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Timestamp: 2020-02-19 13:51:22+00:00

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Rechtsprechung: NJW-RR 1988, 902 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 10.02.1988
https://dejure.org/1988,284
BGH, 23.03.1988 - IVb ZB 51/87 (https://dejure.org/1988,284)
BGH, Entscheidung vom 23.03.1988 - IVb ZB 51/87 (https://dejure.org/1988,284)
BGH, Entscheidung vom 23. März 1988 - IVb ZB 51/87 (https://dejure.org/1988,284)
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Pflicht zum Vortragen von Umständen, mit denen der Ausgleichspflichtige eine erstrebte Herabsetzung des Ausgleichs begründen will - Verfahren über den Versorgungsausgleich - Anwendbarkeit der Härteklausel
BGB § 1587c Nr. 1; FGG § 12
NJW 1988, 1839
NJW-RR 1988, 902 (Ls.)
MDR 1988, 764
FamRZ 1988, 709
Vielmehr darf das Gericht davon ausgehen, dass die ausgleichspflichtige Person von sich aus die ausschlussrelevanten Tatsachen vorträgt und damit eine Kürzung des Ausgleichs anregt (vgl. Senatsbeschluss vom 23. März 1988 - IVb ZB 51/87 - FamRZ 1988, 709, 710;… Wick Der Versorgungsausgleich 3. Aufl. Rn. 554).
Vielmehr kann das Gericht auch in einem solchen Verfahren, ohne seine Aufklärungspflicht zu verletzen, davon ausgehen, dass die Parteien ihnen vorteilhafte Umstände von sich aus vorbringen (vgl. BGH, Beschluss vom 23. März 1988 - IVb ZB 51/87, NJW 1988, 1839).
Dies ist insbesondere in den sogenannten echten Streitsachen der freiwilligen Gerichtsbarkeit von Bedeutung, in denen das Gericht ohne Verletzung seiner Amtsermittlungspflicht davon ausgehen kann, dass die Beteiligten die ihnen vorteilhaften Umstände von sich aus vortragen (…vgl. Senatsbeschlüsse vom 11. Mai 2016 - XII ZB 480/13 - FamRZ 2016, 1343 Rn. 19 und vom 23. März 1988 - IVb ZB 51/87 - FamRZ 1988, 709, 710 zu Härteklauseln im Versorgungsausgleich).
Für eine Anwendung des § 1587 h Nr. 2 BGB ist bereits deshalb kein Raum, weil diese Norm voraussetzt, dass der Berechtigte zielgerichtet im Hinblick auf den späteren Versorgungsausgleich und zum Nachteil des sodann Ausgleichspflichtigen gehandelt hat (Senatsbeschluss vom 23. März 1988 - IVb ZB 51/87 - FamRZ 1988, 709, 710 mwN).
Hier obliegt es den beteiligten Ehegatten, die ihnen vorteilhaften Umstände, die dem Gericht nicht ohne weiteres bekannt sein können, von sich aus vorzubringen und durch eingehende Tatsachendarstellung und geeigneten Beweisantritt an der Aufklärung des Sachverhalts mitzuwirken (…vgl. Senatsbeschlüsse vom 3. November 1993 aaO S. 236 und vom 23. März 1988 ­ IVb ZB 51/87 ­ FamRZ 1988, 709, 710).
Für das Vorliegen dieses Ausnahmetatbestandes muss der Beteiligte, der sich darauf beruft, dessen tatsächliche Voraussetzungen unter Berücksichtigung der allgemeinen Darlegungs- und Beweislastregeln geltend machen (…Keidel/Kuntze/Schmidt FGG 15. Aufl. § 12 Rdn. 121 f.;… vgl. für § 1587 c BGB Senatsbeschlüsse vom 9. Mai 1990 aaO S. 1342 und vom 23. März 1988 aaO S. 710).
Für das Vorliegen eines solchen Ausnahmetatbestandes muss der Beteiligte, der sich darauf beruft, dessen tatsächlichen Voraussetzungen unter Berücksichtigung der allgemeinen Darlegungs- und Beweislastregeln geltend machen (…vgl. Bamberger/Roth/Gutdeutsch BGB § 1587 h Rdn. 18;… Keidel/Kuntze/Schmidt FGG 15. Aufl. § 12 Rdn. 121 f.;… für § 1587 c BGB Senatsbeschlüsse vom 9. Mai 1990 aaO S. 1342 und vom 23. März 1988 FamRZ 1988, 709, 710).
OLG Düsseldorf, 16.01.2017 - 25 Wx 78/16
Die Verpflichtung des Gerichts zur weiteren Aufklärung des Sachverhalts findet nämlich dort ihre Grenze, wo die Verfahrensbeteiligten allein und hauptsächlich in der Hand haben, die notwendigen Erklärungen abzugeben und Beweismittel zu bezeichnen bzw. vorzulegen, um eine ihren Interessen entsprechende Entscheidung herbeizuführen (vgl. BGH NJW 1988, 1839; BayObLG DNotZ 1994, 396; OLG Karlsruhe FamRZ 1982, 395; OLG Köln NJW-RR 1994, 396;… Keidel/Sternal, a. a. O., § 26 FamFG, Rdn. 21).
Daher verletzt das Gericht die ihm obliegende Aufklärungspflicht nicht, wenn es davon ausgeht, dass die Beteiligten ihnen vorteilhafte Umstände von sich aus vorbringen, und wenn es annehmen darf, dass die Beteiligten sich dieser Umstände auch bewusst sind (vgl. BGH NJW 1988, 1839; BayObLG NJW-RR 1988, 117; OLG Karlsruhe FamRZ 1992, 689;… Keidel/Sternal,a. a. O.).
Unter der Geltung des alten Steuerrechts erschienen dem Senat die künftigen Besteuerungsgrundlagen auch deshalb ungewiss, weil damit gerechnet werden konnte, dass der Gesetzgeber in absehbarer Zeit die steuerliche Gleichbehandlung von Beamtenpensionen und Sozialversicherungsrenten verwirklichen werde (vgl. etwa Senatsbeschlüsse vom 23. März 1988 ­ IVb ZB 51/87 ­ FamRZ 1988, 709, 710; vom 18. Januar 1989 ­ IVb ZB 82/87 ­ FamRZ 1989, 727, 728 und vom 28. Oktober 1992 ­ XII ZB 42/91 ­ FamRZ 1993, 302, 303).
Hier kann erwartet werden, daß das Gericht bei der Aufklärung solcher Umstände von Seiten des betroffenen Beteiligten durch entsprechenden Sachvortrag unterstützt wird (Senatsbeschluß vom 23. März 1988 - IVb ZB 51/87 - FamRZ 1988, 709, 710; OLG Karlsruhe NJW-RR 1992, 652).
OLG Brandenburg, 20.08.1998 - 10 Wx 5/97
Übergang eines Anfechtungsrechts durch Versterben des Anfechtungsberechtigten
OLG Köln, 07.11.2006 - 4 UF 59/06
Zu den Voraussetzungen der Durchführung des regelwidrigen Versorgungsausgleichs …
OLG Frankfurt, 16.08.1999 - 3 UF 180/99
OLG Köln, 26.08.1997 - 4 UF 164/96
Ausschluss oder Herabsetzung des Versorgungsausgleichs wegen grober Unbilligkeit; …
OLG Jena, 20.05.1999 - 1 UF 125/98
Ausgestaltung der Regelung des nachehelichen Versorgungsausgleichs; …
OLG Karlsruhe, 16.04.1997 - 2 UF 46/97
KG, 18.06.1996 - 17 UF 6984/95
Klage auf Nichtvornahme eines nachehelichen Versorgungsausgleichs; Vorliegen …
OLG Bamberg, 08.10.1997 - 7 UF 92/97
https://dejure.org/1988,979
BGH, 10.02.1988 - IVa ZR 249/86 (https://dejure.org/1988,979)
BGH, Entscheidung vom 10.02.1988 - IVa ZR 249/86 (https://dejure.org/1988,979)
BGH, Entscheidung vom 10. Februar 1988 - IVa ZR 249/86 (https://dejure.org/1988,979)
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Pflicht zur Herausgabe von Ausgleichsleistungen nach dem Lastenausgleichsgesetz als Surrogat für einen in der DDR enteigneten Hof, auf dessen Übereignung ein schuldrechtlicher Anspruch bestand - Anrechnung und Umstellung einer geschuldeten Gegenleistung - ...
BGB § 281, § 323 Abs. 2
NJW-RR 1988, 902
MDR 1988, 652
FamRZ 1988, 612
Danach hätte die Klägerin, die das Fahrzeug infolge der Beschädigung entgegen ihrer vertraglichen Verpflichtung nicht mehr unversehrt zurückgeben kann, der Beklagten die wegen der Beschädigung erlangte Versicherungsleistung - und zwar in voller Höhe (BGH, Urteil vom 10. Februar 1988 - IVa ZR 249/86, WM 1988, 791, unter 2, zu § 281 BGB aF;… Emmerich, aaO, Rdnr. 31; jeweils m.w.N.) - herauszugeben.
Ebenso wie der ursprüngliche Anspruch auf Übereignung des Grundstücks (…vgl. BGH, Urt. v. 11. Februar 1958, VIII ZR 34/57, DB 1958, 307; Urt. v. 10. Februar 1988, IVa ZR 249/86, NJW-RR 1988, 902, 904;… MünchKomm-BGB/Emmerich, § 281 Rdn. 28;… Staudinger/Löwisch, § 281 Rdn. 42) unterlag auch der Anspruch auf Herausgabe des von dem Vater des Klägers erzielten Veräußerungserlöses der regelmäßigen Verjährungsfrist von dreißig Jahren (§ 195 BGB a. F.).
Die Vorschrift soll daher aus Erwägungen der Billigkeit und mit Rücksicht auf den vermuteten Parteiwillen eine unrichtig gewordene tatsächliche Verteilung der Vermögenswerte ausgleichen (RGZ 120, 297, 299 f.; 138, 45, 48;… Senat, Urt. v. 4. März 1955, V ZR 56/54, VersR 1955, 225, 226; BGH, Urt. v. 10. Februar 1988, IVa ZR 249/86, NJW-RR 1988, 902, 903;… Erman/Battes, BGB, 10. Aufl., § 281 Rdn. 1;… MünchKomm-BGB/Emmerich, § 281 Rdn. 2;… Soergel/Wiedemann, § 281 Rdn. 2).
Da § 281 BGB aber gerade eine unrichtig gewordene tatsächliche Verteilung der Vermögenswerte ausgleichen soll und es sich um einen vom Gesetzgeber aus Erwägungen der Billigkeit und mit Rücksicht auf den vermuteten Parteiwillen in das Gesetz aufgenommenen Anspruch handelt (BGH, Urt. v. 10. Februar 1988, IVa ZR 249/86, LM § 281 BGB Nr. 10), entspricht eine Anwendung der Bestimmung auf die Kreispachtverträge ihrem Sinn und Zweck.
Als selbständiger Anspruch ist der Beginn seiner Verjährung jedoch im Hinblick auf § 198 Satz 1 BGB a.F. (ebenso wie bei anderen Sekundäransprüchen auch) vom Beginn der Verjährung des Primäranspruchs unabhängig (st. Rspr., vgl. BGH, Urteil vom 10. Februar 1988 - IVa ZR 249/86 - NJW-RR 1988, 902 unter 4; BGHZ 142, 36, 44).
Der Beginn der Verjährung der Schadensersatzforderung steht in keiner Abhängigkeit von dem für den Erfüllungsanspruch maßgebenden Zeitpunkt, weshalb eine Anrechnung der für den Erfüllungsanspruch verstrichenen Verjährungsfrist auf die Verjährungsfrist für die Schadensersatzforderung nicht stattfindet (vgl. BGH Urteil vom 13. Juli 1959 - II ZR 45/58 = LM Nr. 3 zu § 198 BGB unter 4 a; BGH Urteil vom 10. Februar 1988 - IVa ZR 249/86 = BGHR BGB § 198 Satz 1 Surrogat 1; RGZ 128, 76, 79).
§ 281 BGB a.F. will Vermögenswerte, die im Laufe wirtschaftlicher Vorgänge Personen zugeflossen sind, welchen sie nach den maßgebenden Beziehungen zu anderen Personen nicht zukommen, denjenigen zuführen, denen sie gebühren (BGH, Urteil vom 10. Februar 1988 - IVa ZR 249/86 - FamRZ 1988, 612 unter 1 b und c).
Die Beklagte zu 1) hat aber als Erbin des Fritz R. in einem rechtlichen Zusammenhang mit der treuhänderischen Berechtigung ihres Rechtsvorgängers die Restitutionsansprüche nach dem Vermögensgesetz erhalten; diese stellen sich daher als ein Ersatz dar, den die Beklagte zu 1) im Sinne des § 281 Abs. 1 BGB infolge des Umstandes erlangt hat, welcher die ursprüngliche Leistung unmöglich machte (vgl. in diesem Zusammenhang die Überlegungen bei BGH, Urteil vom 10. Februar 1988 - IVa ZR 249/86 - NJW-RR 1988, 902 ff. zu einem Lastenausgleichsanspruch als Surrogat im Sinne des § 281 BGB; siehe hier auch BGH…, Urteil vom 23. Juni 1993 - IV ZR 205/92 - aaO.).

References: § 1587
 § 12
 § 1587
 § 12
 § 1587
 § 1587
 § 12
 § 1587
 BGH 
 § 26
 BGH 
 § 281
 § 323
 § 281
 § 281
 § 281
 § 281
 § 281
 § 281
 § 281
 § 281
 § 198
 BGH 
 § 198
 BGH 
 § 198

§ 281
 § 281
 § 281