Source: http://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/BgblAuth/BGBLA_2004_II_358/BGBLA_2004_II_358.html
Timestamp: 2018-01-23 08:16:15+00:00

Document:
Ausgegeben am 13. September 2004
358. Verordnung:
Sprengarbeitenverordnung – SprengV
[CELEX-Nr.: 31992L0104]
358. Verordnung des Bundesministers für Wirtschaft und Arbeit über die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer/innen bei der Durchführung von Sprengarbeiten und mit der die Bauarbeiterschutzverordnung geändert wird (Sprengarbeitenverordnung – SprengV)
§ 3. Sprengbefugte und Sprenggehilfen/gehilfinnen
§ 4. Allgemeine Pflichten der Arbeitgeber/innen
§ 5. Gefahrenermittlung und –beurteilung sowie Festlegung von Schutzmaßnahmen
§ 6. Sprengmittel
§ 7. Übernahme, Lagerung und Entnahme von Sprengmitteln
§ 8. Zwischenlagerung von Sprengmitteln
§ 9. Transport von Sprengmitteln innerhalb der Arbeitsstätte, Arbeitsstelle oder Baustelle
§ 10. Laderäume
§ 11. Laden und Besetzen
§ 12. Elektrische und elektronische Zündung
§ 13. Zündung mit Sprengschnur oder Zündschlauch (Shock Tube)
§ 14. Zündung mit Sicherheitsanzündschnur
§ 15. Gefahrenbereich
§ 16. Sicherung des Gefahrenbereiches
§ 17. Freigabe des Gefahrenbereiches
§ 18. Versager
§ 19. Funde
§ 20. Entsorgung von Sprengmitteln
§ 21. Tiefbohrlochsprengungen (Großbohrlochsprengungen)
§ 22. Sprengarbeiten unter Tage
§ 23. Sprengarbeiten in untertägigen Grubengas führenden Bergbauen und in untertägigen Bergbauen mit entzündlichen Stäuben (Kohlenbergbauen)
§ 24. Sprengarbeiten unter Wasser
§ 25. Lawinenauslösesprengungen
§ 26. Abbruchsprengungen
§ 27. Metallsprengungen
§ 28. Anwendungsbeschränkungen
§ 29. Übergangsbestimmungen
§ 30. Schlussbestimmungen
§ 3. (1) Als Sprengbefugte dürfen nur Personen beschäftigt werden, die das 21. Lebensjahr vollendet haben und die nach §§ 62, 63 und 113 ASchG berechtigt sind, Sprengarbeiten durchzuführen.
§ 13. (1) Es ist dafür zu sorgen, dass die Zünder, Sprengschnüre, Zündschläuche, Sprengschnur-verzögerer (Sprengverzögerer) und Oberflächenverbinder entsprechend den Angaben der Hersteller/innen oder Inverkehrbringer/innen verlegt werden, um eine sichere Zündung der Sprengladungen zu gewährleisten.
(2) Es ist dafür zu sorgen, dass bei jeder Sprengung Sprengsignale, die von anderen Signalen deutlich unterscheidbar und innerhalb des Gefahrenbereiches deutlich hörbar sind, mit folgender Bedeutung gegeben werden:
Einmaliger langer Ton - Gefahrenbereich räumen oder Deckung aufsuchen
Zweites Signal:
Zweimaliger kurzer Ton - Zünden
Drittes Signal:
Dreimaliger kurzer Ton - Sprengen beendet
(3) Sofern die Messungen eine Konzentration brandgefährlicher Gase von mehr als 50 % der unteren Explosionsgrenze ergeben, dürfen Arbeitnehmer/innen mit Sprengarbeiten nicht beschäftigt werden.
(2) Mit Taucherarbeiten im Zuge von Sprengarbeiten unter Wasser dürfen nur dafür geeignete Sprengbefugte, die auch über einen Nachweis der Fachkenntnisse für Taucherarbeiten gemäß §§ 62, 63 und 119 ASchG verfügen, beschäftigt werden.
die gemäß § 16 Abs. 1 Z 1 erforderlichen Warntafeln mit dem Wortlaut “Achtung! Lawinenauslösesprengungen! Akute Lawinengefahr! Betreten verboten!" versehen werden und Hinweise auf mögliche Lawinenauslösesprengungen im oberhalb und unterhalb des gefährdeten Bereichs liegenden Gebiet und im Nahbereich der Sprengstellen, insbesondere in frequentierten Gebäuden, angebracht werden,
(5) Abweichend von Abs. 3 Z 4 dürfen bei Lawinensprengungen vom Hubschrauber aus die Spreng-ladungen nicht mit Schnüren oder Bändern versehen sein oder die Sprengladungen abgeseilt werden.
(6) Abs. 1 Z 3, § 4 Abs. 1 Z 4 und § 16 gelten nicht, wenn mit der Sprengarbeit keine diesbezüg-lichen Gefährdungen verbunden sind.
(3) Gemäß § 196 Abs. 2 MinroG wird festgestellt, dass mit In-Kraft-Treten dieser Verordnung die noch geltenden Bestimmungen (Inhaltsverzeichnis, §§ 54 bis 56) der in § 196 Abs. 1 Z 8 MinroG übergeleiteten Bergpolizeiverordnung über verantwortliche Personen – BPV-Personen, BGBl. II Nr. 108/1997, zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 9/2003, außer Kraft treten. Die Verordnung über verantwortliche Personen im Bergbau – VPB-V, BGBl. II Nr. 9/2003, bleibt unberührt.

References: § 3

§ 4

§ 5

§ 6

§ 7

§ 8

§ 9

§ 10

§ 11

§ 12

§ 13

§ 14

§ 15

§ 16

§ 17

§ 18

§ 19

§ 20

§ 21

§ 22

§ 23

§ 24

§ 25

§ 26

§ 27

§ 28

§ 29

§ 30

§ 3

§ 13
 § 16
 § 4
 § 16
 § 196
 § 196