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Timestamp: 2017-03-25 13:31:34+00:00

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Vermieter: Kündigung des Mietvertrages - das müssen Sie beachten - CHIP
ZuhauseWohnenVermieter: Kündigung des Mietvertrages - das müssen Sie beachten
Im Vergleich zu den Mietern müssen Vermieter bei der Kündigung eines Mietvertrages deutlich mehr beachten. Sie müssen etwa die Kündigungsfristen einhalten und einen wichtigen Grund zur Kündigung vortragen. Was auf keinen Fall in der Kündigungserklärung einer Wohnraummiete fehlen darf, klären wir in diesem Artikel.
Kündigung durch den Vermieter: Diese Gründe sind zulässig
Das Gesetz unterschiedet zwischen der ordentlichen Kündigung und der außerordentlichen Kündigung des Vermieters. Bei Letzterer müssen Sie gemäß § 543 Abs. 1 S. 1 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) keine Frist einhalten, benötigen dafür aber einen wichtigen Grund. Bei einer ordentlichen Kündigung kommen hingegen Fristen auf Sie zu und Sie benötigen ein "berechtigtes Interesse" zur Kündigung, § 573 Abs. 1 S. 1 BGB. Das liegt vor allem in folgenden Fällen vor:Pflichtverletzungen: Verletzt der Mieter seine Pflichten aus dem Mietvertrag schuldhaft, kann ein berechtigtes Interesse vorliegen, § 573 Abs. 2 Nr. 1 BGB. Dazu muss die Verletzung aber die Belange des Vermieters derart beeinträchtigen, dass eine Kündigung eine angemessene Reaktion darstellt. Das entscheiden die Gerichte stets im Einzelfall. In der Vergangenheit wurden beispielsweise wiederholte Verstöße gegen die Hausordnung, eine ständig verspätete Mietzahlung oder auch die unerlaubte Untervermietung als berechtigtes Interesse angesehen.Eigenbedarf: Der wohl bekannteste Kündigungsgrund ist der Eigenbedarf gemäß § 573 Abs. 2 Nr. 2 BGB. Nach diesem Kündigungsgrund liegt ein berechtigtes Interesse vor, wenn Sie die Wohnung für sich, für eine in Ihrem Hausstand lebende Person oder für einen Familienangehörigen benötigen. Dazu gehören unter anderem Kinder, Eltern, Geschwister oder Lebensgefährten. Ihren Eigenbedarf müssen Sie aber in jedem Fall begründen. Als Gründe wurden beispielsweise der Wunsch nach einem eigenen Kinderzimmer und eine wesentliche kürze Strecke zum Arbeitsplatz anerkannt.Verwertung: Gemäß § 573 Abs. 2 Nr. 3 BGB können Sie als Vermieter ordentlich kündigen, wenn das Mietverhältnis eine angemessene wirtschaftliche Verwertung des Gründstückes behindert und Ihnen dadurch erhebliche Nachteile entstehen würden. Hier müssen Sie belegen, dass Sie das Mietverhältnis etwa beim Umbau, Verkauf oder der Modernisierung hindert.Weitere Gründe: Das Gesetz nennt nur beispielhaft einige Gründe für eine ordentliche Kündigung. Im Laufe der Zeit haben Gerichte etwa anerkannt, dass Sie als Vermieter Werkmietwohnungen kündigen können, wenn das Arbeitsverhältnis beendet wurde. Außerdem liegt ein berechtigtes Interesse vor, wenn der Untervermieter seinem Untermieter kündigen will, weil sein Vertrag endet.Kündigungsschreiben des Vermieters - die FormalienFür eine wirksame Kündigung müssen Sie nicht nur ein berechtigtes Interesse besitzen, sondern auch beim Kündigungsschreiben einige Punkte beachten:Kündigungsfrist: Gemäß § 573c Abs. 1 BGB müssen Sie als Vermieter bestimmte Fristen einhalten. Diese belaufen sich grundsätzlich auf drei Monate. Dauert das Mietverhältnis bereits fünf Jahre, sind es allerdings sechs Monate und nach einer 10-jährigen Miete sogar neun Monate. Ihre Kündigung muss zudem bis zum dritten Werktag eines Monats dem Mieter zugehen. Beispiel: Das Mietverhältnis besteht seit sechs Jahren. Sie kündigen zum 03.01 aus berechtigtem Interesse. Das Mietverhältnis endet damit zum 31.07.Form: Die Kündigung muss schriftlich erfolgen, § 568 Abs. 1 BGB. Das heißt, Sie müssen die Kündigung eigenhändig unterschreiben und zustellen. Eine E-Mail oder ein Fax genügt hierfür nicht.Fristlose Kündigung: Ohne Umwege gegen den MieterIn Ausnahmefällen können Sie das Mietverhältnis fristlos kündigen. Dazu benötigen Sie gemäß § 543 Abs. 1 S. 1 BGB einen wichtigen Grund. Dieser liegt vor allem in folgenden Fällen vor:Zahlungsverzug: Befindet sich der Mieter mit zwei aufeinanderfolgenden Monatsmieten im Verzug, können Sie ihm fristlos kündigen. Fehlt immer nur ein Teil der Monatsmieten, so muss der Gesamtbetrag wenigstens die Höhe einer Monatsmiete übersteigen. Zahlt der Mieter, nachdem ihm die Klage zugestellt wurde, kann er die Kündigung aber einmalig abwenden, § 569 BGB.Unzumutbarkeit: Verletzt der Mieter seine Pflichten so stark, dass Ihnen als Vermieter kein Mietverhältnis mehr zugemutet werden kann, liegt ebenfalls ein wichtiger Grund vor. Das ist beispielsweise der Fall, wenn Sie der Mieter schlägt oder beleidigt. Auch die mehrfache Störung des Hausfriedens trotz Abmahnung reicht aus. Hinweis: Eine fristlose Kündigung trifft den Mieter sehr hart, weshalb sie auch nur in Ausnahmefällen zulässig ist. Bei unsicheren Konstellationen sollten Sie deshalb zur Sicherheit eine Frist festsetzen oder sich mit einem Anwalt beraten.Auch während des Mietverhältnisses sind Ihnen die Hände nicht vollständig gebunden. Sie können beispielsweise die Miete in bestimmten Abständen erhöhen. Wie viel die Mieterhöhung betragen darf, klären wir im nächsten Artikel.Neueste Wohnen-TippsSpiel des Lebens Spielanleitung: Regeln und Tipps einfach erklärtRauchmelderpflicht: Das müssen Sie wissen Zeitumstellungs-Trick: Uhr vor- oder zurückstellen? So merken Sie's sichWarum nicken Pferde beim Gehen mit dem Kopf? Darum ist das soWeitere neue TippsBeliebteste Wohnen-TippsHolzwürmer bekämpfen: Mit diesen Hausmitteln klappt'sRadiergummi: Dafür ist die blaue Seite wirklich gedachtSamsung TV-Senderliste bearbeiten - die besten TippsNervige Hotline-Warteschleifen umgehen: Geniale TricksWeitere beliebte TippsSponsored LinksVerwandte ThemenRechtWohnungGesetzMieteKommentar schreiben

References: § 543
 § 573
 § 573
 § 573
 § 573
 § 573
 § 568
 § 543
 § 569