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Timestamp: 2019-04-24 19:49:15+00:00

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Bericht zur Tätigkeit der
Impressum: Mai 2013
Im zurückliegenden Jahr 2012 wurden die Angebote und Leistungen der Erziehungsberatungsstelle vermehrt in Anspruch genommen. Für die Mitarbeiter/-innen der Beratungsstelle ist dies auf der einen Seite eine positive Bestätigung für die Qualität ihrer Arbeit, auf der anderen Seite aber auch eine Anforderung, die subjektiv - naturgemäß unterschiedlich - mit Empfindungen von Arbeitsverdichtung, Belastetsein, Stress und ähnlichem verbunden ist. Ganz jenseits von Beratungsfallzahlen, Beratungsanlässen und vielem mehr, über die hier zu berichten sein wird, gibt es in der Erziehungsberatungsstelle die Wahrnehmung, dass die Situationen in den Familien, die Problematik als Anlass der Inanspruchnahme von Beratung tendenziell als schwieriger, komplexer erlebt wird. Dies ist eine Veränderung, die wir fortschreitend seit geraumer Zeit beobachten. In den „Kennzahlen“, der Statistik, die wir - wie alle anderen Akteure in der Jugendhilfe auch - für das Hessische Statistische Landesamt und damit auch die Bundesstatistik zur Jugendhilfe zu führen haben, bildet sich das nicht ab. Dazu sind die Erhebungsfragen dort viel zu undifferenziert.
Ein bestätigender Hinweis für die zunehmende Komplexität in der Beratung ist in der Zahl der in der Statistik gezählten Beratungskontakte zu finden. Im Durchschnitt verzeichnen wir einen leichten Anstieg der Kontakte pro Beratungsfall. Nach wie vor gibt es selbstverständlich Beratungen, in denen ein nur einmaliges Gespräch ausreicht. Aber in zahlreichen Konstellationen werden wieder mehr Treffen für die Beratung als noch in früheren Jahren notwendig.
Bezogen auf die Themen und Inhalte unserer Beratungsarbeit haben wir den Eindruck, dass der Aspekt Trennung oder Scheidung von Eltern immer häufiger eine Rolle spielt. Dies ist zumindest die „gefühlte Temperatur“, ausgelöst durch die Wahrnehmungen im Zusammenhang mit massiven elterlichen Konflikten, mittlerweile - sprachlich nicht so ganz gelungen – als „Hochstrittigkeit“ etikettiert. Uns begegnet dies vermehrt in der (Trennungs- und Scheidungs-) Beratung und natürlich bei Aufträgen unter der Überschrift „Betreuter Umgang“. Auch die immer noch relativ neuen Regularien im Familienrecht (Rechtsnorm seit 2009) unter den Stichworten Verfahrensaussetzung und Aufforderung zur Beratung (manche nennen es „Zwangsberatung“) wird die Dimension dieser Thematik in der Erziehungsberatungsstelle weiter vergrößern. Dass Eltern sich trennen, ist schon lange nicht mehr ein außergewöhnliches Ereignis von Kindheit oder Jugend. Diese quantitative, statistische „Normalität“ könnte für Kinder durchaus auch einen Aspekt von Entlastung haben, wenn die Familiensituation von Freunden, Mitschülern vergleichbar und deshalb die Trennung der eigenen Eltern nicht als ein außergewöhnliches, nur das eigene Leben bestimmendes Merkmal zu erleben ist. „Hochstrittigkeit“ (der Eltern) ist aber das krasse Gegenteil von Entlastung und für Kinder und deren emotionale Entwicklung eine Katastrophe.
In rund 55 % der Beratungsfamilien gab es eine Trennung der Eltern. Die Auswahl der in der amtlichen Statistik genannten Anlässe für Beratung, Themen zu Beginn der Beratung hat als deutlichen Spitzenreiter „Belastungen des Kindes durch familiäre Konflikte“ – ganz überwiegend gemeint Trennungskonflikte der Eltern. Näheres dazu in den Zahlenwerten dieses Berichtes.
Die „Geschäftszahlen“ einer Erziehungsberatungsstelle sind für sich allein genommen ganz sicher nicht ausreichend geeignet als Indikatoren in der fachlichen Debatte um „schwierige(re) Kindheit“ oder „schwieriger gewordene Erziehung“. Aber sie machen deutlich, dass Erziehungsberatung ein wichtiges Angebot der Jugendhilfe für Eltern und Kinder ist – ganz unabhängig von der Perspektive, ob denn nun alles oder manches für Eltern und deren Kinder heute schwieriger ist (oder eben auch nicht). Für die Erziehungsberatungsstelle bedeutet diese Entwicklung die Anforderung, das Angebot der Beratung und weiterer Leistungen mit möglichst hoher Qualität so weiter zu entwickeln, dass möglichst viele Menschen in Marburg und dem Landkreis davon profitieren können.
Die Bundeskonferenz für Erziehungsberatung e. V. (bke) hat 2012 unter dem Titel „Familie und Beratung“ ein „Memorandum zur Zukunft der Erziehungs-beratung“ veröffentlicht. Ich halte die darin getroffenen Aussagen und Dar-stellungen für so gelungen, dass ich mir erlaube, an verschiedenen Stellen in diesem Tätigkeitsbericht aus diesem Memorandum zum Teil umfangreich zu zitieren. Die Aussagen der bke in ihrer Veröffentlichung decken sich sehr weitgehend mit dem, was wir in der alltäglichen Arbeit „unserer“ Erziehungsberatungsstelle erleben und wie wir diese bewerten.
Marburg, im Mai 2013
Stephan Rehse
(Leiter der Erziehungsberatungsstelle)
Familie – wie wir sie heute erleben
Ich möchte in diesem Tätigkeitsbericht zunächst den Blick auf die Situation von Familien heute richten. Diese veränderten Bedingungen für das Familienleben bilden den Hintergrund unserer Beratungsaktivitäten.
Dazu zitiere ich aus dem erwähnten bke-Memorandum. Kursiv und in Klammern gesetzt Ergänzungen für die Erziehungsberatungsstelle hier vor Ort.
„Familie ist seit langem einem Wandel ausgesetzt. Die Zahl der Kinder geht kontinuierlich zurück. (Dies trifft auch auf die Kinderzahlen in unserem Zuständigkeitsbereich zu) Familie hat sich zur Kernfamilie mit einem oder zwei Kindern entwickelt (allerdings haben rund 25 % unserer „Beratungsfamilien“ 3 und mehr Kinder). Frauen sind (…) berufstätig: Knapp 60 Prozent der Mütter bundesweit mit Kindern im Alter von 3 bis 6 Jahren gehen einer Erwerbstätigkeit nach (Sinus Sociovision 2008). Das Familienleben muss daher heute verstärkt mit den Anforderungen der Arbeitswelt (…) in eine Balance gesetzt werden.
Erwachsene, die sich heute für Kinder entscheiden, haben häufig selbst keine Kinder mehr in ihrem sozialen Nahraum aufwachsen sehen. Das eigene Kind ist oft das erste, das sie im Arm halten. Die Bedürfnisse von Kindern sind ihnen nicht aus unmittelbarer Erfahrung vertraut. Auch fehlen in der näheren Umgebung der jungen Eltern oft Personen, die bereits Kinder aufgezogen haben. Der Umgang mit Kindern muss von diesen Eltern erst erlernt werden. Eltern sind in der Folge oft verunsichert, wie sie ihr Kind erziehen sollen.
Überhaupt haben soziale Normen heute nicht mehr so selbstverständlich Geltung wie noch vor fünfzig Jahren. Die individuellen Handlungsspielräume sind in der Regel größer geworden. Das verstärkt auch Handlungs-unsicherheiten im Umgang mit Kindern.
Eltern fühlen sich in dieser Situation häufig gestresst. Nach einer aktuellen Untersuchung der Adenauer-Stiftung fühlt sich jedes dritte Elternpaar oft oder beinahe täglich gestresst. Die Hälfte der Eltern erfährt solchen Stress gelegentlich. Heute Eltern zu sein, heißt, unter Druck mit Kindern umgehen zu müssen. Eltern wird es dann schwerer, die ursprüngliche Freude am Kind zu erhalten.
Der Druck erhöht die Belastungen für Eltern, ihre Ressourcen, um auf die kleinen und großen Nöte ihrer Kinder einzugehen, nehmen ab. Konflikte, die mit dem alltäglichen Zusammenleben in einer Familie verbunden sind, stellen sich noch leichter ein und können auch eskalieren.“
(Soweit aus dem bke-Memorandum)
Trennung und Scheidung, das Auseinandergehen der elterlichen Paarbeziehung wird für Kinder immer häufiger eine Realität in Ihrer Sozialisation. Für viele dieser Kinder bedeutet dies den Verlust „ihres Schutz- und Ruhepols, den Eltern für ihre Kinder bilden und an denen Sie ihre eigene Identität entwickelt haben. Jedes fünfte Kind erlebt heute bis zum Zeitpunkt seiner Volljährigkeit die Scheidung seiner beiden leiblichen Eltern - Zahlen von 2003. (…) Der Anteil der Stiefkinder und Kinder allein Erziehender an allen Minderjährigen ist zwischen 1991 und 2010, innerhalb von 19 Jahren, von 15 auf 23 Prozent, also um die Hälfte gestiegen.“ (aus bke-Memorandum
Bezogen auf die Kinder und Jugendlichen, deren Familien wir im Jahr 2012 beraten haben, ergibt sich folgendes Bild – (in Klammern die erstaunlich ähnlichen Prozentwerte für das Vorjahr 2011):
Kind / Jugendl. lebt …
mit Mutter und Vater
mit einem Elternteil allein
mit einem Elternteil und neuem Partner
Die Erziehungsberatungsstelle und ihre dezentrale Verankerung
Die Erziehungsberatungsstelle bietet als freier Jugendhilfeträger Erziehungs-beratung für den Landkreis Marburg-Biedenkopf und die Universitätsstadt Marburg an. Der Verein für Erziehungshilfe e. V. ist der Träger der Erziehungs-beratungsstelle in Marburg am Ortenberg und seit 1993 auch der beiden Erziehungsberatungsstellen in Biedenkopf und in Stadtallendorf. Biedenkopf und Stadtallendorf feiern also in diesem Jahr das Jubiläum ihres 20jährigen Bestehens. Unser Angebot richtet sich an Eltern, Kinder und Jugendliche sowie pädagogische Fachkräfte aus dem Landkreis Marburg–Biedenkopf und aus der Universitätsstadt Marburg. Darüber hinaus bieten wir Erziehungs-beratung auch außerhalb der Beratungsstellen an - seit vielen Jahren im Marburger Stadtteil Richtsberg (im „Treffpunkt Richtsberg“ und der Astrid-Lindgren-Schule), in Wetter an der Wollenberg-Gesamtschule und seit Mai 2011 auch im Marburger Stadtteil „Stadtwald“ (im „Pavillon“ der IKJG).
All diese Angebote werden beständig nachgefragt und zeigen, dass die dezentrale Ausrichtung und Verankerung unserer Einrichtung gut angenommen wird. Beratung und weitere Leistungen nicht nur zentral anzubieten, hat zum Ziel, eine bessere Erreichbarkeit vor Ort zu bieten, „Schwellenängste“ bei Klienten zu mindern, unsere Integration in das soziale Netzwerk vor Ort zu verbessern und uns die Möglichkeit zu geben, einen Eindruck von der Lebenswelt der Familien zu gewinnen
Rechtsgrundlagen für Erziehungsberatung
Die Erziehungsberatungsstelle für den Landkreis Marburg-Biedenkopf und die Stadt Marburg bietet als ambulante Einrichtung der Jugendhilfe insbesondere Erziehungsberatung auf Grundlage des § 28 SGB VIII (Kinder- und Jugendhilfe), Leistungen zur allgemeinen Förderung der Erziehung in der Familie (§16 SGB VIII), Beratung bei Fragen der Partnerschaft, Trennung und Scheidung (§17 SGB VIII), die Beratung und Unterstützung bei der Ausübung der Personensorge (§18 SGB VIII), Hilfe für junge Volljährige, Nachbetreuung (§41 SGB VIII) sowie Leistungen der Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche (§35a SGB VIII) an.
Die Arbeitsweise in unserer Erziehungsberatungsstelle
Nachfolgend wird die Arbeitsweise unserer Erziehungsberatungsstelle dargestellt. Beleuchtet werden die unterschiedlichen Möglichkeiten der Kontaktaufnahme, die häufigsten Anmeldegründe, der einleitende Klärungsprozess, unsere psychodiagnostischen Methoden und das weitere beraterische Vorgehen. Erläutert werden die Angebote, die wir in der Einzelfallarbeit für unsere Klienten aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf und der Stadt Marburg nach den individuellen Erfordernissen anbieten können. Weiterhin wird das Mitarbeiterteam der Beratungsstelle mit seiner breiten fachlichen Ausrichtung kurz vorgestellt. Abschließend werden Aufgabenfelder beschrieben, die über die Beratungstätigkeit im Einzelfall hinausgehen und die im Anhang detailliert aufgelistet sind.
Zugangsmöglichkeiten und Anmeldemodalitäten
Häufig sind es die Eltern selbst, die sich unmittelbar und direkt an die Erziehungsberatungsstelle wenden. Dabei spielen oft Hinweise anderer Personen (z.B. Erzieher/-innen, Lehrer/-innen, Jugendamtsmitarbeiter/-innen, niedergelassene Ärzte/-innen usw.) auf die Erziehungsberatung eine Rolle. Eltern oder (eher selten) auch Jugendliche selbst melden sich in der Beratungsstelle in der Regel telefonisch an. Manche gelangen über offene Angebote zu uns, auf die wir regelmäßig hinweisen.
Wenn sich Eltern oder Jugendliche telefonisch an die Erziehungsberatungsstelle in Marburg wenden, ist ihre Ansprechpartnerin beim Erstkontakt eine unserer Mitarbeiterinnen im Sekretariat. Diese informiert über das Angebot der Erziehungsberatungsstelle und nimmt die Anmeldung der Klienten und einige persönliche Daten entgegen, erkundigt sich nach dem Vorstellungsanlass und erfragt, wie die Klienten auf uns aufmerksam geworden sind. Danach wird mit den Ratsuchenden ein Beratungstermin vereinbart, der in der Regel innerhalb eines Zeitraumes bis maximal 4 Wochen liegt. Meist ist es möglich, innerhalb der nächsten zwei Wochen einen Termin zu vereinbaren. Diese Möglichkeit ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal unserer Beratungsstelle. Lange Wartezeiten – wie sie etwa in den Erziehungsberatungsstellen benachbarter Landkreise die Regel sind – reduzieren den Nutzwert von Erziehungsberatung für ratsuchende Familien mitunter gegen Null.
Bei akuten Problemlagen, die aus Sicht der anrufenden Person einen Sofortkontakt mit einer Beratungsperson notwendig machen, wird auch das ermöglicht.
In unseren Beratungsstellen in Stadtallendorf und Biedenkopf vereinbaren die Berater/-innen bei einer Anmeldung während der täglichen Telefonsprechzeiten direkt mit den Klienten den ersten Beratungstermin und klären die Anmeldemodalitäten. Dabei kann der direkte Kontakt zwischen Berater und Klient bereits zu einer ersten telefonischen Beratung führen.
Zusätzlich besteht die Möglichkeit, ohne Anmeldung unsere offene Sprechstunde in Marburg aufzusuchen. Dort steht jeweils mittwochs von 17.00 bis 19.00 Uhr eine Person aus dem Team für Gespräche zur Verfügung. Dieser Zeitraum soll es auch Erwerbstätigen ermöglichen, spontan eine Beratung in Anspruch zu nehmen. Darüber hinaus gibt es die weiter oben bereits angesprochenen „Sprechstunden“ in den Marburger Stadteilen bzw. an den beiden Schulen in Wetter und am Richtsberg.
Unser Beratungsangebot richtet sich nicht nur an Eltern, Kinder und Jugendliche, sondern auch an Mitarbeiter/innen von Institutionen, die beruflich mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben (z.B. Kindergärten, Schulen, Heime, usw.) und fachliche Anliegen und Fragen haben.
Die Eltern wenden sich meist wegen Erziehungsfragen, Schulschwierigkeiten, Verhaltensauffälligkeiten, seelischen Problemen oder sozialen Auffälligkeiten ihres Kindes oder Jugendlichen an unsere Erziehungsberatungsstelle. Weitere Anlässe, Kontakt zu unserer Beratungsstelle aufzunehmen, sind Fragen und Unsicherheiten der Eltern bzgl. der Entwicklung ihrer Kinder oder Belastungen und Probleme, die durch die Behinderung eines Kindes entstehen können. Eltern suchen unsere Beratung auch bei akuten Krisen innerhalb der Familie auf, z. B. bei Fragen und Schwierigkeiten, die bei einer Trennung der Eltern oder beim Verlust eines Elternteiles entstehen. Beratung bietet auch die Chance, die Kommunikation zwischen den Familienmitgliedern zu verbessern bzw. wiederherzustellen. Nähere Informationen zu den Vorstellungsanlässen, für das Berichtsjahr entnehmen Sie bitte dem statistischen Teil dieses Jahresberichtes.
Beim ersten Kontakt treffen Ratsuchende und Berater eine Vereinbarung, in der der Vorstellungsanlass, der Auftrag an den Berater und das Ziel der Beratung gemeinsam geklärt werden. Der Erstkontakt dient ferner dazu, Informationen über die Lebenssituation des Kindes / Jugendlichen und der Familie sowie über deren spezifische Problemlage zu erfassen. Die Lebenswelt des Kindes und seiner Familie möglichst detailreich kennen zu lernen, ist uns deshalb wichtig, weil Lösungen nur dann Aussicht auf Erfolg haben, wenn sie individuell auf eine Familie zugeschnitten sind. Oftmals erhalten die Klienten bereits im Erstkontakt eine Hilfestellung und einen ersten Rat zum Umgang mit der Problematik.
Diagnostik bei speziellen Fragestellungen
Optional kann im Beratungsverlauf eine Phase zur Klärung spezieller diagnostischer Fragestellungen eingeleitet werden. Gründe können z.B. Fragen zur Entwicklung des Kindes, Fragen zum Leistungsvermögen oder zur Gefühlswelt des Kindes sein. Wir nutzen dazu unterschiedliche methodische Zugänge, die aus der Verhaltensbeobachtung, einer ausführlichen Exploration z.B. zur Lebenssituation des Kindes sowie dem Einsatz standardisierter psychometrischer Untersuchungsverfahren bestehen können. Dabei werden oftmals sowohl Selbst- wie Fremdeinschätzungsverfahren herangezogen. Qualitative Aspekte werden u.a. auch mit kindgemäßen projektiven Verfahren erhoben, die dazu dienen, Hypothesen zu bilden und die Infor-mationsgewinnung bereichern können. Diese Verfahren können helfen, etwas über das innere Erleben des Kindes oder Jugendlichen herauszufinden: z.B. wie sieht es sich selbst, seine Eltern und Geschwister, wie nimmt es die Umwelt wahr? Welche Wünsche hat es, welche Ängste und Sorgen? Auf direktes Nachfragen erhalten wir dagegen nicht immer Antworten. Manche Kinder lassen am besten in einer freien Spielsituation erkennen, was sie bedrückt, aber auch über welche Lösungspotentiale sie verfügen. Im diagnostischen Prozess mit dem Kind oder dem Jugendlichen wird weiterhin eine Einschätzung zum Kontakt- und Arbeitsverhalten des Kindes und zu seinem Auftreten vorgenommen. Bei manchen Fragen oder bei Problemen zwischen den Familienmitgliedern steht die Erfassung der Interaktionen und Beziehungen im Vordergrund unserer Beobachtungen.
Auf Wunsch und nur mit dem Einverständnis der Sorgeberechtigten beziehen wir auch in der diagnostischen Phase Mitarbeiter aus anderen Einrichtungen ein, die mit dem Kind oder Jugendlichen professionell zu tun haben (z. B. Lehrer, Erzieherinnen, Ärzte, Therapeuten). Dies können Gespräche mit den Mitarbeitern sein, möglich sind aber auch Verhaltens- und Inter-aktionsbeobachtungen des Kindes oder Jugendlichen in der Institution (z. B. Im Kindergarten).
Am Ende des diagnostischen Prozesses stehen eine fachliche Einschätzung zur jeweiligen individuellen Fragestellung mit einer Empfehlung und die Planung des weiteren Vorgehens. Beides wird ausführlich mit den Eltern besprochen und abgestimmt.
Das individuelle Anliegen, die Situation der Familie und das Beratungsziel bestimmen das weitere Vorgehen sowie das Setting in der Beratung, d.h. ob Einzel-, Eltern- oder Familiengespräche geführt werden oder das Kind oder der Jugendliche in regelmäßigen Abständen zu Beratungsgesprächen oder Therapiesitzungen erscheint. Neben Einzelgesprächen für Kinder und Jugend-liche bieten wir in begrenztem Umfang auch die Teilnahme an gruppentherapeutischen Interventionen für Kinder im Grundschulalter und Förderstufenbereich an sowie Übungsbehandlungen für Kinder mit Teil-leistungsschwächen.
Manchmal ist im Beratungsverlauf auch die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen wie z.B. Kindergarten, Schule, Hort, Therapeuten oder Jugendamt sinnvoll und kann auf Wunsch vereinbart werden, um eine bestmögliche Abstimmung der „Helfer/-innen“ zu erzielen.
Manche Jugendliche gehen zuweilen auch allein auf Ratsuche, ohne dass die Eltern etwas davon erfahren sollen. Das ist nicht nur legitim (§ 8 Abs. 3 SGB VIII – Beratung ohne Kenntnis der Personensorgeberechtigten), sondern in bestimmten Situationen durchaus sinnvoll, etwa wenn es wichtig ist, Abgrenzung und Selbstständigkeit zu fördern.
Trotz unterschiedlicher Vorgehensweisen und Interventionsformen im Einzelfall liegt allen Beratungsprozessen als Gemeinsamkeit zugrunde, eine Veränderung der jeweiligen Problemlage herbeizuführen. Im Beratungsverlauf sollen die Eltern, Kinder und Jugendlichen möglichst zu Experten in eigener Sache gemacht werden.
Das Prinzip "Hilfe zur Selbsthilfe" leitet das Vorgehen im Rahmen von Erziehungsberatung sicherlich am stärksten. Fähigkeiten und Ressourcen der Ratsuchenden und ihrer Umgebung nutzbar zu machen, Kinder, Jugendliche und Eltern zu befähigen, eine positive persönliche Entwicklung zu nehmen, unabhängig von Helfersystemen zu gestalten und ihre Lebenssituation autonom zu bewältigen, ist eine zentrale Zielsetzung in der Beratungsarbeit. Wir begleiten eine Klientin / einen Klienten bei der Suche nach individuellen Lösungen zur Bewältigung des jeweiligen Problems. Bei diesem oft mühsamen und hindernisreichen Weg der Umsetzung von Lösungsansätzen bieten wir den Ratsuchenden unsere Hilfestellung und Begleitung an. Wir legen dabei hohen Wert auf personelle Kontinuität, d.h. dass dem Klienten im jeweiligen Beratungsprozess immer der gleiche Berater / die gleiche Beraterin als Ver-trauensperson zur Verfügung steht.
Unsere Erfahrung zeigt, dass ein durchschnittlicher Beratungsverlauf zwischen 3 und 7 Terminen beansprucht, in Einzelfällen kommt es allerdings auch zu längeren, intensiveren und wesentlich umfangreicheren Beratungsprozessen. Andere Klienten wünschen dagegen nur einen einmaligen Beratungstermin.
Den Abschluss der Beratung definieren die Klienten gemeinsam mit dem Berater bzw. der Beraterin. Oft verabschieden sich Klienten in der Gewissheit, sich bei Bedarf wieder melden zu können. Eine Möglichkeit, mit der beide Seiten gut auseinander gehen können.
Team der Erziehungsberatungsstelle und fachliche Ausrichtung
Im Team der Erziehungsberatungsstelle arbeiten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Bereichen Psychologie / Psychotherapie und Sozialarbeit / Sozialpädagogik. Diese sind mit den verschiedensten Methoden vertraut, die im Beratungsprozess zur Anwendung kommen können. In unserer Einrichtung verfügen die Berater/-innen über Zusatzausbildungen in Verhaltenstherapie, Familientherapie, Gesprächs- und Spieltherapie, Hypnotherapie, Supervision und haben sich auch störungsspezifisch weiterqualifiziert. Bei der Bewälti-gung der organisatorischen Aufgaben und im „Alltagsmanagement“ werden wir von den beiden erfahrenen Mitarbeiterinnen im Sekretariat unterstützt.
Regelmäßig finden interne Fallbesprechungen statt, in denen das beraterische Vorgehen in ausgewählten Einzelfällen gemeinsam erörtert wird und auch Lösungsvorschläge für „schwierige“ Situationen gemeinsam erarbeitet werden.
Jede Beratungsperson bietet Gespräche an zwei verschiedenen Beratungs-standorten an. Dabei überwiegt zeitlich das Angebot an einem Standort – aber jeder hat auch mindestens an einem Tag Termine an einem weiteren Standort. Bei der Anmeldung wird den Ratsuchenden zur Wahl gestellt, ob sie ein Beratungsgespräch in Marburg, Biedenkopf oder Stadtallendorf wünschen.
Diese regionale Flexibilität wirkt sich im Team der Erziehungsberatungsstelle positiv aus. Über die Notwendigkeit, (nicht nur) organisatorische, auf Termine bezogene Absprachen miteinander zu treffen, wird eine Dynamik unterstützt, von der unsere Arbeit insgesamt und damit auch die Qualität unseres Tuns für die Klienten profitieren.
Angebote Kindergruppen in 2012
Ergänzend zur Beratungsarbeit mit einzelnen Kindern und deren Familien gab es 2012 spezielle Gruppenangebote für Kinder.
Eine kreativ-therapeutische Gruppe mit 8 Mädchen im Alter von 9 – 13 Jahren, gedacht und auch in Anspruch genommen für / von Kindern, die Verlust oder Trennung erlebt haben.
Gruppen für Schulkinder (jeweils 8 Mädchen und Jungen) als „Konzentrations-training“ nach dem Konzept des Marburger Konzentrationstrainings an zwei Schulen in Stadtallendorf
Alle Gruppenangebote wurden von den Kindern begeistert angenommen. Teilgenommen haben Kinder, die über die Beratung ihrer Eltern in die Erziehungsberatungsstelle gekommen waren bzw. über die beiden Schulen in Stadtallendorf vermittelt wurden.
Über die dargestellten individuellen und spezifischen Angebote in der Beratung und Therapie haben Erziehungsberatungsstellen aufgrund ihrer Rolle und rechtlichen Verankerung in der Jugendhilfe weitere Aufgaben, die unsere Beratungsstelle gerne erfüllt. Diese sind:
Allgemeine Präventionsangebote, wie z. B. Elternabende, Vorträge, präventive Elternarbeit
(neben diversen themenbezogenen Elternabenden in verschiedenen Kindergärten gestaltet von Mitarbeiter/-innen der Erziehungsberatungsstelle ist hier für 2012 besonders zu nennen, das Elterncafé im Familienzentrum Neustadt mit Veranstaltungen etwa im Turnus von 6 – 8 Wochen)
Öffentlichkeitsarbeit (z.B. Informationsveranstaltungen, Teilnahme an Veranstaltungen für Eltern, Kinder und Jugendliche),
Vernetzungsaktivitäten (Zusammenarbeit mit Diensten und Einrichtungen aus den Bereichen Schule, Kindergärten, Jugendhilfe, Gesundheitswesen, Beteiligung bei Arbeitskreisen),
Supervision für Fachkräfte aus anderen Bereichen der Jugendhilfe,
anonymisierte Beratung von Fachkräften,
Fortbildung von Mitarbeitern anderer Einrichtungen, die mit Kindern, Jugendlichen und Familien zu tun haben.
Wir verzichten darauf, die vielfältigen Aktivitäten unter den Stichworten von Vernetzung, Öffentlichkeitsarbeit und Prävention im Detail aufzulisten. Dies würde den Rahmen unseres Tätigkeitsberichtes bei gleichzeitig begrenztem Informationswert unnötig ausdehnen.
Ergänzend zur Kernaufgabe der Beratung und Therapie erbringen wir im Auftrag der Jugendämter des Landkreises Marburg Biedenkopf und der Stadt Marburg zusätzliche Leistungen. Auch im Berichtsjahr 2012 waren dies
eine Leistung zur Unterstützung und Förderung des Kontaktes eines Kindes zu einer Person mit der das Kind nicht zusammenlebt. Dabei geht es fast immer um Kinder, deren Eltern sich getrennt haben oder geschieden worden sind. Der Betreute Umgang hat vorrangig die Aufgabe den Kindern die Möglichkeit zu geben, Kontakt zu einer für sie wichtigen Bezugsperson zu haben – fast immer geht es um den Vater, selten um die Mutter. Auch der Kontakt zu anderen Bezugspersonen (Geschwister, Großeltern, andere) könnte Auftrag für „Betreuten Umgang“ sein. Es kann darum gehen diesen Kontakt
- weiter zu verselbstständigen
- auszubauen
- wieder neu aufzunehmen
- oder erstmalig anzubahnen
Typische Anlässe für Betreuten Umgang sind:
- massive Konflikte zwischen den Eltern
- besonderer Schutzbedarf des Kindes
- lange Unterbrechung der Kontakte
- psychische Beeinträchtigung der Bezugsperson
Wir haben 2012 das Konzept für Betreuten Umgang überarbeitet und inhaltlich präzisiert. Bisher gab es dazu nur eine relativ allgemein gehaltene Beschreibung dieses Angebotes. Das in 2013 fertig gestellte Konzept erweitert das Angebot der Erziehungsberatungsstelle um Elterngruppenarbeit, die wir für hilfreich halten, um psychoedukativ zu unterstützen, dass auf die Begleitung der Kontakte Kind – Elternteil verzichtet werden kann. Derzeit verhandeln wir darüber mit den uns den Auftrag erteilenden Jugendämtern.
Beratung in der Familie (BiF) - früher „aufsuchende Elternarbeit“
Familien, die wegen besonderen Problemlagen mit dem Angebot, in die Beratungsstelle zu kommen nicht erreicht werden können, und die eine intensivere Form der Hilfe benötigen, kann ein individuelles Unter-stützungsangebot gemacht werden. Dies geschieht in Abstimmung mit dem Jugendamt und nach dessen individuellem Auftrag.
In der Regel kommt eine Beraterin oder ein Berater ein oder zwei Mal wöchentlich zur Familie nach Hause.
Ziel ist die Familie soweit zu stärken, dass sie ihre vielfältigen Aufgaben besonders für die Kinder (wieder) erfüllen kann.
Dabei können vielfältige methodische Ansätze aus Pädagogik und Therapie eingesetzt werden.
Supervision für Betreungshelferinnen und Betreuungshelfer
Das Jugendamt des Landkreises beauftragt im Rahmen ambulanter Erziehungshilfe, Personen mit der Betreuung von Jugendlichen oder jungen Erwachsenen. Meist sind diese Betreuungshelfer/-innen Studierende der (Sozial)Pädagogik oder Personen, die auf andere Art pädagogische Qualifikation (zumindest in Teilen) vorweisen können, ohne im engeren Sinn über eine abgeschlossene Ausbildung als Fachkraft zu verfügen. Die Betreuungshelfer/-innen können ein regelmäßiges Angebot der Gruppen-supervision in der Erziehungsberatungsstelle nutzen.
Beratung als „Insofern erfahrene Fachkraft“ gem. § 8 a SGB VIII – Verdacht auf Kindeswohlgefährdung
Für die Kindergärten des Landkreises Marburg Biedenkopf und für einige Einrichtungen der Jugendhilfe im Bereich der Stadt Marburg haben wir die Aufgaben der „Insofern erfahrenen Fachkraft“ gem. § 8 a SGB VIII übernommen. Dabei geht es insbesondere um die Beratung von Mitarbeiterinnen der Jugendhilfe, die vor der schwierigen Aufgabe stehen, ihre Wahrnehmungen bei einem Kind oder Jugendlichen dahingehend zu bewerten, ob diese „gewichtige Anhaltspunkte“ für eine Gefährdung des Kindeswohl sind.
Die Rolle und damit die Aufgaben der „Insofern erfahrenen Fachkraft“ ist in den Kinderschutzkonzepten der jeweiligen Jugendhilfeeinrichtung beschrieben – ebenso die Verpflichtung der Inanspruchnahme dieser Beratung.
Die neuen Bestimmungen des Bundeskinderschutzgesetzes seit 01.01.2012 und die Ergänzung des Kinder- und Jugendhilferechtes mit § 8 b SGB II erweitern den Kreis der Institutionen und Personen, die einen Anspruch auf Beratung durch eine „Insofern Erfahrene Fachkraft“ haben. Waren diese früher auf die Akteure der Jugendhilfe begrenzt, sind jetzt richtigerweise alle, die beruflich mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben, genannt. Insbesondere die Schulen und Akteure im Bereich der Gesundheitsversorgung sind hier angesprochen. Die Erziehungsberatungsstelle wird auch für Schulen und Lehrer in dieser Rolle zur Verfügung stehen. Erste Absprachen mit dem Jugendamt der Stadt Marburg dazu sind getroffen. Die Verfahren (Kinderschutzkonzepte) an Schulen müssen noch entwickelt werden bzw. sich etablieren.
„Erziehungsberatung gilt gelegentlich als eine teure Hilfeart, weil in ihr anders als bei anderen Hilfen zur Erziehung auch Psychologen mit höherem Entgelt tätig sind. Tatsächlich jedoch ist die Erziehungsberatung die bei weitem kostengünstigste erzieherische Hilfe. Im Jahr 2009 kostete ein Fall in der Erziehungsberatung, unabhängig von der Dauer der Beratung, im Bundesdurchschnitt etwa 1.300 Euro. Dabei sind in diesen Kosten auch die Ausgaben enthalten, die innerhalb der Einrichtungen den präventiven Aufgaben, den Vernetzungsaktivitäten und fachdienstlichen Aufgaben zuzurechnen wären. Die reinen Beratungskosten lagen (…) nach berechneten Fallpauschalen bei ca. 1.000 Euro.
Will man die Kosten der Hilfen zur Erziehung untereinander vergleichen, so können dazu nicht nur die Gesamtsummen herangezogen werden, wie sie im gemeindlichen Etat oder in der Bundesstatistik zur Verfügung stehen. Vielmehr müssen die Ausgaben auf die Hilfeempfänger bezogen werden. Denn die Kosten der Hilfen zur Erziehung werden durch Entscheidungen des Jugendamtes bezogen auf den jeweiligen Einzelfall generiert. Wenn für ein Kind Sozialpädagogische Familienhilfe gewährt wird, so zieht dies andere Kosten nach sich, als wenn dieses Kind in einem Heim fremdplatziert wird. Durch eine entsprechende Zuordnung lassen sich Kosten je Hilfeart und Fall in einem Jahr berechnen. Die Hilfen dauern jedoch typischerweise unter-schiedlich lange, in der Regel zwischen sechs Monaten und mehreren Jahren. Dies ist bei den Kosten pro Fall zu berücksichtigen.
In dieser Weise lassen sich die Kosten für alle Hilfen zur Erziehung als durchschnittliche Kosten je Fall einer Hilfeart, die dem Träger der öffentlichen Jugendhilfe entstanden sind, bestimmen. Es ergeben sich für das Jahr 2009 die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Werte (…).
Erziehungsberatung zeigt sich mit durchschnittlichen Kosten von ca. 1.050 Euro je Beratung als die für die Träger der öffentlichen Jugendhilfe mit Abstand kostengünstigste Hilfe zur Erziehung. Ihr folgen die ambulanten Hilfen: Sozialpädagogische Familienhilfe, Erziehungsbeistand / Betreuungs-helfer, Soziale Gruppenarbeit mit Ausgaben zwischen ca. 7.000 und 9.000 Euro. Für stationäre Hilfen entstehen Ausgaben zwischen ca. 30.000 und 80.000 Euro je jungem Menschen. Andere Hilfen zur Erziehung, die nach § 27 Abs. 2 SGB VIII gewährt werden, kosten durchschnittlich ca. 23.000 Euro.
Kosten der Hilfen zur Erziehung (Jahr 2009)
Kosten je Fall (Euro)
Das Potenzial der Erziehungsberatung zur Umsteuerung der Hilfen zur Erziehung (siehe: Erziehungsberatung kann Fremdplatzierungen verhindern und hohe Kosten sparen) wir jedoch noch kaum genutzt.
Im Gegenteil: Während für die anderen Hilfen zur Erziehung in den letzten Jahren deutliche Kostensteigerungen zu verzeichnen sind, wurden die Ausgaben für Erziehungsberatung praktisch gedeckelt.“
(alles aus bke-Memorandum „Familie und Beratung“)
Die aktuellen Kosten pro Beratungsfall in unserer Erziehungsberatungsstelle liegen sehr deutlich unter den bundesweit ermittelten Zahlen aus 2009 – auch im Vergleich hessischer Beratungsstellen liegen unsere Fallkosten sehr günstig. Alle Ausgaben der Erziehungsberatungsstelle (also auch für Vernetzungsaktivitäten, präventive Angebote, usw.) ergeben bezogen auf die Anzahl der Fälle Kosten von nur rund 700 EUR pro Beratungsfall. Die Gründe dafür sind drei: relativ hohe Beratungsfallzahl, relative niedrige Personal-kosten (geringer Anteil von Diplom-Psychologen im Team), sehr niedrige Sachkosten.
Die Erziehungsberatungsstelle des Vereins für Erziehungshilfe e. V. wird nahezu ausschließlich durch Bezuschussung der beiden Gebietskörperschaften Landkreis Marburg-Biedenkopf und Universitätsstadt Marburg finanziert. Unsere finanzielle Situation ist schwierig, weil der größere der beiden Zuschussgeber (Landkreis Marburg-Biedenkopf) wegen seiner angespannten Finanzlage die Entscheidung getroffen hat, den Zuschussbetrag für die Erziehungsberatungsstelle auf dem Stand von 2006 festzuschreiben. Steiger-ungen der Ausgaben durch die allgemeine Teuerungsrate und insbesondere Tariferhöhungen bei den Personalkosten, führen nicht zu einer Anpassung des Zuschussbetrages seitens des Landkreises. Das Wissen, dass auch andere Träger der Jugendhilfe vor dieser Situation stehen, ändert nichts an der strukturellen Unterfinanzierung der Erziehungsberatungsstelle. Die Möglich-keiten, über zusätzliche Leistungen Einnahmen zu erwirtschaften nutzen wir. Gleichwohl haben wir das Interesse, unsere Kernkompetenz in der Beratungsarbeit weiterhin in Qualität und Quantität anbieten zu können. Die Nachfrage danach bestätigt, dass dies notwendig ist.
Kosten einer Erziehungsberatungsstelle sind zu mehr als 90 % Personal-ausgaben. Deren prozentuale Erhöhung durch jährliche Steigerungen der Gehaltstarife zu vermeiden, ist nicht möglich. Wir hoffen deshalb sehr, dass unsere Zuschussgeber dies berücksichtigen, und die notwendige Finanzierung der Arbeit der Erziehungsberatungsstelle auch zukünftig gesichert werden kann.
Spenden spielen bezogen auf deren Beträge keine nennenswerte Rolle bei der Finanzierung der Erziehungsberatungsstelle. Wenn wir aber eine Spende von jemandem erhalten, den wir beraten haben, ist das für uns – ganz unabhängig von der Höhe des gespendeten Geldbetrages – ein Zeichen dafür, dass unsere Tätigkeit wertgeschätzt und deren Qualität als gut bewertet wird. Insofern freuen wir uns sehr, über 7 kleinere Geldspenden, die wir in 2012 unmittelbar im Zusammenhang mit unserer Beratungsarbeit erhalten haben.
Zahlen und Daten für 2012 und 2011
Die nachfolgenden Daten stützen sich auf die Erhebungsmerkmale, die vom Hessischen Statistischen Landesamt für jeden Beratungsfall gefordert werden (Statistik der Kinder- und Jugendhilfe, Teil 1: Erzieherische Hilfen, Ein-gliederungshilfe für seelisch behinderte junge Menschen, Hilfe für junge Volljährige)[1]. Alle Erziehungsberatungsstellen sind sehr unglücklich über diese Erhebungsmerkmale, weil sie zum Teil uneindeutig formuliert sind oder – hinsichtlich der sog. „Anzahl der Kontakte“ (was nicht gleichbedeutend ist mit Anzahl der Gespräche) – in die Irre führen. Eine weitere, parallele Statistik zu führen, können wir uns trotz dieser Mängel der offiziellen Berichterstattung aber aus Zeitgründen nicht leisten. Deshalb diese Daten.
Sämtliche Zahlen bilden zunächst und fett gedruckt den Wert für das Jahr 2012 ab.
Jeweils in Klammern dahinter der Wert aus dem Vorjahr (2011).
Im Kalenderjahr 2012 wurde für 828 (788) Kinder, Jugendliche oder junge Volljährige Beratung in der Erziehungsberatungsstelle in Anspruch genommen. In der Beratungsstelle Marburg für 412 (397), in Stadtallendorf für 240 (216) und in Biedenkopf für 175 (175).
189 (194)) kamen aus dem Stadtgebiet Marburg (23 %) und 631 (580)) wohnten im Landkreis Marburg-Biedenkopf (76 %). Für 8 (14) Kinder oder Jugendliche außerhalb des Landkreises und unseres Einzugsgebietes boten wir ebenfalls eine erste Hilfestellung an. Die aktuelle prozentuale Verteilung entspricht weitgehend der aus den Vorjahren.
Von den 828 (788) Kindern und Jugendlichen wurden 661 (605) neu angemeldet (80%), 167 (183) - (20%) erhielten eine Fortsetzung der Erziehungsberatung aus dem Vorjahr. Bei 664 (621) - (80%) konnte die Erziehungsberatung im Lauf des Jahres abgeschlossen werden, bei 164 (167) - (20%) dauerte die Beratung am Jahresende noch an.
Die Altersstruktur der von uns betreuten Kinder und Jugendlichen ist in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Im Jahr 2012 waren in den Altersgruppen bis 8 Jahre 370 (349) der Kinder (45% der gesamten Beratungsfälle). Damit hat sich die Tendenz aus den Vorjahren bestätigt, dass wir viel mit jüngeren Kindern bzw. deren Familien in der Erziehungsberatung zu tun haben. Für uns ist dies deshalb bedeutsam, weil die Chancen auf Einflussnahme und Weichenstellung, die die Entwicklung der Kinder positiv beeinflussen, bei jüngeren Kindern größer sind.
Alter der „Beratungskinder“
Nach Geschlecht verteilen sich die Kinder / Jugendlichen in der Beratung wie folgt.
Mädchen: 326 (333) Jungen: 502 (455)
weiblich: 39% männlich: 61%
Diese spezifische Geschlechtsverteilung mit dem Überhang der Jungen ist ebenfalls aus den Vorjahren und auch aus anderen Kontexten der Jugendhilfe sowie dem Gesundheitswesen bekannt.
Die familiäre Situation der Kinder und Jugendlichen spiegelt die gesellschaftliche Realität wider (siehe Abschnitt „Familie - … weiter vorn).
44,3% (44,8 %) der Kinder lebten in Familien mit beiden Elternteilen, 39,5% (39,3 %) der Kinder lebten mit einem allein erziehenden Elternteil und 16,2 % (15,8 %) bei einem Elternteil allein, der mit einem/r neuen Partner/-in zusammen lebte. Dies bedeutet, dass rund 56 % der Beratungskinder nur noch mit einem Elternteil zusammenleben. Im Vergleich zu den letzten Jahren zeigt sich dabei eine Tendenz in Richtung einer immer größeren Zahl von Kindern / Jugendl. in der Beratung, deren Eltern nicht mehr zusammen leben. 2007 lag dieser Prozentwert noch bei 49 %, 2009 dann bei 48 % und in 2011 bei 55%. Der im Vorwort angesprochene Eindruck, dass die Thematik der Trennung und Scheidung von Eltern eine immer größere Rolle spielt, wird von dieser Zahl zumindest insoweit Teil bestätigt. Dass mittlerweile weniger als die Hälfte der Kinder oder Jugendlichen, für die wir beraten, mit beiden Eltern zusammenlebt, spiegelt damit auch in der Erfahrung einer Erziehungsberatungsstelle diese gesellschaftliche Realität. In längst nicht allen Beratungssituationen mit dem Status „Eltern getrennt“ ist diese Tatsache gleichzusetzen mit dem wesentlichen Anlass für Beratung (siehe weiter unten).
Auch ein Blick auf die Kinderanzahl in der Familie bzw. die Familiengröße in den Beratungsfamilien zeigt, deutliche Unterschiede zu Vergleichszahlen für ganz Hessen aus 2011. So haben hessenweit 52% der Familien nur ein Kind, 37% haben 2 Kinder und nur 12% der Familien haben 3 und mehr Kinder[2]. Wir erreichen mit unseren Beratungsangeboten demnach zu einem verhältnismäßig hohen Anteil Familien mit mehreren Kindern.
Kinderzahl in der Familie - in der Familie lebt / leben…
Ein Migrationshintergrund bei den Eltern ist uns für 24,6% (21,6 %) der Kinder und Jugendlichen aus der Beratung bekannt. Damit meinen wir die nichtdeutsche Herkunft mindestens eines Elternteiles. Im Vergleich dazu wird der Anteil der ausländischen Bevölkerung im Landkreis Marburg-Biedenkopf mit 9,4 % angegeben (Hessen insgesamt: 11,4 %)[3]. Ohne Zweifel besteht ein Unterschied zwischen den Kategorien „Migrationshintergrund“ und „ausländische Bevölkerung“, dennoch wird deutlich, dass wir Erziehungs-beratung zu einem relativ hohen Anteil von Familien mit nichtdeutscher Herkunft mindestens eines Elternteils in Anspruch genommen wird.
14 % (17%) der Familien, aus denen Kinder oder Jugendliche in der Beratung waren, lebten ganz oder teilweise von Sozialleistungen, dabei insbesondere ALG 2.
Als häufigste Gründe für die Kontaktaufnahme zu unserer Erziehungsberatungsstelle, sind in der Statistik Kategorien für Beratungsanlässe zu nennen. Diese Kategorien sind leider nicht besonders trennscharf gegeneinander. Mehrfachnennungen (bis zu drei Kategorien pro Beratung) sind möglich. Für die Jahre 2012 und 2011 ergibt sich folgende Verteilung:
Beratungsanlässe waren…
Belastungen durch familiäre Konflikte (Partnerkonflikt, Trennung- Scheidung, u.ä.)
Schulische Probleme (Leistungsanforderungen, Konzentration, Schulvermeidendes Verhalten)
Eingeschränkte Erziehungskompetenz der Eltern
Auffälligkeiten im sozialen Verhalten des Kindes
Entwicklungsauffälligkeiten / seelische Probleme des Kindes
Belastungen durch Problemlagen der Eltern (z.B. psychische Erkrankung, Sucht, geistige oder seelische Behinderung)
Unzureichende Förderung / Betreuung / Versorgung des Kindes in der Familie (soziale, gesundheitliche, wirtschaftliche Probleme)
Unversorgtheit des Kindes (z.B. Ausfall der Bezugsperson wg. Krankheit, Inhaftierung, Tod…)
(Die Prozentwerte sind auf die Gesamtzahl der Beratungsfälle gerechnet. Wegen der Mehrfachnennungen ergibt die Summe der Prozentwerte deshalb deutlich mehr als 100%.)
Häufigster Anlass für Beratung war demnach – wie bereits an anderer Stelle ausgeführt – ein familiärer Konflikt in Form von Partnerschaftsproblematik der Eltern, meist als Trennung oder Scheidung der Eltern und dem, was daraus an Belastung für das Kind resultiert.
Wie bereits erwähnt, fragen wir die Eltern bereits bei der Anmeldung, wie bzw. durch wen sie auf uns aufmerksam geworden sind. Diese Angaben sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. (Auch hier beziehen wir uns auf die im Erhebungsbogen des Statistischen Landesamtes vorgegebenen Kategorien zum Zeitpunkt der Anmeldung).
„Die Beratung anregende Institution oder Person war…“
(Formulierung des Statistikbogens)
Eltern selbst
Sozialer Dienst (meist Jugendamt) oder andere Institution
Ehemalige Klienten / Bekannte
Arzt / Klinik / Gesundheitsamt
Junger Mensch selbst
Es fällt auf, dass die Eltern selbst und aus eigener Initiative in hohem Maße Zugang zur Erziehungsberatungsstelle finden. „Zuweisende“ Instanzen sind natürlich die Kindergärten und Schulen, die Jugendämter und andere soziale Einrichtungen sowie Ärzte und Einrichtungen des Gesundheitswesens. Auch durch Empfehlungen ehemaliger Klienten oder durch Bekannte der Eltern finden die Klienten den Weg in unsere Beratungsangebote. Einige Jugendliche melden sich aus eigener Initiative in unseren Beratungsstellen.
An dieser Stelle auch eine Anmerkung zum Stichwort „Zwangsberatung“ auf Anordnung des Familiengerichtes – gemeint sind Beschlüsse des Familiengerichtes, die streitende Eltern gem. § 156 Abs. 1, Satz 4, FamFG dazu verpflichten, Beratung in Anspruch zu nehmen. In 2012 hatten wir gerade mal 3 Beratungen, die auf diesem Hintergrund zustande kamen (2011: 5). Auch wenn zu erwarten ist, dass sich diese Zahl mit veränderter Praxis in der Rechtsanwendung der Familiengerichte tendenziell erhöhen wird, spielt diese Konstellation wirklich nur eine Rolle ganz am Rand. Viel häufiger sind Konstellationen, in denen die Familiengerichte den Eltern „empfehlen“, zu uns zu kommen, ohne formal auch einen entsprechenden Beschluss zu verkünden. Es mag auch sein, dass Eltern eine solche „Empfehlung“ als Zwang erleben. Unanhängig davon, ob sich Eltern in lupenreiner Freiwilligkeit oder vom Familiengericht angeschoben, gezwungen in der Beratung einfinden, sind solche Beratungen heftig streitender Eltern schwierig und bleiben leider oft auch ohne nennenswerte positive Bewegung, im Interesse der Kinder die elterlichen Konflikte zu mildern.
Anzahl der Kontakte / Gespräche
Hier erweist sich das Erhebungsmerkmal aus der Landesstatistik als besonders verwirrend. Gezählt werden danach sog. „Kontakte“ im Verlauf der Beratung. Die so ermittelte Zahl ist leider nicht identisch mit der Zahl der Gespräche, die mit den ratsuchenden Personen geführt werden. „Kontakte“ bezieht auch einen pauschalen Zeitwert für die Vor- oder Nachbereitung eines Beratungsgespräches mit ein. Es geht also eher um eine Zeiterfassung als um den (Gesprächs-)Kontakt.
Das Ganze ist schon in der statistischen Erfassung recht kompliziert und führt leider dazu, dass die darüber erhobenen Informationen nicht besonders brauchbar erscheinen. (siehe Anfangsbemerkungen zu den Zahlen).
Zur Erklärung dieser Zahl ist hier zu sagen, dass z. B: ein erstes Beratungsgespräch mit Klienten von etwa einer Stunde Dauer in der Zählung der „Kontakte“ mit 2 gezählt wird.
Deshalb werden hier in der quantitativen Verteilung als erste Kategorie auch „bis zwei Kontakte“ angegeben. Zwei Kontakte bedeutet meistens - ein Gespräch
In 2012 haben wir für die 828 Beratungsverläufe insgesamt 5360 Kontakte gezählt – 2011 für 788 Verläufe gezählt 4771 Kontakte. Dies entspricht einem durchschnittlichen Wert von 6,47 „Kontakten“ pro Beratungsfall im Lauf des Jahres 2012.
Zum Vergleich als Durchschnittswert 2009 waren es 4,87 Kontakte, 2010 dann 6,05 und in 2011 6,06 Kontakte pro Fall. Für den Anstieg dieser Zahl von 2009 nach 2010 ist aber eher die Gewöhnung an die oben beschriebene Zählweise verantwortlich zu machen. Wir denken, dass ein Anstieg in dieser Zeit nicht tatsächlich stattgefunden hatte.
Die Steigerung von 2011 auf 2012, die auch eine tatsächliche ist, erklärt sich für uns aus der bereits beschriebenen, zunehmenden Komplexität der Beratungen.
Der hier genannte Durchschnittswert, Kontakte pro Fall im Jahr, ist nicht gleichzusetzen mit Kontakten für den gesamten Beratungsverlauf. Beratungsverläufe, die in einem Jahr begonnen und erst im folgenden oder nächstfolgenden zum Abschluss kommen, sind in dieser Zahl nicht erfasst.
Interessanter als ein Durchschnittswert ist die Verteilung.
Wie häufig braucht die Beratung nur wenige, wie häufig eine größere Zahl von Kontakten oder einfacher…
wie oft reicht kurze Beratung wie häufig braucht es einen längeren Beratungsverlauf, eine Begleitung der Familie über einen längeren Zeitraum?
Beratungsverlauf und Anzahl der „Kontakte“
Beratung bis zu 2 „Kontakten“:
Beratung bis zu 5 „Kontakten“
Beratung bis zu 10 „Kontakten“
Beratung bis zu 20 „Kontakten
Beratung mit > 20 „Kontakten“
Für ein gutes Drittel der Beratungsfälle gilt, dass ein einmaliges Gespräch in Anspruch genommen wird. Ein knappes Drittel der Beratungsverläufe kommt mit bis zu 3 Gesprächen (5 Kontakte) aus. In einem Viertel der Verläufe führten wir bis zu 7 Gespräche. Längere Beratungsverläufe oder Begleitungen der Familien sind immer wieder auch notwendig – sie umfassen etwa 10 Prozent der stattgefundenen Beratungsprozesse.
Zahlen zu den zusätzlichen Leistungen
Auch hier die Zahl für 2012 fett formatiert und in Klammer der Wert aus dem Vorjahr 2011.
38 Aufträge (45)
Beratung in der Familie
13 Hilfen (10)
Supervision für Betreuungshelfer/innen
5 Termine (5)
gem. § 8 a SGB VIII
ganztägige Rufbereitschaft
(Mo – Fr. 6:30 – 19.00 Uhr)
11 Kinder (9)
(10 aus Kindergärten Landkreis – 1 aus Jugendhilfeeinrichtung Stadt Marburg)
Auch wenn wir in 2012 mit 38 Aufträgen für Betreuten Umgang gegenüber 2011 einen Rückgang der Zahl hatten, bleiben 38 solcher Konstellationen für eine Erziehungsberatungsstelle eine außergewöhnlich hohe Zahl. Meines Wissens nach gibt es bundesweit keine Erziehungsberatungsstelle, die auch nur annähernd eine derart große Zahl solcher, schwieriger und belastender Aufträge abarbeitet. Spezialanbieter in großen Städten, die nichts anderes tun, als Betreuten Umgang anzubieten, sind dabei nicht zu vergleichen.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 2012
Claes, Maike:
Demirci, Ayse:
Derx, Heinz-Georg:
Diplom-Psychologe, Diplom-Pädagoge, Psychologischer Psychotherapeut, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut
Gerlach-Jahn, Anne
Gehner, Christoph:
Heimann-Wockenfuß, Christine:
Rehse, Stephan
Schaefer, Jürgen:
Schlitt, Nicole:
Schlosser, Adelheid:
Schneider, Ulrike:
Witte, Thomas:
Herr Witte ist seit Ende 2012 in Sonderurlaub für eine Erweiterung seiner Ausbildung und wird in 2014 zurückkehren. Frau Gerlach-Jahn ist im Dezember 2012 zu uns gekommen, um diese Lücke zu schließen. Frau Schlitt ist im November 2012 nach Elternzeit zurückgekehrt.
[1] Siehe hierzu z.B.: Informationen für Erziehungsberatungsstellen (3/2006): Die neue Bundesstatistik zu den erzieherischen Hilfen, 3-8, Fürth.
sowie: Informationen für Erziehungsberatungsstellen (1/2009): 111 Fragen und Antworten zur Bundesstatistik, 3-18, Fürth.
[2] Familien mit ledigen Kindern nach der Zahl der Kinder, Hessisches Statistisches Landesamt, Wiesbaden, 2011. (www.statistik-hessen.de/themenauswahl/haushalte-familien/landesdaten/haushalte-familien-mikrozensus/familien-nach-zahl-der-kinder/index.html)
[3] Ausländeranteil an der Gesamtbevölkerung im Landkreis Marburg-Biedenkopf – Stand 31.12.2008 - Quelle: www.demografie.marburg-biedenkopf.de/.../Auslaenderanteil.html

References: § 28
 § 8
 § 8
 § 8
 § 27
 § 156
 § 8