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Timestamp: 2018-10-18 22:18:00+00:00

Document:
18. Jahrgang, Nr. 3 vom 26. Februar 2008, S. 2
Studien- und Prüfungsordnung für die Studienprogramme
Evangelische Theologie (60, 90 und 120 Leistungspunkte)
Gemäß §§ 13 Abs. 1 in Verbindung mit 67 Abs. 3 Nr. 8 und 77 Abs. 2 Nr. 1 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (HSG LSA) vom 05.05.2004 (GVBl. LSA S. 256), zuletzt geändert durch Artikel 6 des Gesetzes vom 21.03.2006 (GVBl. LSA S. 102), in Verbindung mit den Allgemeinen Bestimmungen zu Studien- und Prüfungsordnungen für das Bachelor- und Masterstudium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (ABStPOBM) vom 08.06.2005 hat die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg folgende Studien- und Prüfungsordnung für die Studienprogramme Evangelische Theologie (60, 90 und 120 Leistungspunkte) im Zwei-Fach-Bachelor-Studiengang beschlossen.
§ 2 Ziele der Studienprogramme
§ 6 Kombination von Studienprogrammen
§ 7 Aufbau der Studienprogramme
§ 11 Anmeldung zum Modul und Voraussetzungen für Modulleistungen
§ 12 Prüferinnen und Prüfer
§ 13 Studien- und Prüfungsausschuss
§ 14 Bachelor-Arbeit (nur für 90 und 120 LP)
§ 15 Bewertung von Modulen und Berechnung der Gesamtnote der jeweiligen Studienprogramme
(1) Diese Studien- und Prüfungsordnung regelt in Verbindung mit den Allgemeinen Bestimmungen zu Studien- und Prüfungsordnungen für das Bachelor- und Master-Studium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Ziele, Inhalte und Aufbau der Studienprogramme Evangelische Theologie (60, 90, 120 Leistungspunkte) im Zwei-Fach-Bachelor-Studiengang.
(2) Diese Studien- und Prüfungsordnung gilt für Studierende, die ab Wintersemester 2007/2008 das Studium der Evangelischen Theologie im Zwei-Fach-Bachelor-Studiengang der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg aufnehmen.
Ziele der Studienprogramme
(1) In den Studienprogrammen werden folgende Kompetenzen vermittelt:
1. Neben der Vermittlung von Fachwissen soll hauptsächlich die Fähigkeit zum selbständigen wissenschaftlichen Denken und Arbeiten gefördert werden. Diese Fähigkeit eröffnet Studierenden ein breites Spektrum von möglichen Arbeitsfeldern, die nicht unmittelbar mit dem fachspezifischen Arbeitsbereich zusammenhängen;
2. Im Studienverlauf sollen Grundkenntnisse auf dem Gebiet der Evangelischen Theologie vermittelt werden, insbesondere
a. die Kenntnis der christlichen Überlieferung hinsichtlich ihrer biblischen Grundlagen, ihrer geschichtlichen Entwicklung und gegenwärtigen Glaubensaussagen,
b. die Fähigkeit zu kritischer Reflexion christlicher und religiöser Inhalte angesichts heutiger Welterfahrung;
3. Entsprechend dem unterschiedlichen Umfang an Leistungspunkten erfolgt eine differenzierte Profilierung der Grundkenntnisse im 60er, 90er und 120er Studienprogramm. Einzelheiten zur Profilierung ergeben sich aus § 15 Abs. 2 dieser Ordnung.
(2) Die Studienprogramme qualifizieren für folgende Berufsfelder:
Der Bachelor-Abschluss ist berufsqualifizierend und befähigt die Absolventinnen und Absolventen - in Verbindung mit den gewählten Kombinationsfächern zu elementaren Tätigkeiten in kirchlicher und allgemeiner Bildungsarbeit, Verlagsarbeit, Journalistik und Medienbereich, z.B. in öffentlichen Institutionen, Kultureinrichtungen, gesellschaftlichen Verbänden.
Entsprechend dem unterschiedlichen Umfang an Leistungspunkten in den Studienprogrammen Evangelische Theologie und entsprechend dem gewählten Kombinationsfach ergibt sich unterschiedliche Qualifikation für die einzelnen Berufsfelder. Entscheidend ist dann die jeweilige Stellenbeschreibung.
(3) Beim zweiten Nichtbestehen von Modulleistungen ist die Inanspruchnahme der Studienfachberatung verpflichtend (obligatorisch).
(1) Für das Studienprogramm Evangelische Theologie (90 Leistungspunkte) müssen Kenntnisse in einer biblischen Sprache (Griechisch oder Hebräisch) auf dem Niveau der Abiturergänzungsprüfung, für das Studienprogramm Evangelische Theologie (120 Leistungspunkte) der lateinischen Sprache im Umfang des Latinums und einer biblischen Sprache (Griechisch oder Hebräisch) auf dem Niveau der Abiturergänzungsprüfung vorhanden sein. Diese Sprachanforderungen müssen entweder bei Studienbeginn nachgewiesen oder bis spätestens zum Ende des 3. Semesters (bei Nachweis von einer Sprache) bzw. zum Ende des 4. Semesters (bei Nachweis von zwei Sprachen) erworben werden. In begründeten Ausnahmefällen kann der Nachweis in der lateinischen und einer biblischen Sprache auch durch den Nachweis in beiden biblischen Sprachen ersetzt werden.
(2) In die Studienprogramme Evangelische Theologie können unter Anrechnung ihrer bis dahin erbrachten Studienleistungen alle Studierenden übertreten, die das Magister-Studium / das Diplom-Studium der Evangelischen Theologie / das Lehramt-Studium (Evangelische Religion) zum Wintersemester 2005/2006 oder später begonnen haben.
Die Regelstudienzeit beträgt 6 Semester. Auf die Regelstudienzeit werden Studienzeiten bis zu zwei Semestern, in denen die erforderlichen speziellen Sprachkenntnisse erworben werden müssen, nicht angerechnet. Das Studium beginnt im Wintersemester. Notwendiger Spracherwerb ist bis zum Ablauf des 4. Semesters zu absolvieren.
Es besteht freie Kombinierbarkeit mit Studienprogrammen anderer Fächer.
Der Aufbau der Studienprogramme, Titel, Leistungspunkteumfang und Abfolge der Module, Modulvorleistung/en, Formen der Modulleistung/en bzw. Modulteilleistungen, Teilnahmevoraussetzungen für die Module sowie der Anteil der einzelnen Modulnoten an der Gesamtnote ergeben sich aus der Anlage „Studienprogrammübersichten“ zu dieser Ordnung.
Das Kontaktstudium in den Bachelor-Studienprogrammen Evangelische Theologie wird durch verschiedene Lehrveranstaltungsarten bestimmt. Wesentliche Unterrichtsformen sind:
g. Exkursionen: dienen der Veranschaulichung des in den anderen Lehrveranstaltungen Erlernten.
(1) 60 Leistungspunkte:
Gemäß § 13 Abs. 1 ABStPOBM bestimmt im Zwei-Fach-Bachelor-Studiengang das Studienprogramm, in dem die Bachelor-Arbeit verfasst wird, auch die Abschlussbezeichnung. Im Studienprogramm Evangelische Theologie (60 Leistungspunkte) wird keine Bachelor-Arbeit verfasst; die Abschlussbezeichnung wird vom gewählten Studienprogramm mit 120 Leistungspunkten bestimmt.
(2) 90 Leistungspunkte:
Gemäß § 13 Abs. 1 ABStPOBM bestimmt im Zwei-Fach-Bachelor-Studiengang das Studienprogramm, in dem die Bachelor-Arbeit verfasst wird, auch die Abschlussbezeichnung. Demgemäß führt das Studienprogramm Evangelische Theologie (90 Leistungspunkte), wenn die Bachelor-Arbeit in diesem Studienprogramm verfasst wird, in Kombination mit einem weiteren Studienprogramm zum Abschluss Bachelor of Arts (B.A).
(3) 120 Leistungspunkte:
Gemäß § 13 Abs. 1 ABStPOBM bestimmt im Zwei-Fach-Bachelor-Studiengang das Studienprogramm, in dem die Bachelor-Arbeit verfasst wird, auch die Abschlussbezeichnung. Demgemäß führt das Studienprogramm Evangelische Theologie (120 Leistungspunkte) zum Abschluss eines Bachelor of Arts (B.A.).
a. Mündliche Prüfung: Sie dauert in der Regel 20 Minuten;
g. Thesenpapier: ein stundenvorbereitende schriftliche Arbeit von in der Regel 6.000 bis 12.000 Textzeichen / 2 bis 5 Seiten;
h. Informationsreferat: auf Exkursionen vor Ort vorzutragende schriftliche Arbeit von 6.000 bis 12.000 Textzeichen / 2 bis 5 Seiten;
i. Bachelor-Arbeit (für 90 und 120 LP): Näheres dazu unter § 14.
(2) Gemäß § 14 Abs. 8 ABStPOBM wird in allen Modulen die Möglichkeit eingeräumt, vor der zweiten Wiederholung der Modulleistung bzw. Teilleistung die entsprechenden Modulveranstaltungen nochmals zu besuchen. Das Modul Bachelor-Arbeit kann gemäß 20 Abs. 13 ABStPOBM bei Nichtbestehen nur einmal wiederholt werden.
(3) Eine nicht bestandene Modulleistung oder Modulteilleistung ist innerhalb eines Jahres ab Nichtbestehen zu wiederholen.
Anmeldung zum Modul und Voraussetzungen für Modulleistungen
(1) Die Teilnahmevoraussetzungen für die Module ergeben sich aus der jeweiligen Studienprogrammübersicht in Verbindung mit den Modulbeschreibungen des jeweiligen Studienprogramms.
(2) Die genauen Termine und Wiederholungstermine für die Modulleistungen bzw. Modulteilleistungen werden spätestens fünf Wochen vor Beginn durch Aushang beim zuständigen Prüfungsamt bekannt gegeben.
(3) Die Anmeldung zu den Modulen entspricht der Anmeldung zur Modulleistung, sobald die technischen Möglichkeiten dies zulassen. Die Anmeldung erfolgt über das elektronische Prüfungs- und Studienverwaltungssystem oder im zuständigen Prüfungsamt. Die Anmeldemodalitäten werden in den konkreten Modulbeschreibungen und/oder durch Aushang bekannt gegeben. Die Zulassung zur Modulleistung kann von der Erfüllung von Modulvorleistungen abhängig gemacht werden. Nähere Einzelheiten ergeben sich aus der jeweiligen Studienprogrammübersicht in Verbindung mit den Modulbeschreibungen.
(1) Für die Studienprogramme wird von den Fachvertreterinnen und Fachvertretern der Theologischen Fakultät ein Studien- und Prüfungsausschuss gebildet, der vom Fakultätsrat zu bestätigen ist.
Bachelor-Arbeit (nur für 90 und 120 LP)
(1) Eine Bachelor-Arbeit ist im Bachelor-Studiengang obligatorisch und bildet ein eigenes Modul im Umfang von 10 Leistungspunkten.
(2) Im Zwei-Fach-Bachelor-Studiengang wird die Bachelor-Arbeit in einem der beiden Studienprogramme geschrieben. Wird sie im Studienprogramm Evangelische Theologie geschrieben, gelten die Bestimmungen dieser Ordnung. Wird die Bachelor-Arbeit nicht in diesem, sondern in dem anderen Studienprogramm des Zwei-Fach-Bachelor-Studiengangs geschrieben, dann sind an Stelle der Bachelor-Arbeit zwei weitere Profilmodule zu belegen.
(3) Der Umfang der Bachelor-Arbeit soll nicht mehr als ca. 100.000 Textzeichen / ca. 40 Seiten aufweisen.
(4) Zur Bachelor-Arbeit zugelassen wird nur, wer sämtliche im Studienablauf vorgesehene Basismodule erfolgreich absolviert hat.
(5) Das Thema der Bachelor-Arbeit wird nach Anmeldung zum Modul BA-Arbeit über den Studien- und Prüfungssausschuss ausgegeben und von einer durch den Studien- und Prüfungsausschuss bestellten Prüferin bzw. eines Prüfers betreut.
(7) Bei Krankheit gelten die Bestimmungen von § 20 Abs. 12 ABStPOBM.
Für die Inanspruchnahme von Mutterschutz und Elternzeit gelten die Bestimmungen des § 19 Abs. 4 ABStPOBM.
Anstelle der Verlängerungszeit für die Abgabe der Bachelor-Arbeit in den genannten Fällen kann ein neues Thema ausgegeben werden.
Über Ausnahmen entscheidet der Studien- und Prüfungsausschuss.
Bewertung von Modulen und Berechnung der Gesamtnote der jeweiligen Studienprogramme
(1) Alle Module werden benotet.
(2) Folgende Module fließen in die Gesamtnote ein:
· Evangelische Theologie (60 Leistungspunkte): die vier Basismodule, ein von der bzw. dem Studierenden gewähltes Profilmodul;
· Evangelische Theologie (90 Leistungspunkte): die vier Basismodule, fünf von der bzw. dem Studierenden gewählte Profilmodule bzw. drei gewählte Profilmodule und B.A.-Thesis;
· Evangelische Theologie (120 Leistungspunkte): die vier Basismodule, sechs von der bzw. dem Studierenden gewählte Profilmodule, B.A.-Thesis.
(3) Bewertung der Module
a. Für die Bewertung von Modulleistungen gilt folgende Notenskala:
b. Durch Erhöhung bzw. Verminderung der einzelnen Noten um 0,3 können Zwischenwerte zur differenzierten Bewertung gebildet werden. Ausgeschlossen sind dabei die Noten 0,7; 4,3 und höher;
c. Bei Mittlung der Note nach Abs. 6 werden alle Dezimalstellen, außer der ersten, ohne Rundung gestrichen. Die Modulnote lautet dann bei einem Wert bis einschließlich 1,5 = sehr gut, von 1,6 bis 2,5 = gut, von 2,6 bis 3,5 = befriedigend, von 3,6 bis 4,0 = ausreichend, über 4,0 = nicht ausreichend. Diese Skala gilt auch für die Ermittlung der Gesamtnote des Studienprogramms und des Studiengangs.
Diese Ordnung wurde beschlossen vom Fakultätsrat der Theologischen Fakultät am 12.07.2007; der Akademische Senat hat hierzu Stellung genommen am 16.01.2008.
Studienprogrammübersichten
Modul(e) ASQ
Modul Theologische Propädeutik
Modul Theologische Enzyklopädie
Basismodul AT/NT
Graecum oder Hebraicum
Basismodul Bibelkunde AT/NT
Basismodul KG/RW
Klausur; Schriftliche Hausarbeit
Basismodul ST/PT
Wahlpflichtbereich1
Profilmodul Exegese des AT
ja/nein2
Hebr., Basismodul AT/NT
Profilmodul Exegese des AT oder Hebr.
Profilmodul Landeskunde Palästinas
Profilmodul Exegese des NT
Graec., Basismodul AT/NT
Profilmodul Exegese des NT oder Gr.
Profilmodul Umwelt und Geschichte des Urchristentums
Profilmodul KG
Profilmodul Dogmengeschichte
Profilmodul Ökumenik und Konfessionskunde
Profilmodul Religionswissenschaft
Profilmodul Dogmatik und Religionsphilosophie
Profilmodul Ethik
Profilmodul Religionspädagogik
Profilmodul Konfessionskunde der Orthodoxen Kirchen
Profilmodul Christliche Archäologie und Kirchliche Kunst
1 Aus den 16 Profilmodulen müssen 9 ausgewählt werden.
2 Von den 9 belegten Profilmodulen müssen 6 für den Eingang in die Abschlussnote ausgewählt werden.

References: § 2

§ 6

§ 7

§ 11

§ 12

§ 13

§ 14

§ 15
 § 15
 § 13
 § 13
 § 13
 § 14
 § 14
 § 20
 § 19