kapitel werden die Bedingungen an die ein häusliches Arbeitszimmer geknüpft ist näher erläutert und die Abgrenzung zu einem außerhäuslichen Arbeitszimmer sowie einer Betriebsstätte dargestellt. Abschließend wird dies für ein besseres Verständnis mit Beispielen veran- schaulicht.
Nach der Rechtsprechung und Verwaltung ist ein häusliches Arbeitszimmer gem. § 4 Abs. 5 S. 1 Nr. 6b EStG ein Raum, welcher seiner Funktion, Lage und Ausstattung nach in die häusliche Sphäre des Steuerpflichtigen integriert ist und vorrangig der Ausführung
- gedanklicher,
- schriftlicher oder
Tätigkeiten dient.4 Es handelt sich demnach um einen betrieblich oder beruflich verwendeten Büroraum, der sich im gleichen Gebäude wie die Privatwohnung befindet.5 Bei der Beurteilung, ob ein solcher Raum besteht, ist auf das Ge- samtbild der Verhältnisse im Einzelfall abzustellen.6 Diese Abgrenzung ist un- verzichtbar, da Aufwendungen für betriebliche Räume, die kein Arbeitszimmer darstellen, steuerlich unbeschränkt abzugsfähig sind.7 Für welche Einkunftsart das Arbeitszimmer jedoch letztendlich genutzt wird, ist für die Eignung der Räumlichkeit irrelevant. Das Bundesfinanzministerium teilt diese Auffassung des Bundesfinanzhofes.8 Es verlangt jedoch darüber hinaus, dass der Raum grundsätzlich zu beruflichen und/oder betrieblichen Zwecken verwendet wer- den muss.9 Eine darüber hinaus erfolgende private Mitbenutzung führt zu ei- nem Abzugsverbot, da die Kosten für das private Wohnen generell zu den nicht abzugsfähigen Kosten der Lebensführung im Sinne des § 12 Nr. 1 EStG zäh- len.10 Fällt die private Nutzung jedoch unter zehn Prozent, ist diese für die Ab- ziehbarkeit der Aufwendungen unschädlich.11
Die Regelung gilt auch für Archivräume, welche ebenso als häusliche Arbeits- zimmer anerkannt werden, sofern in ihnen die für ein Arbeitszimmer typischen Arbeiten ausgeführt werden. Zu diesem zählen unter anderem das Sortieren, Durchsehen und Heraussuchen von Unterlagen.12
Unter einem häuslichen Arbeitszimmer stellt man sich einen Raum innerhalb der Privatwohnung vor, der mit den typischen Ausstattungsmerkmalen eines Büros eingerichtet ist und die Einrichtung dem Nutzen entspricht. Der Raum wird hauptsächlich für die Erledigung gedanklicher, schriftlicher oder organisa- torischer Arbeiten genutzt.13 Es muss sich allerdings nicht zwingend um Tätig- keiten büromäßiger Art handeln. Es kann auch ein häusliches Arbeitszimmer vorliegen, wenn es für geistige, künstlerische oder schriftstellerische Arbeiten genutzt wird.14
Damit ein häusliches Arbeitszimmer steuerlich anerkannt werden kann muss es von dem restlichen privaten Wohnraum abgetrennt und durch eine Tür ver-schließbar sein. Dies hat zur Folge, dass unter anderem Durchgangszimmer, Treppenhäuser, Galerien oder Emporen nicht als Arbeitszimmer genutzt wer- den können.15 Auch eine sogenannte Arbeitsecke, welche sich in einem Raum befindet, der sowohl beruflich als auch privat genutzt wird, kann steuerlich nicht geltend gemacht werden, da kein häusliches Arbeitszimmer vorliegt.16 Dies gilt auch in dem Fall, wenn ein privat genutzter Raum durch das Aufstellen von Regalen oder Trennwänden objektiv in zwei Räume unterteilt wird.17 Prinzipiell ist es auch möglich, dass mehrere Räume zum häuslichen Arbeitszimmer zäh- len. Es muss allerdings eine strikte Trennung der Räumlichkeiten zu dem privat genutzten Wohnbereich erfolgen.18
Bei der Ausstattung stellt der Schreibtisch das zentrale Möbelstück eines Ar- beitszimmers dar19, er ist jedoch nicht zwingend notwendig.20 Weitere typische Ausstattungsmerkmale sind unter anderem Regale, ein Bürostuhl oder ein Computer. Die Einrichtung ist für die Bewertung elementar, da von ihr eine in- dizielle Wirkung ausgeht. Sie kann ein Hinweis dafür sein, dass ein Raum aus- schließlich für betriebliche oder berufliche Tätigkeiten genutzt wird oder an- dersherum auf eine nicht unerhebliche private Mitbenutzung hindeutet.
Im Falle, dass dem Zimmer wesentliche Ausstattungsmerkmale eines Büros fehlen oder auffallend viele Privatgegenstände dort untergebracht sind, kann es trotz der Lage im häuslichen Bereich, unter die Abzugsbegrenzung fallen.21 Gegenstände der privaten Lebensführung, die auf eine private Nutzung schlie- ßen lassen, könnten beispielweise ein Fernseher, Kleiderschränke, Betten o- der ähnliches sein.22 Befinden sich jedoch nur einzelne private Gegenstände in dem häuslichen Raum, sind diese für den Steuerabzug unschädlich.
Ein Arbeitszimmer gilt nur dann als häusliches Arbeitszimmer, wenn es in die häusliche Sphäre eingebunden ist. Eine Definition für den Begriff „häuslich“ wurde im Gesetz nicht festgelegt. Es handelt sich entsprechend aktueller Rechtslage um einen Raum, der zur privaten Wohnung oder zum Wohnhaus eines Steuerpflichtigen gehört.23
Das Gesamtbild der Verhältnisse entscheidet darüber, ob ein Arbeitszimmer unmittelbar oder mittelbar mit dem privaten Wohnraum räumlich verbunden ist. Als häuslich gilt generell immer der Bereich, welcher nach Art. 13 GG dem besonderen Schutz der Wohnung unterliegt.24
Eine Einbindung in die häusliche Atmosphäre gilt nach Rechtsprechung des BFH als ausgeschlossen, sobald das häusliche Arbeitszimmer für den intensi- ven und dauerhaften Publikumsverkehr geöffnet ist,25 oder ein Arbeitnehmer einen Raum an seinen Arbeitgeber vermietet und dieser ihn an seinen Arbeit- nehmer zurücküberlässt.26 Eine Ausnahme von der Regelung des Publikums- verkehres bilden gelegentliche Besprechungen, die in einem häuslichen Ar- beitszimmer stattfinden.27
Einen weiteren Ausnahmefall bildet die Mitbenutzung durch Dritte. Wird das Arbeitszimmer eines Steuerpflichtigen auch von dritten, nicht der Familie und dem Haushalt angehörenden Personen genutzt, kann es sich grundsätzlich nicht mehr um ein häusliches Arbeitszimmer handeln. Hierbei ist jedoch der Einzelfall entscheidend.28 Eine Mitbenutzung des Arbeitszimmers durch den Ehepartner eines Steuerpflichtigen ist dagegen unschädlich.29
Der BFH trifft in seiner Rechtsprechung ebenfalls Unterscheidungen zwischen einem Einfamilienhaus und einem Mehrfamilienhaus. Diese Unterscheidung wird im Folgenden erläutert.
Bei einem Arbeitszimmer, das in einem selbstgenutzten Einfamilienhaus liegt, handelt es sich gewöhnlicherweise um ein häusliches Arbeitszimmer. Für die Bewertung ist es unerheblich, ob der Steuerpflichtige Mieter oder Eigentümer des Einfamilienhauses ist.
Neben den Wohnräumen verfügen die meisten Einfamilienhäuser noch über Zubehörräume, wie Abstell-, Keller- oder Speicherräume, welche ebenso als Arbeitszimmer genutzt werden können.30
Auch Anbauten an ein Einfamilienhaus können als häusliches Arbeitszimmer gelten, wenn diese vom straßenabgewandten Garten zugänglich sind.31 Durch diese Regelung ist es möglich, dass auch ein ausgebauter Dachstuhl, ein Gar- tenhaus oder eine Garage als Arbeitszimmer genutzt werden kann.32 Voraus- setzung hierfür ist jedoch, dass die Räumlichkeiten aufgrund der direkten Nähe zu den privaten Wohnräumen als gemeinsame Wohneinheit verbunden sind.
Befindet sich das Arbeitszimmer eines Steuerpflichtigen in einem Mehrfamili- enhaus und nicht innerhalb der privaten Wohnung gibt es folgendes zu beach- ten:
Hat ein Steuerpflichtiger eine separate Wohnung in einem Mehrfamilienhaus angemietet und befindet sich diese auf der selben Etage wie die Privatwoh- nung, besteht laut BFH Urteil eine Einbindung in die häusliche Sphäre. Die zusätzliche Wohnung wird folglich als häusliches Arbeitszimmer anerkannt, da der Unterschied zu einem direkt in der Wohnung befindlichen Arbeitszimmer unerheblich ist.33
Anders verhält es sich, wenn ein Steuerpflichtiger eine separate Wohnung an- mietet, welche sich auf einer anderen Etage als die privat genutzte Wohnung befindet. In diesem Fall ist die Rechtsprechung der Ansicht, dass die Verlage- rung der Kosten der privaten Lebenshaltung in den beruflichen oder betriebli- chen Bereich geringer ist, als wenn die Räumlichkeiten direkt an die Privatwoh- nung anschließen. Durch diesen Umstand und da die Räumlichkeiten nur durch ein gemeinsames und von fremden Dritten genutztes Treppenhaus er- reicht werden können, ist eine Anerkennung als häusliches Arbeitszimmer nicht möglich.34
In dem Falle, dass ein Arbeitszimmer in einer anderen Etage als die Privatwoh- nung liegt, jedoch das Mehrfamilienhaus nur von dem Steuerpflichtigen selbst genutzt wird, handelt es sich um ein häusliches Arbeitszimmer. Es muss ledig- lich sichergestellt sein, dass es auf dem Weg zu dem Arbeitszimmer keinen Zutritt für die Allgemeinheit gibt oder eine von fremden Dritten benutzte Ver- kehrsfläche betreten werden muss.35
Ebenfalls gilt es bei einem Mehrfamilienhaus zu unterscheiden, ob Zubehör- räume wie Keller-, Hobby- oder Speicherräume zur Wohnung zugehörig sind oder separat angemietet werden. Gehört ein Zubehörraum zur Privatwohnung eines Steuerpflichtigen, gilt dieser als in die häusliche Sphäre eingebunden.36 Dies ist jedoch nicht der Fall, wenn ein Zubehörraum extra angemietet wurde.37 Hierbei handelt es sich um ein außerhäusliches Arbeitszimmer. Eine ausführ- liche Erläuterung erfolgt im anschließenden Kapitel.
1 Vgl. BMF v. 06.10.2017, BStBl. 2017 I, S. 1320; Nachfolgend mit BMF abgekürzt
2 Nachfolgend mit BFH abgekürzt.
3 Vgl. PAUL, in: Herrmann/Heuer/Raupach, 2016, § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b EStG, Rn. 1510
4 Vgl. BFH v. 19.02.2002, BStBl. 2003 III, S. 139 und v. 16.10.2002, BStBl. 2003 II, S. 185
5 Vgl. BMF v. 06.10.2017, BStBl. 2017 I, S. 1320, Rz. 3-5.
6 Vgl. BFH v. 20.06.2012, IX R 56/1
7 Vgl. KKB/HALLERBACH, 2017, § 4 EStG, Rn. 733
8 Vgl. BMF v. 02.03.2011, BStBl. 2011 I, S. 195, Rz. 3
9 Vgl. BFH v. 22.03.2016, BStBl. 2016 II, S. 881
10 Vgl. PAUL, in: Herrmann/Heuer/Raupach, 2016, § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b EStG, Rn. 1520
11 Vgl. BFH v. 27.07.2015, BStBl. 2016 II, S. 265
12 Vgl. BFH v. 19.02.2002, BStBl. 2003 II, S. 139
13 Vgl. PAUL, in: Herrmann/Heuer/Raupach, 2016, § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b EStG, Rn. 1520
14 Vgl. BFH v. 10.10.2012
15 Vgl. NOLTE (Häusliches Arbeitszimmer, 2017), abgerufen am: 03.02.2018
16 Vgl. SCHÖNFELD/PLENKER (Arbeitszimmer, 2018), abgerufen am: 07.02.2018; BFH v. 17.02.2016, BStBl. II, S. 708
17 Vgl. BFH v. 22.03.2016, BStBl. 2016 II, S. 881
18 Vgl. BMF v. 06.10.2017, BStBl. 2017 I, S. 1320, Rz. 3
19 Vgl. BFH v. 28.08.2003, BStBl. 2004 I, S. 55
20 Vgl. BFH v. 10.10.2012, VIII R 44/10
21 Vgl. PAUL, in: Herrmann/Heuer/Raupach, 2016, § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b EStG, Rn. 1510
22 Vgl. STEUERTIPPS (Lexikon, 2017), abgerufen am: 07.02.2018
23 Vgl. SEGEBRECHT, Die Einnahmen der Überschussrechnung, 2013, S. 73; BMF v. 06.10.2017, BStBl. 2017 I, S. 1320, Rz. 9-10
24 Vgl. HALLERBACH, in: Kanzler/Kraft/Bäumle, 2017, § 4 EStG, Rn. 733
25 Vgl. BFH v. 31.03. 2003
26 Vgl. SEIFERT, StuB 2017, S. 881 (S. 889); HALLERBACH, in: Kanzler/Kraft/Bäumle, 2017, § 4 EStG, Rn. 736
27 Vgl. PAUL, in: Herrmann/Heuer/Raupach, 2016, § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b EStG, Rn. 1512
28 Vgl. BFH v. 09.11.2006; FG Münster v. 26. 4. 2013
29 Vgl. BFH v. 29.04.2010
30 Vgl. BFH v. 13. 11. 2002, BStBl. 2003 II S. 350; PAUL, in: Herrmann/Heuer/Raupach, 2016, § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b EStG, Rn. 1512
31 Vgl. SEGEBRECHT, Die Einnahmen der Überschussrechnung, 2013, S. 73
32 Vgl. BFH v. 13.11.2002, VI R 164/00; BMF v. 06.10.2017, BStBl. 2017 I S. 1320, Rn. 3-4
33 Vgl. BFH v. 26.02.2003
34 Vgl. BFH v. 10.06.2008; PAUL, in: Herrmann/Heuer/Raupach, 2016, § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b EStG, Rn. 1512
35 Vgl. BFH v. 13.05.2015
36 Vgl. BFH v. 30.01.2014
37 Vgl. BFH v. 26.02.2003, BStBl. 2003 II, S. 515
Aylin Kreis (Autor)
V514942
9783346115829
9783346115836
steuerliche, abzugsfähigkeit, aufwendungen, arbeitszimmer
Aylin Kreis (Autor), 2018, Steuerliche Abzugsfähigkeit von Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/514942
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