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Timestamp: 2016-10-22 07:14:13+00:00

Document:
6S.94/2000 (22.08.2000)
6S.94/2000/gnd
Pr�sident des Kassationshofes, Bundesrichter Schneider,
Bundesrichterin Escher und Gerichtsschreiber K�ng.
H. , Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Andreas H�chli, Sonnengut 4, Bremgarten,
Totschlag (Art. 113 StGB),
Strafzumessung (Art. 63, 66bis StGB),
Begr�ndungspflicht (Art. 277 BStP), hat sich ergeben:
A.- Am Freitag, 14. Juni 1996, gegen 07.15 Uhr erschoss H. in seinem Einfamilienhaus in O. mit einer Pistole seine Ehefrau (geb. 1937) und einen seiner zwei S�hne (geb. 1977). Als er am Sonntag,
16. Juni 1996, gegen 04.00 Uhr auch noch seinen zweiten Sohn (geb. 1975) im Schlaf erschiessen wollte, erwachte dieser, worauf er von seinem Vorhaben abliess.
B.- Mit Urteil vom 3. M�rz 1999 sprach das Bezirksgericht Baden H. der mehrfachen vors�tzlichen T�tung und der versuchten vors�tzlichen T�tung schuldig und verurteilte ihn zu 12 Jahren Zuchthaus.
Die gegen dieses Urteil gerichtete Berufung von H. hiess das Obergericht des Kantons Aargau mit Urteil vom 22. September 1999 teilweise gut und reduzierte die Strafe auf zehn Jahre Zuchthaus.
C.- Mit eidgen�ssischer Nichtigkeitsbeschwerde vom 31. Januar 2000 beantragt H. dem Bundesgericht, das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau vom 22. September 1999 aufzuheben und die Sache zur Entscheidung an die kantonale Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Das Obergericht des Kantons Aargau verzichtete unter Hinweis auf die Ausf�hrungen im angefochtenen Urteil auf Gegenbemerkungen.
D.- Eine gegen dasselbe Urteil gerichtete staatsrechtliche Beschwerde von H. wies das Bundesgericht mit Urteil vom heutigen Tag ab, soweit es darauf eintrat.
1.- Dem angefochtenen Urteil liegt der folgende, f�r das Bundesgericht verbindlich festgestellte (Art. 277bis BStP) Tatablauf zu Grunde:
Ungef�hr 4 Wochen vor dem T�tungsdelikt reifte im Beschwerdef�hrer der Entschluss, seine Familie und sich selber umzubringen. Dies deshalb, weil er u.a. gest�tzt auf ein gescheitertes EDV-Projekt den finanziellen Ruin auf sich und seine Familie zukommen sah. Bereits damals war sich der Beschwerdef�hrer im klaren, dass er f�r die geplante T�tung seine Dienstwaffe verwenden w�rde.
Den definitiven Entscheid, seine Familie und sich zu t�ten, fasste der Beschwerdef�hrer schliesslich am 13.06.1996, da er sich in finanzieller Hinsicht nun vollends in die Enge getrieben gesehen hatte (F�lligwerden von Hypothekarkrediten, Eintreffen von neuen Forderungen in Form von Zahlungsbefehlen, er�ffnete Pf�ndung usw.).
Am 14.06.1996, um ca. 07.15 Uhr, erschoss der Beschwerdef�hrer planm�ssig seine noch schlafende Ehefrau im Ehebett, indem er einen ersten gezielten Schuss gegen ihre linke Schl�fe abfeuerte. Unmittelbar nach dem ersten Schuss feuerte er auch noch einen zweiten Schuss gegen seine Ehefrau ab, um sicher zu sein, dass sie nicht mehr lebte.
Nach der Exekutierung seiner Ehefrau S.
begab sich der Beschwerdef�hrer alsdann mit der unterdessen eingesteckten Waffe in das Zimmer seines Sohnes P. (der �lteste Sohn, T. , hatte das Haus bereits um ca. 06.45 Uhr verlassen), um auch diesen wie geplant im Schlaf zu erschiessen. Da P. aber bereits wach im Bett lag, setzte der Beschwerdef�hrer sein Vorhaben vorerst noch nicht in die Tat um.
Als P. gegen 08.10 Uhr aus seinem Zimmer trat, lotste der Beschwerdef�hrer seinen Sohn unter dem Vorwand, R�ckenprobleme zu haben und ab dem Wandgestell im Luftschutzkeller eine schwere Schachtel zu ben�tigen, in den Keller. Als sich P. dort auf einen Hocker stellte, um seinem Vater das Gew�nschte ab dem Wandgestell zu reichen, versetzte der Beschwerdef�hrer diesem von hinten einen gezielten Schuss aus kurzer Distanz in den Hinterkopf. Einen zweiten Schuss gab er in die ihm zugewandte Schl�fe seines Sohnes ab.
Bis zur Heimkehr von T. um ca. 19.00 Uhr, verbrachte der Beschwerdef�hrer alsdann die Zeit damit, die verschiedenen Tatorte im Hause aufzur�umen und zu s�ubern, weiter die beiden Leichen unter die Sitzbank der neben dem Luftschutzkeller gelegenen Sauna zu schleppen. Der Beschwerdef�hrer hatte den beiden Leichen vorg�ngig noch mehrlagige Druckverb�nde an den K�pfen angelegt, um ein Ausbluten der K�rper zu verhindern.
In der Nacht vom 16.06.1996 wollte der Beschwerdef�hrer dann seinen zweiten Sohn, T. , t�ten. Aufgrund diverser L�gen seitens des Beschwerdef�hrers war T. bez�glich der Abwesenheit seines Bruders und seiner Mutter bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht stutzig geworden.
Um ca. 04.00 Uhr schlich der Beschwerdef�hrer mit der Waffe in der rechten Hosentasche und einer Taschenlampe in der Hand vom ehelichen Schlafzimmer in das Zimmer seines Sohnes. Da sich T. aber in wachem Zustand befand, liess der Beschwerdef�hrer von seinem Vorhaben ab.
Gegen 08.00 Uhr verliess der Beschwerdef�hrer das Haus, um seinen Sohn T. aus der Ferne �ber das zu Hause Vorgefallene in Kenntnis zu setzen und um sich im Anschluss daran angeblich irgendwo mit seiner Dienstwaffe das Leben zu nehmen.
Um 14.30 Uhr stellte sich der Beschwerdef�hrer aber nach mehreren Telefongespr�chen mit seinem Sohn T. , dann auch mit Personen aus der Strafverfolgung, den Strafbeh�rden (Bezirksamt Baden) und legte ein erstes Gest�ndnis ab.
2.- a) Der Beschwerdef�hrer r�gt zun�chst eine Verletzung von Art. 113 StGB. Diese erblickt er darin, dass die Vorinstanz ihn wegen mehrfacher vollendeter und versuchter vors�tzlicher T�tung und nicht wegen Totschlags schuldig gesprochen habe.
b) Gem�ss Art. 113 StGB macht sich des Totschlags schuldig, wer in einer nach den Umst�nden entschuldbaren heftigen Gem�tsbewegung oder unter grosser seelischer Belastung t�tet.
Sowohl die Vorinstanz als auch der Beschwerdef�hrer gehen davon aus, dass der Beschwerdef�hrer die ihm zur Last gelegten T�tungsdelikte nicht in einer heftigen Gem�tsbewegung, sondern unter grosser seelischer Belastung begangen habe. Der Beschwerdef�hrer r�gt denn auch nur, die Vorinstanz habe Bundesrecht verletzt, indem sie die Frage der Entschuldbarkeit der grossen seelischen Belastung, unter welcher er handelte, verneint habe. Er beanstandet insbesondere, die Vorinstanz habe die bundesgerichtliche Praxis zum asthenischen Affekt ohne Einschr�nkung auf den "vorliegend zu beurteilenden sthenischen Affekt" angewendet.
c) Der Beschwerdef�hrer verwechselt zun�chst die zwei durch Art. 113 StGB erfassten Formen des Affekts.
Denn mit der heftigen Gem�tsbewegung (die hier nicht zur Diskussion steht) ist der sthenische Affekt gemeint, w�hrend sich die grosse seelische Belastung (um die es hier geht) auf den asthenischen Affekt bezieht!
d) W�hrend der fr�here Art. 113 StGB einzig den T�ter privilegierte, der in einer akuten Konfliktsituation in einer einf�hlbaren, heftigen Gem�tsbewegung sich dazu hinreissen liess, einen anderen Menschen zu t�ten, ber�cksichtigt die geltende Bestimmung auch andere Situationen, in denen die zu einer T�tung f�hrende Gem�tslage in vergleichbarer Weise als entschuldbar angesehen werden kann. Erfasst werden sollen chronische seelische Zust�nde, die lange Zeit geschwelt haben, bis der T�ter v�llig verzweifelt und keinen anderen Ausweg als die T�tung mehr sieht (BGE 118 IV 233 E. 2a); massgebend ist dabei die Schwere und Unausweichlichkeit des Konflikts, in dem sich der T�ter befindet.
Als Beispiele f�r m�glicherweise entschuldbare grosse seelische Belastungen k�nnen nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung etwa angef�hrt werden:
- der alternde Vater oder die alternde Mutter, die ihr invalides Kind t�ten, weil sie bef�rchten, es w�rde nach ihrem Tod nicht gen�gend f�r das Kind gesorgt;- die Mutter, die ihr unheilbares Kind t�tet, weil sie dessen Leiden nicht mehr mitansehen kann und �berhaupt die ganze damit verbundene Situation nicht mehr ertr�gt;- die Witwe, die sich in der Situation v�lliger Mittellosigkeit mit ihrem Kind ins Wasser wirft;- die T�tung vor dem Hintergrund v�llig zerr�tteter Familienverh�ltnisse; - die Mutter, die es wegen Pflichtvergessenheit ihres Gatten in ihrer Ehe nicht mehr aush�lt und ihre Kinder aus Liebe mit in den Tod nehmen will;- der fehlgeschlagene erweiterte Selbstmord;- der Freund, der seine psychisch kranke Freundin nach deren missgl�cktem Suizidversuch aus Mitleid t�tet;- die T�tung eines neugeborenen Kindes durch den Geliebten der Mutter, weil dieser eine untragbare Belastung der Mutter durch die uneheliche Mutterschaft bef�rchtet.
In allen diesen F�llen ist die f�r den T�ter bestehende Situation derart, dass der sich ihm durch die T�tung er�ffnete Ausweg als einf�hlbar erscheint (unver�ffentlichtes Urteil des Bundesgerichts vom 14. Dezember 1992 i.S. Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Landschaft gegen R. E. 4a). Auch Stefan Trechsel nennt den Fall des Mitnahmeselbstmordes als m�glichen Anwendungsfall (Kurzkommentar StGB, a.a.O., N 4).
e) Auch in den F�llen des asthenischen Affekts muss die zumeist w�hrend l�ngerer Dauer entstandene seelische Belastung entschuldbar sein (BGE 118 IV 233 E. 2).
Die Frage der Entschuldbarkeit der grossen seelischen Belastung - und nicht etwa jene der Tat - ist indessen nicht notwendigerweise nach denselben Kriterien zu entscheiden, die im Falle der heftigen Gem�tsbewegung gelten. Bei der dabei nach objektiven ethischen Grunds�tzen vorzunehmenden Wertung der gesamten Situation ist aber auch in diesem Fall zu verlangen, dass der T�ter die Umst�nde, die zu seiner grossen seelischen Belastung gef�hrt haben, nicht vorwiegend selber zu verantworten hat; denn die Anwendung von Art. 113 StGB ist dramatischen Situationen vorbehalten, deren Ursachen sich zur Hauptsache dem Willen des T�ters entziehen und die ihn damit in eine Lage bringen, die eine gewisse Analogie zu derjenigen bei der N�tigung oder beim Notstand aufweist (Bernard Corboz, Les principales infractions, Berne 1997, Art. 113 StGB, N 20 ff.).
Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung setzt der Begriff der Entschuldbarkeit voraus, dass die grosse seelische Belastung nicht nur psychologisch erkl�rbar, sondern bei objektiver Bewertung nach den sie ausl�senden Umst�nden gerechtfertigt erscheint (BGE 119 IV 202 E. 2a: "... que son �tat ait �t� rendu excusable par les circonstances"). Denn regelm�ssig liegt die Entschuldbarkeit der grossen seelischen Belastung im Verhalten des Opfers, eines Dritten oder in den objektiven �usseren Umst�nden (Corboz, a.a.O. N 23; BGE 118 IV 233 E. 2a, S. 237). Dabei ist auch bei der Entschuldbarkeit der grossen seelischen Belastung davon auszugehen, wie sich ein vern�nftiger Mensch unter denselben �usseren Umst�nden verhalten h�tte und ob dieser aus diesen Gr�nden ebenfalls nicht mehr in der Lage gewesen w�re, die Situation richtig einzusch�tzen und sie zu meistern (BGE 119 IV 202 E. 2b). Massstab bildet dabei der (rechtlich gesinnte) Durchschnittsmensch; individuelle Besonderheiten wie ausgepr�gte Erregbarkeit oder �bertriebenes Ehrgef�hl sind hier unbeachtlich (BGE 108 IV 102; Corboz, a.a.O. N 20; Trechsel, a.a.O., Art. 113 N 12).
Die Vorinstanz hat diese Grunds�tze in den beanstandeten Er�rterungen zum Tatbestand des Totschlages grunds�tzlich zutreffend er�rtert (angefochtenes Urteil E. 2b); es kann darauf verwiesen werden. Der Beschwerdef�hrer f�hrt denn auch nicht aus, welche anderen Kriterien f�r die Beurteilung der Entschuldbarkeit h�tten herangezogen werden m�ssen. Davon, dass bei der Pr�fung der Frage der Entschuldbarkeit der grossen seelischen Belastung von der subjektiven Wahrnehmung des T�ters auszugehen sei, kann nicht die Rede sein, denn auch diese Pr�fung hat nach dem oben Ausgef�hrten nach objektiven Gesichtspunkten zu erfolgen.
f) Die Vorinstanz hielt in diesem Zusammenhang fest, im Beschwerdef�hrer sei offenbar �ber Wochen der Entschluss gereift, seine ganze Familie umzubringen, um von ihr die drohende gesellschaftliche Schmach als Folge einer vermeintlichen Zahlungsunf�higkeit fernzuhalten.
Diese wirtschaftliche Ausweglosigkeit habe sich wegen des bevorstehenden Scheiterns des vom Beschwerdef�hrer initiierten Informatikprojektes ergeben, dem er sich w�hrend rund zwei Jahren mit praktisch vollem Arbeitspensum gewidmet habe, ohne daf�r entsch�digt worden zu sein oder eine namhafte Verg�tung noch erwarten zu k�nnen.
Am Tag vor der Tatbegehung sei ihm von der Betreibungsbeamtin der Pf�ndungsvollzug f�r eine Gesamtforderung von rund Fr. 20'000.-- angek�ndigt worden. Auf Ende Juni 1996 seien ihm von der SKA Z�rich der Hypothekarkredit von Fr. 400'000.-- und von der SKA Baden der Vorfinanzierungskredit von Fr. 200'000.-- gek�ndigt worden.
Es best�nden keine Hinweise darauf, dass diese Situation vom Beschwerdef�hrer zu verantworten war oder h�tte vermieden werden k�nnen. Objektiv sei davon auszugehen, dass die Drucksituation sich weniger ausweglos darstellte, als sie vom Beschwerdef�hrer beurteilt worden sei und von ihm aufgrund seines Wissensstandes und seiner intellektuellen F�higkeiten zu beurteilen gewesen w�re.
Die Erfolgsaussichten eines Zivilprozesses gegen die Softwarefirma seien nie seri�s abgekl�rt worden. Die in der Berufung geltend gemachte Kontaktaufnahme mit einem Anwalt habe zu keinen konkreten rechtlichen Interventionen gef�hrt. Der Beschwerdef�hrer habe sich auf sein Projekt fixiert, ohne andere Erwerbsm�glichkeiten wie namentlich einen Ausbau oder die Wiederaufnahme seiner Lehrt�tigkeit an der HWV Olten ernstlich in Erw�gung gezogen zu haben. Es sei auch ein Zahlungseingang der Elektrizit�tswerke Obwalden in der H�he von Fr. 29'000.-- zu erwarten gewesen. Vor allem aber habe er die Einkommens- und Verm�gensverh�ltnisse seiner Ehefrau mit einem inventarisierten Aktivverm�gen von Fr. 180'000.-- in Form von Sparkapital und Wertschriften, einer Erbanwartschaft und einem Nettolohn in den Jahren 1995 und 1996 f�r ein 80%-Pensum als Direktionssekret�rin von Fr. 64'455.-- bzw. Fr. 107'131.-- bei seiner Lageanalyse v�llig ausser Acht gelassen und es unterlassen, sie �ber das vollst�ndige Ausmass der ohne Zweifel �usserst problematischen Situation umfassend zu orientieren. Sein diesbez�glicher Einwand, �ber die Verh�ltnisse nicht im Bild gewesen zu sein, da seit l�ngerem keine Steuererkl�rung mehr abgegeben worden sei, erweise sich als nicht stichhaltig, da er weder behauptet habe noch Anhaltspunkte daf�r best�nden, dass seine Ehefrau ihm je eine entsprechende Auskunft verweigert h�tte. Die unterlassene Orientierung erscheine wegen der Labilit�t der psychischen Verfassung der Ehefrau zwar verst�ndlich, zumal verschiedene ihr nahestehende Personen sie als selbstunsichere und melancholische Pers�nlichkeit beschrieben h�tten, die an sich und ihre Umgebung hohe Leistungserwartungen gestellt habe. Sowohl der Sohn T. als auch Pfarrer D. und Frau I.
h�tten bei ihr im Zuge der famili�ren Probleme eklatante Wesensver�nderungen beobachtet, und es erscheine unter diesen Umst�nden verst�ndlich, dass der Beschwerdef�hrer M�he bekundet habe, sie ins Vertrauen zu ziehen. Dennoch aber erscheine seine pers�nliche Beurteilung der psychischen Verfassung seiner Ehefrau aufgrund der verschiedenen Beobachtungen der n�chsten Angeh�rigen (worunter auch der der ihr nahestehenden Schwester) und der behandelnden �rzte voreilig, selbst wenn es zu Episoden verbaler �usserungen von Suizidabsichten gekommen sein sollte. Es sei auch nicht verst�ndlich, weshalb er seine finanzielle Situation nie mit seinen erwachsenen S�hnen besprochen habe. Weitere Schritte zur Konfliktbew�ltigung h�tten sich jedenfalls aufgedr�ngt, bevor bei objektiver Betrachtungsweise der �usseren Umst�nde von einer Ausweglosigkeit die Rede h�tte sein k�nnen. So seien etwa Kontakte zu anderen Bankinstituten oder weiteren Vertrauenspersonen, auch zur Gespr�chsvermittlung zwischen den Ehepartnern, oder aber die Konsultation von Finanzfachleuten �ber Sanierungsm�glichkeiten ohne weiteres denkbar und auch naheliegend gewesen. Noch am 12. Juni 1996 habe er die Raiffeisenbank N. _ aufgesucht, um ein Konto zu er�ffnen, ohne sich gleichzeitig um einen Kredit zu bem�hen. Statt dessen habe er sich auf die denkbar extremste Probleml�sungsvariante fixiert, ohne sich �ber die finanzielle Situation auch nur einigermassen �berblick zu verschaffen, sodass er anl�sslich der Einvernahme zur Person keine Angaben �ber die Lohnh�he seiner Ehefrau habe machen k�nnen, was er auch vor Obergericht best�tigt habe. Diese Fixierung sei nur mit seinen diagnostizierten akzentuierten Pers�nlichkeitsz�gen mit hohem Anspruchsniveau und Fassadenhaltung erkl�rbar, die als individuelle Pers�nlichkeitsmerkmale f�r die Tatbestandsqualifikation ausser Acht bleiben m�ssten. Dasselbe gelte in besonderem Mass auch f�r die beiden S�hne P. und T. , deren Mitnahme in den Suizid aufgrund ihres Alters und ihrer �berdurchschnittlichen Begabung mit vielf�ltig denkbaren Entwicklungsm�glichkeiten auch unter schwierigen wirtschaftlichen Voraussetzungen nicht zu rechtfertigen sei. Die Individualit�t der Ausnahmesituation akzentuiere sich auch mit Bezug auf die Beschreibung der Auseinandersetzung �ber die Ausbildung von T.
bei der Polizei des Kantons Z�rich, bei welcher es sich um eine offensichtlich allt�gliche Problemstellung gehandelt habe, die mit verschiedenen denkbaren L�sungsstrategien zu bew�ltigen gewesen w�re. Zusammenfassend erscheine bei objektiver Betrachtungsweise die grosse seelische Belastung, in der sich der Beschwerdef�hrer subjektiv zweifellos befunden habe, nicht entschuldbar.
Daran �ndere nichts, dass die Tat des Beschwerdef�hrers im psychiatrischen Gutachten als Mitnahmesuizid eingestuft worden sei, denn die ihr zugrundeliegende seelische Belastung beruhe auf einer Fehleinsch�tzung der bei objektiver Betrachtungsweise schwierigen, aber noch nicht ausweglosen �usseren Umst�nde.
Diese Auffassung verletzt Bundesrecht nicht, denn die durch die Vorinstanz dargelegte Verschuldungs- und Familien-Situation ist nicht selten und stellt in der Regel noch keinen derart schweren und unausweichlichen Konflikt dar, dass der sich dem Beschwerdef�hrer durch die T�tung er�ffnete Ausweg angesichts seiner Ausnahmesituation als einf�hlbar erscheinen w�rde. Jedenfalls kann nicht gesagt werden, ein anderer vern�nftiger Mensch w�re in einer solchen Situation ebenfalls in einen Affekt geraten.
Im �brigen scheint der Beschwerdef�hrer - wie etwa aus seiner Begr�ndung der staatsrechtlichen Beschwerde geschlossen werden kann - zu verkennen, dass im deutschen (anders als im schweizerischen) Recht, auf welches er sich bezieht, der Grundtatbestand der vors�tzlichen T�tung als Totschlag bezeichnet wird.
3.- a) Der Beschwerdef�hrer r�gt sodann, die Vorinstanz habe die ausgef�llte Strafe ungen�gend begr�ndet, weshalb das angefochtene Urteil gem�ss Art. 277 BStP aufzuheben sei. Insbesondere w�rden einzelne wesentliche Elemente der Strafzumessung nicht er�rtert.
b) Das Bundesgericht stellt in seiner neueren Rechtsprechung h�here Anforderungen an die Begr�ndung der Strafzumessung durch den Sachrichter und greift h�ufiger in die Strafzumessung ein als fr�her. Der Sachrichter hat im Urteil die wesentlichen schuldrelevanten Tat- und T�terkomponenten so zu er�rtern, dass festgestellt werden kann, ob alle rechtlich massgebenden Gesichtspunkte ber�cksichtigt und wie sie gewichtet wurden.
Entsprechendes gilt f�r die im Gesetz genannten Strafsch�rfungs- und Strafmilderungsgr�nde. Die blosse Auflistung einiger Strafzumessungsfaktoren mit der anschliessenden Bemerkung, unter diesen Umst�nden sei die ausgef�llte Strafe angemessen, reicht nicht aus. Der Sachrichter muss die �berlegungen, die er bei der Bemessung der Strafe angestellt hat, in seinem Urteil in den Grundz�gen darstellen. Er muss die Strafzumessung so gut wie m�glich nachvollziehbar machen. Dann ist es auch m�glich zu pr�fen, ob er sich von zutreffenden oder unzutreffenden Gesichtspunkten leiten liess und ob er sich bei der Gewichtung der relevanten Faktoren im Rahmen seines weiten Ermessens hielt. Besonders hohe Anforderungen an die Begr�ndung der Strafzumessung werden unter anderem dann gestellt, wenn die ausgesprochene Strafe ungew�hnlich bzw. auffallend hoch oder auffallend milde ist. Der Richter ist, unter Vorbehalt gewisser Ausnahmen aber nicht verpflichtet, im Urteil in absoluten Zahlen oder in Prozenten anzugeben, inwieweit er bestimmte strafzumessungsrelevante Tatsachen straferh�hend oder strafmindernd ber�cksichtigt hat. Er muss von Bundesrechts wegen auch nicht etwa eine "Einsatzstrafe" beziffern, die er bei Fehlen bestimmter Strafsch�rfungs- und Strafmilderungsgr�nde sowie anderer gewichtiger Faktoren ausgef�llt h�tte. Zwar k�nnen derartige Angaben im Urteil die Begr�ndung (und damit auch die �berpr�fung) der Strafzumessung erleichtern, da sich aus ihnen ergeben kann, weshalb z.B. eine auf den ersten Blick auffallend hohe oder milde Strafe ausgesprochen worden ist. Doch ist der Richter bundesrechtlich nicht verpflichtet, sich bei den einzelnen Teilschritten der Urteilsbegr�ndung auf bestimmte Zahlenangaben festzulegen.
Es kommt insoweit allein darauf an, dass die gefundene Strafe insgesamt, d.h. unter gesamthafter Ber�cksichtigung aller massgeblichen Strafzumessungsgesichtspunkte, im Ergebnis bundesrechtlich vertretbar ist. Dies bedeutet insbesondere auch, dass die Erw�gungen zur Strafzumessung die ausgef�llte Strafe rechtfertigen m�ssen. Das Strafmass muss mit anderen Worten plausibel erscheinen. Der Kassationshof greift ein, wenn die ausgef�llte Strafe angesichts der im Urteil festgestellten strafzumessungsrelevanten Tatsachen und der diese bewertenden Erw�gungen der Vorinstanz als auffallend hoch oder milde erscheint, wenn also zwischen der Strafe und ihrer Begr�ndung offensichtlich eine Diskrepanz besteht.
Liegt eine solche Diskrepanz vor, so ist entweder die Strafe im Ergebnis unvertretbar oder aber ihre Begr�ndung im Urteil mangelhaft bzw. unvollst�ndig. Ob diese oder jene Alternative vorliege, ist oft nicht zweifelsfrei erkennbar. Daher wird der Kassationshof bei auffallender Diskrepanz zwischen dem Strafmass und seiner Begr�ndung die Sache in der Regel lediglich zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckweisen, ohne diese ausdr�cklich anzuweisen, dass sie eine andere Strafe ausf�lle. Denn es ist nicht ausgeschlossen, dass der Sachrichter bei der Strafzumessung auch Kriterien ber�cksichtigt hat, die in der Urteilsbegr�ndung nicht ausdr�cklich erw�hnt oder missverst�ndlich beschrieben bzw. gewichtet worden sind und bei deren Ber�cksichtigung die ausgef�llte Strafe im Ergebnis als bundesrechtskonform erscheint (BGE 121 IV 49 E. 2a).
c) Soweit der Beschwerdef�hrer r�gt, die Vorinstanz habe die von ihm gezeigte Reue als T�terkomponente nicht ber�cksichtigt, ist ihm entgegenzuhalten, dass die Vorinstanz die Reue bei ihren allgemeinen Erw�gungen zur Strafzumessung erw�hnt, hingegen in tats�chlicher Hinsicht nicht feststellt, der Beschwerdef�hrer habe Reue gezeigt. Sie war somit bei der Strafzumessung auch nicht zu ber�cksichtigen. Die R�ge h�tte in der staatsrechtlichen Beschwerde vorgetragen werden m�ssen, was nicht geschehen ist.
d) Weiter beanstandet der Beschwerdef�hrer, die Vorinstanz habe die Beweggr�nde des T�ters sowie dessen Willensrichtung bei der Tatausf�hrung zu wenig gewichtet.
Was er in diesem Zusammenhang vortr�gt, ist nicht geeignet, eine Bundesrechtsverletzung aufzuzeigen. Denn die Vorinstanz erl�utert, wenn auch sehr knapp, die wesentlichen Strafzumessungskomponenten; da sie sich offensichtlich weitgehend auf die Begr�ndung der Strafzumessung durch das Bezirksgericht Baden st�tzt, durfte sie sich auf die ausdr�ckliche Darstellung jener Elemente beschr�nken, bei denen sie von der Bewertung durch das Bezirksgericht abwich. Insbesondere ist nicht erforderlich, bei jedem Strafzumessungselement anzugeben, um wieviel die Strafe dadurch erh�ht bzw. gemindert wird, denn es ist eine Gesamtbetrachtung der Strafzumessung vorzunehmen.
e) Der Beschwerdef�hrer r�gt schliesslich, die Vorinstanz habe zu Unrecht Art. 66bis StGB nicht angewandt.
Bei den Sachverhalten, auf die sich Art. 66bis StGB bezieht, handelt es sich um Grenzf�lle, in denen meist schon ein urspr�ngliches Rechtsgef�hl sagt, dass eine Strafverfolgung v�llig verfehlt w�re (BBl 1985 II 1019). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist diese Bestimmung verletzt, wenn sie in einem Fall nicht angewendet wird, wo ein leichtes Verschulden sehr schwere direkte Folgen f�r den T�ter nach sich zieht (BGE 121 IV 162 E. 2d). Voraussetzung ist das Entfallen eines Strafbed�rfnisses, indem das Verschulden des T�ters durch die ihn treffenden gravierenden Folgen seiner Tat als ausgeglichen erscheint (BGE 119 IV 280 E. 1a). Je schwerer und strafw�rdiger die Tat wiegt, desto schwerer m�ssen die Tatfolgen f�r den T�ter sein, um eine Strafe als unangemessen erscheinen zu lassen. Die Anwendung der Bestimmung bei Vorsatztaten kommt deshalb in erster Linie in Frage, wenn diese zu schwersten K�rperverletzungen des T�ters selber gef�hrt haben. In F�llen wie hier hingegen, wo es um die psychische (seelische) Betroffenheit des T�ters durch die von ihm verschuldeten T�tungen ihm nahestehender Personen geht, d�rfen diese in der Regel nur fahrl�ssig verursacht sein, was etwa bei Verkehrsunf�llen oder gemeingef�hrlichen Delikten (Art. 221 ff. StGB) vorstellbar ist; bei vors�tzlichen Verbrechen hingegen ist eine Strafe h�chst selten unangemessen, auch wenn sich beim T�ter im nachhinein Reue und Betroffenheit einstellen; Ausnahmen stellen Verzweiflungstaten dar, wie der Mitnahmeselbstmord der Mutter, bei welchem schliesslich der Selbstmord scheitert, das in den Tod mitgenommene Kind hingegen stirbt, oder der gemeinsam geplante Selbstmord zweier Menschen, der schliesslich f�r den einen fehlschl�gt (BBl 1985 II 1018 f.; vgl. auch BGE 121 IV 162 E. 2e).
Mit diesen Beispielen ist der vorliegende Fall indessen in keiner Weise zu vergleichen, da hier von einem Scheitern oder Fehlschlagen des Selbstmordes keine Rede sein kann; von einem solchen kann erst gesprochen werden, wenn der T�ter zur Selbstt�tung zumindest angesetzt hat, was hier noch gar nicht der Fall war. Die Anwendung von Art. 66bis StGB ist deshalb im vorliegenden Fall von vornherein ausgeschlossen, unabh�ngig von der Frage, ob der Beschwerdef�hrer neben altruistischen untergeordnet auch aus egoistischen Motiven gehandelt habe und ob die Mitgenommenen Erwachsene und damit in der Lage waren, ihr Leben selber zu gestalten und zu meistern. Letzteres bezieht sich zudem auf den Anwendungsfall des gescheiterten Selbstmordes der Mutter, deren Kind stirbt; in diesem Fall ist wesentlich, dass das Kind auf Grund seines Alters noch nicht selber in der Lage ist, einen Entscheid �ber ein Weiterleben zu treffen, und die Mutter ihr Kind nicht hilflos zur�cklassen will. In diesem Sinn verweist die Vorinstanz zu Recht auf den Umstand, dass im vorliegenden Fall die Opfer Erwachsene und damit nicht hilflos waren. Mit der Nichtanwendung von Art. 66bis StGB hat die Vorinstanz das ihr in diesem Zusammenhang zustehende weite Ermessen nicht �berschritten. Eine Verletzung von Bundesrecht liegt nicht vor.
4.- a) Der Beschwerdef�hrer wendet sich sodann gegen die Strafzumessung. Insbesondere sei seine schwergradig verminderte Zurechnungsf�higkeit offensichtlich zu wenig gewichtet worden.
Der Beschwerdef�hrer verweist zur Begr�ndung auf verschiedene F�lle von T�tungsdelikten, in welchen die T�ter bei leichter bis schwer verminderter Zurechnungsf�higkeit zu Strafen von vier Monaten Gef�ngnis bis acht Jahren Zuchthaus verurteilt worden seien; bei schwer verminderter Zurechnungsf�higkeit im Durchschnitt zu rund f�nf Jahren Zuchthaus. In einem Fall eines versuchten Mitnahmesuizids sei eine Freiheitsstrafe von zweiundzwanzig Monaten ausgesprochen worden. In zwei deutschen Fachpublikationen seien bei erweitertem Suizid Freiheitsstrafen zwischen acht Monaten und einem Jahr ausgesprochen worden.
Soweit der Beschwerdef�hrer in diesem Zusammenhang das konkrete Strafmass beanstandet, geht er vom Strafrahmen des Totschlages aus. Er erachtet eine Einsatzstrafe von zwei Jahren als angemessen; diese sei infolge der Tatmehrheit um ein Jahr zu erh�hen.
b) Der Vergleich mit anderen Urteilen - unbesehen, ob es sich dabei um vergleichbare F�lle handelt - ist von vornherein unbehelflich. Denn die Strafverfolgung obliegt grunds�tzlich, mit Ausnahme der Verfolgung der in Art. 340 StGB aufgef�hrten strafbaren Handlungen, den Kantonen (Art. 64bis Abs. 2 BV, Art. 343 StGB). Der Grundsatz der Gleichbehandlung erlangt daher auf interkantonaler Ebene ohnehin nur beschr�nkte Bedeutung (BGE 124 IV 44 E. 2c). Der Grundsatz der Individualisierung und der dem Sachrichter vom Gesetz bei der Strafzumessung einger�umte weite Ermessensspielraum f�hren vielmehr notwendigerweise zu einer gewissen, vom Gesetzgeber in Kauf genommenen Ungleichheit. Unterschiedliche Gewichtungen der massgebenden Faktoren sind zudem Folge der Unabh�ngigkeit des Richters, der weiten Strafrahmen, der freien Beweisw�rdigung sowie des erheblichen Ermessens des Sachrichters. In dieser Hinsicht ist zu beachten, dass selbst gleich oder �hnlich gelagerte F�lle sich durchwegs massgeblich in zumessungsrelevanten Punkten unterscheiden. Die aus diesen Umst�nden resultierende Ungleichheit in der Zumessung der Strafe reicht f�r sich allein nicht aus, um auf einen Missbrauch des Ermessens zu schliessen. Es ist nicht Sache des Bundesgerichts, f�r eine peinlich genaue �bereinstimmung einzelner Strafmasse zu sorgen. Es hat lediglich f�r eine korrekte Anwendung von Bundesrecht besorgt zu sein. Soweit die Strafe innerhalb des gesetzlichen Strafrahmens, gest�tzt auf alle wesentlichen Gesichtspunkte und im Rahmen des richterlichen Ermessens festgesetzt wurde, sind Unterschiede in der Strafzumessungspraxis innerhalb dieser Grenzen hinzunehmen (eingehend BGE 123 IV 150 E. 2a, mit Hinweisen)
c) In ihren Erw�gungen zur eigentlichen Strafzumessung hat sich die Vorinstanz - offensichtlich von der Begr�ndung des erstinstanzlichen Urteils ausgehend - mit den wesentlichen schuldrelevanten Komponenten auseinander gesetzt und die massgebenden Zumessungsgr�nde zutreffend gew�rdigt. Dass sie dabei von rechtlich nicht massgeblichen Gesichtspunkten ausgegangen w�re oder wesentliche Gesichtspunkte nicht ber�cksichtigt h�tte, ist nicht ersichtlich.
Die Vorinstanzen gingen richtigerweise von einem Strafrahmen von f�nf bis zwanzig Jahren Zuchthaus aus; die Mindeststrafe reduziere sich wegen der gutachtlich ausgewiesenen schwer verminderten Zurechnungsf�higkeit auf drei Tage Gef�ngnis.
Das Bezirksgericht beurteilte das Verschulden des Beschwerdef�hrers als ausserordentlich gravierend; der Unrechtsgehalt der Tat, das Ausmass des herbeigef�hrten deliktischen Erfolges, das Ausl�schen zweier Menschenleben, mithin das h�chste Rechtsgut als Ausgangspunkt f�r die Bemessung der Sanktion, sei sehr schwerwiegend; er habe fast die ganze Familie zerst�rt und insbesondere die hoffnungsvolle Zukunft des Sohnes P. vernichtet. Die Vorinstanz erachtete, dass das Bezirksgericht der Tatschwere zu Recht gravierende Bedeutung zugemessen habe, denn der Beschwerdef�hrer habe sich angemasst, �ber das Leben seiner ganzen Familie zu entscheiden und sei bei bei der Tatausf�hrung planm�ssig vorgegangen. Diese Tatkomponente werde allerdings relativiert durch die Motivation, mit dieser Tat seine Familie vor Schande und Entt�uschung zu bewahren.
Mit Bezug auf die T�terkomponente sei das unbelastete Vorleben des Beschwerdef�hrers, seine ausdauernde Wahrnehmung �ffentlicher und privater Verantwortung und die Offenheit seines Aussageverhaltens im Strafverfahren strafmindernd zu ber�cksichtigen. Die Vorinstanz stimmte damit offensichtlich mit den entsprechenden ausf�hrlichen Erw�gungen des Bezirksgerichts betreffend Vorleben, pers�nliche Verh�ltnisse und das Verhalten nach der Tat und im Strafverfahren, auf die verwiesen werden kann, �berein. Die Strafempfindlichkeit, die das Bezirksgericht angesichts des Alters des Beschwerdef�hrers eher als �berdurchschnittlich bezeichnete, k�nne indessen nach Auffassung der Vorinstanz nicht als �berdurchschnittlich eingestuft werden. Auch in der Frage der Strafmilderung gem�ss Art. 11 StGB stimmte die Vorinstanz mit dem Bezirksgericht �berein. Abweichend vom Bezirksgericht ber�cksichtigte die Vorinstanz die schwere Betroffenheit des Beschwerdef�hrers und seine schwere Bedr�ngnis strafmindernd und stufte diese h�her ein, als dies das Bezirksgericht tat, welches das Vorhandensein eines Mitnahmesuizides verneint habe und dem Beschwerdef�hrer keine altruistischen Motive zugebilligt habe. Gesamthaft gewichtete die Vorinstanz auch die Strafsch�rfungs- und Straferh�hungsgr�nde entgegen dem Bezirksgericht nicht schwerer als die Strafmilderungs- und Strafminderungsgr�nde.
Die Vorinstanz erachtete zusammenfassend unter Ber�cksichtigung von zwei zus�tzlichen Strafminderungsgr�nden (schwere Betroffenheit und schwere Bedr�ngnis) eine Zuchthausstrafe von zehn Jahren als angemessen.
e) Unter Ber�cksichtigung der massgeblichen Strafzumessungsfaktoren erscheint die von der Vorinstanz vorgenommene Strafzumessung insgesamt als bundesrechtskonform.
In W�rdigung aller Umst�nde liegt die ausgef�llte Freiheitsstrafe durchaus im Rahmen des der Vorinstanz zustehenden weiten Ermessens. Die Erw�gungen der Vorinstanz sind ohne weiteres einleuchtend und das Strafmass erscheint als nachvollziehbar. Jedenfalls hat sie ihr Ermessen nicht �berschritten und erscheint die ausgesprochene Strafe nicht als unhaltbar hart. Davon, dass das angefochtene Urteil den Begr�ndungsanforderungen an die Strafzumessung nicht gen�gen w�rde, kann nicht die Rede sein. Es liegt auch kein Fall vor, in welchem besonders hohe Anforderungen an die Begr�ndung der Strafzumessung zu stellen w�re, denn die f�r die vors�tzliche T�tung von zwei Menschen mit einer versuchten weiteren vors�tzlichen T�tung ausgesprochene Freiheitsstrafe von zehn Jahren Zuchthaus ist - auch unter Ber�cksichtigung der in schwerem Grad verminderten Zurechnungsf�higkeit - weder ungew�hnlich noch auffallend hoch (vgl. BGE 121 IV 49 E. 2a,aa). Die Beschwerde erweist sich somit als unbegr�ndet.
5.- a) Aus diesen Gr�nden ist die Beschwerde abzuweisen.
b) Der Beschwerdef�hrer stellt ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung. Dieses Gesuch kann gutgeheissen werden, wenn die Partei bed�rftig ist und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 152 OG). Zwar kann davon ausgegangen werden, dass der sich im Strafvollzug befindende Beschwerdef�hrer bed�rftig ist. Demgegen�ber muss die Beschwerde als zum Vornherein aussichtslos bezeichnet werden. Denn weder hinsichtlich der rechtlichen Qualifikation der in Frage stehenden Vorg�nge, noch der Begr�ndungsdichte des Urteils oder der Strafzumessungsfaktoren bestand Aussicht auf Erfolg. Folglich kann die unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung nicht bewilligt werden.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdef�hrer die bundesgerichtlichen Kosten zu tragen. Seiner finanziellen Lage ist durch eine herabgesetzte Gerichtsgeb�hr Rechnung zu tragen.
2.- Das Gesuch um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege und Verbeist�ndung wird abgewiesen.
3.- Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 800.-- wird dem Beschwerdef�hrer auferlegt.
4.- Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, der Staatsanwaltschaft und dem Obergericht, 1. Strafkammer, des Kantons Aargau schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 22. August 2000

References: Art. 113
 Art. 113
 Art. 113
 Art. 113
 Art. 113
 Art. 113
 BGE 
 Art. 113
 Art. 277
 Art. 66
 Art. 66
 BGE 
 Art. 66
 Art. 66
 Art. 340
 Art. 343
 BGE 
 Art. 11
 BGE