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Timestamp: 2020-02-17 19:07:26+00:00

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FG Nürnberg, 26.04.2007 - 4 K 177/2007 - dejure.org
FG Nürnberg, 26.04.2007 - 4 K 177/2007
https://dejure.org/2007,9544
FG Nürnberg, 26.04.2007 - 4 K 177/2007 (https://dejure.org/2007,9544)
FG Nürnberg, Entscheidung vom 26.04.2007 - 4 K 177/2007 (https://dejure.org/2007,9544)
FG Nürnberg, Entscheidung vom 26. April 2007 - 4 K 177/2007 (https://dejure.org/2007,9544)
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Übertragung einer Eigentumswohnung als eine freigebige Zuwendung und Festsetzung von Schenkungssteuer durch das Finanzamt (FA); Ausschluss einer Bereicherung des Zuwendungsempfängers bei Übernahme von Grundschulden lediglich in dinglicher Haftung; Anforderungen an die
Übertragung einer Eigentumswohnung als eine freigebige Zuwendung und Festsetzung von Schenkungssteuer durch das Finanzamt (FA); Ausschluss einer Bereicherung des Zuwendungsempfängers bei Übernahme von Grundschulden lediglich in dinglicher Haftung; Anforderungen an die ...
ErbStG § 7 Abs. 1 Nr. 1 § 9 Abs. 1 Nr. 2
Überlassung einer Eigentumswohnung als steuerpflichtige Zuwendung
Dies gilt unabhängig davon, ob der Veräußerer und Inhaber der Grundpfandrechte diese durch Abtretung oder sonstige Übertragung auf einen Dritten verwertet oder nicht und wieweit die Grundpfandrechte dem Inhaber als Sicherung dienen (…vgl. BFH-Urteil vom 08.12.1993 II R 61/89, BFH/NV 1994, 373;… BFH-Beschlüsse vom 26.1.2000 II B 88/99, BFH/NV 2000, 954, …und vom 6.12.2000 II B 161/99, BFH/NV 2001, 781; FG Nürnberg, Urteil vom 26.4.2007 4 K 177/2007, EFG 2007, 1185, m.w.N).
Die alleinige Übernahme der dinglichen Belastung führt lediglich zu einer Duldungspflicht, die sich als aufschiebend bedingte Last zunächst nicht auswirken kann; sie ist daher nach § 12 Abs. 1 ErbStG, § 6 Abs. 1 BewG schenkungsteuerlich nicht zu berücksichtigen, solange die Bedingung nicht eintritt (…vgl. BFH-Beschluss vom 6.12.2000 II B 161/99, BFH/NV 2001, 781; FG Nürnberg, Urteil vom 26.4. 2007 4 K 177/2007, EFG 2007, 1185, m.w.N).
Aus der Grundschuld als solcher und damit dem dinglichen Recht hat der Inhaber und Gläubiger der Grundschuld gegen den Eigentümer des Grundstücks keinen Anspruch auf Zahlung der Geldsumme, sondern nur auf Duldung der Zwangsvollstreckung in das Grundstück (§§ 1192, 1147 BGB; vgl. FG Nürnberg, Urteil vom 26.4. 2007 4 K 177/2007, EFG 2007, 1185, m.w.N).
Vielmehr ist die Grundstücksschenkung bereits ausgeführt, wenn der Schenker alles zur Bewirkung der Leistung Erforderliche getan hat und die Beschenkte durch die vertragliche Vereinbarung in die Lage versetzt wird, jederzeit den Eintritt der dinglichen Rechtsänderung durch einen entsprechenden Antrag beim Grundbuchamt herbeizuführen (BFH vom 2. Februar 2005 II R 26/02, BFHE 208, 438, BStBl II 2005, 312;… vom 8. Februar 2000 II 9/98, BFH/NV 2000, 1095, Deutsches Steuerrecht Entscheidungsdienst --DStRE-- 2000, 870; FG Nürnberg vom 26. April 2007 4 K 177/2007, EFG 2007, 1185, DStRE 2008, 102); das heißt wenn die Auflassung gemäß § 925 BGB in gehöriger Form beurkundet worden ist und der Schenker die Eintragung der Rechtsänderung in das Grundbuch gemäß § 19 Grundbuchordnung (GBO) bewilligt hat (…vgl. BFH vom 12. Januar 2006 II B 66/05, BFH/NV 2006, 947; vom 26. September 1990 II R 150/88, BFHE 163, 214, BStBl II 1991, 320); das heißt hier am 23. Mai 2005 (oben A II 1) und nicht - wie die Klägerin (ohne Erläuterung) vorträgt - erst am 2. Juli 2005.
Dass der Kläger die dingliche Haftung für dies Schuldverpflichtungen übernommen hat, führt lediglich dazu, dass der Inhaber und Gläubiger der Grundschuld gegen den Eigentümer des Grundstücks einen Anspruch auf Duldung der Zwangsvollstreckung in das Grundstück wegen ihres Betrags hat, er erhält aber keinen Anspruch auf Zahlung der Geldsumme gegenüber dem Grundstückseigentümer (§§ 1192, 1147 BGB; vgl. auch FG Nürnberg, Urteil vom 26.04.2007 4 K 177/07, EFG 2007, 1185, rechtskräftig, unter Hinweis auf BGH…, Urteil vom 14.07.1952 IV ZR 28/52, BFHZ 7, 123, 126 und Palandt, BGB, 65. Auflage, § 1191 Rz. 1).

References: § 7
 § 9
 § 12
 § 6
 § 925
 § 19
 § 1191