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Timestamp: 2017-06-25 19:00:35+00:00

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News zu AAA - wirtschaft.com
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Ratingagenturen erstellen externe Ratings, ohne dabei eigenes Risiko zu besitzen, während interne Ratings durch Kreditinstitute oder institutionelle Anleger wie Versicherungen oder Pensionsfonds wegen eigenem Gläubigerrisiko vorgenommen und nicht veröffentlicht werden.[7] Agenturen unterscheiden Ratings mit oder ohne Auftrag (solicited/unsolicited) je nachdem, ob sie von einem Schuldner zum Rating beauftragt wurden oder nicht. Dabei differenzieren Agenturen und Banken ihre Ratingsysteme nach der Art des Schuldners in Länderratings, Unternehmensratings, Emissionsratings oder Ratingsysteme für natürliche Personen (Kreditscoring). Hierbei sind weitere Verfeinerungen wegen der unterschiedlichen Bilanzstrukturen und Betriebsabläufe erforderlich (Länderratings in Ratings von einzelnen Gebietskörperschaften innerhalb eines Staates, Unternehmensratings nach Unternehmensarten in Nichtbanken, Kreditinstitute und Versicherungen). Die Agenturen geben nur wenig Details zu ihren Ratingmethoden bekannt,[15] auch Bankenverbände lehnten bisher eine Offenlegung der Ratingmethoden ab.[16] Die Ratingmethode befasst sich mit der Merkmalsauswahl (Vorgabe), der Merkmalbildung (Definition) und der Merkmalverdichtung (Gewichtung) durch ein mathematisch-statistisches Modell. Zur Ratingmethode gehört unter anderem die Auswahl der Ratingkriterien (etwa betriebswirtschaftliche Kennzahlen wie die Eigenkapitalquote bei Unternehmen) und deren Gewichtung im Rahmen aller ausgewählten Kriterien. Die einem Ratingobjekt zugeordnete Ratingklasse ist das Ergebnis der Verdichtung einzelner Bonitätskriterien. Auch die Anzahl der notches in einer Ratingskala ist Bestandteil der Ratingmethode. Je mehr notches vorhanden sind, umso höher ist die Trennschärfe und Migrationswahrscheinlichkeit, da bereits geringste Risikoänderungen eine Ratingmigration auslösen. Der Zeitraum für die Dauer einer Ratingprognose führt zu Kursfrist- (bis 12 Monate) oder Langfristratings (bis 4 Jahre). Jeder Ratingklasse ist eine individuelle Ausfallwahrscheinlichkeit zugeordnet (kalibriert), so dass sämtliche einer Ratingklasse angehörigen Schuldner die gleiche Ausfallwahrscheinlichkeit aufweisen. Nach Auffassung der Bundesbank gilt ein Ratingsystem als gut kalibriert, wenn die geschätzten Ausfallwahrscheinlichkeiten gar nicht oder nur wenig von den tatsächlich eingetretenen Ausfallquoten abweichen. Nach § 60 SolvV a. F. wurden unter Ratingsysteme alle Methoden, Verfahrensabläufe, Steuerungs- und Überwachungsprozeduren und Datenerfassungs- und Datenverarbeitungssysteme verstanden, die die Einschätzung von Adressrisiken und die Quantifizierung von Ausfall- und Verlustschätzungen für Schuldner unterstützen. Interne Bankenratings sind im Rahmen des IRB-Ansatzes (Internal Ratings Based Approach) nach Art. 143 CRR durch die Bankenaufsicht erlaubnispflichtig, ansonsten sind die Ratings anerkannter Ratingagenturen heranzuziehen. Beim IRB-Ansatz müssen die Kreditinstitute ein Ratingsystem anwenden, dass den Voraussetzungen der Art. 144 ff. CRR entspricht. Danach liefern die Ratingsysteme des Instituts eine aussagekräftige Beurteilung der Merkmale von Schuldner und Geschäft, eine aussagekräftige Risikodifferenzierung sowie genaue und einheitliche quantitative Risikoschätzungen. Nach Art. 170 CRR müssen die Kreditinstitute unterschiedliche Ratingsysteme für Unternehmen, Kreditinstitute oder Staaten vorhalten, die den Risikomerkmalen dieser Schuldner Rechnung tragen und mindestens 7 Ratingstufen (notches) für nicht ausgefallene Schuldner und eine für ausgefallene Schuldner enthalten. Die Ratingklassen – in den CRR „Ratingstufen“ genannt – sind jeweils durch Ratingsymbole (Ratingcodes) gekennzeichnet. Es ist ein von Ratingagenturen verwendeter Buchstabenschlüssel, der das Ausfallrisiko eines Schuldners darstellt und somit eine einfache Beurteilung der Bonität erlaubt. Der Ratingcode ist Ergebnis des Ratingprozesses. Jedem Ratingsymbol ist eine individuelle Definition zugeordnet. S&P definiert die Bestnote AAA (Triple A) als „das höchste von S&P vergebene Rating, wobei die Fähigkeit, Zinsen und Kreditbetrag zurückzahlen zu können, als extrem hoch eingestuft ist.“[17] Für jeden notch verschlechtert sich diese Definition bis zu „D“ als Forderungsausfall („default“) oder als Zahlungsverzug bei Fälligkeit unter Berücksichtigung einer Heilungsfrist („grace period“) von 5 Geschäftstagen. Kreditinstitute verwenden bei ihren bankinternen Ratings sehr unterschiedliche Symbole, die ebenfalls zum Ziel haben, die einzelnen Ratingstufen voneinander unterscheiden zu können. Sie sind nach Art. 142 Nr. 6 CRR verpflichtet, den einzelnen Ratingklassen jeweils empirisch ermittelte Ausfallwahrscheinlichkeiten zuzuordnen. Wann ein Forderungsausfall („default“) als eingetreten gilt, ist in Art. 178 CCR definiert. Bei Ratings wird zwischen Langfrist- (Long Term, > 360 Tage) und Kurzfrist- (Short Term, < 360 Tage) Ratings unterschieden. Für Long Term Ratings sind die Ratingcodes in AAA, AA, A, BBB, BB, B, CCC, CC, C und D, aufgeteilt. Innerhalb der Buchstabenkombinationen AA bis B wird eine weitere, verfeinerte, Aufgliederung nach oberes, mittleres und unteres Drittel vorgenommen. Je nach Ratingagentur werden unterschiedliche Buchstabenkombinationen verwendet. Eine „AAA“ (Triple A) bewertete Anleihe wird von den Ratingagenturen als sehr sicher eingestuft, das Ausfallrisiko sollte daher gering sein. Das Ausfallrisiko von Anleihen, die mit „Ca“ bzw „CC“ bewertet wurden, wird als hoch eingestuft. Da Investoren für die Übernahme des Adressausfallrisikos einen Aufschlag verlangen, sind die Renditen von Anleihen hoher Bonität meist geringer als die von schlecht gerateten Anleihen. Schuldner, die in Zahlungsverzug sind, werden von Moody’s mit dem Rating „C“ und von Standard & Poor’s und Fitch mit dem Rating „D“ bewertet. Solche spekulativen Anleihen sind eher für professionelle Investoren interessant, falls diese auf einen Turnaround oder eine unerwartet positive Entwicklung hoffen. In der Finanzbranche werden die Ratings in die Gruppen „Investment Grade“ und „Sub-Investment Grade“ oder „Speculative Grade“ aufgeteilt. Diese Unterscheidung spielt insbesondere bei Institutionellen Investoren wie beispielsweise Pensionskassen oder Versicherungen eine wichtige Rolle, da diese oftmals per Gesetz oder durch ihre eigenen Statuten verpflichtet sind, nur Anleihen von Schuldnern zu kaufen, die ein bestimmtes Mindestrating haben. Hierbei gelten die Ratings AAA bis BBB (inklusive Baa3 bzw. BBB-) als „Investment Grade“. Anleihen mit einem Rating von BB oder schlechter gelten als „Sub-Investment Grade“ und werden auch „Junk Bonds“ genannt. Home»Artikel mit den folgenden Schlagworten»AAA
2. August 2016 14:11 Die internationale Ratingagentur Standard&Poors verleiht Liechtenstein erneut die Bestnote und bestätigt das Triple-A mit stabilem Ausblick. Dies hat die halbjährliche Überprüfung des Länderratings ergeben. Ausgehend von den guten Fundamentaldaten der öffentlichen Hand sowie der starken Wirtschaft anerkennt die Ratingagentur damit die politischen Anstrengungen der letzten Jahre an. Sie hebt in ihrem Bericht die erfolgreiche Konsolidierung […]
Brexit: 51,9 Prozent gegen weitere EU-Mitgliedschaft
24. Juni 2016 8:24 43 Jahre nach dem Beitritt Großbritanniens zur europäischen Familie hat die Bevölkerung in einem landesweiten Referendum für eine Trennung gestimmt. Nach Auszählung aller Wahlkreise stimmten etwa 51,9 Prozent der Briten für den Brexit, 48,1 Prozent dagegen. Premierminister Cameron, der für einen Verbleib geworben hatte, äußerte sich zunächst nicht. Nach dem Entscheid werden schwere wirtschaftliche Turbulenzen […]
23. Juni 2016 0:01 Großbritannien wird im Falle seines Austritts aus der Europäischen Union sein AAA-Kreditranking bei der Ratingagentur Standard&Poor`s (S&P) verlieren. Das berichtet „Bild“ (Donnerstag). „Wenn Großbritannien sich im EU-Referendum am Donnerstag für einen Brexit entscheiden sollte, dann wäre das AAA-Kreditrating fällig und würde innerhalb kurzer Zeit danach zurückgestuft werden“, sagte Moritz Kraemer, Managing Director und Global Chief […]
26. Februar 2016 20:06 Die internationale Ratingagentur Standard & Poor’s hat heute das Länderrating für Liechtenstein mit AAA und stabilem Ausblick bestätigt. Standard & Poor’s legte in seiner Überprüfung besonderes Augenmerk auf den Umgang Liechtensteins mit den komplexen regulatorischen Herausforderungen, die Sanierung des Staatshaushalts und die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in einem anspruchsvollen Umfeld. Standard & Poor’s zeigt sich im Rating […]
25. September 2015 14:00 Der Präsident des Münchner Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, hält die Kritik an VW für überzogen. „Bei der VW-Affäre wird mit zweierlei Maß gemessen“, sagte Sinn dem „Handelsblatt“. Der Konzern habe „regulatorische Arbitrage“ betrieben, wie sie in der Finanzindustrie allgegenwärtig sei. Besonders schlimm sei es, wenn Investment-Fonds ihre Portfolios so programmierten, dass sie bessere Bewertungen bekommen, als […]
20. März 2015 20:48 Frankfurt – Wieder nichts mit der Zinswende. Dabei hat die US-Notenbank Federal Reserve dieser Tage den nächsten Schritt zur Normalisierung der Geldpolitik getan. Sie strich offiziell das Wort „geduldig“ als Charakterisierung ihrer Geldpolitik aus ihrer Verlautbarung. Damit hat die Fed, gemessen an ihren eigenen Ankündigungen, die Tür geöffnet für eine Zinserhöhung im Juni. Das wäre […]
15. November 2013 8:57 Vaduz – Der Regierungschef Liechtensteins Adrian Hasler traf sich während eines jährlich stattfindenden Arbeitsgesprächs mit dem Präsidenten der Schweizerischen Nationalbank Thomas Jordan sowie einer Delegation der SNB im Regierungsgebäude in Vaduz. Hasler kam im März dieses Jahres in sein Amt als Regierungschef. Seine Laufbahn ist bezeichnend für seine Kompetenz auf dem Gebiet der Finanzen: 1984 […]
13. September 2013 13:00 Vaduz – Die Rating-Agentur Standard & Poor’s (S&P) bewertet Liechtenstein erneut mit dem Spitzenrating AAA; mit stabilem Ausblick. Liechtenstein unterstreicht damit seine Attraktivität als sicherer und stabiler Wirtschaftsstandort. Die Rating-Agentur Standard & Poor’s (S&P) hat den Ratingprozess 2013 abgeschlossen und das Resultat am 13. September in ihrem Research Update veröffentlicht. Liechtenstein wird von S&P erneut […]
26. März 2013 13:50 Berlin – Politiker von CDU und FDP haben die Äußerungen von Euro-Gruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem scharf kritisiert, wonach die Maßnahmen zur Zypern-Rettung als Vorbild für andere Euro-Krisenstaaten dienen könnten. „Zypern ist und bleibt ein Sonderfall, der die Euro-Gruppe, ihren Chef und vor allem die zypriotischen Bürgerinnen und Bürger vor besondere Herausforderungen gestellt hat und auch weiterhin […]

References: § 60
 Art. 143
 Art. 144
 Art. 170
 Art. 142
 Art. 178