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Timestamp: 2019-01-18 02:18:42+00:00

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#1 | Anhängerbetrieb 24.07.2018 13:59
Moin Gemeinde. ;-)
betreibt jemand sein Gespann auch mal mit Anhänger?
Was gilt es ggf. zu beachten? Zulassung beim TÜV und ähnliches.
#2 | RE: Anhängerbetrieb 24.07.2018 14:28
ich habe an meiner DNEPR eine Anhängerkupplung und seit ein paar Wochen auch einen Anhänger. Was ist zu beachten:
1. Grundsätzlich gilt Höchstgeschwindigkeit 60 km/h, auch auf Autobahnen (man darf aber auf die BAB fahren, denn die bauartbedingte Höchstgewschwindigkeit beträgt ja mindestens 60 km/h).
2. Im Fahrbetrieb merkt man vom Anhänger hinter einem eigentlich nicht viel. Allenfalls beim Bremsen, wenn der Anhänger gut beladen ist. Vorausschauendes Fahren ist also kein Fehler.
3. Am kritischsten überhaupt ist, an das Russengespann überhaupt mal eine AHK in die Papiere eingetragen zu bekommen. AHKs mit ABE für unsere Kisten gibt es nicht (zumindest nicht bei älteren Modellen; bei EFI-URALs neueren Datums kenne ich mich nicht so aus), also erfordert das immer eine Einzelabnahme durch den TÜV. Und die Graukittel weigern sich inzwischen mehr und mehr, AHKs bei Gespannen einzutragen. Wenn überhaupt, dann nur mit teils recht exotischen Auflagen. Bei mir steht z.B. in den Papieren nur eine maximale Anhängerlast von 175 kg, was bei den meisten Hängern zu nur noch einer witzigen Netto-Nutzlast führt (in meinem Fall 90 kg). Und mein eigentlich für 3 Personen zugelassenes Gespann darf im Hängerbetrieb nur mit 2 Personen gefahren werden.
4. Es gibt einen langen Prophetenstreit, welche Anhänger überhaupt hinter in Deutschland zugelassenen Gespannen gefahren werden dürfen. Klar ist der Fall, wenn der Anhänger incl. Rädern max 1 m breit ist (solche Anhänger sind aber extrem selten und teuer, vom geringen Nutzwert mal abgesehen). Dann kann er auch mit dem gleichen Kennzeichen wie das Gespann gefahren werden und ist steuer-/versicherungsfrei. Offenbar wird aber der Hängerbetrieb von der Polizei toleriert, wenn der Hänger zwar breiter als 1m, aber nicht breiter als das Gespann ist. Aber er braucht dann ein eigenes Kennzeichen und ist grundsätzlich steuerpflichtig (Sportanhänger mit grünem Kennzeichen ausgenommen). Aber diesen Anhänger könnte man dann natürlich auch an ein Auto hängen.
Ich hoffe, das als noch ziemlicher Gespann-Anhänger-Neuling richtig dargestellt zu haben.
#3 | RE: Anhängerbetrieb 24.07.2018 15:40
sei so nett und bemühe mal die Suchfunktion... es gibt bei uns im Forum jede Menge an Wissenblocks...
search.php?zeit=9999&s=2&forum=0&q=anh%E4nger
#4 | RE: Anhängerbetrieb 29.07.2018 21:48
alle notwendigen Unterlagen habe ich dir gesendet, braust nicht weiter suchen, sind amtliche Unterlagen
#5 | RE: Anhängerbetrieb 30.07.2018 22:35
Habe zu dem Thema was im Netz gefunden ... also "copy & paste" ;-)
... wie schnell darf ein Motorrad / Gespann / Krad mit einem Anhänger / Nachläufer in Deutschland außerhalb geschlossener Ortschaften fahren?
§ 3 Abs.2. StVO (StVO = Straßenverkehrs – Ordnung)
Ein Motorrad / Gespann / Krad darf höchstens 60km/h schnell fahren.
Wie groß darf ein zulassungsfreier Motorradanhänger höchstens sein?
§ 32 Abs.2 StVZO (Straßenverkehrs – Zulassungs – Ordnung)
Ein Motorradanhänger darf eine Breite von 1,00 Meter eine Länge von 12,00 Meter und eine Höhe von 4,00 Meter nicht überschreiten.
Was muss man beachten wenn man sich einen Motorradanhänger selber bauen will?
§ 4 Abs.2 1. FZV (Fahrzeug – Zulassungs – Verordnung)
Alles was man Bauartbedingt beachten muss um eine Betriebserlaubnis zu bekommen ist in der FZV ausführlich aufgeführt.
Was muss man beachten wenn man sich eine Anhängerkupplung selber bauen will?
§ 43 Abs.1 StVZO (Straßenverkehrs – Zulassungs – Ordnung)
§ 7 Abs. 4. FzTV (Fahrzeug – Teile – Verordnung)
Hier findet Ihr alles über die Herstellung oder die Einrichtung zur Verbindung von Fahrzeugen sprich Anhängerkupplung.
§ 13 FzTV (Fahrzeug – Teile – Verordnung) Erteilung einer Einzelgenehmigung über eine Anhängerkupplung.
Darf man mit einem Anhänger hinter dem Gespann / Motorrad / Krad auf die Autobahn ?
Ja, denn auf die Autobahn dürfen alle Fahrzeuge die Bauartbedingt mindestens 61 km/h fahren können, somit hat der Anhänger keine Bedeutung für die Autobahnfahrt, denn die Regelung bezieht sich auf das Zugfahrzeug.
Wie schnell darf ein Gespann mit Anhänger im Ausland fahren ?
Das ist von Land zu Land unterschiedlich. Man sollte aber immer bedenken wenn man z.b. einen Squire D18 hat, der Bauartbedingt nur für 60 km/h zugelassen ist, oder einen Michel Mammut hat der Bauartbedingt für 80 km/h zugelassen ist, das man dann in Frankreich nicht die dort erlaubte Höchstgeschwindigkeit damit fahren darf. (aber natürlich könnte).
Hier nachzulesen: http://www.gespannfreunde.de/Berichte/Anhaengertipps.htm
#6 | RE: Anhängerbetrieb 31.07.2018 08:45
super - alles richtig.
Die Polizei "fordert" die Gespannfahrer mit Anhänger auf, doch bitte etwas schneller zu Fahren auf der Autobahn!
Es geht los...bin auf dem Weg von Rumänien nach Hause » « 2019 Ural-fahrer.de Reise

References: § 3

§ 32

§ 4

§ 43

§ 7

§ 13