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Timestamp: 2019-12-07 12:17:22+00:00

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BFH, 08.11.1972 - VI R 257/71 - dejure.org
BFH, 08.11.1972 - VI R 257/71
https://dejure.org/1972,240
BFH, 08.11.1972 - VI R 257/71 (https://dejure.org/1972,240)
BFH, Entscheidung vom 08.11.1972 - VI R 257/71 (https://dejure.org/1972,240)
BFH, Entscheidung vom 08. November 1972 - VI R 257/71 (https://dejure.org/1972,240)
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Einkünfte nach der Rechtsvorschrift - Verfügbarkeit - Erzielung der Einkünfte - Zahlungen für Personensteuern
BFHE 107, 436
DB 1973, 312
BStBl II 1973, 143
Zur Begründung trägt er im Wesentlichen vor: Das angefochtene Urteil stehe --soweit der Begriff der Einkünfte in Rede stehe-- nicht im Einklang mit der zu dem gleichlautenden Begriff der Einkünfte in § 32 Abs. 2 Nr. 2 EStG 1965 und in § 33a Abs. 1 Satz 3 und Abs. 2 Satz 2 EStG ergangenen ständigen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs --BFH-- (BFH-Urteile vom 8. November 1972 VI R 257/71 BFHE 107, 436, BStBl II 1973, 143; vom 8. Mai 1992 III R 66/90, BFHE 167, 534, BStBl II 1992, 900; vom 6. April 1990 III R 131/85, BFHE 160, 490, BStBl II 1990, 885; vom 2. August 1974 VI R 148/71, BFHE 114, 37, BStBl II 1975, 139; vom 17. Oktober 1980 VI R 98/77 BFHE 132, 34, BStBl II 1981, 158, und vom 23. September 1980 VI R 53/79, BFHE 131, 486, BStBl II 1981, 92).
Dazu hat der BFH im Urteil in BFHE 107, 436, BStBl II 1973, 143, 144 ausgeführt, bei der Auslegung des § 32 Abs. 2 Nr. 2 letzter Satz EStG 1965 sei der Begriff der Einkünfte mit dem in § 2 Abs. 4 EStG (jetzt § 2 Abs. 2 EStG) verwendeten Begriff gleichbedeutend.
BFH, 05.08.1977 - VI R 187/74
Pflegekindschaftsverhältnis zwischen Geschwistern; der von Versorgungsbezügen …
Die Einkünfte des Bruders, die nach der Rechtsprechung des BFH im systematischen Zusammenhang des EStG zu sehen seien (Urteile vom 8. November 1972 VI R 257/71, BFHE 107, 436, BStBl II 1973, 143, VI R 24/72, BFHE 107, 441, BStBl II 1973, 145, VI R 8/71, BFHE 107, 444, BStBl II 1973, 142, und vom 10. November 1972 VI R 314/70, BFHE 107, 457, BStBl II 1973, 147), betrügen 4 883 DM (Waisengeld 7 716, 67 DM abzüglich Versorgungsfreibetrag 1 929, 17 DM, Weihnachtsfreibetrag 100 DM, Arbeitnehmerfreibetrag 240 DM).
Im Urteil VI R 257/71 hat der Senat ausgeführt, unter "Bezügen" seien solche Einnahmen usw. zu verstehen, die nicht im Rahmen der einkommensteuerlichen Einkunftsermittlung erfaßt werden, also nichtsteuerbare oder im einzelnen (z. B. in den §§ 3 bis 3 b EStG 1974) für steuerfrei erklärte Einnahmen usw. Der Teil der Versorgungsbezüge, der nach § 19 Abs. 3 EStG 1974 steuerfrei bleibt (Versorgungsfreibetrag) wird aber in diesem Sinne im Rahmen der einkommensteuerlichen Einkunftsermittlung erfaßt.
Schon aus dem Urteil des Senats VI R 257/71 ist erkennbar, daß der Senat auch im Falle der sog. Gewinneinkünfte (§ 2 Abs. 4 Nr. 1 EStG 1974) keine Ausnahme für gerechtfertigt hält, soweit es sich etwa um Abschreibungen, Rückstellungen, Teilwertabschreibungen usw. handelt, die zulässigerweise den für steuerliche Zwecke ermittelten Gewinn gemindert haben.
Der Senat hat bereits im Urteil VI R 257/71 darauf hingewiesen, daß die steuerlichen Einkünfte grundsätzlich auch nicht zuungunsten des Kindes um bei der Einkunftsermittlung zu berücksichtigende Freibeträge, Pauschbeträge oder sonstige Steuervergünstigungen (z. B. Sonderabschreibungen) erhöht werden dürften.
Diese zu § 33a EStG ergangene Rechtsprechung - bestätigt durch Urteil vom 22. Juli 1988 III R 175/86 (BFHE 154, 115, BStBl II 1988, 939) - findet auch im Rahmen des § 32 EStG Anwendung (vgl. BFH-Urteil in BFHE 114, 37, BStBl II 1975, 139, unter Hinweis auf die Entscheidung vom 8. November 1972 VI R 257/71, BFHE 107, 436, BStBl II 1973, 143).
So hat es der BFH in seiner Entscheidung vom 8. November 1972 VI R 257/71 (BFHE 107, 436, BStBl II 1973, 143), die durch das Urteil in BFHE 154, 115, BStBl II 1988, 939 bestätigt wurde, abgelehnt, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen des Unterstützungsempfängers bei der Ermittlung der Einkünfte i.S. des § 33a Abs. 1 Satz 3 EStG zu berücksichtigen.
BFH, 23.09.1980 - VI R 53/79
Ausbildungsfreibetrag - Zeiträume
Der Begriff "Einkünfte" hingegen wird im Einkommensteuerrecht grundsätzlich auf das Jahr bezogen gesehen, so daß die Begrenzung durch den Relativsatz für diesen Begriff nicht verständlich wäre (so schon der Senat zu § 32 Abs. 2 Nr. 2 letzter Satz EStG 1965 im Urteil vom 8. November 1972 VI R 257/71, BFHE 107, 436, BStBl II 1973, 143, sowie zu § 33 a Abs. 1 Satz 3 EStG 1967 im Urteil vom 1. März 1974 VI R 43/71, BFHE 111, 514, BStBl II 1974, 339).
Der Senat hat § 32 Abs. 2 Nr. 2 letzter Satz EStG 1965, der § 33a Abs. 2 Satz 2 EStG in dem hier streitigen Punkt weitestgehend entsprach, dahingehend ausgelegt, daß sich der Relativsatz "die zur Bestreitung geeignet sind" nur auf "Bezüge" bezieht (BFHE 107, 436, BStBl II 1973, 143).
Diese Rechtsprechung ist indessen durch die BFH-Urteile in BFHE 107, 436, BStBl II 1973, 143 und in BFHE 107, 444, BStBl II 1973, 142 sowie - speziell zu § 33 a Abs. 1 Satz 3 EStG - in BFHE 111, 514, BStBl II 1974, 339 überholt.
Es war daher vom Standpunkt des Gesetzgebers folgerichtig, den Abzugsbetrag des § 33a Abs. 1 Satz 1 EStG nur dann zu kürzen, wenn die Bezüge zur Bestreitung des Unterhalts auch tatsächlich bestimmt oder wenigstens geeignet sind (vgl. BFH-Urteil vom 8. November 1972 VI R 257/71, BFHE 107, 436, 440, BStBl II 1973, 143).
BFH, 02.08.1974 - VI R 148/71
Zur Anrechnung von Unterhaltsbeträgen des Sozialamts als "andere Bezüge" der …
Nach der neueren Rechtsprechung des Senats (vgl. Urteile vom 8. November 1972 VI R 257/71, BFHE 107, 436, BStBl II 1973, 143, und VI R 24/72, BFHE 107, 441, BStBl II 1973, 145) sind unter "Einkünften" im Sinne des § 32 Abs. 2 Nr. 2 letzter Satz EStG die Einkünfte nach § 2 Abs. 4 EStG zu verstehen, während unter dem Begriff "Bezüge, die zur Bestreitung des Unterhalts bestimmt oder geeignet sind", alle Einnahmen usw. fallen, die nicht im Rahmen der einkommensteuerlichen Einkunftsermittlung erfaßt werden, also nichtsteuerbare oder für steuerfrei erklärte Einnahmen.
Der Senat hat im Urteil VI R 257/71 betont, daß im gleichen Sinne auch die Worte "Einkünfte" und "Bezüge" in § 33a Abs. 1 Satz 3 EStG auszulegen sind und daß insoweit an der davon abweichenden bisherigen Rechtsprechung (vgl. Urteil des Senats vom 31. Januar 1958 VI 207/57 U, BFHE 66, 277, BStBl III 1958, 108) nicht mehr festgehalten wird.
Deshalb stehe es der Anrechnung von steuerpflichtigen Einkünften nicht entgegen, wenn diese für das Kind nicht oder noch nicht verfügbar seien (z. B. weil dem vertragliche Vereinbarungen oder andere Hinderungsgründe entgegenstünden) oder wenn sie vom Kind zwangsläufig für bestimmte Aufwendungen (z.B. Einkommensteuerzahlungen) verwendet werden müssten (BFH vom 08.11.1972, VI R 257/71, BStBl II 1973, 143).
Ebensowenig dürfen bei der Ermittlung der anrechenbaren Einkünfte nach der Rechtsprechung des BFH Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen abgezogen werden (vgl. Urteil vom 8. November 1972 VI R 257/71, BFHE 107, 436, BStBl II 1973, 143).
BFH, 08.11.1972 - VI R 24/72
Ererbtes Vermögen - Einkünfte des Kindes - Verfügungsbefugnis des Kindes - …
BFH, 20.06.1974 - VI B 29/74
Betragsermittlung - Vermögenswirksame Leistungen - Einkünfte - Zurechnung - …
BFH, 10.11.1972 - VI R 314/70
Kinderfreibetrag - Entscheidung über die Gewährung - Einkünfte des Kindes - …
BFH, 01.03.1974 - VI R 43/71
Entschädigungsrente - Bezüge zur Bestreitung des Lebensunterhaltes - Ansetzung …
FG Düsseldorf, 21.10.1997 - 18 K 4483/97
Einspruch gegen eine Festsetzung von Kindergeld im Hinblick auf das Einkommen …

References: § 32
 § 33
 § 32
 § 2
 § 2
 § 19
 § 33
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 § 32
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