Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=16.10.2007&Aktenzeichen=VI%20ZR%2042%2F07
Timestamp: 2018-02-21 16:45:24+00:00

Document:
BGH, 16.10.2007 - VI ZR 42/07 - dejure.org
Loslassen eines Fahrrades durch ein Kind vom Bürgersteig mit der Folge einer Kollision des führungslosen Fahrrades mit einem vorbeifahrenden Kraftfahrzeug auf der Fahrbahn als Unfall mit einem Kraftfahrzeug; Haftungsprivilegierung eines Kindes wegen eines Unfalls mit einem Kraftfahrzeug in Folge einer typischen Überforderungssituation durch die spezifischen Gefahren des motorisierten Verkehrs
BGB § 828 Abs. 2 Satz 1 n .F.
Voraussetzung der Haftungsprivilegierung von Kindern im Straßenverkehr gem. § 828 Abs. 2 BGB; Erfordernis einer "typischen Überforderungssituation", teleologische Reduktion
Schadensrecht - Rollenlassen eines Fahrrads durch achtjähriges Kind
Haftung - Erneute BGH-Entscheidung zu Unfall mit Kindern
Unfallschadensregulierung: Typische Überforderungssituation bei "Kinderunfall”?
Haften Kinder bei Verkehrsunfällen?
Haftung bei von Achtjährigen verursachten Verkehrsunfällen
Haftungsprivilegierung nach § 828 Abs. 2 Satz 1 BGB auch bei "führungslosem" Fahrrad
Kinderfahrrad beschädigt fahrendes Auto - Achtjähriger haftet nicht: Kinder können Geschwindigkeit nicht einschätzen
Haftung eines achtjährigen Kindes
rp-online.de (Pressemeldung, 04.12.2007)
Kleine Kinder haften nicht für Autoschäden
Pech gehabt bei kleinen Kindern
Minderjährigenhaftung im Straßenverkehr
Unfallschadensregulierung: Typische Überforderungssituation bei "Kinderunfall"
Unfallschadensregulierung - Typische Überforderungssituation bei "Kinderunfall"?
beck.de , S. 29 (Fallmäßige Aufbereitung - für Studienzwecke)
Haftungsprivilegierung eines achtjährigen Kindes
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 16.10.2007, Az.: VI ZR 42/07 (Rollenlassen des Rades von Gehweg auf Fahrbahn - keine Haftung des 8-Jährigen)" von Richter Dr. Falk Bernau, original erschienen in: DAR 2008, 78 - 79.
AG Duisburg, 20.06.2006 - 79 C 5926/05
NJW 2008, 147
MDR 2008, 80
NZV 2008, 22
FamRZ 2008, 50
VersR 2007, 1669
Um eine klare Grenzlinie für die Haftung von Kindern zu ziehen, hat der Gesetzgeber die Fallgestaltungen vielmehr einheitlich in der Weise geregelt, dass er die Altersgrenze der Deliktsfähigkeit von Kindern für den Bereich des motorisierten Verkehrs generell auf die Vollendung des 10. Lebensjahres heraufgesetzt hat (vgl. Senat BGHZ 172, 83, 86; Urteile vom 14. Juni 2005 - VI ZR 181/04 - VersR 2005, 1154, 1155 und vom 16. Oktober 2007 - VI ZR 42/07 - aaO).
Nur wo dies nicht der Fall ist, muss es beim uneingeschränkten Rechtsgüterschutz verbleiben, den § 823 BGB und § 826 BGB gewähren (BGHZ 164, 1, 6 = GRUR 2005, 882 - Unberechtigte Schutzrechtsverwarnung; vgl. a. BGH, NJW 1995, 397 sowie BGHZ 74, 9, 16 = NJW 1979, 1351; BGHZ 95, 10, 18 f. = NJW 1985, 1959; BGHZ 118, 201, 206 = NJW 1992, 2014; BGHZ 154, 269, 271 f. = NJW 2003, 1934; BGH, NJW 2004, 446, 447; NJW 2008, 147).
Dem Antrag des Antragstellers auf Zahlung eines Schmerzensgeldes in Höhe von jedenfalls 12.000 EUR kann unter Berücksichtigung seines Vortrags zu den Folgen des Eingriffs nicht von vorherein die Erfolgsaussicht versagt werden (s. OLG Frankfurt/M. FamRZ 2008, 50 , [...] Rn. 2: 10.000 EUR bei einer medizinisch ordnungsgemäß durchgeführten Beschneidung).

References: § 828
 § 828
 § 828
 BGH 
 § 823
 § 826