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Timestamp: 2020-02-25 19:44:29+00:00

Document:
Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein BordNatSchGV SH | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Bordelumer Heide und Langenhorner Heide mit Umgebung" vom 16. Dezember 1991 | gültig ab: 01.01.2003
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Bordelumer Heide...
juris-Abkürzung: BordNatSchGV SH
Fundstelle: GVOBl. 1992 21
Gliederungs-Nr: 791-4-134
"Bordelumer Heide und Langenhorner Heide mit Umgebung"
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Bordelumer Heide und Langenhorner Heide mit Umgebung" vom 16. Dezember 1991 01.01.2003
Aufgrund des § 16 Abs. 1 des Landschaftspflegegesetzes verordnet der Minister für Natur, Umwelt und Landesentwicklung die folgenden §§ 1 bis 8 mit Ausnahme des § 5 Abs. 1 Nr. 3 ;
aufgrund des § 39 Abs. 1 Nr. 8 des Landesjagdgesetzes verordnet der Minister für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei den folgenden § 5. Abs. 1 Nr. 3 und § 8 Abs. 1 :
(1) Teilgebiete der Bordelumer Heide und der Langenhorner Heide mit den angrenzenden Wiesen- und Waldflächen in den Gemeinden Bordelum und Langenhorn, Kreis Nordfriesland, werden zum Naturschutzgebiet erklärt.
(2) Das Naturschutzgebiet wird mit der Bezeichnung "Bordelumer Heide und Langenhorner Heide mit Umgebung" unter Nummer 26 in das beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung als oberster Landschaftspflegebehörde geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(1) Das Naturschutzgebiet ist rund 198 ha groß und umfaßt in den Gemarkungen
die Flurstücke 1 teilweise, 3 teilweise, 4, 14, 15, 16, 17/1, 17/2, 18/1 teilweise,
das Flurstück 86,
die Flurstücke 1 teilweise, 8 teilweise, 9, 10, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20 und 89,
die Flurstücke 2, 3 und 6,
die Flurstücke 1, 2, 3 und 4 und
die Flurstücke 1, 2/1, 2/2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17 teilweise, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26 teilweise, 27, 28 teilweise, 40, 42, 43, 45 teilweise und 46.
(2) Die Grenze des Naturschutzgebietes ist in den Abgrenzungskarten, Blatt 1 bis 6, im Maßstab 1 : 5.000 rot eingetragen. Sie verläuft auf der dem Gebiet zugewandten Seite der roten Linie. Die Ausfertigung der Karten ist beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung, Oberste Landschaftspflegebehörde, 2300 Kiel, verwahrt. Die Karten sind Bestandteile dieser Verordnung.
Amtsvorsteher des Amtes Stollberg, 2255 Langenhorn,
der Gemeinde Langenhorn, 2255 Langenhorn,
der Gemeinde Bordelum, 2251 Bordelum,
(1) Das Naturschutzgebiet dient der Erhaltung, Sicherung und Wiederherstellung eines der letzten größeren, zusammenhängenden Heide-Wald-Lebensräume, der aufgrund von kleinflächig wechselnden Standortbedingungen verschiedene Biotope mit sehr vielfältigen, teilweise hochspezialisierten und stark gefährdeten Lebensgemeinschaften umfaßt.
(2) In dem Naturschutzgebiet sind die verschiedenen Lebensräume, die trockene Sandheide, die Feuchtheide, der Heidebach, die Heideweiher, die Teiche und der Birkenwald sowie die an diese Lebensräume gebundene charakteristische Pflanzen- und Tierwelt in ihrer Ganzheit zu schützen und zu erhalten. Die ungestörte Entwicklung von Natur und Landschaft sowie die Fortentwicklung der natürlichen genetischen Vielfalt sollen hier dauerhaft gewährleistet werden. Nutzungsbedingte Störeinflüsse sind auszuschließen oder soweit wie möglich zu minimieren.
(3) Soweit es zum Schutz dieses Gebietes und seiner Teilbereiche, insbesondere zur Erhaltung und Entwicklung bestimmter bedrohter Pflanzen- und Tierarten mit ihren Ökosystemen erforderlich ist, sind entsprechende vor- und nachsorgende Maßnahmen durchzuführen. Besondere Bedeutung haben Maßnahmen zur Erhaltung und Regeneration der baumlosen Heideflächen, zur Förderung des Laubwaldanteiles, zur Entwicklung von Feuchtwäldern am Rande der Teiche und zur Erhaltung der Teiche mit ihrem Vorkommen von seltenen Teichbodenfluren.
(4) Die besondere Eigenart, Schönheit und Vielfalt der von zahlreichen Gewässern durchzogenen Heide-Wald-Landschaft sind dauerhaft zu schützen und ihre Erlebbarkeit für den Menschen zu ermöglichen, sofern hierdurch die zu erhaltende Natur nicht beeinträchtigt wird.
wildlebenden Tieren nachzustellen, sie durch Lärm oder mutwillig anderweitig zu beunruhigen, sie zu fangen, zu verletzten oder zu töten oder Tiere auszusetzen oder anzusiedeln;
das Naturschutzgebiet außerhalb der öffentlichen Wege zu betreten oder im Naturschutzgebiet außerhalb der dafür bestimmten Wege zu reiten oder zu fahren.
die ordnungsgemäße landwirtschaftliche Grünlandnutzung im Sinne des § 7 Abs. 2 Landschaftspflegegesetz der in den Abgrenzungskarten Blatt 2 und 5 in waagerechter Schraffur dargestellten Flächen in der bisherigen Art, Intensität und dem bisherigen Umfang; nicht zulässig ist es,
Pflanzenschutzmittel, Dünger oder andere Stoffe auszubringen;
Flächenentwässerung durch Dränung oder Gräben zu intensivieren oder diese Flächen umzubrechen;
die ordnungsgemäße forstwirtschaftliche Bodennutzung im Sinne des § 7 Abs. 2 des Landschaftspflegegesetzes der bei Inkrafttreten dieser Verordnung als Wald genutzten Flächen mit der Einschränkung, daß bei der Bewirtschaftung der Waldflächen die in § 3 dieser Verordnung genannten Ziele des Naturschutzes zu beachten sind;
die ordnungsgemäße Ausübung des Jagdrechtes im Sinne des § 1 des Bundesjagdgesetzes mit der Einschränkung, daß die Jagd auf Wasserwild nur in der Zeit vom 16. Oktober bis 31. Dezember eines jeden Jahres zulässig ist, Graureiher nicht geschossen, geschlossene Hochsitze nicht errichtet, Fütterungseinrichtungen nicht errichtet oder betrieben und Wildäcker nicht angelegt werden dürfen;
die mit der unteren Landschaftspflegebehörde abgestimmte extensive fischereiwirtschaftliche Nutzung der rechtmäßig angelegten Fischteiche auf der Grundlage des Teichkonzeptes des Landesamtes für Naturschutz und Landschaftspflege vom 13. September 1991; nicht zulässig ist der Fischfang mit der Handangel;
die nach § 38 des Landeswassergesetzes in einem Gewässerpflegeplan festgelegte, erforderliche Unterhaltung der der Vorflut dienenden Gewässer und der Gräben unter Beachtung des § 12 Abs. 2 des Landschaftspflegegesetzes; chemische Stoffe dürfen dabei nicht verwendet werden;
die nach Art und Umfang im Einvernehmen mit der unteren Landschaftspflegebehörde und dem Landesamt für Naturschutz und Landschaftspflege festgelegte Anlage, Unterhaltung und Nutzung des Naturlehrpfades in der Bordelumer Heide;
Untersuchungen und Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege oder zur Entwicklung des Naturschutzgebietes, die die untere Landschaftspflegebehörde im Einvernehmen mit dem Landesamt für Naturschutz und Landschaftspflege als oberer Landschaftspflegebehörde durchführt oder durchführen läßt oder die im Rahmen der Anordnungen der obersten Landschaftspflegebehörde durchzuführen sind; Maßnahmen im Wald bedürfen der Zustimmung der zuständigen Forstbehörde.
von den Verboten des § 4 Abs. 1 Nr. 9, 12, 13 und 18 ,
§ 4 Abs. 1 Nr. 6 die Gewässer im Sinne des § 31 Abs. 1 des Wasserhaushaltsgesetzes ausbaut oder Maßnahmen durchführt, die den Wasserstand oder den Wasserabfluß oder die Fließgeschwindigkeit nicht nur unerheblich verändern, oder Stoffe einbringt oder einleitet oder entnimmt oder andere Maßnahmen vornimmt, die geeignet sind, die physikalische, chemische oder biologische Beschaffenheit der Gewässer nachteilig zu verändern;
§ 4 Abs. 1 Nr. 18 das Naturschutzgebiet außerhalb der öffentlichen Wege betritt oder im Naturschutzgebiet außerhalb der dafür bestimmten Wege reitet oder fährt.
die Verordnung über das "Naturschutzgebiet Bordelumer Heide" in der Gemarkung Bordelum, Kreis Husum, vom 1. August 1938 (Reg. Amtsbl. S. 305), zuletzt geändert durch Landesverordnung vom 6. Dezember 1989 (GVOBl. Schl.-H. S. 171), und
die Verordnung zum Schutze von Landschaftsteilen in den Gemeinden Langenhorn und Bordelum vom 3. März 1952 (Amtsbl. Schl.-H./AAz. S. 97) außer Kraft, soweit sie das in § 2 Abs. 1 dieser Verordnung beschriebene Gebiet betreffen.

References: § 16
 § 5
 § 39
 § 5
 § 8
 § 7
 § 7
 § 3
 § 1
 § 38
 § 12
 § 4

§ 4
 § 31

§ 4
 § 2