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Timestamp: 2020-02-24 19:04:21+00:00

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BGH, 16.05.2002 - VII ZR 197/01 - dejure.org
BGH, 16.05.2002 - VII ZR 197/01
https://dejure.org/2002,1380
BGH, 16.05.2002 - VII ZR 197/01 (https://dejure.org/2002,1380)
BGH, Entscheidung vom 16.05.2002 - VII ZR 197/01 (https://dejure.org/2002,1380)
BGH, Entscheidung vom 16. Mai 2002 - VII ZR 197/01 (https://dejure.org/2002,1380)
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ZPO §§ 139 Abs. 1, 278 Abs. 3 (§ 26 Nr. 7 EGZPO)
Revision - Verletzung der Hinweispflicht - Berufungsgericht - Klageabweisung - Fehlende schlüssige Darstellung - Sachbefugnis - Vorinstanz - Drittschuldner - GbR - Handwerk - Werkvertrag - OHG - Abschlussrechnung - Pfändungs- und Überweisungsbeschluss - Werklohnforderung ...
Hinweispflicht, - des Gerichts; Überraschungsentscheidung, Verbot der -
ZPO §§ 139 Abs. 1 278 Abs. 3; EGZPO § 26 Nr. 7
Zivilprozess - richterliche Hinweispflicht
NJW-RR 2002, 1436
MDR 2002, 1139
JR 2003, 378
BauR 2002, 1432
ZfBR 2002, 678
Deshalb hat das Berufungsgericht auf Bedenken hinzuweisen und Gelegenheit zur Ergänzung des Sachvortrags zu geben, wenn es anders als das erstinstanzliche Gericht das Klagevorbringen nicht als schlüssig ansieht (BGH, Urteil vom 16. Mai 2002 - VII ZR 197/01, NJW-RR 2002, 1436 unter II 1).
Denn das Berufungsgericht wäre nach § 139 Abs. 1 ZPO verpflichtet gewesen, auf das Fehlen des Sachvortrags hinzuweisen, wenn es entgegen der vom Landgericht vertretenen Ansicht das Klagevorbringen nicht als schlüssig hätte ansehen wollen (…vgl. BGH, Urt. v. 27.11.1996 - VIII ZR 311/95, NJW-RR 1997, 441; Urt. v. 16.5.2002 - VII ZR 197/01, NJW-RR 2002, 1436, 1437; Beschl. v. 28.9.2006 - VII ZR 103/05, NJW-RR 2007, 17).
Letzteres gilt umso mehr, als das Berufungsgericht auf der Grundlage des Vermerks von der Rechtsauffassung des Landgerichts, das ein anspruchsminderndes Mitverschulden der Klägerin ausdrücklich verneint hat, abweichen wollte (vgl. hierzu BGH, Urteil vom 16. Mai 2002 - VII ZR 197/01, NJW-RR 2002, 1436, 1437;… Beschluss vom 28. September 2006 - VII ZR 103/05, NJW-RR 2007, 17 Rn. 4).
Das Berufungsgericht muss daher eine in erster Instanz siegreiche Partei darauf hinweisen, wenn es der Beurteilung der Vorinstanz nicht folgen will und aufgrund seiner abweichenden Ansicht eine Ergänzung des Vorbringens oder einen Beweisantritt für erforderlich hält (BGH, Beschluss vom 15. März 2006 - IV ZR 32/05, NJW-RR 2006, 937; Urteil vom 16. Mai 2002 - VII ZR 197/01, BauR 2002, 1432 = ZfBR 2002, 678; Urteil vom 27. April 1994 - XII ZR 16/93, WM 1994, 1823, 1824).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs darf eine in erster Instanz siegreiche Partei darauf vertrauen, vom Berufungsgericht rechtzeitig einen Hinweis nach § 139 ZPO zu erhalten, wenn es der Beurteilung der Vorinstanz nicht folgen will und insbesondere aufgrund seiner abweichenden Ansicht eine Ergänzung des Vorbringens oder einen Beweisantritt für erforderlich hält (Senatsurteil vom 27. April 1994 - XII ZR 16/93 - NJW 1994, 1880, 1881; BGH Urteile vom 15. März 2006 - IV ZR 32/05 - FamRZ 2006, 942, 943 und vom 16. Mai 2002 - VII ZR 197/01 - NJW-RR 2002, 1436).
Dem Gewährleistungsgehalt von Art. 103 Abs. 1 GG entnimmt der Bundesgerichtshof in ständiger Rechtsprechung daher, dass eine in erster Instanz siegreiche Partei darauf vertrauen darf, vom Berufungsgericht rechtzeitig einen Hinweis zu erhalten, wenn dieses in einem entscheidungserheblichen Punkt der Beurteilung der Vorinstanz nicht folgen will und aufgrund seiner abweichenden Ansicht eine Ergänzung des Vorbringens oder einen Beweisantritt für erforderlich hält (BGH, Urteile vom 27. April 1994 - XII ZR 16/93 - VersR 1994, 1351; vom 16. Mai 2002 - VII ZR 197/01 - NJW-RR 2002, 1436 unter II 1; vgl. auch BGH, Urteil vom 15. Januar 1981 - VII ZR 147/80 - NJW 1981, 1378 unter 2 c und 3).
BGH, 28.07.2011 - VII ZR 141/09
Überraschungsentscheidung: Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör durch …
Wenn das Berufungsgericht im Gegensatz zu dieser Beurteilung einen weiteren Beweisantritt für notwendig erachtete, musste es die Klägerin darauf hinweisen, um nicht eine gegen Art. 103 Abs. 1 GG verstoßende Überraschungsentscheidung zu treffen (vgl. auch BGH, Urteil vom 16. Mai 2002 - VII ZR 197/01, BauR 2002, 1432 = ZfBR 2002, 678).
Die Abweisung eines Klageanspruchs wegen mangelnder Substantiierung setzt voraus, dass zuvor nach § 139 ZPO auf die Unschlüssigkeit der Klage hingewiesen wird (vgl. BVerfGE 84, 188 ; BGH…, Urteil vom 5. November 2003 - VIII ZR 380/02 -, MDR 2004, S. 468; Versäumnisurteil vom 16. Mai 2002 - VII ZR 197/01 -, NJW-RR 2002, S. 1436; OLG Köln…, Urteil vom 13. Juli 2000 - 12 U 114/99 -, NJW-RR 2001, S. 1724;… Hk-ZPO/Wöstmann, 2006, § 139 Rz. 4).
BGH, 11.09.2003 - VII ZR 136/02
Richterliche Hinweispflichten im Berufungsverfahren
Hat das erstinstanzliche Gericht den Vortrag des Klägers als schlüssig angesehen, darf der Kläger darauf vertrauen, daß das Berufungsgericht ihm seine davon abweichende Auffassung rechtzeitig durch einen Hinweis nach § 139 ZPO mitteilt (ständige Rechtsprechung: BGH, Urteil vom 25. Mai 1993 - XI ZR 141/92, NJW-RR 1994, 566; Urteil vom 16. Mai 2002 - VII ZR 197/01, NJW-RR 2002, 1437).
BGH, 10.03.2011 - VII ZR 40/10
Verletzung des rechtlichen Gehörs: Überraschungsentscheidung des …
BGH, 08.11.2007 - IX ZR 58/07
Hinweispflichten des Berufungsgerichts bei vollständigem Obsiegen eines …

References: § 26
 § 139
 § 139
 BGH 
 Art. 103
 Art. 103
 § 139
 § 139
 § 139