Source: https://findok.bmf.gv.at/findok?execution=e100000s1&segmentId=4dec2b3c-dd4e-4d17-b402-c3141f717a5e
Timestamp: 2019-12-11 03:14:42+00:00

Document:
10.5.1.2.2 Ausnahmeregelung für Fahrten zurzu einer Baustelle bzw. zum Montageortoder zu einem Einsatzort für Montage- oder Servicetätigkeit
Abweichend von § 26 Z 4 lit. a letzter Satz EStG 1988 können bis 31. Dezember 2009 für Fahrten zu einer Baustelle oder zu einem Einsatzort für MontagetätigkeitMontage- oder Servicetätigkeit, die unmittelbar von der Wohnung aus angetreten werden, Fahrtkostenvergütungen bis 31. Dezember 2008 gemäß § 26124b Z 4 lit140 EStG 1988 und ab 1. a erster SatzJänner 2009 gemäß § 3 Abs. 1 Z 16b EStG 1988 steuerfrei ausgezahlt oder das Pendlerpauschale im Sinne des § 16 Abs. 1 Z 6 EStG 1988 beim Steuerabzug vom Arbeitslohn berücksichtigt werden. Wird vom Arbeitgeber für diese Fahrten ein Pendlerpauschale im Sinne des § 16 Abs. 1 Z 6 EStG 1988 berücksichtigt, stellen Fahrtkostenersätze bis zur Höhe des Pendlerpauschales steuerpflichtigen Arbeitslohn dar.
Auch wenn der Monteur diese Baustelle über mehrere Wochen aufsucht ist das ausgezahlte Kilometergeld bis 31.12.2009 nicht steuerbarsteuerfrei. Das Pendlerpauschale kann bei Vorliegen der allgemeinen Voraussetzungen ebenfalls berücksichtigt werden.
Der pauschale Fahrtkostenersatz, der das amtliche Kilometergeld nicht übersteigt, ist bis zum 31.12.2009 nicht steuerbarsteuerfrei.
Wird bis 31. Dezember 2009 für Fahrten zu einer Baustelle oder zu einem Einsatzort für Montagetätigkeit, die unmittelbar von der Wohnung aus angetreten werden, ein arbeitgebereigenes Kraftfahrzeug verwendet, ist dafür kein steuerpflichtiger Sachbezug anzusetzen, da diese Fahrten nicht als Privatfahrten zu qualifizieren sind.
Die Begriffe Baustellen- und Montagetätigkeit umfassen die Errichtung und Reparatur von Bauwerken und Anlagen sowie alle damit verbundenen Nebentätigkeiten wie Planung, Überwachung der Bauausführung sowie die Einschulung bzw. die Übergabe fertig gestellter Anlagen. Ein Tätigwerden am ständigen Betriebsgelände des Arbeitgebers (zB Bauhof) fällt nicht unter diesen Tatbestand.
Fahrtkostenersätze des Arbeitgebers für Fahrten zwischen zwei oder mehreren Mittelpunkten der Tätigkeit im Auftrag des Arbeitgebers sind nicht steuerbar. Die Fahrten von der Wohnung zum ersten Mittelpunkt der Tätigkeit und die Fahrten vom zweiten (letzten) Mittelpunkt der Tätigkeit zurück zur Wohnung sind mit dem Verkehrsabsetzbetrag und einem allfälligen Pendlerpauschale abgegolten. Diese Grundsätze sind auch dann anzuwenden, wenn Fahrten gemäß § 26 Z 4 lit. a letzter Satz EStG 1988 als Fahrten Wohnung - Arbeitsstätte zu beurteilen sind.
Findok-Nr: 19974.6, aufgenommen am: 16.12.2008 18:31:16, Dokument-ID: 86d621f0-ab04-4f9e-98f9-1567b3573d97, Segment-ID: 4dec2b3c-dd4e-4d17-b402-c3141f717a5e

References: § 26
 § 26124
 § 3
 § 16
 § 16
 § 26