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Timestamp: 2019-05-19 07:37:32+00:00

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BSG, 25.09.2001 - B 3 KR 3/01 R - dejure.org
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BSG, 25.09.2001 - B 3 KR 3/01 R (https://dejure.org/2001,97)
BSG, Entscheidung vom 25.09.2001 - B 3 KR 3/01 R (https://dejure.org/2001,97)
BSG, Entscheidung vom 25. September 2001 - B 3 KR 3/01 R (https://dejure.org/2001,97)
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Öffentlichrechtliche Rechtsbeziehung zwischen Krankenkassen und ihren Verbänden zu den Leistungserbringern seit 1. 1. 2000 - Nichtanwendung des nationalen Wettbewerbsrechts - Berechtigung der Krankenkassen zum Abschluß von Vereinbarungen über orthopädische Hilfsmittel mit anderen Leistungserbringern (hier: Apothekern)
Öffentlichrechtliche Rechtsbeziehung zwischen Krankenkassen und ihren Verbänden zu den Leistungserbringern seit 1.1.2000 - Nichtanwendung des nationalen Wettbewerbsrechts - Berechtigung der Krankenkassen
Hilfsmittellieferungsvertrag - Orthopädie - Vertragskompetenz - Rahmenvertrag - Hilfsmittel
Vertragskompetenz von Verbänden der Leistungserbringer
Kein Wettbewerbsrecht zwischen Krankenkassen und Leistungserbringern
Wettbewerbsrechtliche Ansprüche im Rahmen von § 69 SGB V
SG Köln, 17.03.1998 - S 9 KR 41/96
LSG Nordrhein-Westfalen, 20.07.2000 - L 16 KR 65/98
BVerfG, 19.06.2002 - 1 BvR 604/02
BSGE 89, 24
NJW-RR 2002, 1691
NZS 2002, 480 (Ls.)
Dies gilt auch für die Frage, ob wettbewerbsrechtliche Ansprüche durch § 69 SGB V ausgeschlossen werden (…vgl. BGH, Urt. v. 2.10.2003 - I ZR 117/01, GRUR 2004, 247, 248 = WRP 2004, 337 - Krankenkassenzulassung; a.A. BSGE 89, 24, 30 = NJW-RR 2002, 1691).
Bei diesem Vorbringen berücksichtigt die Revision jedoch nicht, dass private Unternehmen gegen beeinträchtigendes oder diskriminierendes Verhalten der gesetzlichen Krankenkassen unter Umständen Abwehransprüche mit der Begründung geltend machen können, sie würden dadurch im Recht der freien Berufsausübung (Art. 12 GG) oder der Gleichbehandlung im Wettbewerb (Art. 3 GG) beeinträchtigt (vgl. BSGE 89, 24, 33 f.).
So begründet die Vertragskompetenz der Verbände zum Abschluss von Rahmenverträgen zwar nicht das Recht, den KKn zu untersagen, auch mit anderen Leistungserbringern (Apothekern) eine Vereinbarung über die Abgabe orthopädischer Hilfsmittel abzuschließen (so BSGE 89, 24, 27 ff = SozR 3-2500 § 69 Nr. 1 § 54 ff - zu den Verbänden der Orthopädietechniker im Verhältnis zu den Apothekern), jedoch kann das Vertragsgestaltungsrecht durch untergesetzliche Normen - wie etwa die Richtlinien des GBA - verletzt sein (…BSG SozR 4-2500 § 132a Nr. 3 RdNr 17;… BSG SozR 4-2500 § 125 Nr. 3 RdNr 10 f).
Das BSG hat zur Frage des Rechtsweges grundlegend in seinem Urteil vom 25. September 2001 (- B 3 KR 3/01 R -in SozR 3-2500 § 69 Nr. 1 = BSGE 89, 24;… bestätigt auch mit Urteil vom 13. Mai 2004 - B 3 KR 2/03 R - in SozR 4-2500 § 132a Nr. 1) ausgeführt:.
Im Gegensatz dazu waren das Vertragsarztrecht und das Leistungserbringerrecht der Krankenhäuser seit jeher öffentlich-rechtlich geprägt (…BSGE 86, 166 = SozR 3-2500 § 112 Nr. 1; BSGE 89, 24 = SozR 3-2500 § 69 Nr. 1;… BSG SozR 4-2500 § 69 Nr. 1 RdNr 17, 18;… BSG SozR 4-2500 § 129 Nr. 1 RdNr 12).
Seit der Neufassung des § 69 SGB V durch das GKV-Gesundheitsreformgesetz 2000 (GKV-GRG 2000) vom 22.12.1999 (BGBl I 2626) zum 1.1.2000 sind die Rechtsbeziehungen der Krankenkassen zu sämtlichen Leistungserbringern, also den Krankenhäusern, Vertragsärzten, Apotheken und allen sonstigen nichtärztlichen Leistungserbringern, ausschließlich sozialversicherungsrechtlicher Natur und damit dem öffentlichen Recht zuzuordnen (BT-Drucks 14/1245 S 67 f; BSGE 89, 24, 30 f = SozR 3-2500 § 69 Nr. 1;… BSG SozR 4-2500 § 69 Nr. 1 RdNr 14, 17, 18).
Mit der Abgabe vertragsärztlich verordneter Arzneimittel erfüllt die Krankenkasse ihre im Verhältnis zum Versicherten bestehende Pflicht zur Krankenbehandlung nach § 27 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 und § 31 SGB V (BT-Drucks 14/1245 S 67 f; dazu näher BSG SozR 3-2500 § 69 Nr. 1 S 9 f; Krauskopf in: Krauskopf, Soziale Krankenversicherung/Pflegeversicherung, Stand: Februar 2009, § 69 SGB V RdNr 2, 4).
Die Regelung des § 433 Abs. 2 BGB ist hier allerdings über § 69 Satz 3 SGB V nur in Analogie anwendbar, weil zumindest seit der Neufassung des § 69 SGB V zum 1. Januar 2000 (dazu vgl BSGE 89, 24 = SozR 3-2500 § 69 Nr. 1) die Rechtsbeziehungen zwischen Apothekern und KKn ausschließlich öffentlich-rechtlicher Natur sind (§ 69 Satz 1 SGB V).
Zu Sinn und Zweck der Neuregelung und ihren Folgen hat der Senat bereits in seinem Urteil vom 25. September 2001 - B 3 KR 3/01 R - (BSGE 89, 24 = SozR 3-2500 § 69 Nr. 1) Stellung genommen: Die Neuregelung diente der Beseitigung einer unklaren Rechtslage, und zwar in prozessualer und materieller Hinsicht gleichermaßen.
Damit hat der Gesetzgeber für die Zeit ab 2000 das ausschließlich öffentlich-rechtliche Regime für die Rechtsbeziehungen der Krankenkassen zu allen zugelassenen Leistungserbringern angeordnet, und zwar unabhängig davon, ob die Rechtsbeziehungen zu den einzelnen Gruppen der Leistungserbringer bis dahin als öffentlich-rechtlich (zB Ärzte, Zahnärzte) oder als zivilrechtlich (…zB Heilmittelerbringer, Hilfsmittellieferanten, vgl BSGE 79, 28 = SozR 3-2500 § 125 Nr. 5;… SozR 3-2500 § 125 Nr. 6) angesehen wurden (BSGE 89, 24, 31 = SozR 3-2500 § 69 Nr. 1).
§ 69 SGB V regelt lediglich das Verhältnis des Sozialrechts zum privaten Wettbewerbsrecht (vgl. hierzu BSGE 89, 24 ff.).
Die Beklagte zu 2. ist - wie bereits unmittelbar aus dem Text hervorgeht - als Apothekerin Leistungserbringerin im Sinne dieser Vorschrift (§ 129 SGB V;… vgl. Krauskopf, SGB V, § 69 Rdnr. 2.1; s. auch BSG NJW-RR 2002, 1691).
Wie weit diese Vorschrift im Übrigen reicht (s. der Verweis des BSG NJW-RR 2002, 1691 auf den Fall BGH NJW 2001, 3411 - Kompressionsstrümpfe), kann daher offen bleiben.
Dementsprechend ist in der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts (NJW-RR 2002, 1691; BSGE 87, 95 zum Kartellrecht; in einer nicht tragenden Erwägung noch anders BSGE 86, 223 zum Kartellrecht) und weiten Teilen der Literatur (Boecken NZS 2000, 269; Knispel NZS 2001, 466) anerkannt, dass u.a. das UWG auf derartige Fallgestaltungen nicht mehr anwendbar ist (ebenso Urteil des OLG Düsseldorf - Kartellsenats - vom 30.04.2003 - U (Kart) 39/01).
2. Soweit aus verfassungsrechtlichen oder sozialrechtlichen Gründen ein Schutz von Leistungserbringern vor Ungleichbehandlungen oder sonstigen Kompetenzüberschreitungen durch die Krankenkasse in Betracht kommt (vgl. BSG NJW-RR 2002, 1691 unter II.2.a.E.; Boecken NZS 2000, 269 unter III.; Knispel NZS 2001, 466 unter II.1.), ist der Rechtsschutz zwar vom jeweils zuständigen Gericht zu prüfen (vgl. § 17 Abs. 2 S. 1 GVG).
LSG Rheinland-Pfalz, 25.07.2005 - L 5 ER 57/05
Krankenkassenverband - Arzneimittelversorgung - keine Berechtigung zum Abschluss …
LSG Hamburg, 01.08.2007 - L 1 KR 16/06
Wettbewerbsrecht - Unzulässige Werbung durch Krankenkasse für niederländische …
LSG Bayern, 02.09.2002 - L 4 B 174/02
Klagebefugnis der Verbände zur Sozialgerichtsbarkeit; Verletzung der …
LSG Nordrhein-Westfalen, 27.11.2003 - L 2 KR 16/03
OVG Niedersachsen, 17.09.2002 - 11 LC 150/02
Medizinprodukt; zur Betreibereigenschaft
LSG Nordrhein-Westfalen, 20.09.2004 - L 16 B 4/04
LSG Nordrhein-Westfalen, 24.07.2003 - L 5 B 22/03
LSG Nordrhein-Westfalen, 09.02.2005 - L 2 B 26/04
LG Kiel, 27.07.2005 - 16 O 60/05
Rechtswegbestimmung: Wettbewerbsverstoß durch den Leistungserbringer einer …
SG München, 01.07.2004 - S 2 KN 74/03
Berücksichtigung von Kosten für die Hinzuziehung einer Anwaltskanzlei im …
LSG Thüringen, 03.11.2003 - L 6 KR 556/03
Möglichkeit der direkten und individuellen Abrechnung von …
SG Saarbrücken, 28.02.2006 - S 23 KR 500/05
Krankenversicherung - Krankenkasse - unverzügliche Ausstellung der …
SG Leipzig, 13.01.2006 - S 8 KR 466/05
Umfang der Sozialgerichtsbarkeit über privatrechtliche Streitigkeiten in …

References: § 69
 § 69
 § 69
 § 54
 § 132
 § 125
 § 69
 § 132
 § 112
 § 69
 § 69
 § 129
 § 69
 § 69
 § 69
 § 27
 § 31
 § 69
 § 69
 § 433
 § 69
 § 69
 § 69
 § 69
 § 125
 § 125
 § 69

§ 69
 § 69
 BGH 
 § 17