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Timestamp: 2016-10-24 20:10:45+00:00

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8C_400/2013 (31.07.2013)
8C_400/2013 � � Urteil vom 31. Juli 2013
Die 1986 geborene S.________ war Lernende im Bereich Grafik bei der Firma X.________ AG und bei der Helsana Unfall AG (nachfolgend Helsana) obligatorisch unfallversichert. Am 1. Februar 2008 war sie als Mitfahrerin in einem Auto in einen Auffahrunfall mit sieben Fahrzeugen involviert. Der erstbehandelnde Arzt Dr. med. K._______, Facharzt FMH f�r Innere Medizin, den sie am n�chsten Tag aufsuchte, diagnostizierte im Bericht vom 21. M�rz 2008 eine Distorsion der Hals- (HWS) und Lendenwirbels�ule (LWS). Die Helsana kam f�r die Heilbehandlung und das Taggeld auf. Am 10. M�rz 2008 nahm die Versicherte ihre Arbeit wieder zu 100 % auf. Am 14. Juli 2010 ging bei der Helsana eine Schadenmeldung der Versicherten vom 8. Juli 2010 betreffend den Unfall vom 1. Februar 2008 ein. Im ihr von der Helsana zugestellten R�ckfallfragebogen beschrieb die Versicherte am 18. Juli 2010 Nacken- und R�ckenschmerzen sowie Schmerzen ausstrahlend in Schulter/Oberarm; die Beschwerden seien nie vollst�ndig abgeklungen. Die Helsana zog diverse Arztberichte und einen Aktenbericht ihres beratenden Arztes Dr. med. C.________, praktischer Arzt FMH, vom 6. August 2010 bei. Mit Verf�gung vom 17. August 2010 und Einspracheentscheid vom 4. Mai 2012 verneinte sie ihre Leistungspflicht, da der nat�rliche Kausalzusammenhang zwischen dem obigen Unfall und den ihr am 18. Juli 2010 gemeldeten Beschwerden nicht �berwiegend wahrscheinlich erstellt sei.
Hiegegen reichte die Versicherte beim Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden Beschwerde ein. Sie legte einen Bericht des Dr. med. P.________, Innere Medizin/Rheumatologie FMH, vom 27. Juli 2012 auf. Mit Entscheid vom 13. November 2012 wies die Vorinstanz die Beschwerde ab.
Mit Beschwerde beantragt die Versicherte, in Aufhebung des kantonalen Entscheides sei ihr eine Rente auf der Basis von 100 % zu gew�hren; eventuell sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen; ein zweiter Schriftenwechsel sei anzusetzen.
Mit der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann eine Rechtsverletzung nach Art. 95 f. BGG geltend gemacht werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Trotzdem pr�ft es - vorbeh�ltlich offensichtlicher Fehler - nur die in seinem Verfahren geltend gemachten Rechtswidrigkeiten (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG; BGE 135 II 384 E. 2.2.1 S. 389).
Die Vorinstanz hat die Grundlagen �ber den f�r die Leistungspflicht des obligatorischen Unfallversicherers vorausgesetzten nat�rlichen und ad�quaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem Gesundheitsschaden (BGE 134 V 109 E. 2 S. 111 f.) sowie den R�ckfall und die Sp�tfolgen als besondere revisionsrechtliche Tatbest�nde (Art. 11 UVV; BGE 127 V 456 E. 4b S. 457; SVR 2009 UV Nr. 62 S. 217 E. 3.4 [8C_91/2009], 2005 MV Nr. 1 S. 1 E. 1.2 [M 1/02]) richtig dargelegt. Gleiches gilt betreffend den Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG; BGE 138 V 218 E. 6 S. 221), den Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 134 V 109 E. 9.5 S. 125) sowie den Beweiswert von Berichten versicherungsinterner �rzte (BGE 135 V 465) und von Aktenberichten bzw. -gutachten (SVR 2010 UV Nr. 17 S. 63 E. 7.2 [8C_239/2008]; RKUV 1993 Nr. U 167 S. 95 E. 5d). Darauf wird verwiesen.
Die Vorinstanz hat in W�rdigung der medizinischen Aktenlage gest�tzt auf den Aktenbericht des Dr. med. C.________ vom 6. August 2010 mit einl�sslicher Begr�ndung - auf die verwiesen wird - richtig erkannt, dass der nat�rliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall der Versicherten vom 1. Februar 2008 und den von ihr im Jahre 2010 der Helsana gemeldeten Beschwerden nicht �berwiegend wahrscheinlich erstellt sei. Demnach habe die Versicherte keinen Leistungsanspruch.
Die Versicherte erhebt keine R�gen, welche die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen zu ihrem Gesundheitszustand als unrichtig oder unvollst�ndig (Art. 97 Abs. 2 BGG) oder den angefochtenen Entscheid als rechtsfehlerhaft nach Art. 95 BGG erscheinen lassen. Festzuhalten ist insbesondere Folgendes:
Die Versicherte bringt vor, Art. 49 Abs. 1 ATSG sowie ihr Anspruch auf rechtliches Geh�r und die Rechtsweggarantie (Art. 29 BV; Art. 6 EMRK) seien verletzt worden. Denn die Helsana habe offensichtlich s�mtliche Leistungen eingestellt, ihr dies aber nicht mitgeteilt. Nicht einmal nach 1 1/2 Jahren habe sie erfahren, dass ihr Fall abgeschlossen sei. Die Helsana habe ihr lediglich eine R�ckfallmeldung zugestellt, die sie alsdann eingereicht habe. Erst danach habe sie die Verf�gung vom 17. August 2010 erlassen. Sie habe den Grundfall mithin nicht - wie praxisgem�ss erforderlich - zumindest mit schriftlicher Mitteilung abgeschlossen. Somit k�nne nicht von einem R�ckfall gesprochen werden, sondern habe sich die Vorinstanz ohne Weiteres mit dem Sachverhalt zu befassen.
Der Fallabschluss hat in Form einer Verf�gung zu erfolgen, wenn und solange die (weitere) Erbringung erheblicher Leistungen zur Diskussion steht (BGE 132 V 412 E. 4 S. 417; Art. 124 UVV). Erl�sst der Versicherer stattdessen nur ein einfaches Schreiben, erlangt dieses in der Regel jedenfalls dann rechtliche Verbindlichkeit, wenn die versicherte Person nicht innerhalb eines Jahres Einw�nde erhebt (BGE 134 V 145). Standen zu einem bestimmten Zeitpunkt indessen keine Leistungen mehr zur Diskussion, kann ein R�ckfall auch vorliegen, ohne dass der versicherten Person mitgeteilt wurde, der Versicherer schliesse den Fall ab und stelle seine Leistungen ein. In dieser Konstellation ist entscheidend, ob zum damaligen Zeitpunkt davon ausgegangen werden konnte, es werde keine Behandlungsbed�rftigkeit und/oder Arbeitsunf�higkeit mehr auftreten. Dies ist im Rahmen einer ex-ante-Betrachtung unter Ber�cksichtigung der konkreten Umst�nde zu beurteilen (Urteil 8C_185/2008 vom 17. Dezember 2008 E. 4.3 mit Hinweisen). Die Vorinstanz hat mit einl�sslicher Begr�ndung erkannt, dass hier ein Abschluss des Grundfalls auch ohne f�rmliche Mitteilung durch die Helsana angenommen werden kann, zumal die Versicherte seit 10. M�rz 2008 wieder zu 100 % arbeitsf�hig war und der Helsana danach erst wieder mitgeteilt wurde, sie sei seit 26. Mai 2010 erneut behandlungsbed�rftig (vgl. auch E. 6 hienach). Dagegen bringt die Versicherte keine substanziierten Einw�nde vor. Die der Helsana im Jahre 2010 gemeldeten Beschwerden sind somit - der Vorinstanz folgend - als R�ckfall zu beurteilen.
5.1.�Die Versicherte r�gt, die Helsana habe ihre Akten unbesehen des Geheimnisses und Intimit�tsgrades an Dr. med. C.________ weitergereicht, ohne vorher ihre Einwilligung eingeholt zu haben. Damit sei Art. 8 Abs. 1 EMRK verletzt worden, zumal keine hinreichende gesetzliche Grundlage nach Art. 8 Abs. 2 EMRK bestehe.
Dr. med. C.________ hat sich unbestrittenermassen als beratender Arzt der Helsana ge�ussert. Damit kann er nicht die Stellung eines unabh�ngigen Gutachters oder Sachverst�ndigen beanspruchen (vgl. RKUV 2003 Nr. U 484 S. 251 E. 3.2.1 [U 273/01]). Vielmehr ist er, was den Beweiswert seiner Stellungnahme vom 6. August 2010 angeht, einem versicherungsinternen Arzt gleichzusetzen (Urteil 8C_160/2012 vom 13. Juni 2012 E. 3.2.1). Bei der Pr�fung der Begehren darf der Versicherungstr�ger den Sachverstand versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen einbeziehen (BGE 135 V 465 E. 4.2 S. 467 f. mit Hinweis). Die vorherige Einholung einer Einwilligung der versicherten Person ist nicht erforderlich. Die Vorinstanz - auf deren Erw�gungen verwiesen wird - hat richtig erkannt, dass eine Verletzung von Art. 8 EMRK nicht vorliegt, zumal Art. 3 lit. h, Art. 17 und 19 DSG, Art. 33 und Art. 47 f. ATSG sowie Art. 96 lit. b UVG die Voraussetzungen von Art. 8 Abs. 2 EMRK erf�llen.
5.2.�Die Versicherte bringt vor, Dr. med. C.________ stehe in einem Abh�ngigkeitsverh�ltnis zur Helsana. Hierzu ist festzuhalten, dass ein Ausstandsgrund nicht schon deswegen gegeben ist, weil jemand Aufgaben f�r die Verwaltung erf�llt, sondern erst bei pers�nlicher Befangenheit (Art. 36 Abs. 1 ATSG und Art. 10 VwVG; BGE 137 V 210 E. 1.3.3 S. 226 f., 135 V 254 E. 3.4.1 S. 259, 132 V 93 E. 6.5 und 7.1 S. 108 ff.; Urteil 8C_220/2013 vom 4. Juli 2013 E. 4.2). Die Versicherte macht keine relevanten Ausstands- oder Ablehnungsgr�nde gegen Dr. med. C.________ geltend, was erstmals vor Bundesgericht ohnehin unzul�ssig w�re (BGE 132 V 93 E. 7.4.2 S. 112; Urteil 8C_438/2011 vom 31. Juli 2012 E. 3.2).
5.3.�Da es sich bei der Stellungnahme des Dr. med. C.________ vom 6. August 2010 nicht um ein Gutachten nach Art. 44 ATSG handelt (E. 5.1 hievor), ist der Einwand der Versicherten, sie habe ihm keine Erg�nzungsfragen stellen k�nnen, nicht stichhaltig (BGE 135 V 465 E. 4.2 S. 468; Urteil 8C_738/2011 vom 3. Februar 2012 E. 4.2).
Die Versicherte beruft sich auf den Bericht des Dr. med. E.________, FMH f�r Rheumatologie und Rehabilitation, vom 15. Juli 2010; dieser attestiere einen Status nach HWS-Distorsion im Februar 2008 und beschreibe ein Beschwerdebild, das zumindest mit den bereits am Unfalltag gegen�ber dem Polizisten geschilderten Schmerzen im Nacken- sowie unteren R�cken- und Brustbereich �bereinstimme. Dies verweise auf einen nat�rlichen Kausalzusammenhang. Weiter macht die Versicherte geltend, auch Dr. R.________ (recte: der Physiotherapeut R.________) k�nne best�tigen, dass sie w�hrend l�ngerer Zeit wegen der Problematik im Bereich der HWS-Distorsion in seiner physiotherapeutischen Behandlung gewesen sei.
Hierzu ist Folgendes festzuhalten: Aus den Akten geht hervor, dass die Versicherte aufgrund einer Verordnung des Dr. med. K.________ vom 26. Mai 2010 - worin ein Status nach HWS-Distorsionstrauma im Februar 2008 mit persistierenden muskul�ren Beschwerden diagnostiziert wurde - beim Physiotherapeuten R.________ vom 27. Mai bis 28. Juni 2010 in Behandlung war. Dr. med. E.________ ging im Bericht vom 15. Juli 2010 von einem Zervikovertebral- und Zervikobrachialsyndrom bei Status nach HWS-Distorsion im Februar 2008 aus. Indessen �usserten sich die Dres. med. K.________ und E.________ in diesen Unterlagen nicht ausdr�cklich zur Frage der Unfallkausalit�t der Beschwerden.
Demgegen�ber legte Dr. med. C.________ am 6. August 2010 einleuchtend dar, weshalb die Beschwerden der Versicherten nicht �berwiegend wahrscheinlich auf den Unfall vom 1. Februar 2008 zur�ckzuf�hren sind. Insbesondere �usserte er sich hierbei auch zu den seit dem Unfall angegebenen Br�ckensymptomen (vgl. Urteil 8C_234/2012 vom 26. Juli 2012 E. 5.1). Seine Ausf�hrungen erf�llen die Anforderungen an einen rechtsgen�glichen medizinischen Aktenbericht (vgl. die in E. 2 hievor angef�hrte Rechtsprechung). Die Versicherte liefert keine Anhaltspunkte, die auch nur geringe Zweifel an der Zuverl�ssigkeit und Schl�ssigkeit seiner Feststellungen wecken (vgl. BGE 135 V 465). Von weiteren Abkl�rungen sind keine neuen entscheidwesentlichen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf zu verzichten ist; dies verst�sst weder gegen den Untersuchungsgrundsatz noch gegen den Geh�rsanspruch (antizipierte Beweisw�rdigung; BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236; Urteil 8C_201/2013 vom 17. Juni 2013 E. 3.3).
Die Beschwerde wird ohne Durchf�hrung eines Schriftenwechsels erledigt (Art. 102 Abs. 1 BGG). Die unterliegende Versicherte tr�gt die Verfahrenskosten (Art. 66 Abs. 1, Art. 68 Abs. 2 BGG).

References: Art. 95
 BGE 
 BGE 
 Art. 61
 BGE 
 Art. 95
 Art. 49
 Art. 6
 Art. 124
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 3
 Art. 17
 Art. 33
 Art. 47
 Art. 96
 Art. 8
 Art. 10
 BGE 
 Art. 44
 BGE 
 BGE 
 Art. 68