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Timestamp: 2016-10-24 16:08:42+00:00

Document:
9C_915/2013 (03.04.2014)
9C_915/2013 � � Urteil vom 3. April 2014
1.�������E.________,
�������2, 3 und 4 gesetzlich vertreten
�������durch ihre Mutter E.________,
alle vier vertreten durch Rechtsanwalt Thomas Laube, Beschwerdef�hrerinnen,
Der 1961 geborene M._________, Vater dreier in den Jahren 1997, 1999 und 2002 geborener T�chter, war ab 1. M�rz 1997 bei der Firma Y.________ angestellt, zuletzt bis 30. November 2008 als Gesch�ftsf�hrer der Filiale Z.________, und im Rahmen dieses Arbeitsverh�ltnisses bei der Pensionskasse X.________ berufsvorsorgeversichert. Am 15. Mai 2008 k�ndigte er das Arbeitsverh�ltnis. Vereinbarungsgem�ss wurde er ab 1. Juli 2008 freigestellt bei einer Lohnfortzahlung bis Ende November 2008. Anschliessend nahm M.________ keine Erwerbst�tigkeit mehr auf. Am 30. November 2010 schied er freiwillig aus dem Leben. Ein von der Witwe E.________ an die Pensionskasse X.________ gerichtetes Begehren auf Ausrichtung von Hinterlassenenleistungen lehnte diese mit Schreiben vom 10. Mai 2011 ab.
E.________ sowie ihre drei durch sie vertretenen minderj�hrigen T�chter liessen beim Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich Klage gegen die Pensionskasse X.________ erheben. Das kantonale Gericht wies das Rechtsmittel mit Entscheid vom 27. November 2013 ab.
E.________ und ihre T�chter lassen hiegegen Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren und die Aufhebung des angefochtenen Entscheides sowie die Verpflichtung der Pensionskasse zur Bezahlung einer Ehegattenrente (monatlich mindestens Fr. 3'140.-) sowie von drei Kinderrenten (monatlich je mindestens Fr. 1'047.-) nebst Zins ab 1. November 2010 beantragen.
Die Pensionskasse X.________ schliesst auf Abweisung der Beschwerde. Am 20. Februar 2014 lassen die Beschwerdef�hrerinnen eine Stellungnahme zur Beschwerdeantwort einreichen.
Am 25. M�rz 2013 reicht die Pensionskasse X.________ eine weitere Vernehmlassung zu den Akten.
Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Art. 82 ff. BGG) kann wegen Rechtsverletzungen gem�ss Art. 95 f. BGG erhoben werden. Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann eine - f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidende (vgl. Art. 97 Abs. 1 BGG) - Sachverhaltsfeststellung von Amtes wegen nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder wenn sie auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG).
Wo das Gesetz es nicht anders bestimmt, hat derjenige das Vorhandensein einer behaupteten Tatsache zu beweisen, der aus ihr Rechte ableitet (Art. 8 ZGB). Diese Bestimmung verteilt die Beweislast f�r alle Forderungsstreitigkeiten gest�tzt auf Bundesrecht und legt fest, welche Partei die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen hat (BGE 127 III 519 E. 2a S. 521). �berdies leitet sich daraus das Recht auf Beweis und Gegenbeweis von noch nicht erstellten rechtserheblichen Tatsachen ab (BGE 126 III 315 E. 4a S. 317; Urteil 4C.39/2002 vom 30. Mai 2002 E. 2a). Art. 8 ZGB regelt aber nicht die Beweisw�rdigung und schliesst insbesondere eine antizipierende Beweisw�rdigung nicht aus (BGE 127 III 519 E. 2a S. 522, 126 III 315 E. 4a S. 317; Urteil 9C_649/2007 vom 23. Mai 2008 E. 3). Im Berufsvorsorgeprozess ist der Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen (Untersuchungsgrundsatz; Art. 73 Abs. 2 BVG); die materielle Beweislast beinhaltet daher keine Beweisf�hrungslast (BGE 117 V 261 E. 3 S. 264; Urteil 9C_381/2007 vom 23. September 2008 E. 2.1).
Ist ein Versicherungsnehmer nach dem Ausscheiden aus der Vorsorgeeinrichtung nie mehr erwerbsf�hig geworden, f�hrt dies nicht zu einer Umverteilung der Beweislast. Kann der Beweis f�r den sachlichen und zeitlichen Zusammenhang mit keinem einzigen medizinischen Bericht gef�hrt werden, hat die versicherte Person oder haben nach ihrem Tod die Erben die Folgen dieser Beweislosigkeit zu tragen (vgl. Urteil 9C_597/2008 vom 3. Dezember 2008 E. 2.2.1).
Streitig und zu pr�fen ist der Anspruch der Beschwerdef�hrerinnen auf Hinterlassenenleistungen der Beschwerdegegnerin.
Das kantonale Gericht legte die Rechtsgrundlagen betreffend die Anspruchsvoraussetzungen f�r Hinterlassenenleistungen (Art. 18 lit. a in Verbindung mit Art. 23 lit. a BVG; Art. 19 Abs. 1 und 20 BVG), insbesondere zum Erfordernis einer w�hrend des Vorsorgeverh�ltnisses eingetretenen, mit der sp�teren Todesursache in engem zeitlichen und sachlichen Zusammenhang stehenden Arbeitsunf�higkeit (Versicherungsprinzip; BGE 134 V 28 E. 3.3 S. 31; vgl. auch BGE 134 V 20; 130 V 270 E. 4.1 S. 275; 123 V 262 E. 1c S. 264; 120 V 112 E. 2c/aa und bb S. 117 f.) und zum massgebenden Begriff der Arbeitsunf�higkeit (BGE 134 V 20 E. 3.2.2 S. 23) zutreffend dar. Darauf wird verwiesen.
4.1.�Nach unbestrittener Feststellung der Vorinstanz existieren keine echtzeitlichen Dokumente zum Gesundheitszustand des Verstorbenen zwischen seiner letzten Konsultation beim Hausarzt Dr. med. H.________, Allgemeine Medizin und Sportmedizin, welcher in einem Schreiben vom 10. Dezember 2010 best�tigt hatte, den Verstorbenen "im April 2008 wegen drohendem 'burnout' und wegen dringendem Verdacht auf eine depressive Entwicklung w�hrend insgesamt vier Monaten mit Antidepressiva behandelt" zu haben, und dem Todestag am 30. November 2010. Das kantonale Gericht erwog, es k�nne zwar als typisches Merkmal eines schweren depressiven Verlaufs bei der Pr�fung des erforderlichen engen zeitlichen Zusammenhangs ber�cksichtigt werden, dass der Verstorbene keine (fach-) �rztliche Behandlung in Anspruch genommen habe. Indes m�ssten auch f�r diesen Zeitraum erhebliche Beeintr�chtigungen der Arbeitsf�higkeit (von mindestens 20 %) nachgewiesen sein, was nicht zutreffe. Die zeitliche und auch die sachliche Konnexit�t sei mit Blick auf die beinahe zweij�hrige Dokumentationsl�cke zu verneinen, woran das von den Beschwerdef�hrerinnen veranlasste, retrospektiv erstellte Gutachten des Dr. med. S.________, Arzt f�r Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, vom 8. Februar 2012, nichts zu �ndern verm�ge. Die Akten zeichneten zwar ein eindr�ckliches Bild der Monate vor dem Tod. Die von Dr. med. S.________ r�ckwirkend festgelegte medizinisch-theoretische Arbeitsunf�higkeit basiere aber prim�r auf den Aussagen der Angeh�rigen, was f�r eine beweiskr�ftige Beurteilung nicht ausreiche. Von weiteren Beweismassnahmen seien keine entscheidrelevanten Erkenntnisse zu erwarten, weshalb davon abgesehen werden k�nne (antizipierte Beweisw�rdigung). Eine dauerhafte Leistungseinschr�nkung ab April 2008 scheine zwar m�glich, sei aber nicht mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt. Die Folgen dieser Beweislosigkeit h�tten die Beschwerdef�hrerinnen zu tragen, was zur Abweisung der Klage f�hre.
4.2.�Die Beschwerdef�hrerinnen r�gen, das kantonale Gericht sei unter Verletzung der Beweisregeln und des Untersuchungsgrundsatzes davon ausgegangen, nur f�r die letzten Monate w�re eine mindestens 20%ige Arbeitsunf�higkeit �berwiegend wahrscheinlich dargetan. Es sei aber kein einziges Indiz geltend gemacht worden, das f�r die vorangehende Zeit einen wesentlichen Unterbruch der Arbeitsunf�higkeit darzutun verm�chte, weshalb zwischen April 2008 und November 2010 eine dauernde, mindestens eine 20 % Arbeitsunf�higkeit deutlich wahrscheinlicher sei. Seit April 2008 habe der Verstorbene an einer mindestens mittelschweren depressiven Episode mit Somatisierungen (ICD-10 F32.1/2) gelitten, sich aber nach vier Monaten einer Behandlung entzogen, weshalb eine volle Arbeitsf�higkeit unwahrscheinlicher sei als eine mindestens 20%ige Arbeitsunf�higkeit. Die aus gesundheitlichen Gr�nden erfolgte K�ndigung des Verstorbenen vom 15. Mai 2008 sowie die anschliessende Freistellung durch die Arbeitgeberfirma spr�chen ebenfalls gegen eine Arbeitsf�higkeit. Zweifel an der Beweiskraft des Gutachtens S.________ h�tte das kantonale Gericht durch Zeugenbefragungen (der Witwe, der �ltesten Tochter, des Hausarztes sowie von Arbeitskollegen und Vorgesetzten) aus dem Weg r�umen m�ssen. Dass sich das kantonale Gericht nicht zu den bereits im vorinstanzlichen Verfahren gestellten Beweisantr�gen ge�ussert habe, verstosse gegen den Geh�rsanspruch. Schliesslich verletze die Vorinstanz auch den Grundsatz der freien Beweisw�rdigung, soweit sie auf einem echtzeitlichen Beleg f�r die Arbeitsunf�higkeit beharre, was umso stossender sei, wenn es - wie hier - gerade pr�gendes Merkmal der die Arbeitsunf�higkeit verursachenden Krankheit sei, dass sich Betroffene der medizinischen Behandlung entz�gen.
5.1.�Dem kantonalen Versicherungsgericht steht als Sachgericht im Bereich der Beweisw�rdigung ein erheblicher Ermessensspielraum zu, in welchen das Bundesgericht auf Beschwerde hin nur eingreift, wenn das Ermessen missbr�uchlich ausge�bt wurde, was insbesondere zutrifft, wenn das Gericht offensichtlich unhaltbare Schl�sse zog, erhebliche Beweise �bersah oder willk�rlich ausser Acht liess (BGE 132 III 209 E. 2.1 S. 211; Urteil 9C_682/2013 vom 25. Februar 2014 E. 3.2.2 mit Hinweisen). Die auf der W�rdigung der konkreten Umst�nde beruhende Feststellung des Zeitpunktes des Eintritts der Arbeitsunf�higkeit, deren Ursache zur Invalidit�t oder zum Tod gef�hrt hat, ist tats�chlicher Natur und somit letztinstanzlich nur im gesetzlichen Rahmen von Art. 105 Abs. 2 BGG der Erg�nzung oder Berichtigung zug�nglich (E. 1). Auch die aufgrund einer konkreten Beweisw�rdigung getroffene Feststellung des zeitlichen Konnexes ist Tatfrage. Frei �berpr�fbare Rechtsfrage ist dagegen, nach welchen Gesichtspunkten die Entscheidung �ber den Zeitpunkt des Eintritts einer massgebenden Arbeitsunf�higkeit zu erfolgen hat, und hinsichtlich des zeitlichen Zusammenhangs, ob die Beweisw�rdigung unter Beachtung der rechtsprechungsgem�ss relevanten Kriterien erfolgte.
5.2.�Die Bezeichnung des Zeitpunkts des Eintritts der Arbeitsunf�higkeit, deren Ursache zum Tod gef�hrt hat, ist eine in den gesetzlichen Schranken des Art. 105 Abs. 2 BGG �berpr�fbare Tatfrage (Urteil 9C_1048/2008 vom 17. Februar 2009 E. 3.3 mit Hinweis). Dieser Zeitpunkt ist f�r die Vorsorgeeinrichtung von grosser Tragweite, indem der Eintritt der massgebenden Arbeitsunf�higkeit w�hrend des Arbeitsverh�ltnisses oder der Nachdeckungsfrist oft jahrelange Rentenleistungen ausl�st (Art. 22 Abs. 2 und 3 BVG). Er muss daher hinl�nglich durch eine (�berzeugende) medizinische Einsch�tzung ausgewiesen sein, die ordentlicherweise echtzeitlicher Natur ist, wobei eine r�ckwirkende �rztliche Beurteilung nicht per se untauglich ist, eine im beruflichen Alltag gezeigte Leistungsreduktion aus medizinisch-theoretischer Sicht zu belegen (Urteil 8C_195/2009 vom 2. September 2009 E. 5, in: SVR 2010 IV Nr. 17). Wenn im Arbeitsvertragsrecht bereits eine Arbeitsunf�higkeit des Arbeitnehmers von wenigen Tagen durch ein �rztliches Zeugnis oder auf andere Weise bewiesen werden muss, darf indes hinsichtlich des erw�hnten Eintritts der berufsvorsorgerechtlich relevanten Arbeitsunf�higkeit mit viel weitreichenderen Folgen auf einen hinreichend klaren Nachweis nicht verzichtet werden. Er darf nicht durch spekulative Annahmen und �berlegungen ersetzt werden, sondern hat nach dem im Sozialversicherungsrecht �blichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit zu erfolgen (Urteil B 82/02 vom 18. Februar 2003 E. 2.2 in: SZS 2003 S. 438 mit Hinweis auf BGE 126 V 353 E. 5b S. 360).
6.1.�Der Verstorbene war vor seinem Ausscheiden aus dem Erwerbsleben in leitender Stellung beruflich erfolgreich. Im Zuge eines Wechsels im Jahr 2007 (Weggang von der Filiale Q.________ zur Filiale Z.________ [Aufbau der Filiale Z.________]) traten nach seiner eigenen Darstellung im K�ndigungsschreiben vom 15. Mai 2008 (erste) Schwierigkeiten auf. Die Witwe beschrieb gegen�ber dem Gutachter Dr. med. S.________, es sei an der neuen Arbeitsstelle zu einer erheblichen �berforderung gekommen. Dokumentiert ist eine Behandlung bei Dr. med. H.________ im April 2008 (E. 4.1 hievor) und eine Krankschreibung vom 4. bis 25. April 2008. Am 15. Mai 2008 verfasste der Verstorbene das K�ndigungsschreiben, in welchem er sein Bedauern �ber die aus gesundheitlichen Gr�nden erfolgende Beendigung des Arbeitsverh�ltnisses ausdr�ckte und festhielt, es sei ihm ein besonderes Anliegen, "den Markt geordnet und sauber" an seine Nachfolge zu �bergeben, da er "die Erlebnisse im Abgang in der Filiale Q.________ nicht nochmals erleben m�chte". Nach unbestritten gebliebener Darstellung der Beschwerdegegnerin wurde der Arbeitsvertrag durch eine Vereinbarung vom 23. Juni 2008 per 30. Juni 2008 aufgel�st und der Verstorbene bei Lohnfortzahlung bis Ende November 2008 freigestellt. In der Folge nahm er keine Erwerbst�tigkeit mehr auf und begab sich weder in �rztliche Behandlung noch meldete er sich bei der Arbeitslosen- oder der Invalidenversicherung an, weshalb f�r die Zeit zwischen Ende April 2008 bis zu seinem Tod am 30. November 2010, wie bereits festgehalten, weder (echtzeitliche) Arbeitsunf�higkeitsbescheinigungen noch anderweitige medizinische Dokumente vorhanden sind, die Aufschluss geben k�nnten �ber den Gesundheitszustand oder die Arbeitsf�higkeit.
6.2.�Der Verstorbene selbst hoffte im Zeitpunkt der K�ndigung offensichtlich, der Wegfall der beruflichen Belastung w�rde seine Situation verbessern. Dies l�sst sich nicht nur seinen Ausf�hrungen im K�ndigungsschreiben entnehmen (wonach er sich f�r die Verantwortung gegen�ber seinen T�chtern entschieden habe), sondern auch der Bemerkung gegen�ber seiner Ehefrau, wenn er jetzt nicht k�ndige, k�nne sie ihn auf dem Friedhof besuchen. Gem�ss dem an die Ehefrau gerichteten Abschiedsbrief hatte er allerdings "schon vor zwei Jahren" gegen�ber Dr. med. H.________ seine Suizidabsicht ge�ussert. Ob er sich nach dem R�ckzug aus dem Berufsleben famili�ren Aufgaben widmete, ist nicht dokumentiert (hiezu nachfolgende E. 6.3). Die Angeh�rigen schilderten eindr�cklich und glaubhaft die zunehmende gesundheitliche Verschlechterung ihres Ehemannes und Vaters, wobei die Witwe insbesondere das letzte Lebensjahr als sehr schwierig beschrieb, weil der Verstorbene sich v�llig passiv verhalten und niemanden mehr an sich herangelassen habe. Ab Sommer 2010 habe er massiv mehr Alkohol konsumiert. Die �lteste Tochter hielt in einem im August 2010 verfassten Brief an ihren Vater fest, er rege sich "in letzter Zeit" viel zu oft und zu schnell auf und l�chle zwar am Morgen, danach aber nicht mehr, was zu viel Streit und schlechter Laune in der Familie f�hre. Die Tochter f�hrte aus, es tue ihr weh, dass "t�glich alles schlimmer" werde und sie �usserte Angst, dass "alles kaputt geht". Ob und allenfalls in welchem Ausmass der Verstorbene ab April 2008 arbeitsunf�hig gewesen war, l�sst sich aus den Schilderungen der Angeh�rigen indes nicht rechtsgen�glich ableiten, ebenso erlaubt eine bereits im Fr�hjahr 2008 gegen�ber dem Hausarzt erw�hnte Suizidabsicht keine verl�sslichen Schl�sse �ber den weiteren Verlauf. Auch dass der Verstorbene nicht sofort eine neue Arbeitsstelle suchte, l�sst sich nicht zwingend auf gesundheitliche Gr�nde zur�ckf�hren. W�hrend der nach unbestritten gebliebener Darstellung der Beschwerdegegnerin bei Kadermitarbeitern der Firma Y.________ �blichen Freistellung wurde bis Ende November 2008 weiterhin der bisherige Lohn ausbezahlt, weshalb zun�chst keine unmittelbare wirtschaftliche Notwendigkeit zum sofortigen Antritt einer neuen Arbeitsstelle bestand.
6.3.�Keine verl�ssliche Entscheidgrundlage bietet nach den zutreffenden Erw�gungen der Vorinstanz auch das von den Beschwerdef�hrerinnen veranlasste Gutachten des Dr. med. S.________. Nicht nur st�tzen sich dessen Ausf�hrungen haupts�chlich auf erst nach der am 11. Mai 2011 erfolgten Ablehnung des Leistungsgesuchs durch die Beschwerdegegnerin datierenden Angaben der Witwe und der �ltesten Tochter vom 13. September 2011, welche nach zutreffenden Erw�gungen des kantonalen Gerichts als massgebende Grundlage f�r ein beweistaugliches Gutachten nicht ausreichen. Dar�ber hinaus ist dem Gutachten der gesundheitliche Verlauf nicht hinreichend deutlich zu entnehmen. So hielt Dr. med. S.________ fest, die Exploration der Witwe sowie der �ltesten Tochter habe ergeben, dass der Verstorbene nach der K�ndigung nur noch zu Hause gewesen sei. F�r die Familie habe er "jedoch immer alles gemacht". Dann sei er pl�tzlich perspektivlos, freudlos und v�llig adhedon geworden. Ob der v�llige R�ckzug bereits nach der Freistellung einsetzte (wie die Beschwerdef�hrerinnen vorbringen) und bis Ende November 2010 andauerte, oder ob zumindest in einer ersten Phase der Wegfall der beruflichen Belastung zu einer Zustandsverbesserung f�hrte, bleibt unklar. Hausarzt Dr. med. H.________ konnte mangels echtzeitlicher Aufzeichnungen �ber den Verlauf ab April 2008 ebenfalls nur spekulieren. Es ist denkbar, dass der von Dr. med. H.________ erhobene Befund (drohendes Burnout und dringender Verdacht auf eine depressive Entwicklung; Schreiben vom 10. Dezember 2010) zu einer ununterbrochenen gesundheitlich bedingten Arbeitsunf�higkeit von mindestens 20 % gef�hrt hatte. Indes l�sst sich aus den (Verdachts-) Diagnosen nicht ohne weiteres auf einen solchen Verlauf schliessen. Nicht entscheidend ist, ob und allenfalls inwieweit der Verstorbene im Mai und Juni 2008 arbeitsf�hig gewesen war, weil selbst eine vollst�ndige Arbeitsunf�higkeit in jenem Zeitraum keine Schl�sse auf den weiteren gesundheitlichen Verlauf zuliesse und eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin zu begr�nden verm�chte.
7.1.�Die d�rftige Aktenlage, insbesondere die vollst�ndige medizinische Dokumentationsl�cke ab Ende April 2008 machen die Beurteilung des f�r eine Anspruchsberechtigung der Beschwerdef�hrerinnen erforderlichen sachlichen und insbesondere zeitlichen Konnex zwischen der dokumentierten gesundheitlichen Problematik im Fr�hjahr 2008 und dem sp�teren Tod schwierig. Nach dem Gesagten deuten zwar gewisse Anhaltspunkte darauf hin, dass der Verstorbene keine den zeitlichen Konnex unterbrechende Arbeitsf�higkeit mehr erlangt haben k�nnte. Indes reicht die blosse M�glichkeit eines solchen Konnexes nicht aus, um eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin zu begr�nden. Daran vermag auch eine (jedenfalls) in den letzten Monaten eingetretene dramatische Zuspitzung der psychischen Situation nichts zu �ndern, die im tragischen Freitod endete. Entgegen den Vorbringen der Beschwerdef�hrerinnen gen�gt nicht, wenn Indizien f�r das Wiedererlangen einer erheblichen Arbeitsf�higkeit fehlen. Bleibt es nach allen in pflichtgem�sser Nachachtung des Untersuchungsgrundsatzes durchgef�hrten Abkl�rungen dabei, dass ein anspruchsbegr�ndender Konnex nicht rechtsgen�glich nachgewiesen werden kann, wirkt sich die entsprechende Beweislosigkeit zu Lasten der Anspr�che erhebenden Personen aus (E. 2 hievor).
7.2.�Die Vorinstanz hat in antizipierter Beweisw�rdigung einen ununterbrochenen zeitlichen Zusammenhang f�r nicht �berwiegend wahrscheinlich erachtet (vorangehende E. 4.1). Der Verzicht auf beweisrechtliche Weiterungen, insbesondere auf eine Befragung der von den Beschwerdef�hrerinnen angebotenen Zeugen, kann nicht als Verstoss gegen Bundesrecht gewertet werden. Bez�glich des Gesundheitszustandes, wie er sich zwischen April 2008 und November 2010 entwickelt hatte, sind von der Befragung ehemaliger Arbeitskollegen und Vorgesetzten keine rechtsrelevanten Erkenntnisse zu erwarten, zumal es sich bei diesen Personen nicht um medizinische Fachpersonen handelt und sie weitestgehend nur �ber ihre - zwischenzeitlich bereits l�nger zur�ckliegenden - Wahrnehmungen allf�lliger Leistungseinbussen bis l�ngstens Ende Juni 2008 (Beendigung des Arbeitsverh�ltnisses) Auskunft geben k�nnten. Die Beobachtungen der weiteren angef�hrten Zeugen (Herr U.________, Frau T.________) sind bereits im Gutachten des Dr. med. S.________ enthalten und vermochten zu keinen relevanten Erkenntnissen zu f�hren. Die Befunde des Dr. med. H.________ und die Schilderungen der Witwe sowie der �ltesten Tochter sind bereits ausf�hrlich dokumentiert.
Keine Bundesrechtsverletzung liegt auch darin, dass das kantonale Gericht nicht auf das Gutachten S.________ und die retrospektive Beurteilung des Dr. med. H.________ abgestellt respektive aus den Befunden des letzten auf eine anspruchsbegr�ndende zeitliche Konnexit�t geschlossen hatte (E. 6.3 hievor). Die auf konkreter Beweisw�rdigung der Vorinstanz beruhenden Feststellungen zur Arbeitsunf�higkeit zwischen April/Mai und Dezember 2008 k�nnen somit weder als willk�rlich noch sonstwie als bundesrechtswidrig bezeichnet werden. Selbst wenn davon ausgegangen w�rde, dass sich die Situation im Verlaufe des Jahres 2009 dramatisch zuspitzte, bleibt bez�glich des Geschehens ab April 2008 eine Dokumentationsl�cke, die sich nach den letztinstanzlich nicht zu beanstandenden Erw�gungen im angefochtenen Entscheid nicht mehr schliessen l�sst. Die Beweislosigkeit hinsichtlich des anspruchsbegr�ndenden Sachverhaltes wirkt sich nach den korrekten vorinstanzlichen Erw�gungen zu Lasten der Beschwerdef�hrerinnen aus (vorangehende E. 2). Damit hat es beim angefochtenen Entscheid sein Bewenden.
Bei diesem Verfahrensausgang werden die Beschwerdef�hrerinnen kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG).
Die Gerichtskosten von Fr. 800.- werden den Beschwerdef�hrerinnen auferlegt.

References: Art. 95
 Art. 97
 Art. 95
 Art. 8
 Art. 73
 Art. 23
 Art. 19
 BGE 
 BGE 
 Art. 105
 Art. 105
 BGE