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Timestamp: 2018-02-24 03:18:02+00:00

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Mit 60 ALGII ohne Vermittlungswunsch möglich? - Seite 2 - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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Post #1752703 (1)
22.09.2014, 16:36 #26
Genau das ist in der Tat das Grundproblem, woran sich zeigt, dass der § 53a ein paradoxes Konstrukt ist! Er setzt systematisch Fehlanreize. Das weiß die BA auch, das weiß das BMAS auch. Das weiß eigentlich jeder Mensch mit etwas Grips im Kopf! Und das ist duchaus auch Gesprächsthema unter den pAps.
Der § 53a SGB II verführt geradezu dazu, möglichst alle Eingliederungsbemühungen für die 53a-"Kunden" aufzugeben. Sie sollten laut BA und BMAS eigentlich intensiv "betreut" und aktiviert werden, der Statistik-Paragraph verhindert aber genau das. Letztlich ist es - rein statistisch gesehen - aber auch völlig egal. Denn die 53a-"Kunden" sind ja gar nicht arbeitslos.
Zynisch formuliert: Die BA hat - statistisch gesehen - nichts davon, 53a-"Kunden" in Arbeit zu vermitteln, denn das wirkt sich nicht auf die ALO-Statistik aus! Wer von vornherein nicht arbeitslos ist (53a), kann nicht durch Arbeitsaufnahme nicht arbeitslos werden. Denn er ist ja - während er eigentlich arbeitslos ist - schon nicht arbeitslos!
Wahrlich: Ein Paradoxon!
Gut, dann gehe ich einmal davon aus das der § 53 a hier in Berlin aus reiner Unkenntnis so selten- falls überhaupt - eingesetzt wird. Vielleicht deshalb weil auch die SB den mit der 58ziger Regelung verwechseln.
Ich verwechselte den nicht, hatte nur meine Probleme mit deiner Darstellung, weil diese m.M. nach insich nicht schlüssig waren, - im Verhältnis zu dem was mir seitens eines Teamleiters hier erzählt worden ist.
Deine Aussage und seine Aussage dazu unterscheiden sich massiv, - daher meine Verwirrung.
Interessant finde ich deine Aussage bezüglich der Maßnahmen. Also kann sogar ein § 53 a - Fall jederzeit in eine Maßnahme gepackt werden.
Nunja, meinen Bekannten wird das nicht treffen, - bei seinen o.g. Einschränkungen geht selbst das nicht.
Berlin wendet die § 53 a - Regelung selten bis gar nicht an, - entweder aus reiner Unkenntnis oder Verwechslung mit der 58ziger Regelung.
Vielleicht haben wir deshalb hier auch die statistisch größte Anzahl an Arbeitssuchenden. Sind einfach zu dämlich, die SB hier. Deckt sich auch mit meiner Wahrnehmung bezüglich deren u.a. "Kenntnisse" des SGB.
Der Trötersteller hat dann jedoch zwar die Möglichkeit auf den § 53 a zu kommen und damit keine VV mehr zu erhalten, muß dann allerdings jede Maßnahme "befüllen" soweit als notwendig.
Ist ja auch nicht wirklich etwas gewonnen für ihn.
Wobei, - logisch ist auch das nicht, denn wenn man für jemanden keine VV mehr hat weil er für keinerlei Tätigkeiten mehr auf dem Arbeitsmarkt gesucht wird, was genau und weshalb sollte er dann Maßnahmen "zur Aktivierung" für den Arbeitsmarkt mitmachen ?
Das wiederum verstehe ich an dem § 53 a nun auch wieder nicht.
Entweder findet sich nicht mal ein mieser kleiner VV für jemanden, - dann nutzen dem auch keine "Maßnahmen" (wozu ?) etwas oder beides, aber dann kein § 53 a.
Ist doch ein antagonistischer Widerspruch.
Na gut, vielleicht muß ich nicht alles logisch nachvollziehen können / müssen.
22.09.2014, 17:04 #28
Viele dieser §§ im SGB sind für mich inhaltlich nicht schlüssig.
Ich weiß schon weshalb ich schon im Studium mit dem Sozial- und auch Familienrecht nichts zu tun haben wollte.
Ist nicht wirklich meine Welt, wobei die anderen Rechtsgebiete auch gelegentlich so ihre Stolperfallen haben, aber wenigstens überwiegend insich schlüssig sind.
Seitdem ich mich privat mit den SGB beschäftige (mehr oder weniger muß) und nicht eben freiwillig, habe ich das Gefühl das bei der Ausarbeitung einiger §§ im SGB Volltrottel am Werke waren.
Besonders lästig sind schwammige Allgemeinsätze und -begriffe. Nicht einmal eine Definition dazu gibt es - meistens.
Dazu diese hohe Zahl an Kann-Bestimmungen ...
Dadurch auch die Freifahrtscheine für die jeweiligen SB ohne das Betroffene sie irgendwie "festnageln" könnten.
Nene, - da bleibe ich doch besser in meinen Rechtskreisen. Die nerven zwar auch, aber auf anderem Niveau.
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