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Timestamp: 2020-08-12 18:29:23+00:00

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Vom 18. März 2002 (Nds.GVBl. Nr.10/2002 S.86), zuletzt geändert durch Art. 1 des Gesetzes v. 6.12.2018 (Nds. GVBl 17/2018 S. 259) - VORIS 21064 -
Aufgrund des § 4 des Gesetzes über Berufsbezeichnungen und die Weiterbildung in Gesundheitsfachberufen (Berufsbezeichnungs- und WeiterbildungsG) vom 16.Dezember 1999 (Nds.GVBl. S.426), geändert durch Artikel 24 des Gesetzes vom 20.November 2001 (Nds.GVBl. S. 701), wird verordnet:
§ 1 Geschützte Weiterbildungsbezeichnung
§ 2 Zugang zur Weiterbildung
§ 3 Durchführung der Weiterbildung
§ 4 Anerkennung von Weiterbildungsstätten
§ 8 Täuschung, Ordnungsverstöße
§ 9 Facharbeit, praktische Prüfung
§ 12 Prüfungsnoten
§ 13 Gesamtergebnis, Zeugnis
§ 15 Erlaubnis zum Führen der Weiterbildungsbezeichnung
Geschützte Weiterbildungsbezeichnung
Geschützte Weiterbildungsbezeichnungen in den Gesundheitsfachberufen, die nicht dem Kammergesetz für die Heilberufe in der Pflege unterliegen, sind:
Fachkraft für Leitungsaufgaben in der Pflege,
Fachkraft für sozialpsychiatrische Betreuung,
Fachkraft Frühe Hilfen - Familienhebamme oder Fachkraft Frühe Hilfen - Familienentbindungspfleger,
Lehrkraft für Pflege, Lehrkraft für das Hebammenwesen.
Die Zugangsvoraussetzung für die jeweilige Weiterbildung ergibt sich aus der Anlage 1.
(1) 1Die Weiterbildung erfolgt durch Unterricht und in Praktika. 2Der Inhalt, die Dauer und die Ausgestaltung der Weiterbildung ergeben sich aus der Anlage 1. 3Eine Unterrichtsstunde dauert 45 Minuten. 4Der Dauer der Praktika ist Vollzeitbeschäftigung zugrunde gelegt; bei Teilzeitbeschäftigung dauern die Praktika entsprechend länger.
(2) Die Weiterbildung soll nicht länger als drei Jahre dauern.
(3) 1Fehlzeiten von 10 vom Hundert im Unterricht und von 10 vom Hundert in den Praktika sind zulässig. 2Darüber hinausgehende Fehlzeiten können durch die zuständige Behörde zugelassen werden, wenn ein besonderer Härtefall vorliegt und das Weiterbildungsziel nicht gefährdet wird.
(4) Die zuständige Behörde rechnet auf Antrag der Teilnehmerin oder des Teilnehmers nach Anhörung der Weiterbildungsstätte, an der die Weiterbildung durchgeführt werden soll, gleichwertige Teile einer anderen Aus- und Weiterbildung oder sonstigen Qualifizierungsmaßnahme auf die Weiterbildung an, soweit durch die Anrechnung das Ziel der Weiterbildung nicht gefährdet wird.
(5) Die Weiterbildungsstätte bescheinigt unter Angabe der Dauer und des Inhalts die Teilnahme an Teilen der Weiterbildung.
(6) 1Die Praktika sollen unter der Anleitung von Personen abgeleistet werden, die
berechtigt sind, die zugehörige Weiterbildungsbezeichnung zu führen, oder
die Zugangsvoraussetzung für die zugehörige Weiterbildung erfüllen, mehrjährige Berufserfahrung haben und berufspädagogisch fort- oder weitergebildet sind.
2In Einrichtungen, in denen keine Person beschäftigt ist, die die Voraussetzung nach Satz 1 Nr. 1 oder 2 erfüllt, können die Praktika unter der Anleitung einer Person abgeleistet werden, die über eine pädagogische Qualifikation und mehrjährige Berufserfahrung verfügt.3Die Praktika werden durch die Leitung der Weiterbildung fachlich begleitet. 4Sie sind von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern an der Weiterbildung zu dokumentieren. 5Die Dokumentation ist von den anleitenden Personen zu bestätigen.
(1) Eine Weiterbildungsstätte ist nach § 3 Abs. 1 des Niedersächsischen Gesundheitsfachberufegesetzes durch die zuständige Behörde auf Antrag anzuerkennen, wenn
die jeweilige Weiterbildung hauptberuflich von einer Person geleitet wird, die
über eine pädagogische Qualifikation verfügt.
die Weiterbildungsstätte in ausreichender Zahl über Lehrkräfte verfügt,
die Weiterbildungsstätte über die erforderlichen Räume und sonstigen erforderlichen Sachmittel, insbesondere Lehr- und Lernmittel, verfügt und
die Weiterbildungsstätte die Zusammenarbeit mit einer ausreichenden Anzahl von Einrichtungen nachweist, die für die Praktika
zur Verfügung stehen und die fachlichen Voraussetzungen erfüllen und
die Anleitung nach § 3 Abs. 6 Satz 1 sicherstellen.
(2) Wird nachgewiesen, dass eine Person mit der Qualifikation nach Absatz 1 Nr. 1 nicht zur Verfügung steht, so ist die Anerkennung auch möglich, wenn die Leitung der jeweiligen Weiterbildung zwei Personen gemeinsam obliegt, von denen die eine die Voraussetzung nach Absatz 1 Nr. 1 Buchst. a und die andere die Voraussetzung nach Absatz 1 Nr. 1 Buchst. b erfüllt.
(3) Wer eine staatlich anerkannte Weiterbildungsstätte betreibt, ohne dass die Anerkennungsvoraussetzungen weiterhin vorliegen, hat dies der zuständigen Behörde unverzüglich mitzuteilen.
(4) Das Verwaltungsverfahren zur Anerkennung einer Weiterbildungsstätte einschließlich der Mitteilung nach Absatz 3 kann über eine einheitliche Stelle nach den Vorschriften des Verwaltungsverfahrensgesetzes abgewickelt werden.
(5) 1Hat die zuständige Behörde über den Antrag auf Anerkennung einer Weiterbildungsstätte nicht innerhalb einer Frist von vier Monaten entschieden, so gilt die Anerkennung als erteilt. 2Im Übrigen findet § 42a des Verwaltungsverfahrensgesetzes Anwendung.
(1) 1Zur Abnahme der staatlichen Abschlussprüfung richtet die zuständige Behörde für jede Weiterbildung einer jeden Weiterbildungsstätte einen Prüfungsausschuss ein. 2Für eine Weiterbildung kann für mehrere Weiterbildungsstätten mit deren Zustimmung ein Prüfungsausschuss gebildet werden.
(2) 1Die zuständige Behörde beruft als Mitglieder des Prüfungsausschusses
ein vorsitzendes Mitglied,
eine Leiterin oder einen Leiter der Weiterbildung und
mindestens zwei Lehrkräfte, die in der Weiterbildung unterrichten.
2Für jedes Mitglied des Prüfungsausschusses wird ein stellvertretendes Mitglied berufen. 3Die zuständige Behörde fordert die Weiterbildungsstätten auf, für die Mitglieder des Prüfungsausschusses mit Ausnahme des vorsitzenden Mitglieds Vorschläge einzureichen.
(3) Für die Mitwirkung an der praktischen Prüfung beruft das die zuständige Behörde Personen nach § 3 Abs. 6 Satz 1 als zusätzliche Prüferinnen und Prüfer.
(1) 1Die Weiterbildung schließt mit der staatlichen Prüfung ab. 2Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil sowie nach Maßgabe der Anlage 1 aus einer Facharbeit oder einer praktischen Prüfung. 3Die Prüfung ist nicht öffentlich.
(2) 1Spätestens vier Monate vor dem vorgesehenen Ende der Weiterbildung meldet die Weiterbildungsstätte die Prüflinge mit deren Einverständnis zur Prüfung bei der zuständigen Behörde an. 2In der Meldung sind mitzuteilen
der bis dahin abgeleistete Unterricht und die bis dahin abgeleisteten Praktika,
der noch abzuleistende Unterricht und die noch abzuleistenden Praktika,
nach § 3 Abs. 4 anerkannte Teile der Weiterbildung,
die Fehlzeiten und
der Aufgabenvorschlag für die Facharbeit, wenn eine Facharbeit Bestandteil der Prüfung ist und der Aufgabenvorschlag der zuständigen Behörde nach der Anlage 1 Abschnitt B nicht früher mitzuteilen ist.
3Außerdem ist nachzuweisen, dass die Zugangsvoraussetzung für die Weiterbildung vorliegt.
(3) 1Spätestens vier Wochen vor Prüfungsbeginn gibt die zuständige Behörde ihre Entscheidung über die Zulassung bekannt. 2Zur Prüfung darf nicht zugelassen werden, wer
die Zugangsvoraussetzung für die Weiterbildung nicht erfüllt,
die Weiterbildung nicht bis zum vorgesehenen Termin für die mündliche Prüfung ableisten kann oder
die bisherigen Fehlzeiten über das zulässige Maß hinaus überschritten hat.
(4) 1Die zuständige Behörde setzt im Einvernehmen mit der Leitung der Weiterbildung den Zeitpunkt der Prüfungsteile fest. 2Sie veranlasst die Ladung der Prüflinge, der Mitglieder des Prüfungsausschusses und der Prüferinnen und Prüfer nach § 5 Abs. 3. 3Die Ladungsfrist soll mindestens vier Wochen betragen.
(5) 1Über den Verlauf der schriftlichen, der praktischen und der mündlichen Prüfung ist jeweils eine Niederschrift zu fertigen und von den beteiligten Mitgliedern des Prüfungsausschusses zu unterschreiben. 2Die Niederschrift über den Verlauf der praktischen und der mündlichen Prüfung muss die Prüfungsgegenstände und die Bewertungen der Leistungen enthalten.
(1) 1Der Prüfling kann nach seiner Zulassung zur Prüfung aus wichtigem Grund von der Prüfung oder einem Prüfungsteil zurücktreten. 2Der Grund ist der zuständigen Behörde unverzüglich schriftlich mitzuteilen und glaubhaft zu machen. 3Krankheit ist durch ein ärztliches Zeugnis nachzuweisen; ein amtsärztliches Zeugnis kann verlangt werden.
(2) 1Liegt ein wichtiger Grund vor, so genehmigt die zuständige Behörde den Rücktritt; die Prüfung gilt dann als nicht unternommen, der Prüfungsteil als nicht begonnen. 2Gilt ein Prüfungsteil als nicht begonnen, so entscheidet die zuständige Behörde, wann die Prüfung fortgesetzt wird.
(3) 1Tritt ein Prüfling ohne Genehmigung von der Prüfung oder einem Prüfungsteil zurück, so gilt die Prüfung als insgesamt nicht bestanden. 2Es gilt als ungenehmigter Rücktritt, wenn eine Prüfungsleistung nicht oder nicht rechtzeitig erbracht wird.
(1) Versucht ein Prüfling, das Ergebnis eines Prüfungsteils durch Benutzung eines unzulässigen Hilfsmittels, unzulässige Hilfe Dritter oder sonstige Täuschung zu beeinflussen, so entscheidet die zuständige Behörde je nach Schwere der Verfehlung, ob die Leistung gleichwohl bewertet wird, ob der Prüfungsteil wiederholt werden darf oder ob die Prüfung für nicht bestanden erklärt wird.
(2) 1Verstößt ein Prüfling gegen die Ordnung, so kann er im Fall
der schriftlichen Prüfung durch das Aufsicht führende Mitglied des Prüfungsausschusses,
der praktischen Prüfung durch das die praktische Prüfung beurteilende Mitglied des Prüfungsausschusses,
der mündlichen Prüfung durch das vorsitzende Mitglied des Prüfungsausschusses
von der weiteren Teilnahme an dem Prüfungsteil ausgeschlossen werden. 2Ist ein Prüfling ausgeschlossen worden, so entscheidet die zuständige Behörde je nach Schwere der Verfehlung, ob der Prüfungsteil wiederholt werden darf oder die Prüfung für nicht bestanden erklärt wird.
(3) Wird eine Täuschungshandlung erst nach Aushändigung des Zeugnisses bekannt, so kann die Prüfung nur innerhalb von drei Jahren nach dem Tag der mündlichen Prüfung für nicht bestanden erklärt werden.
Facharbeit, praktische Prüfung
(1) 1Eine in der Anlage 1 vorgesehene Facharbeit ist als selbständig erstellte schriftliche Ausarbeitung zu einer Problemstellung aus dem Stoff der Weiterbildung vorzulegen. 2Die Aufgabe für die Facharbeit wird dem Prüfling mit der Zulassung zur Prüfung bekannt gegeben, wenn in der Anlage 1 Abschnitt B kein früherer Zeitpunkt festgelegt ist. 3Die Facharbeit ist innerhalb von acht Wochen nach der Zulassung zur Prüfung bei der Leitung der Weiterbildung abzugeben. 4Die Facharbeit wird von zwei Mitgliedern des Prüfungsausschusses, die das vorsitzende Mitglied des Prüfungsausschusses bestimmt, nacheinander bewertet. 5Weichen die Noten voneinander ab, so entscheidet das vorsitzende Mitglied des Prüfungsausschusses; es kann sich dabei für eine der Noten oder eine dazwischen liegende Note entscheiden.
(2) 1Eine in der Anlage 1 vorgesehene praktische Prüfung wird von dem Mitglied des Prüfungsausschusses nach § 5 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 und einer Prüferin oder einem Prüfer nach § 5 Abs. 3, die oder den das vorsitzende Mitglied des Prüfungsausschusses bestimmt, abgenommen und bewertet. 2Weichen die Noten voneinander ab, so ergibt sich die Note für die praktische Prüfung aus dem Mittelwert der einzelnen Noten.
(1) 1Die schriftliche Prüfung besteht aus einer Aufsichtsarbeit. 2Die Bearbeitungszeit beträgt drei Zeitstunden.
(2) 1Der Gegenstand der Aufsichtsarbeit kann dem gesamten Stoff der Weiterbildung entnommen werden. 2Die Aufgabe muss problem- oder projektbezogen sein. 3Die Aufgabe und die zulässigen Hilfsmittel werden von der zuständigen Behörde aus zwei Vorschlägen der Leitung der Weiterbildung ausgewählt.
(3) 1Die Aufsichtsarbeit wird von zwei Mitgliedern des Prüfungsausschusses, die das vorsitzende Mitglied des Prüfungsausschusses bestimmt, nacheinander bewertet. 2Weichen die Noten voneinander ab, so entscheidet das vorsitzende Mitglied des Prüfungsausschusses; es kann sich dabei für eine der Noten oder eine dazwischen liegende Note entscheiden.
(1) 1Die mündliche Prüfung bildet den Abschluss der Weiterbildung. 2An ihr kann teilnehmen, wer den vorgeschriebenen Unterricht und die vorgeschriebenen Praktika abgeleistet und das zulässige Maß der Fehlzeiten nicht überschritten hat.
(2) 1Die mündliche Prüfung wird als Prüfungsgespräch mit bis zu vier Prüflingen vor dem Prüfungsausschuss durchgeführt. 2Die Prüfung dauert je Prüfling zwischen 20 und 30 Minuten.
(3) 1Die mündliche Prüfung kann den gesamten Stoff der Weiterbildung zum Gegenstand haben. 2Jedes Mitglied des Prüfungsausschusses bewertet die Leistung jedes Prüflings. 3Weichen die Noten für einen Prüfling voneinander ab, so ergibt sich die Note der mündlichen Prüfung aus dem Mittelwert der einzelnen Noten.
(4) 1Das vorsitzende Mitglied des Prüfungsausschusses kann
Personen, die demnächst die Prüfung ablegen wollen, und
Personen, an deren Anwesenheit ein dienstliches Interesse besteht,
als Zuhörende zulassen, wenn kein Prüfling widerspricht. 2Bei der Beratung dürfen nur die Mitglieder des Prüfungsausschusses anwesend sein.
(1) 1Für die Bewertung sind die folgenden Noten zu verwenden:
sehr gut (1) für eine den Anforderungen in besonderem Maß entsprechende Leistung,
gut (2) für eine den Anforderungen voll entsprechende Leistung,
befriedigend (3) für eine im Allgemeinen den Anforderungen entsprechende Leistung,
ausreichend (4) für eine Leistung, die zwar Mängel aufweist, aber im Ganzen den Anforderungen noch entspricht,
mangelhaft (5) für eine Leistung, die den Anforderungen nicht entspricht, jedoch erkennen lässt, dass die notwendigen Grundkenntnisse vorhanden sind und die Mängel in absehbarer Zeit behoben werden können,
ungenügend (6) für eine Leistung, die den Anforderungen nicht entspricht und bei der die Grundkenntnisse so lückenhaft sind, dass die Mängel in absehbarer Zeit nicht behoben werden können.
2Zwischennoten dürfen nicht vergeben werden.
(2) Mittelwerten sind die Noten wie folgt zugeordnet:
weniger als 1,5 = sehr gut (1),
1,5 oder mehr, aber weniger als 2,5 = gut (2),
2,5 oder mehr, aber weniger als 3,5 = befriedigend (3),
3,5 oder mehr, aber weniger als 4,5 = ausreichend (4),
4,5 oder mehr, aber weniger als 5,5 = mangelhaft (5),
5,5 oder mehr = ungenügend (6).
(1) Das vorsitzende Mitglied des Prüfungsausschusses gibt im Anschluss an die mündliche Prüfung das Gesamtergebnis bekannt.
(2) Aus dem Mittelwert der Noten für die einzelnen Prüfungsteile wird die Gesamtnote ermittelt.
(3) 1Die Prüfung ist bestanden, wenn kein Prüfungsteil die Note „mangelhaft” oder „ungenügend” erhalten hat. 2Anderenfalls ist die Prüfung nicht bestanden.
(4) Wer die Prüfung bestanden hat, erhält hierüber ein Zeugnis nach dem Muster der Anlage 2.
(5) 1Ist die Prüfung nicht bestanden, so bestätigt die zuständige Behörde das Nichtbestehen der Prüfung schriftlich und gibt eine Empfehlung für die Vorbereitung auf die Wiederholungsprüfung. 2Der Empfehlung nach Satz 1 sollen Vorschläge der Mitglieder des Prüfungsausschusses zugrunde gelegt werden.
1Wer die Prüfung nicht bestanden hat, kann sie einmal wiederholen. 2Zur Wiederholungsprüfung wird von der zuständigen Behörde zugelassen, wer dies innerhalb eines Jahres nach Bekanntgabe des Nichtbestehens der Prüfung beantragt. 3Auf Verlangen des Prüflings werden Prüfungsteile, die mindestens die Note „ausreichend” erhalten haben, auf die Wiederholungsprüfung angerechnet.
Erlaubnis zum Führen der Weiterbildungsbezeichnung
Die Erlaubnis zum Führen der Weiterbildungsbezeichnung erteilt die zuständige Behörde nach dem Muster der Anlage 3.
1Die Weiterbildungsbezeichnung „Familienhebamme“ oder „Familienentbindungspfleger“ darf nur führen, wer eine nach § 11 Abs. 1 des Niedersächsischen Gesundheitsfachberufegesetzes weitergeltende Erlaubnis zum Führen dieser Weiterbildungsbezeichnung hat. 2Die in Satz 1 genannten Personen sind auch berechtigt, die Weiterbildungsbezeichnung „Fachkraft Frühe Hilfen - Familienhebamme“ oder „Fachkraft Frühe Hilfen - Familienentbindungspfleger“ zu führen.
(2) 1Eine staatlich anerkannte Weiterbildungsstätte kann die Weiterbildung, die vor dem In-Kraft-Treten dieser Verordnung begonnen wurde, nach den bisherigen Regelungen zu Ende führen.2Wird die Weiterbildung nach den bisherigen Regelungen zu Ende geführt, so richtet sich auch die Prüfung nach den bisherigen Regelungen.
2. Weiterbildungsziele
3.1 Allgemeine pflegerelevante Kenntnisse (160 Unterrichtsstunden)
3.1.1 Managementkompetenz
3.1.1.1 Betriebsorganisation, betriebswirtschaftliche Grundlagen
3.1.1.2 Rechtsgrundlagen
3.1.2 Psychosoziale und kommunikative Kompetenz
3.1.3 Pflegefachliche Kompetenz
3.2 Leitungskompetenz (560 Unterrichtsstunden)
3.2.1 Personalführung (70 Unterrichtsstunden)
3.2.2 Betriebsorganisation, betriebswirtschaftliche Grundlagen (130 Unterrichtsstunden)
3.2.3 Rechtsgrundlagen (50 Unterrichtsstunden)
3.2.4 Gesundheits- und sozialpolitische Grundlagen (50 Unterrichtsstunden)
3.2.5 Weiterentwicklung der psychosozialen und kommunikativen Kompetenz (160 Unterrichtsstunden)
3.2.6 Pflegefachliche Kompetenz (100 Unterrichtsstunden)
Vertiefung des medizinisch-pflegerischen Wissens u.a. über Geriatrie, Gerontopsychiatrie, chronische Krankheiten, Behinderungen,
4. Praktische Weiterbildung
5. Facharbeit
Die Weiterbildung soll dazu befähigen, im Rahmen einer mitverantwortlichen Betreuung Hilfsangebote für psychisch Kranke in verschiedenen Versorgungsbereichen zu gestalten, die ihnen ein Leben an ihrem selbst gewählten Wohnort ermöglichen und an ihren persönlichen Fähigkeiten ausgerichtet sind. Sie soll außerdem dazu befähigen, die soziale Dimension einer psychischen Erkrankung in den Mittelpunkt der Betrachtung und des pflegerischen und therapeutischen Handelns zu stellen. Ferner soll sie es ermöglichen, geschlechts- und altersspezifische, soziale und ethnologische Unterschiede der Personen, auf die sich die berufliche Tätigkeit bezieht, zu erfassen und zu berücksichtigen.
3.1 Allgemeine Kenntnisse für die sozialpsychiatrische Betreuung (160 Unterrichtsstunden)
3.1.3 Vermittlung von Grundlagen der Pflege
3.2 Spezielle Kenntnisse für die sozialpsychiatrische Betreuung (560 Unterrichtsstunden)
C. Fachkraft Frühe Hilfen - Familienhebamme oder Fachkraft Frühe Hilfen - Familienentbindungspfleger
Adoptionsrecht, Jugendschutzrecht, Kinderund Jugendhilferecht,
( zu § 13 Abs. 4 )
Zeugnis über die Abschlussprüfung in der Weiterbildung
Name und Berufsbezeichnung: ........................................................................................................................................................
geboren am .....................................................................in ................................................................................................
hat die Prüfung der Weiterbildung ….........................................................................................................................................
an der staatlich anerkannten Weiterbildungsstätte
am .......................................................................................................................
vor dem Prüfungsausschuss
mit der Gesamtnote .................................................................... bestanden.
schriftlichen Prüfung: ................................................................................
mündlichen Prüfung: ...............................................................................
praktischen Prüfung: ...............................................................................
Facharbeit zum Thema: ........................................................................................................................
Ort: ................................................................................................
Das vorsitzende Mitglied des Prüfungsausschusses
beim Landesamt für Soziales, Jugend und Familie ...............................................................................................................
(Unterschrift) (Siegel)
( zu § 15 )
geboren am ..................................in ............................................................................................................... ,
erhält nach § 1 Abs. 2 des Niedersächsischen Gesundheitsfachberufegesetzes die Erlaubnis, die Weiterbildungsbezeichnung
" ............................................................................................................................. "
Ort) ...............................................................................
(zuständige Behörde, Unterschrift) (Siegel)
in der Fassung vom 2.4.2013 (Nds.GVBl. Nr.5/2013 S.73),, geändert durch
Gesetz vom 18.2.2005 (Nds.GVBl. Nr.5/2005 S.75),
Art.1 des Gesetzes v. 7.12.2006 (Nds.GVBl. Nr.32/2006 S.586),
VO v. 5.5.2010 (Nds.GVBl. Nr.13/2010 S.215),
22.11.2010 (Nds.GVBl. Nr.28/2010 S.529),
Art. 3 des Gesetzes v. 15.9.2016 (Nds. GVBl 13/2016 S. 208)
und Art. 1 des Gesetzes v. 6.12.2018 (Nds. GVBl 17/2018 S. 259) - VORIS 21064 -

References: Art. 1
 § 4

§ 1

§ 2

§ 3

§ 4

§ 8

§ 9

§ 12

§ 13

§ 15
 § 3
 § 3
 § 42
 § 3
 § 3
 § 5
 § 5
 § 5
 § 11
 § 13
 § 15
 § 1

Art.1

Art. 3
 Art. 1