Source: https://www.akademie.de/wissen/ustidnr-auch-fuer-kleinunternehmer
Timestamp: 2018-08-20 08:02:37+00:00

Document:
UmsatzsteuerUStIdNr. auch für Kleinunternehmer
Die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer bietet auch Kleinunternehmern zahlreiche Vorteile
Bewertung / 99 Kommentare
Unternehmer mit einem Vorjahresumsatz von nicht mehr als 17.500 Euro und einem voraussichtlichen Umsatz von nicht mehr als 50.000 Euro im laufenden Jahr brauchen ihren Kunden laut § 19 Umsatzsteuergesetz bekanntlich keine Umsatzsteuer zu berechnen. Im Gegenzug dürfen sie aber auch die selbst bezahlte Vorsteuer nicht geltend machen und können sich laufende Umsatzsteuervoranmeldungen sparen (eine jährliche Nullsummen-Umsatzsteuererklärung bleibt aber auch Kleinunternehmern nicht erspart). Umsatzsteuerliche "Kleinunternehmer" werden bei der Umsatzsteuer grundsätzlich wie Privatleute behandelt.
Kleinunternehmer und Ust beantragen
Verfasst von Gast am 27. August 2017 - 15:28.
Hallo, ich habe mein Unternehmen am 01.03.17 gegründet. Nun wollte ich mit einem Aufraggeber einen Vertrag abschließen, dieser verlangt jedoch von mir eine Ust Steuer Nummer. Ohne diese bekomme ich den Vertrag nicht und mein Kundenaufrag geht mir verloren. Da ich aber aktuell noch unter die Kleinunternehmer Regelung nach §19 Abs. 1 UstG falle muss ich ja aktuell keine Umsatzsteuer abführen ?
Wenn ich die Ust Nummer jetzt beantrage was muss ich beachten und welche Nachteile enstehen mir dadurch muss ich dann zukünftig? Ich arbeite als Vermittler auf Provisions Basis und war bis jetzt von der Ust befreit.
Antwort: Kleinunternehmer und Ust beantragen
Verfasst von Robert Chromow am 28. August 2017 - 9:27.
Guten Tag, J.P.,
Nachteile entstehen Ihnen grundsätzlich nicht. Die wichtigsten Aspekte der UStIdNr.-Vergabe an umsatzsteuerliche Kleinunternehmer finden Sie im Text weiter oben. Eine Übersicht bietet der Abschnitt "Fazit: Praktisch zusammengefasst".
Die Details Ihres Einzelfall besprechen Sie am besten mit Ihrem Steuerberater oder Sie wenden sich direkt ans Finanzamt.
Kleinunternehmer - Rechnungen ins Ausland
Verfasst von Gast am 22. Juli 2017 - 14:05.
ich habe vor eine Zusammenarbeit mit einer italienischen Internetgesellschaft anzunehmen, in der ich meine journalistische Tätigkeit ausüben kann für die ich in Deutschland selbstständig gemeldet bin.
Ich müsste hierfür eine USt-IdNr. anfordern und bin mir nich sicher was da auf mich zukommt. Der Auftraggeber besitzt auch eine VAT Nummer, jedoch habe ich bei Recherche im Internet etwas Angst bekommen was monatlich Vorsteuer betrifft, Ansässigkeitsbescheinigungen und eine Scheinselbstständigkeit obwohl ich von Deutschland aus arbeite.
Können Sie mich bitte aufklären?
Antwort: Kleinunternehmer - Rechnungen ins Ausland
Verfasst von Robert Chromow am 22. Juli 2017 - 20:55.
Guten Abend, J.O.,
vielen Dank für Ihre freundliche Anfrage. Eine steuerliche Einzelfallberatung ist an dieser Stelle nicht möglich.
Die wichtigsten Informationen zu Lieferungen und Leistungen, die von umsatzsteuerlichen Kleinunternehmern für ausländische Unternehmen erbracht werden, finden Sie weiter oben im Text unter der Überschrift "Und was machen die Kleinunternehmer?"
Die Details Ihres Einzelfalls besprechen Sie am besten mit Ihrem Steuerberater: Die umsatzsteuerliche Behandlung grenzüberschreitende Lieferungen und Leistungen im innergemeinschaftlich (EU-)Verkehr ist noch komplizierter als die inländischer Umsätze: Fehler gehen zu Ihren Lasten und können teuer werden!
Kleinunternehmer + Ust-Identifikationsnummer = Umsatzsteuervora
Verfasst von Gast am 3. Dezember 2015 - 17:32.
Wie sieht denn der umgekehrte Fall aus?
Ich bin Kleinunternehmer, hatte bei der Gründung gleich eine Ust-Identifikationsnummer mitbeantragt und biete meine Dienstleistung ins Ausland an.
Wenn ich jetzt eine Rechnung nach Luxemburg (Amazon Partnerprogramm) oder in die Schweiz schicke, greift doch das Reverse-Charge Verfahren (der LEISTUNGSEMPFÄNGER trägt die Steuerschuld), damit brauche ich keine Umsatzsteuer auszuweisen und der Empfänger muss die in seinem Land geltende Umsatzsteuer zahlen. Richtig?
Muss ich aber dennoch, auf Grund der Ust-ID eine Umsatzsteuervoranmeldung monatlich abgeben, oder reicht dafür dann die Jahresumsatzsteuererklärung, die einmal im Jahr bei der Steuererklärung mit abgegeben wird? Oder hat diese nur Bedeutung, wenn ICH Waren/Leistungen aus dem Ausland beziehe?
Ich habe da widersprüchliches gelesen (manche Seiten sagen ich muss diese auch als Kleinunternehmer monatlich abgeben, weil ich eine Ust-ID Nummer habe).
Antwort: Kleinunternehmer + Ust-Identifikationsnummer =
Verfasst von Robert Chromow am 3. Dezember 2015 - 19:41.
die sogenannte Kleinunternehmer-Regelung gilt nur im Inland:
Bei grenzüberschreitenden Lieferungen und Leistungen greifen die allgemeinen Vorschriften des Umsatzsteuerrechts. Rechnungen über Lieferungen und Leistungen an Unternehmen in anderen EU-Ländern sind normalerweise umsatzsteuerfrei, wenn beide Seiten über eine gültige UStIdNr. verfügen. Monatliche Umsatzsteuervoranmeldungen sind m. W. nicht erforderlich - wohl aber "Zusammenfassende Meldungen"
http://www.akademie.de/wissen/zusammenfassende-meldung
Bitte nehmen Sie diese Auskünfte nur als Grundlagen-Information: Darüber hinaus würde ich mich auf Auskünfte aus Onlineforen und sozialen Netzwerken an Ihrer Stelle nicht verlassen: Die Details Ihres Einzelfalls besprechen Sie am besten mit Ihrem Steuerberater oder mit der für Sie zuständigen IHK. Sie können sich aber auch direkt ans Finanzamt wenden.
Guten Tag Herr Chromow, das
Verfasst von Gast am 4. Dezember 2015 - 10:56.
das widerspricht etwas der verlinkten Seite von Ihnen:
"Bitte beachten Sie: Ganz gleich, ob Warenlieferant oder Dienstleister - Kleinunternehmer im Sinne des § 19 Umsatzsteuergesetz brauchen grundsätzlich keine ZM abzugeben."
Für mich schwer einzuschätzen, ob entsprechend dann doch eine Voranmeldung nötige gewesen wäre ...
Antwort: Kleinunternehmer und ZM
Verfasst von Robert Chromow am 4. Dezember 2015 - 11:43.
Guten Tag und vielen Dank für Ihren Hinweis:
Die Aussage "Kleinunternehmer im Sinne des § 19 Umsatzsteuergesetz brauchen grundsätzlich keine ZM abzugeben." trifft insofern zu, als umsatzsteuerliche Kleinunternehmer normalerweise keine UStIdNr. haben.
Wenn sich Kleinunternehmer eine UStIdNr. ausstellen lassen, werden sie bei grenzüberschreitenden Lieferungen und Leistungen im innergemeinschaftlichen Verkehr wie ganz normale Unternehmer behandelt. In dem Fall sind dann auch "Zusammenfassende Meldungen" erforderlich. Umsatzsteuervoranmeldungen m. W. hingegen nicht.
Aber wie gesagt: Genau diese Details besprechen Sie am besten mit einem Steuerberater.
Noch eine persönliche Anmerkung hinterher: Die inländische Kleinunternehmerregelung dient dem Zweck, (nebenberuflichen) Selbstständigen und Kleingewerbetreibenden mit geringfügigen Umsätzen die Mühen des inländischen Umsatzsteuerrechts zu ersparen.
Verglichen damit sind die Steuer-, Ausfuhr- und Meldevorschriften bei internationalen Geschäften noch unverhältnismäßig viel komplizierter. Wer sich im Inland auf die Kleinunternehmerregelung beruft, sollte sich bei Auslandsgeschäften daher unbedingt von einem Steuerberater vertreten lassen! Do-it-yourself-Lösungen gehen leicht nach hinten los1
Umsatzsteuererklärung als Kleinunternehmer
Verfasst von Gast am 9. Oktober 2015 - 7:01.
ich bin Kleinunternehmerin und stehe vor der ersten Umsatzsteuererklärung, die ich abgeben soll da ich eine USt-ID Nr. habe. Ist das so richtig? Mein Umsatz ist unter den vorgeschriebenen Grenzen, daher ging ich bisher davon aus, dass ich keine Umsatzsteuererklärung abgeben muss. Ich berechne meinen Kunden auch keine Umsatzsteuer. Falls es nun doch so sein sollte, dass ich die Umsatzsteuererklärung abgeben muss: Welche Anlagen muss ich ggfs. mit ausfüllen?
Antwort: Umsatzsteuererklärung als Kleinunternehmer
Verfasst von Robert Chromow am 10. Oktober 2015 - 12:32.
auch KleinunternehmerInnen müssen eine Umsatzsteuererklärung abgeben. Damit bestätigen sie, dass die erzielten Umsätze der Kleinunternehmerregelung unterliegen und sie keine Umsatzsteuer in Rechnung gestellt oder eingenommen haben. Manche Finanzämter nehmen es hin, wenn Kleinunternehmer auf die "Nullsummen"-Steuererklärung verzichten. Normalerweise ist sie aber erforderlich. Wenn sie auf Nummer sicher gehen wollen, fragen Sie bei Ihrem Finanzamt nach.
Richtig schwierig ist so eine Umsatzsteuererklärung aber nicht: Es sind aber nur wenige Eintragungen auf dem Steuerformular erforderlich. Auf der Seite ...
"Umsatzsteuererklärung für Kleinunternehmer?"
http://www.akademie.de/wissen/selbstaendig-jahresabschluss
... wird die Prozedur Schritt für Schritt beschrieben.
Verfasst von Gast am 3. Dezember 2014 - 22:00.
Sehr geehrter Herr Chomorow,
ich habe ein Gewerbe als Einzelunternehmer unter Nutzung
der Kleingewerberegelung §19 Abs 1 USTG angemeldet.
Ich verkaufe zu 90% Dinge über ein bekanntes Onlineauktionshaus.
Ich verkaufe meine gebrauchte Ware auch vorrangig an Privatkäufer was den Status des Einzelhandels rechtfertigt. Ab und zu passiert es aber dass auch mal ein gewerblicher Käufer etwas bei mir kauft.
Zählt es deshalb gleich als Großhandel?
Antwort: Einzelhandel oder Großhandel
Verfasst von Robert Chromow am 4. Dezember 2014 - 13:07.
Nein, nicht, dass ich wüsste: Welche Konsequenzen / Nachteile befürchten Sie denn?
Aus meiner Sicht weitaus problematischer ist ein punktueller Wechsel der Zielgruppe in umgekehrter Richtung: In einem Großhandels-Geschäftsmodell, das auf "gewerbliche Käufer" und andere Unternehmenskundschaft ausgerichtet ist, fehlen unter Umständen Verbraucherschutz-Vorkehrungen. Falls sich dann einmal eine Privatperson in den Online-Shop verirrt, kann es Probleme geben. Doch diese Gefahr besteht bei Ihnen ja nicht.
Vielen Dank. Ich wollte nur
Verfasst von Gast am 6. Dezember 2014 - 17:00.
Vielen Dank. Ich wollte nur sicher gehen, da ich glaube bei der Betriebshaftpflicht Einzelhandel angegeben wurde. Sollte nun ungünstigerweise mal ein Haftpflichtfall durch einen gewerblichen Käufer entstehen, wovon ich nicht ausgehe, wüßte ich gern ob die
Betriebshaftpflicht das dann als Großhandel deklariert und sich somit aus der Haftung ziehen kann.
Verfasst von Gast am 19. Juni 2014 - 18:53.
Sehr geehrter Herr Chromow - guten Tag.
Ich habe vor wenigen Monaten ein Kleingewerbe nach §19 UStG gegründet (Gewinn/Verlust-Gegenrechnung bis 17.500 EUR).
Ich verkaufe gebrauchte Bücher + CDs, "generell" weltweit.
Beim FA bekam ich die Auskunft, diese USt-ID gilt *nur bei EU-Verkäufen* - ich benötigte diese nicht.
Ab und an verkaufe ich ein Buch in die Schweiz (Nicht-EU) und brauche dadurch keine USt-ID (lt. Mann vom FA).
Einige Wochen nach Abgabe meines Fragebogens zur steuerlichen Erfassung erhielt ich automatisch eine Steuernummer, welche keinen Hinweis auf USt-ID gibt (dieser Begriff USt taucht nicht auf).
Wieder beim FA angerufen: diese neue St.-Nr. soll ich auf jeder Rechnung mit dem Vermerk "aufgrund Kleinunternehmer-Regelung §19 keine Ausweisung der USt", angeben.
Damit könne ich auch außerhalb der EU Verkäufe tätigen (wenn ich dann Bestellungen erhielte).
Für Ihre (einfach verständliche) Antwort danke ich Ihnen.
Es irritiert, wieviel Infos & Aussagen immer auf einem einprasseln!
Freundlicher Gruß, Claus S.
Antwort: Kleinunternehmen nach §19 UStG
Verfasst von Robert Chromow am 20. Juni 2014 - 7:58.
vielen Dank für Ihre Anfrage. Ich bin nicht sicher, ob ich das Problem (sofern es sich um eines handelt :-)) richtig verstanden habe:
* Das Finanzamt hat Ihnen eine Steuernummer zugeteilt, bei der es sich nicht um die Umsatzsteueridentifikationsnummer (UStIdNr.) handelt.
* Gleichzeitig haben Sie die Auskunft erhalten, dass Sie für Ihre Geschäfte in Ländern außerhalb der EU keine UStIdNr. benötigen.
* Sie sollen stattdessen Ihre Steuernummer und einen Hinweis auf § 19 UStG auf Ihren Rechnungen angeben.
All das ist aus meiner Sicht völlig zutreffend und in Ordnung: Wo liegt aus Ihrer Sicht das Problem?
Antwort: Kleinunternehmen nach §19 UStG Verfasst von Robert Chro
Verfasst von Gast am 23. Juni 2014 - 18:49.
Mein "Problem" lag darin, ob die Aussage(n) des FA-Mannes wirklich stimmig ist/sind; viele Fragen - viele (verschiedene) Antworten = wie beim Zugfahren!
Wie Sie in der Antwort erwähnten sind die FA-Angaben korrekt - und ich bin damit beruhigt, das Richtige zu tun ohne Unsicherheit zu meinem Tun!
Insofern haben Sie meine Fragen voll beantwortet und mich dadurch "beruhigt"!
Ich wünsche Ihnen, Herr Chromow, eine gute + gesunde Zeit,
Ust-ID bei Einkauf aus den USA nötig? Trotzdem Kleinu.-regelung?
Verfasst von Miriam Zielke am 30. April 2014 - 12:08.
ich bin ja begeistert, dass Sie sich diesen ganzen Fragen hier annehmen! Danke sehr!
Ich starte ein Kleingewerbe und habe steuerliche Fragen. Als Studentin scheue ich mich leider noch vor den Kosten eines Stueerberaters. Die Grundlagen sind mir klar. Zur steuerlichen Erfassung brauche ich allerdings noch eine Antwort auf eine Frage, die die Handhabung von der Steuerpflichtigkeit betrifft – nämlich ob ich von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch machen kann, obwohl ich international tätig bin. Konkret ist meine Situation folgende:
Ich kaufe (nur 1 Produkt, ein Nahrungsergänzungsmittel) international ein (aus einem Drittland, nämlich der USA) und wiederverkaufe dieses international (überwiegend innerhalb der EU, aber auch gerne vereinzelt in Drittländer, also Nicht-EU-Länder).
Die große Frage ist die: Ob ich wirklich eine Umsatzsteueridentifikationsnummer beantragen MUSS (da diese ja für den Erwerb aus einem EU-Land gedacht ist, nicht für den Erwerb aus den USA), und wenn ja, ob ich dann trotzdem von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch machen kann. Das würde ich nämlich gerne.
Dass die USt-ID für den Einkauf in der EU notwendig ist, weiß ich, jedoch nicht, wie es in meinem Fall aussieht.
Mir ist bewusst, dass das eine Frage an einen Steuerberater wäre, allerdings scheue ich mich als Studentin noch vor den Kosten eines solchen. Leider nehmen mich Lohnsteuervereine ja als Selbständige nicht auf – obwohl ich noch Studentin bin.
Wie findet man heraus, ob Empfänger in anderen Länder (EU-Länder, Drittländer) Zoll für den Empfang zahlen müssen?
Antwort: Ust-ID bei Einkauf aus den USA nötig? Trotzdem Kleinu.-
Verfasst von Robert Chromow am 1. Mai 2014 - 13:10.
danke für die nette Rückmeldung. Eine Einzelfallberatung ist an dieser Stelle bekanntlich weder möglich noch zulässig. Daher nur ganz allgemein:
Eine Pflicht zur Beantragung der UStID gibt es für Kleinunternehmer nicht.
Die UStID dient nur dem Nachweis der Unternehmereigenschaft im EU-Binnenmarkt. Im Handel mit Drittländern spielt sie m.W. keine Rolle.
Der Verzicht auf eine steuerliche Beratung halte ich grundsätzlich für keine gute Idee - das kann später ein böses Erwachen geben, das mit wesentlich mehr Kosten verbunden ist als bei Bezahlung eines Steuerberater angefallen wäre.
An Ihrer Stelle würde ich mich aber zumindest an die Außenwirtschafts-Abteilung Ihrer IHK wenden: Dort bekommen Sie zumindest alle wichtigen Informationen über die allgemeinen Im- und Exportbestimmungen in Bezug auf bestimmte Drittländer.
Erwerbsbesteuerung wenn nur Lieferungen ins Ausland anstehen?
Verfasst von Gast am 13. November 2013 - 17:05.
auch ich habe eine Frage, und zwar zur Erwebrsbesteuerung.
Ich bin Kleinunternehmer und nehme die entsprechende Regelung nach §19 in Anspruch. Bisher hatte ich nur deutsche Kunden, beabsichtige aber in den nächsten Monaten an einen österreichischen Kunden zu liefern. Da jedoch meine Tätigkeit in Beratungsleistungen besteht, besteht keine Aussicht darauf, dass ich außerhalb von Deutschland Einkäufe tätigen müsste.
Muss ich trotzdem Erwerbsbesteuerung beantragen, obwohl diese sich ja auf Einkäufe im EU-Ausland bezieht, die ich wiederum gar nicht beabsichtige?
Vielen Dank für Ihre Hilfe (auch in den anderen Kommmentaren)
Antwort: Erwerbsbesteuerung wenn nur Lieferungen ins Ausland ans
Verfasst von Robert Chromow am 13. November 2013 - 23:41.
Vielen Dank, GC,
für Ihre freundliche Rückmeldung. Eine Einzelfallberatung ist an dieser Stelle nicht möglich, daher nur ganz allgemein:
Aus meiner Sicht brauchen Sie keine Umsatzsteueridentifikationsnummer und müssen sich daher auch nicht für die Erwerbsbesteuerung entscheiden: Im geschilderten Fall genügt es m. E. umsatzsteuerfreie Rechnungen über sonstige Leistungen (keine Lieferungen) an den österreichischen Kunden zu schreiben und darin ...
* auf die deutsche Kleinunternehmerregelung sowie
* die Reverse-Charge-Regelung zu verweisen (aufgrund der österreichische Kunde Umsatzsteuer an sein dortiges Finanzamt abführt, nur um sich diese Umsatzsteuer gleich wieder als Vorsteuer erstatten zu lassen.)
Informationen zur Reverse-Charge-Regelung finden Sie im Beitrag "Umsatzsteuer auf im Ausland erbrachte Dienstleistungen"
Am besten besprechen Sie die korrekte umsatzsteuerliche Behandlung grenzüberschreitender Leistungen mit einem Steuerberater.
Verfasst von Gast am 25. September 2013 - 19:33.
ich bin gerade dabei den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung auszufüllen.
Wenn ich die Umsatzsteuer-ID beantrage, kann ich das nur indem ich folgendes Ankreuze:
"ich benötige für die Teilnahme am innergemeinschaftlichen Waren-und Dienstleistungsverkehr eine Umsatzsteuer-...."
Ich möchte als Kleinunternehmer ohne Vorsteuerabzugberechtigung eingestuft werden.
Möchte die Nummer aber aus besseren Datenschutz/Seriösitätsgründen-
Kann ich das direkt im Fragebogen ankreuzen oder sollte ich die Nummer lieber später "ohne Angabe von Gründen" beantragen?
PS:Kann ich die neue Umsatzsteuer-ID auch Anstelle meiner Steuernummer im rechtlich korrekten IMPRESSUM angeben?
Quasi die Steuernummer TOTAL ersetzen?
Antwort: UStIdNr. auch für Kleinunternehmer
Verfasst von Robert Chromow am 21. Oktober 2013 - 16:16.
Auch Kleinunternehmer haben grundsätzlich Anspruch auf eine UStIdNr. Ausführliche Informationen zu diesem Thema finden Sie in folgendem Beitrag:
http://www.akademie.de/wissen/ustidnr-auch-fuer-kleinunternehmer
Bitte beachten Sie die dort genannten Voraussetzungen für die Vergabe einer UStIdNr. an Kleinunternehmer.
Aus meiner Sicht spricht nichts dagegen, die UStIdNr. im Fragebogen zur steuerlichen Erfassung zu beantragen.
Ja, nach meinen Informationen können Sie die UStIdNr. anstelle der persönlichen Steuernummer im Web-Impressum angeben.
Provisionsanspruch in Frankreich
Verfasst von Gast am 16. September 2013 - 7:55.
wir haben einen Vertreter in Frankreich welcher dort eine "Mikro-Firma" hat. Er hat für die erbrachten Aufträge Provisionsanspruch hat keine USt-IdNr. Wir diskutieren derzeit, wie er abzurechnen ist. Eine Kollegin meint, dass er unbedingt die USt-IdNr. beantragen muss, da, sobald Geschäfte in der EU betrieben werden, diese erforderlich ist. Eine andere Kollegin meint, wer keine ID hat wird behandelt wie ein inländischer Vertreter und die Provision mit 19 % Steuer bezahlt.
Antwort: Provisionsanspruch in Frankreich
Verfasst von Robert Chromow am 16. September 2013 - 8:45.
wenn es um höhere Beträge geht, lassen Sie sich am besten von einem Steuerberater unterstützen, der sich mit grenzüberschreitenden Provisionsgeschäften in der EU auskennt.
Ansonsten nur folgender Hinweis: Die Zahlung von Umsatzsteuer an einen Dienstleister in einem anderen EU-Land ohne Vorliegen einer UStIdNr. scheint mir keine gute Idee zu sein - jedenfalls dann nicht, wenn Sie die gezahlte Umsatzsteuer als Vorsteuer geltend machen wollen.
USt-Id. als Kleinunternehmer anfordern - Was ändert sich?
Verfasst von Gast am 12. August 2013 - 23:27.
ich habe die Kleinunternehmerregelung §19 USt-Id in Anspruch genommen und benötige jetzt eine USt-Id!
Was ändert sich konkret für mich? Muss ab sofort eine Umsatsteuer-Voranmeldung abgeben? Oder bleibt alles wie gehabt?
Antwort: USt-Id. als Kleinunternehmer anfordern - Was ändert ...
Verfasst von Robert Chromow am 13. August 2013 - 10:10.
was sich für Sie ändert, hängt ab m. E. davon, wofür Sie die UStIdNr. einsetzen: Falls Sie die UStIdNr. nur als Ersatz für die private Steuernummer nutzen, ändert sich für Sie nichts. Sofern Sie die UStIdNr. verwenden, um in anderen EU-Ländern umsatzsteuerfrei einzukaufen, sind Sie zu Umsatzsteuervoranmeldungen verpflichtet: In dem Fall müssen Sie ja nachträglich die deutsche Umsatzsteuer entrichten.
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie weiter oben im Artikel. Wegen der Details Ihres Einzelfalls sprechen Sie am besten mit Ihrem Steuerberater oder fragen direkt beim Finanzamt nach.
Als Kleinunternehmer Privat? Glaube nicht!
Verfasst von Gast am 3. Juli 2013 - 18:32.
Aus der aktuell offiziellen EU-Webseite:
Der Ort der Besteuerung richtet sich nach dem Ort, an dem die Dienstleistung erbracht wird. Maßgeblich ist dabei sowohl die Art der Dienstleistung als auch der Status des Dienstleistungsempfängers. Es muss zwischen Steuerpflichtigen, die als solche handeln (Unternehmen, das als solches handelt) und Nichtsteuerpflichtigen (Privatpersonen als Endverbraucher) unterschieden werden...Unter den Begriff "Steuerpflichtiger" fallen Personen, die eine wirtschaftliche Tätigkeit selbständig ausüben, selbst dann, wenn sie keine Mehrwertsteuer-Identifikationsnummer besitzen,....[Artikel 43 der MwSt-Richtlinie]...Dienstleistungen zwischen Unternehmen (B2B-Dienstleistungen) werden grundsätzlich am Ansässigkeitssort des Dienstleistungsempfängers besteuert.....
Quelle: http://ec.europa.eu/taxation_customs/taxation/vat/how_vat_works/vat_on_s...
Von daher ist es mir unverständlich, wenn Sie sagen, dass jemand privat ist, wenn er Kleinunternehmer ist und keine Ust-ID hat. Das passt nicht mit der EU-Gesetzgebung zusammen, die klar sagt, dass wenn jemand eine wirtschaftliche Tätigkeit selbstständig ausübt, auch dann, wenn er keine UST-ID hat, eben nicht privat ist.
Antwort: Als Kleinunternehmer Privat? Glaube nicht!
Verfasst von Robert Chromow am 4. Juli 2013 - 12:34.
und vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Damit das von Ihnen angesprochene Reverse-Charge-Verfahren greifen kann, benötigen alle Beteiligten eine UStIdNr. Wer keine UStIdNr. hat, kann im grenzüberschreitenden Verkehr nur wie eine Privatperson behandelt werden. Oder welche andere Möglichkeit sehen Sie?
Ausführliche Informationen zum Thema Umsatzsteuer im EU-Binnenmarkt bietet der Praxisleitfaden unseres Experten Martin Winkler
Es stellt sich als erster Schritt die Frage: Wo wird besteuert?
Verfasst von Gast am 11. Juli 2013 - 8:18.
Reverse Charge hin oder her. Es stellt sich als erstes die Frage: Wo wird besteuert. Und wird geregelt von der Frage, ob jemand Privat ist oder nicht.
In dem oben von mir beschriebenen EU-Text steht doch EINDEUTIG:
"..a business acting in its business capacity...
the concept of a taxable person covers anyone who independently carries out an economic activity....."
Und kein einziges Wort von einer UST-ID. Und darüber hinaus steht im offizellen EU-Papier noch: "even if that person is not identified for VAT purposes"
Also auch Personen die nicht bezüglich der Umsatzsteuer indentifiziert worden sind sprich keine VAT-ID haben.
Kennen Sie den ein andere OFFIZIELLES PAPIER z.B. ein Gesetz, dass sagt, dass wenn jemand keine VAT-ID. hat eine Privatperson ist. Ich kenne kein solches Papier oder Stellungnahme der EU.
Antwort: Es stellt sich ...
Verfasst von Robert Chromow am 11. Juli 2013 - 13:51.
Vielen Dank für Ihre Anmerkungen: Ausführliche Antworten auf die von Ihnen gestellte Frage "Wo wird besteuert?" bietet der bereits erwähnte Praxisleitfaden unseres Experten Martin Winkler
Alle weiteren Fragen zu den Details Ihres Einzelfalls besprechen Sie am besten mit Ihrem Steuerberater.
UStIdNr. auch für Kleinunternehmer(5 Seiten)

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