Source: http://www.verwaltung.uni-halle.de/KANZLER/ZGST/ABL/2002/02'12'02.htm
Timestamp: 2018-01-23 21:48:01+00:00

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12. Jahrgang, Nr. 12 vom 19. November 2002, S. 8
Prüfungsordnung für den Bachelorstudiengang (B.A.)
Aufgrund des § 17 Abs. 1 sowie der §§ 77 Abs. 3 Nr. 11 und 88 Abs. 2 Nr. 1 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (HSG LSA) in der Fassung vom 1. Juli 1998 (GVBl. LSA S. 300), zuletzt geändert durch Art. 2 des Gesetzes vom 3. April 2001 (GVBl. LSA S. 141), hat die Martin-Luther-Universität Halle–Wittenberg die folgende Prüfungsordnung für den Bachelorstudiengang (B.A.) Interkulturelle Europa- und Amerikastudien des Fachbereichs Sprach- und Literaturwissenschaften erlassen.
§ 3 Struktur des Bachelor-Studienganges und Fächerkombinationen
§ 9 Zweck, Themenstellung und Bearbeitung der B.A.-Thesis
§ 10 Abgabe der B.A.-Thesis
§ 11 Bewertung der Prüfungsleistungen einschließlich der B.A.-Thesis
§ 12 Bildung der Gesamtnote für den Bachelor-Abschluss
§ 18 Prüfer, Prüferinnen, Beisitzer, Beisitzerinnen
§ 20 Hochschulgrad und B.A.-Urkunde
§ 21 Ungültigkeit von Prüfungsleistungen bzw. des B.A.-Abschlusses
§ 22 Einsicht in die Prüfungsakte
Die Bachelor-Prüfung bietet einen berufsqualifizierenden Abschluss. Durch die Bachelor-Prüfung soll festgestellt werden, ob die Kandidatin bzw. der Kandidat die inhaltlichen und methodischen Grundlagen ihrer bzw. seiner Fachrichtung erworben hat.
Nach Erbringung aller durch die Prüfungsordnung geforderten Prüfungsleistungen verleiht der Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaften den akademischen Grad eines Bachelor of Arts (B.A.).
Struktur des Bachelor-Studienganges und Fächerkombinationen
(1) Das Bachelor-Studium setzt sich zusammen aus einem Kernfach und wahlobligatorischen Ergänzungsqualifikationen. Das Kernfach besteht aus zwei zu wählenden Kulturen/Kulturstudien, wobei die eine als Schwerpunkt, die andere als Kombinationsgebiet studiert wird.
(1) Voraussetzung für die Zulassung zum Bachelorstudium ist das Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife, einer einschlägigen fachgebundenen Hochschulreife oder ein durch Rechtsvorschrift oder von der zuständigen staatlichen Stelle als gleichwertig anerkanntes Zeugnis.
(2) Kenntnisse in den Sprachen des gewählten Schwerpunktes (Abiturniveau) werden empfohlen. Für Frankreichstudien, Großbritannienstudien und USA-Studien sind auch im Kombinationsgebiet entsprechende Sprachkenntnisse empfohlen.
(3) Die Möglichkeiten zum Wechsel aus einem anderen Studiengang in den B.A. Studiengang regelt § 16 der Prüfungsordnung. Bezüglich gegebenenfalls noch zu erbringender Leistungen ist die Fachstudienberatung obligatorisch in Anspruch zu nehmen.
(1) Das Bachelor-Studium entspricht 180 ECTS (European Credit Transfer System)-Kreditpunkten (im folgenden abgekürzt CP ‚credit-points‘).
Vorlesung 3 CP
Sprachpraktische Übung 3 CP
(4) Das Lehrangebot erstreckt sich über sechs Semester, in deren Verlauf studienbegleitende Prüfungen abzulegen sind. Teile des sechsten Semesters sind der Anfertigung der B.A.-Thesis gewidmet.
(5) Die Regelstudienzeit beträgt sechs Semester. Auf die Regelstudienzeit werden Studienzeiten bis zu einem Semester je Sprache, in denen die für ein gewähltes Kernfach entsprechend § 4 Abs. 2 erforderlichen speziellen Sprachkenntnisse erworben werden müssen, nicht angerechnet. Ausgenommen von dieser Regelung sind Englisch und Französisch.
(6) Das Studium umfasst Lehrveranstaltungen, die für den erfolgreichen Abschluss des Studiums erfoderlich sind (Pflicht- und Wahlpflichtbereich).
(1) Die Schwerpunkt- bzw. die Kombinationsgebiete im Kernfach "Kulturstudien" sind frei wählbar mit der Einschränkung, dass Schwerpunktfach und Kombinationsfach nicht das gleiche Land zum Gegenstand haben. Im Rahmen der Ergänzungsqualifikationen sind die Vertiefungsgebiete ebenfalls frei wählbar.
(1) Die Prüfungen erfolgen studienbegleitend. Damit sind alle Studienleistungen gleichzeitig auch Prüfungsleistungen. Hinzu kommt die B.A.-Thesis.
(2) Studienbegleitende Prüfungen bestehen aus Leistungen, die im Rahmen der Lehrveranstaltungen in Form von Referaten, Hausarbeiten, Klausuren oder mündlichen und schriftliche Tests zu erbringen sind. Dies gilt auch für Vorlesungen, die in der Regel mit Klausuren abzuschließen sind.
(3) Der Umfang sämtlicher Prüfungsleistungen beträgt 180 CP, die sich folgendermaßen zusammensetzen:
(4) Kernfach: Kulturstudien
10 Veranstaltungen Sprachpraxis 20 SWS 30 CP
1 Vorlesung: Kulturtheorien (historisch-vergleichend) - Einführung 2 SWS 3 CP
1 Seminar: Kulturtheorien (historisch-vergleichend) - Einführung 2 SWS 6 CP
1 Vorlesung: Kulturgeschichte (Sprache, Literatur, Mentalitäten) 2 SWS 3 CP
1 Seminar: Vergleichende Kulturgeschichte, Imagologie und nationale Identitätskonstruktionen 2 SWS 6 CP
1 Vorlesung: Gesellschaft und Kultur der Gegenwart 2 SWS 3 CP
2 Seminare: Gesellschaft und Kultur der Gegenwart 4 SWS 12 CP
1 Seminar: Selbst- und Fremdbilder im Kontext von Kultur- und Sprachpolitik 2 SWS 6 CP
1 Vorlesung: Praktische Interkulturelle Kommunikation und Fremderfahrung 2 SWS 3 CP
1 Seminar: Praktische Interkulturelle Kommunikation und Fremderfahrung 2 SWS 6 CP
2. Kombinationsgebiet:
8 Veranstaltungen Sprachpraxis 16 SWS 24 CP
1 Vorlesung: Einführung in die Kulturgeschichte 2 SWS 3 CP
1 Seminar: Gesellschaft und Kultur der Gegenwart 2 SWS 6 CP
(3) B.A.-Thesis Total: 12 CP
(4) Ergänzungsqualifikationen
Zu wählen sind mindestens zwei Vertiefungsgebiete (je 12 bis 15 CP) sowie Einstiegsveranstaltungen in weiteren Gebieten (12 bis 22 CP).
Der Gesamtumfang darf 42 CP nicht unterschreiten. Total: 42 CP
B.A.-Thesis.
(2) Die Ergebnisse der studienbegleitenden Prüfungsleistungen sind gemäß der Studienordnung § 13 Abs. 3 zu dokumentieren.
(4) Der Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaften stellt im Benehmen mit dem Prüfungsausschuss sicher, dass die Prüfungsleistungen in den in dieser Ordnung festgelegten Zeiträumen erbracht werden können. Zu diesem Zweck soll der Prüfling rechtzeitig per Aushang, spätestens jedoch vier Wochen vor Termin, sowohl über Art und Zahl der zu erbringenden Prüfungsleistungen als auch über die Termine, zu denen sie zu erbringen sind, und ebenso über den Aus- und Abgabezeitpunkt der B.A.-Thesis informiert werden. Dem Prüfling sind gegebenenfalls die jeweiligen Wiederholungstermine bekanntzugeben.
Zweck, Themenstellung und Bearbeitung der B.A.-Thesis
(1) Die B.A.-Thesis ist eine Prüfungsarbeit, die die wissenschaftliche Ausbildung abschließt. Sie widmet sich einer spezifischen und zugleich integrativen Problemstellung, die auf der Grundlage der absolvierten Kernfächer bearbeitet wird. Sie soll zeigen, dass der Prüfling in der Lage ist, innerhalb einer vorgegebenen Frist ein Problem aus dem Kernfach selbständig nach wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten und die Ergebnisse sachgerecht darzustellen.
(2) Jede in Forschung und Lehre tätige Professorin bzw. jeder in Forschung und Lehre tätiger Professor oder Habilitierte ist berechtigt das Thema der B.A.-Thesis zu stellen und die Arbeit zu betreuen.
(3) Die Arbeit wird von zwei Gutachterinnen oder Gutachtern begutachtet. Eine der Gutachterinnen bzw. einer der Gutachter muss eine Professorin bzw. ein Professor oder ein habilitiertes Mitglied der Universität aus einem für den B.A.-Studiengang "Interkulturelle Europa- und Amerikastudien" einschlägigen Fach sein. Der zweite Gutachter bzw. die zweite Gutachterin kann jede andere nach Landesrecht prüfungsberechtigte und im Prüfungsgebiet ausgewiesene Person mit Promotion sein. Der Prüfling kann für die B.A.-Thesis die Gutachterinnen oder Gutachter vorschlagen. Der Vorschlag begründet keinen Anspruch
(4) Die Ausgabe des Themas der B.A.-Thesis erfolgt über den zuständigen Prüfungsausschuss (Beantragungstermine sind durch Aushang des Prüfungsausschusses, spätestens jedoch vier Wochen vor Ausgabe des Themas, bekanntzugeben). Thema und Zeitpunkt sind aktenkundig zu machen. Der Prüfling kann Themenwünsche äußern. Auf Antrag des Prüflings wird vom zuständigen Prüfungsausschuss die rechtzeitige Ausgabe der B.A.-Thesis veranlasst. Das Thema der B.A.-Thesis kann ausgegeben werden, bevor die anderen Prüfungsleistungen vollständig erbracht sind. Das Thema kann nur einmal und nur innerhalb von sechs Wochen nach Ausgabe zurückgegeben werden.
(5) Die B.A.-Thesis kann auch in Form einer Gruppenarbeit erbracht werden, wenn der als Prüfungsleistung zu bewertende Beitrag des einzelnen Prüflings aufgrund der Angabe von Abschnitten, Seitenzahlen oder anderen objektiven Kriterien, die eine eindeutige Abgrenzung ermöglichen, deutlich unterscheidbar und bewertbar ist und die Anforderungen nach Abs. 1 erfüllt.
(6) Die Bearbeitungszeit der B.A.-Thesis beträgt drei Monate. Thema, Aufgabenstellung und Umfang der B.A.-Thesis sind von der Betreuerin bzw. dem Betreuer so zu begrenzen, dass die Frist zur Bearbeitung der B.A.-Thesis eingehalten werden kann. Die Bearbeitungszeit kann auf Antrag des Prüflings aus Gründen, die er nicht zu vertreten hat, um höchstens sechs Wochen verlängert werden. Im Ausnahmefall kann Studentinnen während der Schwangerschaft und/oder Studierenden mit Kindern im nichtschulpflichtigen Alter auf begründeten Antrag eine Fristverlängerung für die Erstellung der B.A.-Thesis um höchstens sechs Wochen gewährt werden.
(7) Die B.A.-Thesis ist in deutscher oder in einer der innerhalb des Kernfachs studierten Sprache abzufassen. Ist die Arbeit in einer Fremdsprache verfasst, muss sie als Anhang eine kurze Zusammenfassung in deutscher Sprache enthalten.
Abgabe der B.A.-Thesis
Die B.A.-Thesis ist in dreifacher Ausfertigung fristgemäß bei der bzw. dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses des Fachbereichs Sprach- und Literaturwissenschaften abzuliefern. Der Abgabezeitpunkt ist aktenkundig zu machen. Bei der Abgabe hat der Prüfling schriftlich zu versichern, dass er seine Arbeit - bei einer Gruppenarbeit seinen entsprechend gekennzeichneten Anteil der Arbeit - selbständig verfasst und keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt hat.
Bewertung der Prüfungsleistungen einschließlich der B.A.-Thesis
(1) Die Noten für die einzelnen Prüfungsleistungen werden durch die jeweilig Prüfenden bzw. im Falle der B.A.-Thesis durch die Gutachterinnen und Gutachter festgesetzt.
(2) Für die Bewertung der Prüfungsleistungen, einschließlich der B.A.-Thesis, sind folgende Noten zu verwenden:
(4) Die Bewertung der B.A.-Thesis erfolgt durch zwei Gutachterinnen oder Gutachter. Darunter soll die Betreuerin bzw. der Betreuer der B.A.-Thesis sein. Die Note wird - bei zwei Gutachten, die die Note 4,0 oder besser vorschlagen - aus dem arithmetischen Mittel dieser beiden Gutachten gebildet. Schlägt eine der Gutachterinnen bzw. einer der Gutachter eine schlechtere Note vor, wird eine Drittgutachterin bzw. ein Drittgutachter bestellt. Schlägt diese bzw. dieser gleichfalls eine Note schlechter als 4,0 vor, ist die Arbeit nicht bestanden. Ansonsten gilt Satz 2. Das Bewertungsverfahren ist spätestens nach sechs Wochen abzuschließen.
(5) Die B.A.-Thesis kann bei einer Beurteilung mit "nicht ausreichend" einmal - mit einem neuen Thema - wiederholt werden. Eine Rückgabe des Themas der B.A.-Thesis in der nach § 9 Abs. 4 genannten Frist ist jedoch nur zulässig, wenn der Prüfling bei der Anfertigung der ersten Arbeit von dieser Möglichkeit keinen Gebrauch gemacht hat.
Bildung der Gesamtnote für den Bachelor-Abschluss
(1) Für die Bildung der Gesamtnote für den Bachelor-Abschluss wird das arithmetische Mittel aller Prüfungsleistungen, ausgenommen die B.A.-Thesis, gebildet. Dieses Mittel (Teilnote A) erhält die Wichtung 2. Die durch die B.A.-Thesis erreichte Note erhält die Wichtung 1 (Teilnote B). Die Gesamtnote errechnet sich aus dem Mittel dieser beiden Teilnoten. Dabei wird nur die erste Stelle hinter dem Komma berücksichtigt; alle weiteren Stellen werden ohne Rundung gestrichen.
(2) Das Gesamtprädikat des Bachelor-Abschlusses lautet bei einem Durchschnitt
(3) Versucht der Prüfling, das Ergebnis seiner Prüfungsleistung durch Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen, gilt die betreffende Prüfungsleistung als mit "nicht ausreichend" bewertet. Ein Prüfling, der den ordnungsgemäßen Ablauf der Prüfung stört, kann von der bzw. dem jeweils Prüfenden oder der bzw. dem Aufsichtführenden von der Fortsetzung der Prüfungsleistung ausgeschlossen werden. In diesem Fall gilt die betreffende Prüfungsleistung als mit "nicht ausreichend" bewertet. In schwerwiegenden Fällen kann der zuständige Prüfungsausschuss den Prüfling von der Erbringung weiterer Prüfungsleistungen ausschließen.
(1) Eine Prüfungsleistung gilt als bestanden, wenn die Note mindestens "ausreichend" (4,0) ist. Nur in diesem Fall können die für eine Veranstaltung vorgesehen CP erworben werden. Der B.A.-Abschluss ist erreicht und gilt als bestanden, wenn 180 CP in den in § 7 vorgegebenen Bereichen nachgewiesen sind.
(2) Hat der Prüfling eine Prüfungsleistung im Zusammenhang mit einer Veranstaltung nicht bestanden, so erteilt die Leiterin bzw. der Leiter der Veranstaltung dem Prüfling hierüber einen Bescheid mit einer Rechtsbehelfsbelehrung. Hat der Prüfling die B.A.-Thesis nicht bestanden, so erteilt die bzw. der Vorsitzende des Prüfungsausschusses dem Prüfling hierüber einen Bescheid mit einer Rechtsbehelfsbelehrung.
(3) Hat der Prüfling die erforderlichen CP zum Studienabschluss nicht erreicht, so wird ihm auf Antrag und gegen Vorlage der entsprechenden Nachweise sowie der Exmatrikulationsbescheinigung eine Bescheinigung ausgestellt, die die erbrachten Prüfungsleistungen und deren Noten sowie die zur jeweiligen Prüfung noch fehlenden Prüfungsleistungen enthält und erkennen lässt, dass der Abschluss B.A. nicht erreicht wurde.
(2) Die Wiederholung einer Prüfungsleistung soll zum Beginn des auf dem fehlgeschlagenen Versuch folgenden Semesters erfolgen (in der Regel bis zum 15. April bzw. 15. Oktober). Der Prüfungsanspruch erlischt bei Versäumnis der Wiederholungsfrist, es sei denn, der Prüfling hat das Versäumnis nicht zu vertreten.
(3) In begründeten Ausnahmefällen ist eine zweite Wiederholung einer Prüfungsleistung auf Antrag beim zuständigen Prüfungsbeauftragten möglich. Eine zweite Wiederholung der B.A.-Thesis ist jedoch ausgeschlossen. Fehlversuche an anderen Hochschulen werden angerechnet.
(1) Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen aus anderen Studiengängen an einer Universität oder einer gleichgestellten Hochschule in Deutschland können angerechnet werden, wenn ihre Gleichwertigkeit durch die für ein Fach zuständige Prüfungsbeauftragte bzw. den für ein Fach zuständigen Prüfungsbeauftragten in Abstimmung mit der zuständigen Professorin bzw. dem zuständigen Professor festgestellt worden ist. Gleichwertigkeit ist gegeben, wenn Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen in Inhalt, Umfang und in den Anforderungen denjenigen im B.A.-Studiengang "Interkulturelle Europa- und Amerikastudien" der Martin-Luther-Universität Halle–Wittenberg im Wesentlichen entsprechen. Bei der Anrechnung von Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen, die außerhalb Deutschlands erbracht wurden, sind die von der Kultusministerkonferenz und der Hochschulrektorenkonferenz gebilligten Äquivalenzvereinbarungen sowie Absprachen im Rahmen von Hochschulpartnerschaften bzw. von sonstigen universitären Kooperationsabkommen zu beachten.
(2) Eine in einem anderen Studiengang in einem einschlägigen Fach abgelegte Zwischenprüfung wird als Äquivalent eines viersemestrigen B.A.-Studiums anerkannt. Bezüglich der noch zu erbringenden Leistungen ist die Fachstudienberatung obligatorisch in Anspruch zu nehmen.
(3) Werden Studien- und Prüfungsleistungen angerechnet, sind die Noten - soweit die Notensysteme vergleichbar sind - zu übernehmen und in die Berechnung der Gesamtnote einzubeziehen. Eine Kennzeichnung der Anrechnung im Zeugnis ist zulässig. Bei nicht vergleichbarer Bewertung muss die anzuerkennende Prüfungsleistung durch den Prüfungsausschuss in Rücksprache mit den Fachvertretern gewichtet werden.
(4) Bei Vorliegen der Voraussetzungen der Abs. 1 bis 3 besteht ein Rechtsanspruch auf Anrechnung. Die Anrechnung von Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen, die in Deutschland erbracht wurden, erfolgt von Amts wegen. Die Studierenden haben die für die Anrechnung erforderlichen Unterlagen vorzulegen.
(5) Unter der Voraussetzung der Einschlägigkeit und der Gleichwertigkeit können Examensarbeiten anderer Studiengänge als B.A.-Thesis anerkannt werden. Das Gleiche gilt für ausländische Abschlüsse. Über die Einschlägigkeit bzw. Gleichwertigkeit befinden zwei Gutachterinnen oder Gutachter aus dem Kreis der § 9 Abs. 2 benannten Personen.
(1) Für die Organisation der B.A.-Thesis ist der Prüfungsausschuss des Fachbereichs Sprach- und Literaturwissenschaften zuständig. Der Prüfungsausschuss setzt sich zusammen aus einer bzw. einem Vorsitzenden, vier Professorinnen oder Professoren oder Habilitierten, einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin oder einem wissenschaflichen Mitarbeiter bzw. einer wissenschaftlichen Assistentin oder einem wissenschaftlichen Assistenten sowie einer bzw. einem Studierenden. Die Amtszeit der Mitglieder beträgt in der Regel drei Jahre, diejenige der studentischen Mitglieder ein Jahr. Die erneute Bestellung ist möglich.
(4) Der Prüfungsausschuss bestellt ferner die Gutachterinnen und Gutachter für die B.A.-Thesis. Zu Gutachterinnen und Gutachtern dürfen nur Professorinnen oder Professoren und andere nach Landesrecht prüfungsberechtigte Personen mit Promotion bestellt werden, die, sofern nicht zwingende Gründe eine Abweichung erfordern, in dem Fach, auf das sich die Prüfung bezieht, eine eigenverantwortliche, selbständige Lehrtätigkeit ausgeübt haben.
(5) Die bzw. der Vorsitzende des Prüfungsaussschusses sorgt dafür, dass dem Prüfling die Namen der Gutachterinnen oder Gutachter rechtzeitig bekannt gegeben werden.
(6) Der Prüfungsausschuss achtet darauf, dass die Bestimmungen dieser Ordnung eingehalten werden. Er berichtet regelmäßig dem Fachbereich über die Entwicklung der Prüfungs- und Studienzeiten einschließlich der Bearbeitungszeiten für die B.A.-Thesis sowie über die Verteilung der Noten der Prüfungsleistungen einschließlich der B.A.-Thesis. Der Bericht ist in geeigneter Weise durch die Hochschule offenzulegen. Der Prüfungsausschuss gibt Anregungen zur Reform des B.A.-Studiengangs "Interkulturelle Europa- und Amerikastudien" sowie der Studienpläne.
(7) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses und deren Stellvertreterinnen und Stellvertreter unterliegen der Amtsverschwiegenheit. Sofern sie nicht im öffentlichen Dienst stehen, sind sie durch die Vorsitzende bzw. den Vorsitzenden zur Verschwiegenheit zu verpflichten.
Schriftliche Prüfungsleistungen werden in der Regel von mindestens zwei Prüferinnen oder Prüfern bewertet. Mündliche Prüfungen sind von mehreren Prüfenden oder von einen Prüferin bzw. einem Prüfer in Gegenwart einer sachkundigen Beisitzerin bzw. eines sachkundigen Beisitzers abzunehmen.
(1) Hat ein Prüfling den B.A.-Abschluss erreicht, so erhält er über die Ergebnisse ein Zeugnis. In das Zeugnis werden das Thema der B.A.-Thesis und deren Note, die einzelnen Prüfungsleistungen und deren Noten sowie die Gesamtnote des Abschlusses in der in § 12 vorgegebenen Wichtung aufgenommen. Ferner wird die alphabetbasierte Bewertung ausgewiesen. Im Ausland studierte Semester und Studienorte werden ausgewiesen.
(2) Das Zeugnis trägt das Datum des Tages, an dem die letzte Prüfungsleistung erbracht worden ist. Ist die letzte Prüfungsleistung die B.A.-Thesis, so ist dies der Eingangstag der Arbeit beim Prüfungsausschuss.
Hochschulgrad und B.A.-Urkunde
(1) Aufgrund der bestandenen für den B.A.-Abschluss erforderlichen Prüfungsleistungen wird der Hochschulgrad "Bachelor of Arts" (abgekürzt B.A.) verliehen.
(2) Gleichzeitig mit dem Zeugnis wird dem Prüfling eine B.A.-Urkunde mit dem Datum des Zeugnisses ausgehändigt. Darin wird die Verleihung des Grades eines Bachelor of Arts beurkundet.
(3) Die B.A.-Urkunde wird von der bzw. dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses und der Dekanin bzw. dem Dekan des Fachbereichs Sprach- und Literaturwissenschaften der Martin-Luther-Universität Halle–Wittenberg unterzeichnet und mit dem Siegel der Hochschule versehen.
Ungültigkeit von Prüfungsleistungen bzw. des B.A.-Abschlusses
(1) Hat der Prüfling bei einer Prüfungsleistung getäuscht und wird diese Tatsache nach der Aushändigung des Zeugnisses bekannt, so kann die Note der Prüfungsleistung, bei deren Erbringung der Prüfling getäuscht hat, entsprechend § 13 Abs. 3 berichtigt werden. Gegebenenfalls kann die Prüfungsleistung für "nicht ausreichend" und der B.A.-Abschluss als nicht bestanden erklärt werden.
(2) Waren die Voraussetzungen für die Zulassung zu einer Prüfung nicht erfüllt, ohne dass der Prüfling hierüber täuschen wollte, und wird diese Tatsache erst nach Aushändigung des Zeugnisses bekannt, so wird dieser Mangel durch das Bestehen der Prüfung geheilt. Hat der Prüfling die Zulassung vorsätzlich zu Unrecht erwirkt, so kann die Prüfungsleistung mit "nicht ausreichend" und der B.A.-Abschluss als nicht bestanden erklärt werden.
(4) Das unrichtige Zeugnis ist einzuziehen und gegebenenfalls ein neues zu erteilen. Mit dem unrichtigen Zeugnis ist auch die B.A.-Urkunde einzuziehen, wenn der B.A.-Abschluss aufgrund einer Täuschung für "nicht bestanden" erklärt wurde. Eine Entscheidung nach Abs. 1 Satz 2 ist nach einer Frist von fünf Jahren ab dem Datum des Zeugnisses ausgeschlossen.
Diese Prüfungsordnung tritt nach der Genehmigung durch das Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt und der Bekanntmachung im Amtsblatt der Martin-Luther-Universität Halle–Wittenberg zum Sommersemester 2002 in Kraft.

References: § 17
 Art. 2

§ 3

§ 9

§ 10

§ 11

§ 12

§ 18

§ 20

§ 21

§ 22
 § 16
 § 4
 § 13
 § 9
 § 7
 § 9
 § 12
 § 13