Source: https://www.elo-forum.org/alg/78637-urlaubsabgeltung-alg-antrag.html
Timestamp: 2017-12-16 18:06:55+00:00

Document:
Urlaubsabgeltung, ALG 1 Antrag - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
Start > Information > ALG I -> Urlaubsabgeltung, ALG 1 Antrag
Post #922931 (1)
Post #918868 (1)
Post #917812 (1)
Post #918296 (1)
Post #919511 (1)
29.08.2011, 14:00 #1
Urlaubsabgeltung, ALG 1 Antrag
Hallo, ich werde morgen meinen Antrag auf Alg 1 abgeben. Wie verhält es sich mit der Urlaubsabgeltung wenn das Arbeitsverhältnis noch besteh? Ich habe gelesen, das der Urlaubsanspruch auf das Alg 1 angerechnet wird. Ich werde jetzt arbeitslos wegen BU nach altem Recht und Aussteuerung von der KK.
Sollte ich das auf dem Antrag angeben, das ich noch Forderungen an meinen AG habe, oder kann mir das Probleme bereiten.
AW: Urlaubsabgeltung, ALG 1 Antrag
In der Zeit der Urlaubsabgeltung ruht der Anspruch auf ALG I gem. § 143 SGB III.
Welche Forderungen hast du ausser das Urlaubsgeld, an deinen AG noch?
Wenn der Urlaubsanspruch ausgezahlt wird, muss der AG dies in der Arbeitsbescheinigung unter Punkt 7.3 Urlaubsabgeltung eintragen.
29.08.2011, 14:54 #3
Hallo Seepferdchen, ich habe noch ein Überstundenkonto mit 120 Std. In der Arbeitsbescheinigung ist nichts eingetragen. Ich bekomme diese Urlaubsabgeltung ja erst bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Mein Arbeitsverhältnis besteht aber weiter, ich bin nur Beschäftigungslos weil ich meine Arbeit auf Grund der BU nicht ausführen kann.
29.08.2011, 15:04 #4
Hallo Herbert, sorry das BU habe ich überlesen!
Wegen Berufsunfähigkeit kennen sich einige user gut aus, warte mal da kommt
auf jeden Fall noch ein paar Hinweise!
Ich bekomme diese Urlaubsabgeltung ja erst bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Mein Arbeitsverhältnis besteht aber weiter, ich bin nur Beschäftigungslos weil ich meine Arbeit auf Grund der BU nicht ausführen kann.
du bekommst (wenn ich das jetzt richtig orte) ALG I wegen der Aussteuerung aus dem Krankengeld (§ 125 SGB III), da spielt die Urlaubsabgeltug keine Rolle.
Wie du schon richtig festgestellt hast wird die ja aktuell auch noch gar nicht ausgezahlt, der konkrete Anspruch darauf entsteht erst wenn das Arbeitsverhältnis (endgültig!) beendet wird.
Brauchst du z. Zt. bei der AfA gar keine Angaben zu machen, die WISSEN doch, dass Ausgesteuerte mit vorhandenem Arbeitsplatz diese Ansprüche an den AG (später!!!) noch haben werden, das hat für deinen aktuellen Anspruch auf ALG keine Bedeutung.
Die Ausszahlung bekommst du ohnehin erst, wenn dein Arbeitsverhältnis mal durch deinen AG (Kündigung) oder auf Grund einer Dauer-Rente (lt. Arbeitsvertrag) beendet wird.
DANN steht ja auch erst fest wieviel Urlaub bis dahin aufgelaufen ist und abgegolten wird.
29.08.2011, 18:34 #6
Hallo Doppeloma, auf meinen Antrag hat der SB bei der Arbeitslosmeldung zwar " Verdacht auf § 125 " geschrieben, aber ich denke den werde ich nicht bekommen. Ich habe ja schon einen Rentenbescheid wegen BU, morgen habe ich den Termin zur Antragsabgabe anschließend sollte gleich ein Termin beim Arbeitsvermittler sein. Es sollte ein Gespräch zur Klärung meiner Beruflichen Situation sein. Diesen Termin hat die AfA abgesagt. Da aber ein Arbeitsvermittler im Spiel ist, gehe ich von normaler Arbeitslosigkeit aus.
29.08.2011, 22:30 #7
auf meinen Antrag hat der SB bei der Arbeitslosmeldung zwar " Verdacht auf § 125 "
BEVOR dich irgendwer "vermitteln" kann nach der Aussteuerung aus dem Krankengeld, ist erst mal durch den Amtsarzt festzustellen, in welche Bereiche du überhaupt noch vermittelt werden KANNST.
Der "Vermittler" ist ja kein Arzt und kann das gar nicht beurteilen, den gehen deine Krankheiten auch überhaupt NIX an.
Der § 125 ist KEINE "Verdachts-Diagnose" , sondern die gesetzliche Grundlage DAFÜR, dass du aktuell überhaupt einen Anspruch auf ALG geltend machen KANNST.
Du bist ja nicht "normal" arbeitslos, du hast ja noch einen (ruhenden) Arbeitsplatz, in diesem Falle bekommt man üblicherweise KEIN ALG, das geht NUR dank § 125 SGB III.
Die AfA macht allerdings in letzter Zeit viel (unnötiges) Theater um die Ausgesteuerten, wozu das gut sein soll, weiß ich nicht, denn ZAHLEN MUSS sie so oder so, weil du dir diesen Anspruch mit deinen Beiträgen erworben hast.
Welchen § die da später in den Bescheid schreiben, ist eigentlich völlig "Banane", solange die Dauer und die Höhe deines ALG in Ordnung ist.
Achte bei einer "Vermittlung" später unbedingt auf den § 121 SGB III (Zumutbarkeits-Regeln!!!) und unterschreibe auf KEINEN Fall eine EGV, denn damit will man NUR deine Rechte einschränken (insbesondere die der Zumutbarkeit!).
Es gibt KEINEN Grund sowas zu unterschreiben, das gehört NICHT zur Mitwirkungspflicht und deswegen DARF auch dein ALG NICHT gesperrt oder aufgehoben werden.
So wird man gerne zur Unterschrift "überredet" auf einen Vertrag, der so überflüssig ist wie ein Kropf, nimm das Teil "zur Prüfung mit nach Hause"... und dann prüfe und prüfe..., im ALG I werden eher selten Verwaltungsakte als Ersatz dafür erstellt, die WISSEN sicher genau WARUM....
30.08.2011, 07:40 #8
Hallo, nun hatte ich nach 3 Wochen Wartezeit meinen Termin zur Antragsabgabe. Hat 10 min. gedauert und das Ergebnis soll ich in etwa 1 Woche erfahren. Auf der Urlaubsabgeltung ist Sie etwas rumgeritten. In meiner Arbeitsbescheinigung war da auch nichts angegeben. Ich konnte nicht in Erfahrung bringen, ob § 125 oder nicht. Nun habe ich ein weiteres Problem. Soll ich mich weiter AU schreiben lassen ( § 125 ) oder keine AU mehr um dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stehen?
30.08.2011, 16:19 #9
Soll ich mich weiter AU schreiben lassen ( § 125 ) oder keine AU mehr um dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stehen?
Ja, natürlich, es sei denn du möchtest morgen wieder in deine Firma arbeiten gehen???
Versuche das mal "gedanklich" zu trennen und behalte die AU auf JEDEN Fall bei, auch wenn die AfA aktuell KEINE Vorlage der AU- Bescheinigung haben will (den AG-Teil sammelst du einfach und den KK-Teil schickst du weiterhin zur KK).
Du brauchst das aber für dein bestehendes Arbeitsverhältnis und außerdem bist du ja durch die Aussteuerung nun NICHT plötzlich gesund geworden, oder...
Du bekommst KEIN Krankengeld mehr von der Krankenkasse, weil dein Anspruch darauf beendet ist, das hat doch mit deiner Gesundheit /Krankheit an sich gar nichts zu tun.
Gemäß § 125 hat die AfA eigenständig (durch einen Amtsarzt!!!) festzustellen, in welchem Rahmen (Restleistungsfähigkeit) du noch vermittelbar bist und in diesem Rahmen MUSST du dich auch zur Verfügung stellen (das erweist sich meist als eher theoretische Möglichkeit, denn diese Jobs gibt es meist gar nicht).
Ich habe jedenfalls noch NICHT davon gehört, dass ausgesteuerte /gesundheitlich eingeschränkte Teilrentner jemals von der AfA in irgendeinen passenden Job vermittelt wurden.
Da hast du auf deinem Antrag auf ALGI auch so unterschrieben und so ist es auch im § 125 vorgesehen worden.
WIE die (Gesetzgeber) sich das mal alles vorgestellt haben, ist nicht immer nachvollziehbar, darum kommen wohl selbst die SB der AfA bis heute nicht so ganz klar mit diesem §, manchmal habe ich aber auch den Eindruck "die tun nur so"...
Die Urlaubsabgeltung ist aktuell GAR NICHT relevant, da hast du noch gar keinen Anspruch drauf, solange dein Arbeitsverhältnis ruhend weiter besteht, zumindest soviel sollten die Herrschaften der AfA WISSEN.
Es gibt also überhaupt keinen Ansatz darüber zu diskutieren, du bekommst auch irgendwann mal Rente, wenn du im richtigen Alter dafür bist, die KANNST du aber JETZT auch noch nicht in Anspruch nehmen, weil die AfA das gerne so hätte...
Das Beispiel "hinkt" natürlich wieder wie (fast) alle Beispiele, aber mit der U-Abgeltung ist das ähnlich zu sehen.
DARAUF hast du aktuell noch gar keinen Anspruch, erst wenn dein Arbeitsverhältnis beendet ist (und du deinen Urlaub bis dahin, wegen Krankheit nicht mehr nehmen konntest!), das sollte doch auch für die SB der AfA NICHT SOOO schwer zu begreifen sein...
Ich habe den ganzen Kram schon durch, bin IMMER noch AU geschrieben (OHNE Unterbrechung seit Anfang 2008!!!), bei der AfA habe ich das NUR einmal (Antragsabgabe) vorgelegt und dann NIE wieder.
Die wollten /konnten mich aber auch lt. Amtsarzt NICHT mehr "vermitteln", also bekam ich mein Geld und gut.
Inzwischen bin ich in H4 gelandet, auch da wollte (außer beim Erstantrag) meine AU bisher KEINER mehr sehen, meine Firma fragt allerdings schon ab und zu mal danach, denn ich bin ja auch immer noch fest angestellt.
Von meiner KK bekam ich nach der Aussteuerung so eine Art "Dauer-Krankenschein" (ähnliche Liste wie der Auszahlschein), das stempelt mein Arzt alle 4-5 Wochen ab, dann Faxe ich das an meine KK und fertig.
Bei Erfordernis /Rückfragen bekommen Firma und/oder Jobcenter eine Kopie davon (Diagnosen geschwärzt /abgedeckt!) und FERTIG, das funktioniert bei mir seit JAHREN und hat bei meinem Männe auch GENAUSO über 4 Jahre funktioniert.
Im Februar bekam er (endlich) seine Volle EM-Rente (dauerhaft) bewilligt und damit endete sein Arbeitsverhältnis (lt. Arbeitsvertrag) endgültig und DANN gab es auch die Urlaubsabgeltung für die vergangenen über 4 Jahre
Unsere Probleme damit haben sich nun auf das Jobcenter "verlagert", denn die AfA interessiert das schon lange nicht mehr bei ihm, dafür hat sich die AfA bei uns beiden aber noch nie interessiert.
bei mir hat die Afa letztes Jahr meinen Arbeitgeber aufgefordert den Urlaubsanspruch auszuzahlen. Ich wurde auch bei bestehendem Arbeitsvertrag wegen Krankheit ausgesteuert. Die Afa hat sich auf § 143 SGB 3 berufen
30.08.2011, 21:33 #11
Hallo Fluxkompensator, wie hat der AG denn darauf reagiert. Wenn ich § 143 SGB 3 richtig verstehe, würde die AfA erstmal Alg 1 zahlen und es dann zurückfordern wenn die Urlaubsabgeltung geflossen ist. Wie sieht dann die Berechnung aus. Für 1 Tag Urlaubsabgeltung, 1 Tag kein Alg 1? Wird der Urlaubsanspruch dann normal versteuert, mit allen Sozialabgaben?
31.08.2011, 10:59 #12
mein Arbeitgeber hat den bis dorthin gesammelten Urlaub ausgezahlt. Das bis zu dem Zeitpunkt gezahlte ALG 1 wurde damit verrechnet, ein Teil an die Afa, der Rest ging an mich.
Die Urlaubsabgeltung wurde bei mir unversteuert ausgezahlt, mußte aber letztens ans Finanzamt Steuern nachzahlen.
Bei mir hatten sich über 40 Tage Urlaub angesammelt, das wurde mit einer "normalen" Arbeitswoche verrechnet, daraus hat sich der Ruhenszeitraum ergeben falls ich grad nicht völlig daneben lieg.
Die genauen Daten kann ich heute nachmittag nochmal nachlesen, wenn ich zuhause bin
04.09.2011, 21:43 #13
Hallo, ich habe nun meinen Bewilligungsbescheid bekommen. Von § 125 SGB III steht da allerdings nichts. Mir wird ALG 1 nach § 117 SGB III für 720 Kalendertage bewilligt.
Gleichzeitig habe ich die Information bekommen " Für den Zeitraum, für den ich ihnen Arbeitslosengeld zahle, dürfen Sie über Ansprüche aus Ihrem ehemaligen Arbeitsverhältnis nicht verfügen ( § 115 Zehntes Buch Sozialgesetzbuch )".
Mein Arbeitgeber wurde aufgefordert, der AfA mitzuteilen wieviel Urlaubsanspruch ich noch habe.
Es ist ja von einem ehemaligen Arbeitsverhältnis die Rede, ich bin aber noch da beschäftigt ( jedenfalls auf dem Papier, oder endet das Arbeitsverhältnis automatisch mit Alg 1 Bezug ).
04.09.2011, 22:20 #14
die werden bei der AfA auch immer bekloppter.
Dein Arbeitsverhältnis RUHT, es besteht ein Arbeitsvertrag zwischen dir und deinem Arbeitgeber, der KANN NUR bei Kündigung oder durch Aufhebungsvertrag zwischen DIR und deinem AG beendet werden.
"Automatisch" enden NUR zeitlich befristete Arbeitsverträge, wenn sie nicht verlängert werden, ALLE anderen Arbeitsverträge KÖNNEN NUR durch die beteiligten Vertragspartner beendet werden.
Auch durch eine Dauer-Rente KANN dein Arbeitsvertrag enden, wenn es SOOO im Arbeitsvertrag steht, die AfA hat damit NIX zu tun, DIE KANN deinen Arbeitsvertrag NICHT beenden.
Ich bekomme inzwischen H4 und HABE meinen festen Arbeitsplatz IMMER NOCH, vorher bekam ich 1,5 Jahre ALGI (nach der Aussteuerung auch nach § 117 lt. Bescheid) und mein Arbeitsplatz hat ebenfalls "ruhend" weiter bestanden.
Habe KEINE Ahnung WAS die sich da schon wieder mal neues ausgedacht haben, deinen Arbeitsvertrag KANNST jedenfalls NUR du selber lösen und NICHT die AfA, die ist KEIN Vertragspartner deines AG.
Meinem Mann wurde auch mal von der Krankenkasse mitgeteilt, dass er ja von seinem AG entlassen wurde und sich jetzt bei der AfA melden müsse (die hatten keine Lust mehr Krankengeld zu zahlen!), "schade" nur, dass weder die Firma noch mein Mann was von dieser Entlassung wußten...
Allerdings hat er fast den 2. Infarkt bekommen, als er das gelesen hat, es ist wirklich unglaublich, was sich die verschiedenen Institutionen so alles einfallen lassen, um den Leuten den letzten Nerv zu rauben.
An deiner Stelle würde ich da erst mal gar nicht drauf reagieren, solange die pünktlich dein ALG überweisen, wenn die was Konkretes von dir wollen, werden die sich schon melden.
DU hast aktuell KEINEN Anspruch auf die U-Abgeltung, da dein Arbeitsverhältnis eben NICHT beendet ist, wenn die von der AfA (in der Hinsicht) was wollen, sollen sie sich direkt an deine Firma wenden.
Dein Arbeitsverhältnis beenden, DAS KÖNNEN sie NICHT.
05.09.2011, 12:12 #15
ich kann mich irren, aber ich meine mich an das sogenannte Direktionsrecht erinnern zu können. Dieses würde im Falle der Aussteuerung an die Afa übergehen, vermutlich deswegen "ehemalig"
05.09.2011, 18:08 #16
Mit der Aufgabe des Direktionsrechtes "verzichtet" der Arbeitgeber NUR vorübergehend, auf seine Weisungsbefugnis gegenüber dem Arbeitnehmer, am bestehenden Arbeitsvertrag ändert DAS überhaupt NICHTS.
Der AG "darf" aktuell nicht verlangen, dass der Arbeitnehmer zur Arbeit kommt, dann bekäme er ja KEIN ALG, die Ansprüche des Arbeitnehmers auf arbeitsvertraglich bestehende Geldansprüche (z.B. Urlaubsabgeltung) bleiben davon unberührt.
Diese U-Abgeltung ist allerdings erst NACH korrektem Ende des Arbeitsverhältnisses wirklich fällig (das heißt der AN hätte aktuell gar keinen Anspruch auf die Auszahlung), im Moment versuchen aber ALLE Sozial-Leistungsträger "irgendwie" zu Geld zu kommen, auch auf "krummen Wegen" und manchmal gelingt es ihnen leider auch.
In einem solchen Fall sollte man Widerspruch einlegen, gegen die Forderungen /Anrechnungen der AfA!!!
Ein Arbeitsvertrag besteht (wenn auch ruhend) oder er besteht NICHT (mehr), darüber entscheiden NUR die Vertragspartner, was dazwischen gibt es NICHT.
alg 1, antrag, urlaubsabgeltung

References: § 143
 § 125
 § 125
 § 125
 § 125
 § 121
 § 125
 § 125
 § 125
 § 125
 § 125
 § 143
 § 143
 § 125
 § 117
 § 115
 § 117