Source: https://www.kloeppel-versicherungsmakler.de/category/kfz-versicherung/
Timestamp: 2019-07-20 11:34:01+00:00

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Der gute alte Kfz-Schutzbrief! Mancher lässt ihn kategorisch weg, andere sehen ihn als unbedingtes Muss an.
Hier prallen Weltanschauungen aufeinander und hier wollen wir auch gar nicht bekehren wir wollen lediglich darauf hinweisen, dass es den „alten, großen“ Schutzbrief immer noch gibt. Nicht nur den „kleinen“, den Sie als preiswertes Anhängsel der Kfz-Haftpflicht abschließen können. Darauf und dass sich die Leistungsinhalte gewaltig unterscheiden.
Der Unterschied zwischen „groß“ und „klein“ ist also nicht nur ein Thema für die Sesamstraße, sondern auch für uns.
Braucht man überhaupt einen Schutzbrief?
Befassen wir uns kurz mit der Frage, ob man einen Schutzbrief überhaupt benötigt. Beschränkt auf den Bereich „Probleme mit dem Wagen“ kann die Mitgliedschaft in einem Automobilclub oft ausreichend sein (z.B. Pannenhilfe, Abschleppen zur nächsten Werkstatt, Wildschadenbeihilfe usw.).Wer einen neueren Wagen fährt, dem gewährt der Hersteller zumindest für einige Zeit eine Mobilitätsgarantie. Auch diese beinhaltet u. a. Pannenhilfe und Abschleppen. Für eine gewisse Zeit wird aber auch ein Ersatzwagen gestellt (u.a.).
Wenn klar ist, welchen Umfang an Schutz sie bereits genießen, fällt es leichter, eine Empfehlung zu treffen, ob es einen Kfz-Schutzbrief bedarf – und wenn ja, in welcher Ausführung.
Der „Kleine für’n Zehner“
Der „Anhängselschutzbrief“ zur Haftpficht ist heute wohl die üblichste Form der Absicherung. Wie beim Schutzbrief üblich, greifen viele Leistungen erst dann, wenn man sich mindestens 50km vom Wohnort befindet und es zur Panne oder zum Unfall kommt. Schon vor der Haustür sind hier Pannen- und Unfallhilfe sowie das Bergen und Abschleppen des Fahrzeugs versichert. Hier greifen in der Regel immer bescheidene Obergrenzen, die im Regelfall aber immer noch gerade so ausreichend sein dürften, damit einem keine Kosten entstehen.
Wie bereits erwähnt, greifen die meisten Leistungspunkte erst, wenn man sich mindestens 50 km vom Wohnsitz entfernt befindet. Also dort, wo eine Panne oder ein Unfall sehr viele zusätzliche Probleme verursachen. Wie komm ich jetzt heim? Wo soll ich schlafen, bis das Auto repariert ist? Wie kommt mein Auto aus dem Ausland wieder zurück nach Hause? Bereits mit dem winzigen Jahresbeitrag des kleinen Schutzbriefs sind viele dieser Probleme gelöst.
Das Wichtigste für Sie: Bereits der leistet in vielen Bereichen, in denen ein Automobilclub schwächelt. Die zehn Euro im Jahr sind also wohl immer gut investiert.
Und wofür „den Großen“?
Der „große Schutzbrief“ ist deutlich umfangreicher. Wenn der „Kleine“ unter dem Motto „Unterwegs mit dem Auto“ stünde, wäre beim „großen“ Schutzbrief „Auf Reisen“ die Umschreibung. In der Folge versucht diese Produktfamilie auch viele Probleme zu lösen, die eher im Urlaub ein solches werden können.
Krankenrücktransport, Rückholung von Kindern, Hilfe bei Insolvenz des Reiseveranstalters, Ersatzbeschaffung von Reisedokumenten, auch um so etwas kümmert sich der Schutzbrief! Als Reisender hat man so eine zentrale Anlaufstelle für die größten Probleme. Wer dies einmal genießen durfte, weiß um den Wohlfühlfaktor und das befreiende Gefühl des „Mir wird geholfen!“
Aber auch bei Betrachtung der reinen „Fahrzeug-Leistung“ fällt auf, dass die Erstattungsgrenzen deutlich steigen und es weitere Leistungen gibt – so wird z. B. für eine gewisse Zeit auch ein Mietwagen gestellt. Das erleichtert es, den gewohnten Alltag nach einem (selbstverschuldeten) Unfall oder einer Panne fortzuführen oder einen neuen Gebrauchtwagen zu finden, wenn man das Altfahrzeug nicht mehr retten kann.
Grundsätzlich schadet ein Schutzbrief niemandem. Den kleinen spüren Sie finanziell wohl nicht einmal. Für Sie , die viel unterwegs sind – das können Fernpendler sein oder Autourlauber – sollten sie soch aber evtl. doch den „guten alten Schutzbrief“ einmal vorstellen lassen.
Fahrzeug-Rechtsschutz vs. Verkehrs-Rechtsschutz – Altbekannt, doch oft verwechselt!
KFZ-Versicherung, Rechtsschutzversicherung, Versicherungen
Die tägliche Teilnahme am Straßenverkehr birgt jede Menge Gefahren. Andere Verkehrsteilnehmer, stehende Hindernisse, behördliche Regularien und allgemeine Verkehrsregeln wollen beachtet werden. Dennoch passiert es nicht selten, dass rechtliche Auseinandersetzungen rund um das Besitzen und Betreiben eines Kraftfahrzeuges entstehen. Nun gibt es mehrere Möglichkeiten sich dagegen abzusichern:
Den wohl weitreichendsten Versicherungsschutz stellt der Verkehrsrechtsschutz für die Familie dar. Versichert sind hierin Sie, alle mitversicherten Personen (versicherter Personenkreis gem. den jeweiligen Bedingungen) in ihrer Eigenschaft als Halter und Eigentümer sämtlicher auf Sie zugelassenen Fahrzeuge sowie in Ihrer Eigenschaft als Fahrer und Teilnehmer am öffentlichen Verkehr. Der Versicherungsschutz kann sich aber auch nur auf Sie und auf Ihren Namen zugelassene Fahrzeuge beschränken.
Anders als der Verkehrsrechtsschutz für Sie und Ihre Familie, ist der Fahrerrechtsschutz lediglich Personenbezogen. Die versicherte Person muss im Versicherungsschein benannt sein. So können Sie sich als Fahrer sämtlicher Fahrzeuge versichern, unabhängig davon, wem diese gehören oder auf wen diese zugelassen sind. Versicherungsschutz besteht auch für die Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr als Insasse, Fußgänger oder Radfahrer.
Der Fahrzeugrechtsschutz
Über diese Form besteht die Möglichkeit, einzelne, im Versicherungsschein per Kennzeichen benannte Fahrzeuge zu versichern. Daraus folgt, dass neben Ihnen jeder Mieter, Entleiher, Leasingnehmer, berechtigter Fahrer und berechtigter Insasse Versicherungsschutz genießt. Darüber hinaus sind Sie ebenso als Teilnehmer am öffentlichen Straßenverkehr mitversichert. Auch in diesem wichtigen Bereich gibt es also viele verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten.
24. Juni 2018 /0 Kommentare/von Giuseppe Milano
https://www.kloeppel-versicherungsmakler.de/wp-content/uploads/2018/06/Depositphotos_11888558-1200x800.jpg 800 1200 Giuseppe Milano https://www.kloeppel-versicherungsmakler.de/wp-content/uploads/2016/02/kloeppel_logo.png Giuseppe Milano2018-06-24 08:00:242018-06-22 11:52:09Fahrzeug-Rechtsschutz vs. Verkehrs-Rechtsschutz - Altbekannt, doch oft verwechselt!
Grün, grün, grün sind alle meine Farben . . . – Von Äckern, Pferden und Steuerhinterziehung
„Geboren wurde ich bereits im 19. Jahrhundert, doch meine Existenz in Deutschland wurde tatsächlich erst 1956 anerkannt. Wer nicht gerade in sehr ländlichen Gegenden wohnt, sondern sich im Alltag gewöhnlich im hektischen Stadtverkehr bewegt, stolpert eher selten über mich. Ich bin Mitglied der Feuerwehr und in meiner Freizeit gern an der frischen Luft unterwegs; am liebsten auf großen landwirtschaftlichen Nutzflächen. Wenn der Zirkus in der Stadt ist, lacht mein Herz. Mein Wiedererkennungsmerkmal ist eindeutig mein zart grasgrüner Teint. Ich habe zwei Geschwister: Einen schwarzen Bruder und eine rote Schwester. Rar gesät, bin ich nur einer kleinen Gruppe von Menschen vorbehalten. An bestimmten Lkws toleriert man mich, an Diplomatenfahrzeugen nie. Wer die Antwort weiß, dem winkt eine Kfz-Steuerbefreiung . . . „
Nein, der letzte Punkt ist natürlich nicht so einfach umsetzbar selbst, wenn unser Kandidat (ver)sprechen könnte, und sich dem Rateteam von Robert Lembke’s „Wer bin ich?“ vorstellen müsste. Haben Sie erraten, um was es uns heut hier geht? Gemeint ist natürlich das „grüne Kennzeichen“.
Doch wissen Sie eigentlich genau, was es damit auf sich hat?
Diese Frage möchten wir Ihnen im Folgenden beantworten und Ihnen alles rund um das grüne Kennzeichen mit auf den Weg geben.
Sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, können beinahe alle Fahrzeugtypen (außer Krafträder und Busse) ein grünes Kennzeichen erhalten. Laut Steuer- und Verkehrsrecht ist die Zulassung abhängig vom Einsatz des Fahrzeugs. Beim Finanzamt muss ein entsprechender Antrag eingereicht werden, da Fahrzeuge mit grünem Kennzeichen von der Kfz-Steuer gemäß § 3 KraftStG befreit sind. Hier müssen jedoch ebenfalls bestimmte Kriterien erfüllt sein.
Für zweckgebundene Fahrzeuge können zum Beispiel eingetragene Hilfsorganisationen oder Vereine ein grünes Nummernschild verwenden. Die Regelung für die Landwirtschaft ist nicht bundeseinheitlich. Jedoch gilt generell die Mindestanforderung: Bewirtschaftung von einer Fläche größer als zwei Hektar.
Menschen mit Behinderung und Schausteller können ebenfalls ein grünes Kennzeichen beantragen. Ebenso LKW-Anhänger, wenn für das Zugfahrzeug eine außerordentlich hohe Steuerbelastung vorliegt.
Spezialanhänger zur Beförderung von Sportgeräten, Tieren (zu Sportzwecken) oder Booten können auch von der Steuer befreit werden. Somit kann auch für den Bootstrailer und den Hunde- bzw. Pferdeanhänger ein grünes Kennzeichen beantragt werden, wenn diese ausschließlich zu diesem Zweck genutzt werden.
Ein grünes Kennzeichen dürfen folgende Fahrzeuge führen:
• Wechselbrücken für den Container-Transport
• LKW-Anhänger und -Auflieger
• PKW-Anhänger und Wohnwagen
• selbstfahrende Arbeits- und Baumaschinen
• forst- und landwirtschaftlich genutzte Anhänger und Arbeitsgeräte
Doch nicht alle Fahrzeuge, die von der Steuer befreit sind, tragen auch ein grünes Kennzeichen. Dies regelt der § 9 FZV. Dies sind vor allem Fahrzeuge von Behörden, Diplomatenfahrzeuge etc.
Folglich erhalten alle anderen Fahrzeuge, die nach § 3 KraftStG von der Kfz-Steuer befreit sind und nicht durch § 9 FZV davon ausgeschlossen sind, ein grünes Kennzeichen.
Die Beantragung erfolgt über die zuständige Zulassungsbehörde. Man benötigt zur Zulassungjedoch bereits die Bestätigung der Steuerbefreiung, welche man auf Verlangen vom Finanzamt oder Zoll erhält.
Folgende Unterlagen benötigt man bei der Zulassung:
• Bestätigung vom Finanzamt/Zoll
• Personalausweis oder Reisepass mit aktueller Meldebestätigung
• eine gültige Versicherungsbestätigung (eVB-Nummer)
• Zulassungsschein Teil I und II (Fahrzeugschein und Fahrzeuqbrief
• gültiger Nachweis der Hauptuntersuchung (HU) und Abgasuntersuchung (AU)
• ggf. Vollmacht und Personalausweis des zu Vertretenden, falls im Auftrag gehandelt wird
• Minderjährige: Einwilligungserklärung und Personalausweis/Reisepass der Eltern
• Für Firmen, Vereine oder GbRs sind die benötigten Unterlagen bei der Zulassungsstelle zu erfragen
Das grüne Kennzeichen befreit lediglich von der Kfz-Steuer, nicht aber von der Versicherungs­pflicht. So benötigt man zur Anmeldung den Nachweis einer Haftpflichtversicherung (eVB).
Ausnahmen sind im § 2 PflichtVG geregelt. So sind zum Beispiel Pferdeanhänger mit grünem Nummernschild von der Versicherungspflicht befreit. Der Anhänger darf dann aber auch nur ausschließlich für den Transport der Pferde genutzt werden. Sobald der Anhänger anders ge­nutzt wird (zum Beispiel zum Holztransport), begeht man sowohl einen Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz als auch gegen das Kraftfahrzeugsteuergesetz. Man begeht somit Steuerhinterziehung.
Auch wenn die Haftpflicht für Pferdeanhänger nicht verpflichtend ist, so ist es doch ratsam, eine Haftpflichtversicherung abzuschließen. Dies liegt vor allem an der Änderung des Straßenver­kehrsgesetzes aus dem Jahre 2002. So unterliegt der Anhänger auch der Gefährdungshaftungnach § 7 StVG, wenn er an das Zugfahrzeug angehängt ist. Damit haftet auch der Halter des Anhängers, wenn ein Dritter durch einen Verkehrsunfall einen Sach- oder Personenschaden er­leidet. Der Halter des Anhängers und der Halter des Zugfahrzeugs haften also gesamtschuldne­risch. Zuvor konnte der Halter des Anhängers nur haftbar gemacht werden, wenn der Anhänger an keinem Zugfahrzeug angehängt war. Also zum Beispiel, wenn der Anhänger einen Hügel hinabrollt und einen Schaden verursacht.
Wenn man die ganzen Einschränkungen des grünen Kennzeichens nicht will, kann man das Fahrzeug auch regulär mit schwarzen Nummernschild anmelden. Dadurch unterliegt es dann allerdings wieder der Steuer- und Versicherungspflicht. Kfz-Versicherungen für Fahrzeuge mit grünem Kennzeichen bieten nach wie vor noch die meis­ten Gesellschaften an.
13. Mai 2018 /0 Kommentare/von Giuseppe Milano
https://www.kloeppel-versicherungsmakler.de/wp-content/uploads/2018/05/Depositphotos_76073019_xl-2015-1200x800.jpg 800 1200 Giuseppe Milano https://www.kloeppel-versicherungsmakler.de/wp-content/uploads/2016/02/kloeppel_logo.png Giuseppe Milano2018-05-13 08:00:172018-04-05 17:40:29Grün, grün, grün sind alle meine Farben . . . - Von Äckern, Pferden und Steuerhinterziehung
KFZ-Versicherung, Werkverkehrsversicherung
Meist gilt nach einem Unfall der erste Blick dem Wagen. Oft ist aber auch die Ladung durch den Zusammenstoß beschädigt oder sogar zerstört worden.
Wer eigene Waren transportiert oder Kundenbesuche mit eigenem Werkzeug unternimmt, bringt schnell große Werte auf die Straße. Werden diese Werte z. B. bei einem Verkehrsunfall beschädigt oder das noch beladene Transportfahrzeug gestohlen, sind sie nicht Teil der Erstattung durch eine Kaskoversicherung. Sie wissen selbst am besten, wie hoch in einem solchen Fall Ihr Schaden ausfallen kann. Eine Werkverkehrsversicherung schafft hier Abhilfe. Diese Form der Transportversicherung kommt u. a. für die vorangenannten Schadensereignisse auf, deckt darüber auch den Einbruchdiebstahl ins Fahrzeug, Elementarereignisse, Raub und weitere Risiken ab. Versicherungsschutz besteht in Deutschland; je nach Tarif kann der Geltungsbereich auf weitere Länder erweitert sein oder werden.
23. Februar 2018 /0 Kommentare/von Sebastian Kloeppel
https://www.kloeppel-versicherungsmakler.de/wp-content/uploads/2018/02/Wohnung-auf-Achse.jpg 800 1200 Sebastian Kloeppel https://www.kloeppel-versicherungsmakler.de/wp-content/uploads/2016/02/kloeppel_logo.png Sebastian Kloeppel2018-02-23 11:00:152018-02-23 11:39:55Der Wagen ist versichert - aber was ist mit der Ladung?
Haftpflichtversicherung, KFZ-Versicherung
In jeder Stadt, in beinahe jedem noch so kleinen Ort sind sie zu finden: Kfz-Betriebe. Der Alltag eines Kfz-Betriebs ist geprägt von Fahrzeugen, Reparaturen, Probefahrten oder Überführungen. Zur Absicherung von allgemeinen Risiken, die in einem Gewerbebetrieb entstehen können sowie für die spezifischen Risiken in dieser Branche, benötigen Kfz- Betriebe einen umfassenden Versicherungsschutz.
Kfz-Betriebe? Hier liegt der Unterschied:
Welche unterschiedlichen Ausrichtungen die Handels- und Handwerksbetriebe haben und in welchen Punkten sie sich unterscheiden, verdeutlicht folgende Definition:
Kfz-Handelsbetriebe sind Betriebe, die für eigene oder fremde Rechnung neue oder gebrauchte Fahrzeuge gewerbsmäßig an- und verkaufen.
Kfz-Handwerksbetriebe (Werkstätten) sind Unternehmen, in denen Reparatur-, Instandsetzungs- und Wartungsarbeiten an fremden Fahrzeugen und deren Teilen gegen Entgelt ausgeführt werden.
Kfz-Handels- und Handwerksbetriebe sind „gemischte“ Betriebe, die sowohl Fahrzeuge gewerbsmund Handwerksbetriebe gewerbsmäßig an- und verkaufen als auch Reparatur-, Instandsetzungs- und Wartungsarbeiten an fremden Fahrzeugen und deren Teilen gegen Entgelt ausführen.
Wie für jeden Gewerbebetrieb ist auch für den Kfz-Betrieb ist die Betriebshaftpflichtversicherung die wohl wichtigste Absicherung. Sie bietet Absicherung und Schutz vor Schadenersatzansprüchen Dritter gegen Sie, die dieser als Inhaber des Kfz-Betriebs oder seine Mitarbeiter schuldhaft verursacht haben. Erfasst sind also Fälle, in denen Personen durch eine betriebliche Tätigkeit verletzt werden oder Sachen zu Schaden kommen. Dabei ist es nebensächlich, ob die Tätigkeiten auf dem Firmengelände oder außerhalb davon stattfinden. Selbstverständlich sind auch Schäden durch Unterlassen, wenn z. B. die notwendige Verkehrssicherheit nicht gewährleistet wird, z. B. Glatteisunfall, gedeckt.
Zur Verdeutlichung einige Beispiele hierzu:
1. Die Kfz-Werkstatt von Dieter B. erhält den Auftrag, die Hinterachse eines Kundenfahrzeugs auszuwechseln. Versehentlich werden beim Anbringen der Räder die Muttern nicht richtig angezogen, worauf der Kunde während der Fahrt ein Rad verliert und einen Unfall verursacht. Dabei wird er selbst und ein Passant verletzt.
2. Auf dem Betriebsgelände der Firma Schnell wird im Winter der Weg zum Haupttor nicht ausreichend gestreut. Ein Kunde rutscht infolgedessen aus und zieht sich eine Fraktur des Wadenbeines zu.
3. Einem Kunden wird von einem Mitarbeiter der Werkstatt „Joe’s Garage“ von hinten auf die Schulter getippt, da dieser aufgrund des hohen Werkstattlärms nicht auf dessen Ansprache reagiert. Dabei hinterlassen die öligen Finger Abdrücke auf dem hellen Mantel des Kunden, die auch eine Reinigung nicht entfernen kann.
Man kann sich nicht gegen alles versichern. In der BHV können u. a. diese Ausschlüsse greifen:
Obhutsschäden: Darunter versteht man Schäden an fremden Sachen, die sich aufgrund der versicherten Tätigkeit in Ihrer Obhut befinden.
Benzinklausel: In der Benzinklausel ist der Besitz, das Halten und der Gebrauch sämtlicher Kraftfahrzeuge […] vom Versicherungsschutz ausgeschlossen.
Tätigkeitsschäden: Kommt es während der Ausübung der Tätigkeit versehentlich zu einem Schaden an fremden Eigentum, übernimmt die Versicherung keine Reparatur- oder Schadenersatzkosten.
Die Zusatzhaftpflicht
Genau deshalb gibt es die Zusatzhaftpflicht, die genau für diese Schadenfälle aufkommt. Alles, was als Tätigkeits- oder Bearbeitungsschaden am Kfz angesehen werden darf, wird ausschließlich über diesen Baustein gedeckt. Da z. B. eine Kfz-Werkstatt in erster Linie Fahrzeuge bearbeitet (auch repariert), bestünde für die Kernhandlung faktisch kein Versicherungsschutz! Manche Versicherer bieten daher – zum Schutz des Kunden – die Betriebshaftpflicht gar nicht mehr ohne die Zusatzhaftpflicht an.
Auch hier wieder zur Verdeutlichung einige Beispiele dazu:
1. Der Werkstattmeister Dieter B. unternimmt mit einem Kundenfahrzeug eine Probefahrt. Um einem Unfall zu verhindern, muss er plötzlich einem Hindernis ausweichen und fährt gegen einen Bordstein. Dadurch wird ein Reifen zerstört. Weitere Schäden entstehen nicht.
2. Infolge eines fehlerhaften Ölwechsels wird der Motor eines Kundenfahrzeugs schwer beschädigt.
Die „Handel/Handwerk (Kfz-Haftpflicht/-Kasko)
Zur Kfz-Versicherung für Handel und Handwerk gehören die Kfz-Haftpflichtversicherung sowie die Kaskoversicherung. Dieser Baustein rundet das Haftungskonzept in der Kfz-Branche abschließend ab. Hierbei handelt es sich um eine Kfz-Versicherung für Kunden- bzw. Handelsfahrzeuge ohne konkrete Zuordnung für ein bestimmtes Einzelwagnis. Darunter fallen auch Schäden beim Gebrauch eines Kundenfahrzeugs (z. B. Probefahrt) oder auch Obhutsschäden (z. B. Diebstahl von Nebelscheinwerfern vom Kundenfahrzeug. Der Umfang ist entsprechend einer normalen Kfz-Versicherung.
Rotes Kennzeichen: Das Rote Kennzeichen stellt eine Ausnahme in der Kfz-Handel-/Handwerk dar. Es deckt nur das Fahrzeug, an welchem es aktuell montiert ist. Dieses Fahrzeug muss auch, laut behördlicher Vorschrift, im Fahrtenbuch vermerkt werden. Die Nutzungsmöglichkeiten des Roten Kennzeichens wurden kürzlich massiv verschärft. Es darf nur noch von Mitarbeitern des Kfz-Betriebs in Ausführung ihrer beruflichen Tätigkeit geführt werden. Ein Verleihen am Wochenende um mal eben ein Fahrzeug, welches nicht zugelassen ist, zu bewegen, ist damit nicht mehr möglich. Es besteht kein Versicherungsschutz. Zuwiderhandlungen stellen einen Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz dar.
Beispiel: Ein Kunde interessiert sich für einen Gebrauchtwagen des Händlers Bernd S. Vor dem Kauf möchte er in jedem Falle eine Probefahrt unternehmen. Da der Wagen noch nicht zugelassen ist, muss sich Bernd S. um den nötigen Versicherungsschutz kümmern, da er ansonsten gegen das Pflichtversicherungsgesetz verstoßen würde. Er montiert sein rotes Kennzeichen und kann so kurzfristig für den nötigen Versicherungsschutz sorgen.
Platzversicherung: Für Kfz-Handelsbetriebe! Alle Fahrzeuge, die zum Verkauf stehen, können hierüber versichert werden. Wie bei einer Kfz-Versicherung stehen hier wahlweise die Teil- oder die Vollkaskodeckung zur Verfügung. Die meisten Anbieter bieten auch verschiedene Selbstbeteiligungsstufen an.
Anders als eine „normale“ Kompositversicherung findet bei der Handel-/Handwerk (sowohl Grundschutz wie auch alle ergänzenden Bausteine) nur eine quartalsweise Berechnung der Prämie statt, um immer möglichst aktuelle Werte abgesichert zu haben und eine risikogerechte Prämie aufzurufen. Sie erhalten alle drei Monate einen Risikofragebogen, den Sie ausfüllen müssen. Dies übrigens auch, wenn Sie „nur“ ein rotes Händlerkennzeichen haben, weil dies nun einmal eine Komponente der Handel-/Handwerk ist.
Die Handel-/Handwerk-Deckung ist übrigens nicht nur für Werkstätten und Handelsbetriebe interessant, sondern für alle Betriebe, in denen mit Kundenfahrzeugen gearbeitet wird, so z. B. Aufbereitungsbetriebe, Lackierereien, Werbeagenturen (Fahrzeugbeschriftung) etc.
Welche zusätzlichen Versicherungen sind außerdem zu empfehlen?
Hakenlastversicherung: Ist der Kfz-Betrieb auch als gewerbliches Abschleppunternehmen oder als Unternehmen mit sogenannten Straßendienstverträgen tätig und werden dabei gegen Entgelt für Dritte innerhalb Deutschlands Bergungs- und Abschleppaufträge von Kraftfahrzeugen durchgeführt, so haftet der Kfz-Betrieb aus diesen Aufträgen. Schäden, die beim Verladen oder beim Transport am zu transportierenden Fahrzeug entstehen, können über eine Hakenlastversicherung abgesichert werden.
Rechtsschutzversicherung: Eine Rechtsschutzversicherung übernimmt nicht nur die Kosten, die dem Versicherungsnehmer durch Anwalt und Gericht entstehen. Sie bietet Ihrem Kunden auch Zugriff auf einen Inkassoservice, der ihm die Mühe abnimmt, offenen Rechnungen hinterher laufen zu müssen. Auch rechtliche Beratung per Telefon oder Internet wird inzwischen von vielen Rechtsschutzversicherern angeboten – teilweise mit Prüfservice für Verträge aller Art.
Das auch Gebäude- und Inhaltsversicherung nötig sind, müssen wir ja nicht extra erwähnen …
19. Februar 2018 /0 Kommentare/von Charlotte Annas
https://www.kloeppel-versicherungsmakler.de/wp-content/uploads/2018/02/shutterstock_124821076-1200x800.jpg 800 1200 Charlotte Annas https://www.kloeppel-versicherungsmakler.de/wp-content/uploads/2016/02/kloeppel_logo.png Charlotte Annas2018-02-19 08:00:132017-12-22 14:02:45Rundum bestens abgesichert - Die Bausteine der Handel-/Handwerkversicherung für Kfz-Betriebe

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