Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/4/4074.htm
Timestamp: 2018-11-19 22:46:24+00:00

Document:
4.074 Ohnastetter Bühl
Verordnung des Regierungspräsidiums Tübingen als höhere Naturschutzbehörde über das Naturschutzgebiet »Ohnastetter Bühl« auf Gemarkung Ohnastetten, Landkreis Reutlingen vom 21. Dezember 1973 (GBl. v. 12.02.1974, S. 56).
Auf Grund der §§ 4, 15 Abs. 1 und 2 sowie § 16 Abs. 2 des Reichsnaturschutzgesetzes vom 26.Juni 1935 (RGBI. 1 S. 821), zuletzt geändert durch das Gesetz zur Änderung und Bereinigung von Straf‑ und Bußgeldvorschriften des Landes Baden‑Württemberg vom 6. April 1970 (Ges.Bl. S. 111), und des § 10 des Gesetzes zur Ergänzung und Änderung des Reichsnaturschutzgesetzes vom 8. Juni 1959 (Ges.Bl. S. 53), zuletzt geändert durch das Zweite Gesetz über die Änderung von Zuständigkeiten der Ministerien vom 25.Juli 1972 (Ges.Bl. S. 400), wird mit Zustimmung des Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Umwelt folgendes verordnet:
Das in § 2 näher bezeichnete Gebiet auf der Gemarkung Ohnastetten, Landkreis Reutlingen, wird mit dem Tage des Inkrafttretens dieser Verordnung in das Naturschutzbuch des Regierungspräsidiums Tübingen eingetragen und als Naturschutzgebiet »Ohnastetter Bühl« unter den Schutz des Reichsnaturschutzgesetzes gestellt.
(1) Das Schutzgebiet hat eine Größe von 6,28 ha und umfaßt nach der Bezeichnung am 4. August 1970 einen Teil des Flurstücks 1121.
(2) Die Grenzen des Schutzgebiets sind in einer kombinierten Karte im Maßstab 1:25000 und 1:2500 rot eingetragen, die beim Regierungspräsidium Tübingen aufbewahrt wird. Eine Ausfertigung der Karte befindet sich beim Landratsamt als untere Naturschutzbehörde in Reutlingen. Die Karte kann während der Sprechzeiten eingesehen werden.
2. Straßen, Wege oder Plätze anzulegen, Drahtleitungen zu verlegen oder Anlagen dieser Art zu verändern;
3. Bodenbestandteile einzubringen oder abzubauen, Sprengungen, Grabungen oder Bohrungen vorzunehmen, Schutt, Müll oder Unrat abzulagern oder die Bodengestalt auf andere Weise zu verändern;
5. Entwässerungs‑ oder andere Maßnahmen vorzunehmen, welche den Wasserhaushalt des Gebietes verändern;
6. Bild‑ oder Schrifttafeln anzubringen;
7. Aufforstungen vorzunehmen oder sonstige Pflanzen oder Tiere einzubringen;
8. pflanzen oder Pflanzenteile zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören;
9. wildlebende Tiere zu fangen oder zu töten oder Puppen, Larven, Eier oder Nester und sonstige Brut‑ und Wohnstätten solcher Tiere fortzunehmen oder zu beschädigen sowie zu ihrem Fang geeignete Vorrichtungen anzubringen.
2. die markierten Wege zu verlassen;
1. die ordnungsmäßige Ausübung der Jagd;
2. die Nutzung und Instandhaltung der beiden durch das Schutzgebiet führenden Wege für forstwirtschaftliche Zwecke;
3. das Aufarbeiten von Randbäumen entlang der Nordgrenze des Schutzgebiets;
4. Pflegemaßnahmen, die vom Regierungspräsidium oder der von ihm beauftragten Stelle angeordnet werden;
5. ordnungsmäßige Abwehrmaßnahmen gegen Kulturschädlinge oder lästige Insekten;
6. Bild‑ oder Schrifttafeln, die ausschließlich auf den Schutz des Gebietes hinweisen.
(1) Wer in dem Schutzgebiet entgegen § 16 Abs.2 des Reichsnaturschutzgesetzes vorsätzlich Veränderungen vornimmt, wird nach § 21 Nr. 1 des Reichsnaturschutzgesetzes bestraft.
2. vorsätzlich oder fahrlässig den Bestimmungen des § 4 zuwiderhandelt, handelt ordnungswidrig im Sinne des § 13 Abs. 2 Nr. 2 des Gesetzes zur Ergänzung und Änderung des Reichsnaturschutzgesetzes und kann mit einer Geldbuße belegt werden.
(2) Das Landratsamt Reutlingen wird anschließend das Naturdenkmal »Ohnastetter Heide« im Naturdenkmalbuch löschen.
TÜBINGEN, den 21. Dezember 1973

References: § 16
 § 10
 § 2
 § 16
 § 21
 § 4
 § 13