Source: https://anlegerbeteiligungen.wordpress.com/2016/06/
Timestamp: 2018-07-16 12:05:09+00:00

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June | 2016 | anleger-beteiligungen.de
June 29, 2016 anleger-beteiligungen.de	Leave a comment
Der Anbieter muss also zum Verkaufsprospekt ein Vermögensanlagen-Informationsblatt (VIB) für die Vermögensanlage erstellen, bei der BaFin zusammen mit dem Kapitalmarktprospekt hinterlegen und an den Zahlstellen bereithalten. Das VIB muss auf maximal drei DIN-A4-Seiten kurz und verständlich über die angebotene Vermögensanlage informieren. Das VIB muss während der gesamten Dauer des öffentlichen Angebots in der aktuellen Fassung auf der Internetseite des Anbieters zugänglich sein. Die BaFin prüft allerdings den Inhalt des VIBs während des Prospektprüfungsverfahrens nicht. Hierauf muss der Anbieter im VIB auch hinweisen. Für Ihre Anlageentscheidung des Anlegers sollte also der Prospekt maßgeblich sein, der alle vorgeschriebenen Informationen umfasst.
Bei einem Vermögensanlagen-Informationsblatt (VIB) ohne Prospekt – so Dr. Horst Werner www.finanzierung-ohne-bank.de – gilt eine Hinterlegungspflicht bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ( BaFin ) nur unter besonderen Bedingungen. Ist die Erstellung eines Verkaufsprospekts nach § 2a oder § 2b Vermögensanlagengesetz n.F.( Prospektbefreiung bei Schwarmfinanzierungen und Prospektbefreiung bei sozialen und gemeinnützigen Projekten ) entbehrlich, kann die Hinterlegung des VIB per Post oder per Telefax erfolgen. Alternativ ist eine elektronische Hinterlegung über das Melde- und Veröffentlichungsportal (MVP-Portal) möglich. Nach einmaliger Anmeldung zu dem Fachverfahren Prospekte ( WpPG/ VermAnlG ) können so die Dokumente sicher und verschlüsselt an die BaFin übermittelt werden. In diesem Fall muss das VIB u.a. folgenden Hinweis enthalten: „Für die Vermögensanlage wurde kein von der BaFin gebilligter Verkaufsprospekt erstellt. Weitergehende Informationen erhält der Anleger unmittelbar vom Anbieter oder Emittenten der Vermögensanlage.”
Es findet keine inhaltliche Überprüfung des Vermögensanlagen-Informationsblatts (VIB) durch die BaFin statt.Aufgrund der Entscheidung des Gesetzgebers findet eine Kontrolle des VIB durch die BaFin nur nach formalen Kriterien statt, beispielsweise daraufhin, ob die Seitenbegrenzung ( nicht mehr als drei DIN-A4-Seiten ) beachtet wurde, ob Angaben zur Identität des Anbieters aufgenommen wurden und keine sonstigen offensichtlichen Mängel vorliegen. Das VIB muss für die Dauer des öffentlichen Angebots auf der Internetseite des Anbieters zugänglich sein und bei den im Verkaufsprospekt
Negativzinsen vermeiden und gleichzeitig relativ sichere, höhere Zinsen erhalten
Die Zinsen sind für lange Zeit auf dem Nullpunkt und es drohen sogar sogen. Negativzinsen, die es zu vermeiden gilt. Der wöchentlich erscheinende Investoren-Brief hilft Anlegern und Investoren mit interessanten Beteiligungsangeboten gefährdetes Bargeld in Sachwert-Beteiligungen so anzulegen, dass das Geld vor Negativzinsen der Banken auch morgen noch sicher ist ( siehe: www.investoren-brief.de ) ! In dem jeden Donnerstag erscheinenden Investoren-Brief informiert die Dr. Werner Financial Service AG über interessante, neue Beteiligungsangebote, Sachwertangebote und das Neueste auf dem Finanzmarkt und aktuelle Entwicklungen in der Steuerrechtsprechung.
Unter Negativzinsen versteht man nach Wikipedia „Zinsen, mit denen ein Guthaben prozentual belastet wird. Wirtschaftlich gesehen sind es Minuszinsen, die auf Guthaben erhoben werden können und vom Gläubiger gezahlt werden müssen oder von der Rückzahlung des Guthabens abgezogen werden“. Bei diesem Minuszins, der auch Strafzins genannt wird, verliert der Kapitalgeber ( also der Sparer bzw. Sparkonten- oder Festzinskonten-Inhaber ) über einen bestimmten Zeitraum einen gewissen Prozentsatz seines Gelds, der dem Kapitalnehmer ( der Bank ) gutgeschrieben wird. Um diesen Kosten zu entgehen, können Geldguthaben so in Sachwerte ( außerhalb der Banken ) angelegt werden, dass der zwangsweise Abzug von Minuszinsen nicht möglich ist. Gleichzeitig werden relativ sichere, grundschuldbesicherte Darlehensanlagen geboten, die deutlich mehr – teilweise bis zu 7 % p.a. – bieten als die „Nullzinsen“ der Banken. Wer die richtige Anlagewahl trifft, entgeht der möglichen Belastung mit Negativzinsen und erhält sogar noch einen sehr ansehnlichen positiven Zinsertrag, ohne spekulieren zu müssen.
Mit bonitätsmäßig starken, mittelständischen Unternehmen können auch kurzfristige Geldanlagen – ab einem Jahr – vereinbart werden. Meist besteht die Wahl zwischen viertel-, halbjährlichen oder jährlichen Zinsausschüttungen oder die Wahl von thesaurierenden Anlagen mit Zins- und Zinseszinseffekt und einer endfälligen Ausschüttung und Kapitalrückzahlung.
Noch zieren sich die meisten Banken von Kleinsparern einen Zinsabschlag auf Kontoeinlagen zu verlangen. Weiter sind bereits die deutschen Finanzämter: Sie haben für sich bereits festgelegt, was passiert, wenn Kunden künftig dafür zahlen müssen, dass sie Geld bei ihrer Bank auf ein Konto einzahlen. Die Verluste aus Negativzinsen dürfen nicht als Werbungskosten beim Finanzamt abgesetzt werden.
Die prospektfreien Bereichsausnahmen ( Bagatellgrenzen ) bei den mezzaninen Finanzinstrumenten
June 15, 2016 anleger-beteiligungen.de	1 comment
Nachrangdarlehen und partiarische Darlehen gehören gemäß § 1 Abs. 2 Nr. 3 und 4 Vermögensanlagengesetz n.F. ab dem 10. Juli 2015 zu den Vermögensanlagen als Finanzinstrumente, für die die u.g. Bereichsausnahmen ebenfalls gelten, wonach u.a. eine Prospektpflicht nicht besteht, sofern nicht mehr als 20 Nachrang-Darlehensanteile platziert werden. Diese „Geringfügigkeitsgrenze“ für Vermögensanlagen wurde jetzt auch entsprechend einer klarstellenden Mitteilung der BaFin für Nachrangdarlehen bestätigt ( BaFin-Information von Anfang Juli 2015 ), so dass Nachrangdarlehen und partiarische Darlehen außerhalb von Crowdfunding-Portalen in gewissem Umfang frei platziert werden dürfen, soweit eben nicht mehr als 20 Nachrangdarlehens-Anteile “verkauft” werden. Die Höhe der dabei platzierten Nachrangdarlehensanteile ist ohne Bedeutung, so dass bei den 20 Anteilen keine Betrags- bzw. Volumen-Beschränkungen bestehen. Soweit es mehr als 20 Nachrangdarlehens-Anteile sind, ist der Verkauf bis zu Euro 2,5 Mio. nur über Crowdfunding-Portale prospektfrei möglich, wobei der einzelne Anleger nicht mehr als Euro 10.000,- zeichnen darf. Gem. § 2 Abs. 1 Nr. 3 c) VermAnlG bleiben Nachrangdarlehen ab einer Mindestbeteiligung von Euro 200.000,- sogar wieder in Gänze prospektfrei bzw. BaFin-frei.
Die Beteiligungskapital-Beschaffung ohne BaFin-Prospekt: Mit dem Abschnitt I des Vermögensanlagengesetzes wird der Geltungsbereich des Vermögensanlagengesetzes zunächst auch auf Nichtwertpapiere ausgedehnt ( § 1 Abs. 2 Nr. 1 – 7 VermAnlG n.F. ). Dies sind z.B. die nicht wertpapierverbrieften stillen Beteiligungen, vinkulierte Namensgenussrechte, Namensschuldverschreibungen, partiarische Darlehen, Nachrangdarlehen, Direktinvestments oder KG-Anteile. Davon gibt es gem. § 2 Abs. 1 Nr. 3 – 9 VermAnlG acht Ausnahmetatbestände von der Prospektpflicht ( Bereichsausnahmen ), soweit die gesetzlichen Eingreifkriterien unterschritten werden. Prospekt- und BaFin-frei sind:
(b) mehr Beteiligte, jedoch bei einem maximalen Beteiligungs- Gesamtbetrag bis Euro 100.000,– innerhalb von 12 Monaten
(c) jeder Kapitalgeber mit einer Mindestbeteiligung von über Euro 200.000,– und
(d) bei Wertpapieren bei einer Mindestzeichnungssumme von über Euro 100.000,– siehe WpPG § 3 Abs. 2 Ziff. 3 gezeichnet werden.
Angebote an qualifizierte Anleger (z.B. Wertpapierhändler) und/oder bei Wertpapieren an unter 150 nicht qualifizierte Anleger ( = Privatanleger ) – siehe § 3 Abs. 2 Ziff. 2 WpPG
Anlageangebote, für die schon ein genehmigter Verkaufs-Prospekt besteht
Beteiligungsangebote an einen bestimmten Personenkreis wie Arbeitnehmer ( = Mitarbeiterbeteiligung ) einschließlich der verbundenen Unternehmen
June 15, 2016 anleger-beteiligungen.de	Leave a comment
– Keine Erträge aber Steuern –
Durch die inszwischen lang anhaltende Niedrigzinsphase geraten die klassischen Kapitalversicherungen und die privaten Rentenversicherungen immer mehr „unter die Räder“.
Nach Feststellungen des Analysehauses Morgen & Morgen müssen Neukunden im Durchschnitt 23 Jahre sparen, um garantiert im Plus zu landen. Dabei kommt den Kosten der Versicherer eine immer größere Bedeutung zu.
Aber mit dem niedrigen Zins und den damit verbundenen Renditeproblemen ist es nicht getan. Über Jahrzehnte hatte die Versicherungswirtschaft steuerliche Privilegien. Zwar wurden die Beiträge weitgehend aus versteuerten Einkommen bezahlt, in der Auszahlungsphase jedoch wurden die Erträge nur mit einem pauschalisierten Ertragsanteil der Steuer unterworfen. Nach dem Einkommensteuergesetz kann der Gesetzgeber diese Regelung treffen.
Für viele Versicherte hatte das lange Zeit steuerliche Vorteile. So zahlt zum Beispiel ein 65 Jahre alter Versicherter auf 18 Prozent seiner Rente seinen persönlichen Steuersatz und lag damit in der Regel besser als in der echten Besteuerung von Kapitaleinkünften bzw. später mit dem pauschalen Abgeltungssatz von 25 Prozent.
Das hat sich inzwischen durch die Niedrigzinsphase oftmals ins Gegenteil gewandelt. Beispielregelungen haben ergeben dass die „echten Ertragsanteile“ bis ungefähr ins Jahr 2006 über den pauschalierten 18 Prozent lagen. Sie betrugen beispielsweise im Jahr 1996 noch über 48 Prozent und im Jahr 2001 immerhin noch runde 35 Prozent. Inzwischen liegt der „echte Ertragsanteil“ im Minusbereich. Der Versicherte versteuert also Erträge, die die Versicherungspolice garnicht erwirtschaftet hat.
Die somit entstandene „Doppelbesteuerung“ sollte ja eigentlich durch die Pauschalisierung vermieden werden.
Während einige Stimmen hier Handlungsbedarf sehen, sieht das Bundesministerium keine Notwendigkeit, hier Änderungen vorzunehmen. Es gäbe nun einmal Phasen, in denen die pauschalisierten Ertragsanteile günstiger sind und eben auch Phasen, wo sie ungünstiger sind. Eine ständige Anpassung der Ertragsanteile sei zu aufwendig.
Wie auch immer, die inzwischen lang anhaltende Niedrigzinsphase führt immer wieder zu Verwerfungen in Bereichen, die man anfangs noch nicht „im Auge“ hatte.
June 8, 2016 anleger-beteiligungen.de	Leave a comment
– Können wir uns zufrieden zurücklehnen ? –
Auf den ersten Blick auf jeden Fall, liegen wir doch damit an der Spitze im Europäischen Wirtschaftsraum und auch in der Weltwirtschaft ganz vorn.
Auch die Zukunftsprognosen sind sehr gut. Wirtschaftsfachleute halten den Wirtschaftsaufschwung nach wie vor für „robust“. Die Deutsche Bundesbank erwartet für das laufende Jahr einen Anstieg der Wirtschaftsleistung von 1,7 Prozent und für 2017 ein Plus von 1,4 Prozent. Sie hat dabei die Prognosen vom Dezember 2015 leicht nach unten korrigiert.
Angesichts dieser Zahlen ist man doch schnell geneigt zu sagen: Dann ist doch alles in bester Ordnung.
Und hier setzen die warnenden Stimmen der Kritiker an. Sie verweisen darauf, dass die gute Konjunktur schnell das Gefühl vermittelt, uns geht’s doch „prima“ und damit den Weg freimacht, in eine „Selbstzufriedenheitsfalle“ zu tappen.
Die gute Konjunktur wird im Moment sehr stark von der Binnennachfrage getragen. Hier wirken sich insbesondere der günstige Euro-Kurs, die niedrigen Zinsen, der niedrige Ölpreis und die hohen Lohnabschlüsse positiv aus. Aber auf lange Sicht gesehen können wir vom Konsum allein nicht leben.
Gerade bei einer guten bis sehr guten Konjunkturlage verliert man schnell wichtige Punkte und Rahmenbedingungen aus den Augen. Die Exporte wachsen im Augenblick nur noch um zwei Prozent. Im Frühjahr war man noch von 3,5 Prozent ausgegangen. Gerade bei einer stark exportorientierten Wirtschaft wie in Deutschland ist es von großer Bedeutung, seine Wettbewerbsfähigkeit nicht zu verlieren. Ein kürzlich veröffentliches Ranking des IMD (International Institut for Management Development) zeigt, dass Deutschland in der Liste der internationalen Wettbewerbsfähigkeit um zwei Plätze auf Rang 12 abgerutscht ist. Nach Meinung der Experten hat Deutschland einen Teil seiner Stärke im internationalen Handel verloren.
Die Wirtschaftsexperten geben dabei der Regierung eine Mitschuld. So ist es nach deren Meinung teilweise versäumt worden, wichtige Rahmenbedingungen zu verbessern. Erfahrungsgemäß werden Regierungen schnell selbstzufrieden, wenn die Wirtschaft gut läuft. Man übersieht, dass Reformbedarf besteht und dass Maßnahmen dringend durchgeführt werden müssen, um den Anschluss nicht zu verlieren. Dazu kommt, dass nächstes Jahr Bundestagswahlen anstehen. Da hält man sich gern mit unpopulären Maßnahmen zurück oder verlegt populäre Maßnahmen in die kommende Legislaturperiode und macht damit Wahlkampf.
Innerhalb der nächsten zehn Jahre werden Millionen Arbeitsplätze aus demografischen Gründen frei. Hier besteht dringender Handlungsbedarf, denn nicht alle können mit jungen Leuten besetzt werden. Wenn man diese Lücken nicht schließen kann, zum Beispiel durch Zuwanderung, entsteht ein dramatischer Wohlstandsverlust.
Ein weiterer dringender Reformbedarf besteht bei der Belastung durch Steuern und Sozialabgaben. Deutschland belegt hier in beiden Bereichen einen Spitzenplatz.
Hier besteht also dringender Handlungsbedarf. Die Hauptaufgabe besteht dabei darin, die Steuern so zu bemessen, dass die Wirtschaft gedeiht, ohne die Finanzierung der staatlichen Aufgaben zu vernachlässigen.
Es gibt viel zu tun, hoffentlich nicht nur mit Wahlversprechen.
June 1, 2016 anleger-beteiligungen.de	Leave a comment

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