Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F26-03-2015-8C_3-2015
Timestamp: 2016-10-26 00:33:22+00:00

Document:
8C_3/2015 (26.03.2015)
8C_3/2015 � � Urteil vom 26. M�rz 2015
Milit�rversicherung (Arbeitsunf�higkeit),
Nach am 4. Juli 2007 w�hrend der Rekrutenschule zugezogenen Verletzungen am linken Ellbogen und am linken Handgelenk sowie einer lumbalen Kontusion mit Absch�rfungen erhielt A.________ (Jg. 1984) von der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA), Abteilung Milit�rversicherung (SUVA-MV), bis Anfang M�rz 2008Taggelder zugesprochen. Auf Ersuchen seiner behandelnden Psychiaterin Frau Dr. med. B.________ hin lehnte sie es nach erfolgter Untersuchung durch Frau Dr. med. C.________ von der SUVA-Abteilung Versicherungsmedizin und durchgef�hrtem Vorbescheidverfahren mit Verf�gung vom 21. Januar 2010 mangels ad�quaten Kausalzusammenhanges mit dem dienstlichen Unfallereignis aus dem Jahre 2007 ab, auch f�r die gemeldete psychische St�rung Leistungen zu erbringen. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 4. Oktober 2012 fest.
Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich wies die dagegen erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 31. Oktober 2014 ab.
A.________ l�sst mit Beschwerde ans Bundesgericht beantragen, die Milit�rversicherung sei unter Aufhebung des kantonalen Entscheides zu verpflichten, ihm weiterhin aufgrund des Unfalles vom 4. Juli 2007 Leistungen zu erbringen; eventuell sei die Milit�rversicherung zu zus�tzlichen medizinischen Abkl�rungen und anschliessendem neuen Entscheid anzuhalten. Zudem ersucht er um unentgeltliche Rechtspflege.
1.1.�Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Art. 82 ff. BGG) kann wegen Rechtsverletzungen gem�ss den Art. 95 f. BGG erhoben werden. Im Beschwerdeverfahren um die Zusprechung oder Verweigerung von Geldleistungen der Milit�r- oder der Unfallversicherung ist das Bundesgericht - anders als in den �brigen Sozialversicherungsbereichen (Art. 97 Abs. 1, Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG) - nicht an die vorinstanzliche Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gebunden (Art. 97 Abs. 2 und Art. 105 Abs. 3 BGG).
1.2.�Die f�r die Beurteilung der geltend gemachten Leistungsanspr�che massgebenden gesetzlichen Bestimmungen und die von der Rechtsprechung hiezu weiter entwickelten Grunds�tze sind im angefochtenen Entscheid ausf�hrlich und zutreffend wiedergegeben worden. Darauf wird verwiesen (Art. 109 Abs. 3 Satz 2 BGG).
2.1.�Nach gr�ndlicher Pr�fung der Aktenlage, wozu auch die von der Invalidenversicherung beigezogenen Dokumente - einschliesslich eines umfassenden Gutachtens des Zentrums D.________, vom 15. Juni 2011 - geh�ren, ist das kantonale Gericht zur Auffassung gelangt, dass die Folgen des Unfalles vom 4. Juli 2007 bis Ende Oktober 2007 ohne Komplikationen abgeheilt seien. F�r die weiterhin geklagte Symptomatik konnte es keine organisch objektivierbare Ursache finden und die vom Psychiater des Zentrums D.________, Dr. med. E.________, am 26. Mai 2011 diagnostizierte leichte depressive Episode mit Akzentuierung narzisstischer Pers�nlichkeitsz�ge bewirke ebenso wenig wie neuropsychologische Defizite eine anspruchsrelevante Beeintr�chtigung der Leistungsf�higkeit. Die behauptete Borreliose erachtete das kantonale Gericht als nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen.
2.2.�Demgegen�ber wendet der Beschwerdef�hrer ein, seine - medizinisch schwer fassbaren - psychischen Beschwerden m�ssten sowohl in einem nat�rlichen als auch in einem ad�quaten Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 4. Juli 2007 gesehen werden; dies treffe auch auf die zwischenzeitlich festgestellte chronische Borreliose zu. Wie der Beschwerdef�hrer in der Begr�ndung seiner Beschwerde festh�lt, will er eine unrichtige und unvollst�ndige Ermittlung des Sachverhaltes, eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 61 lit. c ATSG) sowie einen Verstoss gegen die Garantie auf ein korrektes und faires Verfahren (Art. 6 Ziff. 1 EMRK) r�gen.
3.1.�Da gem�ss Art. 99 Abs. 1 BGG neue Tatsachen und Beweismittel im bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahren nur so weit vorgebracht werden d�rfen, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt, muss der mit der Beschwerdeschrift neu eingereichte Befundbericht des Dr. med. F.________ von der Deutschen G.________ GmbH, Klinik H.________, vom 23. September 2013, mit welchem das Vorliegen einer Borreliose nachgewiesen werden soll, unbeachtet bleiben.
3.2.�Soweit der Beschwerdef�hrer nach auszugsweiser Wiedergabe medizinischer Unterlagen, mit welchen sich schon das kantonale Gericht sowohl im angefochtenen milit�rversicherungsrechtlichen Entscheid als auch im parallel laufenden invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren (8C_4/2015) eingehend auseinandergesetzt hat, Argumente vortr�gt, die seines Erachtens gegen die �berzeugend begr�ndete vorinstanzliche Betrachtungsweise sprechen, vermag er keine davon abweichende Beurteilung seitens des Bundesgerichts zu bewirken. Vielmehr �berzeugt die Beurteilung des Gesundheitszustandes des Beschwerdef�hrers im angefochtenen Entscheid das angerufene Gericht sowohl in neuropsychologischer als auch in psychiatrischer Hinsicht. Dasselbe gilt bez�glich des nicht erbrachten Nachweises der geltend gemachten Borreliose. Die vom Beschwerdef�hrer angef�hrten abweichenden �rztlichen �usserungen sind nicht geeignet, den kantonalen Entscheid und namentlich die darin vorgenommene Beweisw�rdigung, welche weder auf unrichtigen noch auf unvollst�ndigen Sachverhaltserhebungen beruht, ernsthaft in Frage zu stellen. Weil die Vorinstanz schon das Vorliegen einer anspruchsrelevanten gesundheitlich bedingten Beeintr�chtigung der Arbeitsf�higkeit verneint hat und daran festzuhalten ist, er�brigt es sich, auf die in der Beschwerdeschrift ebenfalls erhobene Kritik an der vorinstanzlichen Ad�quanzpr�fung n�her einzugehen. Letzterer kommt lediglich die Bedeutung einer Alternativbegr�ndung zu. Angesichts der gut dokumentierten Aktenlage, welche eine zuverl�ssige abschliessende Beurteilung erlaubt, besteht letztinstanzlich auch kein Anlass zur Anordnung zus�tzlicher Abkl�rungen, wie sie eventualiter beantragt werden.
3.3.�Mangels Begr�ndung ist auf die geltend gemachte Verletzung der sich aus Art. 6 Ziff. 1 EMRK ergebenden Garantie auf ein faires Verfahren nicht einzugehen.
Die Kosten (Art. 65 Abs. 1 und Abs. 4 lit. a BGG) f�r das mit der erhobenen Beschwerde - die als offensichtlich unbegr�ndet im Verfahren nach Art. 109 Abs. 2 lit. a BGG ohne Durchf�hrung eines Schriftenwechsels (Art. 102 Abs. 1 BGG) abzuweisen ist - angestrengte Gerichtsverfahren sind nach Art. 66 Abs. 1 BGG vom unterliegenden Beschwerdef�hrer zu tragen. Weil die Rechtsmittelergreifung angesichts des eingehend und �berzeugend begr�ndeten angefochtenen Entscheids von vornherein aussichtslos war, kann dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege nicht entsprochen werden (Art. 64 Abs. 1 BGG).

References: Art. 95
 Art. 105
 Art. 105
 Art. 99
 Art. 6
 Art. 109
 Art. 66