Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F06-09-2012-2C_383-2012
Timestamp: 2016-10-24 07:06:32+00:00

Document:
Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern vom 29. M�rz 2012.
Die Eheleute X.________ und Y.________ geb. A.________ bewirtschaften in B.________/LU einen Landwirtschaftsbetrieb. Zu ihm geh�rte eine Parzelle in der Landwirtschaftszone, auf der sich ein �konomiegeb�ude mit Wagenschuppen befand. Am 19. November 2004 ver�usserten die Eheleute X.________ und Y.________ die Parzelle, die inzwischen der Bauzone zugewiesen worden war, zum Preis von Fr. 430'000.-- an einen Dritten. Der Verkauf f�hrte zu einem Ver�usserungsgewinn von Fr. 405'644.--. Den Erl�s verwendeten die Eheleute X.________ und Y.________ zum Bau einer neuen Schweinescheune. Deren Gestehungskosten beliefen sich auf Fr. 584'663.--. F�r steuerliche Zwecke wurde der Vorgang als Ersatzbeschaffung qualifiziert, die zu einem Steueraufschub bez�glich des Wertzuwachsgewinns und der wiedereingebrachten Abschreibungen f�hrte.
Im Rahmen der Veranlagung der direkten Bundessteuer 2007 und 2008 vertraten die Eheleute X.________ und Y.________ (hiernach: die Steuerpflichtigen) die Auffassung, anders als im Fall der Staats- und Gemeindesteuern des Kantons Luzern seien die Abschreibungen auf der Schweinescheune f�r die Zwecke der direkten Bundessteuer anf�nglich auf der Grundlage der Gestehungskosten (Fr. 584'663.--) vorzunehmen. Im Bereich der direkten Bundessteuer d�rfe damit auch die Wertzuwachskomponente von Fr. 405'644.-- abgeschrieben werden. Entsprechend nahmen sie gegen�ber den Staats- und Gemeindesteuern bei einem unver�nderten Abschreibungssatz von 10 % "Mehrabschreibungen" von Fr. 40'564.-- (2007) bzw. Fr. 36'508.-- (2008) vor. Die Steuerbeh�rde rechnete die "Mehrabschreibungen" auf. Daran hielt die Steuerkommission f�r Landwirte/ Landwirtinnen auch in den Einspracheentscheiden vom 25. November 2010 fest. Beschwerden an das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern hiess dieses mit Entscheid vom 29. M�rz 2012 gut, hob die Einspracheentscheide auf und wies die Sache zur Neuveranlagung der direkten Bundessteuer 2007 und 2008 an die Veranlagungsbeh�rde zur�ck.
Das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern erwog, f�r die direkte Bundessteuer sei bez�glich der realisierten stillen Reserven die Steuer nicht aufgeschoben, sondern von Gesetzes wegen (Art. 18 Abs. 4 DBG) nicht erfasst worden. Deswegen k�nne nicht verlangt werden, den Buchwert wie bei der Staats- und Gemeindesteuer um den aufgeschobenen Grundst�ckgewinn herabzusetzen. Dass auf diese Weise zwei Steuerbilanzen gef�hrten werden m�ssen, n�mlich eine f�r die Kantons- und eine f�r die Bundessteuer, sei durch die gesetzliche Ordnung vorgegeben und damit hinzunehmen.
Gegen dieses Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern vom 29. M�rz 2012 erhebt die Dienststelle Steuern des Kantons Luzern mit Eingabe vom 1. Mai 2012 Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten. Sie beantragt, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und das steuerbare Einkommen sei entsprechend den Einspracheentscheiden festzulegen. Sie r�gt eine unrichtige Feststellung des Sachverhalts sowie eine Verletzung von Bundesrecht.
Die Steuerpflichtigen und das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Abgaberechtliche Abteilung, schliessen auf Abweisung der Beschwerde, w�hrend die Eidgen�ssische Steuerverwaltung auf einen Antrag verzichtet.
1.2 Beim angefochtenen Urteil handelt es sich um den Entscheid einer letzten kantonalen Gerichtsinstanz in einer Angelegenheit des �ffentlichen Rechts, der beim Bundesgericht unter Vorbehalt des Nachfolgenden grunds�tzlich mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten angefochten werden kann (Art. 82 lit. a, 83, 86 Abs. 1 lit. d und Abs. 2 BGG). Die Dienststelle Steuern des Kantons Luzern ist gest�tzt auf Art. 89 Abs. 2 lit. d BGG in Verbindung mit Art. 146 Satz 2 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 �ber die direkte Bundessteuer (DBG; SR 642.11) zur Beschwerde berechtigt.
1.3 Das angefochtene Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern vom 29. M�rz 2012 lautet auf Gutheissung der Beschwerde und R�ckweisung der Sache zur Neuveranlagung der direkten Bundessteuer 2007 und 2008. Die Vorinstanz macht der Steuerbeh�rde in ihren Erw�gungen klare Vorgaben f�r die Neuveranlagung. Damit stellt sich der R�ckweisungsentscheid nicht als Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG dar (Urteile 2C_835/2011 vom 4. Juni 2012 E. 1.3; 2C_705/2011 vom 26. April 2012 E. 1.3, in: StE 2012 B 44.12.3 Nr. 6; 2C_645/2011 vom 12. M�rz 2012 E. 1.3.1, in: StE 2012 B 72.19 Nr. 15), sondern als (Quasi-)Endentscheid gem�ss Art. 90 BGG. Ein solcher zeichnet sich dadurch aus, dass der Unterinstanz, an welche die Sache zur�ckgewiesen wird, kein Entscheidungsspielraum verbleibt und die R�ckweisung lediglich der rechnerischen Umsetzung des oberinstanzlich Angeordneten dient (BGE 135 V 141 E. 1.1 S. 143; 134 II 124 E. 1.3 S. 127). Dies ist hier der Fall, weshalb auf die Beschwerde eingetreten werden kann (Urteile 2C_20/2011 / 2C_21/2011 vom 1. Juli 2011 E. 1.3, in: ASA 80 S. 675, StE 2011 A 21.14 Nr. 22).
1.4 Mit der Beschwerde kann eine Rechtsverletzung nach Art. 95 und 96 BGG geltend gemacht werden. Zum Bundesrecht im Sinne von Art. 95 lit. a BGG z�hlt auch das Verfassungsrecht des Bundes (BGE 136 II 5 E. 1.4 S. 9). Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist folglich weder an die in der Beschwerde vorgebrachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann die Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen, und es kann eine Beschwerde mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen. Trotz der Rechtsanwendung von Amtes wegen pr�ft es, unter Ber�cksichtigung der allgemeinen Begr�ndungspflicht der Beschwerde (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), an sich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind (BGE 135 II 384 E. 2.2.1 S. 389; 134 III 102 E. 1.1 S. 104; 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254). Fragen des Bundesrechts untersucht das Bundesgericht mit freier Kognition.
2.1 Ist eine nat�rliche Person selbst�ndig erwerbst�tig, kann sie die gesch�fts- oder berufsm�ssig begr�ndeten Kosten ihrer selbst�ndigen Erwerbst�tigkeit zum Abzug bringen. Zu diesen Kosten geh�ren u.a. die Abschreibungen (Art. 27 Abs. 1 und Abs. 2 lit. a DBG). Gesch�ftsm�ssig begr�ndete Abschreibungen von Aktiven sind zul�ssig, soweit sie buchm�ssig oder, wenn eine kaufm�nnische Buchhaltung fehlt, in besonderen Abschreibungstabellen ausgewiesen sind. In der Regel werden die Abschreibungen nach dem tats�chlichen Wert der einzelnen Verm�gensteile berechnet oder nach ihrer voraussichtlichen Gebrauchsdauer angemessen verteilt (Art. 28 Abs. 1 und 2 DBG). In Ausf�hrung von Art. 28 DBG hat die Eidgen�ssische Steuerverwaltung das Merkblatt �ber Abschreibungen auf dem Anlageverm�gen land- und forstwirtschaftlicher Betriebe ("Merkblatt A/2001") erlassen. Ohne besonderen Nachweis gelten danach im Fall von Leichtbauten, Schweinest�llen, Gefl�gelhallen usw. als H�chstansatz die Abschreibungss�tze von 5 % (bei Abschreibung vom Anschaffungswert; linear) bzw. 10 % (bei Abschreibung vom Buchwert; geometrisch-degressiv). Dabei bilden die Gestehungskosten den Ausgangswert f�r die Berechnung der Abschreibung. Diese ergeben sich aus dem Kaufpreis, vermindert um etwaige Rabatte, Eintauschgutschriften usw. (Ziff. 1 des Merkblattes A/2001; vgl. auch PETER LOCHER, Kommentar zum DBG, I. Teil, 2001, N. 28 f. sowie 34 f zu Art. 28 DBG).
2.2 Die Steuerpflichtigen haben die Parzelle mit Vertrag vom 19. November 2004 f�r Fr. 430'000.-- ver�ussert und den Erl�s vollumf�nglich zum Bau einer neuen Schweinescheune eingesetzt. Der gewinnbringende Verkauf des landwirtschaftlichen Grundst�cks unterlag - als Gesch�ftsverm�gen - kantonal gem�ss � 25 Abs. 4 des Steuergesetzes [des Kantons Luzern] vom 22. November 1999 (StG/LU; SRL Nr. 620) im Umfang der wiedereingebrachten Abschreibungen der Einkommensteuer Selbst�ndigerwerbender. Der massgebende Betrag ergab sich aus der Differenz zwischen den Anlagekosten und dem Einkommensteuerwert. Demgegen�ber unterlag der realisierte Wertzuwachsgewinn, also der Unterschiedsbetrag zwischen Erl�s und Anlagekosten, gem�ss � 1 Abs. 2 Ziff. 1 des Gesetzes [des Kantons Luzern] vom 31. Oktober 1961 �ber die Grundst�ckgewinnsteuer (GGStG/LU; SRL Nr. 647) der Grundst�ckgewinnsteuer.
Die wieder eingebrachten Abschreibungen von Fr. 6'592.-- wurden in der Folge zur Verminderung des Buchwertes des Ersatzobjektes herangezogen, sodass der Einkommensteuerwert entsprechend tiefer zu liegen kommt. Dies ist hier unbestritten. Die Steuer auf dem Wertzuwachsgewinn wurde gem�ss � 4 Abs. 1 Ziff. 6 GGStG/LU zufolge Ersatzbeschaffung aufgeschoben. Nach dieser Bestimmung ist f�r einen Steueraufschub nicht unbedingt erforderlich, sich "Ersatz zu beschaffen". Der Steueraufschub wird (entsprechend Art. 12 Abs. 3 lit. d des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 �ber die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG; SR 642.14]) ebenso gew�hrt, wenn der Ver�usserungserl�s "zur Verbesserung der eigenen, selbstbewirtschafteten land- oder forstwirtschaftlichen Grundst�cke" verwendet wird.
F�r die Einkommensteuer des Kantons Luzern wird freilich verlangt, dass zun�chst der handelsrechtliche Buchwert des Ersatzobjekts um den aufgeschobenen Grundst�ckgewinn von (hier) Fr. 405'644.-- reduziert wird, was zu einem entsprechend tieferen Einkommensteuerwert f�hrt (vgl. auch Konferenz Staatlicher Steuerbeamter, Harmonisierung des Unternehmenssteuerrechts, 1995, S. 47). Der handelsrechtlich realisierte Kapital- bzw. Wertzuwachsgewinn muss f�r steuerliche Zwecke erfolgswirksam abgeschrieben (bzw. eine entsprechende R�ckstellung gebildet) werden, damit der Vorgang im Ergebnis erfolgsneutral ist (Konferenz Staatlicher Steuerbeamter, a.a.O., S. 47). Entsprechend d�rfen die vom jeweiligen Einkommensteuerwert bemessenen Abschreibungen nur noch auf dieser gegen�ber dem handelsrechtlichen Buchwert tieferen Bemessungsgrundlage vorgenommen werden. Dies best�tigte das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern mit Urteil vom 17. August 2009 betreffend die Steuerpflichtigen f�r die Staats- und Gemeindesteuern des Steuerjahrs 2005. Dabei erwog es ohne vertiefte Abkl�rung, Analoges gelte auch f�r die direkte Bundessteuer (E. Il. S. 11).
2.3 F�r die hier massgebenden Steuerperioden 2007 und 2008 stellen sich die Steuerpflichtigen auf den Standpunkt, f�r die Zwecke der direkten Bundessteuer sei dieses Vorgehen nicht sachgerecht. F�r den im Jahr 2004 erzielten Wertzuwachsgewinn sei bundessteuerrechtlich nicht ein Steueraufschub wegen Ersatzbeschaffung nach Art. 30 DBG gew�hrt worden. Vielmehr sei dieser Wertzuwachsgewinn nach Art. 18 Abs. 4 e contrario DBG von vornherein steuerfrei gewesen. Deshalb k�nne bei der direkten Bundessteuer nicht verlangt werden, den Buchwert der Schweinescheune um den bei der Grundst�ckgewinnsteuer aufgeschobenen Grundst�ckgewinn herabzusetzen. Kantonales und Bundessteuerrecht gingen diesbez�glich getrennte Wege. Entsprechend k�nne man bei der direkten Bundessteuer f�r die Abschreibungen auf der Schweinescheune gewissermassen "von Neuem beginnen", also ausgehend vom handelsrechtlichen Buchwert, vermindert um die wiedereingebrachten Abschreibungen, die steuerneutral auf das Ersatzobjekt �bertragen werden konnten.
Diese von der Vorinstanz gesch�tzte Betrachtungsweise ist zutreffend, auch wenn dadurch die Abschreibungen f�r die Staats- und Gemeindesteuer einerseits und die direkte Bundessteuer andererseits auf unterschiedlichen Einkommensteuerwerten vorzunehmen sind und solchermassen auseinanderfallen. Dass diese Auffassung zutreffend ist, ergibt sich auch daraus, dass der Steueraufschub bei Ersatzbeschaffung nach Art. 30 DBG in der bis Ende 2010 geltenden Fassung enger gefasst war als der diesbez�glich unver�nderte Art. 12 Abs. 3 lit. d StHG bzw. � 4 Abs. 1 Ziff. 6 GGStG/LU. Der Einsatz des Erl�ses zur Verbesserung bereits im Eigentum der steuerpflichtigen Person stehender Grundst�cke fiel zum damaligen Zeitpunkt (noch) nicht darunter (LOCHER, a.a.O., N. 11 ff. zu Art. 30 DBG; Konferenz Staatlicher Steuerbeamter, a.a.O., S. 44; BASTIEN VERREY, L'imposition diff�r�e du gain immobilier: harmonisation f�d�rale et droit cantonal compar�, 2011, S. 115 ff.). Damit lag f�r die direkte Bundessteuer insoweit im Grunde gar kein Ersatzbeschaffungstatbestand nach Art. 30 DBG vor. Der Wertzuwachsgewinn wurde aber gest�tzt auf Art. 18 Abs. 4 e contrario DBG - anders als die wiedereingebrachten Abschreibungen - steuerfrei belassen. Wenn gar keine Ersatzbeschaffungsproblematik besteht, kann erst recht keine damit zusammenh�ngende Buchwertreduktion im Umfang des realisierten Wertzuwachses verlangt werden. Das vorinstanzliche Urteil ist mithin nicht zu beanstanden. Anzumerken bleibt, dass die Abschreibungen auf der seinerzeitigen Wertzuwachskomponente bei k�nftiger Ver�usserung des Ersatzobjekts auch im landwirtschaftlichen Bereich steuerbar sind (Art. 18 Abs. 4 DBG), soweit die wiedereingebrachten Abschreibungen nicht steuerneutral auf ein weiteres Ersatzobjekt �bertragen werden k�nnen (Art. 30 Abs. 1 DBG).
Was die Beschwerdef�hrerin dagegen vorbringt, �berzeugt nicht. Sie h�lt zun�chst daf�r, die Vorinstanz habe zur hier interessierenden Frage im zitierten Urteil vom 17. August 2009 einen pr�judizierenden Sachentscheid gef�llt, der unangefochten in Rechtskraft erwachsen sei. Damit m�sse f�r die direkte Bundessteuer vom "analogen Einkommensteuerwert (Buchwert) wie bei den Staats- und Gemeindesteuern" ausgegangen werden. Das zitierte Urteil bezog sich allerdings auf die Steuerperiode 2005. Definitive Steuerveranlagungen entfalten Wirkungen, insbesondere Rechtskraftwirkungen, regelm�ssig nur f�r die Steuerperiode, f�r die sie ergangen sind (Urteile 2C_383/ 2011 vom 31. Oktober 2011 E. 3.3; 2C_542/2010 / 2C_543/2010 vom 24. November 2010 E. 2.3.4, in: StE 2011 B 27.2 Nr. 34; 2A.370/2004 vom 11. November 2005 E. 4.2, in: ASA 77 S. 257). Aus dem fr�heren Verwaltungsgerichtsentscheid l�sst sich f�r das vorliegende Verfahren nichts ableiten.
3.1 Weiter r�gt die Beschwerdef�hrerin die Feststellung der Vorinstanz als unzutreffend, wonach die Steuerbeh�rde in den Vorjahren Abschreibungen vom h�heren Buchwert der Schweinescheune (Buchwert ohne Reduktion um den aufgeschobenen Grundst�ckgewinn) zugelassen habe. Tats�chlich seien auch f�r die direkte Bundessteuer nur bescheidene Abschreibungen vom reduzierten Buchwert beansprucht und anerkannt worden. Wie es sich diesbez�glich in den Vorperioden 2005 und 2006 verhielt, braucht nicht untersucht zu werden, geht es doch hier um die Steuerperioden 2007 und 2008. In den von den Steuerpflichtigen eingereichten Bilanzen 2004 bis 2008 nahmen sie diese "Buchwertreduktion" jedenfalls nicht vor. Vielmehr verweigerten die Steuerbeh�rden den "Abschl�ssen direkte Bundessteuer" die Anerkennung und legten der Veranlagung beh�rdlich korrigierte "Steuerbilanzen" zugrunde. Es kann den Steuerpflichtigen nicht verwehrt werden, in einer Folgeperiode von dieser "Steuerbilanz", die ihnen gegen den eigenen Willen aufgezwungen wurde, abzuweichen und die Abschreibungen vom Buchwert "ihrer" Bilanz vorzunehmen. Eine "Bilanzkontinuit�t" f�r eine nicht selbst erstellte und sachlich falsche Steuerbilanz besteht nicht.
3.2 In diesem Zusammenhang bringt die Beschwerdef�hrerin vor, wenn die Steuerpflichtigen in den Steuerperioden 2007 und 2008 f�r die direkte Bundessteuer Abschreibungen vom - gegen�ber der Steuerbilanz (bzw. dem Einkommensteuerwert) - h�heren Buchwert vornehmen wollten, bedinge dies vorg�ngig eine steuerwirksame Aufwertung. Dem ist entgegenzuhalten, dass auf diese Weise der seinerzeitige Wertzuwachsgewinn nachtr�glich besteuert w�rde, obschon er nach Art. 18 Abs. 4 e contrario DBG bei land- und forstwirtschaftlichen Grundst�cken gerade nicht erfasst werden soll.
3.3 Schliesslich setzt sich die Beschwerdef�hrerin mit der Natur von Art. 18 Abs. 4 DBG auseinander. Sie meint, die Rechtsfolge, die sich aus der Nichterfassung des Wertzuwachsgewinns von land- und forstwirtschaftlichen Grundst�cken bei einer Ersatzbeschaffung ergebe, sei unklar. Die Ersatzbeschaffungsregelungen von Art. 30 DBG und Art. 8 Abs. 4 StHG seien inhaltlich identisch. H�tte der Gesetzgeber f�r die Ersatzbeschaffung von land- und forstwirtschaftlichen Grundst�cken bei der direkten Bundessteuer eine abweichende L�sung von jener bei den Staats- und Gemeindesteuern schaffen wollen, h�tte er dies ausdr�cklich anordnen m�ssen. Aus dem Schweigen lasse sich schliessen, dass der Gesetzgeber davon ausgegangen sei, die buchtechnische und die an sie ankn�pfende steuerliche Abwicklung der Ersatzbeschaffung f�hre ohne Weiteres zu analogen (harmonisierten) Rechtsfolgen f�r beide Steuerarten.
Dagegen ist zun�chst einzuwenden, dass bei der direkten Bundessteuer nach damaligem Recht an sich kein Ersatzbeschaffungstatbestand gegeben war (vgl. E. 2.2 vorne) und damit hier im Grunde eine Ersatzbeschaffung nach Art. 30 DBG und die Steuerbefreiung von Art. 18 Abs. 4 DBG gar nicht zusammentreffen. Selbst wenn man diesen Aspekt ausser Acht l�sst und einstweilen von einer Normenkollision ausgeht, dann muss die Steuerbefreiung ("der Wertzuwachsgewinn ... (wird) auf Bundesebene nicht besteuert"; BGE 138 II 32 E. 2.1.2 S. 35; 126 II 473 E. 3a S. 474 f.) dem Steueraufschub kraft Ersatzbeschaffung logisch und wertungsm�ssig vorgehen. Der Steueraufschub wegen Ersatzbeschaffung ignoriert im Ergebnis den Ver�usserungsvorgang (vgl. E. 2.2). Infolgedessen sind die Abschreibungen vom tieferen Buchwert vorzunehmen. Demgegen�ber handelt es sich bei der Freistellung des Wertzuwachsgewinnes um ein Privileg zugunsten der Land- und Forstwirtschaft (zur dogmatischen Einordnung dieser Sonderbestimmung BGE 138 II 32 E. 2.1.2 S. 36 mit zahlreichen Hinweisen). Diese gesetzlich gewollte Bevorzugung darf nicht durch die rechtsanwendenden Beh�rden dadurch neutralisiert werden, dass die Abschreibungen gleich wie im Fall der Ersatzbeschaffung gehandhabt werden. Solches strebt die Beschwerdef�hrerin mit ihrer "Buchwertreduktion" bei der direkten Bundessteuer im Ergebnis aber an.
Dass der Gesetzgeber diese Normenkollision nicht bedacht und keinen Vorbehalt in Art. 30 DBG vorgesehen hat, ist nicht aussergew�hnlich. Gleichermassen sind unterschiedliche Steuerbilanzen f�r Kantons- und Bundessteuer durchaus �blich. Bei Kantonen mit monistischem System der Grundst�ckgewinnbesteuerung (Art. 12 Abs. 4 StHG) ist dieses Resultat bei jeder buchm�ssigen Aufwertung auf Grundst�cken des Gesch�ftsverm�gens �ber die Anlagekosten hinaus unvermeidlich. Nach Art. 18 Abs. 2 Satz 1 DBG ist die Buchung klarerweise steuerbar, nicht aber bei den kantonalen Steuern (vgl. etwa Art. 21 Abs. 3 und Art. 85 Abs. 3 des Steuergesetzes [des Kantons Bern] vom 21. Mai 2000 [StG/BE; BSG 661.11]), weil die Aufwertung (�ber die Anlagekosten hinaus) als solche kein Realisationsvorgang bei der Grundst�ckgewinnsteuer ist (MARKUS LANGENEGGER, in: Leuch/ K�stli/Langenegger [Hrsg.], Praxiskommentar zum Berner Steuergesetz, Band 2, 2011, N. 4 am Schluss zu Art. 137 StG/BE; RICHNER/ FREI/KAUFMANN/MEUTER, Kommentar zum harmonisierten Z�rcher Steuergesetz, 2. Aufl. 2006, N 180 zu � 64 StG/ZH).
Zusammenfassend vermag die Beschwerdef�hrerin nicht aufzuzeigen, dass das angefochtene Urteil Bundesrecht verletzt. Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten erweist sich damit als unbegr�ndet und ist abzuweisen.
Dem Ausgang entsprechend sind die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens dem Kanton Luzern, der Verm�gensinteressen verfolgt, aufzuerlegen (Art. 65 f. BGG). Dieser hat den Steuerpflichtigen zudem eine Parteientsch�digung auszurichten.
Die Beschwerdef�hrerin hat den Beschwerdegegnern f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine Parteientsch�digung von Fr. 2'000.-- auszurichten.
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Abgaberechtliche Abteilung, und der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung, Hauptabteilung Direkte Bundessteuer, Verrechnungssteuer, Stempelabgaben, schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 89
 Art. 146
 Art. 93
 Art. 90
 Art. 95
 Art. 95
 Art. 28
 Art. 28
 Art. 12
 Art. 30
 Art. 18
e contrario
 Art. 30
 Art. 12
 Art. 30
 Art. 30
 Art. 18
e contrario
 Art. 18
e contrario
 Art. 18
 Art. 30
 Art. 8
 Art. 30
 Art. 18
 BGE 
 BGE 
 Art. 30
 Art. 18
 Art. 21
 Art. 85
 Art. 137