Source: http://slideplayer.org/slide/9382659/
Timestamp: 2017-06-26 21:14:57+00:00

Document:
Einführung in das Schreiben von Hausarbeiten im BGB AT für Anfänger Freitag, 15. Januar 2016, Uhr HS C. - ppt herunterladen
Einführung in das Schreiben von Hausarbeiten im BGB AT für Anfänger Freitag, 15. Januar 2016, 14.15 Uhr HS C.
Veröffentlicht von:Gundi Braun
Präsentation zum Thema: "Einführung in das Schreiben von Hausarbeiten im BGB AT für Anfänger Freitag, 15. Januar 2016, 14.15 Uhr HS C."— Präsentation transkript:
Einführung in das Schreiben von Hausarbeiten im BGB AT für Anfänger Freitag, 15. Januar 2016, Uhr HS C
Was gebe ich ab? Deckblatt Sachverhalt Inhaltsverzeichnis / Gliederung1 Deckblatt 2 Sachverhalt 3 Inhaltsverzeichnis / Gliederung 4 Literaturverzeichnis / Abkürzungsverzeichnis 5 Gutachtentext 6 „Ende der Bearbeitung“ / Unterschrift 7 Eigenständigkeitserklärung 8 AG-Schein in Kopie
Bitte Reihenfolge einhalten!Was gebe ich ab? Bitte Reihenfolge einhalten!
Wichtiger Hinweis Die Angaben zu formalen Vorgaben sind nur als Standard zu verstehen. Besondere, davon abweichende Vorgaben durch den Lehrstuhl haben immer Vorrang vor den allgemeinen Regeln!
Hausarbeiten schreiben macht Spaß!Grundthese Hausarbeiten schreiben macht Spaß!
Warum? Günstige Relation Einsatz – Ergebnis Endlich dicke Bretter!Ergebnis überzeugt auch ästhetisch Angstfreies Arbeiten
Ablauf Anmeldung erfolgt über BASIS Sachverhaltsausgabe: ab 15.02.2016Formatierung ? Drucker und Computer startklar? USB-Stick für Sicherheitskopien Abgabe: SV beachten
Warum sind Formalia wichtigFormalia sind die ersten Fehler, die auffallen. Der Prüfer schließt auch vom Äußeren auf das Innere. Nach der Prüfererfahrung sind Arbeiten mit formalen Fehlern auch inhaltlich schlecht: Wer unsauber arbeitet, denkt meist auch nicht logisch.
Formalia Bearbeitervermerk beachten Seitenzahlen:Schriftgröße, Zeilenabstand, Rand etc. Seitenzahlen: Nach dem Deckblatt bis zum Gutachtentext: römische Zahlen (I, II, III, IV, V, VI, …) Danach: arabische Zahlen (1, 2, 3, …) Elektronische Abgabe beachten! Papierversion binden oder heften
Praktische Hinweise Word 2010 / Open officeDas Geheimnis mit den Seitenzahlen Literaturverzeichnis Inhaltsverzeichnis: automatische Generierung Silbentrennung: automatisch Geschütztes Leerzeichen
Deckblatt Name, Vorname Anschrift Matrikelnummer FachsemesterTitel der Vorlesung Dozent Semester (WiSe 2015/16) Hausarbeit
Sachverhalt Fehlerfrei abtippen (oder kopieren) bis zur Aufgabenstellung, also ohne Angaben zu Formalia, Abgabedatum etc. (sofern nichts anderes verlangt wird)
Literatur: Arten Lehrbücher Zeitschriften (Aufsätze)Festschriften (Aufsätze) Kommentare Monographien (oft: Doktorarbeiten und Habilitationsschriften) Gesetzgebungsmaterialien: Motive und Protokolle zum BGB Urteilsanmerkungen Rechtsprechung (kommt nicht ins Literaturverzeichnis)
LiteraturverzeichnisSortierung: rein alphabetisch Vollständigkeit in beide Richtungen Stets aktuellste Auflage zitieren Umfang: Mindestens vier Seiten mit sämtlichen Literaturarten Namen links, Werke rechts: Tabellenform wählen
Monographien Name, Vorname(n) Titel des Werks, evtl. UntertitelErscheinungsort (Verlagsort) Auflage, wenn es mehrere gibt Erscheinungsjahr Zitierweise (nicht erforderlich u.a. bei Professor Stuckenberg)
Beispiel Conrad, Christian Die Vollmacht als WillenserklärungRechtsschein und Verkehrsschutz im Recht der gewillkürten Stellvertretung Hamburg 2012 (zit.: Conrad, Vollmacht , S…)
Kommentare Herausgeber / Begründer Titel des KommentarsErscheinungsort / Jahr Zitierweise (nicht erforderlich z.B. bei Professor Stuckenberg)
Beispiele I Staudinger, Julius von (Begr.)Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch mit Einführungsgesetz und Nebengesetzen Buch 2 Recht der Schuldverhältnisse Einleitung zum Schuldrecht, Treu und Glauben Neubearbeitung Berlin 2005 (zit.: Staudinger / Bearbeiter, § …, Rn ..) Palandt, Otto (Begr.) Bürgerliches Gesetzbuch Kommentar 72. Auflage München 2013 (zit.: Palandt / Bearbeiter, § …, Rn …)
Beispiele II Prütting, Hanns Wegen, Gerhard Weinreich, Gerd (Hrsg.)BGB Kommentar Köln 10. Auflage 2015 (zit.: PWW / Bearbeiter § … Rn …) Schulze, Reiner (Schriftleitung) Bürgerliches Gesetzbuch Handkommentar Baden-Baden, 7. Auflage 2012 (zit.: Hk-BGB / Bearbeiter, § …. Rn …)
Aufsatz Verfasser: Name, Vorname Titel des Aufsatzes FundstelleAnfangs- und Endseitenzahl Zitierweise (bei vielen Dozenten nicht erforderlich, u.a. Professor Stuckenberg)
Beispiele Medicus, DieterDie psychisch vermittelte Kausalität im Zivilrecht, JuS 2005, Seite (zit.: Medicus, JuS 2005, 289, …) Schmoeckel, Mathias: Der maßgebliche Zeitpunkt zur Bestimmung der Sittenwidrigkeit Archiv für die civilistische Praxis 1997 (1997), Seite 1-79. (zit.: Schmoeckel, AcP 1997, 1, …) Neuner, Jörg Das nachbarrechtliche Haftungssystem JuS 2005, Seite 384 – 391. (zit.: Neuner, JuS 2005, 384, …)
Internetquellen Name, Vorname des Autors / der AutorenTitel (ggf. Untertitel) Vollständige Internetadresse Abrufdatum Zitierweise (falls erforderlich)
Beispiel Messerle, Alexandra; Weingart, StephanAltershöchstgrenze für Bürgermeister Abruf vom (zit.: Messerle / Weingart, Altershöchstgrenze)
GesetzgebungsmaterialienEntstehung des BGB Motive Protokolle
Beispiel Motive Motive zu dem Entwurf eines Bürgerlichen Gesetzbuches für das Deutsche Reich Band I Allgemeiner Theil Berlin Leipzig 1888 (zit.: Mot I, …)
- Exkurs – Wo finde ich die Motive?
Literaturrecherche Erste Anlaufstelle: KommentarAuch gut: Beck online, juris Mehr über Literaturrecherche verrät Ihnen Frau Marx.
AbkürzungsverzeichnisErste Möglichkeit: individuell (bitte nicht!) Zweite Möglichkeit: „Hinsichtlich der verwendeten Abkürzungen wird verwiesen auf Kirchner, Hildebert Abkürzungsverzeichnis der Rechtssprache, Berlin 8. Auflage 2015“
Inhaltsverzeichnis / GliederungSachverhalt Literaturverzeichnis Gutachten
Wer „A“ sagt, muss auch „B“ sagenGliederung Wer „A“ sagt, muss auch „B“ sagen Tipp: Sie verneinen gleich das erste Tatbestandsmerkmal bei „1.“ – gliedern Sie unter „2.“ ein „Ergebnis“ und vermeiden Sie so Gliederungsfehler
Praktische Hinweise Auf geschütztes Leerzeichen achten vor § und vor €: §, Steuerung und Shift gedrückt halten, Leerzeichen Das sieht im Ergebnis bei eingeschaltetem „¶“ etwa so aus: § ͦ116)
Fussnoten Nachname, Fundstelle:Bei Monographien: Kurzbezeichnung der Quelle Bei Aufsätzen: Zeitschrift und Jahr Bei Kommentaren: welcher Kommentar Seitenzahl (bei Aufsätzen auch Anfangsseitenzahl), Punkt. Hinweis: Zitiervorschläge (z.B. bei Kommentaren) beachten!
Beispiele Neuner, Das nachbarrechtliche Haftungssystem, JuS 2005, 384, 389. PWW / Brinkmann, § 155 Rn 2. Conrad, Vollmacht, 112.
„Vgl. Conrad, Vollmacht, 112.“Bitte nicht: „Vgl. Conrad, Vollmacht, 112.“
Häufige Zitierfehler Nach der Rechtsprechung können nur körperfremde Sachen gefährliche Werkzeuge im Sinne des § 224 Abs. 1 Nr. 2 Alt. 1 StGB sein.23 Demnach hat T durch den Faustschlag dieses Merkmal nicht erfüllt.24 [...] 23 Meier, NJW 2001, 234, Meier, NJW 2001, 234, 236; instruktiv dazu Müller, Palandt / B,..
Fehler 1 Jemand schreibt „nach der Rechtsprechung“ und zitiert dann Literatur: Falsch! Für Ansichten der Rechtsprechung muss auch Rechtsprechung gelesen und zitiert werden.
Fehler 2 Häufig zu finden: Das Konkretzitat! Meier sagt in der NJW sicher nichts über den konkreten Fall Ihrer Hausarbeit.
Fehler 3 Belehrungen des Lesers sind zu unterlassen. Sie schreiben ein Gutachten und keinen Aufsatz.
Fehler 4 Blindzitate: Jedes Zitat muss an Hand des Originals überprüft werden. Sie können einen Aufsatz von „Müller“ nicht nach dem Kommentar zitieren, wo Sie den Hinweis gefunden haben : Hier schreibt nicht Müller, sondern Bassenge, also der Bearbeiter des Paragraphen im Palandt.
Fehler 5 Sie dürfen nichts aus der Literatur zitieren, was schon so im Gesetz steht.
Fussnoten Urteile Gericht Fundstelle
Beispiele RGZ 128, 92, 95 RG SeuffArch Band 61, Nr. 109BGH MDR 2000, 872, 873 BGHZ 37, 233, 235 OLG Düsseldorf NJW 1988, 2308
Fußnoten 1 Zitierweise Zitiert wirdwörtlich nur bei abstrakten Definitionen, ansonsten besser sinngemäß. Die Fußnote enthält einen Kurzbeleg, das Inhaltsverzeichnis einen Vollbeleg.
Fußnoten 2 Bei Literaturnachweisen muss die Fußnote mit der Zitierweise übereinstimmen Fußnoten werden nach dem Satzzeichen eingefügt, wenn sie sich auf einen Satz oder Teilsatz beziehen. Nur soweit sie sich auf ein bestimmtes Wort oder eine bestimmte Wortgruppe beziehen, stehen sie unmittelbar danach.
Fußnoten 3 Grundlagen Fußnoten beginnen mit einem Großbuchstaben und enden mit einem(!) Punkt. Jedes Zitat gibt die zitierte Seite / Stelle an. Bei Aufsätzen und Rechtsprechungszitaten ist zusätzlich die Startseite mit anzugeben.
Fußnoten 4 Die Angabe „S.“ für Seite ist grundsätzlich entbehrlich.Die Angabe „ff.“ ist zu vermeiden. Besser die gemeinte(n) Seite(n) konkret angeben. Die Angabe „f.“ ist nur zu verwenden, wenn sich die wiedergegebene Aussage auf der zitierten Seite auf eine weitere Seite erstreckt. Mehrere Fundstellen sind durch „;“ voneinander zu trennen.
Fußnoten 5 Rechtsprechungsnachweise stehen in einer Fußnote mit mehreren Angaben am Anfang, höhere Gerichte vor niedrigeren; erst dann kämen Literaturnachweise!
Beispiel BGHZ 11, 27, 37; 37, 233, 235f; OLG Braunschweig NJW-RR 1992, 440; MünchKomm / Mayer-Maly, § 134 Rn 7, Palandt / Heinrichs, § 134 Rn 12.
Erste Fußnote Wer möchte, kann als erste Fußnote folgenden Text angeben: §§ ohne weitere Angaben sind solche des BGB. Damit erspart man sich die Angabe des Gesetzes bei den Normen.
EigenständigkeitserklärungHiermit versichere ich, die von mir eingereichte Hausarbeit eigenständig und ohne unerlaubte fremde Hilfe angefertigt, keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt und alle aus anderen Texten wörtlich oder sinngemäß entnommenen Ausführungen als solche durch Angabe der Herkunft gekennzeichnet zu haben.
Sachverhalt lesen und auswertenInhaltliche Arbeit Sachverhalt lesen und auswerten Ins Thema einlesen Gutachten anfertigen
Tipp Schon beim Lesen der Literatur bzw. Rechtsprechung wichtige Sätze rausschreiben und gleichzeitig die Fundstelle in ein Literaturverzeichnis aufnehmen!
Weitere Tipps Der Weg ist das Ziel, das Ergebnis oft zweitrangigAusgangspunkt ist immer das Gesetz Obersatz und Ergebnis müssen zusammen passen Methodisch arbeiten!
Methodisch arbeiten Auslegungsmethoden anwenden und benennenSystem der Ansprüche beachten Standardargumente verwenden
System der Ansprüche I.: Vertrag II.: Quasivertrag III.:Dingliche Ansprüche IV.: Delikt V.: Bereicherungsrecht
Standardargumente Analogie und UmkehrschlussTeleologische Extension und Reduktion Erst-recht-Schluss Begründung unter Hinweis auf unsinnige Folgen Negatives Argument Gegenakt
Literaturtipp Thorsten Schmidt Grundlagen rechtswissenschaftlichen Arbeitens In: Juristische Schulung 2003, und
Analogie und UmkehrschlussPlanwidrige Regelungslücke Tatbestandliche Gleichwertigkeit des geregelten und ungeregelten Falls Übertragbarkeit der Rechtsfolge Umkehrschluss Regelungslücke Keine Übertragbarkeit der Rechtsfolge
Beispiele Analoge Anwendung von § 179 BGB auf den Boten (Palandt / Ellenberger, § 177 Rn 2) Keine analoge Anwendung von § 122 BGB auf das Auftreten eines geschäftsunfähigen Vertreters (Palandt / Ellenberger, § 122 Rn 2)
Teleologische ReduktionDer Wortlaut ist nach dem Zweck der Regelung zu weit gefasst.
Beispiel § 828 II BGB „Wer das siebente, aber nicht das zehnte Lebensjahr vollendet hat, ist für den Schaden, den er bei einem Unfall mit einem Kraftfahrzeug, […] einem anderen zufügt, nicht verantwortlich.“
Erst-recht-Schluss Wenn § 622 BGB eine vierwöchige Kündigungsfrist für die Kündigung gegenüber einem Arbeitnehmer fordert, ist eine Kündigung mit dreimonatiger Kündigungsfrist „erst recht“ zulässig.
Sachverhalt Mehrfach lesen und die wichtigen Informationen entnehmenDaten -> Fristenberechnung ausführliche Darstellung -> Schwerpunkt der Arbeit Wörtliche Wiedergabe -> Auslegung von Willenserklärungen gem. §§ 133, 157 BGB
Sachverhalt Rechtliche Aussagen sind als zutreffend zu betrachten.Laienhafte Ausdrücke stehen meist in „Gänsefüßchen“. Auskünfte von (möglicherweise ehemaligen) Jurastudenten im Sachverhalt sind meist falsch.
Sachverhalt Fall 1: A verkauft B einen Topf für 1 Euro. Außerdem „leiht“ er sich von A gegen eine Gebühr von 5 Euro einen Videofilm aus. Kann A von B Zahlung von 6 Euro verlangen? Frage: Was prüfen Sie hier?
Synpose Übungsfall JuS 2013, 996: Bestätigungsschreiben gem. § 312 g Abs. I S.1 Nr. 3 BGB § 312 g Abs.1: „Dem Verbraucher steht bei außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen und bei Fernabsatzverträgen ein Widerrufsrecht gem. § 355 zu.“
Lösung Gesetz hat sich verändert Googeln nach „Synopse“Alte Fassung bis , Neue Fassung § 312 i Abs.1 S. 1 Nr. 3
Traurige Tatsachen Schutz vor Betrugsversuchen:Laptop im Seminar niemals unbeobachtet lassen Geschriebenes nicht leichtfertig verschicken an „Freunde“, etwa über What´s App Keine Gruppendiskussion in Internetforen (Facebook)
Literaturempfehlung Kleinhenz, Holger / Deiters, Gerd Jura Professionell – Klausuren, Hausarbeiten, Seminararbeiten, Dissertationen Richtig schreiben und gestalten (vergriffen) Signatur im Juridicum: Ag 26/244
Allgemeiner LiteraturtippLange, Barbara Jurastudium erfolgreich Planung – Lernstrategie – Zeitmanagement 8. Auflage München 2015
Bestnote, Martin Krengel
Juristisches Seminar Schulungsangebote nutzen!bonn.de/hilfen-schulungen/
Wichtiger Hinweis Während der Hausarbeitsphase werden keine Fragen zu Hausarbeiten beantwortet. Formale Fragen sind selbst anhand der Literaturvorschläge zu lösen. Die Präsentation steht bis zum Ende der vorlesungsfreien Zeit auf der Homepage der Fachstudienberatung
Herunterladen ppt "Einführung in das Schreiben von Hausarbeiten im BGB AT für Anfänger Freitag, 15. Januar 2016, 14.15 Uhr HS C."
Ähnliche Präsentationen Einführung in das Schreiben von Hausarbeiten im BGB AT für Anfänger
juristische Arbeitsmethoden
E INFÜHRUNG IN DAS S CHREIBEN VON H AUSARBEITEN IM BGB AT FÜR A NFÄNGER F REITAG, 1. J ULI 2016. Über Projekt

References: § 155
 § 224
 § 134
 § 134
 § 179
 § 177
 § 122
 § 122
 § 828
 § 622
 § 312
 § 312
 § 355
 § 312