Source: http://www.holzwurm-page.de/lexholz/lexholzb.htm
Timestamp: 2019-11-13 22:23:05+00:00

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Preßmasse, hergestellt aus alkalisch kondensierten Phenol-Formaldehyd-Harzen(Resolen) mit Zusatz von organischen oder anorganischen Füllstoffen, insbesondere Holzmehl. Beständig gegen verdünnte Säuren sowie gegen Temperaturerhöhung bis etwa 130°C. Die Bakelit wurde 1907 von dem Belgischen Chemiker Baekeland erfunden und waren die ersten industriell erzeugten vollsynthetischen Poymere.
Das übliche Raster im Holzrahmenbau beträgt e = 62,5 cm. Auf dieses Raster sind auch die meisten der heute erhältlichen Plattenwerkstoffe abgestimmt.
Maßnahme zur Verhinderung von Fäulnis an den im Mauerwerk befindlichen Teilen vom Balken. Geeignet ist sowohl die Anwendung von Holzschutzmittel als auch von Sperrmaßnahmen zum Fernhalten von Feuchtigkeit
Verbindung von zwei Balken in Längsrichtung. Angwendet werden die im Holzbau üblichen Längsverbindungen, Stahllaschen oder Klammerverbindungen.
Sammelbezeichnung für harzige Substanzen in Form von Pflanzenexudaten oder -extrakten, die eine natürliche Mischung von Kolophonium und etherischen Ölen oder aber neben Harzen Benzoe- oder Zimtsäure enthalten.
Bandparenchym
Wälder, die aufgrund der Forstgesetze der Länder unter besonderen Schutz gestellt werden. Verbot jeglicher forstlicher Nutzung.
Über den Bast (Energieleiter) werden Nährstoffe in die einzelnen Baumteile transportiert.
Die Bau(vor)anfrage dient der verbindlichen Klärung der rechtlichen Zulässigkeit eines beabsichtigten Bauvorhabens bezüglich ganz bestimmter, einzelner Fragen durch einen schriftlichen Bescheid, den sogenannten Vorbescheid. Die Bauvoranfrage ist keine unverbindliche Anfrage des Bauinteressenten. Mit der soganannten Bau(vor)anfrage erstrebt der Bauherr eine partielle, d.h. nur auf die Vereinbarkeit des Bauvorhabens mit bestimmten Normen ausgerichtete Kontrolle des beabsichtigten Bauvorhabens durch die Baugenehmigungsbehörde. Der ergehende Vorbescheid gilt 2 Jahre. Die Geltungsdauer kann auf Antrag um ein Jahr verlängert werden, z.B. §§ 71 Abs. 2, 77 Abs. 2 BauO NW. Der Vorbescheid beantwortet vorweg einzelne Fragen, die sonst im Rahmen einer Baugenehmigung zu entscheiden sind. Er bedeutet insoweit eine verbindliche Festlegung der Bauaufsichtsbehörde . Diese ist innerhalb der Geltungsdauer des Vorbescheides an ihre Beurteilung bei einer späteren Entscheidung über einen Bauantrag gebunden. Die Voranfrage kommt immer dann in Betracht, wenn die Durchführung des gesamten Bauvorhabens von der Entscheidung zu einem bestimmten Problem abhängig ist. Die Voranfrage kann sich auf die bauplanungsrechtliche Zulässigkeit des Vorhabens (d.h. die Bebaubarkeit des Grundstückes) oder bestimmte bauordnungsrechtliche Fragen (Welche Abstandsflächen sind zu beachten?) beziehen. Der praktisch bedeutsamste Fall ist die Bauvoranfrage mit dem Ziel der Abklärung der Bebaubarkeit des Grundstücks. In diesem Fall ergeht eine sogenannte ""Bebauungsgenehmigung"", die die bauplanungsrechtliche Zulässigkeit des Bauvorhabens verbindlich feststellt und somit einen Teil der späteren Baugenehmigung vorwegnimmt, allerdings noch nicht zum Bauen berechtigt. Zulässigkeit und Verfahren einer Bauvoranfrage ist für jedes Bundesland gesondert in den einzelnen Landesbauordnungen der Länder geregelt, für NRW: siehe § 66 BauO NW. Rechtlich ist der auf die Bauvoranfrage ergehende Bauvorbescheid ein Verwaltungsakt mit Drittwirkung , der auch von betroffenen Nachbarn mit Rechtsbehelfen (Widerspruch, Klage) angefochten werden kann. "
Soweit ein genehmigungspflichtiges Bauvorhaben vorliegt, wird das Genehmigungsverfahren durch den Bauantrag des Bauherrn eingeleitet. Dieser ist in NRW schriftlich bei der Bauaufsichtsbehörde ( 69 Abs. 1 BauO NW) einzureichen. Mit dem Bauantrag sind alle für die Beurteilung des Bauvorhabens und die Bearbeitung des Bauantrages erforderlichen Unterlagen, die sogenannten Bauvorlagen, einzureichen. Bauherr und Entwurfsverfasser haben den Bauantrag zu unterschreiben, vgl. § 69 Abs. 2 BauO NW. Mit ihrer Unterschrift übernehmen sie die Verantwortung für die Richtigkeit ihrer Angaben. Bauanträge können jederzeit wiederholt werden . Das genaue Verfahren, die zuständige Behörde und die beizufügenden Unterlagen variieren von Bundesland zu Bundesland. Nähere Auskünfte erteilt Ihnen das Bauverwaltungsamt Ihrer Gemeinde oder Ihres Kreises.
Eine Vielzahl von größerformatigen Bauelementen erleichtern die Bauarbeiten: Fenster. und Türöffnungen werden mit Stürzen überdeckt  man unterscheidet nichttragende und tragende Stürze mit unterschiedlicher Belastbarkeit, flache und hohe Stürze. gedämmte und ungedämmte Stürze. Für Mauerbögen gibt es spezielle einbaufertige Bogenstürze. Auch Rollladenkästen werden in gedämmter und ungedämmter Ausführung angeboten. Vorgefertigte Treppenelemente ermöglichen dem Heimwerker inzwischen auch den Bau von Treppen, Schornsteinbausätze sogar den Bau von Schornsteinen. Aus Deckensteinen und Trägern können Sie selbst Massivdecken herstellen, außerdem können Sie Deckenfertigteile einsetzen, die zum Teil auch schon in verputztem Zustand erhältlich sind.
Die Baugenehmigung ist einem Bauantragsteller zu erteilen, wenn einem genehmigungspflichtigen Bauvorhaben öffentlich-rechtliche Vorschriften nicht entgegenstehen, vgl. § 75 Abs. 1 BauO NW. Es handelt sich hierbei um eine gebundene Erlaubnis: Liegen die Voraussetzungen vor, hat die Behörde die Baugenehmigung zu erteilen. Ein Ermessen steht der Behörde nicht zu . Der Bürger hat dann Anspruch auf Erteilung der Baugenehmigung. Die Baugenehmigung wird schriftlich erteilt, vgl. § 75 Abs. 1 BauO NW. Vor Zugang der Baugenehmigung darf mit den Bauausführungen nicht begonnen werden, § 75 Abs. 5 BauO NW. Mit der Baugenehmigung wird festgestellt, daß dem Bauvorhaben öffentlich-rechtliche Vorschriften, insbesondere Vorschriften des Bauplanungs- und Bauordnungsrechts, nicht entgegenstehen. Die Baugenehmigung ergeht jedoch unbeschadet der Rechte Dritter. Insbesondere kann ein Bauvorhaben trotz erteilter Baugenehmigung nach zivilrechtlichen Vorschriften unzulässig sein : Vorschriften des privaten Nachbarrechts oder vertragliche Bindungen sind zu beachten. Die Baugenehmigung hat nur begrenzte Gültigkeitsdauer . In NRW erlischt die Genehmigung, wenn nicht innerhalb von 2 Jahren nach ihrer Erteilung mit der Ausführung des Bauvorhabens begonnen wird. Das gleiche gilt, wenn die Bauausführungen ein Jahr unterbrochen werden. Die Frist kann auf schriftlichen Antrag bis zu einem Jahr verlängert werden, vgl. § 77 BauO NW. In den letzten Jahren wurden die Bauordnungen vieler Bundesländer mit dem Ziel der Beschleunigung und Vereinfachung von Bauvorhaben reformiert. So ist beispielsweise die Bauordnung des Landes NRW zum 01. Januar 1996 wesentlich überarbeitet worden. Die in § 65 BauO NRW genannten Anlagen und Einrichtungen sind von einem präventiven bauaufsichtlichen Verfahren völlig befreit (generelle Freistellung). Die in § 67 genannten Wohngebäude geringer und mittlerer Höhe sind in den dort genannten Fällen von der Genehmigungspflicht freigestellt, sofern nicht die Gemeinde ein Genehmigungsverfahren anordnet (genehmigungsfreie Wohngebäude, Stellplätze und Garagen). Vorhaben nach § 68 BauO NW unterliegen einem vereinfachten Genehmigungsverfahren. Sonstige, nicht unter §§ 64 bis 80 BauO NW fallende Bauvorhaben bedürfen weiterhin einer vollen präventiven bauaufsichtlichen Prüfung im normalen Baugenehmigungsverfahren. Zu beachten ist, daß diese Beschleunigungsgesetze vielfach für Wohngebäude geringer und mittlerer Höhe im Geltungsbereich eines qualifizierten Bebauungsplans anstelle der Pflicht zur Einholung einer Baugenehmigung nunmehr die Durchführung eines vorherigen Anzeigeverfahrens bei der nach Landesrecht zuständigen Behörde vorsehen. Widerspricht die nach Landesrecht zuständige Behörde dem anzeigepflichtigen Bauvorhaben dann nicht innerhalb einer bestimmten Frist (z.B. für NRW innerhalb eines Monats, § 67 Abs. 2 BauO NW), darf nach Fristablauf mit dem Bauvorhaben begonnen werden. Ob ein beabsichtigtes Vorhaben der Genehmigungspflicht unterliegt oder lediglich anzeigepflichtig ist, bedarf der Prüfung in jedem Einzelfall.
Auch Fehlkante oder Waldkante genannt. Am Schnittholz sichtbareer, nicht beschnittener Teil des Holzkörpers, der der auch noch berindet sein kann. Je nach Qualität das Bauholz einen bestimmte Fläche von Baumkante aufweißen.
Für dessen Querschnittabmessungen die Tragfähigkeit maßgebend ist. Bauschnittholz wird eingeteilt nach Abmessungen, Kantholz, Bretter, Latten und Leisten zur Verwendung im Ingenieurholzbau. Es wird ferner eingeteilt nach Feuchtigkeitsgehalt, Schnittklassen und Güteklassen.
Baustoffe brennbar
B-Baustoffe: Da sich brennbare Baustoffe erheblich am Brandgeschehen beteiligen können, wird ihre Verwendung vom Gesetzgeber zum Teil eingeschränkt. Leichtentflammbare Baustoffe (DIN 4102 - B3: leichtentflammbar) dürfen im Bauwesen grundsätzlich nicht verwendet werden. Dies gilt nicht für solche Baustoffe, die in Verbindung mit anderen Baustoffen nicht mehr leichtentflammbar sind (§ 17 Abs. 2 Musterbauordnung). Verwendbarkeitsnachweis: Entweder Verwendung von allgemein gebräuchlichen Baustoffen (=klassifizierte Baustoffe nach dem "Katalog" DIN 4102-4 Abschnitt 2.3) oder von Baustoffen mit einem besonderen Verwendbarkeitsnachweis. Dieser besteht bei B 1-Baustoffen aus einer allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung und bei B 2-Baustoffen aus einem allgemeinen bauaufsichtlichen Prüfzeugnis. Baustoffe, die in keine andere Klasse einzuordnen sind, gelten als leichtentflammbar.
Baustoffe nichtbrennbar
A-Baustoffe: Nichtbrennbare Baustoffe nach DIN 4102-1 mit den Unterklassen A1 und A2. Durch die Verwendung von nichtbrennbaren Baustoffen wird die bauliche Brandlast reduziert, was sich günstig auf den vorbeugenden baulichen Brandschutz auswirken kann. Verwendbarkeitsnachweis: Entweder Verwendung von allgemein gebräuchlichen Baustoffen (=klassifizierte Baustoffe nach dem "Katalog" DIN 4102-4 Abschnitt 2.2) oder von Baustoffen mit einem besonderen Verwendbarkeitsnachweis. Dieser besteht bei A 1-Baustoffen ohne brennbare Bestandteile aus einem allgemeinen bauaufsichtlichen Prüfzeugnis und bei A 1-Baustoffen mit brennbaren Bestandteilen sowie bei A 2-Baustoffen aus einer allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung.
Alle Baustoffe werden nach einer Prüfung in eine Baustoffklasse eingeteilt, die das Brandverhalten charakterisiert. Baustoffe der Klasse A gelten als nichtbrennbar. Baustoffe der Klasse B gelten als brennbar wobei unterschieden wird in die Klassen B1( schwerentflammbar), B2 (normalentflammbar) und B3 (leichtentflammbar). Massives Holz ist generell in die Baustoffklasse B2 einzuordnen.
Mit Beizen können Sie die Holzfarbe verändern. Sie werden mit einem breiten Pinsel gleichmäßig aufgetragen, dringen ins Holz ein und verleihen ihm die gewünschte Farbe. Beizen gibt es in den üblichen Holztönen und auch bunt in allen Farbabstufungen. Beim Beizen sollten Sie vorsichtshalber mit Gummihandschuhen arbeiten, da sich die Farbpigmente nur sehr schwer von der Haut abwaschen lassen.
Beizen sind Farbstofflösungen, meist auf Wasserbasis, die das Holz einfärben. Mit Holzbeizen können Sie die Eigenfarbe des Holzes betonen. Wenn Sie die Holzoberfläche farblich umgestalten wollen, stehen dafür mehrere Farbtöne zur Auswahl. Einige Beizen sind in Pulverform erhältlich, die meisten werden allerdings gebrauchsfertig angeboten. Die Maserung des Holzes bleibt nach dem Beizen erhalten.
Fassaden aus Brettverkleidungen (z.B. Boden-Deckelschalung) sind Bekleidungen, die nur vor z.B. Witterungseinflüssen schützen sollen, aber keine tragende Funktion haben. Eine Bekleidung kann keine tragende bzw. aussteifende Funktion übernehmen.
Eine Beplankung ist eine Wandschale - z.B. aus Holzwerkstoffplatten -, die auf einem Ständerwerk aus Holz oder Metall angebracht ist. Eine Beplankung kann tragende bzw. aussteifende Eigenschaften haben. Unter aussteifend wird ein Sichern gegen ein seitliches Ausweichen (z. B.: Kopfauslenkung der Stiele) oder Kippen (Ausweichen des biegedruckbeanspruchten Untergurts) verstanden. Als tragend wird ein Bauteil bezeichnet, das planmäßige Lasten weiterleitet.
Beschreibung der Berufsfelder und Aufgaben eines Berufs, Grundlagen für die Ausbildungsordnung.
Neben den natürlichen (z.B. Furniere) die Vielzahl der chemischen Stoffe zur Oberflächenveredelung, unterteilt in flüssige (z.B. Beizen und Lacke) und in feste Beschichtungen. Bei der festen Flächebeschichtung stehen Filme (Melmin-, Phenol-, Harnstoffharzfilme), Papiere (z.B. Japanpapiere), Folien (z.B. PVC), Polyesterschichtstoffe sowei deforative Schichtpreßstoffplatten (zusammengesetzt aus Overlay, Dekorfilm, Barrierepapier, mehreren Kernpapieren und Gegenzugpapier) im Vordergrund.
Unter dem Begriff Beschläge sind eine Vielzahl von Verbindungsformen, Scharnierarten, Griffen, Schubkastenführungen usw. zusammengefaßt. Die Palette ist so vielfältig, daß Sie für jeden Einsatzbereich und Geschmack das Passende finden werden.
Die plangehobelte Fläche eines Bretts, von der aus alle weiteren Maße genommen werden.
Zum Bruch eines Stabes führende Beanspruchung (N/mm²) auf Biegung. Die in der Literatur angegebenen Biegefestigkeiten stellen Mittelwerte dar, die an fehlerfreien, in Faserrichtung orientierten Stäben bei etwa 12% Holzfeuchtigkeitsgehalt ermittelt wurden. Früher wurde hierfür die Bezeichnung kp/cm² verwendet (1 N/mm² = 10 kp/cm²).
Eine leicht vulkanische Gesteinsart, die zu einem feinein Pulver zermahlen zum Schleifen einer bereits behandelten Holzoberfläche benutzt wird.
(lat. Lignum betulae, frz. Bois de bouleau, engl. Birch-wood), das Holz verschiedener Birkenarten, besonders der gewöhnlichen Weißbirke (Betula alba), zeichnet sich durch geringe Härte, Leichtigkeit und Zähigkeit aus, trocknet aber schwer aus, quillt leicht auf, fault im Freien und unterliegt dem Wurmfraß. Das im jungen Zustande weiße, im älteren rötliche Holz, dessen sehr feine Spiegel kaum zu erkennen sind, wird als Werkholz, zu Wagenteilen und Stühlen und als sehr gutes Brennholz benutzt. Die Zuckerbirke (B. lenta) liefert ein schön rosenrotes, in Nordamerika verarbeitetes Nutzholz. Birkenrinde von der Weißbirke wird zum Gerben angewandt
(lat. Lignum piri, frz. Bois die poirier, engl. Pear wood), das Holz der verschiedenen Abarten des Birnbaums, Pirus communis, ist fein, sehr dicht und mäßig hart, mit kleinen, nicht auffallenden Spiegeln und wenig hervortretenden Jahresringen, die etwas wellig verlaufen. Das Mark erscheint auf dem Querschnitt rund und weiß und hat 1 - 2 mm im Durchmesser. Das Kernholz ist gleichmäßig bräunlichrot, zuweilen etwas geflammt. Wegen seiner gleichförmigen Textur läßt es sich leicht und nach allen Richtung hin, ohne auszubröckeln, schneiden und wird daher gern zu Bildhauerarbeiten und Formen für den Zeug- und Tapetendruck sowie von Tischlern und Drechslern verarbeitet. Es schwindet nur wenig, läßt sich gut beizen und wird aus diesem Grunde auch zur Nachahmung von Ebenholz viel benutzt. Das Holz des wilden Birnbaums ist noch fester und dauerhafter als das des kultivierten. Beide sind leider dem Wurmfraß sehr unterworfen.
(Kampescheholz, Blutholz, lat. Lignum campechianum, frz. Bois de campêche, engl. Log- wood), das wichtigste aller Farbhölzer, stammt von Haematoxylon campechianum, einem großen, zur Familie der Zäsalpineen gehörigen, in Zentralamerika und dem nördlichen Teile von Südamerika heimischen Baume, der später auch in den niederländischen Kolonien Ostindiens angebaut worden ist. Die vom weißlichen Splinte befreiten großen Blöcke haben außen eine dunkelblutrote bis braunrote Farbe, die innen heller, rötlichbraun bis gelblichbraun erscheint, an der Luft aber nachdunkelt. Das Holz ist hart und dicht, läßt sich schwer spalten, und besitzt einen schwachen, entfernt veilchenähnlichen Geruch und zusammenziehenden Geschmack. Man unterscheidet das eigentliche Kampescheholz oder Laguna-Kampesche, Jamaikablauholz und das Domingoblauholz, und von letzterem wieder mehrere Sorten, nämlich Monte-Cristo-Blauholz, Fort Liberté und Aux Cayes. Martinique- und Guadeloupe-B. sind nur geringwertige Sorten. Der das Färbevermögen bedingende Stoff, das Hämatoxylin, bildet im reinsten Zustande fast farblose Kristalle, die aber an der Luft bald rötlich werden und schließlich in den eigentlichen Farbstoff, das Hämateïn, übergehen. Weil dieser Farbstoff in dem frisch geraspelten B. nur in geringer Menge entwickelt ist, läßt man an der Luft fermentieren, wodurch es die gewünschte Farbe erst erhält und einen eigentümlichen metallischen gelblichgrünen Glanz annimmt. In unfermentiertem Zustande findet B. bisweilen medizinische Verwendung. Hauptsächlich wird es aber zur Herstellung feiner Tischlerarbeiten sowie in der Färberei und Tintenfabrikation benutzt. Für letztere Zwecke bedient man sich meist des Blauholzextraktes (lat. Extractum ligni campechiani, frz. Extrait de bois de campêche, engl. Extract of Log-wood), welches sowohl in fester als auch in flüssiger Form (s. Farbholzextrakt) einen wichtigen Handelsartikel bildet. Besonders geschätzt sind die Sanford- und französischen Sorten. Das feste Extrakt wird in Kisten von 20 - 100 kg aus Neuyork eingeführt, doch sind auch in Deutschland und Frankreich Fabriken entstanden.
(auch Blindboden). Bretterlage, die als Untergrund für Parkettboden dient.
Zwischen den Decklagen von zum Beispiel Furnierabdeckungen liegende Holzlage bei Verbundwerkstoffen.
Der Blockbohlenbau ist eine traditionelle Bauweise, um Bauwerke herzustellen. Dabei werden Blockbohlen als Rund- oder Schnittholz übereinander geschichtet und an den Ecken durch sogenannte Verkämmungen miteinander verbunden. Man unterscheidet zwischen Vollblockwänden, die an Unter- und Oberkante gefast und genutet und als Außenwand durch Dichtungsbänder gegen Wind geschützt und innenseitig gedämmt werden und zweischaligen Blockbohlenwänden mit einer innenseitigen Dämmung. Als Decken kommen überwiegend Holzbalkendecken zur Ausführung. Bei der Konstruktion ist zu beachten, dass durch die Schwindungen des Holzes Setzungen entstehen, die den Dachstuhl nicht beschädigen dürfen. Daher sollten die Sparrenauflager auf den Blockaußenwänden gleitend ausgeführt werden. Generell müssen alle verwendeten Bauhölzer sorgfältig ausgesucht und getrocknet sein. Die maximale Wandlänge zwischen den Verkämmungen muss durch einen statischen Nachweis überprüft werden. Der bauliche Holzschutz ist u.a. durch große Dachüberstände zu gewährleisten.
Durch unterschiedliche Farbzonen oder Strukturen, wie z. B. Porenringe, hervorgerufene "Bilder" auf tangentialen Flächen.
Blutende Hölzer
Bei einigen "Bunthölzern" und vor allem Importhölzern setzen Lösungsmittel der Lacke Farbstoffe aus den Zellen frei. Die Verfärbungen erwecken den Eindruck, das Holz würde bluten. Diese Hölzer müssen, will man die Oberflächen nicht verschleiern, gut durch Grundierung abgesperrt werden.
ein feines Nutzholz für die Kunsttischlerei von der in Guyana wachsenden Bocoa provacensis, besitzt einen braunschwarzen Kern mit unregelmäßigen Konturen.
Besäumtes oder unbesäumtes Schnittholz mit einer Mindestdicke von mehr als 40mm und einer Breite von mehr als der zweifachen Dicke. In anderen Übereinkünften kann es auch eine Dicke von 35mm und begrenzt auf 100mm sein.
siehe Bohle
Sie sind zur möglichst klaren Kenntlichmachung einer Holzart erforderlich und bestehen für eine botanische Art aus einem zweiteiligen Namen, wie z. B. Entandrophragma utite für Sipo. Hierbei bezeichnet das erste Wort (Entandrophragma) die botanische Gattung und das zweite Wort (utile) die Art innerhalb der genannten übergeordneten Gattung. Eine Zugehörigkeit zur gleichen Gattung läßt ähnliche Eigenschaften erwarten, wie z.B. zwischen Sapelli und Sipo, die beide der gleichen Gattung Entandrophragma angehören. Nahe verwandte Gattungen werden zu einer botanischen Familie zusammengefaßt; die Zugehörigkeit zu ihr kann ebenfalls auf ähnliche Eigenschaften hinweisen, wie z. B. bei Amerikanischem Mahagoni und bei Khaya Mahagoni, die, wie alle Mahagoni-Hölzer, der Familie der Meliaceen angehören.
(Ochsenfleischholz, frz. Bois de Botanybay, engl. Boeuf-wood). Diesen Namen führen 1. ein aus Australien in Scheiten und Brettern zu uns kommendes, von verschiedenen Kasuarineen abstammendes Holz); 2. ein aus Ostindien kommendes, von der Leguminose Dalbergia latifolia abstammendes, anfangs blaues, später tiefschwarz werdendes Holz (ostindisches Rosenholz, engl. Black-wood). Das letztere führt also den Namen B. mit Unrecht. Beide werden zu feinen Tischler- und Drechslerarbeiten benutzt. - Botanybaiharz s. Akaroïdharz.
Auch Destruktionsfäule genannt; Holzzerstörung durch bestimmte Pilze, die vorwiegend die hellere Cellulose und weniger das dunkle Lignin abbauen, wodurch die typische Braunfärbung der befallenen Holzes stammt (siehe auch Weißfäule).
Besäumtes oder unbesäumtes Schnittholz von mindestens 8cm Breite und einer Dicke von mindestens 8mm und weniger als 40mm (siehe auch Bohlen, Kantholz).
Die mechanische Spannung, die zum An- oder Durchbrechen der Probe führt.
(Buchsholz, frz. Bénit, engl. Box-wood) von Buxus sempervirens, ist ein sehr wertvolles, hartes, äußerst dichtes und haltbares Holz von gelblicher bis gelber Farbe. Das europäische B., aus Italien, Südfrankreich und Spanien sowie das etwas dunklere westindische B. wird zu Drechslerarbeiten und zur Verfertigung musikalischer Instrumente, Flöten und Oboen benutzt. Das türkische und kleinasiatische sowie das aus Persien und dem Kaukasus dagegen, welches sich durch eine größere Gleichmäßigkeit auszeichnet, wird für Holzschnitte angewandt und zu diesem Zwecke in, der Hirnfläche parallele, Scheiben geschnitten. Es kommt über Konstantinopel und geht meist nach England, zum kleineren Teile nach Triest.

References: § 66
 § 69
 § 75
 § 75
 § 75
 § 77
 § 65
 § 67
 § 68
 § 67