Source: http://palikanon.com/khuddaka/jataka/j540.htm
Timestamp: 2018-01-18 09:56:43+00:00

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﻿ 540 Sama-Jataka
540. Die Erzählung von Sāma (Sāma-Jātaka)
§A. Dies erzählte der Meister, während er im Jetavana verweilte, mit Beziehung auf einen Mönch, der seine Eltern ernährte. Zu Sāvatthī nämlich war in einer einhundert achtzig Millionen besitzenden Großkaufmannsfamilie ein einziger Sohn; der war seinen Eltern lieb und hold. Als dieser eines Tages auf seinen Söller gegangen war, das Fenster geöffnet hatte und die Straße hinabschaute, sah er, wie eine große Volksmenge mit wohlriechenden Substanzen und Kränzen in den Händen nach dem Jetavana ging, um die Predigt anzuhören. Da dachte er: „Auch ich will hingehen“, ließ wohlriechende Substanzen, Kränze u. dgl. mitnehmen und begab sich nach dem Kloster. Er spendete Kleider und heilsame Getränke der Mönchsgemeinde, bezeigte dem Erhabenen mit wohlriechenden Substanzen, Kränzen u. dgl. seine Ehrfurcht und setzte sich ihm zur Seite. Als er die Predigt angehört, erkannte er den Nachteil, der in den Lüsten liege, und den Vorteil der Weltflucht und bat, als sich die Versammlung erhoben hatte, den Erhabenen um Aufnahme in den Mönchsstand. Doch wurde ihm der Bescheid: „Einen, der keine Erlaubnis dazu von seinen Eltern hat, nehmen die Vollendeten nicht in den Mönchsstand auf.“ Darauf ging er heim, aß sieben Tage lang nichts und erhielt dadurch von seinen Eltern die Erlaubnis; dann kehrte er zurück und bat um Aufnahme in den Orden. Der Meister gab einem Mönche den Befehl dazu und dieser nahm ihn in den Orden auf.
§B. Ehedem war unweit von Benares am diesseitigen Ufer ein Jägerdorf und am jenseitigen Ufer auch eins. In jedem Dorfe wohnten je fünfhundert Jägerfamilien. In den beiden Dörfern waren auch die Ältesten der Jäger befreundet. In ihrer Jugendzeit schon trafen sie folgende Verabredung: „Wenn einer von uns eine Tochter erhält und der andere einen Sohn, so sollen sich diese feierlich vermählen.“ Im Hause des Ältesten der Jäger auf dem diesseitigen Ufer wurde darauf ein Sohn geboren. Weil er im Augenblicke seiner Geburt in einem feinen Tuche aufgefangen wurde, gab man ihm den Namen Dukūlaka (= „der mit dem feinen Tuch“). Im Hause des andern wurde eine Tochter geboren; weil diese am andern Ufer geboren war, gab man ihr den Namen Pārikā (d. h. „die Jenseitige“). Die beiden waren überaus schön und goldfarbig; obwohl sie aus Jägerfamilien stammten, verübten sie keine Tötung von lebenden Wesen.
Kein Nāga auch kann mir entfliehen,
Sāma, so nannten die Verwandten
als sie dich sah, entfloh sie, Sāma.
am Gandhamādana-Berg wohnend,
§15. „Nicht sah ich ein Stück Wild, o Sāma;
‘Sāma, mein Sohn’ werden sie lallen,
o Sāma mit den schönen Augen;
§28. Was ist das, Sāma, für ein Wald,
jung Sāma mit den schönen Augen,
§34. Da ich den toten Sāma sah,
Damals beobachtete eine Göttertochter namens Bahusodari, die auf dem Berge Gandhamādana wohnte, weil sie bei der siebenten vorhergehenden Existenz des Bodhisattwa seine Mutter gewesen war, aus Mutterliebe beständig den Bodhisattwa. An diesem Tage aber hatte sie, weil sie göttliches Glück genoss, ihn nicht beobachtet; man erzählt auch, sie sei zu einer Götterversammlung gegangen [19]. Als jener nun bewusstlos geworden war, überlegte sie gerade: „Was ist jetzt wohl mit meinem Sohne?“ Da bemerkte sie: „Der König Piliyakkha hat meinen Sohn mit einem vergifteten Pfeile verwundet, ihn am Ufer der Migasammata auf einer Sandbank zu Fall gebracht und klagt jetzt laut. Wenn ich nicht dorthin gehen werde, wird mein Sohn Suvannasāma ebendort zugrunde gehen und auch dem Könige wird dortselbst das Herz brechen. Die Eltern des Sāma aber werden ohne Nahrung und dazu auch des Wassers beraubt austrocknen und sterben. Wenn ich aber dorthin gehe, wird der König mit dem Wassertopf zu dessen Eltern hingehen und auf ihr Wort hin sie zu ihrem Sohne hinführen. Dann werden sie sowohl wie ich eine Wahrheitsbekräftigung betätigen; bei Sāma wird daraufhin das Gift seine Kraft verlieren. So wird mein Sohn sein Leben gerettet erhalten, die Eltern werden ihre Augen wieder bekommen, der König aber wird, nachdem er des Sāma Unterweisung vernommen, hingehen, große Almosen spenden und dadurch in den Himmel kommen. Darum will ich dorthin gehen.“ Sie begab sich dorthin, stellte sich am Ufer der Migasammata unsichtbar in die Luft und begann, mit dem Könige zu reden.
vom Berge Gandhamādana;
Dies ist doch nicht des Sāma Ton;
§43. Denn Sāma kommt ruhig daher,
ist Sāma mit den schönen Augen;
§52. „Ich habe den Sāma getötet,
den Sāma mit den schönen Augen.
und Sāma liegt von mir erschlagen.“
§54. „Mit wem, Dukūla, sprichst du da,
der sagt, er hab' Sāma getötet?
Als ich vernahm, Sāma ist tot,
da ich vernahm, Sāma sei tot.“
§56. „Pārikā, dieser Kasi-König
hat Sāma unten an dem Flusse
gesagt, dass Sāma ist erschlagen.
und du die Mutter, Pārika.“
führ uns dorthin, wo Sāma ist.
wo Sāma hingemordet liegt
wo Sāma hingemordet liegt;
wo Sāma hingemordet lag.
§72. Als sie den Sāma liegen sahen,
§73. als sie den Sāma liegen sahen,
§74. als sie den Sāma liegen sahen,
§75. Als sie den Sāma liegen sahen,
o Sāma mit den schönen Augen,
Ach, dieser Sāma ist gestorben,
§86. Als sie den Sāma liegen sah,
§87. „So wahr es ist, dass dieser Sāma
das Gift in Sāma kraftlos werden.
§88. So wahr es ist, dass dieser Sāma
§89. So wahr es ist, dass dieser Sāma
§90. So wahr es ist, dass dieser Sāma
§91. So wahr es ist, dass dieser Sāma
§92. So wahr es ist, dass dieser Sāma
das Gift in Sāma kraftlos werden!“
§94. Als er den Sāma liegen sah,
§95. „So wahr es ist, dass dieser Sāma
§96. So wahr es ist, dass dieser Sāma
§97. So wahr es ist, dass dieser Sāma
§98. So wahr es ist, dass dieser Sāma
§99. So wahr es ist, dass dieser Sāma
§100. So wahr es ist, dass dieser Sāma
das Gift in Sāma kraftlos werden.“
am Berge Gandhamādana,
sprach sie aus Mitleid gegen Sāma
§103. „Am Berge Gandhamādana
als dieser Sāma, den ich kenne.
am Berge Gandhamādana;
erhob sich plötzlich Sāma rasch,
§106. „Sāma bin ich, Heil sei mit euch,
Als Toten sah ich, Sāma, dich;
Zu dir nehme ich Zuflucht, Sāma;
§C. Hierauf verkündete er die Wahrheiten und verband sodann das Jātaka (am Ende der Wahrheitsverkündigung aber gelangte jener Mönch zur Frucht der Bekehrung) mit folgenden Worten: „Damals war der König Ānanda, die Göttertochter war Uppalavanna, Sakka war Anuruddha, der Vater war Kassapa, die Mutter Bhaddakapilani, der weise Suvannasāma aber war ich.“
[3] Die regelmäßigen Spenden wohlhabender Gönner wurden nach Zetteln an die Mönche verteilt. Vgl. Jātaka 227 Anm. 2 [und Jātaka 5 Anm. 2].
[10] Jātaka 538. Merkwürdigerweise erklärt Rouse in einer Anmerkung zu dieser Stelle, dass er ein Jātaka dieses Namens nicht kennt, obwohl dies auch bei Fausböll der Name des Jātaka ist.
[12] Die Merkmale, aus denen seine hohe Bestimmung für die Zukunft hervorgeht. Vgl. oben Jātaka 539 Anm. 9.
[19] Vgl. die ähnliche Stelle im vorigen Jātaka 539 unmittelbar vor Strophe 1.
[22] Die folgenden drei Strophen finden sich auch im Jātaka 532 Strophen 43-45.
[26] Zu „samsumbhamana“, das der Kommentator mit „vattenta“ erklärt, vergleiche man das Wort „anusumbhitva“ S. 76, Z. 25 des Textes (=Jātaka 539 Strophe 102 Zeile 5), das ich an dieser Stelle mit „schwanken“ übersetzt habe.
[29] Diese Strophen finden sich auch im Jātaka 501 Strophen 26.1-26.10 und im Jātaka 521 Strophen 38-47.

References: §15

§28

§34

§43

§52

§54

§56

§72

§73

§74

§75

§86

§87

§88

§89

§90

§91

§92

§94

§95

§96

§97

§98

§99

§100

§103

§106