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Timestamp: 2020-05-29 16:02:45+00:00

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GuAMKflAusbV Groß-und-Außenhandelsmanagement-Kaufleute-Ausbildungsverordnung
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Verordnung über die Berufsausbildung zum Kaufmann für Groß- und Außenhandelsmanagement und zur Kauffrau für Groß- und Außenhandelsmanagement (Groß-und-Außenhandelsmanagement-Kaufleute-Ausbildungsverordnung - GuAMKflAusbV)
V. v. 19.03.2020 BGBl. I S. 715 (Nr. 16)
Geltung ab 01.08.2020; FNA: 806-22-1-127 Berufliche Bildung
Unterabschnitt 2 Teil 1 der Abschlussprüfung
Unterabschnitt 3 Teil 2 der Abschlussprüfung in der Fachrichtung Großhandel
§ 11 Prüfungsbereich Kaufmännische Steuerung von Geschäftsprozessen
§ 12 Prüfungsbereich Prozessorientierte Organisation von Großhandelsgeschäften
§ 13 Prüfungsbereich Fallbezogenes Fachgespräch zu einer betrieblichen Fachaufgabe im Großhandel
Unterabschnitt 4 Teil 2 der Abschlussprüfung in der Fachrichtung Außenhandel
§ 17 Inhalt von Teil 2
§ 18 Prüfungsbereiche von Teil 2
§ 19 Prüfungsbereich Kaufmännische Steuerung von Geschäftsprozessen
§ 20 Prüfungsbereich Prozessorientierte Organisation von Außenhandelsgeschäften
§ 21 Prüfungsbereich Fallbezogenes Fachgespräch zu einer betrieblichen Fachaufgabe im Außenhandel
§ 22 Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde
§ 23 Gewichtung der Prüfungsbereiche und Anforderungen für das Bestehen der Abschlussprüfung
Anlage (zu § 3 Absatz 1) Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Kaufmann für Groß- und Außenhandelsmanagement und zur Kauffrau für Groß- und Außenhandelsmanagement
Diese Rechtsverordnung ist eine Ausbildungsordnung im Sinne des § 4 des Berufsbildungsgesetzes. Die Ausbildungsordnung und der damit abgestimmte, von der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland beschlossene Rahmenlehrplan für die Berufsschule werden demnächst im amtlichen Teil des Bundesanzeigers veröffentlichet.
Der Ausbildungsberuf des Kaufmanns für Groß- und Außenhandelsmanagement und der Kauffrau für Großund Außenhandelsmanagement wird nach § 4 Absatz 1 des Berufsbildungsgesetzes staatlich anerkannt.
Außenhandel sowie
Warensortiment zusammenstellen und Dienstleistungen anbieten,
handelsspezifische Beschaffungslogistik planen und steuern,
Einkauf von Waren und Dienstleistungen marktorientiert planen, organisieren und durchführen,
Marketingmaßnahmen planen, durchführen, kontrollieren und steuern,
Verkauf kundenorientiert planen und durchführen,
Distribution planen und steuern,
kaufmännische Steuerung und Kontrolle durchführen und
Arbeitsorganisation projekt- und teamorientiert planen und steuern.
(3) Die Berufsbildpositionen der berufsprofilgebenden Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Großhandel sind:
Lagerlogistik planen, steuern und abwickeln und
warenbezogene Rückabwicklungsprozesse organisieren und durchführen.
(4) Die Berufsbildpositionen der berufsprofilgebenden Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Außenhandel sind:
Außenhandelsgeschäfte abwickeln und Auslandsmärkte bedienen und
internationale Berufskompetenzen anwenden.
Berufsbildung sowie arbeits-, sozial- und tarifrechtliche Vorschriften,
Bedeutung des Groß- und Außenhandels sowie Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes,
elektronische Geschäftsprozesse (E-Business).
die im Ausbildungsrahmenplan für die ersten 15 Ausbildungsmonate genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie
(1) Teil 1 der Abschlussprüfung findet im Prüfungsbereich Organisieren des Warensortiments und von Dienstleistungen statt.
(2) Im Prüfungsbereich Organisieren des Warensortiments und von Dienstleistungen hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist,
Bedarfe und Absatzchancen zu ermitteln, Informationen über Waren und Dienstleistungen einzuholen und marktorientierte Warensortimente und kundenbezogene Dienstleistungsangebote zu bewerten,
Angebote von Lieferanten einzuholen und zu vergleichen, Waren zu bestellen und Dienstleistungen zu beauftragen,
Kundenanfragen zu bearbeiten, Angebote zu erstellen und Aufträge unter Beachtung von Liefer- und Zahlungsbedingungen zu bearbeiten,
adressatengerecht, situations- und zielorientiert zu kommunizieren sowie
Kundendaten zu verwalten und dabei rechtliche Regelungen zum Datenschutz und zur IT-Sicherheit einzuhalten.
(1) Teil 2 der Abschlussprüfung erstreckt sich in der Fachrichtung Großhandel auf
Teil 2 der Abschlussprüfung findet in der Fachrichtung Großhandel in den folgenden Prüfungsbereichen statt:
Kaufmännische Steuerung von Geschäftsprozessen,
Prozessorientierte Organisation von Großhandelsgeschäften,
Fallbezogenes Fachgespräch zu einer betrieblichen Fachaufgabe im Großhandel sowie
(1) Im Prüfungsbereich Kaufmännische Steuerung von Geschäftsprozessen hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist,
Geschäftsvorgänge buchhalterisch zu erfassen und Zahlungsvorgänge zu bearbeiten,
die betriebliche Kosten-und-Leistungs-Rechnung anzuwenden sowie Kennzahlen zu ermitteln und zu analysieren und Instrumente der kaufmännischen Steuerung und Kontrolle zu nutzen,
im Rahmen eines Kundenauftrages den mengen- und wertebezogenen Daten- und Warenfluss in elektronischen Systemen zur Ressourcenplanung und zur Verwaltung von Kundenbeziehungen zu erfassen und die Zusammenhänge darzustellen und
Arbeitsorganisation projekt- und teamorientiert zu planen und zu steuern.
(1) Im Prüfungsbereich Prozessorientierte Organisation von Großhandelsgeschäften hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist,
logistische Prozesse von der Beschaffung bis zur Distribution zu steuern und zu kontrollieren,
die Prozesse der betrieblichen Lagerlogistik von der Warenannahme bis zum Versand zu planen und abzuwickeln und dabei auch elektronische Lagerverwaltungssysteme anzuwenden,
den Einkauf von Waren und Dienstleistungen durchzuführen und dabei auch Risiken und Besonderheiten im internationalen Handel zu berücksichtigen,
Verkaufsprozesse durch zielgruppenorientierte Marketingmaßnahmen zu unterstützen,
Reklamationen und Retouren abzuwickeln und
Kundenanliegen lösungsorientiert mit dem Ziel des Vertragsabschlusses zu bearbeiten und Möglichkeiten der Konfliktlösung anzuwenden.
(1) Im Prüfungsbereich Fallbezogenes Fachgespräch zu einer betrieblichen Fachaufgabe im Großhandel hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist,
berufstypische Aufgabenstellungen zu erfassen,
Probleme und Vorgehensweisen zu erörtern,
Lösungswege zu entwickeln und zu begründen,
Geschäftsgespräche kunden-, service- und prozessorientiert zu führen und auszuwerten und dabei Waren-, Dienstleistungs- und Fachkenntnisse einzubeziehen und
praxisbezogene Aufgaben unter Berücksichtigung wirtschaftlicher und ökologischer Zusammenhänge sowie unter Beachtung rechtlicher Zusammenhänge zu planen, durchzuführen, zu steuern und auszuwerten.
(2) Für den Nachweis nach Absatz 1 ist eines der folgenden Gebiete zugrunde zu legen:
Verkauf und Distribution,
Warensortiment und Marketing und
Einkauf und Beschaffungslogistik.
(3) 1Mit dem Prüfling wird ein fallbezogenes Fachgespräch geführt. 2Das fallbezogene Fachgespräch dauert 30 Minuten. 3Grundlage für das fallbezogene Fachgespräch ist eine praxisbezogene Fachaufgabe. 4Der Ausbildungsbetrieb teilt der zuständigen Stelle mit der Anmeldung zur Abschlussprüfung mit, ob die Durchführung nach Absatz 4 oder Absatz 5 gewählt wird.
(4) 1Zur Vorbereitung auf das fallbezogene Fachgespräch hat der Prüfling eine von zwei praxisbezogenen Fachaufgaben zu bearbeiten, die
ihm vom Prüfungsausschuss zur Wahl gestellt werden und
aus zwei unterschiedlichen Gebieten nach Absatz 2 stammen müssen.
2Der Prüfling wählt aus, welche praxisbezogene Fachaufgabe er bearbeitet. 3Die Bearbeitung findet unmittelbar vor dem fallbezogenen Fachgespräch statt. 4Für die Bearbeitung ist dem Prüfling zusätzlich eine Bearbeitungszeit von 15 Minuten einzuräumen. 5Das fallbezogene Fachgespräch beginnt damit, dass der Prüfling die von ihm bearbeitete praxisbezogene Fachaufgabe und seinen Lösungsweg darstellt. 6Ausgehend von dieser praxisbezogenen Fachaufgabe entwickelt der Prüfungsausschuss das fallbezogene Fachgespräch so, dass die in Absatz 1 genannten Anforderungen nachgewiesen werden können.
(5) 1Zur Vorbereitung auf das fallbezogene Fachgespräch hat der Prüfling im Ausbildungsbetrieb eigenständig zwei praxisbezogene Fachaufgaben zu bearbeiten, die
der Ausbildungsbetrieb festgelegt hat und
2Zu jeder der beiden praxisbezogenen Fachaufgaben hat der Prüfling einen Report zu erstellen. 3In dem Report hat er die Aufgabenstellung, die Zielsetzung, die Planung, das Vorgehen und das Ergebnis zu beschreiben und den Prozess, der zu dem Ergebnis geführt hat, zu reflektieren. 4Der Report darf jeweils höchstens drei Seiten umfassen. 5Spätestens am ersten Tag von Teil 2 der Abschlussprüfung sind dem Prüfungsausschuss die beiden Reporte zuzuleiten sowie eine Bestätigung des Ausbildungsbetriebs darüber, dass der Prüfling die praxisbezogenen Fachaufgaben eigenständig durchgeführt hat. 6Aus den beiden bearbeiteten praxisbezogenen Fachaufgaben wählt der Prüfungsausschuss für das fallbezogene Fachgespräch eine aus und teilt sie dem Prüfling mit. 7Das fallbezogene Fachgespräch beginnt damit, dass der Prüfling die vom Prüfungsausschuss ausgewählte Fachaufgabe und seinen Lösungsweg darstellt. 8Ausgehend von der gewählten praxisbezogenen Fachaufgabe und dem dazugehörigen Report entwickelt der Prüfungsausschuss das fallbezogene Fachgespräch so, dass die in Absatz 1 genannten Anforderungen nachgewiesen werden können.
(6) Bewertet wird nur die Leistung, die der Prüfling im fallbezogenen Fachgespräch erbringt.
(1) Die Bewertungen der einzelnen Prüfungsbereiche sind in der Fachrichtung Großhandel wie folgt zu gewichten:
Organisieren des Warensortiments und von Dienstleistungen mit 25 Prozent,
Kaufmännische Steuerung von Geschäftsprozessen mit 15 Prozent,
Prozessorientierte Organisation von Großhandelsgeschäften mit 30 Prozent,
Fallbezogenes Fachgespräch zu einer betrieblichen Fachaufgabe im Großhandel mit 20 Prozent sowie
Prozessorientierte Organisation von Großhandelsgeschäften oder
(1) Teil 2 der Abschlussprüfung erstreckt sich in der Fachrichtung Außenhandel auf
Teil 2 der Abschlussprüfung findet in der Fachrichtung Außenhandel in folgenden Prüfungsbereichen statt:
Prozessorientierte Organisation von Außenhandelsgeschäften,
Fallbezogenes Fachgespräch zu einer betrieblichen Fachaufgabe im Außenhandel sowie
(1) Im Prüfungsbereich Prozessorientierte Organisation von Außenhandelsgeschäften hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist,
Absatzmärkte zu identifizieren,
Außenhandelsgeschäfte vorzubereiten und abzuschließen und dabei Risiken und international gebräuchliche Handelsklauseln zu berücksichtigen,
bei der Vorbereitung und beim Abschluss von Außenhandelsgeschäften Finanzierungs- und Kreditsicherungsmöglichkeiten sowie Zahlungsbedingungen zu berücksichtigen,
Außenhandelsgeschäfte in einer Fremdsprache abzuwickeln und dabei die Kommunikation mit ausländischen Geschäftspartnern und Geschäftspartnerinnen adressatengerecht zu gestalten,
den Einkauf von Waren und Dienstleistungen durchzuführen und dabei Risiken und Besonderheiten im internationalen Handel zu berücksichtigen,
Verkaufsprozesse durch zielgruppenorientierte Marketingmaßnahmen zu unterstützen und
(1) Im Prüfungsbereich Fallbezogenes Fachgespräch zu einer betrieblichen Fachaufgabe im Außenhandel hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist,
Lösungswege unter Anwendung internationaler Berufskompetenz zu entwickeln und zu begründen,
Internationaler Handel und Auslandsmärkte,
(1) Die Bewertungen der einzelnen Prüfungsbereiche sind in der Fachrichtung Außenhandel wie folgt zu gewichten:
Prozessorientierte Organisation von Außenhandelsgeschäften mit 30 Prozent,
Fallbezogenes Fachgespräch zu einer betrieblichen Fachaufgabe im Außenhandel mit 20 Prozent sowie
(2) Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn die Prüfungsleistungen - auch unter Berücksichtigung einer mündlichen Ergänzungsprüfung nach § 24 - wie folgt bewertet worden sind:
Prozessorientierte Organisation von Außenhandelsgeschäften oder
§ 25 ändert mWv. 1. August 2020 GrHdlKfmAusbV offen
1Diese Verordnung tritt am 1. August 2020 in Kraft. 2Gleichzeitig tritt die Verordnung über die Berufsausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel/zur Kauffrau im Groß- und Außenhandel vom 14. Februar 2006 (BGBl. I S. 409) außer Kraft.
1 Warensortiment zusammen-
stellen und Dienstleistungen
(§ 4 Absatz 2 Nummer 1) a) Bedarf an Artikeln, Warengruppen und Dienstleis-
tungen unter Berücksichtigung der Absatzchancen
ermitteln und dabei Kern- und Randsortimente diffe-
renziert betrachten
b) Informationen über Warensortimente und Dienstleis-
tungen einholen, auch unter Nutzung elektronischer
c) Vorschläge für die Zusammenstellung marktorientier-
ter Warensortimente entwickeln
d) Verpackungen nach technischen, ökonomischen und
ökologischen Gesichtspunkten auswählen
e) Vorschläge für waren- und kundenbezogene Dienst-
leistungsangebote entwickeln
f) branchenübliche Fachbegriffe, Maß-, Mengen- und
Gewichtseinheiten verwenden
g) waren- und dienstleistungsbezogene Normen und
rechtliche Regelungen einhalten 16
2 Handelsspezifische
Beschaffungslogistik planen
(§ 4 Absatz 2 Nummer 2) a) Ziele der handelsspezifischen Beschaffungslogistik
reflektieren, Konzepte bewerten und daraus geeig-
nete Transportmittel und Lagerstätten für Logistik-
ketten ableiten
b) logistische Dienstleistungen nach ökonomischen und
ökologischen Kriterien sowie nach betrieblichen Vor-
gaben auswählen, Verträge abschließen und die Ver-
tragserfüllung kontrollieren
c) rechtliche Regelungen für das Transportwesen einhal-
ten sowie Transportrisiken beurteilen und absichern
d) Schnittstellen zu Herstellern, Lieferanten und Wieder-
verkäufern sowie Schwachstellen in der Wertschöp-
fungskette analysieren, Fehlerquellen erkennen und
Vorschläge zur Fehlerbeseitigung und zur Prozess-
optimierung machen
e) für die Warenbeschaffung branchenbezogene Markt-
und Börsenberichte, Fachpublikationen, Bezugs-
quellenverzeichnisse und Lieferanteninformationen,
einschließlich elektronischer Informationsquellen,
auswählen, nutzen und auswerten
f) ökonomische, ökologische, soziale und ethische
Aspekte der Nachhaltigkeit in nationalen und inter-
nationalen Lieferketten bei der Beschaffung berück-
sichtigen 10
3 Einkauf von Waren und
marktorientiert planen,
(§ 4 Absatz 2 Nummer 3) a) unter Beachtung von Beschaffungsrichtlinien Bezugs-
quellen ermitteln und Angebote einholen
b) Durchführung von Ausschreibungsverfahren prüfen,
an Ausschreibungsverfahren mitwirken und elektroni-
sche Plattformen für die Beschaffung nutzen
c) Angebote vergleichen hinsichtlich Art, Beschaffen-
heit, Qualität, Menge und Preis von Waren, Verpa-
ckungskosten, Lieferzeit sowie Liefer- und Zahlungs-
d) Dienstleistungsangebote, insbesondere im Hinblick
auf Umfang, Qualität, Verfügbarkeit und Preise, ver-
e) Waren bestellen, Dienstleistungen beauftragen und
Auftragsbestätigungen prüfen 12
f) Verhandlungen mit Lieferanten und Dienstleistern
führen, Vertragsbedingungen festlegen und doku-
mentieren und dabei Risiken und Besonderheiten
beim Einkauf im Ausland beachten
g) Vertragserfüllung, insbesondere Liefer- und Leis-
tungstermine, überwachen, bei Verzug mahnen sowie
Rechnungen und Lieferdokumente prüfen
h) Reklamationen unter Berücksichtigung der vertrag-
lichen Verpflichtungen bearbeiten 4
planen, durchführen,
(§ 4 Absatz 2 Nummer 4) a) Informationen zu Zielgruppen, Absatzgebieten und
Vertriebskanälen anforderungsorientiert beschaffen
b) Marktbeobachtung durchführen, Ergebnisse auswer-
ten und Vorschläge für den Einsatz von Marketing-
instrumenten auch unter Berücksichtigung von Instru-
menten des Onlinemarketings ableiten
c) Marktaktivitäten des Unternehmens mit denen von
Wettbewerbern vergleichen
d) verkaufsfördernde Maßnahmen für alle unterneh-
mensspezifischen Vertriebskanäle planen, durchfüh-
ren, kontrollieren und steuern und dabei Budgetvor-
gaben berücksichtigen
e) ergänzende waren- und kundenbezogene Dienstleis-
tungen anbieten und ihre Wirkung als Marketing-
instrument bewerten
f) Marketingmaßnahmen hinsichtlich ihrer Zielsetzung
reflektieren und Verbesserungsvorschläge ableiten
g) die Weiterentwicklung und Optimierung des Online-
auftrittes unterstützen
h) kundenorientiert handeln, insbesondere Beziehungen
zu Kunden und Geschäftspartnern pflegen und Maß-
nahmen der Kundenbindung durchführen 8
5 Verkauf kundenorientiert
(§ 4 Absatz 2 Nummer 5) a) Anfragen bearbeiten, Preise ermitteln und angebots-
spezifische Kalkulationen durchführen
b) Aufträge bearbeiten und bestätigen sowie Rechnun-
gen erstellen 14
c) durch eigenes Verhalten zur Kundenzufriedenheit und
Kundenbindung beitragen
d) Angebote unter Berücksichtigung von Geschäfts-,
Liefer- und Zahlungsbedingungen erstellen
e) Zusammensetzung der Kundenstruktur ermitteln,
Kundenkontakte herstellen und pflegen
f) betriebliche Vertriebskanäle kundenspezifisch nutzen
g) Möglichkeiten von Onlinevertriebskanälen prüfen so-
wie Verknüpfungen und Wechselwirkungen zwischen
verschiedenen Vertriebskanälen darstellen
h) dem Kunden Handlungsmöglichkeiten bei auftrags-
bezogenen Änderungen, insbesondere bei Preis-
änderungen, aufzeigen
i) Beratungs- und Verkaufsgespräche kunden- und er-
gebnisorientiert unter Berücksichtigung verkaufs-
psychologischer Aspekte planen, durchführen und
j) Verträge abschließen
k) Kundenreklamationen erfassen und nach rechtlichen
Regelungen und betrieblichen Vorgaben bearbeiten
sowie Kulanzregelungen anwenden 8
6 Distribution planen und
(§ 4 Absatz 2 Nummer 6) a) betrieblich genutzte Beförderungs- und Frachtarten
auftragsbezogen auswählen sowie Transportkosten
b) versandspezifische Anforderungen erfüllen, Aufträge
abwickeln sowie Versand- und Begleitdokumente er-
c) Liefertermine vereinbaren, Warenversand planen und
d) Liefertermine kontrollieren und Möglichkeiten der
Sendungsverfolgung nutzen 6
(§ 4 Absatz 2 Nummer 7) a) Geschäftsvorgänge unter Einhaltung betrieblicher
und rechtlicher Regelungen buchhalterisch einord-
nen, Belege erfassen und buchen
b) Zahlungsvorgänge im Zusammenwirken mit Kredit-
instituten, Dienstleistern, Lieferanten und Kunden be-
c) Auskünfte über Kunden, Lieferanten und Dienstleister
einholen und bewerten
d) aus dem Kauf- und Zahlungsverhalten Maßnahmen
e) betriebliche Grundsätze der Kreditgewährung an-
wenden und Möglichkeiten der Risikoabsicherung
f) betriebliche Kosten-und-Leistungs-Rechnung an-
wenden, Kosten erfassen und überwachen sowie be-
triebliche Leistungen bewerten und verrechnen
g) betriebliches Controlling als Informations- und
Steuerungsinstrument nutzen, Kennzahlen ermitteln
und analysieren sowie Handlungsoptionen ableiten 12
8 Arbeitsorganisation projekt-
und teamorientiert planen
(§ 4 Absatz 2 Nummer 8) a) eigene Arbeit unter Einsatz betrieblicher Arbeits- und
Organisationsmittel systematisch planen, durchfüh-
ren und kontrollieren
b) Arbeitsprozesse im eigenen Arbeitsbereich reflektie-
ren und Maßnahmen zur Optimierung vorschlagen
c) Lern- und Arbeitstechniken sowie Methoden des
selbstgesteuerten Lernens anwenden und elektroni-
sche Lernmedien nutzen
d) Aufgaben im Team planen und bearbeiten sowie Er-
gebnisse abstimmen und auswerten
e) Präsentationstechniken anwenden 6
f) Vorbereitung, Planung, Überwachung, Steuerung,
Abschluss und Dokumentation betrieblicher Projekte
g) bei der Umsetzung und Durchführung von betrieb-
lichen Projekten mitarbeiten 4
Abschnitt B: berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Großhandel
1 Lagerlogistik planen, steuern
und abwickeln
(§ 4 Absatz 3 Nummer 1) a) Anliefertermine überwachen, Waren annehmen, Wa-
ren und Frachtdokumente prüfen und Abweichungen
b) Wareneingangskontrollen durchführen und Waren-
eingänge erfassen, Abweichungen dokumentieren
und Korrekturmaßnahmen einleiten
c) Waren nach betrieblichen Vorgaben einlagern und
d) betriebliche Lagerhaltung und deren Arbeitsabläufe
im Hinblick auf die Zielsetzung der Lagerhaltung or-
ganisieren, auch unter Nutzung elektronischer Lager-
e) Lagerbestände überwachen, Bestandsveränderungen
und -abweichungen erfassen und erforderliche Kor-
rekturen durchführen
f) Istbestände gemäß betrieblicher Inventurmethode
aufnehmen und mit den Sollbeständen abgleichen
g) Waren auftragsbezogen auslagern, kommissionieren
und versandfertig machen sowie Versand veranlassen
h) rechtliche und betriebliche Regelungen für die Lager-
logistik einhalten 24
2 Warenbezogene Rückabwick-
lungsprozesse organisieren
(§ 4 Absatz 3 Nummer 2) a) Retourenprozesse aus Kundenreklamationen gemäß
betrieblichen Regelungen einleiten
b) Waren aus Kundenretouren annehmen, prüfen und
ihre weitere Verwendung klären
c) Retourengründe analysieren und Maßnahmen ableiten 4
d) Gründe für Lieferantenretouren unterscheiden, weitere
Verwendung der Retourware und Rücksendemöglich-
keiten prüfen
e) Waren für die Rücksendung prüfen und versandfähig
f) warenbezogene Rückabwicklungsprozesse kaufmän-
nisch umsetzen und dokumentieren
Abschnitt C: berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Außenhandel
1 Außenhandelsgeschäfte
abwickeln und Auslands-
(§ 4 Absatz 4 Nummer 1) a) zur Vorbereitung von Außenhandelsgeschäften die
Absatz- und Beschaffungschancen ermitteln und do-
kumentieren sowie die staatenspezifischen Import-
oder Exportbestimmungen einhalten
b) Außenhandelsrisiken berücksichtigen und geeignete
Maßnahmen zum Risikomanagement für die abzu-
schließenden Verträge auswählen
c) außenhandelsspezifische Zahlungsbedingungen und
-instrumente, insbesondere Akkreditive, auswählen
d) international gebräuchliche Handelsklauseln, insbe-
sondere die Incoterms, bei Handelsgeschäften an-
e) Möglichkeiten der Außenhandelsfinanzierung erläu-
tern und Kreditabsicherung vorbereiten
f) Transportmittel und -wege im internationalen Waren-
verkehr bestimmen und dabei ökologische und öko-
nomische Kriterien sowie die Transportfähigkeit,
Transportrisiken, Lagerfähigkeit, Pflege, Behandlung
und Verpackung von Waren berücksichtigen
g) Fracht-, Speditions-, Lager- und Logistikverträge ab-
h) Notwendigkeiten von Transportversicherungen prüfen
i) geeignetes Zollverfahren auswählen, bei Importge-
schäften die anfallenden Abgaben, insbesondere
Zölle und Einfuhrumsatzsteuer, errechnen und bei
Einkaufs- und Verkaufskalkulationen einbeziehen so-
wie am elektronischen Zollverfahren mitwirken
j) für den internationalen Handel übliche Warendoku-
mente prüfen, beschaffen und erstellen 20
2 Internationale Berufs-
(§ 4 Absatz 4 Nummer 2) a) im Rahmen der internationalen Kommunikation, Ko-
operation und Geschäftsanbahnung staatenspezifi-
sche Rahmenbedingungen und rechtliche Anforde-
rungen beachten
b) Gespräche situations- und adressatengerecht führen
und dabei kulturelle Identitäten und Verhaltensweisen
berücksichtigen 8
c) bei Anbahnungen, Verhandlungen, Abschlüssen und
Erfüllung von Außenhandelsverträgen mündlich und
schriftlich in einer Fremdsprache kommunizieren, ins-
besondere Informationen einholen
d) Angebote, Annahmen, Auftragsbestätigungen und
Handelsrechnungen staatenspezifisch erstellen, be-
arbeiten und prüfen
e) Waren- und Frachtdokumente in einer Fremdsprache
bearbeiten, prüfen und erstellen
1 Berufsbildung sowie arbeits-,
sozial- und tarifrechtliche
(§ 4 Absatz 5 Nummer 1) a) Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag
feststellen und Aufgaben der Beteiligten im dualen
System beschreiben
dungsordnung vergleichen und zu seiner Umsetzung
c) betriebliche und tarifliche Regelungen sowie arbeits-
und sozialrechtliche Bestimmungen erläutern, insbe-
sondere wesentliche Inhalte und Bestandteile eines
Arbeitsvertrages darstellen
e) Mitbestimmungs- und Mitwirkungsrechte betriebs-
verfassungsrechtlicher Organe des Ausbildungsbe-
triebes erklären
f) Chancen und Anforderungen des lebensbegleitenden
g) Ziele und Grundsätze des betrieblichen Personalwe-
sens beschreiben
h) Sinn und Zweck der Prävention und einer Präven-
tionskultur auf der Grundlage der gesetzlichen Unfall-
versicherung beschreiben und diese Präventions-
kultur auf die betriebliche Praxis übertragen während
2 Bedeutung des Groß- und
Außenhandels sowie
(§ 4 Absatz 5 Nummer 2) a) Aufgaben und Funktionen des Groß- und Außenhan-
dels entlang der Wertschöpfungskette im Rahmen
der Gesamtwirtschaft beschreiben
b) Zielsetzung und Tätigkeitsfelder des Ausbildungsbe-
triebes sowie seine Stellung am Markt erläutern
c) Geschäftsbeziehungen innerhalb und außerhalb der
Europäischen Union darstellen
d) Art und Rechtsform des Ausbildungsbetriebes dar-
e) Aufbau und Aufgaben des Ausbildungsbetriebes er-
f) Beziehungen des Ausbildungsbetriebes und seiner
Beschäftigten zu Behörden, Wirtschaftsorganisatio-
nen und Gewerkschaften erläutern
g) Compliance, insbesondere Maßnahmen, Strukturen
und Prozesse zur Einhaltung rechtlicher Regelungen
und betrieblicher Richtlinien beachten und Abwei-
chungen melden
(§ 4 Absatz 5 Nummer 3) a) Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit am Ar-
(§ 4 Absatz 5 Nummer 4) Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen
(§ 4 Absatz 5 Nummer 5) a) in der internen und externen Zusammenarbeit situa-
tions- und zielorientiert unter Berücksichtigung von
Wertschätzung, Vertrauen, Respekt und gesellschaft-
licher Vielfalt kommunizieren
b) effizient, ressourcenschonend und adressatenge-
recht, auch unter Nutzung digitaler Medien, kommu-
nizieren sowie Ergebnisse dokumentieren
c) fremdsprachige Fachbegriffe verwenden
d) fremdsprachige Informationen nutzen 6
e) Auskünfte in einer Fremdsprache erteilen
f) Ursachen von Konflikten und Kommunikationsstö-
rungen erkennen und Möglichkeiten der Konflikt-
lösung anwenden 4
6 Elektronische Geschäftspro-
zesse (E-Business)
(§ 4 Absatz 5 Nummer 6) a) E-Business-Systeme zur Ressourcenplanung und
Verwaltung von Kundenbeziehungen in den Ge-
schäftsprozessen anwenden und Ziele, Funktionen
und Schnittstellen dieser Systeme darstellen
b) Zusammenhänge zwischen Daten- und Warenfluss
bei betrieblichen Prozessen herstellen und berück-
c) externe und interne elektronische Informations- und
Kommunikationsquellen aus E-Business-Systemen
für die Informationsbeschaffung auswählen und bei
betrieblichen Prozessen nutzen sowie Standardsoft-
ware und betriebsspezifische Software anwenden
d) Daten und Informationen, insbesondere im Zusam-
menhang mit Stammdatenmanagement, beschaffen,
erfassen, vervollständigen, sichern und pflegen
e) rechtliche Regelungen und betriebliche Vorgaben
zum Datenschutz und zur IT-Sicherheit einhalten
a) Daten aus dem Warenwirtschaftssystem analysieren
und Ergebnisse zur Steuerung des Warenflusses nut-
b) Kennzahlen mit elektronischen Anwendungen ermit-
teln 8
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References: § 11

§ 12

§ 13

§ 17

§ 18

§ 19

§ 20

§ 21

§ 22

§ 23
 § 3
 § 4
 § 4
 § 24

§ 25