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Timestamp: 2020-03-29 18:10:09+00:00

Document:
Immobilienbericht Issue 2015 Perspektiven erkennen - intranda GmbH
Immobilienbericht Issue 2015 Perspektiven erkennen
Immobilienbericht / Stadt Aachen
Aachen: Stadt Aachen, Immobilienmanagement, 2003 -
2010 - 2011 online nicht ersch.
2783374-4
Perspektiven erkennen : Ziele, Konzepte, Ergebnisse
urn:nbn:de:kobv:109-1-8364522
Issue 2019 Tivoli ... alles rund
Issue 2017 Aachen im Aufwind
Issue 2016 Blickpunkt Aachen
Issue 2015 Perspektiven erkennen
Issue 2014 Neue Wege gehen
Issue 2013 Aachen im Fokus
Issue 2012 Neue Potenziale
Issue 2009 Neue Perspektiven
Issue 2008 Aachen auf Kurs
Ziele, Konzepte, Ergebnisse:
Immobilienbericht 2015
www.aachen.de/immobilien
Wohnungsunternehmen seit 1891
Wohnraum für Aachen
gewoge AG | Kleinmarschierstraße 54–58 | 52062 Aachen
Stadt Aachen, Fachbereich 23,
auch in diesem Jahr möchten wir Ihnen einen Rückblick auf die Entwicklungen auf dem Aachener Immobilienmarkt des Jahres 2015 geben.
Sie finden in unserem Immobilienbericht zum einen interessante Informationen zu unseren aktuellen
Projekten. Hierzu zählen unter anderem neben den Entwicklungen im Nikolausviertel oder dem neuen
Vermarktungskonzept Sandhäuschen auch Informationen zu den neuen Fahrgastunterständen im Aachener Stadtgebiet.
Zum anderen bieten wir Ihnen einen aktuellen Überblick über diverse Wohnprojekte, angefangen von
unserem hier nun schon seit einigen Jahren auftauchenden Sachstand zum Thema Umgang mit Flächenknappheit, einen Einblick in das EU-Projekt „GUGLE“, sowie Informationen zur Wohnraumgewinnung in
Zusammenarbeit mit der städtischen Tochtergesellschaft gewoge AG.
Mit Blick auf die rasanten Entwicklungen der Flüchtlingskrise hat die Stadt Aachen gerade im Jahr 2015
eine Vielzahl von Möglichkeiten in Anspruch genommen, ausreichenden Wohnraum in kürzester Zeit zu
schaffen. So wurden auch unkonventionelle Wege eingeschlagen wie z. B. die Herrichtung und Umnutzung gewerblicher Immobilien.
Auch über neue Fördermöglichkeiten im öffentlichen Wohnungsbau und entsprechende gesetzliche
Anpassungen zugunsten der Schaffung von Wohnraum für Flüchtlinge erhalten Sie hier einen Input.
(Prof. Dr. Manfred Sicking)
Beigeordneter für Wirtschaftsförderung, Soziales und Wohnen
Vorwort..........................................................................................................4
Inhaltsverzeichnis............................................................................................5
Aktuelle Projekte....................................................................... 6
Altstadtquartier Büchel...................................................................................8
Aquis Plaza.....................................................................................................9
Konzession für hinterleuchtete Werbung in Aachen......................................... 10
Neues Vermarktungskonzept Sandhäuschen................................................... 12
Freiraumgestaltung....................................................................................... 14
Wohnen.................................................................................... 16
Im Brockenfeld.............................................................................................. 18
Flächenknappheit.......................................................................................... 19
Flächenbedarfe und Flächenpotentiale........................................................... 20
Aufwertung städtischer Wohnhäuser.............................................................. 21
Mietpreisanpassung im städtischen Wohnungsbestand................................... 22
Gustav-Talbot-Siedlung: Ein Stück Aachen-Nord im Wandel............................. 23
Projekte Soziale Stadt Aachen-Nord/EU-GUGLE.............................................. 24
Öffentlicher Wohnungsbau/Flüchtlingsunterkünfte............... 26
Ankauf eines Gewerbeobjektes in der Tempelhofer Straße............................... 28
Wohnbebauung am Kronenberg..................................................................... 29
Flächen für den öffentlich geförderten Wohnungsbau
und Flüchtlingsunterkünfte............................................................................30
Erweiterte Fördermöglichkeiten im öffentlichen Wohnungsbau........................ 31
Neue städtebauliche Regelung beim Wohnungsbau für Flüchtlinge.................. 32
An- und Verkauf von städtischen Grundstücken
und Objekten, sonstige Regelungen........................................ 34
Ankauf eines Gebäudes an der Vaalser Straße.................................................36
Ankauf einer Bahnfläche am Pariser Ring........................................................ 37
Emerson eröffnet neues Europe Solution Center..............................................38
Entwicklung des Nahversorgungszentrums Aachen-Brand............................... 39
Gewerbepark Brand – Platz für alle Talente.....................................................40
Alter Schlachthof Aachen............................................................................... 42
Zahlen, Daten, Fakten..............................................................44
Wichtige Immobiliendaten.............................................................................46
Statistik........................................................................................................ 51
Organigramm Immobilienmanagement.................................. 53
Pressespiegel........................................................................... 54
Impressum.................................................................................................... 55
KapitelProjekte
Sich ändernde Bedarfe und Anforderungen
erkennen und darauf reagieren · Neue
Aktivierung von Ressourcen · Die Stadt im
ständigen Wandel der Zeit
6. Thermalwasserroute
Das Thema Thermalwasser wird als übe
rgreifendes
Thema aufgegriffen und die Thermalwasserroute
durch das Quartier fortgesetzt. (Pikto 6)
Entlang der Ost-West-Achse sind zur Verdeutlichung
der Thermalwasserroute offene Wasserrinnen
vorgesehen, die den Weg vom Hof bis zum Bädersteig
vorgeben. Der bereits vorhandene Bahkauv am
Büchel soll erhalten werden. Zudem soll an der
Quelle Großer Monarch ein weiterer Brunnen
entstehen. Auf dem Quartiersplatz wird das Thema
Wasser durch ein Wasserfontänenfeld aufgegriffen,
dass sich im Innern der trapezförmigen Sitzstufen
befindet und im Sommer Kinder zum Spielen einlädt.
BLICK 5: BÜCHEL RICHTUNG GRANUSTURM
© Städtebaulicher Entwurf Büro Chapman Taylor
GESTALTUNGSPLAN • M1:500
Tel.: 0241 432-2310
Im November 2015 wurde in der Aachener Tagespresse
veröffentlicht, dass zwischen Büchel im Süden und Großkölnstraße im Norden das neue Herz von Aachen entstehen soll. Dieses neue „Altstadtquartier Büchel“ umfasst
das seit Jahren zum Abriss vorgesehene Parkhaus Büchel
und die Bordellzone Antoniusstraße.
Bereits 2005 wurde für den Bereich Antoniusstraße/
Büchel eine Vorkaufsrechtssatzung vom Rat der Stadt
Aachen beschlossen. Die zu diesem Zeitpunkt noch sehr
allgemein formulierten Planungsziele wurden nunmehr
im weiteren Planungsprozess konkretisiert. Es soll ein
belebtes Viertel mit Einzelhandelsnutzung in den Erdgeschossen und Wohnungen in den Obergeschossen
entstehen. Eine Bordellnutzung soll im östlichen Teil der
Antoniusstraße durch ein sog. Laufhaus zulässig sein.
Durch die Vorkaufsrechtssatzung hat die Stadt Aachen
das Recht, bei einem Verkauf eines Objektes das ihr nach
den Bestimmungen des Baugesetzbuches zustehende
Vorkaufsrecht auszuüben und das Objekt zu erwerben.
Neben der Ausübung lässt das Baugesetzbuch jedoch
auch die Möglichkeit für den Käufer zu, unter bestimmten Voraussetzungen das Vorkaufsrecht der Gemeinde
abzuwenden. Der neue Erwerber muss jedoch in diesem
Fall finanziell und tatsächlich in der Lage sein, die Ziele
der Gemeinde selbst umzusetzen.
In einer vertraglichen Vereinbarung mit der Stadt
Aachen verpflichtet er sich, die Ziele der Stadt Aachen
innerhalb einer bestimmten Frist umzusetzen. Sollte
er diese Verpflichtung nicht erfüllen, kann die Stadt
Aachen den Grundbesitz erwerben.
Für drei Objekte in der Antoniusstraße wurden diese Vereinbarungen mit den neuen Erwerbern abgeschlossen.
Ein Objekt hat die Stadt Aachen unmittelbar von den
Verkäufern erworben. Das bestehende Nutzungsverhältnis konnte nach mehrjährigem Rechtsstreit von der Stadt
Aachen beendet werden.
Für weitere Objekte werden Verhandlungen mit den
jetzigen Eigentümern geführt, da diese die Häuser der
Stadt Aachen zum Kauf angeboten haben.
Die Stadt Aachen hat seit Oktober 2015 ein neues Einkaufscenter, das Aquis Plaza. Es war ein langer Weg bis
zur endgültigen Eröffnung der modernen Shopping-Mall.
Begleitet wurde das Projekt von vielen Fachabteilungen
der Stadtverwaltung. Darunter war auch der Fachbereich
Immobilienmanagement, der seinen Teil zu dieser 290
Millionen Euro Investition beigetragen hat. Die Stadt
hat mehrere Tauschverträge über kleinere Grundstücksflächen abgeschlossen. Auch im Bereich der Zufahrt zur
Tiefgarage des Aquis Plaza gab es eine Grundstücksregelung mit dem neuen Eigentümer.
Das Aquis-Plaza-Konzept soll die Funktionen Wohnen,
Arbeiten, Einkaufen und Freizeit miteinander verbinden. Im Center selbst wurden 700 neue Arbeitsplätze
geschaffen. Zusätzlich zu den Geschäftsflächen entstehen in den oberen Etagen und im direkt benachbarten
Geschäftshaus 32 Mietwohnungen. Vier große Gastronomieflächen im Erdgeschoss wurden nach außen an die
Fußgängerzone angebunden und werden über die normalen Öffnungszeiten des Einkaufszentrums bis in den
späten Abend hinein betrieben.
Tel.: 0241 432-2325
Das hochmoderne Einkaufszentrum bietet seiner Kundschaft rund 130 Fachgeschäfte, Restaurants, Cafés und
Dienstleistungsbetriebe. Bei der Eröffnung waren rund
85 Prozent der etwa 29.200 Quadratmeter großen Verkaufsfläche vermietet.
Der neue Fahrgastunterstand (hier: am Elisenbrunnen)
Konzession für hinterleuchtete
Tel.: 0241 432-2304
Das Stadtbild wird aufgefrischt –
Großes Möbelrücken in der Stadt
Der Rat der Stadt Aachen hat in seiner Sitzung am 23.
September 2015 einstimmig beschlossen, die Außenwerbekonzession für die so genannte hinterleuchtete
Wirtschaftswerbung an die Firma RBL (Reclamebureau
Limburg BV) aus dem niederländischen Voerendaal zu
vergeben. Das ist das Ergebnis einer entsprechenden
europaweiten Ausschreibung und zahlreicher Beratungen. Die Ausschreibung war unumgänglich geworden,
weil der bisherige, im Jahr 1986 mit der Firma JCDecaux
abgeschlossene Vertrag, zum 31. Dezember 2015 ausgelaufen ist.
Der neue Vertrag ab 1. Januar 2016 umfasst die Aufstellung, Pflege und Wartung von
•• 460 Fahrgastunterständen (FGU) mit Vitrinen für
City-Light-Poster (CLP) an den Aachener
•• 10 Sonderwartehallen für ausgesuchte Standorte
(z. B. Kaiserplatz, Tivoli, Klinikum …),
•• zusätzliche Sonderwartehallen am Elisenbrunnen
und Hauptbahnhof,
153 freistehende Vitrinen für City-Light-Poster
(z. T. digital betrieben),
6 vollautomatische barrierefreie WC-Anlagen.
Das Reclamebureau Limburg (RBL) ist auf die Verwaltung und den Betrieb von Stadtwerbung spezialisiert
und spricht neben nationalen Kunden auch regionale
Kunden an. In den Niederlanden erbringen die regionalen Kunden rund 40 Prozent des Umsatzes. Die Firma
bietet die gleiche Leistung wie der bisherige Rechteinhaber an. Wie bisher werden die Anlagen 14-tägig
gereinigt, Reparaturen innerhalb von 48 Stunden und
Sicherungsmaßnahmen nach Beschädigung einer Anlage
unverzüglich umgesetzt. RBL ist derzeit Inhaber von
Außenwerbekonzessionen in Maastricht, Heerlen, Kerkrade, Sittard-Geleen, Venlo sowie der Provinz Drenthe.
Die Stadt erhält für die Werberechte ab dem 1. Januar
2016 eine jährliche Fixpacht in Höhe von 130.000 Euro
(bisher waren es nur 100.000 Euro jährlich) und das eingeschränkte Recht der kostenfreien Werbung für städtische Zwecke. Der neue Vertrag hat eine Laufzeit von 15
Jahren und 6 Monaten, damit das „nächste Möbelrücken“ im Bedarfsfall nicht wieder in die Winterzeit fällt.
Der Abbau des alten Mobiliars seitens JCDecaux begann
am 4. Januar 2016 und wurde Mitte März 2016 endgültig abgeschlossen. RBL hat mit dem Aufbau der
neuen Stadtmöbel direkt im Anschluss begonnen.
Der erste Fahrgastunterstand stand trotz widriger
Wetterverhältnisse bereits am 14. Januar 2016 an der
Josefskirche. Seitdem folgen je nach Wetterlage täglich
fünf bis zehn weitere Anlagen, sodass mit einem erfolgreichen Abschluss der gesamten Baumaßnahme im Frühjahr 2016 gerechnet werden kann.
Eine neue Stadtinformationsanlage (SIA)
Tel.: 0241 432-2305
Die Stadt Aachen verfolgt bereits seit einigen Jahren das
Ziel, in neuen Baugebieten Standards für ein Mindestmaß an Einheitlichkeit festzulegen. Dabei wird stets die
Balance zwischen der Individualität des Einzelnen und
der Gesamtwirkung des Baugebietes gesucht.
Bei der Vermarktung des Neubaugebietes Sandhäuschen
wurden nunmehr erstmals neue Wege eingeschlagen.
Das Neubaugebiet liegt im Stadtbezirk Laurensberg im
Nordwesten von Aachen. An dieser Stelle, unmittelbar
an der Grenze des bebauten Siedlungsraums zur weiten
Bördelandschaft zwischen Aachen, Vaals und Heerlen,
soll ein attraktives Einfamilienhausgebiet entstehen. Im
Baugebiet stehen zehn Baugrundstücke für Reihenhäuser und acht Baugrundstücke für Doppelhaushälften zur
Zur Verwirklichung dieses Vorhabens wurde ein Vermarktungskonzept in enger Abstimmung der beteiligten
Fachbereiche Immobilienmanagement, Stadtentwicklung
und Verkehrsanlagen sowie der Bauaufsicht entwickelt.
Das Vermarktungskonzept zielt darauf ab, dass gegenüber den üblichen Einzelbewerbungen das Bewerbungsverfahren weitgehend im Interessentenkreis gemeinsam
durchgeführt wird. Damit soll die Bildung von Baugemeinschaften begünstigt werden. Umfangreiche Information, der offene Umgang mit dem Bewerberkreis
und die Gleichzeitigkeit soll die Selbstorganisation der
Bewerber fördern und damit zu ansprechenden gestalterischen Ergebnissen für das gesamte Neubaugebiet und
frühzeitig zu einer lebendigen Nachbarschaft führen.
Auftaktveranstaltung Ende Oktober 2015
Am 29. Oktober 2015 fand die Auftaktveranstaltung
zur Vermarktung statt. Im Rahmen dieser wurde den
ersten 30 Bewerbern der geführten Interessentenliste
die Möglichkeit gegeben, sich über die beabsichtigte
Vermarktung und das folgende Bewerbungsverfahren zu
informieren. Das städtebauliche Konzept, der Bebauungsplan, die Gestaltungssatzung, Besonderheiten des
Baugebietes sowie weitere wesentliche Rahmenbedingungen (zum Beispiel Baumschutz) wurden erläutert.
Die eigentliche Bewerbungsfrist startete am 30. November und endete am 3. Dezember 2015. Die Bauherren
sollten bei der Bewerbung unter anderem zwei mögliche
Wunschgrundstücke und ihre Baupartner benennen.
17 Bewerbungen sind eingegangen
Um eine möglichst faire und unabhängige Grundstücksvergabe sicherzustellen, wurden die Bewerbungen in der
Reihenfolge nach dem Prinzip „first-come, first-serve“,
also durch den Zeitpunkt des Eingangs, berücksichtigt.
Weiterhin wurden gemeinsame Bewerbungen von Bauherren für Doppelhäuser oder für die Hausgruppen
(Baugemeinschaften) bevorzugt. Für den Fall, dass sich
mehrere Baugemeinschaften/Baupartner für dieselben
Grundstücke interessieren sollten, wurde wieder die Reihenfolge des Eingangs der Bewerbermail berücksichtigt.
Durch die Benennung von zwei Wunschgrundstücken
wurden Nachrücker berücksichtigt. Weitere Sozialkriterien gab es nicht.
Infolgedessen sind aus dem eingeladenen Interessentenkreis von 30 Bewerbern 17 gültige Bewerbungen abgegeben worden. Die Möglichkeit, sich gemeinsam für eine
Hausgruppe oder ein Doppelhaus zu bewerben, wurde
von zwölf Bewerbern wahrgenommen, sodass sich Baugruppen für zwei Hausgruppen und drei Doppelhäuser
gebildet haben. Zwei weitere Einzelbewerbungen gibt es
für ein Doppelhaus.
Ein umfangreiches Handbuch, ein gemeinsamer Mailverteiler und die entsprechende Internetseite
www.aachen.de/Sandhaeuschen informierten nicht nur
umfassend, sondern förderten darüber hinaus einen
Gruppenbildungsprozess.
Im Anschluss an das erfolgreiche Bewerbungsverfahren
wurde am 11. Dezember 2015 zum ersten Bauherrengespräch eingeladen. Hier konnten sich die zukünftigen
Nachbarn bereits näher kennenlernen und konkrete Fragen hinsichtlich ihrer Planungen stellen. Zu Beginn des
Jahres 2016 werden sich die Bauwilligen zu einer weiteren Gesprächsrunde treffen. Über den weiteren Verlauf
des Verfahrens und die ersten Schritte des Baubeginns
kann im nächsten Jahr berichtet werden.
Unser Lampenpapst
Gerhard Klöfkorn:
Ich rücke den Dom und andere Bauwerke
ins rechte Licht. Mit meinen Kollegen sorge ich
dafür, dass Aachen auch bei Nacht schön und
stawag-stellt-vor.de
Fotografie: Foveart
© PT.RWTH Aachen Fotoarchiv
Tel.: 0241 432-2302
In den vergangenen zehn Jahren wurden rund 25 Millionen Euro in die Sanierung des städtischen Wohnungsbestandes investiert. Im Rahmen dieser Sanierungen wurden die wohnungsnahen Freiräume in den meisten Fällen
nicht entwickelt. Ausnahmen stellen die Sanierungen der
Wohngebäude in der Tal- und in der Metzgerstraße dar.
Die gewoge AG und die Stadt Aachen beauftragten
daher den Lehrstuhl für Planungstheorie und Stadtentwicklung der RWTH Aachen mit einer Studie zur Entwicklung der wohnungsnahen Freiräume. Das Ziel dieser
Studie ist es, Handlungsempfehlungen für die zukünftige
Entwicklung wohnungsnaher Freiräume zu erhalten. Die
Grundlagen für die Forscher waren eine Untersuchung
der bestehenden Anlage Metzgerstraße, die bereits
neu gestaltet wurde, und ein Workshop mit Mietern der
städtischen Wohngebäude Kalverbenden. Diese denkmalgeschützte Wohnsiedlung soll in den nächsten Jahren neu gestaltet werden.
Die Studie konzentriert sich auf Freiräume im privaten
Eigentum, die sowohl privat als auch gemeinschaftlich
nutzbar sein können. Dabei werden die verschiedenen
Anforderungen der Nutzer an den Freiraum analysiert
und mögliche Nutzungskombinationen dargestellt.
Sowohl gestalterische als auch funktionelle Aspekte stehen dabei im Blickpunkt.
Der Wohnungs- und Liegenschaftsausschuss beauftragte die Verwaltung in seiner Sitzung vom 19. Mai
2015, zukünftig bei der Neugestaltung wohnungsnaher
Freiräume im städtischen Wohnungsbestand die Handlungsempfehlungen zu berücksichtigen. Bei zukünftigen
Sanierungen von städtischen Wohngebäuden soll die
Entwicklung der wohnungsnahen Freiräume von Anfang
an in die Planungen mit einbezogen werden.
Im Mittelpunkt der Studie steht die Anforderung, die
Gebrauchsqualität des Freiraums im Alltag der Nutzer zu
erhöhen. Hierzu wurden die Nutzerperspektiven in Begehungen, Mieterbefragungen, Einzelgesprächen und einer
Bewohnerwerkstatt hinterfragt. Zudem wurden Fachpublikationen ausgewertet und Schlüsselpersonen interviewt.
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Das allseits beliebte Ausflugslokal Grevenstein an der
Ecke Maria-Theresia-Allee/Im Brockenfeld hat nach Aufgabe des letzten Pächters im Jahr 2013 seine Pforten
geschlossen. Seit Anfang 2014 erreichten den Fachbereich Immobilienmanagement Anfragen verschiedener
Interessenten, die das ehemalige Grevenstein zusammen mit dem vorgelagerten städtischen und unbebauten
Grundstück entwickeln wollen. Den Interessenten wurde
mitgeteilt, dass eine Einbeziehung des städtischen
Grundstücks in die Planung bei Erhaltung des geschützten Baumbestandes möglich ist. Nachdem die Bauunternehmung G. Quadflieg das ehemalige Grevenstein-Gebäude erworben hatte, stimmte der Wohnungs- und
Liegenschaftsausschuss der Stadt Aachen dem Verkauf
des benachbarten städtischen Grundstücks an die G.
Quadflieg GmbH zu.
Die G. Quadflieg GmbH beabsichtigt den Abriss des
bestehenden Gebäudes an der Maria-Theresia-Allee 40
und den Neubau eines Mehrfamilienhauses mit etwa
1.700 Quadratmeter Wohnfläche in 14 Wohneinheiten
sowie einer Tiefgarage mit 16 Stellplätzen. Mit dem Verkauf des städtischen Grundstücks war die Forderung
verbunden, zwei der insgesamt 14 Wohneinheiten als
öffentlich geförderte Eigentumswohnungen zu erstellen.
So konnte eine Mischung von frei finanziertem Wohnungsbau mit öffentlich gefördertem Wohnungsbau
auch in diesem exklusiven Wohnquartier erreicht werden. Mit den Bauarbeiten soll im Jahr 2016 begonnen
In Aachen werden die Grundstücke knapp
Es herrscht seit Jahren eine große Nachfrage nach
Grundstücken in Aachen. Die größte Nachfrage besteht
nach Baugrundstücken. Unterteilt man diesen Markt
weiter, wird deutlich, dass der Wohnungsmarkt eindeutig im unteren Segment am angespanntesten ist.
Gleichzeitig fallen immer mehr Sozialwohnungen aus
der Bindung. Die Stadt selbst lässt alle Baumaßnahmen,
bei denen sie Einfluss hat, vollständig oder teilweise mit
öffentlichen Mitteln fördern. Aber nur etwa 2.600 der
rund 135.000 Wohnungen in Aachen sind städtisch.
Die Stadt verkauft Grundstücke mit der Auflage, Bauvorhaben mit öffentlichen Mitteln zu fördern. Im Rahmen
dieser Verkäufe wird festgestellt, dass die Nachfrage
nach öffentlichen Mitteln für den Wohnungsbau weiterhin sehr hoch ist. Die für Aachen zur Verfügung stehenden Mittel werden vollständig abgerufen.
Investoren suchen aber auch Grundstücke für den Bau
von Studentenwohnheimen, Altenheimen, Kindertagesstätten, Gemeinschaftshäusern für die 50plus-Generation, Discount- und Nahversorgungsmärkten. Familien
wollen bezahlbare Einfamilienhausgrundstücke kaufen,
um dort ihr Eigenheim zu errichten. Es müssen also weiterhin Neubaugebiete entwickelt werden.
Die beschriebene Entwicklung geht zu Lasten der Landwirtschaft. Immer mehr Äcker und Wiesen werden für
andere Nutzungen beansprucht. Die zu bewirtschaftenden Flächen für die Landwirte werden immer kleiner.
Tel.: 0241 432-2320
Das Einzige, was bleibt, ist das Stadtgebiet mit 160,83
Quadratkilometer. Es wird nicht größer.
Die Bürgerbekundungen zur Neuaufstellung des Flächennutzungsplans haben gezeigt, dass neue Baugebiete auf
der grünen Wiese nicht mehr gewünscht sind. Es wird
eine spannende Frage, wie im Rahmen der Neuaufstellung des Flächennutzungsplans mit den unterschiedlichen Wünschen umgegangen wird.
Letztendlich geht es um die Verteilung des knappen Raumes. Für die Bürger Aachens sind bezahlbare Wohn- und
Arbeitsflächen wichtig. Aber auch für die Infrastruktur
und die Freizeitgestaltung müssen ausreichend Grundstücke zur Verfügung stehen. Die Landwirtschaft sorgt
für die Versorgung mit Nahrungs- und Lebensmitteln,
die Landschaftspflege und ein schönes Landschaftsbild.
Sie muss daher funktionstüchtig erhalten bleiben.
Alle Akteure im Grundstücksbereich, also Stadtplaner
und auch Immobilienfachleute, sind gefragt, nach einer
zukunftsweisenden Aufteilung von Flächen zu streben,
sodass Aachen eine für alle Interessen und Belange interessante Stadt bleibt.
Der Verkauf von Grundstücken im neuen Gewerbepark
Brand gestaltet sich erfolgreicher als erwartet. Die
Nachfrage ist groß. Die Grundstücke im Gewerbegebiet
werden in wenigen Jahren komplett verkauft sein. Und
es ist derzeit das letzte Grundstück seiner Art. Planung
und Immobilienmanagement müssen die Anstrengungen
verschärfen, relativ kurzfristig ein weiteres Gewerbegebiet zu entwickeln. Sonst kann die Stadt Aachen
Handwerkern und anderen Gewerbetreibenden bald
keine Grundstücke in einem zusammenhängenden
Gebiet stadtnah anbieten.
Alle Baumaßnahmen und Versiegelungen erfordern
gesetzlich den Ausgleich in Form von höherwertigen
Neuanpflanzungen. Auch für diesen Ausgleich werden
und Flächenpotentiale
Die Stadt Aachen wächst und wird auch in den kommenden Jahren weiter wachsen. Zurückzuführen ist das
unter anderem auf die Entwicklung rund um die RWTH
Aachen (Exzellenzinitiative), die Campusentwicklung
und die allgemein gute wirtschaftliche Entwicklung
des Standortes. Aachen ist eine florierende Stadt im Herzen Europas.
Dies erklärt eine weiterhin wachsende Bevölkerungszahl. Die im Jahr 2014 vorgelegte aktualisierte AachenStrategie-Wohnen formuliert in diesem Zusammenhang
unter dem vom Rat der Stadt Aachen empfohlenen Szenario „Wirtschafts+“ Neubaubedarfe der Stadt Aachen
für den Wohnungsbau bis zum Jahr 2030. Aus diesen
Neubaubedarfen lassen sich unmittelbar, unter Zugrundelegung einer bestimmten Bebauungsdichte, Flächenbedarfe ableiten.
Gedeckt werden sollen diese Bedarfe primär durch die
Nutzung von innerörtlichen erschlossenen Flächen,
entsprechend dem Prinzip „Innenentwicklung vor
Außenentwicklung“. Oberstes Ziel ist eine möglichst
nachhaltige Siedlungsentwicklung. Die Fläche ist eine
nicht reproduzierbare Ressource, die einen sparsamen
Umgang fordert. Das von der Bundesregierung vorgegebene 30-Hektar-Ziel soll den bundesweiten Flächenverbrauch auf 30 Hektar pro Tag im Jahr 2020 reduzieren.
Im Fokus für weitere Entwicklungen stehen daher:
•• Baulücken,
•• Nachverdichtungsmöglichkeiten,
•• zu revitalisierende Brachen,
Die Stadt Aachen hat im Jahr 2015 diese Flächen ermittelt und verifiziert. So wurde u. a. ein Baulandkataster
erarbeitet und veröffentlicht, welches die Baulandpotentiale im Stadtgebiet Aachen ausweist.
Um den ausgewiesenen Flächenbedarf zu decken, reichen diese Flächen insgesamt jedoch nicht aus. Mit der
Neuaufstellung des Flächennutzungsplans (FNP) sind
daher zusätzliche Flächen für Wohnen und Gewerbe
Dabei sind an jede einzelne Ausweisung neuer Flächen
im Flächennutzungsplan hohe Anforderungen geknüpft.
Zu berücksichtigen sind neben den allgemeinen Anforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse
und den Wohnbedürfnissen der Bevölkerung insbesondere die Belange des Umweltschutzes. Von Bedeutung
sind außerdem wirtschaftliche Aspekte, Verkehrsbelange und Belange der Land- und Forstwirtschaft.
Um all diesen Anforderungen gerecht zu werden, hat
sich bereits seit Jahren eine gute interdisziplinäre
Zusammenarbeit der betroffenen Fachbereiche etabliert.
In verschiedenen Arbeitsgruppen werden die einzelnen Belange erörtert und gegeneinander abgewogen,
um abschließend der Politik zur Entscheidung vorgelegt
werden zu können. Mit weiteren konkreten Ergebnissen
ist im Verlauf des Jahres 2016 zu rechnen.
Wohnungs+
Wirtschafts+
2026 bis 2030
Flächenanspruch
(350 m2 Nettobaul. pro WE)
(100 m2 Nettobaul. pro WE)
Summe des Flächenanspruchs
(Nettobauland)
Summe bis 2030
unbebaute Flächen in bestehenden
in Aufstellung befindliche Bebauungspläne.
städtischer Wohnhäuser
1. Goerdelerstraße 6-24a
Im Zusammenhang mit dem Neubauvorhaben Kronprinzenquartier hat sich die Stadt Aachen dafür entschieden,
eine Aufwertungsstudie für die angrenzenden städtischen Gebäude Goerdelerstraße 6-24a zu beauftragen.
Es ging um die Aufwertung des Vorplatzes und der Fassade des Gebäudes. Nach Vorstellung im Wohnungsund Liegenschaftsausschuss wurde die gewoge AG mit
der Umsetzung des Projektes beauftragt.
Die Maßnahme wurde in zwei Bauabschnitte unterteilt.
Im ersten Bauabschnitt wurde der Eingangsbereich zu
den städtischen Wohnhäusern 6-24a sichtbar aufgewertet. Vor den Wohnungen im Erdgeschoss wurden vorgelagerte Pflanzbeete errichtet, die für die Mieter mehr
Privatsphäre schaffen. Ein weiteres wichtiges Element
der Maßnahme war die Erstellung einer rollstuhlgerechten Rampe, die nun einen barrierefreien Zugang zu den
Aufzügen ermöglicht. Durch den Umbau wurden zudem
sichere statische Verhältnisse in Bezug auf die darunter
liegende Tiefgarage hergestellt. Der erste Bauabschnitt
wird im Februar 2016 abgeschlossen.
Im zweiten Bauabschnitt wird vor allem die Fassade
saniert. Mit dieser Sanierung wird erst nach Fertigstellung des benachbarten Neubauprojektes Kronprinzenquartier begonnen. Zur weiteren Optimierung
beabsichtigt die Stadt, die Beleuchtung vor dem
Gebäude zu verbessern.
2. Kalverbenden 62-100/Spaakallee 1-6
Die Sanierung einer Gartenstadt ähnlichen Wohnsiedlung
aus den 1920er Jahren hat im Oktober 2015 begonnen.
Die gesamte Anlage umfasst 99 Wohnungen und eine
gewerbliche Einheit mit einer Wohn- und Nutzfläche
von rund 5.930 Quadratmeter. Daher wird die Sanierung
in mehrere Bauabschnitte unterteilt, die sich über die
nächsten Jahre verteilen.
Die Fassaden der Häuser werden gestrichen, die Hauseingangstüren und Fensterläden überarbeitet, die
Dächer neu eingedeckt und gedämmt, ebenso erfolgt
eine Kellerdeckendämmung. Die komplette Siedlung
steht unter Denkmalschutz, daher werden alle Maßnahmen mit der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Aachen
Der Bestand wird hauptsächlich an „Dach und Fach“
aufgewertet; dies entspricht dem Wunsch der Mehrheit der Mieter. So kann die Sanierung im bewohnten
Zustand durchgeführt werden; ein Umstand, den vor
allem die vielen älteren Mieter begrüßen, die mit dem
Zustand der Wohnungen überwiegend zufrieden sind.
Der erste Bauabschnitt ist bereits mit einem optisch
ansprechenden Ergebnis abgeschlossen worden.
Tel.: 0241 432-2349
im städtischen Wohnungsbestand
Die gewoge AG führt regelmäßig im Rahmen des
Geschäftsbesorgungsvertrages und nach Abstimmung
mit dem Immobilienmanagement der Stadt Aachen Mieterhöhungen für die rund 2600 städtischen Wohnungen
durch. Die Anpassung der Mieten für nicht preisgebundene Wohnungen orientiert sich hierbei am jeweils aktuellen Mietspiegel für die Stadt Aachen.
Als Grundsatzregelung bleibt die Selbstbindung bestehen, wonach der städtische, frei finanzierte Wohnungsbestand Personen und Haushalten mit Wohnberechtigungsschein (WBS) vorbehalten ist. Dies bildet gleichzeitig die wesentliche Grundlage für die Mietpreisbildung.
Ausnahmeregelungen sind im Rahmen des Portfoliomanagements auch im Sinne einer gemischten Belegung
Für den städtischen Wohnhausbestand wird grundsätzlich der mittlere Wert des Mietspiegels angestrebt. Dieses Ziel soll mittelfristig durch Mieterhöhungen erreicht
werden, wobei aktuell die Mieten der städtischen Wohnungen in den meisten Fällen von diesem Wert weit entfernt sind und sich überwiegend im unteren Bereich des
Mietspiegels oder auch darunter befinden.
Prozentuale Mietpreissteigerung
Die gewoge AG prüft bei Mieterhöhungen, ob die Wohnungen nach der Erhöhung bei bedarfsgerechter Belegung mit den sozialhilferechtlich angemessenen Kosten
der Unterkunft übereinstimmen und eine Angemessenheit der Miete für WBS-Berechtigte gewahrt ist.
Bei Beschwerden gegen Mieterhöhungen erfolgt in
jedem Fall eine Einzelfallprüfung, damit insbesondere
soziale Härten vermieden werden. Den betroffenen Mietern werden mögliche Hilfsangebote durch den Fachbereich Wohnen oder den Fachbereich Soziales und Integration aufgezeigt.
Die Mieterträge werden auch zur Deckung der Kosten
für die Instandhaltung der Gebäude benötigt. Eine entsprechende Entwicklung und Anpassung der Mietpreise
ist zur Finanzierung der erforderlichen Investitionen notwendig und garantiert so allen Mietern einen gleichbleibenden Wohnstandard.
Gustav-Talbot-Siedlung:
Ein Stück Aachen-Nord im Wandel
Die gewoge AG investiert rd. 10 Mio. Euro in die Sanierung/Erweiterung der Gustav-Talbot-Siedlung. Nach
Abschluss der Arbeiten stehen 62 Wohnungen, davon
ca. 75% öffentlich gefördert, zur Verfügung.
Die für das Stadtgebiet Aachen-Nord identitätsprägende
Gustav-Talbot-Siedlung wurde 1925 errichtet und ist seit
1999 im Besitz der gewoge AG. Die heute denkmalgeschützten Gebäude verfügen über 45 Wohnungen mit
rund 3.420 Quadratmeter Wohnfläche. Sie sind geprägt
durch eine einfache Grundrissgestaltung mit vielen
kleinen Räumen, sehr reduziertem technischen Komfort
und einem sehr schlechten baulichen Zustand. Um den
Bestand an die heutigen Wohnraum-/Sicherheitsanforderungen und vor allem an die Anforderungen gesundes Wohnens anzupassen ist die Komplettsanierung
der Wohnbebauung entlang der Jülicher Straße und der
Burggrafenstraße dringend erforderlich.
Moderne Wohnungen in denkmalgeschützten Häusern
Bis 2018 wird die gewoge AG die bestehenden Gebäude
sanieren und durch Anbauten ergänzen. Dabei werden
die Wohnungsgrößen durch umfangreiche Grundrissänderungen an die heutigen Anforderungen angepasst.
Diese Maßnahmen in Kombination mit dem Ausbau der
Dachgeschosse ermöglicht die Schaffung von zusätzlichen Wohnungen unterschiedlicher Größen. Nach
Abschluss der Arbeiten stehen in den historischen
Gebäuden 56 Wohnungen zur Verfügung. Geplant ist
eine Ergänzung des Angebotes durch weitere sechs
Wohnungen in voraussichtlich zwei Neubauten, die
direkt an die alten Ställe der denkmalgeschützten
Gebäude angebunden werden.
Neubauten sind geplant
An das Grundstück der Gustav-Talbot-Siedlung grenzen bislang unbebaute Flächen der gewoge AG und der
Stadt Aachen an. Auf diesen Grundstücken soll ein neues
Wohnquartier mit gemischter Bau- und Bewohnerstruktur entstehen. In einem ersten Schritt sind auf den Freiflächen der gewoge AG nördlich der Burggrafenstraße
Neubauten mit etwa 35 Wohneinheiten und rd. 2.700
Quadratmeter Wohnfläche geplant. Das vielseitige Wohnungsangebot verspricht eine soziale Durchmischung
des Quartiers. Gefördert wird dies auch durch den Mix
aus gefördertem und frei finanziertem Wohnraum, der
sowohl in den denkmalgeschützten Gebäuden als auch
in den Neubauten umgesetzt werden soll.
Tel.: 0241 47704-0
Die für den ersten Bauabschnitt erforderliche vereinfachte Änderung des rechtskräftigen Bebauungsplanes
erfolgt derzeit durch die Stadt Aachen in enger Abstimmung mit der gewoge AG. So können auf dem Grundstück unmittelbar südlich der Talbot-Siedlung planmäßig bereits in den Jahren 2017/2018 die ersten Häuser
Die umfangreichen Sanierungs- und Neubaumaßnahmen und vor allem die neuen Wege durch die Freiflächen sind Teil des integrierten Handlungskonzeptes,
das im Rahmen des Bund-Länder-Programmes „Soziale
Stadt Aachen-Nord“ entwickelt wurde: mit dem Ziel, das
Quartier zukunftsfähig weiterzuentwickeln.
Alle Wohnungen werden, soweit es der Denkmalschutz
zulässt, entsprechend den heutigen Standards ausgestattet. Neue Freiraumqualitäten für die Bewohner
sollen private Freiflächen in Form von Terrassen und Balkonen bieten, ebenso wie großzügig und ansprechend
gestaltete Gartenanlagen, die auch eine Durchwegung
in die Bereiche der Burggrafenstraße ermöglichen.
Entwurfsplanung, ARGE TALBOTHÄUSER
Einblick in die im Kanal verbaute Technik, © Andreas Steindl
Aachen-Nord/EU-GUGLE
Im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms „Soziale Stadt“ unterstützen der Bund und die Länder die Stabilisierung und Aufwertung städtebaulich, wirtschaftlich, sozial benachteiligter sowie strukturschwacher
Stadt- und Ortsteile. In Aachen-Nord wird die Arbeit in
einem zweiten Förderabschnitt von 2015-2019 unter folgenden Schwerpunkten fortgesetzt:
Quartier Feld- und Liebigstraße,
Prozessgestaltung, Stadtteilmanagement und Partizipation (inklusive Verfügungsfonds, Anreizprogramm für private Wohnungseigentümer und
-mieter sowie für soziale Einrichtungen).
Das „Wohnen“ als einer der fünf Schwerpunkte steht
dabei besonders im Fokus.
Wie bereits in früheren Immobilienberichten erläutert,
startete die Stadt Aachen im Jahr 2012 zusammen mit
sieben weiteren europäischen Städten das Projekt der
Europäischen Union (EU) mit dem Kürzel „EU-GUGLE“
(EUropean cities serving as Green Urban Gate towards
Leadership in sustainable Energy). Das Projekt zielt
darauf ab, Gebäude so zu sanieren, dass die Kohlendioxid-Emissionen im Jahresmittel fast gleich Null sind.
Sanierungen städtischer Wohnungen in
Im Jahr 2015 konnten die Sanierungsarbeiten in den
Häusern der Sigmundstraße 11-17 abgeschlossen werden. 26 umgestaltete Wohnungen im öffentlich geförderten Wohnungsbau stehen nun dem Wohnungsmarkt
zur Verfügung. Der gesamte Gebäudekomplex wurde mit
hochwertigen, dreifach verglasten Holzfenstern, einer
energieeffizienten Fernwärmeheizung sowie einer kontrollierten Be- und Entlüftungsanlage ausgestattet. Dies
hat zur Folge, dass die Bewohner mit der umfangreichen
Technik der Lüftungsanlage und Heizthermostaten vertraut zu machen sind.
Die Sanierung der Wohnungen in den Häusern Sigmundstraße 22-26 hat inzwischen begonnen. Die Entkernung
ist weitgehend abgeschlossen. Als Reaktion auf die
ansteigenden Flüchtlingszahlen wird das Haus Sigmundstraße 26 speziell für die Unterbringung von Flüchtlingen
saniert. Die Umgestaltungsarbeiten der Wohnungen in
allen Häusern der Sigmundstraße 22-26 sollen im Jahr
2016 abgeschlossen werden.
Die für das Jahr 2015 geplante Sanierung der Wohnungen Reimanstraße 8-12 wurde verschoben und beginnt
voraussichtlich erst 2018. Die Wohnungen dienen bis
dahin der vorübergehenden Unterbringung von Flüchtlingen. Die Bauarbeiten in der Reimanstraße 2-6 werden voraussichtlich zu Beginn des Jahres 2016 beginnen.
Im Jahr 2015 wurde auch die Fassadensanierung der
städtischen Wohnhäuser Joseph-von-Görres-Straße
1-15, Jülicher Straße 152,162 und 164 sowie Dennewartstraße 47 abgeschlossen. In die Wohnungen werden neue Lüftungsanlagen eingebaut. Überdies wird die
Wärmeversorgung verändert. Sie soll in Zukunft über
eine Kombination aus Fernwärme und dem Anschluss
an das bestehende Abwasserwärmenutzungssystem im
Wiesental sichergestellt werden.
Im Bereich Wiesental verläuft ein Abwasserkanal, über
den Abwässer von rund 150.000 Aachenern entsorgt
werden. Mindestens 300 Liter Abwasser fließen pro
Sekunde durch den 3,20 Meter breiten und 2,55 Meter
hohen Kanal. Die Abwässer haben auf Grund der heißen
Thermalquellen selbst im Winter eine Temperatur von
rund 15 Grad Celsius, die bislang ungenutzt blieb. Das
Abwasser fließt auf einer Länge von rund 80 Metern
über eingebaute Edelstahlplatten, die sogenannten
Wärmetauscher, erwärmt das saubere Kaltwasser im
Inneren, das dann in den Wärmepumpenkreislauf der
Heizzentrale fließt. Dort stehen zwei Wärmepumpen und
zwei Speicher mit einem Fassungsvermögen von 1.200
Liter. Das Wasser wird auf eine Temperatur von 50 Grad
Celsius erwärmt und über ein Nahwärmenetz den Wohnhäusern zugeführt. Ende 2015 waren bereits 166 Wohnungen an das Nahwärmenetz angeschlossen.
Mit der Anlage im Wiesental wird in Aachen erstmals
die im Abwasser vorhandene Wärme zum Heizen und
zur Warmwasserbereitung genutzt. Nach Information
der STAWAG ist es die größte Anlage ihrer Art in Europa.
Besonders hervorzuheben ist der wichtige Beitrag zum
Klimaschutz. Mit dem Konzept der Abwasserwärmenutzung steht nunmehr eine kohlendioxidneutrale Wärmeversorgung zur Verfügung. Die Energieagentur Nordrhein-Westfalen zeichnete die Anlage als Projekt des
Monats Juli 2015 aus.
Auf Grund der vielen technischen Neuerungen (Lüftungsanlage, Heizungstechnik) sind Beratungen und Informationsveranstaltungen für die Mieterinnen und Mieter
notwendig geworden. Sie wurden im Rahmen des Projekts EU-GUGLE geplant und organisiert.
Konzepte für neue Zielgruppen und sich
ändernde Bedarfe · Neue Förderbedingungen ·
Bereitstellung geeigneter Flächen
Ankauf eines Gewerbeobjektes
in der Tempelhofer Straße
Im Sommer 2015 wurde der Stadt ein Gewerbeobjekt
in der Tempelhofer Straße zum Kauf angeboten. Es
handelte sich um ein rund 3.300 Quadratmeter großes
Bürogebäude, das der letzte Mieter zum Jahresende verlassen sollte.
In Anbetracht der steigenden Flüchtlingszahlen hatte
sich die Stadt relativ schnell entschieden, von dem Kaufangebot Gebrauch zu machen. In mehreren Verhandlungsgesprächen konnte sich die Stadt mit dem Verkäufer über den Kaufpreis einigen, sodass der Rat der Stadt
am 11. November 2015 den Ankauf beschließen konnte.
Im Gebäude befand sich zu dem Zeitpunkt des Beschlusses
noch eine Firma als Mieterin. Die Räumung des Objektes
erfolgte zum 31. Januar 2016. Die Stadt hat das Gebäude
zum 1. Februar 2016 übernommen. Umgehend danach
hat das städtische Gebäudemanagement mit den erforderlichen Umbauarbeiten begonnen, damit das Gebäude
relativ bald als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden
Die Wohnsiedlung Kronenberg hat sich als Wohnanlage für Familien mit Kindern durch ihre direkte Lage an
Grünflächen entwickelt. Hier konnte eine bisher brach
liegende Fläche zu einem bebaubaren Grundstück entwickelt werden.
Die selbstgewählte Zielvorgabe war hier, in kürzester
Zeit Wohnraum für Flüchtlingsfamilien zu schaffen.
Sobald der derzeitige sehr hohe Bedarf an Wohnflächen
für Flüchtlinge zurückgehen sollte, sollen diese Wohnungen wieder Inhabern von Wohnberechtigungsscheinen
Das städtische Grundstück hat eine Größe von rund
700 Quadratmetern und kann mit einem Wohngebäude
bebaut werden, das fünf Wohneinheiten bietet. In der
Zwischenzeit wurde eine Vorplanung mit detaillierter
Darstellung der Gebäude, die Ermittlung der maximal
hier möglichen Bauvolumina, die Lösung der Stellplatzfrage und die Festlegung der bestmöglichen Lage
der zu dieser Bebauung zugehörigen Spielplatzfläche
Tel.: 0241 432-2324
Der Bauherr, an den nach entsprechendem politischem
Beschluss das Grundstück verkauft wurde, konnte
mit diesen planerischen Vorgaben unmittelbar in den
endgültigen Detailplanungs- und Bauprozess einsteigen. Das Wohnhaus soll bis Anfang 2018 fertiggestellt
Somit könnte die Entwicklung von einer ungenutzten
städtischen Fläche zu einem nutzbaren Wohnbaugrundstück, komplett bebaut mit einem Wohngebäude, innerhalb eines Zeitraumes von etwa zwei Jahren abgeschlossen werden.
Flächen für den öffentlich
geförderten Wohnungsbau und
Die Wohnungsmärkte vieler nordrhein-westfälischer
Großstädte sind angespannt. Auch für Aachen ist in
dieser Hinsicht in den letzten Jahren eine weitere Verschlechterung zu verzeichnen. Besonders betroffen ist
das Segment des bezahlbaren/öffentlich geförderten
Wohnungsbaus. Verschärft hat sich die Situation im Jahr
2015 zusätzlich durch die vermehrte Zuwanderung von
Um dem entgegenzuwirken, wurden verstärkt städtische
Grundstücke vermarktet mit dem Ziel, möglichst kurzfristig öffentlich geförderten Wohnungsbau oder Flüchtlingswohnungen zu errichten. Für das Jahr 2015 sind im
Einzelnen folgende Grundstücke zu nennen:
•• Brander Straße, ca. 3.600 Quadratmeter
•• Franz-Delheid-Straße, ca. 2.650 Quadratmeter
•• Hubert-Spickernagel-Straße, ca. 1.500
•• Franz-Delheid-Straße, ca. 820 Quadratmeter
•• Eckenerstraße (Gewerbepark Brand), zwei Grundstücke, ca. 4.000 Quadratmeter
•• Kalverbenden (sog. Ponywiese), ca. 1.000
Kronenberg, ca. 700 Quadratmeter
Naumburger Straße (Neubaugebiet Grauenhofer
Weg), ca. 3.100 Quadratmeter
Schagenstraße/Rombachstraße, ca. 1.000
Birkenstraße, ca. 900 Quadratmeter
Die Förderbedingungen für den öffentlich geförderten Wohnungsbau haben sich im Jahr 2015 noch einmal
wesentlich verbessert (eigener Bericht auf Seite 31).
Starker Partner in Sachen Wohnungsbau ist die gewoge
AG. Sie hat im Jahr 2015 verschiedene Neubauprojekte
in Angriff genommen (eigener Bericht auf Seite 23).
In Anbetracht des ohnehin bestehenden Mangels
an bezahlbarem Wohnraum und des gleichzeitigen
Zustroms vieler Flüchtlinge hat das Ministerium für
Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (MBWSV) die Förderkonditionen für den öffentlich geförderten Wohnungsbau noch
einmal deutlich verbessert. Durch den Bund wurden die
Kompensationsmittel annähernd verdoppelt, sodass das
Land Nordrhein-Westfalen zusätzlich rund 90 Millionen
Euro erhalten hat.
Gefördert wird der Neubau von Miet- und Genossenschaftswohnungen, auch in der Form von Mieteinfamilienhäusern, sowie die Neuschaffung von Wohnraum in
Die Förderhöhe ist abhängig von der Größe der Wohnung, dem Bauort (Mietniveau der Gemeinde) sowie
dem Einkommen des Mieterhaushaltes (Einkommensgruppe A/B). Für weitere Maßnahmen, wie beispielsweise Aufzüge, Pflegebäder, Außenanlagen für demenziell erkrankte oder behinderte Menschen, können
Zusatzdarlehen beantragt werden.
Die Darlehen können wahlweise mit einer Mietpreis- und
Belegungsbindung von 20 oder 25 Jahren abgeschlossen
werden. Die Zinshöhe staffelt sich nach der Mietniveaustufe. Die Stadt Aachen ist in die Stufe IV eingeordnet.
In dieser Stufe wird bis zum Ablauf des zehnten Jahres
das Darlehen zinsfrei gewährt, danach betragen die
Zinsen 0,5 Prozent pro Jahr für die Dauer der Belegungsbindung. Nach Ablauf der Belegungsbindung wird das
Baudarlehen marktüblich verzinst. Die Tilgung beträgt
ein Prozent pro Jahr, auf Antrag sind zwei Prozent pro
Jahr zuzüglich ersparter Zinsen möglich.
Die entsprechenden Grunddarlehensbeträge pro Quadratmeter Wohnfläche für Fördermaßnahmen im Stadtgebiet Aachen betragen:
für die Einkommensgruppe A:	 1.765 Euro
für die Einkommensgruppe B:	 1.180 Euro
Für Wohnungen bis 62 Quadratmeter Wohnfläche wird
zusätzlich ein Pauschaldarlehen in Höhe von 5.000 Euro
Besonders attraktiv für den Investor ist die Gewährung
von Tilgungsnachlässen. Diese verbessern nachhaltig die Renditemöglichkeiten im Vergleich zum frei
finanzierten Wohnungsbau. Möglich sind bis zu 25 Prozent Tilgungsnachlass auf Darlehen für den Neubau oder
die Neuschaffung von Mietwohnungen in Bestandsimmobilien. Auf Zusatzdarlehen für bestimmte Komponenten, zum Beispiel Standortaufbereitung, kleine Wohnungen oder den Einbau eines Aufzugs, erhält der Investor weitere Tilgungsnachlässe von bis zu 50 Prozent des
Johann Körfer
Tel.: 0241 432-6400
Die aktuelle Nettokaltmiete für Wohnraum im Stadtgebiet Aachen beträgt in der Einkommensgruppe A 5,75
Euro und in der Einkommensgruppe B 6,65 Euro pro
Quadratmeter Wohnfläche. Während der Bindungszeit werden jährliche Mieterhöhungen von 1,5 Prozent
der Ausgangsbewilligungsmiete in der Förderzusage
Über die oben dargestellten Fördermöglichkeiten hinaus
wurde die Förderung von Wohnraum für Flüchtlinge
eingeführt. Wer durch Neubau oder Umbau einer bestehenden Immobilie qualitätsvollen Wohnraum schafft,
erhält sogar bis zu 35 Prozent Tilgungsnachlass auf
den Grunddarlehensbetrag. Es besteht grundsätzlich die
Möglichkeit, mit der Stadt Aachen einen Generalmietvertrag über eine individuell zu vereinbarende Laufzeit
Weitere Förderangebote betreffen Investitionen in den
Immobilienbestand, zum Beispiel zur Schaffung von
Barrierefreiheit und für energetische Sanierung.
Weiterführende Informationen finden Interessierte
www.nrwbank.de,
und www.aachen.de (Fachbereich Wohnen).
Entwurfsplanung: vonhoegen architekten GmbH, Bauherr: gewoge AG
Neue städtebauliche Regelung
beim Wohnungsbau für Flüchtlinge
Das massive Ansteigen der Flüchtlingszahlen in Deutschland hat den Bundesgesetzgeber bewogen, ein zeitlich
befristetes Maßnahmengesetz im Bereich des Bauplanungsrechtes und der bauplanungsrechtlichen Zulässigkeit von Anlagen zur Unterbringung von Flüchtlingen
und Asylbewerbern zu beschließen. Das „Gesetz über
Maßnahmen im Bauplanungsrecht zur Erleichterung der
Unterbringung von Flüchtlingen“ wird auch Flüchtlingsunterbringungs-Maßnahmengesetz genannt.
Mit diesen gesetzlichen Änderungen soll die bedarfsgerechte Schaffung von öffentlichen Unterbringungseinrichtungen zeitnah ermöglicht und gesichert werden. Das Gesetz enthält sowohl dauerhaft in das
Baugesetzbuch (BauGB) eingeführte Neuregelungen
als auch einige bis zum 31. Dezember 2019 befristete
Der Begriff „Wohnen“ kennzeichnet eine auf Dauer
angelegte Häuslichkeit, die Eigengestaltung der Haushaltsführung und des häuslichen Wirkungskreises sowie
die Freiwilligkeit des Aufenthaltes. Dagegen steht
der Begriff „Unterbringung“. In Gemeinschaftsunterkünften werden Bewohner untergebracht, die keine
eigenen Haushalte führen und nicht selbst über ihren
Aufenthalt bestimmen können. Planungsrechtlich sind
Gemeinschaftsunterkünfte für Flüchtlinge und Asylbegehrende vielfach auch als Anlagen für soziale Zwecke
zu betrachten. Flüchtlinge und Asylsuchende können
vorübergehend in Wohngebäuden oder in Anlagen für
soziale Zwecke untergebracht werden.
In den Grundsätzen der Bauleitplanung (§ 1 BauGB)
wurde dauerhaft festgelegt, dass die Belange von
Flüchtlingen – insbesondere deren Unterbringung – zu
Nach § 8 Abs. 3 Nr. 2 Baunutzungsverordnung können
in Gewerbegebieten Anlagen unter anderem für soziale
Zwecke ausnahmsweise zugelassen werden. In Gewerbegebieten können Aufnahmeeinrichtungen, Gemeinschaftsunterkünfte oder sonstige Unterkünfte für Flüchtlinge oder Asylbegehrende von den Festsetzungen eines
Bebauungsplanes befreit werden. Voraussetzung dafür
ist, dass an dem Standort Anlagen für soziale Zwecke als
Ausnahme zugelassen werden können oder allgemein
zulässig sind. Überdies muss die Abweichung auch unter
Würdigung nachbarlicher Interessen und öffentlicher
Belange vereinbar sein.
Einige Regeln sind befristet bis Ende 2019
Einige Regelungen sind befristet worden und laufen zum
31. Dezember 2019 wieder aus. Dazu gehören folgende
•• Weitergehende Genehmigungsmöglichkeiten nach
Paragraf (§) 34 Absatz (Abs.) 3a BauGB sind auch
bei der Nutzungsänderung bestehender Gebäude
bei Vorhaben zur Flüchtlingsunterbringung
•• Unterkünfte für Flüchtlinge und Asylbegehrende
sind im unbeplanten Innenbereich zulässig, wenn
sie sich gemäß § 34 Abs. 1 BauGB in die Eigenart
der näheren Umgebung einfügen.
•• Nach der Neuregelung in § 246 Abs. 8 wird der
Anwendungsbereich von § 34 Abs. 3a BauGB
erweitert auf Nutzungsänderungen zulässigerweise errichteter Geschäfts-, Büro- oder Verwaltungsgebäude in Anlagen, die der Unterbringung
von Flüchtlingen oder Asylbegehrenden dienen.
Die Abweichung muss städtebaulich vertretbar und
unter Würdigung nachbarlicher Interessen mit den
Anlagen zur Unterbringung von Flüchtlingen sind
auch im Außenbereich nach § 35 BauGB zulässig,
wenn diese in unmittelbarem räumlichem Zusammenhang mit einem bebaubaren Ortsteil innerhalb
des Siedlungsbereiches errichtet werden.
Darüber hinaus können Gemeinden durch Satzungen
nach § 34 Abs. 4 und § 35 Abs. 6 BauGB geeignete
Flächen für die Unterbringung von Flüchtlingen und
Asylbegehrenden bestimmen.
Entwicklung und Vermarktung von Flächen für
Wohnen, Gewerbe und Einzelhandel · Neue
Vermarktungskonzepte · Allgemeine Grundstücksregelungen, sinnvolle Bodenbevorratung
an der Vaalser Straße
Mit dem Schengener Abkommen entstand Reisefreiheit
zwischen vielen europäischen Staaten. Dadurch waren
auch keine Grenzkontrollen mehr am Grenzübergang
an der Vaalser Straße erforderlich und die dafür erforderlichen Anlagen konnten entfernt werden. Die Stadt
hat bereits vor mehreren Jahren das frühere Zollabfertigungsgebäude und das angrenzende Grundstück
von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA)
erworben. Ein Gebäude in diesem Bereich hatte die Bundespolizei noch im Eigentum behalten.
Im Jahr 2014 hat die BIMA der Stadt dieses Gebäude und
das dazugehörige Grundstück zum Kauf angeboten. Für
die Stadt war dieses Objekt sehr interessant, weil sie mit
diesem Grunderwerb alleinige Eigentümerin fast aller
Grundstücke am früheren Grenzübergang Vaalser Straße
Nach mehreren Verhandlungsgesprächen wurde Einigkeit über den Kaufpreis und einige Rahmenbedingungen,
zum Beispiel über den Abbruch des Gebäudes, erzielt.
Im Dezember 2015 konnte der Kaufvertrag beurkundet
Eine Überplanung der Vaalser Straße im Bereich der
Grenze zu den Niederlanden ist erforderlich. Wenn
diese erfolgt ist, könnte die Neugestaltung umgesetzt
Ankauf einer Bahnfläche
am Pariser Ring
Die Bahnflächen-Entwicklungsgesellschaft NRW (BEG)
ist eine im Jahre 2002 gegründete Tochtergesellschaft
des Landes Nordrhein-Westfalens (NRW) und der Deutschen Bahn AG (DB AG). Die BEG ist daher die zentrale
Ansprechpartnerin der Kommunen und bearbeitet und
veräußert alle Bahnflächen eines Gemeindegebietes,
soweit diese nicht mehr für den Bahnbetrieb benötigt
Für eine zukünftige Nutzung des Grundstücks bestehen
mehrere Möglichkeiten. Über diese Flächen könnte eine
Anbindung an das Gelände Melaten-Nord hergestellt
werden. Ferner wäre auch eine Erweiterung des Campus
West denkbar.
Tel.: 0241 432-2327
Die BEG hatte einen umfassenden Bahnflächen-Pool im
Stadtgebiet der Stadt Aachen zum Verkauf zusammengestellt. Unter anderem wurde der Stadt Aachen eine
Fläche am Pariser Ring angeboten. Bei dieser handelt
es sich um eine langgezogene Wiesen- und Grünfläche
entlang der Bahntrasse. Diese Fläche stellt eine Verbindung zwischen dem Campus West, dem Seffenter Weg
und dem Hochschulgelände Melaten-Nord dar. Sie liegt
auf Umgebungsniveau der südwestlich angrenzenden
Hochschulflächen. Die Stadt hat dieses Grundstück von
der Bahn in Abstimmung mit dem Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen im Jahre 2015 erworben.
© Emerson Climate Technologies GmbH
Emerson eröffnet
neues Europe Solution Center
Volker SchulzeSchwanebrügger
Tel.: 0241 432-2328
In der Pascalstraße haben sich etliche Hightech-Unternehmen und innovative Dienstleister angesiedelt. Der
globale Technologieanbieter Emerson ist weltweit
führend in den Bereichen Lüftung, Kälte-, Klima- und
Heiztechnik für Privathaushalte sowie industrielle
und gewerbliche Anwendungen. Das amerikanische
Unternehmen hat weltweit rund 110.000 Mitarbeiter
beschäftigt. Emerson betreibt derzeit fünf Werke und
vier Entwicklungszentren in Europa, die sich ausschließlich auf den Geschäftsbereich Climate Technologies
Die Europazentrale wurde 2005 in der Pascalstraße in
Aachen bezogen. Die Stadt Aachen hatte Emerson ein
passendes Grundstück verkauft. Das stetige Wachstum
der Firma erforderte inzwischen die Errichtung eines
weiteren Bürogebäudes auf einem mehr als 5.000 Quadratmeter großen früheren städtischen Grundstück.
Emerson eröffnete am 8. Dezember 2015 den neuen
Gebäude- und Laborkomplex „Europe Solution Center“
für sein Geschäftsfeld Climate Technologies mit einem
Investitionsvolumen von acht Millionen Euro.
In dem Gebäudekomplex mit einer Gesamtfläche von
4.000 Quadratmeter Büro- und Schulungsfläche sind
derzeit 75 Mitarbeiter beschäftigt. Das „Europe Solution Center“ ist Bestandteil von Emersons langfristiger
Strategie zur Entwicklung integrierter Lösungen. Dabei
unterstützt Emerson Unternehmen, die Anforderungen
an die europäische Wärme-, Kälte- und Klimatechnikbranche zu bewältigen. Dazu gehören eine höhere Energieeffizienz, mehr Nachhaltigkeit und eine verbesserte
Systemkonnektivität.
© Thesauros AG 2015
Der vorhandene Vollsortimenter an der Heussstraße in
Aachen-Brand beabsichtigte im Jahr 2007 eine Betriebserweiterung und Verlagerung. Dies nahm die Stadt zum
Anlass, eine Überplanung des gesamten Bereichs Heussstraße/Rombachstraße zu beginnen.
Die Einzelhandelssituation an der Trierer Straße war zu
diesem Zeitpunkt sowohl gestalterisch als auch erschließungstechnisch unbefriedigend. Im Laufe des Verfahrens wurde festgelegt, zwischen der Trierer Straße und
der Rombachstraße einen Discounter und einen Vollsortimenter zusammenzulegen, da dies von Kunden gut
angenommen wird und sich die Sortimente ergänzen.
Der in Frage kommende Vollsortimenter und der Discounter hatten sich zu einer Arbeitsgemeinschaft
zusammengeschlossen. Mit der zuständigen Immobiliengesellschaft wurden Verhandlungen über den Verkauf der städtischen Flächen geführt. Der Kaufvertrag
wurde Ende 2015 unterschrieben. Nun muss der Bebauungsplan Rechtskraft erlangen. Dann kann mit den
Erschließungsarbeiten und mit dem Bau des Vollsortimenters und des Discounters begonnen werden.
Zur Umsetzung der Planung waren mehrere Grundstücksregelungen erforderlich. Eine Umlegung wurde
durchgeführt. Parallel zur Entwicklung des Bebauungsplanes hat die Stadt verschiedene Grunderwerbe getätigt. Zwei bebaute Grundstücke an der Ringstraße konnten für das Vorhaben nach mehrjährigen Verhandlungen
von der Stadt gekauft werden.
© Foto: CARABIN CREATIVES, Thilo Vogel
Platz für alle Talente
Wolfgang Schoel,
Viel Platz auf über 130.000 m2
Bereits in den vorangegangenen Immobilienberichten
wurde regelmäßig über den Gewerbepark Brand berichtet. Hier folgt nun der aktuelle Sachstand.
Was hat die Entwicklung des Geländes
bisher gekostet?
Bis Herbst 1995:
Nutzung durch belgische Streitkräfte
Besitzübergang auf Stadt Aachen
Mai 2011 - Oktober 2012:
November 2012 - Oktober 2013:
Winter 2013 - Frühjahr 2014:
Abbruch, Sanierung und Baustraße:
4,7 Millionen Euro, Stadt Aachen
Kanal, Versorgungsleitungen:
0,85 Millionen Euro, STAWAG
Endausbau Straße (geschätzt):
1,3 Millionen Euro, Stadt Aachen
Eine Anmerkung hierzu: Der städtische Anteil an den
Entwicklungskosten war ursprünglich mit 7,3 Millionen
Euro veranschlagt worden. Sollte es bei den geschätzten
Kosten für den Endausbau bleiben, würde der städtische
Haushalt um einen Betrag in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro entlastet!
Mit der Wiedernutzbarmachung des ehemals militärisch
genutzten Areals (Camp Pirotte) verdoppelt sich die
verfügbare Gewerbefläche in der Stadt Aachen. Durch
die aufwendige Herrichtung des Geländes, das seine
bisherige Funktion verloren hatte, konnte das Grundstück wieder in den Wirtschaftskreislauf eingegliedert
werden und kann somit als hervorragendes Beispiel für
ein funktionierendes Flächenmanagement und -recycling herangezogen werden. Das Ziel einer ökologisch
und ökonomisch sinnvollen Wiedernutzbarmachung
der Fläche wurde auch unter dem Gesichtspunkt einer
nachhaltigen Stadtentwicklung erreicht. Damit verbunden ist auch die Senkung des Flächenverbrauchs durch
Neuversiegelung.
Vermarktung der Gewerbegrundstücke bis
heute (Stand Februar 2016)
18 Grundstücke mit einer Gesamtfläche von rund
28.140 Quadratmeter wurden verkauft.
11 Grundstücksverkäufe mit einer Gesamtfläche
von etwa 27.000 Quadratmeter sind politisch
Bei 5 Grundstücken mit einer Gesamtfläche von
rund 17.860 Quadratmeter werden die Vertragsverhandlungen bald beendet sein.
Die Firmen, die bisher Grundstücke gekauft haben
oder am Erwerb interessiert sind, beschäftigen zurzeit insgesamt 400 Mitarbeiter.
Viele dieser Betriebe erweitern ihren Mitarbeiterstamm oder beabsichtigen beim Umzug weitere
Von ursprünglich 117.500 Quadratmeter verkaufbarer Flächen sind rund 73.000 Quadratmeter vermarktet oder befinden sich in der finalen Vermarktungsphase (Stand Februar 2016). Dies sind rund 62
Prozent der Flächen, die verkauft werden können.
44.500 Quadratmeter der Flächen warten noch auf
www.gewerbepark-brand.de
Nutzungen auf verkauften oder zum Verkauf
beschlossenen Grundstücken
Nutzungen (gemäß dem Slogan: Platz für alle Talente)
© Leufen Stamm Architekten Ingenieure
„Das beste Stück vom Aachen“
ist vermarktet.
Der Schlachtbetrieb auf dem 37.000 Quadratmeter großen Gelände zwischen Metzger-, Feld- und Liebigstraße
wurde im Jahr 2003 eingestellt. Das Pachtverhältnis mit
dem Schlachthofbetreiber endete Ende 2005. Danach
wurde das gesamte Areal durch weitreichende Abbrucharbeiten, eine Altlastensanierung und die Erneuerung
der inneren Erschließung auf die Wandlung vorbereitet,
damit ein neues, attraktives Gewerbegebiet entstehen
konnte. Seit 2007 vermarktete der Fachbereich Immobilienmanagement die Grundstücke, auf denen zum
großen Teil denkmalgeschützte Gebäude stehen. Dieser
Neuanfang stand unter dem werbetechnischen Slogan
„Schlachthof – Ein Standort im Wandel“.
Der Wandel ist inzwischen vollzogen. Um in der Werbesprache zu bleiben: „Das beste Stück vom Aachen“ ist
vermarktet! Dreizehn Jahre nachdem auf dem Aachener
Schlachthof das letzte Tier sein Leben ließ, sind nun die
Bauarbeiten an der letzten Baustelle des Geländes, in
der Bogenhalle und am Uhrenturm, beendet. Beide Gebäude bildeten einst als Gebäudeensemble die Schauseite des Schlachthofareals zur Ecke Metzgerstraße/
Feldstraße und wirken auch heute noch identitätsstiftend auf das Areal.
Lange Zeit traute sich niemand an die unter Denkmalschutz stehende historische Bogenhalle und den daneben liegenden Uhrenturm heran. Im Frühjahr 2015 nahmen sich die Fachleute von „Leufen Stamm Architekten
Ingenieure GmbH“ der Gebäude an. Sie handelten im
Auftrag der Ingenieurfirma P3, die ihre Firmenzentrale
seit 2013 im nahegelegenen Kraftversorgungsturm und
den dazugehörigen Nebengebäuden untergebracht hat.
Die ehemals als Abholhalle für Metzger und Fleischer
konstruierte offene Halle mit einer für die damalige Zeit
äußerst gewagten, bogenförmigen Spanndachkonstruktion und der neu konzipierte Uhrenturm dienen jetzt mit
einer Gesamtnutzfläche von rund 2.158 Quadratmeter
als Büro- und Besprechungszentrale der P3-Gruppe. Die
Kosten für die Sanierung des Ensembles summieren sich
auf 2.750.000 Euro brutto.
Impressionen von der neuen Bogenhalle
© Leufen Stamm Archtiekten Ingenieure
Die exponierte Lage des Geländes im Aachener Norden
mit direkter Anbindung an die Innenstadt und die Autobahn hat bewirkt, dass sich zahlreiche Unternehmen hier
angesiedelt haben. „Der Alte Schlachthof Aachen“
ist nicht nur jedem Aachener ein fester Begriff. Er ist
definitiv eine Besonderheit in der Gewerbelandschaft
Aachens, bringt dem ganzen Aachener Nordviertel
Impulse und wertet es auf.
Aachen im Vergleich · Trends erkennen · Neue
Konzepte entwickeln · Lösungen realisieren
Einzugsgebiet Güterverkehr Euregio Maas Rhein
rd. 10.745 km2
rd. 3,98 Mio.
rd. 1,5 Mio.
Maastricht-Aachen-Airport, Airport Lüttich
Hochgeschwindigkeitszug hält in Aachen und Lüttich
Ein halber „LKW-Tag“ deckt eine Zone von 55 Mio.
Europäern ab; ein „Lkw-Tag“ eine solche von 165 Mio.,
also fast die Hälfte der europäischen Bevölkerung. Für
Unternehmen stehen 16.000 ha angelegte und ausgestattete Flächen zur Verfügung, davon 5.632 ha in der
Region Aachen.
Bestand Haushalte
Wohngebäude mit 3 und mehr Wohnungen
251.390
davon mit Hauptwohnung
Sozialversicherungspflichtig, Beschäftigte
(bewertet regionale Teilmärkte hinsichtlich ihrer
nominellen Kaufkraft)
Baugrundstücke für Gewerbe und Industrie
Verkaufspreis in m2 (inkl. Erschließungskosten;
keine subventionierten Preise)
Netto-Erdgeschoss-Kaltmieten im Einzelhandel
(pro m2-Nutzfläche)
für Läden in
Baulandfläche:
1b-Lage 1c-Lage Lage 2
Einfamilienreihenmittelhäuser
(durchschnittlicher Preis pro m2 Wohnfläche
in mittlerer Lage)
Doppelhaushälften/Reihenendhäuser
Baulandfläche: Baulandfläche:
(durchschnittlicher Preis pro m2 Wohnfläche, 61 m2 bis 100 m2 Wohnfläche, in mittleren Lagen, bei Weiterverkauf)
tatsächliches bis 1919 1920
- 2014 Erstkauf
(Verkaufspreis inkl. Erschließungskosten in m2 für typische Ein- und Zweifamilienhausgrundstücke)
Stadt Aachen, Fachbereich 02/Statistik, Fachbereich 62, Kommunale Bewertungsstelle der Stadt Aachen
Der Mietspiegel gemäß § 558 c Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) für nicht preisgebundene Wohnungen im Stadtgebiet Aachen wird gemeinschaftlich erarbeitet und vereinbart zwischen Aachener Haus- und Grundbesitzerverein
e.V., Mieterschutzverein für Aachen und Umgebung e.V. unter Mitwirkung der Stadt Aachen, Der Oberbürgermeister,
Fachbereich Wohnen.
Der Mietspiegel kann im Internet unter www.aachen.de eingesehen werden.
Im Jahr 2015 wurden insgesamt 13 Grundstücke und Objekte angekauft. Hierbei handelt es sich um folgende Objektarten mit entsprechenden Ausgabevolumen:
Erwerb von Grundstücken für öffentlichen
Bedarf und für den
Ausüben von
rd. 3,87 Mio.	 Euro
rd. 1,1 Mio.	 Euro
rd. 3,5 Mio.	 Euro
Die Ausübung der Vorkaufsrechte erfolgte gemäß § 25 und § 28 Baugesetzbuch und § 36a Landschaftsgesetz NRW.
In dem Jahr 2015 wurden folgende Grundstücke und Objekte veräußert:
rd. 18,5 Mio.	 Euro
rd. 15,8 Mio.	 Euro
rd. 17,0 Mio.	 Euro
Tausch 2015
In dem Jahr 2015 wurden zwei Tauschverträge abgeschlossen.
Gestattungsverträge 2015
In dem Jahr 2015 wurden überwiegend mit Versorgungsunternehmen Gestattungsverträge und Baulasten abgeschlossen. Hierbei wurden folgende Einnahmen erzielt:
Anzahl abgeschlossener Verträge und Baulasten
rd. 61.500
rd. 118.300	 Euro
rd. 234.500	 Euro
Nach den Bestimmungen des Baugesetzbuches obliegt dem Fachbereich bei allen Kaufverträgen, die über Grundbesitz innerhalb des Stadtgebietes Aachen abgeschlossen werden, die Prüfung, ob ein gemeindliches Vorkaufsrecht
besteht bzw. ausgeübt wird.
Bei Nichtbestehen bzw. Nichtausüben eines Vorkaufsrechtes ist hierüber im Einzelfall ein Negativattest auszustellen.
Die Gebühr für das Erteilen des Zeugnisses wird in Höhe von 30 Euro gemäß der Verwaltungsgebührenordnung
Anzahl der ausgestellten Vorkaufsrechtsbescheinigungen
Gebühren gem. der
Die jährlichen Mehreinnahmen durch Erbbauzinserhöhungen betrugen
rd. 145.000	 Euro
rd. 100.600	 Euro
Anzahl über
der vergebenen
erzielte Mehreinnahmen durch
neu bestellte
Erbbauzinseinnahmen (gesamt)
Anteil auf
rd. 3,88 Mio. 	Euro
rd. 2,72 Mio. 	Euro
rd. 48.900
rd. 4,00 Mio. 	Euro
rd. 2,89 Mio.	 Euro
rd. 4,15 Mio. 	 Euro
rd. 2,97 Mio. 	Euro
Dezernat VI: Herr Prof. Dr. Sicking
FB 23/00 Immobilienmanagement
Fachbereichsleiter Herr Feiter
Vertretung: Herr Bussen
Abteilung Grunderwerb, Mieten, Pachten und Marktwesen
Herr Bussen
Frau Dackweiler (Controlling)
Frau Riss
Frau Sistermanns
Herr Keup
Frau Rechlin
Frau Görißen
Sachbearbeitung Mieten, Pachten,
Frau Bonkowski
Herr Rohner
05.01.2015, Aachener Zeitung
22.04.2015, Aachener Nachrichten
„Wohnen in Aachen wird erneut teurer“
Neuer Mietspiegel auf breiterer Datenbasis als bislang.
Rund 13.000 Angaben ausgewertet. Bis zu 50 Cent mehr
im größten Segment.
„Günstige Wohnungen werden in Aachen immer
seltener“
Zahl der Einheiten mit Sozialbindung geht weiter stark
zurück. Belegungsquote und Leerstand niedrig.
28.01.2015,Aachener Nachrichten
08.05.2015, Aachener Zeitung
„Trendwende auf dem Wohnungsmarkt“
Stadt blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2014 zurück. 255
neue Sozialwohnungen. Doch die Nachfrage ist weiterhin hoch.
„Siedlung mit Modellcharakter“
Erster Spatenstich für Neubauprojekt an der Stolberger
„Gewoge investiert 15 Millionen an der Stolberger
Marode Mietkomplexe aus den Sechzigern machen Platz
für 77 neue Wohnungen. Hohe Standards, viel Grün und
eigene Sozialstation.
„Richtericher Dell bleibt das ganz große Thema“
Bezirksvertretung: Gutachten spricht sich wegen Lage
auf dem Wohnungsmarkt für zeitnahe Umsetzung des
ersten Bauabschnittes aus. Bürgerinitiative macht
weiter mobil gegen das Projekt. Was wird aus der
Umgehungsstraße?
20.02.2015, Aachener Zeitung
16.05.2015, Aachener Nachrichten
„Wie geht´s weiter mit Büchel und Bushof?“
„Investoren suchen die letzten Grundstücke“
An vielen Stellen der Stadt wird gebaut. ´.Zig Millionen
werden in kleinere und größere Projekte gesteckt.
Bevölkerung wächst leicht.
14.02.2015,Aachener Zeitung
24.02.2015, Aachener Zeitung
„Verborgene Wärmequelle heizt nun Häuser“
STAWAG und gewoge versorgen Häuser im Wiesental
nach deren Sanierung mit Heizenergie aus der Thermik
der Abwasserleitung.
02.03.2015, Aachener Zeitung
„Borussen votieren klar für Umzug zum Brander
Ende des Sportpolitikums: In geheimer Abstimmung
sprechen sich die Mitglieder für das Ende an der KarlKuck-Straße aus.
07.03.2015, Aachener Nachrichten
„Bogenhalle wird zum lichtvollen Büroturm“
Ingenieure der P3 Group breiten sich im Alten Schlachthof aus. Die einstige Abholhalle der Metzger- und
Fleischerbetriebe bietet Platz für Büros und gläserne
Besprechungs- und Seminarräume. Kleine Zimmerchen
im Uhrenturm.
„Die Zahl der Studenten soll zehn Jahre lang über
50.000 liegen“
Auch deshalb muss die Wohnungspolitik neue Wege
gehen. Immobilienbericht.
28.05.2015, Aachener Nachrichten
„Das Stadtbild wird aufgefrischt“
Hunderte Bushäuschen und Werbeanlagen müssen bis
Jahresende abgebaut werden. Vertrag europaweit ausgeschrieben. Es geht um Millionen.
30.05.2015, Aachener Zeitung
„Nikolausviertel: Jetzt sollen die Ideen sprudeln“
Städtebaulicher Wettbewerb steht endlich in Startlöchern. Umfangreiche „Auslobung“ mit vielen Details.
Parkhausgrundstück hat oberste Priorität
10.03.2015, Aachener Zeitung
11.06.2015, Aachener Zeitung
„Studentenbuden: ‚Keine Notsituation mehr‘“
Marketingkampagne „Extraraum“: Initiatoren ziehen
positive Bilanz. 2.300 neue Betten bis 2016. Ausbau der
Online-Wohnungsbörse.
„Dell: Politiker beharren auf Ortsumgehung“
Bezirksvertretung Richterich nimmt Vorschlag der Verwaltung „ablehnend zur Kenntnis“. Die will den Wohnungsbau unabhängig vom Straßenbau starten.
18.03.2015, Aachener Nachrichten
„Boom beim Wohnungsbau hält weiter an“
20.05.2015, Aachener Nachrichten
16.06.2015, Aachener Nachrichten
15.10.2015, Aachener Zeitung
„Große Pläne für den Branderhof“
Junger Verein möchte den mehr als 500 Jahre alten
Gutshof mit neuem Leben füllen. Bei einem Picknick
wurden jetzt erste Ideen vorgestellt. Allerdings hat die
Politik beschlossen, die Anlage zu verkaufen.
„Neue ‚Buden‘ hängen am eisernen Faden“
Wohnraum für 285 Studierende auf Campus Melaten.
Module kommen per Lastwagen. Mit Bad, Heizung und
Küchennische.
13.11.2015, Aachener Nachrichten
15.07.2015, Aachener Zeitung
„Dienstleister will bis zu 400 neue Arbeitsplätze
Capita öffnet im August im ADAC-Neubau an der
Krefelder Straße seinen Standort Aachen. Start zunächst
mit 200 Stellen.
„Dauerzustand im Wohnungsmarkt: Situation
angespannt“
Bei den geförderten Wohnungen gibt es einen immer
größer werdenden Engpass. Ende 2014 wurden 251.500
14.11.2015, Aachener Zeitung
„Faszinierend, wie fantastisch alles klappt“
Rund 100 Helfer sind im Inda-Gymnasium im Einsatz, um
300 Flüchtlingen die Ankunft so angenehm wie möglich
„Grüne: Stadt soll massiv in Wohnungen investieren“
Seit Jahren ist bezahlbarer Wohnraum in Aachen knapp.
Daher fordern die Grünen vor allem den Bau mehrgeschossiger Gebäude. Menschen mit geringen Einkommen
sollen profitieren. Bis zu 40 Millionen Euro in fünf Jahren?
29.07.2015, Aachener Nachrichten
24.11.2015, Aachener Nachrichten
„Wohnungsnot nimmt zu“
Experten: 2017 werden 800.000 Wohnungen fehlen.
„Blücherplatz: Stadt vermietet Stellplätze“
22.07.2015, Aachener Zeitung
10.12.2015, Aachener Zeitung
10.09.2015, Aachener Nachrichten
„Dell: Umgehung könnte im Jahr 2020 fertig sein“
Viele Richtericher haben Bedenken gegen das große
Neubauprojekt. Bürgerinformation gut besucht. Es sollen bis zu 900 Wohneinheiten entstehen.
29.09.2015, Aachener Nachrichten
„460 Wartehäuschen werden ab Januar gegen neue
ausgetauscht“
Stadt gibt der niederländischen Firma RBL Zuschlag für
14.10.2015, Aachener Zeitung
„Rund 230 Flüchtlinge finden bald Platz auf 6.000
Quadratmetern“
Umbau in Richterich geht voran. 300 Asylsuchende kommen ab Freitag.
„Emerson baut seinen Standort Aachen aus“
Mit einem neuen Gebäude wird die letzte Freifläche an
der Pascalstraße geschlossen.
23.12.2015, Aachener Nachrichten
„Stadt Aachen verkauft an Aldi“
Grundstücke am „Vennbahn-Center“ in Brand und in
Preuswald.
29.12.2015, Aachener Nachrichten
„In Kürze beginnt bei der Stadt das große
Möbelrücken“
Austausch von Wartehäuschen, Werbevitrinen und weiterem Außenmobiliar gestaltet sich zeitraubender als
zunächst gedacht.
Tel.: 0241 432-2309, Fax: 0241 432-2399
immobilienmanagement@mail.aachen.de
Nicole Dackweiler, Michaela Riss, Wolfgang Schoel
Titel- und Kapitelfotos
Der Fachbereich Immobilienmanagement bedankt
sich bei allen beteiligten Fachbereichen für die gute
Seit Januar 2016 haben wir die Stadt Aachen mit 430 neuen hochmodernen Wartehallen und
über 150 Citylight Vitrinen an hochfrequentierten Orten ausgestattet. Hier können Sie Netz- oder
Einzelflächen für die verschiedensten Werbeziele und Budgets Ihrer Citylight Poster buchen.
Mehr Reichweite und Aufmerksamkeit finden Sie nirgends.
Unser Premium Service garantiert die hochwertige Plakatierung sowie die tägliche Wartung und
Reinigung durch unser geschultes Fachpersonal. Kontaktieren Sie uns gerne: info@rblmedia.de

References: § 8
 § 34
 § 246
 § 34
 § 35
 § 34
 § 35
 § 558
 § 25
 § 28
 § 36