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Timestamp: 2019-05-26 14:33:28+00:00

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BGH, 08.12.1989 - V ZR 246/87 - dejure.org
https://dejure.org/1989,100
BGH, 08.12.1989 - V ZR 246/87 (https://dejure.org/1989,100)
BGH, Entscheidung vom 08.12.1989 - V ZR 246/87 (https://dejure.org/1989,100)
BGH, Entscheidung vom 08. Dezember 1989 - V ZR 246/87 (https://dejure.org/1989,100)
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Gemeindewissen I
§ 463 BGB <Fassung bis 31.12.01>, Arglist (nunmehr § 444 BGB <Fassung seit 1.1.02>), § 166 BGB, Wissenszurechnung bei juristischen Personen
BGB § 463 S. 2, §§ 31, 89
Gemeindegrundstück - Arglistiges Verschweigen eines Mangels - Haftung des Organmitglieds
Wissenszusammenrechung
Zur Haftung einer Gemeinde wegen arglistigen Verschweigens eines Mangels beim Verkauf eines Grundstücks
BGB § 463 Satz 2, § 31, § 89
Gemeindevertreter: Welches Wissen muß er sich zurechnen lassen? (IBR 1990, 310)
BGHZ 109, 327
MDR 1990, 323
DNotZ 1991, 122
VersR 1990, 278
WM 1990, 524
DB 1990, 931
DÖV 1990, 528
Denn über eine Wissenszusammenrechnung führt kein Weg zu dem für das Merkmal der Arglist entbehrlichen (BGH, Urteil vom 8. Dezember 1989 - V ZR 246/87, aaO 333), für das Merkmal der Sittenwidrigkeit im Sinne des § 826 BGB aber erforderlichen moralischen Unwerturteil.
a) Wie der Senat in seinem Urteil vom 8. Dezember 1989 (BGHZ 109, 327) zur Arglist im Sinne der §§ 463 S. 2, 476 BGB ausgesprochen hat, läßt sich die Frage der Wissenszurechnung von Organvertretern juristischer Personen (einschließlich fiskalisch handelnder politischer Gemeinden) nicht mit logisch-begrifflicher Stringenz, sondern nur in wertender Beurteilung entscheiden.
Folglich kommt - anders als in der Senatsentscheidung BGHZ 109, 327 f -eine Haftung der Beklagten für das Wissen eines Organvertreters nicht in Betracht.
Zwar hat der Senat für die Zurechnung von Wissen vertretungsberechtigter Organmitglieder betont (BGHZ 109, 327, 332), dass der Bürger, der mit der Gemeinde einen wirtschaftlich bedeutsamen Vertrag schließe und ihr dabei im Zweifel erhöhtes Vertrauen entgegenbringe, im Prinzip nicht schlechter gestellt werden dürfe, als wenn er es nur mit einer einzigen natürlichen Person zu tun hätte.
BGH, 08.12.1989 - V ZR 246/87.
Die Feststellungen hierzu überschreiten nicht den Rahmen allgemeiner Grundsätze zivilrechtlicher Zurechnung (vgl. BGHZ 109, 327 ).
Vor allem wesentliche Fehler einer Kaufsache dürfen daher regelmäßig nicht verschwiegen werden (vgl. BGH, Urteil vom 8. Dezember 1989 - V ZR 246/87 -, NJW 1990, S. 975, 976).
OLG München, 14.02.1997 - 14 U 573/96
Umfang der Aufklärungspflicht des Verkäufers eines umgebauten Hauses
OLG Frankfurt, 25.04.2001 - 23 U 91/00
Gemeinde haftet auch für das Wissen ihrer unbeteiligten Vertreter

References: § 463
 § 444
 § 166
 § 463
 § 463
 § 31
 § 89
 § 826