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Timestamp: 2019-02-18 02:55:10+00:00

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Kosten, die in Zusammenhang mit dem Abschluss eines Krankenversicherungsvertrags anfallen. Hierzu gehören einerseits Kosten der Vermittlung wie insbesondere Vermittlerprovisionen und andererseits Abschlusskosten des Versicherers, beispielsweise für die Antrags- und Risikoprüfung. Seit 1.7.2008 sind die kalkulierten Abschlusskosten einer substitutiven Krankenversicherung als einheitlicher Gesamtbetrag rechtzeitig vor Antragstellung dem Kunden mitzuteilen. Die Information findet sich im Produktinformationsblatt.
Die Abschlusskostenquote ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, die aufzeigt, wie viel ein Krankenversicherer für den Vertragsabschluss aufwendet. Zur Ermittlung der Abschlusskostenquote werden die Abschlussaufwendungen in Relation zu den verdienten Bruttobeiträgen gesetzt. Zusammen mit der Verwaltungskostenquote und der Schadenquote ist die Abschlusskostenquote Bestandteil der sogenannten versicherungsgeschäftlichen Ergebnisquote.
Durch die Abtretung einer Lebensversicherung werden die Rechte aus dem Vertrag an einen Dritten abgegeben, insbesondere das Recht auf die Ablaufleistung, aber auch das Recht zu Vertragsveränderungen. Der Versicherungsnehmer bleibt dabei weiterhin zur Beitragszahlung verpflichtet. Die Abtretung kann beispielsweise gegenüber einem Kreditgeber erfolgen, der damit eine Sicherheit auf Rückzahlung seines Darlehens erhält. Verbreitet ist dies bei der Immobilienfinanzierung. Hier können Risikolebensversicherungen als Sicherheit für das Kreditinstitut für den Todesfall des Kreditnehmers eingesetzt werden. Kapitalbildende Lebensversicherungen können ebenfalls als Sicherheit verwendet werden, beispielsweise als sogenannte Tilgungsaussetzungsversicherung. Dabei muss der Kreditnehmer während der Darlehenslaufzeit nur Zinsen an das Kreditinstitut und die Beiträge zur Lebensversicherung zahlen, das Darlehen wird am Ende der Darlehenszeit einmalig mit der Kapitalleistung aus der Lebensversicherung getilgt.
Allgemeine Krankenhausleistungen stellen sowohl eine Leistungsart der privaten Krankenversicherung (PKV) als auch der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) dar. Dazu gehören die medizinisch notwendigen und für eine ausreichende Versorgung erforderlichen Regelleistungen wie Unterbringung (Mehrbettzimmer), Verpflegung und ärztliche Behandlung im Krankenhaus durch den diensthabenden Arzt, der allgemeine Pflegesatz, der besondere Pflegesatz, Sonderentgelte, gesondert berechnete Leistungen eines Belegarztes und die Kosten für eine Beleghebamme sowie einen Entbindungspfleger. Ebenfalls hierunter fallen Arznei-, Heil- und Hilfsmittel sowie Krankenpflege. Je nach gewähltem Tarif können in der PKV weitere sogenannte Wahlleistungen übernommen werden, wie etwa Chefarztbehandlung oder die Unterbringung im Ein-/Zweibettzimmer. Gesetzlich Krankenversicherte können diese Leistungen über eine Ergänzungs- oder Zusatzversicherung bekommen. In der PKV besteht grundsätzlich Wahlfreiheit bei der Wahl des Krankenhauses – im Gegensatz zur GKV, bei der das Krankenhaus einerseits von der Kasse zugelassen und andererseits möglichst nahe gelegen sein muss.
Die Allgemeinen Versicherungsbedinungen (AVB) stellen die Grundlage eines Versicherungsvertrags dar und enthalten Regelungen, die für eine Vielzahl von Versicherungsverträgen in gleicher Art und Weise verwendet werden. In anderen Wirtschaftsbereichen kennt man vergleichbar die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Die AVB werden durch weitere vertragliche Regelungen ergänzt. Vor der Deregulierung der Versicherungswirtschaft 1994 mussten AVB von der Versicherungsaufsicht geprüft und genehmigt werden. Dadurch wurden im ganzen Versicherungsmarkt einheitliche AVB verwendet, der Wettbewerb beschränkte sich auf wenige einzelvertragliche Leistungsmerkmale und auf die Prämien. Seitdem ist jedes Versicherungsunternehmen selbst für die Entwicklung von AVB verantwortlich. Der Branchenverband GDV veröffentlicht allerdings unverbindliche Musterbedingungen, an denen sich Versicherer orientieren können.
Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) von 2006 hat das Ziel, Benachteiligungen von Personen wegen ihrer Rasse oder ethnischen Herkunft, Geschlecht, Religion, Weltanschauung, Behinderung, Alter oder sexueller Identität zu verhindern oder zu beseitigen. Insbesondere im Fall des Geschlechts sowie des Alters gibt es allerdings versicherungsmathematisch-statistische Gründe für eine unterschiedliche Behandlung, was die Kalkulation von Versicherungen angeht. Dies hat nichts mit einer absichtlichen Diskriminierung eines Geschlechts zu tun, sondern mit einer objektiven Feststellung unterschiedlicher Schadenbedarfe. Das AGG lässt deshalb grundsätzlich Ausnahmen vom Gleichbehandlungsgrundsatz für die unterschiedliche Kalkulation von Versicherungen nach den Merkmalen Geschlecht, Religion, Behinderung, Alter oder sexuelle Identität zu. Dafür müssen relevante, genaue versicherungsmathematische und statistische Daten vorliegen. Kosten der Schwangerschaft und Mutterschaft dürfen allerdings nicht geschlechtsspezifisch behandelt werden, sondern müssen gleichmäßig auf die Geschlechter verteilt werden. Die Ungleichbehandlung des Geschlechts muss allerdings aufgrund Europäischen Rechts ab 21.12.2012 durch Einführung so genannter Unisex-Tarife beendet werden.
Alternative Heilmethoden stellen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden dar, die sich als Alternative oder Ergänzung zur Schulmedizin (auch evidenzbasierte Medizin) verstehen. Dazu zählen Methoden und Arzneimittel, die sich in der Praxis als ebenso erfolgversprechend bewährt haben, wie schulmedizinische Behandlungskonzepte. Sie können auch angewandt werden, weil keine schulmedizinischen Methoden oder Arzneimittel zur Verfügung stehen. Zu den alternativmedizinischen Methoden gehören unter anderem die Akupunktur, Homöopathie, Osteopathie oder Naturheilverfahren. Sie werden insbesondere durch Heilpraktiker oder Ärzte angeboten. Mitglieder der privaten Krankenversicherung (PKV) bekommen - je nach Tarif – alternative Heilmethoden erstattet. In der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gehören diese Methoden in der Regel nicht zum Leistungsumfang. Seit Anfang 2007 wird lediglich die Akupunktur als Behandlungsmethode bei chronischen Kniegelenks- und Rückenschmerzen als Kassenleistung übernommen. Gesetzlich Krankenversicherte können darüber hinaus weitere dieser alternativen Heilmethoden über eine Ergänzungsversicherung bekommen. Die SDK hat hierfür den Tarif NATURprivat im Angebot, der alle Leistungen nach dem Hufelandverzeichnis erstattet.
Die Alterungsrückstellung ist eines der wesentlichen Differenzierungsmerkmale zwischen der privaten Krankenversicherung (PKV) und der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). In der PKV zahlen die Versicherten in jungen Jahren einen höheren Beitrag, als es die Risikokalkulation eigentlich erfordern würde. Die Differenz wird als sogenannte Alterungsrückstellung dafür verwendet, die Beiträge im Alter stabil zu halten. Auch die Kapitalerträge, die die Krankenversicherer aus den Rückstellungen erwirtschaften, werden zur Beitragsstabilisierung eingesetzt. Die Branche hat sich in den letzten Jahren ein zunehmendes Polster an Alterungsrückstellungen aufgebaut. Laut PKV-Verband verfügt die private Krankenversicherung Stand Ende 2017 über rund 245 Mrd. Euro an Altersrückstellungen.
Hierunter wird eine rechtsverbindliche Willenserklärung verstanden, mit der ein Angebot akzeptiert und dadurch der Vertrag geschlossen wird. Üblicherweise kommen Versicherungsverträge dadurch zustande, dass der Kunde einen Antrag auf Versicherungsschutz stellt und der Versicherer diesen entweder durch Zusendung eines Versicherungsscheins (Police) oder durch eine formlose Annahmeerklärung annimmt. Will der Versicherer zwar den Antrag auf Versicherungsschutz annehmen, nicht aber zu den beantragten Bedingungen, unterbreitet er dem Kunden ein neues Angebot zu geänderten Bedingungen. Das kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn der Kunde eine Kranken- oder eine Lebensversicherung beantragt, bei der Risikoprüfung aber eine Vorerkrankung festgestellt wird, für die der Versicherer einen Risikozuschlag erheben oder einen Leistungsausschluss vereinbaren muss.
In bestimmten Fällen ist ein Versicherer nicht frei in seiner Entscheidung, ob er einen Antrag des Kunden annimmt oder ablehnt. Aufgrund gesetzlicher Vorgaben muss er den Antrag des Kunden zu den dafür vorgesehenen Bedingungen annehmen (auch: Kontrahierungszwang). Ein Beispiel dafür ist der Basistarif in der substitutiven Krankenversicherung. Eine Annahmepflicht wird in der Regel dann vorgeschrieben, wenn der Gesetzgeber beispielsweise unter sozialen Motiven verhindern möchte, dass einzelne Kunden keinen oder keinen akzeptablen Versicherungsschutz erhalten können. Für die Versichertengemeinschaft bedeutet das allerdings regelmäßig, dass sie Risiken aufnehmen muss, die nach versicherungsmathematischen Kriterien nicht oder nicht zu den gesetzlich vorgeschriebenen Bedingungen und Prämien versichert werden könnten. Das heißt, dass der Versicherungsschutz für alle Versicherten teurer wird.
Hierunter wird eine rechtsverbindliche Willenserklärung auf Vertragsschluss verstanden. Üblicherweise kommen Versicherungsverträge dadurch zustande, dass der Kunde einen Antrag auf Versicherungsschutz stellt, der vom Versicherer geprüft und entweder angenommen oder abgelehnt wird. Will der Versicherer zwar den Antrag auf Versicherungsschutz annehmen, nicht aber zu den beantragten Bedingungen, unterbreitet er dem Kunden ein neues Angebot zu geänderten Bedingungen. Der Antrag wird üblicherweise förmlich über ein Antragsformular des Versicherers gestellt. Er enthält unter anderem die notwendigen persönlichen Angaben des Kunden, Art und Umfang des beantragten Versicherungsschutzes sowie die für die Risikoprüfung notwendigen Fragen des Versicherers an den Kunden, beispielsweise zu Vorerkrankungen. Diese Fragen haben eine besondere rechtliche Bedeutung und sind deshalb wahrheitsgemäß und vollständig zu beantworten.
Tarifform der privaten Krankenversicherung (PKV), durch die sich der Versicherte das Anrecht erhält, eine vorübergehend ruhende PKV in vollem Umfang in Kraft zu setzen, zum Beispiel weil vorübergehend eine Versicherungspflicht eintritt oder die versicherte Person sich außerhalb des Geschäftsgebiets des Krankenversicherers aufhält (längerer Auslandsaufenthalt). Unterschieden wird die kleine Anwartschaftsversicherung, bei der nach Wiederinkraftsetzung keine erneute Gesundheitsprüfung oder Wartezeiten notwendig sind, unddie große Anwartschaftsversicherung, bei der zusätzlich auch das ursprüngliche Eintrittsalter für die Beitragsberechnung erhalten bleibt. Bei der SDK ist es ebenso möglich, eine Anwartschaft auf eine Pflegezusatzversicherung abzusichern. Damit wird das Recht erworben, die Zahlung eines Pflegegelds im Pflegefall ohne vorherige Gesundheitsprüfung zu einem bestimmten Zeitpunkt in Kraft zu setzen.
Privatversicherte Angestellte haben wie gesetzlich Krankenversicherte einen Anspruch auf einen hälftigen Zuschuss vom Arbeitgeber zum Krankenversicherungsbeitrag. Der Arbeitgeberanteil ist allerdings in der Höhe gedeckelt auf die Hälfte des Höchstbeitrags zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Für privatversicherte Angestellte mit Krankengeldanspruch steigt der Höchstzuschuss 2019 von zuvor 323,02 auf 351,66 Euro. Hintergrund ist das GKV-Versichertenentlastungsgesetz (GKV-VEG), mit dem die vollständige Beitragsparität in der GKV wiederhergestellt wurde. Arbeitgeber müssen seit Januar 2019 auch den Zusatzbeitrag hälftig bezuschussen. Durch das GKV-VEG wird erstmals der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz (2019: 0,9 Prozent) zur Berechnung des maximalen Arbeitgeberzuschusses herangezogen. Der Höchstzuschuss berechnet sich wie folgt: bei 15,5 Prozent (allgemeiner GKV-Beitragssatz 14,6 Prozent + durchschnittlicher Zusatzbeitrag: 0,9 Prozent) x 4.537,50 Euro (Beitragsbemessungsgrenze 2019) : 2 = 351,66 Euro.
Versicherte der privaten Krankenversicherung (PKV) haben Anspruch auf eine Kostenerstattung für alle zugelassenen und per Rezept verordneten Medikamente (medizinische Notwendigkeit vorausgesetzt). Hierzu zählen auch allopathische und homöopathische Medikamente. Nicht erstattungsfähig sind in der Regel Nähr- und Stärkungsmittel (auch sexuelle), Tees, Mineralwässer, Badezusätze sowie Desinfektions- und Kosmetikmittel. Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) haben hingegen lediglich Anspruch auf ärztlich verordnete, apothekenpflichtige Arzneimittel. Zudem besteht kein Anspruch auf ein bestimmtes Medikament. Es kann auch ein preiswerteres Arzneimittel (Generikum) abgegeben werden, sofern Wirkstoffgleichheit besteht. Welches Medikament dies im Einzelfall ist, kann sich von Krankenkasse zu Krankenkasse unterscheiden. Je nachdem, mit welchen Pharmaherstellern sie Rabattverträge abgeschlossen hat. Volljährige gesetzlich Krankenversicherte müssen zudem in aller Regel eine Zuzahlung zu Arzneimitteln leisten, die sich auf 10 Prozent des Apothekenverkaufspreises beläuft und mindestens bei 5 Euro und höchstens bei 10 Euro liegt. Bei Medikamentenpreisen unter 5 Euro muss also der volle Preis entrichtet werden.
Mit dem am 1. Januar 2011 in Kraft getretenen Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes (AMNOG) zielt die Bundesregierung darauf ab, die in den letzten Jahren rasant angestiegenen Ausgaben für Arzneimittel in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) einzudämmen und für fairen Wettbewerb und eine stärkere Orientierung am Wohl der Patienten zu sorgen. Auch die private Krankenversicherung ist in das Sparpaket einbezogen und profitiert von den Arzneimittelrabatten. Im Gegensatz zu Kassenpatienten, bei denen die Apotheken die Arzneimittelrabatte direkt abziehen, spüren Privatpatienten beim Apotheker allerdings keine unmittelbare Entlastung und zahlen weiterhin den vollen Preis für die Arzneimittel. Von ihrem Krankenversicherer oder ihrer Beihilfestelle erhalten sie die vertraglich vereinbarte Erstattung. Indirekt werden Privatpatienten dennoch entlastet, weil die Rabatte helfen, Beitragsanpassungen wegen Kostensteigerungen zu vermeiden. Das vom PKV-Verband und den Beihilfeträgern getragene Gemeinschaftsunternehmen „Zesar“ (Zentrale Stelle zur Abrechnung von Arzneimittelrabatten GmbH) fordert von den Pharmaherstellern den Arzneimittelrabatt ein und führt die erzielten Rabatte anschließend an die Versicherer und Beihilfestellen ab.
„Arzt für Naturheilverfahren“ darf sich nennen, wer eine ärztliche Weiterbildung nach der Weiterbildungsordnung der Bundesärztekammer gemacht hat. Zu den ärztlichen Naturheilverfahren zählen unter anderem die Ernährungs- und Fastentherapie, klimatherapeutische Maßnahmen, die Physikalische-, Elektro- und Ultraschalltherapie sowie die Phytotherapie. Die durchgeführten Naturheilverfahren, die als ärztliche Anwendung gelten, gehören in der privaten Krankenversicherung in der Regel zum Leistungsumfang. In der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gelten nur ganz bestimmte dieser Verfahren als Kassenleistung. Gesetzlich Krankenversicherte können die Kostenübernahme für Naturheilverfahren und andere alternative Heilmethoden über eine Ergänzungsversicherung absichern. Die SDK hat hierfür den Tarif NATURprivat im Angebot, der alle Leistungen nach dem Hufelandverzeichnis erstattet.
Unter Assistance-Leistungen versteht man Beistands- und Hilfeleistungen oder die Bereitstellung und Organisation von Notfallhilfen, die Versicherer ihren Kunden zusätzlich zur eigentlichen Versicherungsleistung bieten. In der privaten Krankenversicherung sind dies – je nach Tarif - beispielsweise im Falle eines Krankenhausaufenthalts oder auch bei ambulanten Operationen die Organisation und Kostenübernahme für einen Reinigungs-, Einkaufs- und Wasch-Service oder für eine Kinderbetreuung. Dazu können auch die Patientenbegleitung bei schweren Erkrankungen, sowie Chroniker-Programme und vieles mehr gehören. Die SDK bietet z. B. in der Pflegezusatzversicherung (PFLEGEprivat) und der Unfallversicherung (UNFALLprivat) sowie in der Krankheitskostenvoll- und zusatzversicherung zusätzliche Assistance-Leistungen an.
Die Ausbildungsversicherung ist eine Form der Termfixversicherung. Das ist eine Kapitalversicherung mit einem festen, vom Todesfall unabhängigen Auszahlungszeitpunkt. Sinn der Ausbildungsversicherung ist es, die Kosten von Ausbildung und Studium eines Kindes zu tragen. Ein mehrjähriges Studium beispielsweise kann leicht hohe fünfstellige Beträge erfordern, die für Studiengebühren und Nebenkosten des Studiums, für Unterbringung am Studienort und sonstige Lebenshaltungskosten anfallen. Bei der Ausbildungsversicherung handelt es sich nicht um einen reinen Sparvertrag, sondern um eine Lebensversicherung. Sie sichert das Risiko ab, dass die im Vertrag benannte versicherte Person wegen Versterbens die Beiträge nicht bis zum vorgesehenen Ablauf leisten kann. Als versicherte Personen kommen beispielsweise Eltern oder Paten in Frage, die für die Sicherstellung einer guten Ausbildung des Kindes die Verantwortung übernehmen. Stirbt die versicherte Person, wird die Versicherungssumme nicht sofort fällig sondern erst zu dem im Versicherungsschein genannten Ablauftermin, bis dahin wird der Vertrag beitragsfrei fortgeführt. Auch unsere SDK Lebensversicherung bietet eine attraktive Ausbildungsversicherung an.
Im Ausland ist nicht immer sichergestellt, dass die Kosten medizinischer Heilbehandlungen übernommen werden. Gesetzlich Versicherte haben nur Anspruch auf Kostenübernahme bei Ländern, mit denen ein Sozialversicherungsabkommen besteht. Zudem werden die Kosten nur in der Höhe übernommen, wie sie im Inland erstattungsfähig gewesen wären, sodass bei einer teureren Privatliquidation im Ausland der Kunde seine Kosten nur zum Teil ersetzt erhält. Je nach Land und nach Situation einer erkrankten oder verunfallten Person ist auch ein Rücktransport zur weiteren Heilbehandlung nach Deutschland erwünscht. Transporte und Rettungsflüge werden jedoch grundsätzlich nicht übernommen. Empfehlenswert ist in diesen Fällen der Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung. Bei Privatversicherten ist diese in einer leistungsstarken Vollversicherung bereits enthalten. Hier kann sich eine Auslandsreisekrankenversicherung trotzdem lohnen, wenn man sich dadurch die Beitragsrückerstattung sichern möchte. Bei längerfristigen Auslandsaufenthalten reicht die Auslandsreisekrankenversicherung nicht aus, hier sind spezielle Krankenversicherungslösungen notwendig.
Die Basisrente, oft auch Rürup-Rente genannt, ist eine private, kapitalgedeckte Rentenversicherung. Sie ähnelt der gesetzlichen Rentenversicherung insofern, als dass es sich um eine reine Leibrentenversicherung handelt, d.h. sie erbringt ausschließlich lebenslange Rentenleistungen. Lediglich die Abfindung von Kleinbetragsrenten ist in Kapitalform zulässig. Alle anderen Leistungen, auch die Leistung im Todesfall an die Hinterbliebenen, erfolgt in Form einer lebenslangen Rente. Bezugsberechtigt können dabei nur der Ehegatte und die Kinder im Sinne des § 32 EStG sein. Steuerlich wird die Basisrente besonders gefördert. Die Altersvorsorgeaufwendungen können bis zu einem bestimmten Betrag steuerlich geltend gemacht werden. 2019 sind 88 Prozent der tatsächlichen Aufwendungen von höchstens 24.305 Euro als Sonderausgaben abzugsfähig, also etwa 21.388 Euro. Für zusammen veranlagte Ehepaare gilt der doppelte Betrag, in diesem Jahr folglich rund 42.776 Euro. Bis 2025 steigt der Prozentsatz für die steuerliche Abzugsfähigkeit jedes Jahr um zwei Prozent. Im Gegenzug wird die Rentenleistung nachgelagert besteuert, d.h. ab Rentenbeginn der Einkommensteuer unterworfen. Der zu versteuernde Anteil wird zu Beginn des Rentenbezuges festgelegt und gilt für die gesamte Bezugsdauer. Wer beispielsweise 2019 in Rente geht, muss 78 Prozent seiner Basisrente für die laufende Bezugszeit versteuern. Dieser Prozentsatz steigt bis 2020 je Jahr für den jeweiligen Rentenbeginn um zwei Prozent und ab 2020 bis 2040 um ein Prozent. Voraussetzungen für den Erhalt dieser steuerlichen Begünstigungen sind, dass vertraglich eine lebenslange, monatliche Leibrente vereinbart ist, die nicht vor Vollendung des 60. Lebensjahres ausgezahlt wird, wenn der Vertrag bis zum 31. Dezember 2011 abgeschlossen wurde. Für ab 2012 geschlossene Verträge gilt eine Grenze von 62 Jahren. Auch dürfen die Leistungsansprüche weder veräußerbar, kapitalisierbar, veränderbar, übertragbar noch beleihbar sein. Die Vereinbarung von zusätzlichem Versicherungsschutz, z.B. einer Berufsunfähigkeitszusatzversicherung, ist allerdings möglich. Auch unsere SDK Lebensversicherung bietet eine attraktive Basisrente zur Altersvorsorge an.
Der Basistarif ist ein besonderer Tarif der privaten Krankenversicherung, dessen Leistungen denen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) entsprechen. Im Unterschied zur Vollversicherung besteht eine Annahmepflicht. Der Krankenversicherer führt zwar eine Risikoprüfung durch, der für einen Versicherer-übergreifenden Risikostrukturausgleich notwendig ist, darf aber keine Risikozuschläge erheben oder Leistungsausschlüsse vereinbaren. Im Basistarif gelten für die Versicherten Zuzahlungsregelungen analog der GKV. Der Beitrag zum Basistarif ist auf den Höchstbeitrag der GKV begrenzt. Dieser Beitrag ist nicht ausreichend, weil der Basistarif vor allem Personen anspricht, die aufgrund ihres Risikoprofils keine Vollversicherung erhalten. Hilfsbedürftige Versicherte, beispielsweise Hartz IV-Empfänger, haben Anspruch auf eine Halbierung des Versicherungsbeitrags.
Beamte haben im Krankheitsfall grundsätzlich einen Anspruch auf Beihilfe durch ihren Dienstherrn. Dies ist Ausdruck der Fürsorgepflicht, die der Staat seinen Bediensteten gegenüber hat. Bundes-, Landes- oder Kommunalbeamte werden nach unterschiedlichen Beihilfebestimmungen behandelt. Die Beihilfe stellt stets nur eine Teilabsicherung der Krankheitskosten dar. Beamte sind deshalb verpflichtet, den nicht von der Beihilfe abgedeckten Anteil durch in der Regel eine private Krankenversicherung abzusichern. Dabei muss es sich um eine Krankheitskostenvollversicherung mindestens für ambulante und stationäre Heilbehandlung handeln. Die Selbstbeteiligungen dürfen in der Summe 5.000 Euro im Kalenderjahr nicht übersteigen, wobei dieser Betrag um den Anteil gekürzt wird, in dem der Beamte beihilfeberechtigt ist (vgl. § 193 VVG). Die speziellen Beamtentarife der SDK finden Sie hier.
Beamtenanwärter haben wie Beamte im Krankheitsfall grundsätzlich einen Anspruch auf Beihilfe durch ihren Dienstherrn. Der nicht durch die Beihilfe abgedeckte Teil muss durch eine ergänzende Krankenversicherung abgedeckt werden. Die private Krankenversicherung bietet günstige Anwärtertarife an, die ohne Alterungsrückstellungen kalkuliert sind. Nach der lebenslänglichen Verbeamtung sind diese in einen Beihilfetarif für Beamte umzuwandeln. Für die Versicherungsfähigkeit gibt es zudem Altersgrenzen zu beachten.
Bestimmte Personen können sich von einer eingetretenen Versicherungspflicht befreien lassen. Dies betrifft Arbeitnehmer, die bisher versicherungsfrei und privat versichert waren, aber beispielsweise durch eine Beschäftigungsreduzierung in der Elternzeit oder in der Pflegezeit versicherungspflichtig werden. Befreien können sich außerdem Studenten, die durch Einschreibung an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule versicherungspflichtig werden, des Weiteren Rentner und Arbeitslose, die Arbeitslosengeld oder Unterhaltsgeld erhalten. Der Befreiungsantrag muss innerhalb von drei Monaten nach Eintritt der Versicherungspflicht gestellt werden. Die Befreiung kann grundsätzlich nicht mehr rückgängig gemacht werden.
Eine Behinderung ist eine körperliche oder geistige Beeinträchtigung. In der Pflegepflichtversicherung sind Behinderungen als Gradmesser für die Pflegebedürftigkeit nach § 14 Nr. 2 SGB XI (Sozialgesetzbuch XI) definiert als Funktionsstörungen der inneren Organe oder der Sinnesorgane, als Verluste, Lähmungen oder andere Funktionsstörungen am Stütz- und Bewegungsapparat beziehungsweise als Störungen des Zentralnervensystems wie Antriebs-, Gedächtnis- oder Orientierungsstörungen sowie endogene Psychosen, Neurosen oder geistige Behinderungen.
Beamte haben im Krankheitsfall einen Anspruch auf Beihilfe durch ihren Dienstherrn. Bundes-, Landes- oder Kommunalbeamte werden nach unterschiedlichen Beihilfebestimmungen behandelt. Die Beihilfe stellt stets nur eine Teilabsicherung der Krankheitskosten dar. Bundesbeamte erhalten beispielsweise grundsätzlich 50 Prozent der Krankheitskosten durch die Beihilfe. Haben sie mehr als ein Kind zu versorgen, erhöht sich der Satz auf 70 Prozent. Mitversicherte Ehegatten werden zu 70 Prozent und mitversicherte Kinder zu 80 Prozent von der Beihilfe versorgt. Der jeweilige Rest ist über eine private Krankenversicherung abzudecken. Ändert sich der Beihilfesatz oder entfällt der Beihilfeanspruch, haben Beamte ein Recht auf Anpassung der ergänzenden privaten Krankenversicherung, Bei Antragstellung innerhalb von sechs Monaten nach der Anpassung auch ohne Risikoprüfung und ohne Wartezeiten (vgl. § 199 VVG).
Die Begriffe Beitrag und Prämie sind im Versicherungswesen gleichbedeutend. Traditionell wird der Begriff Beitrag vor allem von Versicherungsvereinen auf Gegenseitigkeit verwendet, um zum Ausdruck zu bringen, dass es sich um einen Mitgliedsbeitrag handelt. Dagegen benutzen Aktiengesellschaften und öffentlich-rechtliche Versicherer typischerweise den Begriff Prämie. Der Beitrag ist das vertraglich vereinbarte Entgelt für den Versicherungsschutz. Er kann als Einmalbeitrag oder als laufender Beitrag vereinbart werden, der so lange fällig wird, wie der Vertrag besteht. Zahlt der Kunde den vereinbarten Beitrag nicht, hat dies verschiedene Rechtsfolgen. Wird der Einmalbeitrag bzw. der Erstbeitrag bei einer Versicherung gegen laufende Beitragszahlung nicht geleistet, kann der Versicherer grundsätzlich vom Vertrag zurücktreten. Außerdem ist er im Schaden- oder Leistungsfall nicht zur Leistung verpflichtet, sofern er hierüber den Kunden im Versicherungsschein informiert hat (vgl. § 37 VVG). Wird ein Folgebeitrag nicht rechtzeitig gezahlt, setzt ein Mahnverfahren ein. Erst wenn die Mahnfrist erfolglos abgelaufen ist, kann der Versicherer im Falle einer Zusatzversicherung den Versicherungsvertrag kündigen. Auch dann erst kann der Versicherer die Leistung verweigern (vgl. § 38 VVG).
In der substitutiven Krankenversicherung darf der Krankenversicherer den Versicherungsvertrag nicht ordentlich kündigen. Auch bei anderen Krankenversicherungsverträgen kann der Versicherer einseitig vertraglich auf das ordentliche Kündigungsrecht verzichten, zum Beispiel um dem Kunden eine langfristige Sicherheit zu gewähren, den vereinbarten Versicherungsschutz zu erhalten. Allerdings steigen die Kosten im Gesundheitswesen unaufhörlich. Neben der normalen Inflation sind es auch medizinische Innovationen, die Mehrkosten auslösen, die bei Vertragsschluss noch nicht bekannt und damit auch nicht kalkulierbar waren. Deswegen hat der Krankenversicherer gesetzlich das Recht, die Beitragskalkulation nachträglich anzupassen. Auch Selbstbehalte und Risikozuschläge können grundsätzlich angepasst werden. Hierfür ist erforderlich, dass ein unabhängiger Treuhänder die Berechnungsgrundlagen überprüft und der Beitragsanpassung (BAP) zustimmt. Die BAP wird zu Beginn des zweiten Monats wirksam, der auf die Mitteilung der Neufestsetzung folgt. In der Mitteilung müssen auch die Gründe angegeben werden (vgl. § 203 VVG). Wenn Beiträge für einen Versicherten im Lauf der Zeit zu hoch werden, gibt es verschiedene Möglichkeiten, zu reagieren. Ein Mittel ist die Vereinbarung eines (höheren) Selbstbehalts, um die Zahllast zu reduzieren. Alternativ kann ein Tarifwechsel geprüft werden. Ältere Versicherte, die durch ihre Beiträge in eine Notlage geraten, können auch in den Standardtarif wechseln. Der betroffene Kunde sollte seinen Versicherer oder seinen Versicherungsvermittler hierauf ansprechen. Die SDK empfiehlt vorzugsweise den zusätzlichen Abschluss eines Beitragssenkungsplanes oder eines Beitragsentlastungstarifs als Zusatzbaustein zur Beitragsentlastung ab 65 Jahre. Letztes ist besonders für Arbeitnehmer geeignet, da der Arbeitgeber hierfür bis zu der Hälfte der Kosten übernimmt. Nähere Informationen erhalten Sie über unsere kostenlose Produktberatungs-Hotline (Tel. 0800-2210221, info@sdk.de).
Die Beitragsbemessungsgrenze (BBG) stellt die Einkommensgrenze dar, bis zu der der Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) erhoben wird. Bis 2002 war diese identisch mit der Jahresarbeitsentgeltgrenze. Seitdem ist sie nur noch mit der besonderen Jahresarbeitsentgeltgrenze identisch. Die Beitragsbemessungsgrenze der GKV liegt 2019 bei 4.537,50 Euro monatlich bzw. 54.450 Euro jährlich.
Die Beitragsbemessungsgrenze (BBG) stellt die Einkommensgrenze dar, bis zu der der Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) erhoben wird. Außerdem sind die Leistungen der Rentenversicherung auf den Anteil des Einkommens bis zur Beitragsbemessungsgrenze begrenzt, was für Höherverdienende den Bedarf nach ergänzender Vorsorge für den überschießenden Gehaltsanteil nach sich zieht. Die Beitragsbemessungsgrenze wird jedes Jahr vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) in der Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung neu festgelegt. Grundlage für die jährliche Anpassung ist die Entwicklung der Bruttolöhne und -gehälter des Vorvorjahres. Im Jahr 2019 liegt die Beitragsbemessungsgrenze bei monatlich 6.700 Euro bzw. jährlich 80.400 Euro in den alten Bundesländern und monatlich 6.150 Euro bzw. jährlich 73.800 Euro in den neuen Bundesländern.
Bescheinigung über die steuerabzugsfähigen Krankenversicherungsbeiträge, die von der gesetzlichen Krankenkasse beziehungsweise dem privaten Krankenversicherer ausgestellt und an das Finanzamt geschickt wird. Versicherte in der Krankheitskostenvollversicherung können seit Inkrafttreten des Bürgerentlastungsgesetzes zum 1. Januar 2010 den Beitragsanteil für den sogenannten Basiskrankenversicherungsschutz steuerlich geltend machen.
Anteilige Rückzahlung von Beiträgen an den Versicherten, die in der Regel an die Voraussetzung der Leistungsfreiheit im vorausgegangenen Versicherungsjahr gebunden ist. Oft steigt diese nach einer festgelegten Staffel an, wenn der Versicherte mehrere Jahre nacheinander leistungsfrei bleibt. Voraussetzung ist zudem in der Regel ein ungekündigt bestehendes Versicherungsverhältnis zu dem Zeitpunkt der Fälligkeit der Beitragsrückerstattung (BRE). Bei der SDK werden bereits ab dem ersten leistungsfreien Jahr drei volle Monatsbeiträge aus dem Bereich Ambulant und Zahn zurückerstattet (Tarife: A, AZ, ZS75, Z, ZE, B, BW1, BW2, 5A, AG, AG80, AG8K). Mit der BRE schafft der Krankenversicherer einen Anreiz, kleinere Leistungen selbst zu übernehmen und damit nicht nur die Leistungsausgaben selber, sondern auch die Bearbeitungskosten beim Versicherer gering zu halten. Die BRE kann erfolgsabhängig oder nicht erfolgsabhängig gestaltet werden. Erfolgsabhängig bedeutet, dass der Krankenversicherer von Jahr zu Jahr entscheidet, ob er einen ausreichenden wirtschaftlichen Erfolg erreicht hat, um eine BRE gewähren zu können. Die nicht erfolgsabhängige BRE ist dagegen vertraglich vereinbart und ausschließlich vom Verhalten des Versicherungsnehmers abhängig.
Eine Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung (BUZ) kann nur als Zusatzversicherung zu einer Kapitallebensversicherung, Rentenversicherung oder Risikolebensversicherung abgeschlossen werden. Wie die Berufsunfähigkeitsversicherung sichert die Police das Risiko von Einkommensausfall ab, wenn jemand seinen Beruf aufgrund Krankheit, Unfall oder mehr als altersentsprechendem Kräfteverfall nicht mehr ausüben kann. In einer Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung kann die Zahlung einer Berufsunfähigkeitsrente oder auch nur die Beitragsbefreiung der Hauptversicherung vereinbart werden.
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU-Versicherung) gehört zu den Invaliditätsversicherungen und sichert das Risiko von Einkommensausfall ab, wenn jemand seinen Beruf aufgrund Krankheit oder Unfall nicht mehr ausüben kann. Sie kann als selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung (SBU) oder als Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung (BUZ) abgeschlossen werden. Die vereinbarte BU-Rente wird in der Regel gezahlt, wenn und solange zu mindestens 50 Prozent Berufsunfähigkeit besteht. Details zu der Definition der Berufsunfähigkeit sind in den jeweiligen Allgemeinen Bedingungen geregelt. Auch unsere SDK Lebensversicherung bietet eine Berufsunfähigkeits(-zusatz)versicherung an.
Ein Versicherungsnehmer kann bspw. bei finanziellen Engpässen eine Lebens- oder Rentenversicherung auf Antrag beitragsfrei stellen lassen, so dass er keine weiteren Beiträge mehr zahlen muss. In diesem Fall wird die Versicherungssumme jedoch entsprechend herabgesetzt. Eine Beitragsfreistellung ist nur dann möglich, wenn das Deckungskapital eine bestimmte Höhe erreicht hat. Eine Beitragsfreistellung kann mit Nachteilen für den Kunden verbunden sein. So können etwa Zusatzversicherungen wie bspw. gegen Berufsunfähigkeit ganz entfallen oder deren Versicherungssummen sinken. Umgekehrt hat die Beitragsfreistellung den Vorteil, dass der Versicherungsschutz nicht wie bei einer Kündigung vollständig verloren geht. Außerdem kann ein beitragsfreier Vertrag in der Regel innerhalb von zwei oder drei Jahren wieder in Kraft gesetzt werden. Zu beachten ist hierbei allerdings, dass dann meist eine neue Gesundheitsprüfung fällig wird.
Mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG), das zum 1. Januar 2018 in Kraft getreten ist, soll die Durchdringung der betrieblichen Altersversorgung (bAV) bei den Arbeitnehmern vergrößert werden – insbesondere in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und bei Geringverdienern. Hierzu wurden neue Förderungselemente in Form von Arbeitgeberzuschüssen eingeführt – für die Entgeltumwandlung im Allgemeinen – erst ab 2019 – sowie für Geringverdiener (bis 2.200 Euro Bruttomonatseinkommen) im Speziellen. Um eigene finanzielle Anstrengungen zur Altersvorsorge auf jeden Fall zu belohnen, gibt es seit Anfang 2018 zudem bei der Grundsicherung im Alter einen Freibetrag von bis zu rund 200 Euro, die nicht auf diese Sozialleistung angerechnet werden. Darüber hinaus wurde bei der Riester-Rente die Grundzulage von 154 auf 175 Euro angehoben. Mit dem BRSG wird – im Rahmen des sogenannten Sozialpartnermodells – Arbeitgebern und Gewerkschaften die Möglichkeit eingeräumt, über tarifvertragliche Vereinbarungen eine neue Form von Betriebsrente auf Basis der reinen Beitragszusage (sogenannte „Zielrente“) zu vereinbaren, mit der Arbeitgeber von der Haftung für die bAV-Leistung befreit werden. Die Sozialpartnermodelle sollen ausdrücklich auch von nicht tarifgebundenen Betrieben genutzt werden können, sofern die Tarifparteien dem zustimmen.
Unter Bewertungsreserven versteht man die Differenz der sogenannten Zeitwerte von Kapitalanlagen und deren Buchwerten. Bewertungsreserven (auch stille Reserven genannt) entstehen, wenn der Zeitwert einer Kapitalanlage oberhalb des Buchwertes liegt. Wenn der Zeitwert unterhalb des Buchwertes liegt, entstehen stille Lasten. Die Bewertungsreserven werden monatlich aktuell vom Versicherer ermittelt. Beispiel: Eine Kapitalanlage wurde für 1.000 Euro erworben und dieser Kaufpreis als Buchwert erfasst. Zum Bewertungsstichtag wird festgestellt, dass die Anlage für 1.050 Euro veräußert werden könnte. Damit besteht eine Bewertungsreserve in Höhe der Differenz von 50 Euro. Die wird jedoch erst dann zu einem höheren Vermögen des Versicherers, wenn die Kapitalanlage tatsächlich veräußert wird. Das bedeutet, dass eine stille Reserve auch bis zur Veräußerung der Kapitalanlage wieder verschwinden kann. Der Gesetzgeber hat die Lebensversicherer verpflichtet, ihre Versicherten an solchen Bewertungsreserven zur Hälfte zu beteiligen. Fällt die Differenz zwischen Zeit- und Buchwert positiv aus, wird bei Beendigung eines Lebensversicherungsvertrags der für diesen Zeitpunkt zu ermittelnde Betrag zur Hälfte zugeteilt und an den Versicherungsnehmer ausgezahlt. Die Bewertungsreserven auf festverzinsliche Wertpapiere werden jedoch um einen Sicherungsbedarf gekürzt, der den erhöhten Finanzierungsbedarf für die Zinsgarantien der Versicherten berücksichtigt.
Der Versicherungsnehmer einer Lebensversicherung kann eine andere Person bestimmen, die das Recht auf die Versicherungsleistung erhält, den Bezugsberechtigten. Die Person muss dafür ausdrücklich dem Lebensversicherer mitgeteilt werden. Das Bezugsrecht kann widerruflich oder unwiderruflich erfolgen. Das widerrufliche Bezugsrecht kann vom Versicherungsnehmer bis zur Fälligkeit der Leistung jederzeit zurückgezogen werden, wofür eine Mitteilung an den Lebensversicherer genügt. Damit behält der Versicherungsnehmer die Verfügungsfreiheit über die Versicherungsleistung. Verstirbt ein widerruflich Bezugsberechtigter vor der Fälligkeit der Vertragsleistung, verfällt das Bezugsrecht. Beim unwiderruflichen Bezugsrecht gibt der Versicherungsnehmer sein Recht auf die Vertragsleistung endgültig an den Bezugsberechtigten ab, dieser erwirbt einen Rechtsanspruch gegen den Lebensversicherer. Dieses Bezugsrecht kann vererbt, außerdem auch abgetreten oder verpfändet werden.
Wenn der Versicherer nach Prüfung des Risikos einen Antrag zwar grundsätzlich annehmen will, aber nur zu geänderten Bedingungen, kann er einen abweichenden Versicherungsschein ausstellen. Nach § 5 VVG gilt die Abweichung vom Antrag als genehmigt, wenn der Kunde nicht innerhalb eines Monats nach Zugang des Versicherungsscheins widerspricht. Der Widerspruch ist in Textform zu erklären, das heißt beispielsweise per Brief, Fax oder E-Mail an den Versicherer zu senden. Widerspricht der Kunde, kommt der Versicherungsvertrag nicht zustande und muss gegebenenfalls neu verhandelt werden. Die Anwendung dieser Billigungsklausel setzt voraus, dass der Kunde durch einen auffälligen Hinweis im Versicherungsschein auf die Abweichungen zum Antrag und die damit verbundenen Rechtsfolgen aufmerksam gemacht und über sein Widerspruchsrecht informiert wird. Versäumt der Versicherer diese Aufklärung, kann sich der Kunde auf die ursprünglich beantragten Bedingungen berufen.
Der Kunde ist an einen Antrag auf Versicherungsschutz, den er an den Versicherer stellt, für eine bestimmte Frist gebunden. Diese Frist benötigt der Versicherer zur Prüfung des Antrags. Erst wenn der Versicherer den Antrag nicht in der vorgesehenen Frist entscheidet oder ihn ablehnt, kann der Kunde einen neuen anderen Antrag stellen. In der privaten Krankenversicherung sowie in der Lebensversicherung beträgt die Bindefrist üblicherweise sechs Wochen, in anderen Sparten zwei Wochen bis ein Monat. Unabhängig davon hat der Kunde jedoch auch das gesetzliche Widerrufsrecht.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ist eine obere Bundesbehörde und untersteht dem Bundesfinanzministerium. Sie beaufsichtigt den Finanzdienstleistungsbereich, unter anderem die Versicherungswirtschaft. Beaufsichtigt werden Versicherungsunternehmen mit Sitz im Inland. Ausländische Versicherungsunternehmen, die die Dienstleistungs- oder Niederlassungsfreiheit der Europäischen Union in Anspruch nehmen können, müssen ihre Tätigkeit im Inland der BaFin nur anzeigen. Andere ausländische Versicherungsunternehmen benötigen eine Genehmigung zur Geschäftstätigkeit. Zur Aufsicht inländischer Unternehmen gehören die Genehmigung zum Geschäftsbetrieb sowie die laufende Überwachung mit dem Ziel, eine dauerhafte Erfüllung der eingegangenen Versicherungsverträge zu gewährleisten. Seit der Deregulierung 1994 ist es allerdings nicht mehr Aufgabe der Versicherungsaufsicht, Versicherungsbedingungen zu genehmigen und damit die Produktgestaltung zu regulieren. Über Versicherungsvermittler ist die BaFin indirekt zur Aufsicht verpflichtet, soweit sie nicht über eine Gewerbeerlaubnis einer Industrie- und Handelskammer verfügen, sondern vom Versicherungsunternehmen als gebundene Vertreter direkt überwacht und im Vermittlerregister eingetragen werden. Kunden können sich über Versicherer bei der BaFin beschweren, diese Möglichkeit verliert aber seit Einrichtung der Ombudsleute zunehmend an Bedeutung.
Seit dem 1. Januar 2010 können im Rahmen des Bürgerentlastungsgesetzes Vorsorgeaufwendungen in höherem Maße steuerlich in Abzug gebracht werden. Dazu zählen auch die Kranken- und Pflegepflichtversicherungsbeiträge, die zuvor nur bis zu einer gewissen Höhe steuerlich abzugsfähig waren. Jetzt können die entrichteten Beiträge für die Krankenversicherung in Höhe des sogenannten Basiskrankenversicherungsschutzes und die Pflegepflichtversicherung in vollem Umfang steuerlich geltend gemacht werden. Unter Basiskrankenversicherung versteht man den Beitragsteil der Krankenversicherung, welcher auf das Absicherungsniveau der gesetzlichen Krankenversicherung (exklusive Krankengeld) entfällt. Die über die Basisabsicherung hinausgehenden Leistungen der Krankheitskostenvollversicherung, wie etwa Wahlleistungen (z.B. Chefarztbehandlung, Einbettzimmer), führen zu einem Abschlag hinsichtlich der Anrechenbarkeit als Sonderausgaben. Für die Festlegung dieses Abschlages gibt es eine für alle privaten Krankenversicherer gültige Rechtsverordnung (Krankenversicherungsanteil-Ermittlungsverordnung (KVBEVO)). Damit die entrichteten Beiträge im Rahmen Ihrer Einkommensteuererklärung berücksichtigt werden können, werden die bezahlten und erstatteten Beiträge zur Basiskrankenversicherung und Pflegepflichtversicherung – sofern möglich – jährlich durch die SDK an die Finanzbehörde übermittelt. Zu Beginn jedes Jahres informieren wir Sie mit der Bescheinigung über die berücksichtigungsfähigen Beiträge nach § 10 Einkommensteuergesetz hierüber. Die über die Basisabsicherung hinausgehenden Beitragsanteile können Sie ebenfalls beim Finanzamt einreichen. Sind die gesetzlich festgelegten Höchstbeträge noch nicht durch die Beiträge zur Basisabsicherung ausgeschöpft, können diese ebenfalls als Sonderausgaben berücksichtigt werden.
Unter Bürgerversicherung versteht man die Konzepte der Parteien SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke zur Umgestaltung des Krankenversicherungssystems in Deutschland, das faktisch auf die Abschaffung der Krankheitskostenvollversicherung hinaus läuft. Dabei sollen alle Bundesbürger mit allen Einkommensarten (also inklusive unter anderem Miet- und Kapitalerträgen) zur Finanzierung eines einheitlichen Gesundheitssystems herangezogen werden. Die Verfechter der Bürgerversicherung versprechen sich dadurch mehr Gerechtigkeit innerhalb des Gesundheitssystems und eine Einnahmeverbesserung für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV), damit weitere Leistungskürzungen oder Beitragserhöhungen vermieden werden können. Der Verband der privaten Krankenversicherung e.V. (PKV-Verband) hält dem entgegen, dass nur ein geringer Teil der Vollversicherten mit seinem Jahreseinkommen oberhalb der in der GKV geltenden Jahresarbeitsentgeltgrenze von 60.750 Euro für das Jahr 2019 liegt. Die erhoffte sprunghafte Einnahmeverbesserung gäbe es nur dann, wenn auch die Alterungsrückstellungen der privaten Kranken- und Pflegeversicherung (2017: rund 245 Milliarden Euro) in die GKV überführt würden. Die verfassungsmäßigen Bedenken des PKV-Verbands gegen eine solche Überführung werden inzwischen auch von einigen Politikern der Parteien geteilt, die die Bürgerversicherung einführen wollen.
Versicherer können ihre Aufgaben nur mit Hilfe der Elektronischen Datenverarbeitung (EDV) bewältigen, indem sie personengebundene Daten erfassen, speichern und verarbeiten. Neben dem Versicherer selbst benötigen auch andere Institutionen die Daten. Dazu gehören beispielsweise die betreuenden Vermittler, Rückversicherer, ohne deren Leistung der Versicherer viele Risiken nicht oder nur sehr begrenzt übernehmen könnte, andere Versicherungsunternehmen innerhalb eines Konzernverbunds, andere fremde Versicherungsunternehmen, beispielsweise wenn Angaben vom Vorversicherer notwendig sind oder eine Doppelversicherung besteht, zentrale Hinweissysteme des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V., durch deren Tätigkeit Schaden für die Versichertengemeinschaft versichererübergreifend verhindert werden soll. Hierdurch werden aber Rechte der Versicherten an ihren personengebundenen Daten berührt. Gemäß den Vorgaben des Bundesdatenschutzgesetzes wird deshalb bei Antragstellung auch eine Einwilligung des Kunden zur Datenspeicherung und -verarbeitung sowie zur Datenweitergabe an ausdrücklich benannte Dritte eingeholt.
Die Direktversicherung gehört zu den fünf Durchführungswegen der betrieblichen Altersversorgung (bAV). Es handelt sich um eine Kapitallebens- oder eine Rentenversicherung, die der Arbeitgeber (Versicherungsnehmer) auf das Leben des Arbeitnehmers (versicherte Person) abschließt. Der Arbeitnehmer erhält ein Bezugsrecht. Die Beiträge zur Direktversicherung können vom Arbeitgeber aufgebracht werden, wenn dieser eine zusätzliche Sozialleistung bieten will. Aber auch der Arbeitnehmer kann durch Entgeltumwandlung die Beiträge tragen, d.h., er verzichtet arbeitsvertraglich in Höhe der Beiträge auf Lohnansprüche, während sich der Arbeitgeber im Gegenzug zur Bezahlung der Direktversicherung aus dem Lohnverzicht verpflichtet. In diesem Fall muss der Arbeitnehmer ein unwiderrufliches Bezugsrecht erhalten. Die Entgeltumwandlung wird steuerlich gefördert und kann je nach Ausgestaltung zusätzlich eine Ersparnis von Sozialversicherungsbeträgen mit sich bringen, wodurch der Lohnverzicht brutto zu einem deutlich geringeren Verlust an Nettoeinkommen des Arbeitnehmers führt. Die Direktversicherung ist eine weitverbreitete Form der bAV. Das liegt zum einen daran, dass Arbeitnehmer einen Rechtsanspruch auf eine bAV durch Entgeltumwandlung mindestens in Form der Direktversicherung haben, sofern der Arbeitgeber keine anderen Durchführungswege in seinem Unternehmen zugelassen hat. Zum anderen ist die Direktversicherung besonders flexibel, wenn es zu einem Arbeitgeberwechsel kommt, weil sie problemlos zum neuen Arbeitgeber übertragen oder alternativ als privater Lebensversicherungsvertrag außerhalb der bAV fortgeführt werden kann. Außerdem hat der Arbeitgeber bei diesem Durchführungsweg nur einen sehr geringen Aufwand, keine Kosten und kann sein Haftungsrisiko minimieren. Auch unsere SDK Lebensversicherung bietet eine Direktversicherung zur Entgeltumwandlung an.
Die Direktzusage (auch: Pensionszusage) gehört zu den fünf Durchführungswegen der betrieblichen Altersversorgung (bAV). Anders als in den übrigen Durchführungswegen erhält der Arbeitnehmer seine Versorgungszusage direkt vom Arbeitgeber und nicht von einem rechtlich selbstständigen Versorgungsträger. Der Arbeitgeber macht eine arbeitsvertragliche Zusage auf eine bestimmte Versorgung, in der Regel eine Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenrente, und bildet hierfür Pensionsrückstellungen. Dabei trägt er das volle Risiko, die Direktzusage auch in Zukunft erfüllen zu können. Allerdings kann das Risiko durch eine Rückdeckungsversicherung reduziert werden. Dabei schließt der Arbeitgeber eine Lebens- oder Rentenversicherung auf das Leben des Arbeitnehmers ab.
Unter Doppel- oder Mehrfachversicherung wird in der Schadenversicherung verstanden, dass ein Risiko bei mehreren Versicherern versichert ist und die Versicherungssummen aller abgeschlossenen Versicherungen zusammengerechnet den Wert der versicherten Sache übersteigen. In der Schadenversicherung darf sich ein Kunde nicht dadurch bereichern, dass er einen höheren Versicherungsschutz vereinbart, als er objektiv benötigt, und sich im Schadenfall mehr als den tatsächlichen Wert erstatten lassen will. Dieses Risiko steigt, wenn die Sache bei mehreren Versicherern versichert wird, vor allem wenn die Versicherer voneinander nicht wissen. Deshalb wird der Kunde in diesen Fällen gesetzlich verpflichtet, jedem Versicherer das Bestehen anderer Versicherungen für dasselbe Risiko mitzuteilen (§ 77 VVG). Außerdem darf der Kunde im Schadenfall keine höhere Erstattung als den tatsächlich entstandenen Schaden verlangen. Das bedeutet, dass die Versicherer ihren jeweiligen Anteil am Schaden in dem Verhältnis kürzen können, in dem das Risiko zu hoch versichert worden ist (§ 78 VVG). Wird eine Doppelversicherung in betrügerischer Absicht herbeigeführt, sind die in dieser Absicht geschlossenen Versicherungsverträge nichtig. Das heißt, dass der Kunde keinen Schadenersatz beanspruchen kann, den betroffenen Versicherern aber die Versicherungsprämie bis zu dem Zeitpunkt zusteht, zu dem sie von der Betrugsabsicht erfahren haben.
Volldynamik Art der Verwendung der Überschüsse ab Rentenbeginn. Dabei werden die nach Rentenbeginn anfallenden Überschussanteile ab dem zweiten Rentenbezugsjahr zur Erhöhung der Altersrente verwendet. Die einmal erreichte Rente ist dann in der jeweils erreichten Höhe garantiert und kann nicht mehr gekürzt werden. Vorteil dieser Überschussverwendung: Die jährliche Rentensteigerung fällt höher aus als bei der Teildynamik. Teildynamik Art der Verwendung der Überschüsse ab Rentenbeginn. Dabei wird ab Rentenbeginn ein Teil der Überschussanteile zur jährlichen Erhöhung der Altersrente verwendet. Die daraus erreichte Rente ist zusammen mit der versicherten Garantierente auf Dauer – auch bei zukünftigen Kürzungen der Überschusssätze – garantiert. Zusätzlich wird ein Teil der Überschussanteile monatlich bar ausgezahlt und erhöht die versicherte Garantierente und die steigende Überschussrente. Dieser durch monatliche Barauszahlung finanzierte Teil der Rente ist nicht auf Dauer garantiert. Der Gesamtbetrag der Rentenzahlung kann sich daher in den Folgejahren bei einer sinkenden Überschussbeteiligung reduzieren. Vorteil dieser Überschussverwendung: Die Gesamtrente ist höher als bei der Überschussverwendung Volldynamik.

References: § 32
 § 193
 § 14
 § 199
 § 37
 § 38
 § 203
 § 5
 § 10