Source: http://doczz.nl/doc/841583/wegleitung-zur-steuererkl%C3%A4rung-2015
Timestamp: 2017-11-18 02:40:44+00:00

Document:
Kantonssteuer / Direkte Bundessteuer
mit Wohnsitz im Kanton
•Vorbereitung ist die halbe Arbeit
•Wichtiges in Kürze
•Pflichten / Pflichtverletzungen / Fristen
Wegleitung zum Ausfüllen des Hauptformulars (Formular 1a)
•Seite 1: Personalien, Berufs- und Familienverhältnisse
•Seite 2: Einkünfte im In- und Ausland
• Seite 3: Abzüge
•Seite 4: Vermögen im In- und Ausland
•Seite 4: Kapitalleistungen aus Vorsorge
Wegleitung zum Ausfüllen der Formulare
•Wertschriften- und Guthabenverzeichnis (Formular 2)
•Berufsauslagen (Formular 3)
•Schuldenverzeichnis (Formular 4)
•Versicherungsprämien (Formular 5)
•Krankheits-, Unfall- und behinderungs bedingte Kosten (Formular 6)
•Liegenschaften (Formular 7)
•Vermietung von Ferienwohnungen (Formular 7.1)
•Verzeichnis der Formulare und Hilfsmittel
•Tabelle zur Berechnung der kantonalen Einkommenssteuer
•Tabelle zur Berechnung der kantonalen Vermögenssteuer
•Tabelle zur Berechnung der direkten Bundessteuer
•Verzeichnis der Gemeindesteuerämter
•Verzeichnis der Steuer-Allianzen
Grüezi, salve und allegra
Die vorliegende Wegleitung hilft Ihnen, die Steuererklärung richtig auszufüllen. Wir haben uns erneut bemüht, gegenüber dem Vorjahr möglichst wenig an den Formularen und der Wegleitung zu ändern.
Mittels eines Navigators (violette Schrift) werden Sie durch die Steuererklärung geführt. Für die meisten Fragen und Probleme haben wir Lösungen aufgezeigt. Sollten dennoch Unklarheiten auftreten, wenden Sie sich
bitte an Ihr Gemeindesteueramt. Dort hilft man Ihnen gerne weiter. Wenn Sie über einen Internetanschluss
verfügen, können wir Ihnen als weitere Informationsquelle unsere Homepage www.stv.gr.ch und für Rückfragen per E-Mail die Adresse [email protected] anbieten.
Die grösste Hilfe bildet die Deklarationssoftware "SofTax GR". Ab Januar 2016 kann "SofTax GR" von unserer Homepage heruntergeladen werden. Mit der Standardversion können maximal 5 Steuererklärungen
ausgefüllt werden. Informationen über Mandantenlizenzen (Abstufung, Preise und Bestellinformationen)
Für die Steuererklärung 2015 ist eine elektronische Übermittlung der Steuererklärungsformulare und Steuerdaten über Internet möglich.
Für die Übermittlung jeder Steuererklärung wird ein eigener Passcode benötigt. Sie haben diesen
Passcode zusammen mit der Steuererklärung zugestellt erhalten. Unabhängig davon, in welcher Form dies
geschehen ist (Aufforderung zur Einreichung der Steuererklärung oder Papierformulare) ist der Passcode
jeweils am gleichen Ort aufgedruckt wo auch, wie schon auf den Unterlagen für die Vorperioden, der Einreichetermin aufgedruckt ist.
Zustellung der Steuererklärung
Das Ausfüllen der Steuererklärung für Graubünden kann entweder elektronisch oder auf althergebrachte
Weise unter Verwendung von Papierformularen erfolgen. Entsprechend der bevorzugten Methode kann
Aufforderung zur Einreichung der Steuererklärung
Dabei handelt es sich um ein einseitiges Schreiben, in welchem die Register- / Referenznummer und der
Einreichetermin für die Steuererklärung mitgeteilt werden. Nach Erhalt der Aufforderung kann die Deklarationssoftware "SofTax GR" von der Homepage der kantonalen Steuerverwaltung heruntergeladen, installiert und die Steuererklärung erstellt werden. Wird die Steuererklärung durch einen Dritten (Treuhandbüro, Steuerberater, Familienangehörige oder Bekannte) ausgefüllt, der dafür eine Deklarationssoftware verwendet, benötigt dieser nicht mehr Informationen als das Aufforderungsschreiben enthält. Diese Zustellungsform trägt ökologischen Anliegen am besten Rechnung, benötigt am wenigsten Zeit und verursacht
die geringsten Kosten. Gleichzeitig bietet sie Gewähr dafür, dass die zum Zeitpunkt von Download und Installation aktuellste verfügbare Version von "SofTax GR" für die Steuererklärung verwendet wird. Personen, die in den Kanton Graubünden zuziehen oder bereits hier Wohnsitz haben und neu in die Steuerpflicht eintreten (z.B. mit Erreichen der Mündigkeit), wird die Steuererklärung in dieser Form zugestellt,
wenn sie nicht ausdrücklich eine andere Zustellform wählen.
Wird diese Zustellform gewählt, erfolgt die Zustellung der Steuererklärungsformulare und der Wegleitung
zur Steuererklärung in Papierform. Sie ist sehr aufwendig in Produktion und Versand und sollte nur gewählt
werden, wenn die Steuererklärung nicht mit einer Deklarationssoftware am PC erstellt wird.
Eine gute Vorbereitung erleichtert Ihnen das Ausfüllen der Steuererklärung. Beschaffen Sie – soweit notwendig – die nachfolgenden Unterlagen, bevor Sie mit dem Ausfüllen der Steuererklärung beginnen:
Kopie der letzten Steuererklärung mit Beilagen;
Lohnausweise (auch für Nebenerwerbstätigkeit);
Belege über Berufsauslagen (wenn Sie nicht die Pauschale beanspruchen);
Belege über selbstbezahlte Weiterbildungs- und Umschulungskosten;
Bescheinigungen von Renten, Pensionen, Taggeldern und Erwerbsausfallentschädigungen
(AHV/IV/EO, Vorsorgeeinrichtungen, Arbeitslosenkassen, Kranken- und Unfallversicherungen etc.);
Zins- und Saldoausweise (Bank/Post), Depotauszüge oder Steuerausweise, Dividenden- und Ertragsabrechnungen (Aktien, Obligationen, Anlagefonds etc);
Schulden- und Schuldzinsenausweise;
Unterlagen über Liegenschaftserträge und Belege über den Liegenschaftsunterhalt (falls Sie die effektiven Unterhaltskosten und nicht die Pauschale beanspruchen);
Bescheinigungen über den Einkauf von Beitragsjahren in Einrichtungen der beruflichen Vorsorge (Säule 2);
Bescheinigungen von Beiträgen in die gebundene Selbstvorsorge (Säule 3a);
Unterlagen über Prämienzahlungen an Kranken-, Unfall- und Lebensversicherungen;
Bescheinigungen über den Steuerwert von Lebensversicherungen;
Unterlagen über die selbst getragenen Krankheits-, Unfall- und Invaliditätskosten, Leistungsausweise
Krankenkasse etc.;
Belege über freiwillige Zuwendungen und Zahlungen an politische Parteien;
Bilanzen, Gewinn- und Verlustrechnungen.
Prüfen Sie, ob alle benötigten Steuererklärungsformulare vorhanden sind. Fehlende Formulare können Sie
beim Gemeindesteueramt beziehen.
Wir empfehlen Ihnen, zuerst die mit Kopie bezeichneten Formulare auszufüllen und dann die definitive
Fassung auf die Originalformulare zu übertragen. Bitte verwenden Sie in den Originalformularen einen Kugelschreiber (keinen Bleistift). Heften Sie die Unterlagen nicht zusammen (kein Bostitch, keine Büroklammern).
Wer hat eine Steuererklärung 2015 einzureichen?
Alle volljährigen Personen, welche am 31. Dezember 2015 ihren Wohnsitz im Kanton Graubünden hatten;
Steuerpflichtige, die im 2015 volljährig geworden sind (Jahrgang 1997), haben erstmals eine eigene
Steuererklärung einzureichen;
Volljährige Steuerpflichtige, die im Laufe des Jahres 2015 ins Ausland weggezogen sind;
Minderjährige Steuerpflichtige mit Erwerbseinkommen.
Ehegatten, welche in rechtlich und tatsächlich ungetrennter Ehe leben, sind gemeinsam steuerpflichtig.
Einkommen und Vermögen werden ohne Rücksicht auf den Güterstand zusammengerechnet.
Die nach dem Bundesgesetz über die eingetragene Partnerschaft gleichgeschlechtlicher Paare (Partnerschaftsgesetz) registrierten Partnerinnen oder Partner werden den verheirateten Steuerpflichtigen gleichgestellt.
Einkommen (ohne Erwerbs- und Ersatzeinkommen) und Vermögen der minderjährigen Kinder (Jahrgang
1998 und jünger) werden grundsätzlich den Eltern bzw. dem Inhaber der elterlichen Sorge oder Obhut zugerechnet. Werden die Eltern nicht gemeinsam veranlagt und üben sie die elterliche Sorge gemeinsam
aus, wird das Kind zusammen mit dem Elternteil besteuert, mit dem es zusammenlebt.
Minderjährige Schüler, Studenten und Lehrlinge erhalten keine Steuererklärung.
Volljährige Schüler, Studenten und Lehrlinge müssen die Steuererklärung vollständig ausfüllen.
Wesentlicher Stichtag
Für folgende Ereignisse ist der 31. Dezember 2015 massgebend:
Steuerpflicht im Kanton: Sie sind für das ganze Jahr in Graubünden steuerpflichtig, wenn Sie im Laufe
des Jahres aus einem anderen Kanton zugezogen sind;
Steuerpflicht in der Gemeinde: Sie sind für das ganze Jahr in der Gemeinde steuerpflichtig, in der Sie
Ende Jahr Ihren Wohnsitz hatten;
Festlegung des Familienstandes: Sie gelten beispielsweise für das ganze Jahr als verheiratet, wenn
Sie am 31. Dezember verheiratet waren;
Sozialabzüge: Sie können beispielsweise den Kinderabzug beanspruchen, wenn per Ende Jahr die
entsprechenden Bedingungen erfüllt sind;
Stand des steuerbaren Vermögens.
Heirat, Eintrag Partnerschaft, Scheidung, Trennung oder Auflösung einer eingetragenen Partnerschaft
Bei Heirat oder bei Eintrag einer Partnerschaft im Laufe des Jahres 2015 werden die beiden Ehegatten
oder Partner(innen) für das ganze Kalenderjahr gemeinsam besteuert. Auch die vor der Heirat bzw. vor
dem Eintrag der Partnerschaft erzielten Einkünfte sind in der gemeinsamen Steuererklärung zu deklarieren.
Bei Scheidung, richterlicher bzw. tatsächlicher Trennung bzw. Auflösung der eingetragenen Partnerschaft
im Laufe des Jahres 2015 werden die Steuerpflichtigen für die gesamte Steuerperiode getrennt besteuert.
Sie haben je eine separate Steuererklärung einzureichen, in der die Einkünfte ab Beginn des Jahres separat deklariert werden.
Für das Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit und für das Geschäftsvermögen ist auf den im Kalenderjahr 2015 erstellten Geschäftsabschluss abzustellen. Ein Geschäftsabschluss muss in jedem Jahr
erstellt werden (Ausnahme: Aufnahme der selbständigen Erwerbstätigkeit in der zweiten Jahreshälfte).
Das Vermögen und die Erträge daraus fliessen in die ordentliche Steuererklärung 2015 ein. Die erhaltenen
Vermögenswerte und die daraus erzielten Einkünfte sind zusammen mit den übrigen Faktoren zu deklarieren. Der Schenkgeber hat in seiner Steuererklärung darzulegen, wem er zu welchem Zeitpunkt Vermögenswerte abgetreten hat. Die geschenkten Vermögenswerte hat er in der Steuererklärung 2015 nicht
mehr zu deklarieren.
Bei Vermögensanfall aus Erbschaft (nicht jedoch infolge Schenkung oder Erbvorbezug) wird das hinzukommende Vermögen vom Zeitpunkt des Erbanfalls an (und nicht während der ganzen Steuerperiode) besteuert. Die Umrechnung erfolgt von Amtes wegen.
Tod der steuerpflichtigen Person
Es muss eine Steuererklärung erstellt werden, in der die gesamten Einkünfte bis zum Todestag und das
Reinvermögen am Todestag angegeben werden.
Bei Ehepaaren oder eingetragenen Partnerschaften muss der überlebende Ehegatte bzw. Partner in der
Folge zusätzlich eine Steuererklärung per Ende Dezember einreichen, in der die Einkünfte seit dem Ableben des verstorbenen Ehegatten / Partners und das Vermögen per Ende Dezember angegeben werden.
Umrechnungen zur Vermeidung einer doppelten Besteuerung des Vermögens erfolgen von Amtes wegen.
Zahlungstermine im Jahr 2016
Die direkte Bundessteuer ist per Ende März zu bezahlen.
Die Kantonssteuer kann in zwei Raten per Ende Februar und per Ende April oder in einem Betrag per Ende
März bezahlt werden.
Die provisorischen Steuerrechnungen werden auf Grund der Vorjahresfaktoren erstellt.
Wenn sich die Einkommensverhältnisse im Jahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr erheblich geändert haben,
sollten die Steuerfaktoren für die neue Steuerperiode diesen neuen Einkommensverhältnissen angepasst
werden. Dazu ist beim Gemeindesteueramt schriftlich die Ausstellung einer neuen provisorischen Steuerrechnung zu beantragen. Andernfalls ergeben sich zur späteren definitiven Steuerrechnung 2015 beträchtliche Differenzen.
Die Zahlungstermine für die Gemeindesteuer sind unterschiedlich. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrem Gemeindesteueramt.
Die definitive Steuerrechnung wird erst später – nach Prüfung der Steuererklärung – erstellt und versandt.
Zu viel bezogene Beträge werden mit Zinsen erstattet; zu wenig bezogene Beträge werden nacherhoben.
Bei Beendigung der Steuerpflicht (Wegzug, Tod) oder bei Konkurs gelten besondere Regelungen.
Das Wertschriftenverzeichnis dient zugleich als Antrag auf Rückerstattung der Verrechnungssteuer für das
Die Verrechnungssteuer auf den Erträgen des Erneuerungsfonds von Stockwerkeigentümergemeinschaften wird durch die Gemeinschaft direkt bei der Eidg. Steuerverwaltung zurückgefordert (Formular 25). Bezüglich Deklaration bei den einzelnen Stockwerkeigentümern gilt Folgendes:
Anteile am Erneuerungsfonds bzw. Erträge daraus werden nicht besteuert, da die Erträge im jeweiligen Erneuerungsfonds verbleiben. Sie werden für den späteren Unterhalt der Liegenschaft verwendet.
Wenn Sie im Laufe des Jahres 2015 in den Kanton Graubünden gezogen sind und Ende des Jahres Ihren
Wohnsitz hier hatten, sind Sie für das ganze Jahr im Kanton Graubünden unbeschränkt steuerpflichtig. Sie
deklarieren mit der Steuererklärung das während des ganzen Jahres erzielte Einkommen und das am Ende
des Jahres vorhandene Vermögen.
Wechsel der Wohnsitzgemeinde:
Wenn Sie im Laufe des Jahres 2015 Ihren Wohnsitz innerhalb des Kantons gewechselt haben, sind Sie für
das ganze Jahr in der Gemeinde steuerpflichtig, in der Sie Ende des Jahres Ihren Wohnsitz hatten.
Bei Zuzug aus dem Ausland beginnt die Steuerpflicht im Kanton Graubünden mit dem Zuzugsdatum. In der
Steuererklärung ist das seit dem Zuzug erzielte Einkommen und das Vermögen am Ende des Jahres 2015
zu deklarieren. Die für die Bestimmung des Steuersatzes erforderlichen Umrechnungen werden von Amtes
wegen vorgenommen.
Eine unterjährige Steuerpflicht liegt bei Zuzug vom bzw. Wegzug ins Ausland, bei Tod des Steuerpflichtigen sowie beim Wechsel zwischen Quellensteuer und ordentlicher Veranlagung vor. Während bei
einer unterjährigen Steuerpflicht das steuerbare Einkommen effektiv besteuert wird, sind für die Ermittlung
des satzbestimmenden Einkommens und für die Abzüge unterschiedliche Umrechnungen vorzunehmen. Dabei werden die regelmässig fliessenden Einkünfte von Amtes wegen auf zwölf Monate umgerechnet. Damit wird gewährleistet, dass Steuerpflichtige, die nicht während der gesamten Steuerperiode
der Steuerpflicht im Kanton unterliegen, zum gleichen Satz besteuert werden, wie wenn sie während der
ganzen Periode steuerpflichtig wären.
Nähere Informationen dazu finden Sie auf dem Merkblatt unterjährige Steuerpflicht. Dieses können Sie
beim zuständigen Gemeindesteueramt beziehen. Sie finden es auch im Internet unter www.stv.gr.ch. Weitere ausführliche Informationen zu diesem Thema finden Sie auf unserer Homepage unter dem Begriff
"Gegenwartsbemessung".
Pflichten/Pflichtverletzungen/Fristen
Sämtliche Einkommens- und Vermögensbestandteile sind anzugeben, selbst wenn kein steuerbares Einkommen resultiert. Die auf Vermögenserträgen erhobene Verrechnungssteuer entbindet nicht von der Deklarationspflicht. Daher sind sämtliche der Verrechnungssteuer unterliegenden Erträge im Wertschriftenverzeichnis zu deklarieren. Wer eine Deklaration der mit der Verrechnungssteuer belasteten Einkünfte erst
auf Grund einer Anfrage, Anordnung oder Intervention der Steuerbehörde offengelegt, verwirkt die Rückerstattung mangels korrekter Deklaration (Art. 23 VStG). Die Deklaration in der Rubrik Bund ist fakultativ. Das
Total der steuerbaren Einkünfte und Vermögenswerte muss nur berechnet werden, wenn die Höhe der anfallenden Steuern ermittelt werden soll.
Besondere Veranlagung bei Bedürftigkeit (Nullveranlagung)
Gemäss Art. 156 StG kann der Staat ausnahmsweise auf die Eintreibung einer Steuerforderung verzichten,
wenn der Steuerpflichtige in Not geraten ist oder wenn die Bezahlung des geschuldeten Betrages für ihn
eine grosse Härte bedeuten würde. Das Erlassgesuch ist mit schriftlicher Begründung und unter Beilage
der nötigen Beweismittel der Steuerverwaltung einzureichen. Die Veranlagungsbehörde kann in besonderen Fällen, in denen ein Steuerbezug aussichtslos erscheint, einen Steuererlass gewähren, indem von
vornherein eine Nullveranlagung erlassen wird (Art. 156a StG).
Für Rentenbezüger nach Artikel 3 des Gesetzes über kantonale Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung mit monatlichen Ergänzungsleistungen sowie Bezüger von monatlichen Unterstützungsleistungen nach Artikel 1 des kantonalen Gesetzes über die Unterstützung Bedürftiger
kann auf Antrag hin eine Nullveranlagung erlassen werden, sofern das massgebende Vermögen weniger
als Fr. 25'000.– (Alleinstehende) beziehungsweise Fr. 40'000.– (Verheiratete) beträgt.
Das massgebende Vermögen setzt sich zusammen aus dem Reinvermögen plus der Differenz zwischen
dem Steuerwert von Liegenschaften und deren Verkehrswert gemäss der letzten amtlichen Schätzung.
Mit dem Antrag verzichtet der Steuerpflichtige auf die Geltendmachung seines Verrechnungssteueranspruchs.
Der Antrag auf eine Nullveranlagung ist auf dem Hauptformular (Seite 4) zu stellen. Die Steuererklärung ist
trotzdem vollständig auszufüllen, zu unterzeichnen und unter Beilage des Nachweises der erhaltenen Ergänzungs- resp. Unterstützungsleistung einzureichen. Ohne korrekt ausgefüllte Steuererklärung und Beilage der obgenannten Belege kann auf den Antrag nicht eingetreten werden.
Wer die Steuererklärung nicht einreicht oder andere Verfahrenspflichten verletzt, wird mit Busse bis zu
Fr. 1'000.–, im Wiederholungsfall bis zu Fr. 10'000.– bestraft.
Für die Einreichung der Steuererklärung gelten folgende Fristen:
31. März 2016 für Unselbständigerwerbende, Schüler, Studenten, Rentner, Erwerbslose sowie unverteilte Erbschaften;
30. September 2016 für Selbständigerwerbende, Landwirte und für ausserhalb des Kantons wohnhafte
Personen mit Betriebsstätten in Graubünden;
30. September 2016 für ausserhalb des Kantons wohnhafte Personen mit Liegenschaften im Kanton
Graubünden (beschränkte Steuerpflicht).
Fristerstreckungsgesuche müssen vor Ablauf der Einreichungsfrist schriftlich beim zuständigen Gemeindesteueramt eingereicht werden. Die Gesuche werden nur beantwortet, wenn diesen nicht oder nur teilweise entsprochen wird.
Wer keine, falsche oder unvollständige Angaben über Einkommen und Vermögen macht, kann wegen
Steuerhinterziehung belangt werden. Die hinterzogenen Einkommens- und Vermögenssteuern werden
nacherhoben (Nachsteuer und Verzugszinsen). Zusätzlich muss mit einer Busse gerechnet werden, die bis
zu 300 Prozent des hinterzogenen Steuerbetrages betragen kann. Anstiftung, Gehilfenschaft und Mitwirkung bei einer Steuerhinterziehung sind ebenfalls strafbar. Wer bei einer Steuerhinterziehung gefälschte,
verfälschte oder inhaltlich unwahre Urkunden (z.B. Lohnausweise, Bilanzen etc.) verwendet, begeht einen
Steuerbetrug. Er kann hierfür mit einer Geldstrafe oder gar mit einer Freiheitsstrafe bestraft werden.
Straflose Selbstanzeige / Steueramnestie
Jede steuerpflichtige Person hat die Möglichkeit, einmal im Leben eine Steuerhinterziehung bei den Steuerbehörden anzuzeigen. Es ist dann nur die Nachsteuer mit Verzugszinsen geschuldet und auf die Erhebung einer Strafsteuer wird verzichtet.
Dieses Verfahren ist an die Bedingung geknüpft, dass die Hinterziehung den Steuerbehörden noch nicht
bekannt ist, dass der Betroffene die Ermittlung der hinterzogenen Werte vorbehaltlos unterstützt und sich
um die Bezahlung der Nachsteuern bemüht. Die Selbstanzeige muss vollständig sein und sämtliche hinterzogenen Vermögenswerte umfassen. Wurde die Steuerhinterziehung von mehreren Personen als Mittäter
oder als Teilnehmer (Anstifter, Gehilfe, etc.) begangen, sollte eine gemeinsame oder eine gleichzeitige Anzeige erfolgen.
Bei einer Selbstanzeige muss ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass bisher nicht versteuertes Einkommen oder Vermögen deklariert wird; die blosse Deklaration ohne Hinweis genügt nicht. Dies kann mit
einem separaten Schreiben als Beilage zur Steuererklärung oder auch mit einem entsprechenden klaren
Hinweis im Formular "Bemerkungen" erfolgen.
Zum besseren Verständnis des zeitlichen Ablaufes
(Bemessung 2015)
(Bemessung 2016)
prov. Rechnung 2015
Kanton/Bund (Gemeinde teilweise)
prov. Rechnung 2016
Veranlagung 2015 mit definitiver
Kanton/Gemeinde/Bund
Veranlagung 2016 mit definitiver
Auf den folgenden Seiten finden Sie die Wegleitung zum Ausfüllen der vier Seiten des Hauptformulars.
Damit Sie die gewünschten Informationen rascher finden, sind die Stichworte, Hinweise und Tabellen in
der Beschreibung der einzelnen Positionen blau hervorgehoben.
Hauptformular, Seite 1 (Formular 1a)
Personalien, Berufs- und Familienverhältnisse am 31.12.2015
Geburtsdatum / Zivilstand
Versichertennummer AHV
Ehefrau / Partner(in)
26.03.1973 /
756.1234.5678.97
756.9217.0769.85
Schreibbüro Ladina Muster
P. 081 550‛50‛51 G. 081 990‛90‛91
081 550‛50‛51 G. 081 440‛40‛41
Minderjährige oder in Ausbildung stehende Kinder, deren Unterhalt Sie zur Hauptsache bestreiten
Ausbildungsinstitut / -betrieb, Ort
1Flurina
EMS, Schiers
Kochlehre, Hotel Muster, Igis
Nur bei getrennt besteuerten Eltern auszufüllen
Steuerbares Einkommen unterstützter Unterhaltsbeiträge
GemeinAlternierenauswärtigen Ausbil- volljähriger Kinder in
Kind mit Konkubivom anderen
de Obhut?
Ausbildung (Fr.)
dungsort?
natspartner? 1) Sorgerecht?
4‛520.-
Konkubinatspartner (Name, Vorname, Geburtsdatum)
Unterstützungsbedürftige, von Ihnen unterhaltene Personen (ohne Ehegatten / Partner, Konkubinatspartner und Kinder)
im Steuerjahr (Fr.)
Geburtsjahr Wohnort und Adresse
Änderungsantrag für die zukünftige Zustellung der Formulare (bitte nur ein Feld ankreuzen)
Sprache bzw. Zustellungsform
Aufforderung zur Einreichung der Steuererklärung (siehe Wegleitung)
Personalien, Berufs- und Familienverhältnisse
Füllen Sie die erste Seite der Steuererklärung sorgfältig und vollständig aus. Sie ersparen uns damit Abklärungen und helfen mit, dass das Veranlagungsverfahren von Anfang an richtig durchgeführt werden kann.
Für die Personalien, Berufs- und Familienverhältnisse ist der Stand am 31. Dezember 2015 massgebend.
Für die Registratur benötigen wir die neue Versichertennummer AHV des Pflichtigen sowie der Ehefrau
bzw. des Partners / der Partnerin.
Die Frage nach einer selbständigen Erwerbstätigkeit beantworten Sie auch dann mit 'ja', wenn Sie nur
im Nebenerwerb selbständig erwerbend sind.
Wenn Sie im Konkubinat und mit gemeinsamen Kindern im gleichen Haushalt leben, benötigen wir die
Personalien des Konkubinatspartners.
In der Tabelle Minderjährige oder in Ausbildung stehende Kinder sind die Kinder aufzuführen, deren
Unterhalt Sie zur Hauptsache bestreiten (weitere Ausführungen dazu finden Sie in Ziffer 24.3-5). Für die
volljährigen, in Ausbildung stehenden Kinder ist zusätzlich deren steuerbares Einkommen gemäss Ziffer 26 zu deklarieren. Für die minderjährigen Kinder sind keine entsprechenden Angaben erforderlich.
Bei getrennt besteuerten Eltern (getrennte, geschiedene oder unverheiratete Eltern inkl. Konkubinatspaare
mit gemeinsamen Kindern) werden zusätzliche Angaben benötigt. Bitte beantworten Sie diesfalls auch die
Zusatzangaben bezüglich Unterhaltsbeiträge, Sorgerecht und Obhut in den dafür vorgesehenen Checkboxen.
Das gemeinsame Sorgerecht für minderjährige Kinder wird entweder gerichtlich im Scheidungs- oder
Trennungsurteil oder bei unverheirateten Eltern von der Vormundschaftsbehörde auf beide Elternteile übertragen. Die Checkbox ist nur anzukreuzen, wenn eine solche Übertragung vorliegt.
Eine alternierende Obhut liegt dann vor, wenn das minderjährige Kind in etwa gleich oft abwechselnd bei
der Mutter und beim Vater lebt. Keine alternierende Obhut liegt dagegen vor, wenn das Kind jeweils nur im
Rahmen des Besuchsrechts das Wochenende oder die Ferien beim anderen Elternteil verbringt.
Als unterstützungsbedürftige Person gilt jede vom Steuerpflichtigen unterhaltene Person, ausgenommen
Ehegatte/Partner, Konkubinatspartner und Kinder.
Änderungsantrag für die zukünftige Zustellung der Formulare
Nur ausfüllen, wenn eine Änderung gegenüber der bisherigen Zustellung gewünscht wird.
Nur ein Feld ankreuzen.
Gewünschte Zustellungsart gilt bis zum nächsten Änderungsantrag.
"Aufforderung zur Einreichung der Steuererklärung" als Alternative zu den Papierformularen.
Lesen Sie dazu die Ausführungen auf Seite 2.
Bitte beachten Sie, dass bei den mit Deklarationssoftware erstellten Steuererklärungs-Formularen handschriftliche Vermerke wegen der elektronischen Verarbeitung (Bar-Code) nicht berücksichtigt werden können. Die entsprechenden Angaben gelten als nicht getätigt und die Deklaration ist im rechtlichen Sinne unvollständig. Zusätzliche Angaben müssen Sie im eigens dafür eingerichteten Formular "Bemerkungen" in
SofTax anbringen. Das Blatt mit dem Barcode ist zwingend unterzeichnet einzureichen.
Hauptformular, Seite 2 (Formular 1a)
der/des Steuerpflichtigen, der Ehefrau, der Partnerin / des Partners und der minderjährigen Kinder
(ohne Erwerbseinkommen der Kinder)
1.1 Haupterwerb, Nettolohn
1.2 Nebenerwerb, Nettolohn
1.3 Sitzungsgelder aus öffentlichen Ämtern Steuerpflichtige(r)
1.4 VR-Honorare, Tantiemen, Taggelder
1‛200
2‛000
3.5 Von der Ausgleichskasse direkt ausbezahlte Kinder- und Familienzulagen
4.1 Unterhaltsbeiträge aufgrund Scheidung, Trennung, Auflösung eingetragener Partnerschaft
4.2 Unterhaltsbeiträge für minderjährige Kinder
Leistende(r) / Adresse:
4.3 Kapitalabfindungen für wiederkehrende Leistungen für
4.4 Weitere Einkünfte, nähere Bezeichnung:
2‛215
zu übertragen in Ziffer 6
Zwischentotal der Einkünfte
Hertrag
7.1 Nettoertrag der Liegenschaften
7.2 Ertrag private Wertschriften und Guthaben
7.3 Ertrag aus unverteilten Erbschaften
7.4 Mietwertreduktion für selbstFormular 7
im Geschäftsvermögen
bewohnte Liegenschaften
in einf. Gesellschaften / unvert. Erbschaften
Formulare 8 / 9
2.1 Haupterwerb aus Handel, Gewerbe,
freien Berufen oder Landwirtschaft
2.2 Anteil an einfachen Gesellschaften
2.3 Anteil an Kollektiv- oder
2.4 Nebenerwerb
Einkünfte aus Sozial- und anderen Versicherungen
3.1 AHV-/IV-Renten (zu 100 %)
3.2 Renten Säule 2
3.3 Übrige Renten
3.4 Taggelder aus Unfall-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung
sowie Erwerbsausfall- und Mutterschaftsentschädigungen
55‛240
34‛476
2‛972
Hertrag von Ziffer 5
zu übertragen auf Seite 3, Ziffer 19
97‛003
23‛100
4‛418
23‛818
124‛521
125‛239
 Selbständigerwerbende ohne unselbständige Nebenerwerbstätigkeit direkt zu Ziffer 2.
 Rentner ohne Erwerbseinkommen direkt zu Ziffer 3.
Als Einkünfte aus unselbständiger Erwerbstätigkeit sind alle im Zusammenhang mit einem Arbeitsverhältnis empfangenen Leistungen anzugeben, ohne Rücksicht auf deren Bezeichnung und Form der Ausrichtung. Anzugeben sind insbesondere auch:
Entschädigungen für Sonderleistungen, Provisionen, Zulagen, Dienstalters- und Jubiläumsgeschenke,
Gratifikationen, Mitarbeiteraktien und -optionen, Trinkgelder etc.;
als Spesenvergütungen bezeichnete Leistungen, soweit diese nicht Ersatz berufsnotwendiger Auslagen darstellen;
Naturalbezüge (z.B. freie Wohnung, Verpflegung etc.) zum Marktwert;
vom Arbeitgeber direkt vergütete Lebenshaltungskosten.
Ihr Arbeitgeber ist verpflichtet, Ihnen einen Lohnausweis auszustellen, auf welchem sämtliche Bezüge
In der Steuererklärung ist der in Ziffer 11 des Lohnausweises aufgeführte Nettolohn einzutragen. Die
Einkünfte aus unselbständiger Erwerbstätigkeit sind mit Lohnausweisen lückenlos zu belegen. Bestehen
zeitliche Lücken in der Erwerbstätigkeit, sind diese zu begründen.
Die Naturalbezüge (z.B. freie Wohnung, Verpflegung etc.) sind im Lohnausweis zum Marktwert aufzuführen, d.h. zu jenem Wert, den Sie anderswo dafür hätten bezahlen müssen. Das entsprechende Merkblatt
dazu können Sie bei Ihrem Gemeindesteueramt beziehen oder von unserer Homepage www.stv.gr.ch
In dieser Ziffer sind sämtliche Einkünfte aus unselbständiger Nebenerwerbstätigkeit zu deklarieren (Nettolohn gemäss Ziffer 11 des Lohnausweises). Ein Nebenerwerb setzt einen Haupterwerb voraus. Legen Sie
bei mehreren Einkommen eine detaillierte Aufstellung bei.
Wichtig: Sämtliche Lohnausweise sowohl für den Haupterwerb als auch für die Nebenerwerbe sind
der Steuererklärung beizulegen.
Arbeitgeber können unter bestimmten Voraussetzungen das vereinfachte Abrechnungsverfahren für geringfügige Löhne anwenden. Die im vereinfachten Abrechnungsverfahren (mittels Quellensteuerabzug) besteuerten Löhne werden im ordentlichen Steuerveranlagungsverfahren des Arbeitnehmers weder bei der
Festsetzung der Einkommenssteuer noch für die Satzbestimmung berücksichtigt.
Legen Sie die entsprechende Bescheinigung der AHV-Ausgleichskasse der Steuererklärung bei.
Sitzungsgelder aus öffentlichen Ämtern
Sitzungsgelder und ähnliche Einkünfte für nebenamtliche Tätigkeiten im Interesse der Öffentlichkeit
(z.B. als Mitglied von Behörden, Kommissionen, Feuerwehr, Wahlbüro etc.) bis insgesamt Fr. 1'000.– sind
Für darüber hinausgehende Beträge gelten 50%, höchstens aber Fr. 1'000.–, als pauschale Berufsunkosten.
Beispiele Sitzungsgelder:
Sitzungsgelder (Ziffer 11 des Lohnausweises)
Steuerfrei, max. Fr. 1'000.–
./. 50% Berufsunkosten, max. Fr. 1'000.–
Der steuerfreie Betrag und die Berufsunkosten sind direkt in dieser Position in Abzug zu bringen. Berufsunkosten sind diejenigen Berufsauslagen (Spesen), welche notwendig sind, um ein Erwerbseinkommen zu
erzielen und die nicht vom Arbeitgeber übernommen werden.
VR-Honorare, Tantiemen, Taggelder
Tragen Sie in dieser Ziffer die Verwaltungsrats-Honorare, Tantiemen, Taggelder etc. ein und legen Sie
die entsprechenden Bescheinigungen bei. VR-Honorare, Tantiemen, Taggelder etc. gelten als Einkommen
aus unselbständiger Erwerbstätigkeit und sind ohne Abzüge zu deklarieren.
Hinweis für Arbeitgeber zu den Ziffern 1.1 bis 1.4
Es besteht die Möglichkeit, die Lohnausweise direkt am PC auszufüllen. Sie finden den Lohnausweis und die Anleitung im Internet unter www.stv.gr.ch.
 Für die Deklaration Ihrer selbständigen Erwerbstätigkeit füllen Sie das für Sie gültige Formular für
selbständig Erwerbende aus. Grundsätzlich liegt dieses Formular sowie eine spezielle Wegleitung
Ihrer Steuererklärung bei. Sollte dies nicht der Fall sein (Veränderungen gegenüber dem Vorjahr),
wenden Sie sich an Ihr Gemeindesteueramt.
Landwirte verwenden das Formular 9a oder 9b mit der zugehörigen Wegleitung.
Selbständigerwerbende, die der Buchführungspflicht unterliegen, müssen eine unterzeichnete Bilanz und
Erfolgsrechnung einreichen. Nicht buchführungspflichtige Selbständigerwerbende sind aufzeichnungspflichtig, d.h. sie müssen Aufzeichnungen über Einnahmen und Ausgaben, Privatentnahmen und -einlagen sowie über Aktiven und Passiven vorlegen.
Für Details zu den Anforderungen an die Buchführung, Aufzeichnungen, Inventare, Belege sowie für
Informationen über die Aufbewahrungspflicht verweisen wir auf die oben erwähnte spezielle Wegleitung
für Selbständigerwerbende und Landwirte.
Übertragen Sie das Resultat der entsprechenden Formulare in folgende Ziffern:
2.1 Haupterwerb aus Handel, Gewerbe, freien Berufen oder Landwirtschaft
2.3 Anteil an Kollektiv- oder Kommanditgesellschaften
Zum Einkommen aus selbständigem Nebenerwerb gehören insbesondere:
Liegenschaftenhandel / Wertschriftenhandel: Zu den Einkünften aus selbständiger Erwerbstätigkeit gehört auch der über die schlichte Vermögensverwaltung hinausgehende Handel (Liegenschaftenhandel,
Wertpapierhandel etc.). Beim Verkauf von Wertschriften stehen das Transaktionsvolumen (betragsmässige Summe aller Käufe und Verkäufe) und der Einsatz erheblicher Fremdmittel im Vordergrund;
Verkaufs- und Vermittlerprovisionen;
Honorare für Gutachten;
Entschädigungen für Buchhaltungsarbeiten;
Privatunterricht;
Auftrittsgagen;
Handel mit Waren etc.
Das Einkommen ist aufzulisten. Es können nur die tatsächlichen Unkosten geltend gemacht werden. Die
Vorschriften über die Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflicht gelten sinngemäss auch für den Nebenerwerb.
Wird die selbständige Erwerbstätigkeit nach dem vollendeten 55. Altersjahr oder wegen Unfähigkeit zur
Weiterführung infolge Invalidität definitiv aufgegeben, ist die Summe der in den letzten zwei Geschäftsjahren realisierten stillen Reserven getrennt vom übrigen Einkommen zu besteuern. Diese Liquidationsgewinne sind im Formular 10a "Liquidationsgewinn" nach Art. 40b StG und Art. 37b DBG separat zu deklarieren. In den Formularen für Selbständigerwerbende oder Landwirte 8a bis 9b werden sie in der Ziffer "Separat besteuerter Liquidationsgewinn" vom Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit in Abzug gebracht.
Weitere Hinweise finden Sie in der Wegleitung für Selbständigerwerbende und Landwirte.
Die ordentlichen AHV-/IV-Renten sind zu 100% steuerbar. Legen Sie bitte den Rentenausweis der Steuererklärung bei.
Nachzahlungen früherer Jahre werden im Auszahlungsjahr besteuert. In solchen Fällen ist diese Nachzahlung in Ziffer 4.3 als Kapitalabfindung für wiederkehrende Leistungen zu deklarieren. Die entsprechende
Umrechnung (auf eine jährliche Leistung für die Satzbestimmung) erfolgt von Amtes wegen.
Ergänzungsleistungen zur AHV sowie Hilflosenentschädigungen sind steuerfrei.
Renten Säule 2
Die Leistungen aus beruflicher Vorsorge (Säule 2) sind grundsätzlich in vollem Umfang als Einkommen
Im Rahmen einer Übergangsregelung ist die Rente aus der Säule 2 zu 80% steuerbar, wenn sie vor dem
1. Januar 2002 zu laufen begann oder fällig wurde und auf einem Vorsorgeverhältnis beruht, das am 1. Januar 1987 bereits bestand.
Übrige Renten
Hier werden alle weiteren Renten deklariert, wie zum Beispiel Renten aus Unfall-, Militär- und Haftpflichtversicherungen, aus privatem Versicherungsvertrag, aus ausländischen Sozialversicherungen, Renten aus
Erbschaft, aus Vermächtnis oder Schenkung sowie Renten auf Grund einer Verpfründung oder eines richterlichen Urteils, nicht aber finanzielle Unterstützung von Verwandten und Alimente.
Leibrenten sowie Einkünfte aus Verpfründung, die ausschliesslich aus eigenen Mitteln erworben wurden,
sind zu 40% steuerbar.
Alle übrigen Renten sind zu 100% steuerbar. Dies gilt auch für die Renten aus der Militärversicherung, die
nach dem 1. Januar 1994 zu laufen begannen.
Die Belege sind für alle Renten beizulegen.
Taggelder und Erwerbsausfallentschädigungen
In dieser Ziffer sind die erhaltenen Taggelder aus Unfall-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung, die Erwerbsausfallentschädigungen für Militär, Zivilschutz und Feuerwehr, sowie die Mutterschaftsentschädigungen, die Ihnen direkt ausbezahlt wurden, zu deklarieren.
Leistungen aus Haftpflichtversicherungen stellen steuerbares Einkommen dar. Die mit der Leistung abgegoltenen Kosten können in Abzug gebracht werden. Diese sind durch eine entsprechende Aufstellung zu
Verlangen Sie bei der Versicherungseinrichtung eine Bescheinigung über diese Einkünfte und reichen Sie
diese mit der Steuererklärung ein.
Beträge, die durch den Arbeitgeber im Lohnausweis bescheinigt und deshalb mit dem Lohn bereits in die
Steuererklärung übertragen worden sind, werden hier nicht nochmals erfasst.
Steuerfrei sind Genugtuungsleistungen und Integritätsentschädigungen, soweit diese keine Ersatzleistungen für Erwerbseinkünfte betreffen, der Militär- und Zivilschutzsold sowie der Feuerwehrsold bis zum
Betrag von Fr. 5'000.–.
Der Fr. 5'000.– übersteigende Anteil des Feuerwehrsolds, die Pauschal- und Funktionszulagen sowie Entschädigungen für administrative Arbeiten und freiwillige Dienstleistungen sind steuerpflichtige Einkünfte.
Die Kinder- und Familienzulagen bilden steuerbares Einkommen. Sie werden in der Regel durch den Arbeitgeber ausbezahlt und müssen deshalb im Lohnausweis aufgeführt sein. In dieser Ziffer sind Zulagen
und Entschädigungen zu deklarieren, welche dem Steuerpflichtigen direkt durch eine Ausgleichskasse
Unterhaltsbeiträge aufgrund Scheidung, Trennung oder Auflösung eingetragener Partnerschaft
Unterhaltsbeiträge (Alimente), die der getrennt lebende oder geschiedene Ehegatte / Partner für sich
selbst erhält, sind steuerbar. Beachten Sie dazu auch den Hinweis in Ziffer 4.2.
Unterhaltsbeiträge für minderjährige Kinder
Die Unterhaltsbeiträge (Alimente), die der geschiedene oder getrennt lebende Ehegatte / Partner oder der
ledige Steuerpflichtige für die unter seiner elterlichen Sorge oder Obhut stehenden Kinder erhält, bilden
steuerbares Einkommen und sind bis und mit dem Monat, in dem das Kind das 18. Altersjahr erreicht, als
Einkommen zu deklarieren.
Kinderalimente, die nicht vom anderen Elternteil überwiesen, sondern von der öffentlichen Hand bevorschusst werden, sind ebenfalls zu deklarieren. Gehen die Unterhaltsbeiträge nur unregelmässig oder überhaupt nicht ein, sind die tatsächlich erhaltenen Beträge zu deklarieren.
Legen Sie den entsprechenden Nachweis der Steuererklärung bei.
Hinweis zu den Ziffern 4.1 und 4.2
Den Unterhaltsbeiträgen gleichgesetzt sind Naturalleistungen wie Wohnung, Miete, Schuldzinsen
etc., welche anstelle von Barzahlungen ausgerichtet werden. Die Belege sind beizulegen. Unterhaltsbeiträge, die in Form einer Kapitalabfindung erbracht werden, gelten bei der leistenden Person
als Schuldentilgung (nicht abziehbar) und sind somit vom Empfänger nicht zu versteuern.
Steuerbar sind Kapitalabfindungen, die anstelle von wiederkehrenden Leistungen ausbezahlt werden.
Solche Kapitalabfindungen werden unter Berücksichtigung der übrigen Einkünfte und der zulässigen Abzüge zu dem Steuersatz berechnet, der sich ergäbe, wenn anstelle der einmaligen Leistung eine entsprechende jährliche Leistung ausgerichtet würde. Der Zeitraum, für den die Kapitalabfindung ausgerichtet wird,
muss daher angegeben werden. Die Umrechnung erfolgt von Amtes wegen.
Kapitalleistungen aus Vorsorge (AHV, IV, Säule 2 und Säule 3a) werden gesondert besteuert und
sind auf Seite 4 des Hauptformulars zu deklarieren.
Alle bisher nicht aufgeführten Einkünfte irgendwelcher Art, welche im Laufe des Jahres 2015 erzielt
wurden, sind steuerbar.
Einkünfte aus Vermietung, Verpachtung, Nutzniessung oder sonstiger Nutzung von beweglichen Sachen;
Mitarbeiteraktien und Mitarbeiteroptionen, wenn diese nicht bereits im Lohnausweis enthalten sind;
Einkünfte aus immateriellen Gütern (Autorenhonorare, Urheberrechte etc.);
Entschädigungen für die Aufgabe oder Unterlassung einer Tätigkeit sowie für die Nichtausübung eines
Einkünfte aus der Übertragung von Nutzungsrechten;
Einkünfte aus Untervermietung von Wohnungen und Zimmern. Nähere Einzelheiten sind im Formular 7.2 "Untervermietung von Zimmern" ersichtlich.
Lotteriegewinne und ähnliche Einkünfte sind sowohl für die Steuerpflichtigen als auch für die minderjährigen Kinder im Wertschriftenverzeichnis zu deklarieren. Wenn Sie verschiedene weitere Einkünfte zu deklarieren haben, legen Sie dazu der Steuererklärung eine separate Aufstellung bei.
Grundsatz: Sämtliche Einkünfte in Form von Geld oder geldwerten Leistungen sind steuerbar, soweit sie das Gesetz nicht ausdrücklich als steuerfrei erklärt.
 Wenn Sie ganz oder anteilsmässig im Besitz von Liegenschaften sind, gehen Sie zur Wegleitung für
das Formular 7 "Liegenschaften" auf Seite 50.
Nettoertrag der Liegenschaften
In diese Ziffer werden die Nettoerträge der Privatliegenschaften (Kanton und Bund separat) gemäss Formular 7 "Liegenschaften", Seite 2 übertragen.
Ertrag aus privaten Wertschriften und Guthaben
 Füllen Sie nun das Formular 2 "Wertschriften- und Guthabenverzeichnis" aus und tragen Sie das
Resultat in das Hauptformular ein. Die Wegleitung zu diesem Formular finden Sie auf Seite 30.
Ertrag aus unverteilten Erbschaften
Bei Beteiligung an einer unverteilten Erbschaft ist pro Erbengemeinschaft ein Fragebogen Unverteilte
Erbschaften (Formular 1e) auszufüllen. Bei unverteilten Erbschaften hat jeder Erbe seinen Anteil am Einkommen (ab Todestag des Erblassers) selbst zu deklarieren und sofern nötig der Steuererklärung eine Zusammenstellung beizulegen.
Tragen Sie in diese Ziffer Ihre Anteile am Einkommen ein und übertragen Sie das anteilsmässige Vermögen in Ziffer 32.5.
Mietwertreduktion für selbstbewohnte Liegenschaften
Auf dem Eigenmietwert für die am Wohnsitz dauernd selbstbewohnte Liegenschaft kann eine Mietwertreduktion geltend gemacht werden. Bei Liegenschaften des Privatvermögens ist diese Reduktion direkt im
Formular 7 "Liegenschaften", Seite 2, einzutragen.
Bei Liegenschaften des Geschäftsvermögens erfolgt der Eintrag ebenfalls im Formular 7 "Liegenschaften", Seite 1, mit einem Übertrag auf das Hauptformular. Bei Liegenschaften von Personengesellschaften
und unverteilten Erbschaften ist eine Mietwertreduktion direkt im Hauptformular (Ziffer 7.4) geltend zu
Es ist zu beachten, dass die Mietwertreduktion bei der Kantonssteuer nur für die dauernd selbstbewohnte
Liegenschaft und beim Bund für alle selbstgenutzten Liegenschaften gewährt wird.
Die Mietwertreduktion beträgt beim Kanton 30% und beim Bund 20%.
Hauptformular, Seite 3 (Formular 1a)
Berufsauslagen bei unselbständiger Erwerbstätigkeit
Schuldzinsen (soweit nicht schon in Ziffer 2 abgezogen)
Empfänger(in) / Adresse:
11.1 Unterhaltsbeiträge an geschiedene / getrennt lebende Ehegatten / Partner
11.2 Unterhaltsbeiträge für minderjährige Kinder
11.3 Rentenleistungen (Leibrenten sowie dauernde Lasten)
Beiträge an AHV / IV / ALV / EO / obligatorische Unfallversicherung (NBUV)
soweit nicht bereits in Ziffer 1 und 2 abgezogen
Beiträge inkl. Einkaufsbeiträge an die berufliche Vorsorge (Säule 2)
(Bescheinigung/en beilegen)
Beiträge an anerkannte Formen der gebundenen Selbstvorsorge (Säule 3a)
Kosten für Kinderbetreuung durch Dritte
17.1 Private Vermögensverwaltungskosten Depotgebühren
17.2 Teilbesteuerungsabzug für Erträge aus qualifizierten Beteiligungen Formular 2
17.3 Weitere Abzüge, nähere Bezeichnung:
Total Abzüge
zu übertragen in Ziffer 20
11‛236
2‛984
13‛125
6‛768
11‛700
5‛600
48‛462
40‛162
Hertrag von Ziffer 18
Total der Abzüge
22.1 Krankheits- und Unfallkosten
22.2 Behinderungsbedingte Kosten
22.3 Freiwillige Zuwendungen
22.4 Mitgliederbeiträge und Zuwendungen an politische Parteien
Ziffer 21 abzüglich Ziffer 22
24.1 Zweiverdienerabzug
24.2 Abzug für gemeinsam steuerpflichtige Personen
24.3 Abzug für Kinder im Vorschulalter
24.4 Abzug für Kinder in Ausbildung
24.5 Abzug für Kinder in Ausbildung mit Aufenthalt am auswärtigen Ausbildungsort
24.6 Abzug für unterstützungsbedürftige Personen
12‛336
4‛084
Hertrag von Seite 2, Ziffer 8
Total Sozialabzüge
– 48‛462
76‛059
85‛077
2‛687
2‛500
2‛236
70‛772
80‛241
6‛200
9‛300
18‛600
13‛400
2‛600
6‛500
Ziffer 24.1 bis Ziffer 24.6
34‛700
35‛500
Ziffer 23 abzüglich Ziffer 25
36‛072
44‛741
 Berufstätige: Füllen Sie das Formular 3 "Berufsauslagen" aus. Beachten Sie dabei die unterschiedlichen Ansätze für die Kantons- und die Bundessteuer. Die Wegleitung zu diesem Formular finden
Sie auf Seite 36.
 Füllen Sie das Formular 4 "Schuldenverzeichnis" aus und übertragen Sie die privaten Schuldzinsen
in diese Ziffer. Die Wegleitung zu diesem Formular finden Sie auf Seite 40.
11.1 Unterhaltsbeiträge an geschiedene oder getrennt lebende Ehegatten / Partner
Unterhaltsbeiträge, die für den geschiedenen, gerichtlich oder tatsächlich getrennt lebenden Ehegatten / Partner persönlich bestimmt sind, können voll abgezogen werden.
Für Kinder bestimmte Unterhaltsbeiträge (Alimente) können bis und mit dem Monat, in welchem das Kind
das 18. Altersjahr erreicht, abgezogen werden. Unterhaltsbeiträge, die Sie für über 18-Jährige leisten, können nicht mehr abgezogen werden.
Hinweis zu den Ziffern 11.1 und 11.2
Unterhaltsbeiträge, die in Form einer Kapitalabfindung ausgerichtet werden, gelten bei der leistenden Person als Schuldentilgung und sind nicht abziehbar.
Dauernde Lasten können Sie abziehen, wenn diese auf besonderen gesetzlichen, vertraglichen oder
durch letztwillige Verfügung begründeten Verpflichtungen beruhen. Nicht abziehbar sind u.a. familienrechtliche Renten.
Leibrenten und Verpfründungen sind für den privaten Schuldner im Umfang von 40% der bezahlten Renten abzugsfähig.
Beiträge an die AHV/IV/ALV/EO und obligatorische Unfallversicherung (NBUV)
Diese Beiträge sind in der Regel bereits in den Ziffern 1 und 2 des Einkommens deklariert bzw. abgezogen worden.
Ziffer 12 dient nur zur Deklaration der bisher nicht berücksichtigten Beiträge dieser Art.
Überobligatorische, laufende und Erhöhungsbeiträge an Einrichtungen der beruflichen Vorsorge (Säule 2)
sowie Beiträge für den Einkauf von Beitragsjahren, soweit diese nicht schon im Nettolohn berücksichtigt sind, werden hier deklariert.
Legen Sie die Bescheinigungen sowie die Einkaufsberechnungen der Vorsorgeeinrichtung auf jeden
Fall der Steuererklärung bei.
Erwerbstätige Personen, welche im Jahr 2015 Prämien bzw. Beiträge an eine Einrichtung für gebundene
Selbstvorsorge geleistet haben, können diese wie folgt geltend machen:
Steuerpflichtige, die einer Einrichtung der beruflichen Vorsorge (Pensionskasse / 2. Säule) angehören,
bis zu Fr. 6'768.–;
Steuerpflichtige, die keiner Einrichtung der beruflichen Vorsorge (Pensionskasse / 2. Säule) angehören,
bis zu 20% des Erwerbseinkommens, höchstens aber Fr. 33'840.–.
Wichtig: Es sind nur die tatsächlich im Jahre 2015 bezahlten Prämien, Beiträge oder Einlagen abzugsfähig. Die Abzüge werden nur gewährt, wenn die entsprechenden Bescheinigungen der Steuererklärung
Sind beide Ehegatten / Partner erwerbstätig, so kann der Abzug von beiden Ehegatten / Partnern beansprucht werden.
Nicht Erwerbstätige können keinen Abzug für Beiträge in die Säule 3a geltend machen. Eine Erwerbstätigkeit wird nur dann als solche akzeptiert, wenn der Lohn mit der AHV/IV abgerechnet wurde.
Selbständige Erwerbstätigkeit: Bei Mitarbeit eines Ehegatten / Partners im Geschäftsbetrieb des anderen ist ein Abzug von Beiträgen dann zulässig, wenn ein eigentliches Arbeitsverhältnis besteht und demzufolge die Beiträge an die AHV/IV nach den für Arbeitnehmer geltenden Regeln abgerechnet werden.
Wenn aus einer selbständigen Erwerbstätigkeit ein Verlust resultiert, ist kein Abzug möglich.
 Für den Abzug der geleisteten Einlagen, Prämien und Beiträge für Lebens-, Kranken- und obligatorischen Unfallversicherungen sowie der Zinsen von Sparkapitalien füllen Sie das Formular 5 "Versicherungsprämien" aus. Die Wegleitung dazu finden Sie auf Seite 42.
Sofern Kinder unter 14 Jahren durch Dritte betreut werden und dafür eine Entschädigung ausgerichtet
wird, kann ein Kinderbetreuungsabzug beansprucht werden. Dabei müssen die geltend gemachten Kosten
in kausalem Zusammenhang mit der Erwerbstätigkeit, Ausbildung oder Erwerbsunfähigkeit stehen. Drittbetreuungskosten, die ausserhalb der effektiven Arbeits- oder Ausbildungszeit der Eltern angefallen sind, wie
bspw. durch Babysitting am Abend oder für Freizeitaktivitäten, können nicht in Abzug gebracht werden.
Solche Kosten, die den Eltern infolge Freizeitgestaltung entstehen, sind als nichtabzugsfähige Lebenshaltungskosten zu qualifizieren. Fallen im Rahmen der Drittbetreuung auch Kosten für die Verpflegung oder
für anderen Unterhalt der Kinder an, sind diese ebenfalls als Lebenshaltungskosten zu qualifizieren und
können nicht in Abzug gebracht werden. Kosten für die Betreuung durch die Eltern selbst sind nicht abzugsfähig.
Der Steuererklärung sind unaufgefordert eine Aufstellung und Belege über die bezahlten Kinderbetreuungskosten mit Angabe der Empfängeradressen beizulegen. Zudem hat der Steuerpflichtige jeweils den
Grund für die Drittbetreuung der Kinder anzugeben. Die bezahlten Beträge stellen bei den Empfängern
steuerbares Einkommen dar.
Der Abzug beträgt beim Kanton maximal Fr. 10'300.– beim Bund maximal Fr. 10'100.– pro Kind. Der Abzug kann auf zwei Steuerpflichtige aufgeteilt werden.
Bei nicht gemeinsam besteuerten Eltern (getrennt, geschieden, unverheiratet) ohne gemeinsamen Haushalt hat grundsätzlich derjenige Elternteil Anspruch auf den Abzug der Kinderbetreuungskosten, der mit
dem Kind zusammenlebt und für seinen Unterhalt sorgt. Voraussetzung ist, dass dieser Elternteil einer Erwerbstätigkeit nachgeht, erwerbsunfähig und gleichzeitig betreuungsunfähig ist oder sich in Ausbildung be-
findet. Liegt eine alternierende Obhut vor, kann jeder Elternteil die nachgewiesenen Kosten bis zum halben
Maximalbetrag in Abzug bringen. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass die Eltern eine andere Aufteilung
beantragen. Die beiden Elternteile haben sich diesfalls zu einigen. Es obliegt daher den Eltern, eine andere
Aufteilung zu begründen und nachzuweisen. Diese Regelung gilt auch für Konkubinatspaare ohne gemeinsame Kinder.
Konkubinatspaare, die mit gemeinsamen Kindern im gleichen Haushalt leben, können die nachgewiesenen Kosten je bis zum halben Maximalbetrag in Abzug bringen, wenn sie beide gleichzeitig einer Erwerbstätigkeit nachgehen, in Ausbildung stehen oder erwerbsunfähig und zugleich betreuungsunfähig sind.
Dabei spielt es keine Rolle, ob sie die elterliche Sorge gemeinsam ausüben oder nicht.
17.1 Private Vermögensverwaltungskosten
Die notwendigen Ausgaben für die Verwaltung des Vermögens werden hier in Abzug gebracht. Bitte
die entsprechenden Bescheinigungen der Steuererklärung beilegen.
Abzugsfähig sind die entstandenen Kosten für:
die Verwaltung von Vermögen durch Behörden (Vormundschaft, Erbschaftsverwaltung), Willensvollstrecker, Banken, Treuhand-Institute, Rechtsanwälte und Vermögensverwalter;
die Verwahrung von Wertpapieren und anderen Wertsachen in offenen Depots oder Schrankfächern
(Safes).
Kommissionen und Spesen, Courtagen und Stempelgebühren für den Ankauf oder Verkauf von Wertschriften;
Kosten für Anlageberatung, Steuerberatung, Ausfertigung von Steuererklärungen etc.;
die Erstellung der den Steuerbehörden einzureichenden Wertschriftenverzeichnisse mit Ertragsangabe
sowie Rückforderungs- und Anrechnungsanträgen für ausländische Quellensteuern;
Gebühren für Kreditkarten.
Bitte beachten Sie: Ohne belegmässigen Nachweis werden in der Regel bis zu 2.5 ‰ des Totalbetrages der durch Dritte verwalteten Wertschriften des Privatvermögens als Vermögensverwaltungskosten anerkannt. Der Pauschalabzug beträgt maximal Fr. 9'000.–.
17.2 Teilbesteuerungsabzug für Erträge aus qualifizierten Beteiligungen
In diese Ziffer ist der in Formular 2 "Wertschriften- und Guthabenverzeichnis", Seite 3, Ziffer 5.10 berechnete Abzug zu übertragen.
17.3 Weitere Abzüge
Weitere Abzüge, welche keiner Ziffer zugeordnet werden konnten, sind hier zu deklarieren. Dies sind zum
Beispiel Abzüge für:
Die Einsätze 2015 in Sport-Toto, Zahlenlotto, in der Toto-X-Wette und dergleichen, höchstens jedoch
5% der in diesem Jahr im entsprechenden Wettbewerb erzielten Gewinne jedoch max. Fr. 5'000.–. Die
Einsätze sind zu belegen;
Verlustüberschüsse aus den sieben der Bemessungsperiode vorangegangenen Geschäftsjahren, soweit diese für die Berechnung des steuerbaren Einkommens der Vorjahre nicht berücksichtigt werden
konnten und im Steuerjahr eine selbständige Erwerbstätigkeit ausgeübt wird.
22.1 Krankheits- und Unfallkosten sowie
 Wenn Sie im Jahr 2015 Kosten selber tragen mussten, füllen Sie das Formular 6 "Krankheits-, Unfall- und behinderungsbedingte Kosten" aus. Die Wegleitung dazu finden Sie auf Seite 44.
Zum Abzug zugelassen sind freiwillige Zuwendungen von Geld oder von übrigen Vermögenswerten an juristische Personen mit Sitz in der Schweiz, welche im Hinblick auf öffentliche oder ausschliesslich gemeinnützige Zwecke von der Steuerpflicht befreit sind sowie freiwillige Leistungen an Bund, Kantone, Gemeinden und deren Anstalten.
Mitglieder- und Passivbeiträge sowie Zuwendungen an Vereine mit ideeller Tätigkeit (z.B. Musik- und
Sportvereine) können nicht abgezogen werden.
Der Maximalabzug beträgt 20% des Nettoeinkommens gemäss Hauptformular, Ziffer 21. Übersteigen die
Abzüge gesamthaft Fr. 100.–, sind sie namentlich und betragsmässig aufzulisten und auf Verlangen zu belegen.
Das Verzeichnis über die Institutionen mit Abzugsberechtigung kann direkt über die Internet-Adresse
www.stv.gr.ch abgerufen werden.
Zum Abzug zugelassen sind Mitgliederbeiträge und Zuwendungen an politische Parteien, welche im Parteienregister nach Artikel 76a des Bundesgesetzes über die politischen Rechte eingetragen, in einem kantonalen Parlament vertreten sind oder im Kanton bei den letzten Wahlen des Grossen Rates mindestens
3% der Stimmen erreicht haben. In Graubünden sind dies folgende Parteien sowie die entsprechenden
Jungparteien: Bürgerlich Demokratische Partei (BDP), Christlichdemokratische Volkspartei (CVP), Freisinnig Demokratische Partei (FDP), Grünliberale Partei (GLP), Sozialdemokratische Partei (SP) und Schweizerische Volkspartei (SVP).
Der Maximalabzug beträgt im Kanton Fr. 10'000.– und im Bund Fr. 10'100.–. Dieser Betrag gilt auch für
Ehepaare; es kann nicht jeder Ehegatte einzeln den Maximalabzug geltend machen.
Als Zuwendungen, die bis zum genannten Betrag abzugsfähig sind, gelten nicht nur Mitgliederbeiträge,
sondern auch freiwillige Zuwendungen und Mandatsbeiträge. Eine Aufstellung der Zuwendungen (mit Datum, Art der Zuwendung, Empfänger und Betrag) ist der Steuererklärung beizulegen.
Wenn Sie die zusätzlichen Abzüge (Ziffer 22) vom Nettoeinkommen (Ziffer 21) abziehen, erhalten Sie das
Reineinkommen (Ziffer 23).
Beachten Sie, dass für die Berechnung der Sozialabzüge die Verhältnisse am 31. Dezember 2015
massgebend sind; es sei denn, die Steuerpflicht endet innerhalb des Jahres 2015 (unterjährige
Steuerpflicht) infolge Tod oder Wegzug ins Ausland. Dann sind die Verhältnisse am letzten Tag der
Steuerpflicht massgebend.
Beim Kanton kann der Zweiverdienerabzug beansprucht werden, wenn beide gemeinsam veranlagten
Ehegatten / Partner ein Erwerbseinkommen erzielen. Dies gilt auch für die erhebliche Mitarbeit des einen
Ehegatten / Partners im Betrieb, Geschäft oder Gewerbe des anderen Ehegatten / Partners. Der Abzug beträgt Fr. 600.–.
Beim Bund beträgt der Zweiverdienerabzug 50% des niedrigeren Erwerbseinkommens der beiden gemeinsam besteuerten Personen, mindestens Fr. 8'100.– und höchstens Fr. 13'400.–. Als Erwerbseinkommen gelten die steuerbaren Einkünfte aus unselbständiger oder selbständiger Erwerbstätigkeit abzüglich
der dafür angefallenen Aufwendungen (Berufsauslagen, Gewinnungskosten) sowie der Beiträge an die berufliche Vorsorge (Säule 2) und an die gebundene Selbstvorsorge (Säule 3a). Beträgt das so berechnete
niedrigere Erwerbseinkommen weniger als Fr. 8'100.–, kann nur dieser Teilbetrag abgezogen werden.
Beispiel Zweiverdienerabzug Bund:
Einkommen aus unselbständiger Tätigkeit
Nettolohn Steuerpflichtiger
./. Pauschale Berufsauslagen
127'566
-3'826
./. Kosten bei auswärtigem Wochenaufenthalt
./. Beiträge Säule 3a
-17'900
-6'768
132'232
116'972
Nettolohn Ehefrau / Partner(in)
34'566
65'982
Massgebender Betrag für die Berechnung des Abzuges
(50% min. Fr. 8'100.–, max. Fr. 13'400.–)
6'0001)
Beträgt das berechnete niedrigere Erwerbseinkommen weniger als Fr. 8'100.–, kann nur dieser Teilbetrag in Abzug gebracht werden.
Bei selbständiger Erwerbstätigkeit siehe weitere Beispiele in der Wegleitung für Selbständigerwerbende
Leben Sie in rechtlich und tatsächlich ungetrennter Ehe oder in eingetragener Partnerschaft, können Sie
beim Bund einen Abzug von Fr. 2'600.– geltend machen. Der Kanton trägt diesem Umstand im Tarif
Rechnung und kennt keinen entsprechenden Abzug.
24.3-5 Kinderabzüge
Der Kinderabzug steht demjenigen Steuerpflichtigen zu, der den Unterhalt von minderjährigen oder in
Ausbildung stehenden Kindern zur Hauptsache bestreitet. Der Abzug pro Kind beträgt im Kanton
Fr. 6'200.– für Kinder im Vorschulalter, Fr. 9'300.– für ältere minderjährige sowie in schulischer oder beruflicher Ausbildung stehende Kinder; bei Aufenthalt während der Woche am Ausbildungsort ohne tägliche
Heimkehr erhöht sich der Abzug auf Fr. 18'600.–. Im Bund beträgt der Abzug Fr. 6'500.–. Massgebend
sind die Verhältnisse am 31. Dezember 2015. Das heisst, der Kinderabzug wird nur gewährt, wenn das
Kind am Stichtag minderjährig war oder sich in Ausbildung befand.
Der Kinderabzug kann nicht gewährt werden, wenn das Kind ein eigenes steuerbares Einkommen von
Fr. 15'000.– oder mehr im Jahr erzielt, weil unter diesen Umständen davon ausgegangen werden muss,
dass das Kind seinen Unterhalt zur Hauptsache selbst bestreiten kann.
Unter Unterhaltsbestreitung im Sinne der genannten Bestimmungen ist die gesamte wirtschaftliche Situation zu verstehen, d.h. es sind nicht nur Geldleistungen zu berücksichtigen, sondern auch (geldwerte) Naturalleistungen des mit der Obhut und Erziehung des Kindes betrauten Elternteils.
Die aktuelle Regelung der Familienbesteuerung im Bund ist komplex. Sie wird hier in vereinfachter
Form wiedergegeben. Weitere Informationen können der Homepage der Steuerverwaltung
(www.stv.gr.ch – Rubrik Praxis) entnommen werden.
Minderjährige Kinder mit Unterhaltszahlungen
In Nichtkonkubinatsverhältnissen hat der Unterhaltsbeiträge empfangende Elternteil diese zu versteuern. Er
verwendet diese Einkünfte für den Unterhalt des Kindes, weshalb steuerrechtlich davon auszugehen ist,
dass er grundsätzlich für den Unterhalt des Kindes sorgt und deshalb den Kinderabzug beanspruchen
kann. Daran vermag auch eine alternierende Obhut nichts zu ändern. Der Abzug von Unterhaltsbeiträgen
darf (bei minderjährigen Kindern) nicht mit Kinderabzügen kumuliert werden.
Leben unverheiratete Eltern mit gemeinsamen oder nicht gemeinsamen minderjährigen Kindern im gleichen Haushalt zusammen (Konkubinat) und werden Unterhaltszahlungen geleistet, kann der zahlende Elternteil die Unterhaltsbeiträge von seinen Einkünften abziehen. Der Elternteil, der die Unterhaltsleistungen
erhält, hat diese zu versteuern, hat aber gleichzeitig auch Anspruch auf den Kinderabzug.
Minderjährige Kinder ohne Unterhaltszahlungen
In Nichtkonkubinatsverhältnissen erhält derjenige Elternteil den Kinderabzug, welcher den Unterhalt des
Kindes bestreitet. Üben die Eltern die elterliche Sorge gemeinsam aus, wird der Kinderabzug jedem Elternteil zur Hälfte gewährt, wenn beide Elternteile am finanziellen Unterhalt beteiligt sind.
Leben unverheiratete Eltern mit gemeinsamen minderjährigen Kindern im gleichen Haushalt zusammen
(Konkubinat) und erfolgen keine Unterhaltszahlungen, wird vermutet, dass der Konkubinatspartner mit dem
höheren Reineinkommen den Unterhalt der Kinder zur Hauptsache bestreitet und somit Anspruch auf den
Kinderabzug hat. In Konkubinatsverhältnissen mit nicht gemeinsamen Kindern erhält jeder Elternteil (nicht
Konkubinatspartner) den halben Kinderabzug.
Volljährige Kinder in Ausbildung mit Unterhaltszahlungen
Die Kinderalimente können vom leistenden Elternteil nicht mehr abgezogen werden; das Kind hat sie nicht
Kommt nur ein Elternteil für den Unterhalt des Kindes auf, steht diesem der Kinderabzug zu. Tragen dagegen – was in der Praxis die Regel sein dürfte – beide Elternteile an den Unterhalt des Kindes bei, wird der
Kinderabzug im Kanton jedem Elternteil zur Hälfte gewährt. Im Bund wird der Kinderabzug dem Elternteil
mit dem höheren Einkommen gewährt und der andere Elternteil kann den Unterstützungsabzug geltend
machen, sofern seine Leistungen mindestens in der Höhe des Abzuges erfolgen. Diese Praxis gilt auch
dann, wenn Unterhaltszahlungen erfolgen und das Kind einen eigenen Wohnsitz hat.
Leben unverheiratete Eltern (mit gemeinsamen oder nicht gemeinsamen volljährigen Kindern) im gleichen
Haushalt zusammen (Konkubinat) und werden Unterhaltszahlungen geleistet, steht der Kinderabzug demjenigen Elternteil zu, der finanziell zur Hauptsache für den Unterhalt der Kinder aufkommt. Fliessen Unterhaltsbeiträge, ist dies der zahlende Elternteil. Sorgen beide Elternteile für den Unterhalt – bspw. bezahlt der
Vater Alimente und das Kind wohnt bei der Mutter –, wird der Kinderabzug im Kanton jedem Elternteil zur
Hälfte gewährt. Im Bund wird der Kinderabzug dem Elternteil mit dem höheren Einkommen gewährt und
der andere Elternteil kann den Unterstützungsabzug geltend machen, sofern seine Leistungen mindestens
in der Höhe des Abzuges erfolgen. Diese Regelungen gelten auch dann, wenn das Kind einen eigenen
Volljährige Kinder in Ausbildung ohne Unterhaltszahlungen
Bei getrennt lebenden, geschiedenen oder unverheirateten Eltern mit zwei Haushalten ohne Unterhaltszahlungen hat derjenige Elternteil Anspruch auf den Kinderabzug, bei dem das Kind lebt.
Leben unverheiratete Eltern mit gemeinsamen Kindern im gleichen Haushalt zusammen (Konkubinat) und
werden keine Unterhaltszahlungen geleistet, wird vermutet, dass der Konkubinatspartner mit dem höheren
Reineinkommen den Unterhalt der Kinder zur Hauptsache bestreitet und somit Anspruch auf den Kinderabzug hat. In Konkubinatsverhältnissen mit nicht gemeinsamen Kindern steht der Kinderabzug dem Elternteil
(nicht Konkubinatspartner) zu, bei dem das Kind lebt.
Für unterstützungsbedürftige Personen, an deren Unterhalt mindestens in der Höhe des Abzuges beigetragen wird, kann der Unterstützungsabzug geltend gemacht werden.
Als unterstützungsbedürftig gilt eine Person mit Wohnsitz in der Schweiz grundsätzlich dann, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:
Das steuerbare Einkommen beträgt weniger als Fr. 15'000.– und das steuerbare Vermögen weniger
als Fr. 30'000.–, falls die betreffende Person alleinstehend ist;
das steuerbare Einkommen beträgt weniger als Fr. 28'500.– und das steuerbare Vermögen weniger als
Fr. 50'000.–, falls die betreffende Person verheiratet ist.
Die Unterstützung erfolgt in Form von Geld. Ausnahmsweise gelten auch die durch unentgeltliche Gewährung von Kost und Logis verursachten Kosten als Unterstützungsleistung, sofern sie nicht im Zusammenhang mit einem Arbeitsverhältnis stehen.
Stehen den Unterhaltsleistungen wirtschaftlich messbare Leistungen des Leistungsempfängers gegenüber,
wie etwa die Besorgung des Haushaltes, liegen keine Unterhaltsbeiträge vor. Aus diesem Grunde entfällt
bei Pflegeeltern der Unterstützungsabzug, wenn sie für ihre Bemühungen entschädigt werden.
Die Unterstützungsleistungen sind hinreichend nachzuweisen. Der Steuerpflichtige hat eine Bestätigung
der unterstützten Person über Art, Zeitpunkt und Höhe der erfolgten Unterstützungen sowie auf Verlangen
die Zahlungsbelege vorzulegen.
Dem Pflichtigen obliegt der Nachweis, dass es sich bei den unterstützten Personen im In- oder Ausland
um eine unterstützungsbedürftige Person mit ungenügendem Einkommen und Vermögen handelt. Ein solcher Nachweis kann ausschliesslich mit amtlicher Urkunde – Steuerausweis – erbracht werden, die umfassend über die Einkommens- und Vermögensverhältnisse einer Person Auskunft gibt. Für die Frage der
Bedürftigkeit sind stets die im Ausland vorherrschenden Verhältnisse massgebend. Dies bedeutet, dass eine Bedürftigkeit verneint werden muss, wenn die Person im Ausland in der Lage ist, ohne Hilfe durch eine
Drittperson einen angemessenen Lebensunterhalt zu führen.
Bei Geldzahlungen ins Ausland sind grundsätzlich die Post- oder Bankbelege beizulegen. Daraus müssen sowohl der Leistende als auch der Empfänger klar ersichtlich sein. Quittungen über Barzahlungen an
Empfänger mit Wohnsitz im Ausland werden grundsätzlich nicht als Beweismittel für Unterstützungsleistungen akzeptiert. Für solche Zahlungen steht dem Steuerpflichtigen der Weg der Post- oder Banküberweisung offen.
Im Kanton kann der Abzug nicht gewährt werden für den Ehegatten / Partner und den Konkubinatspartner
sowie für Kinder, für die ein Elternteil oder ein Konkubinatspartner einen Kinderabzug beanspruchen kann.
Massgebend sind die Verhältnisse am Ende der Steuerperiode oder der Steuerpflicht, d.h. die Unterstützungsbedürftigkeit muss zu diesem Zeitpunkt (noch) bestehen; es gilt uneingeschränkt das Stichtagsprinzip. Voraussetzung für die Gewährung des Unterstützungsabzuges ist immer eine Unterstützungsbedürftigkeit. Diese ist immer dann gegeben, wenn die unterstützte Person aus objektiven Gründen, unabhängig
von ihrem Willen, längerfristig nicht in der Lage ist, ganz oder teilweise für ihren Lebensunterhalt aufzukommen und deshalb auf Hilfe von Drittpersonen angewiesen ist.
Im Bund kann bei Unterhaltszahlungen an volljährige Kinder in Ausbildung der leistende Elternteil den Kinderabzug geltend machen. Leisten beide Elternteile Unterhaltszahlungen, kann der Elternteil mit den höheren finanziellen Leistungen, d.h. in der Regel derjenige mit dem höheren Einkommen, den Kinderabzug geltend machen. Der andere Elternteil kann den Unterstützungsabzug beanspruchen, sofern seine Leistungen
mindestens in der Höhe des Abzuges erfolgen.
Der Abzug beträgt im Kanton Fr. 5'200.– und im Bund Fr. 6'500.–. Der Abzug wird nur gewährt, wenn die
Unterstützungsleistung mindestens Fr. 5'200.– (Kanton) bzw. Fr. 6'500.– (Bund) beträgt.
Hauptformular, Seite 4 (Formular 1a)
VERMÖGEN IM IN- UND AUSLAND (EINSCHLIESSLICH NUTZNIESSUNGSVERMÖGEN)
30.1 Liegenschaften
30.2 Wertschriften und Guthaben
30.3 Beteiligung an einfachen Gesellschaften
30.4 Beteiligung an Kollektivgesellschaften
30.5 Viehhabe
30.6 Übrige Geschäftsaktiven, nähere Bezeichnung:
Total Geschäftsvermögen
32.1 Liegenschaften
32.2 Wertschriften und Guthaben
32.3 Guthaben Verrechnungssteuer und zusätzlicher Steuerrückbehalt USA
32.4 Bargeld, Gold und andere Edelmetalle
32.5 Beteiligung an unverteilten Erbschaften
32.6 Motorfahrzeuge:
Ansch.-Jahr
AX GT 4
17‛000
22‛576
730‛000
149‛816
1‛286
1‛000
5‛000
32.7 Lebens- und Rentenversicherungen
32.8 Übrige Vermögenswerte, nähere Bezeichnung: Briefmarkensammlung
34.1 Geschäftsschulden
34.2 Privatschulden
Ziffer 33 abzüglich Ziffer 34
36.1 Für gemeinsam steuerpflichtige Personen
36.2 Für alleinstehende Steuerpflichtige
36.3 Für Kinder, für welche unter Ziffer 24 ein Kinderabzug beansprucht wird
32‛000
946‛678
Fr. 130'000
je Kind Fr.
Ziffer 35 abzüglich Ziffer 36
502‛000
444‛678
130‛000
78‛000
236‛678
Erbschaften und Schenkungen: Haben Sie während des Steuerjahres erhalten bzw. ausgerichtet?
ausgeri chtet an
Wer t Fr .
Betrag Fr.:
aus AHV / IV
aus einer Einrichtung der beruflichen Vorsorge (Säule 2)
aus einer anerkannten Form der gebundenen Selbstvorsorge (Säule 3a)
Antrag auf Nullveranlagung nach Art. 156a StG
X Lohnausweis(e)
X Berufsauslagen
X Versicherungsprämien / Zinsen
X Wertschriftenverzeichnis
X Hilfsformular Liegenschaften
X Schuldenverzeichnis
X Geschäftsabschlüsse
X Krankheitskosten
X Bescheinigung Säule 3a
(Hat Verzicht auf Rückerstattung der Verrechnungssteuer zur Folge.)
Dieses Hauptformular und die Hilfsformulare sind vollständig und wahrheitsgetreu ausgefüllt.
G. Muster
S t e ue r p f l i ch ti ge ( r )
Rückfragen sind zu richten an (gilt nicht als Vollmacht):
Ein Vertretungsverhältnis ist mit einer separaten Vollmacht zu
bescheinigen, andernfalls werden sämtliche Verfügungen und
Rechnungen der steuerpflichtigen Person zugestellt.
L. Muster
Eh efrau / P a rtner (in)
Vermögen im In- und Ausland
Massgebend ist der Vermögensstand am 31. Dezember 2015 bzw. am Ende der Steuerpflicht. Zu deklarieren sind sämtliche in- und ausländischen Vermögenswerte (einschliesslich Nutzniessungsvermögen) der
Steuerpflichtigen (bei Steuerpflichtigen in ungetrennter Ehe oder eingetragener Partnerschaft das Vermögen beider Ehegatten / Partner) und der minderjährigen Kinder unter ihrer elterlichen Sorge.
 Wenn Sie kein Geschäftsvermögen besitzen, gehen Sie weiter zu Ziffer 32.
 Wenn Sie eine selbständige Haupt- oder Nebenerwerbstätigkeit ausüben, haben Sie bereits das entsprechende Formular ausgefüllt. Bitte übertragen Sie die Angaben zum Geschäftsvermögen aus
dem Formular gemäss den nachfolgenden Hinweisen.
Gemäss Formular 7 "Liegenschaften".
Gemäss Formular 2 "Wertschriften- und Guthabenverzeichnis".
Gemäss Formular 11e "Personengesellschaften".
Die Bewertung der Viehhabe ist gemäss Wegleitung für Selbständigerwerbende und Landwirte vorzunehmen.
30.6 Übrige Geschäftsaktiven
In dieser Ziffer werden sämtliche weiteren Geschäftsaktiven oder auch Beteiligungen, welche keiner Ziffer zugeordnet werden konnten, deklariert.
Gemäss Formular 2 "Wertschriften- und Guthabenverzeichnis" S. 2, Ziffer 3.3.
Grössere Bestände an Bargeld, Goldmünzen etc. sind zu deklarieren.
Die Kurse für ausländische Banknoten, Goldmünzen und Edelmetalle sind in der von der Eidgenössischen
Steuerverwaltung herausgegebenen Kursliste ersichtlich. Diese Kursliste kann bei der Eidgenössischen
Steuerverwaltung bestellt werden und steht auch im Internet unter www.estv.admin.ch zur Verfügung.
Die Anteile an unverteilten Erbschaften werden den einzelnen Erben quotenmässig zugerechnet. Wenn Sie
an einer unverteilten Erbschaft beteiligt sind, deklarieren Sie in dieser Ziffer Ihren Anteil an diesem Vermögen und legen Sie der Steuererklärung eine Kopie des Fragebogens Unverteilte Erbschaften (Formular 1e) bzw. eine detaillierte Aufstellung bei.
32.6 Motorfahrzeuge
Der Steuerwert für Motorfahrzeuge (inkl. Wohnwagen, Wohnmobile, Motorboote) wird wie folgt ermittelt
(Abrundung auf Fr. 1'000.–):
Steuerwert in % des
(nicht des Aufpreises)
10% (Restwert)
Diese Ansätze gelten nicht für Oldtimer. In diesen Fällen ist grundsätzlich der Verkehrswert massgebend.
Kapital- und Rentenversicherungen unterliegen mit ihrem Steuerwert (Rückkaufswert inkl. Überschuss- und
Gewinnanteile) der Vermögenssteuer. Die Versicherungsgesellschaften stellen Ihnen Bescheinigungen der
Werte per Ende Jahr zu. Diese sind der Steuererklärung beizulegen.
Versicherungen mit aufgeschobener Rente und mit laufender Rente sind gleichermassen zu deklarieren.
Ansprüche aus der beruflichen Vorsorge (Säule 2 / Freizügigkeitskonten) oder der gebundenen Selbstvorsorge (Säule 3a) werden nicht als Vermögen besteuert.
32.8 Übrige Vermögenswerte
Für alle übrigen Vermögenswerte gilt der Verkehrswert als Steuerwert.
Übrige Vermögenswerte sind zum Beispiel Gemälde oder Sammlungen, Flugzeuge, Pferde etc. Der Hausrat ist von der Vermögenssteuer befreit.
 Wenn Sie keine Schulden haben, gehen Sie zu Ziffer 36.
Gemäss Formular 4 "Schuldenverzeichnis".
Das Gesetz sieht vor, dass nicht das gesamte Reinvermögen versteuert werden muss, sondern ein Anteil
davon von der Steuer befreit ist. Für die Berechnung der steuerfreien Beträge sind ebenfalls die Verhältnisse am 31. Dezember 2015 massgebend. Die Tabelle mit den Abstufungen finden Sie im Hauptformular,
Seite 4, Ziffer 36.
Sämtliche Schenkungen und Erbvorbezüge, die Sie im Jahr 2015 empfangen bzw. getätigt haben, sowie
alle Vermögenszugänge aus Erbschaft sind hier aufzulisten. Geben Sie an, von wem Sie Vermögenswerte
erhalten bzw. an wen Sie solche abgetreten haben und in welchem Verwandtschaftsgrad Sie zum Erblasser/Schenkenden bzw. zum Erben/Empfänger stehen.
Das zugeflossene Vermögen und die Erträge daraus fliessen in die ordentliche Steuererklärung 2015 ein.
Die erhaltenen Vermögenswerte und die daraus erzielten Einkünfte sind zusammen mit dem übrigen Vermögen und Einkommen zu deklarieren.
Sämtliche im Jahre 2015 erhaltenen Kapitalleistungen, auch nicht steuerpflichtige Leistungen, sind in dieser Rubrik aufzuführen.
Kapitalleistungen aus der Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung, aus Einrichtungen der beruflichen Vorsorge (2. Säule), aus anerkannten Formen der gebundenen Selbstvorsorge (Säule 3a) sowie
Zahlungen bei Tod und für bleibende körperliche oder gesundheitliche Nachteile werden gesondert vom
übrigen Einkommen besteuert.
Kapitalleistungen aus Vorsorge sind grundsätzlich zu 100% steuerbar.
Mehrere Auszahlungen im selben Jahr werden zusammengezählt.
die bei einem Stellenwechsel ausgerichteten Kapitalleistungen aus Einrichtungen der beruflichen Vorsorge (2. Säule) und gleichartige Kapitalzahlungen des Arbeitgebers, soweit sie innert Jahresfrist zum
Einkauf in eine andere Einrichtung der beruflichen Vorsorge (2. Säule) verwendet werden;
Kapitalzahlungen aus anerkannten Formen der gebundenen Selbstvorsorge (Säule 3a), soweit sie innert Jahresfrist zum Einkauf in eine Einrichtung der beruflichen Vorsorge (2. Säule) oder in eine andere Form der gebundenen Selbstvorsorge (Säule 3a) verwendet werden;
Kapitalleistungen unter Fr. 5'800.– werden beim Kanton nicht besteuert.
Kreuzen Sie an dieser Stelle die Beilagen an, welche Sie uns zusammen mit Ihrer Steuererklärung zustellen und ergänzen Sie die Liste mit den Angaben zu den weiteren Beilagen.
Bevor Sie Ihre Steuererklärung unterzeichnen, kontrollieren Sie, ob alle Ihre Angaben vollständig
und wahrheitsgetreu sind. Wenn Sie bei einer Ziffer unsicher sind, fragen Sie Ihr Gemeindesteueramt um Rat.
Setzen Sie das Datum ein und unterzeichnen Sie das Wertschriftenverzeichnis und die Steuererklärung.
Senden Sie anschliessend die gesamten Unterlagen Ihrem Gemeindesteueramt zu.
Beide Ehegatten / Partner unterzeichnen die Steuererklärung gemeinsam. Ist die Steuererklärung nur von
einem Ehegatten / Partner unterzeichnet, wird dem anderen Ehegatten / Partner mittels Publikation im Kantonsamtsblatt eine Frist eingeräumt. Nach deren unbenutztem Ablauf wird die vertragliche Vertretung unter
Ehegatten / Partner angenommen.
Bitte verwenden Sie für die Rücksendung der ausgefüllten Steuererklärung das beigelegte C4-Rückantwortkuvert und achten Sie auf eine genügende Frankatur.
Das Porto beträgt für Kuverts im Format C4
für B-Post
0 – 500 Gramm
für A-Post
(diese Tarife galten zum Zeitpunkt der Erstellung der vorliegenden Wegleitung und können in der
Zwischenzeit geändert haben).
Für Rückfragen bitten wir Sie, uns diejenige Telefonnummer bekannt zu geben, unter welcher Sie tagsüber
am besten erreichbar sind.
Sie können sich für Rückfragen auch vertreten lassen. Die Adresse für Rückfragen gilt nicht als Vollmacht.
Wenn Sie sich für alle Steuerangelegenheiten vertreten lassen möchten, ist dafür eine separate Vollmacht
einzureichen. Damit werden auch sämtliche Zusendungen an den bevollmächtigten Vertreter adressiert.
Sie haben nun das steuerbare Vermögen und das steuerbare Einkommen ermittelt. Mit der Berechnungstabelle am Ende dieser Wegleitung können Sie die zu erwartenden Einkommens- und Vermögenssteuern von Bund und Kanton errechnen. Achten Sie darauf, dass Sie den richtigen Tarif verwenden (Verheirateten-, Eltern- oder Alleinstehendentarif). Für die Berechnung der Gemeindesteuern müssen Sie den Steuerfuss Ihrer Gemeinde kennen. Ihr Gemeindesteueramt hilft Ihnen hier gerne weiter.
Wenn Sie über einen Internetanschluss verfügen, steht Ihnen auch unser SteuerberechnungsProgramm zur Verfügung (www.stv.gr.ch).
Auf den nächsten Seiten finden Sie die Wegleitung zum Ausfüllen der folgenden Formulare:
Krankheits-, Unfall- und
Formular 7.1
Wertschriften und Guthabenverzeichnis
Wertschriften- und Guthabenverzeichnis, Seite 1 (Formular 2)
Auszahlung der Verrechnungssteuer (Falsche Zahladressen können die Rückerstattung erheblich verzögern!)
Wie b isher
Bank / Institut: Bezeichnung
Bank / Institut: PLZ und Ort
Angaben zum Wohnsitz / Änderungen im Zivilstand
Wohnsitz am 31.12. des Vorjahres
Hatten Sie ihren Wohnsitz während
eines Teils des Steuerjahres im
Bei Heirat / Eintragung Partnerschaft im Steuerjahr:
Bei Trennung / S c heidun g / Aufl ösung Partne rschaft im S teuerjahr:
Haben Sie im Steuerjahr Wertschriften und Guthaben als
W er t i n F r .
Haben Sie im Steuerjahr Wertschriften und Guthaben als Erbschaft /Vorempfang
Name und Adresse des / der Erblassers/in oder des / der Schenkenden:
Verwandtschaftsgrad des / der Erblassers/in oder des / der Schenkenden:
Todestag des Erblassers / der Erblasserin
(Bitte Beilagen und Belege nur in Kopie und nicht
im Original einreichen! Ausnahme: Original der
Bescheinigungen für Lotteriegewinne)
Kontoabschluss Bank Z
Datum der Erbteilung / Schenkung
Dieses Formular inkl. allfällige Zusatzblätter sind vollständig und wahrheitsgetreu
S t e u er p f l i ch ti ge ( r )
Eh ef rau / Pa rt ner (in)
Erläuterungen zu Seite 1 des Wertschriften- und Guthabenverzeichnisses
Kontrollieren Sie, ob die Auszahlung des Verrechnungssteueranspruchs an die gleiche Adresse erfolgen
soll wie im Vorjahr. Wenn nicht, bezeichnen Sie die neue Rückzahlungsadresse genau. Sie erleichtern uns
damit die Arbeit und verhindern allfällige Verzögerungen bei der Auszahlung. Die vollständigen Angaben
über den Wohnsitz sind wichtig für die Beurteilung der Frage, ob die Rückerstattung der Verrechnungssteuer zu Recht geltend gemacht wird. Bei Heirat, Trennung oder Scheidung ist das genaue Datum anzugeben. Die sorgfältige Beantwortung der Fragen über die Vermögensveränderungen erspart Ihnen
Rückfragen und erleichtert uns gleichzeitig die Arbeiten. Die Angaben über Erbschaft, Schenkungen, Verwandtschaftsgrad etc. dienen einerseits Kontrollzwecken, andererseits aber auch einer korrekten Besteuerung.
Das Wertschriften- und Guthabenverzeichnis dient
der Festlegung der Steuerwerte von Wertschriften und Guthaben per 31. Dezember 2015 sowie der daraus fliessenden Erträge;
der Rückerstattung der Verrechnungssteuer auf den deklarierten Erträgen.
Im Wertschriftenverzeichnis sind sämtliche beweglichen Vermögenswerte (inkl. Nutzniessungsvermögen)
und die daraus fliessenden Erträge zu deklarieren. Dazu gehören beispielsweise:
Bank- und Postkonti, Termingelder sowie Prämiendepots bei Lebensversicherungen;
Obligationen, derivative Finanzinstrumente, Aktien, Partizipations- und Genussscheine, Optionen, kollektive Kapitalanlagen (Anlagefonds), GmbH- und Genossenschaftsanteile etc;
Private Darlehen und andere Guthaben.
Der Besteuerung unterliegen auch die zurückbehaltenen Erträge von thesaurierenden kollektiven Kapitalanlagen (Thesaurierungsfonds), Liquidationsüberschüsse, verdeckte Gewinnausschüttungen, Erlöse von
Gratisaktien und Gratisnennwerterhöhungen und andere geldwerte Leistungen.
Weiter sind in diesem Formular Gewinne aus Wettbewerb, Lotterie oder aus lotterieähnlichen Veranstaltungen etc. sowie Gewinne bei ausländischen Spielbanken zu deklarieren. Lotteriegewinne bis Fr. 1'000.–
sind steuerfrei und unterliegen nicht der Verrechnungssteuer. Die Gewinne bei Spielbanken innerhalb der
Schweiz werden aufgrund des Spielbankengesetzes durch die Erhebung einer Spielbankensteuer beim
Veranstalter erhoben und sind für den Gewinner entsprechend steuerfrei.
Für Termingelder, Geldmarktpapiere oder sonstige Anlagen, deren Steuerwerte und Erträge nicht oder nur
schlecht überprüfbar sind, müssen die entsprechenden Beweismittel beigelegt werden.
Die Vermögenswerte und Erträge der minderjährigen Kinder (Jahrgang 1998 und jünger) sind ebenfalls
Die Rückerstattung der Verrechnungssteuer auf Wertschriftenerträgen von einfachen Gesellschaften ist
nicht durch die Gesellschaft, sondern entsprechend seinem Anteil am Einkommen durch den einzelnen
Gesellschafter in seinem persönlichen Wertschriftenverzeichnis (Seite 3) geltend zu machen.
Erbengemeinschaften können die Verrechnungssteuer auf Leistungen, die zwischen dem Tod des Erblassers und dem Tag der Erbteilung fällig geworden sind, gemeinsam zurückfordern. Als Antragsformular
dient das auf die unverteilte Erbschaft lautende Wertschriftenverzeichnis, worin auch allfällig nicht der Verrechnungssteuer unterliegende Erträge mit den entsprechenden Steuerwerten aufzuführen sind.
Der Anspruch auf Rückerstattung steht jedem Erben nach Massgabe seiner Quote an der Erbschaft zu, sofern er persönlich die Voraussetzungen zur Rückforderung erfüllt.
Die Verrechnungssteuer auf den Erträgen des Erneuerungsfonds von Stockwerkeigentümergemeinschaften ist durch die Gemeinschaft direkt bei der Eidg. Steuerverwaltung zurückzufordern (Formular 25).
Kollektiv- und Kommanditgesellschaften, im Handelsregister eingetragene Vereine, Stiftungen und alle
anderen juristischen Personen müssen die Rückerstattung der Verrechnungssteuer direkt bei der Eidg.
Steuerverwaltung beantragen (Formular 25). Um auch den nicht im Handelsregister eingetragenen Vereinen eine möglichst unbürokratische Rückforderung der Verrechnungssteuer zu ermöglichen, kann bspw.
der Kassier die vom Zins des Vereinskontos abgezogene Verrechnungssteuer im persönlichen Wertschriftenverzeichnis, Seite 3, Ziff. 4.1 (Rubrik einfache Gesellschaften), unter Beilage des Originalzinsausweises steuerneutral beantragen.
Der Anspruch auf Rückerstattung der Verrechnungssteuer geht verloren, wenn die entsprechenden Erträge nicht als Einkommen deklariert werden oder wenn der Rückerstattungsanspruch nicht innerhalb von
drei Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem der verrechnungssteuerbelastete Ertrag fällig wurde,
gestellt wird (Fristverlängerungen für die Einreichung der Steuererklärung verlängern diese Verwirkungsfrist
Nicht aufzuführen sind die in der beruflichen Vorsorge (Säule 2), auf einem Freizügigkeitskonto oder in
der Säule 3a gebundenen Mittel und der darauf gutgeschriebene Ertrag.
Mit dem Antrag auf Nullveranlagung nach Art. 156a StG und Art. 51 der Ausführungsbestimmungen zur
Steuergesetzgebung (ABzStG) verzichtet der Antragsteller auf die Rückerstattung der Verrechnungssteuer.
Wertschriften- und Guthabenverzeichnis, Seite 2 (Formular 2)
Bezeichnung der Vermögenswerte / Erträge
Anzugeben sind die Forderungsart (z.B. Sparkonto, Obligation, Aktie usw.), der/die Schuldner/in und/oder die Titelbezeichnung, für Konti die Kontonummer, für festverzinsliche Titel der Zinssatz und ein Hinweis bei Einmalverzinsung. Die Angabe von Valorennummern kotierter Titel erleichtert
und beschleunigt die Prüfung des Wertschriftenverzeichnisses und die Rückerstattung der Verrechnungssteuer.
aus Erbanfall / Vorempfang Privatvermögen
aus Schenkung Privatvermögen
aus Erbanfall / Vorempfang Geschäftsvermögen
aus Schenkung Geschäftsvermögen
(ohne Angabe eines Codes = Privatvermögen)
Fr. oder Stk.
10‛000
15‛000
Nr. 999.999, Privatkonto Bank Z
Nr. 147.289, Sparkonto Bank Z
Nr. 147.290, Sparkonto Bank Z
1.5% Kassaoblig. Bank X, Basel
2.0% V:111222 Oblig A+B AG, Bern
V. 202004 Akt. A+B AG
V. 874001 Akt. XYZ AG, Zürich
6.7.15 dir. Teilliq., 15 Akt.
V. 874001 Fixed Income SICAV
A-Z GmbH, Chur
Steuerauszug 2234 Bank X, Basel
2% Darlehen an P. Bündner, Chur
Quote bei qualifiz.
des Steuerjahres
7.4.2013 7.4.2018
22.8.2005 22.8.2015
4‛874
18‛387
13‛500
Bruttoertrag im Steuerjahr
1‛500.00
23‛250
59‛805
20‛000
Hertrag ab Zusatzblatt Nr. 1 bis Nr.
Zwischentotal Privat, Geschäft u. Gesamt
Hertrag von Hilfsformular DA-1 / US-R
Total Wertschriftenvermögen
172‛392
Übertrag auf Hauptformular (Formular 1a), Seite 4, Ziffern 32.2 (Privat) und 30.2 (Geschäft) oder Fragebogen für unverteilte Erbschaften (Formular 1e), Seite 2, Ziffern 5.2 (Privat) und 4.2 (Geschäft).
3‛673.90
Spaltentotale Bruttoertrag
Zwischentotal "A" + "B" Privat, Geschäft und Gesamt
Hertrag von Hilfsformular(en) DA-1 / US-R u. DA-3
Total Wertschriftenerträge
3‛674
4‛619
Übertrag auf Hauptformular (Formular 1a), Seite 2, Ziffer 7.2 oder Fragebogen für unverteilte Erbschaften (Formular 1e), Seite 2, Ziffer 2.2.
35 % des verrechnungssteuerpflichtigen Bruttoertrages gemäss Ziffer 2.1, Spalte "A"
Zusätzlicher Steuerrückbehalt USA gemäss Hilfsformular DA-1 / US-R
Total Rückerstattungsanspruch
1‛285.90
Übertrag auf Hauptformular (Formular 1a), Seite 4, Ziffer 32.3 oder Fragebogen für unverteilte Erbschaften (Formular 1e), Seite 2, Ziffer 5.3.
Erträge von Kapitalgesellschaften und Genossenschaften unterliegen nach Art. 18b und 20 Abs 1bis DBG bzw. Art. 18a und 21a StG einer reduzierten Besteuerung, falls die Beteiligung
am Aktien-, Grund- und Stammkapital mindestens 10 % beträgt (vgl. Wegleitung und Seite 3 des Wertschriftenverzeichnisses).
Erläuterungen zu Seite 2 des Wertschriften- und Guthabenverzeichnisses
Nennwert / Stückzahl
In dieser Spalte sind für festverzinsliche Wertpapiere (z.B. Obligationen) die Nennwerte und für die übrigen
Wertpapiere die Anzahl anzugeben.
Bezeichnung der Vermögenswerte / Zuordnung
Die Vermögenswerte, die zum Geschäftsvermögen gehören und diejenigen, die im Jahr 2015 aus Erbschaft oder Schenkung zugeflossen sind, müssen mit einer Zahlenkombination bezeichnet werden (siehe
Formular). Die einzelnen Titel und Guthaben sind so zu bezeichnen, dass sie klar identifiziert werden können (bei Wertschriften Valoren- oder ISIN-Nummern angeben). Ausserdem ist bei festverzinslichen Titeln
der Zinssatz anzugeben. Werden dem Wertschriftenverzeichnis Steuerauszüge beigelegt, sind hier nur
die Gesamttotale anzugeben. Allfällig verwaltete Grabunterhaltskonti sind entsprechend zu bezeichnen.
Eine qualifizierte Beteiligung liegt vor, wenn:
eine natürliche Person allein oder zusammen mit Ehegatte und minderjährigen Kindern
direkt oder über eine Personenunternehmung bzw. eine Erbengemeinschaft
mit mindestens 10% am Aktien-, Grund- oder Stammkapital einer in- oder ausländischen Kapitalgesellschaft oder Genossenschaft beteiligt ist.
Erträge aus qualifizierten Beteiligungen unterliegen nur teilweise der Besteuerung.
Die Beteiligungsquoten sind in der dafür vorgesehenen Spalte des Wertschriftenverzeichnisses bzw. des
Hilfsformulars DA-1 / US-R anzugeben.
Eröffnung, Ausgabe, Kauf / Verfall, Verkauf, Rückzahlung
Bei Bestandesänderungen von Wertschriften (Obligationen, Aktien, kollektive Kapitalanlagen etc.) im Jahr
2015 sind die entsprechenden Kaufs-, Verkaufs- oder Rückzahlungsdaten etc. anzugeben. Für Obligationen, Termingeldkonti etc. sind die genauen Laufzeiten aufzuführen.
Zu deklarieren ist der Verkehrswert der einzelnen Vermögenswerte. Für Wertpapiere und Beteiligungsrechte, die zum Geschäftsvermögen gehören, sind die Buchwerte massgebend. Falls die Voraussetzungen erfüllt sind, kann ein Pauschalabzug von 30% für vermögensrechtliche Beschränkungen (Minderheit, Vinkulierung) geltend gemacht werden. Dieser Abzug kann für an der Börse sowie für vor- oder ausserbörslich
gehandelte Wertpapiere nicht beansprucht werden. Mitarbeiterbeteiligungen sind zum Verkehrswert zu deklarieren. Allfällige Sperrfristen werden auf Antrag angemessen berücksichtigt. Bei Grabunterhaltskonti mit
Guthaben bis zu Fr. 15'000.– kann der Steuerwert mit Fr. 0.00 eingesetzt werden. Die Passivsaldi sämtlicher Konti sind im Schuldenverzeichnis aufzuführen.
Bruttoertrag verrechnungssteuerpflichtig (Spalte A)
Hier sind die Erträge zu deklarieren, auf denen die Verrechnungssteuer in Abzug gebracht wurde. Bei den
Geschäftswertschriften sind die im Jahr 2015 fällig gewordenen Erträge zu deklarieren, auch wenn der Geschäftsabschluss nicht per Ende Jahr erfolgte.
Bruttoertrag nicht verrechnungssteuerpflichtig (Spalte B)
Hier sind die Erträge aus Wertpapieren und Guthaben anzugeben, bei denen keine Verrechnungssteuer in
Abzug gebracht wurde. Zu beachten ist, dass Zinsen von Kundenguthaben (Bank- und Postkonti inkl.
Festgelder) von der Verrechnungssteuer ausgenommen sind, wenn der Zinsbetrag nur einmal pro
Kalenderjahr vergütet wird und Fr. 200.– nicht übersteigt. Falls Zinsen von Grabunterhaltskonti zwecks
Rückforderung der Verrechnungssteuer in der Spalte A aufgeführt wurden, können sie in der Spalte B wieder als Minuspositionen von den übrigen Erträgen in Abzug gebracht werden. Hingegen sind die Passivzinsen sämtlicher Konti im Schuldenverzeichnis aufzuführen.
Berechnung der Rückerstattungsansprüche
In Ziffer 3.1 wird die Höhe des Anspruchs auf Rückerstattung der Verrechnungssteuer ermittelt. Er beträgt
35% von Ziffer 2.1, Spalte A, (verrechnungssteuerpflichtiger Bruttoertrag). In Ziffer 3.2 ist ein allfälliger
Anspruch am zusätzlichen Steuerrückbehalt USA zu übertragen. Das Gesamttotal ist in das Hauptformular, (Ziffer 32.3) oder den Fragebogen für unverteilte Erbschaften (Ziffer 5.3) zu übertragen, da die
Rückerstattungsansprüche zum steuerbaren Vermögen zählen.
Wertschriften- und Guthabenverzeichnis, Seite 3 (Formular 2)
Diese Formularseite ist nur auszufüllen und einzureichen, wenn Sie
- die anteilsmässige Rückerstattung der Verrechnungssteuer auf Wertschriftenerträgen aus Ihren Anteilen an einfachen Gesellschaften
und/oder unverteilten Erbschaften beantragen;
- selbst oder über Ihre Anteile an Personengesellschaften und/oder unverteilten Erbschaften über qualifizierte Beteiligungen im Sinne von
Art. 18b und 20 Abs. 1bis DBG (SR 642.11) bzw. 18a und 21a StG (BR 720.000) verfügen.
im Steuerjahr
Rückerstattungsansprüche aus Anteilen an einfachen Gesellschaften und unverteilten Erbschaften
Rückerstattungsanspruch Verrechnungssteuer aus Anteilen an:
einfachen Gesellschaften1)
(Nur sofern keine Rückerstattung an die Gesellschaft/Erbengemeinschaft; Angaben
sind unter Nennung der Gesellschaft/en bzw. Erbengemeinschaft/en zu belegen)
unverteilten Erbschaften
Rückerstattungsanspruch US-Rückbehalt aus Anteilen an:
Total Rückerstattungsansprüche aus Anteilen an einfachen Gesellschaften u. unverteilten Erbschaften
Geschäft (Fr.)
Privat (Fr.)
Qualifzierte Beteiligungen2) (Bitte Wegleitung beachten)
Titel gemäss Detailverzeichnis auf Seite 2
Titel gemäss Detail Hilfsformular DA-1 / US-R
Titel in Anteilen an Personengesellschaften
Titel in Anteilen an unverteilten Erbschaften
Direkter Beteiligungsaufwand (Abschreibungen, Rückstellungen, Veräusserungs- / Überführungsverluste) –
Zwischentotal Erträge aus qualifizierten Beteiligungen im Geschäftsvermögen
Finanzierungs- und Verwaltungsaufwand für
qualifizierte Beteiligungen im Geschäftsvermögen Verwaltungsaufwand (5 % von Ziffer 5.6)
Total Erträge aus qualifizierten Beteiligungen
Teilbesteuerungsabzug (50 % von Ziffer 5.8 Spalte "Geschäft" bzw. 40 % von Ziffer 5.8 Spalte "Privat")
5.10 Total Teilbesteuerungsabzug auf Erträge aus qualifizierten Beteiligungen (Summe der Spaltenbeträge von Ziffer 5.9)
Übertrag auf Hauptformular (Formular 1a), Seite 3, Ziffer 17.2.
In Anwendung von Art. 22 ff. des Verrechnungssteuergesetzes (VStG; SR 642.21) ist die Rückerstattung der Verrechungssteuer auf Wertschriftenerträgen von einfachen Gesellschaften
nicht durch die Gesellschaft, sondern, entsprechend seinem Anteil am Einkommen, durch den einzelnen Gesellschafter in seiner persönlichen Steuererklärung geltend zu machen.
Ziffern 5.1 bis 5.10 bitte leer lassen, wenn das vorliegende Wertschriftenverzeichnis als Beilage zum Fragebogen für unverteilte Erbschaften ausgefüllt wird. Der Anspruch auf reduzierte
Besteuerung von Erträgen aus qualifizierten Beteiligungen in unverteilten Erbschaften und in Personengesellschaften ist vom einzelnen Erben bzw. Gesellschafter in seiner persönlichen
Steuererklärung geltend zu machen und im zugehörigen Wertschriftenverzeichnis entsprechend zu deklarieren. Die Voraussetzungen dafür sind nur erfüllt, wenn der auf ihn entfallende
Anteil allein oder zusammen mit von ihm selbst oder über Anteile an Personengesellschaften gehaltenen Titeln eine Beteiligung von mindestens 10 % ergibt.
Erläuterungen zu Seite 3 des Wertschriften- und Guthabenverzeichnisses
Die Formularseite 3 ist nur auszufüllen, wenn Sie
die anteilsmässige Rückerstattung der Verrechnungssteuer sowie des zusätzlichen Steuerrückbehaltes USA auf Wertschriftenerträge aus Anteilen an einfachen Gesellschaften und/oder unverteilten Erbschaften beantragen (vgl. dazu die Erläuterungen unter der Rubrik "Allgemeines");
selbst oder über Ihre Anteile an einfachen Gesellschaften und/oder unverteilten Erbschaften über qualifizierte Beteiligungen verfügen. Eine qualifizierte Beteiligung liegt dann vor, wenn Sie zu mindestens
10% am Grund- oder Stammkapital einer Kapitalgesellschaft oder Genossenschaft beteiligt sind. Ist
dies der Fall, wird die wirtschaftliche Doppelbelastung (Besteuerung auf Stufe Gesellschaft und Aktionär) in der Einkommenssteuer wie folgt gemildert: Ausgeschüttete und versteuerte Gewinne von Kapitalgesellschaften und Genossenschaften werden lediglich zu 50% (Geschäftsvermögen) bzw. zu 60%
(Privatvermögen) besteuert.
Hilfsformular Pauschale Steueranrechnung Steuerrückbehalt USA
Sowohl die pauschale Steueranrechnung (Anrechnung bzw. Erstattung von ausländischen Quellensteuern,
die in den entsprechenden Ländern nicht zurückgefordert werden können) als auch der zusätzliche Steuerrückbehalt USA (in der Schweiz erhobene Steuer auf amerikanischen Dividenden und Zinsen, welche
durch schweizerische Finanzinstitute für Rechnung von in der Schweiz ansässigen Personen vereinnahmt
werden) können gemeinsam mit dem Formular 2.2 "Pauschale Steueranrechnung Steuerrückbehalt USA" beantragt werden. Die gesetzlichen Voraussetzungen für die Geltendmachung des Anspruchs
auf pauschale Steueranrechnung sowie des zusätzlichen Steuerrückbehaltes USA entsprechen denjenigen
des Bundesgesetzes über die Verrechnungssteuer.
 Übertragen Sie die errechneten Summen in die angegebenen Ziffern im Hauptformular oder in den
Fragebogen für unverteilte Erbschaften und kehren Sie zurück zu Ziffer 7.3 auf Seite 15.
Eine direkte Teilliquidation ist zu bejahen, wenn beispielsweise eine Aktiengesellschaft eigene Aktien zurückkauft, ohne diese weiterzuveräussern.
Eine indirekte Teilliquidation liegt vor, wenn eine im Privatvermögen gehaltene Beteiligung von mindestens 20% des Grund- oder Stammkapitals an eine juristische Person (oder in das Geschäftsvermögen einer
natürlichen Person) veräussert wird und innert 5 Jahren eine Ausschüttung von nicht betriebsnotwendiger
Substanz erfolgt, die im Verkaufszeitpunkt bereits vorhanden war. Der Verkäufer muss dazu mitgewirkt haben.
Eine Transponierung liegt vor, wenn eine im Privatvermögen gehaltene Beteiligung von mindestens 5%
des Grund- oder Stammkapitals in das eigene Geschäftsvermögen oder auf eine juristische Person, an
welcher der Einbringer zu mindestens 50% beteiligt ist, übertragen wird.
Bei der direkten und der indirekten Teilliquidation führt die Übertragung der Beteiligungsrechte nicht zu einem steuerfreien privaten Kapitalgewinn, sondern zu steuerbarem Vermögensertrag. Als Ertrag gilt der
Erlös, welcher den Nennwert zuzüglich der ausgeschütteten anteiligen Reserven aus Kapitaleinlagen der
Gesellschaft, deren Beteiligungsrechte übertragen werden, übersteigt.
Wird die Beteiligung im Rahmen einer Transponierung zu einem Wert übertragen, welcher den Nennwert
zuzüglich der anteiligen Reserven aus Kapitaleinlagen übersteigt, ergeben sich je nach Verbuchung unterschiedliche Steuerfolgen: Wird der Mehrwert dem Nominalkapital oder den Reserven aus Kapitaleinlagen
gutgeschrieben, ist beim Einleger die Zunahme des Nominalkapitals und der Reserven aus Kapitaleinlage
steuerbarer Vermögensertrag. Wird der Mehrwert dagegen den übrigen Reserven gutgeschrieben, bleibt
die latente Steuerlast erhalten und die Übertragung ist steuerneutral.
Seit dem 1. Januar 2011 kennen Bund und Kanton das Kapitaleinlageprinzip. Als Folge dieses Prinzips
sind Dividenden von der Verrechnungssteuer und der Einkommenssteuer befreit, wenn sie aus Kapitaleinlagen bzw. Aufgeldern stammen, welche die Aktionäre früher einbezahlt haben.
Berufsauslagen (Formular 3)
Abzugsfähig sind die für die Berufsausübung (unselbständige Erwerbstätigkeit) notwendigen Kosten. Die allgemeinen Berufsauslagen (in Ziffer 9.11 näher umschrieben) können als Pauschale oder
als effektive Kosten geltend gemacht werden. Abziehbar sind auch die Kosten für den Arbeitsweg,
für das auswärtige Zimmer, für die auswärtige Verpflegung und für die berufliche Weiterbildung.
Sind beide Ehegatten / Partner berufstätig, sind die Abzüge getrennt zu ermitteln. Abziehbar sind
nur diejenigen Kosten, die der Steuerpflichtige selber trägt. Kein Abzug ist zulässig für Kosten, die
der Arbeitgeber übernommen hat.
Steuerpflichtige(r): von Chur
Ehefrau / Partner(in):
Ehefrau / Partner(in): von Chur
nach Domat/Ems
Abonnementskosten für öffentliche Verkehrsmittel
Fahr-, Motorfahr- und Motorrad mit gelbem Kontrollschild Fr. 700.–
Privatauto bis 15'000 km 70 Rp./km, über 15'000 km 40 Rp./km
Motorrad mit weissem Kontrollschild 40 Rp./km
Steuerpflichtige(r):
220 Tage =
7‛480 km à
70 Rp. = Fr.
5‛236
Rp. = Fr.
Tage à Fr. 15.– = Fr.
Tage à Fr. 7.50 = Fr.
Mehrkosten bei auswärtigem Wochenaufenthalt:
Fr. 30.– pro Arbeitstag; Fr. 6'400.– im Jahr
Bei Verbilligung durch den Arbeitgeber Fr. 22.50 pro Arbeitstag; Fr. 4'800.– im Jahr
Tage à Fr. 30.– = Fr.
Tage à Fr. 22.50 = Fr.
Steuerpflichtige(r) Ehefrau / Partner(in)
Mehrkosten für auswärtige Verpflegung (auch bei Schicht-/Nachtarbeit)
Fr. 15.– pro Arbeitstag; Fr. 3'200.– im Jahr
Bei Verbilligung durch den Arbeitgeber Fr. 7.50 pro Arbeitstag; Fr. 1'600.– im Jahr
Steuerpflichtige(r): 220Tage à Fr. 15.– = Fr. max. ;
3‛200
für das auswärtige Zimmer (Kopie Mietvertrag beilegen)
Fahrkosten bei Wochenaufenthaltern
9.10 Zwischentotal Ziffer 9.2 bis 9.9
8‛436
9.11 Abzug für allgemeine Berufsauslagen:
9.12 Effektive Kosten anstelle der Pauschale (Detailaufstellung beilegen)
9.13 Pauschalabzug 10 % der Erwerbseinkünfte, mind. Fr. 1'300.–/höchst. Fr. 3'100.–
(inkl. Auslagen für Werkzeug, EDV-Hard- und Software, Fachliteratur, Schwerarbeit und
Weiterbildungskosten)
3‛100
9.14 Auslagen Nebenerwerb 20 % der Einkünfte, mind. Fr. 800.–/höchstens Fr. 2'400.–
9.16 Total Berufsauslagen Kanton
Übertrag auf das Hauptformular
Seite 3, Ziffer 9, Spalte Kanton
ohne Angaben werden die Pauschalabzüge von Amtes wegen eingesetzt.
9.10 Hertrag von Kanton
9.11 Abzug für allgemeine Berufsauslagen
9.13 Pauschalabzug 3 % der Erwerbseinkünfte, mind. Fr. 2'000.–/höchstens Fr. 4'000.–
9.15 Weiterbildungs- und Umschulungskosten (Detailaufstellung beilegen)
9.16 Total Berufsauslagen Bund
Seite 3, Ziffer 9, Spalte Bund
Angabe von Wohnort und Arbeitsort.
Wird ein öffentliches Verkehrsmittel benutzt, werden die tatsächlich aufgewendeten Abonnementskosten
Fahr-, Motorfahr- oder Motorrad mit gelbem Kontrollschild
Bei Benützung eines Fahrrades, eines Motorfahrrades oder eines Motorrades mit gelbem Kontrollschild beträgt der Abzug Fr. 700.–.
Privatauto / Motorrad mit weissem Kontrollschild
ein öffentliches Verkehrsmittel fehlt oder der steuerpflichtigen Person dessen Benützung z.B. infolge
Krankheit oder Gebrechlichkeit nicht zugemutet werden kann (Bescheinigung des Arztes beilegen);
mit dem privaten Motorfahrzeug eine Zeitersparnis von über einer Stunde pro Tag (Hinfahrt am Morgen
und Rückkehr am Abend) erzielt werden kann.
40 Rappen pro Fahrkilometer für das Motorrad mit weissem Kontrollschild;
70 Rappen pro Fahrkilometer für das Privatauto für die ersten 15'000 Fahrtkilometer, für die übersteigenden Kilometer wird ein Abzug von 40 Rappen gewährt.
Berechnungsbeispiel: Für die Zurücklegung des Arbeitsweges können 20'000 km berücksichtigt werden:
15'000 km à 70 Rp. Fr. 10'500.–; 5'000 km à 40 Rp. = Fr. 2'000.–; Total Abzug Fr. 12'500.– = Ansatz pro
km 63 Rp.
In diesen Ansätzen sind die Kosten für die Garagenmiete oder Parkgebühren enthalten. In der Regel wird
der Abzug für 220 Arbeitstage gewährt.
Für die Hin- und Rückfahrt über Mittag sind höchstens Fr. 3'200.– bzw. Fr. 1'600.– im Jahr (entspricht den
Mehrkosten bei auswärtiger Verpflegung gemäss Ziffer 9.5) als Kosten abziehbar.
Mehrkosten für auswärtige Verpflegung
Wird eine Hauptmahlzeit wegen zu grosser Entfernung zwischen Wohn- und Arbeitsstätte oder wegen kurzer Essenspause nicht zu Hause eingenommen, können die dadurch bedingten Mehrkosten als Berufsauslagen abgezogen werden.
Es ist in der Regel zumutbar, sich zu Hause zu verpflegen, wenn für das Mittagessen zu Hause inkl. Hinund Rückweg nicht mehr als 90 Minuten benötigt werden. Dabei soll die Aufenthaltsdauer am Mittagstisch
mindestens 30 Minuten betragen. In Fällen mit gleitender Arbeitszeit ist auf die maximal mögliche Arbeitspause abzustellen.
Für die Mehrkosten können folgende Abzüge vorgenommen werden:
Fr. 15.– pro Hauptmahlzeit, bei ständiger auswärtiger Verpflegung Fr. 3'200.– im Jahr;
Fr. 7.50 pro Hauptmahlzeit, bei ständiger auswärtiger Verpflegung Fr. 1'600.– im Jahr, wenn die Verpflegung vom Arbeitgeber verbilligt wird oder wenn die Mahlzeit in einer Kantine, einem Personalrestaurant oder einer Gaststätte des Arbeitgebers eingenommen werden kann. Vergünstigt der Arbeitgeber die Mahlzeiten in dem Masse, dass keine Mehrkosten gegenüber der Verpflegung zu Hause mehr
entstehen, kommt kein Abzug in Betracht.
Die gleichen Ansätze gelten auch bei durchgehender, ausgewiesener, mindestens 8-stündiger Schichtoder Nachtarbeit. Der Schichtarbeit wird die gestaffelte (unregelmässige) Arbeitszeit gleichgestellt, sofern
beide Hauptmahlzeiten nicht zur üblichen Zeit zu Hause eingenommen werden können. Die Anzahl geleisteter Tage mit mindestens achtstündiger Schicht- oder Nachtarbeit ist nachzuweisen (Bescheinigung
des Arbeitgebers), sofern diese im Lohnausweis nicht aufgeführt sind (Angaben im Lohnausweis allenfalls
in Ziffer 15).
Steuerpflichtige, die sich während der Woche am Arbeitsort aufhalten, jedoch regelmässig über das Wochenende oder an den freien Tagen nach Hause zurückkehren und daher dort steuerpflichtig bleiben, kön37
nen die beruflich notwendigen Mehrkosten für auswärtige Verpflegung und Unterkunft abziehen. Keine
berufsbedingten Aufwendungen sind die Mehrkosten des Wochenaufenthalters am Arbeitsort, wenn Letzterer lediglich der Bequemlichkeit oder anderen persönlichen Vorteilen des Steuerpflichtigen dient. Dementsprechend werden die Abzüge nicht gewährt, wenn der tägliche Arbeitsweg (einmalige Hin- und Rückfahrt)
weniger als 2 Stunden beträgt.
Ist die berufliche Notwendigkeit gegeben, können in der Regel folgende Abzüge vorgenommen werden:
Verpflegung bei auswärtigem Wochenaufenthalt
Für die Mehrkosten der auswärtigen Verpflegung können Fr. 15.– pro Hauptmahlzeit, somit Fr. 30.– im
Tag, bei ganzjährigem Wochenaufenthalt Fr. 6'400.– im Jahr abgezogen werden. Wird das Mittagessen
durch den Arbeitgeber verbilligt (Kantine, Kostenbeitrag, Naturalleistung), wird für diese Mahlzeit der halbe
Abzug Fr. 7.50 gewährt, somit gesamthaft Fr. 22.50 im Tag (Mittagessen Fr. 7.50 / Nachtessen Fr. 15.–)
bzw. Fr. 4'800.– im Jahr.
Kosten für das auswärtige Zimmer bei Wochenaufenthalt
Nachdem beim Abzug für die auswärtige Verpflegung auch das Nachtessen gewährt wird, können nur die
effektiven Kosten inkl. Nebenkosten für ein Zimmer (ohne Küche bzw. Kochgelegenheit und ohne Garage)
Der Abzug für die auswärtige Unterkunft beträgt maximal Fr. 9'600.– pro Jahr. Der Steuererklärung ist eine Kopie des Mietvertrages beizulegen. Bei Wohnungen berechnet sich die anteilsmässige Zimmermiete
Miete x 1.5 Raumeinheiten
Anzahl Zimmer + 1 Raumeinheit
2 Raumeinheiten
8'400.– x 1.5
Fr. 6'300.–
1½-Zimmer Wohnung
2.5 Raumeinheiten
12'000.– x 1.5
Fr. 7'200.–
Leben zwei Personen in der gleichen Wohnung, ist die Miete mit 2.5 Raumeinheiten zu multiplizieren und
das Endergebnis durch 2 (Personen) zu teilen:
Miete x 2.5 Raumeinheiten
3 Raumeinheiten
18'000.– x 2.5
Für die wöchentliche Fahrt an den Arbeitsort und zurück werden nach konstanter Rechtsprechung nur die
Kosten für öffentliche Verkehrsmittel anerkannt. Einzig dann, wenn der Steuerpflichtige für seine Berufsausübung auf das private Motorfahrzeug angewiesen ist, kann für die wöchentliche Heimkehr ein Abzug für
das Privatauto in der Höhe wie in Ziffer 9.4 beschrieben geltend gemacht werden, allerdings bloss für jene
Wochen, in denen das Privatfahrzeug effektiv für die Berufsausübung verwendet wird.
Es ist Sache des Steuerpflichtigen, den Nachweis für diese Auslagen zu erbringen. Der Nachweis hat sowohl die Notwendigkeit als auch die Höhe der Kosten zu umfassen. An diesen Nachweis werden hohe Anforderungen gestellt. Folgende Unterlagen sind erforderlich:
Bestätigung des Arbeitgebers, dass das private Motorfahrzeug für geschäftliche Zwecke eingesetzt
werden muss. Erforderlich sind detaillierte Angaben über den Zweck der Dienstfahrten und eine Bestätigung, dass hiefür weder ein Geschäftsfahrzeug zur Verfügung steht noch die Benützung der öffentlichen Verkehrsmittel möglich ist;
Nachweis der Kilometer-Entschädigungen mittels Spesenabrechnungen;
Nachweis der total gefahrenen Kilometer mittels Fahrtenbuch;
Diese Bestätigungen resp. Belege sind der Steuererklärung beizulegen. Fehlen diese, werden nur die Kosten des öffentlichen Verkehrsmittels anerkannt.
Zu den allgemeinen Berufsauslagen zählen insbesondere die Kosten für Berufswerkzeuge, Berufskleider,
EDV-Hard- und Software, Fachliteratur, Beiträge an Berufsverbände und Gewerkschaften sowie die mit
diesem Beruf zusammenhängenden Weiterbildungskosten. Diese Kosten können entweder effektiv (Ziffer 9.12) oder mittels einer Pauschale (Ziffer 9.13) geltend gemacht werden. Mandatsbeiträge sind in Ziffer 22.4 (Mitgliederbeiträge und Zuwendungen an politische Parteien) geltend zu machen. Sie werden nicht
mehr als Gewinnungskosten anerkannt.
9.12 Effektive Kosten
Die effektiven Kosten sind in einer separaten Aufstellung aufzulisten und detailliert nachzuweisen. Ein
Abzug der effektiven Kosten kann nicht zusätzlich zum Pauschalabzug beansprucht werden.
Die Kosten für die Anschaffung eines Personalcomputers sind abziehbare Berufsauslagen. Ist die Anschaffung nicht durch die Erwerbstätigkeit veranlasst oder wird um der grösseren Bequemlichkeit oder persönlicher Vorzüge willen der vom Arbeitgeber zur Verfügung stehende PC nicht benutzt, können die Anschaffungskosten nicht abgezogen werden. 50 Prozent der Kosten sind in der Regel dem privaten Bereich
zuzuordnen und können nicht abgezogen werden.
9.13 Pauschalabzug
Der Pauschalabzug wird wie folgt berechnet:
10% der Erwerbseinkünfte, mindestens Fr. 1'300.–, maximal Fr. 3'100.– im Jahr. In diesem Betrag sind
die Kosten für Fachliteratur und die berufliche Weiterbildung mit 50% berücksichtigt, maximal Fr. 1'550.–.
3% der Erwerbseinkünfte, mindestens Fr. 2'000.–, maximal Fr. 4'000.– im Jahr. Die Kosten für die berufliche Weiterbildung sind nicht enthalten und können separat abgezogen werden (siehe dazu Ziffer 9.15).
9.14 Auslagen Nebenerwerb
Die Auslagen für eine Nebenerwerbstätigkeit werden mittels einer Pauschale von 20% der Einkünfte aus
dieser Nebenerwerbstätigkeit berechnet. Die Pauschale beträgt mindestens Fr. 800.–, höchstens
Fr. 2'400.– im Jahr.
Mit diesem Pauschalabzug sind sämtliche durch die Nebenerwerbstätigkeit bedingten Berufsauslagen abgegolten, d.h. auch allfällige Fahr- und Verpflegungsmehrkosten. Höhere Auslagen sind belegmässig
nachzuweisen. Ein Nebenerwerb setzt ein Einkommen aus einem Haupterwerb voraus.
9.15 Weiterbildungs- und Umschulungskosten
Weiterbildungskosten, die mit dem gegenwärtigen Beruf oder mit der ursprünglichen Ausbildung im Zusammenhang stehen, können zum Zeitpunkt der Bezahlung geltend gemacht werden. Als Weiterbildung
gelten u.a. auch Auslagen für Fachliteratur, Teilnahme an Fachkursen, -seminaren und -kongressen, Studien- und Sprachaufenthalte. Nachdiplomstudien (z.B. Steuerexpertenlehrgang, MBA, LL.M) gelten als
Weiterbildung. Abzugsfähig sind auch Berufsaufstiegskosten, welche einem besseren Fortkommen oder
einem Aufstieg im angestammten oder im gegenwärtigen Beruf dienen (z.B. Management- und Führungskurse).
Diesen Kosten gleichgestellt sind die Kosten für die Umschulung. Diese werden dann steuerlich anerkannt,
wenn sie aufgrund eines Zwangs in Angriff genommen werden müssen, wie z.B. veränderte Wirtschaftslage, Arbeitslosigkeit, Betriebsschliessungen, Aussterben eines Berufes, Krankheit, Unfall, Invalidität. Beiträge von Dritten (Arbeitgeber, Arbeitslosenversicherung, Invalidenversicherung etc.) sind anzurechnen. Nicht
zu den abzugsfähigen Umschulungskosten gehören die Kosten für einen freiwilligen Berufswechsel.
Zu beachten ist, dass beim Kanton die Kosten für die Weiterbildung mit 50%, bis maximal Fr. 1'550.–, bereits im Pauschalabzug berücksichtigt sind.
Dagegen gelten Aufwendungen für die Erstausbildung sowie Kosten für eine eigentliche Zweitausbildung
als nicht abzugsfähige Ausbildungskosten. Grundsätzlich ebenfalls unter die Ausbildungskosten fallen Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Besuch von Fachhochschulen.
Die Kosten des Wiedereinstiegs sind den Weiterbildungs- bzw. Umschulungskosten gleichzusetzen. Darunter sind Kosten zu verstehen, die aufgewendet werden, um wiederum im erlernten Beruf tätig zu werden
(z.B. Hausfrau arbeitet wiederum als Sekretärin und muss EDV-Kenntnisse auffrischen). Die Kosten des
Wiedereinstiegs sind nur dann abziehbar, wenn die betreffende Person im gleichen Jahr oder spätestens
im folgenden Jahr ein Erwerbseinkommen erzielt hat.
Die Kosten für Weiterbildung oder Umschulung sind mittels Belegen nachzuweisen. Kosten, die vom Arbeitgeber übernommen oder erstattet werden, sind nicht abziehbar.
Ausgewiesene Weiterbildungskosten 2015 (Belege beilegen)
Fr. 8'300.–
./. Beiträge von Arbeitgeber
Vom Steuerpflichtigen selbst getragene Kosten
Fr. 4'300.–
./. Im kantonalen Pauschalabzug enthalten
In Ziffer 9.12
In Ziffer 9.15
 Übertragen Sie das Total in Ziffer 9 des Hauptformulars.
 Sofern Sie Schulden und Schuldzinsen zu deklarieren haben, fahren Sie hier weiter. Sonst kehren
Sie zurück zu Ziffer 11 auf Seite 17.
Schuldenverzeichnis (Formular 4)
(Name und Vorname / Firma, Adresse)
Schuld am 31.12. des Steuerjahres
A Privatschulden
Bank Z Chur, 1. Hypothek
Bank Y Flims, 1. Hypothek
300‛000
100‛000
7‛500
3‛000
2‛625
Darlehen von Müller Peter
Landstrasse 7, 9000 St. Gallen
400‛000
102‛000
Abzüglich direkt erhaltene Zinsbeihilfen
Total Privatschulden bzw. -schuldzinsen
Maximalabzug private Schuldzinsen:
Bis zur Höhe der steuerbaren Erträge aus beweglichem
und unbeweglichem Vermögen plus weiteren Fr. 50'000.–
Seite 4, Ziffer 34.2 oder den Fragebogen für unverteilte Erbschaften
Seite 2, Ziffer 7.2.
B Geschäftsschulden
Seite 3, Ziffer 10 oder den
Fragebogen für unverteilte
Erbschaften Seite 2, Ziffer 2.4.
In diesem Formular werden sämtliche Schulden per 31.12.2015 sowie die im Jahr 2015 fällig gewordenen
und bezahlten Schuldzinsen deklariert. Zinsquittungen und Bankbelege sind beizulegen.
Nicht abzugsfähig sind Schuldentilgungen (Amortisationen) und Leasingkosten (inklusive Zinsanteil). Bei
Leasing von Privatvermögen sind Zinsen nicht abziehbar, weil es sich dabei um ein mietähnliches Verhältnis handelt. Diese Zinsen sind auch dann nicht abzugsfähig, wenn die Leasinggesellschaft einen Schuldzinsenausweis ausstellt.
Baukreditzinsen inklusiv Kreditkommissionen gehören bis zum Beginn der Nutzung der Liegenschaft
zu den wertvermehrenden Aufwendungen oder den Anlagekosten und sind nicht abziehbar. Als Baukredite
gelten alle Fremdmittel, die für die Finanzierung der Erstellung eines Baus eingesetzt werden. Die Qualifikation als Baukredit erfolgt unabhängig von der Herkunft der Fremdmittel und unabhängig von deren Sicherheit. Die Schulden gelten bis zur Bauvollendung als Baukredite. Als Bauvollendung wird der tatsächliche Bezug des Objekts angenommen. Findet eine Konsolidierung des Baukredits erst nach Bezug statt,
werden die Zinsen ab Bezug als (abzugsfähige) Schuldzinsen zugelassen.
Baurechtszinsen werden im Formular 7 "Liegenschaften" geltend gemacht.
Name, Vorname bzw. Firma und genaue Adresse des Gläubigers sind in die erste Spalte einzutragen. Die
Schulden sind in Schweizer Franken, aufgeteilt in Grundpfandschulden und andere Schulden, zu deklarieren.
Zinsbeihilfen sind vom Zwischentotal der Schuldzinsen in Abzug zu bringen. Die Kontoauszüge bitte der
Steuererklärung beilegen.
Die Summe der privaten Schulden ist in das Hauptformular, Seite 4, Ziffer 34.2 zu übertragen. Das Total
der Schuldzinsen ist im Hauptformular, Seite 3, Ziffer 10, einzusetzen.
Der Abzug für private Hypothekar- und andere Schuldzinsen ist nach oben begrenzt, und zwar im
Umfang des Bruttovermögensertrages (Einkünfte aus beweglichem und unbeweglichem Privatvermögen) plus Fr. 50'000.–. Einkünfte aus Beteiligungen des Privatvermögens, die unter die Teilbesteuerung fallen, werden nur zu 60% in die Bemessung einbezogen.
In dieser Rubrik sind sämtliche Schulden des Geschäftsbetriebes aufzuführen. Das Total ist in das Hauptformular, Seite 4, Ziffer 34.1, zu übertragen. Im Weiteren verweisen wir auf die Wegleitung für Selbständigerwerbende und Landwirte.
 Kehren Sie zurück zu Ziffer 11 auf Seite 17.
Versicherungsprämien (Formular 5)
15. Abzug der Versicherungsprämien und Zinsen von Sparkapitalien
Prämien für Kranken- und Unfallversicherungen
Giachen Muster
Ladina Muster
3‛300
3‛500
9‛900
Abzüglich Rückerstattung Krankenkassenprämien KVG
Prämien für Lebens- und Rentenversicherungen (Bescheinigung über Steuerwert beilegen)
Abschl.jahr
Total Steuerwert / Prämien
3‛600
Seite 4, Ziffer 32.7
Hertrag Prämien Kranken- und Unfallversicherungen
Hertrag Prämien Lebensversicherungen
Zinsen von Sparkapitalien
15.5 Maximal zulässiger
Sofern keine Beiträge an Säule 2 und 3a:
gemeinsam steuerpflichtige Personen
pro Kind (beim Bund auch pro
unterstützungsbedürftige Person)
17‛918
Seite 3, Ziffer 15
Abzug von Versicherungsprämien und Zinsen von Sparkapitalien
Abziehbar sind Einlagen, Prämien und Beiträge des Steuerpflichtigen und der von ihm unterhaltenen Personen für die Lebens-, Kranken- und Unfallversicherung sowie die Zinsen von Sparkapitalien. Der Abzug ist
limitiert (siehe Auflistung in Ziffer 15.5 des Formulars).
In die erste Tabelle werden der Name der versicherten Person, die Versicherungsgesellschaft sowie die
Versicherungsart eingetragen. In der Spalte rechts aussen wird der jeweilige Totalbetrag der bezahlten
Prämien im Jahr 2015 ohne Franchise und Selbstbehalt deklariert. Bei der Krankenversicherung ist die
Bruttoprämie (also ohne Berücksichtigung der Prämienverbilligung) zu deklarieren.
Die Prämienverbilligung (IPV) wird direkt an die Krankenversicherung ausbezahlt. Diese kürzt in der Folge
die Prämienrechnung der versicherten Personen im Umfang der erhaltenen Prämienverbilligung. In der Zeile Rückerstattung Krankenkassenprämien KVG sind die Prämienverbilligungen vom Prämientotal abzuziehen. Dazu zählen sowohl Prämienverbilligungen, welche in der Prämienrechnung 2015 angerechnet
wurden als auch Nachzahlungen infolge einer Neubemessung von früheren Jahren.
Die Summe (Nettoprämien A) wird in Ziffer 15.1 im unteren Teil dieses Formulars übertragen.
Prämien für Lebens- und Rentenversicherungen
Hier sind der Name der Versicherungsgesellschaft, das Abschluss- und Ablaufjahr, die Versicherungssumme sowie der Steuerwert anzugeben.
Die Summe (Total Prämien B) wird in Ziffer 15.2 im unteren Teil dieses Formulars übertragen.
Die Berechnung für die Bundessteuer ist fakultativ.
15.3 Zinsen von Sparkapitalien
Als Zinsen von Sparkapitalien gelten alle Vermögenserträge, welche im Wertschriftenverzeichnis deklariert
15.4 Zwischentotal
Hier wird das Total der Ziffern 15.1 bis 15.3 eingesetzt.
15.5 Maximal zulässiger Abzug
Abzugsfähig ist das ermittelte Zwischentotal, höchstens aber der im Formular angegebene Maximalbetrag.
 Übertragen Sie die ermittelte Zahl in Ziffer 15 des Hauptformulars.
 Übertragen Sie den Steuerwert der Lebensversicherung in Ziffer 32.7 des Hauptformulars.
 Kehren Sie zurück zu Ziffer 16 auf Seite 18.
Krankheits-, Unfall- und behinderungsbedingte Kosten (Formular 6)
Die Kosten wurden für folgende Personen aufgewendet:
Krankh. / Unfall Behinderung
Aufwendungen (Belege beilegen)
a Selbstbehalte gemäss Abrechnungen der Krankenkassen oder Versicherungen
b Arztkosten und vom Arzt verordnete Medikamente
6‛320
d Pflegepersonal (entgeltliche Leistungen von Drittpersonen)
e Kosten für den Aufenthalt in Spitälern, Heilstätten, Pflegeheimen etc.
Ärztlich verordnete Therapien, wie Kuraufenthalte usw.
g Prothesen / Invalidenfahrzeug
h Pauschalabzug gemäss Wegleitung für:
Total der Aufwendungen
6‛490
Vergütungen Dritter und Anteil Lebenshaltungskosten
(soweit nicht bereits von den Aufwendungen in Abzug gebracht)
m Anteil Lebenshaltungskosten (gemäss Wegleitung)
n Übrige:
Auslagen netto
für behinderungsbedingte Kosten
für Krankheits- und Unfallkosten
Berechnung des zulässigen Abzuges
Krankheits- und Unfallkosten (Auslagen netto)
(je 5% von Ziffer 21 des Hauptformulars)
Zulässiger Abzug
3‛803
4‛254
Seite 3, Ziffer 22.1
Übertrag auf das Hauptformular Seite 3, Ziffer 22.2
Abzugsfähig sind die von der Krankenkasse nicht zurückerstatteten, selbst bezahlten Krankheits- und
Unfallkosten des Steuerpflichtigen und der von ihm unterhaltenen Personen, soweit diese Kosten 5% des
Nettoeinkommens gemäss Hauptformular, Seite 3, Ziffer 21, übersteigen.
Als Krankheitskosten gelten die Ausgaben für medizinische Behandlungen, d.h. die Kosten für Massnahmen zur Erhaltung und Wiederherstellung der körperlichen oder psychischen Gesundheit, insbesondere
Arzt- und Zahnarztkosten sowie Kosten für Spitalaufenthalt (inkl. ambulante Behandlungen) und Pflege
(ohne Pensionskosten);
ärztlich verordnete Medikamente und Heilmittel;
Anschaffung und Unterhalt von ärztlich verordneten medizinischen Apparaten, Brillen, Kontaktlinsen,
Hörgeräten, Prothesen und dergleichen.
Mehrkosten, die den Rahmen üblicher und notwendiger Massnahmen übersteigen (z.B. Luxusbrillen etc.),
Als Krankheitskosten gelten auch die Mehrkosten einer ärztlich angeordneten, lebensnotwendigen Diät. Bei
andauernden lebensnotwendigen Diäten (z.B. Zöliakie) kann statt der effektiven Mehrkosten eine Pauschale von Fr. 2'500.– geltend gemacht werden. Bei Erkrankungen, die keine erheblichen Diätkosten verursachen (z.B. Diabetes), kann die Pauschale nicht beansprucht werden; es können nur die effektiven Mehrkosten abgezogen werden.
Kosten für ärztlich angeordnete besondere Heilmassnahmen wie Massagen, Bestrahlungen und Heilbäder
werden nur zum Abzug zugelassen, wenn diese Behandlungen von den Krankenkassen anerkannt sind.
Alle Kosten sind belegmässig nachzuweisen (z.B. mittels Arztzeugnissen, Rechnungen, Krankenkassenleistungsnachweisen etc.). Fehlt dieser Nachweis, werden die Kosten nicht anerkannt. Massgebend für den
Abzug ist das Zahlungsdatum der Rechnung.
Nicht abzugsfähig sind insbesondere Kosten für
Behandlungen rein kosmetischer Art (auch kosmetische Zahnpflege);
Verjüngungs- oder Schönheitsbehandlungen;
Schlankheits- oder Fitnesskuren;
ärztlich nicht angeordnete Akupunktur, Fussreflexzonenmassage etc.;
Lebensberatung, Selbsterfahrungskurse und dergleichen;
Fahrkosten, welche einer Person im Zusammenhang mit Arzt- oder Spitalbesuchen erwachsen, stehen
lediglich mittelbar im Zusammenhang mit der Krankheit dieser Person und können grundsätzlich nicht
Aufgrund des Behindertengleichstellungsgesetzes (BehiG) sind alle durch die Invalidität verursachten
Kosten des Steuerpflichtigen oder der von ihm unterhaltenen Personen mit Behinderungen im Sinne des
BehiG ohne Selbstbehalt von den Einkünften abziehbar. Voraussetzung dafür ist, dass der Steuerpflichtige die Kosten selber trägt. Als Mensch mit Behinderung gilt nach dem BehiG eine Person, der es eine
dauernde körperliche, geistige oder psychische Beeinträchtigung erschwert oder verunmöglicht, alltägliche Verrichtungen vorzunehmen, soziale Kontakte zu pflegen, sich fortzubewegen, sich aus- und fortzubilden oder eine Erwerbstätigkeit auszuüben. Die Beeinträchtigung ist dauernd, wenn sie bereits während mindestens eines Jahres die Ausübung der genannten Tätigkeiten verunmöglicht oder erschwert
oder voraussichtlich während mindestens eines Jahres verunmöglichen oder erschweren wird. Als behinderte Personen gelten insbesondere:
Bezüger von Hilflosenentschädigungen (gemäss AHVG, UVG, MVG);
Bezüger von Hilfsmitteln (gemäss AHVG, UVG, MVG);
Heimbewohner mit einer Pflegeklassifikationseinstufung ab Pflegebedarfsstufe 4.
Bei Personen, welche keiner der vorangehenden Personengruppen zugeordnet werden können, muss der
Steuerpflichtige nachweisen, dass eine Behinderung im Sinne des BehiG vorliegt.
Als behinderungsbedingte Kosten gelten die notwendigen Kosten, die als Folge einer Behinderung gemäss BehiG entstehen (kausaler Zusammenhang) und weder Lebenshaltungs- noch Luxusausgaben darstellen. Krankheits- und Unfallkosten sind auch von einer behinderten Person nur insoweit abziehbar, als
sie den Selbstbehalt von 5% übersteigen.
Assistenzkosten (z.B. für ambulante Pflege, für Betreuung und Begleitung, etc.);
Kosten für die notwendige, fremde Haushaltführung, wenn eine IV-Rente ausgerichtet wird, weil die IVberechtigte Person den Haushalt nicht mehr selber führen kann;
Kosten für den Aufenthalt in Tagesstrukturen;
Kosten anerkannter heilpädagogischer Therapien;
Kosten für Hilfsmittel und Pflegeartikel.
Aufwendungen zu 22.1 und 22.2 (a bis h)
Deklariert werden einerseits die effektiven Kosten für Krankheit und Unfall und andererseits die effektiven
behinderungsbedingten Kosten in den entsprechenden Rubriken "Krankheit / Unfall" resp. "Behinderung".
Es sind nur die vom Steuerpflichtigen selbst getragenen und im Jahre 2015 bezahlten Rechnungen abzugsfähig.
Anstelle des Abzugs der effektiv selbst getragenen Kosten können behinderte Personen einen jährlichen
Pauschalabzug in folgender Höhe geltend machen:
Gehörlose: Fr. 2'500.–;
Nierenkranke, die sich einer Dialyse unterziehen müssen: Fr. 2'500.–;
Bezüger einer Hilflosenentschädigung leichten Grades: Fr. 2'500.–;
Bezüger einer Hilflosenentschädigung mittleren Grades: Fr. 5'000.–;
Bezüger einer Hilflosenentschädigung schweren Grades: Fr. 7'500.–.
Diese Pauschalabzüge können nicht kumulativ mit den Pauschalabzügen von Bewohnern von Alters- und
Pflegeheimen sowie von Wohn- und Arbeitsstätten geltend gemacht werden. Diese Pauschalabzüge sind
unter Buchstabe h in der Rubrik "Behinderung" einzutragen, unter Angabe des Grundes, welcher dazu
berechtigt, diesen Abzug geltend zu machen. Der Bezug einer Hilflosenentschädigung sowie das Vorliegen
einer zum Abzug berechtigten Behinderung muss belegmässig nachgewiesen werden. Diese Bestätigung ist der Steuererklärung beizulegen. Ohne belegmässigen Nachweis wird der Abzug nicht gewährt.
Bei der Tarifgestaltung für das Jahr 2015 wurde der Tagesansatz der selbst zu tragenden Betreuungskosten auf linear Fr. 38.– (bisher bis zu Fr. 73.30) reduziert. Entsprechend verringert sich auch der steuerliche
Gemäss der durch die Regierung auf den 1. Januar 2011 in Kraft gesetzten Pflegefinanzierung werden die
Kosten in 16 Pflegebedarfsstufen unterteilt.
Den Heimbewohnerinnen und Heimbewohnern kann für Pflegeleistungen die gemäss Bundesgesetzgebung maximal mögliche Kostenbeteiligung in Rechnung gestellt werden.
Heimkosten von Personen, die sich in einem Altersheim oder einer Seniorenresidenz aufhalten und keine
Pflegeleistungen beanspruchen (Stufe 0), sind nicht abzugsfähige private Lebenshaltungskosten.
Heimbewohner mit Einstufung ab Stufe 4 gelten als behinderte Person, was bedeutet, dass die Mehrkosten, die durch den Aufenthalt im Heim entstehen, ohne Selbstbehalt abziehbar sind.
Die Kosten können entweder effektiv oder mittels einer Pauschale geltend gemacht werden:
a) Krankheitskosten (Stufen 1 bis und mit 3)
Von den selbstbezahlten Heimkosten ist nur der krankheitsbedingte Pflegekostenanteil abziehbar. Es
kann somit nur die Differenz zwischen dem Ansatz für "Betreuung" der Tarifstufe 1 – 3 abzüglich den
Ansatz der Tarifstufe 0, zuzüglich den Anteil der selbstgetragenen Pflegekosten geltend gemacht
Diese Kosten sind unter Buchstabe e in der Rubrik "Krankheit / Unfall" zu deklarieren. Eine ausbezahlte Hilflosenentschädigung muss unter Buchstabe l deklariert werden. Die Belege (z.B. Heim- und
Krankenkassenabrechnung) sind der Steuererklärung beizufügen. Ohne belegmässigen Nachweis wird
der Abzug nicht gewährt.
b) Behinderungsbedingte Kosten (ab Stufe 4)
Von den selbstbezahlten Heimkosten ist nur der behinderungsbedingte Pflegekostenanteil abziehbar.
Es kann somit nur die Differenz zwischen dem Ansatz für "Betreuung" der Stufe 4 – 16 abzüglich den
Diese Kosten sind unter Buchstabe e in der Rubrik "Behinderung" zu deklarieren. Erfolgt eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse, ist der ausbezahlte Betrag unter Buchstabe j zu deklarieren.
Eine ausbezahlte Hilflosenentschädigung wird unter Buchstabe l deklariert. Die Belege (z.B. Heimund Krankenkassenabrechnung) sind der Steuererklärung beizufügen. Ohne belegmässigen Nachweis
wird der Abzug nicht gewährt.
Pauschalabzug:
Für den Pauschalabzug gelten folgende Ansätze:
Krankheitskosten in
Rubrik "Krankheit / Unfall"
Behinderungsbedingte Kosten in Rubrik "Behinderung"
Wird die Pauschale gewählt, muss folgender Nachweis der Steuererklärung beigelegt werden:
Bestätigung über den Aufenthalt im Pflegeheim mit Angabe der Stufe. Ohne diesen Nachweis wird die
Pauschale nicht gewährt.
Bei einem Eintritt oder Wechsel in die Pflegeabteilung oder bei einem Wechsel der Stufe ist die Pauschale pro Monat zu berechnen. Bei einem angebrochenen Monat ist für den ganzen Monat die höhere
Stufe massgebend.
Der Pauschalabzug wird unter Buchstabe e in der Rubrik "Krankheit / Unfall" oder in der Rubrik "Behinderung" deklariert. Eine ausbezahlte Hilflosenentschädigung muss unter Buchstabe l deklariert werden. Weitere Vergütungen Dritter (Krankenkasse, Versicherungen, Buchstabe j bzw. k) wie auch der Anteil
Lebenshaltungskosten (Buchstabe m) sind in der Pauschale bereits berücksichtigt und müssen nicht in Abzug gebracht werden.
Heimpflege (durch Spitex etc.)
Gemäss dem von der Regierung genehmigten Vertrag zwischen dem Spitex Verband Graubünden (SVGR)
und dem Kantonalverband Bündnerischer Krankenversicherer (KBK) haben die Spitex Organisationen die
pflegerischen und hauswirtschaftlichen Leistungen auf der Rechnung getrennt aufzuführen. Bei einer Pflege zu Hause (z.B. Spitex) sind nur die selbstgetragenen Kosten für pflegerische Leistungen vollumfänglich abzugsfähig. In aller Regel gehören diese Kosten zu den Krankheitskosten und sind entsprechend unter Buchstabe d in der Rubrik "Krankheit / Unfall" zu deklarieren. Für Personen, die im Sinne des Behindertengleichstellungsgesetzes als behinderte Personen gelten (siehe Seite 45), gehören diese Kosten zu den behinderungsbedingten Kosten und sind unter Buchstabe d in der Rubrik "Behinderung" zu
Bei hauswirtschaftlichen Leistungen handelt es sich um Lebenshaltungskosten, welche nicht abziehbar
sind. Die Abrechnung der Krankenkasse ist der Steuererklärung beizulegen. Eine ausbezahlte Hilflosenentschädigung muss unter Buchstabe l deklariert werden.
Bei einem dauernden Aufenthalt in einer Wohn- und Arbeitsstätte sind die selbstbezahlten Pflegekosten
abziehbar. Für Personen, die im Sinne des Behindertengleichstellungsgesetzes als behinderte Personen gelten (siehe Seite 45), gehören diese Kosten zu den behinderungsbedingten Kosten und sind unter
Buchstabe e in der Rubrik "Behinderung" zu deklarieren.
Für Personen, die nicht als behinderte Personen gelten, sind die Kosten in der Rubrik "Krankheit / Unfall"
zu deklarieren. Die Kosten können entweder effektiv oder mittels einer Pauschale geltend gemacht werden:
Von den selbstbezahlten Heimkosten ist nur der krankheitsbedingte Pflegekostenanteil abziehbar,
nicht aber die Lebenshaltungskosten. Unter die Lebenshaltungskosten fallen insbesondere die Aufwendungen für Nahrung, Kleidung und Wäsche einschliesslich deren Instandhaltung, Körper- und Gesundheitspflege, Unterhalt der Wohnungseinrichtung, Kulturelles sowie Auslagen für Beleuchtung,
Elektrizität und Heizung. Ferner gehören dazu die Auslagen für die Wohnungsmiete.
Sämtliche Kosten sind unter Buchstabe e in der Rubrik "Krankheit / Unfall" oder "Behinderung" zu
deklarieren. Der Anteil Lebenshaltungskosten wird in der entsprechenden Rubrik unter Buchstabe m
eingetragen. Eine ausbezahlte Hilflosenentschädigung muss unter Buchstabe l deklariert werden. Die
Belege (z.B. Heim- und Krankenkassenabrechnung) sind der Steuererklärung zwingend beizufügen.
Ohne belegmässigen Nachweis wird der Abzug nicht gewährt.
Er richtet sich nach der Pflegebedürftigkeit und wird wie folgt festgesetzt:
Abzug pro
Wird die Pauschale gewählt, ist der Steuererklärung zwingend eine Bestätigung über den Aufenthalt
in der Wohn- und Arbeitsstätte sowie eine entsprechende Abrechnung beizulegen. Aus dieser Abrechnung muss der Grad der Hilflosigkeit (Hilflosenentschädigung) ersichtlich sein. Ohne diesen Nachweis wird die Pauschale nicht gewährt.
Bei einem Eintritt in die Wohn- und Arbeitsstätte oder bei einem Wechsel der Pflegebedürftigkeit ist
die Pauschale pro Monat zu berechnen. Bei einem angebrochenen Monat ist für den ganzen Monat die
höhere Stufe massgebend.
Der Pauschalabzug wird unter Buchstabe h in der Rubrik "Krankheit / Unfall" oder "Behinderung"
deklariert. Eine ausbezahlte Hilflosenentschädigung ist in der Pauschale bereits berücksichtigt und
muss entsprechend unter Buchstabe l nicht deklariert werden.
Falls die Vergütungen Dritter nicht bereits von den Aufwendungen in Abzug gebracht wurden, sind diese
unter Buchstaben j bis n einzutragen. Zu berücksichtigen sind hier sämtliche Kostenübernahmen durch
Krankenkassen, Versicherungsgesellschaften, Dritte etc.
Hilflosenentschädigungen werden ungeachtet der finanziellen Mittel ausgerichtet. Sie sollen Auslagen decken, welche einem Invaliden wegen seiner Hilflosigkeit entstehen; ihnen kommt mithin Schadenersatzcharakter zu. Aus diesem Grunde sind diese Entschädigungen von den (selbstgetragenen) Krankheits- bzw.
Pflegekosten in Abzug zu bringen, ausser bei einem dauernden Aufenthalt in einer Wohn- und Arbeitsstätte, sofern der Pauschalabzug geltend gemacht wird.
Berechnung der Abzüge
Berechnen Sie den für Sie gültigen Abzug, indem Sie von den Krankheits- und Unfallkosten
(Auslagen netto) als Selbstbehalt 5% des Nettoeinkommens abziehen. Ihr Nettoeinkommen finden Sie im Hauptformular, Seite 3, Ziffer 21.
Die behinderungsbedingten Kosten können ohne Selbstbehalt geltend gemacht werden.
 Übertragen Sie den total zulässigen Abzug in die entsprechenden Ziffern des Hauptformulars. Kehren Sie zurück zu Ziffer 22.3 auf Seite 20.
Liegenschaften, Seite 1 (Formular 7)
1. Verzeichnis der Liegenschaften
Wohnrecht / Nut z niessung
Parzellen- oder
STWEG-Nr.
Schätzungsjahr
Woh n - un d Ges ch äf ts h aus
Mehrfamilienhau s
GR Flims
Caumastrasse
51‛111
480‛000
250‛000
Total Steuerwert der Privatliegenschaften
Übertrag auf das Hauptformular (Formular 1a: Seite 4, Ziffer 32.1; Formular 1b: Seite 4,
Ziffer 15.1 und/oder Ziffer 17.1) oder den Fragebogen für unverteilte Erbschaften
(Formular 1e, Seite 2, Ziffer 5.1).
Total Steuerwert der Geschäftsliegenschaften
Übertrag auf das Hauptformular (Formular 1a: Seite 4, Ziffer 30.1; Formular 1b: Seite 4,
Ziffer 15.1 und/oder Ziffer 17.1) oder auf den Fragebogen für unverteilte Erbschaften
(Formular 1e, Seite 2, Ziffer 4.1).
2. Mietwert für selbstbewohnte Geschäftsliegenschaften
Liegenschaft Nr(n). gemäss Verzeichnis (oben 1. B)
Mietwert für den / die selbstbewohnten Teil(e) der Geschäftsliegenschaft(en)
Mietwertreduktion:
Privatliegenschaft mit Aufschub gemäss Art. 18b Abs 1 StG und 18a DBG.
(Formular 1a) Seite 2, Ziffer 7.4
Alle Privat- und Geschäftsliegenschaften sind zu deklarieren, auch jene in anderen Kantonen oder im Ausland. Auch Liegenschaften, an welchen ein Wohn- oder Nutzniessungsrecht zu Ihren Gunsten besteht, sind
Angaben wie Parzellen-Nummer, Baujahr etc. finden Sie auf der Grundstückschätzung der kantonalen Schätzungskommission.
Privatliegenschaften sowie Wohn- oder Nutzniessungsrechte werden in die Rubrik A eingetragen.
Für jede Liegenschaft ist eine separate Zeile auszufüllen. Notwendige Angaben: Kanton, Gemeinde,
Strasse/Nr., Liegenschafts-Art, Parzellen- oder STWEG-Nummer, Baujahr, Schätzungsjahr und
Steuerwert. Der Code für die Liegenschafts-Art (00 bis 10) steht am Anfang des Formulars 7.
Liegenschaften für welche bei der Überführung vom Geschäftsvermögen ins Privatvermögen ein
Steueraufschub verlangt wurde, sind anzukreuzen (Details siehe Wegleitung Selbständigerwerbende und Landwirte Ziff. 2.8).
Kreuzen Sie bitte diejenige Liegenschaft an, welche Sie am Wohnsitz dauernd selbst bewohnen.
Das Total Steuerwert der Privatliegenschaften ist auf das Hauptformular, Seite 4, Ziffer 32.1, zu
Geschäftsliegenschaften sind in gleicher Weise wie die Privatliegenschaften zu deklarieren. Das Total Steuerwert der Geschäftsliegenschaften ist auf das Hauptformular, Seite 4, Ziffer 30.1 zu
Im Weiteren verweisen wir auf die Wegleitung für Selbständigerwerbende und Landwirte.
Grundsatz für die Berechnung der Steuerwerte von Grundstücken
Als Steuerwert der Grundstücke gilt der Verkehrswert unter angemessener Berücksichtigung des Ertrages
und der Ertragsfähigkeit. Dabei ist zwischen Wohnhäusern, Geschäftshäusern und Eigentumswohnungen
einerseits sowie Werkstattgebäuden und Lagerhallen andererseits zu unterscheiden. Massgebend sind in
der Regel die Verkehrswerte und Ertragswerte der letzten amtlichen Gebäudeschätzung.
(z.B. Ertragswert von Fr. 450'000.–/Verkehrswert von Fr. 600'000.–)
(2 x Ertragswert) + Verkehrswert
(2 x 450'000.–) + 600'000.–
Steuerwert:
Der Steuerwert ist jeweils auf die nächsten Fr. 1'000.– abzurunden.
Mehrheitlich gewerblich genutzte Liegenschaften:
(z.B. Ertragswert von Fr. 750'000.–/Verkehrswert von Fr. 900'000.–)
Ertragswert + Verkehrswert
750'000.– + 900'000.–
Ausserkantonale Liegenschaften: Für Liegenschaften in einem anderen Kanton ist der dort massgebende Steuerwert vor Abzug der Schulden zu deklarieren. Für ausländische Liegenschaften ist der bisherige
Steuerwert einzusetzen. Zusätzlich legen Sie bitte der Steuererklärung die Bewertung der Liegenschaften
bei (z.B. Bescheinigung über den amtlichen Wert, Versicherungswert, Katasterwert, Kaufvertrag). Die Bewertung erfolgt im Veranlagungsverfahren.
Unüberbaute Grundstücke ausserhalb der Landwirtschaftszone werden grundsätzlich zu 2/3 des Verkehrswertes besteuert.
Liegenschaften, Seite 2 (Formular 7)
3. Erträge der Privatliegenschaften
Vermietung 1)/
selbstgenutzter
(selbstgenutzte Wohnräume) /
6‛000
4‛320
(aus verpachtetem Boden,
Bei mehreren vermieteten Einheiten (Wohnungen, Büros etc.) in einer Liegenschaft ist
eine Aufstellung über die Erträge beizulegen.
7‛680
21‛000
12‛000
Effektiv 2)
Werden die effektiven Unterhaltskosten geltend gemacht, so sind diese
Auslagen detailliert aufzulisten. Einzelbeträge von Fr. 1'000.– und mehr sind
belegmässig nachzuweisen.
4‛200
33‛000
Nettoertrag vor Mietwertreduktion
Mietwertreduktion für die dauernd selbstbewohnte
Liegenschaft: 30 % von Fr.
5‛400
27‛600
4‛500
Übertrag auf das Hauptformular für Steuerpflichtige mit Wohnsitz ausserhalb
des Kantons (Formular 1b) Seite 2, Ziffer 1.1 und/oder Ziffer 3.9, Spalte Kanton.
Beim Ausfüllen des Fragebogens für unverteilte Erbschaften ist dieser Betrag
auf Seite 2, Ziffer 2.1 in die Spalte Kanton zu übertragen. In der Spalte Bund
des Fragebogens ist in diesen Fällen folgender Betrag einzusetzen: Total
Erträge Kantonssteuer minus Total Abzüge Bundessteuer.
Übertrag auf das Hauptformular für Steuerpflichtige mit Wohnsitz im Kanton
Graubünden (Formular 1a) Seite 2, Ziffer 7.1, Spalte Kanton.
Für die Bundessteuer massgebender Wert der Eigennutzung der im Kanton
Graubünden gelegenen Liegenschaften (in Prozent des kantonalen Wertes):
6‛144
18‛000
10‛464
1‛046
28‛464
4‛646
Übertrag auf das Hauptformular (Formular 1a: Seite 2, Ziffer 7.1, Spalte Bund;
Formular 1b: Seite 2, Ziffer 1.1 und/oder Ziffer 3.9, Spalte Bund).
Land- oder forstwirtschaftlich genutzte Grundstücke ausserhalb der Landwirtschaftszone werden ausnahmsweise zum Ertragswert besteuert, wenn das Grundstück unter das bäuerliche Bodenrecht fällt und
nicht der Kapitalanlage dient.
Mietwert für selbstbewohnte Geschäftsliegenschaften
Einzutragen ist hier der Mietwert für die dauernd selbstbewohnte Liegenschaft (Zeile Kanton) oder die
selbstgenutzten Liegenschaften (Zeile Bund) im Geschäftsvermögen. Die Beträge der entsprechenden
Mietwertreduktion werden auf das Hauptformular in Ziffer 7.4 übertragen.
Erträge der Privatliegenschaften
Für die Deklaration der Erträge ist auf die gleiche Zuordnung der Liegenschaften zu achten wie auf Seite 1
(Ziffer 1 – 10 = Liegenschaft Nr.).
In der Spalte Vermietung sind die Erträge aus Vermietung (inkl. Vermietung von möblierten Ferienwohnungen) und Verpachtung sowie der Mietwert der selbstgenutzten Geschäftsräume einzusetzen. Bei
mehreren vermieteten Einheiten (Wohnungen, Büros etc.) in einer Liegenschaft ist eine Aufstellung über
die Erträge beizulegen.
 Bei der Vermietung von Ferienwohnungen ist das Formular 7.1 "Vermietung von Ferienwohnungen"
In der Spalte Eigennutzung ist der Eigenmietwert zu deklarieren.
Für Ferien- und Wochenendhäuser ist die Dauer der jährlichen Nutzung unerheblich, wenn die Liegenschaft jederzeit zur Verfügung steht und auch ganzjährig genutzt werden kann. Der Eigenmietwert ist also
vollumfänglich steuerbar.
Vorzugsmiete an nahestehende Personen: Der Eigenmietwert ist beim jeweiligen Eigentümer auch dann
steuerbar, wenn ein Grundstück zu einem erheblich unter dem Marktmietwert liegenden Mietzins an eine
nahestehende Person vermietet oder verpachtet wird. Eine erhebliche Abweichung besteht bei einer Differenz von mehr als 20% im Kanton. Im Bund ist der Eigenmietwert nur dann steuerbar, wenn eine (unentgeltliche) Gebrauchsleihe oder eine Steuerumgehung vorliegt. Eine solche ist dann zu bejahen, wenn
sich der Mietzins auf bloss rund 50% des Marktmietwerts der fraglichen Liegenschaft beläuft.
Werden Ausstattungen, die ausgesprochen persönliche Liebhabereien darstellen, im Mietwert nicht berücksichtigt, sind auch die durch sie bedingten Unterhaltskosten nicht abziehbar.
Die Höhe des Eigenmietwertes ist der letzten, Ihnen von der kantonalen Schätzungskommission GR zugestellten, amtlichen Gebäudeschätzung zu entnehmen.
Bund: als Eigennutzung sind 80% des Mietwertes der im Kanton Graubünden selbstgenutzten Liegenschaft zu deklarieren (siehe Rubrik B Direkte Bundessteuer).
Reduktion des Eigenmietwertes in Härtefällen: Bei einem steuerbaren Vermögen von weniger als
Fr. 600'000.– darf die Eigenmiete des am Hauptsteuerdomizil dauernd selbstbewohnten Eigenheimes nicht
mehr als 30% der Bareinkünfte betragen. Da die Berechnung dieser Reduktion aufwendig ist, wird der Abzug bei Pflichtigen, welche ihre Steuererklärung in Papier einreichen, von Amtes wegen berechnet. In der
elektronischen Steuererklärung SofTax erfolgt eine automatische Berechnung des Abzugs.
In der Spalte Übrige Erträge sind die Erträge aus Bau-, Weg-, Durchleitungs-, Ausbeutungsrechten etc.
sowie Walderträge und Pachtzinsen einzutragen.
Sofern eine offensichtliche Unternutzung vorliegt, kann der Eigenmietwert für die am Wohnsitz dauernd
selbstbewohnte Liegenschaft ausnahmsweise reduziert werden. Eine steuerlich beachtliche Unternutzung
wird nur bejaht, wenn ein oder mehrere Zimmer während des ganzen Jahres weder als Schlaf-, Wohn-, Arbeits-, Bastel- noch als Gästezimmer oder in anderer Weise genutzt werden. Nach den regierungsrätlichen
Ausführungsbestimmungen wird der Unternutzungsabzug nur denjenigen Steuerpflichtigen gewährt, die
ungewollt über eine zu grosse Liegenschaft verfügen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn einzelne
Räume nicht mehr genutzt werden, weil die Kinder ausgezogen sind. Ein Unternutzungsabzug wird generell nicht gewährt, wenn ein alleinstehender Steuerpflichtiger in einer 4-Zimmerwohnung und ein Ehepaar
ohne Kinder in einer 5-Zimmerwohnung lebt. Wer eine Liegenschaft mit einer Vielzahl von Zimmern erworben hat und dieselbe seit Beginn allein oder mit seinem Partner bewohnt, kann den Unternutzungsabzug
nicht beanspruchen. Die Beweislast für eine Unternutzung liegt beim Steuerpflichtigen. Die Unternutzung
ist nach folgender Formel zu berechnen:
Reduktion =
Mietwert ohne Garage x Anzahl nicht genutzter Räume
Anzahl Zimmer + 2 oder 3 (Nebenräume)
Für die Nebenräume gilt bei Eigentumswohnungen grundsätzlich der Faktor 2, bei Einfamilienhäusern der
Der um die Unternutzung reduzierte Eigenmietwert wird in der Spalte Eigennutzung erfasst.
Unterhaltskosten der Privatliegenschaften
Von den Bruttoerträgen sind die Unterhalts- und Verwaltungskosten sowie die bezahlten Baurechtszinsen abzugsfähig.
Diese Kosten können entweder effektiv oder mittels einer Pauschale geltend gemacht werden.
Der Steuerpflichtige kann in jeder Steuerperiode und für jede Liegenschaft zwischen dem Abzug der tatsächlichen Kosten und dem Pauschalabzug wählen (Wechselpauschale).
Alter des Gebäudes am 31.12.2015:
Pauschalabzug in % des
Bruttomietertrages:
Kanton und Bund
Bis 10 Jahre (Baujahr 2006 und jünger)
Über 10 Jahre (Baujahr 2005 und älter)
Eine Pauschalierung ist bei der Kantonssteuer nicht zulässig für unüberbaute Grundstücke, Geschäfts- und Bürogebäude sowie für Liegenschaften mit einem jährlichen Bruttoertrag von über
Fr. 145'000.–.
Beim Bund ist ein Pauschalabzug nicht zulässig für unüberbaute Grundstücke und für vermietete
Liegenschaften mit vorwiegend geschäftlicher Nutzung (Geschäfts- und Bürogebäude).
Als Unterhaltskosten gelten grundsätzlich werterhaltende Auslagen für Reparaturen und Renovationen. Dies sind Aufwendungen, deren Ziel nicht die Schaffung neuer, sondern die Erhaltung bzw. der
Ersatz bisheriger Werte ist.
Bad oder Küche wird durch ein neues Bad oder eine neue Küche ersetzt;
Dach wird ersetzt;
Teppichboden wird durch Parkett oder Steinboden ersetzt.
Nicht abziehbar sind wertvermehrende Auslagen sowie Lebenshaltungskosten (Aufwendungen mit luxuriösem Charakter, Strom, Wasser, Kehricht etc.). Wertvermehrende Aufwendungen schaffen Neuwerte und erhöhen damit die Anlagekosten und den Verkehrswert der betreffenden Liegenschaft.
Anbau eines Wintergartens;
Einbau eines Liftes.
Als abzugsfähige Unterhaltskosten gelten überdies:
Kosten für Reparaturen an Gebäuden und an damit fest verbundenen Teilen (ohne Mobiliar
und dergleichen);
Sachversicherungsprämien für Brand-, Wasserschaden-, Glas-, Haftpflichtversicherungen etc.
(ohne Hausrat- und Mobiliarversicherung);
Wiederkehrende Beiträge für Strassenunterhalt, Schneeräumung (z.B. Neu- und Ersatzbeschaffung Schneefräse) etc.;
Kosten von Serviceabonnementen für Heizungsbrenner, Lift etc.;
Kaminfegerkosten;
Entschädigung an den Hauswart;
Auslagen für Verwaltung der Liegenschaft durch Dritte;
Aufwendungen für den Unterhalt des Umschwunges begrenzt auf Kosten, die für den Erhalt
des ursprünglichen Zustandes von Garten und Hausplatz notwendig sind (z.B. Neu- und Ersatzbeschaffung Rasenmäher);
Beiträge an den Erneuerungsfonds für Eigentumswohnungen. Werden später daraus Unterhaltsarbeiten bezahlt, kann dafür nicht noch einmal ein Abzug beansprucht werden.
Kosten für Treppenhausbeleuchtung, Lift etc.;
Auslagen im Zusammenhang mit Mietverhältnissen (z.B. Porti, Inserate), nicht aber Entschädigungen für eigene Arbeiten des Hauseigentümers.
Nicht abzugsfähige Unterhaltskosten sind unter anderem:
einmalige Werkbeiträge und Anschlussgebühren (für Strassen, Wasser, Kanalisation, Strom,
Antennen, Perimeterbeiträge, Quartierplan- und Vermessungskosten etc.);
Anschaffungen und Ersatz von Vorhängen, Möbeln, Beleuchtungskörpern, Werkzeugen etc.;
Kosten für Heizung, Wasser und Kehricht der eigenen Wohnung;
Aufwendungen für private Liebhabereien (Ziergarten, Biotop, Bepflanzungen);
Wert der eigenen Arbeit;
Unterhaltskosten für Objekte, die keinen Ertrag abwerfen;
Handänderungsgebühren und Handänderungssteuern;
Grundstückgewinnsteuern.
Werden die effektiven Aufwendungen geltend gemacht, ist der Steuererklärung eine Aufstellung
über diese Auslagen beizulegen (mit Datum, Art der Leistung, Empfänger, Betrag etc.). Es sind nur die
im Jahr 2015 selbst bezahlten Kosten abziehbar. Bei Einzelbeträgen von Fr. 1'000.– und mehr sind
die Rechnungskopien ebenfalls beizulegen.
Unter www.stv.gr.ch Rubrik Praxis finden Sie eine Checkliste zum Liegenschaftsunterhalt.
Für die am Wohnsitz dauernd selbstbewohnte Liegenschaft wird für die Kantonssteuer eine Reduktion von 30% des Mietwertes gewährt. Diese Reduktion ist vor dem Übertrag in das Hauptformular vom
"Nettoertrag vor Mietwertreduktion" der Liegenschaften abzuziehen.
 Übertragen Sie die Totale in die entsprechende Ziffer des Hauptformulars.
 Sofern Sie Wertschriften zu deklarieren haben, gehen Sie zu Seite 30; ansonsten kehren Sie zurück
zu Seite 15, Ziffer 7.2.
Vermietung von Ferienwohnungen (Formular 7.1)
Ermittlung des Einkommens aus Vermietung möblierter Ferienwohnungen
(Für jede Wohnung ist ein separates Hilfsformular auszufüllen und zusammen mit dem Hauptformular einzureichen.)
Angaben zur Liegenschaft / Wohnung
Parzellen- / STWE-Nr.
Wohnungs-Nr. / -bezeichnung
Nr. 4 / DG
Anzahl Zimmer (ohne Küche und Bad)
Eigenmietwert im Steuerjahr (Fr.)
Dauer der Vermietung im Steuerjahr (Anzahl Tage)
Bruttoeinnahmen aus Vermietung
7‛200
Abzüglich Kosten für Strom, Heizung, Reinigung usw.: 10 % der Bruttoeinnahmen
6‛480
Bei möblierter Vermietung ohne Wäsche: 1/5 des Zwischentotals1) unter Ziffer 2
Bei möblierter Vermietung mit Wäsche: 1/3 des Zwischentotals unter Ziffer 2
Nettoeinkünfte aus Vermietung
(Differenz zwischen höherem Eigenmietwert gemäss Ziffer 1 und Nettoeinkünften gemäss Ziffer 4)
Total Liegenschaftsertrag (mindestens Eigenmietwert)
Übersteigen die Bruttoeinnahmen aus Vermietung von Ferienwohnungen pro Gebäude und Jahr
Fr. 30'000.–, können nur die tatsächlichen Kosten geltend gemacht werden.
Unabhängig von der Dauer der Vermietung ist die Differenz zwischen höherem Eigenmietwert und Nettoeinkünften aus Vermietung für die Ermittlung des Liegenschaftsertrages als Anteil Eigennutzung zu
den Nettoeinkünften zu addieren. Sind die Nettoeinkünfte aus Vermietung gleich hoch wie oder höher
als der Eigenmietwert, ist der Anteil Eigennutzung null.
Im Rahmen der Steuererklärung für Personen mit Wohnsitz in einem anderen Kanton (Formular 1c) ist
kein Graubündner Hilfsformular Liegenschaften einzureichen. In diesen Fällen entfällt der Übertrag.
2‛160
Übertrag auf das Hilfsformular
Liegenschaften (Formular 7) Seite 2,
in die Spalte Eigennutzung.
in die Spalte Vermietung.
Es wird davon ausgegangen, dass aus einer gemischt genutzten Zweitwohnung (unter dem Begriff der
Zweitwohnungen werden hier Einfamilienhäuser und Stockwerkeinheiten verstanden, welche vom Steuerpflichtigen nicht dauernd selbst genutzt werden) ein Vermögensertrag in der Höhe des Eigenmietwertes erzielt werden kann, wenn die Erträge aus Fremdvermietung diesen Wert nicht übersteigen. Der steuerbare
Vermögensertrag setzt sich wie folgt zusammen:
a) Erträge aus der Vermietung abzüglich die Gewinnungskosten für Strom, Heizung etc. sowie die pauschalen Gewinnungskosten für Möblierung und (eventuell) Bettwäsche;
b) zuzüglich steuerbaren Eigenmietwert in der Differenz zwischen steuerbarem Ertrag aus Vermietung
(Nettoeinkünfte gemäss Ziffer 4) und massgebendem Eigenmietwert gemäss Schätzung (Ziffer 1);
c) die Erträge gemäss Buchstabe a (Nettoeinkünfte gemäss Ziffer 4) unterliegen jedenfalls der vollen Besteuerung.
Verzeichnis der Formulare und Hilfsmittel
Diese Formulare und Wegleitungen können Sie jederzeit bei Ihrem Gemeindesteueramt bestellen (die
Wegleitungen finden Sie übrigens auch auf unserer Homepage www.stv.gr.ch):
für natürliche Personen mit Wohnsitz im Kanton
für Personen mit Wohnsitz ausserhalb des Kantons (Ausland)
für ausserhalb des Kantons, in der Schweiz wohnhafte Personen
Formular 1e
Zusatzblatt zum Wertschriften- und Guthabenverzeichnis
Formular 2.1
Ergänzungsblatt Pauschale Steueranrechnung Steuerrückbehalt USA
Formular 2.2
Ergänzungsblatt Pauschale Steueranrechnung für ausländische Lizenzgebühren
Formular 2.3
Formular 7.2
Selbständigerwerbende mit kaufmännischer Buchhaltung
Formular 8a
Selbständigerwerbende ohne kaufmännische Buchhaltung
Formular 8b
Selbständigerwerbende Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte
Formular 8c
Selbständigerwerbende Anwälte, Notare, Geschäftsagenten, Steuerberater
Formular 8d
Selbständigerwerbende Ingenieure, Architekten, Geometer, Bauzeichner
Formular 8e
Formular 8f
Land- und Forstwirtschaft mit kaufmännischer Buchhaltung / Aufzeichnung
Land- und Forstwirtschaft Kleinbetriebe mit vereinfachter Aufstellung
Formular 9b
Weinbau ohne Selbstkelterung
Formular 9c
Liquidationsgewinn nach Art. 40b StG und Art. 37b DBG
zur unterjährigen Steuerpflicht
Bewertung des Tierbestandes und der Vorräte
Tariftabelle Einkommenssteuer Kanton
Kantonssteuer nach dem Tarif für
53'000.–
56'000.–
71'000.–
1'694.–
2'081.–
2'493.–
2'596.–
2'802.–
2'905.–
3'214.–
3'317.–
3'523.–
3'626.–
3'832.–
3'935.–
4'038.–
4'141.–
4'247.–
4'353.–
4'459.–
4'565.–
4'671.–
4'777.–
4'883.–
5'201.–
5'307.–
82'000.–
92'000.–
93'000.–
5'413.–
5'519.–
5'731.–
5'837.–
5'943.–
6'049.–
6'155.–
6'261.–
6'368.–
6'475.–
6'582.–
6'689.–
6'796.–
6'903.–
7'010.–
7'117.–
7'224.–
7'331.–
7'438.–
7'652.–
7'759.–
7'866.–
8'080.–
8'187.–
9'292.–
10'412.–
11'532.–
12'652.–
13'772.–
14'892.–
16'012.–
17'132.–
18'252.–
19'372.–
20'496.–
21'626.–
22'756.–
23'886.–
25'016.–
26'146.–
27'276.–
28'406.–
29'536.–
30'666.–
42'057.–
53'633.–
65'233.–
76'833.–
143'000.–
154'000.–
2'382.–
2'562.–
2'652.–
2'742.–
3'012.–
3'105.–
3'871.–
4'077.–
4'283.–
4'386.–
4'592.–
4'798.–
4'901.–
5'004.–
5'107.–
5'313.–
5'416.–
5'622.–
5'725.–
5'828.–
5'931.–
6'034.–
7'064.–
8'101.–
9'161.–
10'221.–
11'281.–
12'345.–
13'415.–
14'485.–
15'555.–
16'646.–
17'766.–
18'886.–
20'006.–
21'126.–
22'246.–
23'366.–
24'486.–
25'606.–
26'726.–
27'846.–
39'055.–
50'355.–
61'668.–
73'068.–
84'502.–
96'102.–
107'702.–
119'302.–
130'902.–
142'502.–
Bei steuerbarem Einkommen über Fr. 721'000.– für Alleinstehende bzw. Fr. 1'369'900.–
für Verheiratete gilt der Maximalsatz von 11%.
Tariftabelle Vermögenssteuer Kanton
1'002.–
1'023.–
1'088.–
1'207.–
1'224.–
1'309.–
1'343.–
1'462.–
Für steuerbare Vermögen ab Fr. 640'660.– gilt jeweils der
Maximal-Steuersatz von 1.70 ‰.
Tariftabelle Direkte Bundessteuer
Beim Elterntarif ermässigt sich der Steuerbetrag gemäss Verheiratetentarif um Fr. 251.– für jedes Kind und jede
unterstützungsbedürftige Person.
Verzeichnis der Gemeindesteuerämter
081 851 07 02
081 650 70 91
081 861 83 01
081 936 20 01
081 378 67 27
081 854 12 40
081 667 11 62
081 651 20 20
081 300 21 07
081 851 00 10
081 660 33 22
081 822 60 81
081 861 27 05
081 846 53 53
081 838 70 71
081 836 30 30
081 650 04 83
081 837 36 82
081 254 42 27
081 920 25 01
081 332 17 70
081 630 21 91
081 414 30 70
081 650 09 36
081 920 36 40
081 354 99 30
081 632 82 18
081 635 11 37
081 650 13 04
081 920 20 42
081 651 59 56
081 257 00 12
081 920 47 82
081 661 15 85
081 300 07 32
081 410 40 40
081 851 62 08
081 920 77 04
081 861 00 62
081 928 29 31
081 385 21 36
091 827 31 44
081 651 14 88
Vuorz/Waltensburg
081 851 47 72
081 300 12 02
081 353 22 20
081 300 09 13
081 630 91 27
081 851 22 27
081 920 15 50
[email protected]az.ch
081 300 41 50
081 423 36 50
081 300 32 03
081 854 32 33
081 921 51 13
081 307 36 30
081 659 01 03
091 827 30 30
081 920 60 08
081 300 45 54
081 300 00 23
081 651 20 09
081 661 18 34
081 681 17 00
081 838 81 83
081 839 03 18
081 630 60 58
Verzeichnis der Steuer-Allianzen
Steuer-Allianz
081 404 23 04
081 650 13 00
091 827 40 01
081 630 74 00
43. Kinder – Kosten absetzbar - Steuerberater u. Steuerkanzlei
Pensionskasse der Mitarbeiter der Hoechst
BVA: Zeckenschutzimpfung Bestellformular
Friseur-Gutscheinfür
Entschuldigung eines Schulversäumnisses
Pressemitteilung_Frist_zur_Abgabe_der_Steuererklärung_2006
In diesem Formular können Sie mit der Tabulator
Mitteilung über die Beschäftigung einer werdenden Mutter nach §§ 5
Přizjewjenje za wubědźowanje - Stiftung für das sorbische Volk

References: Art. 156
 Art. 40
 Art. 37
 Art. 156
 Art. 156
 Art. 51
 Art. 18
 Art. 18

Art. 18
 Art. 22
 Art. 18
 Art. 40
 Art. 37