Source: https://www.brennecke-rechtsanwaelte.de/PRIVATINSOLVENZ-VERBRAUCHERINSOLVENZ-EINE-EINFUeHRUNG-Teil-3-2-Der-Insolvenzantrag-durch-den-Schuldner_115670
Timestamp: 2020-07-13 06:57:44+00:00

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PRIVATINSOLVENZ – VERBRAUCHERINSOLVENZ : EINE EINFÜHRUNG, Teil 3.2. Der In
Nach § 305 InsO muss der Antrag des Schuldners folgende Voraussetzungen erfüllen.
- schriftlich und unter Verwendung der amtlichen Vordrucken gem. § 305 V S. 2 InsO gestellt werden
- spätestens sechs Monate nach dem Scheitern der außergerichtlichen Verhandlungen erfolgen
- eine Bescheinigung über das Scheitern der außergerichtlichen Verhandlungen enthalten
- nach § 305 I Ziff. 2 InsO eine Erklärung zum Antrag auf Restschuldbefreiung enthalten
- eine Abtretungserklärung über das laufende Einkommen nach § 287 II InsO enthalten
- die Verzeichnisse und die Übersichten nach § 305 I Ziff. 3 InsO enthalten
- einen gerichtlichen Schuldenbereinigungsplan enthalten (§ 305 I Ziff. 4 InsO).
Der Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens muss schriftlich gestellt werden. Im Gegensatz zum Regelinsolvenzverfahren ist beim Verbraucherinsolvenzverfahren ein Antrag zu Protokoll der Geschäftsstelle des Gerichts nicht zulässig.
Der Schuldner muss hierzu das amtliche Formular verwenden. Dieses umfasst – mit Erläuterungen – etwa 70 Seiten DIN A 4. Ohne fachliche Hilfe besteht dabei die Gefahr falscher Angaben, die zu einer Restschuldbefreiungsversagung führen können.
Nach § 305 I Ziff. 1 InsO muss der Antrag spätestens sechs Monate nach Scheitern der (zwingend vorgeschriebenen) außergerichtlichen Verhandlungen gestellt werden. Die Frist berechnet sich ab Ausstellung der Bescheinigung der „geeigneten Stelle oder Person“
Nach § 305 V S. 2 InsO ist für die Bescheinigung die Anlage 2 des amtlichen Vordrucks zu verwenden. Die Bescheinigung – in der die wesentlichen Gründe für das Scheitern der Verhandlungen beinhaltet sein sollen – sollen dem Insolvenzgericht als Information dienen.

References: § 305
 § 305
 § 305
 § 287
 § 305
 § 305
 § 305