Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=SozR%203-2500%20%C2%A7%2095%20Nr%2026
Timestamp: 2019-12-12 06:05:58+00:00

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BSG, 08.11.2000 - B 6 KA 55/00 R - dejure.org
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BSG, 08.11.2000 - B 6 KA 55/00 R (https://dejure.org/2000,610)
BSG, Entscheidung vom 08.11.2000 - B 6 KA 55/00 R (https://dejure.org/2000,610)
BSG, Entscheidung vom 08. November 2000 - B 6 KA 55/00 R (https://dejure.org/2000,610)
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Vertragspsychotherapeutische Versorgung - Zulassung - Approbation - Psychologische Psychotherapeutin - Zulassungsbeschränkung - Krankenkasse
BSGE 87, 184
NJW 2001, 3430 (Ls.)
Insbesondere ist vor dem Hintergrund der gesetzgeberischen Entscheidung zu beachten, dass sich Rechtsstellung und Befugnisse von Psychologischen Psychotherapeuten nunmehr von derjenigen zugelassener ärztlicher Psychotherapeuten, die ähnliche Diagnose- und Therapiemethoden zur Behandlung von Krankheiten anwenden, wegen des verfassungsrechtlichen Gleichbehandlungsgebots gemäß Art. 3 Abs. 1 GG nicht maßgeblich unterscheiden dürfen (vgl insoweit schon BSGE 87, 184, 189 ff = SozR 3-2500 § 95 Nr. 26 S 139 ff ).
Durch die Zulassung Jüngerer soll auch gewährleistet bleiben, dass deren neuere medizinische Erkenntnisse in das System der vertragsärztlichen Versorgung eingebracht werden und einer Überalterung der Ärzteschaft in bestimmten Bereichen entgegengewirkt wird (…vgl dazu BT-Drucks 12/3608 S 93 und zB BSGE 83, 135, 143 = SozR 3-2500 § 95 Nr. 18 S 71 f; BSGE 87, 184, 187 = SozR 3-2500 § 95 Nr. 26 S 136 f;… SozR 3-2500 § 95 Nr. 32 S 157).
Mit Schreiben vom 27. Dezember 2000 wies der Zulassungsausschuss die Klägerin darauf hin, dass unter Berücksichtigung der Rechtsprechung des BSG (Urteil vom 8. November 2000 -B 6 KA 55/00 R -) die Zeiten, in denen ein Psychologischer Psychotherapeut im Wege des Delegations- oder Kostenerstattungsverfahrens an der ambulanten Versorgung bereits mitgewirkt habe, im Sinne von § 95 Abs. 7 Satz 3 Nr. 3 SGB V anzurechnen seien.
Nach dem nunmehr ergangenen Urteil des BSG vom 8. November 2000 (B 6 KA 55/00 R) seien jedoch die Zeiten, in denen der Vertragspsychotherapeut im Wege des Delegations- bzw. Kostenerstattungsverfahrens an der ambulanten Versorgung bereits mitgewirkt habe, im Sinne von § 95 Abs. 7 Satz 3 Nr. 1 SGB V anzurechnen.
Insoweit führt die Anwendung der Norm auf Psychotherapeuten zu vergleichbaren Rechtsfolgen wie bei den Vertragsärzten (BSG in SozR 3-2500 § 95 Nr. 26).
Diese ist mit dem Regelungsgehalt des § 95 Abs. 7 Satz 3 i.V.m. § 72 Abs. 1 Satz 2 SGB V sowie dem in dieser Bestimmung zum Ausdruck gekommenen Sinn und Zweck der Vorschrift unvereinbar (so BSG in SozR 3-2500 § 95 Nr. 26).
Damit werden die Psychotherapeuten den Ärzten gleichgestellt, die bei Einführung der 68-Jahres-Regelung durch das Gesundheitsstrukturgesetz am 1. Januar 1993 bereits als Vertragsarzt zugelassen waren und damals - ebenso wie die Psychotherapeuten heute - darauf vertrauen durften, ohne gesetzliche Begrenzung auch im Alter noch behandeln zu dürfen." (BSG in SozR 3-2500 § 95 Nr. 26).
Diese Regelungen sind verfassungsgemäß (…zur Verfassungsmäßigkeit der 68-Jahres-Altersgrenze s BVerfG-Kammer-Beschluß vom 31. März 1998, SozR 3-2500 § 95 Nr. 17 S 58 ff = NJW 1998, 1776, 1776 f; BVerfG-Kammer-Beschluß vom 18. Mai 2001 - 1 BvR 522/01 - vgl auch BVerfGE 103, 172, 190;… s die std Rspr des BSG, zB BSGE 83, 135, 140 ff = SozR 3-2500 § 95 Nr. 18 S 68 ff; BSGE 87, 184, 192 = SozR 3-2500 § 95 Nr. 26 S 142).
Durch das vermehrte Ausscheiden älterer Ärzte bei Erreichen der Altersgrenze soll jüngeren Ärzten die Chance auf eine existenzsichernde berufliche Betätigung im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung gegeben werden, und im Bereich der niedergelassenen Ärzte soll durch den Generationswechsel eine medizinische Versorgung nach dem Stand der aktuellen medizinischen Erkenntnisse gewährleistet werden (…vgl Begründung zum Entwurf des GSG, BT-Drucks 12/3608 S 93 und BSGE 83, 135, 141, 143 f = SozR 3-2500 § 95 Nr. 18 S 69, 71 f; BSGE 87, 184, 187 = SozR 3-2500 § 95 Nr. 26 S 136 f).
Danach sind bei Psychologischen Psychotherapeuten die vor dem 1. Januar 1999 im Delegationsverfahren zurückgelegten Zeiten der psychotherapeutischen Behandlung von Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung bei der Berechnung des 20-Jahres-Zeitraums gemäß § 95 Abs. 7 Satz 3 Nr. 1 SGB V zu berücksichtigen, obwohl während dieses Zeitraums rechtlich der Status der Psychologischen Psychotherapeuten dem Status der zugelassenen Leistungserbringer nur angenähert war (BSGE 87, 184 = SozR 3-2500 § 95 Nr. 26).
Denn nach ständiger Rechtsprechung des BSG ergibt sich die Klagebefugnis der K(Z)Ven aus dem diesen Körperschaften zugewiesenen Sicherstellungsauftrag nach § 75 Abs. 1 SGB V (…BSG SozR 3-5520 § 44 Nr. 1; SozR 3-2500 § 95 Nr. 26).
Die Anforderungen des Grundsatzes des Vertrauensschutzes sind mithin eingehalten (…zu Übergangsregelungen und -fristen vgl - jeweils mit BVerfG-Angaben - zB BSG SozR 3-2500 § 72 Nr. 11 S 32 ff; BSGE 87, 184, 192 ff = SozR 3-2500 § 95 Nr. 26 S 142 ff; vgl auch BSG MedR 2003, 359, 363 = USK 2002-95 S 576 ff).
Entsprechendes gilt gemäß § 95 Abs. 7 Satz 5 SGB V idF des GMG für Psychologische Psychotherapeuten (BSGE 87, 184 = SozR 3-2500 § 95 Nr. 26) und ärztliche Psychotherapeuten (…BSG SozR 3-2500 § 95 Nr. 32).
Gemäß § 72 Abs. 1 Satz 2 SGB V werde aber allgemein geregelt, dass die Vorschriften über die Vertragsärzte entsprechend für die Psychotherapeuten zu gelten hätten (Bezugnahme auf Urteil des BSG vom 8. November 2000 - B 6 KA 55/00 R -).
Die Ausführungen in diesen Entscheidungen seien grundsätzlich auch auf Psychotherapeuten übertragbar (Hinweis auf BSG, Urteil vom 8. November 2000 - B 6 KA 55/00 R -).
a) das Urteil des Bundessozialgerichts vom 8. November 2000 - B 6 KA 55/00 R -,.

References: Art. 3
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 § 72
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