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Bufdi und ALG II was ist nun korrekt? - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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11.06.2014, 19:14 #1
Grauzone->Emailproblem
ich seh grad überhaupt nicht durch und so wende ich mich mal wieder an euch.
Also ich lebe in einer BG mit meiner Freundin. Sie bekommt zur Zeit Bafög in Höhe von knapp 500 Eur. Sollte daher nicht relevant sein, ich schreibs nur dazu.
Ich hab im April einen Budi angefangen (bin Ü27) und bekomme auch noch ALG II.
Bufdi: 310 Eur
- Taschengeld: 160 EUR
- Verpflegungskostenzuschuss: 50 EUR
- Geldersatzleistung: 100 EUR
Berechnungsbogen des JC:
Brutto: 310 EUR
Netto: 310 EUR
zu berücksichtigendes laufendes Einkommen: 210 EUR
Absetzungen unabhängig von der Einkommensart*): Pauschale 230 EUR
Zwischensumme nach weiteren Absetzungen: 210 EUR
abzüglich Freibetrag auf das ERwerbseinkommen 42,00 EUR
zu berücksich. Erwerseink.: 168 EUR
zu ber. Gesamteinkommen: 168 EUR
Mittlerweile hab ich rausgefunden das die 42 EUR 20% Freibetrag von den 210 EUR ist, das ist mir nun klar.
Klar ist mir nicht, das sie 230 EUR als Pauschale zum absetzen angeben, so stehts auch nochmal explizit im Begleitschreiben zum Berechnungsbogen (200 EUR Tachengeld und 30 EUR Versicherungspauschale). In der Berechnung wird dies aber GARNICHT berücksichtigt wie ich oben aufführe. Es steht zwar da, aber abgezogen wird es nicht. Stattdessen werden 100 EUR Werbungskosten und Absetzungen abgezogen (nehme ich mal an das das die 100 EUR sind) und dieser Freibetrag von 42 EUR.
Laut Gesetz sind 200 Eur frei, so stehts ja auch im schreiben, aber warum wird das nicht angerechnet? Hat das was mit dem Taschengeld zu tun? Das sind ja nur 160 Euro statt 200 Eur. Und soweit ich gelesen hab wird nur das tatsächliche Taschengeld berücksichtigt (was ich gelesen hab ist aber von Anfang 2013, evtl hat sich das ja geändert?). Aber selbst wenn es so wäre stimmt die Berechnung nicht und sowohl im Berechnungsbogen als auch im Begleitschreiben werden nicht 160 EUR sondern 200 EUR explizit erwähnt.
Ich bin verwirrt. Bitte helft mir den Knoten zu lösen.
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12.06.2014, 04:27 #2
AW: Bufdi und ALG II was ist nun korrekt?
wenn du für ein minilohn zu einem verleiher gezwungen wirst, dann wird gerechnet bis nur noch peanuts übrig bleiben, weil du da hin musst!
weil man angst hat dass sich überhaupt kein mensch für diesen bufdi interessiert, weil der ja freiwillig ist hat man den durch die taschengeld regelung von 200,00 euro, anspruch auf alg I, etc. etwas attraktiv gemacht.
so ist das wenn politisch was geregelt wird. wenn man keine wahl hat, dann gibt es den letzten dreck. werden freiwillige gesucht, dann wird in den allerwertesten rein gekrochen, da spielt dann geld nicht mehr die ganz große rolle!!
12.06.2014, 07:11 #3
Das Alg1 hinterher ist so wenig, das man noch mit Alg2 aufstocken muß. Das heißt viel Rennerei auf 2 Ämter.
12.06.2014, 08:04 #4
Ja, das ist falsch, da die Einnahme aus dem B'freiwilligendienst eindeutig nicht wie Erwerbseinkommen behandelt/berechnet wird.
Ob aber nun die "freien" 200 € auf die Gesamteinnahme oder auf das "Taschengeld" zu gewähren sind (hier bei Dir 160 €), kann ich Dir leider nicht sagen. In § 1 Abs. 7 der ALG II-Verordnung ist auf jeden Fall vom "Taschengeld" die Rede.
Du solltest Widerspruch einreichen - ich würde einfach nur auf die ALG II-Verordnung verweisen und nicht zu viel zur Berechnung dazuschreiben, denn 230 € (200 € nach § 1 ALG II-VO plus 30 € Vers.pauschale) wurden in Deinem Berechnungsbogen ja zuerst noch als Absetzung eingetragen, aber im Endeffekt nicht berücksichtigt.
Du könntest aber auch erst mal versuchen, die Sache "so" mit dem JC zu kären, also ohne Widerspruch, denn das dauert ja von der Bearbeitungszeit meist länger bis unendlich lange ... Mache ich jedenfalls immer so bei solchen offensichtlichen Fehlern (persönlich oder per "einfachem" Schreiben, in dem ich auf eine Antwort innerhalb der Widerspruchsfrist poche, damit sie wissen, dass ich beabsichtige, noch einen einzureichen, wenn ... was sie ja vermeiden sollen ... und das hätte nicht sein müssen bei solch einem Peanuts) und schieb' dann bei "Uneinsichtigkeit" einen Widerspruch hinterher.
12.06.2014, 10:36 #5
Die 200 Euro beziehen sich auf das Taschengeld:
"Von der Anrechnung ausgenommen ist sowohl beim BFD als auch bei FSJ/FÖJ in der Regel ein Taschengeldfreibetrag in Höhe von 200 Euro (§ 1 Abs. 7 Arbeitslosengeld II/Sozialgeld-Verordnung)."
also in Widerspruch bin ich schon gegangen. Es gab zwei Briefe. Der eine der neue Berechnungsbogen und der andere ein Anhörungsbogen da ich für zwei Monate zu viel ALG II bekommen hab (wegen Bufdi halt). Leider war ich nicht dort sondern hab nur kurz den Bogen ausgefüllt da es ja eigentlich offensichtlich ist das es falsch ist. Dazu kam halt gestern die Antwort das die zu berücksichtigenden 230 EUR berücksichtigt wurden. Tun sie ja aber nicht.
Ich hatte dort angerufen und um Rückruf von der Bearbeiterin gebeten, was aber nicht erfolgt ist. Daraufhin hab ich ne Weile später auch Widerspruch gegen den Berechnungsbogen eingereicht. Das hab ich geschrieben:
leider ist von Ihnen, wie von mir gewünscht, kein Rückruf erfolgt. Somit lege ich hiermit Widerspruch gegen Ihren Änderungsbescheid über Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes vom ... ein.
Wie schon in der Stellungnahme zur Anhörung ausgeführt, ist die Berechnung der Absetzungen m. M. n. nicht korrekt. Im Berechnungsbogen werden die 230 Eur Pauschale (200 Eur Taschengeld § 1 Abs. 7 Arbeitslosengeld II/Sozialgeld-Verordnung und 30 Eur Werbungs-kosten) zwar aufgeführt, diese werden aber nicht vom Einkommen abgezogen.
Ich bitte Sie daher, diesen Sachverhalt zu prüfen.
Also in dem Paragraphen steht nichts von der tatsächlichen Höhe sondern wenn es 140 EUR übersteigt, was es tut, sind nochmal 60 EUR nicht anrechenbar. Somit sollten die 200 EUR auch in meinem Fall stimmen.
Vielleicht sollte ich nochmal anrufen und nun nen Termin machen um das vielleicht mit ihr selber zu klären. Auch wenn ich das nicht will, ist ja zeit und nervenverschwendung bei sowas offensichtlichem.
Danke euch beiden biddy und HansHubert.
12.06.2014, 13:32 #7
Ich würde einen Termin bei einer ELO-Beratungstelle vor Ort machen und gemeinsam mit denen an einer Lösung arbeiten. Die gehen (falls nötig) auch zu Behördenterminen mit.
12.06.2014, 18:41 #8
Die Seite hab ich mir mal gespeichert und die Adresse auch, danke dir. Aber ob das wirklich nötig ist? Bisher konnte ich auch bei komplizierten Zeug alles selber klären. Und hier ist der Fall doch recht eindeutig. Ich behalts im Hinterkopf, aber ich glaub da gibs krassere Fälle die dringender Hilfe brauchen als ich.
12.06.2014, 19:04 #9
mit dem taschengeld läuft das so wie bei den 1,00 euro-jobs! das ALG II bleibt dabei unberührt, es gibt keine aufhebung der bewilligung und auch keine neuberechnung wenn 200,00 euro nicht überschritten wird.
es ist aber allgemein bekannt dass der bufdi in den jobcentern wie ein rotes tuch für die ist. oft zwingen die die hilfsbedürftigen via egv sich umgehend eine arbeit zu suchen, damit der bufdi gekündigt werden kann.
ach so, da hängen 2 bundesministerien drin. arbeit und soziales und familie und öffentlichkeitsrecht oder so, beide wissen von dem treiben, lassen die betroffenen aber im dreck sitzen, weil sie sich nicht einig werden wollen, wie in so vielen angelegenheiten, die über gerichte geklärt werden müssen. ist ja allgemein bekannt!
12.06.2014, 19:59 #10
Zitat von Grauzone
Also in dem Paragraphen steht nichts von der tatsächlichen Höhe sondern wenn es 140 EUR übersteigt, was es tut, sind nochmal 60 EUR nicht anrechenbar. Somit sollten die 200 EUR auch in meinem Fall stimmen
Mit "Übersteigt die Summe der Beträge nach § 11b Absatz 1 Satz 1 Nummer 3 bis 5 des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch den Betrag von 140 Euro, gilt Satz 1 nicht. 3In diesem Fall ist vom Taschengeld zusätzlich ein Betrag von 60 Euro monatlich nicht als Einkommen zu berücksichtigen" (siehe § 1 Abs. 7 ALG II-VO) ist gemeint, dass, wenn Deine Aufwendungen nach § 11b Abs. 1 S 1 Nr. 3-5 SGB II, also u. a. Versicherungspauschale 30 €, ggf. Kfz-Haftpflicht, Riesterrentenbeitrag und Fahrtkosten (20 Cent je Entfernungskilometer, also einfache Strecke mal Arbeitstage) die 140 € überschreiten, z.B. bei insgesamt 150 € liegen, dass dann 60 € hinzugerechnet werden müssen, so dass dann letztendlich 210 € nicht anrechenbar sind.
Der Satz bedeutet nicht, dass, weil Du 160 € Taschengeld bekommst, dann 60 € hinzuzurechnen sind, sondern es geht in diesem Satz um Deine Aufwendungen zur Erzielung des Einkommens.
Wenn man den Satz ganz genau nimmt und Deine Abrechnung dazu, dann müssten in Deinem Fall 160 € nicht anrechenbar sind (wenn Deine Aufwendungen also nicht höher sind als 160 €; die 30 € Vers.pauschale wäre schon mit drin), denn genau das ist die Höhe Deines Taschengeldes.
Verpflegungskostenzuschuss und Geldersatzleistungen würden voll angerechnet.
Das würde ich denen aber nicht auf die Nase binden, da sie schon "230 €" im Berechnungsbogen als Absetzbetrag angesetzt haben (müssen sie halt nur noch berücksichtigen und nicht einfach behaupten, sie hätten das getan) und Du kannst ja nix dafür, wenn sie Dir dann letztendlich nach Deinem Widerspruch vielleicht doch die 230 € Freibetrag gewähren und nicht die meiner Meinung nach richtigen 160 €.
Viele JC setzen nämlich den Gesamtbetrag, also Deine 310 € bestehend aus Taschengeld, Verpflegung und Geldersatzlstg., als Taschengeld an - auch wenn das m. E. falsch ist - und der HE hat dann 200 € frei.
12.06.2014, 20:26 #11
Ah ok, das hab ich dann tatsächlich falsch verstanden. Gut das ich gefragt hab. Danke für die Erklärung, das ist auch einleuchtend.
12.06.2014, 20:53 #12
also ich verstehe den ganzen vorgang überhaupt nicht, mit anrechenbar oder sonstiges!?
zu meiner zeit gab es 175,00 euro taschengeld für den bufdi, dazu hatte ich die unterlagen beim JC eingereicht, damit war die angelegenheit erledigt.
da wurde nichts berechnet oder als einkommen angesehen. das war nicht anrechenbares taschengeld, zuzüglich zum vollen ALG II und das wurde auch wie sonst ohne neuberechnung überwiesen.
dafür ist es doch taschengeld und kein verdienst oder einkommen, wie aufwandsentschädigung, mehr nicht!!
von dem taschengeld werden doch sozialbeiträge vom bufdi-boss gezahlt, was soll das denn jetzt beim jobcenter, die restsumme noch einmal aufzurechnen??
12.06.2014, 21:34 #13
@hass4, Du hattest 175 € Taschengeld. 175 € Taschengeld waren ja auch vor 2013 nicht anrechenbar. Jetzt sind's 200 €
@Grauzone erhält 160 € Taschengeld, dazu aber noch einen Zuschuss zu den Verpfl.kosten und Geldersatzleistungen (beides anrechenbar) und erhält insg. 310 € - das ist aber eben kein reines "Taschengeld":
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