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Timestamp: 2020-04-01 11:16:42+00:00

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BFH, 29.01.1997 - XI R 23/96 - dejure.org
https://dejure.org/1997,750
BFH, 29.01.1997 - XI R 23/96 (https://dejure.org/1997,750)
BFH, Entscheidung vom 29.01.1997 - XI R 23/96 (https://dejure.org/1997,750)
BFH, Entscheidung vom 29. Januar 1997 - XI R 23/96 (https://dejure.org/1997,750)
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EStG § 15 Abs. 2; GewStG § 2 Abs. 1
Betriebsaufspaltung - Personelle Verflechtung - Tatsächliche Machtstellung - Erhöhung des Geschäftsanteils
Ungewollte Steuerverstrickung durch Vorsorgevollmachten
§ 15 Abs. 2 EStG; § 2 Abs. 1 GewStG
Einkommensteuer; personelle Verflechtung bei besonderer tatsächlicher Machtstellung
EStG § 15 Abs 2, GewStG § 7, EStG § 21, FGO § 76
Betriebsaufspaltung; Faktische Beherrschung; Gewerbebetrieb; Gewerbeertrag; Personelle Verflechtung; Vermietung und Verpachtung
BFHE 182, 216
NJW 1997, 1943
BB 1997, 822
DB 1997, 913
BStBl II 1997, 437
Dies entspricht ständiger Rechtsprechung des BFH (vgl. Urteile vom 29. Juli 1976 IV R 145/72, BFHE 119, 462, BStBl II 1976, 750; vom 16. Juni 1982 I R 118/80, BFHE 136, 287, BStBl II 1982, 662; vom 1. Dezember 1989 III R 94/87, BFHE 159, 480, BStBl II 1990, 500; vom 29. Januar 1997 XI R 23/96, BFHE 182, 216, BStBl II 1997, 437).
a) Dies äußert sich u.a. darin, dass die Fähigkeit der das Besitzunternehmen beherrschenden Personen, ihren geschäftlichen Betätigungswillen in der Betriebsgesellschaft durchzusetzen, nicht notwendig einen bestimmten Anteilsbesitz an der Betriebsgesellschaft erfordert; sie kann aufgrund einer durch die Besonderheiten des Einzelfalls bedingten tatsächlichen Machtstellung in der Betriebsgesellschaft gegeben sein (vgl. BFH-Urteile vom 29. Januar 1997 XI R 23/96, BFHE 182, 216, BStBl II 1997, 437; vom 21. Januar 1999 IV R 96/96, BFHE 187, 570, jeweils m.w.N.).
Für die Entscheidung des Streitfalls kommt es nicht auf die umfangreichen Ausführungen des Klägers zu der Frage an, ob angesichts dessen, dass er zusätzlich die Stellung des Vorstandsvorsitzenden bekleidet, auch die Voraussetzungen einer "faktischen Beherrschung" im Sinne der hierzu entwickelten Rechtsprechungsgrundsätze (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 29. Januar 1997 XI R 23/96, BFHE 182, 216, BStBl II 1997, 437) erfüllt wären.
BFH, 15.03.2000 - VIII R 82/98
Das wäre etwa dann der Fall, wenn GS ihr das Stimmrecht jederzeit hätte entziehen können (vgl. BFH-Urteil vom 29. Januar 1997 XI R 23/96, BFHE 182, 216, BStBl II 1997, 437), wenn sie nach den tatsächlichen Verhältnissen in der Gesellschaft von ihrem Stimmrecht ausgeschlossen gewesen wäre (zur Bedeutung der tatsächlichen Handhabung des Stimmrechts vgl. u.a. BFH-Urteil vom 12. November 1985 VIII R 240/81, BFHE 145, 401, BStBl II 1986, 296, unter I. 3. b der Gründe; FG München, Urteil vom 24. April 1996 1 K 1652/93, EFG 1996, 748) oder wenn GS ihr in wesentlichen Punkten der Geschäftsführung seinen Willen derart aufgezwungen hätte, dass die Ausübung ihres Stimmrechts letztlich nicht mehr auf ihrem eigenen geschäftlichen Willen beruhte (BFH-Urteil vom 12. Oktober 1988 X R 5/86, BFHE 154, 566, BStBl II 1989, 152, unter 2. b der Gründe).
Im Urteil vom 29. Januar 1997 XI R 23/96 (BFHE 182, 216, BStBl II 1997, 437) heißt es --wenn auch beiläufig--, daß die mangelnde Sachkunde der an der Betriebs-GmbH maßgeblich mitbeteiligten Mutter des Klägers dessen fehlenden Anteilsbesitz nicht zu ersetzen vermöge.
§ 151 BewG, § 13b Abs. 2a ErbStG
Die Fähigkeit, den geschäftlichen Betätigungswillen im Unternehmen durchzusetzen, kann allerdings - ohne entsprechenden Anteilsbesitz - in Ausnahmefällen auch durch eine besondere tatsächliche Machtstellung vermittelt werden (BFH, Urteil vom 29.01.1997, XI R 23/96, BStBl II 1997, 437 (st. Rspr.) m.w.N.).
So hat der BFH mit Urteil vom 29.01.1997 (Az.: XI R 23/96, BStBl II 1997, 437) entschieden, dass eine Beherrschung der Betriebsgesellschaft nicht durch eine bloße Geschäftsführerstellung des die Besitzgesellschaft Beherrschenden, sondern nur dann besteht, wenn der Geschäftsführer zusätzlich die Möglichkeit hat, sich die Anteilsmehrheit an der Betriebsgesellschaft zu beschafften.
FG Münster, 11.10.2018 - 3 K 533/17
Bejaht worden ist eine solche faktische Beherrschung, wenn der Alleininhaber des Besitzunternehmens, der alleiniger Geschäftsführer der Betriebs-GmbH ist, in der Lage ist, seinen Geschäftsanteil von 49 % jederzeit auf bis zu 98% zu erhöhen (BFH-Urteil vom 29.01.1997 XI R 23/96, BStBl. II 1997, 437).
FG Köln, 19.05.2005 - 10 K 1833/00
BFH, 29.08.2001 - VIII B 15/01
Verwirkung des Steueranspruchs - Beherrschung einer Kapitalgesellschaft - …
BFH, 06.03.2003 - XI R 3/02
Betriebsgrundstück; Betriebsveräußerung
FG Münster, 22.05.2000 - 12 K 4977/97
Faktische Beherrschung bei Betriebsaufspaltung
FG Bremen, 15.05.2019 - 1 K 59/18
BFH, 15.11.2001 - VIII B 45/01
Beschwerde - Divergenz - Darlegungserfordernisse - Lagerhallen - …
FG Saarland, 13.09.2007 - 2 K 1223/03
Betriebsaufspaltung; hier: personelle Verflechtung unter Ehegatten
FG Bremen, 17.12.1998 - 497196K 3
Ermittlung der Einkünfte aus Gewerbebetrieb ; Erhöhte Absetzung für …

References: § 15
 § 2

§ 15
 § 2
 § 15
 § 7
 § 21
 § 76

§ 151
 § 13