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Timestamp: 2018-10-17 09:06:42+00:00

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Entstehung und steuerliche Behandlung eines Sanierungsgewinns beim ... | Masterarbeit, Hausarbeit, Bachelorarbeit veröffentlichen
33 Seiten, Note: 10 Punkte (jurist. Punkteskala)
B. Gesellschaftsrechtliche Konstruktion
III. Problemfelder
IV. Insolvenzrechtliche Besonderheiten
C. Steuerrechtliche Auswirkungen
1. Voll werthaltige Forderung
2. Geringerer Forderungswert
III. Sanierungsgewinn
1. Behandlung bis 31.12.1997
2. Behandlung gem. BMF-Schreiben vom 27.03.2003
3. Entscheidung des FG München
4. Entscheidung des FG Köln
6. Europarechtliche Bedenken
D. Gestaltungsalternativen
I. Verlustnutzung & Werthaltigkeit
II. Ausgliederungsmodell/Reverse Debt-Equity-Swap
III. Debt-Mezzanine-Swap
Arndt, Hans-Wolfgang/ Jenzen, Holger:
Grundzüge des allgemeinen Steuer- und Abgabenrechts, 2. Auflage, München (2005)
Bauer, Andreas F./ Dimmling, Andreas:
Endlich im Gesetz(entwurf): Der Debt-Equity-Swap, NZI 2011, S. 517 ff.
Baumbach, Adolf/ Hueck, Alfred [Begr.]:
Beck‘sche Kurz-Kommentare, Band 20 GmbHG, 19. Auflage, München (2010)
Bitter, Georg:
Sanierung in der Insolvenz – Der Beitrag von Treue- und Aufopferungspflichten zum Sanierungserfolg, ZGR 2010, S. 147 ff.
Born, Alexander:
Aktuelle Steuerfragen im Zusammenhang mit Debt-Equity-Swap-Transaktionen,
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abrufbar unter: http://www.handelsblatt.com/unternehmen/mittelstand/debt-equity-swaps-umwandlung-mit-tuecken/3228876.html (Stand: 22.01.2013)
Braun, Eckhart/ Geist, Andreas:
Zur Steuerfreiheit von Sanierungsgewinnen – Bestandsaufnahme und Empfehlungen,
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Debt Equity Swap zum Nennwert!, DB 2010, S. 1629 ff.
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Modernes Sanierungsmanagement, 3. Auflage, München (2012)
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Die Sanierungsklausel des § 8c KStG als europarechtswidrige Beihilfe – Anmerkungen zur Beihilfeentscheidung der EU-Kommission vom 26.1.2011, DStR 2011, S. 289 ff.
Ehrmann, Oliver:
Beihilferechtliche Zulässigkeit des § 8c Abs. 1a KStG – Zur voraussichtlichen Europarechtswidrigkeit der Sanierungsklausel, DStR 2011, S. 5 ff.
Eidenmüller, Horst/ Engert, Andreas:
Reformperspektiven einer Umwandlung von Fremd- in Eigenkapital (Debt-Equity-Swap) im Insolvenzplanverfahren, ZIP 2009, S. 541 ff.
Eilers, Stephan/ Bühring Franziska:
Das Ende des Schönwetter-Steuerrechts: Die Finanzmarktkrise gebietet Änderungen im deutschen Sanierungssteuerrecht, DStR 2009, S. 137 ff.
Eilers, Stephan:
Der Debt-Equity-Swap – Eine Sanierungsmaßnahme für unternehmerische Krisensituationen, GWR 2009, S. 3
Ekkenga, Jens:
Neuerliche Vorschläge zur Nennwertanrechnung beim Debt-Equity-Swap – Erkenntnisfortschritt oder Wiederbelebungsversuche am untauglichen Objekt?,
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Fischer, Hardy:
Der Debt-to-Equity-Swap in der steuerlichen Beratungspraxis,
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Frege, Michael/ Keller, Ulrich/Riedel, Ernst:
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Steuerbefreiung von Sanierungsgewinnen – Anmerkung zum Urteil des Finanzgerichts München vom 12.12.2007, DStR 2008, S. 1676 ff.
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Haratsch, Andreas/ Koenig, Christian/ Pechstein, Matthias:
Europarecht, 7. Auflage, Tübingen (2010)
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Blümich Kommentar EStG, KStG, GewStG, Band 1, 114. Ergänzungslieferung (Feb. 2012)
[wegen § 3 Nr. 66 a.F. EStG gezielte Benutzung der 114. Auflage]
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Einkommensteuer, 4. Auflage, München (2008)
Kahlert, Günter:
Anmerkung zum BFH-Beschluss v. 28.02.2012 – VIII R 2/08, DStR 2012, S. 943 ff.
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Kommentar Abgabenordnung – einschließlich Steuerstrafrecht, 11. Auflage, München (2012)
Knief, Peter:
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Steuerliche Transaktionsrisiken bei Unternehmenssanierungen in der Praxis,
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Redeker, Rouven:
Kontrollerwerb an Krisengesellschaften: Chancen und Risiken des Debt-Equity-Swaps,
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Römermann, Volker/ Praß, Jan-Philipp:
Das neue Sanierungsrecht für Unternehmen, 1. Auflage, Regensburg (2012)
Rusch, Konrad/ Brocker, Till:
Debt Mezzanine Swap bei Unternehmensfinanzierungen – rechtliche und steuerliche Rahmenbedingungen, ZIP 2012, S. 2193 ff.
Schäfer, Carsten:
Gesellschaftsrecht, 2. Auflage, München (2011)
Scheffler, Wolfram:
Besteuerung von Unternehmen I, 12. Auflage, Heidelberg (2012)
Scheunemann, Marc P./ Hoffmann, Guido:
Debt-Equity-Swap – Steuerliche Strukturierung und zivilrechtliche Rahmenbedingungen,
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Debt-to-Equity-Swap bei der (GmbH & Co.-) Kommanditgesellschaft, ZGR 2012, S. 566 ff.
Schmidt, Ludwig [Begr.]/ Weber-Grellet, Heinrich [Hrsg.]: (zitiert: Schmidt/Bearbeiter)
Einkommensteuergesetz – Kommentar, 31. Auflage, München (2012)
Schmidt, Lutz/ Hageböke, Jens:
Offene Sacheinlagen als entgeltliche Anschaffungsvorgänge? – Zugleich kritische Anmerkungen u.a. zum BFH-Urteil vom 5.6.2002, I R 6/01, DStR 2003, S. 1813 ff.
Strüber, Malte/ von Donat, Christoph:
Die ertragsteuerliche Freistellung von Sanierungsgewinnen durch das BMF-Schreiben vom 27.03.2003, BB 2003, S. 2036 ff.
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Unternehmenssanierung, 1. Auflage, Heidelberg (2012)
Eilvorlage: Praktikables Krisensteuerrecht dringender denn je – Ein Appell an Gesetzgeber und Verwaltung, FR 2010, S. 249 ff.
Wehner, André:
Der Sanierungserlass des BMF vom 27.3.2003 – Ein Verstoß gegen EU-Beihilferecht?,
NZI 2012, S. 537 ff.
Winnefeld, Robert:
Die Ausweitung des steuerfreien Sanierungsgewinns gem. § 3 Nr. 66 EStG,
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Kirchner, Hildebert [Hrsg.]:
Abkürzungsverzeichnis der Rechtssprache, 7. Auflage, Berlin (2012)
Notleidende Unternehmen sind in finanziellen Schieflagen auf schnelle, effiziente Maßnahmen angewiesen, die die Überschuldung und/oder Zahlungsunfähigkeit verhindern. Im Vordergrund möglicher Sanierungswege stehen nicht nur interne, managementbezogene Umstrukturierungen, sondern auch Möglichkeiten auf bilanzieller Ebene. Dabei gewinnt das bisher vor allem im angloamerikanischen Raum verbreitete Sanierungsinstrument[1] des „Debt-Equity-Swaps“ (DES) auch in Deutschland allmählich an Bedeutung.[2] Dieser „Tausch“ (Swap) setzt sich aus den Begriffen Distressed Debt (notleidende Schulden) und Equity (Eigenkapital) zusammen. Er sieht eine Umwandlung von Fremd- in Eigenkapital bei gleichzeitiger Ausgabe von neuen Gesellschaftsanteilen vor und bewirkt dadurch eine Verbesserung in der Bilanzstruktur[3] des Unternehmens. Bemerkenswert ist, dass der DES sowohl bei außergerichtlichen Sanierungen (z.B. Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA[4] ) als auch im Insolvenzverfahren (z.B. Eigenverwaltung[5] bei Ihr Platz GmbH & Co. KG[6] ) Anwendung findet. Dennoch handelt es sich um eine „Umwandlung mit Tücken“[7], die mittelbar eine erfolgreiche Sanierung sogar erschweren kann: Auch die entstehenden Sanierungsgewinne unterliegen grds. der Besteuerung, sodass mögliche Erfolge wiederum aufgezehrt werden. Anhand des wirtschaftlichen, steuer- und gesellschaftsrechtlichen Spannungsfelds[8] ist im Folgenden abzuwägen, ob der DES eine taugliche Sanierungsmaßnahme in Krisensituationen darstellt.
Hierzu sollen zunächst die erforderlichen zivil-/gesellschaftsrechtlichen Maßnahmen eines DES aufgezeigt werden, gefolgt von der steuerrechtlichen Entstehung und Behandlung eines Sanierungsgewinns und dessen Risiken. Dabei werden die Auffassungen in Verwaltung und Rechtsprechung auf nationaler und europarechtlicher Ebene erörtert und schließlich Alternativen im Überblick betrachtet.
Ausgangslage ist ein in finanzielle Schwierigkeiten geratenes Unternehmen, dem wegen Umsatzrückgängen die Überschuldung bzw. Zahlungsunfähigkeit droht.[9] Häufig weisen derartige Unternehmen aufgrund gesteigerter Fremdfinanzierung hohe Fremdkapitalquoten (leverage) auf; sie geraten wegen der Gläubigeransprüche, der Einhaltung von Kennzahlen und der fehlenden Möglichkeit, neue Kreditmittel aufzunehmen, erheblich unter Druck.[10]
Als Sanierungsinstrument neben dem klassischen Forderungsverzicht kommt in derartigen Situationen ein Debt-Equity-Swap (DES) in Betracht, der grds. Unternehmen aller Rechtsformen zur Verfügung steht[11], auch wenn es sich bisher meist um Kapitalgesellschaften handelte[12] und die Vorgänge deshalb im Folgenden anhand einer AG bzw. GmbH beschrieben werden. Bei dem Swap werden Verbindlichkeiten der Schuldnergesellschaft in Eigenkapital umgewandelt, indem der Gläubiger seine Forderung einbringt und durch die Ausgabe neuer Unternehmensanteile als Gesellschafter beteiligt wird.[13] Doch könnten einige Gläubiger (v.a. Banken) an einer Beteiligung nicht interessiert sein und diese hierzu aufgrund der negativen Vertragsfreiheit (Art. 9 I GG) auch nicht verpflichtet werden.[14] Für sie besteht die Möglichkeit, sich ihre Forderungen (mit zweifelhaftem Wert) von Investoren gegen einen Abschlag abkaufen zu lassen, bevor der DES durchgeführt wird.[15]
Der DES erfolgt durch einen Kapitalschnitt, der erstens eine nominelle Kapitalherabsetzung vorsieht.[16] Dabei wird ohne jegliche Ausschüttung durch ein vereinfachtes Verfahren (§§ 58a ff. GmbHG bzw. §§ 229 ff. AktG) das Stamm- bzw. Grundkapital an das noch vorhandene Reinvermögen angeglichen. Selbst eine Reduktion auf 0 € ist möglich (vgl. § 58a IV GmbHG bzw. § 228 I AktG), um eine Unterbilanz zu beheben[17] und den Neugesellschaftern eine wirtschaftlich hohe Beteiligung entsprechend ihrer Einlage und hohen Einfluss als Anreiz zu gewähren[18]. Hinsichtlich des Verbots einer Sacheinlage[19] ist § 58a IV GmbHG bzw. § 228 I AktG zumindest für den die gesetzliche Mindesteinlage übersteigenden Teil teleologisch zu reduzieren.[20]
Darauf erfolgt eine effektive Kapitalerhöhung, wodurch der Gesellschaft gegen Ausgabe neuer Anteile Kapital zufließt.[21] Beim DES werden Sacheinlagen geleistet, bei denen es sich um die ursprünglichen Forderungen gegen die Gesellschaft handelt.[22] Im Wege der Sachkapitalerhöhung kann die Einbringung entweder durch Abtretung (§§ 398 ff. BGB) erfolgen, sodass bei der Gesellschaft Gläubiger- und Schuldnerposition zusammenfallen und die Forderung durch Konfusion erlischt; zum anderen kann ein Erlassvertrag (§ 397 BGB) geschlossen werden.[23]
Alternativ können die Anteile auch unmittelbar erworben (share deal) und per Erlassvertrag auf die Forderung verzichtet werden, was jedoch die Gefahr einer Haftung für rückständige Einlagen (§ 16 II GmbHG) bzw. Insolvenzanfechtung birgt (§§ 129 ff. InsO).[24]
[1] Carli/Rieder/Mückl, ZIP 2010, 1737.
[2] Ekkenga, ZGR 2009, 581, 587.
[3] Crone/Hettich/Mickel, Kap. 7.2.2.4, S. 167.
[4] Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA, Ad-hoc-Mitteilung.
[5] Vgl. Frege/Keller/Riedel, Rn. 999.
[6] Vgl. Carli/Rieder/Mückl, ZIP 2010, 1737, 1739.
[7] Brauer, www.handelsblatt.de.
[8] Vgl. Kroschel, DStR 1999, 1383, 1388.
[9] Carli/Rieder/Mückl, ZIP 2010, 1737.
[10] A.a.O. 1738.
[11] Vgl. z.B. für eine KG: K. Schmidt, ZGR 2012, 566, 569 f.
[12] Vgl. Knief, www.stb-web.de.
[13] Römermann/Praß, Kap. III, 15 Rn. 147.
[14] Vgl. Eidenmüller/Engert, ZIP 2009, 541, 547.
[15] Römermann/Praß, Kap. III, 15 Rn. 147, 149.
[16] Schäfer, § 42 Rn. 36 f.
[17] Baumbach/Hueck/Zöllner, § 58a Rn. 7.
[18] Eidenmüller/Engert, ZIP 2009, 541, 542, Fn. 8; Römermann/Praß, Kap. III, 15 Rn. 152.
[19] Siehe sogleich.
[20] Ekkenga, ZGR 2009, 581, 593.
[21] Schäfer, § 42 Rn. 38.
[22] Thierhoff/Krumbholz, 5. Kap. Rn. 27.
[24] Eilers, GWR 2009, 3.
Seminar "Recht der Besteuerung von Unternehmen und Kapitalanlagen"
10 Punkte (jurist. Punkteskala)
Stefan Knöpfle (Autor)
V300091
9783656972570
9783656972587
Steuerrecht Debt-Equity-Swap Sanierungsgewinn Sanierungserlass Bachelor Notleidende Unternehmen Forderungswert Kapitalerhöhung Passivtausch Sanierung Europarecht Beihilfe
Stefan Knöpfle (Autor), 2013, Entstehung und steuerliche Behandlung eines Sanierungsgewinns beim Debt-Equity-Swap, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/300091
Steuerliche Behandlung von Funktionsverlagerungen mittels hypotheti...

References: § 8
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 § 58
 § 228
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 § 42
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