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Timestamp: 2020-07-05 14:46:07+00:00

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1907 / 112 p. 7 (Deutscher Reichsanzeiger)
1907 / 112 p. 7 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff
Shlesien z. B., der
Es müßte ferner an den Schuß und die denkmälern gedaht werden. ist z. B. in Gefahr. brüche in Angriff genommen.
Eigentümer eine n | treffen die Kommissionebeshlüfse das Nichtige. \{chône Gegenden, nit alle schône Gegenden
8 1 wird unverändert angenommen. Nach § 2 kann dur
und Pläße von geschichtli eschrieben werden,
tigt werden würde.
beeinträchtigt werden würde. Gepräge der Umgebung im wesentlichen
Kosten der troßdem geforderten Aenderung
emessenen Verhältnis zu den Kosten der
Then würden, so ist
abzusehen. Abg. Dr. Brandt (nl.) spricht sih für
aus; es müsse ein gewisses Mindestmaß von
Abg. Dr. Hauptmann (Zentr.) begrüßt mit lebhafter Freude \{önen Städtebilder das Zustande-
Die Kommission habe sich auf ihrer Skudien- reise nah Danzig und Marienburg von der Notwendigkeit dieser Be-
im Interesse der Erhaltung unserer kommen des § 2.
stimmung überzeugt.
Abg. Münsterberg (fr. Vgg.): Der §2 ist wohl der wichtigste unseren künstlerishen Städtebildern Von Bedeutung ist, daß den Gemeinden das Ortsstatui zu erlassen, nit eine solhe Pflicht auferlegt wird. Volenti non fit unis: wenn die Städte ihre künstlerishen Bauten nicht wo
Kautel gegen übertriebene
daß bei unverhältnismäßig hohen Anwendung des Ortsstatuts ab- zusehen ist. Die Gemeinden werden freiwillig für die Erhaltung threr die Stadt Danzig hat z. B. im leßten an alten
gewendet, und ebenso ist man in anderen Städten,
der ganzen Vorlage, er bietet den notwendigen Schuß. Recht gegeben wird, ein
ist das ihre Sache. Eine genügende forderungen liegt in der Bestimmung, Mehrkosten für den Bauherrn von der
Kunstdenkmäler besorgt sein; Sahr 320000 A für Reparaturen Hildesheim usw. vorgegangen. Der 8 2 beruht ziehung von Sachverständigen ;
sondern die Bildung der Fall offen lassen. vor, wonach die
praktishen Leben gewählt werden müssen.
Abg. Schmidt - Warburg (Zentr.)bean tragt vor dem leßten Saß des 82 folgende, der Regierungsvorlage entnommene Einschaltung: , Wenn durch die infolge des Verbots notwendig werdenden Aenderungen des der Ausführung wesentlich vermehrt werden, Anwendung des Ortsstatuts abgesehen werden.“ Abg. Kir\ch ens weist darauf hin, daß ein Ortsstatut der
Bezirksaus\{husses bedürfe, und wirft die Frage auf, ob die Aenderung oder Aufhebung des Ortsf\tatuts auch einer und wie der Staat es mit seinen Bauten
Bauentwurfs die Kosten so kann von der
folhen Genehmigung bedarf, zu halten gedenke.
Unterstaatssekretär Dr. Holle erwidert, daß die Regierung si selbst an dieses Gese gebunden erahte und ebenso handeln würde wie
jeder andere, der baut. Abg. S h
statuts angebracht fei. L wird
verändert angenommen. Nach
durh Ortsstatut vorgeschrieben werden, daß von Reklameschildern, Schaukästen, Aufschriften und Ab- der Baupolizeibehörde bedarf.
bildungen der Genehmigung Die Genehmigung isst unter den gleichen versagen, unter denen nah den §8 1 und zu Bauausführungen zu versagen ist.
Auf Anfrage des Abg. Kir \ch
kommissar, daß sich diese Bestimmung
Retlameschilder bezieht, und diese ebenfalls einer Genehmigung be-
(nl.) wird § 2a angenommen.
Der von der Kommission eingefügte Durch Ortsstatut können für die Bebauung bestimmter Flächen ere, über das baupolizeilich zulässige Maß hinaus-
beson Achern Anforderungen gestellt werden.
einzushalten: „wie Landhausvtertel, hinter „das“ einzuschalten: „sonst“. araaraphen gerade mit ein Antrag wolle diese Absicht klarstellen. läuterung der „Fläche“ ständen der § 2þ mit den das Wort „Prachtstraße“ aber dieser Ausdruck
hâtten, ollten. Die Sine una des Wortes „sonst“ g
î assung logisch zu berichtigen. Ein Negierungskommi/
trage Kollisionen ergeben könnten.
Abg. Dr. Wagner (frkons.) stimmt namens seiner Freunde dem
Antrage des Abg. von Branden-
Antrage Brandenstein zu. 8 2h wird mit dem
stein angenommen. 4 S 3 bestimmt: (S8 2,
aus Qui es.
bg, von Brandenstein (konf.) beantragt, den Hinweis auf Der § 2a bezieht sich auf
dafür sei etne Anhôrung Der zweite Sah sei ganz daß ein Ortsftatut der Be-
8 2a und den zweiten Saß zu streichen. das Verbot von Neklameschildern usw., und von Sachverständigen nit erforderlich. überflüssig, weil es geseglihe Regel sei, {stätigung bedürfe. :
Berichterstatter Abg. Lusensky hält fassung fest.
Nach einigen weiteren Bemerkungen des Abg. von Antrage des Abg. von
Brandenstein wird § 3 nah dem Brandenstein angenommen.
Nach § 4 sind vor Erteilung oder nehmigung Sachverständige und der
alast des Abtes von Leubus, geht seinem Ver-
fall nile wenn nicht bald Maßregeln bagelen gen Me. rhaltung von Natur-
Der Goldberg bei Goldber Von zwei Seiten wird er dur a Natürlih muß in \olchen Fällen dem Entschädigung gegeben werden.
sollen geschüßt werden.
Ortsstatut für bestimmte Straßen er oder künstlerisher Bedeutung vor- daß die baupolizeiliche Genehmigung ührung von Bauten und baulichen Aenderungen zu ver wenn dadurch die Eigenart des Orts- oder Straßenbildes beeinträch- Ferner kann durch Ortsstatut vorgeschrieben werden, daß die Genehmigung für Aenderungen von Bauwerken von geschihtliher oder künstlerischer Bedeutung und von Bauten in der Umgebung solher Bauwerke zu versagen ist, wenn ihre Eigenart oder ihr Eindruck durch die Bauausführung Wenn die Bauausführung dem
von der Anwendung des Ortsstatuts
dies | Anforderungen gestellt
in der Kommission haben wir darüber beraten, wie die Sachverständigen ausgewählt werden sollen, sind aber zu dem Entschluß gekommen, daß wir das nicht in Geseßen bestimmen, r Sachverständigenkommissionen von Die Kommission {chlägt deshalb eine Resolution Bebörden bei der Ausführung des Gesetzes enge Fühlung mit Sachverständigen nehmen sollen, die natürlih aus dem
midt- Warburg (Zentr.) befürwortet seinen Antrag mit in der Möglichkeit liegenden Fällen, wo einmal die fakul- tative und ein andermal die obligatorishe Nihtanwendung des Orts-
unter Ablehnung des Antrags Schmidt un-
dem von der Kommission eingefügten § 2a kann
Zentr.) bemerkt ein Negierungs-
Nach einigen weiteren Bemerkungen des Abg. Dr. Brandt
Ahg. von Brandenstein (kons.) beantragt, hinter „Flächen“ Badeorte,
Die Kommission habe diesen Rücksicht auf die Villenkolonien beschlossen, Wenn etne nähere Gr-
niht gegeben würde,
habe er selbst ursprünglih Bedenken gehabt, sei {hon von vielen Gemeinden worden, die diese odec jene Straße als „Prachistraße“ wo nur bessere Häuser mit Balkons usw. gebaut werden
sar kann niht anerkennen, daß ich aus der Anwendung des § 2þ ohne die Einschaltung nach dem An-
Der Beschlußfassung über das Ortsstatut 2a, 2b) hat cine Anhörung Sachverständiger voraus- zugehen. Das Ortsstatut bedarf der Bestätigung des Bezirks-
in Stlesien Basaltftein-
Im allgemeinen Nur hervorragend
ur Aus- aen ist,
entsprihi und die in keinem an- auausführungen
e Kommissionsfassung
daß ihnen aber
en, fo
shüpen a9
Bauwerken auf- wie Königsberg, natürlih auf der Zu-
ie Anbringung
Voraussetzungen zu 2 die Genehmigung
auch auf freistehende 8 2b bestimmt:
Prachtstraßen“ und
so könnte unter Um- 8 2 kollidieren. Gegen
ebraucht estimmt
sei notwendig, um die
an der Kommissions-
Versagung der Ge-
hören. Will die Dan olgbenteee die Genehmigun den Antrag des Gemeindevor leßteren dagegen die Beschwerde
n Bene deg arilekas zugleich Stelle des Gemeindevorstands der Gemeindebeamte, welcher
den Gemeindevorsteher im Behinderungsfalle zu vertreten hat.
allein der Bürgermeister den Gemeindevorstand bildet und E Polizeiverwalter ist. Für diesen Fall
ersten Lesung beschlossen, : die Gemeindevertretung tritt; es wäre besser gewesen, diese Be-
stimmung aufreht zu erhalten.
Ortsstatut vorbehaltenen Vorschriften auf Antrag des Guts- vorstehers von dem Kreisausschuß erlassen werden.
e zu sagen: „nach Anhörung“, und mit diesem Antrag wir
Wanderarbeitsstättengeseßes).
gegen tands erteilen, so steht dem an die Aufsichtsbehörde zu. Gemeindevorstand, wo der
Gemeinden ohne fkollegialen ? an die
rtspolizeiverwalter ist, tritt
Abg. Kirsch (Zentr.) weist darauf hin, daß in der Rheinprovinz habe die Kommission in threr
daß an die Stelle des Gemeindevorstandes
4 wird angenommen. f | ah § 4a Tönnen für selbständige Gutsbezirke die dem
Abg. von Brandenstein beantragt, statt „auf An-
4a angenommen. ; m 4 Uhr wird die weitere Beratung auf Freitag 11 Uhr vertagt (außerdem dritte Beratung des Berggeseßes und des
bildet, die den Zweck verfolgt, billige Wohnungen wvorzugs-
schaffen. fessoren, junge Aerzte gedacht.
Valery-sur-Somme in der Pikardie in unmittelbarer Nähe des Meeres
In Frankreich hat sich mit dem vorläufigen Sitze in Paris eine Aktiengesellshaft „Socióté des maisons universitaires“ ge-
weise zur Benußung von Leuten mit geistiger Arbeit zu Es ist dabei in erster Reihe an Studenten, Funge ro- Neben Wohnräumen sollen Rauch-, Bibliothek und ein Raum zu körperlichen
Speise-, Badezimmer, eine Ein solches Haus ist in Saint-
Uebungen zur Verfügung stehen.
Ferner hat die Gesellscha#t Borverhandlungen zur
erbaut worden. Viertel von Paris eingeleitet.
Eröffnung eines Hauses im lateinischen
Dreißig Jahre in der Südsee. Land und Leute, Sitten und Gebräuche im Bismarckarchipel und auf den deutshen Salomo- inseln. Von R. Parkin son. Herausgegeben von Dr. B. Anker- mann, Direktoriala\sistent am Königlichen Museum für Völkerkunde zu Berlin. Mit zahlreichen Tafeln, Textbildern und Uebersichtskarten. 98 zehntägige Lieferungen zu je 90 S. WUeferung 1. Verlag von Strecker u. Schröder, Stuttgart. — Man darf dieser Publikation, von der soeben das 1. Heft erschienen ist, mit Interesse ent- egenen, denn der Verfasser der in ihr zusammengefaßten ufzeichnungen muß als einer der tüchtigsten Kenner von Land und Leuten in der Südsee gelten; hat er doch dret Fahrzehnte, zuerst in Samoa, dann auf der Gazellehalbinsel von Neu- pommern gelebt. Von seinem Sammeleifer und seinem Interesse für die Bewohner der Südseeinseln haben {on früher zahlreihe Ver- öfentlihungen und wertvolle ethnographishe Sammlungen, die deutsche Museen, so die in Dresden und in Berlin, zieren, Zeugnis abgelegt. Das Werk wird die erste allgemeine Beschreibung dieses Archipels sein und von einigen Inseln, so z. B. von Squally Jsland, überhaupt die exste Schilderung bieten. Das reihe Material soll derart geordnet werden, daß in den ein- zelnen Kapiteln die Inseln der Südsce nah ihrer geographischen Lage geordnet, behandelt werden. Jedes Kapitel soll dann wiederum in zwei Teile zerfallen, in deren erstem die betreffenden Inseln eographish beschrieben werden sollen, während der zweite umfassendere fich aus\{ließlich mit der Schilderung der Eingeborenen beschäftigen wird. Besondere Sorgfalt ist, wie man schon aus der ersten Lieferung ersieht, auf die JUustration des Buches verwandt. Eine große Anzahl von Bildern {ind nah von dem Verfasser an Ort und Stelle auf- enommenen Photographien, der Rest nah Originalen, die \ch im erliner Mujeum für Völkerkunde H hergestellt. Ebenso reich- haltig soll das Kartenmaterial sein. Das Sclußhest wird ein Sach- und Namensregister enthalten. Die Lieferungen sollen so \{chnell herauskommen, daß das ganze Werk bis zum November d. J. vor-
Kuïr zte Anzetgen neu erschienener Schriften, deren Besprehungxvorbehalten wird.
Unser Postwesen von Werner Persuhn. Gebdn, 1,50 #4 Stuttgart, Ernst Heinri Moriß.
Einteilung und Standorte des deutshen Heeres, Uebersicht und Standorte der Kaiserlichen Marine sowie der Kaiserlichen Schußtruppen und des ostasiatischen Detachements. Nah dem Stande vom 1. April 1907. Mit den Neu- formationen usw. 127. Auflage. 0,30 Berlin W. 597.
Liebelshe Buchhandlung. Feldzeugmetister Benedek und der Krieg L Neue
Daten zum österreihisch-preußischen Feldzuge. R leutnant Otmar Kovakik. Mit Porträt und Brieffaksimile, UVebezrsichts\kizzen und Textillustrationen. 2,50 6 Leipzig, O. Gral- lauer (Richard Goldacker). - Friedensbewegung, Haager Konferenz, Abrüstungs- frage. Von Dr. A. Villaret. 0,80 A Stuttgart, Fer-
dinand Gnke. Religionshygiene. Von Oberarzt Dr. med. Johannes Bresler. 1 46 Halle a. S., Karl Marhold. Nationalitätenkarte derProvinzOstpreußen. 1: 500000. Auf Grund amtlicher Angaben entworfen von Paul Langkans. 2 4 Gotha, Justus Perthes. Richard Strauß in seinen dramatischen Dichtungen. Guntram, Feuersnot und Salome. Von Dr. Eugen von
Ziegler. 2,4 München, Theodor Acklermann.*Z
einer Mitteilung der ano von Bengalen vom 10. April sind wegen des Ausbruchs der Pest in Verawal Quarantänemaßregeln in dem Hafen von Orissa gegen Schiffe, die von Verawal Pa een worden. (Vergl.
„Reichsanzeiger“ vom 29. v. M. Nr. 103
Desterreih-Un garn. 16. Mai 1907, Mittags. K. K. Generaldirektion der Tabak-
regie in Wien: Veräußerung von Ziegenhaaremballagen, derlet Näheres bei der genannten Generaldirektion und
Wetterbericht vom 9. Mai 1907, Vormittags 9} Uhr.
P GIE A M S E M E E E R
L E E Name der i Wind- SE 5 Witterungs- Beobachtungs-| F c ri tung, Wetter | 2,2 t berlau station (2282| Farte 2D [Zx | „der lehten IRE2) fle | Q 85 | M Sfinke Borkum … . | 762,2 |(SW 2wolkenl.|__11,7|_ 1 [Nachts Niederschl, Keitum 761,9 |SSO 2|bedeckt 104| 6 Shauer Hamburg . . | 762,1 (WSW 3 halb bed.| 13,2/_6 Gewitter Swinemünde | 762,4 (SO d|wolkig |_144|_ 0 |_ ziemlich heiter Rügenwalder- Spt münde . . | 765,5 |DSO d5\wolkig 13,0| 0 |vorwtegend heiter Neufahrwasser| 767,4 |O 1|\wolkenl.| 12,1| 0 [vorwiegend heiter Memel 768,4 D __ 2bedeckt 8,6| 0 | meist bewölfi Aachen .……. . | 764,3 |SW 4sheiter 12,2) 4 |Nachts Niederschl, Hannover . . | 763,65 |W 4wolkig |_13,1/_1 Nachts Nieders, Berlin . . . | 761,5 (SO Zssheiter 16,9| 0 \|vorwiegend heiter Dresden . . | 763,2 (WSW 4shalbbed.| 17,3|_0 [vorwiegend heiter Breslau . « | 763,1 |SO 3\wolkenl.|_15,7|_0 [vorwiegend heiter Bromberg 766,0 |D 5\wolkenl.| 14,7| 0 [vorwiegend heiter Mey . . . | 765,7 S _2\wolkenl.|__9,2/_3 Nachm. Nieders}, Frankfurt, M. | 765,4 SW 4\wolkig 12,02 Gewitter Karlsruhe, B. | 766,1 |SW 2\wolkenl.|_12,2/_0 |__meist bewölkt München . . | 766,6 |[(SW 2\wolkig |_183,2/_0 |_meist bewdölt (Wilhelmshay, Stornoway . | 747,4 |(SW 3|bedeckt 9,4| — ¡Nachts Nieders (Kiel Malin Head | 748,5 |S 3|/heiter 8,3| — Gewitter 9 (Wustrow i, M) Valentia .… | 745,7 D 1\wolkig | 10,0| — |__ Gewitter _ (Königsbg., Pr.) Scilly . ._. | 751,6 |SSW 6 halb bed.| 10,6| — _ziemlih heiter (Cassel) Aberdeen . 752,6 |S 3/heiter 10,0| — Gewitter (Magdeburg) Shields 755,1 (S 3[wolkig 10,6) — | meist bewölkt (GrünbergSehl,) Holyhead . . | 751,4 |/SSO d wolkig 10,0| — | ziemlich heiter (Mülhaus,, Els.) Isle d'Aix . | 762,0 |SSW 3|bedeckt 12,8/ 1 [Nachts Nieders. (Friedrichshaf.) St. Mathtieu | 756,1 S 5|Dunst 11,0| 2 [Nachts Niederschl. A (Bamberg) Grisnez . . | 761,5 S 3/bededckt 11,2) 3 | Wetterleuchten Paris . ._. | 7636S 2wolkenl.|_11,0/_0 — Vlissingen . | 762,8 |SSW 3 heiter 1001 — Gelder... | 7620 |SW 3 heiter 116 5 — Bodoe . . . | 760,9 |[/SW __1|bedeckt 5,8/ 0 ——- Christiansund | 761,1 (SO LUsheiter 12,0| 4 _ Skudesnes 759,0 |O 6|Negen 9,3| 0 —— Skagen 764,8 |[SO 3lhalbbed.| 10,1|_0 — Vestervig . . | 761,9 /SO 4sNegen 9,8| — 2E Kopenhagen . | 764,010 4\wolkig O62 — Karlstad . . | 767,2 |(SW 2|wolkenl.|__7,7|_1 — Stockholm 767,0 |[W 2\wolkenl.| 10,1| 1 -— Wisby 766,7 |W 2shalbbed.| 86|_1_ — Hernösand 762,9 |W 4\wolkenl.| 11,5| 0 -— Haparanda | 760,1 N 2\Regen 2,9) 2 — Ma C WNW 2 beiter 9/0| 0 _— Wilna . . . |767,8|N Ll|bedeckt | 7,4| 0 | — Pinsk 765,7 |SO lshheiter I 0 —- Petersburg . | 762,2 |SO 1|bedeckt |__ 6,0 O -__ Wien ,… . | 764,3 [W 4heiter |_164/_0_ -— Prag "763,3 |[SW 2|bedeckt | 16,6| 0 — Rom 764,6 |NW l1\wolkenl.| 146|_0 —-— Florenz _. | 765,5 |W 1\wolkenl.| 144/ 0 —_-_ Cagliari . . | 764,9 /NW d wolkenl.|_12,2/_0 _—————__ Warschau . . | 766,6 |ONO 2\wolkenl. |_11,9/_0 - Thorshavn . | 749,2 |DNO 2|Dunft 8,0| — — Seydisfjord . | 750,3 |/ONO 4/ Schnee 1,0| — = Cherbourg . | 758,7 S 4\wolkig 12,0/ 1 —— Clermont . | 765,1 |W 1halbbed.| i10,0/_1 —_—- Biarriß 764,3 |S 1/heiter 16,8/| 0 - Nizza 764,6 |Windst. |wolkenl.|_15,9|_0 S Krakau . . 764,5 [NNO 1\wolkenl.| 15,6/_0 -_— Lemberg . . | 764,8 |NO 1\wolkenl.| 20,2/_0 — Hermanstadt | 765,4 |/SO LUhheiter 20,0| 0 —_- Bit. 764,0 |Windst. shalbbed.| 19,8|_0 _- Brindisi 762,3 |WNW 4 wolkenl.| 15,7| 0 _—_ Livorno 765,5 [W 3 heiter 158 09 =- Belgrad . 763,2 |SSO 1 heiter 210 0 — Helsingfors . | 763,8 [WNW 1 Regen 6,6| 2 “— Kuopio . … . | 762,2 |S 1\bedeckt 5,0| 0 — Züri . . . | 766,7 |(SO 1\wolkenl. 10,6) 0 — Genf 766,8 |N 1/9Ntebel a O —_ Lugano . . . | 765,3 |[W 1\wolkenl.| 15,0| 0 — Säntis . . . | 565,7 |S 4[wolkenl.| —0,5| — - Na 496 4\wolkig 8,9| — _—_ Poriland Bill! 756,3 'SSW 4 wolkig | 10,6" — | —-
Maxima über 771 mm über VFnnerrußland und über 766 mm U
den Alpen ih beide südli verlagert haben. Die Depression ube Westeuropa, deren Minimum unter 746 mm westlich von Frland liegt, hat sich wenig verändert. In Deutschland is das Wette wolkig und warm bei mäßigen, in Westdeutschland südwestlichen, in Oft
deutshland südöstlihen Winden; Nachts fanden vielfa Gewitter stal Deutsche Seewarte
Mitteilungen des Königlichen Asöronautischen Observatoriums Lindenberg bet Beeskow, veröffentliht vom Berliner Wetterbureau. Ballonaufstieg vom 8. Mai 1907, 24 bis 104 Uhr Vormittags:
Himmel wolkenlos, dunstig. Bei 1500 und bei 2150 m Ô
Gemeindevor|tand zu
geringe Unregelmäßigkeiten im Temperaturgange.
D W, s #5
Das Hohdruekgebiet bedeckt jeyt Mittel- und Osteuropa, dess E
E E RIEEE
Skarte und Schnüre.
beim R 12 Uhr, K. K. Staatsbahndirektion in Inns- | Seehöhe , » « -- gen 500 m | 1000 ma | 1500 m | 2000 m | 2590 8 s. L vim ise ben Um und Reubay der Personendien rin ee E G3 1 L 7 L | 40 | 2,0 | 7 E m A bei der genannten Direktion und beim Wint-Kichtung -. | WNW | WNW wischen W und WSE | E „ Geshw.mps | 2 bis 3|1bis2| 2 |2bis3| 2 [2b]
um i aumoî O L. : L E Deutschen Reichsanzeiger und Königlih Preußischen Staatsanzeiger.
Wetterberiht vom 10. Mai 1907, Vormittags 9} Uhr.
Sr A dAROTEE T
Name der N Wind- | ZB gf Witterungs : Beobachtungs-|L8 is riGtung, Wetter | 5s F „verlaut ç. O Z= G | C 4E station SEÏ S stärke B.E Ke 24 Stitaben | | | Borkum 763,1 |SO 2 beiter 14,3| 0 | ziemli beiter Keitum 764.5 |S 3/heiter | 13,4/ 0 | ziemli heiter Hamburg . . | 765,7 |OSO 3 wolkig 16,4) 0 | ziemlich heiter Swinemünde | 766.9 Windst. \wolkenl.| 13,9 2| Gewiktter Rügenrvalder- J L E _münde . . | 766,9 [WNW 3 wolkenl.| 7,2| 1 Gewitter Neufahrwafser| 765,1 /NW beiter | 9,8 2 | Gewitter Memel ._. |_763,1 /NO Usbedeckt | 11,0 0 | Wetterleuhten Aahen . ._… | 762,0 |SSO 2 halb bed.| 17,4 0 | ziemlich heiter Hannover . 765,5 |S 3\wolkenl.| 14,9} 0 [vorwiegend heiter Berlin ._._. | 766,9 |/SO 1\wolkenl.| 154/ 0 [vorwiegend heiter Dresden ._. | 767,4 SO 2\wolkenl.| 15,0] 0 [vorwiegend heiter Breslau _ 767,3 |Windst. [wolkenl.| 1600| 0 | ziemlich beiter Bromberg _|_766,6 NW Awolkig | 121/29 | Eewilter Meg 763,6 (NO 2 heiter |_ 11,3 0 | Hemlih heller | Frankfurt, Vè. | 764,4 (SO 1 wolkenl.\ 15,2) 0 | ziemlich heiter Karlsruhe, B. | 764,1 /NO 2\wolkenl.| 14,8| 0 [vorwiegend heiter München . _| 7639/0 4wolkenl.| 13,7| 0 | ziemlich heiter E i r) Stornoway | 748,9 (S 2/Regen | _9,4| — |“ ziemli heiter Malin Head | 7462S döhhalbbed.| 10,0} — óörroiégeid heiter | Balentia . | 746,7 (S 4 /beveckt | 10,0| — |Vorm, Nieders Scilly 751,1 |S 5|Dunst | 10,6| — E ves L (Cassel) a a R A 2 2 M O a 7 Le Shields 7546 S 2 bede | 10,0| - v éieiégens iti Holybhead . . | 752,2 |SSW dö\wolkig | 10,0} — “ns E gsle d’Aix . | 758 7 |(SO 4\wolkenl.| 13,6| 0 E St. Maibieu | 754,2 [S0 4bedeckt | 11,8| 2 | “iemlich heiter Greis -(-709/0 S - 3ibevedt 4 168] 6 jvanitenT Leiter d Parls __| 760,6 S 2 |wolfenl.| 140 0 —__ Vlissingen _| 761,0 SO 2 halbbed.| 1280| — nr E Ia Boe. [0D adi M — Christiansund | 758,8 S 1 bedeckt | 102 0 — Skudesnes | 761,5 |SSO 4\wollig | 8714| — Skagen . | 7650 SSW l\wollg | 98 2 — Vestervig | 764,2 [ONO 4 heiter. | 12 —| — Kopenhagen | 767,0 |Windst. |wolkenk.| 1200— Karlstad. | 765.2 SW 2 shalbbed.| 9,8 1| Stotholm | 764,3 WSW2|wollig 11, 0 __—__—_ i Tor S V O —— Hernösand _763,5 |[SSW 2 O O O Haparanda | 765,9 (SW 2\wollig | 39 0 | ae S Wilna | 762,7 [Windsl. |bedeckt | 1301 0 —_ Din [7627/8 ihalbbed| 190 I R Petersburg | 765,5 WNW 1 wo M O Wien _ M Iva Uo O Prag [767,3 Wind. |helier | 144} 0 |— om 1766 1/moll| 160 0 _ Morenz . _ | 7648 SW Nd O Cagliari 764,4 [WNW 4|wolkenl.| 140 0 | Warschau . | 766,0 /NW 2|bededt | 12,6) 0 |_— Thorshavn . | 749,4 Windst. |bedeckt | 7,6| — | Seydisfjord 750,0 [(SW 3/bededt | —08—| e E Clermont . . | 761,8 |SSO 4shalbbed.| 14,7| & Í Biarritz 760.0. S lheller | 2057 0 | Nina "763,8 [Windst. |wolkenl.| 17,8) 0) _— Krakau . . _ | 766,8 WSW 1|wolkenl.| 17,0) 7 |__ Lemberg 763,9 |[SW 3|wolkenl.| 185| 0 |_ S Hermansiadt | 764,9 |SSO 2|bedeckt | 189 0| _— Triest . _. | 763,5 |Windst. |wolkenl.} 284 0)__—_ Brindisi . .| 7625 NW a/wolkenl.| 180 0)— Livorno. . 1 (040/W Abedeckt | E T Belgrad . ._ | 763,3 |Windst. [heiter | 21,8) 0) —_ Beliingfois | 7062 Abedeckt | (5 0) —__ Kuopio 766,9 NW lhbedeck | 36) 0| — Zürich 763,8 D 1/wolkenl| 140 0) — Genf 70e - Iko | 1A O — Lugano . 765,2 [N 1/wolkenl.| 14,0 0 _—_ Säntis. , .| 5667S a[woltenl| 30 —| — M E Portland Bil! 7663S 3 wolkig ! 10,6! — ‘ _
Nordosiwärts verlagerte
1 Maxima über 767 mm über dem Oder- | gebiet und über 765 mm über Finnland sind durch Furche etwas ;
niedrigeren Drucks unter 762 mm getrennt; ein weiteres Maximum über 765 mm liegt jenseits der Alpen, :
Depression unter !
765 wm westlich von Irland, ein Ausläufer niedrigen Drucks unter '
754 mm über der Biscayasee.
In Deutschland ist das Wetter heiter,
im Osten kühler, sons wärmer bei schwachen Winden; der Oste hatte Niederschläge und Gewitter. nz der Vslen
| einen bö@st sonderbaren Anblick.
: a§tungen und Erfahrungen. | Gesichtspunkten der äußeren Kultur — Holzbau, Dorfanlage, Be-
¡ und Frau, Heirat | \flaverei, staatliche Einteilung, Krieg, Kannibalièmus, Kunst, Neligkon, |
A. P, Die Maisißung der Gefellshaft für Vorsißenden, Geheimrat Tur Dr. iee i | einem Nachruf auf ten jüngst verstorbenen Landesgeologen Dr. Gries- | bach eröffnet. Das Budget der Gesellschaft, ungerehnet die besonders | verwalteten vershiedenen Stistungen, beziffert {fi{ch in Einnahme und | Ausgabe auf etwa 55 000 „« Mit großer Genugtuung begrüßt die | Gesellschaft den Plan einer in Kürze ins Werk zu seßenden großen | deutschen Expedition nah Afrika unter Leitung Seiner Hoheit des | Herzogs Adolf Friedrih von Mecklenburg-Schwerin, über deren Programm Mia bereits R EEE mitgeteilt wurde. en Vortrag des Abends hielt der Geologe und
| Professor Dr. W. Volz aus Breslau, der mit Ünierftiung ber Rebe | der Wissenschaften mehrere Jahre auf Sumatra gelebt hat, „über | die Battak-Länder Zentral-Sumatras auf Grund eigener | Reifen und Forshungen“. Aus Ferdinand von NRichthofens | Veröffentlihungen der leßten Jahre seines Lebens ist die Erklärung bekannt, die er zum Verständnis des Oftrandes des asiatischen Konti- | nents aus dessen innerem Bau und morphologishem Bilde gegeben | hat. Nach dieser Darlegung findet eine wahrscheinli noch andauernde j Zerrung des Konlinentalrandes statt, veranlaßt dur das Streben | des Zurückweihens des Vorlandes, d. i. des langsamen Einsinkens ins Meer, und seinen Autdruck findend in den Schollenrändern des Festlandes sowohl, als in den nach Osten konvexen Inselbogen des östlichen Asiens. Für die großen und kleinen Sunda-Inseln hat | diese äußerst langsam vor si gehende Wandlung die Folge, daß, je | weiter man nach Südosten kommt, um fo tiefer ih die Scholle bereits ins Meer versenkt zeigt. Im Norden von Sumatra erreicht j die alte Grundlage noch Höhen von 2500 m, im Süden übersteigen die größten Meereshöhen des Sedimentgebirges niht mehr 2000 m j und die Zone des Grundgebirges ergibt eine auffällige Verschmälerung. : Auf Java bleibt selbst das Tertiär unter 1200 m, älteres Gebirge tritt kaum noch zutage, und auf den kleixen Sundainseln überragen | nur die Vulkane noch die Meeresflähe. Der Abnahme der Bedeutung
des Sedimentgebirges entspriht die Zunahme der Bedeutung der { jungen Vultane. Java besißt deren 114, das fast viermal so große | Sumatra nicht ganz so viel, aber der Süden der Insel is erheblich bulkanreicher als der Norden. In Java bilden die Vulkane beinahe ein | geschlossenes Gebiet, in Sumatra dagegen sind die Vulkangebiete dur | große vulkanfreie Zwischenglieder getrennt. Die als Folge des Ein- j sinkens des Indischen Beckens aufzufassende Zerrung kommt in | Sumatra im alten Gebirce zum Auédruc in einer Reike von sieben | nah Süd gerichteten Bogen von einer Sehnenlänge von 150—300 km. | Immerhin ist bei diesen Bogen der Gebirgscharakter der zusammen- j hängenden Kette in Süd- und Mittelsumatra aufrecht erhalten, in | Nordsumatra jedoch i} eine Auflôsung in wehrexre parallele, durch
| wurde vom
| große Bruchselder getrennte Kettengebirgssyste | Die Vulkane scheinen an jene d Aae E | treten hier überall auf ihrem nördlihsten Teil auf. Es hängt
| damit zusammen, daß die Vulkanzone in den Battaïländern die | Insel durhquert, auf die Nordküste übertritt und dieser Me i sich über die Andamanen zum hinterindishen Festlande zieht. Aus | dem soeben Gesagten geht hervor, daß die Baltaklänter in Zentral- | sumatra, von denen der Vortragende besonders berihten will, geologish | keine Cinheit darstellen, sondecn nur morphologisch. Denn während ! sie geologisch den größten Teil des Battakbogens und das südliche | Stück des bena&barten Taparulib-gens umfassen, sind sie morpho-
logisch tatsäclich dadur vereinigt, daß fie über das ganze Gebiet | hinweg durch eine nur mehr oder weniger mächtige Dee | von Ouarz - Tra@yttuffen eingedeckt sind. Hieraus ergeben sich j allenthalben gleichartige typishe Landschafts- und Vegetationsbilder, die i araftteriftisch sehr verschieden siud beispi:-l8weise von den im Nordwesten | Sumatras gelegenen Gajo-Länderny, wo die Kiefer das Landschaftsbild | beherrscht. Die Bevölkerung des so abgegrenzten Gebiets wohnte ; ehemals wohl au, sih über ganz Nordsumatra verbceitend, unterhalb | dieser Grenze und wurde erst später bei der großen malatishen Ein-
| wanderung auf das jetzige engere Gebiet zusammengedrängt. Sie
“_ stellt am reinsten die alte heidnisGe Bevölkerung und bis zu einem
| gewissen Grade einen Gegensaß gegen die Mischvölker dar, die jeßt | außer thnen auf der Insel heimisch sind, die Gajoer und Alasser | bon Nordwesten sowie Mandhelingecr in Südosten. Die Vattaker be- wohnen das Gebiet zwischen dem 98. und 190. Meridian östlicher
: Länge von Greenwich und zerfallen in die beiden Stammesgruppen | der Karo- und Timor-Battaker einerseits, der Toba- und Pokpak- | Battaker andererseits. Das von beiden bewohnte Gebiet entspricht | mit 45 000 gkm annähernd der Größe Böhmens, ?/; davon entfallen | auf die an zweiter Stelle genannte Stammes8gruppe, allerdings bei | unsägulih geringer Bevölkerung8dihte. Denn die Gesamtzahl der | Battaker übersteigt wenig 650 000 Seelen, wovon die reichliche Hälfte * auf die erstere, die kleinere Hälfte auf die zweite Stammesgruppe zu | rechnen ist. Zähli man die oben genannten battafishen Mischvölker i etwa mit 250 000 hinzu, so ergibt sich s{chäßzungsweise das battakische Element auf Sumatra als ungefähr eine Million Seelen betragend. Es erscheint befremdlich, daß Sumatra wie Borneo erst so spât er-
} forshi und verhältnismäßig unbekannt find. Der Grund liegt darin, | daß Holland sich lange Zeit auf die Ershließung Javas beschränkte und daß ; es auch zu klein und nit genligend mächtig war, seinen verhältnis8mäßig ! großen Kolonialbesiy entsprehend zu entwidckeln und zu verwerten. | Bis zur Reise des deutschen Forschers JungLuLn, d. i. bis 1840, | waren die Balttaker fo gut wie unbekannt, obwohl Herodot bereits sie / als „Padaioi*“ benennt, und auh später arabische und europäische j Schriftsteller ihrer Erwähnung tun. Zwischen 1840 und 1870 erfolgte j eine erste europäische Niederlassung în Sumatra, die der Rheinischen ; Mission; doch blieb unsere Kenntnis des Landes auf den äußersten | Süden und Südosten beschränkt. 1870 drangen die erften Europäer | bis zum Tobatee vor, in den 80er Jahren wurden wir durch Hagen, ! Westenberg, Neumann und von Brenner mit den östlichen Karo- und : Spärlihe Kunde besißen wir immer | noch von den westlihen Karo- und Pakpak.Ländern. Erst in den leßten Jahren wurde der größte Teil der Battakiänder dem |
i holländishen Gouvernement einverleibt; bedeutende Strecken davon find beute noch unabbängig. Alle diese unerforschten Gebiete hat der | Vortragende 1905 und 1906 in drei größeren Expeditionen während | zusammen sech8 Monaten bereist. i | Profeffor Dr. Volz gab hierauf Rechenschaft von seinen Beob«
Er schilderte die Battaker unter den
/ den Timor-Ländern bekannt.
waffnung, Kleidung —, der geistigen Kultur — Stellung von Mann Kaufpreis der Frauen, Tod, Sklaverei
SwWuld-
nos Mut | Gedichte der Mitteilungen
zum Schluß: Herkunft und diesen überrei@en el na&stebenden nur eine Anzabl bdefouders inter- essanter in Kürze wiedergeben: Als Baumateriza für den Hausbau dient bis zu 700 m Meeresböhe Bambus, iu Hochlande Holz Merkwürdig find die hohen og Däter fanstvoll aus Bambus erri@tet. Diese nah vorn in die Straßen*elte der Dörfer, wodin die Giebelseiten gerichtet sind, überbängenden Väter gewähren Jedes Wodnbaus enthält Fes bia adt KFeuerscellen und bietet ebensovielen Familien Uutertant, In | dem undewodubdaren spitten Dachgiebel dat der bWzerne OnirdaCke
und Verkehr, Auddruck, desteben. Von
Handel maßungen Battaker
Die Kun | der VBattaker ftebt
seinen Standplay. Die Rücksicht auf ihn verhindert jed e endes n in dieser Art der Häuseranlage. B den es Tes e Wohnhäuser einen Kranz um ein Gemeindehaus herum, zu den sich ein äußerer Kranz von Reishäuthen zur Auf- ewahrung der Vorräte anschließt. Die Pakpak umgeben ihre Häuser auch noch mit Bambuspalisaten. Die Begräbnis- A D meist D häufig im Walde; doch finden sich auch otenhäuêhen innerhalb der Ansiedelung, des „Kampong“, ebenso vereinzelte arghäus@en innerhalb und außerhalb des Kantpong. Die C en n OT en S Kleidung, deren Stoffe
\ d gefär n e Männer der ve Time unterscheiden sch in ihren Gewändern höchstens Ln fat e, die blau oder rot ist; dagegen haben \sich Trachtenverschieden- eiten bei den Frauen herausgebildet. Die Karoweiber tragen zum E Me As ti uud Fropstas, die Toba- und Pakpak-
l mit dem ersteren. Die Bewa d Männer besteht im Westen in kräftigen Schwertern i A A im Dsten in viel leichteren, sätelartigen Shwertern und beiderseitig Satt ur Mr dient — einzig in seiner Art auf der äberhaudt u asrohr, wohl die älteste Fernwaffe der Menschheit ie Stellung der Frau is bei den Battakern die ei
Arbeitstieres. Sie steht Morgens um #5 auf, kot das Essen, starpft Neis, füttert das Vieh, besorgt die Feldarbeit bis nahe vor Sonnens untergang, wo sie heimkehrt, badet, Wasser holt und die Funktionen wie am Morgen wiederholt, um dann noch, che sie das Lager auf- sucht, Garn zu färben und zu weben. Der Mann sißt kannegießernd den ganzen Tag im Gemeindehause, rauht, spielt, knüpft Franjen stickt Jacken, und nur bei der {weren Feldarbeit hilft er wenn e nim der Jagd oblen ode Mien (NIE Es gibt trockdene Felder — Ladangs — und nasse Felder — Sawahs. Dis ersteren, hävfigeren, werden 2 Fahre hintereinander bebaut, worauf ihnen 6—10 Jahre Ruhe gelassen wird. Die aus Indien über- nommenen nassen, bewässerten Felder dienen aus\{ließlich dem Nn- bau von Neis und wohl auch von Mais und süßen Kartoffeln. Die O erfolgt teils nah Abrede der Eltern, häufig in sehr jungen ahren der Kinder, teils nah Wahl, teils durch Kauf, wobei zwei Verwandte der zu Verheiratenden alles regeln. Der Kaufpreis rihtet sh nach dem Kaufpreis der Mutter und s{chrwoankt zwischen 40 und 1000 Dollars. Wo glei voll bezahlt wird, geht die Frau rito in das Eigentum des Mannes über, wo nur teilweise bezahlt wird, bleibt der Mann, alle RNehte über Frau und Kinder ausübend, bei den Schwiegereltern. Bei sehr armen Leuten oder bet M E Väter wird der Preis häufig nur zum Schein Die Battaker teilen sich in Margas oder Geshleck{ter ein, di fich bei allen vier Stämmen auf fünf tobashe Urgeshlehter T führen. Die Margas wohnen bunt vermischt untereinander, in einigen Gegenden wiegen nur einzelne Margas vor. Niemand dar} in seiner eigenen Marga heirat-n. Mit dea Margas eng verbunden ist die staatliche Einrichtung; die Einteilung in Stände s{heint sid aber erst später eingebürgert zu haven. Man unterscheidet, bei den Tobas zumal, Freic und Sklaven. Die Freien zerfallen wieder in Adel und Bürger, der Adel wieder in regierung®- berechtigte und nicht dazu berehtigte. Der Toba höchster Ehrgeiz ist daher, Nadjah (oberster Häuptling) zu werden. Im Gegensaß zu den Tobas sind die Karo demokratish und beahten die Standesunterschiede nicht, selbst der Dorfhäuptling brauchi niht von Adel zu sein ; wer immer Mat und Kraft besißt, kann es werden. Die Sklaven sind entweder dur Nichterspruch dazu degradierte Schuldsklaven, die sich aber jederzeit loskaufen können, oder Sklaven dur Krieg und Naub, durch Abstammung von Sklaven und dur auf dauernde Sklaveret erkannte Strafen. Nur der Adel darf si Haus- und Feldsklaven halten. Eigentümlih ist die Kriegführung, wofür es dret Ursachen gibt: Nichtausführung von Richtersprüchen, Beleidigung des Radjah und Nache. Bleiben Prob. briefe und Schtedsgeriht wirkungslc8, so wird Tag und Kampsplaßz verabredet. Die Frauen bleiben dann im Hintergrunde. Raubzüge cheinen früher nit stattgefunden zu haben, werden jeßt aber vom obsiegenden Teile häufig ausgeführt. Gefressen werden die im Kriege Getöôteten, die Krieg8gefangenen, sofern fie sh nicht loskaufen können; die Chebreher und bei den Pakpak auch die Diebe. Die dem Kannibalismus Verfallenen werden erst gehängt und dann zu bes liebiger Aneignung thres Fleishes dôffentlich ausgestellt. Die Strafe des Desrelenvervens gilt als die größte Schande. Frauen dürfen an kannibalishen Mahlzeiten nidt teilnehmen. Merkwürdig ift, daß von den 4 Stämmen der Battaker nur die Toba, Timor und Pakpak dem Karnibalismus in dieser Form ergeben sind, die Karo da- gegen anscheinend von jeher nicht. — Große Verwirrung besteht in den religiösen Anshauungen. Ursprünglich ist der Gottesdienst
wohl ein reiner Naturdienst gewesen, denn Sonne, Mond, Feuer Wasser, Wind und Erde zählen zu den alten Goitheiten. öher
gewertet aber werden die 3 Götter: der Eott von oben, der Gott in der Mitte uud der Gott von unten, in denen man uns§wer Brahma, Wishnu und Schiwa wiedererkennt, was neben einigen über die Insel zerstreuten Resten (Steinbauten) alter Hindukultur auf frühere enge Beziehungen zu den Hindrs zu {ließen erlaubt. Für das tägliche Leben haben jedo die Geister oder Halbgötter die größere Wichtigkeit. Ihre Zahl ift unbegrenzt, ja sie kann jederzeit vermehrt werden und bildet eine Quelle unbegrenzten Einflufses der Priefiez Die Eeister offenbaren sich den Lebenden in Träumen; Träume und Traumdeutung spielen deshalb bei Battakern eire große Rolle, nicht weniger allerlei Be{wörungen und eine Unzabt abergläubisher Gebräuße. (Der Vortragende erzählte hiervon eine Menge graufiger Beispiele , wclWe die Battaker unter dem Druck furWtbarer Wahnvorftellungen zeigten.) in engen Beziehungen zu dtesem
Sp Den ren
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oran teils die Faulhbeit der Battaker, teils die Ein-
Göôtter- und Geisterglauben. Sie entspriht ihm in Roheit
der Auëfühbr von Holzfkulpturen und Malereien aller Art, nament-
li von Idolen, wie die Geftalten der Hauspriester, die in keinem
dure Ken dürfen. E (eint cin Niedergang der alten Kunst ai iu i? n
un billiger, leu@tender Farbstoffe die Schuld tragen. _ Die Battaker sind cin mäßig großer Merschenscklag, etwa 155 bis 160 em. fdlar? und von guten Verhältnissen, anmutig in ihren Be« gungen, leidt und gewandt im Auftreten. Ihre Hautfarbe ist cin dunkleres Gelbbraun, ihr braunschwarzes Haar ist leiht gewellt. Un- s{wer zu erkennen ist, daß sie überwiegend cin Mischvolk aus wenigstens zwei Eementen find. Wahrscheinlih hat in lange vergangener Zeit eine Einwanderung von Java her stattgefunden. Die ursvrünalice Denor ist daber wohl im Norden und Nordwesten der Insel Sumatra zu fu@en.
_ Zum S{hluß machte der Voriragende noch darauf aufmer?izan daß p. Z. Christentum und Islam, der einflußreite Vertretunget auf Sumatra selbst und im nahen Java hat, um die Battekre rindzs und daß es sih für Holland wobl verlebnen dürfte, gogen dor Biltus feindlichen Iflam zu Gunsten christliher Gesittung zu rfen Ir diring Kampfe wird von hoher Wichtigkeit für den Erfoîg die Dur hir Uk fulturfähigenFläben durh Anlage von Bewäferungerr dnr Sit tf Sumatra bietet mit setnem feuSten Treber dr Es zu fultureller Entwickiung. Es M doria Lk dg desi dye Det Java überlegen und es dat vor letterem tv f De: VUat
cine Bevülkeruvg, die den f@la Fen wurd deln 6 Miialatrk i U an Intelliganz und Negsambeit derte. Uke Ddo 4d Wet

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