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Timestamp: 2020-01-26 03:19:47+00:00

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BGH, 17.02.1997 - II ZR 41/96 - dejure.org
https://dejure.org/1997,353
BGH, 17.02.1997 - II ZR 41/96 (https://dejure.org/1997,353)
BGH, Entscheidung vom 17.02.1997 - II ZR 41/96 (https://dejure.org/1997,353)
BGH, Entscheidung vom 17. Februar 1997 - II ZR 41/96 (https://dejure.org/1997,353)
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AktG §§ 241, 242, 243, 248, 249
Nichtigkeit der Beschlüsse einer GmbH-Gesellschafterversammlung
Zu Beschlüssen der Gesellschafterversammlung einer GmbH - Nichtigkeits- und Anfechtungsklage bei Nichtigkeit von Gesellschafterbeschlüssen mit Wirkung für und gegen jedermann - Zur Auslegung einer gesellschaftsvertraglichen Regelung über die Verwendung des Bilanzgewinns
Wirksame Erhebung der Anfechtungsklage gegen GmbH-Gesellschafterbeschluss auch mit Nichtigkeitsantrag (Abweichung von BGHZ 32, 318)
AktG (1965) § 241, § 242, § 243, § 248, § 249
Nichtigkeit von Beschlüssen der Gesellschafterversammlung; Rechtsschutzziel der Nichtigkeits- und der Anfechtungsklage; Auslegung einer gesellschaftsvertraglichen Regelung über die Verwendung des Bilanzgewinns
Anfechtungsklage, Beschlussmängel, Bilanzgewinn, Gesellschaftsrecht, Gesellschaftsvertrag, Gewinnverwendung, GmbH-Recht, Nichtigkeitsfeststellungsklage, Nichtigkeitsgründe
Gesellschaftsrecht; Nichtigkeit von Beschlüssen der Gesellschafterversammlung
Beschlüsse der Gesellschafterversammlung sind nur unter besonderen Voraussetzungen nichtig; Anfechtungs- und Nichtigkeitsklage verfolgen dasselbe materielle Ziel; Gewinnverwendung
BGHZ 134, 364
NJW 1997, 1510
NJW-RR 1997, 866 (Ls.)
ZIP 1997, 732
WM 1997, 823
BB 1997, 988
DB 1997, 865
Der Senat hat bereits entschieden, dass auf denselben Lebenssachverhalt gestützte Anfechtungs- und Nichtigkeitsgründe keine unterschiedlichen Streitgegenstände betreffen, weil Anfechtungs- und Nichtigkeitsklage materiell dasselbe Ziel verfolgen (BGHZ 156, 279, 294; ebenso etwa Dötsch, ZMR 2008, 433, 434 f.;… Jennißen/ Suilmann, WEG, § 46 Rdn. 13, 15 u.157;… Wenzel in Bärmann, WEG, 10. Aufl., § 43 Rdn. 100 u. § 46 Rdn. 72; vgl. auch BGHZ 134, 364, 366; 152, 1, 3 ff.).
Da der Streitgegenstand maßgeblich durch den Antrag mitbestimmt wird, führt dies dazu, dass sowohl mit einem auf Feststellung der Nichtigkeit als auch mit einem auf Ungültigkeitserklärung gerichteten Antrag jeweils das umfassende Rechtschutzziel zum Ausdruck gebracht wird, unter jedem rechtlichen Gesichtspunkt eine verbindliche Klärung der Gültigkeit des zur Überprüfung gestellten Eigentümerbeschlusses herbeizuführen (Senat, BGHZ 156, 279, 294;… Dötsch, aaO, 435; vgl. auch BGHZ 134, 364, 366; 152, 1, 5 f.).
Der Senat hat bereits mit Urteil vom 17. Februar 1997 in dem Verfahren II ZR 41/96 (ZIP 1997, 732), an dem die Parteien dieses Verfahrens beteiligt sind, entschieden, daß § 12 Abs. 1 und 2 der Satzung der Beklagten kein Vollausschüttungsgebot enthält.
(2) Ist im Vorgriff auf ein gerichtliches Verfahren, das die Klärung der Wirksamkeit eines Einziehungsbeschlusses zum Gegenstand hat, eine einstweilige Verfügung ergangen, nach der aufgrund einer vorläufigen gerichtlichen Beurteilung der Wirksamkeit des Einziehungsbeschlusses eine Änderung der Gesellschafterliste zunächst zu unterbleiben hat, kann der Notar Zweifel an der Wirksamkeit nicht durch eine eigene Beurteilung der Wirksamkeit oder unter Hinweis auf die vorläufige Verbindlichkeit des Gesellschafterbeschlusses ausräumen, weil die materiellen Wirksamkeitsvoraussetzungen der Einziehung erst im Gerichtsverfahren nach Erhebung der Beschlussmängelklage mit Wirkung für und gegen jedermann endgültig geklärt werden (vgl. BGH, Urteil vom 17. Februar 1997 - II ZR 41/96, BGHZ 134, 364, 366).
Anfechtungs- und Nichtigkeitsklage verfolgen dasselbe materielle Ziel, nämlich die richterliche Klärung der Nichtigkeit des Gesellschafterbeschlusses mit Wirkung für und gegen jedermann (Urteil vom 17. Februar 1997 - II ZR 41/96, BGHZ 134, 364, 366 f.).
Wird einer solchen Klage stattgegeben, so ist die Erhebung einer erneuten derartigen Klage - auch bei Wechsel der Klageart - ebenfalls ausgeschlossen (vgl. BGH, Urteil vom 17. Februar 1997 - II ZR 41/96, BGHZ 134, 364, 366 f.;… Dörr in Spindler/Stilz, AktG, 3. Aufl., § 246 Rn. 47;… Hüffer/Schäfer in MünchKommAktG, 4. Aufl., § 246 Rn. 22 f.).
Ausgangspunkt für die Bestimmung des Streitgegenstandes der Nichtigkeits- und Anfechtungsklage ist das mit der Klage verfolgte prozessuale Ziel, die richterliche Klärung der Nichtigkeit des Hauptversammlungsbeschlusses herbeizuführen (BGHZ 134, 364, 366 f.;… Sen.Urt. v. 1. März 1999 - II ZR 305/97, ZIP 1999, 580).
Denn beide Klageanträge verfolgen dasselbe materielle Ziel und stehen zueinander nicht in einem Eventualverhältnis (Senat, BGHZ 134, 364, 366).
Bei der Entscheidung über die Gewinnverwendung sind die berechtigten Interessen der einzelnen Gesellschafter an einer hohen Ausschüttung gegenüber dem Interesse der Gesellschaft an einer Rücklagenbildung, den Bedürfnissen der Selbstfinanzierung und Zukunftssicherung der Gesellschaft abzuwägen (BGH, Urteil vom 29. März 1996 - II ZR 263/94, BGHZ 132, 263; OLG Hamm GmbHR 1992, 458; OLG Frankfurt OLGR 2002, 154; OLG Düsseldorf NZG 2005, 633; OLG Stuttgart DB 2007, 2587;… Roth/Altmeppen, GmbHG 5. Aufl. § 29 Rn. 20f.;… Baumbach/Hueck/Fastrich a.a.O. § 29 Rn. 29ff.;… Rowedder/Schmidt-Leithoff/Pentz, GmbHG 4. Aufl. § 13 Rn. 35ff., 40, 61, § 29 Rn. 17, S3ff.;… Scholz/Emmerich, GmbHG 10. Aufl. § 29 Rn. 6, 58ff., 70ff.;… Scholz/Karsten Schmidt, GmbHG 10. Aufl. § 46 Rn. 26ff., 28, 31, 33;… Lutter/Hommelhoff, GmbHG 16. Aufl. § 29 Rn. 25ff., 27; vgl. BGH, Urteil vom 17. Februar 1997 - II ZR 41/96, BGHZ 134, 364; Urteil vom 15. Januar 2007 - II ZR 245/05, BGHZ 170, 283 "OTTO").
OLG Köln, 20.07.1998 - 5 U 256/93
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OLG Hamburg, 25.06.2018 - 11 U 13/18
Ausschluss eines Genossenschaftsmitglieds aus einer Wohnungsgenossenschaft
OLG Köln, 10.03.1999 - 5 U 43/97

References: § 241
 § 242
 § 243
 § 248
 § 249
 § 46
 § 43
 § 46
 § 12
 § 246
 § 246
 § 29
 § 29
 § 13
 § 29
 § 29
 § 46
 § 29
 § 50