Source: https://www.franchiseverband.com/blog/2015/10/
Timestamp: 2019-09-22 16:03:27+00:00

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Oktober 2015 - Deutscher Franchiseverband
KFC sucht begeisterungsfähige Unternehmertypen mit Herz
Isabel von Vegesack 27. Oktober 2015 11:53 Uhr
Ralf Lenger, Franchise Development Manager von Kentucky Fried Chicken (Great Britain) Ltd. German Branch berichtet im Interview mit Torben L. Brodersen über das Franchisesystem KFC und erklärt Franchisenehmer-Interessenten, wie sie sich am besten auf ein Gespräch beim 3. Franchise Matching Day mit dem XL-Host vorbereiten.
Torben L. Brodersen: Was ist das Besondere an Ihrem Konzept?
Ralf Lenger: Wir kochen in unseren Restaurants täglich auf traditionelle Art. Dabei verwenden unsere Mitarbeiter frisches Hähnchenfleisch, das sie täglich per Hand nach genau festgelegten Abläufen marinieren, panieren und zubereiten.
Die spezielle Art der Zubereitung von bestem, natürlich gewachsenem Hähnchenfleisch, die Unternehmensgründer Colonel Harland Sanders (1890-1980) bereits 1939 entwickelt hat, sowie seine geheime Rezeptur aus elf Kräutern und Gewürzen sind die Grundlage für den ganz besonderen KFC Geschmack. Zudem wird das Hähnchenfleisch nur von Lieferanten bezogen, die nicht nur den gesetzlichen Standards sondern auch den strengen KFC Qualitätsanforderungen gerecht werden.
Torben L. Brodersen: Wie sieht der ideale Franchisepartner von KFC aus?
Ralf Lenger: Wir suchen begeisterungsfähige Unternehmertypen, die eine hohe Dienstleistungsorientierung oder fundierte gastronomische Berufserfahrungen sowie idealerweise Personalführungskenntnisse vorweisen können. Damit die Unternehmensgründung auf eine solide finanzielle Grundlage gestellt werden kann, sollte ein frei verfügbares Eigenkapital in Höhe von mindestens 200.000 EURO vorhanden sein.
Torben L. Brodersen: KFC engagiert sich auch stark im sozialen Bereich. Sie unterstützen die Tafeln und das World Food Programme. Wie sieht dies genau aus?
Ralf Lenger: Mit dem Motto „Add Hope – Spende ein Stück Hoffnung“ startete KFC Deutschland am 29. September bereits im dritten Jahr seine Spendenaktion für den Kampf gegen den Hunger in der Welt und in Deutschland. Die Erlöse fließen auch 2015 zu gleichen Teilen an das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen – das UN World Food Programme (WFP) – und an den Bundesverband Deutsche Tafel e.V. Gerade die derzeitige Flüchtlingssituation macht deutlich, wie wichtig die Unterstützung beider Partner im Kampf gegen den Hunger in Krisengebieten und in Deutschland ist. WFP und die Tafeln leisten auch einen wesentlichen Beitrag, die Ernährungssituation von Flüchtlingen in Deutschland und in Krisengebieten weltweit zu verbessern.
Torben L. Brodersen: Welche Wachstumsziele verfolgen Sie in Deutschland?
Ralf Lenger: Derzeit haben wir über 120 Restaurants und wir wollen weiter wachsen. Dabei soll die Mehrzahl der Betriebe von Franchisenehmern selbstständig geführt werden.
Torben L. Brodersen: Sollte sich ein zukünftiger Franchisepartner auf das Gespräch mit Ihnen bei Franchise Matching Day vorbereiten?
Ralf Lenger: Auf unserer Homepage finden sich im Bereich Franchise weitere Informationen zum Franchisesystem von KFC. Dort ist auch ein Antragsformular für Franchiseinteressenten hinterlegt. Das Formular kann ausgefüllt und gerne bereits zum Erstgespräch mitgebracht werden.
Bericht aus Berlin: DFV begrüßt den Regierungsentwurf zur Insolvenzanfechtung
Jan Schmelzle 22. Oktober 2015 15:38 Uhr
Die derzeitige Rechtslage zur Vorsatzanfechtung, bestehend aus dem offenen Wortlaut der Vorschriften der Insolvenzordnung und ihrer Auslegung durch die höchstrichterliche Rechtsprechung der letzten Jahre, schafft für viele Franchisesysteme nicht hinnehmbare Unsicherheiten und Belastungen, die sich zum Teil existenzbedrohend auswirken. Dies betrifft insbesondere die von Insolvenzverwaltern zum Teil serienmäßig betriebene Rückforderung von Zahlungen, die die Unternehmen von Insolvenzschuldnern im Rahmen von üblichen Geschäftsvorgängen wie Ratenzahlungen, Stundungen oder sonstigen Warenkrediten erhalten haben. Elf Verbände, darunter auch der DFV, haben sich deshalb seit mehreren Jahren für eine Korrektur der gesetzlichen Regelung zur Vorsatzanfechtung eingesetzt. In einer gemeinsamen Position und einer gemeinsamen Erklärung „Notwendige gesetzgeberische Korrekturen im Recht der Insolvenzanfechtung nach §§ 133, 142 InsO (Vorsatzanfechtung)“ aus dem Jahr 2013 haben mehrere Wirtschaftsverbände den Handlungsbedarf dargestellt und konkrete Vorschläge für eine Gesetzesänderung unterbreitet.
Die Stellungnahme zum Nachlesen finden Sie hier:
Korrekturen Insolvenzanfechtung
Die Streichung des Begriffs der „Unangemessenheit“ wird begrüßt. Die Verwendung dieses unbestimmten Rechtsbegriffs war in der gemeinsamen Stellungnahme kritisiert worden. Dass die besonderen Regelungen des Negativkatalogs des Referentenentwurfs (dort § 133 Abs. 1 S. 2 Ziffern 1 und 2 InsO-E) damit ebenso wegfallen, ist unschädlich. Weiterhin trägt die Verkürzung des Anfechtungszeitraums auf vier Jahre zu einer besseren Kalkulierbarkeit von Vorsatzanfechtungen bei. An der gemeinsamen Forderung, den Zeitraum gerade mit Blick auf kleine und mittelständische Unternehmen, auf zwei Jahre zu reduzieren, wird festgehalten. Befürwortet wird auch das Abstellen auf die Kenntnis der eingetretenen Zahlungsunfähigkeit des Schuldners für kongruente Deckungen.
Mit der expliziten Aufnahme der Gewährung von Zahlungserleichterungen mit Wirkung zugunsten des Anfechtungsgegners in den Gesetzestext – und nicht nur in die Gesetzesbegründung – wird Fehlentwicklungen in der Praxis von Insolvenzverwaltern entgegengewirkt und eine wichtige Korrektur der Vorschriften zur Vorsatzanfechtung vorgenommen. Die weitergehende Formulierung im Regierungsentwurf sind zu befürworten. Ferner ist es ausreichend, dass in der Gesetzesbegründung (Seite 17) klargestellt ist, dass Zahlungserleichterungen, die auf Grundlage gesetzlicher Regelungen ergangen sind (u.a. § 802b Abs. 2 S. 2 ZPO) von der Vorschrift des § 133 Abs. 3 S. 2 InsO-E erfasst sind.
Den Regierungsentwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der Rechtssicherheit bei Anfechtungen nach der Insolvenzordnung und nach dem Anfechtungsgesetz können Sie hier nachlesen:
Bericht aus Berlin: One-Stop-Shops sollen ausgebaut werden
Jan Schmelzle 21. Oktober 2015 5:40 Uhr
Informationen aus einer Hand für Start-ups und Unternehmen
Zukünftig soll ein einheitlicher Ansprechpartner für eine neue Strategie für einen unternehmensfreundlichen Service der Verwaltung geschaffen werden. Damit sollen vor allem junge Gründerinnen und Gründer, die oft im Behördendschungel mit zu vielen Hürden konfrontiert werden, gefördert werden.
Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie (BMWI) Brigitte Zypries möchte daher die Einrichtungen von One-Stop-Shops in Deutschland weiter ausbauen. In den One-Stop-Shops können Start-ups, aber auch etablierte Unternehmen, alle Behördengänge von der Antragstellung über Anzeigepflichten bis hin zum Empfang von Bescheiden vollständig elektronisch abwickeln. Allein bei der Gründung kann, einer Untersuchung zufolge, der Erfüllungsaufwand um 26 % gesenkt werden, wenn alle notwendigen Verfahren über eine einheitliche Anlaufstelle abgewickelt werden könnten. Mit dem ‘Einheitlichen Ansprechpartner 2.0’ treiben wir die Entwicklung voran.
Eine effiziente Verwaltung und moderne, schlanke Regulierung sind wichtige Voraussetzungen für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft, mehr Beschäftigung und mehr Wachstum. An dieser Stelle soll der Einheitliche Ansprechpartner ansetzen. Er soll Unternehmen handfeste Vorteile bieten: Über ein nationales Einstiegsportal sollen angehende Unternehmer künftig schnell zu den relevanten Angeboten in den Bundesländern geführt werden. Denn viele Bundesländer und Kommunen betreiben bereits Verwaltungs- und Serviceportale, über die gebündelt Informationen für Bürger und Unternehmen sowie Möglichkeiten zur elektronischen Abwicklung angeboten werden. Alle Funktionen des Systems sollten auch online verfügbar sein. Indem Infrastrukturen gemeinsam entwickelt und betrieben werden, können knappe Ressourcen effizienter eingesetzt werden.
Die Initiative zum konsequenten Ausbau der sogenannten One-Stop-Shops ist aber ein Schritt in die richtige Richtung, aber das Versäumnis der Politik gründerfreundliche Rahmenbedingungen zu schaffen bleibt dennoch weiter bestehen und eine über Legislaturperioden hinweg eingeleitete Strategie zur Unternehmerkultur ist weiterhin nicht zu erkennen. Die Große Koalition hat trotz Ankündigungen und im Koalitionsvertrag festgelegten Priorisierung von KMU Politik noch keinerlei signifikante Maßnahmen eingeleitet. Zwei Jahre der politischen Gestaltung bleiben noch. Es gilt die Koalition weiter an ihre gemachten Wahlversprechen zu erinnern. Die Wirtschaft leistet ihren Beitrag. Nun ist auch die Politik gefordert.
Die neuen Eckpunkte (Gestaltungsgrundsätze) finden Sie hier:
Das System des Einheitlichen Ansprechpartners beruht auf der EU-Dienstleistungsrichtlinie, wonach die öffentliche Verwaltung Unternehmern und Gründern einen grenzüberschreitenden gebündelten Zugang zu sämtlichen Informationen und Verfahren bieten sollen, die erforderlich sind, um eine wirtschaftliche Tätigkeit auszuüben. In Deutschland haben die Bundesländer dazu die organisatorischen und technischen Infrastrukturen aufgebaut. Diese Angebote sind jedoch noch nicht ausreichend verzahnt. Zudem sollen andere Online-Verfahren wie die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse in das EA-System eingebunden werden. Dies ist beim Einheitlichen Ansprechpartner 2.0 berücksichtigt. Mit den Verbesserungen wird auch das Regierungsprogramm “Digitale Verwaltung 2020” vorangebracht, in dem der EA 2.0 ein zentraler Bestandteil ist.
Internethandel im Franchising: Chancen und Risiken (Teil 3)
Jan Schmelzle 20. Oktober 2015 6:38 Uhr
Dieser Artikel, der letzte der Reihe, befasst sich mit den Problemen kartellrechtlicher Einwendungen und der Treuepflicht des Franchisegebers.
Die ersten beiden Teile zum Nachlesen finden Sie hier: Teil 1, Teil 2
Die franchisevertragliche Treuepflicht ist der eigentliche Kern der Frage, ob ein Franchisegeber einen E-Commerce betreiben darf. Ist weder nach dem Wortlaut, noch nach ergänzenden Vertragsauslegungen der E-Commerce untersagt, so könnte er eben schließlich aufgrund einer Treuepflicht untersagt sein.
Eine solche Treuepflicht könnte die Konkurrenzschutzpflicht sein. Hier wird angeführt, dass die Bereitstellung des Know-hows auch eine Einräumung, das Marktpotential entsprechend nutzen zu können, nach sich ziehen könnte. Dem Franchisenehmer müsse es möglich sein, dass Know-how auch anwenden und durchsetzen zu können. Dagegen wird gehalten, dass alleine das Übertragen des Know-hows nicht durch den Wettbewerb des Franchisegebers in Frage gestellt wird. Diese Ansicht wird auch durch die bisherige Rechtsprechung so vertreten.
Kartellrechtliche Einwendungen
Fraglich ist nun noch, ob der Franchisegeber durch die Verwendung eines Online-Shops in kartellrechtlicher Hinsicht einen Pflichtverstoß begeht.
Dabei kommt eine unbillige Behinderung gem. § 19 GWB und ein Verstoß gegen das Kartellverbot gem. § 1 GWB in Betracht.
Eine unbillige Behinderung scheidet allerdings regelmäßig an der nicht vorhandenen Unbilligkeit. Der Franchisegeber hat nämlich vernünftiges Interesse daran, seine Marke im Internet zu präsentieren und mit der Zeit zu gehen.
Auch ein Kartellverbot ist regelmäßig nicht anzunehmen, da die Preisangaben im E-Commerce keine Vereinbarungen bzw. abgestimmtes Verhalten i.S.d. § 1 GWB darstellen.
Mithin ist festzuhalten, dass der E-Commerce des Franchisegebers grundsätzlich zulässig ist und eben keinen Pflichtverstoß ggü. dem Franchisenehmer darstellt.
Lediglich Individualabreden mit dem Franchisenehmer könnten vertragliche Gründe sein, die den E-Commerce untersagen. Die Treuepflicht wird zumindest nicht verletzt, solange keine existenzbedrohende Beeinträchtigung des Franchisenehmers vorliegt.
Zum Schluss möchten wir noch einmal den beiden assoziierten Experten des DFV RA Prof. Dr. Karsten Metzlaff und RA Dr. Tom Billing danken, die mit ihrem Aufsatz die Grundlage für diese Beitragsreihe geschaffen haben.
McDonalds: Franchisepartner mit Personalführungsqualitäten gesucht!
Isabel von Vegesack 15. Oktober 2015 15:02 Uhr
McDonalds Deutschland Inc. ist einer der XL-Hosts beim Franchise Matching Day am 14. November in Köln. Im Interview erklärt Holger Blaufuß, Senior Manager Franchise McDonald’s Deutschland Inc. und DFV-Vizepräsident, auf welche Eigenschaften McDonalds bei der Auswahl seiner Franchisepartner achtet und wie sich Franchise-Interessenten im Vorfeld über das System informieren können.
Torben L. Brodersen: Was bietet McDonalds seinen Franchisepartnern und wie unterstützen Sie diese?
Holger Blaufuß: McDonalds bietet seinen Franchisepartnern quasi den Rundum-Service für das operative Tagesgeschäft. Unsere Field & Operations Consultants besuchen regelmäßig die zu betreuenden Restaurants sowohl angekündigt als auch unangekündigt und beraten unserer Franchisepartner dahingehend, die Performance kontinuierlich zu verbessern. Hierzu können auch alle relevanten Fachabteilungen zur Unterstützung hinzugezogen werden.
Über unser Franchisee Leadership Council, unseren Beirat, sind die Franchisepartner darüber hinaus in die Weiterentwicklung unseres Systems mit eingebunden.
Torben L. Brodersen: Welche Voraussetzungen muss der ideale Franchisepartner von McDonalds mitbringen?
Holger Blaufuß: In jedem Restaurant arbeiten durchschnittlich 40-60 Mitarbeiter und im Durchschnitt betreibt jeder Franchisepartner fünf Restaurants und hat somit eine Personal-verantwortung von 250-300 Mitarbeitern. Ausgeprägte People Leadership Skills sind somit unabdingbare Voraussetzung für eine Bewerbung. Hinzu kommen unternehmerische Attribute wie Streben nach Erfolg, kaufmännisches Denken und Handeln. Aber die Bereitschaft sich in einem Franchisesystem einzuordnen ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Bewerbung.
Torben L. Brodersen: McDonald´s hat 2015 den Green Franchise Award für seine Nachhaltigkeits-Strategie und seine ökologischen, kulturellen und sozialen Maßnahmen und Erfolge erhalten. Welche Nachhaltigkeitsziele strebt das Unternehmen in den nächsten Jahren an?
Holger Blaufuß: Wir freuen uns sehr über den Award. Nachhaltigkeit ist ein andauernder Prozess. Insofern werden wir uns den Schlüsselthemen der Nachhaltigkeit weiter zuwenden. Das sind alle ökologischen, kulturellen und sozialen Themen, wenn es um die Beschaffung unserer Rohwaren, wie z.B. Fleisch oder Kartoffeln, in Bezug auf gute Ernährung oder eine vorbildliche Arbeitspraxis in unseren Restaurants geht.
Torben L. Brodersen: Gibt es für Franchise-Interessenten die Möglichkeit, Ihre Franchisepartner persönlich kennen zu lernen und sie nach Ihren Erfahrungen aus der Praxis zu befragen?
Holger Blaufuß: Franchise-Interessierte können immer wenn Sie in einem Restaurant sind, sich nach dem Betreiber erkundigen und sich gerne mit dem Franchisepartner austauschen.
Im Rahmen des Partnerfindungsprozess leiten wir diesen Informationsaustausch auch proaktiv in die Wege um einem neuen Partner die Best Practices direkt vom erfahrenen Kollegen zukommen zu lassen.
Torben L. Brodersen: Welches Veranstaltungsformat beim Franchise Matching Day empfehlen Sie Besuchern besonders?
Holger Blaufuß: Der Franchise Matching Day bietet eine Vielzahl von Informationsmöglichkeiten für die Besucher. Hier würde ich drei bis vierpersönliche Gesprächstermine im Vorfeld online bei den Systemen buchen, für die ich mich am meisten interessiere. Bei den Living Pages erhält man Informationen von Kennern der Branche genauso wie im World Café. Diese Möglichkeiten würde ich ebenfalls unbedingt empfehlen.
Die verbleibende Zeit würde ich zur allgemeinen Information meiner Selbständigkeit verwenden und gegebenenfalls Kontaktdaten für spätere Gespräche austauschen.
Der DFV Ausschuss Qualität und Ethik macht sich an das Werk: die Entwicklung eines Leitbildes für das Franchising in Deutschland
Jan Schmelzle 14. Oktober 2015 14:02 Uhr
Diese Woche tagte der Ausschuss Qualität und Ethik in der Geschäftsstelle des DFV in Berlin. Eine Fülle an Themen standen auf der Agenda, die die Mitglieder zu diskutieren, zu entwickeln und zu erarbeiten hatten. Zwei Topthemen seien hier auszugsweise hervorzuheben.
Die Franchise-Compliance Deutschland
Qualität und Ethik im Miteinander der Franchisepartner sind ein essentieller Bestandteil in einem funktionierenden und wettbewerbsstarken Franchisesystem. Die Mitglieder des Deutschen Franchise-Verbandes gehören einer Qualitätsgemeinschaft an, welche sich dem sogenannten Ethik-Kodex für ihr wirtschaftliches Handeln verpflichtet fühlen. In der Franchise-Compliance-Deutschland (FCD) finden sich alle Empfehlungen und Richtlinien die Franchisegeber und Franchisenehmer für eine erfolgreiche Arbeit und eine dauerhafte Partnerschaft benötigen. Um eine entsprechende Handhabung der FCD zu gewährleisten ist diese in die Vorschriften Muss (Richtlinie) und Kann (Empfehlung) eingeteilt. Dies stärkt die Kräfte der Selbstregulierung der Franchisewirtschaft. Die Durchsetzungsmöglichkeit der FCD wird demnach gewährleistet, da bei Verstoß gegen die Richtlinien (Muss) der FCD Sanktionsmöglichkeiten des DFV gegenüber seinen Mitgliedern bestehen. Damit baut der DFV seine Rolle als die Qualitätsgemeinschaft der deutschen Franchisewirtschaft weiter aus. Franchisegeber und Franchisenehmer können effektiver und reibungsloser zusammenarbeiten und profitieren durch einen gemeinsamen wirtschaftlichen und nachhaltigen Erfolg.
Leitbild des Franchising des Deutschland
Der Ausschuss Qualität und Ethik wird in den kommenden Monaten ein Leitbild für das Franchising in Deutschland entwickeln. Darin werden die Leitsätze die Kernaussagen über grundlegende Werte, Ziele und Erfolgskritierien des DFV treffen. Sie bestimmen das Verhältnis zu den Mitgliedern, zu den Franchisenehmern und deren Mitarbeitern und formulieren die spezifische Kompetenz des DFV. Über den Verlauf der Erarbeitung werden wir Sie fortlaufend u.a. in diesem Blog auf dem aktuellen Stand gehalten.
Dem Ausschuss gehören folgende Mitglieder an: die beiden DFV-Vorstandsmitglieder Carsten Gerlach (Joey’s Pizza Service (Deutschland) GmbH) und Matthias H. Lehner (Bodystreet GmbH), Dr. Martin Ahlert (Institut für Franchising & Cooperation), Dr. Hubertus Boehm (SYNCON GmbH), Waltraud Martius (SYNCON GmbH), Alexander Mehnert (TeeGeschwendner GmbH), Uwe Neumann (ISOTEC GmbH), Johannes Schute (Franchise System Beratung) sowie aus der DFV-Geschäftsstelle Torben L. Brodersen und Jan Schmelzle.
Bericht aus Berlin: Förderinitiative für "Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse" ins Leben gerufen
Jan Schmelzle 13. Oktober 2015 14:15 Uhr
Förderinitiative “Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse”
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat im Rahmen von Mittelstand-Digital die Förderinitiative “Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse bekannt gegeben. Ziel der Initiative ist es, kleine und mittlere Unternehmen bei der digitalen Transformation zu unterstützen. Die neue Initiative soll Mittelstands- und Handwerksunternehmen helfen, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und neue Geschäftsfelder im Kontext von Digitalisierung und Industrie 4.0 zu erschließen.
Kompetenzzentren im gesamten Bundesgebiet
Bereits Ende dieses und Anfang kommenden Jahres werden zunächst fünf Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren ihre Arbeit aufnehmen. Die Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren und das Handwerks-Kompetenzzentrum werden praxisrelevantes Wissen zur Anwendung von digitalen Technologien und Industrie 4.0 im Mittelstand aufbereiten und bündeln. Sie werden mittelständische Betriebe themenübergreifend bei der Digitalisierung und der digitalen Transformation durch Anschauungs- und Erprobungsmöglichkeiten unterstützen.
Darüber hinaus hat das BMWi angekündigt, dass eine bundesweite Abdeckung ermöglicht werden soll. Aus den Projektskizzen wurden folgende fünf Mittelstand 4.0 – Kompetenzzentren ausgewählt:
	Berlin/Brandenburg unter der Leitung des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft, Unternehmerverband Deutschland e.V.
	Hessen (Darmstadt) unter der Leitung der Technischen Universität Darmstadt, Institut für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen.
	Niedersachsen (Hannover) unter der Leitung der Leibnitz Universität, Produktionstechnisches Zentrum.
	Nordrhein-Westfalen (Dortmund) unter der Leitung des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik.
	Rheinland-Pfalz (Kaiserslautern) unter der Leitung des Technologie-Initiative SmartFactoryKL e.V.
Vier Mittelstand 4.0-Agenturen für die Themen Cloud Computing, Handel, Prozesse und Kommunikation
Als Ergänzung zu dem Kompetenzzentren werden bereits im Oktober/November vier Mittelstand 4.0-Agenturen eingerichtet, die jeweils spezielle Schwerpunktthemen der Digitalisierung sowohl in die Kompetenzzentren als auch zu Multiplikatoren und in die Unternehmen tragen sollen. Bei den vier ausgewählten Agenturen handelt es sich um die folgenden:
	Die Mittelstand 4.0-Agentur “Cloud” unter der Leitung des Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation, Stuttgart, unterstützt bei Fragen des Einsatzes und der Verbreitung von Cloud-Computing-Technologien;
	Die Mittelstand 4.0-Agentur “Prozesse” unter der Leitung des FTK Forschungsinstituts für Telekommunikation und Kooperation e.V. in Dortmund leistet Hilfe beim Einsatz von digitalem Prozess- und Ressourcenmanagement;
	Die Mittelstand 4.0-Agentur “Kommunikation” unter der Leitung der BSP Business School Berlin trägt zur Verbreitung digitaler Kommunikationsprozesse, Wissensmanagement, eLearning und Innovationsmanagement bei;
	Die Mittelstand 4.0-Agentur “Handel” unter der Leitung vom ifH Institut für Handelsforschung GmbH in Köln beantwortet Fragen zu neuen Technologien im Digitalen Handel wie beispielsweise zur eRechnung und zum Produktionsverbindungshandel
Die Förderinitiative “Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse” ist Teil des auf dem IT-Gipfel 2014 angekündigten Maßnahmenpakets des Bundeswirtschaftsministeriums “Innovative Digitalisierung der Deutschen Wirtschaft” und trägt zur Umsetzung der Digitalen Agenda der Bundesregierung bei. Mittelstand 4.0 ist Teil des Förderschwerpunkts “Mittelstand-Digital  IKT-Anwendungen in der Wirtschaft”.
Der Siegeszug von Smartphones und immer mehr internetfähigen Produkten ist unaufhaltbar. Kunden und potenzielle Franchisepartner gehen nicht mehr nur online, sie leben mittlerweile im Netz. Sie haben somit die Möglichkeit, sich jederzeit an jedem Ort über Produkte, Dienstleistungen, aber auch über eine Karriere, bzw. Selbstständigkeit zu informieren.
Diese Entwicklung hat auch bedeutsame Auswirkungen auf die Franchisewirtschaft und wirft zahlreich Fragen auf  anbei eine kleine Auswahl:
– Wie erreichen Franchisesysteme ihr Kunden am besten online?
– Wie können Franchisegeber ihren Partnern den Einstieg in die digitale Welt am unkompliziertesten ermöglichen und welche Freiheiten lassen sie ihnen dabei?
– Welches sind die damit verbundenen rechtlichen Fragestellungen und Konsequenzen?
– Wie wird Online-Werbung in Franchisesystemen finanziert (regional/überregional)?
– Erfahrungen bei der Franchisenehmer-Gewinnung mittels Onlinetools
VORANKÜNDIGUNG: Am Mittwoch, den 16. Februar findet die DFI Jubiläumstagung rund um das Thema Digitalisierung statt. Weitere Informationen hierzu folgen in kürze.
Internethandel im Franchising  Chancen und Risiken (Teil 2)
Jan Schmelzle 8. Oktober 2015 8:37 Uhr
In unserer zweiten Teil der Blog-Reihe Internethandel im Franchising  Chancen und Risiken befasst sich nun der Artikel vor allem mit dem Problem der Gebietsschutzabreden sowie der Frage in welcher Form Franchiseverträge ergänzend ausgelegt werden können. Den ersten Teil können Sie hier nachlesen.
Gebietsschutzabreden
Oftmals wird vertraglich vereinbart, dass ein Vertriebsmittler ein alleiniges Gebiet nutzen darf. Damit bekommt der Vertriebsmittler zwar eine gewisse Exklusivität, aber auch eine Beschränkung seines Absatzmarktes.
Im Franchising liegt eine Gebietsschutzabrede typischerweise in der Art vor, dass der Franchisegeber keine anderen Franchisenehmer in dem bestimmten Gebiet einsetzt.
1. E-Commerce trotz Gebietsschutzabreden
Sofern sich der Gebietsschutz vertraglich lediglich darauf bezieht, dass kein Standort eines anderen Franchisenehmers oder des Franchisegebers er in dem Gebiet eröffnet wird, so ist der Franchisegeber grundsätzlich nicht daran gehindert seine Produkte im Wege des E-Commerce an Endkunden zu verkaufen. Mit einer Gebietsschutzabrede soll nämlich regelmäßig der Franchisenehmer vor einer räumlichen Konkurrenz geschützt werden  der E-Commerce ist damit nicht gemeint. Jedoch sind im Bezug darauf gerade die Abrede auszulegen und die entsprechenden Formulierungen zu beachten. Standort, Gebiet o.ä. ist ein deutlicher Hinweis, dass der E-Commerce nicht vertraglich eingeschränkt werden soll.
2. Einschränkungen des Direktvertriebs
Allerdings kann auch vertraglich vereinbart worden sein, dass der Franchisegeber im Gebiet an keinen Endkunden vertreiben darf, damit ist dann auch der Internethandel einbezogen. Allerdings ist solch eine Klausel nicht ganz unumstritten, da der Internethandel als sog. passiver Vertrieb eigentlich nicht vertraglich einschränkbar ist. Der Verzicht auf den passiven Vertrieb ist jedoch im Franchising selten anzusehen, sodass eine weitere Ausführung des Problems nicht von Nöten ist.
Mithin ist festzuhalten, dass im Rahmen der Vertragsfreiheit Gebietsschutzabreden für den Franchisenehmer vereinbart werden können, diese aber regelmäßig den E-Commerce nicht ausschließen.
Im nächsten Artikel werden insbesondere die Probleme kartellrechtlicher Einwendungen und die Treuepflicht des Franchisegebers dargestellt.
Die politische Arbeit des DFV: eine Übersicht für das vierte Quartal 2015
Jan Schmelzle 7. Oktober 2015 9:25 Uhr
Das vierte Quartal des politischen Berlins 2015 hat begonnen. Der folgende Beitrag soll nun eine kleine Übersicht über die politische Arbeit des DFV e.V. in den vergangenen und zukünftigen Wochen verschaffen.
 Dialogplattform Einzelhandel des BMWi: Bundeswirtschaftsministerium lädt zur Workshop-Reihe Dialogplattform Einzelhandel: der DFV bringt sein Know-how mit ein
 Der DFV ist auf Einladung des Bundeswirtschaftsministeriums aktiver Part vieler Veranstaltungsreihen. DFV-Geschäftsführer Torben L. Brodersen wurde darüber hinaus in den Beirat des Einzelhandels benannt, welcher innerhalb von zwei Jahren Lösungsansätze für die zukünftige Struktur von Einzelhandelsunternehmen benennen soll. Der Beirat setzt sich aus hochrangigen Experten zusammen, die die Arbeit der Dialogplattform koordiniert.
 Enge Zusammenarbeit und Koordinierung mit elf Verbänden, um auf eine Novellierung im Recht der Insolvenzanfechtung nach §§ 133, 142 InsO hinzuwirken. Das Bundeskabinett hat nun den Regierungsentwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der Rechtssicherheit bei Anfechtungen nach der Insolvenzordnung und nach dem Anfechtungsgesetz beschlossen. Der überarbeitete Entwurf greift Forderungen aus unserer gemeinsamen Stellungnahme auf, welche Sie im Folgenden nachlesen können: DFV begrüßt den Referentenentwurf zur Insolvenzanfechtung.
 Fachgespräche im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi), um franchiserelevante Fragen zu erörtern und den Sachstand abzugleichen (bspw. Mittelstandspolitik der Bundesregierung, Beteiligung des DFV an der Gründerwoche Deutschland, Franchisenehmergewinnung und Gründungsentwicklung).
 Fachgespräche mit Vertretern der Regierungsfraktionen zum Thema Werkverträge.
 Der Arbeitskreis Selbständigkeit im Vertrieb bestehend aus den Verbänden BDD, BDV, CDH, DIHK, GDV, VPD und DFV tagt mehrmals im Jahr und setzt sich aktuell mit folgenden Themen auseinander: Eckpunktepapier zum Thema Unternehmensgründung, Altersvorsorgepflicht für Selbständige mit einem Auftraggeber, Scheinselbstständigkeit bei Werkverträgen, steuerliche Behandlung von Zuzahlungen für die Altersversorgung von selbständigen Vertriebspartnern
 Impressumspflicht: Konsultation im BMJV zum Referentenentwurf eines zweiten Gesetzes zur Änderung des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG). Stellungnahme des DFV und anstehende Fachgespräche mit politischen Entscheidern.
Die obige Auflistung an Aktivitäten soll nur eine kleine Übersicht und einen Eindruck verschaffen, wie die politische Arbeit des Spitzenverbandes der deutschen Franchisewirtschaft funktioniert. Sie zeigt einmal mehr die Vielseitigkeit der Themensetzung auf und spiegelt damit die Heterogenität der Franchisewirtschaft wider. Der DFV e.V. ist damit auf unterschiedlichsten Entscheiderstellen tätig  seien sie auf nationaler oder auf europäischer Ebene. Das einzelne Fachgespräch mit einem Abgeordneten ist dabei ebenso wichtig, wie die Kontaktpflege und der Wissenstransfer bzw. -austausch zu den entsprechenden Ministerien und Verbänden.
Franchisepartner von SCHMIDT Küchen und Wohnwelten: Quereinsteiger ohne Branchenerfahrung gesucht!
Isabel von Vegesack 6. Oktober 2015 11:28 Uhr
SCHMIDT Küchen und Wohnwelten ist einer der XL-Hosts beim Franchise Matching Day 2015. Im Interview stellt Christiana Baltes, Assistentin der Vertriebsleitung, das Franchisesystem vor und erklärt, wie es zu einem Umweltsiegel kam.
Torben L. Brodersen: Wie sieht das Geschäftsmodell von SCHMIDT Küchen und Wohnwelten aus?
Christiana Baltes: SCHMIDT Küchen und Wohnwelten zählt zur deutsch-französischen SALM Gruppe (Société Alsacienne des Meubles) und steht aktuell auf Platz fünf im europäischen Ranking der Küchenhersteller. Seit 1989 ist der Vertrieb nach dem Franchise-Prinzip organisiert. Das Geschäftsmodell eines Mono-Marken-Partnerhauses hat sich mittlerweile in 27 Ländern über 450-mal bewährt. Qualitativ in einer Klasse mit den Herstellermarken Leicht oder Poggenpohl und preislich oberhalb des von Häcker oder Schüller geprägten Marktsegments auf dem deutschen Markt positioniert, zeichnet SCHMIDT ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis aus. Denn als Küchenfabrikant generieren wir unsere Wertschöpfung durch die effiziente Herstellung, was dem Endkunden wie den Franchisenehmern zugute kommt, da wir eine höhere Qualität zum gleichen Marktpreis wie unsere Wettbewerber anbieten können.
Torben L. Brodersen: Welche Eigenschaften sollte ein Franchisegründer bei SCHMIDT Küchen mitbringen?
Christiana Baltes: Als Franchisepartner werden Quereinsteiger ohne Branchenerfahrung bevorzugt, denn im Franchising muss das Rad nicht neu erfunden, sondern systematisch gedreht werden. Qualifikation im Projektmanagement und der Führung von kleinen Teams ist die beste Voraussetzung, um auch ein SCHMIDT-Partnerhaus erfolgreich zu führen. Denn jede Küche oder Wohnraumlösung wird individuell geplant und dann erst produziert. Etwa 1.800 Einzelteile fügen sich zu einer vor Ort passgenau zusammengebauten Küche. Die Vielfalt bei SCHMIDT mit über eine Million Kombinationsmöglichkeiten in 24 Korpusfarben gilt als einzigartig in der Branche. Unsere Partner stammen idealer Weise aus dem mittleren Management der Industrie und finden daher ihnen schon vertraute Strukturen sowie alle erdenkliche Hilfestellungen im Alltaggeschäft vor, die von unserer zehnköpfigen Franchisezentrale geleistet werden.
Torben L. Brodersen: Welche Möglichkeiten hat ein Franchisepartner in Ihrem Franchisesystem?
Christiana Baltes: Bei SCHMIDT wird auf Augenhöhe mit den Partnern agiert. Es existieren keine starren Richtlinien, sondern es werden flexible Lösungen für firmenindividuelle Probleme gesucht. Franchisenehmer und ihre Mitarbeiter werden durch Seminare und Schulungen gefördert und haben die Möglichkeit, regelmäßig an Coachings teilzunehmen. Zusätzlich bieten wir unseren Franchisepartnern einen moderierten Erfahrungsaustausch untereinander. Viele neue Ideen und Verbesserungen im Geschäftsablauf entspringen diesem organisierten Know-how-Transfer. Das international erprobte Geschäftsmodell wird somit durch den Erfahrungsaustausch unter den Franchisenehmern permanent fortentwickelt und den landesspezifischen Bedingungen angepasst.
Torben L. Brodersen: SCHMIDT Küchen erhielt als erster Hersteller für Küchenmöbel und Badezimmer das NF Umweltsiegel. Wofür genau?
Christiana Baltes: Als erster europäischer Küchenhersteller wurde SCHMIDT bereits im Jahr 2008 zertifiziert und seither erfolgreich in drei Kategorien reauditiert:
DIN ISO 9001 für die hohen Qualitätsstandards
DIN ISO 14 001 für den ökologisch verantwortlich organisierten Produktionsprozess
OHSAS 18 001 für Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit.
Als Pionier im Green Franchising absolvierte SCHMIDT die NF Umweltzertifizierung speziell für die Möbelbranche sowie das Programme for the Endorsement of Forest Certification  kurz PEFC. Hiernach stammen die bei SCHMIDT in vier hochmodernen Fabriken verarbeiteten Hölzer durchweg aus der nachhaltigen Forstwirtschaft. Damit dokumentiert SCHMIDT seine ökologische Verantwortung und profiliert das Franchisesystem SCHMIDT Partnerhaus im Branchenumfeld.
Torben L. Brodersen: Wie nutzen Sie den Franchise Matching Day, um neue Franchisepartner zu gewinnen?
Christiana Baltes: Entscheidend für die Auswahl eines Franchisesystems sollte die Zukunftsfähigkeit der Geschäftsidee sein. Danach fällt die Prognose für ein Fachgeschäft in der Küchenbranche äußerst positiv aus. Knapp 8.000 Euro geben die Deutschen statistisch gesehen für eine Küche aus, so die jüngste Erhebung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Nürnberg. Zum Vergleich: 2010 betrug der Durchschnittspreis noch 5.500 Euro. Treiber des Booms ist die sich wandelnde Kundenpräferenz. Nach dem Auto zählt die perfekte Design-Küche inzwischen zu den bevorzugten Statussymbolen der Deutschen. Hochwertige Küchen werden zunehmend in den gesamten Wohnkomplex barrierefrei integriert und glänzen mit perfekter Funktionalität und ansprechender Ästhetik. Die angesagte Möblierung der Wohnung über die Küche hinaus im stimmigen Design zeichnet SCHMIDT Küchen und Wohnwelten aus. Die hierzu erforderliche Intensität bei der Kundenberatung und die Akribie in der Auftragsabwicklúng hält zudem die Konkurrenz im Internet auf Distanz. Diese Wettbewerbsvorteile bieten Quereinsteigern eine langfristige Perspektive und somit beste Chancen in diesem Wachstumsmarkt zu reüssieren.  Genau diese Botschaft wollen wir beim Franchise Matching Day kommunizieren.

References: § 133
 § 802
 § 133
 § 19
 § 1
 § 1