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Timestamp: 2019-11-19 22:38:52+00:00

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BFH, 09.12.1980 - VIII R 122/78 - dejure.org
BFH, 09.12.1980 - VIII R 122/78
https://dejure.org/1980,983
BFH, 09.12.1980 - VIII R 122/78 (https://dejure.org/1980,983)
BFH, Entscheidung vom 09.12.1980 - VIII R 122/78 (https://dejure.org/1980,983)
BFH, Entscheidung vom 09. Dezember 1980 - VIII R 122/78 (https://dejure.org/1980,983)
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VwZG § 9 Abs. 1; ZPO § 187
Empfangsberechtigter - Zwangsvollstreckung - Zustellung - Zustellungsmangel
BFHE 132, 380
BStBl II 1981, 450
Empfangsberechtigter i. S. des § 9 Abs. 1 VwZG ist derjenige, an den das Schriftstück nach dem Gesetz zuzustellen war (BFH-Urteile in BFHE 155, 472, BStBl II 1989, 346; vom 9. Dezember 1980 VIII R 122/78, BFHE 132, 380, BStBl II 1981, 450).
Empfangsberechtigter i. S. dieser Vorschrift ist jedoch, wie das FG zutreffend ausgeführt hat, nicht der materiell von dem Bescheid Betroffene, sondern derjenige, an den die Zustellung des Bescheides nach dem Gesetz zu richten war, das heißt, im Falle des Vorliegens einer Vollmacht wie im Streitfalle der Bevollmächtigte (BFH-Urteil vom 9. Dezember 1980 VIII R 122/78, BFHE 132, 380, BStBl II 1981, 450; Urteil in EFG 1982, 216).
Die fehlerhafte Zustellung des Haftungsbescheids an den Kläger (Vertretenen) ist aber gemäß § 9 Abs. 1 VwZG in dem Zeitpunkt geheilt worden, in dem der Empfangsberechtigte, der auch der Prozeßbevollmächtigte des vorliegenden gerichtlichen Verfahrens ist, den Bescheid nachweislich erhalten hat (vgl. BFH-Urteile vom 8. Februar 1974 III R 27/73, BFHE 111, 453, BStBl II 1974, 367; ebenso wohl auch in BFHE 132, 380, BStBl II 1981, 450; a. A. FG Berlin in EFG 1982, 216).
Empfangsberechtigter i.S.d. § 9 Abs. 1 VwZG ist auch ein Zustellungsbevollmächtigter (vgl. BFH-Urteile vom 08.12.1988 IV R 24/87, BStBl. II 1989, 347; vom 09.12.1980 VIII R 122/78, BStBl. II 1981, 450).
Unter dieser Voraussetzung ist ein möglicher Bekanntgabemangel geheilt (…vgl. Tipke / Kruse, a.a.O., § 122 AO 1977 Tz. 21 a. E.; vgl. BFH-Urteil vom 9. Dezember 1980 VIII R 122/78, BFHE 132, 380, BStBl II 1981, 450).
Entsprechendes muß für die Anwendung des § 9 VwZG gelten, der dem § 187 ZPO nachgebildet ist (vgl. Beschluß des Gemeinsamen Senats der obersten Gerichtshöfe des Bundes vom 9. November 1976 GmSOGB 2/75, BStBl II 1977, 275; BFH-Urteil vom 9. Dezember 1980 VIII R 122/78, BFHE 132, 380, BStBl II 1981, 450).
Empfangsberechtigter i.S. dieser Vorschrift ist dabei nicht der materiell von dem Bescheid Betroffene, sondern derjenige, an den die Zustellung des Bescheides nach dem Gesetz zu richten war, das heißt, im Falle des Vorliegens einer Vollmacht der Bevollmächtigte (vgl. BFH-Urteil vom 9.12.1980 VIII R 122/78, BFHE 132, 380, BStBl II 1981, 450; Urteil in EFG 1982, 216).
Demzufolge wird die Nichtbeachtung einer Empfangsvollmacht geheilt, wenn der Bevollmächtigte den Verwaltungsakt tatsächlich erhält (BFH-Urteile vom 15. Januar 1991 VII R 86/89, BFHNV 1992, 81; vom 9. Dezember 1980 VIII R 122/78, BFHE 132, 380, BStBl II 1981, 450; Urteil des FG Hamburg vom 2. Februar 2010 3 K 225/09, juris).
BFH, 12.11.1981 - V R 40/77
Hat das FA stattdessen den Bescheid dem Steuerpflichtigen zugestellt und dieser ihn an den Berater weitergegeben, ist dieser Fehler nicht nach § 9 Abs. 1 VwZG heilbar, da er nicht erst bei Ausführung der Zustellung an den Empfangsberechtigten (zum Begriff vgl. BFH-Urteil vom 9.12.1980 VIII R 122/78) unterlaufen ist, sondern bereits bei der Bekanntgabe des behördlichen Akts.2.
BFH, 07.10.1982 - IV B 21/82

References: § 9
 § 187
 § 9
 § 9
 § 9
 § 122
 § 9
 § 187
 § 9