Source: http://www.freistaat.bayern/dokumente/leistung/38774823637
Timestamp: 2018-06-19 10:25:51+00:00

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Testament und Erbvertrag; Hinterlegung zur amtlichen Verwahrung - BayernPortal
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Testamente und Erbverträge können beim Amtsgericht-Nachlassgericht in amtliche Verwahrung gegeben werden. Dadurch wird sichergestellt, dass diese im Erbfall gefunden werden und vor Fälschung oder Beschädigung geschützt sind.
Durch die Hinterlegung von Testamenten und Erbverträgen beim Nachlassgericht sollen ihre sichere Aufbewahrung bis zum Tod und ihre Auffindbarkeit alsbald nach dem Tod des Erblassers gewährleistet werden. Notarielle Testamente werden unmittelbar vom beurkundenden Notar bei dem Nachlassgericht in amtliche Verwahrung gegeben, in dessen Bezirk der Notar seinen Amtssitz hat. Der Erblasser kann jedoch jederzeit die Verwahrung bei einem anderen Nachlassgericht verlangen.
Eigenhändige Testamente können vom Erblasser selbst bei einem frei zu wählenden Nachlassgericht hinterlegt werden. Notarielle Erbverträge werden oftmals - wie das notarielle Testament - vom Notar an das für seinen Amtssitz zuständige Nachlassgericht zur Verwahrung übersandt; Erbverträge können jedoch auch beim Notar verwahrt werden.
Es handelt sich um ein eigenhändiges Testament. Notarielle Testamente und Erbverträge werden vom Notar zur amtlichen Verwahrung gebracht.
Stellen Sie einen formlosen Antrag auf amtliche Verwahrung Ihres Testamentes beim Amtsgericht.
Es wird ein Hinterlegungsschein über die Verwahrung ausgestellt. Wird ein gemeinschaftliches Testament hinterlegt, erhält der andere Erblasser ebenfalls einen Hinterlegungsschein.
Das Testament kann jederzeit wieder aus der amtlichen Verwahrung zurückverlangt werden (z. B. um es zu ändern). Das Testament darf nur persönlich an den Erblasser (bei einem gemeinschaftlichen Testament nur an die Erblasser gemeinsam) zurückgegeben werden.
Befindet sich ein Testament, ein gemeinschaftliches Testament oder ein Erbvertrag seit mehr als 30 Jahren in amtlicher Verwahrung, ermittelt die verwahrende Stelle von Amts wegen, ob der Erblasser noch lebt. Sollte dies nicht der Fall sein, wird die Verfügung von Todes wegen eröffnet.
evtl. Vollmacht des Partners und Angaben zum Vermögen
Die amtliche Verwahrung kostet einmalig 75,00 EUR. Wird ein Erbvertrag beim Notar und nicht beim Nachlassgericht verwahrt, löst dies keine gesonderten Kosten aus.
Die Bundesnotarkammer erhebt für Eintragungen in das Zentrale Testamentsregister Gebühren in Höhe von 15,00 EUR je Registrierung. Die Registrierungsgebühr wird einmalig erhoben und deckt sämtliche Kosten der Registrierung, eventueller Berichtigungen, Ergänzungen und Folgeregistrierungen sowie der Benachrichtigungen im Sterbefall ab. Kostenschuldner ist der jeweilige Erblasser. Die Gebühr soll vom Notar oder dem Nachlassgericht für die Bundesnotarkammer entgegengenommen werden. Sie wird als durchlaufender Posten in der Kostenberechnung ausgewiesen.
Sofern der Notar oder das Nachlassgericht die Gebühren nicht für die Bundesnotarkammer entgegen nimmt, rechnet die Bundesnotarkammer unmittelbar mit dem Erblasser ab. In diesem Fall beträgt die Gebühr 18,00 EUR je Registrierung.
Rechtsgrundlagen, bayernweit: § 2247 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
Rechtsgrundlagen, bayernweit: § 2267 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
Rechtsgrundlagen, bayernweit: § 2248 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
Rechtsgrundlagen, bayernweit: § 344 Familienverfahrensgesetz (FamFG)
Rechtsgrundlagen, bayernweit: § 346 Familienverfahrensgesetz (FamFG)
Rechtsgrundlagen, bayernweit: § 347 Familienverfahrensgesetz (FamFG)
Rechtsgrundlagen, bayernweit: § 78e Abs. 4 Satz 1, Abs. 1 Satz 1 und 2 Nr. 2 und Nr. 3 Bundesnotarordnung (BNotO)
Rechtsgrundlagen, bayernweit: Nr. 12100 Kostenverzeichnis des Gesetzes über Kosten der freiwilligen Gerichtsbarkeit für Gerichte und Notare (Gerichts- und Notarkostengesetz - GNotKG)
Rechtsgrundlagen, bayernweit: Testamentsregister-Gebührensatzung (ZTR-GebS)

References: § 2247
 § 2267
 § 2248
 § 344
 § 346
 § 347
 § 78