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Timestamp: 2019-05-21 17:35:39+00:00

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Autor: Wenker Ostendorf Partner - Rechtsanwälte
Vermüllte Wohnung berechtigt zur fristlosen Kündigung
Wenker Ostendorf Partner - Rechtsanwälte Aktuelle Urteile, Mietrecht 17. Oktober 2018 8. November 2018 Fristlos, kündigung, Mietrecht, vermüllt, verwahrlost, Wohnung
Bei einer vermüllten Wohnung darf das Mietverhältnis fristlos gekündigt werden – das hat das Amtsgericht München in einem aktuellen Urteil aus dem Mietrecht entschieden. Zwar wurden der angespannte Wohnungsmarkt der Mieterin zu deren Gunsten hinzugezogen, aber da sie über ein Ferienhaus als Ersatzwohnung verfüge, müsse auch keine Frist für die Räumung eingehalten werden.
Im konkreten Fall wurde nach Beschwerden aus der Nachbarschaft bei einer Wohnungsbegehung festgestellt, dass der Flur und die anderen Räume der Wohnung mit Müll, Papier und Schutt knöcheltief bedeckt war. Zudem waren Schimmelschäden erkennbar, der Parkettfußboden teilweise stark durchnässt und verschmutzt. Nach Begehung erklärte der Vermieter die fristlose Kündigung, wohingegen die Mieterin einwandt, dass es sich um Vorarbeiten für eine umfassende Renovierung handele. Zudem sei die Wohnung 34 Jahre alt und entsprechend abgewohnt.
Die Richter vom AG München gaben dem Vermieter in vollem Umfang Recht, so dass die fristlose Kündigung rechtmäßig sei. Sowohl die Uneinsichtigkeit, wie auch die langanhaltende und nachhaltige Vertragsverletzung und die Gefahr, dass die Substanz weiter geschädigt werde, sprächen gegen die Mieterin, so die Richter. Zudem sei der Hausfrieden gestört.
Wenn auch Sie als Mieter oder Vermieter Fragen oder eine juristische Beratung im Bereich des Mietrechts benötigen, sprechen Sie uns an, wir helfen Ihnen gerne weiter!
Fahrpreis kassiert, aber kein Ticket ausgegeben – fristlose Kündigung
Wenker Ostendorf Partner - Rechtsanwälte Aktuelle Urteile, Arbeitsrecht 5. September 2018 20. Dezember 2018 Arbeitsrecht, Fristlos, kündigung, LAG Berlin-Brandenburg
Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg (Az. 10 Sa 469/18)
In einem aktuellen Urteil aus dem Arbeitsrecht hat das LAG Berlin-Brandenburg entschieden, dass die fristlose Kündigung eines Busfahrers rechtmäßig war. Dieser hatte zwar Fahrpreise kassiert, aber keine Tickets ausgegeben. Daraufhin hatten die Berliner Verkehrsbetriebe die Kündigung ausgesprochen.
Im konkreten Fall hatte ein Prüfer der BVG beobachtet, dass der Busfahrer innerhalb kurzer Zeit Geld für insgesamt vier Tickets von auswärtigen Fahrgästen entgegennahm, aber keine entsprechenden Tickets ausdruckte und die Fahrgäste passieren ließ. Daraufhin hatt der Busfahrers widersprochen, er habe allen zahlenden Fahrgästen ein Ticket ausgehändigt. Nach Sichtung der Videoaufzeichnungen aus dem Bus bestätigte sich diese Aussage aber nicht.
Sie haben Fragen zum Thema Arbeitsrecht oder sind evtl. auch selbst betroffen? Als Rechtsanwalt in Ahaus mit dem Schwerpunkt Arbeitsrecht können wir Ihnen bei juristischen Fragen zum Thema Arbeitsrecht helfen – sprechen Sie uns an.
Urlaub ohne Genehmigung kann zur Kündigung führen
Wenker Ostendorf Partner - Rechtsanwälte Aktuelle Urteile, Arbeitsrecht 2. August 2018 8. November 2018 Arbeitsrecht, Genehmigung, kündigung, LAG Düsseldorf, Urlaub
Landesarbeitsgericht Düsseldorf (AZ8 Sa 87/18)
Aktuell sind in vielen Bundesländern Sommerferien und viele Arbeitnehmer genießen ihren Urlaub. Wenn man allerdings eigenmächtig den Urlaub verlängert oder sogar ohne Genehmigung Urlaub nimmt, kann das zur Kündigung führen – das hat das LAG Düsseldorf in einem aktuellen Urteil aus dem Arbeitsrecht entschieden.
Im konkreten Fall ging es um eine Angestellte, die für zwei Tage genehmigten Urlaub hatte (Donnerstag, Freitag), diesen aber eigenmächtig für die nächste Woche verlängern wollte und ihren Vorgesetzten darüber erst am Montagmittag informierte, obwohl sie zu dem Zeitpunkt bereits im Büro hätte sein müssen. Ihr Vorgesetzter war damit nicht einverstanden und bot Ihr an, das nächste Wochenende zu verlängern und dann Urlaub zu nehmen. Die Angestellte war aber bereits auf Mallorca und konnte ihrer Aussage zufolge nicht zurück ins Büro kommen, was sie auch nicht tat. Daraufhin kündigte ihr der Arbeitgeber fristgerecht.
Das LAG Düsseldorf hat zugunsten des Arbeitgeber entschieden, weil eine eigenmächtige Inanspruchnahme vom Urlaub ein Kündigungsgrund sei, der sogar mit einer fristlosen Kündigung einhergehen könne. Eine Abmahnung sei daher in diesem Fall nicht notwendig.
Darf ein Vermieter in die Wohnung des Mieters?
Wenker Ostendorf Partner - Rechtsanwälte Aktuelle Urteile, Mietrecht 18. Juli 2018 8. November 2018 Mieter, Mietrecht, Vermieter, Wohnung, Zutritt
Diese Frage aus dem Mietrecht beschäftigt immer wieder Mieter, Vermieter und entsprechend die Gerichte und ebenso schon einige Urteile auf diesem Gebiet.
Grundsätzlich kann man festhalten, dass es kein gesetzliches Besichtigungsrecht für den Vermieter gibt. Daher darf der Vermieter die Wohnung ohne Zustimmung des Mieters nur in absoluten Notfällen betreten (solche Notfälle sind bspw. ein Wohnungsbrand oder ein Rohrbruch). Liegt so ein Notfall nicht vor, muss der Mieter erst seine Zustimmung geben, dass der Vermieter in die Wohnung darf.
Einige Vermieter haben allerdings Mietvertrag eine Klausel integriert, die jederzeit die Besichtigung erlaubt, ohne dass es einen konkreten Anlass gibt. Diese Klausel ist allerdings vom BGH bereits im Jahre 2014 als unwirksam erklärt worden. Gleichwohl darf der Vermieter den Zutritt verlangen, wenn er einen berechtigten Grund dafür hat. Unter berechtigen Gründen versteht man bspw. die jährliche Ablesung von Messgeräten für die Nebenkosten (Wasser, Strom, Gas, Heizung etc.), aber ebenso notwendige Reparaturen. Auch wenn der Vermieter die Wohnung potenziellen Käufern oder Nachmietern die Wohnung zeigen möchte, hat er das Recht die Wohnung nach Absprache mit dem Mieter zu betreten. Die Terminfindung sollte hier allerdings vom Vermieter rechtzeitig mit dem Mieter vorgenommen werden; in der Praxis geht man hier von 10-14 Tagen Vorlauf aus, der eingehalten werden sollte.
Der Mieter kann dem Vermieter den Zutritt verweigern, wenn er den Wunsch des Vermieters für unberechtigt hält. Stellt sich allerdings heraus, dass die Forderung des Vermieters berechtigt war, so kann dies zur fristlosen Kündigung führen, so dass man diese Ablehnung als Mieter nur mit entsprechender Vorsicht aussprechen sollte.
Falschparker muss Kosten für Ersatzverkehr übernehmen
Wenker Ostendorf Partner - Rechtsanwälte Aktuelle Urteile, Verkehrsrecht & PKW 7. Juni 2018 8. November 2018 Ersatzverkehr, Falschparker, Kosten, Taxi, Verkehrsrecht
Amtsgericht Frankfurt, (Az.: 32 C 3586/16(72))
In einem aktuellen Urteil aus dem Verkehrsrecht Amtsgericht Frankfurt entschieden, dass Falschparker nicht nur für den Verstoß bezahlen muss, sondern ebenso die Kosten für den Ersatzverkehr zu tragen hat. Die Verkehrsgesellschaft Frankfurt hatte den Falschparker verklagt, nachdem dieser eine Stunde durch Parken auf den Schienen der Straßenbahn abgestellt hatte.
Da durch den Falschparker die Straßenbahn nicht fahren konnte, wurde ein Ersatzverkehr durch Taxis eingesetzt und es entstand ein Mehraufwand von rund 1000€. Diesen wollte sich Verkehrsgesellschaft Frankfurt vom Falschparker wiederbekommen und klagte entsprechend vor Gericht. Die Verkehrsgesellschaft argumentierte, dass sie durch das Personenbeförderungsgesetz verpflichtet gewesen sei, den Ersatzverkehr einzurichten und die Schuld beim Falschparker liege. Dieser Argumentation gab das Amtsgericht Frankfurt recht und hielt auch die Höhe von 1000€ für angemessen, weil man in der Kürze der Zeit keine adäquate Alternative zum Taxi hätte organisieren können.
Haben auch Sie Fragen zum Verkehrsrecht oder rund um die Rechtsprechung in Bezug auf PKW? Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gerne bei allen Fragen rund um das Verkehrsrecht und PKW.
Mobilheim ist keine Immobilie – Zweitwohnungssteuer nicht rechtmäßig
Wenker Ostendorf Partner - Rechtsanwälte Aktuelle Urteile, Steuerrecht 14. Mai 2018 8. November 2018 Immobilie, Mobilheim, OVG Schleswig Holstein, Steuerrecht, Zweitwohnungssteuer
Oberverwaltungsgericht Schleswig-Holstein (2 LB 97/17, 2 LB 98/17)
In einem Urteil aus dem Steuerrecht hat das OVG Schleswig-Holstein sich mit der Zweitwohnungssteuer beschäftigt und entschieden, dass ein Wohnmobil keine Immobilie ist – eine darauf erhobene Zweitwohnungssteuer sei deshalb nicht zulässig und hob damit ein Urteil aus erster Instanz auf.
Im konkreten Fall hatte die Gemeinde Neukirchen auf zwei Mobilheime auf einem Campingplatz Zweitwohnungssteuer erheben. Die beiden 46qm großen Holzhäuser stehen auf Rädern und sind seit 1979 auf dem Campingplatz. Als Zweitwohnungssteuer erhob die Gemeinde 374€ jährlich und legte einen Einheitswert von 8743€ fest. 2016 entschied das Verwaltungsgericht, dass diese Erhebung rechtmäßig sei, das OVG hob das Urteil jetzt auf. Als Begründung führte das OVG an, dass die Mobilheime eben keine Immobilie seien. Allerdings sagte das Gericht auch, dass es prinzipiell möglich sei, Mobilheime zu besteuern, nämlich indem eine Gemeinde klare Merkmale für Immobilien festlege, anhand derer man eine Immobilie entsprechend identifizieren könne.
Haben auch Sie Fragen zum Steuerrecht? Gerne beraten wir Sie zu dem Thema – Sprechen Sie uns an.
EuGH: Forderung nach kirchlicher Zugehörigkeit nicht uneingeschränkt rechtmäßig
Wenker Ostendorf Partner - Rechtsanwälte Aktuelle Urteile, Arbeitsrecht 20. April 2018 8. November 2018 Arbeitsrecht, EuGH, Kirche, Konfession, Zugehörigkeit
Kirchliche Arbeitgeber dürfen nicht bei jeder Stelle von Bewerbern eine Religionszugehörigkeit fordern – mit diesem Urteil hat der EuGH am 17.4.2018 zu einem Fall aus Deutschland entschieden. Nach dem Urteil des EuGH dürfen kirchliche Arbeitgeber nicht bei jeder ausgeschrieben Stelle eine Zugehörigkeit zu einer christlichen Religion fordert, sondern diese Anforderung darf nur gestellt werden, wenn die Zugehörigkeit „objektiv geboten“ und die Forderung verhältnismäßig sei
Frau hatte sich auf Referentenstelle beworben und wurde abgelehnt
Im konkreten Fall hatte sich eine Frau auf eine für befristete Referentenstelle bei der evangelischen Diakonie beworben, die inhaltlich mit „Parallelberichterstattung zur UN-Anti-Rassismuskonvention“ umschrieben war. Die Frau gehörte keiner Religionsgemeinschaft an. Laut Stellenanzeige war die Mitgliedschaft in einer evangelischen oder einer der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Deutschland Voraussetzung. Aufgrund der Konfessionslosigkeit wurde die Frau nicht zum einem Vorstellungsgespräch eingeladen und klagte anschließend auf eine Entschädigung von 10.000 Euro, weil sie sich religiös diskriminiert fühlte.
Forderung nach Konfessionszugehörigkeit kann je nach Tätigkeit zulässig sein
Nach Durchlauf aller Instanzen in Deutschland, die kein einheitliches Urteil finden konnten, ging der Fall zum EuGH, der nun das Urteil fällte. Nach Ansicht der dortigen Richter kommt es bei der Bedingung der Konfessionszugehörigkeit auf die Tätigkeit selbst an. Kirchen dürften prinzipiell eine “mit der Religion oder Weltanschauung zusammenhängende Anforderung” fordern, aber nur, wenn diese Bedingung bei der jeweiligen Tätigkeit “eine wesentliche, rechtmäßige und gerechtfertigte berufliche Anforderung angesichts des Ethos der Organisation” darstelle.
Wann verfällt der Urlaub -der EuGH hat dazu geurteilt
Wenker Ostendorf Partner - Rechtsanwälte Aktuelle Urteile, Arbeitsrecht 3. April 2018 8. November 2018 Arbeitsrecht, Bundesurlaubsgesetz, EuGH, Jahresurlaub
Viele Arbeitnehmer werden sich die Frage schon gestellt haben, wann der Urlaub entfällt. In Deutschland ist die Urlaubsregelung im Arbeitsrecht bzw. dem Bundesurlaubsgesetz relativ eindeutig geklärt: Bei einer 5-Tage-Woche beträgt der Mindesturlaub 20 Arbeitstage pro Jahr. Dieser muss grundsätzlich vom Arbeitnehmer in dem Kalenderjahr nehmen, in dem dieser entstanden ist.
Was ist allerdings, wenn der Arbeitgeber verhindert, dass der Urlaub genommen wird?
Mit genau dieser Frage hat sich der EuGH beschäftigt und klar entschieden, dass in diesem Fall der Arbeitnehmer den Urlaub übertragen und auch ansammeln kann. (Az. C-214/16). Der Arbeitnehmer kann Ansprüche über­tragen und ansammeln.
Unbezahlter Urlaub kann ein Grund sein, warum der Urlaubsanspruch nicht verfällt
Im konkreten Fall hatte ein Arbeitnehmer aus England geklagt, der insgesamt 13 Jahre als Verkäufer auf Provisionsbasis für ein dort ansässiges Unternehmen beschäftigt war. Während der gesamten Zeit nahm er keinen Urlaub, weil dieser unbezahlt gewesen wäre. Mit Beginn seines Ruhestandes erhob er dann Klage beim EuGH auf die finanzielle Abgeltung des nicht in Anspruch genommenen Urlaubs. In diesem Fall entschied der EuGH, dass die Tatsache, dass der Urlaub unbezahlt sei, ein Grund sei, warum ein Arbeitnehmer nicht im Urlaub entspannen könne (wozu dieser aber eigentlich gedacht ist) und daher die Ansprüche des Arbeitnehmers nicht verfallen würden.
Was darf man bei einer Krankschreibung und was nicht?
Wenker Ostendorf Partner - Rechtsanwälte Aktuelle Urteile, Arbeitsrecht 11. März 2018 8. November 2018 Aktivitäten, Arbeitsrecht, Arbeitsunfähig, Erlaubt, Krankschreibung
Die Grippewelle hat in Deutschland gerade ihren Höhepunkt erreicht und viele Arbeitnehmer sind krankgeschrieben und können nicht zur Arbeit gehen. Aber was darf man, wenn man krankgeschrieben ist? Muss man konsequent zu Hause bleiben oder sind bspw. Sport, Reisen, Einkäufe erlaubt? Mit diesen Fragen beschäftigen wir uns heute.
In der Regel ist erlaubt, was die Genesung nicht beeinträchtigt
Bei einer Krankschreibung sollte der Arbeitnehmer immer beachten, dass die Genesung an erster Stelle steht, um eine möglichst schnelle Rückkehr zum Arbeitsplatz zu ermöglichen. Daher sollte man sich bei Aktivitäten während der Krankschreibung immer fragen, ob die Genesung dadurch beeinträchtigt oder hinausgezögert wird. Entsprechend ist von Fall zu Fall und Erkankung zu Erkrankung unterschiedlich, was erlaubt ist und was der Genesung eher hinderlich ist.
Notwendige Dinge des Alltags – Einkaufen, Gang zur Apotheke etc.
Die Dinge des Alltags, wie bspw. der Gang zum Supermarkt oder zur Apotheke, sind normalerweise auch während der Krankschreibung erlaubt, denn ohne eine angemessene Ernährung, die passenden Arzneimittel etc. wird die Genesung eher verhindert. Gleichzeitig ist es häufig fraglich, ob bspw. bei einer Grippe der ausgedehnte Shopping-Marathon der Gesundheit zuträglich ist.
Spazierengehen und Sport machen
Frische Luft ist für viele Krankheiten sehr positiv und entsprechend meistens kein Problem. Anders ist es, wenn der Arzt bspw. Bettruhe verordnet hat oder durch das Spazierengehen die Heilung verlangsamt wird. Auch Sport kann in Maßen den Heilprozess fördern, sollten aber mit dem Arzt abgesprochen werden.
Krankgeschrieben ausgehen oder in den Urlaub
Je nach diagnostizierter Erkrankung ist Ausgehen (hier ebenfalls das Maß beachten, denn sich ausgedehnt ins Nachtleben zu stürzen wird dem Grundsatz, immer die Genesung an erste Stelle zu setzen, häufig widersprechen) erlaubt, bei einigen Erkrankungen sogar empfehlenswert (so zum Beispiel bei einigen psychischen Erkrankungen). Die jetzt grassierende Grippe ist ein typischer Fall, bei dem Ausgehen der Genesung eher im Wege steht und nicht empfehlenswert ist.
Krankgeschrieben in den Urlaub zu fahren, sollte unbedingt mit dem Arzt und im besten Fall auch mit dem Arbeitgeber abgesprochen werden. Leidet man bspw. unter einer Erkrankung der Atemwege und plant einen Urlaub an der See, so kann die Genesung positiv beeinflusst werden. Eine individuelle Entscheidung mit Einbeziehung von behandelndem Arzt und, wenn möglich, eine rechtzeitige Information des Arbeitgebers verhindern an dieser Stelle evtl. Probleme.
Balkone, Terrassen und Wintergärten zählen nur zu 25% als Wohnfläche
Wenker Ostendorf Partner - Rechtsanwälte Aktuelle Urteile, Mietrecht 17. Februar 2018 8. November 2018 Balkon, LG Berlin, Mietvertrag, Terrasse, Wintergarten, Wohnfläche
Landgericht Berlin (18 S 308/13)
In einem aktuellen Urteil aus dem Mietrecht des Landgericht Berlin entschieden, dass eine Balkone, Terrassen und Wintergärten nur zu einem Viertel als Mietfläche einbezogen werden dürfen. Bisher wurden die Flächen häufig mit der Hälfte berechnet – was allerdings nicht korrekt ist, wie das Landgericht Berlin jetzt festgestellt hat.
Bei der Berechnung der Mietfläche gibt es zahlreiche Dinge, auf die man achten muss und die häufig zu einer nicht korrekten Mietflächenberechnung führen. Bisher wurde von vielen Privatvermietern ein Balkon, eine Terrasse oder auch ein Wintergarten mit der halben (bei Wintergärten teilweise sogar kompletten) Fläche bei der Berechnung der Mietfläche mit einbezogen. Jetzt hat das LG Berlin explizit geurteilt, dass “in der Wohnflächenverordnung ist ausdrücklich festgelegt sei, dass die Flächen von Terrassen, Balkonen und Wintergärten nur zu einem Viertel angerechnet werden können.” Im konkreten Fall hatte ein Mieter nach einer Mieterhöhung die im Vertrag angegebene Wohnfläche von 94,5qm angezweifelt. Ein gerichtlich bestellter Gutachter stellte die tatsächliche Wohnfläche mit 84qm fest, sodass die Mieterhöhung nun geringer ausfällt.
Aber nicht nur bei Mieterhöhungen lohnt sich eine Prüfung des aktuellen Mietvertrags und der darin genannten Mietfläche. Weicht die im Vertrag genannten Wohnfläche von der tatsächlichen Wohnfläche maßgeblich ab, kann ein Mieter eine Rückzahlung verlangen.
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Klaus Robert
Notar, Rechtsanwalt, Steuerberater
Manuela Schulze-Mengering
Dr. Christian Volmer
Rechtsanwalt, Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht
Norbert Wenker
Steuerberater, Landwirtschaftliche Buchstelle
Winfried Ostendorf
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Renate Lenhart-Ottinger
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