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Timestamp: 2020-07-13 16:54:25+00:00

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Besteuerung von Fondsanteilen? - Anwaltskanzlei Wudtke Berlin
Besteuerung von Fondsanteilen?
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Bezüglich der Besteuerung von Fondsanteilen hat der Bundesfinanzhof in München eine grundlegende Entscheidung getroffen. Nimmt danach eine Kapitalgesellschaft, die Investmentanteile an einem in US-Dollar geführten Aktienfonds erworben hat, aufgrund einer ungünstigen Entwicklung des Währungswechselkurses eine Teilwertabschreibung auf die Investmentanteile in ihrer Steuerbilanz vor, so führt dies zu einer außerbilanziellen Hinzurechnung gemäß § 8 Absatz 3 InvStG in Verbindung mit § 8b Absatz 3 Satz 3 KStG und damit zu einer steuerlichen Neutralisierung der Teilwertabschreibung, vgl. BFH, Urteil vom 21.09.2016 – I R 63/15.
Wann wird der Teilwert angesetzt?
Die Antwort auf diese Frage ergibt sich aus dem Einkommensteuergesetz, welches bzgl. der Einkommensermittlung einer Kapitalgesellschaft ebenso gilt. Dabei wird zwischen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens und anderen Wirtschaftsgütern unterschieden. Gemäß § 6 Nr. 1 EStG sind z.B. Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder dem an deren Stelle tretenden Wert, vermindert um die Absetzung für Abnutzung, erhöhte Absetzungen, Sonderabschreibungen, Abzüge nach § 6 b und ähnliche Abzüge, anzusetzen. Ist der Teilwert auf Grund einer voraussichtlich dauernden Wertminderung niedriger, so kann dieser angesetzt werden. Unter Teilwert versteht man dabei den Betrag, den ein Erwerber des ganzen Betriebs im Rahmen des Gesamtkaufpreises für das einzelne Wirtschaftsgut ansetzen würde; dabei ist davon auszugehen, dass der Erwerber den Betrieb fortführt. Erleiden die zu einem Fonds z.B. gehörenden Aktien einen Kursverlust, so rechtfertigt dies grundsätzlich eine Teilwertabschreibung auf die Investmentanteile, wenn keine konkreten Anhaltspunkte für eine baldige Kurs- und damit Wertsteigerung vorliegen, vgl. Senatsurteil in BFHE 235, 273, BStBl. II 2014, 616. Eine Teilwertabschreibung ist aber auch grds. bei Währungsschwankungen möglich.
Welcher Teil wird berücksichtigt?
Gemäß § 8 Absatz 2 Satz 1 InvStG sind auf Vermögensminderungen innerhalb eines Investmentfonds beim Anleger § 8b des Körperschaftsteuergesetzes anzuwenden, also insbesondere Absatz 3 Satz 3 des Gesetzes. Bei Ansatz eines niedrigeren Teilwerts ist gemäß § 8 Absatz 3 Satz 2 InvStG der zu berücksichtigende Teil nach § 8b des Körperschaftsteuergesetzes, vorbehaltlich einer Berichtung nach Satz 4 der Vorschrift, der Unterschied zwischen dem Aktiengewinn auf den Rücknahmepreis zum Zeitpunkt der Bewertung einerseits und dem Aktiengewinn auf den Rücknahmepreis zum Zeitpunkt der Anschaffung andererseits, soweit dieser Unterschiedsbetrag sich auf den Bilanzansatz ausgewirkt hat. Handelt es sich dagegen um die Veräußerung der Anteile, so sind der Anschaffungszeitpunkt und der Veräußerungszeitpunkt entsprechend zu berücksichtigen.

References: § 8
 § 8
 § 6
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 § 8
 § 8
 § 8
 § 8