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Solvium Intermodale Vermögensanlagen GmbH & Co. KG - Verbraucherschutzforum.berlin
Solvium Intermodale Vermögensanlagen GmbH & Co. KG
22. Juli 2018 Fonds (Blindpools) 1 Kommentar
Eine Bilanz aus dem Hause Solvium, die keinen Anleger überzeugen wird. Lohnt es sich überhaupt noch, in diese Investments bei Solvium zu investieren?
Solvium Intermodale Vermögensanlagen GmbH & Co. KG, Hamburg
1. Grundlagen der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft
Der Geschäftszweck der Gesellschaft ist die Durchführung von Investitionen, insbesondere der Erwerb, die Vermietung und die Veräußerung von Transportmitteln. Zudem die Konzeption und die Umsetzung von Vermögensanlagen im Bereich Transportmittel und Logistik sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte.
Zur Umsetzung des Geschäftszwecks werden sogenannte Direktinvestments in junge und gebrauchte Wechselkoffer angeboten. Diese Direktinvestments unterliegen dem Vermögensanlagengesetz. Mit dem Vertrieb der Direktinvestments ist die Komplementärin der Gesellschaft, die Solvium Capital GmbH, beauftragt.
Anleger haben die Möglichkeit, diese Wechselkoffer von der Gesellschaft zu erwerben und diese für eine feste Laufzeit an die Gesellschaft zu vermieten. Hieraus erhalten die Anleger Mietzahlungen und die Wechselkoffer werden am Ende der Laufzeit der Mietvereinbarung an die Gesellschaft zurückverkauft.
Mit jedem Anleger wird ein schuldrechtlicher Vertrag abgeschlossen, der den Verkauf der Wechselkoffer an den Anleger, die Vermietung an die Gesellschaft und den Rückverkauf an die Gesellschaft regelt (nachfolgend als „Kauf- und Mietvertrag“ bezeichnet).
Der Anleger wird weder Gesellschafter der Gesellschaft noch ist er auf irgendeine andere Weise unternehmerisch an der Gesellschaft beteiligt.
Nach dem Rückkauf der Wechselkoffer vom Anleger verkauft die Gesellschaft die Wechselkoffer. Bei planmäßigem Verlauf führt der Verkauf der Wechselkoffer dazu, dass die Gesellschaft den vertraglich vereinbarten Rückkaufpreis zahlen kann.
2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Wechselkoffer (auch Wechselaufbau, Wechselbehälter, Wechselpritsche, Wechselbrücke oder Swapbody genannt) sind austauschbare Transportbehälter mit ausklappbaren Stützbeinen, die mit oder auch ohne Kran durch das Absenken des Lkw-Fahrgestells abgesetzt werden können. So lassen sich Wechselkoffer schnell, einfach und kostengünstig zum Beispiel bei Logistikzentren abstellen und aufnehmen. Fahrzeuge oder Kraftfahrer müssen nicht auf das Be- und Entladen warten. Wechselkoffer sind überwiegend aus Stahl gefertigt, damit wind- und wasserdicht, sehr stabil und wenig reparaturanfällig. Sie werden hauptsächlich von Kurier-, Express- und Paketdiensten für den Transport von Gütern auf der Straße verwendet. Wechselkoffer sind europäische Ausrüstungsgegenstände, die hauptsächlich im deutschsprachigen Raum und den Benelux-Staaten eingesetzt werden. Gebaut werden die Wechselkoffer ausschließlich in Europa, zum Beispiel durch den slowenischen Hersteller Kerex sowie die deutschen Hersteller Wecon und Krone.
Für die Nutzung im kombinierten Verkehr muss der Wechselkoffer so ausgerüstet sein, dass er für eine Transportkette einsatzbereit ist, die unterschiedliche Verkehrsträger nutzt. Der Umschlag auf die Bahn wird durch ein durchdachtes System von Greifkanten ermöglicht, die sich an der Unterseite des Wechselkoffers befinden. Die Kräne in den üblichen Umschlagszentren sind mit den Gegenstücken in Form von speziellen Greifarmen ausgerüstet. Die Greifarme umfassen den Wechselkoffer seitlich und heben ihn an. Ähnlich wie ISO-Container (Standardcontainer) werden die Wechselkoffer auf den für ihren Transport vorgesehenen Lkw, Anhänger oder Güterwaggon aufgesetzt und durch Zapfen (sog. Twistlocks) verbunden. Die großen Vorteile des Wechselkoffers gegenüber ISO-Containern sind die Euro-Palettenbreite und die Möglichkeiten des kranunabhängigen Aufnehmens und Abstellens.
Für Logistikunternehmen besteht der große ökonomische Nutzen der Wechselkoffer darin, dass ein Lkw mehrere Wechselkoffer transportieren kann. Während ein Wechselkoffer an der Rampe beladen wird, kann der Lkw bereits weitere Transportfahrten mit Wechselkoffern durchführen. In der Praxis werden meist zwei leere Wechselkoffer, die mit Lkw und Anhänger gebracht werden, abgestellt und sofort wieder zwei beladene aufgenommen und abtransportiert. Dieser Vorgang dauert in der Regel rund eine halbe Stunde. Ökonomisch: Kein Kraftfahrzeug oder Kraftfahrer muss während des Be- und Entladens warten, die Stand- und Wartezeiten sind minimal. Wechselkoffer können und werden auch häufig als mobile Lager genutzt. So produzieren einige Unternehmen direkt „auf die Wechselkoffer“, bis sie vollgeladen sind und abgeholt werden können. Eine Methode, die Lagerraumkosten und Umschlagszeit sowie -kosten spart.
In Europa begann, fast zeitgleich mit der Erfindung des ISO-Containers durch Malcom McLean, die Deutsche Post eine ähnliche Erfolgsgeschichte mit den sogenannten Weberbehältern. Diese enormen Paketcontainer wurden beladen und konnten entweder auf einen Lkw oder einen Eisenbahnwaggon aufgesetzt werden. Sowohl McLean als auch der Deutschen Post ging es vorwiegend um eine effiziente Möglichkeit, den Güterumschlag zu beschleunigen, lange Standzeiten zu vermeiden und wirtschaftlicher zu agieren. Im Jahr 1971 verbesserte die deutsche Spedition Dachser dieses Konzept – der Wechselkoffer war geboren. Während die vorher entwickelten Wechselaufbauten auf einen Kran oder spezielle Stapler beim Wechselvorgang angewiesen waren, war es nun möglich, den kompletten Wechselaufbau ohne weitere technische Hilfsmittel auf das gewünschte Trägerfahrzeug aufzusetzen, abzunehmen oder umzubrücken.
Mittlerweile befinden sich nach Schätzungen der Axis Intermodal Deutschland GmbH 280.000 bis 300.000 Wechselkoffer in Europa im Einsatz – mit ständig steigender Tendenz. Die durchschnittliche Lebensdauer eines Wechselkoffers liegt bei über 15 Jahren. Durch moderne Korrosionsschutz- und Lackierungsmethoden gehen Fachleute mittlerweile von Einsatzdauern von mehr als 20 Jahren aus.
Der betriebswirtschaftliche Nutzen von Wechselkoffern ist, wie auch bei vielen anderen Sachanlagen, für Unternehmen in der Regel umso höher, je länger der Wechselkoffer eingesetzt werden kann. So spielt beispielsweise für den Einsatz in der Kurier-, Express- und Paketbranche das Alter – Straßenverkehrssicherheit vorausgesetzt – keine Rolle: Hier zählt einzig, dass die Sendungen sicher, schnell und unversehrt ihr Ziel erreichen. Aufgrund dieses Nutzeneffektes handeln viele Logistiker nach der unternehmerischen Prämisse, erst dann neue Wechselkoffer in die Flotte aufzunehmen, wenn nicht ausreichend Equipment im Gebrauch ist. Um neue Wechselkoffer für den Betrieb zur Verfügung zu haben, bietet sich den Logistikunternehmen eine Reihe von Optionen. Neben dem Kauf aus eigenen Mitteln oder mittels Bankendarlehen besteht auch die Möglichkeit des Leasings beziehungsweise der Anmietung von Wechselkoffern. Dieses Modell, welches auch die Grundlage der angebotenen Vermögensanlagen ist, bringt den Logistikunternehmen einige Vorteile. Neben der Liquiditätsschonung und Stärkung der Eigenkapitaldecke, weil keine Anschaffungskosten anfallen, sprechen auch die geringe Bilanzberührung (kein weiteres Anlagevermögen und keine Abschreibung für die Wechselkoffer im Unternehmen) sowie die Möglichkeit der Rückgabe zu einem bestimmten Zeitpunkt für diese Variante. All dies versetzt das Logistikunternehmen in die Lage, schneller und flexibler auf Marktveränderungen reagieren zu können.
3. Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 einschließlich Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Ursprünglich plante die Gesellschaft, im Berichtsjahr rd. 490 junge und rd. 1.350 gebrauchte Wechselkoffer zu erwerben und an Anleger zu veräußern. Tatsächlich wurden bis zum Bilanzstichtag aufgrund einer merklich gestiegenen Nachfrage professioneller und semi-professioneller Anleger, die andere Investitionswege als die von der Gesellschaft angebotenen Vermögensanlagen bevorzugen, weniger Wechselkoffer erworben bzw. an die Anleger übereignet.
Da sich fast alle bei der Gesellschaft anfallenden Kosten proportional zum Volumen der erworbenen und an die Anleger übereigneten veräußerten Wechselkoffer entwickeln, wird die Gesellschaft auch zukünftig in der Lage sein, trotz des im Berichtsjahr geringeren Geschäftsvolumens alle Verpflichtungen pünktlich und vollständig zu erfüllen. Es ist dabei nicht geplant, andere Verpflichtungen als diejenigen, die sich aus den Kauf- und Mietverträgen mit den Anlegern ergeben, einzugehen.
Entsprechend der im Vergleich zur ursprünglichen Planung geringeren Anzahl von abgeschlossenen Kauf- und Mietverträgen mit Anlegern im Geschäftsjahr 2017 hat die Gesellschaft geringere Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 2.305 (Vorjahr: TEUR 281) im Zusammenhang mit der Vermietung der Wechselkoffer erzielt. Die Abschreibungen in Höhe von TEUR 2.595 (Vorjahr: TEUR 404) und die Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 721 (Vorjahr: TEUR 119) (betreffend die von den Anlegern erhaltenen Gesamtkaufpreiszahlungen) entwickelten sich proportional zum vermieteten Wechselkofferbestand bzw. zum Volumen der von den Anlegern erhaltenen Gesamtkaufpreiszahlungen. Auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.780 (Vorjahr: TEUR 652) beinhalten aufgrund der vertraglichen Ausgestaltung der Abrechnung wesentlicher Dienstleistungen in Abhängigkeit vom Geschäftsvolumen ebenfalls deutlich geringere Kosten als die ursprüngliche Planung für diese Anlaufphase unter der Annahme des Erwerbs bzw. der Veräußerung von rd. 490 jungen und rd. 1.350 gebrauchten Wechselkoffern an Anleger.
Im Berichtsjahr erzielte die Gesellschaft einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 2.758 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 895).
Die Vermögenslage der Gesellschaft ist geprägt vom Erwerb des wirtschaftlichen Eigentums an den im Geschäftsjahr ins Anlagevermögen der Gesellschaft zugegangenen Wechselkoffern. Zum Bilanzstichtag beläuft sich das Anlagevermögen auf insgesamt TEUR 22.870 (Vorjahr: TEUR 8.090). Entsprechend beläuft sich die Anlagenintensität I (Verhältnis Anlagevermögen zur Bilanzsumme) zum Bilanzstichtag auf 75,6 %. Das Anlagevermögen wurde durch die mit den Anlegern abgeschlossenen Kauf- und Mietverträge finanziert, der Anlagendeckungsgrad II (Verhältnis Eigenkapital zzgl. Langfristiges Fremdkapital zum Anlagevermögen) beläuft sich auf 99,9%.
Die Geschäftsführung geht zudem davon aus, dass im Sachanlagevermögen aufgrund der regelmäßigen Abschreibungen unter Berücksichtigung einer angemessen gewählten Nutzungsdauer bzw. aufgrund der aktuellen und zukünftigen Marktpreisentwicklung für gebrauchte Wechselkoffer stille Reserven entstehen werden, die im Zeitpunkt der regulären Beendigung der Kauf- und Mietverträge mit den Anlegern zu entsprechenden Veräußerungsgewinnen führen werden. Diese stillen Reserven sind nach Ansicht der Geschäftsführung ausreichend, um das negative Kapitalkonto auszugleichen.
Die laufenden Einzahlungen aus der Vermietung der Wechselkoffer an die Endnutzer – insbesondere große Logistik- und Transportunternehmen – lagen im Geschäftsjahr über den laufenden Mietauszahlungen an die Anleger.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr war die Finanzlage der Gesellschaft stets geordnet und die Liquidität war gegeben.
4. Chancen- und Risikobericht
Die große Auswahl in Warenhäusern, die bunte Vielfalt in den Regalen der Supermärkte und der stetig wachsende Markt des Internetbusiness: All diese Güter wollen transportiert werden. Wechselkoffer werden für Möbel- und Stückguttransporte ebenso verwendet wie für den Transport von Veranstaltungsequipment. Am häufigsten finden Wechselkoffer allerdings in der Kurier-, Express- und Paket-Branche (KEP) ihren Einsatz.
Gemäß der KEP-Studie 2017 – Analyse des Marktes in Deutschland des Bundesverbandes Paket und Expresslogistik e. V. („BIEK-Studie 2017“) boomt die Kurier-, Express- und Paket-Branche boomt. Seit 2000 wächst diese Branche trotz Finanzmarkt- und Weltwirtschaftskrise fast doppelt so schnell wie die Gesamtwirtschaft.
Logistikequipment, wie beispielsweise Wechselkoffer, ist gefragter denn je. Ein wesentlicher Faktor ist die besonders erfolgreiche Entwicklung im Bereich Internet- und TV-Shopping. Und die Entwicklung geht weiter: Während der Versandhandelsanteil derzeit nur rund 8 % am deutschen Einzelhandelsumsatz ausmacht, schätzen Experten laut der Studie „Einkaufen 4.0“ der Deutschen Post AG diesen Anteil für das Jahr 2020 auf 20 %, was einer Steigerung von 150 % entspricht. Dies verwundert kaum, schließlich kauft bereits heute jeder dritte Deutsche online ein, Tendenz auch hier weiter steigend1. Mittlerweile werden neben bekannten Produktgruppen, wie zum Beispiel Kleidung, Spielzeug und Elektronik, auch zunehmend Medikamente und Lebensmittel online bestellt und bis vor die Wohnungstür geliefert. Eine Möglichkeit, die das Leben für Jung und Alt täglich vereinfacht.
Dieser E-Commerce benötigt Kurier-, Express- und Paketdienste, welche die Waren sicher, schnell und günstig an die Kunden aus- und gegebenenfalls zurückliefern. Der gesamte Versand- und Internethandel wird heute durch KEP-Dienste abgewickelt. Ohne Wechselkoffer wäre das TV- und Internet-Shopping nach dem Motto „heute bestellt, morgen geliefert“, wie wir es heute kennen, undenkbar.
Dieser KEP-Markt verzeichnet in den letzten Jahren ein nahezu konstantes Wachstum. Im Jahr 2016 wurden rund 3,1 Milliarden Sendungen allein in Deutschland verschickt, was einer Zustellung von rund 8,5 Mio. Sendungen pro Werktag entspricht, Tendenz stark steigend.2
Der Umsatz der KEP-Branche stieg in den Jahren von 2000 bis 2016 um insgesamt 84 %, was einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von über 5 % entspricht. 2016 erlebte die Branche mit über 18,4 Milliarden Euro einen Rekord bei den Umsätzen. Diese wuchsen seit dem Jahr 2000 bis dahin um rund 87 %.3
Bis zum Jahr 2021 wird laut Bundesverband Paket und Expresslogistik (BIEK) ein weiteres Wachstum der Sendungen um 5,6 % pro Jahr auf knapp 4,15 Milliarden Sendungen erwartet.4
Die Gesellschaft ist im Rahmen des Endnutzerauswahlprozesses (Auswahl der Logistikunternehmen, die als Großkunden die von der Gesellschaft (indirekt) finanzierten Wechselkoffer nutzen) bestrebt, mit potentiellen Risiken verantwortungsbewusst umzugehen. Jede Auswahlentscheidung wird auf Basis einer soliden Mischung aus Vorsicht und Risikobereitschaft kalkuliert, ohne dabei das nötige Verhältnis zwischen Rendite und Risiko und damit die Rentabilität aus dem Auge zu verlieren.
Ziel der Gesellschaft bei jeder Vermietung der Wechselkoffer ist es, eine attraktive Mietrendite zu erzielen und möglichst lang laufende Mietverträge abzuschließen.
Die Gesellschaft hat durch die Solvium Capital GmbH vor Abschluss der entsprechenden Mietverträge die Bonität und Solvenz der Endnutzer in enger Abstimmung mit dem Wechselkoffervermietmanager intensiv geprüft. Die Gesellschaft hat dabei Endnutzer ausgewählt, die nach ihrer Einschätzung überwiegend eine hohe Sicherheit für regelmäßige Mietzahlungen gewährleisten. Auf diese Art und Weise entsteht ein Mieteinnahmenpool, der aus Sicht der Gesellschaft Planungssicherheit für die Mieteinnahmen ermöglicht und eventuelle Ausfallrisiken auf Seiten der Mieter deutlich reduziert.
Zum Abschlussstichtag sind der Gesellschaft keine Risiken aus der Vermietung ihrer Vermögensgegenstände bekannt.
Die unternehmerische Tätigkeit der Gesellschaft ist naturgemäß mit Risiken verknüpft. Die geschäftliche Entwicklung der Gesellschaft ist von der Entwicklung der Wechselkofferbranche sowie anderen makroökonomischen Einflussfaktoren (Kapitalmarkt, Wettbewerbssituation, Einnahmeausfallrisiken der Logistikpartner) und Änderungen aufsichtsrechtlicher bzw. steuerrechtlicher Rahmenbedingungen für Vermögensanlagen abhängig. Negative Entwicklungen auf diesen Märkten bzw. innerhalb dieser Rahmenbedingungen können zu negativen Konsequenzen in Bezug auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft führen. Zum Abschlussstichtag sind der Gesellschaft keine Veränderungen bekannt, die zu einer wesentlichen Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage führen könnten.
Daneben unterhält die Gesellschaft intensive Geschäftsbeziehungen zu ihrem Wechselkoffervermietmanager. Wirtschaftliche Schwierigkeiten des Wechselkoffervermietmanagers könnten auch die Gesellschaft im Hinblick auf Forderungsausfallrisiken treffen, wobei diese durch die Abtretung der Endnutzer-Mietverträge und das Recht zur Übertragung des Vermietungsgeschäfts auf eine andere Vermietungsgesellschaft wirksam minimiert wurden. Zum Abschlussstichtag bestehen keinerlei wirtschaftliche Bedenken bezüglich des Wechselkoffervermietmanagers.
Für das Geschäftsjahr 2018 sieht die Unternehmensplanung der Gesellschaft die Realisierung von Umsätzen in Höhe von TEUR 4.318 vor.
Hinsichtlich der Zinsaufwendungen (aus den laufenden „Mietauszahlungen“ an die Anleger) geht die Gesellschaft von einem voraussichtlichen Gesamtaufwand in Höhe von TEUR 1.189 für das kommende Geschäftsjahr aus.
Insgesamt rechnet die Gesellschaft nach Berücksichtigung von Abschreibungen und sonstigen Kosten mit einem Jahresergebnis in Höhe von TEUR -1.173 für das Geschäftsjahr 2018.
Nach dem Auslaufen der Angebotsfrist für die Vermögensanlage „Wechselkoffer Euro Select 4“ wird die Gesellschaft keine weiteren Vermögensanlagen vertreiben.
Auf Grundlage des gesamten Planungshorizonts für die Direktinvestments ergibt sich in der 5-Jahres-Prognose insgesamt ein positives Unternehmensergebnis für die Gesellschaft. Entsprechend der Planungsrechnungen des Unternehmens werden die aus der Anlaufphase resultierenden Buchverluste im weiteren Zeitablauf dadurch ausgeglichen, dass die Gesellschaft zukünftig Überschüsse aus der laufenden Vermietung der Wechselkoffer realisieren und zum Ende der Laufzeit des jeweiligen Wechselkofferangebotes Erträge aus der Veräußerung des Sachanlagevermögens (Realisierung der sich im Zeitablauf aufbauenden stillen Reserven) erwirtschaften wird.
6. Ergänzende Angaben und Informationen nach dem Vermögensanlagengesetz
Folgende Angaben sind nach § 24 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 VermAnlG ergänzend in den Lagebericht aufzunehmen: der Komplementärin stehen für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2017 als Haftungsentgelt fixe Vergütungen in Höhe von EUR 2.040 zu. Weiterhin bezog die Komplementärin variable Vergütungen in Höhe von EUR 1.469.233,61. Die Höhe der variablen Vergütungen bemisst sich ausschließlich an der Anzahl der verkauften Wechselkoffer. So stellt die Gesellschaft sicher, dass sie jederzeit in der Lage ist, ihre Verpflichtungen zu erfüllen, auch wenn weniger Ausrüstungsgegenstände als geplant veräußert werden können.
Aus der variablen Vergütung zahlt die Komplementärin sämtliche Konzeptions- und Erstellungskosten, die bei der Erstellung und Billigung der Verkaufsprospekte anfallen. Die Komplementärin trägt damit das komplette wirtschaftliche Risiko für diese Kosten, sofern weniger Ausrüstungsgegenstände als geplant veräußert werden können.
Außerdem werden die externen Vertriebspartner, die die Komplementärin mit dem Vertrieb der Wechselkoffer beauftragt hat, von der Komplementärin aus der variablen Vergütung bezahlt.
Der Operator der Gesellschaft, die Axis Intermodal Deutschland GmbH, bezog im Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 ausschließlich variable Vergütungen in Höhe von EUR 210.397,28, die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst wurden. Die Vergütung des Operator ist streng einnahmenorientiert, so dass eine Vergütung nur auf tatsächlich vereinnahmte Beträge geleistet wird und eine Interessensgleichheit mit der Gesellschaft besteht.
Die oben dargestellten Vergütungen ergeben sich auf Grundlage der in der Finanzbuchhaltung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 erfassten Buchungen.
In Bezug auf die Angaben nach § 24 Abs. 1 Satz 3 Nr. 2 VermAnlG im Lagebericht ist festzustellen, dass die Gesellschaft weder Führungskräfte noch Mitarbeiter beschäftigt hat und insofern keine berichtspflichtigen Angaben vorliegen.
Hamburg, den 9. Juni 2018
Geschäftsführer Solvium Capital GmbH Komplementärin der Gesellschaft
1 Bundesverband Paket & Express Logistik (BIEK) (2017): KEP-Studie 2017 – Analyse des Marktes in Deutschland, S.8
2 Ebd., S.11
3 Ebd., S.13
4 Ebd., S.13
A. Anlagevermögen 22.869.742,00 8.090.461,28
I. Sachanlagen 22.869.742,00 8.090.461,28
B. Umlaufvermögen 3.748.790,02 505.380,76
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.381.422,09 434.771,33
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 367.367,93 70.609,43
C. nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 3.653.000,08 894.752,02
I. nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Verlustanteil von Kommanditisten 3.653.000,08 894.752,02
Bilanzsumme, Summe Aktiva 30.271.532,10 9.490.594,06
A. Eigenkapital 100,00 0,00
I. Kapitalanteile 100,00 0,00
1. Kapitalanteile der Kommanditisten 100,00 0,00
B. Rückstellungen 10.850,00 9.350,00
C. Verbindlichkeiten 30.260.582,10 9.481.244,06
davon mit Restlaufzeit bis 1 Jahr 7.414.606,29 928.901,26
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 22.845.975,81 8.552.342,80
Bilanzsumme, Summe Passiva 30.271.532,10 9.490.594,06
EUR 1.2.2016 – 31.12.2016
1. Rohergebnis 2.306.147,37 280.631,18
2. Abschreibungen 2.594.975,00 404.284,20
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.594.975,00 404.284,20
3. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.780.345,58 651.986,88
4. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 32.783,33 0,00
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 721.758,18 119.412,12
6. Ergebnis nach Steuern -2.758.148,06 -895.052,02
7. Jahresfehlbetrag 2.758.148,06 895.052,02
Firmenname laut Registergericht: Solvium Intermodale Vermögensanlagen GmbH & Co. KG
Firmensitz laut Registergericht: Hamburg
Register-Nr.: HRA 119 841
Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer kleinen Personengesellschaft gemäß § 264a Abs. 1 i. V. mit § 267 Abs. 1 HGB auf.
Als Emittentin von Vermögensanlagen mit Sitz im Inland, unterliegt die Gesellschaft den Vorschriften des Vermögensanlagegesetzes. Sie hat für den Jahresabschluss die Bestimmungen des Ersten Unterabschnitts des Zweiten Abschnitts des Dritten Buches des Handelsgesetzbuchs und für den Lagebericht die Bestimmungen des § 289 HGB einzuhalten. § 264 Absatz 1 Satz 4 Halbsatz 1, Absatz 3, 4 und § 264b des HGB sind nicht anzuwenden.
Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des Vermögenanlagengesetztes aufgestellt. Die vorliegende Gliederung des Jahresabschlusses enthält gegenüber der Gliederung nach den Vorschriften des HGB keine Besonderheiten. Die Gesellschaft hat von den größenabhängigen Erleichterungen, soweit dies von den Vorschriften des Vermögensanlagengesetzes vorgesehen ist, Gebrauch gemacht.
Von den Erleichterungen bei der Aufstellung des Anhangs gemäß § 288 HGB macht die Gesellschaft keinen Gebrauch. Von einer Aufstellung des Lageberichts gem. § 264 Abs. 1 Satz 4 HGB i. V. mit § 264b HGB ist die Gesellschaft aufgrund der Vorschriften des Vermögensanlagengesetzes nicht befreit.
Die Gesellschaft wurde im Vorjahr gegründet bzw. hat zum 1. Februar 2016 ihren Geschäftsbetrieb aufgenommen, das Vorjahr bildete insofern ein Rumpfgeschäftsjahr. Außerdem wurden die von der Solvium Intermodale Vermögensanlagen GmbH & Co. KG emittierten Vermögensanlagen erstmals im weiteren Verlauf des Rumpfgeschäftsjahres 2016 angeboten. Daher sind die Vorjahreszahlen/-angaben entsprechend nur eingeschränkt vergleichbar.
Die im Sachanlagevermögen unter der Position ,,Andere, Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung“ erfassten Vermögensgegenstände (Wechselkoffer) werden der Gesellschaft als wirtschaftlicher Eigentümerin zugerechnet.
Die Wechselkoffer wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert.
Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände bzw. im Falle von gebrauchten Wechselkoffern mindestens entsprechend der regelmäßig vereinbarten Vertragslaufzeit des mit den Anlegern abgeschlossenen Kauf- und Mietvertrags linear vorgenommen.
Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände sowie Verbindlichkeiten wurden mit den sich aus den Vorschriften §§ 252 und 253 Absatz 1 HGB ergebenden Werten angesetzt. Die Rückstellungen wurden gem. § 253 Absatz 1 Satz 2 HGB in der Höhe gebildet, dass alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind, berücksichtigt sind.
Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro
Der Jahresabschluss enthält keine auf fremde Währung lautenden Sachverhalte, die in Euro umzurechnen waren.
Bilanzpositionen Aktiva
Die Gesellschaft hat seit Aufnahme ihrer operativen Geschäftstätigkeit im Vorjahr mit mehreren Kaufverträgen zum Anlagevermögen gehörende Wechselkoffer zu Anschaffungskosten in Höhe von insgesamt Euro 25.861.476,40 (Vorjahr: Euro 6.740.319,20) erworben. Dabei handelt es sich um die Anschaffung von neuwertigen sowie gebrauchten Vermögensgegenständen.
Neuwertig erworbene Wechselkoffer werden über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Für gebraucht erworbene Wechselkoffer wird entsprechend ihres Alters eine kürzere Nutzungsdauer, jedoch mindestens eine Nutzungsdauer entsprechend der vereinbarten Vertragslaufzeit des mit den Anlegern abgeschlossenen Kauf- und Mietvertrags, berücksichtigt.
Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel (vgl. Anlage zum Anhang) zu entnehmen.
Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres: Euro 402.868,20. Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: Euro 2.594.975,00
Für den Erwerb von Vermögensgegenständen im abgelaufenen Geschäftsjahr leistete die Gesellschaft im vorangegangenen Geschäftsjahr Anzahlungen. Am Bilanzstichtag betrugen die Anzahlungen Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 1.753.010,28).
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen Euro 312.499,22 (Vorjahr: Euro 75.394,91) und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Im Zeitpunkt der Jahresabschlusserstellung waren die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vollständig ausgeglichen.
Die Forderungen gegen persönlich haftenden Gesellschafter in Höhe von Euro 1.790.645,33 (Vorjahr: Euro 0,00) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Bei dieser Bilanzposition handelt sich im Wesentlichen um ein gewährtes Darlehen gegenüber der Komplementärin sowie den daraus resultierenden Zinsansprüchen 2017. Das Darlehen wurde kurze Zeit nach dem Bilanzstichtag getilgt.Die für das Darlehen anfallenden Zinsen wurden vollständig bezahlt.
Die sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr betragen Euro 1.278.277,54 (Vorjahr: Euro 359.376,42) und berücksichtigen im Wesentlichen die sich für die Voranmeldungszeiträume November und Dezember 2017 ergebenden Umsatzsteuerguthaben in Höhe von Euro 1.254.964,42 (Vorjahr: Euro 359.376,42) sowie Forderungen in Höhe von Euro 12.300,00 (Vorjahr: Euro 0,00) gegenüber einer anderen Solvium-Gesellschaft im Zusammenhang mit dem aus einem Anschlussvertrag eines Anlegers resultierenden Investitionsbetrag. Die sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 0,00).
Die Bilanzposition Guthaben bei Kreditinstituten berücksichtigt in Höhe von Euro 367.367,93 (Vorjahr: Euro 70.609,43) den ausgewiesenen Saldo des Kontokorrentkontos. Der ausgewiesene Guthabensaldo stimmt – unter Berücksichtigung zeitlicher Buchungsdifferenzen – mit den Rechnungsabschlüssen des Kreditinstitutes zum Bilanzstichtag überein.
Das Eigenkapital der Gesellschaft wird nach Verrechnung mit den aufgelaufenen Jahresergebnissen unter der Position „Nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Fehlbetrag“ ausgewiesen. Es handelt sich dabei um durch Verluste entstandenes negatives Kapital.
Das Kommanditkapital entwickelt sich wie folgt:
Einlagen (Festes Kapitalkonto) 300,00
Kapitalanteile Kommanditisten (Variables Kapitalkonto) per 31.12.2016 – 895.052,02
Jahresfehlbetrag Geschäftsjahr 2017 – 2.758.148,06
Kapitalanteile Kommanditisten (Variables Kapitalkonto) per 31.12.2017 – 3.652.900,08
Die Geschäftsführung geht für die Gesellschaft von einer positiven Fortbestehensprognose aus. Diesbezüglich wird auf die Erläuterungen unter Nr. 5 im Lagebericht verwiesen (Prognosebericht).
In folgender Höhe bestehen Hafteinlagen gemäß § 172 Absatz 1 HGB, die vollständig eingezahlt wurden.
Kommanditisten Euro
André Wreth 100,00
Marc Schumann 100,00
Christian Petersen 100,00
Bilanzpositionen Passiva
Die Bilanzposition sonstige Rückstellungen setzt sich wie folgt zusammen:
01.01.2017 Verbrauch Auflösung Zugang 31.12.2017
Prüfung/Erstellung Jahresabschluss 8.200,00 – 8.200,00 0,00 8.500,00 8.500,00
Aufbewahrung 1.000,00 0,00 0,00 1.200,00 2.200,00
Bafin Nachtrag 100,00 – 56,00 – 44,00 100,00 100,00
Bundesanzeiger Jahresabschluss 50,00 – 25,00 -25,00 50,00 50,00
9.350,00 – 8.281,00 -69,00 9.850,00 10.850,00
Es werden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr in Höhe von Euro 4.876.572,59 (Vorjahr: Euro 36.889,23) und mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren in Höhe von Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 0,00) berücksichtigt. Diese Verbindlichkeiten stehen im Zusammenhang mit dem Erwerb von Vermögensgegenständen.
Die Gesellschaft weist sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr in Höhe von Euro 29.450,19 (Vorjahr: Euro 0,00) aus. Diese Bilanzposition berücksichtigt im Wesentlichen die Geschäftsführungsvergütung Dezember 2017 und war im Zeitpunkt der Jahresabschlusserstellung vollumfänglich ausgeglichen.
Die Gesellschaft bietet Anlegern Vermögensgegenstände zum Erwerb an. Die Anleger erwerben das zivilrechtliche Eigentum an den entsprechenden Vermögensgegenständen und vermieten diese für eine vereinbarte Dauer an die Gesellschaft. Die Mietdauer richtet sich nach vereinbarten Vertragslaufzeit in den jeweils zwischen der Gesellschaft und dem Anleger individuell abgeschlossenen Mietvertrag.
Daraus resultierend weist die Gesellschaft sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt Euro 25.354.559,32 (Vorjahr: Euro 9.444.354,83) aus. Diese haben in Höhe von Euro 2.508.583,51 (Vorjahr: Euro 892.012,03) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und berücksichtigen die im Folgejahr zu leistenden Tilgungen an Anleger. Die sonstigen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen Euro 19.494.242,77 (Vorjahr: Euro 8.552.342,80) und berücksichtigen die sich nach dem Geschäftsjahr 2018 aus den mit Anlegern geschlossenen Vereinbarungen ergebenden Verpflichtungen.
Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren beträgt Euro 3.351.733,04 (Vorjahr: Euro 0,00).
Angaben über die Geschäftsführung
Die Geschäftsführung erfolgt durch die Komplementärin, die Solvium Capital GmbH. Sie hat vertragsgemäß keine Einlage geleistet und nimmt am Gewinn und Verlust der Gesellschaft nicht teil. Das Stammkapital der Komplementärin beträgt Euro 55.000,00.
Herr André Wreth, Kaufmann, Hamburg
Gewährte Darlehen an die Komplementärin
Der Solvium Capital GmbH wurden in 2017 insgesamt Euro 1.750.000,00 als kurzfristiges Darlehen mit einem Zinssatz von 6,00% p.a. überlassen. Das Darlehen valutiert zum Bilanzstichtag in Höhe von EUR 1.750.000,00 zuzüglich hierauf entfallender Zinsansprüche in Höhe von 32.783,33 Euro und wurde kurze Zeit nach dem Bilanzstichtag in einer Summe (entsprechend Fälligkeit) zurückgeführt. Die für das Darlehen anfallenden Zinsen wurden vollständig bezahlt.
Angabe der Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer
Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtszeitraum keine Arbeitnehmer.
Hamburg, den 8. Juni 2018
Marc Schumann André Wreth
Anschaffungs- Herstellungskosten 01.01.2017
EUR Zugänge Abgänge-
EUR kumulierte Abschreibungen 31.12.2017
EUR Abschreibungen Zuschreibungen- vom 01.01.2017 bis 31.12.2017
EUR Buchwert 31.12.2017
EUR Buchwert 31.12.2016
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.740.319,20 19.170.782,00 2.991.734,40 2.594.975,00 22.869.742,00 6.337.451,00
49.624,80-
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.753.010,28 0,00 0,00 1.753.010,28
1.753.010,28-
8.493.329,48 19.170.782,00 2.991.734,40 2.594.975,00 22.869.742,00 8.090.461,28
1.802.635,08-
Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beträgt 29.450,19 EUR. Der Betrag der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gegen Gesellschafter beträgt 1.790.645,33 EUR.
1.2.2016 – 31.12.2016
Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beträgt 0,00 EUR. Der Betrag der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gegen Gesellschafter beträgt 0,00 EUR.
Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid)
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2017 der Solvium Intermodale Vermögensanlagen GmbH & Co. KG ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017 der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Unternehmens so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens beschrieben sind.
Marc Schumann, Kaufmann, Hamburg
Andre Wreth, Kaufmann, Hamburg
Der Jahresabschluss wurde am 12.06.2018 festgestellt.
An die Solvium Intermodale Vermögensanlagen GmbH & Co. KG, Hamburg
Wir haben den Jahresabschluss ‑‑bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang‑‑ unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Solvium Intermodale Vermögensanlagen GmbH & Co. KG, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 geprüft.
Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften unter Berücksichtigung der Vorschriften des Vermögensanlagengesetzes (VermAnlG) und der ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 25 VermAnlG i.V.m. § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf den Jahresabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und den Lagebericht wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsleitung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht hin. Dort ist in Abschnitt „5. Prognosebericht“ ausgeführt, dass entsprechend der Planungsrechnungen des Unternehmens die aus der Anlaufphase resultierenden Buchverluste im weiteren Zeitablauf dadurch ausgeglichen werden, dass die Gesellschaft zukünftig Überschüsse aus der laufenden Vermietung der Wechselkoffer realisieren und zum Ende der Laufzeit des jeweiligen Wechselkofferangebotes Erträge aus der Veräußerung des Sachanlagevermögens (Realisierung der sich im Zeitablauf aufbauenden stillen Reserven) erwirtschaften wird.
Hamburg, den 29. Juni 2018
EBS Treuhand GmbH
Entringer, Wirtschaftsprüfer
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Goldstar Management Services- der LV Ankauf Hoffen und warten
Jean-Marc Kuntz 9. August 2019
aus dem Bericht verstehe ich nicht, wo das Problem mit dieser Anlage ist?
Der Titel lautet „Lohnt es sich überhaupt noch, in diese Investments bei Solvium zu investieren?“
eine Antwort auf diese Frage konnte ich aus ihrem lange bericht nicht entnehmen.

References: § 24
 § 24
 § 264
 § 267
 § 289
 § 264
 § 264
 § 288
 § 264
 § 264
 § 253
 § 172
 § 25
 § 317