Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%202012,%202659
Timestamp: 2020-03-30 01:33:53+00:00

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BGH, 06.06.2012 - VIII ZR 198/11 - dejure.org
https://dejure.org/2012,15164
BGH, 06.06.2012 - VIII ZR 198/11 (https://dejure.org/2012,15164)
BGH, Entscheidung vom 06.06.2012 - VIII ZR 198/11 (https://dejure.org/2012,15164)
BGH, Entscheidung vom 06. Juni 2012 - VIII ZR 198/11 (https://dejure.org/2012,15164)
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§ 256 Abs 1 ZPO, § 813 Abs 2 BGB
Feststellungsklage: Interesse des Schuldners an der Feststellung der mangelnden Fälligkeit der Forderung
Feststellungsinteresse eines Schuldners hinsichtlich der Fälligkeit einer Forderung
Zum Interesse des Schuldners einer Forderung an der Feststellung, dass er die Forderung mangels Fälligkeit derzeit nicht erfüllen muss
Verfahrensrecht - Leistung nicht fällig: Feststellungsklage möglich?
Feststellungsinteresse für Nichtschuld: Besteht es noch nach der nicht geschuldeten Zahlung? (IMR 2013, 1034)
LG Mainz, 21.08.2009 - 12 HKO 31/09
LG Mainz, 29.04.2010 - 12 HKO 31/09
OLG Koblenz, 19.05.2011 - U 710/10
NJW 2012, 2659
MDR 2012, 1055
WM 2013, 188
Demgegenüber verbleibt einem Schuldner, der trotz fehlender Fälligkeit bereits geleistet hat, unverändert ein Bereicherungsanspruch, wenn die vermeintlich erfüllte Verbindlichkeit - unabhängig von ihrer mangelnden Fälligkeit - materiell-rechtlich nicht bestand (vgl BGH Urteil vom 6.6.2012 - VIII ZR 198/11 - NJW 2012, 2659 RdNr 25 mwN) .
Denn der Schuldner, der eine nicht fällige Forderung erfüllt hat, kann gemäß § 813 Abs. 2 BGB keine hierauf gestützte Rückerstattung verlangen (Senatsurteile vom 6. Juni 2012 - VIII ZR 198/11, NJW 2012, 2659 Rn. 25;… vom 26. September 2012 - VIII ZR 279/11, NJW 2013, 1077 Rn. 24, VIII ZR 249/11, WM 2013, 1576 Rn. 31, und VIII ZR 240/11, juris Rn. 31).
Es fehlt - wie der Senat nach Erlass des Berufungsurteils entschieden hat - am Feststellungsinteresse, da der Schuldner, der eine nicht fällige Forderung erfüllt hat, gemäß § 813 Abs. 2 BGB keine hierauf gestützte Rückerstattung verlangen kann (Senatsurteil vom 6. Juni 2012 - VIII ZR 198/11, NJW 2012, 2659 Rn. 25).
Die vom Oberlandesgericht Koblenz mit seinem Urteil vom 19.05.2011 (U 710/KART, BeckRS 2012, 15054) zugelassene Revision hat keine Klärung herbeigeführt, da der Bundesgerichtshof in seinem Revisionsurteil vom 06.06.2012 (NJW 2012, 2659 ff) die Frage, ob eine eine Preiserhöhung enthaltende Rechnung insgesamt oder nur teilweise nicht fällig wird, mangels Zulässigkeit der Klage nicht zu entscheiden hatte.
Daher ist eine im Tatbestand des angefochtenen Urteils als unstreitig dargestellte Tatsache selbst dann, wenn sie in den erstinstanzlichen Schriftsätzen tatsächlich umstritten war, als unstreitig und als für das Berufungsgericht bindend anzusehen, wenn der Tatbestand nicht berichtigt worden ist (vgl. BGH, Beschluss vom 24.06.2010 - III ZR 277/09, juris; Urteil vom 06.06.2012 - VIII ZR 198/11, NJW 2012, 2659, Tz. 17; Urteil vom 18.07.2013 - III ZR 208/12, MDR 2013, 1115).
Die Regelung des § 813 BGB greift nur ein, wenn der fehlende Rechtsgrund daraus hergeleitet wird, dass die Fälligkeit fehlt (vgl. BGH Urteil vom 06.06.2012, Aktenzeichen VIII ZR 198/11, zitiert nach juris dort Rn. 25).

References: § 256
 § 813
 BGH 
 § 813
 § 813
 § 813
 BGH