Source: http://docplayer.org/12845120-Bestattungs-und-friedhofreglement-erlassen-am-25-januar-2011-in-vollzug-seit-13-juli-2011.html
Timestamp: 2017-12-16 15:07:18+00:00

Document:
Bestattungs- und Friedhofreglement. erlassen am 25. Januar 2011 in Vollzug seit 13. Juli PDF
Download "Bestattungs- und Friedhofreglement. erlassen am 25. Januar 2011 in Vollzug seit 13. Juli 2011"
1 Bestattungs- und Friedhofreglement erlassen am 25. Januar 2011 in Vollzug seit 13. Juli 2011
2 - 2 - BESTATTUNGS- UND FRIEDHOFREGLEMENT vom 1. Juni 2011 I. ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN Der Gemeinderat erlässt gestützt auf Art. 18 des kantonalen Gesetzes über die Friedhöfe und die Bestattungen vom 28. Dezember 1964 die Vollzugsverordnung zum Gesetz über die Friedhöfe und die Bestattungen vom 3 Januar 1967 Art. 3 des Gemeindegesetzes vom 21. April 2009 Grundsatz Geltungsbereich Schutz des Friedhofes Eigentum Art. 1 Das Bestattungswesen ist Sache der politischen Gemeinde. Der Gemeinderat führt die Oberaufsicht über das Bestattungs- und Friedhofswesen. Art. 2 Dieses Reglement gilt für das Bestattungswesen der Gemeinde Goldach. Art. 3 Die Friedhofanlagen und die Grabstätten unterstehen dem öffentlichen Schutz. Die Anlagen sollen der Würde und der Bestimmung des Ortes entsprechend aufgesucht werden. Ruhestörungen sind auf dem Friedhof untersagt. Art. 4 Der Friedhof befindet sich auf dem Grundstück Nr. 579 der Gemeinde Goldach und teilweise auf dem Grundstück Nr. 360 der katholischen Kirchgemeinde Goldach. II. ORGANISATION UND PERSONELLES Die Kosten für den Unterhalt des Friedhofs und des Abdankungsgebäudes sowie die Erneuerung der technischen Einrichtungen gehen zu Lasten der politischen Gemeinde. Bestattungspersonal Grabregister Art. 5 Alle Funktionäre des Bestattungswesens, Einsarger, Friedhofgärtner, Leichentransporteur, Lieferanten von Särgen und Grabkreuzen usw. werden durch den Gemeinderat gewählt. Art. 6 Das Bestattungsamt führt ein Verzeichnis mit fortlaufenden Nummern über die Gräber und die darin Bestatteten. III. Bestattungen Bestattungsort Art. 7 Der Friedhof ist die Begräbnisstätte aller Verstorbenen, die in der Gemeinde Goldach Wohnsitz hatten oder die von Gesetzes wegen hier zu bestatten sind.
3 - 3 - Kosten der Bestattung Auswärtige Verstorbene Art. 8 Die Gemeinde trägt für Bestattungen von Einwohnerinnen und Einwohnern von Goldach im Sinne des Art. 7 die Kosten für: a) die ärztliche Untersuchung (Leichenschau) b) die amtliche Publikation der Bestattung/Abdankung c) die Lieferung des Normalsarges und die Einsargung d) ein einheitliches Grabkreuz e) den Transport (max. Pauschalbeitrag) f) die Benützung der Aufbahrungsräume g) das Öffnen und Schliessen des Grabes h) die Bestattung i) die Kremation und Rückstellung der Aschenurne nach Goldach j) das Grabgeläute Art. 9 Die Bestattung ausserhalb der Gemeinde wohnhaft gewesener Personen auf dem Friedhof Goldach kann durch das Bestattungsamt bewilligt werden. Die Höhe der Grabtaxe ist im Gebührentarif der Gemeinde festgelegt. Aufbahrung Religiöse Bestattung Öffentlichkeit Bestattungszeiten Art. 10 Die Verstorbenen sollen in einem der Aufbahrungsräume in Goldach aufgebahrt werden. Für die Dauer der Aufbahrung erhalten die Angehörigen einen Schlüssel zum Aufbahrungsraum. Art. 11 Bei einer religiösen Bestattung haben sich die Angehörigen mit dem zuständigen Pfarrer/Prediger zu verständigen. Art. 12 Die Bestattungen erfolgen in der Regel öffentlich. Art. 13 Der Bestattungszeitpunkt wird in Absprache zwischen den Angehörigen und dem Bestattungsamt sowie dem zuständigen Pfarramt festgelegt. An Sonntagen und gesetzlichen Feiertagen erfolgen keine Bestattungen. Entfernung von Grabschmuck Art. 14 Verwelkte Kränze und Blumen dürfen von den Bestattungsfunktionären ohne Absprache mit den Angehörigen entfernt werden. IV. GRABSTÄTTEN Friedhofseinteilung Gräberarten Art. 15 In den Reihengräbern werden die Verstorbenen nach der Reihenfolge des Bestattungstages bestattet Art. 16 Es stehen folgende Gräberarten zur Verfügung: a) Erdbestattungsgräber b) Urnengräber c) Urnenwand
4 - 4 - d) Gemeinschaftsgrab e) Priestergräber der katholischen Kirche Grabgrösse Bestattung von kath. Geistlichen Urnenbeisetzungen Art. 17 Die Grabmasse und -abstände richten sich nach den gesetzlichen Bestimmungen 1 und dem Belegungsplan. Art. 18 Die Grabunterhaltskosten für Priestergräber der katholischen Kirche gehen zu Lasten der katholischen Kirchgemeinde Goldach. Art. 19 Die Beisetzung von Urnen kann in Urnengräbern, in Erdbestattungsgräbern von Angehörigen oder bei der Urnenwandanlage erfolgen. Der Zeitpunkt der Beisetzung ist dem Bestattungsamt vorgängig mitzuteilen. Ohne anderslautenden Wunsch der Angehörigen wird eine zersetzbare Urne verwendet. In bereits belegten Erdbestattungsgräbern können einzig zersetzbare Urnen beigesetzt werden und nur dann, wenn die 10-jährige Grabesruhe gewährleistet ist. Urnenwandanlage Art. 20 An der Urnenwand werden Gedenkplatten angebracht. Diese sind einheitlich gestaltet und tragen Vorname, Name, Geburts- und Sterbejahr. Das Bestattungsamt gibt den Auftrag für die Beschriftung. Die Kosten für die Gedenkplatte und die Beschriftung sind durch die Angehörigen zu bezahlen. Es dürfen keine abfärbenden Gegenstände auf die Grabplatten gestellt werden. Beschriftung der Gräber Grabesruhe Art. 21 Die Gemeinde stellt, mit Ausnahme der Gräber an der Urnenwandanlage, ein Grabkreuz aus Holz zur Verfügung. Dieses trägt den Vornamen, Namen und das Sterbejahr. Art. 22 Die Grabesruhe ist mindestens während den gesetzlichen Fristen einzuhalten: a) für Erdbestattungen 20 Jahre b) für Kindergräber 15 Jahre c) Feuerbestattungen 10 Jahre (sofern die Angehörigen nicht vorher eine Umplatzierung oder Rückgabe der Urne wünschen) 1 Art. 22 und 23 VV zum FBG, sgs
5 - 5 - V. Grabmäler Allgemeine Grundsätze Grabzeichen Art. 23 Das Grabmal ist ein Zeichen des Gedenkens an die Verstorbenen und kann eine Aussage über ihr Leben oder ihren Glauben enthalten. Die Grabmäler dürfen persönlich gestaltet sein und müssen sich harmonisch in das Gesamtbild des Friedhofes einfügen. Art. 24 Jedes Grab erhält ein hölzernes Kreuz gemäss Art. 21. Es verbleibt auf dem Grab bis ein Grabmal aufgestellt ist bzw. bis zum Ende der Grabesruhe. Das Grabkreuz bleibt im Eigentum der politischen Gemeinde. Verwitterte oder beschädigte Kreuze werden zu Lasten der Gemeinde ersetzt. Grabfeld-Einfassung Signierung Masse Ausnahmen Unterhalt der Grabmäler Grabbepflanzung und Unterhalt Art. 25 Die Grabreihen werden durch Stellriemen oder ähnlichem von den Wegen abgegrenzt. Art. 26 Auf der Seite des Grabsteins darf unauffällig der Name des Bildhauers angebracht sein. Art. 27 Die Grabmäler dürfen folgende Höchstmasse nicht überschreiten: Erdbestattungsgräber Höhe 110 cm Breite 55 cm Tiefe 25 cm Urnenreihengräber Höhe 95 cm Breite 50 cm Tiefe 20 cm Geschmiedete oder hölzerne Grabkreuze Höhe 120 cm Art. 28 Abweichungen von Art. 27 können vom Gemeinderat bewilligt werden, sofern besondere Gründe dies rechtfertigen und dadurch weder die unmittelbare Umgebung des betreffenden Grabes noch das gesamte Friedhofsbild beeinträchtigt werden. Art. 29 Die Angehörigen der Verstorbenen sind verpflichtet, für das Aufrichten und das Neusetzen schief stehender, wackelnder oder umgestürzter Grabmäler zu sorgen. Art. 30 Die Grabbepflanzung und der Unterhalt der Gräber ist Sache der Angehörigen des Verstorbenen. Der Grabunterhalt kann an Dritte übertragen werden. Die Bepflanzung darf die zugelassenen Höchstmasse eines Grabsteines gemäss Art. 27 nicht überschreiten. Die Rabatte an der Urnenwand wird von der Gemeinde bepflanzt.
6 - 6 - Werden die Gräber nicht von den Angehörigen unterhalten, so übernimmt die Gemeinde, nach vorgängiger einmaliger Aufforderung an die Angehörigen, in schlichter Weise die Grabbepflanzung und den Unterhalt der Gräber. Die entstandenen Kosten werden den Angehörigen in Rechnung gestellt. Sind keine Angehörigen bekannt, so übernimmt die Gemeinde diese Kosten. Grabräumung Art. 31 Verfügt der Gemeinderat die Räumung von Grabfeldern, so ist dies in den amtlichen Publikationsorganen der Gemeinde sowie auf dem Friedhof rechtzeitig anzuzeigen. Die Grabsteine und die Pflanzen sollen von den Angehörigen entfernt werden. Sind die Grabmäler und die Pflanzen nicht innert der gesetzten Frist durch die Angehörigen entfernt worden, wird darüber entschädigungslos verfügt. Haftung Art. 32 Für Beschädigungen an Grabstätten übernimmt die Gemeinde keine Haftung. Davon ausgenommen sind Schäden, welche durch das Bestattungspersonal in Ausübung dienstlicher Verrichtungen verursacht werden. Art. 33 Kosten Grabbelegung Für Verstorbene, die in der Gemeinde Wohnsitz hatten, ist die Grabbelegung kostenlos. Für Auswärtige wird eine Gebühr erhoben. Gebühren Art. 34 Der Gemeinderat setzt die für den Friedhof und das Bestattungswesen betreffenden Gebühren in einem Tarif fest. VI. Schlussbestimmungen Rechtsmittel Art. 35 Beschwerden gegen das Bestattungspersonal sind beim Gemeinderat anzubringen. Entscheide des Gemeinderates können innert 14 Tagen mittels Rekurs beim Departement des Innern des Kantons St. Gallen angefochten werden (Art. 43bis VRP). Im Übrigen richtet sich der Rechtsschutz nach den Bestimmungen des VRP. Nicht geregelte Fälle Art. 36 Über Fälle, die in diesem Reglement nicht geregelt sind, entscheidet der Gemeinderat.
7 - 7 - Inkrafttreten Art. 37 Dieses Reglement ersetzt das Friedhofsreglement vom 4. September Das Reglement tritt mit der oberbehördlichen Genehmigung durch das Departement des Innern in Kraft. Vom Gemeinderat erlassen: Goldach, 25. Januar 2011 GEMEINDERAT GOLDACH Thomas Würth Gemeindepräsident Richard Falk Gemeinderatsschreiber Dem fakultativen Referendum unterstellt vom 21. April bis 31. Mai 2011 Vom Departement des Innern genehmigt am 13. Juli 2011 Für das DEPARTEMENT DES INNERN Leiterin Amt für Gemeinden Inge Hubacher eidg. dipl. Wirtschaftsprüferin
Friedhof- und tungsreglement. der. Politischen Gemeinde
Friedhof- und Bestattung tungsreglement der Politischen Gemeinde Quarten Der Gemeinderat Quarten erlässt, gestützt auf Art. 18 des Gesetzes über die Friedhöfe und die Bestattungen vom 28. Dezember 1964
www. zihlschlacht-sitterdorf.ch info@zihlschlacht-sitterdorf.ch Bestattungs- und Friedhofreglement
Tel. 058 346 05 05 l Fax 058 346 05 15 www. zihlschlacht-sitterdorf.ch info@zihlschlacht-sitterdorf.ch Bestattungs- Friedhofreglement Inkraftsetzung: 1. Januar 2015 POLITISCHE GEMEINDE ZIHLSCHLACHT-SITTERDORF

References: Art. 18
 Art. 3
 Art. 1
 Art. 2
 Art. 3
 Art. 4
 Art. 5
 Art. 6
 Art. 7
 Art. 8
 Art. 7
 Art. 9
 Art. 10
 Art. 11
 Art. 12
 Art. 13
 Art. 14
 Art. 15
 Art. 16
 Art. 17
 Art. 18
 Art. 19
 Art. 20
 Art. 21
 Art. 22
 Art. 22
 Art. 23
 Art. 24
 Art. 21
 Art. 25
 Art. 26
 Art. 27
 Art. 28
 Art. 27
 Art. 29
 Art. 30
 Art. 27
 Art. 31
 Art. 32
 Art. 33
 Art. 34
 Art. 35
 Art. 36
 Art. 37
 Art. 18