Source: https://www.rechtslupe.de/sozialrecht/widerruf-der-vertragsarztzulassung-und-das-anschliessende-wohlverhalten-353105
Timestamp: 2020-08-08 20:24:53+00:00

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Widerruf der Vertragsarztzulassung und das anschließende Wohlverhalten | Rechtslupe
Wider­ruf der Ver­trags­arzt­zu­las­sung und das anschlie­ßen­de Wohl­ver­hal­ten
Das Bun­des­so­zi­al­ge­richt gibt sei­ne Recht­spre­chung in den Fäl­len des Zulas­sungs­wi­der­rufs eines Ver­trags­arz­tes, wonach ein Wohl­ver­hal­ten nach Zulas­sungs­wi­der­ruf den Wider­rufs­grund ent­fal­len las­sen kann, auf. Auch beim Wider­ruf der Ver­trags­arzt­zu­las­sung ist damit zukünf­tig der Zeit­punkt der letz­ten Ver­wal­tungs­ent­schei­dung, „Wohl­ver­hal­ten“ nach die­sem Zeit­punkt ist zukünf­tig allein bei der Prü­fung der Wie­der­zu­las­sung als Ver­trags­arzt zu berück­sich­ti­gen.
Nach § 95 Abs 6 Satz 1 SGB V ist einem Ver­trags­arzt die Zulas­sung unter ande­rem dann zu ent­zie­hen, wenn er sei­ne ver­trags­ärzt­li­chen Pflich­ten gröb­lich ver­letzt. Eine Pflicht­ver­let­zung ist gröb­lich, wenn sie so schwer wiegt, dass ihret­we­gen die Ent­zie­hung zur Siche­rung der ver­trags­ärzt­li­chen Ver­sor­gung not­wen­dig ist [1]. Davon ist nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts wie auch des Bun­des­so­zi­al­ge­richts aus­zu­ge­hen, wenn die gesetz­li­che Ord­nung der ver­trags­ärzt­li­chen Ver­sor­gung durch das Ver­hal­ten des Arz­tes in erheb­li­chem Maße ver­letzt wird und das Ver­trau­ens­ver­hält­nis zu den ver­trags­ärzt­li­chen Insti­tu­tio­nen tief­grei­fend und nach­hal­tig gestört ist, sodass ihnen eine wei­te­re Zusam­men­ar­beit mit dem Vertrags(zahn-)arzt nicht mehr zuge­mu­tet wer­den kann [2].
Wie­der­holt unkor­rek­te Abrech­nun­gen kön­nen die Zulas­sungs­ent­zie­hung recht­fer­ti­gen [3], ins­be­son­de­re des­we­gen, weil das Abrech­nungs- und Hono­rie­rungs­sys­tem der ver­trags­ärzt­li­chen Ver­sor­gung auf Ver­trau­en auf­baut und das Ver­trau­en auf die Rich­tig­keit der Anga­ben des Leis­tungs­er­brin­gers ein Fun­da­ment des Sys­tems der ver­trags­ärzt­li­chen Ver­sor­gung dar­stellt [4]. Für den Tat­be­stand einer gröb­li­chen Pflicht­ver­let­zung iS von § 95 Abs 6 SGB V ist nicht erfor­der­lich, dass den Ver­trags­arzt ein Ver­schul­den trifft; auch unver­schul­de­te Pflicht­ver­let­zun­gen kön­nen zur Zulas­sungs­ent­zie­hung füh­ren [5].
Im vor­lie­gen­den Fall hat das Lan­des­so­zi­al­ge­richt zutref­fend dar­ge­legt, dass der Klä­ger sei­ne ver­trags­ärzt­li­chen Pflich­ten durch die – auch straf­ge­richt­lich – fest­ge­stell­ten Abrech­nungs­ver­stö­ße in die­sem Sin­ne gröb­lich ver­letzt hat. Die Pflicht­ver­let­zun­gen als sol­che – den Ein­satz von Ärz­ten und Hilfs­per­so­nal in der Pra­xis in ein­deu­ti­gem Wider­spruch zu den für die ver­trags­ärzt­li­che Ver­sor­gung gel­ten­den Vor­schrif­ten – hat der Klä­ger nicht in Abre­de gestellt. Sie sind gra­vie­rend und tra­gen die Ent­zie­hung der Zulas­sung [6].
Zu Recht hat das Lan­des­so­zi­al­ge­richt ange­nom­men, dass die bei­ge­la­de­ne Kas­sen­ärzt­li­che Ver­ei­ni­gung (KÄV) durch die mit dem Klä­ger geschlos­se­ne Ver­ein­ba­rung vom 17.06.2002 über die Rück­zah­lung der für die feh­ler­haft abge­rech­ne­ten Leis­tun­gen erziel­ten Hono­ra­re nicht zum Aus­druck gebracht hat, dass sie kei­ne end­gül­ti­ge Stö­rung des Ver­trau­ens­ver­hält­nis­ses zum Klä­ger sieht. Die Ver­ein­ba­rung ist von dem Bestre­ben der bei­ge­la­de­nen KÄV geprägt, zu Guns­ten der baye­ri­schen Ver­trags­ärz­te mög­lichst schnell mög­lichst viel von den zu Unrecht gezahl­ten Hono­ra­ren zurück­zu­er­hal­ten. Trotz eini­ger viel­leicht miss­ver­ständ­li­cher For­mu­lie­run­gen in der Ver­ein­ba­rung konn­te der Klä­ger dar­aus nicht schlie­ßen, die KÄV betrach­te die Ange­le­gen­heit schon vor Abschluss des Straf­ver­fah­rens mit dem vol­len Scha­dens­aus­gleich als erle­digt, zumal die KÄV selbst die Zulas­sungs­ent­zie­hung bean­tragt hat­te.
Im Ein­klang mit der jahr­zehn­te­lan­gen Recht­spre­chung des Bun­des­so­zi­al­ge­richts hat es das Lan­des­so­zi­al­ge­richt nicht bei der Fest­stel­lung der Recht­mä­ßig­keit der ange­foch­te­nen Ent­schei­dung belas­sen, son­dern geprüft, ob der Klä­ger im Lau­fe des – der Ent­schei­dung des Beru­fungs­aus­schus­ses nach­fol­gen­den – gericht­li­chen Ver­fah­rens sei­ne Eig­nung für die ver­trags­ärzt­li­che Tätig­keit durch soge­nann­tes „Wohl­ver­hal­ten“ zurück­ge­won­nen hat. Die­se Recht­spre­chung, der die ande­ren Bun­des­ge­rich­te nicht gefolgt sind, gibt das Bun­des­so­zi­al­ge­richt aus­drück­lich auf, wen­det sie jedoch aus Ver­trau­ens­schutz­grün­den auf das zur Ent­schei­dung anste­hen­de Ver­fah­ren wei­ter­hin an.
Nach bis­he­ri­ger Recht­spre­chung des Bun­des­so­zi­al­ge­richts ist – jeden­falls bei einer noch nicht voll­zo­ge­nen Zulas­sungs­ent­zie­hung – zu prü­fen, ob sich die Sach­la­ge wäh­rend des Pro­zes­ses durch ein Wohl­ver­hal­ten des Arz­tes in einer Wei­se zu sei­nen Guns­ten geän­dert hat, dass eine Grund­la­ge für eine erneu­te Ver­trau­ens­ba­sis zwi­schen dem Betrof­fe­nen und den ver­trags­arzt­recht­li­chen Insti­tu­tio­nen wie­der auf­ge­baut wor­den ist und damit eine Ent­zie­hung nicht mehr als ange­mes­sen erscheint [7].
In sei­ner älte­ren Recht­spre­chung hat­te das Bun­des­so­zi­al­ge­richt bei der Fra­ge, bis zu wel­chem Zeit­punkt im Rah­men von Zulas­sungs­ent­zie­hungs­ver­fah­ren der Sach­ver­halt von den Tat­sa­chen­in­stan­zen auf­zu­klä­ren ist, zwi­schen voll­zo­ge­nen und nicht voll­zo­ge­nen Ent­zie­hungs­ent­schei­dun­gen dif­fe­ren­ziert und ange­nom­men, bei den Letz­te­ren sei im Rah­men der rei­nen Anfech­tungs­kla­ge für die Beur­tei­lung des Kla­ge­be­geh­rens – über den ansons­ten maß­geb­li­chen Zeit­punkt der letz­ten Ver­wal­tungs­ent­schei­dung hin­aus­ge­hend – die Sach­la­ge im Zeit­punkt der letz­ten münd­li­chen Ver­hand­lung vor dem Tat­sa­chen­ge­richt und die Rechts­la­ge im Zeit­punkt der Ent­schei­dung in der Revi­si­ons­in­stanz maß­ge­bend [8]. Die­se Recht­spre­chung hat das Bun­des­so­zi­al­ge­richt mit Urteil vom 20.10.2004 [9] dahin­ge­hend ver­ein­heit­licht, dass für die Prü­fung der Recht­mä­ßig­keit der Zulas­sungs­ent­zie­hung sowohl bei voll­zo­ge­nen als auch bei nicht voll­zo­ge­nen Ent­zie­hungs­ent­schei­dun­gen grund­sätz­lich die Sach- und Rechts­la­ge im Zeit­punkt der letz­ten Ver­wal­tungs­ent­schei­dung maß­geb­lich ist. Bei nicht voll­zo­ge­nen Zulas­sungs­ent­zie­hun­gen im Ver­trags­arzt­recht sei­en die genann­ten Grund­sät­ze jedoch im Hin­blick auf die Bedeu­tung des Grund­rechts aus Art 12 Abs 1 GG dahin­ge­hend zu modi­fi­zie­ren, dass zu Guns­ten des betrof­fe­nen Ver­trags­arz­tes Ände­run­gen des Sach­ver­halts bis zur letz­ten münd­li­chen Ver­hand­lung vor dem Tat­sa­chen­ge­richt zu beach­ten sind [10].
Zur Begrün­dung hat das Bun­des­so­zi­al­ge­richt [11] dar­auf hin­ge­wie­sen, dass ein Ver­trags­arzt, dem die Zulas­sung ent­zo­gen wor­den sei, in der Regel sei­ne Pra­xis ver­lie­re und viel­fach kei­ne Chan­ce habe, eine sol­che neu auf­zu­bau­en, oft auch dann nicht, wenn nach einer Zeit der Bewäh­rung die erneu­te Zulas­sung für den bis­he­ri­gen Ort der Nie­der­las­sung erfol­ge. Der erneu­ten Zulas­sung am bis­he­ri­gen Ort der Pra­xis stün­den zudem oft­mals recht­li­che Hin­der­nis­se wie die Sper­rung des Pla­nungs­be­reichs wegen Über­ver­sor­gung und/​oder die Über­schrei­tung der Alters­gren­ze des § 25 Satz 1 Zulas­sungs­ver­ord­nung für Kas­sen­ärz­te (Ärz­te-ZV) ent­ge­gen.
Die Recht­spre­chung der ande­ren obers­ten Gerichts­hö­fe des Bun­des – mit Aus­nah­me des Bun­des­fi­nanz­hofs [12] – hält dem­ge­gen­über auch in ver­gleich­ba­ren Kon­stel­la­tio­nen aus­nahms­los an dem Grund­satz fest, dass allein der Zeit­punkt der letz­ten Ver­wal­tungs­ent­schei­dung maß­geb­lich ist.
So geht das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt auch bei Maß­nah­men, die – wie ins­be­son­de­re der Wider­ruf einer ärzt­li­chen Appro­ba­ti­on wegen Berufs­un­wür­dig­keit – in ihren Aus­wir­kun­gen der Zulas­sungs­ent­zie­hung ver­gleich­bar sind, in stän­di­ger Recht­spre­chung davon aus, dass es für die Beur­tei­lung der Wider­rufs­vor­aus­set­zun­gen auf die Sach- und Rechts­la­ge im Zeit­punkt des Abschlus­ses des Ver­wal­tungs­ver­fah­rens ankommt [13]. Der für die Beur­tei­lung maß­geb­li­che Zeit­punkt sei durch das mate­ri­el­le Recht vor­ge­ge­ben [14]. Der Wider­ruf der Appro­ba­ti­on (bzw der Berufs­er­laub­nis) sei ein auf den Abschluss des Ver­wal­tungs­ver­fah­rens bezo­ge­ner rechts­ge­stal­ten­der Ver­wal­tungs­akt; vor allem aber sehe das mate­ri­el­le Recht die Mög­lich­keit der Wie­derer­tei­lung der Appro­ba­ti­on vor, sodass der Wider­ruf des­halb eine Zäsur bil­de, durch die eine Berück­sich­ti­gung nach­träg­li­cher Umstän­de dem Wie­derer­tei­lungs­ver­fah­ren zuge­wie­sen wer­de [15]. Dar­auf, ob das mate­ri­el­le Recht aus­drück­lich ein eigen­stän­di­ges Wie­derer­tei­lungs­ver­fah­ren vor­se­he, kom­me es nicht an; es genü­ge der Umstand, dass bei Vor­lie­gen der Vor­aus­set­zun­gen ein Anspruch auf erneu­te Zuer­ken­nung der Erlaub­nis o.Ä. bestehe [14]. Der Grund­satz der Ver­hält­nis­mä­ßig­keit gebie­te es daher nicht, auf den Zeit­punkt der letz­ten münd­li­chen Ver­hand­lung vor dem Tat­sa­chen­ge­richt abzu­stel­len; die Lebens­füh­rung und beruf­li­che Ent­wick­lung des Betrof­fe­nen nach Abschluss des behörd­li­chen Wider­rufs­ver­fah­rens sei­en in einem Ver­fah­ren auf Wie­derer­tei­lung der Appro­ba­ti­on zu berück­sich­ti­gen [16]. Hier­an hat das BVerwG in Aus­ein­an­der­set­zung mit der Recht­spre­chung des Bun­des­so­zi­al­ge­richts [9] aus­drück­lich fest­ge­hal­ten und dar­auf ver­wie­sen, dass es die Hin­der­nis­se, die einer Wie­der­zu­las­sung als Kas­sen­arzt ent­ge­gen­ste­hen mögen, bei der Appro­ba­ti­on als sol­cher nicht gebe [17].
Auch der Bun­des­ge­richts­hof hat sich für den Wider­ruf der Zulas­sung zur Anwalt­schaft in Ergeb­nis und Begrün­dung der Recht­spre­chung des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts ange­schlos­sen, dass für die Beur­tei­lung der Recht­mä­ßig­keit des Zulas­sungs­wi­der­rufs allein auf den Zeit­punkt des Abschlus­ses des behörd­li­chen Wider­rufs­ver­fah­rens abzu­stel­len und die Beur­tei­lung danach ein­ge­tre­te­ner Ent­wick­lun­gen einem Wie­der­zu­las­sungs­ver­fah­ren vor­be­hal­ten ist [18]. Das anwalt­li­che Berufs­recht sehe in mate­ri­el­ler Hin­sicht kei­ne Beson­der­hei­ten vor, die eine Abwei­chung von der Recht­spre­chung des BVerwG gebie­ten wür­den. Sei­ne frü­he­re Recht­spre­chung, die zwar grund­sätz­lich der ver­wal­tungs­ge­richt­li­chen Recht­spre­chung folg­te, aus pro­zess­öko­no­mi­schen Grün­den jedoch eine Berück­sich­ti­gung nach­träg­lich ein­ge­tre­te­ner Umstän­de zuließ, hat der Bun­des­ge­richts­hof unter Hin­weis auf die zum 1. Sep­tem­ber 2009 erfolg­te Ände­rung des Ver­fah­rens­rechts (Wech­sel vom Recht der frei­en Gerichts­bar­keit zur Ver­wal­tungs­ge­richts­ord­nung) aus­drück­lich auf­ge­ge­ben [19].
Schließ­lich geht auch die – unge­ach­tet der Unter­schie­de zwi­schen frei­be­ruf­li­cher Tätig­keit und abhän­gi­gen Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis­sen beacht­li­che – Recht­spre­chung des Bun­des­ar­bei­ets­ge­richts zu per­so­nen­be­ding­ten Kün­di­gun­gen [20], des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts zur Ver­set­zung von Beam­ten in den Ruhe­stand wegen Dienst­un­fä­hig­keit [21] sowie des Bun­des­ge­richts­hofs (Dienst­ge­richt des Bun­des) zur Ent­las­sung von Rich­tern auf Pro­be [22] davon aus, dass nach der Kün­di­gung bzw Ent­las­sung lie­gen­de Ver­än­de­run­gen der Sach­la­ge unbe­acht­lich sind.
An der dar­ge­stell­ten Modi­fi­zie­rung des Grund­sat­zes der Maß­geb­lich­keit der Sach­la­ge bei Erlass der Ent­schei­dung des Beru­fungs­aus­schus­ses in Fäl­len nicht voll­zo­ge­ner Zulas­sungs­ent­zie­hun­gen, die auch im Schrift­tum auf Kri­tik gesto­ßen ist [23], hält das Bun­des­so­zi­al­ge­richt nach erneu­ter Prü­fung nicht mehr fest. Hier­für sind fol­gen­de Grün­de maß­geb­lich:
Beson­de­res Gewicht hat in die­sem Zusam­men­hang, dass das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt bei der Kon­trol­le von Ent­schei­dun­gen über den Wider­ruf der ärzt­li­chen Appro­ba­ti­on aus­nahms­los an dem Grund­satz fest­hält und kei­ne der bis­he­ri­gen Recht­spre­chung des Bun­des­so­zi­al­ge­richts ent­spre­chen­den Aus­nah­men für den Fall der Wie­der­ge­win­nung der Berufs­wür­dig­keit zulässt. Bei dem Wider­ruf der ärzt­li­chen Appro­ba­ti­on wegen Berufs­un­wür­dig­keit han­delt es sich um die wei­ter­ge­hen­de Rechts­fol­ge, die (auch) eine Zulas­sungs­ent­zie­hung nach sich zieht. Zum einen geht der Appro­ba­ti­ons­wi­der­ruf in sei­ner Wir­kung über die Ent­zie­hung der Zulas­sung zur Teil­nah­me an der ver­trags­ärzt­li­chen Ver­sor­gung noch hin­aus, weil in sei­ner Fol­ge dem Arzt nicht allein ver­trags­ärzt­li­che Behand­lun­gen ver­schlos­sen sind, son­dern ihm jeg­li­che – auch pri­vat­ärzt­li­che – ärzt­li­che Tätig­kei­ten ver­wehrt sind. Zum ande­ren ist in den Blick zu neh­men, dass mit dem Wider­ruf der Appro­ba­ti­on zwangs­läu­fig auch die ver­trags­ärzt­li­che Zulas­sung zu ent­zie­hen ist, weil dann den Zulas­sungs­vor­aus­set­zun­gen – kon­kret der Ein­tra­gung in das Arzt­re­gis­ter (vgl § 95 Abs 2 Satz 1 SGB V), die wie­der­um die Appro­ba­ti­on vor­aus­setzt (vgl § 95a Abs 1 Nr 1 SGB V) – der Boden ent­zo­gen ist. Es ist in der Kon­se­quenz kaum nach­voll­zieh­bar, dass bei dem letzt­lich schwer­wie­gen­de­ren Ein­griff des Appro­ba­ti­ons­wi­der­rufs der Umstand kei­ne Rol­le spielt, dass der betrof­fe­ne Arzt nach wie­der­erlang­ter Appro­ba­ti­on wegen der Zulas­sungs­be­schrän­kun­gen ggf nicht mehr an der ver­trags­ärzt­li­chen Ver­sor­gung teil­neh­men kann, dies jedoch bei einer (nicht voll­zo­ge­nen) Zulas­sungs­ent­zie­hung Berück­sich­ti­gung zu fin­den hat. Eine Ungleich­hand­lung von Appro­ba­ti­ons­wi­der­ruf und Zulas­sungs­ent­zie­hung wäre nur gerecht­fer­tigt, wenn sich dafür zwin­gen­de Grün­de anfüh­ren lie­ßen; sol­che sieht das Bun­des­so­zi­al­ge­richt nicht mehr.
Für die Berück­sich­ti­gung nach­träg­li­chen Wohl­ver­hal­tens bei der Zulas­sungs­ent­zie­hung hat das Bun­des­so­zi­al­ge­richt bis­lang ange­führt, dass ein Ver­trags­arzt, dem die Zulas­sung ent­zo­gen wor­den sei, in der Regel sei­ne Pra­xis ver­lie­re, und die Chan­cen von Ärz­ten, nach Ablauf einer min­des­tens fünf­jäh­ri­gen Bewäh­rungs­frist nach Aus­schei­den aus der ver­trags­ärzt­li­chen Ver­sor­gung am bis­he­ri­gen Pra­xis­stand­ort neu zuge­las­sen zu wer­den, gering sein kön­nen. Der erneu­ten Zulas­sung am bis­he­ri­gen Ort der Pra­xis stün­den oft­mals recht­li­che Hin­der­nis­se wie die Sper­rung des Pla­nungs­be­reichs wegen Über­ver­sor­gung und/​oder die Über­schrei­tung der Alters­gren­ze des § 25 Satz 1 Ärz­te-ZV ent­ge­gen [11]. Eine ledig­lich theo­re­ti­sche Chan­ce zur Wie­der­auf­nah­me einer ärzt­li­chen Tätig­keit nach Ent­zie­hung der Zulas­sung könn­te mit dem Grund­recht aus Art 12 Abs 1 GG kol­li­die­ren.
Im ver­trags­zahn­ärzt­li­chen Bereich sind die für die Wohl­ver­hal­tens-Recht­spre­chung ange­führ­ten Gesichts­punk­te jedoch schon seit län­ge­rer Zeit ohne Bedeu­tung, weil der Gesetz­ge­ber dort mit dem Gesetz zur Stär­kung des Wett­be­werbs in der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung auf eine Steue­rung durch zwin­gen­de Zulas­sungs­be­schrän­kun­gen ver­zich­tet hat [24], sodass ein Zahn­arzt nach Wie­der­ge­win­nung sei­ner Eig­nung im Anschluss an eine Zulas­sungs­ent­zie­hung sogar im bis­he­ri­gen Pla­nungs­be­reich neu zuge­las­sen wer­den kann. Hier ist somit eine Recht­fer­ti­gung für die Bei­be­hal­tung der bis­he­ri­gen Recht­spre­chung ent­fal­len.
Aber auch im ver­trags­ärzt­li­chen Bereich haben sich in den letz­ten Jah­ren die beruf­li­chen Chan­cen von Ärz­ten inner­halb und außer­halb der ver­trags­ärzt­li­chen Ver­sor­gung so deut­lich ver­bes­sert, dass die Erwä­gung, eine Zulas­sungs­ent­zie­hung ste­he zumin­dest fak­tisch einer Been­di­gung der ärzt­li­chen Tätig­keit im Sin­ne einer wirt­schaft­lich trag­fä­hi­gen beruf­li­chen Betä­ti­gung gleich, nicht mehr gerecht­fer­tigt ist. Zu nen­nen ist zum einen der Weg­fall aller – einer (Wieder-)Zulassung ggf ent­ge­gen­ste­hen­den – Alters­gren­zen für die Teil­nah­me an der ver­trags­ärzt­li­chen Ver­sor­gung. Die Alters­gren­ze nach § 25 Satz 1 Ärz­te-ZV aF – danach war eine (Erst- und Wieder-)Zulassung aus­ge­schlos­sen, wenn ein Arzt das 55. Lebens­jahr voll­endet hat­te – ist durch das Ver­trags­arzt­rechts­än­de­rungs­ge­setz vom 22.12.2006 [25] mit Wir­kung zum 1.01.2007 auf­ge­ho­ben wor­den; § 95 Abs 7 Satz 3 SGB V aF, der die Been­di­gung der Zulas­sung eines Ver­trags­arz­tes mit Voll­endung des 68. Lebens­jah­res vor­gab, ist durch das Gesetz zur Wei­ter­ent­wick­lung der Orga­ni­sa­ti­ons­struk­tu­ren in der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung [26] zum 1.10.2008 auf­ge­ho­ben wor­den.
Zum ande­ren haben sich die Neu- oder Wie­der­zu­las­sungs­mög­lich­kei­ten in Deutsch­land erheb­lich gebes­sert. Für Haus­ärz­te bestehen zahl­rei­che Zulas­sungs­mög­lich­kei­ten und auch fach­ärzt­li­che Zulas­sungs­be­rei­che außer­halb der Bal­lungs­räu­me und beson­ders attrak­ti­ver Land­krei­se ste­hen offen. Der Gesetz­ge­ber hat durch die Mög­lich­keit von Arzt­an­stel­lun­gen in Pra­xen und Medi­zi­ni­schen Ver­sor­gungs­zen­tren (MVZ) und die Mög­lich­keit der Über­nah­me hälf­ti­ger Ver­sor­gungs­auf­trä­ge die Aus­sich­ten von Ärz­ten, auch in fort­ge­schrit­te­nem Lebens­al­ter (neu oder wie­der) ver­trags­ärzt­lich tätig zu wer­den, auch ohne eine eige­ne Pra­xis eröff­nen zu müs­sen, deut­lich erwei­tert.
Das ändert zwar nichts dar­an, dass eine (voll­zo­ge­ne) Zulas­sungs­ent­zie­hung wei­ter­hin im Regel­fall zu einem Ver­lust der bis­he­ri­gen Pra­xis führt. Jedoch stellt der Gesichts­punkt des Pra­xis­ver­lusts und der Not­wen­dig­keit des Auf­baus einer neu­en Pra­xis kei­ne Beson­der­heit des Ver­trags­arzt­rechts dar, son­dern gilt glei­cher­ma­ßen für alle frei­en Beru­fe, deren Tätig­keit von einer Appro­ba­ti­on, Zulas­sung oder einer ande­ren Form der Geneh­mi­gung abhän­gig ist. Auch rein pri­vat­ärzt­lich täti­ge Ärz­te und in ande­ren Gesund­heits­be­ru­fen Täti­ge (etwa Apo­the­ker, Logo­pä­den), aber auch Rechts­an­wäl­te und Nota­re müs­sen sich nach einem Ver­lust der bis­he­ri­gen Pra­xis unter mehr oder weni­ger gro­ßem finan­zi­el­len Auf­wand und unter Schaf­fung eines neu­en Kun­den­stamms eine neue Pra­xis auf­bau­en.
Ent­spre­chen­des gilt auch für den Gesichts­punkt, dass eine erneu­te ver­trags­ärzt­li­che Tätig­keit nicht am Ort der bis­he­ri­gen Tätig­keit, son­dern ggf nur an einem ande­ren Ort mög­lich ist. Denn es ist dem betrof­fe­nen Arzt auch unter Berück­sich­ti­gung des Art 12 Abs 1 GG zuzu­mu­ten, ein Wie­der­zu­las­sungs­ver­fah­ren an einem ande­ren Ort zu betrei­ben. Er hat kei­nen ver­fas­sungs­recht­lich begrün­de­ten Anspruch dar­auf, am bis­he­ri­gen Ort der Tätig­keit wie­der zuge­las­sen zu wer­den [27]. Durch Art 12 Abs 1 GG ist nicht die Tätig­keit als Ver­trags­arzt an einem bestimm­ten Ort geschützt, son­dern allein die ver­trags­ärzt­li­che Tätig­keit als sol­che. Im Übri­gen müs­sen sich auch Ärz­te – ande­ren Staats­bür­gern ver­gleich­bar, die infol­ge einer rechts­kräf­ti­gen Ver­ur­tei­lung ihren Arbeits­platz ver­lie­ren – nach Wie­derer­tei­lung der Appro­ba­ti­on bzw Wie­der­erlan­gung der Zulas­sung neu in ihrem Beruf ein­rich­ten, und zwar unter den dann herr­schen­den Bedin­gun­gen [28].
Der bis­he­ri­gen Recht­spre­chung lag – zumin­dest in ihren Anfän­gen – unaus­ge­spro­chen die Erwä­gung zugrun­de, dass der Arzt von vorn­her­ein nur in Aus­nah­me­fäl­len die Chan­ce erhal­te, trotz Ent­zie­hung der Zulas­sung wei­ter ver­trags­ärzt­lich tätig zu sein und die Vor­aus­set­zung für „Wohl­ver­hal­ten“ zu schaf­fen. Im Regel­fall – ins­be­son­de­re bei Falsch­ab­rech­nun­gen und ande­ren Betrugs­hand­lun­gen – wur­de in der Ver­gan­gen­heit ohne Bean­stan­dung durch die Recht­spre­chung die sofor­ti­ge Voll­zie­hung der Zulas­sungs­ent­zie­hung ange­ord­net, sodass für Wohl­ver­hal­ten von vorn­her­ein kein Raum war. Für die­se Dif­fe­ren­zie­rung ist im Hin­blick auf die aktu­el­le Recht­spre­chung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts zur Voll­zie­hung von Zulas­sungs­ent­zie­hun­gen kein Raum mehr. Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt geht unter Hin­weis auf Art 19 Abs 4 GG davon aus, dass die Voll­zie­hung regel­mä­ßig nur in Betracht kommt, wenn die Wei­ter­füh­rung der Pra­xis wäh­rend des gericht­li­chen Ver­fah­rens das Wohl der Pati­en­ten gefähr­det [29]. Das ist eine sel­te­ne Aus­nah­me, weil in sol­chen Fäl­len regel­mä­ßig schon die Appro­ba­ti­on wider­ru­fen wird, sodass ein geson­der­tes Zulas­sungs­ent­zie­hungs­ver­fah­ren obso­let ist. Des­halb ist rein tat­säch­lich die nicht voll­zo­ge­ne Ent­zie­hung auch in gra­vie­ren­den Fäl­len von Abrech­nungs­be­trug die Regel und nicht mehr – wie ursprüng­lich vom Bun­des­so­zi­al­ge­richt ange­nom­men – die Aus­nah­me [30]. Infol­ge­des­sen und in Ver­bin­dung mit einer häu­fig lan­gen Dau­er der gericht­li­chen Ver­fah­ren wird das „Wohl­ver­hal­ten“, das nach der Recht­spre­chung ganz sel­te­nen, beson­ders gela­ger­ten Fäl­len vor­be­hal­ten blei­ben soll­te, fak­tisch zum regel­mä­ßi­gen Prü­fungs­ge­sichts­punkt bei Zulas­sungs­ent­zie­hun­gen. Das wider­spricht der in § 95 Abs 6 SGB V zum Aus­druck kom­men­den Vor­stel­lung des Gesetz­ge­bers und macht das gericht­li­che Ver­fah­ren über eine Ent­zie­hung rein tat­säch­lich in einer Viel­zahl von Fäl­len zu einem Ver­fah­ren, in denen es nur um das „Wohl­ver­hal­ten“ geht. Das ist eine Fehl­ent­wick­lung, die das Bun­des­so­zi­al­ge­richt nicht beab­sich­tigt hat und nun­mehr kor­ri­giert.
Unaus­ge­spro­chen ist die bis­he­ri­ge Recht­spre­chung auch von der Erwä­gung geprägt, die für den betrof­fe­nen Arzt oft schwer zumut­ba­ren Fol­gen einer unan­ge­mes­sen lan­gen Dau­er des gericht­li­chen Ver­fah­rens in gewis­sem Umfang zu kom­pen­sie­ren. Das wird schon an der Ver­zah­nung über die Frist von fünf Jah­ren deut­lich, die Vor­aus­set­zung für „Wohl­ver­hal­ten“ und zugleich – auf zwei Instan­zen bezo­gen – Indi­ka­tor für eine Ver­let­zung des Art 6 Abs 1 EMRK ist. Je län­ger wegen der vom Arzt (mut­maß­lich) nicht zu beein­flus­sen­den Ver­fah­rens­dau­er die Unge­wiss­heit über die beruf­li­che Zukunft des Arz­tes dau­er­te, des­to eher lag es nahe, den Arzt im Ver­fah­ren so zu behan­deln, als hät­te er sich zwi­schen­zeit­lich „bewährt“, und des­halb im Sys­tem zu belas­sen. Ein Aus­gleich für die Fol­gen unan­ge­mes­sen lan­ger gericht­li­cher Ver­fah­ren im Ver­fah­ren selbst ist jedoch spä­tes­tens nach Inkraft­tre­ten des „Geset­zes über den Rechts­schutz bei über­lan­gen Gerichts­ver­fah­ren und straf­recht­li­chen Ermitt­lungs­ver­fah­ren“ vom 24.11.2011 [31] aus­ge­schlos­sen. Der Gesetz­ge­ber hat klar­ge­stellt, dass den berech­tig­ten Belan­gen der Betei­lig­ten über eine Ent­schä­di­gung in Geld Rech­nung zu tra­gen ist. Kom­pen­sa­tio­nen mit Aus­wir­kun­gen auf das Ergeb­nis der Ent­schei­dung in der Sache sind des­halb – abge­se­hen vom Straf­ver­fah­ren – aus­ge­schlos­sen [32].
Es ist – auch dem Bun­des­so­zi­al­ge­richt – in den letz­ten drei Jahr­zehn­ten nicht gelun­gen, hand­hab­ba­re Kri­te­ri­en für die rich­ti­ge Anwen­dung des Gedan­kens des „Wohl­ver­hal­tens“ zu ent­wi­ckeln. Betrof­fen davon sind Fäl­le wie der hier zu beur­tei­len­de, in denen fest­steht, dass der Arzt das Ver­hal­ten, das zur Ent­zie­hung der Zulas­sung geführt hat, nicht fort­setzt und den Scha­den aus­ge­gli­chen hat. Der Bun­des­so­zi­al­ge­richt hat zwar einer­seits – zumin­dest in eini­gen Ent­schei­dun­gen [33] – betont, dass es für „Wohl­ver­hal­ten“ nicht aus­reicht, wenn sich der Arzt in der „Bewäh­rungs­zeit“ rein pas­siv ver­hal­te. Ande­rer­seits hat er aber kei­ne von der Pra­xis der Gerich­te umsetz­ba­ren Maß­stä­be dafür ent­wi­ckeln kön­nen, was für Umstän­de gege­ben sein müs­sen, die inso­weit aus­rei­chen. Klar ist immer nur, was – abge­se­hen von Abrech­nungs­ver­stö­ßen – der Annah­me eines „Wohl­ver­hal­tens“ ent­ge­gen­steht: dies sind etwa berech­tig­te Beschwer­den von Ver­si­cher­ten über Wei­ge­rung von Haus­be­su­chen, schlep­pen­de oder ver­zö­ger­te Beant­wor­tung von Anfra­gen der Kos­ten­trä­ger, unzu­rei­chen­de Erfül­lung der Fort­bil­dungs­ver­pflich­tun­gen oder Ver­wei­ge­rung der Koope­ra­ti­on bei Maß­nah­men der Qua­li­täts­si­che­rung [34]. Ent­spre­chen­des gilt, wenn einem Arzt erkenn­bar die Ein­sicht in den Unrechts­ge­halt sei­nes zur Zulas­sungs­ent­zie­hung füh­ren­den Ver­hal­tens fehlt und er wei­ter­hin in Abre­de stellt, sich feh­ler­haft ver­hal­ten zu haben [35]. Was aber gilt, wenn der Arzt inso­weit tut, wozu er ver­pflich­tet ist, und dazu auch nicht stän­dig gemahnt wer­den muss, ist offen­ge­blie­ben.
Kei­ne kla­ren Vor­ga­ben hat die Recht­spre­chung auch zur Aus­fül­lung des Grund­sat­zes machen kön­nen, dass dem „Wohl­ver­hal­ten“ eines Arz­tes wäh­rend des Streits über die Zulas­sungs­ent­zie­hung grund­sätz­lich gerin­ge­res Gewicht zukommt als schwer­wie­gen­den Pflicht­ver­let­zun­gen in der Ver­gan­gen­heit, die zur Zulas­sungs­ent­zie­hung geführt haben [36]. Wenn das immer gel­ten wür­de, gin­ge die Prü­fung von „Wohl­ver­hal­ten“ von vorn­her­ein ins Lee­re; wann die Aus­nah­me erfüllt ist, lässt sich nicht bestim­men. Kla­re Grenz­zie­hun­gen etwa hin­sicht­lich der Scha­dens­sum­me – wie etwa im Steu­er­straf­recht im Hin­blick auf die hin­ter­zo­ge­ne Sum­me – las­sen sich nicht tref­fen.
Soweit das Bun­des­so­zi­al­ge­richt über­haupt Kri­te­ri­en für ein „Wohl­ver­hal­ten“ benannt hat, haben auch die­se die Rechts­an­wen­dung nicht ver­läss­lich steu­ern kön­nen. So geht der Gesichts­punkt einer Mit­wir­kung des Arz­tes an der Auf­klä­rung der gegen ihn erho­be­nen Vor­wür­fe [37] dann (weit­ge­hend) ins Lee­re, wenn es sei­nes Zutuns über­haupt nicht mehr bedarf, son­dern er mit einem bereits voll­stän­dig auf­ge­klär­ten Sach­ver­halt kon­fron­tiert wird. Hin­zu kommt, dass eine etwai­ge Mit­wir­kung an der Auf­klä­rung in aller Regel – ja gera­de­zu zwin­gend – vor einer Ent­schei­dung des Beklag­ten lie­gen wird und daher im Rah­men einer Prü­fung nach­träg­li­chen Wohl­ver­hal­tens nicht berück­sich­tigt wer­den könn­te [38].
Gegen eine Berück­sich­ti­gung des Umstan­des, dass der betrof­fe­ne Arzt den von ihm ver­ur­sach­ten Scha­den aus­ge­gli­chen hat, lie­ße sich schon ein­wen­den, dass dies eine Selbst­ver­ständ­lich­keit dar­stellt. Abge­se­hen davon ist eine Berück­sich­ti­gung die­ses Aspek­tes des­we­gen hei­kel, weil hier­von gera­de die beson­ders ein­sich­ti­gen Ärz­te nicht pro­fi­tie­ren wür­den. Da nur „nach­träg­li­che“ – also nach der Ent­schei­dung des Beru­fungs­aus­schus­ses ein­ge­tre­te­ne – Umstän­de Berück­sich­ti­gung fin­den kön­nen, wirkt sich dies zu Las­ten des Arz­tes aus, der den Scha­den mög­lichst schnell regu­liert, dies also als­bald nach Bekannt­wer­den der Vor­wür­fe oder jeden­falls kurz nach der Ent­schei­dung des Zulas­sungs­aus­schus­ses tut.
Das Kri­te­ri­um der Ein­sicht des Betrof­fe­nen in den Unrechts­ge­halt sei­nes Ver­hal­tens [39] führt eben­falls zu zwei­fel­haf­ten Ergeb­nis­sen. Zwar kann von einem Arzt, dem jeg­li­che Unrechts­ein­sicht fehlt, in der Regel nicht sicher ange­nom­men wer­den, dass er in Zukunft die Regeln ein­hal­ten wird. Es gibt jedoch umge­kehrt kei­ne „har­ten“ Tat­sa­chen, die eine Unrechts­ein­sicht bele­gen kön­nen. So wäre etwa bei einem Schrei­ben des betrof­fe­nen Arz­tes, in dem er sein Bedau­ern aus­drückt, regel­mä­ßig zu hin­ter­fra­gen, ob die­ses Schrei­ben nicht auf nur tak­ti­schen Erwä­gun­gen beruht.
Der Umstand, dass die Berück­sich­ti­gung von „Wohl­ver­hal­ten“ nur in der Zeit zwi­schen der Ent­schei­dung des Beru­fungs­aus­schus­ses und der­je­ni­gen des LSG in Betracht kommt, führt zudem zu nicht gerecht­fer­tig­ten Zufalls­re­sul­ta­ten. Je län­ger der Beru­fungs­aus­schuss mit sei­ner Ent­schei­dung gewar­tet hat oder hat war­ten müs­sen, des­to eher fal­len wich­ti­ge Ent­schei­dun­gen des betrof­fe­nen Arz­tes in die Zeit vor der Beschluss­fas­sung im Beru­fungs­aus­schuss. Ins­be­son­de­re gilt dies für ein Zuge­ste­hen der Vor­wür­fe und eine Scha­dens­wie­der­gut­ma­chung, aber auch für Maß­nah­men wie eine Neu­or­ga­ni­sa­ti­on der Pra­xis. Das muss dann zwar der Beru­fungs­aus­schuss berück­sich­ti­gen, kann aber bei der Prü­fung nach­träg­li­chen „Wohl­ver­hal­tens“ kei­ne Rol­le spie­len. Daher hat ein Arzt, der zunächst nicht koope­riert und erst nach der Ent­schei­dung des Beru­fungs­aus­schus­ses ein­lenkt, mehr Chan­cen, sein neu gewon­ne­nes „Wohl­ver­hal­ten“ zu bele­gen.
Auch die umge­kehr­te Situa­ti­on lässt Wer­tungs­pro­ble­me erken­nen, wie der vor­lie­gen­de Fall zeigt: die Bei­ge­la­de­ne zu 1. hat dem Klä­ger im Janu­ar 2003 im Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren eine Geld­bu­ße in Höhe von 8000 € wegen der Beschäf­ti­gung von drei Ver­tre­tern im Quar­tal II/​2002 ohne Geneh­mi­gung der KÄV auf­er­legt. Hät­te der Klä­ger die­sen wei­te­ren Pflich­ten­ver­stoß im Anschluss an die Ent­schei­dung des Beru­fungs­aus­schus­ses im Lau­fe des gericht­li­chen Ver­fah­rens began­gen, wäre jede Beru­fung auf „Wohl­ver­hal­ten“ illu­so­risch gewe­sen, selbst wenn nach der neu­en Tat noch ein­mal fünf Jah­re vor der Erle­di­gung des Ver­fah­rens ver­gan­gen wären. Denn jede Pflicht­ver­let­zung ähn­li­cher Aus­rich­tung wie die­je­ni­gen, die Gegen­stand der Zulas­sungs­ent­zie­hung sind, schließt – jeden­falls grund­sätz­lich – ein „Wohl­ver­hal­ten“ auf Dau­er aus.
Schließ­lich kön­nen von einer in ihrer Anwen­dung durch die Instanz­ge­rich­te kaum vor­her­seh­ba­ren Recht­spre­chung Anrei­ze aus­ge­hen, allein im Hin­blick auf die Chan­ce, in den Genuss der „Wohl­ver­hal­tens­recht­spre­chung“ zu gelan­gen, Zulas­sungs­ent­zie­hun­gen auch dann anzu­grei­fen, wenn sie zum Zeit­punkt ihres Erge­hens ersicht­lich gerecht­fer­tigt sind. Auch das belegt der hier zu beur­tei­len­de Fall. Dass bei Pflicht­ver­let­zun­gen der vom Klä­ger began­ge­nen Art und Dau­er – bei einem Scha­den von knapp 2 Mio Euro und einer straf­ge­richt­li­chen Ver­ur­tei­lung wegen Betru­ges – die Zulas­sung zu ent­zie­hen ist, kann nicht zwei­fel­haft sein und war es in der gericht­li­chen Pra­xis auch zu kei­nem Zeit­punkt. Die Auf­ga­be der Recht­spre­chung zum „Wohl­ver­hal­ten“ rückt die Din­ge wie­der zurecht: der Arzt, der meint, ihm sei die Zulas­sung zu Unrecht ent­zo­gen, kann und muss die­se – aber auch nur die­se – Fra­ge gericht­lich klä­ren las­sen. Will er zei­gen, dass er sich neu bewäh­ren kann, nimmt er die Ent­zie­hung hin und bean­tragt nach zumin­dest fünf­jäh­ri­ger War­te­zeit eine neue Zulas­sung.
Damit wird nicht ver­kannt, dass eine Zulas­sungs­ent­zie­hung die Berufs­frei­heit in einem Maße ein­schränkt, das in sei­ner Wir­kung der Beschrän­kung der Berufs­wahl iS des Art 12 Abs 1 GG nahe kommt [40]. Dabei kann dahin­ge­stellt blei­ben, ob es Art 12 Abs 1 GG über­haupt gebie­tet, dass ein Ver­trags­arzt nach einer gröb­li­chen, eine Zulas­sungs­ent­zie­hung auf Dau­er recht­fer­ti­gen­den Pflicht­ver­let­zung in jedem Fall die Mög­lich­keit haben muss, eine Zulas­sung als frei­be­ruf­lich täti­ger Arzt wie­der­zu­er­lan­gen, oder ob es aus­reicht, dass er die Mög­lich­keit hat, in ande­rer Form (etwa als ange­stell­ter Arzt in einem MVZ) an der ver­trags­ärzt­li­chen Ver­sor­gung teil­zu­neh­men.
Denn abge­se­hen davon, dass bereits das Gesetz – gera­de im Hin­blick auf den Grund­satz der Ver­hält­nis­mä­ßig­keit – sehr hohe Anfor­de­run­gen an eine Ent­zie­hung der Zulas­sung stellt [41], macht die­se jeden­falls einen Wie­der­ein­stieg nach Absol­vie­ren einer Bewäh­rungs­zeit nicht (mehr) fak­tisch unmög­lich, sodass die Pri­vi­le­gie­rung durch die „Wohl­ver­hal­tens­recht­spre­chung“ nicht mehr durch Art 12 Abs 1 GG gebo­ten ist. Den schwer­wie­gen­den Fol­gen einer Zulas­sungs­ent­zie­hung ist bereits bei der Ent­schei­dung dar­über Rech­nung zu tra­gen, ob die Pflicht­ver­let­zun­gen eine Zulas­sungs­ent­zie­hung unab­ding­bar erfor­der­lich machen.
Auch der Umstand, dass das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt­VerfG es in einer – die Amts­ent­he­bung eines Notars betref­fen­den – Kam­mer­ent­schei­dung als pro­ble­ma­tisch erach­tet hat, die gericht­li­che Ent­schei­dung allein auf die Sach- und Rechts­la­ge im Zeit­punkt der letz­ten Ver­wal­tungs­ent­schei­dung im Amts­ent­he­bungs­ver­fah­ren zu stüt­zen und nach­träg­li­che Ver­än­de­run­gen unbe­rück­sich­tigt zu las­sen [42], erfor­dert kein Fest­hal­ten an der bis­he­ri­gen Recht­spre­chung. Soweit das BVerfG dort die Auf­fas­sung ver­tre­ten hat, die Nicht­be­rück­sich­ti­gung nach­träg­li­cher Ver­än­de­run­gen kön­ne im Hin­blick auf die Berufs­wahl­frei­heit des Notars, der nach dem Ver­lust sei­nes Amtes nur die Mög­lich­keit habe, bei Vor­lie­gen eines Bedürf­nis­ses, nach Aus­schrei­bung der Notar­stel­le und bei Bestehen der Kon­kur­renz mit ande­ren Bewer­bern erneut bestellt zu wer­den, ver­fas­sungs­recht­li­chen Beden­ken begeg­nen [43], kommt die­sen – ursprüng­lich auch vom Bun­des­so­zi­al­ge­richt geteil­ten – Beden­ken aus den dar­ge­stell­ten Grün­den jeden­falls im Bereich des Ver­trags­arzt­rechts kei­ne der­art gra­vie­ren­de Bedeu­tung mehr zu, dass sie ein Abwei­chen vom Grund­satz erfor­der­ten. Im Übri­gen ist dar­auf zu ver­wei­sen, dass das BVerfG der­ar­ti­ge Beden­ken in Bezug auf den Wider­ruf der Appro­ba­ti­on bis­lang nicht gese­hen hat [44].
Einer Auf­ga­be der „Wohlverhaltens“-Rechtsprechung ste­hen auch kei­ne Umset­zungs­pro­ble­me ent­ge­gen. Die Recht­spre­chungs­än­de­rung bewirkt ledig­lich, dass die Prü­fung, ob das Ver­trau­ens­ver­hält­nis wie­der­her­ge­stellt ist, nun nicht mehr im Ver­fah­ren über die Zulas­sungs­ent­zie­hung, son­dern im Ver­fah­ren über die Wie­der­zu­las­sung des Arz­tes zu erfol­gen hat. Die Recht­spre­chung des Bun­des­so­zi­al­ge­richts zu den an eine Wie­der­zu­las­sung zu stel­len­den Anfor­de­run­gen bleibt von der Auf­ga­be der „Wohlverhaltens“-Rechtsprechung unbe­rührt. Einem Antrag auf Wie­der­zu­las­sung (wie auch einer dies­be­züg­li­chen Ent­schei­dung) steht nicht ent­ge­gen, dass die Ent­zie­hung der bis­he­ri­gen Zulas­sung noch nicht bestands­kräf­tig gewor­den ist, da ein Anspruch auf eine bestands­si­che­re Zulas­sung besteht.
Die Not­wen­dig­keit, nun­mehr ein Ver­fah­ren auf Wie­der­zu­las­sung zu betrei­ben, hat aller­dings auch zur Kon­se­quenz, dass bei beson­ders lan­ger Dau­er des gericht­li­chen Ver­fah­rens über die Recht­mä­ßig­keit einer Zulas­sungs­ent­zie­hung die übli­che „Bewäh­rungs­zeit“ abge­lau­fen sein kann, bevor die Zulas­sungs­ent­zie­hung bestands­kräf­tig ist. Allein der Umstand, dass noch ein gericht­li­ches Ver­fah­ren über die Zulas­sungs­ent­zie­hung anhän­gig ist, hin­dert den betrof­fe­nen Arzt nicht, sich um eine erneu­te Zulas­sung zu bewer­ben. Kann er die zustän­di­gen Zulas­sungs­gre­mi­en – etwa in einem ande­ren KÄV-Bezirk – davon über­zeu­gen, dass er unge­ach­tet des noch nicht abge­schlos­se­nen gericht­li­chen Ver­fah­rens jeden­falls wie­der für die Aus­übung der ver­trags­ärzt­li­chen Tätig­keit geeig­net ist, kann er grund­sätz­lich erneut zuge­las­sen wer­den.
Von der neu­en ärzt­li­chen Zulas­sung darf der Ver­trags­arzt aber erst Gebrauch machen, wenn und soweit er zumin­dest auf die Rech­te aus der ent­zo­ge­nen Zulas­sung ver­zich­tet oder der Rechts­streit über die Ent­zie­hung erle­digt wird. Kein Arzt kann über zwei Zulas­sun­gen mit vol­lem Ver­sor­gungs­auf­trag ver­fü­gen. Aus­ge­hend von die­sem Grund­satz und unter Aus­nut­zung des Instru­ments der Bedin­gung als Neben­be­stim­mung im Sin­ne des § 32 Abs 2 Nr 2 SGB X müs­sen die Ver­wer­fun­gen gelöst wer­den, die sich zumin­dest theo­re­tisch aus dem Neben­ein­an­der von gericht­li­chem Ver­fah­ren über eine Zulas­sungs­ent­zie­hung und Neu­zu­las­sungs­ver­fah­ren erge­ben kön­nen. Dazu dürf­te es aber nur in den sel­te­nen Fäl­len kom­men, in denen auch nach Inkraft­tre­ten des „Geset­zes über den Rechts­schutz bei über­lan­gen Gerichts­ver­fah­ren und straf­recht­li­chen Ermitt­lungs­ver­fah­ren“ vom 24.11.2011 [31] ein die Recht­mä­ßig­keit einer Zulas­sungs­ent­zie­hung betref­fen­des gericht­li­ches Ver­fah­ren nicht abge­schlos­sen ist, bevor ein betrof­fe­ner Arzt Chan­cen auf eine Wie­der­zu­las­sung hat, und zugleich auf die neue Zulas­sung wie­der ver­zich­ten will, wenn der Ent­zie­hungs­be­scheid rechts­kräf­tig auf­ge­ho­ben wird. Wie die­se mut­maß­lich sehr sel­te­nen Kon­stel­la­tio­nen zu lösen sind, dürf­te sich einer gene­rel­len Fest­le­gung ent­zie­hen. Der Rege­lung des § 12 Kün­di­gungs­schutz­ge­setz, die dem Arbeit­neh­mer, der vor rechts­kräf­ti­gem Abschluss des Kün­di­gungs­schutz­pro­zes­ses ein neu­es Arbeits­ver­hält­nis ein­ge­gan­gen ist, ein befris­te­tes Wahl­recht ein­räumt, bei wel­chem Arbeit­ge­ber er nach rechts­kräf­ti­gem Obsie­gen im Kün­di­gungs­schutz­pro­zess wei­ter arbei­ten will, kön­nen zumin­dest wich­ti­ge Wer­tungs­ge­sichts­punk­te für die Lösung ent­nom­men wer­den.
Der Bun­des­so­zi­al­ge­richt wen­det die Recht­spre­chung zur Berück­sich­ti­gung von Wohl­ver­hal­ten des­halb auf Ent­schei­dun­gen der Beru­fungs­aus­schüs­se, die nach Ver­öf­fent­li­chung die­ses Urteils erge­hen, nicht mehr an. Aus Grün­den pro­zes­sua­len Ver­trau­ens­schut­zes muss es in den ande­ren Fäl­len bei der bis­he­ri­gen Recht­spre­chung ver­blei­ben, soweit Ärz­te bei lan­ge lau­fen­den Gerichts­ver­fah­ren davon abge­se­hen haben, sich nach (mut­maß­lich) ein­ge­tre­te­ner Bewäh­rung um eine neue Zulas­sung zu bewer­ben. Dies kommt aller­dings nur dann in Betracht, wenn – wie dem hier zu beur­tei­len­den Ver­fah­ren – die vom Bun­des­so­zi­al­ge­richt für ein „Wohl­ver­hal­ten“ vor­aus­ge­setz­te „Bewäh­rungs­zeit“ von fünf Jah­ren [45] seit der Ent­schei­dung des Beru­fungs­aus­schus­ses bereits ver­stri­chen ist.
Bun­des­so­zi­al­ge­richt, Urteil vom 17. Okto­ber 2012 – B 6 KA 49/​11 R
stRspr des BSG, vgl BSGE 93, 269 = SozR 4–2500 § 95 Nr 9, RdNr 10 mwN; BSGE 103, 243 = SozR 4–2500 § 95b Nr 2, RdNr 37; zuletzt BSG SozR 4–5520 § 21 Nr 1 RdNr 13[↩]
stRspr des BSG, vgl BSGE 93, 269 = SozR 4–2500 § 95 Nr 9, RdNr 10 mwN; BSG SozR 4–2500 § 95 Nr 12 RdNr 13; BSGE 103, 243 = SozR 4–2500 § 95b Nr 2, RdNr 37; BSG SozR 4–5520 § 21 Nr 1 RdNr 13; zuletzt BSG Urteil vom 21.03.2012 – B 6 KA 22/​11 R, SozR 4–2500 § 95 Nr 24 RdNr 23; vgl auch BVerfGE 69, 233, 244 = SozR 2200 § 368a Nr 12 S 30[↩]
vgl BSGE 73, 234, 242 = SozR 3–2500 § 95 Nr 4 S 18; BSGE 93, 269 = SozR 4–2500 § 95 Nr 9, RdNr 10[↩]
BSG Urteil vom 21.03.2012 – B 6 KA 22/​11 R, SozR 4–2500 § 95 Nr 24 RdNr 35 mwN, auch zur Ver­öf­fent­li­chung in BSGE vor­ge­se­hen[↩]
BSGE 93, 269 = SozR 4–2500 § 95 Nr 9, RdNr 10 mwN; zuletzt BSG Urteil vom 21.03.2012 – B 6 KA 22/​11 R, SozR 4–2500 § 95 Nr 24 RdNr 23, 50 ff[↩]
vgl zur Gröb­lich­keit BSG SozR 4–2500 § 95 Nr 24 RdNr 32 ff, 39 ff[↩]
vgl BSGE 93, 269 = SozR 4–2500 § 95 Nr 9, RdNr 15; BSG SozR 4–2500 § 95 Nr 12 RdNr 16 ff; BSG SozR 4–5520 § 21 Nr 1 RdNr 19; zuletzt BSG SozR 4–2500 § 95 Nr 24 RdNr 54, auch zur Ver­öf­fent­li­chung in BSGE vor­ge­se­hen[↩]
vgl zB BSGE 73, 234, 236 = SozR 3–2500 § 95 Nr 4 S 11 f, mwN[↩]
BSGE 93, 269 = SozR 4–2500 § 95 Nr 9[↩][↩]
BSG aaO RdNr 15 mwN; vgl zusam­men­fas­send BSG SozR 4–2500 § 95 Nr 24 RdNr 54, auch zur Ver­öf­fent­li­chung in BSGE vor­ge­se­hen[↩]
BSGE 93, 269 = SozR 4–2500 § 95 Nr 9, RdNr 15[↩][↩]
vgl BFHE 178, 504 = NJW 1996, 2598; BFH Beschluss vom 24.01.2006 – VII B 141/​05, BFH/​NV 2006, 983[↩]
BVerwG Buch­holz 418.00 Ärz­te Nr 100 = NJW 1999, 3425; BVerw­GE 105, 214, 220 mwN; BVerwG Beschluss vom 25.02.2008 – 3 B 85/​07; zuletzt BVerwG Beschluss vom 18.08.2011 – 3 B 6/​11, Buch­holz 418.00 Ärz­te Nr 111; vgl auch BVerw­GE 137, 1 RdNr 11 = Buch­holz 418.1 Heil­hilfs­be­ru­fe Nr 10 – Wider­ruf der Berufs­er­laub­nis von Logo­pä­den[↩]
BVerw­GE 137, 1 RdNr 11 = Buch­holz 418.1 Heil­hilfs­be­ru­fe Nr 10[↩][↩]
BVerw­GE 137, 1 RdNr 11 = Buch­holz 418.1 Heil­hilfs­be­ru­fe Nr 10; BVerwG Beschluss vom 27.10.2010 – 3 B 61/​10[↩]
BVerw­GE 137, 1 RdNr 11 = Buch­holz 418.1 Heil­hilfs­be­ru­fe Nr 10; BVerwG Beschluss vom 18.08.2011 – 3 B 6/​11, Buch­holz 418.00 Ärz­te Nr 111[↩]
BVerwG Beschluss vom 25.02.2008 – 3 B 85/​07[↩]
grund­le­gend BGHZ 190, 187 RdNr 9 ff = NJW 2011, 3234 ff[↩]
BGHZ 190, 187 RdNr 12 ff = NJW 2011, 3234 ff[↩]
vgl BAGE 91, 271, 277, 278 ff = NZA 1999, 978; BAGE 101, 39, 46 = NZA 2002, 1081; BAGE 123, 234, 239 = NZA 2008, 173[↩]
BVerw­GE 105, 267, 269 f = DVBl 1998, 201, 202[↩]
vgl BGH Urteil vom 10.07.1996 – RiZ ® 3/​95 – DRiZ 1996, 454[↩]
Hess in Kas­se­ler Komm, § 95 SGB V RdNr 104, Stand August 2012; vgl auch Wen­ner, Ver­trags­arzt­recht nach der Gesund­heits­re­form, 2008, § 31 RdNr 16[↩]
vgl hier­zu Flint in Hauck/​Noftz, SGB V, Stand Sep­tem­ber 2012, § 103 RdNr 107 f, § 100 RdNr 50 ff, § 101 RdNr 99 f[↩]
BGBl I 3439[↩]
GKV-OrgWG vom 15.12.2008, BGBl I 2426[↩]
in die­sem Sin­ne zB BVerwG Beschluss vom 25.02.2008 – 3 B 85/​07[↩]
vgl BVerfG Beschluss vom 08.11.2010 – 1 BvR 722/​10, NZS 2011, 619 f; vgl auch BVerfG Beschluss vom 18.04.2012 – 1 BvR 791/​12, NZS 2012, 700 = GesR 2012, 486[↩]
s hier­zu Paw­li­ta in juris­PK-SGB V, 2. Aufl 2012, § 95 RdNr 641 und § 97 RdNr 84[↩]
BGBl I 2302[↩][↩]
in die­sem Sin­ne schon BSG Beschluss vom 15.08.2012 – B 6 KA 15/​12 B, RdNr 18[↩]
vgl BSG SozR 4–5520 § 21 Nr 1 RdNr 20 unter Hin­weis auf BSGE 93, 269 = SozR 4–2500 § 95 Nr 9, RdNr 22 sowie BSG Beschluss vom 28.04.1999 – B 6 KA 69/​98 B – Juris RdNr 5[↩]
vgl BSGE 93, 269 = SozR 4–2500 § 95 Nr 9, RdNr 17[↩]
vgl BSG SozR 4–5520 § 21 Nr 1 RdNr 15; BVerfG SozR 4–2500 § 95 Nr 18 RdNr 4[↩]
vgl BSGE 73, 234, 243 = SozR 3–2500 § 95 Nr 4 S 19; BSGE 93, 269 = SozR 4–2500 § 95 Nr 9, RdNr 24[↩]
vgl BSGE 93, 269 = SozR 4–2500 § 95 Nr 9, RdNr 22; BSG SozR 4–5520 § 21 Nr 1 RdNr 20[↩]
zum Beginn der Wohl­ver­hal­tens­frist vgl BSGE 93, 269 = SozR 4–2500 § 95 Nr 9, RdNr 15 am Ende; BSG Beschluss vom 15.08.2012 – B 6 KA 3/​12 B[↩]
BVerfG, Beschluss vom 22.12.2008 – 1 BvR 3457/​08, SozR 4–2500 § 95 Nr 18 RdNr 4; BSG Beschluss vom 05.11.2008 – B 6 KA 59/​08 B – Juris RdNr 11; BSG SozR 4–5520 § 21 Nr 1 RdNr 15; vgl auch BSGE 93, 269 = SozR 4–2500 § 95 Nr 9, RdNr 24 sowie BSG Beschluss vom 27.06.2001 – B 6 KA 7/​01 B[↩]
vgl zB BSGE 103, 243 = SozR 4–2500 § 95b Nr 2, RdNr 70 mwN[↩]
vgl BVerwG Buch­holz 418.00 Ärz­te Nr 100 = NJW 1999, 3425 zur Fest­stel­lung der Berufs­un­wür­dig­keit[↩]
BVerfG, Beschluss vom 31.08.2005 – 1 BvR 912/​04, BVerfGK 6, 156, 161 = NJW 2005, 3057, 3058; s hier­zu auch BGHZ 190, 187 RdNr 18 = NJW 2011, 3234 ff[↩]
vgl zB BVerfGK 12, 72 ff – zur Ver­sa­gung der Wie­derer­tei­lung einer Apo­the­ker-Appro­ba­ti­on[↩]
vgl BSG SozR 4–2500 § 95 Nr 24 RdNr 55 mwN; zuletzt BSG Beschluss vom 15.08.2012 – B 6 KA 3/​12 B[↩]
Wider­ruf der Ver­trags­arzt­zu­las­sung und das anschlie­ßen­de… Das Bun­des­so­zi­al­ge­richt gibt sei­ne Recht­spre­chung in den Fäl­len des Zulas­sungs­wi­der­rufs eines Ver­trags­arz­tes, wonach ein Wohl­ver­hal­ten nach Zulas­sungs­wi­der­ruf den Wider­rufs­grund ent­fal­len las­sen kann, auf. Auch beim…
VertragsarztZulassungswiderruf

References: § 95
 § 95
 § 25
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 § 95
 § 95
 § 32
 § 12
 § 95
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 § 21
 § 95
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 § 21
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 § 368
 § 95
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 § 21
 § 95
 § 95
 § 95
 § 95
 § 95
 BGH 
 § 95
 § 31
 § 103
 § 100
 § 101
 § 95
 § 97
 § 21
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 § 21
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 § 21
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