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⭐Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates Extrait du procès-verbal du Conseil-exécutif REGLEMENT ÜBER DAS ARBEITSZEITMODELL ARBEITSZEIT NACH MASS
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1 Kanton Bern Canton de Berne Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates Extrait du procès-verbal du Conseil-exécutif 13. Dezember 1995 REGLEMENT ÜBER DAS ARBEITSZEITMODELL ARBEITSZEIT NACH MASS 1. Das Reglement über das Arbeitszeitmodel Arbeitszeit nach Mass wird genehmigt. 2. Dieses Reglement tritt am 1. Januar 1996 in Kraft. 3. Die Direktionen, die Staatskanzlei sowie die ermächtigten Verwaltungseinheiten entscheiden über den Zeitpunkt der Einführung der Arbeitszeit nach Mass. 4. Das Arbeitszeitmodell kann auf jeden Monatsanfang eingeführt werden. Das Personalamt ist von der Einführung in Kenntnis zu setzten. An die Direktionen und die Staatskanzlei Für getreuen Protokollauszug Der Staatsschreiber:2 Reglement über das Arbeitszeitmodell Arbeitszeit nach Mass 1 Rechtliche Grundlagen Gestützt auf Artikel 27 der Personalverordnung vom 12. Mai 1993 sowie auf den RRB 2504 vom 20. September 1995 "Alternative Arbeitszeitmodelle für das Personal der bernischen Kantonsverwaltung" erlässt der Regierungsrat dieses Reglement über das Arbeitszeitmodell "Arbeitszeit nach Mass". 2 Grundsätze 2.1 Die "Arbeitszeit nach Mass" geht davon aus, dass die Arbeitsbelastung periodischen Schwankungen unterliegt. Das Modell sieht im Sinne einer Angleichung der Arbeitszeiten an die Arbeitsbelastung vor, zeitintensive Arbeitsperioden über längere Zeiträume hinweg auszugleichen. 2.2 Die Anwendung der "Arbeitszeit nach Mass" hat im Einklang mit einer zeitgemässen Führung durch Zielsetzungen zu erfolgen. Die Präsenzzeit und ihre Kontrolle sowie die Fiktion einer gleichmässigen Verteilung der Arbeit über das ganze Jahr treten in den Hintergrund. Sie sollen durch eine Organisation der Arbeit abgelöst werden, die gemeinsam von den Vorgesetzten und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern getragen wird, und die vermehrt eigenverantwortliches Handeln verlangt. 2.3 Die "Arbeitszeit nach Mass" ermöglicht auch eine Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, soweit sich diese mit einer zeitgerechten Aufgabenerfüllung vereinbaren lassen. 3 Rahmenbedingungen 3.1 Dienstliche Bedürfnisse Massgebend für die Anwendung der "Arbeitszeit nach Mass" sind die dienstlichen Bedürfnisse und Möglichkeiten, die Priorität gegenüber individuellen Wünschen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben. Damit jedoch möglichst viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von diesen Regelungen Gebrauch machen können, müssen die nötigen organisatorischen Vorkehrungen getroffen werden Ein absoluter Anspruch auf eine uneingeschränkte Anwendung der nachfolgenden Arbeitszeitbestimmungen besteht nicht. P:\Temporäre Daten von WS-PA05\temp5\RRB-3455 ALAMO-dt.doc3 3.2 Sicherstellung der Aufgabenerfüllung Die Anwendung der "Arbeitszeit nach Mass" darf keinen Leistungsabbau zur Folge haben. Die Aufgabenerfüllung muss weiterhin sichergestellt bleiben Die zur Verfügung stehende Gesamtarbeitskapazität muss flexibler und damit zielgerichteter eingesetzt werden Es wird angestrebt, die Qualität der Dienstleistungen nicht nur zu halten, sondern zu erhöhen. 3.3 Auswirkungen auf die Kosten Die Einführung der "Arbeitszeit nach Mass" darf keine zusätzlichen Personalkosten verursachen Die Einführung der "Arbeitszeit nach Mass" darf nicht zwangsläufig zur Ausdehnung der Bereitschaftszeiten der allgemeinen Dienste wie z. B. Informatik, Hausdienst etc. führen. 3.4 Entscheidungskompetenzen Die Bestimmungen dieses Reglements gelten als Rahmen für die Organisationseinheiten der kantonalen Verwaltung Die Entscheidungskompetenz für die Einführung, die detaillierte Gestaltung, die Anwendung und die Anpassung der "Arbeitszeit nach Mass" liegt bei den Direktionen, der Staatskanzlei sowie bei den von ihnen ermächtigten Verwaltungseinheiten. 3.5 Zusammenhang mit anderen Arbeitszeitmodellen Andere Arbeitszeitmodelle wie GLAZ, individuelle oder feste Arbeitszeiten gelten weiterhin für jene Dienststellen resp. Aufgaben, wo dienstliche Verhältnisse diese Arbeitszeitformen erfordern oder die "Arbeitszeit nach Mass" vorläufig nicht eingeführt wird. 3.6 Arbeitsmedizinische Erkenntnisse Vorgesetzte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben bei der Anwendung der "Arbeitszeit nach Mass" darauf zu achten, dass keine gesundheitlichen Schäden entstehen. 4 Geltungsbereich 4.1 Organisationseinheiten Die Direktionen und die Staatskanzlei sowie die ermächtigten Verwaltungseinheiten entscheiden über die Einführung der "Arbeitszeit nach Mass" bei den für diese Arbeitszeitform geeigneten Dienststellen.4 4.2 Personal Die "Arbeitszeit nach Mass" gilt für voll- und teilzeitbeschäftigte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Für Teilzeitbeschäftigte gelten die festgelegten Eckwerte unverändert. 4.3 Betriebliche Einschränkungen Die Öffnungszeiten der Schalter und der Telefondienste sind aufgrund der Bedürfnisse der Benützer und Benützerinnen (Bürger und Bürgerinnen, interne Verwaltung, andere Verwaltungen usw.) zu gestalten Betriebliche Bedürfnisse wie interne Postverteilung, Spedition, Kurier- und Hausdienst, Sicherstellung der Auskunftsbereitschaft sind zu gewährleisten Die Vorgesetzten tragen die Verantwortung für eine reibungslose Anwendung der "Arbeitszeit nach Mass" und für die Sicherstellung der Aufgabenerfüllung. Sie sorgen in Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, dass die verfügbaren personellen Kapazitäten laufend mit den dienstlichen Erfordernissen in Einklang gebracht werden. 5 Dauer und Verteilung der Arbeitszeit 5.1 Soll-Arbeitszeit Bei einer Vollzeitbeschäftigung beträgt die durchschnittliche Arbeitszeit pro Tag 8 Stunden 24 Minuten bzw. pro Halbtag 4 Stunden 12 Minuten. Aus der Multiplikation der Arbeitstage je Monat mit der durchschnittlichen Arbeitszeit pro Tag ergibt sich die monatliche Soll-Arbeitszeit. 5.2 Blockzeiten Als obligatorische Präsenzzeiten gelten folgende Blockzeiten: 9.00 Uhr Uhr und Uhr Uhr An Tagen mit reduzierter Arbeitszeit sowie am Tag vor Karfreitag und Auffahrt endet die Blockzeit eine Stunde früher In begründeten Fällen können die Direktionen, die Staatskanzlei sowie die ermächtigten Verwaltungseinheiten die Blockzeiten für einzelne Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, für Gruppen oder ganze Organisationseinheiten vorübergehend oder dauernd ändern. 5.3 Variable Randzeiten Innerhalb der folgenden Grenzen können Arbeitsbeginn, Mittagspause und Arbeitsende unter Berücksichtigung der betrieblichen Bedürfnisse individuell festgelegt werden: a) Arbeitsbeginn: 6.00 Uhr Uhr b) Mittagspause: Uhr Uhr; die Mittagspause muss mindestens 30 Minuten dauern. c) Arbeitsende: Uhr Uhr5 5.3.2 Die Direktionen und die Staatskanzlei sowie die ermächtigten Verwaltungseinheiten können die Grenzen der täglichen Arbeitszeit aus betrieblichen Gründen einschränken Erforderliche Arbeitsleistungen vor 6.00 Uhr oder nach Uhr gelten als Überzeit, sofern sie von der vorgesetzten Stelle angeordnet oder bewilligt sind. 5.4 Höchstarbeitszeit pro Tag Die pro Tag anrechenbare Arbeitszeit beträgt höchstens 12 Stunden. Darüber hinaus geleistete Arbeitszeit gilt als Überzeit, sofern sie von der vorgesetzten Stelle angeordnet oder bewilligt wird In Berücksichtigung arbeitsmedizinischer Erkenntnisse ist anzustreben, dass die tägliche Arbeitszeit nur ausnahmsweise und kurzfristig 10 Stunden übersteigt. 6 Arbeitszeitübertragung und -ausgleich 6.1 Saldoübertrag Die über die monatliche Soll-Arbeitszeit hinaus geleistete Arbeitszeit kann bis zu höchstens 20 Stunden pro Monat auf ein Zeitkonto übertragen werden Der kumulierte Übertrag darf höchstens 60 Stunden betragen Der plus 60 Stunden übersteigende Teil des Zeitsaldos verfällt, sofern es sich nicht um angeordnete oder bewilligte Überzeit handelt Ein negativer Saldo darf höchstens 60 Stunden betragen Ein negativer Saldo muss nicht im folgenden Monat ausgeglichen werden Die festgelegten Grenzwerte (20 resp. 60 Stunden) können bei Bedarf von den Direktionen, der Staatskanzlei sowie den ermächtigten Verwaltungseinheiten ausgedehnt oder eingeschränkt werden. 6.2 Arbeitszeitausgleich Im Einvernehmen mit der vorgesetzten Stelle erfolgt der Arbeitszeitausgleich innerhalb der Randzeiten oder in der Form von ganzen oder halben Tagen. Pro Monat können bis zu fünf Tage einzeln oder zusammen bezogen werden. Pro Kalenderjahr ist ein Bezug von höchstens 20 Kompensationstagen möglich Der Arbeitszeitausgleich ist auch in der Form eines Vorbezugs möglich. Die entsprechende Arbeitszeit muss in diesem Fall erst in einem späteren Zeitpunkt erbracht werden Die festgelegten Grenzwerte (20 resp. 5 Tage) können im Bedarfsfall von den Direktionen und der Staatskanzlei sowie den ermächtigten Verwaltungseinheiten ausgedehnt oder eingeschränkt werden.6 6.3 Überzeit Arbeitsstunden, die als bewilligte oder angeordnete Überzeit geleistet werden, werden gesondert erfasst, kompensiert oder entschädigt. 6.4 Dienstaustritt Ein positiver oder negativer Saldo ist bis zum Dienstaustritt auszugleichen. Ein positiver Saldo kann finanziell abgegolten werden, wenn aus dienstlichen Gründen, wegen Krankheit oder Unfall bis zum Austritt ein Bezug nicht möglicht war. Besteht beim Austritt ein negativer Saldo, wird das letzte Gehalt gekürzt bzw. das zu viel ausgerichtete Gehalt zurückgefordert. 7 Abwesenheiten für persönliche Verrichtungen 7.1 Persönliche Verrichtungen sind grundsätzlich ausserhalb der Arbeitszeit zu erledigen. 7.2 Unaufschiebbare persönliche Verrichtungen innerhalb der Blockzeit bedürfen einer Bewilligung der vorgesetzten Stelle und werden (unter Vorbehalt Ziff. 7.3) nicht als Arbeitszeit angerechnet. 7.3 Ärztliche Untersuchungen und Behandlungen, Zahnarztbesuche sowie Vorladungen bei Behörden können mit Bewilligung der vorgesetzten Stelle als Arbeitszeit angerechnet werden. 8 Zeiterfassung 8.1 Die Erfassung der Arbeitszeit erfolgt in der Regel mit technischen Mitteln (EDVunterstützte oder mechanische Zeiterfassungsgeräte). Wo aus organisatorischen oder wirtschaftlichen Gründen der Einsatz von technischen Mitteln nicht möglich oder sinnvoll ist, wird auch eine manuelle Zeiterfassung (Karten, Formulare, Arbeitszeitrapporte, etc.) zugelassen. 8.2 Die Direktionen und die Staatskanzlei sowie die ermächtigten Verwaltungseinheiten erlassen separate Weisungen für die Zeiterfassung und die Bedienung der entsprechenden Geräte. 8.3 Der Entscheid über die Erfassung von dienstlichen Abwesenheiten (z.b. externe Sitzungen, Besichtigungen, Dienstreisen usw.) liegt bei den jeweiligen Dienststellen. 8.4 Folgende Abwesenheiten gelten als Arbeitszeit: Ferien, bezahlter Urlaub und Kurzurlaub (z.b. Kurse), Krankheit, Unfall, Militärdienst, Zivilschutz. Für diese Abwesenheiten ist die Arbeitszeit jeweils aufgrund der täglichen Soll-Arbeitszeit gemäss Ziffer 5.1 zu erfassen. 8.5 Dienstreisen sind aufgrund der effektiv geleisteten Arbeitszeit zu erfassen. Die erforderliche Reisezeit gilt als Arbeitszeit.7 9 Inkrafttreten 9.1 Dieses Reglement tritt am 1. Januar 1996 in Kraft. 9.2 Die Direktionen, die Staatskanzlei sowie die ermächtigten Verwaltungseinheiten entscheiden über den Zeitpunkt der Einführung der Arbeitszeit nach Mass. 9.3 Das Arbeitszeitmodell kann auf jeden Monatsanfang eingeführt werden. Das Personalamt ist von der Einführung in Kenntnis zu setzen. Bern, 13. Dezember 1995 Im Namen des Regierungsrats: Der Präsident: Schaer Der Staatsschreiber: Nuspliger Ähnliche Dokumente
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 Art. 0
 Art. 6
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