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Timestamp: 2019-07-18 14:26:49+00:00

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Rechtsprechung: XI ZR 332/12 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 16.04.2013
https://dejure.org/2013,24506
BGH, 17.09.2013 - XI ZR 332/12 (https://dejure.org/2013,24506)
BGH, Entscheidung vom 17.09.2013 - XI ZR 332/12 (https://dejure.org/2013,24506)
BGH, Entscheidung vom 17. September 2013 - XI ZR 332/12 (https://dejure.org/2013,24506)
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BGB § 280 Abs. 1 Satz 1; WpHG § 2 Abs. 3 Satz 2, §§ 31 ff.
§ 280 Abs 1 S 1 BGB, § 2 Abs 3 S 2 WpHG, § 31 WpHG, §§ 31 ff WpHG, § 31d WpHG vom 16.07.2007
Bankenhaftung aus Anlageberatung: Aufklärungspflicht über eigene Gewinnspanne bei Indexzertifikaten
Schadensersatz wegen fehlerhafter Anlageberatung im Zusammenhang mit dem Erwerb von Zertifikaten; Aufklärungspflichten einer Bank beim Verkauf von Indexzertifikaten im Wege des Eigengeschäfts
Keine Schadensersatzansprüche des Anlegers bei Verstoß der Bank gegen die aufsichtsrechtlich zu qualifizierenden Wohlverhaltensregeln ("Lehman Brothers")
Auch für Sachverhalte ab dem 1. November 2007 keine Aufklärungspflicht der beratenden Bank über ihre Gewinnspanne beim Verkauf von Indexzertifikaten im Wege des Eigengeschäfts
WpHG § 31d; BGB § 241 Abs. 2
Bankenrecht - Keine Aufklärungspflicht über Gewinnspanne bei Indexzertifikaten
Zu Lehman-Zertifikaten - Bank muss Anlagebetrag nicht zurückzahlen
Erneute Lehmann-Entscheidung
Schadensersatzklage von Lehman-Anleger erfolglos
Bank hat beim Verkauf von Indexzertifikaten im Wege des Eigengeschäfts nicht über Gewinnspanne aufzuklären
Bundesgerichtshof (BGH) entscheidet erneut zu Schadensersatzklagen von Lehman-Anlegern
Schadensersatz-Klagen von Lehman-Anlegern
Pflicht der Bank zur Aufklärung über ihre Gewinnmarge kann zu verneinen sein
BGB § 280 Abs. 1; WpHG § 2 Abs. 3 Satz 2, § 31d
Keine Schadensersatzansprüche des Anlegers bei Verstoß der Bank gegen die aufsichtsrechtlich zu qualifizierenden Wohlverhaltensregeln nach §§ 31 ff. WpHG ("Lehman Brothers")
Aufklärung über Gewinnmarge nach Inkrafttreten des FRUG
Lehman Brothers und Anlegeranwälte
Kurznachricht zu "Keine zivilrechtliehe Haftung der Banken im beratungsfreien Anlagegeschäft - zugleich Urteilsanmerkung zu BGH v. 17.09.2013 = WM 2013, 1983" von RA Christian Kropf, original erschienen in: WM 2014, 640 - 644.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 17.09.2013, Az.: XI ZR 332/12 (Keine Aufklärungspflicht der beratenden Bank über ihre Gewinnmarge im Eigengeschäft)" von RA Arne Maier, original erschienen in: VuR 2013, 464 - 467.
LG Heidelberg, 19.07.2011 - 2 O 301/10
BGH, 16.04.2013 - XI ZR 332/12
ZIP 2012, 1852
ZIP 2013, 2001
MDR 2013, 1294
WM 2013, 1983
DB 2013, 2385
NZG 2013, 1226
Für den Kunden ist bei der gebotenen normativ-objektiven Betrachtungsweise offensichtlich, dass die Bank eigene (Gewinn-)Interessen verfolgt, sodass darauf grundsätzlich nicht gesondert hingewiesen werden muss (…Senatsurteile vom 22. März 2011 - XI ZR 33/10, BGHZ 189, 13 Rn. 38…, vom 27. September 2011 - XI ZR 182/10, BGHZ 191, 119 Rn. 37 und - XI ZR 178/10, WM 2011, 2261 Rn. 40…, vom 26. Juni 2012 - XI ZR 316/11, WM 2012, 1520 Rn. 19, vom 16. Oktober 2012 - XI ZR 367/11, NJW-RR 2013, 244 Rn. 27 ff., vom 17. September 2013 - XI ZR 332/12, WM 2013, 1983 Rn. 11…, vom 1. Juli 2014 - XI ZR 247/12, WM 2014, 1621 Rn. 28 …und vom 20. Januar 2015 - XI ZR 316/13, WM 2015, 575 Rn. 31).
Bereits nach dem durch das Finanzmarktrichtlinie-Umsetzungsgesetz (FRUG) vom 16. Juli 2007 (BGBl. I, 1330) eingeführten und am 1. November 2007 in Kraft getretenen § 31d WpHG ist den Wertpapierdienstleistungsunternehmen die Annahme von Zuwendungen Dritter im Zusammenhang mit der Erbringung von Wertpapierdienstleistungen, worunter insbesondere die Anlageberatung fällt (§ 2 Abs. 3 Satz 1 Nr. 9 WpHG), aufsichtsrechtlich untersagt (vgl. dazu Senatsurteil vom 17. September 2013 - XI ZR 332/12, WM 2013, 1983 Rn. 16 ff.).
(2) Allerdings sind die Verhaltens-, Organisations- und Transparenzpflichten der §§ 31 ff. WpHG ausschließlich öffentlich-rechtlicher Natur und wirken auf das zivilrechtliche Schuldverhältnis zwischen Wertpapierdienstleistungsunternehmen und Kunde grundsätzlich nicht ein (Senatsurteil vom 17. September 2013 - XI ZR 332/12, WM 2013, 1983 Rn. 16 ff.).
Es ist nämlich für den Kunden bei der gebotenen normativ-objektiven Betrachtungsweise offensichtlich, dass die Bank eigene (Gewinn)Interessen verfolgt, sodass darauf nicht gesondert hingewiesen werden muss (…Senatsurteile vom 22. März 2011 - XI ZR 33/10, BGHZ 189, 13 Rn. 38…, vom 27. September 2011 - XI ZR 182/10, BGHZ 191, 119 Rn. 37 und XI ZR 178/10, WM 2011, 2261 Rn. 40…, vom 26. Juni 2012 - XI ZR 316/11, WM 2012, 1520 Rn. 19…, vom 16. Oktober 2012 - XI ZR 367/11, NJW-RR 2013, 244 Rn. 27 ff. und vom 17. September 2013 - XI ZR 332/12, WM 2013, 1983 Rn. 11, jeweils mwN).
Ein Umstand, der - wie die Gewinnerzielungsabsicht des Verkäufers - für den Kunden im Rahmen des Kaufvertrags offensichtlich ist, lässt innerhalb des Beratungsvertrags seine Schutzwürdigkeit entfallen (…Senatsurteile vom 27. September 2011 - XI ZR 182/10, BGHZ 191, 119 Rn. 44…, vom 26. Juni 2012 - XI ZR 316/11, WM 2012, 1520 Rn. 19…, vom 16. Oktober 2012 - XI ZR 367/11, NJW-RR 2013, 244 Rn. 27 und vom 17. September 2013 - XI ZR 332/12, WM 2013, 1983 Rn. 11).
Ebenso ist - anders als die Revisionserwiderung meint - ohne Bedeutung, ob die Bank zusätzlich zum Nenn- oder Kurswert vom Anleger einen weiteren Aufschlag oder - wie hier - eine "Provision" verlangt hat (Senatsurteil vom 17. September 2013 - XI ZR 332/12, WM 2013, 1983 Rn. 14).
Zudem ist der isolierte Hinweis auf eine als Anlage übergebene Wertpapierabrechnung unzureichend, da kein - übergangener - Parteivortrag der insoweit darlegungsbelasteten Klägerin (vgl. Senatsurteil vom 17. September 2013 - XI ZR 332/12, WM 2013, 1983 Rn. 13) dazu genannt wird, welches Erwerbsgeschäft zwischen den Parteien vereinbart worden sein soll.
Dem steht auch die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zur Offenlegung versteckter Innenprovisionen und zur Aufklärungsbedürftigkeit von Rückvergütungen nicht entgegen (vgl. BGH, Urteil vom 17. September 2013 - XI ZR 332/12 -, juris, m.w.N.).
Denn nach der Rechtsprechung des BGH ist es unerheblich, in welcher Weise die Bank bei einem Veräußerungsgeschäft ihr Gewinninteresse verfolgt (BGH, Urteil vom 17. September 2013 - XI ZR 332/12 -, juris; BGH…, Urteil vom 26. Juni 2012 - XI ZR 316/11, WM 2012, 1520 Rn. 19 aE;… BGH Urteil vom 16. Oktober 2012 - XI ZR 367/11 = NJW-RR 2013, 244 Rn. 28).
Entgegen der Ansicht der Klägerin trifft nicht die Beklagte, sondern sie als Klägerin für das Zustandekommen eines Kommissionsvertrags, aus dem sie Rechte herleiten möchte, die Darlegungs- und Beweislast (vgl. BGH, Urteil vom 17. September 2013 - XI ZR 332/12 -, juris ;… BGH Urteil vom 16. Oktober 2012 - XI ZR 368/11, juris Rn. 28).
Die aufsichtsrechtlichen Wohlverhaltenspflichten bewirken daher als solche weder eine Begrenzung noch eine Erweiterung der zivilrechtlich zu beurteilenden Haftung des Anlageberaters (BGH, Urteil vom 17.09.2013 - XI ZR 332/12 -, juris Rn. 20).
43 Bei einem Eigenprodukt bzw. Eigengeschäft der Bank besteht aber keine Aufklärungspflicht hinsichtlich der von ihr damit erzielten Gewinne, wie der BGH zuletzt mit Urteil vom 17.9.2013 (XI ZR 332/12 - bei juris) entschieden hat:.
Demzufolge sind nicht nur die streitgegenständlichen Transaktionen betreffend den B2 sowie B1 als Eigenprodukte der Beklagten nicht geeignet, die vom Kläger geltend gemachten Ansprüche zu begründen, sondern dasselbe Ergebnis gilt auch für die beiden übrigen Erstorders betreffend C3 und C4 als fremde Anlageprodukte, die " wie hier - im Wege des Eigengeschäfts (§ 2 Abs. 3 Satz 2 WpHG) oder des Eigenhandels (§ 2 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 WpHG) zu einem über dem Einkaufspreis liegenden Preis veräußert werden " (BGH mit Urteil vom 17.9.2013 (XI ZR 332/12 - bei juris)).
Das ist für die Annahme eines Schutzgesetzes nicht ausreichend (BGH, Urteil vom 17. September 2013 - XI ZR 332/12 -, Rn. 24).
Denn beim Aktiengeschäft - Näheres zum Aktienerwerb des Klägers aus 2003 wird nicht mitgeteilt - dürfte eine gänzlich andere rechtliche und tatsächliche Situation vorgelegen haben; hier fließen regelmäßig schon gar keine aufklärungspflichtigen verdeckten Rückvergütungen (vgl. BGH MDR 2013, 1294; NJW-RR 2013, 244; NJW 2012, 2873; m. w. N.).
Die Aufwandsvergütung, die die Beklagte für ihre Verkaufstätigkeit von der Emittentin erhielt, stellt sich deshalb als ein sog. Einkaufsrabatt der Emittentin dar, der nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (vgl. BGH, Urt. v. 17.09.2013, XI ZR 332/12, WM 2013, 1983, [BGH 17.09.2013 - XI ZR 332/12] zit. nach juris, Rn. 33 + 34) nicht offenbarungspflichtig ist.
OLG Frankfurt, 14.02.2014 - 23 U 163/13
https://dejure.org/2013,9966
BGH, 16.04.2013 - XI ZR 332/12 (https://dejure.org/2013,9966)
BGH, Entscheidung vom 16.04.2013 - XI ZR 332/12 (https://dejure.org/2013,9966)
BGH, Entscheidung vom 16. April 2013 - XI ZR 332/12 (https://dejure.org/2013,9966)
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Wirksamkeit der Beschränkung der Zulassung der Revision auf eine Schadensersatzforderung wegen unterlassener Aufklärung über einen gewährten Einkaufsrabatt (Vertriebsprovision); Herleitung einer Beschränkung der Revisionszulassung aus den Entscheidungsgründen des Berufungsurteils
WpHG § 31d; BGB § 280 Abs. 1; BGB § 311 Abs. 2
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs kann die Zulassung der Revision zwar auf eine von mehreren zur Begründung eines Schadensersatzanspruchs wegen fehlerhafter Anlageberatung vorgetragenen Pflichtverletzungen beschränkt werden (BGH…, Urteil vom 16. Oktober 2012 - XI ZR 368/11, juris Rn. 18 f. …sowie Beschlüsse vom 16. Dezember 2010 - III ZR 127/10, WM 2011, 526 Rn. 5 f. und vom 16. April 2013 - XI ZR 332/12, juris Rn. 6).
Hat das Berufungsgericht die Revision zu einer Rechtsfrage zugelassen, die nur für einen eindeutig abgrenzbaren Teil des Streitstoffs von Bedeutung ist, kann die gebotene Auslegung der Entscheidungsgründe ergeben, dass die Zulassung der Revision auf diesen Teil des Streitstoffs begrenzt ist (…BGH, Urteile vom 17. Januar 2008 - IX ZR 172/06, WM 2008, 748 Rn. 8…, vom 12. Mai 2010 - VIII ZR 96/09, NJW 2010, 3015 Rn. 18…, vom 20. März 2012 - XI ZR 340/10, juris Rn. 9 …und vom 16. Oktober 2012 - XI ZR 368/11, juris Rn. 14;… Beschlüsse vom 7. Juni 2011 - VI ZR 225/10, juris Rn. 4…, vom 15. Januar 2013 - XI ZR 400/11, juris Rn. 4, vom 16. April 2013 - XI ZR 332/12, juris Rn. 3 …und vom 25. Juni 2013 - XI ZR 110/12, juris Rn. 5).
Werden mehrere Aufklärungs- oder Beratungsfehler geltend gemacht, kann danach die Revision nur zu der Aufklärungspflichtverletzung zugelassen sein, für die die rechtliche Problematik von Bedeutung ist, die als Zulassungsgrund genannt ist (vgl. Senat…, Urteil vom 27. September 2011 - XI ZR 178/10, WM 2011, 2261 Rn. 8 …und Beschlüsse vom 16. Oktober 2012 - XI ZR 368/11, juris Rn. 15 und vom 16. April 2013 - XI ZR 332/12, juris Rn. 4 sowie BGH…, Urteil vom 15. November 2012 - III ZR 55/12, WM 2012, 2375 Rn. 4 …und Beschluss vom 16. Dezember 2010 - III ZR 127/10, WM 2011, 526 Rn. 5 f.).
BGH, 18.03.2015 - XI ZR 386/13
Berichtigung eines Urteils bei einer versehentlichen Abweichung des vom Gericht …
Die Kostenentscheidung in dem Senatsbeschluss vom 20. Januar 2015 entspricht der bisherigen Rechtsprechung des Senats (vgl. nur Senatsbeschlüsse vom 15. Januar 2013 - XI ZR 400/11, juris, vom 16. April 2013 - XI ZR 332/12, juris und vom 15. Oktober 2013 - XI ZR 362/12, juris).
Bei der Beschränkung der Revisionszulassung auf eine von mehreren zur Begründung eines Schadenersatzanspruchs wegen fehlerhafter Anlageberatung vorgetragenen Pflichtverletzungen handelt es sich um einen rechtlich selbständigen und abtrennbaren Teil des Gesamtstreitstoffs (…Senatsurteile vom 16. Oktober 2012 - XI ZR 368/11, juris Rn. 18 f. …und vom 22. Oktober 2013 - XI ZR 42/12, WM 2013, 2216 Rn. 27; Senatsbeschluss vom 16. April 2013 - XI ZR 332/12, juris Rn. 6; BGH…, Beschluss vom 16. Dezember 2010 - III ZR 127/10, WM 2011, 526 Rn. 5 f.).

References: § 280
 § 2

§ 280
 § 2
 § 31
 § 31
 § 31
 § 241
 § 280
 § 2
 § 31
 BGH 
 BGH 
 § 31
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 § 31
 § 280
 § 311