Source: http://www.verwaltung.uni-halle.de/KANZLER/ZGST/ABL/2003/03'3'05.htm
Timestamp: 2018-01-23 16:06:25+00:00

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13. Jahrgang, Nr. 3 vom 17. Juni 2003, S. 20
Diplomprüfungsordnung für den Studiengang Volkswirtschaftslehre
Aufgrund des § 17 Abs. 1 sowie der §§ 77 Abs. 3 Nr. 11 und 88 Abs. 2 Nr. 1 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (HSG LSA) in der Fassung vom 1. Juli 1998 (GVBl. LSA S. 300), zuletzt geändert durch Anlage laufende Nummer 219 zum Vierten Rechtsbereinigungsgesetz vom 19. März 2002 (GVBl. LSA S. 130), hat die Martin-Luther-Universität Halle–Wittenberg die folgende Prüfungsordnung für den Studiengang Volkswirtschaftslehre der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät erlassen.
(1) Die Diplomprüfung bildet einen berufsqualifizierenden Abschluss des Studiums der Volkswirtschaftslehre. Durch die Diplomprüfung soll festgestellt werden, ob die Kandidatin bzw. der Kandidat die Zusammenhänge des Faches überblickt und über die Fähigkeit verfügt, wissenschaftliche Methoden und Erkenntnisse anzuwenden.
Aufgrund der bestandenen Diplomprüfung verleiht die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät den Diplomgrad "Diplom-Volkswirt". Einer Absolventin wird der Diplomgrad "Diplom-Volkswirtin" verliehen.
(2) Der Studienumfang umfasst im Pflicht- und Wahlpflichtbereich insgesamt höchstens 140 Semesterwochenstunden. Näheres regelt die Studienordnung nach Maßgabe der Bestimmungen dieser Prüfungsordnung. In der Studienordnung sind die Studieninhalte so ausgewählt, dass das Studium in der Regelstudienzeit abgeschlossen werden kann.
(3) Zu den in Abs. 2 ausgewiesenen Semesterwochenstunden kommen gegebenenfalls weitere Semesterwochenstunden für Zusatzfächer (§ 20) sowie ein Studium Generale im Umfang von etwa zehn Semesterwochenstunden. Die Inhalte des Studium Generale können von den Studierenden frei gewählt werden und sind nicht Gegenstand von Prüfungen im Rahmen des volkswirtschaftlichen Studienganges.
Für die Ernennung der unter Ziffer 2, 3 und 4 genannten Personen bedarf der Beschluss des Prüfungsausschusses der Zustimmung des Fakultätsrates. Hauptamtlich an der Fakultät tätige Professorinnen und Professoren sowie Hochschuldozentinnen und Hochschuldozenten sind zu Prüferinnen oder Prüfern in dem Fach zu ernennen, mit dessen Vertretung sie in Lehre und Forschung betraut sind.
(2) Die Zahl der in einem Fach insgesamt erreichten Fachpunkte ergibt sich als gewichtetes arithmetisches Mittel der in den einzelnen Prüfungsleistungen erreichten Fachpunkte, wobei die Gewichtung mit den einzelnen Prüfungsleistungen zugeordneten Leistungspunkten erfolgt. Wird eine obligatorische Prüfungsleistung nicht abgelegt, wird sie mit 0 Fachpunkten bewertet.
(1) Durch die Diplom-Vorprüfung soll die Kandidatin bzw. der Kandidat nachweisen, dass sie bzw. er das Ziel des Grundstudiums erreicht und die Kenntnisse und Fähigkeiten, insbesondere die inhaltlichen Grundlagen der Volkswirtschaftslehre, der Betriebswirtschaftslehre, der Statistik und der wirtschaftlich relevanten Gebiete des Rechts, ein methodisches Instrumentarium und eine systematische Orientierung erworben hat, die erforderlich sind, um das weitere Studium mit Aussicht auf Erfolg zu betreiben.
(4) Über die in Abs. 2 genannten Fächer hinaus müssen ausreichende Kenntnisse (mindestens 50 Fachpunkte) in den propädeutischen Fächern Buchführung (4 Leistungspunkte), Mathematik (6 Leistungspunkte) und Wirtschaftsinformatik (6 Leistungspunkte) nachgewiesen werden. Gleichwertige Leistungen können anerkannt werden. Wird eine Prüfung in einem propädeutischen Fach nicht bestanden, so kann diese wiederholt werden, die Einschränkung der Wiederholungsmöglichkeiten des Abs. 3 gilt nicht.
(1) Zur Diplom-Vorprüfung wird nur zugelassen, wer an der Martin-Luther-Universität Halle–Wittenberg für den Studiengang Volkswirtschaftslehre eingeschrieben ist.
(2) Die Diplom-Vorprüfung ist bestanden, wenn die Leistungen in den propädeutischen Fächern nach § 13 Abs. 4 nachgewiesen wurden und in den Fächern gemäß § 13 Abs. 2 insgesamt mindestens 78 Leistungspunkte erworben wurden sowie in allen Fächern jeweils mindestens 50 Fachpunkte gemäß § 9 erreicht worden sind.
Volkswirtschaftstheorie,
Volkswirtschaftspolitik,
(3) Ein Fach gemäß Abs. 2 Satz 1 Ziffer 3 bis 5 gilt als von der bzw. dem Studierenden gewählt, sobald sie bzw. er sich zur ersten mündlichen Fachprüfung in dem betreffenden Fach gemeldet hat.
Die Lehrveranstaltungen an der ausländischen Hochschule müssen im Umfang von mindestens 24 Leistungspunkten eingebracht werden und dem Niveau des Hauptstudiums entsprechen;
Über die an der ausländischen Hochschule erbrachten Studienleistungen müssen bewertete Leistungsnachweise vorgelegt werden;
an der Martin-Luther-Universität Halle–Wittenberg für den Studiengang Volkswirtschaftslehre eingeschrieben ist,
die Diplomprüfung im Studiengang Volkswirtschaftslehre oder einem anderen wirtschaftswissenschaftlichen Studiengang an einer Hochschule nicht endgültig nicht bestanden hat.
eine schriftliche Erklärung darüber, ob und gegebenenfalls wann und wo die Kandidatin bzw. der Kandidat bereits eine Diplomprüfung im Studiengang Volkswirtschaftslehre oder eine vergleichbare, berufsqualifizierende Prüfung in einem universitären wirtschaftswissenschaftlichen Studiengang an einer Hochschule endgültig nicht bestanden hat und ob sie bzw. er sich in einem schwebenden Verfahren gemäß Abs. 1 Ziffer 3 befindet.
(6) Die Kandidatin bzw. der Kandidat hat der Arbeit ein Verzeichnis der von ihr bzw. ihm benutzten Quellen und sonstigen Hilfsmittel beizufügen und eine Versicherung abzugeben, dass sie bzw. er die Arbeit selbständig verfasst und keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt sowie alle Stellen, die wörtlich oder sinngemäß aus den benutzten Quellen entnommen worden sind, als solche kenntlich gemacht hat. Darüber hinaus ist von der Kandidatin bzw. von dem Kandidaten eine schriftliche Erklärung abzugeben darüber, ob und gegebenenfalls wann und wo sie bzw. er bereits eine Diplomprüfung im Studiengang Volkswirtschaftslehre oder eine vergleichbare, berufsqualifizierende Prüfung in einem universitären wirtschaftswissenschaftlichen Studiengang an einer Hochschule nicht bestanden hat, ob sie ihren bzw. er seinen Prüfungsanspruch durch Versäumen einer Frist verloren hat und ob sie bzw. er sich in einem schwebenden Verfahren gemäß § 18 Abs. 1 Ziffer 3 befindet.
(12) Die Gesamtbewertung der Diplomarbeit ergibt sich aus dem einfachen arithmetischen Mittel der Einzelbewertungen. Weichen die Einzelbewertungen um 30 Fachpunkte oder mehr voneinander ab oder lautet eine Einzelbewertung mindestens auf 50 Fachpunkte und die andere auf weniger als 50 Fachpunkte, wird von der bzw. dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses eine dritte Prüferin bzw. ein dritter Prüfer hinzugezogen. Die Bewertung der Diplomarbeit ergibt sich in diesem Fall aus dem einfachen arithmetischen Mittel der drei Bewertungen.
(2) Für Studierende, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Prüfungsordnung an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät eingeschrieben sind, entfällt der erforderliche Nachweis der Kenntnisse in den propädeutischen Fächern nach § 13 Abs. 2. Soweit zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Prüfungsordnung Leistungspunkte aus den bisherigen studienbegleitenden Fächern vorliegen, werden diese auf Antrag nach § 16 Abs. 2 angerechnet. In diesem Fall erhöht sich die für das Bestehen der Diplom-Vorprüfung nach § 16 Abs. 2 mindestens erforderliche Zahl von Leistungspunkten auf 90 Leistungspunkte.
Diese Prüfungsordnung tritt nach ihrer Genehmigung durch den Rektor der Martin-Luther-Universität Halle–Wittenberg am Tage nach ihrer Bekanntmachung im Amtsblatt der Martin-Luther-Universität Halle–Wittenberg in Kraft, gleichzeitig tritt die Prüfungsordnung vom 2. Februar 2000 (ABl. 2000, Nr. 7, S. 20) außer Kraft.

References: § 17
 § 13
 § 13
 § 9
 § 18
 § 13
 § 16
 § 16