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Timestamp: 2020-02-22 20:40:24+00:00

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BGH, 19.03.2004 - IXa ZB 229/03 - dejure.org
https://dejure.org/2004,528
BGH, 19.03.2004 - IXa ZB 229/03 (https://dejure.org/2004,528)
BGH, Entscheidung vom 19.03.2004 - IXa ZB 229/03 (https://dejure.org/2004,528)
BGH, Entscheidung vom 19. März 2004 - IXa ZB 229/03 (https://dejure.org/2004,528)
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Pfändung auf gut Glück für Ansprüche gegen örtliche Kreditinstitute
Zulässigkeit einer Ausforschungspfändung ; Umfang der Begründungspflicht des Gläubigers bzgl. des Bestehens der zu pfändenden Ansprüche ; Rechtmäßigkeit der Ablehnung des Gläubigerantrags durch den Rechtspfleger; Möglichkeit der Pfändung und Überweisung von mehreren ...
Keine unzulässige Ausforschung bei formularmäßiger Pfändung mehrerer Forderungen des Schuldners gegen drei Banken
Zulässigkeit der Kontopfändung auf Verdacht bei Angabe von bis zu drei Kreditinstituten
Zur Frage der Rechtsmissbräuchlichkeit des Formularantrags des Gläubigers auf Pfändung von Ansprüchen des Schuldners gegen mehrere bestimmte Geldinstitute
Unzulässige Ausforschungspfändung
uni-mannheim.de , S. 8 (Leitsatz)
Kontenpfändung - Verdachtspfändung: BGH hat keine Bedenken
Hess zur höheren Wirksamkeit der Forderungspfändung
Keine unzulässige Ausforschungspfändung bei Kontenpfändung gegen drei Geldinstitute am Wohnort des Schuldners
Zusammenfassung von "Anmerkung zur Entscheidung des BGH vom 19.3.2004, IX a ZB 229/03" von Referendarin Andrea Sauer, original erschienen in: KTS 2004, 401 - 402.
NJW 2004, 2096
ZIP 2004, 1380 (Ls.)
MDR 2004, 834
FamRZ 2004, 872
WM 2004, 934
Rpfleger 2004, 427
Rpfleger 2004, 572
Denn das Vollstreckungsgericht prüft grundsätzlich nicht, ob eine zu pfändende Forderung besteht (vgl. BGH…, Beschluss vom 22. August 2012 - VII ZB 2/11, NZI 2012, 809 Rn. 23; Beschluss vom 19. März 2004 - IXa ZB 229/03, NJW 2004, 2096, 2097 m.w.N.).
Selbst die Wahrheitspflicht der Parteien, ohne die ein geordneter Rechtsschutz im Rahmen eines förmlichen Verfahrens nicht möglich ist und die deshalb im Vergabenachprüfungsverfahren auch ohne eine § 138 Abs. 1 ZPO entsprechende Norm im vierten Teil des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen gilt, verlangt lediglich nach subjektiver Wahrhaftigkeit und verbietet nur, Erklärungen wider besseres Wissen abzugeben (BGH, Beschl. v. 19.03.2004 - IXa ZB 229/03, NJW 2004, 2096, 2097 m.w.N.).
Eine gewisse Ausforschung ist auch sonst dem Zwangsvollstreckungsverfahren nicht fremd (vgl. BGH, Beschluss vom 19. März 2004 - IXa ZB 229/03, NJW 2004, 2096, 2098; Bitter, WuB VI E. § 829 ZPO 4.04).
Im Zivilprozess dürfen nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung ohne Verstoß gegen § 138 ZPO auch nur vermutete Tatsachen vorgetragen werden (st. Rspr.;… vgl. BGH, Urteile vom 4. Oktober 2018 - III ZR 213/17 Rn. 26 mwN;… vom 19. Oktober 2017 - III ZR 565/16 Rn. 33, BGHZ 216, 245 …und vom 25. April 1995 - VI ZR 178/94 Rn. 13; Beschluss vom 19. März 2004 - IXa ZB 229/03 Rn. 12).
Die Partei darf Tatsachen behaupten, über die sie kein zuverlässiges Wissen besitzt und auch nicht erlangen kann, die sie aber nach Lage der Dinge für wahrscheinlich oder jedenfalls für möglich hält (vgl. BGH, Beschluss vom 19. März 2004 - IXa ZB 229/03 Rn. 12 mwN;… Kern in Stein/Jonas, ZPO, 23. Aufl., § 138 Rn. 4).
Eine Partei darf im Prozess auch Tatsachen behaupten, über die sie keine positive Kenntnis hat und im Regelfall auch nicht haben kann, die sie aber nach Lage der Dinge für wahrscheinlich und möglich hält (BGH, Beschluss vom 19. März 2004 - IXa ZB 229/03, NJW 2004, 2096, 2097).
Eine solche Pfändung ist nicht rechtsmissbräuchlich (vgl. BGH, Beschluss vom 19. März 2004 - IXa ZB 229/03, WM 2004, 934, 935).
Der Pfändungsantrag darf nur ausnahmsweise abgelehnt werden, wenn dem Schuldner der Anspruch aus tatsächlichen oder rechtlichen Gründen offenbar nicht zustehen kann oder ersichtlich unpfändbar ist (BGH, Beschluss vom 19. März 2004 - IXa ZB 229/03, NJW 2004, 2096, 2097).
Deshalb pfändet das Vollstreckungsgericht auch nur die "angebliche Forderung" des Schuldners gegen den Drittschuldner (vgl. BGH, Beschluss vom 19. März 2004 - IXa ZB 229/03, NJW 2004, 2096, 2097 m.w.N).
(a) Das Vollstreckungsgericht prüft bei der Entscheidung über den Antrag auf Erlass eines Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses nicht, ob die zu pfändende Forderung besteht; es prüft nur, ob diese nach dem Sachvortrag des Gläubigers dem Schuldner gegen den Drittschuldner zustehen kann und ob sie nicht unpfändbar ist (BGH, Beschluss vom 19. März 2004 - IXa ZB 229/03, NJW 2004, 2096, 2097;… Stöber, Forderungspfändung, 16. Aufl., Rn. 485;… Zöller/Stöber, ZPO, 31. Aufl., § 829 Rn. 4).
Forderungspfändung: Pfändungsschutz für den Gläubiger einer Forderung aus einem …
LG München I, 19.02.2004 - 17 HKT 1615/04
Entscheidender Zeitpunkt für Vertretungsbefugnis bei Anmeldung zum …
LG Konstanz, 09.07.2007 - 62 T 134/06
Vollstreckungspraxis - Ansprüche aus Haushaltsführungstätigkeit pfändbar
AG Stuttgart, 22.06.2009 - 2 M 5279/08

References: BGH 
 BGH 
 § 138
 § 829
 § 138
 § 138
 § 829