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Timestamp: 2020-05-31 19:47:19+00:00

Document:
Aktenzeichen: 22-6740.2/240
Erlassdatum: 29.11.2012
Fassung vom: 29.11.2012
Gültig ab: 08.01.2013
Gültig bis: 07.01.2014
Gliederungs-Nr: 2030-223
Fundstelle: K. u. U. 2013, 9
I. Auswahlverfahren
II. Besondere Bewerbergruppen
7. Schwerbehinderte
8. Bewerberinnen und Bewerber mit besonderen Fächerkombinationen der Gymnasien und beruflichen Schulen
9. (frei)
III. Übernahme in den Schuldienst
IV. Sonderregelungen für einzelne Schularten und Laufbahnen
11. Sonderschulen
13. Religionslehrerinnen und –lehrer
14. Diplomsportlehrerinnen und -lehrer, Gymnastiklehrerinnen und -lehrer, Ein-Fach-Lehrerinnen und –Lehrer
V. Sonstige Regelungen
15. Befristete und stundenweise Beschäftigung zur Vermeidung gravierender Unterrichtsausfälle während des Schuljahres
16. Beurlaubung an Privatschulen
17. Einstellungszusage bei minderjährigem Kind
18. Wiedereinstellungszusage
19. Einstellungszusage bei hauptberuflichem Beschäftigungsverhältnis
20. Einstellungszusage bei Bedarfsfächern im Bereich der Gymnasien und beruflichen Schulen
21. Einschleusung von Lehrkräften nach Qualifikationsverbesserung
22. Wartelisten
23. Bewerberlisten, Antragsfristen
24. Austauschverfahren
25. Auswahlverfahren für Bewerberinnen und Bewerber mit Zusatzqualifikationen
26. Schulbezogene Stellenausschreibungen für Lehrkräfte
27. Lehrbeauftragte an Schulen zur Ergänzung des Unterrichtsangebots
28. Einstellungstermin
29. Inkrafttreten
Verwaltungsvorschrift vom 29. November 2012
Az.: 22-6740.2/240
Fundstelle: K.u.U. 2013, S. 9
Bewerberinnen und Bewerber mit besonderen Fächerkombinationen der Gymnasien und beruflichen Schulen (aufgehoben)
Diplomsportlehrerinnen und -lehrer, Gymnastiklehrerinnen und -lehrer, Ein-Fach-Lehrerinnen und -Lehrer
Befristete und stundenweise Beschäftigung zur Vermeidung gravierender Unterrichtsausfälle während des Schuljahres
Einschleusung von Lehrkräften nach Qualifikationsverbesserung (aufgehoben)
Wartelisten (aufgehoben)
nach Fächerkombinationen in Abstimmung zwischen den Schulen und der oberen Schulaufsichtsbehörde bei den Gymnasien und beruflichen Schulen sowie
fächerspezifisch bei den musisch-technischen Fachlehrerinnen / Fachlehrern,
fachrichtungsspezifisch bei den Sonderschulen
aufgrund ihrer Qualifikation (Leistungszahl bzw. Gesamtqualifikation).
Mit der Annahme eines Einstellungsangebots nimmt eine Bewerberin bzw. ein Bewerber am weiteren Verfahren nicht mehr teil.
Die Leistungszahl wird ausschließlich aus der Summe des Zwanzigfachen der Durchschnittsnote der Ersten Lehramtsprüfung oder der Gesamtnote der Prüfung, mit der die Zulassung zum Vorbereitungsdienst erfolgte, und des Zwanzigfachen der Durchschnittsnote der Zweiten Lehramtsprüfung gebildet.
Bei Lehramtsprüfungen aus anderen Ländern, der EU und dem weiteren Ausland wird entsprechend gewichtet.
Für Bewerberinnen und Bewerber mit ausländischer Lehramtsprüfung, die nach der EU-EWR-LehrerVO vom 15. August 1996 (GBl. S. 564, K.u.U. S. 718), zuletzt geändert durch Verordnung vom 30. September 2007 (GBl. S. 483, K.u.U.S. 159) eine Eignungsprüfung abgelegt bzw. einen Anpassungslehrgang absolviert haben, wird die Leistungszahl aus der Summe des Zwanzigfachen der Durchschnittsnote des Zeugnisses im Herkunftsland und dem Zwanzigfachen der Note der Eignungsprüfung bzw. des Anpassungslehrgangs gebildet. Ist eine Vergleichbarkeit der Zeugnisnoten des Herkunftslandes nicht möglich, wird die Leistungszahl aus dem Vierzigfachen der Note der Eignungsprüfung bzw. des Anpassungslehrgangs gebildet. Bewerberinnen und Bewerber ohne Deutsch als Muttersprache müssen vor der Aufnahme in die Bewerberliste die für die Berufsausübung als Lehrkraft in Baden-Württemberg erforderlichen deutschen Sprachkenntnisse nachweisen. Dies erfolgt grundsätzlich mit dem Großen Deutschen Sprachdiplom eines Goetheinstituts oder einem auf andere Weise erbrachten gleichwertigen Nachweis und der erfolgreichen Teilnahme an einem Sprachkolloquium. Näheres regelt ein Erlass.
Mit Bewerberinnen und Bewerbern, deren Prüfungszertifikat keine Note aufweist und mit denen weder eine Eignungsprüfung noch ein Anpassungslehrgang durchzuführen ist, ist ein Einstellungsgespräch zu führen und zu benoten.1.Im Rahmen dieses Gesprächs wird auch die Beherrschung der deutschen Unterrichtssprache mit überprüft. Das Einstellungsgespräch ist von der oberen Schulaufsichtsbehörde zu führen, in deren Bezirk vorrangig eine Einstellung angestrebt wird. Aus dem Vierzigfachen dieser Note ist die Leistungszahl zu bilden.
Bei Fachlehrerinnen und -lehrern sowie Technischen Lehrerinnen und Lehrern an Sonderschulen und Technischen Lehrerinnen und Lehrern an beruflichen Schulen der kaufmännischen und hauswirtschaftlichen Richtung erfolgt die Auswahl aufgrund der in der Laufbahnprüfung erzielten Endnote.
Seminarausgleich
Zum Ausgleich regionaler Bewertungsunterschiede zwischen den Seminaren kann für Neubewerberinnen und -bewerber im Bereich der Grund-, Haupt- und Werkrealschulen, der Realschulen und bei musisch-technischen Fachlehrerinnen und -lehrern ein Bonus-/Malus-Verfahren durchgeführt werden. Dabei werden die Ergebnisse der Zweiten Lehramtsprüfungen aller Bewerberinnen und Bewerber, die zu einem bestimmten Termin an der Zweiten Prüfung bzw. Laufbahnprüfung innerhalb der betreffenden Schulart teilgenommen haben, zugrunde gelegt. Sofern Neu- und Altbewerberinnen bzw. Neu- und Altbewerber im Listenauswahlverfahren in einer gemeinsamen Bewerberliste zusammengeführt werden, erhalten auch die Neubewerberinnen und -bewerber einen Jahrgangsausgleich (vgl. Nr. 1.5).
Jahrgangsausgleich
Für Bewerberinnen und Bewerber für die Lehrämter an Grund-, Haupt- und Werkrealschulen, an Realschulen und für musisch-technische Fachlehrerinnen und -lehrer wird zum Ausgleich der Bewertungsunterschiede zwischen den Prüfungsjahrgängen ein Ausgleich durchgeführt.
Die Bewerberinnen und Bewerber, die eingestellt werden können, werden nach den dienstlichen Erfordernissen den Bezirken der oberen Schulaufsichtsbehörden zugewiesen. Sie erhalten von der zuständigen oberen Schulaufsichtsbehörde ein Einstellungsangebot.
Bewerberinnen und Bewerber, die in das Listenauswahlverfahren aufgenommen worden sind, jedoch für eine Einstellung noch nicht berücksichtigt werden konnten, können einen Zwischenbescheid erhalten. Sie werden in die Auswahl des Nachrückverfahrens (vgl. Nr. 6) einbezogen.
Mit allen Bewerberinnen und Bewerbern, die ein Einstellungsangebot erhalten sollen, sind grundsätzlich Vorstellungsgespräche zu führen. Sofern ein telefonischer Kontakt mit den Bewerberinnen und Bewerbern nicht zustande kommt, muss die Kontaktaufnahme unter der von den Bewerberinnen und Bewerbern im Übernahmeantrag angegebenen Anschrift schriftlich oder gegebenenfalls in elektronischer Form erfolgen. Sofern sich die angeschriebenen Bewerberinnen und Bewerber nicht innerhalb von zwei Arbeitstagen nach Zugang der schriftlichen Benachrichtigung äußern, findet das Nachrückverfahren Anwendung. Die Bewerberinnen und Bewerber sind darauf hinzuweisen.
Die Beauftragte für Chancengleichheit 2.kann gemäß § 9 Abs. 3 Chancengleichheitsgesetz bei Stellenbesetzungen in Bereichen geringerer Repräsentanz von Frauen an Vorstellungsgesprächen teilnehmen, soweit nicht nur Frauen oder nur Männer die vorgesehenen Voraussetzungen für die Besetzung der Stelle erfüllen.
An Vorstellungsgesprächen, die mit schwerbehinderten bzw. gleichgestellten Bewerberinnen und Bewerbern geführt werden, nimmt die jeweilige Schwerbehindertenvertretung teil; es sei denn, die einzelnen schwerbehinderten Bewerberinnen und Bewerber widersprechen ausdrücklich der Teilnahme der Schwerbehindertenvertretung. Die Bewerberinnen und Bewerber sind darauf hinzuweisen.
Die Schwerbehindertenvertretung ist immer dann zu unterrichten, wenn unter den Bewerberinnen und Bewerbern Schwerbehinderte sind; ihr sind auf Wunsch die entscheidungsrelevanten Teile der Bewerbungsunterlagen zur Einsicht vorzulegen.
Das Vorstellungsgespräch kann von der oberen Schulaufsichtsbehörde geführt werden. Beim Vorstellungsgespräch mit einer Bewerberin oder einem Bewerber aus dem Bereich der Grund-, Haupt- und Werkrealschulen, Realschulen, Gemeinschaftsschulen oder Sonderschulen kann eine Schulrätin oder ein Schulrat derjenigen unteren Schulaufsichtsbehörde, in der die betreffende Bewerberin oder der Bewerber tätig sein soll, beteiligt werden. Es soll in der Regel nicht länger als 15 Minuten dauern.
Die obere Schulaufsichtsbehörde kann das Vorstellungsgespräch bei Grund-, Haupt- und Werkrealschulen, Realschulen, Gemeinschaftsschulen und Sonderschulen auf die jeweilige untere Schulaufsichtsbehörde bzw. bei den Bewerberinnen und Bewerbern, mit denen ein Beteiligungsgespräch nach Nr. 2.5 zu führen ist, als Teil des Beteiligungsgesprächs auf die betreffende Schulleitung übertragen. Im Bereich der Gymnasien und beruflichen Schulen kann die obere Schulaufsichtsbehörde bei Bewerberinnen und Bewerbern, mit denen ein Beteiligungsgespräch nach Nr. 2.5 zu führen ist, das Vorstellungsgespräch als Teil des Beteiligungsgesprächs auf die betreffende Schulleitung übertragen.
Die obere Schulaufsichtsbehörde, die untere Schulaufsichtsbehörde und gegebenenfalls die Schulleitung treffen eine der folgenden Entscheidungen:
Bei Bewerberinnen und Bewerbern mit der Entscheidung „Einstellungsgespräch erforderlich“ ist ein Protokoll zu fertigen. Mit diesen Bewerberinnen oder Bewerbern wird ein zusätzliches Gespräch nach den Verfahrensregeln für das Einstellungsgespräch nach Nr. 2.4 durchgeführt. Ergibt auch dieses Gespräch nicht mindestens die Beurteilung „geeignet“, kann die Bewerberin oder der Bewerber nicht eingestellt werden.
Einstellungsgespräche können geführt werden, wenn dies im Einzelfall aus besonderen Gründen für erforderlich gehalten wird (z. B. bei gleicher oder fast gleicher Gesamtqualifikation / Leistungszahl / Laufbahnprüfungsnote, lang zurückliegender Lehramtsprüfung).
Die Beauftragte für Chancengleichheit2 kann gemäß § 9 Abs. 3 Chancengleichheitsgesetz bei Stellenbesetzungen in Bereichen geringerer Repräsentanz von Frauen an Einstellungsgesprächen teilnehmen, soweit nicht nur Frauen oder nur Männer die vorgesehenen Voraussetzungen für die Besetzung der Stelle erfüllen.
An allen Einstellungsgesprächen, die mit schwerbehinderten bzw. gleichgestellten und nicht schwerbehinderten Bewerberinnen und Bewerbern geführt werden, nimmt die jeweilige Schwerbehindertenvertretung teil, wenn unter den Bewerberinnen und Bewerbern Schwerbehinderte sind; es sei denn, die einzelnen schwerbehinderten Bewerberinnen und Bewerber widersprechen ausdrücklich der Teilnahme der Schwerbehindertenvertretung. Die Bewerberinnen und Bewerber sind darauf hinzuweisen.
Die Schwerbehindertenvertretung ist immer dann zu unterrichten, wenn unter den Bewerberinnen und Bewerbern Schwerbehinderte sind; ihr sind auf Wunsch die entscheidungsrelevanten Teile der Bewerbungsunterlagen aller Bewerberinnen und Bewerber zur Einsicht vorzulegen.
schulische und/oder außerschulische Tätigkeiten und Aktivitäten,
Fächerverbindung bzw. Stufenschwerpunkt,
besondere Eigenschaften, Fähigkeiten und Umstände (z. B. in außerschulischen Tätigkeiten erworbene Fertigkeiten und Erfahrungen, Sprachkenntnisse, dem Unterricht förderliche Aufbau- und Zusatzstudien usw.).
Die Einstellungsgespräche sind als Einzelgespräche zu führen und sollen in der Regel nicht länger als 30 Minuten dauern. Sie werden von Kommissionen geführt, die aus jeweils zwei Mitgliedern bestehen. Die Kommissionen werden von den oberen Schulaufsichtsbehörden berufen. Den Vorsitz führt eine in diesem Aufgabenbereich erfahrene Referentin oder ein Referent der oberen Schulaufsichtsbehörde.
Die/Der Vorsitzende kann in begründeten Fällen eine weitere Referentin bzw. einen weiteren Referenten (z. B. Juristin/Jurist) beratend hinzuziehen.
Im Bereich der Grund-, Haupt- und Werkrealschulen, Realschulen, Gemeinschaftsschulen und Sonderschulen ist das zweite Mitglied der Kommission eine Schulrätin oder ein Schulrat möglichst desjenigen Bezirks der unteren Schulaufsichtsbehörde, in dem die betreffende Bewerberin bzw. der Bewerber tätig werden soll. Im Bereich der Gymnasien und beruflichen Schulen ist das zweite Mitglied der Kommission in der Regel eine Schulleiterin oder ein Schulleiter, das von der oberen Schulaufsichtsbehörde berufen wird.
Die oberste Schulaufsichtsbehörde kann jederzeit eine Vertreterin oder einen Vertreter in die Kommission entsenden.
An allen Beteiligungsgesprächen, die mit schwerbehinderten bzw. gleichgestellten Bewerberinnen und Bewerbern geführt werden, nimmt die jeweilige Schwerbehindertenvertretung teil; es sei denn, die einzelnen schwerbehinderten Bewerberinnen und Bewerber widersprechen ausdrücklich der Teilnahme der Schwerbehindertenvertretung. Die Bewerberinnen und Bewerber sind darauf hinzuweisen.
Innerhalb einer Woche nach Benennung der vorgesehenen Schule informiert die Schulleiterin oder der Schulleiter die obere bzw. untere Schulaufsichtsbehörde, ob sie bzw. er
Fach bzw. Fachrichtung oder Stufenschwerpunkt dürfen bei dieser Entscheidung nicht berücksichtigt werden, da diese Kriterien bereits von der oberen bzw. unteren Schulaufsichtsbehörde bei der Bewerberauswahl soweit als möglich berücksichtigt wurden.
Äußert die Schulleiterin oder der Schulleiter keine Bedenken gegen die Zuweisung der Bewerberin oder des Bewerbers, entscheidet die obere Schulaufsichtsbehörde abschließend über die Einstellungsmaßnahme. Werden von der Schulleiterin oder dem Schulleiter triftige Gründe gegen die Zuweisung der Bewerberin oder des Bewerbers erhoben, so teilt sie bzw. er die Gründe innerhalb der genannten Frist der oberen Schulaufsichtsbehörde schriftlich mit. In diesem Fall wird mit der Bewerberin oder dem Bewerber ein Einstellungsgespräch (vgl. Nr. 2.6) geführt.
In Einzelfällen können bei mehreren Bewerberinnen und Bewerbern mit gleicher oder fast gleicher Gesamtqualifikation / Leistungszahl / Laufbahnprüfungsnote Vorstellungsgespräche als Einstellungsgespräche nach den Regelungen in Nr. 2.4 zur Besetzung einer Stelle geführt werden. Die Schulleiterin oder der Schulleiter ist hierbei zu beteiligen. Ein Beteiligungsgespräch nach Nr. 2.5 findet in diesen Fällen nicht statt.
Die Einstellungsgespräche werden von Kommissionen geführt, die aus jeweils zwei Mitgliedern bestehen. Die Kommissionen werden von den oberen Schulaufsichtsbehörden berufen. Den Vorsitz führt die obere Schulaufsichtsbehörde.
Im Bereich der Grund-, Haupt- und Werkrealschulen, Realschulen, Gemeinschaftsschulen und Sonderschulen ist das zweite Mitglied der Kommission eine Schulrätin oder ein Schulrat möglichst desjenigen Bezirks der unteren Schulaufsichtsbehörde, in dem die betroffene Bewerberin bzw. der betroffene Bewerber tätig werden soll. Im Bereich der Gymnasien und beruflichen Schulen ist das zweite Mitglied der Kommission eine Schulleiterin oder ein Schulleiter, das von der oberen Schulaufsichtsbehörde berufen wird.
Die Leiterin oder der Leiter der ursprünglich vorgesehenen Schule kann auf eigenen Antrag oder nach Wunsch der oberen Schulaufsichtsbehörde am Einstellungsgespräch teilnehmen.
Die obere Schulaufsichtsbehörde entscheidet abschließend auf der Grundlage des Einstellungsgesprächs wie folgt:
Die Beauftragte für Chancengleichheit 2. kann gemäß § 9 Abs. 3 Chancengleichheitsgesetz bei Stellenbesetzungen in Bereichen geringerer Repräsentanz von Frauen an Beteiligungs- und Einstellungsgesprächen teilnehmen, soweit nicht nur Frauen oder nur Männer die vorgesehenen Voraussetzungen für die Besetzung der Stelle erfüllen. Die Beauftragte für Chancengleichheit2 der oberen Schulaufsichtsbehörde kann diese Aufgabe auf die Beauftragte für Chancengleichheit bzw. Ansprechpartnerin der jeweiligen Schule delegieren.
An allen Gesprächen, die mit schwerbehinderten bzw. gleichgestellten und nicht schwerbehinderten Bewerberinnen und Bewerbern geführt werden, nimmt die jeweilige Schwerbehindertenvertretung teil, wenn unter den Bewerberinnen und Bewerbern Schwerbehinderte sind; es sei denn, die einzelnen schwerbehinderten Bewerberinnen und Bewerber widersprechen ausdrücklich der Teilnahme der Schwerbehindertenvertretung. Die Bewerberinnen und Bewerber sind darauf hinzuweisen.
Die Schwerbehindertenvertretung ist immer dann zu unterrichten, wenn unter den Bewerberinnen und Bewerbern Schwerbehinderte sind; ihr sind auf Wunsch die einstellungsrelevanten Teile der Bewerbungsunterlagen aller Bewerberinnen und Bewerber zur Einsicht vorzulegen.
Beim Lehramt an Grund-, Haupt- und Werkrealschulen können bis zu 15 v. H. der Stellen im Listenauswahlverfahren mit Bewerberinnen und Bewerbern in den Engpassfächern Musik, Theologie / Religionspädagogik, Sport, Technik, Haushalt / Textil, Wirtschaftslehre, Englisch, Französisch, Chemie und Physik unter Qualifikationsgesichtspunkten besetzt werden. Außerdem können Bewerberinnen und Bewerber nach Stufenschwerpunkt bzw. Schwerpunkten der Ausbildung sowie mit den Lehramtsstudiengängen Europalehramt und Integriertem Teilstudiengang eingestellt werden. Die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber, die nach dem Stufenschwerpunkt bzw. mit dem Europalehramt oder dem Integrierten Teilstudiengang eingestellt werden, wird von der obersten Schulaufsichtsbehörde jährlich festgelegt. Dabei muss gewährleistet sein, dass mindestens 15 v. H. der Stellen im Listenauswahlverfahren mit Bewerberinnen und Bewerbern nach Gesamtqualifikation besetzt werden.
Beim Lehramt an Realschulen können bis zu 10 v. H. der Stellen im Listenauswahlverfahren mit Bewerberinnen und Bewerbern mit dem Ausbildungsfach Kunst, Französisch, Mathematik, Chemie, Physik, Technik, Theologie / Religionspädagogik, Sport und Musik unter Qualifikationsgesichtspunkten besetzt werden. Zusätzlich können Bewerberinnen und Bewerber mit dem Lehramtsstudiengang Europalehramt sowie fächerspezifisch eingestellt werden. Die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber, die aufgrund des Europalehramtes bzw. fächerspezifisch eingestellt werden, wird jeweils von der obersten Schulaufsichtsbehörde festgelegt.
Im Bereich der Gymnasien haben Bewerberinnen und Bewerber mit Hauptfächern grundsätzlich Vorrang vor Bewerberinnen und Bewerbern mit Beifächern.
zusammen höchstens
Die Vorauswahl erfolgt durch die oberen Schulaufsichtsbehörden, die Endauswahl wird gemeinsam durch die oberen Schulaufsichtsbehörden getroffen. Bis zu 10 Stellen können zum Zweck des Ausgleichs zwischen den einzelnen Schularten von der obersten Schulaufsichtsbehörde zentral verwaltet werden. Die Auswahlentscheidungen werden zusammen mit den jeweils zuständigen Personalvertretungen getroffen. Auf Wunsch der zuständigen Personalvertretungen kann ein Mitglied des Hauptpersonalrats an dieser Auswahlsitzung der oberen Schulaufsichtsbehörden teilnehmen.
Daneben kann im Rahmen dieses Kontingents der Lehrauftrag teilzeitbeschäftigter Lehrkräfte im Schuldienst des Landes, die bisher schon unter den TV-L fallen (frühere Nebenlehrer mit einem Unterrichtsauftrag von mindestens 18/40 eines ganzen Deputats), auf Antrag im Rahmen des für sie maßgeblichen Regelstundenmaßes bis zur vollen Wochenstundenzahl aufgestockt werden. Außerdem ist grundsätzlich eine Weiterbildung in einem zweiten Fach nachzuweisen. Die Auswahlentscheidung erfolgt im Zusammenhang mit dem nach Nr. 4.2 durchzuführenden Verfahren.
Bewerber, die Grundwehr- oder Zivildienst geleistet haben oder Soldat auf Zeit waren, werden im Rahmen des § 11 a des Arbeitsplatzschutzgesetzes hinsichtlich der Einstellungskriterien so behandelt, als hätten sie keinen Grundwehr- bzw. Zivildienst abgeleistet.
Bewerberinnen, deren Bewerbung sich nur infolge der Geburt eines Kindes verzögert hat und die sich innerhalb von drei Jahren nach der Geburt oder sechs Monate nach Erfüllung der ausbildungsmäßigen Einstellungsvoraussetzungen beworben haben, werden in Anwendung des § 125 b Abs. 1 des Beamtenrechtsrahmengesetzes hinsichtlich der Einstellungskriterien so behandelt, als hätten sie sich ohne diese Verzögerung beworben. Die Zeit, um die zurückgerechnet werden darf, berechnet sich nach den Fristen des § 15 Abs. 1 und 2 des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes (BEEG) i. V. mit § 3 Abs. 2 und § 6 Abs. 1 des Mutterschutzgesetzes.
Es werden nur Verzögerungen berücksichtigt, die allein durch den geleisteten Dienst, die Geburt des Kindes oder den berücksichtigungsfähigen Zeitraum der Pflege verursacht waren. Wurde die Bewerbung oder die Lehramtsausbildung durch Gründe verzögert, die in den persönlichen Bereich der Bewerberin bzw. des Bewerbers fallen, so ist die dafür aufgewendete Dauer (bei einem Studium gerechnet nach der Zahl der versäumten Semester) von der anrechenbaren Zeit abzusetzen.
Lehramt an beruflichen Schulen (Diplom)
Die Lehramtsbewerberinnen und -bewerber, die im Listenauswahlverfahren aufgrund der von ihnen erzielten Gesamtqualifikation / Leistungszahl / Laufbahnprüfungsnote nicht berücksichtigt werden konnten, können gegebenenfalls in einem Nachrückverfahren Berücksichtigung finden.
Im Nachrückverfahren kann in begründeten Ausnahmefällen über die Regelung in Nr. 1.1 hinaus auch in anderen Bereichen fächerspezifisch ausgewählt werden.
In das Nachrückverfahren können in begründeten Fällen auch die Sonderschullehrerinnen und -lehrer einbezogen werden, die im Listenauswahlverfahren ein Angebot in der sonderpädagogischen Nebenfachrichtung ausgeschlagen haben.
Innerhalb des Nachrückverfahrens kann für die bis zu einem von der obersten Schulaufsichtsbehörde festgelegten Termin noch nicht besetzten Stellen eine schulbezogene Stellenausschreibung durchgeführt werden; die Regelungen der Nummern 26.2 bis 26.5 gelten, mit Ausnahme der dort genannten Termine, entsprechend. Außerdem können die oberen Schulaufsichtsbehörden ab Ende Juli über noch nicht besetzte Stellen informieren. Die Stellenausschreibungen und die Informationen über freie Stellen werden einheitlich auf der Internetseite
Mit den im Nachrückverfahren zu berücksichtigenden Bewerberinnen und Bewerbern ist ebenfalls ein Vorstellungsgespräch nach Nr. 2.3 bzw. ein Einstellungsgespräch nach Nr. 2.4 zu führen.
Nach Abschluss des Nachrückverfahrens können noch vorhandene freie Stellen grundsätzlich nicht mehr besetzt werden. Ausgenommen sind Stellenausschreibungen nach Nr. 26. Weitere Ausnahmen bedürfen der vorherigen Zustimmung der obersten Schulaufsichtsbehörde.
Auch im Nachrückverfahren muss die Kontaktaufnahme mit den Bewerberinnen und Bewerbern schriftlich oder gegebenenfalls in elektronischer Form erfolgen, wenn Telefonkontakte nicht zustande kommen. Die Frist, innerhalb der sich eine Bewerberin oder ein Bewerber melden muss, beträgt zwei Arbeitstage nach Zugang der schriftlichen Benachrichtigung. Nach Ablauf dieser Frist wird das Einstellungsangebot an eine andere Lehramtsbewerberin oder einen anderen Lehramtsbewerber vergeben. Darauf ist die Bewerberin oder der Bewerber hinzuweisen.
Grundlage für die Auswahlentscheidungen ist das Sozialgesetzbuch (SGB) Neuntes Buch (IX) über Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen. Es können bis zu zwanzig Schwerbehinderte oder Schwerbehinderten gleichgestellte Bewerberinnen oder Bewerber, die nicht ohnedies nach den regulären Einstellungsregelungen in den Schuldienst des Landes übernommen werden können, im Hinblick auf ihre Behinderung eingestellt werden. Die Auswahl dieser Bewerberinnen und Bewerber erfolgt durch die oberste Schulaufsichtsbehörde im Einvernehmen mit den oberen Schulaufsichtsbehörden und den Hauptvertrauenspersonen der schwerbehinderten Lehrkräfte.
In diesem Rahmen und bis zur Höhe der dafür veranschlagten Mittel können schwerbehinderte Lehramtsbewerberinnen und -bewerber zum Schulhalbjahr vorgezogen eingestellt werden.
Bewerberinnen und Bewerber mit besonderen Fächerkombinationen der Gymnasien und beruflichen Schulen
Verbeamtete Bewerberinnen und Bewerber, die für die Ausbildung zur Sonderschullehrerin oder zum Sonderschullehrer aus ihrem bisherigen Beamtenverhältnis beurlaubt worden sind, werden nach Abschluss ihrer Ausbildung – unabhängig von ihrer Leistungszahl – zum nachfolgenden einheitlichen Einstellungstermin als Sonderschullehrerin oder -lehrer in den Schuldienst des Landes übernommen. Sie werden bis dahin in ihrem seitherigen Status weiter beschäftigt. Der Beurlaubung bzw. Teilbeurlaubung ist stets ein dienstliches Interesse für die Absolvierung eines sonderpädagogischen Aufbaustudiums zugrunde zu legen.
Bei verbeamteten musisch-technischen Fachlehrerinnen und -lehrern, die eine Ausbildung für das Lehramt an Werkreal-, Haupt- und Realschulen anstreben, ist für die Beurlaubung bzw. Teilbeurlaubung stets von einem dienstlichen Interesse auszugehen. Nach Abschluss der Ausbildung werden diese Bewerberinnen und Bewerber – unabhängig von der Leistungszahl – zum nachfolgenden einheitlichen Einstellungstermin in den Schuldienst an Werkreal- und Hauptschulen des Landes übernommen. Sie werden bis dahin in ihrem bisherigen Status weiter beschäftigt. Darüber hinaus können diese sich für eine Einstellung im Realschulbereich bewerben. Bei der Wahl des Studiengangs für das Lehramt an Grundschulen ist die Anerkennung eines dienstlichen Interesses in der Regel ausgeschlossen.
Bei verbeamteten Fachlehrerinnen und -lehrern an Schulen für Geistigbehinderte und Körperbehinderte bzw. Technischen Lehrerinnen und Lehrern an Sonderschulen, die die Ausbildung für das Lehramt an Sonderschulen mit den Fachrichtungen Pädagogik der Lernförderung bzw. Erziehungshilfe anstreben, ist für eine Beurlaubung bzw. Teilbeurlaubung stets von einem dienstlichen Interesse auszugehen. Nach Abschluss der Ausbildung werden diese Bewerberinnen und Bewerber – unabhängig von ihrer Leistungszahl – zum nachfolgenden einheitlichen Einstellungstermin als Sonderschullehrerin bzw. -lehrer in den Schuldienst des Landes übernommen. Bei der Wahl von anderen Fachrichtungen entscheidet die obere Schulaufsichtsbehörde im Einzelfall, ob für die Beurlaubung bzw. Teilbeurlaubung ein dienstliches Interesse anerkannt werden kann. Gegebenenfalls ist beim Einstellungsverfahren analog zu verfahren.
Bewerberinnen und Bewerber für die Einstellung als Fachlehrerinnen oder -lehrer an Sonderschulen bzw. Technische Lehrerinnen und Lehrer an Sonderschulen, die arbeitsvertraglich verpflichtet waren, den Vorbereitungsdienst zu absolvieren, werden nach Abschluss ihrer Ausbildung – unabhängig von der Prüfungsnote – in den Schuldienst übernommen.
Sonderregelungen für einzelne Schularten
und Laufbahnen
An den Schulen für Geistigbehinderte und entsprechenden Abteilungen anderer Sonderschultypen werden staatlich anerkannte Erzieherinnen oder Erzieher bzw. Meisterinnen oder Meister nur dann auf Dauer eingestellt, wenn sie die Ausbildung und Prüfung für die Laufbahn der Fachlehrerin oder des Fachlehrers bzw. der Technischen Lehrerin oder des Technischen Lehrers an Sonderschulen nachweisen können. Die Beschäftigung erfolgt grundsätzlich im Beamtenverhältnis.
Nachrangig können bei der Einstellung auch staatlich anerkannte Erzieherinnen oder Erzieher bzw. Meisterinnen oder Meister mit einer anderen mindestens einjährigen anerkannten sonderpädagogischen Zusatzausbildung (z. B. staatlich anerkannter Heilpädagoge / anerkannte Heilpädagogin) berücksichtigt werden. Die Einstellung erfolgt in diesem Fall als Tarifbeschäftigte.
Zur Sicherung der Unterrichtsversorgung können vorübergehend – bis genügend Bewerberinnen und Bewerber im Bereich der Fachlehrerin oder des Fachlehrers bzw. der Technischen Lehrerin oder des Technischen Lehrers an Sonderschulen zur Verfügung stehen – auch Lehrkräfte anderer Lehrämter in Schulen für Geistigbehinderte und entsprechenden Abteilungen anderer Sonderschultypen als Tarifbeschäftigte eingesetzt werden. Die Beschäftigung erfolgt zu den arbeits- und tarifvertraglichen Bedingungen einer Fachlehrerin / eines Fachlehrers bzw. einer Technischen Lehrerin / eines Technischen Lehrers.
Staatlich anerkannte Erzieherinnen und Erzieher bzw. Meisterinnen und Meister ohne sonderpädagogische Ausbildung können befristet als Tarifbeschäftigte als Vertretungskräfte für Ausfälle von Lehrkräften eingesetzt werden. Nr. 15 gilt entsprechend.
Für den Unterrichtsbereich Bewegungsförderung an Schulen für Körperbehinderte werden grundsätzlich Fachlehrerinnen und -lehrer an Schulen für Körperbehinderte eingestellt. Sofern keine ausgebildeten Bewerberinnen und Bewerber zur Verfügung stehen, können Physiotherapeutinnen und -therapeuten/Krankengymnastinnen und -gymnasten bzw. Ergotherapeutinnen und -therapeuten/Beschäftigungs- und Arbeitstherapeutinnen und -therapeuten vorübergehend als Tarifbeschäftigte eingestellt werden. Der Arbeitsvertrag enthält eine auflösende Bedingung, wonach das Arbeitsverhältnis endet, wenn die Lehrkraft zu dem festgelegten Termin den Vorbereitungsdienst für die Laufbahn der Fachlehrerin / des Fachlehrers an Schulen für Körperbehinderte nicht antritt. Nr. 11.1 Abs. 2 und 4 gilt entsprechend.
Gymnasiallehrerinnen und -lehrer mit sonderpädagogischem Ergänzungsstudium in nur einer Fachrichtung dürfen nur in Sonderschulen eingesetzt werden, die den Bildungsgang Gymnasium führen. Berufsschullehrerinnen und -lehrer mit sonderpädagogischem Ergänzungsstudium in nur einer Fachrichtung dürfen nicht im Bereich der allgemein bildenden Sonderschulen eingesetzt werden.
Eine Einstellung von Gymnasial-, Realschul-, Hauptschul-, Werkrealschul- sowie Sonderschullehrerinnen und -lehrern ist im Bereich der beruflichen Schulen zulässig, wenn an der Übernahme dieser Bewerberinnen oder Bewerber ein besonderes dienstliches Interesse besteht. Bei der Einstellung von Real-, Haupt-, Werkreal- und Sonderschullehrkräften muss die zuständige Personalvertretung vorab zustimmen.
Religionslehrerinnen und –lehrer
Bei den Einstellungsgesprächen, die mit Lehramtsbewerberinnen und -bewerbern mit dem Wahl- oder Beifach bzw. Haupt- oder Nebenfach Religionslehre geführt werden, soll der Gesprächskommission eine Vertreterin / ein Vertreter der Kirche als drittes Mitglied (in der Regel eine Schuldekanin / ein Schuldekan bzw. eine Kirchlich Beauftragte / ein Kirchlich Beauftragter) angehören.
In der so genannten Status-quo-Regelung (besondere Stellen) können nur höchstens so viele Geistliche, Diplom-Theologinnen oder -Theologen oder Absolventinnen und Absolventen von kirchlichen Fachhochschulen in den Schuldienst des Landes übernommen werden, wie zuvor aus diesen Stellen aus dem Landesdienst ausgeschieden sind. In diese Regelung können auch Religionsphilologinnen und -philologen einbezogen werden, soweit diese die zum Zeitpunkt der Übernahme in den Landesdienst für Neubewerberinnen bzw. Neubewerber mit dem Fach Religionslehre geltenden Qualifikationsgrenzen (Leistungszahl) erreichen.
Mit den Bewerberinnen oder Bewerbern ist ein Einstellungsgespräch nach Nr. 2.4 zu führen. In der Gesprächskommission tritt jedoch an die Stelle der Schulleiterin oder des Schulleiters / der Schulrätin oder des Schulrats eine Vertreterin / ein Vertreter der Kirche (in der Regel eine Schuldekanin / ein Schuldekan bzw. eine Kirchlich Beauftragte / ein Kirchlich Beauftragter).
Diplomsportlehrerinnen und -lehrer, Gymnastiklehrerinnen und -lehrer, Ein-Fach-Lehrerinnen und –Lehrer
Diplomsportlehrerinnen und -lehrer, Gymnastiklehrerinnen und -lehrer und sonstige Ein-Fach-Lehrerinnen und -Lehrer können grundsätzlich nicht in den Schuldienst des Landes übernommen werden. Stehen Bewerberinnen und Bewerber mit anerkannter Lehrbefähigung nicht zur Verfügung, können ausnahmsweise stundenweise Lehraufträge oder befristete Beschäftigungsverhältnisse abgeschlossen werden. Hierfür ist zuvor die Zustimmung der obersten Schulaufsichtsbehörde einzuholen.
Soweit eine Lehrkraft in der ersten bzw. dritten Klassenstufe der Grundschule wegen Eintritt in Erziehungsurlaub / Elternzeit zu vertreten ist, kann bei dienstlichem Bedarf im Interesse pädagogischer Kontinuität die Vertretungslehrkraft bis Ende des nächsten Schuljahres weiterbeschäftigt werden.
Ausgenommen sind Spezialisten im Bereich der Gymnasien, beruflichen Schulen und Sonderschulen (z. B. Pfarrer, Ärzte, Rechtsanwälte, Handwerksmeister), soweit sie keine Übernahme in den Schuldienst auf Stelle anstreben.
Bei der Auswahl in Frage kommender Lehrkräfte darf grundsätzlich nur auf solche Bewerberinnen und Bewerber zurückgegriffen werden, die über eine in Baden-Württemberg erworbene oder als gleichwertig anerkannte Lehramtsbefähigung verfügen.
Stehen Lehrkräfte mit anerkannter Lehrbefähigung nicht zur Verfügung, können in begründeten Ausnahmefällen auch befristete Verträge mit Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärtern zwischen Erster Lehramtsprüfung und dem Beginn des Vorbereitungsdienstes sowie mit sonstigen geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern abgeschlossen werden3..
Übernehmen Lehramtsbewerberinnen und -bewerber aus dem oberen Qualifikationsbereich, die zunächst nicht eingestellt werden können, aber über eine Einstellungsperspektive für die nächsten Jahre verfügen, eine befristete Beschäftigung als Vertretungslehrerin oder Vertretungslehrer nach Nr. 15.1, können sie von der jeweiligen oberen Schulaufsichtsbehörde die Zusicherung erhalten, dass sie über Anschlussverträge bis zu ihrer endgültigen Übernahme in den Schuldienst bei Vorliegen der sonstigen Voraussetzungen weiterbeschäftigt werden. Dabei ist vertraglich festzuhalten, dass die Bewerberinnen und Bewerber damit rechnen müssen, an wechselnden Einsatzorten verwendet zu werden.
Die entsprechende Zahl der Lehramtsbewerberinnen und -bewerber und die für solche Zusicherung maßgebenden Qualifikationsgrenzen werden unter Berücksichtigung fachspezifischer Gesichtspunkte jeweils von der obersten Schulaufsichtsbehörde festgelegt.
Darüber hinaus können auch Lehrkräfte in der Probezeit und Bewerberinnen und Bewerber mit einer der Schulart oder dem Bildungsgang entsprechenden Lehrbefähigung gleichzeitig mit ihrer Einstellung an Privatschulen beurlaubt werden, wenn sie einen unbefristeten Arbeitsvertrag mit einer in Baden-Württemberg gelegenen staatlich anerkannten Privatschule nachweisen, entsprechende freie und besetzbare Stellen zur Verfügung stehen und wenn die Bewerberinnen und Bewerber
Im Nachrückverfahren erfolgen grundsätzlich keine Zusagen bzw. Einstellungen unter gleichzeitiger Beurlaubung an Privatschulen.
Bewerberinnen und Bewerber für das Lehramt an allgemein bildenden Gymnasien mit Engpassfächern können nach Nr. 16.2 grundsätzlich höchstens in dem Umfang ins Beamtenverhältnis übernommen und zugleich an eine Privatschule beurlaubt werden, wie an dieser verbeamtete Lehrkräfte im jeweiligen Fach ausscheiden.4.
Für Bewerberinnen und Bewerber für den Schuldienst gelten grundsätzlich die allgemeinen Antragsfristen (s. Nr. 23).
Die notwendigen Personalmaßnahmen (Beurlaubung, Zusage und Rückkehr in den öffentlichen Schuldienst) erfolgen grundsätzlich durch die obere Schulaufsichtsbehörde, der die betreffende Lehrkraft für eine Tätigkeit im öffentlichen Schuldienst zugewiesen wurde. Änderungen sind nur im Einzelfall (gegebenenfalls unter den Voraussetzungen einer Versetzung) möglich.
Lehramtsbewerberinnen und -bewerber mit minderjährigem Kind, die in der Hauptzuweisung des Listenauswahlverfahrens ein Einstellungsangebot für den Schuldienst des Landes erhalten, können für den Fall, dass sie zunächst auf eine Einstellung verzichten, von der oberen Schulaufsichtsbehörde, deren Bezirk sie zugewiesen worden sind, die Zusage auf Einstellung zu einem späteren Zeitpunkt erhalten. Eine solche Zusage steht unter dem Vorbehalt der bei der Einlösung der Einstellungszusage zu führenden Beteiligungs- und Einstellungsgespräche.
Eine Einstellung kann in der Regel erst nach Ablauf von drei Jahren, frühestens jedoch zum folgenden Einstellungstermin erfolgen. Sie wird von der oberen Schulaufsichtsbehörde vorgenommen, die die Zusage erteilt hat. Ausnahmen sind nur unter den Voraussetzungen einer Versetzung zulässig.
Der Antrag auf Einstellung bzw. Verlängerung des Zusagezeitraumes ist bis spätestens zu dem für die Mitteilung über stellenwirksame Änderungswünsche festgelegten Termin (erster Unterrichtstag nach den Weihnachtsferien) des betreffenden Jahres bei der oberen Schulaufsichtsbehörde zu stellen.
Lehrkräften im Beamtenverhältnis mit abgelegter Zweiter Lehramtsprüfung, die nach Ablauf der höchstzulässigen Beurlaubungsdauer einen Antrag auf Entlassung aus dem Beamtenverhältnis stellen, wird eine Wiedereinstellung als Tarifbeschäftigte für den Fall zugesichert, dass eine besondere Härte im persönlichen Bereich eintritt. Die Entscheidung über eine Wiedereinstellung trifft in jedem Fall die oberste Schulaufsichtsbehörde.
Bewerberinnen und Bewerber mit anderweitigem hauptberuflichem Beschäftigungsverhältnis, die ein Einstellungsangebot erhalten, ihren Arbeitsvertrag aber wegen der vereinbarten Kündigungsfrist nicht rechtzeitig kündigen können, können von der oberen Schulaufsichtsbehörde, deren Bezirk sie zugewiesen worden sind, eine Zusage auf Einstellung zu einem späteren Einstellungstermin erhalten. Eine solche Zusage steht unter dem Vorbehalt der bei der Einlösung der Einstellungszusage zu führenden Beteiligungs- und Einstellungsgespräche.
Die Einstellung erfolgt durch die obere Schulaufsichtsbehörde, die die Zusage erteilt hat. Ausnahmen sind nur unter den Voraussetzungen einer Versetzung zulässig.
Lehramtsabsolventinnen und -absolventen für Gymnasien und berufliche Schulen mit Bedarfsfächern sowie in den Fällen der Nr. 12.2 auch sonstige Bewerberinnen und Bewerber, die derzeit nicht eingestellt werden können, aber zum oberen Qualifikationsbereich gehören, können von der oberen Schulaufsichtsbehörde, in deren Bezirk sie eingesetzt werden wollen, eine Einstellungszusage zu einem späteren Zeitpunkt erhalten. Eine solche Zusage steht unter dem Vorbehalt der bei der Einlösung der Einstellungszusage zu führenden Beteiligungs- und Einstellungsgespräche. Die Einstellung erfolgt durch die obere Schulaufsichtsbehörde, die die Zusage erteilt hat. Ausnahmen sind nur unter den Voraussetzungen einer Versetzung zulässig.
Bewerberinnen und Bewerber mit mindestens einem berufstheoretischen Bedarfsfach im Bereich der beruflichen Schulen können von der oberen Schulaufsichtsbehörde vor Antritt des Vorbereitungsdienstes eine Einstellungszusage für den Einstellungstermin des übernächsten Jahres erhalten.
Die Anzahl der Einstellungszusagen und die maßgebenden fachspezifischen Qualifikationsgrenzen sowie gegebenenfalls weitere Auswahlkriterien werden jeweils von der obersten Schulaufsichtsbehörde festgelegt.
Einschleusung von Lehrkräften nach Qualifikationsverbesserung
Neubewerberinnen und -bewerber für alle Lehrämter bewerben sich bis zum 31. März bei der jeweiligen oberen Schulaufsichtsbehörde.
Bewerberinnen und Bewerber für das Lehramt an Grund-, Haupt- und Werkrealschulen, Realschulen, Sonderschulen, musisch-technische Fachlehrerinnen und -lehrer sowie Fachlehrerinnen und -lehrer an Sonderschulen, die nicht in den Schuldienst des Landes übernommen werden konnten, werden bei Einsatzbereitschaft für den folgenden Einstellungstermin auf Antrag in Bewerberlisten aufgenommen. Der Antrag ist beim Regierungspräsidium Stuttgart gegebenenfalls bis zum 30. November für die Februareinstellung bzw. bis zum 31. März für die Sommereinstellung zu stellen. Diese Termine gelten auch für Bewerberinnen und Bewerber aus anderen Ländern der Bundesrepublik. Bewerberinnen und Bewerber, die eine Einstellung zum Februar beantragen, werden in das Sommereinstellungsverfahren ohne weiteren Antrag einbezogen, wenn sie bei der Februareinstellung nicht berücksichtigt werden konnten.
Bewerberinnen und Bewerber für das Lehramt an Gymnasien und an beruflichen Schulen, die nicht eingestellt werden konnten, können sich bei der jeweiligen oberen Schulaufsichtsbehörde jährlich bis zum 31. März erneut bewerben.
Bewerberinnen und Bewerber, die unbefristet im Schuldienst eines anderen Landes beschäftigt sind, können über das Auswahlverfahren bzw. die schulbezogenen Stellenausschreibungen und das Einigungsverfahren (Tauschverfahren) in den Schuldienst des Landes übernommen werden. Sie können in das Auswahlverfahren bzw. die schulbezogenen Stellenausschreibungen nur dann einbezogen werden, wenn sie ihrer Bewerbung eine Freigabeerklärung ihrer Schulbehörde beifügen (vgl. Bekanntmachung „Übernahme von Lehrkräften aus anderen Ländern“ vom 17. Januar 2003, K.u.U. S. 52).
Bis zu 10 v. H. der in den Schularten besetzbaren Stellen können für Bewerberinnen und Bewerber mit Zusatzqualifikationen verwendet werden. Hierbei sollen nicht mehr als 5 v. H. der besetzbaren Stellen mit Bewerberinnen und Bewerbern besetzt werden, die ihren Antrag überwiegend mit Vertretungstätigkeiten begründen. Die genaue Anzahl dieser Stellen wird jährlich von der obersten Schulaufsichtsbehörde festgelegt.
Bei der Einstellungsentscheidung werden Zusatzqualifikationen berücksichtigt, die unter dem Gesichtspunkt „Eignung, Befähigung und fachliche Leistung“ dem Lehrerberuf förderlich sind. Hierzu zählt auch die Tätigkeit als Pädagogische Assistentin bzw. Pädagogischer Assistent und als Erzieherin bzw. Erzieher an Kindertagesstätten und Kindergärten. Die vor dem Ablegen der Zweiten Prüfung/Laufbahnprüfung erworbenen Zusatzqualifikationen schlagen sich in der Regel in den Lehramtsprüfungen nieder. Sie können jedoch in besonders begründeten Ausnahmefällen zur Entscheidungsfindung herangezogen werden. Dem Lehrerberuf förderliche Tätigkeiten, Erfahrungen und Kenntnisse bei der Arbeit mit Menschen mit Migrationshintergrund können hier ebenfalls berücksichtigt werden.
Diese Verfahrensweise gilt nur für Bewerberinnen und Bewerber, die ihre Lehrbefähigung in Baden-Württemberg erworben oder ihren Lebensmittelpunkt in Baden-Württemberg haben und die zuvor in die Bewerberlisten für das zentrale Einstellungsverfahren aufgenommen wurden.
Anträge zu diesem Verfahren sind an die oberen Schulaufsichtsbehörden bis spätestens 1. März zu richten. Diese entscheiden abschließend auf der Basis der Gesamtqualifikation / Leistungszahl / Laufbahnprüfungsnote nach einer Gesamtwürdigung der einzelnen Anträge im Rahmen einer Auswahlkommission, an der der Bezirkspersonalrat und die Beauftragte für Chancengleichheit2 zu beteiligen sind. Die Schwerbehindertenvertretung ist dann zu beteiligen, wenn Anträge schwerbehinderter bzw. gleichgestellter Bewerberinnen und Bewerber in diesem Verfahren vorliegen. Zur Entscheidungsfindung können Einstellungsgespräche geführt werden; Vorstellungsgespräche sind in jedem Falle zu führen. Die Auswahlkriterien und Entscheidungen sind von der oberen Schulaufsichtsbehörde festzuhalten.
Schulen können Stellen für Lehrkräfte ausschreiben. Die Schulleitung informiert vorab die zuständige Lehrerkonferenz. Diese berät hierüber und kann ihr unbeschadet ihrer Zuständigkeit nach § 41 Abs. 1 Schulgesetz Empfehlungen geben. Der Antrag ist zuvor mit der oberen bzw. unteren Schulaufsichtsbehörde abzustimmen. Die oberen Schulaufsichtsbehörden prüfen diesen Antrag insbesondere im Blick auf die Bedarfs- und Stellensituation. Vorrang haben dabei Schulen in Mangelbereichen und Mangelregionen sowie Schulen mit besonderen Profilen bzw. Bereichen. In begründeten Fällen kann auch eine Teilzeitstelle ausgeschrieben werden.
für die Einstellung zum Februar im Zeitraum Dezember/Januar und
für Schulen im ländlichen Raum im Rahmen eines besonderen vorrangigen Verfahrens im Februar
als Hauptausschreibungsverfahren im März / April
im Rahmen des Nachrückverfahrens (s. Nr. 6.1) im Juli.
Die Zusammenstellung aller Stellenausschreibungen erfolgt durch die oberen Schulaufsichtsbehörden. Die Stellenausschreibungen werden durch die oberen Schulaufsichtsbehörden für das Internet – www.lehrereinstellung-bw.de – freigegeben. Diese Internetseite enthält außerdem Informationen zur Lehrereinstellung, insbesondere zu weiteren Ausschreibungsterminen und ist das zentrale Lehrereinstellungsportal des Landes.
Die vollständigen Bewerbungsunterlagen müssen jeweils bis zum Ende der jeweiligen Bewerbungsfrist direkt der jeweiligen Schule vorliegen. Zusätzlich muss die Bewerberin bzw. der Bewerber der oberen Schulaufsichtsbehörde die Bewerbung anzeigen. Bewerben können sich Lehramtsbewerberinnen und -bewerber, die in eine Bewerberliste in Baden-Württemberg aufgenommen wurden sowie bereits im Dienst des Landes stehende Lehrkräfte, aber auch Bewerberinnen und Bewerber, die noch nicht alle Einstellungsvoraussetzungen nachweisen können. Lehrkräfte, die sich bereits im Dienst des Landes befinden, haben sich auf dem Dienstweg zu bewerben. Parallel dazu übersenden sie ihre Bewerbungsunterlagen an die jeweilige Schule. Die Schulleitung darf sie nur dann in das Bewerberauswahlverfahren einbeziehen, wenn ihr eine Freigabe der zuständigen Schulaufsichtsbehörde vorliegt. Lehrkräfte, die sich noch in der Probezeit befinden, können nur in Ausnahmefällen eine entsprechende Freigabe erhalten.
Die Schwerbehindertenvertretung ist immer dann unmittelbar zu unterrichten, wenn unter den Bewerberinnen und Bewerbern Schwerbehinderte sind; ihr sind auf Wunsch die entscheidungsrelevanten Teile der Bewerbungsunterlagen aller Bewerberinnen und Bewerber zur Einsicht vorzulegen.
Die Schulleitung der ausschreibenden Schule führt mit den Bewerberinnen oder Bewerbern oder mit einer Auswahl von Bewerberinnen und Bewerbern ein Bewerbergespräch. Bewerbergespräche werden nur mit Bewerberinnen und Bewerbern geführt, die in ihrer Bewerbung die in der Stellenausschreibung genannten besonderen Anforderungen nachweisen. Sollen Bewerbergespräche nur mit einer Auswahl von Bewerberinnen und Bewerbern geführt werden, ist die Auswahl nach der Gesamtqualifikation / Leistungszahl / Laufbahnprüfungsnote vorzunehmen. Sollen neben Altbewerberinnen und Altbewerbern auch Neubewerberinnen und Neubewerber in die Einstellungsentscheidung einbezogen werden, können die Schulen bei Altbewerberinnen und Altbewerbern aufgrund der Gesamtqualifikation/Leistungszahl/Laufbahnprüfungsnote eine begründete Vorauswahl treffen. Bei Neubewerberinnen und Neubewerbern kann – sofern die Gesamtqualifikation noch nicht vorliegt – eine begründete Vorauswahl aufgrund der Noten der Ersten Lehramtsprüfung vorgenommen werden.5.
Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber sind – unabhängig von der Anwendung von Vorauswahlkriterien – immer zu einem Bewerbergespräch einzuladen, wenn die fachliche Eignung nicht offensichtlich fehlt.
Im öffentlichen Schuldienst des Landes befindliche Lehrkräfte werden unabhängig von der Gesamtqualifikation/Leistungszahl/Laufbahnprüfungsnote in die Auswahl einbezogen.
Die Beauftragte für Chancengleichheit2. kann gemäß § 9 Abs. 3 Chancengleichheitsgesetz an Bewerbergesprächen in Bereichen geringerer Repräsentanz von Frauen teilnehmen, soweit nicht nur Frauen oder nur Männer die vorgesehenen Voraussetzungen für die Besetzung der Stelle erfüllen. Die Beauftragte für Chancengleichheit2. der oberen Schulaufsichtsbehörde kann diese Aufgabe auf die Beauftragte für Chancengleichheit bzw. Ansprechpartnerin der jeweiligen Schule delegieren.
Bewerberinnen und Bewerber, die nicht zu einem Bewerbergespräch eingeladen werden, erhalten baldmöglichst von der Schulleiterin bzw. vom Schulleiter eine Absage.
Die Schulleiterin bzw. der Schulleiter teilt der oberen Schulaufsichtsbehörde nach Abschluss des Auswahlverfahrens die Bewerberinnen und Bewerber mit, die für eine Tätigkeit an dieser Schule in Frage kommen. Kommen mehrere Bewerberinnen oder Bewerber in Frage, ist eine schriftlich begründete Rangfolge zu bilden. Für diese Entscheidungen sind unter Würdigung der Gesamtqualifikation und des Bewerbergesprächs nur die in der Stellenausschreibung genannten besonderen Anforderungen maßgebend. Die Unterlagen der von der Schulleitung priorisierten Bewerberinnen und Bewerber sind der oberen Schulaufsichtsbehörde zu übersenden. Diese entscheidet abschließend auf der Grundlage der von der Schulleiterin oder vom Schulleiter genannten Rangfolge, insbesondere unter Würdigung der Gesamtqualifikation, Leistungszahl und Laufbahnprüfungsnote über die konkrete Besetzung der ausgeschriebenen Stelle und unterbreitet der Bewerberin bzw. dem Bewerber ein Einstellungsangebot. Nimmt die Bewerberin bzw. der Bewerber innerhalb einer angemessenen Frist das Einstellungsangebot nicht an, so ist die obere Schulaufsichtsbehörde nicht mehr an das Angebot gebunden. Erreicht eine Bewerberin bzw. ein Bewerber bei mehreren ausgeschriebenen Stellen den ersten Rangplatz, kann sie oder er im Rahmen einer von der oberen Schulaufsichtsbehörde festgelegten Erklärungsfrist entscheiden, welches Angebot sie oder er annimmt. Mit der Annahme des Einstellungsangebots nimmt die Bewerberin oder der Bewerber am weiteren Verfahren nicht mehr teil.
Nach der Entscheidung über die Einstellungsmaßnahme benachrichtigt die obere Schulaufsichtsbehörde die nicht berücksichtigten Bewerberinnen bzw. Bewerber, deren Bewerbungsunterlagen von den Schulleitungen übersandt worden sind. Die Schulleiterin bzw. der Schulleiter benachrichtigt die weiteren Bewerberinnen und Bewerber.
Für die Bewerbergespräche an den Schulen wird keine Reisekostenvergütung gewährt.
Einheitlicher Einstellungstermin für alle im Sommer 2013 zu übernehmenden Lehramtsbewerberinnen und -bewerber ist der 6. September 2013.
Ausnahmen hiervon sind gem. Nr. 6 und Nr. 26 möglich.
Dies gilt grundsätzlich auch für Fachlehrerinnen und -lehrer bzw. Technische Lehrerinnen und -Lehrer an Sonderschulen sowie für Technische Lehrerinnen und -Lehrer an gewerblichen und landwirtschaftlichen Schulen.
Fachlehrerinnen und -lehrer bzw. Technische Lehrerinnen und -Lehrer an Sonderschulen, die verpflichtet waren den Vorbereitungsdienst zu absolvieren, werden unmittelbar nach Abschluss des Vorbereitungsdienstes in den Schuldienst des Landes übernommen.
Scheiden Lehrkräfte im Laufe des Schuljahres aus, können die so frei werdenden Stellen in besonderen Einzelfällen nach Zustimmung der obersten Schulaufsichtsbehörde sofort wieder besetzt werden, wenn der Ausfall nicht anderweitig ausgeglichen werden kann.
Diese Verwaltungsvorschrift tritt am Tag nach ihrer Veröffentlichung in Kraft. Gleichzeitig tritt die Verwaltungsvorschrift „Einstellung von Lehramtsbewerberinnen und Lehramtsbewerbern“ vom 13. Dezember 2011 (K.u.U. 1/2012, S. 3) außer Kraft.
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http://gelbe-sammlung.kultus-bw.de/jportal/?quelle=jlink&query=VVBW-KM-20121129-SF&psml=sammlung.psml&max=true&bs=21

References: § 9
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 § 11
 § 125
 § 15
 § 3
 § 6
 § 41
 § 9