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Timestamp: 2019-10-14 07:15:52+00:00

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Rechtsprechung: NJW-RR 1990, 929 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Hamm, 24.11.1989
OLG Karlsruhe, 22.12.1989 - 14 U 168/88
https://dejure.org/1989,1411
OLG Karlsruhe, 22.12.1989 - 14 U 168/88 (https://dejure.org/1989,1411)
OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 22.12.1989 - 14 U 168/88 (https://dejure.org/1989,1411)
OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 22. Dezember 1989 - 14 U 168/88 (https://dejure.org/1989,1411)
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Schadensersatz wegen der Zerstörung eines Pkw; Ersatzfähigkeit der bei der Rechtsverfolgung gegen den Vollkaskoversicherer angefallenen Anwaltskosten (Rechtsverfolgungskosten); Mehrwertsteuerpflicht für echte Schadensersatzleistungen; Rückstufungsschaden in der ...
LG Offenburg, 31.05.1988 - 2 O 563/87
NJW-RR 1990, 929
MDR 1990, 720
VersR 1991, 1297
Ist es aus Sicht des Geschädigten erforderlich, anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, so gilt dies grundsätzlich auch für die Anmeldung des Versicherungsfalles bei dem eigenen Versicherer (vgl. zur Kaskoversicherung OLG Hamm, ZfS 1983, 12; OLG Karlsruhe, VRS 77, 6, 9; VersR 1991, 1297 und NZV 1990, 431; LG Kaiserslautern, DAR 1993, 196, 197; Böhm, DAR 1988, 213 f.; Notthoff, VersR 1995, 1399, 1401 f.;… Gerold/Schmidt/von Eicken/Madert, BRAGO, 15. Aufl., Rdn. 33 zu § 118;… Göttlich/Mümmler/Rehberg/Xanke, BRAGO, 20. Aufl., Stichwort: "Kaskoversicherung", Anm. 2, jeweils m.w.N.;… Bamberger/Roth/Grüneberg, BGB, Rdn. 75 zu § 249; zur Sachversicherung bei Brandschäden LG Münster, VersR 2003, 98 f.).
Die Beauftragung des Beklagtenvertreters erster Instanz mit der Interessenwahrnehmung war erforderlich (vgl. hierzu OLG Karlsruhe, NJW-RR 1990, 929).
Denn das setzt voraus, dass der Geschädigte die Inanspruchnahme des Rechtsanwalts für erforderlich halten durfte (OLG Karlsruhe, NJW-RR 1990, 929;… Palandt/Heinrichs, a.a.O., § 249, Rn. 39).
Die Urteile vom 23. Oktober 2003 (BGH, IX ZR 249/02 = NJW 2004, 444 [446] = VersR 2004, 869 [871]), 10. Januar 2006 (…BGH VI ZR 43/05, NJW 2006, 1065 Rn. 5) und 22. Dezember 1989 (OLG Karlsruhe, 14 U 168/88, NJW-RR 1990, 929) führen insoweit ebenfalls nur aus, dass bezüglich vorprozessualer Anwaltskosten nur die erforderlichen und zweckmäßigen Kosten gehören.
Sie setzt allerdings voraus, dass die Inanspruchnahme eines Rechtsanwalts erforderlich war (OLG Karlsruhe NJW-RR 1990, 929).
Denn die Kosten für ein ggf. eingeholtes prozessvorbereitendes anwaltliches Rechtsgutachten kann der Kläger jedenfalls - auch - deshalb nicht verlangen, weil es sich nicht um erforderliche Rechtsverfolgungskosten handelt (vgl. OLG Karlsruhe NJW-RR 1990, 929;… Palandt/Heinrichs, BGB 63. Aufl. § 249 Rdn. 39).
1) Der Schädiger hat nämlich gemäß § 249 BGB nicht schlechthin alle durch das Schadensereignis adäquat verursachte Rechtsverfolgungskosten des Geschädigten zu ersetzen, sondern nur solche, die aus der Sicht des Geschädigten zur Wahrnehmung seiner Rechte erforderlich und zweckmäßig waren (BGH, BGHZ 127, 348, 350; OLG Karlsruhe, NJW-RR 90, 929 f.).
Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass der Betrieb über keine eigene Rechtsabteilung verfügt (OLG Karlsruhe, NJW-RR 1990, 929; AG Stuttgart, VersR 1979, 828; AG Karlsruhe, VersR 1980, 1084).
AG Hamburg-Altona, 31.10.2001 - 319 C 446/01
Notwendigkeit der Einschaltung eines Rechtsanwalts zur Wahrnehmung der Interessen …
Doch setzt die Ersatzpflicht auch hier stets voraus, dass seine Inanspruchnahme erforderlich gewesen ist (OLG Karlsruhe, AZ: 14 U 168/88 vom 22. Dezember 1989, MDR 1990, 720 NJW-RR 1990, 929).
AG Kleve, 27.05.2005 - 28 C 55/05
AG Kleve, 13.03.2007 - 28 C 55/05
AG Berlin-Spandau, 20.11.2002 - 4 C 217/02
Berechtigtes Interesse des Klägers an der Feststellung der Kostentragungspflicht …
LG Koblenz, 03.04.2001 - 1 O 433/00
Entschädigungspflicht der Staatskasse für den Zeitraum einer Untersuchungshaft; …
AG Kehl, 04.01.2005 - 4 C 740/04
Rechtsanwaltsgebühr für einfache Zahlungsaufforderung
AG Kehl, 17.02.2004 - 4 C 948/03
Anspruch auf Zahlung von Schadensersatz wegen eines Verkehrsunfalls; …
OLG Hamm, 24.11.1989 - 20 W 59/89
https://dejure.org/1989,4016
OLG Hamm, 24.11.1989 - 20 W 59/89 (https://dejure.org/1989,4016)
OLG Hamm, Entscheidung vom 24.11.1989 - 20 W 59/89 (https://dejure.org/1989,4016)
OLG Hamm, Entscheidung vom 24. November 1989 - 20 W 59/89 (https://dejure.org/1989,4016)
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bb) Soweit das Bedienen von Musikgeräten durch den Kraftfahrer während der Fahrt in der veröffentlichten obergerichtlichen Rechtsprechung in Einzelfällen als objektiv nicht grob fahrlässig qualifiziert worden ist, galt das nur deshalb, weil der Kraftfahrzeugführer seine Aufmerksamkeit bei funktionsgerechter Bedienung des Geräts in feststellbarer Weise gerade nicht von der Straße abgewendet hatte (vgl. OLG Nürnberg MDR 2005, 1165; OLG München NJW-RR 1992, 538;… OLG Bamberg, Urt. v. 30. September 1983, Az: 6 U 31/83 zit. nach juris [LS]; vgl. auch OLG Hamm NJW-RR 1990, 929).
Allerdings ist daraus nicht abzuleiten, dass der Kläger nicht nur wie von ihm geschildert seinen Blick auf den Nebensitz gerichtet hat, sondern dass er darüber hinaus - was die Beklagte vermutet sich möglicherweise nach heruntergefallenen Gegenständen gebückt hat, ein Verhalten, das in der Rechtsprechung gemeinhin als grob fahrlässig eingestuft wird (vgl. schon Senat, Urt.v. 26.11.1986 20 U 122/86 - VersR 1987, 353; Senat, Beschl.v. 24.22.1989 20 W 59/89 - r+s 1990, 228; OLG Frankfurt, r+s 1997, 101).
bb) Soweit das Bedienen von Musikgeräten durch den Kraftfahrzeugführer während der Fahrt in der obergerichtlichen Rechtsprechung in Einzelfällen als objektiv nicht grob fahrlässig qualifiziert worden ist, galt das nur deshalb, weil der Kraftfahrzeugführer seine Aufmerksamkeit bei funktionsgerechter Bedienung des Geräts in feststellbarer Weise gerade nicht von der Straße abgewendet hatte (vgl. OLG München NJW-RR 1992, 538; OLG Hamm NZV 1991, 234 = ZfSch 1991, 277;… OLG Bamberg, Urt. v. 30. September 1983, Az: 6 U 31/83 zit. nach juris [LS]; vgl. auch OLG Hamm NJW-RR 1990, 929).
Das Landesarbeitsgericht folgt insoweit den zutreffenden Ausführungen des Erstgerichts, auf die hiermit gemäß § 543 Abs. 1 ZPO verwiesen wird (zur groben Fahrlässigkeit bei Fallgestaltungen der vorliegenden Art vgl. auch OLG Hamm vom 24.11.1989 - 20 W 59/89 -).
Allerdings ist daraus nicht abzuleiten, dass der Kläger nicht nur wie von ihm geschildert seinen Blick auf den Nebensitz gerichtet hat, sondern dass er darüber hinaus - was die Beklagte vermutet sich möglicherweise nach heruntergefallenen Gegenständen gebückt hat, ein Verhalten, das in der Rechtsprechung gemeinhin als grob fahrlässig eingestuft wird (…vgl. schon Senat, Urt. v. 26.11.1986 20 U 122/86 - VersR 1987, 353; Senat, Beschl. v. 24.22.1989 20 W 59/89 - r+s 1990, 228; OLG Frankfurt, r+s 1997, 101).

References: § 118
 § 249
 § 249
 § 249
 § 249
 § 543