Source: http://www.deutschestextarchiv.de/book/view/estor_rechtsgelehrsamkeit01_1757?p=933
Timestamp: 2019-02-22 10:35:02+00:00

Document:
von dem floß-rechte, etc.
holz-flößen seinen grosen nuzen hat, von Rohr
im haushaltungs rechte IIII, IIII, § 2 s. 1107 fg.
Es kan aber ein landesherr sotanes floß-recht auch
andern sowohl erteilen, z. e. zu lehn geben, als
auch durch privilegien, oder gedinge überlassen
und vergünstigen, von Rohr im haushaltungs-
rechte s. 1108 fg. Dergleichen erteilungen sind aber
buchstäblich und im engen sinne zu nemen; daher,
wenn iemanden eine scheit-flöße erteilet ist, darf
selbiger keine zimmer-flöße unternemen. Imglei-
chen, wenn einer zu seiner notdurft, und so vil er
bei seinem haushalte, oder berg-salz-sied-werke,
der schneide-müle etc. brauchet, kan selbiger keinen
holz-handel damit treiben, Krebs am a. o. § 12
s. 325 s. 331 fg. Fritsch de iure grutiae cap. 3
num. 8 fgg. von Rohr im haushaltungs-rechte
am a. o. s. 1111.
Diejenige, welche auf den öffentlichen flüssenwas davon
andre zu lei-
sten haben?
das holz flößen wollen, müssen die zölle und andre
beschwerden abgeben, welche die landesherren auf
eine rechtmäsige weise fodern. Ausserdem müssen
sie auch wohl bei einer stadt, ihr holz zum feilen
verkaufe auslegen, wenn die stadt ein solches recht
erlanget hat, wie z. e. die stadt Grimme in Kur-
Sachsen, Krebs s. 324 fg.
Hat ein landesherr einem andern die floß-ge-wie der scha-
den dabei zu
ersezen ist?
rechtigkeit verstattet, es erwächset aber hirdurch
den benachbarten strömen und anstössern, sowohl
in ansehung der fischerei, als auch der ufer einiger
schade, muß derjenige, welchem dises recht ver-
gönnet ist, den schaden ersezen, Fritsch am a. o.
cap. 5 sect. I num. 15, Gericken im Schottelio
illustrato s. 176, von Rohr am a. o. § 5 s. 1110
§ 7 s. 1111, wovon nicht einmal ein landesherr be-
von dem floß-rechte, ꝛc.
holz-floͤßen ſeinen groſen nuzen hat, von Rohr
im haushaltungs rechte IIII, IIII, § 2 ſ. 1107 fg.
Es kan aber ein landesherr ſotanes floß-recht auch
andern ſowohl erteilen, z. e. zu lehn geben, als
auch durch privilegien, oder gedinge uͤberlaſſen
und verguͤnſtigen, von Rohr im haushaltungs-
rechte ſ. 1108 fg. Dergleichen erteilungen ſind aber
buchſtaͤblich und im engen ſinne zu nemen; daher,
wenn iemanden eine ſcheit-floͤße erteilet iſt, darf
ſelbiger keine zimmer-floͤße unternemen. Imglei-
chen, wenn einer zu ſeiner notdurft, und ſo vil er
bei ſeinem haushalte, oder berg-ſalz-ſied-werke,
der ſchneide-muͤle ꝛc. brauchet, kan ſelbiger keinen
ſ. 325 ſ. 331 fg. Fritſch de iure grutiae cap. 3
am a. o. ſ. 1111.
Diejenige, welche auf den oͤffentlichen fluͤſſenwas davon
ſten haben?
das holz floͤßen wollen, muͤſſen die zoͤlle und andre
beſchwerden abgeben, welche die landesherren auf
eine rechtmaͤſige weiſe fodern. Auſſerdem muͤſſen
ſie auch wohl bei einer ſtadt, ihr holz zum feilen
verkaufe auslegen, wenn die ſtadt ein ſolches recht
erlanget hat, wie z. e. die ſtadt Grimme in Kur-
Sachſen, Krebs ſ. 324 fg.
Hat ein landesherr einem andern die floß-ge-wie der ſcha-
erſezen iſt?
rechtigkeit verſtattet, es erwaͤchſet aber hirdurch
den benachbarten ſtroͤmen und anſtoͤſſern, ſowohl
in anſehung der fiſcherei, als auch der ufer einiger
ſchade, muß derjenige, welchem diſes recht ver-
goͤnnet iſt, den ſchaden erſezen, Fritſch am a. o.
cap. 5 ſect. I num. 15, Gericken im Schottelio
illuſtrato ſ. 176, von Rohr am a. o. § 5 ſ. 1110
§ 7 ſ. 1111, wovon nicht einmal ein landesherr be-
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[921/0933] von dem floß-rechte, ꝛc. holz-floͤßen ſeinen groſen nuzen hat, von Rohr im haushaltungs rechte IIII, IIII, § 2 ſ. 1107 fg. Es kan aber ein landesherr ſotanes floß-recht auch andern ſowohl erteilen, z. e. zu lehn geben, als auch durch privilegien, oder gedinge uͤberlaſſen und verguͤnſtigen, von Rohr im haushaltungs- rechte ſ. 1108 fg. Dergleichen erteilungen ſind aber buchſtaͤblich und im engen ſinne zu nemen; daher, wenn iemanden eine ſcheit-floͤße erteilet iſt, darf ſelbiger keine zimmer-floͤße unternemen. Imglei- chen, wenn einer zu ſeiner notdurft, und ſo vil er bei ſeinem haushalte, oder berg-ſalz-ſied-werke, der ſchneide-muͤle ꝛc. brauchet, kan ſelbiger keinen holz-handel damit treiben, Krebs am a. o. § 12 ſ. 325 ſ. 331 fg. Fritſch de iure grutiae cap. 3 num. 8 fgg. von Rohr im haushaltungs-rechte am a. o. ſ. 1111. § 2293 Diejenige, welche auf den oͤffentlichen fluͤſſen das holz floͤßen wollen, muͤſſen die zoͤlle und andre beſchwerden abgeben, welche die landesherren auf eine rechtmaͤſige weiſe fodern. Auſſerdem muͤſſen ſie auch wohl bei einer ſtadt, ihr holz zum feilen verkaufe auslegen, wenn die ſtadt ein ſolches recht erlanget hat, wie z. e. die ſtadt Grimme in Kur- Sachſen, Krebs ſ. 324 fg. was davon andre zu lei- ſten haben? § 2294 Hat ein landesherr einem andern die floß-ge- rechtigkeit verſtattet, es erwaͤchſet aber hirdurch den benachbarten ſtroͤmen und anſtoͤſſern, ſowohl in anſehung der fiſcherei, als auch der ufer einiger ſchade, muß derjenige, welchem diſes recht ver- goͤnnet iſt, den ſchaden erſezen, Fritſch am a. o. cap. 5 ſect. I num. 15, Gericken im Schottelio illuſtrato ſ. 176, von Rohr am a. o. § 5 ſ. 1110 § 7 ſ. 1111, wovon nicht einmal ein landesherr be- freiet wie der ſcha- den dabei zu erſezen iſt? M m m 5
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Zitationshilfe: Estor, Johann Georg: Bürgerliche rechtsgelehrsamkeit der Teutschen. Bd. 1. Marburg, 1757, S. 921. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/estor_rechtsgelehrsamkeit01_1757/933>, abgerufen am 22.02.2019.

References: § 2
 § 12
 § 5

§ 7
 § 2
 § 5

§ 7
 § 2
 § 12
 § 5

§ 7
 § 2
 § 12
 § 2293
 § 2294
 § 5
 § 7