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Timestamp: 2018-02-25 00:21:05+00:00

Document:
Kann mir jemand bei der EV helfen - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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Kann mir jemand bei der EV helfen
Ich hab nun auch eine Eingliederungsvereinbarung bekommen.
Mein problem ist das ich ein paar satze oder Abschnitte nicht verstehe:
Herr XXX verpflichtet sich, alle möglichkeiten zu nutzen, um den eigenen Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln und Kräften zu beschtreiten und an allen Maßnahmen zur Eingliederung mitzuwirken.
also was wollen die von mir? ich verstehe das so das ich jeden müll mitmachen soll (z.b. 1 euro job usw.) hauptsache die müssen mir nichts zahlen oder wie?
wäre echt nett wenn jemand schnell antworten würde denn der Brief muss bis montag bei denen sein
ich verstehe das auch so. Aber warte noch eine Weile. Wir haben hier Leute, die sich mit EGV besser auskennen und dazu noch was sagen können. Also bitte noch etwas Geduld
17.08.2007, 14:14 #3
da wäre ersteinmal dieser Link zu empfehlen
und dann unsere Mustervorlage dazu
und dann solltest du noch das lesen
http://www.elo-forum.net/urteile/urt...708151121.html
17.08.2007, 14:56 #4
Eure PDF-Datei steht im Widerspruch zu dem Text vom Poldi bzgl. Wehren gegen Eingliederungsvereinbarungen.
Poldi zeigt einen Weg auf, wie man sich dagegen wehren kann, diesen sinnlosen Papiermüll überhaupt zu unterschreiben.
Ihr empfehlt dann aber mit Eurer PDF-Datei, eine eigene EGV aufzusetzen, obwohl auch eine eigene EGV völlig sinnlos und daher nicht zu unterschreiben ist.
Soll keine Kritik sein, aber mal ein Hinweis auf die Widersprüchlichkeit, die sich aus beiden Verweisen ergibt und die Leute sicherlich nicht wenig verwirrt.
17.08.2007, 15:21 #5
In Eingliederungsvereinbarungen werden gelegentlich einfach grundsätzliche Regelungen des SGB II wiederholt,
wohl aus Mangel an Ideen oder konkreter Gestaltungsmöglichkeiten.
Hier ist es der § 2 SGB II:
"SGB II § 2 Grundsatz des Forderns
(2) Erwerbsfähige Hilfebedürftige und die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen haben in eigener Verantwortung alle Möglichkeiten zu nutzen, ihren Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln und Kräften zu bestreiten. Erwerbsfähige Hilfebedürftige müssen ihre Arbeitskraft zur Beschaffung des Lebensunterhalts für sich und die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen einsetzen."
also was wollen die von mir? ich verstehe das so das ich jeden müll mitmachen soll (z.b. 1 euro job usw.)
17.08.2007, 17:18 #6
Kannst du mir mal den Text bis zu den Rechtsbelehrungen eintippen und per PN schicken? Das mit den "allen Maßnahmen zur Eingliederung" mitwirken würde ich so nicht unterschreiben. Was weißt du, was die unter "Eingliederungsmaßnahmen" verstehen. Das ist meist der größte Quatsch, und dann musst du da auch noch hin. Das würde ich schon mal in "allen sinnvollen Maßnahmen zur Eingliederung nach Absprache mit dem Hilfebedürftigen" ändern.
17.08.2007, 18:43 #7
also was wollen die von mir? ich verstehe das so das ich jeden müll mitmachen soll (z.b. 1 euro job usw.) hauptsache die müssen mir nichts zahlen oder wie
genauso schaut das aus
wenn die dir ein 1eurojob aufs auge drücken wollen dann must du laut ev das machen obwohl von müssen naja das steht wenns so weit ist auf ein anderes blatt papier geschrieben denn erst müssen die einige voraussetzungen erfühlen bevor es zum 1eurojob kommt
dann bewerbungen weiterhin vorzunehmen und auch niedriglohn angebote war zu nehmen und und und
der text ist ziemlich schwammig aber efektive für die arge leider
18.08.2007, 00:10 #8
die EGV liegt im eigenen Ermessen
hier geht es um die Frage ob man sich und evtl. seiner Familie eine Sanktion zumuten kann.
Die EGV, so wie sie präsentiert wird, legt jedem von uns einen Sklavenkragen eng um den Hals. Immerhin entmündigt man sich selbst! Jede Entscheidung was man kann oder nicht, die gibt man dem SB (einer wildfremden Person ohne Qualifizierung) zur Entscheidung. Und nachträglicher Widerspruch wird in 10%-Schritten sanktioniert.
Die pdf-Datei empfiehlt sich den Sklavenkragen selbst umzulegen, wobei man sich noch etwas Freiraum schafft. Man ist zwar auch entmündigt, aber doch nicht ganz der Willkür einer fremden Person ausgeliefert. Man hat etwas mehr Diskussionsfreiheit um Sanktionen in 10%-Schritten zu entgehen.
Der Text von Poldibaer dagegen mündet in der Regel in einer 30%-Sanktion.
Die Frage ob man bestraft wird, die stellt sich nicht, bzw. wird immer mit Ja beantwortet. Es stellt sich nur die Frage wofür und wie hoch man bestraft wird. Und das muß jeder selbst entscheiden. Ein Single kann die harte Tour versuchen. Alleinerziehende und Familien können es nicht. Alleinerziehende und Familien werden zusammen mit ihren Kindern bestraft und in Existenznot gebracht.
Nebenbei sei noch erwähnt, daß poldis Text mit gewisser Vorsicht zu lesen sei. Aus ihm (kombiniert mit anderen Texten aus dem Netz) habe ich heraus gelesen, daß sich die SBler als entsprechend geschult legtimieren müssen. Und daß wir ein Anrecht auf Kopien der erstellten Protokolle haben. Und daß wir ein Anrecht auf nachrägliche Rechtsbelehrung haben.
Mit der Konsequenz, daß ich bei meiner SB und deren Chefin genau nach diesen Schriftstücken gefragt habe. Seit vier Monaten warte ich vergeblich auf die Antwort (bekomme allerhöchstens Antworten ohne Bezug auf meine Fragen). Seit vier Monaten wimmele ich auf EGV-bezogene Einladungen mit Verweis auf meine schriftliche Anforderung ab. Seit einem Monat bin ich um 10% sanktioniert. Seit einem Monat wird meine Akte detailliert durchleuchtet und jeder Furz hinterfragt. Und ich werde mit Stellenangeboten seitens dreier Fallmanager, die meistens Stellen am anderen Ende der Republik betreffen, zugemüllt.
Und bei manchen der abgewimmelten Treffen wurde mir die Teilnahme einer Psychologin angekündigt... als wäre es verrückt auch nur nach der Kompetenz der SB zu fragen; als wäre ich der erste Mensch bundesweit dem die 3 wöchige Schulung der SB zu wenig sei um eine EGV vorzunehmen.
Noch 2 Monate um 10% gekürzt, danach kann eine Kürzung um 30% kommen. Willst du das selbst erleben?
18.08.2007, 00:26 #9
Hallo Napstar,
das von dir angekreidete Detail ist ein Standardsatz der in allen EGV auftritt. Was konkret damit gemeint ist, das bleibt absichtlich unbestimmt. Falls deine ARGE konkrete Pläne hat, dann schreibt sie diese meistens als weitere Punkte in die EGV. Aber zu allem was sich die ARGE in Zukunft ausdenkt, gibst du mit deiner Unterschrift schon heute deine Zustimmung.
Stell dir nur einmal vor: Merkel, Jung und Schäuble entscheiden nächsten Monat, daß ziviler Aufbauhelfer in Südafghanistan mit dem Entgelt von 1€ je Monat (wg. Kaufkraftgefälle) deine Eingliederung erleichtert. Dann hast du heute schon zugestimmt nach Afghanien deportiert zu werden.
Stell dir vor: der Oettinger beschließt nächsten Monat, daß Fießbandarbeit bei Daimler für 1€ gemeinnützige Arbeit sei - dann hast du heute schon zugestimmt.
Ansonsten geht es um alles was derzeit zur Disposition steht: Shanghaien durch Leiharbeitsunternehmen; Ein-Euro-Job; Seminare deren einziger Zweck darin besteht den Anbietern viel Geld für wenig Leistung zu garantieren; Zwangsrekrutierung als Streikbrecher für Müllabführ; und ähnliches. Du stimmst allem zu, unbesehen, kritiklos, ohne Mitspracherecht.
18.08.2007, 17:49 #10
was der Poldi da beschreibt, haben hier bei uns sämtliche Vereinsmitglieder so durchgezogen, meine Familie und ich auch, und darüber hinaus noch jede Menge anderer Leute.
Alle erfolgreich, alle ohne so Probleme, wie Du sie hast.
Weil wir alle den ARGEn klar gemacht haben, daß es Streß gibt, wenn sie uns wegen der EGV oder irgend was anderem dumm kommen.
Poldi und viele andere hier haben in ihren Beiträgen beschrieben, wie man sich wehrt und organisiert.
Wenn Du das durcharbeitest und umsetzt, also auch die nötige Sachkunde erlangst und vor allem nicht mehr alleine zu Terminen mit den ARGE-Patten gehst, und Dich gegen die 10%-Kürzung und andere illegale Sanktionierungen endlich vor Gericht wehrst und Dir von den Knilchen endlich nichts mehr gefallen lässt, dann klappt das auch bei Dir mit dem völligen Kippen der EGV.
Ich kann mich täuschen, aber ich glaube, daß die Dich deshalb schikanieren, weil Du diverse Fehler gemachst hast (haben wir am Anfang alle auch gemacht) und Du denen den Eindruck vermittelst, daß man Dich ruhig schikanieren kann (den Eindruck haben wir alle am Anfang auch mal vermittelt).
Also lerne und wehre Dich:
Nee, tuts nicht - wenn man sich wehrt und sich von denen nichts, aber auch gar nichts bieten lässt.
Also entweder biste ein ARGE-Patte, der hier auf Hartz-IV und auf Angst macht, oder Du hast sehr wenig Ahnung. Bei uns in Hessen isses mittlerweile sogar so, daß die selbst dann, wennse eine EGV per Verwaltungsakt erlassen, nicht mehr sanktionieren dürfen aufgrund eines Urteils des LSG Hessen.
Wir alle haben Familie, wir alle haben keine EGV unterschrieben, und wir alle haben weder eine EGV per Verwaltungsakt erhalten, noch sind wir sanktioniert worden.
...habe ich heraus gelesen, daß sich die SBler als entsprechend geschult legtimieren müssen. Und daß wir ein Anrecht auf Kopien der erstellten Protokolle haben. Und daß wir ein Anrecht auf nachrägliche Rechtsbelehrung haben.
Jupp. So isses. Kannste nachlesen u.a. im NOMOS-Lehr- und Praxiskommentar zum SGB II, 2. Auflage zu § 15 SGB II. Geh in die Bücherei und guck rein, aber achte drauf, daß es die 2. Auflage ist. Geht los ab Seite 231. Kopier Dir alles raus, was dazu steht und zieh es Dir zuhause bei ner guten Tasse Kaffee rein. Und dann les hier noch alles nach und werd aktiv.
Mit der Konsequenz, daß ich bei meiner SB und deren Chefin genau nach diesen Schriftstücken gefragt habe.
Und? Warste alleine da und hast Dich verarschen lassen, gell? Soll keine Beleidigung sein, nur ne nüchtere Feststellung dessen, was immer viel zu viele Hartzis falsch machen. Alleine geht man nicht zu Behörden. Pasta. Lern es endlich.
Seit vier Monaten warte ich vergeblich auf die Antwort (bekomme allerhöchstens Antworten ohne Bezug auf meine Fragen).
Haste das so gemacht, wie der Poldi es beschrieben hast?
Also die Leuchtchen bei der ARGE aufgefordert, gemäß §§ 33 und 35 SGB X in Verbindung mit §§ 13-16 SGB I schriftlich zu antworten und hast Du sie dazu schriftlich aufgefordert und diese schriftliche Aufforderung im Beisein von Zeugen gegen Empfangsbescheinigung auf einer Kopie der schriftlichen Aufforderung eingereicht?
Garantiert nicht, denn sonst würden die nicht mit Dir rumalbern, wie sie es derzeit noch tun...
Seit vier Monaten wimmele ich auf EGV-bezogene Einladungen mit Verweis auf meine schriftliche Anforderung ab. Seit einem Monat bin ich um 10% sanktioniert.
Selber schuld. Du kennst das Verwaltungsverfahrensrecht nicht, kennst nicht die diesbezüglich eindeutigen Vorschriften des SGB I und SGB X, benutzt sie nicht, und deshalb verarschen sie Dich. Wenn Du ihnen aber konkret und sehr deutlich mit den Vorschriften kommst, die sie einhalten müssen, weil sie ansonsten ne Menge Ärger haben, dann schauts anders aus - Poldi und andere haben hier bis zum Erbrechen beschrieben, wie man sich richtig wehrt. Also lese, lerne und wehre Dich.
Seit einem Monat wird meine Akte detailliert durchleuchtet und jeder Furz hinterfragt. Und ich werde mit Stellenangeboten seitens dreier Fallmanager, die meistens Stellen am anderen Ende der Republik betreffen, zugemüllt.
Ja und, dann bewerb Dich dort und seh, was passiert. Wenn die Arbeitgeber hören, daß Du von weit weg anrufst oder Dich bewirbst und daß Du Familie hast und schon von daher auf einer korrekten, existenzsichernden und pünktlichen Bezahlung bestehst und auch gleich danach fragst, wollen sie Dich nicht, weil Du zu weit weg wohnst und ne ordentliche Bezahlung haben musst (wegen der Family) und haben willst (weil Du kein tumber Hiwi bist, der für lau schuftet - oder?)...
Und? Dann gehste mit einem Beistand gemäß § 13 Abs 4 SGB X zum Psychopatten hin, nimmst noch 5-6 gute Freunde als Zeugen mit, die stur und ohne aufs Gejammer von den ARGErn zu hören, mit reinkommens ins Büro, dann fragste Du den/die Psycho, was sie will und auf welcher Rechtsgrundlage sie das will , bist ein bischen stinkig, empfiehlst ihn/ihr dann den Götz von Berlichingen und trollst Dich wieder...
Mich hamse auch dahin geschickt, ich war mit 8 Mann hoch im Gesundheitsamt und dann mit derselben Truppe in der ARGE, und hab da so Stunk geschlagen und vor allem darauf beharrt, daß sie mir sofort an Ort und Stelle ihre Berechtigung nachweisen, mich zum Psychopatten schicken zu können, daß sie alle, Psychopatte und ARGEr, ganz klein mit Hut waren - und die Psychopatten-Nummer war erledigt. Die können mich mal!!!
Hab ich nie erlebt, und werde ich ebenso nie erleben, wie alle anderen hier bei uns auch, die kämpfen und sich nichts gefallen lassen vonner ARGE oder von weg auch immer.
Wie gesagt, Thomas F., entweder biste
- ein ARGE-Spion, der hier Panik machen will, (dann hau ab hier) oder
- total neu, das ist verständlich, dann lese und lerne hier, oder
- ein Jammerlappen, der den ***** nicht hochkriegt.
... und wenn letzteres zutrifft, dann komm endlich in Gang, Mann!
18.08.2007, 21:30 #11
Also erstmal super viel Danke !!!
das sind so viele antworten, hätt ich nicht gedacht respekt.
Jetzt hab ich mir was überlegt und zwar wenn ich denen die Briefe Ununterschrieben mit einem anschreiben von mir zuschicke.
das anschreiben wird ungefähr so aussehen:
ich bin nicht Bereit die EV zu unterschreiben da ich den von ihnen angegebenen vorderungen nicht nachkommen kann. Die gründe sind aus privaten angelegenheiten.
Ist das gut oder nicht so. weil ich hab keine lust bei denen Persöhnlich zu erscheinen. Also die EV habe ich nach einem Kurs erhalten um genau zu sein werend dem kurs den die mir "angeboten" haben so nennen sie es zumindest. falls das irgend wie nutzlich für das schreiben wäre. Normaler weise muss man nach so einem Kurs ein Praktilum machen aber ich hab noch keinen Platz gefunden.
18.08.2007, 22:02 #12
Schicke mir doch bitte mal die EGV per PN. Wenn du das so schreibst, bist du nicht verhandlungsbereit und bekommst das per Verwaltungsakt mit Sanktion. Bei "Nicht verhandlungsbereit" kann dich keiner rausboxen.
19.08.2007, 00:31 #13
... mit Begleitung und den Rest per Einschreiben.
... per Einschreiben mit Rückschein.
Aber dennoch kommen keine Antworten.
Zwar auch keine Verwaltungsakt, aber dafür andere Schikanen.
... och, die Psychotante wurde mir als Beisitzerin zum Abschluß der EGV angekündigt. Dann habe ich poldis Ratschlag befolgt und dreimal Einladungen abgesagt.
Plötzlich behauptete die SB entgegen der Ankündigung ihres Chefs das die Einladungen für alles gewesen sei, aber niemals für die EGV.
Momentan ist allerdings mein Widerspruch gegen eine Sanktion wegen Nichterscheinens in 'Bearbeitung'.
19.08.2007, 17:00 #14
Ok. Wer hat Dich begleitet? Hoffentlich kein/e Verwandte/r. Was aber hat Deine Begleitung gesagt, was hat sie getan, wieviel Leute wart Ihr zusammen? Hat Deine Begleitung Protokoll geführt? Wieviel Leute waren auf Seiten der ARGE?
Sorry, aber hast Du zuviel Geld? Und dann kommt da noch eine psychologische Feinheit hinzu, die viele nicht wissen: wer per Einschreiben schickt, und nicht im Beisein mehrer Zeugen den Schreibkram persönlich am Empfang bei der ARGE gegen schriftliche Empfangsbescheinigung abgibt, zeigt, das er/sie Angst hat.
Wenn wir was abzugeben haben, sind wir ein paar Leutchen, und der, der abzugeben hat, gibt ab, und kriegt brav seine Empfangsbescheinigung, und die anderen gucken genau zu, wie das abläuft. Das klappte am Anfang nicht so gut, weil die ARGE-Patten den Empfang nicht bescheinigen wollten, angeblich auf Anweisung von oben. Da hat der Poldi, der meistens ja auch immer dabei ist, ein paarmal die Polizei gerufen, und seither klappt das auch mit der Empfangsbescheinigung.
Dann stellt sich auch die Frage, wie ich im vorigen Thread schon schrieb, was Du in die Briefe geschrieben hast. Ließ Dein Text die Sachkunde vermissen, wird er bei der ARGE gelesen, dann lacht man, locht den Brief und heftet ihn ab, oder schmeisst ihn weg.
Auch wenn Dich das nervt: ohne Sachkunde läuft nix. Entweder eignest Du sie Dir an, oder Du gehst zu ner Erwerblosen-Ini, wo Leute sitzen, die Ahnung haben und Dir dabei helfen, sachkundig zu schreiben und Sachkunde zu erlangen. Finden kannste solche Inis z.B. hier:
http://www.erwerbslos.de/adressen/anfrage.html
Folgendes Fachbuch sei Dir ans Herz gelegt, auch, wenns der Poldi in seinen Texten schon erwähnt hat:
- Leitfaden ALG II / Sozialhilfe von A-Z Ausgabe Oktober 2006 -
http://www.fb4.fh-frankfurt.de/proje..._sozhilfe.html
Tja, hättest Du den o.a. Leitfaden, wüsstest Du, was man da machen kann. Denn gemäß §§ 33 und 35 SGB X in Verbindung mit §§ 13-16 SGB I sind die ARGEr verpflichtet, zu jeder ihrer Schikanen deren Rechtsgrundlage und Anlaß mitzuteilen und zu begründen - und zwar schriftlich, wenn Du das verlangst. Das musst Du auch stets jedesmal schriftlich verlangen - und den Schrieb, in dem Du das verlangst, jedesmal persönlich im Beisein von Zeugen einreichen und Dir den Empfang schriftlich bestätigen lassen.
Darüber hinaus kannste ja auch mal Deinen FM/SB/Pap oder wie immer sich die Knilche schimpfen, ohne Termin aufsuchen, in dem Du kackfrech und in Begleitung von ein paar Leuten bei ihm im Büro aufschlägst und ihn klar und deutlich und möglichst unfreundlich fragst, was die Exkrement eigentlich soll und ob er irgendwelche Probleme hat oder haben möchte...
Wir haben hier z.B. den Vorteil, daß wir einige sehr große und kräftige Leute bei uns haben, die alle die ARGE, das Arbeitsamt usw. und deren Büttel hassen wie die Pest und immer extrem wütend sind, wenn sie dorthin müssen. Und das merken dann auch die Büttel inner ARGE, daß da echt wütende Leute da sind, richtige Riesen, mit großen Füssen in schweren Stiefeln, Händen wie Klodeckel und wirklich einer Mordswut im Bauch - und die trotz aller Wut, und dem Eindruck, daß sie gleich übern Tisch gesprungen kommen, alle Sachkunde haben und sich zwar wütend, aber trotzdem gebildet artikulieren können...
Naja, und mindestens zweie von denen schreiben jedes Wort mit, das gesprochen wird. Die Tür zum Büro des ARGE-Patten bleibt immer offen, und niemand, auch nicht der Betroffene oder sein Beistand, setzen sich. Wir bleiben immer alle stehen. Immer. Niemand setzt sich. Anständige Menschen setzen sich nicht in einer Behörde oder einer Einrichtung, die meint, sie wäre eine. Sitzen kann allein der Patte vonner ARGE, und auch nur er - das bedeutet, daß Gespräche mit weiteren Patten von denen nicht laufen, da stehen dann unsere Leute in der Tür...
Das bedeutet, daß wenn mehrere ARGE-Patten bei einem Termin zugegen sind, Du verlangst, daß Du und Deine Begleiter mit dem ARGE-Patten, der für Dich zuständig ist, allein reden wollt, und sich die anderen verpiseln sollen. Tun sie das nicht, oder jammern sie wegne deiner Begleitung rum, dann geht Ihr einfach, schreibt ein Protokoll zuhause, daß sie einen Termin nur mit Deinem Büttel abgelehnt haben, Ihr alle utnerschreibt das und ne Kopie davon reichst Du, wie oben beschrieben, bei der ARGE ein, zusammen mit einem Beschwerdebrief.
Du verstehst? Krieg endlich Haare auf die Zähne, Mann!
Hast Du, wie oben (und bei Poldi auch) beschrieben, schriftlich vor Absage der Termine gemäß §§ 33 und 35 SGB X in Verbindung mit §§ 13-16 SGB I Auskunft darüber verlangt, auf welcher Rechtsgrundlage und warum Du zum Psychopatten sollst?
Haste garantiert nicht...
So? Also haste Dich mündlich einladen lassen? Das bedeutet, die bei der ARGE haben Deine Telefonnummer?
Klasse! Man gibt Behörden außer der ladungsfähigen Postanschrift keine weiteren Daten. Und wenn man im Teflonbuch steht, was eigentlich auch nicht der Fall sein sollte, dann legt man bei Anrufen der ARGE einfach auf, und teilt ihnen in oben erklärter Schriftform mit, daß sie nicht mehr anrufen dürfen. Auch keine eMails schicken dürfen. Alles nur fein säuberlich schriftlich dürfen sie. Nix mündlich.
Und wenn Du beim ARGE-Büttel im Büro bist, natürlich in ausreichender Begleitung, und die wollen was, egal was, sagst Du ihnen, sie sollen es schriftlich machen. Sie könnens auch gleich machen und Dir schriftlich auf Briefbogen der ARGE und mit Unterschrift und Stempel mitgeben, aber immer schriftlich, niemals mündlich!
Capisce? SCHRIFTLICH!!!! Niemals mündlich!!!
Warum da so sein muß, hat der Poldi sehr deutlich augearbeitet und ich hab heut am Sonntag kein Bock, Dir das auch noch zu verdröseln. Lies es nach.
Nimm Dir nächste Woche aber mal flott einen Fachanwalt für Sozialrecht, Tätigkeitsschwerpunkt ALG II bzw. SGB II und stelle über den Anwalt einen Eilantrag für eine Einstweilige Anordnung auf Aufhebung sämtlicher Sanktionen beim zuständigen Sozialgericht.
Anwälte für SGB II auch in Deinem Ort oder in der Nähe findest Du unter o.a. Links.
Da Du sicherlich keine Rechtschutzversicherung hast, wird das auf Beratungskostenhilfe und Prozeßkostenhilfe laufen, die zu beantragen sind. Wie das geht, sagt Dir der Anwalt. Zum Anwalt hin gehste mit allen Papieren, die die ARGE betreffen, und Deine Begleitung sollte mit zu dem Termin kommen, um dem Anwalt zu erzählen, was in den Terminen ablief.
Leg Dir dann ne Rechtschutzversicherung zu: Mietrechtschutz, Familien- und Vertragsrechtschutz, Sozialgerichtsrechtschutz sind die wichtigstens Risiken, die abzusichern sind. Haste ein Auto, dann auch Kfz-Rechtschutz. Haste keine Arbeit? Dann keinen Arbeitsrechtschutz.
So, und zum Abschluß verrate ich Dir noch ein Geheimnis: DU musst das alles machen, Du kannst Dir von Fachleuten (siehe oben) helfen lassen, aber DU musst in die Gänge kommen und Dich endlich wehren. Kopf in den Sand stecken und auf gut Wetter warten funktioniert nunmal nicht. Lerne zu kämpfen, lerne, Dich zu wehren, und dies nicht nur bei ARGE und Co, sondern generell im Leben.
Lies bitte endlich die Texte vom Poldi und den anderen hier gründlich und besorg Dir z.B. den o.a. Leitfaden.
19.08.2007, 23:55 #15
vorab muß ich dich darauf hinweisen, daß du falsch verallgemeinerst.
So kannst du aus dem Umstand, daß ich Alleinerziehnde und Familien verteidigt habe, nicht folgern, daß ich alleinerziehend oder familiär wäre.
Auch folgt aus der Tatsache das ich nicht dein Extrem lebe nicht automatisch daß ich ich das konträre Extrem wäre.
Insgesamt hast du einen radikalen Weg empfohlen und ich diesen relativiert. Hierzu habe ich zwar aufgezeigt, daß der von dir (und Martin, poldi, usw.) empfohlene Weg nicht stur nach Schema abläuft. Das heißt aber nicht zwangsläufig, daß Abweichungen des dir bekannten Schemas kategorisch die Schuld des anderen sei. gerade weil dir weitere Umstände unbekannt sind, solltest du mit weiteren Umständen rechnen.
Aber wir treffen uns hier ja zum Gespräch und Erfahrungsaustausch.
... eine Person, nicht verwandt. Allerdings während der EGV nicht nicht bis zum Ende anwesend. Die Gegenseite war eine Person.
Du kannst leider nicht voruassetzen, daß jeder eine Armee zur Verfügung hat. Und wenn dies für poldis Text unabdingbar ist, dann sollte es explizit genannt werden.
... eine Fahrkarte kostet so viel wie ein Einschreiben. Finanziell bleibt es sich also gleich. Deine Kostenfrage berucht also nur auf einem Vorurteil.
Und die psychologische Feinheit kann ich auch nicht ernst nehmen. Das klingt zu sehr wie Hausfrauenpsychologie. Denn der SB wird nicht am Empfang warten und die mitgebrachte Armee begutachten. Der SB sitzt einige Stockwerke weiter oben und bekommt das Schreiben irgendwann per Hauspost.
Tja, hättest Du den o.a. Leitfaden, wüsstest Du, was man da machen kann. Denn gemäß §§ 33 und 35 SGB X in Verbindung mit §§ 13-16 SGB I sind die ARGEr verpflichtet, zu jeder ihrer Schikanen deren Rechtsgrundlage und Anlaß mitzuteilen und zu begründen - und zwar schriftlich, wenn Du das verlangst. Das musst Du auch stets jedesmal schriftlich verlangen - und den Schrieb, in dem Du das verlangst, jedesmal persönlich im Beisein von Zeugen einreichen und Dir den Empfang schriftlich bestätigen lassen. [/quote]
... seit der EGV bin ich nur noch schriftlich verkehrt.
... im Prinzip der Leitfaden von poldi. Jedoch ergänzt um Rechtsfragen die ich von einer anderen Seite bezogen habe. Selbstverständlich mit Verweis auf die § 33 und 35 SGB X und §§ 13-16 SGB I.
Tatsächlich bekam ich auch eine Antwort. Erst einmal rein pro forma, bei einemspäteren Nachhaken immer noch ziemlich formal.
Meine Fragen wurden eigentlich nicht beantwortet. Zertifikate wurden keine beigefügt. Und Protokolle der EGV existieren nicht (ich war ja dabei und habe gesehen wie die SB mit einem Schmierzettel hantierte und diesen sogar in den Müll geworfen hat.)
Nur es blieb nicht bei der von poldi angekündigten Einladung die man mit Verweis auf §§ 33, 35 usw. abwimmeln kann.
Einmal hat mir die Vorgesetzte mitgeteilt, daß die kommende Einladung mit Psychotante sei und der EGV dient. Dann kam die Einladung. Dann kam noch eine, bei welcher die Psycholgin anwesend sein soll, und später noch eine dritte mit anwesender Psychologin.
Diese habe ich alle mit den §§ 33, 35 abgewehrt. Bis dann die SB behauptet hat, die Einladungen hätten nichts mit der EGV zu tun. Dann kamen eine Anhörung, Sanktion, Widerspruch. Hier mit dem Verweis darauf, daß die Vorgesetzte die Einladung angekündigt hätte und die SB abrupt dagegen verstößt. Und auch hier die Frage nach der Berechtigung der Psychologin.
Seither hat sich die SB auf andere Themen verlegt. Fragt nach uralten Details und Nachweisen, schicken mir Kollegen Angebote die weit weg liegen.
Bei meiner Fallschilderung ging es mir primär darum zu zeigen, daß euer Erlebnis wie mit der EGV umzugehen sei, in anderen Fällen auch andere Ergebnisse zeigen kann. In anderen Bundesländern, angesichts anderer Fallmanager, unter anderen Umständen. Was ein Entgegenkommen wie es Rotkäppchen empfiehlt in manchen Fällen rechtfertigt.
Darüber hinaus kannste ja auch mal Deinen FM/SB/Pap oder wie immer sich die Knilche schimpfen, ohne Termin aufsuchen [...] sehr große und kräftige Leute bei uns [...] Niemand setzt sich. Anständige Menschen setzen sich nicht in einer Behörde oder einer Einrichtung, die meint, sie wäre eine. Sitzen kann allein der Patte vonner ARGE, und auch nur er - das bedeutet, daß Gespräche mit weiteren Patten von denen nicht laufen, da stehen dann unsere Leute in der Tür...
[...] Du verstehst? Krieg endlich Haare auf die Zähne, Mann!
... abgesehen vom Aufwand ist dieser Ratschlag überaus aggressiv.
Der Aufwand wird viele Leute überfordern. Eben jene, die nicht täglich in einer Ini herum sitzen und nur darauf warten, daß einer zum Sturm ruft.
Die beschriebenen Unhöflichkeiten sind auch nichts für Jedermensch. Natürlich, die SBs haben keine Möglichkeit Höflichkeit einzuklagen. Aber bereits persönliche Unhöflichkeit erscheint mir zu aufwendig. Die meisten Probleme lassen sich auch schriftlich behandeln. Ich will dem SB nicht ins Gesicht spucken, ich will (möglichst) nichts mit diesem Subjekt zu tun haben.
... nicht ich solle zur Psychtante, die Psychotante solle bei den Treffen mit dem SB anwesend sein. Also noch eine Stufe abartiger: der SB braucht psychologischen Beistand falls er mit mir zusammen kommt.
Anfangs hielt ich den expliziten Bezug zur Psychotante in den Absagen für unwichtig. Später habe ich den Bezug bei der Anhörung und dem Widerspruch eingefügt. Seit 2 Wochen warte ich auf eine Antwort.
... natürlich schriftlich.
Hier hast du einfach wieder falsch verallgemeinert. Immerhin werden sich Mitlesende den Rat ein weiteres Mal zur Kenntnis nehmen.
... Überstürzung halte ich auch für einen Fehler. Und wer abwarten mit dulden verwechselt, der verallgemeinert falsch.
Zumindest werde ich über deine Ratschläge nachdenken. Ggf. nutzen - sofern es mir sinnvoll erscheint.
Aber da mein Widerspruch noch nicht beantwortet ist, und eine spätere Klage das entgangene Geld rückwirkend erstatten würde, kann ich mich in Geduld üben.
Wir haben uns zwar um einiges von der ursprünglichen Problematik, dem Sinn oder Unsinn einer selbstformulierten EGV, entfernt, dennoch: danke für deine Einschätzung.
20.08.2007, 16:14 #16
Sorry, Du kannst leben, wie Du willst, ich bitte Dich. Nur wirst auch Du irgendwann merken, daß es nix bringt, das Haupt zu beugen oder gegenüber ARGErn ein netter Mensch zu sein. Ich hab Dir einige Jahre Erfahrung als Langzeiterwerbsloser und als Betreuer für Erwerbslose in unserem Verein voraus, und das prägt halt.
Wir, also Martin, Poldi und zig andere schreiben hier nicht umsonst, daß man mit den ARGErn nicht lange fackeln darf. Das sind einfach Erfahrungswerte, die sich überall in Deutschland bestätigt haben. Bist Du nett zu Deinem ARGEr, verarscht er Dich umso mehr, weil er einen Cheffe im Nacken sitzen hat, der ihn unter Druck setzt, damit er, der SB/FM/PaP Dich schikaniert und Dich möglichst ganz aus dem Leistungsbezug treibt.
So, eine Person also. Ein ARGEr. Der Poldi hat doch dazu geschrieben, wie das dann juristisch ausschaut. Du bist die eine Partei, und die ARGE ist die andere Partei. Ein Mitarbeiter der ARGE (oder deren zwei oder mehr) sind immer ZEUGEN für die ARGE. Bist Du alleine, und der SB hat Dich aufm Kieker, bist Du der Dumme, weil der SB immer (!) Zeuge ist für seine ARGE.
Niemand ist eine Insel - auch Du nicht. Du musst halt lernen, Dein soziales Umfeld so zu organisieren, daß Du Zugriff auf "eine Armee" hast, z.B. auch dadurch, daß Du Mitglied einer Erwerbslosen-Ini wirst. Je eher Du das begreifst, daß Du durch eine, nennen wir es mal organisatorische Verweigerungshaltung nicht weiterkommst, umso eher haste genug Leute um Dich, die mit Dir gehen - und für die Du ebenfalls Zeuge und Beistand sein kannst, wenn sie Dich brauchen.
Thomas, das haben wir alle hinter uns, und wir alle mussten lernen, durchaus bei vielen von uns auf die ganz harte Tour, daß man nur voran kommt gegen die Behörden, wenn man sich organisiert und zusammenhalt.
Poldi schrieb dazu extra nen Aufsatz:
Merke: nur gemeinsam sind wir stark!!!
Du kannst das nicht ernst nehmen? Machste Witze? Wieviel Jahre Erfahrung in der Erwerbslosenbetreuuung haste denn? Gar keine. Also sei bittschön so freundlich, Dinge, die Du nicht nachvollziehen kannst, trotzdem Ernst zu nehmen, wenn sie Dir von erfahrenen Leuten gesagt werden.
Grund für den von mir genannten Abgabeweg ist folgender: der SB sieht, ob der Brief per Einschreiben oder eben per persönlicher Einreichung gegen Empfangbescheinigung bei der ARGE angekommen ist. Bei letzterem vermerken nämlich die Leute am Empfang, wie der Brief reinkam. Und sie schreiben drauf, daß da noch weitere Leute mit waren, die drauf angepasst haben, daß das alles glatt gehen. Wie auch immer, die SBs erfahren davon, wenn sich Betroffene organisieren und gegenzeitig begleiten, und sie sehen dann recht schnell, hoppla, der hat dazu gelernt, mit dem können wir uns künftig keine Spielchen mehr erlauben.
Wenn ich Dir jetzt noch verrate, daß die ARGEr in solchen Psychospielchen zwecks Einschüchterung von Leistungsbeziehern speziell geschult werden - und daß wir, die wir ja lernfähig sind, mit unseren Psychospielchen den Spieß einfach rumdrehen und damit Erfolg haben, solltest Du endgültig begreifen, daß Du ruhig ernst nehmen kannst, was wir Dir sagen.
... seit der EGV bin ich nur noch schriftlich verkehrt. ... im Prinzip der Leitfaden von poldi. Jedoch ergänzt um Rechtsfragen die ich von einer anderen Seite bezogen habe. Selbstverständlich mit Verweis auf die § 33 und 35 SGB X und §§ 13-16 SGB I.
Warum kaufst Du Dir den Leitfaden von Roth und Thome denn nicht? Das Ding kostet 8.- Euro, wird Dir auf Rechnung zugeschickt, und da stehen soviele wichtige Sachen drin, auf die hier niemand, auch der Poldi nicht, in Aufsätzen eingehen kann - und Du meinst, es reicht, ein wenig den Poldibaeren zu lesen? Nee, Thomas, Du machst es Dir nach wie vor zu einfach.
Der Leitfaden zum ALG II von Roth/Thome ist ein seit über 30 Jahren erscheinendes Fachbuch, in dem in vwerständlichem Deutsch verdeutlicht wird, worein man mit Hartz-IV geraten ist, wie die ARGEn arbeiten, und was man dagegen tun kann. Das Ding ist die Bibel für alle Erwerbslosen-Inis und jeden Erwerblosen selbst, dersoviel Grips in der Birne hat, um einzusehen, daß Wissen und Sachkunde unabdingbar sind, wenn man mit Hartz-IV überleben will!!!!
Zum Rest Deines Beitrags will ich nicht mehr antworten, denn im Leitfaden und in den Texten hier steht alles, was man dazu wissen muß.
Wenn da was nicht klappt, liegt es einfach daran, Thomas, daß Du nicht gründlich genug liest und nicht exakt die Vorgehensweise befolgt, die genannt wird.
Sorry, aber so isses eben.
Meinerseits ist das Thema hier beendet.
20.08.2007, 16:42 #17
weißt Du was mir extrem negativ auffällt? Dass Du den von Dir und Poldobär vorgeschlagenen Weg als den allein seeligmachenden ansiehst. Du gehst ja sogar so weit, dass Du genauestens vorschreibst, welchen Ratgeber man zu lesen hat.
Macht ihr das in der Beratungsarbeit genauso? Mag ja sein, dass ihr auf diese Weise schon Erfoge verzeichnen konntet, aber sicher gibt es auch noch andere Wege, die zum Ziel führen.
Menschn sind verschieden. Das gilt für Erwerbslose genauso wie für ARGE-Mitarbeiter. Deshalb muß man verschieden auf sie reagieren.
Wenn ich in einer ARGE arbeiten würde und jemand käme in der von Dir beschriebenen Weise mit einer Armee von kräftigen Kumpeln an, würde ich nur noch eines tun: Zum Telefon greifen und den Sicherheitsdienst rufen. Den würde ich bitten, Die Kumpels zum Ausgang zu begleiten. 1-2 Zeugen, Rechtsbeistände sind in Ordnung, aber Du schießt hier für meinen Geschmack weit über das Ziel hinaus.
Ich stehe nun mal sehr oft mit Rainer im Kontakt. Er vertritt aber nicht unbedingt die Auffassung, dass man immer so handeln muss. Diese Auffassung habe ich auch nicht. Wenn man etwas anders regeln kann, wie über die harte Linie, sollte man es tun. Dies mache ich auch ersteinmal. Wenn es dann nicht klappt, kommt halt die andere Tour.
Im übrigen muss niocht jede EGV automatisch schlecht sein. Man sollte auch nur tunlichst darauf achten, dass man nicht übervorteilt wird und das eine EGV im eigenen Interesse ist. Deshalb ja auch unser Vorschlag einer EGV, die wirklich fair ausgestaltet ist und auch die Behörde in Verantwortung nimmt.
Es ist auch immer wichtig, dass man erkennt, wenn man eine Sache schon Jahre macht, dass man eventuell betriebsblind wird und leicht etwas übersieht. Hier wäre das Stichwort: Supervision
20.08.2007, 16:59 #19
Der Fall ist hier schon längst erledigt. Er hat heute einen Gegenvorschlag abgegeben.
20.08.2007, 17:53 #20
Nun warum klingen seine Ratschläge wohl so? Darüber sollte man mal nachdenken.
Ausserdem es gibt nicht nur solche ARGEN , es gibt duchaus auch SB mit denen man reden kann und dazu brauche ich keinen Leitfaden
Hier wird von vorneherein immer mit einer Armee aufgewartet wenn es sich um einen normalen Termin handelt, mit was will man dann in den Kampf ziehen, wenn es wirklich mal ernst wird, mit einer Atombombe?
20.08.2007, 21:44 #21
Wer sagt mal dieser Kuh etwas? Das ist ja fürchterlich!
21.08.2007, 13:14 #22
Tach beisammen.
Liebe Leute hier auf elo-forum.org, auch wenn das manche mir jetzt übelnehmen werden, bin ich so frei und rede jetzt mal Fraktur:
Es gibt keine netten SBs, und es gibt keinen friedlichen Weg, mit Rechtsbeugern wie den Leuten in den ARGEn zurecht zu kommen als denjenigen, Sachkunde zu erwerben, sich zu organisieren, und sich nichts, aber auch gar nichts gefallen zu lassen.
Wer das nicht begreift, und wer vor allem meint, Sachkunde nicht erwerben zu müssen, ist selbst schuld.
Dazu gehört auch, stets zu mehreren zu Terminen zu gehen - und wenn der ARGE-Patte dann den Sicherheitsdienst ruft und zum Bleistift uns rauswerfen lässt, umso besser: dann hat nämlich er das Gespräch rechtswidrig verweigert, und es gibt jede Menge Zeugen dafür
Grund: wir arbeiten hier nämlich als amtlich eingetragener Verein e.V., der somit eine juristische Person ist. Da können wir auch Beistand leisten gemäß § 13 Abs 4 SGB X, dürfen aber dazu zwecks Absicherung unseres jeweils Beistand gebenden Mitgliedes soviele unserer Organe (=Mitglieder) mit entsenden, wie wir wollen, weil eben der § 13 Abs 4 SGB X nicht zwischen natürlichen und juristischen Personen als Beistand unterscheidet.
Sowas zu wissen und umzusetzen gehört mit zur Organisation der Gegenwehr gegen Unrecht jedweder Art dazu, und das hat der Poldi hier auch schon ein paarmal erklärt, und es ist bis heute weder begriffen, noch umgesetzt worden. Unser Verein arbeitet so seit 1998...
Manche von Euch - und das sei Euch unbenommen - träumen eben immer noch.
Wir hier träumen schon lange nicht mehr, denn wir sind schon sehr lange aufgewacht.
EGVs unterschreibt hier niemand, auch keine, die man selbst getextet hat. Dies deshalb, weil eine EGV nur dann verlangt werden kann, wenn sie zweifelsfrei dazu führt, einen Erwerbslosen in den ersten Arbeitsmarkt und hier in einen existenzgesichert bezahlten Arbeitsplatz zu vermitteln.
Existenzgesichert bezahlte Arbeitsplätze gibt es aber keine mehr in Deutschland, und vermitteln können die Patten in den ARGEn daher grundsätzlich nicht, aber auch dann nicht, wenn existenzgesichert bezahlte Arbeitsplätze zu hunderttausenden zu vermitteln wären, weil sie in ARGEn und Arbeitsämtern keine Ahnung davon haben - wäre es anders, hätten wir nicht soviele Erwerbslose, wie wir haben in diesem unserem Lande...
Ergo und auch nach geltendem Recht ist daher eine EGV seitens der ARGE nicht forderbar und muß nicht unterschrieben werden und kann auch nicht als Verwalltungsakt erlassen werden.
Wenn Ihr hier aber meint, Friede, Freude und Eierkuchen mit den ARGEn spielen zu können / zu müssen und überzeugt seid, daß Sachkunderwerb und Wissen unnötig sind und Ihr EGVs unterschreiben müsst, dann macht das eben weiter so. Ist allein Euer Problem.
Wenn bei uns im Verein solche Unbelehrbaren in der Sprechstunde aufschlagen, stellen wir die Betreuung ganz schnell ein oder fangen damit gar nicht erst an. Wir haben eh schon mehr als genug zu tun für und mit Betroffenen, die zu kämpfen und sich zu wehren bereit sind und dies auch tun - da brauchen wir niemanden, der nicht einsieht, wie der Hase zu laufen hat, oder gar meint, klugschei*sen zu müssen.
Denn: es bringt nichts, das Haupt zu beugen, und wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt.
Wer das nicht begreift, und wer partout lernresistent ist, dem/der ist nicht zu helfen.
Und mit solchen Leuten kann man Hartz-IV und den Sozialabbau auch nicht bekämpfen - denn die dümmsten Kälber wählen sich ihre Schlachter nämlich selber. Solange also die Mehrheit der Erwerbslosen kneift und den Kopf in den Sand steckt, kuscht und dumm bleibt, wird sich nichts ändern am sozialen Unrecht in diesem Land!
Sorry für die offenen Worte, Leute, aber meine Geduld hat nunmal Grenzen und ich werd mich hier auf elo-forum.org künftig nicht mehr äußern, weil mir das einfach zu mühselig ist, immer wieder aufs Neue dasselbe sagen und mit Unbelehrbaren und Träumern (sowie so manchem getarnten ARGE-Patten) herumdiskutieren zu müssen.
21.08.2007, 13:28 #23
eins noch als Nachtrag, vielleicht versteht Ihr dann besser, wie wir hier ticken:
* die herrschaftlich inspirierte Zurichtung der Erwerbslosen als sich selbst verwertende und von jeglichen eigenen Ansprüchen befreite Selbstunternehmer - insbesondere für den Niedriglohnbereich;
* die generelle politische Disziplinierung, Erpressung und Einschüchterung der regulär Beschäftigten, um Löhne zu senken, die Arbeitszeit zu verlängern, Schutzrechte abzuschaffen etc.;
http://www.nachdenkseiten.de/?p=2574
Also lest mal Leute, anstelle zu träumen!
Das, was da steht, gilt generell fürs gesamte Hartz-IV, auch für die EGVs, und das ist der Grund, warum wir hier eben nicht Friede, Freude und Eierkuchen mit den ARGEn machen, sondern sie bekämpfen.
21.08.2007, 14:24 #24
hallo norman, ich bin erst seit gestern heiß auf den widerstand, weil ich dieses forum gefunden habe. mein problem ist, es gibt keine inis in meiner nähe. und ne rechtschutzversicherung habe ich auch nicht....naja demnächst soll ich wieder eine egv unterschreiben und ich werde euren weg mal gehen. mal schauen was passiert.....
danke, dass ich überhaupt aufgeweckt wurde.

References: § 2
 § 2
 § 15
 § 13
 § 33
 § 33
 § 13
 § 13