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Timestamp: 2016-10-26 04:00:45+00:00

Document:
Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanw�ltin Magda Zihlmann,
Stadt Wetzikon, handelnd durch den Gemeinderat, Bahnhofstrasse 167, 8622 Wetzikon, und dieser vertreten durch Rechtsanwalt Peter R�timann.
des Kantons Z�rich, 4. Abteilung, 4. Kammer.
X.________ wurde 1990 in der Provinz Kosovo von Serbien-Montenegro geboren. Ihre Familie fl�chtete 1999 in die Schweiz. Mit Entscheid des Bundesamtes f�r Migration vom 3. August 2006 wurde die gesamte Familie vorl�ufig aufgenommen. X.________ wohnt in Wetzikon. Hier besuchte sie die Primar- und Sekundarschule. Zurzeit absolviert sie eine Lehre.
X.________ stellte am 29. Januar 2008 mit Zustimmung ihrer Eltern ein Gesuch um Einb�rgerung. Nachdem sich der B�rgerrechtsausschuss am 8. April 2008 gegen die Einb�rgerung ausgesprochen hatte, wies der Gemeinderat Wetzikon das Gesuch am 20. August 2008 ab. Er wies darauf hin, dass die Gesuchstellerin von ihren Eltern abh�ngig sei und nach wie vor unterst�tzt werde, und stellte fest, dass ihr die F�higkeit zur wirtschaftlichen Selbsterhaltung im Sinne der kantonalen B�rgerrechtsgesetzgebung abgehe.
Die Gesuchstellerin rekurrierte beim Bezirksrat Hinwil. Dieser wies den Rekurs am 30. Januar 2009 ab. Er hielt fest, dass die Gesuchstellerin sozialhilfeabh�ngig sei und es ihr an der wirtschaftlichen Selbsterhaltungsf�higkeit fehle.
In der Folge wies das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich die Beschwerde von X.________ am 29. April 2009 ab. Es ging davon aus, dass der Gesuchstellerin grunds�tzlich ein Anspruch auf Einb�rgerung zustehe. Indessen hielt es fest, dass X.________ das Kriterium der wirtschaftlichen Selbsterhaltungsf�higkeit nicht erf�lle und sich daran auch mit steigendem Lehrlingslohn nichts �ndere. Die Gemeinde k�nne ohne Verletzung des Diskriminierungsverbotes auf dieses Erfordernis abstellen. Daran �nderten weder die bei Jugendlichen �bliche Ausbildungssituation noch die Bestimmung von Art. 15 Abs. 2 des B�rgerrechtsgesetzes etwas. Gesamthaft habe die Gemeinde ihr Ermessen nicht in rechtsverletzender Weise ausge�bt. - Dem Urteil des Verwaltungsgerichts ist eine abweichende Meinung der Minderheit der Kammer beigef�gt. Diese geht davon aus, dass der Gesuchstellerin die Einb�rgerung wegen ihrer Abstammung von materiell schlecht gestellten und Sozialhilfe beanspruchenden Eltern verweigert worden war. In diesem Umstand wird eine nicht zu rechtfertigende und insbesondere durch das geringe finanzielle Interesse der Gemeinde nicht gerechtfertigte Diskriminierung erblickt.
Mit subsidi�rer Verfassungsbeschwerde vom 15. Juni 2009 verlangt X.________, es sei das angefochtene Verwaltungsgerichtsurteil aufzuheben, die Gemeinde Wetzikon anzuweisen, sie ins B�rgerrecht aufzunehmen, und eventuell die Sache zu erg�nzender Sachverhaltsfeststellung und zu neuer Beurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Sie r�gt im Wesentlichen Verletzungen des Rechtsgleichheitsgebots und des Diskriminierungsverbots und macht geltend, das Verwaltungsgericht habe den Sachverhalt unzureichend abgekl�rt und das kantonale Einb�rgerungsrecht unrichtig angewendet. �berdies ersucht die Beschwerdef�hrerin um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege.
Das Verwaltungsgericht hat auf eine Vernehmlassung verzichtet und im Nachgang auf ein neuestes Urteil vom 21. Oktober 2009 hingewiesen. Die Gemeinde Wetzikon beantragt, auf die Verfassungsbeschwerde nicht einzutreten, sie allenfalls abzuweisen. Sie bringt vor, die Beschwerdef�hrerin verstosse gegen das f�r das bundesgerichtliche Verfahren geltende R�geprinzip und das Novenverbot, und h�lt fest, dass es an der wirtschaftlichen Selbsterhaltungsf�higkeit mangle. Die Beschwerdef�hrerin h�lt in der Replik an Antr�gen und Begr�ndung fest.
Die Beschwerdesache ist am 25. August 2010 �ffentlich beraten worden.
Die subsidi�re Verfassungsbeschwerde gem�ss Art. 113 ff. BGG ist im vorliegenden Fall zul�ssig. Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist gem�ss Art. 83 lit. b BGG gegen Entscheide �ber die ordentliche Einb�rgerung ausgeschlossen. Das angefochtene Urteil ist kantonal letztinstanzlich im Sinne von Art. 86 Abs. 1 lit. d BGG. Die Beschwerdef�hrerin, die gem�ss Art. 115 lit. a BGG am Verfahren der Vorinstanz teilnahm, hat ein rechtlich gesch�tztes Interesse an der Aufhebung des angefochtenen Urteils im Sinne von Art. 115 lit. b BGG. Ein solches Interesse kann durch kantonales oder eidgen�ssisches Gesetzesrecht oder aber unmittelbar durch ein spezielles Grundrecht oder bundesverfassungsrechtliche Verfahrensgarantien begr�ndet sein. Da der Beschwerdef�hrerin nach � 21 Abs. 3 des Gesetzes �ber das Gemeindewesen (Gemeindegesetz, GemeindeG; Gesetzessammlung 131.1) ein Anspruch auf Einb�rgerung zukommt, ist sie zur R�ge der Verletzung des Gleichheitsgebotes und des Willk�rverbotes legitimiert. Die Legitimation ergibt sich ferner aus der Grundrechtstr�gerschaft und dem Inhalt des als verletzt ger�gten Diskriminierungsverbots gem�ss Art. 8 Abs. 2 BV. Schliesslich kann die Beschwerdef�hrerin die verfassungsrechtlichen Verfahrensgrundrechte anrufen und eine Verletzung von Art. 29 BV r�gen (vgl. zum Ganzen in BGE 135 I 49 nicht publizierte E. 1, mit Hinweisen).
Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begr�ndung von Rechtsschriften in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt. Die Verletzung von Grundrechten pr�ft das Bundesgericht gem�ss Art. 106 Abs. 2 BGG nur insoweit, als entsprechende R�gen in der Beschwerde vorgebracht und begr�ndet werden. Gem�ss Art. 105 Abs. 1 BGG legt das Bundesgericht seinem Urteil den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt zugrunde. Im Rahmen von Art. 97 Abs. 1, Art. 99 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 2 BGG kann die Sachverhaltsfeststellung korrigiert werden. Ob die Beschwerdef�hrerin das Begr�ndungsgebot hinreichend beachtet und das Novenverbot einh�lt, ist im jeweiligen Sachzusammenhang zu pr�fen.
Vorerst ist die Regelung der B�rgerrechtserteilung nach dem kantonalen Recht darzustellen (vgl. BGE 135 I 49 E. 3 S. 52).
Nach � 21 Abs. 1 GemeindeG sind die politischen Gemeinden verpflichtet, jeden (seit mindestens zwei Jahren in der Gemeinde wohnenden) Schweizerb�rger auf sein Verlangen in ihr B�rgerrecht aufzunehmen, sofern er sich und seine Familie selber zu erhalten vermag (und weitere Voraussetzungen gegeben sind). Gem�ss Abs. 2 werden in der Schweiz geborene Ausl�nder im Recht auf Einb�rgerung den Schweizer B�rgern gleichgestellt. Ferner werden nach Abs. 3 nicht in der Schweiz geborene Ausl�nder zwischen 16 und 25 Jahren den in der Schweiz geborenen Ausl�ndern in diesem Alter gleichgestellt, sofern sie nachweisen k�nnen, dass sie in der Schweiz w�hrend mindestens f�nf Jahren den Unterricht auf Volks- oder Mittelschulstufe in einer der Landessprachen besucht haben.
In � 5 der B�rgerrechtsverordnung (B�V; Gesetzessammlung 141.11) werden die wirtschaftlichen Verh�ltnisse als Erfordernis der Einb�rgerung gem�ss � 21 Abs. 1 GemeindeG umschrieben: Die F�higkeit zur wirtschaftlichen Selbsterhaltung gilt als gegeben, wenn die Lebenskosten und Unterhaltsverpflichtungen des Bewerbers voraussichtlich in angemessenem Umfang durch Einkommen, Verm�gen und Rechtsanspr�che gegen Dritte gedeckt sind. Zu den Rechtsanspr�chen gegen Dritte geh�ren Forderungen gegen�ber Versicherungsgesellschaften, Vorsorgeeinrichtungen oder dem Staat (im Falle der Arbeitslosen- oder Invalidenversicherung); die wirtschaftliche Selbsterhaltungsf�higkeit ist nicht gegeben, wenn ein Bewerber (ausschliesslich) von der F�rsorge lebt (vgl. Handbuch des Gemeindeamtes des Kantons Z�rich, Ziff. 3.3.1). Auf die Erf�llung der Voraussetzung der wirtschaftlichen Selbsterhaltungsf�higkeit kann nach � 22 Abs. 2 GemeindeG und � 7 B�V im Einzelfall ganz oder teilweise verzichtet werden (vgl. auch Handbuch des Gemeindeamtes, a.a.O. Ziff. 3.3.2).
Die Beschwerdef�hrerin geh�rt zu den 16- bis 25-J�hrigen und weist den erforderlichen Schulunterricht auf. Daraus ergibt sich, dass sie gest�tzt auf das kantonale Recht im Grundsatz unabh�ngig von ihrem Aufenthaltsstatus einen Anspruch auf Einb�rgerung hat (Tobias Jaag, Aktuelle Entwicklungen im Einb�rgerungsrecht, in: ZBl 106/2005 S. 113/122; Peter Kottusch, in: H�ner et al. [Hrsg.], Kommentar zur Z�rcher Kantonsverfassung, Z�rich 2007, N. 5 zu Art. 20). Zu pr�fen ist daher ausschliesslich, ob der Beschwerdef�hrerin vor diesem Hintergrund die mangelnde wirtschaftliche Selbsterhaltungsf�higkeit entgegengehalten werden kann und ihre Nichteinb�rgerung im vorliegenden Fall mangels dieses Erfordernisses vor der Verfassung standzuhalten vermag. Dabei pr�ft das Bundesgericht die Anwendung des kantonalen Rechts lediglich unter dem Gesichtswinkel des Willk�rverbots nach Art. 9 BV. Mit freier Kognition pr�ft es, ob das angefochtene Urteil mit dem Diskriminierungsverbot und dem Gleichheitsgebot nach Art. 8 BV im Einklang steht.
Umstritten ist vorerst das Fehlen bzw. das Vorliegen der wirtschaftlichen Selbsterhaltungsf�higkeit sowohl in tats�chlicher als auch in rechtlicher Hinsicht.
3.1 Vor dem Hintergrund der nach Gemeindegesetz, B�rgerrechtsverordnung und Rechtsprechung geforderten wirtschaftlichen Selbsterhaltungsf�higkeit ber�cksichtigte das Verwaltungsgericht in tatbest�ndlicher Hinsicht, dass die Beschwerdef�hrerin gem�ss ihrem (erst im Rechtsmittelverfahren ins Recht gelegten) Lehrvertrag ab August 2008 monatlich Fr. 650.--, im zweiten Lehrjahr Fr. 800.-- und im dritten Lehrjahr Fr. 1'000.-- verdiene. Es hielt fest, dass dieser Lehrlingslohn zum Aufkommen f�r die Lebenshaltungskosten nicht ausreiche. Zu ber�cksichtigen sei, dass die Lebenshaltungskosten der Beschwerdef�hrerin mit zunehmendem Alter trotz ansteigendem Lehrlingslohn zun�hmen und im �brigen auch diejenigen der Familie anw�chsen.
Die Beschwerdef�hrerin erhebt dagegen verschiedene Einwendungen. Sie bezeichnet es als offensichtlich falsch im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG, dass das Verwaltungsgericht von einem gestiegenen F�rsorgebedarf der Familie ausgegangen ist und angenommen hat, diese habe f�r die Periode vom 1. August bis 7. Oktober 2008 Fr. 36'308.25 F�rsorgeleistungen bezogen. Wie sich aus den Akten ergibt, ist dieser Betrag f�r die Periode vom 1. Januar bis 7. Oktober 2008 geleistet worden. Damit d�rften die F�rsorgeleistungen f�r das Jahr 2008 tats�chlich tiefer liegen als im Jahre 2007. Diesem Umstand kommt indes keine entscheidwesentliche Bedeutung zu. Die Zusammenstellung zeigt, dass die Lebenshaltungskosten f�r das Jahr 2008 eher h�her zu veranschlagen sind als im Vorjahr und die F�rsorgeleistungen allein wegen h�herer Eigenleistungen tiefer liegen. Gesamthaft gesehen ist die Ungenauigkeit im angefochtenen Urteil f�r die Beurteilung der finanziellen Situation und Bed�rfnisse der Beschwerdef�hrerin nicht von Bedeutung. Es ist nicht offensichtlich unrichtig, im vorliegenden Fall anzunehmen, dass die Lebenshaltungskosten der Beschwerdef�hrerin mit zunehmendem Alter steigen.
Entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrerin kann dem Verwaltungsgericht nicht vorgeworfen werden, den Sachverhalt nicht in hinreichender Weise abgekl�rt zu haben. Der Untersuchungsgrundsatz wird durch die Mitwirkungspflicht der Parteien erg�nzt. Die Beschwerdef�hrerin hat, wie das Verwaltungsgericht ausf�hrt, ihre Lebenshaltungskosten nicht beziffert. Es ist nicht ausschlaggebend, dass das Verwaltungsgericht die entsprechenden Unterlagen bei der Asylkoordination Wetzikon nicht eingeholt hat.
Das Verwaltungsgericht ist davon ausgegangen, dass der Lehrlingslohn der Beschwerdef�hrerin sowohl im ersten wie auch im zweiten und dritten Lehrjahr f�r die wirtschaftliche Selbsterhaltungsf�higkeit nicht ausreiche. Die Beschwerdef�hrerin vermag nicht darzutun und es ist nicht ersichtlich, dass dem Verwaltungsgericht in dieser Hinsicht eine Verletzung des Willk�rverbotes im Sinne von Art. 9 BV vorzuwerfen w�re. Es kann nicht gesagt werden, dass ein entsprechender Lehrlingslohn die Lebenshaltungskosten klar decken w�rde und dass bei dieser Situation die wirtschaftliche Selbsterhaltungsf�higkeit bejaht werden m�sste. Daran verm�gen die Berechnungen der Beschwerdef�hrerin nichts zu �ndern, insbesondere auch deshalb, weil sie dabei ungeachtet des Alters von durchschnittlichen Bed�rfnissen aller Familienmitglieder ausgeht. Schliesslich k�nnen auch - nicht n�her pr�zisierte - Stipendien nicht ber�cksichtigt werden, die zwar beantragt sein sollen, aber noch nicht gesprochen worden sind.
Gesamthaft zeigt sich in numerischer Hinsicht, dass das Verwaltungsgericht nicht gegen Art. 9 BV verst�sst, wenn es die wirtschaftliche Selbsterhaltungsf�higkeit der Beschwerdef�hrerin bei der gegebenen Sachlage verneint hat. Daran �ndert nichts, dass das Verwaltungsgericht in einer andern Angelegenheit die wirtschaftliche Selbsterhaltungsf�higkeit bei einem Bewerber bejahte, der im dritten Lehrjahr �ber einen Lehrlingslohn von Fr. 1'400.-- verf�gte (Urteil Verwaltungsgericht VB.2007.00113 vom 11. Juli 2007).
3.2 Nach � 5 B�V ist die F�higkeit zur wirtschaftlichen Erhaltung gegeben, wenn der Lebensunterhalt voraussichtlich in angemessenem Umfang u.a. durch Rechtsanspr�che gegen�ber Dritten gedeckt ist. In dieser Hinsicht bringt die Beschwerdef�hrerin vor, �ber einen solchen Rechtsanspruch tats�chlich zu verf�gen. Sie bezieht sich hierf�r auf Art. 276 ZGB, wonach Kinder einen Anspruch gegen ihre Eltern auf Unterhaltszahlungen haben. Dieser Anspruch besteht nach Auffassung der Beschwerdef�hrerin ungeachtet des Umstandes, woher die Eltern die finanziellen Mittel sch�pfen. Ein solcher bestehe insbesondere auch dann, wenn die Eltern Sozialhilfe in Anspruch nehmen m�ssen. Demgegen�ber vertritt die Gemeinde Wetzikon die Auffassung, aufgrund des ZGB k�nne nicht von einem Rechtsanspruch gegen�ber Dritten im Sinne der B�rgerrechtsverordnung gesprochen werden.
W�rde auf die - im bundesgerichtlichen Verfahren neu vorgebrachte - Argumentation der Beschwerdef�hrerin abgestellt, so bildete nicht Art. 276, sondern allenfalls Art. 277 ZGB den Ausgangspunkt f�r einen allf�lligen Anspruch, da die Beschwerdef�hrerin im Zeitpunkt des angefochtenen Entscheides vollj�hrig war. Dieser ist entsprechend den Umst�nden auf das Zumutbare beschr�nkt und insoweit von vornherein bedingt. Die Beschwerdef�hrerin wird von ihren Eltern unterhalten. Rein tats�chlich ist es indes die F�rsorge, welche durch die Sozialhilfeleistungen an die Eltern auch die Beschwerdef�hrerin unterh�lt. Es kann bei dieser Sachlage angenommen werden, dass faktisch auch die Beschwerdef�hrerin Sozialhilfe erh�lt. Nach Art. 293 Abs. 1 ZGB bestimmt das �ffentliche Recht, wer die Kosten des Unterhalts zu tragen hat, wenn weder die Eltern noch das Kind sie bestreiten k�nnen. Kommt in diesem Sinne das Gemeinwesen f�r den Unterhalt auf, so geht in einer besondern Form der Subrogation der Unterhaltsanspruch gem�ss Art. 289 Abs. 2 ZGB auf das Gemeinwesen �ber (vgl. Cyril Hegnauer, in: Berner Kommentar, N. 80 ff. und 87 ff. zu Art. 289 ZGB). In diesem Sinne k�nnte von einem eigentlichen Anspruch der Beschwerdef�hrerin gegen�ber ihren Eltern nicht gesprochen werden. Entscheidend ist in erster Linie der Umstand, dass nicht angenommen werden kann, dass mit � 21 GemeindeG und � 5 B�V der Unterhaltsanspruch von Kindern - sowohl nach Art. 276 wie Art. 277 ZGB - h�tte vorbehalten werden sollen. Auch im Zusammenhang mit der ausl�nderrechtlichen Gesetzgebung und Rechtsprechung sind keine Anzeichen f�r eine derartige Auslegung ersichtlich (vgl. die Hinweise zum Erfordernis der wirtschaftlichen Selbsterhaltungsf�higkeit im Ausl�nderrecht in BGE 135 I 49 E. 3 S. 52). Daraus ergibt sich gesamthaft, dass dem Verwaltungsgericht keine Willk�r vorgeworfen werden kann, wenn es die mangelnde Selbsterhaltungsf�higkeit in rechtlicher Hinsicht mit dem Fehlen von Rechtsanspr�chen gegen�ber Dritten begr�ndete. Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkte als unbegr�ndet.
3.3 Bei dieser Sachlage kann zusammenfassend festgehalten werden, dass das Verwaltungsgericht ohne Verletzung des Willk�rverbotes annehmen durfte, der Beschwerdef�hrerin fehle die wirtschaftliche Selbsterhaltungsf�higkeit im Sinne von � 21 GemeindeG und � 5 B�V, weil sie �ber kein hinreichendes Einkommen und �ber keine entsprechenden Rechtsanspr�che gegen Dritte verf�gt.
Vor diesem Hintergrund kann nicht gesagt werden, das Verwaltungsgericht habe seine Pr�fungsbefugnis nach � 50 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes des Kantons Z�rich (VRG, Rechtssammlung 175.2) unzureichend wahrgenommen. Wie vorne dargelegt (E. 2), k�nnen die Gemeinden auf das Erfordernis der wirtschaftlichen Selbsterhaltungsf�higkeit im Einzelfall ganz oder teilweise verzichten. Es wird ihnen damit ein Spielraum zugebilligt, in den das Verwaltungsgericht gem�ss � 50 Abs. 3 VRG nicht eingreifen darf. Demnach erweist sich auch die sinngem�ss erhobene R�ge als unbegr�ndet, das Verwaltungsgericht habe in willk�rlicher Anwendung des kantonalen Verfahrensrechts eine formelle Rechtsverweigerung begangen und gegen Art. 29 Abs. 1 BV verstossen.
Damit stellt sich die weitere Frage, ob der Beschwerdef�hrerin das Fehlen der wirtschaftlichen Selbsterhaltungsf�higkeit entgegengehalten und ihr aus diesem Grunde die Einb�rgerung verweigert werden k�nne. Zu pr�fen ist dies insbesondere nach dem Diskriminierungsverbot; anzuf�gen sind Erw�gungen zum Willk�rverbot.
4.2 In seiner Rechtsprechung hat das Bundesgericht das Diskriminierungsverbot gem�ss Art. 8 Abs. 2 BV in seiner direkten und indirekten Form umschrieben und die Diskriminierung als qualifizierte Ungleichbehandlung von Personen in vergleichbaren Situationen bezeichnet (vgl. BGE 135 I 49 E. 4.1 S. 53, mit Hinweisen). Im Urteil BGE 135 I 49 hat es sich eingehend mit der Frage der Diskriminierung von sozialhilfeabh�ngigen Personen auseinandergesetzt. Trotz des Umstandes, dass zum Merkmal der sozialen Stellung auch die wirtschaftliche Leistungsf�higkeit geh�ren k�nne, hat es ausgef�hrt, dass die Personen, die auf Sozialhilfe angewiesen sind, im Zusammenhang mit der Einb�rgerung kaum als verfassungsrechtlich gesch�tzte Gruppe verstanden werden k�nnten. Zu unterschiedlich seien die zur Sozialhilfe f�hrenden Gegebenheiten. Die Abh�ngigkeit von der Sozialhilfe stelle nicht zwingend ein wesentliches Merkmal der Pers�nlichkeit dar und k�nne abgelegt werden. Auch k�nnten der Rechtsprechung im Allgemeinen und der Gesetzgebung im Bereiche des Ausl�nderrechts im Speziellen keine Anhaltspunkte f�r das Bestehen einer gesch�tzten Gruppe entnommen werden. Schliesslich konnte die Frage mit Blick auf die im Vordergrund stehende Behinderung der damaligen Beschwerdef�hrerin offenbleiben (BGE 135 I 49 E. 5 S. 56). Im vorliegenden Verfahren stellt die Beschwerdef�hrerin diese Rechtsprechung nicht in Frage.
4.3 Wegen Fehlens der wirtschaftlichen Selbsterhaltungsf�higkeit ist die Beschwerdef�hrerin auf die Sozialhilfe angewiesen. Sie wird deshalb mit entsprechenden Leistungen unterst�tzt (oben E. 3.2). Damit befindet sie sich in derselben Lage wie ihre Eltern, welche mit Blick auf ihre finanzielle Abh�ngigkeit nicht eingeb�rgert werden k�nnten.
Die Herkunft kann unbestrittenermassen ein verp�ntes Merkmal im Sinne des Diskriminierungsverbotes darstellen und bei der Anwendung im Einzelfall zu einer Verfassungsverletzung f�hren (vgl. BGE 129 I 217 E. 2.3 und 2.4 S. 227). Der Begriff der Herkunft bezieht sich in erster Linie auf die Zugeh�rigkeit zu einer geographisch mitbestimmten Bev�lkerungsgruppe und kommt im vorliegenden Fall, in dem es um die Abstammung von nicht verm�genden Eltern geht, nicht zur Anwendung (vgl. M�ller/Schefer, Grundrechte in der Schweiz, 4. Auflage, S. 712; Rainer J. Schweizer, in: die Schweizerische Bundesverfassung - Kommentar, 2. Auflage 2008, N. 58 zu Art. 8).
Unter dem Gesichtswinkel der sozialen Stellung kann die Abstammung, etwa bei Geburt in ausserehelichen Verh�ltnissen, f�r die Frage der Diskriminierung von Bedeutung sein (vgl. Schweizer, a.a.O., N. 67 zu Art. 8; M�ller/Schefer, a.a.O., S. 727 mit weitern Hinweisen und mit Anmerkung zur dogmatischen Einordnung). Allerdings reicht dies im Hinblick auf die Einb�rgerung nicht aus, um Kinder von nicht verm�genden Eltern wegen ihrer Abstammung als diskriminierungsrechtlich gesch�tzte Gruppe zu betrachten. Es z�hlen dazu sehr unterschiedliche Personen. Es k�nnen Unm�ndige betroffen werden, die nach Art. 34 des Bundesgesetzes �ber Erwerb und Verlust des Schweizer B�rgerrechts (B�G; SR 141.0) durch ihren gesetzlichen Vertreter ein Einb�rgerungsgesuch stellen lassen. Es ist nicht einsichtig, wie lange sich Einb�rgerungswillige nach Erreichen ihrer M�ndigkeit auf ihre Abstammung von nicht verm�genden Eltern sollen berufen k�nnen. Das zeigt, dass nur vor�bergehend bis zur Erlangung einer Erwerbst�tigkeit auf das Kriterium abgestellt wird und dieses nicht ein festes Pers�nlichkeitsmerkmal der Betroffenen ist. In der gleichen Situation wie die Beschwerdef�hrerin befinden sich ferner Schweizer B�rger, die sich nach � 21 Abs. 1 GemeindeG in der Wohnsitzgemeinde einb�rgern lassen wollen. Schliesslich ist gar denkbar, dass ein Gesuchsteller ohne seine Eltern in die Schweiz gelangt, hier Aufnahme findet und nunmehr auf Sozialhilfe angewiesen ist; ein solcher Bewerber ist finanziell gesehen in derselben Lage wie die Beschwerdef�hrerin, ohne sich auf eine Abstammung von nicht verm�genden Eltern berufen zu k�nnen.
Diese �berlegungen zeigen gesamthaft, dass die Abstammung der Beschwerdef�hrerin von ihren nicht verm�genden Eltern - anders als die Behinderung in der Konstellation von BGE 135 I 49 - keinen hinreichenden Grund darstellt, um einen Diskriminierungstatbestand zu begr�nden. Das Kriterium ist nicht geeignet, eine Gruppe oder Minderheit zu umschreiben, die sich durch spezifische Eigenheiten oder durch besondere, nicht frei gew�hlte oder schwer aufgebbare Merkmale auszeichnet und von daher eines besondern verfassungsm�ssigen Schutzes bed�rfte (vgl. BGE 135 I 49 E. 4.4 S. 56, 132 I 49 E. 8 S. 65). Von Bedeutung ist, dass die Frage der Abstammung nur vor�bergehend ins Gewicht f�llt und die Benachteiligung mit der Aufnahme einer eigenst�ndigen Erwerbst�tigkeit entf�llt.
4.4 Die Beschwerdef�hrerin ruft das Willk�rverbot gem�ss Art. 9 BV nicht bzw. nicht in hinreichender Form an. Es rechtfertigen sich unter diesem Gesichtswinkel die folgenden Hinweise.
Die Anwendung des willk�rfrei ausgelegten kantonalen Rechts auf die Beschwerdef�hrerin f�hrt dazu, dass in Ausbildung begriffene Jugendliche, welche von sozialhilfeabh�ngigen Eltern stammen, es schwer haben, von ihrem grunds�tzlichen Anspruch nach � 21 Abs. 3 GemeindeG Gebrauch zu machen und eingeb�rgert zu werden. Der Lehrlingslohn wird das erforderliche Mass f�r die Erlangung der hinreichenden Unabh�ngigkeit nicht erreichen, Sch�ler und Studenten verf�gen �ber gar keinen oder nur einen geringen Lohn. Diese Situation k�nnte sie dazu veranlassen, die Ausbildung abzubrechen oder gar nicht in Angriff zu nehmen und stattdessen eine einfache unqualifizierte Besch�ftigung anzunehmen, um die Einb�rgerungsvoraussetzungen zu erf�llen. Dies w�re eine unhaltbare Konsequenz aus der Anwendung der gesetzlichen Regelung, welche weder im Interesse der Gesuchsteller noch im allgemeinen �ffentlichen Interesse liegt.
Dieser Umstand verm�chte f�r sich allein genommen nicht zur Gutheissung der Beschwerde zu f�hren. Das Bundesgericht hebt einen Entscheid gem�ss konstanter Rechtsprechung wegen Verletzung des Willk�rverbots nur auf, wenn dieser sich unter den gegebenen Verh�ltnissen im Ergebnis als unhaltbar und verfassungswidrig erweist (vgl. BGE 134 I 140 E. 5.4 S. 148, mit Hinweisen). Die Beschwerdef�hrerin hat es in der Hand, ein neues Einb�rgerungsgesuch einzureichen, wenn ihr Lehrlingslohn bzw. ihre Situation nach dem Lehrabschluss Gew�hr f�r eine hinreichende wirtschaftliche Selbsterhaltungsf�higkeit bietet. Sie ist von den kommunalen Beh�rden dazu aufgefordert worden. Es sind keine Anzeichen ersichtlich, dass der Beschwerdef�hrerin bei einem neuen Gesuch die Einb�rgerung verweigert w�rde. Es besteht beim derzeitigen Alter der Beschwerdef�hrerin keine Gefahr, dass sie des Anspruchs auf Einb�rgerung gem�ss � 21 Abs. 3 GemeindeG verlustig ginge (vgl. BGE 135 I 49 E. 6.3 S. 62). Es ist ihr zuzumuten, f�r die kurze Zeit von zwei oder drei Jahren bis zum Lehrabschluss und zur Erlangung der wirtschaftlichen Selbsterhaltungsf�higkeit zuzuwarten. Anders mag es sich allenfalls bei einer sozialhilfeabh�ngigen Person verhalten, welche die Einb�rgerungsvoraussetzungen grunds�tzlich erf�llt, die Ausbildung oder das Hochschulstudium indes erst nach dem 25. Altersjahr abschliesst und daher nicht mehr nach � 21 Abs. 3 GemeindeG eingeb�rgert werden k�nnte. Diese Frage kann im vorliegenden Fall jedoch offenbleiben.
Demnach ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Dem Gesuch um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege kann stattgegeben werden, da die Beschwerdef�hrerin bed�rftig und die vorliegende Beschwerde nicht von vornherein aussichtslos ist (Art. 64 BGG).
2.2 Rechtsanw�ltin Magda Zihlmann wird als amtliche Rechtsvertreterin bezeichnet und f�r das bundesgerichtliche Verfahren aus der Bundesgerichtskasse mit Fr. 2'500.-- entsch�digt.
Dieses Urteil wird der Beschwerdef�hrerin, der Stadt Wetzikon und dem Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich, 4. Abteilung, 4. Kammer, schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 15
 Art. 113
 Art. 83
 Art. 86
 Art. 115
 Art. 115
 Art. 8
 Art. 29
 BGE 
 Art. 42
 Art. 106
 Art. 105
 Art. 97
 Art. 99
 Art. 105
 BGE 
 Art. 20
 Art. 9
 Art. 8
 Art. 97
 Art. 9
 Art. 9
 Art. 276
 Art. 276
 Art. 277
 Art. 293
 Art. 289
 Art. 289
 Art. 276
 Art. 277
 BGE 
 Art. 29
 Art. 8
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 34
 BGE 
 BGE 
 Art. 9
 BGE 
 BGE