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Timestamp: 2013-05-23 15:23:17+00:00

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Bekommt Südafrika eine 50% - Minensupersteuer ?
Dienstag, 26. Juni 2012 | 18:00
Miningscout 26 / 06 / 2012
Bekommt S&uuml;dafrika eine 50% - Minensupersteuer ?
Geht man von einer Eingabe der Regierungspartei im &bdquo;African National Congress&ldquo; ( ANC ) aus, dann sollten alle Minenbetreiber, deren Unternehmensgewinn &uuml;ber 15% liegt, diese zu sp&uuml;ren bekommen. Die Regierungspartei verspr&auml;che sich davon Mehreinnahmen von rd. 40 Mrd. Rand f&uuml;r die Regierung, sowie eine gr&ouml;&szlig;ere Beteiligung des afrikanischen Volkes an den Erfolgen des Minensektors. Sie folgt dabei einem internen Report des ANC &uuml;ber die staatliche Intervention im Minensektor ( SIMS).
Bereits am 5. Februar 2012 wurde erstmals &uuml;ber eine Parteidiskussion &uuml;ber diese &bdquo;Supersteuer&ldquo; berichtet. Damals noch unter den Vorgaben die Regierungsabgaben ( Royalty ) von 4% auf 1% zu senken, sowie alle Unternehmen einzubeziehen, deren Unternehmensgewinne 22% &uuml;berschreiten. Im Februar wurden auch noch zus&auml;tzlich 50% auf Ver&auml;u&szlig;erungen von Minenlizenzen zur Unterbindung von Spekulationen gefordert.
Dieser Vorschlag wird nun am 26. Juni 2012 erneut auf politischer Ebene diskutiert. Unbekannt sind zur Stunde jedoch Details zu einzelnen Diskussionspunkten &uuml;ber die Einf&uuml;hrung der 50%-Supersteuer hinaus.
Mehr als 50 Minengesellschaften w&auml;ren unmittelbar davon betroffen. Darunter so bekannte Namen wie: De Beers, Anglo Gold, Goldfields, Wesizwe, Xtrata, Rio Tinto, BHP Billiton und Anglo Platinum. Nat&uuml;rlich laufen derzeit alle Unternehmen dagegen Sturm. Abwanderungen, Stilllegung von Minen, Freisetzung von Arbeitskr&auml;ften w&auml;ren nach Meinungen der Unternehmensspitzen die Folgen bei einer Einf&uuml;hrung dieser Gesetzes&auml;nderung. Dies h&auml;tte im schlimmsten Fall einen v&ouml;lligen Kollaps der Minenindustrie zur Folge.
Die Kammer der Minengesellschaften reagiert ebenfalls aufgebracht und weist dieses Ansinnen auf Steuererh&ouml;hungen entschieden zur&uuml;ck, mit dem Argument, dass die Kalkulationen, auf denen dieser Antrag basiert, durch keine Fakten untermauert seien sondern lediglich auf einer allgemeinen Fiskalstudie f&uuml;r den Minensektor beruhen. Weiters hat die Kammer kritisiert, dass die Einf&uuml;hrung eines &bdquo;Superministeriums&ldquo;, wie anscheinend ebenfalls im derzeitigen Vorschlag enthalten, keine positiven Aspekte br&auml;chte, sondern ausschlie&szlig;lich die vorhandenen und ohnehin klaren Strukturen verw&auml;ssern w&uuml;rde.
Die Kammer berichtet weiters, dass im Jahr 2010 der Minensektor das Bruttonationalprodukt mit 15,3% Exportanteil, sowie rd. 3% an Gesamtbesch&auml;ftigten unterst&uuml;tzte. Lediglich 12,7 Mrd. Rand ( rd. 2,6% ) w&auml;ren an Dividenden geflossen. F&uuml;r die Kammer besteht somit kein Grund f&uuml;r eine derart &uuml;berzogene Steuerforderung.
Laut einer Untersuchung durch das Fraser Institut lag S&uuml;dafrika 2006 bei Mineninvestitionen noch an der 37. Stelle von 64 L&auml;ndern und Gebieten. 2010 lag S&uuml;dafrika nur mehr an 67. von 79 untersuchten L&auml;ndern und Gebieten. S&uuml;dafrika h&auml;tte somit aus unserer Sicht alle Gr&uuml;nde &bdquo;investitionsfreundliche&ldquo; Rahmenbedingungen zu schaffen und nicht Gegenteiliges zu forcieren, denn nach wie vor steht S&uuml;dafrika an der Spitze aller L&auml;nder mit den gr&ouml;&szlig;ten Ressourcenwerten weltweit.
Quelle : Report der Citigroup aus 2010
Ob der parteipolitische Druck auf die Gesetzgebung Erfolg zeitigen wird, oder ob sich die wirtschaftlichen &Uuml;berlegungen behaupten werden, ist zur Stunde noch offen. Eines steht jedoch bereits heute fest. Sollten sich die Begierden der Parteipolitik durchsetzen, so werden die Risiko- und Investitionsbetrachtungen f&uuml;r S&uuml;dafrika neu zu bewerten sein. Doch noch ist kein Gesetz beschlossen und es besteht noch Hoffnung f&uuml;r die Minenindustrie. Der Miningscout wird jedenfalls weiter an der Story dran bleiben und aktuell berichten.

References: § 26
 § 26
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 § 37
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