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Timestamp: 2019-10-20 18:54:21+00:00

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§ 43 Mitbestimmung des Betriebsrates / 10. Sonstige betriebliche Absprache (Regelungsabrede)
Rz. 1385 Neben der Betriebsvereinbarung setzt das Gesetz auch andere Formen der betrieblichen Absprache zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat voraus (vgl. §§ 37 Abs. 6, 44 Abs. 2, 76 Abs. 2, 77 Abs. 1 BetrVG), die zusammenfassend als "Regelungsabreden" bezeichnet werden. Wenn das Gesetz eine Betriebsvereinbarung voraussetzt, können diese eine solche nicht ersetzen. Wo jedoch ...mehr
§ 16 Vertragstypen / 1. Überblick
Rz. 1263 Die Frage, ob ein Vertreter als Handelsvertreter oder als angestellter Außendienstmitarbeiter, d.h. als Handlungsgehilfe i.S.d. § 59 HGB oder als ein für ein Nichthandelsgewerbe beschäftigter Gewerbegehilfe tätig ist, wurde unter den Stichwörtern "Scheinselbstständigkeit" und "Flucht aus dem Arbeitsrecht" intensiv diskutiert, fand aber nur ein vorläufiges Ende mit d...mehr
§ 43 Mitbestimmung des Betriebsrates / l) Wahlvorschläge
Rz. 253 Die Wahl erfolgt zwingend als Persönlichkeitswahl. Dennoch erfolgt sie aufgrund von Wahlvorschlägen wie beim normalen Wahlverfahren. Jeder Wahlvorschlag soll daher doppelt so viele Bewerber aufweisen – reine Sollvorschrift ohne Sanktion –, wie Betriebsräte zu wählen sind. Er kann aber selbst dann, wenn nur ein einköpfiger Betriebsrat zu wählen ist, eine Vielzahl von ...mehr
§ 16 Vertragstypen / 3. Abgrenzung nach der Beschränkung der Grundfreiheiten des § 84 Abs. 1 Satz 2 HGB
Rz. 1272 Für die Statusfeststellung bei Personen, die ständig damit betraut sind, Geschäfte im Namen eines anderen Unternehmers zu vermitteln, ist allein darauf abzustellen, ob die Person nach dem Vertrag oder der praktischen Handhabung der Parteien Rechte wahrnehmen kann, die den beiden Grundfreiheiten i.S.d. § 84 Abs. 1 Satz 2 HGB entsprechen, die Arbeitszeit und die Tätig...mehr
§ 16 Vertragstypen / a) Voraussetzungen der Rentenversicherungspflicht
Rz. 847 Nach § 2 Satz 1 Nr. 9 SGB VI sind versicherungspflichtig (solche) selbstständig tätige Personen, diemehr
§ 16 Vertragstypen / 2. Nachvertragliches Wettbewerbsverbot
Rz. 1403 Nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses ist der Arbeitnehmer grundsätzlich frei, mit seinem ehemaligen Arbeitgeber in Wettbewerb zu treten oder für ein Konkurrenzunternehmen tätig zu werden (BAG v. 22.3.2017 – 10 AZR 448/15, VertR-LS 7; LAG Köln v. 7.2.2017 – 12 Sa 745/16, VertR-LS 8). Dieses durch Art. 12 Abs. 1 GG geschützte Interesse des Arbeitnehmers, über sein...mehr
§ 60 Arbeitsrecht im Insolvenzeröffnungsverfahren / V. Pflicht zur Fortführung des Schuldnerunternehmens
Rz. 16 Primäre Aufgabe des starken vorläufigen Insolvenzverwalters ist es nach § 22 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 InsO, die (künftige) Haftungsmasse zu sichern und zu erhalten; er kann sie also nicht beliebig verwerten (Pape, ZIP 1994, 89, 91 f.; ders., WPrax 1995, 236, 240). Sofern das Unternehmen nicht schon vor seiner Bestellung durch den Schuldner stillgelegt worden ist (Uhlenbruc...mehr
§ 17 Inhalt des Arbeits-/Dienstvertrages / c) Unterlassene Zielvereinbarung
Rz. 329 Zielvereinbarungen werden in der Praxis üblicherweise jährlich festgelegt. Probleme entstehen dann, wenn die Zielvereinbarung nicht zustande kommt. Rz. 330 Nach Ansicht des BAG können die Arbeitsvertragsparteien eine Rahmenvereinbarung über Zielvereinbarungen zunächst grds. stillschweigend aufheben und damit bewusst von der Festlegung von Zielen absehen (BAG v. 12.12....mehr
§ 57 Kosten und Gebühren im arbeitsgerichtlichen Verfahren / XI. Weiterbeschäftigungsantrag
Rz. 113 Erhebt der Arbeitnehmer Kündigungsschutzklage und stellt er zugleich im Wege der objektiven Klagehäufung den Antrag, den Arbeitgeber zur Weiterbeschäftigung zu verurteilen, so ist dieser Antrag nach der Ansicht verschiedener LAG isoliert zu bewerten, sodass eine Streitwertaddition vorzunehmen ist (LAG Baden-Württemberg v. 27.1.1982, EzA § 12 ArbGG 1979 Streitwert Nr....mehr
§ 27 Aufhebungsvereinbarungen/-verträge, Abwicklungsvert ... / 5. Höhe des Schadensersatzes – 1 % des Listenpreises/Monat
Rz. 221 Die Höhe des Schadensersatzes ist als Nutzungsausfallentschädigung nach § 249 Satz 1 BGB, § 251 BGB zu behandeln. Soweit der 8. Senat des BAG (5.9.2002 – 8 AZR 702/01, NZA 2003, 973) die Auffassung vertreten hat, der Anspruch auf Entschädigung für die vorenthaltene Nutzung eines Dienstwagens könne sich aus § 615 BGB ergeben, hat sich der für Naturalvergütung seit dem...mehr
§ 29 Kündigung / VI. Fristbeginn bei Kündigung vor Dienstantritt
Rz. 256 Der Arbeitsvertragsschluss und der vorgesehene Arbeitsbeginn fallen regelmäßig zeitlich auseinander. Im Zeitraum zwischen der Vereinbarung des Arbeitsverhältnisses und dem tatsächlichen Arbeitsbeginn können Umstände eintreten, die den Arbeitnehmer oder den Arbeitgeber veranlassen, das Arbeitsverhältnis durch Kündigung beenden zu wollen. In einem solchen Fall ist eine...mehr
§ 21 Rechte und Pflichten der Vertragsparteien (A–Z) / (1) Ordentliche Gerichte
Rz. 769 Mit Ausnahme von reinen Zahlungsklagen (§ 39 Abs. 2 ArbnErfG) sind für sämtliche Rechtsstreitigkeiten über schutzfähige gebundene oder freie Erfindungen eines Arbeitnehmers die sog. Patentstreitkammern der LG ohne Rücksicht auf die Höhe des Streitwertes sachlich ausschließlich zuständig (§ 39 Abs. 1 ArbnErfG i.V.m. § 143 Abs. 1 PatG). Damit besteht auch Anwaltszwang....mehr
§ 19 AGG / II. Mittelbare Benachteiligung
Rz. 35 Eine mittelbare Benachteiligung liegt vor, wenn dem Anschein nach neutrale Vorschriften, Kriterien oder Verfahren Personen wegen eines unzulässigen Differenzierungsmerkmales ggü. anderen Personen in besonderer Weise benachteiligen können, es sei denn, die betreffenden Vorschriften, Kriterien oder Verfahren sind durch ein rechtmäßiges sachliches Ziel gerechtfertigt und...mehr
§ 16 Vertragstypen / XI. Gerichtsstand
Rz. 1435 Die örtliche Zuständigkeit des Gerichtes ist bei gerichtlichen Auseinandersetzungen zwischen den angestellten Außendienstmitarbeitern und den Unternehmern problematisch. Grds. gelten gem. § 46 Abs. 2 ArbGG die Normen der ZPO. Als allgemeiner Gerichtsstand gilt nach § 13 ZPO der Wohnsitz der Person des Beklagten (s. dazu § 52 Rn 44). Rz. 1436 Gem. § 29 ZPO ist für Str...mehr
§ 16 Vertragstypen / cc) Verjährungsfristen
Rz. 893 Verjährt sind die Nachentrichtungsansprüche gem. § 25 Abs. 1 Satz 1 SGB IV in 4 Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem sie fällig geworden sind (vgl. auch BSG v. 27.4.2010 – B 5 R 8/08 R, NZS 2011, 307). Allerdings gilt die vierjährige Verjährungsfrist dann nicht, wenn der Arbeitgeber die Beiträge vorsätzlich hinterzogen hat. Dann beträgt die Verjährungsfrist ...mehr
§ 21 Rechte und Pflichten der Vertragsparteien (A–Z) / b) Erfüllungsanspruch nach Vertragsabschluss
Rz. 785 Der Arbeitgeber kann gegen seinen Arbeitnehmer auf Erfüllung der arbeitsvertraglichen Pflichten klagen. Bei vertretbaren Arbeitsleistungen, bei denen es also für den Arbeitgeber unerheblich ist, ob sie der Arbeitnehmer oder ein Dritter erfüllt, kann der Arbeitgeber gem. § 887 ZPO vom Vollstreckungsgericht ermächtigt werden, einen Dritten auf Kosten des Arbeitnehmers ...mehr
§ 43 Mitbestimmung des Betriebsrates / bb) Zahl der Wahlvorstandsmitglieder
Rz. 85 Nach dem Gesetzeswortlaut sind grds. drei Wahlberechtigte als Wahlvorstand zu wählen. Weil der Gesetzgeber insoweit nicht von "wahlberechtigten Arbeitnehmern" spricht, können auch nach § 7 Satz 2 BetrVG wahlberechtigte Leiharbeitnehmer als Mitglieder des Wahlvorstandes bestellt werden (h.M., vgl. Fitting § 16 Rn 21). Rz. 86 Eine Erhöhung dieser Zahl muss zwingend durch...mehr
§ 16 Vertragstypen / aa) Provisionsanspruch des Reisenden
Rz. 1325 Gem. § 87 Abs. 1 Satz 1, 1. Var. HGB i.V.m. § 65 HGB ist für den Erwerb eines Provisionsanspruches erforderlich, dass ein Geschäft während der Laufzeit des Arbeitsvertrages mit dem Reisenden geschlossen worden ist und der Geschäftsabschluss ursächlich auf die Vermittlungstätigkeit des Reisenden zurückzuführen ist. Fällig wird der Provisionsanspruch erst mit der Ausf...mehr
§ 57 Kosten und Gebühren im arbeitsgerichtlichen Verfahren / V. Materiellrechtlicher Kostenerstattungsanspruch
Rz. 19 Nach herrschender Meinung regelt die Vorschrift des § 12a Abs. 1 ArbGG nicht nur den Ausschluss der Kostenerstattung für den prozessualen Kostenerstattungsanspruch aus § 91 ZPO, sondern darüber hinaus auch den materiell-rechtlichen Kostenerstattungsanspruch. Als materiell-rechtliche Kostenerstattungsansprüche könnten in Betracht kommen solche aus Verzug oder solche au...mehr
§ 43 Mitbestimmung des Betriebsrates / c) Ausschreibung von Arbeitsplätzen
Rz. 923 Nach § 93 BetrVG kann der Betriebsrat verlangen, dass Arbeitsplätze, die besetzt werden sollen, allgemein oder für bestimmte Arten von Tätigkeiten vor ihrer Besetzung innerhalb des Betriebes ausgeschrieben werden. Der Betriebsrat kann auch anregen, dass die Arbeitsplätze als Teilzeitarbeitsplätze ausgeschrieben werden, wenn die betreffenden Arbeitsplätze sich hierfür...mehr
§ 16 Vertragstypen / e) Gesamtwürdigung/Gesamtbild und typisierende Betrachtungsweise
Rz. 722 Nach st. Rspr. ist die Frage, wer Arbeitnehmer oder freier Mitarbeiter ist, letztlich nach dem Gesamtbild der Verhältnisse zu beurteilen (vgl. OLG München, 20.3.2014 – 7 W 315/14; LSG Hessen, 17.12.2009 – L 8 KR 245/07; BAG v. 19.11.1997 – 5 AZR 653/96, DB 1998, 624 = NZA 1998, 364; BAG v. 9.5.1996, DB 1996, 2033 = NZA 1996, 1145). Dies bedeutet, dass die für und geg...mehr
Rz. 784 Nach § 84 BetrVG hat jeder Arbeitnehmer das Recht, sich bei den zuständigen Stellen des Betriebes zu beschweren, wenn er sich vom Arbeitgeber oder von Arbeitnehmer des Betriebes benachteiligt oder ungerecht behandelt oder in sonstiger Weise beeinträchtigt fühlt. Er kann hierbei ein Mitglied des Betriebsrates zur Unterstützung oder Vermittlung hinzuziehen. Es liegt im...mehr
§ 30 Kündigungsschutz und Kündigungsgründe / h) Zustimmungsverfahren für eine ordentliche Kündigung
Rz. 1072 Die Zustimmung des Integrationsamtes ist ein privatrechtsgestaltender Verwaltungsakt, der dem Arbeitgeber für einen Monat die Erlaubnis gibt, ein Arbeitsverhältnis mit einem schwerbehinderten Menschen zu kündigen, § 171 Abs. 3 SGB IX. Die Kündigung ist erst erlaubt, wenn zuvor das Integrationsamt ihr zugestimmt hat. Die ohne Zustimmung ausgesprochene Kündigung ist g...mehr
§ 43 Mitbestimmung des Betriebsrates / 3. Das "einstufige" Verfahren bei Vorhandensein eines Wahlvorstandes
Rz. 268 Ist ein Wahlvorstand durch den Betriebsrat, den Gesamtbetriebsrat, den Konzernbetriebsrat oder das ArbG bestellt, findet das vereinfachte "einstufige Verfahren" mit nur einer Wahlversammlung statt. Auch hierbei findet zwingend Persönlichkeitswahl statt. Hinsichtlich von Wahlausschreiben und Wahlvorschlägen ähnelt das Verfahren aber dem normalen Wahlverfahren. Rz. 269...mehr
§ 29 Kündigung / cc) Unterrichtung über den Kündigungsgrund
Rz. 91 Der Arbeitgeber muss den Kündigungssachverhalt so genau umschreiben, dass der Betriebsrat ohne eigene Nachforschungen in die Lage versetzt wird, die Stichhaltigkeit der Kündigungsgründe zu überprüfen (BAG v. 17.2.2000 – 2 AZR 913/98, NZA 2000, 761; BAG v. 5.12.2002, NZA 2003, 849). Anderenfalls ist die Kündigung nicht wirksam. Rz. 92 Nicht ausreichend sind lediglich pa...mehr
§ 21 Rechte und Pflichten der Vertragsparteien (A–Z) / dd) Haftung für Persönlichkeitsrechtsverletzungen
Rz. 903 Das aus Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 GG hergeleitete allgemeine Persönlichkeitsrecht ist seit Langem in der Rspr. als absolutes Recht i.S.d. § 823 Abs. 1 BGB anerkannt. Es gewährleistet nach der Definition des BVerfG (z.B. Urt. v. 8.7.1997, NZA 1997, 992) die engere persönliche Lebenssphäre und die Erhaltung ihrer Grundbedingungen, die sich durch die anderen Fr...mehr
§ 21 Rechte und Pflichten der Vertragsparteien (A–Z) / b) Leistungsverweigerung des Arbeitnehmers
Rz. 996 Es entsteht ein Zurückbehaltungsrecht an der Arbeitsleistung, wenn der Arbeitgeber seiner Hauptleistungspflicht nicht nachkommt und mit der Lohnzahlung in Verzug gerät. Die Rechtsprechung stützt dieses dogmatisch auf § 273 Abs. 1 BGB (BAG v. 25.10.1984 – 2 AZR 417/83). Da der Arbeitnehmer gem. § 614 BGB vorleistungspflichtig ist, kann er seine Arbeitsleistung nicht f...mehr
§ 61 Arbeitsrecht nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens / b) Kündigung wegen der zugrunde liegenden Betriebsänderung
Rz. 48 Anwendbar ist § 1 Abs. 5 KSchG bzw. § 125 Abs. 1 InsO bei allen Betriebsänderungen i.S.d. § 111 BetrVG, und zwar auch dann, wenn der (vorläufige/endgültige) Insolvenzverwalter die vollständige Stilllegung des Betriebes und somit die Entlassung aller Arbeitnehmer plant. Bei einer Stilllegung des gesamten Betriebes zu einem einheitlichen Zeitpunkt entfällt die Notwendig...mehr
§ 21 Rechte und Pflichten der Vertragsparteien (A–Z) / (3) Teilnehmerkreis
Rz. 467 Teilnahmeberechtigt am System des betrieblichen Vorschlagswesens sind in jedem Fall alle Arbeitnehmer i.S.d. § 5 Abs. 1 BetrVG . Rz. 468 Nicht erfasst werden die folgenden Personenkreise:mehr
§ 53 Urteilsverfahren / 1. Allgemeines
Rz. 35 Der Arbeitnehmer, der eine schriftliche Kündigung oder Änderungskündigung nicht hinnehmen möchte, weil er die Kündigung oder die Änderung der Arbeitsbedingungen für sozial ungerechtfertigt hält, kann nur durch rechtzeitige Klageerhebung vermeiden, dass die Kündigung als von Anfang an rechtsunwirksam gilt bzw. ein im Zusammenhang mit der Änderungskündigung erklärter Vo...mehr
§ 61 Arbeitsrecht nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens / a) Einzelvertraglicher Kündigungsausschluss
Rz. 13 § 113 Satz 1 InsO ordnet die Unbeachtlichkeit eines einzelvertraglich vereinbarten Ausschlusses des Rechts zur ordentlichen Kündigung an. Sowohl der Insolvenzverwalter als auch der Arbeitnehmer können danach trotz einer entgegenstehenden vertraglichen Abbedingung des Kündigungsrechts in der Insolvenz ordentlich kündigen. Die Kündigungsfrist bemisst sich nach den jewei...mehr
§ 17 Inhalt des Arbeits-/Dienstvertrages / bb) Bewertung nach § 8 Abs. 2 EStG
Rz. 575 Werden Wohnungen unentgeltlich oder verbilligt dem Arbeitnehmer vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellt, ist zur Ermittlung des Sachbezuges vom ortsüblichen Mietpreis auszugehen, falls nicht die Sachbezugswerte der SvEV anzuwenden sind. Ortsüblicher Mietpreis ist der übliche Endpreis i.S.d. § 8 Abs. 2 Satz 1 EStG, der unter Berücksichtigung aller Eigenarten der Wohnun...mehr
§ 61 Arbeitsrecht nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens / 3. Kündigung von Berufsausbildungsverhältnissen
Rz. 32 Nach Ablauf der Probezeit (die in einem Berufsausbildungsverhältnis mindestens einen Monat dauern muss und max. 4 Monate betragen kann, § 20 Satz 2 BBiG) kann ein Ausbildungsverhältnis vom Arbeitgeber nur noch außerordentlich gekündigt werden, § 22 Abs. 2 BBiG. Da die Insolvenzeröffnung an sich keinen wichtigen Grund zur Kündigung i.S.d. § 626 BGB darstellt, scheidet ...mehr
§ 35 Betriebliche Altersversorgung / e) Betriebsübergang bei Insolvenz
Rz. 657 Früher war es in Rspr. (vgl. u.a. LAG Düsseldorf, 30.12.1977 16 Sa 651/77, DB 1978, 702; ArbG Köln v. 29.7.1977, DB 1977, 2146; LAG Hamm v. 28.3.1979, DB 1979, 1365) und Literatur (vgl. u.a. Riedel, NJW 1975, 765; Martens, DB 1977, 495; Derleder, AuR 1976, 129; Hess, DB 1976, 1154; Everhardt, BB 1976, 1611; Richardi, RdA 1976, 56) heftig umstritten, ob § 613a BGB auc...mehr
§ 61 Arbeitsrecht nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens / 2. Tarifvertragliche Regelungen über Kündigungsfristen und -termine
Rz. 22 Tarifliche Kündigungsfristen sind vielfach in der ersten Zeit der Beschäftigung kürzer als die gesetzlichen Grundkündigungsfristen des § 622 Abs. 1 BGB – so beträgt diese z.B. im Baugewerbe im ersten Beschäftigungsjahr sechs Werktage (§ 12 Nr. 01.01. BRTV-Bau) – oder kürzer als die gesetzliche Probezeitkündigungsfrist – so beträgt diese z.B. in der Metall- und Elektro...mehr
Rz. 753 Die Rspr. stellt eine unangemessene Benachteiligung nach § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB auf der Grundlage einer Interessenabwägung fest (BAG v. 27.7.2005 – 7 AZR 486/04, NZA 2006, 40, 46; BAG v. 4.3.2004, NZA 2004, 727, 732; Thüsing, AGB-Kontrolle im Arbeitsrecht, Rn 98). Dabei ist zunächst ein rechtlich anerkanntes Interesse des Arbeitnehmers festzustellen. Dies muss durch...mehr
§ 17 Inhalt des Arbeits-/Dienstvertrages / 4. Probearbeitsverhältnis
Rz. 134 Eine Probezeit trägt dem praktischen Bedürfnis der Arbeitsvertragsparteien Rechnung, in den ersten Monaten des Arbeitsverhältnisses, während der der Arbeitnehmer ohnehin noch keinen allgemeinen Kündigungsschutz nach dem KSchG genießt, die Leistungsfähigkeit des Arbeitnehmers bzw. die Arbeitsbedingungen beim Arbeitgeber zu erproben, um bei "Nichtgefallen" das Arbeitsv...mehr
§ 60 Arbeitsrecht im Insolvenzeröffnungsverfahren / II. Freistellungsanspruch
Rz. 21 Diese Grundsätze gelten auch in der Insolvenz (LAG Chemnitz v. 8.9.1999 – 4 Sa 822/98, n.v.; LAG Hamm v. 6.9.2001, LAGReport 2001, 22, 24 = ZInsO 2002, 45, 46), sind dort aber nicht ausreichend, weil für den (vorläufigen oder endgültigen) Insolvenzverwalter das Bedürfnis bestehen kann, bei reduziertem Beschäftigungsbedarf oder zur Schonung der Masse einen Teil der Arb...mehr
§ 53 Urteilsverfahren / b) Formvorschriften
Rz. 26 Der Antrag auf nachträgliche Zulassung der Kündigungsschutzklage ist nach § 5 Abs. 3 Satz 1 KSchG nur innerhalb von 2 Wochen nach Behebung des Hindernisses zulässig. Er ist beim zuständigen ArbG zu stellen. Hat der Arbeitnehmer z.B. wegen seiner Ortsabwesenheit, die den Zugang der Kündigungserklärung nicht hindert (vgl. oben Rdn 5), die 3-Wochen-Frist versäumt, beginn...mehr
§ 21 Rechte und Pflichten der Vertragsparteien (A–Z) / b) Mitteilung an den Arbeitgeber
Rz. 212 Der Arbeitnehmer muss dem Arbeitgeber die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer unverzüglich, d.h. ohne schuldhaftes Zögern (§ 121 BGB), anzeigen (§ 5 Abs. 1 Satz 1 EFZG). Die Anzeige hat daher regelmäßig am ersten Tag während der Betriebszeit zu erfolgen (BAG v. 31.8.1989, DB 1990, 790 = NZA 1990, 433). Rz. 213 Die Anzeigepflicht erfasst auch den Fall, ...mehr
§ 29 Kündigung / 5. Angabe des Kündigungsdatums
Rz. 16 Eine Kündigung ist nicht deshalb unwirksam, weil im Kündigungsschreiben ein konkretes Beendigungsdatum nicht ausdrücklich genannt ist (BAG v. 10.4.2014 – 2 AZR 647/13 – Rn 13). Eine Kündigung muss als empfangsbedürftige Willenserklärung so bestimmt sein, dass der Empfänger Klarheit über die Absichten des Kündigenden erhält. Der Kündigungsadressat muss erkennen können, ...mehr
§ 29 Kündigung / V. Kündigungsberechtigung/Vertretung
Rz. 27 Die Kündigung muss durch die Personen erfolgen, die zur Kündigungserklärung berechtigt sind. Grds. sind dies die Parteien des Arbeitsvertrages. Sie können ihr Kündigungsrecht nicht auf Dritte übertragen. Dies gilt jedoch nicht für den Ausspruch der Kündigung. Rz. 28 Der Kündigende kann sich gem. § 164 Abs. 1 BGB beim Ausspruch der Kündigung, der Gekündigte nach § 164 A...mehr
§ 16 Vertragstypen / 9. Vergütung (einschließlich Herabsetzung) und Nebenleistungen für den Geschäftsführer
Rz. 324 Die Vergütung und die Nebenleistungen der GmbH für den Geschäftsführer stellen den Ausgleich für die Erfüllung der Pflichten des Geschäftsführers dar. Das "Gesamt-Vergütungs-Package" hat auch zu berücksichtigen, dass der Geschäftsführer gem. § 14 Abs. 1 Nr. 1 KSchG grundsätzlich keinen Kündigungsschutz (s. aber zu den neuen Tendenzen oben Rdn 215 ff. und Rdn 147 ff.)...mehr
§ 61 Arbeitsrecht nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens / a) Wirksames Zustandekommen eines Interessenausgleiches
Rz. 43 Die Anwendung des § 1 Abs. 5 KSchG bzw. des § 125 Abs. 1 InsO setzt voraus, dass der Interessenausgleich wegen einer bestimmten Betriebsänderung i.S.d. § 111 BetrVG rechtswirksam zustande gekommen ist und dass die Arbeitnehmer, denen gekündigt werden soll, namentlich bezeichnet sind. Den übrigen Inhalt des Interessenausgleiches und das "Wie" seines Zustandekommens läs...mehr

References: § 16
 § 59

§ 43

§ 16
 § 84
 § 84

§ 16
 § 2

§ 16
 Art. 12

§ 60
 § 22

§ 17

§ 57
 § 12

§ 27
 § 249
 § 251
 § 615

§ 29

§ 21
 § 143

§ 19

§ 16
 § 46
 § 13
 § 52
 § 29

§ 16
 § 25

§ 21
 § 887

§ 43
 § 7
 § 16

§ 16
 § 87
 § 65

§ 57
 § 12
 § 91

§ 43
 § 93

§ 16
 § 84

§ 30
 § 171

§ 43

§ 29

§ 21
 Art. 2
 Art. 1
 § 823

§ 21
 § 273
 § 614

§ 61
 § 1
 § 125
 § 111

§ 21
 § 5

§ 53

§ 61
 § 113

§ 17
 § 8
 § 8

§ 61
 § 20
 § 22
 § 626

§ 35
 § 613

§ 61
 § 622
 § 307

§ 17

§ 60

§ 53
 § 5

§ 21

§ 29

§ 29
 § 164
 § 164

§ 16
 § 14

§ 61
 § 1
 § 125
 § 111