Source: https://sgipt.org/politpsy/finanz/schuldp/bayern.htm
Timestamp: 2020-01-28 10:12:52+00:00

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IP-GIPT DAS=07.11.2005 Internet-Erstausgabe, letzte Änderung: 18.01.20
Anfang_Schuldenporträt Bayern _Datenschutz_Service_ Überblick_ Relativ Aktuelles_Rel. Beständiges Titelblatt_ Konzept_ Archiv_ Region_ Wichtiger Hinweis zu Links
1=2004 ... Stoiber, Streibl, Strauß, Goppel, Ehard, Seidel, Hoegner, Schäffer ... 55=1950.
* Politbiographie * Schulden-Tabelle * Ergebnis * Kommentar * Anregung * Ergänzung schuldenfreie Gemeinden in Bayern *
Bund-Ländervergleich * Deutsches Reich * Weimar * Drittes Reich * Bundesbankpräsidenten und Kanzler im Vergleich * Übersicht Schulden-Porträts * Schulden-Wachstumstabelle * Japan * USA 1791-2004 * Querverweise * _
Politbiographische Daten Bayerische Ministerpräsidenten und Finanzminister (1950-2004) [nach]:
Einzelstudien und Schuldenporträts bayerischer Politikerinnen F.J. Strauß, E. Stoiber, T. Waigel. Historisch: Staatsverschuldung Verfassung 1818.
Zur Geschichte der CSU: [unkritisch: Hans Seidl Stiftung, CSU-Landesgruppe, Wikipedia,]
1945-1954 * 1955-1964 * 1965-1974 * 1975-1984 * 1985-1994 * 1995-11/2005 *
Kritisch: Filzgeschichten, Gavagai und die Politischen Kommentare in der IP-GIPT zur CSU (suchen mit Google).
Die Kabinette, Ministerpräsidenten und Finanzminister in Bayern seit dem 2. Weltkrieg
Kabinett Schäffer, Ministerpräsident und Finanzminister 28. Mai bis 28. September 1945[1,]
Kabinett Hoegner I 28. September 1945 bis 21. Dezember 1946 mit Finanzminister Dr. Terhalle, Fritz [1,]
Kabinett Ehard I 21. Dezember 1946 bis 20. September 1947 mit Finanzminister Dr. Kraus, Hans [1,]
Kabinett Ehard II 20. September 1947 bis 18. Dezember 1950 mit Finanzminister Dr. Kraus, Hans bis 8.2.1950 [1,]
Kabinett Ehard III 18. Dezember 1950 bis 14. Dezember 1954 mit den Finanzministern Dr. Zorn, Rudolf 3.1.-19.6.1951 und Zietsch, Friedrich (Mdl, SPD)[1,]
Kabinett Hoegner II 14. Dezember 1954 bis 16. Oktober 1957 mit Finanzminister Zietsch, Friedrich (Mdl, SPD) [1,]
Kabinett Seidel I 16. Oktober 1957 bis 9. Dezember 1958 mit Finanzminister Eberhard, Rudolf (MdL, CSU) [1,]
Kabinett Seidel II 9. Dezember 1958 bis 26. Januar 1960 mit Finanzminister Eberhard, Rudolf (MdL, CSU) [1,]
Kabinett Ehard IV 26. Januar 1960 bis 11. Dezember 1962 mit Finanzminister Dr. Eberhard, Rudolf (MdL, CSU) [1,]
Kabinett Goppel I 11. Dezember 1962 bis 5. Dezember 1966 mit den Finanzministern Dr. Eberhard, Rudolf (Mdl, CSU bis 24.6.1964) und Dr. Pöhner Konrad (MdL, CSU) [1,]
Kabinett Goppel II 5. Dezember 1966 bis 8. Dezember 1970 mit Finanzminister Dr. Pöhner, Konrad [1,]
Kabinett Goppel III 8. Dezember 1970 mit Finanzminister Dr. Schedl, Otto (CSU) bis 22.2.1972 und Dr. Huber, Ludwig (CSU) [1,]
Kabinett Goppel IV 12. November 1974 mit den Finanzministern Dr. Huber, Ludwig (MdL, CSU) bis 26.5.1977 und Streibl, Max (MdL, CSU) ab 26.05.1977 [1,]
Kabinett Strauß I 7. November 1978 mit Finanzminister Streibl, Max [1,]
Kabinett Strauß II 27. Oktober 1982 mit Finanzminister Streibl, Max [1,]
Kabinett Strauß III 30. Oktober 1986 mit Finanzminister Dr. h. c. Streibl, Max (MdL, CSU) [1,]
Kabinett Streibl I 19. Oktober 1988 mit Finanzminister Tandler, Gerold (MdL, CSU) [1,]
Kabinett Streibl II 30. Oktober 1990 mit Finanzminister Dr. Frhr. v. Waldenfels, Georg (MdL, CSU) [1,]
Kabinett Stoiber I 17. Juni 1993 mit Finanzminister Dr. Georg Frhr. von Waldenfels, (MdL, CSU) [1,]
Kabinett Stoiber II 27. Oktober 1994 mit den Finanzministern Dr. Georg Frhr. von Waldenfels (Mdl, CSU bis 15.11.1995 und ab 15.11.1995 Erwin Huber (MdL, CSU) [1,]
Kabinett Stoiber III 6. Oktober 1998 mit Finanzminister Prof. Dr. Kurt Faltlhauser (MdL, CSU) [1,]
Kabinett Stoiber IV 14. Oktober 2003 mit Finanzminister Prof. Dr. Kurt Faltlhauser (MdL, CSU) [1,]
Jahreschroniken nach dem dhm zum zeitgeschichtlichen Rahmen:
1945, 1946, 1947, 1948, 1949, 1950, 1951, 1952, 1953, 1954, 1955, 1956, 1957, 1958, 1959, 1960, 1961, 1962, 1963, 1964, 1965, 1966, 1967, 1968, 1969, 1970, 1971, 1972, 1973, 1974, 1975, 1976, 1977, 1978, 1979, 1980, 1981, 1982, 1983, 1984, 1985, 1986, 1987, 1988, 1989, 1990, 1991, 1992, 1993, 1994, 1995, 1996, 1997, 1998, 1999, 2000, 2001, 2002, 2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008, [neuere Dokus lagen bis 12.8.12 nicht vor]
Tabelle: Die Schulden-Leistung des Freistaats Bayern in der Zeit 1950-2004
[Interne Datendateiquelle: ...\statis\Laender\Bay\dat_2004.xls]
Ergebnis Schuldenporträt Freistaat Bayern 1950-2004
Einzelstudien und Schuldenporträts bayerischer Politikerinnen F.J. Strauß, E. Stoiber, T. Waigel., Fritz Schäffer Ära Adenauer 1949-1957.
Kritische Vorbemerkung: Das statistische Bundesamt bemerkt nicht umsonst, daß aus Gründen der Vergleichbarkeit der Länderschulden, die Schulden der Gemeinden und Zweckverbände einbezogen werden. Man lasse sich daher von der Verschleierungspolitik der bayerischen - und anderen - Staatsregierungen nicht täuschen. Das wirkliche vergleichbare Ausmaß der Länderverschuldung kann am besten nach der Datenorganisation des statistischen Bundesamtes beurteilt werden.
Bayern (Land, Gemeinden, Zweckverbände) beginnt im Jahre 1950 mit einem Schuldenstand von einer Milliarde und 198 Millionen Euro. Inzwischen sind Ende 2004 hieraus 37 Milliarden und 428 Millionen Euro geworden. Das sind über 31 mal so viel wie 1950.
Nach dem Zinseszinsmodell ergibt sich für die Zeit von 1950 bis 2004 eine stetige Wachstumsrate pro Jahr von sage und schreibe 6,373%. Behielte Bayern diese Schuldenwachstumsrate bei, hätte es 2050 insgesamt 602 Milliarden und 658 Millionen Euro, also weit über eine Billion Mark Schulden.
Stoiber übernimmt von Streibl 25 Milliarden und 599 Millionen Euro Schulden, also rund 50 Milliarden Mark, und steigert diese Schuldenlast bis Ende 2004 in nur 12 Jahren auf 37 Milliarden und 428 Millionen Euro, das sind jedes Jahr mehr als 1,3 Milliarden Euro zusätzlich und in Stoibers Amtszeit bislang eine Steigerung um 46,2%. Bei einer Verzinsung von 5,5% bedeutete dies, daß Bayern alljährlich rund zwei Milliarden Euro oder rund 4 Milliarden Mark an Zinsen aufzubringen hat, das ist die Hälfte des Etats für Wissenschaft und Forschung. Demgegenüber ist die Wachstumsrate nach dem Zinseszinsmodell der Wirtschaftsleistung, geschätzt durch das Bruttoinlandsprodukt (BIP) niedriger (Ausnahme: Wiedervereinigungsboomphase unter Streibl), d.h. wenn auch vergleichsweise nahe. Langsam, aber sicher klafft auch hier die Schere zwischen Schulden und Leistung immer mehr auseinander. Bei Stoiber beträgt die Schuldenwachstumsrate immer noch viel zu hohe 3,17%, d.h. es wird nicht gespart oder getilgt, sondern immer noch mehr und mehr und noch mehr verschuldet. Demgegenüber beträgt die Wirtschaftswachstumsrate bei Stoiber nur 2,849%, liegt also 0,33% unter der Schuldenwachstumsrate.
Man beachte bitte auch: Zur Beurteilung, wenn die Neuverschuldung abnimmt oder gar richtig getilgt wird, ob echtes Einsparen vorliegt oder nur mehr Geld durch Tafelsilberverkäufe, Steuermehreinnahmen durch höheres Aufkommen - Wachstum oder Steuererhöhungen (z.B. 1994, 2007) - hereinkommt, müssten diese Daten eingearbeitet werden. Außerdem muss zusätzlich an sog. "kreative Buchführung" der PolitikerInnen gedacht werden, um das wahre Ausmaß der Schulden zu verschleiern. (z.B. durch extreme Ausdehnung der sog. "Kassenverstärkungskredite" oder auch die versteckten und teilweise kaum kalkulierbaren zukünftigen Lasten, siehe Staatsverschuldung und Bilanzfälschung. Dazu gehören auch Veränderungen der Kriterien (auch sog. "Revisionen", Beispiel hier). Es wäre Aufgabe der Kontrollorgane und Aufsichtsbehörden (Bundesbank, Rechnungshöfe, Bundesaufsichtsamt für Finanzdienstleistungen), der Steuerzahlerverbände und der kritischen Medien solche Methoden zu unterbinden bzw. transparent und öffentlich zu machen. Siehe bitte: Tatsächliche Verschuldung der Gemeinden. Doch viele "Kontrollorgane" funktionieren gar nicht richtig und sind hoffnungslos verfilzt.
Neue Probleme sind (1) das Auslagern und Umdefinieren von Staatsschulden, z.B. im kommunalen Bereich; (2) die Risiken, die sich aus der Finanz- und Schuldenkrise ergeben haben (Haftung und Bürgschaften für andere), (3) die weitgehend nicht erfassten sog. impliziten Schulden, die vor allem in der Zukunft massiv wirksamen werden können, weil keine Rücklagen gebildet wurden wie z.B. bei den Beamtenpensionen, besonders auch in den Ländern.
Aktuelles zur Staatsverschuldung Bayerns
Bericht des Bayerischen Obersten Rechnungshofes [JB 2013, kurz, Medien]
Aus der Medieninformation: "Gute Zeiten - schlechte Zeiten ORH-Präsident stellt Jahresbericht 2013 vor
Bayern sei mit seiner auf Schuldenabbau ausgerichteten Finanzpolitik der Konsolidierung der Staatsfinanzen ein gutes Stück näher gekommen. Der ORH-Präsident: „Die angekündigte Tilgung von weiteren 480 Mio. € Staatsschulden wird von uns ausdrücklich begrüßt.
Die Staatsregierung setzt damit den Weg fort, den der ORH ihr empfohlen hat. Es ist ein Kurs, der Bayern deutschlandweit zu einem Vorbild für solide Finanzpolitik hat werden lassen.“
Diese erfreuliche Entwicklung sei vor allem von einer günstigen Konjunkturlage und dadurch bedingten Steuermehreinnahmen getragen worden. Der Abbau der Staatsschulden habe bisher ausschließlich aus den Rücklagen finanziert werden können, die durch die unerwarteten Mehreinnahmen entstanden seien. „Das wird nicht ewig so weitergehen.
Es kommen auch wieder schlechtere Zeiten“, so Dr. Fischer-Heidlberger. Mit Blick auf das beabsichtigte Bildungsfinanzierungsgesetz sagte der Rechnungshofpräsident: „Ich halte es für bedenklich, wenn einmalige Steuermehreinnahmen zum großen Teil dafür verwendet werden, um neue Aufgaben zu übernehmen, die dauerhaft finanziert werden müssen.“ Stattdessen rät der ORH-Präsident zur Vorsorge: „Der Konsolidierungskurs
muss auch dann fortgesetzt werden können, wenn sich die Steuerdynamik wieder abschwächt.“
„Eine nachhaltige Finanzpolitik setzt voraus, dass die Ausgaben von den Einnahmen gedeckt werden - und zwar auch dann, wenn keine Steuermehreinnahmen erzielt werden“, betonte Dr. Fischer-Heidlberger. Dagegen weise der Haushaltsplan für dieses und nächstes
Jahr einen negativen Finanzierungssaldo auf. „Das bedeutet“, so der ORH-Präsident, „dass nach heutiger Erwartung die Ausgaben gerade nicht von den Einnahmen gedeckt sind.“ Der ORH unterstütze das Ansinnen, eine Reform des bundesstaatlichen Finanzaus-[>2] gleichs zu erreichen. Dies könne aber eigene Sparanstrengungen nicht ersetzen. ... ..."
Im Jahresbericht / Kurzzusammenfassung des Obersten Bayerischen Rechnungshofes (PDF) wird ausgeführt:
"Finanzierungssaldo (TNr. 2)
Aus roten Zahlen schwarze machen
Die bereinigten Ausgaben des Freistaats waren 2010 um 1,2 Mrd. € höher als die bereinig-ten Einnahmen. Die gut laufende Konjunktur hat zu Steuermehreinnahmen geführt, sonst wäre der Fehlbetrag sogar noch deutlich höher ausgefallen. Das zeigt: Der Haushalt leidet an einem strukturellen Defizit. Dieses Defizit ist auch nicht allein auf die Finanzmarktkrise zurückzuführen, denn selbst ohne den Stabilisierungsfonds Finanzmarkt und BayernLB würde fast 1 Mrd. € fehlen. Ausgeglichen wurde dieser Fehlbetrag durch Kreditaufnahmen und Entnahmen aus der Rücklage. Um dauerhaft Schulden tilgen zu können, muss der Finanzierungssaldo wieder positiv werden."
Schuldentilgungsabsichten in Bayern
Aus Bayern gibt es grundsätzlich sehr erfreuliche Nachrichten zum Bestreben, nicht nur mit der ständigen Neuverschuldung aufzuhöhren, sondern sogar über Tilgung nachzudenken. [RS 3.2.12]
Medienstimmen zu den Tilgungsabsichten in Bayern.
"HaushaltslastenBayern plant massiven Schuldenabbau. Mit einer Milliarde Euro will der bayerische Finanzminister noch im laufenden Jahr die bislang größte Schuldentilgung des Freistaats vornehmen. Auf einen Schlag sollen fünf Prozent der Schulden zurückgezahlt werden. ..." [HB 2.2.12]
"... Ministerpräsident Horst Seehofer hatte kürzlich als Ziel ausgerufen, das Bayern bis 2030 seine insgesamt 32 Milliarden Euro Schulden abstottern wird. Allein zehn Milliarden Euro mussten zu Beginn seiner Amtszeit zur Stützung der bayerischen Landesbank aufgenommen werden...." [mbn 2.2.12]
"Schuldenabbau in Bayern Seehofers Schwuppdiwupp-Politik. Bayern will bis 2030 sämtliche Schulden abbauen. Wie das gehen soll? Völlig schleierhaft. Fest steht nur: Die Kalkulation von Seehofer und Söder wird nicht aufgehen. ...Seehofer und Söder ficht das nicht an. Muss sie auch nicht, denn 2030 werden sie kaum noch im Amt sein. Ihnen dürfte es also mit ihrem vollmundig verkündeten Schuldenabbau weniger darum gehen, in den nächsten 18 Jahren tatsächlich alle zu Kredite tilgen - sondern eher darum, die Wähler bei der Landtagswahl in 18 Monaten zu beeindrucken. ..." [SZ 2.2.12]
"Schuldenabbau: Wichtiges Signal in die richtige Richtung ... Söder machte auch deutlich, dass ein Schuldenabbau im staatlichen Bereich notwendig ist. Bayern nehme seit sieben Jahren keine neuen Schulden mehr auf. „Aber wir zahlen jedes Jahr eine Milliarde Euro Zinsen.“ Deshalb sei der Vorschlag von Horst Seehofer, die Staatsschulden des Freistaates bis 2030 abzutragen, ein wichtiges Signal in die richtige Richtung. " [nb 25.1.12]
Das Problem der Pensionslasten und fehlenden Rückstellungen
Auch erfreulich ist, dass das lange unter den Teppich gekehrte Thema der Pensionslasten zunehmend stärker auf den Tisch kommt. Das ist wichtig, denn vor der Problemlösung steht bekanntlich die Problemwahrnehmung.[RS 3.2.12]
Medienstimmen zu den Pensionslasten.
"Pensionslasten. Bayerns Ärger mit teuren Beamten. Bernd Raffelhüschen: "Bilanztechnisch ist Bayern ein Kiosk". Finanzwissenschaftler denken in Generationen, Politiker bis zur nächsten Wahl. Das angeblich so sparsame Bayern hat für seine Beamtenpensionen auch nicht viel besser vorgesorgt als der Rest der Republik. Dies dürfte sich rächen, meint der Finanzexperte Bernd Raffelhüschen: 'Nicht gebildete Rückstellungen sind Schulden.'..." [mm 2.2.12]
Söder: „Bayern ist in Deutschland das Land mit den solidesten Staatsfinanzen!“
06.12.2011 Pressemitteilung 396/2011
"Zum Bericht des Obersten Rechnungshofes erklärt der Bayerische Finanzminister Dr. Markus Söder:
„Der Freistaat Bayern ist in Deutschland das Land mit der solidesten und stabilsten Haushalts- und Finanzstruktur!“
Das Markenzeichen Bayerischer Finanzpolitik sei der Haushalt ohne Neuverschuldung. „Seit 2006 haben wir einen ausgeglichenen Haushalt.“, betonte Söder.
„Kein anderes Land zahlt über 3 Mrd. Euro in den Länderfinanzausgleich und kann gleichzeitig Schulden tilgen!“
In den Jahren 2007 und 2008 seien sogar Schulden in Höhe von 500 Mio. Euro getilgt worden. Und auch nach der Finanzkrise ist im Nachtragshaushalt 2012 wieder eine Schuldentilgung von 250 Mio. Euro vorgesehen.
„Kein anderes Land kann Schulden tilgen und gleichzeitig kräftig investieren!“
Mit einer Investitionsquote von aktuell 12 Prozent ist Bayern auch bei den Investitionen deutlich über dem Durchschnitt der Flächenländer West. Auch nach Einrechnung der gesamten Verschuldung im Rahmen des Stabilisierungfonds Finanzmarkt errechnet sich für den Freistaat Bayern die niedrigste Pro-Kopf-Verschuldung mit 2.601 Euro. Dagegen weisen die übrigen Flächenländer über 7.000 Euro Verschuldung pro Einwohner auf. Und auch bei der Zinsausgabenquote ist Bayern spitze! Mit 2,4 % ist sie aktuell die niedrigste aller Flächenländer West.
„Kein anderes Land zahlt über 3 Mrd. Euro in den Länderfinanzausgleich und kann gleichzeitig neue Lehrerstellen schaffen!“
„Bayern wird auch weiterhin einen klaren finanzpolitischen Kurs der Stabilität und der Nachhaltigkeit verfolgen. Unser Dreiklang lautet auch in Zukunft: Ausgeglichener Hauhalt, starke Rücklagen und Schuldentilgung!“, so Söder abschließend."
Wirklich: ausgeglichener Haushalt ? Wie kann dann der Sprung 2008 von 23,6 auf 30,6 Mrd. in 2010, also von 7 Mrd. erklärt werden, wie die Daten des Obersten Bayerischen Rechnungshofes in seinem Jahresbericht 2001 (PDF) ausweisen?
Anmerkung: Die Schuldenagaben sind mit denen der Tabelle oben nicht vergleichbar, weil das statistische Bundesamt bei seinen Daten aus Vergleichbarkeitsgründen die Schulden der Gemeinden und kommunalen Zweckverbände einbezog.
"Landsberger Kämmerer verzockt Millionen. Mit riskanten Finanzgeschäften hat die Stadt Landsberg mehr als zwei Millionen Euro verloren. Den Schaden tragen die Steuerzahler ..." [Mittelbayerische 29.12.11]
Lesebeispiel: Tilgte Bayern jährlich 1%, so hätte es im Jahre 2010 noch 35,238, im Jahre 2020 noch 32,190, im Jahre 2030 noch 29,112, im Jahre 2040
noch 26,329 und im Jahre 2050 noch 23,811 Milliarden Euro Schulden. Man sieht: Schulden machen ist nicht schwer, Schulden tilgen aber sehr.
Ergänzung 27.12.2006: 75 schuldenfreie Gemeinenden 2004. * Schulden-Porträt München *
Bayern wird seit rund 50 Jahren von der CSU beherrscht mit weit mehr Macht als sie seinerzeit der legendäre Bayernkönig Ludwig II. innehatte. Die Schuldentollwut der CSU auf Kosten der SteuerzahlerIn läßt den Bayernkönig demgegenüber auch - was die Staatsfinanzen betrifft - als mikrigen Knauser erscheinen, der obendrein dem Land wenigstens Bleibendes und Zinsenbringendes durch seine Bau- und Kunstmanie hinterließ. Die völlige Unfähigkeit der CSU zum verantwortlichen Haushalten, Wirtschaften und Sparen ist umso unverständlicher als Bayern nicht nur ein sehr schönes und reiches Land ist, sondern auch von der CSU vollkommen politisch beherrscht wird. Mißwirtschaft (z.B. Bay. Landbank: Amigo-Modellrechnungen), der Ausverkauf und die Plünderung Bayerns der CSU und ihrer Amigos (Modellrechnungen) geht denn auch vollständig und ohne jedes wenn und aber voll und ganz auf die Verantwortung dieser angeblich christlich-sozialen Partei, die um ein mehrfaches gefährlicher wirtschaftet als Ludwig II. dies jemals vermochte. Wer solche Regierungen hat, braucht keine Mafia mehr. Aber so wie die Bayern ihren "Kini" liebten und nicht wahrhaben wollten, was er wirklich für einer war, so wenig wollen die Bayern heutzutage wahrhaben, was sie sich da für Heuschreckenherzöge erwählt haben.
Wie man sieht, können sämtliche bayerischen Ministerpräsidenten - mit Ausnahme des legendären Fritz Schäffer - und unsere übrigen PolitikerInnen nicht umsichtig und verantwortlich haushalten, sparen und wirtschaften, getreu dem Motto eines ehrlichen Kaufmannes, daß man auf Dauer nicht mehr ausgeben darf als man einnimmt. Unsere PolitikerInnen (ich pumpe, also bin ich) können bedauerlicherweise ihren Job nicht und für die meisten gilt leider die Metapher der vierköpfigen Hydra.
Schulden-Uhren Links. * Überblick Schuldenporträts und Staatsverschuldung.
Google <schuldenfreie Gemeinden> Schuldenfreie Gemeinden in der IP-GIPT.
Regional Links Bayern:
Geschichte der CSU: 1945-1954 * 1955-1964 * 1965-1974 * 1975-1984 * 1985-1994 * 1995-11/2005 *
Kritisch: Filzgeschichten,Gavagai, br-online und die Politischen Kommentare in der IP-GIPT zur CSU (suchen mit Google).
Die politische Ordnung in Bayern. *
Bayern: Zahlen-Fakten-Politik: [Bayern.de, ]
Bayerische Geschichte: [Uni Regensburg, Brockhaus, Haus d.bay. Geschichte, ]
Kleine politische Landeskunde.
Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung.
Rechnungshof (München): Bayerischer Oberster Rechnungshof.
Bund der Steuerzahler Bayern: Bund der Steuerzahler .
Bayern Online: http://www.bayern-online.de/.
Bayerische Medien: Fernsehen und Rundfunk * Bayerische Zeitungen *
Links der Verfassungserichtshöfe in Deutschland: http://www.jusline.de/Verfassungsgericht_Verzeichnis_13.html.
Literaturauswahl Chronik und Geschichte Bayerns:
Staatsverschuldung nach der Verfassung von 1818 in Bayern [1, Auszug, ]
Dollinger, Hans (1983). Bayern. 2000 Jahre in Bildern und Dokumenten. Gütersloh: Prisma.
Nöhbauer, Hans F. (1987, Hrsg.). Die Chronik Bayerns. Dortmund: Chronik-Verlag.
Zusammenhänge zwischen Staatsverschuldung und Wirtschaftswachstum:
Schulden-Wachstums-Rate nach der Formel Endwert = Anfangswert * ez * n. Hier n = 2004-1950 = 54. Rechnung: z = [ln(E/A)]/n, also z.B. für die absoluten Schulden: z = [ln(37428 / 1198)]/ 54 = [ln(31,24207012)] / 54 = [3,441765588] / 54 = 0,063736399 = 6,3736 %.
Probe: [Anfangswert] * e^(z*n): 1198 * e^(0,063736399 * 54) = 1198 * e^(3,441744) = 1198 * 31,241395 = 37427 [Endwert, das sind 37 Milliarden und 427 Millionen Euro - mit einem kleinen Rundungsfehler]
Amigo-Modellrechnungen:
Auszug Verfasung Bayerns 1818 zur Staatsverschuldung: [Quelle]
§ 11. Die gesamte Staatsschuld wird unter die Gewährleistung der Stände gestellt. Zu jeder neuen Staatsschuld, wodurch die zur Zeit bestehende Schulden-Masse im Capitals-Beträge oder der jährlichen Verzinsung vergrößert wird, ist die Zustimmung der Stände des Reichs erforderlich.
§ 12. Eine solche Vermehrung der Staatsschulden hat nur für jene dringenden und außerordentlichen Staatsbedürfnisse statt, welche weder durch die ordentlichen noch durch außerordentliche Beiträge der Untertanen, ohne deren zu große Belastung bestritten werden können, und die zum wahren Nutzen des Landes gereichen.
§ 13. Den Ständen wird der Schuldentilgungs-Plan vorgelegt, und ohne ihre Zustimmung kann an dem von ihnen angenommenen Plane keine Abänderung getroffen, noch ein zur Schuldentilgung bestimmtes Gefäll zu irgend einem andern Zwecke verwendet werden.
§ 14. Jede der beiden Kammern hat aus ihrer Mitte einen Commissaire zu ernennen, welche gemeinschaftlich bei der Schuldentilgungs-Commission von allen ihren Verhandlungen genaue Kenntnis zu nehmen und auf die Einhaltung der festgesetzten Normen zu wachen haben.
§ 15. In außerordentlichen Fällen, wo drohende äußere Gefahren die Aufnahme von Capitalien dringend erfordern, und die Einberufung der Stände durch äußere Verhältnisse unmöglich gemacht wird, soll diesen Commissaires die Befugnis zustehen, zu diesen Anleihen im Nahmen der Stände vorläufig ihre Zustimmung zu erteilen. Sobald die Einberufung der Stände möglich wird, ist ihnen die ganze Verhandlung über diese Capitals-Aufnahme vorzulegen, um in das Staatsschulden-Verzeichnis eingetragen zu werden.
§ 16. Den Ständen wird bei jeder Versammlung die genaue Nachweisung des Standes der Staatsschulden-Tilgungs-Kasse vorgelegt werden.
Standort: Das Schuldenporträt Freistaat Bayern 1950-2004.
* Überblick Staatsverschuldung 0_* 1 * Was tut not? * Neuverschuldung * Privat * Geldtabu * Psychopathologie Geld1,Geld2 * Adam Smith zur Staatsverschuldung * Gemeinwohl * Freiheit *
Sponsel, Rudolf (DAS). Das Schuldenporträt Freistaat Bayern 1950-2004. IP-GIPT. Erlangen: http://www.sgipt.org/politpsy/finanz/schuldp/bayern.htm
Ende_Schuldenporträt Bayern _Datenschutz_Service_ Überblick_Relativ Aktuelles _Rel. Beständiges Titelblatt_ Konzept_ Archiv_ Region_ Mail:_sekretariat@sgipt.org_ Wichtiger Hinweis zu Links * Präambel* Sprache *
korrigiert irs 06.11.05
22.03.13 Bericht Bayerischer Oberster Rechnungshof.
11-2012 Aktuelles zur Staatsverschuldung Bayerns.
04.04.07 Gauere Formulierung stetige Wachstumsrate pro Jahr.
27.12.06 Ergänzung schuldenfreie Gemeinden in Bayern * Schulden-Porträt München.
17.11.05 Hinweis und Auszug: Staatsverschuldung in der bayerischen Verfassung von 1818.
[Intern: Basisdaten in ...\BAY\IntSeiteDat\bay_dat_jjjj.xls * Info Daten holen und organisieren in .... PHB\statistik.doc]

References: § 11

§ 12

§ 13

§ 14

§ 15

§ 16