Source: https://www.herne.de/allris/vo020.asp?VOLFDNR=12849
Timestamp: 2020-08-04 02:41:06+00:00

Document:
Vorlage - 2018/0733 - Teilfortschreibung des Nahverkehrsplanes für die Stadt Herne gemäß § 9 des ÖPNVG NRW (Überarbeitung aufgrund des Abschlusses des NVP Bochum)
Vorlage - 2018/0733
Betreff: Teilfortschreibung des Nahverkehrsplanes für die Stadt Herne gemäß § 9 des ÖPNVG NRW (Überarbeitung aufgrund des Abschlusses des NVP Bochum)
Verfasser: Boehme, Christoph
Federführend: FB 53 - Tiefbau und Verkehr Bearbeiter/-in: Gorba-Karwath, Sabine
Beirat für die Belange v. Menschen mit Behinderungen Vorberatung
des Beirates für die Belange von Menschen mit Behinderungen ungeändert beschlossen
der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Eickel abgelehnt
Der Rat der Stadt stimmt den Änderungen der Stellungnahme der Verwaltung zur zweiten Fortschreibung des Nahverkehrsplanes der Stadt Bochum zu.
Der Rat der Stadt Herne beschließt die Teilfortschreibung des Nahverkehrsplanes für die Stadt Herne, Stand Oktober 2018, als ergänzende Entscheidungsgrundlage für die weitere Entwicklung des ÖPNV im Stadtgebiet Herne.
Änderung der Stellungnahme zum Entwurf der zweiten Fortschreibung des Nahverkehrsplanes der Stadt Bochum
Gegenüber der Stellungnahme der Verwaltung vom 09.03.2018 zum Entwurf der zweiten Fortschreibung des Nahverkehrsplanes der Stadt Bochum (s. Anlage) bedarf es der im Folgenden dargestellten Änderungen. Ursächlich für diese Anpassungen sind sowohl die nun vorliegenden Auswertungen der Fahrgastzählungen, die im März und Juli 2018 auf den Linien 306, 368 und 390 durchgeführt wurden als auch die im Rahmen der Teilfortschreibung des NVP der Stadt Herne erarbeiteten Konzepte mit konkretisierten Anforderungen an den NVP der Stadt Bochum.
Stellungnahme der Verwaltung der Stadt Herne vom 09.03.2018
Änderungen der Stellungnahme
Linie 306/316
Verdichtung auf einen 7,5‘-Takt zu nachfragestarken Zeiten (ca. 2h/Tag)
Verdichtung auf einen 7,5‘-Takt durch die Linie 316 zu nachfrage-starken Zeiten (ca. 4h/Tag)
Zudem regen wir an, die Endstelle der Linie 321 an der Haltestelle „Schwerinstraße“ einzurichten.
Ggf. wäre auch die zusätzliche Anbindung des Geschäftszentrums Bochum-Gerthe Nord durch die Linie 321 zu prüfen. Die Mehrleistung für die Stadt Bochum würde bei einer Ausweitung der vorbeschriebenen Taktung mit dem Linienendpunkt „Schwerinstr.“ 19 Tkm p.a. betragen. Aus einer Anbindung des Geschäftszentrums Gerthe-Nord würde eine Mehrleistung in Höhe von 45 Tkm p.a. resultieren.“
Linien 366/367
Umsetzung der am 24.11.2016 protokollierten Variante 3: Verlängerung der Linie 366 nach
Herne Bahnhof, unter Beibehaltung der Linie 367 durch die HCR (ggf. Anpassung der Bedienzeiten)
Herne Bahnhof, unter Beibehaltung bei gleichzeitiger Verlängerung (mindestens bis „Hiltroper Str.“, vorzugsweise bis zur Haltestelle „Nordbad“) der Linie 367 durch die HCR (ggf. Anpassung der Bedienzeiten).
Die Zwischentaktfahrten (15-Min.-Takt in Bochum) werden über die Hordeler Str. bis zum ÖPNV-Verknüpfungspunkt „Auf der Wenge“ geführt.
Die weiteren Abschnitte der Stellungnahme bleiben unverändert.
Teilfortschreibung des Nahverkehrsplanes für die Stadt Herne
Die rechtlichen Vorgaben an den NVP ergeben sich aus dem PBefG und den Vorschriften des ÖPNVG NRW. Zur Sicherung und Verbesserung des ÖPNV werden u.a. die kreisfreien Städte gem. § 8 Abs. 1 Satz 1 ÖPNVG NRW verpflichtet einen NVP aufzustellen. Dieser soll die öffentlichen Verkehrsinteressen des Nahverkehrs konkretisieren (§ 8 Abs. 1 Satz 2 ÖPNVG NRW). Dabei bildet § 8 Abs. 3 Satz 2 PBefG die bundesrechtliche Grundlagennorm für die Erstellung des NVP und regelt, dass der Aufgabenträger im NVP Anforderungen an Umfang und Qualität des Verkehrsangebots und dessen Umweltqualität sowie die Vorgaben für die verkehrsmittelübergreifende Integration der Verkehrsleistungen definiert.
Zur Erfüllung dieser Vorgaben legt der Aufgabenträger im NVP die ausreichende Bedienung der Bevölkerung mit Verkehrsleistungen fest. § 2 Abs. 3 ÖPNVG NRW gibt hierzu vor, dass in allen Teilen des Landes Nordrhein-Westfalens eine angemessene Bedienung der Bevöl-kerung durch den ÖPNV zu gewährleisten ist. Eine angemessene Bedienung ist dabei eine solche, die den Bedürfnissen der Fahrgäste nach
hoher Pünktlichkeit und Anschlusssicherheit,
fahrgastfreundlich ausgestalteten, barrierefreien, sicheren und sauberen Fahrzeugen sowie Stationen und Haltestellen,
bequemen und barrierefreien Zugang zu allen für den Fahrgast bedeutsamen Informationen, fahrgastfreundlichem Service und
einer geeigneten Verknüpfung von Angeboten des ÖPNV mit dem MIV und NMIV sowie multimodalen Mobilitätsangeboten Rechnung trägt.
Eine weitere wesentliche Vorgabe für die Anfertigung des NVP ist, dass gemäß § 8 Abs. 3a Satz 2 PBefG vorhandene Verkehrsstrukturen beachtet werden müssen.
Die Fortschreibung des Nahverkehrsplanes wurde mit Unterstützung des Ingenieurbüros Planungshaus Südstadt Partnergesellschaft Berthold Böhl & Harald Werner, Gummersbach, erarbeitet.
2.2 Hintergrund und Notwendigkeit für die aktuelle Teilfortschreibung des Nahver-kehrsplans der Stadt Herne
Mit der Umsetzung des neuen Linien- und Bedienungskonzepts für die Bereiche Herne-Mitte und Sodingen im August 2017 war der Prozess der Fortschreibung des Nahverkehrsplans für die Stadt Herne zunächst abgeschlossen. Nunmehr ergibt sich erneut die Notwendigkeit, das ÖPNV-Angebot in einem Teilbereich der Stadt Herne zu überarbeiten.
Auslöser hierfür ist die am 22. Mai 2015 beschlossene Umstellung der zentralen S-Bahn-Linien des VRR vom derzeitigen 20- auf einen 15/30-Minuten-Takt zum Fahrplanwechsel 2019/20. Ausgehend hiervon hat die Stadt Bochum im Dezember 2017 beschlossen ihr Angebot im ÖSPV an dieses Taktschema anzupassen. Diese Anpassungen wurden in der aktuellen Fortschreibung des Nahverkehrsplans der Stadt Bochum, der für die Mehrzahl der die Stadtgrenze zwischen Herne und Bochum überschreitenden Linien Änderungen insbesondere der Bedienungsfrequenz vorsieht, definiert. Bereits im Zuge des Betei-ligungsverfahrens bei der Aufstellung des NVP der Stadt Bochum wurden im Juli 2017 seitens der politischen Entscheidungsträger der Stadt Herne Eckpunkte für die künftige Angebotskonzeption in Reaktion auf die Vorschläge der Stadt Bochum formuliert. Für die wesentlichen Fragestellungen sollten diese noch durch Fahrgastzählungen verifiziert werden, die nun als Grundlage für die weiteren Entscheidungen ausgewertet vorliegen.
2.3 Verfahren zur Fortschreibung des Nahverkehrsplanes für die Stadt Herne
Die Fortschreibung des Nahverkehrsplanes für die Stadt Herne erfolgt seit 2006 im Zuge einer mehrteiligen Bearbeitung. Hieraus resultieren einzelne, in sich geschlossene Konzepte, die zur Beschlussfassung vorgelegt und umgesetzt werden können.
Das vorliegende Teilkonzept G bildet die Grundlage für die Fortschreibung des Nahverkehrs-planes für die Stadt Herne im Zusammenhang mit der Fortschreibung des Nahverkehrsplans der Stadt Bochum aus dem Jahre 2017.
Der fortgeschriebene Nahverkehrsplan für die Stadt Herne wird dem Regierungspräsidenten Arnsberg als zuständige Genehmigungsbehörde für den Nahverkehr zur Information zugestellt. Der fortgeschriebene Nahverkehrsplan muss bei der Konzessionserteilung von der Genehmigungsbehörde berücksichtigt werden.
2.4 Inhalte der Teilfortschreibung des Nahverkehrsplanes für die Stadt Herne
Die Änderungen sind im Detail dem Teilkonzept G, welches als Anlage diesem Beschluss beiliegt, dargestellt. Die folgende Darstellung stellt eine Zusammenfassung des Teilkonzepts dar.
Bereich Röhlinghausen – Eickel
Im Bereich Röhlinghausen – Eickel betreffen die Änderungen ausschließlich die Bedienung montags bis freitags im Früh- und Tagesverkehr; das Angebot im Abend- und Nachtverkehr sowie an den Wochenenden bleibt im Einklang mit den Festlegungen im NVP Bochum hier unverändert.
Linie 306 / 316 (neu): (Bochum-Gerthe –) Bochum Hbf – Wanne-Eickel Hbf
Gestützt durch die Ergebnisse der Fahrgastzählung vom März 2018 lässt sich feststellen, dass das derzeitige Angebot im 10-Min.-Takt sehr großzügig dimen-sioniert ist.
Reduzierung des Takts der Linie 306 auf 15 Minuten ist nachfragegerecht.
Aufgrund starker Nachfragespitzen im Schülerverkehr zwischen ca. 7:15 und 8:00 Uhr sowie zwischen ca. 14:00 und 17:15 Uhr ist es sinnvoll, in diesen Zeiten die Linie 316 an Schultagen bis Wanne-Eickel Hbf im 15-Min.-Takt zu verlängern (= 7,5-Min.-Takt).
Linie 368: Wanne-Eickel Hbf – Röhlinghausen – Bochum Hbf – Ruhrpark/UCI
Ebenfalls gestützt durch Ergebnisse der Fahrgastzählung vom Juni/Juli 2018 (analog Linie 306) erfolgt die Bedienung dieser Linie auf Herner Stadtgebiet künftig nachfragegerecht im 30-Min.-Takt.
Linie 390: Herne Bf - Eickel - Röhlinghausen - BO-Linden
Als Ergebnis der Fahrgastzählung auf der Linie 390 im Juni/Juli 2018 auf Herner Stadtgebiet ergibt sich für die Bedienung der Verbindung Herne Bf / Herne Mitte über den Grenzabschnitt in Richtung Bochum, dass ein 30-Min.-Takt der Linie 390 ausreichend ist. Dies gilt jedoch nicht für den Binnenverkehrsabschnitt Röhling-hausen – Herne Mitte. Hier muss das Angebot über einen 30-Min.-Takt hinaus verdichtet werden (s. Linie 391).
Die seitens der Stadt Bochum gewünschte Verdichtung auf einen 15-Min.-Takt, auch über den Grenzabschnitt, kann mit der Führung der montags bis freitags in der HVZ vorgesehenen Verdichterfahrten ab „Röhlinghauser Str.“ auf kurzem Weg über die Hordeler Straße bis „Auf der Wenge“ mit einer um sechs Minuten kürzeren Fahrzeit für diesen Abschnitt erfolgen.
Zwischen Eickel und Bochum bestehen in der HVZ vier Fahrmöglichkeiten je Stunde und Richtung.
Linie 391 (neu) Herne Bf - Eickel – Röhlinghausen – FHöV-Campus – Wanne-Eickel Hbf
Diese Linie wird mit der Zielsetzung neu eingerichtet, dass das Angebot zwischen Herne Mitte und Röhlinghausen auf einen 15-Min.-Takt – gemeinsam mit der Linie 390 verdichtet wird.
FHöV-Campus an der Görresstraße wird an den Bahnhof Wanne-Eickel Hbf. angebunden.
Zusätzliche zügige Verbindung zwischen Röhlinghausen und „Am Buschmannshof“ / „Wanne-Eickel Hbf“, auch als Kompensation für die Taktreduzierung auf der Linie 368.
Bereich Herne Mitte – Sodingen
Die Konzeption beinhaltet weiterhin Angebotsverdichtungen und Linienwegsergänzungen bei den Linien 321 und 367, die seitens der Stadt Herne seit längerem gewünscht sind, die aber im NVP Bochum nicht berücksichtigt wurden und für die somit keine Zustimmung des Aufgabenträgers Stadt Bochum vorliegt.
Linie 321: Herne Bf – Sodingen – Siedlung Constantin – Bochum-Gerthe Mitte
Es bleibt Ziel der Stadt Herne, den Takt der Linie zwischen Constantin und BO-Gerthe montags - freitags auf einen 30-Min.-Takt zu verdichten und die Haltestelle „Schwerinstr.“ im Zuge der bisherigen Wendefahrten in die Verkehrsbedienung aufzunehmen.
Option Linie 366 (neu): Herne Bf – Herne Süd – Bochum-Hiltrop – BO-Ruhrpark – BO-Langendreer
Seitens der Stadt Bochum wird gewünscht, die Linie 366 von der bisherigen Endhaltestelle „Bergener Str.“ auf Bochumer Stadtgebiet stündlich bis Herne Bf. zu verlängern.
Die Bedienungszeiten sollen denjenigen der Linie 367 entsprechen.
Linie 367: Herne Bf – Herne Süd – Bochum-Hiltrop Kirche
Es bleibt Ziel der Stadt Herne, die Linie in Bochum-Hiltrop zumindest bis zur Haltestelle „Hiltroper Str.“, vorzugsweise jedoch bis zur Haltestelle „Nordbad“ auf Bochumer Stadtgebiet zu verlängern.
Teil G – Übergangsverkehr Herne – Bochum
Teil G – Übergangsverkehr Herne- Bochum - Pläne
Stellungnahme zum NVPBO der Stadt Herne vom 09.03.2018
1 öffentlich 20181030_Text G Herne-Bochum 30-10-18 (5186 KB)
2 öffentlich 20181030_Pläne Teil G 30-10-18 (9485 KB)
3 öffentlich 20170309_NVPBO_StellungnahmeNVPBochum (64 KB)

References: § 9
 § 9
 § 8
 § 8
 § 2
 § 8