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Timestamp: 2020-08-15 04:27:37+00:00

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Neugeborenennachversicherung : Tagging : Neugeborenennachversicherung (Seite 2)
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Eine pro GKV oder pro PKV Aussage kann pauschal nicht getroffen werden. Beide Systeme haben Vor- wie auch Nachteile und müssen genau betrachtet werden. Solange das Kind gesund ist und bei der Geburt keine Geburtsschäden oder schweren Erkrankungen mit sich trägt, ist die „Standardversorgung“ mit U-Untersuchungen, Impfungen und mal der einen oder anderen Erkältung in beiden Systemen fast identisch. Auch eine deutlich verbesserte Wartezeit bei Arztterminen, wie man das bei Erwachsenen kennt, (mehr …)
Dann können die Eltern selbst entscheiden, ob das Kind diesen in Anspruch nehmen möchte oder alternativ doch eine (leistungsmäßig angepasste) Private Krankenversicherung abgeschlossen werden soll. Eltern können auch eine Private Ergänzungsversicherung (Zusatzversicherung) zur GKV des Kindes abschließen. So lassen sich Leistungen wie privatärztliche Behandlungen, Zahn- und Kieferorthopädie, Osteopathie oder Heilpraktiker in den Versicherungsschutz einschließen. (mehr …)
Immer wieder ergibt sich die gleiche Frage. EIn Kind wird geboren und es stellt sich die Frage der Krankenversicherung. Wie, wo und wann ist das Kind zu versichern? Welche Tarife und Möglichkeiten gibt es und wo muss das Kind eigentlich versichert werden?
Da schwirren Zahlen im Kopf rum, von 50 bis 200 EUR pro Monat. Auch die Frage wo es zu versichern ist, ist nicht immer einfach zu beantworten. Daher fangen wir mit einigen grundsätzlichen Fragen an.
Wo sind denn die Kinder zu versichern?
Dabei ist zunächst zu unterscheiden wie und wo die Eltern versichert sind. Die generelle und erste Frage die zu beantworten ist: Sind die Eltern des Kindes verheiratet? Sind diese das nicht, so ist nur maßgebend wo die Mutter versichert ist, hier folgt dann zunächst die Weiterversicherung des Kindes. Ist diese gesetzlich krankenversichert (freiwillig oder pflichtig), so besteht für das Kind die Möglichkeit der (beitragsfreien) Familienversicherung nach §10 SGB V.
Bei einer privaten Krankenversicherung (PKV) des Vaters sind aber auch hier die Voraussetzungen für eine Kindernachversicherung zu prüfen und diese ggf. anzumelden. Nur so ist eine Annahme ohne Gesundheitsprüfung möglich. Weitere Informationen zu den Fristen und der Nachversicherung finden Sie in meinen Blogbeiträgen:
oder auch Kindernachversicherung – nichts überstürzen und ausreichend informieren
In welchem Tarif soll ich denn nun mein Kind versichern?
Wie auch bei der eigenen Krankenversicherung sind hier sehr individuelle Auswahlkriterien zu beachten. Diese weichen aber teilweise von denen für Erwachsene ab, denn anders als bei deren Tarifen werden bei Kindern keine Alterungsrückstellungen gebildet. Weiterhin ist hier ein „Ende absehbar“, denn die Kinder werden zumindest mit Beginn der Ausbildung später einmal versicherungspflichtig.
Bei der Auswahl der Tarife der Kinder sind somit auch Leistungen wie Roming In, also die Kostenübernahme im Krankenhaus mit zu bedenken. Nicht nur bei Babys, auch bei kleineren Kindern ist es medizinisch oftmals sinnvoll, wenn ein Elternteil mit in der Klinik übernachtet. Dabei entstehen je nach Art und Dauer des Aufenthaltes Kosten, welche nicht von allen Unternehmen übernommen werden.
Gerade im Bereich der teuren Hilfsmittel gilt es aber auf eine sehr gute Versorgung zu achten. Hilfsmittel, wozu auch Prothesen und weitere Körperersatzstücke zählen, sind elementar wichtig und verursachen hohe Kosten. Anders als bei Erwachsenen, wo eine Prothese des Beines oder Armes über Jahre oder Jahrzehnte halten kann, brauchen Kinder im Laufe des Lebens mehrere davon. Bedingt durch den Wachstumsprozess müssen diese in kürzeren Abständen ersetzt werden.
Hierbei ist die Formulierung des Hilfsmittelkataloges in dem Tarif ein wichtiger Punkt. Was genau der Vorteil eines offenen Kataloges ist, ob es nur solche sein müssen und wo die genauen Unterschiede liegen, lesen Sie weiter im Beitrag: „Muss es ein offener Hilfsmittelkatalog sein? Was ist zu beachten?“
Dagegen gibt es andere Leistungsbausteine, welche weniger wichtig sind. Ob das Kind nun in einem Ein- oder Zweibettzimmer untergebracht ist, wird dieses meist nicht interessieren. Gerade aus sozialen Aspekten ist es einfacher „nicht allein“ zu sein und Einbettzimmer werden auf den wenigsten Kinderstationen angeboten.
Zunächst einmal ist die Auswahl bei der Versicherung der Kinder beschränkt. Die eigene Gesellschaft (wo mindestens ein Elternteil versichert ist) bietet im Rahmen der Nachversicherungsgarantie die Möglichkeit der Mitversicherung des Kindes. Wenn keine Optionen vorhanden sind, so kann maximal der eigene oder ein schlechterer Tarif gewählt werden. Verschiedene Gesellschaften bieten jedoch mehr Freiheiten bei der Tarifwahl. Manchmal kann auch eine geringere, manchmal auch in ganz anderer Tarif gewählt werden.
Doch das Kind muss nicht zwingend dort versichert werden. Es gibt weitere Unternehmen,welche auch eine Alleinversicherung des Kindes anbieten. Diese ist aber nicht- wie die fristgemäße Nachversicherung- ohne Risikoprüfung, sondern erfordert das Beantworten der Gesundheitsfragen im Antrag. Auch besteht hier kein Annahmezwang, es sind Zuschläge möglich und auch eine Ablehnung kann ausgesprochen werden.
Da es für den Versicherer ein „eher unerwünschtes“ Geschäft ist, bieten viele Unternehmen diese Möglichkeit nicht an oder machen es von einem Wechsel des Elternteils abhängig. Welche Unternehmen dennoch eine Kind allein aufnehmen, können Sie in der Übersicht nachlesen. (Vergleich: Wo sind Kinder alleine versicherbar?)
Wie stelle ich dort einen Antrag?
Nach der Auswahl des passenden Tarifs sind verschiedene Unterlagen nötig. Zum einen ist ein Antrag mit den vollständigen Gesundheitsfragen auszufüllen, weiterhin werden Kopien der U Untersuchungshefte benötigt. Diese dienen dem Versicherer zur Einschätzung und Verhindern die Wartezeiten in der Privaten Krankenversicherung.
Daher wählen Sie den Tarif genau aus und wenden sich dazu am besten an einen spezialisierten Berater um die Tarifmodelle, Optionen und weiteren Details zu klären.
Tags: Kindernachversicherung, Kinderversicherung, Neugeborenennachversicherung
UPDATE: der neue Beitrag ist hier:
Ein immer wieder gehörter Satz in der Beratung zur Privaten Krankenversicherung (PKV), ist der oben genannte. Oftmals werden hier jedoch die gesetzlichen Vorgaben nicht beachtet, es werden falsche Behauptungen aus dem Internet gelesen und geglaubt oder ein Berater „der wenig Ahnung“ hatte, gab einen falschen Ratschlag.
(Diese Übersicht steht Ihnen im Downloadbereich als kostenfreie pdf „Kinderversicherung GKV vs. PKV) zur Verfügung.)
Ob das Kind in die Private Krankenversicherung „muss“, „darf“ oder „kann“, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Zunächst sind die Grundlagen der Familienversicherung in der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) und die Vorgaben der Neugeborenennachversicherung bzw. Kindernachversicherung in der Privaten Krankenversicherung (PKV) zu bedenken und zu beachten.
Beginnen wir mit der Familienversicherung:
Geregelt ist diese im §10 des Sozialgesetzbuches V. Dabei müssen für die beitragsfreie Mitversicherung von Kindern oder auch Ehegatten folgende Voraussetzungen erfüllt sein.
Generell sprechen wir aber bei der Mitversicherung von Kindern in der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) immer nur dann von einer Prüfung, ob es eine beitragsfreie (Familien-)versicherung oder eine beitragspflichtige (freiwillige) Versicherung gibt, wenn einer der verheirateten Eltern nicht Mitglied in der GKV, sondern in einer privaten Krankenversicherung ist. Auch hierzu sind im gleichen Paragraphen die Voraussetzungen geregelt. Dort heißt es nämlich weiter:
(3) Kinder sind nicht (Anm. beitragsfrei nach §10) versichert, wenn der mit den Kindern verwandte Ehegatte oder Lebenspartner des Mitglieds nicht Mitglied einer Krankenkasse ist und sein Gesamteinkommen regelmäßig im Monat ein Zwölftel der Jahresarbeitsentgeltgrenze übersteigt und regelmäßig höher als das Gesamteinkommen des Mitglieds ist; bei Renten wird der Zahlbetrag berücksichtigt.
Also muss nicht nur der Vater oder die Mutter in einer Privaten Krankenversicherung versichert sein, sondern dazu auch noch über der Jahresarbeitsentgeltgrenze verdienen UND mehr verdienen als der GKV versicherte. Ist dieses der Fall, so muss das Kind keineswegs zwangsläufig in die Private Krankenversicherung. Das ist leider immer noch weit verbreiteter Unsinn.
Das Kind kann sich bei der gesetzlichen Krankenkasse gegen eigenen Beitrag (Kinderbeitrag) versichern und wird nicht gezwungen diese zu verlassen. Aus wirtschaftlichen Gründen und vor allem aus Gründen der Leistungen kann es jedoch Sinn machen, das Kind (wenn es gesund ist) in der PKV zu versichern. Im Rahmen der Neugeborenennachversicherung spielt der Gesundheitszustand zudem generell keine Rolle, solange kein besserer Versicherungsschutz als bei dem Elternteil gewünscht wird.
Private Krankenversicherung für das Kind:
Ist nun die Entscheidung getroffen, das Kind soll in der Privaten Krankenversicherung (PKV) versichert werden, so bieten sich hier unterschiedliche Tarife und Modelle an. Ob dem Kind von Geburt an ein Versicherungsschutz auch für Zähne und Zahnerkrankungen angeboten werden muss, ist eine weitere, oft gestellte Frage. Pauschal lässt sich diese nicht beantworten.
Handelt es sich um einen so genannten Kompakttarif (also einen Tarif der ambulante, zahnärztliche und stationäre Leistungen vereint), so stellt sich die Frage gar nicht erst, denn hier kann der Zahnschutz nicht per se ausgeschlossen werden. Aber bei Bausteintarifen könnte man bekanntlich auf den Teil verzichten. (Erklärungen hierzu im Leitfaden zur Privaten Krankenversicherung)
Dann sollten Sie aber bedenken, dass der Schutz für die Zähne nachversichert werden muss, es sein kann das es bereits (erblich bedingte?) Vorerkrankungen gibt und somit ein späterer Versicherungsschutz gar nicht möglich ist. Aufgrund der geringen Beitragshöhe wird aber auch hier der sofortige Einschluss sinnvoll sein, in den meisten Fällen zumindest.
Besonderheit: Arbeitgeberzuschuss für das Kind
Der Arbeitgeber von privat versicherten Arbeitnehmern leistet einen steuerfreien Zuschuss zur Privaten Krankenversicherung, den so genannten Arbeitgeberzuschuss. Grundlage hier ist der §257 des Sozialgesetzbuches V.
(2) Beschäftigte, die nur wegen Überschreitens der Jahresarbeitsentgeltgrenze oder auf Grund von § 6 Abs. 3a versicherungsfrei oder die von der Versicherungspflicht befreit und bei einem privaten Krankenversicherungsunternehmen versichert sind und für sich und ihre Angehörigen, die bei Versicherungspflicht des Beschäftigten nach § 10 versichert wären, Vertragsleistungen beanspruchen können, die der Art nach den Leistungen dieses Buches entsprechen, erhalten von ihrem Arbeitgeber einen Beitragszuschuss.
Der Arbeitgeberzuschuss wird (bis zur Höchstgrenze von 271,01 EUR in 2011 + Pflegevers.) auch für den Beitrag des Kindes gezahlt. Dazu wird der Gesamtbeitrag ermittelt, dieser durch zwei geteilt und dann bis zu 50% oder bis zu eben genanntem Maximalbetrag bezahlt. Ebenso wird ein 50% Zuschuss zu dem Beitrag der Pflegepflichtversicherung gezahlt.
Bei Kindern, die kein eigenes Einkommen haben, ist die Pflegepflichtversicherung in der privaten Kranken-/ Pflegeversicherung jedoch kostenfrei. Der Tarif ist somit zu 0,00 EUR Beitrag eingeschlossen.
Das Kind von unterschiedlich versicherten Eltern (also einer in der gesetzlichen Krankenkasse und einer in einer privaten Krankenversicherung) hat unter Umständen einen Anspruch auf kostenfreie Familienversicherung. Dieses ist besonders oft bei Selbstständigen und freiberuflich tätigen Personen (die in der PKV sind) der Fall. Oftmals liegt das Einkommen/ der Gewinn nicht über der Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) weshalb hier eine Familienversicherung nach §10 SGB V (siehe oben) möglich ist.
Ist diese beitragsfreie Versicherung in der GKV nicht möglich, so KANN das Kind gegen Beitrag in der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) oder der privaten Krankenversicherung (PKV) versichert werden.
Wenn Sie selbst PKV versichert sind, schauen Sie einmal nach, ob Ihr Versicherer beitragsfreie Zeiten während der Elternzeit vereinbart hat. Mehr dazu im Beitrag.
Sollten Sie sich dann für die GKV entscheiden, so bietet sich eine Zusatzversicherung für bestimmte Bereiche an, so unter anderem den teuren Bereich der Kieferorthopädie. Auch wenn es noch sehr lang hin ist, Hinweise gibt es hier: Kieferothopädische Behandlung in der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) und Sonderverträge für Bayern – PLUS: verbesserte Versorgung durch Zusatzversicherungen
Wie Sie das beste aus dem Arbeitgeberzuschuss für Ihr Kind machen, das lesen Sie hier. Arbeitgeberzuschuss für das Kind optimal nutzen!
Tags: Kinder, Kindernachversicherung, Neugeboren, Neugeborenennachversicherung
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 §10
 §10
 §257
 § 6
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 §10