Source: https://mein-nachbarrecht.de/nachbarrechtsgesetze/1033-nachbarrechtsgesetz-sachsen
Timestamp: 2018-12-15 20:28:14+00:00

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Nachbarrechtsgesetz für das Land Sachsen (SächsNRG) - Mein-Nachbarrecht.de - Recht in Haus, Garten und Nachbarschaft
Nachbarrechtsgesetz für das Land Sachsen (SächsNRG)
- SächsNRG -
Zweiter Abschnitt Einfriedungen
Dritter Abschnitt Grenzabstände für Pflanzen
Vierter Abschnitt Bodenerhöhungen und Aufschichtungen
Fünfter Abschnitt Duldung von Leitungen
Siebenter Abschnitt Gemeinsame Bestimmungen
§ 32a Überleitungsvorschrift
(2) An die Stelle des Eigentümers oder Nachbarn treten 1. der Erbbauberechtigte im Fall der Belastung des Grundstücks mit einem Erbbaurecht und 2. der Nutzer aufgrund eines in die Sachenrechtsbereinigung nach dem Gesetz zur Änderung sachenrechtlicher Bestimmungen (Sachenrechtsänderungsgesetz – SachenRÄndG) vom 21. September 1994 (BGBl. I S. 2457) einbezogenen Rechtsverhältnisses.
(1) Der Nachbar kann vom Eigentümer eines dem Weinbau dienenden Grundstücks bei der Anpflanzung von Rebstöcken die Beachtung folgender Abstände von der Grenze seines Grundstücks verlangen: 1. gegenüber den parallel zu den Rebzeilen verlaufenden Grenzen die Hälfte des geringsten Zeilenabstandes, gemessen zwischen den Mittellinien der Rebzeilen, mindestens aber 0,75 m, 2. gegenüber den sonstigen Grenzen, gerechnet vom äußersten Rebstock oder der äußersten Verankerung der Erziehungsvorrichtung an, mindestens 1 m.
Die §§ 9 bis 11 gelten nicht für 1. Anpflanzungen an den Grenzen zu dem Gemeingebrauch dienenden Flächen, 2. Anpflanzungen im öffentlichen Straßenraum und an Uferböschungen, 3. Anpflanzungen hinter einer Wand oder einer undurchsichtigen Einfriedung, wenn sie diese nicht überragen.
(1) Der Nachbar darf Wasserversorgungs- oder Abwasserleitungen zu seinem Grundstück durch das Grundstück des Eigentümers führen, wenn 1. der Anschluß an das Wasserversorgungs- oder Entwässerungsnetz anders nicht oder nur mit unverhältnismäßig hohen Kosten durchgeführt werden kann und 2. die damit verbundene Beeinträchtigung des Eigentümers zumutbar ist.
Der Eigentümer hat zu dulden, daß der Nachbar das Grundstück des Eigentümers zur Verlegung, Änderung, Unterhaltung oder Beseitigung einer Wasserversorgungs- oder Abwasserleitung betritt, die zu den Arbeiten erforderlichen Gegenstände über dieses transportiert und Erdaushub vorübergehend dort lagert, wenn und soweit 1. das Vorhaben anders nicht oder nur mit unverhältnismäßig hohen Kosten durchgeführt werden kann und 2. die mit der Duldung verbundenen Nachteile und Belästigungen des Eigentümers nicht außer Verhältnis zu dem vom Nachbarn erstrebten Vorteil stehen.
Die Bestimmungen dieses Abschnitts gelten entsprechend für 1. Gas- und Elektrizitätsleitungen, 2. Fernmeldelinien und 3. Einrichtungen zur Versorgung mit Fernwärme, sofern derjenige, der sein Grundstück anschließen will, einem Anschlußzwang unterliegt.
(2) Der Eigentümer hat ferner zu dulden, daß 1. die höhergeführten Schornsteine, Lüftungsschächte und Antennenanlagen von seinem Grundstück aus unterhalten oder gereinigt werden oder 2. die hierfür erforderlichen Einrichtungen auf seinem Grundstück angebracht werden, wenn diese Maßnahmen anders nicht oder nur mit unverhältnismäßig hohen Kosten getroffen werden können.
(3) Die Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches hinsichtlich Beginn, Hemmung, Ablaufhemmung und Neubeginn der Verjährung gelten entsprechend.
Artikel 229 § 6 des Einführungsgesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuche in der Fassung der Bekanntmachung vom 21. September 1994 (BGBl. I S. 2494, 1997 I S. 1061), das zuletzt durch Artikel 2 des Gesetzes vom 23. Oktober 2008 (BGBl. I S. 2022) geändert worden ist, ist in der jeweils geltenden Fassung mit der Maßgabe entsprechend anzuwenden, dass an die Stelle des 1. Januar 2002 der 1. Januar 2009 und an die Stelle des 31. Dezember 2001 der 31. Dezember 2008 tritt.
Inhaltsübersicht geändert durch Artikel 3 des G vom 8. Dezember 2008 (SächsGVBl. S. 940)
§ 8 aufgehoben durch Artikel 3 des G vom 8. Dezember 2008 (SächsGVBl. S. 940)
§ 15 aufgehoben durch Artikel 3 des G vom 8. Dezember 2008 (SächsGVBl. S. 940)
§ 30 aufgehoben durch Artikel 3 des G vom 8. Dezember 2008 (SächsGVBl. S. 940)
§ 31 neu gefasst durch Artikel 3 des G vom 8. Dezember 2008 (SächsGVBl. S. 940)
§ 32a eingefügt durch Artikel 3 des G vom 8. Dezember 2008 (SächsGVBl. S. 940)
SächsGVBl. Jg. 1997, Bl.-Nr. 20, S. 582

References: § 32
 § 6

§ 8

§ 15

§ 30

§ 31

§ 32