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Timestamp: 2017-01-17 19:25:05+00:00

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Analyse:Kw/Fragment 093 26
Untersuchte Arbeit:Seite: 093, Zeilen: 26-31
Quelle: Stickelbrock 2004Seite(n): 736, Zeilen: 0
Vor der Reform sprach vieles dagegen522, dass von rechtswidrig hergestellten Vorlagen rechtmäßige Kopien hergestellt werden konnten. Auch wenn es bislang nicht ausdrücklich in § 53 Abs. 1 UrhG geregelt war, ließ sich aus dem Rechtsgedanken zu § 96 UrhG entnehmen, dass rechtswidrig hergestellte Werkstücke nicht Gegenstand weiterer Nutzungshandlungen sein sollten523.
522 Vgl. hierzu die Ausführungen in Teil 3 Punkt A II 2, S. 85 ff.
523 Leupold/Demisch, ZUM 2000, 379 (383 f.); Braun, GRUR 2001, 1106 (1107); Loewenheim, in: Festschrift f. Dietz 2001, 415 (419 f.); Decker, in: Möhring/Nicolini, UrhG, § 53 Rn. 9; Flechsig, ZUM 2003, 795 (796); a.A. Mönkemöller GRUR 2000, 663 (667f.); Kreutzer, GRUR 2001, 193 (200); Schack, in: Festschrift f. Erdmann 2002, 165 (165 ff.)
Bereits vor der Novellierung sprach vieles dagegen, dass von urheberrechtswidrig hergestellten Vorlagen rechtmäßige Kopien hergestellt werden konnten. Auch wenn dies in § 53 UrhG bislang nicht ausdrücklich normiert war, ließ sich aus dem Rechtsgedanken des § 96 UrhG12 entnehmen, dass rechtswidrig hergestellte Werkstücke nicht Gegenstand weiterer Nutzungshandlungen sein sollten13.
12 Ein unmittelbares Verbot ergab sich zwar auch aus § 96 UrhG nicht, da dieser auf die Verwertungshandlungen der Verbreitung und der öffentlichen Wiedergabe beschränkt ist. Dies beruht aber wesentlich auf dem Entstehungszeitpunkt der Vorschrift, in dem der Vervielfältigung noch nicht die Bedeutung zukam, die ihr im digitalen Zeitalter beizumessen ist, sie insbesondere keine Auswirkungen auf den Primärmarkt hatte.
13 Leupold/Demisch, ZUM 2000, 379 (383ff.); Braun, GRUR 2001, 1106 (1107); Loewenheim, in: Festschr. f. Dietz, 2001, S. 415 (419ff.); Schaefer, in: Festschr. f. Nordemann, 1999, S. 191 (196); Möhring/Nicolini/Decker (o. Fußn. 6), § 53 Rdnr. 9; Flechsig, ZUM 2003, 795 (796). A.A. Mönkemöller, GRUR 2000, 663 (667f.); Kreutzer, GRUR 2001, 198 (200); Schack, in: Festschr. f. Erdmann, 2002, S. 165ff.
Wegen der relativen Kürze des Texts könnte das Fragment auch eine zufällige Parallelschöpfung sein. Bemerkenswert bliebe aber auch dann die Ähnlichkeit der Belege.
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