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Timestamp: 2019-06-18 02:12:28+00:00

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BSG, 12.02.1998 - B 10 LW 2/97 R - dejure.org
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BSG, 12.02.1998 - B 10 LW 2/97 R (https://dejure.org/1998,1758)
BSG, Entscheidung vom 12.02.1998 - B 10 LW 2/97 R (https://dejure.org/1998,1758)
BSG, Entscheidung vom 12. Februar 1998 - B 10 LW 2/97 R (https://dejure.org/1998,1758)
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Altershilfe für Landwirte - Pflichtversicherung - Befreiung - Landwirtsehegatte - Gesetzeslücke - Übergangsregelung - Stichtagsregelung - Gleichbehandlungsgebot
Landwirt - Nebenerwerb - Alterssicherung - Befreiung - Versicherungspflicht - Landwirtschaftliche Alterskasse - Beitragspflicht - Lebensversicherung
Die Befreiungsmöglichkeit scheitert daher an § 85 Abs. 3 Satz 2 Nr. 1 ALG, da sämtliche Voraussetzungen der Nrn 1 bis 3 kumulativ (zusammen angehäuft) erfüllt sein müssen (vgl Senatsurteil vom 12. Februar 1998, SozR 3-5868 § 85 Nr. 2 S 9, 11 zu den Voraussetzungen von § 85 Abs. 3a ALG).
Eine andere Betrachtung liefe darauf hinaus, daß das Gericht die Rolle des Gesetzgebers übernähme, was der Bindung an Recht und Gesetz (Art. 20 Abs. 2 und 3 GG) entgegenstände (vgl Senatsurteil vom 12. Februar 1998, SozR 3-5868 § 85 Nr. 2 S 9, 12 mwN).
Dem diente die Erhöhung der Zahl der Beitragszahler durch Einbeziehung des neuen Personenkreises der Bäuerinnen und die Umgestaltung der Beitragszuschußregelung (vgl Entwurf eines ASRG, BT-Drucks 12/5700, S I, 62 f, 66;… die Senatsurteile vom 12. Februar 1998, BSGE 81, 294, 297 = SozR 3-5868 § 1 Nr. 1 S 1, 5; SozR 3-5868 § 85 Nr. 2 S 9, 14).
Für letzteren Personenkreis sind mit dem ASRG-ÄndG eng begrenzte weitere Befreiungsmöglichkeiten (§ 85 Abs. 3a und 3b ALG) geschaffen worden zur Vermeidung von Härten, die sich aus dem ASRG ergeben hatten (vgl Senatsurteil vom 12. Februar 1998, SozR 3-5868 § 85 Nr. 2 S 9, 14).
§ 85 Abs. 3 ALG ist eine Übergangsvorschrift im Rahmen der Agrarsozialreform, bei der dem Gesetzgeber ein weiter Gestaltungsspielraum zusteht (vgl Senatsurteil vom 12. Februar 1998, SozR 3-5868 § 85 Nr. 2 S 9, 15 zu § 85 Abs. 3a ALG unter Hinweis auf BVerfGE 44, 1, 21).
Für letzteren Personenkreis sind mit dem ASRG-ÄndG eng begrenzte weitere Befreiungsmöglichkeiten geschaffen worden (§ 85 Abs. 3a und 3b ALG) zur Vermeidung von Härten, die sich aus dem ASRG ergeben hatten (vgl Senatsurteil vom 12. Februar 1998, SozR 3-5868 § 85 Nr. 2 S 9, 14).
Diese einmalig und zeitlich begrenzte Befreiungsmöglichkeit sollte aber nur bestimmte, umschriebene Härten mildern und dadurch die allgemeine Akzeptanz der neuen Versicherung erhöhen, ohne die allgemeinen Grundsätze der eigenständigen Sicherung der Bäuerinnen aufzugeben (vgl Senatsurteil vom 12. Februar 1998, SozR 3-5868 § 85 Nr. 2 S 9, 14).
§ 85 Abs. 3a ALG ist eine Übergangsvorschrift im Rahmen der Agrarsozialreform, bei der dem Gesetzgeber ein weiter Gestaltungsspielraum zusteht (vgl Senatsurteil vom 12. Februar 1998, SozR 3-5868 § 85 Nr. 2 S 9, 15 unter Hinweis auf BVerfGE 44, 1, 21).
Das SG hat sich dafür auf die Senatsurteile vom 12. Februar 1998, Aktenzeichen B 10/4 LW 9/96 R im Hinblick auf die Versicherungspflicht der Klägerin und zum Aktenzeichen B 10 LW 2/97 R hinsichtlich der Befreiungsregelung bezogen.
Dabei ist der Senat ausdrücklich davon ausgegangen, daß die mit dem Stichjahr 1994 im Einzelfall verbunden Härten hinzunehmen sind, weil sie doch gerade kennzeichnend für eine Übergangsregelung sind (vgl Senatsurteil vom 12. Februar 1998, SozR 3-5868 § 85 Nr. 2 S 15 mwN).
Das ASRG-ÄndG zeigt dadurch den Charakter eines Korrekturgesetzes, das durch einmalige oder zeitlich begrenzte Befreiungen von der Versicherungspflicht nur bestimmte, umschriebene Härten mildern und dadurch die allgemeine Akzeptanz der neuen Versicherung erhöhen soll, ohne die allgemeinen Grundsätze der eigenständigen Sicherung der Bäuerin aufzugeben (vgl zum Vorstehenden Senatsurteil vom 12. Februar 1998, SozR 3-5868 § 85 Nr. 2 S 14 f mwN).
Für die Befreiungsmöglichkeiten mit Dauerwirkung nach § 85 Abs. 3 Satz 1 Nr. 3 ALG einerseits und § 85 Abs. 3a Satz 1 Nr. 3 ALG andererseits gilt: Die Befreiung nach § 85 Abs. 3a ALG kann auch parallel zu der anderen verfolgt werden, da die erstere mit keinen weiteren Verpflichtungen verbunden ist, wogegen die Befreiung nach § 85 Abs. 3 Satz 1 Nr. 3 ALG voraussetzt, daß ein Versicherungsvertrag abgeschlossen wird, der erst mit der Zahlung des ersten Beitrags volle Wirksamkeit erlangen kann (vgl Senatsurteil vom 12. Februar 1998 - B 10 LW 2/97 R -, zur Veröffentlichung in SozR vorgesehen, S 4 des Abdrucks).
Wie der erkennende Senat bereits in seinem Urteil vom 12. Februar 1998 aaO grundsätzlich entschieden hat, ist es - entgegen der Meinung des LSG - nicht zulässig, durch Rechtsfortbildung § 85 Abs. 3a Satz 1 Nr. 3 ALG abweichend vom Wortlaut dahingehend zu ergänzen, daß (im dortigen Ausgangsfall: bei Wehrdienstleistenden) fiktiv das Erwerbs- oder Erwerbsersatzeinkommen zugrunde gelegt wird, welches im Jahr 1994 ohne das Hindernis erzielt worden wäre.
Im übrigen verbietet es sich - entgegen der Meinung von SG und LSG - angesichts der durch das ASRG-ÄndG verfolgten besonderen Ziele und der dazu gefundenen Einzelregelungen (dazu eingehend das Senatsurteil vom 12. Februar 1998 aaO S 7 f), die konkreten Tatbestandsvoraussetzungen für das einmalige Befreiungsrecht des § 85 Abs. 3a ALG durch "verfassungskonforme" Auslegung zu ergänzen.
Neue, bislang vom erkennenden Senat nicht berücksichtigte Gesichtspunkte im Hinblick auf die Verfassungsmäßigkeit der vorliegenden Norm (vgl Senatsurteil vom 12. Februar 1998 aaO S 8 f) bietet der Ausgangsfall ebenfalls nicht.
gegen das Urteil des Bundessozialgerichts vom 12. Februar 1998 - B 10 LW 2/97 R -.
Das Urteil des Bundessozialgerichts vom 12. Februar 1998 - B 10 LW 2/97 R - verletzt die Beschwerdeführerin in ihrem Grundrecht aus Artikel 3 Absatz 1 des Grundgesetzes.
Soweit sie von der Beklagten von der Versicherungspflicht befreit worden ist, steht das dem Rechtsschutzinteresse der Klägerin nicht entgegen (vgl BSG SozR 3-5868 § 85 Nr. 2 S 9, 10); die Befreiung von der Versicherungspflicht (§ 3 ALG) setzt gerade voraus, dass die hier streitige Versicherungspflicht dem Grunde nach besteht.
3. Bei Veränderung der Lebensverhältnisse nach Erlass des Gesetzes, die der Gesetzgeber deshalb noch nicht berücksichtigen konnte (…vgl BSGE 60, 176, 178 = SozR 2600 § 57 Nr. 3; BSG SozR 3-5868 § 85 Nr. 2;… Palandt/Heinrichs, BGB, 68. Aufl 2009, Einleitung RdNr 54 ff).
Wie der Senat bereits mehrfach herausgestellt hat (…vgl zB Senatsurteile vom 19. Oktober 2000, SozR 3-5868 § 84 Nr. 2 S 2, 9; vom 12. Februar 1998, SozR 3-5868 § 85 Nr. 2;… vom 30. Juni 1999, SozR 3-5868 § 3 Nr. 1), besteht nach dem ALG ein differenziertes System von Regel (Versicherungspflicht) und Ausnahme (Versicherungsfreiheit bzw Befreiung auf Antrag), das grundsätzlich keiner gesetzesergänzenden, lückenschließenden Auslegung zugänglich ist.
Es liegt keine dem gesetzgeberischen Willen, dem Ziel und systematischen Zusammenhang des Gesetzes entgegenstehende Regelungslücke vor, die durch das Gericht mittels Analogie geschlossen werden müsste (…vgl Larenz, Methodenlehre der Rechtswissenschaft, 6. Aufl, S 370 bis 391;… zur richterrechtlichen Lückenschließung vgl Senatsurteile vom 30. Juni 1999, SozR 3-5868 § 3 Nr. 1 S 1, 2 f; vom 12. Februar 1998, SozR 3-5868 § 85 Nr. 2 S 9, 13, jeweils mwN).
Dazu diente die Erhöhung der Zahl der Beitragszahler durch Einbeziehung des neuen Personenkreises der Bäuerinnen und die Umgestaltung der Beitragszuschußregelung (vgl BT-Drucks 12/5700, S 1, 62 f, 66;… Senatsurteile vom 12. Februar 1998, BSGE 81, 294, 297 = SozR 3-5868 § 1 Nr. 1 S 1, 5; SozR 3-5868 § 85 Nr. 2 S 9, 14).
Für letzteren Personenkreis wurden mit dem ASRG-ÄndG eng begrenzte weitere Befreiungsmöglichkeiten (§ 85 Abs. 3a und 3b ALG) zur Vermeidung von Härten, die sich aus dem ASRG 1995 ergeben hätten, geschaffen (vgl Senatsurteil vom 12. Februar 1998, SozR 3-5868 § 85 Nr. 2 S 9, 14).
LSG Bayern, 28.04.1999 - L 16 LW 29/98
Streit über die Befreiung der Klägerin von der Versicherungspflicht als Ehegattin …
LSG Bayern, 24.04.2001 - L 16 LW 51/99
Gesamtschuldnerische Haftung für die Beitragsverpflichtung der Ehefrau
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Terminsgebühr bei Abschluss eines außergerichtlichen Vergleiches in einem …

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