Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20Stuttgart&Datum=25.11.2002&Aktenzeichen=6%20U%20135/02
Timestamp: 2019-11-16 23:29:15+00:00

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OLG Stuttgart, 25.11.2002 - 6 U 135/2002, 6 U 135/02 - dejure.org
OLG Stuttgart, 25.11.2002 - 6 U 135/2002, 6 U 135/02
https://dejure.org/2002,2076
OLG Stuttgart, 25.11.2002 - 6 U 135/2002, 6 U 135/02 (https://dejure.org/2002,2076)
OLG Stuttgart, Entscheidung vom 25.11.2002 - 6 U 135/2002, 6 U 135/02 (https://dejure.org/2002,2076)
OLG Stuttgart, Entscheidung vom 25. November 2002 - 6 U 135/2002, 6 U 135/02 (https://dejure.org/2002,2076)
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Prüfung der internationalen Zuständigkeit in der Berufungsinstanz; Klage aus Gewinnzusage im Gerichtsstand des Verbrauchers; Leistungspflicht des Unternehmers
Erforderlichkeit der Prüfung der internationalen Zuständigkeit in der Berufungsinstanz; Zustellung der Klageschrift nach Inkrafttreten der EuGVVO; Sachzusammenhang mit einer Klage aus Vertrag ; Erhebung der Klage aus einer Gewinnzusage im Gerichtsstand des Verbrauchers; ...
Art. 15, 16, 5 Nr. 3, allgemeine Grundsätze Brüssel I-VO
Gerichtsstand für Deliktsklagen - Anwendung von Art. 5 Nr. 3 Brüssel I-VO in besonderen Rechtsbereichen - Verbraucherdeliktsrecht - Gewinnzusagen - Zuständigkeit für Verbrauchersachen - Verbrauchersachen - Gewinnzusagen und Verbrauchergerichtsstand - Gerichtsstände in ...
Zivilprozeßordnung (ZPO), § 513 Abs. 2 ; Bürgerliches Gesetzbuch (BGB), § 661a ; Gerichtsverfassungsgesetz (GVG), § 119 Abs. 1 No. 1b und 1c
LG Rottweil, 27.06.2002 - 2 O 513/01
MDR 2003, 350
Sähe man dies anders, folgte die internationale Zuständigkeit jedenfalls aus dem Gerichtsstand der unerlaubten Handlung nach Art. 5 Nr. 3 EuGVVO (s. OLG Stuttgart MDR 2003, 350; zur Rechtslage nach dem früher anwendbaren EuGVÜ s. im Übrigen BGH NJW 2003, 426; BGH NJW 2004, 3039; BGH WRP 2005, 252).
Dabei neigt der Senat der Auffassung des Landgerichts Potsdam in dem angefochtenen Urteil zu, dass sich die Anwendbarkeit des deutschen Rechts bereits aus Art. 29 EGBGB ergibt (so auch OLG Stuttgart MDR 2003, S. 350).
Das OLG Stuttgart (vom Kl. vorgelegt GA 383 ff.) konnte jene Entscheidung in seinem Urteil vom 25.11.2002 ( 6 U 135/02 ) naturgemäß noch nicht berücksichtigen.
Es kommt also darauf an, ob die Mitteilung objektiv geeignet ist, bei einem durchschnittlichen Verbraucher den Eindruck eines bereits gewonnenen Preises zu erwecken (OLG Celle, Beschluss vom 06.12.2002, 8 W 273/02; OLG Koblenz, Urteil vom 26.09.2002, 5 U 202/02, OLGR Koblenz 2003, 25 = MDR 2002, 1359 = VersR 2003, 377; OLG Schleswig, Beschluss vom 25.07.2003, 14 W 40/03; OLG Stuttgart, Urteil vom 25.11.2002, 6 U 135/02, OLGR Stuttgart 2003, 124 [128f]; Lorenz NJW 2000, 3305 [3306]; Timme JuS 2003, 638 [641];… Palandt-Sprau, BGB, 63. Aufl. 2004, § 661a Rdnr. 2).
bb) Maßgeblich ist, ob der durchschnittliche Verbraucher aus seiner Sicht nach einem generell - abstrakten Maßstab ohne nähere Prüfung den Eindruck hat, einen Preis gewonnen zu haben (OLG Stuttgart, Urteil vom 25.11.2002, MDR 2003, 350 f; OLG Koblenz, Urteil vom 26.09.2002, MDR 2002, 1359 ff; OLG Braunschweig, Urteil vom 09.09.2002, OLG-Report 2003, 47 ff).
Versteckte Hinweise auf die Unverbindlichkeit der Zusage oder darauf, dass nur ein Bruchteil des versprochenen Gewinns ausbezahlt werden solle, hindern nämlich den Anschein eines Preisgewinns und damit die Leistungspflicht des Unternehmers nicht (OLG Stuttgart MDR 2003, 350 [OLG Stuttgart 25.11.2002 - 6 U 135/02] ).
LG Ravensburg, 24.07.2003 - 4 O 57/03
(Urteil des Oberlandesgerichts Stuttgart vom 25.11.2002-6 U 135/2002-).

References: Art. 15
 Art. 5
 § 513
 § 661
 § 119
 Art. 5
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 Art. 29
 § 661