Source: http://www.katholisch-in-koenigsbrunn.de/pg/index.php/kontakt/einrichtungen/friedhof
Timestamp: 2019-04-25 08:20:26+00:00

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Friedhof - Katholisch in Königsbrunn
Friedhof St.Ulrich
der Katholischen Pfarrkirchenstiftung
-Stiftung des öffentlichen Rechts- mit dem Sitz in Königsbrunn
für den katholischen Friedhof
In Übereinstimmung mit Art. 11 Abs. 5 Nr. 10, 44 Abs. 2 Nr.10 der Ordnung für kirchliche Stiftungen in der Fassung vom 01.01.2012 (ABl. S. 61 ff.) wird folgende Friedhofsordnung erlassen:
§ 2 Bestattungsanspruch
§ 4 Verhalten auf dem Friedhof
§ 5 Ausführungen gewerblicher Tätigkeiten
III. Allgemeine Bestattungsvorschriften
§ 6 Sterbefallbescheinigung
§ 7 Ruhefrist
§ 8 Tiefe der Gräber
§ 9 Grabarten
A. Wahlgräber
§ 10 Wahlgräber
§ 11 Rechte an Grabstätten
§ 12 Übertragung von Nutzungsrechten
§ 13 Dauer
§ 14 Maße
B. Aschenreste und Urnenbeisetzungen
IV. Gebühren
§ 16 Gebührenarten
§ 17 Gebührenhöhe
§ 18 Schuldner
§ 19 Bedürftigkeit
§ 20 Anpassungen
V. Grabmäler und Einfriedungen
§ 21 Allgemeine Gestaltungsvorschriften
und Antragswesen
§ 22 Errichtung und Instandhaltung,
§ 23 Entfernung
§ 24 Maße von Grabmälern und
§ 25 Eigentumsverhältnisse
§ 26 Bepflanzung und Unterhaltung der
Gräber, Umweltschutz
§ 27 Belegungsplan
VI. Haftung Standfestigkeit
§ 28 Haftungsausschluss
§ 29 Anordnungen und Ersatzvornahme
§ 30 Hinweispflicht und Datenschutz
§ 31 Schriftformerfordernis
(1) Der Friedhof, Flur-Nummern 576/1, 577 und 578 in der Gemarkung Königsbrunn, ist Eigentum der Katholischen Pfarrkirchenstiftung St. Ulrich - Stiftung des öffentlichen Rechts - mit dem Sitz in Königsbrunn und demgemäß ein kirchlicher Friedhof im Sinne der can. 1205 bis 1213 bzw. can. 1240 bis 1243 des Codex Juris Canonici und des Art. 8 des Bestattungsgesetzes.
(2) Die Verwaltung und Beaufsichtigung des Friedhofes obliegt der Katholischen Kirchenverwaltung St. Ulrich.
(3) Eine Grabstätte ist eine auf einem Friedhof gelegene Grundstücksteilfläche oder eine Urnennische, die für die Beisetzung bestimmt ist. Im Nachfolgenden als Grabstätte oder auch Grab bezeichnet.
(4) Ein Grabmal ist ein durch Fundament mit dem Friedhofsgrundstück verbundenes Werk i.S. von §§ 837, 836 BGB. Hierunter fällt insbesondere der Grabstein.
(5) Die Kirchenstiftung bleibt zu jeder Zeit Eigentümerin der Grabstätte. Die Grabmäler und Einfriedungen der Grabstätte sind Eigentum des Nutzungsberechtigten. Im Übrigen wird auf § 25 verwiesen.
(1) Der Friedhof dient nach den Bestimmungen des kirchlichen Gesetzbuches zur Beerdigung der Katholiken, die in den katholischen Pfarreien St. Ulrich, Maria unterm Kreuz und Zur Göttlichen Vorsehung, d.h. in der Ortschaft Königsbrunn ihren Wohnsitz oder ihren Aufenthalt hatten, sowie derjenigen, die nach den Bestimmungen dieser Friedhofsordnung Anrecht auf ein Grab haben.
(2) Mit Zustimmung der Kirchenverwaltung können in dem Friedhof auch auswärtige Katholiken beerdigt werden, wenn sie diesen entweder selbst als ihren Begräbnisplatz gewählt haben oder nach dem Wunsch ihrer Angehörigen darin beerdigt werden sollen.
(3) Nichtkatholiken werden auf Grund der staatlichen Bestimmungen im Friedhof beerdigt, wenn sie in den oben genannten Pfarrkirchengemeinden entweder ihren Wohnsitz hatten oder dort gestorben sind und wenn ein anderer geeigneter Begräbnisplatz nicht vorhanden ist.
(4) Für Personen, die in Abs. 1 bis 3 nicht genannt sind, bedarf es zur Beerdigung auf dem Friedhof der Zustimmung der Kirchenverwaltung.
(5) Tod- oder Fehlgeburten können bestattet werden, wenn die Mutter oder der Vater nach den Bestimmungen dieser Ordnung in dem Friedhof bestattet werden könnten.
(1) Der Friedhof ist während der an den Eingängen bekannt gegebenen Zeiten für den Besuch geöffnet.
(2) Die Öffnungszeiten können durch die Kirchenverwaltung abweichend geregelt werden, insbesondere bei besonderen Situationen wie Sturm oder anderen Gefährdungslagen.
(1) Die Besucher haben sich ruhig und der Würde des Ortes entsprechend zu verhalten. Den Anordnungen der mit der Aufsicht des Friedhofes betrauten Personen ist Folge zu leisten.
(2) Innerhalb des Friedhofes ist untersagt:
Wege, Plätze oder Gräber zu verunreinigen,
Grabmäler, Umfassungsmauern, Bestattungseinrichtungen und Einrichtungen zur Friedhofspflege zu beschädigen oder zu verunreinigen,
unberechtigt Grabeinfassungen oder Grabhügel zu betreten,
Zweige von Bäumen oder Sträuchern oder Blumen von Gräbern zu entfernen sowie sonstigen Grabschmuck wegzunehmen oder zu beschädigen,
zu rauchen und/oder zu lärmen,
Tiere, insbesondere Hunde (ausgenommen Blindenhunde) mitzunehmen oder umherlaufen zu lassen,
Fahrzeuge aller Art mitzunehmen (ausgenommen sind Kinderwagen oder Rollstühle u. dgl. sowie Fahrzeuge, die für die Ausführung gewerblicher Tätigkeiten nach § 5 erforderlich sind), Fahrräder dürfen geschoben werden.
Druckschriften zu verteilen oder Waren aller Art (insbesondere Blumen und Kränze) zu verkaufen,
gewerbliche oder sonstige Leistungen anzubieten,
Abraum und Abfälle an anderen als an den vorgesehenen Plätzen abzulegen,
gewerbsmäßig zu filmen und zu fotografieren.
(3) Im Einzelfall kann die Kirchenverwaltung Ausnahmen von Abs. 2 zulassen.
(4) Das Aufsichtspersonal (von der Kirchenverwaltung beauftragte Personen) ist berechtigt, Personen aus dem Friedhof zu verweisen, die den genannten Vorschriften zuwiderhandeln oder seinen Anordnungen keine Folge leisten. Strafbare Handlungen werden der Strafverfolgungsbehörde angezeigt.
(5) Der Ablauf und die Gestaltung einer Bestattung muss gem. can. 1210 des Codex Juris Canonici mit der Würde und Heiligkeit des Ortes vereinbar sein.
(6) Totengedenkfeiern und andere nicht mit einer Bestattung zusammenhängende Veranstaltungen sind der Kirchenverwaltung spätestens vier Werktage vorher anzuzeigen und bedürfen der Erlaubnis der Kirchenverwaltung.
(1) Aus Gründen der kirchlichen Widmung des Friedhofs bedürfen Gewerbetreibende für ihre Tätigkeit auf dem Friedhof der vorherigen Zulassung durch die Kirchenverwaltung.
(2) Sämtliche Gewerbetreibende müssen für die Ausführung der jeweiligen Tätigkeit über einen ausreichenden Haftpflichtversicherungsschutz für Arbeiten auf dem Friedhof verfügen.
(3) Die Gewerbetreibenden und ihre Gehilfen haben den Regelungen der Friedhofsordnung und den Anweisungen der Kirchenverwaltung Folge zu leisten. Durch gewerbliche Arbeiten darf die Würde des Friedhofs nicht beeinträchtigt werden; insbesondere ist auf Bestattungsfeierlichkeiten Rücksicht zu nehmen. Die Arbeiten dürfen nur werktags innerhalb der Öffnungszeiten ausgeführt werden. Sie sind eine halbe Stunde vor Ablauf der Öffnungszeiten des Friedhofs zu beenden. Es ist außerdem auf die Gottesdienstzeiten Rücksicht zu nehmen. Nach Beendigung der Arbeiten sind die Arbeits- und Lagerplätze wieder in einen ordnungsgemäßen Zustand zu bringen. Die Gewerbetreibenden dürfen auf dem Friedhof keinen Abraum, Abfälle oder Material ablagern und keine mitgebrachten Behältnisse entsorgen.
(4) Die Friedhofswege dürfen nur mit den für die Ausführung der Arbeiten oder für den Transport von Arbeitsmitteln erforderlichen Fahrzeugen befahren werden. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit im Friedhofsbereich beträgt Schritttempo. Bei anhaltendem Tau- oder Regenwetter kann die Kirchenverwaltung das Befahren der Friedhofswege mit Fahrzeugen untersagen.
(5) Die gewerblich Tätigen haften für alle Schäden, die sie oder ihre Gehilfen im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit auf dem Friedhof schuldhaft verursachen.
Die vom Standesbeamten ausgestellte Sterbefallbescheinigung ist beim Pfarramt einzureichen, damit die Begräbnisliste ausgefüllt und Tag und Stunde der Beerdigung festgesetzt werden können. Weitere Unterlagen, insbesondere der Grabbrief und eine Einverständniserklärung des Nutzungsberechtigten zur Beisetzung in der Grabstätte, sind auf Aufforderung nachzureichen.
Die Ruhefrist beträgt
für Leichen von Personen in einem Alter von über 10 Jahren 15 Jahre
für Leichen von Kindern in einem Alter von unter 10 Jahren 12 Jahre
bei Urnenbeisetzungen in die Erde 15 Jahre
für Urnenbeisetzungen in die Urnenwand oder –Stele 8 Jahre.
Sie beginnt am Tag der Bestattung. Bei einer weiteren Belegung der Grabstätte darf die Ruhefrist bereits dort bestatteter Personen nicht verkürzt oder unterbrochen werden.
(1) Die Tiefe der Gräber (von der Erdoberfläche bis zur Grabsohle) beträgt:
bei Erwachsenen und Personen über 10 Jahren (Einfachbelegung) mindestens 1,80 m
bei Doppelbelegung (Stockbettung) für den ersten Verstorbenen mindestens 2,40 m
bei Kindern unter 10 Jahren mindestens 1,40 m
bei Kindern unter 5 Jahren mindestens 1,20 m
bei Aschenresten (Urnenbeisetzung) mindestens 0,90 m
Der Abstand zwischen Sargoberkante und Bodenoberfläche (ohne Grabhügel) beträgt mindestens 0,90 m, zwischen Urnenoberkante und Bodenoberfläche mindestens 0,60 m.
(2) Grabnachbarn müssen dulden, wenn über ihre Grabstätte ein Erdcontainer oder eine ähnliche Einrichtung aufgestellt wird. Wenn es aus technischen Gründen notwendig ist, kann auch der Grabstein und die Umfassung des Nachbargrabes hierzu vorübergehend beseitigt werden. Welche Grabstätte in Anspruch genommen wird und ob und in welchem Ausmaß eine Beseitigung von Zubehör erforderlich ist, entscheidet die Kirchenverwaltung nach pflichtgemäßem Ermessen. Die Kosten für die Beseitigung und Wiedererrichtung der in Anspruch genommenen Grabstätte trägt der Nutzungsberechtigte des Bestattungsgrabes.
(1) Die Gräber sind Wahlgräber.
(2) Für bestehende oder anzulegende Priestergräber gilt, dass Zuweisung, Anlage und Unterhaltung der Kirchenverwaltung obliegen, sofern nicht bereits ein Wahlgrab der Familie des Priesters besteht. In diesem Fall obliegen die Pflichten an dem Grab dem jeweiligen Nutzungsberechtigten.
Eine Grabstätte kann zu Lebzeiten oder von Angehörigen des Verstorbenen ausgewählt werden (Wahlgrab). Die Vergabe erfolgt durch die Kirchenverwaltung.
(1) Wahlgräber werden durch Verleihung eines zeitlich begrenzten Nutzungsrechtes an der ausgewählten Grabstätte nach den Bestimmungen dieser Friedhofsordnung vergeben. Das Nutzungsrecht entsteht mit der Vergabe durch die Kirchenverwaltung, spätestens mit der Bestattung. Die Gebühr nach § 17 wird mit der Entstehung des Nutzungsrechts fällig. Über das Nutzungsrecht wird eine Urkunde (Grabbrief) ausgestellt.
(2) Das Nutzungsrecht an einer Grabstätte kann nur einer natürlichen oder juristischen Person zustehen (Nutzungsberechtigter). Eine Übertragung auf Dritte zu Lebzeiten bedarf der Zustimmung der Kirchenverwaltung.
(1) Der Nutzungsberechtigte soll schon bei der Verleihung des Nutzungsrechts für den Fall seines Ablebens aus dem in Abs. 3 genannten Personenkreis einen Nachfolger im Nutzungsrecht bestimmen und ihm das Nutzungsrecht durch einen Vertrag übertragen, der erst im Zeitpunkt des Todes des Übertragenden wirksam wird.
(2) Wird bis zum Ableben des Nutzungsberechtigten keine Regelung gemäß Abs. 1 getroffen, geht mit dem Tode des Nutzungsberechtigten das Nutzungsrecht auf die Person über, zu deren Gunsten eine letztwillige Verfügung (z. B. Testament) vorliegt, wenn diese Person zustimmt. Bei einem Testament zugunsten mehrerer Personen hat die im Testament erstgenannte Person Vorrang.
(3) Liegt ein derartiger Vertrag oder letztwillige Verfügung nicht vor, geht das Nutzungsrecht in nachstehender Reihenfolge auf die Angehörigen des verstorbenen Nutzungsberechtigten mit deren Zustimmung über: Ehegatten, Kinder, an Kindes statt angenommene Kinder, Enkel, Urenkel, Eltern, Großeltern, Geschwister, Neffen, Verschwägerte 1. Grades. Bei mehreren Personen innerhalb der genannten Reihenfolge jeweils auf die ältere Person. Vorberechtigte können zugunsten des Nächstberechtigten verzichten.
(4) Zur Rechtsnachfolge nach den vorgenannten Absätzen ist die Umschreibung im Grabbrief erforderlich, die innerhalb einer Frist von vier Monaten nach dem Tode des Berechtigten bei der Kirchenverwaltung zu beantragen ist. Die Frist von vier Monaten läuft für alle potentiell Berechtigten gem. Abs. 1, Abs. 2 und Abs. 3 zeitgleich nur einmal. Die Umschreibung bedarf der Zustimmung der Kirchenverwaltung. Haben Vorberechtigte innerhalb von vier Monaten nach dem Tode des Nutzungsberechtigten keinen Antrag auf Übertragung gestellt, wird das Grabnutzungsrecht dem nachberechtigten Antragssteller verliehen. Der Anspruch auf Übertragung des Grabnutzungsrechts erlischt insgesamt, wenn kein Berechtigter innerhalb von vier Monaten nach dem Tode des Nutzungsberechtigten einen Antrag auf Übertragung stellt. Die Kirchenverwaltung ist nicht verpflichtet, die Berechtigten im Zuge der Übertragung von Nutzungsrechten anzuschreiben.
(5) Mit Zustimmung der Kirchenverwaltung kann das Nutzungsrecht auch auf einen dem Verstorbenen nahestehenden Dritten (z. B. Lebensgefährten oder Stiefkind, Stiefgeschwister) auf Antrag übertragen werden.
(1) Das Nutzungsrecht an den Urnennischen ist auf 8 Jahre, an sonstigen Grabstätten auf 15 Jahre befristet. Auf Antrag des Nutzungsberechtigten kann es nach Ablauf der Nutzungszeit mit Zustimmung der Kirchenverwaltung gegen erneute Zahlung der jeweiligen zeitanteiligen Gebühr um 5, 10 oder 15 Jahre für Gräber und um eine weitere Nutzungszeit gem. Satz 1 für Urnennischen oder bis zum Ablauf der Ruhefrist verlängert werden. Der Berechtigte hat selbst für eine rechtzeitige Verlängerung zu sorgen. Nach Erlöschen des Nutzungsrechtes und nach Ablauf der Ruhefrist kann die Kirchenverwaltung anderweitig über die Grabstätte verfügen.
(2) Eine Beisetzung in einer Grabstätte darf nur stattfinden, wenn die Ruhefrist die Nutzungszeit nicht übersteigt oder ein Nutzungsrecht mindestens für die Zeit bis zum Ablauf der Ruhefrist wiedererworben wird.
(3) Soweit vor Erlass dieser Friedhofsordnung Rechte an Grabstätten für eine unbestimmte Zeitdauer verliehen worden sind, erlöschen diese Rechte. Bis zum Ablauf der Ruhefrist wird gegen Zahlung der anteiligen Gebühr ein Nutzungsrecht vergeben. Im Übrigen gilt Abs. 1 entsprechend.
(4) Nach Ablauf der Ruhefrist kann der Nutzungsberechtigte auf ein darüber hinaus verliehenes Grabnutzungsrecht verzichten. Der Verzicht bedarf der Zustimmung der Kirchenverwaltung und wird erst mit der Zustimmung wirksam. Bereits bezahlte Grabnutzungsgebühren werden in diesem Fall ebenso wie die Friedhofinstandhaltungsgebühr nicht zurückerstattet. § 25 Abs. 2 Satz 2 gilt entsprechend.
(1) Gräber können sein:
Länge Breite Mindestabstand
v. Nachbargrab
a) Einfachgräber ca. 2,00 m 0,80 m 0,30 m
b) Doppelgräber ca. 2,00 m 1,60 m 0,30 m
c) Urnenerdgräber 1,00 m 0,80 m 0,30 m
Die Länge der Gräber richtet sich nach den Fluchtlinien der benachbarten Gräber.
(2) In einem Einfachgrab können maximal zwei Verstorbene (Bestattung übereinander) mit (ggf. teilweise) gleichzeitig laufenden Ruhefristen beigesetzt werden.
(3) In einem Doppelgrab können zwei Verstorbene nebeneinander und insgesamt maximal vier Verstorbene bei (ggf. teilweise) gleichzeitig laufenden Ruhefristen beigesetzt werden. Auf Antrag kann die Kirchenverwaltung in begründeten Ausnahmefällen auch eine Mehrfachgrabstätte vergeben, bei der die Zahl der maximal zu bestattenden Verstorbenen im Einzelfall festgelegt wird.
(1) Aschenreste und Urnen müssen der Vorschrift des § 27 Bestattungsverordnung (BestV) entsprechen.
(2) Urnen können in Urnenerdgrabstätten, Urnenwänden/Stelen oder Wahlgräbern beigesetzt werden.
(3) In Urnenerdgrabstätten können mehrere Verstorbene beigesetzt werden. Die Anzahl der möglichen Beisetzungen Verstorbener in Urnen richtet sich nach der Lage der Grabstätte.
(4) In einem Wahlgrab (Einfach- oder Doppelgrab) darf maximal die nach § 14 für Särge festgelegte Anzahl Urnen zusätzlich zu Verstorbenen mit laufender Ruhefrist beigesetzt werden. Auf Antrag kann die Kirchenverwaltung in begründeten Fällen Ausnahmen zulassen.
(5) Aschenreste, die der Erde übergeben werden, dürfen nur in Urnenbehältern beigesetzt werden, die gewährleisten, dass nach Ablauf der Ruhefrist die Urne vergangen ist.
Bei Urnen, die über der Erde (in Urnenwänden/Stelen) beigesetzt werden, müssen mindestens die Überurnen dauerhaft und wasserdicht sein. Urnen aus Kupfer dürfen nicht verwendet werden.
(6) Wird das abgelaufene Nutzungsrecht an der Grabstätte, in der die Urne bestattet ist, nicht mehr verlängert, ist die Kirchenverwaltung berechtigt, bei Räumung oder Wiederbelegung der Grabstätte an der von ihr bestimmten Stelle des Friedhofs (anonyme Urnenendbestattung) Urnen in würdiger Weise der Erde zu übergeben.
(1) Es werden folgende Gebühren erhoben:
die Grabnutzungsgebühr, siehe § 17 Abs. 1,
die Gebühr für die Benutzung der Leichenhalle, siehe § 17 Abs. 2,
die Friedhofinstandhaltungsgebühr, siehe § 17 Abs. 3 (z.B. für die Unterhaltung der Außenanlage, der Wege, für Wasser und Strom, für die Abfallentsorgung und die Durchführung der Standsicherheitsprüfung).
(2) Fälligkeit der jeweiligen Gebühren:
Die Grabnutzungsgebühr ist zu Beginn der Nutzungsperiode gem. § 11 Abs. 1 oder
§ 13 Abs. 1 fällig und in einem Betrag zu entrichten.
Die Gebühr für die Benutzung der Leichenhalle ist mit Bekanntgabe der
Gebührenfestsetzung an den Nutzungsberechtigten fällig.
Die Friedhofinstandhaltungsgebühr wird jährlich erhoben und ist jeweils am 1. April
eines jeden Jahres zur Zahlung fällig. Diese Gebühr kann jedoch auch für einen
Zeitraum von 5 Jahren im Voraus erhoben werden und ist dann jeweils am
1. April zu Beginn des betreffenden Zeitraumes zur Zahlung fällig
(1) Die Grabnutzungsgebühr beträgt für die Dauer des Nutzungsrechts (§ 13)
für ein Einfachgrab 300 €
für ein Doppelgrab 390 €
für ein Urnenerdgrab 240 €
Urnennische in der Urnenwand 480 €
Urnennische / Urnenstele für 2 Urnen 640 €
Urnennische / Urnenstele für 4 Urnen 760 €
Die Höhe der Grabnutzungsgebühren für eine Urnenbeisetzung in einem Urnenfeld wird durch Beschluss der Kirchenverwaltung festgesetzt.
(2) Die Gebühr für die Benutzung der Leichenhalle beträgt einmalig 21 €.
(3) Die Gebühr für die Instandhaltung des Friedhofes beträgt kalenderjährlich für Einfachgräber 15,60 €, für Doppelgräber 19,20 € und für Urnenerdgräber 9 € und ist für die gesamte Dauer der Nutzungszeit zu entrichten.
(4) Bei Leistungen, die nach Zeit, Art und Beanspruchung über das gewöhnliche Maß hinausgehen, können die Gebühren durch die Kirchenverwaltung im Einzelfall angemessen erhöht werden.
Zur Zahlung der Gebühren ist der Nutzungsberechtigte verpflichtet.
Bei nachgewiesener Bedürftigkeit kann auf Antrag Herabsetzung der Gebühren gewährt werden. Entsprechende Gesuche sind rechtzeitig bei der Kirchenverwaltung einzureichen.
Die angemessene Anpassung der in dieser Friedhofsordnung festgesetzten Gebühren an veränderte wirtschaftliche Verhältnisse bleibt vorbehalten. Die Kirchenverwaltung behält sich ferner vor, bei außergewöhnlichen baulichen Maßnahmen und Sonderleistungen eine angemessene Umlage pro Grabstätte zu erheben und die Friedhofsordnung zu ergänzen.
§ 21 Allgemeine Gestaltungsvorschriften und Antragswesen
(1) Für die Errichtung und Veränderung von Grabmälern, Einfriedungen, Einfassungen und sonstigen baulichen Anlagen (z. B. Abdeckplatten) ist ein schriftlicher Antrag durch den Nutzungsberechtigten oder durch den vom Grabnutzungsberechtigten beauftragten Steinmetzbetrieb bei der Kirchenverwaltung zur Genehmigung einzureichen. Mit der Durchführung der Arbeiten darf erst nach Vorliegen des genehmigten Antrages begonnen werden.
(2) Der Antrag muss enthalten:
Zeichnung: mit genauen Maßangaben
Grabstein: Material, Höhe, Breite, Stärke
Sockel: Material, Höhe, Breite, Stärke
Abdeckplatte: Material, Länge, Breite, Stärke
Einfassung: Material, Länge, Breite, Stärke
Verdübelung: Dübelmaterial, Dübeldurchmesser, Gesamtlänge, Einbindelänge
Gründung: Gründungsart mit Angabe der Betongüte und der Fundamentabmessungen
und die Angabe, welcher Standsicherheitsnachweis eingereicht wird.
b) Die Inschrift, die abgebildeten Symbole und die jeweiligen Maße, zudem die Anordnung der Schrift, der Ornamente und Symbole. Es sind nur Abbildungen und Symbole christlicher Bedeutung zugelassen.
(3) Zusätzlich sind ein Standsicherheitsnachweis und eine Fertigstellungsmeldung durch den Nutzungsberechtigten bei der Kirchenverwaltung einzureichen. Für die Fertigstellungsmeldung kann der von der Kirchenstiftung zur Verfügung gestellte Vordruck verwendet werden.
(4) Grabmäler und Einfassungen aus Naturstein dürfen nur aufgestellt werden, wenn sie ohne schlimmste Formen von Kinderarbeit im Sinne von Art. 3 des Übereinkommens Nr. 182 der Internationalen Arbeitsorganisation vom 17. Juni 1999 über das Verbot und unverzügliche Maßnahmen zur Beseitigung der schlimmsten Formen der Kinderarbeit (BGBl. 2001 II S. 1290, 1291) hergestellt worden sind und hierfür ein Nachweis gemäß Art. 9 a Abs. 2 BestG in der jeweils geltenden Fassung vorgelegt wird. Die Herstellung im Sinne dieser Vorschrift umfasst sämtliche Bearbeitungsschritte von der Gewinnung des Natursteins bis zum Endprodukt. Eines Nachweises gemäß Satz 1 bedarf es nicht, wenn der Letztveräußerer glaubhaft macht, dass die Grabmäler oder Einfassungen aus Naturstein oder deren Rohmaterial vor dem 1. September 2016 in das Bundesgebiet eingeführt wurden.
(5) Die Kirchenverwaltung ist berechtigt, Anordnungen zu treffen, die sich auf Werkstoff, Art und Größe der Grabmäler sowie auf die Beschriftung der Verschlussplatten der Urnenwand und der Urnennischen beziehen.
(6) Firmenbezeichnungen dürfen nur in unauffälliger Weise und möglichst seitlich an den Grabmälern angebracht werden.
(7) Die für die Aufstellung der Grabmäler gegebenen Fluchtlinien müssen genau eingehalten werden.
§ 22 Errichtung und Instandhaltung, Standsicherheit
(1) Ein Grabmal muss nach einer Beisetzung innerhalb einer Frist von 8 Monaten aufgestellt werden. Diese Frist gilt auch bei weiteren Sargbelegungen, wenn Stein und Einfassung deswegen abgebaut werden mussten.
(2) Jedes Grabmal muss seiner Größe entsprechend dauerhaft und standsicher gegründet werden. Die Fundamente sind nach den neuesten Bestimmungen und den anerkannten Regeln der Baukunst durch fachkundige Firmen zu setzen. Eine jegliche Gefährdung von Personen ist auszuschließen. Durch die Fundamentierung muss sichergestellt sein, dass die Grabmale auch beim Öffnen benachbarter Gräber nicht umstürzen oder sich senken können. Maßgeblich für die bei der Errichtung und der Standsicherheitsprüfung der Grabmale geltenden anerkannten Regeln der Baukunst ist die Richtlinie für die Erstellung und Prüfung von Grabmalanlagen des Bundesinnungsverbandes des Deutschen Steinmetz-, Stein-, und Holzbildhauerhandwerks (BIV-Richtlinie) in ihrer jeweils geltenden Fassung.
(3) Der Nutzungsberechtigte (ggf. nach Ablauf eines Nutzungsrechts der letzte Nutzungsberechtigte) hat das Grabmal und die sonstigen baulichen Anlagen stets in verkehrssicherem Zustand zu erhalten und dafür zu sorgen, dass seine Standfestigkeit dauerhaft gewährleistet ist. Ist die Standsicherheit gefährdet, ist der Nutzungsberechtigte verpflichtet, unverzüglich durch einen Fachbetrieb Abhilfe zu schaffen und dies der Kirchenverwaltung mitzuteilen. Der Nutzungsberechtigte ist für Schäden verantwortlich, die insbesondere durch Umfallen des Grabmales oder Abstürzen von Teilen desselben verursacht werden. Der Nutzungsberechtigte und die in seinem Auftrag Handelnden haften für jede Beschädigung von Grab- und sonstigen Friedhofsanlagen, die durch die Errichtung von Grabmälern und Einfassungen verursacht wird.
(4) Grabmäler, die sich nicht in einem ordnungsgemäßen Zustand befinden, können nach vorangegangener schriftlicher Aufforderung unter Fristsetzung auf Kosten des Nutzungsberechtigten instandgesetzt oder entfernt werden, wenn die Wiederherstellung verweigert oder innerhalb der gesetzten Frist nicht durchgeführt wird (Ersatzvornahme, vgl.
§ 29). Bei Gefahr im Verzug ist die Kirchenverwaltung berechtigt, die Gefahrenstelle abzusperren und das Grabmal provisorisch zu sichern oder umzulegen.
(5) Die Kirchenstiftung ist berechtigt, den Zustand der Grabdenkmäler regelmäßig zu überprüfen. Der Nutzungsberechtigte ist verpflichtet, die von der Kirchenverwaltung festgestellten Mängel innerhalb einer von der Kirchenverwaltung bestimmten Frist zu beheben.
Ohne Genehmigung der Kirchenverwaltung oder nicht nach ihrer Anweisung aufgestellte Grabmäler oder sonstige baulicher Anlagen können von der Kirchenverwaltung nach Fristsetzung und ergebnislosem Ablauf der Frist auf Kosten des Nutzungsberechtigten entfernt werden.
§ 24 Maße von Grabmälern und Einfriedungen
(1) Die minimale Grabmalhöhe beträgt 0,80 m, die maximale Grabmalhöhe beträgt 1,40 m. Die maximale Grabsteinbreite errechnet sich durch die Grabbreite gem. § 17 Abs. 1 multipliziert mit dem Faktor 0,7. Die Grabmäler müssen eine Mindestdicke von 12 cm aufweisen.
(2) Die oberirdisch zugewiesene Grabfläche entspricht den unter § 14 Abs. 1 festgelegten Größen der Wahlgräber.
(3) Die Einfriedung oder Einfassung der Gräber darf über diese Maße nicht hinausgreifen. Einfassungen dürfen nur aus Stein hergestellt werden. Grabhügel dürfen nicht über 20 cm hoch sein. Zur Einfriedung der Gräber genügt auch eine gepflanzte Einfassung (z. B. Buchs).
(1) Sämtliche Grabstätten bleiben Eigentum der Kirchenstiftung. An ihnen bestehen nur Rechte nach dieser Ordnung. Die Grabmäler, Einfriedungen und Fundamente der Grabstätte bzw. die Verschlussplatten der Urnennischen sind Eigentum des Nutzungsberechtigten. Vor Ablauf der Ruhefrist oder der Nutzungszeit dürfen sie nur mit vorheriger Zustimmung der Kirchenverwaltung entfernt werden.
(2) Wird das Nutzungsrecht nach Ablauf der Nutzungszeit oder der Ruhefrist nicht erneuert, so hat der (letzte) Nutzungsberechtigte nach Aufforderung und Fristsetzung der Kirchenverwaltung das Grabmal und sonstige bauliche Anlagen einschließlich der Fundamente innerhalb einer Frist von vier Wochen zu entfernen und die Grabstätte einzuebnen. Nach Ablauf dieser Frist nicht entfernte Grabmäler und Einfriedungen werden auf Kosten des (letzten) Nutzungsberechtigten von der Kirchenverwaltung entfernt.
§ 26 Bepflanzung und Unterhaltung der Gräber, Umweltschutz
(1) Die einzelnen Gräber müssen zur Ehre der Verstorbenen und im Hinblick auf die Würde des Ortes stets in ordentlichem Zustand gehalten werden. Geschieht dies trotz befristeter Aufforderung nicht, so kann dem Nutzungsberechtigten das Grabrecht entzogen werden. Grabnutzungsgebühren werden in diesem Fall ebenso wie die Friedhofinstandhaltungsgebühren nicht erstattet. § 25 Abs. 2 Satz 2 gilt entsprechend. Die Geltendmachung weiterer Ansprüche der Kirchenstiftung bleibt hiervon unberührt.
(2) Die Bepflanzung mit Blumen und Sträuchern darf die Einfriedung des Grabes bzw. die dem Nutzungsberechtigten zugewiesene Fläche (§ 14) nicht überschreiten, insbesondere nicht auf die Wege und Abstände hinausgreifen. Zur Bepflanzung der Grabstätten sind nur geeignete Gewächse zu verwenden, welche die benachbarten Gräber nicht beeinträchtigen. Die Grabbepflanzungen sind in der Höhe auf die maximal zugelassene Höhe des Grabmals begrenzt. Das Anpflanzen hochwachsender Gehölze (Zwergsträucher, strauch- oder baumartiger Pflanzen und Bäume) auf den Gräbern bedarf der Erlaubnis der Kirchenverwaltung.
(3) Der Schnitt und die Beseitigung zu stark wachsender oder absterbender Bäume und Sträucher kann von der Kirchenverwaltung angeordnet werden. Wird die notwendige Maßnahme nicht innerhalb der hierfür dem Nutzungsberechtigten gesetzten Frist durchgeführt, so werden die Arbeiten von der Kirchenverwaltung auf seine Kosten durchgeführt, vgl. § 29.
(4) Verwelkte Blumen, Kränze und sonstige Abfälle sind von den Gräbern unverzüglich zu entfernen und mitzunehmen oder in den aufgestellten Behältern zu entsorgen.
(5) Es ist nicht gestattet, unwürdige Gefäße, insbesondere Blechbüchsen und Schraubgläser als Blumenbehälter aufzustellen.
(6) Bei der Friedhofsbenutzung sind die Belange des Natur- und Umweltschutzes zu wahren. Die Verwendung von Pflanzenschutz-, Unkraut- und Schädlingsbekämpfungsmitteln ist nicht gestattet. Bei der Gestaltung und Pflege der Grabstätte (z. B. Grabschmuck, Kränze, Gestecke) sind die Verwendung von Kunststoff und sonstige nicht verrottbare Materialien nicht erlaubt. Ausgenommen hiervon sind Grabvasen, Grableuchten und Gießkannen. Särge, Sargausstattungen, Sargabdichtungen und die Leichenbekleidung dürfen nur aus verrottbaren Materialien bestehen.
Die Kirchenverwaltung ist berechtigt, für den Friedhof einen neuen Belegungsplan zu erstellen, der einen ausreichenden Abstand der Gräber von der Friedhofsmauer vorsieht, sowie eine Neuordnung der Grabstätten in der Weise, dass in der Zukunft Maschineneinsatz möglich ist.
Die Kirchenstiftung haftet nicht für Schäden, die durch eine satzungswidrige Benutzung der Friedhöfe, ihrer Anlagen und Einrichtungen durch dritte Personen oder Tiere entstehen. Ferner ist die Haftung bei Diebstahl und Grabschändung ausgeschlossen.
(1) Die Kirchenverwaltung kann zur Erfüllung der nach dieser Friedhofsordnung bestehenden Verpflichtungen Anordnungen für den Einzelfall erlassen. Diesen Anordnungen ist unverzüglich Folge zu leisten.
(2) Werden die in dieser Friedhofsordnung festgelegten Handlungspflichten nicht rechtzeitig erfüllt, kann die Kirchenverwaltung die Handlung auf Kosten des Pflichtigen vornehmen oder vornehmen lassen. Die Ersatzvornahme ist vorher schriftlich anzudrohen. Dabei ist eine angemessene Frist zu setzen. Ist der Aufenthaltsort des Pflichtigen nicht mehr zu ermitteln, so ersetzt die öffentliche Bekanntmachung die an den Pflichtigen adressierte schriftliche Androhung. Einer vorherigen Androhung und einer Fristsetzung bedarf es nicht, wenn der Pflichtige nicht erreichbar ist und die Ersatzvornahme zur Abwehr einer drohenden Gefahr notwendig ist.
(1) Ändern sich der Wohnsitz oder die Kontaktdaten oder andere im Zusammenhang mit dieser Friedhofssatzung wesentliche Tatsachen des Nutzungsberechtigten, hat er diese Änderungen der Kirchenverwaltung unverzüglich mitzuteilen.
(2) Der Nutzungsberechtigte ist darüber informiert, dass im Zusammenhang mit der Tätigkeit der Friedhofsverwaltung die hierfür erforderlichen personenbezogenen Daten verarbeitet werden dürfen. Die Kirchenstiftung ist berechtigt, sich für die Erfüllung ihrer Aufgaben bei der Verwaltung des Friedhofs ehrenamtlicher Mitarbeiter zu bedienen; insoweit kann die Datenverarbeitung auch eine Offenlegung personenbezogener Daten gegenüber ehrenamtlichen Mitarbeitern beinhalten. Eine Offenlegung personenbezogener Daten an Stellen oder Personen außerhalb der Friedhofsverwaltung ist nur zulässig, wenn und soweit
es zur Erfüllung der in der Zuständigkeit der Friedhofsverwaltung liegenden Aufgaben erforderlich ist oder
der Datenempfänger ein berechtigtes Interesse an der Kenntnis der Daten glaubhaft darlegt und schutzwürdige Interessen der betroffenen Person nicht überwiegen.
Im Übrigen gelten die Bestimmungen des Gesetzes über den kirchlichen Datenschutz (KDG) und die hierzu erlassenen Ausführungsbestimmungen.
In besonders gelagerten Fällen bleibt es der Kirchenverwaltung vorbehalten, Anordnungen oder Vereinbarungen zu treffen, die von den Bestimmungen dieser Friedhofsordnung abweichen. Sie bedürfen in jedem Falle der Schriftform.
Diese Friedhofsordnung tritt am 1. Januar 2019 in Kraft. Gleichzeitig werden alle für das Begräbniswesen bisher erlassenen allgemeinen Bestimmungen der Kirchenstiftung St. Ulrich aufgehoben.

References: Art. 11

§ 2

§ 4

§ 5

§ 6

§ 7

§ 8

§ 9

§ 10

§ 11

§ 12

§ 13

§ 14

§ 16

§ 17

§ 18

§ 19

§ 20

§ 21

§ 22

§ 23

§ 24

§ 25

§ 26

§ 27

§ 28

§ 29

§ 30

§ 31
 Art. 8
 § 25
 § 5
 § 17
 § 25
 § 27
 § 14
 § 17
 § 17
 § 17
 § 11

§ 13

§ 21
 Art. 3
 Art. 9

§ 22

§ 29

§ 24
 § 17
 § 14

§ 26
 § 25
 § 29