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Timestamp: 2020-04-10 19:33:18+00:00

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40. Fachanwaltslehrgang Strafrecht Dresden
FAO 1.7.2017
120 Zeitstunden - 3 Klausuren
Fachlehrgang zum Erwerb besonderer theoretischer Kenntnisse auf dem Gebiet des Strafrechts, konzipiert nach den Vorgaben der §§ 4, 6 FAO i. V. m. § 13 FAO.
RA Michael Stephan, FA für StrafR
Der Rechtsanwalt als Strafverteidiger, Recht und Methodik der Strafverteidigung; Das Ermittlungsverfahren; Untersuchungshaft und Zwangsmaßnahmen inkl. Vermögensabschöpfung
24,0 Std. Beschreibung
Berufsrechtliche Grundlagen, Aufgaben, Rechte und Pflichten des Verteidigers, zulässiges/unzulässiges Verteidigerhandeln, Grundfragen des Mandatsverhältnisses, Einzelheiten zur Wahl- und Pflichtverteidigung,
Ermittlungsverfahren: Verteidigung im Ermittlungsverfahren, Akteneinsicht, Anwesenheitsrechte und Handlungsmöglichkeiten bei Strafverfolgungsmaßnahmen, Beweisanträge/Beweisanregungen im Ermittlungs- verfahren, eigene Ermittlungen, Verteidigungsschriften, konsensuale Verfahrens- erledigungen, verdeckte Ermittler/ V-Leute;
U-Haft: Verteidigung des inhaftierten Beschuldigten: Probleme der Untersuchungshaft, prozessuale Taktik gegen den erlassenen Haftbefehl, Dauer und Beendigung der Untersuchungshaft, weitere Zwangsmaßnahmen im Ermittlungsverfahren.
Der RA als Strafverteidiger; Recht und Methodik der Strafverteidigung
Referent: RA Michael Stephan, FA für StrafR, Dresden
Referent: RA Dr. David Herrmann, FA für StrafR u. MedR, Augsburg
Die Vorbereitung der Hauptverhandlung; Die Verteidigung in der Hauptverhandlung, inkl. Verfahrensrecht
16,0 Std. Beschreibung
Verteidigungsstrategie, Informationsbeschaffung, Prüfung von Verfahrens- hindernissen, Prüfung von Einstellungsmöglichkeiten, Besetzungsprüfung, Aufarbeitung der Rechtsprobleme des Falles, Pflichtverteidigung, Vorgespräche mit dem Gericht, Verfahrensabsprachen vor und während der Hauptverhandlung, Verteidigung durch Schweigen, Verteidigungsschrift, Eingangserklärung (Opening Statement), Beweisaufnahme, Beweismittel (insb. Zeugen- und Urkundenbeweis), Beweisverbote, unbedingte und bedingte Beweisanträge, Technik und Taktik der Zeugenvernehmung, Glaubhaftigkeit von Aussagen, Indizienbeweis, Umgang mit Sachverständigengutachten, Hauptverhandlungsprotokoll, Sachverhaltsfestschreibung, Verteidigungsstrategien zu Vorbereitung der Revision, Plädoyer, letztes Wort des Angeklagten.
Die Vorbereitung der HV
Referent: RA Dr. Thorsten Junker, FA für StrafR, Augsburg
Die Verteidigung in der HV
Kapitalstrafsachen, Kriminalistik; Steuerstrafrecht; Verkehrsstraf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren
Verkehrsstraf-/Ordnungswidrigkeitenrecht, Materielles Recht: Geschwindigkeitsüberschreitung; Rotlichtverstoß; § 24 a StVG; Fahrverbot (§ 25 StVG, § 4 BKatVO); Messverfahren; Verfahrensrecht: u.a. Halterhaftung; Verjährung (§ 33 OWiG); Bußgeldbescheid (§ 66 OWiG); Bußgeldverfahren (§§ 67, 72, 73 ff, 77 a + b OWiG); Rechtsbeschwerde; ggf. BZRG und Verkehrszentralregister, Punktsystem.
Kapitalstrafsachen: Gesetzesänderungen im Bereich des materiellen Kapitalstrafrechts, lebenslange Freiheitsstrafe, Verbrechenstatbestände gegen das menschliche Leben, Totschlag, Vorsatz, Versuchsbeginn, Rücktritt vom Versuch, Mord, Mordmerkmale, Strafzumessung; Körperverletzung mit Todesfolge.
Steuerstrafrecht: Der Verteidiger im Steuerstrafverfahren, Besteuerungs- und Steuerstrafverfahren, das Steuergeheimnis, Tatbestände des Steuerstraf- und Ordnungswidrigkeitenrechts, Selbstanzeige und Steueramnestie, Ergebnisse und Folgen des Steuerstraf- und Ordnungswidrigkeitenverfahrens.
Referent: Prof. Dr. Hartmut Schneider, Bundesanwalt BGH, Leipzig
Referent: Prof. Dr. Markus Jäger, RiBGH, Karlsruhe
Verkehrsstraf-/OWi
Referent: RA Gerhard Hillebrand, FA für VerkR u. StrafR, Neumünster
Materielles Recht, EU-Recht
Materielles Recht: Überblick über die neueste Rechtsprechung zum allgemeinen Teil: Täterschaft und Teilnahme, Unterlassen, Versuch und Rücktritt.
Überblick über die wichtigsten Änderungen im besonderen Teil des StGB mit Schwerpunkten u.a. Eigentums- und Vermögensdelikte sowie Urkundsdelikte im Spiegel der neueren Rechtsprechung;
Wirtschaftsstrafrecht: Unternehmenskrise und Insolvenzstrafrecht, Insolvenzrecht und Insolvenzverfahren, Grundlagen des Insolvenzstrafrechts, Verletzung von Antrags- und Anzeigepflichten (§ 84 Abs. 1 Nr. 2 GmbHG), Bankrottdelikte gem. § 283 StGB, Abgrenzung zur Untreue (§ 266 StGB), Buchführungs- und Bilanzdelikte außerhalb der Krise, Begünstigungshandlungen (insbesondere Gläubigerbegünstigung gem. § 283 c StGB), Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt (§ 266 a StGB), Betrug, Beitragshinterziehung, Wettbewerbsdelikte, Straftaten im Zusammenhang mit der Zwangsvollstreckung, insbesondere Vereitelung der Zwangsvollstreckung und Pfandkehr, falsche Versicherung an Eides Statt, Straftaten bei der Sanierung, strafrechtliche Risiken von Beratern und Insolvenzverwaltern, Korruptionsdelikte, Folgen einer strafrechtlichen Verurteilung, Unternehmensbuße (§ 30 OWiG); prozessuale Fragen, Verfall/Einziehung
Materielles Recht u. EU-Recht
Referent: RA Markus Haselier, FA für StrafR u. MedizinR, Dresden
Psychiatrie, Rechtsmedizin; Betäubungsmittelstrafrecht; JugendstrafR, JugendstrafverfahrensR
Psychiatrie: Erläuterung der wichtigsten Krankheitsbilder, Beeinträchtigung der Einsichts- und Steuerungsfähigkeit, Qualitätskontrolle psychiatrischer Sachverständigengutachten, Diagnoseschlüssel, Befragung des Sachverständigen.
Rechtsmedizin: Rechtsmedizinische Leichenschau: Todeszeichen sicher, unsicher, Scheintod; supravitale Reaktion; Späte Leichenerscheinungen; Todeszeitschätzung.
Der nichtnatürliche Tod: Vitale Reaktionen; stumpfe Gewalteinwirkung; scharfe Gewalt; Schussverletzungen; Ursachen und morphologische Befunde der Asphyxie; Strangulation: Erhängen, Erdrosseln, Erwürgen; Tod im Wasser und Ertrinken; Verbrennung und Unterkühlung; Einwirkung von elektrischem Strom.
Untersuchung Geschädigter: Verletzungsfolgen und Diagnostik; Selbst- Fremdbeibringung; Schütteltrauma; Reifezeichen und Lebensproben am Neugeborenen.
Forensische Molekulargenetik: ("DNA-Fingerprint") Methoden, Wertigkeit, Kosten, Einsatz bei Vaterschaft, Identitätsüberprüfung (Blutproben), Spurenvergleich
Betäubungsmittelstrafrecht: Betäubungsmittel (Opiate, Opium, Morphin, Heroin, Methadon, Kokain, Amphetamine, LSD, Kanabis), Mengenbegriffe des BtMG, verdeckte Ermittlungsmethoden, Die wichtigsten Tathandlungen im BtMG und Teilnahmeform, Strafverteidigung von drogenabhängigen Angeklagten, Absehen von Strafverfolgung, Strafzumessungsfragen, Zurückstellung von Strafvollstreckung zugunsten einer Behandlung, Schuldfähigkeitsfragen, Aufklärungshilfe gemäß § 31 BtMG, Zeugenschutz, Einziehung und Verfall, Strafvollstreckungsfragen.
Jugendstraf- und -verfahrensrecht: Verantwortlichkeit des Jugendlichen/Heranwachsenden, Anwendung des Jugendstrafrechts nach § 105 JGG, Folgen der Jugendstraftat: Sanktionsarten (Erziehungsmaßregeln, Zuchtmittel, Jugendstrafe), Bewährungsverfahren, Vorbehalt der Verhängung von Jugendstrafe (§ 27 JGG); Einheitsjugendstrafe (§§ 31, 32, 66, 105 Abs. 2 JGG); Besonderheiten des Ermittlungs- und Hauptverfahrens: notwendige Verteidigung (§§ 140 StPO, 68 JGG), Diversion (§§ 45, 47, 109 JGG), Rechtsmittel (§§ 52, 57, 59 JGG), Kosten (§ 74 JGG); Vollstreckungsverfahren und Jugendstrafvollzug.
Referent: RA Klaus-Martin Rogg, FA für StrafR u. ArbR, Ravensburg
Jugendstraf- und JugendstrafverfahrensR
Rechtsmittel, Revision, Strafzumessung, Strafvollstreckung, Strafvollzug
Rechtsmittel: Der Verteidiger im Rechtsmittelverfahren, Der Verteidiger im Beschwerdeverfahren, einfache Beschwerde und sofortige Beschwerde, Der Verteidiger im Berufungsverfahren und in der Berufungsverhandlung, Wiederaufnahme des Verfahrens, Verfassungsbeschwerde, Verteidigung im Revisionsverfahren, Vorbereitung der Revision, Das Aufspüren von Revisionsgründen, Die unbeachtliche Protokollrüge und die Protokollberichtigung, Die unwahre Verfahrensrüge, Revisionsgründe, Prozessrügen, absolute und relative Revisionsgründe, Sachrüge, praktische Erfahrungen und Ratschläge, Schuldfähigkeit und Sachverständigenbeweis, Bestellung, Auswahl, Ablehnung und Befugnisse des Sachverständigen
Strafzumessung: die rechtspolitische Konzeption des Gesetzes
Das Instrumentarium: insbesondere Geldstrafe und Freiheitsstrafe, Strafaussetzung zur Bewährung samt Widerruf; Vermögensstrafe, Einziehung und Verfall
Die Bedeutung des gesetzlichen Strafrahmens und die strafzumessungserheblichen Umstände; der Vorgang der Strafzumessung; der richtige Strafrahmen (insbes. minder schwere Fälle, fakultative Strafrahmenverschiebungen bei § 21 und § 23 StGB), Einordnung der Tat in den gesetzlichen Strafrahmen, präventive Überlegungen
Strafvollstreckung: Vollstreckungsvoraussetzungen, Vollstreckungshindernisse; Verfahren nach §§ 458, 462 StPO, Vollstreckungsaufschub (§§ 455, 456 StPO), Zurückstellung der Strafvollstreckung (§§ 35, 36 BtmG), Absehen von Vollstreckung (§ 456 a StPO), Bewährungsverfahren (§ 56, 57 StGB), Strafzeitberechnung
Strafvollzug: Vollstreckungsplan, Einweisungsverfahren, Vollzugsplan, Verlegung in andere JVA, anderes Bundesland, offenen Vollzug; Akteneinsichtsrecht; Verfahren im Strafvollzug: Beschwerdeverfahren (§ 108 StVollzG), gerichtliches Verfahren (§§ 109 ff. StVollzG), Rechtsmittel (§§ 116 f. StVollzG)
Rechtsmittel und Revision
Referent: VRiOLG a.D. Werner Stotz, Dresden
Strafzumessung und Strafvollstreckung inkl. Strafvollzug
Referent: RA´in Dr. Ines Kilian, FA für StrafR, Dresden
Gesamtlehrgang:
je Teilnehmer:
Rechtsanwälte und Assessoren bis 3 Jahre nach Erstzulassung bzw. Examen:
*1.590 €
Referendare (begrenztes Kontingent):
*1.390 €
3 Klausuren:
Skripte in Papierform zu buchbar
Buchungen Einzeltag:
Teilnehmer unserer Fachanwaltslehrgänge:
Sonstige Teilnehmer:
Wiederholungsklausur:
(Veränderungen innerhalb des Ablaufplans bleiben vorbehalten)
Baustein 1 - 5
Wiener Platz 8, 01069 Dresden
Tel: 0351- 26 355 0
Tel: 0351- 86 40 0

References: § 13
 § 24
 § 4
 § 283
 § 283
 § 31
 § 105
 § 21
 § 23