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Timestamp: 2020-08-03 17:58:48+00:00

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RE: LG Aaachen Hat Vorzeigevater Kind erschlagen ? | Urteil: 7 Jahre - 2
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#26 | RE: LG Aaachen Hat Vorzeigevater Kind erschlagen ? | Urteil: 7 Jahre 29.11.2019 18:23
(Anmerkung der Redaktion: Hier meint Krechel, obwohl er es nicht offen anspricht, offensichtlich § 60 StGB der besagt dass das Gericht von einer Bestrafung des Täters absehen kann wenn die Folgen der Tat, die den Täter getroffen haben, so schwer sind, daß die Verhängung einer Strafe offensichtlich verfehlt wäre. Dies wäre im Falle einer Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung ein Seiten des Gerichts durchaus gangbarer Weg )
Ich schließe mich @Christine an. Die Videos beweisen (für mich) eindeutig, dass er sich um seinen Sohn gesorgt hat. Mehr muss man dazu gar nicht sagen. Mal sehen wie das Gericht urteilen wird.
Gehört nicht zu diesem Fall: In dem Hamburger Fall des kleinen Mohamed (10 Wochen) - die Eltern liesen ihn verhungern, wurde aktuell das Urteil gesprochen. 2 Jahre auf Bewährung. Totschlag wegen Unterlassung. „Es liegt eine krasse Betreuungs- und Fürsorgeverletzung vor. Daher ist es keine fahrlässige Tötung.“
#27 | RE: LG Aaachen Hat Vorzeigevater Kind erschlagen ? 29.11.2019 18:56
Kommentar zum heutigen Tage:
Dies ist einer der ganz wenigen Fälle, in denen ich absolut nicht in der Lage bin eine Prognose abzugeben über das was das Gericht am Ende machen wird. Oftmals ist es auch leichter, denn da geht es nur um die Frage 1 oder 2 Jahre und die Vorstellung von Staatsanwaltschaft und Verteidigung sind nicht so weit auseinander wie in diesem Falle
Auf der einen Seite muss man sehen, dass die Kammer, worauf Rechtsanwalt Krechel heute in seinem Plädoyer auch hinwies, sicherlich nicht von geistiger Umnachtung umgeben, rechtliche Hinweise ins Blaue hinein verteilt. Der Umstand dass die Kammer, mehr oder weniger von sich aus, bereits am vergangenen Hauptverhandlungstag eine Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung ins Spiel brachte, mag daher als Indiz gesehen werden, dass es am Ende in diese Richtung geht.
Andererseits darf man aber 2 Dinge nicht vergessen
1) Die Kammer hat in diesem Verfahren über weite Strecken alles versucht die Sachverständige Frau Dr Banaschack zu schützen. Würde Sie nun zu einer Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung kommen, und damit den anderen rechtsmedizinischen Gutachten folgen würde , wäre das ( auch) eine heftige Ohrfeige in der Gesicht, denn man müsste gerade ein von der Sachverständigen ausgeschlossenes " Low Fall " Geschehen annehmen.
2) Dass man das Ergebnis der Beweisaufnahme in der vergangenen Hauptverhandlungstagen auch durchaus ausblenden kann, hat das Plädoyer der Staatsanwaltschaft heute gezeigt
Ich glaube nicht, dass, würde die Kammer der heutigen Argumentationskette der Staatsanwaltschaft folgen, das entsprechende Urteil einer ( guten) Revision standhalten würde. Dies aus folgendem Grunde:
Die Staatsanwaltschaft spricht hinsichtlich der Einlassung des Angeklagten von einer sogenannten Teileinlassung. Dies ist aus juristischer Sicht deshalb bedeutsam, weil das Gericht ein komplettes Schweigen des Angeklagten niemals gegen diesen verwenden darf. Eine sogenannte Teileinlassung ( bei der man sich eben zu bestimmten Tatsachen äußert, zu anderen Fragen aber schweigt) unterliegt der Beweiswürdigung der Kammer, und kann durchaus nachteilig für ihn gewertet werden .
Dabei verkennt die Staatsanwaltschaft aber, dass der Angeklagte sich umfassend zu dem Tatvorwurf eingelassen hat, und SÄMTLICHE Nachfragen aller Verfahrensbeteiligter frei beantwortet hat. Seine Angaben waren damit vollumfänglich, sein Schweigen bezog sich wenn überhaupt nur auf die Frage, wie es zu den Schädelverletzungen seines Sohnes gekommen sein könnte. Will man hierbei aber von einem Teilschweigen ausgehen, hätten andere Motive ( wie z.B. dass der Angeklagte es einfach nicht weiß ) diskutiert werden müssen, wenn man will, dass diese Argumentation vor dem Bundesgerichtshof Bestand hat.
Zwar dürfen grundsätzlich auch aus einem Teilschweigen des Angeklagten Wertungen gezogen werden. Dies gilt aber nur dann, wenn nach den Umständen Angaben zu diesem Punkt zu erwarten gewesen wären, andere mögliche Ursachen des Verschweigens ausgeschlossen werden können und die gemachten Angaben nicht ersichtlich lediglich fragmentarischer Natur waren.
( so BGH 2 StR 584/18 - Beschluss vom 12. März 2019 (LG Aachen))
Auch den Grundsatz indubio hat der Staatsanwalt offensichtlich nicht verstanden.
Zwar musss nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs , bei mehrern vorliegenden Handlungsalternativen, nicht immer von der für den Angeklagten günstigsten Variante ausgegangen werden, insbesondere wenn sich für ihr vorliegen keinerlei objektivierbare Anhaltspunkte finden lassen.
Nach in der Literatur vertretener Meinung gilt aber etwas anderes, wenn sich auch für ein anderes Handlungsgeschehen keine objektiven Anhaltspunkte ergeben.
Bezogen auf den Fall: Gibt es weder Anhaltspunkte dafür, dass der Angeklagte seinem Sohn gezielt die Hirnverletzungen zugefügt hat, noch dass dies bei einem Sturzgeschehen geechehen sein könnte muss das Gericht sehr wohl vom Grundsatz in dubio pro reo ausgehen.
Tumbleweed und Christine haben sich bedankt!
#28 | RE: LG Aaachen Hat Vorzeigevater Kind erschlagen ? 29.11.2019 19:25
@Christine @Tumbleweed
Ich persönlich glaube nicht, dass das Gericht hier den § 60 StGB anwenden wird. Es gibt 3 denkbare Alternativen
1) Das Gericht kommt zu einer Verurteilung wegen Totschlags . Dann würde eine Mindestfreiheitsstrafe von 5 Jahren im Raum stehen, die Staatsanwaltschaft beantragt hier sogar 12 Jahre und bewegt sich damit im oberen 1/3 des § 212 Absatz 1 StGB ( etwas was ich in dieser Konstellation übrigens auch noch nie erlebt habe: Ähnlich gelagerte Fälle lagen bislang eigentlich immer so zwischen 6 und 8 Jahren, wobei es das Landgericht Limburg mal fertig gebracht hat, eine Mutter für die Tötung ihrer immer erst vor kurzem geborenen 3 Babys wegen Totschlags zu 12 Jahren zu verurteilen. Der Bundesgerichtshof hat das Urteil zwar später aufgehoben, aber nur weil das Gericht im letzten Fall rechtsfehlerhaft einen Mord verneint hat ( falls die Details dazu interessieren kann ich sie gerne in anderem Zusammenhang auf Anfrage mal gesondert schildern). Damit kann § 60 schon keine Anwendung finden, denn § 60 Absatz 2 besagt, dass diese Vorschrift keine Anwendung findet wenn der Täter für die Tat eine Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr verwirkt hat.
2) Das Gericht spricht den Angeklagten der fahrlässigen Tötung schuldig. Auch wenn der Strafrahmen dies durchaus zulassen würde glaube ich aufgrund der Begleitumstände nicht, dass das Gericht hier zu einer Freiheitsstrafe von unter einem Jahr kommen würde, denn dann müsste sich das Gericht den Vorwurf gefallen lassen, den Angeklagten über fast 9 Monate in Untersuchungshaft gehalten zu haben. Dass hier kein 0815 Fall vorliegt zeigt bereits das Plädoyer der Staatsanwaltschaft und ich denke dass die Kammer, wenn sie schon derart heftig vom Antrag der Staatsanwaltschaft abweicht, zumindest wird zeigen wollen, dass die Staatsanwaltschaft mit der fast vollständigen Ausschöpfung des Strafrahmens des § 212 StGB durchaus nicht ganz falsch liegt. Insoweit denke ich dass die Kammer für den Fall dass sie zu einer fahrlässigen Tötung durch den Angeklagten kommen sollte, zu einer Freiheitsstrafe zwischen 13 Monaten und 2 Jahren ausgesetzt zur Bewährung kommen wird.
3) Das Gericht kommt zu einem Freispruch weil es davon ausgeht, dass der Tot des kleinen Ben nicht durch die Unachtsamkeit oder eine Aufsichtspflichtverletzung des Angeklagten verursacht worden ist. Dann spielt § 60 ohnehin keine Rolle mehr.
Ich bin ehrlich gespannt was es am Montag wird und auf der einen Seite enttäuscht dass ich nicht dabei sein kann, aber auf der anderen Seite auch ganz froh darüber. Sollte nämlich am Montag eine Verurteilung wegen Totschlags oder zu einer nicht bewährungsfähigen Freiheitsstrafe herauskommen ( die bei dem Strafrahmen der fahrlässigen Tötung von bis zu 5 Jahren auch noch nicht zu 100 % vom Tisch ist ) wäre es meines Vorstrafenregisters nicht dienlich dass ich dabei bin :-)
#29 | RE: LG Aaachen Hat Vorzeigevater Kind erschlagen ? 29.11.2019 20:48
(...) Ein von der Verteidigung eingebrachter Rechtsgutachter beurteilte das Verletzungsbild vom Schädelbruch des Kindes völlig anders als das Obduktionsgutachten.
Für ihn deutete das Verletzungsbild auf einen Unfall hin. (...)
https://www.tag24.de/nachrichten/aachen-...tschlag-1304666
#30 | RE: LG Aaachen Hat Vorzeigevater Kind erschlagen ? 30.11.2019 08:45
Zitat von Tumbleweed im Beitrag #29
Davon hatte @erroriuris früher schon einmal berichtet. Warum wird das nicht mit einbezogen?
Sind sich die Gutachter jetzt am zoffen, wer Recht hat?
#31 | RE: LG Aaachen Hat Vorzeigevater Kind erschlagen ? 02.12.2019 12:56
Baby fahrlässig getötet: Vater zu sieben Jahren Haft verurteilt
Prozess um getötetes Baby in Aachen
Aachen - Ein Vater ist nach einem tödlichen Schädelbruch seines Säuglings zu sieben Jahren Haft verurteilt worden.
Die Richter sprachen den 37-Jährigen am Montag der fahrlässigen Tötung in Tateinheit mit versuchtem Mord durch Unterlassen schuldig.
Es sei naheliegend, dass das sechs Monate alte Kind die Schädelverletzung durch einen Sturz erlitten habe als der Vater mit dem Kind allein war, stellten die Richter am Aachener Landgericht fest.
Trotz einer zunehmenden Verschlechterung des Zustands habe der Vater keine ärztliche Hilfe für das Kind gerufen.
"Er war nicht bereit, Verantwortung für das Geschehene zu übernehmen", sagte die Vorsitzende Richterin Judith Sander.
Sie sprach vom "Totalversagen" eines Vaters, der sein Kind geliebt habe.
Die Staatsanwaltschaft hatte zwölf Jahre Haft wegen Totschlags gefordert, die Verteidigung Freispruch.
Der Vater selbst hatte immer wieder gesagt, er habe keine Erklärung für den Schädelbruch.
Er war im März allein mit dem erkälteten Kind in der Wohnung der Familie in Alsdorf bei Aachen, während die Mutter im Krankenhaus war. Immer wieder hatte er laut Gericht der Mutter Nachrichten, Bilder und Videos von dem Kind geschickt.
https://www.tag24.de/nachrichten/aachen-...re-haft-1307051
#32 | RE: LG Aaachen Hat Vorzeigevater Kind erschlagen ? 02.12.2019 14:18
Mit dieser eigenlich hohen Strafe hätte ich nicht gerechnet.
#33 | RE: LG Aaachen Hat Vorzeigevater Kind erschlagen ? 02.12.2019 14:50
Mich schockt dieses Urteil.
#34 | RE: LG Aaachen Hat Vorzeigevater Kind erschlagen ? 02.12.2019 18:26
Zitat von Tumbleweed im Beitrag #33
Mich ehrlich gesagt auch. Da fehlen mir echt die Worte.
#35 | RE: LG Aaachen Hat Vorzeigevater Kind erschlagen ? 02.12.2019 19:31
Tja wenn es für einen Totschlag nicht reicht muss halt so eine komische Konstellation bei rum kommen
Brinkmann hat im Prozess eindeutig gesagt, es war für einen medizinischen Laien nicht erkennbar dass die Verletzungen dringend behandlungsbedürftig gewesen wären, gerade wenn, wie er sagt und von Brinkmann bestätigt wird, dass Kind nach 10 Minuten wieder eine normale / ruhigere Atmung gezeigt hätte . Die Atmung kann nicht die ganze Nacht über so problematisch gewesen sein wie es sich auf dem Video um 01:03 darstellt, denn dass hätte Ben nicht länger als 1h maximal überlebt.
Das Urteil ist der illegale Schulterschluss zwischen Gericht, Staatsanwaltschaft und Gutachterin Dr Banaschack in Köln jeder bekommt so bisschen Recht und das Leben einer unschuldigen Familie wird dabei eben als Kollateralschaden betrachtet. Zum kotzen sowas
#36 | RE: LG Aaachen Hat Vorzeigevater Kind erschlagen ? 02.12.2019 19:51
Für mich deutet das auf Unsicherheit/Überforderung/Besorgnis in der Situation hin.
Wieder mal ein Urteil, dass ich, vermutlich auch viele andere, nicht verstehen und nachvollziehen können. Aber in unserem Namen gefällt.
#37 | RE: LG Aaachen Hat Vorzeigevater Kind erschlagen ? 02.12.2019 19:56
Säuglingstod: Aachener Landgericht verurteilt Vater zu sieben Jahren Haft
Stand: 02.12.2019, 14:29
Im Prozess um den Tod eines Säuglings hat das Landgericht Aachen den angeklagten Vater zu sieben Jahren Haft verurteilt – wegen fahrlässiger Tötung und versuchten Mordes durch Unterlassung.
Am letzten Prozesstag vor der Urteilsverkündung hatte der Staatsanwalt für den Angeklagten zwölf Jahre wegen Totschlags gefordert. Danach hatte es laute Proteste gegeben. Sie stammten von der Mutter des verstorbenen Säuglings und deren Familie, die von der Unschuld des 37-Jährigen überzeugt sind. Der hatte die Tat vehement bestritten, er habe dem "Kleinen" nie etwas antun können.
Aus Überforderung Sohn geschlagen?
Möglicherweise habe der Vater aus Überforderung die Kontrolle verloren, hatte der Staatsanwalt gesagt. Der 37-Jährige war damals mit dem kranken Jungen allein. Auf einem Video, dass er seiner Lebensgefährtin geschickt hatte, ist zu sehen ist, wie das Kind unkontrolliert den Kopf bewegt und Schnappatmung hat. Als später der Notarzt kam, war der Junge schon tot.
Schädelbruch durch tragischen Sturz?
Die Verteidigung hatte einen Freispruch für den Vater gefordert. Der Säugling könnte den Schädelbruch auch durch einen Sturz aus geringer Höhe erlitten haben. Auch zwei Gutachter hielten das für möglich.
"Totalversagen" des Vaters
Die Vorsitzende Richterin sagte heute, ein Sturz sei tatsächlich die naheliegendste Erklärung, dann habe der überforderte Vater das Kind aber sterben lassen, ohne rechtzeitig Hilfe zu rufen. Es sei das "Totalversagen" eines Mannes, der sein Kind geliebt habe.
https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinlan...lsdorf-100.html
#38 | RE: LG Aaachen Hat Vorzeigevater Kind erschlagen ? 02.12.2019 19:58
Ich verstehe auch absolut nicht, warum man da jetzt Mord mit ins Spiel bringt.
#39 | RE: LG Aaachen Hat Vorzeigevater Kind erschlagen ? 02.12.2019 20:03 (zuletzt bearbeitet: 02.12.2019 20:04)
Ich komme nochmal auf den Fall des verhungerten Babys (10 Wochen alt) zurück. Die Eltern haben das Kind verhungern lassen.
Hamburg: Eltern ließen 10 Wochen altes Baby verhungern | Urteil: 2 Jahre Bewährung wegen Totschlags d. Unterlassung
#40 | RE: LG Aaachen Hat Vorzeigevater Kind erschlagen ? 02.12.2019 21:54
Ich denke auch nicht dass es auch nur einen einzigen juristischen Laien gibt der diese Konstellation je verstehen wird. ( zumal ich auch nicht glaube dass es die konkrete Fallgestaltung der fahrlässigen Tötung in Tateinheit mit VERSUCHTEMMord durch Unterlassen schon jemals in Deutschland gegeben hat) Ich verstehe sie zwar bin aber absolut nicht in der Lage sie zu erklären, weil alle vergleichbaren Beispiele die man dazubringen könnte, und die nicht noch verworrener sind als das Original, haben an irgendeiner Stelle einen Hinkefuß.
#41 | RE: LG Aaachen Hat Vorzeigevater Kind erschlagen ? 07.12.2019 00:43
Normalerweise möchte ich mit den Berichten aus dem Gerichtssaal aufzeigen wie Richter arbeiten ohne dabei gegen die Justiz als solche zu wettern. Das gelingt mir in dem einen Fall mal gut, in dem anderen mal weniger.
In diesem konkreten Fall möchte ich aber weitergehen, und den Teil beitragen den ich beitragen kann, dass dieses offensichtliche Fehlurteil doch noch korrigiert wird. Ich denke wer das Verfahren verfolgt hat, kann nur zu dem Schluss komnmen, dass die Verurteilung von Stefan P wegen versuchten Mordes lächerlich ist. Dabei erinnere ich insbesondere noch einmal an die Worte von Rechtsmediziner Prof Dr Bernd Brinkmann: " Der lebensbedrohliche Zustand des Kindes um 01:03 war für einen medizinischen Laien absolut nicht erkennbar".
Wie ein Gericht dabei zu dem Schluss kommen kann, dass der Vater den Zustand seines Kindes erkannt, keine Hilfe geholt, und sein Kind dadurch bewusst hat sterben lassen, ist für mich in keinster Wiese nachvollziehbar.
Leider passieren solche krassen Fehlurteile immer wieder, und allzu oft verschwinden sie mangels öffentlichem Interesse einfach im nirgendwo. Die Erfahrung zeigt, wenn sich die Justiz beobachtet fühlt kann alles ganz anders laufen. Ich möchte mich jetzt nicht wieder über den Fall Mollath auslassen, aber eins hat dieser Fall gezeigt. Mit Öffentlichkeit kann man alles erreichen.
Ich unterstütze daher die Petition der Familie " Freiheit für Stefan " Nicht weil ich glaube dass sie in der Sache Erfolg haben könnte. Die Justiz soll unabhängig sein, das bedeutet auch dass sich die Politik in laufende Verfahren ( oder auch abgeschlossene ) nicht einmischen darf. Aber je mehr Menschen diese Petition unterschreiben umso mehr wird, und das ist im laufenden Revisionsverfahren besonders wichtig öffentlicher Druck ausgeübt, und der Familie gezeigt dass sie mit ihrem Kampf nicht alleine sind.
Ich bitte daher jeden, der, wie ich, von der Unschuld von Stefan P überzeugt ist, diese Petition zu unterschreiben und gerne an Freunde oder Bekannte mit derselben Aufforderung weiterzuleiten
https://www.change.org/p/bundesministeri...o_share_message
Christine und Tumbleweed haben sich bedankt!
#42 | RE: LG Aaachen Hat Vorzeigevater Kind erschlagen ? 07.12.2019 08:47
Ich habe unterschrieben und bei FB geteilt. Ich hoffe, dass noch viele Menschen unterschreiben werden.
erroriuris hat sich bedankt!
#43 | RE: LG Aaachen Hat Vorzeigevater Kind erschlagen ? 08.12.2019 09:41 (zuletzt bearbeitet: 08.12.2019 09:42)
Ich kopiere mal einen Beitrag mit Foto der Familie auf Facebook hier hin :
Liebe Facebook Freunde,
sehen nur wir als Familie die erhebliche Verformung auf der rechten Seite des Kopfes meines Neffen?
Die Justiz scheint dies nicht zu sehen ! Dort sprach man von einen normalen Kopf mit einem plagiocephalus auf der linken Seite! Diese Verformung die man auf der rechten Seite hier auf diesem Bild sieht, soll laut Gerichtsmedizin Köln mein Schwager meinen Neffen zugefügt haben. Der Bruch ist laut mehreren Ärzten genau an dieser Stelle.
Ich möchte dazu erwähnen, dass dieser Vorwurf in der Nacht vom 08.03. zum 09.03 geschehen sein soll.
Dieses Foto habe ich allerdings schon am 28.02.2019 mit meinem Handy von meinen Neffen geschossen. diese erhebliche Verformung existiert seit der Geburt. Im Krankenhaus wurde diese „Beule“ garnicht dokumentiert und laut Kinderärztin ist dies ein normaler Kopf mit einer linksseitigen plagiocephalus (Abflachung des Kopfes) wo erwähnt werden muss, dass genaue Untersuchungen diesbezüglich nie vorgenommen worden. Es wurde nur Krankengymnastik verordnet (Vojta Übungen) ohne vorher das schlimmste auszuschliessen!
Vielleicht haben wir unter uns auch Ärzte, die uns helfen können, die Wahrheit aufzudecken !
Wir bitten euch, helft uns für Gerechtigkeit zu sorgen und einen Vater der sein Kind Überalles liebt wieder zu seiner Familie zu holen und endlich gemeinsam mit seiner Frau um den Verlust des Kindes trauern zu können !
Hier geht es um GERECHTIGKEIT UND UM DIE WAHRHEIT ! Nur mit eurer Unterstützung können wir etwas erreichen. Alleine fühlen wir uns machtlos und unsere Kräfte gehen langsam dem Ende zu !
Copyright ausschließlich bei der Familie
#44 | RE: LG Aaachen Hat Vorzeigevater Kind erschlagen ? 08.12.2019 13:09
@erroriuris
Hast du von der Familie die Erlaubnis diesen Beitrag zu posten?
Wegen dem Copyright?
#45 | RE: LG Aaachen Hat Vorzeigevater Kind erschlagen ? 08.12.2019 14:22
Die Familie hat ausdrücklich darum ersucht die Beiträge zu teilen. Ich hatte das hier auf das Foto beschränkt weil ich finde dass dort die Schädeldeformation rechts ( die von der Rechtsmedizin Köln ja ausdrücklich bestritten wird ) sehr gut zu erkennen ist
#46 | RE: LG Aaachen Hat Vorzeigevater Kind erschlagen ? 08.12.2019 14:33
Zitat von erroriuris im Beitrag #45
Ok, das Foto ist im "Spoiler" zu sehen....... nicht, das wir noch Ärger bekommen.
Warum haben die ein Copyright gesetzt, wenn sie doch wollen, das es geteilt wird. Oder war das von dir?
#47 | RE: LG Aaachen Hat Vorzeigevater Kind erschlagen ? 08.12.2019 14:37
Das Copyright ist von mir drunter gesetzt
#48 | RE: LG Aaachen Hat Vorzeigevater Kind erschlagen ? 08.12.2019 14:41
Danke für den Beitrag @Erroriuris.
Finde es gut, dass die Familie kämpft.
Würdest du bitte noch den FB-Link einfügen? Wenn die Familie um teilen gebeten hat, wäre das ja in ihrem Sinne.
Danke. Hab einen schönen 2. Advent..
#49 | RE: LG Aaachen Hat Vorzeigevater Kind erschlagen ? 08.12.2019 14:46 (zuletzt bearbeitet: 08.12.2019 14:47)
https://www.facebook.com/lisa.winkens.71...4m9Phf9uuOgN5R0
Wünsche euch auch einen schönen 2 Advent
#50 | RE: LG Aaachen Hat Vorzeigevater Kind erschlagen ? 08.12.2019 15:06
Es ist ja unerträglich, was dort von einem Fakeprofil kommentiert wird. Was gibt es doch für irre Menschen.
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 BGH 
in dubio
 § 60
 § 212
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