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Timestamp: 2020-01-19 12:42:36+00:00

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BGH, 05.10.1954 - 2 StR 447/53 - dejure.org
https://dejure.org/1954,56
BGH, 05.10.1954 - 2 StR 447/53 (https://dejure.org/1954,56)
BGH, Entscheidung vom 05.10.1954 - 2 StR 447/53 (https://dejure.org/1954,56)
BGH, Entscheidung vom 05. Januar 1954 - 2 StR 447/53 (https://dejure.org/1954,56)
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StGB § 266; GmbHG § 83
BGHSt 6, 314
Die Pflicht des Arbeitgebers, für seine Arbeitnehmer vermögenswirksame Leistungen zu entrichten, ist lediglich eine dem Arbeitsverhältnis entspringende Nebenpflicht und bildet nicht den wesentlichen Inhalt des Vertragsverhältnisses (BGH, Urteil vom 5. Oktober 1954 - 2 StR 447/53, BGHSt 6, 314, 318 hinsichtlich der Verpflichtung des Arbeitgebers, einen Teil des Lohnes zum Kleben so genannter "Urlaubsmarken" zu verwenden; OLG Braunschweig, NJW 1976, 1903 f.).
Das Arbeitsverhältnis als solches begründet weder kraft Rechtsgeschäfts noch kraft eines tatsächlichen Treueverhältnisses für den Arbeitgeber die Pflicht, die Vermögensinteressen seiner Arbeitnehmer wahrzunehmen (BGHSt 6, 314, 317 f;… Gesetzentwurf der Bundesregierung zum 2. WiKG, aaO S. 27 m.w.N.).
Den Begriff Handeln im "Interesse" der Gesellschaft, den der Bundesgerichtshof zur Abgrenzung von Fällen des Diebstahls, der Unterschlagung und der Untreue verwendet hat (BGHSt 6, 314, 316), wird in späteren Entscheidungen im Sinne eines Handelns im wirtschaftlichen Interesse und als Gegensatz zum Merkmal "Nachteil" in § 266 StGB verstanden.
An dieser Rechtsansicht, die auch von anderen Strafsenaten des Bundesgerichtshofs geteilt wird (vgl. die Entscheidungen2 StR 447/53 vom 5. Oktober 1954 = BGHSt 6, 314, 315 [BGH 05.10.1954 - 2 StR 447/53] ;4 StR 492/54 vom 20. Januar 1955 = GmbH-Rundschau 1955, 61;5 StR 190/58 vom 10. Juni 1958 = GmbH-Rundschau 1958, 179) und die auch im Schrifttum durchweg Zustimmung gefunden hat (vgl. Klug in Hachenburg GmbH G Anm. zu § 83; Anm. 4 zu § 81 a;… Vogel GmbHG 2. Aufl., Anm, 2 zu § 81 a und Anm. zu § 83;… Scholz GmbHG 4. Aufl., Anm. Rand-Nr. 2 zu § 83) ist festzuhalten.
Eine Verurteilung wegen Bankrotts hat auch nach der Auffassung des 3. Strafsenats dann zu unterbleiben, wenn der Geschäftsführer nicht "in seiner Eigenschaft", sondern nur gelegentlich der Geschäftsführung eigennützig und außerhalb der Befugnisse tätig wird, die ihm eingeräumt sind (…vgl. Schmidt LM a.a.O.; st. Rspr. RGSt 42, 278, 280, 282; 60, 234, 236; 73, 117, 119; BGHSt 6, 314, 316).
Diese rechtliche Erschwerung kann, besonders wenn nicht bekannt ist, daß es sich um eine Tochtergesellschaft des Gemeinschuldners handelt, das Merkmal des Beiseiteschaffens nach der äußeren und, bei entsprechendem Vorsatz des Schuldners (vgl RGSt 62, 277, 278), auch nach der inneren Tatseite erfüllen (vgl RGSt 64, 138, 140; 66, 131; RG JW 1934, 1500 Nr. 18; BGH 1 StR 477/53 vom 8. Dezember 1953; 2 StR 447/53 vom 5. Oktober 1954).
Dagegen hat es das Landgericht unterlassen, sich in den Fällen der persönlichen Entnahmen (E IV 2, 3a, 4-6, 8-10) mit der Rechtsprechung des Reichsgerichts (RGSt 42, 278, 281 ff; 60, 234, 236; 73, 117, 119; anders zu Unrecht RGSt 73, 68) und des Bundesgerichtshofs (BGHSt 6, 314, 316 f) [BGH 05.10.1954 - 2 StR 447/53] zu § 83 GmbHG (bezw. § 244 KO) auseinanderzusetzen.
BGH, 15.03.1978 - 2 StR 538/77
Fehlende Entscheidung über einen Hilfsbeweisantrag - Betrug durch Vortäuschen der …
BGH, 05.10.1977 - 2 StR 236/77
Handeln in Eigenschaft als Geschäftsführer
BGH, 08.05.1956 - 2 StR 445/55
BGH, 18.12.1979 - 1 StR 452/79
Verbotsirrtum bei unzureichender Aufklärung durch einen Rechtsanwalt - …
BGH, 27.06.1961 - 1 StR 240/61
BGH, 12.03.1963 - 5 StR 575/62
BGH, 05.06.1956 - 1 StR 38/56

References: § 266
 § 83
 § 266
 § 83
 § 81
 § 81
 § 83
 § 83
 BGH 
 § 83
 § 244