Source: https://www.agentur-amicum.de/betriebliche-altersvorsorge-rosenheim-bav/pensionszusage-rosenheim/
Timestamp: 2020-01-21 06:14:22+00:00

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Pensionszusage Rosenheim | professionelle bAV Beratung
Pensionszusage Rosenheim
3 Zielgruppe der Pensionszusage
5 Mögliche Zusagearten
6 Zuführung zur Pensionsrückstellung
6.1 Behandlung beim Arbeitgeber
6.2 Behandlung beim Arbeitnehmer
8 Bilanzielle Auswirkungen
9 Insolvenzsicherung
11.1 Was ist der Anwartschaftsbarwert bzw. der Barwert?
11.2 Was ist der Teilwert?
Von der Pensionszusage spricht man auch als “unmittelbare Versorgungszusage”
und “Direktzusage”.
Sie ist das Versprechen des Arbeitgebers an seinen Arbeitnehmer, bei Erreichen einer Altersgrenze, Tod oder Invalidität eine Leistung zu erbringen. Der Arbeitnehmer hat gegenüber seinem Arbeitgeber einen Rechtsanspruch auf die Versorgungsleistungen.
Für den Arbeitnehmer gelten diese nicht als zugeflossener Arbeitslohn und sind damit lohnsteuerfrei. Erst die Leistungen aus der Pensionszusage sind als Einkünfte aus nicht selbständiger Arbeit nach § 19 EStG zu versteuern. Die nachgelagerte Besteuerung stellt i.d.R. einen Vorteil dar, denn in der Rentenphase ist der
Steuersatz des Arbeitnehmers meist deutlich niedriger. Zusätzlich stehen noch bis 2040 attraktive Steuerfreibeträge zur Verfügung.
Die Pensionszusage eignet sich insbesondere für besser verdienende Arbeitnehmer, Geschäftsführer, Gesellschafter-Geschäftsführer und Vorstände von Kapitalgesellschaften. Denn es gibt – anders als bei allen anderen Durchführungswegen – keine Obergrenzen bei der Höhe der Versorgung. Die Kriterien der Angemessenheit sind jedoch in jedem Fall zu beachten.
Zielgruppe der Pensionszusage
Die Pensionszusage kann zusätzlich zu allen anderen Durchführungswegen eingerichtet werden.
Bei einer arbeitnehmerfinanzierten Pensionszusage ist, wenn bereits eine arbeitnehmerfinanzierte Unterstützungkassenzusage besteht, bzgl. der Sozialversicherungsfreiheit folgendes zu beachten: Die Summe der Entgeltverzichtsanteile beider Durchführungswege sind nur bis 4 % der BBG sozialversicherungsfrei ist.
Die Finanzierung kann sowohl durch den Arbeitgeber als auch durch den Arbeitnehmer erfolgen. Eine Mischfinanzierung durch beide Parteien ist ebenfalls möglich, in der Praxis hat sie jedoch keine große Bedeutung.
Bei einer rein arbeitnehmerfinanzierten Pensionszusage spricht man von Deferred Compensation (Aufgeschobener Vergütung). Der Arbeitnehmer verzichtet dabei auf Teile seines Entgelts zu Gunsten einer Pensionszusage.
Werden Pensionszusagen erteilt, haben die Versorgungsberechtigten einen Rechtsanspruch auf die zugesagte Leistung. Damit sind Pensionszusagen beim Unternehmen als ungewisse Verbindlichkeiten zu behandeln für die Rückstellungen in der Steuer- und in der Handelsbilanz gebildet werden müssen. Die Zuführungen zu den Rückstellungen können als Betriebsausgaben geltend gemacht werden und mindern damit den Gewinn. Für die Steuerbilanz sind jedoch die Bestimmungen des § 6a EStG zu berücksichtigen:
Der Versorgungsberechtigte muss einen Rechtsanspruch auf die Pensionsleistung haben.
Die Zusage muss schriftlich erteilt werden und Angaben zu Art, Form, Voraussetzungen und Höhe der in Aussicht gestellten zukünftigen Leistungen enthalten.
Ein schädlicher Widerrufsvorbehalt muss ausgeschlossen sein.
Die Zusage darf keine Pensionsleistung in Abhängigkeit von künftigen gewinnabhängigen Bezügen vorsehen.
Für Zusagen ab dem 01.01.2009 dürfen Rückstellungen nur für Personen gebildet werden, die das 27. Lebensjahr vollendet haben. Für Zusagen, die dagegen von 2001 bis 2008 erteilt wurden, ist das 28. Lebensjahr maßgeblich. Die Rückstellungsbildung ist für Zusagen vor 2001 erst ab dem 30.
Bei der Pensionszusage handelt es sich um einen sicherungspflichtigen Durchführungsweg. Aus diesem Grund müssen Beiträge zur Insolvenzsicherung an den Pensions-Sicherungs-Verein geleistet werden.
Beim Arbeitnehmer stellt die Pensionszusage unabhängig von der Finanzierung
in der Anwartschaftsphase keinen Zufluss von Arbeitslohn dar. Damit besteht für ihn keine Steuerpflicht.
Im Falle einmaliger Kapitalleistungen kann die so genannte Fünftelungsregelung angewendet werden. Die Versorgungsleistungen werden dann als “Vergütung für mehrjährige Tätigkeit” betrachtet (§ 34 EStG). Bei der Einkommenssteuerberechnung wird ein Fünftel der Kapitalleistung (ohne Freibetrag) auf das zu versteuernde Einkommen hinzugerechnet. Der sich daraus ergebende zusätzliche Steuerbetrag
wird auch auf die vier restlichen Fünftel der Kapitalleistung angewandt.
Mittels der Fünftelungsregel kann demnach die durch die Steuerprogression entstehende Belastung gemindert werden. Die Steuer wird allerdings in einem Betrag sofort fällig.
Freibeträge in der Leistungsphase
• Versorgungsfreibetrag gem. § 19 Abs. 2 EStG
• Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag gem. § 19 Abs. 2 EStG
• Arbeitnehmer-Pauschbetrag gem. § 9a Satz 1 EStG
Werden Pensionszusagen erteilt, haben die Versorgungsberechtigten einen Rechtsanspruch auf die zugesagte Leistung. Damit sind Pensionszusagen beim Unternehmen als ungewisse Verbindlichkeiten zu behandeln. Für Pensionszusagen, die ab dem 01.01.1987 erteilt wurden, müssen deshalb Rückstellungen in der Bilanz gebildet werden. Für Altzusagen gibt es ein Passivierungswahlrecht.
Die Rückstellungen wachsen i.d.R. bis zum Erreichen der Altersgrenze immer weiter an. Bei Eintritt des Versorgungsfalls – das gilt auch für vorzeitige Versorgungsfälle wie Tod oder Invalidität – werden die Pensionsrückstellungen auf ihren vollen versicherungsmathematischen Barwert angehoben. Als Barwert bezeichnet man die auf den heutigen Zeitpunkt abgezinste Summe aller zu erwartenden Leistungen, versehen mit der Wahrscheinlichkeit, dass diese Leistung erbracht wird.
Die Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen sind als Betriebsausgaben absetzbar
und mindern den Gewinn des Unternehmens.
Nach Eintritt des Versorgungsfalls werden die Pensionsrückstellungen i.d.R. sukzessive aufgelöst. Dieser Vorgang wirkt sich Gewinn erhöhend aus. Die an den Arbeitnehmer gezahlten Versorgungsleistungen können dagegen in voller Höhe als Betriebsausgaben geltend gemacht werden und mindern den Gewinn. Da die Versorgungsleistungen häufig höher sind als die jeweiligen Auflösungsbeträge der
Pensionsrückstellung, überwiegt bei diesem Vorgang i.d.R. die Gewinnminderung.
Die Höhe der Rückstellungen in Steuer- und Handelsbilanz unterscheiden sich:
In der Steuerbilanz müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden, um Pensionsrückstellungen bilden zu können. Der Versorgungsberechtigte muss einen Rechtsanspruch auf die Pensionsleistung haben. Außerdem muss die Zusage schriftlich erteilt werden und folgende Aspekte enthalten:
Art, Form, Voraussetzungen und Höhe der in Aussicht gestellten zukünftigen Leistungen enthalten.
Auch darf die Zusage keine Pensionsleistung in Abhängigkeit von künftigen gewinnabhängigen Bezügen vorsehen.
Für Zusagen ab 2009 ist dürfen Rückstellungen nur für Personen gebildet werden, die das 27. Lebensjahr vollendet haben. Für Zusagen, die dagegen von 2001 bis 2008 erteilt wurden, ist das 28. Lebensjahr maßgeblich. Die Rückstellungsbildung für Zusagen vor 2001 ist erst für Personen ab 30 Jahren möglich.
In der Steuerbilanz werden die Pensionsrückstellungen in Höhe des Teilwerts gebildet, der sich nach § 6a EStG ermittelt. Hierin spiegelt sich der bereits erdiente Anspruch der Arbeitnehmer infolge ihrer Betriebszugehörigkeit wider. Bei der Berechnung des Teilwerts ist ein vorgegebener Zinssatz von 6 % anzusetzen.
Die Rückdeckungsversicherung wird in der Steuerbilanz aktiviert. Es besteht allerdings ein Saldierungsverbot mit den bestehenden Pensionsverpflichtungen. Die Versicherungsbeiträge können in voller Höhe als Betriebsausgaben geltend gemacht werden und mindern den Gewinn. Der jährliche Zuwachs zum Aktivwert der Rückdeckungsversicherung hat eine Gewinnerhöhung zur Folge. Zusammen
mit der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen ist dieser Vorgang fast gewinnneutral.
In der Handelsbilanz sind Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten nach § 249 HGB zu bilden. Bislang war jedoch kein spezielles Bewertungsverfahren vorgesehen. Der in der Steuerbilanz ermittelte Wert der Pensionsrückstellungen konnte deshalb – als Mindestwert – auch für die Handelsbilanz übernommen werden.
Bilanzrechtsmodernisierungsgesestzes (BiIMoG)
Behandlung von Pensionsrückstellungen in der Handelsbilanz für Geschäftsjahre,die ab Inkrafttreten des BilMoG beginnen
Das BilMoG sieht den Ansatz der Pensionsrückstellungen mit ihrem Erfüllungsbetrag nach § 253 HGB vor. Hierbei müssen unternehmensabhängige Gehalts- und Rententrends, aber auch die Fluktuation berücksichtigt werden.
Die Rückstellungen sind wie in der Steuerbilanz abzuzinsen. Der maßgebliche Zinssatz wird von der Bundesbank ermittelt und monatlich bekannt gegeben. Die Erträge, die sich aus der Abzinsung ergeben, sind in der GuV auszuweisen.
Durch unterschiedliche Bewertungsverfahren sind die Pensionsrückstellungen in der Handelsbilanz dabei i.d.R. höher als die der Steuerbilanz.
Die Rückdeckungsversicherung wird auch in der Handelsbilanz aktiviert. Unter besonderen Umständen ist eine Verrechnung (Saldierung) der Rückdeckungsversicherung mit den Pensionsrückstellungen – im Gegensatz zur Steuerbilanz – erlaubt: Die Rückdeckungsversicherung darf ausschließlich zur Erfüllung der Versorgungsverpflichtungen dienen und muss auch dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sein. Damit können u. a. verpfändete Rückdeckungsversicherungen saldiert werden.
Die Saldierung ermöglicht den Unternehmen, ihre Bilanz signifikant zu verkürzen.
Im Bilanzanhang müssen folgende Angaben erfolgen:
Verwendetes Bewertungsverfahren
Zu Grunde gelegte Sterbetafeln
Angenommener Zinssatz
Im Falle einer Saldierung der Rückdeckungsversicherung mit den Pensionsrückstellungen müssen auch hierzu genaue Angaben gemacht werden:
Anschaffungs- und Zeitwert der Rückdeckungsversicherung und der PensionsrücksteIlungen
Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen
Demnach müssen Versicherung und Rückstellungen so dargestellt werden, dass die eigentlichen Brutto-Werte erkennbar sind, die ohne eine Saldierung vorliegen würden.
Da uns keine steuerliche Rechtsberatung gestattet ist, handelt es sich nur um allgemeine Angaben zu den bilanziellen Auswirkungen von Pensionszusagen und Rückdeckungsversicherungen. Für weitere Fragen und Auskünfte ist daher ein Steuerberater oder das zuständige Finanzamt hinzu zu ziehen.
Die Pensionszusage ist ein sicherungspflichtiger Durchführungsweg. Deshalb muss der Arbeitgeber für unverfallbare Anwartschaften Beiträge zur Insolvenzsicherung an den Pensions-Sicherungs-Verein (PSV) leisten. Das ist auch dann der Fall, wenn eine Rückdeckungsversicherung abgeschlossen wurde.
Die Höhe der Beiträge wird jährlich vom PSV ermittelt (siehe Pensions-Sicherungs-Verein aG).
Sind beim Ausscheiden die Unverfallbarkeitsvoraussetzungen nach § 1 b Abs. 1 BetrAVG nicht erfüllt, erlöschen die Anwartschaften.
Eine private Weiterführung ist unabhängig von der Unverfallbarkeit der Anwartschaften nicht möglich. Scheidet der Arbeitnehmer mit unverfallbaren Anwartschaften aus dem Unternehmen aus, können die unverfallbaren Anwartschaften gem. § 4 BetrAVG auf den neuen Arbeitgeber übertragen werden.
Was ist der Anwartschaftsbarwert bzw. der Barwert?
Der (Anwartschafts-)Barwert ist der Betrag, der unter Berücksichtigung von Zins und Sterblichkeit nötig ist, um einer Verpflichtung zu einem bestimmten Zeitpunkt nachzukommen.
Der Teilwert entspricht dem Anwartschaftsbarwert, abzüglich des Barwerts der noch ausstehenden Teilwertprämien. Er spiegelt den bereits erdienten Anspruch des Arbeitnehmers in Folge seiner Betriebszugehörigkeit wider.

References: § 19
 § 6
 § 19
 § 19
 § 9
 § 6
 § 249
 § 253
 § 1
 § 4