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Timestamp: 2018-11-19 22:46:36+00:00

Document:
4.311 Echazaue
VERORDNUNG des Regierungspräsidiums Tübingen über das Naturschutzgebiet"Echazaue" vom 13. Juni 2005
Aufgrund von §§ 21 und 58 Abs. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz-NatSchG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 29. März 1995 (GBI. S. 385), zuletzt geändert durch Gesetz vom 17. März 2005 (GBI. S. 206), wird verordnet:
Die in § 2 näher bezeichnete Fläche auf dem Gebiet der Stadt Pfullingen im Landkreis Reutlingen wird zum Naturschutzgebiet erklärt. Das Naturschutzgebiet führt die Bezeichnung "Echazaue".
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von rund 50 ha.
(2) Es liegt südöstlich der Stadt Pfullingen in der Talaue der Echaz auf Gemarkung der Stadt Pfullingen zwischen dem Stadtrand von Pfullingen und der Gemarkungsgrenze zu Lichtenstein-Unterhausen. Es betrifft nach näherer Maßgabe der Karte im Wesentlichen die Gewanne Entensee, Schwarzer Brühl, Hessenbrühl, Wasserwiesen, Vor Buch, Hohler Graben, Pfaffenbühl, Saure Wiesen und Ehespach.
(3) Der äußere Grenzverlauf wird nachstehend im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden, grob beschrieben. Die aufgeführten Grenzgrundstücke befinden sich vollständig innerhalb des Schutzgebietes, es sei denn, sie sind mit „ohne dieses“ (od) oder „teilweise“ (tw) gekennzeichnet.
Die nördliche Schutzgebietsgrenze quert das Flurstück 5639 (tw) und läuft auf die westliche Grenze von Flurstück 5627 (od) zu. Sie setzt sich fort entlang der östlichen Grundstücksgrenze der Flurstücke 5639 (tw) und 5630 bis sie auf Flurstück 5624/1 trifft. Sie folgt der nördlichen und östlichen Grundstücksgrenze von Flurstück 5624/1 und wird weiter geführt entlang der östlichen Grundstücksgrenze der Flurstücke 5832, 5833, 5834, 5837, 5838, 5839, 5840, 5841, 5842, 5843, 5844, 5849, 5850/1, 5851/2, 5851/3, 5852/1, 5852/2 bis zum Flurstück 5856.
Die Schutzgebietsgrenze wird in der Mitte des Flurstücks 5856 in östlicher Richtung fortgesetzt und folgt der nördlichen Grundstücksgrenze der Flurstücke 5591, 5593, 5595, 5597, 5599, 5601/1 sowie 5602. Sie setzt sich fort in südöstlicher Richtung entlang des Vor-Buch-Weges Flurstück 5476 (od) bis zum Flurstück 5469. Entlang der Flurstücksgrenze schwenkt sie nach Südwesten, um dann entlang der Grenzen von Flurstück 5471 zunächst wieder nach Südosten, dann nach Südwesten und entlang der Grenze von Flurstück5474/2 (tw) wieder nach Südosten zu führen, bis sie auf einen nicht ausgemarkten Weg (od) trifft. Diesem folgt sie über die Flurstücke 5474/2 (tw) und 5474/1 (tw) bis zu dessen südöstlicher Grenze. Von hier aus führt sie auf die nordöstliche Grenze von Flurstück 6024 zu, schwenkt in südöstliche Richtung und verläuft entlang der nordöstlichen Grundstücksgrenze der Flurstücke 6024, 6025, 6026/1, 6026/2, 6027 , 6028, 6029, 6030, 6031, 6032, 6033, 6034, 6035, 6036, 6040, 6041, 6045, 6047, 6049, 6050, 6051, 6106, 6105, 6104, 6103, 6102, 6100, 6099, 6096/4, 6096/3, 6096/26096/1, 6094, 6092, 6091, 6084, 6083, 6081, 6079 und 6077. Entlang der Grenze des Flurstücks 6077 schwenkt die Schutzgebietsgrenze in westliche Richtung und folgt der südlichen Grundstücksgrenze der Flurstücke 607716078, 6080, 6143 und 6144 bis zur Echaz. Sie folgt der Echaz in südöstlicher Richtung bis zur östlichen Grenze von Flurstück 1010 (Echaz). Dort schwenkt sie nach Südwesten, quert die Echaz und verläuft entlang der östlichen Grenze der Flurstücke 6146 und 6147. An der südlichen Spitze von Flurstück 6147 schwenkt die Schutzgebietsgrenze in nordwestliche Richtung und folgt der Grundstücksgrenze der Flurstücke 6147, 6145, 6148/1 und 6148/2. Sie quert die Flurstücke 6158 (tw)' 6159 (tw) und 6160 (tw) und folgt dann der nördlichen Grundstücksgrenze von Flurstück 6160 (tw) in nordöstlicher Richtung bis zum nördlichen Ufer des Wassergrabens. Sie folgt dem Verlauf des Wassergrabens über die Flurstücke 6161 (tw), 6162 (tw), 6164/1 (tw), 6171 (tw) und6172/2 (tw) bis zur Echaz. Sie folgt zunächst der südlichen, dann der westlichen Grenze von Flurstück 6173 und führt weiter entlang der westlichen Grenze der Flurstücke 6174, 6175, 6176, 6177, 6179, 6180, 6181, 6184, 6185 und 6186 (tw) bis (tw), 6248 (tw), 6249 (tw), 6250 (tw), 6251 (tw), 6252 (tw), 6254 (tw), 6255 (tw), 6518(tw), 6519 (tw), 6244/1, 6243/2 (tw), 6243/1 (tw) und 6533 (tw), bis sie auf die östliche Grenze von Flurstück 6535 trifft, der sie in Richtung Süden folgt. Sie quert Flurstück6552/1 (tw) und folgt zunächst der östlichen, dann der südlichen Grundstücksgrenze der Flurstücke 6552, 6552/2 und 6586 (tw). Sie quert Flurstück 6587 (tw) in nordöstlicher Richtung und folgt der westlichen Grenze der Flurstücke 6545/1 und 6545 bis sie auf die Echaz trifft. Die Schutzgebietsgrenze folgt dem südlichen Ufer der Echaz (Flurstück 1010) und quert diese in Höhe von Flurstück 5967. Ab der südwestlichen Spitze von Flurstück 5967 läuft sie über die Flurstücke 5964 (tw), 5963 (tw), 5962 (tw), 5960 (tw), 5959 (tw), 5957 (tw), 5956/4 (tw), 5956/2 (tw), 5955 (tw), 5954 (tw), 5952/3 (tw) und 5952/2 (tw) nach Norden, bis sie auf den Wassergraben Flurstück 5501/2 (tw) trifft. Diesem folgt sie bis zur südlichen Grenze von Flurstück 5814/1 (od). Dort quert sie den Wassergraben Flurstück 5501/2 (tw) und folgt der westlichen Grenze des Wassergrabens Flurstück 5920/2 in nördlicher Richtung bis sie auf Flurstück 5814 trifft. Sie folgt der südlichen Grenze von Flurstück 5814 bis sie wieder auf den Wassergraben Flurstück 5501/2 (tw) trifft. Sie folgt dem westlichen Ufer in nördlicher Richtung bis zum Flurstück 5798, folgt der südlichen Grenze dieses Flurstücks nach Westen, schwenkt nochmals entlang des östlichen Ufers der Echaz nach Süden und führt dann entlang der westlichen Grenze des Flurstückes 5776 nach Norden. Die Schutzgebietsgrenze wird schließlich entlang der östlichen Grenze von Flurstück 5776 bis zum Ausgang geführt.
(4) Das Schutzgebiet erstreckt sich nicht auf die Trasse der B 312 sowie auf die links und rechts liegenden Straßenrandflächen.
(5) Die Grenzen des Naturschutzgebietes und seine innere Gliederung sind in einer Übersichtskarte im Maßstab 1 :25.000, kombiniert mit einer Flurkarte im Maßstab 1:2.500 vom 12.05.2005 mit durchgezogener roter Linie eingetragen. Die Trasse der B 312 ist nicht abgebildet. Die rote Bandierung ist Teil der Schutzgebietsfläche. Die Karte ist Bestandteil dieser Verordnung. Die Verordnung mit Karte wird beim Regierungspräsidium Tübingen, Konrad-Adenauer- Straße 20 in Tübingen, und beim Landratsamt Reutlingen, Schulstraße 26 in Reutlingen, auf die Dauer von zwei Wochen, beginnend nach Verkündung dieser Verordnung im Gesetzblatt, zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt.
(6) Die Verordnung mit Karte ist nach Ablauf der Auslegungsfrist bei den in Absatz 5 Satz 5 bezeichneten Stellen zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten niedergelegt.
Schutzzweck und -ziel sind die Erhaltung eines vielfältig strukturierten Gebietes,insbesondere
1. die Erhaltung, Sicherung und Verbesserung der in Stadtrandlage gelegenen unverbauten Echazaue als Lebensraum artenreicher Pflanzen- und Tiergemeinschaften;
2. die Erhaltung, Sicherung und Pflege des strukturreichen Biotopmosaiks aus Grünländern, Streuobstwiesen mit Hochstämmen, Feuchtgebieten, bachbegleitenden Gehölzsäumen, Hecken, Feldgehölzen, Einzelbäumen als Lebensraum gefährdeter Pflanzen- und Tierarten;
3. die Erhaltung, Sicherung und Förderung artenreicher standorttypischer Tiergemeinschaften (Säugetiere, Vögel, Reptilien, Amphibien, Schmetterlingen, Libellen) und eines für die Bachregion typischen heimischen Fischbestandes;
4. die Erhaltung, Sicherung und Förderung von Vogelarten der Europäischen Vogelschutzrichtlinie (Richtlinie 79/409/EWG des Rates vom 2. April 1979), insbesondere Halsbandschnäpper, Grauspecht, Mittelspecht, Neuntöter und Wanderfalke;
5. die Erhaltung, Sicherung und Pflege des historischen Kanalsystems der Wässerwiesen als landeskundliches und kulturelles Zeugnis;
6. die Erhaltung und Sicherung eines abwechslungsreichen und reizvollen Landschaftsbildes einer unverbauten, kulturell geprägten Bachaue in stadtnaher Lage;
7. die Erhaltung, Sicherung und Pflege der Echazaue als Ort für naturschutzausgerichtete Umweltbildung.
(1) In dem Naturschutzgebiet sind alle Handlungen verboten, die zu einer Zerstörung,
Veränderung oder nachhaltigen Störung im Schutzgebiet oder seines
Naturhaushalts oder zu einer Beeinträchtigung der wissenschaftlichen Forschung
führen oder führen können. Insbesondere sind die in den Absätzen 2 bis 6
genannten Handlungen verboten.
1. Pflanzen oder Pflanzenteile einzubringen, zu entnehmen, zu beschädigen oder
zu zerstören;
2. Standorte besonders geschützter Pflanzen durch Aufsuchen, Fotografieren;
Filmen oder ähnliche Handlungen zu beeinträchtigen oder zu zerstören;
3. Tiere einzubringen, wild lebenden Tieren nachzustellen, sie mutwillig zu
beunruhigen, sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten oder Puppen, Larven,
Eier oder Nester oder sonstige Brut-, Wohn- oder Zufluchtstätten
dieser Tiere zu entfernen, zu beschädigen oder zu zerstören;
4. wild lebende Tiere an ihren Nist-, Brut-, Wohn- oder Zufluchtstätten durch
Aufsuchen, Fotografieren, Filmen oder ähnliche Handlungen zu stören;
5. Hunde frei laufen zu lassen;
(3) Verboten ist es, bauliche Maßnahmen durchzuführen und vergleichbare Eingriffe
vorzunehmen, wie
1. bauliche Anlagen im Sinne der Landesbauordnung zu errichten oder der
Errichtung gleichgestellte Maßnahmen durchzuführen; dies gilt auch für
Einfriedungen jeder Art sowie für Sport-, Spiel- oder Erholungseinrichtungen;
2. Straßen, Wege, Plätze oder sonstige Verkehrsanlagen anzulegen, Leitungen zu
verlegen oder Anlagen dieser Art zu verändern;
3. fließende oder stehende Gewässer anzulegen, zu beseitigen oder entgegen
dem Schutzzweck zu verändern sowie Entwässerungs- oder andere
Maßnahmen vorzunehmen, die den Wasserhaushalt nachteilig verändern
4. Plakate, Bild- oder Schrifttafeln aufzustellen oder anzubringen mit
Ausnahme behördlich zugelassener Beschilderungen.
(4) Bei der Nutzung der Grundstücke ist es verboten
1. die Bodengestalt zu verändern, insbesondere durch Abgrabungen und
Aufschüttungen, Sprengungen oder Bohrungen;
2. Art und Umfang der bisherigen Grundstücksnutzung entgegen dem
Schutzzweck zu ändern, insbesondere Dauergrünland oder Dauerbrache
- auch zur Neuein- saat -umzubrechen;
3. aufzuforsten, Christbaum- und Schmuckreisigkulturen oder Vorratspflanzungen
von Sträuchern und Bäumen anzulegen sowie auf andere Weise nicht stand-
ortheimische Gehölze oder Pflanzen einzubringen;
4. andere chemische oder biologische Mittel zur Bekämpfung von
Schadorganismen zu verwenden als diejenigen, die nach jeweils geltendem
Pflanzenschutzrecht innerhalb von Naturschutzgebieten zugelassen sind;
5. abweichend von § 5 Abs. 2 die Fischerei auszuüben;
6. Feldraine, Feldgehölze, Hecken, Gebüsche, Einzelbäume, Staudenfluren,
Quellfluren und Röhrichtbestände zu beseitigen oder zu beeinträchtigen.
Der Obstbaumschnitt und eine Gehölz- und Heckenpflege durch
Zurückschneiden oder vereinzeltes Auf-den-Stock-Setzen bleibt zulässig.
Hochstamm-Obstbäume sollen nicht beseitigt werden, ohne dass innerhalb
von zwei Jahren in diesem Naturschutzgebiet Hochstammsetzlinge
als Ersatz gepflanzt werden.
1. das Schutzgebiet außerhalb von Wegen zu betreten oder mit Fahrrädern zu
befahren;
2. außerhalb gekennzeichneter Wege zu reiten;
3. das Gebiet mit motorisierten Fahrzeugen aller Art zu befahren, ausgenommen
Anlieger zur Bewirtschaftung der Grundstücke;
4. zu zelten, zu lagern, Wohnwagen, sonstige Fahrzeuge oder Verkaufs-
stände aufzustellen oder Kraftfahrzeuge abzustellen oder Massenveranstal-
tungen aller Art ( wie Volkswanderungen, Sportveranstaltungen )
5. Luftfahrzeuge aller Art zu betreiben, insbesondere das Starten und
Landen von Luftsportgeräten sowie das das Aufsteigen lassen und Landen
von Freiballonen oder Flugmodellen.
2. außerhalb amtlich gekennzeichneter Feuerstellen Feuer zu machen
oder zu unterhalten. Das Verbrennen des auf dem Grundstück anfal-
lenden Schnittguts ist zulässig.
3. ohne zwingenden Grund Lärm, Luftverunreinigungen oder Erschüt-
terungen zu verursachen.
(1) Abweichend von § 4 gelten dessen Verbote für die landwirtschaftliche
Bodennutzung nicht, wenn sie in der bisherigen Art und im bisherigen
Umfang und ordnungsgemäß im Sinne der gesetzlichen Vorgaben erfolgt,
dabei den Boden pflegt, Erosion und Humusabbau vermeidet, Gewässer-
randstreifen und Ufer, oberirdische Gewässer und Grundwasser nicht in ihrer
chemischen, physikalischen und biologischen Beschaffenheit beeinträchtigt
und wild lebenden Tieren und Pflanzen ausreichenden Lebensraum erhält.
Voraussetzung ist ferner, dass
1. die Bodengestalt nicht verändert wird, insbesondere durch Abgrabungen,
2. keine neuen Entwässerungseinrichtungen angelegt werden, die den Was-
serhaushalt entgegen dem Schutzzweck verändern können. Bestehende
Entwässerungseinrichtungen dürfen weder erweitert noch intensiviert
4. nicht neu aufgeforstet wird, keine Chrisatbaum- und Schmuck-
reisigkulturen oder Vorratspflanzungen von Sträuchern und Bäumen
angelegt und keine nichtstandortheimischen Pflanzen (Obstbäume
ausgenommen) eingebracht werden;
5. auf Grünland Düngemittel nur im Rahmen der guten fachlichen Praxis
ausgebracht werden;
6. keine anderen chemischen oder biologischen Mittel zur Bekämpfung von
Schadorganismen verwendet werden als diejenigen, die nach jeweils
geltenden Pflanzenschutzrecht innerhalb von Naturschutzgebieten
zugelassen werden;
7. Feldraine, Wälle, ungenutztes Gelände, Hecken, Gebüsche, Bäume,
Röhrichtbestände oder sonstige landschaftsprägenden Elemente
nicht erheblich oder nachhaltig beeinträchtigt werden.
Das Recht, die landwirtschaftliche Nutzung aufzunehmen, die nach dem
Auslaufen vertraglicher Bewirtschaftungsbeschränkungen oder Extensivierungs-
oder Stilllegungsprogramme zugelassen ist, besteht fort.
(2) Abweichend von § 4 gelten dessen Verbote für die Fischerei in der bisherigen Art
und im bisherigen Umfang nicht. Voraussetzung ist, dass die natürliche
Reproduktion der Fischbestände gefördert wird und Fischbesatzmaßnahmen
mit dem Regierungspräsidium abgestimmt werden.
(3) Abweichend von § 4 gelten dessen Verbote für die Ausübung der Jagd nicht,
wenn sie ordnungsgemäß im Sinne des Naturschutzgesetzes erfolgt.
1. Hochsitze nur außerhalb von trittempfindlichen Bereichen und nur
landschaftsgerecht aus naturbelassenen Hölzern errichtet werden;
2. keine Wildäcker und keine Futterstellen, Ablenkungsfütterungen und
Kirrungen nur mit Zustimmung der höheren Naturschutzbehörde neu
angelegt werden;
4. das Schutzgebiet nur im Zusammenhang mit der Ausübung der Jagd und
nur auf befestigten Wegen mit Kraftfahrzeugen befahren wird;
5. die Jagd unter größtmöglicher Rücksichtnahme auf die Tier- und Pflanzenwelt
(4) Unberührt bleibt auch die sonstige bisher rechtmäßig ausgeübte Nutzung der
Grundstücke, der Gewässer und der rechtmäßig bestehenden Einrichtungen
in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang sowie deren
Unterhaltung und Instandsetzung.
(5) Abweichend von § 4 gelten dessen Verbote nicht für Maßnahmen auf der
Grundlage des Gewässerentwicklungsplans Echaz vom Mai 1999. Sie gelten
auch nicht für sonstige Maßnahmen zur Herstellung und Unterhaltung
eines naturnahen Gewässers, die im Einvernehmen mit der höheren
Naturschutzbehörde festgelegt werden.
(6) Abweichend von § 4 gelten dessen Verbote nicht für die Umsetzung der
planfestgestellten landschaftspflegerischen Ausgleichsmaßnahmen der
Ortsumfahrung Pfullingen der B 312.
(1) Schutz- und Pflegemaßnahmen werden durch die höhere Naturschutzbehörde
in einem Pflege- und Entwicklungsplan oder durch Einzelanordnung
festgelegt, für Waldflächen im Einvernehmen mit dem zuständigen staatlichen
(2) Abweichend von § 4 gelten dessen Verbote nicht für Schutz- und Pflegemaß-
nahmen, die von der höheren Naturschutzbehörde oder einer
von ihr beauftragten Stelle veranlasst werden.
Von den Vorschriften dieser Verordnung kann die höhere Naturschutzbehörde
nach § 63 NatSchG Befreiung erteilen.
Ordnungswidrig im Sinne des § 64 Abs. 1 Nr.2 NatSchG handelt, wer
vorsätzlich oder fahrlässig im Naturschutzgebiet nach § 4 dieser Verordnung
verbotene oder nach § 5 in die Verbote einbezogene Handlungen vornimmt.
- die Verordnung des Landratsamts Reutlingen zum Schutz von flächenhaften
Naturdenkmalen im Bereich der Gemeinde Eningen und der Stadt Pfullingen,
Landkreis Reutlingen, vom 11.05.1992, soweit sie sich auf das Feuchtgebiet
16.006, Flurstück 6534/2 im Gewann Ehespach, und das Feuchtgebiet 16.007,
Flurstücke 6034 bis 6040 im Gewann Saure Wiesen/Hessenbrühl, bezieht, und
- die Verordnung des Landratsamts Reutlingen zum Schutz von Naturgebilden im
Bereich der Gemeinde Eningen und der Stadt Pfullingen, Landkreis Reutlingen,
vom 21.10.1993, soweit sie sich auf die Naturgebilde 16.216 Weide und
Pyramidenpappel, Flurstück 5798 im Gewann Schwarzer Brühl und 16.217, 2
Weiden, Flurstücke 5820 und 5798 im Gewann Wasserwiesen/Schwarzer
Brühl bezieht.
Tübingen, den 1 3. Juni 2005
Gemäß § 60a NatSchG ist eine etwaige Verletzung der in § 59 NatSchG ge-
nannten Verfahrens- und Formvorschriften nur beachtlich, wenn sie innerhalb
eines Jahres nach Erlass der Verordnung gegenüber dem Regierungspräsidium
Tübingen schriftlich geltend gemacht worden ist; der Sachverhalt, der die
Verletzung begründen soll, ist darzulegen.

References: § 2
 § 5
 § 4
 § 4
 § 4
 § 4
 § 4
 § 4
 § 63
 § 64
 § 4
 § 5
 § 60
 § 59