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Timestamp: 2017-02-26 12:27:51+00:00

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LAG-NUERNBERG - 09.12.2003, 6 Sa 676/02 - JuraForum.de
LAG-NUERNBERG – Aktenzeichen: 6 Sa 676/02Urteil vom 09.12.2003
Beruft sich der Arbeitgeber darauf, die Vorgesetzten und Kollegen des Arbeitnehmers wollten mit diesem nicht mehr zusammenarbeiten, genügt dies für Kündigung nach § 1 Abs. 2 KSchG und für die Auflösung nach § 9 KSchG nur dann, wenn solche Äußerungen im zeitlichen Zusammenhang mit der Kündigung gefallen sind und wenn der Arbeitgeber ernsthaft mit der Abkehr dieser Mitarbeiter im Fall des Weiterarbeitens des Klägers rechnen müsste. Erforderlich ist auch, dass der Arbeitgeber zunächst versucht hat, einen Ausgleich mit den Mitarbeitern zu schaffen.Rechtsgebiete:KSchG, BGB, GG, KSchG, ZPOVorschriften:§ 1 Abs. 2 KSchG, § 123 BGB, § GG Art. 1, § GG Art. 2, § 9 KSchG, § 321 ZPOStichworte:Anfechtung des Arbeitsvertrags wegen Täuschung des Arbeitnehmers über die Absicht, seinen Hauptwohnsitz in der Nähe des Betriebssitzes zu nehmen, Kündigung wegen Weigerung, den vertraglich vereinbarten Wohnsitzwechsel vorzunehmen, Nichtbefolgung von Anweisungen, fehlende Eignung des Arbeitnehmers, Druck von Kollegen und Vorgesetzten, Auflösungsantrag wegen Beschwerden von Kollegen und falscher Angaben des Arbeitnehmers im Zeugnisprozess.Verfahrensgang:ArbG Würzburg 9 Ca 1397/01 A vom 09.07.2002
Jetzt Volltext der Entscheidung kostenlos ansehenBitte ergänzen Sie die folgende Sicherheitsfrage:66 + Se ch s = Weitere Entscheidungen vom LAG-NUERNBERGLAG-NUERNBERG – Urteil, 2 Sa 143/03 vom 09.12.2003Eine Parteierweiterung auf Beklagtenseite in 2. Instanz ist nur in Ausnahmefällen (Zustimmung des neuen Beklagten oder rechtsmissbräuchliche Verweigerung der Zustimmung) möglich.LAG-NUERNBERG – Urteil, 9 (5) Sa 841/02 vom 05.12.20031. Für die Kündigung einer Angestellten des Zweckverbandes ist gemäß Art. 38 Abs. 2 KommZG der Verbandsausschuss zuständig. Dieser kann die Kündigungsbefugnis - jedenfalls ohne eine entsprechende Regelung in der Verbandssatzung - nicht wirksam auf den Verbandsvorsitzenden übertragen.
2. Eine nach den §§ 180, 177 Abs. 1 BGB mögliche Genehmigung der vom Verbandsvorsitzenden ausgesprochenen außerordentlichen Kündigung durch den Verbandsausschuss kann nur innerhalb von zwei Wochen erfolgen, nachdem dieser von den für die Kündigung maßgeblichen Tatsachen in Kenntnis gesetzt worden ist.LAG-NUERNBERG – Beschluss, 9 Ta 190/03 vom 27.11.20031.
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References: § 1
 § 9
 § 123
 Art. 1
 Art. 2
 § 9
 § 321
 Art. 38