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Timestamp: 2020-08-13 20:46:19+00:00

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OLG Hamm, 10.02.2003 - 18 U 93/02 - dejure.org
https://dejure.org/2003,1379
OLG Hamm, 10.02.2003 - 18 U 93/02 (https://dejure.org/2003,1379)
OLG Hamm, Entscheidung vom 10.02.2003 - 18 U 93/02 (https://dejure.org/2003,1379)
OLG Hamm, Entscheidung vom 10. Februar 2003 - 18 U 93/02 (https://dejure.org/2003,1379)
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Verfahrensrecht - Neues Vorbringen in der Berufungsinstanz
Konsequenzen der Abtretung nach Rechtshängigkeit auf die Aktivlegitimation; Berücksichtigung von Parteivorbringen ind der Berufungsinstanz, welches erstinstanzlich wegen Verspätung zu Unrecht zugelasssen worden ist; Zurückweisung von erstmals in der Berufungsinstanz ...
LG Münster, 30.04.2002 - 11 O 86/02
NJW 2003, 2325
MDR 2003, 650
VersR 2003, 1004
Wie zum früheren Novenrecht (…vgl. BGH, Urt. v. 31. Januar 1980 - VII ZR 96/79, NJW 1980, 945, 947) betrifft die Regelung des § 531 Abs. 2 Nr. 3 ZPO über die Zulassung neuer Angriffs- und Verteidigungsmittel nur streitiges und daher beweisbedürftiges Vorbringen (OLG Hamm MDR 2003, 650 f.;… Zöller/Gummer/Heßler aaO § 531 Rdn. 25;… Meyer-Seitz in Hannich/Meyer-Seitz, ZPO-Reform 2002, § 531 Rdn. 8).
Wie zum früheren Novenrecht (vgl. BGH NJW 1980, 945, 947) betrifft die Regelung des § 531 Abs. 2 Nr. 3 ZPO über die Zulassung neuer Angriffs- und Verteidigungsmittel nur streitiges und daher beweisbedürftiges Vorbringen (BGHZ 161, 138, 141 ff.; BGH NJW-RR 2005, 437; OLG Hamm NJW 2003, 2325 BeckOK ZPO/Wulf § 531 Rn. 6 (Stand 30.10.2012);… Musielak/Ball, ZPO 9. Aufl. § 531 Rn. 16).
Nach einer vermittelnden Auffassung soll unstreitiges neues Vorbringen jedenfalls dann zuzulassen sein, wenn die Entscheidung des Berufungsgerichts andernfalls evident unrichtig wäre (OLG Hamm, NJW 2003, 2325 f;… in Erwägung gezogen auch von OLG Düsseldorf, Urt. v. 14. Oktober 2003, 23 U 222/02).
Der erkennende Senat schließt sich dagegen der bislang zu dieser Frage veröffentlichten Rechtsprechung (Urteile des OLG Oldenburg NJW 2002, 3556 und des OLG Hamm MDR 2003, 650 = NJW 2003, 2325; weitergehend OLG Nürnberg, MDR 2003, 1133) insoweit an, als nicht schon allein der Umstand, dass eine Tatsache im Berufungsrechtszug unstreitig ist, ihre Zulassung gemäß § 531 Abs. 2 ZPO zur Folge hat.
Der Senat folgt insoweit der Auffassung, daß die Ausschlussgründe des § 531 Abs. 2 Nr. 1 - 3 ZPO dann der Berücksichtigung neuen Tatsachenvorbringens in der Berufungsinstanz nicht entgegenstehen, wenn dieses Vorbringen unstreitig bleibt und eine Zurückweisung zu einer evident unrichtigen Entscheidung führen würde (wie hier der 18. Zivilsenat des hiesigen Oberlandesgerichts, Urteil vom 10. Februar 2003 - Aktenzeichen 18 U 93/02 - MDR 2003, 650, 651).
Anderenfalls würde unter Außerachtlassung des wahren Sachverhaltes letztlich ein materiell falsches Urteil ergehen (vgl. OLG Hamm NJW 2003, 2325 f.; tendenziell wohl auch BGH NJW 2004, 1458 ff.; a.A. OLGR Oldenburg 2004, 54 f.).
OLG Hamm, 19.09.2003 - 19 U 56/02
Anschlußberufungsfrist bei Klageänderung infolge unrichtigen Antrags erster …
OLG Köln, 22.12.2003 - 5 U 127/03
Berücksichtigung von unstreitigem neuen tatsächliches Vorbringen in der …
OLG Naumburg, 16.12.2004 - 2 U 114/04
LG Arnsberg, 20.02.2007 - 3 S 167/06

References: § 531
 § 531
 § 531
 BGH 
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 BGH 
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 BGH