Source: https://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=Justiz&Rechtssatznummer=RS0046249&SkipToDocumentPage=True&SucheNachRechtssatz=True&SucheNachText=False&ResultFunctionToken=addf4d39-cb97-42ad-b90b-76b2fefe382d&Dokumentnummer=JJR_19930303_OGH0002_0070OB00502_9300000_001
Timestamp: 2019-10-21 08:34:36+00:00

Document:
RIS - 7Ob502/93 10ObS2351/96z... - Rechtssatz - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 7Ob502/93 10ObS2351/96z...
RS0046249
7Ob502/93; 10ObS2351/96z; 1Ob30/97m; 1Ob29/97i; 1Ob50/99f; 2Ob353/99x; 1Ob146/00b; 1Ob76/00h; 2Ob251/00a; 3Ob32/03g; 6Ob286/03g; 1Ob127/04i; 2Ob222/04t; 7Ob277/05v; 3Ob248/05z; 1Ob135/07w; 5Ob209/07g; 6Ob189/08z; 7Ob110/08i; 5Ob130/09t; 3Ob23/11w; 10ObS165/10b; 1Ob15/11d; 1Ob30/11k; 4Ob160/11z; 8ObA8/12b; 10ObS26/12i; 5Ob49/12k; 8ObA23/13k; 10ObS115/13d; 1Ob212/13b; 4Ob103/14x; 3Ob127/14v; 8Ob40/14m; 1Ob246/14d; 3Ob101/16y; 5Ob93/17p; 10Ob31/17g; 8Ob56/17v
JN §42 Abs1 Aa
JN §42 Abs3 Aa
JN §42 Abs1 Ab
JN §42 Abs3 Ab
JN §42 Abs1 Ac
ZPO §240 Abs3
Die im Rekurs an den Obersten Gerichtshof erstmals aufgeworfene Frage der Unzulässigkeit des Rechtsweges ist ungeachtet des Umstandes, dass bislang ein derartiger Einwand nicht erhoben wurde, gemäß § 42 Abs 1 JN vorweg zu prüfen, zumal sich die Untergerichte damit weder im Spruch noch in den Entscheidungsgründen (vgl NZ 1988/61; SZ 54/190 ua) auseinandergesetzt haben und daher über die Zulässigkeit des Rechtsweges noch nicht bindend entschieden wurde (§ 42 Abs 3 JN).
10 ObS 2351/96z
Entscheidungstext OGH 22.10.1996 10 ObS 2351/96z
1 Ob 29/97i
Entscheidungstext OGH 29.04.1997 1 Ob 29/97i
Auch; Veröff: SZ 72/76
Beisatz: Bejahten die Vorinstanzen hingegen die Zulässigkeit des ordentlichen Rechtswegs ausdrücklich und übereinstimmend in den Entscheidungsgründen ihrer Urteile, liegt eine den Obersten Gerichtshof bindende Entscheidung nach § 42 Abs 3 JN über die erörterte absolute Prozessvoraussetzung vor. (T1); Veröff: SZ 73/123
Auch; Beisatz: Der Oberste Gerichtshof hat gemäß § 240 Abs 3 ZPO auch von Amts wegen eine allfällige Unzulässigkeit wahrzunehmen, wenn die Vorinstanzen darüber weder im Spruch noch in den Gründen ihrer Entscheidungen abgesprochen haben und somit keine das Revisionsgericht nach § 42 Abs 3 JN bindende Entscheidung vorliegt. (T2); Beisatz: Für den Eintritt der genannten Bindungswirkung reicht es nicht aus, wenn die Vorinstanzen die Rechtswegzulässigkeit "nur implizit durch meritorische Behandlung des Klagsanspruchs und Fällung einer Sachentscheidung" bejaht haben. (T3); Veröff: SZ 73/128
Entscheidungstext OGH 26.02.2003 3 Ob 32/03g
6 Ob 286/03g
Entscheidungstext OGH 29.01.2004 6 Ob 286/03g
2 Ob 222/04t
Entscheidungstext OGH 02.02.2006 2 Ob 222/04t
Vgl auch; Beisatz: Bei der Unzulässigkeit des Rechtsweges handelt es sich um eine absolute, in jeder Lage des Verfahrens bis zur Rechtskraft der Entscheidung (auch) von Amts wegen wahrzunehmende Prozessvoraussetzung. (T4)
3 Ob 248/05z
Entscheidungstext OGH 29.03.2006 3 Ob 248/05z
Vgl auch; Beis ähnlich wie T2; Veröff: SZ 2006/42
1 Ob 135/07w
Entscheidungstext OGH 22.10.2007 1 Ob 135/07w
Vgl auch; Beis wie T4;Veröff: SZ 2007/163
Vgl auch; Beisatz: Es entspricht einer Linie der Rechtsprechung, dass eine bloß implizite Bejahung der Rechtswegzulässigkeit, etwa durch meritorische Behandlung eines Begehrens, für eine bindende Bejahung der Zulässigkeit des (hier: außerstreitigen) Rechtswegs nicht ausreicht. (T5)
Vgl; Beis wie T1; Beisatz: Da die Vorinstanzen - wenn auch zum Teil lediglich in der Begründung ihrer Entscheidungen - übereinstimmend die Zulässigkeit des Rechtswegs für den hier geltend gemachten Anspruch Streitigkeit aus dem Vereinsverhältnis nach § 8 Abs 1 VerG bejaht haben, ist es dem Obersten Gerichtshof verwehrt, die vom Beklagten in seiner außerordentlichen Revision einzig als erheblich bezeichnete Rechtsfrage einer Beurteilung zu unterziehen. (T6)
Vgl; Beis ähnlich wie T3; Beisatz: Die bloß implizite Bejahung der Zulässigkeit des ordentlichen Rechtswegs durch meritorische Behandlung des Begehrens reicht für die Annahme einer Entscheidung mit bindender Wirkung nach § 42 Abs 3 JN nicht aus. (T7); Veröff: SZ 2008/163
5 Ob 130/09t
Entscheidungstext OGH 24.11.2009 5 Ob 130/09t
Vgl auch; Beis wie T3; Beis wie T5; Beis wie T7; Beisatz: Hier: Unzulässigkeit des Rechtswegs als Mangel einer absoluten Prozessvoraussetzung gemäß § 230 Abs 3 ZPO. (T8)
Vgl auch; Beis wie T7; Veröff: SZ 2011/151
8 ObA 8/12b
Entscheidungstext OGH 28.02.2012 8 ObA 8/12b
10 ObS 26/12i
Entscheidungstext OGH 12.04.2012 10 ObS 26/12i
8 ObA 23/13k
Entscheidungstext OGH 28.05.2013 8 ObA 23/13k
4 Ob 103/14x
Entscheidungstext OGH 17.07.2014 4 Ob 103/14x
Vgl auch; Beis wie T2; Beis wie T3; Beis wie T4; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Wegfall der sukzessiven Kompetenz nach § 59 Abs 8 Wr BauO idF LGBl 2013/35 ohne Übergangsbestimmung für anhängige Verfahren. (T9)
Auch; Beisatz: Gegenteilig zu 4 Ob 103/14x: kein Wegfall der sukzessiven Kompetenz in vor dem 1.1.2014 anhängigen Verfahren. (T10); Veröff: SZ 2014/85
Vgl; Beis wie T3; Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T7
Auch, Beis wie T4
10 Ob 31/17g
Entscheidungstext OGH 18.07.2017 10 Ob 31/17g
ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0046249
JJR_19930303_OGH0002_0070OB00502_9300000_001

References: §42
 §42
 §42
 §42
 §42
 §240
 § 42
 OGH 
 OGH 
 § 42
 § 240
 § 42
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 8
 § 42
 OGH 
 § 230
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 59
 OGH