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Timestamp: 2019-08-18 05:31:46+00:00

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5A_250/2012 - 2012-05-18 - Familienrecht - Unentgeltliche Rechtspflege (Ehescheidung)
Das Obergericht hat demnach das Gesuch des Beschwerdeführers zutreffend nach Art. 117 ff . ZPO beurteilt.
4.3.1 Der Beschwerdeführer rügt vor Bundesgericht insbesondere eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung. Bereits die Feststellung, er habe sich in der Berufungseingabe ein Monatseinkommen von Fr. 8'000.-- anrechnen lassen, sei offensichtlich unrichtig. Das Obergericht verfalle zudem in Willkür, wenn es trotz des eingereichten Arbeitsvertrags vom 15. Dezember 2011 davon ausgehe, er erziele nach wie vor ein Einkommen von Fr. 8'000.-- pro Monat. Durch diesen Arbeitsvertrag sei sein aktuelles Einkommen "mehr als klar belegt" und es bestehe "kein Raum für eine andere Annahme". Diese "haltlose Annahme" des Obergerichts führe letztlich auch zu einer "klaren Missachtung und Verdrehung der Regeln über die Beweislast" (Art. 8 ZGB), verletze den Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 157 ZPO) und seinen Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung (Art. 117 f . ZPO). Der Entscheid verletze "sogar" Verfassungsrecht ("Art. 29 Abs. 3 BV; allenfalls auch Art. 29 Abs. 2 BV"). Schliesslich wirft er dem Obergericht vor, die richterliche Fragepflicht verletzt zu haben.
7.3 Soweit der Beschwerdeführer die richterliche Fragepflicht gemäss Art. 56 ZPO (und Art. 247 Abs. 1 ZPO, der aber ohnehin das vereinfachte Verfahren nach Art. 243 ff . ZPO betrifft) anruft, kann offenbleiben, ob diese auf das Verfahren um unentgeltliche Rechtspflege anwendbar wäre.
7.4.1 Gemäss Art. 157 ZPO bildet sich das Gericht seine Überzeugung nach freier Würdigung der Beweise. Bereits vor dem Inkrafttreten der ZPO galt dieser Grundsatz von Bundesrechts wegen in zahlreichen Rechtsgebieten (vgl. beispielsweise aArt. 139 Abs. 1 , aArt. 145 Abs. 1 , aArt. 254 Ziff. 1 und aArt. 280 Abs. 2 ZGB; aArt. 274d Abs. 3 und aArt. 343 Abs. 4 OR; Botschaft vom 28. Juni 2006 zur ZPO, BBl 2006 7314 f. Ziff. 5.10.1 zu Art. 154 E-ZPO; vgl. auch die Aufstellung bei BÜHLER, Die Beweiswürdigung, in: Der Beweis im Zivilprozess, 2000, S. 77).
Der Beschwerdeführer rügt schliesslich eine Verletzung seines Anspruchs auf unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung gemäss Art. 117 f . ZPO und "sogar" Art. 29 Abs. 3 BV. Abgesehen davon, dass der Einwand der Verletzung des Anspruchs auf unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung vorliegend im Lichte von Art. 117 f . ZPO zu behandeln wäre (vgl. zur Veröffentlichung bestimmtes Urteil 5A_842/2011 vom 24. Februar 2012 E. 2.2), begründet der Beschwerdeführer diese Verletzung einzig mit der falschen Feststellung der Höhe seines Einkommens, was wie erwähnt eine Tatfrage darstellt (vgl. E. 3.2.2 oben). Inwiefern das Obergericht daneben Art. 117 f . ZPO verletzt haben soll, begründet der Beschwerdeführer nicht. Darauf ist nicht einzutreten (Art. 42 Abs. 2 BGG; vgl. E. 2.1 oben).
Entscheid : 5A_250/2012
Datum : 18. Mai 2012
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120-IA-179 • 125-IV-161 • 129-I-129 • 129-III-320 • 129-III-577 • 130-III-102 • 130-III-591 • 133-I-33 • 133-IV-342 • 134-II-244 • 134-V-53 • 135-I-221 • 135-III-513 • 136-III-552 • 136-V-362 • 137-II-266 • 137-II-305 • 137-II-353 • 137-III-118 • 137-III-127 • 137-III-130 • 137-III-226 • 137-III-380 • 137-III-424 • 137-III-470 • 137-III-580
4A_447/2011 • 5A_115/2012 • 5A_250/2012 • 5A_311/2010 • 5A_405/2011 • 5A_818/2011 • 5A_842/2011 • 5C.174/1994 • 5C.262/2001 • 5C.40/2003 • 8C_15/2009
BGG: 42, 64, 66, 68, 72, 74, 75, 93, 95, 97, 99, 105, 106
OR: 274d, 343
SchKG: 289
ZGB: 8, 139, 145, 254, 280
ZPO: 56, 117, 118, 119, 157, 243, 247, 405
2006/7314
2007 S 503

References: Art. 117
 Art. 29
 Art. 56
 Art. 247
 Art. 243
 Art. 157
 Art. 154
 Art. 117
 Art. 29
 Art. 117
 Art. 117