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Timestamp: 2019-01-18 20:02:46+00:00

Document:
414.114 - Verordnung über die gymnasialen Maturitätsschulen (Gymnasiumsverordnung; GymV)
Verordnung über die gymnasialen Maturitätsschulen*
(Gymnasiumsverordnung; GymV)
Vom 30.06.1997 (Stand 01.08.2018)
in Ausführung der Verordnung über die Anerkennung von gymnasialen Maturitätsausweisen (Maturitäts-Anerkennungsverordnung MAV) vom 15. Februar 1995[1] und gestützt auf §§ 3 und 8 des Gesetzes über die Kantonsschule Solothurn vom 29. August 1909[2], auf § 3 des Gesetzes über die Kantonsschule Olten vom 26. Mai 1963[3] und auf § 84 des Volksschulgesetzes vom 14. September 1969[4]
Diese Verordnung gilt für die gymnasialen Maturitätslehrgänge an den kantonalen Mittelschulen.*
Das Departement kann im Rahmen von befristeten Schulversuchen von den Bestimmungen dieser Verordnung abweichen.
Zweisprachiger Maturitätslehrgang*
Die kantonalen Mittelschulen können einen zweisprachigen Maturitätslehrgang anbieten, welcher der Verordnung vom 15. Februar 1995 über die Anerkennung von gymnasialen Maturitätsausweisen (Maturitäts-Anerkennungsverordnung, MAV)[5] entspricht.*
Das Departement entscheidet über die Führung von zweisprachigen Gymnasialklassen.*
Die Schüler und Schülerinnen besuchen als Maturitätsfächer die Grundlagenfächer sowie nach ihrer Wahl ein Schwerpunktfach und ein Ergänzungsfach und verfassen eine Maturaarbeit.
Obligatorische Grundlagenfächer für alle Schüler und Schülerinnen sind:*
a) Deutsch;
b) Französisch oder Italienisch;
c) Italienisch oder Französisch oder Englisch oder Latein;
d) Mathematik;
f) Chemie;
g) Physik;
h) Geschichte/Staatskunde;
i) Geografie;
j) Bildnerisches Gestalten und/oder Musik.
Wer als zweite Landessprache Italienisch wählt, muss als dritte Sprache Französisch belegen.
Aus dem folgenden Angebot ist ein Schwerpunktfach auszuwählen, das während der ganzen Ausbildungszeit zu belegen ist:*
a) Latein;
b) Griechisch;
c) Italienisch;
d) Spanisch;
e) Physik und Anwendungen der Mathematik;
f) Biologie und Chemie;
g) Wirtschaft und Recht;
h) Bildnerisches Gestalten;
i)* Musik;
j)* Englisch.
Das Departement kann aus organisatorischen Gründen das Angebot an Schwerpunktfächern einschränken, insbesondere wenn ein Fach nur von wenigen Schülerinnen oder Schülern gewählt wird.*
Als Ergänzungsfächer im letzten Schuljahr werden angeboten:*
a) Physik;
b) Chemie;
d) Anwendungen der Mathematik;
e) Geschichte;
f) Geografie;
g) Philosophie;
h) Religionslehre;
i) Wirtschaft und Recht;
j) Pädagogik/Psychologie;
k) Bildnerisches Gestalten;
l) Musik;
m) Sport;
n)* …
o) Informatik.
Über die Durchführung von Ergänzungsfächern, die nur von wenigen Schülerinnen und Schülern belegt werden, entscheidet die Schulleitung.*
Einschränkende Bestimmungen bei der Wahl des Schwerpunktfaches
Die Wahl eines Faches als Schwerpunktfach schliesst aus:
a) die Wahl des Faches als Grundlagenfach;
b) die Wahl des Faches als Ergänzungsfach.
Die Wahl von Musik oder Bildnerischem Gestalten als Schwerpunktfach schliesst die Wahl von Musik, Bildnerischem Gestalten und Sport als Ergänzungsfach aus.*
Weitere ordentliche Fächer
Weitere ordentliche Fächer sind:
a)* Religion oder Ethik;
c) Informatik;
e)* Einführung in Wirtschaft und Recht.
An den Mittelschulen ist der Unterricht in der Standardsprache zu erteilen.
In den zweisprachigen Maturitätslehrgängen wird der Unterricht in ausgewählten Fächern in der Immersionssprache erteilt.
Lernen am Projekt und Blockunterricht
Zur Förderung des selbständigen Arbeitens und für fächerübergreifende Projekte sieht die Stundentafel eine bestimmte Anzahl Lektionen vor. Diese als Lernen am Projekt bezeichneten Lektionen dürfen nicht einem einzelnen Fach zugeordnet werden.
Zur Förderung des interdisziplinären Lernens können Lektionen verschiedener Fächer zusammengefasst und für Blockunterricht verwendet werden.
Die Schulen legen im Rahmen des vorgegebenen Kostendaches die Freikursangebote fest.*
Sonderveranstaltungen, wie Studientage, Studienwochen, Spezialwochen, Projektwochen, Wirtschafts- und Sozialpraktika, Klassenaustausche, Kontakte zu ausländischen Schulen, ergänzen das durch die Stundentafel definierte Angebot. Die Sonderveranstaltungen werden im Rahmen der verfügbaren Kredite schulintern geregelt.
Die Schüler und Schülerinnen müssen allein oder in einer Gruppe eine grössere eigenständige schriftliche oder schriftlich kommentierte Arbeit erstellen und mündlich präsentieren.*
Die Mittelschulkonferenz erlässt Weisungen über die Abfassung und Bewertung der Maturaarbeit und, im Falle von Gruppenarbeiten, über die Grösse der Gruppe und wie die Anteile der einzelnen Schüler und Schülerinnen festgestellt und beurteilt werden.*
3. Stundentafeln und Lehrpläne
Der Regierungsrat erlässt die Stundentafeln.*
Das Departement für Bildung und Kultur erlässt den kantonalen Lehrplan für das Gymnasium.*
Besoldungswirksame Lektionen
Für den vierjährigen Maturitätslehrgang stehen den Schulen pro Klasse im Durchschnitt höchstens 156 Jahreswochenstunden für den ordentlichen Unterricht und für die Freifächer (ohne Instrumentalunterricht und Kunstbetrachtung) zur Verfügung.*
Bei Klassen mit verschiedenen Schwerpunktfächern kann die Zahl der besoldungswirksamen Lektionen um höchstens drei Jahreswochenstunden pro Jahr erhöht werden.*
Die Schulleitungen sorgen für eine umfassende Information der abgebenden Schulen und der Öffentlichkeit über die Ausbildungsmöglichkeiten an den Gymnasien.*
Die Schulen unterstützen die Schüler und Schülerinnen bei der Wahl ihres Ausbildungsganges und ihrer späteren Studienrichtung.*
Weiterbildung der Lehrpersonen*
Die Schulen organisieren im Rahmen der verfügbaren Kredite die notwendigen Weiterbildungsveranstaltungen.*
Schülerzuweisung
Das Departement für Bildung und Kultur bestimmt die Einzugsgebiete der beiden Kantonsschulen. Zur Sicherung angemessener Klassenbestände kann das zuständige Amt Schüler und Schülerinnen im Einzugsgebiet der Kantonsschule Olten der Kantonsschule Solothurn, Schüler und Schülerinnen im Einzugsgebiet der Kantonsschule Solothurn der Kantonsschule Olten zuweisen. Die Zuweisung gilt für die ganze Schuldauer.
Diese Verordnung tritt auf den 1. August 1998 in Kraft. Sie gilt aufsteigend für alle Klassen, die ab diesem Zeitpunkt den vierjährigen Ausbildungsgang zur Maturität beginnen. Vorbehalten bleibt das Einspruchsrecht des Kantonsrates.
Für die höheren Klassen ist bis 31. Januar 2002 das bisherige Recht massgebend.
Übergangsbestimmung der Teilrevision vom 27. April 2010
Die Änderung der §§ 3, 6–8 und 15 gilt für alle Klassen, die ab 2010 den Maturitätslehrgang beginnen.
Die Einspruchsfrist ist am 11. September 1997 unbenutzt abgelaufen.
Publiziert im Amtsblatt vom 19. September 1997.
GS 94, 202
[1] SR 413.11.
[2] BGS 414.111.
[3] BGS 414.115.
[4] BGS 413.111.
[5] SR 413.11.
30.06.1997 01.08.1998 Erlass Erstfassung GS 94, 202
11.04.2000 01.08.2000 § 7 Abs. 3 aufgehoben -
11.04.2000 01.08.2000 § 8 Abs. 1, b) aufgehoben -
11.04.2000 01.08.2000 § 8 Abs. 2 aufgehoben -
11.04.2000 01.08.2000 § 15 Abs. 2 geändert -
11.04.2000 01.08.2000 § 16 Abs. 3 geändert -
10.12.2001 01.08.2002 § 6 Abs. 2 geändert -
10.12.2001 01.08.2002 § 10 totalrevidiert -
10.12.2001 01.08.2002 § 12 Abs. 2 geändert -
25.04.2006 01.08.2006 § 1bis eingefügt -
06.05.2008 01.08.2008 § 3 totalrevidiert -
06.05.2008 01.08.2008 § 4 Abs. 1 geändert -
06.05.2008 01.08.2008 § 6 Abs. 1 geändert -
06.05.2008 01.08.2008 § 6 Abs. 3 geändert -
06.05.2008 01.08.2008 § 8 Abs. 1, e) eingefügt -
06.05.2008 01.08.2008 § 14 Abs. 2 aufgehoben -
27.04.2010 01.08.2010 § 6 Abs. 1, n) aufgehoben -
27.04.2010 01.08.2010 § 7 Abs. 2 geändert -
27.04.2010 01.08.2010 § 8 Abs. 1, a) geändert -
27.04.2010 01.08.2010 § 15 Abs. 1 geändert -
27.04.2010 01.08.2010 § 17 Abs. 1 geändert -
27.04.2010 01.08.2010 § 19 totalrevidiert -
27.04.2010 01.08.2010 § 23 eingefügt -
02.04.2013 01.08.2013 Erlasstitel geändert GS 2013, 10
02.04.2013 01.08.2013 § 1 Sachüberschrift geändert GS 2013, 10
02.04.2013 01.08.2013 § 1 Abs. 1 geändert GS 2013, 10
02.04.2013 01.08.2013 § 2 Sachüberschrift geändert GS 2013, 10
02.04.2013 01.08.2013 § 2 Abs. 1 geändert GS 2013, 10
02.04.2013 01.08.2013 § 2 Abs. 2 eingefügt GS 2013, 10
02.04.2013 01.08.2013 § 5 Abs. 1 geändert GS 2013, 10
02.04.2013 01.08.2013 § 5 Abs. 2 eingefügt GS 2013, 10
02.04.2013 01.08.2013 § 6 Abs. 1 geändert GS 2013, 10
02.04.2013 01.08.2013 § 6 Abs. 2 aufgehoben GS 2013, 10
02.04.2013 01.08.2013 § 8bis eingefügt GS 2013, 10
02.04.2013 01.08.2013 § 10 Abs. 1 geändert GS 2013, 10
02.04.2013 01.08.2013 § 12 Abs. 1 geändert GS 2013, 10
02.04.2013 01.08.2013 § 12 Abs. 2 geändert GS 2013, 10
02.04.2013 01.08.2013 § 13 Abs. 1 geändert GS 2013, 10
02.04.2013 01.08.2013 § 14 Abs. 1 geändert GS 2013, 10
02.04.2013 01.08.2013 § 16 aufgehoben GS 2013, 10
02.04.2013 01.08.2013 § 17 Abs. 1 geändert GS 2013, 10
02.04.2013 01.08.2013 § 17 Abs. 2 geändert GS 2013, 10
02.04.2013 01.08.2013 § 18 Sachüberschrift geändert GS 2013, 10
02.04.2013 01.08.2013 § 18 Abs. 1 geändert GS 2013, 10
02.04.2013 01.08.2013 § 21 aufgehoben GS 2013, 10
02.04.2013 01.08.2013 § 22 aufgehoben GS 2013, 10
03.06.2014 01.08.2015 § 15 Abs. 1 geändert GS 2014, 25
21.11.2017 01.08.2018 § 5 Abs. 1, i) geändert GS 2017, 51
21.11.2017 01.08.2018 § 5 Abs. 1, j) eingefügt GS 2017, 51
Erlass 30.06.1997 01.08.1998 Erstfassung GS 94, 202
Erlasstitel 02.04.2013 01.08.2013 geändert GS 2013, 10
§ 1 02.04.2013 01.08.2013 Sachüberschrift geändert GS 2013, 10
§ 1 Abs. 1 02.04.2013 01.08.2013 geändert GS 2013, 10
§ 1bis 25.04.2006 01.08.2006 eingefügt -
§ 2 02.04.2013 01.08.2013 Sachüberschrift geändert GS 2013, 10
§ 2 Abs. 1 02.04.2013 01.08.2013 geändert GS 2013, 10
§ 2 Abs. 2 02.04.2013 01.08.2013 eingefügt GS 2013, 10
§ 3 06.05.2008 01.08.2008 totalrevidiert -
§ 4 Abs. 1 06.05.2008 01.08.2008 geändert -
§ 5 Abs. 1 02.04.2013 01.08.2013 geändert GS 2013, 10
§ 5 Abs. 1, i) 21.11.2017 01.08.2018 geändert GS 2017, 51
§ 5 Abs. 1, j) 21.11.2017 01.08.2018 eingefügt GS 2017, 51
§ 5 Abs. 2 02.04.2013 01.08.2013 eingefügt GS 2013, 10
§ 6 Abs. 1 06.05.2008 01.08.2008 geändert -
§ 6 Abs. 1 02.04.2013 01.08.2013 geändert GS 2013, 10
§ 6 Abs. 1, n) 27.04.2010 01.08.2010 aufgehoben -
§ 6 Abs. 2 10.12.2001 01.08.2002 geändert -
§ 6 Abs. 2 02.04.2013 01.08.2013 aufgehoben GS 2013, 10
§ 6 Abs. 3 06.05.2008 01.08.2008 geändert -
§ 7 Abs. 2 27.04.2010 01.08.2010 geändert -
§ 7 Abs. 3 11.04.2000 01.08.2000 aufgehoben -
§ 8 Abs. 1, a) 27.04.2010 01.08.2010 geändert -
§ 8 Abs. 1, b) 11.04.2000 01.08.2000 aufgehoben -
§ 8 Abs. 1, e) 06.05.2008 01.08.2008 eingefügt -
§ 8 Abs. 2 11.04.2000 01.08.2000 aufgehoben -
§ 8bis 02.04.2013 01.08.2013 eingefügt GS 2013, 10
§ 10 10.12.2001 01.08.2002 totalrevidiert -
§ 10 Abs. 1 02.04.2013 01.08.2013 geändert GS 2013, 10
§ 12 Abs. 1 02.04.2013 01.08.2013 geändert GS 2013, 10
§ 12 Abs. 2 10.12.2001 01.08.2002 geändert -
§ 12 Abs. 2 02.04.2013 01.08.2013 geändert GS 2013, 10
§ 13 Abs. 1 02.04.2013 01.08.2013 geändert GS 2013, 10
§ 14 Abs. 1 02.04.2013 01.08.2013 geändert GS 2013, 10
§ 14 Abs. 2 06.05.2008 01.08.2008 aufgehoben -
§ 15 Abs. 1 27.04.2010 01.08.2010 geändert -
§ 15 Abs. 1 03.06.2014 01.08.2015 geändert GS 2014, 25
§ 15 Abs. 2 11.04.2000 01.08.2000 geändert -
§ 16 02.04.2013 01.08.2013 aufgehoben GS 2013, 10
§ 16 Abs. 3 11.04.2000 01.08.2000 geändert -
§ 17 Abs. 1 27.04.2010 01.08.2010 geändert -
§ 17 Abs. 1 02.04.2013 01.08.2013 geändert GS 2013, 10
§ 17 Abs. 2 02.04.2013 01.08.2013 geändert GS 2013, 10
§ 18 02.04.2013 01.08.2013 Sachüberschrift geändert GS 2013, 10
§ 18 Abs. 1 02.04.2013 01.08.2013 geändert GS 2013, 10
§ 19 27.04.2010 01.08.2010 totalrevidiert -
§ 21 02.04.2013 01.08.2013 aufgehoben GS 2013, 10
§ 22 02.04.2013 01.08.2013 aufgehoben GS 2013, 10
§ 23 27.04.2010 01.08.2010 eingefügt -

References: § 3
 § 84
 § 7
 § 8
 § 8
 § 15
 § 16
 § 6
 § 10
 § 12
 § 1
 § 3
 § 4
 § 6
 § 6
 § 8
 § 14
 § 6
 § 7
 § 8
 § 15
 § 17
 § 19
 § 23
 § 1
 § 1
 § 2
 § 2
 § 2
 § 5
 § 5
 § 6
 § 6
 § 8
 § 10
 § 12
 § 12
 § 13
 § 14
 § 16
 § 17
 § 17
 § 18
 § 18
 § 21
 § 22
 § 15
 § 5
 § 5

§ 1

§ 1

§ 1

§ 2

§ 2

§ 2

§ 3

§ 4

§ 5

§ 5

§ 5

§ 5

§ 6

§ 6

§ 6

§ 6

§ 6

§ 6

§ 7

§ 7

§ 8

§ 8

§ 8

§ 8

§ 8

§ 10

§ 10

§ 12

§ 12

§ 12

§ 13

§ 14

§ 14

§ 15

§ 15

§ 15

§ 16

§ 16

§ 17

§ 17

§ 17

§ 18

§ 18

§ 19

§ 21

§ 22

§ 23