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Timestamp: 2020-07-08 05:03:04+00:00

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Lawbrary | VKV-FINMA - Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über den Konkurs von Versicherungsunternehmen
Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über den Konkurs von Versicherungsunternehmen
Verfahren (13 - 15)
Konkursaktiven (16 - 23)
Konkurspassiven (24 - 29)
Verwertung (30 - 33)
Verteilung und Abschluss (34 - 40)
Schlussbestimmungen (41 - 42)
vom 17. Oktober 2012 (Stand am 1. Januar 2013)
gestützt auf Artikel 54 Absatz 3 des Versicherungsaufsichtsgesetzes vom 17. Dezember 20041 (VAG),
Die­se Ver­ord­nung kon­kre­ti­siert das Ver­fah­ren des Kon­kur­ses von Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men nach den Ar­ti­keln 53-59 VAG.
Die­se Ver­ord­nung gilt für al­le na­tür­li­chen und ju­ris­ti­schen Per­so­nen, die ei­ne Tä­tig­keit als Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men aus­üben, die von der FIN­MA nach VAG zu be­auf­sich­ti­gen ist.
1Wird ein Kon­kurs­ver­fah­ren er­öff­net, so er­streckt es sich auf sämt­li­che ver­wert­ba­ren Ver­mö­gens­wer­te, die dem Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men zu die­sem Zeit­punkt ge­hö­ren, un­ab­hän­gig da­von, ob sie sich im In- oder im Aus­land be­fin­den.
2Al­le in- und aus­län­di­schen Gläu­bi­ger und Gläu­bi­ge­rin­nen des Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­mens und sei­ner aus­län­di­schen Zweignie­der­las­sun­gen sind in glei­cher Wei­se und mit glei­chen Pri­vi­le­gi­en be­rech­tigt, am in der Schweiz er­öff­ne­ten Kon­kurs­ver­fah­ren teil­zu­neh­men.
3Als Ver­mö­gens­wer­te ei­ner in der Schweiz tä­ti­gen Zweignie­der­las­sung ei­nes aus­län­di­schen Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­mens gel­ten al­le Ak­ti­ven im In- und Aus­land, die durch Per­so­nen be­grün­det wur­den, wel­che für die­se Zweignie­der­las­sung ge­han­delt ha­ben.
1Öf­fent­li­che Be­kannt­ma­chun­gen wer­den im Schwei­ze­ri­schen Han­delsamts­blatt und auf der In­ter­netsei­te der FIN­MA pu­bli­ziert.
1Wer glaub­haft macht, dass er oder sie durch den Kon­kurs un­mit­tel­bar in sei­nen oder ih­ren Ver­mö­gens­in­ter­es­sen be­trof­fen ist, kann die Kon­kurs­ak­ten ein­se­hen.
2Die Ent­schei­de die­ser Per­so­nen sind kei­ne Ver­fü­gun­gen und die an­zei­gen­den Per­so­nen sind kei­ne Par­tei­en im Sin­ne des Bun­des­ge­set­zes vom 20. De­zem­ber 19681 über das Ver­wal­tungs­ver­fah­ren (VwVG).
die Kon­kurs­mas­se vor Ge­richt und an­de­ren Be­hör­den zu ver­tre­ten;
die durch das ge­bun­de­ne Ver­mö­gen si­cher­ge­stell­ten An­sprü­che aus Ver­si­che­rungs­ver­trä­gen fest­zu­stel­len;
den Er­lös des ge­bun­de­nen Ver­mö­gens ge­mä­ss Ar­ti­kel 54a VAG aus­zu­zah­len.
Art. 9 Konkursort
1Der Kon­kur­sort be­fin­det sich am Sitz des Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­mens oder der Zweignie­der­las­sung ei­nes aus­län­di­schen Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­mens in der Schweiz.
2Hat ein aus­län­di­sches Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men meh­re­re Zweignie­der­las­sun­gen in der Schweiz, so gibt es nur einen Kon­kur­sort. Die­sen be­stimmt die FIN­MA.
Art. 10 Aus den Büchern ersichtliche Forderungen und Verpflichtungen
Ei­ne For­de­rung oder ei­ne Ver­pflich­tung des Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­mens gilt dann als aus den Bü­chern des Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­mens er­sicht­lich, wenn die Bü­cher des Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­mens ord­nungs­ge­mä­ss ge­führt sind und der Kon­kurs­li­qui­da­tor oder die Kon­kurs­li­qui­da­to­rin ih­nen tat­säch­lich ent­neh­men kann, dass und in wel­chem Um­fang die For­de­rung oder die Ver­pflich­tung be­steht.
1An­er­kennt die FIN­MA ein aus­län­di­sches Kon­kurs­de­kret nach Ar­ti­kel 54d VAG, so sind für das in der Schweiz be­find­li­che Ver­mö­gen die Be­stim­mun­gen die­ser Ver­ord­nung an­wend­bar.
3Sie be­stimmt den ein­heit­li­chen Kon­kur­sort in der Schweiz und den Kreis der Gläu­bi­ger und Gläu­bi­ge­rin­nen nach Ar­ti­kel 54d VAG in Ver­bin­dung mit Ar­ti­kel 37g Ab­satz 4 des Ban­ken­ge­set­zes vom 8. No­vem­ber 19341.
1Die FIN­MA er­öff­net dem Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men die Kon­kurs­ver­fü­gung und macht sie un­ter gleich­zei­ti­gem Schul­den­ruf öf­fent­lich be­kannt.
Na­me des Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­mens so­wie des­sen Sitz und Zweignie­der­las­sun­gen;
Auf­for­de­rung an die Gläu­bi­ger und Gläu­bi­ge­rin­nen und an Per­so­nen, die im Be­sitz des Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­mens be­find­li­che Ver­mö­gens­stücke be­an­spru­chen, ih­re For­de­run­gen und An­sprü­che in­nert an­ge­setz­ter Frist dem Kon­kurs­li­qui­da­tor oder der Kon­kurs­li­qui­da­to­rin an­zu­mel­den und die ent­spre­chen­den Be­weis­mit­tel vor­zu­le­gen;
Hin­weis auf For­de­run­gen, die nach Ar­ti­kel 54a Ab­satz 1 VAG als an­ge­mel­det gel­ten;
Hin­weis auf die Her­aus­ga­be- und Mel­de­pflich­ten nach den Ar­ti­keln 17-19.
3Han­delt es sich bei den For­de­run­gen nach Ab­satz 2 Buch­sta­be e um For­de­run­gen aus Ver­si­che­rungs­ver­trä­gen, so wer­den die Gläu­bi­ger und Gläu­bi­ge­rin­nen zu­dem auf­ge­for­dert an­zu­ge­ben, auf wel­che ver­trag­li­che Grund­la­ge sie sich stüt­zen.
4Der Kon­kurs­li­qui­da­tor oder die Kon­kurs­li­qui­da­to­rin kann den be­kann­ten Gläu­bi­gern und Gläu­bi­ge­rin­nen ein Ex­em­plar der Be­kannt­ma­chung zu­stel­len.
Art. 14 Gläubigerversammlung
3Der Kon­kurs­li­qui­da­tor oder die Kon­kurs­li­qui­da­to­rin lei­tet die Ver­hand­lun­gen und er­stat­tet Be­richt über die Ver­mö­gens­la­ge des Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­mens und den Stand des Ver­fah­rens.
Art. 15 Gläubigerausschuss
Art. 16 Inventaraufnahme
2Han­delt es sich beim Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men um ei­ne Zweignie­der­las­sung ei­nes aus­län­di­schen Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­mens, so er­fasst der Kon­kurs­li­qui­da­tor oder die Kon­kurs­li­qui­da­to­rin im In­ven­tar auch ei­ne all­fäl­li­ge Kau­ti­on.
3Die In­ven­tar­auf­nah­me rich­tet sich nach den Ar­ti­keln 221-229 des Bun­des­ge­set­zes vom 11. April 18891 über Schuld­be­trei­bung und Kon­kurs (SchKG), so­weit die­se Ver­ord­nung nichts an­de­res be­stimmt.
4Die zum ge­bun­de­nen Ver­mö­gen ge­hö­ren­den Ver­mö­gens­wer­te wer­den in­ner­halb des In­ven­tars in ei­nem je­weils se­pa­ra­ten Ab­schnitt er­fasst. So­fern meh­re­re ge­bun­de­ne Ver­mö­gen be­ste­hen, wird für je­des ein se­pa­ra­ter Ab­schnitt ge­führt.
5Der Kon­kurs­li­qui­da­tor oder die Kon­kurs­li­qui­da­to­rin be­an­tragt der FIN­MA die Mass­nah­men, die zur Si­che­rung des zur Kon­kurs­mas­se ge­hö­ren­den Ver­mö­gens er­for­der­lich sind.
6Er oder sie legt das In­ven­tar ei­ner von den Eig­nern und Eig­ne­rin­nen des Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­mens als Or­gan ge­wähl­ten Per­son vor. Die­se hat sich über die Voll­stän­dig­keit und Rich­tig­keit des In­ven­tars zu er­klä­ren. Ih­re Er­klä­rung ist in das In­ven­tar auf­zu­neh­men.
Art. 17 Herausgabe- und Meldepflicht
1Schuld­ner und Schuld­ne­rin­nen des Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­mens so­wie Per­so­nen, wel­che Ver­mö­gens­wer­te des Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­mens als Pfand­gläu­bi­ger oder Pfand­gläu­bi­ge­rin­nen oder aus an­dern Grün­den be­sit­zen, ha­ben sich in­nert der Ein­ga­be­frist nach Ar­ti­kel 13 Ab­satz 2 Buch­sta­be e beim Kon­kurs­li­qui­da­tor oder der Kon­kurs­li­qui­da­to­rin zu mel­den und ihm oder ihr die Ver­mö­gens­wer­te zur Ver­fü­gung zu stel­len.
Art. 18 Ausnahmen von der Herausgabepflicht
3Der Si­che­rungs­neh­mer oder die Si­che­rungs­neh­me­rin muss mit dem Kon­kurs­li­qui­da­tor oder der Kon­kurs­li­qui­da­to­rin über den aus der Ver­wer­tung die­ser Ver­mö­gens­wer­te er­ziel­ten Er­lös ab­rech­nen. Ein all­fäl­li­ger Ver­wer­tungs­über­schuss fällt an die Kon­kurs­mas­se.
Art. 19 Ausnahmen von der Meldepflicht
Die FIN­MA kann be­stim­men, dass für aus den Bü­chern er­sicht­li­che For­de­run­gen des Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­mens die Mel­dung der Schuld­ner und Schuld­ne­rin­nen un­ter­blei­ben kann.
Art. 20 Aussonderung
Art. 21 Guthaben, Admassierung und Anfechtung
1Fäl­li­ge For­de­run­gen der Kon­kurs­mas­se wer­den vom Kon­kurs­li­qui­da­tor oder der Kon­kurs­li­qui­da­to­rin, nö­ti­gen­falls auf dem Be­trei­bungs­weg, ein­ge­zo­gen.
3Er oder sie prüft, ob Rechts­ge­schäf­te nach den Ar­ti­keln 285-292 SchKG1 an­ge­foch­ten wer­den kön­nen. Die Dau­er ei­nes vor­aus­ge­gan­ge­nen Sa­nie­rungs­ver­fah­rens so­wie ei­ner vor­gän­gig er­las­se­nen An­ord­nung ei­ner Si­che­rungs­mass­nah­me nach Ar­ti­kel 51 Ab­satz 1 in Ver­bin­dung mit Ab­satz 2 Buch­sta­ben a, b und i VAG wer­den an die Fris­ten der Ar­ti­kel 286-288 SchKG nicht an­ge­rech­net.
5Klagt der Kon­kurs­li­qui­da­tor oder die Kon­kurs­li­qui­da­to­rin nicht, so kann er oder sie den Gläu­bi­gern und Gläu­bi­ge­rin­nen die Mög­lich­keit ge­ben, die Ab­tre­tung im Sin­ne von Ar­ti­kel 260 Ab­sät­ze 1 und 2 SchKG zu ver­lan­gen oder die be­tref­fen­den For­de­run­gen und die üb­ri­gen An­sprü­che nach Ar­ti­kel 30 zu ver­wer­ten.
7Die Ver­wer­tung nach Ar­ti­kel 30 ist aus­ge­schlos­sen bei:
An­fech­tungs­an­sprü­chen nach Ab­satz 3;
Ver­ant­wort­lich­keits­an­sprü­chen ge­gen­über:
Grün­dern und Grün­de­rin­nen,
Or­ga­nen für die Ge­schäfts­füh­rung, die Ober­lei­tung, die Auf­sicht und die Kon­trol­le, und
den vom Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men er­nann­ten Prüf­ge­sell­schaf­ten.
Art. 22 Fortführung hängiger Zivilprozesse und Verwaltungsverfahren
Art. 23 Einstellung mangels Aktiven
6Wur­de das Kon­kurs­ver­fah­ren ge­gen na­tür­li­che Per­so­nen ein­ge­stellt, so sind für das Be­trei­bungs­ver­fah­ren Ar­ti­kel 230 Ab­sät­ze 3 und 4 SchKG1 an­wend­bar.
Art. 24 Prüfung der Forderungen
2Er oder sie prüft ins­be­son­de­re, ge­gen­über wel­chem ge­bun­de­nen Ver­mö­gen ge­mä­ss Ar­ti­kel 17 VAG die For­de­run­gen je­weils in wel­chem Um­fang zu­ge­las­sen wer­den.
3Von Ge­set­zes we­gen zu be­rück­sich­ti­gen sind:
aus dem Grund­buch er­sicht­li­che For­de­run­gen samt dem lau­fen­den Zins; und
nach Ar­ti­kel 10 aus den Bü­chern des Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­mens er­sicht­li­che For­de­run­gen.
4Über die nicht aus den Bü­chern des Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­mens er­sicht­li­chen For­de­run­gen holt der Kon­kurs­li­qui­da­tor oder die Kon­kurs­li­qui­da­to­rin die Er­klä­rung ei­ner von den Eig­nern und Eig­ne­rin­nen des Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­mens als Or­gan ge­wähl­ten Per­son ein.
Art. 25 Kollokation
Art. 26 Kollokation von Forderungen aus Versicherungsverträgen
1So­weit For­de­run­gen ge­mä­ss Ar­ti­kel 17 VAG durch ge­bun­de­nes Ver­mö­gen si­cher­zu­stel­len sind, wer­den die For­de­run­gen vor der ers­ten Klas­se ge­mä­ss Ar­ti­kel 219 Ab­satz 4 SchKG1 un­ter ei­nem se­pa­ra­ten Ti­tel und un­ter Ver­weis auf das ge­bun­de­ne Ver­mö­gen ge­mä­ss In­ven­tar kol­lo­ziert. Der un­ge­deck­te Be­trag wird in der Rang­ord­nung ge­mä­ss Ar­ti­kel 219 Ab­satz 4 SchKG kol­lo­ziert.
2So­fern das Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men über meh­re­re ge­bun­de­ne Ver­mö­gen ver­fügt, wer­den die For­de­run­gen ent­spre­chend in ver­schie­de­nen Ab­schnit­ten kol­lo­ziert.
Art. 27 Im Zivilprozess oder im Verwaltungsverfahren liegende Forderungen
4Füh­ren ein­zel­ne Ab­tre­tungs­gläu­bi­ger oder Ab­tre­tungs­gläu­bi­ge­rin­nen den Zi­vil­pro­zess oder das Ver­wal­tungs­ver­fah­ren fort, so dient der Be­trag, um den im Rah­men ih­res Ob­sie­gens der An­teil des un­ter­lie­gen­den Gläu­bi­gers oder der un­ter­lie­gen­den Gläu­bi­ge­rin an der Kon­kurs­mas­se her­ab­ge­setzt wird, zur Be­frie­di­gung der Ab­tre­tungs­gläu­bi­ger oder Ab­tre­tungs­gläu­bi­ge­rin­nen bis zur vol­len De­ckung ih­rer kol­lo­zier­ten For­de­run­gen so­wie der Pro­zess­kos­ten. Ein Über­schuss fällt an die Kon­kurs­mas­se oder al­len­falls dem ent­spre­chen­den ge­bun­de­nen Ver­mö­gen zu.
Art. 28 Einsicht in den Kollokationsplan
4Er oder sie teilt je­dem Gläu­bi­ger und je­der Gläu­bi­ge­rin, des­sen oder de­ren For­de­rung nicht wie an­ge­mel­det oder wie aus den Bü­chern des Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­mens oder dem Grund­buch er­sicht­lich kol­lo­ziert wur­de, die Grün­de für die voll­stän­di­ge oder teil­wei­se Ab­wei­sung der For­de­rung mit.
Art. 29 Kollokationsklage
Art. 30 Art der Verwertung
zum ge­bun­de­nen Ver­mö­gen ge­hö­ren;
Art. 31 Öffentliche Versteigerung
Art. 32 Abtretung von Rechtsansprüchen
Art. 33 Anfechtung von Verwertungshandlungen
2Ver­wer­tungs­hand­lun­gen, die nach Ar­ti­kel 30 Ab­satz 3 oh­ne Auf­schub er­fol­gen kön­nen, müs­sen nicht in den Ver­wer­tungs­plan auf­ge­nom­men wer­den.
3Ei­ne Ab­tre­tung von Rechts­an­sprü­chen nach Ar­ti­kel 32 gilt nicht als Ver­wer­tungs­hand­lung.
Art. 34 Massaverpflichtungen
sämt­li­che Kos­ten für Er­öff­nung und Durch­füh­rung des Kon­kurs­ver­fah­rens.
2Die Kos­ten für In­ven­tur, Ver­wal­tung und Ver­wer­tung der Ver­mö­gens­wer­te des je­wei­li­gen ge­bun­de­nen Ver­mö­gens, wer­den vor­ab aus dem Er­lös ge­deckt, der sich aus der Ver­wer­tung die­ser Ver­mö­gens­wer­te des je­wei­li­gen ge­bun­de­nen Ver­mö­gens er­gibt. An­de­re Massa­ver­pflich­tun­gen kön­nen dann an­teils­mäs­sig aus dem Er­lös des ge­bun­de­nen Ver­mö­gens oder der ge­bun­de­nen Ver­mö­gen be­frie­digt wer­den, wenn die rest­li­che Kon­kurs­mas­se hier­zu nicht aus­reicht.
Art. 35 Verteilung des Erlöses aus den gebundenen Vermögen
1Nach der De­ckung der Ver­pflich­tun­gen nach Ar­ti­kel 34 Ab­satz 2 und vor den Gläu­bi­gern und Gläu­bi­ge­rin­nen der ers­ten Kon­kursklas­se ge­mä­ss Ar­ti­kel 219 Ab­satz 4 SchKG1 wer­den aus dem Er­lös, der sich aus der Ver­wer­tung der Ver­mö­gens­wer­te des je­wei­li­gen ge­bun­de­nen Ver­mö­gens er­gibt, die von dem ent­spre­chen­den ge­bun­de­nen Ver­mö­gen ge­si­cher­ten For­de­run­gen an­teils­mäs­sig be­frie­digt.
2Der Kon­kurs­li­qui­da­tor oder die Kon­kurs­li­qui­da­to­rin kann mit Ge­neh­mi­gung der FIN­MA die Ver­tei­lung ge­mä­ss Ab­satz 1 vor Ein­tritt der Rechts­kraft des Kol­lo­ka­ti­ons­plans vor­neh­men.
3Er oder sie ver­merkt zu je­der For­de­rung, in wel­chem Um­fang sie aus dem Er­lös der zu den ge­bun­de­nen Ver­mö­gen ge­hö­ren­den Ver­mö­gens­wer­te ge­deckt wur­de. Die nicht durch das ge­bun­de­ne Ver­mö­gen si­cher­ge­stell­ten For­de­run­gen und der un­ge­deck­te Be­trag der von den ge­bun­de­nen Ver­mö­gen si­cher­ge­stell­ten For­de­run­gen wer­den in der Rang­ord­nung ge­mä­ss Ar­ti­kel 219 SchKG aus dem Er­lös der Kon­kurs­mas­se ge­deckt.
4Ein all­fäl­li­ger Über­schuss aus der Ver­wer­tung der zu den ge­bun­de­nen Ver­mö­gen ge­hö­ren­den Ver­mö­gens­wer­te fällt in die Kon­kurs­mas­se. Ein An­fall ei­nes sol­chen Über­schus­ses an ein an­de­res ge­bun­de­nes Ver­mö­gen des näm­li­chen Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­mens ist aus­ge­schlos­sen.
Art. 36 Verteilung des weiteren Vermögens
die teil­wei­se durch nicht ver­wer­te­te Si­cher­hei­ten im Aus­land oder ge­mä­ss Ar­ti­kel 18 ge­deckt sind; oder
Art. 37 Schlussbericht und Hinterlegung
Aus­füh­run­gen über die Zu­sam­men­set­zung und den Um­fang der ge­bun­de­nen Ver­mö­gen so­wie über die durch den Er­lös aus den ge­bun­de­nen Ver­mö­gen ganz oder teil­wei­se ge­deck­ten For­de­run­gen;
ei­ne Auf­lis­tung der nicht aus­be­zahl­ten An­tei­le mit der An­ga­be, wes­halb ei­ne Aus­zah­lung nicht er­fol­gen konn­te.
3Die FIN­MA trifft die not­wen­di­gen An­ord­nun­gen über die Hin­ter­le­gung der nicht aus­be­zahl­ten An­tei­le.
Art. 38 Verlustschein
Art. 39 Aktenaufbewahrung
Art. 40 Nachträglich entdeckte und hinterlegte Vermögenswerte
2Nach­träg­lich ent­deck­te Ver­mö­gens­wer­te oder Rechts­an­sprü­che wer­den den Gläu­bi­gern und Gläu­bi­ge­rin­nen ver­teilt, die zu Ver­lust ge­kom­men sind und de­ren für die Aus­zah­lung not­wen­di­ge An­ga­ben dem Kon­kurs­li­qui­da­tor oder der Kon­kurs­li­qui­da­to­rin be­kannt sind. Der Kon­kurs­li­qui­da­tor oder die Kon­kurs­li­qui­da­to­rin kann die Gläu­bi­ger und Gläu­bi­ge­rin­nen un­ter Hin­weis auf die Ver­wir­kung ih­res An­spruchs auf­for­dern, ihm oder ihr die ak­tu­el­len An­ga­ben be­kannt zu ge­ben. Er oder sie setzt ih­nen da­zu ei­ne an­ge­mes­se­ne Frist.
Die­se Ver­ord­nung tritt am 1. Ja­nu­ar 2013 in Kraft.

References: Art. 9

Art. 10

Art. 14

Art. 15

Art. 16

Art. 17

Art. 18

Art. 19

Art. 20

Art. 21

Art. 22

Art. 23

Art. 24

Art. 25

Art. 26

Art. 27

Art. 28

Art. 29

Art. 30

Art. 31

Art. 32

Art. 33

Art. 34

Art. 35

Art. 36

Art. 37

Art. 38

Art. 39

Art. 40