Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=24.02.2006&Aktenzeichen=V%20ZR%20255/04
Timestamp: 2020-02-21 16:21:39+00:00

Document:
BGH, 24.02.2006 - V ZR 255/04 - dejure.org
https://dejure.org/2006,1532
BGH, 24.02.2006 - V ZR 255/04 (https://dejure.org/2006,1532)
BGH, Entscheidung vom 24.02.2006 - V ZR 255/04 (https://dejure.org/2006,1532)
BGH, Entscheidung vom 24. Februar 2006 - V ZR 255/04 (https://dejure.org/2006,1532)
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SachenRBerG §§ 8, 116 Abs. 1 ; VermG § 1
Verlust einer Dienstbarkeit durch Enteignung in der DDR kann nur im Wege der Restitution nach VermG ersetzt werden, nicht durch zivilrechtlichen Anspruch aus Sachenrechtsbereinigung oder Nachbarrecht
Bestehen eines nachbarrechtlichen Anspruchs auf Wiederbegründung einer durch die Überführung eines dienenden Grundstücks in Volkseigentum erloschenen Dienstbarkeit; Bedeutung einer früher bestehenden Grunddienstbarkeit für einen Anspruch auf Neubegründung einer ...
SachenRBerG § 8 § 116 Abs. 1
Ansprüche des Nachbarn auf Wiederbegründung einer durch Überführung des dienenden Grundstücks in Volkseigentum erloschenen Dienstbarkeit
Wiederbegründung einer Dienstbarkeit
Sachenrechtsbereinigung und erloschene Dienstbarkeit
Kurznachricht zu "Kommentar zum Urteil des BGH vom 24.02.2006, Az.: V ZR 255/04 (Voraussetzungen für die Begründung von Dienstbarkeiten nach § 116 Abs. 1 SachenRBerG)" von RA Prof. Dr. Dietrich Maskow, original erschienen in: NJ 2006, 366 - 368.
LG Dresden, 02.02.2004 - 17 O 6370/00
OLG Dresden, 18.11.2004 - 10 U 429/04
NJW-RR 2006, 958
NJ 2006, 366
Denn § 116 Abs. 1 SachenRBerG will dem Mitbenutzer gerade eine über das Notwegerecht hinausgehende und von dessen Voraussetzungen unabhängige Rechtsstellung zur Sicherung der Erschließung seines Grundstücks gewähren (Senat, BGHZ 144, 25, 27; Urt. v. 24. Februar 2006, V ZR 255/04, NJW-RR 2006, 958, 959).
Das gilt aber nur für Bereinigungsansprüche nach dem Kapitel 2 des Sachenrechtsbereinigungsgesetzes, nicht für Ansprüche auf Begründung von Dienstbarkeiten nach § 116 SachenRBerG (Senat, Urt. v. 24. Februar 2006, V ZR 255/04, NJW-RR 2006, 958, 960).
Dabei ist der Begriff der Nutzung nicht personenbezogen, sondern grundstücksbezogen in dem Sinne zu verstehen, dass das zu belastende Grundstück in dem bei Geltendmachung des Anspruchs abzusichernden Umfang dem herrschenden Grundstück gedient haben muss (BGH, NJW-RR 2006, 958 m.N.; OLG Brandenburg, ZOV 2011, 208).
Der Anspruch steht damit auch demjenigen zu, der ein Grundstück nach dem 02.10.1990 von dem seinerzeitigen Nutzer erworben hat (BGH, NJW-RR 2006, 958;… OLG Brandenburg, aaO).

References: § 1
 § 8
 § 116
 BGH 
 § 116
 § 116
 § 116