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Timestamp: 2017-11-23 08:21:37+00:00

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Kann mich die AfA vermitteln, obwohl ich eventuell eine LTA durch die DRV bekomme? - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
18.04.2017, 18:46 #1
ich habe mich schon quer durchs Forum gelesen und dadurch viele Informationen erhalten.
Nun bräuchte ich direkt mal euren Rat.
Anfang April wurde ich von der Krankenkasse ausgesteuert, ich habe mich rechtzeitig arbeitsuchend gemeldet und Tage vor der Aussteuerung auch arbeitslos.
Nachdem ich krank wurde, hat mich die Krankenkasse daraufhingewiesen, dass es nach so einer Operation an der Hand kaum mehr möglich sein dürfte, in meinem Beruf zu arbeiten. Also stellte ich, wie empfohlen, einen Antrag auf LTA bei der DRV. Dieser wurde abgelehnt, nach Widerspruch und Gerichtsverhandlung mit einem Vergleich abgeschlossen.
Die DRV hat mir die LTA "dem Grunde nach bewilligt". Der Sachbearbeiter der DRV meinte jedoch, es wäre nicht sicher, ob ich eine Maßnahme bewilligt bekäme auch wenn richterlich die Zuständigkeit der DRV zugeordnet wurde. Jedoch gehe ich mal davon aus, dass das klappt, da ich auf Reha bereits ein positives Gespräch mit einem DRV-Berater hatte.
Als ich mich telefonisch arbeitsuchend gemeldet habe, rief mich kurzdarauf eine SB der Leistungsabteilung an und fragte mich, unwissende im Tal der Ahnungslosen wandelnde, zukünftige ALG1 - Bezieherin komplett aus. Ich antwortete schön brav auf alles was sie wissen wollte.
Sie meinte, die Nahtlosigkeit ist bei mir nicht gegeben, und wollte wissen, ob ich mich weiter krank schreiben lassen werde. Natürlich habe ich brav mit ja geantwortet, da ich nicht wusste, dass ich dadurch nur zeitlich begrenzt ALG1 beziehen kann und sie damit aus der Sache raus sind.
Mein Arbeitsverhältnis wurde zum 30.09.17 gekündigt, Verhandlung über eine Abfindung stehen kurz vor dem Abschluss. Soviel ich jetzt weiß, muss ich für den Arbeitgeber die AU´s weiter ausstellen lassen, da ich sonst unentschuldigt fehlen würde.
Sie meinte auch, dass bei Einhaltung der Kündigungsfrist sein kann, dass die Abfindung mit angerechnet wird. Ich kann das ganze Gespräch nicht mehr nachvollziehen, jedenfalls ging mir ganz schön die Düse vor Angst, kein ALG1 zu bekommen.
Mit dem Leistungsantrag kam dann auch das Formular mit den medizinischen Fragen. Diesen habe ich ausgefüllt und zur AfA mitgenommen. Die Unterlagen hat sie einbehalten, den Leistungsantrag wieder mitgegeben, mit dem Hinweis, ich bekäme Post mit dem Termin zur Besprechung des Leistungsantrages. Auf Post habe ich jetzt zwei Wochen gewartet und heute dort mal angerufen. Laut der Hotline hätte ich den Antrag längst abschicken können, aber persönlich wäre besser. Am Donnerstag muss ich hin, mein Mann kommt mit, hoffe die SB akzeptiert das.
Kann mich die AfA vermitteln, obwohl ich eventuell eine LTA durch die DRV bekomme? Eigentlich muss ich mich ja bewerben, aber da es mir nach langer Auszeit von 24 Jahren an Qualifikation fehlt, wüsste ich nicht wohin ich Bewerbungen schicken sollte. Was soll ich machen, wenn ich VV bekomme?
Die Frau von der Leistungsabteilung meinte, wir suchen Ihnen einen Arbeitgeber und holen uns den Zuschuss der DRV! Ich meinte daraufhin, dass ich damit nicht einverstanden wäre, da die LTA so ablaufen sollte, dass ich mehrere Praktikas machen soll, um herauszufinden, was machbar wäre. Können die den Zuschuss von der DRV holen?
Ich muss mich mit dem Restleistungsvermögen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen, geht das Ganztags? Irgendwie widerspricht sich das ja!
Angeblich kann ich den Antrag nicht abgeben, solange ich die Kündigung nicht in der Hand habe - der Anwalt schließt gerade die Verhandlungen ab. Die aktuelle Kündigung ist nicht in der "Norm", dem Anwalt passt einiges darin nicht. Somit kann ich die nicht abgeben.
Muss ich der AfA den Bescheid über die Höhe der Abfindung aushändigen, auch wenn die Kündigung fristgerecht ist?
Laut DRV vermittelt mich die AfA nicht, da sie ja wissen, dass ich eine LTA bekomme. Allerdings kann laut dem Gespräch mit dem Rehafachberater noch einige Zeit dauern, bis so eine Maßnahme beginnt. Zahlen die solange ALG1 bis mich die DRV übernimmt?
Gibt es noch was, worauf ich achten muss, wenn ich den Antrag abgebe und mir Fragen gestellt werden?
19.04.2017, 19:43 #2
AW: ALG1 - DRV - LTA Fragen zum Antrag
Du bist ja in der Obhut eines Anwalts, der dir sicher das Richtige sagen kann.
Hier meine Meinung, nicht meine absolute Feststellung, damit du morgen entsprechende Fragen zur Klärung stellen kannst:
Aufgrund deiner Beschäftigungszeit besteht ein Alg-Anspruch. Dabei gilt es zu unterscheiden zwischen
normalem Alg
Alg nach der Nahtlosigkeitsregelung.
Alg nach der Nahtlosigkeit wird nur gewährt, wenn du weniger als 15 Std./Wo. arbeiten kannst. Da die DRV aber schon festgestellt hat, dass du mehr arbeiten kannst, kommt Nahtlosigkeit nicht in Frage. Ohne deine telefonische Auskunft dazu, hätte es eben ein paar Tage länger gedauert, bis die AfA sowieso informiert gewesen wäre.
Alg kann gezahlt werden, wenn du von der Arbeit freigestellt, also beschäftigungslos bist. Dass der Arbeitsvertrag noch läuft ist nicht immer entscheidend. Frag morgen die SB der AfA, die weiß es für deinen Fall 100-%ig.
Wenn du arbeitslos mit Alg bist, gilt für die AU § 2 Abs. 3 der AU-Richtlinien. Grob gesagt bist du nur AU, wenn du auch eine leichte Tätigkeit nicht mehr ausüben kannst. Die frühere Tätigkeit ist da nicht mehr entscheidend.
Ja, die AfA kann dich trotz LTA vermitteln. Sie zahlt ja Alg. Du musst dich zur Verfügung stellen. Ob dich ein Arbeitgeber einstellt, ist die andere Frage. Die DRV vermittelt meines Wissens nicht selbst, sondern beauftragt die AfA. Praktikas müsstest du vermutlich selbst suchen.
Zur Abfindung steht hier viel beamtendeutsch. Wenn du die Seite im InternetExplorer öffnest, kanns du auch die Links "Weitere Informationen" anklicken. Ist aber für Normalsterbliche wie mich und dich zu viel Fachwissen. Die AfA kann dir sagen, ob trotz eingehaltener Kündigungsfrist deine Abfindung auf das Alg angerechnet wird.
Alg wird entsprechend der erworbenen Anspruchsdauer gezahlt. Ein event. Nahtlosigkeitsfall spielt keine Rolle.
Zu Renten-/REHA-Fragen gibt es ein Forum der DRV. Es antworten die Experten der DRV. Anmeldung ist nicht erforderlich.
Geändert von BerndB (19.04.2017 um 20:19 Uhr)
19.04.2017, 21:33 #3
Vielen Dank für die Antwort, das hilft mir schon mal weiter.
PS: mein Anwalt scheint schwer beschäftigt zu sein, er ist telefonisch nicht erreichbar und antwortet auf Mails nicht. Von der Sekretärin höre ich nur: ich gebe es weiter, wir melden uns.
Aus diesem Grund muss ich mich anderweitig informieren.
20.04.2017, 01:17 #4
zunächst mal habe ich dein Thema in einen besseren Bereich verschoben, denn mit dem "üblichen" ALGI hat deine konkrete Konstellation nicht viel zu tun.
Auch meinem Vorschreiber kann ich nicht in allen Punkten wirklich zustimmen, ich erkläre dir (mit Bezug auf deinen ersten Beitrag) auch gerne warum.
Du schreibst etwas später, dass du (zumindest aktuell) noch im (ruhenden) Arbeitsverhältnis stehst, also bist du aktuell weder Arbeits-Suchend noch Arbeitslos ... zur offiziellen "Meldung" (als Arbeitsuchend) bist du erst 3 Monate vor Ablauf des Arbeitsvertrages verpflichtet.
Du wurdest aus dem Krankengeld ausgesteuert und das war und ist aktuell der einzige Grund warum du dich bei der AfA melden musstest, um ALGI als (dem abgelaufenen Krankengeld) nachfolgende Lohnersatz-Leistung beziehen zu können.
Genau dafür gibt es die Regelung des § 145 SGB III, auch wenn man bei der AfA inzwischen gerne was Anderes dazu erzählt.
Darin steht nämlich auch geschrieben, dass man NICHT "arbeitslos" sein muss um diesen Anspruch zu haben.
§§ 145 SGB III Minderung der Leistungsfähigkeit
Wer das bei der KK zu beurteilen hatte kann ich nicht nachvollziehen, bist du denn vorher mal in medizinischer Reha gewesen, das haben zumindest nicht die SB der KK zu entscheiden, die sind ja auch keine Ärzte ... oder kam das vom MDK ?
Wie wurde denn von der DRV diese Ablehnung konkret begründet ???
Das sind 2 verschiedene Schuhe, was ein Reha-Berater in einer Reha-Klinik erzählt muss nicht viel mit dem zu tun haben, was man dann bei der entscheidenden Stelle wirklich bezahlen will und das Gericht hat auch tatsächlich keine Möglichkeiten eine berufliche Bildungs-Maßnahme durchzusetzen.
Die DRV hat (als Vergleich) nun zugestimmt dir eine LTA zu bewilligen, die Wahl welche Art der LTA man dir bewilligen wird, ist aber immer noch der DRV überlassen.
Was steht denn sonst noch in dem Bescheid dazu, "dem Grunde nach" kann alles Mögliche sein, was nicht unbedingt mit beruflicher Weiterbildung zu tun haben muss ... darf ich fragen wie alt du bist ???
Hier hast du schon die ersten großen Fehler gemacht, man meldet sich NICHT arbeitslos nach einer Aussteuerung, sondern mit dem Bescheid der KK wegen der Aussteuerung aus dem Krankengeld und das möglichst persönlich und NICHT telefonisch.
Zudem diskutiert man NIEMALS am Telefon mit den AfA - SB über sein Befinden oder was es sonst noch so geben könnte, woraus die sich ihre eigenen (falschen) Entscheidungen basteln könnten.
Die AfA ist überhaupt NICHT "aus der Sache raus", was die am Telefon erzählen ist nichts wert, du stellst den Formular-Antrag auf ALGI und dann hast du einen Bescheid zu bekommen.
Bist du inzwischen bei der AfA gewesen und hast die notwendigen Formulare dafür bekommen, es wird ja Zeit denn nächste Woche ist Zahltag für den April.
Das ist korrekt, du brauchst die AU für den AG und da hat sich auch die AfA gar nicht einzumischen, es hat zu genügen dass dein aktuelles Arbeitsverhältnis nun zum September enden wird.
Bis dahin bleibt es "ruhend" weiter bestehen und die AfA hat sich da raus zu halten, nur die Lohnbescheinigung brauchst du (das Formular ist beim Antrag dabei), damit dein ALGI berechnet werden kann.
Das ist eine ganz andere Frage und hat zunächst mal mit der Aussteuerung und deinem Anspruch auf ALGI gar nichts zu tun, du hast dir wirklich sehr viel Unsinn am Telefon erzählen lassen.
Gewöhne dir bitte an nach den Rechtsgrundlagen zu fragen und verlange, dass man dir das aufschreibt, wo das steht was man dir gerade erzählt.
Mit dem Leistungsantrag kam dann auch das Formular mit den medizinischen Fragen. Diesen habe ich ausgefüllt und zur AfA mitgenommen. Die Unterlagen hat sie einbehalten, den Leistungsantrag wieder mitgegeben, mit dem Hinweis, ich bekäme Post mit dem Termin zur Besprechung des Leistungsantrages.
Die medizinischen Unterlagen gehören NUR zum ÄD und NICHT in die Hände von AfA-SB und dir den Antrag wieder mitzugeben ist eine Frechheit, es gibt keinen Grund dafür, dass du den nur mit Termin (und unter zusätzlichen Bedingungen) abgeben darfst ...
Auf Post habe ich jetzt zwei Wochen gewartet und heute dort mal angerufen. Laut der Hotline hätte ich den Antrag längst abschicken können, aber persönlich wäre besser. Am Donnerstag muss ich hin, mein Mann kommt mit, hoffe die SB akzeptiert das.
Natürlich hat man die Begleitung (Beistand) deines Mannes zu akzeptieren, du darfst dir dort nicht alles gefallen lassen, weiß man bereits Bescheid, dass dir eine LTA bewilligt wurde, auch daraus ergibt sich ein Zahlungs-Anspruch zusätzlich zur Aussteuerung.
Die AfA muss dich sogar vermitteln wenn man in der LTA z.B. einen Zuschuss für einen AG bewilligt, der dich einstellt "Leidensgerecht und Versicherungspflichtig" ... du wärst allerdings wohl die erste Ausgesteuerte wo das auch klappen würde ...
Zudem ist IMMER § 140 SGB III zu beachten, den solltest du dir gut durchlesen ...
Eigentlich muss ich mich ja bewerben, aber da es mir nach langer Auszeit von 24 Jahren an Qualifikation fehlt, wüsste ich nicht wohin ich Bewerbungen schicken sollte. Was soll ich machen, wenn ich VV bekomme?
Verstehe ich gerade nicht, wieso hast du eine "Auszeit" von 24 Jahren, wenn dein aktuelles Arbeitsverhältnis gerade erst zum September beendet wird ???
Was du vor 24 Jahren mal gemacht oder gelernt hast interessiert inzwischen Niemanden mehr ernsthaft bei deiner Vermittlung.
Die wissen also schon von der bewilligten LTA "dem Grunde nach" ... und schon erzählen sie dir wieder den größten Unsinn ...
Diesen Zuschuss bekäme nur ein AG, der dich (unter Beachtung deiner Einschränkungen) einstellen möchte von der DRV, den bekommt doch die AfA nicht, es sei denn die wollen dich entsprechend einstellen ...
Vergiss die geplanten "Praktika" bitte ganz schnell, so was gibt es (erlaubt) nur im Rahmen einer bereits laufenden Ausbildung / Weiterbildung ansonsten ist es gar nicht erlaubt, dass du ohne Bezahlung irgendwo "Praktika" machst.
Das wäre auch keine ernsthafte "Arbeitserprobung" wie sie in der Regel über die DRV bezahlt werden müsste, ich glaube dir ist noch nicht wirklich klar, was man dir da (wahrscheinlich) bewilligt hat, weil das Gericht es so wollte ...
"Normale" AG führen keine "Praktika" durch, damit du herausfinden kannst was dir beruflich liegen könnte und wie belastbar du dabei bist, sondern weil du dort Personal-Lücken füllen sollst und das bei (gnädiger) Fortzahlung deines ALGI über die AfA (als "Eingliederungs"-Maßnahme bei einem AG getarnt, weil es sonst illegal wäre).
Da haben dann (fast) alle was davon, außer dir natürlich ...
Wenn du für Vollzeit ALGI beziehst und weiter beziehen willst musst du dich auch Vollzeit "zur Verfügung" stellen, also lass dich nicht "bereden" deine Arbeitszeit "freiwillig" einzuschränken, dann bekommst du auch entsprechend weniger Geld.
Deine "Restleistungsfähigkeit" muss ja der ÄD erst mal feststellen, dafür wurden ja die Gesundheits-Unterlagen benötigt, also kennst du die auch selber erst wenn das ÄD-"Gutachten" fertig ist ...
Und dann haben die SB dich zu beraten was du damit am umliegenden Arbeitsmarkt (Vollzeit) so anfangen könntest und alles hat immer noch der Zumutbarkeit des § 140 SGB III zu entsprechen.
Das ist kein Widerspruch (weil eben doch die Nahtlosigkeit dafür vorgesehen ist), es ist die "Quadratur des Kreises" mit dem die AfA bei jeder Aussteuerung klar kommen muss aber längst nicht mehr klar kommen WILL.
Also erzählt man den Betroffenen einen großen Haufen MÜLL in der Hoffnung, dass sie selbst genug Fehler machen, die eine Verweigerung (oder wenigstens baldige Einstellung) des ALGI möglich machen.
Die wissen sehr genau, dass sie Ausgesteuerte nicht vermittelt bekommen und damit nur "Verluste" einfahren, nur das muss dich nicht interessieren, du hast Beiträge für diese Leistung gezahlt und einen Rechtsanspruch darauf diese Leistung jetzt gezahlt zu bekommen.
Verlange die Rechtsgrundlagen für diese Behauptungen von der AfA, die gibt es nämlich NICHT und das sollte auch deinem Anwalt bekannt sein, eine Kündigung ist gar nicht erforderlich, um ALGI nach der Aussteuerung beziehen zu können.
Ich war auch noch im festen Arbeitsverhältnis als ich ausgesteuert wurde, mein Arbeitsvertrag wurde auch NICHT beendet und ich bekam trotzdem ALGI gemäß "Nahtlosigkeit", in deinem Falle gibt es offenbar noch nicht mal ein "Gutachten" vom ÄD aber die meinen schon zu wissen, dass die "Nahtlosigkeit" bei dir nicht greift ...
Alles "Hellseher" bei der AfA ...
Zunächst musst du dazu noch gar keine Angaben weiter machen, also lass dich da auch nicht "aushorchen", wenn dein Arbeitsverhältnis erst zu September beendet werden soll brauchst du dich aktuell noch nicht mal offiziell "Arbeit-Suchend" melden.
Warte ab was dein Anwalt dir dazu raten wird, das Eine hat mit dem Anderen gar nichts zu tun, noch gibt es ja keine Abfindung auf deinem Konto ...
Laut DRV vermittelt mich die AfA nicht, da sie ja wissen, dass ich eine LTA bekomme. Allerdings kann laut dem Gespräch mit dem Rehafachberater noch einige Zeit dauern, bis so eine Maßnahme beginnt.
Was für eine "Maßnahme" soll denn lt. Reha-Fachberater beginnen über die DRV, da blicke ich noch nicht ganz durch, worauf warten die denn wenn man dich wirklich noch weiterbilden will, dass du "älter wirst" ???
Zahlen die solange ALG1 bis mich die DRV übernimmt?
Noch sieht es ja nicht so aus, als ob man überhaupt zahlen will, aber nun warte mal ab, was man dir nachher dazu erzählen wird und bestehe darauf deinen Antrag endlich auch abzugeben, sonst gibt es Ende des Monats bestimmt kein Geld von der AfA.
Die AfA zahlt höchstens so lange wie du Anspruch hast lt. Bescheid von der AfA ...
Frage zurück, bei ALLEM was dir merkwürdig erscheint, wo das steht (Gesetze / §§) damit du das mal mit deinem Anwalt besprechen kannst ... lass dich nicht "aushorchen" und stelle dich der Vermittlung mit deinem "Restleistungsvermögen" zur Verfügung.
Ansonsten kann man dir auf die Schnelle nicht mehr viele Tipps dazu geben, halte dich an das alte Wort, dass "Reden Silber und Schweigen Gold" ist ... eigentlich ist schon die Extra-Einladung zur Antrags-Abgabe völlig überflüssig gewesen, also pass auf was du dort sagst.
20.04.2017, 08:15 #5
zunächst mal habe ich dein Thema in einen besseren Bereich verschoben, denn mit dem "üblichen" ALGI hat deine konkrete Konstellation nicht viel zu tun....
Das war sehr ausführlich, ich werde später eingehend darauf antworten. Kurz eine Frage: ist es korrekt, dass ich die Unterlagen der Kündigungsschutzklage zur AfA mitnehme? Das hat mir die Sekretärin des Anwaltes empfohlen als Nachweis für ein noch nicht abgeschlossenes Verfahrens.
Mag Zinni
Geändert von Doppeloma (20.04.2017 um 18:26 Uhr) Grund: Bitte keine Vollzitate !
Kurz eine Frage: ist es korrekt, dass ich die Unterlagen der Kündigungsschutzklage zur AfA mitnehme? Das hat mir die Sekretärin des Anwaltes empfohlen als Nachweis für ein noch nicht abgeschlossenes Verfahrens.
wozu soll das aktuell gut sein, dein Arbeitsverhältnis ist aktuell noch gar nicht beendet, da braucht die AfA auch KEINE Unterlagen dazu abgesehen von der regulären Lohnbescheinigung.
Du bist wegen der Aussteuerung jetzt dort und (noch) NICHT wegen Arbeitslosigkeit.
Womit begründet denn die Sekretärin vom Anwalt diese Empfehlung, dein Arbeitsverhältnis ist für das aktuelle Verfahren bei der AfA (wegen Aussteureung aus dem Krankengeld) noch vollkommen uninteressant, es besteht noch und "ruht" aktuell, mehr geht die AfA dazu doch noch gar nichts an.
Bis das mal "gemeldet" werden müsste (im Juni frühestens) sollte ja wohl soweit alles geklärt sein am Arbeitsgericht.
Hat man denn deinen Antrag heute endlich angenommen, das ist viel wichtiger, damit du nächste Woche dein erstes ALGI auf dem Konto haben kannst ???
20.04.2017, 20:49 #7
ich beherrsche das Zitieren noch nicht, bin momentan etwas im Stress. Daher versuche ich Deine Fragen abzuarbeiten.
Die Krankenkasse hat mir den Rat gegeben eine LTA zu beantragen, da erfahrungsgemäß bei so einem schlechten Heilungsverlauf keine Rückkehr in den aktuellen Beruf möglich ist. Da die DRV gern Anträge erst mal ablehnt und der ganze Akt meist lange dauert, wäre ein früher Antrag sinnvoll. Das hat sich bestätigt.
Der Gutachter der DRV meinte, ich hätte keine erheblichen Einschränkungen und könne drei bis unter sechs Stunden in meinem Beruf arbeiten. Das Gutachten bezog sich auf alle meine Baustellen. Meine Arbeitszeit betrug sechs Stunden, nicht drei bis unter sechs. Vertretungen kommen noch extra dazu. Er schloss schweres Heben, Tragen ohne Hilfsmittel, häufiges Bücken, Zwangshaltungen, Überkopfarbeiten, häufiges Knien und Arbeiten in Hocke aus.
Er wusste, dass ich Reinigungskraft bin, wie soll ich denn die Arbeit verrichten?
Der Richter verpasste der DRV einen Tritt, denn in dem Gutachten wird alles ausgeschlossen, was mit meiner Arbeit zu tun hat. Somit hätte bereits im März ´16 die Notwendigkeit einer LTA bestanden. Der Arzt widerspricht sich in dem Gutachten, das wurde vor Gericht auch angesprochen.
Dem Grunde nach bewilligt bedeutet in meinem Fall, dass nach Abschluss der Reha, diese war im Januar, ein Gespräch mit dem Rehafachberater stattfindet. In diesem Gespräch wird der Umfang der Leistung festgelegt. Ich stehe bereits auf der Warteliste für einen Termin. Ich bin 48, deshalb bekomme ich auch keine Umschulung im Sinne einer 2-jährigen Ausbildung, es wird eher auf eine Eingliederungsmaßnahme hinauslaufen.
Leistungsantrag und med. Fragebogen: ich habe heute den Antrag abgegeben, da kam schon das nächste Problem auf mich zu. Die SB wollte kein Gutachten aber ich soll ihr die Stelle faxen, die besagt, dass ich in meinem Beruf, laut Gutachten nicht mehr arbeiten kann. Die Passage hab ich ihr gefaxt, alles andere war abgedeckt. Begründung war: die Vermittlerin könne mich sonst in meinem Beruf zurückschicken.
Ich soll auch die AU´s in Zukunft mit dem Hinweis „ gilt nur für letzte Tätigkeit“ ausstellen lassen. Ist mir allerdings unbegreiflich, da der AG auf der AU keine ICD-Codes hat und die AfA keine AU von mir bekommt.
Was die Vermittlung angeht, wird erst mal abgewartet was der ÄD entscheidet, das kann dauern. Da bekannt ist, dass eine LTA ansteht, wird auch diese Entscheidung abgewartet.
Meine Auszeit von 24 Jahren: ich hab eine Lehre abgeschlossen und auch gearbeitet bis die Kinder kamen. Danach war ich Geringverdiener als Reinigungskraft und wurde vor 7 Jahren angemeldet.
Die SB von heute war sehr nett. Sie sagte von Anfang an, dass sie den Antrag mit mir durchgeht und die Daten aufnimmt, die benötigt werden, so dass ich mein Geld bekomme und der Vermittler die nötigen Infos bekommt. Auch die Kündigung hat sie nicht eingescannt, da diese inhaltlich nicht passt.
Leider habe ich den Fragebogen dazu nicht, kennt jemand die Fragen dazu?
Eine Kopie der KÜ-Schutzklage möchte sie gerne haben, da bei einer Klage auf Erhaltung des Arbeitsplatzes das ALG vom AG zurückgefordert wird, falls das Arbeitsverhältnis wieder aufgenommen wird.
Mein Arbeitgeber schließt eine Rückkehr aus, da er in der Stellungnahme zur Gleichstellung angegeben hat, den Arbeitsplatz nicht behindertengerecht ausstatten zu können. Gleichstellung wurde abgelehnt, da ich keinen Arbeitsplatz mehr habe, so die Begründung laut Abteilung für Gleichstellung. Das war im Dezember, da war noch nicht mal die Kündigung ausgestellt. Widerspruch läuft.
20.04.2017, 23:39 #8
Dann lieber so, im Grunde brauchst du nur die Teile herauslöschen die du nicht brauchst und den Rest markierst du stückweise, wo du drauf antworten willst.
Gehst nach dem Markieren im Schreibfeld (oben ganz rechts) auf das "Blatt" und mit einem Klick darauf ist der Text-Teil als Zitat markiert und du kannst direkt darauf antworten ...
Du wirst damit nicht "glücklich" werden, die DRV wird es NIX kosten und dir wird es NIX bringen ...
Was konkret erhoffst du dir denn selber davon ???
Der Gutachter der DRV meinte, ich hätte keine erheblichen Einschränkungen und könne drei bis unter sechs Stunden in meinem Beruf arbeiten. Das Gutachten bezog sich auf alle meine Baustellen.
Die DRV "Gutachter" begutachten (leider) fast immer so, dass es auf keinen Fall in EM-Rente enden wird ... in deinem Beruf bedeutet aktuell (wenn ich das jetzt richtig verstehe) als Reinigungskraft, das ist ja eher nicht dein ursprünglicher Ausbildungsberuf ?
Meine Arbeitszeit betrug sechs Stunden, nicht drei bis unter sechs. Vertretungen kommen noch extra dazu.
Darum geht es auch gar nicht wie viele Stunden du tatsächlich lt. Arbeitsvertrag arbeiten musst, das sind rentenrechtliche Einteilungen, die mit der Realität wenig zu tun haben.
Bei 6 und mehr Stunden bist du Vollzeit Erwerbsfähig, jedenfalls lt. Rentenrecht, das gilt ganz unabhängig davon, ob du Vollzeit oder Teilzeit beschäftigt bist aktuell.
Er schloss schweres Heben, Tragen ohne Hilfsmittel, häufiges Bücken, Zwangshaltungen, Überkopfarbeiten, häufiges Knien und Arbeiten in Hocke aus.
Hättest du ihn vielleicht mal direkt fragen sollen, das sind aber die "allgemein üblichen" Ausschlüsse, die kann ich genau so in den Gutachten von Männe nachlesen, der war zuletzt in einer Sicherheitsfirma beschäftigt.
Er sollte auch "möglichst" nur noch 8 Stunden täglich arbeiten, obwohl auch bekannt war, dass 12-Stunden-Schichten üblich sind (und im Arbeitsvertrag stehen) in dem Bereich.
Dieser "Tritt vom Richter" bringt dich aber auch nicht weiter, du hast zuletzt in einem ungelernten / angelernten Bereich gearbeitet, gehst stramm auf die 50 zu und da bekommt man KEINE teure Ausbildung / Weiterbildung mehr von der DRV bezahlt als LTA ...
Dem Grunde nach bewilligt bedeutet in meinem Fall, dass nach Abschluss der Reha, diese war im Januar, ein Gespräch mit dem Rehafachberater stattfindet.
Kennst du schon den Reha-Bericht, diese Leistungseinschätzung kannst du auch bei der AfA einreichen (FÜR den ÄD), denn gerichtliche Unterlagen haben die SB gar nicht zu interessieren.
LTA "dem Grunde nach" bedeutet nur, dass man dir nun "irgendwas" bewilligen musste, damit das Gerichtsverfahren beendet wird (ohne Schaden für die DRV), was stellst du dir vor unter einer "Eingliederungs-Maßnahme" ???
An deinem bisherigen Arbeitsplatz kannst du ja nicht mehr wieder eingegliedert werden, du schreibst ja unten schon, dass dir sogar die Gleichstellung abgelehnt wurde, weil dein AG KEINE andere (machbare) Arbeit für dich hat ... (den Widerspruch hättest du dir auch schon sparen können).
In diesem Gespräch wird der Umfang der Leistung festgelegt. Ich stehe bereits auf der Warteliste für einen Termin.
Traurig, dass man dafür auch noch eine "Warteliste" hat, den "Umfang der Leistung" kann ich mir schon relativ sicher vorstellen.
Ich bin 48, deshalb bekomme ich auch keine Umschulung im Sinne einer 2-jährigen Ausbildung, es wird eher auf eine Eingliederungsmaßnahme hinauslaufen.
Es wird dir (wahrscheinlich) eine Eingliederungsleistung bewilligt, die ein AG beantragen kann wenn er bereit ist dich einzustellen "so wie du bist" ... der bekommt dann (so 1 - 2 Jahre) Zuschüsse für deine Einarbeitung und zum Ausgleich deiner "Mangel-Leistung" am neuen Arbeitsplatz.
Diesen AG musst du natürlich selber finden (können) denn die AfA soll dir dabei zwar helfen, aber die finden ja nicht mal Arbeit für Gesunde im Alter um die 50 ...
Männe hatte solchen "Schrott" knapp 4 Jahre lang "bewilligt" bekommen (1 Verlängerung am SG, damit er den Antrag auf EM-Rente zurück nimmt), da war er etwa in deinem Alter und konnte eigentlich überhaupt nicht mehr.
Er wurde damals auch ausgesteuert (war noch im festen Vollzeit-Job als "Pförtner und Empfangskraft") und seine AfA-SB hat ihn dann nur getriezt sich wenigstens einen "Minijob" als Pförtner und Empfangskraft zu suchen ... denn zur bewilligten LTA ist ihr auch NIX eingefallen.
War ALLES nur Theater, dass sie ihre Macht demonstrieren konnte, sogar die DRV UND der AfA - ÄD hatten bereits ausgeschlossen, dass er in diesem Bereich nicht mehr arbeiten könne ... hat die Dame aber nicht sonderlich interessiert.
So ist er alle 4 Wochen zur AfA gefahren und hat ihr Zeitungs-Ausschnitte vorgelegt (auf die er sich nie ernsthaft beworben hatte), das war jeweils 1 Stunde mit dem Bus zur AfA ... egal wie es ihm gerade gegangen ist, die AU durfte er ja nicht mehr nutzen ... er war ja bereits ausgesteuert und musste sich mit dem "Restleistungsvermögen" der Vermittlung zur Verfügung stellen.
Leistungsantrag und med. Fragebogen: ich habe heute den Antrag abgegeben, da kam schon das nächste Problem auf mich zu.
Der med. Fragebogen ist freiwillig und hat bei den SB überhaupt NICHTS zu suchen .. hast du das nicht gelesen, steht doch drauf.
Die SB wollte kein Gutachten aber ich soll ihr die Stelle faxen, die besagt, dass ich in meinem Beruf, laut Gutachten nicht mehr arbeiten kann. Die Passage hab ich ihr gefaxt, alles andere war abgedeckt. Begründung war: die Vermittlerin könne mich sonst in meinem Beruf zurückschicken.
Die haben dich aber zum ÄD zu schicken, das ist Vorschrift nach der Aussteuerung aus dem Krankengeld und der ÄD hat FÜR die Vermittler festzulegen (im Teil B des AfA-Gutachtens) wohin du noch vermittelt werden könntest.
Dort kannst du ja gerne med. Nachweise dazu einreichen (von deinen Ärzten in der Regel und nicht aus gerichtlichen Gutachten), damit dort geklärt werden kann, was du noch machen darfst und was besser nicht.
Das haben doch nicht die SB zu entscheiden, du solltest dir wirklich schnellstens angewöhnen solche Forderungen nach ihrer Rechtmäßigkeit zu hinterfragen.
Richtig, die AfA bekommt überhaupt KEINE AU-Bescheinigungen mehr, also kann es denen auch herzlich egal sein, weswegen du nun weiterhin AU geschrieben wirst ... auch dafür wären mal die Rechtsgrundlagen interessant, die besagen, dass die AfA deinem Arzt was vorzuschreiben hat.
Kann durchaus sein, dass du dazu noch was schriftlich bekommst, allerdings gibt es auch darauf dann keine Rechtsgrundlagen dafür, dass dein Arzt sich jetzt so zu verhalten hat, wie die AfA sich das wünscht ...
Dann braucht man ja auch keinen med. Fragebogen, hast du den dort gelassen oder wieder mitgenommen, ich denke es gibt gar keinen Auftrag zur Begutachtung an den ÄD, wie soll der dann was entscheiden können ???
Klar, man hofft (wahrscheinlich vergeblich) darauf, dass du irgendeine Schulung bekommst und die DRV dann Übergangsgeld zahlen wird ... die sollten es allerdings auch schon besser wissen ... du bist ja bestimmt nicht die erste in dieser Situation.
Was heißt du wurdest "angemeldet", wurde aus einem "Minijob" ein Teilzeitarbeitsverhältnis gemacht, es bleibt aber trotzdem eine ungelernte Tätigkeit ... hast du nun zuletzt Vollzeit oder Teilzeit gearbeitet (ich meine lt. Arbeitsvertrag OHNE Überstunden) ...
Du brauchst dich natürlich nur für die Stundenzahl zur Verfügung stellen (bei der AfA) für die du jetzt auch ALGI bekommen wirst ... also was deine letzte reguläre Arbeitszeit gewesen ist.
Die SB von heute war sehr nett. Sie sagte von Anfang an, dass sie den Antrag mit mir durchgeht und die Daten aufnimmt, die benötigt werden, so dass ich mein Geld bekomme und der Vermittler die nötigen Infos bekommt.
Die sind immer besonders "nett" wenn sie in deinen Unterlagen herumschauen können, damit du verstehst, dass sie dir ja nur "helfen" wollen. Dein Antrag könnte längst in Bearbeitung sein wenn man nicht die Frechheit besessen hätte, die Annahme zuletzt abzulehnen.
Dann wäre der Termin gar nicht nötig gewesen, was ist denn daran bitte "nett" ... du hast dich einwickeln lassen und man hat dir viel Unsinn erzählt und weil sie so "nett" war hast du auch gar nichts hinterfragt, was dir nun anschließend merkwürdig erscheint.
Auch die Kündigung hat sie nicht eingescannt, da diese inhaltlich nicht passt.
Besonders weil die mit deiner Aussteuerung aktuell auch gar nichts zu tun hat, du bist NICHT wegen Arbeitslosigkeit dort, sondern wegen der Aussteuerung aus dem Krankengeld.
Darum ist es auch Unsinn dir was zu erzählen, dass dein AG vielleicht ALGI zurück zahlen muss, muss der NICHT, denn es geht NICHT um Arbeitslosigkeit vorrangig bei dir ... du bist ja noch gar nicht arbeitslos.
Dein Anspruch an die AfA ergibt sich aktuell ausschließlich aus der Tatsache dass dein Krankengeld abgelaufen ist, damit hat dein AG überhaupt NICHTS zu tun.
So aus dem Zusammenhang gerissen kann man das nicht beantworten, zudem sind das keine "genormten Fragebögen" ... allgemein kann man aber dazu sagen, dass es darauf ankommt welche Leistungsfähigkeit dir noch für den "allgemeinen Arbeitsmarkt" bescheinigt wurde.
ALLES Andere ist Beiwerk und bringt dich nicht weiter, mit 6 und mehr Stunden für den allgemeinen Arbeitsmarkt bist du als Vollzeit Erwerbsfähig anzusehen lt. Rentenrecht.
Die letzte Tätigkeit unter 6 Stunden besagt allgemein, dass du das nicht mehr machen solltest aber sobald das im ungelernten Bereich angesiedelt war, ist deine Erstausbildung lange vom Tisch und zählt nicht mehr wenn du viele Jahre ganz was anderes gemacht hast.
Man sieht dich in einer anderen Tätigkeit am "allgemeinen Arbeitsmarkt" noch Vollzeit Einsatz-Fähig und das ist auch Notwendig sonst bekommt man auch KEINE LTA mehr bewilligt, NICHT mal mehr eine "Eingliederungshilfe" ...
Ich weiß nicht, ob du dir mit dem Kampf um die LTA einen Gefallen getan hast, wirklich weiterbringen wird dich das beruflich auch nicht mehr.
Verlange die Rechtsgrundlagen dafür, es geht um ein Gerichtsverfahren was noch nicht abgeschlossen ist, darauf hat die AfA aktuell gar keinen Anspruch zu erheben, denn du bist wegen der Aussteuerung da und NICHT wegen dieser Kündigung.
Daraus ergeben sich keine Ansprüche der AfA an den AG ...
Es könnte höchstens mal Ansprüche an die DRV geben wenn dir rückwirkend (in das ALGI wegen Aussteuerung) eine EM-Rente bewilligt wird aber das ist beim aktuellen Stand ganz sicher nicht zu erwarten.
Ist natürlich ein weiterer Widerspruch in der ganzen Geschichte aber wenn dein AG keinen Arbeitsplatz zur Verfügung stellen kann (oder will), dann entfällt der Anspruch auf Gleichstellung völlig unabhängig davon, ob es bereits eine Kündigung gibt oder nicht.
Einen vorhandenen Arbeitsplatz damit abzusichern macht ja nur SINN wenn es auch einen gibt (oder vom AG eingerichtet wird) den du noch ausüben könntest ...
So ganz blicke ich bei deiner Kündigungsgeschichte auch noch nicht durch, ich denke es war schon alles klar und das Arbeitsverhältnis wird zum September auf jeden Fall enden.
Zumindest hat das aber ALLES mit deinem aktuellen Anspruch an die AfA wegen der Austeuerung NICHTS zu tun.
Es ist allerdings in letzter Zeit bei der AfA "üblich" geworden eine Rückkehr (Ausgesteuerter) an den vorhandenen Arbeitsplatz irgendwie zu "organisieren", das funktioniert nun bei dir aber auch nicht mehr ...
Das funktioniert sonst auch nicht aber wenigstens kann man die Betroffenen damit auch noch "nerven" und in unnötige Konflikte mit ihrem AG bringen.
Denen ist eben NICHTS mehr "heilig", um das ALGI nach der Aussteuerung möglichst nicht mehr zahlen zu müssen.
Mal sehen was denen noch so einfällt, wenn du endlich deinen Termin für die "LTA-Überraschung" hinter dir hast, du solltest unbedingt auch dort einen Beistand mitnehmen.
Die erzählen alle gerne viel "wenn der Tag lang ist", das gilt auch für diese DRV-Reha-Berater.
21.04.2017, 20:22 #9
Ich weiß überhaupt nicht, was aus mir werden soll. Zum einen würde ich gerne meinen erlernten Beruf nutzen und eine "Aufschulung" machen, allerdings hindert mich eine Erkrankung an einer Tätigkeit im medizinischen Bereich. Darunter fallen auch sämtliche Bereiche, in welchen ein Impfschutz verlangt wird. Mein erlernter Beruf ist Arzthelferin.
Ich habe keine Vorstellung, wurde von einer Bekannten über Ihre Maßnahme informiert. Sie hatte einen Kurs über die AfA, lernte Grundkenntnisse am PC, Bewerbungen schreiben, hatte drei Praktikas und letzendlich mit Vitamin B einen Arbeitsplatz im ÖD ergattert.
Kannst Du mir das genauer erklären, ich weiß leider überhaupt nicht, was auf mich zukommt. Nur dass ich aufpassen muss, was ich sage. Es ist auch möglich, dass ich keine LTA bekomme, laut Telefonat mit der DRV, das entscheidet sich erst während des Gesprächs.
Nein, leider nicht, ausgefüllt und abgegeben. Leichtsinnsfehler, passiert mir nicht mehr.
Die haben dich aber zum ÄD zu schicken, das ist Vorschrift nach der Aussteuerung aus dem Krankengeld und der ÄD hat FÜR die Vermittler festzulegen (im Teil B des AfA-Gutachtens)
wohin du noch vermittelt werden könntest.
Das hat die SB gestern erwähnt, ÄD wird mich vorladen.
Wird mein Arzt nicht machen, er lässt sich das nicht vorschreiben, ich versuche es erst gar nicht.
Dann braucht man ja auch keinen med. Fragebogen, hast du den dort gelassen oder wieder mitgenommen, ich denke es gibt gar keinen Auftrag zur Begutachtung an den ÄD, wie soll der dann was entscheiden könhttps://www.elo-forum.org/images/editor/separator.gifnen ???
Der Fragebogen wurde vor zwei Wochen einbehalten. Wie die das gemeint hat, erschließt sich mir nicht. Der ÄD kriegt meine Unterlagen, und wird eher nach einer persönlichen Begutachtung entscheiden. Die SB rechnet damit, dass die DRV schneller ist, und die AfA mich los wird, denke ich mal.
Die letzte Tätigkeit war Teilzeit.
Da muss ich Dir zustimmen. Leider kann man mich damit schnell kriegen. Ich kann auch beißen, aber im Moment steckt mein Kopf eher im Sand. Es ist irgendwie aussichtslos, irgendwas über AfA oder DRV zu erreichen, das ist der Grund, warum ich nicht schon längst das Ganze in Angriff genommen habe als ich noch jünger war. Nur war da auch mein Gesundheitszustand noch besser. Mit 41 war ich schon mal bei der AfA zur Beratung wegen Umschulung. Die Antwort war: Sie sind für uns zu alt, versuchen Sie es über die DRV!!!
Das hab ich jetzt erfasst. Der Unterschied ist mir jetzt klar.
Das mit der Kündigung war so:
meine Kollegin und ich sind in der gleichen Situation, beide Hand-OP und nicht mehr in dem Beruf einsetzbar. Wir bekamen eine Einladung zum BEM Gespräch, sie hatte es eher.
Uns wurde von der Gewerkschaft empfohlen, einen Anwalt mitzunehmen, was daran liegt, dass unser AG bekannt ist für unangenehme Gespräche, Drohungen und krankheitsbezogene Dinge erfragen will.
Der Anwalt bemängelte, dass die Datenschutzrichtlinien nicht eingehalten wurden. Diese Unterlagen müssen vor dem BEM ausgehändigt werden, damit man Zeit hat zum Durchlesen, da auch eine Unterschrift drunter muss.
Das Gespräch verlief zwischen den beiden Anwälten nicht gerade freundlich und führte dazu, dass meines nicht stattfand.
Da meine Kollegin vorher eine Abmahnung erhielt und dagegen klagte, gab es bei Gericht einen Gütetermin. Der Anwalt schlug nach Absprache mit meiner Kollegin vor, sich mit Zahlung einer Abfindung unter Einhaltung der KÜ-Frist zu trennen. Danach rief mich der Anwalt an und fragte, ob er für mich mit verhandeln soll. Ich stimmte zu.
Es wurde ewig debattiert, da die Abfindung nur mit einem ¼ Gehalt berechnet wurde. Eine Einigung kam zustande und die Kündigung wurde bei mir am 31.01 zum 31.07 geschrieben. Ohne weitere Angaben zum KÜ-Grund nur mit dem Hinweis auf ALO-Meldung, usw. Der Anwalt war nicht einverstanden und reichte KÜ-Schutzklage ein.
Der Anwalt bestand auf personenbedingte /krankheitsbedingte Kündigung und Ausstellung eines Zeugnisses mit entsprechend positivem Inhalt.
Frist war bis 31.03. Scheinbar wurde auch an diesem Tag die Kündigung ausgestellt, da dieses Datum auf der Arbeitsbescheinigung stand.
Der Gerichtstermin für die Klage wurde ersatzlos gestrichen, da eine außergerichtliche Einigung angestrebt wurde. Die Verhandlungen stehen vor dem Abschluss. Soviel ich weiß, muss die Sachlage dem Gericht vorgelegt werden, um den Fall abzuschließen. Deswegen habe ich noch kein neues Kündigungsschreiben erhalten. Durch die neue KÜ verschob sich das Datum vom 31.07 auf 30.09., ich habe eine KÜ-Frist von 6 Monaten, da ich fast 20 Jahre bei dem AG war. Deshalb habe ich mich rechzeitig drei Monate vor der zu erwartenden Arbeitslosigkeit gemeldet, dass sich die KÜ-Frist sich verschiebt, war nicht vorhersehbar.
Meine Kollegin und ich haben den gleichen Tätigkeitsbereich, sie beantragte eine Gleichstellung zwei Wochen nach mir. Ihr wurde die Gleichstellung genehmigt. Ihre Beurteilung des Arbeitsplatzes fiel anders aus als meine, meine Kollegin arbeitet nachmittags das gleiche wie ich am Morgen. Deshalb auch der Widerspruch, wobei ich davon ausgehe, dass es bei der Ablehnung bleibt.
MfG Zinni
22.04.2017, 10:02 #10
Post war da. ALGI wurde nach § 136 SGB III Bewilligt. Wenn ich es richtig verstanden habe, dürfte der ÄD nach Aktenlage entschieden haben, es liegt keine Nahtlosigkeit vor. Demzufolge muss ich mich auch voll für die Vermittlung zur Verfügung stellen.
So wie ich das sehe, stehe ich dem Arbeitsmarkt nicht mit meinem Restleistungsvermögen sondern uneingeschränkt zur Verfügung.
Gleichzeitig wurde ein Schreiben an meinen AG verfasst: Anspruchsübergang- Für den Zeitraum, für den ich ALGI beziehe, darf ich über Ansprüche aus meinem ehemaligen Arbeitsverhältnis nicht verfügen.
Sollte ein Anspruch aus dem AV anerkannt werden, soll es der AfA unverzüglich mitgeteilt werden - Bis dahin leisten Sie bitte keine Zahlungen an Frau xxxxx oder deren Bevollmächtigten - So der Originaltext.
Die Abfindung bekomme ich erst nach Ablauf der Kündigungsfrist.
Dass die Sache mit der Abfindung geprüft wird, wurde mir schon gesagt.
Wenn die Kündigung fristgerecht ist, wovon ich ausgehe, dürfte die AfA da nichts holen können.
Wie Du schon geschrieben hast, beziehe ich wegen Aussteuerung ALGI, dann passt das aber nicht mit dem § 136.
Ich kapiers grad nicht mehr, hab nur noch Kopfsalat. Meine Fibro macht mir zu schaffen. So wie es aussieht, wäre ein Rechtsbeistand sinnvoll für einen Widerspruch? Wüsste nicht, wie ich mich in meinem Zustand uneingeschränkt zur Verfügungstellen soll.
22.04.2017, 14:40 #11
Moinsen Zinni und willkommen hier ...!
Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!! ode rALG1 - DRV - LTA Fragen zum Antrag, sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt!
22.04.2017, 15:31 #12
Die Bewilligung ist da und soweit die "Zahlen" und die Anspruchs-Dauer stimmen solltest du das als "Erfolg" sehen, denn daran ist die AfA zunächst mal gebunden und kann das ALGI nicht mehr so einfach wieder einstellen.
Im Bescheid wird als Zahlungsgrundlage immer der § 136 angegeben und die Mitteilung, dass man meint nicht gemäß Nahtlosigkeit zu zahlen ist leider üblicher Unsinn, denn einen anderen Rechtsgrund KANN es aktuell gar nicht geben.
Wer noch einen Arbeitsplatz hat ist ja nicht arbeitslos, also hättest du überhaupt KEINEN Anspruch auf ALGI ohne Anwendung des § 145 SGB III wegen der Aussteuerung aus dem Krankengeld.
Welche Unterlagen (außer dem Gesundheitsfragebogen) hattest du denn noch eingereicht für den ÄD der AfA, in der Regel verlassen die sich ja nicht nur auf deine persönlichen Angaben ???
Bitte hole dir das "Gutachten" und mach dich nicht verrückt wegen der "Restleistungsfähigkeit", deine gesundheitlichen Einschränkungen müssen IMMER beachtet werden, auch bei "normaler" Vermittlung.
Dafür solltest du dir DIREKT beim ÄD das Gutachten (Teil A und Teil B) in Kopie geben lassen, zudem muss dein "Arbeitsvermittler" ja einen Teil B vorliegen haben wo deine Einschränkungen draus ersichtlich sind.
Du wirst vermutlich bald einen Termin zum Gespräch über deine "berufliche Situation" erhalten, vielleicht wird auch zunächst weiter abgewartet, was sich zu deiner LTA ergeben könnte ...
Kann ich im Moment ganz schwer einschätzen, wie deine AfA da nun weiter vorgehen wird.
Ja, das ist auch so ein "üblicher Wisch", die versuchen sich überall Gelder "zu sichern", ob sie darauf wirklich Ansprüche haben werden, wird sich erst zeigen wenn klar ist um welche konkreten Zahlungen es gehen wird.
Du hast aber auch noch einen Anspruch auf Urlaubsabgeltung, weil du deinen Urlaub wegen der langen Krankheit nicht mehr nehmen konntest, ich hoffe dein Anwalt behält auch diesen Anspruch im Blick.
Das hat NICHT in der Abfindung unterzugehen, das steht dir auch ohne Abfindung zu ... bei angeblich übereinstimmenden Abmachungen wird das aber gerne mal "unterschlagen" und am Ende unterschreibt man auch noch brav, "dass man auf finanzielle Ansprüche darüber hinaus verzichtet" ...
Zumindest bei der Urlaubsabgeltung wird sie es aber versuchen, die wird aber erst fällig wenn dein Arbeitsverhältnis tatsächlich beendet ist, also aktuell frühestens im September.
Man kann dann das ALGI für die ausgezahlten Urlaubstage "aussetzen", als hättest du noch diese X Tage Urlaub nehmen können, das Geld darf man dir allerdings NICHT wegnehmen.
Doch das passt, der § 145 steht NIE im Leistungsbescheid, bitte lass da auch deinen Anwalt keinen Widerspruch mehr einlegen, das ist überflüssig ...
So wie es aussieht, wäre ein Rechtsbeistand sinnvoll für einen Widerspruch? Wüsste nicht, wie ich mich in meinem Zustand uneingeschränkt zur Verfügungstellen soll.
Du MUSST dich aber mit deinem sogenannten "Restleistungsvermögen" (lt. ÄD-Gutachten) der Vermittlung zur Verfügung stellen, das MUSST du übrigens auch wenn dir die "Nahtlosigkeit" von der AfA offiziell anerkannt wird ... denn OHNE Verfügbarkeit gibt es KEIN ALGI, auch nicht nach einer Aussteuerung.
Versuche das nicht zu verstehen, halte dich einfach daran, wenn dein Anwalt dagegen Widerspruch einlegt mit der Begründung, dass du gar nicht vermittelbar bist (wobei der auch kein Arzt ist und das besser unterlassen sollte zu behaupten), dann "freut" sich die AfA und wird den Bescheid "sehr gerne deswegen wieder aufheben" ...
Der Vermittlung stellst du dich brav mit deinem Restleistungsvermögen zur Verfügung und im Rahmen der letzten Arbeitszeit darfst du das gerne auch begrenzen ... denn NUR für diese Stundenzahl (lt.Arbeitsvertrag) bekommst du auch ALGI ...
Vollzeit-Vermittlung kannst du also bedenkenlos ablehnen, das darfst du auch gerne auf einer "Verfügbarkeits-Erklärung" unterschreiben, wenn man darauf Wert legen sollte bei der AfA, so lange du dich mindestens für die bisherige Arbeitszeit "zur Verfügung" stellst.
Oft wird am Anfang viel Theater gemacht und dann beruhigt sich die Lage schnell wieder, auch die AfA-SB wissen, dass sie dich nicht ernsthaft vermitteln KÖNNEN, also fordere die Beratung ein für die die SB bezahlt werden, was du denn bei welchen umliegenden AG so machen könntest für X Stunden ...
Ich vermute mal auch mit 41 wäre damals die DRV schon zuständig gewesen, die machen das aber nur wenn es gesundheitliche Gründe dafür gibt als Reha-Maßnahme ...
Welche Voraussetzungen deine Bekannte hatte für die Unterstützung durch die AfA kann man nicht beurteilen und wenn sie letztlich nur durch Vitamin "B" wirklich eine Stelle gefunden hat, ist das ja auch nicht den "Förderkursen" der AfA zu verdanken gewesen.
Bewerbungs-Training und (mehrere) unbezahlte "Praktika" sind jedenfalls auch nicht das was du als Förderung anstreben solltest ..., das dient meist nur den AG wo man da "zur Probe" dann arbeiten darf, mit ernsthafter Schulung / Weiterbildung hat das auch nichts zu tun.
In deinem Falle ist ja der Kostenträger bereits klar, da wird die AfA auch NICHTS übernehmen wollen, was dich weiter bringen könnte und immer auf die Zuständigkeit der DRV (für deine beruflichen Reha-Maßnahmen) verweisen ...
Es sind leider schon viele Dinge bei dir schief gelaufen, die dann nachträglich nur noch schwer bis gar nicht zu korrigieren sind ...
22.04.2017, 20:29 #13
Curt The cat: vielen Dank für den geänderten Titel, ich werde es beim nächsten mal beachten.
An Doppeloma: vorab muss ich Dir meinen größten Respektfür Dein Fachwissen aussprechen, die Mühe, die Du Dir machst, alle Beiträge ausführlich zu beantworten in einmalig und für mich nicht selbstverständlich. 珞
Zu der Frage, welche Unterlagen von mir abgegeben wurden: es waren Kopien von Befunden der Hand, Schulter, Knie, Wirbelsäule.
Die erste Berechnung der Abfindung habe ich bekommen, da waren die Ansprüche aus dem nicht genommenen Urlaub gesondert aufgeführt. Bleibt es dabei, dann kommt eine Kürzung/Aussetzung des ALGI auf mich zu.
Bin mal gespannt, wieviel die kürzen.
Schönen Abend an alle und nochmals ein ❤liches Dankeschön.
Ich habe gerade beim ÄD angerufen und gefragt, wann ich das Gutachten abholen kann. Die Dame hat keinerlei Unterlagenvon mir! Sie wird sich drum kümmern und ruft zurück.
Aus welchem Grund hält eine SB solche Unterlagen zurück? Vor allem, wo sind die abgeblieben? Dass ich den Fehlergemacht habe, bei der SB den Umschlag abzugeben, weiß ich. Nur muss der ja irgendwohin geschickt wordensein.
Wie soll mein Vermittler eine Beurteilung bekommen, was mit mir möglich ist? 樂
25.04.2017, 18:44 #15
heute bekam ich einen Anruf von der zuständigen SB. Meine Unterlagen liegen noch verschlossen bei ihr. Es ist üblich, dass ich erst zu ihr muss und dann entschieden wird, ob der Umschlag an den ÄD weitergeleitet wird.
Auch die LTA spielt keine Rolle, wenn VV geschickt werden mit Rechtsbehelfsbelehrung, dann muss ich mich bewerben, dabei spielt es keine Rolle, ob ich noch einen Arbeitgeber habe oder nicht.
Schließlich bekäme ich von dem ja kein Geld mehr. Heute war schon der erste VV ohne Rechtsbelehrung im Briefkasten, genau der Job, den ich nicht mehr machen kann.
Blick da jetzt gar nicht mehr durch.
26.04.2017, 00:04 #16
Du solltest aufhören herum zu telefonieren und wer da zu entscheiden hat welche Leistungsfähigkeit du dem Arbeitsmarkt noch anbieten kannst wäre dann vielleicht mal in Nürnberg anzufragen, die AfA ist verpflichtet dich dem ÄD vorzustellen oder wenigstens ein "Gutachten nach Aktenlage" beim ÄD anzufordern.
Wie will bitte eine SB durch einen verschlossenen Umschlag deine medizinischen Unterlagen beurteilen können, um zu entscheiden welchen Belastungen du gesundheitlich noch ausgesetzt werden darfst.
Das ist eine freche Mischung aus Wahrheit und viel Fantasie aber telefonische Aussagen kannst du natürlich NICHT beweisen ... trotzdem würde ich mal eine Mail- Anfrage machen nach Nürnberg, wie es sein kann, dass deine med. Unterlagen seit der Abgabe am XX noch immer nicht beim ÄD vorliegen (verweise auf deine telefonische Anfrage vom YY).
Und die Arbeitsvermittlung dir mitteilt, dass du ohne Begutachtung alle VV zu akzeptieren hast, auch wenn deine Leistungsfähigkeit und damit die gesundheitliche Zumutbarkeit noch gar nicht vom ÄD geprüft wurde.
Auf deinen AG brauchst du allerdings nicht verweisen, das steht der SB aber auch nicht zu, denn sie weiß schließlich WARUM du dort nicht arbeiten KANNST, weil du für diese Tätigkeit gesundheitlich nicht mehr geeignet bist und das hat sie gefälligst zu beachten, das gehört zu ihren PFLICHTEN ...
Schließlich bekäme ich von dem ja kein Geld mehr.
So ein "kleiner Schelm aber auch", dann sollte ihr ja auch bekannt sein WARUM, zumal sie ja meint deine Leistungsfähigkeit aus einem verschlossenen Umschlag lesen zu können.
Heute war schon der erste VV ohne Rechtsbelehrung im Briefkasten, genau der Job, den ich nicht mehr machen kann.
Kannst du ignorieren und wegheften, ohne RFB ist wertlos für die SB, daraus kann sie keine "Sperre stricken" ... trotzdem sollte man sich solche "Nettigkeiten" immer gut aufbewahren.
Viel mehr würde ich da gar nicht schreiben und eine schriftliche Erklärung dafür verlangen, was du zudem davon halten sollst, dass sie eine von der DRV bereits bewilligte LTA (dem Grunde nach) einfach ignorieren möchte und dir ankündigt dich in den bisherigen Tätigkeitsbereich vermitteln zu wollen, obwohl das als nicht mehr zumutbar erkannt wurde von der DRV.
Diesen VV würde ich dabei nicht gesondert erwähnen, ohne RFB kann sie keine Bewerbung verlangen ...
Deine Telefon-Nummer(n) solltest du löschen lassen bei der AfA, es ist besser und sicherer wenn man dir ALLES schriftlich geben MUSS, die Angabe von Telefonnummern und sonstigen Kontaktdaten ist Freiwillig, hat man sicher auch nur "vergessen" dir mitzuteilen ...
Du musst NUR auf dem Postwege an deiner Meldeanschrift erreichbar sein ...
26.04.2017, 21:34 #17
Ich gehe mal davon aus, dass die mich so schnell wie möglich in einen Kurs stecken will und wenn es nur ein Bewerbungstraining ist.
Den Umschlag fordere ich am Tag des Gesprächs zurück, den muss sie mir aushändigen, oder spricht was dagegen?
Mich würde interessieren, warum sie den Umschlag nicht weiterleitet und warum sie erst nach dem Gespräch entscheidet, ob der überhaupt weitergeleitet wird.
Hier sehe ich eine gute Basis für eine Formulierung, ist so eine Schwäche von mir, dass mir im entsprechenden Moment nix mehr einfällt.
Tele-Nr. werde ich löschen lassen.
Ich davon aus, dass die SB an diesem Tag keine EGV vorliegen hat, da mein Leistungsvermögen noch nicht geklärt ist, korrigiere mich bitte, falls ich falsch liege.
Wie verträgt sich die EGV mit der LTA? Ich kann doch nicht auf zwei Baustellen gleichzeitig sein. Angeblich schließt das eine das andere nicht aus.
Wenn ich den Umschlag wieder in meinen Händen halte, wie funktioniert die Weiterleitung an den ÄD? Die SB muss doch einen Antrag für ein Gutachten stellen, ohne den kann ich nicht einfach Unterlagen dort hin schicken.
Was passiert, wenn ich während des Bezuges von ALG1 krank werde, könnte sein, dass mir noch ein Eingriff bevorsteht. Läuft das weiter? Wenn ich während der Ruhezeit (Resturlaub) erkranke, läuft diese dann weiter, oder greift da Krankengeld?
Sorry für die vielen Fragen, mir schwirrt so vieles durch den Kopf. Hätte nie gedacht,dass ich jemals in diese Situation komme.
LG Zinni
27.04.2017, 01:51 #18
Hat sie das am Telefon gesagt oder steht das in der Einladung ... zur gesundheitlichen Situation hat sie dich weder einzuladen, noch zu "befragen" darüber sprichst du NUR mit Ärzten ...
Nichts spricht dagegen, es sind DEINE Unterlagen und die sollten DIREKT an den ÄD weitergeleitet werden, das möchtest du dann gerne selbst erledigen, da sie es ja offenbar noch nicht geschafft hat.
In der Regel sitzt der ÄD der AfA im gleichen Gebäude und ansonsten sind die SB verpflichtet dir die direkte Anschrift zu geben.
Danach kannst du sie ja gerne direkt im Termin fragen, zudem würde ich überprüfen ob der Umschlag wirklich noch genau so verschlossen ist, wie du ihn abgegeben hast.
WARUM musst du erneut dort erscheinen, warum hat sie nicht am Tag der Abgabe mit dir gesprochen, um entscheiden zu können ob der Umschlag nun zum ÄD geht oder nicht ... zudem hat sie dir doch bereits gesagt, dass sie nicht vor hat den ÄD zu beauftragen oder habe ich da gerade was falsch in Erinnerung ?
Was so "gesagt" wurde hat zwar an sich nicht viel Bedeutung aber da würde ich mit anfangen wenn sie damit begründen will, dass die Unterlagen immer noch bei ihr im Büro sind und nicht dort wo sie eigentlich hingehören.
Kein Problem bedien dich an meinen Formulierungen soviel du willst, da habe ich kein Problem mit.
Auf jeden Fall, es bringt NICHTS wenn man dich am Telefon nur verunsichert, es hat ohnehin keine rechtliche Bedeutung was da gesprochen wird und beweisen kann es auch Niemand wenn es drauf ankommt, was wirklich gesagt wurde.
Die SB hält ja dein Leistungsvermögen bereits für "geklärt", wenn sie dir eine EGV vorlegt steckst du die nach einem kurzen Blick darauf ganz flink in die Tasche und erklärst ihr mit einem Lächeln, dass du die zu Hause erst mal in RUHE prüfen wirst.
Das ist schließlich ein Vertrag und so was unterschreibst du nie ohne gründliche Prüfung ...
Es gibt eigentlich nichts (nach Ansicht der AfA) was eine EGV so leicht ausschließen könnte ... die LTA hat ja noch keine konkrete "Struktur", du weißt ja noch nicht mal welches "Osterei" die DRV da für dich bereit hält ... und eine EGV kann ja (nach Ansicht der AfA) jederzeit geändert und an neue Bedingungen "angepasst" werden ...
Männe bekam damals bei JEDEM Termin (ca. alle 4 Wochen am Anfang, bis wir dann die von der SB abgelehnten Fahrtkosten über Nürnberg eingefordert hatten ) eine neue EGV von seiner SB vorgelegt, es stand immer der selbe Unsinn drin und er hat damals noch "brav" unterschrieben, weil er auch glaubte das müsse so sein.
Sie hat ihm "unter 4 Augen" auch gerne damit gedroht, dass er kein ALGI mehr bekommen wird, wenn er das NICHT unterschreiben will ... dann bin ich bald als Beistand immer mitgefahren und sie ging "ab wie ein Zäpfchen" wenn ich nur das Wort "Anwalt" erwähnt habe ... da fühlte sie sich plötzlich von MIR "bedroht" ...
Nach der Beschwerde in Nürnberg bekam er dann ganz fix die bisherigen Fahrtkosten auf sein Konto überwiesen und die Einladungen (zur Besprechung der beruflichen Situation) wurden angenehm selten.
Das ist doch nicht dein Problem wie sie den Auftrag an den ÄD erteilen kann, das geht durchaus auch OHNE diesen Umschlag, beim ÄD lässt du dir die Abgabe bestätigen und dann werden die sich schon bei deiner SB melden, wenn es nötig ist.
Andere User hier haben das auch schon DIREKT beim ÄD abgegeben und dann nur die Eingangsbestätigung dem SB vorgelegt, hat denen meist nicht "gefallen" (meinten oft sie hätten den Inhalt erst kontrollieren müssen ???) aber letztlich mussten sie das auch so akzeptieren, wenn man gefragt hat welche Berechtigung sie dafür haben medizinische Unterlagen "zu kontrollieren".
Gibt sie den Umschlag nicht freiwillig zurück, solltest du den Teamleiter oder einen anderen Vorgesetzten verlangen, sie hält dich doch für Voll Einsatzfähig, dann darf sie gerne mal mitbekommen wozu du so fähig bist, um deine Rechte durchzusetzen.
Was passiert, wenn ich während des Bezuges von ALG1 krank werde, könnte sein, dass mir noch ein Eingriff bevorsteht. Läuft das weiter?
Du BIST ja bereits krank, deine AU läuft ja ohnehin weiter, schon weil du noch einen AG hast ist das notwendig, sonst fehlst du ja "unentschuldigt" ...
Bei einer akuten Erkrankung / Klinik-Aufenthalt solltest du versuchen, das möglichst "diskret" zu erledigen, je weniger die AfA davon weiß umso besser, sonst stellen die sehr gerne das ALGI ein, weil du ja überhaupt nicht "vermittelbar" bist ...
Zu Hause sollte ja jemand deine Post sichten und dich zur Not informieren können, wenn die AfA was will, dann kannst du immer noch eine Aufenthaltsbescheinigung von der Klinik bekommen als Nachweis darüber wo du gerade bist.
Wenn ich während der Ruhezeit (Resturlaub) erkranke, läuft diese dann weiter, oder greift da Krankengeld?
Du wirst auch während dieser Zeit keinen "normalen" Urlaub haben, deine AU läuft weiter und das Krankengeld ist ausgesteuert, die AfA zahlt nur diese Tage NICHT aus an dich, wegen der Urlaubsabgeltung ... die Versicherung besteht weiter nach meiner Kenntnis ...
Du musst das einreichen, wenn du mal eine Abrechnung zur Urlaubsabgeltung bekommen hast und da müssen auch die Tage drauf stehen.
Der konkrete Betrag ist an sich egal, die AfA sieht das dann als "Doppelzahlung" an, wenn du (theoretisch) Urlaubstage von deinem AG ausgezahlt bekommst und gleichzeitig ALGI für die selben Tage gezahlt wird.
Du wirst dann wohl einen entsprechenden Bescheid dazu von der AfA bekommen und danach sollte normal weitergezahlt werden.
Ich weiß nicht wie ich das besser erklären soll, es entfällt NUR das ALGI als hättest du Urlaub für X Tage ... meine Abgeltung kam erst nach der AfA und dem JC, da hat das Niemanden mehr interessiert.
Letztlich muss dir die AfA beantworten wie das dann laufen wird, im Bezug auf eine Abfindung und eine Urlaubsabgeltung, dazu wird es hier wohl nicht viele Erfahrungen geben.
Du bekommst nach der Aussteuerung überhaupt KEIN Krankengeld mehr, vorerst egal für welche Krankheit, es sei denn du kannst mal wieder versicherungspflichtig arbeiten gehen, ALGI wegen "Nahtlosigkeit" sieht die KK nicht als Nachweis einer Genesung von der ausgesteuerten Krankheit an.
Da sieht die KK das auch ganz anders als die AfA mit der "Nahtlosigkeit" ... für die KK bist du zunächst weiterhin krank (hast nur keinen Anspruch mehr auf Krankengeld) bis du mal wieder eine versicherungspflichtige Tätigkeit aufnimmst.
Kein Problem, lieber einmal zu viel fragen als einmal zu wenig, gemachte Fehler sind meist nur schwer wieder "auszubügeln" ...
Wir hätten damals auch nicht gedacht was uns so für unglaubliche Hürden erwarten wenn wir mal schwer krank werden und einfach nur die Hilfe in Anspruch nehmen möchten, die man uns für diesen Fall immer "vorgegaukelt" hatte.
27.04.2017, 06:58 #19
Also ich wurde und werde mit LTA völlig in Ruhe gelassen, da sieht man mal wieder wie unterschiedlich das gehandhabt wird.....bin aber eh nur ein Verwaltungskunde bei meinem Gutachten weils keine Jobs hier gibt.
27.04.2017, 18:57 #20
Ich gehe davon aus, dass die LTA bei Dir in trocknen Tüchern ist, ich hatte noch nicht mal einen Termin bei dem Rehaberater, bin aber vorgemerkt.
Kannst Du mir sagen, wie so ein Gespräch abläuft, da das Angebot altersabhängig ist, wird es sicher Unterschiede geben. Nur so mal zur Info würde es mich interessieren, da man mir gesagt hat, es wäre noch nicht mal sicher, ob ich eine Maßnahme bekomme.
27.04.2017, 20:20 #21
In der Einladung steht, sie möchte mir mir über meine Stellengesuche und vermittlungsrelevanten Daten sprechen. Der Brief kam heute.
Bei uns ist das so, es gibt eine Zweigstelle der AfA. Wohnortabhängig bin ich da zugeteilt worden. Ich war erst bei der Anmeldedame, die hat sich auf die med. Unterlagen gestürzt, dann zur Antragsabgabe in der Hauptgeschäftsstelle, jetzt muss ich wieder in die Zweigstelle.
Sie hat gesagt, dass sie nach dem Termin entscheidet, ob die Unterlagen an den ÄD weitergeleitet werden.
Das ist schließlich ein Vertrag und so was unterschreibst du nie ohne gründliche Prüfung .
Über EGV´s habe ich hier so einiges gelesen, unglaublich, wozu man dadurch verpflichtet wird. Das gute Stück nehm ich jedenfalls erst mal mit.
Da ich jetzt weiß, wo der ÄD ist, werde ich die Unterlagen abgeben, so oder so, ich lasse micht nicht darauf ein, dass die den selbst schickt, wer weiß, ob die das wirklich macht. Erzählen kann sie mir viel.
Wird schwer, da es sich um eine Wirbelsäulenversteifung handelt.
Ich bin 30 Tage weiter versichert, danach muss ich mich familienversichern. So weit bin ich von meiner Kasse informiert worden. Es sind noch 43 Tage Resturlaub, ob sich weiter Urlaub angesammelt hat bis zur Aussteuerung, weiß ich nicht, falls ja, dann sind es 50 Tage. Der Anspruch auf ALG1 verlängert sich durch die Ruhezeit.
28.04.2017, 06:52 #22
Die Gespräche waren sehr locker, sie fragten mich was ich mir vorstellte und ich wollte ne Umschulung haben, musste dann zu nem örtlichen Träger gehen und dort paar Tage Tests machen, erst wollte ich den FaSI machen (Fachinformatiker) , wurde mir aber eher dort abgeraten und mit dem Reden der dortigen Umschüler bin ich auch zu dem Entschluß gekommen dass das nix für meine körperliche Leiden ist, dann entschied ich mich um zum Bürokaufmann Gesundheitswesen, durfte dann paar tage zu einem BFW Tests machen die auch sehr erfolgreich waren , aber da liess mich dann mein psychisches Leiden im Stich, bei der nächsten Reha wurde dann beschlossen dass eine Umschulung aufgrunddessen nicht mehr in Frage kommt.Mit dem Entschluß bin ich auch einverstanden, ich bin Schmerzpatient und daher psychisch auch angeschlagen. Nun ist das ganze mal ruhend gestellt und weiss nicht was ich machen soll, werde aber in der nächsten Reha (gehe alle 2 jahre) mal die EM Rente spruchreif machen, mit meinem derzeitigen Gutachten gibts hier bei uns keine leidensgerechte Stellen, bzw müsste der Job erst noch erfunden werden, bin körperlich und psychisch derzeit nicht belastbar.
Komme aber ansonsten recht gut für meine Verhältnisse durch den Alltag.
04.06.2017, 08:00 #23
Hier kommt eine Zusammenfassung aller Ereignisse, es ist sehr verwirrend und ich weiß mit der Situation mal wieder nicht umzugehen:
Ich war bei der AfA, das Gespräch lief gut, die SB sagte mir, sie würde die Unterlagen an den ÄD weiterleiten. Ebenso wird sie nach dem Gespräch eine Empfehlung betreffend die Gleichstellung weitergeben.
Sie fragte mich, ob ich die Gleichstellung sofort haben möchte, die andere Möglichkeit wäre, sobald ich einen Arbeitgeber habe, bekomme ich sie dann relativ schnell. Ich wollte sofort gleichgestellt werden.
Nach ein paar Tagen kam auch schon der Termin für die Untersuchung. Relativ entspannt ging ich hin, ich musste mich nicht ausziehen, nur kurz hinlegen für das durchbewegen der Gelenke.
Der Arzt sprach keine zehn Sätze mit mir, es gab eine kleine Diskussion wegen des Rehaberichts, die lesen sich immer so toll. Krank hin, vollkommen geheilt zurück.
Das wars dann schon. Noch ein kurzer Hinweis an mich, mir stünde Teil A nicht zu.
Letzte Woche bekam ich einen Anruf von der SB der AfA, laut Gutachten weniger als drei Stunden auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt einsetzbar. Für länger als 6 Monate, aber nicht auf Dauer.
Ich muss eine Reha beantragen, wird diese abgelehnt, erfolgt eine Umwandlung in einen EU-Rentenantrag. Zur Reha war ich in diesem Jahr schon.
Als ich nun Teil B des Gutachtens bekam, war ich sprachlos. Der Arzt hat folgendes geschrieben:
Auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt besteht länger als sechs Monate ein unter dreistündigen Leistungsvermögen. Med. Reha Maßnahmen stehen im Vordergrund.
Psych. Belastbarkeit für eine Tätigkeit in vielfältigen Arbeitsbereichen besteht nicht.
Angekreuzt hat er, daß ist der Oberknaller!!! : Sozialpsychiatrischer Dienst.
Erläuterung: bis zum Beginn einer fachärztlichen Behandlung wird die Betreuung durch den SPDI empfohlen.
Nur mal so am Rande, bei mir stehen Probleme am Skelett im Vordergrund, nix mit Psyche.
Auch die Gleichstellung wurde wegen des Gutachtens abgelehnt.
Muss ich jetzt befürchten, dass mich jemand zum Psychologen beordert? Was bedeutet: " bis zum Beginn einer fachärztlichen Behandlung"?
Mit der DRV wurde ein Eingliederungszuschuss besprochen und ich wurde für eine Integrationsmaßnahme vorgemerkt.
Ich habe Bedenken, dass man mich auf die Psychoschiene abschiebt. Was kann schlimmstenfalls auf mich zukommen?
04.06.2017, 08:32 #24
Lass mal den Teil A von Deinem Arzt anfordern.
04.06.2017, 15:52 #25
ich will in den sehr kompetenten Ausführungen von Doppeloma jetzt nicht eingreifen, denn eine bessere Erläuterung meinerseits wäre eh nicht möglich.
Allerdings zu deinen Ausführungen zum äD-Gutachten möchte ich mal anmerken, daß ich dieses Spiel bei vielen Ärzten bereits mitgemacht habe und da dürfte mir Doppeloma sicherlich recht geben.
Noch ein kurzer Hinweis an mich, mir stünde Teil A nicht zu.
Das ist Unsinn. Dir stehen sowohl der Teil A als auch der Teil B der ärztlichen Begutachtung zu. Einziger Grund zur Verweigerung wäre ein schweres psychiatrisches Leiden und selbst da wäre es rechtlich sehr fraglich.
Auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt besteht länger als sechs Monate ein unter dreistündigen Leistungsvermögen.
Na nicht schlecht, jetzt bekommst du dein ALG-I nach § 145 SGB III und bist auf dem Arbeitsmarkt überhaupt nicht mehr vermittelbar.
Dies bedeutet im Endeffekt, daß dich der SB nach Bekanntgabe der ärztlichen Begutachtung schriftlich dazu aufzufordern hat, binnen 1 Monat einen Antrag auf EMR bei der DRV zu stellen.
Das dürfte ja Anhand deiner geplanten LTA wohl mehr als Blödsinn sein, denn du willst doch sicherlich noch etwas arbeiten gehen und keine Rente beziehen, oder. Da glaube ich mal weniger das die DRV da mitspielen wird, denn die haben sich ja bereits ihre Meinung gebildet und sehen dich noch Arbeitsfähig, deshalb ja die LTA. Nicht zu vergessen, die sahen dich vor dem Vergleich noch nicht mal so Krank bzw. Leistungsunfähig überhaupt was zu leisten (Teil-EMR etc.).
Ist doch wenig neues.
Na wenn wundert sowas.
Ich z.B. habe das ja auch immer wieder erlebt, daß angebliche Experten meine kaputten Knochen und die damit einher gehenden starken Schmerzen all zu gerne auf die Psyche abschieben wollten. Nur zum Verständnis, damals fing es bei mir mit Lähmungserscheinungen im Bein an (Ischias), was sich dann nach LWS-Problemen (Ostechondrose etc.) nunmehr zu b.d.s kaputten Hüftgelenken und gleichfalls b.d.s defekten Schultergelenken aus weitete, von anderen mal ganz abgesehen.
Komisch nur, nachdem ich endlich einen kompetenten Schmerztherapeuten gefunden hatte (seine erste Untersuchung dauerte damals sage und schreibe fast 4 Std.) und von diesem dann umgehend in einer stationären Behandlung (10 Tage) mit vernünftigem Medikament (BTM Morphine) eingestellt wurde, konnte ich sogar meine alte Arbeit wenn auch nur noch halbtags wieder nachgehen.
Wir wollen hier mal festhalten, mein äD-Gutachter und auch die anderen Ärzte vorher insbesondere der MdK kamen bereits nach 30 minütiger Untersuchung wie bei dir - die Gelenke ein bischen bewegen - zu ihrem Ergebnis - überwiegend Psyche, punkt aus -.
Nur der einzige Witz dabei ist, sowohl während der ABE (Arbeitsbelastungserprobung) bei der DRV als auch im BTW kamen die dortigen Psychologen im Rahmen ihrer Untersuchung zu dem Ergebnis das alles i.O. ist und gaben sogar einer mehrjährigen höheren Fortbildung ihr o.k. . Man sieht, wie Ärzte die keine Ahnung haben agieren, vor allem der MdK und die äD-Gutachter.
Leider kannst du nichts gegen dieses Gutachten rechtlich unternehmen. Hier bliebe dir allenfalls eine Gegendarstellung deinerseits für die Akten, sonst leider nichts.
Die ärztlichen Unterlagen der DRV z.B. kannst du da ja jederzeit anfordern bzw. vor Ort einsehen. Genauso das Gerichtsgutachten aus dem vergelich welches deinem Anwalt vorliegen sollte. Schau mal hier, deine Rechte dazu : https://www.datenschutzzentrum.de/me...dsrdpat2.htm#7
Ich gehe mal davon aus, daß sich Doppeloma dazu noch ausführlich melden wird.
Geändert von saurbier (04.06.2017 um 16:09 Uhr)

References: § 2
 § 145
 § 140
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 § 136
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