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Timestamp: 2016-10-25 11:58:25+00:00

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6B_487/2011 (30.01.2012)
Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Basel-Stadt, Amt f�r Justizvollzug, Strafvollzug, Spiegelgasse 6-12, 4051 Basel,
Nachtr�gliche Anordnung der Verwahrung (Art. 65 Abs. 2 StGB),
Das Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt sprach den am 10. M�rz 1982 geborenen X.________ am 12. Januar 2007 zweitinstanzlich schuldig des qualifizierten Raubes, der Gef�hrdung des Lebens, der einfachen K�rperverletzung mit einem gef�hrlichen Gegenstand, der N�tigung, der versuchten N�tigung, der mehrfachen Hehlerei, der Widerhandlung gegen das Bet�ubungsmittelgesetz, der einfachen und groben Verletzung von Verkehrsregeln sowie der mehrfachen Widerhandlung gegen das Waffengesetz. Es verurteilte X.________ zu einer Freiheitsstrafe von 8 Jahren, unter Anrechnung der bis anhin verb�ssten Haft. Gleichzeitig widerrief es den bedingten Aufschub des Vollzugs einer vom Strafgericht des Kantons Basel-Stadt am 2. Mai 2001 ausgesprochenen Gef�ngnisstrafe von 12 Monaten (wegen mehrfachen, teilweise versuchten Raubes und versuchter N�tigung). Es beurteilte ihn als gef�hrlichen Gewaltt�ter.
X.________ verb�sst seine Strafe seit dem 19. Juli 2005 in der Strafanstalt A.________. Auf sein Gesuch um Vollzugslockerungen vom 4. Juli 2007 hin stufte ihn die Interkantonale Fachkommission zur Beurteilung der Gemeingef�hrlichkeit von Straft�tern der Kantone Solothurn, Basel-Landschaft und Basel-Stadt (IFKGS) am 29. Oktober 2007 als gemeingef�hrlich ein. Hinweise auf eine Krankheit oder eine Pers�nlichkeitsst�rung schloss die IFKGS aus.
Die Abteilung Freiheitsentzug und Soziale Dienste (heute Abteilung Strafvollzug) des Justizdepartements (heute Justiz- und Sicherheitsdepartement [JSD]) des Kantons Basel-Stadt gab auf Empfehlung der IFKGS ein Gutachten beim Forensisch-Psychiatrischen Dienst (FPD) der Universit�t Bern in Auftrag. Gem�ss dem Gutachten vom 24. September 2008 leidet X.________ an einer schwer zu behandelnden paranoiden und narzisstischen Pers�nlichkeitsst�rung, welche schon im Tatzeitpunkt bestand. Die von ihm ausgehende R�ckfallgefahr wird als erheblich eingestuft. Es seien namentlich Raubstraftaten mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarten, wobei es zu Gewalttaten gegen�ber den Opfern kommen k�nne, wenn sich diese wehrten. Die Legalprognose sei sehr ung�nstig. Am 10. November 2008 stufte die IFKGS X.________ erneut als gemeingef�hrlich ein. Sie empfahl, die Anordnung einer vollzugsbegleitenden ambulanten Massnahme abkl�ren zu lassen.
Am 30. Dezember 2008 stellte die Abteilung Strafvollzug des JSD dem Appellationsgericht den Antrag auf Pr�fung der nachtr�glichen Anordnung einer vollzugsbegleitenden psychotherapeutischen ambulanten Behandlung. Mit Entscheid vom 4. Dezember 2009 wies das Appellationsgericht diesen Antrag mangels Gesetzesgrundlage ab. Es warf aber die Frage auf, ob nicht allenfalls eine station�re Behandlung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 StGB in Betracht zu ziehen w�re, und regte f�r diesen Fall die Einholung eines Erg�nzungsgutachtens an.
Die Abteilung Strafvollzug des JSD holte beim FPD der Universit�t Bern ein solches Erg�nzungsgutachten ein. Es datiert vom 30. Juni 2010. Namentlich gest�tzt darauf beantragte die Abteilung Strafvollzug des JSD am 7. Juli 2010 die Pr�fung der nachtr�glichen Anordnung einer Verwahrung gem�ss Art. 65 Abs. 2 StGB, wobei auch die M�glichkeit der nachtr�glichen Anordnung einer station�ren Massnahme nach Abs. 1 der genannten Gesetzesbestimmung nicht ausgeschlossen werden sollte.
Mit Entscheid vom 6. Mai 2011 ordnete das Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt �ber X.________ nachtr�glich eine Verwahrung im Sinne von Art. 65 Abs. 2 StGB an.
X.________ erhebt Beschwerde in Strafsachen. Er beantragt, es sei das angefochtene Urteil vom 6. Mai 2011 aufzuheben und festzustellen, dass die Voraussetzungen f�r die nachtr�gliche Anordnung der Verwahrung nach Art. 65 Abs. 2 StGB nicht gegeben seien. Eventualiter sei das angefochtene Urteil vom 6. Mai 2011 aufzuheben und die Sache im Sinne der Erw�gungen an die Vorinstanz zur Neubeurteilung zur�ckzuweisen. Gleichzeitig ersucht X.________ um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege und Verbeist�ndung.
Die Abteilung Strafvollzug des JSD teilt mit Eingabe vom 23. November 2011 mit, im vorliegenden Verfahren nicht Partei zu sein. Sie sieht deshalb von einer Vernehmlassung ab. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt verzichtet am 5. Dezember 2011 auf eine Stellungnahme. Das Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt beantragt mit Eingabe vom 9. Dezember 2011 die kostenf�llige Abweisung der Beschwerde. Mit Eingabe vom 6. Januar 2012 h�lt der Vertreter von X.________ an seinen bisherigen Standpunkten fest.
1.1 Der Beschwerdef�hrer erhebt eine Vielzahl von Verfahrensr�gen. Er macht zun�chst geltend, die am vorinstanzlichen Entscheid mitwirkenden Richter, die psychiatrische Sachverst�ndige Prof. Dr. B.________ sowie der Vorsteher der IFKGS seien vorbefasst und voreingenommen (Beschwerde, S. 11 ff., 21 ff.).
1.2.1 Gem�ss Art. 30 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK hat jede Person Anspruch darauf, dass ihre Sache von einem unparteiischen, unvoreingenommenen und unbefangenen Richter entschieden wird (BGE 136 I 207 E. 3.1). Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts wird diese Verfahrensgarantie sinngem�ss auch auf das Erfordernis der Unabh�ngigkeit und Unparteilichkeit von Sachverst�ndigen �bertragen (BGE 132 V 93 E. 7.1; 125 II 541 E. 4a mit Hinweisen; Urteil 9C_243/2010 vom 28. Juni 2011 E. 2.1.3; ausf�hrlich auch das Urteil 6B_258/2011 vom 22. August 2011).
Ablehnungsgr�nde gegen einen oder mehrere Richter oder gegen sachverst�ndige Personen sind nach Treu und Glauben ohne Verzug geltend zu machen. Wer von einem Ablehnungsgrund Kenntnis erh�lt und nicht unverz�glich ein Begehren um Ablehnung stellt, sondern sich auf den Prozess einl�sst, verwirkt den Anspruch gem�ss Art. 30 Abs. 1 BV (BGE 128 V 82 E. 2b; 124 I 121 E. 2; 119 Ia 221 E. 5a). Die Kantone d�rfen verlangen, dass Ablehnungsbegehren frist- und formgerecht erhoben werden (BGE 124 I 121 E. 2 S. 123).
1.2.2 Bei den Verfahren betreffend nachtr�gliche Anordnung von Massnahmen geht es um die Ab�nderung oder Erg�nzung der Sanktionsfolgen von rechtskr�ftigen Strafurteilen. Es handelt sich um sogenannte Nachverfahren (vgl. ANDREAS DONATSCH ET AL., Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung (StPO), Z�rich 2010, Art. 363 Rz. 1 ff.).
1.2.3 Der anwaltlich vertretene Beschwerdef�hrer stellte im Verfahren betreffend nachtr�gliche Anordnung einer ambulanten Massnahme den Antrag, das im Nachverfahren urteilende Gericht sei ausschliesslich mit Richtern und Richterinnen zu besetzen, die nicht bereits am Strafverfahren teilgenommen h�tten. Das Appellationsgericht wies dieses Ablehnungsbegehren mit Entscheid vom 2. April 2009 ab, soweit es darauf eintrat. Dieser Entscheid erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
1.2.4 Im Verfahren betreffend nachtr�gliche Anordnung der Verwahrung brachte der Beschwerdef�hrer den Einwand der Vorbefassung und der Befangenheit nicht mehr vor. Es w�re ihm jedoch zumutbar und m�glich gewesen, sp�testens anl�sslich der Verhandlung vor Vorinstanz am 6. Mai 2011 ein Ablehnungsbegehren zu stellen, als er realisierte, dass am vorliegenden Verfahren erneut dieselben Richter mitwirkten wie bereits teilweise im urspr�nglichen Strafverfahren und im Nachverfahren betreffend Gesuch um nachtr�gliche Anordnung einer vollzugsbegleitenden ambulanten Massnahme. Das tat er nicht. Stattdessen liess er sich trotz Kenntnis des von ihm behaupteten Ablehnungsgrunds stillschweigend und vorbehaltlos auf das Verfahren vor Vorinstanz ein. Es verst�sst gegen Treu und Glauben, wenn eine Partei einen angeblichen Mangel nicht unverz�glich vorbringt, sondern zuwartet, um ihn allenfalls erst im Anschluss an ein f�r sie ung�nstiges Urteil des betreffenden Gerichts geltend zu machen (BGE 132 II 485 E. 4.3 mit Hinweisen). Indem der Beschwerdef�hrer mit seiner R�ge bis vor Bundesgericht zuwartete, muss diese als versp�tet und damit als verwirkt betrachtet werden. Darauf ist nicht einzutreten.
1.2.5 Wegen Versp�tung grunds�tzlich nicht einzutreten ist auf die Befangenheitsr�gen gegen die psychiatrische Sachverst�ndige Prof. Dr. B.________ und den Vorsteher der IFKGS wegen Vorbefassung und �mterkumulation (Beschwerde, S. 21 f.). Die R�gen sind in Bezug auf die psychiatrische Sachverst�ndige im Hinblick auf Art. 56 Abs. 4 StGB trotzdem zu pr�fen. Sie gehen an der Sache vorbei. Besondere Umst�nde, welche den Beizug einer neuen sachverst�ndigen Person als notwendig h�tten erscheinen lassen k�nnen, liegen nicht vor. Insbesondere ergeben sich weder aus der Art der Begutachtung noch aus dem Gutachten selber Anzeichen f�r eine Voreingenommenheit der Expertin. Der Umstand, dass sich Prof. Dr. B.________ als Sachverst�ndige bereits im Gutachten vom 24. September 2008 mit dem Beschwerdef�hrer befasste, l�sst sie im Hinblick auf die Erstellung des Erg�nzungsgutachtens vom 30. Juni 2010 nicht als befangen erscheinen (vgl. BGE 132 V 93 E. 7.1; Urteile 6B_92/2010 vom 30. M�rz 2010 E. 3.3. und 9C_893/2009 vom 22. Dezember 2009). Im �brigen war sie auch nicht Mitglied der IFKGS und an deren Gemeingef�hrlichkeitsbeurteilung nicht beteiligt (vgl. kantonale Akten, Beurteilungen der IFKGS vom 20. September 2007 und 10. November 2008).
1.3 Der Beschwerdef�hrer behauptet weiter, er sei nicht durch ein ordentlich besetztes Gericht im Sinne von Art. 30 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK angeh�rt worden, weil ein Richter w�hrend des Pl�doyers f�r einige Sekunden eingeschlafen sei (Beschwerde, S. 13). Wiewohl zumutbar und m�glich, beanstandete er w�hrend der Verhandlung ein solches Verhalten nicht (kantonale Akten, Verhandlungsprotokoll vom 6. Mai 2011). Die Frage des Eintretens kann offen gelassen werden, da das Vorbringen offensichtlich nicht geeignet ist, eine Verfassungs- oder Konventionsverletzung zu begr�nden. Ein Sekundenschlaf - so wie vom Beschwerdef�hrer geschildert - beeintr�chtigt die F�higkeit nicht, einer Verhandlung in ihrer G�nze bewusst und aufmerksam zu folgen bzw. deren wesentlichen Teil aufzunehmen. Das gilt umso mehr, als den teilnehmenden Richtern die Stellungnahme des Anwalts des Beschwerdef�hrers zum Antrag auf nachtr�gliche Anordnung der Verwahrung in schriftlicher Form vorlag. Spekulativ ist das weitere Vorbringen in der Beschwerde, die fragliche Richterperson sei w�hrend der Verhandlung m�glicherweise mehrmals in einen Sekundenschlaf gefallen. Darauf ist nicht einzugehen.
1.4 Der Beschwerdef�hrer r�gt eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r im Sinne von Art. 29 Abs. 2 BV. Weder vor noch nach den Sitzungen der IFKGS vom 20. September 2007 und 10. November 2008 habe er sich zur Frage seiner Gemeingef�hrlichkeit �ussern k�nnen (Beschwerde, S. 13 f.). Diesen Einwand erhob der Beschwerdef�hrer im Verfahren vor Vorinstanz nicht. Sie befasst sich im angefochtenen Entscheid denn auch nicht damit. Dass sie dies zu Unrecht nicht tut, macht der Beschwerdef�hrer vor Bundesgericht nicht geltend. Mangels Ersch�pfung des kantonalen Instanzenzugs fehlt es insoweit an einem zul�ssigen Anfechtungsobjekt nach Art. 80 Abs. 1 BGG. Aus dem gleichen Grund ist auf den Einwand des Beschwerdef�hrers nicht einzutreten, er sei bei der Begutachtung durch den FPD der Universit�t Bern im Zuge der psychiatrischen und k�rperlichen Untersuchungen vom 8. Juli und 12. August 2008 nicht �ber seine Rechte informiert worden (Beschwerde S. 13, 28). Aus einem Hinweis im Gutachten vom 24. September 2008 (S. 17) ergibt sich im �brigen, dass der Beschwerdef�hrer vor den k�rperlichen und psychiatrischen Untersuchungen ausdr�cklich �ber seine Rechte auf Nichteinlassung aufgekl�rt wurde. Dasselbe geht aus dem Erg�nzungsgutachten vom 30. Juni 2010 (S. 7) hervor. Eine Geh�rsverletzung ist unter diesen Umst�nden nicht erkennbar.
1.5 Zusammenfassend sind die Verfahrensr�gen abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
Der Beschwerdef�hrer wehrt sich gegen die Anordnung der nachtr�glichen Verwahrung. Er r�gt eine Verletzung von Art. 65 Abs. 2 StGB. Die festgestellten psychischen St�rungen seien den Sachgerichten bereits im damaligen Zeitpunkt in den Grundz�gen im Sinne von Auff�lligkeiten bzw. Charaktereigenschaften bekannt gewesen Es l�gen mithin keine neuen Tatsachen vor, die dem Sachgericht im Zeitpunkt der Verurteilung nicht bekannt gewesen seien bzw. nicht bekannt gewesen sein konnten (Beschwerde, S. 18 ff. und 35 f.).
2.1 Gem�ss Art. 65 Abs. 2 StGB kann das Gericht die Verwahrung nachtr�glich anordnen, wenn sich bei einem Verurteilten w�hrend des Vollzugs der Freiheitsstrafe aufgrund neuer Tatsachen oder Beweismittel ergibt, dass die Voraussetzungen der Verwahrung gegeben sind und im Zeitpunkt der Verurteilung bereits bestanden haben, ohne dass das Gericht davon Kenntnis haben konnte.
Mit Art. 65 Abs. 2 StGB besteht nach geltendem Recht die prozessuale M�glichkeit, einen rechtskr�ftig beurteilten Fall wieder aufzunehmen, und zwar insofern, als im Nachgang zur Ausf�llung einer Freiheitsstrafe eine Verwahrung gepr�ft und allenfalls angeordnet werden kann. Die "nachtr�gliche Verwahrung" ist eine Revision zu Ungunsten des Verurteilten (BGE 137 IV 59 E. 5). Sie ist m�glich, sofern sich w�hrend des Strafvollzugs aufgrund von neuen Tatsachen oder Beweismitteln ergibt, dass die Voraussetzungen der Verwahrung schon im Verurteilungszeitpunkt vorgelegen haben, diese dem Gericht aber nicht bekannt sein konnten. Der Anwendungsbereich von Art. 65 Abs. 2 StGB zielt auf die seltenen F�lle, in denen die an sich zul�ssige Anordnung einer Verwahrung im Strafurteil unterblieben ist und sich der Verurteilte w�hrend des Strafvollzugs als hochgef�hrlich erweist (siehe Botschaft BBl 2005, S. 4714; MARIANNE HEER, Basler Kommentar Strafrecht I, 2. Aufl., Basel 2007, Art. 65 N. 20 ff., DIES., Nachtr�gliche Verwahrung - ein gesetzgeberischer Irrl�ufer, AJP 2007, S. 1031 ff., 1033; FELIX BOMMER, Nachtr�gliche Verwahrung als Revision zulasten des Verurteilten, Zur Revisibilit�t von Prognoseentscheidungen, in Festschrift f�r Franz Riklin, Basel 2007, S. 55 ff., S. 58 und 60; zum Zeitpunkt der Gesuchseinreichung FRANZ RIKLIN, Strafen und Massnahmen im �berblick, in: Die Revision des Strafgesetzbuches, Allgemeiner Teil, Z�rich 2006, S. 73 ff., 98; DERS., Revision des Allgemeinen Teils des Strafgesetzbuches: Fragen des �bergangsrechts, in AJP 2006, S. 1471 ff., S. 1481/2).
2.2 Die Revision im Sinne von Art. 65 Abs. 2 StGB ist an vier Voraussetzungen gekn�pft:
2.2.1 Die Revision zu Ungunsten des Verurteilten muss auf Tatsachen oder Beweismitteln beruhen. Unter Tatsachen sind Umst�nde zu verstehen, die im Rahmen des dem Urteil zugrunde liegenden Sachverhalts von Bedeutung sind. Mit Beweismitteln wird der Nachweis von Tatsachen erbracht. Eine Meinung, eine pers�nliche W�rdigung oder eine neue Rechtsauffassung verm�gen die Revision nicht zu rechtfertigen (BGE 137 IV 59 E. 5.1.1).
2.2.2 Die Tatsachen oder Beweismittel, welche die Feststellung erlauben, dass die Voraussetzungen f�r eine Verwahrung erf�llt sind, m�ssen neu sein. Revisionsrechtlich sind Tatsachen oder Beweismittel neu, wenn sie dem fr�her urteilenden Gericht nicht vorgelegen haben, auch nicht als Hypothesen (siehe die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu Art. 397 aStGB und Art. 385 StGB: BGE 130 IV 72 E. 1; vgl. auch BGE 116 IV 353 E. 3a; Urteil 6B_539/2008 vom 8. Oktober 2008 E. 1.2). Im Unterschied zu Art. 385 StGB resp. Art. 397 aStGB ist es bei Art. 65 Abs. 2 StGB von Bedeutung, weshalb das Gericht von der Tatsache oder dem Beweismittel keine Kenntnis hatte. Gem�ss Art. 385 StGB resp. Art. 397 aStGB haben die Kantone die Wiederaufnahme des Verfahrens zu Gunsten des Verurteilten wegen Tatsachen oder Beweismittel zu gestatten, die dem Gericht zur Zeit des fr�heren Verfahrens nicht bekannt waren. Art. 385 StGB resp. Art. 397 aStGB kn�pft alleine an das tats�chliche Fehlen der Kenntnis an. Demgegen�ber kommt die nachtr�gliche Verwahrung nach Art. 65 Abs. 2 StGB - restriktiver - ausschliesslich in Betracht aufgrund von Tatsachen oder Beweismitteln, die im Zeitpunkt der Verurteilung bereits bestanden haben, ohne dass das Gericht davon Kenntnis haben konnte. Als neu im Sinne der genannten Bestimmung gelten daher gem�ss Art. 65 Abs. 2 StGB nur Tatsachen, die dem Gericht nicht bekannt waren und ihm nicht bekannt sein konnten, im Urteilszeitpunkt aber schon bestanden haben. Es geht um Fakten, die f�r das Gericht objektiv unm�glich erkennbar waren (BGE 137 IV 59 E. 5.1.2 mit Hinweisen, eingehend MARIANNE HEER, Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 2011, Rz. 40 zu Art. 410 StPO; siehe auch BOMMER, a.a.O., S. 66).
Ein neues Gutachten kann Anlass zur Wiederaufnahme geben, wenn es neue Tatsachen nachweist oder darzutun vermag, dass die tats�chlichen Annahmen im fr�heren Urteil ungenau oder falsch waren. Dabei kann es sich auch um ein Privatgutachten handeln. Ein neues Gutachten, das lediglich eine von einem fr�heren Gutachten abweichende Meinung vertritt oder zu einer andern W�rdigung gelangt, stellt nicht bereits einen Revisionsgrund dar. Es muss vielmehr mit �berlegenen Gr�nden vom ersten Gutachten abweichen und klare Fehler des fr�heren Gutachtens aufzeigen, die geeignet sind, die Beweisgrundlage des ersten Urteils zu ersch�ttern (Urteil 6P.93/2004 vom 15. November 2004 E. 4; 6S.452/ 2004 vom 1. Oktober 2005 E. 2.2; 6B_539/2008 vom 8. Oktober 2008 E. 1.3). Ein Gutachten wird auch als neues Beweismittel betrachtet, wenn es sich auf neue Erkenntnisse st�tzt oder eine andere (�berlegene) Methode anwendet (BGE 137 IV 59 E. 5.1.2).
2.2.3 Die Voraussetzungen f�r die Verwahrung m�ssen schon im Zeitpunkt der Urteilsf�llung erf�llt gewesen sein. Es kann nicht Aufgabe des Gerichts im Verfahren um Wiederaufnahme sein, ein rechtskr�ftiges Urteil einem seither ver�nderten Sachverhalt anzupassen. Es geht vielmehr lediglich um die Korrektur eines Fehlers im fr�heren Verfahren. Entwicklungen des T�ters im Verlaufe des Vollzugs (beispielsweise Verweigerung der Therapie, Aggressivit�t sowie Drohungen mit k�nftigen Straftaten) k�nnen revisionsrechtlich nicht massgebend sein (BGE 137 IV 59 E. 5.1.3).
2.2.4 Die neu angerufenen Tatsachen und Beweismittel m�ssen erheblich sein (BGE 122 IV 66 E. 2) und f�r sich alleine oder zusammen mit den andern Fakten in ihrer Gesamtheit eine Verwahrung begr�nden. Die dem Urteil zugrunde liegenden Feststellungen m�ssen so ersch�ttert werden, dass aufgrund des ver�nderten Sachverhalts eine Verwahrung wahrscheinlich erscheint (BGE 137 IV 59 E. 5.1.4).
2.3 Die relevanten psychiatrischen Befunde mit der Diagnose einer paranoiden und narzisstischen Pers�nlichkeitsst�rung (ICD-10 F60.0; ICD-10 F60.80) sind erst mit den sachverst�ndigen Begutachtungen vom 24. September 2008 und 30. Juni 2010 festgestellt worden. Die psychischen St�rungen bestanden gem�ss den Gutachten bereits zur Zeit der Taten. Sie waren den kantonalen Gerichtsinstanzen im Erkenntnisverfahren nicht bekannt und konnten ihnen nicht bekannt sein. Der Beschwerdef�hrer wurde zuvor nie begutachtet. Noch in der Beurteilung der IFKGS vom 29. Oktober 2007 wurde ausgef�hrt, dass keinerlei Hinweise best�nden, welche den Schluss auf eine Krankheit oder psychische St�rung des Beschwerdef�hrers zuliessen. Anl�sslich der Verhandlung vor Vorinstanz am 6. Mai 2011 wies die psychiatrische Sachverst�ndige Prof. Dr. B.________ darauf hin, die psychiatrischen Befunde bzw. St�rungen beim Beschwerdef�hrer seien wahrscheinlich deshalb nicht erkannt worden, weil sich keine Fachperson mit ihm auseinandergesetzt habe. Menschen mit Pers�nlichkeitsst�rungen wirkten f�r den Normalbetrachter oft unauff�llig (m�ndliche Gutachtenserg�nzung, Verhandlungsprotokoll vom 6. Mai 2011, S. 3; Gutachten vom 24. September 2008, S. 41). Damit ergeben erst die Gutachten vom 24. September 2008 und 30. Juni 2010 unter Einschluss der m�ndlichen Ausf�hrungen der Gutachterin das Vorliegen der Pers�nlichkeitsst�rungen. Vor diesem Hintergrund kann auch nicht gesagt werden, die Nichteinholung eines Gutachtens im Erkenntnisverfahren beruhe auf einer Nachl�ssigkeit bzw. einem Vers�umnis des damals urteilenden Gerichts. Dieses hatte - wie sich aus der nachvollziehbaren Erkl�rung der Gutachterin zur Nichterkennbarkeit der St�rungen bzw. ihrer Befundtatsachen ergibt - keinen Anlass, eine Begutachtung anzuordnen. Vor diesem Hintergrund bejahte die Vorinstanz das Vorliegen neuer Beweismittel und neuer revisionsrechtlich relevanter Tatsachen (im Sinne eines gutachterlich verifizierten relevanten psychiatrischen Befunds) zu Recht (vgl. HEER, Basler Kommentar Strafrecht I, 2. Aufl., Basel 2007, Art. 65 N. 63; s.a. HANS WALDER, Die Wiederaufnahme des Verfahrens in Strafsachen nach Art. 397 StGB, insbesondere auf Grund eines neuen Gutachtens, in: Berner Festgabe zum Schweizerischen Juristentag 1979, Bern 1979, S. 346).
Damit bleibt dar�ber zu befinden, ob die Verwahrungsvoraussetzungen sowohl heute gegeben sind als auch bereits im damaligen Urteilszeitpunkt vorlagen.
Der Beschwerdef�hrer beging s�mtliche Delikte vor Inkrafttreten des revidierten Massnahmerechts des StGB am 1. Januar 2007. Die nachtr�gliche Anordnung der Verwahrung nach Art. 65 Abs. 2 StGB setzt voraus, dass nicht nur die Voraussetzungen nach Art. 64 StGB im Revisionszeitpunkt erf�llt sind, sondern dass die Verwahrung auch nach Art. 42 oder Art. 43 Ziff. 1 Abs. 2 aStGB m�glich gewesen w�re.
3.1.1 Beim Entscheid �ber die nachtr�gliche Anordnung einer Verwahrung hat sich das Gericht auf eine sachverst�ndige Begutachtung im Sinne von Art. 56 Abs. 3 StGB zu st�tzen. Das Gutachten muss sich zur Notwendigkeit und den Erfolgsaussichten einer Behandlung des T�ters, Art und Wahrscheinlichkeit weiterer m�glicher Straftaten und zu den M�glichkeiten des Vollzugs der Massnahme �ussern (Art. 56 Abs. 3 lit. a, b und c StGB). Hat der T�ter eine Anlasstat gem�ss Art. 64 Abs. 1 StGB begangen, ist die Begutachtung durch einen Sachverst�ndigen vorzunehmen, der den T�ter weder behandelt noch in anderer Weise betreut hat (Art. 56 Abs. 4 StGB). Gem�ss Art. 43 Ziff. 1 Abs. 3 aStGB trifft der Richter seinen Entscheid auf Grund von Gutachten �ber den k�rperlichen und geistigen Zustand des T�ters und �ber die Verwahrungs-, Behandlungs- oder Pflegebed�rftigkeit.
3.1.2 Das Gericht w�rdigt Gutachten grunds�tzlich frei. In Fachfragen darf es davon indessen nicht ohne triftige Gr�nde abweichen, und Abweichungen m�ssen begr�ndet werden. Umgekehrt kann das Abstellen auf nicht schl�ssige Gutachten unter Verzicht auf die gebotenen zus�tzlichen Beweiserhebungen im Sinne von Art. 9 BV willk�rlich sein (BGE 133 II 384 E. 4.2.3; 132 II 257 E. 4.4.1; 130 I 337 E. 5.4.2; 129 I 49 E. 4). Das trifft etwa zu, wenn der Sachverst�ndige die an ihn gestellten Fragen nicht beantwortet, wenn er seine Erkenntnisse und Schlussfolgerungen nicht begr�ndet oder diese in sich widerspr�chlich sind oder wenn die Expertise sonst wie an M�ngeln krankt, die derart offensichtlich und auch ohne spezielles Fachwissen erkennbar sind, dass sie das Gericht nicht h�tte �bersehen d�rfen.
3.1.3 Die Vorinstanz stellt bei der Entscheidfindung auf die Gutachten des FPD der Universit�t Bern vom 24. September 2008 und 30. Juni 2010 unter Einschluss der m�ndlichen Ausf�hrungen der Sachverst�ndigen anl�sslich der Verhandlung vom 6. Mai 2011 ab. Entgegen der Kritik in der Beschwerde sind formelle M�ngel beim Zustandekommen der Gutachten nicht auszumachen. Bei den begutachtenden Sachverst�ndigen des FPD handelt es sich um ausgewiesene Fach�rzte f�r Psychiatrie und Psychotherapie. Sie erf�llen beide die von Art. 56 Abs. 4 StGB und Art. 43 Ziff. 1 Abs. 3 aStGB gestellten Anforderungen (siehe vorstehend E. 1.2.5). Auch inhaltlich ist eine Mangelhaftigkeit der Gutachten nicht erkennbar. Diese legen offen, auf welchen Grundlagen sie beruhen (u.a. die Beurteilung der IFKGS vom 29. Oktober 2007), beschreiben Art und Weise der erfolgten k�rperlichen und psychiatrischen Untersuchungen, enthalten eine detaillierte Anamnese und Fremdanamnese, eine breit abgest�tzte Befunderhebung sowie eine aktuelle und retrospektive Diagnosestellung mit anschliessender umfassender Beantwortung der Beweisfragen. Die Gutachten sprechen sich zu allen relevanten Fragestellungen im Hinblick auf Art. 64 StGB und Art. 43 Ziff. 1 Abs. 2 aStGB aus, namentlich zum psychischen Gesundheitszustand des Beschwerdef�hrers, zur Deliktskausalit�t der psychischen St�rungen, zur R�ckfallgef�hrlichkeit, zur Therapief�higkeit und -bereitschaft sowie zu den Erfolgsaussichten einer psychotherapeutischen station�ren Behandlung und damit im Ergebnis auch zur Verwahrungsbed�rftigkeit des Beschwerdef�hrers (vgl. Gutachten vom 24. September 2008, S. 36-50, S. 51-53; Erg�nzungsgutachten vom 30. Juni 2010, S. 9-10). Die Schlussfolgerungen, welche anl�sslich der m�ndlichen Gutachtenserg�nzung mit einl�sslicher Begr�ndung best�tigt werden (m�ndliche Gutachtenserg�nzung, Verhandlungsprotokoll, S. 2-6) sind kriterienorientiert, sachlich und transparent.
3.1.4 Aus den Gutachten inkl. m�ndlicher Gutachtenserg�nzung ergibt sich nichts, was darauf schliessen liesse, diese seien entsprechend den Behauptungen des Beschwerdef�hrers "unvollst�ndig", "undeutlich", "ungenau" oder "widerspr�chlich" (Beschwerde, S. 28-36, 38). Der Beschwerdef�hrer vermag denn auch keine gewichtigen Tatsachen oder Umst�nde zu nennen, welche die �berzeugungskraft der Expertisen in Frage stellen, geschweige denn ernstlich ersch�ttern w�rden. Seine Kritik verbleibt im Bereich des Unwesentlichen, wenn er beispielsweise geltend macht, seine Arbeitsleistung und sein klagloses Verhalten in der Strafanstalt w�rden nicht gen�gend ber�cksichtigt oder er habe entgegen der Darstellung der Sachverst�ndigen kein Haus in Bosnien geerbt (Beschwerde, S. 31). Er zeigt keine substanziellen M�ngel der Gutachten auf und legt nicht dar, inwiefern sich die angeblich unrichtigen oder ungenauen Annahmen der Sachverst�ndigen auf die rechtlich relevanten Schlussfolgerungen auswirken k�nnten. Ihm nicht genehme Analysen und Fazite der Gutachter (beispielsweise zur R�ckfallgefahr gegen�ber den Eltern unter Ber�cksichtigung der "neuen" famili�ren Situation: Erg�nzungsgutachten vom 30. Juni 2010, S. 10, m�ndliche Gutachtenserg�nzung, Verhandlungsprotokoll, S. 5) ersetzt er in rein appellatorischer Weise durch eigene, ihm g�nstiger und plausibler erscheinende Wertungen (Beschwerde, S. 32). Mit den Erw�gungen der Vorinstanz, welche sich zu den R�gen betreffend formelle und inhaltliche M�ngel der Gutachten einl�sslich �ussert und diese mit stichhaltigen Argumenten verwirft (vgl. Urteil, S. 10-13), befasst sich der Beschwerdef�hrer nicht ausreichend (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG). Er beschr�nkt sich darauf, die im kantonalen Verfahren bereits vorgebrachten Einw�nde gegen die Gutachten zu erneuern und der vorinstanzlichen Beweisw�rdigung lediglich seine eigene abweichende Sicht der Dinge gegen�berzustellen. Damit kann Willk�r (Art. 9 BV) nicht begr�ndet werden.
3.1.5 Zusammenfassend ergibt sich, dass die Vorinstanz auf die Gutachten inklusive m�ndliche Gutachtenserg�nzung ohne Willk�r abstellen und triftige Gr�nde f�r ein Abweichen davon verneinen durfte. Dass sie im angefochtenen Entscheid auf die Beurteilungen der IFKGS erg�nzend Bezug nimmt, (insofern als sie darauf hinweist, s�mtliche angewandten Prognoseinstrumente - also auch die von der IFKGS verwendete Methode nach dem "Dittmannkatalog" - h�tten zu �bereinstimmenden Resultaten betreffend die Risikoeinsch�tzung gef�hrt), ist in keiner Hinsicht zu beanstanden (angefochtenes Urteil, S. 15). Die Einw�nde des Beschwerdef�hrers (Beschwerde, S. 25-28), die IFKGS-Beurteilungen erf�llten die Anforderungen an ein Sachverst�ndigengutachten nicht und st�nden mit Art. 75a i.V.m. Art. 62d Abs. 2 StGB nicht im Einklang, gehen offensichtlich an der Sache vorbei.
3.2 Die Verwahrung von psychisch gest�rten T�tern nach Art. 64 Abs. 1 lit. b StGB und Art. 43 Ziff. 1 Abs. 2 aStGB setzt neben einer relevanten Anlasstat eine f�r die Delinquenz kausale bzw. konnexe psychische St�rung von erheblicher Schwere sowie die ernsthafte Erwartung weiterer Delinquenz ("Taten dieser Art") voraus. Art. 64 Abs. 1 lit. b StGB setzt f�r die Verwahrung ausserdem die Behandlungsunf�higkeit bzw. Unbehandelbarkeit der St�rung voraus. Auch wenn die �brigen Voraussetzungen im Sinne dieser Bestimmung erf�llt sind, ist die Anordnung der Verwahrung unzul�ssig, falls eine Massnahme nach Artikel 59 StGB Erfolg verspricht.
3.3 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, es fehle f�r eine Verwahrung an den Voraussetzungen von Art. 64 Abs. 1 lit. b StGB. Ausserdem erweise sich eine solche als unverh�ltnism�ssig (Beschwerde, S. 38-46).
3.4 Die vom Beschwerdef�hrer begangenen Delikte des qualifizierten Raubs und der Gef�hrdung des Lebens bilden ohne weiteres ausreichende Anlasstaten im Sinne von Art. 64 Abs. 1 lit. b StGB und Art. 43 Ziff. 1 Abs. 2 aStGB. Er hat im Rahmen des Raub�berfalls auf eine Asylbewerberunterkunft f�nf Asylbewerber mit einer durchgeladenen Ordonnanzpistole bedroht und sie mit Klebeband gefesselt, wobei er mindestens eines der Opfer in unmittelbare Lebensgefahr brachte, als sich bei einem Gerangel um die Waffe drei Sch�sse l�sten. Im �brigen erf�llt er nach der zutreffenden Auffassung der Vorinstanz auch die Voraussetzungen gem�ss Art. 42 Ziff. 1 aStGB insofern, als er schon zahlreiche Verbrechen oder Vergehen vors�tzlich ver�bte, die seinen Hang zu solchen Delikten aufzeigen. So hat der Beschwerdef�hrer bereits als 18-J�hriger gemeinsam mit Mitt�tern unter Verwendung eines Messers Raub�berf�lle begangen. Nach Beendigung der Raubhandlungen wurde den jeweiligen Opfern die Bekanntgabe von Name und Adresse abgen�tigt, um sie von einer Anzeigeerstellung abzuhalten (Urteil des Strafgerichts vom 2. Mai 2001). In den Jahren 2003 und 2004 hat der Beschwerdef�hrer, abgesehen vom Raub�berfall auf die Asylbewerberunterkunft, Bet�ubungsmittel verkauft, seinen Vater mit einem Teleskop-Schlagstock w�hrend l�ngerer Zeit geschlagen, seiner Mutter ein Brotmesser an den Hals gehalten und ihr dort sowie an der Hand und am linken Unterschenkel Schnittverletzungen zugef�gt, sie mit dem Knauf des Messers auf den Kopf geschlagen und ihr heftige Kniest�sse versetzt, sowie beiden Eltern mit dem Tod gedroht f�r den Fall, dass sie die Polizei benachrichtigen w�rden.
3.5 Der Beschwerdef�hrer leidet gem�ss den Gutachten an einer narzisstischen und paranoiden Pers�nlichkeitsst�rung, welche in einem mittelbaren Zusammenhang mit den Delikten stehen. Die St�rungen h�tten sich in der Kindheit/Jugend entwickelt und seien seit dem fr�heren Erwachsenenalter (Anfang 20) manifest. Es handle sich um dauerhafte St�rungen, die durch das ganze Leben hindurch getragen w�rden. Das Verhalten des Beschwerdef�hrers erweise sich in vielen pers�nlichen und sozialen Bereichen als unflexibel, unangepasst und unzweckm�ssig. Die Gutachter halten die diagnostizierten St�rungen medizinisch f�r mittelgradig ausgepr�gt. Sie sprechen von verfestigten und dauerhaften Erfahrungs- und Verhaltensmustern des Beschwerdef�hrers und von einer erheblichen Abweichung seines Seelenzustands von der gedachten Durchschnittsnorm (Gutachten vom 24. September 2008, S. 7, 53; m�ndliche Gutachtenserg�nzung, Verhandlungsprotokoll, S. 3, 6). Die Vorinstanz durfte unter diesen Umst�nden von der rechtlichen Relevanz der psychiatrischen Diagnose ausgehen und eine schwere psychische St�rung im Sinne von Art. 64 Abs. 1 lit. b StGB und Art. 43 Ziff. 1 Abs. 2 aStGB annehmen (Urteil des Kassationshofs 6S.427/2005 vom 6. April 2006 E. 2.3 mit Hinweisen; HEER, Basler Kommentar, Strafrecht, Bd. I, Art. 64 Rz. 41 ff.; Basler Kommentar I, Art. 43 Rz. 152 ff.). Ebenso durfte sie gest�tzt auf die Gutachten ohne Bundesrechtsverletzung die Konnexit�t zwischen Anlasstaten und psychischen St�rungen bejahen. Ein indirekter oder mittelbarer Zusammenhang gen�gt sowohl nach altem als auch nach neuem Recht (HEER, Basler Kommentar I, 2. Aufl., Art. 64 Rz. 43; Basler Kommentar I, Art. 43 Rz. 156). Die Kritik in der Beschwerde (S. 37) ist unbegr�ndet.
3.6.1 Gem�ss den Gutachten besteht eine erhebliche, generelle R�ckfallgefahr. Es sei davon auszugehen, dass der Beschwerdef�hrer in Zukunft wieder im Sinne eines "Berufskriminellen" delinquieren werde. Zu erwarten seien mit grosser Wahrscheinlichkeit insbesondere Raubdelikte, wobei Gewalttaten bei Raub�berf�llen namentlich zu bef�rchten seien, wenn sich die Opfer wehrten. Es sei jedoch nicht mit Overkill-Gewalttaten zu rechnen. Dass es im Rahmen einer Auseinandersetzung auch zu einer T�tung kommen k�nnte, sei zwar nicht ausgeschlossen. Es sei jedoch nicht davon auszugehen. Auch gegen�ber den Eltern sei mit �hnlichen Delikten wie bisher zu rechnen, falls sich der Beschwerdef�hrer von diesen bzw. ihren Problemen nicht gen�gend distanzieren k�nne. Es bestehe insoweit eine R�ckfallgefahr f�r N�tigungen und T�tlichkeiten. Die Legalprognose sei insgesamt sehr ung�nstig (Gutachten vom 24. September 2008, S. 49; m�ndliche Gutachtenserg�nzung, Verhandlungsprotokoll, S. 5). Die IFKGS gelangt im Rahmen ihrer Gef�hrlichkeitsbeurteilung auf der Grundlage des "Dittmannkatalogs" zum selben Schluss (vgl. kantonale Akten, IFKGS-Beurteilungen vom 29. Oktober 2007 und 10. November 2008).
3.6.2 Angesichts der hohen Wahrscheinlichkeit weiterer Raubstraftaten im bisherigen Umfang durfte die Vorinstanz ohne Bundesrechtsverletzung eine qualifizierte Gef�hrlichkeit im Sinne von Art. 64 Abs. 1 lit. b StGB und Art. 43 Ziff. 1 Abs. 2 aStGB bejahen. Anlasstaten und zuk�nftige Delikte sind kongruent. Es besteht damit die erhebliche Gefahr weiterer schwerwiegender Straftaten. Der Einwand des Beschwerdef�hrers (Beschwerde, S. 45), er sei kein M�rder oder Sexualstraft�ter, hilft ihm in der Sache ebenso wenig weiter wie das Vorbringen (Beschwerde, S. 24 f.), eine Legal- oder Gef�hrlichkeitsprognose liesse sich gar nicht erstellen. Die Risikobeurteilung bzw. die Einsch�tzung der R�ckfallgefahr ist zwar schwierig, es stehen hierf�r aber etablierte Instrumente zur Verf�gung (vgl. HEER, Basler Kommentar I, 2. Aufl., Basel 2007, Art. 64 Rz. 60 ff.). Vorliegend erfolgte die Beurteilung der R�ckfallgefahr auf der Grundlage verschiedener aktueller, fachlich etablierter Prognoseinstrumente (PCL-R, HCR-20). �ber die Anwendung dieser Instrumente hinaus nahmen die Sachverst�ndigen eine differenzierte Einzelfallanalyse mit einer Gesamtw�rdigung von Tat und T�ter vor. Damit liegt eine umfassende und nachvollziehbare Einsch�tzung der Risikokalkulation vor (vgl. HEER, Basler Kommentar I, 2. Aufl., Basel 2007, Art. 64 Rz. 70 ff.).
3.7.1 Art. 64 Abs. 1 lit. b StGB setzt f�r die Verwahrung psychisch gest�rter, gef�hrlicher T�ter die Behandlungsunf�higkeit bzw. Nichtbehandelbarkeit voraus. Die Verwahrung ist nur zul�ssig, wenn eine Massnahme nach Artikel 59 StGB keinen Erfolg verspricht. Nach der Rechtsprechung ist hievon auszugehen, wenn es unwahrscheinlich oder nicht hinreichend wahrscheinlich erscheint, dass die Gefahr weiterer Straftaten im Sinne von Art. 64 StGB innert f�nf Jahren deutlich verringert werden kann (BGE 134 IV 315 E. 3.4.1; Urteil 6B_92/2010 vom 30. M�rz 2010 E. 4.2). Der Behandlungsprognose kommt bei der (nachtr�glichen) Anordnung einer Verwahrung elementare Bedeutung zu.
3.7.2 Die Vorinstanz geht davon aus, dass eine station�re therapeutische Behandlung nach Art. 59 StGB keinen Erfolg verspricht (angefochtenes Urteil, S. 14). Sie erachtet den Beschwerdef�hrer derzeit als nicht behandelbar. Schwergewichtig stellt sie dabei auf die von den Gutachtern in Frage gestellte Therapierbarkeit des Beschwerdef�hrers im Sinne einer Therapieunwilligkeit ab sowie darauf, dass die diagnostizierten Pers�nlichkeitsst�rungen schwierig zu behandeln, die g�ngigen Therapieverfahren zumindest in Bezug auf st�rungs- und deliktorientierte Behandlungen nicht ausreichend und neue Verfahren in ihrer Wirksamkeit noch nicht belegt sind. Es sei deshalb nicht zu erwarten, dass der Beschwerdef�hrer von einer station�ren Massnahme noch sonderlich profitieren k�nne (Gutachten vom 24. September 2008, S. 52; Erg�nzungsgutachten vom 30. Juni 2010, S. 9).
3.7.3 Nach Lehre und Rechtsprechung sind an die Therapiewilligkeit keine allzu strengen Anforderungen zu stellen. Dies tr�gt dem Umstand Rechnung, dass es gerade aufgrund der psychischen Erkrankung des Betroffenen an der F�higkeit fehlen kann, die Notwendigkeit und das Wesen einer Behandlung abzusch�tzen. Mangelnde Einsicht geh�rt bei schweren, langandauernden St�rungen h�ufig zum typischen Krankheitsbild. Ein erstes Therapieziel besteht daher oft darin, Einsicht und Therapiewilligkeit zu schaffen, was gerade im Rahmen station�rer Behandlungen auch Aussichten auf Erfolg hat (statt vieler Urteil 6B_373/2010 vom 13. Juli 2010 E. 5.5).
3.7.4 Davon muss auch hier ausgegangen werden, zumal die Gutachter - was die Vorinstanz bei der W�rdigung der Behandlungsprognose ausser Acht l�sst - ein "Sich-Einlassen-K�nnen" des Beschwerdef�hrers auf eine individuelle Therapie (mit kognitiven Ans�tzen) nicht auszuschliessen verm�gen. Sie halten eine solche Therapie - bei an sich genereller Verneinung der Therapierbarkeit aufgrund der fixierten Sichtweise des Beschwerdef�hrers (insbesondere m�ndliche Gutachtenserg�nzung, Verhandlungsprotokoll, S. 5) - nicht f�r "unm�glich", sondern einfach f�r "schwierig" (vgl. Erg�nzungsgutachten vom 30. Juni 2010, S. 9; m�ndliche Gutachtenserg�nzung, Verhandlungsprotokoll, S. 3). Die Erarbeitung einer Motivationsbasis sei denkbar, ebenso die Schaffung eines Ver�nderungswillens (m�ndliche Gutachtenserg�nzung, Verhandlungsprotokoll, S. 3). Damit relativieren die Gutachter ihre generellen Aussagen zur Therapieunwilligkeit des Beschwerdef�hrers. Sie sprechen einer station�ren Behandlung mithin nicht jeglichen Erfolg ab. Wohl �ussern sie sich zur Therapierbarkeit des Beschwerdef�hrers im Sinne einer Therapieunwilligkeit sehr skeptisch, nehmen aber entgegen der Vorinstanz nicht Unbehandelbarkeit an, sondern bejahen im Ergebnis wenigstens die Motivierbarkeit. Eine solche Motivierbarkeit kann nach der Rechtsprechung in einer Anfangsphase gen�gen (Urteil 6B_252/2010 vom 22. Juli 2010 E. 2.4 mit weiteren Hinweisen auf Rechtsprechung und Lehre). Dass der Beschwerdef�hrer therapeutische Massnahmen nicht kategorisch ablehnt, zeigt sich im �brigen auch daran, dass er im Strafvollzug von sich aus und ohne entsprechende Verpflichtung einer therapeutischen Betreuung zun�chst in zweiw�chentlichen, sp�ter in w�chentlichen Sitzungen nachging. Dass er diese Betreuung nach acht Monaten abgebrochen hat, weil sie ihn "in dieser Form nicht weiter brachte" bzw. er "sich nicht krank f�hle" (vgl. angefochtenes Urteil, S. 11), mag zwar ein Indiz gegen seine Therapiewilligkeit bilden, stellt aber die Motivierbarkeit nicht in Frage.
3.7.5 Hinzu kommt, dass der heute 29-j�hrige Beschwerdef�hrer, welcher sich seit dem 19. Juli 2005 im Strafvollzug befindet, noch nie einer rechtsgen�glichen therapeutischen Behandlung zugef�hrt wurde. Zwar ist ein vorausgegangener Behandlungsversuch keine gesetzliche Voraussetzung f�r eine Verwahrung. Ob ein Straft�ter behandelbar ist oder nicht, l�sst sich aber unter Umst�nden zuverl�ssig erst entscheiden, wenn ein entsprechender Versuch mit ad�quaten Mitteln unternommen wurde und gescheitert ist (vgl. G�NTER STRATENWERTH, Schweizerisches Strafrecht, Allgemeiner Teil I, Strafen und Massnahmen, 2. Aufl., Bern 2006, � 8 Rz. 8; HEER, Basler Kommentar I, 2. Aufl., Basel 2007, Art. 64 Rz. 106 ff. mit weiteren Hinweisen; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 6S.386/2000 vom 1. September 2000 E. 3d). Davon ist hier mit Blick auf die Ausf�hrungen der Sachverst�ndigen auszugehen.
3.7.6 Unter Ber�cksichtigung dieser Umst�nde und in Anwendung des Verh�ltnism�ssigkeitsprinzips l�sst sich die Anordnung der nachtr�glichen Verwahrung nicht rechtfertigen. Eine solche Massnahme hat Ausnahmecharakter und ist nur mit der gebotenen Zur�ckhaltung anzuordnen. Angesichts der sehr einschneidenden Eingriffe einer Verwahrung in die Pers�nlichkeits- und Freiheitsrechte des Betroffenen ist diese sichernde Massnahme "ultima ratio", was f�r die nachtr�gliche Verwahrung umso mehr gelten muss (vgl. auch BGE 137 IV 51 E. 6.2). Diese liesse sich ohne vorg�ngigen Behandlungsversuch bei einem jungen, noch nie einer therapeutischen Massnahme zugef�hrten Menschen nur vertreten, wenn unwahrscheinlich erschiene, dass eine ad�quate Behandlung innert absehbarer Zeit, d.h. in der Regel innert f�nf Jahren, zu einer das R�ckfallrisiko erkennbar reduzierenden Entwicklung des T�ters f�hrte. Solches kann in Bezug auf den Beschwerdef�hrer mit Blick auf die Ausf�hrungen der Gutachter nicht mit der n�tigen Klarheit gesagt werden.
3.8 Die nachtr�gliche Anordnung der Verwahrung verletzt damit Bundesrecht. Der angefochtene Entscheid ist aufzuheben und die Sache zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Die Vorinstanz wird pr�fen, ob eine station�re Massnahme nach Art. 65 Abs. 1 StGB anzuordnen ist (siehe hierzu insbesondere HEER, Basler Kommentar I, Basel 2007, 2. Aufl., Art. 65 Rz. 96). Art. 59 Abs. 3 StGB sieht hierf�r ausdr�cklich eine Unterbringung in einem sicheren Rahmen vor. Den Sicherheitsinteressen der Allgemeinheit w�re dadurch Rechnung getragen. Unter diesen Umst�nden m�ssen die R�gen des Beschwerdef�hrers in Bezug auf die geltend gemachte Verletzung des v�lkerrechtlichen R�ckwirkungsverbots, des Legalit�tsprinzips und des Doppelbestrafungsverbots nicht behandelt werden.
Die Beschwerde ist teilweise gutzuheissen. Im �brigen ist sie abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Kanton Basel-Stadt den Beschwerdef�hrer im Umfang seines Obsiegens f�r das bundesgerichtliche Verfahren zu entsch�digen (Art. 68 Abs. 1 BGG). Die Entsch�digung wird praxisgem�ss seinem Rechtsvertreter ausgerichtet. Insofern wird das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gegenstandslos. Soweit der Beschwerdef�hrer mit seiner Beschwerde unterliegt, wird er kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG). Das Gesuch um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege kann in diesem Umfang gutgeheissen werden. Seine Bed�rftigkeit ist ausgewiesen (vgl. BGE 125 IV 161 E. 4) und die Beschwerde war nicht von vornherein aussichtslos. Es sind daher keine Kosten zu erheben (Art. 64 Abs. 1 BGG). Dem Vertreter ist aus der Bundesgerichtskasse eine reduzierte Entsch�digung auszurichten (Art. 64 Abs. 2 BGG).
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen, das Urteil des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt vom 6. Mai 2011 aufgehoben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckgewiesen. Im �brigen wird sie abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird, soweit es nicht gegenstandslos geworden ist, gutgeheissen. Dem Beschwerdef�hrer wird Rechtsanwalt Dieter Gysin als unentgeltlicher Rechtsbeistand beigegeben.
Der Kanton Basel-Stadt hat dem Rechtsvertreter des Beschwerdef�hrers f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine Entsch�digung von Fr. 2'000.-- auszurichten.
Dem Rechtsvertreter des Beschwerdef�hrers wird f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine Entsch�digung von Fr. 1'000.-- aus der Bundesgerichtskasse ausgerichtet.

References: Art. 65
 Art. 65
 Art. 65
 Art. 65
 Art. 30
 Art. 6
 Art. 30
 Art. 363
 Art. 56
 BGE 
 Art. 30
 Art. 6
 Art. 29
 Art. 80
 Art. 65
 Art. 65
 Art. 65
 Art. 65
 Art. 65
 Art. 65
 Art. 397
 Art. 385
 BGE 
 BGE 
 Art. 385
 Art. 397
 Art. 65
 Art. 385
 Art. 397
 Art. 385
 Art. 397
 Art. 65
 Art. 65
 Art. 410
 Art. 65
 Art. 397
 Art. 65
 Art. 64
 Art. 42
 Art. 43
 Art. 56
 Art. 64
 Art. 43
 Art. 9
 Art. 56
 Art. 43
 Art. 64
 Art. 43
 Art. 106
 Art. 75
 Art. 62
 Art. 64
 Art. 43
 Art. 64
 Art. 64
 Art. 64
 Art. 43
 Art. 42
 Art. 64
 Art. 43
 Art. 64
 Art. 43
 Art. 64
 Art. 43
 Art. 64
 Art. 43
 Art. 64
 Art. 64
 Art. 64
 Art. 64
 Art. 59
 Art. 64
 BGE 
 Art. 65
 Art. 65
 Art. 59
 BGE