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Timestamp: 2019-10-16 02:25:29+00:00

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Zurückweisung eines vor (wirksamer) Erlassung einer Beschwerdevorentscheidung gestellten Vorlageantrags - Findok Internet
Bescheidbeschwerde – Senat – Beschluss des BFG vom 01.09.2017, RV/7103913/2017
Zurückweisung eines vor (wirksamer) Erlassung einer Beschwerdevorentscheidung gestellten Vorlageantrags
Das Bundesfinanzgericht hat durch den Richter Dr. Rudolf Wanke gemäß § 272 Abs. 4 BAO als Berichterstatter im Beschwerdeverfahren betreffend die Beschwerde der Marianne G*****, *****Adresse_Bf*****, vertreten durch LBG Wirtschaftsprüfung & Steuerberatung GmbH, 1030 Wien, Boerhaavegasse 6, vom 13. 7. 2016 gegen den Bescheid des Finanzamtes Wien 9/18/19 Klosterneuburg, 1030 Wien, Marxergasse 4, vom 22. 6. 2016, wonach der Antrag vom 30. 5. 2016 auf Akteneinsicht gemäß § 90 BAO in den Steuerakt 07 8*****, "S***** Emma u ME n S***** Alfred" abgewiesen wurde, den Beschluss gefasst:
I. Der Vorlageantrag vom 10. 3. 2017 wird gemäß § 264 Abs. 4 lit. e BAO i. V. m. § 260 Abs. 1 lit. a BAO als unzulässig zurückgewiesen.
Mit dem angefochtenen Abweisungsbescheid vom 22. 6. 2016 wies das Finanzamt einen Antrag der Beschwerdeführerin (Bf) Marianne G***** vom 30. 5. 2016 auf Akteneinsicht gemäß § 90 BAO in den Steuerakt 07 8*****, "S***** Emma u ME n S***** Alfred" ab.
Gegen diesen Abweisungsbescheid erhob die Bf durch ihre steuerliche Vertretung mit Eingabe vom 13. 7. 2016 Beschwerde mit dem Antrag auf dessen ersatzlose Aufhebung.
Für den Fall der Vorlage der Beschwerde an das Bundesfinanzgericht, werde eine mündliche Verhandlung gemäß § 274 Abs. 1 Z 1 BAO und eine Senatsentscheidung gemäß § 272 Abs. 2 Z 1 BAO beantragt.
"Beschwerdevorentscheidung"
Mit als "Beschwerdevorentscheidung" bezeichnetem Bescheid vom 16. 1. 2017, adressiert an "S***** Emma u ME n S***** Alfred" , zu Handen Mag. Rainer H*****, *****Adresse_StB_StPfl*****, entschied das Finanzamt wie folgt:
Es ergeht die Beschwerdevorentscheidung betreffend die Beschwerde vom 14.07.2016 von S***** Emma u ME n S***** Alfred, *****Adresse_StPfl*****, vertreten durch Herrn Mag H***** Rainer, *****Adresse_StB_StPfl*****, gegen Abweisungsbescheid vom 22.06.2016.
Ihre Beschwerde vom 14.07.2016 wird als unbegründet abgewiesen.
Ihre Beschwerde wird abgewiesen. Da Sie keine Parteistellung innehaben können Sie keine Akteneinsicht erlangen.
Die gewünschte Akteneinsicht betreffend der Unterlagen aus den 80ger Jahren kann schon aus Verjährungsgründen keinesfalls der Wahrung von Abgabenansprüchen dienen, weshalb diesem Ersuchen nicht entsprochen wird.
Abgesehen davon, dass Steuerunterlagen dieses Zeitraumes bereits vor Jahren zu skartieren waren ist auch EDV-Technisch eine Einsicht in die in der Akteneinsicht beschriebenen Jahren nicht mehr möglich.
Des Weiteren ist ebenfalls keine Akteneinsicht zu gewähren, wenn die die Akteneinsicht begehrende Person in einem anderen Verfahren Partei ist und die Geltendmachung oder Verteidigung ihrer Interessen in diesem anderen Verfahren die Kenntnis der Akten erfordert (Ellinger/Iro/Kramer/Sutter/Urtz, BA03 § 90 E 14).
Zusätzlich wird auf die Begründung der Abweisung Ihres Antrages verwiesen.
Mit Eingabe vom 10. 3. 2017 stellte die Bf durch ihre steuerliche Vertretung Vorlageantrag wie folgt:
Marianne G*****
Geschenknehmerin des P*****es
nach Alfred S***** St.Nr.: 07 8*****
Betriebsaufgabe in 80iger Jahren des vorigen Jahrhunderts
Vorlageantrag gem. § 264 BAO
wir erhielten die Beschwerdevorentscheidung (fälschlich adressiert an S***** Emma u. ME n Alfred S*****) vom 16.01.2017, zugestellt am 9. März 2017.
Wir beantragen gem. § 264 BAO die Vorlage der Beschwerdevorentscheidung an das Bundesfinanzgericht und die Entscheidung über die Bescheidbeschwerde durch das Bundesfinanzgericht.
Als Begründung verweisen wir auf unsere Beschwerde vom 13. Juli 2016.
Wir beantragen eine mündliche Verhandlung gem. § 274 (1) 1 BAO und eine Senatsentscheidung gem. § 272 (2) 1 BAO...
Mit Bericht vom 10. 8. 2017 legte das Finanzamt die Beschwerde mit Vorlagebericht dem Bundesfinanzgericht vor und führte unter anderem aus:
Die Beschwerdeführerin (StNr 68 1*****) hat von ihrem Lebensgefährten Alfred S***** (StNr 07 8*****), verstorben am ....04.2013, den "P*****" in 3***** K***** als Geschenk auf den Todesfall erhalten. Mit Datum vom 30.05.2016 stellte sie einen Antrag auf Akteneinsicht in den Steuerakt des Verstorbenen und begründete dies damit, dass sie in Erfahrung gebracht habe, dass die Liegenschaft bereits in den 70er oder 80er-Jahren von der Finanzbehörde zum Voluptuar (Liebhaberei) erklärt worden sei, da der Verstorbene stets hohe Einkünfte aus Gewerbe und stets Verluste aus Land- und Forstwirtschaft (P*****) erzielt habe. Damals seien auch die stillen Reserven des land- und forstwirtschaftlichen Betriebes im Rahmen einer Betriebsaufgabe versteuert und auch die Ausgangsrechnungen des Betriebes immer ohne Umsatzsteuer ausgestellt worden. Da sie keine diesbezüglichen Unterlagen habe begehrte sie Akteneinsicht. Dieser Antrag wurde mit Bescheid vom 22.06.2016 abgewiesen, da die Beschwerdeführerin nicht Partei des Verfahrens ist. Gegen diesen Abweisungsbescheid wurde fristgerecht am 14.07.2016 Beschwerde erhoben, welche mit Beschwerdevorentscheidung vom 16.01.2017 abweisend erledigt wurde. Die Beschwerdevorentscheidung war adressiert an "S***** Emma und ME n S***** Alfred" und wurde auch falsch zugestellt. Der Beschwerdeführerin zugestellt wurde sie erst am 09.03.2017 und in der Folge am 10.03.2017 ein Vorlageantrag eingebracht.
Als Beweismittel dienen die der Vorlage beigefügten Bescheide und sonstigen Akteninhalte.
Gemäß § 90 BAO hat die Abgabenbehörde den Parteien die Einsicht und Abschriftnahme der Akten oder Aktenteile zu gestatten, deren Kenntnis zur Geltendmachung oder Verteidigung ihrer abgabenrechtlichen Interessen oder zur Erfüllung abgabenrechtlicher Pflichten erforderlich ist. Nur die Partei (bzw ihr Vertreter) hat nach der Judikatur (zB VwGH 10.3.1988, 87/16/0045) und der in der Literatur überwiegenden Auffassung das Recht auf Akteneinsicht. Wer Partei ist, ergibt sich in erster Linie aus § 78 BAO. Gemäß Abs. 1 dieser Bestimmung ist dies im Regelfall der Abgabepflichtige. Die Beschwerdeführerin ist nicht als abgabepflichtig betreffend des Steueraktes des Verstorbenen. Weiters sieht Abs. 3 vor, dass andere als die genannten Personen die Rechtsstellung einer Partei dann und insoweit haben, als sie aufgrund abgabenrechtlicher Vorschriften die Tätigkeit einer Abgabenbehörde in Anspruch nehmen oder sich die Tätigkeit der Abgabenbehörde auf sie bezieht. Die Beschwerdeführerin ist also zweifelsohne Partei im Hinblick auf ihre eigenes Abgabenverfahren sowie auch betreffend des Verfahrens auf Akteneinsicht, nicht aber betreffend den Steuerakt des Alfred S*****. Zwar sieht § 19 Abs. 1 BAO auch vor, dass bei Gesamtrechtsnachfolge die sich aus den Abgabenvorschriften ergebenden Rechte und Pflichte (darunter ist wohl auch das Recht auf Akteneinsicht zu verstehen) des Rechtsvorgängers auf den Rechtsnachfolger übergehen, jedoch ist die Beschwerdeführerin nicht aufgrund von Erbfolge oder Erbschaftskauf zur Gesamtrechtsnachfolgerin (Universalsukzessorin) geworden, sondern hat lediglich ein Geschenk auf den Todesfall (Legat) erhalten. Weiters ist zu prüfen ob überhaupt ein abgabenrechtliches Interesse an der Akteneinsicht gegeben wäre. Im Regelfall sind land- und forstwirtschaftliche Betriebe unter § 1 Abs. 1 LVO einzureihen und es liegt nach § 6 LVO Liebhaberei nicht vor (vgl. VwGH 16.12.2009, 2008/15/0059). Wird hingegen eine land- und forstwirtschaftliche Tätigkeit entfaltet, die auf einer besonderen in der Lebensführung begründeten Neigung beruht (§ 1 Abs. 2 LVO; zB Nutzung für Freizeitzwecke und/oder zur Ausübung von Hobbytätigkeiten wie Jagen oder Reiten) und sich bei objektiver Betrachtung nicht zur Erzielung von Gewinnen eignet, liegt keine unternehmerische Tätigkeit vor (zB VwGH 21.10.2003, 97/14/0161, zur Verpachtung einer landwirtschaftlichen Liegenschaft). Das in § 1 Abs. 1 LVO vorausgesetzte subjektive Element einer Gewinn- bzw. Überschusserzielungsabsicht ist nicht unmittelbar erkennbar. Es ist daher anhand objektiver Kriterien (§ 2 Abs. 1 LVO) darauf zu schließen, ob ein Ertragsstreben vorliegt. Das objektiv erkennbare Ertragsstreben des Steuerpflichtigen muss darauf gerichtet sein, innerhalb eines absehbaren, mehrjährigen Zeitraumes Gewinne bzw. Überschüsse in einer Höhe zu erwirtschaften, die nicht nur die angefallenen Verluste ausgleichen, sondern darüber hinaus bei einer betrieblichen Einkunftsquelle zu einer Mehrung des Betriebsvermögens (Gesamtgewinn), bei einer außerbetrieblichen Einkunftsquelle zu einem Überhang der Überschüsse über die Verluste (Gesamtüberschuss) führen. Gesamtgewinn ist das betriebliche Gesamtergebnis von der Begründung der Tätigkeit durch den jeweiligen Steuerpflichtigen bis zu deren Beendigung durch denselben Steuerpflichtigen (Veräußerung, Aufgabe oder Liquidation). Die (entgeltliche oder unentgeltliche) Übertragung der Einkunftsquelle beendet grundsätzlich die Betätigung für den Übertragenden und führt zu einem neuerlichen Beginn der Betätigung beim Übernehmenden. Es ist daher auch die Betätigung neuerlich bei der Beschwerdeführerin zu beurteilen und nicht danach, wie die Betätigung beim Vermächtnisgeber behandelt wurde. Daher liegt hinsichtlich der Gewährung der Akteneinsicht auch keine Erforderlichkeit zur Geltendmachung oder Verteidigung ihrer abgabenrechtlichen Interessen oder zur Erfüllung abgabenrechtlicher Pflichten vor.
Die Beschwerde wäre aus Sicht der Abgabenbehörde daher jedenfalls abzuweisen.
Allerdings wurde die im gegenständlichen Fall erlassene Beschwerdevorentscheidung adressiert an "S***** Emma und ME n S***** Alfred" und nicht an die Beschwerdeführerin. Gemäß § 93 Abs. 2 BAO hat jeder Bescheid einen Spruch zu enthalten. Der Spruch hat auch die Person (Personenvereinigung) zu nennen, an die er ergeht (somit den Bescheidadressaten). Der Adressat ist namentlich zu nennen (vgl VwGH 23.3.1998, 94/17/0413). Das Adressfeld gehört nach der Judikatur zum Bescheidspruch. Erledigungen ohne Spruch (somit ohne normativen Inhalt) sind keine Bescheide (VwGH 26.2.2013, 2010/15/0064). Die Beschwerdevorentscheidung stellt somit einen Nichtbescheid dar. § 260 Abs. 1 lit a BAO sieht vor, dass eine Bescheidbeschwerde mit Beschwerdevorentscheidung oder Beschluss (§ 278 BAO) zurückzuweisen ist, wenn sie unzulässig ist. Unzulässig ist eine Bescheidbeschwerde vor allem bei mangelnder Bescheidqualität. Eine Möglichkeit zur Sanierung besteht unserer Ansicht nach nicht mehr, da zwar seit Beginn des Jahres iSd § 300 iVm § 264 Abs. 7 BAO eine Aufhebung der Beschwerdevorentscheidung bis zur tatsächlichen Vorlage grundsätzlich möglich ist, aber die Aufhebung eines Bescheides voraussetzt, dass dieser wirksam ergangen ist. Ein Vorlageantrag setzt auch unabdingbar eine Beschwerdevorentscheidung voraus (VwGH 28.10.1997, 93/14/0146; 8.2.2007, 2006/15/0373; UFS 27.1.2011, RV/3107-W/10). Wird er vor Zustellung der Beschwerdevorentscheidung gestellt, so ist er wirkungslos (zB VwGH 26.6.1990, 89/14/0122; 25.11.1999, 9/15/0136).
Aus den dargelegten Gründen wird beantragt den Vorlageantrag als unzulässig zurückzuweisen.
Anmerkung: Aufgrund der technischen Gegebenheiten wird der Vorlagebericht nach der Approbation händisch an den steuerlichen Vertreter der Beschwerdeführerin zugestellt werden.
Demzufolge erging gegenüber der Bf Marianne G***** mit Datum 22. 6. 2016 ein Bescheid, gegen den Marianne G***** mit Eingabe vom 13. 7. 2016 Beschwerde erhob.
Mit als "Beschwerdevorentscheidung" bezeichnetem Dokument vom 16. 1. 2017, adressiert an "S***** Emma u ME n S***** Alfred", wies das Finanzamt eine Beschwerde vom 14. 7. 2016 von "S***** Emma u ME n S***** Alfred" als unbegründet ab.
Die Bf Marianne G***** erlangte von diesem Dokument am 9. 3. 2017 Kenntnis.
Eine Beschwerdevorentscheidung an Marianne G***** wurde vom Finanzamt bislang nicht erlassen.
Mit Eingabe vom 10. 3. 2017 wurde in Bezug auf die gegenüber Emma S***** und Miterben nach Alfred S***** erlassene Beschwerdevorentscheidung vom 16. 1. 2017 durch die Bf Marianne G***** Vorlageantrag gestellt.
Unwirksamkeit der "Beschwerdevorentscheidung" in Bezug auf die Bf
Vorerst ist zu bemerken, dass im Gegensatz zu den Ausführungen des Finanzamts im Vorlagebericht nach der Aktenlage die "Beschwerdevorentscheidung" vom 16. 1. 2017 kein "Nichtbescheid", sondern gegenüber Emma S***** und Miterben nach Alfred S***** als Bescheid wirksam erlassen worden sein dürfte. Auch ein (offenbar) rechtswidriger Bescheid entfaltet Rechtswirkungen, allerdings gegenüber dem oder den jeweiligen Bescheidadressaten. Ein rechtswidriger Bescheid kann etwa gemäß § 299 BAO von Amts wegen durch das Finanzamt aufgehoben werden.
Zuzustimmen ist dem Finanzamt jedoch, dass die "Beschwerdevorentscheidung" vom 16. 1. 2017 keine Rechtswirkungen gegenüber der Bf Marianne G***** zu entfalten vermag. Diese ist nicht Adressatin der "Beschwerdevorentscheidung" vom 16. 1. 2017, auch wenn ihr diese im Original oder in Kopie von den Adressaten der "Beschwerdevorentscheidung" vom 16. 1. 2017 weitergeleitet worden ist.
Unabdingbare Voraussetzung eines Vorlage­antrags ist, dass die Abgabenbehörde eine Beschwerdevor­entscheidung erlassen hat (vgl. Ritz, BAO5, § 264 Rz 6, unter Hinweis auf VwGH 28. 10. 1997, 93/14/0146 und VwGH 8. 2. 2007, 2006/15/0373).
"Ein vorzeitiger (vor Bekanntgabe der Beschwerdevor­entscheidung) eingebrachter Vorlage­antrag entfaltet keine rechtliche Wirkung. Dies gilt nach dem VwGH-Erkenntnis vom 25. 11. 1999, 99/15/0136, lediglich dann nicht, wenn zwar noch nicht die Berufungsvor­entscheidung (nunmehr Beschwerdevor­entscheidung), aber bereits deren Begründung der Partei zugestellt wurde. In einem solchen Fall ist ein nach Bekanntgabe der gesonderten Begründung eingebrachter Vorlage­antrag nicht unwirksam" (Ritz, Verfrühte Anträge – Anträge zur Fristwahrung, SWK 27/2015, 1254).
"Nicht fristge­recht angebrachte Anträge sind generell zurückzuweisen. Für zu früh gestellte Anträge lässt sich keine allgemeine Regel aufstellen. Bescheidbeschwerden etwa können ausdrücklich vor Beginn der Beschwerde­frist eingebracht werden. Verfrühte Vorlageanträge oder Säumnisbeschwerden sind hingegen zurückzuweisen" (Ritz, Verfrühte Anträge – Anträge zur Fristwahrung, SWK 27/2015, 1254).
Gegenüber Bf Marianne G***** wurde mit Datum 16. 1. 2017 keine Beschwerdevorentscheidung erlassen.
Die Beschwerde vom 13. 7. 2016 ist vielmehr nach der Aktenlage noch unerledigt.
Der Vorlageantrag vom 10. 3. 2017 betreffend die Beschwerdevorentscheidung vom 16. 1. 2017 ist somit gemäß § 260 Abs. 1 BAO i. V. m. § 264 Abs. 4 lit. e BAO als unzulässig zurückzuweisen.
Gemäß § 272 Abs. 4 BAO i. d. F. AbgÄG 2016 hatte die Zurückweisung durch den Berichterstatter zu erfolgen, gemäß § 274 Abs. 5 BAO i. V. m. § 274 Abs. 3 BAO konnte von einer mündlichen Verhandlung abgesehen werden.
Im Hinblick auf den letzten Satz des Vorlageberichts wird bemerkt, dass eine Zustellvollmacht der steuerlichen Vertreterin sich weder dem vom Finanzamt elektronisch vorgelegten Akt entnehmen lässt noch im abgabenrechtlichen Informationssystem der Finanzverwaltung angemerkt wurde, auch dem Bundesfinanzgericht wurde eine Zustellvollmacht nicht bekannt gegeben.
Gegen diesen Beschluss ist eine Revision nicht zulässig, da die Rechtsfrage, wie im Fall eines verfrüht gestellten Vorlageantrags vorzugehen ist, durch die von der zitierten Rechtsprechung vorgegebenen Leitlinien hinlänglich geklärt ist (vgl. BFG 3. 11. 2015, RV/7102328/2015).
ECLI:AT:BFG:2017:RV.7103913.2017
Findok-Nr: 117016.1, aufgenommen am: 30.11.2017 14:20:03, Dokument-ID: f6b73f1a-bb41-4d33-b23b-fae18562682f, Segment-ID: 53b81fab-396c-48ce-a13f-390300489876

References: § 272
 § 90
 § 264
 § 260
 § 90
 § 274
 § 272
 § 90
 § 264
 § 264
 § 274
 § 272
 § 90
 § 78
 § 19
 § 1
 § 6
 § 1
 § 93
 § 260
 § 300
 § 264
 § 299
 § 264
 § 260
 § 264
 § 272
 § 274
 § 274