Source: https://dielinke.adhocracy.de/proposal/2330-BGE_nach_Einf%C3%BChrung_regelm%C3%A4%C3%9Fig_anpassen
Timestamp: 2017-06-28 00:17:52+00:00

Document:
BGE nach Einführung regelmäßig anpassen
Ich habe hier in diesem Forum den Kritikpunkt gefunden, dass nach Einführung eines BGE sehr schnell die Preise steigen könnten und die Menschen, die sonst nichts bekommen, dann schnell wieder genauso arm wären wie vorher ... am Einkommen der Masse gemessen.
Also ... ich habe da eine Weile drüber nachgedacht und mein logischer Menschenverstand und mein Verständnis vom Gesetz von Angebot und Nachfrage sagt mir, da könnte was dran sein.
Ich bin bisher eigentlich auch nie davon ausgegangen, dass ein BGE ein fester Betrag sein müßte, der sich nie mehr ändern wird, sondern eigentlich davon, dass es eine von Seiten des Staates her festgelegte Summe sein sollte, mit der man auskommen kann, wenn man will und natürlich davon, dass dieser Betrag z. B. jährlich .. würde ich für an sinnvollsten halten, das jährlich zu machen ... auch daran angepaßt wird, ob es viele Preiserhöhungen gab oder nicht und so weiter und so fort.
Also sollte diese Traumversion eines BGE für alle wirklich mal Realität werden, möchte ich anregen, natürlich dabei festzulegen, dass dieser Betrag in regelmäßigen Abständen, am besten jährlich, angepaßt werden sollte.
spende3000
Selbstverständlich müssen konkrete Beträge regelmäßig angepasst werden.
Jedoch habe ich das Gefühl, daß hier der zweite Schritt vor dem ersten getan werden soll.
Ich bin dafür, dass die Einführung eines Bedingungslosen Grundeinkommens ins Programm gehört. Ein Finanzierungskonzept oder sonstige nähere Ausführungen dazu müssen nicht ins Programm.
15. März 2011 20:12
Ich denke mir selbst, dass zusätzlich zu der vorgeschlagenen regelmäßigen Anpassung des BGE. Bei der Berechnung die jeweilige jährliche Inflations- bzw. Deflationsrate zu Grunde gelegt werden muss. Quasi als Berechnungsgrundlage für den jeweiligen BGE-Ausgangswert. Der in meinen Augen 1000 Euro betragen sollte. Gekoppelt mit einem vernünftigen Mindestlohn von 9 Euro die Stunde.
4. März 2011 20:34
Kleiner Hinweis - Zum einen: DieLinke fordert (meines Wissens nach) ohnehin 10 Euro Stundenlohn.
Desweiteren: Selbst diese 10 Euro sind eigentlich zu wenig.
15. März 2011 20:04
Spitzensteursatz von 100%
Ein BGE würde zu einer stärkeren Nachfrage bestimmter Güter und der darin verarbeiteten Rohstoffe führen. Hierdurch würden sich diese Rohstoffe verteuern; dieser Effekt ist berechtigt. Gleichzeitig käme es aber auch wieder zu einer Stabilisierung, denn steigende Rohstoffpreise erschweren den Erwerb dieser Rohstoffe.
Die Preise dieser Güter sind aber nicht nur durch die in ihnen verwendeten Rohstoffe bestimmt, sondern auch durch die Herstellungskosten im allgemeinen; die anteiligen Lohn- und Energiekosten müssten dagegen bei steigender Produktion fallen. Somit könnten sich diese Effekte gegenseitig aufheben.
Dieses Gleichgewicht steigender Rohstoffpreise und fallender Herstellungskosten wäre möglicherweise ein Mittel zur Findung einer geeigneten BGE Höhe.
Es wird natürlich auch Preisanstiege geben, welche nicht durch höhere Rohstoffpreise bedingt sind, sondern von der Gier einiger Hersteller abhängen, welche ihre Preise zur Steigerung der Gewinnspanne anheben. Die Frage lautet also, welche Gewinnspanne ist vor der Gesellschaft vertretbar?
Grundsätzlich gilt, dass ein Unternehmen kostendeckend wirtschaften muss. Zusätzlich muss ein Unternehmen Rücklagen bilden, welche zur Aufrechterhaltung des einmal erreichten Zustandes benötigt werden. Weiterhin muss ein Unternehmen Investitionsmittel erwirtschaften damit es sich zukünftiger Anforderungen anpassen kann.
Alles was über diese benannten notwendigen Einnahmen hinaus geht, ist als Gewinn zu verstehen. Die Höhe eines Gewinns ist somit nicht sachlich begründbar und darf deshalb auch hoch besteuert werden. Die Höhe dieser Besteuerung bestimmt, wie schnell die „Schere“ zwischen arm und reich sich öffnet. Die Festlegung einer nicht systemschädlichen maximalen Gewinnspanne per Gesetz wäre ebenfalls denkbar, dies ist gleichbedeutend mit einem Spitzensteuersatz von 100%.
Ein Spitzensteuersatz von 100% würde zu steigenden Löhnen und starken Investitionen führen, weil nur noch so das erwirtschaftete Geld im Unternehmen verbleiben kann. Alles Geld was nicht verwendet wird fällt an den Staat. Gleichzeitig würde sich eine vermehrte Ausbeutung der Arbeitnehmer nicht mehr rentieren.
An anderer Stelle forderte ich bereits die Gleichstellung zwischen juristischen und natürlichen Personen. Jede natürliche Person unterliegt als kleinste organisatorische Einheit den selben Anforderungen und Notwendigkeiten, wie z.B. ein Großunternehmen.
Eine Privatperson muss ebenfalls kostendeckend wirtschaften, Rücklagen bilden und Investitionsmittel besitzen, darf aber auch Gewinne erwirtschaften um reicher zu werden.
Die Steuertabelle, welche im Bereich 0 - 100% liegt, ist so zu gestalten, dass Gewinne entnommen werden können. Sind diese Gewinne jedoch extrem hoch, so besteht der Verdacht der Ausbeutung, welche nicht mehr in Deutschland erwünscht ist und deshalb mit einer maximalen Steuer bestraft wird. Die einzelnen Stufen bleiben in ihrer Verteilung equidistant - besitzen aber eine Dynamik, welche abhängig ist von der Anzahl der in dieser Organisation enthaltenen Personen.
Für eine Privatperson soll die selbe Tabelle gelten, wie für ein Großunternehmen. Hierfür müssen die Stufen der Tabelle so dynamisiert werden, dass für jede weitere Person sich der Betrag, welcher die Steuerstufe definiert, proportional erhöht.
Hierdurch entsteht eine steuerliche Bevorzugung größerer Organisationen, oder anders ausgedrückt: Familien und viele Angestellte sind erwünscht!
Die Gewinnerwartung ist Antrieb kreativen Handelns, wobei die Grenze zwischen Motivationsförderung und krankhafter Gier fließend ist.
Die Antwort auf die Frage nach der BGE Steigerung ist vielleicht vergleichbar mit der Festlegung der gesetzlichen Rentenhöhe. Diese wird entsprechend der durchschnittlichen Gehaltssteigerung angepasst.
5. März 2011 08:38 bearbeitet
Dein Kommentar ist sehr durchdacht .. gefällt mir gut.
Klar wäre ein Gegenargument jetzt wieder, dass viele Firmen dann die Flucht ins Ausland antreten könnten.
Aber die könnte man dann doch einfach durch welche ersetzen, die staatlich sind und die gleichen Güter herstellen .. vielleicht klingt das jetzt einfacher als es ist, aber eine andere Idee habe ich dazu erstmal einfach nicht.
Ich war früher in einem Siemens-angeschlossenen Großunternehmen beschäftigt .. Großraum-Sekretariat als Fremdsprachen-Schreibkraft .... was ich damals oft mitbekommen habe (war graphische Industrie in Kiel) ist, dass diverse Staaten sich mit hohen Schutzzöllen und heftigen Visa-Regelungen für z. B. Service-Ingenieure geschützt haben und ich dachte immer, warum machen wir das nicht auch?
Sowas wäre z. B. eine Möglichkeit, dafür zu sorgen, dass in unserem Staat produzierte Waren zunächst egal was sie kosten aus dem Inland bezogen werden, falls wir sie nicht aus dem Ausland brauchen sollten.
4. März 2011 18:39 bearbeitet
Prinzipiell steht es jedem Unternehmen frei auf dem deutschen Markt zu aggieren, zu bleiben oder zu gehen. Welche Möglichkeiten gibt es, dafür zu sorgen, dass Unternehmen in Deutschland ansässig sind?
Ausgebildete Fachkräfte mit hoher Kaufkraft, erstklassige Infrastruktur, eindeutige und möglichst konstante Gesetzgebung, ideale Investitionsbedingungen, etc.
Hohe Gehälter führen zur Einstellung der besten Fachkräfte. Jedes Unternehmen profitiert von guten Mitarbeitern, welche glücklich und zufrieden sind. Die in Deutschland produzierenden Unternehmen haben einen natürlichen Zugang zum deutschen Markt, welcher zu den größten Europas gehört. Unter der Annahme, dass eine maximale Investitionsbereitschaft existiert, ist von hochwertigen Produktionsanlagen auszugehen.
Die Staatsverschuldung nimmt ab, wodurch der Staat befähigt wird die Infrastruktur ideal zu gestalten. Forschung und Wissenschaft wird maximiert. Ausländische Wissenschaftler streben nach Deutschland.
Forschung und Wissenschaft spielt hierbei aber noch eine weitere Rolle. Es ist notwendig, dass es für alle relevanten Bereiche Forschungsinstitute gibt, welche in der Lage sind die neuesten Produktionsverfahren im Labormaßstab zu etablieren. Diese müssen frei skalierbar sein, so dass es jederzeit möglich ist, sie auf Unternehmensgröße zu erweitern.
Hierdurch besteht die ständige Drohung, staatliche Unternehmen als Konkurenz aufzubauen, welche unter den genannten Bedingungen produzieren und Ihre Top-Produkte auf dem Weltmarkt anbieten. Das Label "made in germany" bekäme einen Bedeutungszuwachs.
Den Deutschen sollte es egal sein, ob sie für den Staat arbeiten oder für ein privates Unternehmen. Wobei es privaten Unternehmen nicht egal sein sollte, weil sie ihren Marktzugang, sehr gute Fachkräfte und ideale Infrastruktur verlieren würden. Notfalls muss per Gesetz bestimmt werden, dass ein Unternehmen nur in Deutschland verkaufen darf, wenn es auch in Deutschland produziert, nämlich in gleicher Höhe wie es Produkte absetzt.
Gleichzeitig hätten andere Länder einen Standortnachteil und müssten ebenfalls Gewinne begrenzen. Somit ergäbe sich eine Aufwärtsspirale guter Gehälter und bester Infrastruktur auf der ganzen Welt. Auf diese Weise würde sich Deutschland auch die Entwicklungshilfe sparen.
4. März 2011 22:02 bearbeitet
https://adhocracy.de/d/2330
Insgesamt 7 Stimmen, davon 5 dafür und 2 dagegen.
von Itancana am 3. März 2011 angelegt, 0 Änderungen seitdem.
bedingungsloses-grundeinkommen, bge

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