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13jähriger schwängert 14jährige Strafrecht Forum 123recht.net
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13jähriger schwängert 14jährige
14.11.2017 Thema abonnieren
Frage vom 14.11.2017 | 18:14
1Max123
Wenn ein 13jähriger mit einer 14jährigen geschlechtsverkehr hat und die dadurch schwanger wird...muss der 13jährige dann für das Kind aufkommen?und was droht der 14jährigen
-- Editiert von Moderator am 15.11.2017 02:15
-- Thema wurde verschoben am 15.11.2017 02:15
Antwort vom 14.11.2017 | 19:10
Praktikant (841 Beiträge, 539x hilfreich)
Zitat (von 1Max123):
muss der 13jährige dann für das Kind aufkommen?
Natürlich. Vater ist Vater.
und was droht der 14jährigen
Eine fehlende Jugend. Rechtlich de facto nichts.
Antwort vom 14.11.2017 | 20:16
Schüler (340 Beiträge, 72x hilfreich)
Falsch! Natürlich droht ihr eine Strafvervolgung wegen § 176 StGB ! Ergebnis wird wohl eine Jugendstrafe sein.
Antwort vom 14.11.2017 | 20:26
Falsch! Bei einem solchen Altersunterschied und wenn es einvernehmlich war, dürfte es eingestellt werden.
Antwort vom 14.11.2017 | 20:32
Nein. Sexueller Missbrauch von Kindern ist in Deutschland ein Kapitalverbrechen (Strafdrohung: bis zu zehn Jahren). Ein Ermittlungsverfahren findet auf jeden Fall statt, höchstwahrscheinlich wird auch angeklagt. Dass das Gericht dann von Strafe absehen kann, steht auf einem anderen Blatt. Denkbar wäre allenfalls eine Verfahrenseinstellung nach § 47 JGG.
-- Editiert von so475670-44 am 14.11.2017 20:38
Antwort vom 14.11.2017 | 21:10
Eben, de facto hat die 14jährige rechtlich nichts oder nur sehr wenig zu befürchten, da wären die Probleme durch das Kind weit größer.
(Wobei der Titel schon interessant ist, dass der "Junge das Mädchen schwängert" und nicht das "Mädchen sich schwängern lässt" oder eine neutrale Formulierung genutzt wird. Falls es nicht vollkommen einvernehmlich war oder noch andere Gründe im Raum stehen, sieht es natürlich anders aus.)
Antwort vom 14.11.2017 | 21:32
Okay, es war aber nach den rechtlichen Folgen gefragt.
Das ist richtig: der Junge ist mit 13 noch nicht strafmündig, auch nicht bei einer Vergewaltigung. Hingegen ist das Mädchen strafmündig, wenn sie aber Opfer einer Vergewaltigung durch den 13-Jährigen geworden wäre, würde das - mangels Vorsatz - ein strafbares Handeln ausschließen.
Antwort vom 15.11.2017 | 00:01
Praktikant (559 Beiträge, 90x hilfreich)
Die 14jährige ist strafmündig, ihr droht ein Strafverfahren wegen sexuellen Mißbrauchs eines Kindes:
"Wer sexuelle Handlungen an einer Person unter vierzehn Jahren (Kind) vornimmt oder an sich von dem Kind vornehmen läßt, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft."
Dem 13jährigen droht strafrechtlich gar nichts, weil er noch nicht strafmündig ist. Für das Kind aufkommen muss er zunächst mal nicht, weil er das nicht kann. Da springt der Staat ein.
Antwort vom 15.11.2017 | 00:02
[der Junge ist mit 13 noch nicht strafmündig, auch nicht bei einer Vergewaltigung. Hingegen ist das Mädchen strafmündig, wenn sie aber Opfer einer Vergewaltigung durch den 13-Jährigen geworden wäre, würde das - mangels Vorsatz - ein strafbares Handeln ausschließen.
Von einer Vergewaltigung war im EP weit und breit nirgendwo die Rede...
Antwort vom 15.11.2017 | 00:06
Was soll das überhaupt mit dem Grundgesetz zu tun haben?
Antwort vom 15.11.2017 | 00:29
Art. 6 GG ... könnte hier eventuell einschlägig sein ... aber diese Frage habe ich mir auch schon gestellt.
Antwort vom 15.11.2017 | 09:08
Nein. Sexueller Missbrauch von Kindern ist in Deutschland ein Kapitalverbrechen
Nö, §176 StGB ist ein Vergehen (kein Verbrechen), vgl. § 12 StGB. § 176a StGB wäre ein Verbrechen. Den Begriff "Kapitalverbrechen" gibt es offiziell nicht im deutschen Strafprozessrecht.
In jedem Fall ist gegen das Mädchen ein Ermittlungsverfahren einzuleiten. Wie das denn beendet wird (Einstellung bereits durch die StA oder ggf. später durch das Gericht, oder Verurteilung zu irgendeiner jugendrechtlichen Maßnahme) kommt darauf an, was der konkrete Einzelfall als am sinnvollsten erscheinen lässt. In Frage käme z.B. Weisungen nach § 10(1) 1, 4 JGG oder insb. H.z.E. nach § 12 JGG
Antwort vom 17.11.2017 | 22:27
Das ist richtig, ich hätte den Begriff "Kapitalverbrechen" als untechnischen Begriff in Anführungsstriche setzen sollen. Damit meinte ich nicht die juristische Fachsprache, sondern die Wahrnehmung in der Gesellschaft - und die hat ja bekanntlich großen Einfluss auf das Anklageverhalten von Staatsanwälten.
Im Übrigen stimme ich @!!Streetworker!! vollständig zu.
-- Editiert von so475670-44 am 17.11.2017 22:29
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References: § 176
 § 47

Art. 6
 §176
 § 12
 § 176
 § 10
 § 12