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Timestamp: 2019-02-20 04:20:28+00:00

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BGH, 28.09.1978 - III ZR 203/74 - dejure.org
Beschränkung der Haftung auf einen Höchstbetrag bei Haftung aus unerlaubter Handlung - Anwendung der Subsidiaritätsklausel bei schuldhafter Verursachung eines Verkehrsunfalls durch einen Amtsträger bei der dienstlichen Teilnahme am allgemeinen Straßenverkehr
Beschränkung der Haftung auf einen Höchstbetrag bei Haftung aus unerlaubter Handlung; Anwendung der Subsidiaritätsklausel bei schuldhafter Verursachung eines Verkehrsunfalls durch einen Amtsträger bei der dienstlichen Teilnahme am allgemeinen Straßenverkehr
VersR 1979, 348
Denn das Revisionsgericht darf auch bei zutreffender Rüge, daß das Berufungsurteil nicht mit Gründen versehen sei, wenn möglich nach § 563 Abs. 3 ZPO in der Sache selbst entscheiden (vgl. BGH, Urt. v. 28. September 1978 - III ZR 203/74, VersR 1979, 348, 349).
BGH, 07.01.1986 - VI ZR 203/84
Im Gegenteil ist es allein interessengemäß, davon auszugehen, daß die 1969 getroffenen Abreden der Beteiligten von einem konkludent vereinbarten pactum de non petendo begleitet worden sind, damit das Ziel, die weitere Schadensentwicklung abzuwarten, nicht dadurch gefährdet wurde, die Ansprüche vorzeitig allein zur Unterbrechung der Verjährung gerichtlich verfolgen zu müssen (zu den Voraussetzungen und Wirkungen eines pactum de non petendo - Stillhalteabkommen - s. Senatsurteilevom 26. Mai 1970 - VI ZR 4/69 - VersR 1970, 837, 839 undvom 28. November 1972 - VI ZR 126/71 - VersR 1973, 232, 233 sowie BGH Urteile vom 19. Dezember 1973 - IV ZR 109/72 - VersR 1974, 546 undvom 28. September 1978 - III ZR 203/74 - VersR 1979, 348, 349).
Sie hat in keiner Weise auf die Mitteilung des Gerichts reagiert (insofern anders als in BGH Urteil vom 28. September 1978 - III ZR 203/74 = VersR 1979, 348).
Zwar hat der Senat in seinem Urteil vom 28. September 1978 (III ZR 203/74 - VersR 1979, 348, 349) ausgesprochen, daß die Zustimmung der Prozeßparteien zur Anregung des Gerichts, das Verfahren bis zur Klärung bestimmter aufgeworfener Rechtsfragen in bereits laufenden Revisionsverfahren ruhen zu lassen, die Bedeutung eines Stillhalteabkommens (pactum de non petendo) haben kann.
Der BGH hat zwar in einer Entscheidung aus dem Jahr 1978 in einem Fall, in dem die Parteien sich mit der Anregung des Gerichts, das Verfahren bis zur Entscheidung anderer Rechtsstreite gleichen Rubrums ruhen zu lassen, einverstanden erklärt haben, das Zustandekommen eines solchen Stillhalteabkommens bejaht (VersR 1979, 348 f.).
In dem Fall, der der Entscheidung des BGH aus dem Jahr 1978 (VersR 1979, 348 f.) zu Grunde lag, gab es dementsprechend eine klare Regelung darüber, bis wann das Ruhen des Verfahrens andauern sollte.
Ein solches Stillhalteabkommen wird u. a. gerade auch dann angenommen, wenn die Beteiligten einem Ruhen des Verfahrens bis zum Abschluss eines Musterprozesses in anderer Sache zustimmen (vgl. hierzu BGH, Urteile vom 05.11.1992, - IX ZR 200/91 -, NJW 1993, 1320, und vom 28.09.1978 - III ZR 203/74 -, juris;… J. Schmidt-Räntsch, Erman, BGB, 15. Aufl. 2017, § 205 Rn. 5 m.w.N.;… Peters/Jacoby, in: Staudinger, BGB, Stand: 2014, § 205 Rn. 18 m.w.N.; vgl. auch LG Karlsruhe, Urteil vom 11.02.2009 - 1 S 91/07 -, juris).
Ein pactum de non petendo kann je nach den Umständen des Einzelfalls zu bejahen sein, wenn die Entscheidung eines Vorprozesses, der Auskunft von Ermittlungen oder eine weitere Schadensentwicklung abgewartet werden soll (vgl. BGH LM Nr. 3 zu § 202 BGB ; BGH NJW 1973, 316; BGH VersR 1979, 348; BGH NJW 1986, 1338).
Eine solche Abrede läßt sich als pactum de non petendo werten, das die Verjährung ebenso hemmt wie eine Stundung (BGH, Urteil vom 18. Mai 1977 - III ZR 116/74 - WM 1977, 895 unter 5; Urteil vom 28. September 1978 - III ZR 203/74 - VersR 1979, 348 unter I 1 b;… MünchKomm/v. Feldmann, BGB 3. Aufl. § 202 Rdn. 8).

References: § 563
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 § 205
 § 205
 BGH 
 § 202
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 § 202