Source: https://www.nabburg.de/buerger-stadt/einrichtungen-vereine/kommunale-einrichtungen/
Timestamp: 2019-07-23 00:33:51+00:00

Document:
Stadt Nabburg: Kommunale Einrichtungen
Baufhof Nabburg
Der Bauhof hat u. a. dafür zu sorgen, dass die öffentlichen Anlagen und Einrichtungen instandgehalten und gepflegt werden. Dafür gilt es, eine Vielzahl an verschiedensten Arbeiten zu erledigen.
Der Bauhof der Stadt Nabburg befindet sich im westlichen Teil der Stadt Nabburg.
Sie finden den Bauhof am "Brünnlweg 19, 92507 Nabburg".
"Überdies wird es künftig möglich sein,
noch zu Lebzeiten ein Grab zu erwerben,
ohne dass sofort eine Beisetzung erfolgen muss."
(Aus der neuen Wiener Friedhofsordnung)
Die Stadt Nabburg unterhält im Stadtgebiet drei Friedhöfe zur Bestattung ihrer Bürger. Hauptsächlich werden Bestattungen derzeit auf dem 1977 eingerichteten Waldfriedhof durchgeführt. Der Waldfriedhof liegt im Südwesten Nabburgs an der Staatsstraße 2040 in Richtung Amberg.
Dieser Friedhof bietet die Möglichkeit zu Bestattungen in Einzel- und Doppelgräbern inmitten eines ausgedehnten Waldgebietes zwischen lockerem Baumbestand. Weiterhin ist die Möglichkeit der Beisetzung von Urnen sowohl in den Doppel- und Einzelgräbern als auch in speziellen Urnenerdgräbern und in Urnenstelen möglich.
Im Stadtgebiet selbst, nahe der Altstadt, liegt der Nabburger Stadtfriedhof, der sich in den so genannten alten und neuen Teil untergliedert.
Im neuen Teil des Stadtfriedhofes sind sowohl Sarg- als auch Urnenbestattungen in Doppel- und Einzelgräbern möglich. Allerdings ist die Möglichkeit Angehörige in diesen Gräbern zu bestatten nur bis 31.12.2018 gegeben. Danach wird dieser Friedhof für weitere Beerdigungen geschlossen.
Der alte Teil des Stadtfriedhofes, der sich an die bekannte Nabburger Friedhofskirche St. Georg mit dem Wahrzeichen der Stadt Nabburg, dem Storchennest, anschließt, ist nur mehr eingeschränkt nutzbar und es sind ausschließlich Urnenerdbestattungen möglich. Dies jedoch auch nur in Gräbern die aktuell noch über eine bereits bezahlte Nutzungsdauer verfügen. Bei Gräbern im alten Stadtfriedhof, deren Nutzungsdauer abgelaufen ist, kann diese nicht mehr verlängert werden. Auch hier ist die Möglichkeit zur Urnenerdbestattung längstens bis zum 31.12.2018 gegeben.
Die Ruhefrist sowohl für Urnen- als auch für Sargbestattungen beträgt in allen drei Nabburger Friedhöfen jeweils 15 Jahre.
Die wichtigsten Bestattungsgebühren der Friedhöfe:
Doppelgrab 900,00 Euro (15 Jahre)
Einzelgrab 450,00 Euro (15 Jahre)
Urnenerdgrab 350,00 Euro (15 Jahre)
Urnennische 600,00 Euro (15 Jahre)
Tiefgrabzuschlag 300,00 Euro
Leichenhausnutzung 100,00 Euro (einmalig)
Die Satzungen zum Friedhofs- und Bestattungswesen die Gebühren finden Sie hier.
Allgemeine Informationen zum Friedhofs- und Bestattungswesen:
Die nachfolgenden Ausführungen sollen allgemeine Informationen zum Friedhofs- und Bestattungswesen geben. Der Bereich des Friedhofs- und Bestattungswesen ist äußerst umfangreich, so dass die nachfolgenden Ausführungen keinesfalls umfassend und vollständig sein können. Sie geben lediglich einen Einblick in die Materie.
1. Entwicklung des Friedhofs- und Bestattungswesens
Das Friedhofs- und Bestattungswesen war über Jahrhunderte eine grundsätzlich kirchliche Angelegenheit, bei der die religiösen Feierlichkeiten und die Sorge für die Toten - als Teil der kirchlichen Seelsorge - im Vordergrund standen. Erst im Zuge der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung im 19. Jahrhundert wuchs vor dem Hintergrund zunehmender gesundheitlicher und hygienischer Schwierigkeiten der kirchlichen Totenbestattungen insbesondere in den Städten die Erkenntnis nach der Notwendigkeit hoheitlicher Regelungs- und Eingriffsbefugnisse aus dem Gesichtspunkt der öffentlichen Daseinsvorsorge. In der Folgezeit erließen die Gemeinden aber nicht nur entsprechende ortsrechtliche Ordnungsvorschriften, sondern gingen zunehmend dazu über, eigene - kommunale - Bestattungseinrichtungen zu schaffen, zu unterhalten und deren Benutzung zu regeln. Heute hat das gemeindliche Friedhofswesen bei weitem größere Bedeutung als das kirchliche; der gemeindliche Friedhof ist die Regel geworden.
Nach der allgemein anerkannten Definition des Reichsgerichts besteht der Zweck des Friedhofs in der "Ermöglichung einer angemessenen und geordneten Leichenbestattung und in der dem pietätvollen Gedenken der Verstorbenen entsprechenden würdigen Ausgestaltung und Ausstattung des der Totenbestattung gewidmeten Grundstücks". Darüber hinaus kommt den Friedhofsflächen aufgrund ihrer naturnahen Gestaltung eine wesentliche Bedeutung für den Umwelt- und Naturschutz zu. Friedhöfe sind wichtige Grünflächen innerhalb der Gemeinde.
2. Rechtliche Grundlage des Friedhofs- und Bestattungswesens
VerfassungsrechtIiche Grundlagen für das gemeindliche Bestattungswesen sind Art. 149 und 83 Bayerische Verfassung (BV):
Nach Art. 149 Abs. 1 Satz 1 BV haben die Gemeinden dafür zu sorgen, dass jeder Verstorbene schicklich beerdigt werden kann.
Nach Art. 83 Abs.1 BV ist die "Totenbestattung" eine von der Gemeinde im eigenen Wirkungskreis zu erfüllende Aufgabe.
Gesetzlich ist das Bestattungswesen im Wesentlichen im Bestattungsgesetz (BestG) und in der zur Durchführung dieses Gesetzes erlassenen Bestattungsverordnung (BestV) geregelt.
Art. 7 BestG enthält die spezialgesetzliche Verpflichtung der Gemeinde (i. S. v. Art. 57 Abs. 2 Satz 2 Gemeindeordnung -GO-), die erforderlichen Bestattungseinrichtungen herzustellen und zu unterhalten, soweit dafür ein öffentliches Bedürfnis besteht. Als Bestattungseinrichtungen nennt das Gesetz beispielhaft die Friedhöfe und die Leichenräume (auch Feuerbestattungsanlagen); unter den Begriff fallen daneben alle Einrichtungen, die unmittelbar der Bestattung und deren Vorbereitung zu dienen bestimmt sind.
Nach Art. 1 Abs. 1 BestG müssen Leichen und Aschenreste Verstorbener grundsätzlich auf Friedhöfen beigesetzt werden.
Weitere wichtige gesetzliche Bestimmungen sind:
Anzeigepflicht bei Sterbefällen, Sterbebuch, Todeserklärungen (§§ 32 - 40 des Personenstandsgesetzes);
Meldepflicht bei Tod durch übertragbare Krankheit (§§ 6 ff. des Infektionsschutzgesetzes);
Leichenschau, Leichenöffnung (§§ 87 - 91, 159 der Strafprozessordnung); §§ 33 ff. der Richtlinie für das Strafverfahren und Bußgeldverfahren; Anzeigepflicht der Gemeinden bei unnatürlichem Tod und Leichenfund (§ 4 BestV).
Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche wichtige Verwaltungsvorschriften für die Gemeinden zu beachten.
3. Bedeutung des Friedhofs- und Bestattungswesens
Die Bedeutung des Friedhofs- und Bestattungsrechts ist - wie die Fülle gerichtlicher Entscheidungen zeigt - in der Praxis sehr groß. In Widerstreit stehen regelmäßig das Interesse der Gemeinde als Friedhofsträgerin an möglichst geordneten Verhältnissen und die individuellen Vorstellungen der Hinterbliebenen (oder dem letzten Willen des Verstorbenen) bei der Grabgestaltung, -pflege usw. Nach Presseberichten haben sich die Gemeinden in zunehmendem Maße insoweit aber auch mit "Nachbarstreitigkeiten" auseinanderzusetzen.
Hinzukommen sehr häufig Klagen von Gewerbetreibenden, die Arbeiten im Zusammenhang mit der Bestattung übernehmen möchten und sich insbesondere gegen einen Benutzungszwang für die öffentliche Einrichtung oder die (vermeintliche) Bevorzugung eines Konkurrenten wenden.
4. Bestattungseinrichtungen, Bestattungshoheitsverwaltung
Bestattungseinrichtungen im Sinn von Art. 7 BestG sind nicht nur Grundstücke und Gebäude wie z. B. Friedhöfe, Leichenräume (Leichenhäuser) und Feuerbestattungsanlagen, sondern alle Einrichtungen, die unmittelbar der Bestattung und deren Vorbereitung dienen sollen. Die Einrichtungen umfassen auch das geeignete Personal, um die Verstorbenen waschen, ankleiden, einsargen, befördern, bestatten und umbetten zu können. Zu den Aufgaben der Gemeinde nach Art. 7 BestG gehört nicht nur das Herstellen und Unterhalten von Bestattungseinrichtungen, sondern auch deren Betrieb.
Gemäß Art. 8 Abs. 2 BestG können nur juristische Personen des öffentlichen Rechts Träger von Friedhöfen sein. Die Trägerschaft ist hoheitlicher Natur (Bestattungshoheitsverwaltung). Zur Bestattungshoheitsverwaltung gehören die Vorhaltung von Friedhöfen und Leichenräumen und die damit verbundenen Verwaltungsmaßnahmen (z. B. Grabzuteilung oder Festsetzung des Bestattungszeitpunkts) sowie die im Zusammenhang mit der Bestattung stehenden Dienstleistungen, soweit für sie in der gemeindlichen Satzung ein Benutzungszwang angeordnet ist. An der hoheitlichen Natur der Aufgabe ändert sich nichts, wenn die Gemeinde sie in privatrechtlicher Form erfüllt.
Die Gemeinde muss ihre mit dem Betrieb von Bestattungseinrichtungen zusammenhängenden hoheitlichen Aufgaben nicht selbst durch eigenes Personal oder eigene Bestattungseinrichtungen erfüllen, sondern kann sich - soweit die Aufgabe dafür geeignet ist - auch privater Unternehmer bedienen. Solche Aufgaben können sein:
Ausschmücken des Aufbahrungsraums und der Aussegnungshalle (Grundausstattung mit Trauerschmuck).
Die Gemeinde ist als Friedhofsträger verpflichtet, die gemeindlichen Friedhöfe in einem verkehrssicheren Zustand zu halten. Die Verkehrssicherungspflicht umfasst die Sicherung vor Gefahren auf den Wegen und vor Gefahren, die von Gebäuden, Grabdenkmälern und erkennbar gefährdenden Bäumen ausgehen.
Die Friedhofsträger sind grundsätzlich nicht verpflichtet, die Aufstellung von Grabmälern zu überwachen; sie müssen jedoch in angemessenen Zeitabständen die Standfestigkeit aufgestellter Grabmäler überprüfen. An diese Überwachungspflicht werden im Interesse der Sicherheit der Friedhofsbesucher hohe Anforderungen gestellt. Die Überprüfung darf sich nicht auf den Augenschein beschränken; die Grabmäler müssen durch kräftiges Anfassen oder auf andere geeignete Weise daraufhin untersucht werden, ob sie noch fest stehen und sich nicht im Gefüge gelockert haben (sog. Druckprobe). Die Überwachung muss durch fachkundige Bedienstete oder fachlich qualifizierte und geeignete Handwerker im Auftrag der Gemeinde erfolgen. In der Regel genügt eine jährliche Überprüfung nach dem Ende der winterlichen Witterung.
6. Vorschriften über die Grabgestaltung
Art. 9 Abs. 1 Bestattungsgesetz (BestG) enthält allgemeine Anforderungen an Friedhöfe und Grabstätten. Die Gemeinde kann diese Anforderungen in der Friedhofssatzung näher konkretisieren, soweit dies verhältnismäßig ist und dem Friedhofszweck sowie dem Recht der Hinterbliebenen auf individuelle Grabgestaltung nicht widerspricht. Danach sind vor allem folgende Festlegungen möglich:
maximale Höhe von Grabmälern,
Verbot, völlig ungewöhnliche Werkstoffe oder aufdringliche Farben zu verwenden,
Verbot provokativer Zeichen und Grabinschriften.
Besondere ästhetische oder gestalterische Vorstellungen darf die Gemeinde im Rahmen von Art. 9 Abs. 1 Bestattungsgesetz (BestG) nicht durchzusetzen versuchen.
Anforderungen an die Gestaltung von Grabstätten, die über das v. g. hinausgehen, kann die Gemeinde nur stellen, wenn im Gemeindegebiet andere gemeindliche Friedhöfe oder Friedhofsteile in einem gemeindlichen Friedhof zur Verfügung stehen, für die solche zusätzlichen Anforderungen nicht gelten.
7. Anforderungen an Särge, Sargausstattungen u. a.
In § 30 BestV ist eine abschließende Regelung über die Anforderungen an das Material und die Beschaffenheit von Särgen, Sargausstattungen, Urnen und Sterbebekleidung zum Schutz der Umwelt enthalten. Die Gemeinde kann deshalb hierüber keine Regelungen durch Verordnung mehr treffen. Eine Regelung durch Satzung ist nur insoweit möglich, als sie v. g. Vorschrift nicht widerspricht.
Danach sind für Erdbestattungen und für Einäscherungen Särge aus Vollholz zu verwenden. Andere Materialien sind nur zulässig, wenn sie so beschaffen sind, dass sie bestimmte, ebenfalls in § 30 BestV aufgeführte, Voraussetzungen erfüllen. Überurnen zur Beisetzung von Urnen müssen so beschaffen sein, dass die Beschaffenheit des Bodens oder des Grundwassers nicht nachteilig verändert wird.
8. Überwachung des Bestattungswesen
Die Gemeinde und das Landratsamt als staatliche Verwaltungsbehörde haben die Aufgabe, die Einhaltung des Bestattungsgesetzes und der auf seiner Grundlage erlassenen Rechtsvorschriften zu überwachen. Trotz der Aussage über die Regelzuständigkeit der Kreisverwaltungsbehörde (Landratsamt) ist in der Mehrzahl der Fälle die Gemeinde zuständig. Die Überwachung ist für sie eine Aufgabe des eigenen Wirkungskreises. Soweit eine kreisfreie Gemeinde oder Große Kreisstadt Aufgaben der Kreisverwaltungsbehörde wahrnimmt, wird sie im übertragenen Wirkungskreis tätig.
Zur Erfüllung ihrer Überwachungsaufgaben hat die Gemeinde dafür zu sorgen, dass geeignetes Personal jederzeit zur Verfügung steht. Das Personal hat auch darauf zu achten, dass die Vorschriften des Bestattungsrechts von privaten Bestattungsunternehmern eingehalten werden.
9. Was sind „Naturfriedhöfe“
Bestattungen in der freien Natur können auch im Wege der Ausnahmevorschrift des Art. 12 Bestattungsgesetz (BestG) grundsätzlich nicht zugelassen werden. Eine naturnahe Bestattung kommt aber auf Naturfriedhöfen in Frage. Ein Naturfriedhof ist ein weitgehend naturbelassenes Gelände ohne besonders angelegte Grabstätten, z. B. ein Wald, in dem die Beisetzungen an der Wurzel der Bäume erfolgen. Ein Naturfriedhof muss aber ein Friedhof im Sinne des Bestattungsgesetzes sein. Dafür sind folgende Voraussetzungen zu beachten:
Träger muss eine juristische Person des öffentlichen Rechts sein. Ein privater Unternehmer kann bei der Erfüllung hoheitlicher Aufgaben der Gemeinde nur als deren Gehilfe tätig sein (z. B. bei der Auswahl des für die Bestattung zur Verfügung gestellten Baumes).
Das Gebiet muss als Friedhof gewidmet werden. Voraussetzung für die Widmung ist, dass die Gemeinde bis zum Ablauf der Ruhezeiten die Verfügungsbefugnis über das Grundstück hat. Soweit sie nicht selbst Eigentümerin ist, ist es notwendig, die Verfügbarkeit zivil rechtlich durch Eintragung einer Grunddienstbarkeit zugunsten der Gemeinde abzusichern.
Die Einrichtung eines Naturfriedhofs ist nur zulässig, wenn im Gemeindegebiet auch ein herkömmlicher gemeindlicher Friedhof zur Verfügung steht.
Der Naturfriedhof muss durch eine Einfriedung als Friedhof erkennbar und geschützt sein. Dies ergibt sich aus dem Begriff und der Zweckbestimmung eines Friedhofs als nach außen geschütztes Areal und Ruhestätte, die die Würde des Verstorbenen gewährleisten muss. Angesichts des Schutzzweckes ist eine lediglich optische Abgrenzung (z. B. durch Schilder oder andere Markierungen) nicht ausreichend; erforderlich ist mindestens eine Hecke oder eine in der Wirkung vergleichbare Einfriedung, die das gesamte Gelände umschließt.
Für Beisetzungen auf Naturfriedhöfen, etwa an der Wurzel eines Baumes, kommen nur Urnenbestattungen in Betracht. Die Gemeinden können hierbei durch Gestaltungsregelungen Grabpflege und Grabschmuck auf Naturfriedhöfen untersagen. Es sollte aber die Möglichkeit bestehen, auf Wunsch sowohl den Namen des Verstorbenen als auch friedhofstypische Symbolik an der Begräbnisstelle anzubringen.
Bauplanungsrechtlich sind Naturfriedhöfe nur auf der Grundlage einer entsprechenden Bauleitplanung zulässig, da es sich um nicht privilegierte Vorhaben im Außenbereich handelt, die in der Regel öffentliche Belange (z. B. Belange des Naturschutzes) beeinträchtigen dürften. Erforderlich ist daher, dass der Friedhof einschließlich der Einfriedung in den Flächennutzungsplan der Gemeinde aufgenommen ist, sofern es sich bei der Einfriedung um eine bauliche Anlage handelt.
Die Einrichtung von Naturfriedhöfen in Waldgebieten setzt eine Rodungserlaubnis nach dem Bayerischen Waldgesetz voraus. Das gilt auch, wenn keine Bäume gefällt werden, da die Bodennutzungsart Wald zugunsten der Nutzung als Begräbnisstätte in den Hintergrund tritt. Die Erlaubnis kann unter Beachtung der Rodungsvorschriften entweder durch die bestattungsrechtliche oder bauordnungsrechtliche Genehmigung oder durch die Aufstellung eines Bebauungsplans ersetzt werden.
Die Widmung als Friedhof und damit als öffentliche Einrichtung verlangt im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht gewisse Schutzmaßnahmen, um einen gefahrlosen Friedhofsbesuch sicherzustellen (z. B. Gewährleistung eines gefahrlosen Zugangs zu den Begräbnisstätten, insbesondere bei Beerdigungen oder sonstigen Veranstaltungen mit zu erwartendem größeren Besucherandrang).
Die jagdlichen Belange sind im Einzelfall mit der zuständigen unteren Jagdbehörde abzustimmen.
Informationen zur künftigen Belegung bzw. Nutzung des Stadtfriedhofes in Nabburg:
Der Stadtfriedhof in Nabburg besteht aus dem sog. „alten Teil“ und dem sog. „neuen Teil“. Nachdem die Stadt Nabburg im Südwesten der Stadt (an der Staatsstraße nach Amberg, gegenüber der Ab­zweigung zur Ortschaft Bergelshof) einen neuen Waldfriedhof errichtet hat, ist vorgesehen, auf dem Stadtfriedhof in absehbarer Zeit keine Bestattungen mehr vorzunehmen und diesen nach Ablauf der einzuhaltenden Fristen auch aufzulassen.
In § 11 Abs. 3 Friedhofs- und Bestattungssatzung der Stadt Nabburg vom 29.07.1993, zuletzt geändert mit Satzung vom 26.05.2003, ist geregelt, ob und in welchem Umfang noch Nutzungs- und Belegungsrechte erworben werden können. Nachfolgend sind die derzeit geltenden Regelungen kurz zusammengefasst.
Stadtfriedhof -alter Teil- (das Bild sehen Sie hier)
Der „alte Teil“ des Stadtfriedhofes befindet sich zwischen dem Bereich um die Friedhofskirche und dem Leichenhaus bzw. der Aussegnungshalle. Für diesen Friedhofsteil gilt nach § 11 Abs. 3 Buchst. a der Friedhofs- und Bestattungssatzung folgendes:
Es können keine neuen Nutzungsrechte mehr erworben werden.
Abgelaufene Nutzungsrechte werden nicht mehr erneuert.
Seit dem 01.01.2004 können hier keine Sargbestattungen mehr vorgenommen werden.
Urnenbeisetzungen werden nur in begründeten Ausnahmefällen zugelassen; dies gilt maximal bis zum Ablauf des Nutzungsrechts des jeweiligen Grabes, spätestens jedoch bis zum 31.12.2018.
Stadtfriedhof -neuer Teil- (das Bild sehen Sie hier)
Der „neue Teil“ des Stadtfriedhofes befindet sich nordwestlich im Anschluss an das Leichenhaus bzw. der Aussegnungshalle. Für diesen Friedhofsteil gilt nach § 11 Abs. 3 Buchst. b der Friedhofs- und Be­stattungssatzung folgendes:
Abgelaufene Nutzungsrechte können nur bis zum 31.12.2018 verlängert werden.
Sarg- und Urnenbestattungen sind bis 31.12.2018 zulässig.
Mit Ablauf des 31.12.2018 können in diesem Friedhofsteil keine Bestattungen (weder Sarg- noch Urnenbeisetzungen) mehr vorgenommen werden.
Herr Reinhard Schlosser
Raum: 4.4
09433 1844
Während der entsprechenden Jahreszeit ist die Grüngutannahmestelle an der Kemnather Straße hinter der Josefikapelle (beim Wirtschaftsweg nach Haindorf) jeweils samstags von 13.00 Uhr bis 15.00 Uhr und mittwochs von 17.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet. Auf die jeweiligen Öffnungszeiten wird auch in der örtlichen Presse hingewiesen.
Die Grüngutannahmestelle wird vom Gartenbau- und Ortsverschönerungsverein Nabburg für die Stadt Nabburg betrieben.
Gegen eine geringe Gebühr können Sie dort Rasenschnitt, Laub oder Häckselgut entsorgen.
Bitte beachten Sie, dass Sie Rasenschnitt getrennt vom Baum- und Strauchschnitt anliefern müssen, da diese Materialien auch getrennt voneinander zu lagern sind.
Für die Anlieferung des Grüngutes sind folgende Preise zu entrichten (Stand: Jan. 2009):
Sack: 0,50 €
Pkw-Kofferraum: 2,50 €
Pkw-Kofferraum (Kombi): 3,00 €
Pkw-Anhänger: 5,00 €
Traktor-Anhänger: 20,00 €
Lkw: 20,00 €
Broschüre Abwasseranlage - Einweihung der neuen Kläranlage am 8. November 1991
Satzung für die öffentliche Entwässerungseinrichtung der Stadt Nabburg (Entwässerungssatzung -EWS-) vom 20.12.2017
Beitrags- und Gebührensatzung zur Entwässerungssatzung der Stadt Nabburg (BGS-EWS) vom 20.12.2017
Kostenerstattung für Grundstücks-(haus-)anschlüsse
Abwasserbeseitigung - Niederschlagswassergebühr:
Erläuterungen zur Niederschlagswassergebühr
Erfassungsbogen für erstmalige Flächenerhebung
Erfassungsbogen für Änderungen bei den Flächen
Merkblatt Schutz gegen Rückstau aus dem Abwassernetz
Allgemeine Informationen zum Thema Schutz gegen Rückstau
Gartenwasserabzug bei den Abwassergebühren
Informationen zum Gartenwasserabzug
Abzugsmenge im landwirtschaftlichen Bereich bei den Abwassergebühren
Informationen zu den Abzugsmengen im landwirtschaftlichen Bereich
Antrag auf Einbau eines Wasserzwischenzählers (Stallzählers)
Antrag auf pauschalen Großvieheinheitenabzug (Pauschalierung)
Informationsblatt zum Recyclinghof/Wertstoffhof in Nabburg
Satzungen, weitere Informationen (z.B. auch Trinkwasserungersuchungen, Härtegrad usw.) und Anträge zur Wasserversorgung finden Sie unter der Rubrik Ortsrecht.
Wasser - Das wertvollste Gut der Natur
Max von Pettenkofer, Begründer der wissenschaftl. Hygiene
Wasser ist, chemisch gesehen, ein simples Molekül aus zwei Atomen Wasserstoff und einem Atom Sauerstoff, kurz H2O. Doch diese so einfach aufgebaute Verbindung ist eines der größten Wunder der Natur. Nur im Wasser konnte sich vor rund dreieinhalb Milliarden Jahren das erste Leben auf der Erde entwickeln. Ohne Wasser würden keine Pflanzen wachsen, könnten weder Tiere noch Menschen leben.
Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Ein Bewohner in Bayern verbraucht pro Tag 136 Liter. Hier ist der Verbrauch für Industrie und Landwirtschaft nicht mit eingerechnet.
Geschichte der Nabburger Wasserversorgung
Bereits im Mittelalter gab es in Nabburg eine zentrale Versorgung. Aus dem Gebiet Neuweihern (nördlich des heutigen Aussiedlerhofes unseres „Stoadbauern“) wurde das Wasser in Quellen gefasst und über ausgebohrte Baumstämme zu mehreren Brunnen in der Altstadt geleitet. Später wurden die Holzleitungen durch Eisenrohre ersetzt. Die Quellen bei Neuweihern waren noch bis ca. 1960 in Betrieb. Der Hochbehälter stand am Hussengraben und wurde mit der Erschließung dieses Baugebietes abgerissen.
Im Jahr 1910 wurden am Wölsenberg zusätzliche Quellen erschlossen. Von dort wurde das Wasser über eine Leitung durch die Naab nach Nabburg gepumpt. Auch die Bahn baute sich für ihre Dampflokomotiven um 1890 eine eigene Wasserleitung vom Burgweiher zum Bahnhof.
Vor dem 2. Weltkrieg begann man dann mit der Erschließung des derzeitigen Wassergewinnungsgebietes. Hier wurde zuerst ein 10 m tiefer Brunnen gebaut. 1960 folgten ein zweiter Brunnen, das Maschinenhaus mit Aufbereitung und der Hochbehälter oberhalb der Pfandelstraße. Drei Jahre später, also 1963, wurde der erste Brunnen auf 27,10 m abgeteuft. Der dritte Brunnen wurde 1987 errichtet.
Ca. 150 m vom jetzigen Wasserwerk erschloss die Stadt Pfreimd Ende der 60er Jahre ebenfalls 2 Brunnen. Das Quellgebiet bei Weihern reichte damals nicht mehr aus und nach längerer Suche wurde man schließlich in Nabburg fündig. Auch wenn dies damals einigen Nabburgern sehr sauer aufstieß, so hat sich mittlerweile eine sehr gute Kooperation zwischen den beiden Städten entwickelt.
Haupteinzugsgebiet, Versorgungsgebiet und Fördermenge
Das Haupteinzugsgebiet der 5 Brunnen erstreckt sich über Neusath, Namsenbach und das Gebiet zur Pfreimder Kaserne hinaus.
Mit den insgesamt 5 Brunnen werden ca. 12.000 Einwohner versorgt. Es sind dies die Gemeinden Nabburg; Pfreimd, Gleiritsch, Schmidgaden und das nördliche Gemeindegebiet von Guteneck.
Jährlich werden ca. 850.000 cbm Wasser gefördert, wovon auf Nabburg 500.000 cbm entfallen. Der Wasserverbrauch für Nabburg bewegte sich in den letzten 15 Jahren zwischen 450.000 und 500.000 cbm.
Die Stadt Nabburg fördert ihr Trinkwasser aus 3 Brunnen.
Brunnen 1 hat eine Tiefe von 27,10 m.
Die max. Förderleistung beträgt 25 I/sec = 90 cbm/h.
Brunnen 2 hat eine Tiefe von 8,66 m.
Die max. Förderleistung beträgt 15 I/sec = 54 cbm/h.
Brunnen 3 hat eine Tiefe von 46,30 m.
Die max. Förderleistung beträgt 10 I/sec = 36 cbm/h.
Das aus den Brunnen geförderte Wasser bezeichnet man als „Rohwasser", dass je nach Beschaffenheit aufbereitet werden muss. In Nabburg ist lediglich eine Entsäuerung erforderlich. Bei diesem Vorgang wird die freie Kohlensäure soweit vermindert, dass der Kohlensäuregehalt und Kalkgehalt zueinander im sog. „Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht" stehen.
Zu viel Kohlensäure wirkt kalkaggressiv, d.h. der aus Kalk bestehende Schutzfilm in den Rohren wird gelöst und es kann zu einer vermehrten Korrosion im Leitungsnetz kommen.
Zu wenig Kohlensäure wirkt kalkübersättigend, indem Kalk abgeschieden wird. Die Folge ist die Verkalkung von Heizstäben in Wasch- und Spülmaschinen bzw. Verstopfung von Brauseköpfen.
In der Nabburger Aufbereitungsanlage erreicht man das Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht dadurch, indem das Rohwasser parallel durch 3 Filterkessel gepumpt wird, die mit feinkörnigem Jurakalk gefüllt sind. Die Filter werden einmal wöchentlich gereinigt, d.h. die Rückstände werden ausgespült. Bevor dieses Rückspülwasser in den Namsenbach geleitet wird, läuft es in ein Absetzbecken. Dort verbleibt es etwa eine Woche. Der Schlamm sinkt auf den Boden und kann bei Bedarf abgesaugt werden.
Das gefilterte „Reinwasser" wird vom Reinwasserschacht mit Druckpumpen in das Leitungsnetz und dem 80 m höher liegendem Hochbehälter mit einem Fassungsvermögen von 1.750 cbm gefördert.
Vom Nabburger Hochbehälter wird Wasser in das Leitungsnetz der Brudersdorfer Gruppe (Hochbehälter bei Diepoltshof und am Kulm) sowie den Hochbehälter der Bereitschaftspolizei gepumpt.
Allgemeine und technische Rahmendaten
(Stand: September 2004 )
Anzahl der Brunnen und Quellen: 3 Brunnen
Schüttung der einzelnen Brunnen (l/s)
Brunnen I: 25 l/s
Brunnen II: 15 l/s
Brunnen III: 10 l/s
Tiefe der einzelnen Brunnen (m)
Brunnen I: 28,00 m
Brunnen II: 9,30 m
Brunnen III: 46,30 m
Datum der Errichtung der Brunnen
Brunnen I: 1963
Brunnen II: 1960
Brunnen III: 1987
Sanierung der Brunnen: 1993
Jahresfördermengen von Rohwasser (m3): ca. 500.00 m3/Jahr
Leistung der bestehenden Aufbereitung (l/s): 40 l/s
Datum der Errichtung der Aufbereitung: 1962
Sanierung der Aufbereitung:
- neues Absetzbecken für Rückspülfilterwässer wurde estellt 2003
Anzahl der Hochbehälter und Speicher
für die Stadt Nabburg: 1 Hochbehälter
Speichervermögen des Hochbehälters: 1.750 m3
Höhenquote des Hochbehälters: 448 m ü. NN.
Im Jahr 2008 erwarb die Stadt Nabburg bei Asbach ca. 60 ha Wald. Langfristig soll daraus für die Städte Nabburg u. Pfreimd das Trinkwasser gefördert werden. Derzeit läuft dafür das Wasserrechtsverfahren beim Landratsamt Schwandorf.
Freiwillige Feuerwehr Nabburg
Freiwillige Feuerwehr Diendorf
Freiwillige Feuerwehr Neusath, 1. Kdt. Reinhard Herrmann, Haselhof 9, 92507 Nabburg
Freiwillige Feuerwehr Brudersdorf, 1.Kdt. Anton Schmal, Windpaißing 15, 92507 Nabburg
Informationen zum Stadtbus finden Sie hier:
Frau Renate Kleber
Raum: 8.2
renate.kleber@vg-nabburg.de09433 1855
Tel. 09433 180
Fax 09433 1833
eMail: poststelle@vg-nabburg.de
Stadtbauhof & Recyclinghof

References: Art. 149
 Art. 149
 Art. 83

Art. 7
 Art. 57
 Art. 1
 Art. 7
 Art. 7
 Art. 8

Art. 9
 Art. 9
 § 30
 § 30
 Art. 12
 § 11
 § 11
 § 11