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Timestamp: 2020-07-05 17:38:54+00:00

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Private Krankenversicherung lehnt Reha ab - PKV Ratgeber
Private Krankenversicherung lehnt Reha ab
Private Krankenversicherungen sind gemäß den Musterbedingungen zur Krankheitskostenversicherung aus dem Jahr 2009 nicht dazu verpflichtet, Kosten für Kuraufenthalte oder Behandlungen in Sanatorien zu erstatten. Für Versicherte besteht allerdings dennoch die Möglichkeit, sich für Kuren oder Aufenthalte in der Reha abzusichern. Denn die private Krankenversicherung lehnt Reha ab, da hier davon ausgegangen wird, dass Arbeitnehmer ohnehin zunächst durch den Sozialversicherungsträger abgesichert sind.
Gerne berät Sie unser Experte über die Möglichkeiten einer privaten Krankenversicherung, dazu können Sie das folgende Formular ausfüllen, um eine Einschätzung machen zu können. Dabei stehen auch die aktuellen PKV Testsieger zur Auswahl.
Im Vorfeld abklären, ob die private Krankenversicherung Reha ablehnt
Grundsätzlich erstattet die private Krankenversicherung weder Kuren noch Reha-Maßnahmen. Allerdings können einzelne Tarife eine Ausnahme vorsehen, die eine Erstattung der Kosten für Kur- oder Sanatoriumaufenthalte möglich machen. Außerdem können Zusatzversicherungen in Anspruch genommen werden, um den fehlenden Versicherungsschutz zu ergänzen. Demzufolge sollten privat Versicherte bereits im Vorfeld einer Kur oder einer Reha-Maßnahme genau abklären, ob und in welchem Rahmen die private Versicherung die Kosten dafür übernimmt.
Wann lehnt die private Krankenversicherung Reha nicht ab
Die private Krankenversicherung lehnt Reha ab, wenn ein Sozialleistungsträger die Kosten für die Reha übernehmen kann. Als Sozialleistungsträger werden in diesem Sinne Berufsgenossenschaften, die Deutsche Rentenversicherung oder diverse Unfallversicherungen verstanden. Allerdings lehnt die private Krankenversicherung Reha nicht ab, wenn keiner der genannten Versicherungsträger für die Kosten aufkommen kann. In diesem Fall ist es jedoch wichtig, dass die Erstattung der Kosten durch den Volltarif oder durch eine entsprechende Zusatzversicherung gedeckt ist.
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Worauf zu achten ist, damit die private Krankenversicherung Reha nicht ablehnt
Damit die private Krankenversicherung die Kostenübernahme für die Reha nicht ablehnt, sind verschiedene Schritte notwendig. Zum einen ist ein Arztbesuch von großer Wichtigkeit. Denn nur ein Arzt kann ermitteln, ob eine Reha medizinisch notwendig ist. Daher ist die medizinische Notwendigkeit eine Voraussetzung, dass die Reha nicht abgelehnt wird. Der vom Arzt erstellte Attest wird bei den zuständigen Versicherungen eingereicht. Sollte ein Kostenträger die Übernahme der Behandlungskosten oder eine Teilerstattung verweigern, müssen Sie sich an die private Krankenversicherung wenden. Die Reha lehnt die private Krankenversicherung nur dann nicht ab, wenn die Kosten dafür im Tarif oder durch eine Zusatzversicherung abgedeckt sind.
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Fazit Private Krankenversicherung lehnt Reha ab
Damit die private Krankenversicherung eine Reha nicht ablehnt, muss der privat Versicherte die Kostenübernahme beantragen. Von den Vertragsbedingungen hängt es dann ab, ob die Versicherung einen Teil der Kosten übernimmt. Es ist jedoch auch möglich, dass der Versicherer die Reha ablehnt oder alles bezahlt. Sollten Sie einen hochwertigen Tarif der privaten Krankenversicherung abgeschlossen haben, dann kommen Sie meist günstiger als gesetzlich Krankenversicherte. Allerdings müssen Sie bei einem leistungsstarken Tarif auch dementsprechend hohe Beiträge zahlen.
§ 40 SGB V Leistungen zur medizinischen Rehabilitation laut www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbv/40.html
„(1) Reicht bei Versicherten eine ambulante Krankenbehandlung nicht aus, um die in § 11 Abs. 2 beschriebenen Ziele zu erreichen, erbringt die Krankenkasse aus medizinischen Gründen erforderliche ambulante Rehabilitationsleistungen in Rehabilitationseinrichtungen, für die ein Versorgungsvertrag nach § 111c besteht; dies schließt mobile Rehabilitationsleistungen durch wohnortnahe Einrichtungen ein. Leistungen nach Satz 1 sind auch in stationären Pflegeeinrichtungen nach § 72 Abs. 1 des Elften Buches zu erbringen.
(2) Reicht die Leistung nach Absatz 1 nicht aus, so erbringt die Krankenkasse erforderliche stationäre Rehabilitation mit Unterkunft und Verpflegung in einer nach § 37 Absatz 3 des Neunten Buches zertifizierten Rehabilitationseinrichtung, mit der ein Vertrag nach § 111 besteht. Für pflegende Angehörige erbringt die Krankenkasse stationäre Rehabilitation unabhängig davon, ob die Leistung nach Absatz 1 ausreicht. Die Krankenkasse kann für pflegende Angehörige diese stationäre Rehabilitation mit Unterkunft und Verpflegung auch in einer nach § 37 Absatz 3 des Neunten Buches zertifizierten Rehabilitationseinrichtung erbringen, mit der ein Vertrag nach § 111a besteht. Wählt der Versicherte eine andere zertifizierte Einrichtung, so hat er die dadurch entstehenden Mehrkosten zu tragen; dies gilt nicht für solche Mehrkosten, die im Hinblick auf die Beachtung des Wunsch- und Wahlrechts nach § 8 des Neunten Buches angemessen sind. Die Krankenkasse führt nach Geschlecht differenzierte statistische Erhebungen über Anträge auf Leistungen nach Satz 1 und Absatz 1 sowie deren Erledigung durch. § 39 Absatz 1a gilt entsprechend mit der Maßgabe, dass bei dem Rahmenvertrag entsprechend § 39 Absatz 1a die für die Erbringung von Leistungen zur medizinischen Rehabilitation maßgeblichen Verbände auf Bundesebene zu beteiligen sind. Kommt der Rahmenvertrag ganz oder teilweise nicht zustande oder wird der Rahmenvertrag ganz oder teilweise beendet und kommt bis zum Ablauf des Vertrages kein neuer Rahmenvertrag zustande, entscheidet das sektorenübergreifende Schiedsgremium auf Bundesebene gemäß § 89a auf Antrag einer Vertragspartei. Abweichend von § 89a Absatz 5 Satz 1 und 4 besteht das sektorenübergreifende Schiedsgremium auf Bundesebene in diesem Fall aus je zwei Vertretern der Ärzte, der Krankenkassen und der zertifizierten Rehabilitationseinrichtungen sowie einem unparteiischen Vorsitzenden und einem weiteren unparteiischen Mitglied. Die Vertreter und Stellvertreter der zertifizierten Rehabilitationseinrichtungen werden durch die für die Erbringer von Leistungen zur medizinischen Rehabilitation maßgeblichen Verbände auf Bundesebene bestellt.“

References: § 40
 § 11
 § 111
 § 72
 § 37
 § 111
 § 37
 § 111
 § 8
 § 39
 § 39
 § 89
 § 89