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Timestamp: 2017-04-30 16:31:25+00:00

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Lohnsteuerhilfeverein online
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Mitglieder eines Lohnsteuerhilfevereins
Lohnsteuerhilfe eines Lohnsteuerhilfevereins
Lohnsteuerhilfevereine online im Internet
Lohnsteuerhilfevereine bieten Ihre Lohnsteuerhilfe auch online über das Internet an.
Sie sind ein Lohnsteuerhilfeverein und möchten in das Verzeichnis der online Lohnsteuerhilfevereine eingetragen werden, dann schreiben Sie uns bitte eine E-Mail: Lohnsteuerhilfeverein online.
Lohnsteuerhilfevereine sind Selbsthilfeeinrichtung von Arbeitnehmern. Sie erstellen typischerweise einen sog. Lohnsteuerjahresausgleich und berechnen die Steuern. Ein Lohnsteuerhilfeverein hat die Rechtsform eines eingetragener Verein deutschen Rechts (e.V. ). Der Vereinszweck ist nicht auf einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb gerichtet, sondern auf die Hilfe in Steuersachen. Sie haben Ihren Sitz in in Deutschland und sind im Vereinsregister des zuständigen Registergerichts unter einer Registernummer eingetragen. Lohnsteuerhilfevereine können auch außerhalb Ihres Sitzes Beratungsstellen begründen und wird durch den Vorstand vertreten. Die Bundesländer führen ein Verzeichnis der Lohnsteuerhilfevereine. Ein Lohnsteuerhilfeverein muss eine behördliche Anerkennung (für die Tätigkeit als Lohnsteuerhilfeverein) haben und unterliegt der Aufsicht der Steuerverwaltung. Der Lohnsteuerhilfeverein unterliegt den berufsrechtlichen Regelungen des Steuerberatungsgesetzes (StBerG). Er unterliegt aber nicht der Steuerberatergebührenverordnung. Vielmehr werden Beiträge und evtl. Aufnahmegebühren gemäß der Satzung bzw. Beitragsordnung.
Top Lohnsteuerhilfeverein
Nur Mitglieder können die Leistungen eines Lohnsteuerhilfevereins in Anspruch nehmen.
Sie können nur Mitglied werden, wenn Sie Einkünfte beziehen aus:
Nichtselbständiger Arbeit und/ oder
Renten, Versorgungsbezügen und Unterhaltsleistungen
und sofern die Einnahmen 9.000 bzw. bei zusammen veranlagten Ehegatten EUR 18.000 Euro nicht übersteigen und keine umsatzsteuerpflichtigen Einnahmen vorliegen, außerdem
Die Mitgliedschaft können Sie in der Regel nur mit einer Frist kündigen.
Folgende Lohnsteuerhilfe können Sie von einem Lohnsteuerhilfeverein erwarten:
Steuerliche Beratung in Sachen
Eigenheimzulage und Investitionszulage
privaten Altersvorsorge ("Riester-Rente")
Bearbeitung von Steuererklärungen und Anträgen zur bzw. auf
Eigenheimzulage/ Investitionszulage
einheitlichen und gesonderten Feststellung von Einkünften aus Vermietung und Verpachtung
Erstattung einbehaltener Körperschafts- und Kapitalertragsteuer
Prüfung von Steuerbescheiden und Kindergeldbescheiden
Finanzgerichtsverfahren auch vor dem Finanzgericht und Bundesfinanzhof
Alle Leistungen sind mit dem jährlichen Mitgliedsbeitrag abgegolten.
I. Allgemeines Die Befugnis der Lohnsteuerhilfevereine zur Hilfeleistung in Steuersachen ist in § 4 Nr. 11 des Steuerberatungsgesetzes (StBerG) geregelt.
Dem Lohnsteuerhilfeverein ist in diesen Fällen die Hilfeleistung in Steuersachen nicht nur für diese (schädlichen) Einkünfte und Einnahmen, sondern
insgesamt nicht gestattet.
Die Befugnis zur Hilfeleistung in Steuersachen erstreckt sich nur auf die Hilfeleistung bei der Einkommensteuer und ihren Zuschlagsteuern. Somit sind Lohnsteuerhilfevereine nicht zur Hilfe-leistung beim Steuerabzug von Vergütungen für im Inland erbrachte Bauleistungen (§§ 48 ff. EStG) und in Fällen der Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers nach § 13b des Umsatzsteuergesetzes (UStG) befugt.
II. Besonderheiten der Hilfeleistung im Feststellungsverfahren – In Feststellungsverfahren i. S. d. §§ 179 ff. AO hinsichtlich Gewinneinkünften sind Lohnsteuer-hilfevereine nicht zur Hilfeleistung in Steuersachen befugt. Der Lohnsteuerhilfeverein darf die Gewinneinkünfte auch nicht ungeprüft in die Einkommensteuererklärung übernehmen (§ 4 Nr. 11 Satz 1 Buchstabe b StBerG).
– Bei der gesonderten und einheitlichen Feststellung von Überschusseinkünften und mit ihnen im Zusammenhang stehenden anderen Besteuerungsgrundlagen, der steuererheblichen Sachumstände nach § 180 Abs. 5 AO sowie des Abzugsbetrags nach § 10e EStG ist die Hilfeleistung in Steuersachen nur zulässig, wenn alle Beteiligten Mitglieder des die Hilfe leistenden Lohnsteuerhilfe-vereins sind und jeder Beteiligte die Voraussetzungen des § 4 Nr. 11 Satz 1 StBerG erfüllt.
Ist dies nicht der Fall, ist die Befugnis des Lohnsteuerhilfevereins zur Hilfeleistung im Fest-stellungsverfahren gegenüber sämtlichen Beteiligten
ausgeschlossen. Der Lohnsteuerhilfeverein darf jedoch den gesondert und einheitlich festgestellten Überschuss bzw. Abzugsbetrag der Beteiligten, gegenüber denen die Hilfeleistung (außerhalb des Feststellungsverfahrens) zulässig ist, nachrichtlich in deren Einkommensteuererklärung übernehmen.
– In Feststellungsverfahren i. S. d. §§ 179 ff. AO hinsichtlich der Bemessungsgrundlagen für die Eigenheimzulage nach dem Eigenheimzulagengesetz ist ein Lohnsteuerhilfeverein zur Hilfeleistung in Steuersachen nur dann befugt, wenn alle Anspruchsberechtigten Mitglieder dieses Lohnsteuerhilfevereins sind und jeder Anspruchsberechtigte die Voraussetzungen des § 4 Nr. 11 Satz 1 StBerG erfüllt.
Ist dies nicht der Fall, darf der Lohnsteuerhilfeverein lediglich den gesondert und einheitlich festgestellten Betrag der Anspruchsberechtigten, gegenüber denen die Hilfeleistung (außerhalb des Feststellungsverfahrens) zulässig ist, nachrichtlich in deren Eigenheimzulageantrag über-nehmen.
III. Besonderheiten der Hilfeleistung beim Verlustabzug nach § 10d EStG Liegen die Voraussetzungen des § 4 Nr. 11 Satz 1 StBerG vor, so umfasst die Befugnis zur Hilfeleistung in Steuersachen auch die Übernahme des
verbleibenden Verlustabzugs nach § 10d EStG, selbst wenn er aus den in § 4 Nr. 11 Satz 1 Buchstabe b StBerG genannten Einkünften resultiert. Gleiches gilt für die Befugnis zur Hilfeleistung bei der Verteilung des Verlustabzugs.
IV. Beispiele Einkünfte aus anderen Einkunftsarten Beispiel 1: Der Arbeitnehmer hat im Kalenderjahr Arbeitslohn bezogen. Daneben hat er für eine schriftstellerische Tätigkeit ein Honorar von 300 Euro (ohne
Umsatzsteuer) erhalten.
Arbeitnehmerbereich Beispiel 2: Ein Arbeitnehmer beschäftigt eine Hausangestellte, die für ihre Tätigkeit einen Bruttoarbeitslohn von monatlich 400 Euro erhält. Die Hausangestellte wird mit Reinigungsarbeiten und der Beaufsichtigung der Kinder beauftragt. Der Arbeitnehmer bittet den Lohnsteuerhilfeverein, ihm bei der Lohnsteuer-Anmeldung zu helfen.
Stellungnahme: Die Arbeitgeberaufgaben stehen im Zusammenhang mit einem haus-haltsnahen Beschäftigungsverhältnis i. S. d. § 35a Abs. 1 EStG und mit
Kinderbetreuungskosten i. S. von § 9 Abs. 5, § 9c Abs. 2 und 3 EStG. Der Lohnsteuerhilfeverein ist deshalb befugt, dem Mitglied Hilfe bei der
Lohnsteuer-Anmeldung für die Hausangestellte zu leisten.
Verlustabzug nach § 10d EStG Beispiel 5: Die Eheleute beziehen beide Arbeitslöhne. Aus einer früheren Tätigkeit aus Gewerbebetrieb haben sie einen verbleibenden Verlustvortrag nach § 10d EStG, der
gesondert festgestellt wurde.
Stellungnahme: Der vom Finanzamt gesondert festgestellte Verlustvortrag darf in die Einkommensteuererklärung übernommen werden, obwohl er aus Einkünften aus
Gewer-bebetrieb resultiert.
Einnahmegrenze Beispiel 6: Die Eheleute sind beide Arbeitnehmer und Mitglieder des Lohnsteuerhilfe-vereins. Neben ihrem Arbeitslohn haben sie im Kalenderjahr Zinseinnahmen von je 1 500 Euro bezogen. Außerdem sind sie Eigentümer eines Mietwohngrundstücks, das ihnen je zur Hälfte gehört. Die hieraus erwirtschafteten Mieteinnahmen betragen insgesamt 25 000 Euro. Gewinneinkünfte wurden nicht erzielt.
Stellungnahme: Der Lohnsteuerhilfeverein ist insgesamt nicht zur Hilfeleistung in Steuersachen befugt, da die Einnahmen aus dem Mietwohngrundstück (25 000 Euro)
zusammen mit den Einnahmen aus Kapitalvermögen (2 x 1500 Euro ohne Berücksichtigung der Freibeträge nach § 20 Abs. 4 EStG) die Betragsgrenze des § 4 Nr. 11 Satz 1 Buchstabe c StBerG (26 000 Euro) übersteigen. Soweit ab dem Veranlagungszeitraum 2009 die Ein-künfte aus Kapitalvermögen nach § 32d Abs. 1 EStG besteuert werden (Abgeltungsteuer) und im Veranlagungsverfahren weder zu erklären sind noch auf Grund eines Antrags des Steuerpflichtigen erklärt werden (§ 32d Abs. 3 bis 6 EStG), sind die Einnahmen aus Kapitalvermögen bei Prüfung der Betragsgrenze des § 4 Nr. 11 Satz 1 Buchstabe c StBerG nicht einzubeziehen. In diesem Fall wäre im vorliegenden Beispiel die Betragsgrenze nicht überschritten.
Feststellungsverfahren Beispiel 7: Wie Beispiel 6, jedoch sind die Arbeitnehmer nicht verheiratet und die Einnah-men aus dem Mietwohngrundstück betragen 5 000 Euro.
Stellungnahme: Die Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung sind gesondert und ein-heitlich festzustellen (§ 180 Abs. 1 Nr. 2 Buchstabe a AO). Der Lohnsteuerhilfeverein ist zur Hilfeleistung bei der gesonderten und einheitlichen Feststellung der Vermietungseinkünfte und der Erstellung der Einkommensteuererklärungen befugt, da alle Beteiligten Mitglieder des Lohnsteuerhilfevereins sind, jeder Beteiligte die Voraussetzungen des § 4 Nr. 11 Satz 1 StBerG erfüllt und die Betragsgrenze des § 4 Nr. 11 Satz 1 Buchstabe c StBerG nicht über-schritten wird.
Stellungnahme: Die Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung sind gesondert und einheitlich festzustellen (§ 180 Abs. 1 Nr. 2 Buchstabe a AO). Der Lohnsteuerhilfeverein ist nicht zur Hilfeleistung bei der gesonderten und einheitlichen Feststellung der Vermietungs-einkünfte befugt, da die Beteiligten Mitglieder verschiedener Lohnsteuerhilfevereine sind. Der Lohnsteuerhilfeverein darf jedoch den gesondert und einheitlich festgestellten Überschuss seines Mitglieds, gegenüber dem die Hilfeleistung zulässig ist, nachrichtlich in dessen Einkommensteuererklärung übernehmen, da die anteiligen Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung (2 500 Euro) und die Einnahmen aus Kapitalvermögen (1 500 Euro) die Betragsgrenze des § 4 Nr. 11 Satz 1 Buchstabe c StBerG i. H. v. 13 000 Euro nicht übersteigen.
Der Lohnsteuerhilfeverein berechnet teilweise eine Aufnahmegebühr die einmalig ca. 10 bis 20 Euro kostet (inklusive gesetzlicher Mehrwertsteuer). Der Jahresbeitrag ist in der Regel sozial gestaffelt und ist von der Höhe Ihrer gesamten Bruttojahreseinnahmen abhängig. Die Beiträge liegen in der Regel zwischen 50 und 300 Euro. Die Beiträge sind jährlich zu entrichten.
Voraussetzung für die Anerkennung eines rechtsfähigen Vereins als Lohnsteuerhilfeverein ist u. a., dass nach der Satzung für die Hilfeleistung in
Steuersachen im Rahmen der Befugnis nach § 4 Nr. 11 StBerG neben dem Mitgliedsbeitrag kein besonderes Entgelt erhoben wird (§ 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5
StBerG). Diese Bestimmung stellt nicht nur ein Erfordernis für den Satzungsinhalt dar. Vielmehr sind hieran auch die nach Maßgabe der Satzung beschlossene
Beitragsordnung und die tatsächliche Beitragspraxis auszurichten. Weder die Beitragspflicht noch die Beitragshöhe darf grundsätzlich an die vom
Lohnsteuerhilfeverein zu erbringende Leistung geknüpft werden. Werden - entgegen dem Satzungsinhalt - die Mitgliedsbeiträge durch den
Lohnsteuerhilfeverein leistungsabhängig erhoben, liegt demnach ein Verstoß gegen § 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 StBerG vor, der den Widerruf der Anerkennung
gem. § 20 Abs. 2 Nr. 2 StBerG zur Folge hat.
Indizien für eine Verknüpfung zwischen Beitrag und Leistung (verdecktes Leistungsentgelt) liegen vor (BGH-Urteil vom 15.06.1989 I ZR 158/87, BB 1989,
2067), wenn der Lohnsteuerhilfeverein
den Mitgliedsbeitrag regelmäßig nur einfordert, wenn ein Mitglied die Leistung des Vereins in Anspruch nimmt, auf den Beitrag verzichtet, wenn ein Mitglied die Leistung des Vereins in dem betreffenden Jahr nicht in Anspruch nimmt oder
die Beitragshöhe bei zusammenveranlagten Ehegatten, die ausschließlich Einkünfte im Sinne von § 4 Nr. 11 StBerG erzielen und von denen nur ein Ehegatte
Mitglied des Vereins ist, nach dem zusammengerechneten Ein-kommen beider Ehegatten festsetzt.
Lohnsteuerhilfevereine arbeiten als Selbsthilfeeinrichtungen nach dem Kostendeckungsprinzip. Somit dürfen die Mitgliedsbeiträge lediglich die mit der
gesamten Tätigkeit des Vereins zwangsläufig verbundenen Kosten abdecken (vgl. BFH-Urteil vom 09.09.1997 - VII R 108/96 - BStBl II 1997, 778; BFH-Urteil vom
24.08.2010 - VII R 49/09 - BStBl II 2011, 185).
Unabhängigkeit der Beitragspflicht von der Beratungsleistung Die Beitragspflicht darf nicht von der Beratungsleistung abhängig gemacht werden. Sämtliche Leistungen des Lohnsteuerhilfevereins sind durch den
Mitgliedsbeitrag abgegolten. Deshalb dürfen Lohnsteuerhilfevereine die an ihre Mitglieder auf dem Gebiet der Hilfeleistung in Steuersachen zu erbringenden
Dienstleistungen keinesfalls leistungsbezogen z. B. nach Maßgabe einer Gebührenordnung abrechnen (BGH-Urteil vom 15.06.1989 I ZR 158/87, BB 1989, 2067).
Der Mitgliedsbeitrag ist nicht nur und nicht erst bei einer konkreten Leistung des Vereins, sondern - solange die Mitgliedschaft besteht - regelmäßig
(jährlich) zu erheben. Es ist jedoch zulässig, dass der Lohnsteuerhilfeverein einen gewissen Ausgleich in der Beitragslast herstellt, wenn ein Mitglied
erst bei aufgestautem Beratungsbedarf dem Verein beitritt (vgl. BFH-Urteil vom 26.10.2010 - VII R 23/09 - BStBl II 2011, 188).
Fälligkeit des Mitgliedsbeitrags Der Mitgliedsbeitrag ist grundsätzlich zu der in der Satzung oder Beitragsordnung bestimmten Fälligkeit zu entrichten, wobei einer vorschüssigen Fälligkeit der Vorrang eingeräumt werden sollte. Die Erhebung des Mitgliedsbeitrags erst im unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang mit der Beratungsleistung ist - vom Jahr des Vereins-beitritts abgesehen - unzulässig, wenn sie den Mitgliedsbeitrag als verdecktes Leistungsentgelt erscheinen lässt.
Folgen der Nichtzahlung Wird der Mitgliedsbeitrag nicht rechtzeitig gezahlt, ist im Regelfall ein Mahnverfahren durchzuführen oder das Mitglied auszuschließen. Der
Lohnsteuerhilfeverein hat den Mitgliedsbeitrag regelmäßig innerhalb von 6 Monaten anzumahnen, eine eventuelle zweite Mahnung sollte zeitnah erfolgen. Bei
einer erstmaligen Mahnung zu einem späteren Zeitpunkt würde der Zusammenhang zur Beitragspflicht zu stark gelockert. Bei anhaltender Säumnis sollte das
Mitglied aus dem Verein ausgeschlossen werden.
Bemessung des Mitgliedsbeitrags Die Beitragsordnung ist übersichtlich und auch für den nichtkundigen Laien leicht nachvollziehbar zu gestalten und dem Mitglied bekannt zu geben. Bei der
Beitragsbemessung dürfen soziale Aspekte (z. B. Einkommensverhältnisse, Familienstand, Anzahl der unterhaltsberechtigten Kinder, Arbeitslosigkeit) berücksichtigt werden. Es ist unzulässig, den Beitrag nach dem Vermögen oder den Vermögenswerten (z. B. Anschaffungs-/Herstellungskosten des selbstgenutzten Wohneigentums) oder nach der Anzahl und/oder der Art der zur Einkommensteuererklärung erstellten Anlagen zu bemessen. Sofern die Erhebung des entsprechenden Mitgliedsbeitrags im Einzelfall zu einer unbilligen Härte für das Mitglied führen würde, bleibt es dem Lohn-steuerhilfeverein
unbenommen, den Beitrag zu stunden oder zu ermäßigen.
5. Beratung von Ehegatten Da der Verein nur für Mitglieder tätig werden darf, ist es unzulässig einen Ehegatten, der nicht Mitglied ist, mit zu beraten. Ebenso wenig dürfen dessen
Einkommensverhältnisse mit in die Berechnung des Mitgliedsbeitrags einbezogen werden. Sind dagegen beide Ehegatten Mitglieder, so kann bei einer
Staffelung der Beiträge nach den Einkommensverhältnissen das Einkommen der Ehegatten zur Ermittlung der Beitragshöhe zusammengefasst werden.
6. Aufnahmegebühr Neben der Erhebung eines regelmäßigen (jährlichen) Mitgliedsbeitrags ist die Erhebung einer einmaligen Aufnahmegebühr wegen des mit der Aufnahme
verbundenen Verwaltungsaufwands zulässig.
7. Rechtliche Hinweise zu den Folgen der Mitgliedschaft Der Lohnsteuerhilfeverein soll sein Mitglied auf die Fälligkeit des Mitgliedsbeitrags und die Kündigungsfristen ausdrücklich hinweisen. Außerdem müssen die Kündigungsmodalitäten so geregelt sein, dass das Mitglied - insbesondere bei Beitrags-erhöhungen - ausreichend Handlungsspielraum hat.
8. Geschäftsprüfung/Aufsichtsprüfung Ob die tatsächliche Beitragspraxis der gesetzlichen Regelung des § 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 StBerG bzw. den satzungsmäßigen Bestimmungen entspricht, ist im
Rahmen der Geschäftsprüfung gem. § 22 Abs. 1 StBerG zu prüfen. Darüber hinaus ist konkreten Hinweisen auf eine leistungsabhängige Beitragserhebung im
Rahmen einer Aufsichtsprüfung nach § 28 Abs. 2 StBerG nachzugehen.
Diese Erlasse treten an die Stelle der gleich lautenden Erlasse der obersten Finanzbehörden der Länder vom 30.05.1990 an die Oberfinanzdirektionen ihrer
Geschäftsbereiche (BStBl I S. 244).
- 3-S083.0/3 - Bayerisches Staatsministerium der Finanzen - 37 - S 0830 - 015 - 35 981/11 - Senatsverwaltung für Finanzen Berlin - S 0830-1/2009 - Ministerium der Finanzen des Landes Brandenburg - S 0830 - 8 - V A -2 - Gleich lautende Erlasse der obersten Finanzbehörden der Länder vom 10.11.2011 - 36 - S 0830 - 1/11 - Die Senatorin für Finanzen der Freien Hansestadt Bremen - S 0830-2672 - Finanzbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg - 55 - S 0830 - 001/09 - Hessisches Ministerium der Finanzen - S 0830
A-003 II 12 - Finanzministerium Mecklenburg-Vorpommern - IV 310 - S 0830 - 00000 - 2011/006 -Niedersächsisches Finanzministerium - S 0830 - 11 - 33 2 - Finanzministerium des Landes Nordrhein-Westfalen

References: § 4
 § 13
 § 180
 § 10
 § 4
 § 4
 § 10
 § 4
 § 10
 § 4
 § 35
 § 9
 § 9
 § 10
 § 10
 § 20
 § 4
 § 32
 § 4
 § 4
 § 4
 § 4
 § 4
 § 14
 § 20
 § 4
 § 14
 § 22
 § 28