Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20110128_OGH0002_0060OB00247_10G0000_000&IncludeSelf=True
Timestamp: 2020-01-22 23:44:10+00:00

Document:
RIS - Rechtssätze und Entscheidungstext 6Ob247/10g - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 8Ob92/68 6Ob258/69 2Ob3...
RS0037551
8Ob92/68; 6Ob258/69; 2Ob307/70 (2Ob308/70); 6Ob305/70; 5Ob11/71; 5Ob58/73; 3Ob51/74; 4Ob506/75; 4Ob540/75; 5Ob101/75; 7Ob503/76; 1Ob746/76; 1Ob762/76; 1Ob603/77; 2Ob188/77 (2Ob189/77); 1Ob719/78; 7Ob801/79; 8Ob518/80; 4Ob362/80; 8Ob520/80; 3Ob510/81; 8Ob512/81; 5Ob623/80; 7Ob36/81; 1Ob42/81; 5Ob744/81; 4Ob551/82; 4Ob519/83; 6Ob664/83; 2Ob534/86; 6Ob516/87; 4Ob314/87; 9ObA89/89; 4Ob151/89; 3Ob120/90; 1Ob557/91; 7Ob537/93; 5Ob334/98y; 5Ob162/05t; 7Ob207/10g; 7Ob194/10w; 6Ob3/11a; 8Ob99/10g; 3Ob196/10k; 8Ob110/10z; 6Ob247/10g; 1Ob182/10m; 5Ob7/11g; 8Ob74/11g; 2Ob143/10h; 6Ob218/11v; 4Ob183/12h; 10Ob36/13m; 3Ob133/13z; 1Ob38/14s; 8ObA53/14y; 9Ob10/15h; 8ObA61/15a; 5Ob246/15k; 2Ob130/16f; 9ObA115/17b; 2Ob26/17p; 5Ob17/18p
ZPO §226 IIIB
ZPO §235 C
ZPO §405 C
Klagegrund ist das tatsächliche Vorbringen, nicht die rechtliche Beurteilung dieses Vorbringens (ZBl 1920/24 S 68 ff ua).
8 Ob 92/68
Entscheidungstext OGH 23.04.1968 8 Ob 92/68
6 Ob 258/69
Entscheidungstext OGH 05.11.1969 6 Ob 258/69
6 Ob 305/70
Entscheidungstext OGH 16.12.1970 6 Ob 305/70
5 Ob 11/71
Entscheidungstext OGH 24.02.1971 5 Ob 11/71
Veröff: SZ 44/21 = JBl 1972,364
5 Ob 58/73
Entscheidungstext OGH 11.04.1973 5 Ob 58/73
3 Ob 51/74
Entscheidungstext OGH 02.04.1974 3 Ob 51/74
4 Ob 506/75
Entscheidungstext OGH 28.01.1975 4 Ob 506/75
Beisatz: Keine konkrete rechtliche Qualifikation in der Klage. (T1)
Veröff: ImmZ 1975,347
5 Ob 101/75
Entscheidungstext OGH 01.07.1975 5 Ob 101/75
7 Ob 503/76
Entscheidungstext OGH 30.01.1976 7 Ob 503/76
1 Ob 746/76
Entscheidungstext OGH 10.11.1976 1 Ob 746/76
1 Ob 762/76
Entscheidungstext OGH 24.11.1976 1 Ob 762/76
Veröff: SZ 49/142
1 Ob 603/77
Entscheidungstext OGH 25.05.1977 1 Ob 603/77
2 Ob 188/77
Entscheidungstext OGH 06.07.1978 2 Ob 188/77
1 Ob 719/78
Entscheidungstext OGH 25.10.1978 1 Ob 719/78
7 Ob 801/79
Entscheidungstext OGH 14.02.1980 7 Ob 801/79
8 Ob 518/80
Entscheidungstext OGH 12.06.1980 8 Ob 518/80
Veröff: JBl 1982,319
4 Ob 362/80
Entscheidungstext OGH 18.09.1980 4 Ob 362/80
8 Ob 520/80
Entscheidungstext OGH 04.12.1980 8 Ob 520/80
3 Ob 510/81
Entscheidungstext OGH 22.04.1981 3 Ob 510/81
Vgl auch; Beisatz: Keine Änderung der Klage, solange Identität der Klagsforderung mit dem nun weiter verfolgten Anspruch auf Zahlung gegeben ist. Betriebskostenforderung 1978 kann - bei undeutlicher Formulierung - auch Betriebskosten aus 1976 umfassen. Klärung nach § 182 Abs 1 ZPO. (T2)
8 Ob 512/81
Entscheidungstext OGH 07.05.1981 8 Ob 512/81
7 Ob 36/81
Entscheidungstext OGH 17.09.1981 7 Ob 36/81
1 Ob 42/81
Entscheidungstext OGH 14.10.1981 1 Ob 42/81
Beisatz: Amtshaftungssachen, Aufforderungsverfahren. (T3)
Veröff: SZ 54/143
5 Ob 744/81
Entscheidungstext OGH 23.03.1982 5 Ob 744/81
4 Ob 551/82
Entscheidungstext OGH 21.09.1982 4 Ob 551/82
4 Ob 519/83
Entscheidungstext OGH 10.05.1983 4 Ob 519/83
6 Ob 664/83
Entscheidungstext OGH 08.09.1983 6 Ob 664/83
2 Ob 534/86
Entscheidungstext OGH 24.02.1987 2 Ob 534/86
4 Ob 314/87
Entscheidungstext OGH 10.03.1987 4 Ob 314/87
Beisatz: Luster und Schlafzimmer. (T4)
Veröff: MR 1987/66 = ÖBl 1987,132
9 ObA 89/89
Entscheidungstext OGH 24.05.1989 9 ObA 89/89
4 Ob 151/89
Entscheidungstext OGH 05.12.1989 4 Ob 151/89
3 Ob 120/90
Entscheidungstext OGH 14.11.1990 3 Ob 120/90
Veröff: MietSlg XLII/35
7 Ob 537/93
Entscheidungstext OGH 31.03.1993 7 Ob 537/93
5 Ob 334/98y
Entscheidungstext OGH 12.01.1999 5 Ob 334/98y
Auch; nur: Klagegrund ist das tatsächliche Vorbringen. (T6)
5 Ob 162/05t
Entscheidungstext OGH 30.08.2005 5 Ob 162/05t
Auch; nur T6; Beisatz: Der Klagegrund sind die Tatsachenbehauptungen des Klägers, aus denen dieser den geltend gemachten Anspruch ableitet. (T7)
7 Ob 207/10g
Entscheidungstext OGH 15.12.2010 7 Ob 207/10g
7 Ob 194/10w
Entscheidungstext OGH 15.12.2010 7 Ob 194/10w
6 Ob 3/11a
Entscheidungstext OGH 28.01.2011 6 Ob 3/11a
8 Ob 99/10g
Entscheidungstext OGH 25.01.2011 8 Ob 99/10g
3 Ob 196/10k
Entscheidungstext OGH 19.01.2011 3 Ob 196/10k
8 Ob 110/10z
Entscheidungstext OGH 25.01.2011 8 Ob 110/10z
6 Ob 247/10g
Entscheidungstext OGH 28.01.2011 6 Ob 247/10g
5 Ob 7/11g
Entscheidungstext OGH 26.05.2011 5 Ob 7/11g
8 Ob 74/11g
Entscheidungstext OGH 30.08.2011 8 Ob 74/11g
2 Ob 143/10h
Entscheidungstext OGH 14.07.2011 2 Ob 143/10h
Auch; Beisatz: Die Frage, ob von einer für die Verjährungsunterbrechung maßgeblichen bloßen Sachverhaltsergänzung, Änderung der rechtlichen Qualifikation eines Vorbringens oder doch von einer Klagsänderung auszugehen ist, kann nur nach den Umständen des Einzelfalls beurteilt werden (vgl 6 Ob 234/04m) und begründet daher im Regelfall keine erhebliche Rechtsfrage iSd § 502 Abs 1 ZPO. (T8)
4 Ob 183/12h
Entscheidungstext OGH 28.11.2012 4 Ob 183/12h
1 Ob 38/14s
Entscheidungstext OGH 27.03.2014 1 Ob 38/14s
8 ObA 53/14y
Entscheidungstext OGH 25.11.2014 8 ObA 53/14y
9 Ob 10/15h
Entscheidungstext OGH 20.03.2015 9 Ob 10/15h
8 ObA 61/15a
Entscheidungstext OGH 15.12.2015 8 ObA 61/15a
5 Ob 246/15k
Entscheidungstext OGH 25.08.2016 5 Ob 246/15k
9 ObA 115/17b
Entscheidungstext OGH 30.10.2017 9 ObA 115/17b
2 Ob 26/17p
Entscheidungstext OGH 14.12.2017 2 Ob 26/17p
5 Ob 17/18p
Entscheidungstext OGH 10.04.2018 5 Ob 17/18p
ECLI:AT:OGH0002:1968:RS0037551
JJR_19680423_OGH0002_0080OB00092_6800000_003
Rechtssatz für 1Ob217/75 8Ob528/81 6Ob...
RS0037419
1Ob217/75; 8Ob528/81; 6Ob618/81; 6Ob717/82; 7Ob654/85; 8Ob51/86; 1Ob642/90; 3Ob502/95; 9ObA143/95; 8Ob557/93; 1Ob49/95 (1Ob54/95); 5Ob502/96; 9Ob17/97h; 9Ob2311/96k; 8ObA149/97p; 3Ob182/99g; 2Ob349/98g; 3Ob92/00a; 3Ob8/00y; 8ObA127/04s; 10Ob88/04w; 4Ob126/06t; 4Ob118/07t; 6Ob292/07w; 10Ob11/08b; 2Ob212/08b; 6Ob185/09p; 4Ob171/09i; 7Ob207/10g; 7Ob194/10w; 6Ob3/11a; 8Ob99/10g; 3Ob196/10k; 1Ob220/10z; 8Ob110/10z; 6Ob247/10g; 5Ob7/11g; 4Ob51/11w; 6Ob218/11v; 1Ob253/11d; 4Ob198/12i; 3Ob189/12h; 9ObA80/13z; 4Ob52/14x; 9ObA86/14h; 10Ob29/15k; 3Ob138/18t
ZPO §226 I
ZPO §233
Der im Prozess geltend gemachte Anspruch, also der Streitgegenstand, ist nicht ident mit dem materiell-rechtlichen Anspruch. Das Gericht entscheidet im Prozess nicht über das Privatrechtsverhältnis als solches, sondern über ein aus dem Privatrechtsverhältnis abgeleitetes Begehren. Der prozessuale Begriff des Streitgegenstandes wird durch das Klagebegehren und den rechtserzeugenden Sachverhalt bestimmt.
1 Ob 217/75
Entscheidungstext OGH 29.10.1975 1 Ob 217/75
Veröff: SZ 48/113
8 Ob 528/81
Entscheidungstext OGH 14.01.1982 8 Ob 528/81
6 Ob 618/81
Entscheidungstext OGH 13.01.1983 6 Ob 618/81
Auch; Beisatz: Verfahrensrechtliche Beschränkungen einer bloß teilweisen Geltendmachung eines mehrteiligen oder auf teilbare Leistung gerichteten Anspruches bestehen grundsätzlich nicht, weshalb Teileinklagungen gegenüber der Volleinklagung regelmäßig auch nur als ein Geringeres und nicht als etwas Anderes anzusehen sind. (T1)
6 Ob 717/82
Entscheidungstext OGH 14.07.1983 6 Ob 717/82
Auch; nur: Der prozessuale Begriff des Streitgegenstandes wird durch das Klagebegehren und den rechtserzeugenden Sachverhalt bestimmt. (T2)
7 Ob 654/85
Entscheidungstext OGH 16.01.1986 7 Ob 654/85
Veröff: SZ 59/14 = EvBl 1986/122 S 465 = RdW 1986,145
8 Ob 51/86
Entscheidungstext OGH 09.10.1986 8 Ob 51/86
1 Ob 642/90
Entscheidungstext OGH 05.06.1991 1 Ob 642/90
nur T2; Veröff: SZ 64/71
3 Ob 502/95
Entscheidungstext OGH 25.01.1995 3 Ob 502/95
nur T2; Veröff: SZ 68/12
9 ObA 143/95
Entscheidungstext OGH 27.09.1995 9 ObA 143/95
Auch; nur T2; Veröff: SZ 68/175
8 Ob 557/93
Entscheidungstext OGH 21.12.1995 8 Ob 557/93
Beisatz: Hiezu gehört nicht die rechtliche Qualifikation, im Bereich derselben bewegt sich das Gericht frei. (T3) Veröff: SZ 68/248
Auch; nur T2; Veröff: SZ 68/220
Vgl; Beisatz: Für die Beurteilung des von der Rechtskraftwirkung erfassten Streitgegenstandes sind jedoch nur jene Tatsachenbehauptungen maßgeblich, die die Begründung des erhobenen Sachantrages (Urteilsbegehrens) erforderte. Die Präklusionswirkung der materiellen Rechtskraft einer Vorentscheidung für den Folgeprozess erstreckt sich demnach auf das Vorbringen von Tatsachen, die zur Vervollständigung oder Entkräftung jenes rechtserzeugenden Sachverhalts dienten, aus dem das erste Urteilsbegehren abgeleitet wurde; die rechtskräftige Verneinung eines Anspruchs ist auf den vom Gericht zur Abweisung herangezogenen Sachverhalt - den "maßgeblichen" Sachverhalt - beschränkt. (T4)
9 Ob 17/97h
Entscheidungstext OGH 14.05.1997 9 Ob 17/97h
9 Ob 2311/96k
Entscheidungstext OGH 09.07.1997 9 Ob 2311/96k
8 ObA 149/97p
Entscheidungstext OGH 07.08.1997 8 ObA 149/97p
2 Ob 349/98g
Entscheidungstext OGH 22.02.2000 2 Ob 349/98g
3 Ob 92/00a
Entscheidungstext OGH 20.06.2000 3 Ob 92/00a
3 Ob 8/00y
Entscheidungstext OGH 23.05.2001 3 Ob 8/00y
8 ObA 127/04s
Entscheidungstext OGH 22.12.2004 8 ObA 127/04s
nur: Der im Prozess geltend gemachte Anspruch, also der Streitgegenstand, ist nicht ident mit dem materiellrechtlichen Anspruch. Der prozessuale Begriff des Streitgegenstandes wird durch das Klagebegehren und den rechtserzeugenden Sachverhalt bestimmt. (T5)
10 Ob 88/04w
Entscheidungstext OGH 23.05.2005 10 Ob 88/04w
Vgl auch; Beis ähnlich wie T1; Beisatz: Auch bei einer negativen Feststellungsklage besteht kein unmittelbarer Zwang für den Kläger, bei der Bestimmung des Streitgegenstandes den gesamten, durch die Berühmung des Beklagten vorgegebenen Rahmen auszuschöpfen. (T6)
4 Ob 126/06t
Entscheidungstext OGH 28.09.2006 4 Ob 126/06t
4 Ob 118/07t
Entscheidungstext OGH 10.07.2007 4 Ob 118/07t
Vgl; Beisatz: Das Erstgericht wies einen Teil der geltend gemachten Schmerzengeldansprüche ab. Das Urteil wurde von der Klägerin nur in einem Teilbetrag davon bekämpft. Damit erwuchs die Abweisung des Mehrbegehrens in Rechtskraft. Diese Folge kann nicht durch neuerliche „Ausdehnung" des Klagebegehrens unterlaufen werden. (T7)
10 Ob 11/08b
Entscheidungstext OGH 01.04.2008 10 Ob 11/08b
Auch; Beisatz: Nach der herrschenden zweigliedrigen Streitgegenstandstheorie wird der prozessuale Begriff des Streitgegenstands durch den Entscheidungsantrag (Sachantrag) und die zu seiner Begründung erforderlichen, vorgebrachten Tatsachen (rechtserzeugender Sachverhalt) bestimmt. (T8)
6 Ob 185/09p
Entscheidungstext OGH 16.10.2009 6 Ob 185/09p
Auch; Beis ähnlich wie T7; Beisatz: Die neuerliche Ausdehnung des Klagebegehrens ohne gleichzeitige substantiierte Behauptung des Auftretens neuer, bei der seinerzeitigen Entscheidung nicht vorhersehbarer Schmerzen zu, würde in Wahrheit einer neuerlichen (aber unzulässigen) Überprüfung des bereits rechtskräftig abgewiesenen Anspruchs gleichkommen. (T9)
4 Ob 171/09i
Entscheidungstext OGH 20.10.2009 4 Ob 171/09i
1 Ob 220/10z
Entscheidungstext OGH 25.01.2011 1 Ob 220/10z
4 Ob 51/11w
Entscheidungstext OGH 21.06.2011 4 Ob 51/11w
1 Ob 253/11d
Entscheidungstext OGH 01.03.2012 1 Ob 253/11d
4 Ob 198/12i
Entscheidungstext OGH 17.12.2012 4 Ob 198/12i
3 Ob 189/12h
Entscheidungstext OGH 19.12.2012 3 Ob 189/12h
9 ObA 80/13z
Entscheidungstext OGH 27.08.2013 9 ObA 80/13z
Auch; nur T2; Beis ähnlich wie T8
4 Ob 52/14x
Entscheidungstext OGH 23.04.2014 4 Ob 52/14x
Auch; Veröff: SZ 2014/40
9 ObA 86/14h
Entscheidungstext OGH 25.09.2014 9 ObA 86/14h
10 Ob 29/15k
Entscheidungstext OGH 19.05.2015 10 Ob 29/15k
3 Ob 138/18t
Entscheidungstext OGH 21.09.2018 3 Ob 138/18t
ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0037419
JJR_19751029_OGH0002_0010OB00217_7500000_001
Rechtssatz für 7Ob564/88 8Ob565/87 9Ob...
RS0037522
7Ob564/88; 8Ob565/87; 9ObA143/95; 1Ob2123/96d; 9Ob2311/96k; 8ObA219/97g; 2Ob217/98w; 6Ob244/98w; 1Ob83/99h; 3Ob182/99g; 9Ob120/99h; 1Ob250/99t; 1Ob265/99y; 3Ob150/98z; 6Ob295/00a; 8Ob29/01z; 6Ob67/03a; 8Ob85/03p; 6Ob61/05x; 10Ob11/08b; 1Ob219/07y; 2Ob212/08b; 4Ob171/09i; 2Ob243/09p; 7Ob207/10g; 7Ob194/10w; 6Ob3/11a; 8Ob99/10g; 1Ob220/10z; 8Ob110/10z; 6Ob247/10g; 4Ob41/11z; 5Ob7/11g; 7Ob116/11a; 6Ob218/11v; 2Ob53/12a; 1Ob173/12s; 3Ob189/12h; 3Ob133/13z; 9ObA86/14h; 8ObA53/14y; 8ObA61/15a; 2Ob130/16f; 2Ob26/17p; 1Ob141/17t; 8Ob11/19d
Der Streitgegenstand ist das Klagebegehren und das Tatsachenvorbringen, aus dem das Klagebegehren abgeleitet wird (= Klagegrund).
7 Ob 564/88
Entscheidungstext OGH 19.05.1988 7 Ob 564/88
Veröff: GesRZ 1988,229
Auch; Veröff: SZ 68/175
1 Ob 2123/96d
Entscheidungstext OGH 08.04.1997 1 Ob 2123/96d
Verstärkter Senat; Auch; Beisatz: Theorie vom zweigliedrigen Streitgegenstand. (T1) Veröff: SZ 70/60
8 ObA 219/97g
Entscheidungstext OGH 13.11.1997 8 ObA 219/97g
2 Ob 217/98w
Entscheidungstext OGH 10.09.1998 2 Ob 217/98w
Beisatz: Hier: Eine aus dem Titel des Schadenersatzes eingewendete Gegenforderung und nicht auch ein Anspruch auf Minderung des Werklohnes. (T2)
1 Ob 83/99h
Entscheidungstext OGH 27.04.1999 1 Ob 83/99h
Auch; Beisatz: Nach herrschender Ansicht ist der Streitgegenstand zweigliedrig. (T3)
9 Ob 120/99h
Entscheidungstext OGH 01.09.1999 9 Ob 120/99h
1 Ob 250/99t
Entscheidungstext OGH 27.10.1999 1 Ob 250/99t
Auch; Beis wie T3; Beisatz: Er ist auch für die Beurteilung der Zulässigkeit des Rechtswegs maßgebend. (T4)
1 Ob 265/99y
Entscheidungstext OGH 27.10.1999 1 Ob 265/99y
3 Ob 150/98z
Entscheidungstext OGH 24.11.1999 3 Ob 150/98z
6 Ob 295/00a
Entscheidungstext OGH 22.02.2001 6 Ob 295/00a
8 Ob 29/01z
Entscheidungstext OGH 26.04.2001 8 Ob 29/01z
6 Ob 67/03a
Entscheidungstext OGH 11.09.2003 6 Ob 67/03a
Vgl auch; Beisatz: Nur diese können in Rechtskraft erwachsen. (T5)
1 Ob 219/07y
Entscheidungstext OGH 06.05.2008 1 Ob 219/07y
2 Ob 243/09p
Entscheidungstext OGH 06.05.2010 2 Ob 243/09p
Vgl auch; Beisatz: Hier: Art 8 Vollstreckungsvertrag Österreich ‑ Schweiz. (T6)
1 Ob 141/17t
Entscheidungstext OGH 15.11.2017 1 Ob 141/17t
8 Ob 11/19d
Entscheidungstext OGH 26.02.2019 8 Ob 11/19d
ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0037522
JJR_19880519_OGH0002_0070OB00564_8800000_001
Rechtssatz für 9ObA366/89 10ObS183/91 (...
RS0039255
9ObA366/89; 10ObS183/91 (10ObS184/91); 4Ob516/94; 5Ob143/94; 3Ob502/95; 1Ob5/94; 1Ob49/95 (1Ob54/95); 5Ob502/96; 3Ob5/97z; 1Ob2289/96s; 2Ob535/95; 8ObA149/97p; 1Ob416/97a; 8ObA68/99d; 3Ob182/99g; 8ObA239/99a; 6Ob295/00a; 10ObS83/02g; 6Ob157/04p; 9ObA127/05z; 4Ob118/07t; 10Ob11/08b; 4Ob171/09i; 5Ob17/10a; 2Ob243/09p; 7Ob207/10g; 7Ob194/10w; 6Ob3/11a; 8Ob99/10g; 1Ob220/10z; 8Ob110/10z; 6Ob247/10g; 5Ob7/11g; 7Ob116/11a; 6Ob218/11v; 4Ob144/11x; 2Ob53/12a; 3Ob189/12h; 5Ob50/13h; 3Ob133/13z; 8ObA53/14y; 3Ob112/15i; 5Ob133/15t; 8ObA61/15a; 3Ob145/16v; 10Ob57/16d; 6Ob118/16w; 8Ob109/16m; 3Ob139/17p; 7Ob95/17x; 2Ob26/17p; 9Ob65/17z; 1Ob141/17t; 4Ob94/17b; 5Ob68/18p; 8Ob11/19d; 8ObA78/18f; 5Ob135/19t
ABGB §1489 A
IO §43 Abs5
ZPO §235 Abs4 C
Der Streitgegenstand (auch "Rechtsgrund") wird durch den Entscheidungsantrag (Sachantrag) und die zu seiner Begründung erforderlichen, vorgebrachten Tatsachen (Sachverhalt) bestimmt, nicht aber durch (vorweggenommene) Repliken auf vom Beklagten eingewendete anspruchsvernichtende Tatsachen.
9 ObA 366/89
Entscheidungstext OGH 14.03.1990 9 ObA 366/89
Veröff: SZ 63/43
10 ObS 183/91
Entscheidungstext OGH 22.10.1991 10 ObS 183/91
nur: Der Streitgegenstand (auch "Rechtsgrund") wird durch den Entscheidungsantrag (Sachantrag) und die zu seiner Begründung erforderlichen, vorgebrachten Tatsachen (Sachverhalt) bestimmt. (T1)
Veröff: SSV-NF 5/107 = ZAS 1993/8 S 111 (Windisch-Graetz)
4 Ob 516/94
Entscheidungstext OGH 26.04.1994 4 Ob 516/94
5 Ob 143/94
Entscheidungstext OGH 31.01.1995 5 Ob 143/94
nur T1; Veröff: SZ 68/12
1 Ob 5/94
Entscheidungstext OGH 14.07.1994 1 Ob 5/94
Auch; nur T1; Veröff: SZ 68/220
Vgl; Beisatz: Für die Beurteilung des von der Rechtskraftwirkung erfassten Streitgegenstandes sind jedoch nur jene Tatsachenbehauptungen maßgeblich, die die Begründung des erhobenen Sachantrages (Urteilsbegehrens) erforderte. Die Präklusionswirkung der materiellen Rechtskraft einer Vorentscheidung für den Folgeprozess erstreckt sich demnach auf das Vorbringen von Tatsachen, die zur Vervollständigung oder Entkräftung jenes rechtserzeugenden Sachverhalts dienten, aus dem das erste Urteilsbegehren abgeleitet wurde; die rechtskräftige Verneinung eines Anspruchs ist auf den vom Gericht zur Abweisung herangezogenen Sachverhalt - den "maßgeblichen" Sachverhalt - beschränkt. (T2)
3 Ob 5/97z
Entscheidungstext OGH 29.01.1997 3 Ob 5/97z
1 Ob 2289/96s
Entscheidungstext OGH 25.10.1996 1 Ob 2289/96s
2 Ob 535/95
Entscheidungstext OGH 27.02.1997 2 Ob 535/95
1 Ob 416/97a
Entscheidungstext OGH 28.04.1998 1 Ob 416/97a
Auch; Beisatz: Der Streitgegenstand ist zweigliedrig. Für die Beurteilung maßgeblich ist allein das Klagevorbringen. Nicht von Bedeutung sind dagegen die Einwendungen des Beklagten. (T3)
8 ObA 68/99d
Entscheidungstext OGH 15.04.1999 8 ObA 68/99d
Vgl auch; Beisatz: Wird einer Partei auf der Grundlage eines bestimmten rechtserzeugenden Sachverhaltes ein Anspruch rechtskräftig zuerkannt, kann der Gegner in einem Folgeprozess zwischen denselben Parteien (hier: im fortgesetzten Verfahren über weitere Ansprüche) dem rechtskräftig zuerkannten Anspruch nicht mit anspruchsvernichtenden Tatsachen entgegentreten, die in dem für die Vorentscheidung maßgeblichen Zeitpunkt bereits entstanden waren, aber nicht ausgeführt wurden. (T4)
8 ObA 239/99a
Entscheidungstext OGH 08.06.2000 8 ObA 239/99a
Auch; Beis ähnlich T4; Beisatz: Unterlassene Repliken auf Einwendungen des Beklagten können nicht zur Begründung einer neuen Klage herangezogen werden. (T5)
10 ObS 83/02g
Entscheidungstext OGH 22.10.2002 10 ObS 83/02g
6 Ob 157/04p
Entscheidungstext OGH 15.12.2004 6 Ob 157/04p
9 ObA 127/05z
Entscheidungstext OGH 30.09.2005 9 ObA 127/05z
5 Ob 17/10a
Entscheidungstext OGH 11.02.2010 5 Ob 17/10a
Vgl auch; Beis ähnlich wie T2; Beis ähnlich wie T4; Bem: Wohnrechtliches Außerstreitverfahren. (T6)
nur T1; Auch Beis wie T3 nur: Der Streitgegenstand ist zweigliedrig. (T7)
nur T1; Beis wie T7
Vgl; nur T1; Beis ähnlich wie T7
Vgl auch; nur T1; Beis wie T7
Auch; Beis ähnlich wie T2; Beis ähnlich wie T4
Auch; Beisatz: Stützt der Kläger sein Begehren auf alternative Sachverhaltsvarianten, liegen zwei Ansprüche vor, die ua verjährungsrechtlich getrennt zu beurteilen sind. (T8)
Vgl; nur T1; Beis wie T7
5 Ob 133/15t
Entscheidungstext OGH 22.03.2016 5 Ob 133/15t
Vgl auch; Beis wie T8; Beisatz: Der Grundsatz, dass dann, wenn der Kläger sein Begehren alternativ auf verschiedene Sachverhaltsvarianten stützt, in Wahrheit selbständige Ansprüche vorliegen, die auch verjährungsrechtlich getrennt zu beurteilen sind, gilt als solcher auch für Ansprüche wegen fehlerhafter Anlageberatung. Voraussetzung für eine solche gesonderte verjährungsrechtliche Anknüpfung eines von mehreren Beratungsfehlern ist, dass der behauptete Beratungsfehler tatsächlich als eine eigenständige den geltend gemachten Anspruch begründende Pflichtverletzung zu qualifizieren ist. Die Beurteilung, ob die mangelhafte oder fehlende Aufklärung über einen Umstand eine eigenständige, von anderen abgrenzbare Pflichtverletzung oder bloß ein Aspekt und unselbständiger Bestandteil einer einzigen Pflichtverletzung ist, hat in erster Linie nach inhaltlichen Gesichtspunkten zu erfolgen. Weist die unterbliebene Aufklärung über einen Umstand einen engen inhaltlichen Bezug zu einer ebenfalls unterbliebenen oder fehlerhaften Aufklärung über einen anderen Umstand auf, rechtfertigt es dieser Zusammenhang, beide Aufklärungsfehler zu einem einheitlichen Beratungsfehler zusammenzufassen. Es liegen dann nicht mehrere getrennte, sondern nur ein einheitlicher Beratungsfehler mit einzelnen verschiedenen Aspekten vor. Die Eigenständigkeit einer Pflichtverletzung kann sich (aber auch) aus den äußeren Umständen ergeben, wenn die fehlerhafte Beratung auf mehreren selbständigen Handlungen beruht und daher nicht mehr als ein einheitlicher Lebensvorgang anzusehen ist. (T9)
Auch; Beisatz: Nach der herrschenden, aus § 226 ZPO abgeleiteten zweigliedrigen Streitgegenstandstheorie wird der prozessuale Begriff des Streitgegenstands durch den Entscheidungsantrag (Sachantrag) und die zu seiner Begründung erforderlichen, vorgebrachten Tatsachen (rechtserzeugender Sachverhalt) bestimmt. (T10)
3 Ob 145/16v
Entscheidungstext OGH 22.09.2016 3 Ob 145/16v
Vgl; Beis wie T8; Beis wie T9 nur: Der Grundsatz, dass dann, wenn der Kläger sein Begehren alternativ auf verschiedene Sachverhaltsvarianten stützt, in Wahrheit selbständige Ansprüche vorliegen, die auch verjährungsrechtlich getrennt zu beurteilen sind, gilt als solcher auch für Ansprüche wegen fehlerhafter Anlageberatung. Voraussetzung für eine solche gesonderte verjährungsrechtliche Anknüpfung eines von mehreren Beratungsfehlern ist, dass der behauptete Beratungsfehler tatsächlich als eine eigenständige den geltend gemachten Anspruch begründende Pflichtverletzung zu qualifizieren ist. (T11)
Beisatz: Hier: Hinsichtlich der Verjährung ist das Unterbleiben einer erforderlichen Aufklärung über „Weichkosten“ im Verhältnis zum Risiko des Totalverlusts grundsätzlich nicht als eigener abgrenzbarer Aufklärungsfehler zu qualifizieren. (T12)
8 Ob 109/16m
Entscheidungstext OGH 29.06.2017 8 Ob 109/16m
Vgl; Beis wie T8; Beis wie T11
3 Ob 139/17p
Entscheidungstext OGH 30.08.2017 3 Ob 139/17p
Auch; Beisatz: Hier: Vorweggenommene Anfechtungseinrede begründet keine Zuständigkeit des Insolvenzgerichts gemäß § 43 Abs 5 IO. (T13)
Vgl; Beis wie T8; Beisatz: Das Unterbleiben einer erforderlichen Aufklärung über „Weichkosten“ im Verhältnis zur Aufklärung über das Risiko des Totalverlusts grundsätzlich nicht als eigener Aufklärungsfehler zu qualifizieren, da erhebliche „Weichkosten“ die Werthaltigkeit des Investments beeinflussen (so schon 6 Ob 118/16w). (T14)
Beisatz: Erwirbt der Anleger bereits aufgrund von Aufklärungsfehlern über die Natur der Veranlagung und einem damit einhergehenden Totalverlustrisiko ungewollt eine Kommanditbeteiligung, dann ist eine allenfalls unrichtige Aufklärung über die damit verbundene konkrete Beendigungsmöglichkeit kein eigener abgrenzbarer Aufklärungsfehler. (T15)
9 Ob 65/17z
Entscheidungstext OGH 30.01.2018 9 Ob 65/17z
Auch; Beis wie T8; Beis wie T9; Beis wie T14; Veröff: SZ 2018/23
Beisatz: Es steht den Parteien frei, den Umfang des Rechtsstreits zu bestimmen.
mit Beisatz: Im Verfahren über ein auf eine mangels Verständigung des Betriebsrats iSd § 105 Abs 1 ArbVG unwirksame Kündigung gestütztes Begehren auf Feststellung des aufrechten Bestands des Dienstverhältnisses, in dem der Arbeitgeber Einwendungen bloß hinsichtlich der Eigenschaft des Arbeitnehmers als leitender Angestellter erhebt, ist die Rechtswirksamkeit einer später ausgesprochenen Eventualkündigung (zum selben Termin) daher nicht zu beurteilen. (T16)
ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0039255
JJR_19900314_OGH0002_009OBA00366_8900000_001
Rechtssatz für 8Ob1580/92 8Ob1010/92 9...
RS0042816
8Ob1580/92; 8Ob1010/92; 9Ob1546/95; 1Ob224/06g; 3Ob72/07w; 8ObA5/08f; 8ObA89/08h; 4Ob151/09y; 6Ob3/11a; 3Ob196/10k; 6Ob247/10g; 6Ob41/11i; 9ObA28/11z; 8ObA40/10f; 6Ob65/11v; 9Ob87/10z; 7Ob29/11g; 3Ob62/11f; 7Ob79/11k; 9Ob17/11g; 9Ob5/11t; 1Ob77/12y; 7Ob5/12d; 5Ob5/13s; 9ObA57/13t; 9ObA49/14t; 9ObA130/14d; 9ObA12/15b; 9Ob62/14d; 4Ob135/15d; 9ObA60/15m; 9ObA64/16a; 1Ob191/16v; 9ObA17/17s; 4Ob86/17a; 9ObA113/16g; 9ObA97/17f; 6Ob107/17d; 9ObA71/17g; 1Ob192/17t; 9ObA128/17i; 1Ob239/17d; 1Ob14/18t; 1Ob103/18f; 9ObA143/17w; 9ObA22/18b; 8ObA63/18z; 6Ob233/18k
Der Umstand alleine, dass die zu lösenden Fragen in einer Vielzahl von Fällen auftreten, bewirkt nicht ihre Erheblichkeit im Sinne des § 502 Abs 1 ZPO.
8 Ob 1580/92
Entscheidungstext OGH 25.06.1992 8 Ob 1580/92
8 Ob 1010/92
Entscheidungstext OGH 25.06.1992 8 Ob 1010/92
9 Ob 1546/95
Entscheidungstext OGH 12.07.1995 9 Ob 1546/95
Auch; Beisatz: Der Umstand allein, dass im konkreten Fall mehrere Vertragspartner Verträge abgeschlossen haben, die gleichartige (oder ähnliche) Klauseln enthalten, bewirkt nicht das Vorliegen einer Rechtsfrage von erheblicher Bedeutung iSd § 502 Abs 1 ZPO. (T1)
8 ObA 5/08f
Entscheidungstext OGH 03.04.2008 8 ObA 5/08f
Vgl auch; Beisatz: Dass im konkreten Fall 31 gleichlautende Klagebegehren zur gemeinsamen Verhandlung und Entscheidung verbunden wurden, ändert nichts daran, dass ohne Aufzeigen einer im konkreten Anlassfall zu lösenden Rechtsfrage iSd § 502 Abs 1 ZPO die Voraussetzungen für die Zulässigkeit der außerordentlichen Revision nicht gegeben sind. (T2)
8 ObA 89/08h
Entscheidungstext OGH 27.01.2009 8 ObA 89/08h
Beisatz: Der Umstand, dass die zu lösenden Fragen in einer Vielzahl von Fällen auftreten, bewirkt ebensowenig wie der Umstand, dass mehrere Dienstnehmer gleichartige Arbeitsverträge abgeschlossen haben, das Vorliegen einer Rechtsfrage von der Qualität des § 502 Abs 1 ZPO. (T3)
4 Ob 151/09y
Entscheidungstext OGH 11.05.2010 4 Ob 151/09y
9 ObA 28/11z
Entscheidungstext OGH 27.04.2011 9 ObA 28/11z
8 ObA 40/10f
Entscheidungstext OGH 26.04.2011 8 ObA 40/10f
3 Ob 62/11f
Entscheidungstext OGH 11.05.2011 3 Ob 62/11f
7 Ob 79/11k
Entscheidungstext OGH 29.06.2011 7 Ob 79/11k
9 Ob 17/11g
Entscheidungstext OGH 21.12.2011 9 Ob 17/11g
9 Ob 5/11t
Entscheidungstext OGH 21.12.2011 9 Ob 5/11t
1 Ob 77/12y
Entscheidungstext OGH 24.05.2012 1 Ob 77/12y
7 Ob 5/12d
Entscheidungstext OGH 18.02.2013 7 Ob 5/12d
9 ObA 57/13t
Entscheidungstext OGH 27.09.2013 9 ObA 57/13t
Auch; Beisatz: Hier: Rechnungslegung über Mandantenbonifikation von Wirtschaftsberatern. (T4)
9 ObA 49/14t
Entscheidungstext OGH 25.06.2014 9 ObA 49/14t
Auch; Beisatz: Der Umstand, dass weitere Gerichtsverfahren in der selben Rechtsfrage anhängig sind, bewirkt für sich allein ebenfalls noch nicht ihre Erheblichkeit iSd § 502 Abs 1 ZPO. (T5)
9 ObA 130/14d
Entscheidungstext OGH 18.12.2014 9 ObA 130/14d
Beisatz: Die wirtschaftliche Auswirkung einer Entscheidung allein kann keine Rechtsfrage von erheblicher Bedeutung begründen. (T6)
9 ObA 12/15b
Entscheidungstext OGH 25.02.2015 9 ObA 12/15b
9 Ob 62/14d
Entscheidungstext OGH 20.03.2015 9 Ob 62/14d
9 ObA 60/15m
Entscheidungstext OGH 28.10.2015 9 ObA 60/15m
9 ObA 64/16a
Entscheidungstext OGH 24.06.2016 9 ObA 64/16a
Auch; Beis wie T1; Beisatz: Hier: AGB‑Klauseln im Reisebürogewerbe (Reisevermittlungsvertrag); Verbandsklage. (T7)
4 Ob 86/17a
Entscheidungstext OGH 30.05.2017 4 Ob 86/17a
9 ObA 113/16g
Entscheidungstext OGH 20.04.2017 9 ObA 113/16g
Vgl; Beis ähnlich wie T1
9 ObA 128/17i
Entscheidungstext OGH 25.04.2018 9 ObA 128/17i
1 Ob 239/17d
Entscheidungstext OGH 29.05.2018 1 Ob 239/17d
1 Ob 14/18t
Entscheidungstext OGH 29.05.2018 1 Ob 14/18t
9 ObA 143/17w
Entscheidungstext OGH 24.07.2018 9 ObA 143/17w
8 ObA 63/18z
Entscheidungstext OGH 26.11.2018 8 ObA 63/18z
6 Ob 233/18k
Entscheidungstext OGH 24.01.2019 6 Ob 233/18k
ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0042816
JJR_19920625_OGH0002_0080OB01580_9200000_002
Entscheidungstext 6Ob247/10g
6Ob247/10g
Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofs Hon.-Prof. Dr. Pimmer als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofs Dr. Hoch, Dr. Schramm, Dr. Gitschthaler und Univ.-Prof. Dr. Kodek als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei E***** L*****, vertreten durch Poduschka Anwaltsgesellschaft mbH in Perg, gegen die beklagte Partei M***** AG, *****, vertreten durch Kunz Schima Wallentin Rechtsanwälte OG in Wien, wegen 19.348,97 EUR sA, über den Revisionsrekurs der klagenden Partei gegen den Beschluss des Oberlandesgerichts Wien als Rekursgericht vom 17. September 2010, GZ 2 R 161/10a-11, mit dem der Beschluss des Handelsgerichts Wien vom 26. Mai 2010, GZ 49 Cg 138/10a-7, bestätigt wurde, in nichtöffentlicher Sitzung den
„Die Klage wird, soweit sie auf Zahlung von 16.547,27 EUR samt 4 % Zinsen ab 16. 3. 2010 und auf Feststellung (Eventualbegehren) gerichtet ist, zurückgewiesen.
Die Klägerin ist schuldig, der Beklagten die mit 2.254,82 EUR (darin enthalten 425,04 EUR Umsatzsteuer und 4,58 EUR Barauslagen) bestimmten Kosten aller drei Instanzen binnen 14 Tagen zu ersetzen.“
Das restliche Klagebegehren von 2.801,70 EUR samt 4 % Zinsen ab 16. 3. 2010 betreffend werden die Beschlüsse der Vorinstanzen aufgehoben. Dem Erstgericht wird die Fortführung des Verfahrens über dieses Begehren aufgetragen.
Die Klägerin kaufte von der Beklagten am 21. 12. 2005 1.073 Zertifikate der M***** Ltd (im Folgenden M*****) um 16.547,27 EUR.
In dem zu 40 Cg 21/09b beim Handelsgericht Wien anhängigen, jedoch seit 17. 8. 2009 unterbrochenen Verfahren (Erstprozess) begehrt die Klägerin die Aufhebung dieses Kaufvertrags und die Rückzahlung des von ihr entrichteten Kaufpreises samt 4 % Zinsen ab 21. 12. 2005 Zug-um-Zug gegen Rückstellung der Wertpapiere. Sie erklärte, diese Klage „vordergründig auf listige Irreführung iSd § 870 ABGB als auch auf veranlassten Irrtum iSd § 871 ABGB“ zu stützen. Sie sei von der Beklagten über wichtige, für den Kaufvertragsabschluss kausale Umstände getäuscht worden, nämlich über die Rechtsnatur und den Risikograd der Wertpapiere, über den Sitz von M***** sowie über das enge Naheverhältnis zwischen dieser und der Beklagten, das letzterer dazu verholfen habe, Profite zum Nachteil der Anleger (und damit auch der Klägerin) zu lukrieren. Die Beklagte habe gegen die Wohlverhaltensregeln des § 11 WAG verstoßen und der Klägerin gegenüber ihre Aufklärungspflicht verletzt. Darüber hinaus werde ein Wegfall der Geschäftsgrundlage geltend gemacht.
Im vorliegenden Verfahren, das dieselben Wertpapierkäufe zum Gegenstand hat, begehrt die Klägerin primär die Zahlung von 19.348,97 EUR samt 4 % Zinsen ab 16. 3. 2010 Zug-um-Zug gegen die Rückstellung der Wertpapiere. Hilfsweise wird „lediglich für den Fall als festgestellt werden sollte, dass Naturalrestitution nicht möglich“ sei, die Feststellung angestrebt, dass die Beklagte für jeden aus dem Wertpapiererwerb resultierenden Schaden hafte. Der Klagebetrag setzt sich aus dem Kaufpreis von 16.547,27 EUR sowie einem Betrag von 2.801,70 EUR zusammen, der den kapitalisierten Zinsen von 4 % aus dem Kaufpreis für den Zeitraum vom 21. 12. 2005 bis 15. 3. 2010 entspreche. Die Klägerin erklärte, ihre Begehren auf Schadenersatz sowie auf jeden weiteren erdenklichen Rechtsgrund wegen arglistiger beziehungsweise schuldhafter Verletzung der gebotenen Aufklärung und zusätzlich auf Lieferung eines Aliuds sowie rechtliche Unmöglichkeit zu stützen. Den Betrag von 2.801,70 EUR stützte die Klägerin auf das Vorbringen, dass es sich dabei um einen entgangenen Zinsgewinn einer alternativen Veranlagung handle, welcher ein positiver Schaden sei.
Das Erstgericht wies die Klage wegen Streitanhängigkeit zurück.
Das Rekursgericht bestätigte diese Entscheidung und erklärte den ordentlichen Revisionsrekurs für zulässig; die zu beurteilende Frage nach der Identität der Streitgegenstände stelle sich nahezu unverändert auch in zahlreichen am Handelsgericht Wien und am Bezirksgericht für Handelssachen Wien anhängigen Parallelverfahren.
In der Sache selbst vertrat das Rekursgericht die Auffassung, die Klägerin habe in ihrer neuen Klage das in der früheren Klage erhobene Zinsenbegehren lediglich kapitalisiert und darüber hinaus nur Zinseszinsen begehrt. Die Klägerin habe ihre erste Klage „vordergründig“ auf die Anfechtung wegen Arglist und wegen Irrtums gestützt und auch einen Wegfall der Geschäftsgrundlage behauptet. Damit habe sie ein Sachverhaltsvorbringen erstattet, aus dem sich allenfalls Schadenersatzansprüche ableiten ließen. Solche wären im ersten Verfahren erforderlichenfalls auch zu prüfen gewesen. Die Befürchtung der Verjährung von Schadenersatzansprüchen sei unbegründet.
Die Zurückweisung der Klage auf Zahlung von 16.547,27 EUR und des Eventualbegehrens auf Feststellung war daher zu bestätigen.
3. Anders verhält es sich hingegen mit dem restlichen Klagebetrag von 2.801,70 EUR (vgl dazu 7 Ob 207/10g; 1 Ob 177/10a ua). Dieser Anspruch beruht nach dem Vorbringen der Klägerin darauf, dass sie bei ordnungsgemäßer Anlageberatung durch die Beklagte eine alternative Veranlagung gewählt und daraus Gewinn erzielt hätte, wobei dieser Gewinn exakt in Höhe einer gesetzlichen Verzinsung veranschlagt wird. Ein solcher Gewinnanspruch stellt einen von der Forderung auf Rückersatz des Kaufpreises unabhängigen positiven Schaden dar und ist nicht bloß eine Nebenforderung; er beruht vielmehr auf einem im Erstprozess nicht vorgetragenen rechtlichen Sachverhalt (Klagegrund).
Im Umfang des restlichen Klagebegehrens von 2.801,70 EUR liegt daher keine Streitanhängigkeit vor, weshalb dem Revisionsrekurs insofern Folge zu geben war.
4. Die Kostenentscheidung gründet sich auf § 43 Abs 1, § 50 Abs 1 ZPO. Die Klägerin ist im Zwischenstreit über die Einrede der Streitanhängigkeit, der mit dieser Entscheidung vollständig erledigt wurde, etwa zu 85 % unterlegen. Sie hat der Beklagten daher 70 % der dieser in allen drei Instanzen entstandenen Kosten des Zwischenstreits zu ersetzen.
E96383
ECLI:AT:OGH0002:2011:0060OB00247.10G.0128.000
JJT_20110128_OGH0002_0060OB00247_10G0000_000

References: §226
 §235
 §405
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 § 182
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 OGH 
 § 870
 § 871
 § 11
 § 43
 § 50