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Timestamp: 2020-08-04 20:41:25+00:00

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OFD Frankfurt/M. v. 10.12.2012 - S 2745a A – 5 – St 51 - NWB Datenbank
Oberfinanzdirektion Frankfurt/M. v. 10.12.2012 - S 2745a A – 5 – St 51
Beschluss des Bundesfinanzhofs vom 26.08.2010 – I B 49/10 – BStBl II 2011, 826
Bezug: BMF-Schreiben vom 19.10.2011, BStBl 2011 I, 974 BFH, 26.08.2010 I B 49/10 BStBl II 2011, 826
des schädlichen Beteiligungserwerbs nach § 8c KStG in den Fassungen vor dem Wachstumsbeschleunigungsgesetz vom 22.12.2009 ( BStBl 2010, I 2),
Aufgrund einer Veräußerung von 100 % der Anteile an der X-GmbH zum 01.01.2009 sind nicht genutzte Verluste nach § 8c KStG [1](i. d. F. des Unternehmensteuerreformgesetzes 2008 vom 14.08.2007 ( BStBl 2007 I, 630)) (bzw. § 10a Satz 10 GewStG) ab dem VZ (bzw. EZ) 2009 endgültig nicht mehr abziehbar. Im Wirtschaftsjahr (Wj. = Kj.) 2009 erzielt die GmbH Gewinne.
3 Die Aussetzung der Vollziehung ist bei einem quotalen Verlustuntergang nach § 8c Satz 1 KStG [2](siehe Fn. 2) bzw. § 8c Absatz 1 Satz 1 KStG [3](i. d. F. des Bürgerentlastungsgesetzes Krankenversicherung vom 16.07.2009 ( BGBl. 2009 I, 1959)) (schädlicher Beteiligungserwerb von bis zu 50 % der Anteile an einer Kapitalgesellschaft) wie folgt zu berechnen:
Veräußert werden zum 01.01.2009 40 % der Anteile an der Y-GmbH; der Tatbestand des § 8c Satz 1 KStG [4](siehe Fn. 2) ist erfüllt. Im VZ 2008 wird von dem Gesamtbetrag der Einkünfte in Höhe von 4.000.000 € ein Verlustabzug nach § 10d Absatz 2 Satz 1 EStG in Höhe von 2.800.000 € (= 1.000.000 € + 60 % von 3.000.000 €) vorgenommen. Es ergibt sich ein zu versteuerndes Einkommen von 1.200.000 €. Der verbleibende Verlustabzug zum 31.12.2008 beträgt
4 Kommt bei einem unterjährigem Beteiligungserwerb in einem VZ (bzw. EZ) sowohl § 8c Satz 1 KStG [5](siehe Fn. 2) bzw. § 8c Absatz 1 Satz 1 KStG [6](siehe Fn. 3) als auch die Mindestgewinnbesteuerung nach § 10d Absatz 2 Satz 1 EStG zur Anwendung, kann Aussetzung der Vollziehung für diesen VZ/EZ nicht gewährt werden (Rz. 31 des BMF-Schreibens vom 04.07.2008 ( BStBl 2008 I S. 736) ofix KStG/8c/1).
Mit Urteil vom 22.08.2012 – I R 9/11 hat der BFH entschieden, dass die sog. Mindestbesteuerung nach § 10d Abs. 2 EStG in ihrer Grundkonzeption nicht verfassungswidrig ist, da die zeitliche Streckung des Verlustvortrags den vom Gesetzgeber zu gewährleistenden Kernbereich eines Verlustausgleichs nicht beeinträchtigt.
Im Hinblick auf die Gewerbesteuer bleibt die Anwendung der Mindestbesteuerung auch in sog. Definitivsituationen, in denen der vom Gesetzgeber lediglich beabsichtigte zeitliche Aufschub der Verlustverrechnung in einen endgültigen Ausschluss der Verlustverrechnung hinein zu wachsen droht, verfassungsgemäß (vgl. BFH-Urteil vom 20.09.2012 – IV R 36/10 ). Allerdings geht der BFH in dem o. g. und einem weiteren Urteil vom 20.09.2012 – IV R 29/10 nur deshalb von der Verfassungsmäßigkeit aus, weil in besonderen Härtefällen gewerbesteuerrechtliche Billigkeitsmaßnahmen möglich sind. Diese sind aber nicht geboten, wenn der Unternehmer die Besteuerung und den endgültigen Wegfall der gestreckten Verlustvorträge selbst veranlasst hat. Das Urteil in dem noch anhängigen Revisionsverfahren IV R 43/10 steht noch aus. Soweit Rechtsbehelfe mit Verweis auf das o. g. BFH-Verfahren eingelegt werden, ruhen sie weiterhin kraft Gesetzes nach § 363 Abs. 2 Satz 2 AO.
SAAAE-32318
1i. d. F. des Unternehmensteuerreformgesetzes 2008 vom 14.08.2007 ( BStBl 2007, I 630)

References: § 8
 § 8
 § 10
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 § 10
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 § 8
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 § 363