Source: http://chetana-international.com/vereinssatzung/
Timestamp: 2017-11-22 21:58:55+00:00

Document:
Vereinssatzung – CHETANA INTERNATIONAL
Marburg, den 2.7.2005 Satzung
Des Vereins Chetana – Verein zur Förderung des Selbstbestimmten Lebens von Menschen mit Behinderung in Indien, Chetana e.V.
Der Verein trägt den Namen “Chetana – Verein zur Förderung des Selbstbestimmten Lebens von Menschen mit Behinderung”, Chetana e.V. .
Er hat den Sitz in Kassel.
Er wird in das Vereinsregister beim Amtsgericht Kassel eingetragen.
Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige bzw. mildtätige Zwecke im Sinne des Abschnitts “steuerbegünstigte Zwecke” der Abgabenordnung 1977 (§§ 51ff AO) in der jeweils gültigen Fassung. Der Zweck des Vereins ist die Förderung der Aktivitäten des Chetana Institutes für Menschen mit Behinderung in Indien. Insbesondere die Förderung der gemeindenahen, zugehenden Hilfeleistungen für Menschen mit Behinderung und ihrer Familien bzw. Angehörigen, der gemeindenahen beruflichen Rehabilitation und inklusiver Projekte, sowie der Öffentlichkeitsarbeit.
Die Mitglieder dürfen bei ihrem Ausscheiden oder bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins keine Anteile aus dem Vereinsvermögen erhalten.
Der Austritt eines Mitglieds ist mit einer Frist von 6 Wochen zum Quartalsende möglich. Er erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vorstand.
Wenn ein Mitglied gegen die Ziele und Interessen des Vereins schwer verstoßen hat oder trotz Mahnung mit dem Beitrag für mindestens 12 Monate im Rückstand bleibt, so kann es durch den Vorstand mit sofortiger Wirkung ausgeschlossen werden. Dem Mitglied muß vor der Beschlußfassung die Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben werden.
§ 5 Beiträge Die Mitglieder zahlen Beiträge nach Maßgabe eines Beschlusses der Mitgliederversammlung (§ 8).
Zur Festlegung der Beitragshöhe und -fälligkeit ist eine Mehrheit von zwei Dritteln der in der Mitgliederversammlung anwesenden stimmberechtigten Vereinsmitgliedern erforderlich.
§ 6 Organe des Vereins Organe des Vereins sind, – der Vorstand, – die Mitgliederversammlung.
Der Vorstand besteht aus dem 1. und 2. Vorsitzenden und bis zu 3 stimmberechtigten Beisitzern.
Vorstand im Sinne des § 26 BGB sind die/der 1. und 2. Vorsitzende. Er vertritt den Verein gerichtlich und außergerichtlich. Je zwei Vorstandsmitglieder sind gemeinsam vertretungsberechtigt.
Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für die Dauer von 2 Jahren gewählt. Die einzelnen Vorstandsmitglieder werden in gesonderten Wahlgängen von der Mitglieder versammlung bestimmt. Die jeweils amtierenden Vorstandsmitglieder bleiben nach Ablauf ihrer Amtszeit im Amt, bis ihre Nachfolger gewählt sind.
Dem Vorstand obliegt die Führung der laufenden Geschäfte des Vereins. Er hat insbesondere die Aufgaben: – Ausführung der Beschlüsse der Mitgliederversammlung, – Abschluß und Kündigung von Arbeitsverträgen, – Finanzüberwachung. Der Vorstand übt seine Tätigkeit ehrenamtlich aus.
Vorstandssitzungen finden mindestens ein Mal jährlich und nach Bedarf statt. Die Einladungen müssen mindestens 8 Tage vorher unter Angabe der vorläufigen Tagesordnung und Beilegen von schriftlichen Unterlagen für wichtige Beschlüsse durch den 1. oder 2. Vorsitzenden erfolgen. In dringenden Fällen ist eine fernmündliche Einladung zulässig. Bei ordnungsgemäßer Einladung ist der Vorstand beschlußfähig.
Beschlüsse des Vorstands können bei Eilbedürftigkeit auch schriftlich oder fernmündlich gefaßt werden, wenn alle Vorstandsmitglieder ihre Zustimmung zu dem Verfahren schriftlich oder fernmündlich erklären. Schriftlich oder fernmündlich gefaßte Vorstandsbeschlüsse sind schriftlich niederzulegen und von zwei Vorstandsmitgliedern zu unterzeichnen.
Der Vorstand kann für die Geschäfte der laufenden Verwaltung einen Geschäftsführer bestellen, der insoweit den Verein als Vertreter/in nach § 30 BGB vertreten kann. Der/die Geschäftsführer/in ist an Weisungen des Vorstands gebunden und soll mit beratender Stimme an den Vorstandssitzungen teilnehmen. Die Vertretungsberechtigung der Geschäftsführung erfolgt nach der Geschäftsordnung des Vorstandes beschränkt.
Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist einzuberufen, wenn es das Vereinsinteresse erfordert oder wenn die Einberufung 20 v. Hundert der Vereinsmitglieder bzw. der Mehrheit der Vorstandsmitglieder schriftlich und unter der Angabe des Zweckes und der Gründe verlangt wird.
Die Einberufung der Mitgliederversammlung erfolgt schriftlich durch den 1. oder 2. Vorsitzenden unter Wahrung einer Frist von zwei Wochen bei gleichzeitiger Bekanntgabe der Tagesordnung. Die Frist beginnt mit dem auf die Absendung des Einladungsschreibens folgenden Tag. Es gilt das Datum des Poststempels. Das Einladungsschreiben gilt dem Mitglied als zugegangen, wenn es an die letzte vom Mitglied dem Verein schriftlich bekanntgegebene Adresse gerichtet ist.
Die Mitgliederversammlung als das oberste beschlussfassende Vereinsorgan ist grundsätzlich für alle Aufgaben zuständig, sofern bestimmte Aufgaben gemäß dieser Satzung nicht einem anderen Vereinsorgan übertragen wurden. Ihr sind insbesondere die Jahresrechnung und der Jahresbericht zur Beschlußfassung über die Genehmigung und die Entlastung des Vorstands schriftlich vorzulegen. Sie bestellt zwei Rechnungsprüfern, die weder dem Vorstand angehören noch als Angestellte für den Verein arbeiten, um die Buchführung einschließlich Jahresabschluß zu prüfen und über das Ergebnis der Mitgliederversammlung zu berichten. Zum Rechnungsprüfer können auch Personen bestimmt werden, die keine Mitglieder des Vereins sind. Ersatzweise kann die Mitgliederversammlung auch ein geeignetes Unternehmen bzw. einen Steuerberater mit der Rechnungsprüfung und, sofern erforderlich, der Erstellung einer Bilanz beauftragen. Der Bericht über die Rechnungsprüfung muss schriftlich erfolgen.
Jede satzungsgemäß eingeladene Mitgliederversammlung wird als beschlußfähig anerkannt ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Vereinsmitglieder. Jedes Mitglied hat eine Stimme. Das Stimmrecht für natürliche Personen ist nicht übertragbar.
Die Mitgliederversammlung faßt ihre Beschlüsse mit einfacher Mehrheit, sofern die Satzung nichts anderes vorsieht. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt.
Für Satzungsänderungen ist eine 3/4-Mehrheit der anwesenden Vereinsmitglieder erforderlich. Über Satzungsänderungen kann in der Mitgliederversammlung nur abgestimmt werden, wenn auf der Einladung zur Mitgliederversammlung dieser Tagesordnungspunkt berücksichtigt wurde und der Einladung der bisherige als auch der vorgesehene Satzungstext beigefügt worden waren.
§ 10 Beurkundung von Beschlüssen Die in Vorstandssitzungen und in Mitgliederversammlungen gefaßten Beschlüsse sind schriftlich niederzulegen und von zwei Vorstandsmitgliedern zu unterzeichnen.
(1) Für den Beschluß den Verein aufzulösen oder für eine Zweckänderung ist eine 3/4-Mehrheit der in der Mitgliederversammlung anwesenden Mitglieder erforderlich. Der Beschluß kann nur nach rechtzeitiger Ankündigung in der Einladung zur Mitgliederversammlung gefaßt werden.
Zu 2: Ergänzung des § 2 hinsichtlich der Erreichung des Vereinszwecks Nach eingehender Diskussion wurden folgende Schritte zur Erreichung des Vereinszwecks von den anwesenden Personen einstimmig verabschiedet:
Beratung, Angebote und Vermittlung von Informationen zur Entwicklung, Organisation und Umsetzung von Projekten gemeindenaher, offener Hilfen im Alltag für Menschen mit Behinderung insbesondere in ländlichen Gebieten Indiens – Vermittlung und Organisation von Kontakten und Kooperationen, Erfahrungsaufenthalten und Austausch in Deutschland und Indien
Verbreitung von Informationen bzw. öffentlichen Informationsveranstaltungen über die spezifischen Wohn- und Lebensbedingungen von behinderten Menschen in ländlichen und städtischen Regionen in Indien
Öffentliche Informationsveranstaltungen über das “Chetana Institut for the mentally handicapped” aus Orissa/Indien
Organisation von Geldern und Spendenmitteln zur Finanzierung von einzelnen Projekten
Entwicklung, Organisation und Unterstützung von integrationsorientierten Bildungsprogrammen für Kinder (Beschulung), Jugendliche und Erwachsene mit Behinderung in Indien
Aufbau und Unterstützung von Selbsthilfegruppen für Menschen mit Behinderung
Entwicklung, Organisation und Umsetzung von zugehenden offenen Alltagshilfen (ambulante Dienste u. ä. m.) für behinderte Menschen und ihre Angehörigen
Produktion und Publikation von relevanten audio-visuellen Medien, Büchern und Zeitschriften
Errichtung eines Informations- und Bildungszentrums in Indien über die Bereiche Behinderung, Armut, Familie, Umwelt und Gesundheit für die nationale und die internationale Verwendung
Ausbildung und Anleitung in der Anwendung von Informationstechnologien (Computer, audio-visuelle Medien) für Menschen mit Behinderung
Entwicklung, Organisation und Unterstützung von integrativen Projekten in der Medienarbeit (Integrative Medienarbeit)
Trainingsmaßnahmen zur Entwicklung sozialer und beruflicher Kompetenzen für eine an die lokalen Bedingungen und Erfordernisse in Indien angepasste berufliche Tätigkeit/Erwerbstätigkeit (Tätigkeiten zur beruflichen Sicherung des Lebensunterhaltes)
Organisation und Durchführung von Projekten in Indien mit präventivem Charakter, hierzu gehören unter anderem: Informationsveranstaltungen über Ernährung und Gesundheit, Bekämpfung der Armut bei der ländlichen Bevölkerung und bei den Bewohnern der städtischen Slums, Hygiene und umweltbewusstseinsschaffende Maßnahmen, soziales und gesundheitliches Wohlergehen und die Stärkung der Rechte von Frauen, Bildungsmaßnahmen für Kinder und Stärkung der Rechte von Kindern die unter der Armutsgrenze leben
Organisation und Durchführung von Seminaren zur Ausbildung, zur Weiterbildung und zum Erfahrungsaustausch zwischen Professionellen und Betroffenen, die mit ihren Ressourcen dem Vereinszwecks dienen können und wollen.

References: § 5

§ 6
 § 26
 § 30

§ 10
 § 2