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Timestamp: 2018-01-21 06:41:17+00:00

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18. Jahrgang, Nr. 6 vom 27. Mai 2008, S. 44
Studien- und Prüfungsordnung für den Bachelor-Studiengang Biologie (180 Leistungspunkte)
Gemäß §§ 13 Abs. 1 in Verbindung mit § 67 Abs. 3 Nr. 8 und 77 Abs. 2 Nr. 1 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (HSG LSA) vom 05.05.2004 (GVBl. LSA S. 256), zuletzt geändert durch Artikel 6 des Gesetzes vom 21.03.2006 (GVBl. LSA S. 102), in Verbindung mit den Allgemeinen Bestimmungen zu Studien- und Prüfungsordnungen für das Bachelor- und Masterstudium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (ABStPOBM) vom 08.06.2005 hat die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg folgende Studien- und Prü­fungsordnung für den Bachelor-Studiengang Biologie (180 Leistungspunkte) beschlossen.
§ 10 Anmeldung zum Modul und Voraussetzung für Modulleistungen 5
§ 12 Bachelor-Arbeit 6
§ 13 Bewertung von Modulen und Berechnung der Gesamtnote des Studiengangs 6
(1) Diese Studien- und Prüfungsordnung regelt in Verbindung mit den Allgemeinen Bestimmungen zu Studien- und Prüfungsordnungen für das Bachelor- und Master-Studium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Ziele, Inhalte und Aufbau des Bachelor-Studiengangs Biologie (180 Leistungspunkte) der Naturwissenschaftlichen Fakultät I (Biowissenschaften).
(2) Diese Studien- und Prüfungsordnung gilt für Studierende, die ab Wintersemester 2007/2008 das Studium im Bachelor-Studiengang Biologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg aufnehmen.
(1) Ziel des Studiengangs ist es, den Studierenden die theoretischen und methodischen Grundkenntnisse der Biologie auf der Basis einer breiten naturwissenschaftlichen Grundausbildung zu vermitteln. Es soll in systematisch- wissenschaftliches Arbeiten einführen und logisch-analytisches Denken schulen.
(2) Im Bachelor-Studiengang sollen die Absolventinnen und Absolventen befähigt werden, durch wissenschaftliche Arbeit und/oder entsprechendes Urteilsvermögen auf dem Gebiet der Biologie die ihnen gestellten Aufgaben in Industrie, Hochschule, Forschungsinstituten oder Verwaltung zu erfüllen.
(3) Mit dem Studiengang soll die internationale Durchlässigkeit zwischen verschiedenen nationalen universitären Ausbildungssystemen gefördert und damit die Attraktivität des Biologie-Studiums an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg erhöht werden.
(1) Qualifikation für den Bachelor-Studiengang Biologie ist das Zeugnis der Hochschulreife (allgemeine oder einschlägige fachgebundene Hochschulreife) oder ein durch Rechtsvorschrift der zuständigen staatlichen Stelle als gleichwertig anerkanntes Zeugnis.
(2) In den Bachelor-Studiengang Biologie können unter Anrechnung ihrer bis dahin erbrach­ten Studienleistungen alle Studierenden übertreten, die das Diplom-Studium der Biologie zum Wintersemester 2006/2007 begonnen haben.
(3) Das Bachelor-Studium Biologie verlangt aktive Kenntnisse der englischen Sprache. Die Kenntnisse sollten bei Studienbeginn vorhanden sein oder in den ersten zwei Semestern erworben werden.
(4) Nach Abzug der Quoten gemäß § 7 Abs. 1 Nr. 2 bis 5 der Hochschulvergabeverordnung des Landes Sachsen-Anhalt (HVVO) vom 24. Mai 2005 in der jeweils gültigen Fassung stehen bis 2 Prozent der Studienplätze als Vorabquote für die Zulassung von ausländischen Staatsangehörigen und staatenlosen Bewerberinnen und Bewerbern, die nicht Deutschen gleichgestellt sind, zur Verfügung.
(1) Der Aufbau des Studiengangs, Titel, Leistungspunkteumfang und Abfolge der Module, Teilnahmevoraussetzungen, Modulvorleistungen, Formen der Modulleistung/en bzw. Modulteilleistungen sowie der Anteil der einzelnen Modulnoten an der Gesamtnote ergeben sich aus der Anlage „Studiengangübersicht“ zu dieser Ordnung.
(2) Im 5. und 6. Semester werden Projektmodule (jeweils 15 LP) wahlobligatorisch angeboten, aus denen sich die Studierenden zwei inhaltlich unterschiedliche Module auswählen. Die fachspezifischen Schlüsselqualifikationen sind in diesen Wahlpflichtmodulen integriert.
(3) Folgende Module werden im Rahmen der Allgemeinen Schlüsselqualifikation empfohlen: Rhetorik, Argumentation und Präsentation, Wissenschaftliches Schreiben, Mündli­che und schriftliche Kommunikation in der Wissenschaft, Fachkurse in Englisch und Englisch für Naturwissenschaftler, Fachkurse in Informatik.
Das Kontaktstudium im Bachelor-Studiengang Biologie wird durch verschiedene Lehrveranstaltungsarten bestimmt. Wesentliche Unterrichtsformen sind:
c. Projektseminare: dienen der Vertiefung bestimmter Fachrichtungen als Vorbereitung auf die Bachelor-Arbeit. Im Mittelpunkt steht die theoretische und experimen­telle Bearbeitung eines komplexen biowissenschaftlichen Projekts unter Anleitung und im Team;
f. Praktika: Erwerb von Kenntnissen und methodischen Fertigkeiten mit verstärkt selbständiger Tätigkeit Einzelner oder kleiner Gruppen
· Laborpraktika: Planung, Durchführung, Auswertung und Dokumentation von Versuchen zu biologischen Fragestellungen. Erlernen zielgerichteter methodischer Vorgehensweise unter Einbeziehung wissenschaftlicher Spezialgeräte. In den Praktika werden die Studierenden in der sorgfältigen Anlage, Ausführung und Be­obachtung von eigenen Experimenten geschult und zu selbständiger wissen­schaftlicher Arbeit hingeführt;
g. Exkursionen;
h. Bachelor-Arbeit: Näheres dazu unter § 12;
i. Kolloquien: Vermittlung aktueller Forschungsergebnisse durch Vorträge und Diskussion unter Einbeziehung auswärtiger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.
a. Mündliche Prüfung: Sie dauert in der Regel 15 bis 30 Minuten;
b. Klausur: eine schriftliche Prüfung von in der Regel 60 bis 90 Minuten Dauer;
c. Testat: Kombination von theoretischer und praktischer Prüfung als Abschluss der Bestimmungsübungen von in der Regel 60 bis 90 Minuten Dauer;
d. Praktikumsprotokoll: eine Tätigkeits- und Ergebnisbeschreibung mit Auswertung zur Vorlage bei der Praktikumsleiterin bzw. beim Praktikumsleiter;
e. Wissenschaftlicher Vortrag (Referat): mit diesem werden entweder die Ergebnisse eines Praktikums oder der Inhalt wissenschaftlicher Literatur referiert. Der Vortrag dauert in der Regel 15 bis 30 Minuten;
f. Hausarbeit: eine schriftlich verfasste wissenschaftliche Arbeit;
g. Berichte über Geländepraktika;
h. Bachelor-Arbeit: Näheres dazu unter § 12.
(2) Nicht bestandene Versuche zur Erbringung von Modulleistungen und Modulteilleistungen können wiederholt werden. Für maximal drei Modulleistungen bzw. Modulteilleis­tungen ist eine zweite Wiederholung möglich. Gemäß § 14 Abs. 8 ABStPOBM wird in diesen Modulen die Möglichkeit eingeräumt, vor der zweiten Wiederholung der Modulleistung bzw. Teilleistung die entsprechenden Modulveranstaltungen nochmals zu be­suchen. Die Modulteilleistungen des Moduls Bachelor-Arbeit können gemäß § 20 Abs. 13 ABStPOBM bei Nicht-Bestehen nur einmal wiederholt werden.
(4) Sollten von Studierenden Modulleistungen erbracht werden, die über den Studienplan hinausgehen, so hat die Studierende bzw. der Studierende schriftlich gegenüber dem Prüfungsamt zu erklären, welche Noten in die Bildung der Gesamtnote des Studienpro­gramms eingehen sollen. Andernfalls erfolgt die Bewertung der Studienleistungen in der zeitlichen Reihenfolge ihrer Erbringung.
(1) Die Teilnahmevoraussetzungen für die Module ergeben sich aus der Studiengangüber­sicht und den Modulbeschreibungen des Studiengangs.
(2) Die genauen Termine und Wiederholungstermine für die Modulleistungen bzw. Modulteil­leistungen werden spätestens fünf Wochen vor Beginn durch Aushang beim zuständigen Prüfungsamt und über das elektronische Prüfungs- und Studienverwaltungssystem bekannt gegeben.
(3) Die Anmeldung zu den Modulen und zur Modulleistung erfolgen separat; sie können aber zeitgleich durchgeführt werden. Die Anmeldung erfolgt über das elektronische Prüfungs- und Studienverwaltungssystem oder im zuständigen Prüfungsamt. Die Anmeldemodalitäten werden in den konkreten Modulbeschreibungen, durch Aushang und/oder über das elektronische Prüfungs- und Studienverwaltungssystem bekannt gegeben. Die Zulassung zur Modulleistung kann von der Erfüllung von Modulvorleistungen abhängig gemacht werden. Nähere Einzel­heiten ergeben sich aus der Studiengangübersicht in Verbindung mit den Modulbeschreibungen.
Für den Studiengang wird von den Fachvertreterinnen und Fachvertreter des Instituts für Biologie ein Studien- und Prüfungsausschuss gewählt, der vom Fakultätsrat bestätigt wird. Der Studien- und Prüfungsausschuss besteht aus drei Professorinnen oder Professoren, einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin bzw. einem wissenschaftlichen Mitarbeiter und einer studentischen Vertreterin bzw. einem studentischen Vertreter.
(1) Die Bachelor-Arbeit ist eine selbständig angefertigte und verfasste wissenschaftliche Arbeit. Diese umfasst entweder die Planung, Durchführung, Auswertung, Dokumentation und kritische Diskussion wissenschaftlicher Experimente (praktische Arbeit) oder die Analyse, Auswertung, Dokumentation und kritische Diskussion eines aktuellen wissenschaftlichen Themenbereichs (theoretische Arbeit). Die Bachelor-Arbeit wird mit Unterstützung durch die Lehrenden durchgeführt.
(2) Die Bachelor-Arbeit ist im Bachelor-Studiengang obligatorisch; sie bildet zusammen mit einer mündlichen Leistung ein Modul im Umfang von 15 Leistungspunkten. Beide Teil­leistungen müssen mindestens mit der Note „ausreichend“ bestanden sein.
(3) Zur Bachelor-Arbeit zugelassen wird nur, wer mindestens 135 Leistungspunkte im Stu­diengang erfolgreich absolviert hat.
(4) Das Thema der Bachelor-Arbeit wird in der Regel zu Beginn des sechsten Semesters über den Studien- und Prüfungssausschuss ausgegeben und von einer durch den Studien- und Prüfungsausschuss bestellten Prüferin bzw. einem Prüfer betreut. Der Ausgabe- und Abgabetag der Bachelor-Arbeit wird aktenkundig gemacht.
(5) Die Bachelor-Arbeit, die nicht mehr als 50 Seiten umfassen soll, soll zeigen, dass die Kandidatin bzw. der Kandidat in der Lage ist, innerhalb der vorgegebenen Frist einen Befund zu erheben, darzustellen und auszuwerten.
(6) Die mündliche Leistung findet nach Bewertung der Bachelor-Arbeit in Form einer Verteidigung statt, bei der mindestens eine Professorin bzw. ein Professor und eine weitere promovierte Lehrende bzw. ein weiterer promovierter Lehrender anwesend sein muss. In der Verteidigung sollen die Studierenden zeigen, dass sie die Arbeitser­gebnisse aus der Bachelor-Arbeit darzustellen wissen sowie diese im Gespräch prob­lem- und anwendungsbezogen diskutieren und vertiefen können. Die mündliche Leis­tung darf einmal wiederholt werden.
(7) Bachelor-Arbeit und mündliche Leistung werden 3 zu 1 gewertet.
(8) Auf Antrag kann das Modul Bachelor-Arbeit in englischer Sprache abgelegt werden. Über den Antrag entscheidet der zuständige Studien- und Prüfungsausschuss.
(9) Die Studentin bzw. der Student fügt der Arbeit eine schriftliche Versicherung hinzu, dass sie bzw. er die Arbeit selbständig verfasst hat, sie in gleicher oder ähnlicher Fassung noch nicht in einem anderen Studiengang als Prüfungsleistung vorgelegt und keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt sowie Zitate kenntlich gemacht hat.
Diese Ordnung wurde vom Fakultätsrat der Naturwissenschaftlichen Fakultät I (Biowis­senschaften) am 16.05.2007 beschlossen; der Akademische Senat hat hierzu Stellung genommen am 16.01.2008.
Kontakstudium (Veranstaltungs-dauer in SWS)
Allgemeine Botanik und Pflanzenphysiologie
Physiologie und Entwicklungsbiologie der Tiere und des Menschen
Spezialisierungsmodule (Pflicht, Wahlpflicht: zwei zur Auswahl)
Projektmodul Mikrobiologie (FSQ)
Projektmodul Tierphysiologie (FSQ)
Projektmodul Molekulare Pflanzenphysiologie (FSQ)
5., 6. Semester
Projektmodul Entwicklungsbiologie der Tiere und des Menschen (FSQ)
Projektmodul Freilandökologie (FSQ)
Projektmodul Molekulare Genetik (FSQ)
Projektmodul Molekulare Ökologie (FSQ)
Projektmodul Systematische Botanik/Molekulare Phylogenetik (FSQ)

References: § 67

§ 10

§ 12

§ 13
 § 7
 § 12
 § 12
 § 14
 § 20