Source: http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2016/12/asylantraege-november-2016.html
Timestamp: 2017-07-20 14:29:51+00:00

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BMI - Nachrichten - 26.438 Asylanträge im Monat November
Migration und Integration Asyl und Flüchtlingsschutz Pressemitteilung 09.12.2016 26.438 Asy­lan­trä­ge im Mo­nat No­vem­ber
Im November 2016 wurden beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge insgesamt 26.438 Asylanträge gestellt. Dies bedeutet einen Rückgang um ca. -54,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat November 2015 und um ca. -19,0 Prozent gegenüber dem Vormonat Oktober 2016. Das Bundesamt hat im November 2016 die Zahl der getroffenen Asylentscheidungen mit 86.049 Personen steigern können: gegenüber dem Vormonat Oktober (68.135) um rd. 26,3 Prozent und gegenüber dem Vorjahresmonat November 2015 (35.422 Entscheidungen) sogar um 142,9 Prozent. Damit hat das Bundesamt den vierten Monat in Folge die jeweils bis dato höchste monatliche Entscheidungszahl in seiner Geschichte erreicht.
In den ersten elf Monaten 2016 hat das Bundesamt insgesamt 615.527 Asylentscheidungen getroffen; insofern beträgt die Steigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum Januar bis November 2015 (240.058 Entscheidungen) rd. 156,4 Prozent. Im Monat November 2016 erhielten 21.295 Personen die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach der Genfer Flüchtlingskonvention (24,7 Prozent aller Asylentscheidungen). Zudem erhielten 22.647 Personen (26,3 Prozent) subsidiären Schutz im Sinne der EU-Richtlinie 2011/95/EU. Bei 6.931 Personen (8,1 Prozent) wurden Abschiebungsverbote nach § 60 Absatz 5 oder Absatz 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.
I. Aktueller Monat Von den 26.438 förmlichen im November 2016 gestellten Asylanträgen entfielen 24.574 auf Erstanträge und 1.864 auf Folgeanträge. Die Zahl der Asylantragssteller ist damit insgesamt gegenüber dem Vorjahresmonat um 31.378 Personen (-54,3 Prozent) gesunken. Auch der Vergleich mit dem Vormonat zeigt einen Rückgang um -19,0 Prozent (32.640 Antragsteller im Oktober 2016). Die Zahl der Anträge von Staatsangehörigen der sechs Westbalkanstaaten Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Montenegro und Serbien hat sich mit insgesamt 3.079 nach einem vorübergehenden Rückgang im Vormonat (2.690) wieder erhöht. Ihr Anteil von 11,6 Prozent aller in Deutschland gestellten Asylanträge ist gegenüber dem Vormonat (7,6 Prozent) erneut gestiegen. Hauptherkunftsländer im November 2016 im Vergleich zu Vormonaten:Zum Vergleich:September 2016Oktober 2016November 2016 1.Syrien22.6286.3474.604 2.Afghanistan14.4835.3852.995 3.Irak9.3153.0082.265 4.Eritrea1.9081.7242.015 5.Iran3.3741.8071.075 6.Albanien2.4651.007989 7.Nigeria1.642918885 8.Serbien1.050621835 9.Somalia1.26693080310.Türkei696597702Erst- und Folgeanträge bei den Hauptherkunftsländern im November 2016:AsylanträgeErstanträgeFolgeanträgeGesamt26.43824.5741.864davon:Syrien4.6044.51688Afghanistan2.9952.93758Irak2.2652.22144Eritrea2.0152.00114Iran1.0751.04134Albanien989716273Nigeria8858805Serbien835394441Somalia80377330Türkei70267131
Im November 2016 hat das Bundesamt über die Anträge von 86.049 Personen (Vorjahresmonat: 35.422, Vormonat: 68.135) entschieden. Von den 21.295 Personen (rd. 24,7 Prozent), denen die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. Februar 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt wurde, waren 331 Personen (0,4 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 20.964 Personen (24,4 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylgesetzes i. V. m. § 60 Absatz 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten. Des Weiteren erhielten 22.647 Personen (26,3 Prozent) nach § 4 des Asylgesetzes subsidiären Schutz im Sinne der Richtlinie 2011/95/EU.
Abgelehnt wurden die Anträge von 23.856 Personen (27,7 Prozent). Anderweitig erledigt (z.B. durch Dublin-Verfahren oder Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 11.320 Personen (13,2 Prozent). Die Zahl der noch nicht entschiedenen Anträge lag Ende November 2016 bei insgesamt 490.967, davon waren 473.712 Erstanträge und 17.255 Folgeanträge betroffen. (Vormonat 547.174 anhängige Verfahren; zum 30. November 2015: 355.914 anhängige Verfahren). Der Abbau laufender Verfahren schreitet demnach nunmehr zügig voran.
Von den im Zeitraum von Januar bis November 2016 gestellten 723.027 Asylanträgen waren 702.492 Erstanträge und 20.535 Folgeanträge. Hauptherkunftsländer von Januar-November 2016 (im Vgl. zu 2015):Jan-Nov 2015Jan-Nov 2016 1.Syrien136.271264.586 2.Afghanistan26.742125.612 3.Irak26.25195.187 4.Iran4.76926.074 5.Eritrea10.20317.396 6.Albanien52.85916.484 7.Pakistan7.71615.058 8.Ungeklärt7.92114.759 9.Nigeria5.17112.22810.Russische Föderation5.81511.679Verteilung der Erst- und Folgeanträge bei den Hauptherkunftsländern von Januar bis November 2016:AsylanträgeErstanträgeFolgeanträgeGesamt723.037702.49220.535davon:Syrien264.586262.2682.318Afghanistan125.612124.909703Irak95.18794.251936Iran26.07425.655419Eritrea17.39617.189207Albanien16.48414.3032.181Pakistan15.05814.235823Ungeklärt14.75914.524235Nigeria12.22812.063165Russische Föderation11.67910.691988
Die Zahl der Asylerstanträge im bisherigen Jahr 2016 (702.492) stieg damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum (392.028) um +79,2 Prozent. Hauptherkunftsländer waren Syrien, Afghanistan und Irak. Demgegenüber sank die Zahl der Asylfolgeanträge im bisherigen Jahr 2016 (20.535) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (33.007) um -37,8 Prozent. Hauptherkunftsländer waren insoweit Serbien, Albanien und Mazedonien.
Unter den insgesamt 235.574 Personen (38,3 Prozent), denen die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. Februar 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt wurde, waren 1.826 Personen (0,3 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 233.748 Personen (38,0 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylgesetzes i. V. m. § 60 Abs. 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten. Subsidiären Schutz nach § 4 des Asylgesetzes im Sinne der Richtlinie 2011/95/EU erhielten weitere 136.119 Personen (22,1 Prozent). Darüber hinaus hat das Bundesamt in den ersten elf Monaten des laufenden Jahres bei 18.039 Personen (2,9 Prozent) Abschiebungsverbote gemäß § 60 Abs. 5 und 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt. Abgelehnt wurden die Anträge von 149.595 Personen (24,3 Prozent). Anderweitig erledigt (z.B. durch Dublin-Verfahren und Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 76.200 Personen (12,4 Prozent).
EASY-Zahlen weisen Ungenauigkeiten auf, da Fehl- und Mehrfacherfassungen nicht auszuschließen sind, weil keine persönlichen Daten erfasst werden. Dies vorweggeschickt, wurden im Monat November 2016 im EASY-System 17.566 Zugänge von Asylsuchenden erfasst. Die Hauptherkunftsländer waren:
November 2016Insgesamt17.5561.Syrien2.5142.Eritrea1.9973.Afghanistan1.5244.Irak1.3775.Nigeria737
Januar bis November 2016Insgesamt304.9291.Syrien86.2192.Afghanistan47.2273.Irak44.7404.Iran12.3825.Eritrea10.860

References: § 60
 Art. 16
 § 3
 § 60
 § 4
 Art. 16
 § 3
 § 60
 § 4
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