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Timestamp: 2019-09-21 18:00:27+00:00

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Ferientätigkeit als Ferienarbeiter zur Aushilfe/ Kündigungsfrist
www.frag-einen-anwalt.deArbeitsrechtArbeitsvertragFerientätigkeit als Ferienarbe...
15.08.2008 12:42 |
ich bin zurzeit als Aushilfe in einer Fabrik während
der gesamten Semesterferien eingestellt.
Der Arbeitsvertrag behinhaltet die Frist v. 07.07
bis einschließlich 10.10.2008 als als Aushilfe in
Form eines Ferienarbeiters.
Am kommenden Montag beginnt die siebte Woche
dieser Erwerbstätigkeit.
Nun erwägt man mich innerhalb der Abteilung zu versetzen.
Meine Frage zielt auf die Fristen bei einer evtl. Kündigung ab.
Nach meinen Berechnungen könnte §622 Abs. 2 Satz 5 BGB
einschlägig sein.
Das Arbeitsverhältnis ist längerfristig als drei Monate oder?, somit müssten doch vier Wochen Kündigungsfrist zum 15. oder Monatsende eingehalten werden?
Oder zählt das Teilzeitbefristungsgesetzt für Studenten.
Wichtig ist das ich als Ferienarbeiter und nicht als Werkstudent eingesetzt bin.
Fener beinhaltet der befristete Vertrag eine Klausel, wonach
man innehralb einer Frist von einem Werktag beiderseits
Diese dürfte allerdings rechtlich belanglos sein,
da Normen dies anders regeln.
Jedoch müssten dann die gesetzlichen höherwertigen Regelungsfristen doch eingehalten werden?
Arbeitsvertrag Arbeitsvertrag Arbeitnehmer Arbeitsverhältnis
Nach Ihrer Sachverhaltsschilderung und in Ermangelung gegenteiliger Angaben wurde Ihr Arbeitsvertrag wirksam schriftlich befristet, so dass gem. § 3 Teilzeitbefristungsgesetz (TzBfG)das TzBfG anwendbar ist:
Gem. § 15 Abs. 1 TzBfG endet der Vertrag somit nach Ablauf der im Arbeitsvertrag vereinbarten Laufzeit. In ihrem Fall endet das Arbeitsverhältnis somit nach etwas länger als 3 Monaten.
§ 15 TzBfG , Ende des befristeten Arbeitsvertrages
Wie Sie § 15 Abs. 3 TzBfG entnehmen können, unterliegt dieses Arbeitsverhältnis nur dann der ordentlichen Kündigung, wenn dieses vereinbart wurde. Ordentliche Kündigung in diesem Sinne meint jedoch unter Einhaltung der Kündigungsfristen des § 622 BGB. Da in Ihrem Fall eine solche Abrede nicht getroffen wurde, ist die ordentliche Kündigung ausgeschlossen und Sie können nur außerordentlich gekündigt werden.
Die Reduzierung der Kündigungsfrist auf einen Tag stellt insoweit eine unangemessene Benachteiligung dar, so dass diese Klausel im Arbeitsvertrag gem. § 307 BGB unwirksam ist.
Es handelt sich bei dieser Vorschrift zwar um AGB-Recht, jedoch ist dieses gem. § 310 Abs. 4 S. 2 BGB auch auf Arbeitsverträge anwendbar:
Im Ergebnis sind Sie somit nur außerordentlich gem. § 626 BGB kündbar, wenn ein entsprechender Kündigungsgrund vorliegen sollte.

References: §622
 § 3
 § 15

§ 15
 § 15
 § 622
 § 307
 § 310
 § 626