Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=Slg%201990,%20I-4135
Timestamp: 2019-07-21 01:35:28+00:00

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Rechtsprechung: Slg. 1990, I-4135 - dejure.org
Schlußanträge unten: Generalanwalt beim EuGH, 12.07.1990
https://dejure.org/1990,88
EuGH, 13.11.1990 - C-106/89 (https://dejure.org/1990,88)
EuGH, Entscheidung vom 13.11.1990 - C-106/89 (https://dejure.org/1990,88)
EuGH, Entscheidung vom 13. November 1990 - C-106/89 (https://dejure.org/1990,88)
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EWG-Vertrag, Artikel 5 und 189 Absatz 3
Berufung eines einzelnen gegenüber einem nationalen Gesetz auf eine Richtlinie; Anforderungen an die Auslegung des nationalen Rechts, die im Einklang mit Art. 11 der Richtlinie 68/151 steht; Nationale Rechtsvorschriften über die Aktiengesellschaft; Nichtigkeitsgründe einer Aktiengesellschaft im Sinne von Art. 11 der Richtlinie 68/151/EWG
118 Im vorliegenden Fall verlangt der Grundsatz der gemeinschaftsrechtskonformen Auslegung somit, dass das vorlegende Gericht unter Berücksichtigung des gesamten nationalen Rechts alles tun muss, was in seiner Zuständigkeit liegt, um die volle Wirksamkeit der Richtlinie 93/104 zu gewährleisten, damit die Überschreitung der in Artikel 6 Nummer 2 der Richtlinie festgelegten wöchentlichen Höchstarbeitszeit verhindert wird (in diesem Sinne Urteil Marleasing, Randnrn. 7 und 13).
Ferner ist in Anbetracht des in der Vorlageentscheidung geschilderten und in Randnr. 24 des vorliegenden Urteils wiedergegebenen Umstands, dass das Vereinigte Königreich für die Umsetzung von Art. 11 Satz 3 der Richtlinie 2004/48 keine spezifischen Regelungen getroffen hat, darauf hinzuweisen, dass das vorlegende Gericht bei der Anwendung des innerstaatlichen Rechts dieses so weit wie möglich anhand des Wortlauts und des Zwecks des Art. 11 Satz 3 dieser Richtlinie wird auslegen müssen (vgl. entsprechend Urteile vom 13. November 1990, Marleasing, C-106/89, Slg. 1990, I-4135, Randnr. 8, und vom 23. April 2009, Angelidaki u. a., C-378/07 bis C-380/07, Slg. 2009, I-3071, Randnr. 106).
Die zuständigen nationalen Behörden und Gerichte haben die Bestimmungen des nationalen Rechts so weit wie möglich so auszulegen, dass sie mit dem Ziel der entsprechenden Richtlinie im Einklang stehen (vgl. in diesem Sinne Urteil vom 13. November 1990, Marleasing,C-106/89, Slg. 1990, I-4135, Randnr. 8).
Sie sind nach ständiger Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Gemeinschaften aufgrund des Umsetzungsgebots gemäß Art. 249 Abs. 3 EGV (Art. 189 Abs. 3 a.F.) und des Grundsatzes der Gemeinschaftstreue gemäß Art. 10 EGV (Art. 5 a.F.) zudem verpflichtet, zur Durchführung einer europäischen Richtlinie erlassene Gesetze unter voller Ausschöpfung des Beurteilungsspielraums, den ihnen das nationale Recht einräumt, im Lichte des Wortlauts und des Zwecks der Richtlinie auszulegen (EuGH…, Urteil vom 10. April 1984 - Rs 14/83, Slg. 1984, 1891, 1909 Rz. 26, 28 - von Colson und Kamann; EuGH…, Urteil vom 10. April 1984 - Rs 79/83, Slg. 1984, 1921, 1942 Rz. 26, 1943 Rz. 28 - Harz; EuGH, Urteil vom 13. November 1990 - Rs C-106/89, Slg. I 1990, 4135, 4159 Rz. 8 - Marleasing).
So verlangt auch der Europäische Gerichtshof vom nationalen Gericht nur, bei der Anwendung des innerstaatlichen Rechts dieses soweit wie möglich anhand des Wortlauts und des Zweckes der Richtlinie auszulegen, um das in ihr festgelegte Ergebnis zu erreichen und so Artikel 249 Absatz 3 EGV [heute Art. 288 Abs. 3 AEUV] nachzukommen (EuGH, Urteil vom 13. November 1990 - C-106/89 -, Slg. 1990, I-4135 Rn. 8).
So verlangt auch der Europäische Gerichtshof vom nationalen Gericht nur, bei der Anwendung des innerstaatlichen Rechts dieses "soweit wie möglich anhand des Wortlauts und des Zweckes" der Richtlinie auszulegen, "um das in ihr festgelegte Ergebnis zu erreichen und so Artikel 249 Absatz 3 EG [heute Art. 288 Abs. 3 AEUV] nachzukommen" (EuGH, Urteil vom 13. November 1990, Rs. C-106/89, Marleasing, Slg. 1990, S. 1-4135 Rn. 8; EuGH…, Urteil vom 16. Dezember 1993, Rs. C-334/92, Wagner Miret, Slg. 1993, S. 1-6911 Rn. 20; vgl. bereits EuGH…, Urteil vom 10. April 1984, a.a.O., Rn. 26; EuGH…, Urteil vom 10. April 1984, a.a.O., Rn. 26; stRspr).
Diese Pflicht zur gemeinschaftsrechtskonformen Auslegung betrifft das gesamte nationale Recht, unabhängig davon, ob es vor oder nach der Richtlinie, um die es geht, erlassen wurde (vgl. u. a. Urteile vom 13. November 1990 in der Rechtssache C-106/89, Marleasing, Slg. 1990, p. I-4135, Randnr. 8, und Pfeiffer u. a., Randnr. 115).
EuGH, 16.12.1999 - C-198/98
Everson und Barrass
Generalanwalt beim EuGH, 14.05.1992 - C-50/91
https://dejure.org/1990,19905
Generalanwalt beim EuGH, 12.07.1990 - C-106/89 (https://dejure.org/1990,19905)
Generalanwalt beim EuGH, Entscheidung vom 12.07.1990 - C-106/89 (https://dejure.org/1990,19905)
Generalanwalt beim EuGH, Entscheidung vom 12. Juli 1990 - C-106/89 (https://dejure.org/1990,19905)
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Sie müssen der Auslegungsmethode Vorrang einräumen, die der nationalen Rechtsvorschrift eine Bedeutung gibt, die mit der Richtlinie in Einklang steht (vgl. Schlussantrag des Generalanwalts van G vom 12.7.1990, Rs. C-106/89, Slg. 1990, S. 4135 - Marleasing;… Brechmann, a.a.O., S. 269).
(6) Vgl. Schlussanträge des Generalanwalts Van Gerven vom 12. Juli 1990 in der Rechtssache C-106/89, Randnr. 9.

References: Art. 11
 Art. 11
 Art. 11
 Art. 11
 Art. 249
 Art. 10
 Art. 288
 Art. 288