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Timestamp: 2020-02-18 04:47:53+00:00

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OVG Nordrhein-Westfalen, 02.12.2013 - 2 A 1510/12 - dejure.org
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OVG Nordrhein-Westfalen, 02.12.2013 - 2 A 1510/12 (https://dejure.org/2013,42382)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 02.12.2013 - 2 A 1510/12 (https://dejure.org/2013,42382)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 02. Dezember 2013 - 2 A 1510/12 (https://dejure.org/2013,42382)
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NVwZ-RR 2014, 453
DÖV 2014, 717
BauR 2014, 1248
Dies umfasst schon nach dem Wortlaut auch großflächige Einzelhandelsbetriebe, also solche, deren Verkaufsfläche 800 m² oder mehr beträgt (vgl. OVG Münster, Urteil vom 2. Dezember 2013 - 2 A 1510/12 - NVwZ-RR 2014, 453 ;… Söfker, in: Ernst/Zinkahn/Bielenberg/Krautzberger, BauGB, Stand Mai 2019, § 6 BauNVO Rn. 24;… Roeser, in: König/Roeser/Stock, BauNVO, 4. Aufl. 2019, § 6 Rn. 10;… Hornmann, in: Spannowsky/Hornmann/Kämper, BeckOK BauNVO, Stand September 2019, § 6 Rn. 41; zum Begriff der Großflächigkeit s. BVerwG, Urteil vom 24. November 2005 - 4 C 10.04 - BVerwGE 124, 364 ).
Es ist nicht evident ausgeschlossen, dass die Annexhandelsklausel der textlichen Festsetzung A.1.3.3 der 2. Änderung den Werks- bzw. Lagerverkauf auf dem Grundstück Q. 42 stärkeren Restriktionen unterwirft als vorher die textliche Festsetzung A.II.2.1 des Ursprungsbebauungsplans Nr. 8/31. Diese ließ, abgesehen von der Verkaufsflächenobergrenze der Großflächigkeit von 800 m², die im Gewerbegebiet wegen des negativen Tatbestandsmerkmals des § 11 Abs. 3Satz 1 Nr. 2 BauNVO ohnehin von Rechts wegen grundsätzlich Platz greift, vgl. zu dieser Systematik zuletzt OVG NRW, Urteil vom 2. Dezember 2013 - 2 A 1510/12 -, juris Rn. 51 ff., Einzel- und Großhandelsbetriebe uneingeschränkt zu, wenn diese nicht mit bestimmten, im Einzelnen benannten Sortimenten arbeiteten.
In einem Gewerbegebiet, wo die Zulässigkeit von Einzelhandelsbetrieben wegen § 11 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 BauNVO ohnehin durch das Merkmal der Großflächigkeit auf eine Verkaufsfläche von grundsätzlich höchstens 800 m² gedeckelt ist, vgl. dazu nochmals zuletzt OVG NRW, Urteil vom 2. Dezember 2013 - 2 A 1510/12 -, juris Rn. 51 ff., genügt dies, um die Ausnahme mit dem Kriterium der "deutlichen Unterordnung" handhabbar zu machen.
vgl. OVG NRW, Urteil vom 2. Dezember 2013 - 2 A 1510/12 -, juris Rn. 35.
19 Die Vermutung des § 11 Abs. 3 Satz 3 BauNVO ist allerdings "widerleglich" (BVerwG…, Urteil vom 24. November 2005 - BVerwG 4 C 10.04 -, Rn. 26, NVwZ 2006, S. 452 ), sie kann "entkräftet" werden (OVG Münster, Urteil vom 2. Dezember 2013 - 2 A 1510/12 - juris Rn. 55).
Überschreitet ein großflächiger Einzelhandelsbetrieb wie hier die Geschossfläche von 1200 m², ist für seine Zulässigkeit daher erforderlich, dass sich aufgrund von konkreten Anhaltspunkten die Annahme rechtfertigt, im betreffenden Fall handele es sich um ein Vorhaben, das aufgrund seines Betriebstyps oder der besonderen städtebaulichen Situation nicht zu dem Betriebstyp gerechnet werden kann, den der Verordnungsgeber dem § 11 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 BauNVO zugrundegelegt hat (…Söfker in: Ernst/Zinkahn/Bielenberg/Krautzberger, BauNVO, Stand April 2013, § 11 Rn. 81; OVG Münster, Urteil vom 2. Dezember 2013 - 2 A 1510/12 - juris Rn. 59).
Bei Berücksichtigung aller maßgeblichen Umstände des Einzelfalls bestehen hier Anhaltspunkte für die Erschütterung der gesetzlichen Regelannahme aus den Besonderheiten des gewählten Standorts und der Ausrichtung des Betriebes auf die Nahversorgung (vgl. OVG Münster, Urteil vom 2. Dezember 2013 - 2 A 1510/12 - juris Rn. 72: städtebauliche Atypik).
Im Übrigen bewirkt eine in erster Linie zum Zwecke großzügiger Warenpräsentation, verbesserte Kundenführung und Optimierung der internen Logistikabläufe bezweckende Verkaufsflächenvergrößerung regelmäßig keine proportionale Umsatzsteigerung (OVG Münster, Urteil vom 2. Dezember 2013 - 2 A 1510/12 - juris Rn. 108).
vgl. Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen (OVG NRW), Urteil vom 02. Dezember 2013 - 2 A 1510/12 -, juris, Rdnrn. 46 ff, mit weiteren Nachweisen.
mit Urteil vom 2. Dezember 2013 - 2 A 1510/12 - (Juris, Rdnrn. 52 bis 69) ausgeführt:.
Zu den Kriterien für diese Bewertung hat das Oberverwaltungsgericht im Urteil vom 2. Dezember 2013 - 2 A 1510/12 -, Juris (Rdnrn. 92 ff) ausgeführt:.
vgl. zu den Anforderungen an ein solches Gutachten und zum gerichtlichen Prüfungsumfang: OVG NRW, Urteil vom 2. Dezember 2013 - 2 A 1510/12 -, juris Rdnrn. 82 ff.
- 4 C 10.04 -, BRS 69 Nr. 71 = juris Rn. 25 f., und vom 3. Februar 1984 - 4 C 54.80 -, BRS 42 Nr. 50 = juris Rn. 10 (zu § 11 Abs. 3 BauNVO 1977); OVG NRW, Urteil vom 2. Dezember 2013 - 2 A 1510/12 -, juris Rn. 59.
vgl. BVerwG, Urteil vom 13. Dezember 2007 - 4 C 9.07 -, BRS 71 Nr. 157 = juris Rn. 19, 20; OVG NRW, Urteil vom 2. Dezember 2013 -2 A 1510/12 -, juris Rn. 68.
vgl. Söfker, in Ernst/Zinkahn/Bielenberg/Krautzberger, BauGB, Kommentar, Loseblatt, § 11 BauNVO, Rn. 84 f (Bearbeitung Juli 2014) sowie OVG NRW, Urteil vom 2.12.2013 - 2 A 1510/12 -, BauR 2014, 1248 = BRS 81 Nr. 95.
Überschritten ist die städtebauliche Relevanzschwelle erst dann, wenn ein Umschlag von rein wirtschaftlichen zu städtebaulichen Auswirkungen stattzufinden droht, vgl. OVG NRW, Urteil vom 2. Dezember 2013, - 2 A 1510/12 -, mit zahlreichen weiteren Nachweisen.
Es muss im Zusammenhang mit den sonstigen Einzelfallumständen gewertet werden, vgl. OVG NRW, Urteile vom 2. Dezember 2013, a.a.O., und vom 9. November 2012 - 2 D 63/11.NE -.
- 4 C 10.04 -, BRS 69 Nr. 71 = juris Rn. 25 f, und vom 3. Februar 1984 - 4 C 54.80 -, BRS 42 Nr. 50 = juris Rn. 10 (zu § 11 Abs. 3 BauNVO 1977); OVG NRW, Urteil vom 2. Dezember 2013 - 2 A 1510/12 -, juris Rn. 59.
vgl. BVerwG, Urteil vom 13. Dezember 2007 - 4 C 9.07 -, BRS 71 Nr. 157 = juris Rn. 19, 20; OVG NRW, Urteil vom 2. Dezember 2013 - 2 A 1510/12 -, juris Rn. 68.
§ 11 Abs. 3 BauNVO komme nach Maßgabe eines Urteils des OVG Münster vom 2.12.2013 (- 2 A 1510/12 -, NVwZ-RR 2014, 453) ausnahmsweise nicht zum Tragen, da das Vorhabengrundstück zum zentralen Versorgungsbereich der Beigeladenen gehöre und sie mit einer Auswirkungsanalyse die Unbedenklichkeit des Vorhabens nachgewiesen habe.
Die Argumentation der Klägerin, die Vermutungsregelung sei in Anlehnung an die Erwägungen des OVG Münster in seinem Beschluss vom 2.12.2013 (- 2 A 1510/12 -, NVwZ-RR 2014, 453 = juris Rn. 55 ff.) gleichwohl widerlegt, da das Vorhaben im zentralen Versorgungsbereich der Beigeladenen errichtet werden solle und nach der von ihr vorgelegten Marktanalyse keine schädlichen Auswirkungen auf andere zentrale Versorgungsbereiche habe, überzeugt nicht.
OVG Nordrhein-Westfalen, 19.12.2016 - 2 A 2518/15
Baugenehmigungsbegehren für die Erweiterung eines Lebensmittel-Frischemarktes; …
VG Bayreuth, 26.02.2015 - B 2 K 14.353
Vorbescheid, Nahversorgungszentrum, Tankstelle, Art der baulichen Nutzung, …

References: § 6
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 § 11
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