Source: http://www.eltern-in-dresden.de/elternweb/ewd_entwicklungsprobleme/ewd_trennung_scheidung/ewd_umgangsrecht.html
Timestamp: 2018-07-23 15:37:34+00:00

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Vaterschaftstest und -anerkennung
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Das Umgangsrecht im Überblick: Wem steht das Umgangsrecht zu?
Umgangsrecht des Kindes:
In erster Linie ist das Umgangsrecht ein eigenes Recht des Kindes, § 1684 Absatz 1 BGB. Gibt es Probleme beim Umgangsrecht, kann sich das Kind kostenlos beim Jugendamt beraten lassen.
Umgangsrecht der Eltern:
Derjenige Elternteil, bei dem das Kind nicht wohnt, hat ein Umgangsrecht mit dem Kind. Es macht keinen Unterschied, ob die Eltern miteinander verheiratet sind oder nicht.
Lassen sich verheiratete Eltern scheiden, so entscheidet das Gericht grundsätzlich nicht über das Umgangsrecht. Nur dann, wenn einer der Eltern eine gerichtliche Entscheidung ausdrücklich beantragt, entscheidet der Richter (§ 1671 Absatz 1 BGB).
Das Familiengericht kann auf Antrag das Umgangsrecht eines Elternteils einschränken oder ausschließen, wenn dies zum Wohle des Kindes erforderlich ist (§ 1684 Abs. 4 BGB).
Umgangsrecht von Großeltern, Geschwistern und früheren Stiefeltern:
Großeltern und Geschwister haben ein Recht auf Umgang mit dem Kind, wenn dieses dem Wohl des Kindes dient (§ 1685 Absatz 1 BGB).
Umgangsrecht sonstiger Personen:
Gleiches wie unter Nr. 3 gilt für den Ehegatten oder früheren Ehegatten eines Elternteils, der mit dem Kind längere Zeit in häuslicher Gemeinschaft gelebt hat (§ 1685 Absatz 2 BGB).
Neben dem Sorgerecht ist das Umgangsrecht eines der wichtigsten für eine gedeihliche Entwicklung der Kinder von Geburt an. Nach § 1684 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch)- Umgang des Kindes mit den Eltern- ist jedes Elternteil berechtigt und verpflichtet den Umgang mit seinem Kind zu pflegen dabei ist es unerheblich, ob die Eltern miteinander verheiratet sind. Aber auch für das Kind ist das Umgangsrecht mit beiden Elternteilen (Mutter und Vater) nach §1626 BGB  Elterliche Sorge, Grundsätze- einklagbar.
Mutter ist nach §1591 BGB die Frau, die das Kind geboren hat.
Vater ist nach § 1592 BGB, wer
1. zum Zeitpunkt der Geburt mit der Mutter des Kindes verheiratet ist,
2. die Vaterschaft anerkannt hat oder
3. dessen Vaterschaft nach § 1600d oder gerichtlich festgestellt ist.
Weitere Fragen zur Vaterschaft regeln die §§ 1594 bis 1600 BGB.
Der § 1685 BGB Umgang des Kindes mit anderen Bezugspersonen- regelt das Umgangsrecht für weitere Bezugspersonen, wie z.B. Großeltern und Geschwister.
Ein Recht auf Umgang haben das Kind und jeder Elternteil, der aber auch die Pflicht zum Umgang mit seinem Kind hat. Ebenfalls ein Recht auf Umgang haben, wenn das Kind mit ihnen entsprechende Bindung aufgebaut hat und es dem Wohl des Kindes dient, die Großeltern, die Geschwister, die Stiefeltern und die Pflegeeltern des Kindes.
Im Mittelpunkt der Umgangsregelungen sollte immer das Kind stehen, auch wenn die Eltern zuerst denken, vor unüberwindbaren Barrieren zu stehen. Die Regelungen sollten für alle Seiten machbar sein und keine ungleichen Belastungen bringen.
Es gibt keine festen Regeln, wie der Umgang zu gestalten ist. Folgende Grundsätze sollten die Beteiligten jedoch berücksichtigen:
1. Wann wo und wie oft findet der Umgang mit dem Kind statt.
2. Wer ist für was verantwortlich z.B. abholen, bringen
3. Wo ist das Kind zu Höhepunkten (Fest- und Geburtstage, Urlaub, Ferien).
4. Was will das Kind.
Die Kontakte sollten dem jeweiligen Alter des Kindes angepasst werden. Für jüngere Kinder empfiehlt es sich erfahrungsgemäß, die Kontakte regelmäßig in kurzen Zeitabständen und mit geringer Zeitdauer zu gestalten. Mit zunehmendem Alter können die Intervalle und Zeiteinheiten vergrößert werden. Außerdem müssen dann auch die veränderten Bedingungen, wie Kindergarten, Schule, Freizeitaktivitäten etc. beachtet werden. Je älter das Kind wird, um so mehr sind seine Bedürfnisse zu berücksichtigen. Es bildet sich seine eigene Meinung, wird selbstbestimmter. Der Umgangsberechtigte sollte versuchen dem Kind Partner zu sein und vermeiden zu klammern.
Neue Partner der Umgangsberechtigten sind für das Kind keine Ersatzmütter oder Ersatzväter. Sie können allenfalls gute Partner werden. Dazu ist viel Geduld, Geschick und Fingerspitzengefühl erforderlich. Das Kind hat seine eigene Beziehungskompetenz.
Umsetzung des Umgangsrechtes
Umgangsberechtigte sollten sich grundsätzlich zuerst im gegenseitigen Einvernehmen und/oder Aushandeln auf die Modalitäten des Umganges mit dem Kind einigen, auch wenn das nach einer gerade vollzogenen Trennung bzw. Scheidung schwer erscheinen mag. Die Regeln sollten möglichst schriftlich niedergelegt werden.
Sollte dies nicht gelingen, kann man sich an den für den Wohnsitz des Kindes zuständigen Stadtteilsozialdienst - ASD - wenden (siehe Infobox rechts). In schwierigen Fällen wird dann auch das Familiengericht eingeschaltet. Das entscheidet dann auch auf Grundlage der § 49a FGG (Gesetz über freiwillige Gerichtsbarkeit) und § 50 FGG u. a. über die Bestellung eines Rechtspflegers für das Kind.
Bundesweit können Adressen von Beratungsstellen in Wohnnähe nach den Stichworten "Ehe-, Familien- und Lebensberatung (einschl. Beratung bei Trennung und Scheidung)", "Familienberatung" und "Lebensberatung" unter www.dajeb.de/suchmask.php gesucht werden. Die Adressen aller Jugendämter in Deutschland finden Sie hier.
Die vorstehende Problematik ist auch Bestandteil der UNO - Konvention für Rechte des Kindes besonders in den Artikeln 9, 10 und 11. Leider findet diese Konvention in vielen Ländern nicht oder nur beschränkt Anwendung. So ist es bei länderübergreifenden Umgangs- und Sorgerechtsproblemen unerlässlich kompetente, mit dem jeweiligen Landesrecht vertraute Juristen einzuschalten. Auskunft darüber geben z.B. die Rechtsanwaltskammern http://www.brak.de/fuer-verbraucher/
Dresdner Ansprechpartner für Regelung des Umgangsrechts :
Zuständigkeit nach Wohnsitz des Kindes:
ASD Altstadt & Plauen
Tel.: 488 68 80
ASD Neustadt & Klotzsche (mit Langebrück, Weixdorf, Marsdorf, Schönborn): Hoyerswerdaer Str. 3
Tel.: 4 88 66 40
ASD Pieschen
Tel.: 4 88 55 11
ASD Blasewitz & Loschwitz (mit Schönfelder Hochland)
Grundstr.3
Tel.: 4 88 12 61
ASD Leuben & Prohlis
Tel.: 4 88 83 40
ASD Cotta (mit Cossebaude, Oberwartha, Mobschatz, Gompitz und Altfranken) Lübecker Straße 121
Tel. 4 88 57 40
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References: § 1684
 § 1684
 §1626
 §1591
 § 1592
 § 1600
 § 1685
 § 49
 § 50