Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/1/81360000058.htm
Timestamp: 2018-11-21 19:03:57+00:00

Document:
113058 Jagsttal zwischen Ellwangen-Rindelbach
1.36.058 Jagsttal zwischen Ellwangen-Rindelbach und der Kreisgrenze nördlich von Jagstzell mit angrenzenden Gebieten
Verordnung des Landratsamtes Ostalbkreis als untere Naturschutzbehörde über das Landschaftsschutzgebiet "Jagsttal zwischen Ellwangen-Rindelbach und der Kreisgrenze nördlich von Jagstzell mit angrenzenden Gebieten" vom 18.02.1994 (Amtsblatt des Ostalbkreises vom 11.03.1994).
Aufgrund von §§ 22, 58 Abs. 3 und 4 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschut­zgesetz - NatSchG) vom 21.10.1975 (GBl. S. 654, ber. 1976 S. 96), zuletzt geändert durch das Gesetz zur Änderung des Naturschutzgesetzes (Biotopschutzgesetz) vom 19.11.1991 (GBl. S. 701) wird verordnet:
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Stadt Ellwangen und der Gemeinde Jagstzell werden zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung "Jagsttal zwischen Ellwangen-Rindelbach und der Kreisgrenze nördlich von Jagstzell mit angrenzenden Gebieten".
(1) Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rund 295 ha. Davon entfallen auf die Stadt Ellwangen ca. 92 ha und auf die Gemeinde Jagstzell ca. 203 ha.
(2) Das Landschaftsschutzgebiet umfaßt nach dem Stand vom März 1993 folgende Landschaftsteile:
· Das Jagsttal zwischen Ellwangen-Rindelbach und der Kreisgrenze nördlich von Jagstzell mit angrenzenden Gebieten.
Im Landschaftsschutzgebiet liegen ganz oder zum Teil folgende Gewanne:
· Karte I:
Sulzbach, Jagstwiesen, Moorklinge, Heueräcker, Huttenfeld, Brühl, Strüt, Wartfeld (Gemeinde Jagstzell) .
· Karte II:
Äußeres Feld, Hoffeld, Gereut, Brünst, Selch, Berg, Spitalwiesen (Gemeinde Jagstzell) , Erlenhau, Lindich, Bruckwiesen, Madfeld, Tiefwiesen, Hofwiese, Stockacker, Spitalwiesen, Bangarten, Sandäcker, Halde, Brunnenwiese, Buck, Katzenbach, Katzenbuck, Hofwiese, Espan, Löchlesfeld, Plättle, Am Bach, Forchen, Hirtenberg, Rabenhalde, Lindenwiesen, Rot, Polterfeld, Rotbuck, Reichertsbühl (Stadt Ellwangen).
(3) Die Grenzen des Schutzgebietes sind in einer Übersichtskarte des Landratsamtes Ostalbkreis vom März 1993 im Maßstab 1 : 25 000 schwarz umgrenzt und grün angeschummert und in einer Flurkarte (2 Teile) im Maßstab 1 : 5 000 schwarz umgrenzt und grün angeschummert eingetragen. Die Karten sind Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Landratsamt Ostalbkreis in 73430 Aalen zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Dienststunden niedergelegt.
Schutzzweck ist der Erhalt des naturnahen Charakters dieses Landschaftsausschnittes mit seiner biologischen Vielfalt, seiner hohen ökologischen Wertigkeit als Lebensraum für Tiere und Pflanzen, aber auch als Retentionsraum zur Regulierung des Wasserdargebots und nicht zuletzt der Erhalt des einzigartigen, harmonischen Landschaftsbildes.
7. Anlage oder Veränderung von Stätten für Sport und Spiel, einschließlich Motorsportanlagen, sowie das Grasskifahren;
8. Anlage oder Veränderung von Flugplätzen und der Betrieb von motorbetriebenen Modellflugzeugen und Modellbooten;
11. Entwässerungs- und andere Maßnahmen in Feuchtgebieten, die den Wasserhaushalt des Gebietes verändern;
14. Kahlschlag von Wald auf einer Fläche von mehr als 4 ha (§ 15 Landeswaldgesetz);
16. Neuaufforstungen, Umwandlungen von Wald, Anlage von Kleingärten oder die wesentliche Änderung der Bodennutzung auf andere Weise; ausgenommen die Umwandlung von Wiese in Acker und von Acker in Wiese;
17. Beseitigung oder Änderung von wesentlichen Landschaftsbestandteilen, die über eine bestandsschonende Pflege hinausgeht. Wesentliche Landschaftsbestandteile sind Bäume außerhalb von Waldflächen, Hecken, Gebüsche, Feld- und Ufergehölze, Schilf- und Rohrbestände, Felsen, Streuobstwiesen und ähnliche Naturerscheinungen, die zur Zierde und Belebung des Landschaftsbildes beitragen oder im Interesse der Tierwelt Erhaltung verdienen;
18. Verankern schwimmender Anlagen und die Errichtung von Stegen.
1. a) für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsmäßigen Bewirtschaftung land- und forstwirtschaftlicher Grundstücke; ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Nrn. 16 und 17;
3. für die ordnungsmäßige Unterhaltung der Straßen, Wege, Plätze, Gewässer, Bahnanlagen, Energieversorgungsanlagen und Fernmeldeanlagen, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Nr. 17;
(2) Zur ordnungsmäßigen Nutzung im Sinne von Abs. 1 Nr. 1 a) gehören insbesondere:
· einfache Drainageleitungen außerhalb von Feuchtbiotopen gemäß § 24 a Naturschutzgesetz;
· die vorübergehende Lagerung land- und forstwirtschaftlicher Produkte und Hilfsmittel (Anlegen von unbefestigten Silos, wie z.B. Rüben- und Maismieten, sowie die Lagerung von Mist und Stroh) ;
· genehmigungsfreie Kahlhiebe nach § 15 Landeswaldgesetz;
· die Anlage von einfachen land- und forstwirtschaftlichen Erschließungswegen und landschaftsbezogenen Erholungseinrichtungen.
Aalen, den 18.02.1994

References: § 64
 § 2
 § 5
 § 5
 § 24
 § 15