Source: http://www.gfhev.de/de/gfh/satzung.htm
Timestamp: 2017-09-24 04:55:05+00:00

Document:
Satzung | GfH - Deutsche Gesellschaft für Humangenetik e.V.
(1) Die Deutsche Gesellschaft für Humangenetik hat ihren Sitz in München, sie soll in das Vereinsregister eingetragen werden. Sie verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.
(2) Aufgabe der Gesellschaft ist, auf allen Gebieten der Humangenetik Forschung, Lehre und Praxis zu fördern. Dies erfolgt insbesondere durch wissenschaftliche Tagungen zur Veröffentlichung neuer Ergebnisse und durch Arbeitsgemeinschaften, die sich mit der Forschung und der praktischen Bedeutung bestimmter Teilgebiete befassen. Zu den Aufgaben gehört die Zusammenführung der verschiedenen Forschungs- und Arbeitsgebiete der Humangenetik.
(2) Die Neuaufnahme als ordentliches Mitglied erfolgt nach schriftlichem Antrag beim Vorstand. Der Antrag muss durch eine schriftliche Empfehlung von zwei ordentlichen Mitgliedern unterstützt sein. Der Vorstand entscheidet über die Aufnahme, sie wird mit der schriftlichen Bestätigung durch den Vorstand wirksam. Gegen eine Ablehnung der Aufnahme durch den Vorstand kann die Mitgliederversammlung angerufen werden. Diese entscheidet mit einfacher Mehrheit
(4) Die Ernennung zum korrespondierenden Mitglied erfolgt auf Antrag eines ordentlichen Mitglieds beim Vorstand. Der Vorsitzende* beruft nach Anhörung des wissenschaftlichen Beirates eine Kommission, deren Votum der nächsten Mitgliederversammlung zur Abstimmung vorgelegt wird.
Die Höhe des kalenderjährlich zu zahlenden Beitrags wird durch Beschluss der Mitgliederversammlung festgelegt. Ehrenmitglieder und korrespondierende Mitglieder sind von der Zahlung des Mitgliederbeitrags befreit.
(1) Der Vorstand besteht aus dem Vorsitzenden, zwei stellvertretenden Vorsitzenden, dem Schriftführer und dem Schatzmeister.
(2) Die Vorbereitung und Durchführung der wissenschaftlichen Tagung liegt in der Hand des Tagungspräsidenten. Auf Vorschlag des Vorstandes kann die Mitgliederversammlung diesen Auftrag jedem Mitglied der Gesellschaft erteilen. Der Tagungspräsident wird jeweils zwei Jahre vor einer Tagung gewählt und bleibt drei Jahre Mitglied des wissenschaftlichen Beirates.
(3) Vorstand im Sinne des § 26 BGB sind der Vorsitzende und zwei stellvertretende Vorsitzende, von denen der Vorsitzende alleine und die stellvertretenden Vorsitzenden beide nur gemeinsam befugt sind, die Gesellschaft gerichtlich und außergerichtlich zu vertreten. Die stellvertretenden Vorsitzenden werden im Innenverhältnis angewiesen, von ihrer Vertretungsbefugnis nur Gebrauch zu machen, wenn der Vorsitzende verhindert ist.
(4) Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung auf die Dauer von zwei Jahren gewählt. Seine Amtsdauer beginnt am Monatsersten des nach der Wahl folgenden Monats. Er bleibt bis zur Wahl des neuen Vorstandes im Amt. Die Wiederwahl der Vorstandsmitglieder ist zulässig, die Amtszeit sollte jedoch auf zwei Amtsperioden begrenzt sein. Nach Aussetzen mindestens einer Amtsperiode kann sich ein Vorstandsmitglied erneut zur Wahl stellen.
(5) Der Vorstand erledigt alle Angelegenheiten der Gesellschaft, die nicht einem anderen Organ des Vereins vorbehalten sind. Er ist an die Beschlüsse der Mitgliederversammlung gebunden.
(6) Der Vorsitzende beruft und leitet die Sitzungen des Vorstandes und der Mitgliederversammlung; er legt auch die Tagesordnung fest.
(7) Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit der Mehrheit seiner satzungsgemäßen Mitglieder. An den Beschlüssen des Vorstandes haben alle seine Mitglieder mitzuwirken. Beschlussfassung auf schriftlichem Weg ist zulässig.
(1) Der wissenschaftliche Beirat soll die Gesamtheit der in der Gesellschaft vereinigten Fachrichtungen repräsentieren. Er steht dem Vorstand beratend zur Seite.
(a) Die Tagungspräsidenten, (§ 10,2)
(b) die Mitglieder, die auf Antrag eines ordentlichen Mitglieds gewählt werden,
(c) die Sprecher der Kommissionen können an den Sitzungen des Beirates ohne Stimmrecht teilnehmen.
(3) Die Amtszeit des Beirates sowie Wiederwahlmodus decken sich mit der des Vorstandes. Der Tagungspräsident gehört dem Beirat ab seiner Wahl insgesamt 3 Jahre an. Mitglieder des Beirates können nicht gleichzeitig dem Vorstand angehören.
(4) Angelegenheiten, über die zwischen dem Vorstand und den Mitgliedern des Beirates keine Einigung erzielt werden kann, sind der Mitgliederversammlung vorzulegen (§ 13, 3, h). Diese kann darüber entscheiden.
Für spezielle, von der Mitgliederversammlung definierte Aufgaben können Kommissionen eingesetzt werden. Die Kommissionsmitglieder werden mit einfacher Mehrheit der Stimmen auf die Dauer von 2 Jahren gewählt. Die Wiederwahl der Kommissionsmitglieder und ihres Sprechers ist zulässig, die Amtszeit sollte jedoch auf zwei Amtsperioden begrenzt sein. Nach Aussetzen mindestens einer Amtsperiode kann sich ein Kommissionsmitglied bzw. ihr Sprecher erneut zur Wahl stellen.
(1) Die ordentliche Mitgliederversammlung muss mindestens alle zwei Jahre im Rahmen einer wissenschaftlichen Tagung stattfinden. Sie wird vom Vorsitzenden unter Bekanntgabe der Tagesordnung in einer Frist von mindestens 6 Wochen schriftlich einberufen. Die Einberufung der Mitgliederversammlung kann auch über die Zeitschrift Medizinische Genetik erfolgen.
(2) Eine außerordentliche Mitgliederversammlung muss vom Vorsitzenden in gleicher Weise einberufen werden, wenn
(a) der Vorstand mit einfacher Mehrheit dies beschließt oder
(b) mindestens ein Fünftel der ordentlichen Mitglieder der Gesellschaft dies schriftlich beim Vorsitzenden beantragt.
(3) Der Mitgliederversammlung fallen folgende Aufgaben zu:
(b) Entgegennahme des Tätigkeitsberichtes und des Kassenberichtes
(c) Ernennung von Rechnungsprüfern und Entgegennahme des Prüfungsberichts
(e) Ausschluss von Mitgliedern (§ 7, 6, d)
(f) Wahl von Mitgliedern des Beirates (§ 11, 2, b)
(g) Entscheidung gemäß § 7 (4) und § 7 (5)
(h) Entscheidung gemäß § 11 (4)
(i) Entscheidung gemäß 12
(k) Satzungsänderungen
(l) Entscheidung gemäß § 10 (2)
(m) Auflösung der Gesellschaft
(n) Verhandlungen sonstiger vom Vorstand oder von einem Mitglied gestellter Anträge, welche Organisation, Verwaltung oder Zweck der Gesellschaft betreffen.
(4) Anträge zur Tagesordnung, über die abgestimmt werden soll, sind spätestens 5 Monate vor der Mitgliederversammlung beim Vorsitzenden schriftlich einzureichen. Über verspätet eingelangte Anträge kann in der Mitgliederversammlung abgestimmt werden, wenn diese zuvor die Abstimmung beschlossen hat. Anträge auf Satzungsänderungen müssen in ihrem vollen Wortlaut allen Mitgliedern zusammen mit der Einladung zur Mitgliederversammlung mitgeteilt werden.
(5) Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn sie satzungsgemäß einberufen und eröffnet ist. Stimmberechtigt sind alle ordentlichen Mitglieder. Das Stimmrecht kann nur persönlich ausgeübt werden; Briefwahl ist nicht zulässig.
(6) Auf Mehrheitsbeschluss der Mitgliederversammlung kann geheim abgestimmt werden. Die Wahl des Vorstandes und der nach § 11,2, b bestimmten Mitglieder des Beirates muss in geheimer Abstimmung erfolgen.
(7) Die Mitgliederversammlung fasst ihre Beschlüsse in der Regel mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Stimmenthaltungen werden nicht mitgezählt. Stimmberechtigt sind alle ordentlichen Mitglieder. Für die Wahl des Vorsitzenden ist absolute, für die übrigen Vorstandsmitglieder relative Mehrheit erforderlich. Beschlüsse auf Satzungsänderungen erfordern Zweidrittelmehrheit der Stimmen aller anwesenden ordentlichen Mitglieder. Zweidrittelmehrheit erfordert ferner Beschlüsse auf:
(a) Wiederwahl des Vorsitzenden
(b) Ausschluss eines Mitglieds
(c) Auflösung der Gesellschaft
(d) Abstimmung über verspätet eingelangte Anträge
(8) Über die Mitgliederversammlung ist eine Niederschrift zu fertigen, die vom Vorsitzenden und vom Schriftführer unterschrieben werden muss.
§12 Geschäftsführer und Geschäftsstelle
Zur Verwaltung der Geschäfte und zur Unterstützung der Verbandsorgane richtet der Vorstand eine Geschäftsstelle ein, die von einem Geschäftsführer geleitet wird. Der Geschäftsführer nimmt an den Sitzungen des Vorstandes mit beratender Stimme teil und ist dem Vorstand gegenüber weisungsgebunden. Der Geschäftsstelle obliegt die Besorgung der laufenden Vereinsgeschäfte nach den Weisungen des Vorstandes.
§ 13 Ausführungsbestimmungen/Geschäftsordnung
Diese Satzung kann durch Ausführungsbestimmungen oder Geschäftsordnungen ergänzt werden. Sie bilden keinen Teil der Satzung. Sie werden vom Vorstand beschlossen und den Mitgliedern zugänglich gemacht.
(1) Die Auflösung der Gesellschaft kann nur auf einer Mitgliederversammlung beschlossen werden, in der mindestens 2/3 aller ordentlichen Vereinsmitglieder anwesend sind.
(2) Ist eine zu diesem Zwecke einberufene Mitgliederversammlung nicht beschlussfähig, so kann eine binnen 14 Tagen erneut einzuberufende Versammlung auch bei Anwesenheit einer geringeren Zahl von Mitgliedern die Auflösung beschließen.
(3) Der Beschluss der Mitgliederversammlung zur Auflösung erfordert eine 3/4-Mehrheit
(4) Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke zu verwenden hat.
Gießen, den 3. Oktober 1987
Gunter Röhrborn
E. Schleiermacher
R.A. Pfeiffer
Eingetragen ins Vereinsregister beim AG München (Registergericht) unter AZ:
VR 12341.
Bonn, den 30.03.1990
Ulm, den 12.04.1991
Mainz, den 09.04.1992
Innsbruck, den 17.04.1997
Marburg, den 2.10.2003
Bonn, den 9.3.2007
Letzte Änderung durch Beschluss der Mitgliederversammlung vom 21.3.2013, Dresden
Bei allen Amts- und Funktionsbezeichnungen (z.B. der Vorsitzende, der Schatzmeister, der Geschäftsführer) sind sowohl die männliche (der Vorsitzende) als auch die weibliche (die Vorsitzende) Form gemeint.

References: § 26
 § 7
 § 7
 § 11
 § 10
 § 11

§12

§ 13