Source: http://bravors.brandenburg.de/verordnungen/nsglinowsee_2016
Timestamp: 2018-09-23 21:28:32+00:00

Document:
(GVBl.II/95, [Nr. 64], S.586, ber. GVBl.II/98 [Nr. 25], S. 582)
geändert durch Artikel 10 der Verordnung vom 10. Juni 2016
Die im § 2 näher bezeichneten Flächen in der Gemeinde Streganz (Landkreis Dahme-Spreewald) sowie in den Gemeinden Selchow und Schwerin (Landkreis Oder-Spree) werden als Naturschutzgebiet festgesetzt.
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von rund 58 Hektar. Es umfaßt in den Gemarkungen
Streganz Flur 1 Flurstücke 110, 111, 112, 113, 119, 120/1, 121/1, 131-134, 154/1, 154/2, 155-158, 129 anteilig (Graben), 130 anteilig;
Flur 2 Flurstücke 1-5;
Flur 7 Flurstücke 63-66;
Selchow Flur 3 Flurstücke 21-24, 25/1, 25/2, 35-38, 42-44, 46-55;
Schwerin Flur 1 Flurstücke 55, 81-92.
(2) Die Grenze des Naturschutzgebietes ist in den in Anlage 2 dieser Verordnung aufgeführten Karten mit ununterbrochener Linie eingezeichnet; als Grenze gilt der innere Rand dieser Linie. Die in Anlage 2 Nummer 1 aufgeführte topografische Karte im Maßstab 1 : 10 000 mit der Blattnummer 0909-234 ermöglicht die Verortung im Gelände. Maßgeblich für den Grenzverlauf ist die Einzeichnung in den in Anlage 2 Nummer 2 aufgeführten fünf Flurkarten mit den Blattnummern 1 bis 5.
(3) Die Verordnung mit Karten kann bei dem für Naturschutz und Landschaftspflege zuständigen Fachministerium des Landes Brandenburg, oberste Naturschutzbehörde, in Potsdam sowie bei den Landkreisen Dahme-Spreewald und Oder-Spree, untere Naturschutzbehörden, von jedermann während der Dienstzeiten kostenlos eingesehen werden.
als Standort seltener, in ihrem Bestand bedrohter wildwachsender Pflanzengesellschaften, insbesondere von Verlandungsgesellschaften des Linow- und Dutzendsees, verschiedener Erlen- und Weidenbrüche, Feuchtwiesengesellschaften und Seggenriede sowie der aktiven Verlandungsmoorbereiche;
als Lebensraum bestandsbedrohter Tierarten, insbesondere vom Aussterben bedrohter Wirbeltiere sowie als Brut- und Nahrungsgebiet der artenreichen Vogelfauna (zum Beispiel Enten, Rallen) und von Insekten (zum Beispiel Großschmetterlinge) der Gewässerverlandungsbereiche, der Röhrichte und Erlenbrüche;
aus ökologischen Gründen zur Wiederherstellung bzw. Sicherung von Wasserstandsverhältnissen, die eine Aktivierung des Verlandungsmoores des Dutzendsees ermöglichen, den Erhalt der Strukturvielfalt der an die Verlandungsprozesse angepaßten Pflanzengesellschaften zu sichern, die Wiederherstellung der Ausgangsbedingungen für die Entwicklung von blütenpflanzenreichen Wiesenstandorten um den Dutzendsee herum zu unterstützen und zu gewährleisten.
(2) Die Unterschutzstellung dient der Erhaltung und Entwicklung des Gebietes von gemeinschaftlicher Bedeutung „Linowsee - Dutzendsee“ (§ 7 Absatz 1 Nummer 6 des Bundesnaturschutzgesetzes) mit seinen Vorkommen von
Natürlichen eutrophen Seen mit einer Vegetation des Magnopotamions oder Hydrocharitions und Feuchten Hochstaudenfluren der planaren und montanen bis alpinen Stufe als natürlichen Lebensraumtypen von gemeinschaftlichem Interesse im Sinne von § 7 Absatz 1 Nummer 4 des Bundesnaturschutzgesetzes;
Kalkreichen Sümpfen mit Cladium mariscus und Arten des Caricion davallianae und Moorwäldern als prioritären natürlichen Lebensraumtypen im Sinne von § 7 Absatz 1 Nummer 5 des Bundesnaturschutzgesetzes;
Kirrungen auf nährstoffarmen Standorten wie Moorböden anzulegen.
die im Sinne des § 11 Abs. 4 des Brandenburgischen Naturschutzgesetzes ordnungsgemäße fischereiwirtschaftliche Flächennutzung mit der Maßgabe, daß die Sportangelei in der Gemarkung Streganz, Flur 7, Flurstück 64 und 65 ausgeübt werden darf und weitere Flächen im Einvernehmen mit der unteren Naturschutzbehörde festgelegt werden;
(2) Die im § 5 für das Betreten und Befahren des Naturschutzgebietes enthaltenen Einschränkungen gelten nicht für die Dienstkräfte der Naturschutzbehörden, die zuständigen Naturschutzhelfer und sonstige von den Naturschutzbehörden beauftragte Personen sowie für Dienstkräfte und andere beauftragte Personen anderer zuständiger Behörden und Einrichtungen, soweit diese in Wahrnehmung ihrer gesetzlichen Aufgaben handeln. Der Genehmigungsvorbehalt nach § 19 Abs. 3 Satz 2 des Landeswaldgesetzes bleibt unberührt.
dieser Verordnung ist nicht ordnungsgemäß verkündet worden oder
Titel: Übersichtskarte zur Verordnung über das Naturschutzgebiet „Linowsee - Dutzendsee“
0909-234 unterzeichnet am 18. September 1995 von dem Bearbeiter Herrn Dietmar, Siegelnummer 9 des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Raumordnung (MUNR)
Titel: Anlage zur Verordnung über das Naturschutzgebiet „Linowsee - Dutzendsee“
1 Streganz 1 4 000 unterzeichnet am 18. September 1995 von dem Bearbeiter Herrn Dietmar, Siegelnummer 9 des MUNR
2 Streganz 2 5 000 unterzeichnet am 18. September 1995 von dem Bearbeiter Herrn Dietmar, Siegelnummer 9 des MUNR
3 Streganz 7 2 500,
5 000 unterzeichnet am 18. September 1995 von dem Bearbeiter Herrn Dietmar, Siegelnummer 9 des MUNR
4 Schwerin 1 2 500 unterzeichnet am 18. September 1995 von dem Bearbeiter Herrn Dietmar, Siegelnummer 9 des MUNR
5 Selchow 3 2 500 unterzeichnet am 18. September 1995 von dem Bearbeiter Herrn Dietmar, Siegelnummer 9 des MUNR

References: § 2
 § 7
 § 7
 § 11
 § 5
 § 19