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Timestamp: 2020-08-12 03:58:42+00:00

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Keine Korrektur des Einkommensteuerbescheid bei Fehler des Finanzamtes
Wie der Bundesfinanzhof (BFH) mit Urteil vom 14.01.2020 (VIII R 4/17) entschieden hat, kann ein bestandskräftiger Steuerbescheid nicht mehr nachträglich vom FA nach § 129 der Abgabenordnung (AO) berichtigt werden, wenn die fehlende Erfassung der vom Steuerpflichtigen ordnungsgemäß erklärten Einkünfte trotz ergangener Prüf- und Risikohinweise im Rahmen eines Risikomanagementsystems nicht auf einem bloßen „mechanischen Versehen“ beruht.
Der Kläger hatte in seiner auf dem amtlichen Vordruck eingereichten Einkommensteuererklärung u.a. Einkünfte aus selbständiger Arbeit in Höhe von 128.641 € erklärt. Beim Einscannen der Unterlagen im Veranlagungsbezirk des FA wurde die Anlage S zur Einkommensteuererklärung versehentlich übersehen, so dass eine Erfassung der Einkünfte aus selbständiger Arbeit des Klägers unterblieb. Nach maschineller Überprüfung der eingescannten Daten durch ein Risikomanage-mentsystem gingen im Veranlagungsbezirk mehrere Prüf- und Risikohinweise ein, die u.a. auf Einkünfte „des Ehemanns/der Ehefrau von weniger als 4.200 €“ hinwiesen und eine „personelle Prüfung“ des als „risikobehaftet“ eingestuften Falls vorsahen.
gepostet: 02. Jul 2020
Das Finanzgericht Münster hat mit Urteil vom 10. Oktober 2019 (Az. 6 K 3334/17 E) entschieden, dass Zahlungen von Jugendämtern an eine Tagesmutter nicht ausschließlich für Zwecke der Erziehung bestimmt und damit nicht nach § 3 Nr. 11 EStG steuerfrei sind.
Die Klägerin erzielte im Urteilsfall als anerkannte Tagesmutter Einkünfte aus selbstständiger Arbeit, wobei sie in den Streitjahren Kinder in einem Umfang zwischen 15 und 40 Wochenstunden betreute. Ihre Einnahmen setzten sich aus Zahlungen der Jugendämter (Anerkennungsbeiträge für Förderleistungen und Erstattung angemessener Kosten über Sachaufwand nach § 23 Abs. 2 Nr. 2 und Nr. 1 SGB VIII bzw. Monatspauschalen) sowie von den Eltern der betreuten Kinder gezahlten Essensgeldern zusammen. Das Finanzamt behandelte sämtliche Zahlungen als steuerpflichtige Einnahmen. Demgegenüber war die Klägerin der Auffassung, dass lediglich das Essensgeld zu versteuern sei. Die Zahlungen der Jugendämter seien dagegen als Bezüge aus öffentlichen Mitteln zur Förderung der Erziehung gemäß § 3 Nr. 11 EStG steuerfrei.
Das Urteil wurde zwischenzeitlich rechtskräftig.
gepostet: 18. Mai 2020
Am 08.01.2020 hat das Bundesfinanzministerium einen umfangreichen Frage-Antwort-Katalog herausgegeben, aus dem sich interessante Punkte ergeben. Wir haben Ihnen die wichtigsten Aspekte hier zusammengefasst.
1.3& Thema: Übergangsvorschrift
gepostet: 28. Feb 2020
Prüffelder 2020 der Finanzämter in NRW
Im Kalenderjahr 2020 wird durch die Finanzämter in NRW das zentrale Prüffeld „Prüfung der Einkunftserzielungsabsicht (Liebhaberei) bei § 15und § 18 EStG“ bearbeitet.
Als Liebhaberei ist die Tätigkeit eines Steuerpflichtigen zu verstehen, die ohne Gewinnerzielungsabsicht ausgeübt wird. Die Tätigkeit dient damit nicht primär der Erzielung von positiven Einkünften, sondern wird aus persönlichen Gründen oder aufgrund persönlicher Neigungen vom Steuerpflichtigen betrieben. Das Finanzamt geht von Liebhaberei aus, wenn ein Steuerpflichtigen mit einer selbständigen Tätigkeit über einen längeren Zeitraum Verluste erzielt und anzunehmen ist, dass er nicht die Absicht hat, tatsächlich Gewinne aus der Tätigkeit zu erzielen.
Steuerpflichtige mit langjährigen Verlusten sollten sich daher auf vermehrten Nachfragen im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung einstellen.
Neben dem zentralen Prüffeld „Liebhaberei“ bearbeiten zahlreiche Finanzämter in NRW noch weitere dezentrale Prüffelder. Eine Liste dieser Prüffelder für das Kalenderjahr 2020 finden Sie auf der Homepage der OFD NRW:
https://www.finanzverwaltung.nrw.de/sites/default/files/asset/document/20200113_liste_internet_prueffelder.pdf
gepostet: 22. Jan 2020
Eine Abschaffung des Solidartitätszuschlages für Kapitalgesellschaften (z. B. GmbH) als Zuschlag auf die Körperschaftsteuer ist nicht vorgesehen.
gepostet: 14. Okt 2019
EuGH: Kein Vorsteuerabzug ohne Rechnung?
Der EuGH hat mit Urteil vom EuGH, Urteil v. 21.11.2018 - Rs. C-664/16 „Lucretiu Hadrian Vădan“ entschieden, dass der Vorsteuerabzug kann nicht allein auf der Grundlage eines Sachverständigengutachtens geltend gemacht werden, in dem die abziehbare Vorsteuer vom Gutachter geschätzt wird. Vielmer ist die Vorlage einer Rechnung zwingend erforderlich. Allerdings könnte diese ggf. durch eine Kopie der Ausgangsrechnung des Lieferes ersetzt werden.
gepostet: 05. Aug 2019
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Menschlichkeit rechnet sich - Campus-Verlag
Mit dem Co-Autor Klaus Panreck, wurde das Business-Fachbuch "Menschlichkeit rechnet sich" im Campus Verlag am 08.09.2016 veröffentlicht.
Die Ansprüche an Führungskräfte sind groß. Ihre Aufgaben werden komplexer, die Erwartungen an Sie immer höher gesteckt. Doch wie meistern Sie die Herausforderungen, ohne dass Ihre Mitarbeiter innerlich kündigen.
In dem Bestseller von Hermann Scherer "Fokus", ebenfalls erschienen im Campus-Verlag, heißt es zu unserem Buch:
"Ich betreue zwei geniale Steuerberater, Stephan Brockhoff und Klaus Panreck, die gemeinsam ein Buch schreiben, das einen sensationellen Titel hat, der alles sagt und die Antwort auf eine aktuelle Fragestellung hat. Menschlichkeit rechnet sich. Ich finde diese Aussage klug, insbesondere, wenn die Autoren Steuerberater sind. Und natürlich: Sie rechnet sich […]“
Im IWW-Verlag in der Reihe "Betriebswirtschaftliche Mandantenberatung" erschien in der Ausgabe 1/2007 unser Artikel "Coaching - Neues Beratungsfeld für den Steuerberater - Experten berichten aus der Praxis".
Die Autoren sind Christopher Rauen, Klaus Panreck und Stephan Brockhoff
Hier können Sie den Artikel Downloaden: iwwverlag.pdf [154 KB]
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