Source: http://ivf.klinikeugin.de/wahrheiten-und-unwahrheiten-zum-thema-extrauteringraviditaten-eug/
Timestamp: 2016-07-01 04:30:57+00:00

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Startseite > Assistierte Reproduktion - Fragen > Wahrheiten und Unwahrheiten zum Thema Extrauteringraviditäten (EUG)	Wahrheiten und Unwahrheiten zum Thema Extrauteringraviditäten (EUG)
Die Extrauteringravidität (EUG), bei der der Embryo sich außerhalb der Gebärmutter einnistet, wird manchmal mit Behandlungen der assistierten Reproduktion in Verbindung gebracht. Es handelt sich dabei allerdings um einen Trugschluss: eine Behandlung der assistierten Reproduktion erhöht nicht das Risiko, dass eine solche Schwangerschaft eintritt. Es ist vielmehr so, dass Frauen, die sich einer solchen Behandlung unterziehen, häufig bereits Probleme mit den Eileitern hatten, was in manchen Fällen das Auftreten einer EUG begünstigen kann.
Bei den meisten EUG nistet sich der Embryo in den Eileitern ein, in denen auch die Befruchtung stattfindet. In manchen Fällen kann es auch sein, dass sich der Embryo auch im Gebärmutterhals, den Eierstöcken oder der Bauchhöhle entwickelt.
„Einige medizinische Eingriffe, Infektionen oder Endometriose können die Eileiter in Mitleidenschaft ziehen und Schwierigkeiten bei der Schwangerschaft oder eine EUG hervorrufen“, erklärt Dr. Marta Trullenque, Spezialistin aus dem Ärzteteam der Klinik Eugin. „Es handelt sich hierbei jedoch nur um wenige Fälle; eine EUG betrifft etwa 1 von 100 Schwangeren“, fügt sie hinzu. Wer einmal eine EUG hatte, kann mit einer Wahrscheinlichkeit von 13% noch einmal eine bekommen.
Eine EUG ist nicht immer einfach zu diagnostizieren, da die Symptome von Frau zu Frau unterschiedlich sind: Einige haben Bauchschmerzen, andere leichte Blutungen oder auch beides. „Bei Frauen, die sich einer Behandlung der assistierten Reproduktion unterziehen, werden von Anfang an Blut- und Ultraschalluntersuchungen durchgeführt. Dies macht es leichter, eine EUG festzustellen“, so die Ärztin.
EUG werden mittels einer Blut- und einer Ultraschalluntersuchung festgestellt. Bei Frauen, bei denen eine künstliche Befruchtung oder eine In-vitro-Fertilisation durchgeführt wurde, kann eine EUG nach 14 Tagen festgestellt werden. Bei normalen Schwangerschaften verdoppelt sich der Beta-hCG-Wert nach diesem Zeitraum; bei EUG weist dieser Wert ein unregelmäßigeres, langsameres Verhalten auf.
Auch Ultraschalluntersuchungen sind wichtig, um eine solche Schwangerschaft bestätigen zu können. Mithilfe dieses bildgebenden Verfahrens wird überprüft, dass sich in der Gebärmutter der Frau kein Schwangerschaftssack befindet; auf die gleiche Art und Weise wird auch eine Schwangerschaft festgestellt und in manchen Fällen kann ein kleiner Schwangerschaftssack im Eileiter beobachtet werden.
„Wenn eine EUG festgestellt wurde, muss die Schwangerschaft medikamentös oder chirurgisch unterbrochen werden“, erklärt die Ärztin. „Die medikamentöse Variante ist zu bevorzugen, insbesondere wenn sie zu einem frühen Zeitpunkt erfolgen kann, da sie weniger Risiken birgt als ein chirurgischer Eingriff. In manchen Fällen muss zusätzlich zur medikamentösen Behandlung ein chirurgischer Eingriff erfolgen. Nach der Schwangerschaftsunterbrechung muss mindestens sechs Monate gewartet werden, bis ein neuer Schwangerschaftsversuch unternommen werden kann.“
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