Source: https://bremerbuendnissozialearbeit.jimdo.com/aktionen-fachtage/
Timestamp: 2017-06-22 12:02:56+00:00

Document:
Aktionen/Fachtage - Bremer Bündnis Soziale Arbeit
Zum Fachkräftegebot (z.B. in der Betreuung Geflüchteter)
Zur großen Anfrage der Fraktion DIE LINKE anwortet der Bremer Senat am 20.12.2016 unter Punkt 9:
"Gibt es Angebote zur berufsbegleitenden Weiterqualifizierung von Beschäftigten, um Fachkräfteabschlüsse nachzuholen? Gibt es z. B. Überlegungen des Senats, einen Teilzeitstudiengang soziale
Arbeit anzubieten?"
"Schon heute können alle Studiengänge der Hochschule Bremen auch in Teilzeit studiert werden; berufsbegleitende Formate des Studiengangs Soziale Arbeit werden geplant. Unter dem Titel „Neu in der
Flüchtlingshilfe“ bietet die Hochschule Bremen ein Weiterbildungsmodul an, das in Kooperation mit der Fachhochschule Münster im August 2016 startete.
Aufgrund der hohen Nachfrage nach Fachkräften in den verschiedenen Praxisfeldern, wird in der Kinder- und Jugendhilfe, aber auch im Bildungsbereich und in anderen Sozialförder- und
Betreuungsbereichen in der Fachöffentlichkeit zunehmend die Öffnung des gesetzlichen Fachkräftegebots für Quereinsteigerinnen/Quereinsteiger aus anderen Berufsfeldern diskutiert,
wie der Bericht des Senats „Integration von Flüchtlingen: Fachpersonal verstärkt ausbilden, Seiteneinstiegsmöglichkeiten weiter ausbauen“ (Drs. 19/841 vom 22. November 2016) zeigt.
Zugleich zeigt die bisherige Genehmigungspraxis hinsichtlich der Erstellung von Ausnahmegenehmigungen in Bezug auf das Fachkräftegebot nach § 72 SGB VIII deutliche Fortbildungs-
und Nachqualifizierungsbedarfe, nicht nur für Quereinsteigerinnen/Quereinsteiger mit Migrations- und Flüchtlingshintergrund, sondern auch für andere Arbeitssuchende mit unterschiedlichen
Vorqualifikationen.
Formell qualifizierende Angebote zum Erwerb von erweiterten Berufsabschlüssen vorzuhalten, ist Aufgabe der Ausbildungsstätten. Die Anerkennung von auswärtigen Berufsabschlüssen liegt in der
Zuständigkeit der Kultusministerkonferenz. Aufgabe der Arbeitgeber ist es, durch entsprechende Einarbeitungskonzepte den Berufseinstieg sicherzustellen. Eine von der Senatorin
für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport eingesetzte Unterarbeitsgruppe der Arbeitsgruppe nach § 78 „Hilfe zur Erziehung“ SGB VIII ist derzeit dabei, für den Bereich der Hilfen nach §§
27 bis 42a SGB VIII Angebote zur Fortbildung von Fachkräften, u. a. in der Arbeit mit umA, zu entwickeln bzw. zu koordinieren
Wie der Senat in seinem Bericht (siehe oben) festgehalten hat, muss geeigneten Quereinsteigerinnen/Quereinsteigern gegebenenfalls stufenweise die Möglichkeit eröffnet werden, formelle Abschlüsse
zu erwerben. Modular erworbene Kompetenzen sollen über die einzelnen Stufen jeweils anerkennungsfähig so ausgestaltet werden, dass in einem definierten Zeitrahmen – möglichst auch auf
dualem Weg – formal qualifizierende berufliche Perspektiven entwickelt werden können."
Beschlussvorlagen für die Bürgerschaft und den Jugendhilfeausschuss im Lande
Bremen für die Erstellung eines Jugendhilfeberichtes nach §5 BremKJHG (Nov. 2015) und Jugendhilfeplanung nach §80 SGB VIII .
Der Jugendhilfeausschuss beauftragt den Senat, bis zur Mitte der aktuellen Legislaturperiode, also bis zum 30. 6. 2017, einen Bericht zur Lage der Kinder und
Jugendlichen vorzulegen, wie er nach §5 des bremischen Ausführungsgesetzes zum Kinder- und Jugendhilfegesetz vorgesehen ist. Dieser soll nach Absatz 1) eine Darstellung der wichtigsten
Entwicklungstendenzen in der Jugendhilfe im Lande Bremen und eine Übersicht über die Förderungsangebote und Hilfeleistungen für Kinder, Jugendliche und Familien im Berichtszeitraum enthalten.
Neben der Bestandsaufnahme und Analyse soll der Bericht Vorschläge zur Weiterentwicklung der Jugendhilfe enthalten.
Der Jugendhilfebericht soll aus zusätzlichen Mitteln finanziert werden und nicht zu Lasten bestehender Angebote der Jugendhilfe. Gegebenenfalls sind Amt und Verwaltung
auskömmliche finanzielle und personelle Ressourcen zur Umsetzung der kleinräumigen wie auch landesweiten Jugendhilfeplanung zur Verfügung zu stellen.
Obwohl über fünf Legislaturperioden (1995-2015) kein Jugendhilfebericht vorgelegt wurde, haben Politik und Verwaltung gravierende Budgetentscheidungen,
Umstrukturierungen und Neuorganisationen der Kinder- und Jugendliche betreffenden Angebote und Einrichtungen vorgenommen. Mit der Fortschreibung der Stadtteilkonzepte und den
Qualitätsdialogen sind im neuen Rahmenkonzept (OJA) erste Bausteine kleinräumiger Planung vorgesehen, die in eine landesweite Bedarfsermittlung und Jugendhilfeplanung eingebettet werden sollten.
Daher steht jetzt dringlich eine umfassende und unabhängigen, wissenschaftlichen Standards genügende Ermittlung der „Wünsche, Bedürfnisse und Interessen der jungen Menschen und der Personensorgeberechtigten für einen mittelfristigen Zeitraum“ (kleinräumig und landesweit)
an, wie es in §80 des KJHG (SGBVIII) gefordert wird, um auf dieser Grundlage die Jugendhilfe im Lande Bremen bedarfsgerecht planen und weiterentwickeln zu können.
Beschlussvorlage für den Jugendhilfeausschuss im Lande Bremen für die Erstellung eines Jugendhilfeberichtes nach §5 BremKJHG (Nov. 2015)
Beschlussvorlage JHA Jugendhilfeplanung Adobe Acrobat Dokument
Offener Brief des Bündnis 30 an die Bremer Bürgerschaftsabgeordneten für eine Erhöhung der Finanzmittel für die offene Jugendarbeit_Herbst 2015
Offener Brief Bündnis 30 Prozent_Eckwert
Presseerklärung des Bündnis 30% vom 06.07.2015 : Jugendarbeit in Bremen - Quo vadis ?
Presseerklärung Bündnis 30 _ 6.7.15.pdf
Am 20. Mai 2014 waren 50 Sozialarbeitern*innen und Jugendliche auf der Tribüne der Bürgerschaft und ca. 200 vor der Bürgerschaft auf dem Marktplatz - für den Erhalt ihrer Jugendhäuser.
"Offene Kinder- und Jugendarbeit stärken – alle Einrichtungen erhalten. Außerschulische Jugendarbeit mit
ihren vielfältigen Angeboten stellt besonders für Kinder und Jugendliche aus einkommensärmeren Familien, aber auch im Allgemeinen, Unterstützung und Begleitung in einer sensiblen Lebensphase zur
Verfügung. Sie nimmt damit eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe war. Viele Angebote der außerschulischen Jugendarbeit sind auch im Hinblick auf präventive Ziele von Relevanz, insbesondere im
Rahmen der Sucht- und Gewaltprävention, aber auch zur Förderung der Selbst- und Mitbestimmung und des sozialen Engagements. Dies gilt vor allem für die offene Jugendarbeit, die vorwiegend in
Jugendzentren und -treffs sowie in Form von aufsuchender bzw. mobiler Jugendarbeit verfügbar ist. Die Besetzung des Freizeitheims Buntentor durch Jugendliche als Reaktion auf eine
beschlossene Mittelverschiebung zwischen Einrichtungen im Stadtteil Neustadt zeigt den dringenden Handlungsbedarf.
Vor diesem Hintergrund möge die Stadtbürgerschaft beschließen: Die Stadtbürgerschaft erklärt:
1. Wir begrüßen, dass Jugendliche sich für den Erhalt ihrer Einrichtungen und Belange engagieren, wie im Buntentor.
2. Wir stellen fest, dass die offene Kinder- und Jugendarbeit in Bremen erhalten und gestärkt werden muss.
3. Wir lehnen alle Schritte ab, die vor Beschlussfassung eines neuen Konzepts für die Kinder- und Jugendförderung die bestehenden Einrichtungen oder Angebote einschränken oder
4. Wir stellen fest, dass die Jugendfreizeiteinrichtungen durch steigende Energie- und Sanierungskosten ökonomisch stark belastet sind und begrüßen eine Überprüfung der Zuweisung
dieser Kosten in andere Ressorts.
(Cindi Tuncel,Kristina Vogt und Fraktion DIE LINKE)
Nur 3,5 % des Jugendhilfetats gibt Bremen für Jugendarbeit aus und in 2014 drohte das Freizi Buntentor, wie vorher schon das Freizi Wehrschloß, geschlossen zu
Fernseh- und Pressebeiträge im Mai - August 2014 : http://www.weser-kurier.de/startseite_artikel,-Weisse-Flagge-_arid,919465.html
http://www.weser-kurier.de/bremen/vermischtes2_artikel,-Jugendarbeit-am-Tropf-_arid,919432.html
http://www.zdf.de/ZDFmediathek#/beitrag/video/2153982/Jugendliche-besetzen-Freizeitzentrum
http://www.radiobremen.de/fernsehen/buten_un_binnen/video60768-popup.html
http://www.weser-kurier.de/bremen/stadtteile/bremen-mitte/mitte_artikel,-Friese-in-Finanznot-_arid,839828.html
http://www.taz.de/Soziale-Unruhen/!135715/
Der Weserkurier berichtete über die ca. 500 Demoteilnehmer*innen mit vielen kreativen und witzigen Ideen: link Der Asta der Hochschule berichte auf seiner
WEB-Seite von den ca. 700 Teilnehmern*innen mit tollen Fotos (s.o. copyright ASTA). link
Ein youtube-video von der Rede auf der Kundgebung vor der Bürgerschaft: link , in dem die Ausrichtung der Hochschule nur an
den Wirtschaftsinteressen und an "den Märkten" kritisiert wrid. "Wo bleibt da die Autonomie der Hochschulen und die Freiheit der Wissenschaften ? "
Spontan organisierte Kundgebung von 50 Betroffenen für den Erhalt des Streetworkers vor der Obdachlosenunterkunft
Sie werden vom Streetworker Jonas Pot d’Or betreut und protestierten Ende April 2014 gegen die geplante Streichung seiner Stelle. Pot d’Or steuert im Auftrag der Kommune viermal pro Woche die
Treffpunkte von Arbeitslosen, Drogenabhängigen, Wohnungslosen und ehemaligen Gefängnisinsassen in der ganzen Stadt an. Rita Giese, eine der Protestierenden vor dem "Papageienhaus" (Bunt angemalte
Obdachlosenunterkunft). „Diese Stelle ist wirklich wichtig“, sagt sie. „Nehmt uns unseren Jonas nicht weg“, sei auf den Schildern der Demonstranten zu lesen gewesen, und „Wir brauchen Jonas Pot
d’Or!“. Die Kundgebung war nicht angemeldet. „Sie wurde kurz darauf von der Polizei aufgelöst“, sagt Giese. Das werde nicht die letzte Aktion für die bedrohte Streetworker-Stelle sein.
Großer Erfolg Mitte Mai 2014: Die Stelle bleibt nun erhalten. Kurz vorher hatte das Aktionsbündnis "Menschenrecht auf Wohnen" zu einer Kundgebung aufgerufen. link
"Geldregen" in der Bürgerschaft
Aus Protest haben Studenten am 11.12.2013 in der Bremer Bürgerschaft selbstgedruckte Geldscheine von der Tribüne geschmissen. Thematisch ging es gerade um die abschließende Debatte über den
Haushalt für die Jahre 2014 und 2015. Die Polizei fand das gar nicht lustig und ermittelt jetzt gegen alle Beteiligten wegen der "Störung der Tätigkeit eines Gesetzgebungsorgans".
Die Aktion auf einem von Radio Bremen ausgestrahltem Video sehen: link
Prof. Heiner Flassbeck und seine Sicht auf die "Schuldenbremse"
Wer den ganzen Unsinn dieser unseligen Schuldenbremsen-Logik auch aus ökonomischer Sicht verstehen will, der gehe zu Prof. Heiner
Flassbecks Blog: http://www.flassbeck-economics.de/der-roi-offentlicher-ausgaben/oder zu attac: link
Tolle Bilder und Video - Demo "Bildung am Limit" !
2000 Kämpferische und Kreative ! Weiter So !
http://dissentimages.wordpress.com/2013/12/04/bildungsproteste-durch-bremer-innenstadt/#jp-carousel-755
Video dazu: http://www.youtube.com/watch?v=F1NutruNoHM
Michael Kolle, GF des Trägers MIKO aus Hamburg: "Illegale" Ersetzung von Hilfen zur Erziehung (HZE) durch Sozialräumliche Steuerung ?
Abendgespräch am 10. April 2013 ! Der Raum (verdi-DGB-Haus) war bis auf den
letzten Platz voll und der Vortrag von GF Michael Kolle fachlich versiert und engagiert. Michael Kolle ist in der Hamburger WJH Initiative engagiert. Das hohe Gut des individuellen Rechtsanspruches auf Hilfen zur
Erziehung HzE, wie im KJHG (SGB VIII) verankert, muss gegen alle Versuche, "Sozialraumorientierung" als neue Steuerungsinstrument mit gedeckeltem Budget zu benutzen, verteidigt werden; zum
Beispiel durch Bekanntmachung der Klage in Hamburg: link
Einige sozialraumorientierte Ansätze in Form des Sozialraumbudgets sind mittlerweile von einigen Verwaltungsgerichten als rechtswidrig verworfen worden.
Am 3. Dienstag im März: "World Social Work Day"
Flashmob "REBIKE die Soziale Arbeit"
am 19.3.13 von 8:00 - 8:20 "Rundradeln" auf dem Fahrradweg des "Stern" zusammen mit dem "Bündnis 30% mehr Zukunft" für die Jugendarbeit.
Link zum Artikel im Weserkurier am 20.3.2013.
The global Agenda: "...We intend during the period 2012-2016 to focus our efforts on the following areas:
- Promoting social and economic equalities
- Promoting the dignity and worth of peoples
- Working toward environmental sustainability
- Strengthening recognition of the importance of human relationships..." Berliner Rede von Prof. Dr. Hans Thiersch am 19.3.2013
Berliner Rede Thiersch 19.3.2013.pdf
Gründung des "Bündnis 30% mehr Zukunft" 30.1.2013
Plenarprotokoll Stadtbürgerschaft 21.02.2013 Forderung 30% mehr
Plenarprotokoll Stadtbürgerschaft 21.02
Zum Downloaden, die Dokumentation zur im Juni 2012 durchgeführten AKS-Tagung "Rassismus in der Sozialen Arbeit", an der BISA+E und das ZIS als Kooperationsparterinnen beteiligt waren.
Doku_AKS_Fachtagung_Rassismus_2012.pdf
Aktion im Mai 2012: "Versteigerung der Sozialen Arbeit"
Das Bündnis Soziale Arbeit ist präsent zur Protestkundgebung vor der Bürgerschaft anlässlich der Haushalts-Verabschiedung. Der "kreative Protestkreis" des Bündnis´ versteigert die Soziale Arbeit
ganz nach dem Motto "Wer bietet am wenigsten?"
Mai 2012: Das Bündnis hat eine Stellungnahme verfasst zur geplanten Auflösung des Bremer Amtes für Soziale Dienste (AfSD). Erster Teilerfolg nach 1 Jahr.
Wie die taz am 23.5.2013 schrieb, soll Einiges davon wieder zurückgenommen worden sein. Gegen den Willen der Mitarbeiter*innen im AfSD Sozialpolitik machen zu wollen, ist nicht möglich. Wir
sollten solche kleinen Erfolge gebührend würdigen. Es lohnt sich, Stellung zu beziehen und einzustehen für unsere Auffassung von guter Sozialarbeit und die dafür notwendigen Bedingungen auch im
Interesse der Adressaten. Hier der TAZ Artikel:
TAZ: Sozialsenatorin rudert zurück
Das Positionspapier unseres Bremer Bündnis Soziale Arbeit "Forderungen zur
Realisierung professioneller und bedarfsgerechter Sozialer Arbeit" ist als ein Ergebnis aus dem Fachtag entstanden.
Das Bremer Bündnis Soziale Arbeit ist da und verschafft sich Gehör. Ganz nach dem Motto: "Bewegen- Vernetzen- Aufmischen", machen wir auf die seit Jahren schlechter
werdenden Bedingungen der Sozialen Arbeit aufmerksam.

References: § 72
 § 78
 §5
 §80
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 §80
 §5