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Timestamp: 2020-08-11 20:00:07+00:00

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Nach dem Gerichtsbescheid - Nichtzulassungsbeschwerde oder Antrag auf mündliche Verhandlung? | Rechtslupe
Nach dem Gerichtsbescheid - Nichtzulassungsbeschwerde oder Antrag auf mündliche Verhandlung?
Nach dem Gerichts­be­scheid – Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de oder Antrag auf münd­li­che Ver­hand­lung?
Hat das Ver­wal­tungs­ge­richt durch Gerichts­be­scheid ent­schie­den, kön­nen die Betei­lig­ten zwar nach § 84 Abs. 2 Nr. 4 VwGO wäh­len, ob sie Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de ein­le­gen oder münd­li­che Ver­hand­lung bean­tra­gen. Ent­schei­den sie sich für eine Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de, müs­sen sie sich aber auf die vom Ver­wal­tungs­ge­richt fest­ge­stell­te Tat­sa­chen­grund­la­ge ein­las­sen.
Die Betei­lig­ten kön­nen mit der Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de kei­ne Ver­fah­rens­rü­gen erhe­ben, die sich gegen die Rich­tig­keit der fest­ge­stell­ten Tat­sa­chen rich­ten. Das folgt aus der Auf­ga­ben­ver­tei­lung zwi­schen Revi­si­ons­ge­richt und Tat­sa­chen­ge­richt. Soweit es um beheb­ba­re Män­gel der Tat­sa­chen­fest­stel­lung geht, ist das Ver­wal­tungs­ge­richt das sach­nä­he­re Gericht. Der Antrag auf münd­li­che Ver­hand­lung ist der gege­be­ne Rechts­be­helf, um inso­weit unter­lau­fe­ne Ver­fah­rens­feh­ler durch das sach­nä­he­re Gericht zu behe­ben.
Die­sel­be Wer­tung liegt § 134 Abs. 4 VwGO zugrun­de. Auch bei der Sprung­re­vi­si­on kön­nen die Betei­lig­ten zwi­schen Rechts­mit­teln wäh­len, wel­che die Sache an das Revi­si­ons­ge­richt oder an das Beru­fungs­ge­richt als wei­te­rer Tat­sa­chen­in­stanz brin­gen. Ent­schei­den sie sich für die Revi­si­on, müs­sen sie sich mit der fest­ge­stell­ten Tat­sa­chen­grund­la­ge abfin­den [1].
Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, Beschluss vom 3. März 2016 – 3 PKH 3.15
BVerwG, Beschlüs­se vom 17.07.2003 – 7 B 62.03, Buch­holz 310 § 135 VwGO Nr. 4 17; und vom 11.01.2006 – 7 B 70.05 – ZOV 2006, 282 20; Bam­ber­ger, in: Wysk, VwGO, 2011, § 84 Rn. 26; Gei­ger, in: Eyer­mann, VwGO, 14. Aufl.2014, § 84 Rn. 25; Asch­ke, in: Gär­ditz, VwGO, 2013, § 84 Rn. 47[↩]
Nach dem Gerichts­be­scheid – Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de oder… Hat das Ver­wal­tungs­ge­richt durch Gerichts­be­scheid ent­schie­den, kön­nen die Betei­lig­ten zwar nach § 84 Abs. 2 Nr. 4 VwGO wäh­len, ob sie Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de ein­le­gen oder münd­li­che…
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Sprung­re­vi­si­on – und erst­in­stanz­lich zu Pro­to­koll… Bei der Sprung­re­vi­si­on muss der Revi­si­ons­schrift eine beglau­big­te Nie­der­schrift der münd­li­chen Ver­hand­lung vor dem Ver­wal­tungs­ge­richt nicht bei­gefügt wer­den, wenn die Zustim­mung der Betei­lig­ten zur Ein­le­gung…
Urteils­grün­de – und die feh­len­de Gesamt­wür­di­gung Die Beweis- und Sach­ver­halts­wür­di­gung einer Tat­sa­chen­in­stanz ist der Beur­tei­lung des Revi­si­ons­ge­richts indes nur inso­weit unter­stellt, als es um Ver­fah­rens­feh­ler i.S.v. § 132 Abs. 2 Nr.…
Antrag auf mündliche VerhandlungGerichtsbescheidNichtzulassungsbeschwerdeSprungrevisionVerwaltungsgerichtsverfahrenVerwaltungsprozess

References: § 84
 § 134
 § 135
 § 84
 § 84
 § 84
 § 84
 § 132