Source: http://www.bungert-vermessung.de/glossar/
Timestamp: 2018-01-23 07:35:21+00:00

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Vermessungsbegriffe A-Z | Dipl.-Ing. Henning Bungert - Vermessungsbüro Wiesbaden
Durch eine Abmarkung wird ein Grenzpunkt eines Flurstückes rechtswirksam mit einer Grenzmarke gekennzeichnet. Die Abmarkung ist ein Verwaltungsakt gegen den alle Beteiligten Rechtsmittel einlegen können.
Zur Bauvorbereitung werden Baufelder, Eckpunkte von Bodenplatten und Baukörpern oder auch Bauachsen durch die Absteckung vor Ort markiert.
Teil des Verwaltungsverfahrens zum Beispiel bei Grenzfeststellungen oder Teilungen, bei dem den Beteiligten Gelegenheit gegeben wird, sich zu den Meßergebnissen zu äußern.
Der Bauantrag ist der Antrag des Bauherrn auf eine Baugenehmigung für ein Bauvorhaben. In Deutschland werden Einzelheiten durch die Bauordnung und die Bauvorlagenverordnung des jeweiligen Bundeslandes geregelt. Zur Klärung von Einzelfragen kann vor einem Bauantrag zunächst eine Bauvoranfrage gestellt werden.
Die Bauaufsicht ist Aufgabe des Staates und wird von den Bauaufsichtsbehörden wahrgenommen. Die unteren Bauaufsichtsbehörden sind bei den Landkreisen, kreisfreien Städten oder anderen Städten Kraft Sonderregelung angesiedelt. Sie vollziehen das Bauordnungsrecht. Der Aufgabenbereich umfasst alle Aufgaben im Zusammenhang mit der Errichtung, der Änderung, dem Abbruch, der Nutzung, der Nutzungsänderung sowie der Instandhaltung baulicher Anlagen sowie anderer Anlagen und Einrichtungen von baulichen Anlagen. Eine Liste mit den Kontaktdaten der Bauaufsichtsbehörden in Hessen finden Sie im Downloadbereich unserer Webseite zu Ihrer Information.
Folgende Vordrucke müssen üblicherweise bei bauaufsichtlichen Verfahren in Hessen verbindlich genutzt werden:
1. BAB 01 – Bauantrag (§ 60 HBO) / Bauvoranfrage (§ 66 Abs. 1 HBO)
2. BAB 10 – Antrag für Abweichungen (§ 63 HBO) und Ausnahmen/Befreiungen (§ 31 BauGB)
3. BAB 11 – Absteckungsbescheinigung (§ 65 Abs. 2 HBO)
4. BAB 17 – Baubeginnsanzeige (§ 65 HBO)
5. BAB 18 – Anzeige der Fertigstellung des Rohbaus (§ 74 Abs. 1 HBO)
6. BAB 19 – Mitteilung der Benutzung vor Fertigstellung (§ 74 Abs. 7 HBO)
7. BAB 20 – Anzeige der abschließenden Fertigstellung (§ 74 Abs. 1 HBO)
8. BAB 27 – Stellungnahme der Gemeinde (§ 61 Abs. 1HBO)
9. BAB 28 – Einvernehmen der Gemeinde (§ 61 Abs. 1 HBO und §§ 14, 36, 173 BauGB)
10. BAB 33 – Mitteilung baugenehmigungsfreier Vorhaben (§§ 55 und 56 HBO)
Ob Sie eine Baugenehmigung benötigen oder welches Baugenehmigungsverfahren erforderlich ist, regelt die Hessische Bauordnung (HBO). Sie unterscheidet Bauvorhaben in drei Verfahren: das Freistellungsverfahren nach § 56 HBO, das vereinfachte Verfahren nach § 57 HBO und das Normalverfahren nach § 58 HBO. Maßgebend für das erforderliche Verfahren sind insbesondere die Lage des Grundstücks sowie die Größe und die Art und Nutzung des geplanten Vorhabens.
Unter dem Baukörper versteht man das gesamte Volumen eines Bauwerks. Dieses Gesamtvolumen wird häufig auch als Kubatur bezeichnet.
In Hessen gelten zahlreiche Bauvorschriften. Das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung veröffentlicht regelmäßig ein Merkblatt mit einer Aufzählung der Vorschriften. Dieses Merkblatt finden Sie auch im Downloadbereich unserer Webseite zu Ihrer Information.
Die öffentlich bestellten Vermessungsingenieure haben ein Betretungsrecht um Flurstücke und Bauwerke zu vermessen (§ 22 Hessisches Vermessungs- und Geoinformationsgesetz).
Dezimalgrad ist eine Form der Koordinatendarstellung im Sexagesimalsystem (im Stellenwertsystem zum Wert 60 – d.h. ein Grad ist unterteilt in 60 Sekunden). Über die Dezimalschreibweise kann durch eine beliebige Anzahl an Nachkommastellen eine hohe Genauigkeit erreicht werden. Die Koordinaten unseres Büros in Dezimalgrad lauten:
(WGS84): N 50.077184 O 8.206382
Das Digitale Geländemodell (DGM) erfasst die Höhenpunkte in einem bestimmten Gebiet und stellt diese z.B. in Form eines Netzes dreidimensional dar. Man nutzt DGM auch zur Darstellung von Geländesituationen bei Bauvorhaben in Geländen mit erheblichen Höhenunterschieden.
Unter dem Flurstücks- und Eigentumsnachweis versteht man einen Buchauszug aus dem Liegenschaftskataster für ein bestimmtes Flurstück, welches den Eigentümer des Flurstücks benennt und in dem auch das Grundbuchblatt der entsprechenden Eintragung angegeben ist. Auch die Größe des Flurstücks und die Lagebezeichnung, sowie die Nutzungsart ist diesem Auszug zu entnehmen. Wobei für die Flächenangabe im Nachweis keine Gewähr geleistet wird.
Zur genauen Positionierung des Baukörpers werden bei der Feinabsteckung die Außenwandachsen markiert, meistens mit Hilfe von Nägeln auf Schnurgerüsten in der ausgehobenen Baugrube. Die zwischen den Nägeln gespannten Schnüre bilden dann die Außenkanten des geplanten Bauwerks, innerhalb derer dann die Wände des neuen Gebäudes errichtet werden.
Die Flur war früher ein gebräuchlicher Begriff für das Gelände. Im Katasterwesen ist die Flur ein nummerischer Bezirk, der die Gemarkung weiter unterteilt.
Flurstücke sind eindeutig begrenzte Teile der Erdoberfläche, die durch das amtliche Vermessungswesen geometrisch festgelegt und bezeichnet sind. Ein Grundstück kann aus einem oder mehreren Flurstücken bestehen. Flurstücke sind die kleinsten Einheiten im Katasterwesen und werden innerhalb des jeweiligen Nummerierungsbezirks, also der Flur und der Gemarkung, durch eine Flurstücksnummer, die aus einer Zahl oder einer Kombination aus Zähler und Nenner besteht (z. B. 234/34 ), identifiziert.
Die Fortführungsmitteilung ist eine amtliche Dokumentation über die bestandskräftige Veränderung des Katasters. Eine Fortführungsmitteilung wird im Allgemeinen Voraussetzung zur Eigentumsübertragung nach Verkauf einer Grundstücksteilfläche, wobei bereits die Niederschrift der Zerlegung zur Vertragsgestaltung beim Notar verwendet werden kann.
Nach Johann Carl Friedrich Gauß und Johann Heinrich Louis Krüger, den deutschen Entwicklern des 1923 veröffentlichen Gauß-Krüger-Koordinatensystems.
Bei dem Gauß-Krüger-Koordinatensystem wird ein gedachtes Gitternetz aus geographischen Koordinaten über die Erdoberfläche gelegt. Dieses ist in (zumeist 3° breite) Meridianstreifen aufgeteilt, die parallel zum Mittelmeridian vom Nord- zum Südpol verlaufen. Der Nullpunkt liegt im Schnittpunkt von Mittelmeridian und Äquator. Für den Rechtswert wird positiv nach Osten gezählt – für den Hochwert (Nord) wird positiv nach Gitternord (i. d. R. geographischer Nordpol) gezählt.
Das Gauß-Krüger-Koordinatensystem hat heute eine große Verbreitung, da es weitgehend verzerrungsfrei ist.
Das Vermessungsbüro Dipl.-Ing. Henning Bungert verwendet schwerpunktmäßig das Gauß-Krüger-Koordinatensystem mit Lagestatus 100, da es
längentreu,
winkeltreu,
und mit satellitengestützen Messverfahren direkt zu nutzen ist.
Die Adresse, bzw. die Koordinaten des Büros lauten:
in Gauß-Krüger (Bessel, Potsdam): R: 3443268.68 H: 5549294.40
Die Gebäudeeinmessung dient der Aktualität der Liegenschaftskarte, welche wiederrum dem Brandschutz, den Planungsbüros und den Ordnungsbehörden wichtige Informationen liefert.
Da das Eigentum an Grund und Boden der staatlichen Gewährleistung unterliegt wird ein Liegenschaftskataster geführt. In diesem werden sowohl Grundstücksgrenzen, als auch die Grundrisse der Gebäude dargestellt.
Damit der Gebäudebestand immer aktuell gehalten werden kann, hat der Gesetzgeber die EigentümerInnen von Neubauten und grundrissveränderten Umbauten verpflichtet eine autorisierte Vermessungsstelle mit der kostenpflichtigen Einmessung zu beauftragen (begründet durch §21 HVGG -Hessisches Vermessungs- und Geoinformationsgesetz). Die Kosten der Einmessung bestimmt die Verwaltungskostenordnung, welche von allen öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren und anderen autorisierten Vermessungsstellen angewandt werden muss. Eine weiterführende Information zu diesem Thema finden Sie im Downloadbereich unserer Webseite.
GPS/GLONASS (Galileo) Messung
Die GLONASS oder auch GPS Messung (Global Positioning System) in der Vermessung erfolgt durch hochpräzise DGPS-Empfänger (Differential Global Positioning System). Diese erreichen mit Hilfe von Korrekturdaten des Satelitenpositionierungsdienstes der deutschen Landesvermessung (SAPOS) im Vergleich zu kommerziellen GPS-Empfängern (mehrere Meter) eine Genauigkeit von wenigen Zentimetern.
Der Grenzabstand definiert, wie viel Abstand ein Gebäude zur Nachbargrenze haben muss bzw. hat. Der Grenzabstand gilt horizontal. Wenn ein Gebäude auf der Grenze errichtet wird, so spricht man von Grenzbebauung. Der Abstand zur Grenze kann nur innerhalb einer gewissen Toleranz von wenigen Zentimetern benannt werden.
Nach einer Prüfung der Situation durch Katasterunterlagen werden die Grenzpunkte vor Ort angezeigt (z. B. durch Holzpflock, Farbmarkierung oder andere geeignete Mittel). Es erfolgt keine Abmarkung. Dieses Verfahren ist nicht amtlich, das Ergebnis wird der Behörde nicht mitgeteilt und bietet – im Vergleich zur Grenzfeststellung – keine Rechtssicherheit. Eine Grenzanzeige ist die kostengünstige Alternative zur Grenzfeststellung.
Bei einer Grenzfestlegung wird eine komplett neue Flurstücksgrenze festgelegt. Dies ist zum Beispiel bei einer Zerlegung (Teilung) der Fall.
Die Grenzfeststellung ist ein hoheitliches Verfahren bei dem geprüft wird, ob die örtlichen Grenzpunkte mit dem Katasternachweis übereinstimmen. Dabei werden eventuell verlorene oder zerstörte Grenzpunkte wiederhergestellt und auf Antrag abgemarkt. Alle beteiligten Flurstückseigentümer erhalten über das Ergebnis der Grenzfeststellung eine Niederschrift mit Skizze, gegen die innerhalb einer Frist von einem Monat ein Widerspruch zulässig ist. Falls innerhalb dieser Frist kein Widerspruch eingelegt wird, so ist die Grenzfeststellung rechtskräftig und wird in das Liegenschaftskataster übernommen. Danach gilt der Grenzverlauf von allen Flurstücksnachbarn als anerkannt und ist gerichtlich verwertbar. Die Grenzfeststellung ist beispielsweise ratsam bei Grenzstreitigkeiten. Die Kosten für die Feststellung können zwischen den angrenzenden Parteien geteilt werden.
Grenzmarken sind örtlich sichtbare Einrichtungen, die Grenzen markieren. Beispiele für Grenzmarken sind:
Granitstein- oder Basaltsteinquader (evtl. mit Flexkreuz oder Bohrloch)
Grenzbolzen aus Messing oder Aluminium
Grenznagel
Ihre Grenze kann im Rahmen einer Grenzfeststellung wiederhergestellt werden.
Bei einer Grobabsteckung markiert der Ingenieur auf dem Grundstück die Ecken des Baukörpers. Dies kann durch Holzpflöcke oder andere farbige Markierungen geschehen. Dabei werden auch zwei Höhenanträge vorgenommen (Markierung der geplanten Höhe in m über NN), mit Hilfe derer das beauftragte Bauunternehmen seine Arbeiten ausführt.
Der Begriff Grundstück bezeichnet das, von einer Grundstücksgrenze umgebene, Land, von dem eine bzw. mehrere natürliche oder eine bzw. mehrere juristische Person(en) Eigentümer sein kann/können. Der Begriff Grundstück ist nicht gleichbedeutend mit dem Begriff Flurstück. Ein Grundstück kann mehrere Flurstücke umfassen.
Nach § 905 BGB erstreckt sich das Recht eines Eigentümers eines Grundstückes auf den Raum über der Erdoberfläche und auf den Erdkörper unter der Oberfläche.
Hessische Bauordnung, zuletzt geändert im November 2015
Als Höhensystem findet in Deutschland das sogenannte “ Deutsche Haupthöhennetz – DHHN92“ Anwendung. Dabei wird die Höhe in m. ü. NHN (Meter über Normalhöhennull) angegeben.
Die Normalhöhennull bezieht sich auf den Nullpunkt des Amsterdamer Pegels, der zwischen dem 1. September 1683 und dem 1. September 1684 durch Messung ermittelt wurde.
Koordinaten ermöglichen die Bestimmung eines Punktes auf der Erde.
Bei geographischen Koordinaten wird die Erde in 180 Breiten – und 360 Längengrade unterteilt und jedes Grad wiederum weiter nach dem Hexagesimalsystem in 60 Minuten bzw. jede Minute in 60 Sekunden (Dezimalgrad, Grad Dezimalminuten oder Grad Minuten Dezimalsekunden)
Bei UTM-Koordinaten wird die Erde jeweils zwischen dem 180. Längengrad Ost/West in 6° breite vertikale Zonen aufgeteilt. In der Mitte der daraus entstehenden Zonen (60 an der Zahl) verlaufen die sogenannten Bezugsmeridiane 3°, 9° usw.
Bei dem Gauß-Krüger-Koordinatensystem werden 3° breite vertikale Meridianstreifen verwendet, was im Vergleich zu UTM-Koordinaten (6° breite Zonen) eine geringere Maximalverzerrung zur Folge hat. Das Vermessungsbüro Dipl.-Ing. Henning Bungert nutzt das Gauß-Krüger-Koordinatensystem, da es Längen-, Winkel- und Flächentreu ist.
Der Kostenbescheid ist eine schriftliche Zahlungsaufforderung über die Gebührenhöhe, der bei den hoheitlichen Tätigkeiten wie zum Beispiel Gebäudeeinmessungen, Grenzfeststellungen und Teilungen ergeht. Die Gebühren sind in der hessischen Verwaltungskostenordnung geregelt und somit bei allen öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren in Hessen gleich.
Der Lageplan, früher als „amtlicher Lageplan zum Bauantrag“ benannt entspricht dem Liegenschaftsplan.
Das Landesvermessungsamt ist das Hessische Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation (HLBG) – Mittelbehörde in der Landeshauptstadt Wiesbaden
Zu den Aufgaben zählen unter anderem: Bereitstellung des Liegenschaftskatasters, Flurneuordnung, Bereitstellung der Geobasisdaten, Koordination der Geodateninfrastruktur des Landes Hessen
Die Adresse des HLBG lautet:
Im Liegenschaftsplan wird die Position des Bauprojekts innerhalb des Grundstücks dargestellt.
Er besteht aus einem Titelblatt, einem Eigentümerverzeichnis sowie einem zeichnerischen Teil, der auf der Liegenschaftskarte basiert. Die Kosten für Liegenschaftspläne sind an die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) geknüpft.
Der Lageplan ist Teil eines Bauantrags in Deutschland. Er setzt sich aus zwei Teilen zusammen:
Der schriftlicher Teil beinhaltet folgendes:
Informationen zum Baugrundstück
den oder die Bauherren
Baumassenzahl, Geschossflächen sowie Grundflächen
Der zeichnerische Teil beinhaltet folgendes:
den Umriss des zukünftigen Gebäudes im Grundstück
die angrenzenden Nachbargrundstücke und deren Gebäudebestand
Weitere Informationen zum Liegenschaftsplan finden Sie auf den Seiten des BDVI: http://www.bdvi-hessen.de
Durch die Massenermittlung kann das Volumen von Auf- und Abtragsmengen festgestellt werden. Dabei werden alle relevanten Höhen und Flächen aufgemessen.
Beispiele für eine Massenermittlung:
Erdaushub für Bauleistungen (Hoch- oder Tiefbau)
Sand oder Kiesgruben mit Abbauflächen oder Schüttungen
Sonstiges Schüttgut in großen Mengen
Wir vermessen die Oberfläche zu mehreren definierten Zeitpunkten und ermitteln aus den Differenzdaten zuverlässig das Volumen. Der Auftraggeber erhält eine Massenbilanz der Auf- und Abtragsmengen und zugehöriger Volumina.
Meter über Normal-Null (m ü. N. N.) war über ein Jahrhundert (bis 1992) die amtliche Bezugshöhe in Deutschland. Diese Höhe war durch einen theoretischer Punkt, exakt 37 m unter dem Normalhöhenpunkt an der Neuen Berliner Sternwarte festgelegt, der wiederum auf Amsterdamer Pegel beruhte. Im Jahr 1993 wurde die Normal-Null (m ü. N. N.) von der Normalhöhennull (NHN) abgelöst. Dies wurde notwendig, da bis dahin das Erdschwerefeld nicht berücksichtigt wurde.
Die Niederschrift ist ein Dokument, das alle Beteiligten einer Grenzfestlegung, einer Grenzfeststellung oder einer Abmarkung über die Ergebnisse in Kenntnis setzt.
Sie erhalten von uns nach der Vermessung eine Niederschrift über die Anhörung und das Ergebnis aus der die betroffenen Flurstücke und Grenzpunkte hervorgehen. Diese Niederschrift enthält auch eine Skizze, die die ausgeführte hoheitliche Vermessung darstellt.
Gegen eine solche Niederschrift können Rechtsbehelfe eingelegt werden. Diese werden in der Rechtsbehelfsbelehrung, die mit der Niederschrift versandt wird, erläutert.
Ein Öffentlich bestellter Vermessungsingenieur (ÖbVI) ist ein beliehener Freiberufler, der hoheitliche Vermessungsaufgaben erfüllen darf und insofern den Ämtern für Bodenmanagement gleichgestellt ist.
Da die Tätigkeit als ÖbVI eine umfangreiche Kenntnis des Vermessungswesens erfordert, ist eine Qualifikation für den gehobenen oder höheren vermessungstechnischen Dienst erforderlich.
Anschriftenliste der ÖbVI in Hessen: https://hvbg.hessen.de
ÖbVI Suche des Bundes Deutscher Vermessungsingenieure: www.bdvi.de/
Als Rohbau wird eine Baukonstruktion bezeichnet, bei der der Umriss inklusive der Dachkonstruktion fertiggestellt ist. Im Rohbau sind noch keine Fenster eingebaut und eine Dämmung des Objekts ist noch nicht erfolgt. Ein Innenausbau besteht in diesem Baustadium ebenfalls nicht.
Der Rohbauwert bildet den Grundparameter bei der Preisfestlegung von verschiedenen Vermessungsleistungen. Er ist Berechnungsgrundlage bei:
Gebäudeeinmessung – nach der Verwaltungskostenordnung
Absteckungen und Liegenschaftsplänen – nach der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure HOAI
Der Begriff Setzungsvermessung beschreibt die Vermessung von Objekten die sich (in der Höhe) verändern können. Beispiele hierfür sind:
Hierbei ist eine mittel- bis langfristige Überwachung des Objekts mit hochpräzisen Messgeräten notwendig, da sich die Objekte nur sehr marginal setzen.
Der Tageriss ist ein Grundriss für die bergmännische Verwendung. Dabei werden die Grubenöffnungen, evtl. Pingen und Bohrungen miterfasst.
Bei jeglichen Bohrungen >100m Tiefe ist ein Tageriss ebenfalls erforderlich.
Dipl.-Ing. Henning Bungert ist eine im Land Hessen anerkannte andere Person gemäß § 64 Abs. 1 Satz 2 Bundesberggesetz und kann daher Pläne und Karten des Risswerks (Tagerisse) erstellen.
Die Traufhöhe ist die Höhe des Punktes des Durchstoßes der Aussenecke des Gebäudes mit der Außenhaut des Daches (Schnittpunkt der senkrechten Außenmauer und der Dachhaut).
UTM oder “Universal Transverse Mercator“ ist ein Koordinatensystem. Es teilt die Erdoberfläche in vertikale Zonen auf, die 6° breit sind und verebnet sie künstlich durch die sogenannte “Mercator Projection“. Die dabei entstandene Projektion wird mit einem Gitternetz überzogen, anhand dessen sich die gewünschte Position bestimmen lässt.
Da UTM eine größere Streifenbreite hat als das Gauß-Krüger-Koordinatensystem, nimmt die Streckenverzerrung am äußeren Rand der Streifen stark zu. Diese wird durch Zugrundelegung eines Maßstabsfaktors von 0,9996 korrigiert. Bei Gauß-Krüger wird auf eine solche Korrektur verzichtet, da die sich sogenannte Maximalverzerrung dort noch in der Katastermessgenauigkeit befindet.
Unser Büro befindet sich bei folgenden UTM-Koordinaten:
(WGS84) : 32U 443215 5547514
Die Vereinigung von Flurstücken ist ein grundbuchrechtlicher Vorgang. In Deutschland ist er in § 890 BGB geregelt.
Anforderungen für die Vereinigung zum Eintrag in das Grundbuch:
Die zu vereinigenden Flächen müssen dem/den gleichen Eigentümer(n) gehören
Die zu vereinigenden Grundstücke dürfen nicht belastet müssen gleichmäßig belastet sein.
Müssen auf dem selben Grundbuchblatt geführt werden
Die Vereinigung von Flurstücken können Sie über uns beantragen.
Die Verschmelzung ist ein katasterrechtliches Verfahren, bei dem zwei bzw. mehrere aneinandergrenzende Flurstücke eines Eigentümers zu einem Verschmolzen werden.
Es besteht ein örtlicher und wirtschaftlicher Zusammenhang zwischen den Flurstücken
Die Flurstücke gehören nur zu einem Grundstück (eine vorausgehende Vereinigung der Grundstücke ist eventuell erforderlich, wenn sie gleich belastet sind und auf einem Grundbuchblatt stehen).
Das Verwaltungsverfahren ist eine nach außen wirkende Tätigkeit einer öffentlichen Verwaltungsstelle zur Prüfung, Einleitung und zum Erlass eines Verwaltungsaktes (Bescheides). Es ist nicht an eine bestimmte Form gebunden, soweit keine besonderen Rechtsvorschriften Anwendung finden. Wir führen unter anderem folgende Verwaltungsverfahren für Sie durch:
Wohnflächen- / Gewerbeflächenermittlung
Die Zerlegung stellt ein katasterrechtliches Verfahren zur Zerlegung von einem Flurstück in mehrere Flurstücke dar. Zunächst beschafft man dazu die entsprechenden Unterlagen aus dem Liegenschaftskataster und unterzieht sie einer Prüfung. Danach erstellt man gemeinsam mit Ihnen einen Zerlegungsentwurf und eine Kostenschätzung für die Zerlegung. Nachdem alle betroffenen Eigentümer einer Zerlegung durch Unterschrift zugestimmt haben, können die evtl. nötigen Vermessungsarbeiten vor Ort durchgeführt werden. Im Anschluss daran erfolgen eine Anhörung der Eigentümer sowie eine Niederschrift. Die Bildung neuer Flurstücke und eine Berechnung der so entstanden Flächen werden im Innendienst im Büro vorgenommen. Diese Arbeiten sind die Voraussetzung dafür, dass das Kataster geändert werden kann. Eine Flurstückszerlegung ist ebenfalls nötig für eine grundbuchliche Teilung, da die Zerlegung nicht rechtsändernd in den grundbuchlich gebuchten Grundstückbestand eingreift.

References: § 56
 § 57
 § 58
 §21
 § 905
 § 64
 § 890