Source: https://erziehungshilfen-bonn.de/de/bonn/Spezialloesungen/---/massnahme/detail-infos-384/Regelangebot---Familiengruppen-und-Erziehungsstellen.htm
Timestamp: 2020-02-23 08:40:50+00:00

Document:
Regelangebot - Familiengruppen und Erziehungsstellen/Maßnahme auf Erziehungshilfen-Bonn
Fax.: 0228-3827-99-444
Anzahl der Plätze insgesamt 12 Plätze
pädagogische Fachkräfte; FH und FS Abschlüsse
Betreuungsalter 5-18
Gesetzliche Grundlage § 27 SGB VIII Voraussetzung einer erzieherischen Hilfe § 34 SGB VIII Hilfe zur Erziehung durch Heimerziehung § 35a SGB VIII Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche § 36 SGB VIII Hilfeplanung § 37 SGB VIII Zusammenarbeit mit der Familie § 41 SGB VIII Hilfe für junge Volljährige
Die familienanalogen Wohnformen sind durch eine Atmosphäre von Privatheit und emotionaler Dichte gekennzeichnet. Eine Erziehungsstelle bietet jeweils Plätze, Familiengruppen sind für mehrere Kinder konzipiert. Die Kinder und Jugendlichen leben außerhalb der Stammeinrichtung und werden in den Erziehungsstellen betreut, die je nach Gruppengröße durch zusätzliche personelle Unterstützung ergänzt werden. Der familienanaloge Charakter der Angebote beinhaltet auf der einen Seite, dass die Gruppen möglichst ihre jeweiligen spezifischen Wohn-, Lebens- und Erziehungskulturen herausbilden und auf der anderen Seite, dass sie nicht völlig losgelöst von der Stammeinrichtung, sondern möglichst eng an diese angebunden arbeiten. Eine beratende Fachkraft/Teamkoordinatorin ist daher sowohl für die dort wohnenden MitarbeiterInnen als auch für die Kinder und Jugendlichen jederzeit Ansprechpartnerin. Die Erziehungsstellen sind in unterschiedlichen Städten verortet. (Bremscheid/ neuwied; Hennef; Süchterscheid; Wesseling; Odenthal) Die Familiengruppen bieten Kindern ein neues familiäres Lebensumfeld und die individuelle Entwicklungsförderung in einem beziehungskontinuierlichen System.
Zielgruppe/Indikation Die Maßnahme ist notwendig und geeignet, wenn die Erziehung oder Entwicklung von Kindern und Jugendlichen auch mit stützenden und ergänzenden Hilfen im Herkunftsmilieu nicht sichergestellt ist, die Problembelastung im Herkunftsmilieu hoch ist und die Verhaltensauffälligkeiten und Entwicklungsstörungen bei den Kindern oder Jugendlichen vielfältig und gravierend sind, die Kinder und Jugendlichen ein gruppenpädagogisches Angebot mit einer der pädagogischen Wohnform entsprechenden Fluktuation nicht annehmen können und sie aufgrund ihrer individuellen Voraussetzungen, ihrer Störungen und Auffälligkeiten eine familiär geprägte Lebensform benötigen, es sich um eine langfristige Unterbringung handelt, die Kinder und Jugendlichen ein kontrolliertes, überschaubareres Lebensfeld benötigen, Kinder oder Jugendliche, bedingt durch ihre bisherige Lebenserfahrung intensive Nähe und Zuwendung fordern und sich auf ein intensives und kontinuierliches Beziehungsangebot einlassen.
Ausschlusskriterien Die Maßnahme ist nicht geeignet, wenn eine Pflegefamilie oder Adoption infrage kommt, bereits eine Lebensfeld aufbauende erzieherische Hilfe angezeigt ist, regelmäßige heilpädagogische Förderung oder Therapie in einer spezialisierten Gruppe oder eine kinderpsychiatrische Einrichtung oder eine Einrichtung für Behinderte angezeigt ist, ein enges Beziehungsangebot eine Überforderung darstellen würde, das Kind gegen die Maßnahme ist.
Ziele Entlastung der Heranwachsenden und der Herkunftsfamilie Verarbeitung bisheriger Lebenserfahrungen Aufarbeiten von Entwicklungsverzögerungen, Erlernen sozialer und praktischer Fertigkeiten, Erfahren eines geregelten Alltags und von Normalität Aufbau von Selbstvertrauen sowie von Vertrauen zu Erwachsenen Erfahrung von Geborgenheit, Sicherheit und Verlässlichkeit Aufbau von tragfähigen Bindungen Beziehungskontinuität Auflösen von Ambivalenzen sowie ggf. Rückkehr in die Herkunftsfamilie Unterstützung bei Entwicklung der Identität und eines Rollenbildes (Mann / Frau) Entwickeln von Lebensperspektiven
Allgemeine Beschreibung der Grundleistungen Entsprechend der Leistungsbeschreibung: Platz in einer familienanalogen Wohnform
Qualitätssicherung Qualitätssicherung gemäß Qualitätsentwicklungsbeschreibung der Evangelischen Jugendhilfe Godesheim

References: § 27
 § 34
 § 35
 § 36
 § 37
 § 41