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Timestamp: 2016-10-25 06:47:43+00:00

Document:
9C_510/2016 (05.10.2016)
9C_510/2016 � � Urteil vom 5. Oktober 2016
Beschwerde gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 23. Juni 2016.
Die 1959 geborene A.________ arbeitet im Wohn- und Pflegehaus B.________ zu 50 % als Mitarbeiterin im Wohndienst. Mitte Februar 2009 meldete sie sich bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle des Kantons St. Gallen f�hrte verschiedene Abkl�rungen durch; insbesondere zog sie ein zu Handen der Krankenversicherung erstattetes bidisziplin�res Gutachten des Instituts f�r medizinische und ergonomische Abkl�rungen (nachfolgend: IME) hinzu, das vom 9. September 2009 datiert. Das kantonale Gericht hob eine erste abweisende Verf�gung vom 16. Februar 2011 aufgrund einer Verletzung des Akteneinsichtsrechts auf (Urteil vom 11. April 2013). Nach Behebung der formellen M�ngel hielt die IV-Stelle daran fest, dass kein invalidisierender Gesundheitsschaden bestehe, und verneinte einen Rentenanspruch nach durchgef�hrtem Vorbescheidverfahren mit Verf�gung vom 13. Januar 2014 erneut (Invalidit�tsgrad: 16 %).
Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 23. Juni 2016 ab.
A.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten erheben und beantragen, in Aufhebung des angefochtenen Entscheides sei ihr eine Invalidenrente zuzusprechen.
Das kantonale Gericht hat die gesetzlichen Bestimmungen �ber Invalidit�t, Erwerbsunf�higkeit (Art. 7 f. ATSG), den Rentenanspruch bzw. dessen Umfang (Art. 28 Abs. 1 und 2 IVG) sowie die Berechnung des Invalidit�tsgrades (Art. 16 ATSG) zutreffend dargelegt. Ebenso richtig wiedergegeben hat die Vorinstanz die Rechtsprechung zu Funktion und Beweiskraft medizinischer Berichte und Gutachten (BGE 125 V 256 E. 4 S. 261; 125 V 251 E. 3a S. 252 ff.), insbesondere soweit die Mitwirkungsrechte der versicherten Person gem�ss BGE 137 V 210 aufgrund eines fr�heren Gutachtensauftrags noch nicht zum Tragen gekommen sind (SVR 2013 IV Nr. 6, 9C_148/2012 E. 1.3 f. mit Hinweisen). Darauf wird verwiesen.
3.1.�Die Vorinstanz hat dem bidisziplin�ren IME-Gutachten vom 9. September 2009 sowie den best�tigenden Stellungnahmen des Regionalen �rztlichen Dienstes (nachfolgend: RAD) vom 3. Dezember 2009, 1. Oktober 2010, 3. Oktober 2013 und 10. Januar 2014 Beweiskraft zuerkannt. Gest�tzt darauf hat sie erwogen, dass der Beschwerdef�hrerin eine leidensangepasste T�tigkeit im Umfang von 70 % zumutbar ist, und einen Rentenanspruch verneint (Invalidit�tsgrad: 37 %).
3.2.�Soweit die Versicherte in Bezug auf das kantonale Vorbescheidverfahren eine Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV) r�gt, hat die Vorinstanz einl�sslich dargelegt, weshalb mit Blick auf die angefochtene Verf�gung vom 13. Januar 2014 keine Verletzung der Begr�ndungspflicht vorliegt. Die Beschwerdef�hrerin beschr�nkt sich einzig darauf, wiederum eine solche Verletzung geltend zu machen, ohne zu begr�nden, inwiefern die diesbez�glichen Erw�gungen im angefochtenen Entscheid Bundesrecht verletzen sollen. Insoweit er�brigen sich Ausf�hrungen dazu ohne weiteres (Art. 42 Abs. 2 BGG; Art. 106 Abs. 2 BGG).
3.3.�Die Einw�nde der Beschwerdef�hrerin zur Beweiskraft des IME-Gutachtens ersch�pfen sich sodann im Wesentlichen in einer Wiederholung der schon im kantonalen Beschwerdeverfahren erhobenen R�gen, was nicht gen�gt. Die Versicherte �bersieht insbesondere, dass die gutachterliche Beurteilung der Arbeitsf�higkeit durch den RAD-Arzt Dr. med.��C.________ mehrfach best�tigt wurde (zur Beweiskraft von RAD-Aktenbeurteilungen vgl. SVR 2009 IV Nr. 50 S. 153, 8C_756/2008; Urteil 9C_692/2014 vom 22. Januar 2015 E. 3.3). Es kommt hinzu, dass selbst der behandelnde Psychiater��Dr. med. D.________ den Gesundheitszustand seiner Patientin seit Juni 2009 - mithin vor der Untersuchung durch den psychiatrischen IME-Gutachter��Dr. med. E.________ vom 21. August 2009 - als station�r beurteilte (vgl. Bericht vom 28. Dezember 2010). Daran �ndert die von��Dr. med. D.________ diagnostizierte generalisierte Angstst�rung (ICD-10 F41.1) nichts (vgl. Bericht vom 2. Juni 2009) : Das kantonale Gericht hat f�r das Bundesgericht verbindlich (E. 1) festgestellt, besagte Diagnose oder entsprechende Befunde h�tten weder in fr�heren noch sp�teren Berichten ihren Niederschlag gefunden (vgl. auch die RAD-Stellungnahme vom 8. Februar 2011). Gest�tzt darauf durfte die Vorinstanz eine Relevanz f�r die Arbeitsf�higkeit verneinen, ohne Bundesrecht zu verletzen. Im �brigen wurde zu keinem Zeitpunkt eine anhaltende somatoforme Schmerzst�rung oder ein damit vergleichbares Krankheitsbild diagnostiziert, weshalb die Rechtsprechung gem�ss BGE 141 V 281 zum vornherein ausser Betracht f�llt (vgl. Urteil 9C_714/2015 vom 29. April 2016 E. 4.3 in fine). Auch die �brigen Einw�nde der Versicherten verm�gen die vorinstanzliche Beweisw�rdigung - nachdem das kantonale Gericht einbezogen hat, dass es sich bei der bidisziplin�ren IME-Expertise vom 9. September 2009 um ein Gutachten vor BGE 137 V 210 handelt (vgl. E. 2 vorne) - nicht in Zweifel zu ziehen. Der vorinstanzliche Verzicht auf erg�nzende Abkl�rungen stellt keine Verletzung der Beweisw�rdigungsregeln (Art. 43 Abs. 1 und 61 lit. c ATSG) dar (antizipierende Beweisw�rdigung; BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236; 134 I 140 E. 5.3 S. 148; 124 V 90 E. 4b S. 94).
Die Bemessung des Invalidit�tsgrades aufgrund eines Prozentvergleichs ist unbestritten. Das kantonale Gericht hat den massgeblichen Umst�nden im Hinblick auf einen Stellenwechsel - entgegen der Ansicht der Beschwerdef�hrerin - hinreichend Rechnung getragen (zum [hypothetisch] ausgeglichenen Arbeitsmarkt vgl. BGE 134 V 64 E. 4.2.1 S. 70 f.). Betreffend den von der Vorinstanz auf 10 % festgelegten Abzug vom Tabellenlohn (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301) legt die Beschwerdef�hrerin schliesslich nicht (substanziiert) dar, inwiefern die Vorinstanz ihr Ermessen rechtsfehlerhaft ausge�bt haben soll (vgl. BGE 132 V 393 E. 3.3 in fine S. 399; Urteil 9C_973/2008 vom 19. Januar 2009 E. 3). Der vorinstanzliche Entscheid ist bundesrechtskonform (E. 1).

References: BGE 
 Art. 106
 BGE 
in fine
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
in fine