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Anwaltskanzlei Sven Adam | Tacheles-Rechtsprechungsticker | Tacheles Rechtsprechungsticker KW 47/2016
Eingetragen oder aktualisiert am 21.11.2016
3. Eine fiktive Termingebühr nach Nr. 3106 VV RVG (in der seit dem 1.8.2013 geltenden Fassung) fällt in Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes nicht an. (amtlicher Leitsatz)
4. Die gebührenrechtliche Einstufung der anwaltlichen Tätigkeit in Eilverfahren hat deren Charakteristika zu berücksichtigen, so dass dieser kein Minderwert zum Hauptsachestreit zukommt, sondern nach den Umständen des Falles sogar eine gebührenerhöhende Wirkung zugebilligt werden kann; Synergieeffekte rechtfertigen eine Gebührenkürzung nicht. (redaktioneller Leitsatz)
5. Eine fiktive Termingebühr nach Nr. 3106 VV RVG fällt in Eilverfahren nicht an. (redaktioneller Leitsatz)
Keine pauschale Kürzung der Gebühr in Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes von Dr. Hans-Jochem Mayer, veröffentlicht am 14.11.2016
1.3 - Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 13.10.2016 – L 31 AS 1774/16
Quelle und Volltext hier: kammerton.rak-berlin.de
Rechtstipp: vgl. LSG Mainz, Urteil v. 06.05.2015 - L 6 AS 288/13
Quelle: beck-aktuell (Aus beck-fachdienst Sozialversicherungsrecht 19/2015 vom 18.9.2015)
1.4 - LSG Halle, Urteil v. 21.04.2016 - L 2 AS 378/13 - Revision anhängig BSG - B 4 AS 19/16 R
1.5 - Sächsisches Landessozialgericht, Urteil vom 09.11.2016 - L 7 AS 634/12
1.6 - Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss v. 27.10.2016 - - rechtskräftig
Italienische Antragsteller haben Anspruch auf ALG II inklusive der Unterkunftskosten im einstweiligem Rechtsschutz - Anordnungsgrund KdU für die Vergangenheit (hier im Einzelfall bejahend)
3. Vorläufig bewilligte Leistungen sind als aliud gegenüber endgültigen Leistungen anzusehen, deren Bewilligung keine Bindungswirkung für die endgültige Leistung entfaltet (BSG, Urteil vom 29.04.2015 - B 14 AS 31/14 R) und die daher unabhängig von der Ablehnung endgültig zustehender Leistungen erbracht werden können.
Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 29.09.2016 - L 18 AS 2267/16 B ER
Für die Anwendung des § 2 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 Freizügigkeitsgesetz/EU genügt eine Beschäftigung von genau einem Jahr (amtlicher Leitsatz RA Manuel Rambeck, Berlin).
2.1 - Sozialgericht Karlsruhe, Beschluss v. 07.11.2016 - S 4 AS 3633/16 ER
Es besteht prinzipiell ein Rechtsschutzbedürfnis für einen Antrag auf Anordnung der aufschiebenden Wirkung eines gegen einen Eingliederungsverwaltungsakt nach § 15 SGB II eingelegten Rechtsbehelf, unabhängig davon, ob bereits ein Sanktionsbescheid ergangen ist (SG Gießen, 10.10.2016 - S 27 AS 654/16 ER).
2.2 - SG Bremen, Urteil vom 27. September 2016 - S 26 AS 975/14
3. Wird das Fahrrad sowohl betrieblich als auch privat genutzt, kommt eine Berücksichtigung der Kosten nur in Betracht, wenn eine überwiegend betriebliche Nutzung erfolgt. Anderenfalls wären Selbstständige einem nichtselbstständigen Erwerbstätigen gegenüber bessergestellt, der in jedem Fall die Reparaturkosten aus dem Regelbedarf bestreiten muss.
2.3 - SG Bremen, Beschluss, vom 13. November 2016 - S 21 AS 231/15
1. Es besteht im Regelfall keine Pflicht des Antragstellers vor Erhebung einer Untätigkeitsklage eine Sachstandsanfrage an die beklagte Behörde zu richten, (hier: auf Übernahme einer Nebenkostenforderung entsprechend § 22 Abs. 1 Satz 1 SGB II). Eine solche Pflicht kann nur beim Vorliegen besonderer Umstände in Betracht kommen (so auch: SG Köln, Beschluss vom 22.05.2014, Az. S 20 AS 4534/13).
2.4 - Sozialgericht Bremen, Beschluss vom 8. November 2016 (Az.: S 37 AS 2104/16 ER):
2.5 - Sozialgericht Aachen, Urteil v. 08.11.2016 -
2. Zu den Bedarfen der Heizung zählen auch die Betriebsstromkosten einer Heizungsanlage, deren Brennstoffkosten bereits nach § 22 Abs. 1 S. 1 SGB II Berücksichtigung finden. Dies gilt auch, wenn mit derselben Vorrichtung warmes Wasser dezentral erzeugt wird, wie dies etwa bei einer Gas-kombitherme der Fall sein kann. Ein Anspruch auf Leistungen für einen Mehrbedarf bei dezentraler Warmwassererzeugung nach § 21 Abs. 7 SGB II besteht nicht stattdessen (Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 14. September 2016 – L 31 AS 300/15 –, juris; SG Gießen, Urteil vom 05. November 2014 – S 25 AS 980/12 –, Rn. 17, juris = NZS 2015, S. 76-77; SG Mainz, Vorlagebeschluss vom 12. Dezember 2014 – S 3 AS 130/14 –, Rn. 126, 133, juris unter Hinweis auf BSG, Urteil vom 07. Juli 2011 – B 14 AS 51/10 R –, Rn. 15, juris; Behrend in: Schlegel/Voelzke, jurisPK-SGB II, 4. Aufl. 2015, § 21, Rn. 139.1; a. A.: SG Augsburg, Urteil vom 14. Februar 2013 – S 16 AS 887/12 –, Rn. 12 ff., juris; Schwabe in Zeitschrift für das Fürsorgewesen 2013, 6: von Leistungen für den Regelbedarf nach § 20 SGB II erfasst; dagegen: BSG, Urteil vom 03. Dezember 2015 – B 4 AS 47/14 R –, SozR 4-4200 § 22 Nr 87, Rn. 12 ff.; vgl. Behrend in: Schlegel/Voelzke, jurisPK-SGB II, 4. Aufl. 2015, § 20, Rn. 43, 43.1).
weiter: www.maz-online.de
S. a. : Iserlohnerin klagt gegen Hartz IV-Mietspiegel: www.wdr.de

References: § 2
 § 15
 § 22
 § 22
 § 21
 § 21
 § 20
 § 22
 § 20