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Timestamp: 2020-01-28 04:27:58+00:00

Document:
OLG Hamburg - Beschluss vom 29.12.2017
12 WF 111/17
FamFG § 9 Abs. 1 Nr. 3 ; FamFG § 151 ; BGB § 1631 Abs. 2 ; BGB § 1671 ; BGB § 1684 Abs. 1 ;
FuR 2019, 228
AG Hamburg-Altona, vom 15.02.2017 - Vorinstanzaktenzeichen 351 F 34/17
OLG Hamburg, Beschluss vom 29.12.2017 - Aktenzeichen 12 WF 111/17
DRsp Nr. 2018/13194
1. Ein mindestens 14 Jahre altes, minderjähriges Kind ist in einem Umgangsverfahren, in dem es um die Verhängung einer Kontaktsperre gegenüber den Eltern geht, gem. § 9 Abs. 1 Nr. 3 FamFG verfahrensfähig, soweit es eine Verletzung seines Rechts auf gewaltfreie Erziehung aus § 1631 Abs. 2 BGB geltend macht. 2. Das somit verfahrensfähige minderjährige Kind ist rechtlich befugt, einen Rechtsanwalt zu mandatieren und Verfahrenskostenhilfe zu beantragen. 3. Besteht ein tiefgreifendes Zerwürfnis mit beiden Elternteilen, so ist dem Kind nicht zuzumuten, diese vorher auf Verfahrenskostenvorschuss in Anspruch zu nehmen.

References: § 9
 § 151
 § 1631
 § 1671
 § 1684
 § 9
 § 1631