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Timestamp: 2018-05-23 20:53:51+00:00

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Autor: JuraForum.de-Redaktion, verfasst am 27.10.2016, 08:08| Jetzt kommentieren
Die Schufa gibt eine Bonitätsauskunft. Sie bietet also einen Überblick über die eigenen finanziellen Möglichkeiten bzw. Schulden. Deshalb wird sie häufig von Vermietern oder Banken verlangt. Weist sie Schulden auf, werden die Betroffenen oftmals als kreditunwürdig angesehen. Damit sinken die Chancen auf die Mietwohnung oder dem neuen Bankkonto. Ein negativer Eintrag kann also viele Konsequenzen nach sich ziehen, die im Einzelfall die Betroffenen auch in den Ruin treiben können. Wie lässt sich ein solcher Eintrag aber löschen?
Schufa-Eintrag löschen lassen: Infos & kostenloser Musterbrief
(© Andreas Wechsel - Fotolia.com)
Die Schufa Holding AG ist eine private bzw. privat finanzierte Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung. Sie dient dem Schutz von Unternehmen vor Kreditausfällen, aber auch dem Schutz der Verbraucher vor Überschuldung.
Die Schufa errechnet mit dem sog. Score-Wert die Wahrscheinlichkeit der Rückzahlung von Krediten. Dieser Wert reicht von 1 bis 100; je höher er ist, desto größer die Wahrscheinlichkeit. Dazu speichert die Schufa sämtliche Daten über Bankkonten, Mobilfunkkonten, Kreditkarten, Leasingverträge, Ratenzahlungsgeschäfte sowie über Kredite und Bürgschaften. Im Übrigen speichert die Schufa aber auch personenbezogene Daten wie Name, Vorname, Geburtsdatum, Anschrift und Voranschriften, nicht aber Daten zum Familienstand, zum Arbeitgeber, zum Einkommen und Vermögen und zu Depotwerten.
In der Regel nehmen diverse Unternehmen die Schufa-Auskunft in Anspruch. Nach § 34 BDSG [Bundesdatenschutzgesetz] hat aber auch jeder Verbraucher i.S.d. § 13 BGB [Bürgerliches Gesetzbuch] einen Anspruch auf eine kostenfreie Schufa-Auskunft pro Jahr. Lesen Sie dazu ausführlich unseren Ratgeber „Schufa-Selbstauskunft kostenlos online anfordern: So geht's!“
Wann kann ich einen Schufa-Eintrag löschen lassen?
Einen Schufa-Eintrag lässt sich nur dann löschen, wenn er unrichtig ist. Alternativ besteht die Möglichkeit einer Berichtigung, wenn der Eintrag nur zum Teil unrichtig ist. Einen Anspruch auf Löschung, Sperrung oder Berichtigung der falschen Daten ergibt sich aus den §§ 33 ff. BDSG.
Sollte die Schufa innerhalb einer angemessenen Frist nicht überprüfen können, ob die Daten richtig oder falsch sind, werden die Daten bis zur Klärung der Angelegenheit gesperrt.
Darüber hinaus ist zu beachten, dass die Schufa verpflichtet ist, die Schufa-Einträge nach einer bestimmten Zeit wieder zu löschen. Der Zeitpunkt dieser Löschung variiert je nach Art der Daten. So sind etwa Angaben über Anfragen von Unternehmen nach 12 Monaten zu löschen. Demgegenüber bleiben Kredite bleiben bis zum Ende des dritten Kalenderjahres nach dem Jahr der vollständigen Rückzahlung gespeichert. Bürgschaften hingegen werden sofort gelöscht, sobald die Hauptschuld – also der Kredit – beglichen ist.
Musterschreiben: Wie beantrage ich die Löschung eines Schufa-Eintrages?
Nachfolgend finden sich zwei Musterbriefe;
an Ihren Vertragspartner, der die unrichtigen Daten an die Schufa weitergeleitet hat
an die Schufa selbst
Es ist zwar nicht zwingend notwendig beide Schreiben zu versenden, aber insbesondere bei schwierigen Sachverhalten durchaus sinnvoll, da beide Parteien ihrerseits die Möglichkeit haben, den Schufa-Eintrag zu löschen. Bei einfacheren Sachverhalten genügt in aller Regel ein Schreiben an den Vertragspartner.
Musterbrief an Vertragspartner
Briefkopf mit Ihrer Adresse und der Adresse Ihres Vertragspartners sowie Datum
Betreff: Widerruf einer unrichtigen Meldung an die Schufa
ich habe am Datum eine Schufa-Eigenauskunft erhalten, die ich am Datum beantragt habe, um die Daten zu prüfen. Dabei habe ich festgestellt, dass nicht alle Einträge richtig sind. Von Ihnen stammt die Eintragung „geben Sie hier die genaue Eintragung wieder“. Dieser Eintrag entspricht nicht dem tatsächlichen Sachverhalt.
Stellen Sie im an dieser Stelle den wahren Sachverhalt dar. Geben Sie auch die entsprechenden Beweise an, soweit gegeben, die Sie auch als Anlage dem Schreiben beifügen.
Sie sind verpflichtet, diese unrichtigen Daten gegenüber der Schufa zu widerrufen. Diese Pflicht ergibt sich aus einer entsprechenden Anwendung der §§ 823, 1004 BGB, der einen Anspruch auf Beseitigung der durch die unzulässige Datenübermittlung entstandenen Störung vermittelt. Die durch das Bundesdatenschutzgesetz nicht gedeckte Übermittelung von Daten stellt eine Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts dar, das als "sonstiges Recht" im Sinne des § 823 Abs. 1 BGB auch negatorischen Schutz nach den allgemeinen Vorschriften genießt.
Sollten Sie bis zum hier eine angemessene Frist setzen (zwei bis drei Wochen) die Löschung nicht vorgenommen und mir durch Übermittlung einer aktualisierten Eigenauskunft nachgewiesen haben, werde ich die Löschung gerichtlich durchsetzen und Schadensersatzansprüche wegen der Gefährdung meiner Kreditwürdigkeit und Nachteilen für meinen Erwerb und mein Fortkommen (§ 824 Abs. 1 BGB) geltend machen.
Musterbrief an Schufa
Briefkopf mit Ihrer Adresse und der Adresse der SCHUFA Holding AG, Kormoranweg 5 in 65201 Wiesbaden sowie Datum
Betreff: Löschung meines unrichtigen negativen Schufa-Eintrags
ich habe am Datum eine Schufa-Eigenauskunft erhalten, die ich am Datum beantragt habe, um die Daten zu prüfen. Dabei habe ich festgestellt, dass nicht alle Einträge richtig sind, namentlich die Eintragung „geben Sie hier die genaue Eintragung wieder“. Ich habe diesbezüglich geben Sie hier den Namen Ihres Vertragspartners an kontaktiert und die unrichtige Meldung widerrufen. Das Schreiben mitsamt der Darstellung des tatsächlichen Sachverhalts finden Sie anbei in der Anlage.
Sie sind nach § 35 BDSG dazu verpflichtet, die unrichtigen Daten zu löschen. Sollten Sie bis zum hier eine angemessene Frist setzen (zwei bis drei Wochen) die Löschung nicht vorgenommen und mir durch Übermittlung einer aktualisierten Eigenauskunft nachgewiesen haben, werde ich die Löschung gerichtlich durchsetzen.
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Sicherheitsfrage 69 + Ach;t =
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References: § 34
 § 13
 § 823
 § 35
 § 34
 § 35