Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F18-05-2011-1C_538-2010
Timestamp: 2016-10-28 06:21:55+00:00

Document:
1C_538/2010 (18.05.2011)
1C_538/2010
Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanwalt Robert Hadorn,
Amt f�r St�dtebau der Stadt Z�rich, vertreten durch die Rechtsabteilung des Hochbaudepartements, Lindenhofstrasse 19, Postfach, 8021 Z�rich.
Bauverweigerung und Beseitigungsbefehl,
Beschwerde gegen den Entscheid vom 6. Oktober 2010 des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich, 1. Abteilung, 1. Kammer.
Am 4. Januar 2006 verf�gte das Amt f�r St�dtebau der Stadt Z�rich die Beseitigung von mehreren an historischen Geb�uden in der Z�rcher Altstadt angebrachten Reklameanlagen. Betroffen war nebst zwei weiteren historischen Geb�uden jenes an der Niederdorfstrasse 77 (Haus "Zum Brotkorb"). Bei den Anlagen handelte sich um in bestehenden Vitrinen angebrachte Flachbildschirme, die Reklamen f�r die in den Liegenschaften ans�ssigen Unternehmen als auch sogenannte Fremdreklamen zeigten. Die Reklamen hatten die Form von Standbildern, welche alle 10 Sekunden wechselten. Die X.________ AG als Betreiberin der Anlagen beging gegen die Beseitigungsverf�gung den Rechtsmittelweg. In letzter Instanz sch�tzte das Bundesgericht die Beseitigungsverf�gung und wies die Beschwerde der X.________ AG ab (Urteil 1C_12/2007 vom 8. Januar 2008, in: URP 2008 S. 257).
In der Folge montierte die X.________ AG in zwei Vitrinen am Geb�ude Niederdorfstrasse 77 je zwei 30 Zoll-Farbmonitore, insgesamt also vier. Diese ersetzen die aufgrund der Beseitigungsverf�gung entfernten 50 Zoll-Monitore, welche die Vitrinen v�llig ausgef�llt hatten. Die vier neuen Monitore sind schr�g in die Vitrinen gestellt, so dass f�r die Passanten aus beiden Richtungen der Strasse jeweils die Bilder von zwei Monitoren gut erkennbar sind. Die Bilder wechseln mit einer Frequenz von drei bis vier Bildern pro Minute. Die Werbung ist zu einem kleineren Teil Eigenwerbung (das heisst Werbung f�r im Geb�ude ans�ssige Unternehmen) und zu einem gr�sseren Teil Fremdwerbung. Mit Verf�gung vom 28. Oktober 2008 befahl das Amt f�r St�dtebau der Y.________ AG als Grundeigent�merin und der X.________ AG als Betreiberin die Beseitigung der Monitore. Einen gegen diesen Beseitigungsbefehl erhobenen Rekurs der X.________ AG wies die Baurekurskommission I des Kantons Z�rich am 18. September 2009 ab. Daraufhin legte die X.________ AG beim Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich Beschwerde ein. Nach Durchf�hrung eines Augenscheins wies dieses das Rechtsmittel mit Entscheid vom 6. Oktober 2010 ab.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht vom 25. November 2010 beantragt die X.________ AG im Wesentlichen, der Entscheid des Verwaltungsgerichts sei aufzuheben und die Sache sei zur neuen Beurteilung an das Verwaltungsgericht zur�ckzuweisen.
Das Verwaltungsgericht beantragt, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Das Amt f�r St�dtebau schliesst auf Abweisung der Beschwerde. Die Beschwerdef�hrerin h�lt in ihrer Stellungnahme dazu im Wesentlichen an ihren Antr�gen und Rechtsauffassungen fest.
1.1 Beim angefochtenen Urteil handelt es sich um einen kantonal letztinstanzlichen Entscheid �ber eine baurechtliche Wiederherstellungsverf�gung. Dieser Entscheid unterliegt der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Art. 82 ff. BGG). Ausnahmegr�nde im Sinne von Art. 83 BGG sind nicht gegeben. Die Beschwerdef�hrerin ist Adressatin des angefochtenen Entscheids und von der Anordnung in schutzw�rdigen Interessen betroffen. Sie ist somit nach Art. 89 Abs. 1 BGG zur Beschwerde legitimiert. Auf die Beschwerde ist im Grundsatz einzutreten.
1.3 Die Beschwerdef�hrerin bringt vor, ein generelles Verbot von Flachbildschirmen w�rde dem Gebot der rechtsgleichen Behandlung, der Wirtschaftsfreiheit und der Eigentumsgarantie widersprechen. Sie f�hrt weiter aus, eine ungleiche Behandlung von Vitrinen und Schaufenstern, also ein generelles Verbot von Flachbildschirmen in Vitrinen, lasse sich nicht halten.
Es sind keine Anzeichen daf�r ersichtlich, dass der angefochtene Entscheid auf ein generelles Verbot von Flachbildschirmen hinauslaufen oder dass er eine generelle Unterscheidung zwischen Vitrinen und Schaufenstern treffen w�rde. Die Beschwerdef�hrerin behauptet dies eigentlich auch gar nicht. Auf ihr Vorbringen kann nicht eingetreten werden, da sie insofern nicht konkret auf den angefochtenen Entscheid eingeht.
1.4 Die Beschwerdef�hrerin bringt weiter vor, Sony mache f�r seine Flachbildschirme am R�denplatz an prominenter Lage in der Altstadt von Z�rich in einem Schaufenster Werbung. Diese Ungleichbehandlung verletze Art. 8 Abs. 1 BV.
Mit ihrer Kritik zeigt die Beschwerdef�hrerin nicht auf, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG). Das Verwaltungsgericht erw�hnte das Gesch�ft von Sony in keiner Weise. Soweit ersichtlich hat die Beschwerdef�hrerin die R�ge im vorinstanzlichen Verfahren nicht vorgebracht und hatte das Verwaltungsgericht deshalb auch keinen Anlass, eine m�gliche Ungleichbehandlung zwischen Sony und der Beschwerdef�hrerin in Betracht zu ziehen. Jedenfalls beruft sich letztere nicht darauf, dass ihr Anspruch auf rechtliches Geh�r verletzt worden w�re (Art. 29 Abs. 2 BV). Auf die R�ge ist nicht einzutreten.
1.5 Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen nur soweit vorgebracht werden, als der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt, was in der Beschwerde n�her darzulegen ist (Art. 99 Abs. 1 BGG; BGE 134 V 223 E. 2.2.1 S. 226 mit Hinweis). Die Beschwerdef�hrerin reichte im bundesgerichtlichen Verfahren eine CD mit einem Film zu den Flachbildschirmen in den Schaufenstern des Niederdorfs ein. Sie zeigt jedoch nicht auf, inwiefern erst der Entscheid der Vorinstanz zu dem neuen Beweismittel Anlass gegeben hat. Das Beweismittel erweist sich als unzul�ssig.
1.6 Der rechtserhebliche Sachverhalt geht aus den Akten hinreichend hervor. Auf die Durchf�hrung eines Augenscheins kann daher verzichtet werden.
2.1 Das Bundesgericht legt seinem Urteil den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt zugrunde (Art. 105 Abs. 1 BGG). Soweit ein Beschwerdef�hrer die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen beanstandet und eine mangelhafte Sachverhaltsfeststellung f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend ist, kann er nur geltend machen, die Feststellungen seien offensichtlich unrichtig oder beruhten auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG (Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 2 BGG). Eine entsprechende R�ge ist substanziiert vorzubringen (Art. 42 Abs. 2 BGG). Vorbehalten bleibt die Sachverhaltsberichtigung von Amtes wegen nach Art. 105 Abs. 2 BGG (BGE 135 III 127 E. 1.5 S. 129 f.; 133 II 249 E. 1.4.3 S. 254 f.; Urteil des Bundesgerichts 1C_412/2008 vom 24. M�rz 2009 E. 2.1, in: URP 2009 S. 188; je mit Hinweisen).
2.2 Die Beschwerdef�hrerin r�gt, die Feststellung, die Schaufenster des Niederdorfs wiesen ansonsten keine Monitore auf, sei aktenwidrig. Sie bezieht sich offensichtlich auf die Erw�gung der Vorinstanz, wonach trotz der geringeren Frequenz der Bildwechsel die Monitore im betroffenen Strassenraum eine gewisse Irritation schaffen w�rden, die sie von Schaufensterauslagen oder Schauk�sten mit stehenden Bildern und dergleichen abhebe. Mit dieser Erw�gung vergleicht die Vorinstanz die umstrittenen Monitore mit Schaufenstern und Schauk�sten, wo nur stehende Bilder und dergleichen sind. Dass die Schaufenster des Niederdorfs ansonsten keine Monitore aufweisen w�rden, behauptet sie jedoch nicht, auch wenn ein solcher Vergleich offenbar treffender gewesen w�re. An anderer Stelle geht die Vorinstanz denn auch auf die R�ge der Beschwerdef�hrerin ein, es bestehe eine Ungleichbehandlung mit andernorts aufgestellten Bildschirmen (diesbez�glich h�lt sie fest, jene Bildschirme bildeten Teil der Auslage der jeweiligen Ladengesch�fte und keine selbst�ndigen Reklameanlagen; es l�gen deshalb keine vergleichbaren Sachverhalte vor). Auch das Amt f�r St�dtebau der Stadt Z�rich ist der Ansicht, der angefochtene Entscheid lasse sich nicht so verstehen, wie dies die Beschwerdef�hrerin tut. Es betont indessen, dass es in der Altstadt nur einige wenige Monitore gebe.
Die R�ge der willk�rlichen Sachverhaltsfeststellung erweist sich nach dem Gesagten als unbegr�ndet.
2.3 Unter dem Gesichtspunkt der �sthetischen Einordnung gibt die Beschwerdef�hrerin eine eigene Beschreibung des Niederdorfs als Ausgeh- und Vergn�gungsviertel ab. Davon ausgehend r�gt sie, die Vorinstanz habe den tats�chlichen Quartiercharakter vollst�ndig �bergangen und es bei einem abstrakten Hinweis auf die Festsetzung einer Kernzone belassen. Auch insofern sei der massgebliche Sachverhalt nicht oder jedenfalls nur ungen�gend abgekl�rt worden.
Es ist nicht ersichtlich, inwiefern das Vorbringen, das Niederdorf sei ein "�usserst pulsierendes Laden- und Vergn�gungsviertel und kein Stadtquartier mit vorab musealem Charakter", f�r die Frage der �sthetischen Einordnung bedeutsam ist. Dasselbe gilt f�r die weiteren in diesem Zusammenhang gemachten Ausf�hrungen. Die R�ge erweist sich als unbegr�ndet.
3.1 In der Hauptsache r�gt die Beschwerdef�hrerin eine willk�rliche Anwendung von � 238 Abs. 2 des Gesetzes des Kantons Z�rich vom 7. September 1975 �ber die Raumplanung und das �ffentliche Baurecht (LS 700.1; im Folgenden: PBG) bzw. von Art. 43 Abs. 1 der Bau- und Zonenordnung der Stadt Z�rich vom 23. Oktober 1991 (AS 700.100; im Folgenden: BZO).
Gem�ss Abs. 1 von � 238 PBG sind Bauten, Anlagen und Umschwung f�r sich und in ihrem Zusammenhang mit der baulichen und landschaftlichen Umgebung im Ganzen und in ihren einzelnen Teilen so zu gestalten, dass eine befriedigende Gesamtwirkung erreicht wird; diese Anforderung gilt auch f�r Materialien und Farben. Gem�ss Abs. 2 ist auf Objekte des Natur- und Heimatschutzes besondere R�cksicht zu nehmen; sie d�rfen auch durch Nutzungs�nderungen und Unterhaltsarbeiten nicht beeintr�chtigt werden, f�r die keine baurechtliche Bewilligung n�tig ist. Art. 43 Abs. 1 BZO verlangt, dass Bauten, Anlagen und Umschwung im Ganzen und in ihren einzelnen Teilen so zu gestalten sind, dass der typische Gebietscharakter gewahrt bleibt und eine gute Gesamtwirkung erzielt wird.
Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, Flachbildschirme k�nnten nicht per se als gestalterisch unbefriedigend bezeichnet werden. Die gegenteilige Ansicht der Vorinstanz sei anachronistisch und weltfremd. Sowohl � 238 PBG wie auch Art. 43 Abs. 1 BZO w�rden einen konkreten Einordnungsmangel voraussetzen. Ein solcher sei nicht ersichtlich. Das Niederdorf sei das traditionelle Ausgeh- und Vergn�gungsviertel der Stadt Z�rich. Das Verwaltungsgericht st�re sich offensichtlich an den Bildwechseln, doch habe es selber festgestellt, dass sich in den nahe gelegenen Schaufenstern der Gesch�fte von Orange und von Waser ebenfalls Monitore bef�nden. Flachbildschirme gebe es auch noch in unz�hligen weiteren Schaufenstern und Schauk�sten des Niederdorfs. Dass Flachbildschirme in einem Schaufenster, worin noch andere Gegenst�nde st�nden, �sthetisch befriedigender seien, k�nne nicht behauptet werden.
Von einer gestalterischen Irritation k�nne vor diesem Hintergrund nicht gesprochen werden. Das Verwaltungsgericht sei denn diesbez�glich auch seiner Begr�ndungspflicht nicht nachgekommen. Es spreche lediglich von einer restriktiven und schematischen Bewilligungspraxis im Interesse des Ortsbildschutzes und der Vermeidung einer st�renden Reklamedichte. Um was f�r eine Praxis es dabei gehe, werde auch nicht ansatzweise erkl�rt. Das Amt f�r St�dtebau der Stadt Z�rich habe zudem keinen einzigen weiteren Fall anf�hren k�nnen, in dem ein Flachbildschirm verboten worden w�re. Gewiss sei das Geb�ude an der Niederdorfstrasse 77 inventarisiert. Das treffe aber einerseits ohnehin auf die �berwiegende Mehrzahl der Geb�ude im Niederdorf zu und andererseits sei kein konkreter Schutzentscheid getroffen worden.
3.2 Nach der st�ndigen Praxis des Bundesgerichts liegt Willk�r in der Rechtsanwendung dann vor, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft. Das Bundesgericht hebt einen Entscheid jedoch nur auf, wenn nicht bloss die Begr�ndung, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist. Dass eine andere L�sung ebenfalls als vertretbar oder gar zutreffender erscheint, gen�gt nicht (BGE 136 I 316 E. 2.2.2 S. 318 f. mit Hinweisen).
3.3 Im angefochtenen Entscheid wird bez�glich der f�r die Einordnung massgeblichen Rechtsgrundlagen auf die Erw�gungen des Verwaltungsgerichts und des Bundesgerichts in den Entscheiden vom 17. Januar 2007 bzw. vom 8. Januar 2008 verwiesen (Verfahren 1C_12/2007). Die Pr�fung k�nne sich im Wesentlichen auf die Frage beschr�nken, ob trotz der Verkleinerung der Formate, der anderen Anordnung der Bildschirme, der verringerten Lichtemissionen und der herabgesetzten H�ufigkeit der Bildwechsel der Einordnungsentscheid der �rtlichen Baubeh�rde noch als sachlich vertretbar erscheine.
Das Verwaltungsgericht f�hrt weiter, wie das Bundesgericht im seinem Entscheid vom 8. Januar 2008 festgehalten habe, verf�ge das Amt f�r St�dtebau f�r die Beurteilung von Werbeanlagen in der Kernzone Altstadt �ber eine hinreichend konkretisierte Gesamtbetrachtung. Diese verm�ge im Interesse des Ortsbildschutzes und zur Vermeidung einer die kleinr�umige Umgebung st�renden Reklamedichte eine restriktive und schematische Bewilligungspraxis zu rechtfertigen.
Im Licht dieser schematischen und restriktiven Bewilligungspraxis fielen die von der Beschwerdef�hrerin gegen�ber der fr�heren Anlage vorgenommenen �nderungen nicht entscheidend ins Gewicht. Wie der Augenschein best�tigt habe, liege zwar die Helligkeit der Bildschirme im Bereich anderer Lichtquellen wie Schaufenster und dergleichen. Trotz der geringeren Frequenz der Bildwechsel w�rden die Monitore jedoch im dortigen Strassenraum eine gewisse Irritation schaffen, die sie von Schaufensterauslagen oder Schauk�sten mit stehenden Bildern und dergleichen abhebe. Auch die ge�nderten Reklameanlagen k�nnten deshalb mit vertretbaren Gr�nden in der gesch�tzten Altstadt und am schutzw�rdigen Geb�ude "Zum Brotkorb" als fremdes und gestalterisch unpassendes Element gew�rdigt werden. Die von der Beschwerdef�hrerin vorgeschlagene Beschr�nkung von Helligkeit und Frequenz des Bildwechsels verm�chte daran nichts zu �ndern. Angesichts der erh�hten Anforderungen, die sowohl � 238 Abs. 2 PBG als auch Art. 43 BZO an die Einordnung von Bauten und Anlagen in den baulichen Kontext der Kernzone stellten, verm�ge bereits ein solcher relativ geringf�giger Mangel die Bewilligungsverweigerung zu rechtfertigen; eine st�rende Wirkung werde nicht vorausgesetzt. Auch die verkleinerten Bildschirme leisteten keinen positiven Beitrag zur Gesamtwirkung des Schutzobjekts "Zum Brotkorb" und zum gesch�tzten Ortsbild. In Bezug auf das Ortsbild sei es sodann sachgerecht, nicht bloss die einzelne Anlage ins Auge zu fassen, sondern die gestalterische Wirkung zu ber�cksichtigen, welche die aus Gr�nden der Gleichbehandlung hinzunehmende Ausbreitung solcher neuer Formen der Werbung in der Altstadt insgesamt zur Folge h�tte.
Was die Frage der Ungleichbehandlung gegen�ber den in Schaufenstern an der Ecke Niederdorfstrasse/M�hlegasse und an der Oberdorfstrasse aufgestellten Bildschirmen betreffe, so l�gen keine vergleichbaren Sachverhalte vor. Jene Bildschirme bildeten Teil der Auslage der jeweiligen Ladengesch�fte und keine selbst�ndigen Reklameanlagen.
3.4 Zun�chst ist zu pr�fen, ob die Beschwerdef�hrerin zu Recht r�gt, der pauschale Hinweis der Vorinstanz auf die restriktive und schematische Bewilligungspraxis gen�ge der Begr�ndungspflicht nach Art. 29 Abs. 2 BV nicht. Es ist davon auszugehen, dass sich die Vorinstanz auf die Ausf�hrungen der Baubewilligungsbeh�rde im Verfahren 2C_12/2007 bezieht, wonach grossformatige Werbebildschirme mit ihren wechselnden, beleuchteten Bildern die gestalterischen Anforderungen in der Altstadt nicht erf�llen w�rden. Die Baubewilligungsbeh�rde f�hrte damals weiter aus, es habe bereits der legitime Bedarf an Eigenwerbung f�r das in der Altstadt ans�ssige Gewerbe zu einer hohen Reklamedichte in der kleinr�umigen Umgebung gef�hrt. Die restriktive Praxis gegen�ber Fremdwerbung diene dazu, einer �berhandnahme von Reklameanlagen entgegenzuwirken.
Angesichts dieser Ausf�hrungen anerkannte auch das Bundesgericht, dass die Baubewilligungsbeh�rde �ber eine hinreichend konkrete Gesamtbetrachtung f�r Plakatwerbung in der fraglichen Kernzone verf�ge (a.a.O., E. 5.4-5.6). Sie habe sich deshalb darauf beschr�nken d�rfen, die Bewilligungsf�higkeit der umstrittenen Reklameanlagen anhand der Kriterien ihrer Gesamtbetrachtung schematisch zu pr�fen. Dagegen sei sie nicht gehalten gewesen, eine ins Detail gehende, einzelfallm�ssige Beurteilung an den drei unterschiedlichen Standorten vorzunehmen.
Mit den Verweisen auf die fr�heren Entscheide, welche ebenfalls die Beschwerdef�hrerin betrafen und welche nach dem Gesagten Ausf�hrungen zur Bewilligungspraxis im betreffenden Altstadtbereich enthalten, ist das Verwaltungsgericht seiner Begr�ndungspflicht nach Art. 29 Abs. 2 BV nachgekommen. Die betreffende R�ge ist unbegr�ndet. Ob diese Bewilligungspraxis inkonsistent oder rechtsungleich ist, wie die Beschwerdef�hrerin andeutet, hat nichts mit der Begr�ndungspflicht zu tun.
3.5 Das Bundesgericht hat im Urteil 2C_12/2007 vom 8. Januar 2008 die Unterscheidung von Eigenwerbung und Fremdwerbung gebilligt (vgl. E. 5.4 und den dort zitierten Entscheid). Hinter dieser Unterscheidung und der strengeren Bewilligungspraxis gegen�ber Fremdwerbung steht die Bef�rchtung, dass im Rahmen der Fremdwerbung eine zu permissive Praxis zu einer hohen Reklamedichte f�hren k�nnte. Mithin geht es um den Pr�judizcharakter einer Bewilligung. Die unterschiedliche Behandlung von Eigenwerbung und Fremdwerbung beruht somit auf einem sachlichen Grund und ist im Prinzip nicht zu beanstanden (Art. 8 Abs. 1 BV).
Das zitierte Bundesgerichtsurteil ist indessen nicht dahingehend auszulegen, dass von einer Beurteilung der konkreten Umst�nde des Einzelfalls abgesehen werden d�rfte oder dass bei der Beurteilung der �sthetischen Wirkung Monitore zur Eigenwerbung von vornherein nicht mit Monitoren zur Fremdwerbung verglichen werden k�nnten. Der Beschwerdef�hrerin ist insofern zuzustimmen, dass ein pauschaler Hinweis auf eine restriktive und schematische Bewilligungspraxis nicht ausreichend w�re. Nach dem Ausgef�hrten ist der diesbez�gliche Vorwurf der Beschwerdef�hrerin jedoch unbegr�ndet.
Vor diesem Hintergrund ist im Folgenden zu pr�fen, ob der angefochtene Entscheid auf einer willk�rlichen Anwendung von � 238 PBG oder Art. 43 BZO beruht. Das Bundesgericht auferlegt sich dabei Zur�ckhaltung, zumal die Beurteilung der Streitsache von einer W�rdigung der �rtlichen Verh�ltnisse abh�ngt, welche die kantonalen Beh�rden besser �berblicken (BGE 136 I 265 E. 2.3 S. 270 mit Hinweis).
3.6 Die Beschwerdef�hrerin weist darauf hin, dass kein Schutzentscheid in Bezug auf das Haus "Zum Brotkorb" getroffen worden sei. Dabei �bersieht sie, dass f�r die Anwendbarkeit von � 238 Abs. 2 PBG nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts kein Schutzentscheid notwendig ist (grundlegend: Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich vom 19. November 1982, in: BEZ 1981 Nr. 5). Im Ergebnis macht die Beschwerdef�hrerin denn auch gar nicht geltend, es sei willk�rlich, im vorliegenden Fall den strengeren Massstab von Abs. 2 von � 238 PBG anzulegen (zur Bedeutung der Inventarisierung im Hinblick auf � 238 Abs. 2 PBG siehe das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich vom 5. Dezember 1986, in: BEZ 1987 Nr. 3). Die umstrittenen Monitore sind folglich anhand dieser Vorschrift zu beurteilen. Gesonderte Erw�gungen zu Art. 43 BZO er�brigen sich, da nicht davon auszugehen ist, dass dieser Vorschrift ein noch strengerer Massstab zugrunde liegt; ihre Formulierung ist eher derjenigen von � 238 Abs. 1 PBG vergleichbar.
3.7 Zur Schutzw�rdigkeit des Geb�udes "Zum Brotkorb" sind dem angefochtenen Entscheid kaum Hinweise zu entnehmen. Das Amt f�r St�dtebau erwog in seinem Beseitigungsbefehl vom 28. Oktober 2008, es sei vom bekannten Z�rcher Architekten Wilhelm Waser (1811-1866) gebaut worden. Das einmalige Geb�ude besitze eine sch�n ausformulierte Architektur und bilde den Abschluss der H�userzeile des Limmatquais. Es stehe in der Z�rcher Altstadt und sei Teil eines Ortsbilds von �berkommunaler Bedeutung. In seiner Vernehmlassung zuhanden des Bundesgerichts pr�zisiert und erg�nzt das Amt f�r St�dtebau, das Geb�ude weise wohl mittelalterliche Bausubstanz auf. Es sei gleichsam die "Visitenkarte" des historischen Zentrums der Z�rcher Altstadt. Diese ihrerseits sei ein bauhistorisch bedeutendes Ensemble mit grosser regionaler, nationaler und internationaler Ausstrahlung.
Aus den bei den Akten liegenden Fotos ist zudem ersichtlich, dass das Haus "Zum Brotkorb" in n�chster N�he zum Central, einem Verkehrsknotenpunkt der Stadt Z�rich liegt. Die Vitrinen befinden sich jedoch auf jener Seite des Geb�udes, die schon stark von den kleinr�umigen Verh�ltnissen der Niederdorfstrasse gepr�gt ist. Auf dieses denkmalpflegerisch sensible Umfeld nimmt die geplante Fremdwerbung in Form von vier Flachbildschirmen nicht hinreichend R�cksicht, insbesondere da es sich auch beim betroffenen Geb�ude "Zum Brotkorb" um ein inventarisiertes Objekt handelt. In einer kleinr�umigen Umgebung tritt jede Form von beleuchteter bzw. leuchtender Werbung stark in Erscheinung. Die Bef�rchtung der Baubeh�rden, dass bei der Bewilligung der vorliegend umstrittenen Monitore ein Pr�judiz geschaffen w�rde, welches im Verlaufe der Zeit zu einer �sthetischen Beeintr�chtigung der Altstadt f�hren k�nnte, erscheint vor diesem Hintergrund nicht unbegr�ndet. Dies trifft nach dem Gesagten auch dann zu, wenn in der Umgebung der Eigenwerbung dienende Schaufenster �hnlich oder sogar noch auff�lliger gestaltet sind (E. 3.5 hiervor). Eigenwerbung im Sinne des angefochtenen Entscheids steht in Verbindung mit dem an einem bestimmten Ort ans�ssigen Gewerbe und ist damit lokal eng begrenzt. Ebenso begrenzt sind damit die �sthetischen Immissionen dieser Werbeform, was sich von der Fremdwerbung gerade nicht sagen l�sst. Die Pr�judizwirkung ist deshalb nicht die selbe.
Vor diesem Hintergrund und angesichts der erh�hten �sthetischen Anforderungen von � 238 Abs. 2 PBG erscheint der angefochtene Entscheid als verfassungsrechtlich haltbar. Die R�ge der Willk�r ist unbegr�ndet.
Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Bei diesem Ausgang tr�gt die Beschwerdef�hrerin die Gerichtskosten (Art. 66 Abs. 1 BGG). Sie hat keinen Anspruch auf eine Parteientsch�digung (Art. 68 Abs. 2 BGG).
Dieses Urteil wird der Beschwerdef�hrerin, dem Amt f�r St�dtebau der Stadt Z�rich und dem Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich, 1. Abteilung, 1. Kammer, schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 83
 Art. 89
 Art. 8
 BGE 
 Art. 95
 Art. 105
 Art. 105
 Art. 43
 Art. 43
 Art. 43
 Art. 43
 Art. 29
 Art. 29
 Art. 43
 Art. 43