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Timestamp: 2019-01-20 17:01:09+00:00

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==Vorschriften und Richtlinien== ===Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA)=== Einteilung in: ◾1. '''RWA – Anlagen gemäß Landesbauordnung (LBO)''' ◾Schulen, Sporthallen, ◾Banken, Versicherungen, ◾Verwaltungsgebäude, ◾Veranstaltungsgebäude, ◾Einkaufszentren, Krankenhäuser, ◾mehrgeschossige Wohnbauten, ◾Neubauten (Neuanlagen) ◾Reparaturen, Umbauten, (Instandsetzung), ◾Wartungen ◾Pneumatische Anlagen für Umbauten ◾Neuanlagen ◾Reparaturen ◾Wartungen ◾Elektrische Anlagen für Umbauten ◾Hydraulische Anlagen für Umbauten ◾Eigenfabrikate ◾Fremdfabrikate (Umbauten, Wartungen) ◾2. '''RWA – Anlagen gemäß [[DIN 18 232]] oder VdS''' ◾Industrielle Hallenbauten (Möbelhäuser, Baumärkte) ◾Neubauten ◾Pneumatische Anlagen gemäß DIN ===Gesetzliche Grundlagen Technische Regeln=== Zum Schutz von Menschenleben und zur Erhaltung von Sach- und Gebäudewerten sind Rauch- und Wärmeabzugsanlagen unverzichtbare Bestandteile einer verantwortungsvollen Brandschutz-Strategie. Schadensverhütung und Schadensbegrenzung sind volks- und betriebswirtschaftliche Gebote. Sie finden ihren Niederschlag in gesetzlichen Grundlagen und technischen Regeln, die bei Planung, Bemessung und Ausführung zu berücksichtigen sind. ◾Die Landesbauordnung ([[LBO]]) verlangt Rauchabzüge für Treppenräume in allen Gebäuden ab einer bestimmten Höhe. Im Regelfall sind Rauchabzüge bei solchen Gebäuden verlangt, in denen sich in einer oder mehreren Etagen in mehr als 7 m Höhe über dem Gelände, Personen aufhalten können und für Versammlungsstätten. Außerdem schreibt sie für Anlagen besonderer Art und / oder Nutzung für den Einzelfall gesonderte Maßnahmen vor, zu denen auch der Einbau von Rauch- und Wärmeabzugsanlagen gehören kann. ◾[[DIN 18 232]] behandelt den baulichen Brandschutz für die Anwendung und Bemessung von Rauch- und Wärmeabzugsanlagen im Industriebau, gibt Hinweise für den sachgerechten Einbau und legt Prüfverfahren für Abzugsgeräte fest. Sie stellt den anerkannten Stand der Technik dar. ◾VdS – Richtlinie Form 2098 beinhaltet weitergehende Empfehlungen für Planung und Einbau von Rauch- und Wärmeabzugsanlagen und enthält zusätzliche Anforderungen aus versicherungstechnischer Sicht. Sie fordert Rauch- und Wärmeabzugsanlagen für alle eingeschossigen gewerblichen Gebäude und für mehrgeschossige Gebäude, bei denen die Decke gleichzeitig die Dachkonstruktion darstellt. Die Einhaltung dieser Richtlinie ist Voraussetzung für die Berücksichtigung von Rauch- und Wärmeabzugsanlagen bei der Rabattierung der Feuerversicherungsprämie. Rauch- und Wärmeabzugsanlagen als sensible und sicherheitsrelevante Bauteile sind ausschließlich von anerkannten und erfahrenen Ingenieurbüros oder Fachfirmen ◾zu planen ◾zu errichten und ◾zu warten. Diese Fachunternehmen stellen sicher, dass Rauch- und Wärmeabzugsanlagen korrekt ausgelegt und sachgerecht eingebaut werden. Regelmäßige Prüfung, Wartung und falls erforderlich – Instandsetzung sichern die Funktionsfähigkeit. Halbjährlich bzw. jährlich und nach jeder Instandsetzung, ist eine RWA-Anlage durch eine autorisierte Person nach den Angaben der Fachfirma zu überprüfen. Mindestens einmal im Jahr muss ein anerkannter Fachbetrieb die Anlage prüfen, warten und gegebenenfalls instand setzen, damit sie im Ernstfall zuverlässig und sicher einsatzbereit ist. ====Auszüge aus der Landesbauordnung LBauO NRW)==== ====§ 2 Begriffe==== (3) Gebäude geringer Höhe sind Gebäude, bei denen der Fußboden keines Geschosses mit Aufenthaltsräumen mehr als 7 m über der Geländeoberfläche liegt. Hochhäuser sind Gebäude, bei denen der Fußboden mindestens eines Aufenthaltsraumes mehr als 22 m über der Geländeoberfläche liegt. VV Bau 0 NW ====Begriffe (§ 2)==== 2.3 Zu Absatz 3 Maßgeblich zur Ermittlung, ob ein Gebäude ein "Gebäude geringer Höhe" bzw. ein "Hochhaus" ist, ist die Lage des Fußbodens (Oberkante fertiger Fußboden) des höchstgelegenen Aufenthaltsraumes über der tiefstgelegenen, an das Gebäude anschließenden, Geländeoberfläche (vgl. auch Nr. 2.4). Liegt bei geneigtem Gelände die Fußbodenoberkante des untersten (Keller-) Geschosses ganz oder teilweise über der Geländeoberfläche, so ist diese maßgeblich zur Ermittlung, ob ein Gebäude ein "Gebäude geringer Höhe" ist. ====§ 17==== Brandschutz (1) Bauliche Anlagen sowie andere Anlagen und Einrichtungen im Sinne des § 1 Abs. 1 Satz 2, müssen unter Berücksichtigung insbesondere ◾der Brennbarkeit der Baustoffe, ◾der Feuerwiderstandsdauer der Bauteile ausgedrückt in Feuerwiderstandsklassen, ◾der Dichtheit der Verschlüsse von Öffnungen, ◾der Anordnung von Rettungswegen so beschaffen sein, dass der Entstehung eines Brandes und der Ausbreitung von Feuer und Rauch vorgebeugt wird und bei einem Brand die Rettung von Menschen und Tieren sowie wirksame Löscharbeiten möglich sind. (2) Baustoffe, die nach der Verarbeitung oder dem Einbau leichtentflammbar sind, dürfen bei der Errichtung und Änderung baulicher Anlagen sowie anderer Anlagen und Einrichtungen im Sinne des § 1 Abs. 1 Satz 2 nicht verwendet werden. VV Bau 0 NW =====17 Brandschutz (§17)===== Zu Absatz 1 Die Baustoffe müssen nach DIN 4102 Teil 1 Abschnitt 7 entsprechend ihrem Brandverhalten gekennzeichnet sein. Baustoffe, die beim Brand brennend abfallen oder brennend abtropfen, können zur Feuerweiterleitung beitragen oder die Rettung von Menschen und Tieren behindern. Bei brennbaren Baustoffen, die brennend abfallen oder brennend abtropfen, wird diese Eigenschaft durch einen entsprechenden Hinweis ◾bei normalentflammbaren Baustoffen (B 2) in den Prüfzeugnissen, ◾bei schwerentflammbaren Baustoffen (B 1) in den Prüfbescheiden kenntlich gemacht. Für Baustoffe, die nach DIN 4102 Teil 4 hinsichtlich des Brandverhaltens klassifiziert sind, ist der Nachweis erbracht, dass sie nicht "brennend abfallen". ====§ 33==== (10) Bei innenliegenden Treppenräumen und in Gebäuden, die nicht Gebäude geringer Höhe sind, ist an der obersten Stelle des Treppenraumes eine Rauchabzugsvorrichtung mit einer Größe von mindestens 5 vom Hundert der Grundfläche, mindestens jedoch von 1 m² anzubringen, die vom Erdgeschoss und vom obersten Treppenabsatz zu öffnen sein muss. Es kann verlangt werden, dass die Rauchabzugsvorrichtung auch von anderer Stelle aus bedient werden kann. Ausnahmen können gestattet werden, wenn der Rauch auf andere Weise abgeführt werden kann. (11) Auf Wohngebäude geringer Höhe mit nicht mehr als zwei Wohnungen sind die Absätze 1 bis 10 nicht anzuwenden. ===VV Bau 0 NW=== Treppenräume 33.13 Innenliegende Treppenräume: Innenliegende Treppenräume können nur gestattet werden, wenn der zweite Rettungsweg entsprechend § 17 Abs. 3 gesichert ist und wenn die Benutzung durch Raucheintritt nicht gefährdet werden kann. Diese Gefährdung ist bei den nachfolgend ausgeführten Gebäudetypen nicht zu befürchten, wenn die jeweils genannten Anforderungen erfüllt werden 33.131 Gebäude geringer Höhe: Die Anforderungen des § 33 (außer Abs. 1 Satz 2) müssen erfüllt sein. 33.132 Gebäude mit nicht mehr als fünf Geschossen oberhalb der Geländeoberfläche: 33.1324 Die in § 33 Abs. 10 verlangten Rauchabzugseinrichtungen müssen in Abständen von höchstens drei Geschossen bedient werden können und im Erdgeschoss eine gleich große Zuluftöffnung haben; die Zuluftöffnung kann die Haustür sein, wenn diese die entsprechende Größe und eine Feststellvorrichtung hat. 33.133 Gebäude mit mehr als fünf Geschossen oberhalb der Geländeoberfläche: 33.1335 Die in § 33 Abs. 10 verlangten Rauchabzugseinrichtungen müssen in Abständen von höchstens drei Geschossen bedient werden können und im Erdgeschoss eine gleich große Zuluftöffnung haben; falls der Treppenraum einen direkten Ausgang ins Freie hat, kann die Zuluftöffnung die Haustür sein, wenn diese die entsprechende Größe und eine Feststellvorrichtung hat. 33.134 Hochhäuser Die Rauchabzugseinrichtungen sind entsprechend zu bemessen; ihre Größe muss jedoch mindestens § 33 Abs. 10 Satz 1 entsprechen.

References: § 1
 § 1
 § 17
 § 33
 § 33
 § 33
 § 33