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Timestamp: 2019-04-24 07:09:49+00:00

Document:
BAG, 08.05.2008 - 1 ABR 56/06 - dejure.org
Notwendigkeit der eigenständigen Revisionsbegründung bzw. Rechtsbeschwerdebegründung innerhalb der zweimonatigen Begründungsfrist nach erfolgreicher Nichtzulassungsbeschwerde; Fortsetzung des Verfahrens über eine Nichtzulassungsbeschwerde bei deren Erfolg als Rechtsbeschwerdeverfahren; Bezugnahme auf die Begründung der Nichtzulassungsbeschwerde zur Begründung einer vom Bundesarbeitsgericht zugelassenen Rechtsbeschwerde
Prozessführung - Rechtsmittelbegründung nach erfolgreicher Nichtzulassungsbeschwerde erforderlich?
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des BAG vom 08.05.2008, Az.: 1 ABR 56/06 (Rechtsmittelbegründung nach erfolgreicher Nichtzulassungsbeschwerde)" von VorsRiLAG Thomas Kloppenburg, original erschienen in: AnwBl Beilage 2008, 232 - 234.
ArbG Berlin, 27.04.2005 - 77 BV 28986/04
LAG Berlin, 29.11.2005 - 7 TaBV 1471/05
BAGE 126, 339
NZA 2008, 726
NZA 2009, 86
AnwBl 2008, 232
Entspricht diese den inhaltlichen Anforderungen an eine Revisionsbegründung und wird auf sie innerhalb der Zweimonatsfrist des § 72a Abs. 6 Satz 3 iVm. § 74 Abs. 1 Satz 1 ArbGG Bezug genommen, ist die Revision ausreichend begründet (st. Rspr. seit BAG 8. Mai 2008 - 1 ABR 56/06 - Rn. 6 ff., BAGE 126, 339) .
Eine gesonderte Revisionsbegründung ist damit auch nach einem vorangegangen Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren stets erforderlich; sie muss mindestens in Form einer Bezugnahme erfolgen (BAG 8. Mai 2008 - 1 ABR 56/06 - Rn. 6, BAGE 126, 339; BGH 20. Dezember 2007 - III ZR 27/06 - Rn. 4 ff., EzA ZPO 2002 § 551 Nr. 7) .
Die Begründung der Nichtzulassungsbeschwerde muss den inhaltlichen Anforderungen an eine Revisionsbegründung entsprechen (BAG 8. Mai 2008 - 1 ABR 56/06 - aaO) .
Eine gesonderte Revisionsbegründung ist damit auch nach einem vorangegangen Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren stets erforderlich; mindestens muss sie in Form einer Bezugnahme auf die Begründung der Nichtzulassungsbeschwerde erfolgen (BAG 8. Mai 2008 - 1 ABR 56/06 - Rn. 6, BAGE 126, 339; BGH 20. Dezember 2007 - III ZR 27/06 - Rn. 4 ff.; BFH 20. Juni 2008 - VII R 46/07 - Rn. 2) .
Soll eine solche Bezugnahme zur Zulässigkeit der Revision führen, muss zum einen die Begründung der Nichtzulassungsbeschwerde den inhaltlichen Anforderungen an eine Revisionsbegründung entsprechen, zum anderen muss diese Bezugnahme innerhalb der Zweimonatsfrist des § 72a Abs. 6 Satz 3 iVm. § 74 Abs. 1 Satz 1 ArbGG bei Gericht eingehen (BAG 8. Mai 2008 - 1 ABR 56/06 - aaO) .
Eine gesonderte Revisionsbegründung ist damit auch nach einem vorangegangen Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren stets erforderlich; mindestens muss sie in Form einer Bezugnahme erfolgen (BAG 8. Mai 2008 - 1 ABR 56/06 - Rn. 6, AP ArbGG 1979 § 72a Nr. 62 = EzA ZPO 2002 § 551 Nr. 9;… BGH 20. Dezember 2007 - III ZR 27/06 - Rn. 4 ff., NJW 2008, 588;… BFH 20. Juni 2008 - VII R 46/07 - Rn. 2).
Soll eine solche Bezugnahme zur Zulässigkeit der Revision führen, muss zum einen die Begründung der Nichtzulassungsbeschwerde den inhaltlichen Anforderungen an eine Revisionsbegründung entsprechen, zum anderen muss diese Bezugnahme innerhalb der Zweimonatsfrist des § 72a Abs. 6 Satz 3 iVm. § 74 Abs. 1 Satz 1 ArbGG bei Gericht eingehen (BAG 8. Mai 2008 - 1 ABR 56/06 - aaO.).
Auf eine solche Bezugnahme hat das Gesetz gemäß § 551 Abs. 3 Satz 2 ZPO nicht verzichtet (vgl. zur Rechtsbeschwerdebegründung BAG 8. Mai 2008 - 1 ABR 56/06 - Rn. 6, BAGE 126, 339) .
Gemäß § 72 Abs. 5 ArbGG iVm. § 551 Abs. 3 Satz 2 ZPO genügt jedoch die Bezugnahme auf die Begründung der Nichtzulassungsbeschwerde, sofern diese den Anforderungen des § 72 Abs. 5 ArbGG iVm. § 551 Abs. 3 Satz 1 ZPO entspricht und die Bezugnahme innerhalb der Zweimonatsfrist des § 72a Abs. 6 Satz 3 iVm. § 74 Abs. 1 Satz 1 ArbGG erfolgt (vgl. BAG 8. Mai 2008 - 1 ABR 56/06 - Rn. 6, BAGE 126, 339) .
Wurde ein Bevollmächtigter tätig, muss der Antragsteller einen Geschehensablauf vortragen, der ein Verschulden seines Prozessbevollmächtigten zweifelsfrei ausschließt (BAG 8, 5.2008 - 1 ABR 56/06 - BAGE 126, 339 = AP ArbGG 1979 § 72a Nr. 62 = EzA ZPO 2002 § 551 Nr. 9; 10.1.2003 - 1 AZR 70/02 - AP ZPO 1977 § 233 Nr. 80 = EzA ZPO 2002 § 233 Nr. 1; BGH 21.2.1983 - VIII ZR 343/81 - VersR 1983, 401) .
Nach ständiger Rechtsprechung verlangt die anwaltliche Sorgfaltspflicht, in Fristsachen das Möglichste zu tun, um Fehlerquellen bei der Eintragung und der Behandlung von Fristen auszuschließen (BAG 8, 5.2008 - 1 ABR 56/06 - aaO; BGH 9.10.2007 - XI ZB 14/07; 30.3.2006 - III ZR 6/05 - FamRZ 2006, 856).
Erforderlich ist es, einen Geschehensablauf vorzutragen, der ein Verschulden des Prozessbevollmächtigten zweifelsfrei ausschließt (BAG Beschluss vom 8.5.2008 - 1 ABR 56/06 - BAGE 126, 339 f;… vgl auch BFH Beschluss vom 8.2.2008 - X B 95/07 - BFH/NV 2008, 969 f).
BAG, 23.02.2010 - 9 AZN 540/09

References: § 72
 § 74
 BGH 
 § 551
 BGH 
 § 72
 § 74
 § 72
 § 551
 BGH 
 § 72
 § 74
 § 551
 § 72
 § 551
 § 72
 § 551
 § 72
 § 74
 § 72
 § 551
 § 233
 § 233
 BGH 
 BGH