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Timestamp: 2018-08-15 17:57:31+00:00

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Kombinierte Motorfahrzeug-Versicherung - PDF
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Marielies Kruse
1 Schweizerische National-Versicherungs-Gesellschaft, Basel Kombinierte Motorfahrzeug-Versicherung Allgemeine Bedingungen (AVB) Allgemeine Bestimmungen Haftpflichtversicherung Voll- und Teilkaskoversicherung Gemeinsame Bestimmungen für die Haftpflicht- und Kaskoversicherung Unfallversicherung SOS-Pannenhilfe MF 1602 d II 05 Ausgabe MF 24 Kombinierte Motorfahrzeug-Versicherung Seite 1/19
2 Inhaltsverzeichnis Allgemeine Bestimmungen Seite 3 Gemeinsame Bestimmungen für die Haftpflicht- und Kaskoversicherung Seite 11 Art. 1 Vertragsgrundlagen 2 Versicherungsarten 3 Beginn der Versicherung 4 Vertragsdauer 5 Kündigung im Schadenfall 6 Zeitlicher und örtlicher Geltungsbereich 7 Versichertes Fahrzeug / Ersatzfahrzeug 8 Wechselschilder 9 Händlerschilder 10 Halterwechsel / Handänderung 11 Gefahrsveränderung 12 Folgen bei vertragswidrigem Verhalten 13 Prämienfälligkeit / Ratenzahlung / Verzug 14 Prämienrückerstattung 15 Hinterlegung der Kontrollschilder / Sistierungsrabatt 16 Tarifänderung 17 Grobfahrlässigkeit 18 Mitteilungen 19 Gerichtsstand und anwendbares Recht Haftpflichtversicherung Seite 6 Art. 30 Gegenstand der Versicherung 31 Versicherte Personen 32 Versicherte Leistungen 33 Einschränkungen des Deckungsumfanges 34 Obliegenheiten im Schadenfall 35 Schadenbehandlung 36 Rückgriff Art. 70 Prämienstufensysteme 71 Selbstbehalt Unfallversicherung Seite 13 Art. 80 Gegenstand der Versicherung 81 Versicherte Unfälle 82 Versicherte Personen 83 Nicht versicherte Personen 84 Einschränkungen des Deckungsumfanges 85 Leistungsarten 86 Todesfall 87 Invalidität 88 Taggeld 89 Spitaltaggeld 90 Heilungskosten 91 Obliegenheiten im Schadenfall 92 Anrechnung der Unfallleistungen an die Haftpflichtentschädigung 93 Überbesetzte Motorwagen 94 Mitwirkung von Krankheiten und Gebrechen Voll- und Teilkaskoversicherung Seite 8 Art. 50 Gegenstand der Versicherung 51 Umschreibung der Risiken 52 Zubehör 53 Versicherte Leistungen 54 Einschränkungen des Deckungsumfanges 55 Besondere Auslagen 56 Obliegenheiten im Schadenfall 57 Grundsätze der Schadensberechnung SOS-Pannenhilfe Seite 17 Art. 100 Versicherte Leistungen 101 Einschränkungen des Deckungsumfanges 102 Obliegenheiten im Schadenfall 103 Mehrfache Anspruchsrechte 104 Schadenerledigung MF 1602 d II 05 Ausgabe MF 24 Kombinierte Motorfahrzeug-Versicherung Seite 2/19
3 Allgemeine Bestimmungen B Kündigt die Gesellschaft, so erlischt der Vertrag gegenüber dem Versicherten 14 Tage nach dem Eintreffen der Kündigung beim Versicherungsnehmer; kündigt der Versicherungsnehmer, so erlischt der Vertrag mit dem Eintreffen der Mitteilung bei der Gesellschaft. Art. 1 Vertragsgrundlagen Die Grundlagen des Versicherungsvertrages bilden der Antrag sowie die Police mit den Allgemeinen und Besonderen Bedingungen. Art. 2 Versicherungsarten Der Vertrag kann folgende Versicherungsarten umfassen: Haftpflicht; Vollkasko; Teilkasko; Unfall; SOS-Pannenhilfe. Die vereinbarten Versicherungsarten sind in der Police aufgeführt. Art. 3 Beginn der Versicherung A Die Haftpflichtversicherung beginnt an dem im Versicherungsnachweis festgesetzten Tag. B Für die übrigen Versicherungsarten beginnt die Leistungspflicht der Gesellschaft mit der Einlösung der Police durch Zahlung der Prämie, sofern nicht auf einen früheren Zeitpunkt Deckungszusage abgegeben, die Police ausgehändigt oder in der Police ein späterer Beginn festgelegt worden ist. C Ist die Deckungszusage nur eine vorläufige, so verbleibt der Gesellschaft das Recht, die endgültige Übernahme der beantragten Versicherung abzulehnen. Macht sie davon Gebrauch, so erlischt ihre Leistungspflicht 3 Tage nach Eintreffen der Ablehnungserklärung beim Versicherungsnehmer. Die Teilprämie bis zum Erlöschen der Leistungspflicht bleibt der Gesellschaft geschuldet. D Beantragt der Versicherungsnehmer eine Ausdehnung der Versicherung, so finden die vorstehenden Bestimmungen für das neu hinzukommende Risiko sinngemäss Anwendung. Art. 4 Vertragsdauer Ist der Vertrag auf ein Jahr oder eine längere Dauer abgeschlossen, so verlängert er sich jeweils stillschweigend um ein Jahr, wenn er nicht mindestens 3 Monate vor Ablauf schriftlich gekündigt wird. Die Kündigung ist rechtzeitig erfolgt, wenn sie spätestens am letzten Tag vor Beginn der dreimonatigen Frist der Gesellschaft bzw. dem Versicherungsnehmer zugekommen ist. Art. 5 Kündigung im Schadenfall A Nach Eintritt eines Schadens, für den eine Leistungspflicht der Gesellschaft besteht, kann die Gesellschaft spätestens bei Auszahlung der Entschädigung und der Versicherungsnehmer spätestens 14 Tage nach Kenntnisnahme der Auszahlung vom Vertrag zurücktreten. Art. 6 Zeitlicher und örtlicher Geltungsbereich A Die Versicherung ist gültig für Schäden, die während der Vertragsdauer verursacht werden und in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein; in den übrigen europäischen Staaten, die auf der «Grünen Karte» (Internationale Versicherungskarte für Motorfahrzeuge) aufgeführt und nicht durchgestrichen sind; in den aussereuropäischen Mittelmeerrandstaaten und auf den Mittelmeerinseln eintreten. Bei Transporten über Meer wird die Deckung nicht unterbrochen, wenn Abgangs- und Bestimmungsort innerhalb des örtlichen Geltungsbereiches liegen. B Falls der Halter sein Domizil von der Schweiz ins Ausland (ausgenommen das Fürstentum Liechtenstein) verlegt, erlischt die Versicherung spätestens mit Ablauf des Versicherungsjahres, in welchem die Domizilverlegung erfolgt. In jedem Fall erlischt die Versicherung am Tag, an welchem das Fahrzeug mit ausländischen Kontrollschildern versehen wird. Art. 7 Versichertes Fahrzeug / Ersatzfahrzeug A Die Versicherung erstreckt sich auf das in der Police bezeichnete Fahrzeug (im Folgenden versichertes Fahrzeug genannt). B Verwendet der Halter mit Bewilligung der zuständigen Behörde anstelle des versicherten Fahrzeuges mit dessen Kontrollschildern vorübergehend ein Ersatzfahrzeug der gleichen Kategorie, so gilt die Versicherung ausschliesslich für das Ersatzfahrzeug. Eine allfällige Kaskoversicherung, die Feuer-, Elementar- und Diebstahlschäden deckt, bleibt jedoch in Bezug auf diese Risiken auch für das vorübergehend ersetzte Fahrzeug in Kraft. Wird das Ersatzfahrzeug während mehr als 30 aufeinander folgenden Tagen verwendet, so hat der Halter die Gesellschaft unverzüglich zu benachrichtigen. Unterlässt er dies oder wurde die behördliche Bewilligung für die Verwendung des Ersatzfahrzeuges nicht eingeholt, so entfällt die Leistungspflicht der Gesellschaft. Hat sie in der Haftpflichtversicherung aufgrund der Strassenverkehrsgesetzgebung für den Schaden aufzukommen, so steht ihr der Rückgriff auf den Versicherungsnehmer und den Versicherten zu. Wird das ersetzte Fahrzeug mit seinen Kontrollschildern wieder in Betrieb gesetzt oder fällt die Verwendung des Ersatzfahrzeuges durch den Halter dahin, so erlischt die Versicherung für das Ersatzfahrzeug. Art. 8 Wechselschilder A Die Versicherung gilt für die beiden in der Police bezeichneten Fahrzeuge, und zwar für das vorschriftsgemäss mit den Wechselschildern versehene Fahrzeug im vollen Umfange; für das nicht mit diesen Kontrollschildern versehene Fahrzeug nur, soweit sich der Schaden nicht auf einer Strasse ereignet, die dem öffentlichen Verkehr offen steht. MF 1602 d II 05 Ausgabe MF 24 Kombinierte Motorfahrzeug-Versicherung Seite 3/19
4 B Werden die beiden Fahrzeuge gleichzeitig auf Strassen verwendet, die dem öffentlichen Verkehr offen stehen, und ereignet sich dabei ein Schaden, so entfällt die Leistungspflicht der Gesellschaft. Hat sie in der Haftpflichtversicherung aufgrund der Strassenverkehrsgesetzgebung für den Schaden aufzukommen, so steht ihr der Rückgriff auf den Versicherungsnehmer und den Versicherten zu. Art. 9 Händlerschilder Die Versicherung gilt nur für das Fahrzeug, das vorschriftsgemäss mit dem in der Police bezeichneten Händlerschild versehen ist. B Ist Ratenzahlung vereinbart, so gelten die im Verlaufe des Versicherungsjahres fällig werdenden Raten unter Vorbehalt von Art. 14 AVB bloss als gestundet. C Werden die Prämien zur jeweiligen Verfallzeit nicht entrichtet, so fordert die Gesellschaft den Versicherungsnehmer auf seine Kosten, unter Androhung der Säumnisfolgen, schriftlich zur Zahlung innert 14 Tagen auf. Bleibt diese Mahnung ohne Erfolg, so ruht die Leistungspflicht der Gesellschaft für Schäden, welche vom Ablauf der Mahnfrist an bis zur vollständigen Zahlung der Prämien eingetreten sind. Art. 10 Halterwechsel / Handänderung A Wechselt das versicherte Fahrzeug den Halter oder den Eigentümer, so gehen Rechte und Pflichten aus der Versicherung ohne weiteres auf den neuen Halter bzw. Eigentümer über. B Die Versicherung geht nicht auf den neuen Halter über, wenn dieser der Gesellschaft innert 14 Tagen nach dem Halterwechsel schriftlich mitteilt, dass er die Übertragung ablehne. Dieser Vertrag erlischt jedoch ohne weiteres, wenn der neue Fahrzeugausweis aufgrund eines anderen Versicherungsvertrages ausgestellt wird. C Die Gesellschaft ist berechtigt, innert 14 Tagen, nachdem sie vom Halterwechsel Kenntnis erhalten hat, schriftlich den Rücktritt vom Vertrag zu erklären. In diesem Fall erlischt der Vertrag mit dem Ablauf von vier Wochen nach dem Eintreffen der Rücktrittserklärung beim neuen Halter. Die auf die nicht abgelaufene Versicherungszeit entfallende Prämie wird dem neuen Halter zurückerstattet. Art. 11 Gefahrsveränderung A Ändert sich im Laufe der Versicherung eine im Antrag oder sonst wie mitgeteilte erhebliche Tatsache und wird dadurch eine wesentliche Gefahrserhöhung herbeigeführt, so hat dies der Versicherungsnehmer der Gesellschaft sofort schriftlich mitzuteilen. Die Versicherung erstreckt sich dann auch auf eine solche Gefahrserhöhung, es sei denn, die Gesellschaft kündige den Vertrag innert 14 Tagen nach Empfang der Mitteilung. Unterlässt der Versicherungsnehmer diese Mitteilung, so ist die Gesellschaft für die Folgezeit nicht an den Vertrag gebunden. B Bei Gefahrsverminderung reduziert die Gesellschaft von der schriftlichen Mitteilung des Versicherungsnehmers an die Prämie entsprechend. Art. 12 Folgen bei vertragswidrigem Verhalten Verletzt der Versicherte die Anzeigepflicht oder sonstige ihm überbundene Obliegenheiten oder verstösst er gegen das Gebot der Vertragstreue, so entfällt die Leistungspflicht der Gesellschaft. Dieser Nachteil tritt nicht ein, wenn die Verletzung auf den Schaden bzw. die Rechtsstellung der Gesellschaft keinen Einfluss ausgeübt hat. Art. 13 Prämienfälligkeit / Ratenzahlung / Verzug A Die Prämie ist ohne anders lautende Vereinbarung pro Versicherungsjahr festgesetzt und im Voraus bis spätestens am ersten Tag der vereinbarten Verfallmonate zu entrichten. Die erste Prämie wird bei Empfang der Rechnung, frühestens jedoch bei Versicherungsbeginn, zur Zahlung fällig. Art. 14 Prämienrückerstattung Wird der Vertrag aus irgendeinem Grunde vor Ablauf des Versicherungsjahres aufgehoben, so erstattet die Gesellschaft dem Versicherungsnehmer - vorbehältlich Art. 36 C sowie 71 B Ziff. 1 AVB - die bezahlte Prämie, welche auf die nicht abgelaufene Versicherungsperiode entfällt, zurück und fordert Raten, die später fällig werden, nicht mehr ein. Die Regelung des vorstehenden Absatzes gilt nicht, wenn der Versicherungsnehmer den Vertrag im Schadenfall kündigt; der Versicherungsnehmer das Fahrzeug wechselt und für das neue Fahrzeug die Versicherung anderweitig abschliesst, obwohl die Gesellschaft zu deren Übernahme bereit ist; der Vertrag im Zeitpunkt des Erlöschens weniger als ein Jahr in Kraft war und auf Veranlassung des Versicherungsnehmers aufgehoben wird; der Versicherte Obliegenheiten gegenüber der Gesellschaft zum Zwecke der Täuschung verletzt hat. Art. 15 Hinterlegung der Kontrollschilder / Sistierungsrabatt A Werden die Kontrollschilder des versicherten Fahrzeuges bei der zuständigen Behörde hinterlegt, so ruht die Versicherung, mit den in lit. B erwähnten Ausnahmen, bis zur Wiedereinlösung der Kontrollschilder. B Für Schäden, die sich nicht auf einer Strasse ereignen, die dem öffentlichen Verkehr offen steht, bleibt der Versicherungsschutz während der Hinterlegung der Kontrollschilder in Kraft, und zwar in der Haftpflichtversicherung und für Kollisionsschäden in der Vollkaskoversicherung während längstens 6 Monaten ab Hinterlegung der Kontrollschilder; für die übrigen versicherten Risiken der Vollkaskoversicherung und für alle versicherten Risiken der Teilkaskoversicherung während der ganzen Dauer der Hinterlegung der Kontrollschilder. C Sofern die Hinterlegung der Kontrollschilder mindestens 14 aufeinander folgende Tage dauert, gewährt die Gesellschaft dem Versicherungsnehmer bei Wiederinkraftsetzung der Versicherung auf der gesamten Prämie der Haftpflicht- und Unfallversicherung sowie auf 90 % der Prämie der Vollkaskoversicherung einen Sistierungsrabatt, der für die Zeit der Hinterlegung der Kontrollschilder anteilsmässig berechnet wird und wovon eine Sistierungsgebühr in Abzug kommt. MF 1602 d II 05 Ausgabe MF 24 Kombinierte Motorfahrzeug-Versicherung Seite 4/19
5 Art. 16 Tarifänderung A Erhöht die Gesellschaft die Prämien oder ändert sie das Prämienstufensystem oder die Selbstbehaltsregelung des Tarifes für eine der versicherten Gefahren, so kann sie die Anpassung des Vertrages vom folgenden Versicherungsjahr an verlangen. Zu diesem Zweck hat die Gesellschaft dem Versicherungsnehmer die neuen Vertragsbestimmungen spätestens 25 Tage vor Ablauf des Versicherungsjahres bekannt zu geben. B Der Versicherungsnehmer hat hierauf das Recht, den Vertrag in Bezug auf den von der Änderung betroffenen Teil oder als Ganzes auf Ende des laufenden Versicherungsjahres zu kündigen. Macht er davon Gebrauch, so erlischt der Vertrag in dem von ihm bestimmten Umfang mit dem Ablauf des Versicherungsjahres. Die Kündigung muss, um gültig zu sein, spätestens am letzten Tag des Versicherungsjahres bei der Gesellschaft eintreffen. C Unterlässt der Versicherungsnehmer die Kündigung, so gilt dies als Zustimmung zur Anpassung des Vertrages. Art. 17 Grobfahrlässigkeit Die Gesellschaft verzichtet in der Haftpflicht-, Kasko- (ausgenommen bei Diebstahlschäden) und Unfallversicherung auf das ihr gesetzlich zustehende Rückgriffs- bzw. Kürzungsrecht gegen den Versicherungsnehmer und den Versicherten wegen grobfahrlässiger Herbeiführung des Schadenereignisses im Sinne von Art. 14 des Bundesgesetzes über den Versicherungsvertrag. Der Verzicht auf das Rückgriffs- bzw. Kürzungsrecht findet keine Anwendung, wenn der Fahrzeuglenker das Ereignis im Zustand der Angetrunkenheit oder unter Drogeneinfluss verursacht hat; sich vorsätzlich einer Blutprobe, einer Atemalkoholprobe oder einer anderen vom Bundesrat geregelten Voruntersuchung, die angeordnet wurde oder mit deren Anordnung er rechnen musste, oder einer zusätzlichen ärztlichen Untersuchung widersetzt oder entzogen oder den Zweck dieser Massnahmen vereitelt hat; im Zeitpunkt des Schadenereignisses die zulässige Höchstgeschwindigkeit massiv überschritten hat (Geschwindigkeitsexzess). Art. 18 Mitteilungen Alle Mitteilungen an die Gesellschaft haben entweder an den Hauptsitz oder an diejenige Geschäftsstelle zu erfolgen, die auf der Police bezeichnet ist. Vorbehalten bleiben die Mitteilungen gemäss Art. 102 C und D AVB (SOS-Pannenhilfe). Art. 19 Gerichtsstand und anwendbares Recht A Als Gerichtsstand steht dem Versicherten oder - in der Unfallversicherung - auch dem Anspruchsberechtigten wahlweise der ordentliche Gerichtsstand oder sein schweizerischer Wohnsitz bzw. Sitz zur Verfügung. B Im Übrigen gelten die Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Versicherungsvertrag und der Strassenverkehrsgesetzgebung. MF 1602 d II 05 Ausgabe MF 24 Kombinierte Motorfahrzeug-Versicherung Seite 5/19
6 Haftpflichtversicherung Art. 30 Gegenstand der Versicherung A Die Gesellschaft gewährt Versicherungsschutz gegen zivilrechtliche Ansprüche, die aufgrund gesetzlicher Haftpflichtbestimmungen gegen die versicherten Personen erhoben werden wegen 1. Tötung oder Verletzung von Personen (Personenschäden); 2. Zerstörung oder Beschädigung von Sachen (Sachschäden) durch den Betrieb des in der Police bezeichneten Motorfahrzeuges und der von ihm gezogenen Anhänger oder geschleppten Fahrzeuge, durch einen Verkehrsunfall, der von diesen Fahrzeugen verursacht wird, wenn sie sich nicht in Betrieb befinden, infolge Hilfeleistung nach Unfällen dieser Fahrzeuge. Versichert ist auch die Haftpflicht für abgekuppelte Anhänger im Sinne der Verordnung über Haftpflicht und Versicherung im Strassenverkehr (VVV). B Ferner gewährt die Gesellschaft den versicherten Personen Versicherungsschutz gegen zivilrechtliche Ansprüche aus Unfällen beim Ein- und Aussteigen bzw. bei Motorrädern beim Auf- und Absteigen, beim Öffnen und Schliessen der Türen, der Motorhaube, des Schiebedaches oder des Kofferraumes sowie beim Anhängen und Loslösen eines Anhängers oder geschleppten Fahrzeuges. C Steht infolge eines unvorhergesehenen Ereignisses der Eintritt eines versicherten Schadens unmittelbar bevor, so erstreckt sich die Versicherung auch auf die zu Lasten eines Versicherten gehenden Kosten, welche durch angemessene Massnahmen zur Abwendung dieser Gefahr verursacht werden (Schadenverhütungskosten). Art. 31 Versicherte Personen Versichert sind der Halter und die Personen, für die er nach der Strassenverkehrsgesetzgebung verantwortlich ist. Art. 32 Versicherte Leistungen A Die Versicherung umfasst die Entschädigung berechtigter und die Abwehr unberechtigter Ansprüche. B Die Leistungen der Gesellschaft sind auf die in der Police bezeichneten Garantiesummen begrenzt, wobei allfällige Schaden- und Verzugszinsen, Expertise-, Anwalts- und Gerichtskosten darin inbegriffen sind. Schreibt die Gesetzgebung eines in den örtlichen Geltungsbereich fallenden ausländischen Staates eine höhere Deckung vor, ist diese massgebend. C Sofern die Höchstleistungen der Gesellschaft auf mehr als 5 Millionen Franken festgesetzt sind, bleiben die Leistungen für Personen- und Sachschäden, die durch Feuer, Explosion oder Kernenergie entstehen, sowie für Schadenverhütungskosten auf zusammen 5 Millionen Franken pro Schadenereignis begrenzt, wobei allfällige Schaden- und Verzugszinsen, Expertise-, Anwalts- und Gerichtskosten darin inbegriffen sind. Wo die schweizerische Strassenverkehrsgesetzgebung eine höhere Deckung vorschreibt, ist diese massgebend. Art. 33 Einschränkungen des Deckungsumfanges Von der Versicherung ausgeschlossen sind, vorbehältlich Absatz 2: 1. Ansprüche des Halters aus Sachschäden, die Personen verursacht haben, für die er nach der Strassenverkehrsgesetzgebung verantwortlich ist; 2. Ansprüche aus Sachschäden des Ehegatten des Halters, seiner Verwandten in auf- und absteigender Linie und seiner mit ihm im gemeinsamen Haushalt lebenden Geschwister; 3. Ansprüche für Schäden am versicherten Fahrzeug und Anhänger sowie für Schäden an den an diesen Fahrzeugen angebrachten oder damit beförderten Sachen, mit Ausnahme von Gegenständen, die der Geschädigte mit sich führt, namentlich Reisegepäck und dergleichen; 4. Ansprüche aus Unfällen bei motor- und radsportlichen Veranstaltungen im Sinne von Art. 72 Abs. 1 SVG; bei Veranstaltungen dieser Art in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein sind Ansprüche Dritter gemäss Art. 72 Abs. 4 SVG jedoch nur ausgeschlossen, wenn für die betreffende Veranstaltung die gesetzlich vorgeschriebene Versicherung besteht; 5. Ansprüche aus Schäden, für welche nach der Gesetzgebung über die Kernenergie gehaftet wird; 6. die Haftpflicht des Fahrzeugführers, der den gesetzlich erforderlichen Führer- oder Lernfahrausweis nicht besitzt, sowie des Führers mit Lernfahrausweis, der ohne die gesetzlich vorgeschriebene Begleitung fährt; ferner die Haftpflicht von Personen, die das versicherte Fahrzeug einem solchen Führer überlassen, obschon sie wissen oder bei pflichtgemässer Aufmerksamkeit hätten wissen können, dass er den erforderlichen Ausweis nicht besitzt oder die Fahrt ohne die vorgeschriebene Begleitung ausführt; 7. bei Strolchenfahrten: die Haftpflicht von Personen, die das versicherte Fahrzeug zum Gebrauch entwendet haben, und diejenige des Lenkers, der bei Beginn der Fahrt wusste oder bei pflichtgemässer Aufmerksamkeit wissen konnte, dass das Fahrzeug zum Gebrauch entwendet wurde; 8. die Haftpflicht für Fahrten, die behördlich nicht bewilligt sind, und die Haftpflicht von Personen, die das ihnen anvertraute Fahrzeug zu Fahrten verwendet haben, zu denen sie nicht ermächtigt waren; 9. die Haftpflicht aus der Beförderung gefährlicher Ladungen im Sinne der schweizerischen Strassenverkehrsgesetzgebung; 10. die Haftpflicht aus der Verwendung des Fahrzeuges zu gewerbsmässigen Personentransporten oder zu gewerbsmässiger Vermietung an Selbstfahrer. Die Einschränkungen unter Ziff. 6 bis 10 können dem Geschädigten nicht entgegengehalten werden, es sei denn, die gesetzlichen Bestimmungen lassen diese Einschränkungen zu. Art. 34 Obliegenheiten im Schadenfall A Der Versicherte hat der Gesellschaft unverzüglich schriftlich Anzeige zu erstatten, wenn ein Ereignis eintritt, dessen Folgen voraussichtlich die Versicherung betreffen; wenn im Zusammenhang mit einem solchen Ereignis gegen ihn gerichtlich oder aussergerichtlich Haftpflichtansprüche geltend gemacht werden oder gegen ihn ein Strafverfahren eingeleitet wird. B Todesfälle sind sofort per Telefon, Telefax oder der Gesellschaft anzuzeigen. MF 1602 d II 05 Ausgabe MF 24 Kombinierte Motorfahrzeug-Versicherung Seite 6/19
7 Art. 35 Schadenbehandlung A Die Gesellschaft führt nach ihrer Wahl als Vertreterin des Versicherten oder im eigenen Namen Verhandlungen mit dem Geschädigten. Bei Unfällen im Ausland ist die Gesellschaft ermächtigt, die aufgrund der Internationalen Versicherungskarte («Grüne Karte») oder einer an ihre Stelle tretenden internationalen Vereinbarung und ausländischer Pflichtversicherungsgesetze zuständigen Instanzen mit der Behandlung der Ansprüche der Geschädigten zu beauftragen. Die Erledigung der Ansprüche der Geschädigten durch die Gesellschaft ist für den Versicherten in allen Fällen verbindlich. B Der Versicherte ist verpflichtet, die Gesellschaft bei der Ermittlung des Sachverhaltes zu unterstützen und sich jeder selbständigen Stellungnahme zu den Ansprüchen des Geschädigten zu enthalten (Vertragstreue). Insbesondere darf er weder Haftpflichtansprüche anerkennen noch Zahlungen an den Geschädigten leisten; ferner hat er die Führung eines Zivilprozesses der Gesellschaft zu überlassen. Art. 36 Rückgriff A Die Gesellschaft hat bis zum Betrag ihrer Leistungen, einschliesslich der von ihr bezahlten Anwalts- und Gerichtskosten, insoweit den Rückgriff auf den Versicherungsnehmer und den Versicherten, als sie nach diesem Vertrag, der Strassenverkehrsgesetzgebung oder dem Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag berechtigt ist, ihre Leistungen abzulehnen oder zu kürzen, z. B. wegen vertragswidriger Verwendung des Ersatzfahrzeuges (Art. 7 B Abs. 2 AVB), gleichzeitiger Verwendung beider mit Wechselkontrollschildern versicherten Fahrzeuge im öffentlichen Verkehr (Art. 8 B AVB), Einschränkung des Deckungsumfanges (Art. 33 Ziff. 6 bis 10 AVB) oder vertragswidrigen Verhaltens im Schadenfall (Art. 12 AVB). Bei grobfahrlässiger Herbeiführung des Schadenereignisses finden die Bestimmungen von Art. 17 AVB Anwendung. B Ebenso steht der Gesellschaft der Rückgriff auf den Versicherungsnehmer und den Versicherten zu, wenn sie aufgrund der Internationalen Versicherungskarte («Grüne Karte») oder einer an ihre Stelle tretenden internationalen Vereinbarung und ausländischer Pflichtversicherungsgesetze nach Erlöschen der Versicherung noch Entschädigungen zu leisten hat. C Kommt der Versicherungsnehmer innert 4 Wochen seit der entsprechenden Mitteilung der Gesellschaft seiner Rückzahlungspflicht nicht nach, so wird er, unter Androhung der Säumnisfolgen, schriftlich aufgefordert, innert 14 Tagen nach Absendung der Mahnung Zahlung zu leisten. Bleibt die Mahnung ohne Erfolg, so erlischt der Vertrag in seiner Gesamtheit mit dem Ablauf der Mahnfrist, und die Prämie für das laufende Versicherungsjahr bleibt der Gesellschaft verfallen. Die Einforderung des Rückgriffes bleibt überdies vorbehalten. MF 1602 d II 05 Ausgabe MF 24 Kombinierte Motorfahrzeug-Versicherung Seite 7/19
8 Voll- und Teilkaskoversicherung Art. 50 Gegenstand der Versicherung Die Versicherung kann je nach Fahrzeugkategorie abgeschlossen werden als 1. Vollkaskoversicherung gegen Kollisions-, Feuer-, Elementar-, Schneerutsch-, Diebstahl-, Glas-, Tier-, Vandalen-, Hilfeleistungs- und Marderschäden; 2. Teilkaskoversicherung gegen Feuer-, Elementar-, Schneerutsch-, Diebstahl-, Glas-, Tier-, Vandalen-, Hilfeleistungs- und Marderschäden (Globalversicherung Motorwagen), Feuer-, Elementar-, Schneerutsch-, Diebstahl-, Tierund Marderschäden (Globalversicherung Motorräder), Feuer-, Elementar- und Schneerutschschäden. Art. 51 Umschreibung der Risiken Es sind zu verstehen unter 1. Kollisionsschäden: Schäden durch plötzliche, gewaltsame äussere Einwirkung (wie Anprall, Zusammenstoss, Um- oder Absturz, Einsinken), ausgenommen Schäden gemäss Ziff. 2 bis 10; 2. Feuerschäden: Schäden, verursacht durch Brand, Kurzschluss, Explosion, Blitzschlag sowie Schäden, die das Fahrzeug beim Löschen erleidet; Schäden an elektrischen und elektronischen Geräten und Bauteilen (inkl. Batterie, Anlasser usw.) sind jedoch nur dann versichert, wenn die Ursache nicht auf einen inneren Defekt zurückzuführen ist. Sengschäden sind von der Versicherung ausgeschlossen; 3. Elementarschäden: Schäden durch unmittelbare Einwirkung von auf das Fahrzeug herabfallenden Steinen oder Felsen, Erdrutsch, Lawinen, Schneedruck, Sturmwind (Wind von mindestens 75 km/h, der in der Umgebung des Fahrzeuges Bäume umwirft oder Gebäude abdeckt), Hochwasser, Überschwemmungen und Hagel; 4. Schneerutschschäden: Schäden durch Herabfallen von Schnee oder Eis auf das Fahrzeug; 5. Diebstahlschäden: Der Verlust, die Zerstörung oder die Beschädigung der versicherten Sachen infolge versuchten oder vollendeten Diebstahls, Entwendung zum Gebrauch, versuchter oder vollendeter Sachentziehung, Entwendung oder Beraubung, nicht aber infolge Veruntreuung. Art. 54 Ziff. 1, 2 und 7 AVB finden dabei keine Anwendung; 6. Glasschäden: Bruch der Front-, Seiten-, Heck- und Dachscheiben. Diese Aufzählung ist abschliessend. Keine Entschädigung erfolgt, wenn das Fahrzeug nicht mehr repariert wird; 7. Tierschäden: Schäden durch Zusammenstoss des sich in Betrieb befindlichen Fahrzeuges mit einem Tier auf öffentlicher Strasse; 8. Vandalenschäden: von Dritten in böswilliger oder mutwilliger Absicht verursachte Schäden durch Abbrechen von Antenne, Rückspiegel oder Scheibenwischer, Zerstechen der Reifen, Bemalen und Bespritzen des Fahrzeuges mit Farbe und anderen Stoffen und durch Hineinschütten von schädigenden Zusätzen in den Treibstofftank. Diese Aufzählung ist abschliessend; 9. Hilfeleistungsschäden: Schäden im Wageninnern infolge Verschmutzung durch Verunfallte, denen Hilfe geleistet wird; 10. Marderschäden: an Fahrzeugbestandteilen (Leitungen, Schläuchen, Gummimanschetten usw.) entstandene Schäden, die durch Bisse von Mardern oder Nagetieren verursacht worden sind, einschliesslich daraus resultierende Folgeschäden. Art. 52 Zubehör Bei Personenwagen und Motorrädern ist die Entschädigung für Ausrüstungen und Zubehörteile, die über die serienmässige Normalausrüstung hinausgehen und für die ein Aufpreis bezahlt werden muss, auf den in der Police aufgeführten Wert begrenzt. Bei Nutzfahrzeugen (alle Motorwagen ohne Personenwagen) sind Zusatz- und Sonderausrüstungen nur insoweit mitversichert, als sie im Antrag mit ihrem Neuwert deklariert sind. Art. 53 Versicherte Leistungen A Die Gesellschaft bezahlt die unfallbedingten Reparaturkosten, im Maximum jedoch den Zeitwert (Verkehrswert im Zeitpunkt des Schadenereignisses) des Fahrzeuges. B Ist Zeitwertzusatz vereinbart, so gilt Folgendes: 1. Erreichen oder übersteigen die Reparaturkosten in den ersten 2 Betriebsjahren 65 % der sich aufgrund der nachstehenden Bestimmungen ergebenden Entschädigung, bei mehr als 2 Betriebsjahren den Zeitwert des Fahrzeuges; 2. kann ein abhanden gekommenes Fahrzeug innert 30 Tagen nicht wieder gefunden werden, so leistet die Gesellschaft folgende Entschädigung: Betriebsjahr Entschädigung in % des Katalogpreises im 1. Jahr 90 im 2. Jahr im 3. Jahr im 4. Jahr im 5. Jahr im 6. Jahr im 7. Jahr mehr als 7 Jahre Zeitwert Als Betriebsjahr gilt die Zeitspanne von je 12 Monaten, erstmals gerechnet ab dem Datum der ersten Inverkehrsetzung. Ab 2. bis und mit 7. Betriebsjahr wird innerhalb eines Betriebsjahres die bis zum Eintritt des Schadens verstrichene Zeit verhältnismässig angerechnet. Als Katalogpreis gilt der offizielle, zur Zeit der Herstellung des versicherten Fahrzeuges geltende Katalogpreis. Existiert kein solcher, so ist der Wert des fabrikneuen Fahrzeuges massgebend. Für Personenwagen (inkl. Taxis und Mietwagen) gilt zusätzlich Folgendes: Liegt im Zeitpunkt des Schadenfalles die durchschnittliche Fahrleistung pro Betriebsjahr über km (bei einer Inverkehrsetzungsdauer im Zeitpunkt des Schadenfalles von unter einem Jahr wird die Fahrleistung nicht auf ein Jahr hochgerechnet), so richtet sich die Entschädigung der Gesellschaft nach dem Total der gefahrenen Kilometer. In diesem Fall findet folgende Entschädigungsskala Anwendung: MF 1602 d II 05 Ausgabe MF 24 Kombinierte Motorfahrzeug-Versicherung Seite 8/19
9 Total der gefahrenen km bis zum Zeitpunkt des Schadenfalles Entschädigung in % des Katalogpreises über Zeitwert Die bis zum Zeitpunkt des Schadenfalles gefahrenen Kilometer werden verhältnismässig angerechnet. Die Entschädigung kann in keinem Fall höher sein als der Preis, zu dem der Versicherungsnehmer das versicherte Fahrzeug erworben hat. C Die Höchstentschädigung vermindert sich stets um den Wert der Überreste bzw. des unreparierten Fahrzeuges. Wird dieser Wert von der Höchstentschädigung nicht abgezogen, so gehen die Überreste bzw. das Fahrzeug mit der Auszahlung der Entschädigung in das Eigentum der Gesellschaft über. D Zubehör gemäss Art. 52 AVB sowie mitversicherte persönliche Effekten werden nach den gleichen Grundsätzen entschädigt wie das Fahrzeug. E Die Leistungen der Gesellschaft für Marderschäden gemäss Art. 51 Ziff. 10 AVB sind begrenzt auf 2 Schadenereignisse pro Versicherungsjahr. F Zusätzlich zu den Leistungen gemäss lit. A und B vergütet die Gesellschaft 1. die Abschleppkosten bis zur nächstgelegenen, für die in Betracht kommenden Arbeiten geeigneten Werkstätte oder Abbruchstelle, sofern das Fahrzeug infolge eines versicherten Schadens nicht mehr fahrtüchtig ist. Die Kosten weiterer Transporte werden nur entschädigt, wenn diese durch die Gesellschaft angeordnet oder genehmigt worden sind; 2. die Kosten bis zum Höchstbetrag von insgesamt Fr pro Schadenereignis für den Ersatz oder die Reparatur der vom Lenker und den Mitfahrern mitgeführten persönlichen Effekten bei Verlust, Zerstörung oder Beschädigung im Zusammenhang mit einem versicherten Schaden am Fahrzeug selbst. Gestohlene Effekten müssen sich im vollständig verschlossenen Fahrzeug (bei Motorrädern in einem mit diesem fest verbundenen und abgeschlossenen Behältnis) befunden haben oder mit dem Fahrzeug zusammen entwendet worden sein, die tierärztliche Behandlung von Haustieren, die von den Insassen in Motorwagen mitgeführt werden, bei Verletzungen, die diese Tiere im Zusammenhang mit einem versicherten Schaden am Fahrzeug selbst erleiden. Beträgt die vereinbarte Versicherungsdauer weniger als ein Jahr, so entfällt dieser Versicherungsschutz; 3. bei einem Schadenereignis, das sich im Ausland ereignet und für das die Gesellschaft aufgrund von Art. 51 AVB Leistungen zu erbringen hat, die dem Lenker und den Mitfahrern durch das Schadenereignis verursachten Kosten bis Fr pro Person für Übernachten und die Rückfahrt mit der Bahn an den schweizerischen Wohnort, die Kosten des Rücktransportes des Fahrzeuges in die Schweiz, sofern es sich infolge eines versicherten Schadens nicht mehr mit eigener Kraft fortbewegen kann, bis zum Höchstbetrag von insgesamt Fr pro Schadenereignis; 4. den Zollbetrag, für den der Versicherungsnehmer im Rahmen eines versicherten Ereignisses infolge unfreiwilligen Verlustes des Fahrzeuges im Ausland belangt werden kann; 5. die Kosten für den Rücktransport eines wiedergefundenen Fahrzeuges an den Wohnort des Versicherungsnehmers, sofern es innert 30 Tagen seit seinem Abhandenkommen aufgefunden wird. Art. 54 Einschränkungen des Deckungsumfanges Von der Versicherung ausgeschlossen sind 1. Schäden an den Reifen, an der Batterie, an eingebauten Audio-, Video- und Navigationsgeräten, Computern, Sprechfunk- und Rufanlagen und den dazugehörenden Installationen, es sei denn, sie entstehen gleichzeitig mit anderen versicherten Beschädigungen; 2. die nicht durch äussere Einwirkungen entstandenen reinen Bruch- und inneren Betriebsschäden, z. B. wegen mangelnder Schmierung, Einfrierens oder Fehlens des Kühlwassers, übertriebener Beanspruchung oder falscher Handhabung der mechanischen Vorrichtungen; ferner Defekte infolge Material- und Konstruktionsfehler sowie Abnützungsschäden. Verursachen solche Defekte jedoch eine Kollision, so sind im Rahmen der Vollkaskoversicherung die durch Kollision entstandenen Schäden gedeckt; 3. Verlust, Zerstörung oder Beschädigung von Kostbarkeiten, Schmuck, Geld, Kreditkarten, Wertpapieren, Dokumenten und Plänen sowie der Berufsausübung dienenden Sachen wie Werkzeuge und Musterkollektionen, Tonbandkassetten, Compact-Discs und anderen Ton-, Bild- und Datenträgern, Kommunikationsmitteln (z. B. Telefone, Funkgeräte), EDV-Hard- und -Software und Geräten der Unterhaltungselektronik, die auch ausserhalb des Fahrzeuges verwendet werden können; 4. Schäden bei inneren Unruhen (Gewalttätigkeiten gegen Personen oder Sachen anlässlich von Zusammenrottung, Krawall oder Tumult) und den dagegen ergriffenen Massnahmen, es sei denn, der Versicherungsnehmer oder der Lenker, dem das Fahrzeug überlassen worden war, gerate ohne sein Verschulden in die gefährdete Zone; 5. Schäden infolge von Kriegsereignissen, Erdbeben, vulkanischen Eruptionen und Kernenergie sowie Schäden während der Requirierung des Fahrzeuges durch Ziviloder Militärbehörden; 6. Schäden bei Teilnahme an motorsportlichen Wettbewerben und dem Training dazu sowie bei sonstigen Fahrten auf Rennstrecken; 7. Schäden am versicherten Fahrzeug, das durch einen Führer ohne den gesetzlich erforderlichen Führer- oder Lernfahrausweis oder ohne die gesetzlich vorgeschriebene Begleitperson gelenkt wird, sofern der Versicherungsnehmer oder eine Drittperson, die das versicherte Fahrzeug einem solchen Führer überlässt, diesen Mangel kannte oder bei pflichtgemässer Aufmerksamkeit hätte kennen können; MF 1602 d II 05 Ausgabe MF 24 Kombinierte Motorfahrzeug-Versicherung Seite 9/19
10 8. Schäden bei Fahrten, die behördlich nicht bewilligt sind; 9. an mit Händlerschildern versehenen Fahrzeugen entstandene Schäden, die sich auf dem Betriebsareal des Versicherungsnehmers ereignen; 10. die Kosten für tierärztliche Behandlung im Zusammenhang mit Schäden bei Tiertransporten; 11. die Kosten von Veränderungen und Verbesserungen, die der Versicherungsnehmer über die unfallbedingten Reparaturen hinaus vornehmen lässt, eine allfällige Wertverminderung, Einbusse an äusserem Aussehen und Herabsetzung der Leistungs- oder Gebrauchsfähigkeit, die das Fahrzeug infolge von versicherten Schäden erleidet, ein allfälliger Nutzungsausfall (Chômage) oder weitere indirekte Folgeschäden; 12. Schäden, für welche der Anspruchsberechtigte Gewährleistungsansprüche gegenüber dem Verkäufer oder Lieferanten durchsetzen kann. B Wird das Fahrzeug ausserhalb des Wohnortes des Versicherungsnehmers oder dessen näherer Umgebung von einem Schaden betroffen, der den Betrag von Fr voraussichtlich nicht übersteigt und dessen Ausbesserung dringlich erscheint, so kann der Versicherungsnehmer die Reparatur sogleich von sich aus vornehmen lassen, ohne dass er verpflichtet ist, vorgängig der Gesellschaft Gelegenheit zur Besichtigung des Schadens zu geben. C Die Wahl der Reparaturwerkstätte ist Sache des Versicherungsnehmers. Die Gesellschaft behält sich jedoch vor, eine andere Reparaturwerkstätte zu bestimmen, sofern mit der vom Versicherungsnehmer beauftragten Firma keine Einigung über die Kostenvoranschläge zu erzielen ist. Ist der Versicherungsnehmer nicht bereit, das Fahrzeug in der von der Gesellschaft bezeichneten Garage reparieren zu lassen, so ist die Gesellschaft berechtigt, ihm mit befreiender Wirkung den von ihrem Experten geschätzten Reparaturkostenbetrag zur Verfügung zu stellen. Art. 55 Besondere Auslagen Durch spezielle Vereinbarung können Besondere Auslagen (anstelle der Leistungen gemäss Art. 53 F Ziff. 3 AVB) versichert werden. Bei einem versicherten Schaden am Fahrzeug selbst vergütet die Gesellschaft die Auslagen, die dem Versicherungsnehmer durch den Ausfall des Fahrzeuges erwachsen. Die Entschädigung hiefür wird bis zu folgenden Höchstbeträgen pro Schadenfall geleistet: Fr für Schäden, die sich in der Schweiz ereignen; Fr für Schäden, die innerhalb des übrigen örtlichen Geltungsbereiches der Versicherung eintreten. Bei Miete eines Ersatzwagens vergütet die Gesellschaft innerhalb der Grenzen der vorerwähnten Beträge den üblichen Mietpreis eines gleichwertigen Fahrzeuges. Art. 56 Obliegenheiten im Schadenfall A Beansprucht der Versicherungsnehmer Ersatz für einen Schaden, so ist er verpflichtet, 1. den Schadenfall der Gesellschaft unverzüglich schriftlich anzuzeigen; 2. alle Massnahmen zu ergreifen, die der Abklärung des Tatbestandes und der Minderung des Schadens dienen, ferner auf Begehren der Gesellschaft jede gewünschte sachdienliche Auskunft über den Schadenfall zu erteilen; 3. der Gesellschaft vor Inangriffnahme der Reparatur Gelegenheit zur Besichtigung des Schadens zu geben; Art. 57 Grundsätze der Schadensberechnung A Wurden bei Personenwagen und Motorrädern der Katalogpreis; bei Nutzfahrzeugen (alle Motorwagen ohne Personenwagen) der Fahrzeugneuwert oder der Neuwert von Zusatz- und Sonderausrüstungen im Antrag zu tief deklariert, erfolgt eine verhältnismässige Kürzung der Versicherungsleistungen. B Die Gesellschaft ist nicht verpflichtet, den Neuersatz von Bestandteilen zu bezahlen, sofern diese einwandfrei repariert werden können. Werden anlässlich der Reparatur einzelne abgenützte Teile ersetzt, das ganze Fahrzeug neu gespritzt oder andere Abnützungsmängel behoben, so ist die Gesellschaft berechtigt, auf den Reparaturkosten einen dem entstehenden Mehrwert entsprechenden Abzug (neu für alt) zu machen. C Wird ein gestohlenes Fahrzeug innert 30 Tagen wieder gefunden, so muss es der Versicherungsnehmer zurücknehmen. Kommt es erst später wieder zum Vorschein, so geht es ins Eigentum der Gesellschaft über. Ist das Fahrzeug jedoch nicht völlig zerstört, so hat sie es gegen Rückerstattung einer etwa schon geleisteten Entschädigung dem Versicherungsnehmer in repariertem Zustand zur Verfügung zu stellen, sofern er innert 14 Tagen, nachdem es ihm angeboten wurde, die Überlassung verlangt. 4. einen Diebstahlschaden unverzüglich und von sich aus, einen Vandalenschaden auf Ersuchen der Gesellschaft hin der Polizei anzuzeigen und auf Verlangen gegen den Täter Strafantrag zu stellen; 5. der Gesellschaft sämtliche zur Ermittlung des Schadens und zur Durchführung eines allfälligen Regresses nötigen Belege einzureichen; 6. bei Tierschäden sich darum zu bemühen, dass staatliche Organe wie Polizei oder Wildhüter über den Unfall ein Protokoll aufnehmen. Andernfalls steht der Gesellschaft das Recht zu, für den Schaden nur aufzukommen, wenn eine Vollkaskoversicherung abgeschlossen ist, wobei dann die Bestimmungen für Kollisionsschäden Anwendung finden. MF 1602 d II 05 Ausgabe MF 24 Kombinierte Motorfahrzeug-Versicherung Seite 10/19
11 Gemeinsame Bestimmungen für die Haftpflicht- und Kaskoversicherung Art. 70 Prämienstufensysteme A Die Haftpflicht- und/oder Vollkaskoversicherung fallen unter das Prämienstufensystem H oder Z. Das massgebende System, die Grundprämie und die zu Beginn der Versicherung gültige Prämienstufe werden in der Police aufgeführt. Die Prämienstufen für die Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung werden je separat festgelegt. Für die folgenden Versicherungsjahre bemisst sich die Prämie in der Haftpflicht- und/oder Vollkaskoversicherung beim System H nach dem Schadenverlauf. Die massgebliche Beobachtungsperiode beträgt jeweils 12 Monate und endet 3 Monate vor Fälligkeit der Jahresprämie. B Ist in einer Beobachtungsperiode, in der die Versicherung in Kraft war, kein Haftpflicht- und/oder Kollisionsschaden eingetreten, für den die Gesellschaft eine Entschädigung leisten oder eine Rückstellung bilden muss (eigene Kosten der Gesellschaft werden nicht berücksichtigt), so berechnet sich die Prämie beim System H in der Haftpflicht- und/oder Vollkaskoversicherung nach der nächsttieferen Prämienstufe, es sei denn, der Versicherungsnehmer habe bereits die tiefste Prämienstufe erreicht. Beginnt die Versicherung weniger als 6 Monate vor dem Ende der laufenden Beobachtungsperiode, so bleibt die Prämienstufe für das folgende Versicherungsjahr unverändert. C Jeder Haftpflicht- und/oder Kollisionsschaden, der zu einer Entschädigung oder Rückstellung führt, bewirkt im folgenden Versicherungsjahr in der Haftpflicht- und/oder Vollkaskoversicherung beim System H eine Zurückversetzung um 4 Stufen, und zwar bis Stufe 24 in der Haftpflichtversicherung und bis höchstens Stufe 19 in der Vollkaskoversicherung. Nicht berücksichtigt werden 1. Schäden, die der Versicherungsnehmer selbst übernimmt, indem er der Gesellschaft den Betrag ihrer Entschädigung innert 30 Tagen, nachdem er von der Erledigung Kenntnis erhalten hat, zurückerstattet; 2. Schäden, die sich als folgenlos erweisen; 3. in der Haftpflichtversicherung Schadenfälle, für die eine Entschädigung geleistet werden musste, obwohl keinerlei Verschulden einer versicherten Person vorliegt (reine Kausalhaftung), Schäden bei Strolchenfahrten, wenn den Halter an der Entwendung des Fahrzeuges keine Schuld trifft; 4. in der Vollkaskoversicherung Kollisionsschäden, bei denen keinerlei Verschulden einer versicherten Person vorliegt und der Kollisionsgegner oder dessen Versicherer die Haftpflichtentschädigung zu 100 % vergütet hat. D Bei Handänderung setzt die Gesellschaft die Prämienstufe des Vertrages auf diesen Zeitpunkt neu fest; ebenso in der Haftpflichtversicherung bei Fahrzeugwechsel, sofern das neue Fahrzeug einer anderen Kategorie als der bisherigen angehört. E F Prämienstufensystem H Prämienstufe % der Grundprämie Prämienstufensystem Z Die Prämie beträgt unabhängig vom Schadenverlauf stets 100 %. Art. 71 Selbstbehalt A Ein in der Police vereinbarter Selbstbehalt gilt stets pro Schadenereignis und geht vorweg zu Lasten des Versicherungsnehmers. B Bestimmungen für die Haftpflichtversicherung: 1. Falls die Gesellschaft Ansprüche des Geschädigten direkt abgefunden hat, ist der Versicherungsnehmer verpflichtet, ihr die geleistete Entschädigung bis zur Höhe des vereinbarten Selbstbehaltes zurückzuerstatten, unbekümmert darum, wer das Fahrzeug zur Zeit des Unfalles gelenkt hat. Kommt der Versicherungsnehmer innert 4 Wochen seit der entsprechenden Mitteilung der Gesellschaft seiner Zahlungspflicht nicht nach, so wird er, unter Androhung der Säumnisfolgen, schriftlich aufgefordert, innert 14 Tagen nach Absendung der Mahnung Zahlung zu leisten. Bleibt die Mahnung ohne Erfolg, so erlischt der Vertrag in seiner Gesamtheit mit dem Ablauf der Mahnfrist, und die Prämie für das laufende Versicherungsjahr bleibt der Gesellschaft verfallen. Die Einforderung des Selbstbehaltes bleibt überdies vorbehalten. 2. Ein für jugendliche Lenker in der Police vereinbarter Selbstbehalt wird dann erhoben, wenn der Lenker des Fahrzeuges im Zeitpunkt des Schadenfalles das 25. Altersjahr noch nicht vollendet hat. Ein für Neulenker in der Police vereinbarter Selbstbehalt wird dann erhoben, wenn der Lenker, der das 25. Altersjahr bereits vollendet hat, im Zeitpunkt des Schadenfalles noch nicht 2 Jahre im Besitz eines schweizerischen bzw. von der Schweiz anerkannten ausländischen Führerausweises ist, der zum Führen des versicherten Fahrzeuges berechtigt. Der Lernfahrausweis wird für die Berechnung der Frist von 2 Jahren nicht berücksichtigt. MF 1602 d II 05 Ausgabe MF 24 Kombinierte Motorfahrzeug-Versicherung Seite 11/19
12 3. Ein Selbstbehalt zu Lasten des Versicherungsnehmers entfällt, wenn die Entschädigung geleistet werden musste, obwohl keinerlei Verschulden einer versicherten Person vorliegt (reine Kausalhaftung); bei Strolchenfahrten, wenn den Halter an der Entwendung des Fahrzeuges keine Schuld trifft; bei Schadenfällen, die sich während des von einem behördlich konzessionierten Fahrlehrer erteilten Fahrunterrichtes oder bei der amtlichen Führerprüfung ereignen. C In der Vollkaskoversicherung entfällt ein für Kollisionsschäden vereinbarter Selbstbehalt, sofern keinerlei Verschulden einer versicherten Person vorliegt und der Kollisionsgegner oder dessen Versicherer die Haftpflichtentschädigung zu 100 % vergütet hat. MF 1602 d II 05 Ausgabe MF 24 Kombinierte Motorfahrzeug-Versicherung Seite 12/19
13 Unfallversicherung Art. 80 Gegenstand der Versicherung Die Gesellschaft gewährt Versicherungsschutz für Unfälle, die mit der Benützung des versicherten Fahrzeuges in ursächlichem Zusammenhang stehen. Unfälle beim Ein- und Aussteigen bzw. bei Motorrädern beim Auf- und Absteigen sowie bei Hantierungen, die unterwegs am Fahrzeug vorgenommen werden (Notreparaturen und dergleichen), sind mitversichert. Art. 81 Versicherte Unfälle A Die Versicherung erstreckt sich auf Unfälle, die während der Vertragsdauer eintreten. Als Unfall gilt die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper. Krankheiten aller Art gelten somit nicht als Unfälle. B Folgende, abschliessend aufgeführte Körperschädigungen sind, sofern sie nicht eindeutig auf eine Erkrankung oder Degeneration zurückzuführen sind, auch ohne ungewöhnliche äussere Einwirkung Unfällen gleichgestellt: Knochenbrüche, Verrenkungen von Gelenken, Meniskusrisse, Muskelrisse, Muskelzerrungen, Sehnenrisse, Bandläsionen und Trommelfellverletzungen. C Keine Körperschädigung im Sinne von lit. B stellen nicht unfallbedingte Schäden an Sachen dar, welche infolge einer Krankheit eingesetzt wurden und einen Körperteil oder eine Körperfunktion ersetzen. Art. 82 Versicherte Personen Versichert sind die in der Police bezeichneten Personen. Art. 83 Nicht versicherte Personen Von der Versicherung ausgeschlossen sind 1. Personen, die auf Liefer- und Lastwagen ausserhalb der Führerkabine oder auf Motorrädern anders als auf den ordentlichen Sitzplätzen mitfahren; 2. Lenker, die den gesetzlich erforderlichen Führer- oder Lernfahrausweis nicht besitzen; Lenker mit Lernfahrausweis, die ohne die gesetzlich vorgeschriebene Begleitung fahren; Mitfahrer, die davon Kenntnis haben oder bei pflichtgemässer Aufmerksamkeit hätten wissen können, dass der Lenker den erforderlichen Führer- oder Lernfahrausweis nicht besitzt oder die Fahrt nur mit einem Lernfahrausweis ohne die gesetzlich vorgeschriebene Begleitung ausführt; 3. Personen, die das versicherte Fahrzeug eigenmächtig und ohne Zustimmung seines Eigentümers oder Halters benützen oder das ihnen anvertraute Fahrzeug zu Fahrten verwenden, zu denen sie nicht ermächtigt waren, das Fahrzeug zu Fahrten verwenden, die behördlich nicht bewilligt sind. Diese Ausschlüsse gelten jedoch für die Mitfahrer nur dann, wenn sie von der rechtswidrigen Benützung des Fahrzeuges Kenntnis hatten. Art. 84 Einschränkungen des Deckungsumfanges Von der Versicherung ausgeschlossen sind, auch bei Vorliegen eines Ereignisses im Sinne von Art. 80 und 81 AVB, Körper- bzw. Gesundheitsschädigungen, die der Versicherte erleidet 1. infolge von kriegerischen Ereignissen in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein, im Ausland, es sei denn, der Unfall ereigne sich innert einer Frist von 14 Tagen seit dem erstmaligen Auftreten von solchen Ereignissen in dem Land, in welchem der Versicherte sich aufhält und dort vom Ausbruch kriegerischer Ereignisse überrascht worden ist; 2. bei inneren Unruhen (Gewalttätigkeiten gegen Personen oder Sachen anlässlich von Zusammenrottung, Krawall oder Tumult) und den dagegen ergriffenen Massnahmen, es sei denn, der Versicherte lege glaubhaft dar, dass er nicht auf der Seite der Unruhestifter aktiv oder durch Aufwiegelung beteiligt war; 3. durch Erdbeben in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein; 4. anlässlich der vorsätzlichen Begehung von Verbrechen und Vergehen und dem Versuch dazu; 5. bei der Teilnahme an motorsportlichen Wettbewerben und dem Training dazu sowie bei sonstigen Fahrten auf Rennstrecken; 6. während der Requirierung des Fahrzeuges durch Ziviloder Militärbehörden; 7. infolge von absichtlich, nicht aus medizinischen Gründen in den Körper aufgenommenen Arzneimitteln, Drogen und Chemikalien. Ausserdem besteht kein Versicherungsschutz für Körperbzw. Gesundheitsschädigungen durch ionisierende Strahlen (Nuklearschäden), sofern der Bund oder der Inhaber einer Kernanlage bzw. einer Transportbewilligung aufgrund der Kernenergiehaftpflicht-Gesetzgebung dafür einzustehen hat. Art. 85 Leistungsarten Versicherbar sind eine Entschädigung im Todesfall; eine Entschädigung im Invaliditätsfall; ein Taggeld für vorübergehende Arbeitsunfähigkeit; ein Taggeld für den Spitalaufenthalt; der Ersatz der Heilungskosten. Die versicherten Leistungen sind in der Police aufgeführt. Art. 86 Todesfall A Stirbt der Versicherte innert 5 Jahren, vom Unfalltag an gerechnet, an den Folgen eines Unfalles, so zahlt die Gesellschaft die als Todesfallkapital versicherte Summe an die unter Ziff. 1 bis 3 aufgeführten, nacheinander bezugsberechtigten Personen, unter Ausschluss der jeweils folgenden Kategorien: 1. an den Ehegatten und die Kinder je zur Hälfte, bei Fehlen eines der Kinder im Umfang dessen Anteils an seine Nachkommen. Sind keine Kinder vorhanden, so fällt das ganze Todesfallkapital dem Ehegatten zu und umgekehrt; 2. an die Eltern zu gleichen Teilen; 3. an die Geschwister zu gleichen Teilen, bei Fehlen eines der Geschwister im Umfang dessen Anteils an seine Nachkommen. MF 1602 d II 05 Ausgabe MF 24 Kombinierte Motorfahrzeug-Versicherung Seite 13/19
14 Stief- und Pflegekinder sind den leiblichen Kindern gleichgestellt. Als Pflegekinder gelten solche, die zur Zeit des Unfalles unentgeltlich zu dauernder Pflege und Erziehung aufgenommen waren. B Sind keine der in lit. A genannten Hinterbliebenen vorhanden, werden nur die Bestattungskosten, soweit sie nicht von einem Versicherer oder einem haftpflichtigen Dritten bezahlt worden sind, bis zu 10 % der Todesfallsumme vergütet. C Für Kinder, die im Zeitpunkt des Unfalles das 16. Altersjahr noch nicht vollendet haben, bleibt die Todesfallsumme auf Fr begrenzt. D Allfällige wegen desselben Unfalles bereits ausbezahlte Invaliditätsentschädigungen werden an die Todesfallleistungen angerechnet. Art. 87 Invalidität A Invaliditätskapital Tritt als Folge eines Unfalles innert 5 Jahren, vom Unfalltag an gerechnet, eine voraussichtlich lebenslängliche Invalidität ein, so zahlt die Gesellschaft das Invaliditätskapital aus, welches sich bestimmt nach dem Grad der Invalidität, der vereinbarten Versicherungssumme und der gewählten Leistungsvariante. Dabei ist unerheblich, ob und in welchem Ausmass ein Erwerbsausfall entsteht. Die Bemessung erfolgt nach den gleichen Kriterien, die in der Unfallversicherung gemäss UVG für die Integritätsentschädigung Anwendung finden. B Invaliditätsgrad 1. In den nachstehend aufgeführten Fällen wird der Invaliditätsgrad verbindlich festgesetzt: bei vollständigem Verlust oder vollständiger Gebrauchsunfähigkeit beider Arme oder Hände, beider Beine oder Füsse 100 % eines Armes oder einer Hand und zugleich eines Beines oder Fusses 100 % eines Armes im Ellbogengelenk oder oberhalb desselben 70 % eines Unterarmes oder einer Hand 60 % eines Daumens 22 % eines Zeigefingers 14 % eines anderen Fingers 8 % eines Beines im Kniegelenk oder oberhalb desselben 60 % eines Beines unterhalb des Kniegelenkes 50 % eines Fusses 40 % eines grossen Zehens 10 % eines anderen Zehens 3 % der Sehkraft beider Augen 100 % der Sehkraft eines Auges 30 % der Sehkraft eines Auges, wenn diejenige des anderen Auges vor Eintritt des Versicherungsfalles bereits vollständig verloren war 70 % des Gehörs auf beiden Ohren 60 % des Gehörs auf einem Ohr 15 % des Gehörs auf einem Ohr, wenn dasjenige auf dem anderen Ohr vor Eintritt des Versicherungsfalles bereits vollständig verloren war 45 % der Sprache 60 % des Geruchssinnes 10 % des Geschmackssinnes 10 % der Milz 10 % einer Niere 20 % C 2. Bei nur teilweisem Verlust oder nur teilweiser Gebrauchsunfähigkeit gilt ein entsprechend geringerer Invaliditätsgrad. 3. Bei gleichzeitigem Verlust oder gleichzeitiger Gebrauchsunfähigkeit mehrerer Körperteile erfolgt die Ermittlung des Invaliditätsgrades durch die Addition der einzelnen Prozentsätze; der Invaliditätsgrad kann jedoch nicht mehr als 100 % betragen. 4. Die Erschwerung der Unfallfolgen aufgrund von Körpermängeln, die schon vor dem Unfall bestanden haben oder unabhängig von ihm nach seinem Eintritt entstehen, berechtigt nicht zu einer höheren Entschädigung, als wenn der Unfall eine körperlich unversehrte Person betroffen hätte. 5. Waren durch den Unfall betroffene Körperteile schon vorher teilweise verloren oder gebrauchsunfähig, so wird bei Feststellung des Invaliditätsgrades der schon vorhandene, nach vorstehenden Grundsätzen bestimmte Invaliditätsgrad abgezogen. 6. Bei vorstehend nicht aufgeführten Fällen erfolgt die Bestimmung des Invaliditätsgrades aufgrund ärztlicher Feststellungen in Anlehnung an die in Ziff. 1 genannten Prozentsätze. Einfache bzw. progressive Invalidität Das Invaliditätskapital wird je nach der vereinbarten Leistungsvariante A (progressive Invalidität) oder C (einfache Invalidität) wie folgt berechnet: Varianten aufgrund des Ein- bzw. Mehrfachen der Versicherungssumme: A C für den 25 % nicht übersteigenden Teil des Invaliditätsgrades: 1-fach 1-fach für den 25 %, nicht aber 50 % übersteigenden Teil des Invaliditätsgrades: 2-fach 1-fach für den 50 % übersteigenden Teil des Invaliditätsgrades: 3-fach 1-fach Das Kapital, in Prozenten der für Invalidität vereinbarten Versicherungssumme, beträgt somit: Inv.- grad Kapital nach Variante Inv.- grad Kapital nach Variante Inv.- grad Kapital nach Variante A C A C A C % % % % % % % % % MF 1602 d II 05 Ausgabe MF 24 Kombinierte Motorfahrzeug-Versicherung Seite 14/19
15 D E F G Rentenzahlung 1. Die Gesellschaft zahlt anstelle des Invaliditätskapitals eine lebenslängliche Rente, sofern der Versicherte im Zeitpunkt des Unfalles das AHV-Pensionsalter erreicht hat. 2. Die jährliche Rente pro Fr Invaliditätskapital beträgt Fr Die Rente wird vierteljährlich zum Voraus ausgerichtet. Hilflosigkeit 1. Bedarf ein Versicherter wegen einer Invalidität im Sinne von lit. A für die alltäglichen Lebensverrichtungen dauernd der Hilfe Dritter oder der persönlichen Überwachung, so zahlt die Gesellschaft in Ergänzung zum Invaliditätskapital eine Zusatzleistung. 2. Die Höhe dieser Leistung richtet sich nach dem Grad der Hilflosigkeit, wobei dieser Grad aufgrund derselben Kriterien ermittelt wird wie bei der Hilflosenentschädigung gemäss Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG), und der in der Police für Invalidität aufgeführten Versicherungssumme, höchstens jedoch Fr Eine allfällige Progression bleibt in jedem Falle unberücksichtigt. 3. Bei schwerer Hilflosigkeit wird die Versicherungssumme gemäss Ziff. 2 Einzug 2 ausgerichtet, bei mittelschwerer Hilflosigkeit 2/3 und bei leichter Hilflosigkeit 1/3 davon. 4. Sofern anstelle des Invaliditätskapitals eine lebenslängliche Rente ausbezahlt wird, gelten die Bestimmungen gemäss lit. D auch für die Zusatzleistung bei Hilflosigkeit. Ästhetische Schäden 1. Für eine durch Unfall entstandene dauernde schwere Entstellung des menschlichen Körpers (ästhetische Schäden wie z. B. Narben), für die weder ein Invaliditätskapital gemäss lit. A noch eine Rente gemäss lit. D geschuldet ist, die aber dennoch eine Erschwerung des wirtschaftlichen Fortkommens oder der gesellschaftlichen Stellung des Versicherten zur Folge hat, vergütet die Gesellschaft 10 % der in der Police für Invalidität aufgeführten Versicherungssumme bei Verunstaltung des Gesichtes und 5 % dieser Summe bei Verunstaltung anderer normalerweise sichtbarer Körperteile. 2. Die Leistungen für solche Schäden betragen in keinem Falle mehr als Fr Fälligkeit Die geschuldeten Leistungen werden fällig, sobald die voraussichtlich bleibende Invalidität, der Grad der Hilflosigkeit oder der ästhetische Schaden feststeht und allfällige Taggeldzahlungen aufgehört haben. Art. 88 Taggeld A Bei ärztlich festgestellter, vorübergehender vollständiger Arbeitsunfähigkeit bezahlt die Gesellschaft das vereinbarte Taggeld während der Zeit der ärztlichen Behandlung, pro Fall höchstens jedoch für 730 Tage innert 5 Jahren seit dem Unfalltag. B Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird das Taggeld um einen dem Grad der Arbeitsunfähigkeit entsprechenden Betrag gekürzt. C Für den Unfalltag wird keine Leistung erbracht. Eine vereinbarte Wartefrist beginnt mit der ärztlichen Feststellung der Arbeitsunfähigkeit, frühestens jedoch am Tage nach dem Unfall zu laufen. Bei der Ermittlung der Wartefrist werden Tage mit voller oder teilweiser Arbeitsunfähigkeit als ganze Tage gerechnet. D Für Kinder ohne Erwerbseinkommen, die im Zeitpunkt des Unfalles das 16. Altersjahr noch nicht vollendet haben, wird kein Taggeld ausgerichtet. Art. 89 Spitaltaggeld A Für die Zeit eines medizinisch notwendigen Spitalaufenthaltes, längstens jedoch für die Dauer von 5 Jahren vom Unfalltag an, bezahlt die Gesellschaft das vereinbarte Spitaltaggeld. Als Spital gilt jede Anstalt, die ausschliesslich verunfallte oder kranke Personen aufnimmt und der Aufsicht eines staatlich geprüften Arztes untersteht. B Ferner zahlt die Gesellschaft das Spitaltaggeld für die Dauer von ärztlich angeordneten Kuren, die in einem spezialisierten Betrieb mit Zustimmung der Gesellschaft durchgeführt werden. C Befindet sich der Versicherte in Hauspflege, so sind die nachgewiesenen zusätzlichen Kosten für die Besorgung des Haushaltes durch eine Person, welche vor dem Unfallereignis nicht mit ihm in Hausgemeinschaft lebte, mitversichert. Die Gesellschaft vergütet jedoch im Maximum das vereinbarte Spitaltaggeld, und zwar solange der Versicherte unfallbedingt voll arbeitsunfähig ist, höchstens jedoch für 180 Tage pro Fall. Art. 90 Heilungskosten A Sind die Heilungskosten versichert, so übernimmt die Gesellschaft pro Fall die nachstehenden Kosten insoweit, als sie innerhalb von 10 Jahren seit dem Unfalltag entstehen. Als Kosten werden übernommen 1. die notwendigen Auslagen für Heilungsmassnahmen, die durch einen staatlich geprüften Arzt oder Zahnarzt durchgeführt oder angeordnet werden, sowie die Spitalkosten und die Aufwendungen für Behandlung, Aufenthalt und Verpflegung bei ärztlich angeordneten Kuren, die in einem spezialisierten Betrieb mit Zustimmung der Gesellschaft durchgeführt werden. Bei Zahnschäden von Jugendlichen übernimmt die Gesellschaft die Kosten für notwendige Zwischenbehandlungen und für die abschliessende einmalige Instandstellung auch nach Ablauf von 10 Jahren seit dem Unfalltag, längstens jedoch bis der Versicherte das 25. Altersjahr vollendet hat. Die Gesellschaft übernimmt auch die Kosten einer chiropraktischen Behandlung, vorausgesetzt, die Behandlung wird von einer Person ausgeführt, die einen aufgrund einer Spezialausbildung erworbenen, vom Bundesrat anerkannten Fähigkeitsausweis besitzt und deshalb vom Kanton zur Ausübung der Chiropraktie befugt ist; 2. während der Dauer der Heilungsmassnahmen gemäss Ziff. 1 Abs. 1 die Aufwendungen für die Dienste von diplomiertem oder von einer öffentlichen oder privaten Institution zur Verfügung gestelltem, nicht zur Familie des Versicherten gehörendem Pflegepersonal sowie die Kosten für die Miete von Krankenmobilien; MF 1602 d II 05 Ausgabe MF 24 Kombinierte Motorfahrzeug-Versicherung Seite 15/19
16 3. die Auslagen für die erstmalige Anschaffung von Prothesen, Brillen, Kontaktlinsen, Hörapparaten und orthopädischen Hilfsmitteln sowie Auslagen für deren Reparatur oder Ersatz (Neuwert), wenn sie anlässlich eines Ereignisses beschädigt oder zerstört werden, das Heilungsmassnahmen gemäss Ziff. 1 zur Folge hat; 4. die Auslagen für die durch den Unfall bedingten Transporte des Versicherten, soweit sie mit Behandlungsmassnahmen in Zusammenhang stehen; für Transporte mit Luftfahrzeugen jedoch nur, sofern sie aus medizinischen oder technischen Gründen unumgänglich sind, und nur bis ins nächste für die Behandlung geeignete Spital. Transporte mit Fahrzeugen, die nicht dem öffentlichen Verkehr dienen (Taxi und dergleichen), werden nur bezahlt, wenn dem Versicherten die Benützung öffentlicher Verkehrsmittel (Bahn, Tram, Autobus usw.) nicht zugemutet werden kann; 5. Hin- und Rückreisekosten eines Familienangehörigen des Versicherten (Ehegatte, Kinder, Eltern) zum Zweck des Besuches bei unfallbedingtem stationärem Spitalaufenthalt des Versicherten im Ausland bis höchstens Fr ; 6. die Aufwendungen für Aktionen zur Rettung des Verunfallten, Aktionen zur Bergung der Leiche, wenn der Tod die Folge eines versicherten Unfalles ist, Suchaktionen, die im Hinblick auf eine Rettung oder Bergung des Versicherten unternommen worden sind, bis höchstens Fr sowie die Kosten für behördliche und administrative Umtriebe bei Tod des Versicherten im Ausland; 7. die Auslagen für Reinigung, Reparatur oder Ersatz (Neuwert) der bei einem entschädigungspflichtigen Unfall von einem Versicherten getragenen, beschädigten Kleider sowie die Auslagen für die Reinigung von Fahrzeugen oder anderen Sachen von Privatpersonen, die sich um die Bergung und den Transport des Verletzten bemüht haben, bis zum Höchstbetrag von Fr pro Unfall. B Auf Wunsch des Versicherten leistet die Gesellschaft Kostengutsprache. Diese wird abgegeben, sobald die Leistungspflicht der Gesellschaft feststeht. C Bestehen für die Heilungskosten mehrere Versicherungen bei konzessionierten Gesellschaften, so werden sie gesamthaft nur einmal vergütet. Die Leistungen, welche die Gesellschaft erbringt, entsprechen dem Verhältnis der durch sie gedeckten Leistungen zum Gesamtbetrag der Leistungen aller Versicherer. D In Versicherungsfällen, die von der Unfallversicherung gemäss UVG, der Krankenversicherung gemäss KVG, der Eidg. Invalidenversicherung, der Eidg. Militärversicherung oder von anderen in- oder ausländischen Sozialversicherern entschädigt werden, vergütet die Gesellschaft im Rahmen der vertraglichen Leistungen an Heilungskosten nur den von jenen nicht versicherten Teil der ausgewiesenen Kosten (ausgenommen Selbstbehalt und Franchise). Art. 91 Obliegenheiten im Schadenfall A Ist ein Unfall eingetreten, so ist dieser der Gesellschaft unverzüglich schriftlich zu melden. Todesfälle sind sofort per Telefon, Telefax oder der Gesellschaft anzuzeigen. B Nach dem Unfall ist sobald als möglich ein staatlich geprüfter Arzt beizuziehen und für sachgemässe Pflege zu sorgen. Ferner hat der Versicherte bzw. Anspruchsberechtigte alles zu tun, was zur Abklärung des Unfalles und seiner Folgen dienen kann; der Versicherte hat insbesondere die Ärzte, die ihn behandelt haben, von der Schweigepflicht gegenüber der Gesellschaft zu entbinden und die Untersuchung durch die von der Gesellschaft beauftragten Ärzte zu gestatten; im Todesfall haben die anspruchsberechtigten Hinterbliebenen die Einwilligung zur Vornahme einer Sektion zu erteilen, sofern für den Tod noch andere Ursachen als der Unfall möglich sind. C Bei Verletzung dieser Obliegenheiten ist die Gesellschaft befugt, die Entschädigung um den Betrag zu kürzen, um den sie sich bei bedingungsgemässem Verhalten vermindert hätte, es sei denn, der Versicherungsnehmer bzw. Anspruchsberechtigte weise nach, dass die Vertragsverletzung unverschuldet war oder auf den Schaden bzw. die Rechtsstellung der Gesellschaft keinen Einfluss ausgeübt hat. Art. 92 Anrechnung der Unfallleistungen an die Haftpflichtentschädigung Die Leistungen aus der Unfallversicherung (ausgenommen Heilungskosten) werden an die Haftpflichtentschädigung insoweit angerechnet, als der Halter oder Lenker dafür selbst aufkommen muss (z. B. bei Regress). Art. 93 Überbesetzte Motorwagen Befinden sich im Zeitpunkt des Unfalles mehr Personen im bzw. auf dem versicherten Fahrzeug, als der im Fahrzeugausweis angegebenen Höchstzahl von Sitzplätzen entspricht, so werden die Versicherungsleistungen im Verhältnis dieser Höchstzahl zur Anzahl der Fahrzeugbenützer gekürzt. Für Kinder unter 16 Jahren wird ein halber Sitzplatz gerechnet. Art. 94 Mitwirkung von Krankheiten und Gebrechen Wenn Krankheiten, Krankheitszustände oder Gebrechen, die schon vor dem Unfall bestanden haben oder unabhängig von ihm nach seinem Eintritt entstehen, auf die Unfallfolgen nachteilig einwirken, so werden die Leistungen der Gesellschaft für den Todes- und Invaliditätsfall nach sachverständigem Ermessen in einem dem Anteil der unfallfremden Faktoren entsprechenden Masse gekürzt. E Soweit die Heilungskosten von einem haftpflichtigen Dritten oder seinem Versicherer bezahlt worden sind, entfällt eine Vergütung aufgrund dieses Vertrages. Wird die Gesellschaft anstelle des Haftpflichtigen belangt, so ist der Versicherte verpflichtet, ihr seine Haftpflichtansprüche bis zum Betrag ihrer Aufwendungen abzutreten. MF 1602 d II 05 Ausgabe MF 24 Kombinierte Motorfahrzeug-Versicherung Seite 16/19
17 SOS-Pannenhilfe Art. 100 Versicherte Leistungen A Versichert sind im Rahmen der nachstehenden Bestimmungen Aufwendungen bei einer Panne. Als solche gilt der Ausfall des versicherten Fahrzeuges ohne äussere Einwirkungen durch einen reinen Bruch- oder inneren Betriebsschaden. Die EUROPÄISCHE REISEVERSICHERUNGS AG in Basel (nachstehend «EUROPÄISCHE» genannt) vergütet die entstehenden Kosten für 1. das Abschleppen und die Reparatur des Fahrzeuges vor Ort bis zu einem Betrag von Fr (inkl. die vom Pannenhelfer mitgeführten Kleinteile, die für die Wiederherstellung der Fahrbereitschaft notwendig sind, jedoch exkl. anderer Materialkosten). Die Aufwendungen für die in der Garage ausgeführten Arbeiten sowie für Ersatzteile werden nicht vergütet; 2. die Standgebühren (Einstellkosten); 3. die Bergung des Fahrzeuges bis zu einem Betrag von Fr ; 4. die Spedition von Ersatzteilen, wenn diese an Ort und Stelle nicht beschafft werden können; 5. eine Expertise bis Fr bei ungerechtfertigt erscheinender Reparaturrechnung; 6. die Fortsetzung der Reise oder die Rückkehr an den Wohnort bis Fr. 700., wenn aus zwingenden Gründen, die nachzuweisen sind, die Instandstellung des Fahrzeuges nicht abgewartet werden kann. Wird die Reise mit einem Mietwagen fortgesetzt, so vergütet die EUROPÄISCHE den Mietpreis eines gleichwertigen Fahrzeuges bis zu einem Betrag von Fr ; 7. einen durch die EUROPÄISCHE organisierten Rücktransport des versicherten Fahrzeuges, wenn das Fahrzeug innert 48 Stunden nicht repariert werden kann oder der Versicherte mit einem anderen Transportmittel reisen und das Fahrzeug am Pannenort zurücklassen muss. Die Entschädigung ist auf den Zeitwert des versicherten Fahrzeuges begrenzt; 8. die Bahnreise zum Standort des Fahrzeuges, wenn der Versicherte dieses selber zurückholen möchte; 9. den Zollbetrag für das Fahrzeug, wenn dieses nach einer Panne im Ausland nicht mehr in den Wohnstaat des Versicherten zurückgeführt werden kann. B Die EUROPÄISCHE organisiert zudem den Rücktransport des versicherten Fahrzeuges, wenn der Fahrzeuglenker erkrankt, verletzt wird oder stirbt und kein anderer Mitfahrer im Besitz eines zum Lenken des versicherten Fahrzeuges gültigen Führerausweises ist. Die Entschädigung ist auf den Zeitwert des Fahrzeuges begrenzt. C Die EUROPÄISCHE stellt dem Versicherten ausserdem bei hohen Reparaturrechnungen im Ausland einen Kostenvorschuss bis Fr zur Verfügung. Dieser ist innert 30 Tagen nach Rückkehr des Versicherten an seinen Wohnort der EUROPÄISCHEN zurückzuerstatten. Art. 101 Einschränkungen des Deckungsumfanges Die EUROPÄISCHE erbringt keine Leistungen 1. bei der Teilnahme an motorsportlichen Wettbewerben und dem Training dazu; 2. wenn das versicherte Fahrzeug durch eine Person ohne den gesetzlich erforderlichen Führer- oder Lernfahrausweis oder ohne die gesetzlich vorgeschriebene Begleitperson gelenkt wurde, sofern der Versicherungsnehmer diesen Mangel kannte oder bei pflichtgemässer Aufmerksamkeit hätte erkennen können; 3. bei kriegerischen Ereignissen in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein, im Ausland, es sei denn die Panne ereigne sich innert einer Frist von 14 Tagen seit dem erstmaligen Auftreten von solchen Ereignissen in dem Land, in welchem der Versicherte sich aufhält und dort vom Ausbruch kriegerischer Ereignisse überrascht worden ist; 4. bei inneren Unruhen (Gewalttätigkeiten gegen Personen oder Sachen anlässlich von Zusammenrottung, Krawall oder Tumult) und den dagegen ergriffenen Massnahmen, es sei denn, der Versicherte lege glaubhaft dar, dass er nicht auf der Seite der Unruhestifter aktiv oder durch Aufwiegelung beteiligt war; 5. bei der Requirierung des versicherten Fahrzeuges durch Zivil- oder Militärbehörden; 6. bei der Einwirkung ionisierender Strahlen irgendwelcher Art, insbesondere auch aus Atomkernumwandlungen; 7. wenn das Fahrzeug mangelhaft gewartet ist oder bei Reiseantritt bereits Mängel am Fahrzeug bestanden haben oder erkennbar waren. Art. 102 Obliegenheiten im Schadenfall A Beansprucht der Versicherte Ersatz für einen Schaden, so ist er verpflichtet, 1. alle Massnahmen zu ergreifen, die der Abklärung des Tatbestandes und der Minderung des Schadens dienen, ferner auf Begehren der EUROPÄISCHEN jede gewünschte Auskunft über den Schadenfall zu erteilen; 2. der EUROPÄISCHEN sämtliche zur Ermittlung des Schadens und zur Durchführung eines allfälligen Regresses nötigen Belege einzureichen. B Erleidet das versicherte Fahrzeug eine Panne, ist die nächste Garage oder der nächste Pannendienst anzurufen. C Wenn infolge einer Panne die Heimschaffung des Fahrzeuges sowie der Insassen erforderlich oder das reparierte Fahrzeug abzuholen oder der Rücktransport des nicht mehr fahrbaren Fahrzeuges in die Schweiz zu organisieren ist oder ein Kostenvorschuss benötigt wird, ist die EUROPÄISCHE unverzüglich zu benachrichtigen. D In Notfällen kann die Alarmzentrale der EUROPÄISCHEN benachrichtigt werden. Dabei handelt es sich um einen 24-Stunden-Service, der über das zweckmässige Vorgehen im Schadenfall berät und die erforderliche Hilfe organisiert. MF 1602 d II 05 Ausgabe MF 24 Kombinierte Motorfahrzeug-Versicherung Seite 17/19
18 Art. 103 Mehrfache Anspruchsrechte Hat der Versicherte gegenüber anderen konzessionierten Versicherern Entschädigungsansprüche, übernimmt die EUROPÄISCHE im Rahmen der vereinbarten Leistungen nur den von diesen nicht gedeckten Teil der Kosten. Art. 104 Schadenerledigung Die Schadenerledigung erfolgt durch die EUROPÄISCHE. Dem Versicherten steht ein direktes Forderungsrecht gegenüber der EUROPÄISCHEN zu. MF 1602 d II 05 Ausgabe MF 24 Kombinierte Motorfahrzeug-Versicherung Seite 18/19
19 Unser Versicherungsangebot Unfall Einzelunfall (Erwachsene, Kinder und Jugendliche), Kollektivunfall gemäss UVG, UVG-Zusatz, Unfallversicherungen für Schulen, Besucher von Betrieben etc. Kranken Kollektiv-Krankentaggeld Leben Kapitalbildende Versicherungen, fondsgebundene Versicherungen, Todesfall und Erwerbsunfähigkeit, Altersrenten und berufliche Vorsorge für Betriebe (inkl. BVG) Haftpflicht Motorfahrzeuge Rechtsschutz Sachversicherungen Technische Versicherungen Transport Privat-, Haus- und Grundeigentümer-, Jagd-, Vereins-, Veranstaltungs-, Berufs-, Betriebs- und Bauherrenhaftpflicht, Baugarantie Haftpflicht, Voll- und Teilkasko, Insassenunfall, Luftfahrzeug- und Schiffsversicherungen Privat-, Verkehrs- und Betriebsrechtsschutz Feuer, Feuer-Betriebsunterbruch, Extended Coverage, Diebstahl, Wasser, Wasser-Betriebsunterbruch, Glas, Wertsachen, PC-Versicherung Maschinenbruch, Maschinen-Betriebsunterbruch, Maschinenkasko, EDV-Anlagen, Elektrotechnische Anlagen, Bauwesen, Montage Kunstversicherung; Land-, Luft- und Seetransporte von Waren; Versicherung von Valoren, Uhren, Bijouteriewaren, Reiselagern; Kasko; Frachtführer- und Spediteurhaftpflicht Reiseversicherungen Annullierungskosten, SOS-Schutz für Reisezwischenfälle, Reisegepäck, Ski, Flugunfall, Todesfall- und Invaliditätsleistung sowie Heilungskosten bei Reiseunfall und -krankheit, Pannenschutz, Reise- Verkehrs-Rechtsschutz MF 1602 d II 05 Ausgabe MF 24 Kombinierte Motorfahrzeug-Versicherung Seite 19/19
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References: Art. 1
 Art. 30
 Art. 70
 Art. 80
 Art. 50
 Art. 100
 Art. 1
 Art. 2
 Art. 3
 Art. 4
 Art. 5
 Art. 6
 Art. 7
 Art. 8
 Art. 9
 Art. 14
 Art. 10
 Art. 11
 Art. 12
 Art. 13
 Art. 14
 Art. 36
 Art. 15
 Art. 16
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 Art. 14
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 Art. 102
 Art. 19
 Art. 30
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 Art. 34
 Art. 35
 Art. 36
 Art. 17
 Art. 50
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 Art. 53
 Art. 52
 Art. 51
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 Art. 81
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 Art. 104