Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=WM%202013,%201791
Timestamp: 2020-02-17 03:07:03+00:00

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BGH, 05.07.2013 - V ZR 141/12 - dejure.org
https://dejure.org/2013,24006
BGH, 05.07.2013 - V ZR 141/12 (https://dejure.org/2013,24006)
BGH, Entscheidung vom 05.07.2013 - V ZR 141/12 (https://dejure.org/2013,24006)
BGH, Entscheidung vom 05. Juli 2013 - V ZR 141/12 (https://dejure.org/2013,24006)
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BGB § 812 Abs. 1 Satz 1, § 813 Abs. 1 Satz 1, § 214 Abs. 2 Satz 1, § 1147; ZPO § 867 Abs. 1, § 767 Abs. 2 und 3
§ 214 Abs 2 S 1 BGB, § 812 Abs 1 S 1 Alt 1 BGB, § 813 Abs 1 S 1 BGB, § 1147 BGB, § 767 Abs 2 ZPO
Bereicherungsrechtlicher Rückforderungsanspruch bei Zahlung wegen drohender Zwangsvollstreckung auf eine durch Verjährung dauerhaft einredebehaftete Forderung; Rückforderungsanspruch des Grundstückseigentümers bei Ablösung einer auf seinem Grundstück lastenden, eine ...
BGB §§ 812 Abs. 1 S. 1, 813 Abs. 1 S. 1, 214 Abs. 2 S. 1, 1147; ZPO §§ 867 Abs. 1, 767 Abs. 2 u. 3
Kein Ausschluss des Rückforderungsanspruchs bei Zahlung zur Vermeidung einer drohenden Zwangsvollstreckung
Regressanspruch eines eine fremde Schuld sichernde Zwangssicherungshypothek ablösenden Grundstückseigentümers gegenüber dem Gläubiger
Rückforderungsanspruch trotz Zahlung in Kenntnis der Nichtschuld zur Abwendung der Zwangsvollstreckung; §§ 812 Abs. 1 Satz 1, 813 Abs. 1 Satz 1, 214 Abs. 2 Satz 1, 1147 BGB; 867 Abs. 1, 767 Abs. 2 und 3 ZPO
Zur Rückforderung einer zur Abwendung der Zwangsvollstreckung geleisteten Zahlung
Rückforderungsanspruch bei Zahlung des Schuldners infolge drohender Zwangsvollstreckung
BGB §§ 812, 813, 214; ZPO § 767 Abs. 2
Zur Rückforderung der von neuem Grundstückseigentümer zur Abwendung der Zwangsvollstreckung geleisteten Zahlung nach materiellem und prozessualem Recht
Zum Rückforderungsanspruch des Schuldners gemäß § 813 Abs. 1 Satz 1 BGB, wenn er gezahlt hat, um einer drohenden Zwangsvollstreckung zuvorzukommen; kein Rückforderungsanspruch des Grundstückseigentümers, der zur Abwendung der Zwangsvollstreckung eine Leistung erbracht hat, ...
Fremde Schuld zwecks ZV-Abwehr getilgt: Rückforderung möglich?
Zum Rückzahlungsanspruch nach Abwendung der Zwangsvollstreckung
Bei Zahlung zur Verhinderung der Zwangsvollstreckung
LG Hannover, 24.06.2011 - 16 O 114/09
OLG Celle, 24.05.2012 - 16 U 112/11
NJW 2013, 3243
ZIP 2013, 1884
MDR 2013, 1372
NJ 2014, 37
FamRZ 2013, 1801
WM 2013, 1791
BB 2013, 2305
Dadurch soll im Interesse eines sachgemäßen Prozessverlaufs erreicht werden, dass die Prozessführung allein in den Händen des Betreuers oder Pflegers liegt, auch wenn die Partei an sich voll geschäftsfähig und damit nach § 52 ZPO prozessfähig ist (BGH…, Urteil vom 24. Juni 1987 - IVb ZR 5/86, NJW 1988, 49, 51 [juris Rn. 23]; BSG, FamRZ 2013, 1801 juris Rn. 3 mwN).
Daher unterliegt eine solche Bereicherungsklage denselben Einschränkungen, denen eine Vollstreckungsgegenklage unterlegen wäre (Senat, Urteil vom 5. Juli 2013 - V ZR 141/12, WM 2013, 1791 Rn. 15).
Die Aufrechnung unterliegt dann aber den Einschränkungen, denen sie unterläge, wenn sie im Wege der Vollstreckungsabwehrklage (§ 767 ZPO) eingewendet worden wäre (vgl. BGH, Urteil vom 25. Februar 1988 - III ZR 272/85, NJW-RR 1988, 957, 958;… Urteil vom 16. August 2007 - IX ZR 63/06, NZI 2007, 575 Rn. 23; Urteil vom 5. Juli 2013 - V ZR 141/12, NJW 2013, 3243 Rn. 12 ff.; OLG Rostock, OLGR 2003, 565;… MünchKommZPO/Schmidt/Brinkmann, 5. Aufl., § 767 Rn. 83).
Etwas anderes folgt auch nicht daraus, dass eine Vollstreckungsabwehrklage nach Beendigung der Zwangsvollstreckung mit dem Antrag auf Rückgewähr des durch die Zwangsvollstreckung Erlangten fortgeführt werden kann ("verlängerte Vollstreckungsabwehrklage", vgl. BGH, Urteile vom 8. Januar 1987 - IX ZR 66/85, BGHZ 99, 292, 294…, vom 2. April 2001 - II ZR 331/99, WM 2001, 2251, 2253 [unter V.], vom 12. Juli 2002 - V ZR 195/01, juris Rn. 7…, vom 7. Juli 2005 - VII ZR 351/03, BGHZ 163, 339, 341 f., vom 8. März 2006 - IV ZR 145/05, WM 2006, 1170 Rn. 12 und vom 5. Juli 2013 - V ZR 141/12, WM 2013, 1791 Rn. 15, jeweils mwN).
Denn selbst nach dem Recht, das vor Einführung der Anhörungsrüge galt, konnte eine unanfechtbare Entscheidung auf einen außerordentlichen Rechtsbehelf nur geändert werden, wenn diese Entscheidung offensichtlich dem Gesetz widersprach oder grobes prozessuales Unrecht enthielt (vgl. BSG, Beschluss vom 10. Juli 2013 - B 5 R 185/13 B - FamRZ 2013, 1801 = JURIS-Dokument Rdnr. 3, m. w. N; vgl. auch BVerfG…, Beschluss vom 5. November 2013 - 1 BvR 2544/12 - NJW 2014, 681 = NZS 2014, 259 = JURIS-Dokument Rdnr. 15, m. w. N.).
Nicht ersichtlich ist schließlich, dass das LSG "Rügen und Gegenvorstellungen" übergangen hätte, zumal Gegenvorstellungen nur gegen verfahrensabschließende Entscheidungen denkbar sind und streitig ist, ob die Gegenvorstellung als nicht geregelter außerordentlicher Rechtsbehelf nach Einführung der Anhörungsrüge weiterhin als statthaft anzusehen ist (…bejahend BVerfG Beschlüsse vom 25.11.2008 - 1 BvR 848/07 - BVerfGE 122, 190, 199 f, 201 f und der 3. Kammer des 2. Senats - 2 BvR 2674/10 - NJW 2012, 1065 [BVerfG 25.10.2011 - 2 BvR 2674/10] sowie BSG SozR 4-1500 § 178a Nr. 3 RdNr 4; offenlassend BSG Beschluss vom 24.7.2006 - B 1 KR 6/06 BH - Juris RdNr 1 und BSG FamRZ 2013, 1801).
Entscheidend ist vielmehr, ob die Einwendung bis zum Schluss der mündlichen Verhandlung objektiv hätte erhoben werden können (vgl. BGH, vom 21.5.1973 - II ZR 22/72; Urteil vom 17.4.1986 - III ZR 246/84; Urteil vom 5.7.- - V ZR 141/12; Urteil vom 20.4.2018 - V ZR 106/17).

References: § 812
 § 813
 § 214
 § 1147
 § 867
 § 767

§ 214
 § 812
 § 813
 § 1147
 § 767
 § 767
 § 813
 § 52
 § 767
 § 178