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Timestamp: 2019-04-21 02:41:41+00:00

Document:
Mobile Integrationsdienste
MOBILE INTEGRATIONSDIENSTE (MID)
Finanzierung einer Integrationsassistenz
Eingliederungshilfe in der KiTa
Ansprechpartner für die Integrationsassistenz in der KiTa ist das Amt für Soziales und Wohnen, welches den Bedarf feststellt. Hier können Sie die Kostenübernahme für die Integrationsassistenz beantragen. Neben einem ärztlichen Gutachten ist auch ein Bericht des Kindergartens notwendig.
Wir beraten und unterstützen Sie gerne bei der Antragstellung. Selbstverständlich können wir auch ein gemeinsames Gespräch mit der KiTa vereinbaren.
Bei der Eingliederungshilfe im Bereich der KiTa werden die Einkommensverhältnisse der Eltern nicht berücksichtigt.
Eingliederungshilfe in der Schule
Nach § 53 ff SGB XII kann Menschen mit Behinderung Eingliederungshilfe gewährt werden. Nach § 54 SGB XII kann eine Möglichkeit der Hilfe zur angemessenen Schulbildung die Schulbegleitung sein.
Bei Kindern mit geistiger und/oder körperlicher Behinderung ist der Kostenträger der Hilfe in der Regel das Amt für Soziales und Wohnen. Schülerinnen mit einer seelischen oder einer Lernbehinderung fallen nach § 35a SGB VIII (Abs. 3) vorrangig in die Zuständigkeit der Jugendhilfe. Antragsberechtigt sind die Eltern bzw. Erziehungsberechtigten des/der Schülers/in mit Behinderung.
Bei der Integrationsassistenz in der Schule werden die Einkommensverhältnisse der Eltern nicht berücksichtigt.
Allerdings können für den Besuch des Offenen Ganztags und für die Ferienbetreuung in der Schule Elternbeiträge erhoben werden. Hier prüft das Amt für Soziales und Wohnen die Einkommensverhältnisse der Eltern.
Finanzierung in der Freizeitassistenz
Die Freizeit-Assistenz kann auf verschiedene Weise finanziert werden. Ein Mix aus verschiedenen Finanzierungsarten ist ebenfalls möglich.
Eingliederungshilfe – nach §§ 53ff SGB XII oder §35a SGB VIII
Menschen mit einer Schwerbehinderung, die im häuslichen Umfeld leben, können beim örtlichen Sozialhilfeträger Eingliederungshilfe nach §§ 53ff SGB XII beantragen. Bis zum 18. Lebensjahr ist die Gewährung abhängig vom Einkommen der Eltern. Liegt eine seelische Behinderung vor, kann Eingliederungshilfe nach §35a SGB VIII beim Jugendamt beantragt werden.
Personen, die im Ambulant Betreuten Wohnen leben, können Stunden der Freizeit-Assistenz im Rahmen des Individuellen Hilfeplanes beim Landschaftsverband Rheinland beantragen. Wir beraten Sie gerne, falls Sie noch Fragen zur Beantragung von Eingliederungshilfe haben.
Entlastungsbetrag nach § 45b SGB XI Seit 01.01.2017 stehen Menschen mit einem Pflegegrad monatlich einheitlich 125 Euro Entlastungsbetrag nach § 45b SGB XI zur Verfügung.
Zusätzlich besteht ab Pflegegrad 2 die Möglichkeit, den Entlastungsbetrag durch Umwandlung des Pflegesachleistungsbudgets zu erhöhen. Dazu muss bei der Pflegekasse ein Antrag gestellt werden. Es können so bis zu 40% des Pflegesachleistungsbudgets umgewandelt und als Leistungen zur Unterstützung im Alltag (Entlastungsbetrag) genutzt werden. Ausführliche Informationen erhalten Sie bei Ihrer zuständigen Pflegekasse oder unter www.pflegestaerkungsgesetz.de.
Verhinderungspflege – nach § 39 SGB XI
Ab Pflegegrad 2 liegt der jährliche Anspruch bei 1.612 €. Die Verhinderungspflege können Sie durch privat beschaffte Hilfen oder für die Finanzierung von Urlaubsreisen oder für die Freizeit-Assistenz nutzen. Seit dem 01.01.2015 können auch 50% des Kurzzeitpflegebudgets als Verhinderungspflege umgewidmet werden. Somit stehen Ihnen sogar 2.418 € Verhinderungspflege pro Jahr zur Verfügung. Es muss ein jährlicher Antrag bei Ihrer Pflegekasse gestellt werden.
Eine private Finanzierung der Freizeit- Assistenz ist jederzeit möglich.
Gerne klären wir im Gespräch mit Ihnen, welche Finanzierungsmöglichkeiten für Sie in Betracht kommen. Sprechen Sie uns einfach an. Wir beraten Sie gern und helfen bei der Beantragung.

References: § 53
 § 54
 § 35
 §35
 §35
 § 45
 § 45
 § 39