Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20Hamm&Datum=09.09.2002&Aktenzeichen=15%20W%20235/00
Timestamp: 2020-04-03 12:01:13+00:00

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OLG Hamm, 09.09.2002 - 15 W 235/00 - dejure.org
OLG Hamm, 09.09.2002 - 15 W 235/00
https://dejure.org/2002,3459
OLG Hamm, 09.09.2002 - 15 W 235/00 (https://dejure.org/2002,3459)
OLG Hamm, Entscheidung vom 09.09.2002 - 15 W 235/00 (https://dejure.org/2002,3459)
OLG Hamm, Entscheidung vom 09. September 2002 - 15 W 235/00 (https://dejure.org/2002,3459)
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Notare Bayern , S. 52
§ 16 Abs. 2 WEG, § 242 BGB
WEG § 16 Abs. 2, BGB § 242
WEG § 16 Abs. 2; BGB § 242
Abänderung des gesetzlichen Kostenverteilungsschlüssels
Anspruch auf Abänderung eines gesetzlichen Kostenverteilungsschlüssels bei einer Wohnungseigentumsanlage; Getrennte Abrechnung zwischen einem Altbau und einem Neubau einer Wohnungseigentumsanlage; Unbilligkeit einer Kostenverteilung; Berechnung einer Kostenbeteiligung
AG Dortmund - 138 II 20/99
LG Dortmund, 04.04.2000 - 9 T 720/99
ZMR 2003, 286
Ein solcher Anspruch setzt nach gefestigter Rechtsprechung voraus, daß der geltende Kostenverteilungsschlüssel bei Anlegung eines strengen Maßstabs zu grob unbilligen, mit Treu und Glauben (§ 242 BGB) nicht zu vereinbarenden Ergebnissen führt (Senat, BGHZ 130, 304, 312; 156, 192, 196, 202; BayObLGZ 1991, 396, 398; BayObLG, ZWE 2001, 597; OLG Hamm, ZMR 2003, 286, 287;… auch Staudinger/Bub, BGB, 12. Aufl., § 16 WEG Rdn. 267 f. m.w.N.).
OLG Hamm, 23.02.2006 - 15 W 135/05
Auslegung des Kostenverteilungsschlüssels einer Teilungserklärung, Belastung von …
Im Vordergrund steht dabei der Gesichtspunkt, jeder Wohnungseigentümer solle sich darauf verlassen können, dass das einmal Vereinbarte grundsätzlich weiterhin Geltung hat und alle bindet; außerdem ist jeder Wohnungseigentümer in der Regel bei Erwerb der Wohnung in der Lage, sich über den geltenden Kostenverteilungsschlüssel zu informieren und sich darauf einzustellen (vgl. BGHZ 156, 192 = NJW 2003, 3476; NJW 2004, 3413; Senat ZMR 2003, 286).
Die Frage der groben Unbilligkeit ist insbesondere danach zu beurteilen, ob die auf den einzelnen Wohnungseigentümer entfallenden Kosten in einem vertretbaren Verhältnis zu den durch sein Wohnungseigentum verursachten Kosten stehen, wobei in erster Linie die anteilige Wohn- und Nutzfläche maßgebend ist (BayObLGZ 1991, 396 = NJW-RR 1992, 342; OLG Hamm FGPrax 1996, 176 = ZMR 1996, 503; ZMR 2003, 286 = MittBayNot 2003, 296).
2 Z 124/91">BayObLGZ 1991, 396, 397ff.; NJW-RR 1987, 715; OLG Düsseldorf FGPrax 2001, 101f.; OLG Frankfurt NZM 2001, 140; OLG Zweibrücken WE 1999, 192,193; OLG Köln FGPrax 1995, 105; KG NJW-RR 1991, 1169, 1170; Senat ZMR 2003, 286).
An das Vorliegen der Änderungsvoraussetzungen ist trotz der Senkung der Schwelle, wie das Amtsgericht richtig ausführt, ein strenger Maßstab anzulegen, nachdem jeder Wohnungseigentümer grundsätzlich darauf vertrauen darf, dass Vereinbarungen nicht ohne seine Zustimmung geändert werden dürfen (…Riecke/Schmid, WEG, 3. Auflage, § 10, Rdnr. 184, 196;… Bärmann, a.a.O., Rdnr. 10, 155; LG Hamburg, Urteil vom 12.5.2010, Az.: 318 S 190/09; BayObLG, NZM 2001, 290; OLG Hamm, ZMR 2003, 286 ff.).

References: § 16
 § 242
 § 16
 § 242
 § 16
 § 242
 § 16
 § 10