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Timestamp: 2017-01-19 23:23:39+00:00

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Können Kleinunternehmer im Internet auf den Hinweis "inkl. Mwst." verzichten?	von
News vom 15.07.2008, 11:41 Uhr |
18 Kommentare Die PAngV sieht vor, dass derjenige, der über das Internet gewerblich Waren gegenüber Verbrauchern anbietet, seine Preise mit dem Hinweis zu versehen hat, dass die Umsatzsteuer bereits enthalten ist. Nur, wie hat sich hierbei der Kleinunternehmer zu verhalten, der im Sinne des § 19 UstG von der Umsatzsteuer befreit ist?InhaltsverzeichnisKleinunternehmer und die Umsatzsteuer
Kleinunternehmer und die UmsatzsteuerGemäß § 19 Umsatzsteuergesetz sind Kleinunternehmer grundsätzlich von der Umsatzsteuer befreit. Die Umsatzsteuer wird folglich nicht erhoben, wennder Umsatz zuzüglich der darauf entfallenden Umsatzsteuer im vorangegangenen Kalenderjahr 17.500 Euro nicht überstiegen hat.der Umsatz im laufenden Kalenderjahr 50.000 Euro voraussichtlich nicht übersteigen wird.der Kleinunternehmer nicht nach § 19 Abs. 2 UStG zur Umsatzsteuer optiert hat.Hinweise:Im Folgenden wird im Zusammenhang mit der Verwendung des Begriffs „Kleinunternehmer“ davon ausgegangen, dass die vorgenannten drei Voraussetzungen erfüllt sind.Im deutschen Sprachgebrauch – ausgenommen in der Schweiz – wird seit der Harmonisierung des Steuersystems 1967 der Ausdruck „Umsatzsteuer“ gleichbedeutend mit Mehrwertsteuer verwendet.Umsatzsteuergesetz (UStG) versus Preisangabenverordnung (PAngV)Kleinunternehmer, die keine Umsatzsteuer erheben, dürfendiese folglich auch nicht vom Käufer verlangen.diese auch nicht auf ihren Rechnungen ausweisen.ihre Preise im Internet nicht mit dem Hinweis kennzeichnen, dass die Umsatzsteuer mit enthalten sei.Der Kleinunternehmer, der Verbrauchern über das Internet gewerblich Waren anbietet, steht nun vor einem rechtlichen Dilemma:Gemäß § 19 UstG darf der Kleinunternehmer nicht angeben, dass seine Preise die Umsatzsteuer enthalten. Die Angabe „inkl. Mwst.“ wäre vielmehr irreführend im Sinne des § 5 Abs. 2 Nr. 2 UWG, da ein gewerblicher Abnehmer angesichts dieser Abnahme geneigt ist, von vornherein 19/119 abzuziehen, um eine für ihn zutreffende Preisvorstellung zu erhalten (so auch Wekwerth, MMR 6/2008 S. 380). Sie wäre zudem falsch, da die Mehrwertsteuer ja gerade nicht erstattungsfähig ist. Sollte zudem das Finanzamt auf die Angabe „inkl. Mwst.“ aufmerksam werden, so hätte dies für den Kleinunternehmer unter Umständen zur Folge, dass er die im Internet angegebene Mehrwertsteuer an das Amt abzuführen hätte, obwohl er selber gegenüber dem Verbraucher netto abgerechnet hätte (vgl. § 14c Abs. 2 S. 1 UStG).Gemäß § 1 II PAngV muss der Kleinunternehmer angeben, dass seine Preise die Umsatzsteuer enthalten. Verstöße gegen die PAngV sind zurzeit äußerst beliebte Abmahngründe. Der IT-Recht Kanzlei sind zudem viele Kleinunternehmer bekannt, die sich (leider) im Rahmen einer Unterlassungserklärung dazu verpflichtet haben, fortan die Mehrwertsteuer mit auszuweisen.Schutzzweck der Preisangabenverordnung§ 1 der Preisangabenverordnung regelt, wie die Preisangaben unter Beachtung der Grundsätze von Preisklarheit und Preiswahrheit zu veröffentlichen sind. Während die Preiswahrheit sich auf die inhaltliche Richtigkeit der Preisangabe bezieht, verlangt die Preisklarheit nach der Eindeutigkeit der Preisangabe. Damit ist gemeint, dass Verbraucher unmittelbar und deutlich darauf hingewiesen werden müssen, dass es sich bei den im Internet angegebenen Preisen um Endpreise handelt – es also keine weiteren versteckten Kosten etwa in Form von Umsatzsteueraufschlägen geben wird.Versteckte Kosten in Form von Umsatzsteueraufschlägen sind aber bei Kleinunternehmern im Regelfall bereits nicht denkbar, da diese von vornherein keine Umsatzsteuer erheben und folglich deren Endpreise bereits den Nettopreisen entsprechen. Der Schutzzweck der PAngV würde demnach auch gewahrt bleiben, wenn Kleinunternehmer im Internet die Mehrwertsteuer nicht gesondert ausweisen.FazitDie IT-Recht Kanzlei rät Kleinunternehmern den § 1 Abs. 2 PAngV insoweit zu ignorieren, als die gesonderte Ausweisung der Umsatzsteuer gefordert wird. Auf den Hinweis „inkl. Mwst.“ sollte komplett verzichten werden.Darüber hinaus empfiehlt die IT-Recht Kanzlei Kleinunternehmern bei Angabe eines jeden Endpreises deutlich darauf hinzuweisen, dass gem. § 19 UStG keine Umsatzsteuer erhoben und aus dem Grund auch keine Umsatzsteuer ausgewiesen wird.Formulierungsvorschlag der IT-Recht Kanzlei für Kleinunternehmer:„Der angegebene Preis ist ein Endpreis zzgl. Versandkosten. Gemäß § 19 UStG erheben wir keine Umsatzsteuer und weisen diese folglich auch nicht aus (Kleinunternehmerstatus)“.Rechtliche Vorgaben zur Platzierung des HinweisesDer Hinweis ist in unmittelbarer Nähe des Endpreises anzugeben.Ein allgemeiner, für alle Angebote geltender Hinweis (etwa in der Kopfzeile einer Website), reicht nicht aus.Ein alleiniger Hinweis in Allgemeinen Geschäftsbedingungen ist nicht ausreichend.Es reicht aus, wenn hinter dem jeweilig genannten Einzelpreis im Internet ein hochgestelltes Sternchen angebracht wird, welches auf die notwendigen Informationen verweist. Gerade aber hierbei ist das Erfordernis der guten „Wahrnehmbarkeit und Deutlichkeit” durch die PAngV (vgl. § 1 IV PAngV) besonderer Beachtung zu schenken.Es ist nicht zulässig neben den Online-Warenangeboten einen Link mit der Bezeichnung „Details” zu platzieren, der wiederum auf den Hinweis verweist.Der Verbraucher muss zwingend vor Einleitung des Bestellvorgangs auf den Hinweis aufmerksam gemacht werden.Achtung: Prüfen Sie unbedingt, ob Sie sich möglicherweise im Rahmen einer Unterlassungserklärung dazu verpflichtet haben, neben Ihren Preisen die Mehrwertsteuer gesondert auszuweisen. In dem Fall bliebe Ihnen im Regelfall nichts anderes übrig, als nach § 19 Abs. 2 UStG zur Umsatzsteuer zu optieren.
Kleinunternehmer und das PAnV	31.12.2014, 10:34 Uhr
Zitat: "Formulierungsvorschlag der IT-Recht Kanzlei für Kleinunternehmer:
„Der angegebene Preis ist ein Endpreis zzgl. Versandkosten. Gemäß § 19 UStG erheben wir keine Umsatzsteuer und weisen diese...	Weiterlesen
Umsattssteuerbefreiung genetell oder grundsätzlich?	10.03.2014, 17:19 Uhr
Bin erst heute auf diese Seite gestoßen. Darin wird anfangs angegeben, dass Kleinunternehmer grundsätzlich von der Umsatzsteuer befreit sind. "Grundsätzlich" heißt doch, dass es grundsätzlich so ...	Weiterlesen
Hochgestelltes Sternchen	10.10.2012, 14:40 Uhr
Kommentar von Dennis S.
Sie schreiben "Es reicht aus, wenn hinter dem jeweilig genannten Einzelpreis im Internet ein hochgestelltes Sternchen angebracht wird,". Wäre es auch möglich, dass ein...	Weiterlesen
Hinweise auf der eigenen Homepage	06.10.2012, 13:25 Uhr
Kommentar von T.G.
Sie schrieben, dass ein allgemeiner Hinweis auf der Homepage nicht ausreichend ist, sondern in der Nähe einer Preisangabe dieser Hinweis anzubringen ist.
Wie verhält es sich, wenn man im...	Weiterlesen
Preise des Kleinunternehmers enthalten die MwSt	26.08.2012, 00:04 Uhr
Bedingt durch eine falsche Auslegung der Mehrwertsteuersystemrichtline wird in Teilen der Fachwelt die Auffassung vertreten, das es sich bei der deutschen Kleinunternehmerregelung um eine...	Weiterlesen
Verwirrung!	12.06.2012, 14:34 Uhr
sie schreiben, dass Kleinunternehmer auf den Text inkl. Mwst. verzichten sollen.
In manchen Foren wird gesagt, man soll den Text angeben und in machen wird davon abgeraten.
Finanzamt...	Weiterlesen
OLG Frankfurt a.M. : keine Preisangabepflichten nach der PAngV auf Autofachmesse IAA	Automatische Grundpreisanzeige bei eBay ist nicht ausreichend, es drohen Abmahnungen!	Grundpreise im Abmahnfokus – aktuelle Fallbeispiele	Die Hinweispflicht des Verkäufers auf die im Preis enthaltene Umsatzsteuer bei eBay	OLG Hamburg: Online-Händler steht in einem Wettbewerbsverhältnis mit Offline-Händler	Alle News zum Thema im Überblick
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