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Timestamp: 2016-10-22 23:50:28+00:00

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8C_870/2012 {T�0/2} � � Urteil vom 8. Juli 2013
Unfallversicherung (Kostenverg�tungen),
Der 1949 geborene isl�ndisch-schweizerische Doppelb�rger K.________ war seit Dezember 2002 bei der Firma X.________ AG als Mitarbeiter angestellt und fungierte gleichzeitig als deren Verwaltungsratspr�sident. In diesen Funktionen verf�gte er bei der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG (nachfolgend: Mobiliar) �ber eine Versicherung gegen die Folgen u.a. von Berufs- und Nichtberufsunf�llen. Am 25. September 2008 erlitt er unter Alkoholeinfluss in Island einen Autounfall, bei welchem er sich eine schwere traumatische Hirnverletzung, eine Lungenkontusion, eine instabile Chance Fraktur TH12, eine Kompressionsfraktur TH8 sowie eine offene Tibiafraktur zuzog. Die Mobiliar erbrachte auf Grund der verbleibenden gesundheitlichen Beeintr�chtigungen (Hemiparese, gravierende Hirnsch�digungen mit erheblichen neurologischen Einschr�nkungen) und der daraus resultierenden vollst�ndigen Arbeitsunf�higkeit Versicherungsleistungen. Am 21. April 2009 verf�gte sie die K�rzung der Geldleistungen um 50 % infolge Trunkenheit am Steuer. Die dagegen erhobene Einsprache wurde mit Entscheid vom 10. Juli 2009 abgewiesen.
Im Rahmen des hiegegen angehobenen Beschwerdeverfahrens reichte die Mobiliar den Wiedererw�gungsentscheid vom 29. April 2010 ein. Darin kam sie namentlich zum Schluss, dass K.________ seinen Lebensmittelpunkt in Island habe, weshalb er nicht der schweizerischen, sondern der isl�ndischen Unfallversicherung unterstehe. Das Versicherungsgericht des Kantons Aargau wies das Rechtsmittel ab und hob den Einspracheentscheid der Mobiliar vom 10. Juli 2009 mit der Feststellung auf, dass ein Anspruch auf Versicherungsleistungen zu verneinen sei (Entscheid vom 12. September 2012).
K.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren und beantragen, in Aufhebung des angefochtenen Entscheids sei die Sache zur materiellen Behandlung der kantonalen Beschwerde, eventualiter zur Abkl�rung der Wohnsitzfrage an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Es sei ihm ferner die unentgeltliche Rechtspflege in Form der unentgeltlichen Prozessf�hrung und Verbeist�ndung zu gew�hren.
W�hrend die Mobiliar auf Abweisung der Beschwerde schliesst, verzichtet das Bundesamt f�r Gesundheit auf eine Vernehmlassung.
1.1.�Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann wegen Rechtsverletzung gem�ss Art. 95 f. BGG erhoben werden. Das Bundesgericht pr�ft nach Art. 106 Abs. 1 BGG frei, ob der angefochtene Entscheid Bundesrecht verletzt, einschliesslich der von der Schweiz abgeschlossenen internationalen Vertr�ge (Urteil [des Bundesgerichts] 8C_287/2012 vom 15. November 2012 E. 1.1 mit Hinweis, nicht publ. in: BGE 138 V 533, aber in: SVR 2013 UV Nr. 5 S. 16). Es ist folglich weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen und es kann eine Beschwerde mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen. Immerhin pr�ft das Bundesgericht, unter Ber�cksichtigung der allgemeinen Begr�ndungspflicht der Beschwerde (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind. Es ist jedenfalls nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche Beh�rde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu untersuchen, wenn diese vor Bundesgericht nicht mehr vorgetragen werden (Urteil [des Bundesgerichts] 8C_934/2008 vom 17. M�rz 2009 E. 1 mit Hinweisen, nicht publ. in: BGE 135 V 194, aber in: SVR 2009 UV Nr. 35 S. 120).
1.2.1.�Die Feststellung des Sachverhalts kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG), und es kann deren Sachverhaltsfeststellung von Amtes wegen nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). Im Beschwerdeverfahren um die Zusprechung oder Verweigerung von Geldleistungen der Milit�r- oder Unfallversicherung ist das Bundesgericht demgegen�ber nicht an die vorinstanzliche Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gebunden (Art. 97 Abs. 2 und Art. 105 Abs. 3 BGG).
1.2.2.�Im Streit, ob f�r ein Unfallereignis Versicherungsdeckung besteht, kommt die Ausnahmeregelung von Art. 105 Abs. 3 (in Verbindung mit Art. 97 Abs. 2) BGG ungeachtet dessen, dass von der Beurteilung auch Anspr�che auf Geldleistungen der obligatorischen Unfallversicherung abh�ngen k�nnen, nicht zur Anwendung. Das Bundesgericht hat die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen somit nur im Rahmen von Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG zu �berpr�fen (BGE 135 V 412; Urteil [des Bundesgerichts] 8C_287/2012 vom 15. November 2012 E. 1.1 mit Hinweis, nicht publ. in: BGE 138 V 533, aber in: SVR 2013 UV Nr. 5 S. 16, und 8C_455/2011 vom 4. Mai 2012 E. 1.2, in: SVR 2012 UV Nr. 29 S. 107). Daran �ndert entgegen den Vorbringen in der Beschwerde nichts, dass das �bereinkommen zwischen Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz vom 4. Januar 1960 zur Errichtung der Europ�ischen Freihandelsassoziation (EFTA-�bereinkommen [SR 0.632.31]; dazu E. 2.3 hiernach) in Art. 11 Anhang K - wie auch Art. 29a BV und Art. 86 Abs. 2 BGG - einen doppelten Instanzenzug gew�hrleistet. Damit wird nicht gleichsam zwingend auch eine zweimalige vollst�ndige gerichtliche �berpr�fung der tatbest�ndlichen Gegebenheiten vorgeschrieben.
2.1.�Am 1. Juni 2002 ist das Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europ�ischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits �ber die Freiz�gigkeit (FZA; SR 0.142.112.681) in Kraft getreten. Nach Art. 1 Abs. 1 des auf der Grundlage des Art. 8 FZA ausgearbeiteten und Bestandteil des Abkommens bildenden (Art. 15 FZA) Anhangs II FZA ("Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit") in Verbindung mit Abschnitt A dieses Anhangs wenden die Vertragsparteien untereinander insbesondere die Verordnung (EG) Nr. 883/2004 des Europ�ischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit (SR 0.831.109.268.1) und die Verordnung (EG) Nr. 987/2009 des Europ�ischen Parlaments und des Rates vom 16. September 2009 zur Festlegung der Modalit�ten f�r die Durchf�hrung der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 �ber die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit (SR 0.831.109.268.11) oder gleichwertige Vorschriften an.
Die beiden genannten gemeinschaftsrechtlichen Verordnungen sind f�r die Schweiz durch den Beschluss Nr. 1/2012 des Gemischten Ausschusses vom 31. M�rz 2012 zur Ersetzung des Anhangs II des Abkommens �ber die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit per 1. April 2012 in Kraft getreten (AS 2012 2345; vgl. auch BGE 138 V 533 E. 2.1 S. 535 mit Hinweis).
2.2.�Mangels einer einschl�gigen gemeinschafts- bzw. abkommensrechtlichen Regelung bestimmt sich die Frage, ob das FZA und insbesondere dessen Anhang II zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit in einem gerichtlichen Beschwerdeverfahren gegen eine vor dessen Inkrafttreten ergangene Verf�gung f�r den Zeitraum ab Inkrafttreten des FZA anzuwenden ist, unter Vorbehalt der Grunds�tze der Gleichwertigkeit und Effektivit�t gem�ss Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europ�ischen Gemeinschaften (EuGH), nach schweizerischem Recht. Nach der Praxis des Bundesgerichts ist die Pr�fung einer streitigen Verwaltungsverf�gung grunds�tzlich auf den Zeitraum bis zu deren Erlass beschr�nkt; nachtr�gliche Sachverhalts- und Rechts�nderungen werden regelm�ssig nicht ber�cksichtigt (BGE 128 V 315). Dieser Grundsatz hat auch bez�glich der hievor dargelegten Neuerungen des Anhangs II zu gelten. Im vorliegenden Verfahren - der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin datiert vom 10. Juli 2009 - finden deshalb die bis Ende M�rz 2012 in Kraft gestandenen Normen, namentlich die Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 zur Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbstst�ndige sowie deren Familienangeh�rige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern (nachfolgend: VO Nr. 1408/71), und die Verordnung (EWG) Nr. 574/72 des Rates vom 21. M�rz 1972 �ber die Durchf�hrung der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 �ber die Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbstst�ndige sowie deren Familienangeh�rige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern, Anwendung. Art. 115a UVG verweist in Abs. 1 lit. a auf das FZA und die erw�hnten Koordinationsbestimmungen.
2.3.�Im Verh�ltnis Island - Schweiz ist sodann das als Folge des FZA zwischen der Schweiz und der Europ�ischen Gemeinschaft sowie ihren Mitgliedstaaten angepasste und in dieser Fassung seit 1. Juni 2002 in Kraft stehende EFTA-�bereinkommen massgebend, das zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit (vgl. Art. 21 des �bereinkommens) indes ebenfalls auf die Verordnungen Nr. 1408/71 und 574/72 verweist (Art. 1 Abs. 1 Anlage 2 zu Anhang K in Verbindung mit Abschnitt A dieses Anhangs). In Art. 115a Abs. 1 lit. b UVG wird auch auf die diesbez�glichen Normen verwiesen.
2.4.�Insbesondere die VO Nr. 1408/71 gelangt im vorliegenden Fall in pers�nlicher Hinsicht zur Anwendung, da der Beschwerdef�hrer als isl�ndisch-schweizerischer Staatsb�rger Angeh�riger von EU- bzw. EFTA-Mitgliedstaaten ist und als Arbeitnehmer den Rechtsvorschriften eines oder mehrerer Mitgliedstaaten untersteht oder unterstand (Art. 2 Abs. 1 VO Nr. 1408/71). Der sachliche Anwendungsbereich ist sodann ebenfalls gegeben. Dieser bezieht sich gem�ss Art. 4 Abs. 1 der VO 1408/71 auf alle Rechtsvorschriften der sozialen Sicherheit, welche unter anderem Leistungen bei Krankheit und Mutterschaft (lit. a) sowie bei Arbeitsunf�llen und Berufskrankheiten (lit. e) betreffen. Dabei sind die in dieser Bestimmung enthaltenen Leistungsumschreibungen nicht nach Massgabe des innerstaatlichen Rechts, sondern nach gemeinschaftsrechtlichen Kriterien zu verstehen (BGE 134 V 284 E. 3.2 S. 288 mit Hinweisen). Sowohl Leistungen aus Berufs- wie auch solche aus Nichtberufsunf�llen gem�ss UVG fallen unter den Geltungsbereich der VO Nr. 1408/71 (�Jean-Maurice Fr�sard/Margit Moser-Szeless, L'assurance-accidents obligatoire, in: Soziale Sicherheit, SBVR Bd. XIV, 2007, S. 854 Rz. 50 ff.;�Edgar Imhof, Eine Anleitung zum Gebrauch des Personenfreiz�gigkeitsabkommens und der Vo 1408/71, in: Aktuelles im Sozialversicherungsrecht, 2001, S. 74 f.;�Patricia Usinger-Egger, Die Unfallversicherung und ihre Auslandswirkung, SZS 2008 S. 253; vgl. zudem�Jean M�tral/Margit Moser-Szeless, L'accord sur la libre circulation des personnes: coordination des syst�mes de s�curit� sociale et jurisprudence du Tribunal f�d�ral [II], HAVE 2007 S. 164). Da die Schweiz als einziges Land der Vertragsstaaten des FZA Nichtberufsunf�lle grunds�tzlich obligatorisch durch das Unfallversicherungsrecht abdeckt, koordiniert die VO Nr. 1408/71 das Risiko der Nichtberufsunf�lle nicht (BGE 136 V 182 E. 5.3.2 S. 188 f.; Urteil [des Bundesgerichts] 8C_468/2009 vom 11. Mai 2010 E. 3.2;�Fr�sard/Moser-Szeless, a.a.O., S. 854 Rz. 51;�Usinger-Egger, a.a.O., S. 253; abweichend:�Silvia Bucher, Die sozialrechtliche Rechtsprechung des Bundesgerichts zum FZA und zu Anhang K des EFTA-�bereinkommens, SZS 2012 S. 209 ff., insb. S. 213 in fine f.; zur Unterstellung von Heilbehandlung und Taggeld bei Nichtberufsunf�llen unter die Leistungen bei Krankheit im Sinne von Art. 4 Abs. 1 Bst. a und Titel III Kapitel I der VO Nr. 1408/71: BGE 136 V 182 E. 5.3.3 S. 189; 135 V 339 E. 4.4.1 S. 346 und E. 5.2 S. 349 sowie Urteil [des Bundesgerichts] 8C_468/2009 E. 3.3 vom 11. Mai 2010; bislang offen gelassen bez�glich der Zuordnung der Renten der Nichtberufsunfallversicherung: BGE 136 V 182 E. 5.3.3 - 6.2 S. 189 ff.; zum Ganzen: BGE 138 V 533 E. 2.3 S. 536 f.).
3.1.�Titel II der VO Nr. 1408/71 (Art. 13 - 17a) enth�lt allgemeine Kollisionsregeln zur Bestimmung der anzuwendenden Rechtsvorschriften. Dabei legt Art. 13 Abs. 1 den kollisionsrechtlichen Grundsatz der Einheitlichkeit der anwendbaren Rechtsvorschriften nach den Regeln gem�ss Art. 13 Abs. 2 - Art. 17a in dem Sinne fest, dass f�r jede betroffene Person die Rechtsvorschriften nur eines Mitgliedstaates massgebend sind (BGE 138 V 533 E. 3.1 S. 537 mit Hinweis). Ausnahmen vorbehalten, gilt f�r Arbeitnehmende das Besch�ftigungslandprinzip. Dies trifft auch dann zu, wenn sie im Gebiet eines anderen Mitgliedstaates wohnen oder ihr Arbeitgeber oder das Unternehmen, das sie besch�ftigt, den Wohn- oder Betriebssitz im Gebiet eines anderen Mitgliedstaates hat (Grundsatz der lex loci laboris; Art. 13 Abs. 2 Bst. a der VO Nr. 1408/71; BGE 136 V 244 E. 3.2.1 S. 247; 135 V 339 E. 4.3.1 S. 343; je mit Hinweisen; Urteil [des Bundesgerichts] 8C_656/2009 vom 14. April 2010 E. 5.1).
Diese Bestimmung ist vorliegend nicht anwendbar, da der Beschwerdef�hrer im massgeblichen Zeitpunkt nicht nur in der Schweiz (f�r die Firma X.________ AG), sondern - nach unbestritten gebliebener und daher f�r das Bundesgericht verbindlicher Feststellung der Vorinstanz (vgl. E. 1.2.2 hievor) - auch in Island (f�r diverse Unternehmungen [so etwa H._______, E.________, L.________ und S.________])�als Vorsitzender der Gesch�ftsleitung und/oder Prokurist erwerbst�tig war. Bei der Besch�ftigung in Island handelt es sich gem�ss den ebenfalls unbeanstandeten, im Sinne einer Eventualbegr�ndung angef�hrten Erw�gungen im erstinstanzlichen Entscheid ferner nicht um eine im Rahmen einer Entsendung gem�ss Art. 14 Abs. 1 lit. a und b VO 1408/71 ausge�bte T�tigkeit (dazu im Detail: BGE 134 V 428).
3.2.�Eine Person, die im Gebiet verschiedener Mitgliedstaaten gleichzeitig eine abh�ngige Besch�ftigung und eine selbstst�ndige T�tigkeit aus�bt, unterliegt den Rechtsvorschriften des Mitgliedstaates, in dessen Gebiet sie eine abh�ngige Besch�ftigung aus�bt (Art. 14c Bst. a VO 1408/71; dazu BGE 138 V 533 E. 5 S. 541 ff.).
Ebenfalls nicht in Zweifel gezogen wird seitens des Beschwerdef�hrers die auf einer korrekten Sachverhaltsw�rdigung basierende vorinstanzliche Erkenntnis, er habe seine Aufgaben f�r die Gesellschaften in Island - es handelt sich dabei um GmbHs - im Rahmen von unselbstst�ndigen T�tigkeiten wahrgenommen. Auch davon ist demnach im Folgenden auszugehen.
4.1.�In Nachachtung von Art. 14 Abs. 2 Bst. b Ziff. i der VO Nr. 1408/71, wonach eine Person, die gew�hnlich im Gebiet von zwei oder mehr EU- bzw. EFTA-Staaten abh�ngig besch�ftigt ist, grunds�tzlich den Rechtsvorschriften des Mitgliedstaats untersteht, in dessen Gebiet sie wohnt, wenn sie ihre T�tigkeit zum Teil im Gebiet dieses Staates aus�bt oder wenn sie f�r mehrere Unternehmen oder mehrere Arbeitgeber t�tig ist, die ihren Sitz oder Wohnsitz im Gebiet verschiedener Mitgliedstaaten haben (Wohnsitzprinzip; vgl. dazu BGE 138 V 533 E. 4.1 S. 538 mit Hinweisen), hat das kantonale Gericht sodann die Wohnsitzsituation gepr�ft und ist auf Grund der konkreten Verh�ltnisse zum Schluss gelangt, dass sich der Lebensmittelpunkt des Beschwerdef�hrers nicht in der Schweiz befinde. Gest�tzt darauf verneinte es die Zust�ndigkeit der Beschwerdegegnerin.
Dagegen wird letztinstanzlich opponiert. Der Beschwerdef�hrer r�gt insbesondere, die Feststellung, er sei in Island und nicht in der Schweiz wohnhaft, verletze sowohl die in Art. 43 ATSG verankerte Abkl�rungspflicht des Versicherungstr�gers als auch den in Art. 6 EMRK gew�hrleisteten Anspruch auf ein faires Verfahren. Da sich die Wohnsitzfrage infolge des w�hrend des h�ngigen Gerichtsverfahrens durch die Beschwerdegegnerin erlassenen und im Sinne eines Antrags an das Gericht eingereichten Wiedererw�gungsentscheids vom 29. April 2010 erst im Rahmen des vorinstanzlichen Prozesses aktualisiert habe, obliege es der gerichtlichen Beh�rde, die diesbez�glichen Sachumst�nde eingehend zu kl�ren. Zudem ergebe sich eine Haftung des Unfallversicherers aus vertrauensschutzrechtlichen Gr�nden nach Art. 9 BV.
4.2.�Gem�ss Art. 1 Bst. h der VO Nr. 1408/71 definiert sich der Begriff "Wohnort" als Ort des gew�hnlichen Aufenthalts. Davon ist der vor�bergehende Aufenthalt zu unterscheiden (Art. 1 Bst. i der VO Nr. 1408/71). Der Wohnort als gew�hnlicher Aufenthalt befindet sich an demjenigen Ort, an welchem eine Person den Mittelpunkt ihrer Lebensf�hrung hat. Seine n�here Bestimmung kann von subjektiven oder objektiven Umst�nden abh�ngen. Bei subjektiver Bestimmung richtet sich der Wohnort nach dem Willen der betreffenden Person; bei objektiver Bestimmung richtet er sich nach den �usserlichen Lebensumst�nden, die notfalls auch gegen den erkl�rten Willen der betreffenden Person ins Feld gef�hrt werden k�nnen (�Eberhard Eichenhofer, in: Maximilian Fuchs [Hrsg.], Europ�isches Sozialrecht, 4. Aufl. 2005, N. 30 f. zu Art. 1 VO 1408/71;�Silvia Bucher, Das FZA und Anhang K des EFTA-�bereinkommens in der sozialrechtlichen Rechtsprechung des Bundesgerichts [1. Teil], in: Schweizerisches Jahrbuch f�r Europarecht 2008/2009, S. 398 f.;�Patricia Usinger-Egger, Die soziale Sicherheit der Arbeitslosen in der Verordnung [EWG] Nr. 1408/71 und in den bilateralen Abkommen zwischen der Schweiz und ihren Nachbarstaaten, 2000, S. 86 f.). Das Gemeinschaftsrecht l�sst die Frage, wie der Wohnort zu bestimmen ist, weitgehend offen und �berantwortet die n�here Definition dem jeweiligen nationalen Recht (vgl. Urteile [des EuGH] vom 13. November 1990 C-216/89�Reibold, Slg. 1990 I-04163, vom 27. Mai 1982 C-227/81�Aubin, Slg. 1982 01991, und vom 17. Februar 1977 C-76/76�Di Paolo, Slg. 1977 00315). In der Rechtsprechung des Bundesgerichts beurteilt sich der Ort, wo die Person ihren Wohnsitz hat, ausschliesslich nach objektiven Kriterien, w�hrend der innere Wille der betreffenden Person nicht entscheidend ist (Urteil 5A_663/2009 vom 1. M�rz 2010 E. 2.2.2). Dabei ist die famili�re Situation lediglich eines von verschiedenen Indizien. Massgebend sind auch Dauer und Kontinuit�t des Wohnens bis zur Aufnahme der Besch�ftigung, die Dauer und die Modalit�t der Abwesenheit, die Art der im anderen Mitgliedstaat ausge�bten Besch�ftigung sowie die Absicht des Arbeitnehmers, wie sie sich aus den gesamten Umst�nden ergibt, an den Ort vor Aufnahme der Besch�ftigung zur�ckzukehren (BGE 138 V 186 E. 3.3.1 S. 191 f. mit Hinweisen; vgl. ferner Urteil [des Eidg. Versicherungsgerichts] K 25/05 vom 29. M�rz 2006 E. 4.1, nicht publ. in: BGE 132 V 310, aber in: RKUV 2006 Nr. KV 367 S. 206; zum Ganzen: BGE 138 V 533 E. 4.2 S. 538 f.).
4.3.�Das kantonale Gericht hat einen in der Schweiz begr�ndeten Wohnsitz des Beschwerdef�hrers, welcher die isl�ndische und die schweizerische Staatsb�rgerschaft besitzt, verneint. Als ausschlaggebend wertete es namentlich den Umstand, dass er in Island �ber einen grossen landwirtschaftlichen Betrieb (Milchwirtschaft) sowie erheblichen Immobilienbesitz verf�ge. Ferner sei er gem�ss isl�ndischem Handelsregisterauszug bei verschiedenen Firmen registriert bzw. registriert gewesen (H.________, E.________, L.________, S.________, I.________), wobei er bei der H.________ und E.________ sowohl als Vorsitzender der Gesch�ftsleitung als auch als Prokurist eingetragen sei. �berdies habe der Beschwerdef�hrer ausweislich der Akten im Jahre 2005 ein aussereheliches Kind mit einer isl�ndischen Frau gezeugt, was zum Zerw�rfnis mit seiner Ehefrau gef�hrt habe. Er habe seit mehr als einem Jahr vor dem Unfall vom 25. September 2008 von seiner Frau getrennt gelebt, welche nach der Aufhebung des gemeinsamen ehelichen Haushaltes in die Schweiz zur�ckgekehrt sei. Er und die bereits erwachsenen beiden Kinder seien demgegen�ber in Island geblieben (Aktennotiz der IV-Stelle des Kantons Aargau vom 5. Februar 2009). Die Wohnung in der Schweiz sei der Ehefrau denn auch zum alleinigen Gebrauch zugewiesen worden (vgl. Bewilligung zur Scheidung von "Tisch und Bett" des Kreisrichters Y.________ vom 20. August 2007). Der Beschwerdef�hrer sei zwar sowohl in der Schweiz (seit 2004) als auch in Island angemeldet gewesen, in der Schweiz indes an der Adresse, die nunmehr seine getrennt lebende Ehefrau bewohne. Schliesslich habe der Beschwerdef�hrer gem�ss Angaben des behandelnden Neuropsychologen dipl. Psych. M.________, Rehaklinik Z.________, selber mehrmals den Wunsch ge�ussert, m�glichst bald nach Island zur�ckkehren und die weitere Therapie dort fortf�hren zu k�nnen (vgl. u.a. Telefonnotizen vom 16. Juni und 21. August 2009).
4.3.1.�Die Vorinstanz hat die im vorliegenden Kontext massgebenden Fakten, das objektive Element des Verweilens an einem Ort wie auch die f�r die subjektive, anhand der famili�ren, gesellschaftlichen und beruflich-erwerblichen Verh�ltnisse �usserlich erkennbare Absicht dauernden Verbleibens relevanten Umst�nde, sorgf�ltig zusammengetragen und in jeder Hinsicht zutreffend gew�rdigt. Im Lichte der gesamten Aktenlage ist zwar davon auszugehen, dass der Beschwerdef�hrer im Rahmen seiner beruflichen T�tigkeit h�ufig zwischen Island und - prim�r in seiner Funktion als Verwaltungsratspr�sident und Direktor der beheimateten Firma X.________ AG - der Schweiz hin- und hergereist (in diesem Sinne auch die Aussage des ebenfalls in die Gesch�ftst�tigkeit des Vaters involvierten Sohnes vom 4. August 2009) und in der Schweiz formell angemeldet ist. Die im angefochtenen Entscheid detailliert aufgef�hrten beruflichen wie auch famili�ren Gegebenheiten belegen jedoch �berwiegend wahrscheinlich einen Wohnsitz in Island. Auf die entsprechenden Erw�gungen des kantonalen Gerichts kann vollumf�nglich verwiesen werden.
4.3.2.�An diesem Ergebnis �ndern die in der Beschwerde ge�usserten Einw�nde nichts. Die vorinstanzliche Feststellung der f�r die Wohnsitzfrage erheblichen Lebensbedingungen des Beschwerdef�hrers weist keine augenf�lligen M�ngel auf, welche deren offensichtliche Unrichtigkeit oder Unvollst�ndigkeit zu begr�nden verm�chten. Insbesondere liegt es - mit der Beschwerdegegnerin - auf der Hand, dass der Beschwerdef�hrer und seine Ehefrau infolge der gemeinsamen Kinder weiterhin in gewisser Weise verbunden bleiben und sich bei Aufenthalten des Beschwerdef�hrers in der Schweiz wohl auch sehen. Die gerichtlich bewilligte "Scheidung von Tisch und Bett" vom 20. August 2007 und die sich daraus ergebende getrennte Wohnsituation (er mit Adresse in Island, sie in der Schweiz wohnhaft) deuten indessen klar darauf hin, dass der Wille bestand, insk�nftig separate Wege zu gehen. Das Vorbringen, dieser Akt habe einzig dazu gedient, die elterliche Sorge �ber das aussereheliche unm�ndige Kind in Island zu erhalten, verdeutlicht sodann noch seine Verbindung zu diesem Staat. Ebenfalls nichts zu Gunsten seines Standpunktes kann der Beschwerdef�hrer ferner aus den Tatsachen ableiten, dass er �ber in der Schweiz immatrikulierte Fahrzeuge und eine schweizerische Krankenversicherungspolice verf�gt. Schliesslich erweist sich auch die R�ge als unbehelflich, er betreibe seinen Landwirtschaftsbetrieb in Island nicht alleine, sondern mittels Angestellten. Da unbestrittenermassen jedenfalls keine Verpachtung vorlag, muss angenommen werden, dass die F�hrung des Hofes weiterhin dem Beschwerdef�hrer oblag. Dies bedingt zweifellos eine nicht unerhebliche Pr�senzzeit vor Ort.
Entgegen den Erl�uterungen in der Beschwerde ist nicht ersichtlich, inwiefern durch weitere Abkl�rungen zus�tzliche entscheidwesentliche Aufschl�sse zu erwarten gewesen w�ren. Vor diesem Hintergrund ist weder eine Verletzung von elementaren Verfahrensrechten gem�ss Art. 6 EMRK noch der in Art. 43 ATSG stipulierten Abkl�rungspflicht erkennbar. Die Vorinstanz durfte daher im Rahmen einer antizipierten Beweisw�rdigung auf entsprechende Schritte verzichten.
4.4.�Da jegliche Ausk�nfte wie auch konkludentes Verhalten durch einen Versicherungstr�ger - etwa durch die Erbringung von Leistungen vor Abschluss von Abkl�rungen - jeweils unter dem Vorbehalt vollst�ndiger und wahrheitsgetreuer Angaben seitens des Leistungsansprechers erfolgen, kann sich der Beschwerdef�hrer schliesslich auch nicht auf den Vertrauensschutz nach Art. 9 BV berufen (dazu BGE 131 II 627 E. 6.1 S. 636 f.; Urteil [des ehemaligen Eidg. Versicherungsgerichts] U 187/06 vom 13. November 2006 E. 3.3.1 mit Hinweisen).
Sind mithin die isl�ndischen Rechtsnormen anwendbar, besteht keine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin f�r die Folgen des Unfalles des Beschwerdef�hrers vom 25. September 2008. Dem nicht entgegen steht, dass gem�ss Urteil des EuGH vom 24. Juni 1975 8/75 (�Caisse primaire d'assurances maladie de S�lestat gegen Association du football club d'Andlau, Slg. 1975 S. 747 f. Randnrn. 3-11) die Ankn�pfung an die Vorschriften des Wohnsitzstaates voraussetzt, dass die betroffene Person f�r ihre T�tigkeit dem dortigen System der sozialen Sicherheit angeschlossen ist, andernfalls die Rechtsnormen des anderen Besch�ftigungsstaates gelten (BGE 138 V 533 E. 5.2.2 S. 543 mit Hinweis; kritisch, ob diese EuGH-Rechtsprechung nicht zwischenzeitlich �berholt ist:�Silvia Bucher, Die sozialrechtliche Rechtsprechung des Bundesgerichts zum FZA und zu Anhang K des EFTA-�bereinkommens, SZS 2013 S. 215 ff., insb. S. 230), verf�gt der Beschwerdef�hrer unbestrittenermassen doch auch in Island �ber den entsprechenden sozialversicherungsrechtlichen Schutz. Die Voraussetzungen f�r eine Wiedererw�gung des Einspracheentscheids des Unfallversicherers vom 10. Juli 2009 im Sinne des (Wiedererw�gungs-) Entscheids vom 29. April 2010 mit Wirkung ex nun pro futuro sind demnach gegeben, weshalb sich die Betrachtungsweise der Vorinstanz als rechtens erweist.
6.1.�Die offensichtlich unbegr�ndete Beschwerde wird im vereinfachten Verfahren nach Art. 109 Abs. 2 lit. a BGG - unter Verweis auf den kantonalen Entscheid (Art. 102 Abs. 1 und Art. 109 Abs. 3 BGG) - abgewiesen.
6.2.�Ausgangsgem�ss sind die Gerichtskosten dem Beschwerdef�hrer zu �berbinden (Art. 65 Abs. 4 lit. a und Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG). Seinem Gesuch um unentgeltliche Prozessf�hrung und Verbeist�ndung kann auf Grund der Aussichtslosigkeit der Beschwerde nicht stattgegeben werden (Art. 64 Abs. 1 BGG).
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Aargau, dem Bundesamt f�r Gesundheit und der Wincare Versicherungen AG, Winterthur, schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 95
 Art. 106
 BGE 
 BGE 
 Art. 95
 Art. 95
 Art. 105
 Art. 105
 Art. 97
 Art. 105
 BGE 
 Art. 11
 Art. 29
 Art. 86
 Art. 1
 Art. 8
 BGE 
 Art. 115
 Art. 21
 Art. 115
 Art. 4
in fine
 Art. 4
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 13
 Art. 13
 Art. 17
 Art. 13
 BGE 
 Art. 14
 BGE 
 BGE 
 Art. 14
 BGE 
 Art. 43
 Art. 6
 Art. 9
 Art. 1
 Art. 1
 BGE 
 BGE 
 Art. 6
 Art. 43
 Art. 9
 BGE 
 EuGH 
 Art. 109
 Art. 109
 Art. 66