Source: http://www.bdef.de/rundschr/rs02-6.htm
Timestamp: 2017-12-15 23:38:11+00:00

Document:
Rundschreiben 6/2002
Unser Rundschreiben 6/2002 in Ausschnitten:
Regionaltreffen 2002
Wetzlar: Im neuen Vereinsheim
So gewinnt man Freunde – Junior College Europa 2002
Hamburg: Wunderland im Hafen
BHbv – auch für BDEF-Mitglieder
Hohenbrunn: Aktive Jugendgruppe
Geschichte der Hausbrandversorgung
Sonderheft zur Nürnberger Messe
Unerwartete Werbung in 2,1 Mio Haushalten
Große Spende für Flutopfer
Die Betriebssicherheitsverordnung für Dampfkessel
BDEF – eine runde Sache
Ein übergeordnetes Steuersystem für Modellbahnen
Berlin: Zu Gast im ICE-Werk
Neu im BDEF: Eisenbahnclub Waldkraiburg e. V.
Tuttlingen: Programm der Extreme
Auf heißen Reifen Kunden binden
Krefeld: Werk im Umbau
An dieser Stelle möchte der gesamte Vorstand des Bundesverbandes allen Vereinigungen des BDEF sowie deren Mitgliedern und Angehörigen und den Einzelmitgliedern ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute für das Jahr 2003 wünschen. Selbstverständlich gelten diese guten Wünsche auch unseren Partnern in der Industrie, bei der Bahn und bei den Verkehrsbetrieben, verbunden mit dem Dank für die gute Zusammenarbeit. Den Firmen der Modellbahnindustrie und den Zubehörherstellern sei Dank gesagt für ein Jahr schöner und interessanter Neuheiten. Besonders bedanken möchten wir uns auch bei den Fördermitgliedern des Bundesverbandes, die durch ihre ideelle und materielle Unterstützung wesentlich dazu beitragen, die erfolgreiche Arbeit des BDEF zu ermöglichen und zu zeigen, dass wir mit unserem Engagement für Modelleisenbahner und Eisenbahnfreunde auf dem richtigen Weg sind.!
So gewinnt man Freunde - Junior College Europa 2002
Bereits zum dritten Mal, inzwischen fester Bestandteil der Modell & Hobby in Leipzig, wurde durch den BDEF das Junior College Europa durchgeführt. Nicht nur die Besucherzahl der Ausstellung ist inzwischen auf 83.000 überwiegend zufriedene Besucher gestiegen, auch das College hatte wiederum eine steigende Zahl an Interessenten zu verzeichnen, so sehr, dass hin und wieder kurze Wartezeiten in Kauf genommen werden mussten, obgleich der zur Verfügung stehende Platz wieder einmal vergrößert worden war. Die Begeisterung der Jugendlichen kennt keine Grenzen, Gleiches ist jedoch auch den zahlreichen Helfern aus den Kreisen des BDEF zuzuschreiben, denen besonderer Dank zu sagen ist, die sich als Betreuer und Anleitende zur Verfügung gestellt haben. Insgesamt zeigt die Anerkenntnis dieses College durch die Jugendlichen, dass es offensichtlich zumeist nur an der gekonnten Ansprache liegt, ob Jugendliche für unser schönes Hobby interessiert werden können. Leipzig hat wieder einmal gezeigt, dass die Idee in einem spielerischen Wettbewerb den Jugendlichen, aber auch allen Interessierten höherer Altersstufen die Faszination Modellbahn näher zu bringen, genau den Punkt getroffen hat. Das stufenweise Er- und Begreifen der Schritte zur Modellbahn, einem faszinierenden Steckenpferd, das praktisch als einziges umfassend nahezu alle Bereiche des Modellbaus umfasst oder in engem Kontakt zu diesen steht, stellt eine stetig wachsende innere Verbindung zu diesem Hobby her, die geeignet ist, auch den zur Jugendzeit aufkommenden sonstigen Hobbies sogar zu wiederstehen. Die hierzu notwendige Vertiefung allerdings ist dann Sache einer konzertierten Aktion von Familie, Fachgeschäft und Vereinen, um die Bindung zu stabilisieren. Auch, wie in einem Beispiel bereits exerziert, die Industrie kann Ihrerseits noch zu dieser Stabilisierung beitragen, indem für Jugendliche zahlbare Modelle neben die Supermodelle für Sammler treten. Um vor Ort beim College zum Anfangserfolg zu kommen, ist das Angebot auf ein breites Themenspektrum gestützt, das von den leichten Bereichen (erst einmal beschnuppern), die Baubereiche über steigende Schwierigkeitsgrade und Bereiche mit unterschiedlichen Zeitanforderungen bis zum Fahren und Betrieb, dem eigentlichen Ziel des Modellbahners, geht. Die Themen wiederum sind mehreren Bereichen des Modellbaus entlehnt und umfassen Bauen (Einzelelemente, Geländeteile, Anlagen), Arbeiten mit Farbe, Elektrik und Elektronik, digitale Erlebniswelt, Einbeziehen des PC sowie Anwendung beim Betrieb. Ein weiterer wichtiger Punkt dieses College ist, dass es am Ende keine Sieger und Verlierer gibt, kein bekannt gemachter 60. Platz oder "20 von 150 erreichbaren Punkten" öffentlich ausgehängt zum Beispiel dem Jugendlichen jede weitere Freude nimmt. Hier erhält jeder seine persönliche Anerkennung, auf der er sein eigenes Selbstbewusstsein aufbauen kann, ein sehr guter Einstieg. Auch dank der Bereitschaft der führenden Hersteller der Modellbahn- und Zubehörindustrie, dieses Junior College, für das der BDEF, der auf Grund seiner jahrzehntelangen Erfahrung und Größe hierzu die besten Voraussetzungen mitbringt, vom schwedischen Initiator die Rechte für Deutschland erworben hat, in jeder Hinsicht zu unterstützen, kann das Programm regelmäßig ohne Probleme ablaufen und sollte vielleicht im Sinne der Nachwuchswerbung auch andere Messegesellschaften einmal dazu veranlassen, über den eigenen Tellerrand hinaus zu blicken..
BHbv - auch für BDEF-Mitglieder
Der Vorstand des BDEF freut sich über das Abkommen mit der Bahn-Hausbrandversorgung (BHbv), welches unseren Mitgliedern - Clubs und Mitgliedern in den Clubs - alle Vergünstigungen dieser Organisation zur Verfügung stellt. BHbv ist eine anerkannte betriebliche Sozialeinrichtung von DB AG und BEV. Ihre Aufgabe ist es, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Deutschen Bahn AG, des Bundeseisenbahnvermögens BEV, des Eisenbahnbundesamtes EBA, der nicht- bundeseigenen Eisenbahnen, der Tochterunternehmen, die ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Unternehmen selbst kostengünstig mit Brennstoffen wie Heizöl, Kohle, Briketts, Flüssiggas, Strom usw. zu beliefern. Durch die bundesweite Zusammenarbeit mit Brennstoffhändlern ist die BHbv in der Lage, zu besonders günstigen Konditionen einzukaufen. Der so gewonnene Preisvorteil wird an die Kunden weitergegeben, da die BHbv als betriebliche Sozialeinrichtung ohne Gewinnstreben arbeitet! Darüber hinaus hat die BHbv mit der Hamburgischen Electricitäts-Werke AG einen Rahmenvertrag über die Lieferung von Strom an bezugsberechtigte Privathaushalte der BHbv abgeschlossen. Damit erhalten Sie für Ihren Privathaushalt Strom zu einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis, bundesweit! Der Versorgerwechsel ist denkbar einfach und unkompliziert. Eine Preisübersicht findet sich unter: http://www.bhbv.de/strom_preise.htm im Internet Ab sofort sind alle Mitglieder im BDEF in den Kreis der Bezugsberechtigten der BHbv aufgenommen. Bei Anfragen und Bestellungen ist lediglich auf die Mitgliedschaft im BDEF hinzuweisen und die BDEF-Mitgliedsnummer anzugeben. Dieses Angebot gilt auch - oder gerade - für die private Versorgung der einzelnen Mitglieder unserer Vereine. Die BHbv bietet: - Freundliche und fachgerechte Beratung, l Bequeme Bestellung über Vertrauensleute bei den Bahn- und Betreuungsstellen, in Ihrem Wohnbereich oder direkt bei einer der Verkaufsleitungen, l Prompte und zuverlässige Bedienung, l auf Wunsch Zahlung in gleichmäßigen Raten über das Hebelistenverfahren der Sparda-Banken oder per Dauerauftrag. Aufgrund guter Beziehungen zum Kohle-Bergbau führt die BHbv als zusätzliche Serviceleistung für ihre Kunden eine Auswahl von funktionsfähigen Grubenlampen, die großen Anklang gefunden haben und als attraktives Geschenk gerne erworben werden. Diese Lampen können z. B. als gemütliche und originelle Beleuchtung für Balkon, Garten oder Kellerbar genutzt werden. Für uns Modelleisenbahner dürfte auch die etwa 50 cm lange Nachbildung eines Untertagezuges aus Messing, bestehend aus Lok, Seilfahrtwagen, Förderlore und Rungenlore, interessant sein. Nutzen Sie die Vorteile einer betrieblichen Sozialeinrichtung! Rufen Sie einfach mal an, BHbv berät Sie gerne. Für nähere Informationen steht die BHbv-Hotline zur Verfügung: Tel.: (069) 97 58 69-11 und natürlich die ausführlichen Hinweise (einschließlich Strom-Preise) im Internet unter www.bhbv.de
Die Bahn-Hausbrandversorgung - kurz BHbv genannt - ist eine der ältesten betrieblichen Sozialeinrichtungen der Eisenbahn in Deutschland. So wurde die bahninterne Versorgung der Eisenbahner mit Brennstoffen bei den ehemaligen Preußisch-Hessischen Bahnen im Rahmen von Dienstkohlelieferungsverträgen bereits in den achtziger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts organisiert. Auch bei anderen Länderbahnen wurden teilweise schon Ende des neunzehnten Jahrhunderts genossenschaftlich organisierte Selbsthilfeeinrichtungen gegründet, um die Versorgung der Eisenbahner mit Kohlen sicherzustellen.
Nach dem Ersten Weltkrieg war der Kohlehandel - von wenigen Ausnahmen abgesehen - infolge der durch den Krieg bedingten Zwangswirtschaft nicht in der Lage, die Eisenbahner mit Brennstoffen zu versorgen. Deshalb musste die größte Brennstoffnot der Eisenbahner von den Reichsbahndirektionen der inzwischen zur Deutschen Reichsbahn zusammengeschlossenen Ländereisenbahnen durch Verteilung von "Notkohlen" aus Dienstkohlebeständen abgedeckt werden.
Da dies keine Dauerlösung sein konnte, bildeten sich bei allen Reichsbahndirektionen Selbsthilfeeinrichtungen in Form von Genossenschaften und Vereinen. Außerdem wurde bereits im November 1920 beim damaligen Reichsbahn-Zentralamt ein Ausschuss gegründet, dessen Beratungen im Mai 1922 zur Bildung eines Organisationsausschusses unter Vorsitz des Reichsverkehrsministeriums führten, der die Aufgabe hatte, für das Reichsverkehrsministerium Richtlinien für die Bildung und Förderung der Brennstoffversorgungen bei der Reichsbahn auszuarbeiten.
Diese Richtlinien wurden in Erlassen vom 9. September 1922 und 19. Januar 1923 festgelegt und führten dazu, dass sich von den inzwischen in fast allen Regionen tätigen dezentral organisierten Selbsthilfeeinrichtungen ein Teil bereits am 12. März 1923 in Berlin zum "Zentralverband der Brennstoffversorgungen der Reichsbahnbediensteten, G.m.b.H." mit Sitz in Hamburg, zusammenschlossen. 1926 hatte der Zentralverband bereits 26 Gesellschafter (18 Genossenschaften, 3 Gesellschaften und 5 eingetragene Vereine) mit einem Jahresumsatz von fast 650.000 Tonnen.
Die vom Reichsverkehrsministerium gestellten Hauptbedingungen, die Eisenbahner kostengünstig mit Brennstoffen unter Gewährung von Zahlungserleichterungen - insbesondere durch Ratenzahlung - zu beliefern und gleichzeitig das Reichsverkehrsministerium von hohen und zum Teil unkontrollierbaren Aufwendungen zu entlasten, wurden in vollem Umfang erfüllt.
Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten sollte das Genossenschaftswesen in Deutschland abgeschafft werden. Die Eisenbahner-Brennstoffgenossenschaften konnten sich jedoch, mit welchen Mitteln kann heute nicht mehr nachvollzogen werden, bis zum Dezember 1942 diesem Bestreben widersetzen. Erst mit einem Erlass des Reichsverkehrsministers vom 27. November 1942 wurde die Deutsche Reichsbahn angewiesen, eine einheitliche Hausbrandversorgung einzurichten, die ab 1943 die Geschäfte der Genossenschaften zu übernehmen hatte. Diese wurden aufgelöst und ihr Vermögen der Deutschen Reichsbahn übertragen. Von diesem Zeitpunkt an bestand die Reichsbahn-Hausbrandversorgung als Regieeinrichtung der Reichsbahn.
Nach dem Zweiten Weltkrieg und dem damit verbundenen Zusammenbruch war die Versorgung der Bevölkerung mit Brennstoffen eine der schwierigsten Aufgaben. Unter großen Mühen gelang es der Hausbrandversorgung nach und nach, die Belieferung der Eisenbahner mit Brennstoffen wieder in Gang zu bringen und die wenigen von den Besatzungsmächten zur Verfügung gestellten Kohlemengen so gerecht wie möglich zu verteilen.
Mit Gründung der Bundesrepublik und im Nachgang der Deutschen Bundesbahn als Rechtsnachfolgerin der Deutschen Reichsbahn wurde aus der Reichsbahn-Hausbrandversorgung zunächst die Eisenbahn-Hausbrandversorgung und von 1954 bis 1993 die Bundesbahn-Hausbrandversorgung (BHbv). Mit dem Fall der Mauer und der anschließenden Wiedervereinigung wurde die Deutsche Reichsbahn zunächst als eigenständiges weiteres Bahnunternehmen weitergeführt. Da aufgrund des Brennstoffversorgungssystems der DDR eine vergleichbare Einrichtung bei der Reichsbahn nicht existierte, wurde in 1991 die Bahn-Hausbrandversorgung der Deutschen Reichsbahn aufgebaut.
Mit Inkrafttreten des Eisenbahn-Neuordnungsgesetzes und der damit verbundenen Zusammenführung der beiden Bahnen zur DB AG wurden auch die beiden Hausbrandversorgungen zum 1. Januar 1994 zur Bahn-Hausbrandversorgung zusammengeschlossen. Seit der Bahnreform wird die BHbv als Teil des Bundeseisenbahnvermögens (BEV) mit eigener Rechnungs- und Wirtschaftsführung geführt. Sie arbeitet nach den Grundsätzen der Selbstverwaltung und wird ohne die Absicht, Gewinne zu erzielen, nach kaufmännischen Grundsätzen geführt. Dies bedeutet, dass sie die ihr entstehenden Kosten in vollem Umfang selbst erwirtschaften muss.
Die BHbv ist eine anerkannte betriebliche Sozialeinrichtung des BEV und der DB AG, deren Zweck, die Eisenbahnerfamilien so preisgünstig wie möglich mit Brennstoffen zu beliefern, sich seit ihren Gründerzeiten nicht wesentlich verändert hat. Mit der verstärkten Umstellung auf Ölheizungen (Anfang der sechziger Jahre) wird neben der Kohle natürlich auch Heizöl - in einigen Regionen auch Flüssiggas - geliefert. Selbstverständlich wird den Kunden der BHbv auf Wunsch auch heute noch, speziell auf den Jahresbrennstoffbedarf bezogen, im Rahmen eines seit Jahrzehnten bestehenden Ein-zugs- oder Dauerauftragsverfahrens Ratenzahlung gewährt.!
Mit großem Stolz freut sich der Modelleisenbahnclub Stuttgart e. V., dass der Internet-Auftritt des MECS von der Redaktion des Einkaufsjournals "diese woche" der EDEKA Südwest Handelsgruppe ("neukauf" und "E aktiv markt") zur "Website der Woche" gekürt worden ist (nachzulesen in "diese woche", Ausgabe 47/02 vom 18.11.2002, siehe Abbildung links). Das genannte Einkaufsjournal wird wöchentlich kostenlos an 2,1 Mio. Haushalte in ganz Baden-Württemberg verteilt. Ganz besonders freut die Stuttgarter Modellbahner daran, dass diese Auszeichnung kurz vor Beginn ihrer diesjährigen Modellbahnsaison mit den regelmäßigen öffentlichen Vorführungen ihrer großen, weit über die Grenzen Deutschlands bekannten, Clubanlage zuerkannt wurde.
Meldungen in den Modellbahnzeitschriften, die in den letzten Monaten die Modellbahner verunsichern, dass mit der Überführung der EG-Richtlinie 97/23/EG nun auch für die Bedienung von (Modell-)Echtdampfloks eine Prüfung als Kesselwärter erforderlich sei, waren Anlass, der neuen Gesetzeslage auf den Grund zu gehen.
Solch eine Prüfung war bisher nach der Dampfkesselverordnung vom 27. Februar 1980, zuletzt geändert am 12. Dezember 1996, die den Bau und Betrieb von Dampfkesseln regelte, nur zur Bedienung von Dampfkesseln der Gruppe IV vorgeschrieben.
Die Richtlinie 97/23/EG des Europäischen Parlaments und Rates vom 29. Mai 1997 zur Angleichung der Rechtvorschriften der Mitgliedstaaten über Druckgeräte wurde nun durch die Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Bereitstellung von Arbeitsmitteln und deren Benutzung bei der Arbeit, über Sicherheit beim Betrieb überwachungsbedürftiger Anlagen und über die Organisation des betrieblichen Arbeitsschutzes (Betriebssicherheitsverordnung BetrSichV), Artikel 1 der "Rechtsbereinigungungsverordnung" vom 27. September 2002, (BGBl. I, S. 3777), ins deutsche Recht übertragen. Die BetrSichV trat am 2. Oktober 2002 in Kraft, deren Abschnitt 3, der für uns besonders interessant ist, wird am 1. Januar 2003 wirksam.
Mit dieser Verordnung sollen einmal Handelshemmnisse im europäischen Rahmen beseitigt, die Rechtsvorschriften auf diesen Gebieten harmonisiert und, nicht zuletzt, diese Rechtsvorschriften vereinfacht werden. Damit werden nun EU-weit die gleichen Anforderungen an Arbeitsmittel bzw. Produkte dieser Art gestellt.
Beide Gesetzeswerke, die jeweils über einen beträchtlichen Umfang verfügen, liegen uns vor. Es würde den Rahmen dieses Aufsatzes überschreiten, die Gesetzeswerke hier in allen Einzelheiten zu erläutern, im folgenden sollen deshalb nur die wesentlichsten Veränderungen aufgezeigt werden.
Die BetrSichV, also auch die Richtlinie 97/23EG, sind auf den ersten Blick verwirrende Regelwerke, da sie nunmehr mehrere, ehemals eigenständige Regelwerke zusammenfassen. Die BetrSichV ersetzt außer der geltenden Dampfkesselverordnung noch weitere Verordnungen nach dem Gerätesicherungsgesetze wie z. B. für Aufzüge, Tankstellen und auch Schankanlagen. So sind auch in der Richtlinie 97/23 EG nun alle Druckgeräte zusammengefasst.
Beim genaueren Hinsehen und wenn man sich auf das Wesentliche (auf unsere Dampfkessel) konzentriert, dann ist das alles nicht mehr so kompliziert.
Die BetrSichV bezieht sich ausdrücklich auf die in der Richtlinie 97/23/EG festgelegten sicherheitstechnischen Anforderungen. Deshalb entstammen die folgenden Betrachtungen und Zitate abwechselnd beiden Gesetzeswerken.
Der Anwendungsbereich der BetrSichV bezieht sich einmal auf Arbeitsmittel (Abschnitt 2) und auf überwachungsbedürftige Anlagen (Abschnitt 3), wobei Wechselbeziehungen zwischen beiden gegeben sind.
Die BetrSichV versteht sich als Bestandteil des öffentlichen, also des von Behörden überwachten Arbeitsschutzrechtes. Formell haben sich aber die inhaltlichen und materiellen Anforderungen kaum geändert, auch wenn der Schwerpunkt nun bei der Eigenverantwortung liegt. Das ist dann auch der Tenor des ganzen Gesetzes.
Nach § 1 Abs. 1 gilt dies für die Bereitstellung von Arbeitsmitteln durch Arbeitgeber sowie für die Benutzung von Arbeitsmitteln durch Beschäftigte bei der Arbeit. Also wird der Umgang mit diesen Arbeitsmitteln, die dann im § 2 - Begriffsbestimmung - definiert werden, eindeutig nur noch auf der betrieblichen Ebene geregelt. Das betrifft einmal die Herstellung dieser Geräte und Anlagen und zum anderen deren Betrieb. Da das bei unseren privat genutzten Anlagen (Dampfkessel) nicht der Fall ist, gilt allein für das Betreiben dieser Anlagen der Abschnitt 3. Hieraus ergeben sich dann auch die Pflichten für den Hersteller und Betreiber von Dampfkesseln.
Nach Artikel 3 Absatz 1 Ziffer 1.2 der RL 97/23 EG müssen befeuerte oder anderweitig beheizte überhitzungsgefährdete Druckgefäße zur Erzeugung von Dampf oder Heizwasser mit einer Temperatur von mehr als 110 °C und einem Volumen von mehr als 2 Liter die im Anhang I der Richtlinie genannten grundlegenden Sicherheitsanforderungen erfüllen, insbesondere die Druckgeräte und Baugruppen, die unter der Verantwortung des Betreibers ausgelegt und auf dessen Gelände gefertigt wurden. Die Anforderungen bewegen sich aber in dem bisher auch geltenden Rahmen.
Neu ist, dass Druckgeräte nun in Modulkategorien eingeteilt werden. Dabei definieren sich die Kategorien I bis IV nach Anhang II der Richtlinie aus dem Produkt von Wasserinhalt (maßgebliches Volumen) V und maximal zulässigem Druck PS (siehe Diagramm).
Diagramm 5 aus dem Anhang II der Richtlinie 97/23/EG
Erkennbar ist, dass sich die Grenzen zwischen den Kategorien III und IV im Vergleich zur Gruppeneinteilung der alten Dampfkesselverordnung nach unten verschoben haben.
Die Verpflichtungen, die sich für die Druckgeräte ergeben, sind im Anhang III der Richtlinie Konformitätsbewertungsverfahren für die einzelnen Module aufgelistet. Hier sind die Mindestanforderungen an den Bau und die Qualitätssicherung dieser Anlagen enthalten.
Nach § 13 der BetrSichV stehen die Montage, Installation und der Betrieb von Baugruppen mit befeuerten oder anderweitig beheizten, überhitzungsgefährdeten Druckgeräten zur Erzeugung von Dampf oder Heißwasser mit einer Temperatur von mehr als 110 °C, die in die Kategorie IV einzustufen sind, unter Erlaubnisvorbehalt wie auch bisher Dampfkessel der Gruppe IV. Nach § 14 BetrSichV sind überwachungsbedürftige Anlagen vor Inbetriebnahme einer Prüfung zu unterziehen, wobei diese Prüfungen bei Druckbehältern der Kategorie I und II durch eine befähigte Person vorgenommen werden kann. Was eine befähigte Person ist, steht wiederum im § 3 Abs. 7 BetrSichV. Hiernach ist eine befähigte Person im Sinne dieser Verordnung eine Person, die durch ihre Berufsausbildung, ihre Berufserfahrung und ihre zeitnahe Tätigkeit über die erforderlichen Fachkenntnisse zur Prüfung der Arbeitsmittel verfügt. Druckgeräte der Kategorien III und IV unterliegen natürlich auch weiterhin einer wiederkehrenden Prüfung durch zugelassene Überwachungsstellen.
Um aber nun zum Kernpunkt unserer Betrachtung zu kommen: Weder in der BetrSichV noch in der Richtlinie 97/23/EG sind Vorschriften enthalten, wonach eine Bedienung der Dampfkessel jeglicher Kategorie nur durch ausgebildete Kesselwärter erfolgen darf.
Nach § 9 BetrSichV hat der Arbeitgeber gemäß § 12 Arbeitschutzgesetz die erforderlichen Vorkehrungen zu schaffen, damit den Beschäftigten
1. angemessene Informationen, insbesondere zu den sie betreffenden Gefahren, die sich aus den in ihrer unmittelbaren Arbeitsumgebung vorhandenen Arbeitsmitteln ergeben, auch wenn sie diese Arbeitsmittel nicht selbst benutzen (bedienen), und
2. soweit erforderlich, Betriebsanweisungen für ihre Arbeit und die benutzten Arbeitsmittel in für sie verständlicher Form und Sprache zur Verfügung stehen.
Die Betriebsanweisungen müssen mindestens Angaben über die Einsatzbedingungen, über absehbare Betriebsstörungen und über die bezüglich der Benutzung des Arbeitsmittels vorliegenden Erfahrungen enthalten. Werden Instandsetzungs-, Wartungs- oder Umbauarbeiten durchgeführt, hat der Arbeitgeber auch die erforderlichen Vorkehrungen zu treffen, damit die mit der Durchführung beauftragten Beschäftigten eine angemessene spezielle Unterweisung erhalten.
Hieraus ist eindeutig zu erkennen, dass nur Arbeitnehmer für die Ausübung ihrer Arbeit an den unter die BetrSichV fallenden Arbeitsmitteln, Geräten und Maschinen durch ihre Arbeitgeber einer betreffenden Unterweisung bedürfen, was sicher dann auch wieder durch die Berufsverbände erfolgen wird. Davon betroffen sind mit Sicherheit auch Mitglieder und Mitarbeiter von Museumseisenbahnen, die Dampflokomotiven betreiben.
Private Echtdampfmodelle sind für ihre Befähigung zum Umgang mit ihren Dampfern und deren Bedienung selbst verantwortlich. Das kann sein, indem man sich die Fertigkeiten zum Umgang damit selbst aneignet, was natürlich auch das Bewusstsein über die davon ausgehenden Gefahren einschließt oder, und das sei besonders Freunden geraten, die aus vollkommen artfremden Berufen kommen, auch entsprechende Unterweisungskurse besucht. Das trifft natürlich insbesondere für den Betrieb und die Bedienung von Dampfloks zu, die mit Kesseln der Kategorie III und erst recht der Kategorie IV ausgerüstet sind, die auch dem öffentlichen Verkehr dienen und so als ein Arbeitsmittel im Sinne dieser Verordnung eingestuft werden können. Insbesondere dann, wenn auf Ausstellungen oder anderen Veranstaltungen ein öffentlicher Verkehr durchgeführt wird.
Für die Herstellung von Dampfkesseln soll hier nur auf die oben genannten, in der Anlage III der Richtlinie aufgeführten Konformitätsbewertungsverfahren verwiesen werden. Diese gelten natürlich nicht nur für gewerbsmäßige Hersteller von Echtdampfmodellbahnloks. Kessel der Kategorie IV sind, wie oben bereits festgestellt, auch weiterhin erlaubnisbedürftig, zumal diese sich auch für "richtige Dampfloks" eignen.
Werden vorgefertigte Baugruppen als Bausatz erworben, vollzieht sich die Montage dann in Eigenverantwortung dessen, der die Lok montiert, so wie auch der komplette Selbstbau. Hierbei sollten aber auch unbedingt die in den Gesetzeswerken vorgegebenen allgemeinen und besonderen Grundsätze für die Herstellung von Druckgeräten beachtet werden.
Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass die Herstellung und der Umgang mit Dampfkesseln erheblich liberalisiert wurden. Letztendlich ist aber unser Dampfkessel eine überwachungsbedürftige Anlage. Das ergibt sich aus dem nicht unerheblichen Risiko, das der Umgang mit Druckgefäßen (Dampfkesseln) birgt, worauf hier noch einmal explizit hingewiesen werden soll. Es ist deshalb unbedingt anzuraten, sich mit dem notwenigen Know-how zum Umgang mit Dampfkesseln und vor allem auch mit den sich damit verbundenen Gefahren vertraut zu machen. Das gilt besonders, wenn deren Vorführung öffentlich erfolgen soll, wobei da nicht nur öffentliche Ausstellungen gemeint sind.
Selbstverständlich ist auch, dass Dampfkessel der Kategorien III und IV nach dem Bau und dann in vorgegebenen regelmäßigen Abständen weiterhin dem TÜV oder anderen anerkannten Prüfstellen vorzustellen sind, auch wenn nun in der Kategorie III Dampfkessel betroffen sind, die vorher davon freigestellt waren, aber das sollte uns unsere Sicherheit wert sein. Hierbei muss noch darauf hingewiesen werden, dass das Prüfmonopol des TÜV nun entfallen ist.
Wer nun tiefer in die Materie einsteigen will, dem sei empfohlen: V. Locquenghien, Ostermann, Kilindt - Betriebsicherheitsverordnung - Text, Einführung, Begründung. Erschienen im Bundesanzeiger Jahrgang 54, Nummer 214a vom 16. November 2002.
Natürlich beantworten wir auch gern Ihre Rückfragen. Entweder direkt an uns oder über E-Mail hw.buerkner@bdef.de
Der Arbeitskreis "Systemübergreifender Steuerbus und Metaprotokoll für Modellbahnen" wurde im vergangenen Jahr auf dem MOROP - Kongress in Karlsruhe gegründet, derzeit arbeiten etwa zwölf deutsche Modellbahner mit. Sein Ziel wurde in einigen Modellbahnzeitschriften kommentiert und soll hier vom Leiter des Arbeitskreises Claus Dahl mit im Arbeitskreis erarbeiteten Argumenten demonstriert werden:
Warum ein übergeordnetes Steuersystem erforderlich ist
Die in Europa verbreiteten Modellbahn-Steuersysteme, stehen gleich einsamen Säulen einer griechischen Tempelruine nebeneinander und haben mit ihrem Allein-Richtigkeits-Anspruch die Welt der Modellbahner gespalten. Im technischen Sinn sind alle Systeme rudimentär, da von veralteter Technik belastet, sie sind unvollständig entwickelt und untereinander nicht kompatibel. Deshalb liegt der Gedanke nahe, ein übergeordnetes einheitliches Steuersystem zu entwickeln, damit die Nichtkompatibilität überwunden werden kann ohne den Bestand an Modellbahntechnik, auch der älteren, zu berühren. Gleichzeitig können viele neue Funktionen, über deren Fehlen man klagt, eingeführt werden.
Das vorgeschlagene Steuersystem arbeitet als Überbau zu allen bekannten Steuersystemen gleichsam wie ein Dach des wiederhergestellten Tempels mit einem Netzwerk als Hardware und einem einheitlichen Metaprotokoll als Grundlage der Software. Unter einem Metaprotokoll versteht man eine gemeinschaftlich genutzte technische Sprache, mit der technische Zusammenhänge beschrieben werden.
Vom Arbeitskreis wird das "Deskriptives Meta Protokoll für Modellbahnen" (deskriptiv - beschreibend), kurz DMP/M bevorzugt. Zu beschreiben sind alle im Modellbahnbetrieb wirkenden Modellbahn-Funktionen. Im Metaprotokoll werden die technischen Zusammenhänge sprachlich verständlich und lesbar formuliert und dann von der Elektronik in einen vom Netzwerk zu übertragenden binären Code umgewandelt. Dieser wird von elektronischen Funktionsblöcken verstanden und kann jederzeit wieder in die vom Menschen lesbare Form zurückgeführt werden.
Die Urversion DMP ist ein in Deutschland entwickeltes Protokoll für Steuersysteme, das kostenfrei zur Verfügung steht. Wichtig ist sein internationales Merkmal, da sich jede beschriebene Funktion in andere Sprachen übersetzen lässt.
In den ans Netzwerk angeschlossenen Funktionsblöcken sind elektronische Umsetzer erforderlich, die den Metacode in die jeweils gültige Systemsprache (DCC, Selectrix, Gleichstrombetrieb) umwandeln. Dies erfolgt mit Mikroprozessoren, die ohnehin zur Ausführung der Aufgaben eingesetzt werden.
Modellbahnfunktionen
Das DMP/M beschreibt alle wichtigen Modellbahnfunktionen. Darunter versteht man alle Aktivitäten, die im Modellbahnbetrieb auftreten. Beispiele sind das Fahren eines Zuges, seine durch das Drehen am Fahrtrafo beeinflusste Geschwindigkeit, das Umlegen einer Weiche oder das Melden einer Gleisbesetzung: alles Modellbahnfunktionen.
Die ersten drei Beispiele bezeichnet man in der Technik als Stellfunktionen, mit ihnen werden Aktivitäten von Steuerelementen beeinflusst. Aktive Steuerelemente sind z. B. Motoren, Magnetantriebe usw., der technische Ausdruck für sie ist Aktor. Das vierte Beispiel ist eine Mess- oder Meldefunktion. Mess- und Meldeelemente sind unter der Bezeichnung Sensor bekannt.
Zu den Modellbahnfunktionen gehört ein Bereich, der durch die individuelle, durch die Vorstellungen und Wünsche des Betreibers beeinflusste Gestaltung der jeweiligen Modellbahnanlage bedingt ist und erhalten oder ermöglicht werden soll. Daraus ergeben sich variable Größen, die vor der Inbetriebsetzung des Steuerprogramms als variabler Teil eingefügt werden und die Anlagentopographie, das Gleisschema, den Fahrzeugpark etc. berücksichtigen.
Der variable Teil lässt sich ändern; damit es möglich ist, die lokal vorhandenen, stationären und beweglichen Objekte der Anlage und ihre Veränderungen stets aktuell in das Steuerprogramm einzuarbeiten, beispielweise nach dem Einbau einer zusätzlichen Weiche.
Bekannte Feldbus-Protokolle sind zu inflexibel und/oder zu aufwendig für diesen Anwendungsbereich, oft sind Protokoll und Netzwerkstrukturen vermengt. Und bekannte Datenprotokolle der Modellbahntechnik sind auf festgelegte Technik ausgerichtet, haben einen beschränkten Funktionsumfang oder sind nur für bestimmte Zwecke einsetzbar.
Dagegen unterstützt das DMP verschiedene Netzwerkstrukturen. Bei der Gestaltung des Netzwerkes wird auf die bereits bekannten Techniken allein schon aus Kostengründen zurückgegriffen. Kostspielige Eigenentwicklungen für die Modellbahn sind bei dem hohen Stand der gegenwärtig vorhandenen elektronischen Technik nicht sinnvoll, eigentlich unvertretbar.
Einordnung in die Modellbahnsteuerung
Heute herkömmlich ist die Technik, dass der Betreiber (der Modellbahner) seine Ein-/Ausgaben mit Hilfe technischer Installationen (Schalter, Stelleinrichtungen, Anzeigen) vollzieht und sie so auf die technische Ebene der Modellbahn umsetzt.
Mit Nutzung des Steuersystems DMP/M und des Netzwerkes folgt für den Betreiber neu eine komfortable Bedienebene mit optisch/elektronischer Darstellung. Dies kann sowohl ein Gleisbild-Stellpult entsprechender Ausstattung sein als auch ein Computer mit Bildschirm und Tastatur. Dadurch ist es möglich, alle Aktivitäten in lesbarer und/oder in symbolischer Form (Gleisbild) darzustellen.
Entsprechend den Aktivitäten in Form von Befehlen und Meldungen werden die binären Codes als Datenprotokoll im Netzwerk zu den Funktionsblöcken übertragen, welche an sie adressierte Informationen aufnehmen bzw. auch an andere Funktionsblöcke senden.
Dezentrale Steuertechnik
Eine Folge der bisher genutzten zentralen Steuerungstechnik, wie wir sie heute kennen, war das Problem der dicken, kaum noch zu beherrschenden Kabelbäume bei der verbreiteten zentralen Verdrahtung. Diese Kabelbäume können entfallen, wenn man mit Hilfe des DMP/M-Netzwerkes die Anlagensteuerung dezentralisiert.
Die mit dem Vierdraht-Netzwerk verbundenen Funktionsblöcke können immer an jenen Stellen der Anlage platziert werden, wo sie benötigt werden, den Platz dafür gibt es unter den Anlagen. Dies hat den großen Vorteil, dass die Steuerleitungen von den Funktionsblöcken zu den Aktoren oder Sensoren sehr kurz sein können. Wenn man dann die Stromversorgung ebenfalls richtig gestaltet, erhält man sehr übersichtliche Lösungen, z. B. dann, wenn man konfektionierte und genormte Kabel und Steckverbinder verwendet und auf Eigenlösungen verzichtet.
Die Vielfachheit vieler Funktionselemente ermöglicht 1. die lokalen Elemente wegen der Leistungsfähigkeit elektronischer Steuerungen zu komplexen zusammenzufassen und dadurch 2. den Vorteil größerer Stückzahlen der Funktionsblöcke zu nutzen. Denn bei der Modellbahn werden viele Funktionselemente mit gleichen oder nur geringfügig modifizierten Schaltungen gesteuert, was ebenso für die Module des Netzwerkes gilt.
Beispiel eines Funktionsblockes
Nun möchte ich Ihnen den von mir favorisierten Funktionsblock "Gleisabschnittsteuerung" vorstellen, mit dem alle Funktionen eines Gleisabschnittes beeinflusst werden können, außer den Weichenfunktionen. Für die Weichen- und Fahrstraßenfunktionen kann ich mir einen ähnlichen Funktionsblock vorstellen.
Bei den kleineren Spurweiten (< S) kann eine dreipolige Ringleitung mit +/- 12 V Gleichspannung die Stromversorgung übernehmen. Für elektronische Bausteine wird auf dem Funktionsblock die erforderliche Betriebsspannung erzeugt.
Das Netzwerk ist über Optokoppler mit der Zentraleinheit (Mikroprozessor) gekoppelt. Diese ist mit Programmspeichern und Ein-/Ausgabe-Bausteinen ausgestattet. Im Prozessor wird der Metacode in den Systemcode umgesetzt. Die Befehle werden entsprechend Programm an die Aktoren und die Sensorinformationen gegebenenfalls an die Zentrale "Gleisbildstellpult" etc. übergeben. Dieser Funktionsblock kann nicht nur die verschiedenen analogen und digitalen Fahrströme erzeugen, sondern auch fahrdynamische Eigenschaften der Fahrzeuge realisieren. Neben der Fahrzeugsteuerung obliegt dem Funktionsblock die Steuerung der zum Gleisabschnitt gehörenden Signale, deren Signalbild die Fahrzeuggeschwindigkeit gemeinsam mit der Besetztmeldung beeinflusst. Die Sensortechnik des Gleisabschnittes sollte nicht nur ruhende oder bewegte Fahrzeuge erfassen können, sondern auch Lok- und Zugnummern.
Obwohl ich weiß, dass es unter den Modellbahnern sehr viele gibt, die sich mit der elektronischen Steuerung nicht anfreunden können, habe ich etwas zur perspektivischen Entwicklung der Modellbahn vorgetragen. In der gegenwärtigen Entwicklungsphase der Modellbahn sind die Weichen dafür aber schon gestellt, wir Modellbahner können nur noch das Beste daraus machen. Und das Beste ist nach unserer Auffassung die Schaffung einer, wenn auch hauptsächlich nur übergeordneten Standardisierung ohne die individuellen Vorstellungen und Wünsche zu übergehen, neue und perfektere Steuerfunktionen zu ermöglichen und ökonomische Vorteile ähnlich der Computertechnik zu nutzen. Und, das dürfen wir nicht vergessen, unseren Nachwuchs interessieren wir nur mit neuer, effektiver Steuerungstechnik.
Interessenten für die Mitarbeit im Arbeitskreis oder an unserem Informationsmaterial können sich bei dem BDEF- bzw. dem MOROP-Vorstand melden.
Quellenverzeichnis: Übernahme von Texten aus Dierk Heppner: "DMP/M-Folien, Stand 1.8.2001"
1. Regionaltreffen 2002
Die Teilnehmer des Regionaltreffen Ost, zu dem der Modelleisenbahn-Club Baumschulenweg und die Eisenbahnfreunde Kleinbahnen der Altmark Berlin, eingeladen hatten, erwartete am Vormittag als Rahmenprogramm eine Besichtigung des ICE-Werkes Berlin-Rummelsburg.
In dieser hochmodernen Anlage, die in ihrer zweiten Ausbaustufe erst in diesem Jahr fertiggestellt wurde, werden vorrangig ICE-2-Triebzüge, die hier beheimatet sind, gewartet und repariert, aber auch bei Bedarf ICE 1 und ICT-Triebzüge. Eingangs befahren die Züge zuerst die Radsatzprüfanlage. Ein unscheinbarer Container neben dem Gleis und die Anlage im Gleis ähneln eher einer Gleiswaage, lassen kaum darauf schließen, dass hier beim Überfahren die Radsätze elektronisch vermessen und Abweichungen festgestellt werden. In der fünfständigen Reparatur- und Wartungshalle kann auf drei Ebenen an den Zügen gearbeitet werden. Die aufgeständerten Gleise ermöglichen ein bequemes Arbeiten an den Unterflurausrüstungen, eine seitliche Arbeitsbühne gestattet den Zugang zu den Zügen, und über eine Schwebebahn sind Arbeiten an der Dachausrüstung möglich. Bei Zügen, an denen Abweichungen an den Radsätzen gemessen wurden, können auf allen Ständen über Hubtische Achsen ausgetauscht werden, eine separate Senke ermöglicht den Austausch ganzer Drehgestelle. Natürlich ist in einer zweiten Halle auch eine Unterflurradsatzdrehmaschine für das Abdrehen der Radreifen vorhanden. Interessant war aber auch, dass hier in der Regel nur Teile und Baugruppen ausgetauscht werden, die dann in anderen Werken repariert werden
2. Regionaltreffen 2002
Nach der Begrüßung durch den Ausrichter (Georg Müller, stellvertretend für die Firma Hübner) erhielt zuerst das "Deutsche Dampflokmuseum Tuttlingen" auf dem ehemaligen, etwas abseits liegenden Gelände des Bahnbetriebswerkes Tuttlingen einen Besuch. Hier sind im Freien - ungeschützt vor Witterung und anderen der Erhaltung nicht zuträglichen Ereignissen - unter anderem gleich mehrere Dampflokomotiven hauptsächlich der ehemaligen DR-Baureihen 50.35 und 52.80 in größtenteils leider sehr desolatem Zustand abgestellt. Ein inzwischen verstorbener Sammler hatte diese vor der Verschrottung hierher "gerettet".
Der ehemals imposante sechsständige Lokschuppen (Jahrgang 1936) mit im Dachgeschoss des Hauptgebäudes integriertem Wasserbehälter samt davor liegender Drehscheibe wurde notdürftig restauriert. Es fehlen viele Fenster und eine komplette Neuverkabelung wäre nötig, auch die Außenfassade bedarf einer Grundinstandsetzung.
Die wenigen Enthusiasten des "Deutschen Dampflokmuseums", die hier aktiv sind und uns sehr ausführlich informierten, haben leider keine Unterstützung aus "öffentlichem Interesse" zu erwarten, mit der sie den - selbst bei Konzentration auf die an einer Hand abzuzählenden - vorhandenen Kleinodien (BR 78 / BR44 / ANNA 1 / Köf II / DB-Schlafwagen Bcm / Mitropa-Speisewagen WRg / Güterzug-Begleitwagen mit Dachkanzel Pwg; eine detaillierte Fahrzeug-Aufstellung ist zu finden unter www.privat-bahn.de/EM-Tut.html ) eine Überlebenschance hätten bieten können.
Nach diesen Eindrücken, die von strahlendem Sonnenschein etwas gemildert wurden, ging es zurück in die Innenstadt in die Räume der Firma Hübner, wo uns im dortigen, "Gleisdreieck" genannten Ausstellungsraum, nach einem kurzen Rückblick über die bisherige bewegte Firmengeschichte die erstklassige große Präsentationsanlage der Baugröße 1 (Maßstab 1:32) in Betrieb gezeigt wurde. Es war für jeden Teilnehmer dieses RT-Südwest 2002 ein besonderer Genuss, nicht nur die liebevoll gestalteten Landschaftsdetails zu betrachten und darin die an sich schon beeindruckenden Fahrzeuge dieses Herstellers mit den Augen zu verfolgen, sondern dabei zusätzlich auch noch den äußerst realistischen Anfahr-/ Fahr- und Bremsgeräuschen eines VT 98, einer V 200 oder der diesjährigen Neuheit E 94 zuzuhören. Vermeintlich viel zu früh wurde zum Aufbruch ins nahe gelegene Restaurant gebeten, doch der Zeitplan ließ hier keine Alternative zu.
3. Regionaltreffen 2002
Der Leiter der Werksentwicklung, Wolfgang Herrmann, führte die etwa 30 Teilnehmer am Regionaltreffen West persönlich durch das Krefelder Werk, das ehemalige AW Oppum. Dort, wo bisher hauptsächlich Reisezugwagen instandgesetzt wurden, entsteht nun das zentrale Werk für Elektrotriebwagen des DB-Konzerns. Von den S-Bahntriebzügen der Reihe 420 bis hin zu den jüngsten ICE-Zügen der dritten Generation werden hier ab 2004 mehr als 1.000 Fahrzeuge (etwa 800 ET und rund 250 ICE) betreut. Dazu kommen noch die dieselgetriebenen ICE-Züge und als einzige Wagen die S-Bahn-Wagen der x-Gruppe.
Für die ICE wird eine neue, dreiständige Halle gebaut, in die auseinander gekuppelte Systemzüge der ersten bis dritten Generation in voller Länge hineinpassen, also 255 Meter lang. Die Zahl von jetzt etwa 620 Mitarbeitern (plus 40 Auszubildende) kann erhalten bleiben. Allerdings geht diese Erweiterung auf Kosten des Werks Nürnberg, das nach Fertigstellung der neuen Halle in Oppum geschlossen wird. Derzeit müssen die Arbeiten an den ICE noch in den vorhandenen Hallen vorgenommen werden. Gleichzeitig werden neue Wartungsstände eingerichtet. Doch gemessen an diesen Umständen erscheint das Werk dem Besucher in recht aufgeräumtem Zustand - kein Vergleich zu früheren AW-Hallen, deren Aussehen deutlich von Öl und Putzwolle geprägt war. Einzelne Bereiche sind durch Gummivorhänge abgetrennt: sie dienen dem Schutz der vielen Aluminium-Bauteile vor Funkenflug durch Schweißarbeiten. Zwischen all den modernen Fahrzeugen fand sich in Oppum auch ein Sonderling: Ein zweiachsiger Reisezugwagen des "Schluff" (= Museumszug der Krefelder Eisenbahn) befindet sich zurzeit in der Aufarbeitung. Dabei kommt eine in Eisenbahnwerken aussterbende Zunft zum Einsatz: An dem Wagen müssen umfangreiche Schreinerarbeiten ausgeführt werden.
Am Zustandekommen dieses Besichtigungstermins hat sicherlich auch das gute Verhältnis der BSW-Gruppe zum Werk Krefeld seinen Beitrag geleistet. Hoffentlich bleibt es so, damit sich ein solcher Termin mittelfristig wiederholen lässt. Auch für die Durchführung des übrigen Teils des Regionaltreffens gebührt der BSW-Gruppe ein herzlicher Dank.
4. Regionaltreffen 2002
Auch in diesem Jahr fand wieder eine Regionaltagung Mitte statt. Der Eisenbahnfreunde- und Modellbahnclub Wetzlar e. V. richtete in seinen neuen Vereinsräumen das Treffen in netter Atmosphäre aus. Leider waren es auch in diesem Jahr nur wenige Vereine, die am Treffen teilnahmen. Auf Bitten des stellvertretenden Vorsitzenden Helmut Schmitz werden sich die Teilnehmer bei allen Vereinen der Region dafür stark machen, dass im kommenden Jahr die Zahl der teilnehmenden Vereine erheblich größer wird.
Die Mitglieder des Clubs präsentierten stolz ihre im Bau befindliche Modellbahn-Anlage im 2-Leiter-Gleichstromsystem. Der Gleisverlauf ist in großen Teilen bereits fertig gestellt und durchgestaltet. In Gruppen arbeitet man z. Zt. an der Elektrik, der weiteren Ausgestaltung der Landschaftsabschnitte sowie am großen Durchgangsbahnhof. Auf den bereits in Betrieb befindlichen Teilen wurden auch gesuperte Dampflokomotiven gesichtet. Diese mit Zurüstteilen (meist von Weinert) versehenen Loks sind immer wieder eine Augenweide für den Modellbahner. Bei einer Tasse Kaffee oder kalten Getränken wurden viele praktische Tipps unter den Teilnehmern ausgetauscht. Nach einem vorzüglichen Eintopf (Dank an die Damen!) wandte man sich der Tagung zu.
Nach einigen Grußworten des Vorsitzenden Martin Kammer und einer kurzen Vorstellrunde berichtete Helmut Schmitz aus der Arbeit des Bundesvorstandes. Insbesondere erläuterte er den Anwesenden die Überlegungen zum Jahrbuch. Die Information, dass man im Vorstand erwäge, das Jahrbuch selbst herauszugeben, wurde begrüßt. Berichtet wurde u. a. auch über den erstmaligen Auftritt bei der InnoTrans in Berlin. Die Vereine wurden ermuntert, sich einen Internetauftritt zuzulegen. Hilfestellung seitens des Verbandes ist möglich. Beim Thema Regionalbeauftragter waren die Teilnehmer fast einheitlich der Meinung, die bisherige Struktur beizubehalten, evtl. zur Bewältigung der anfallenden Arbeit den Vorstand um ein bis zwei Personen zu erweitern. Unter dem Punkt Verschiedenes wurden die Fachzeitschriften kritisiert, dass sie keine brauchbaren Testberichte mehr erstellten. Zu sehr würde Rücksicht auf die Anzeigenkunden genommen. Für das nächste Regionaltreffen Mitte stellte sich der Modell-Eisenbahn-Club Dill zur Verfügung. Helmut Schmitz wurde aber gebeten, einen Verein anzusprechen, der in zentraler Lage angesiedelt ist, um mehr Teilnehmer zu erreichen. Nach Möglichkeit sollte die Tagung zeitlich mehr außerhalb der Ausstellungssaison liegen (bis Mitte Oktober).
Helmut Schmitz dankte im Namen aller Teilnehmer dem Wetzlarer Club für die Ausrichtung des RT - Mitte.
5. Regionaltreffen 2002
Mit etwa 70 Personen war der Andrang zum Treffen der "Nordlichter" in Hamburg überraschend groß. Entsprechend wurden die "Reisegruppen" zum Exkursions- und zum Tagungsort geteilt. Eine kombinierte Hochbahn- und S-Bahn-Fahrt führte zum Modellbahn-Wunderland in der Speicherstadt des Hamburger Freihafens.
Auch wenn die "Anlage der Superlative" Vielen aus verschiedenen Veröffentlichungen bereits bekannt war, bot sie doch reichlich Überraschungen. Das begann bereits mit dem für einen Samstag-Vormittag überraschend großen Andrang von Besuchern. Aber keine Angst: werden die Warteschlangen zu lang, reichen die Angestellten kleine Erfrischungen. Die vierköpfige Betreibergruppe hat sich enorme Ziele gesetzt. Scheint schon die absolute Zahl der täglichen Besucher für den wirtschaftlichen Erfolg wichtig, rechnen die Betreiber schon weiter. Zunächst hat man einen recht hohen Anteil an fachkundigen Besuchern erwartet. Umfragen unter den Besuchern ergeben aber bereits jetzt, dass die überwiegende Zahl der Besucher dieser Anlage keinen Bezug zur Modellbahn hat. Langfristig sollen nur noch etwa 10 Prozent der Besucher bereits Kontakt mit der Modellbahn haben. Die übrigen 90 Prozent sind reine Touristen oder einfach Neugierige: Ein ungeheures Potenzial für die Werbung für unser vielseitiges Hobby.
Auffallend an der gesamten Anlage ist, dass es sich nicht um eine reine Anhäufung industriell gefertigter Produkte handelt. Die fertig gestellten Partien sind äußerst fein und mit sichtbarer Liebe zum Detail gestaltet. Wer danach sucht, der findet auch einige kleine Unstimmigkeiten (so müsste der Schacht eines Bergwerkes den unter dem Förderturm hindurch führenden Tunnel kreuzen!), ...aber die Feuerwehren rücken individuell aus, fahren nicht im Turnus des übrigen Verkehrs, und steuern direkt den Brandort an. Es mag dahingestellt bleiben, ob die schneebedeckten Berge maßstäblich hoch sind, die heimischen Hügel überragen sie allemal. Immer wieder aufs Neue erstaunt, wie die Lichteffekte den Wechsel vom Morgengrauen über Mittagssonne und Abenddämmerung bis zum Mondschein simulieren.
Zum positiven Eindruck trägt auch bei, dass im Bau befindlichen Partien nicht versteckt und auch Blicke hinter die Kulissen, z. B. auf eine Wendel, in der die Züge zwei Meter Höhendifferenz überwinden, gewährt werden. An der noch im Bau befindlichen "Amerika-Anlage" lassen sich die Modellbauer über die Schulter schauen, wobei Werkzeugwagen, Hilfstische und Arbeitstechniken sichtbar werden.
Besonders lobenswert ist es, dass sich die Inhaber durch einen Aushang zum BDEF bekennen.
Herzlichen Dank auch an die Hamburger Freunde der Eisenbahn, allen voran Hermann Hoyer, die dieses eindrucksvolle Programm gestalteten.
6. Regionaltreffen 2002
Zum Regionaltreffen Süd hatten die Eisenbahnfreunde München-Land e. V. für Samstag, den 16. November 2002 nach Hohenbrunn bei München geladen.
Hohenbrunn ist eine nette, kleine Gemeinde im Osten Münchens, zwischen der Autobahn A 99 (Verbindung der Autobahnen München - Nürnberg und München - Salzburg) und der S-Bahn S 7 gelegen. Der einstige Bahnhof ist längst auf eine Norm-Beton-Wartehalle mit Fahrscheinautomat reduziert worden.
Das Regionaltreffen begann im Vereinsheim der Eisenbahnfreunde München-Land im alten Bahnhof von Hohenbrunn. Vor einiger Zeit konnte der Verein ein ehemaliges Nebengebäude zusätzlich anmieten, was zu einem großzügigeren Raumangebot führte. Schnell war man sich einig, die bestehenden Anlagen abzureißen und neue, dem neuen Platz angepasste Anlagen in H0 und N aufzubauen.
Eine Besonderheit der Freunde aus Hohenbrunn ist eine beachtlich aktive Jugendgruppe, die sich unverzüglich einer großen stationären N-Anlage annahm. In sehr kurzer Zeit stand diese Anlage zumindest im Rohbau und konnte von den Teilnehmern des Regionaltreffens besichtigt werden. Einer der Jüngsten der Jugendgruppe fungierte als Fahrdienstleiter, was in Anbetracht der Computersteuerung "echt cool" ist.
Im neu angemieteten Gebäude entsteht eine umfangreiche H0-Anlage in Zweileiter-Gleichspannungs-Technik, die sich vor allem durch einige hervorragende Landschaftspartien auszeichnet.
Nachdem alle Teilnehmer eingetroffen waren - immerhin rund 40 - bildeten sich Auto-Fahrgemeinschaften, und alle Teilnehmer fuhren in das einige Kilometer entfernte Siegertsbrunn. Im dortigen "Alten Wirt" war das Nebenzimmer reserviert. Nach einem preiswerten und hervorragenden Mittagstisch - der Schweinebraten in Dunkelbiersoße mit Knödeln war einsame Spitze! - fand die eigentliche Tagung mit interessanten und ausführlichen Diskussionen statt. Vom Bundesvorstand waren neben dem Vorsitzenden Gerhard Bayer auch der Stellvertretende Vorsitzende Dieter Hohmann und der Schatzmeister Michael Krumm anwesend.
Zum Regionaltreffen Süd im Jahre 2003 luden die Modelleisenbahnfreunde Windischeschenbach und Umgebung ein.
Die Eisenbahnfreunde München-Land zeigten überzeugend, dass es nicht erforderlich ist, ein rekordverdächtiges Begleitprogramm zu bieten. Die Besucher des Regionaltreffens Süd 2002 waren zahlreich gekommen und fühlten sich wohl und zufrieden. Nach der Sitzung klang dieser anregende Tag in den Clubräumen in Hohenbrunn aus. Dem Vorsitzenden Thorsten Weiss und seinen Mitstreitern ein herzliches Dankeschön!
Bereits zum dritten Mal bietet das eisenbahn magazin allen BDEF-Vereinen das Sonderheft zur Spielwarenmesse zu besonders interessanten Konditionen an. Wer rechtzeitig vorbestellt, kann bereits drei Tage nach Messeende anhand dieser Lektüre seinen ganz persönlichen Wunschzettel für das kommende Jahr zusammenstellen.
Obwohl zahlreiche Firmen ihre Prospekte über den Fachhandel schon frühzeitig verteilen, ist die kompakte Form des Sonderheftes ein wertvolles und übersichtliches Nachschlagewerk. Übersichtlich nach Baugrößen sortiert, werden die H0- und TT/N/Z-Fahrzeugneuheiten sowie Modelle der großen Spuren von 0 bis II vorgestellt.
Dem immer größer werdenden Zubehörangebot, vom Naturbaum bis zum ICE-Bahnhof, ist eine weitere gut bebilderte Rubrik gewidmet. Die neuesten Technik-Entwicklungen werden auf mehreren Seiten, ebenfalls alphabetisch nach Herstellern sortiert, aufgelistet. Ob Signaltechnik, Funktionszubehör, Software, neue oder erweiterte Digitalsysteme: hier kann man alles Wichtige nachlesen. Die neuesten Automodelle aller Modellbahn-Maßstäbe werden in ihrer Rubrik vorgestellt.
Die Neuheiten abseits der Nürnberger Messe, d. h. von Firmen, die im Direktvertrieb tätig sind oder aus anderen Gründen nicht mit einem eigenen Stand vertreten sind, werden in einer separaten Rubrik ausführlich vorgestellt.
Allen Mitgliedsvereinen bietet die Alba Publikation (Tel. 0211-52013-26, Fax 0211-52013-28, e-Mail: vertrieb@alba-verlag.de) im Rahmen des Organschaftvertrages das Heft bei einer Mindestbestellmenge von fünf Exemplaren mit 40 Prozent Rabatt, entsprechend 3,69 Euro, an.
Das Einzelheft kann in Modellbahn-Fachgeschäften, an vielen Kiosken, im Bahnhofsbuchhandel oder direkt beim Verlag nur gegen Vorauskasse von 6,15 € bei der Stadt-Sparkasse Düsseldorf, Konto-Nr. 12085601, BLZ 30050110 (mit Angabe der kompletten Anschrift) bestellt werden.
Die Modelleisenbahnfreunde Markdorf e. V. überraschten den BDEF-Vorstand Mitte November mit einem Schreiben besonderer Art: Der Vorsitzende des Clubs, Mathias Fetscher, lud den BDEF-Vorsitzenden für den ersten Adventssonntag zur Adventsfeier des Clubs nach Markdorf ein. Aber nicht einfach so, sondern aus einem ganz besonderen, sehr erfreulichen Anlass.
Die Modelleisenbahnfreunde Markdorf hatten Anfang November ihre bekannte große Modellbahnausstellung mit Börse im Stadtsaal von Markdorf veranstaltet, die seit vielen Jahren in weitem Umkreis - auch bei Modellbahnern aus Österreich und der Schweiz - sehr beliebt ist. Bestandteil dieser Ausstellung ist stets eine große Tombola, deren gesamter Reinerlös heuer von den Markdorfern der Aktion "Spenden für die Flutopfer" von BDEF, SMV, VDMT und BSW zur Verfügung gestellt wurde. Auch der Inhalt der Spendenbüchse am Eingang wurde diesem guten Zweck zugedacht.
Die Adventsfeier des Clubs fand im außergewöhnlich attraktiven Clubheim im Untergeschoss eines großen städtischen Neubaus statt. Viele Clubmitglieder - zum großen Teil mit Frau und Kind(ern) - waren gekommen. Die beiden örtlichen Zeitungen hatten ihre Redakteure entsandt und - wie eingeladen - der BDEF-Vorsitzende war gekommen. Nach einer Ansprache des Vorsitzenden Mathias Fetscher, in der er auch das vergangene Vereinsjahr Revue passieren ließ, überreichte er dem BDEF-Vorsitzenden Gerhard A. Bayer zwei übergroße Schecks, welche die Erträge der Tombola und der Sammelbüchse anweisen - insgesamt die beeindruckende Summe von nahezu 1700.- Euro!
Diese Spende ist um so beachtlicher, als der Verein im Frühjahr des Jahres von Einbrechern heimgesucht wurde, die erhebliche Teile der Fahrzeugsammlung mitnahmen und der Verein bestimmt große Ausgaben zur Neuanschaffung von Fahrzeugen haben wird.
Der BDEF-Vorsitzende bedankte sich in seiner Ansprache besonders herzlich für diese großzügige Spende und betonte die gute Zusammenarbeit der bei dieser Spendenaktion beteiligten Verbände, die auch sicherstellt, dass die Spenden in voller Höhe an die richtigen Empfänger gelangt.
Zum Zeichen des besonderen Dankes überreichte Gerhard A. Bayer den Modelleisenbahnfreunden Markdorf - zu deren großen Überraschung - die Ehrenplakette des BDEF mit der entsprechenden Urkunde.
Bei Kaffee und einer reichen Auswahl an besten, hausgemachten Kuchen folgte ein gemütliches Beisammensein mit viel Fachgesimpel. Einen großen Raum nahmen dabei die Erwartungen zum Verbandstag 2003 ein, dessen große Rundfahrt mit Dampfzug und Bodensee-Dampfer direkt in den Einzugsbereich des Markdorfer Clubs führen wird.
BDEF - eine runde Sache
Unter diesem Titel erschien vor drei Jahren erstmals eine sogenannte Imagebroschüre des BDEF. In der Zwischenzeit hat sich das Profil des BDEF weiter entwickelt, und diverse Daten waren nicht mehr aktuell. Was lag also näher, als die Imagebroschüre zu überarbeiten und neu aufzulegen.
Inhaltlich stand vor allem an, die unterdessen wesentlich größere Anzahl von Fördermitgliedern gebührend darzustellen, die Adressdaten der Vorstandsmitglieder zu aktualisieren und die DM-Preise in Euro darzustellen. Weitere redaktionelle und optische Änderungen bringen die Broschüre auf den aktuellsten Stand und stellen die Leistungen und Ziele des BDEF umfassend und übersichtlich dar.
So ist z. B. eine ganze Seite der Broschüre dem zukunftssichernden Anliegen der Jugendarbeit gewidmet, dem sich der BDEF vor allem durch das einzigartige "Junior College Europa" widmet. Ebenfalls ausführlich dargestellt werden auch die BDEF-Aktivitäten im Internet und die Arbeit mit modernen Kommunikationstechniken. Wie der Titel schon sagt, eben "eine runde Sache".
Diesem Rundschreiben liegen jeweils zwei Exemplare bei - eine fürs Archiv und eine zum Weitergeben. Gerne senden wir Ihnen weitere Exemplare auf Anforderungen zu, bitten jedoch um Übernahme der Portokosten. Die Broschüre selbst konnten wir durch Anzeigen einiger Fördermitglieder finanzieren. Den werbenden Firmen hier an dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön.
Vom Mitteilungsblatt "Museumsbahn-Information" unseres Partnerverbands VDMT (Verband Deutscher Museums- und Touristikbahnen) haben wir mit Dank den folgenden Beitrag übernommen:
Seit Anfang 2002 muss jede gewerbliche Homepage eine so genannte "Anbieterkennzeichnung" enthalten. Vergleichbar ist diese Kennzeichnung mit dem Impressum einer Zeitung. Was alles anzugeben ist, bestimmt das Teledienstegesetz (kurz TDG, www.bundesrecht.juris.de/bundesrecht/tdg ). Je nach Beruf oder Rechtsform müssen Homepagebetreiber dabei höchst unterschiedliche Angaben machen.
Hintergrund für die erweiterten Pflichtangaben ist die Änderung des Teledienstegesetzes, mit der die Bundesregierung eine EU-Richtlinie umgesetzt hat. Die europäischen Ordnungshüter wollen mehr Transparenz über die Identität von Anbietern im Web schaffen. Bei Gesetzesverstößen, etwa der Verweigerung von Reparaturen oder falschen Preisangaben, soll der Verantwortliche schnell ermittelt und zur Rechenschaft gezogen werden können. Gleichfalls aus Brüssel kommt die Vorgabe eines Bußgelds für Verstöße. Man hat im TDG die Höchststrafe auf 50 000 Euro festgesetzt.
Grundlage für die ,Anbieterkennzeichnung' ist Paragraf 6 TDG [1], der - je nach Beruf oder Gesellschaftsform - verschiedene Angaben fordert. Den Katalog muss beachten, wer geschäftsmäßig im Internet präsent ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Auftritt dem E-Commerce oder der Selbstdarstellung dient. So müssen auch Hobbykicker und Kegelbrüder ein Impressum führen, wenn sie als eingetragener Verein online gehen. Unerheblich ist auch die offizielle Berufsbezeichnung oder die Rechtsform, Freiberufler und selbstständige Handwerker müssen genauso ihre Angaben machen wie Konzerne und GmbHs. Ausgenommen von der Anbieterkennzeichnung sind nur rein private Homepages.
Neben dem korrekten Inhalt ist die richtige Platzierung wichtig. Die Informationen müssen ,leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar' sein, heißt es im TDG. Durchgesetzt hat sich hier die Zusammenfassung in einer Datei, die auf der Startseite mit dem Titel ,Impressum' oder ,Webimpressum' verlinkt wird. Um der Forderung nach ständiger Verfügbarkeit zu genügen, baut man den Link in eine Navigationsleiste ein, die auf jeder Seite eingeblendet wird.
Was ist nun im einzelnen zu nennen:
l Name und Anschrift des Anbieters,
l Telefonnummer,
l E-Mail-Adresse,
l bei juristischen Personen die gesetzlichen Vertreter,
l das Registergericht und die Registernummer,
l Umsatzsteueridentifikationsnummer.
Es wird empfohlen, auf eine korrekte Gestaltung des Impressums zu achten, da es ansonsten zu Abmahnungen oder Bußgeldern kommen kann. Besonders Abmahnungen sind in diesem Bereich derzeit wieder eine beliebte Einnahmequelle für Rechtsanwälte.
In einfachen Fällen gibt es hierzu auch eine automatische Methode, ein Webimpressum zu erzeugen. Die Firma digitale-informationssysteme (www.digi-info.de ) bietet auf ihrer Homepage einen Webimpressum-Generator an, der für 33 Berufe und Organisationsformen Hilfestellung bietet. Das erzeugte Impressum kann in ein Textverarbeitungsprogramm kopiert und mit den eigenen Angaben ergänzt werden.
Am 9. Dezember 1977 trafen sich einige Eisenbahnfreunde und beschlossen, in loser Form den Modellbahnclub Waldkraiburg zu gründen. Man baute in Kraiburg eine ca. 35 m2 große Modellbahn in der Nenngröße N (9 mm Spurweite).
Als sich abzeichnete, dass die Stadt Waldkraiburg ortsansässigen Vereinen ein Vereinshaus zur Verfügung stellen würde, beschloss man, die N-Bahn zu Gunsten einer neuen H0-Anlage (Spurweite 16 mm) aufzugeben. Noch in Kraiburg wurde mit dem Bau von Anlagenteilen für die neue Anlage begonnen.
Im Jahr 1991 wird der Verein "Eisenbahnclub Waldkraiburg e. V." gegründet und in das Vereinsregister eingetragen. 1993 war es dann soweit, das Haus der Vereine war fertiggestellt, und der Verein konnte seine neuen Clubräume im Keller beziehen. Es wurde zunächst eine Planung unter Einbeziehung des bereits vorhandenen Kopfbahnhofs erstellt; dann begannen die Aufbauarbeiten, die bis zur heute vorhandenen Anlagengrundfläche von ca. 50 m2 führten. Die Gleisverlegungsarbeiten sind jetzt fast abgeschlossen, es fehlten nur noch ein Teil des Güterbahnhofs und ein Teil der "Mariazeller Bahn", die einer Schmalspurbahn in Österreich nachempfunden ist. Unsere Anlage ist auf Gleichstrombetrieb ausgerichtet, das Gleismaterial stammt von ROCO und Fleischmann. Die verlegte Gleislänge beträgt ca. 550 Meter, es sind vier Schattenbahnhöfe vorhanden. Darüber hinaus betreiben wir auch eine Straßenbahnlinie durch unsere Modellstadt und haben mit dem Faller Car System echten Straßenverkehr anzubieten. Die Steuerung der Anlage erfolgt mit zwei Computern. Die Clubanlage ist Eigentum des Vereins, das rollende Material stellen zum großen Teil die Mitglieder zur Verfügung.
Dem Verein gehören heute 24 Mitglieder an, die sich regelmäßig mittwochs ab 18.30 Uhr zum Club- und Bastelabend treffen. Sonntags hat sich ein Stammtisch etabliert. Seit dem Frühjahr vergangenen Jahres existiert auch eine Jugendgruppe, die bereits sehr engagiert an dem Endbahnhof der Nebenstrecke arbeitet. Die Jugendgruppe besteht in ihrem harten Kern derzeit aus einem Mädchen und fünf Jungen.
Wer Interesse am Thema Eisenbahn hat, ist uns jederzeit willkommen. Im Besitz des Vereins befindet sich mittlerweile eine umfangreiche Bücherei mit Eisenbahnliteratur. Videokassetten sind ebenfalls in großer Stückzahl vorhanden. Wir sammeln alles, was zum Thema Eisenbahn passt. So besitzt der Verein beispielsweise ein Vorsignal in Originalgröße, das am Bahnhof Rott am Inn aufgestellt war und jetzt die Grünfläche am Haus der Vereine schmückt. In diesem Jahr werden wir noch ein altes Flügelsignal unseres ehemaligen Bahnhofs "Waldkraiburg-Kraiburg" dazustellen. Wenn Sie gerne mitarbeiten möchten, brauchen Sie nur unseren Aufnahmeantrag auszufüllen. Der Mitgliedsbeitrag beträgt zur Zeit für Erwachsene 61,35 Euro und für Jugendliche 24,54 Euro pro Jahr: Sie können aber auch gerne einmal zu uns zum Schnuppern vorbeikommen, wir treffen uns jeden Mittwoch ab 18.30 Uhr und sonntags ab 10.30 Uhr. Bei uns kommt es überhaupt nicht darauf an, immer anwesend zu sein. Alle Treffen sind zwanglos, Anwesenheitspflicht besteht nicht!
Sie können unseren Verein aber auch durch Ihre Spende materiell unterstützen! Wir sind gemeinnützig und können Ihnen eine Spendenquittung zukommen lassen! Nähere Informationen erhalten Sie gerne bei den Mitgliedern.
Duisburg: Gemeinsame Freizeitaktivität schafft Kundenbindung: Seit Jahresbeginn organisiert das KundenServiceZentrum (KSZ) von DB Cargo in Duisburg Cart-Rennen für Mitarbeiter und Kunden. Ausgetragen werden die Rennen, die etwa vierteljährlich organisiert werden, auf einer Cart-Bahn in Herne. In acht bis zehn Teams mit jeweils fünf Fahrern flitzen Kunden und Mitarbeiter in der Regel bunt gemischt. Auch reine Gäste-Teams gehen an den Start - etwa die eigens aus Utrecht angereisten Mitarbeiter der niederländischen Railion Benelux.
Da hat sich DB Cargo etwas Feines ausgedacht: Cart-Rennen zur Kundenbindung. Die Frage stellt sich jedoch: wer soll da an wen gebunden werden? Wem dienen diese Veranstaltungen? Wer zahlt da was an wen?
Solange DB Cargo weltmeisterlich Gleisanschlüsse kündigt, MORA C einen bundesweiten Kahlschlag im Güterverkehr verursacht hat und es weiterhin DB Cargo nicht gelingt, auch nur ansatzweise Verkehr von der Straße auf die Schiene zurück zu erobern, sollten solche Spielereien ein sofortiges Ende haben. DB Netz schafft es nicht, für Besteller von Sonderzügen rechtzeitig Fahrpläne zu erstellen, Warteschlangen an Fahrkartenschaltern, Überstunden in großem Maße für DB-Mitarbeiter an allen Ecken und Enden, und dann Cart-Rennen zur Kundenbindung? Wäre es nicht besser, wenn DB Cargo gute Kunden mal in den (Reise & Touristik-) Zug einlädt und eine schöne Reise macht, damit die Kunden auch andere Produkte des Hauses DB kennenlernen? Hier würden die Aufwendungen zur Kundenbindung wenigstens im eigenen Hause bleiben.

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