Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=23.01.1976&Aktenzeichen=VI%20C%2038.74
Timestamp: 2019-10-22 22:45:06+00:00

Document:
BVerwG, 23.01.1976 - VI C 38.74 - dejure.org
https://dejure.org/1976,2397
BVerwG, 23.01.1976 - VI C 38.74 (https://dejure.org/1976,2397)
BVerwG, Entscheidung vom 23.01.1976 - VI C 38.74 (https://dejure.org/1976,2397)
BVerwG, Entscheidung vom 23. Januar 1976 - VI C 38.74 (https://dejure.org/1976,2397)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1976,2397) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
VG Bremen, 23.05.1973 - I A 67/72
OVG Bremen, 18.02.1974 - II BA 119/73
Von der Auffassung, daß dem Dienstherrn auch bei Vorliegen einer Härte noch grundsätzlich ein Ermessen verbleibt, ist der erkennende Senat bereits im Urteil vom 23. Januar 1976 - BVerwG VI C 38.74 - (Buchholz 238.4 § 46 SG Nr. 7) ausgegangen.
Die außergewöhnliche Höhe der entstandenen Ausbildungskosten ist aber auch im Hinblick auf die soziale Lage und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Klägers zu berücksichtigen, die nach der wiederholt angeführten Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 22. Januar 1975 und der Rechtsprechung des erkennenden Senats (Urteil vom 23. Januar 1976 - BVerwG VI C 38.74 - [a.a.O.]) eine besondere Härte im Sinne von § 46 Abs. 4 Satz 3 SG (F. 1970) begründen können.
Der erkennende Senat hat in dem Urteil vom 23. Januar 1976 - BVerwG VI C 38.74 - (…a.a.O.) unter Hinweis auf die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts in.
Von dieser Auffassung ist der erkennende Senat auch im Urteil vom 23. Januar 1976 - BVerwG VI C 38.74 - (Buchholz 238.4 § 46 SG Nr. 7) ausgegangen.
Allerdings hat der erkennende Senat in seinem Urteil vom 23. Januar 1976 - BVerwG VI C 38.74 - (…a.a.O.) anknüpfend an den Sinn und Zweck der gesetzlichen Regelung des § 46 Abs. 4 Satz 1 SG (F. 1968), die auch für die Auslegung und Anwendung des § 46 Abs. 4 Satz 3 SG (F. 1970) maßgeblich sind, ausgeführt:.
Nach der wiederholt angeführten Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 22. Januar 1975 und der Rechtsprechung des erkennenden Senats (Urteil vom 23. Januar 1976 - BVerwG VI C 38.74 - [a.a.O.]) kann eine besondere Härte aber auch in der sozialen Lage und wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des auf eigenen Antrag entlassenen Soldaten bestehen.
BVerwG, 13.10.1976 - 6 B 77.75
Erstattung der Ausbildungskosten bei vorzeitiger Entlassung auf Antrag - …
Im übrigen ist durch das Urteil des beschließenden Senats vom 23. Januar 1976 - BVerwG VI C 38.74 - (Buchholz 238.4 § 46 SG Nr. 7) bereits geklärt, daß die Umstände, die zur Entlassung auf Antrag geführt haben, eine besondere Härte im Sinne der angeführten Vorschrift begründen können.
Gleiches gilt auch hinsichtlich der gerügten Divergenz zum Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 23. Januar 1976 (- 6 C 38.74 - Buchholz 238.4 § 46 SG Nr. 7), soweit dort ausgeführt wird, dass eine besondere Härte auch in den Gründen liegen könne, die den Berufssoldaten veranlasst haben, seine Entlassung zu beantragen.
Die Beschwerde rügt zu Unrecht, die angefochtene Entscheidung weiche von den Urteilen vom 31. Januar 1976 - BVerwG 6 C 38.74 - (Buchholz 238.4 § 46 Nr. 7) und vom 11. Februar 1977 - BVerwG 6 C 105.74 - (BVerwGE 52, 70 = Buchholz 238.4 § 46 Nr. 9) ab.
Die Erstattungsverpflichtung, der sich ein wegen Anerkennung als Kriegdienstverweigerer entlassener Soldat gegenüber sehe, stelle eine besondere Härte im Sinne des § 56 Abs. 4 Satz 3 SG dar, die den Dienstherrn zu Ermessenserwägungen über den vollständigen oder teilweisen Verzicht auf die Erstattung der Ausbildungskosten zwinge (BVerwG, Urteile vom 23. Januar 1976 - VI C 38.74 - und vom 30. März 2006 - 2 C 18.05 -).

References: § 46
 § 46
 § 46
 § 46
 § 46
 § 46
 § 46
 § 46
 § 46
 § 56