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Timestamp: 2018-07-22 20:19:02+00:00

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Warum sich allein beim Gedanken an das bedingungslose Grundeinkommen dein Leben verändern könnte | Die Glückspiraten
Warum sich allein beim Gedanken an das bedingungslose Grundeinkommen dein Leben verändern könnte
9. August 2017 Marten Jensen 6 Träume leben & Erfolgreich sein
„Wenn die Idee den Menschen innerlich berührt, wird sie zu einer der mächtigsten Waffen, weil sie Begeisterung und Hingabe weckt und die menschliche Energie stärkt und in bestimmte Bahnen lenkt.“
Hast du schon mal etwas vom bedingungslosen Grundeinkommen gehört?
Dahinter steckt die Idee, dass jeder Staatsbürger so viel Geld bekommt, dass seine Existenz gesichert ist.
Dieses Geld würde man ohne jede Bedingung, Verpflichtung oder Gegenleistung bekommen.
Ja, auch Kinder und sehr gut verdienende Menschen würden dieses Geld bekommen. Alle. Es gibt keine Ausnahme und jeder hätte dann dieselbe finanzielle Basis.
Im Gegenzug würden Leistungen wie Hartz IV, Kindergeld oder BAföG entfallen.
Man ist sich noch nicht einig, wie viel Geld dann jeder bekäme. Es gibt unterschiedliche Modelle. Aber man liest mittlerweile immer häufiger, dass sich das bedingungslose Grundeinkommen auf 1000 € im Monat belaufen würde.
Und warum das Ganze? Das bedingungslose Grundeinkommen soll eine Lösung für gesellschaftliche Probleme und Veränderungen der Zukunft sein.
Die Idee ist nicht neu, sondern schon sehr alt. Aber gerade wird sie wieder überall besprochen.
Und diese Idee wird tatsächlich schon in einigen Ländern getestet.
Zum Beispiel seit Anfang 2017 in Finnland. Die ersten Prognosen ergaben, dass das Grundeinkommen sich in vielen Aspekten positiv auf das Leben der Menschen auswirkt.
Vielleicht fragst du dich nun: Was hat denn das bedingungslose Grundeinkommen mit Glück zu tun? Warum taucht ein so politisches Thema auf eurer Seite auf?
Und wir antworten dir: Das bedingungslose Grundeinkommen hat sehr viel mit dem Thema Glück zu tun.
Denn ob diese Idee funktioniert, hängt in einem großen Maße davon ab, wie wir über unsere Arbeit denken.
Wie viele Menschen würden nicht mehr arbeiten gehen, wenn sie dieses Geld vom Staat bekämen? Wie viele Menschen würden ihre Arbeit „hinschmeißen“, weil sie darin sowieso keinen Sinn sehen und froh sind, diesen „Scheiß“ nicht mehr machen zu müssen?
Ich möchte dir in diesem Zuge gerne ein paar Fragen stellen, über die du unbedingt einmal nachdenken solltest:
Warum übst du deinen Beruf aus?
Welcher Arbeit würdest du nachgehen, wenn du dein Leben lang jeden Monat 1000 € ohne Gegenleistung bekommen würdest? Würdest du deine Pläne für dein Leben ändern? Würdest du arbeiten gehen wollen? Was würdest du in diese Welt tragen wollen?
Lasse dir Zeit und beantworte diese Fragen am besten schriftlich für dich.
Selbst wenn es noch Jahre dauert, bis das bedingungslose Grundeinkommen eingeführt wird, lohnt es sich, dass du dir schon heute Gedanken darüber machst, wie dein Leben aussehen würde, wenn es das Grundeinkommen gäbe.
Vielleicht weckt diese Gedankenspielerei Träume, die schon länger in dir schlummern. Vielleicht kommst du auf Ideen, auf die du sonst nicht gekommen wärst. Vielleicht findest du alternative Möglichkeiten, dein Leben zu gestalten.
Und wenn du dir Gedanken gemacht hast, dann tue dir selbst einen Gefallen:
Fange noch heute an zu handeln!
Warte nicht, bis der Staat endlich so weit ist.
Frage dich, was du selbst genau jetzt an deiner Situation verändern kannst.
Vielleicht wolltest du schon immer weniger Stunden pro Woche arbeiten, damit du mehr Zeit für deine Familie, deine Freunde, deine Hobbys oder einfach dich selbst hast. Wäre es ein Ding der Unmöglichkeit, schon jetzt weniger zu arbeiten? Brauchst du wirklich so viel Geld im Monat, wie du im Moment verdienst oder wäre mehr Freizeit nicht viel wertvoller?
Vielleicht denkst du auch, dass du deinen Job definitiv aufgeben würdest, wenn du jeden Monat 1000 € bekommen würdest. Dann frage dich doch einmal, ob es für dich nicht die Option gibt, schon jetzt etwas an deiner Jobsituation zu ändern. Vielleicht kann eine Fortbildung schon helfen. Oder eine andere Einstellung (dazu lege ich dir diesen Artikel ans Herz, der dir helfen kann, mehr Freude an deinem aktuellen Job zu entwickeln).
Es gibt immer Möglichkeiten, deine jetzige Situation besser zu machen. Das Gedankenspiel, was ein bedingungsloses Grundeinkommen für unser Leben bedeuten würde, kann dir dabei helfen, herauszufinden, was du gerne in deinem aktuellen Leben verändern möchtest.
Verwandle deine Gedanken in klare Ziele. Lasse deine Träume nicht warten, übernimm die volle Verantwortung für dein Leben und mache noch heute den ersten Schritt.
Grabe deine Träume aus, anstatt sie mit jedem weiteren Tag immer weiter zuzuschütten.
Über das bedingungslose Grundeinkommen wurde schon viel diskutiert und auch ich habe mir darüber sehr viele Gedanken gemacht. Wir sind eine fünfköpfige Familie – nach deiner Umsetzungsidee des bGE hättem wir 5000 EUR in der Tasche. Netto. Bei so viel Geld würde sich in der Tat mein Erwerbseinkommen total erübrigen. Ich gehöre nicht zu den Menschen, die an den Erfolg des bGE glauben. Der Mensch ist Mensch und bleibt Mensch. Die gewonnene Zeit, die uns das bGE ermöglichen würde, führte mMn nicht dazu, dass wir Menschen uns für das Gemeinwohl einbringen. Jeder würde eine Sause machen – bis das Geld weg ist. Und dabei noch meckern, warum der Supermarkt die Pforten dicht macht – mangels Personal.
Ich will damit die Idee und die Diskussion um das bGE nicht totreden. Vielleicht wäre der Ansatz interessant, das Wort „bedingungslos“ neu zu überdenken.
Spifico meint
Es würde sicher nicht jeder eine Sause machen und der Supermarkt kommt auch ohne Personal aus. Es gibt doch schon Supermärkte, in denen der Kunde selbst scannt und mit RFID-Chips ist es auch möglich, selbst ohne das auszukommen. Amazon hat doch schon eigene Läden eröffnet, in die man reingeht, sich bedient und beim Rausgehen wird vom Konto abgebucht. Es gibt immer mehr einfache Jobs, die automatisiert werden können. Diese Leute finden keine Arbeit mehr, das ist nunmal die Zukunft. Dennoch muss deren Einkommen gesichert sein.
Danke für deinen Beitrag. Erstmal: Ich find es wichtig, dass jeder sich Gedanken macht und Ideen auch kritisch betrachtet.
Zu deiner Frage: In dem Kern meines Beitrags ging es ja eigentlich nicht um die politische Betrachtung des bedingungslosen Grundeinkommens, sondern darum, wie man zu dem Thema „Arbeit“ steht. Von daher lautet meine kurze Antwort, dass ich es immer gut finde, wenn neue Ideen/Ansätze getestet werden, anstatt jahrelang nur theoretisch darüber zu reden. Ich bin gespannt, was sich in den Ländern tut, in denen es getestet wird. Ich hoffe, diese kurze Antwort reicht dir.
9. August 2017 um 12:43
Ich denke, dass der Begriff der Arbeit, im Moment vor allem als reine Erwerbsarbeit verstanden wird. Der DM-Chef (bGE-Verfechter) spricht hier davon, dass es dann Arbeit ist, wenn man es für die Gesellschaft tut. Also auch der „ehrenamtliche“ Fußballtrainer arbeitet, obwohl er kein Geld dafür bekommt.
Der Gedanke an das bGE ist entstanden aus der Diskussion um Maschinisierung in der heutigen Arbeitswelt, also aus dem Gedanken, dass es sowieso immer weniger Erwerbsberufe und immer mehr Menschen geben wird. Das bGE versucht also einen Weg zu finden, auf dem es wieder mehr Arbeit gibt. Und zwar durch die Möglichkeit mit weniger Ängsten selbstständig zu sein, zeitaufwendige Ehrenämter auszuführen ohne den Druck zu haben neben dieser Arbeit noch die eigentliche Erbwerbsarbeit zu haben, ohne Sorgen/ Abhängigkeiten studieren, usw.
Es gibt übrigens auch einige Modelle, in denen Kinder etwas weniger Geld bekommen. Nachvollziehbar, wie ich finde, da geringere Ausgaben.
Zu den von Dieter angesprochenen Punkten:
Ich denke zum einen, dass es die Menschen, die das System ausnutzen auch heute schon gibt und sich das natürlich auch beim bGE nicht ändert. Ich denke aber nicht, dass es plötzlich mehr dieser Menschen geben würde.
Zum anderen denke ich, dass man, wie im Artikel angesprochen, bei sich selbst anfangen sollte. Würde man wirklich den ganzen Tag zuhause sitzen und nichts machen oder vielleicht doch arbeiten? Sei es für mehr Geld in der Tasche, sei es um sich gesellschaftlich einzubringen, anderen Menschen zu gefallen, oder aus purer Langeweile? ;-)
Sicher hab ich jetzt auch nicht alles abgedeckt, was es so an Kritikpunkten gibt und sicher muss man so ein Modell gut durchdenken. Aber machbar ist das alles auf jeden Fall!
ich finde, dass das bGE eine gute Idee ist. Ich sehe viele Menschen da draußen, die einen Job gewählt haben, weil sie „ihren Lebensunterhalt verdienen müssen“. Wie das klingt.
Geht es denn darum dieses Dasein zu fristen?
Geht es nicht darum, sich KEINE SORGEN machen zu müssen und das zu tun, was man gerne macht und richtig gut kann?
Ich kann nur von mir sprechen – ich habe lange Zeit zuviel Angst gehabt. Einen großen Teil habe ich jetzt überwunden und habe ich mich selbstständig gemacht…
Und warum? Weil ich das tun will, was ich gut kann, um diese Welt zu bereichern.
Ich glaube nicht, dass alle nur rumhängen würden… Und wenn schon. Dann gibt es weniger Stress im Berufsverkehr, nicht mehr so viele Leute die nur gehetzt durch die Gegend rennen…
Man sollte dem bGE eine Chance geben und dann schauen, was passiert. Auch anderen Dingen wurde eine Chance gegeben.
Die Zeiten ändern sich und bald sind diejenigen an der Macht, die die Idee hinter dem bGE „wirklich“ verstehen!
Danke für den Artikel! Ich bin absolut für das bGE – und ich glaube nicht, dass dann alle einfach faul nichts tun würden. Im Gegenteil, ich glaube, wenn jeder ohne Druck tun könnte was ihm liegt hätten wir mehr als jetzt. Zudem sollten wir die Digitalisierung und Automatisierung nutzen!
Wenn es genug von uns gibt, die ihre Überzeugung auch ohne bGE und halt mit gewissem Verzicht leben, dann glaube ich, ist es eine Frage der Zeit…

References: bGE 
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