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Timestamp: 2020-04-10 19:08:18+00:00

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Antrag auf Zuweisung e. anderen Gerichtsvollziehers im Forum für Inkasso, Mahnungen, Mahnverfahren und Zwangsvollstreckung
Antrag auf Zuweisung e. anderen Gerichtsvollziehers
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Beitrag von helmes63 » 14.11.19, 13:50
... zw. Schuldner und Gläubiger kann es in der Praxis durchaus auch zu einem heftigen Auseinandersetzung kommen,
wenn insbesondere die Verhältnismäßigkeit angezweifelt ist oder objektiv nicht gegeben ist.
Für mich stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, ob ein Schuldner überhaupt den Anspruch hat einen anderen
Gerichtsvollzieher auf Antrag zugewiesen zu bekommen.
Das wäre m. E. durchaus hilfreich, wenn überdies auch eine zwischenmenschliche Kommunikation massiv gestört ist.
Re: Antrag auf Zuweisung e. anderen Gerichtsvollziehers
Beitrag von ExDevil67 » 14.11.19, 13:59
Mit wem gibt es nun zwischenmenschliche Probleme? Mit dem Gläubiger oder dem Gerichtsvollzieher? Und was soll nicht Verhältnismäßig sein?
Ansonsten wüsste ich nicht was ein Wechsel des Gerichtsvollziehers bringen soll. Auch der wird vom Gläubiger mit einem vollstreckbaren Titel losgeschickt und ob man als Schuldner mit der Forderung einverstanden ist nicht, ist dem egal. Er hat einen Auftrag den er ausführt.
Einfachste Lösung: Man bezahlt die titulierte Forderung und schafft damit den Titel aus der Welt. Dann kommt der GV auch nicht wieder.
Beitrag von Jdepp » 14.11.19, 14:35
14.11.19, 13:50
Beitrag von Gammaflyer » 14.11.19, 14:38
Der Fragesteller hängt der Idee nach, "sein" Gerichtsvollzieher müsste nur mit "Eileingaben" und anderen Pamphleten richtig bearbeitet werden, um seine verirrten Ziele von Verhältnismäßigkeitsprüfung, Neubeurteilung des Sachverhalts und Vollstreckbarkeit wahrzumachen.
Gelingt das überraschenderweise nicht, muss es an der Person des Gerichtsvollziehers und/oder seinen (vermeintlichen) Ermessensentscheidungen liegen.
Dass in der Sache vorrangig der Gläubiger das Heft in der Hand hat, ist bei ihm (immer noch nicht) durchgedrungen.
Beitrag von helmes63 » 14.11.19, 14:55
Das ist doch völliger Unsinn !!!
Wenn ihr die Frage nicht ernst nimmt beteiligt Euch doch einfach nicht !!!
Ich gehe einmal davon aus, dass sich hier niemand vorstellen kann, dass es zw. GV und Schuldner auch einmal grundlegende Differenzen geben kann. Da hier ja sinniger Weise es keinen Mediator geben kann wäre eine Übertragung des Falls auf einen anderen GV durchaus eine Option. Zu den diesbezüglichen Ausgangsbedingungen hierzu habe ich ja in der Eingangsfrage einiges erläutert ...
Wieso bitte Gammaflyer und JDepp stellt ihr Euch nicht konkret meiner Frage ?!
Nach meinem Eindruck hat der GV in bestimmten Grenzen ja freie Hand und wird nicht
wegen jeder Unstimmigkeiten Rücksprache mit dem Gläubiger halten. Das wäre mir
jedenfalls neu.
Beitrag von Gammaflyer » 14.11.19, 15:01
Sie haben von Jdepp die prägnante und zutreffende Antwort erhalten.
Ihr Gefasel von Differenzen und Mediator ist der Unsinn.
Und vor allem: wann, wo und wie ich antworte lasse ich mir von Ihnen doch nicht vorschreiben.
Wenn Sie es nicht glauben möchten, lesen Sie es nach.
Auch Rechtsprechung und Literatur halten eine Ablehnung für unzulässig (LG Köln MDR 01, 649; LG Coburg DGVZ 90, 89; Wieczorek/Schütze/Schreiber, ZPO,3. Aufl., § 155 GVG Rn. 2; Baumbach/Lauterbach, ZPO, 62. Aufl., § 155 GVG Rn. 1; Zöller/Vollkommer, ZPO 24. Aufl., § 49 Rn. 6; Zöller/Gummer, a.a.O., § 155 GVG Rn. 1; Musielak/Weth, ZPO 3. Aufl., § 49 Rn. 3).
https://www.iww.de/ve/archiv/befangenhe ... den-f31229
Beitrag von lottchen » 14.11.19, 15:24
14.11.19, 14:55
dass es zw. GV und Schuldner auch einmal grundlegende Differenzen geben kann.
Was für "grundlegende Differenzen"? Gib doch mal ein konkretes Beispiel!!!!!!!!!!!!
GV: Du hast 3,89€ in der Brieftasche, die pfände ich jetzt.
Schuldner: Das darfst Du nicht wegen §25 Absatz 96a Pittiplatschgesetz. Ich will einen anderen Gerichtsvollzieher, der das von mir gerade erfundene Gesetz kennt! Oder wenigstens einen Mediator, der vermittelt.
????????????????? So etwa?????????????????????????
Beiträge: 20192
Beitrag von Tastenspitz » 14.11.19, 16:15
Das wissen wir aber sie bekommen trotzdem immer Antworten auf ihre Themen. Also alles Gut.
Anträge kann man immer stellen. Am Besten formlos und unter Abkürzung des Dienstweges immer direkt bei der UNO. Die wissen dann schon wohin damit.
Um einen Gerichtsvollzieher loszuwerden gibt es im Wesentlichen nachfolgende Optionen:
1. Man zahlt seine Schulden
2. Man zieht in einen anderen Gerichtsbezirk um
3. Sage ich nicht
4. Der GV geht in Pension
Für 4. braucht man halt u.U. etwas Durchhaltewillen. 1. - 3. sind da kurzfristiger zu realisieren
Beitrag von helmes63 » 14.11.19, 17:11
In der Tat fehlt ein nachvollziehbares Beispiel.
Das mit dem Geldbetrag ist natürlich ein Beitrag in Sachen Comedy.
Bei Taschenpfändung und Vermögensauskunft hält sich der GV ja an die klaren gesetzlichen Vorgaben.
Vor diesem Hintergrund schient das Konfliktpersonal sehr begrenzt zu sein. Daher versuche in einmal
einige kurze Konfliktsituationen zu beschreiben welche hier in Frage kommen.
a) Höhe und Anzahl einer vereinbarten Ratenzahlung
b) Stundung nach Aussetzung einer Rate wegen allgemeiner Zahlungsschwierigkeiten
c) Pfändungsentscheidung bei Sachpfändung : Stichwort angezweifelte Verhältnismäßigkeit
d) schlechte Sachaufklärung bei rechtlich fehlendem Durchblick.
e) Nachvollziehbarkeit von Absagen bei Ladungstermin einer VA.
Wären das denn keine Sachverhalte die zu Zwistigkeiten führen können ?!
Beitrag von Gammaflyer » 14.11.19, 17:27
14.11.19, 17:11
Mit der Anspruchshaltung, die Sie hier an den Tag legen und den launischen Antworten auf berechtigte Nachfragen sind Sie hier der Komödiant!
Beim Rest auch.
Konfliktpersonal
Wort des Tages!
Beides Dinge die der Schuldner nicht nicht dem Gerichtsvollzieher zu diskutieren hat, sondern allenfalls mit dem Schuldner.
Weder das Problem von Gerichtsvollzieher noch vom Schuldner, sondern allen des Gläubigers (v.a. wohl in diesem Fall).
Unklar, was Sie meinen.
Mag sein, bringt einem aber trotzdem kein "Recht auf einen neuen Gerichtsvollzieher". Dass es mit Ihnen "Zwistigkeiten" gibt, ist lebhaft vorstellbar. Das hat aber keine Auswirkungen auf die Rechtslage.
Beitrag von Jdepp » 14.11.19, 17:28
Die Antwort auf die Frage, ob man (Schuldner) sich einen anderen Gerichtsvollzieher zuweisen lassen kann bleibt kurz und knapp: Nein. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.
Beitrag von idem » 14.11.19, 17:35
Ich gehe einmal davon aus, dass sich hier niemand vorstellen kann, dass es zw. GV und Schuldner auch einmal grundlegende Differenzen geben kann.
Meiner Erfahrung nach ist das sogar eher der "Normalfall". Darum heißt es übrigens ja auch Zwangsvollstreckung. Die Antipathie des Schuldners ist konsequenterweise nunmal nicht erinnerungs- oder sonst berücksichtigungsfähig. Auf die Meinung oder das Empfinden des Schuldners kommt es grundsätzlich nicht an.
Beitrag von Gammaflyer » 14.11.19, 17:39
Und damit ist dann auch dieses Gastspiel beendet.

References: § 155
 § 155
 § 49
 § 155
 § 49
 §25