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Timestamp: 2019-10-20 07:22:09+00:00

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BAG, 14.02.2017 - 9 AZR 386/16 - dejure.org
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BAG, 14.02.2017 - 9 AZR 386/16 (https://dejure.org/2017,6023)
BAG, Entscheidung vom 14.02.2017 - 9 AZR 386/16 (https://dejure.org/2017,6023)
BAG, Entscheidung vom 14. Februar 2017 - 9 AZR 386/16 (https://dejure.org/2017,6023)
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§ 256 Abs. 1 ZPO, § ... 275 Abs. 1, Abs. 4, § 280 Abs. 1, Abs. 3, § 283 Satz 1, § 286 Abs. 1 Satz 1, § 287 Satz 2, § 249 Abs. 1 BGB, § 22 MTV, § 3 Abs. 1, § 4 Abs. 1 TVG, § 7 Abs. 3 Satz 3 BUrlG, Art. 7 der Richtlinie 2003/88/EG, § 7 Abs. 3 BUrlG, §§ 1, 3 Abs. 1 BUrlG, § 7 Abs. 3 Satz 1 BUrlG, § 7 Abs. 3 Satz 1 bis Satz 3 BUrlG, § 7 Abs. 3 Satz 2 BUrlG, § 22 Satz 1 MTV, § 13 Abs. 1 Satz 1, § 1 BUrlG, § 134 BGB, § 97 Abs. 1 ZPO
§ 1 TVG, § 7 Abs 3 S 2 BUrlG, § 3 Abs 1 BUrlG, § 1 BUrlG, Art 7 Abs 1 EGRL 88/2003
Freie Dispositionsbefugnis der Tarifvertragsparteien über Regelungen zum tariflichen Mehrurlaub
Tariflicher Mehrurlaub - und die Verfallfristen
Tariflicher Mehrurlaub - und das eigenständige tarifliche Fristenregime
ArbG Neunkirchen, 23.04.2015 - 3 Ca 1031/14
NJW 2017, 2221
NZA 2017, 655
DB 2017, 975
Fehlen solche, ist von einem diesbezüglichen Gleichlauf des gesetzlichen Urlaubsanspruchs und des Anspruchs auf tariflichen Mehrurlaub auszugehen (vgl. zum sog. Fristenregime BAG 14. Februar 2017 - 9 AZR 386/16 - Rn. 15) .
Fehlen solche, ist von einem Gleichlauf des gesetzlichen Mindesturlaubsanspruchs und des Anspruchs auf tariflichen Mehrurlaub auszugehen (vgl. BAG 14. Februar 2017 - 9 AZR 386/16 - Rn. 15 mwN) .
Fehlen solche, ist von einem Gleichlauf des gesetzlichen Mindesturlaubsanspruchs und des Anspruchs auf tariflichen Mehr- und Zusatzurlaub auszugehen (vgl. BAG 14. Februar 2017 - 9 AZR 386/16 - Rn. 15 mwN) .
Daher liegen die Voraussetzungen, unter denen ein Arbeitgeber, der sich im Verzug mit der Urlaubsgewährung befindet, dem Arbeitnehmer Schadensersatz in Form von Ersatzurlaub zu leisten hat, nicht vor (BAG, Urteil vom 14. Februar 2017 - 9 AZR 386/16 - DB 2017, 975 ).
Ein Gleichlauf ist nicht gewollt, wenn die Tarifvertragsparteien entweder bei der Befristung und Übertragung bzw. beim Verfall des Urlaubs zwischen gesetzlichem Mindesturlaub und tariflichem Mehrurlaub unterschieden oder sich vom gesetzlichen Fristenregime gelöst und eigenständige, vom BUrlG abweichende Regelungen zur Befristung und Übertragung bzw. zum Verfall des Urlaubsanspruchs getroffen haben (BAG 15. Dezember 2015 - 9 AZR 747/14 - Rn. 14; 22. Mai 2012 - 9 AZR 575/10 - Rn. 12; zum Verzicht auf Übertragungsgründe vgl. BAG 14. Februar 2017 - 9 AZR 386/16 - Rn. 15) .
Die Feststellungsklage ist nicht wegen des Vorrangs der Leistungsklage unzulässig, zumal eine Leistungsklage nur als Klage auf Abgabe einer Willenserklärung iSv. § 894 ZPO möglich wäre (BAG,14.02.2017 - 9 AZR 386/16; grdl. 12.04.2011 - 9 AZR 80/10).
Abweichungen von den gesetzlichen Übertragungsvoraussetzungen führen in den davon betroffenen Fallkonstellationen zu einer Verschiebung des Fristenregimes und damit zu einer eigenständigen Fristenregelung (so BAG, Urteil vom 14.02.2017, 9 AZR 386/16, zitiert nach juris).

References: § 256
 § 280
 § 283
 § 286
 § 287
 § 249
 § 22
 § 3
 § 4
 § 7
 Art. 7
 § 7
 § 7
 § 7
 § 7
 § 22
 § 13
 § 1
 § 134
 § 97

§ 1
 § 7
 § 3
 § 1
 § 894