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Timestamp: 2017-11-23 23:49:23+00:00

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Berliner Tabelle für die Zeit vom 1. Juli 2001 bis 31. Dezember 2001 - RA Kotz
Berliner Tabelle für die Zeit vom 1. Juli 2001 bis 31. Dezember 2001
als Vortabelle zur Düsseldorfer Tabelle:
Aus gegebenen Anlass weisen wir daraufhin, dass es sich vorliegend um keine Internet-Seite des KG Berlin handelt!
Die Tabelle geht aus von den in Art. 1 § 2 der Zweiten Verordnung zur Änderung der Regelbetrag-Verordnung vom 08.05.2001 festgesetzten DM-Regelbeträgen ab 1. Juli 2001 für das in Art. 3 des Einigungsvertrages genannte Gebiet (BGBl 2001 I 842) und nennt in Ergänzung der Düsseldorfer Tabelle (Stand: 01.07.2001) die monatlichen Unterhaltsrichtsätze der im Beitrittsteil des Landes Berlin wohnenden unverheirateten Kinder, deren Unterhaltsschuldner gegenüber insgesamt drei Personen (einem Ehegatten und zwei Kindern) unterhaltspflichtig ist und ebenfalls im Beitrittsteil wohnt.
Die Vomhundertsätze Ost ab Gruppe b) sind gemäß § 1612a II S. 1 BGB zu errechnen (z.B. 495 DM: 340 DM = 145,5%). Die 135%-Grenze Ost für die Kindergeldanrechnung nach § 1612b V BGB beträgt in den drei Altersstufen 459 DM bzw. 555 DM bzw. 658 DM. Die 150 %-Grenze Ost für das Vereinfachte Verfahren (§ 645 I ZPO) beläuft sich in den drei Altersstufen auf 510 DM bzw. 617 DM bzw. 731 DM.
(Der Regelbetrag einer höheren
Altersstufe ist ab dem Beginn
des Monats maßgebend, in den
der 6. bzw. 12. Geburtstag fällt.)
(Geburt bis
6. Geburtstag)
12–17 [–20*]
* [18. bis 21. Geburtstag, wenn noch in der allg. Schulausbildung und im Elternhaushalt lebend]
Alle Beträge in DM – in Klammern Euro!
(zur Umrechnung in Euro ab 01.01.2002 dividieren durch 1,95583)
487 (249)
353 (181)
428 (220)
506 (259)
bis 2550
2550–2940
2940–3330
3330–3720
3720–4110
4110–4500
4500–4890
4890–5480
5480–6260
6260–7040
7040–7820
7820–8610
8610–9400
I. Der monatliche Selbstbehalt des Unterhaltspflichtigen beträgt gegenüber minderjährigen (West) Kindern und gleichgestellten volljährigen Schülern (s. o.*)
1.wenn der Unterhaltspflichtige erwerbstätig ist: 1.515 DM (1.640 DM)
2.wenn der Unterhaltspflichtige nicht erwerbstätig ist: 1.315 DM (1.425 DM)
II. Der monatliche Selbstbehalt des Unterhaltspflichtigen beträgt gegenüber volljährigen Kindern
1.wenn der Unterhaltspflichtige erwerbstätig ist: 1.810 DM (1.960 DM)
2.wenn der Unterhaltspflichtige nicht erwerbstätig ist: 1.610 DM (1.740 DM)
III. Der monatliche Selbstbehalt des Unterhaltspflichtigen beträgt gegenüber dem getrennt lebenden und dem geschiedenen Ehegatten
1.wenn der Unterhaltspflichtige erwerbstätig ist: 1.715 DM (1.850 DM)
2.wenn der Unterhaltspflichtige nicht erwerbstätig ist: 1.515 DM (1.640 DM)
IV. Der angemessene Bedarf (samt Wohnbedarfs und üblicher berufsbedingter Aufwendungen, aber ohne Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung) eines volljährigen Kindes, welches nicht gemäß § 1603 II S. 2 BGB gleichgestellt ist, beträgt in der Regel monatlich: 1.085 DM (1.175 DM)
V. Der angemessene Selbstbehalt des Unterhaltspflichtigen gegenüber seinen Eltern beträgt mindestens monatlich: 2.265 DM (2.450 DM).
VI. Der angemessene Selbstbehalt des Unterhaltspflichtigen gegenüber der Mutter oder dem Vater (§ 1615 l BGB) beträgt mindestens monatlich: 1.810 DM (1.960 DM)
Die Berliner Tabelle als Vortabelle zur Düsseldorfer Tabelle ist anzuwenden, wenn sowohl der Unterhaltsgläubiger als auch der Unterhaltsschuldner im Beitrittsgebiet wohnen. Sie ist nur differenziert anzuwenden in den sog. Ost-West-Fällen, in denen nicht alle Beteiligten im Beitrittsgebiet wohnen. In diesen Mischfällen ist wegen der Regelbeträge der Kinder nach Gruppe a oder Gruppe 1 und wegen des Bedarfs laut Anmerkung IV auf den Kindeswohnsitz und wegen des Selbstbehalts des Unterhaltspflichtigen auf dessen Wohnsitz abzustellen. Die Bestimmung eines höheren Unterhaltsbedarfs des Kindes richtet sich – ohne einen Abschlag von den Sätzen der Tabelle – nach den allgemeinen Grundsätzen. Der besseren Übersicht halber sind oben in Klammern die West-Beträge der Düsseldorfer Tabelle bzw. bei den Anmerkungen II und III die West-Beträge des Kammergerichts genannt.
Die grundsätzlich hälftige Anrechnung von Kindergeld auf den Tabellenunterhalt erfolgt nur noch insoweit, als das hälftige Kindergeld zusammen mit dem geschuldeten Tabellenbedarfsbetrag der Düsseldorfer Tabelle [DT] bzw. der Berliner Tabelle [BT] den jeweils geltenden 135 %igen Regelbetrag (das Barexistenzminimum des minderjährigen Kindes) übersteigt (§ 1612b I und V BGB). Der Kindergeldabzug kann für die Zeit vom 1. 7. 2001 bis 31. 12. 2001 mit folgender Formel berechnet werden:
Hälftiges Kindergeld (135 DM für das 1. und 2. Kind, 150 DM für das 3. Kind, 175 DM für das 4. und jedes weitere Kind) + Unterhaltsbedarfsbetrag – 135 %iger Regelbetrag West bzw. Ost (nach dem Wohnsitz des Kindes und seiner Altersstufe) = anzurechnendes Kindergeld (bei einem Negativsaldo entfällt die Anrechnung).
Daraus ergibt sich als Anlage zur Berliner Tabelle die folgende Kindergeldabzugstabelle (Tabellenbedarfsbetrag – Kindergeldabzug = Zahlbetrag) für das alte Bundesgebiet bis zur Gruppe 6 der DT (135 %-Grenze West):
Kind Gruppe der DT 1. Altersstufe 2. Altersstufe 3. Altersstufe
1. und 2. Kind 1 [bis 2550] 366 – 6 = 360 444 – 0 = 444 525 – 0 = 525
3. Kind 1 366 – 21 = 345 444 – 0 = 444 525 – 0 = 525
ab 4. Kind 1 366 – 46 = 320 444 – 19 = 425 525 – 0 = 525
1. und 2. Kind 2 [2550–2940] 392 – 32 = 360 476 – 11 = 465 562 – 0 = 562
3. Kind 2 392 – 47 = 345 476 – 26 = 450 562 – 3 = 559
ab 4. Kind 2 392 – 72 = 320 476 – 51 = 425 562 – 28 = 534
1. und 2. Kind 3 [2940–3330] 418 – 58 = 360 507 – 42 = 465 599 – 25 = 574
3. Kind 3 418 – 73 = 345 507 – 57 = 450 599 – 40 = 559
ab 4. Kind 3 418 – 98 = 320 507 – 82 = 425 599 – 65 = 534
1. und 2. Kind 4 [3330–3720] 443 – 83 = 360 538 – 73 = 465 636 – 62 = 574
3. Kind 4 443 – 98 = 345 538 – 88 = 450 636 – 77 = 559
ab 4. Kind 4 443 – 123 = 320 538 – 113 = 425 636 – 102 = 534
1. und 2. Kind 5 [3720–4110] 469 – 109 = 360 569 – 104 = 465 672 – 98 = 574
3. Kind 5 469 – 124 = 345 569 – 119 = 450 672 – 113 = 559
ab 4. Kind 5 469 – 149 = 320 569 – 144 = 425 672 – 138 = 534
1. und 2. Kind 6 [4110–4500] 495 – 135 = 360 600 – 135 = 465 709 – 135 = 574
3. Kind 6 495 – 150 = 345 600 – 150 = 450 709 – 150 = 559
ab 4. Kind 6 495 – 175 = 320 600 – 175 = 425 709 – 175 = 534
Die Kindergeldabzugstabelle für das Beitrittsgebiet bis zur 135 %-Grenze Ost als Anlage zur Berliner Tabelle ist:
Kind Gruppe der BT 1. Altersstufe 2. Altersstufe 3. Altersstufe
1. und 2. Kind a) [bis 1950] 340 – 16 = 324 411 – 0 = 411 487 – 0 = 487
3. Kind a) 340 – 31 = 309 411 – 6 = 405 487 – 0 = 487
ab 4. Kind a) 340 – 56 = 284 411 – 31 = 380 487 – 4 = 483
1. und 2. Kind b) [1950–2250] 353 – 29 = 324 428 – 8 = 420 506 – 0 = 506
3. Kind b) 353 – 44 = 309 428 – 23 = 405 506 – 0 = 506
ab 4. Kind b) 353 – 69 = 284 428 – 48 = 380 506 – 23 = 483
1. und 2. Kind 1 [bis 2550] 366 – 42 = 324 444 – 24 = 420 525 – 2 = 523
3. Kind 1 366 – 57 = 309 444 – 39 = 405 525 – 17 = 508
ab 4. Kind 1 366 – 82 = 284 444 – 64 = 380 525 – 42 = 483
1. und 2. Kind 2 [2550–2940] 392 – 68 = 324 476 – 56 = 420 562 – 39 = 523
3. Kind 2 392 – 83 = 309 476 – 71 = 405 562 – 54 = 508
ab 4. Kind 2 392 – 108 = 284 476 – 96 = 380 562 – 79 = 483
1. und 2. Kind 3 [2940–3330] 418 – 94 = 324 507 – 87 = 420 599 – 76 = 523
3. Kind 3 418 – 109 = 309 507 – 102 = 405 599 – 91 = 508
ab 4. Kind 3 418 – 134 = 284 507 – 127 = 380 599 – 116 = 483
1. und 2. Kind 4 [3330–3720] 443 – 119 = 324 538 – 118 = 420 636 – 113 = 523
3. Kind 4 443 – 134 = 309 538 – 133 = 405 636 – 128 = 508
ab 4. Kind 4 443 – 159 = 284 538 – 158 = 380 636 – 153 = 483
1. und 2. Kind 135 %-Grenze Ost 459 – 135 = 324 555 – 135 = 420 658 – 135 = 523
3. Kind 135 %-Grenze Ost 459 – 150 = 309 555 – 150 = 405 658 – 150 = 508
ab 4. Kind 135 %-Grenze Ost 459 – 175 = 284 555 – 175 = 380 658 – 175 = 483
Berliner Tabelle als Vortabelle zur Düsseldorfer Tabelle (Stand: 01.07.2007)
Betreuungsunterhalt – Verlängerung über das 3. Lebensjahr hinaus
Berliner Tabelle ab 01. 07.1999
Betreuungsunterhalt – Verlängerung und Erwerbsobliegenheit
Barunterhaltspflicht von Eltern die sich in der Betreuung eines Kindes abwechseln.

References: Art. 1
 § 2
 Art. 3
 § 1612
 § 1612
 § 1603