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Timestamp: 2018-02-22 18:36:38+00:00

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Trickster - Volker Schopf
Der Gott Loki ist ein durchtriebener Trickster in der nordischen Mythologie.
Trickster ist abgeleitet vom englischen Wort trick, das wiederum aus dem Französischen stammt: Das Mundartwort trique steht für „Betrug, Kniff“. Das französische Verb tricherbedeutet „beim Spiel betrügen, mogeln“. Seinen Ursprung hat tricher im vulgärlateinischen Verb triccare.[4]
Im 19. Jahrhundert griff Benjamin Disraeli das Wort auf, um einen politischen Opponenten als Lügner zu bezeichnen. Im 20. Jahrhundert hat sich Trickster zu einem Terminusentwickelt, der sowohl Gestalten der europäischen Literatur als auch außereuropäische ethnologische Phänomene beschreibt. Der Begriff bezeichnet eine göttliche oder mit übernatürlichen Eigenschaften ausgestattete Mythengestalt, die sich vor allem durch ihre Listigkeit, aber auch durch ihre Tölpelhaftigkeit auszeichnet; derartige Figuren haben sich weltweit in etlichen Formen ausgeprägt. Ins Deutsche wird der Begriff oft sinngemäß mit „Göttlicher Schelm“ übertragen. Die ethnologische Figur wurde erstmals 1868 von dem Mythensammler Daniel Garrison Brinton in seinem Buch Myths of a New World eingeführt.
C. G. Jung bezeichnete die Gestalt des Tricksters als "ein getreues Abbild eines noch in jeder Hinsicht undifferenzierten Bewußtseins, welches einer der tierischen Ebene noch kaum entwachsenen Psyche entspricht";[6] er stelle somit eine "kollektive Schattenfigur" dar.[7] Paradoxerweise ähnlich dem naiven "Dummling" im Märchen oft zum Heil führend,[8]sei er mythologisch gesehen auch "ein Vorläufer des Heilbringers"[9]:
So viele Bemühungen es auch geben mag, eine „Trickster-Kategorie“ zu erstellen, so widersprechen sie in ihrer Beschränktheit doch der Idee der Trickster-Figur an sich, wieWilliam J. Hynes treffend schildert:
4 Der Trickster als Gestaltenwandler
Da der Trickster auch sein Geschlecht umwandeln kann, ist ihm/ihr keine sexuelle Erfahrung fremd. Als Frau erlebt der in seiner Urgestalt männliche Trickster sogar Menstruation (Ture), Schwangerschaft und Geburt. So kann der Trickster auch für die Geburt der Helden verantwortlich sein. Ob er Leben gibt oder nimmt, entscheidet sich in der jeweiligen Situation.
5 Kreativität und Neuerung
6 Im Christentum
Hochspringen↑ Langenscheidts Handwörterbuch
Hochspringen↑ Nana Oforiatta-Ayim: Helden, Sagen und Symbole, Knesebeck-Verlag
Hochspringen↑ Rebecca Mak: Mythen der Welt, Knesebeck-Verlag
Hochspringen↑ Duden: Das Herkunftswörterbuch, Lemma Trick.
Hochspringen↑ Paul Radin, Karl Kerényi u. C.G. Jung: Der göttliche Schelm. Ein indianischer Mythen-Zyklus. Rhein-Verlag, Zürich 1954, S. 7.
Hochspringen↑ C. G. Jung: "Zur Psychologie der Tricksterfigur", GW 9/1: §465
Hochspringen↑ ebd.: §484
Hochspringen↑ ebd.: §456
Hochspringen↑ ebd.: §472
Hochspringen↑ C. G. Jung: Archetypen, S. 168. 16. Auflage. DTV Verlag. 2010 ISBN 978-3-423-35175-1 - Dasselbe in GW 9/1, §456-488: "Zur Psychologie der Tricksterfigur", Zitat § 473.
Hochspringen↑ Marie-Louise von Franz (1985): Der Schatten und das Böse im Märchen, Kösel-Verlag, München, ISBN 3-466-34107-8 , S. 28.
Hochspringen↑ Ebd.: S. 274
Hochspringen↑ William J. Hynes, "Mapping the Characteristics of Mthic Tricksters: A Heuristic Guide", S. 33–45 in: William J. Hynes/William G. Doty, "Mythical Trickster Figures: Contours, Contexts, and Criticisms", Tuscaloosa (University of Alabama Press) 1993, S. 33.
Hochspringen↑ Jung 2010, S. 170
https://de.wikipedia.org/wiki/Trickster Stand: 30.12.2017
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References: §465
 §484
 §456
 §472
 §456
 § 473