Source: https://www.bb-net.de/fremdfirmenordnung/
Timestamp: 2020-02-24 04:37:10+00:00

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Fremdfirmenordnung – www.bb-net.de
Sie können die vollständigen Fremdfirmenordnung hier als PDF herunterladen.
Diese Anweisung gilt für alle Geschäftspartner, Lieferanten, Kunden, Behörden und sonstige Dritte inklusive ihrer Mitarbeiter und von diesen herangezogene Dritte (nachfolgend „Fremdfirmen“ genannt), die auf dem Werksgelände der bb-net Media GmbH (nachfolgend „bb-net“ genannt) tätig werden. Diese Fremdfirmenordnung ist gültig für die Lissabonstraße 4.
Der Anwendungsbereich dieser Anweisung beginnt ab dem Betreten und endet beim Verlassen des Werksgeländes. Zweck dieser Anweisung ist die Vermeidung bzw. Reduzierung von Sicherheits-, Gesundheits-, Umwelt- und Sachrisiken bei Tätigkeiten von Fremdfirmen auf dem Werksgelände.
Darüber hinaus dient diese Anweisung dazu, die Fremdfirmen bei der Erstellung ihrer eigenen Gefährdungsbeurteilung zu unterstützen und zugleich die Einhaltung der nachfolgend aufgeführten Anforderungen einzufordern.
§ 1 Arbeits- und Umweltschutzvorschriften
Alle einschlägigen Arbeits- und Umweltschutzvorschriften, staatliche und berufsgenossenschaftliche Arbeitsschutzvorschriften und allgemein anerkannten sicherheitstechnischen und arbeitsmedizinischen Regeln, einschließlich der für den Arbeitsumfang geltenden Unfallverhütungsvorschriften, sowie die geltenden Arbeitszeitgesetze müssen von den Fremdfirmen bei der Ausführung der Tätigkeit beachtet werden. Wenn den Fremdfirmen diese Vorschriften nicht bekannt sind, sind sie verpflichtet die notwendigen Informationen einzuholen. Die Fremdfirmen sichern zu, dass weder sie, noch ihre Subunternehmer Mitarbeiter ohne gültige und ordnungsgemäße Arbeitspapiere beschäftigen und dass die jeweilige gesetzliche Regelung zur Entgeltzahlung eingehalten wird.
§ 2 Koordinator
Der Koordinator ist immer ein Mitarbeiter von bb-net. Der Koordinator ist direkter Ansprechpartner für die Fremdfirma in allen Belangen beim Aufenthalt auf dem bb-net Werksgelände. Name und Telefonnummer des Koordinators wird der Fremdfirma beim erstmaligen Betreten des Werkgeländes mitgeteilt.
§ 3 Anordnungen und Weisungen, Verstöße
Die Fremdfirma ist verpflichtet, den Anordnungen und Weisungen des Koordinators, seiner Beauftragten, der bb-net Sicherheitsfachkraft (nachfolgend gemeinsam „Weisungsbefugte“ genannt) Folge zu leisten. Sofern die Fremdfirma Zweifel an der Berechtigung des Weisungsbefugten zur Abgabe von Anordnungen und Weisungen hat, ist sie verpflichtet, sich die Berechtigung vom Koordinator bestätigen zu lassen. Die Überwachung und Erteilung von Anordnungen und Weisungen durch Weisungsbefugte entlastet die Fremdfirma nicht von ihrer eigenen Verantwortung gegenüber Ihren Mitarbeitern und bb-net.
Bei Verstößen gegen Arbeits- und Umweltschutzvorschriften, sowie sonstige Pflichtverstöße ist bb-net gegenüber der Fremdfirma berechtigt, die Einstellung der Arbeiten bis zur Beseitigung des Verstoßes anzuordnen und zuwiderhandelnde Mitarbeiter von den weiteren Tätigkeiten auszuschließen.
Bei Unfällen aller Art ist sofort der Werksverantwortliche, der Koordinator und die Sicherheitsfachkraft zu benachrichtigen. Darüber hinaus ist die Fremdfirma verpflichtet, sämtliche Arbeitsunfälle die bei einem Arbeitsunfall einschlägigen gesetzlichen Meldepflichten zu erfüllen. Auch Beschädigungen bzw. Störungen an bb-net Einrichtungen und Anlagen sind sofort dem Koordinator zu melden.
§ 5 Sicherheitstechnische Beratung
Die bb-net Sicherheitsfachkraft berät die Fremdfirma in allen Fragen der Arbeitssicherheit. Sie steht der Fremdfirma für Auskünfte zur Verfügung und wird sie, z.B. über die durch die einzelnen Anlagen und Verfahren entstehenden Gefährdungen und Maßnahmen zu deren Verhütung beraten. Die Fremdfirma hat die Kontaktdaten der zuständigen Sicherheitsfachkraft über den Koordinator in Erfahrung zu bringen.
§ 6 Umwelttechnische Beratung
Die bb-net Sicherheitsfachkraft berät die Fremdfirma in allen Fragen des Umweltschutzes. Sie steht der Fremdfirma in allen Fragen der Abfallentsorgung, Boden- und Gewässerschutz, Immissionsschutz und Gefahrgutabwicklung für Auskünfte zur Seite. Die Fremdfirma hat die Kontaktdaten der zuständigen Sicherheitsfachkraft über den Koordinator in Erfahrung zu bringen.
§ 7 Besondere Fremdfirmenpflichten
Die Fremdfirma verpflichtet sich zur Einhaltung der nachfolgenden Punkte:
Die Fremdfirma unterrichtet den Koordinator vor Beginn, nach Ende und bei jeder Unterbrechung der auf dem Werksgelände durchgeführten Tätigkeiten.
Die Fremdfirma stellt sicher, dass sie das Arbeitsumfeld stets in einem sicheren Zustand zurücklässt.
Die Fremdfirma weist den Koordinator auf eventuelle Störungen des Betriebsablaufes hin. Sie meldet dem Koordinator alle Störungen und Unregelmäßigkeiten, die während der Ausführung der Tätigkeit auftreten.
Die Fremdfirma legt die täglichen Arbeiten mit dem zuständigen Koordinator fest.
Die eingesetzten Werkzeuge und Geräte, insbesondere Leitern und Gerüste, müssen in arbeitssicherem Zustand sein. Sie sind beim Verlassen des Arbeitsplatzes unter Verschluss zu bringen oder anderweitig zu sichern, so dass keine Gefahren für Personen oder Sachen von ihnen ausgehen oder sie unbefugt genutzt werden können.
Elektrische Speisepunkte bei Arbeiten an Gebäuden und Haustechnik- oder Produktionsanlagen müssen eine Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD) haben.
Die von der Fremdfirma eingesetzten Fahrzeuge müssen den jeweiligen am Einsatzort gültigen Vorschriften entsprechen.
§ 8 Innerbetriebliche Sicherheitsbestimmungen
Die Fremdfirma beachtet folgende innerbetrieblichen Sicherheitsbestimmungen:
Werkzeuge, Geräte, Einrichtungen und Anlagen von bb-net dürfen ohne Erlaubnis, ohne den Nachweis der erforderlichen Qualifikation und Eignung, sowie ohne eine Einweisung durch bb-net nicht benutzt werden.
Materiallager und Materialstapel müssen so angelegt werden, dass sie die Arbeitssicherheit, den Produktionsablauf, sowie den Transport und Verkehrsfluss nicht gefährden.
Ausschachtungen, Gräben, offenstehende Kanäle, Bodenöffnungen usw. sind überall ausreichend zu sichern und bei Dunkelheit zu beleuchten. Gefährliche Arbeitsplätze sind abzusperren.
Das Mitbringen und der Konsum von alkoholischen Getränken und anderen berauschenden Mitteln (Drogen) sind auf dem bb-net Werksgelände nicht gestattet. Angehörige der Fremdfirma, bei denen der begründete Verdacht besteht, dass sie unter Einfluss berauschender Mittel oder Getränke stehen, können vom Betriebsgelände verwiesen werden.
Die Fremdfirma beachtet das Rauchverbot.
Die Fremdfirma stellt sicher, dass ihre Mitarbeiter die notwendige persönliche Schutzausrüstung (Schutzbrillen, Schutzschuhe, Schutzhelm etc.) tragen.
Auf dem bb-net Werksgelände gelten die einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen des öffentlichen Straßenverkehrs. Dem Werksverkehr ist jedoch immer Vorrang zu gewähren und werksinterne Verkehrs- und Verhaltensregeln sind zu beachten. Die Höchstgeschwindigkeit für Fahrzeuge aller Art innerhalb des Betriebsgeländes beträgt 20 km/h.
Fahrzeuge von Fremdfirmen dürfen nur zum Be- und Entladen auf das Betriebsgelände.
Mitarbeiter von Fremdfirmen, die Flurförderzeuge, Kräne und Hubarbeitsbühnen betätigen, müssen im Besitz eines entsprechenden Ausbildungsnachweises sein.
Es ist den Mitarbeitern der Fremdfirma nicht gestattet, Betriebsteile mit Ausnahme der Pausenzonen und Sanitäreinrichtungen zu betreten, die nicht zum Einsatzbereich der Fremdfirma gehören. Ausnahmsweise dürfen andere Betriebsteile nach Absprache mit dem zuständigen Koordinator betreten werden, soweit dies zur Erfüllung der Tätigkeit notwendig ist.
Gebots-, Verbots-, Warnschilder und Markierungen müssen beachtet werden. Sie dürfen nicht entfernt oder unkenntlich gemacht werden.
Fluchtwege und Fluchttüren sind gekennzeichnet. Sie sind jederzeit freizuhalten.
Feuerlöscheinrichtungen, Hydranten und entsprechende Hinweisschilder dürfen nicht verdeckt, zugestellt oder anderweitig unbenutzbar gemacht werden. Sie müssen jederzeit zugänglich sein. Beschädigungen sind sofort dem Koordinator zu melden.
Fußgänger haben die gekennzeichneten Gehwege zu benutzen und auf den Verkehr von Flurförderzeugen zu achten.
§ 9 Gefährliche Arbeiten
Für gefährliche Arbeiten sind Arbeitsgenehmigungen bzw. Erlaubnisscheine erforderlich. Diese erhält die Fremdfirma im Bedarfsfall vom zuständigen Koordinator. Die Fremdfirma setzt nur qualifizierte Mitarbeiter für gefährliche Arbeiten ein. Die Fremdfirma stellt sicher, dass sämtliche Tätigkeiten auf dem bb-net Werksgelände durch den Koordinator freigegeben sind. Als gefährliche Arbeiten gelten insbesondere:
der Umgang mit gefährlichen Stoffen,
Arbeiten an oder in der Nähe elektrischer Anlagen und Einrichtungen,
Arbeiten mit Brandgefahr (Schweißen, Brennen, Heizen, Trennschneiden) und brennbaren Flüssigkeiten,
Arbeiten an Dampf- oder Druckleitungen,
Arbeiten, die besonderer Vorsorge bedürfen, weil unmittelbare Gefahren für Mitarbeiter der Fremdfirma und bb-net bestehen.
§ 10 Gegenseitige Gefährdung
Von „gegenseitiger Gefährdung“ spricht man, wenn bb-net und/oder die Fremdfirma ein eigenes und/oder fremdes Gefährdungspotential bei der Durchführung der Tätigkeiten sieht. Bei möglicher gegenseitiger Gefährdung spricht sich die Fremdfirma vor Beginn der Arbeiten mit dem Koordinator ab, ob und welche Sicherheitsmaßnahmen notwendig sind. Die Absprache mit dem Koordinator entbindet die Fremdfirma nicht von deren Aufsichtspflicht gegenüber den eigenen Mitarbeitern.
Bei Arbeiten an oder in der Nähe spannungsführender Anlagen oder Einrichtungen muss auch die für diesen Bereich zuständige Haustechnik von bb-net eingeschaltet werden. Die Fremdfirma hat die Kontaktdaten der zuständigen Fachabteilung über den Koordinator in Erfahrung zu bringen.
Elektrische Energie darf von der Fremdfirma nur an den zugeordneten Speisepunkten entnommen werden. Die Fremdfirma hat die Speisepunkte über den Koordinator in Erfahrung zu bringen.
Andere elektrische Anschlüsse an das Betriebsnetz dürfen nur von der Haustechnik, unter Einschaltung des Koordinators, durchgeführt werden.
Die Durchführung von Erdarbeiten muss, wegen der möglichen Beschädigung von Versorgungsleitungen, vorher mit der Werksleitung besprochen werden. Die Fremdfirma hat die Kontaktdaten der Werksleitung über den Koordinator in Erfahrung zu bringen.
§ 11 Leitlinien für Umwelt, Energie und Arbeitsschutz
Die Fremdfirma ist verpflichtet, die Leitlinien für Umwelt, Energie und Arbeitsschutz einzuhalten.
Die Bereitstellung und Lagerung von wassergefährden den und umweltgefährdenden Stoffen muss über Auffangwannen erfolgen.
Durch den Umgang mit wassergefährdenden Stoffen dürfen keine schädlichen Verunreinigungen von Boden, Grund-, Oberflächen- und Abwasser entstehen. Arbeits- und Lagerbehälter müssen geeignet, im guten Zustand und ab 100 Liter doppelwandig ausgeführt sein. Im Arbeitsbereich ist Bindemittel in ausreichender Menge bereitzuhalten.
Die Kraftstoffanlage und das Schmiersystem von Fahrzeugen und Maschinen dürfen keine Leckagen aufweisen.
Das Versickern von Abwasser und andere Flüssigkeiten ist verboten. Dasselbe gilt für das Einbringen in das Kanalnetz, soweit die Umweltschutzfachkraft nicht zugestimmt hat.
Die Fremdfirma ist verpflichtet sämtliche bei der Durchführung der Tätigkeit anfallenden Abfälle ordnungsgemäß und unter Einhaltung der einschlägigen Vorschriften zu verwerten, zu entsorgen und vom bb-net Werksgelände zu entfernen. Alle sich aus dieser Verpflichtung ergebenden Nachweise und Belege sind dem Koordinator in Kopie unverzüglich zu übergeben. Die Fremdfirma ist im Einzelfall berechtigt, Abfälle unter Einhaltung des geltenden Abfalltrennsystems nach Zustimmung des bb-net Entsorgungsbeauftragten auf dem Werksgelände zu entsorgen. Die Fremdfirma hat die Kontaktdaten des zuständigen Entsorgungsbeauftragten über den Koordinator in Erfahrung zu bringen.
Das Verbrennen von Abfällen aller Art auf dem Werksgelände ist untersagt.
Staub-, Geruch- und Lärmemissionen sind auf das technisch Erreichbare zu reduzieren.
Gesundheitsschädliche Belastungen der Mitarbeiter und Anwohner sind auszuschließen. Die eingesetzten Baumaschinen müssen die Anforderungen der Geräte- und Maschinenlärmverordnung erfüllen.
Bau-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die Asbest, halogenierte Kohlenwasserstoffe, Blei und kanzerogene Faserwerkstoffe enthalten, dürfen nicht verwendet werden.
Mit Ressourcen (z.B. Wasser, Energie, Hilfs- und Betriebsstoffe) ist sparsam umzugehen.
Die Fremdfirma setzt für Tätigkeiten mit bedeutenden Umweltauswirkungen nur Mitarbeiter ein, die durch Ausbildung, Schulung oder Erfahrung qualifiziert sind. Die damit verbundenen Nachweise sind bb-net jederzeit auf Verlangen vorzuzeigen.
Im Zuge von Tätigkeiten mit Brandgefahr ist die Fremdfirma verpflichtet, das Erlaubnisscheinverfahren für feuergefährliche Arbeiten anzuwenden und die Außerbetriebnahme der Feuermeldeanlagen über den Koordinator, unter Einbezug des Sicherheits-/Brandschutzbeauftragten zu veranlassen. Die Fremdfirma ist verpflichtet, Löschmittel bereit zu stellen und nach Beendigung der Arbeiten brennbare Stoffe und Gase aus dem Gebäude bzw. den Arbeitsbereichen wie z.B. den Dachflächen zu entfernen und falls erforderlich, einen Brandschutzposten zu stellen. Fluchtwege, Türen und Feuerlöscheinrichtungen sind freizuhalten. Durchbrüche durch Brandwände sind nur nach Absprache mit dem Koordinator zulässig und mit dem durch den Koordinator festgelegten Verfahren wieder zu verschließen.
§ 13 Weitere Ordnungshinweise
Die Bau- und Montagestelle ist stets in einem sauberen Zustand zu halten und zum Arbeitsende aufzuräumen.
Das Fotografieren oder Filmen auf dem Betriebsgelände ist – wenn keine Sondergenehmigung von bb-net vorliegt – nicht gestattet.
An Sonn- und Feiertagen ist das Betreten unseres Geländes durch Mitarbeiter von Fremdfirmen nur zulässig, wenn eine schriftliche Genehmigung von bb-net vorliegt.
Bauwasserentnahme aus Hydranten ist nur mit Genehmigung des Koordinators zulässig.
§ 14 Energiemanagementsystem
bb-net verpflichtet sich zu einer sorgsamen Verwendung von Energie und seine Energieeffizienz kontinuierlich zu verbessern. Die Fremdfirma stellt daher einen sparsamen und sorgfältigen Umgang mit Energie sicher!
§ 15 Spezifische Regelungen
Sofern spezifische Regelungen existieren, ist die Fremdfirma verpflichtet diese einzuhalten. Die spezifischen Regelungen werden im Rahmen der Einweisung vom Koordinator mitgeteilt.
§ 16 Mitarbeiterunterweisung
Die Fremdfirma ist verpflichtet, ihre Mitarbeiter vor Beginn der Tätigkeit über den Inhalt dieser „bb-net Anweisung für Fremdfirmen“ zu unterweisen und dies auf Anfrage von bb-net in geeigneter Form nachzuweisen. Ferner hat die Fremdfirma dafür zu sorgen, dass ihre Mitarbeiter sich an die Regelungen der „bb-net Anweisung für Fremdfirmen“ halten. Die Unterweisung über die Arbeitsbedingungen, Gefährdungen und Schutzmaßnahmen ist nachweislich mindestens einmal jährlich zu wiederholen.
§ 17 Verbindlichkeit Sprachversionen
Es existiert ausschließlich eine deutsche Version, diese ist verbindlich.

References: § 1

§ 2

§ 3

§ 5

§ 6

§ 7

§ 8

§ 9

§ 10

§ 11

§ 13

§ 14

§ 15

§ 16

§ 17