Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NZA%202008,%20223
Timestamp: 2019-04-23 17:11:10+00:00

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BAG, 25.10.2007 - 8 AZR 593/06 - dejure.org
Mobbing; Schmerzensgeld; Entlassung des Störers
Mobbing: Psychische Erkrankung eines Mitarbeiters aufgrund von schuldhaftem dienstlichen Verhalten des Vorgesetzten - Haftung des Arbeitgebers auf Schadensersatz für Verhalten seines Erfüllungsgehilfen
Haftung des Arbeitgebers für die durch einen Vorgesetzten an einem seiner Arbeitnehmer schuldhaft verursachten Schäden; Verletzung der arbeitsvertraglichen Pflichten durch den Chefarzt als Erfüllungsgehilfe der Klinikbetreiber; Wesensmerkmal der als "Mobbing" bezeichneten Form der Rechtsverletzung des Arbeitnehmers; Beeinträchtigung eines geschützten Rechts des Arbeitnehmers; Benachteiligung des Arbeitgbers durch denVorgesetzten; Rücksichtnahme des Arbeitgebers im Rahmen seiner Fürsorgepflicht auf das Wohl und die berechtigten Interessen des Arbeitnehmers; Verletzung des Persönlichkeitsrechts des Arbeitnehmers
Arbeitgeberhaftung für Schäden die Arbeitnehmer untereinander erleiden
Mobbing - Haftung des Arbeitsgebers für Mobbing durch Mitarbeiter
Mobbing im Arbeitsverhältnis - Haftung des Arbeitgebers
Schadensersatz; Mobbing - Schmerzensgeld; Entlassung des Störers
Oberarzt wegen Mobbing durch den Chefarzt Schmerzensgeld zugesprochen
Mobbing in der Chefetage
Arbeitsrecht - Mobbing - nur Schmerzensgeld?
Schutzpflicht des Arbeitgebers gegenüber gemobbtem Arbeitnehmer
Schmerzensgeldanspruch eines Oberarztes wegen Mobbing; Arbeitsrecht, Medizinrecht
Chefarzt mobbt Oberarzt - Schmerzensgeld von der Klinik wegen psychischer Erkrankung
Schadensersatzansprüche bei "Mobbing" durch Vorgesetzten
Schmerzensgeld wegen Mobbings durch Vorgesetzten
Mobbing Schmerzensgeld Arbeitgeber
Arbeitgeber haften für mobbende Angestellte (Vorgesetzte), Arbeitsrecht
Mobbing-Opfer kann vom Arbeitgeber Schmerzensgeld verlangen - Anspruch auf Entlassung des mobbenden Kollegen besteht nicht - BAG zu Ansprüchen wegen Mobbing
123recht.net (Pressemeldung, 25.10.2007)
Arbeitgeber müssen vor Mobbing schützen // Oberarzt bekommt Schmerzensgeld zugesprochen
Schadenersatz - Welche Ansprüche bestehen bei "Mobbing"?
Mobbing - Schmerzensgeld - Entlassung des Störers (RA Andreas Biedermann; Deutsches Baublatt 6/2008, S. 30)
migration-online.de (Entscheidungsbesprechung)
§ 242 BGB; § 105 SGB 7; §§ 1, 12 AGG; § 238 StGB
Haftung des Arbeitgebers für Mobbing im Betrieb (RA Dr. Martin Wolmerath)
Kurznachricht zu "Fazit zum Urteil des BAG vom 25.10.2007, Az.: 8 AZR 593/06 (Mobbing)" von Redaktion der FA, original erschienen in: FA 2008, 111.
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BAG vom 25.10.2007, Az.: 8 AZR 593/06 (Ansprüche bei Mobbing)" von RA Arno Schrader, FAArbR, original erschienen in: AiB 2008, 439 - 440.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BAG v. 25.10.2007, Az.: 8 AZR 593/06 (Mobbing im Krankenhaus - Schmerzensgeld - Entlassung des Störers)" von RA Dr. Wolfgang Zimmerling, original erschienen in: MedR 2008, 379 - 384.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BAG vom 25.10.2007, Az.: 8 AZR 593/06 (Schmerzensgeldanspruch des Ersten Oberarztes wegen Mobbings durch den Chefarzt)" von RA Dr. Manfred Andreas, original erschienen in: ArztR 2008, 316 - 326.
Zusammenfassung von "Einschränkungen der privilegierten Arbeitnehmerhaftung für leitende Angestellte" von WissMit. Dr. Marcus Bieder, original erschienen in: DB 2008, 638 - 640.
Zusammenfassung von "Mobbing am Arbeitsplatz" von RA Arno Schrader, FA ArbR, original erschienen in: AiB 2008, 470 - 474.
kanzlei-blaufelder.com (Meldung mit Bezug zur Entscheidung)
ArbG Dortmund, 22.12.2004 - 8 (4) Ca 5534/04
BAG, 23.01.2008 - 8 AZR 593/06
BAGE 124, 295
NZA 2008, 223
DB 2008, 529
a) Die Bemessung der Höhe der Geldentschädigung obliegt in erster Linie tatrichterlicher Entscheidung und ist revisionsrechtlich nur beschränkt überprüfbar (zur beschränkten Revisibilität ua. BGH 17. Dezember 2013 - VI ZR 211/12 - Rn. 46 mwN, BGHZ 199, 237; BAG 25. Oktober 2007 - 8 AZR 593/06 - Rn. 97, zu einem Schmerzensgeldanspruch nach § 253 Abs. 2 BGB) .
Dieser hat daher Anspruch darauf, dass auf sein Wohl und seine berechtigten Interessen Rücksicht genommen wird, dass er vor Gesundheitsgefahren, auch psychischer Art, geschützt wird, und dass er keinem Verhalten ausgesetzt wird, das bezweckt oder bewirkt, dass seine Würde verletzt und ein von Einschüchterungen, Anfeindungen, Erniedrigungen, Entwürdigungen oder Beleidigungen gekennzeichnetes Umfeld geschaffen wird" (BAG vom 25.10.2007 - 8 AZR 593/06 - NZA 2008, 223, 227 Rn. 78).
Das BAG verweist insofern aber zutreffend darauf, dass einzelne Handlungen für sich allein betrachtet noch keine Rechtsverletzungen darstellen können, die Gesamtschau der einzelnen Handlungen oder Verhaltensweisen jedoch zur Annahme einer Vertrags- oder Rechtsgutverletzung führen können (BAG vom 25.10.2007 - 8 AZR 593/06 - NZA 2008, 223 Rn. 56).
Demzufolge dürfen einzelne zurückliegende Handlungen/Verhaltensweisen bei der Beurteilung nicht unberücksichtigt gelassen werden (Senat 25. Oktober 2007 - 8 AZR 593/06 - aaO).
Der Arbeitgeber ist in diesem Zusammenhang insbesondere auch zum Schutz der Gesundheit und der Persönlichkeitsrechte des Arbeitnehmers verpflichtet (Senat 25. Oktober 2007 - 8 AZR 593/06 - NZA 2008, 223).
Daher ist durch das Revisionsgericht nur zu überprüfen, ob das Landesarbeitsgericht Denkgesetze oder allgemeine Erfahrungssätze verletzt, alle wesentlichen Umstände des Einzelfalles beachtet und hinreichend gewürdigt hat und ob es in die vorzunehmende Güter- und Interessenabwägung die wesentlichen Umstände des Einzelfalles in nachvollziehbarer Weise mit einbezogen hat sowie ob das Urteil in sich widerspruchsfrei ist (Senat 25. Oktober 2007 - 8 AZR 593/06 - NZA 2008, 223).
Wesensmerkmal der als "Mobbing" bezeichneten Form der Rechtsverletzung des Arbeitnehmers ist damit die systematische, sich aus vielen einzelnen Handlungen/Verhaltensweisen zusammensetzende Verletzung, wobei den einzelnen Handlungen oder Verhaltensweisen für sich allein betrachtet oft keine rechtliche Bedeutung zukommt (Senat 25. Oktober 2007 - 8 AZR 593/06 - BAGE 124, 295 = AP BGB § 611 Mobbing Nr. 6 = EzA BGB 2002 § 611 Persönlichkeitsrecht Nr. 7) .
Demzufolge dürfen einzelne zurückliegende Handlungen/Verhaltensweisen bei der Beurteilung nicht unberücksichtigt gelassen werden (BAG 25. Oktober 2007 - 8 AZR 593/06 - aaO; 24. April 2008 - 8 AZR 347/07 - AP BGB § 611 Haftung des Arbeitgebers Nr. 42 = EzA BGB 2002 § 611 Persönlichkeitsrecht Nr. 8) .
Daher kann das Revisionsgericht nur überprüfen, ob das Landesarbeitsgericht Denkgesetze oder allgemeine Erfahrungssätze verletzt, alle wesentlichen Umstände des Einzelfalles beachtet und hinreichend gewürdigt hat und ob es in die vorzunehmende Güter- und Interessenabwägung die wesentlichen Umstände des Einzelfalles in nachvollziehbarer Weise mit einbezogen hat, sowie ob das Urteil in sich widerspruchsfrei ist (BAG 25. Oktober 2007 - 8 AZR 593/06 - BAGE 124, 295 = AP BGB § 611 Mobbing Nr. 6 = EzA BGB 2002 § 611 Persönlichkeitsrecht Nr. 7;… 16. Mai 2007 - 8 AZR 709/06 - aaO ) .
ArbG Solingen, 24.02.2015 - 3 Ca 1356/13
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LAG Schleswig-Holstein, 23.12.2009 - 6 Sa 158/09
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Rechtswahl bei deliktischen Mobbingansprüchen gegen italienische Arbeitgeberin; …
VG Köln, 16.12.2015 - 19 L 2940/15

References: § 242
 § 105
 § 238
 BGH 
 § 253
 § 611
 § 611
 § 611
 § 611
 § 611
 § 611
 § 15