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wbk und die zivildiener- the neverending story. - Seite 3 - IWÖ Forum
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wbk und die zivildiener- the neverending story.
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Betreff des Beitrags: gewisse Kommandos
BeitragVerfasst: 22. Januar 2007, 13:25
..oder wie das bei den meisten klingt:
"hoaaaaaaah ah!"
tja, so gewisse Kommandos konnte man nur erkennen weil es eh immer die selben waren - jedoch verstehen nicht.
Betreff des Beitrags: Infos zur Zivildienstpflicht
BeitragVerfasst: 21. Mai 2007, 16:25
Registriert: 21. Mai 2007, 10:32
Aber das hat nichts damit zu tun, dass ein Zivi seinen Dienst ableistet - und es dann aus ist mit der Verpflichtung. An der Front stehen würde er nicht.
Ganz so ist es nicht, daß mit Ableistung des ordentlichen Zivildienstes für den Zivildienstpflichtigen alles erledigt ist.
Genau so wie die Wehrpflicht bis zum vollendeten 50. Lebensjahr, auch nach der Ableistung des Präsenzdienstes hinaus, andauert, dauert auch die Zivildienstpflicht, nach Ableistung des ordentlichen Zivildienstes bis zur Vollendung des 50. Lebensjahres an.
Und genauso wie ein Wehrdienstpflichtiger im Ernstfall zum Wehrdienst einberufen wird, wird im Ernstfall auch der Zivildienstplichtige zum außerordentlichen Zivildienst einberufen und kommt dann genauso zum Krigseinsatz. Jedoch nicht mit der Waffe in der Hand, sondern wird eben zu unbewaffnete Tätigkeiten im Zuge der Zivilen Landesverteidigung eingeteilt. Auch diese werden im Krigsfall wohl kein "Zuckerschlecken" und womöglich lebensgefährlich sein!
Die Zivildiensterklärung hat den volgenden Innhalt:
§ 1. (Verfassungsbestimmung) (1) Wehrpflichtige im Sinne des Wehrgesetzes 2001 – WG 2001, BGBl. I Nr. 146, die zum Wehrdienst tauglich befunden wurden, können erklären (Zivildiensterklärung),
1. die Wehrpflicht nicht erfüllen zu können, weil sie es - von den Fällen der persönlichen Notwehr oder Nothilfe abgesehen – aus Gewissensgründen ablehnen, Waffengewalt gegen Menschen anzuwenden, und daher bei Leistung des Wehrdienstes in Gewissensnot geraten würden und
2. deshalb Zivildienst leisten zu wollen.
Also ist der Zivi nicht einer, der sich prinzipiell vor Waffen "fürchtet". Die Zivildiensterklärung besagt nur, daß der Zivi nicht auf befehl Waffengewallt gegen Menschen, von denen er sich nicht direkt bedroht fühlt einsetzen will.
BeitragVerfasst: 21. Mai 2007, 17:33
bist du nicht mit der Definition zufrieden? kenn mich nun nicht aus ...
meinst du Zivildiener haben und wollen absolut nichts mit einer Waffe zu tun haben?
sei froh, dass es SO dort steht, wäre dir lieber ein Zivildiener bekommt ein generelles Waffenverbot, vielleicht bis ans Lebensende?
und dass ein Soldat jetzt auf Befehl Waffengewalt auf Menschen ausüben muss, von denen eigentlich für ihn persönlich keine Bedrohung ausgeht, versteh ich nun ach nicht ganz wirklich
ich denke, so ein Befehl kommt ja nur im Kriegsfall und net zum Spass, weil dem Kommandanten das Gesicht des anderen nicht gefällt und der Soldat muss ihn nun erschiessen, obwohl er für diesen ja ganz sympathisch wirkt,
wenn eine fremde Macht über die Grenzen marschiert, dann werden die wohl nicht zum Kaffee vorbeikommen und ganz freundlich sein
ich glaube nicht, dass dieser Punkt die Entscheidung zwischen Zivildienst und Bundesheer ist, so nach dem Motto "Ich schiesse nur dann, wenn ich es will und nicht, wenn ich einen Befehl dazu bekomme",
da geh ich doch sicherheitshalber zum Zivildienst
wenn ich mich lieber bei der Rettung, Altenpflege usw. nützlich machen will, dann gehe ich zum Zivildienst, passt, hat keiner was dagegen,
wenn ich absolut keine Waffen mag, dann eben auch, aber ich denke, die Waffen stehen beim Präsenzdienst gar nicht so im Vordergrund, man zerlegt in der Grundausbildung das Teil dutzende Male, geht ein paar mal scharf schiessen, der Rest geschieht mit Knallpatronen, net sehr aufregend,
da stört einen doch eher in den Dreck zu hechten und das meist wenn man es selbst nicht will und noch andere Aktionen, die man im geregelten Leben kaum freiwillig macht
wenn man aber mit dem Heer nicht klar kommt, aber gerne schiessen will, dann hat man ja eh noch Möglichkeiten, nur eben nicht alle Waffen,
mit der Einschränkung wird man schon irgendwie Leben können,
wenn 15 Jahre keine Faustfeuerwaffen und Halbautomaten zu lange sind,
muß man eben ein gutes halbes Jahr beim Heer durchbeissen,
man muß eben Prioritäten setzen und Entscheidungen treffen
aber es gibt im Leben gewiss noch andere Entscheidungen, die ganz andere Folgen haben,
ganz schlimm sind die Entscheidungen, die andere für dich treffen und man dann vor vollendeten Tatsachen steht, man keine Optionen hat und sogar das Leben verändern können
BeitragVerfasst: 22. Mai 2007, 08:47
Sorry, ich bin kein routinierter "Poster". Ich muß genauer ausführen, was ich mit einem Post aussagen will! Also:
Es geht mir nicht darum die Formulierung an sich zu beurteilen, sondern klarzustellen was in einer Zivildiensterklärung eigentlich drinsteht. Beim Lesen hier im Forum habe ich nämlich den Eindruck gewonnen,daß viele die hier posten glauben,
die Zivildiensterklärung sagte aus, daß der "Erklärende" den Umgang mit Waffen generell ablehnt.
Wäre dies so, ist die Einstellung "Ein Zivi braucht keine Waffe" durchaus nachvollziehbar.
Aber meiner Meinung nach, sagt die Gesetztlich vorgegebene Formulierung des Zivildienstantrages NICHT aus "Ich will keine Waffe angreifen", sondern viel mehr "ich will nicht auf Menschen schießen(, außer wenn ich keine andere Möglichkeit sehe mein eigenes Leben vor einem direkten Angreifer zu schützen)".
Diese "kleine" Einschränkung der Aussage "ich will nicht auf Menschen schießen" ist, so wie ich es verstehe, auch die EINZIGE Situation in der ein legaler, privater Waffenbesitzer Waffengewallt gegen Menschen ausüben darf!
Ich kann daher nicht nachvoliehen, daß die Zivildiensterklärung ein Verbot des Besitzes von FFW (Kategorie B) begründet; und schon gar kein Verbot der Benutzung als Sportgerät (IPSC) (Sportschützen schießen nicht auf Menschen!). Ich könnte mir sogar Gründe vorstellen daß ein eingefleischter Parzifist den Besitz von Kategorie A Waffen begründen kann.
Die in dem ZDG für die Zivildiensterklärung vorgeschriebene Formulierung
...von den Fällen der persönlichen Notwehr oder Nothilfe abgesehen – aus Gewissensgründen ablehnen, Waffengewalt gegen Menschen anzuwenden...
(bzw. der hier zitierte Teil davon), wäre meiner Meinung nach durchaus geeignet im Antrag für eine WBK vorzukommen.
Jemand der diese Passage nicht unterschreiben kann wäre meiner Meinung nach nicht als verläslich im Sinne des § 8 Absatz 1, Punkt 1 des Waffengesetzes einzustufen.
§ 8. (1) Ein Mensch ist verlässlich, wenn er voraussichtlich mit Waffen sachgemäß umgehen
wird und keine Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass er
1. Waffen missbräuchlich oder leichtfertig verwenden wird;
Waffengewallt gegen Menschen aus anderen Gründen als der persönlichen Notwehr oder Nothilfe ist, da sind wir uns doch sicher alle einig, eine mißbräuchliche Verwendung! Oder?
In wieweit diese Formulierung jetzt (moralisch) geeignet ist die Verweigerung des Wehrdienstes zu begründen mag diskutabel sein. Der Gesetztgeber hällt diese Formulierung wohl für geeignet!
Ich glaube daß es ein großer Unterschied ist, ob mich jemand persönlich und direkt bedroht, oder ob mir gegenüber ein anderer Soldat steht, der auch nicht freiwillig da ist, nichts gegen mich persönlich hat und eigentlich auch nicht auf mich schießen will.
(Ich stelle aber auch nicht die prinzipielle Notwendigkeit einer militärischen Landesverteidigung in Frage!)
Was im Einzelfall der Grund ist, daß jemand den Zivildienst dem Heer vorzieht ist bestimmt sehr unterschiedlich.
Es gibt bestimmt einige, vielleicht auch die Mehrheit - ich weiß es nicht, die gar nichts mit Waffen zu tun haben wollen. Die wird man in diesem Forum aber sicher nicht finden...
So, ich hoffe, daß ich alle Unklarheiten und Missverständnise bez. meiner Aussage beseitigen konnte (und keine neuen hervorgerufen habe).
BeitragVerfasst: 22. Mai 2007, 09:39
Vielleicht hilft es, sich das Werden der Zivildienstregelungen zu betrachten.
BeitragVerfasst: 23. Mai 2007, 19:03
Also, so weit ich das weiss:
Die Zivildienstpflicht in der gesetzlichen Definition endet mit der Ableistung des Zivildienstes. Kann wer das Gegenteil belegen?
Das ZDG sieht übrigens auch keine Mobilmachungsszenarien vor.
Demnach würde ich sagen: Eine Einberufung von Zivildienern erfolgt erst in dem Status, wenn quasi JEDER Staatsbürger zum Dienst einberufen werden kann.
Ich möchte auch darauf hinweisen, dass der einzige Grund Zivildienst abzuleisten ist, Waffengewalt gegen Menschen nicht einsetzen zu wollen. Präferenzen wie "ich will lieber Rettung fahren" spielen formal keine Rolle.
So weit so gut. Nachdem Waffen nun mal in ihrer Grundkonstruktion den Sinn haben, zum Töten oder Verletzen hergestellt zu sein, kann ich es sehr wohl nachvollziehen, dass der Gesetzgeber dem Zivi verbietet, zumindest die Art von Waffen, die nochmals mehr dafür konstruiert ist, nämlich Kurzwaffen, zu untersagen.
Detto ist es mit dem Führen zu sehen. Wer eine Waffe führt, hat von vornherein die Einstellung, Waffengewalt gegen einen Menschen einsetzen zu können. (Ausnahme: Jäger)
Deswegen werden den Zivis - meiner Meinung nach zu Recht - Kat B Waffen im Speziellen und das Führen im Allgemeinen untersagt.
Nur für Zivis, die Jäger werden wollen, ist das dumm, fällt aber meiner Meinung nach unter Pech.
BeitragVerfasst: 24. Mai 2007, 17:53
Wenn Du mir nicht glaubst lies selber nach:
http://www.zivildienstverwaltung.at/mat ... 0_2006.pdf
Abschnitt IV §§ 21 und 21a, vorallem §21 Abs. 1
§ 21. (1) Die Zivildienstserviceagentur hat Zivildienstpflichtige bei Elementarereignissen,
Unglücksfällen außergewöhnlichen Umfanges und außerordentlichen Notständen
(insbesondere in Zeiten, in denen Wehrpflichtige zur Leistung des Einsatzpräsenzdienstes
einberufen werden) im personell und zeitlich notwendigen Ausmaß zur Leistung des
außerordentlichen Zivildienstes zu verpflichten....
BeitragVerfasst: 25. Mai 2007, 15:35
Da schau her, interessant. Hab extra geschaut. Danke für die Info!
Wissen wir, wo die "Zivildienstpflicht" definiert ist? Hab nichts gefunden, ich vermute, dass diese mit der Ableistung oder nach einem Zeitraum endet!
BeitragVerfasst: 27. Mai 2007, 22:10
Die Dauer der Zivildienstpflicht ist im ZDG §21. Abs. 3 definiert:
(3) Die Pflicht, außerordentlichen Zivildienst zu leisten, erlischt mit der Vollendung des
50. Lebensjahres.
BeitragVerfasst: 30. Mai 2007, 01:19
Also: "Ordentlicher Zivildienst" vs. "Außerordentlicher Zivildienst"
So, nun eine interessante Frage: Der Waffenverbotsparagraph definiert heute 15 Jahre, früher (94er ZDG) jedoch "für die Dauer der Zivildienstpflicht, höchstens jedoch für 15 Jahre".
Demnach wäre der Passus ja sinnlos gewesen. Weil Zivildienstpflicht immer mehr als 15 Jahre.
BeitragVerfasst: 30. Mai 2007, 18:43
der ordentliche zivildienst entsprich dem präsenzdienst,
der außerordentliche zivildienst der mobilmachung
nach dem alten gesetz hat der Ausschluß von der Erteilung eines waffenrechtlichen Dokuments (waffenverbot nach dem waffengesetz ist es ja keines) entweder 15 jahe oder bis zum 50. lebensjahr, jenachdem was zuerst gekommen ist, gegolten.
das heißt wennst erst mit 45 die zivildiensterklerung unterschriben hast, hat das verbot nur für 5 jahre gegolten.
(es ist möglich auch nach abgeleistetem präsenzdienst noch eine zivildiensterklärung abzugeben)
nach dem derzeit gülltigen gesetz gillt es in jedem fall 15 jahre.
(wird wohl selten vorgekommen sein, daß jemand in den letzten 15 jahren seiner wehrpflicht doch noch zum ZD wechselt)
BeitragVerfasst: 2. Juni 2007, 13:28
Registriert: 7. Januar 2006, 12:38
Was immer wieder irritiert ist, dass wir zwar Mangel an Pflegekräften und Zivildienstleistenden haben, bei einer durchschnittlich 7 Jahre höheren Lebenserwartung aber nicht einmal zivildienstleistende Frauen haben. Die zudem ein Recht auf Schusswaffenbesitz haben.
BeitragVerfasst: 2. Juni 2007, 15:45
verstehe nicht was Du meinst...
BeitragVerfasst: 2. Juni 2007, 17:55
Als Mann muss ich Wehr- oder Ersatzdienst leisten um eine Schußwaffe besitzen zu dürfen, als Frau nicht.
BeitragVerfasst: 3. Juni 2007, 18:49
Naja, also da siehst Du das wohl von der falschen Seite.
Der Wehrdienst ist ja kein Kurs zum Schußwaffenbesitz, sondern den Zivis wird der Schußwaffenbesitz aufgrund ihrer Grundeinstellung, die halt auf ähnliche Bereiche (Wehrdienst, Schußwaffenbesitz) bezug nimmt verwehrt. Vor dem Wehrdienst darf man ja auch schon Schußwaffen besitzen.
Wer Waffengewalt gegen Menschen einzusetzen ablehnt, braucht auch zumindest keine Waffe besitzen, die in ihrem Grundwesen für nichts anderes gemacht ist.
Abgesehen davon müsste man, wenn wir da jetzt schon so eine Genderfrage diskutieren, drüber nachdenken, wenn Frauen Wehrdienst absolvieren, wie man das fair löst, in Anbetracht der Kinderbetreuungszeit. In der heutigen Zeit mit einem solchen Nachwuchsproblem überhaupt an einen Wehrdienst für Frauen zu denken, das ist schon sehr kurzsichtig.
Und dass die Pflegethematik über Zivildienst nicht lösbar ist, steht sowieso auf einem anderen Blatt.

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