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Timestamp: 2020-05-30 18:09:07+00:00

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BMF v. 10.01.2019 - IV A 3 - S 0338/17/10007 - NWB Datenbank
BMF v. 10.01.2019 - IV A 3 - S 0338/17/10007 BStBl 2019 I S. 2
Aufhebung der Aussetzung der Steuerfestsetzung hinsichtlich § 8c Satz 1 KStG a. F. sowie des § 8c Absatz 1 Satz 1 KStG a. F.;
Bezug: BMF, Schreiben v. 15. 1. 2018 (BStBl 2018 I S. 2)
Bezug: BMF, Schreiben v. 18. 6. 2018 (BStBl 2018 I S. 702)
Die Vorschrift des § 8c Satz 1 KStG (in der Fassung des Unternehmensteuerreformgesetzes 2008 vom 14. August 2007 , BGBl 2007 I S. 1912 [§ 8c Satz 1 KStG a. F.]) sowie des § 8c Absatz 1 Satz 1 KStG (in der Fassung des Gesetzes zur Modernisierung der Rahmenbedingungen für Kapitalbeteiligungen vom 12. August 2008 , BGBl 2008 I S. 1672, und den nachfolgenden Fassungen bis zum Inkrafttreten des Gesetzes zur Weiterentwicklung der steuerlichen Verlustverrechnung bei Körperschaften vom 20. Dezember 2016 , BGBl 2016 I S. 2998 [§ 8c Absatz 1 Satz 1 KStG a. F.]) werden durch Artikel 6 des Gesetzes zur Vermeidung von Umsatzsteuerausfällen beim Handel mit Waren im Internet und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften vom 11. Dezember 2018 (fortan UStAVermG), BGBl 2018 I S. 2338, rückwirkend ab dem 1. Januar 2008 ersatzlos aufgehoben.
Mit der Neuregelung wird der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 29. März 2017 ( 2 BvL 6/11 , BGBl 2017 I S. 1289) Rechnung getragen. Darin hatte das Gericht die Verfassungswidrigkeit der Verlustabzugsbeschränkung nach § 8c Satz 1 KStG a. F. bzw. § 8c Absatz 1 Satz 1 KStG a. F. festgestellt und hatte den Gesetzgeber verpflichtet, sie bis zu einer gesetzlichen Neuregelung nicht anzuwenden. Zur Umsetzung dieses Beschlusses wurden die Vorschriften § 8c Satz 1 KStG a. F. bzw. § 8c Absatz 1 Satz 1 KStG a. F. bei Festsetzungen der Körperschaftsteuer und des Gewerbesteuer-Messbetrags für Veranlagungs- bzw. Erhebungszeiträume 2008 bis 2015 und bei abweichendem Wirtschaftsjahr und einem schädlichen Beteiligungserwerb i. S. v. § 8c Satz 1 KStG a. F. bzw. § 8c Absatz 1 Satz 1 KStG a. F. vor dem 1. Januar 2016 auch für den Veranlagungs- bzw. Erhebungszeitraum 2016 nach § 165 Absatz 1 Satz 2 Nr. 2 i. V. m. Satz 4 AO ausgesetzt. Entsprechendes galt bei gesonderten Feststellungen nach §§ 2a, 10d, § 15 Absatz 4, §§ 15a, 15b EStG, § 4h EStG in Verbindung mit § 8a KStG, § 14 Absatz 5 KStG, § 10 Absatz 3 Satz 5 AStG und § 10a GewStG für Feststellungszeitpunkte 31. Dezember 2008 bis 31. Dezember 2015 .
Mit dem Inkrafttreten des UStAVermG am 15. Dezember 2018 ist der Grund für die vorläufige Aussetzung der Anwendung von § 8c Satz 1 KStG a. F. bzw. § 8c Absatz 1 Satz 1 KStG a. F. entfallen.
In der Anlage zum BMF-Schreiben vom 15. Januar 2018, BStBl 2018 I S. 2, die zuletzt durch BMF-Schreiben vom 18. Juni 2018, BStBl 2018 I S. 702, geändert worden ist, wird der Abschnitt B (Aussetzung der Steuerfestsetzung) mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Ein Ruhenlassen außergerichtlicher Rechtsbehelfsverfahren kommt insoweit nicht mehr in Betracht.
Der Vorläufigkeitsvermerk gemäß Nummer 2 ist im Rahmen der verfahrensrechtlichen Möglichkeiten sämtlichen Einkommensteuerfestsetzungen für Veranlagungszeiträume ab 2001 mit einer Prüfung der Steuerfreistellung nach § 31 EStG sowie den mit derartigen Einkommensteuerfestsetzungen verbundenen Festsetzungen des Solidaritätszuschlags und der Kirchensteuer beizufügen. In Rechtsbehelfsverfahren gegen die Festsetzung der Einkommensteuer, des Solidaritätszuschlags und der Kirchensteuer für den Veranlagungszeitraum 2014 gestellten Anträgen auf Aussetzung der Vollziehung (§ 361 AO, § 69 Absatz 2 FGO) ist zu entsprechen, soweit unter Berücksichtigung eines um 72 Euro erhöhten Kinderfreibetrags je Kind die Steuer herabzusetzen wäre und im Übrigen die Voraussetzungen des § 361 AO oder des § 69 FGO erfüllt sind. Ein Einkommensteuerbescheid ist hinsichtlich des Kinderfreibetrags kein Grundlagenbescheid für die Festsetzung des Solidaritätszuschlags und der Kirchensteuer ( BFH-Urteile vom 27. Januar 2011, III R 90/07 , BStBl 2011 II S. 543, und vom 15. November 2011, I R 29/11 , BFH/NV 2012 S. 921); § 361 Absatz 3 Satz 1 AO und § 69 Absatz 2 Satz 4 FGO sind daher insoweit nicht anwendbar.
(aufgehoben)”
BMF v. 10.01.2019 - IV A 3 - S 0338/17/10007
BStBl 2019 I Seite 2
AO-StB 2019 S. 34 Nr. 2
DB 2019 S. 156 Nr. 4
DStR 2019 S. 107 Nr. 3
DStZ 2019 S. 133 Nr. 5
FR 2019 S. 145 Nr. 3
GmbHR 2019 S. 259 Nr. 5
HAAAH-05130
Track 23 | Außergewöhnliche Belastungen: Verfassungsmäßigkeit der zumutbaren Belastung bei Krankheitskosten, Steuern mobil 8/2019
Track 18-19 | Außergewöhnliche Belastungen: Gesetzliches Abzugsverbot für Diätverpflegung auf dem Prüfstand, Steuern mobil 6/2019

References: § 8
 § 8
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 § 8
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 § 8
 § 8
 § 8
 § 8
 § 165
 § 15
 § 4
 § 8
 § 14
 § 10
 § 10
 § 8
 § 8
 § 31
 § 69
 § 361
 § 69
 § 361
 § 69