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Timestamp: 2019-04-22 00:26:05+00:00

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§ 320 BGB: Einrede des nicht erfüllten Vertrags
BGH, URTEIL vom 4.11.2009, Az. IX ZR 214/08 Die Verfahrenseröffnung hat wegen der beiderseitigen Nichterfüllungseinreden der Vertragspartner (§ 320 BGB) zur Folge, dass diese ihre noch ausstehenden Erfüllungsansprüche nur durchsetzen können, soweit es sich um Ansprüche auf die Gegenleistung für schon erbrachte Leistungen handelt (BGHZ 150, 353, 359; 155, 87, 90; BGH, Urt. v. 17. November 2005 - IX ZR 162/04, WM 2006, 144, 146; Urt. v. 1. März 2007 - IX ZR 81/05, WM 2007, 840, 841 Rn. 11).
BGH, URTEIL vom 4.11.2009, Az. IX ZR 214/08 Haben beide Seiten bis zur Insolvenzeröffnung keine Teilleistungen erbracht, steht dem Insolvenzverwalter mangels eines Erfüllungsverlangens wegen der Einrede aus § 320 BGB kein durchsetzbarer Anspruch gegen seinen Vertragspartner zu (MünchKomm-lnsO/Kreft, aaO § 103 Rn. 17).
BGH, URTEIL vom 4.9.1984, Az. VII ZR 249/83 Daher kann der Besteller weitere Zahlungen auch schon vor Abnahme gemäß § 320 BGB verweigern, wenn die bis dahin erbrachten Leistungen nicht mangelfrei sind (vgl. BGHZ 73, 140, 144; BGH NJW 1981, 2801; 1984, 725).
BGH, URTEIL vom 5.2.1978, Az. V ZR 67/76 Die Angriffe der Revision haben im Ergebnis Erfolg* 1• Ob der Zinsanspruch ohne weiteres schon deswegen unbegründet ist» weil dem Beklagten während des maßgeblichen Zeitraums (1. April bis 31. Dezember 1970) ein Zurückbehaltungsrecht nach § 320 BGB zustand (vgl. etwa BGH Urteil vom 14. Januar 1971, VII ZR 3/69, NJW 1971,
BGH, Urteil , Az. VII ZK 200/60 ten ausführen lassen, es stehe deshalb nicht fest, daß der Beklagte die Farbe verwenden könne, ist dadurch gegenstandslos geworden-, daß der Beklagte inzwischen selbst den Putz erneuert hato 60 Ein Zurückbehaltungsrecht des Beklagten wegen seiner restlichen V/erklohnforderung verneint das Berufungsgericht o Es führt aus, der Beklagte sei nach Ziffo 24 des Bauvertrags vorleistungspflichtig» Der Kläger dürfe deshalb gemäß § 320 BGB die Zahlung des restlichen Werklohns bis zur ordnungsgemäßen Behebung der Mängel verweigern,, Der ursprüngliche Erfüllungsanspruch des Klägers habe sich insoweit in einen Mängelbeseitigungsanspruch umgewandelt (BGHZ 26, 337, 340)„
BGH, URTEIL vom 4.10.2007, Az. IX ZR 165/05 Die Verfahrenseröffnung bewirkte keine materiell-rechtliche Umgestaltung des gegenseitigen Vertrages, sondern hatte wegen der beiderseitigen Nichterfüllungseinreden der Vertragspartner (§ 320 BGB) nur zur Folge, dass diese ihre noch ausstehenden Erfüllungsansprüche, soweit es sich nicht um Ansprüche auf die Gegenleistung für schon erbrachte Leistungen handelt, nicht durchsetzen konnten (BGHZ 150, 353, 359).
BGH, URTEIL vom 4.11.2003, Az. VII ZR 315/02 Dementsprechend hindert bereits das bloße objektive Bestehen eines Leistungsverweigerungsrechts nach § 320 BGB den Eintritt des Schuldnerverzugs (BGH, Urteil vom 6. Mai 1999 - VII ZR 180/98, BauR 1999, 1025 = ZfBR 1999, 313).
BGH, URTEIL vom 4.0.1974, Az. VII ZR 28/72 Der Anspruch auf Mängelbeseitigung als modifizierter Erfüllungsanspruch bewahrt dem Besteller zwar noch ein Leistungsverweigerungsrecht (§§ 320, 322 BGB) gegenüber dem mit der Abnahme fällig gewordenen Werklohnanspruch (BGHZ 26, 337, 339; BGH NJW 1970, 383, 386), beläßt ihm aber neben den Rechten aus den §§ 633 Abs. 3, 634 Abs. 1 Satz 3 und 635 BGB kein Rücktrittsrecht aus den §§ 325, 326 BGB.
BGH, URTEIL vom 4.2.1977, Az. VII ZR 77/76 Denn auch und gerade nach der Abnahme steht dem Besteller die Einrede des nicht erfüllten Vertrags (§ 320 Abs. 1 BGB) zu, solange er die Beseitigung eines Mangels verlangen kann (BGHZ 26, 337, 340;
BGH, URTEIL vom 2.1.2016, Az. TEIL XZR 98/14 13	2.	§ 309 Nr. 2 Buchst, a BGB, wonach in Allgemeinen Geschäftsbe- dingungen eine Bestimmung unwirksam ist, durch die das Leistungsverweigerungsrecht, das dem Vertragspartner des Verwenders nach § 320 BGB zusteht, ausgeschlossen oder eingeschränkt wird, findet keine Anwendung (vgl. zu § 11 Nr. 2a AGBG: BGH, Urteil vom 12. März 1987 - VII ZR 37/86, BGHZ 100, 157, 161).
BGH, URTEIL vom 5.6.2011, Az. Dem Beklagten zu 1 stünde dann wegen des Anspruchs auf die Gegenleistung das Leistungsverweigerungsrecht nach § 320 Abs. 1 Satz 1 BGB zu (vgl. Bamberger/Roth/Grothe, BGB, 2. Aufl., § 320 Rn. 10; MünchKomm-BGB/Emmerich, 5. Aufl., §320 Rn. 31; Palandt/ Grüneberg, BGB, 70. Aufl., § 320 Rn. 5).
BGH, Urteil vom 4.3.2002, Az. IX ZR 313/99 Die Verfahrenseröffnung bewirkt keine materiellrechtliche Umgestaltung des gegenseitigen Vertrages, sondern hat wegen der beiderseitigen Nichterfüllungseinreden der Vertragspartner (§ 320 BGB) nur zur Folge, daß diese ihre noch ausstehenden Erfüllungsansprüche, soweit es sich nicht um Ansprüche auf die Gegenleistung für schon erbrachte Leistungen handelt, nicht durchsetzen können (vgl. MünchKomm-lnsO/Kreft § 103 Rn. 13, 18, 25, 32, 38; auch BGH, Urt. v. 22. Dezember 1995 - V ZR 52/95, ZIP 1996, 426, 427).
BGH, URTEIL vom 5.11.2009, Az. V ZR 217/08 Dieses Gegenseitigkeitsverhältnis ist der Grund dafür, dass schon das Bestehen der Einrede des nichterfüllten Vertrages (§ 320 BGB) nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs und nahezu einhelliger Ansicht im Schrifttum den Eintritt des Schuldnerverzugs hindert (Senat, BGHZ 113, 232, 236; 116, 244, 249; Urt. v. 23. Mai 2003, VZR 190/02, NJW-RR 2003, 1318 f.; BGH, Urt. v. 24. Oktober 2006, X ZR 124/03, NJW-RR 2007, 325, 327 f.; Urt. v. 24. November 2006, LwZR 6/05, NJW 2007, 1269, 1272; MünchKomm-BGB/Emmerich, BGB, 5. Aufl., §320 Rdn. 46; Staudin-ger/Otto, BGB [2004], § 320 Rdn. 46, jeweils m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 1.9.1994, Az. VIII ZR 295/93 b)	Zwar nimmt das Berufungsgericht im Ansatz zutreffend an, daß der Käufer nach Gefahrübergang wegen etwaiger Mängel die Einrede des nicht erfüllten Vertrages gemäß § 320 BGB nicht mehr erheben kann (BGHZ 113, 232 = Urteil vom 18. Januar 1991 - V ZR 11/90 = WM 1991, 545 = JZ 1992, 156 mit Anm. von Grün).
BGH, URTEIL vom 1.9.1994, Az. VIII ZR 295/93 Zum werkvertraglichen Nachbesserungsrecht ist anerkannt, daß dem Besteller ein Leistungsverweigerungsrecht gemäß § 320 BGB wegen vorhandener Mängel auch nach Abtretung der Mängelansprüche an einen Dritten zusteht, weil der Werkunternehmer, dessen Leistung mangelhaft ist, andernfalls die volle Bezahlung des Werklohnes verlangen könnte, ohne daß der Besteller seiner Werklohnforderung die Mangelhaftigkeit des Werkes entgegenhalten könnte (BGHZ 55, 354, 358; 70, 193, 198; 85, 346, 348).
BGH, URTEIL vom 2.4.2003, Az. X ZR 128/01 Bei Mangelhaftigkeit des Werks kann deshalb die Zahlung der versprochenen Vergütung nach § 320 BGB verweigert werden (BGHZ 26, 337; BGH, Urt. v. 04.07.1996 - VII ZR 125/95, MDR 1997, 35), es sei denn, der
BGH, URTEIL vom 2.3.2005, Az. XI ZR 294/03 Die Vorleistungspflicht benachteiligt den Käufer, weil er die Möglichkeit verliert, sein gesetzliches Leistungsverweigerungsrecht gemäß § 320 BGB geltend zu machen oder mit (Schadensersatz-)Ansprüchen aufzurechnen, wenn der Bauträger nicht oder schlecht erfüllt (Senat BGHZ 151, 147, 152).
BGH, vom 3.4.1984, Az. VIII ZR 27/83 aa) Nach überwiegender Ansicht in der Literatur ist § 11 Nr. 2a AGB-Gesetz seinem Wortlaut entsprechend eng auszulegen und auf die Regelung einer Vorleistungspflicht nicht anzuwenden, weil es sich um eine absolute Verbotsklausel handele, § 320 BGB die Vereinbarung einer Vorleistungspflicht zulasse und die aus der Entstehungsgeschichte des Gesetzes ersichtliche Absicht des Gesetzgebers für diese Lösung spreche; ein im Einzelfall sachgerechtes Ergebnis könne nicht durch Anwendung des § 7, sondern nur nach § 9 AGB-Gesetz erreicht werden (Ulmer/ Brandner/Hensen, aaO, § 11 Nr. 2 Rdn. 11 und 12; Löwe/ Graf von Westphalen/Trinkner, Großkommentar, 2. Aufl., § 11 Nr. 2 Rdn. 10 und 13; Schlosser/Coester-Waltjen/Graba, aaO, § 11 Nr. 2 Rdn. 15; Staudinger/Schlosser, aaO, § 11 Nr. 2 Rdn. 1; Palandt/Heinrichs, 43. Aufl. AGBG § 11 An. 2 a) aa), jeweils m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 3.5.2013, Az. XII ZR 50/12 Dabei steht der Statthaftigkeit des Urkundenprozesses nicht entgegen, dass der beklagte Mieter wegen behaupteter Mängel der Mietsache Minderung geltend macht oder die Einrede des nichterfüllten Vertrages nach § 320 BGB erhebt (vgl. Senatsbeschluss vom 10. März 1999 -XII ZR 321/97 -NJW 1999, 1408).
BGH, URTEIL vom 3.0.1986, Az. VIII ZR 306/84 Kommt er dieser Verpflichtung nicht nach, so kann der Pächter seinen Erfüllungsanspruch nicht nur durch Klage, sondern auf jede rechtlich zulässige Weise, gegenüber dem Zahlungsanspruch des Verpächters insbesondere auch - und zwar ungeachtet des Bestehens etwaiger Gewährleistungsansprüche - durch die Einrede des nichterfüllten Vertrages gemäß § 320 BGB zur Geltung bringen (BGHZ 84, 42? RG JW 1906, 333).
BGH, URTEIL vom 3.6.2009, Az. VIII ZR 200/08 9	1. Wie auch das Berufungsgericht nicht verkennt, steht der Statthaftigkeit des Urkundenprozesses nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs nicht entgegen, dass der beklagte Mieter wegen behaupteter Mängel der Mietsache Minderung geltend macht (Senatsurteil vom I.Juni 2005 -VIIIZR 216/04, NJW 2005, 2701, unter II 2 b; BGH, Beschluss vom 10. März 1999 -XII ZR 321/97, NJW 1999, 1408, unter II) oder dass der Mieter die Einrede des nicht erfüllten Vertrags gemäß § 320 BGB darauf stützt, ein Mangel sei nachträglich eingetreten, sofern der Mieter die Wohnung unstreitig in vertragsgemäßem Zustand erhalten hat (Senatsurteil vom 20. Dezember 2006 - VIII ZR 112/06, NJW 2007, 1061, Tz. 9 ff.).
BGH, URTEIL vom 4.4.1978, Az. VII ZR 138/77 Nicht anders als das gesetzliche Leistungsverweigerungsrecht nach § 320 Abs. 2 BGB (vgl. dazu BGHZ 54, 244, 249; 56, 312, 316) unterliegt auch die FälligkeitsVereinbarung der Parteien dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit und Billigkeit.
BGH, URTEIL vom 4.9.2011, Az. VII ZR 84/09 14	Denn selbst wenn das nicht der Fall sein sollte - der Senat hat diese Frage bisher offen gelassen (BGH, Urteil vom 24. Februar 2011 - VII ZR 61/10, BauR 2011, 1032, Rn. 10 = NZBau 2011, 310 = ZfBR 2011, 461; Urteil vom 8. Juli 2010 -VII ZR 171/08, BauR 2010, 1778, Rn. 28 = NZBau 2010, 768 = ZfBR 2010, 773) - ändert das nichts daran, dass der Besteller das ihm nach § 320 Abs. 1 BGB zustehende Leistungsverweigerungsrecht ausüben kann.
BGH, URTEIL vom 4.8.1998, Az. IX ZR 371/97 Die höchstrichterliche Rechtsprechung bezeichnet sie als modifizierte Erfüllungsansprüche, die infolgedessen auch dazu berechtigen, die Einrede des nichterfüllten Vertrages nach § 320 BGB zu erheben (BGHZ 61, 42, 45; 96, 111, 116, 118).
BGH, URTEIL vom 4.5.2016, Az. IX ZR 314/14 Weiterhin wirksam ist jedoch ein Zurückbehaltungsrecht nach § 320 BGB (vgl. BGH, Urteil vom 13. Dezember 2012 - IX ZR 9/12, WM 2013, 138 Rn. 8 ff).
BGH, Urteil vom 5.5.1999, Az. Da ihnen das Kaufobjekt nach Auflassung am 6. Januar 1995 übergeben wurde, sind sie hinsichtlich der von ihnen behaupteten Mängel auf die nach den kaufrechtlichen Gewährleistungsvorschriften eingeräumten Rechte beschränkt, die Einrede nach § 320 BGB steht ihnen dagegen nicht mehr zu (BGHZ 113, 232, 235).
BGH, URTEIL vom 1.5.2006, Az. VIII ZR 284/05 Allein auf diese Weise erfüllt das Leistungsverweigerungsrecht aus § 320 BGB seinen Zweck, als Druckmittel zur Mangelbeseitigung zu dienen (BGHZ 127, 245, 253).
BGH, URTEIL vom 2.5.2002, Az. XI ZR 359/01 Er verliert insbesondere die Möglichkeit, sein gesetzliches Leistungsverweigerungsrecht nach § 320 BGB geltend zu machen oder mit (Schadensersatz-)Ansprüchen aufzurechnen, wenn der Bauträger nicht oder schlecht erfüllt (vgl. BGH, Urteile vom 14. Januar 1999 - IX ZR 140/98, WM 1999, 535, 537).
BGH, URTEIL vom 3.4.2009, Az. VIII ZR 191/07 Denn vorher ist die Restkaufpreisforderung mangels einer von § 320 Abs. 1 Satz 1 BGB abweichenden Vorleistungspflicht des Klägers nicht fällig (BGHZ 55, 198, 200; 61, 42, 46).
BGH, URTEIL vom 5.2.1997, Az. V ZR 4/96 Beim Verkauf unbeweglicher Sachen ist die Wahrung der beiderseitigen Interessen auf der Grundlage des in § 320 BGB bestimmten Zurückbehaltungsrechts allein nur schwer möglich (vgl. Soergel/Huber, BGB, 12. Auf!., § 433 Rdn. 141 ff; Zimmermann, DNotZ 1980, 451, 459; Brambring, DNotZ 1990, 615 ff; ferner Hagen/Brambring, Der Grundstückskauf, 6. Auf1., Rdn. 136).
BGH, URTEIL vom 2.9.2002, Az. XI ZR 394/01 Er verliert insbesondere die Möglichkeit, sein gesetzliches Leistungsverweigerungsrecht nach § 320 BGB geltend zu machen oder mit (Schadensersatz-)Ansprüchen aufzurechnen, wenn der Bauträger nicht oder schlecht erfüllt (vgl. BGH, Urteil vom 14. Januar 1999 - IX ZR 140/98, WM 1999, 535, 537).
BGH, URTEIL vom 3.10.1995, Az. VIII ZR 32/95 Es verkennt indessen, daß schon das Bestehen des Leistungsverweigerungsrechts nach § 320 BGB einen Zahlungsverzug der Beklagten ausschloß (BGHZ 84, 42, 44; 116, 244, 249; st.Rspr.).
BGH, URTEIL vom 1.0.1982, Az. VIII ZR 310/80 In einem solchen Fall die Einrede des § 320 BGB zu gewähren, wäre widersinnig (vgl. BGHZ 50, 175, 177).
BGH, URTEIL vom 2.9.2006, Az. VIII ZR 281/62 34	(1)	Bei	im	Gegenseitigkeitsverhältnis	stehenden	Leistungspflichten schließt allein das Bestehen eines Leistungsverweigerungsrechts nach § 320 Abs. 1 BGB den Verzug des Schuldners aus (vgl. BGHZ 84, 42, 44; BGH, Urt. v. 07.10.1998 -VIII ZR 100/97, NJW 1999, 53).
BGH, URTEIL vom 2.11.2014, Az. X ZR 85/12 28 Reiseveranstalters allein rechtfertigt ebenso wenig eine erhöhte Anzahlung bei Vertragsabschluss wie der Umstand, dass der Reisende, wenn er jedenfalls kurz vor Reiseantritt den gesamten Reisepreis entrichten muss, das ihm unabhängig von der Insolvenzsicherung zustehende Leistungsverweigerungsrecht (§ 320 BGB) vor Reisebeginn in aller Regel ohnehin nicht ausüben kann, weil er typischerweise keinen Einblick in die Reisevorbereitungen des Veranstalters hat, dessen getroffene Maßnahmen nicht überprüfen und den Veranstalter daher nicht zu einer ordnungsgemäßen Vertragserfüllung anhalten kann (BGH, NJW 2006, 3134 Rn. 15).
BGH, URTEIL vom 5.8.2002, Az. V ZR 270/01 Das bloße Bestehen dieses Leistungsverweigerungsrechts reicht daher für dessen Wirksamkeit nicht aus, vielmehr muß der Grundstückseigentümer das Recht auch ausüben (vgl. BGH, Urt. v. 7. Oktober 1998, VIII ZR 100/97, NJW 1999, 53, für § 320 Abs. 1 BGB).
BGH, URTEIL vom 5.8.2002, Az. V ZR 270/01 Es reicht aus, daß der Wille des Grundstückseigentümers zu dem Ausdruck kommt, den Abschluß des verlangten Kaufvertrages wegen der geringen Restnutzungsdauer des Gebäudes oder der baulichen Anlage zu verweigern (vgl. BGH, Urt. v. 7. Oktober 1998, aaO, 54 für § 320 Abs. 1 BGB; RG WarnR 1934 Nr. 34, für die Verjährungseinrede).
BGH, URTEIL vom 5.3.1978, Az. V ZR 27/76 Dies schließt den Einwand des nicht erfüllten Vertrags (§ 320 BGB) jedoch entgegen der Meinung des Berufungsgerichts nicht aus, weil die Beklagte zu 2 die geforderte Freistellung nicht anerkennt, diese vielmehr endgültig verweigert (BGH WM 1964, 1247; Erman/Battes,
BGH, URTEIL vom 3.9.2016, Az. VIII ZR 211/15 Denn dem Beklagten stand bis zur Lieferung eines mangelfreien Fahrzeugs ein die gesamte Forderung erfassendes Leistungsverweigerungsrecht gemäß § 320 Abs. 1 Satz 1 BGB zu (vgl. Senatsurteil vom 20. Mai 2009 - VIII ZR 191/07, BGHZ 181, 170 Rn. 19 mwN).
BGH, URTEIL vom 3.9.2016, Az. VIII ZR 211/15 23	(a) § 320 BGB verfolgt den doppelten Zweck, dem Gläubiger, der am Vertrag festhalten will, sowohl den Anspruch auf die Gegenleistung zu sichern als auch Druck auf den Schuldner auszuüben, um ihn zu vertragsgemäßer Leistung anzuhalten (vgl. BGH, Urteile vom 6. Dezember 1991 - VZR 229/90, BGHZ 116, 244, 249; vom 26. März 2015 - VII ZR 92/14, aaO Rn. 58; jeweils mwN).
BGH, Urteil vom 3.2.1999, Az. Die Einrede des §320 BGB sichert den Erfüllungsanspruch des Käufers und übt auf den Verkäufer Druck aus, damit dieser seine Verpflichtung alsbald erfüllt (vgl. nur: BGH, Urteil vom 8. Juli 1982 - VII ZR 96/81 = NJW 1982, 2494 unter I 1).
BGH, , Az. § 320 BGB seinerseits die Erfüllung, d.h« die Zahlung des Werklohnes verweigern kann (BGHZ 26, 337, 340$ vgl» auch RGZ 107, 339, 341} * Ähnlich ist es beim Vex'lagsv ertrag« Auch hier ist der Verleger, wenn das ihm abgelieferte Werk “nicht von vertragsmäßiger Beschaffenheit“ ist, nicht auf die in § 31 in Verbindung mit § 30 VerlG geregelten Rechte zu dem Rücktritt oder zu dem Schadensersatz wegen Nichterfüllung beschränkt, sondern berechtigt, zunächst weiterhin ein Werk von vertragsmäßiger- Beschaffenheit zu verlangen und bis zur Beseitigung derjenigen Mängel, die er als der Vertragsmäßigkeit des Werkes entgegenstehend rügen kann, seine eigene Gegenleistung nach § 320 BGB zu verweigern (zur Anwendung des § 320 BGB im Verlagsvertragsrecht vgl. auch Bappert/Maunz aaO § 23 Anm» 2 und § 31 An. 13 mit § 30 Anm« 3 ff sowie BGHZ 2, 331, 335 und die Entscheidung HG GEHE 1937, 485 - JW 1937, 1318 Nr. 13).
BGH, , Az. d)	Fehlt das nach dem Inhalt eines Leasingvertrages auch ohne Erwähnung im Vertragstext zur Hauptleistungspflicht gehörige Benutzerhandbuch bei Übelassung der geleasten Computer-Hardware und bestätigt der Leasingnehmer dennoch den vollständigen Empfang der Leistung, kann er sich nicht auf mangelnden Beginn seiner Mietzahlungspflicht berufen, sondern allenfalls die Einrede aus § 320 BGB erheben (Abgrenzung zu BGH WM 1987, 1131).
BGH, , Az. Als Überlassung einer mangelhaften Leasingsache verstanden, würde das Fehlen des Handbuches Gewährleistungsansprüche auslösen, keinesfalls aber grundsätzlich den Beginn der Mietzahlungspflicht hindern, sondern allenfalls die Einrede des nicht erfüllten Vertrages gemäß § 320 BGB begründen, die neben Rechten wegen Mängeln einer Mietsache geltend gemacht werden kann (BGHZ 84, 42, 45; Wolf/Eckert, Handbuch des gewerblichen Miet-, Pacht- und Leasingrechts, 5. Aufl. Rdn. 94; MünchKomm/Emmerich, BGB 2. Aufl. § 320 Rdn. 7, jeweils m.w.Nachw.; kritisch MünchKomm/Voelskow, BGB 2. Aufl. Übersicht vor §§ 537-543, Rdn. 7).
BGH, , Az. 3.	Im Falle erneuter Feststellung, daß das Handbuch nicht geliefert wurde, wird zu beachten sein, daß die Einrede nach § 320 BGB einem Mieter - und damit auch einem Leasingnehmer - grundsätzlich nur zusteht, soweit damit die Erfüllung der Leistung des Vertragspartners erzwungen werden soll (BGH Urteile vom 25. Januar 1982 - VIII ZR 310/80 = NJW 1982, 874 = WM 1982, 335 - und vom 4. April 1984 - VIII ZR 313/82 = NJW 1984, 2687 = WM 1984, 933 unter I 4 d; Wolf/ Eckert aaO, Rdn. 94).
BGH, URTEIL vom 3.3.1969, Az. VIII ZR 38/67 Die Bestimmung des § 320 BGB findet nämlich keine Anwendung, wenn der Beklagte seine Leistung endgültig verweigert, etwa durch den Antrag auf völligo Klageabweisung, weil er wegen behaupteter Mängel wandeln will (Soergel/Siebert BGB 10. Aufl. § 320 An. 10).
BGH, URTEIL vom 4.6.1981, Az. VII ZR 40/80 Während die Sicherheit dazu dient, die vertragsgemäße Ausführung der Leistung und die Gewährleistung sicherzustellen (§ 17 Nr. 1 Abs. 2 VOB/B), bezweckt die Leistungsverweigerung gemäß § 320 BGB über die Sicherung des Anspruchs hinaus, auf den Auftragnehmer Druck auszuüben, damit er die ihm obliegende Leistung umgehend erbringt (Senatsurteile NJW 1958, 706 Nr. 4, insoweit nicht abgedruckt in BGHZ 26, 337; vom 18. Kai 1978 - VII ZR 138/77 = BauR 1978, 398, 400 = ZfBR 1978, 25, 26).
BGH, URTEIL vom 2.0.2003, Az. XI ZR 145/02 Er verliert insbesondere die Möglichkeit, sein gesetzliches Leistungsverweigerungsrecht nach § 320 BGB geltend zu machen oder mit (Schadensersatz-)Ansprüchen aufzurechnen, wenn der Bauträger die ihm obliegenden Pflichten nicht oder schlecht erfüllt (vgl. BGH, Urteil vom 14. Januar 1999 - IX ZR 140/98, WM 1999, 535, 537; Senatsurteil vom 22. Oktober 2002 - XI ZR 393/01, aaO S. 2412).
BGH, URTEIL vom 4.9.1966, Az. VII ZR 257/65 Die verzögerliche Einrede aus § 320 BGB kann aber der Beklagte nicht erhoben, wenn er, wie das Berufungsgericht feststellt, ein TätigWerden der Kläger nicht mehr verlangt (§ 322 BGB; vgl. BGHZ 26, 337, 340).
BGH, URTEIL vom 4.9.1984, Az. VII ZR 248/83 Daher kann der Besteller weitere Zahlungen auch schon vor Abnahme gemäß § 320 BGB verweigern, wenn die bis dahin erbrachten Leistlingen nicht mangelfrei sind (vgl. BGHZ 73, 140, 144; BGH NJW 1981, 2801; 1984, 725).
BGH, URTEIL vom 4.6.2007, Az. VII ZR 262/05 Für einen vergleichbaren Fall hat der Senat entschieden, dass der Auftraggeber dem Werklohnanspruch des Auftragnehmers wegen Mängeln der Werkleistung die Einrede des nicht erfüllten Vertrags gemäß § 320 BGB auch dann entgegenhalten kann, wenn er die Gewährleistungsansprüche an einen Dritten abgetreten hat (BGH, Urteil vom 22. Februar 1971 -VIIZR 243/69, BGHZ 55, 354, 358).
BGH, Urteil , Az. III ZE 246/68 Wenn - wie das Berufungsgericht ausführt - die Übergabe der KaufSache (§ 433 BGB) hier durch Vereinbarung einer Verwahrung ersetzt worden Ist, wäre zwar möglicherweise der Kaufvertrag seitens des Verkäufers erfüllt - sofern nicht ein echter Kauf auf Abruf vorlag (vgl. BGB RGKK 11. Aufl. zu § 433 An. 109) ~, gleichwohl könnte der Käufer v/eitere Zahlungen an den Verkäufer verweigern, wenn dieser die verwahrte Sache veruntreut hätte» Bas wäre allerdings nicht die Einrede des nichterfüllten Vertrages (§ 320 BGB), sondern die Einrede der Arglist (§ 242 BGB); aber gerade um diese Einrede geht es, wenn der Käufer v/eitere Zahlungen an das Finanzierungsinstitut verweigern will (BGHZ 47, 233, 236 = WM 1967, 455 = NJW 1967, 1028; vgl. BGHZ 37, 94, 101).
BGH, URTEIL vom 3.5.1976, Az. Wenn der Beklagte seinerseits am 16. November 1972 berechtigt war, die ihm obliegenden Leistungen (Umschreibung der Konzession, Übereignung des Lastzugs) wegen Pehlens einer Bürgschaftserklärung oder wegen der später beanstandeten inhaltlichen Mängel der Bürgschaft vom 15* November 1972 gemäß § 320 BGB zu verweigern, besaß er dieses Einrederecht doch nur unter der Voraussetzung, daß er selber beim Vertrag stehen blieb, d.h. weiterhin erfüllungsbereit war (Palandt/Heinrichs 33. Aufl., An. 2 b zu § 320 BGB).
BGH, URTEIL vom 4.6.1982, Az. VII ZR 96/81 Während die Sicherheit dazu dient, die vertragsgemäße Ausführung der Leistung und die Gewährleistung sicherzustellen (§ 17 Nr. 1 Abs. 2 VOB/B (1973)), bezweckt die Leistungsverweigerung gemäß § 320 BGB über die Sicherung des Anspruchs hinaus, auf den Auftragnehmer Druck auszuüben, damit er die ihm obliegende Leistung umgehend erbringt (Senatsurteile NJW 1958, 706 Nr. 4; 1981, 2801; vom 18. Mai 1978 - VII ZR 138/77 = BauR 1978, 398, 400 = ZfBR 1978, 25, 26).
BGH, URTEIL vom 4.6.1982, Az. VII ZR 96/81 Für das Leistungsverweigerungsrecht aus § 320 BGB kommt es nicht auf die Kenntnis des Schuldners an, sondern darauf, ob die Gegenleistung tatsächlich nicht, unvollständig oder mangelhaft bewirkt worden ist, so daß der Verzug des Schuldners ganz oder teilweise ausgeschlossen ist (vgl. BGH NJW 1966, 200; Urteil vom 27. Februar 1974 - VIII ZR 206/72 = WM 1974, 369, 370).
BGH, URTEIL vom 3.6.2013, Az. VIII ZR 163/12 BGB § 320 Die Einrede aus § 320 BGB hat die Funktion, die geschuldete Gegenleistung zu erzwingen, und steht deshalb einer Partei, die deutlich gemacht hat, dass sie nicht am Vertrag festhalten will, nicht zu (Bestätigung von BGH, Urteil vom 4. Juli 2002 -1 ZR 313/99, NJW 2002, 3541 unter II 3).
BGH, BESCHLUSS vom 4.3.2009, Az. V ZB 70/08 Es muss erreicht werden, dass keine der Vertragsparteien eine ungesicherte Vorleistung erbringt, ohne dass der Leistungsaustausch durch Zurückbehaltungsrechte beider Parteien nach § 320 BGB blockiert wird (vgl. Senat, Beschl. v. 12. Juli 2007, VZB 113/06, NJW2007, 3212, 3214).
BGH, URTEIL vom 2.1.2016, Az. TEIL XZR 5/15 -5- rungsrecht, das dem Vertragspartner des Verwenders nach § 320 BGB zusteht, ausgeschlossen oder eingeschränkt wird, findet keine Anwendung (vgl. zu § 11 Nr. 2a AGBG: BGH, Urteil vom 12. März 1987 - VII ZR 37/86, BGHZ 100, 157, 161).
BGH, URTEIL vom 3.9.1986, Az. VIII ZR 132/85 Das Berufungsgericht hat in Ausübung tatrichterlichen Ermessens (vgl. BGHZ 56, 312, 316) rechtsfehlerfrei festgestellt, daß die noch ausstehenden Leistungsteile gegenüber den schon erbrachten Leistungen verhältnismäßig geringfügig waren und die Beklagten daher nicht die volle Restzahlung verweigern durften (§ 320 Abs. 2 BGB).
BGH, URTEIL vom 4.5.2011, Az. III ZR 157/10 Damit greift auch die diesen Vorschriften nach Treu und Glauben immanente Beschränkung des Leistungsverweigerungsrechts bei lediglich geringfügigen Pflichtverletzungen des Gläubigers (§ 320 Abs. 2 BGB, zu § 273 siehe BGH, Urteil vom 8. Juni 2004 - X ZR 173/01, NJW 2004, 3484, 3485) nicht ein.
BGH, URTEIL vom 2.2.2003, Az. XI ZR 196/02 Er verliert insbesondere die Möglichkeit, sein gesetzliches Leistungsverweigerungsrecht nach § 320 BGB geltend zu machen oder mit (Schadensersatz-)Ansprüchen aufzurechnen, wenn der Bauträger die ihm obliegende Pflichten nicht oder schlecht erfüllt (vgl. BGH, Urteil vom 14. Januar 1999, aaO S. 537; Senatsurteile vom 22. Oktober 2002, aaO S. 2412 und vom 21. Januar 2003 - XI ZR 145/02, WM 2003, 485, 486).
BGH, URTEIL vom 2.11.2014, Az. X ZR 13/14 Eine Abwicklung des Reisevertrags, bei der die Zahlung des Reisepreises gemäß § 320 BGB Zug um Zug gegen den Erhalt der Reiseleistung erfolgt, wäre kaum praktikabel (BGH, Urteil vom 12. März 1987 - VII ZR 37/86, BGHZ 100, 158, 164 f.) und belastete den Veranstalter mit der Gefahr von Zahlungsausfällen.
BGH, URTEIL vom 2.11.2014, Az. X ZR 13/14 - 10- hängig von der Insolvenzsicherung zustehende Leistungsverweigerungsrecht (§ 320 BGB) vor Reisebeginn in aller Regel ohnehin nicht ausüben kann, weil er typischerweise keinen Einblick in die Reisevorbereitungen des Veranstalters hat, dessen getroffene Maßnahmen nicht überprüfen und den Veranstalter daher nicht zu einer ordnungsgemäßen Vertragserfüllung anhalten kann (BGH, NJW 2006, 3134 Rn. 15).
BGH, URTEIL vom 3.6.1989, Az. VIII ZR 157/88 Eine unvollständige Nachbesserung gibt der Beklagten ein Leistungsverweigerungsrecht gemäß § 320 BGB (z.B. MünchKomm-H.P.Westermann, BGB, 2. Aufl., § 462 Rdn. 12; Mezger in BGB-RGRK, 12. Aufl., § 462 Rdn. 3; zu dem Werkvertragsrecht vgl. auch BGHZ 61, 42).
BGH, vom 5.8.1951, Az. Bas Berufungsgericht stützt sich dabei auf einen in der Rechtsprechung des Reichsgerichts entwickelten und vom Schrifttum gebilligten Grundsatz, wonach die Berufung auf eine Vorleistungspflicht des Gegners dann unstatthaft ist, wenn sie gegen Treu und Glauben verstößt (RGZ 66, 425 Warn 1908 Er 451} Gruch 63 , 216 /2l9 f7s SeuffArch 81 Nr 25$ BGB RGRK 10. Aufl § 320 Anm 4; Palandt 15. Aufl § 320 BGB Anm 4 b).
BGH, , Az. VII za 169/6 9 - die Einrede des nicht erfüllten Vertrags nach § 320 BGB zusteht, was nach § 322 BGB seine Verurteilung zur Zahlung Zug um Zug gegen Nachbesserung der Mängel zur Folge hätte (BGHZ 26, 3379 339)« Das hat das Berufungsgericht ohne Rechtsfehler verneint (BU So 11}» Es stellt hierzu fest, daß der Beklagte gar nicht ©ehr die Nachbesserung der Küngoi verlangt, sondern lediglich die Abweisung der Klage wegen Minderung oder Aufrechnung mit Schadensersatzanspruchen erstrebt hat»
BGH, URTEIL vom 5.5.1997, Az. V ZR 91/96 5 kann mit der auf ein Zurückbehaltungsrecht gemäß § 320 BGB gestützten Vollstreckungsgegenklage lediglich die rechtsgestaltende Erklärung verlangt werden, daß die Zwangsvollstreckung aus dem Titel nur Zug um Zug gegen die zu bezeichnende Gegenleistung des Gläubigers zulässig ist (BGHZ 118, 230, 242; RG HRR 1933, Nr. 1269; KG, JW 1937, 1631, 1632; Rosenberg/Gaul/Schilken, Zwangsvollstreckungsrecht, 11. Au fl., § 40 II 1, S. 611).
BGH, URTEIL vom 4.5.2015, Az. IX ZR 110/13 Auch durch seitens des Schuldners veranlasste Maßnahmen, welche die Fälligkeit der Vergütung herbeiführen oder die Einrede nach § 320 BGB ausräumen, kann die Forderung für den Sicherungsnehmer an Wert gewinnen (BGH, Urteil vom 29. November 2007, aaO Rn. 37).
BGH, URTEIL vom 3.1.2010, Az. VIII ZR 70/07 Überdies stehe dem Käufer hinsichtlich der Kaufpreiszahlung die Einrede aus § 320 BGB zu (vgl. MünchKommBGB/Westermann, aaO, § 433 Rdnr. 60).
BGH, URTEIL vom 2.9.2002, Az. XI ZR 393/01 Er verliert insbesondere die Möglichkeit, sein gesetzliches Leistungsverweigerungsrecht nach § 320 BGB geltend zu machen oder mit (Schadensersatz-)Ansprüchen aufzurechnen, wenn der Bauträger nicht oder schlecht erfüllt (vgl. BGH, Urteil vom 14. Januar 1999 - IX ZR 140/98, WM 1999, 535, 537).
BGH, URTEIL vom 3.1.1974, Az. VIII ZR 206/72 1. Es kam dahingestellt bleiben, ob ein Vergleich seinem Wesen nach ein gegenseitiger Vertrag ist (Reimer Schmidt bei Soergel/Siebert, BGB 10. Aufl. Vorbei vor § 320 Rdn. 13) oder ob ein Vergleich nur dam als gegenseitiger Vertrag anzusehen ist, wem die im Vergleich übernommenen Verpflichtungen in einem Gegenseitigkeitsverhältnis stehen, wie es § 320 BGB voraussetzt (RGZ 106, 86, 87).
BGH, URTEIL vom 2.11.2014, Az. X ZR 147/13 Eine Abwicklung des Reisevertrags, bei der die Zahlung des Reisepreises gemäß § 320 BGB Zug um Zug gegen den Erhalt der Reiseleistung erfolgt, wäre kaum praktikabel (BGH, Urteil vom 12. März 1987 - VII ZR 37/86, BGHZ 100, 158, 164 f.) und belastete den Veranstalter mit der Gefahr von Zahlungsausfällen.
BGH, URTEIL vom 2.11.2014, Az. X ZR 147/13 Die Absicherung des Reisenden gegen das Risiko der Insolvenz des Reiseveranstalters allein rechtfertigt ebenso wenig eine erhöhte Anzahlung bei Vertragsabschluss wie der Umstand, dass der Reisende, wenn er jedenfalls kurz vor Reiseantritt den gesamten Reisepreis entrichten muss, das ihm unabhängig von der Insolvenzsicherung zustehende Leistungsverweigerungsrecht (§ 320 BGB) vor Reisebeginn in aller Regel ohnehin nicht ausüben kann, weil er typischerweise keinen Einblick in die Reisevorbereitungen des Veranstalters hat, dessen getroffene Maßnahmen nicht überprüfen und den Veranstalter daher nicht zu einer ordnungsgemäßen Vertragserfüllung anhalten kann (BGH, NJW 2006, 3134 Rn. 15).
BGH, URTEIL vom 4.0.1974, Az. VII ZR 28/72 Der Anspruch auf Mängelbeseitigung als modifizierter- Erfüllungsanspruch bewahrt dem Besteller zwar noch ein Leistungsverweigerungsrecht (§§ 320, 322 BGB) gegenüber dem mit der Abnahme fällig gewordenen Werklohnanspruch (BGHZ 26, 337, 339; BGH NJW 1970, 383, 386), beläßt ihm aber neben den Rechten aus den §§ 633 Abs. 3, 634 Abs. 1 Satz 3 und 635 BGB kein Rücktrittsrecht aus den §§ 325, 326 BGB.
BGH, URTEIL vom 4.1.1981, Az. VII ZR 287/79 Sein Leistungsverweigerungsrecht gemäß § 320 BGB führt nach der Abnahme vielmehr nur dazu, daß er den restlichen Werklohn erst Zug um Zug gegen Beseitigung der Mängel zahlen muß (BGHZ 61, 42, 44 m.w.N.; 73, 140, 145; BGH Urteil vom 28. April 1980 - VII ZR 109/79 = BauR 1980, 357).
BGH, URTEIL vom 3.3.2007, Az. XII ZR 139/05 24	Der	Anspruch	des Mieters auf Erfüllung (§ 535 Abs. 1 Satz 2 BGB) be- steht neben der Minderung und kann dem Vermieter nach § 320 BGB entgegengehalten werden (Senatsurteil vom 26. Februar 2003 -XIIZR 66/01-NJW-RR 2003, 727 f.; Schmidt-Futterer/Eisenschmid aaO § 536b Rdn. 53, 54).
BGH, URTEIL vom 3.3.2007, Az. XII ZR 139/05 -11 - Anwendung des § 320 Abs. 2 BGB herangezogen werden (BGH, Urteil vom 5. Juli 1989 - VIII ZR 334/88 - NJW 1989, 3222).
BGH, URTEIL vom 2.3.2015, Az. 22	aa)	Ein	zwischen einem Stromlieferanten und dessen Abnehmer verein- bartes Recht, die Stromlieferung zu unterbrechen, falls der Abnehmer seinen Zahlungspflichten nicht nachkommt und bestimmte weitere Voraussetzungen vorliegen, stellt eine Ausgestaltung des grundsätzlich auch für Stromlieferungsverträge geltenden gesetzlichen Zurückbehaltungsrechts aus § 320 BGB dar (vgl. BGH, Urteil vom 3. Juli 1991 -VIII ZR 190/90, BGHZ 115, 99, 102).
BGH, URTEIL vom 2.3.2015, Az. Bei Sukzessiv- und Dauerlieferungsverträgen besteht das gemäß § 320 BGB erforderliche Gegenseitigkeitsverhältnis nämlich nicht nur zwischen den auf einen einzelnen Abrechnungszeitraum entfallenden Verpflichtungen, sondern grundsätzlich hinsichtlich aller wechselseitigen Leistungspflichten aus der Lieferbeziehung (BGH, Urteil vom 24. Oktober 2006 - X ZR 124/03, NJW-RR 2007, 325 Rn. 36).
BGH, URTEIL vom 4.8.2005, Az. VII ZR 117/03 Gleiches gilt für den Fall, daß dem Schuldner ein Leistungsverweigerungsrecht nach § 320 BGB zusteht (BGH, Urteil vom 22. Dezember 1995 - VZR 52/95, BauR 1996, 401, 403 f. = ZfBR 1996, 144).
BGH, URTEIL vom 3.5.2005, Az. VIII ZR 216/04 Ob der Mieter auch dann die Beweislast für Mängel der Mietsache trägt, wenn er sich nicht (nur) auf eine Mietminderung beruft, sondern im Hinblick auf das Vorliegen von Mängeln - soweit der Vermieter trotzdem noch Anspruch auf Mietzahlung hat - die Einrede des nichterfüllten Vertrages gemäß § 320 BGB erhebt, bedarf im vorliegenden Fall keiner Entscheidung (vgl. dazu Greiner, NJW 2000, 1314, 1315; Sturhahn, NZM 2004, 441, 442 f.; zu dem Zurückbehaltungsrecht des Pächters nach § 320 BGB wegen Mängeln der Pachtsache BGHZ 84, 42, 45 ff.; zur Beweislast für die Erfüllung der bestrittenen Gegenleistung im Falle des §320 BGB Senatsurteil vom 7. Oktober 1998 -VIII ZR 100/97, NJW 1999, 53, unter II 4).
BGH, URTEIL vom 3.5.2015, Az. VIII ZR 19/14 Sie ist vielmehr vom Tatrichter im Rahmen seines Beurteilungsermessens aufgrund einer Gesamtwürdigung der Umstände des jeweiligen Einzelfalls unter Berücksichtigung des Grundsatzes von Treu und Glauben (§ 320 Abs. 2, § 242 BGB) zu beantworten (BGH, Urteile vom 18. April 2007 - XII ZR 139/05, NZM 2007, 484 Rn. 29; vom 26. März 2003 - XII ZR 167/01, aaO; vgl. auch Conrad, aaO S. 1382; Schmidt, aaO S. 714 f.; Schmidt-Futterer/Eisenschmid, aaO Rn. 424) und kann vom Revisionsgericht nur eingeschränkt darauf überprüft werden, ob die Wertungsgrenzen erkannt, die tatsächliche Wertungsgrundlage ausgeschöpft und die Denk- und Erfahrungssätze beachtet worden sind (vgl. BGH, Urteile vom 30. April 1993 - V ZR 234/91, BGHZ 122, 308, 314; vom 8. Mai 2003 - VII ZR 216/02, NJW 2003, 2448 unter III 2; vom 12. Januar 2011 - XII ZR 83/08, BGHZ 188, 50 Rn. 25; jeweils mwN).
BGH, BESCHLUSS vom 2.6.2016, Az. VIII ZB 55/15 7	Danach begehrt der Kläger primär die Feststellung einer Mietminderung und macht die Feststellung eines Zurückbehaltungsrechts gemäß § 320 Abs. 1 BGB lediglich darüber hinaus geltend, soweit die Miete nicht bereits kraft Gesetzes um den von ihm einbehaltenen Betrag von monatlich 75,92 € gemindert ist (zu dieser Möglichkeit vgl. Senatsurteil vom 17. Juni 2015 - VIII ZR 19/14, BGHZ 206, 1, Rn. 49 mwN).
BGH, Urteil vom 1.1.1963, Az. Das Berufungsgericht verkennt die Voraussetzungen der Verwirkung, Der Beklagten steht - die von ihr behauptete Fehlerhaftigkeit der Lieferung unterstellt - ein Leistungsver-v/eigerungsrecht zu, bis die Klägerin die Beanstandungen behoben hat (§ 320 BGB; vgl, BGHZ 26, 337)* Die Auffassung des Berufungsgerichts, sie habe dieses Recht schon dadurch verwirkt, daß sie über .1 1/2 Jahre lang die Klägerin nicht mehr gemahnt und zur ITeulieferung oder Abänderung aufgefordert habe, kann nicht geteilt werden.
LG Düsseldorf, vom 2.0.2014, Az. 7 O 94/13 Ungeachtet dessen, dass beide Seiten ihre Leistungen auch zur Erfüllung des Gesellschaftszweckes erbringen, wird in diesem Fall die für § 320 BGB erforderliche Gegenseitigkeit bejaht, zu demal die Gefahr einer Lähmung der Gesellschaft dadurch, dass ein Gesellschafter seine Interessen einseitig durchzusetzen versucht, nicht gegeben ist (Bergmann in: Juris PK-BGB, 6. Aufl., 2012, § 705, Rdnr. 11; Palandt-Sprau, BGB, 73. Aufl., 2014, § 705, Rdnr. 13).
LG Düsseldorf, vom 2.0.2014, Az. 7 O 94/13 Soweit sich die Beklagten auf ein Leistungsverweigerungsrecht gem. § 320 BGB berufen, ist hier schon zweifelhaft, ob die Vorschrift anwendbar ist, da die Gesellschaft auf mehr als zwei Gesellschaftern bestand und die Anwendbarkeit der Vorschrift auf den Gesellschaftsvertrag jedenfalls erheblich eingeschränkt ist (vgl. Palandt-Sprau, a.a.O.).
AG Köln, Urteil vom 1.11.2007, Az. 206 C 129/07 22In der genannten Entscheidung, in der der BGH die Geltendmachung eines Zurückbehaltungsrechts nach § 320 BGB wegen eines nachträglich eingetretenen Mangels abgelehnt hat, lässt er ausdrücklich die Frage offen, ob etwas anderes zu gelten hat, wenn nach dem Beklagtenvortrag das Mietobjekt von Anfang an mängelbehaftet gewesen ist (BGH a.a.O.Rz. 12).
LAG Hamm, Urteil vom 4.9.2002, Az. 8 Sa 758/02 § 320 BGB ist unanwendbar, wenn die Gegenforderung des Schuldners (Anspruch des Arbeitgebers auf Arbeitsleistung) infolge Unmöglichkeit erloschen ist (MünchKomm-Emmerich, § 320 BGB, Rz. 47).
LG Bonn, Beschluss vom 4.1.2002, Az. 4 T 801/01 Hieraus erhellt zugleich, daß sich die Entscheidung des BGH auf die Abwicklung von Grundstückskaufverträgen durch den Notar nicht unmittelbar auswirken kann, weil die Entscheidung sich ausschließlich mit dem Verhältnis der am Kaufvertrag Beteiligten zueinander befaßt und hierzu postuliert, daß es bei dem Zug-um-Zug-Prinzip der §§ 320,322 BGB (a.F.) zu bleiben hat und eine in AGBs postulierte Vorleistungspflicht nur wirksam ist, wenn sie durch einen sachlichen Grund gerechtfertigt ist, der auch bei der Abwägung mit den für den Erwerber entstehenden Nachteilen Bestand hat (BGH, DNotZ 2001, 41ff, 43 m. An. Basty).
LG Krefeld, Urteil vom 4.6.2007, Az. 3 O 360/06 Zwar kann der Beklagte zu 1) als Dienstberechtigter die Zahlung der Annahmeerzugsvergütung solange gem. § 320 BGB verweigern, bis der Kläger als Dienstberechtigter über seine etwa zwischenzeitlich erzielten Einkünfte Auskunft erteilt hat (vgl. BAG NJW 1974, 1348; NJW. 1979,, 285; Kittner/Zwanziger/Appel, Arbeitsrecht, 2. Auflage 2003; § 89 Rn 61), wozu er in entsprechender Anwendung des § 74c Abs. 2 HGB verpflichtet ist (vgl. BAG NJW 1974, 1348 zur Auskunftspflicht des Arbeitnehmers).
LG Düsseldorf, Urteil vom 3.1.2006, Az. 9 C 427/05 Grundsätzlich haben Energieversorgungsunternehmen trotz § 320 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 242 BGB bei Zahlungsverzug der Kunden das Recht, die Stromversorgung nach vorheriger Androhung einzustellen (vgl. Bundesverfassungsgericht NJW 1982, 1511; Heinrichs in Palandt, BGB-Kommentar, 62. Auflage, § 273 Randnummer 18).
OLG Bamberg, Urteil vom 3.5.2014, Az. 3 U 244/13 aa) Dies gilt nicht nur für Hauptleistungspflichten, die im Gegenseitigkeitsverhältnis (§ 320 BGB) stehen, wie dies in der Entscheidung BGH vom 21.12.2011, NJW 2012, 995 der Fall war, oder für Ansprüche, denen ein Zurückbehaltungsrecht gemäß § 273 BGB entgegen gehalten wird.
OLG München, Beschluss vom 2.11.2015, Az. 34 Sch 26/15 Zudem ist mit Blick auf die Höhe der fälligen Forderung aus Ziff.1 ein Zurückbehaltungsrecht wegen Verhaltenspflichtverletzungen, deretwegen der Antragsgegner nicht von sich aus, sondern erst aus Anlass des vorliegenden Antrags der Gegenseite um Rechtsschutz nachgesucht hat, wegen Unverhältnismäßigkeit nach dem Rechtsgedanken des § 320 Abs. 2 BGB oder nach § 242 BGB nicht anzuerkennen (vgl. BGH NJW 2012, 528 Rn. 17; Palandt/Grüneberg § 273 Rn. 17).

References: § 320
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 § 462
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 § 320
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 § 320
 §320
 § 242
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 § 320
 § 705
 § 705
 § 320
 BGH 
 § 320
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 BGH 
 § 320
 § 89
 § 74
 § 320
 § 242
 § 273
 BGH 
 § 273
 § 320
 § 242
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