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Timestamp: 2020-08-15 01:38:01+00:00

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BGH, 13.03.1998 - V ZR 190/97 - dejure.org
https://dejure.org/1998,1343
BGH, 13.03.1998 - V ZR 190/97 (https://dejure.org/1998,1343)
BGH, Entscheidung vom 13.03.1998 - V ZR 190/97 (https://dejure.org/1998,1343)
BGH, Entscheidung vom 13. März 1998 - V ZR 190/97 (https://dejure.org/1998,1343)
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Widerklage - Verteidigung des Berufungsklägers - Veruteilung - Privatgrundstück - Ausgewiesener und festgelegter öffentliche Weg - Zugangsbehinderungen - Allgemeiner Abwehranspruch für Grundstückseigentümer
Behinderung bzw. Vereitelung des Wegerechts zu einem Grundstück
BGB § 1004; ZPO § 511, § 530 Abs. 1, § 339 Abs. 1
Rechte des Beklagten im Berufungsverfahren im Hinblick auf eine Widerklage; Abwehr von Zugangsbehinderungen eines Grundstücks
NJW 1998, 2058
MDR 1998, 769
NZM 1998, 411
NJ 1998, 427
WM 1998, 1400
Der Anwendungsbereich des § 1004 Abs. 1 Satz 2 BGB ist nicht auf Eigentumsbeeinträchtigungen beschränkt, sondern erstreckt sich auf alle deliktsrechtlich geschützten Rechtsgüter und erfasst auch absolute Rechte (BGH 13. März 1998 - V ZR 190/97 - zu II 2 a der Gründe, NJW 1998, 2058) .
Darauf, ob die Feststellung seiner Voraussetzungen rechtlich und tatsächlich schwierig sein kann, kommt es hingegen nicht an (BAG 14. November 2007 - 4 AZR 861/06 - Rn. 28 mwN; BGH 13. März 1998 - V ZR 190/97 - zu II 2 b der Gründe) .
Daß der Zugang über einen öffentlichen Weg, hier den Gehsteig vor den benachbarten Grundstücken, verläuft, steht dem Anspruch des Eigentümers auf Beseitigung der Störung nicht entgegen (Senat, Urt. v. 13. März 1998, V ZR 190/97, NJW 1998, 2058 f).
b) Das Berufungsgericht geht aber zutreffend davon aus, dass der Anwendungsbereich der Vorschrift des § 1004 Abs. 1 BGB nicht auf die Beeinträchtigung des Eigentums oder beschränkter dinglicher Rechte an Grundstücken beschränkt ist, der negatorische Schutz vielmehr auch sämtlichen absoluten Rechten zuerkannt und darüber hinaus auf alle deliktsrechtlich geschützten Rechtsgüter ausgedehnt wird (vgl. Senat, Urteil vom 13. März 1998 - V ZR 190/97, NJW 1998, 2058, 2059 f.).
Dies gilt nach der Rechtsprechung nicht nur für tatsächliche Umstände (§ 138 Abs. 1 ZPO) , sondern auch für Tatsachen in ihrer juristischen Einkleidung, wenn dies durch einen einfachen Rechtsbegriff geschieht, der jedem Teilnehmer des Rechtsverkehrs geläufig ist (vgl. etwa BAG 11. August 2016 - 8 AZR 4/15 - Rn. 75, BAGE 156, 71; 23. Februar 2016 - 3 AZR 44/14 - Rn. 38 mwN; 31. Juli 2014 - 2 AZR 422/13 - Rn. 22, BAGE 149, 18; 16. Dezember 2010 - 6 AZR 487/09 - Rn. 36 mwN, BAGE 136, 340; BGH 19. März 2004 - V ZR 104/03 - zu II 1 a aa der Gründe mwN, BGHZ 158, 295; 13. März 1998 - V ZR 190/97 - zu II 2 b der Gründe) .
Darauf, ob die Feststellung seiner Voraussetzungen rechtlich und tatsächlich schwierig sein kann, kommt es hingegen nicht an (…BAG 11. August 2016 - 8 AZR 4/15 - aaO; 14. November 2007 - 4 AZR 861/06 - Rn. 28 mwN; BGH 13. März 1998 - V ZR 190/97 - aaO) .
Dass insoweit § 138 ZPO Anwendung findet, ergibt sich im Übrigen auch daraus, dass nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH, Urteil vom 13.03.1998, V ZR 190/97, NJW 1998, 2058, 2060;… BeckOK ZPO/von Selle, Stand 15.09.2014, § 138 Rn. 8;… Zöller/Greger, ZPO, 30. Aufl. 2014, § 138 Rn. 2), der sich der Senat anschließt, § 138 ZPO sogar für Rechtstatsachen gilt; erst recht ist ein Unstreitigstellen, das sprachlich auf einen zugehörigen Rechtsbegriff hin formuliert ist, sich aber ersichtlich auf konkret vorgetragene Tatsachen bezieht, rechtlich bedeutsam.
Grundstücksnutzung durch Dritte: Voraussetzungen eines so genannten …
Landwirtschaftssache: Ersitzung einer Servitut nach hannoverschem Gemeinen Recht …
OLG Hamburg, 27.01.2000 - 6 U 217/99

References: § 1004
 § 511
 § 530
 § 339
 § 1004
 BGH 
 § 1004
 BGH 
 BGH 
 § 138
 § 138
 § 138
 § 138