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Timestamp: 2018-07-17 22:47:22+00:00

Document:
Brauche dringend Rat bezüglich Erklärung Restleistungsvermögen / Nahtlosigkeitsregelung und ALG1 - Seite 2 - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
21.08.2017, 10:17 #26
Bin mal gespannt aus welchem "Grund" die Nahtlosigkeitsregelung abgelehnt haben.
Nun da dürfte es wohl keine allzu schwere Erklärung für geben.
Wenn in deinem Reha-Entlassungsbericht wirklich drin steht, daß du in deinem erlernten Beruf nur noch unter 3 Std./tägl. jedoch für den allgemeinen Arbeitsmarkt mit 6 Std./tägl. u. mehr Leistungsfähigkeit eingestuft wurdest, dann hättest du hier schon die Begründung für die Ablehnung der Nahtlosigkeitregelung (§ 145 SGB III).
Damit die äD-Gutachter der AfA dich nach § 145 SGB III einstufen müßtest du leider nur noch unter 3 Std./tägl. Leistungsfähig sein u. dies dann für mehr als 6 Monate. Genau das steht aber nicht im Reha-Entlassungsbericht, welche ja für die Aktenentscheidung heran gezogen wurde.
Leider gehörst du auch bereits zu dem Personenkreis der nicht mehr für die Sonderregelung der BU-Rente (Berufsunfähigkeitsrente) in Betracht kommt, da diese nur noch für bis 1961 gilt.
Alles Clevere Tricks bei der 2002er Rentenreform um die Kosten zu reduzieren, ohne die schwerwiegenden Folgen für die Betroffenen zu berücksichtigen.
Einziger Ausweg hier wäre eine sehr sehr gute private BU-Absicherung für viel Geld, nur wieviele Arbeitnehmer haben sowas noch übrig - wohl wenige u. noch weniger blicken beim Kleingedruckten (Fallstricke) dieser Verträge dann wirklich durch um echt in den Genuss der BU-Rente dann auch zu kommen.
Für dich heißt es nun leider, du bist auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt für mehr als 6 Std./tägl. Leistungsfähig - mit Ausnahme deines erlernten Berufes.
Schaue ich mir nun an, was du mal beruflich erlernt hast, dann bist du auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt aber auch nicht mehr für körperliche Arbeiten geeignet. Genau das dürfte in deinem Fall aber der Knackpunkt sein. Was sollst du als ü50 denn für einen neuen Beruf in den nächsten 17 Jahren ausüben, der dich körperlich nicht belastet.
Ohne eine anständige Umschulung dürfte da nichts raus kommen, denn alle anderen Arbeiten dürften eher als Anlern-/Helferjobs mit körperlicher Belastung sein, mal ganz davon abgesehen das damit dann auch noch ein finanzieller Abstieg vorprogrammiert wäre.
Und zum Jobangebot als Pfördner ist lediglich anzumerken, daß dies heute fast nur noch von Wachfirmen ausgeführt wird, für welche man eben auch wieder einen Sachkundenachweis benötigt. Wenn die SB sowas von dir verlangt, na dann möge sie dir bitte auch die Möglichkeit für diesen Sachkundenachweis nach § 34a GewO u. weitere anbieten, ansonsten gibt es bei den Wach-/Sicherheitsfirmen kein Arbeitsangebot. Das würde ich der SB knallhart rüber bringen.
Aber auch da ist dann immer noch die Frage, ob du sowas überhaupt psychisch schaffst.
22.08.2017, 02:16 #27
Und was mich sehr belastet, ich war heute morgen bei meinem Psychotherapeuten und wollte mal einen aktuellen Bericht, damit ich den zu der Widerspruchsbegründung dazulegen kann. (Hätte ich notfalls auch bezahlt) Von ihm habe ich noch keinen Bericht bekommen.
Das brauchst du aber nicht bezahlen und er muss auch keinen Bericht extra schreiben, es muss ja laufende Behandlungsberichte von dir geben, er ist ja zur Dokumentation verpflichtet bei jedem Termin.
Vielleicht solltest du ihn mal darauf hinweisen, dass ein Patient auch Rechte hat und dazu gehört auch der Anspruch auf Einsicht in deine Patienten-Unterlagen.
http://www.patienten-rechte-gesetz.d...entenakte.html
Druck das aus und nimm das mit zum nächsten Termin, du möchtest Kopien zumindest für die letzten 2 - 3 Termine / Sitzungen haben und er darf nicht mehr als die Kopierkosten verlangen.
Was du dann damit machen willst ist DEINE Angelegenheit ...
Doch der ist der Meinung wenn die DRV was will werden die ihn anschreiben und er darauf dann reagieren.
Diese Ansicht haben unsere behandelnden Ärzte auch vertreten und im Prinzip ist das auch korrekt, leider fragt die DRV aber nur selten wirklich bei den wichtigsten Ärzten an und besonders bei Psychotherapeuten wohl noch seltener.
Jetzt habe ich überlegt ob ich die Vorlage für den ärztlichen Befundbericht einfach von der DRV ausdrucke und das ihm bzw. den Ärzten vorlege, notfalls bezahle ich das selbst.
Lass das besser bleiben, das ist ja dann keine DIREKTE Aufforderung der DRV, sondern auch eine eigenmächtige Forderung von dir und der muss er nicht nachkommen ... ich frage mich schon länger warum die DRV diese Befund-Formulare überhaupt im Internet frei gibt.
Sie würde ganz sicher nicht die Honorare auch bezahlen wenn das jeder Antragsteller so macht wie du das gerade überlegst, in der Regel bekommt man das als "lästige Hausaufgabe" direkt von der DRV nach Hause geschickt, wenn die keine Lust haben sich das selber zu besorgen.
Meist liegen solche Befund-Formulare auch den Verlängerungs-Anträgen bei wenn man bereits eine EM- Rente mit Befristung hatte.
Extra einen Bericht schreiben braucht er NICHT (das ist auch nicht gut und wird bei der DRV als "Gefälligkeit" gewertet, besonders wenn du das auch noch selber bezahlt hast) aber haben MUSS er schon mehr als einen Behandlungsbericht, je nachdem wie lange deine Therapie schon läuft ...
22.08.2017, 22:25 #28
So meine Tel.Nr. bei der AfA sind gelöscht. Habe die Bestätigung bekommen. Von nun an nur noch per Brief.
Der Psychotherapeut bleibt bei seiner Einstellung erst nach Abschluss der Sitzungen (sind noch 2 dort, dann muss ich mir eh einen neuen suchen, da er nur 25 Sitzungen machen darf und ich Langzeittherapie machen soll) schreibt er einen Bericht oder wenn die DRV das anfordert.
Wenigstens eine gute Nachricht, ich habe von meiner Fachärztin (Psychiater) einen aktuellen Bericht in dem Sie die Rente voll befürwortet.
Außerdem habe ich jetzt das ärztliche Gutachten (Teil A) von der AfA erhalten. Dort steht auch nicht viel mehr wie im Teil B.
Unter anderem heißt es da, es ist von einem "leichten vollschichtigen Restleistungsvermögen" auszugehen.
Ist schon lächerlich wie einfach es sich die Ärzte dort machen.
Ich lade mal den genauen Wortlaut hoch.
Ist es sinnvoll, falls die SB der AfA mal wieder was von mir will sie darauf hinzuweisen was in dem Teil A steht? Sie hat ja das Gutachten (Teil A) nicht.
Anfang Sept. habe ich Termin beim VDK bezüglich der Widerspruchsbegründung. Hier mache ich mir Gedanken weil das jetzt so lange dauert (vom Widerspruch im Juli bis zur Begründung Sept ). Hoffe hier gibt es keine Frist bis die Begründung dort sein muss.
23.08.2017, 02:11 #29
Sie hat den Teil A nicht, weil der sie NICHTS angeht, was soll sie denn aus desem "Allgemein-Gelaber" entnehmen können, für deine konkrete Arbeitsvermittlung ?
Für die SB gibt es ja nicht ohne Grund NUR den Teil B und wenn das (der SB) nicht genügt muss sie präzisere Angaben (zu deiner allgemeinen Leistungsfähigkeit konkret) selber beim ÄD einfordern.
Wie ich schon weiter oben geschrieben habe gibt es KEINE gesetzliche Frist für die Widerspruchsbegründung, wenn die DRV dafür selbst Fristen setzt, sind die willkürlich und können bei Notwendigkeit verlängert werden.
Dafür wäre dann der VDK zuständig das direkt mit der DRV neu zu regeln, wenn die deine Rechtsvertretung für den Widerspruch übernommen haben.
23.08.2017, 03:31 #30
ich kann dem vorher gesagten von Doppeloma und sauerbier nur voll und ganz zustimmen, aber ich möchte noch meinen Text zu dem hier geben.
Und zum Jobangebot als Pfördner ist lediglich anzumerken, daß dies heute fast nur noch von Wachfirmen ausgeführt wird, für welche man eben auch wieder einen Sachkundenachweis benötigt. Wenn die SB sowas von dir verlangt, na dann möge sie dir bitte auch die Möglichkeit für diesen Sachkundenachweis nach § 34a GewO u. weitere anbieten, ansonsten gibt es bei den Wach-/Sicherheitsfirmen kein Arbeitsangebot. Das würde ich der SB knallhart rüber bringen.....
Wenn ich davon ausgehe, dass du genau so unter Drogen stehst, wie Meinereiner (habs unteranderem auch mit dem Lumbal), dann kannst du diesen Schein nach § 34a GeWO knicken, denn die von den Wach- und Sicherheitsgesellschaften müssen sich an die Vorgaben des DGUV Vorschrift 23 § 5 (Unfallverhütungsvorschrift) halten.
§ 5 Verbot berauschender Mittel
Der Genuss von alkoholischen Getränken und die Einnahme anderer berauschender Mittel sind während der Dienstzeit verboten. Dies gilt auch für einen angemessenen Zeitraum vor dem Einsatz. Bei Dienstantritt muss Nüchternheit gegeben sein.
Ein verheimlichen, dass man eben auf BTM-Mittel angewiesen ist, bringt unweigerlich die Gefahr der fristlosen Kündigung mit sich, ganz zu schweigen von dem Ärger, den du und die Wachfirma bekommen könntest.
Außerdem zahlen die meisten Wachgesellschaften nicht mehr, als das heutige Hartz4 Niveau (kommt noch drauf an, in welchem Bundesland man lebt - zwischen 9,35 bis 10,00 € die Stunde, ob man dabei überhaupt die 170 Stunden im Monat erreicht, ist fraglich). Zwar beziehen sich die Wachfirmen (voller Stolz?) in den Vorstellungsgesprächen immer auf ihren Tarifvertrag, doch wenn man hinterfragt, dann wird z.B. kein Weihnachtsgeld und/oder Urlaubsgeld gezahlt oder die Urlaubstage gekürzt oder oder oder ... Man versucht also vorab die Leute zu besch*piep*, auch denn der Tarifvertrag was anderes sagt.
Ich habe übrigens den Schein gemacht und fleißig gebüffelt. Das Lernen des Stoffs ist nicht ohne, sehr viele fallen durch (glaube bis zu 65%). Selbst junge Menschen, denen das Lernen eigentlich leichter fallen sollte, haben ihre Schwierigkeiten. Man muss schon richtige Interesse für haben um es zu bestehen, für uns ü50er ist so ein Büffeln erheblich schwerer.
Aber wenn dir dein Arbeitgeber einen leidensgerechten Job als Pförtner anbieten sollte, dann nimm ihn an, so lange du es kannst und du dich selbst in der Lage zu fühlst. Ich bin mir außerdem sicher, dass in dem Fall die Lohneinbußen bei deinem Arbeitgeber erheblich weniger groß sind, als wenn du es auf dem freien Arbeitsmarkt bei irgendeiner Wachfirma versuchen würdest.
Meist hat der Arbeitgeber auch ganz andere Anforderung an sein direkt unterstelltes Personal z.B. LKW-Kontrollen, als die Ansprüche einer Wachfirma.
Und noch was: LTA ist für dich absolut schädlich, weshalb du auch nicht der Aufforderung durchs AfA nachkommen solltest. Schliesslich versuchst du ja die Rente zu bekommen.
Ich wünsche dir das Durchhaltevermögen und die helfenden Hände, dieses zu schaffen.
23.08.2017, 13:00 #31
Hallo Siuan,
Tja die bösen Medikamente.
Da könnte ich inzwischen Bücher drüber füllen, was sich so manche Behörde zur Vermeidung von Leistungen nicht alles einfallen läßt.
Bei mir wollte die AfA damals auch, daß ich wieder bei meiner Firma anfange. Pech das mein Chef über meine Medikamente schon aus eigener Erfahrung (zwei Bandscheibenvorfälle selbst) bescheid wußte, aber auch weil ich aus meiner Gesundheit in der Firma keinen Hehl machte.
Ich hab dort gut 10 Jahre trotz BTM-Medikamente im Maschinenbau gearbeitet, jedoch war ich nie alleine im Betrieb wenn ich an Maschinen mußte. Da ich nach meinem letzten Rückfall auch nebenher mit diversen Medikamenten behandelt wurde und auch eine Neueinstellung der BTM erfolgte, lehnte er dies genau mit der Begründung der BG ab, solange ich nicht vom Arzt wieder arbeitsfähig geschrieben würde.
BTM ist auch bei Auto nicht ohne, aber dennoch interessiert sowas keinen Sozialrichter, wenn er eine Rente ablehnen kann. Einem Freund von mir hat ein solcher tatsächlich in einer öffentlichen Verhandlung gesagt, daß er mit einer Tagesdosis von 300mg Oxycodon (in der Einstellungsphase) doch tatsächlich 100km einfache Wegstrecke mit dem Auto zu einer Arbeit fahren könne. Einreden auf Verkehrssicherheit lehnte er einfach ab, er sein ja kein Verkehrsrichter.
Übrigens mal dazu am Rande, mein Schwerztherapeut sagt dazu auch, daß ein Patient der mit BTM gut eingestellt ist, kaum Ausfallerscheinungen haben wird und daher mit dem Medikament weit besser Auto fahren kann als ohne (wegen der Schmerzsituation).
23.08.2017, 13:40 #32
Hallo Sauerbier
Stimmt genau as gleiche sagt mein Schmerztherapeut auch. Aber wenn es darum geht, mir einen "Freifahrt-Schein" (keine Ahnung wie das Ding wirklich heißt) auszustellen, dass ich durchaus in der Lage bin ein Fahrzeug oder Maschinen/Anlagen zu führen, da weigert er sich.
Kann in dem Fall nur vermuten, dass sich dann die Versicherung eventuell an dem Arzt halten, der - sollte es doch einmal zu einem Unfall kommen - dann für den Schaden aufkommen soll. Schließlich hat ja der Arzt zugestimmt, dass der BTM-Patient so etwas könnte....
Was man als Schmerzpatient vermutlich vorab machen könnte, wäre z.B. ein "MPU-Reaktionstest" oder "Wahrnehmungsvermögenstest" beim TÜV ablegen. Allerdings muss man das selbst bezahlen. Damit könnte man zumindest den Versicherungen den Wind aus den Segeln nehmen, sich gleich an dem BTM-Patienten fest zu saugen, ohne nicht nach weiteren Ursachen suchen zu müssen. Ob es für einen gut oder schlecht ist so einen Test zu machen, muss man für sich selbst abwiegen.
Ich habe mich strikt dagegen entschieden, damit es eben nicht so leicht ist, mich an irgendeine Sklavenhaltebude auf Harzt4-Niveau zu verkaufen.
Aber wir schweifen völlig vom eigentlichen Thema ab, deshalb sollten wir das BTM-Thema auch an dieser Stelle beenden.
23.08.2017, 16:12 #33
Habe heute mal was Positives, habe vom Versorgungsamt einen GdB von 50 anerkannt bekommen.
Muss ich das sofort? der AfA melden bzw. hilft das mir jetzt was.
Und auch meinem Arbeitgeber Bescheid geben?
Evtl. ist das ja auch beim Rentenverfahren hilfreich.
23.08.2017, 16:45 #34
Gratuliere, auch wenn das ja (eigentlich) kein Grund zur Freude ist, aber ich weiß ja trotzdem wie schwer es ist wenigstens den Schwerbehinderten-Ausweis zu bekommen.
Ich habe "nur" GdB 40 "geschafft" aber als Rentner hat man davon sowieso nicht mehr viel, also habe ich diesen Kampf (zumindest vorerst) beendet.
NÖ, musst du nicht und was "helfen" wird es dir dort auch nicht wirklich, kannst du mitteilen wenn du sowieso mal wieder da sein wirst (Kopie vom Ausweis hat zu genügen, der komplette Bescheid geht die AfA NICHTS an) und dann kommst du (wahrscheinlich) in die "Reha-Abteilung" deiner AfA ... die haben aber auch keine Arbeit für dich ...
Man wird das eher als weiteres Vermittlungs-Hemmnis ansehen, denn wer möchte schon Jemanden einstellen, den er nach der Probezeit nicht mehr so einfach wieder los werden kann
Auch das bleibt (eigentlich) dir überlassen, kannst deinen AG auch damit "überraschen", wenn er dir die Kündigung (nach den bisherigen Bedingungen) mal schicken sollte ... die wäre dann zumindest erst mal "unwirksam", bis das Intergrationsamt die Zustimmung gegeben hat.
Und die werden dann aktuell auch das EM-Rentenverfahren abwarten (wollen), denn bei einer EM-Rente mit Befristung soll ja ein vorhandener Arbeitsplatz (möglichst) erhalten bleiben, falls man da später doch wieder arbeiten könnte (nach Ablauf einer Zeitrente).
Nicht wirklich, die DRV interessiert es nicht sonderlich, ob du einen Schwerbehinderten-Ausweis hast, mitteilen kannst du das gerne (die fragen ja auch immer danach in den Anträgen) aber auf den weiteren Entscheidungsverlauf zur EM-Rente hat das eher keinen Einfluss.
Es gibt Schwerstbehinderte mit GdB 100 und mehreren Merkzeichen, die Vollzeit arbeiten gehen, an einem dafür geeigneten Arbeitsplatz.
Nach 35 Jahren "Wartezeiten" (Pflichtversicherung bei der DRV) könntest du nun in vorzeitige Rente gehen wegen Schwerbehinderung (sofern der GdB 50 bereits unbefristet ist) aber frühestens ab 60 + X Jahren und das dauert ja noch ein Weilchen.
Nach der ersten "Freude" kommt also meist schnell die Ernüchterung, wie wenig man damit doch in der Realität wirklich anfangen kann.
23.08.2017, 20:24 #35
Naja, in Zeiten steigender Rentenbesteuerung koennte der Steuerfreibetrag hilfreich sein.
01.10.2017, 13:32 #36
wollte mich mal wieder melden und das neueste mitteilen.
Ich habe eine Kopie des Schwerbehindertenausweis an die AfA gesendet. Momentan lassen die mich mal in Ruhe.
Aber ich habe momentan Probleme mit dem VdK. Ich war aufgrund Urlaub der Geschäftsstelle ja erst am 4.9. zwecks Besprechung der Widerspruchbegründung für die DRV dort.
Man sagte mir das es wegen Überlastung 2-3 Wochen dauert bis das Schreiben an die DRV raus geht. Leider ist das bis heute nicht geschehen. Auch nach mehrmaliger telefonischer Nachfrage tut sich einfach nichts. Es heißt immer die haben noch soviel Rückstand. Es dauert immer noch ca. 3 Wochen.
Auf meinen Einwand ob das überhaupt geht und man nicht an eine Frist dafür gebunden ist, sagen die, sie haben die DRV unterrichtet das es momentan alles länger dauert.
Ich mache mir Sorgen weil sich das ja so lange rauszieht jetzt, praktisch seit einreichen des Widerspruch vom 13.7.
Habt ihr einen Tip was soll ich tun? Das belastet mich sehr das es nicht weiter geht. Habe auch schon überlegt selbst einen Anwalt zu nehmen, weiß aber nicht ob das sinnvoll ist.
Bin dankbar für eueren Rat.
03.10.2017, 04:14 #37
Man sagte mir das es wegen Überlastung 2-3 Wochen dauert bis das Schreiben an die DRV raus geht.
Wurde denn schon Akteneinsicht verlangt bei der DRV, wie wollen die denn sonst den Widerspruch vernünftig begründen können ???
Leider ist das bis heute nicht geschehen. Auch nach mehrmaliger telefonischer Nachfrage tut sich einfach nichts.
Telefonisch nachzufragen ist in solchen Dingen immer wenig hilfreich, zumindest dazu sollte man dir doch Auskunft geben können, ob schon Unterlagen von der DRV angefordert und auch geliefert wurden.
Wäre zudem nicht schlecht wenn du diese Unterlagen auch selbst mal einsehen könntest die Grund waren für die Ablehnung der EM-Rente.
Aber die "Sozial"-Verbände sind bekannt dafür, dass man selbst (als immerhin Betroffener und Auftraggeber / Mandant) sehr wenig zu den Vorgängen und dem Schriftverkehr mitgeteilt bekommt.
Es heißt immer die haben noch soviel Rückstand. Es dauert immer noch ca. 3 Wochen.
Soviel mal wieder zu den hilfreichen Sozialverbänden, wenn man sie braucht sind sie ständig "überlastet" ...
Für die Begründung des Widerspruches gibt es keine gesetzliche Frist und wenn die DRV informiert wurde, sollte das (eigentlich) genügen aber endlos müssen die natürlich auch nicht warten, es ist ja keine Pflicht einen Widerspruch zu begründen.
Dann machen sie eben den nächsten Ablehnungsbescheid fertig wenn sie die vorhandene "Aktenlage" noch mal "gründlichst" überprüft haben.
Kann ich mir gut vorstellen aber dem VDK ist es offenbar auch egal, wie sich das für dich so anfühlen muss ... immerhin soll gesetzlich zu einem Widerspruch (möglichst) innerhalb 3 Monaten entschieden sein.
Wird darauf ankommen, ob du dir einen Anwalt leisten kannst selbst zu bezahlen, denn einen Beratungshilfeschein bekommst du nicht mehr wenn der VDK da schon dran ist, das geht nur bevor die das übernehmen.
Man muss ja immer angeben, ob man sich anders vertreten lassen kann (Sozial-Verein oder Rechtsschutzversicherung), ich habe mir damals lieber einen Anwalt gesucht und den VDK dann draußen gelassen (bin auch direkt wieder ausgetreten), als die schon den Widerspruch gar nicht ernsthaft übernehmen wollten.
Wenn du einen Anwalt selbst bezahlen kannst, ist es sicher möglich dem VDK das Vertretungsrecht zu entziehen und den Anwalt damit zu beauftragen, lieber jetzt noch wechseln, als später wenn es schon um eine Klage am Gericht gehen würde.
Auch Anwälte "räumen" nicht gerne auf, was bis dahin vielleicht schon alles falsch gemacht wurde ...
03.10.2017, 15:13 #38
also ich möchte mich da Doppeloma anschließen.
Wenn du es finanziell kannst, suche dir einen Fachanwalt für Sozialrecht.
Bitte bedenke, wenn die Herrschaften vom VdK sich jetzt schon derart viel Zeit lassen, wie mögen sie das ganze dann erst mal in einem sich wohl abzeichnenden Gerichtsverfahren machen.
Ich würde da sagen, NEIN danke.
03.10.2017, 17:36 #39
Ja Akteneinsicht hat der VDK im August gemacht. Bei der Besprechung der Widerspruchsbegründung wurde mir das gesagt und gezeigt. Die DRV hat „nur“ den Reha Bericht als Enschätzung genommen. Das war der Grund der Ablehnung.
Aber der Rehabericht an sich ist schon voller Widersprüche.
Ich habe auch einen neuen Befund von meinem Psychiater der die Rente voll unterstützt und hinter mir steht. Auch diesen Befund habe ich zwecks Weiterleitung an den VDK gegeben.
Bin echt fix und fertig und am überlegen ob ich eine Art „Beschwerde“ an den Geschäftsführer des VDK senden soll. Was meint ihr?
03.10.2017, 18:40 #40
Hast du den Rehabericht JETZT für die Widerspruchsbegründung gründlich "auseinander genommen" und deine Bemerkungen (für den VDK) z. B. auf einer Kopie dazu gemacht ???
Der VDK kann sonst auch nicht viel damit anfangen, dass du sagst, das sein nicht korrekt was da drin steht ...
Wenn das ALLES war was die DRV zu Rate gezogen hat (von wann war der Bericht?), dann hat sie schon mal den Untersuchungsgrundsatz nach § 20 SGB X schwer verletzt, zumindest deine Ärzte hätte man kontaktieren müssen, was ja offenbar auch nicht erfolgt ist.
Die dürfen nicht nur ihre eigenen Reha-Berichte dafür nehmen und sich darauf verlassen, dass sich daran wohl nichts geändert haben wird bis zum Antrag auf EM-Rente, selbst wenn man mal annehmen würde, der Bericht war realistisch zum Zeitpunkt der Reha.
Mir ist durchaus bekannt, dass ist eher selten wirklich so, ich habe meine eigenen Erfahrungen damit machen müssen, in meinem EM-Rentenverfahren ...
Mein Reha-Bericht war schon älter als 1 Jahr, so wurden noch 2 "Gutachter" von der DRV beauftragt, die dann (überwiegend) fleißig daraus abgeschrieben haben, damit die EM-Rente abgelehnt werden konnte.
Wenn die DRV noch GAR NICHTS bei deinen behandelnden Ärzten angefordert hatte, dann solltest du ALLES mit einreichen was (mindestens) seit deiner Antragstellung vorhanden ist.
Ist schwer zu beantworten, ich habe mir ja dann einen Anwalt gesucht, als der VDK meinte ich solle mir Atteste von meinen Ärzten holen, dass die einen Widerspruch überhaupt für sinnvoll halten würden ... mein Anwalt wollte solche Atteste nie haben.
Meine / unsere Ärzte haben da auch nichts ausgestellt (auf unseren Wunsch), die haben immer gesagt, dass sich die DRV gerne jederzeit selbst bei ihnen erkundigen kann, denn dazu sei sie ja verpflichtet.
NUR die DRV scheint das noch immer nicht zu wissen wofür die umfangreiche Schweigpflicht-Entbindung auf ihren Anträgen gut sein soll ... die schicken Jemanden in ihr Archiv und wenn da (auch sehr alte) Reha-Berichte oder alte Gutachten zu finden sind, dann genügt das schon, um einen Antrag auf EM-Rente ohne weitere medizinische Prüfungen abzulehnen ...
14.11.2017, 20:06 #41
wollte mich mal wieder melden zum neusten Stand. Und brauche dringend einen Rat.
Widerspruchsbegründung wurde zwischenzeitlich an die DRV geschickt. Jetzt kam die Aufforderung zum Gutachter es gehts um Psychiater/Neurologe.
Komisch war schon ich sollte den Termin auf einer Handynummer/ Mailbox (also draufsprechen) bestätigen, obwohl die Praxis auch ein Festnetz hat. Das hat aber dann meine Frau für mich gemacht, weil mir das nicht leicht fällt.
Bezüglich des Rehaberichtes, meint ihr ich soll meinen Rehabericht (der ja im ganzen ziemlich widersprüchlichist, aber für mich nicht so positiv ausfällt) mitnehmen und ihm auch geben ?
Ich war ja bereits 25 Sitzungen in Psychotherapie und der Therapeut (Ist ein Arzt der das zusätzlich anbietet ) will mir einfach keinen Bericht/Befund schreiben, er sagt wenn die was wollen sollen sie ihn anschreiben. Ich hätte aber gerne auch einen Befund von ihm mitgenommen. Was meint ihr was kann ich tun um einen Befund zu bekommen?
Ich bin so aufgeregt, weil ich nicht weiß was mich dort erwartet.
15.11.2017, 01:51 #42
Dann ist die DRV ja relativ schnell den Widerspruch vom Tisch zu bekommen, welche konkreten Hinweise haben sich denn aus der Akteneinsicht für die Widerspruchsbegründung ergeben.
Hast du die zum Lesen bekommen oder wurde die einfach ohne deine Kenntnis / Zustimmung geschrieben und abgeschickt ???
Dann hätte ich das Festnetz angerufen wenn es eine Festnetz-Nummer gibt, Mobil ist in der Regel teurer vom Festnetz aus.
Wozu soll das gut sein, besonders wenn der nicht wirklich positiv ausgefallen ist, zudem bekommt der Gutachter den sicher schon von der DRV mitgeliefert, wenn der schon Grund für die Ablehnung deines Antrages war.
Ich war ja bereits 25 Sitzungen in Psychotherapie und der Therapeut (Ist ein Arzt der das zusätzlich anbietet ) will mir einfach keinen Bericht/Befund schreiben, er sagt wenn die was wollen sollen sie ihn anschreiben.
Der Gutachter fordert NICHTS an, der verwendet was ihm die DRV zur Verfügung stellt und nimmt vielleicht entgegen was du mitbringen würdest von deinen Ärzten.
Ich hätte aber gerne auch einen Befund von ihm mitgenommen. Was meint ihr was kann ich tun um einen Befund zu bekommen?
Verlange eine Kopie von den aktuellen Behandlungs-Unterlagen, darauf hast du einen Rechts-Anspruch nach dem Patientenrechtegesetz.
Das musst du noch nicht mal begründen, Extra-Atteste bringen sowieso nichts bei den Gutachtern und bei der DRV, das sehen die als "Gefälligkeit" an.
Die Aufregung ist normal und was dich konkret erwartet kann dir hier auch Niemand sagen, nimm dir Begleitung mit (auch wenn die wahrscheinlich vor der Türe bleiben muss) und versuche möglichst ruhig und sachlich zu bleiben.
Nach dem Termin solltest du möglichst bald ein Gedächtnisprotokoll schreiben, damit du das später mit dem Gutachten vergleichen kannst.
22.11.2017, 19:41 #43
war heute beim Gutachter beim Psychiater/Neurologe. War ca. 1 Std. bei ihm. Was mich wunderte, er fragte überhaupt nicht wie es mir geht, welche Beschwerden ich aktuelle habe usw. ich hatte das Gefühl, das er nur einige Passagen vom Reha Bericht hinterfragt hat. Da er einiges fragte was er nur vom Rehabericht wissen konnte.
Von meiner Kindheit, mein Tagesablauf, ob ich raus gehe, ob ich Auto fahre. Wie lange ich meine Beschwerden schon habe. Ich habe ja auch noch orthopädische Beschwerden.nach der Befragung hat er mich sehr kurz sehr oberflächlich untersucht. Das verstehe ich nicht er ist ja kein Orthopäde und es ist nicht sein Gebiet.
Musste dann noch bei der Arzthelferin zwei Tests machen.
Ich hatte neue und natürlich die bereits eingereichten Befunde dabei, die ihn alle gar nicht interessiert haben.
Ich weiß überhaupt nicht was ich davon halten soll.
Was mache ich denn jetzt mit den neuen Befunden? Kann ich die so einfach an die DRV schicken, das die berücksichtigt werden?
Und ich habe mir zuhause gleich alles aufgeschrieben was da so war.
23.11.2017, 01:29 #44
war heute beim Gutachter beim Psychiater/Neurologe. War ca. 1 Std. bei ihm. Was mich wunderte, er fragte überhaupt nicht wie es mir geht, welche Beschwerden ich aktuelle habe usw.
Das wird ihn dann wohl nicht besonders interessiert haben wie es dir aktuell so geht, er soll ja auch eigentlich beurteilen wie es dir zum Zeitpunkt der Antragstellung so gegangen sein könnte, denn darauf baut dein Antrag auf EM-Rente auf und weniger darauf, wie es dir aktuell so gehen mag.
ich hatte das Gefühl, das er nur einige Passagen vom Reha Bericht hinterfragt hat. Da er einiges fragte was er nur vom Rehabericht wissen konnte.
Den Reha-Bericht hatte er sicher vorliegen, als "Unterstützung" von der DRV geliefert, die Frage ist nur, ob er auch noch weitere Gesundheitsunterlagen vorliegen hatte, die bisher schon bei der DRV sein sollten (von deinen Ärzten z.B.), das lässt die DRV nämlich gerne "intern" und reicht nur die Reha-Berichte mit.
Waren es denn wenigstens relevante Fragen die er dazu gestellt hat, oder auch eher nur "der Form halber" ???
Von meiner Kindheit, mein Tagesablauf, ob ich raus gehe, ob ich Auto fahre. Wie lange ich meine Beschwerden schon habe.
Das war alles was er gefragt hat, ich frage mich eigentlich immer warum die NICHTS zur letzten Zeit vor dem Renten-Antrag und zu den konkreten Arbeitsbedingungen wissen wollen, die Kindheit wird dich ja eher nicht zum EM-Renten-Antrag angeregt haben.
Ich habe ja auch noch orthopädische Beschwerden.nach der Befragung hat er mich sehr kurz sehr oberflächlich untersucht. Das verstehe ich nicht er ist ja kein Orthopäde und es ist nicht sein Gebiet.
Die körperliche Untersuchung ist bei der Fachrichtung meist sehr kurz, für orthopädische Begutachtungen ist der ja auch NICHT zuständig, ich musste zum Internisten (wegen meiner künstlichen Herzklappe), der hat mir schon zur Begrüßung direkt gesagt, dass er von psychischen Problemen deswegen nichts hören will, dafür werde ich ja zum Psychiater geschickt ...
Na Super, damit hat er ja auch noch die wirkliche Begutachtung sehr verkürzt, man kann sich natürlich irren, aber ich sehe da kein besonders aussagefähiges Gutachten entstehen.
Hatte ja oben schon angedeutet, dass die beauftragten Gutachter nicht verpflichtet sind solche Unterlagen von dir anzunehmen, was der DRV schon vorliegt sollte er (eigentlich) auch bekommen haben von der DRV aber das weiß man natürlich selber auch nicht.
Der Internist bei dem ich für die DRV gewesen bin hat (in einer Art Abstellkammer) in 17 Minuten meine Begutachtung erledigt, er klopfte auf einen dicken Aktenordner und fragte mich "ob alles korrekt sei was da drin wäre"
Keine Ahnung, ich habe ja nicht gewußt was da überhaupt drin war, ich nehme an es war meine "Renten-Akte" von der DRV ...
Das wusste ICH damals auch nicht und mein Widerspruch wurde ja dann nach längerem Zögern der DRV auch abgelehnt, beide "Gutachter" hatten sich überwiegend nur an den Reha-Bericht gehalten und der besagte ja (gut ein Jahr zuvor), dass ich Vollzeit Erwerbsfähig bin ...
Ob das wirklich noch Sinn macht ist schwer zu beurteilen, vielleicht solltest du dir die aktuellen Sachen lieber schon für ein Gerichtsverfahren aufheben, gegen die "DRV-Gutachter" kommen deine Ärzte sowieso nicht mehr an, vielleicht wird der Richter das dann etwas anders beurteilen.
Hattest du Begleitung dabei, die wenigstens den Zeitablauf / Dauer bestätigen kann, gerade bei diesen Begutachtungen ist es ungünstig ohne Begleitung zu sein ...
Du hast es erst mal überstanden, nun kannst du sowieso nur abwarten was die DRV daraus nun machen wird.
23.11.2017, 13:53 #45
@ Doppeloma, erst einmal danke für deine lieben und aufbauenenden Antworten.
also die Fragen von ihm waren eigentlich teilweise schon gezielt gestellt.
Fällt mir gerade noch ein, er hat mich auch gefragt ob ich mir vorstellen könnte nochmal in Reha oder in eine Klinik zu gehen, ich habe geantwortet momentan eher nicht, weil mir die letzte Reha überhaupt nicht gut getan hat.
Von der Arbeit hat er nur gefragt wie das Verhältnis zu den Kollegen war.
Meine Frau war als Begleitung dabei, sie kann die Zeit bestätigen und das die Arzthelferin mir den einen Fragebogen (Test) nach dem Gespräch mit dem Arzt, ins Wartezimmer! zum Ausfüllen gebracht hat.
Bisher ist anscheinend noch immer keiner meiner Ärzte angeschrieben worden.
Bin jetzt auch froh das erst einmal Ruhe ist....
22.12.2017, 12:02 #46
Muss mich mal wieder melden weil mir etwas sehr zu schaffen macht.
22.12.2017, 12:47 #47
Nach Ende ALG1 Bezug weiterhin krank, bekommt man dann evtl. wieder Krankengeld
hoffe das die Frage hier richtig ist. Ist eigentlich mal eine allgemeine Frage.
Ich bin in ALG1 Bezug habe damals keine Nahtlosigkeit von der AAG bekommen, EMR läuft im Widerspruch (anderer Post hier) bin ungekündigt, und gebe seitdem meine Krankmeldungen nur noch dem Arbeitgeber ab.
1. Ich stelle mir jetzt die Frage wenn ich kurz vor Ende des ALG 1 Bezuges wieder eine Krankmeldung an die AAG einreiche (evtl. mit einer „neuen“ Krankheit, bekomme ich dann nach 6 Wochen wieder Krankengeld? auch wenn die Bezugsdauer dann beendet ist.
Habe ja bisher keine Krankmeldung an die KK oder ARbeitsamt gegeben.
22.12.2017, 14:35 #48
Aber ein Arzt der nur ein Gutachterbüro hat und keine Praxis macht mir Angst
Also mein Gutachter wegen der EM-Rente war auch kein normaler Arzt mit normalem Praxisbetrieb wie man es normalerweise kennt eher eine Privatpraxis.
Deswegen war die Begutachtung sehr gut organisiert ohne irgendwelchen Zeitdruck, dauerte fast 3 Stunden und ein über 30 seitiges sehr ausführliches Gutachten welches dann zu meiner Rente führte wurde erstellt.
23.12.2017, 00:27 #49
du musst noch im ALG-Bezug sein und dann wieder krank werden. Es würde reichen, wenn Du ein paar Tage vor Ablauf des ALG1 eine neue Krankheit bekommen würdest. Ich hatte mir 5 Tage, bevor mein ALG1 abgelaufen war, die Hand gebrochen. Da hat mich dann meine Sachbearbeiterin des Jobcenters darauf hingewiesen, dass mir Krankengeld zusteht. Die KK war damals nicht sehr erfreut darüber und wollte mich schnell loswerden, indem sie immer wieder den Medizinischen Dienst mit der Überprüfung meiner Krankheit beauftragt hat, aber dank meiner Ärzte, die alle hinter mir standen, habe ich dann die 78 Wochen Krankengeld voll ausschöpfen können. Bei mir ist dann noch im Laufe des Bruchs eine andere Krankheit hinzu gekommen. Das Krankengeld war dann genauso hoch wie das vorhergegangene Arbeitslosengeld 1.
Geändert von Doppeloma (23.12.2017 um 02:58 Uhr) Grund: Du kannst deinen Beitrag 60 Minuten lang selbst ergänzen oder ändern, da müssen es NICHT 2 werden in wenigen Minuten
23.12.2017, 02:52 #50
habe mir erlaubt dein neues Thema hier anzufügen, damit der Zusammenhang nicht verloren geht, denn deine Idee funktioniert NICHT und ich kann dazu auch @fredy2206 NICHT zustimmen.
Habe hier schon oft genug darauf hingewiesen, dass die (leider sehr verbreitete) FALSCHE Ansicht der AfA "es würde keine Nahtlosigkeit angewendet" keine Rechtsgrundlagen hat.
ALGI nach einer Aussteuerung aus dem Krankengeld beruht IMMER auf § 145 SGB III, sonst würde man (weiterhin krank und noch dazu in einem festen Arbeitsverhältnis) überhaupt kein ALGI bekommen können.
Du gibst deine AU (wie es korrekt ist) beim AG ab, deine AU auf die bereits ausgesteuerte Krankheit wird also bisher (nahtlos) fortgesetzt bestätigt vom Arzt (und kommt regulär auch weiterhin zur KK als Meldung).
Die AfA will (und bekommt) deswegen KEINE AU von dir eingereicht weil du dort "theoretisch" als gesund angesehen wirst mit deinem "Restleistungsvermögen" und weil die DRV deinen Antrag auf EM-Rente bisher abgelehnt hat, sieht sich die AfA darin auch (vermeintlich) "bestätigt".
KLARES und deutliches NEIN, du bist doch bisher noch gar nicht wirklich gesund gewesen (mit der ausgesteuerten Krankheit wirst du doch durchgehend weiter AU geschrieben) die KK (von der du dann Krankengeld erwartest) die weiß doch GENAU, dass du wegen der Aussteuerung ALGI bezogen hast.
Die zahlen nicht nach 6 Wochen und auch nicht danach, denn deine AU war ja noch NIE unterbrochen, schon gar nicht durch versicherungspflichtige Arbeit, das wäre die einzige Möglichkeit zumindest für eine andere Erkrankung wieder Krankengeld zu bekommen.
Aktuell gilt jede "neue" Krankheit als hinzugetreten zu der die du sowieso schon hast lt. laufender AU-Bescheinigungen.
Auf die ausgesteuerte Krankheit darfst du mindestens 6 Monate NICHT mehr AU geschrieben sein (wenn du in Arbeit bist !!!) ehe du da wieder Krankengeld bekommen kannst.
Meinst du wir wären (fast 2 Jahre) in Hartz 4 gelandet nach Ablauf unseres ALGI (im Zuge der Aussteuerung) wenn es so einfach wäre danach gleich wieder Krankengeld zu bekommen ???
Davon hängt ja nicht ab, ob die Krankenkasse zahlen muss, wenn dein ALGI - Anspruch nun auch abgelaufen ist ... du warst doch NIE wieder gesund bisher in der ganzen Zeit, schreibst doch selbst, dass du immer eine AU beim AG abgegeben hast ... was ja auch völlig korrekt war.
Zudem wäre es wohl merkwürdig für die DRV wenn du EM-Rente haben möchtest aber nicht mal AU geschrieben bist, was bei der KK registriert wird seit Beginn deiner AU ... dafür ist das also auch wichtig ...
Die KK soll wieder zahlen müssen, die WISSEN aber, dass du bereits ausgesteuert wurdest wegen der immer noch laufenden AU ... da gibt es KEIN Krankengeld mehr ...
Kannst du doch hier oft genug nachlesen, was passiert wenn man immer noch im EM-Rentenverfahren steckt und ALLE Lohnersatzleistungen (Krankengeld / ALGI) abgelaufen sind, auf die man aus dem Arbeitsleben mal Ansprüche erworben hatte ...
Dann bleibt zur Not NUR noch Hartz 4 bis die DRV irgendwann mal "überzeugt" werden konnte, es sei denn man hat einen Partner / Ehepartner der genug verdient (nach Ansicht der Behörden), dann bekommt man GAR NICHTS mehr ...
Da hilft es auch nicht ein neues Thema aufzumachen, in der "leisen Hoffnung" man würde nun vielleicht "positive" Antworten bekommen können, unabhängig vom bisherigen Verlauf.
Deine Vorgeschichte ist aber SEHR wichtig dafür um überhaupt zu erkennen, dass deine Hoffnungen auf erneutes Krankengeld nach Ablauf des ALG I (wegen Aussteuerung aus dem Krankengeld) völlig unrealistisch sind.

References: § 145
 § 34
 § 34
 § 34
 § 5

§ 5
 § 20
 § 145