Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BSG&Datum=08.09.2004&Aktenzeichen=B%206%20KA%2039/04%20B
Timestamp: 2019-08-25 17:05:13+00:00

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BSG, 08.09.2004 - B 6 KA 39/04 B - dejure.org
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BSG, 08.09.2004 - B 6 KA 39/04 B (https://dejure.org/2004,14952)
BSG, Entscheidung vom 08.09.2004 - B 6 KA 39/04 B (https://dejure.org/2004,14952)
BSG, Entscheidung vom 08. September 2004 - B 6 KA 39/04 B (https://dejure.org/2004,14952)
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SG München, 14.03.2001 - S 32 KA 8642/00
Deshalb ist, wie der Senat mehrfach betont hat, aus bundesrechtlich-vertragsarztrechtlicher Sicht die berufsrechtliche Berechtigung zur Führung einer Zusatzbezeichnung für die Fachgebietskonformität oder Fachfremdheit einer Leistung ohne Belang (…vgl BSG SozR 3-2500 § 95 Nr. 7 S 29;… BSGE 84, 290, 295 = SozR 3-2500 § 95 Nr. 21 S 89 f;… BSG SozR 4-2500 § 95 Nr. 7 RdNr 11, mwN; zuletzt BSG, Beschluss vom 8. September 2004 - B 6 KA 39/04 B - juris).
In der Rechtsprechung des BSG ist seit langem geklärt, dass Fachgebietsgrenzen weder durch besondere persönliche Qualifikationen des Arztes noch durch Sondergenehmigungen der KÄV zur Erbringung und Abrechnung weiterer Leistungen oder durch berufsrechtliche Berechtigungen zur Führung von Zusatzbezeichnungen erweitert werden können (…BSG SozR 3-2500 § 95 Nr. 7 S 29;… BSGE 84, 290, 295 = SozR aaO Nr. 21 S 90;… BSG SozR 4-2500 § 95 Nr. 5 RdNr 8; Beschluss vom 8.9.2004 - B 6 KA 39/04 B - Juris RdNr 8).
Zudem darf nicht lediglich isoliert auf einzelne Sätze der bundesgerichtlichen Entscheidungen abgestellt werden, sondern es muss der Kontext berücksichtigt werden, in dem die vom Kläger für seine Divergenzrügen herangezogenen bundesgerichtlichen Rechtssätze jeweils stehen (vgl hierzu zB BSG, Beschlüsse vom 23. Oktober 1998 - B 6 KA 15/98 B -, vom 18. November 2003 - B 6 KA 59/03 B -, vom 8. September 2004 - B 6 KA 39/04 B - und vom 31. August 2005 - B 6 KA 35/05 B).
Die Fachgebietsumgrenzungen beruhen auf landesrechtlichem Berufsrecht und können daher nicht durch Genehmigungen seitens der Kassenärztlichen Vereinigungen oder Qualitätssicherungsvereinbarungen im Sinne von § 135 Abs. 2 SGB V, welche die Partner der Bundesmantelverträge getroffen haben, ausgedehnt werden (vgl. BSG Urteil vom 08.09.2004 - B 6 KA 32/03 R - und Beschluss vom 08.09.2004 - B 6 KA 39/04 B - juris).
Das BSG hat wiederholt klargestellt, dass Fachgebietsumgrenzungen weder durch besondere persönliche Qualifikationen noch durch Sondergenehmigungen der KV´en zur Erbringung und Abrechnung weiterer Leistungen noch durch berufsrechtliche Berechtigungen zur Führung von Zusatzbezeichnungen erweitert werden können (BSG, Urteil vom 18.10.1995 - 6 RKa 52/94 - BSG, Beschluss vom 08.09.2004 - B 6 KA 39/04 B - jeweils m.w.N.), es also in diesem Beurteilungsgefüge unerheblich ist, ob ein Arzt aufgrund seiner beruflichen Qualifikation, seiner Ausbildung oder seiner tatsächlich erworbenen Erfahrung persönlich qualifiziert ist, auch solche ärztlichen Leistungen zu erbringen, die nach der gesetzlichen oder auf gesetzlicher Grundlage erfolgten Abgrenzung der ärztlichen Disziplinen für Ärzte seiner Gebietsgruppe fachfremd sind (BSG…, Urteil vom 18.10.1995 a.a.O.).
Der Senat teilt im Ansatz die Auffassung des Bundessozialgerichts, dass die auf landesrechtlichem Berufsrecht beruhenden Fachgebietsumgrenzungen weder durch besondere persönliche Qualifikationen noch durch Sondergenehmigungen der Kassenärztlichen Vereinigung zur Erbringung und Abrechnung weiterer Leistungen noch durch berufsrechtliche Berechtigungen zur Führung von Zusatzbezeichnungen erweitert werden können (vgl. BSG vom 8.9. 2004 Az. B 6 KA 39/04 B mit weiteren Rechtsprechungshinweisen).
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References: § 95
 § 95
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 § 135