Source: http://www.schwerd.info/steuerrecht/unternehmenssteuerreform-2008/2442/
Timestamp: 2020-08-08 05:46:07+00:00

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Unternehmenssteuerreform 2008 - Rechtsanwalt U. Schwerd - Steuerberatung, München
Die Unternehmenssteuerreform 2008 brachte insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen einige Belastungen, um damit die Senkung der Körperschaftssteuer von 25% auf 15% und der Gewerbesteuermesszahl für Kapitalgesellschaften von 5% auf 3,5 % zu finanzieren.
52.152,– Euro bei Alleinstehenden und
104.304,– Euro bei Verheirateten
Zum 1.1.2007 wurde der Spitzensteuersatz auf das zu versteuernde Einkommen oberhalb von 250.000,– EUR bzw. 500.000,– EUR (bei Verheirateten) auf 45% angehoben, § 32a Abs. 1 EStG 2007. Die sog. Reichensteuer galt jedoch noch nicht für Einkünfte aus Gewerbebetrieb, selbstständiger Arbeit sowie Land- und Forstwirtschaft. Die Befreiung von der Zusatzbelastung erfolgte mittels eines Entlastungsbetrags, der nur für das Jahr 2007 gilt, § 32c EStG 2007.
Ab dem 1.1.2008 wird das zu versteuernden Einkommen von mehr als 250.000,– EUR bzw. 500.000,– mit dem Spitzensteuersatz von 45% belastet. Der bisherige Entlastungsbetrag für Einkünfte aus Gewerbebetrieb, selbstständiger Arbeit sowie Land- und Forstwirtschaft fällt ersatzlos weg, § 52 Abs. 44 EStG 2007.
Die Anschaffungskosten oder Herstellungskosten von Wirtschaftsgütern mit einer Nutzungsdauer von mehr als einem Jahr müssen grundsätzlich auf die Jahre der Nutzung verteilt werden. Nur im Falle geringwertiger Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten oder Herstellungskosten von nicht mehr als 410,– Euro (GWG) konnten diese im Jahr der Anschaffung oder Herstellung in voller Höhe als Betriebsausgaben abgesetzt werden, § 6 Abs. 2 EStG.
Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten oder Herstellungskosten bis 150,– EUR müssen sofort als Betriebsausgaben abgesetzt werden, § 6 Abs. 2 Satz 1 EStG 2008;
Für Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten oder Herstellungskosten von mehr als 151,– EUR bis zu 1.000,– EUR ist ein Sammelposten zu bilden, der über 5 Jahre mit jeweils 20 % gewinnmindernd aufzulösen ist, § 6 Abs. 2a EStG 2008.
Die Gewerbesteuerbelastung der Einzelunternehmer bis zu einem Gewerbeertrag von rund 105.000,– EUR wird zukünftig steigen. Dies wiegt umso schwerer, als die Gewerbsteuer künftig nicht mehr als Betriebsausgaben abziehbar ist.
Ab 2008 wird die Bemessungsgrundlage für die Gewerbesteuer erweitert, indem sämtliche Finanzierungsaufwendungen zu 25% dem Gewinn hinzugerechnet werden, soweit sie einen Freibetrag von 100.000,– EUR überschreiten, § 8 GewStG 2008. Künftig sind dem Gewinn folgende Entgelte für Schulden hinzuzurechnen, die wirtschaftlich mit dem Betrieb zusammenhängen:
Falls die Summe der Finanzierungsaufwendungen unter 100.000,– Euro liegt, erfolgt keine Hinzurechnung, anderenfalls wird der Betrag über 100.000,– EUR mit 25 % dem Gewinn hinzugerechnet.
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References: § 32
 § 32
 § 52
 § 6
 § 6
 § 6
 § 8