Source: http://palikanon.com/khuddaka/jataka/j377.htm
Timestamp: 2017-04-23 17:45:17+00:00

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377 Setaketu-Jataka
Jātakam, Wiedergeburtsgeschichten 377. Die Erzählung von Setaketu (Setaketu-Jātaka)
„Nicht zürne, Lieber, denn nicht gut ist Zorn“ §A. Dies erzählte der Meister, da er im Jetavana verweilte, mit Beziehung auf einen betrügerischen Mönch. §D. Die Erzählung aus der Gegenwart wird im Uddala-Jātaka berichtet werden [Jātaka 487].
§B. Als aber ehedem zu Benares Brahmadatta regierte, war der Bodhisattva ein weitberühmter Lehrer zu Benares und unterrichtete fünfhundert junge Brahmanen in den Zaubersprüchen. Der älteste von ihnen namens Setaketu war ein Jüngling, der aus einer Brahmanenfamilie des Nordens stammte. Auf seine Geburt aber war er sehr stolz.
§1. „Nicht zürne, Lieber, denn nicht gut ist Zorn; viel hast noch nicht gesehn du, noch gehört. Weltrichtung sind die Eltern, Setaketu, und auch den Lehrer nennen so die Weisen.
§2. Wer Speise, Trank und Kleidung gibt im Hause, auch diese nennen Weltrichtung die Rufer; dies, Setaketu, ist die beste Weltrichtung, die, wenn erreicht, die Armen glücklich macht [4].“
§3. „In raues Fell gehüllt, mit schmutz'gen Zähnen, das Antlitz ungepflegt sie sagen Verse; sind etwa sie, die streben wie sonst keiner, die Wissenden nicht von der Höll' erlöst?“
§4. „Wenn ein Gelehrter bösen Wandel führt,
§5. „Der Tausendwisser selbst kommt doch nicht frei vom Leid, wenn er nicht führt den rechten Wandel. Ich glaube wirklich, fruchtlos ist das Wissen, in Selbstverleugnung wandeln ist das Wahre.“
§6. „Nicht fruchtlos ist das Wissen, noch ist Wandel in Selbstverleugnung ganz allein die Wahrheit. Durch Wissen nämlich kommt man zu Ansehen; das Heil jedoch erlangt, wer sich bezähmt.“
§C. Nachdem der Meister diese Unterweisung beschlossen, verband er das Jātaka mit folgenden Worten: „Damals war Setaketu der betrügerische Mönch, der Candala war Sāriputta, der Hauspriester aber war ich.“
[2] Candala sind die Angehörigen der untersten Kaste.
[2a] D.h. nach Lee, auf die windabgewandte Seite.
[2b] D.h. nach Luv, auf die Seite, aus der der Wind kommt.
[3] Das Wortspiel ist im Deutschen nicht wiederzugeben, „disa“ heißt die Weltgegenden, zugleich aber auch die Zeiger, die Weiser. Auf diese Bedeutung bezieht sich die Erklärung des Bodhisattva.
[4] Der gelehrte Kommentator gibt eine ausführliche Erklärung dieser Strophe, die aber durchaus nicht beweiskräftig ist. Er bringt dabei folgende Strophen:
„Vater und Mutter sind der Osten, die Lehrer stellen vor den Süden, die Frau und Kinder sind der Westen, vertraute Freunde sind der Norden.
Diener und Sklaven sind der Zenith, Nadir Asketen und Brahmanen. Diese Weltgegenden verehre ein auf sein Wohl bedachter Laie.“
[5] Es könnte auch heißen: „die fünffache Askese üben“; vgl. „Leben des Buddha“, S. 45.

References: §1

§2

§3

§4

§5

§6