Source: https://www.bundesimmobilien.de/11391068/ausschreibung?vid=290172
Timestamp: 2019-11-12 14:41:21+00:00

Document:
Rahmenvereinbarung für Sicherheitsdienstleistungen - Bewachung der Kampfmittel-Bereitstellungslager Liegenschaft Wittstock; VOEK 421-19
https://www.evergabe-online.de/tenderdetails.html?id=290172
VOEK 421-19
Bewachung der Kampfmittel-Bereitstellungslager außerhalb der Arbeitszeiten der Räumstellen unter kontinuierlicher Bestreifung durch qualifiziertes Wachdienstpersonal mit Schutzhund und Geländefahrzeug als Rahmenvereinbarung.
Streifendienste (79715000)
Ostprignitz-Ruppin (DE40D)
Bundesland Brandenburg, Liegenschaft Wittstock zwischen 16909 Gadow und 16818 Neuglienicke (ehem. sowjetischer Truppenübungsplatz nördlich von Neuruppin und südöstlich von Wittstock).
Auf Teilen der Liegenschaft Wittstock werden auf einer Fläche von 11 km² Kampfmittel geräumt. Die geborgenen Kampfmittel verbleiben bis zur Übergabe an den Kampfmittelbeseitigungsdienst (KMD) in Kampfmittel-Bereitstellungslagern.
Weil die Abholung durch den KMBD nicht täglich erfolgt, müssen die Kampfmittel-Bereitstellungslager außerhalb der Arbeitszeiten der Räumstellen unter kontinuierlicher Bestreifung durch qualifiziertes Wachdienstpersonal mit Schutzhund und Geländefahrzeug u.a. zu folgenden Zeiten bewacht werden:
- Mo- Do von 16 Uhr bis 7 Uhr am Folgetag
- Freitags von 13 Uhr bis Montag um 7 Uhr
- Gesetzliche Feiertage von 0 Uhr bis 24 Uhr
- Pausen- und Sanitärräume sowie notwendige Nebenanlagen etc. sind einzurichten und vorzuhalten.
- Ein elektronisches Qualitätssicherungssystem und ein elektronischen Wachbuch sind einzurichten und vorzuhalten.
- Eine Einsatzleitung mit Führungspersonal (24 Stunden ununterbrochene Besetzung der Einsatzleitung mit Führungspersonal) ist einzurichten und vorzuhalten.
Reaktionszeit der Einsatzleitung mit Führungspersonal sowie Reserven zur Verstärkung vor Ort bzw. zur Ersatzgestellung innerhalb von maximal 2 Stunden.
- Erarbeitung von Verfahrensanweisungen, Einsatzplanungen, Dokumentationen und Berichtswesen.
- Einsatzkräfte müssen sich auf Kosten des Auftragnehmers durch einen 16-Stunden-Grundlehrgang für Räumhelfer vor Leistungsbeginn zusätzlich qualifizieren.
Die Bewachung soll als Rahmenvereinbarung mit einem Auftragnehmer abgeschlossen werden. Die Leistungen werden durch Einzelaufträge bezüglich der Einsatzpersonalstärke, des Einsatzortes, der Bewachungszeiten sowie des Einsatzzeitraumes festgelegt.
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Der Vertrag hat eine feste Laufzeit von einem Jahr. Er verlängert sich, sofern die Auftraggeberin einer Fortsetzung des Vertragsverhältnisses nicht mit einer Frist von drei Monaten vor Ablauf der Vertragsdauer schriftlich widerspricht um jeweils ein weiteres Jahr. Die maximale Vertragsdauer beträgt vier Jahre und endet spätestens am 31.03.2024.
Besondere Einsätze im Fall von Interventionen, die z.B. bei Unfällen, Einbruch oder Einbruchversuch in die Kampfmittel-Bereitstellungslager oder anderen Fällen, die eine Unterstützung des Wachpersonals vor Ort außerhalb der üblichen Bewachungsszeiten erforderlich machen. Besondere Einsätze erfolgen auf Anforderung der Auftragsgeberin.
Die Einzelaufträge der Rahmenvereinbarung werden im Namen und für Rechnung der AG Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, Sparte Bundesforst, Berliner Straße 98 – 101, 14467 Potsdam bzw. Wittstocker Allee 167, 16816 Neuruppin erteilt. Das jährl. Auftragsvolumen wird auf 223.959,70 € (netto) geschätzt. Es wird nicht festgelegt, d.h. es kann höher oder geringer ausfallen.
Der Auftragnehmer erfüllt die Anforderungen des Normteils DIN 77200 Teil 1 für die zu vergebenden Leistungen
- Nachweis einer vorhandenen Zertifizierung nach DIN 77200-3 (Zertifizierungsverfahren zur Konformitätsbewertung von Sicherungsdienstleistungen nach DIN 77200-1)
Sofern der Bieter nicht über eine Zertifizierung nach DIN 77200-3 verfügt:
1. Kopie der gültigen Bewachungsgewerbeerlaubnis des Unternehmens gem. § 34 a Abs. 1 GewO.
2. Nachweis mindestens 3 Jahre Gewerbepraxis
3. Zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem (QM-System) gem. DIN 77200-1
Ebenfalls mit Angebot einzureichen:
4. Eigenerklärung zur Eignung VHB 124 LD (Vordruck) in Bezug auf
- die Eintragung in ein Berufsregister
- Angabe zu Insolvenzverfahren und Liquidation
- Angaben zu schweren Verfehlungen gem. § 123 und § 124 GWB
- Angabe zur Mitgliedschaft bei der Berufsgenossenschaft
Falls das Angebot in die engere Wahl gelangt, sind die entsprechenden Nachweise/Bescheinigungen zu der Eigenerklärung 124 LD auf gesondertes Verlangen der Vergabestelle vorzulegen.
Die Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) wird für dieses Verfahren gem. § 65 Abs. 4 Vergabeverordnung (VgV) nicht akzeptiert.
Der Auftragnehmer erfüllt die Anforderungen des Normteils DIN 77200 Teil 1 für die zu vergebenden Leistungen.
5. Eigenerklärung zur Betriebs-/Berufshaftpflichtversicherung
2.500.000,00 € für Personen- und sonstige Schäden pauschal (umfasst auch Schäden durch Beschädigung oder Vernichtung bewachter Sachen),
Im Rahmen der Versicherungssumme für sonstige Schäden gelten folgende Versicherungssummen vereinbart:
250.000,00 € für Vermögensschäden, umfasst auch Schäden gemäß Bundesdatenschutzgesetz
250.000,00 € für das Abhandenkommen bewachter Sachen
250.000,00 € für das Abhandenkommen von Schlüsseln/Codekarten
250.000,00 € für Bearbeitungs-/Tätigkeitsschäden
2.500.000,00 € für Umwelthaftpflichtschäden inklusive Umwelthaftpflicht-Regress
Die Höchstersatzleistung des Versicherers für alle Versicherungsfälle eines Versicherungsjahres beträgt mindestens jeweils das Zweifache der vorstehend je Versicherungsfall vereinbarten Versicherungssumme, bei Umwelthaftpflichtschäden das Einfache.
Der Versicherungsschutz ist für die gesamte Vertragslaufzeit aufrecht zu erhalten.
6. Angaben zum Tarif, zum Std-Lohn, zum Stundenverrechnungssatz,zum Lohnkostenanteil und den Zulagen im Vordruck Angaben zur Kalkulation (Anlage 5 des Vertrages).
Falls das Angebot in die engere Wahl gelangt, sind die entsprechenden Nachweise/Bescheinigungen zu der Eigenerklärung 124 LD auf gesondertes Verlangen der Vergabestelle vorzulegen. Die Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) wird für dieses Verfahren gem. § 65 Abs. 4 Vergabeverordnung (VgV) nicht akzeptiert.
Falls das Angebot in die engere Wahl gelangt, ist ggf. zur Prüfung der Auskömmlichkeit des Angebotes der ausgefüllte Vordruck „Kalkulation des Stundenverrechnungssatzes (SVS) Objektschutz“ (Vordruck) einzureichen.
Deckungssummen in der Betriebs-/Berufshaftpflichtversicherung
Angaben zur Kalkulation (Anlage 5 des Vertrages)
Die Einsatzkräfte verfügen über den Berufsabschluss „Geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft (IHK) oder IHK-geprüfte Werkschutzfachkraft oder Servicekraft für Schutz und Sicherheit oder vergleichbar:
7. Nachweis der Berufsabschlusszeugnisse des geplanten Einsatzpersonals mit Angebot;
8. Gültiger Befähigungsnachweis zum Hundeführer. Hundeführer und Hund müssen gem. DGUV 23 DA (ehem. BGV C7) qualifiziert sein
9. Eigenerklärung zur Qualifizierung der geplanten Einsatzkräfte zu den Grundlagen der Kampfmittelräumung
Die Einsatzkräfte sind mit einer fachspezifischen Einweisung/ Erstbelehrung (min. 16 Stunden Lehrprogramm über die Grundlagen der Organisation der Kampfmittelräumung, der Bergungs- und Sondiertechnik, der Gefährdung durch Kampfmittel, Sicherheitsbestimmungen etc.) durch eine staatlich anerkannte Schulungsstätte für die Kampfmittelräumung bzw. die Güteschutzgemeinschaft Kampfmittelräumung (GKD) in Anlehnung an die „Fachspezifische Mindestqualifikationen von Personen“ der Güteschutzgemeinschaft Kampfmittelräumung – Gütesicherung RAL-GZ 901 Abschnitt 3.2 - nach Auftragserteilung und vor Leistungsbeginn zu qualifizieren.
Falls das Angebot in die engere Wahl gelangt, sind auf gesondertes Verlangen der Vergabestelle folgende Nachweise einzureichen:
10. drei Referenzen aus den letzten drei Jahren zu vergleichbaren Leistungen gem. Eigenerklärung zur Eignung VHB 124 LD. Merkmal der Vergleichbarkeit der Referenzen: Revierdienst im 24-Stunden-Dienst. Die Vergabestelle wird die Referenzen prüfen. Die Referenzgeber werden in der Wertungsphase aufgefordert, Angaben über die Ausführung und Vertragserfüllung des früheren Auftrags zu machen.
Mindestanforderungen nach Auftragserteilung und vor Leistungsbeginn:
11. Einsatzkräfte verfügen über einen gültigen Führerschein der Klasse B
12. Einsatzkräfte verfügen über deutsche Sprachkenntnisse mindestens entsprechend der Stufe B2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens
13. Geeigneter Schutzhund gem. DGUV 23 DA
14. Kommunikationseinrichtungen sind für Notfälle ausgestattet, die eine zuverlässige Verbindung zur Notruf-und Service-Leitstelle des Auftragnehmers sowie zu Polizei und Rettungsdiensten ermöglichen (z.B. Satellitentelefon).
15. Geländegängiges Fahrzeug laut Leistungsbeschreibung
16. Pausen- und Sanitärräume beschaffen
17. Elektronisches Kontrollsystem zur Qualitätssicherung muss vorhanden sein
18. Einrichtung einer Einsatzleitung mit Führungspersonal und höchstens 2 Stunden Reaktionszeit der Einsatzleitung mit Führungspersonal sowie Reserven zur Verstärkung vor Ort bzw. Ersatzgestellung
19. Unterzeichnete Verschwiegenheitserklärung (Vordruck) des Einsatzpersonals im Sinne des Gesetzes über die förmliche Verpflichtung.
7. Nachweis "Geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft (IHK) oder IHK-geprüfte Werkschutzfachkraft (IHK) oder Servicekraft für Schutz und Sicherheit oder vergleichbar"
8. Gültiger Befähigungsnachweis zum Hundeführer. Hundeführer und Hund müssen gem. DGUV 23 DA qualifiziert sein.
9. Eigenerklärung zur Qualifikation
10. Mindestanforderung an die Referenzen: Sollten die Angaben der Referenzgeber überwiegend negative Aussagen in Bezug auf eine mangelhafte Organisation, Qualifikation und Erfahrung des mit der Ausführung betrauten Personals enthalten, wird das Angebot des Unternehmens gem. § 65 Abs. 5 VgV i.V.m. § 58 Absatz 2 Satz 2 Nummer 2 VgV von der weiteren Teilnahme am Vergabeverfahren ausgeschlossen.
Qualifikationen/Anforderungen der Nr. 11.-19. nach Zuschlagserteilung
Alle Nachweise zu den personellen (gesamtes einzusetzende Personal inklusive Vertretung) und materiellen Eignungsanforderungen laut Leistungsbeschreibung müssen spätestens eine Woche vor Leistungsbeginn vorliegen.
Die Leistungen des hier zu vergebenden Auftrages müssen gem. § 47 VgV vom Bieter (Auftragnehmer) selbst - ohne Eignungsleihe und ohne Unterauftragnehmer - oder im Fall einer Bietergemeinschaft von einem Teilnehmer ausgeführt werden.
Die Teilnahme der Bieter am Eröffnungstermin ist nicht gestattet. Die Zuschlagserteilung erfolgt elektronisch.
(1) Die Vergabeunterlagen können unentgeltlich, uneingeschränkt, vollständig und direkt über die e-Vergabe-Plattform des Bundes (https://www. evergabe-online.de) heruntergeladen werden. Die Verwendung der in den Bewerbungsunterlagen vorgegebenen Vordrucke ist zwingend. Änderungen an diesen Vordrucken sind unzulässig und führen zum Ausschluss des Angebotes.
(2) Der Vordruck „Angebotsschreiben VHB 633“ ist in Textform mit dem Namen des Erklärenden auszufüllen bzw. elektronisch zu signieren. Bei Bietergemeinschaften ist das Angebotsschreiben entweder von allen Mitgliedern der Bietergemeinschaft oder dem bevollmächtigten Vertreter in Textform mit dem Namen des Erklärenden bzw. elektronisch zu signieren.
(3) Das Angebot ist ausschließlich in elektronischer Form bis zum Ende der Angebotsfrist einzureichen.
(4) Geforderte Erklärungen und Nachweise sind, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes zugelassen ist, mit dem Angebot, spätestens zu dem in IV.2.2) genannten Termin vorzulegen. Geforderte Erklärungen und Nachweise, die bis zum Ablauf der in IV.2.2) genannten Frist nicht vorgelegt wurden, können auf Anforderung der Vergabestelle innerhalb einer angemessenen Frist nachgereicht werden. Werden auf diese Weise nachgeforderte Erklärungen und Nachweise nicht innerhalb der Nachforderungsfrist vorgelegt, wird das Angebot ausgeschlossen.
(7) Die Anforderungsfrist für zusätzliche Auskünfte (Bewerberfragen), die elektronisch oder schriftlich an die unter Ziffer I.1) genannten Kontaktstelle zu stellen sind, endet am 02.12.2019, 12:00 Uhr.
Eine Beantwortung gestellter Fragen erfolgt ausschließlich in Textform. Telefonische Auskünfte werden nicht erteilt.
Es werden nur Preisnachlässe gewertet, die.
— an der im Angebotsschreiben bezeichneten Stelle aufgeführt sind.
(9) Bewerberfragen: Fragen zum Vergabeverfahren bzw. zu den Vergabeunterlagen bitte über die e-Vergabe-Plattform (www.evergabe-online.de) oder per Email an verdingung@bundesimmobilien.de mit dem beiliegendem Formblatt „Fragen-Antwort“ einreichen. Die Beantwortung der Fragen erfolgt ausschließlich über die e-Vergabe-Plattform bzw. per Email. Telefonische Auskünfte oder Auskünfte während der Besichtigung werden nicht erteilt. Die Bewerber haben sich zudem selbstständig und regelmäßig über Änderungen der Vergabeunterla-gen sowie die Beantwortung von Fragen durch die Vergabestelle zu informieren (wird veröffentlicht auf der e-Vergabeplattform) und diese im Rahmen ihrer Angebotserstellung zu berücksichtigen. Eine Nichtberücksichtigung kann ggf. zum Ausschluss des Angebotes führen.
9) Bei Gleichwertigkeit mehrerer Angebote behält sich die Auftraggeberin die Vergabe per Losentscheid vor.
(10) Bei technischen Fragen zur Anwendung der e-Vergabe-Plattform wenden Sie sich bitte an e-Vergabe HelpDesk:

References: § 34
 § 123
 § 124
 § 65
 § 65
 § 65
 § 58
 § 47