Source: https://media.zwp-online.info/archiv/pub/sim/dhj/2011/dhj0411/
Timestamp: 2017-03-23 22:06:09+00:00

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Mit fast 2,3 Millionen hat Deutschland so viele Studierende wie noch nie. Und mit 46% des aktuellen Jahrgangs wurde gerade ein noch nie dagewesener Anteil eines Jahrgangs erreicht. Fast geht es also weiter wie in der Schule, möchte man meinen. Zusätzlich drängen gerade aus Niedersachsen und Bayern die ersten großen doppelten Abiturjahrgänge an die Unis. Bisher scheinen die Universitäten gut vorbereitet zu sein; es ist voll, aber der ganz große Aufschrei ist ausgeblieben. Offenbar konnten die Mittel aus dem Hochschulpakt -zunächst für ausreichende Puffer sorgen. Gleichwohl wurden bereits mancherorts Erstsemesterveranstaltungen vom Audimax ins Fußballstadion verlegt... Inhalt
Kein Kurztext vorhanden. Schauen Sie in die PDF. Den Tumor erkennen, bevor er entsteht! Präkanzerosen – Epitheliale Vorläuferläsionen Dr. Sebastian Beisel/Würzburg
Die Zahl der Tumoren im Bereich des Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereiches steigt stetig an. Die Therapie maligner Neubildungen der Schleimhaut ist äußerst aufwendig und für die Patienten ist die physische und psychische Belastung enorm. Die Prognosen und Überlebensraten sind trotz modernster Therapien und multidisziplinärer Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen unbefriedigend. Alle malignen Tumoren entwickeln sich, mehr oder weniger schnell, aus sogenannten Präkanzerosen oder auch epithelialen Vorläuferläsionen. Deren frühzeitige Erkennung und Therapie kann die Entstehung eines bösartigen Tumors verhindern! Philips GmbH
Eine Leukoplakie wird oftmals zufällig im Rahmen zahnärztlicher Routineuntersuchungen festgestellt. Von größter Wichtigkeit ist die Unterscheidung zwischen einer einfachen homogenen und einer inhomogenen Form, da letztere zu den potenziell malignen Erkrankungen zählt. Die histopathologische Untersuchung ist dabei von entscheidender Bedeutung. Zahnstellungskorrekturen mit Invisalign – ein Gewinn für die Dentalhygiene: Innovatives System mit Präventionswirkung
Die kieferorthopädische Behandlung mit konventionellen Brackets kann die Dentalhygiene erheblich erschweren und hat dann unzweifelhaft eine negative Auswirkung auf Zähne und Zahnfleisch. Demineralisationen im Bereich der Brackets, Karies im Bereich der Molarenbänder, aber auch Gingivitiden können im Falle einer reduzierten Mundhygiene als Folgen von Multibandbehandlungen auftreten. Durch moderne, herausnehmbare Schienensysteme könnten diese Probleme in Zukunft der Vergangenheit angehören. EMS Electro Medical Systems GmbH
Noch immer wechseln Patienten in meine Praxis, die die Worte „Prophylaxe“, „professionelle Zahnreinigung“ und „Parodontalvorbehandlung“ noch nie gehört haben. Solche Patienten haben zum Teil massive Probleme und bedürfen einer langfristigen Parodontologie- und Prophylaxebehandlung. In unserer Praxis haben wir ein Behandlungskonzept entwickelt, welches in sechs Stufen unterteilt wird. Erst nach erfolgreichem Abschluss einer Stufe ist der Aufstieg in die nächsthöhere möglich. Anwenderbericht: Einfache Diagnostik in der Zahnarztpraxis
Je einfacher eine Diagnostik in der Zahnarztpraxis ist, umso wahrscheinlicher wird sie auch durchgeführt. Und eine einfache und systematische Untersuchungsmethode hilft auch, Untersuchungen zu formalisieren und systematisieren. enretec Dental GmbH
Gerade im Bereich der Prophylaxe- und PAR-Diagnostik hat es erhebliche Fortschritte gegeben. Es stellt sich die Frage, wie diese Leistungen zu berechnen sind, denn nicht alle neu entwickelten Leistungen sind in der GOZ 2012 erfasst. Mit diesem Beitrag gehen wir auf einzelne diagnostische Verfahren ein und geben Hinweise zur Berechnung. orangedental GmbH & Co. KG
Die Bakterien in der Mundhöhle entscheiden über Gesundheit und Krankheit der Zähne und des Zahnhalteapparats. Während für die Zahnkaries vor allem das Bakterium Streptococcus mutans verantwortlich ist, richtet bei der Parodontitis eine ungesunde Mischung aus verschiedenen Parodontitiserregern den Schaden an. Der diagnostische Nachweis der Parodontitiserreger und der Brückenkeime ermöglicht ein frühzeitiges Handeln bei einer entstehenden Parodontitis. TePe Mundhygieneprodukte Vertriebs-GmbH
Kein Kurztext vorhanden. Schauen Sie in die PDF. Interview: Effizienz als Leitmotiv
Susanne Schmidinger, Marketingleiterin im Geschäftsbereich Behandlungseinheiten bei Sirona, berichtet im Interview, wie die Anforderungen von Zahnärzten die Entwicklung der neuen Einheit SINIUS geprägt haben. Fortbildung: Das Team im Vordergrund
„Karies- und Parodontitisprophylaxe mit Konzept“ – So lautete das Motto des diesjährigen DENTALHYGIENE START UP 2011, das am 30. September und 1. Oktober im Kölner Maritim Hotel stattfand. Bereits zum 14. Mal konnte der Teamkongress mit seinem exzellenten Programm Zahnärzte und ihre Assistenz für sich gewinnen und einen fundierten Überblick über zeitgemäße Behandlungskonzepte und moderne Praxisstrukturen geben. News
Kein Kurztext vorhanden. Schauen Sie in die PDF. Hygiene-Tipp: Die wasserführenden Systeme in einer Behandlungseinheit
In der heutigen Ausgabe des Hygiene-Tipps beschäftigen wir uns mit der Reinigung der wasserführenden -Systeme und der Herausforderung, der in einer Zahnarztpraxis zu ergreifenden hygienischen Maßnahmen zur Wartung der Behandlungseinheit. Das wasserführende System wird gebildet durch die wassereinspeisenden Systeme und die notwendige Ableitung durch geeignete Absauganlagen. EMS - Electro Medical Systems S.A.
Auch 2011 festigte praxisDienste seine Spitzenposition bei den -Aufstiegsfortbildungen zur ZMP und DH – gemessen an den Ab-solventenzahlen, die Nr. 1 in Deutschland. Zusätzlich ausgebaut wurde dieses Jahr das Aufstiegs-Kursangebot um die Bereiche Zahnmedizinische Verwaltungsassistenten/-innen und Praxismanagement. Hygiene- und QM-Beauftragte: Neue Termine 2011/12
14. Jahrgang I 42011 ISSN 1436-5715 I PVSt. F 47867 € 10,00 zzgl. MwSt.und Versand Zeitschrift für Parodontologie und präventive Zahnheilkunde I Special I Fachbeitrag I Anwenderbericht I Abrechnung I Interview I Fortbildung I Dental Pearls Club Den Tumor erkennen, bevor er entsteht! I Die Leukoplakie der Mundschleimhaut: Diagnostik – Therapie – Prognose Zahnstellungskorrekturen mit Invisalign – ein Gewinn für die Dentalhygiene I Prophylaxe- und Parodontaltherapie mit Konzept Einfache Diagnostik in der Zahnarztpraxis Diagnostik in der Prophylaxe und GOZ 2012 Effizienz als Leitmotiv Das Team im Vordergrund Prophylaxe und Praxismanagement Mundschleimhaut- erkrankungen 2
NEU: Oral-B® Triumph® 5000 mit SmartGuide™ Mit neuen verbesserten Produkteigenscha(cid:2)en Gesunde Zähne ein Leben lang Empfehlen Sie Oral-B® Triumph® 5000 mit SmartGuideTM Mit innovativer Technologie speziell entwickelt für die: • Reduktion des Andruckes beim Putzen* - NEU Andruckkontrolle im Handstück leuchtet bei zu starkem Druck auf - Andruckkontrolle im SmartGuide leuchtet bei zu starkem Druck auf • Motivation länger und gründlicher zu putzen* - NEU akustischer Quadranten-Timer - NEU Belohnung durch Sterne Für weitere Informationen besuchen Sie bitte dentalcare.com. * verglichen mit einer herkömmlichen Handzahnbürste © 2010 P&G Oral-B, die Zahnbürsten-Marke, die Zahn- ärzte weltweit am häuﬁgsten empfehlen Die perfekte Fortsetzung Ihrer Prophylaxe 3
EDITORIAL Düstere Aussichten an den Universitäten? Mit fast 2,3 Millionen hat Deutschland so viele Studierende wie noch nie. Und mit 46 % des aktuellen Jahrgangs wurde gerade ein noch nie dagewesener Anteil eines Jahrgangs erreicht. Fast geht es also weiter wie in der Schule, möchte man meinen. Zusätzlich drän- gen gerade aus Niedersachsen und Bayern die ersten großen doppelten Abiturjahrgänge an die Unis. Bisher scheinen die Universitäten gut vorbereitet zu sein; es ist voll, aber der ganz große Aufschrei ist ausgeblieben. Offenbar konnten die Mittel aus dem Hoch- schulpakt zunächst für ausreichende Puffer sorgen. Gleichwohl wurden bereits man- cherorts Erstsemesterveranstaltungen vom Audimax ins Fußballstadion verlegt. Die Spitze des Eisbergs ist jedoch noch nicht erreicht. Im nächsten Jahr kommen weitere doppelte Abiturjahrgänge aus anderen Bundesländern hinzu. Es wird also enger werden, auch wenn die Abiturienten vor Seminaren mit 300 Teilnehmern keine Angst haben müs- sen. Die Kapazitäten wurden zwar an vielen Orten und in vielen Fächern ausgebaut, aber die Möglichkeiten sind nach oben hin nicht unbegrenzt. Nicht nur in den klassischen Fä- chern, auch in bisher „unverdächtigen“ Fachrichtungen wurde zwischenzeitlich ein fast flächendeckender Numerus clausus eingeführt. Und der NC wird sich im nächsten Jahr weiter verschärfen. Welche Möglichkeiten hat der Abiturient, der seinen Abschluss nicht mit 1,0 gemacht hat, gleichwohl aber talentiert ist? Studieren in der Provinz ist sicher zumutbar, aber es ist oft keine wirkliche Alternative, denn auch dort sind die Studienplätze rar geworden. Soll er lieber Zoologie statt Anglistik studieren? Und sie vielleicht besser Alt-Ägyptologie? Der Mangel wird dadurch übertüncht, auch wenn sich viele Abiturienten bereits heute sehr flexibel zeigen. Ob dabei nicht doch viele im falschen Fach landen, wird sich in den kommenden Jahren zeigen. Und die Gerichte beschäftigen sich bereits mit der Frage, wie viele Wartesemester für ein Wunschstudium hinnehmbar sind. Vonseiten der Hochschulrektoren (aber auch von an- deren Stellen wie dem BDA und dem BDI) hört man, dass bundesweit bereits heute 50.000 Studienplätze fehlen. Von politischer Seite ist nun zu vernehmen, dass nicht jeder studie- ren müsse. Man kann diesem Argument nicht wirklich widersprechen; tatsächlich ist eine Lehre nicht zu verachten, und es gibt auch außerhalb des Hochschulraumes jede Menge ehrenwerter Berufe. Gleichwohl sind auch Lehrstellen nicht leicht zu bekommen, und in vielen Fällen ist dies noch schwieriger als sich doch auf ein Studium zu konzentrieren. Man kann es drehen und wenden wie man will – die grundgesetzlich garantierte Freiheit der Berufswahl steht nur noch auf dem üblicherweise dünnen Papier der Gesetzesbücher. Das Papier des vor Ihnen liegenden Dentalhygiene Journals ist (zumindest für die mo- mentan Zeit) sicher belastbarer. Wir haben in der aktuellen Ausgabe wieder unter- schiedliche Bereiche aufgegriffen, die Ihnen helfen werden, die orale Gesundheit (nicht nur unserer Abiturienten) zu erhalten, und ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen. Mit herzlichen Grüßen, Ihr Prof. Dr. Dr. h.c. Andrej M. Kielbassa 4
INHALT Editorial Abrechnung 3 Düstere Aussichten 26 Diagnostik in der Prophylaxe an den Universitäten? Prof. Dr. Dr. h.c. Andrej M. Kielbassa und GOZ 2012 Christine Baumeister Special Interview 6 Den Tumor erkennen, 38 Effizienz als Leitmotiv Dajana Mischke Fortbildung 39 Das Team im Vordergrund Dajana Mischke Dental Pearls Club 44 Prophylaxe und Praxismanagement 30 Herstellerinformationen 40 News 42 Tipp 50 Kongresse, Impressum bevor er entsteht! Dr. Sebastian Beisel 10 Die Leukoplakie der Mund- schleimhaut: Diagnostik – Therapie – Prognose Dr. med. Harald Ebhardt, Univ.-Prof. Dr. med. dent. Andrea-Maria Schmidt- Westhausen Fachbeitrag 16 Zahnstellungskorrekturen mit Invisalign – ein Gewinn für die Dentalhygiene Dr. Martin Jaroch, Dr. Friedrich Bunz, Prof. Dr. Dr. Andrej M. Kielbassa 20 Prophylaxe- und Parodontal - therapie mit Konzept Dr. Gaby Friedrich Anwenderbericht 22 Einfache Diagnostik in der Zahnarztpraxis Dr. med. dent. Hans H. Sellmann Alle mit Symbolen gekennzeichneten Beiträge sind in der E-Paper-Version der jeweiligen Publikation auf www.zwp-online.info mit weiterführenden Informationen vernetzt. 5
Biorepair® – im Blick der Wissenschaft Dentin-Bruchkante nach Applikation von Biorepair®, 10.000-fach vergrößert Bild: Prof. Dr. G. Schmalz, Universität Regensburg Der künstliche Zahn- schmelz lagert sich in die oﬀ enen Dentintubuli ein und verschließt sie Aktuelle klinische In-vitro-Studie erklärt die Wirkung von Biorepair® bei empﬁ ndlichen Zähnen: Biore- pair® ist nach wiederholten Anwendungen in der Lage, die Dentinpermeabilität deutlich zu ver- mindern. Weil die Zink-Carbonat-Hydroxyl apatit- Kristalle in Biorepair® Zahnpasta sich nicht nur als schützende Deckschicht auf der Dentinoberﬂ ä- che auﬂ agern, sondern in der Lage sind, sich in die oﬀ enen Dentintubuli einzulagern und diese zu verschließen, können unangenehme Schmerz- reize nicht weitergeleitet werden. Siehe auch: Abstract für das 29. Meeting der IADR. (http://iadr.confex.com/iadr/2011sandiego/webprogramcd/ Paper144227.html) 20% künstlicher Zahnschmelz* zum Draufputzen: Biorepair® Zahncreme *microrepair® Biorepair® ist bei Zahnärzten und in Apotheken sowie in Drogeriemärkten und -abteilungen erhältlich. Neue Sorte: Biorepair® mild. Mentholfrei und milder Geschmack (cid:37)(cid:76)(cid:82)(cid:85)(cid:72)(cid:83)(cid:68)(cid:76)(cid:85)(cid:16)(cid:54)(cid:70)(cid:75)(cid:80)(cid:68)(cid:79)(cid:93)(cid:66)(cid:39)(cid:72)(cid:81)(cid:87)(cid:75)(cid:92)(cid:74)(cid:45)(cid:82)(cid:88)(cid:85)(cid:66)(cid:21)(cid:20)(cid:19)(cid:91)(cid:21)(cid:28)(cid:26)(cid:66)(cid:44)(cid:54)(cid:50)(cid:70)(cid:89)(cid:21)(cid:17)(cid:76)(cid:81)(cid:71)(cid:71)(cid:3)(cid:3)(cid:3)(cid:20) (cid:20)(cid:21)(cid:17)(cid:19)(cid:27)(cid:17)(cid:20)(cid:20)(cid:3)(cid:3)(cid:3)(cid:19)(cid:28)(cid:29)(cid:23)(cid:20) 6
Special Den Tumor erkennen, bevor er entsteht! Präkanzerosen – Epitheliale Vorläuferläsionen Die Zahl der Tumoren im Bereich des Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereiches steigt stetig an. Die Therapie maligner Neubildungen der Schleimhaut ist äußerst aufwendig und für die Patienten ist die physische und psychische Belastung enorm. Die Prognosen und Überlebensraten sind trotz modernster Therapien und multidisziplinärer Zusammenarbeit verschiedener Fachrich- tungen unbefriedigend. Alle malignen Tumoren entwickeln sich, mehr oder weniger schnell, aus sogenannten Präkanzerosen oder auch epithelialen Vorläuferläsionen. Deren frühzeitige Erkennung und Therapie kann die Entstehung eines bösartigen Tumors verhindern! Dr. Sebastian Beisel/Würzburg Eine präkanzeröse Läsion, auch epitheliale Vorläufer- läsion genannt, ist lokal verändertes Gewebe, in dem das Auftreten von Krebs wahrscheinlicher ist als in entspre- chend normalem Gewebe. Unter einer präkanzerösen Kondition versteht man einen generalisierten Gesund- heitszustand, der mit erheblich erhöhten Risiko für Krebs einhergeht (Syphilis, blasenbildende Autoim- munerkrankungen, Lichen planus mucosae, Lupus erythematodes oder Xeroderma pigmentosum). Präkanzerosen werden nach ihrem Entartungsrisiko in obligate und fakultative Präkanzerosen unterschieden: Obligate Präkanzerosen sind Mundschleimhautverän- derungen, die regelmäßig und zeitlich früh entarten (z.B. die inhomogene Leukoplakie oder die Erythroplakie). Fakultative Präkanzerosen sind Mundschleimhautver- änderungen, die nur selten und zeitlich spät entarten (z.B. chronische Ulzera oder Lichen ruber erosivus). Präkanzeröse Risikofaktoren Die größten Risikofaktoren für die Entwicklung einer präkanzerösen Mundschleimhautveränderung sind Ta- bak und Alkohol, gefolgt von schlechter Mundhygiene. Infektionen mit Human-Papilloma-Viren treten als Risi- kofaktor zunehmend in den Vordergrund. Ebenso wer- den chronische Infektionen mit Candida albicans dis - kutiert. Schlecht sitzende Prothesen mit chronischen Druckstellen sowie scharfe Kanten an natürlichen Zäh- nen oder am Zahnersatz (Sublingualbügel, Klammern etc.) führen zu chronischen traumatischen Reizungen und sind oft Ursache für Mundschleimhautveränderun- gen mit Entartungspotenzial. Wangenbeißen oder an- dere traumatische Habits sind an dieser Stelle ebenso zu erwähnen. Diagnostik und Erkennung Zu den Aufgaben des Zahnarztes und der Dentalhygie- nikerin gehören die Beseitigung und Vermeidung von auslösenden und verschlimmernden Faktoren (bakte- rielle Beläge, insuffizienter Zahnersatz) ebenso wie die Abb. 1: Leukoplakia simplex im zahnlosen Oberkiefer. Beratung und Aufklärung über gesunde Lebensfüh- rung und Ernährung. Die wichtigste Aufgabe ist natür- lich bei jeder zahnärztlichen Kontrolle oder im PZR-Re- call die Untersuchung und Inspektion der Schleim- häute. Dies sollte mindestens einmal jährlich erfolgen. Bei Patienten mit erhöhtem Risiko (siehe oben) oder bei Patienten mit bereits vorhandenen präkanzerösen Mundschleimhautveränderungen sollte deutlich eng- maschiger kontrolliert werden (drei- bis viermal pro Jahr). Zu den standardmäßigen Untersuchungsmethoden gehört die genaue Inspektion und Palpation des verän- derten Schleimhautbereichs. Um den Verlauf besser beurteilen zu können, empfiehlt es sich eine Foto - dokumentation durchzuführen. Dies ist besonders bei Mehrbehandlerpraxen wichtig, damit der nachfol- gende Behandler beurteilen kann, ob sich die Mund- schleimhautveränderung seit der letzten Kontrolle ver- ändert hat. Bei verdächtigen Läsionen oder bei zunehmender und rascher Veränderung der Mundschleimhaut (Größe, Farbe oder Oberflächenbeschaffenheit) ist die histologi- sche Aufarbeitung durch den Pathologen obligat. Therapieschema Bei klinischem Verdacht auf eine Präkanzerose sollten zuerst jene Ursachen beseitigt werden, die mögli- 6 DENTALHYGIENE JOURNAL 4/2011 7
Die Sonicare FlexCare+ Geben Sie Ihren Patienten die Motivation zur Zahnpflege in die Hand. Motivieren Sie Ihre Patienten zu einer gesunden Zahnpflege – mit der FlexCare+. Die FlexCare+ gibt Ihren Patienten ein sauberes, erfrischendes Gefühl bei jedem Putzen. Und die Motivation, die sie brauchen, um außergewöhnliche Ergebnisse zu erzielen. • Verbessert die Gesundheit des Zahnfleischs in nur 2 Wochen1 • Patienten putzen mit einer FlexCare+ in der Gum Care Einstellung volle 3 Minuten 2 • Hilft, Zahnfleischbluten besser zu reduzieren als jede Handzahnbürste1 • Gum Care Einstellung für zweiminütige Gesamtpflege, gefolgt von einer einminütigen sanften Reinigung für die Problemzonen am Zahnfleischrand Zwei Bürstenkopfgrößen Mehr Informationen unter www.sonicare.de oder unter für eine komplette 040-28991509. und gründliche Reinigung. (1) Holt J, Sturm D, Master A, Jenkins W, Schmitt P, Hefti A. Eine stichprobenartige, parallel-design Studie zum Vergleich der Wirkungen der Sonicare FlexCare und der Oral-B P40 Handzahnbürste auf Plaque und Zahnfleischentzündung. Comp Cont Dent Educ. 2007:28. (2) Milleman J, Putt M, Jenkins W, Jinling W, Strate J. data on file, 2009. 8
Special Abb. 2: Leukoplakia simplex mit homogener, weißlicher und scharf abgegrenzter Schleimhautveränderung. – Abb. 3: Leukoplakia verrucosa mit weißlicher, warzenartig erhabener Schleimhautveränderung. – Abb. 4: Erosive Leukoplakie mit inhomogener, weißlicher Veränderung und röt- lichen, erosiven Anteilen. cherweise zur Entstehung der Mundschleimhautver- änderung geführt haben. Dazu gehört die Beseiti- gung möglicher scharfer Kanten an Zähnen oder Zahn - ersatz. Druckstellen sollten ausgeschliffen werden. In extremen Fällen empfiehlt sich dem Patient eine Prothesenkarenz von mindestens einer Woche zu ver- ordnen. Rauchern sollte geraten werden das Rauchen aufzugeben oder zumindest stark zu reduzieren. Auf weitere Reizstoffe, wie Alkohol, starke Fruchtsäuren oder scharfes Essen, sollte für mindestens zwei Wo- chen verzichtet werden. Bei schlechter Mundhygiene muss der Patient durch Mundhygienemaßnahmen und Instruktionen zur besseren häuslichen Zahn- pflege motiviert werden. Wird als Ursache traumatisches Wangenbeißen oder andere Habits angenommen, so empfiehlt sich die Herstellung einer Schutz- oder Abschirmschiene. Kommt es nach zwei Wochen zu einer Rückbildung der Mundschleimhautveränderung, so sollte in Zukunft regelmäßig in kurzen Zeitabständen (nach-)kontrol- liert werden. Bleibt die Veränderung bestehen, so muss eine histolo- gische Untersuchung in Form einer Probebiopsie oder Exzisionsbiopsie (mit der vollständigen Entfernung der Mundschleimhautveränderung) erfolgen. Wesent- lich atraumatischer können im Bereich der Frühdiag- nostik auch Verfahren wie Bürstenbiopsie, Anfärben mit Tolouidinblau oder Autofluoreszenz angewandt werden. Je nach Befundergebnis kann dann dement- sprechend engmaschig weiter kontrolliert werden oder eine Überweisung an den Oral- oder Kieferchirur- gen erfolgen. Eine vollständige Entfernung kann durch Exzision, Kryotherapie oder Laserung durchgeführt werden. Präkanzerosen der Mundschleimhaut Leukoplakie Definition: Weißer, nicht abwischbarer Fleck der Schleimhaut, welcher keiner anderen Krankheit zuge- ordnet ist. Man unterscheidet zwischen verschiedenen Erscheinungsformen: Die Leukoplakia simplex (homogene Form) mit weiß- licher, flacher, oft gefalteter aber einheitlicher Erschei- nung. Eine maligne Entartung ist hier eher selten (ca. 3 % Entartungsrisiko). Die Leukoplakia verrucosa (inhomogene Form) hat ein weißlich, warzenartig aufgeworfenes Erscheinungs- bild. Hier ist das Entartungsrisiko deutlich erhöht und liegt bei ca. 20 %. Die Leukoplakia erosiva (inhomogene Form) ist durch Erosionen mit unstrukturierten weißlichen und rötlichen Schleimhautverfärbungen gekennzeichnet. Das Entar- tungsrisiko ist hier besonders hoch und liegt bei ca. 38 %! Erythroplakie Definition: Dunkelroter Fleck der Schleimhaut, der kei- ner anderen Krankheit zugeordnet werden kann. Die Erythroplakie hat die Erscheinung einer leuchtend, dunkelroten Mundschleimhautveränderung, häufig mit weißlichen Anteilen im Randbereich. Sie geht immer in ein Karzinom über und ist somit eine obligate Prä- kanzerose. Lichen planus mucosae Definition: Chronische, nichtinfektiöse Entzündung der Schleimhaut und/oder der Haut, wahrscheinlich auto- immun. Sie besteht Wochen, Monate bis Jahre, kann sich spontan wieder zurückbilden und ist die zweithäufigste Abb. 5: Erythroplakie mit zentralem roten Ulkus und von weißlichen Randbereich umgeben. –Abb. 6: Lichen planus mit typischer Felderung/Wick - hamsche Streifung. – Abb. 7: Lichen erosivus mit Wickhamscher Streifung, Schleimhautablösungen und deutlich roten und erosiven Anteilen. 8 DENTALHYGIENE JOURNAL 4/2011 9
Erkrankung der Mundschleimhaut nach der Leukopla- kie. Es gibt im Wesentlichen zwei unterschiedliche Er- scheinungsformen, welche sich deutlich in Symptoma- tik und Entartungstendenz unterscheiden. Die retikuläre Form, als Lichen planus bezeichnet, mit netzförmigen, weißlichen Epithelveränderungen (Wick - hamsche Streifen). Diese Form zeigt sehr selten eine maligne Entartung (ca. 0,4–2,5 %). Die erosiv-atrophische Form, als Lichen erosivus be- zeichnet, mit weißlichen, rötlichen und teilweise pseu- domembranösen Schleimhauterosionen. Schmerzhaft und leicht blutend mit deutlich erhöhtem Entartungsri- siko im Vergleich zur retikulären Form. Außer der Exzision oder Laserung gibt es bei der Therapie von schweren Fällen des Lichen planus mucosae noch die Möglichkeit mit Glukokortikoiden (z.B. Cortison) zu be- handeln: Entweder lokal in Form von Salben und Spüllö- sungen oder intravenös in Form einer Cortison-Stoßthe- rapie. Bei erosiven Formen sollte auf scharfe Gewürze, Fruchtsäuren sowie Alkohol oder Tabak verzichtet wer- den, da diese ein Brennen auf der Mundschleimhaut ver- ursachen und die Schleimhaut zusätzlich reizen. Zudem sollte auf ausreichende gesunde Ernährung geachtet werden (Vitamine, Mineralien). Da sich ein Lichen planus mucosae oft in Regionen von Vollgusskronen oder gold- haltigen Legierungen entwickelt, kann daneben ein Ver- such gestartet werden, den ursprünglichen Zahnersatz durch metallfreie Versorgungen (Langzeitprovisorium oder Vollkeramikarbeiten) auszutauschen. Zusammenfassung Die beste Therapie gegen Krebs ist die Früherkennung. Frei nach dem Sprichwort: „Man sieht nur, was man weiß“ ist es besonders wichtig, potenziell gefährliche Schleimhautveränderungen zu kennen und zu erken- nen. Insbesondere bei Risikopatienten (vor allem Rau- cher, Alkoholiker und Patienten mit schlechter Mundhy- giene) müssen bei jedem Termin in der Zahnarztpraxis die Schleimhäute genau inspiziert und untersucht wer- den. Inhomogene Läsionen mit unterschiedlicher Fär- bung, leicht blutend und ulzeriert sind besonders ver- dächtig. Ist man sich nicht sicher oder besteht der Ver- dacht auf eine bereits vorhandene maligne Läsion, muss sofort die Überweisung zum Spezialisten (Oralchirurg; Mund,- Kiefer- und Gesichtschirurg) erfolgen. Denn bei Krebs gilt: Je früher und je schneller gehandelt wird, umso besser sind die Chancen auf Heilung! KONTAKT Dr. Sebastian Beisel Zahnarzt und Fachzahnarzt für Oralchirurgie Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie der Universitätsklinik Würzburg Pleicherwall 2, 97080 Würzburg E-Mail: Beisel_s@zahnklinik.uni-wuerzburg.de ANZEIGE 10
Special Die Leukoplakie der Mundschleimhaut: Diagnostik – Therapie – Prognose Eine Leukoplakie wird oftmals zufällig im Rahmen zahnärztlicher Routineuntersuchungen festgestellt. Von größter Wichtigkeit ist die Unterscheidung zwischen einer einfachen ho- mogenen und einer inhomogenen Form, da letztere zu den potenziell malignen Erkrankun- gen zählt. Die histopathologische Untersuchung ist dabei von entscheidender Bedeutung. Dr. med. Harald Ebhardt/Potsdam, Univ.-Prof. Dr. med. dent. Andrea-Maria Schmidt-Westhausen/Berlin Abb. 1: Homogene Leukoplakie der Wangenschleimhaut rechts retroangulär bei chronischem Zigarettenraucher. – Abb. 2: Übergang einer homo genen und eine inhomogene, teils verruköse Leukoplakie des Mundbodens. können zu leichten Beschwerden wie Schmerzen oder Brennen der Mundschleimhaut führen. Darüber hin- aus ist die proliferative verruköse Leukoplakie (Abb. 4) beschrieben worden. Sie ist gekennzeichnet durch aus- gedehnte und multifokale, zunächst homogene, später verruköse Veränderungen der Mundschleimhaut. Häu- fig liegen hier keine bekannten Risikofaktoren vor. Bei der proliferativen verrukösen Leukoplakie handelt es sich um eine aggressive Form der oralen Leukoplakie, die in fast allen Fällen maligne transformiert. Diese Ent- wicklung läuft in vier Stadien ab: Hyperortho keratose ohne Epitheldysplasie, verruköse Hyperplasie, verrukö- ses Karzinom und schließlich das konventionelle Plat- tenepithelkarzinom (Bagan et al. 2010). Im Allgemeinen entwickeln sich aus einer inhomoge- nen Leukoplakie häufiger Karzinome als aus einer homo genen Leukoplakie. Grundsätzlich kann sich das orale Platten epithelkarzinom jedoch aus jeder Form der Leukoplakie entwickeln. Darüber hinaus ist zu beachten, dass sich ein Teil dieser Karzinome auch ohne erkenn- bare assoziierte Leukoplakie entwickeln kann. n Die Leukoplakie ist ein klinischer Begriff und stellt somit keine Dia- gnose dar. Die WHO definierte im Jahr 1997 die Leukoplakie als eine vorwiegend weiße Läsion der Mundschleimhaut, die nicht als eine andere definierbare Läsion charak- terisiert werden kann. In der 2005 er- schienenen WHO-Klassifikation der Tumoren des Kopfes und des Halses (Barnes et al. 2005) wurde die Leu- koplakie nicht erneut definiert, so- dass davon ausgegangen werden kann, dass die o. g. Definition unverändert gilt. Die Leu- koplakie wird unter dem Begriff der präkanzerösen Lä- sionen abgehandelt. Eine präkanzeröse Läsion ist ein morphologisch alteriertes Gewebe, in dem das Auftre- ten von Krebs wahrscheinlicher ist als in entsprechend normalem Gewebe. Leukoplakien treten in der männlichen Bevölkerung mit einer Prävalenz von etwa 4 %, in der weiblichen Bevölke- rung von 1 % auf (Reichart 2000). Orale Leukoplakien werden am häufigsten bei Männern mittleren und älte- ren Lebensalters beobachtet. Die oralen Leukoplakien können isoliert oder multipel auftreten. Prädeliktions- stellen sind in absteigender Häufigkeit die Wangen- schleimhaut, die Mukosa des Alveolarfortsatzes, der Mundboden, die Zunge (insbesondere der Zungenrand), die Lippen und der Gaumen. Die Leukoplakie tritt kli- nisch in zwei makroskopisch zu unterscheidenden Vari- anten auf: die homogene (Abb. 1) und die inhomogene Form. Übergänge zwischen beiden Varianten werden beobachtet (Abb. 2). Die homogene Leukoplakie tritt als homogene weiß - liche Veränderung der Mund- schleimhaut mit flachem Relief in Erscheinung. Die Oberfläche ist glatt oder wellig und weist eine konsistente Textur auf. Diese Form der Leukoplakie ist zumeist asymp- tomatisch. Die inhomogene Leuko- plakie wird als eine vorwiegend weiße oder als weiße und rote Ver- änderung (Erythroleukoplakie, Abb. 3) definiert. Diese kann unregelmä- ßig flach, nodulär oder exophytisch sein. Diese Formen der Leukoplakie Abb.3: Erythroleukoplakie des Zungenrandes rechts mit ab wechselnd weißen und roten Berei- chen. – Abb. 4: Proliferative verruköse Leukoplakie der Gingiva der Unterkieferfront. Maligne Transformationen waren zu diesem Zeitpunkt bereits aufgetreten. 10 DENTALHYGIENE JOURNAL 4/2011 11
Die meisten oralen Leukoplakien können sich zurückbil- den, wenn die ätiologischen Faktoren vermieden werden. Ätiologie Hauptfaktor für die Entstehung der Leukoplakie ist der Tabak. Die schädigenden Stoffe wie Teer, Nikotin und Nitrosamine sind in allen Zigaretten, Zigarren und Pfeifentabak enthalten. Auch der sogenannte smoke- less tobacco, der in Form von Schnupftabak ange- wandt wird, und die Blätter der Betelnuss enthalten kanzerogene Stoffe. Es wird geschätzt, dass das Rau- chen das Risiko zur Entwicklung eines oralen Platten - epithelkarzinoms um den Faktor 20 erhöht. Der Me- chanismus der Wirkung der kanzerogenen Stoffe aus dem Zigarettenrauch wird in einer Beeinflussung der DNA-Replikation der Stammzellen der Keratinozyten der Mundschleimhaut gesehen (Johnson 2001). Das Risiko der malignen Transformation einer platten - epithelialen Dysplasie wird durch die Kombination von Rauchen und übermäßigem chronischen Alkoholkon- sum um Faktor 50 erhöht. Auch Mikroorganismen, wie humane Papillomaviren (D’Souza 2007), Herpes-sim- plex-Viren und Candida albicans, scheinen die maligne Transformation zumindest mit zu beeinflussen. ANZEIGE %+' 12
Special Abb. 7: Candida in der Bürstenbiopsie, x10, PAS. – Abb. 8: Hyperorthokeratose mit zahlreichen kernlosen Keratinozyten in der Bürstenbiopsie bei Raucherkeratose, x10, PAP. – Abb. 9: Epitheldysplasie mit form- und größenvariablen, hyperchromatischen Keratinozyten in der Bürstenbiopsie, x20, PAP-Färbung. Die Herausarbeitung einer Arbeitsdiagnose erfordert zunächst das Erheben der Anamnese. Zu erfragen sind Grunderkrankungen wie Diabetes mellitus und Blut- hochdruck, der Raucherstatus, Hauterkrankungen (z. B. Lichen, Abb. 5 und 6), regelmäßige Medi kation und ins- besondere in der jüngeren Vergangenheit neu hinzuge- kommene Medikamente. Der Patient sollte befragt wer- den, seit wann die Läsion besteht, ob sie schmerzhaft ist oder ob andere Symptome mit dieser Läsion in Zu- sammenhang gebracht werden. Bei der klinischen Untersuchung sind die Lokalisation der Leukoplakie, ihre Größe und der palpatorische Ein- druck zu notieren. Liegt eine homogene oder eine inho- mogene Leukoplakie vor? Wichtig sind ebenfalls die Symmetrie der Läsion und der Status der zervikalen Lymphknoten (Driemel et al. 2008, Kunkel et al. 2010). In problematischen Fällen der Leukoplakie sei auf die internetbasierte Hilfe der DGZMK hingewiesen. Hier können per E-Mail (mundschleimhaut@dgzmk.de) di - gitale intraorale Aufnahmen einer Konsultation zuge- sandt werden. genschleimhaut einen pathologischen Befund begrün- det, eine Parakeratose der Gingiva jedoch physiologisch ist. Um eine sinnvolle zytologische Diagnostik zu er- möglichen, sollte je Bürste nur eine (!) Läsion untersucht werden, bei mehreren Läsionen sind entsprechend meh- rere Bürsten zu verwenden. Dies sollte auf dem Einsen- deschein auch vermerkt werden. Die Anwendung eines Bürstenabstriches für die gesamte Mundschleimhaut ist in keinem Falle zielführend. Bei inhomogenen Leukoplakien, bei Leukoplakien, in de- nen zytologisch mittels Bürstenbiopsie eine Epitheldys- plasie befundet wurde, eine ausreichende Dia gnose nicht zu erzielen war oder die Genese der Leukoplakie auch nach dem Wegfall etwaiger Reize (z. B. Tabak, me- chanische Irritationen, Medikamente) unklar bleibt, ist die chirurgische Biopsatgewinnung der Goldstandard. Je nach Größe bzw. Zugänglichkeit der Leukoplakie ist eine Exzisions- oder Inzisionsbiopsie indiziert. In jedem Falle ist bei der Schnittführung darauf zu achten, dass zumindest an einem Resektionsrand makroskopisch ge- sund erscheinende Schleimhaut mit entnommen wird. Methoden der Zell-/Gewebegewinnung Mikroskopische Diagnostik Bei homogenen Leukoplakien ohne Malignitätsver- dacht kann als primäre diagnostische Methode die Bürs - tenbiopsie jeder Zahnarztpraxis empfohlen werden. Diese Methode liefert Aussagen zu einer eventuell be- stehenden Entzündung, zu Mikroorganismen, insbe- sondere Candida (Abb. 7), zu Verhornungsstörungen (Abb. 8) und zur Frage einer Epitheldysplasie (Abb. 9). Aus der täglichen Praxis erscheint der dringende Hinweis wichtig, dass die anatomische Lokalisation der Läsion dem Oralpathologen unbedingt mitgeteilt werden muss, da beispielsweise eine Parakeratose in der Wan- (a) zytologische Kriterien: (cid:129) Anisonukleose (cid:129) Hyperchromasie der Zellkerne (cid:129) Pleomorphie der Zellen (cid:129) erhöhte Kern-Zytoplasma-Relation (cid:129) suprabasale Mitosen (cid:129) atypische Mitosefiguren (b) architekturelle Kriterien: (cid:129) irreguläre Epithelschichtung (cid:129) Verlust der Polarität der Basalzellen (cid:129) Dyskeratosen (cid:129) tropfenförmige Reteleisten (cid:129) Hornperlen in Reteleisten Tab. 2: Mikroskopische Kriterien der Epitheldysplasie. Die mikroskopische Diagnostik sollte von oralpatholo- gisch spezialisierten Pathologen durchgeführt wer- den. Den Pathologen, der „alles weiß und alles kann“, gibt es im 21. Jahrhundert nicht mehr („Pathologists who believe that they never need a second or specialist opinion are dangerous. Increasingly this becomes true in surgical pathology which is ever more subspeciali- zed and in which the days of the true generalists are numbered.“ Fletcher 2007). Sowohl am Zellmaterial der Bürstenbiopsie als auch an dem chirurgisch gewonnenen Biopsatmaterial sind in der spezialisierten pathologischen Praxis fundierte Aussagen zu morphologischen Veränderungen, die kli- nisch als Leukoplakie imponieren, möglich. So werden z. B. Verhornungen in Form von Parakeratosen (Abb. 10) oder Hyperorthokeratosen (Abb. 11) unterschieden. Obligat gefordert werden muss eine Aussage zum Vor- liegen einer Epitheldysplasie. Falls diese nachweisbar ist, wird zur Graduierung der Dysplasie am histologi- schen Schnittpräparat die WHO-Klassifikation empfoh- len, die gering-, mittel- und hochgradige Epitheldyspla- 12 DENTALHYGIENE JOURNAL 4/2011 13
IHRE฀PATIENTEN-EMPFEHLUNG฀FÜR฀ZWISCHENDURCH: Prophylaxe nach dem Mittagessen! B e s t e l l e n S i e j e t z t : w w w. w r i g l e y - d e n t a l . d e o d e r ฀ B e s t e l l f o r m u l a r ฀ p e r ฀ F a x ฀ a n f o rd e r n ฀ u n t e r : ฀ 0 ฀ 8 9 / 6 6 ฀ 5 1 ฀ 0 4 ฀ 5 7 •฀฀Speichelstimulation฀bis฀um฀das฀Zehnfache •฀Rasche฀Säureneutralisation •฀Verstärkte฀Remineralisation •฀฀Hilft฀das฀Kariesrisiko฀zu฀reduzieren 14
Special Abb. 10: Parakeratose mit kernhaltiger Verhornung des Stratum corneum, x20, HE. – Abb. 11: Hyperorthokeratose mit kernloser Verhornung des Stratum corneum, x10, HE. – Abb. 12: Geringgradige Epitheldysplasie. Die zytologischen Veränderungen der Keratinozyten sind auf das basale Drittel des Epithels begrenzt, x20, HE. sien unterscheidet. Daneben existieren weitere Sche- mata, wie z. B. die Ljubljana-Klassifikation, die sich je- doch international nicht durchgesetzt haben. In die his- tologische Beurteilung der Dysplasie fließen eine Reihe von pathologischen Veränderungen ein, die in den Zell- kernen erkennbar sind, und Veränderungen der Archi- tektur, die in Form von Störungen der Epithelschichtung nachweisbar sind (Tab. 2). Eine geringgradige Epithel- dysplasie liegt vor, wenn die zytologischen Veränderun- gen der Keratinozyten auf das basale Drittel des Platten - epithels begrenzt sind (Abb. 12). Die mittelgradige Epi- theldysplasie wird diagnostiziert, wenn zytologische und architekturelle Veränderungen bis in das mittlere Drittel des Epithels reichen (Abb. 13), sich darüber hinaus ausbreitende Veränderungen werden als schwere Epi- theldysplasie bezeichnet (Abb. 14). Am Zellmaterial der Bürstenbiopsie kann eine Epitheldysplasie zweifelsfrei diag nostiziert, jedoch nicht graduiert werden, da auf- grund der Zellvereinzelung in dieser Methode die Schichtung des Epithels nicht vorhanden ist und somit nicht beurteilt werden kann. Neben den konventionellen Färbungen (Pap, HE, PAS) sind auch weiterführende Methoden anwendbar, die die Aus- sagekraft und die diagnostische Sicherheit der in der Zahnarztpraxis gewonnenen Proben wesentlich erhö- hen. Dazu zählen z. B. immunzytologische Untersuchun- gen zum Nachweis extrazellulärer Matrixmoleküle (z. B. Laminin-5) am Zellmaterial der Bürs tenbiopsie (Driemel et al. 2007) und der immunhistologische Nachweis von Chemokinrezeptoren (Meng et al. 2010), die in Zukunft möglicherweise als Biomarker eine Aussage zur Prognose oraler Platten epithelkarzinome erlauben. Zudem kann bei speziellen Fragestellungen molekularbiologisch der Nachweis und die Typisierung von Humanen Papillomavi- ren (HPV) erbracht werden. In Fällen histologisch nachge- wiesener Epitheldysplasie ist die DNA-Zytometrie indi- ziert. Bei Nachweis eines aneuploiden Chromosomensat- zes in den dysplastischen Zellen ist im Vergleich zu Zellen mit diploidem Chromosomensatz das Risiko zur Entwick- lung eines oralen Platten epithelkarzi noms wesentlich erhöht (persönliche Mitteilung EW Odell, London). Therapie Vor der Therapie steht obligat die oralpathologische Diagnostik eines Bürstenbiopsates oder eines Inzisions- bzw. Exzisionsbiopsates des leukoplakisch veränderten Mundschleimhautareals. Die Therapie richtet sich nach der mikroskopischen Diagnose unter Berücksichtigung der klinisch-anamnestischen Befunde. Im (häufigsten) Falle einer Raucherkeratose erscheint der dringende Hin- weis auf den Verzicht dieser Gewohnheit naheliegend. Die Patienten reagieren zumeist positiv auf die Mittei- lung, dass sich die Raucherkeratose, die voll erhaltene Re- generationsfähigkeit der oralen Mukosa vorausgesetzt, nach Beendigung des Rauchens zurückbilden kann. Die Candidiasis, die als Superinfektion einer Leukoplakie auftreten kann, wird mit antimykotischen Medikamen- ten therapiert. In einigen Fällen kann auf diese Weise eine inhomogene Form in eine homogene überführt werden. Oftmals ist bei „hartnäckigen“ Fällen auch ein Wechsel der antimykotischen Medikation erforderlich. In beson- deren Fällen kann die Typisierung der Candidaspezies in Betracht gezogen werden. Häufig wird in der Praxis eine licheno- ide Reaktion als Differenzialdiagnose der Leukoplakie vermutet. Hier ist eine ausführliche Medikamentenanam- nese erforderlich, insbesondere ist auf Medikamente zu achten, die erst in der jüngeren Vergangenheit neu von dem Patienten eingenommen werden. In Tab. 3 werden Medikamente aufge- führt, die häufig zu lichenoiden Reak- tionen führen. Ein Medikamenten- wechsel sollte immer mit dem Haus- arzt abgesprochen werden. Abb. 13: Mittelgradige Epitheldysplasie. Die zytologischen und architekturellen Veränderungen der Keratinozyten reichen bis in das mittlere Drittel des Epithels, x20, HE. – Abb. 14: Hochgradige Epitheldysplasie. Die zytologischen und architekturellen Veränderungen der Keratinozyten erreichen das obere Drittel des Epithels, x20, HE. 14 DENTALHYGIENE JOURNAL 4/2011 15
ANZEIGE (cid:129) Allopurinol (cid:129) Amiphenazole (cid:129) Amphotericin (cid:129) Bismuth (cid:129) Captopril (cid:129) Carbamazepin (cid:129) Chloroquin (cid:129) Chlorthiazide (cid:129) Chlorpropamide (cid:129) Cimetidine (cid:129) Cyanamide (cid:129) Dapsone (cid:129) Enalapril (cid:129) Felodipin (cid:129) Fenclofenac (cid:129) Furosemid (cid:129) Goldsalze (cid:129) Hydroxychloroquine (cid:129) Ketoconazole (cid:129) Levamisole (cid:129) Lithium (cid:129) Lorazepam (cid:129) Methyldopa (cid:129) Metopromazin (cid:129) Oxyprenolol (cid:129) Palladium (cid:129) Para-Aminosalizylsäure (cid:129) Penicillamine (cid:129) Phenothiazine (cid:129) Phenylbutazone (cid:129) Practolol (cid:129) Propanolol (cid:129) Pyrimethamine (cid:129) Quecksilber (Amalgam) (cid:129) Quinidine (cid:129) Spironolacton (cid:129) Streptomycin (cid:129) Tetracyclin Tab. 3: Medikamente, die häufig lichenoide Reaktionen auslösen können. Die Therapie der Epitheldysplasie richtet sich nach dem Grad der Dysplasie. So können Läsionen mit einer geringgradigen Dysplasie unter klinischer Kon- trolle verbleiben, dabei sollten die Untersuchungsintervalle sechs Monate nicht überschreiten (van der Waal 2010). Bei Läsionen mit mittel- oder hoch- gradiger Dysplasie ist die zeitnahe vollständige Exzision unter Mitnahme von randlich gesundem Epithel indiziert. Auch hier sind nachfolgende Kontroll - untersuchungen unerlässlich. In den derzeit vorliegenden klinischen Studien gibt es jedoch keinen wissenschaftlichen Beweis, dass die chirurgische Exzision einer oralen Epitheldysplasie die Entwicklung eines oralen Platten - epithelkarzinoms ausschließen kann (Brennan et al. 2007). Prognose der Dysplasie Folgende Faustregel gilt für die Prognose der platten epithelialen Dysplasie der oralen Mukosa: In etwa 20 % der Fälle entwickelt sich ein Plattenepithel- karzinom, etwa 20 % der Dysplasien gehen in eine Regression über, in 40 % der Fälle zeigt sich keine Veränderung und in 20 % muss mit einer Vergröße- rung der Läsion gerechnet werden. Ein generell erhöhtes Risiko für eine maligne Transformation liegt in folgen- den Fällen vor: weibliche Patienten, zeitlich länger bestehende Leukoplakie, Nicht raucher, Leukoplakie am Zungenrand oder Mund boden, inhomogene Leukoplakien, Superinfektion mit Candida albicans und höhergradige Epi- theldysplasie (Ebhardt und Reichart 2009). Grundsätzlich erscheint ein großer Teil der Leukoplakien vermeidbar, wenn die Aufklärung über die negativen gesundheitlichen Wirkungen des Rau- chens weiter vorangetrieben wird. Noch wichtiger für die Dia gnostik der Leu- koplakie ist die Stimulation der Zahn ärzteschaft für die routinierte Untersu- chung der gesamten Mundschleimhaut. Dazu beitragen wird auch die Ver- breitung der aktuellen S2k-Leitlinie der DGZMK zur Diagnostik und Therapie von Vorläuferläsionen des oralen Plattenepithel- karzinoms, auf deren Publikation ausdrücklich verwiesen wird (Kunkel et al.; www.dgzmk.de). n Die Abbildungen 1 bis 4 stammen aus dem Lehrbuch „Spezielle Pathologie für Zahnmediziner“ von Ebhardt und Reichart, 1. Auflage 2009, mit freund licher Genehmigung des Quintessenz Verlages in diesem Beitrag abgedruckt. KONTAKT Dr. med. Harald Ebhardt Zentrum für Oralpathologie Friedrich-Ebert-Str. 33–34, 14469 Potsdam Tel.: 03 31/81 70 34-0, Fax: 03 31/81 70 34-11 E-Mail: harald.ebhardt@oralpath.de Web: www.oralpath.de 16
Fachbeitrag Zahnstellungskorrekturen mit Invisalign – ein Gewinn für die Dentalhygiene Innovatives System mit Präventionswirkung Die kieferorthopädische Behandlung mit konventionellen Brackets kann die Dentalhy- giene erheblich erschweren und hat dann unzweifelhaft eine negative Auswirkung auf Zähne und Zahnfleisch. Demineralisationen im Bereich der Brackets, Karies im Bereich der Molarenbänder, aber auch Gingivitiden können im Falle einer reduzierten Mundhygiene als Folgen von Multibandbehandlungen auftreten. Durch moderne, herausnehmbare Schie- nensysteme könnten diese Probleme in Zukunft der Vergangenheit angehören. Dr. Martin Jaroch, Dr. Friedrich Bunz/Radolfzell, Prof. Dr. Dr. Andrej M. Kielbassa/Krems n Die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte haben dazu geführt, dass vor allem erwachsene Patienten mit Zahnfehlstellungen aus rein ästhetischen Antrieben eine kieferorthopädische Behandlung in Erwägung zie- hen (Scott et al. 2007). Betrachtet man die zahlreichen kieferorthopädischen Behandlungsmethoden, so lässt sich feststellen, dass erwachsene Patienten vor allem durchsichtige Schienensysteme favorisieren. Herausnehmbare Schienensysteme bieten jedoch noch weitaus mehr als bisher erwartet. Verbesserte kieferorthopädische Funktionen, vermindertes Risiko in Bezug auf Demineralisationen und Karies, Eliminie- rung von traumatischer Okklusion sowie Aufrecht - erhaltung der parodontalen Gesundheit sind nur ei- nige wenige Faktoren, die eine bogen- und bracket- freie Behandlung stützen (Kessler 1976; Ashley et al. 1998; Diedrich 2000). Invisalign (invisible: unsicht- bar/align: ausrichten) ist zweifelsohne ein System, welches neben der zwischenzeitlich großen For- schungserfahrung ausreichenden klinischen Hinter- grund mitbringt, um die Wünsche der Kieferorthopä- den, der Zahnärzte und der Patienten in Einklang zu bringen. um die Zähne respektiert. Gingivitiden, Hyperplasien aufgrund von allergischen Reaktionen bis hin zur paro- dontalen Destruktion mit irreversiblem Knochenver- lust sind häufige Befunde während der Multibandbe- handlung (Nelson et al. 1997; Miethke et al. 2005). Es liegt auf der Hand, dass herausnehmbare Schienen- systeme die häusliche Mundhygiene vereinfachen. In Deutschland wurde das Invisalign-Verfahren zur Korrektur von Zahnfehlstellungen – anfangs nur für Er- wachsene – im Februar 2001 eingeführt. Das Konzept umfasst unterschiedliche Arbeitsschritte, die sowohl in der Praxis als auch direkt bei Align Technology erfol- gen. Auf der Basis des Dysgnathiebefundes erfolgt nach Vorgabe des Behandlers eine computerge- stützte, dreidimensionale Simulation der gewünsch- ten Zahnbewegungen. Jede Schiene wird 14 Tage lang getragen, ehe die nächste eingesetzt wird. Die Schie- nenanzahl variiert von Patient zu Patient und ist ab- hängig vom Ausmaß der Fehlstellung. Die Aligner müssen mit Ausnahme der Mahlzeiten, nach denen eine gründliche Zahnreinigung zu erfolgen hat, stän- dig getragen werden. Grundsätzliche Überlegungen Vorteile der Aligner-Systeme Invisalign (Align Technology, Santa Clara, Kalifornien) steht für eine neue Form der kieferorthopädischen Therapie, die gleichzeitig die oralen Strukturen rund Die kieferorthopädische Behandlung mit herausnehm- baren Schienen hat einen eindeutigen Vorteil in Bezug auf die Hygienisierbarkeit (Chenin et al. 2003). Eine Spei- chelzirkulation innerhalb der Schiene ist auch während Abb. 1: Patient mit eingesetzter Invisalign-Schiene. – Abb. 2: Hyperplasie im Ober- und Unterkiefer während der Behandlung mit klassischen Bracketsystemen. – Abb. 3: Vestibuläre Karies nach Entfernung des Molarenbandes bei einer klassischen Bracketbehandlung. 16 DENTALHYGIENE JOURNAL 4/2011 17
EMS-SWISSQUALITY.COM V wie Victory – in der Tat verhilft EMS seinen Kunden, Zahnarztpraxen weltweit, wieder mal zu blitzsaube- ren Siegen in der Königsdisziplin Prophylaxe. Optimale Übertragung der Power des piezokeramischen Antriebs, schnelle Handhabung, reduzierte Abnutzung: Damit punktet die neue Piezon V-CLASS – Extrapunkte dank geschütztem konischem Design der Instrumentengewinde sowie der Sonotrode. Innovativ, einzigartig. Die ohnehin unvergleichliche Klasse der Original Methode Piezon ist die Basis. NO PAIN-TECHNOLOGY – praktisch schmerzfreie Behandlung. Unschlagbar glatte Zahnoberﬂ ächen. Und das EMS Swiss Instrument PS, jetzt auch als V-PS – für praktisch 90 Prozent aller Anwendungen in der Zahnsteinentfernung. V-CLASS FÜR ALLE Die Piezon V-CLASS ist Standard bei der neuen Generation Air-Flow Master Piezon, Piezon Master 700 und miniMaster LED – und für alle vorhandenen Einheiten bietet EMS ein Piezon V-CLASS Upgrade. Komplett, einfach. > Alles zur konischen Form in der Broschüre oder unter www.ems-swissquality.com Der Wettbewerb um Prophylaxe- patienten und optimalen Recall- erfolg hat ein neues, kaum schlag- bares Argument – V siegt! 18
Fachbeitrag Abb. 4: Plaquebildung im Zahnhalsbereich und zirkulär im Bereich der Brackets. – Abb. 5: Plaque - bildung an Brackets und Zähnen mit beginnender Gingivitis und Gingivahyperplasie. retention; hieraus resultieren in der Folge erhöhte Demineralisa- tionszeiten. Die Problematik von Gingiviti- den und parodontal erkrankten Zähnen bei klassischen Multi- bandbehandlungen ist also nach wie vor ein zentrales Pro- blem der festsitzenden Appara- turen. Insbesondere junge Pa- tienten sind stark gefährdet, denn mit einer festsitzenden Apparatur kann der erste Impuls für chronische Erkran- kungen des den Zahn umgebenden Weichgewebes gesetzt werden (Martignon et al. 2010). Die kieferor- thopädische Behandlung kann also das Parodontium negativ beeinflussen und die Entstehung plaqueasso - ziierter Gingivitiden begünstigen; dies führt zu Gin - givaschwellungen und erhöhten Sondierungstiefen (Ong und Wang 2002). Zudem werden häufig Allergien beobachtet, die zusätz- lich Hyperplasien und somit Pseudotaschen verursa- chen können (Pazzini et al. 2010). Die Pseudotaschen, die bis in die Bögen einwachsen können, erschweren die Zahnreinigung zusätzlich und führen zu einer Ver - schiebung des bakteriellen Gleichgewichts. Ist die Hyperplasie allergisch bedingt, kann dies den Abbau des parodontalen Halteapparates befördern (Pazzini et al. 2010). Bei Patienten mit einem erhöhten Allergiepoten- zial können sich die Allergien auch extraoral manifestie- ren und unabhängig von der klassischen Nickel-Titan- Unverträglichkeit vorkommen (Kolokitha et al. 2008). Lingualtechnik – aus dentalhygienischer Sicht keine Innovation Die Lingualtechnik, bei der individuelle oder konfektio- nierte Brackets auf die Palatinal- bzw. Lingualflächen der Zähne aufgebracht werden, hat gegenüber der kon- ventionellen Methode eindeutige ästhetische Vorteile. Heute stehen dem Behandler grazile individualisierte Brackets und computergestützt fabrizierte Lingualbö- gen zur Verfügung, die die Akzeptanz dieser Behandlung eindeutig erhöhen (Wiechmann 2002, 2003; Stamm et al. 2005). Dennoch führen die Lingualsysteme durch die Einengung des Zungenraums zu unvermeidlichen Sprachbehinderungen (Nedwed und Miethke 2005). Das Problem der eingeschränkten Hygienisierbarkeit kann das linguale System jedoch ebenfalls nicht lösen. Plaque und Zahnstein können vom Patienten nicht wahrgenommen werden und erhöhen so die Gefahr der Kariesbildung (Ogaard 1989; Hägg et al. 2004). Aufgrund der erhöhten Plaquemenge kann es zu einer qualitati- ven Bakterienverschiebung kommen, die eine erhöhte Prävalenz von parodontopathogenen Keimen wie des Aggregatibacter actinomycetemcomitans (Aa) und des Porphyromonas gingivalis (Pg) nach sich zieht (Paolanto- nio et al. 1997; Lee et al. 2005). Klinisch ist diese Bakte- rienverschiebung mit einer erhöhten Inzidenz parodon- der Tragezeiten sichergestellt und verhindert so uner- wünschte Demineralisationseffekte (Boyd 2008). Parodontale Probleme, die den Ausgang einer konven- tionellen Bracketbehandlung negativ beeinflussen, können bei herausnehmbaren Invisalign-Schienen mi- nimiert werden (Miethke et al. 2005). Eventuelle Hy- gienemängel im Bereich der Schiene lassen sich durch den regelmäßigen Wechsel kompensieren und ein zu- sätzlicher Einsatz von Spüllösungen, der bei Gingiva - irritationen mit festen Zahnspangen häufig zu beob- achten ist, erscheint nicht mehr zwingend notwendig (Schaefer et al. 2010). In diesem Zusammenhang wird häufig das Problem der allergisch bedingten Zahn- fleischveränderungen diskutiert. Eine Monomerfrei- setzung mit anschließender zytotoxischer Wirkung konnte bei Einsatz von Invisalign nicht festgestellt werden (Eliades 2009). Die Behandlung mit Alignern beschränkt sich schon lange nicht mehr auf die Auflösung einfacher frontaler Engstände mittels approximaler Schmelzreduktion. Moderne Planungsmethoden machen es möglich, die Aligner bei verschiedenen Formen der Zahnfehlstel- lungen einzusetzen (Chenn et al. 2003; Miller und Derakhshan 2002; Miller et al. 2007). Behandlungsproblematik klassischer Systeme Betont man den Vorteil der Schienensysteme lediglich mit Blick auf die ästhetischen Ansprüche der Patienten, so ist unstrittig, dass sich diese auch mit klassischen, festsitzenden Apparaturen erfüllen lassen. Transpa- rente Brackets und Bögen in Zahnfarbe erhöhen die Ak- zeptanz bei allen Altersgruppen, ohne an Funktiona- lität zu verlieren. Ungeachtet dessen bleibt das intra - orale Volumen der festsitzenden Geräte vergleichbar. Auch moderne Bögen lassen sich – unabhängig von der äußeren Erscheinung – nach wie vor nur schwer reini- gen. Vorteile in Bezug auf die tägliche Zahnhygiene moderner Bracketsysteme sind daher kaum erkennbar. Entscheidend ist im Hinblick auf die Karieshäufigkeit wohl eher die Tatsache, dass vorwiegend Kinder mit festsitzenden Apparaturen behandelt werden, bei de- nen eine optimale Mundhygiene bereits ohne Zahn- spange häufig nicht gegeben ist (Kukleva et al. 2002). Die Verkleinerung der Brackets oder die Verbesserung der Ästhetik beseitigen nicht das Problem der Nischen- bildung und der damit verbundenen, erhöhten Plaque- 18 DENTALHYGIENE JOURNAL 4/2011 19
Fachbeitrag taler Nebenwirkungen verbunden (Demling et al. 2010; Ong und Wang 2002). Medicus curat, natura sanat Der Arzt hilft, die Natur heilt. Dieser hippokratische Grundgedanke verdeutlicht eindrucksvoll die Tragweite des Fortschritts, welcher mit dem Aligner-System ein- hergeht. Die Behandlung mit Invisalign sollte heute – vor allem mit dem wissenschaftlichen Hintergrund und der enor- men Anzahl an erfolgreich behandelten Patienten – im Fokus der kieferorthopädischen Behandlung stehen. Kinder und Jugendliche mit Zahnfehlstellungen können nur langfristig therapiert werden, wenn während und im Anschluss an die kieferorthopädische Behandlung kein Anstieg von Karies und Parodontopathien zu er- warten ist. Es wurde lange angenommen, dass sich wäh- rend der Therapie entstandene Parodontopathien nach Entfernen der kieferorthopädischen Geräte als reversi- bel darstellen (Alexander 1991; Kloehn und Pfeifer 1974). Eine aktuelle Studie konnte jedoch zeigen, dass sich die parodontale Situation bei 11 % der Patienten verschlech- tert und 7,6 % positiv in Bezug auf die Parodontogene bleiben (Choi et al. 2009). Einen entscheidenden Vorteil bietet Invisalign vor allem im Bereich der Erwachsenenbehandlung, die häufig pa- rodontale Grunderkrankungen ausweisen, welche sich durch eine konventionelle kieferorthopädische Behand- lung deutlich verschlechtern können. Zudem unterzie- hen sich Erwachsene vorwiegend aus ästhetischer Mo- tivation einer kieferorthopädischen Behandlung und stellen daher auch erhöhte Ansprüche an Aussehen, Tra- gekomfort und Funktion. Durch die geringe Adaptationszeit von Patienten unter- schiedlichen Alters ist die Akzeptanz gegenüber den Alignern deutlich höher als die gegenüber konventio- nellen Brackets oder den ebenfalls ästhetischen, jedoch festsitzenden Lingualsystemen (Miller et al. 2007). Ungeachtet des subjektiven Wohlbefindens ist aus zahnmedizinischer Sicht bestimmend, dass im Hinblick auf die langfristige Gesundheit der Zähne und des Zahnhalteapparates die Aligner-Systeme eine eindeu- tige Präventionswirkung aufweisen. Weitere Entwick- lungen werden zeigen, ob langfristig alle Pa- tienten von dieser innovativen Methode pro- fitieren können. n KONTAKT Dr. Martin Jaroch Ästhetik und Funktion Praxis Dr. Friedrich Bunz Teggingerstr. 5, 78315 Radolfzell ANZEIGE Beste Reinigung bei geringster Abrasion. Wissenschaftlich bewiesen: Das Putzprinzip der Pearls & Dents Pflege- perlen bietet die gründlichste Reinigung bei gleichzeitig geringsten Abrasionswerten. Effektiv aber sehr schonend werden Beläge und Verfär- bungen auch an schwer zugänglichen Stellen ent- fernt, ohne Zahnschmelz, Dentin, Füllungen und Versiegelungen zu schädigen. Zusätzlich sorgen ein Aminfluorid/NaF-System und entzündungshem- mende Wirkstoffe wie Kamillenextrakte, Bisabolol und Panthenol für eine tägliche optimale Karies- und Parodontitis-Prophylaxe. RDA: 45 Pearls & Dents – besonders zu empfehlen • für gesundheitsbewusste Zähneputzer • bei Fissurenversiegelungen und Kunststofffüllungen, Kronen und Implantaten • gegen Verfärbungen und Beläge durch Rauchen, Kaffee, Tee und Rotwein • für Träger von Zahnspangen Bestell-Fax: 0711 75 85 779-26 Bitte senden Sie uns: kostenlose Fachinformationen für Zahnärzte kostenlose Proben und Patienteninformationen zum Sonderpreis für den Praxisverkauf: im praktischen Thekenaufsteller. Kartons mit je zwölf 100ml Tuben Praxisstempel Datum / Unterschrift DHJ 4/2011 PEARLS & DENTS medizinische Zahncreme sehr gut Ausgabe 08/2005 Ökotest Ausgabe 08/2005: PEARLS & DENTS medizinische Zahncreme „sehr gut“ Dr. Liebe Nachf. GmbH & Co. KG D-70746 Leinfelden-Echt. • Tel. 0711 75 85 779 -11 www.pearls-dents.de • service@pearls-dents.de 20
Fachbeitrag Prophylaxe- und Parodontaltherapie mit Konzept Noch immer wechseln Patienten in meine Praxis, die die Worte „Prophylaxe“, „profes- sionelle Zahnreinigung“ und „Parodontalvorbehandlung“ noch nie gehört haben. Solche Patienten haben zum Teil massive Probleme und bedürfen einer langfristigen Parodon- tologie- und Prophylaxebehandlung. In unserer Praxis haben wir ein Behandlungskonzept entwickelt, welches in sechs Stufen unterteilt wird. Erst nach erfolgreichem Abschluss einer Stufe ist der Aufstieg in die nächsthöhere möglich. Dr. Gaby Friedrich/Hameln n Eine Neu-Patientin in der Zahnarztpraxis im HefeHof hat den Eindruck, dass ihre Zähne wackeln. Sie hat blu- tendes Zahnfleisch, was sie sehr beunruhigt. Teilweise sind Zähne gewandert und Lücken entstanden. Ihren Vorbehandler habe sie des Öfteren daraufhin angespro- chen. Er finde keine Ursache. Um Patienten, die mit diesen Symptomen kommen und über solche Erfahrungen im Umgang mit Zahnarzt-Kol- legen verfügen, helfen zu können, ist es notwendig, über ein gutes, systematisch aufeinander aufbauendes Pra- xiskonzept zu verfügen (Tab. 1). Stufe 0: Die Schmerzbehandlung Hat der Patient Schmerzen, erfolgt die Schmerzbehand- lung vor der ausführlichen Befundaufnahme. Im Falle von Schmerzen durch Parodontitis und Gingivitis lin- dern CHX-Spülungen in Kombination mit Dontisolon die Schmerzen. Stufe 1 Basic 1a: Die Befundaufnahme Die Befundaufnahme sollte so exakt wie möglich erfol- gen. Es werden alle Informationen inkl. Zahndrehungen, Lockerungen, Zahnführung (Eckzahn-Führung, Grup- penführung) gesammelt. Der PSI wird aufgenommen und ein OPT angefertigt. Information des Patienten im Ersttermin: 1. Befund mitteilen: dieser wird gegliedert in: a.) Befund des Parodontes, b.) Befund der Zähne, c.) Befund der Mundschleimhäute, d.) Befund des Kiefergelenkes und der Kaumuskulatur 2. Aufklärung über die Krankheitsursachen der vorlie- genden Erkrankungen 3. Erklären der notwendigen Therapien 4. Aufklärung über die Kosten der Therapien der Stufe 1 5. Offene Fragen des Patienten beantworten. ANZEIGE Ein typischer Ausgangs- befund einer Neu-Patien- tin der Zahnarztpraxis im HefeHof; das Parodont ist erkrankt. Zahnwanderung und -kippung sind erkenn- bar. Pusaustritt zwischen 11 und 12. Stufe 1 Basic 1b: HKP-/KV-Besprechung der Stufe 1 Bei Punkt 4 ist bei gesetzlich versicherten Patienten auf Folgendes zu achten: Gemäß § 91 Abs. 6 des Sozialge- setzbuches V müssen vor Beantragung der weiterfüh- renden Parodontalbehandlung (bei schwerer Parodon- titis; PSI Code 3 bzw. 4) folgende Bedingungen erfüllt sein: 1. Die Zähne müssen frei von Zahnstein sein. 2. Der Patient muss eine Anleitung zur richtigen Mund- hygiene bekommen haben. 3. Es muss überprüft werden, ob der Patient mit seiner häuslichen Mundhygiene gute Ergebnisse erzielt. 4. Die Zähne und das Zahnfleisch müssen frei von Reiz- faktoren (z.B. weichen Belägen) sein. Lediglich die Kosten eines dieser vier Punkte wird von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen: die Zahn- steinentfernung. Alle weiteren Maßnahmen sind vom Patienten selbst zu zahlen und sind für die langfristig er- folgreiche Heilung der Parodontitis notwendig. Daher sollte VOR der PA-Behandlung die Parodontal- vorbehandlung erfolgen. Bei deren Berechnung gibt es zwei Möglichkeiten: entweder nach GOZ; hier richtet sich der Umsatz nach Anzahl der Zähne. Die zweite Möglichkeit besteht darin, die Kosten nach § 2 Abs. 3, der Verlangensleistung, zu veranschlagen. Hier kann nach 20 DENTALHYGIENE JOURNAL 4/2011 21
Fachbeitrag Behandlungskonzept der Zahnarztpraxis im HefeHof (Auszug) (Stufe 0) (ggf. Schmerzbehandlung/erster Kontakt) Stufe 1 Basic 1a Basic 1b (Befundaufnahme/PSI/Modelle/Fotos) (HKP/KV-Besprechung Stufe 1) Kons 1* (REK) Endo 1* (Wurzelkanal - behandlungen) PZR 1a* (Parodontal - vorbehandlung/ professionelle Zahnreinigung) Chir 1 (Ex/ggf. Socket Preservation*) ZE 1a (Erweiterung/Unterfütterung/ BruchRep/Rezem.) ZE 1a (Interims/ Immidiat) PZR 1b (PA-Befund nach Parodontalvorbehandlung) Stufe 2 PA 1a* (Parodontalbehandlung) PA 1b (Reevaluation Parodontalbehandlung) Basic 2 (Planungsgespräch/ HKP/KV-Besprechung Stufe 2/Stufe 3/Stufe 4) Tab. 1: Auszug aus dem Behandlungskonzept der Zahnarztpraxis im HefeHof, welches insgesamt sechs Stufen umfasst. In die nächste Stufe gelangt ein Patient erst dann, wenn die notwendigen Behandlungen der vorherigen Stufe erfolgreich verlaufen sind.© Zahnarztpraxis im HefeHof 2011. Zeit und individuellen Kostenstunden- satz des Prophylaxezimmers der Preis festgelegt werden. Stufe 1: PZR 1a: Die PA-Vorbehandlung Im Rahmen der PA-Vorbehandlung wird beim Patienten eine Mundsituation ge- schaffen, die die Bedingungen zur Bean- tragung der PA-Behandlung erfüllt (s.o.). Zu uns in die Zahnarztpraxis im HefeHof kommen 10–20 Neu-Patienten pro Wo- che. 95 % von ihnen haben eine Gingivitis oder gar eine Parodontitis. Stufe 1: PZR 1b: PA-Befund nach PA-Vorbehandlung Eine Woche nach PA-Vorbehandlung wird der Patient zum PA-Befund einbe- stellt. Dieser ist Grundlage für alle weite- ren Behandlungsschritte. Auf diesen Be- fund fußend, wird über die PA-Behand- lung entschieden. Stufe 2: PA 1a: Die weiteren Maßnahmen: geschlossene und offene Therapie Wenn, nach erfolgreich verlaufener Pa- rodontalvorbehandlung, Aussicht auf weitere Verbesserung der Mundsitua- tion besteht, wird eine Parodontalbe- handlung (Deep Scaling) durchgeführt. Diese wird bei gesetzlich versicherten Patienten zuvor bei der Krankenkasse be- antragt. Bei dieser Behandlung werden die Zahnfleisch- taschen und die Wurzeloberflächen bis in die Tiefe von den Bakterien und Konkrementen befreit. In besonders schweren Fällen kann es notwendig sein, das Zahn- fleisch zu eröffnen. Stufe 2: PA 1b: Reevaluation Parodontalbehandlung Eine Woche nach PA-Behandlung erfolgt die Reevalua- tion. Es wird erneut ein PA-Befund aufgenommen und dem Patienten der Verlauf mitgeteilt. Anhand des PA-Befundes werden Einzelprognosen der Zähne festgelegt: rote Markierung: Zähne, die trotz PA- Behandlung nicht mehr zu erhalten sind; gelb: Zähne mit fraglicher Langzeitprognose; grüne Markierungen: Zähne mit guter Langzeitprognose. Anhand dieser Pro- gnosen kann jeder Patient professionell über Zahner- satz (Stufe 4) beraten werden. Die Erhaltungstherapie: langfristiger Schutz vor weiteren aktiven Krankheitsschüben Die Parodontitis ist eine chronische Erkrankung, bei der auch immer wieder akute Schübe möglich sind. Ausge- löst werden die akuten Schübe durch eine erneute An- sammlung von Bakterien. Daher ist eine Erhaltungsthe- rapie genau so wichtig wie die Parodontalvorbehand- lung und die Parodontalbehandlung. Als Erhaltungstherapie eignet sich die Prophylaxe in Form der professionellen Zahnreinigung. Nach erfolgter PA-Behandlung empfehlen wir unseren Patienten im ersten Jahr vierteljährlich zur PZR zu er- scheinen. Erfahrungsgemäß ist die Rezidivneigung durch rückläufige Eigenmotivation im ersten Jahr nach Behandlung am größten. Ab dem zweiten Jahr nach PA kann, bei entsprechender häuslicher Mundhygiene des Patienten, auf halbjährlich umgestellt werden. Zusammenfassung Behandlungen von Erkrankungen des Zahnhalteappa- rates setzen systematisches Vorgehen voraus. Nur so kann erkrankten Patienten langfristig geholfen werden. Einer Parodontaltiefenbehandlung sollte immer eine Parodontalvorbehandlung vorausgehen. Ein Recall und eine Re-Motivation der Patienten sind unverzichtbar. n KONTAKT Dr. Gaby Friedrich Zahnarztpraxis im HefeHof HefeHof 7 31785 Hameln Tel.: 0 51 51/40 85 41 E-Mail: gaby.friedrich@zahnarztpraxis-hefehof.de 21 DENTALHYGIENE JOURNAL 4/2011 22
Anwenderbericht Einfache Diagnostik in der Zahnarztpraxis Je einfacher eine Diagnostik in der Zahnarztpraxis ist, umso wahrscheinlicher wird sie auch durchgeführt. Und eine einfache und systematische Untersuchungsmethode hilft auch, Untersuchungen zu formalisieren und systematisieren. Dr. med. dent. Hans H. Sellmann/Nortrup n Es geht nicht darum, dass wir nicht diagnostizieren wollten oder könnten. Tatsächlich sind jedoch viele Indi- zes gar nicht so einfach zu erheben. Allein hinsichtlich der Blutungsneigung gibt es schon zahllose „Kennzah- len“ (Indizes), hinzu kommen noch diejenigen, die Ent- zündungsneigungen erfassen. Neben der Einwilligung des Patienten gehört für mich aber gerade eine genaue Diagnostik zu einer fehlerfreien Behandlung. So verlange ich von meinem Prophylaxeper- sonal, dass in regelmäßigen Abständen, z.B. im Rahmen professioneller Zahnreinigungen, auch außerhalb des 24- Monate-Zeitraums die Taschentiefen gemessen werden. Hier hilft der PSI-(Periodontal Screening) Index – weil er eben so einfach ist. Die PSI-Screening Methode reicht (zu- nächst) völlig aus. Erklären, was Sie bzw. Ihre Fachkraft da tun, sollten Sie Ihren Patienten das allerdings schon. Wenn der nämlich die Messsonde sieht, dann vermutet er Un- gemach. Sie sieht ja auch recht gefährlich aus. Dass sie eine (ungefährliche) runde Spitze hat, sieht man auf den ersten Blick nicht. Aber wie kann ich, ohne auszuufern, den Patienten erklären, was es mit dieser Messung auf sich hat? Eine sehr schöne Erklärung der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie fand ich im Internet un- ter www.zahngesundheit-aktuell.de/psi: „Um das Zahn- fleisch zu beurteilen, wird das Gebiss in sechs ver - schiedene Abschnitte eingeteilt. Jeder einzelne Bereich wird Zahn für Zahn mithilfe einer speziellen Sonde unter- sucht […]: Vorsichtig führen wir die Sonde zwischen Zahn und Zahnfleisch ein und tasten behutsam um den ge - samten Zahn. Dabei wird an bis zu sechs verschiedenen Stellen des Zahnes die (Sondierungs-)Tiefe, die Blutungs- neigung des Zahnfleisches und die Rauigkei- ten an der Zahnoberfläche gemessen. […] Sie werden die Untersuchung kaum spüren, denn sie verläuft weitgehend schmerzfrei.“ Bluten? Plaque? Band nur teilweise sichtbar? Band verschwindet? PSI 1 PSI 2 PSI 3 PSI 4 Abb. 1: Keep it simple: Die Erhebung des PSI-Codes mit der WHO-Sonde ist wirklich einfach. einer Entzündung der Tasche ausgehen? Sie wissen ja, dass z.B. Rauchen die Blutungsneigung wegen der vaso- konstriktorischen Wirkung des Nikotins wesentlich ver- ringert und uns somit Zahnfleisch-Gesundheit vorgau- kelt. Auch dieser Index ist noch nicht sehr alt. Er wurde als Sulkusblutungsindex 1971 von Mühlemann und Son etabliert. Ist er überholt? Immerhin zeigt er ja erst etwas an, wenn ein „Defekt“ bereits vorliegt. Zu viel an Indizes? Ich bin beinahe Ihrer Meinung. Zu Risiken und Nebenwirkungen könnten Sie sich die „Wissenschaftliche Mitteilung zu Zielen und Methoden der epidemiologischen Erfassung oraler Erkrankungen“ zu Gemüte führen (www.dgzmk.de/uploads/tx_szdg- zmk-documents/Statement_Epidemiologische_Stu- dien_2010_final.pdf). Ein Satz daraus hat mich nach- denklich gemacht: „Die Parodontalepidemiologie wird zukünftig weiter an Bedeutung gewinnen.“ 0–2 3–8 9–13 14–18 Haruspices So nannte man diejenigen Priester, die ihre „Diagnostik“ anhand der Eingeweideschau geschlachteter Opfertiere stellten. Ich weiß ja nicht, wie erfolgreich sie damit waren, aber hier und heute zählt in der Zahnmedizin Evi- denzbasiertes in Diagnostik und Therapie. So zum Beispiel auch der SBI-(BOP) Index. Blee- ding On Probing bedeutet, dass wir mit einer stumpfen Sonde und einem konstanten Druck von 0,2–0,25 Newton eine Tasche son- dieren. Wenn es blutet, können wir dann von Abb 2: Ein neuer Index: der BEWE (Basic Erosive Wear Examination)-Index – Einfach (und) Gut. 22 DENTALHYGIENE JOURNAL 4/2011 23
Anwenderbericht Abb. 3: Zahnerosionen sind im Anfangsstadium auch für den Erfahrenen nicht ganz so leicht zu diagnostizieren. Erosionen einfach erkennen Doch nicht genug der Irrungen und Wirrungen verschie- dener „Allgemein geordneter Verzeichnisse zu Orientie- rungszwecken“, kurz Indizes. Ein weiterer Index, der mir – weil so einfach – sehr gut gefällt, ist der Basic Erosive Wear Examination Index. Mit ihm bezeichnet die Wis- senschaft ein System, um Erosionen einfach und schnell zu klassifizieren. Das von Bartlett und weiteren interna- tionalen Experten entwickelte BEWE Bewertungssys- tem (Basic Erosive Wear Examination) hilft bei der syste- matischen Diagnose von Erosionen. Hierbei wird das Ge- biss in Sextanten eingeteilt, wobei für jeden Sextanten ein Wert von 0 (kein Zahnschmelzverlust) bis 3 (deut- licher Zahnschmelzverlust von mehr als 50 Prozent der Zahnoberfläche) vergeben wird. Anschließend werden alle Kennziffern für die Ermittlung des BEWE-Gesamt- wertes (von 0 bis 18) aufsummiert. Nun werden die Pa- tienten sehr einfach in Risikogruppen erfasst mit sehr klaren Vorgaben für mögliche Maßnahmen – in der ANZEIGE Exklusive Hochglanz-Poster 24
Anwenderbericht Abb. 4: SENSODYNE® PRO SCHMELZ – die Empfehlung für Ihre Patienten zur Zahn- schmelzhärtung. Zahnarztpraxis, aber auch im Rahmen der häuslichen Mundhygiene. Wesent licher Baustein in diesem Zu- sammenhang ist immer eine Fluoridierung. Insbeson- dere bei der täglichen Fluoridierung sollte man in die- sem Zusammenhang auf eine hohe Fluoridverfügbar- keit achten. Bei der Sensodyne Proschmelz Täglichen Zahncreme wurde vor diesem Hintergrund besonders auf eine hohe Fluoridverfügbarkeit geachtet, damit das freie Fluorid gut in den Zahnschmelz eindringen und ihn dann härten kann. Abb. 5: Wenn der Patient diese (für uns und für ihn eigentlich ungefähr- liche) Messsonde sieht, ohne dass ihm der Sinn erläutert wird, vermu- tet er Ungemach. – Abb. 6: Auch wenn die Erhebung des PSI Codes ei- gentlich (und tatsächlich) gar nicht weh tut, vorsichtig sein und die Maß- nahme unseren Patienten erläutern müssen wir schon. Hohe Fluoridverfügbarkeit – zahnfreundliche Bonbons oder Kaugummis konsu- Was in diesem Zusammenhang eine hohe Fluoridver- fügbarkeit bedeutet? In einem ersten Schritt muss Fluo- rid natürlich zunächst aus der Zahncreme selbst verfüg- bar sein. Verschiedene Inhaltsstoffe wie z.B. die verwen- deten Abrasivstoffe sind bekannt dafür, dass sie mit Flu- orid Wechselwirkungen eingehen können. Ferner muss z.B. Natriummonofluorphosphat im Mund zunächst en- zymatisch gespalten werden, um freies Fluorid zu lie- fern. Im Aminfluorid ist das Fluorid z.B. an ein langketti- ges organisches Kation gebunden. Zahnerosionen kann mit recht einfachen Maßnahmen (wieder: Keep it sim- ple!) sehr wirksam vorgebeugt werden: – Menge und Einwirkzeit der Säure reduzieren – Säurehaltige Getränke, wie z.B. Orangensaft und Soft- drinks, nicht zwischen den Zahnreihen hin und her spülen – Trinkhalme verwenden, sie verringern die Kontaktflä- che der Säure mit den Zähnen – Mahlzeiten mit etwas „Neutralisierendem“ beenden, beispielsweise Milch oder Käse Abb. 7: Erläutern sollten wir unseren Patienten ebenfalls, warum wir bei welchem (Erosions-)Befund welche Zahncreme empfehlen. mieren – Anpassung der Mundhygiene (z.B. nicht nach dem Frühstück, sondern davor, wenn hier Fruchtsäfte ge- trunken werden) – Richtige Bürsttechnik und Zahnbürste: geringer An- pressdruck und weiche Borsten – Regelmäßige Härtung des Zahnschmelzes und Steige- rung der Mikrohärte des Zahnes (täglich z.B. durch eine Zahncreme mit hoher Fluoridverfügbarkeit wie Senso- dyne Proschmelz und wöchentlich durch ein hochdo- siertes Fluorid-Gelee wie z.B. Sensodyne Proschmelz Fluorid Gelee) – Regelmäßige Zahnarztbesuche Fazit Das Problem der Erosionen wird für mich ein spannen- des Thema werden. Für Sie nicht? Nun, Karies und Paro- dontitis haben wir Zahnärzte weitgehend „im Griff“. Diese Erkrankungen sind auf dem Rückzug, das zeigen auch die Zahlen aus der Vierten Deutschen Mundge- sundheitsstudie. Aber das Problem der explodierenden Zahlen von Erosionen und daraus bedingter Zahnschä- den wird uns sicherlich noch überraschen. Seien Sie ge- wappnet! Und wenn Sie eine regelmäßige Diagnostik in Ihrer Praxis etablieren wollen: Halten Sie sich an die ein- fachen aber sehr effizienten Indizes, wie z.B. den BEWE- Index. Keep it simple! n KONTAKT Dr. med. dent. Hans H. Sellmann Jagdstraße 5 49638 Nortrup E-Mail: Dr.Hans.Sellmann@t-online.de 24 DENTALHYGIENE JOURNAL 4/2011 25
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Abrechnung Diagnostik in der Prophylaxe und GOZ 2012 Gerade im Bereich der Prophylaxe- und PAR-Diagnostik hat es erhebliche Fortschritte ge- geben. Es stellt sich die Frage, wie diese Leistungen zu berechnen sind, denn nicht alle neu entwickelten Leistungen sind in der GOZ 2012 erfasst. Mit diesem Beitrag gehen wir auf einzelne diagnostische Verfahren ein und geben Hinweise zur Berechnung. Christine Baumeister/Haltern am See n Die Individualprophylaxe bei gesetzlich versicherten Kindern und Jugendlichen (sechs bis 18 Jahre) beginnt mit der Erstellung des Mundhygienestatus (IP1). Hierauf folgt eine Motivationsphase (IP2). Es soll vor allem de- nen dienen, die ein hohes Kariesrisiko aufweisen. DMF-T-(dmf-t-)Index Ein hohes Kariesrisiko kann anhand des Karies-Indexes DMF-T/DMF-S festgestellt werden: (31.12.2011) geltende Empfehlung der Analogberech- nung hinfällig geworden ist. Die neue Leistungsbe- schreibung lautet: „Erhebung mindestens eines Gingi- valindex und/oder eines Parodontalindex (z.B. des Paro- dontalen Screening-Index PSI).“ Der PSI-Code kann zwei- mal pro Jahr berechnet werden und ist mit 80 Punkten bewertet (= 10,35 € bei Faktor 2,3). Soll der PSI bei gesetzlich Versicherten häufiger erhoben werden, muss mit dem Patienten eine private Verein - barung gem. § 4 Abs. 5 BMV-Z bzw. § 7 Abs. 7 EKV-Z ge- schlossen werden. Karies-Index DMF-T/DMF-S Bleibende Zähne Milchzähne D M F T S Tab. 1 d m f t s decayed = kariös missing = fehlend wegen Karies filled = gefüllt wegen Karies teeth = Zähne surfaces = Zahnflächen Biochemischer Karies-Risiko-Test Direkt am Stuhl erfolgt die Probenentnahme mit einem Milchsäure-Indikatorstäbchen. Hier wird die Stoffwech- selaktivität kariesverursachender Bakterien gemessen. Dieser Schnelltest ist ein hervorragendes Instrument, die Motivation des Patienten für eine umfassende Pro- phylaxe zu steigern, denn er erhält unverzüglich eine Information über das individuelle Kariesrisiko (Berech- nungsbeispiel siehe Tab. 3). In der GOZ 2012 findet sich der DMF-T-Index nicht. Er kann analog berechnet werden. Als eine nach Art, Kosten und Zeitaufwand vergleichbare Leistung kommt die GOZ-Nr. 1010 (100 Punkte) in Betracht (Bsp. siehe Tab. 2). Zahn Geb.-Nr. Leistung Faktor Betrag 1010 Karies-Risiko-Bestimmung, analog gemäß § 6 Abs. 1 GOZ; entsprechend Kontrolle des Übungserfolgs XX XX Tab. 2 PAR-Diagnostik Zu traditionellen Verfahren der PAR-Diagnostik gehören: – Messung der Tiefe von Zahnfleischtaschen mit spe- ziellen Sonden (GOZ-Nr. 4000/BEMA-Nr. 4), – Messung der Blutung (z.B. Papillenblutungsindex) (Leistungsbestandteil der GOZ-Nr. 1000/in der BEMA- Nr. 4 enthalten) – röntgenologische Bestimmung der Höhe des Alveolar- knochens (Ä5004 oder Ä5000 je Projektion für den Röntgen-Status/Ä935d oder Ä925d) Geb.-Nr. Art der Leistung Faktor Betrag Parodontaler Screening-Index (PSI) Ä 298 Seit dem Inkrafttreten der BEMA-Neurealisierung am 01.01.2004 gehört in Deutschland der Parodontale Screening-Index (PSI) zu den Untersuchungsmöglich- keiten des Vertragszahnarztes. Der PSI bietet sich als eine einfache Methode an, selbst bei der normalen Untersuchung schnell einen Überblick über die paro- dontale Situation des Patienten zu bekommen. In der GOZ 2012 ist der PSI jetzt enthalten, sodass die bisher Entnahme und ggf. Aufbereitung von Abstrichmaterial zur mikrobiologischen Untersuchung – ggf. einschl. Fixierung 1,0–3,5 5,36 € A 3714* Milchsäure-Indikator entsprechend Wasserstoffionenkonzentration 1,0–1,3 2,67 € Rechnungsbetrag 8,03 € * Mit der Gebühr sind die Kosten für das Teststäbchen abgegolten Tab. 3 26 DENTALHYGIENE JOURNAL 4/2011 27
Abrechnung Zahn Anzahl Geb.-Nr. Leistung Faktor Betrag 1 1 1 0010 Eingehende Untersuchung Ä3 4000 Eingehende Beratung, mehr als 10 Minuten Dauer aMMP8-Schnelltest analog gem. § 6 Abs. 1 GOZ; entsprechend Parodontalstatus 2,3 2,3 2,3 Materialkosten Gesamtbetrag Tab. 4 12,92 € 20,10 € 20,70 € 25,00 € 78,72 € Zahn Anzahl Geb.-Nr. Leistung Faktor Betrag 1 1 1 0010 Eingehende Untersuchung Ä3 Eingehende Beratung, mehr als 10 Minuten Dauer 2,3 2,3 Ä298 Entnahme von Abstrichmaterial 2,3 Ä4605 1,15 aMMP8-Schnelltest, analog gem. § 6 Abs. 2 GOÄ, entspr. Untersuchung eines zur Be - stimmung der Keimzahl mittels Eintauchobjektträgerkultur Materialkosten Gesamtbetrag 12,92 € 20,10 € 5,36 € 4,02 € 25,00 € 67,40 € Diese Leistungen werden von der GKV sowie von privaten Kostenerstattern in der Regel problemlos bezahlt. DNS-Sondentest Die Berechnung eines DNS-Sondentests für die mikrobiologische Diagnostik von Markerkeimen der Parodontitis ist weder in der GOZ 2012 noch GOÄ geregelt. Der Zahnarzt kann für die Entnahme des Untersuchungsmaterials die GOÄ-Nr. 298 je verbrauchter Papierspitze berechnen. Die Kosten für die Papierspitzen sind nicht zusätzlich berechen- bar. Allerdings wird die Auswertung des Tests regel- mäßig in einem Speziallabor durchgeführt. Dieses wird eine Rechnung für seine Leistung an die Praxis stellen. Hier ist § 4 Abs. 5 GOZ zu beachten: „Sollen Leistungen durch Dritte erbracht werden, die diese dem Zahlungspflichtigen unmittelbar berechnen, so hat der Zahnarzt ihn darüber zu unterrichten“ (§ 4 Abs. 5 GOZ). Elektronische Sonden Sie messen in der Regel auf der Basis einer druck- kalibrierten Sondierung. Die Befunde werden elektronisch auf ein Gerät übertragen und liefern die gemessenen Taschentiefen und grafische Re- sultate, die dann für den Patienten leicht verständ- lich sind. Die Sondierung der Taschentiefen ist in der GOZ be schrieben. Auch wenn hier nicht kon- ventionell, sondern mit elektronischen Sonden ge- messen wird, scheidet eine Analogberechnung nach § 6 Abs. 1 GOZ aus. Bei der Bemessung der Ge- bühr Nr. 4000 GOZ können die besonderen Um- stände bei der Ausführung der Leistung im Steigerungs- faktor entsprechend berücksichtigt werden. Tab. 5 Chair-Side Schnelltest für die Diagnose von parodontalem Gewebeabbau Der aMMP8-Schnelltest (z.B. Periomarker® von Glaxo - SmithKline) ist ein Nachweisverfahren von Matrixme- talloproteinasen, der direkt am Patienten in der Praxis durchgeführt werden kann. Damit liegt das für die weitere Therapieplanung notwendige Ergebnis un- mittelbar vor, es entstehen für Behandler und Patien- ten keine Wartezeiten auf ein Testergebnis durch ein Fremdlabor. Darüber hinaus können die durch die Untersuchung entstehenden Kosten durch die Praxis selbst liquidiert werden – es entstehen keine weiteren Kosten durch Dritte. Die Berechnung des aMMP8-Schnelltests ist weder in der GOZ 2012 noch in der GOÄ geregelt. Als Berech- nungsweg kommt hier ebenfalls die Analogberechnung nach § 6 Abs. 1 GOZ 2012 infrage. Hier bestehen für den Zahnarzt zwei Möglichkeiten der Analogie. Zum einen die Analogberechnung aus GOZ 2012 (Berechnungsbeispiel siehe Tabelle 4) und zum an- deren die Berechnung aus GOÄ. In der GOZ findet sich nicht eine einzige labordiagnostische Leistung. Will man eine nach der Art vergleichbare Leistung für den Analogieschluss heranziehen, kann für die Berechnung des aMMP8-Schnelltests nur auf den Abschnitt M „Laboruntersuchungen“ zugegriffen werden (Rech- nungsbeispiel siehe Tabelle 5). Fazit Auch mit der neu gefassten Gebührenordnung sind viele Leistungen, gerade auch aus dem Bereich der Pro- phylaxe, nicht vollständig beschrieben. Verbessert hat sich hier für die Praxis jedoch die Möglichkeit der Analo- gie, denn nach GOZ 2012 heißt es jetzt: „Selbstständige zahnärztliche Leistungen, die in das Gebührenverzeich- nis nicht aufgenommen sind, können entsprechend ei- ner nach Art, Kosten- und Zeitaufwand gleichwertigen Leistung des Gebührenverzeichnisses dieser Verord- nung berechnet werden.“ Darüber hinaus erlaubt der neue § 6 Abs. 1 GOZ ausdrücklich, bei der Wahl der Ana- loggebühr auch auf die GOÄ zuzugreifen. n KONTAKT Christine Baumeister Heitken 20, 45721 Haltern am See E-Mail: info@ch-baumeister.de Web: www.ch-baumeister.de 27 DENTALHYGIENE JOURNAL 4/2011 28
CarieScan PRO™ - Spitzentechnologie für die genaue und zuverlässige Erkennung von Karies · Präzise und reproduzierbare Ergebnisse · AC-Impedanzspektroskopie (ACIST) · Einfache und bequeme Anwendung · Wissenschaftlich bewiesene Technologie · Ein echter Gewinn für das moderne, individuelle Karies-Management · Wissenschaftlich bestätigte Technologie CarieScan PRO™ hat eine Sensitivität und eine Spezifität (Minimierung falsch- positiver Ergebnisse) von über 92% Der Trend zu präventiven und individuellen, patientenbezogenen Methoden des Kariesmanagements wird von maßgebenden Gesellschaften, wie ICDAS, CAMBRA und ADA befürwortet. Diese Behandlungsweisen stellen eine breitere Basis an Informationen zur Entscheidungsfindung, Prognose und zum Management von Karies zur Verfügung. ICDAS bietet ein System, welches speziell auf die Umsetzung eines umfassenden individuellen Kariesmanagements, für verbesserte Langzeitergebnisse, ausgerichtet ist. Performance Index CarieScan PRO™ 1 Bissflügel-Röntgen- Aufnahme 2 Laserfluoreszenz 3 Klinisch visuell 2 92.5% 62.5% 58.8% 47.7% Kombination für die Zuverlässigkeit bei der Erkennung von Sensitivität (D3) und Spezifität (D1). Literaturquellen: 1. Pitts u. a.: Caries Research 2008, vol 42(3) S. 211. 2. Bader u.a.: Journal of Dental Education 2001, Vol 65, Nr. 10 S. 960 3. Bader u.a.: Journal of Am Dent. 2004, 135, S. 1413 - 1426 Zur Umsetzung eines effektiven Kariesmanagements, benötigt der Anwender geeignete Behandlungsprotokolle und -mittel, um Primärkaries präzise erkennen zu können. Forschungsergebnisse zeigen, dass durch rein visuelle Kontrollen lediglich 40% der initialen Läsionen erkannt werden. Mittels Röntgenuntersuchungen ist es nicht möglich, primäre Läsionen im Anfangsstadium zu erkennen. Messungen mit Laserfluoreszenz-Systemen können zu falsch-positiven Ergebnissen führen, welche unter Umständen unnötige chirurgische Eingriffe an gesunden Zähnen bedingen und zu Unsicherheit bei den Anwendern führen können. Nun aber steht eine optimierte Technologie zur Verfügung: Innerhalb des modernen Kariesmanagements wird nicht mehr solange abgewartet, bis Kavitäten deutlich sichtbar sind. Vielmehr liegt der Fokus darauf, Karies frühzeitig zu erkennen und ohne operative Eingriffe zu behandeln. Für den Patienten birgt die frühzeitige Diagnose den Vorteil, dass Karies gestoppt oder Läsionen remineralisiert werden können. Gleichzeitig sind hohe Kosten für Restaurationen vermeidbar. Optimalerweise werden heutzutage Behandlungsmethoden eingesetzt, die individuell auf den Patienten abgestimmt sind. 29
Bessere Ergebnisse durch herausragende Technologie CarieScan PRO™ ist das erste dentale Diagnosegerät, das auf AC-Impedanzspektroskopie (ACIST) zurückgreift, um Karies mittels Messung von Veränderungen der Zahndichte festzustellen. Diese direkten Messungen werden mit einem Klassifzierungssystem normaler Dichten verglichen, dessen Daten das Ergebnis sechsjähriger Forschung der Universitäten Dundee und St. Andrews sind. Die Grundidee ein elektrisches Signal für die Karieserkennung zu nutzen, stammt aus den 50er Jahren. 1996 berichtete das Magazin Nature Medicine (Februarausgabe 1996, vol 2,2 s. 235-237) über den erstmaligen Einsatz von elektrischen Mehrfachfrequenzen, mit der sogenannte ACIST-Technologie. Die Verwendung von Mehrfachfrequenzen war ein großer Schritt dahin, den Status der Zahnhartsubstanz genauer charakterisieren und eine bessere Unterscheidung zwischen gesunden und kariösen Zähnen treffen zu können. Im Rahmen der ACIST-Technologie wird Wechselstrom (niedrige Amplitude) vom Zahnschmelz bis zur Pulpa geleitet, um die Zahndichte zu messen. Nicht nur die Zahnoberfläche wird gescannt, vielmehr dringt das Wechselstromsignal durch den ganzen Zahn. CarieScan PRO™ ermittelt in vier Sekunden Werte, die die Wahrscheinlichkeit eines kariösen Befalls von 0 bis 100 angeben. Die Ergebnisse werden sowohl numerisch als auch farbig auf dem LED-Display angezeigt. Der Anwender wählt dementsprechend geeignete Behandlungsmaßnahmen, individuell pro Patient. Die Varianz der Impedanz in den verschiedenen Stadien ist signifikant. Die Impedanz eines gesunden Zahnes ist wesentlich höher, als die eines demineralisierten Zahnes mit kariösen Läsionen. Die Impedanz eines demineralisierten Zahnes mit kariösen Läsionen jedoch ist immer noch höher, als die eines Zahnes mit ausgeprägter Dentinkaries. Aus diesem Grund ist die Diagnose von Sensitivität (gesunde Zähnen und Spezifität (kariöse Zähne) in den verschiedenen Stadien mit ACIST weitaus einfacher und genauer, als mit anderen gängigen Diagnosemethoden. Deutlich weniger falsch-positive Diagnosen Andere Techniken basieren auf optischen oder radiographischen Verfahren. Die Ergebnisse optischer Verfahren werden häufig durch Ablagerungen oder Verfärbungen beeinflusst. Radiographische Methoden setzen Patienten und Praxisteam unnötigen, potenziell gefährlichen, ionisierenden Strahlungen aus. Fluoreszenzbasierte Systeme diagnostizieren ausgeprägte Läsionen und Karies besser, als konventionelle visuelle oder radiographische Methoden. Allerdings unterliegen Laserfluoreszenz-Systeme einem Risiko falsch-positiver Messungen von bis zu 40% (geringe Spezifität) - speziell im Fall von Verfärbungen. Dies kann zu unnötigen, invasiven Eingriffen innerhalb gesunder Zahnsubstanz führen. Keine Schmerzen – viele Vorteile Keine Schmerzen, kein unangenehmes Gefühl, keine ionisier- ende Strahlung; einfach den Sensor auf dem trockenen Zahn des Patienten platzieren. Die Messergebnisse sind auch für die Patienten klar und einfach ablesbar. So können die Behandlungsschritte leichter erklärt werden. CarieScan PRO™ ist Spitzentechnologie für die Praxis, mit der Patienten erfolgreicher behandelt und zusätzliche Gewinne realisiert werden können. CarieScan PRO™ – Karies zuverlässig erkennen. liefert konsistente, Zahngesundheit langfristig kontrollieren und überwachen CarieScan PRO™ reproduzierbare und zuverlässige Daten, die es dem Anwender erlauben, die Mess- wertaufzeichnungen Patientenbesuche miteinander zu vergleichen. Der Vergleich dieser Daten ermöglicht die Überwachung des Krankheits- und Behandlungsverlauf. Präzise Daten und geringe Kosten pro Patient stellen das Plus für den Anwender dar. der verschiedenen >> Fax >> Email +49(0)7351.4749944 info@orangedental.de Praxis Straße PLZ/Ort Email Tel Depot Ich wünsche weitere Informationen. Ich wünsche einen Demotermin. p r e m i u m i n n o v a t i o n s orangedental GmbH & Co. KG Aspachstr.11 . 88400 Biberach . Tel. 07351.474990 Wie viele Vorgänge in Ihrer Praxis, hat auch die Karieserkennung einen langen Weg hinter sich. Röntgenbilder stellen die Situation oft nicht komplett dar, Laserfluoreszenz resultiert in einem hohen Risiko falsch-positiver Ergebnisse. CarieScan PRO™ nutzt die klinisch geprüfte ACIST-Technologie (AC-Impedanz Spektroskopie), um gesunde und kariöse Zähne mit einer Genauigkeit von 92,5 % zu diagnostizieren. CarieScan PRO™ ist ein kompaktes, leichtes, batteriebetriebenes Gerät, das einfach zu bedienen ist und automatisch kalibriert wird. Zudem ist CarieScan PRO™ Bluetooth-fähig. CarieScan PRO™ dient zur frühestmöglichen Erkennung von Karies. Dieses einzigartige Gerät liefert präzise und reproduzierbare Daten zur langfristigen Überwachung von Karies und zur Erstellung individueller Behandlungspläne. Quellen: Bader et al; Journal of Am Dent. 2004, 135 s. 1413 - 1426 Ritter et al; Journal of Esthetic and Restorative Dentistry (JERD, Februar 2010, Vol. 22:1, S. 31-39) 30
Parodontitis erkennen – bevor die ersten Symptome auftreten Die Bakterien in der Mundhöhle entscheiden über Gesundheit und Krankheit der Zähne und des Zahnhalte- apparats. Während für die Zahnkaries vor allem das Bakterium Streptococcus mutans verantwortlich ist, richtet bei der Parodontitis eine ungesunde Mischung aus verschiedenen Parodontitiserregern den Schaden an. Der diagnostische Nachweis der Parodontitiserreger und der Brückenkeime ermöglicht ein frühzeitiges Handeln bei einer entstehenden Parodontitis. Im Mund sind die Bakterien überwiegend in einem Bio- film organisiert – einer dünnen Schleimschicht, in die verschiedene Mikroorganismen eingebettet sind. Bio- filme sind immer nach einem ähnlichen Prinzip aufge- baut: auf einer geeigneten Oberfläche setzen sich die ersten Bakterien, die Primärbesiedler, fest. Daraus ent- wickeln sich kleine Kolonien, die makromolekulare Sub- stanzen ausscheiden. Das bietet anderen Bakterienar- ten, den Sekundärbesiedlern, geeignete Lebensbedin- gungen. Die Sekundärbesiedler lagern sich an und der Biofilm wächst – bis zu einer maximalen Dicke, bei der sich Biofilmbildung und Abtrag die Waage halten. Die Bakteriengemeinschaft versorgt sich gegenseitig mit Nährstoffen und die sie umgebende Schleimschicht schützt vor Zugriffen von außen. Im Biofilm sind die Bakterien deshalb auch weniger empfindlich gegen - über Antibiotika. Verändertes Keimspektrum bei Parodontitis Handelt es sich bei den Bakterien um die normale Mundflora, ist die Biofilmbildung an Zahnschmelz und Zahnhalteapparat kein Problem; sie kann sogar einen gewissen Schutz vor pathogenen Bakterien bieten. Bei einer Parodontitis ist das Keimspektrum in der Mund- höhle jedoch verändert: statt der grampositiven, fakul- tativ anaeroben Bakterien herrschen bei einer Parodon- titis die gramnegativen Anaerobier vor. Porphyromo- nas gingivalis, Fusobacterium nucleatum, Parvimonas micra, Streptococcus intermedius und Aggregatibacter actinomycetemcomitans sind typische Keime, die mit einer Parodontitis assoziiert sind. Sie befinden sich vor allem in infizierten Wurzelkanälen und subgingivalen Taschen. Brückenkeime bereiten den Weg Eine Verschiebung hin zu einer Parodontitis auslösen- den Bakteriengemeinschaft geschieht nicht von heute auf morgen. Zuerst siedeln sich fakultativ anaerobe, moderat pathogene Brückenkeime an, die den aggres- siven Parodontitiserregern den Weg bereiten. Durch ih- ren Stoffwechsel schaffen die Brückenkeime den klassi- schen Parodontitiserregern eine ökologische Nische. Denn die eigentlichen Parodontitiserreger verfügen über einen strikt anaeroben Stoffwechsel und sind sehr anspruchsvoll. Handlungsbedarf bei erhöhten Keimzahlen Über die Brückenkeime in der Zahntasche lässt sich eine beginnende Parodontitis aufdecken und behan- deln, noch bevor die ersten Symptome auftreten. Bei ei- ner fortgeschrittenen Parodontitis erlaubt der Nach- weis der vorliegenden Parodontitiserreger eine gezielte Therapie. Mithilfe der ParoCheck-Diagnostik lassen sich die verschiedenen Parodontitiserreger wie Aggregati- bacter, Porphyromonas und Prevotella nachweisen – unabhängig von deren Lebensfähigkeit in der Kultur. Zusätzlich gibt der ParoCheck Therapieempfehlungen, die auf dem individuellen Befund basieren. Die Thera - pieempfehlungen beschränken sich nicht auf die ver- schiedenen Formen der Antibiotikabehandlung, son- dern berücksichtigen auch Therapiemöglichkeiten mit ätherischen Ölen und Parovaccinen. Mehr Informationen unter www.mikrooek.de Die Beiträge in dieser Rubrik stammen von den Herstellern bzw. Vertreibern und spiegeln nicht die Meinung der Redaktion wider. 30 DENTALHYGIENE JOURNAL 4/2011 31
Ihr Spezialist für Professionelle Mundhygiene TePe AngleTM NEU Für noch bessere Zugänglichkeit TePe Angle erweitert unsere Produktpalette der Interdentalbürsten, die eine große Auswahl an Größen, Griffen und Borsten bietet, um den unterschiedlichen Bedürfnissen von Patienten und zahnmedizinischen Spezialisten weltweit gerecht zu werden. Sie ist eine einfach anzuwendende Interdentalbürste, die eine gründliche Reinigung aller Interdentalräume ermöglicht. Durch den schmalen, gewinkelten Bürstenkopf ist die Reinigung im Mola- renbereich (bukkal, palatinal als auch lingual) möglich. 1 1 0 2 n e k e h t o p A . t d n i e t k u d o r p a t n e d r e t n I n e s e N l l i : e l l e u Q * www.tepe.com 32
Herstellerinformationen NSK Ultraschallscaler: Der Alleskönner Unterstützt durch die neueste technische Errungenschaft von NSK – dem iPiezo engine – bietet das Varios 970 für jede Anwendung optimale und stabile Vibrationsfrequenzen – von der sanften Minimal- bis hin zur effektiven Maximaleinstellung. Die Leis- tungseinstellung wird dabei so fein geregelt, dass ein und das- selbe Gerät höchst effizient in der Endodontie, der Parodonto- logie und der Prophylaxe eingesetzt werden kann. Mit dem neuen Handstück, dem Varios 2, verfügt NSK über das schlankste und leichteste seiner Klasse und bietet dem Anwender hervorragenden Zugang zum Be- handlungsfeld. Darüber hinaus ist das Varios 2 Lux-Handstück mit Doppel-LED ausgestattet, was in Kombination mit der grazilen Form für einmalige Sichtverhältnisse sorgt. Das Varios 970 verfügt über zwei unabhängige Kühl- Bausch + Lomb mittelflaschen (je 400 ml) und ein großes, intuitiv zu bedienendes Be- dienfeld sowie ein Display, auf dem alle aktuellen Einstellungen über- sichtlich angezeigt werden. Als Varios 170 können die Vorteile des Varios 2-Handstücks auch in die vor- handene Behandlungseinheit integriert werden. Da- bei ist das Varios 170 LED Einbaumodul das kleinste der Welt und findet in praktisch jeder Einheit Platz. Varios 970 und Varios 170 steht jeweils im Set mit drei Aufsätzen (G4, G6, G8) sowie drei Drehmo- mentschlüsseln und einer Steribox zur Verfügung. NSK Europe GmbH Elly-Beinhorn-Str. 8, 65760 Eschborn E-Mail: info@nsk-europe.de Web: www.nsk-europe.de Schmerzhafte Aphthen: Hyaluronsäure hilft bei der Heilung Schmerzen beim Lächeln, Brennen im Mund, Küssen verboten: Aph- then sind eine Plage. Durch ein Hyaluronsäure-Gel kann Betroffenen jetzt wirksam geholfen werden. Zwölf Millionen Deutsche, darunter viele Kinder, leiden ein bis fünf Mal pro Jahr an der schmerzhaften Ent- zündung der Mundschleimhaut, die einzeln oder in größerer Anzahl z.B. an Mundschleimhaut oder Zungenrand auftreten kann. Die Ur - sachen sind vielfältig: Nahrungsmittelunverträglichkeiten, schlechte Mundhygiene, falsch sitzende Prothesen oder ein gestörtes Immun- system. Hyaluronsäure bekämpft Aphthen auf natürliche Weise, da es ein natürlicher Bestandteil des Bindegewebes und der Haut ist. Sie spielt eine wichtige Rolle bei der Zellreparatur und Wundheilung. Hya- luronsäure speichert viel Wasser und ist „mukoadhäsiv“ – das heißt, sie haftet an Schleimhäuten. Bei Aphthen legt sich Hyaluronsäure-Gel wie eine zweite Haut auf die gereizte Wunde und bildet einen sicheren Verschluss gegen schädigende äußere Reize oder Bakterien. So wer- den die Schmerzen wirksam gelindert und die natürlichen Selbsthei- lungskräfte des Körpers können sich entfalten. Dieses Prinzip nutzt BloXaphte® von Bausch + Lomb, um Aphthen wirksam mit Hyaluron- säure zu bekämpfen. Die Vorteile: Schnelle Schmerzlinderung, Förde- rung der Selbstheilung und kein Brennen beim Auftragen. BloXaphte®- Produkte enthalten weder Zucker noch Alkohol, Laktose oder Farb- stoffe und sind damit gut verträglich und zahnschonend. BloXaphte® ist als Mundspülung, Spray und als Gel speziell für Kinder erhältlich. Bausch + Lomb Brunsbütteler Damm 165–173 13581 Berlin E-Mail: kontakt@bausch.com Web: www.bausch-lomb.de lege artis serkontakt bildet sich ein dünner „Film“: das Mund-Wund-Pflaster. Es schützt die Schleimhaut des Patienten vor scharfen, sauren und salzigen Einflüssen, ohne ein Brennen oder Schmerz an der Stelle zu verursachen. Das Auftragen von LEGASED natur kann problemlos regelmäßig wiederholt werden. Mund-Wund-Pflaster bei Entzündungen der Mundschleimhaut Auch die Mundschleimhaut benötigt Aufmerksamkeit und will ge- pflegt werden – sowohl in der Zahnarztpraxis als auch zu Hause durch den Patienten. Erfreulicherweise nimmt der Anteil der Menschen, de- nen ihre eigene Mundgesundheit wichtig ist, weiter zu. Was nicht zu- letzt auch ein Verdienst der engagierten Prophylaxehelferin ist. lege artis, Dettenhausen, bietet hierzu ein weiteres, sehr interessantes Produkt: LEGASED natur als Mund-Wund-Pflaster, das sich durch die einfache Anwendbarkeit durch den Patienten einer hohen Akzeptanz bei den Verwendern erfreut. Für die Behandlung mit LEGASED natur wird die betreffende wunde Stelle im Zahn- fleisch erst trocken getupft und dann das Produkt aufgetragen. Abschließend wird mit etwas Wasser gespült. Durch den Was- Das Produkt ist über den praxiseigenen Pro- phylaxeshop und/oder über die Apotheke frei zu verkaufen. Zur Unterstützung und zur Pa- tientenmotivation gibt es außerdem jetzt neu ein Empfehlungsblöckchen als Erinnerungs- hilfe für Ihren Patienten. lege artis Pharma GmbH + Co. KG Breitwasenring 1, 72135 Dettenhausen E-Mail: info@legeartis.de Web: www.legeartis.de Die Beiträge in dieser Rubrik stammen von den Herstellern bzw. Vertreibern und spiegeln nicht die Meinung der Redaktion wider. 32 DENTALHYGIENE JOURNAL 4/2011 33
enretec Von Münchnern für Münchner Auf Initiative und gemeinsam mit Jörg Knieper, Inhaber von Zahn - experten24, unterstützt die enretec GmbH eine Zahngoldspenden- Aktion in München zugunsten des HORIZONT e.V. Der HORIZONT e.V. ist eine gemeinnützige Initiative für obdachlose Kinder und deren Mütter in München. Die Gründerin, Jutta Speidel: „Als ich 1997 den Verein gründete, ahnte ich nicht, dass sich schon wenige Jahre danach die Situation von wohnungssuchenden Men- schen drastisch zuspitzen würde. Waren es damals in München we- nige 100 obdachlose Kinder, die mit ihren Eltern auf der Straße stan- den, so sind es heutzutage Tausende. Mein Anliegen war, Frauen, die mit ihren Kindern plötzlich völlig verzweifelt auf der Straße stehen, ei- nen Ort der Geborgenheit zu geben. Die Lebensumstände und oft- mals menschenunwürdige Behandlung, die die meisten unter ihnen erfahren hatten, haben tiefe Spuren hinterlassen und erschweren vie- len Buben und Mädchen, in unserer Gesellschaft Fuß zu fassen.“ Hier setzt der HORIZONT e.V. an und hat mit dem HORIZONT-Haus einen Ort geschaffen, wo Mütter mit ihren Kindern ein vorüberge- hendes Heim finden. Besonders viel Wert wird auf die pädagogische Betreuung gelegt. Ziel ist es, den Betroffenen eine neue Lebensper- spektive zu vermitteln und sie so zu stärken, dass sie selbstständig und gefestigt in unserer Gesellschaft leben können. Zahnexperten24 widmet sich zahnheilkundlichen oder auch anderen gesundheitlichen Problemstellungen und entwickelt gemeinsam mit zahnmedizinischen Organisationen, Verbänden etc. flächen - deckende Lösungen. Aktueller Schwerpunkt ist die bundesweite Ein- führung des nachhaltigen Zahnrettungskonzeptes zur Erhaltung der Zahngesundheit nach Unfällen und dadurch die Entlastung der Kos- ten bei den betreffenden Leistungsträgern, wie den Unfallkassen und orangedental Parodontalstatus leicht gemacht Mit dem Parometer „pa-on“ von orangedental wird erstmalig ein Pa- rometer zur voll automatisierten Befundung des Parodontalstatus vor- gestellt. Wesentlicher Vorteil: eine Stuhlassistenz zur Dokumentation der Messergebnisse wird dabei nicht benötigt. Die hygienische Ein- mal-Messspitze ist so kalibriert, dass die Messung der Taschentiefe genau mit 20g Druckausübung erfolgt. Das sorgt für genaue und stan- dardisierte Ergebnisse. Darüber hinaus ist die Erhebung des Parodon- talstatus für den Patienten schmerzfreier. Über die Software können alle gängigen Messschemata zur Erhebung des Parodontalstatus ein- gestellt werden, z.B. Anzahl Messpunkte pro Zahn, Rezession, Blu- tungsindex – so muss die Praxis ihren gewohnten Ablauf nicht verän- dern. Während des Messvorgangs unterstützt das Parometer mit akustischem und optischen Feedback. Die gesammelten Daten wer- den automatisch von der Docking Station an die Software übertra- gen und visualisiert. Die Visualisierung des Parodontalstatus in der Software eignet sich hervorragend für die Patientenaufklärung und macht den Paroverlauf über die Zeit sichtbar. Die Entwicklung des Parometers „pa-on“ wurde im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) vom Wirtschaftsministerium gefördert und ausgezeichnet. Die Produktion von „pa-on“ erfolgt bei orangedental in Biberach, der Vertrieb ausschließlich über den denta- len Fachhandel. orangedental Aspachstraße 11 88400 Biberach an der Riß E-Mail: info@orangedental.de Web: www.orangedental.de Die Beiträge in dieser Rubrik stammen von den Herstellern bzw. Vertreibern und spiegeln nicht die Meinung der Redaktion wider. Herstellerinformationen den gesetzlichen sowie priva- ten Krankenversicherungen. Das komplette Projekt wird wissenschaftlich begleitet. enretec GmbH ist ein mittel- ständischer Entsorgungs- fachbetrieb für medizinische Abfälle mit dem Schwerpunkt der Entsorgung von Abfällen aus Zahnarztpraxen. Beide Unterneh - men wollen den HORIZONT e.V. mit dieser Zahngoldspenden-Aktion unterstützen, da sie aufgrund ihrer Tätigkeitsbereiche wissen, dass hier mit wenig Einsatz der Einzelnen viel erreicht werden kann. Liebe Münchner Zahnärzte, bitte unterstützen Sie unsere Spenden- Aktion! Sie erhalten in Kürze einen Anruf von Zahnexperten24, damit Sie alle wichtigen Informationen zu dieser Aktion erfahren. Alle Münchner Zahnärzte, die mitmachen, erhalten eine Sammelbox, die spätestens im August 2012 wieder eingesammelt wird. Die gesamten mit der Spendenaktion verbundenen Kosten tragen Zahnexperten24 und enretec GmbH. Lediglich die Kosten der Schmelzung und Scheidung des Zahngoldes werden aus den Erlö- sen der Spendenaktion finanziert. Somit gehen 99,99 % der Spen- denerlöse direkt an den HORIZONT e.V. Wir bauen auf Ihre Unterstützung! enretec GmbH Kanalstraße 17, 16727 Velten E-Mail: info@enretec.de Web: www.enretec.de ANZEIGE Preis zzgl. MwSt. (cid:72) (cid:71) (cid:17) (cid:79) (cid:68) (cid:87) (cid:81) (cid:72) (cid:71) (cid:16) (cid:72) (cid:71) (cid:75) (cid:76) (cid:17) (cid:19) (cid:3) (cid:20) (cid:25) (cid:26) (cid:3) (cid:28) (cid:20) (cid:22) (cid:72) (cid:81) (cid:3) (cid:90) (cid:76) (cid:28) (cid:79) (cid:87) (cid:90) (cid:27) (cid:82) (cid:90) (cid:43) (cid:19) (cid:165) (cid:81) (cid:82) (cid:76) (cid:87) (cid:68) (cid:85) (cid:87) (cid:81) (cid:72) (cid:93) (cid:81) (cid:82) (cid:78) (cid:86) (cid:74) (cid:81) (cid:88) (cid:71) (cid:81) (cid:72) (cid:90) (cid:81) (cid:36) (cid:3) (cid:72) (cid:74) (cid:76) (cid:16) (cid:8) (cid:21) (cid:79) (cid:74) (cid:81) (cid:88) (cid:86) (cid:124) (cid:86) (cid:75) (cid:70) (cid:88) (cid:68) (cid:85) (cid:69) (cid:72) (cid:42) (cid:3) (cid:85) (cid:72) (cid:87) (cid:76) (cid:47) (cid:3) (cid:24) (cid:21) (cid:20) (cid:3) (cid:81) (cid:72) (cid:69) (cid:72) (cid:74) (cid:85) (cid:72) (cid:3) (cid:85) (cid:72) (cid:87) (cid:76) (cid:47) (cid:3) (cid:24) (cid:21) (cid:17) (cid:87) (cid:72) (cid:87) (cid:86) (cid:76) (cid:79) (cid:72) (cid:74) (cid:3) (cid:48) (cid:43) (cid:42) (cid:39) (cid:3) (cid:18) (cid:3) (cid:43) (cid:36) (cid:57) (cid:3) (cid:15) (cid:74) (cid:81) (cid:88) (cid:85) (cid:72) (cid:76) (cid:85) (cid:82) (cid:71) (cid:82) (cid:86) (cid:72) (cid:39) (cid:3) (cid:15) (cid:81) (cid:82) (cid:76) (cid:87) (cid:78) (cid:72) (cid:73) (cid:81) (cid:86) (cid:72) (cid:39) (cid:76) (cid:3) (cid:86) (cid:72) (cid:76) (cid:72) (cid:85) (cid:73) (cid:80) (cid:88) (cid:68) (cid:75) (cid:70) (cid:86) (cid:3) (cid:71) (cid:81) (cid:88) (cid:3) (cid:16) (cid:71) (cid:92) (cid:75) (cid:72) (cid:71) (cid:36) (cid:79) (cid:3) (cid:87) (cid:68) (cid:85) (cid:87) (cid:81) (cid:72) (cid:93) (cid:81) (cid:82) (cid:46) (cid:72) (cid:74) (cid:72) (cid:79) (cid:73) (cid:51) (cid:3) (cid:71) (cid:81) (cid:88) (cid:3) (cid:74) (cid:81) (cid:88) (cid:74) (cid:81) (cid:72) (cid:53) (cid:76) (cid:76) (cid:3) (cid:165) (cid:3) (cid:165) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:3) (cid:165) (cid:165) (cid:3) (cid:3) (cid:165) (cid:3) (cid:15) (cid:87) (cid:75) (cid:70) (cid:72) (cid:85) (cid:72) (cid:74) (cid:81) (cid:3)(cid:88) (cid:87) (cid:75) (cid:70) (cid:3)(cid:81) (cid:86) (cid:3)(cid:72) (cid:87) (cid:86) (cid:76) (cid:44) (cid:3) (cid:85) (cid:72) (cid:93) (cid:76) (cid:72) (cid:90) (cid:75) (cid:70) (cid:54) (cid:3) (cid:72) (cid:76) (cid:54) (cid:3) (cid:86) (cid:86) (cid:68) (cid:71) (cid:3) (cid:81) (cid:72) (cid:74) (cid:88) (cid:93) (cid:85) (cid:82) (cid:89) (cid:72) (cid:3)(cid:69) (cid:72) (cid:87) (cid:78) (cid:88) (cid:71) (cid:82) (cid:85) (cid:51) (cid:34) (cid:87) (cid:75) (cid:70) (cid:76) (cid:81) (cid:3) (cid:72) (cid:74) (cid:68) (cid:79) (cid:81) (cid:68) (cid:74) (cid:88) (cid:68) (cid:54) (cid:3) (cid:72) (cid:85) (cid:75) (cid:44) (cid:3) (cid:71) (cid:81) (cid:88) (cid:12) (cid:3) (cid:189) (cid:3) (cid:16) (cid:17) (cid:24) (cid:21) (cid:3) (cid:85) (cid:129) (cid:73) (cid:3) (cid:138) (cid:47) (cid:50) (cid:55) (cid:44) (cid:42) (cid:53) (cid:56) (cid:54) (cid:3) (cid:85) (cid:72) (cid:87) (cid:76) (cid:47) (cid:3) (cid:24) (cid:17) (cid:21) (cid:3) (cid:17) (cid:37) (cid:3) (cid:17) (cid:93) (cid:3) (cid:11) 34
Herstellerinformationen Acteon Einwegansätze mit Aroma für hundertprozentige Hygiene Mit Riskontrol Art zeigt die Firma Pierre Rolland (Acteon Group) den Zahnärzten nicht nur einen sicheren und zuverlässigen, sondern auch einen aromatischen Weg zur Infektionsprävention. Mit den Riskontrol Art-Einwegansätzen kann das Risiko der direkten oder der Kreuz-Kontamination von Patient zu Patient konsequent unterbrochen werden. Die nur für den einmaligen Gebrauch bestimmten Ansätze verhindern eine mikrobielle Mi- gration im Wasser- und im Luftkreislauf der Be- handlungseinheit und ermöglichen so die Einhal- tung der Hygienericht linien. Behandlungseinheiten sind knapp 70 Adapter erhältlich, mit denen nahezu alle Multifunktionsspritzen ausgerüstet werden können. Ein- mal aufgesteckt kann das Zwischenstück aus eloxiertem Aluminium dauerhaft auf der Spritze verbleiben. Die vier neuen Düfte, Johannis- beere, Anis, Mandarine und Lakritze, der flexiblen und biegsa- men Ansätze ohne Memoryeffekt liefern dem Patienten zu- dem ein angenehmes Geruchserlebnis während der Behandlung und sind in einer Spender- box mit je 250 Stück erhältlich. Zudem gibt es das bereits bewährte Riskon- trol weiterhin in Paketen mit entweder unsterilen oder mit Äthylenoxid steri- lisierten, einzeln eingeschweißten Einmalansätzen. Kontrollierte Sicherheit in frischen Farben und Düften Dank des weltweit patentierten Riskontrol-Systems von Pierre Rolland führen zwei voneinander unab- hängige Leitungen den Luft- sowie den Wasser- strahl aus der Funktionsspritze direkt bis zur Aus- trittsöffnung. Das bedeutet: hundertprozentig tro- ckene Luft für eine garantiert feuchtigkeitsfreie Ober- fläche. Für einen universellen Einsatz an allen gängigen TePe Acteon Germany GmbH Industriestraße 9 40822 Mettmann E-Mail: info@de.acteongroup.com Web: www.de.acteongroup.com Zahnzwischenräume – wo die Zahnbürste alleine nicht ausreicht Der Zahn hat neben den Außen- und Innenseiten sowie den Kauflä- chen noch zwei weitere Seiten, die beim Zähneputzen schnell ver- gessen werden: den Zahnzwischenraum. Viele Zahnkrankheiten ent- stehen jedoch genau an dieser Stelle. Mit einer regelmäßigen Reini- gung zwischen den Zähnen mithilfe von Zahnseide oder Interdental- raumbürsten kann man die Entstehung von Plaque und Zahnstein sowie deren Folgekrankheiten Interdentalbürsten beachten, dass der Draht mit Kunststoff umman- telt ist und die richtige Größe gewählt wurde. Zahnseide eignet sich vor allem bei sehr eng stehenden Zähnen. Sie sollte so gehalten werden, dass sie beim Einführen kaum zu sehen ist. Wird die Zahnseide zu lang gehalten, besteht die Gefahr der Verletzung, da sie mit zu viel Kraft und zu wenig Kontrolle in den Zwischenraum ge- langt und so das Zahnfleisch verletzen kann. Der Zahn wird durch vor- sichtiges Auf- und Abbewegen bis zum Zahnfleischrand gereinigt. Regelmäßige zahnärztliche Kontrollen, professionelle Zahnreinigun- gen und eine umfangreiche häusliche Mundhygiene – vor allem auch der Zahnzwischenräume – hilft, ein gesundes Lächeln lebenslang zu erhalten. wie Karies und Parodontitis vermeiden. Die Entscheidung für Zahnseide oder Inter- dentalbürsten richtet sich vor allem nach den persönlichen Vorlieben, denn die An- wendung muss einfach und unkompli- ziert sein. Die Interdentalbürsten sollten täglich nach dem Zähneputzen verwen- det werden, vorzugsweise am Abend, um ein Wachstum von Bakterien zu vermeiden. Grundsätzlich sollte man bei der Auswahl von KaVo 5-Sterne-Licht für Ihre Praxis Die neue KaVoLUX 540 LED-Leuchte mit ihrem einzigartigen opti- schen System und vier verschiedenfarbigen LEDs liefert mit bis zu 40.000 Lux an jeder Stelle des Beleuchtungsfeldes natürliches wei- ßes Licht in hoher Qualität und bietet so mit modernster LED-Tech- nologie optimales Licht für hohe Ansprüche. Durch den Farbwie- dergabewert und das tageslichtähnliche Vollspektrum der KaVo- LUX 540 LED ist es direkt an der Behandlungseinheit möglich, einen exakten Abgleich von Zahn- und Kompositfarbe vorzunehmen. Der innovative COMPOsave Modus filtert sämtliche Blauanteile des Lichts heraus und verlangsamt damit das Aushärten von Kompositen. Ohne zu dimmen können so lichthärtende Materialien entspannt bearbeitet werden. Die KaVoLUX 540 LED-Leuchte liefert das ideale Die Beiträge in dieser Rubrik stammen von den Herstellern bzw. Vertreibern und spiegeln nicht die Meinung der Redaktion wider. 34 DENTALHYGIENE JOURNAL 4/2011 TePe Mundhygieneprodukte Vertriebs-GmbH Flughafenstraße 52, 22335 Hamburg E-Mail: kontakt@tepe.com Web: www.tepe.com Lichtfeld für ein optimal ausgeleuchtetes Behand- lungsgebiet: homogen, exakt begrenzt und mit redu- zierter Schattenbildung. Selbst weit hinten liegende Mundbereiche werden dank der Tiefenprojektion deutlich ausgeleuchtet. Optimal aufeinander abgestimmt, bietet die KaVoLUX 540 LED in Kombination mit einer KaVo-Behandlungseinheit maximalen Behandlungskomfort, höchste KaVo-Qualität, lange Lebensdauer und eine perfekte Hygiene. KaVo Dental GmbH Bismarckring 39 88400 Biberach an der Riß E-Mail: info@kavo.com Web: www.kavo.com 35
Dent-o-care Herstellerinformationen Weihnachtsaktion „Elektrische Mundhygiene“! Die Dent-o-care Dentalvertriebs GmbH bietet – rechtzeitig zur Vor- weihnachtszeit – in ihrem Webshop unter www.dentocare.de eine Vielzahl von attraktiven Angeboten für die elektrische Mundhygiene. Dabei findet man die neuesten Schallzahn- bürsten, wie z.B. die Curaprox Hydrosonic, Oral-B Pulsonic und Philips Diamond Clean, günstige Sondermodelle von Oral-B aus dem ProfessionalCare 500-Segment sowie auch Special-Editions der Oral-B ProfessionalCare Center 500 und 3000 mit Zahnbürste, Mund- dusche und einer hochwertigen Kulturtasche. Darüber hinaus gibt es natürlich noch eine Vielzahl weiterer Schnäppchen sowie die neu ins Portfolio aufgenommenen Produkte der Firma Stoddard. Hierbei handelt es sich um hochwertige, latexfreie Polierer in verschiedenen Härtegraden und Größen sowie eine Vielzahl von Prophy-Bürsten mit einem hervorra- genden Preis-Leistungs-Verhältnis. Dent-o-care ist ein führender Versandgroß- handel für Prophylaxeprodukte mit einem Sortiment von ca. 2.000 Artikeln. Neben den gängigen Marken bilden Direktimporte aus aller Welt und Eigenmarken die Grund- lage für die attraktive Angebotspalette. Dent-o-care Dentalvertriebs GmbH Rosenheimer Str. 4a 85635 Höhenkirchen E-Mail: info@dentocare.de Web: www.dentocare.de Aktuelle Teilnahmebedingungen und weitere Informationen finden Sie unter www.wrigley-dental.de oder bei kommed Dr. Bethcke, Fax: 0 89/33 03 64 03, info@kommed-bethcke.de. Wrigley Oral Healthcare Program Biberger Str. 18, 82008 Unterhaching E-Mail: infogermany@wrigley.com Web: www.wrigley-dental.de ANZEIGE (cid:3) (cid:41)(cid:80)(cid:85)(cid:77)(cid:74)(cid:79)(cid:70) (cid:165) (cid:1) (cid:17) (cid:25) (cid:26) (cid:1) (cid:14) (cid:1) (cid:20) (cid:18) (cid:26) (cid:1) (cid:24) (cid:23) (cid:18) (cid:14) (cid:17) (cid:1) (cid:88)(cid:88)(cid:88)(cid:15)(cid:74)(cid:73)(cid:69)(cid:70)(cid:14)(cid:69)(cid:70)(cid:79)(cid:85)(cid:66)(cid:77)(cid:15)(cid:69)(cid:70) Wrigley Bis zu 10.000 Euro für das beste Projekt Die Vernetzung zwischen allen an der Gesundheitsförderung be - teiligten Berufsgruppen wird immer notwendiger, da nur ganzheit - liche Präventionsansätze zielführend sind.1 Der Wrigley Prophylaxe Preis trägt dieser Entwicklung Rechnung und regt in seiner Aus- schreibung für 2012 besonders den interdisziplinären Austausch und die Zusammenarbeit von Universitäten und öffentlichem Ge - sundheits wesen an. Bewerben kön- nen sich Wissenschaftler und Prak- tiker, die sich mit der Prävention oraler Erkrankungen sowie mit der Erforschung der Zusammenhänge zwischen Mund- und Allgemeinge- sundheit befassen. Der Preis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert und steht unter der Schirmherrschaft der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung (DGZ). Einsendeschluss ist der 1. März 2012. Am Rande der Preisverlei- hung 2011 im Mai in Düs- seldorf erläuterte Jury- Mitglied Professor Werner Geurtsen aus Hannover die Ausrich- tung der Ausschreibung: „Die Jury möchte nicht nur translationale Forschung an unseren zahnmedizinischen Fakultäten honorieren, sondern auch die Arbeit an der Basis, insbesondere mit den ganz jun- gen Patienten durch Ärzte, Heb ammen, Lehrer, Erzieher und Krip- penpersonal. Denn hier werden bereits die Weichen für eine erfolg- reiche Prophylaxe gestellt. Ziel ist letztendlich immer eine möglichst rasche Umsetzung neuer präventiver Konzepte am Patienten.“ Ne- ben Ärzten und Zahnmedizinern können sich deshalb auch akade- misch ausgebildete Praktiker aus der Gruppenprophylaxe und dem öffentlichen Gesundheitsdienst bewerben. Wissenschaftler aus an- deren naturwissenschaftlichen Fakultäten sind ebenfalls herzlich zur Bewerbung aufgerufen. Die Preisverleihung findet auf der nächsten DGZ-Jahrestagung vom 20. bis 21. April 2012 in Dresden statt. 1 Prof. Dr. Dr. h.c. Georg Meyer, Universität Greifswald, in der Diskussions- runde „Neue Wege in der Prävention – Impulse aus dem Bereich der Mund- gesundheit“ am 26. November 2010 in Berlin. Die Beiträge in dieser Rubrik stammen von den Herstellern bzw. Vertreibern und spiegeln nicht die Meinung der Redaktion wider. (cid:70) (cid:74) (cid:84) (cid:79) (cid:83) (cid:81) (cid:84) (cid:26) (cid:13)(cid:14)(cid:1) (cid:9354) (cid:85)(cid:74) (cid:80) (cid:76) (cid:26) (cid:34) . t S w M . l g z z s i e r P 36
Herstellerinformationen BonaDent Intensiv-Pflege-Gel für das Zahnfleisch Die körpereigene Abwehr setzt auf das Co- Enzym Ubiquinon Q10, das in der Gingiva natürlicherweise vorhanden ist. Die zur ge- sunden Mundflora gehörenden Bakterien (meist grampositive Aerobier) sind in ihrem Stoffwechsel von Q10 abhängig, krank- heitserregende anaerobe Keime z.B. in an - aeroben Verhältnissen der Parodontaltaschen dagegen nicht. Bei Zahnfleischproblemen, wie z.B. Gingivitis, Parodontitis und Störun- gen des oralen Immunsystems, nimmt die Q10-Konzentration drastisch ab, führen zu einer Verschiebung der Mundflora und entzündliche Prozesse werden initiiert. Es gilt als Faustregel, dass sich der Grundbedarf an Q10 bei jeder zusätzlichen Belastung erhöht. GINGIprotect™ unterstützt das körpereigene antioxidative Schutz- system und schützt das Zahnfleisch, das zu Gingivitis und Parodon- titis neigt. Ubiquinon Q10 ist ein Antioxidans mit zellenergiespen- dender Funktion, hält Zellmembranen fluide, ist zudem wesentlich am Schutz der Zellen vor Schädigungen durch Radikale beteiligt und wird von der immunstimulierenden Wirkung des Glucans ergänzt. Von der Ubiquinon-Komponente ist bekannt, dass sie Blutungen min- dern und Aphthen reduzieren kann. Ätherische Öle reduzieren die Ent- stehung von Plaque und Gingivitis. Zinkchlorid wirkt adstringierend auf das Zahnfleisch. Die Anwendung wird täglich nach dem Zähne- putzen empfohlen und bei Problemen mehrmals täglich bis stündlich. BonaDent GmbH Dental-Produkte Berner Straße 28, 60437 Frankfurt am Main E-Mail: bonadent@t-online.de Web: www.bonadent.de EMS PIEZON® V-CLASS für alle Auf der IDS 2011 wurde V-CLASS erfolgreich als Standardausrüstung für die EMS Goldstandardpro- dukte eingeführt. Die einzigartige Technologie ist nun ab Jah- resende auch als Upgrade-Kit zur Aufrüstung der meisten EMS-Ge- räte, wie z.B. Air-Flow Master Piezon*, Piezon Master 700, miniPiezon, miniMaster, Air-Flow S2 und verschiedene Piezon-Einbaukits, auf dem Markt verfügbar. EMS bietet Zahnmedizinern hiermit die Möglichkeit, ihre Piezon-Standardeinheiten mit mehr Effizienz, ver- besserter Ergonomie und schnelleren Behandlungszeiten auszu - statten. Jedes Original Piezon V-Upgrade-System kommt mit drei EMS Swiss V-InstrumentsPM (V-A, V-P und V-PS) und dem entspre- chenden Original Piezon V-Handstück (LED). Die Verbindung zum Handstück ist konisch konstruiert. Somit sitzt das Instrument schon nach einer halben Umdrehung fest. Laut EMS macht dies den Anschluss zehnmal schneller als vorher. „Dar- EMS Swiss Instrument V-PS – die Lösung für nahezu 90 % aller Scaling-Situationen. Philips über hinaus haben wir es geschafft, die Verbindungsfläche zwischen Handstück und Instrument zu vervielfachen. Diese verbesserte Kraftübertragung auf die Spitze des Instruments führt zu einer optimalen Behandlungseffizienz und letztendlich schnellerem Scaling“, erklärt Dr. Claudio Garlatti, Direktor von EMS Electro Medical Systems Italien. Eine neue hochwertige Legierung der V-Instrumente sowie ein verbessertes technisches De- sign der Handstücke führen außerdem zu einer merklich hö- heren Lebensdauer. Die Kosten pro Behandlung sind somit reduziert, so das Schweizer Unternehmen. * Piezon®und Air-Flow®sind eingetragene Marken von EMS Electro Medical Systems. EMS Electro Medical Systems GmbH Schatzbogen 86, 81829 München E-Mail: info@ems-ch.de Web: www.ems-dent.de Die wissenschaftlichen Studien zu Sonicare DiamondClean können unter www.philips.de/sonicare eingesehen werden. Sonicare DiamondClean – Überzeugende Studien im Web verfügbar Sonicare DiamondClean bietet effektives Plaquebiofilm-Manage- ment. Das Gerät entfernt beispielsweise an schwer erreichbaren Stel- len bis zu viermal mehr Plaquebiofilm als eine Handzahnbürste.1 An- dere klinische Studien belegen, dass sich durch die Anwendung von Sonicare DiamondClean die Zahnfleischgesundheit in nur zwei Wochen verbessert.2 „Die elektrische Zahnbürste Sonicare DiamondClean erzielte innerhalb von ein und von zwei Wochen eine wirksame Entfer- nung äußerer Zahnverfärbungen und war gegenüber einer Hand- zahnbürste zu beiden Zeitpunkten überlegen“, so das Fazit der Studie von Colgan, DeLaurenti, Johnson, Jenkins und Strate aus dem Jahr 2010.3 Basis für den Erfolg ist die modernste Bürs - tenkopftechnologie: Der DiamondClean Bürstenkopf besitzt 44 Prozent mehr Bors - ten als ein ProResults Bürstenkopf, eine Neuerung ist zudem die diamant- förmige Anordnung der Borsten. Quellen: 1 Vergleich zwischen Sonicare DiamondClean und einer Handzahnbürste hinsichtlich der Reduzierung von Zahnfleischentzündung und Plaqueent- fernung. Milleman K, Milleman J, Putt M, DeLaurenti M, Souza S, Jenkins W, Strate J. – Aktenkundige Daten, 2011 2 Plaque removal efficacy of two novel Philips Sonicare DiamondClean brush heads. Putt M, Millemann J, DeLaurenti M, Schmitt P, Data on file 2010 3 Evaluation of stain removal by Philips Sonicare DiamondClean po- wer toothbrush and manual toothbrushes. Colgan P. DeLaurenti M, Johnson M, Jenkins W, Strate J, Data on file 2010 Philips Oral Healthcare GmbH Lübeckertordamm 5, 20099 Hamburg E-Mail: sonicare.deutschland@philips.com Web: www.Philips.de/sonicare Die Beiträge in dieser Rubrik stammen von den Herstellern bzw. Vertreibern und spiegeln nicht die Meinung der Redaktion wider. 36 DENTALHYGIENE JOURNAL 4/2011 37
Herstellerinformationen ANZEIGE DÜRR DENTAL red dot design award 2011 Optimale Funktionalität und Ergonomie sind für ein herausragendes Produkt die unver- zichtbare Basis, doch gutes Design wird im- mer wichtiger. Seit 1955 wird hierzu der international begehrte „red dot design award“ vergeben. Mit über 14.000 jährlichen Anmeldungen aus mehr als 70 Nationen ist er der größte und renommierteste Design - wettbewerb weltweit. Gleich drei Produkte von Dürr Dental wurden nun mit dem „Nobelpreis des Designs“ aus- gezeichnet: die Intraoralkamera VistaCam iX, der Speicherfolienscanner VistaScan Mini Plus und der Kompressor Tornado 2. reszenzaufnahmen zur Kariesfrüherken- nung. Die Kamera mit intelligentem Wech- selkopf-Prinzip gewann mit dem „red dot de- sign award“, „iF product design award“ und „Focus Open Gold“ gleich drei Designpreise, zudem wurde sie für den „Designpreis Deutschland“ nominiert. Auch der zweite „red dot design award win- ner 2011“ von Dürr Dental, der Speicher - folienscanner VistaScan Mini Plus, der di- gitale Röntgendiagnostik mit exzellenter Bildqualität und kompaktem Design ver- bindet, wurde für den „Designpreis Deutschland“ nominiert. Über diese beiden Auszeichnungen darf sich ebenso der neue Kompressor Tornado 2 freuen. Er ist leis- tungsstark, trotzdem leise und spart zu- sätzlich Energie. Die Award-Gewinner „made in Germany“ werden auf den Fachmessen im Herbst aus- gestellt oder können in den red dot Museen Essen oder Singapur begutachtet werden. Die neue VistaCam iX verbindet zwei Bildge- bungsverfahren in einem Gerät und ermög- licht sowohl intraorale Bilder als auch Fluo- Dr. Kurt Wolff DÜRR DENTAL AG Höpfigheimer Straße 17 74321 Bietigheim-Bissingen E-Mail: info@duerr.de Web: www.duerr.de Dem Spezialisten für organische Oberflä- chen, Prof. Dr. Norberto Roveri von der Uni- versität Bologna, gelang die Entwicklung von naturverwandtem Zahnschmelz. Der praktisch identische Nachbau des biologi- schen Minerals Hydroxylapatit wie die Kris- tallstrukturen des Zahnschmelzes setzt neue Akzente in der Zahnpflege. Die hohe Affinität mit der Zahnoberfläche ermöglicht präventive und neomineralisierende Effekte am Zahnschmelz. Bionik baut den Zahnschmelz nach Die Natur ist ein unerschöpfliches Ideenre- servoir. Von ihr zu lernen ist ein Leitgedanke der Bionik, einer Forschungsrichtung, die Biologie und Technik miteinander kombi- niert und mit den Mitteln der Natur Problem- lösungen entwickelt. Bionik gilt daher als sanfte Technologie, die höchste technische Anforderungen erfüllt. Die wohl am häufigs - ten genannte, bionische Erkenntnis ist der Lotuseffekt, der sicher vor Verschmutzun- gen schützt. Auch die Pharmazie sucht natürliche Vor- bilder. Spezielles Interesse gilt Geweben, die sich nicht mehr physiologisch regenerieren können, wie z.B. die Zähne. Moderne Zahnpflege versucht daher schon seit längerer Zeit, Materialien oder Wirkstoffe zu finden, die die Zahnoberfläche gegen Angriffe schützen und erste Schäden regenerieren. Die Zahnpasta (Biorepair), die daraus entstand, orientiert sich am natürlichen Zahnschmelz, der härtesten Substanz des menschlichen Körpers. Er be- steht fast vollständig aus Hydroxylapatit, ei- nem kristallinen Material, dessen Hauptbe- standteile Kalzium und Phosphat sind. Dr. Kurt Wolff GmbH & Co. KG Johanneswerkstr. 34–36 33611 Bielefeld E-Mail: pr@dr-kurt-wolff.de Web: www.dr-kurt-wolff.de Die Beiträge in dieser Rubrik stammen von den Herstellern bzw. Vertreibern und spiegeln nicht die Meinung der Redaktion wider. Die ganze Welt der Prophylaxe NEU: Dent-o-Care Online-Shop! www.dentocare.de • 24 Stunden bequem bestellen • Einfach und übersichtlich • Über 2.000 Prophylaxe-Artikel • Schnelle und zuverlässige Lieferung Aktuelle Aktionsangebote: „Elektrische Mundhygiene“ Jetzt reinschauen! www.dentocare.de Dent-o-care Dentalvertriebs GmbH Rosenheimer Straße 4a 85635 Höhenkirchen Telefon: 08102 - 777 28 88 38
Interview Effizienz als Leitmotiv Susanne Schmidinger, Marketingleiterin im Geschäftsbereich Behandlungseinheiten bei Sirona, berichtet im Interview, wie die Anforderungen von Zahnärzten die Entwicklung der neuen Einheit SINIUS geprägt haben. Dajana Mischke/Leipzig n Frau Schmidinger, was bedeutet SINIUS? Der Name unserer neuen Behandlungseinheit „SINIUS“ ist abgeleitet von „Sinus“, dem lateini- schen Wort für „Bogen“. Aus unserer Sicht be- schreibt dieser Name das Design der Einheit sehr treffend. Gleichzeitig schlägt SINIUS den Bogen von der Optimierung des Workflows zu komfor- tabler Kompaktheit und reagiert damit auf den Trend in vielen Zahnarztpraxen, das Maximum an Funktionalität auf möglichst geringem Raum unterzubringen. lungseinheit übertragen heißt das: Zahnärzte wollen bei der Konfiguration soweit wie mög- lich ihre eigenen Anforderungen berücksichtigen können. Das ist unter anderem eines der Ergeb- nisse einer Befragung von Zahn- ärzten in verschiedenen Län- dern, die der Entwicklung von SINIUS vorausging. Auf welche Weise trägt denn die Behandlungs - einheit zu einer Optimierung des Workflows bei? Sie ermöglicht es dem Zahnarzt, durch viele Fea- tures und Funktionen in seinem Behandlungs- alltag Zeit zu sparen, um sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: die Behandlung. Während des gesamten Entwicklungsprozesses von SINIUS war Effizienz unser Leitmotiv. Daher haben wir die neue Einheit unter ande- rem mit der intuitiv verständlichen Bedienoberfläche EasyTouch ausgestattet. Das Display zeigt bei jedem Be- handlungsschritt nur die Funktionen an, die der Zahn- arzt gerade braucht. Über EasyTouch kann der Zahnarzt auch die Endodontiefunktion und den ApexLocator ein- stellen, die optional in SINIUS integriert werden können. Zahnärzte können zudem selbst bestimmen, wie das Menü der Bedienoberfläche aussehen soll – hier kommt das Thema „individuelle Konfigurierbarkeit“ ins Spiel. Gibt es weitere Features, mit denen man Zeit sparen kann? Sehr praktisch sind die integrierten Sanieradapter, die die Sanierhaube überflüssig machen. Auch die Saug- schlauchreinigung ist integriert und spart zusätzlich Zeit, weil die Saugschläuche schon während der Be- handlung bespült werden können. Ein weiteres Beispiel ist die Möglichkeit der Ferndiagnose bei Defekten: Die Einheit kann mit dem Internet verbunden werden. Ein Techniker kann dann aus der Ferne schauen, was die Ur- sache ist, d.h. er weiß schon bei der Anfahrt, wo der Feh- ler liegt und kann das passende Ersatzteil mitbringen. Sie erwähnten das Thema „individuelle Konfigurierbar- keit“. Was bedeutet das konkret? Wir sind heute personalisierte Angebote und Baukas- tensysteme gewohnt. Websites zeigen mir Produkte an, die zu denen passen, die ich früher gekauft habe; Te- lefon- und Internettarife kann ich heute exakt auf meine Bedürfnisse abstimmen und mein Auto nach meinen Wünschen zusammenstellen. Auf die Behand- Susanne Schmidinger Wie haben Sie diesen Wunsch der Zahnärzte umgesetzt? Zahnärzte können zwischen zwei Basiskonzepten, der Verschiebe- bahn und dem Schwingbügel- konzept, entscheiden. Darüber hinaus haben sie die Wahl zwischen sechs Vorteilspaketen und vielen Einzel- optionen, die, wie bei einem Baukastensystem, frei mit- einander kombinierbar sind. Durch diese individuellen Konfigurationsmöglichkeiten kann sich der Zahnarzt seine Einheit so zusammenstellen, wie es seinen Anfor- derungen und seinem Budget entspricht. Dabei bietet SINIUS ihm auch die Möglichkeit, weitere Features zu einem späteren Zeitpunkt zu integrieren. Was hat SINIUS in Sachen „Patientenkomfort“ zu bieten? Je entspannter ein Patient ist, desto entspannter und rei- bungsloser läuft die Behandlung ab. Daher sollte eine Be- handlungseinheit dem Patienten einen größtmöglichen Komfort bieten. Bei SINIUS sorgen die Lordosefunktion, bei der sich die Rückenlehne an die individuelle Anatomie des Patienten anpassen lässt, und das angenehm küh- lende Klimapolster für einen entspannten Liegekomfort. Welche Rolle spielen aus Ihrer Sicht Design und Ästhetik einer Behandlungseinheit? Eine der Hauptrollen würde ich sagen. Das Design einer Behandlungseinheit prägt das gesamte Erscheinungs- bild einer Praxis und lässt sie entweder zeitgemäß oder veraltet wirken. Bei der Anschaffung einer Einheit sollte man immer berücksichtigen, dass diese im Schnitt 15 Jahre im Einsatz ist und daher einen zeitlosen Stil wäh- len, der ebenso den Qualitätsanspruch widerspiegelt. SINIUS wirkt modern und wird durch die Hubmechanik geprägt, die wir bereits bei TENEO eingeführt und nun an die Anforderungen der kompakten SINIUS ange- passt haben. Ich bedanke mich für das Gespräch! n 38 DENTALHYGIENE JOURNAL 4/2011 39
Fortbildung Das Team im Vordergrund „Karies- und Parodontitisprophylaxe mit Konzept“ – So lautete das Motto des diesjährigen DENTALHYGIENE START UP 2011, das am 30. September und 1. Oktober im Kölner Mari- tim Hotel stattfand. Bereits zum 14. Mal konnte der Teamkongress mit seinem exzellenten Programm Zahnärzte und ihre Assistenz für sich gewinnen und einen fundierten Überblick über zeitgemäße Behandlungskonzepte und moderne Praxisstrukturen geben. Dajana Mischke/Leipzig n Sowohl beim Behandler als auch beim zahnärzt- lichen Personal erfordert es entsprechendes Fachwis- sen und Know-how, dem Patienten Prophylaxekon- zepte näher bringen zu können. Maßstab für die Programmgestaltung war daher das In- formationsbedürfnis des niedergelassenen Zahnarztes, der vor der Entscheidung steht, Karies- und Parodonti- tisprophylaxe bis hin zu parodontologischen Behand- lungskonzepten in sein Praxisspektrum zu integrieren. Das hochkarätige Fachprogramm des DENTALHYGIENE START UP 2011 wurde von führenden Wissenschaftlern und Praktikern auf diesem Gebiet gestaltet und machte vor allem deutlich, wie ein erfolgreiches, vom gesamten Team getragenes Praxiskonzept aussehen sollte. Bereits das Kompaktseminar während des Pre-Congres- ses von Dr. Gregor Petersilka, Privatdozent an der Univer- sität Münster, konnte einen Überblick über den aktuel- len Stand der Wissenschaft zu Diagnostik und Prognose in der chirurgischen und nichtchirurgischen Parodonti- tistherapie geben. Prof. Dr. Zimmer, Leiter der Abteilung für Zahnerhaltung und Präventive Zahnmedizin der Universität Witten/Herdecke, informierte in seinem Vortrag fundiert über die Ursachen von Karies sowie die Bestimmung des individuellen Kariesrisikos bei Patien- ten und dessen effiziente Therapie. Über eine zeitge- mäße und patientengerechte Parodontologie berich- tete Prof. Dr. Rainer Buchmann, Fachzahnarzt für Paro- dontologie und Oberarzt an der Poliklinik für Parodonto- logie der Universität Münster. Neben therapeutischen Themen stand natürlich auch die Abrechnung von Prophylaxe- und Dentalhygiene- leistungen im Fokus des Kongresses. Christoph Jäger, Qualitätsmanagement-Berater und Autor zahlreicher Handbücher und Artikel auf dem Gebiet, informierte hierzu über staatliche Förderungen und die Einführung eines Qualitäts- und Hygienemanagements in die Praxis. Den ersten Kongresstag beendete Iris Wälter- Bergob, Referentin und Autorin im Bereich der zahnärzt- lichen Assistenz, mit einer praktischen Aufstellung über die Abrechnung vertraglicher und außervertraglicher Parodontologie-Leistungen. Immer wieder machten die Referenten deutlich, wie wichtig erstklassig geschultes Fachpersonal für den langfristigen Therapie- und somit auch Praxiserfolg sei, denn nur eine als Team agierende Zahnarztpraxis wird dauerhaft effektiv und gewinn- bringend arbeiten können. Am zweiten Kongresstag boten Workshops und Semi- nare breite Möglichkeiten zur Vertiefung des vermittel- ten Wissens. Neben Praxismarketing, Patientenkommu- nikation und Qualitätsmanagement informierte ein ganztägig stattfindendes Hygieneseminar umfassend über die rechtlichen Rahmenbedingungen für das Hy- gienemanagement in der täglichen Praxis, über die An- forderungen an die Aufbereitung von Medizinproduk- ten sowie über die Umsetzung entsprechender Maß- nahmen. Das von Frau Iris Wälter-Bergob durchgeführte Seminar wurde mit einem Test zur direkten Überprü- fung des Erlernten mit anschließender Zertifikatsüber- gabe abgeschlossen. Das rege Interesse an den jeweiligen Veranstaltungen der beiden Tage des DENTALHYGIENE START UP 2011 gab dem erfolgreichen Konzept recht und bestätigt, dass Fachpersonal, das als zusätzlicher Leistungserbringer den Zahnarzt in seiner Tätigkeit unterstützt und von Routineaufgaben entlastet, mehr denn je gefragt ist. Im kommenden Jahr wird der DENTALYHGIENE START UP Kongress am 5. und 6. Oktober in Hamburg stattfinden. n Nähere Informationen erhalten Sie unter: www.startup-dentalhygiene.de 39 DENTALHYGIENE JOURNAL 4/2011 40
NEWS Oral-B blend-a-med Preis 2011 Prävention bei den Kleinsten durch die Eltern: Wissen ist Kariesschutz – und knapp! Tätigkeitsschwerpunkt Parodontologie Uni Witten/Herdecke mit neuem Curriculum Der Zusammenhang zwischen den Sach- kenntnissen der Eltern und der Zahngesund- heit ihrer Kinder stand dieses Jahr im Mittel- punkt der Verleihung des Oral-B blend-a-med Preises für Kinderzahnheilkunde und Präven- tion. Die Ehrung nahmen anlässlich der 18. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde (DGK) deren Präsident, Prof. Dr. Christian Hirsch, und Dr. Christina Steidle, Professional & Academic Relations Manager D/A/CH bei Procter & Gamble Profes- sional Health, am 30. September 2011 vor. Eine effektive Mundhygiene sollte bereits im Kindesalter beginnen, doch sind die Kleinen dabei wesentlich vom Kenntnisstand ihrer El- tern abhängig. Dies hat die Siegerin Dr. Yvonne Wagner mit ihrer Arbeit „Einfluss der Wöchne- rinnenberatung auf die Zahngesundheit von 5-jährigen Kindergartenkindern in Vorarlberg“ an einem eindrucksvollen Beispiel nachgewie- sen. Kinder, deren Mütter eine Gesundheitsbe- ratung post partum erhielten, wiesen eine sig- nifikant niedrigere Kariesprävalenz und einen niedrigeren Kariesbefall auf als Kinder von Müttern ohne Beratung. Der Effekt war bei Fa- milien mit Migrationshintergrund sogar noch stärker ausgeprägt. Die Gesundheitsberatung von Wöchnerinnen – so die Schlussfolgerung – sei ein effektiver kommunaler Präventions- ansatz zur Verbesserung der Zahngesundheit von Kindergartenkindern im österreichischen Vorarlberg. Es erscheint daher sinnvoll, die ge- setzlich geregelte Gruppen- und Individualpro- phylaxe auf die Altersgruppe der bis zu 3-Jäh- rigen auszudehnen. Auch für 2012 können sich Mediziner, Zahn- ärzte sowie Wissenschaftler mit gleichwertiger akademischer Ausbildung, die sich der medizi- nischen oder zahnmedizinischen Forschung widmen, ab sofort um die mit insgesamt 7.500 Euro dotierte Auszeichnung bewerben. Die Be- wertung erfolgt dann wieder traditionell durch eine unabhängige Jury aus mehreren Wissen- schaftlern und dem amtierenden Präsidenten der DGK. Die Bewerber reichen ihr druckferti- ges Manuskript in deutscher oder englischer Sprache bis zum Einsendeschluss am 30.06.2012 unter der folgenden Adresse ein: P&G Professional Oral Health Stichwort: Oral-B blend-a-med Preis für Kinderzahnheilkunde und Prävention Sulzbacher Straße 40 65824 Schwalbach am Taunus Zahnmedizinisches Forschungspanel ruft zur Mitarbeit auf Verbesserung von Mundpflegeprodukten Wenn jemand vielseitig Erfahrung durch die täg- liche Beratung von Patienten zur häuslichen Oralprophylaxe hat, dann sind es der Zahnarzt und die Prophylaxeassistenz. Diese Spezialisten sind nun ab sofort aufgerufen, ihren „Schatz“ weiterzugeben, um zur Verbesserung von Mund- pflegeprodukten beizutragen. Die Attitude Measurement Corporation (AMC) ist ein globales unabhängiges Marktfor- schungsunternehmen mit Hauptsitz in Blue Bell, Penn sylvania/USA und Niederlassungen u.a. in Deutschland. AMC arbeitet mit Herstel- lern im Bereich Zahn- und Mundpflege zusam- men, um die Meinungen von Prophylaxefach- leuten besser zu verstehen und damit Produkte für die Zahn- und Mundpflege zu entwickeln oder zu verbessern. Das Institut lädt auf seiner Webseite www.dental-de.amcrewards.com Zahnärzte und Mitarbeiter im Prophylaxeteam ein, dem zahnmedizinischen Forschungspanel beizutreten. Registrierte Teilnehmer werden per E-Mail zwei- bis viermal pro Jahr kontaktiert, um in Online-Befragungen ihre Ansichten und Er- fahrungen äußern zu dürfen. Gleichzeitig be- steht für die Panel-Mitglieder die Gelegenheit zum Austausch mit Kollegen. Von diesen erhal- ten sie Informationen zum Patienten- und Pra- xismanagement. 40 DENTALHYGIENE JOURNAL 4/2011 Das Curriculum Parodontologie umfasst eine Folge von theoretischen und praktischen Fort- bildungskursen, die in Wochenendkursen an der Universität Witten/Herdecke in kleiner Studiengruppe von maximal 26 Teilnehmern mit einer Lernzielkontrolle durchgeführt wer- den. Das Curriculum dient der Fortbildung von Kollegen, die parodontologisch interessiert sind, und bietet die Möglichkeit, Kenntnisse in dem Fach Parodontologie zu erwerben bzw. zu vertiefen. Das Programm ist modular aufgebaut: Zum the- oretischen Lehrprogramm für die Vermittlung von theoretischen Grundkenntnissen sowie von Therapiekonzepten gehören Vorlesungen, Se- minare sowie Falldiskussionen. Das praxis- orientierte klinische Fortbildungsprogramm umfasst die darauf abgestimmten klinischen Demonstrationen (Video-OPs), praktischen Übungen, Patientenvorstellungen (unter Einbe- ziehung eigener Patientenfälle) sowie klini- schen Hospitationen. Die Lehrinhalte begrün- den sich auf wissenschaftlich gesicherten Er- kenntnissen ü̈ber die Ätiologie und Patho - genese marginaler Parodontitiden, über die Validität diagnostischer Methoden sowie über die Wirksamkeit therapeutischer Interventionen und Nachsorgeprogramme. Durch den termin- lich und inhaltlich abgestimmten Ablauf wird dem Teilnehmer die Möglichkeit gegeben, das Wissen schnell und einfach in den Praxisalltag zu integrieren. Die einzelnen Fortbildungsein- heiten finden freitagnachmittags sowie sams- tags statt und ermöglichen damit dem nieder- gelassenen Zahnarzt eine Teilnahme mit mini- malem Arbeitsausfall. Das Curriculum Paro- dontologie wird von einem qualifizierten Lehrkörper, z.B. durch Spezialisten für Paro- dontologie der DGP sowie internationaler Ge- sellschaften und Hochschulen, durchgeführt. Universität Witten/Herdecke Zentrum Weiterbildung Stockumer Straße 10 58453 Witten E-Mail: zwb@uni-wh.de Web: www.zentrum-weiterbildung.de 41
DGP und GABA verleihen „DGP meridol Preis 2011“ in Baden-Baden Vier wissenschaftliche Arbeiten ausgezeichnet Im Rahmen ihrer Jahrestagung hat die Deut- sche Gesellschaft für Parodontologie (DGP) zu- sammen mit GABA zum achten Mal den mit 2.000 Euro für den ersten Preis dotierten „DGP meridol Preis“ verliehen. In der Kategorie „Grundlagenforschung“ erhiel- ten Dr. Arne Schäfer (Kiel) und Kollegen den ersten Preis. Sie fanden heraus, dass einer der genetischen Risikofaktoren für koronare Herz- erkrankungen, nämlich CDKN2BAS, in ver- schiedenen europäischen Bevölkerungsgrup- pen im Zusammenhang mit aggressiven For- men der Parodontitis steht und durch bakte- rielle Infektionen aktiviert wird. In der Kategorie „Klinische Studien“ zeichnete die international besetzte Jury Dr. Amelie 21. Tag der Zahngesundheit 2011 Je früher, desto besser Das Motto, das der Aktionskreis zum Tag der Zahngesundheit in diesem Jahr als zentrale Botschaft ausgegeben hat, ist zugleich Credo der präventionsorientierten Zahnheil- kunde schlechthin: „Gesund beginnt im Mund – je früher, desto besser“ hieß es im Jahr 2011 und damit auch bei Tausenden kleinerer und größerer Veranstaltungen und Aktionen rund um den 25. Septem- ber, dem traditionellen „Tag der Zahnge- sundheit“ in Deutschland. Im Fokus der zentralen Pressekonferenz zum Tag der Zahngesundheit 2011, die am 16. September in Berlin stattfand, standen insbesondere die Kinder und der früh- zeitige Schutz ihrer Mundgesundheit. Dass dies leichter gefordert als eingelöst ist, machte Prof. Dr. Dietmar Oesterreich, Vizepäsident der Bundeszahnärztekammer, deutlich: „Die Ent- wicklungen sind durchaus heterogen. Einerseits könnten sehr beeindruckende Erfolge bei einem großen Anteil der Kinder festgestellt werden. Bäumer (Heidelberg) und Kollegen mit dem ersten Preis aus. Die Forscher befassten sich mit patientenbezogenen Risikofaktoren für Zahnverlust bei aggressiver Parodontitis nach aktiver Parodontaltherapie und wiesen unter anderem nach, dass eine entsprechende Nach- sorge durch unterstützende Parodontaltherapie ein Wiederauftreten der aggressiven Parodon- titis verhindern kann. Der zweite mit jeweils 1.000 Euro dotierte Preis ging in der Kategorie „Grundlagenforschung“ an die Forschergruppe um Prof. Dr. Jörg Eber- hard (Hannover) für ihre Untersuchung ver- schiedener Stämme des Bakteriums Aggrega- tibacter actinomycetemcomitans, das eine zen- trale Rolle in der Entstehung einer Parodontitis spielt. Und in der Kategorie „Klinische Studien“ an Priv.-Doz. Dr. José Roberto Gonzales (Gie- ßen) und sein Team für ihre Arbeit zu einem neu- artigen Ansatz, den antibakteriellen Wirkstoff Chlorhexidin kontrolliert in entzündeten Zahn- fleischtaschen freizusetzen. GABA GmbH Berner Weg 7 79539 Lörrach Web: www.gaba-dent.de So habe sich beispielsweise die Karieslast bei 12-Jährigen in den vergangenen 25 Jahren um immerhin 80% verringert. Andererseits gebe es eine vergleichsweise kleine Gruppe, die nach wie vor mit deutlichen Mundge- sundheitsproblemen zu kämpfen habe. Besonders betroffen seien Kinder aus bildungsfernen und sozial schwachen Schich- ten sowie viele Kinder aus Familien mit Migra- tionshintergrund, auch wenn sie schon in der zweiten oder dritten Generation in Deutschland leben. Auch nehme die frühkindliche Karies bei Kindern bis zu drei Jahren zu: „Annähernd die Hälfte der kariösen Defekte, die zum Zeitpunkt der Einschulung vorhanden sind, entstehen 41 DENTALHYGIENE JOURNAL 4/2011 Nach beruflicher Auszeit Fit für den Wiedereinstieg Wer nach längerer Zeit als Zahnarzthelferin wieder in seinen Beruf zurückkehren möchte, kann ab sofort einen Kurs für Wiedereinsteige- rinnen bei der Zahnärztekammer Westfalen- Lippe belegen. Der Kurs vermittelt alle Neue- rungen aus dem beruflichen Ablauf in einer Zahnarztpraxis. So werden die Teilnehmerinnen auf den ak tuellen Stand unter anderem in den Bereichen Praxishygiene, Notfallkunde, elek t - ronische Medien und Abrechnung gebracht. Dr. Klaus Bartling, Präsident der Zahnärzte- kammer Westfalen-Lippe: „Angesichts der komplexen Veränderungen in Praxisabläufen sind viele kompetente Praxismitarbeiterinnen nach längerer beruflicher Auszeit unsicher, ob sie in den Beruf zurückkehren können. Im Kurs für Wiedereinsteigerinnen können sie ihr Fachwissen auffrischen und das nötige Selbstvertrauen zurückerlangen. Dadurch ge- winnen Zahnarztpraxen fachlich hochqualifi- ziertes Praxispersonal zurück.“ Informationen: Akademie für Fortbildung der ZÄKWL Tel.: 02 51/5 07-6 02 bereits in den ersten drei Lebensjahren“, sagte Professor Oesterreich. Dabei spiele nach wie vor die sogenannte Nuckel- flaschenkaries eine negativ heraus ragende Rolle. Eine große Herausforderung sei zudem die derzeit noch zu hohe Anzahl nicht behan- delter Milchzahndefekte – es müsse erreicht werden, dass die Kinder früher in den Zahnarztpraxen vorgestellt würden, um Eltern über die Bedeutung der Mundgesundheit für die Kindesentwicklung informieren zu können. Professor Oesterreich empfahl eine Vernetzung von Gynäkologen und Zahnärzten für die frühzeitige Auf - klärung werdender Mütter sowie eine engere Zusammenarbeit mit den Kinderärzten. „Eine gute Mundgesundheit bei Kindern ist die Basis für die gesamte gesunde körperliche Entwick- lung und Voraussetzung für gesunde Zähne im Erwachsenenalter.“ www.tag-der-zahngesundheit.de 42
TIPP HYGIENE Die wasserführenden Systeme in einer Behandlungseinheit In der heutigen Ausgabe des Hygiene-Tipps beschäfti- gen wir uns mit der Reinigung der wasserführenden Systeme und der Herausforderung, der in einer Zahn- arztpraxis zu ergreifenden hygienischen Maßnahmen zur Wartung der Behandlungseinheit. Das wasserfüh- rende System wird gebildet durch die wassereinspei- senden Systeme und die notwendige Ableitung durch geeignete Absauganlagen. Die Absauganlage in einer Behandlungseinheit Desinfizierbarkeit Die Absauganlagen in einer Behandlungseinheit dienen der Entsorgung von Aerosolen, Flüssigkeiten und festen Stoffen aus der Mundhöhle der Patienten durch einen ent- sprechenden Unterdruck. Aufgrund gesetzlicher Bestim- mungen ist eine Abscheideanlage für Amalgam einge- schlossen. Über den Grad der Desinfizierbarkeit von Ab- sauganlagen liegen keine gesicherten Erkenntnisse vor, sodass wir zurzeit nicht von einer vollständigen Desin- fektion der Absaugsysteme einer Behandlungseinheit ausgehen können. Gerade in einem praxisinternen Hygie- nemanagement müssen entsprechende Maßnahmen er- griffen werden, weil davon auszugehen ist, dass durch ge- eignete Reinigungs- und Desinfektionsmittel die Keim- zahl so weit herabgesetzt werden kann, dass eine Gefähr- dung der beteiligten Personen stark vermindert wird. Reflux und seine Tücken Absauganlagen werden durch Mikroorganismen aus der Mundhöhle kontaminiert. Daher kann ein Infek- tionsrisiko für den Patienten vom kontaminierten Ab- saugschlauch entstehen. Ein zusätzliches Infektionsri- siko kann im Rückfluss (Reflux) von flüssigen oder gas- förmigen Teilen auftreten. Ein Reflux kann durch zwei Situationen ausgelöst werden: 1. Ein Reflux kann auftreten, wenn die Absaugkanüle durch z.B. angesaugtes Weichgewebe verschlossen wird oder 2. wenn der Absaugschlauch über die Höhe des Patien- tenkopfes geführt wird und sich daraus die Saugleis- tung vermindert. Daher muss bei der Behandlung durch die Mitarbeiter/ -innen darauf geachtet werden, dass die Zufuhr der Nebenluft des Saugstroms vom Patientenmund zum Saugmotor aufrechterhalten wird. Infektionsgefahr bei der Wartung Für die Mitarbeiter/-innen besteht bei den routinemä- ßigen Wartungs- und Reinigungsarbeiten einer Be- handlungseinheit immer auch eine Infektionsgefahr. Das Gleiche gilt für die zum Einsatz kommenden Ser- vice-Techniker bei der Durchführung von Reparaturar- beiten an den Absauganlagen. Zur Minimierung der Ri- siken und Erhöhung des Infektionsschutzes sollten die nachfolgenden acht Regeln beachtet werden: 1. Generell muss in einem Hygienemanagement fest- gelegt werden, dass zahnärztliche Absauganlagen zum Zwecke des Infektionsschutzes hygienisch ge- wartet werden müssen. 2. Die Schlauchöffnungen für die Absaugkanülen und Speichelsauger am Absaugschlauch werden bei je- dem Patientenwechsel außen und – soweit erreich- bar – auch innen nach den Empfehlungen zur Flä- chendesinfektion desinfiziert. 3. Für jeden Patienten werden hygienisch einwandfreie (desinfizierte oder sterile) Absaugkanülen und Kupp - lungen verwendet. 4. Siebe und Filter werden erst nach Ablauf der vom Her- steller vorgegebenen Einwirkzeit der Desinfektions- mittel vorsichtig entnommen. 5. Anfallende Amalgamreste werden in den dafür vor- gesehenen Sammelgefäßen gesammelt. 6. Die Absaugschläuche und Mundspülbecken unserer Behandlungseinheiten werden nach den Empfeh- lungen zur Flächendesinfektion von den Mitarbeiter/ -innen desinfiziert. 7. Die Absauganlagen werden zur Erhaltung der Funk- tionsfähigkeit nach jeder Behandlung mit kaltem Wasser durchgespült. 8. Am Ende eines Behandlungstages werden zur Mini- mierung des bestehenden Infektionsrisikos und zur Vermeidung von Geruchsbelästigungen nichtschäu- mende Reinigungs- und Desinfektionsmittel einge- setzt. Alle Angaben der Hersteller für die Dosierung und Einwirkzeiten finden ihre Berücksichtigung. KONTAKT Qualitäts-Management-Beratung Christoph Jäger Am Markt 12–16, 31655 Stadthagen E-Mail: info@der-qmberater.de Web: www.der-qmberater.de 42 DENTALHYGIENE JOURNAL 4/2011 43
EMS-SWISSQUALITY.COM 1+1=3 DER NEUE AIR-FLOW MASTER PIEZON – AIR-POLISHING SUB- UND SUPRAGINGIVAL PLUS SCALING VON DER PROPHYLAXE NO 1 Air-Polishing sub- und supra- gingival wie mit dem Air-Flow Master, Scaling wie mit dem Piezon Master 700 – macht drei Anwen- dungen mit dem neuen Air-Flow Master Piezon, der jüngsten Ent- wicklung des Erﬁ nders der Original Methoden. PIEZON NO PAIN Praktisch keine Schmerzen für den Patienten und maximale Schonung des oralen Epitheliums – grösster Patientenkomfort ist das überzeu- gende Plus der Original Methode Piezon, neuester Stand. Zudem punktet sie mit einzigartig glatten Zahnoberﬂ ächen. Alles zusammen ist das Ergebnis von linearen, par- a l lel zum Zahn verlaufenden Schwingungen der Original EMS Swiss Instruments in harmonischer Abst im mung m it dem neuen Original Piezon Handstück LED. Sprichwörtliche Schweizer Präzi- sion und intelligente i.Piezon Tech- nologie bringt’s! AIR-FLOW KILLS BIOFILM Weg mit dem bösen Bioﬁ lm bis zum Taschenboden – mit diesem Argu- ment punktet die Original Methode Air-Flow Perio. Subgingivales Re- duzieren von Bakterien wirkt Zahn- ausfall (Parodontitis!) oder dem Ver- lust des Implantats (Periimplantitis!) entgegen. Gleichmässiges Verwir- beln des Pulver-Luft-Gemischs und des Wassers vermeidet Emphyseme – auch beim Überschreiten alter Grenzen in der Prophylaxe. Die Perio-Flow Düse kann’s! > Original Handstücke Air-Flow und Perio-Flow zählt nach wie vor die unschlagbare Effektivität der Original Methode Air-Flow: Erfolgreiches und dabei schnelles, zuverlässiges sowie stress- freies Behandeln ohne Verletzung des Bindegewebes, keine Kratzer am Zahn. Sanftes Applizieren bio- kinetischer Energie macht’s! Mit dem Air-Flow Master Piezon geht die Rechnung auf – von der Diagnose über die Initialbehandlung bis zum Recall. Prophylaxepro- ﬁ s überzeugen sich am besten selbst. > Original Piezon Handstück LED mit EMS Swiss Instrument PS Und wenn es um das klassische su- pragingivale Air-Polishing geht, Mehr Prophylaxe > www.ems-swissquality.com 44
Prophylaxe und Praxismanagement Häufige Fragen und Antworten zu Aufstiegsfortbildungen Auch 2011 festigte praxisDienste seine Spitzenposition bei den Aufstiegsfortbildungen zur ZMP und DH – gemessen an den Ab - solventenzahlen, die Nr. 1 in Deutschland. Zusätzlich ausgebaut wurde dieses Jahr das Aufstiegs-Kursangebot um die Bereiche Zahn- medizinische Verwaltungsassistenten/-innen und Praxismanagement. Die Aufstiegsfortbildungen zum/zur Zahnmedizinischen Verwaltungsassistent/-in (ZMV) und zum/zur Praxis- manager/-in (PM) gehören von nun an zu dem praxisDienste Kursangebot. Neben den klassischen Präsenz- kursen können sich Interessenten wahlweise auch für die Präsenzkurse mit Fernlernanteil entscheiden und so- mit eine Fortbildung wählen, die am besten zu ihrer persönlichen Situation passt. Hier nun die wichtigsten und häufigsten Fragen und Antworten, die bei der täglichen Beratung rund um die Auf- stiegsfortbildungen anfallen: Was sind die Vorteile der praxisDienste Fortbildung? Die praxisDienste Aufstiegsfortbildungen werden in geeigneten Räumlichkei- ten, wie beispielsweise der DAISY Akademie für die ZMV-Aufstiegsfortbildung, unmittelbar in Zahnarztpraxen bzw. an der privaten Hochschule Witten/Herdecke mit Routine-Pa- tientenbehandlungen für die Prophylaxeaufstiegsfortbildungen durchgeführt. Ins- besondere das Arbeiten in Kleinstgruppen ermöglicht ein sehr intensives Ler- nen in kollegialer Umgebung. Wir fördern eine konstruktive, kollegiale Lernum- gebung, um intensiver und schneller ans Ziel zu gelangen, ohne dabei auf Qua- lität verzichten zu müssen. Hierbei wollen wir die Hürden für eine Weiterqualifikation in Einklang mit Beruf und Familie reduzieren und Lern- willige aktiv fördern. Die Lernmethodik setzt bei den Präsenzkursen auf Präsenzmodule mit Lernerfolgskontrol- len. Sie sind fester Bestandteil des Kurses – so kann die Gesamtfortbildungsdauer intelligent im Interesse der Praxis und des Teilnehmers verkürzt werden. Unsere erfahrenen Referenten wissen genau, welche die heutigen Anforderungen einer Praxis sind, da sie selbst den täglichen Praxisalltag in den Bereichen Prophylaxe, Abrech- nung und Praxismanagement meistern. Alle ZMV Teilnehmer profitieren von der direkten Kooperation mit DAISY unter fachlicher Leitung von Sylvia Wut- tig (DAISY) und bereits unter Berücksichtigung der neuen GOZ. Jeder ZMP und DH Teilnehmer hat einen eigenen Phantomkopf und wird bei den Patientenübungen noch in- tensiver – im Regelfall eine Dentalhygienikerin für jeweils vier Teilnehmer – betreut. Wie unterscheidet sich der Präsenzkurs vom Präsenzkurs mit Fernlernanteil? Der Präsenzkurs mit Fernlernanteil ist ideal für alle, die Beruf, Karriere und Familie optimal kombinieren möch- ten. Bei der Konzipierung der Fernlernangebote ist die Kompetenz der Klett-Gruppe eingeflossen, die mit über 185.000 Studierenden pro Jahr der führende Anbieter in diesem Bereich ist. Im ZMP/DH Präsenzkurs werden sowohl die theoretischen als auch die praktischen Fähigkeiten ausnahms- los in Präsenzunterricht, an 24 Tagen bei ZMP und an 48 Tagen bei DH zuzüglich zwei Prüfungstagen (ZMP) und drei Prüfungstagen (DH), vermittelt. Im Präsenzkurs mit Fernlernanteil wird die Theorie hauptsächlich durch Skripte und den Online-Campus vermittelt, die praktischen Fähig keiten in Form von Patientenbehandlungen werden im Präsenzunterricht an insgesamt zehn Samstagen (ZMP) bzw. 14 Samstagen (DH) vermittelt. So 44 DENTALHYGIENE JOURNAL 4/2011 45
Dental Pearls Club kann der Praxisausfall (Mo – Fr) auf nur vier Tage bei ZMP und auf ca. elf Tage bei DH inklusive Prüfung reduziert werden. In den Fernlernkursen ZMV und PM wird die Theorie fast ausschließlich im Fernlernunterricht, ge- stützt auf Skripte und den Online-Campus, vermittelt. In den kurzen Präsenzphasen werden die Inhalte dann kontrolliert und vertieft. Alle Kurse werden von Tutoren betreut; diese stehen für Ihre Rückfragen zur Verfügung. Der Praxisausfall beträgt beim PM-Kurs nur zwei Tage inkl. Prüfung und beim ZMV-Kurs nur sieben Tage inkl. Prüfung. praxisDienste ist ein privater Anbieter. Worin liegt der Unterschied zur Fortbildung an einer Zahnärztekammer? Insbesondere in der Tatsache, dass alle Kurse bundeseinheitlich durchgeführt werden. Damit können Zahn- ärzte und Mitarbeiter/-innen aus ganz Deutschland ihre Qualifikation einschätzen und mit anderen privaten und öffentlich-rechtlichen Anbietern vergleichen. Bei den Inhalten orientieren wir uns an den bundesweit gültigen Musterfortbildungsordnungen der Bundes- zahnärztekammer. Die Musterfortbildungsordnungen sind in unserer Fortbildung sowohl in der Theorie als auch den praktischen Kursbestandteilen konsequent umgesetzt. Warum werden für die ZMP-Fortbildung als Lehrkräfte hauptsächlich Dentalhygienikerinnen eingesetzt? Dies ist eine bewusste Entscheidung im Rahmen der ZMP-Fortbildung. Aus Um- fragen unter ZMP und DH-Absolventinnen wissen wir, dass es den Teilnehme- rinnen besonders wichtig ist, möglichst kollegial und praxisnah fortgebildet zu werden. Unsere Referentinnen – Dentalhygienikerinnen – haben die höchste Qualifikation für Zahnmedizinische Fachassistentinnen erreicht und somit bis zu 1.400 Fortbildungsstunden absolviert, um „Dentalhygienikerin“ zu werden. Im Vergleich dazu hat ein Zahnarzt nach Universitätsabschluss deutlich weniger Stunden Prophylaxe gelehrt bekommen. In einer gut organisierten Prophylaxe-Praxis über- nimmt die Prophylaxe-Spezialistin die Behandlung unter zahnärztlicher Aufsicht. Da alle Referentinnen tagtäglich Prophylaxe und Parodontologie am Patienten praktizieren, sind sie besonders erfahren und auch mo- tiviert, ihre Expertise kollegial weiterzugeben. Dabei legen wir großen Wert darauf, dass die Richtlinien zur Dele- gation eingehalten werden. Aktuelle Information hierzu unter: www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/grafiken/Delega- tionsrahmen.pdf Zur Ergänzung der ZMP-Inhalte finden die Teilnehmerinnen im passwortgeschützten Internetbereich zahlreiche exzellente Vorträge namhafter Professoren – sie runden die Fortbildungsinhalte ab. Bei der DH-Fortbildung erwartet Sie ein Referentenmix aus hochkarätigen Wissenschaftlern/Professoren, niedergelassenen Zahnärzten/-innen und Dentalhygienikerinnen. Ist eine zusätzliche Prüfung an einer Zahnärztekammer sinnvoll – auch wenn ich bereits die Institutsprüfung im Rahmen des praxisDienste Kurses erfolgreich abgeschlossen habe? Zur Erbringung von delegierbaren Leistungen ist die zusätzliche Prüfung entsprechend des Zahnheilkundege- setzes nicht notwendig. Insofern bringt die zusätzliche Prüfung keinen zusätzlichen Nutzen, was die Übernahme zusätzlicher Aufgaben in der Praxis angeht. Sowohl Aufbau des Kurses, Inhalte und Prüfungen können sich von Region zu Region unterscheiden. Wir haben uns bewusst für eine Institutsprüfung in Kooperation mit Univer- sitäten entschieden. Auf diese Expertise bauen wir auf. Die Prüfung dokumentiert die objektive Qualifikation, welche zur Erbringung von Leistungen am Patienten laut Zahnheilkundegesetz (ZHG) notwendig ist. Den rele- vanten Abschnitt finden Sie im ZHG § 1 Abs. 5 und 6. Selbstverständlich können Sie noch zusätzlich eine Kammerprüfung ablegen; dabei sind die jeweils geltenden Fortbildungs- und Prüfungsordnungen zu berücksichtigen. 45 DENTALHYGIENE JOURNAL 4/2011 46
Dental Pearls Club Habe ich mit einer fairen Prüfung durch die Zahnärztekammer zu rechnen? Selbstverständlich wird auch eine Prüfung für einen externen Teilnehmer fair und unvoreingenommen bei einer Zahnärztekammer ablaufen. Hierzu gibt das Berufsbildungsgesetz klare Vorgaben. Gerne helfen Ihnen unsere Mitarbeiter im Büro und unsere Referentinnen bei der Abwicklung der Formalitäten und der fachlichen Prü- fungsvorbereitung. Die Erfahrung hat gezeigt, dass es von Kammer zu Kammer spezifische Schwerpunkte gibt. Da wir in unserem Referententeam Erfahrungen aus vielen Kammergebieten haben, unterstützen wir Sie gerne kostenlos über den Kurs hinaus, sich gezielt auf eine externe Prüfung vorzubereiten. Zur Er- bringung von delegierbaren Leistungen ist diese zusätzliche Prüfung nicht notwendig. Kann ich mit der praxisDienste ZMP auch Dentalhygienikerin werden? Ja, das ist selbstverständlich möglich. Seit 2010 bietet praxisDienste eine entsprechende Fortbildung an. Sollten Sie den weiteren Weg an einer Zahnärztekammer planen, so sind die dortigen Regularien zu beachten. Es wäre dann z. B. eine Einzelfallprüfung durch die Kam- mer vorzunehmen – eine solche Regelung ist z. B. in Bayern vorgesehen (Stand Nov. 2009). Darf ich mich nach der Fortbildung ZMP, DH, PM oder ZMV nennen? Mit der erfolgreichen Absolvierung der ZMP/DH/PM oder ZMV Institutionsprüfung dürfen Sie sich „praxisDiens - te ZMP“, „praxisDienste DH“, „praxisDienste PM“ oder „praxisDienste ZMV“ nennen. Bei „ZMP, DH, PM und ZMV“ handelt es sich in Deutschland um Fortbildungen und nicht um eine geschützte bundeseinheitliche Be- rufbezeichnungen. Das Bundesinstitut für Berufsbildung hat empfohlen, um Verwechslungen zu vermeiden, ei- nen Zusatz des Anbieters – privat oder Kammer – bei dem der Kurs bzw. die Prüfung absolviert wurde, mitzu- führen. In unserem Fall also die Bezeichnung „praxisDienste ZMP“, „praxisDienste DH“, „praxisDienste PM“ bzw. „praxisDienste ZMV“. Dies gilt auch für Zahnärztekammern. Ist eine praxisDienste ZMP weniger „wert“ als eine Kammer ZMP? Die Kammerangebote unterscheiden sich in Stundenzahl, insbesondere Präsenzstunden mit Patientenbe- handlung oder Phantomkopf-Übungen, Inhalten, Betreuungsrelation etc. Insofern wäre eine Einzelbewertung mit allen regionalen Kammeranbietern vorzunehmen. Wir teilen die Ansicht des Mitglieds der BZÄK, Dr. M. Sereny, dass Zahnärzte und Teilnehmer selbst eine Abwägung treffen sollen, welches Fortbildungsmodell am besten geeignet ist. Den gesamten Artikel von Dr. M. Sereny finden Sie unter: http://www.zm-online.de/m5a.htm?/zm/12_09/pages2/bpol3.htm. Habe ich bei einem Jobwechsel mit Nachteilen zu rechnen, wenn ich keine Kammerprüfung habe? Die Erfahrung zeigt eher, dass Sie Vorteile haben. Denn im Bereich Fortbildung für ZFAs hat sich praxisDienste seit nunmehr zehn Jahren zum größten Anbieter – gemessen an der Zahl der durchgeführten Kurse pro Jahr – in Deutschland entwickelt (Stand November 2009). Auch unser Partner DAISY im ZMV-Bereich kann auf über 30 Jahre Erfahrung mit Abrechnungsseminaren zurückblicken und ist führender Anbieter in diesem Bereich und als Qualitätsmarke unter Zahnärzten bekannt. Damit ist praxisDienste ZMP, DH, ZMV eine Qualitätsbezeich- nung, die für Praxisnähe, Umsetzbarkeit und Authentizität steht. Ist die praxisDienste ZMP/DH/ZMV von Kammern anerkannt? Entscheidend für die Übernahme delegierbarer Leistung in der Zahnarztpraxis ist allein die Qualifikation der Mit- arbeiterin, nicht eine Anerkennung durch die Kammer. Unabhängig davon sieht das Berufsbildungsgesetz die Möglichkeit einer externen Prüfung durch die Zahnärztekammer vor, egal, ob die Fortbildung bei der Kammer oder bei einem privaten Anbieter erfolgt ist. Mit erfolgreicher Absolvierung einer Kammerprü- Fordern Sie Ihr persönliches Infopaket rund um die Aufstiegs- fortbildungen an und lassen Sie sich ausführlich beraten unter: ZMV/PM-Beratungshotline Tel.: 0 62 21/64 99 71-14 ZMP/DH-Beratungshotline Tel.: 0 62 21/64 99 71-29 oder-19 46 DENTALHYGIENE JOURNAL 4/2011 47
Dental Pearls Club Dienste Aufstiegsfortbildungen Die nächsten Starttermine: ZMP (Präsenz) Hamburg Leipzig Köln Mannheim Witten ‹ 06. Februar 2012 ‹ 19. März 2012 ‹ 26. März 2012 ‹ 16. April 2012 ‹ 07. Mai 2012 ZMP (Präsenz mit Fernlernanteil) Mannheim ‹ 23. November 2011 DH (Präsenz) Bad Neustadt/ ‹ 21. November 2011 Saale ZMV (Präsenz) Heidelberg Leipzig Hamburg ‹ Januar 2012 ‹ Februar 2012 ‹ März 2012 ZMV (Präsenz mit Fernlernanteil) Heidelberg ‹ Juli 2012 PM (Präsenz) München ‹ Januar 2012 PM (Fernlernen) Berlin ‹ Juni 2012 fung dürften Sie sich dann nicht nur „praxisDienste ZMP/DH/ZMV“, sondern auch „ZMP/DH/ZMV“ nach Zahnärztekammer „Musterkammer“ nennen. Für die Dele- gation gibt es inzwischen neue Empfehlungen der BZÄK; diese finden Sie unter: www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/grafiken/Delegationsrahmen.pdf Welche Möglichkeiten habe ich durch die neuen Fortbildungen ZMV oder PM? Die beiden Fortbildungen können selbstverständlich einzeln absolviert werden, ergän- zen sich aber ideal. Während der Schwerpunkt bei der ZMV-Fortbildung Abrechnung ist, werden beim Kurs Praxismanagement Schwerpunkte im Bereich „Unternehmen Zahnarztpraxis“ mit den Teilbereichen: Personalführung, Kommunikation, Marketing und Betriebswirt- schaft gesetzt. Durch die Fortbildung zur ZMV bietet sich für Sie eine abwechslungsreiche und interes- sante Zukunftsperspektive und Sie haben die Chance, sich zu einer führenden Persön- lichkeit im Verwaltungsmanagement mit dem Schwerpunkt Abrechnung zu entwickeln. Als Praxismanagerin sind Sie den unternehmerischen Herausforderungen in der Zahnarztpraxis auch zukünf- tig gewachsen! Sie lernen in dem Kurs unternehmerisch zu denken und zu handeln und erschließen so wert- volle Potenziale für die Praxis. Beide Kurse – ZMV und PM – sind von der staatlich anerkannten APOLLON Hochschule der Gesundheitswirt- schaft für die Studiengänge Bachelor Gesundheitsökonomie (B.A.) und/oder „Praxismanagement“ mit sieben bzw. 21 ECTS-Punkten anrechenbar. Dies eröffnet weitere Karriereperspektiven für ein Studieren ohne Abitur. Was bringt die Anerkennung der Kurse durch die APOLLON Hochschule? Beide Aufstiegsfortbildungen, ZMV und PM, werden durch die private APOLLON Hochschule der Gesund- heitswirtschaft bei einem späteren Studium Bachelor Gesundheitsökonomie (B.A.) oder Bachelor Praxisma- nagement, geplant ab 2012, mit sieben bzw. 21 ECTS Studienpunkten angerechnet. Falls Sie also ein späteres Studium auch ohne Abitur planen, erspart dies Zeit und Kosten! Mit einem Studium an der APOLLON Hoch- schule eröffnen sich für Sie ausgezeichnete Karrierewege und attraktive berufliche Perspektiven. 47 DENTALHYGIENE JOURNAL 4/2011 48
für das zahnärztliche Personal Hygienebeauftragte QM-Beauftragte SEMINAR ZUR HYGIENEBEAUFTRAGTEN I 2011/12 SEMINAR A AUSBILDUNG ZUR QM-BEAUFTRAGTEN I 2011/12 Artikel SEMINAR B Seit einigen Jahren müssen sich auch Zahnarztpraxen mit neuen Verordnungen und zunehmenden Vorschriften auseinandersetzen. Der neue Hygieneplan der Bundeszahn - ärztekammer enthält klare Vorgaben für die Durchführung und Dokumentation der Hygienemaßnahmen und ist somit unentbehrlich für jede Praxis. Aufgrund der Aktualität der Problematik bietet die OEMUS MEDIA AG im Rahmen verschiedener Kongresse „Seminare zur Hygienebeauftragten“ mit Frau Iris Wälter-Bergob an – bekannt als renom- mierte Referentin auf diesem Gebiet. Die Teilnehmer werden ausführlich über die recht- lichen Rahmenbedingungen und Anforderungen an das Hygienemanagement und die Aufbereitung von Medizinprodukten informiert. Das Seminar wird nach den Anforderungen an die hygienische Aufbereitung von Medizinprodukten im Sinne der RKI-Empfehlungen durchgeführt. Qualitätsmanagement kann so einfach sein! Viele Praxen haben ein internes System eingeführt, nur wie geht es jetzt weiter? Damit eine funktionierende Weiterent - wicklung Erfolg bringen kann, wird eine fachlich ausgebildete Qualitätsmanagement- Beauftragte benötigt. Aufgrund der Notwendigkeit und Nachfrage bietet die OEMUS MEDIA AG im Rahmen verschiedener Kongresse eine „Ausbildung zur Qualitäts - manage ment-Beauftragten“ mit Herrn Christoph Jäger an – bekannt als langjähriger renommierter QM-Trainer. Die Teilnehmer erlernen, dass wenig Papier ausreichend ist, um die gesetzlichen An- forderungen zu erfüllen und werden in nur 15 Minuten in der Lage sein, ein kom- plettes QM-Handbuch selbstständig zusammenzustellen. Wie können die Chefin und der Chef die QMB bei ihrer großen Aufgabe unterstützen? Den Teilnehmern wird eine äußerst informative Veranstaltung geboten, die das Praxisteam sich nicht entgehen lassen sollte. Lernerfolgskontrolle durch Multiple-Choice-Test Lernerfolgskontrolle durch Multiple-Choice-Test KURSINHALTE KURSINHALTE Seminar zur Hygienebeauftragten I Iris Wälter-Bergob/Meschede Ausbildung zur QM-Beauftragten I Christoph Jäger/Stadthagen Rechtliche Rahmenbedingungen für ein Hygienemanagement Informationen zu den einzelnen Gesetzen und Verordnungen I Aufbau einer notwendigen Infrastruktur Pause/Besuch der Dentalausstellung Anforderungen an die Aufbereitung von Medizinprodukten Anforderungen an die Ausstattungen der Aufbereitungsräume I Anforderungen an die Kleidung I Anforderungen an die maschinelle Reinigung und Desinfektion I Anforderungen an die manuelle Reinigung Pause/Besuch der Dentalausstellung Wie setze ich die Anforderungen an ein Hygienemanagement in die Praxis um? Risikobewertung I Hygienepläne I Arbeitsanweisungen I Instrumentenliste Pause/Besuch der Dentalausstellung Überprüfung des Erlernten Multiple-Choice-Test I Praktischer Teil I Übergabe der Zertifikate Gesetzliche Rahmenbedingungen, mögliche Ausbaustufen „Was müssen wir und was können wir?“ • Grundlagen eines einfachen QM- Systems „Weniger ist mehr“ • Sind alle Kolleginnen und die Chefs im QM-Boot? „Die QMB als Einzelkämpferin?“ • Die richtige Projektplanung „Auf das Wesentliche kommt es an“ Pause/Besuch der Dentalausstellung Die wichtigsten Unterlagen in unserem QM-System „Alles andere ist nur Ballast“ • Wie gehe ich mit den vielen QM-Dokumenten und Auf zeichnungen um? „Warum wurde eigentlich der Papierkorb erfunden?“ • Wie bringen wir die Unterlagen in ein einfaches und geniales Ordnungssystem? „Wer Ordnung hält, ist nur zu faul zum Suchen. Oder?“ Pause/Besuch der Dentalausstellung Was ist das Mittel der Wahl, Computer oder Handbuch? „Auch die Chefs müssen sich im QM-System zurechtfinden“ • Das Organigramm für Ihre Praxis „Die gesamte Praxis auf einem Blick“ • Zertifizierung eines QM-Systems „Was ist das denn?“ • Belehrungen, Vorsorgeuntersuchungen und Schülerpraktikanten „Worauf müssen wir besonders achten?“ Pause/Besuch der Dentalausstellung Wie können wir Fotos z.B. einer Behandlungsvorbereitung in einen Praxisablauf einbinden? „Ein Foto sagt doch mehr als tausend Fotos“ • Woher bekomme ich die ganzen Unterlagen aus dem Seminar? „Download ist besser als selbst schreiben“ • Multiple-Choice-Test • Übergabe der Zertifikate „Zur Vorlage der Praxisleitung und als Aus bildungsnachweis für Behörden oder möglicher Zertifizierungsgesell- schaften“ 49
TERMINE 2011/2012 SEMINAR A | SEMINAR B 03. Dezember 2011 Baden-Baden I Kongresshaus 22. September 2012 Konstanz I Quartierszentrum 04. Februar 2012 Unna I Hotel Park Inn Kamen/Unna 06. Oktober 2012 Hamburg I Elysee Hotel 24. März 2012 Landsberg am Lech I Stadttheater Landsberg 13. Oktober 2012 München I Hilton City 27. April 2012 02. Juni 2012 Essen I ATLANTIC Congress Hotel Essen 03. November 2012 Essen I ATLANTIC Hotel Essen Warnemünde I Hotel NEPTUN 17. November 2012 Berlin I Maritim Hotel Berlin 08. September 2012 Leipzig I The Westin Hotel 01. Dezember 2012 Baden-Baden I Kongresshaus ORGANISATORISCHES KONGRESSGEBÜHREN I ANMEDLUNG Kursgebühr (pro Kurs) Tagungspauschale (pro Kurs) (beinhaltet Kaffeepausen, Tagungsgetränke, Imbissversorgung) 85,00 € zzgl. MwSt. 45,00 € zzgl. MwSt. OEMUS MEDIA AG, Holbeinstraße 29, 04229 Leipzig Tel.: 03 41/4 84 74-3 08, Fax: 03 41/4 84 74-3 90 event@oemus-media.de, www.oemus.com Allgemeine Geschäftsbedingungen 1. Die Kongressanmeldung erfolgt schriftlich auf den vorgedruckten Anmelde karten oder formlos. Aus organisatorischen Grün den ist die Anmeldung so früh wie möglich wünschens wert. Die Kongress- zu lassungen werden nach der Reihen folge des Anmelde einganges vorgenommen. 2. Nach Eingang Ihrer Anmeldung bei der OEMUS MEDIA AG ist die Kongressan meldung für Sie ver- bindlich. Sie erhalten umgeh end eine Kongressbe stätigung und die Rech nung. Für OEMUS MEDIA AG tritt die Verbind lichkeit erst mit dem Eingang der Zahlung ein. 3. Bei gleichzeitiger Teilnahme von mehr als 2 Personen aus einer Praxis an einem Kongress gewäh- ren wir 10% Rabatt auf die Kongress gebühr, sofern keine Teampreise ausgewiesen sind. 4. Die ausgewiesene Kongressgebühr und die Tagungs pau sch ale versteht sich zuzüglich der jeweils gültigen Mehr wert steuer. 5. Der Gesamtrechnungsbetrag ist bis spätes tens 2 Wochen vor Kongressbeginn (Eingang bei OEMUS MEDIA AG) auf das angegebene Konto unter Angabe des Teil neh m ers, der Seminar- und Rechnungs num mer zu überweisen. 6. Bis 4 Wochen vor Kongressbeginn ist in besonders begründeten Ausnahmefällen auch ein schrift- licher Rück tritt vom Kongress möglich. In diesem Fall ist eine Ver waltungs kosten pauschale von 25,– € zu entrichten. Diese entfällt, wenn die Ab sage mit einer Neuanmeldung verbunden ist. 7. Bei einem Rücktritt bis 14 Tage vor Kongressbeginn werden die halbe Kongressgebühr und Tagungspauschale zurückerstattet, bei einem späteren Rücktritt verfallen die Kongress gebühr und die Ta gungs pauschale. Der Kongressplatz ist selbst verständlich auf einen Ersatz teil neh mer über- tragbar. 8. Mit der Teilnahmebestätigung er halten Sie den Anfahrtsplan zum jeweiligen Kongresshotel und, sofern erforderlich, gesonderte Teilnehmer infor ma tio nen. 9. Bei Unter- oder Überbelegung des Kongresses oder bei kurzfristiger Absage eines Kongresses durch den Referenten oder der Änderung des Kongressortes werden Sie schnellstmöglich benachrichtigt. Bitte geben Sie deshalb Ihre Privattelefon nummer und die Num mer Ihres Fax gerätes an. Für die aus der Absage eines Kongresses entstehenden Kosten ist OEMUS MEDIA AG nicht haftbar. Der von Ihnen bereits bezahlte Rech nungs betrag wird Ihnen umgehend zurücker stattet. 10. Änderungen des Programmablaufs behalten sich Veranstalter und Organisatoren ausdrücklich vor. OEMUS MEDIA AG haftet auch nicht für Inhalt, Durchführung und sonstige Rahmen be din gungen eines Kongresses. 11. Mit der Anmeldung erkennt der Teil nehmer die Geschäftsbedingungen der OEMUS MEDIA AG an. 12. Gerichtsstand ist Leipzig. ACHTUNG! Sie erreichen uns unter der Telefonnummer 03 41/4 84 74-3 08 oder während der Veranstaltung unter der Telefonnummer 0173/3 91 02 40. Anmeldeformular per Fax an 03 41/4 84 74-3 90 oder per Post an Für das Seminar zur Hygienebeauftragten (Seminar A) oder die Ausbildung zur QM-Beauftragten (Seminar B) melde ich folgende Personen verbindlich an. Bitte beachten Sie, dass Sie pro Termin nur an einem Seminar teilnehmen können: A B A B A B ❑ ❑ ❑ ❑ ❑ 03.12.2011 Baden-Baden(cid:0) ❑ 04.02.2012 Unna ❑ 24.03.2012 Landsberg am Lech ❑ 27. 04.2012 Essen ❑ ❑ ❑ ❑ ❑ 02.06.2012 Warnemünde ❑ 08.09.2012 Leipzig ❑ 22.09.2012 Konstanz ❑ 06.10.2012 Hamburg ❑ ❑ ❑ ❑ ❑ 13.10.2012 München ❑ 03.11.2012 Essen ❑ 17.11.2012 Berlin ❑ 01.12.2012 Baden-Baden OEMUS MEDIA AG Holbeinstr. 29 04229 Leipzig Name, Vorname Name, Vorname Praxisstempel DHJ 4/11 Name, Vorname Name, Vorname Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der OEMUS MEDIA AG erkenne ich an. _______________________________________________________ Datum/Unterschrift _______________________________________________________ E-Mail 50
Fortbildung Kongresse, Kurse und Symposien Datum Ort Veranstaltung Info/Anmeldung 02./03. 12. 2011 Baden- Baden Baden-Badener Implantologietage 03./04. 02. 2012 Unna 11. Unnaer Implantologietage 03./04. 02. 2012 Hagen Digitale Dentale Technologien 04. 02. 2012 Hagen Seminar zur Hygienebeauftragten 09./10. 03. 2012 Mainz zahnheilkunde 2012 24. 03. 2012 Landsberg Ausbildung zur QM-Beauftragten am Lech Tel.: 03 41/4 84 74-3 08 Fax: 03 41/4 84 74-3 90 Web: www.baden-badener- implantologietage.de Tel.: 03 41/4 84 74-3 08 Fax: 03 41/4 84 74-3 90 Web: www.zwp-online.info/events Tel.: 03 41/4 84 74-3 08 Fax: 03 41/4 84 74-3 90 Web:www.zwp-online.info/events Tel.: 03 41/4 84 74-3 08 Fax: 03 41/4 84 74-3 90 Web:www.zwp-online.info/events Tel.: 03 41/4 84 74-3 08 Fax: 03 41/4 84 74-3 90 Web:www.zwp-online.info/events Tel.: 03 41/4 84 74-3 08 Fax: 03 41/4 84 74-3 90 Web:www.zwp-online.info/events Dentalhygiene Journal Zeitschrift für Parodontologie und präventive Zahnheilkunde Impressum Verleger: Torsten R. Oemus Verlag: OEMUS MEDIA AG Holbeinstraße 29 04229 Leipzig Tel. 03 41/4 84 74-0 Fax 03 41/4 84 74-2 90 E-Mail: kontakt@oemus-media.de Web: www.oemus-media.de Deutsche Bank AG Leipzig BLZ 860 700 00 · Kto. 1 501 501 Verlagsleitung: Ingolf Döbbecke · Tel. 03 41/4 84 74-0 Dipl.-Päd. Jürgen Isbaner (V.i.S.d.P.) · Tel. 03 41/4 84 74-0 Dipl.-Betriebsw. Lutz V. Hiller · Tel. 03 41/4 84 74-0 Chefredaktion: Prof. Dr. Dr. h.c. Andrej M. Kielbassa Zentrum für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie University of Dental Medicine and Oral Health Danube Private University (DPU) Steiner Landstraße 124 3500 Krems, Österreich Tel. +43-27 32/7 04 78, Fax: +43-27 32/7 04 78-70 60 E-Mail: andrej.kielbassa@dp-uni.ac.at Redaktion: Dajana Mischke · Tel. 03 41/4 84 74-3 35 Herstellung: Sandra Ehnert · Tel. 03 41/4 84 74-1 19 W. Peter Hofmann · Tel. 03 41/4 84 74-1 16 Ingrid Motschmann, Frank Sperling · Tel. 03 41/4 84 74-1 25 Korrektorat: Druck: Messedruck Leipzig GmbH, An der Hebemärchte 6, 04316 Leipzig Erscheinungsweise: Das Dentalhygiene Journal – Zeitschrift für Pa rodontologie und präventive Zahn heil kunde – erscheint 2011 mit 4 Aus gaben. Es gelten die AGB. Verlags- und Urheberrecht: Die Zeitschrift und die enthaltenen Bei träge und Abbildun gen sind urheberrechtlich geschützt. Jede Ver wer tung ist ohne Zu stim mung des Ver legers und Heraus gebers unzulässig und strafbar. Dies gilt be- sonders für Vervielfäl tigungen, Übersetzungen, Mi kro verfil mungen und die Ein spei che rung und Bear bei tung in elek tro nischen Syste- men. Nach druck, auch auszugsweise, nur mit Geneh migung des Ver - lages. Bei Einsendungen an die Redaktion wird das Ein verständnis zur vollen oder auszugsweisen Veröffent li chung vorausgesetzt, sofern nichts an deres vermerkt ist. Mit Einsendung des Manuskriptes ge- hen das Recht zur Ver öffentlichung als auch die Rechte zur Überset- zung, zur Vergabe von Nachdruckrechten in deutscher oder fremder Sprache, zur elektronischen Speicherung in Datenbanken, zur Her- stellung von Sonderdrucken und Fotokopien an den Verlag über. Die Redaktion behält sich vor, eingesandte Beiträge auf Form fehler und fachliche Maß geb lichkeiten zu sichten und ge gebenen falls zu be- richtigen. Für unverlangt eingesandte Bücher und Ma nu s krip te kann keine Gewähr über nommen werden. Mit anderen als den redak- tionseigenen Signa oder mit Verfassernamen gekennzeichnete Bei- träge geben die Auffassung der Verfasser wieder, die der Meinung der Redaktion nicht zu entsprechen braucht. Der Verfasser dieses Beitra- ges trägt die Verant wor tung. Gekenn zeichnete Son der teile und An- zeigen befinden sich außer halb der Veran t wortung der Redak tion. Für Verbands-, Unternehmens- und Markt infor ma tionen kann keine Ge währ übernommen werden. Eine Haf tung für Folgen aus unrichti- gen oder fehlerhaften Dar stellungen wird in je dem Falle ausgeschlossen.Gerichts stand ist Leip zig. Grafik/Layout: Copyright OEMUS MEDIA AG 50 DENTALHYGIENE JOURNAL 4/2011 51
ABOSERVICE Frischer Wind für Praxis und Labor OEMUS MEDIA AG – Die Informations- plattform der Dentalbranche. Vielseitig, kompetent, unverzichtbar. Bestellung auch online möglich unter: www.oemus.com/abo || Bestellformular ABO-SERVICE || Per Post oder per Fax versenden! Ja, ich möchte die Informationsvorteile nutzen und sichere mir folgende Journale bequem im preisgünstigen Abonnement: Andreas Grasse | Tel.: 03 41 /4 84 74-2 00 Fax: 03 41 / 4 84 74-2 90 Zeitschrift jährliche Erscheinung Preis ® Implantologie Journal 8-mal 88,00 €* ® Dentalhygiene Journal 4-mal 44,00 €* ® Oralchirurgie Journal 4-mal 44,00 €* ® Laser Journal 4-mal 44,00 €* ® Endodontie Journal 4-mal 44,00 €* * Alle Preise verstehen sich inkl. MwSt. und Versandkosten (Preise für Ausland auf Anfrage). OEMUS MEDIA AG Holbeinstraße 29 04229 Leipzig Name, Vorname Straße/PLZ/Ort Telefon/E-Mail Unterschrift ® Ich bezahle per Rechnung. ® Ich bezahle per Bankeinzug. (bei Bankeinzug 2 % Skonto) Widerrufsbelehrung: Den Auftrag kann ich ohne Begründung innerhalb von 14 Tagen ab Bestellung bei der OEMUS MEDIA AG, Holbeinstr. 29, 04229 Leipzig schriftlich widerrufen. Rechtzeitige Absendung genügt. Das Abonnement verlängert sich automatisch um 1 Jahr, wenn es nicht fristgemäß spätestens 6 Wochen vor Ablauf des Bezugszeitraumes schriftlich gekündigt wird. DHJ 4/11 Datum/Unterschrift 52
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References: § 91
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