Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=27.07.2005&Aktenzeichen=10%20B%2076.04
Timestamp: 2020-05-26 21:54:49+00:00

Document:
BVerwG, 27.07.2005 - 10 B 76.04 - dejure.org
https://dejure.org/2005,15722
BVerwG, 27.07.2005 - 10 B 76.04 (https://dejure.org/2005,15722)
BVerwG, Entscheidung vom 27.07.2005 - 10 B 76.04 (https://dejure.org/2005,15722)
BVerwG, Entscheidung vom 27. Juli 2005 - 10 B 76.04 (https://dejure.org/2005,15722)
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Anordnung; Bodenordnung; Einleitung; Einstellung; Flurbereinigung; Landtausch; nachträglich; Rechtsansicht; Rechtslage; Sachlage; tatsächlich; Tausch; Umstand; Umwandlung; Verfahren; Änderung
Rechtsansicht als ein nachträglich eingetretener Umstand im Sinne des § 9 Abs. 1 Satz 1 Flurbereinigungsgesetz (FlurbG); Einstellung eines Bodenordnungsverfahrens nur wegen eines nachträglich eingetretenen Umstandes faktischer Art; Verneinung eines ...
OVG Sachsen, 07.10.2004 - F 7 D 6/03
OVG Rheinland-Pfalz, 18.07.2018 - 9 C 11880/17
Klage gegen die Einstellung eines Flurbereinigungsverfahrens; Fehlen der …
Zur Einstellung können z. B. neue Gesichtspunkte faktischer Art führen, die - hätten sie bei der Einleitung des Verfahrens bereits vorgelegen - bewirkt hätten, dass das Verfahren nicht eingeleitet worden wäre (…vgl. Wingerter/Mayr, a.a.O., Rn. 1, m.w.N.); ob neben Änderungen faktischer Art auch nachträglich eingetretene rechtliche Umstände die Einstellung rechtfertigen können, hat das Bundesverwaltungsgericht bisher offengelassen (vgl. BVerwG, Beschluss vom 27. Juli 2005 - 10 B 76/04 -, Buchholz 424.01 § 9 FlurbG Nr. 3 u. juris, Rn. 6;… bejahend Wingerter/Mayr, a.a.O.).
Etwas Anderes mag dann gelten, wenn etwa ein Beschluss einer Gemeindevertretung vorliegt, demzufolge diese die mit der Flurbereinigung bezweckten Maßnahmen - z. B. des Gewässerausbaus - außerhalb des Flurbereinigungsverfahrens selbst vornehmen will (vgl. BVerwG, Beschluss vom 27. Juli 2005 - 10 B 76/04 -, Buchholz 424.01 § 9 FlurbG Nr. 3 und juris, Rn. 7).
Entsprechende Einwendungen sind also - wie hier zu Recht vom Kläger - mit der Anfechtungsklage gegen den Beschluss nach § 4 FlurbG zu richten und nicht mit der Verpflichtungsklage auf Einstellung zu verfolgen (…vgl. insoweit zutreffend Wingerter, a. a. O., § 9, Rn. 1; OVG Berlin-Brandenburg, Urt. v. 28.6.2012 - OVG 70 A 5.09 -, juris, Rn. 45 sowie ergänzend zum Unterschied zwischen der Einstellung des Flurbereinigungsverfahrens und der Aufhebung des Einleitungsbeschlusses: BVerwG, Beschl. v. 27.7.2005 - 10 B 76/04 -, juris, Rn. 11).
Erforderlich sind vielmehr veränderte äußere Umstände bei ansonsten gleichbleibender Sach- und Rechtslage (vgl. BVerwG, Beschl. v. 27. Juli. 2005 - 10 B 76.04 -, juris Rn. 6).
OVG Berlin-Brandenburg, 24.08.2017 - 70 A 20.15
Bodenordnungsverfahren - Abfindung mit Flächen einer niedrigeren Qualitätsstufe
Bei einem rein inneren (Erkenntnis-)Vorgang ohne veränderte äußere Umstände und bei ansonsten gleich bleibender Sach- und Rechtslage liegen keine nachträglich eingetretenen Umstände i.S.v. § 9 Abs. 1 Satz 1 FlurbG vor (vgl. BVerwG, Beschluss v. 27. Juli 2005 - 10 B 76.04 -, RzF 8 zu § 9 Abs. 1 FlurbG).
OVG Sachsen, 08.11.2019 - 7 C 5/18
Klagebefugnis; Bindungswirkung; Bodenordnungsverfahren; Einstellung
Ob neben Änderungen faktischer Art auch nachträglich eingetretene rechtliche Umstände die Einstellung rechtfertigen können, hat das Bundesverwaltungsgericht bisher offengelassen (vgl. BVerwG, Beschluss vom 27. Juli 2005 - 10 B 76.04 -, juris Rn. 38).

References: § 9
 § 9
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 § 4
 § 9
 § 9
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