Source: https://www.winheller.com/bankrecht-finanzrecht/bitcointrading/bitcoinundsteuer/besteuerung-kryprowaehrungen.html
Timestamp: 2018-09-23 17:42:35+00:00

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Die steuerliche Behandlung von Kryptowährungen in Deutschland - Wichtige Fragen
Die Besteuerung von Kryptowährungen ist in Deutschland gesetzlich nicht explizit geregelt. Es kommen vielmehr die allgemeinen Steuerregelungen zur Anwendung, die jedoch wegen der Neuartigkeit dieser Wirtschaftsgüter (Bitcoin, Ethereum, Ripple, Dash etc.) nicht immer unproblematisch ist. Während manche Fragen in der Praxis bereits übereinstimmend beantwortet werden, wie beispielsweise die Einordnung des privaten Handels mit Kryptowährungen unter die privaten Veräußerungsgeschäfte, gibt es immer wieder Bereiche und neue Technologien, die steuerrechtlich ungeklärt und umstritten sind.
3. Wie werden Gewinne/Verluste aus dem Krypto-Trading besteuert?
Wird der An- und Verkauf von Kryptowährungen als Privatperson unternommen, sind § 22 Nr. 2, § 23 Abs. 1 Nr. 2 EStG einschlägig. Es handelt sich hierbei um ein privates Veräußerungsgeschäft von „anderen Wirtschaftsgütern“. Gemäß § 23 Abs. 3 Satz 1 EStG ist der Gewinn oder Verlust der Unterschied zwischen Veräußerungspreis einerseits und den Anschaffungs- und Werbungskosten andererseits. Es muss also nur der Anschaffungspreis vom Veräußerungspreis abgezogen werden. Die Gebühren beim Handel auf den Börsen sind Werbungskosten und damit abzugsfähig.
In § 23 Abs. 3 Satz 5 EStG ist zudem eine Freigrenze von 600 € vorgesehen, bis zu deren Erreichen alle privaten Veräußerungsgeschäfte des Veranlagungszeitraums steuerfrei bleiben. Wird die Grenze überschritten, muss allerdings der gesamte Betrag ab dem ersten Euro versteuert werden. Die Einkommensteuer fällt dabei nicht erst beim Umtausch von Kryptowährungen in Euro oder eine andere Fremdwährung an, sondern bereits bei einem Tausch in eine beliebige andere Kryptowährung oder auch beim Kauf von Waren oder Dienstleistungen mit einer solchen. Vergeht aber zwischen Anschaffung und Veräußerung mehr als ein Jahr (ggf. zehn Jahre nach § 23 Abs. 1 Nr. 2 Satz 4 EStG), greift die Haltefrist des § 23 Abs. 1 Nr. 2 Satz 1 EStG. In diesen Fällen ist der gesamte Veräußerungsgewinn nicht steuerbar.
Zur Bestimmung der Anschaffungskosten und des Veräußerungsgewinns sowie zur Bestimmung der Einhaltung der Haltefrist wird in der Regel die sogenannte FIFO-Methode aus § 23 Abs. 1 Nr. 2 Satz 3 EStG herangezogen. Zwar schreibt das Gesetz diese First-In-First-Out-Methode nicht für Kryptowährungen vor, in der Praxis wird sie aber weitgehend angewendet. Es werden allerdings auch andere Meinungen vertreten und eine Berechnung nach der LIFO-Methode oder – zur Bestimmung der Anschaffungskosten – nach Durchschnittswerten vorgeschlagen.
5. Wie werden Masternodes-Erträge besteuert?
Auch bei Einkünften aus Masternodes muss unterschieden werden, ob es sich noch um eine private oder schon um eine gewerbliche Tätigkeit handelt. Die Grenze zur gewerblichen Tätigkeit wird schnell überschritten, so dass die Erträge gemäß § 15 Abs. 1 EStG steuerpflichtig sein könnten. Wie die Erträge im Falle des privaten Tätigwerdens besteuert werden, ist ungeklärt. Es könnte vertreten werden, dass diese analog zum privaten Mining nicht steuerbar sind, aber auch eine Steuerbarkeit als sonstige Einkünfte kommt in Betracht. Die Besteuerung von Masternodes ist somit noch nicht abschließend geklärt. Wir empfehlen dringend die Konsultation eines spezialisierten Anwalts/Steuerberaters.
6. Wie werden Einnahmen aus Dash Proposals besteuert?
7. Wie werden Einkünfte von Händlern/Dienstleistern in Dash besteuert?
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14.08.2018 - Stefan Winheller zu Spenden von Bitcoins im Magazin FUNDStücke
Viele gemeinnützige Organisationen stellen sich mittlerweile die Frage, ob sie Bitcoinspenden entgegennehmen sollen.
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