Source: https://www.lecturio.de/jura/diebstahl-strafe.vortrag
Timestamp: 2018-08-21 18:05:07+00:00

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Diebstahl und Strafe | Online Lernen mit Lecturio
Diebstahl und Strafe
Diebstahl und Strafe von RA Wolfgang Bohnen
Der Vortrag „Diebstahl und Strafe“ von RA Wolfgang Bohnen ist Bestandteil des Kurses „Materielles Strafrecht“. Der Vortrag ist dabei in folgende Kapitel unterteilt:
Definition von Wegnahme und Bruch
Abgrenzung § 242 / § 263
Wegen Diebstahls, der dann analog § 17 StGB fakultativ gemildert werden kann.
Erst nach dem äußeren Erscheinungsbild, kommt man dadurch nicht weiter, stellt man auf die innere Willensrichtung ab.
Was liegt vor, wenn das Opfer aufgrund einer vorgespiegelten Amtsträgereigenschaft des Täters und der damit einhergehenden Befugnis zur Beschlagnahme glaubt, gezwungen zu sein, etwas an den Täter herausgeben zu müssen?
Diebstahl, weil die inneren Willensrichtung nicht auf eine freiwillige Vermögensverfügung gerichtet ist, sondern das Opfer glaubt dazu gezwungen zu sein.
Betrug, weil das Opfer bewusst das Geld hergibt.
Betrug, weil nach dem äußeren Erscheinungsbild eine Vermögensverfügung vorliegt.
Weder Diebstahl noch Betrug. Der Täter macht sich eine Strafbarkeitslücke zu nutzen.
Wann liegt ein Trickdiebstahl in Abgrenzung zum Betrug vor?
Wenn die freiwillige Übergabe des Tatobjektes oder Hilfsmittels sich nicht unmittelbar vermögensmindernd auswirkt, sondern allenfalls zu einer Gewahrsamslockerung führt, die dann erst in einem zweiten Schritt zu einem Bruch fremden Gewahrsams führt.
Wenn die Übergabe des Tatobjektes, die sich vermögensmindernd auswirkt, nicht freiwillig ist, sondern durch einen Trick.
Wenn die keine Übergabe des Tatobjektes vorliegt, sondern allenfalls eines Gegenstandes, mit Hilfe dessen dann die Wegnahme ermöglicht wird.
Auch ein Trickdiebstahl ist rechtlich immer ein Betrug, wenn eine freiwillige Übergabe des Tatobjektes vorliegt.
Welche Aussage ist richtig beim Betrug?
Getäuschter und Verfügender müssen identisch sein.
Getäuschter und Geschädigter müssen identisch sein.
Getäuschter, Verfügender und Geschädigter und müssen identisch sein
Der strafrechtliche Gewahrsam entspricht dem Besitz im Zivilrecht. Der in der ZPO verwendete Gewahrsams ist allerdings etwas andereres.
Wer hat Gewahrsam am Kasseninhalt im Media Markt.
Erst 24 Stunden, nachdem man sie verloren hat.
Kann erst ein vollendeter Diebstahl angenommen werden, wenn der vom Detektiv beobachtete Täter das Kaufhaus verlassen hat.
Das kommt auf die Größe des Gegenstandes an. Bereits mit dem Einstecken eines kleineren Gegenstandes in die Jacke oder mitgeführte Tasche ist der Diebstahl vollendet.
Nein, ein vollendeter Diebstahl liegt erst dann vor, wenn der Täter eine gesicherte Gewahrsamsposition erlangt hat und er außer Reichweite des Detektives ist.
Ja, ein vollendeter Diebstahl liegt erst dann vor, wenn der Täter das Kaufhaus verlassen hat.
Welche weitere Straftat liegt nach h.M. vor, wenn in den Kassenfällen der Täter den Detektiv niederschlägt, um im Besitz der Beute zu bleiben.
§ 252 StGB, da in den Kassenfällen ein Diebstahl vorausgeht.
Ein Diebstahl in Tateinheit mit Körperverletzung, da für einen Raub die Finalität fehlt.
Die Sache oder der mittelbar in ihr verkörperte Wert.
Das ist zwischen den Senaten des BGHs streitig.
Liegt ein Diebstahl an einer Geldautomatenkarte vor, wenn der Täter sie nach Gebrauch am Automaten wegwirft.
Nein, es liegt nur § 263 a StGB vor.
Nein, da die Karte keinen Wert mehr hat.
Wo ist die Rechtswidrigkeit der Zueignung bei § 242 StGB und bei § 246 StGB zu prüfen?
Bei § 246 StGB ist sie im objektiven, bei § 242 StGB ist sie im subjektiven Tatbestand zu prüfen.
Bei § 246 StGB ist sie im subjektiven, bei § 242 StGB ist sie im objektiven Tatbestand zu prüfen.
Die Rechtswidrigkeit bei allen Zueignungsdelikten ist immer nach dem subjektiven Tatbestand zu prüfen.
Bei § 246 StGB ist sie im subjektiven, bei § 242 StGB ist sie nach dem subjektiven Tatbestand zu prüfen.
Zu welchem Ergebnis kommt die Wertsummentheorie, wenn der Täter bei einer Geldschuld irrig glaubt, dass er auf das weggenommene Geld einen Übereignungsanspruch hat?
Es liegt dann ein vermeidbarer Verbotsirrtum nach § 17 StGB vor.
Es liegt dann ein unvermeidbarer Verbotsirrtum nach § 17 StGB vor.
Welche Aussage ist im Rahmen einer Zueignung richtig?
Enteignung ist der Ausschluss des Berechtigten auf Dauer.
Aneignung ist die Einverleibung von Sachen oder Sachwerten, in das Täter- oder Drittvermögen, wenn auch nur vorübergehend.
Enteignung ist der vorübergehende Ausschluss des Berechtigten.
Aneignung ist die Einverleibung von Sachen oder Sachwerten, in das Täter- oder Drittvermögen auf Dauer.
Dozent des Vortrages Diebstahl und Strafe
... Vorschriften des Zivilrechts über Erwerb und Verlust von Eigentum. Maßgeblich ist Zeitpunkt der Wegnahme. Eine Sache ist fremd, wenn sie weder im Alleineigentum des T steht, ...
... gegen od. zumindest ohne Einverständnis des bisherigen Gewahrsamsinhaber seine neue nicht notwendigerweise tätereigene ...
... Bruch gegen/zumindest ohne Willen. Gewahrsamsinhaber will Wegnahme. Oberbegriff: Einwilligung, Tatbestandsauschließendes rechtfertigende Einverständnis = Einwilligung ...
... wird quasi als Werkzeug gegen sich selbst eingesetzt Unfreiwilligkeit = Wegnahme, § 242 Gleichgültig wie ich mich ...
... vor der Verfügung in einem rechtlichen oder tatsächlichen Näheverhältnis zum Opfer gestanden haben. Näheverhältnis zum konkreten Vermögensgegenstand - ...
... rechtlicher, sondern tatsächlicher Natur. Tatsächliches Sachherrschaftsverhältnis: enge räumliche Beziehung ...
... vorliegt, richtet sich nach der Verkehrsauffassung. Ein einmal begründeter Gewahrsam wird nicht dadurch ...
... Sachbetrug zum Sachdiebstahl ist bei der Vermögensverfügung auf ein Verfügungsbewusssein ...
... P bei § 263: wegen Legitimationswirkung (§808 BGB) muss sich Kassierer keine Gedanken über Berechtigten machen ...

References: § 242
 § 263
 § 17

§ 252
 § 263
 § 242
 § 246
 § 246
 § 242
 § 246
 § 242
 § 246
 § 242
 § 17
 § 17
 § 242
 § 263