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Timestamp: 2017-12-17 00:14:18+00:00

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Rechtsprechung: BGHZ 47, 207 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 16.01.1967
Anspruch aus einer Darlehensrestschuld - Wirtschaftliche Einheit von Kauf-und Darlehensvertrag beim finanzierten Abzahlungsgeschäft - Gutgläubiger Erwerb eines Kraftfahrzeugs - Aushändigung des Kraftfahrzeugbriefes als Sicherung der Darlehnsforderung
BGHZ 47, 207
BGHZ 47, 207b
NJW 1967, 1022
DB 1967, 945
Dieser Anspruch lautet auf Vertragsaufhebung nach Maßgabe der § 280 Abs. 1, § 249 Abs. 1 BGB (BGH, Urteile vom 20. Februar 1967 - III ZR 134/65, BGHZ 47, 207, 214 und vom 17. März 1994 - IX ZR 174/93, WM 1994, 1064, 1066).
Beim Erwerb eines gebrauchten Kraftfahrzeugs handelt der Erwerber regelmäßig grob fahrlässig im Sinne von § 932 Abs. 2 BGB, wenn er sich nicht anhand des - gerade diesem Zweck dienenden - Kraftfahrzeugbriefs über das Eigentum des Veräußerers vergewissert (…BGH, Urt. v. 2. Dezember 1958 - VIII ZR 212/57, WM 1959, 138, 139; v. 27. Januar 1965 - VIII ZR 62/63, WM 1965, 196 f; v. 11. März 1991 - II ZR 88/90, NJW 1991, 1415, 1416 m.w.N.; vgl. auch BGHZ 47, 207, 213).
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes sind Kauf- und Darlehensvertrag trotz ihrer engen wirtschaftlichen Verbindung rechtlich als zwei voneinander getrennte Verträge zu werten (BGHZ 33, 293, 295; 37, 94, 99; 47, 207, 209 f; 47, 217, 219; 47, 224, 227; 47, 233, 234).
Damit folgt das Oberlandesgericht der Rechtsprechung des erkennenden Senats, der eine solche Offenbarungspflicht für vergleichbare Fälle wiederholt angenommen hat (vgl. z.B. BGHZ 47, 207, 210; 47, 233, 239; NJW 1971, 2303, 2307 = JZ 1972, 51, 53).
Die Bank ist dann grundsätzlich verpflichtet, den Käufer im Wege der Naturalrestitution so zu stellen, als sei die Darlehenssumme an den Verkäufer nicht ausgezahlt worden und damit eine Verpflichtung des Käufers zur Rückzahlung nicht entstanden (BGHZ 47, 207, 211, 214).
Der Senat, der das nicht nur im Bezirk des Berufungsgerichts verwandte Formular selbst auslegen kann (BGHZ 47, 207, 215), ist mit dem Berufungsgericht der Meinung, daß diese kurzgefaßte Klausel nach ihrer drucktechnischen Gestaltung jedem Unterzeichner auch bei nur flüchtiger Betrachtung des Formulars und ohne Lesen der sonstigen Texte unübersehbar in die Augen fällt, wie der Senat das in BGHZ 47, 207, 212 verlangt hat.
Im übrigen enthält auch der in der Rechtsprechung des erkennenden Senats nur beispielsweise vorgeschlagene Text (vgl. BGHZ 47, 207, 212) "Achtung! Auch bei Nichterhalt oder Erhalt mangelhafter Ware hat der Käufer (Darlehensnehmer) das Darlehen voll zurückzuzahlen" keinen Hinweis, wie ihn die Revision hier fordert.
Ohne Erfolg bleibt die Rüge der Revision, die Klausel unterliege nicht der Inhaltskontrolle nach §§ 9, 13 AGBG, weil sie gar keine konstitutive Vertragsregelung, sondern nur eine Aufklärung über die bestehende Rechtslage enthalte, zu der die Bank nicht nur berechtigt, sondern sogar verpflichtet sei (vgl. BGHZ 47, 207, 212) [BGH 20.02.1967 - III ZR 134/65].
Ob eine Formularerklärung dazu tatsächlich überhaupt jemals in der Lage ist, hat der Senat bereits in der Entscheidung BGHZ 83, 301, 309 erheblich skeptischer beurteilt (vgl. Anmerkung Halstenberg LM Nr. 250 zu § 242 BGB a) als noch in dem Urteil BGHZ 47, 207, 212 [BGH 20.02.1967 - III ZR 134/65] (…vgl. Pagendarm WM 1967, 438).
a) Nach der ständigen höchstrichterlichen Rechtsprechung, die der VIII. Zivilsenat (…vgl. z.B. Urt. v. 2. Dezember 1958 - VIII ZR 212/57, WM 1959, 138, 139;… Urt. v. 9. Oktober 1963 - VIII ZR 210/62, WM 1963, 1186;… Urt. v. 27. Januar 1965 - VIII ZR 62/63, NJW 1965, 687 f.;… Urt. v. 23. Mai 1966 - VIII ZR 60/64, WM 1966, 678;… Urt. v. 5. Februar 1975 - VIII ZR 151/73, NJW 1975, 735, 736) mit Zustimmung anderer Senate des Bundesgerichtshofs (…vgl. BGH, Urt. v. 14. Februar 1967 - VI ZR 140/65, WM 1967, 562, 563; BGH, Urt. v. 20. Februar 1967 - III ZR 134/65, NJW 1967,.1022, 1024) und des Schrifttums (…vgl. z.B. Staudinger/Wiegand, BGB, 13. Aufl. [1995] § 932 RdNr. 90 und 140 ff.;… Soergel/Mühl, BGB, 12. Aufl. § 932 Rdr. 18;… MünchKomm. z. BGB/Quack, 2. Aufl. § 932 RdNr. 37, 48 und 83-85;… Erman/Michalski, BGB, 9. Aufl. § 932 RdNr. 11;… Jagusch/Hentschel, 33. Aufl. § 25 StVZO RdNr. 4;… Reinking/Eggert, Der Autokauf, 5. Aufl. RdNr. 1483, 1489-1498 m.w.N.) in einer Reihe von Entscheidungen entwickelt hat, die auch von dem jetzt für Eigentumsansprüche zuständigen erkennenden Senat (…Sen.Urt. v. 11. März 1991 - II ZR 88/90, LM § 936 Nr. 1;… Sen.Urt. v. 13. April 1994 - II ZR 196/93, LM § 932 Nr. 43) übernommen worden ist, begründet beim Kauf gebrauchter Kraftfahrzeuge der Besitz desselben allein nicht den für den Gutglaubenserwerb nach § 932 BGB bzw. § 366 HGB erforderlichen Rechtsschein.
Die rechtlichen Risiken wird sogar ein geschäftserfahrener Käufer von Luxusgütern (…BGHZ 47, 218, 220) oder ein Käufer mit einem gehobenen Bildungsgrad (BGHZ 47, 207, 210) nicht überschauen.
Die Aufnahme der Klausel in das Formblatt einer Bank, Einwendungen aus dem Kaufvertrag seien dem Darlehensgeber gegenüber ausgeschlossen, genügt daher selbst dann nicht, wenn die Bank diese Klausel durch Fettdruck, Umrahmung oder in anderer Weise hervorhebt (vgl. BGHZ 47, 207, 211).
Der Hinweis der Bank erfüllt somit nicht die Voraussetzungen, die an die Aufklärung eines Kunden bei einem finanzierten Teilzahlungsgeschäft zu stellen sind (vgl. BGHZ 47, 207, 212 ff und 217, 220 ff sowie WM 1975, 1298).
Unterläßt der Kreditgeber die gebotene Aufklärung über ein typisches Risiko der Aufspaltung der von allen Beteiligten gewollten wirtschaftlichen Einheit in rechtlich selbständige Verträge, dann verletzt er die ihm bei der Anknüpfung der Vertragsbeziehungen obliegenden Pflichten gegenüber dem Darlehensnehmer und ist ihm zum Schadensersatz verpflichtet, wie der Senat mehrfach entschieden hat (vgl. BGHZ 33, 293, 298; 47, 207, 212) [BGH 20.02.1967 - III ZR 134/65].
Der Käufer/Darlehensnehmer erhielte einen mangelfreien, den vertraglichen Zusicherungen entsprechenden Kaufgegenstand und wäre verpflichtet, den Kaufpreis in Form von Darlehensraten zu zahlen (vgl. BGHZ 47, 207, 209, 210) [BGH 20.02.1967 - III ZR 134/65].
Der Kreditgeber muß den Darlehensnehmer beim finanzierten Abzahlungskauf als einen Durchschnittsleser, auf den hier abzustellen ist, eindeutig, klar und unübersehbar über das Aufspaltungsrisiko aufklären (vgl.BGHZ 47, 207, 212 [BGH 20.02.1967 - III ZR 134/65] und das Senatsurteil vom 13. November 1975 - III ZR 104/72 = WM 1975, 1298).
Selbst wenn sich zum Zeitpunkt der erneuten Verhandlung vor dem Berufungsgericht nicht mehr im einzelnen klären ließe, ob die gebotene pflichtgemäße Aufklärung den Beklagten vom Vertragsschluß abgehalten hätte, würde diese Unsicherheit zu Lasten der Klägerin gehen (vgl. die Senatsurteile vom 8. Juni 1978 - III ZR 136/76 = BGHZ 72, 92 =NJW 1978, 2145, vom 24. März 1977 - III ZR 198/74 = NJW 1978, 41, und vom 5. Juli 1971 - III ZR 108/68 = LM AbzG § 6 Nr. 14 = NJW 1971, 2303 =WM 1971, 1265; ferner BGHZ 47, 207, 214 [BGH 20.02.1967 - III ZR 134/65]; 61, 118, 121 ff).
Auch dort werden zwei rechtlich selbständige Verträge, Kauf und Darlehen, von allen Beteiligten als wirtschaftliche Einheit gewollt und mit dem Zweck abgeschlossen, die Ziele eines Abzahlungsgeschäfts zu erreichen, bei dem der Käufer nach Erhalt des Kaufgegenstandes verpflichtet sein soll, den Kaufpreis in Form von Darlehensraten zu zahlen (Senatsurteil in BGHZ 47, 207, 209, 210).
Bei den Vertrag s Verhandlungen haben wissentlich oder fahrlässig wahrheitswidrige Behauptungen zu unterbleiben; zum Inhalt des durch die Vertragsverhandlungen begründeten vertragsähnlichen Vertrauensverhältnisses gehört im Rahmen der nach Treu und Glauben im redlichen Verkehr zu stellenden Anforderungen darüber hinaus auch eine Offenbarungspflicht des Kreditgebers für solche Umstände, die für die Entschließung des anderen Teils erkennbar von Bedeutung sein können (Senatsurteil in BGHZ 47, 207, 210, 211; vgl. schon RGZ 120, 249, 252 f).
Zudem gibt es keinen Anhaltspunkt, daß die Klausel über den Bezirk eines Oberlandesgerichts hinaus formularmäßig Verwendung findet (vgl. BGHZ 33, 293, 296; 47, 207, 215 [BGH 20.02.1967 - III ZR 134/65];… BGH, Urt. v. 23. November 1983, VIII ZR 197/82, NJW 1984, 669).
BGH, 23.11.1983 - VIII ZR 197/82
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BGHZ 47, 206
BGHSt 21, 206
BGHSt 21, 211
NJW 1967, 1331 (Ls.)
NJW 1967, 891
NJW 1967, 894
MDR 1967, 508
MDR 1967, 509
Der Bundesgerichtshof (BGHSt 21, 206 [208]) hat bereits ausgesprochen, daß die Vorschrift zu den allgemeinen Gesetzen im Sinne des Art. 5 Abs. 2 GG gehört, die dem Grundrecht Schranken setzen.
Unklarheiten über den Umfang der in den Kreditbestimmungen vorgesehenen Vollmachten für den Rechtsanwalt gehen zu Lasten der Klägerin, die diese Bestimmungen einseitig formularmäßig festgesetzt hat (sogenannte Unklarheitenregel, vgl. BGHZ 5, 111 und das Senatsurteil in BGHZ 47, 206, 216).
Die von der Verteidigung aufgegriffenen Bedenken im Schrifttum (…Husmann NJW 1970, 1070 ff) dagegen, daß die Berufspflichten der Rechtsanwälte in der Generalklausel des § 43 BRAO umschrieben seien, werden von der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGHSt 18, 77; 21, 206;… EGE XII 68, 71) und des Bundesverfassungsgerichts (BVerfGE 26, 186, 203 f) nicht geteilt.
Nichtzulassungsbeschwerde im anwaltsgerichtlichen Verfahren: Erfordernis der …
Dass das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung (Art. 5 Abs. 1 GG) bei der Würdigung ehrverletzender Äußerungen des Rechtsanwalts im Rahmen des "Kampfs um das Recht" in die Abwägung einbezogen werden muss, entspricht (selbstverständlich) der Rechtsprechung des Senats (vgl. BGH, Beschluss vom 16. Januar 1967 - AnwSt (R) 10/66, BGHSt 21, 206).
Gemäß § 197 BRAO haftet die Rechtsanwaltskammer für die Kosten des Verfahrens und für die dem Rechtsanwalt erwachsenen notwendigen Auslagen (BGHSt 21, 211).
Im übrigen sind im ehrengerichtlichen Verfahren, da die §§ 195 bis 199 BRAO nicht eine erschöpfende Regelung darstellen, gemäß § 116 BRAO die entsprechenden Vorschriften der Strafprozeßordnung sinngemäß anzuwenden (BGHSt 21, 211 [BGH 16.01.1967 - AnwSt R 10/66]).
BGH, 17.01.1977 - AnwZ (B) 17/76
Ergänzungsgutachten: § 7 Nr. 5 BRAO
Wie weit dabei im Einzelfalle das Grundrecht der freien Meinungsäußerung (Art. 5 GG) durch § 43 BRAO eingeschränkt wird (vgl. dazu die Entscheidung des Senats BGHSt 21, 206 und Dahs, Handbuch des Strafverteidigers 3. Aufl. Rdn. 110 Abs. 3), braucht hier nicht erörtert zu werden.
Zwar ist bereits bei der Einordnung einer Äußerung als rein rhetorische oder echte Frage auch der Adressatenkreis zu berücksichtigen, da die Wertung der Äußerung davon abhängen kann, ob es sich um einen unmittelbaren Gedankenaustausch zwischen zwei Personen handelt oder der Äußernde sich an die Öffentlichkeit wendet (vgl. BGH, NJW 1967, 891, 893).
BGH, 20.03.1972 - AnwSt (R) 9/69
Diese Ansicht hat auch der erkennende Senat ständig vertreten (vgl. z.B. BGHSt 18, 77; 21, 206 [BGH 17.02.1967 - 4 StR 461/66];… Urt. vom 19. Oktober 1970 - AnwSt (R) 8/69).
BGH, 17.05.1976 - AnwSt (R) 8/75
Beschäftigung eines Rechtsbeistands als Bürovorsteher in einer Anwaltskanzlei - …
Diese Generalklausel ist zulässig und verstößt nicht gegen das Grundgesetz (vgl. BGHSt 18, 77; vgl. auch BGHSt 21, 206 und EGE XII, 68, 71).
BVerwG, 08.10.1968 - I WDB 10.68

References: § 280
 § 249
 § 932
 § 242
 § 932
 § 932
 § 932
 § 932
 § 25
 § 936
 § 932
 § 932
 § 366
 § 6
 Art. 5
 § 43
 § 197
 § 116
 § 7
 § 43