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Timestamp: 2019-02-19 08:21:32+00:00

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Die Satzung des Bürger-Schützenvereins Brakel
Der Bürger - Schützenverein von 1567 Brakel e.V., besteht seit dem Jahre 1567 als Schützenbruderschaft und seit 1590 als Schützengesellschaft. Dieser Satzung liegen die Statuten aus den Jahren 1590, 1870, 1934, 1955 und 1971 zu Grunde (Download dieser Satzung als PDF-Datei).
1. Der Verein führt den Namen: Bürger-Schützenverein von 1567 Brakel e.V. Er hat seinen Sitz in der Stadt Brakel. Der Verein verfolgt ausschließlich Zwecke im Sinne der Gemeinnützigkeitsverordnung. Aufgaben und Ziele des Vereins sind:
a) Liebe und Treue zur Heimat zu fördern
b) Eintracht und Bürgersinn zu pflegen
c) alte Traditionen zu bewahren.
d) den geselligen Umgang unter den Mitgliedern zu pflegen
2. Der Verein ist politisch und konfessionell neutral. Die Grundsätze christlichen Glaubens und Handelns sind alte Schützentradition.
3. Der Verein fördert den Schießsport nach den Regeln des Deutschen Schützenbundes.
b) Ehrenschützen
d) Ehrenoffiziere
e) außerordentliche Mitglieder
2. Schütze kann jeder Bürger der Stadt Brakel werden, der das 16. Lebensjahr vollendet hat. Die Aufnahme ist beim jeweiligen Zugführer schriftlich zu beantragen, über die Aufnahme entscheidet der Vorstand, der für oder gegen die Aufnahme stimmt. Ablehnungen brauchen nicht begründet zu werden.
3. Jeder Neuschütze erkennt mit seiner Aufnahme diese Statuten an.
4. Ehrenschützen sind alle Schützen, die 50 Jahre dem Verein angehören und den Treueorden erhalten haben. Sie sind vom Beitrag befreit.
5. Zu Ehrenmitgliedern können ernannt werden Bürger, die sich um das Wohl des Vereins oder der Stadt Brakel verdient gemacht haben. Sie sind vom Beitrag befreit.
6. Zu Ehrenoffizieren können Schützen ernannt werden, die sich durch langjährige Tätigkeit im Vorstand verdient gemacht haben. Sie sind vom Beitrag befreit.
7. Außerordentliche Mitglieder nehmen ihre Rechte ausschließlich in den angeschlossenen Abteilungen ohne Zugzugehörigkeit wahr.
8. Die Mitgliedschaft erlischt:
b) durch schriftlichen Austritt gegenüber dem Vorstand
Der Austritt aus dem Verein ist jeder Zeit möglich. Die festgesetzten Beiträge für das laufende Rechnungsjahr sind zu zahlen. In besonderen Fällen kann der Vorstand durch Mehrheitsbeschluß einen Schützen ausschließen.
§ 3 Traditionsverpflichtung
1. Am letzten Samstag im Juni eines jeden Jahres begeht das Schützenbataillon den traditionellen Peter- und Paulstag mit der Lobeprozession zur Sudheimer Linde.
2. Der Vorstand ist berechtigt, aus besonderen Gründen Terminänderungen vorzunehmen.
1. Jeder Schütze ist berechtigt, an der Generalversammlung/Jahresversammlung mit Stimmrecht teilzunehmen. Er hat das Recht, hier Anträge zustellen.
2. Jeder Schütze ist gehalten, sich an den Veranstaltungen des Vereins zu beteiligen, insbesondere an den Ausmärschen.
3. Jeder Schütze kann an den Tanzveranstaltungen kostenlos mit einer weiblichen Begleitung teilnehmen. Jeder Schütze erhält bei der Teilnahme an den Ausmärschen die vom Vorstand festgelegte Anzahl Freibiermarken.
4. Jeder Schütze ist gehalten, die Ziele des Vereins zu verfolgen, sich für diese einzusetzen und für diese einzutreten. Weiterhin ist er verpflichtet, bei Festveranstaltungen den Anweisungen des Vorstandes Folge zuleisten. Er ist verpflichtet, den Jahresbeitrag pünktlich an die Schützenkasse abzuführen.
§ 5 Jahresbeitrag und Kassenführung
1. Der Jahresbeitrag wird von der Generalversammlung festgelegt und zu Beginn des Rechnungsjahres eingezogen.
2. Die Kassengeschäfte führt der Schützensekretär. Er gibt in der Generalversammlung / Jahresversammlung den Kassenbericht. Der Oberst ist berechtigt, die Kassenführung einzusehen.
3. Der amtierende Dechant überwacht die laufenden Geschäfte des Vereins.
4. Die Kasse wird einmal jährlich von den gewählten Kassenprüfern geprüft.
1. Der Verein gliedert sich nach den Stadtbereichen (alten Bauernschaften) der traditionsüberlieferten Züge. Zur Zeit besteht das Schützenbataillon aus vier Zügen. Sollte es angemessen erscheinen, die Zahl der Züge zu vergrößern oder zu verringern, entscheidet der Vorstand.
2. Jeder Zug wird von einem Zugführer geleitet, dem 2 Unteroffiziere zur Seite stehen.
3. Der Verein unterhält folgende Unterabteilungen:
a) einen Spielmannszug
b) eine Sportschützenabteilung
4. Die Abteilungen können eigene Geschäftsordnungen erstellen, diese sind vom Gesamtvorstand des Bürger-Schützenvereins zu genehmigen und müssen vom Oberst unterzeichnet werden.
3. die Jahresversammlung
1. Stimmberechtigte Vorstandsmitglieder sind:
- der Oberst
- der Adjutant
- der Fähnrich
- vier Zugführer
- zwei Fahnenoffiziere
- acht Unteroffiziere
- der 1. Dechant
- der 2. Dechant
- der Tambourmajor
- der Leiter der Sportschützen
- der Schützensekretär
2. Der Oberst vertritt den Verein gerichtlich und außergerichtlich. Er führt den Vorsitz bei Versammlungen des Vereins und bei den Vorstandssitzungen. Er führt die Geschäfte des Vereins nach der gültigen Geschäftsordnung, die zu Beginn jeder Amtsperiode vom Vorstand neu beschlossen werden muß. In Abwesenheit wird der Oberst durch den Adjutanten vertreten.
3. Der Vorstand faßt seine Beschlüsse mit Stimmenmehrheit. Zur Gültigkeit eines Beschlusses ist es erforderlich, daß die Vorstandsmitglieder ordentlich geladen und mindestens zwei Drittel erschienen sind. Bei Stimmengleichheit entscheidet der Oberst.
4. Entsprechend der Geschäftsordnung kann der Vorstand Ehrenoffiziere ernennen. Diese sind nicht stimmberechtigte Vorstandsmitglieder. Ihre Wahl, Rechte und Pflichten regelt die Geschäftsordnung.
5. Die Tätigkeit im Vorstand ist ehrenamtlich.
6. Die Königswürde kann jeder Schütze erringen, der das 25. Lebensjahr vollendet hat, der 5 Jahre Mitglied im Verein ist und während des Königsschießens den besten Schuß getan hat. Während seiner Amtszeit ist er stimmberechtigtes Vorstandsmitglied. Nach alter Sitte ist der Schützenkönig verpflichtet, in Begleitung der Dechanten und der Fahne, das Kleinod des Vereins an allen vier Hochzeitenfesten in die katholische Pfarrkirche zu tragen, dem Hochamt beizuwohnen, der Prozession am 2. Schützenfesttag zu folgen, bei der Opferung 4 Groschen zu opfern, die ihm aus der Schützenkasse erstattet werden. Erlangt ein Nichtkatholik die Königswürde, können die kirchlichen Verpflichtungen durch einen der letzten Könige ausgeübt werden.
7. Am Abend des letzen Schützenfesttages erfolgt die Wahl des neuen Dechanten durch den Schützenvorstand mit einfacher Mehrheit für zwei Jahre. Die Wahl erfolgt auf Vorschlag des jeweiligen Zugführers, der vom Vorstand hierzu beauftragt wurde. Dechant kann jedes angesehene Mitglied des Vereins werden, das sich durch besondere Treue zum Verein in rückliegenden Jahren verdient gemacht hat.
8. Der Tambourmajor und der Leiter der Sportschützenabteilung werden von den jeweiligen Abteilungen gewählt. Sie müssen ordentliche Mitglieder des Bürger -Schützenvereins sein.
§ 9 Wahlordnung
I. Wahl der Zugführungen
1. In der Generalversammlung übernimmt der geschäftsführende Dechant nach der Entlastung des Vorstandes die Versammlungsleitung und ruft die einzelnen Züge auf, in Teilversammlungen die Zugführungen zu wählen.
2. Die Schützen der einzelnen Züge, die in einer Anwesenheitsliste durch persönliche Eintragung ihre Anwesenheit dokumentieren, wählen auf Vorschlag der jeweiligen Teilversammlung
- den Zugführer
- den 1. Unteroffizier
- den 2. Unteroffizier
- in getrennten Wahlgängen.
3. Stellt sich ein Schütze, nachdem er für ein Amt vorgeschlagen wurde, nicht zur Wahl, so kann er für die kommende Amtsperiode für kein höheres Offiziersamt gewählt werden.
II. Erweiterte Vorstandswahlen
1. Innerhalb 8 Tagen nach der Generalversammlung erfolgt die Wahl des erweiterten Vorstandes.
2. Die beiden Dechanten, der Schützenkönig, die 4 Zugführer und die 8 Unteroffiziere wählen unter der Leitung des amtierenden Dechanten zunächst den Oberst, der auf Vorschlag gewählt und dann in die Versammlung geholt wird. Nimmt der Gewählte das Amt an, so übernimmt der neue Oberst die Leitung der Versammlung.
3. Weiterhin werden in folgender Reihenfolge gewählt:
- zwei Fahnenoffiziere (in getrennten Wahlgängen)
Wobei jeweils der zuletzt gewählte in die Versammlung geholt wird und an der Wahl des Nächsten teilnimmt.
4. Auf Vorschlag des Oberst wählt der Vorstand bei den erweiterten Vorstandswahlen einen Schützensekretär.
III. Die vorgenannten Wahlen erfolgen für 3 Jahre.
IV. Scheidet ein Mitglied des erweiterten Vorstandes durch Tod oder Rücktritt während der Wahlperiode aus, so ist umgehend ein neues Mitglied für das freigewordene Amt durch alle wahlberechtigtenVorstandsmitglieder zu wählen. Die Wahl erfolgt bis zum Ende der laufenden Wahlperiode.
2. Der Schützensekretär führt die Finanzen, Kassengeschäfte und den Schriftverkehr des Vereins in Zusammenarbeit und Abstimmung mit dem amtierenden Dechant und dem Oberst. Er gibt auf der Generalversammlung/Jahresversammlung den Kassenbericht. Er verwaltet das Vermögen des Vereins.
§ 11 Generalversammlung (GV)
1. Die Generalversammlung kann sein:
a) eine ordentliche GV
b) eine außerordentliche GV
2. Alle drei Jahre nach Schützenfest ist die ordentliche GV des Vereins.
3. Stimmberechtigt ist jedes Mitglied des Vereins. Die GV beschließt über Anträge mit einfacher Mehrheit, über Satzungsfragen mit 2/3 Mehrheit.
4. Der Oberst lädt schriftlich vier Wochen vor der GV unter Bekanntgabe der Tagesordnung ein. Anträge zur Satzung müssen eine Woche vor der GV schriftlich beim Oberst eingehen.
5. Die Generalversammlung wählt nach der Wahlordnung , getrennt nach Zügen, die Zugführer und die Unteroffiziere sowie je Zug einen Kassenprüfer.
6. Die Generalversammlung ist beschlußfähig, wenn sie: ordnungsgemäß geladen ist, ihre Beschlußfähigkeit festgestellt wurde.
7. Die Generalversammlung erteilt auf Antrag dem Vorstand Entlastung.
8. Der Oberst ist verpflichtet, eine außerordentliche Generalversammlung einzuberufen, wenn dies 5% der Mitglieder schriftlich unter Einreichung einer Tagesordnung verlangen.
9. Am Versammlungstage selbst ist vorher durch Umzug der Spielleute an die Versammlung zu
10. Von der GV ist ein Protokoll zu führen, dieses muß vom Oberst und dem Schützensekretär
§ 12 Jahresversammlung (JV)
1. Jedes Jahr nach Schützenfest findet eine Jahresversammlung statt.
2. Der Oberst lädt schriftlich zur Jahresversammlung, mindestens 2 Wochen vorher, ein. Sie dient der Geselligkeit und der Aussprache der Schützenbrüder, kann aber keine Satzungsbeschlüsse fassen. Beschlüsse der JV werden vom Vorstand geprüft und, soweit möglich, durchgeführt. Der Vorstand legt in der nächsten JV Rechenschaft über die ausgeführten Beschlüsse der letzten Jahresversammlung ab.
3. Die Jahresversammlung nimmt den Rechenschaftsbericht des Vorstandes entgegen und beschließt über den Kassenbericht.
4. Am Versammlungstage selbst ist vorher durch Umzug der Spielleute an die Versammlung zu erinnern.
5. Von der JV ist ein Protokoll zu führen, dieses muß vom Oberst und dem Schützensekretär unterschrieben werden.
1. Das Vermögen des Vereins ist vom Vorstand nach bestem Wissen und Gewissen zu verwalten.
2. Die beweglichen Vermögenswerte sind zu inventarisieren.
3. Etwaige Gewinne dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwandt werden. Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Vergütungen aus Mitteln des Vereins.
4. Satzungsänderungen, welche die in § 1 genannten Anzeigenzwecke betreffen, bedürfen der Einwilligung des Finanzamtes.
§ 14 Besondere Regelungen
1. Alle in der gegenwärtigen Satzung nicht geregelten Fälle gehören in die Entscheidungsbefugnis des Vorstandes.
2. Sollten Mißverständnisse oder Streitigkeiten entstehen, so sind diese dem zuständigen Zugführer vorzutragen. Wenn die Angelegenheit nicht gleich zu schlichten ist, soll der Oberst informiert werden. Dieser ruft, wenn nötig, den Vorstand zusammen, bei dessen Entscheidung es unabänderlich sein Bewenden hat. Wer sich den Entscheidungen des Vorstandes widersetzt und damit Streitigkeiten veranlaßt, kann von den weiteren Veranstaltungen des Vorstandes oder gar des Vereins ausgeschlossen werden.
1. Niemand ist berechtigt, die Auflösung des Vereins oder die Teilung des Vermögens zu beantragen.
2. Sollte jedoch jemals der Fall eintreten, daß der Verein aufgelöst wird, dann soll das Gesamtvermögen der Stadt Brakel zu treuen Händen übergeben werden, die es so lange aufbewahren soll, bis sich ein Verein bildet, der im Sinne dieser Satzung bereit ist, die alten Traditionen fortzuführen.
3. Sollte sich jedoch kein Verein finden, der die alten Traditionen fortführt, ist das Kleinod, die Protokollbücher und die Fahne dem Stadtarchiv zu übergeben. Noch vorhandenes Bar- oder sonstiges Vermögen ist von der Stadt Brakel zur Erhaltung der Pflege der Gedenkstätte an der Sudheimer Linde zu verwenden.
Diese Satzung wurde in der Generalversammlung am 29.10.1999 beschlossen.
Brakel, den 29.10.1999
F. Karl Fimmel
- Adjutant -
Harri Gaede
- 1. Dechant -
Wilhelm Waldhoff
- 2. Dechant -
Hans-Hubertus Schmid
- König -
Klaus Tensi
- Fähnrich -
Franz Rox
- Fahnenoffizier -
Helmut Pless
- 1. Zugführer -
Reinhard Pahnhenrich
- Unteroffizier -
Jörg Beine
Franz-Josef Schwiete
- 2. Zugführer -
Willi Düsenberg
- 3. Zugführer -
Rüdiger Fahrig
- 4. Zugführer -
Klaus Jax
- Tambourmajor -
Bernward Nölken
- Leiter der Sportschützen -
- Sekretär -

References: § 3

§ 5

§ 9

§ 11

§ 12
 § 1

§ 14