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Timestamp: 2017-11-21 08:17:12+00:00

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13.122 Vertragsmuster Landpachtvertrag - Kirchenrecht Online-Nachschlagewerk
13.122 Vertragsmuster Landpachtvertrag
§ 1 Begründung des Pachtverhältnisses
§ 2 Zusätzliche Vereinbarungen
Verpachtungsbedingungen Anlage zum Landpachtvertrag (§ 1)
§ 5 Lasten und Abgaben
§ 8 Bewirtschaftung und Unterhaltung der Pachtgrundstücke
§ 11 Einwirkungen und Verbesserungen durch die Verpächterin
§ 16 Tod des Pächters
§ 21 Sammelpachtvertrag
§ 22 Ausfertigung und Kosten des Vertrages
§ 23 Nebenabreden
Hinweise zum Landpachtvertrag
Beschreibung der kircheneigenen Flächen und Ermittlung des Pachtzinses
Übersicht über die (gesetzlichen) Fristen bei Landpachtverträgen nach dem Gesetz zur Neuordnung des landwirtschaftlichen Pachtrechts vom 8. November 1985
Zwischen der Ev.-ref. Kirchengemeinde ____________________, – vertreten durch den Kirchenrat – nachfolgend „Verpächterin“ genannt
in ____________________ nachfolgend „Pächter“ genannt, wird folgender Pachtvertrag geschlossen:
Begründung des Pachtverhältnisses
1 Die Verpächterin verpachtet das/die auf der Seite 2 beschriebene(n) Grundstück(e) unter Zugrundelegung dieser Angaben an den/die Pächter zur eigenen landwirtschaftlichen Nutzung. 2 Die beigefügten Verpachtungsbedingungen (Anlage 1) sind Bestandteil dieses Landpachtvertrages.
Zusätzlich vereinbaren die Vertragsparteien:
Der (Die) Pächter:
Die Verpächterin:
(Vors. des Kirchenrates)
(Kirchenälteste[r])
Dieser Vertrag wird genehmigt:
Stand: 05. 05. 1999
Verpachtungsbedingungen
Anlage zum Landpachtvertrag (§ 1)
( 1 ) Mitverpachtet sind die auf den verpachteten Grundstücken befindlichen Anlagen (z. B. Einfriedigungen, Weidetore, Weidetränken), soweit sie der Verpächterin gehören, die aufstehenden Bäume, Sträucher, Hecken, Feldgehölze sowie die mit dem Eigentum an den verpachteten Grundstücken verbundenen Nutzungsrechte, die der Bewirtschaftung dieser Grundstücke dienen.
( 2 ) Ausgenommen von der Verpachtung sind das Jagdrecht und das Fischereirecht sowie das Recht auf Gewinnung von Bruchsteinen, Kalk, Gips, Ton, Lehm, Sand, Mergel, Kies und anderen Bodenbestandteilen.
( 1 ) Die Pachtzeit und das Pachtjahr ergeben sich aus der Seite 2 des Landpachtvertrages.
( 2 ) Das Pachtverhältnis kann durch schriftliche Vereinbarung der Vertragsparteien vorzeitig beendet werden.
1 Die Pachtgrundstücke gelten bei Pachtbeginn als übergeben. 2 Die Vertragsparteien verzichten auf eine Beschreibung der Pachtgrundstücke bei Beginn und bei Beendigung des Pachtverhältnisses. 3 Der Pächter kann eine Einweisung an Ort und Stelle nur verlangen, wenn er das bei Pachtbeginn unverzüglich beantragt hat.
( 1 ) Der Pachtzins ergibt sich aus der Seite 2 des Landpachtvertrages.
( 2 ) Der Pachtzins ist ohne Kosten für die Verpächterin auf das von ihr benannte Konto mit Angabe des Verwendungszweckes zu entrichten.
( 3 ) 1 Der Pächter trägt die Mahnkosten und leistet bei Verzug Schadenersatz in Höhe von 2 % über dem jeweiligen Diskontsatz der Deutschen Bundesbank auf den rückständigen Pachtzins. 2 Die Geltendmachung eines weiteren Verzugschadens durch die Verpächterin bleibt unberührt.
( 4 ) 1 Der Pächter kann gegen die Pachtzinsforderung nur mit solchen Forderungen aufrechnen, die die Verpächterin schriftlich anerkannt hat oder für die der Pächter einen mindestens vorläufig vollstreckbaren Titel hat. 2 Entsprechendes gilt für ein Zurückbehaltungsrecht des Pächters.
( 5 ) Ändern sich die wirtschaftlichen oder geldlichen Verhältnisse allgemein in dem Maße, dass der vereinbarte Pachtzins für die Verpächterin oder den Pächter nicht mehr angemessen ist, so kann jede Vertragspartei verlangen, dass der dann angemessene Pachtzins festgesetzt wird.
( 1 ) 1 Die Verpächterin trägt alle öffentlichen Lasten und Abgaben, die auf den Pachtgrundstücken ruhen oder ihnen künftig auferlegt werden. 2 Hierzu hat der Pächter einen sich aus der Seite 2 des Landpachtvertrages ergebenden Lastenbeitrag zu entrichten.1#
( 2 ) Der Pächter trägt die Beiträge zur landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft sowie die sonstigen mit dem landwirtschaftlichen Betrieb zusammenhängenden Lasten und leistet etwaige Hand- und Spanndienste.
( 3 ) Erhöht oder ermäßigt sich während der Pachtzeit der Gesamtbetrag der bei Pachtbeginn auf den Pachtgrundstücken ruhenden Abgaben und Lasten gemäß Absatz 1 um mehr als 10 %, so können die Vertragsparteien eine angemessene Änderung des Lastenbeitrages verlangen.
( 1 ) 1 Die Verpächterin überlässt die Pachtgrundstücke dem Pächter in dem Zustand, in dem sie sich zur Zeit des Vertragsabschlusses befinden. 2 Die Grenzen der Grundstücke werden als bekannt vorausgesetzt. 3 Eine Gewähr für die angegebene Größe, für eine bestimmte Güte und Beschaffenheit und für die Ertragsfähigkeit der Pachtgrundstücke wird von der Verpächterin nicht übernommen.
( 2 ) 1 Zeigt sich im Laufe der Pachtzeit ein Mangel oder wird eine Vorkehrung gegen eine nicht vorhergesehene Gefahr erforderlich, so hat der Pächter dies der Verpächterin unverzüglich anzuzeigen. 2 Das gleiche gilt, wenn sich ein Dritter Rechte anmaßt. 3 Unterlässt der Pächter die Anzeige, so ist er zum Ersatz des daraus entstandenen Schadens verpflichtet.
( 3 ) 1 Der Pächter trägt alle mit der Bewirtschaftung verbundenen Gefahren. 2 Soweit nicht die Voraussetzungen des § 593 BGB vorliegen, verzichtet er auf jeden Pachtnachlass, insbesondere wegen etwaigen Uferabbruchs, wegen Verschlechterung des Bestandes oder Nutzungsstörung durch Naturereignisse (z. B. Hochwasser oder Seuchen) oder durch Manöverschäden.
( 4 ) 1 Grunddienstbarkeiten und beschränkt persönliche Dienstbarkeiten, mit denen die Pachtgrundstücke belastet sind, muss der Pächter dulden. 2 Gleiches gilt auch für nicht im Grundbuch eingetragene Wegerechte. 3 Die mit Leitungsrechten verbundenen Verpflichtungen sind vom Pächter zu übernehmen, wobei unerheblich ist, ob die Leitungsrechte im Grundbuch eingetragen sind oder nicht. 4 Die Verpächterin unterrichtet den Pächter über Leitungsrechte. 5 Beschädigt der Pächter die Leitungen, so stellt er die Verpächterin von Schadenersatzansprüchen frei.
( 5 ) Der Absatz 4 gilt auch für künftig einzutragende Grunddienstbarkeiten und/oder Leitungs- und Wegerechte und sonstige Dritten einzuräumenden Grundstücksbelastungen durch die Verpächterin.
( 1 ) 1 Der Pächter darf die landwirtschaftliche Bestimmung bzw. Nutzungsart der Pachtgrundstücke nicht ändern (vgl. Seite 2, Spalte 6, des Landpachtvertrages). 2 Ausnahmen bedürfen der Zustimmung der Verpächterin gemäß Abs. 2. 3 Bei Zuwiderhandlungen hat der Pächter für mögliche Schadenersatzansprüche einzustehen.
( 2 ) 1 Der Pächter darf nur mit vorheriger schriftlicher Zustimmung der Verpächterin die bisherige Nutzung der Pachtgrundstücke ändern (z. B. Umbruch von Grünland in Acker, Umwandlung von Ackerland in Grünland, Umbruch von Grünland mit dem Ziel der Neuansaat, Anpflanzung von Bäumen). 2 Humusboden darf nicht entfernt werden.
( 3 ) Der Pächter darf Gebäude und Baulichkeiten nur aufgrund vorheriger besonderer schriftlicher Vereinbarung und mit vorheriger kirchenaufsichtlicher Genehmigung errichten.
( 1 ) 1 Der Pächter ist verpflichtet, die Pachtgrundstücke ordnungsgemäß, fachgemäß und pfleglich zu bewirtschaften. 2 Dabei hat er dem Umweltschutz in angemessener Weise Rechnung zu tragen, insbesondere auf Bodengesundheit, Gewässer- und Artenschutz zu achten. 3 Er hat sich über die Boden-, Natur- und Landschaftsschutzvorschriften zu informieren und sie bei der Bewirtschaftung der Pachtgrundstücke einzuhalten. 4 Dünge- und chemische Pflanzenbehandlungsmittel dürfen nur in umweltverträglichem Umfang und unter Beachtung der staatlichen Vorschriften verwendet werden.
( 2 ) 1 Fäkal- und Klärschlämme sowie Fäkalien, Abwässer, Kompost und sonstige Rückstände jeder Art aus Abwasser-, Entsorgungs- und Kompostierungsanlagen dürfen auf die Pachtgrundstücke nicht aufgebracht werden. 2 Das Verbot gilt unabhängig davon, ob nach den derzeitigen Grenzwerten eine Aufbringung nach der Klärschlammverordnung oder vergleichbaren Regelungen zulässig ist. 3 Der Pächter haftet für alle aus einer Zuwiderhandlung gegen diese Bestimmungen resultierenden Schäden, auch über die Geltungsdauer dieses Pachtvertrages hinaus.
( 3 ) 1 Gentechnisch verändertes Pflanzgut darf auf die Pachtgrundstücke nicht aufgebracht werden. 2 Satz 3 des vorstehenden Absatzes 2 ist entsprechend anzuwenden.
( 4 ) 1 Der Pächter hat sich jeden Raubbaues zu enthalten. 2 Er hat die Pflicht, eine unberechtigte Nutzung der Pachtgrundstücke durch Dritte zu verhindern.
( 5 ) Der Pächter ist verpflichtet, auf eigene Kosten die gewöhnlichen Ausbesserungen der Pachtgrundstücke durchzuführen, insbesondere
für die Erhaltung der Grenzen und Grenzsteine sowie der Ufer von Gewässern zu sorgen, die Einfriedigungen, Weidetore, Weidetränken und sonstigen Anlagen gemäß § 1 Absatz 1 instandzuhalten und, soweit erforderlich, zu ersetzen;
die vorhandenen und etwa während der Pachtzeit angelegten Wege, Abzugs-, Bewässerungs-, Entwässerungs- und Schutzgräben einschließlich der dazugehörigen Stege, Brücken und Durchlässe sowie Dränagen zu unterhalten und zu reinigen, ferner Gräben und Grüppen, die sich während der Pachtzeit als notwendig erweisen, anzulegen;
die Bäume, Sträucher, Hecken und sonstigen Anpflanzungen zu pflegen und abgängige durch Anpflanzungen gleicher Sorte zu ersetzen, so dass dieselbe Anzahl, die bei Pachtbeginn vom Pächter übernommen worden ist, bei Pachtende in guter Beschaffenheit an die Verpächterin zurückgegeben wird;
etwaige Gebäude zu unterhalten.
( 6 ) Auf gedränten Grundstücken dürfen Gärfuttersilos und -mieten nicht angelegt werden.
( 7 ) Der Pächter hat die Vorschriften zum Schutz der Sonn- und Feiertage einzuhalten.
( 1 ) Der Pächter darf nur mit vorheriger schriftlicher Zustimmung der Verpächterin Erklärungen abgeben, Anträge stellen und/oder Handlungen vornehmen, die zu Beschränkungen der sich auf die Pachtgrundstücke beziehenden Produktions- und Lieferberechtigungen (z. B. Referenzmengen nach der Milch-Garantiemengenverordnung, Zuckerrübenlieferrechte, Grünbracheprogramme, Flächenstilllegungen u. ä.) führen können.
( 2 ) Der Pächter ist nicht berechtigt, ohne vorherige schriftliche Zustimmung der Verpächterin Produktions- und Lieferberechtigungen im Sinne des Absatzes 1 auf einen Dritten zu übertragen oder diesem zur Nutzung zu überlassen (z. B. durch Pacht- bzw. Leasing-Verträge).
( 3 ) Im Falle eines Verstoßes gegen die Bestimmungen der Absätze 1 und 2 haftet der Pächter für alle dem Verpächter entstehende Schäden.
( 1 ) 1 Der Pächter darf bei den Pachtgrundstücken Verbesserungen nur mit vorheriger schriftlicher Zustimmung der Verpächterin vornehmen. 2 Auflagen der Verpächterin und der zuständigen öffentlichen Stellen sind vom Pächter zu berücksichtigen.
( 2 ) Der Pächter hat gegen die Verpächterin bei Beendigung des Pachtverhältnisses einen Anspruch auf Erstattung der Verwendungen gemäß Absatz 1 nur, soweit die Verwendungen den Wert der Pachtgrundstücke über die Pachtzeit hinaus erhöhen (Mehrwert) und wenn die Erstattung vor Durchführung der Maßnahmen schriftlich vereinbart worden ist.
( 1 ) 1 Der Pächter hat Einwirkungen der Verpächterin auf die Pachtgrundstücke zu dulden, die zu ihrer Erhaltung erforderlich sind. 2 Die Verpächterin hat den Pächter soweit möglich vor Durchführung der Maßnahmen auf diese hinzuweisen.
( 2 ) 1 Der Pächter hat sonstige Maßnahmen der Verpächterin zur Verbesserung der Pachtgrundstücke zu dulden, es sei denn, dass die Maßnahmen für ihn eine Härte bedeuten würden, die auch unter Würdigung der berechtigten Interessen der Verpächterin nicht zu rechtfertigen ist. 2 Vor Durchführung der Maßnahmen hat die Verpächterin den Pächter schriftlich zu unterrichten.
( 3 ) Soweit der Pächter infolge von Maßnahmen nach Absatz 2 Satz 1 höhere Erträge erzielt oder bei ordnungsmäßiger Bewirtschaftung erzielen könnte, kann die Verpächterin verlangen, dass der Pächter in eine angemessene Erhöhung des Pachtzinses einwilligt, es sei denn, dass der Pächter vor Durchführung der Maßnahmen der Verpächterin erklärt hat, dass ihm eine Erhöhung des Pachtzinses nach den Verhältnissen seines Betriebes nicht zugemutet werden könne.
( 1 ) 1 Pflanzt der Pächter Obstbäume auf den Pachtgrundstücken, so gehen diese mit dem Einpflanzen in das Eigentum der Verpächterin ohne Gegenleistung über. 2 Die Verpächterin kann jedoch ihre Entfernung auf Kosten des Pächters verlangen, wenn sie der Anpflanzung nicht schriftlich zugestimmt hat.
( 2 ) 1 Das Nutzungsrecht des Pächters an den Obstbäumen beschränkt sich auf die Aberntung der Früchte. 2 Ist ein Obstbaum abgängig oder wird er durch Naturereignisse vernichtet, so hat der Pächter der Verpächterin dies mitzuteilen und den Baum zu beseitigen.
( 3 ) 1 Dem Pächter obliegt die Unterhaltung der Obstbäume und Obststräucher unter Beachtung der für den Obstbau geltenden Erfahrungen. 2 Wegen der Pflanzenbehandlungsmittel gilt § 8 Absatz 1.
1 Der Pächter hat gegen die Verpächterin keinen Anspruch auf Ersatz von Wild- oder Jagdschäden und ist dieserhalb auch nicht zu einer Minderung des Pachtzinses berechtigt. 2 Ansprüche gegen Dritte bleiben unberührt.
( 1 ) 1 Der Pächter ist ohne vorherige schriftliche Zustimmung der Verpächterin nicht berechtigt, die Nutzung der Pachtgrundstücke einem anderen zu überlassen, insbesondere die Grundstücke unterzuverpachten, oder die Pachtgrundstücke ganz oder teilweise einem landwirtschaftlichen Zusammenschluss zum Zwecke der gemeinsamen Nutzung zu überlassen. 2 Dies gilt im besonderen auch für eine ganz oder teilweise nicht landwirtschaftliche Nutzung und/oder Verwertung.
( 2 ) Überlässt der Pächter die Nutzung einem anderen, so hat er ein dem anderen bei der Nutzung zur Last fallendes Verschulden zu vertreten, auch wenn die Verpächterin der Überlassung zugestimmt hat.
( 1 ) 1 Stirbt der Pächter, so treten seine Erben in die Rechte und Pflichten des Pachtverhältnisses ein. 2 Beide Vertragsparteien sind jedoch berechtigt, das Pachtverhältnis mit einer Frist von 6 Monaten zum Ende des laufenden Pachtjahres zu kündigen.
( 2 ) Die Erben können der Kündigung der Verpächterin nur widersprechen, wenn die ordnungsmäßige Bewirtschaftung der Pachtgrundstücke durch sie gewährleistet erscheint.
( 1 ) Die Verpächterin kann das Pachtverhältnis außer aus den gesetzlich festgelegten Gründen fristlos und ohne dass dadurch der Pächter einen Ersatzanspruch erhält, kündigen, wenn
der Pächter mit der Entrichtung des Pachtzinses oder eines nicht unerheblichen Teiles des Pachtzinses länger als 3 Monate nach Fälligkeit in Verzug ist,
der Pächter ohne vorherige schriftliche Zustimmung der Verpächterin eine Unterverpachtung vornimmt, die Nutzung der Pachtgrundstücke oder eines Teiles der Pachtgrundstücke einem anderen oder einem landwirtschaftlichen Zusammenschluss überlässt, ausgenommen im Fall einer Betriebsübergabe im Wege der vorweggenommenen Erbfolge, oder fremde Tiere weiden lässt,
über das Vermögen des Pächters das Vergleichs- oder Konkursverfahren eröffnet oder die Eröffnung mangels Masse abgelehnt oder sein eigenes Anwesen im Zwangsversteigerungs- und Zwangsverwaltungsverfahren beschlagnahmt wird.
( 2 ) Jede Vertragspartei kann außerdem das Pachtverhältnis fristlos kündigen, wenn durch das Verhalten der anderen Vertragspartei das gegenseitige Vertrauensverhältnis so nachhaltig zerrüttet ist, dass der kündigenden Partei die Fortsetzung des Pachtverhältnisses nicht mehr zugemutet werden kann.
( 4 ) Die Verpächterin kann das Pachtverhältnis ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist zum Ende eines Pachtjahres kündigen, wenn der Pächter die Eigenbewirtschaftung aufgibt, eigene Grundstücke verpachtet oder sein Betriebsgrundstück veräußert oder einem Dritten übergibt, ausgenommen im Fall einer Betriebsübergabe im Wege der vorweggenommenen Erbfolge.
( 5 ) Die Verpächterin kann das Pachtverhältnis ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist zum Ende eines Pachtjahres kündigen, wenn und soweit die Pachtgrundstücke oder Teile derselben zur Bebauung, für Zwecke des Gemeinbedarfs (hierzu zählen auch Freiwillige Landtauschverfahren, BZ- und Flurbereinigungsverfahren) benötigt oder veräußert werden sollen.
( 7 ) § 2 Absatz 2 bleibt unberührt.
( 1 ) Die Ersatzansprüche der Verpächterin wegen Veränderungen oder Verschlechterungen der Pachtgrundstücke sowie etwaige Ansprüche des Pächters auf Ersatz von Aufwendungen sowie auf Gestattung der Wegnahme einer Einrichtung verjähren in 6 Monaten.
( 2 ) 1 Die Verjährung der Ersatzansprüche der Verpächterin beginnt mit dem Zeitpunkt, in dem sie das Grundstück zurückerhält. 2 Die Verjährung der Ansprüche des Pächters beginnt mit der Beendigung des Pachtverhältnisses.
( 1 ) In den Fällen des § 4 Absatz 5, § 8 Absatz 1 und Absatz 2, § 10 Absatz 2, § 11, § 17 Absatz 1a und ggf. weiteren von den Vertragsparteien schriftlich vereinbarten Fällen entscheidet bei Meinungsverschiedenheiten ein von beiden Vertragsparteien bestellter, von der örtlich zuständigen Landwirtschaftskammer anerkannter landwirtschaftlicher Sachverständiger als Schiedsgutachter gemäß § 317 Absatz 1 BGB nach billigem Ermessen.
( 1 ) Der Pächter ist verpflichtet, die Pachtgrundstücke bei Beendigung des Pachtverhältnisses (Zeitablauf, vorzeitige vertragliche Beendigung, Kündigung usw.) in dem Zustand zurückzugeben (bei Ackerflächen nach Aberntung der Früchte, spätestens jedoch am 10. September, bei Grünland nach dem letzten Grasschnitt und bei Weideland nach Aufstallung der Tiere, spätestens jedoch am 10. November), der einer bis zur Rückgabe fortgesetzten ordnungsmäßigen Bewirtschaftung und Unterhaltung entspricht.
( 2 ) 1 Der Pächter hat Produktions- und Lieferberechtigungen (z. B. Referenzmengen nach der Milch-Garantiemengen-Verordnung, Zuckerrübenlieferrechte) bei Beendigung des Pachtverhältnisses auf die Verpächterin oder auf Verlangen der Verpächterin auf den neuen Pächter zu übertragen, soweit es gesetzliche Regelungen zulassen. 2 Insoweit hat der Pächter bei einer Auskunftserteilung durch die jeweilige Stelle (z. B. Landwirtschaftskammer, Landwirtschaftsamt, Zuckerfabrik) mitzuwirken.
( 3 ) Sofern der Pächter die Pachtgrundstücke oder Teile derselben aufgrund behördlicher Anordnung einer freiwilligen Vereinbarung oder sonst nach einem Flächenstilllegungsprogramm stilllegt, hat er diese Flächen vor Rückgabe auf seine Kosten nach einer entsprechenden Vorbehandlung in einem gepflügten Zustand zurückzunehmen, sofern die Verpächterin dies verlangt.
Sammelpachtvertrag
Bei einem Sammelpachtvertrag beziehen sich die gegenseitigen Rechte und Pflichten zwischen der Verpächterin und dem einzelnen Pächter auf die an den einzelnen Pächter verpachtete Fläche.
( 1 ) 1 Dieser Vertrag wird mehrfach ausgefertigt. 2 Je eine Ausfertigung bzw. beglaubigte Abschrift erhalten die Verpächterin, der Pächter, das Moderamen der Synode oder der Synodalrat und die Untere Landwirtschaftsbehörde, soweit nicht durch Rechtsvorschriften eine Ausnahme von der Anzeigepflicht festgelegt worden ist.
( 2 ) Die mit dem Abschluss des Landpachtvertrages etwa verbundenen Kosten sowie Gebühren für behördliche Genehmigungen und Bescheinigungen (z. B. Milch-Referenzmengen und Übergabebescheinigungen) trägt der Pächter.
( 2 ) Dem Pächter ist bekannt, dass es sich bei der Bestimmung des § 20 Absatz 2 um eine abweichende Vereinbarung im Sinne der fraglichen Bestimmung der Milch-Garantiemengen-Verordnung handelt.
1 Dieser Pachtvertrag und jede Änderung dieses Vertrages bedürfen zu ihrer Rechtswirksamkeit der Genehmigung durch das Moderamen der Synode oder den Synodalrat. 2 Der Pächter bleibt bis zur Entscheidung an sein Angebot gebunden.
Zu Seite 2, Spalte 6, des Landpachtvertrages:
Die Angabe der Nutzungsart in der Spalte 6 (z. B. Weideland oder Ackerland) ist in Verbindung mit dem § 1 des Landpachtvertrages sowie der nachstehenden §§ der Verpachtungsbedingungen (Anlage 1) äußerst bedeutsam: § 7 Abs. 1, § 9 und § 20 Abs. 1.
Soweit eine Milchquote vorhanden ist, sollte als Text für eine zusätzliche Vereinbarung gemäß § 2 des Landpachtvertrages der nachstehende Wortlaut eingesetzt werden:
„Der Pächter hat für die übernommene Milchreferenzmenge jährlich zusätzlich zum Pachtzins und zum Lastenbeitrag eine Entschädigung in Höhe von 15 % des für das vorangegangene Jahr errechneten mittleren Milchanlieferungspreises je kg Milchreferenzmenge mit der Pacht an die Verpächterin zu zahlen. Bindend für die Berechnungen sind die Angaben der Molkerei.“
„Der Pächter hat für die übernommene Milchreferenzmenge zusätzlich zum Pachtzins und zum Lastenbeitrag eine Vergütung in Höhe von 0,10 DM/kg Milchreferenzmenge mit der Pacht an die Verpächterin zu zahlen.“
Die anliegende Beschreibung der kircheneigenen Flächen und Ermittlung des Pachtzinses
sollte bei Pachtvertragsabschluss ausgefüllt zu den Verpachtungsakten abgeheftet werden.
Synodalverband:
Katasterbezeichnung der Fläche:
Größe: (ha)
Nutzungsart (siehe auch S. 2 des Landpachtvertrages):
Angaben zur Reichsbodenschätzung:
Kartenausschnitt oder Skizze
Beschreibung der Pachtfläche
Bei der örtlichen Begehung der Fläche wurde folgendes festgestellt (z. B. allgemeine Zustandsbeschreibung, Zustand der Gräben und Grüppen, augenscheinlicher Bewirtschaftungszustand usw.):
Mögliche Sonderpunkte (nicht vollständig):
Bäume, Büsche, Hecken, Vorfluter, Gräben, Grüppen, Dränagen, Viehtränken, Zäune, Grenzzeichen, Senken oder Hügel, Bauten oder Baulichkeiten, Straßenanschluss, Tiefpflug, Verunkrautung, E-Masten, unterirdische Leitungen, Schattenstreifen von benachbarten Bäumen, Büschen, Hecken.
Ersatzansprüche des Verpächters / Ansprüche des Pächters
Änderung des Landpachtvertrages einschließlich Pachtzins
Kündigung eines Landpachtvertrages durch den Verpächter im Zusammenhang mit der Übergabe eines Betriebes im Wege der vorweggenommenen Erbfolge
Beendigung eines Landpachtvertrages auf bestimmte Zeit – Fortsetzung auf Anfrage
§ 594 BGB
Kündigung eines Landpachtvertrages auf unbestimmte Zeit
§ 594a Abs. 1 BGB
Gesetzliche Kündigungsfrist für Landpachtverträge
§ 594a Abs. 2 BGB
Kündigung eines Landpachtvertrages bei über 30 Jahre Vertragsdauer hinaus
§ 594b BGB
Kündigung eines Landpachtvertrages durch den Pächter bei dessen Berufsunfähigkeit
Kündigung eines Landpachtvertrages beim Tod des Pächters
§ 594d Abs. 1 BGB
Fortsetzung eines Landpachtvertrages beim Tod des Pächters
§ 594d Abs. 2 BGB
Kündigung eines Landpachtvertrages ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist
Fortsetzung eines Landpachtvertrages auf Verlangen des Pächters bei Verträgen bis zu 11 Jahren Vertragsdauer
Vorzeitige Kündigung eines Landpachtvertrages auch nach Verlängerung des Landpachtverhältnisses oder Änderung des Landpachtvertrages
Anzeige eines Landpachtvertrages bzw. einer Vertragsänderung beim zuständigen Grundstücksverkehrsausschuss binnen eines Monats nach ihrer Vereinbarung
§ 2 LPachtVG
1 ↑ 1Der Lastenbeitrag ist auf der Grundlage der durchschnittlich pro ha zu zahlenden öffentlich-rechtlichen und/oder privatrechtlichen Lasten und Abgaben zu ermitteln. 2In diesem Zusammenhang sind Meliorations- und/oder Flurbereinigungsbeiträge mit zu berücksichtigen.

References: § 1

§ 2

§ 5

§ 8

§ 11

§ 16

§ 21

§ 22

§ 23
 § 593
 § 1
 § 8
 § 2
 § 4
 § 8
 § 10
 § 11
 § 17
 § 317
 § 20
 § 1
 § 7
 § 9
 § 20
 § 2

§ 594

§ 594

§ 594

§ 594

§ 594

§ 594

§ 2