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Timestamp: 2018-04-24 10:25:32+00:00

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Lexikon Steuer: Erbschaftsteuerreform - Bewertung des Betriebsvermögens
> Erbschaftsteuerreform - Bewertung des Betriebsvermögens
Der Erlass vom 01.04.2009, BStBl I 2009, 552 betrifft die Bewertung des land- und forstwirtschaftlichen Vermögens nach dem Sechsten Abschnitt des Zweiten Teils des Bewertungsgesetzes . Dieser Erlass befasst sich mit den §§ 158 - 168 BewG . Der Begriff des land- und forstwirtschaftlichen Vermögens wird erläutert und vom Betriebsvermögen, vom übrigen Vermögen und vom Grundvermögen abgegrenzt. Weiter finden sich Hinweise zu den verschiedenen Abschnitten mit Verweisen auf die Rechtsprechung des BFH sowie Berechnungsbeispiele.
Der Erlass vom 05.05.2009, BStBl I 2009, 590 betrifft die Bewertung des Grundvermögens nach dem Sechsten Abschnitt des Zweiten Teils des Bewertungsgesetztes . Dieser Erlass befasst sich mit den §§ 176 - 198 BewG . Es finden sich Hinweise zu den verschiedenen Abschnitten mit Verweisen auf die Rechtsprechung des BFH sowie Berechnungsbeispiele und Schemata.
Der erste gleich lautende Ländererlass vom 25.06.2009 zur "Anwendung der §§ 11 , 95 bis 109 und 199 ff. BewG in der Fassung durch das ErbStRG" (BStBl I 2009, 698-711) befasst sich mit der Bewertung von Anteilen an Kapitalgesellschaften sowie der Bewertung des Betriebsvermögens für Zwecke der Erbschaft- und Schenkungsteuer.
Nach § 95 Abs. 1 ErbStG umfasst das Betriebsvermögen alle Teile eines Gewerbebetriebs im Sinne des § 15 Abs. 1 und 2 EStG , die bei der steuerlichen Gewinnermittlung zum Betriebsvermögen gehören.
Bewertung des Unternehmens auf Basis eines vereinfachten Ertragswertverfahrens, bei dem der Unternehmenswert durch Anwendung eines für alle Unternehmen einheitlichen Kapitalisierungsfaktors (vgl. § 203 BewG ) auf die durchschnittlichen Erträge der letzten drei Jahre vor dem Bewertungsstichtag ermittelt wird. Der Kapitalisierungszinssatz setzt sich aus dem Basiszins (zurzeit 3,61 Prozent, vgl. BMF, 07.01.2009, IV C 2 - S 3102/07/0001) und einem fixen Risikozuschlag von 4,5 Prozent zusammen.
Wenn der gemeine Wert von Anteilen an einer Kapitalgesellschaft ( § 11 Abs. 2 S. 2 BewG ) unter Berücksichtigung der Ertragsaussichten der Kapitalgesellschaft zu ermitteln ist, kann das vereinfachte Ertragswertverfahren nach § 200 BewG angewendet werden. Voraussetzung ist, dass die Anwendung des vereinfachte Ertragswertverfahrens nicht zu offensichtlich unzutreffenden Ergebnissen führt.
im Zusammenhang mit Vermögen im Sinne des § 200 Abs. 2 und 4 BewG stehende Aufwendungen und übernommene Verluste aus Beteiligungen im Sinne des § 200 Abs. 2 bis 4 BewG .
gewinnerhöhende Auflösungsbeträge steuerfreier Rücklagen sowie Gewinne aus der Anwendung des § 6 Abs. 1 Nr. 1 S. 4 und Nr. 2 S. 3 EStG ;

References: § 95
 § 15
 § 203
 § 11
 § 200
 § 200
 § 200
 § 6