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Timestamp: 2016-10-27 20:42:33+00:00

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118 Ib 9012. Auszug aus dem Urteil der I. �ffentlichrechtlichen Abteilung vom 21. Januar 1992 i.S. Eidgen�ssisches Departement des Innern gegen Schweizerische Skischule Davos und Regierung des Kantons Graub�nden (Verwaltungsgerichtsbeschwerde).
Police des for�ts; autorisation de d�fricher; comp�tence. 1. Comp�tence pour autoriser des d�frichements dans la zone des for�ts protectrices: art. 50 al. 2 LFor, art. 25bis al. 1 let. a et art. 25ter OFor (consid. 2). 2. Notion de "m�me ouvrage" au sens de l'art. 25ter OFor en g�n�ral (consid. 2c) et dans le cas d'installations de transport touristiques et de pistes de ski en particulier (consid. 3). 3. Le t�l�ski pour lequel le d�frichement a �t� sollicit� en l'esp�ce fait partie du m�me ouvrage que les deux t�l�skis voisins et les diverses pistes auxquelles ils permettent d'acc�der (consid. 4). Faits � partir de page 90
A.- Die Skischule Davos betreibt den im Jahre 1971 erstellten Skilift Geissloch in Davos Platz. Die Talstation des Liftes befand BGE 118 Ib 90 S. 91sich bis zum Ende der Skisaison 1990/91 auf der Parzelle Nr. 6151, welche seit 1977 zur Bauzone geh�rt und 1991 mit einem Mehrfamilienhaus �berbaut wurde. Die Bergstation (Abb�gelstelle) befand sich im Waldesinnern im Bereich eines Spazierweges, der 1988/89 durch eine etwas unterhalb verlaufende Waldstrasse ersetzt wurde.
Durch die �berbauung der Parzelle Nr. 6151 und den Bau der Waldstrasse wurde der Betrieb des Skiliftes eingeengt. Insbesondere bei der Talstation gab es Konflikte zwischen der baulichen Nutzung einerseits und der Pisten- und Skiliftbenutzung andererseits. Sie wurden dadurch versch�rft, dass die dort entlang dem Landwasser verlaufende Langlaufloipe wegen der erw�hnten �berbauung in den Bereich der Talstation des Skiliftes verschoben wurde.
Die Skischule Davos sah sich durch diese Entwicklung gezwungen, die Talstation um rund 70 m weiter nach S�den, in Richtung des Skiliftes Bolgen, zu verschieben. Die Bergstation des rund 310 m langen neuen Skiliftes, der rund 150 m im Waldareal verlaufen soll, ist auf der Waldstrasse, rund 20 m neben der bisherigen Abb�gelstelle vorgesehen. Die Wiederaufforstung f�r die n�tige Rodung einer Waldschneise f�r den neuen Skilift soll teils in der Schneise des alten Liftes vorgenommen werden. Im Sommer 1991 wurde der alte Geissloch-Lift abgebrochen. Am 17. Juni 1991 bzw. 3. Juli 1991 erhielt die Skischule Davos die Bau- und Betriebsbewilligung f�r den neuen Skilift respektive die Ausnahmebewilligung f�r Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen.
B.- Am 30. September 1990 stellte die Skischule Davos ein Gesuch um Rodung von 1472 m2 Schutzwald f�r den Bau des neuen Skiliftes Geissloch. Bereits f�r den Bau des alten Skiliftes waren seinerzeit 800 m2 Wald beansprucht worden, was am 4. Oktober 1971 bewilligt worden war. Sodann hatte der Ski-Club Davos am 22. Dezember 1977 vom Eidgen�ssischen Oberforstinspektorat die Bewilligung zur Rodung von 4800 m2 Wald f�r die Verl�ngerung des Hanges f�r die internationale Slalompiste, welche den FIS-Normen entsprechen und die Durchf�hrung gr�sserer Sportanl�sse erlauben sollte, erhalten. Hingegen hatte das Bundesamt f�r Forstwesen mit Entscheid vom 26. M�rz 1987 der Skischule Davos die Rodung von 550 m2 Wald im "Bolgen" verweigert, welche der Verbesserung des Ski- und �bungsgel�ndes h�tte dienen sollen.
Die Regierung des Kantons Graub�nden hielt sich aufgrund des eidgen�ssischen Forstpolizeirechts f�r die Rodungsbewilligung zust�ndig und erteilte sie mit Entscheid vom 9. Juli 1991.
C.- Mit Eingabe vom 23. August 1991 f�hrte das Eidgen�ssische Departement des Innern (EDI) gegen den Beschluss der Regierung des Kantons Graub�nden vom 9. Juli 1991 Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Es beantragte, die angefochtene Verf�gung sei aufzuheben, und machte insbesondere geltend, wegen des Zusammenhanges der fraglichen Rodung mit fr�her erteilten Rodungen, welche zum "gleichen Werk" zu z�hlen seien, sei f�r die Rodungsbewilligung nicht der Kanton Graub�nden, sondern das Bundesamt f�r Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) zust�ndig. Das Bundesgericht heisst die Beschwerde gut.
1. b) In erster Linie macht der Beschwerdef�hrer geltend, die Zust�ndigkeitsordnung f�r die Rodungsbewilligung gem�ss Forstpolizeirecht sei verletzt worden. Damit stellt er sinngem�ss den Antrag, die Streitsache sei zur materiellen Behandlung des Rodungsgesuches zust�ndigkeitshalber an das BUWAL zu �berweisen. Dar�ber muss vorweg entschieden werden, da der angefochtene Entscheid aufgehoben werden m�sste, wenn dieses Vorbringen begr�ndet w�re (BGE 106 Ib 145 E. 5; BGE 99 Ib 502 E. 2), und die Akten zum materiellen Entscheid der zust�ndigen Bundesbeh�rde zu �berweisen w�ren (vgl. BGE 115 Ib 364; BGE 107 Ib 253). F�r den Rodungsentscheid kann es wesentlich sein, ob die zust�ndige kantonale oder eidgen�ssische Beh�rde als erste Instanz urteilt (vgl. BGE 113 Ib 405 E. 3a), auch wenn gegen die Entscheide beider Beh�rden letztlich die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht zul�ssig ist (Art. 25bis Abs. 3 FPolV).
2. a) Gem�ss Art. 31 Abs. 2 des Bundesgesetzes betreffend die eidgen�ssische Oberaufsicht �ber die Forstpolizei vom 11. Oktober 1902 (FPolG) bed�rfen alle Rodungen in Schutzwaldungen der Bewilligung des Bundesrates. Indessen delegierte der Bundesrat bereits mit einem Kreisschreiben vom 24. Dezember 1909 die Kompetenz, Rodungen bis 30 a in Schutzwaldungen zu bewilligen, an die Kantone (BBl 1910 I 20). Am 18. M�rz 1971 wurde das Forstpolizeigesetz revidiert und ein neuer Art. 50 Abs. 2 eingef�gt, welcher f�r die Delegation der Bewilligungskompetenz eine definitive Rechtsgrundlage enth�lt (AS 1971 1190; BBl 1970 I 494 ff. Botschaft). Danach wird der Bundesrat erm�chtigt, einzelne, ihm aufgrund des Gesetzes zustehende Befugnisse ganz oder teilweise auf die Kantone zu �bertragen, wobei die Delegationsm�glichkeit f�r BGE 118 Ib 90 S. 93Rodungsbewilligungen im Schutzwaldgebiet auf die Fl�che von 30 a im Einzelfall eingeschr�nkt ist.
In der Folge machte der Bundesrat von dieser Delegationsm�glichkeit Gebrauch, indem er mit Beschluss vom 25. August 1971, in Kraft seit 1. September 1971, die Art. 25bis und 25ter in die Forstpolizeiverordnung einf�gte (AS 1971 1192). Gem�ss Art. 25bis Abs. 1 lit. a FPolV sind die Kantone f�r Rodungsbewilligungen im Schutzwald von einer Fl�che bis und mit 30 a zust�ndig (Art. 25bis Abs. 1 lit. a FPolV). Art. 25ter FPolV sah urspr�nglich vor, dass zur Ermittlung der f�r die Zust�ndigkeit zur Erteilung von Bewilligungen massgeblichen Rodungsfl�chen alle Rodungen zusammenzuz�hlen sind, welche a) innerhalb eines Zeitraumes von f�nf Jahren vom gleichen Eigent�mer, b) vom gleichen oder verschiedenen Eigent�mern im selben zusammenh�ngenden Waldst�ck, und c) f�r das gleiche Werk, unabh�ngig von den territorialen und eigentumsrechtlichen Verh�ltnissen anbegehrt werden. Mit einer �nderung der Forstpolizeiverordnung vom 9. Dezember 1985 wurden die Buchstaben a und b von Art. 25ter FPolV gestrichen (AS 1985 2022).
b) Welche Rodungen "f�r das gleiche Werk anbegehrt werden", muss sich aus Art. 25bis Abs. 1 lit. a und Art. 25ter FPolV selber ergeben. Die Bestimmungen sind gleichzeitig erlassen worden und m�ssen als Einheit betrachtet werden: Art. 25bis Abs. 1 lit. a FPolV �bertr�gt den Kantonen eine fl�chenm�ssig bestimmte Kompetenz, Art. 25ter FPolV soll die Umgehung der fl�chenm�ssigen Bestimmung der Zust�ndigkeit verhindern (BGE 113 Ib 151, 406; BGE 99 Ib 194, 503 E. 3), ohne die delegierte Befugnis selber auszuh�hlen. Die Umgehung der Kompetenzordnung kann dazu f�hren, dass kantonale und eidgen�ssische Beh�rden �ber zusammenh�ngende Rodungen entscheiden, wobei die sp�ter entscheidende Beh�rde ihre Auffassung nicht frei bilden kann, sondern zur Vermeidung von widerspr�chlichen und rechtsungleichen Ergebnissen gezwungen ist (BGE 99 Ib 503 E. 3).
c) Die urspr�ngliche Fassung von Art. 25ter FPolV zeigte deutlich, dass die Kompetenzdelegation "im Einzelfall" (Art. 50 Abs. 2 FPolG) nicht auf einzelne Bewilligungsverfahren beschr�nkt ist, sondern eben gerade zwei oder mehrere, durch den Eigent�mer (lit. a), das Waldst�ck (lit. b) oder das gleiche Werk (lit. c) zusammenh�ngende Gesuche umfassen kann (vgl. BGE 99 Ib 504). Seit der teilweisen Aufhebung von Art. 25ter FPolV ergibt sich das nur noch aus dem Begriff des "gleichen Werks" (fr�here lit. c).
Als "Werke" gelten Projekte, Bauten oder Anlagen, die eine Verminderung des Waldareals oder eine dauernde oder vor�bergehende Zweckentfremdung von Waldboden zur Folge haben (Art. 25 Abs. 1 FPolV; vgl. BBl 1988 III S. 192). Ein Werk kann aus einer einzigen Baute oder Anlage bestehen (vgl. BGE 113 Ib 148 ff.), aber auch eine Mehrzahl solcher umfassen, wenn sie in erheblichem Zusammenhang zueinander stehen (vgl. BGE 108 Ib 167 ff.; BGE 106 Ib 144 E. 5; 99 Ib 500 ff.), eben zum "gleichen" Werk geh�ren (z.B. Strassen, Wasserkraftwerke). Das "Werk" kann Rodungen an verschiedenen Orten (vgl. BGE 113 Ib 403 ff.; 108 Ib 178 f.) und zu verschiedenen Zeiten (vgl. BGE 99 Ib 504) n�tig machen, verschiedene Waldgebiete betreffen und auch �ber das Waldareal hinausgehen (vgl. BGE 113 Ib 403 ff.). Alle Rodungen, die durch den Zweck eines solchen Werks bedingt sind, m�ssen zusammengez�hlt werden, selbst wenn ihr Zusammenhang nur formal ist (BGE 113 Ib 406). Der Zusammenhang zwischen den anbegehrten Rodungen kann auch durch die einheitliche Rechtsgrundlage (Verordnung, Plan etc.) gegeben (BGE 99 Ib 501 ff.; vgl. BGE 113 Ib 403 ff. und BGE 108 Ib 178 f.) oder funktionaler Art sein (BGE 115 Ib 364 f. E. 5b; BGE 106 Ib 144 E. 5). Der Begriff des "gleichen Werks" ist somit nicht eng auszulegen (BGE 115 Ib 364 E. 5a; vgl. BGE 113 Ib 151 E. 2c).
d) Auch der Ausdruck "anbegehrt" ist formell auszulegen: Nur dann, wenn eine bereits erteilte Bewilligung durch Zeitablauf untergegangen ist und die entsprechenden Rodungen �berhaupt nicht vorgenommen wurden, ist sie bei der Berechnung der Rodungsfl�che f�r das gleiche Werk in einem sp�teren Verfahren nicht zu ber�cksichtigen, da in einem solchen Fall eine Umgehung von Art. 25bis Abs. 1 lit. a FPolV nicht zu bef�rchten ist (BGE 113 Ib 151 f. E. 2c, 406; vgl. BBl 1988 III 192: Botschaft Waldgesetz; vgl. Art. 7 Abs. 2 des Vernehmlassungsentwurfs f�r die neue Waldverordnung).
e) Alle anderen anbegehrten Rodungen sind grunds�tzlich in die Berechnung der Rodungsfl�che im Sinne von Art. 25ter FPolV einzubeziehen. Die geltende Fassung des eidgen�ssischen Forstpolizeirechts sieht namentlich keine zeitliche Grenze vor, welche dies f�r zur�ckliegende Rodungen ausschliessen w�rde. Da Art. 25ter FPolV erst seit rund 20 Jahren in Kraft steht und auch die j�ngste bundesgerichtliche Rechtsprechung davon ausging, dass keine zeitliche Grenze besteht (vgl. BGE 115 Ib 363), hat das Bundesgericht heute keinen Anlass zu pr�fen, ob sich in Auslegung der Bestimmung eine zeitliche Schranke aufdr�nge, auch wenn das Inkrafttreten des neuen Waldgesetzes und der neuen Waldverordnung bevorsteht, BGE 118 Ib 90 S. 95wobei die Verordnung nach Art. 7 des Vernehmlassungsentwurfs f�r den Einbezug von Rodungsfl�chen eine Begrenzung der Zeitspanne auf 15 Jahre, innert welcher die Rodungen f�r das gleiche Werk anbegehrt wurden, enthalten soll.
Indessen ergibt sich aus der Einf�gung von Art. 25ter FPolV im Jahre 1971 in die bereits bestehende Ordnung eine intertemporalrechtliche Grenze. In BGE 99 Ib 194 E. 2 bestimmte das Bundesgericht in Anwendung von Art. 25ter lit. b FPolV, dass bei der Pr�fung der Zust�ndigkeit nur die Rodungsfl�chen einzubeziehen sind, welche nach dem Inkrafttreten von Art. 25ter FPolV am 1. September 1971 anbegehrt wurden (best�tigt in BGE 99 Ib 503 f.).
f) Die beiden massgebenden Kriterien der Zust�ndigkeit f�r die Rodungsbewilligung sind somit das Werk und die Waldfl�che, die f�r dieses gesamthaft zu roden ist. Keine Bedeutung haben die territorialen und eigentumsrechtlichen Verh�ltnisse (Art. 25ter FPolV), also auch nicht die Zahl und Gr�sse der betroffenen Parzellen. Ebensowenig h�ngt die Zust�ndigkeitsfrage von der Person des Gesuchstellers, seiner T�tigkeit, dem Benutzerkreis des Werkes oder vom Vorhandensein von weiteren, am Werk oder der Rodung Interessierten ab.
Sicher ist ferner, dass ein Skilift und die einzige ihm dienende Skipiste wegen ihres funktionalen Zusammenhangs zum gleichen Werk geh�ren (BGE 115 Ib 364 f. E. 5b). Das "gleiche Werk" auf eine solche einzige Piste zu beschr�nken widerspr�che jedoch sowohl dem Zweck von Art. 25ter FPolV als auch der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, f�r die eine kommunale G�terregulierung (BGE 113 Ib 406 E. 3b) und die sukzessive Gewinnung von Bauland nach einem Reglement der B�rgergemeinde (BGE 99 Ib 504) je ein "gleiches Werk" im Sinne von Art. 25ter FPolV darstellen. Es macht sachlich keinen Unterschied, ob eine Transportanlage lediglich eine oder zugleich mehrere Skipisten erschliesst; sie bilden alle zusammen ein gleiches Werk. Nichts anderes ergibt sich aus dem erw�hnten BGE 115 Ib 363 ff.: Der Skilift erschloss lediglich eine einzige markierte Piste, weshalb zwischen Lift und Piste ein besonders enger Zusammenhang bestand. Aufgrund dieser seltenen Situation lag ein eindeutiger Fall von einem "gleichen Werk" vor. Mehr kann dem Hinweis auf den "engen" Zusammenhang nicht entnommen werden, BGE 118 Ib 90 S. 96schon gar nicht, dass lediglich eine Piste notwendigerweise zu einer Bergbahn geh�re, die anderen Abfahrtsm�glichkeiten also von vornherein nicht zum "gleichen Werk" zu z�hlen seien.
Dar�ber hinaus kann auch ein System von mehreren Transportanlagen, welche eine oder mehrere Pisten erschliessen, zum gleichen Werk im Sinne von Art. 25ter FPolV geh�ren. Augenf�llig ist das, wenn eine einzelne Bergbahn vom Tal aus einen oder mehrere Skih�nge an einem Berg erschliesst, wo sich ein System von Skiliften befindet, das nur dank der Bergbahn �berhaupt erreicht werden kann; die Skilifte sind dann von der Bergbahn abh�ngig, haben wie die dazugeh�renden Pisten nur dank der Bergbahn eine Funktion und damit Existenzgrundlage.
Ein gen�gender Zusammenhang zwischen verschiedenen Transportanlagen und Pisten braucht hingegen nicht schon aufgrund eines Richt- oder Nutzungsplans erblickt zu werden, der ein Skigebiet ausscheidet. Ebensowenig liegt �berall ein funktionaler Zusammenhang vor, wo sich dem Skifahrer die M�glichkeit bietet, Abfahrten unter Ben�tzung spezifischer Transportmittel aneinanderzureihen. Denkt man an die touristischen Bahnen, welche gr�ssere Skigebiete untereinander verbinden, oder gar an die Bahn- und Busverbindungen im Tal, die zum gleichen Zweck extra eingerichtet werden, so d�rfte bei der Annahme des gleichen Werkes eher Zur�ckhaltung angebracht sein. Andernfalls bliebe den Kantonen im Gebiet mit bedeutenden Skistationen wohl kaum mehr je die Zust�ndigkeit zur Bewilligung von Rodungen f�r den Skitourismus.
4. a) Im vorliegenden Fall wurden seit dem 1. September 1971 die Rodung von 4800 m2 f�r den Slalomhang (Gesuch vom 2. August 1977) und - aktuell - von 1472 m2 f�r den neuen Skilift Geissloch (Gesuch vom 30. September 1990) anbegehrt. Aus den Akten geht nicht mit Sicherheit hervor, ob auch die Rodung von 800 m2 f�r den alten Geisslochskilift, welche am 4. Oktober 1971 bewilligt wurde, nach dem 1. September 1971 anbegehrt worden ist. Die Frage kann jedoch, wie sich nachstehend zeigen wird, offenbleiben.
Das Gesuch vom 21. M�rz 1986 f�r die Rodung von 550 m2 zur Verbesserung des Ski- und �bungsgel�ndes, welches am 26. M�rz 1987 abgelehnt wurde, f�llt dagegen ausser Betracht; was f�r eine erteilte, aber durch Zeitablauf untergegangene Bewilligung gilt, die �berhaupt nicht vorgenommen wurde, muss erst recht f�r eine verweigerte Rodung gelten, da in diesem Fall ohnehin keine Gefahr der Umgehung von Art. 25bis Abs. 1 lit. a FPolV zu bef�rchten ist (vgl. BGE 113 Ib 151 f. E. 2c, 406).
b) Der Geisslochskilift gliedert sich in den untersten Teil eines gr�sseren Pistensystems ein, das durch die Luftseilbahn Br�mab�el-Jakobshorn und durch die Sesselbahn Carj�l-Usser Isch vom Tal erschlossen ist und eine gr�ssere Anzahl von Skiliften umfasst, mit welchen die verschiedenen Pisten abwechselnd erreicht werden k�nnen.
Das bedeutet jedoch noch nicht, dass der neue Geisslochlift diesbez�glich zu einem gleichen Werk im Sinne von Art. 25ter geh�rt. Er bildet nicht in gleichem Masse Teil dieses Liftsystems wie andere, in den offenen Berghang oberhalb der Waldgrenze f�hrende oder dort angelegte Transportanlagen. Er hat eine besondere Funktion, da seine Ben�tzer auf den Pisten unterhalb des Waldes wieder den Ausgangspunkt erreichen und auf diesen Pisten nur in untergeordnetem Masse Skifahrer aus den h�heren Teilen des Skigebiets ins Tal fahren, um anschliessend den Geisslochlift zu ben�tzen. Zur Hauptsache dient dieser Lift Skifahrern (Anf�ngern, weniger Sportlichen und vor allem Kindern), die sich nur dort, in Dorfn�he, tummeln. Das zeigt unter anderem der betr�chtliche Anteil der Einnahmen des letzten Betriebsjahres, der auf den Verkauf von Billetten und besonderen Abonnementen an einer eigenen Kasse entfiel. Daneben wird er von der Skischule wohl f�r die ersten Lektionen oder auch die ersten Fahrten mit Anf�nger- und Kinderklassen ben�tzt, bevor sie in der Folge mit der Luftseilbahn die h�heren Skih�nge aufsuchen.
Hingegen ist der Geisslochskilift als Teil des gleichen Werks zu betrachten, zu dem auch die Skilifte Bolgen und Carj�l samt den verschiedenen durch sie erschlossenen Pisten geh�ren. Die drei Lifte liegen am gleichen Hang und haben ihren Ausgangspunkt relativ nahe beisammen auf etwa derselben H�he im Talgrund. Die Skifahrer haben die M�glichkeit, auf dem pr�parierten Pistennetz von der Bergstation des einen Liftes die Talstation eines anderen Liftes zu erreichen. Das ergibt sich nicht bloss aufgrund der topographischen Verh�ltnisse, sondern auch aus der Begr�ndung des 1986 abgelehnten Rodungsgesuchs, wo die Beschwerdegegnerin den ganzen Hang unterhalb des Bolgenwalds einschliesslich der Slalomschneise als ein Skigel�nde darstellt. Der relativ grosse Anteil an Einnahmen des Geisslochskiliftes aus der Beteiligung an Abonnementen f�r ein weiteres Transportmittelnetz zeigt, dass es sich dabei nicht um eine bloss theoretische M�glichkeit handelt, sondern der Lift zumindest auch von Skifahrern ben�tzt wird, welche die Berechtigung zur Ben�tzung der Nachbarlifts ebenfalls erworben haben.
c) Zu pr�fen ist deshalb, ob auch der FIS-Slalomhang Bolgen, dessen Rodung 1977 anbegehrt und bewilligt und in der Folge grossenteils auch ausgef�hrt worden ist, zum gleichen Werk wie die Lifte Geissloch, Bolgen und Carj�l geh�rt.
Der obere Teil dieses Hanges ist vom Geisslochlift und vom Bolgenlift her durch eine Querfahrt und einen Aufstieg zu erreichen; einfacher ist das vom Geisslochlift aus. Vom Berg her f�hrt lediglich eine Abfahrt im Wald von der mit einer Luftseilbahn erschlossenen Ischalp zum Slalomhang herab.
Der untere Teil des Slalomhanges hingegen ist in das Pistensystem Bolgen-Geissloch einbezogen; auch er kann vom Geisslochlift her besser erreicht werden als vom Bolgenlift aus. Entsprechend wurde der Zusammenhang zwischen Slalomhang und den beiden Skiliften von deren Betreibern in fr�heren Verfahren herausgestrichen, n�mlich im Bewilligungsverfahren f�r den Slalomhang und in demjenigen von 1986/87, wo es um die Rodung einer Fl�che von 550 m2 im "Bolgen" ging. Mit dem Bau der neuen Waldstrasse 1988/89, auf deren Trassee die neue obere Abb�gelstelle des Geisslochliftes eingerichtet werden soll, wurde eine direkte Pistenverbindung in den unteren Bereich der f�r den Slalomhang bewilligten Rodungsfl�che hergestellt, denn die Waldstrasse f�llt von der neuen Abb�gelstelle her zu beiden Seiten gegen die Skipisten ab, welche zur�ck zur Talstation des Geisslochliftes oder des Bolgenliftes f�hren. Das vom Geisslochlift erreichbare Pistensystem wurde damit gegen den Slalomhang hin bedeutend verbessert und dieser so mit dem Geisslochlift st�rker verbunden.
Aus diesen Gr�nden liegt es nahe, die Rodung von 4800 m2 f�r den FIS-Slalomhang als f�r das gleiche Werk anbegehrt zu betrachten, zu dem auch der Skilift Geissloch geh�rt.
d) Sodann geh�ren zum gleichen Pistensystem, das mit dem Geisslochskilift und den beiden anderen Liften am Bolgenhang ein gleiches Werk bildet, die im Wald angelegten Abfahrten auf der 1988/89 gebauten neuen Waldstrasse. Ob diese f�r die Zwecke der Waldwirtschaft optimal angelegt wurde, wor�ber sich die Parteien nicht einig sind, kann dahingestellt bleiben. Sicher ist, dass sie in idealer Weise von der oberen Abb�gelstelle des neuen Geisslochliftes aus die Verbindungen zu den Pisten herstellt, welche beidseits des Liftes zur Talstation f�hren, vor allem in s�dlicher Richtung. Ob die Pisten auf der Waldstrasse mit Maschinen pr�pariert werden oder allein durch die Ben�tzung der zahlreichen Skifahrer entstehen, ist dabei nicht entscheidend.
Die Ben�tzung der Waldstrasse als Skipiste steht mit dem alten und erst recht mit dem neuen Geisslochskilift in engstem Zusammenhang. Das Bundesamt f�r Forstwesen stimmte ihrer Anlage denn auch 1987 (nach Begehung mit den kantonalen Forstbeh�rden) mit der ausdr�cklichen Bemerkung zu, dass zur Minimisierung der Eingriffe ein Zusammenlegen der beiden Nutzungen sinnvoll sei, k�nftige Verbreiterungen aus skitouristischen Gr�nden jedoch von vornherein abgelehnt werden m�ssten. Zwar f�gte das Bundesamt damals bei, der Bau der Waldstrasse stelle seines Erachtens keinen Rodungstatbestand dar. Indessen ist aus heutiger Sicht nicht gewiss, dass dies auch f�r die tats�chlich gebaute Strassenanlage gilt, die nach den Feststellungen am Augenschein nicht so gef�hrt ist, wie die Pl�ne in den Akten, z.B. der Plan f�r die streitige Rodung, zeigen. Die Auffassung, wonach der Bau der Waldstrasse keiner Rodung bed�rfe, mag zwar vertretbar sein, wenn man den Bau der Waldstrasse isoliert betrachtet. Sie geht jedoch v�llig dar�ber hinweg, dass die Anlage der Abfahrtspisten als jeweils vor�bergehende Zweckentfremdung von Waldareal (Art. 25 Abs. 1 FPolV) einer Rodungsbewilligung bedarf, ebenso wie die Anlage des (im Rodungsplan enthaltenen) oberen Abb�gelplatzes. Die Beschwerdegegnerin als Betreiberin des Skiliftes wird diese Rodung noch anbegehren m�ssen, falls ihr die Rodungsbewilligung f�r den neuen Lift erteilt wird.
Auch wenn diese unvermeidlich voraussehbare Rodungsfl�che nicht Gegenstand des Begehrens der Beschwerdegegnerin bildete und die Beschwerdef�hrerin sie nicht zum Gegenstand ihrer Beschwerde gemacht hat, ist auch sie in die f�r die Bestimmung der Zust�ndigkeit massgebliche Rodungsfl�che einzubeziehen (Art. 114 Abs. 1 2. Halbsatz OG). Sie wurde weder ausgemessen noch von den Parteien beziffert, d�rfte wohl aber zusammen mit der anbegehrten Rodungsfl�che 30 a ausmachen.
e) Rechnet man die derart ermittelten Rodungsfl�chen zusammen, so ergibt sich, dass die Fl�che von 30 a, welche in der Zust�ndigkeit des Kantons gelegen w�re, jedenfalls �berschritten ist. Somit war der Kanton Graub�nden f�r die anbegehrte Rodung von 1472 m2 Wald aufgrund der f�r das gleiche Werk bereits anbegehrten Rodungen nicht zust�ndig.
115 IB 364,
99 IB 504,
113 IB 403 suite... ,
99 IB 194,
106 IB 144,
115 IB 363,
99 IB 502,
107 IB 253,
113 IB 405,
99 IB 500,
99 IB 501,
Art. 25 Abs. 1 FPolV suite... ,
Art. 25bis Abs. 3 FPolV,
Art. 31 Abs. 2 des Bundesgesetzes betreffend die eidgen�ssische Oberaufsicht �ber die Forstpolizei vom 11. Oktober 1902 (FPolG),
Art. 25ter lit. b FPolV,
Art. 114 Abs. 1 2

References: art. 50
 art. 25
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 Art. 31
 Art. 50
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 Art. 25
 Art. 7
 Art. 25
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Art. 25

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Art. 31

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Art. 114