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Timestamp: 2019-12-14 21:10:08+00:00

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Allgemeinverbindlicherklärung 2 | Rechtslupe
Strei­tig­kei­ten über die Wirk­sam­keit einer AVE oder einer ent­spre­chen­den VO nach § 2a Abs. 1 Nr. 5 iVm. § 98 ArbGG sind gemäß § 2a Abs. 2 ArbGG im Beschluss­ver­fah­ren aus­zu­tra­gen. Nach § 83 Abs. 1 Satz 1 ArbGG erforscht das Gericht hier­bei den Sach­ver­halt im Rah­men der gestell­ten Anträ­ge von Amts wegen, wobei
All­ge­mein­ver­bind­li­cherklä­rung eines Tarif­ver­trags – und die ört­li­che Zustän­dig­keit für ihre Anfech­tung
Für ein Nor­men­kon­troll­ver­fah­ren gegen die All­ge­mein­ver­bind­lich­keits­er­klä­rung eines Tarif­ver­tra­ges ist das Lan­des­ar­beits­ge­richt Ber­­lin-Bran­­den­burg gemäß § 98 Abs. 2 ArbGG ört­lich zustän­dig, soweit das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Arbeit und Sozia­les die streit­ge­gen­ständ­li­che All­ge­mein­ver­bind­lich­keits­er­klä­rung erlas­sen hat. Das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Arbeit und Sozia­les hat nach Ziff. 3 der Bekannt­ma­chung über die Sitz­ent­schei­dung der Bun­des­re­gie­rung vom 21.07.1999 in
Die All­ge­mein­ver­bind­lich­keits­er­klä­rung von Tarif­ver­trä­gen nach § 5 TVG ver­stößt ent­ge­gen der in eini­gen Rechts­be­schwer­den ver­tre­te­nen Auf­fas­sung weder gegen Ver­fas­sungs­recht noch gegen die Euro­päi­sche Men­schen­rechts­kon­ven­ti­on. Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts ist das Rechts­in­sti­tut der All­ge­mein­ver­bind­li­cherklä­rung als Norm­set­zung sui gene­ris mit dem Grund­ge­setz ver­ein­bar . Dies gilt auch für die All­ge­mein­ver­bind­li­cherklä­rung von Tarif­ver­trä­gen
Für die Ermitt­lung der sog. Gro­ßen Zahl kam es nach § 5 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 TVG aF auf die Anzahl der unter den Gel­tungs­be­reich des Tarif­ver­trags fal­len­den Arbeit­neh­mer an. Uner­heb­lich war hin­ge­gen, ob die All­ge­mein­ver­bind­li­cherklä­rung mit Ein­schrän­kun­gen hin­sicht­lich des betrieb­li­chen Gel­tungs­be­reichs ergan­gen ist. Die All­ge­mein­ver­bind­lich­keits­er­klä­rung des Tarif­ver­tra­ges ist unwirk­sam, wenn nicht
Die Wirk­sam­keit des Tarif­ver­tra­ges selbst bleibt von der Fest­stel­lung der Unwirk­sam­keit der All­ge­mein­ver­bind­lich­keits­er­klä­rung unbe­rührt und damit des­sen Gel­tung für die Tarif­ge­bun­de­nen nach § 3 TVG. Die Bei­trags­pflicht der tarif­ge­bun­de­nen Arbeit­ge­ber besteht fort und damit auch ein erheb­li­cher Teil der in der Ver­gan­gen­heit erziel­ten Ein­nah­men der Sozi­al­kas­sen des Bau­ge­wer­bes. Glei­ches gilt für
Die All­ge­mein­ver­bind­lich­keits­er­klä­rung von Tarif­ver­trä­gen ist im Ver­hält­nis zu den ohne sie nicht tarif­ge­bun­de­nen Arbeit­ge­bern und Arbeit­neh­mern ein Recht­set­zungs­akt eige­ner Art zwi­schen auto­no­mer Rege­lung und staat­li­cher Recht­set­zung, der sei­ne eigen­stän­di­ge Grund­la­ge in Art. 9 Abs. 3 GG fin­det und nicht an Art. 80 Abs. 1 GG zu mes­sen ist . Weder die All­ge­mein­ver­bind­lich­keits­er­klä­rung eines
Die Fest­stel­lung der Wirk­sam­keit oder Unwirk­sam­keit einer All­ge­mein­ver­bind­lich­keits­er­klä­rung oder Rechts­ver­ord­nung wirkt nach § 98 Abs. 4 Satz 1 ArbGG für und gegen jeder­mann (sog. Erga-omnes-Wir­kung). Inhalt der Ent­schei­dung ist die auf den Zeit­punkt des Erlas­ses der Norm rück­wir­ken­de Fest­stel­lung, dass die All­ge­mein­ver­bind­lich­keits­er­klä­rung oder Rechts­ver­ord­nung rechts­wirk­sam ist oder nicht. Eine ent­spre­chen­de Fest­stel­lung wirkt
Eine Vor­la­ge an den Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on, die die Ver­ein­bar­keit der All­ge­mein­ver­bind­lich­keits­er­klä­rung des VTV mit Uni­ons­recht zum Gegen­stand hät­te, kommt unge­ach­tet der feh­len­den Ent­schei­dungs­er­heb­lich­keit nicht in Betracht. Es fehlt im Hin­blick auf die ange­grif­fe­nen All­ge­mein­ver­bind­lich­keits­er­klä­rung an einem Anknüp­fungs­punkt an das Uni­ons­recht. Eine Vor­la­ge­pflicht des Bun­des­ar­beits­ge­richts als natio­nal letzt­in­stanz­li­chem Gericht
Das Lan­des­ar­beits­ge­richt Ber­­lin-Bran­­den­burg hat die All­ge­mein­ver­bind­li­cherklä­run­gen fol­gen­der Tarif­ver­trä­ge des Bau­ge­wer­bes für wirk­sam gehal­ten: AVE vom 06.07.2015 des Tarif­ver­trags über das Sozi­al­kas­sen­ver­fah­ren im Bau­ge­wer­be (VTV) vom 03.05.2013 AVE vom 06.07.2015 des Bun­des­rah­men­ta­rif­ver­trags für das Bau­ge­wer­be (BRTV) vom 04.07.2002 AVE vom 06.07.2015 des Tarif­ver­trags über die Berufs­bil­dung im Bau­ge­wer­be (BBTV) vom 10.12.2014
Aus­set­zung wegen eines anhän­gi­gen Streits um eine All­ge­mein­ver­bind­li­cherklä­rung
Eine Aus­set­zung nach § 98 Abs. 6 ArbGG kommt im Ver­fah­ren über die nach­träg­li­che Zulas­sung der Revi­si­on nach § 72a ArbGG nicht in Betracht, da die Ent­schei­dung im Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de­ver­fah­ren nicht von der Wirk­sam­keit oder Unwirk­sam­keit einer All­ge­mein­ver­bind­li­cherklä­rung abhängt. Nach § 98 Abs. 6 ArbGG ist ein Rechts­streit aus­zu­set­zen, wenn sei­ne Ent­schei­dung davon
In Nie­der­sach­sen ist der "Lohn- und Gehalts­ta­rif­ver­trag für das nie­der­säch­si­sche Bäcker­hand­werk" dem­nächst all­ge­mein­ver­bind­lich. Das Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um ist der Emp­feh­lung des Tarif­aus­schus­ses für das Land Nie­der­sach­sen nach­ge­kom­men, die für das Ent­gelt wesent­li­chen Rege­lun­gen des Lohn- und Gehalts­ta­rif­ver­tra­ges für das nie­der­säch­si­sche Bäcker­hand­werk für all­ge­mein­ver­bind­lich zu erklä­ren. Damit haben zukünf­tig alle Arbeit­neh­mer im nie­der­säch­si­schen

References: § 2
 § 98
 § 2
 § 83
 § 98
 § 5
 § 5
 § 3
 Art. 9
 Art. 80
 § 98
 § 98
 § 72
 § 98