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Timestamp: 2016-10-26 11:17:21+00:00

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2C_104/2011 (19.05.2011)
im Ausl�nderrecht des Kantons Aargau vom 22. Dezember 2010.
1.1 Der aus dem Kosovo stammende X.________ (geb. 1988) reiste im April 1995 mit drei Geschwistern im Familiennachzug zu den Eltern in die Schweiz ein, wo er zun�chst eine Aufenthaltsbewilligung und im M�rz 2001 die Niederlassungsbewilligung erhielt. Ab dem Jahr 1999 wurde er mehrere Male wegen diverser, zunehmend schwer wiegender Delikte belangt. Nachdem er am 9. Dezember 2008 unter anderem wegen schwerer K�rperverletzung - mit Zuf�gung von lebensgef�hrlichen Verletzungen und dem Einsatz von Messern - zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und acht Monaten verurteilt worden war, widerrief das Migrationsamt des Kantons Aargau am 15. Juli 2009 seine Niederlassungsbewilligung. Die hiegegen im Kanton erhobenen Rechtsmittel blieben erfolglos.
1.2 Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 1. Februar 2011 beantragt X.________ dem Bundesgericht, das im Kanton zuletzt ergangene Urteil des Rekursgerichts im Ausl�nderrecht vom 22. Dezember 2010 aufzuheben; es sei ihm statt dessen "bei erneutem Fehlverhalten der Widerruf der Niederlassungsbewilligung anzudrohen".
Das kantonale Migrationsamt, das Rekursgericht im Ausl�nderrecht sowie das Bundesamt f�r Migration stellen Antrag auf Abweisung der Beschwerde.
1.3 Der Pr�sident der II. �ffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichts hat der Beschwerde mit Verf�gung vom 4. Februar 2010 antragsgem�ss die aufschiebende Wirkung hinsichtlich der Ausreiseverpflichtung zuerkannt.
2.1 Mit Blick auf die strafrechtliche Verurteilung vom 9. Dezember 2008 r�umt der Beschwerdef�hrer richtigerweise ein, den Widerrufsgrund von Art. 63 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 62 lit. b AuG (SR 142.20) zu erf�llen (vgl. BGE 135 II 377 E. 4.2 S. 379 ff.).
2.2 Er r�gt aber, die Vorinstanz habe seinen Anspruch auf rechtliches Geh�r nach Art. 29 Abs. 2 BV verletzt, indem sie auf seinen Beweisantrag, bei einem bestimmten Therapeuten einen schriftlichen Bericht einzuholen, �berhaupt nicht eingegangen sei. Offenbar habe sie diesen Beweisantrag schlicht �bersehen.
Aus beiden Eingaben des Beschwerdef�hrers an die Vorinstanz vom 13. November 2009 und 8. April 2010 ist nicht zu entnehmen, dass er dort den behaupteten Beweisantrag gestellt hatte. Wo und wann er diesen Antrag formuliert haben soll, gibt er denn auch nicht gegen�ber dem Bundesgericht an. Ebenso wenig macht er im Zusammenhang mit dieser R�ge glaubhaft, dass die Einholung des Berichts f�r den Ausgang des Verfahrens h�tte entscheidend sein k�nnen (vgl. Art. 97 Abs. 1 BGG und Urteile 2C_724/2008 vom 16. Februar 2009 E. 2.3, in: ZBl 111/2010 S. 275; 2C_387/2007 vom 4. M�rz 2008 E. 2.5). Damit st�sst seine R�ge der Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r ins Leere.
2.3 Der Beschwerdef�hrer macht ausserdem geltend, der Widerruf der Niederlassungsbewilligung sei unverh�ltnism�ssig. Dem �ffentlichen Interesse an seiner Wegweisung sei ein zu grosses Gewicht beigemessen worden. Denn die Vorinstanz habe zu Unrecht nicht ber�cksichtigt, dass bei ihm seit der letzten strafrechtlichen Verurteilung ein stark ausgepr�gtes Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivit�tssyndrom (ADHS) diagnostiziert worden sei und dass es durch eine entsprechende Medikation zu einer deutlichen Verbesserung der Affektsteuerung gekommen sei. Aufgrund der von ihm befolgten Therapie und der Einnahme von Medikamenten bestehe ausreichend Gew�hr, dass er zuk�nftig sowohl f�hig als auch willens sei, sich in die geltende Ordnung einzuf�gen.
Entgegen der Behauptung des Beschwerdef�hrers hat die Vorinstanz durchaus festgehalten, dass er "offenbar gut auf die medikament�se Behandlung seines ADHS sowie die Begleitung durch die Psychiatrischen Dienste Aargau reagiert". Sie f�hrt jedoch auch zutreffend aus, dass ebenfalls generalpr�ventive �berlegungen ber�cksichtigt werden d�rfen und die Beh�rden - vor allem angesichts der Gewaltdelikte, die sich der Beschwerdef�hrer hat zuschulden kommen lassen - nicht gehalten seien, bez�glich der R�ckfallgefahr ein Restrisiko hinzunehmen. Sodann weist sie unter anderem darauf hin, dass der Beschwerdef�hrer gegen�ber dem Migrationsamt schon einmal beteuert hatte, er werde sich bessern, und trotzdem einige Zeit sp�ter erneut in heftiger Weise straff�llig wurde. Seine Berufslehre musste er abbrechen, weil er am Arbeitsplatz einen Schlagring und einen Wurfstern hergestellt und auf die Intervention des Lehrmeisters mit Drohungen reagiert hatte. Im Fr�hjahr 2006 hatte er es zudem abgelehnt, ein ihm einige Monate zuvor angebotenes Anti-Aggressions-Training fortzusetzen.
Die Vorinstanz geht schliesslich richtig davon aus, dass sich die beim Beschwerdef�hrer festgestellte St�rung bloss schuldmindernd, jedoch nicht schuldausschliessend ausgewirkt hat. Trotz der erw�hnten St�rung ist das Strafgericht von einem erheblichen Verschulden des Beschwerdef�hrers ausgegangen, weshalb sie ihn immerhin zu einer Strafe von drei Jahren und acht Monaten verurteilt hat. Dieser meint zwar, die Annahme der Vorinstanz, das Strafgericht habe seine psychische St�rung erkannt, sei aktenwidrig. Er legt jedoch nicht dar (vgl. Art. 42 Abs. 2 und 97 Abs. 1 BGG), woraus sich diese Aktenwidrigkeit ergeben soll. Wohl entbehrt das Strafurteil insgesamt einer n�heren Begr�ndung, weil der Beschwerdef�hrer eine solche nicht verlangt hat. Die Vorinstanz weist jedoch zutreffend darauf hin, dass das Strafgericht im Dispositiv gest�tzt auf Art. 63 Abs. 1 StGB eine strafvollzugsbegleitende sozialpsychiatrische Massnahme angeordnet hat. Dazu w�re es der gesetzlichen Regelung zufolge nicht gekommen, wenn das Strafgericht nicht von einer psychischen St�rung ausgegangen w�re. Hierauf geht der Beschwerdef�hrer mit keinem Wort ein.
2.4 Im Weiteren kann auf die umfassende und korrekte Interessenabw�gung des Rekursgerichts und des Migrationsamtes in ihren Entscheiden vom 15. Oktober 2009 und 22. Dezember 2010 verwiesen werden. Ihr Schluss, den Widerruf der Niederlassungsbewilligung zu best�tigen, ist mit Blick auf die gesetzlichen Regelungen und die dazu ergangene Rechtsprechung bundesrechtm�ssig. Wie die Vorinstanzen dargestellt haben, beherrscht der ledige und kinderlose Beschwerdef�hrer, der viel mit Landsleuten verkehrt und wiederholt die Ferien in seinem Herkunftsland verbracht hat, die albanische Sprache zumindest m�ndlich und verst�ndigt sich in ihr nicht - wie erstmals in der Beschwerde an das Bundesgericht und damit versp�tet behauptet wird (vgl. BGE 136 III 123 E. 4.4.3 S. 128 f.) - bloss gebrochen. Im �brigen begn�gt sich die Beschwerde mit der Wiederholung von Vorbringen aus dem kantonalen Verfahren, mit dem sich die Vorinstanzen bereits in nicht zu beanstandender Weise befasst haben. Daher besteht kein Anlass, hierauf erneut einzugehen.
Dem Dargelegten zufolge erweist sich die Beschwerde als offensichtlich unbegr�ndet, weshalb sie im vereinfachten Verfahren nach Art. 109 BGG mit summarischer Begr�ndung abzuweisen ist. Diesem Ausgang entsprechend hat der Beschwerdef�hrer die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens zu tragen (Art. 65 f. BGG). Parteientsch�digungen werden nicht zugesprochen (vgl. Art. 68 BGG).

References: Art. 63
 Art. 62
 BGE 
 Art. 29
 Art. 97
 Art. 42
 Art. 63
 BGE 
 Art. 109
 Art. 68