Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=XI%20ZR%20142/05
Timestamp: 2019-09-19 21:58:33+00:00

Document:
BGH, 19.06.2007 - XI ZR 142/05 - dejure.org
https://dejure.org/2007,431
BGH, 19.06.2007 - XI ZR 142/05 (https://dejure.org/2007,431)
BGH, Entscheidung vom 19.06.2007 - XI ZR 142/05 (https://dejure.org/2007,431)
BGH, Entscheidung vom 19. Juni 2007 - XI ZR 142/05 (https://dejure.org/2007,431)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2007,431) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
VerbrKrG § 9 Abs. 1 Satz 1 und 2, § 9 Abs. 3 (Fassung 1. Januar 1991 bis 30. September 2000)
Ansprüche eines über das Anlagegeschäft arglistig getäuschten Darlehensnehmers gegen die finanzierende Bank - Indizien für planmäßiges und konzeptionsmäßiges Zusammenwirken von Verkäufer und Kreditgeber - Voraussetzungen einer unwiderleglichen Vermutung einer ...
Keine Einbeziehung des mit einem weiteren Kreditinstitut geschlossenen Realkreditvertrags in verbundenes Geschäft
Kreditvertrag und finanziertes Geschäft - unwiderlegbare Einheit
Zu den Voraussetzungen der unwiderleglichen Vermutung für eine wirtschaftliche Einheit von Kreditvertrag und finanziertem Geschäft; kein Anspruch des Darlehensnehmers eines verbundenen Geschäfts i.S. des § 9 VerbrKrG auf Freistellung hinsichtlich des mit einem anderen ...
Voraussetzungen und Rechtsfolgen der wirtschaftlichen Einheit von Kreditvertrag und finanziertem Geschäft
Wirtschaftliche Einheit von Kreditvertrag und Anlagegeschäft
VerbrKrG § 9 Abs. 1 Satz 1, 2, § 9 Abs. 3 a. F.
Haftung der Bank bei arglistiger Täuschung durch Immobilienvermittler
Bankrecht - Wirtschaftliche Einheit - Kreditvertrag und finanziertes Geschäft - Anlagegeschäft
Haftung der Bank bei arglistiger Täuschung durch Immobilienvermittler -
Keine Einbeziehung eines verbundenen Geschäfts mit einem weiteren Realkredit! (IMR 2007, 1074)
OLG Braunschweig, 30.04.2002 - 2 U 126/01
Einen Indizienbeweis hat der Senat im Rahmen des § 9 Abs. 1 Satz 2 VerbrKrG lediglich hinsichtlich der Finanzierungszusage für zulässig gehalten, wobei aber auch hier die Finanzierungszusage selbst nicht durch andere Indizien ersetzt werden kann (vgl. Senatsurteil vom 19. Juni 2007 - XI ZR 142/05, WM 2007, 1456, 1458, Tz. 19).
Das ist anzunehmen, wenn der Verkaufspreis knapp doppelt so hoch ist wie der Verkehrswert der Wohnung (…Senatsurteile vom 16. Mai 2006 - XI ZR 6/04, BGHZ 168, 1 Rn. 47, vom 19. Juni 2007 - XI ZR 142/05, WM 2007, 1456 Rn. 13…, vom 26. Juni 2007 - XI ZR 277/05, WM 2007, 1651 Rn. 15…, vom 18. Dezember 2007 - XI ZR 324/06, WM 2008, 967 Rn. 31…, vom 26. Februar 2008 - XI ZR 74/06, WM 2008, 683 Rn. 38…, vom 18. März 2008 - XI ZR 241/06, VersR 2008, 1498 Rn. 38…, vom 29. April 2008 - XI ZR 221/07, WM 2008, 1121 Rn. 14 …und vom 10. Dezember 2013 - XI ZR 508/12, WM 2014, 124 Rn. 16), wobei die im Kaufpreis enthaltenen Nebenkosten nicht in den Vergleich einzubeziehen sind (…Senatsurteile vom 18. März 2008 - XI ZR 241/06, VersR 2008, 1498 Rn. 38…, vom 26. Februar 2008 - XI ZR 74/06, WM 2008, 683 Rn. 38…, vom 18. November 2008 - XI ZR 157/07, juris Rn. 29 …und vom 10. Dezember 2013 - XI ZR 508/12, WM 2014, 124 Rn. 24).
Von einer solchen Mitwirkung ist auszugehen, wenn der Kreditvertrag nicht aufgrund eigener Initiative des Kreditnehmers zustande kommt, sondern weil der Vertriebsbeauftragte des Verkäufers dem Interessenten zugleich mit dem Kaufvertrag einen Kreditantrag des Finanzierungsinstituts vorgelegt hat, das sich dem Verkäufer gegenüber zur Finanzierung bereit erklärt hatte (st.Rspr., vgl. u.a. Senatsurteile BGHZ 167, 252, 257, Tz. 14 und vom 19. Juni 2007 - XI ZR 142/05, WM 2007, 1456, 1458, Tz. 19, m.w.Nachw.).
Dass es die Revision nur für die Klägerin hat zulassen oder - was unzulässig wäre, da die Zulassung der Revision nicht auf eine bestimmte Rechtsfrage beschränkt werden kann (st.Rspr., vgl. BGHZ 101, 276, 278 und Senatsurteil vom 19. Juni 2007 - XI ZR 142/05, WM 2007, 1456, 1457, Tz. 6 f. m.w.Nachw.) - auf die Frage der Verjährung hat beschränken wollen, geht daraus nicht mit hinreichender Klarheit hervor.
Wenn das Berufungsgericht darin keinen hinreichenden Nachweis für eine zumindest faktisch planmäßige und arbeitsteilige Zusammenarbeit (zu dieser Voraussetzung vgl. etwa Senatsurteil vom 19. Juni 2007 - XI ZR 142/05, WM 2007, 1456, 1458 Tz. 19) gesehen hat, so ist diese im Revisionsverfahren nur eingeschränkt überprüfbare tatrichterliche Würdigung (Senatsbeschluss vom 28. Januar 1992 - XI ZR 301/90, WM 1992, 602, 603) nicht zu beanstanden.
Das ist nach ständiger Rechtsprechung erst der Fall, wenn der Wert der Leistung knapp doppelt so hoch ist wie der Wert der Gegenleistung (vgl. BGHZ 146, 298, 301 f., 168, 1, 21 Tz. 47; Senatsurteile vom 20. Januar 2004 - XI ZR 460/02, WM 2004, 521, 524, vom 23. März 2004 - XI ZR 194/02, WM 2004, 1221, 1225, vom 19. Juni 2007 - XI ZR 142/05, WM 2007, 1456, 1457 Tz. 13, vom 26. Juni 2007 - XI ZR 277/05, WM 2007, 1651, 1653 Tz. 15, vom 26. Februar 2008 - XI ZR 74/06, WM 2008, 683, 687 Tz. 38 und vom 29. April 2008 - XI ZR 221/07 WM 2008, 1121, 1122 Tz. 14; jeweils m.w.Nachw.).
OLG Dresden, 12.07.2011 - 5 U 437/11
Verbundenes Geschäft; Einwendungsdurchgriff

References: § 9
 § 9
 § 9
 § 9
 § 9
 § 9