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Timestamp: 2020-01-17 18:52:15+00:00

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BSG, 26.02.1992 - 9a RVs 3/90 - dejure.org
https://dejure.org/1992,532
BSG, 26.02.1992 - 9a RVs 3/90 (https://dejure.org/1992,532)
BSG, Entscheidung vom 26.02.1992 - 9a RVs 3/90 (https://dejure.org/1992,532)
BSG, Entscheidung vom 26. Februar 1992 - 9a RVs 3/90 (https://dejure.org/1992,532)
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Abweichung von der angemessenen Gebühr durch den Rechtsanwalt - Ermittlung der Höhe der vom Versorgungsträger zu erstattenden Kosten des Verwaltungsvorverfahrens - Konkretisierung einer Rahmengebühr nach der Bundesrechtsanwälte-Gebührenordnung (BRAGO)
BRAGO §§ 12, 116; SGB X § 63 Abs. 1
LSG Rheinland-Pfalz - 4 Vs 3/89
Auf einen Toleranzrahmen von 20 % könne sich der Beschwerdeführer nicht berufen, da es sich im Sinne der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts (BSG, Urteil vom 26. Februar 1992 - 9a RVs 3/90) um einen Durchschnittsfall handele.
Weitere Ausführungen zur Anwendbarkeit eines Toleranzrahmens von 20 % unter den vom Bundessozialgericht beschriebenen Einschränkungen (vgl. BSG, Urteil vom 26. Februar 1992, 9a RVs 3/90) sind daher vorliegend nicht erforderlich.
Ein Abweichen von der Mittelgebühr ist bei einem Durchschnittsfall nicht zulässig (BSG, Urteil v. 26.2.1992, 9a RVs 3/90;… Urteil v. 22.3.1984, 11 RA 58/83, SozR 1300 § 63 Nr. 4; BVerwG, Beschl. v. 18.9.2001, 1 WB 28.01, Rpfleger 2002, 98).
Anderenfalls hat es mit der Mittelgebühr sein Bewenden, weil auch in Anbetracht des grundsätzlichen Ermessensspielraums des Rechtsanwalts seine Tätigkeit nur mit dieser Gebühr zutreffend bewertet ist (…so zu Recht BVerwG aaO., ferner bei Buchholz 311 § 20 WBO Nr. 2 = NVwZ-RR 2002, 73; BSG, JurBüro 1984, 1511 (1514), und Urt. v. 26.2.1992 - 9a RVs 3/90, Rechtsbeistand 1994, 31 [32]; OLG Celle, Beschl. v. 31.8.2001 - 15 WF 170/01, AGS 2001, 268; OLG Düsseldorf, 4. Familiensenat, MDR 2002, 666;… vgl. auch BFH, BFH/NV 2005, 561)." bb.
BSG, 22.02.1993 - 14b/4 REg 12/91
Gebührenrahmen; Erhöhung; Erledigung der Hauptsache; Prozessvertreter; …
Es bedarf hier keiner Festlegung, ab welcher Überschreitung der angemessenen Gebühr die Bestimmung durch den Rechtsanwalt als unbillig anzusehen ist, ob dies erst bei einer um mehr als 20%igen Abweichung (…vgl dazu BSG SozR 1300 § 63 Nr. 4 mwN) oder, insbesondere beim Abweichen von der Mittelgebühr, schon bei einer geringeren Überschreitung der Fall sein kann (so wohl der 9a Senat des BSG, Urteil vom 26. Februar 1992 - 9a Rvs 3/90 - = br 1992, 142 -144).
Anderenfalls hat es mit der Mittelgebühr sein Bewenden, weil auch in Anbetracht des grundsätzlichen Ermessensspielraums des Rechtsanwalts seine Tätigkeit nur mit dieser Gebühr zutreffend bewertet ist (ebenso BVerwG, Beschluss vom 18. September 2001 - BVerwG 1 WB 28.01 - Buchholz 311 § 20 WBO Nr. 2 = NVwZ-RR 2002, 73; BSG, Urteile vom 7. Dezember 1983 - 9a RVs 5/82 - JurBüro 1984, 1511 und vom 26. Februar 1992 - 9a RVs 3/90 - Rechtsbeistand 1994, 31 ; OLG Celle, Beschluss vom 31. August 2001- 15 WF 170/01 - Anwaltsgebühren spezial 2001, 268; OLG Düsseldorf, Beschluss vom 6. November 2001 - 4 WF 138/01 - MDR 2002, 666; vgl. auch BFH…, Beschluss vom 19. Oktober 2004 - VII B 1/04 - BFH/NV 2005, 561).
Die sinnvolle Festlegung einer Betragsrahmengebühr im Einzelfall und gegebenenfalls die Feststellung der Unbilligkeit wird durch den Gesetzgeber durch feste Anhaltspunkte (Mindest-, Mittel- und Höchstgebühr) sowie den von der Rechtsprechung und der herrschenden Literaturmeinung überwiegend akzeptierten Toleranzrahmen von bis zu 20 % (vgl. hierzu u.a. BSGE 104, 30 ff.; BSG SozR 1300 § 63 Nr. 4 und BSG, Rbeistand 1994, 31; BVerwG, MedR 2006, 114 ff.; BGH, NJW-RR 2007, 420, 421; ferner BGH vom 13.01.2011 - IX ZR 110/10 - und vom 08.05.2012 - VI ZR 273/11 - ) i.V.m. der sog. Kompensationstheorie ermöglicht.
Bei einem Durchschnittsfall, der keine Tendenz nach oben zeigt, ist deshalb auch eine geringfügige Überschreitung der Mittelgebühr unbillig (vgl. BSG SozR 1300 § 63 Nr. 2 und BSG, Rbeistand 1994, 31 ff.).
Überdies ist eine Auseinandersetzung mit medizinischen Unterlagen, selbst Gutachten, in Schwerbehindertensachen - wie allgemein in sozialrechtlichen Streitsachen - so alltäglich, dass durch sie allein eine besondere Erschwernis der Tätigkeit eines Prozessbevollmächtigten nicht begründet werden kann (vgl. BSG Rbeistand 1994, 31 ff.).
Der Kläger hatte im Termin auch keine neuen medizinischen Unterlagen vorgelegt, wobei auch dies grundsätzlich nicht geeignet ist, eine überdurchschnittliche Schwierigkeit einer mündlichen Verhandlung zu begründen (vgl. nochmals BSG, Rbeistand 1994, 31 ff.).
Anderenfalls hat es mit der Mittelgebühr sein Bewenden, weil auch in Anbetracht des grundsätzlichen Ermessensspielraums des Rechtsanwalts seine Tätigkeit nur mit dieser Gebühr zutreffend bewertet ist (ebenso BVerwG, Beschluss vom 18. September 2001 BVerwG 1 WB 28.01 Buchholz 311 § 20 WBO Nr. 2 = NVwZ-RR 2002, 73; BSG, Urteile vom 7. Dezember 1983 9a RVs 5/82 JurBüro 1984, 1511 und vom 26. Februar 1992 9a RVs 3/90 Rechtsbeistand 1994, 31 ; OLG Celle, Beschluss vom 31. August 2001 15 WF 170/01 Anwaltsgebühren spezial 2001, 268; OLG Düsseldorf, Beschluss vom 6. November 2001 4 WF 138/01 MDR 2002, 666; vgl. auch BFH…, Beschluss vom 19. Oktober 2004 VII B 1/04 BFH/NV 2005, 561).
SG Stade, 01.03.2007 - S 2 SF 4/06
Sozialgerichtliches Verfahren - Vergütung - Rechtsanwalt - Bestimmung der Gebühr …
Die Schwerbehinderteneigenschaft hat - und insoweit ist dem Beklagten beizupflichten - für den Kläger allenfalls mittelmäßige Bedeutung (vgl insoweit auch BSG, Urteil vom 07. Dezember 1983 - Az: 9a RVs 5/82; so auch BSG, Urteil vom 26. Februar 1992 - Az: 9a RVs 3/90).
Der Unterschied zwischen einem GdB in Höhe von 40 bzw 50 wirkt sich für den Kläger allenfalls auf die Höhe des nach § 33b Einkommensteuergesetz (EStG)einzuräumenden Pauschbetrags für Behinderte und damit auf die Höhe des zu versteuernden Einkommens aus und ist daher in der Regel nicht von einschneidender wirtschaftlicher Bedeutung (so auch BSG, Urteil vom 26. Februar 1992 - Az: 9a RVs 3/90).
Anderenfalls wäre tatsächlich jede einfache Feststellung einer Schwerbehinderteneigenschaft mit einem in kostenrechtlicher Hinsicht überdurchschnittlichen Verfahren verbunden, so dass nach Überzeugung des Gerichts der Normalfall zu einem Sonderfall würde mit der Folge, dass der Gebührenrahmen in unzulässiger Weise nach oben verschoben würde, weil bereits für einen eindeutigen Durchschnittsfall eine - ggf bis zu 20% - oberhalb der rechnerischen Mitte liegende Gebühr verlangt werden könnte (so auch BSG, Urteil vom 26. Februar 1992 - Az: 9a RVs 3/90).
Es war auch eine Auseinandersetzung mit medizinischen Gutachten nicht erforderlich, der im übrigen auch keine besondere Erschwernis der Tätigkeit eines Bevollmächtigten begründet (so BSG, Urteil vom 26. Februar 1992 - Az: 9a RVs 3/90).
Dies ist dann der Fall, wenn die bestimmte Gebühr um mehr als 20 % von der angemessenen Gebühr abweicht (BSG, Urteil vom 26.2.1992, 9a RVs 3/90;… Urteil vom 22.3.1984, 11 RA 58/83, SozR 1300 § 63 Nr. 4).
Ein Abweichen von der Mittelgebühr ist bei einem Durchschnittsfall nicht zulässig (BSG, Urteil vom 26.2.1992, 9a RVs 3/90;… Urteil vom 22.3.1984, 11 RA 58/83, SozR 1300 § 63 Nr. 4; BVerwG, Beschl. vom 18.9.2001, 1 WB 28.01, Rpfleger 2002, 98).
Die Auseinandersetzung mit medizinischen Unterlagen und Gutachten ist in sozialgerichtlichen Verfahren üblich, so dass dieser Gesichtspunkt allein keine besondere Erschwernis der anwaltlichen Tätigkeit begründet (BSG, Urteil vom 26.2.1992, 9a RVs 3/90, Behindertenrecht 1992, 142).
Dieses Ermessen ist nicht überschritten, wenn die vom Rechtsanwalt bestimmte Gebühr bis zu 20 % über der objektiv zutreffenden Gebühr liegt (BSG SozR 1300 § 63 Nr. 4; BSG, Urteil vom 26. Februar 1992, Az 9a RVs 3/90; LSG NRW Urteil vom 28.7.2008, Az L 19 AS 24/08; LSG NRW, Beschluss vom 09. August 2007, Az L 20 B 91/07 AS; LSG NRW Beschluss vom 31.5.2007, Az L 10 B 6/07 SB; LSG NRW, Beschluss vom 26.4.2007, Az L 7 B 36/07 AS; Gebauer/Schneider.
LSG Nordrhein-Westfalen, 29.01.2007 - L 1 AL 54/06
SG Gelsenkirchen, 22.09.2008 - S 12 AY 50/08
SG Gelsenkirchen, 22.09.2008 - S 12 AY 32/08
LSG Nordrhein-Westfalen, 31.05.2007 - L 10 B 6/07
SG Koblenz, 21.02.2001 - S 1 AL 227/99
Ermittlung der Höhe der zu erstattenden außergerichtlichen Kosten; …
SG Stuttgart, 23.12.2009 - S 6 SB 2031/09
Sozialgerichtliches Verfahren - Rechtsanwaltsvergütung - Anfall einer …
SG Berlin, 01.04.2010 - S 165 SF 2479/09
Sozialgerichtliches Verfahren - Festsetzung der angemessenen Rechtsanwaltsgebühr …
SG Koblenz, 21.02.2000 - S 1 AL 227/99
Anfall der Vergleichsgebühr im sozialgerichtlichen Verfahren
LSG Bayern, 11.09.2002 - L 16 RJ 679/00
Gebührenanspruch des bevollmächtigten Rechtsanwalts oder Rentenberaters; …
LSG Bayern, 13.07.2005 - L 15 B 121/02
Beschwerde gegen die angesetzte Prozesskostenhilfevergütung; Rückzahlungspflicht …
SG Freiburg, 11.02.2011 - S 19 SF 1263/10
Zur Höhe einer Terminsgebühr im Falle eines fiktiven Termins, in einem Verfahren, …
SG München, 20.11.2007 - S 51 SF 74/07
Kriterien zur Bestimmung der Höhe der von einem Erinnerungsgegner zu erstattenden …
SG Dortmund, 22.08.2006 - S 39 P 152/04
SG Duisburg, 31.03.2003 - S 21 RJ 167/01
SG Würzburg, 26.02.2008 - S 2 SF 1/08

References: § 63
 § 63
 § 20
 § 63
 § 20
 § 63
 BGH 
 § 63
 § 20
 § 33
 § 63
 § 63
 § 63