Source: http://palikanon.de/khuddaka/jataka/j398.htm
Timestamp: 2019-03-25 00:01:02+00:00

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398 Sutana-Jataka
398. Die Erzählung von Sutana (Sutana-Jataka)
§D. Die Begebenheit wird im Sama-Jataka [Jataka 540] erzählt werden.
§B. Als ehedem zu Benares Brahmadatta regierte, nahm der Bodhisattva seine Wiedergeburt in einer armen Hausväterfamilie; man gab ihm den Namen „Sutana“. Als er herangewachsen war, diente er um Lohn und ernährte damit seine Eltern, und nachdem sein Vater gestorben war, unterhielt er seine Mutter. —
Dieser verfolgte die Gazelle. Als sie ermüdet war, hieb er sie mit seinem Schwerte in zwei Teile und hängte sie an einen Stock. Während er nun so daherkam, als trüge er eine Tragstange, dachte er: „Ich will mich ein wenig ausruhen“, und ging auf einen in der Nähe des Weges stehenden Bananenbaum zu, wo er sich niederlegte und einschlief. In diesem Bananenbaum aber wohnte ein Dämon, Makhadeva mit Namen; dieser hatte von Vessavana [2] die Erlaubnis erhalten, alle zu verzehren, die an den Baum kämen. Als nun der König aufstand und fortgehen wollte, nahm jener ihn bei der Hand und sagte: „Bleibe, ich muss dich auffressen.“ „Wie heißt du denn?“, fragte der König. Er antwortete: „Ich bin ein hier hausender Dämon; ich darf alle diejenigen auffressen, welche an diesen Ort kommen.“
§1. „Der König schickt dir diese Speise,
gar fein, mit Fleischessaft beträufelt.
Wenn hier der Makhadeva wohnt,
so komm heraus, verzehre sie!“
§2. „So komm doch näher her, o Jüngling,
mit deiner wohl gewürzten Speise.
Denn du, o Jüngling, und dein Mahl,
ihr zwei seid mir zum Fraß bestimmt.“
§3. „Um kleinen Vorteil willst du, Dämon,
des großen Vorteils dich berauben;
nicht werden dir dein Mahl mehr bringen
die Leute, die des Tods gedenken.
§4. Für immer, Dämon, kannst dies Mahl du haben,
das wohlschmeckende, feine, gut gewürzte;
doch wirst du, wenn du mich frisst, schwer noch finden
den Mann, der dir herbeibringt deine Speise.“
§5. „Dies ist mein Vorteil, Sutana,
wie du es sagst, junger Brahmane.
in Frieden geh zu deiner Mutter.
§6. So geh und nimm das Schwert mit dir,
den Sonnenschirm, die Schüssel, Jüngling;
in Frieden sehe dich die Mutter
und du auch sieh die Mutter wieder.“
§7. „So lebe, Dämon, glücklich weiter
mit allen deinen Anverwandten.
Erhalten habe ich mein Geld;
des Königs Auftrag ist erfüllt.“
§C. Nachdem der Meister diese Unterweisung beschlossen und die Wahrheiten verkündigt hatte, verband er das Jataka mit folgenden Worten (am Ende der Verkündigung der Wahrheiten aber gelangte jener Mönch, der seine Mutter ernährt hatte, zur Frucht der Bekehrung): „Damals war der Dämon Angulimala [5], der König war Ananda, der junge Brahmane aber war ich.“
[2] Der Gehilfe von Indra und Beherrscher der Dämonen.
[3] Es kann auch heißen: „Er fasste Mut.“
[4] Eine kleine Scheidemünze.
[5] Ein von Buddha bekehrter Räuber, der dann einer seiner treuesten Anhänger wurde.

References: §1

§2

§3

§4

§5

§6

§7