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Timestamp: 2019-11-19 07:46:31+00:00

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14.05.2012 17:22 |
Ich bin nach Deutschland in 2005 gekommen (Zweck: Studium).
Ich habe jetzt Aufenthaltstitel (unselbstständige Beschäftigung) gem. § 18 Abs. 4 Satz 1.
Es steht als Nebenbestimmung, dass der Aufenthaltstitel mit Beendigung der Beschäftigung erlischt.
Früher habe ich Aufenthaltstitel zur Arbeitssuche (§16 Abs. 4 AufenthG) nach dem Abschluss meines Studiums gehabt.
Leider wurde mein Arbeitsvertrag gekündigt (nach 6 Monaten Arbeit) und morgen wird mein Arbeitsverhältnis beendet.
1- wie lange Zeit gibt mir die Ausländerbehörde (wenn überhaupt) für die Suche einer neuen Arbeit bzw. um meinen Aufenthalt in Deutschland zu beenden.
2- meine Frau hat auch Aufenthaltstitel (unselbstständige Beschäftigung) gem. § 18 Abs. 4 Satz, kann ich Ehegattennachzug beantragen gem. § 30 (Gehalt und Wohnungsfläche sind ausreichend).
3- wenn ich Aufenthaltstitel gem. § 30 habe, bekomme ich Arbeitserlaubnis, falls ich eine passende Arbeit gefunden habe? Brauche ich dafür die Zustimmung der Agentur für Arbeit (meine Frau braucht das für Ihre Arbeit)? Und kann ich nachträglich wieder Aufenthaltstitel gem. § 18 beantragen?
Aufenthaltstitel Aufenthaltstitel Arbeitserlaubnis Ausländerbehörde Frau
1.	Wenn die Ausländerbehörde Kenntnis von dem Erlöschen des Aufenthaltstitels erhält oder der Aufenthaltstitel direkt mit der Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses erlischt –letzteres müsste dann aber direkt im Aufenthaltstitel stehen- dann bekommt man in der Regel eine Frist zur freiwilligen Ausreise von einem Monat.
2.	Aber natürlich können Sie eine Aufenthaltserlaubnis zum Ehegattennachzug nach § 30 AufenthG beantragen. Ob diese Aufenthaltserlaubnis erteilt werden kann, muss unter Berücksichtigung des § 30 AufenthG genau geprüft werden. Das kann ich hier nicht abschließend beantworten. Sofern der Lebensunterhalt für Sie beide gesichert ist, ist es aber sehr wahrscheinlich, dass diese Aufenthaltserlaubnis erteilt werden kann.
3.	Wenn Sie einen inländischen Hochschulabschluss besitzen, dann wird die Zustimmung zu einer Aufenthaltserlaubnis zur Erwerbstätigkeit ohne Vorrangprüfung nach § 39 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 des Aufenthaltsgesetzes erteilt. Die Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit muss aber vorliegen. Sind Sie bereits zwei Jahre versicherungspflichtig beschäftigt, wäre Ihre weitere Beschäftigung zustimmungsfrei.
Sie könnten beantragen, dass die Beschränkung hinsichtlich des Arbeitgebers etc. aufgehoben wird. Der Antrag auf Verlängerung einer Aufenthaltserlaubnis zur Erwerbstätigkeit muss trotzdem gestellt werden.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen zunächst behilflich sein. Gerne können Sie noch für eine Rückfrage zur Verfügung.
Nachfrage vom Fragesteller	14.05.2012 | 21:18
danke für Ihre Antwort! es gibt aber noch ein Teil von Frage 3 ungeklärt!
angenommen habe ich Aufenthaltstitel gem. § 30 bekommen und später habe ich eine passende Arbeit gefunden, dann soll ich eine Arbeitserlaubnis beantragen!
Die Frage ist: kann ich dann Aufenthaltserlaubnis gem. § 18 beantragen (statt § 30)?
Ich hoffe, dass meine Frage jetzt klar ist!
Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.05.2012 | 07:10
Gerne beantworte ich Ihre Nachfrage. Wenn Sie wieder ein neues Arbeitsangebot vorliegen haben, dann können Sie eine Aufenthaltserlaubnis zur Erwerbstätigkeit beantragen und werden diese auch erhalten, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind.

References: § 18
 § 18
 § 30
 § 30
 § 18
 § 30
 § 30
 § 39
 § 30
 § 18
 § 30