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Timestamp: 2019-07-18 22:41:42+00:00

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BGH, 11.03.1993 - I ZR 263/91 - dejure.org
https://dejure.org/1993,327
BGH, 11.03.1993 - I ZR 263/91 (https://dejure.org/1993,327)
BGH, Entscheidung vom 11.03.1993 - I ZR 263/91 (https://dejure.org/1993,327)
BGH, Entscheidung vom 11. März 1993 - I ZR 263/91 (https://dejure.org/1993,327)
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§§ 2, 23, 24 UrhG
Comic-Figur - Freie Benutzung - Werk - Eigenpersönliche Züge - Comic-Persönlichkeit - Unverwechselbarkeit
Art. 5 Abs. 3 S. 1 GG
Freie Benutzung eines Comic-Heftes
UrhG §§ 2, 23, 24
Asterix vs. Alcolix
Plagiat statt Parodie: Rechtsstreit um Asterix
LG München I, 27.09.1990 - 7 O 15437/89
BGHZ 122, 53
NJW 1993, 2620
MDR 1993, 746
GRUR 1994, 206
ZUM 1993, 534
afp 1994, 348
Schutz genießen auch die allen Einzeldarstellungen zugrundeliegenden Charaktere als solche, wenn diese sich durch eine unverwechselbare Kombination äußerer Merkmale, Charaktereigenschaften, Fähigkeiten und typischen Verhaltensweisen auszeichnen, somit zu besonders ausgeprägten Persönlichkeiten geformt sind und in den Geschichten jeweils in einer bestimmten charakteristischen Weise auftreten (vgl. BGH, Urteil vom 11. März 1993 - I ZR 263/91, BGHZ 122, 53, 56 f. - Alcolix; Urteil vom 11. März 1993 - I ZR 264/91, GRUR 1994, 191, 192 - Asterix-Persiflagen; Urteil vom 8. Juli 2004 - I ZR 25/02, GRUR 2004, 855, 856 = WRP 2004, 1293 - Hundefigur).
Wie dargelegt, setzt ein Schutz der Figur als solche vielmehr voraus, dass diese durch eine unverwechselbare Kombination äußerer Merkmale, Charaktereigenschaften, Fähigkeiten und typischen Verhaltensweisen beschrieben wird, sie somit zu besonders ausgeprägten Persönlichkeiten geformt ist und in der Geschichte jeweils in einer bestimmten charakteristischen Weise auftritt (vgl. BGHZ 122, 53, 56 f. - Alcolix; BGH, GRUR 1994, 191, 192 - Asterix-Persiflagen; GRUR 2004, 855, 856 - Hundefigur).
Es ist dann im Einzelfall zu prüfen, ob mit einer solchen Bezugnahme bereits die Übernahme eigenpersönlicher Merkmale verbunden ist (vgl. BGH, Urteil vom 15. November 1957 - I ZR 83/56, BGHZ 26, 52, 57 - Sherlock Holmes; BGHZ 122, 53, 59 - Alcolix; BGH, GRUR 1994, 191, 194 - Asterix-Persiflagen; GRUR 2004, 855, 856 - Hundefigur).
Die für eine freie Benutzung nach § 24 UrhG erforderliche Selbständigkeit des neuen Werkes gegenüber dem benutzten Werk setzt zwar voraus, dass das neue Werk einen ausreichenden Abstand zu den entlehnten eigenpersönlichen Zügen des benutzten Werkes hält, wobei dies nur dann der Fall ist, wenn die entlehnten eigenpersönlichen Züge des älteren Werkes angesichts der Eigenart des neuen Werkes verblassen (BGHZ 122, 53, 60 - Alcolix; 141, 267, 280 - Laras Tochter; 175, 135 Tz. 29 - TV-Total).
Dabei kommt es darauf an, inwieweit das neue Werk mit dem benutzten Werk in Merkmalen übereinstimmt, auf denen die schöpferische Eigenart des benutzten Werkes beruht (vgl. BGH, Urteil vom 11. März 1993 - I ZR 263/91, BGHZ 122, 53, 58 f. - Alcolix).
Eine freie Benutzung setzt - wie das Berufungsgericht noch zutreffend angenommen hat - voraus, dass angesichts der Eigenart des neuen Werkes die entlehnten eigenpersönlichen Züge des geschützten älteren Werkes verblassen (BGHZ 122, 53, 60 - Alcolix; BGH, Urteil vom 29. April 1999 - I ZR 65/96, BGHZ 141, 267, 280 - Laras Tochter, mwN).
Danach kommt es darauf an, ob die Zusammenfassung trotz dieser Übereinstimmungen in der Gesamtschau einen so großen äußeren Abstand zum Schriftwerk einhält, dass sie als ein selbständiges neues Werk anzusehen ist (vgl. BGHZ 122, 53, 58 f. - Alcolix ; BGH, Urteil vom 8. Juli 2004 - I ZR 25/02, GRUR 2004, 855, 857 = WRP 2004, 1293 - Hundefigur).
Die für eine freie Benutzung nach § 24 UrhG erforderliche Selbständigkeit des neuen Werkes gegenüber dem benutzten Werk setzt allerdings voraus, dass das neue Werk einen ausreichenden Abstand zu den entlehnten eigenpersönlichen Zügen des benutzten Werkes hält, was nur dann der Fall ist, wenn angesichts der Eigenart des neuen Werkes die entlehnten eigenpersönlichen Züge des älteren Werkes verblassen (BGHZ 122, 53, 60 - Alcolix; 141, 267, 280 - Laras Tochter).
Eine freie Benutzung setzt daher voraus, daß angesichts der Eigenart des neuen Werkes die entlehnten eigenpersönlichen Züge des geschützten älteren Werkes verblassen (vgl. BGH GRUR 1959, 379, 381 - Gasparone;… Urt. v. 26.3.1971 - I ZR 77/69, GRUR 1971, 588, 589 - Disney-Parodie; BGHZ 122, 53, 60 - Alcolix, jeweils m.w.N.).
Auch in einem solchen Fall "verblassen" in einem weiteren Sinn die entlehnten eigenpersönlichen Züge des älteren Werkes in dem neuen; sie werden von dessen eigenschöpferischem Gehalt "überlagert" (vgl. BGHZ 122, 53, 60 f. - Alcolix;… vgl. auch Chakraborty, Das Rechtsinstitut der freien Benutzung im Urheberrecht, 1997, S. 72 ff.).
Gerade in einem solchen Fall ist aber eine strenge Beurteilung angebracht, ob das neue Werk durch eigenschöpferische Leistung in dem Maß einen inneren Abstand zu den entlehnten eigenpersönlichen Zügen gewonnen hat, daß von einem selbständigen Werk gesprochen werden kann (vgl. BGHZ 122, 53, 61 - Alcolix).
Eine abschließende wertende Gesamtschau, in der zu prüfen ist, ob angesichts der Eigenart des neuen Werkes die eigenpersönlichen Züge des Übernommenen so zurücktreten, daß von einem selbständigen neuen Werk gesprochen werden kann (vgl. BGHZ 122, 53, 59 - Alcolix;… BGH, Urt. v. 28.5.1998 - I ZR 81/96, GRUR 1998, 916, 918 [zum Abdruck in BGHZ vorgesehen] - Stadtplanwerk, jeweils m.w.N.), bestätigt die Beurteilung des Berufungsgerichts.
Danach kommt es darauf an, ob die Zusammenfassung trotz dieser Übereinstimmungen in der Gesamtschau einen so großen äußeren Abstand zum Schriftwerk einhält, dass sie als ein selbständiges neues Werk anzusehen ist (vgl. BGHZ 122, 53, 58 f. - Alcolix; BGH, Urteil vom 8. Juli 2004 - I ZR 25/02, GRUR 2004, 855, 857 = WRP 2004, 1293 - Hundefigur).
Eine zulässige freie Benutzung (§ 24 Abs. 1 UrhG) liegt dagegen vor, wenn die dem geschützten älteren Werk entlehnten Züge in dem neuen Werk zurücktreten, so dass die Benutzung des älteren Werkes durch das neuere Werk nur noch als Anregung zu einem neuen, selbständigen Werkschaffen erscheint (BGHZ 122, 53, 60 - Alcolix; 154, 260, 267 - Gies-Adler, m.w.N.).
a) Die freie Benutzung eines älteren geschützten Werkes setzt - hiervon ist auch das Berufungsgericht zutreffend ausgegangen - voraus, daß angesichts der Individualität des neuen Werkes die Züge des benutzten Werkes verblassen (…vgl. BGH, Urt. v. 26.3.1971 - I ZR 77/69, GRUR 1971, 588, 589 - Disney-Parodie;… Urt. v. 8.2.1980 - I ZR 32/78, GRUR 1980, 853, 854 - Architektenwechsel;… Urt. v. 21.11.1980 - I ZR 106/78, GRUR 1981, 352, 353 - Staatsexamensarbeit; BGHZ 122, 53, 60 - Alcolix; 141, 267, 280 - Laras Tochter;… E. Ulmer, Urheber- und Verlagsrecht, 3. Aufl., S. 276;… Loewenheim in Schricker aaO § 24 UrhG Rdn. 24).
Auch in einem solchen Fall kann davon gesprochen werden, daß die individuellen Züge des älteren Werkes in dem neueren Werk "verblassen" (vgl. BGHZ 122, 53, 60 f. - Alcolix;… BGH, Urt. v. 11.3.1993 - I ZR 264/91, GRUR 1994, 191, 193 - Asterix-Persiflagen).
Urheberrechtsschutz für Musik-Samples? Entscheidung über Sabrina-Setlur-Titel Nur …
Maßgeblich ist die Sichtweise eines Betrachters, der die Vorlage kennt, aber auch das für das neue Werk erforderliche intellektuelle Verständnis besitzt ( BGH GRUR 94, 191/194 - Asterix-Persiflagen; BGH GRUR 94, 206, 208 f. " Alcolix ).
BGH, 08.07.2004 - I ZR 25/02
OLG Frankfurt, 30.06.2015 - 11 U 127/14
Schutz von Bildmotiven (hier: Babyköpfe)
OLG München, 20.12.2007 - 29 U 5512/06
Übertragung eines Werks in eine andere Werkgattung als schutzfähige Bearbeitung …
LG Hamburg, 14.05.2004 - 308 O 485/03
OLG Hamburg, 01.11.2001 - 3 U 155/00
Schutzfähigkeit eines Kinderhochstuhls
OLG Hamburg, 01.11.2001 - 3 U 115/99
Schutzfähigkeit eines Kinderhochstuhls als Werk der angewandten Kunst
OLG Hamburg, 03.05.2001 - 3 U 130/00
Urheberrechtliche Schutzfähigkeit eines ergonomischen Sitzmöbels
KG, 30.01.1996 - 5 U 7926/95
OLG Hamburg, 21.08.2002 - 5 U 217/01
Pauschale Bezugnahme
OLG Frankfurt, 04.03.2008 - 11 U 25/07
Ureheberrechts-, Markenrechts- bzw. Wettbewerbsverstoß: Ansprüche im Zusammenhang …
OLG München, 19.09.1996 - 6 U 6247/95
Unterlassung und Schadensersatz für das Abfotografieren einer Wachmannuniform; …
FG Hamburg, 23.10.2008 - 5 K 150/07
Umsatzsteuer: Ermäßigter Steuersatz für Maskenbildner
LG Köln, 07.07.2004 - 28 O 303/04
KG, 16.08.2005 - 5 U 66/03
Urheberrechtsschutz: Rechtsinhaberschaft an einer Tischleuchte von Wagenfeld
KG, 03.05.1994 - 5 U 7240/92
Verwirkung von urheberrechtlichen Ansprüchen
LG Düsseldorf, 08.11.2006 - 12 O 457/05
Urheberrechtsschutz eines Kinderhochstuhls als Möbelstück als Werk der …

References: Art. 5
 § 24
 § 24
 BGH 
 § 24
 BGH 
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