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Timestamp: 2016-10-25 08:43:50+00:00

Document:
1A.123/2003 (07.06.2004)
1A.123/2003
1P.345/2003 /gij
alle vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Patrick Sch�nb�chler,
Gemeinderat Arth, 6415 Arth, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Adrian Kennel,
Erschliessungsplanung,
Verwaltungsgerichtsbeschwerde (1A.123/2003) und Staatsrechtliche Beschwerde (1P.345/2003) gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Schwyz, Kammer III, vom 17. April 2003.
Die Erschliessungsplanung der Gemeinde Arth (mit �bersichtsplan, Reglement und Bericht) wurde vom 6. Mai 2002 bis zum 4. Juni 2002 �ffentlich aufgelegt. Dagegen erhoben A.________ sowie weitere Anwohner des Weiherwegs Einsprache. Am 16. September 2002 wies der Gemeinderat Arth s�mtliche Einsprachen ab.
Gegen den Einspracheentscheid erhoben die Einsprecher Beschwerde an den Regierungsrat des Kantons Schwyz. Dieser �berwies die Beschwerden gest�tzt auf � 52 der Verordnung vom 6. Juni 1974 �ber die Verwaltungsrechtspflege (VRP) zum Entscheid an das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz. Das Verwaltungsgericht f�hrte einen Augenschein durch und wies am 17. April 2003 die Beschwerden ab, soweit es darauf eintrat.
Gegen den verwaltungsgerichtlichen Entscheid erheben A.________ sowie 11 weitere Personen staatsrechtliche Beschwerde und Verwaltungsgerichtsbeschwerde ans Bundesgericht. Sie beantragen, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen; eventualiter sei die Bundesrechtswidrigkeit des Entscheides festzustellen.
Das Verwaltungsgericht Schwyz beantragt, auf die staatsrechtliche Beschwerde sei nicht einzutreten; die Verwaltungsgerichtsbeschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Der Gemeinderat Arth schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde; die staatsrechtliche Beschwerde sei bis zum Vorliegen des Genehmigungsentscheids des Regierungsrats zur Erschliessungsplanung der Gemeinde Arth zu sistieren; eventualiter sei auf sie nicht einzutreten.
Das Bundesamt f�r Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) kommt in seiner Vernehmlassung zum Ergebnis, der angefochtene Entscheid sei bundesrechtskonform.
Mit Verf�gung vom 10. Juli 2003 wurde das Gesuch der Beschwerdef�hrer um Gew�hrung der aufschiebenden Wirkung abgewiesen.
Am 7. Dezember 2003 stimmten die Stimmberechtigten der Gemeinde Arth der Erschliessungsplanung zu. Mit Beschluss vom 16. M�rz 2004 wurde sie vom Regierungsrat des Kantons Schwyz genehmigt.
Im zweiten Schriftenwechsel hielten die Beschwerdef�hrer an ihren Antr�gen fest. Der Gemeinderat Arth beantragt nunmehr die Abweisung beider Beschwerden.
Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid �ber die Erschliessungsplanung der Gemeinde Arth, einem Nutzungsplan i.S.v. Art. 14 ff. des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 �ber die Raumplanung (RPG; SR 700). Dieser ist inzwischen von den Stimmberechtigten angenommen, vom Regierungsrat genehmigt und verbindlich geworden, so dass ein zul�ssiges Anfechtungsobjekt vorliegt.
1.1 Gegen Nutzungspl�ne steht grunds�tzlich nur die staatsrechtliche Beschwerde ans Bundesgericht offen (Art. 34 Abs. 3 RPG). Allerdings wenden sich die Beschwerdef�hrer ausschliesslich gegen die vorgesehene Erschliessung der P�dagogischen Hochschule Zentralschweiz (PHZ) und der benachbarten Berufsschule, vor allem wegen der von ihnen bef�rchteten L�rmimmissionen der neuen Erschliessungsstrasse. Ihre R�ge, die geplante Erschliessungsstrasse verletze Bundesumweltrecht, ist im Verfahren der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu beurteilen (Art. 54 des Bundesgesetzes �ber den Umweltschutz vom 7. Oktober 1983 [SR 814.01; USG] i.V.m. Art. 97 OG). Gleiches gilt f�r die damit eng zusammenh�ngenden planungsrechtlichen R�gen (BGE 123 II 88 E. 1a/cc S. 92 mit Hinweisen).
Zu dem im Rahmen der Verwaltungsgerichtsbeschwerde �berpr�fbaren Bundesrecht geh�rt auch das Bundesverfassungsrecht, soweit die R�ge eine Angelegenheit betrifft, die in die Sachzust�ndigkeit der eidgen�ssischen Rechtspflegeinstanzen f�llt (BGE 123 II 9 E. 2 S. 11; 122 II 373 E. 1b S. 375). Dies trifft zu f�r die von den Beschwerdef�hrern erhobenen R�gen der Verletzung der Garantie auf ein unabh�ngiges und unparteiisches Gericht (Art. 30 Abs. 1 BV), der Rechtsverweigerung (Art. 29 Abs. 1 BV) und der Verletzung des rechtlichen Geh�rs (Art. 29 Abs. 2 BV).
K�nnen somit s�mtliche R�gen im Verfahren der Verwaltungsgerichtsbeschwerde gepr�ft werden, bleibt f�r die subsidi�re staatsrechtliche Beschwerde (Art. 84 Abs. 2 OG) kein Raum; auf sie ist somit nicht einzutreten.
1.2 Zur Erschliessung der PHZ sieht der angefochtene Erschliessungsplan die Verlegung und den Ausbau des bestehenden Eisenbahnwegs vor. Dieser soll neu entlang dem Weiherweg, in kurzer Entfernung zu den Wohnungen der Beschwerdef�hrer, verlaufen. Die Beschwerdef�hrer sind damit mehr als jedermann von der angefochtenen Verf�gung betroffen und zur Beschwerde legitimiert (Art. 103 lit. a OG).
Die Beschwerdef�hrer r�gen zun�chst die Verletzung ihres Anspruchs auf ein unabh�ngiges und unparteiisches Gericht (Art. 30 Abs. 1 BV). Am angefochtenen Entscheid habe die Verwaltungsrichterin Ruth Miksovic mitgewirkt, die in Goldau wohne und der Parteileitung der SP Arth-Goldau angeh�re, d.h. derselben Partei wie der f�r die Erschliessungsplanung zust�ndige Gemeinderat Rudolf Frei. Eine Erschliessungsplanung sei ein Dorfpolitikum und sei mit Sicherheit parteiintern diskutiert worden. Damit l�gen Umst�nde vor, die geeignet seien, Misstrauen in die Unparteilichkeit der Richterin zu wecken, d.h. diese sei als befangen zu erachten.
Die Beschwerdef�hrer machen selbst nicht geltend, dass Ruth Miksovic dem Gemeinderat Arth, einer gemeinder�tlichen Kommission oder einem anderen Gremium angeh�rt habe, das sich mit der Erschliessungsplanung befasst habe. Es wird auch nicht behauptet, die Verwaltungsrichterin habe sich - vor oder nach dem angefochtenen Entscheid - �ffentlich zur Erschliessungsplanung der Gemeinde Arth ge�ussert. Die blosse Tatsache, dass sie - auch in leitender Stellung - Mitglied einer politischen Partei ist, die im Gemeinderat Arth vertreten ist und deren Gemeinder�te an der angefochtenen Erschliessungsplanung mitgewirkt haben, gen�gt nicht, um den Anschein der Voreingenommenheit der Richterin zu begr�nden.
Erweist sich die R�ge der Verletzung von Art. 30 Abs. 1 BV somit als unbegr�ndet, kann offen bleiben, ob die Beschwerdef�hrer den Ausstand der Richterin schon fr�her h�tten beantragen m�ssen.
Materiell machen die Beschwerdef�hrer geltend, die vorgesehene Erschliessung der PHZ �ber den Eisenbahnweg werde zu unzul�ssigen L�rmimmissionen f�hren. Dies pr�ft das Bundesgericht grunds�tzlich mit freier Kognition. Allerdings ist das Bundesgericht an den vom Verwaltungsgericht festgestellten Sachverhalt gebunden, es sei denn, dieser sei offensichtlich unrichtig, unvollst�ndig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt worden (Art. 105 Abs. 2 OG).
3.1 Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist die l�rmrechtliche Beurteilung schon im Rahmen der Nutzungsplanung vorzunehmen, wenn der Plan - wie im vorliegenden Fall - die Anlage bereits weitgehend festgelegt und wesentliche Elemente der k�nftigen Baubewilligung vorweg nimmt (BGE 118 Ib 66 E. 2a S. 73; Entscheid 1A.355/1996 vom 20. August 1997, URP 1998 S. 145 ff. E. 6d; Robert Wolf, in: USG-Kommentar, N 9 zu Art. 25).
3.2 Der bestehende Eisenbahnweg f�hrt von der G�terstrasse (die entlang den Bahngleisen der SBB verl�uft) durch das Areal eines Unternehmens hindurch; er wird zurzeit nur zur Erschliessung dieses Gel�ndes und als Fussweg benutzt. Neu soll der Eisenbahnweg entlang der Grundst�cksgrenze des Unternehmens, dem Weiherweg und dem H�gelweg verlaufen; er soll mit einem Trottoir versehen werden und der Erschliessung der Kantonalen Berufsschule und der PHZ dienen. Damit �ndert die Strasse sowohl ihre Linienf�hrung, ihr Aussehen als auch ihre Funktion, weshalb sie vom Verwaltungsgericht zu Recht als neue Anlage qualifiziert worden ist.
Die L�rmimmissionen einer neuen ortsfesten Anlage m�ssen so weit begrenzt werden, als dies technisch und betrieblich m�glich und wirtschaftlich tragbar ist (Art. 11 Abs. 2 USG, Art. 7 Abs. 1 lit. a der L�rmschutz-Verordnung vom 15. Dezember 1986 [LSV; SR 814.41]). Die von der Strasse allein ausgehenden L�rmimmissionen d�rfen die Planungswerte nicht �berschreiten (Art. 25 Abs. 1 USG, Art. 7 Abs. 1 lit. b LSV). Dar�ber hinaus darf der Betrieb der neuen Strasse nicht dazu f�hren, dass durch die Mehrbeanspruchung bestehender Strassen die Immissionsgrenzwerte �berschritten bzw., bei bereits sanierungsbed�rftigen Strassen, wahrnehmbar st�rkere L�rmimmissionen erzeugt werden (Art. 9 LSV).
3.3 Das Verwaltungsgericht ging davon aus, dass der massgebliche Planungswert f�r Strassenverkehrsl�rm an allen l�rmempfindlichen R�umen entlang des Eisenbahnwegs eingehalten werde. Es st�tzte sich hierf�r auf den L�rmnachweis der Firma Spaargaren + Partner AG vom 8. Juli 2002. Dieser prognostiziert - ausgehend von einem Verkehrsaufkommen von 550 Fahrzeugen/Tag - Beurteilungspegel (Lr) von 46.5 dB(A) am Tag und von 36.5 dB(A) in der Nacht bei dem dem Eisenbahnweg am n�chsten gelegenen Beurteilungspunkt. Damit seien nicht nur die Planungswerte f�r die gemischte Wohn- und Gewerbezone (Empfindlichkeitsstufe III) und Industriezone (Empfindlichkeitsstufe IV) eingehalten, sondern sogar der Planungswert der Empfindlichkeitsstufe II deutlich unterschritten. Selbst wenn von einer unwahrscheinlichen Verkehrsbelastung von 1000 Fahrzeugen/Tag ausgegangen werde, w�rde der Beurteilungspegel am Tag lediglich 51.9 dB(A) und in der Nacht 39.1 dB(A) betragen, d.h. den Planungswert der Empfindlichkeitsstufe II unterschreiten.
Die Beschwerdef�hrer bestreiten diese Prognose, weil der L�rmnachweis weder den quartierinternen Verkehr noch den Verkehr am Abend und an den Wochenenden zu den Sportanlagen ber�cksichtigt habe. Das Verwaltungsgericht hat jedoch festgehalten, dass dieser Verkehr sich mit Sicherheit weit unter 450 Fahrzeugen/Tag bewegen werde, der Gesamtverkehr also keinesfalls die im L�rmgutachten ber�cksichtigten 1000 Fahrzeuge/Tag �berschreiten werde. Diese Annahme erscheint realistisch und wird auch von den Beschwerdef�hrern nicht substantiiert bestritten.
3.4 Die Beschwerdef�hrer machen weiter geltend, das Verwaltungsgericht habe den bestehenden Eisenbahnl�rm nicht mitber�cksichtigt und damit Art. 8 USG verletzt.
Der in Art. 8 USG festgelegte Grundsatz der ganzheitlichen Betrachtungsweise beruht auf der Erkenntnis, dass einzelne Belastungen der Umwelt h�ufig f�r sich alleine betrachtet von geringer Bedeutung sind, aber durch ihr Zusammentreffen zu ernsthaften Beeintr�chtigungen f�hren k�nnen. M�glich sind kumulative Effekte (bei denen sich die Wirkungen verschiedener Einwirkungen summieren), synergistische Effekte (bei denen sich die Wirkungen verschiedener Einwirkungen �ber die blosse Summierung hinaus verst�rken) und R�ckkoppelungseffekte, die Auswirkungen auf andere Umweltbereiche haben (Heribert Rausch/Peter M. Keller, USG-Kommentar, N. 1 zu Art. 8; Alain Griffel, Die Grundprinzipien des schweizerischen Umweltrechts, Rz. 345 S. 255 f.). Diese Erscheinungen machen es erforderlich, Einwirkungen nicht isoliert, sondern auch auf ihr m�gliches Zusammenwirken oder ihre denkbare mehrfache Wirkung in der Umwelt zu beurteilen. In diesem Sinne gilt Art. 8 USG als verbindliche Anweisung sowohl f�r den Erlass von Verordnungen als auch von Verf�gungen (Botschaft zu einem Bundesgesetz �ber den Umweltschutz vom 31. Oktober 1979, BBl 1979 III 749 ff., insbes. S. 785).
Einer Gesamtbetrachtung sind jedoch in vielen F�llen wissenschaftlich-technische Grenzen gesetzt (Beatrice Wagner Pfeifer, Umweltrecht I, 2. Aufl., S. 157; Rausch/Keller, a.a.O., N. 12 zu Art. 8 USG; Andr� Schrade/Theo Loretan, USG-Kommentar, N. 14a zu Art. 13 USG). Bislang bestehen - wie auch das BUWAL in seiner Vernehmlassung best�tigt - weder im In- noch im Ausland gesicherte und geeignete fachliche Grundlagen f�r die Beurteilung der Kumulation verschiedenartiger Ger�usche. Deshalb beschr�nkt sich Art. 40 Abs. 2 LSV f�r die Beurteilung der Immissionsgrenzwerte darauf, die Summierung gleichartiger L�rmimmissionen vorzuschreiben. Strassen- und Eisenbahnverkehr werden dagegen einzeln und unabh�ngig voneinander nach verschiedenen Anh�ngen der LSV bewertet. Diese Regelung wurde in BGE 126 II 522 (E. 37e S. 565) als gesetzeskonform best�tigt, weil es im Bereich des L�rmschutzes auch heute noch am notwendigen Instrumentarium f�r eine Gesamtbetrachtung der L�rmsituation fehle.
Somit hat das Verwaltungsgericht Art. 8 USG nicht verletzt, als es keine Gesamtbeurteilung der L�rmbelastung am Eisenbahnweg unter Einbezug des Eisenbahnl�rms vorgenommen hat.
3.5 Schliesslich machen die Beschwerdef�hrer geltend, dass der durch den Eisenbahnweg verursachte Mehrverkehr zu wahrnehmbar st�rkeren L�rmissionen entlang der Park- und Bahnhofstrasse f�hren werde, was Art. 9 lit. b LSV verletze.
3.5.1 Das Verwaltungsgericht ging davon aus, dass der Ausbau des Eisenbahnwegs nur insofern zu einem Mehrverkehr auf dem �bergeordneten Strassennetz f�hren werde, als dadurch neu auch die PHZ erschlossen werden solle. Da die PHZ in der N�he des Bahnhofs liege, mit �ffentlichen Verkehrsmitteln gut erschlossen werde und nur 75 (bewirtschaftete) Parkpl�tze vorgesehen seien, sch�tzte es diesen Mehrverkehr auf ca. 200 Fahrten/Tag. Davon w�rden ca. 40% via Parkstrasse und ca. 60% via Bahnhofstrasse (evtl. Sonneggstrasse) - Gotthardstrasse fahren. Dies bedeute eine zus�tzliche Belastung der Parkstrasse mit ca. 80 Fahrten und der Bahnhof- und Gotthardstrasse mit ca. 120 Fahrten. Angesichts der bereits bestehenden Belastung dieser Strassen (8100 Personenwageneinheiten[PWE]/Tag am Knotenpunkt Bahnhofstrasse/Parkstrasse; 7'500 PWE/Tag auf der Bahnhofstrasse und 11'600 PWE/Tag auf der Gotthardstrasse gem�ss Verkehrsz�hlung 1997), entspreche dies einem Mehrverkehr von weniger als 2%. Es sei deshalb nicht mit wahrnehmbar st�rkeren L�rmimmissionen im Sinne von Art. 9 lit. b LSV zu rechnen.
3.5.2 Die Beschwerdef�hrer bestreiten dies. Sie machen zun�chst geltend, der Mehrverkehr sei falsch berechnet worden, weil der Quartier- und der Freizeitverkehr nicht ber�cksichtigt worden seien. Da jedoch der Eisenbahnweg neben den kantonalen Schulen nur wenige Geb�ude erschliesst, ist kaum mit Quartierverkehr zu rechnen. Allf�lliger Freizeitverkehr zu den Aussensportanlagen der PHZ wird ausserhalb der Stosszeiten bzw. am Wochenende anfallen und jedenfalls nicht erheblich ins Gewicht fallen. Die Sch�tzung des Verwaltungsgerichts, wonach der durch die Eisenbahnstrasse verursachte Mehrverkehr auf den �bergeordneten Strassen nur wenige Prozente betragen werde, ist deshalb ohne weiteres vertretbar.
Dies g�lte auch dann, wenn - wie die Beschwerdef�hrer geltend machen - die Verkehrserhebungen aus dem Jahre 1997 veraltet sein sollten und der allgemeine Verkehr in Goldau zwischenzeitlich zugenommen h�tte: In diesem Fall fiele der durch den Eisenbahnweg induzierte Mehrverkehr erst Recht nicht ins Gewicht.
Nicht stichhaltig ist sodann der Einwand der Beschwerdef�hrer, das Verwaltungsgericht h�tte den Mehrverkehr aufgrund verschiedener im Dorfkern von Goldau geplanten Gross�berbauungen ber�cksichtigen m�ssen: Da diese nicht durch den Eisenbahnweg erschlossen werden sollen, sind sie bei Beurteilung des durch diese Strasse verursachten Mehrverkehrs nicht zu ber�cksichtigen.
Schliesslich ist es auch f�r die l�rmschutzrechtliche Beurteilung unmassgeblich, ob die Park- und die Bahnhofstrasse "Reserven" aufweisen: Art. 9 lit. b LSV, auf den sich die Beschwerdef�hrer berufen, setzt ja gerade voraus, dass es sich um sanierungsbed�rftige Strassen handelt, bei denen die Immissionsgrenzwerte bereits �berschritten sind.
3.5.3 Die Beschwerdef�hrer ziehen sodann die vom Verwaltungsgericht angef�hrte Erfahrungsregel in Zweifel, wonach eine Verkehrszunahme um weniger als 25% einer Zunahme des Verkehrsl�rms von weniger als 1 dB(A) entspreche und nicht wahrnehmbar sei. Das BUWAL best�tigt diese Regel in seiner Vernehmlassung grunds�tzlich, pr�zisiert aber, dass nach Anhang 3 Ziff. 35 LSV bei der Ermittlung des Beurteilungspegels eine Pegelkorrektur in Funktion der absoluten Verkehrsmengen ber�cksichtigt werde; dies bedeute, dass bei geringen Verkehrsmengen eine Verkehrszunahme von 25% eine L�rmzunahme von mehr als 1 dB(A) bewirken k�nne. Im vorliegenden Fall geht es jedoch um die Zunahme des Verkehrsl�rms auf den bereits stark belasteten Hauptverkehrsstrassen von Goldau und um einen prognostizierten Mehrverkehr von wenigen Prozenten. Damit wirkt sich die vom BUWAL vorgenommene Pr�zisierung auf die Beurteilung des vorliegenden Falles nicht aus.
3.6 Nach dem Gesagten erweist sich die vom Verwaltungsgericht vorgenommene l�rmschutzrechtliche Beurteilung als bundesrechtskonform.
Die Beschwerdef�hrer erheben sodann verschiedene planungsrechtliche R�gen und damit zusammenh�ngende Verfahrens- und Sachverhaltsr�gen. Das Bundesgericht pr�ft frei, ob Verfassungsrecht, namentlich die Verfahrensgarantien der Bundesverfassung, verletzt worden sind. Dagegen kann es die planungsrechtliche Abw�gung und den ihm zugrunde liegenden Sachverhalt grunds�tzlich nur unter dem Blickwinkel des Willk�rverbots �berpr�fen.
4.1 Die Beschwerdef�hrer werfen dem Verwaltungsgericht zun�chst vor, seine Kognition zu stark eingeschr�nkt zu haben und ihnen damit das Recht verweigert zu haben.
Das Verwaltungsgericht ging davon aus, dass ihm als erster Beschwerdeinstanz volle �berpr�fungsbefugnis zukomme, d.h. es auch die richtige Handhabung des Ermessens �berpr�fen k�nne (� 55 Abs. 2 lit. a und b VRP). Allerdings sei das Planungsermessen der Gemeinde zu beachten. Das Gericht m�sse pr�fen, ob dieses richtig und zweckm�ssig ausge�bt worden sei, jedoch immer im Bewusstsein seiner spezifischen Rolle als kantonale Rechtsmittelinstanz und nicht als kommunale Planungsinstanz. Die �berpr�fung habe sich sachlich in dem Umfang zur�ckzuhalten, als es um lokale Anliegen gehe, bei deren Wahrnehmung Sachn�he, Ortskenntnis und �rtliche Demokratie von Bedeutung sein sollten. Sie habe aber so weit auszugreifen, dass die �bergeordneten, vom Kanton zu sichernden Interessen einen angemessenen Platz erhielten. Die Rechtsmittelbeh�rde habe sich zudem institutionell auf ihre Kontrollfunktion zu beschr�nken, d.h. sie d�rfe nichts Neues sch�pfen, sondern sie habe die kommunale Planung an einem Sollzustand zu messen. Unter mehreren verf�gbaren und zweckm�ssigen L�sungen k�nne die Gemeinde w�hlen. Die �bergeordnete Beh�rde habe dann einzuschreiten, wenn die vorgesehene L�sung aufgrund �berkommunaler �ffentlicher Interessen als unzweckm�ssig erscheine oder den f�r die Raumplanung wegleitenden Grunds�tzen und Planungszielen nicht entspreche.
Diese Ausf�hrungen entsprechen der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zur Kognition der ersten Beschwerdeinstanz gem�ss Art. 33 Abs. 3 lit. b RPG und der gebotenen R�cksichtnahme auf die Autonomie der Planungsbeh�rde (vgl. BGE 127 II 238 E. 3b/aa S. 242 mit Hinweisen; Heinz Aemisegger/Stephan Haag, RPG-Kommentar, Art. 33 Rz. 56) und sind nicht zu beanstanden.
4.2 Konkret werfen die Beschwerdef�hrer dem Verwaltungsgericht vor, das dem Erschliessungsplan zugrunde liegende Verkehrskonzept der Gemeinde nicht in die Pr�fung mit einbezogen und gepr�ft zu haben, ob die beabsichtigte Erschliessung der Bauzonen �berhaupt m�glich und zweckm�ssig sei. Insbesondere sei nicht gepr�ft worden, ob die weiterf�hrenden �ffentlichen Strassen (Park-, Bahnhof- und Gotthardstrasse) in technischer, verkehrssicherheitsm�ssiger und umweltrechtlicher Hinsicht hinreichend seien und den durch den Eisenbahnweg entstehenden Mehrverkehr aufnehmen k�nnten. Das Verwaltungsgericht habe sich mit der Aussage des Gutachters, wonach f�r den Linkseinbieger-Verkehr von der Bahnhof- in die Gotthardstrasse (Richtung Autobahnauffahrt) keine Leistungsreserve mehr bestehe, nicht auseinandergesetzt und damit das rechtliche Geh�r der Beschwerdef�hrer verletzt.
4.2.1 Der umstrittene Erschliessungsplan soll die Groberschliessung von Bauzonen durch die Gemeinde sicherstellen, die Etappierung und Reihenfolge der Groberschliessung anhand eines Ausbauprogramms festlegen und den Kostenanteil der Gemeinde f�r die einzelnen Verkehrsanlagen festsetzen (Art. 1 Abs. 1 Reglement zum Erschliessungsplan vom 29. April 2002). Demgem�ss legt der Erschliessungsplan verbindlich die Anlagen der Groberschliessung fest. Dagegen kommt ihm hinsichtlich der Basiserschliessung (Grunderschliessung) der Gemeinde nur orientierende Funktion zu (Art. 4 Abs. 2 und 3 Reglement).
Die von den Beschwerdef�hrern im kantonalen Verfahren geltend gemachten Verkehrsprobleme im Dorfkern von Goldau betreffen die Park-, Bahnhof- und Gotthardstrasse, d.h. Anlagen der Basiserschliessung, denen die Funktion einer Haupt- oder Verbindungsstrasse zukommt. Diese sind, wie das Verwaltungsgericht zutreffend dargelegt hat, nicht Gegenstand des umstrittenen Erschliessungsplans. Das Verwaltungsgericht hat deshalb seine Pr�fung zu Recht auf die Frage beschr�nkt, ob die neuen Groberschliessungsanlagen (namentlich der Eisenbahnweg) zu zus�tzlichem Verkehr f�hren, der das �bergeordnete Strassennetz belastet.
4.2.2 Das Verwaltungsgericht sch�tzte den Mehrverkehr durch die Erschliessung der PHZ auf den �bergeordneten Strassen willk�rfrei auf weniger als 2 % des bisherigen Verkehrsaufkommens (vgl. oben, E. 3.5.2). Der Mehrverkehr sei damit minimal und werde zu keiner wahrnehmbaren Versch�rfung der Verkehrssituation f�hren.
Diese Einsch�tzung deckt sich mit den Ausf�hrungen des Verkehrsexperten am Augenschein: Auch er nahm an, dass der Verkehr von der PZH keine wahrnehmbaren Auswirkungen auf die bestehende Verkehrssituation im Dorfkern haben werde; die bestehenden Verkehrsprobleme seien anderen Ursprungs (Protokoll S. 6 unten).
Dann aber durfte das Verwaltungsgericht ohne Verletzung des rechtlichen Geh�rs der Beschwerdef�hrer davon absehen, sich n�her mit bestehenden Verkehrsproblemen und Engp�ssen, wie z.B. dem Linkseinbieger-Verkehr von der Bahnhof- in die Gotthardstrasse, auseinanderzusetzen, die unabh�ngig von der Erschliessung der PHZ bestehen und durch diese nicht wesentlich versch�rft werden.
4.3 Schliesslich r�gen die Beschwerdef�hrer Rechtsverweigerung und Willk�r bei der W�rdigung der verschiedenen Erschliessungsvarianten. Sie machen geltend, die Gemeinde sei ohne triftigen Grund von den vom Verkehrsgutachter vorgeschlagenen Erschliessungsvarianten abgewichen. Das Verwaltungsgericht habe die verschiedenen Erschliessungsvarianten nicht ausreichend gepr�ft. Es sei zu Unrecht davon ausgegangen, dass die beiden Erschliessungsvarianten des Verkehrsgutachters im Vergleich zu der vom Gemeinderat gew�hlten Erschliessung zu keinerlei Minderverkehr im Dorfkern f�hren w�rden. Es h�tte sodann nicht auf die Meinungs�usserung des Verkehrsgutachters an der Parteiverhandlung abstellen d�rfen, wonach die Erschliessung der PHZ �ber den Eisenbahnweg eine "praktisch gleichwertige L�sung" sei, da der Gutachter nicht als Zeuge einvernommen worden sei. Das Verwaltungsgericht habe auch verkannt, dass beim zu erstellenden Eisenbahnweg mehr Wohnungen (Mehrfamilienh�user) und mehr Leute von den Immissionen betroffen sein w�rden als beim Ist-Zustand (Erschliessung �ber Sonnegg- und Zaystrasse). Der Ist-Zustand gen�ge f�r die Erschliessung der PHZ und der Berufsschule; insbesondere sei die Zaystrasse nicht �berlastet.
4.3.1 Das Gutachten der Bigler AG vom 24. September 2001 hatte verschiedene Erschliessungsvarianten (ohne die Variante Ausbau des Eisenbahnwegs) verglichen und empfohlen, die PHZ �ber die Sonneggstrasse-Zaystrasse bzw. Zaystrasse-G�terstrasse-Rigistrasse zu erschliessen (Variante 3, Ist-Zustand), eventuell mit Einbahnverkehr auf der Zaystrasse (Variante 6).
Die Verkehrsplanungskommission der Gemeinde entschied sich statt dessen f�r eine Erschliessung �ber den Eisenbahnweg. F�r sie war auschlaggebend, dass der Eisenbahnweg nur kurz der Grenze zu einer Wohnzone folge, ansonsten jedoch durch Gewerbe- bzw. Industriezonen f�hre; dagegen f�hrten Zay- und Sonneggstrasse durch Wohnquartiere, in denen sich auch zwei Primarschulh�user und zwei Kinderg�rten befinden. Sodann sei der Einm�ndungsbereich der Zay- in die Sonneggstrasse sehr un�bersichtlich; f�r eine Sanierung des Einm�ndungsbereichs m�sse Land im Wege der Enteignung erworben werden. Zudem sei die Zaystrasse gem�ss Verkehrserhebung vom 22. Mai 2001 bereits heute zu 78% ausgelastet und w�re, wenn sie auch die PHZ erschliessen m�sste, an Werktagen zu �ber 100% ausgelastet.
Das Verwaltungsgericht hielt fest, dass die von der Gemeinde bevorzugte Erschliessung �ber den Eisenbahnweg dem Grundsatz von Art. 3 Abs. 3 lit. b RPG besser entspreche, wonach Wohngebiete vor sch�dlichen oder l�stigen Einwirkungen wie Luftverschmutzung, L�rm und Ersch�tterungen m�glichst verschont bleiben sollen. Der Verkehrsgutachter habe am Augenschein best�tigt, dass diese Erschliessung und die von ihm in seiner Studie vorgesehenen Varianten praktisch gleichwertig seien. Schliesslich werde der Verkehr von Richtung Ausserschwyz/Sattel/Steinen zu den kantonalen Schulen auch bei der von den Beschwerdef�hrern favorisierten Erschliessung �ber die Parkstrasse verlaufen und damit den Dorfkern belasten.
4.3.2 Diese Ausf�hrungen lassen keine Willk�r erkennen:
Auch wenn der Verkehr zu und von der PHZ relativ bescheiden sein wird, ist es nicht zu beanstanden, wenn dieser Verkehr nicht durch ein Wohnquartier, sondern an dessen Rand entlang geleitet werden soll. Der Einwand der Beschwerdef�hrer, am Eisenbahnweg seien mehr Personen von den L�rmimmissionen betroffen als an der Zaystrasse, ist nicht belegt und �bersieht zudem, dass bei einer Erschliessung �ber die Zaystrasse auch das Wohnquartier entlang der Sonneggstrasse st�rker belastet w�rde als bei der von der Gemeinde vorgesehenen Erschliessung.
Es ist nicht ersichtlich, weshalb das Verwaltungsgericht die �usserungen des Verkehrsgutachters am Augenschein (auf die auch die Beschwerdef�hrer massgeblich abstellen) nicht h�tte verwenden d�rfen: Zu den zul�ssigen Beweismitteln im verwaltungsgerichtlichen Verfahren z�hlen Ausk�nfte der Parteien und von Drittpersonen (� 24 Abs. 1 lit. b VRP), die auch m�ndlich eingeholt werden k�nnen.
Die Erw�gung des Verwaltungsgerichts, dass auch bei den von den Beschwerdef�hrern bevorzugten Erschliessungsvarianten zumindest ein Teil des Verkehrs weiter �ber die Parkstrasse verlaufen w�rde, ist nicht willk�rlich. Angesichts der minimalen Auswirkungen des von der PHZ verursachten Mehrverkehrs auf die Verkehrssituation im Dorfkern, war das Verwaltungsgericht nicht verpflichtet, weitere Abkl�rungen zur Frage vorzunehmen, welche Erschliessungsvariante f�r die Entlastung des Dorfkerns die bessere sei.
4.4 Nach dem Gesagten durfte das Verwaltungsgericht ohne Willk�r davon ausgehen, dass die von der Gemeinde vorgesehene Erschliessung der PHZ eine angemessene L�sung sei. Die Wahl unter mehreren zur Verf�gung stehenden angemessenen L�sungen musste es der Gemeinde als Planungsbeh�rde �berlassen (vgl. oben, E. 4.1).
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde erweist sich somit als unbegr�ndet. Auf die staatsrechtliche Beschwerde ist nicht einzutreten. Bei diesem Ausgang des Verfahrens tragen die Beschwerdef�hrer die Gerichtskosten (Art. 156 OG). Die Gemeinde Arth hat als obsiegende Beh�rde keinen Anspruch auf eine Parteientsch�digung (Art. 159 Abs. 2 OG).
Dieses Urteil wird den Beschwerdef�hrern, dem Gemeinderat Arth und dem Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz, Kammer III, sowie dem Bundesamt f�r Umwelt, Wald und Landschaft schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 14
 Art. 97
 Art. 30
 Art. 25
 Art. 7
 Art. 7
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 13
 Art. 40
 BGE 
 Art. 8
 Art. 9
 Art. 9
 Art. 9
 Art. 33
 BGE 
 Art. 33
 Art. 3