Source: http://www.verwaltung.uni-halle.de/KANZLER/ZGST/ABL/2008/08'3'11.htm
Timestamp: 2018-01-23 09:56:12+00:00

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18. Jahrgang, Nr. 3 vom 26. Februar 2008, S. 42
Erziehungswissenschaft (180 Leistungspunkte) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Gemäß §§ 13 Abs. 1 in Verbindung mit 67 Abs. 3 Nr. 8 und 77 Abs. 2 Nr. 1 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (HSG LSA) vom 05.05.2004 (GVBl. LSA S. 256), zuletzt geändert durch Artikel 6 des Gesetzes vom 21.03.2006 (GVBl. LSA S. 102), in Verbindung mit den Allgemeinen Bestimmungen zu Studien- und Prüfungsordnungen für das Bachelor- und Masterstudium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (ABStPOBM) vom 08.06.2005 hat die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg folgende Studien- und Prüfungsordnung für den Studiengang „Erziehungswissenschaft“ (180 Leistungspunkte) beschlossen.
§ 6 Aufbau des Studiengangs 3
§ 8 Arten von Lehrveranstaltungen 3
§ 12 Studien- und Prüfungsausschuss 5
§ 13 Bachelor-Arbeit 5
§ 14 Bewertung von Modulen und Berechnung der Gesamtnote des Studiengangs 6
§ 15 Nachteilsausgleich 6
Anlagen::
Studiengangsübersicht 8
Empfehlung für einen Semesterablaufplan 9
(1) Diese Studien- und Prüfungsordnung regelt in Verbindung mit den Allgemeinen Bestimmungen zu Studien- und Prüfungsordnungen für das Bachelor- und Master-Studium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Ziele, Inhalte und Aufbau des Bachelor-Studiengangs „Erziehungswissenschaft“ (180 Leistungspunkte).
(1) Im Studiengang Erziehungswissenschaft werden grundlegende Fachkenntnisse auf dem Gebiet der Erziehungswissenschaft, der erziehungswissenschaftlichen Forschungsmethoden sowie unterschiedlicher pädagogischer Professionsbereiche vermittelt. Die Studierenden erwerben dabei ein grundlegendes Verständnis erziehungswissenschaftlicher Problemstellungen und Denkansätze sowie erziehungswissenschaftlicher Forschungsmethoden. Vor diesem Hintergrund sollen die Studierenden dazu befähigt werden, pädagogische Probleme zu erkennen und nach wissenschaftlichen Methoden selbständig zu bearbeiten. Darüber hinaus bilden die professionellen Studienanteile die Möglichkeit, grundlegende und vertiefende Fachkenntnisse auf dem Gebiet der Sozialpädagogik zu erwerben und in diesem Zusammenhang pädagogische Handlungskompetenzen aufzubauen. Ergänzt wird dies durch Kenntnisse im Bereich der Erwachsenenbildung sowie der Rehabilitationspädagogik. Durch die Kombination dieser Wissens- und Kompetenzbereiche sollen die Studierenden auf ihre künftigen Tätigkeiten und Aufgaben im Erziehungs-, Bildungs- und Sozialwesen oder in einem weiterqualifizierenden Studiengang vorbereitet werden.
(2) Der Studiengang bildet damit die Grundlage für eine berufliche Tätigkeit in sozialpädagogischen, erwachsenenbildnerischen sowie gesundheits- und rehabilitationspädagogischen Handlungsfeldern ebenso wie für eine Weiterqualifikation in einem vertiefenden Masterstudiengang.
(2) Das Erfüllen der Zulassungsvoraussetzung begründet keinen Anspruch auf den Erhalt eines Studienplatzes für diesen Studiengang.
(3) Nach Abzug der Quoten gemäß § 7 Abs. 1 Nr. 2 bis 5 der Hochschulvergabeverordnung des Landes Sachsen-Anhalt (HVVO) vom 24. Mai 2005 in der jeweils gültigen Fassung stehen bis 10 Prozent der Studienplätze als Vorabquote für die Zulassung von ausländischen Staatsangehörigen und staatenlosen Bewerberinnen und Bewerbern, die nicht Deutschen gleichgestellt sind, zur Verfügung.
(2) Der Studiengang besteht aus Modulen, die insgesamt 180 Leistungspunkte ergeben. Der zeitliche Aufwand des Studiengangs (Workload) beträgt damit insgesamt 5.400 Stunden.
(3) Der Aufbau des Studienganges, Titel, Leistungspunkteumfang und Abfolge der Module, Teilnahmevoraussetzungen, Formen der Modulleistungen bzw. Modulteilleistungen sowie die Anteile der einzelnen Modulnoten an der Gesamtnote ergeben sich aus der Studiengangsübersicht (Anlage) zu dieser Ordnung.
(2) Das Praktikum wird als eigenständiges Modul mit einem Volumen von 20 Leistungspunkten in den Studiengang integriert. Das Modul besteht entweder in einem 12-wöchigen Praktikum oder in 2 Praktika von jeweils 6 Wochen Dauer.
(1) Das Kontaktstudium im Bachelor-Studiengang „Erziehungswissenschaft“ wird durch verschiedene Lehrveranstaltungsarten bestimmt. Wesentliche Unterrichtsformen sind:
(2) Sofern dies sachlich und didaktisch zweckmäßig ist, können einzelne Vermittlungsformen innerhalb einer Lehrveranstaltung auch miteinander kombiniert werden.
Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums wird von der Philosophischen Fakultät der akademische Grad des Bachelor of Arts (B.A.) verliehen.
(1) In der Studiengangübersicht (Anlage) in Verbindung mit den allgemeinen Modulbeschreibungen des Studiengangs sind die Formen von Modulleistungen und Modulvorleistungen sowie die Teilnahmevoraussetzungen festgelegt.
i. Gruppenarbeiten: dienen dazu, in Kleingruppen Lösungen zu fachwissenschaftlichen Problemstellungen zu erarbeiten und zu diskutieren. Die Bewertung wird von der bzw. dem für die Durchführung der jeweiligen Lehrveranstaltung fachlich Verantwortlichen vorgenommen;
j. Sitzungsprotokolle: eine inhaltliche Zusammenfassung einer Lehreinheit;
k. Projektbericht;
l. Diskussionsleitung;
m. Sitzungsmoderation;
n. Bearbeitungen von Übungsaufgaben;
o. Phonetisch/phonologische Transkription: Übertragen gesprochener Sprache in eine schriftlich fixierte Form entsprechend dem Internationalen Phonetischen Alphabet (IPA) mit den notwendigen diakritischen Zeichen.
(1) Teilnahmevoraussetzungen, Termine und Wiederholungstermine der Modulleistungen (§ 15 Abs. 2 ABStPOBM) sind der Studiengangsübersicht in Verbindung mit den allgemeinen Modulbeschreibungen des Studiengangs zu entnehmen.
(3) Die Anmeldemodalitäten werden in den konkreten Modulbeschreibungen, durch Aushang und/oder über das elektronische Prüfungs- und Studienverwaltungssystem bekannt gegeben. Die Zulassung zur Modulleistung kann von der Erfüllung von Modulvorleistungen abhängig gemacht werden. Nähere Einzelheiten ergeben sich aus der Studiengangsübersicht in Verbindung mit den Modulbeschreibungen.
(1) Für den Studiengang wird von den Fachvertreterinnen und Fachvertretern der Institute für Pädagogik und Rehabilitationspädagogik ein Studien- und Prüfungsausschuss gebildet, der vom Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät III zu bestätigen ist (§ 17 Abs. 1 ABStPOBM). Einem Prüfungsausschuss kann die Zuständigkeit für mehrere Studiengänge zugewiesen werden.
Die Leiterin bzw. der Leiter des für den Studiengang zuständigen Prüfungsamtes gehört ohne Stimmrecht dem Prüfungsausschuss an. Sie bzw. er kann sich vertreten lassen.
(1) Die Bachelor-Arbeit ist obligatorisch und bildet ein eigenes Modul im Umfang von 10 Leistungspunkten. Die Bachelorarbeit umfasst einen Arbeitsaufwand von 300 Stunden.
(2) Der Umfang der Bachelor-Arbeit soll nicht mehr als 40 Seiten aufweisen.
(3) Zur Bachelor-Arbeit wird zugelassen, wer im Studiengang eingeschrieben ist und erfolgreiche Studienleistungen im Umfang von mindestens 130 Leistungspunkten nachweist.
(4) Mit der Ausgabe eines Themas der Bachelor-Arbeit beginnt die Bearbeitungszeit. Diese beträgt 12 Wochen. Das Datum der Bekanntgabe des Themas ist aktenkundig zu machen.
(5) Das Thema der Bachelor-Arbeit kann einmal ohne Angabe von Gründen innerhalb der ersten vier Wochen der Bearbeitungszeit zurückgegeben werden. Die Bachelor-Arbeit gilt in diesem Fall als nicht begonnen.
(6) Die Studentin bzw. der Student fügt der Bachelor-Arbeit ein Verzeichnis der benutzten Quellen und Hilfsmittel sowie eine schriftliche Versicherung hinzu, dass sie bzw. er die Arbeit selbstständig verfasst hat, sie in gleicher oder ähnlicher Fassung noch nicht in einem anderen Studiengang als Prüfungsleistung vorgelegt und keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt sowie Zitate kenntlich gemacht hat.
(7) Die Studentin bzw. der Student fügt der Bachelor-Arbeit eine digitale Fassung seiner Arbeit (beschriftete CD oder Diskette) hinzu.
(8) Die Bachelor-Arbeit soll von zwei zur Prüfung berechtigten Personen in der Regel innerhalb von acht Wochen bewertet werden. Die erste Prüferin bzw. der erste Prüfer soll die Themenstellerin bzw. der Themensteller sein; die zweite Prüferin bzw. den zweiten Prüfer bestimmt die bzw. der Vorsitzende des Prüfungsausschusses.
(9) Bei Krankheit kann auf Antrag der Studentin bzw. des Studenten die Frist für die Abgabe der Bachelor-Arbeit verlängert werden. Dazu ist die Vorlage eines ärztlichen Attestes erforderlich. Erkennt der Studien- und Prüfungsausschuss die Gründe an, wird dieses der Studentin bzw. dem Studenten schriftlich mitgeteilt. Die Verlängerungszeit entspricht der Dauer der Erkrankung. Gleiches gilt bei Erkrankung eines minderjährigen Kindes, das im Haushalt der Studentin bzw. des Studenten lebt und für das die Studentin bzw. der Student die überwiegende Personensorge hat. Wegen der Inanspruchnahme von Mutterschutz und Elternzeit wird auf die Bestimmungen des § 19 ABStPOBM verwiesen. Anstelle der Verlängerung kann ein neues Thema ausgegeben werden.
(10) Eine nicht bestandene Bachelor-Arbeit kann einmal wiederholt werden. Dabei ist ein neues Thema zu stellen. Eine zweite Wiederholung ist ausgeschlossen.
(11) Die Bachelor-Arbeit ist in drei Exemplaren bei dem zuständigen Prüfungsamt einzureichen; der Abgabetermin ist aktenkundig zu machen. Wird die Bachelor-Arbeit nicht fristgerecht abgegeben, wird diese als „nicht ausreichend“ bewertet.
Die Studiengangsübersicht im Anhang dieser Ordnung regelt, welche Module benotet werden und welche in die Gesamtnote eingehen (§ 21 ABStPOBM).
Halle (Saale), 12. Dezember 2007
I. Allgemeine Pflichtmodule Teil 1 (85 LP)
Wissenschaftliches Schreiben (FSQ)
Einleitung + Gliederung
Ansätze und Probleme pädagogischer Theorie
Aspekte historischer Erziehungswissenschaft
Qualitative erziehungswissenschaftlicher Forschungsmethoden
Quantitative erziehungswissenschsftliche Forschungsmethoden
II. Pflichtmodule Studienrichtungen (45 LP)
III. Wahlmodule Studienrichtungen (10 LP)
IV. Allgemeine Schlüsselqualifikationen (ASQ): Wahl von 2 ASQ-Modulen (10 LP)
V. Allgemeine Pflichtmodule Teil 2 (30 LP)
H1: Einführung in die Erwachsenenbildung
I1-I5: Einführungswahlmodule Rehabilitationspädagogik
D1: Quantitative erziehungswissenschaftliche Forschungsmethoden
C2: Ansätze und Probleme pädagogischer Theorie
G3: Organisation und Intervention in sozialpädagogischen Feldern
D2: Qualitative erziehungswissenschaftliche Forschungsmethoden
C3: Aspekte historischer Erziehungswissenschaft
L: Bachelorarbeit

References: § 6

§ 8

§ 12

§ 13

§ 14

§ 15
 § 7
 § 19