Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20101215_OGH0002_0040OB00164_10M0000_000&IncludeSelf=True
Timestamp: 2019-07-23 07:36:28+00:00

Document:
RIS - Rechtssätze und Entscheidungstext 4Ob164/10m - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 4Ob330/65 4Ob338/71 4Ob...
RS0079692
4Ob330/65; 4Ob338/71; 4Ob303/72; 4Ob319/72; 4Ob332/72; 4Ob304/74; 4Ob320/74; 4Ob306/75; 4Ob306/76; 4Ob341/76 (4Ob342/76); 4Ob366/76; 4Ob403/76; 4Ob307/77; 4Ob354/77; 4Ob384/77; 4Ob307/78; 4Ob345/78; 4Ob400/78; 4Ob405/78; 4Ob305/79; 4Ob307/79; 4Ob318/79; 4Ob322/79; 4Ob366/79; 4Ob383/79; 4Ob309/80; 4Ob377/80; 4Ob340/80 (4Ob341/80); 4Ob342/80 (4Ob343/80); 4Ob375/81; 4Ob400/81; 4Ob426/81; 4Ob404/82 (4Ob405/82, 4Ob406/82); 4Ob311/83; 4Ob387/83; 4Ob558/82; 4Ob327/86; 4Ob331/86; 4Ob383/86; 9ObA109/87; 4Ob395/87; 4Ob6/88; 2Ob664/87; 4Ob71/88; 4Ob91/89; 4Ob155/90; 4Ob171/93; 4Ob13/94; 4Ob22/95; 4Ob2109/96t; 4Ob2260/96y; 4Ob96/97i; 4Ob20/97p; 4Ob268/97h; 4Ob225/97k; 4Ob367/97t; 4Ob311/97g; 4Ob158/98h; 10Ob416/98v; 4Ob283/00x; 6Ob51/01w; 4Ob57/03s; 4Ob72/03x; 6Ob184/03g; 4Ob9/05k; 7Ob78/06f; 4Ob47/07a; 9Ob54/08v; 9Ob66/08h; 4Ob124/09b; 4Ob164/10m; 4Ob139/11m; 7Ob118/13y; 4Ob62/14t; 1Ob150/14m; 1Ob211/17m; 6Ob44/19t
20.05.1965
ZPO §226 IIB12
Bei der Beurteilung der Wiederholungsgefahr kommt es nicht nur auf die Art des bereits erfolgten Eingriffs, sondern auch auf die Willensrichtung des Täters an, für die insbesondere sein Verhalten nach der Beanstandung oder während des Rechtsstreites wichtige Anhaltspunkte bieten kann.
4 Ob 330/65
Entscheidungstext OGH 20.05.1965 4 Ob 330/65
Veröff: SZ 38/86 = ÖBl 1966,6
4 Ob 338/71
Entscheidungstext OGH 16.11.1971 4 Ob 338/71
Veröff: ÖBl 1972,64
4 Ob 303/72
Entscheidungstext OGH 08.02.1972 4 Ob 303/72
Veröff: SZ 45/14 = ÖBl 1972/126
4 Ob 319/72
Entscheidungstext OGH 09.05.1972 4 Ob 319/72
Veröff: ÖBl 1973,90
4 Ob 332/72
Entscheidungstext OGH 05.09.1972 4 Ob 332/72
Veröff: ÖBl 1974,39
4 Ob 304/74
Entscheidungstext OGH 09.03.1974 4 Ob 304/74
4 Ob 320/74
Entscheidungstext OGH 07.05.1974 4 Ob 320/74
Veröff: ÖBl 1974,119
4 Ob 306/75
Entscheidungstext OGH 26.02.1975 4 Ob 306/75
4 Ob 306/76
Entscheidungstext OGH 02.03.1976 4 Ob 306/76
Beisatz: "Erfolgreichster Rennski" Wiederholungsgefahr trotz Änderung beanstandeter Werbung bei Bestreitung ihrer Gesetzwidrigkeit. (T1)
4 Ob 341/76
Entscheidungstext OGH 15.06.1976 4 Ob 341/76
Beisatz: Unternehmerberatung (T2)
4 Ob 366/76
Entscheidungstext OGH 05.10.1976 4 Ob 366/76
Veröff: ÖBl 1978,16
4 Ob 403/76
Entscheidungstext OGH 08.02.1977 4 Ob 403/76
Beisatz: Eine Wiederholungsgefahr ist dann anzunehmen, wenn nicht ausreichende Anhaltspunkte dafür gegeben sind, dass der Verletzer seine Willensrichtung geändert hat und eine neuerliche Verletzung der Wettbewerbsvorschrift durch ihn ernstlich nicht mehr zu erwarten ist. Ob dies zutrifft, muss unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalles beurteilt werden. (T3) Veröff: ÖBl 1977,107
4 Ob 307/77
Entscheidungstext OGH 08.02.1977 4 Ob 307/77
4 Ob 354/77
Entscheidungstext OGH 28.06.1977 4 Ob 354/77
4 Ob 384/77
Entscheidungstext OGH 18.10.1977 4 Ob 384/77
4 Ob 307/78
Entscheidungstext OGH 07.03.1978 4 Ob 307/78
4 Ob 345/78
Entscheidungstext OGH 04.07.1978 4 Ob 345/78
Veröff: ÖBl 1979,85
4 Ob 400/78
Entscheidungstext OGH 19.12.1978 4 Ob 400/78
4 Ob 405/78
Entscheidungstext OGH 16.01.1979 4 Ob 405/78
4 Ob 305/79
Entscheidungstext OGH 30.01.1979 4 Ob 305/79
Veröff: ÖBl 1979,80
4 Ob 307/79
Entscheidungstext OGH 13.03.1979 4 Ob 307/79
4 Ob 318/79
Entscheidungstext OGH 27.03.1979 4 Ob 318/79
4 Ob 366/79
Entscheidungstext OGH 10.07.1979 4 Ob 366/79
Veröff: JBl 1980,374
4 Ob 383/79
Entscheidungstext OGH 16.10.1979 4 Ob 383/79
4 Ob 309/80
Entscheidungstext OGH 04.03.1980 4 Ob 309/80
Beisatz: References to the Beatles. (T4) Veröff: ÖBl 1981,48
4 Ob 377/80
Entscheidungstext OGH 04.11.1980 4 Ob 377/80
4 Ob 340/80
Entscheidungstext OGH 17.03.1981 4 Ob 340/80
4 Ob 342/80
Entscheidungstext OGH 05.05.1981 4 Ob 342/80
Beisatz: B & P Eisenwaren (T5) Veröff: ÖBl 1981,122
4 Ob 375/81
Entscheidungstext OGH 07.07.1981 4 Ob 375/81
4 Ob 400/81
Entscheidungstext OGH 15.12.1981 4 Ob 400/81
Beisatz: Sleepy - Direktkauf (T6) Veröff: ÖBl 1982,102
4 Ob 426/81
Entscheidungstext OGH 19.01.1982 4 Ob 426/81
Auch; Beisatz: Keine Wiederholungsgefahr, wenn der Beklagte die beanstandete Werbung schon sechs Monate vor der Einleitung des Rechtsstreites aus freien Stücken geändert und damit der (ihm erst damals bekanntgewordenen) Rechtslage angepasst hat. (T7)
4 Ob 404/82
Entscheidungstext OGH 11.01.1983 4 Ob 404/82
Veröff: ÖBl 1983,129
4 Ob 387/83
Entscheidungstext OGH 08.11.1983 4 Ob 387/83
Beisatz: Flüssiggasflaschenabfüllung (T8)
4 Ob 558/82
Entscheidungstext OGH 08.11.1983 4 Ob 558/82
4 Ob 327/86
Entscheidungstext OGH 13.05.1986 4 Ob 327/86
4 Ob 331/86
Entscheidungstext OGH 13.05.1986 4 Ob 331/86
4 Ob 383/86
Entscheidungstext OGH 02.12.1986 4 Ob 383/86
Veröff: ÖBl 1988,79 (F Prunbauer, 63)
9 ObA 109/87
Entscheidungstext OGH 04.11.1987 9 ObA 109/87
4 Ob 395/87
Entscheidungstext OGH 30.11.1987 4 Ob 395/87
Beisatz: Die bloße Behauptung des Beklagten von künftigen Störungen Abstand nehmen zu wollen, reicht zur Beseitigung der Wiederholungsgefahr nicht aus. (T9) Veröff: MR 1988,59 = ÖBl 1989,52
4 Ob 6/88
Entscheidungstext OGH 12.01.1988 4 Ob 6/88
2 Ob 664/87
Entscheidungstext OGH 26.01.1988 2 Ob 664/87
Veröff: MR 1988,87
4 Ob 71/88
Entscheidungstext OGH 13.09.1988 4 Ob 71/88
4 Ob 91/89
Entscheidungstext OGH 11.07.1989 4 Ob 91/89
Beis wie T3; Beisatz: Hier: Unterlassungsvergleich gegenüber Drittem. (T10) Veröff: MR 1989,145 = WBl 1989,316 = ÖBl 1990,32
Veröff: WBl 1991,138 = ÖBl 1991,134 = MR 1991,70 (M Walter)
4 Ob 171/93
Entscheidungstext OGH 14.12.1993 4 Ob 171/93
Beisatz: Hier: § 1330 ABGB (T11)
4 Ob 13/94
Entscheidungstext OGH 08.03.1994 4 Ob 13/94
4 Ob 22/95
Entscheidungstext OGH 25.04.1995 4 Ob 22/95
Auch; Beis wie T9; Beisatz: Wer nämlich im Prozess weiterhin die Auffassung vertritt, zu der beanstandeten Handlung berechtigt zu sein, und seinen Wettbewerbsverstoß verteidigt, gibt im allgemeinen schon dadurch zu erkennen, dass es ihm um die Vermeidung weiterer Eingriffe dieser Art nicht ernstlich zu tun ist; besondere Umstände können aber auch in einem solchen Fall zur Verneinung der Wiederholungsgefahr führen. (T12)
4 Ob 2109/96t
Entscheidungstext OGH 29.05.1996 4 Ob 2109/96t
4 Ob 2260/96y
Entscheidungstext OGH 01.10.1996 4 Ob 2260/96y
Auch; Beis wie T3; Beisatz: Ob Wiederholungsgefahr im Einzelfall besteht, ist danach zu beurteilen, ob dem Verhalten des Täters nach der Beanstandung oder während des Rechtsstreites gewichtige Anhaltspunkte dafür zu entnehmen sind, dass er ernstlich gewillt ist, von künftigen Störungen Abstand zu nehmen. (T13)
4 Ob 96/97i
Entscheidungstext OGH 22.04.1997 4 Ob 96/97i
4 Ob 20/97p
Entscheidungstext OGH 11.02.1997 4 Ob 20/97p
4 Ob 268/97h
Entscheidungstext OGH 23.09.1997 4 Ob 268/97h
4 Ob 225/97k
Entscheidungstext OGH 09.09.1997 4 Ob 225/97k
4 Ob 367/97t
Entscheidungstext OGH 19.12.1997 4 Ob 367/97t
4 Ob 311/97g
Entscheidungstext OGH 09.12.1997 4 Ob 311/97g
4 Ob 158/98h
Entscheidungstext OGH 30.06.1998 4 Ob 158/98h
10 Ob 416/98v
Entscheidungstext OGH 26.01.1999 10 Ob 416/98v
Vgl auch; Beis ähnlich wie T12
Vgl; Beis wie T9; Beis wie T12 nur: Wer nämlich im Prozess weiterhin die Auffassung vertritt, zu der beanstandeten Handlung berechtigt zu sein, und seinen Wettbewerbsverstoß verteidigt, gibt im allgemeinen schon dadurch zu erkennen, dass es ihm um die Vermeidung weiterer Eingriffe dieser Art nicht ernstlich zu tun ist. (T14)
6 Ob 51/01w
Entscheidungstext OGH 15.03.2001 6 Ob 51/01w
Vgl auch; Beis ähnlich wie T13; Beisatz: Der Nachweis des Wegfalls der Wiederholungsgefahr kann nicht nur in Form des Angebotes eines umfassenden Unterlassungsvergleiches dokumentiert werden. (T15)
4 Ob 57/03s
Entscheidungstext OGH 29.04.2003 4 Ob 57/03s
4 Ob 72/03x
Entscheidungstext OGH 24.06.2003 4 Ob 72/03x
Auch; Beisatz: Dass der Verletzer ernstlich gewillt ist, von künftigen Störungen Abstand zu nehmen, ist (ua) dann der Fall, wenn er einen den ganzen Unterlassungsanspruch umfassenden, an keinerlei Bedingungen geknüpften Vergleich anbietet und nach den Umständen keine Bedenken gegen die Ernstlichkeit seines Willens bestehen, von gleichartigen Handlungen künftig Abstand zu nehmen. (T16)
6 Ob 184/03g
Entscheidungstext OGH 11.09.2003 6 Ob 184/03g
Vgl; Beis wie T15
4 Ob 9/05k
Entscheidungstext OGH 14.03.2005 4 Ob 9/05k
Beis wie T9; Beis wie T14; Beisatz: Ist das Prozessverhalten des Beklagten zwiespältig, so kann die Wiederholungsgefahr regelmäßig nur verneint werden, wenn er dem Kläger einen vollstreckbaren Exekutionstitel verschafft, der dem Kläger all das bietet, was er im Verfahren erreichen kann. (T17)
Auch; Beis wie T17; Beisatz: Hier: Verbandsklage gemäß § 28 KSchG hinsichtlich Zulässigkeit von Mietvertragsklauseln. (T18)
4 Ob 47/07a
Entscheidungstext OGH 20.03.2007 4 Ob 47/07a
Beisatz: Angebot der Veröffentlichung im Internet statt in einer Tageszeitung nicht ausreichend. (T19)
9 Ob 54/08v
Entscheidungstext OGH 01.04.2009 9 Ob 54/08v
Vgl; Beisatz: Hier: Zur Erstbegehungsgefahr. (T20)
4 Ob 124/09b
Entscheidungstext OGH 20.10.2009 4 Ob 124/09b
4 Ob 164/10m
Entscheidungstext OGH 15.12.2010 4 Ob 164/10m
4 Ob 139/11m
Entscheidungstext OGH 19.10.2011 4 Ob 139/11m
Vgl auch; Beis wie T16
Vgl; Vgl auch Beis wie T15; Vgl auch Beis wie T16; Veröff: SZ 2013/81
4 Ob 62/14t
Entscheidungstext OGH 17.09.2014 4 Ob 62/14t
Vgl auch; Beisatz: Eine nachträgliche Gestattung ändert nichts an der bestehenden Wiederholungsgefahr. (T21); Veröff: SZ 2014/79
1 Ob 150/14m
Entscheidungstext OGH 18.09.2014 1 Ob 150/14m
Auch; Beisatz: Hier: Unterlassungsanspruch der Servitutenklage. (T22)
6 Ob 44/19t
Entscheidungstext OGH 23.05.2019 6 Ob 44/19t
Beis wie T3; Beis wie T9; Beisatz: Hier: Der Beklagte hat zwischenzeitig sogar gegen die erlassene einstweilige Verfügung verstoßen. (T23)
ECLI:AT:OGH0002:1965:RS0079692
JJR_19650520_OGH0002_0040OB00330_6500000_001
Rechtssatz für 5Ob754/78 (5Ob755/78) 4O...
RS0012087
5Ob754/78 (5Ob755/78); 4Ob307/79; 4Ob322/79; 4Ob377/80; 5Ob774/80; 4Ob315/81; 4Ob342/80 (4Ob343/80); 4Ob374/81; 4Ob383/81; 4Ob426/81; 7Ob519/82; 7Ob593/81; 4Ob341/82; 4Ob387/83; 7Ob719/83; 4Ob362/84; 4Ob331/86; 4Ob383/86; 4Ob310/87; 4Ob397/87 (4Ob398/87); 4Ob395/87; 4Ob155/90; 4Ob92/92; 4Ob3/94; 4Ob13/94; 4Ob2109/96t; 4Ob2260/96y; 1Ob296/98f; 4Ob192/99k; 6Ob51/01w; 1Ob278/01s; 4Ob38/02w; 6Ob62/02i; 4Ob106/03x; 4Ob57/03s; 4Ob126/03p; 1Ob28/06h; 7Ob78/06f; 4Ob154/06k; 4Ob6/07x; 17Ob18/07g; 10Ob85/07h; 17Ob1/08h; 4Ob27/08m; 17Ob12/08a; 4Ob171/08p; 4Ob5/09b; 9Ob9/08a; 9Ob66/08h; 6Ob27/09b; 4Ob36/09m; 4Ob156/09h; 2Ob1/09z; 4Ob164/10m; 4Ob74/11b; 4Ob139/11m; 4Ob104/11i; 2Ob215/10x; 10Ob33/13w; 7Ob118/13y; 4Ob113/13s; 10Ob28/14m; 5Ob149/14v; 1Ob150/14m; 4Ob139/16v; 1Ob196/16d; 4Ob36/17y; 6Ob228/16x; 4Ob175/17i; 1Ob211/17m; 4Ob234/17s; 4Ob96/18y; 5Ob33/18s; 4Ob179/18d
ABGB §523 A
ABGB §523 Cc
MSchG §10 Abs1
Bei Beurteilung des Bestehens der Wiederholungsgefahr ist stets maßgebend, ob dem Verhalten des Beklagten in seiner Gesamtheit gewichtige Anhaltspunkte dafür entnommen werden können, dass er ernstlich gewillt ist, von künftigen Störungen Abstand zu nehmen.
5 Ob 754/78
Entscheidungstext OGH 09.01.1979 5 Ob 754/78
5 Ob 774/80
Entscheidungstext OGH 24.02.1981 5 Ob 774/80
Beisatz: Für die Ernstlichkeit der Unterlassungserklärung spricht, wenn der in Anspruch genommene die Prozessführung unter vorbehaltsloser Anerkennung des Rechtsstandpunktes des Gegners auf die Frage beschränkt, ob die Wiederholungsgefahr vorliege. (T1)
Veröff: MietSlg 33630
4 Ob 315/81
Entscheidungstext OGH 24.03.1981 4 Ob 315/81
Veröff: ÖBl 1981,122
4 Ob 374/81
Entscheidungstext OGH 15.09.1981 4 Ob 374/81
4 Ob 383/81
Entscheidungstext OGH 04.11.1981 4 Ob 383/81
7 Ob 519/82
Entscheidungstext OGH 02.04.1982 7 Ob 519/82
7 Ob 593/81
Entscheidungstext OGH 29.04.1982 7 Ob 593/81
Veröff: SZ 55/61
4 Ob 341/82
Entscheidungstext OGH 15.06.1982 4 Ob 341/82
Beisatz: "Flüssiggasflaschenabfüllung" (T2)
7 Ob 719/83
Entscheidungstext OGH 29.11.1983 7 Ob 719/83
4 Ob 362/84
Entscheidungstext OGH 25.09.1984 4 Ob 362/84
Veröff: ÖBl 1985,43
Veröff: ÖBl 1988,79 (s.F. Prunbauer, S 63)
4 Ob 310/87
Entscheidungstext OGH 30.06.1987 4 Ob 310/87
Beisatz: Die bloße Behauptung des Beklagten, von künftigen Störungen Abstand zu nehmen, reicht hiezu nicht aus. (T3)
4 Ob 397/87
Entscheidungstext OGH 17.11.1987 4 Ob 397/87
Beisatz: Die Auffassung, dass der Verletzer den Sinneswandel nur durch das Angebot eines umfassenden vollstreckbaren Unterlassungsvergleiches oder durch Einhalten eines mit einem Dritten geschlossenen Unterlassungsvergleiches dokumentieren könne, trifft daher nicht zu. (T4)
Veröff: MR 1987,220
Veröff: MR 1988,59 = ÖBl 1989,52
Veröff: ÖBl 1991,138 = MR 1991,70 (M. Walter) = ÖBl 1991,134
4 Ob 92/92
Entscheidungstext OGH 20.10.1992 4 Ob 92/92
Vgl auch; Beisatz: Die Beurteilung, ob dem Verhalten des Störers gewichtige Anhaltspunkte dafür zu entnehmen sind, dass er ernstlich gewillt ist, von künftigen gesetzwidrigen Handlungen Abstand zu nehmen, hängt immer von den Besonderheiten des einzelnen Falles ab. (T5)
4 Ob 3/94
Entscheidungstext OGH 25.01.1994 4 Ob 3/94
Beis wie T3; Beisatz: Ob das Verhalten dem Kläger oder einem Dritten gegenüber gesetzt wurde, ist ohne Bedeutung. (T6)
1 Ob 296/98f
Entscheidungstext OGH 23.03.1999 1 Ob 296/98f
Auch; Beisatz: Wenn das Verhalten des Beklagten auch nur unklar und zwiespältig ist, ist die Gewähr für das Unterbleiben künftiger Verstöße nicht gegeben. (T7)
Veröff: SZ 72/49
4 Ob 192/99k
Entscheidungstext OGH 14.09.1999 4 Ob 192/99k
Auch; Beis wie T4 nur: Die Auffassung, dass der Verletzer den Sinneswandel nur durch das Angebot eines umfassenden Unterlassungsvergleiches dokumentieren könne, trifft nicht zu. (T8)
1 Ob 278/01s
Entscheidungstext OGH 27.11.2001 1 Ob 278/01s
4 Ob 38/02w
Entscheidungstext OGH 13.03.2002 4 Ob 38/02w
Beisatz: Das ist (unter anderem) dann der Fall, wenn der Verletzer einen den ganzen Unterlassungsanspruch umfassenden, an keinerlei Bedingungen geknüpften Vergleich anbietet und nach den Umständen keine Bedenken gegen die Ernstlichkeit seines Willens bestehen, von gleichartigen Handlungen künftig Abstand zu nehmen. (T9)
6 Ob 62/02i
Entscheidungstext OGH 12.12.2002 6 Ob 62/02i
4 Ob 106/03x
Entscheidungstext OGH 20.05.2003 4 Ob 106/03x
4 Ob 126/03p
Entscheidungstext OGH 23.09.2003 4 Ob 126/03p
Beisatz: Dabei kommt es immer auf die Art des Eingriffs und die Willensrichtung des Störers an, für welche insbesondere sein Verhalten nach der Beanstandung und während des Rechtsstreits wichtige Anhaltspunkte bieten kann. (T10)
1 Ob 28/06h
Entscheidungstext OGH 16.05.2006 1 Ob 28/06h
Auch; Beisatz: Wenn die Beklagte im Verfahren darauf beharrt, dass ein Teil der Klauseln gesetzmäßig Verwendung finde, ist mangels Anbots eines umfassenden vollstreckbaren Unterlassungsvergleichs weiter die Wiederholungsgefahr gegeben. (T11); Beisatz: Hier: Verbandsklage gemäß § 28 KSchG hinsichtlich Zulässigkeit von Mietvertragsklauseln. (T12)
4 Ob 154/06k
Entscheidungstext OGH 21.11.2006 4 Ob 154/06k
Beis wie T7; Beisatz: Die bloße Zusage, von künftigen Störungen Abstand nehmen zu wollen, reicht nach der Rechtsprechung insbesondere dann nicht aus, wenn die Erklärung unter dem Druck eines drohenden Prozesses abgegeben wurde. (T13)
Beisatz: Hier: Markenrechtsverletzung. (T14)
4 Ob 6/07x
Entscheidungstext OGH 20.03.2007 4 Ob 6/07x
Beis wie T7; Beis wie T9; Beis wie T10; Beisatz: Das Angebot einer exekutionsfähigen Verpflichtung ist in Fällen, in denen der Störer seinen Wettbewerbsverstoß nicht bestreitet, keineswegs das einzige Verhalten, aus dem auf den Wegfall der Wiederholungsgefahr geschlossen werden kann. (T15)
Beisatz: Auch die Beseitigung des durch die Störung herbeigeführten rechtswidrigen Zustands wird von der Rechtsprechung nicht als in allen Fällen notwendige Voraussetzung angesehen, um den Wegfall der Wiederholungsgefahr annehmen zu können. (T16)
17 Ob 18/07g
Entscheidungstext OGH 10.07.2007 17 Ob 18/07g
10 Ob 85/07h
Entscheidungstext OGH 18.12.2007 10 Ob 85/07h
Beis wie T1; Beis wie T3; Beis wie T9
17 Ob 1/08h
Entscheidungstext OGH 08.04.2008 17 Ob 1/08h
4 Ob 171/08p
Entscheidungstext OGH 18.11.2008 4 Ob 171/08p
Beisatz: Auch eine gegenüber Dritten übernommene Unterlassungsverpflichtung kann unter Umständen die Vermutung der Wiederholungsgefahr ganz allgemein entfallen lassen. Allerdings ist auch in diesem Fall zu prüfen, ob die Unterlassungserklärung tatsächlich ein Indiz für eine echte Sinnesänderung des Beklagten ist und dem Kläger eine entsprechende Sicherheit für das Unterbleiben weiterer Störungen bietet. (T17)
4 Ob 5/09b
Entscheidungstext OGH 24.02.2009 4 Ob 5/09b
Beisatz: Bei der Beurteilung der Wiederholungsgefahr ist auf den Zeitpunkt des Schlusses der mündlichen Verhandlung in erster Instanz abzustellen. (T18)
6 Ob 27/09b
Entscheidungstext OGH 26.03.2009 6 Ob 27/09b
Beis wie T5; Beis ähnlich wie T15; Beisatz: Hier: Unterlassungsanspruch nach § 364 Abs 2 ABGB. (T19)
4 Ob 36/09m
Entscheidungstext OGH 12.05.2009 4 Ob 36/09m
Beisatz: Hier: Anfertigung von Fotos durch den Beklagten ausschließlich über Anweisung des Dienstgebers und in dessen alleinigem Interesse; der Beklagte ist bereits seit mehreren Jahren nicht mehr beim gleichen Dienstgeber beschäftigt: Wegfall der Wiederholungsgefahr. (T20)
4 Ob 156/09h
Entscheidungstext OGH 29.09.2009 4 Ob 156/09h
4 Ob 74/11b
Entscheidungstext OGH 09.08.2011 4 Ob 74/11b
Beis ähnlich wie T9
4 Ob 104/11i
Entscheidungstext OGH 17.01.2012 4 Ob 104/11i
10 Ob 33/13w
Entscheidungstext OGH 25.06.2013 10 Ob 33/13w
Vgl auch; Vgl auch Beis wie T9; Vgl auch Beis wie T11; Veröff: SZ 2013/81
4 Ob 113/13s
Entscheidungstext OGH 19.11.2013 4 Ob 113/13s
5 Ob 149/14v
Entscheidungstext OGH 26.09.2014 5 Ob 149/14v
Auch; Beisatz: Hier: Unterlassungsanspruch der Servitutenklage. (T21)
4 Ob 139/16v
Entscheidungstext OGH 12.07.2016 4 Ob 139/16v
1 Ob 196/16d
Entscheidungstext OGH 23.11.2016 1 Ob 196/16d
Beis wie T9; Beisatz: Hier: Akzessorität der vorprozessualen Anwaltskosten, da der zugrundeliegende Unterlassungsanspruch des Klägers infolge weiter bestehender Wiederholungsgefahr als aufrecht zu beurteilen ist. (T22)
4 Ob 36/17y
Entscheidungstext OGH 28.03.2017 4 Ob 36/17y
4 Ob 175/17i
Entscheidungstext OGH 24.10.2017 4 Ob 175/17i
Auch; Beis wie T5; Beis wie T10
4 Ob 234/17s
Entscheidungstext OGH 22.03.2018 4 Ob 234/17s
4 Ob 96/18y
Entscheidungstext OGH 29.05.2018 4 Ob 96/18y
Beis wie T10; Beisatz: Das Vorliegen eines Unterlassungstitels aus einem anderen Verbandsverfahren nach §§ 28, 29 KSchG beseitigt die Wiederholungsgefahr nicht. (T23)
ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0012087
JJR_19790109_OGH0002_0050OB00754_7800000_004
Rechtssatz für 4Ob331/82 4Ob312/82 4Ob...
RS0077771
4Ob331/82; 4Ob312/82; 4Ob305/82; 4Ob337/83; 4Ob357/83; 4Ob393/83; 4Ob416/82; 4Ob302/84; 4Ob379/84; 4Ob335/85; 4Ob355/85; 4Ob305/86; 4Ob301/86; 4Ob326/86; 4Ob401/85; 4Ob352/86; 4Ob1311/86; 4Ob1313/86; 4Ob340/86; 4Ob307/87; 4Ob1316/86; 4Ob389/86; 4Ob378/86; 4Ob334/87; 4Ob368/87; 4Ob382/87; 4Ob330/86; 4Ob5/88; 4Ob402/87; 4Ob29/88; 4Ob62/88; 4Ob71/88; 4Ob59/89; 4Ob154/89 (4Ob155/89); 4Ob178/89 (4Ob179/89); 4Ob94/90; 4Ob119/90; 4Ob32/91; 4Ob39/91; 4Ob38/91; 4Ob103/91; 4Ob104/91; 4Ob82/91; 4Ob118/91; 4Ob40/92; 4Ob71/92; 4Ob2/93; 4Ob105/92; 4Ob137/93; 4Ob87/93; 4Ob1002/94; 4Ob27/94; 4Ob1045/94; 4Ob137/94; 4Ob75/95; 4Ob78/95; 4Ob2191/96a; 4Ob2170/96p; 4Ob68/97x; 4Ob114/97m; 4Ob109/97a; 4Ob20/97p; 4Ob343/97p; 4Ob54/98i; 4Ob135/98a; 4Ob129/99w; 4Ob324/99x; 4Ob135/00g; 4Ob150/00p; 4Ob192/00i; 4Ob213/00b; 4Ob230/00b; 4Ob275/00w; 4Ob43/01d; 4Ob259/01v; 4Ob29/02x; 4Ob44/02b; 4Ob81/02v; 4Ob256/02d; 4Ob82/03t; 4Ob99/03t; 4Ob107/03v; 4Ob8/03k; 4Ob205/03f; 4Ob35/04g; 4Ob262/04i; 4Ob193/05v; 4Ob115/06z; 4Ob168/06v; 4Ob152/06s; 4Ob123/06a; 4Ob170/06p; 4Ob173/06d; 4Ob171/06k; 4Ob29/07d; 4Ob153/07i; 4Ob225/07b; 4Ob34/08s; 4Ob48/08z; 4Ob76/08t; 4Ob105/08g; 4Ob161/08t; 4Ob156/08g; 4Ob40/09z; 4Ob15/09y; 4Ob33/09w; 4Ob55/09f; 4Ob101/09w; 4Ob152/09w; 4Ob99/09a; 4Ob137/09i; 4Ob55/10g; 4Ob104/10p; 4Ob164/10m; 17Ob14/10y; 4Ob57/11b; 4Ob125/11b; 4Ob67/11y; 4Ob1/12v; 4Ob215/11p; 4Ob87/12s; 4Ob209/12g; 4Ob57/13f; 4Ob166/13k; 4Ob58/14d; 4Ob145/14y; 4Ob61/14w; 1Ob37/14v; 5Ob141/14t; 4Ob205/14x; 4Ob243/14k; 4Ob244/14g; 4Ob229/14a; 4Ob34/15a; 4Ob161/16d; 4Ob53/16x; 4Ob30/17s; 4Ob95/17z; 4Ob66/17k; 4Ob176/17m; 4Ob14/18i; 4Ob211/18k
11.01.1983
UWG §1 C2
UWG §1 Abs1 Z1 D5a
UWG §1 Abs1 Z1 E
Wenn eine nach dem Wortlaut des Gesetzes immerhin vertretbare Rechtsauffassung in der Folge von den Gerichten nicht geteilt wurde, ist dies kein Verstoß gegen § 1 UWG. Es kommt vor allem darauf an, ob die Auffassung über den Umfang der Befugnisse durch das Gesetz so weit gedeckt ist, dass sie mit gutem Grund vertreten werden kann; trifft dies zu, dann kann diese Auslegung der gesetzlichen Vorschrift und die darauf beruhende Tätigkeit nicht mehr als eine gegen das Anstandsgefühl der betroffenen Verkehrskreise verstoßende Handlung angesehen werden. - "Metro-Post".
4 Ob 331/82
Entscheidungstext OGH 11.01.1983 4 Ob 331/82
Veröff: SZ 56/2 = EvBl 1983/49 S 184 = ÖBl 1983,40
4 Ob 312/82
Entscheidungstext OGH 18.01.1983 4 Ob 312/82
nur: Wenn eine nach dem Wortlaut des Gesetzes immerhin vertretbare Rechtsauffassung in der Folge von den Gerichten nicht geteilt wurde, ist dies kein Verstoß gegen § 1 UWG. (T1)
Beisatz: Metro-Post II (T2)
4 Ob 305/82
Entscheidungstext OGH 22.02.1983 4 Ob 305/82
nur: Es kommt vor allem darauf an, ob die Auffassung über den Umfang der Befugnisse durch das Gesetz so weit gedeckt ist, dass sie mit gutem Grund vertreten werden kann; trifft dies zu, dann kann diese Auslegung der gesetzlichen Vorschrift und die darauf beruhende Tätigkeit nicht mehr als eine gegen das Anstandsgefühl der betroffenen Verkehrskreise verstoßende Handlung angesehen werden. (T3)
Beisatz: Hier: § 57 Abs 1 GewO - "Schönheitsparty III". (T4)
4 Ob 337/83
Entscheidungstext OGH 10.05.1983 4 Ob 337/83
Auch; Beisatz: Keine vertretbare Rechtsauffassung bei Inventurverkauf außerhalb des von der Kammer der gewerblichen Wirtschaft festgesetzten Zeitraumes. (T5)
Veröff: ÖBl 1983,136
4 Ob 357/83
Entscheidungstext OGH 06.09.1983 4 Ob 357/83
nur T3; Beisatz: Reisen in der Bank. (T6)
Veröff: ÖBl 1983,165
4 Ob 393/83
Entscheidungstext OGH 08.11.1983 4 Ob 393/83
Beisatz: Auch ein Zuwiderhandeln gegen eine in einer einstweiligen Verfügung ausgesprochene Rechtsmeinung ist entschuldbar, wenn die gegenteilige Auffassung vertretbar ist und eine höchstgerichtliche Judikatur nicht vorliegt. - "Metro-Post III" (T7)
4 Ob 416/82
Entscheidungstext OGH 13.12.1983 4 Ob 416/82
Auch; nur T3; Beisatz: Die Beurteilung der Frage, ob ein bestimmtes Verhalten den guten Sitten im geschäftlichen Verkehr zuwiderläuft, steht allein dem Gericht zu. - "Diagnose-GesmbH". (T8)
4 Ob 302/84
Entscheidungstext OGH 24.01.1984 4 Ob 302/84
nur T1; Beisatz: Hier: Vertragliche Bindung (MRV-Ski). (T9)
4 Ob 379/84
Entscheidungstext OGH 13.11.1984 4 Ob 379/84
nur T3; Beisatz: Hier: Stukkateurgewerbe (T10)
4 Ob 335/85
Entscheidungstext OGH 23.04.1985 4 Ob 335/85
Auch; nur T1; Beisatz: Untersagtes Gewerbe. (T11)
4 Ob 355/85
Entscheidungstext OGH 10.09.1985 4 Ob 355/85
Veröff: ÖBl 1986,18 = RZ 1986/1 S 7
4 Ob 305/86
Entscheidungstext OGH 18.02.1986 4 Ob 305/86
nur T3; Beisatz: Heilmasseur (T12)
4 Ob 301/86
Entscheidungstext OGH 18.02.1986 4 Ob 301/86
nur T3; Beisatz: Verneint für AMG bei "Rheumatee", "Gichttee" und "Blutdrucktee" in Verbindung mit eindeutigen Zweckbestimmungsangaben wie "zur Erhöhung des Blutdrucks" oder "zur Senkung des Blutdrucks". - "Gesundheitstee" (T13)
Veröff: SZ 59/32 = EvBl 1986/100 S 368 = ÖBl 1986,45 = ern 1986,894
4 Ob 326/86
Entscheidungstext OGH 13.05.1986 4 Ob 326/86
Auch; Beisatz: Vertretbare Auffassung, dass die Übernahme eines Gesamtauftrages zur Errichtung einer Stahlhalle jedenfalls dann durch § 33 Abs 1 Z 3 GewO gedeckt sei, wenn die nach § 157 Abs 1 GewO den konzessionierten Baumeistern vorbehaltenen Planungsarbeiten und Berechnungsarbeiten nach der Auftragserteilung an einen befugten Baumeister weitergegeben werden. (T14)
4 Ob 401/85
Entscheidungstext OGH 27.05.1986 4 Ob 401/85
Beisatz: Hier: Ideeller "Reisebüroverein" - §§ 1 Abs 2, 208 GewO; § 1 VerG - "Reiseclub". (T15)
Veröff: ÖBl 1986,121
4 Ob 352/86
Entscheidungstext OGH 01.07.1986 4 Ob 352/86
nur T3; Beisatz: Hier: Ausschluss durch Berufung auf KosmetikV, BGBl 1984/337 - "KosmetikV". (T16)
Veröff: MR 1986 H5,29 = ÖBl 1986,155 = ern 1987,271
4 Ob 1311/86
Entscheidungstext OGH 16.09.1986 4 Ob 1311/86
4 Ob 1313/86
Entscheidungstext OGH 29.09.1986 4 Ob 1313/86
Vgl auch; nur T3; Beisatz: Hier: Zurückweisung eines außerordentlichen Rechtsmittels, weil Ansicht durch Bescheid (LMG) gedeckt. (T17)
4 Ob 340/86
Entscheidungstext OGH 15.12.1986 4 Ob 340/86
Beisatz: Gesundheitstees II (T18)
Veröff: ÖBl 1987,71
4 Ob 307/87
Entscheidungstext OGH 17.02.1987 4 Ob 307/87
nur T3; Beisatz: Warum die Grundsätze zur fehlenden subjektiven Vorwerfbarkeit eines Wettbewerbsverstoßes bei der Verletzung von Rechtsvorschriften, die dem Schutz der Volksgesundheit dienen, nicht gelten sollten, ist nicht einzusehen. (T19)
4 Ob 1316/86
Entscheidungstext OGH 10.03.1987 4 Ob 1316/86
Vgl auch; Beis wie T13; Beisatz: Gesundheitstee III (T20)
4 Ob 389/86
Entscheidungstext OGH 10.03.1987 4 Ob 389/86
nur T3; Beis wie T13; Beisatz: Daher keine Berufung auf die gegenteiligen Rechtsauskünfte des Teelieferanten und das Ausbleiben von Beanstandungen durch die Verwaltungsbehörden. (T21)
4 Ob 378/86
Entscheidungstext OGH 24.03.1987 4 Ob 378/86
Beisatz: Hier: Erlass des BMGU betreffend die "Einstufung von teeähnlichen Produkten" - "Kräutertee V". (T22)
Veröff: JBl 1987,730
4 Ob 334/87
Entscheidungstext OGH 19.05.1987 4 Ob 334/87
Auch; nur T3; Beisatz: Hier: Begriff "Glücksspiel" im Sinne des § 1 Abs 1 GlSpG. (T23)
Veröff: MR 1987,107 (Korn)
4 Ob 368/87
Entscheidungstext OGH 20.10.1987 4 Ob 368/87
nur T3; Beisatz: Flug-Bus-Schnupperreise (T24)
Veröff: ÖBl 1988,72
4 Ob 382/87
Entscheidungstext OGH 17.11.1987 4 Ob 382/87
4 Ob 330/86
Entscheidungstext OGH 15.03.1988 4 Ob 330/86
4 Ob 5/88
Entscheidungstext OGH 09.02.1988 4 Ob 5/88
Vgl auch; Beisatz: Bei einer gezielten Umgehung gesetzlicher Vorschriften kann sich die Erstbeklagte auch nicht mit Erfolg darauf berufen, ihre Handlungsweise sei durch das Gesetz so weit gedeckt gewesen, dass sie diese mit guten Gründen für erlaubt halten konnte. Der Zweck der Vorschrift über das Fertigbedienen ist für jeden Gewerbetreibenden evident. (T25)
Veröff: ÖBl 1989,12
4 Ob 402/87
Entscheidungstext OGH 23.02.1988 4 Ob 402/87
Vgl auch; Beisatz: Ist die Verfassungswidrigkeit einer Bestimmung bereits vom VfGH geprüft und von ihm ausdrücklich verneint worden, kann sich der am Verfahren vor dem VfGH Beteiligte nicht mehr auf seine abweichende Rechtsauffassung berufen. (T26) Veröff: SZ 61/41 = ÖBl 1989,14
4 Ob 29/88
Entscheidungstext OGH 28.06.1988 4 Ob 29/88
4 Ob 62/88
Entscheidungstext OGH 12.07.1988 4 Ob 62/88
nur T3; Beisatz: Hier: Verneint bei § 340 Abs 6 GewO 1973. (T27)
Veröff: ÖBl 1990,7
4 Ob 59/89
Entscheidungstext OGH 11.07.1989 4 Ob 59/89
4 Ob 154/89
Entscheidungstext OGH 19.12.1989 4 Ob 154/89
Veröff: ecolex 1990,235 = ÖBl 1990,108
4 Ob 178/89
Entscheidungstext OGH 30.01.1990 4 Ob 178/89
nur T3; Beisatz: An diesem subjektiven Erfordernis des "Handelns gegen die guten Sitten" bei einem Rechtsbruch nach § 1 UWG ist trotz der von der Lehre daran geübten Kritik (insbesondere Liebscher, Der Unterlassungsanspruch bei Rechtsbruch nach § 1 UWG, WBl 1989,105; Koppensteiner, Wettbewerbsrecht 2. Auflage, 217, 249 ff; auch - marginal - Fritz-Roth, Verkauf unter dem Einstandspreis, RdW 1989,244) festzuhalten. (T28)
4 Ob 94/90
Entscheidungstext OGH 11.09.1990 4 Ob 94/90
Vgl auch; Beisatz: Hier: Apothekenvorbehalt (T29)
4 Ob 119/90
Entscheidungstext OGH 25.09.1990 4 Ob 119/90
Beisatz: Hier: Abgrenzung "Chirurgie" und "Orthopädie und orthopädische Chirurgie". (T30)
4 Ob 32/91
Entscheidungstext OGH 07.05.1991 4 Ob 32/91
Beisatz: Hier: Ambulatoriumstätigkeit einer Krankenanstalt. (T31)
Veröff: MR 1991,243
4 Ob 39/91
Entscheidungstext OGH 28.05.1991 4 Ob 39/91
nur T3; Veröff: ÖBl 1991,124 = ecolex 1991,629
4 Ob 38/91
Entscheidungstext OGH 18.06.1991 4 Ob 38/91
Beisatz: Hier: § 96a GewO (T32)
Veröff: RdW 1992,308
4 Ob 103/91
Entscheidungstext OGH 24.09.1991 4 Ob 103/91
4 Ob 104/91
Entscheidungstext OGH 08.10.1991 4 Ob 104/91
4 Ob 82/91
Entscheidungstext OGH 24.09.1991 4 Ob 82/91
Vgl auch; Beisatz: Hier: Verneint angesichts des Wortlauts des § 172 Abs 3 KO. (T33)
Veröff: JBl 1992,397
4 Ob 118/91
Entscheidungstext OGH 03.12.1991 4 Ob 118/91
Veröff: WBl 1992,167
4 Ob 40/92
Entscheidungstext OGH 12.05.1992 4 Ob 40/92
Veröff: ÖBl 1992,114
4 Ob 71/92
Entscheidungstext OGH 15.09.1992 4 Ob 71/92
Veröff: MR 1992,259 = GRURInt 1993,501
4 Ob 2/93
Entscheidungstext OGH 15.12.1992 4 Ob 2/93
nur: Es kommt vor allem darauf an, ob die Auffassung über den Umfang der Befugnisse durch das Gesetz so weit gedeckt ist, dass sie mit gutem Grund vertreten werden kann. (T34)
4 Ob 105/92
Entscheidungstext OGH 20.04.1993 4 Ob 105/92
nur T34
4 Ob 137/93
Entscheidungstext OGH 28.09.1993 4 Ob 137/93
4 Ob 87/93
Entscheidungstext OGH 21.09.1993 4 Ob 87/93
nur T34; Beisatz: Hier: Bestätigung der zuständigen Stelle die Voraussetzungen für den Weiterbetrieb einer Schischule zu erfüllen. (T35)
4 Ob 1002/94
Entscheidungstext OGH 25.01.1994 4 Ob 1002/94
4 Ob 27/94
Entscheidungstext OGH 12.04.1994 4 Ob 27/94
nur T34; Beisatz: Hier: Gebäudereiniger (§ 94 Z 72 GewO) - Innenraumpfleger. (T36)
4 Ob 1045/94
Entscheidungstext OGH 10.05.1994 4 Ob 1045/94
Vgl auch; Beisatz: Ob für die - nach § 324 Abs 2 GewO zur Bewilligung (des Gelegenheitsmarktes) zuständige - Gemeinde durch das dafür berufene Organ gehandelt und seinen Willen in der richtigen Form zum Ausdruck gebracht hat, ist für die Beurteilung des Verhaltens der Beklagten ebenso unerheblich wie die Frage, ob die behördliche Entscheidung inhaltlich richtig ist. (T37)
4 Ob 137/94
Entscheidungstext OGH 06.12.1994 4 Ob 137/94
nur T34; Beisatz: Auch dann, wenn das Verhalten des Beklagten nach der Einholung einer Auskunft der Rechtsansicht und ständigen Verwaltungspraxis der zuständigen Behörde entsprach, selbst wenn die gegenteilige Rechtsansicht richtig war (MR 1987,107 - Rubbel-Puzzle). (T38)
4 Ob 75/95
Entscheidungstext OGH 10.10.1995 4 Ob 75/95
nur T3; Beisatz: Hier: § 101 lit a LFG - gewerbsmäßige Beförderung von Personen und Sachen mit Luftfahrzeugen. (T39)
Veröff: SZ 68/168
4 Ob 78/95
Entscheidungstext OGH 05.12.1995 4 Ob 78/95
nur T34; Beisatz: Ist der Gesetzeswortlaut klar, kann eine davon abweichende Auffassung nicht mit gutem Grund vertreten werden. (T40)
Beisatz: Hier: Subjektiv vorwerfbarer Verstoß gegen die §§ 42, 44 LFG bewirkt Sittenwidrigkeit (im Sinn des § 1 UWG) des Betriebes einer Gleitschirmschule ohne die erforderliche Bewilligung. (T41)
4 Ob 2191/96a
Entscheidungstext OGH 12.08.1996 4 Ob 2191/96a
Auch; Beisatz: "Fahrpreisanzeiger" - Fahrzeitanzeiger. (T42)
4 Ob 2170/96p
Entscheidungstext OGH 12.08.1996 4 Ob 2170/96p
nur T34; Beis wie T40; Beisatz: Hier: Art 3 lit a und lit d der RL "Arzt und Öffentlichkeit" der Österreichischen Ärztekammer. (T43)
4 Ob 68/97x
Entscheidungstext OGH 11.03.1997 4 Ob 68/97x
Auch; nur T34
4 Ob 114/97m
Entscheidungstext OGH 13.05.1997 4 Ob 114/97m
Beisatz: Hier: Betonmischanlage als Betriebsanlage im Sinne des § 74 GewO. (T44)
4 Ob 109/97a
Entscheidungstext OGH 22.04.1997 4 Ob 109/97a
4 Ob 343/97p
Entscheidungstext OGH 12.11.1997 4 Ob 343/97p
Auch; Beisatz: Hier: Kursleiter einer Volkshochschule. (T45)
4 Ob 54/98i
Entscheidungstext OGH 24.02.1998 4 Ob 54/98i
4 Ob 135/98a
Entscheidungstext OGH 26.05.1998 4 Ob 135/98a
4 Ob 129/99w
Entscheidungstext OGH 22.06.1999 4 Ob 129/99w
4 Ob 324/99x
Entscheidungstext OGH 14.12.1999 4 Ob 324/99x
Auch; nur: Wenn eine nach dem Wortlaut des Gesetzes immerhin vertretbare Rechtsauffassung in der Folge von den Gerichten nicht geteilt wurde, ist dies kein Verstoß gegen § 1 UWG. Es kommt vor allem darauf an, ob die Auffassung über den Umfang der Befugnisse durch das Gesetz so weit gedeckt ist, dass sie mit gutem Grund vertreten werden kann. (T46)
4 Ob 135/00g
Entscheidungstext OGH 15.06.2000 4 Ob 135/00g
Vgl auch; nur T46; Beisatz: Hier: Bankwesengesetz. (T47)
4 Ob 150/00p
Entscheidungstext OGH 15.06.2000 4 Ob 150/00p
4 Ob 192/00i
Entscheidungstext OGH 17.08.2000 4 Ob 192/00i
4 Ob 213/00b
Entscheidungstext OGH 13.09.2000 4 Ob 213/00b
4 Ob 230/00b
Entscheidungstext OGH 03.10.2000 4 Ob 230/00b
4 Ob 275/00w
Entscheidungstext OGH 28.11.2000 4 Ob 275/00w
4 Ob 43/01d
Entscheidungstext OGH 22.03.2001 4 Ob 43/01d
4 Ob 259/01v
Entscheidungstext OGH 27.11.2001 4 Ob 259/01v
4 Ob 29/02x
Entscheidungstext OGH 12.02.2002 4 Ob 29/02x
Vgl auch; Beisatz: Ob ein Verstoß gegen § 1 UWG vorliegt, hängt daher davon ab, ob die Rechtsauffassung im Gegensatz zu einem klaren Gesetzeswortlaut, zur offenkundigen Absicht des Gesetzgebers oder allenfalls zu einer höchstgerichtlichen Rechtsprechung steht. (T48)
4 Ob 44/02b
Entscheidungstext OGH 13.03.2002 4 Ob 44/02b
Auch; Beisatz: Die Auslegung des Beklagten über den Umfang der ihm gemäß § 172 Abs 3 GewO zustehenden Vertretungsbefugnis vor Behörden, dahingehend, dass er auch vor Gerichten vertreten kann, steht in keinem offenkundigen Widerspruch zum Gesetz, zum Wortlaut seiner Gewerbeberechtigung, dem Berufsbild des zuständigen Fachverbands oder einer höchstgerichtlichen Rechtsprechung, zumal der Begriff "Behörde" in der Staatsrechtslehre im Rahmen eines funktionalen Behördenbegriffs als gemeinsamer Oberbegriff für Gerichte und Verwaltungsbehörden verwendet wird. (T49)
Veröff: SZ 2002/35
4 Ob 81/02v
Entscheidungstext OGH 09.04.2002 4 Ob 81/02v
Auch; Beisatz: § 45 Abs 3 ÄrzteG, § 49 Abs 2 und Abs 3 ÄrzteG, Betrieb zweier Ordinationsstandorte. (T50)
4 Ob 256/02d
Entscheidungstext OGH 25.03.2003 4 Ob 256/02d
Auch; Beisatz: Fehlt Rechtsprechung zur Zulässigkeit eines bestimmten Verhaltens, so ist zur Frage der Vertretbarkeit einer Rechtsauffassung im Sinn des § 1 UWG auf die von der zuständigen Verwaltungsbehörde vertretene Rechtsmeinung und die ständige Verwaltungspraxis abzustellen. (T51)
4 Ob 82/03t
Entscheidungstext OGH 29.04.2003 4 Ob 82/03t
Auch; nur T3; Beisatz: Hier: § 1 Abs 2 Sbg BergführerG - Kletterschule". (T52)
4 Ob 99/03t
Entscheidungstext OGH 20.05.2003 4 Ob 99/03t
Beisatz: Hier: Ausstrahlung von regionalen Veranstaltungshinweisen im Hörfunkprogramm Hitradio Ö3. (T53)
Veröff: SZ 2003/56
4 Ob 107/03v
Entscheidungstext OGH 20.05.2003 4 Ob 107/03v
Auch; Beisatz: Ist bei unterschiedlicher Auslegung der - nach der Behauptung des Klägers - verletzten Vorschrift die Auffassung des Beklagten über ihre Bedeutung durch das Gesetz so weit gedeckt, dass sie mit gutem Grund vertreten werden kann, dann liegt keine sittenwidrige Wettbewerbshandlung vor. (T54)
4 Ob 8/03k
Entscheidungstext OGH 20.05.2003 4 Ob 8/03k
Beisatz: Hier: § 13 Abs 9 ORF-G, keine "cross promotion". (T55)
4 Ob 205/03f
Entscheidungstext OGH 10.02.2004 4 Ob 205/03f
Beis wie T48; Beis wie T51; Beisatz: Hier: Überschreitung der Gewerbeberechtigungen "Werbeberater, -gestalter, -mittler" nicht subjektiv vorwerfbar. (T56)
4 Ob 35/04g
Entscheidungstext OGH 16.03.2004 4 Ob 35/04g
nur T3; Beis wie T48; Beisatz: Die Tätigkeit des Betriebs eines elektronisch unterstützten Informationssystems, mit dessen Hilfe Vermieter Namen von Mietinteressenten in Erfahrung bringen können, ist nicht deckungsgleich jener eines Adressbüros oder eines Immobilienmaklers. (T57)
Beisatz: Die Auffassung, für diese Tätigkeit weder eine Gewerbeberechtigung als Adressbüro noch eine Gewerbeberechtigung als Immobilienmakler zu benötigen, ist jedenfalls mit guten Gründen vertretbar. (T58)
4 Ob 262/04i
Entscheidungstext OGH 14.03.2005 4 Ob 262/04i
Beis wie T25; Beisatz: Hier: Ob die Auffassung der Drittbeklagten, der Vertrag über die Einfriedung der Baustelle ringstraßenseitig sei keine ausschreibungspflichtige Dienstleistungskonzession im Sinn des § 4 Abs 2 BVergG und sein Abschluss daher kein dem BVergG unterliegender Beschaffungsvorgang, mit guten Gründen vertretbar sei. (T59)
4 Ob 193/05v
Entscheidungstext OGH 24.01.2006 4 Ob 193/05v
Auch; Beisatz: Der Beklagte hat aufgrund einer vertretbaren Rechtsansicht gehandelt, wenn er sich von einem befugten Fachunternehmen bei jenen gewerblichen Tätigkeiten unterstützen ließ, für deren Durchführung ihm die Befugnis fehlt, weil die in der Gewerbeberechtigung festgelegten Maße überschritten werden. Dabei kommt es nicht darauf an, ob der vom Fachunternehmen entsandte Dienstnehmer in seiner Person die gewerberechtlichen Voraussetzungen für die auszuführenden Tätigkeiten erfüllt hat, weil die Berechtigung des entsendenden Dienstgebers das Handeln aller seiner Dienstnehmer gleichermaßen mitumfasst. (T60)
4 Ob 115/06z
Entscheidungstext OGH 12.07.2006 4 Ob 115/06z
nur T1; Beisatz: Vertretbarkeit der Rechtsansicht ist jedenfalls dann anzunehmen, wenn das beanstandete Verhalten - hier: das Anbringen von Werbetafeln an Lichtmasten und Spannmasten - durch Genehmigungen der zuständigen Verwaltungsbehörde gedeckt ist. Die Richtigkeit dieser Genehmigungen ist im Wettbewerbsprozess nicht zu prüfen. (T61)
4 Ob 168/06v
Entscheidungstext OGH 28.09.2006 4 Ob 168/06v
Auch; Beisatz: Vertretbare Rechtsauffassung, dass das Erstellen von Trainingsempfehlungen für grundsätzlich gesunde Menschen nicht in den Vorbehaltsbereich von § 2 Abs 2 ÄrzteG fällt, und zwar auch dann nicht, wenn diese Tätigkeit auf der Auswertung von Blutwerten oder anderen Indikatoren für die körperliche Leistungsfähigkeit beruht. (T62)
Beisatz: Hier: Messung von Blutwerten mit vollautomatischen Geräten, die auf eine Nutzung durch Laien angelegt sind - „Laktattests". (T63)
4 Ob 152/06s
Entscheidungstext OGH 28.09.2006 4 Ob 152/06s
Auch; Beisatz: Vertretbarkeit ist jedenfalls dann anzunehmen, wenn das beanstandete Verhalten - hier: das Anbringen von Werbetafeln an Licht- und Spannmasten - durch Genehmigungen der zuständigen Verwaltungsbehörde gedeckt ist. Die Richtigkeit dieser Genehmigungen ist im Wettbewerbsprozess nicht zu prüfen. (T64)
4 Ob 123/06a
Entscheidungstext OGH 28.09.2006 4 Ob 123/06a
Auch; Beisatz: Die Auffassung des Beklagten, auch außerhalb des für seine Fahrschule nach dem KFG genehmigten Standorts einen "Infopoint" einrichten zu dürfen, ist aus diesen Gründen zumindest vertretbar. (T65)
4 Ob 170/06p
Entscheidungstext OGH 17.10.2006 4 Ob 170/06p
nur: Es kommt vor allem darauf an, ob die Auffassung über den Umfang der Befugnisse durch das Gesetz so weit gedeckt ist, dass sie mit gutem Grund vertreten werden kann. (T66)
Beisatz: Hier: Frage der Anwendbarkeit des BäckAG 1996 bei Betrieb mit Gewerbeberechtigungen für das Bäcker-, das Konditor- und das Transportgewerbe. - „Backwarenauslieferung I" (T67)
4 Ob 173/06d
Entscheidungstext OGH 17.10.2006 4 Ob 173/06d
nur T66; Beisatz: Hier: Frage der Anwendbarkeit des BäckAG 1996 bei Betrieb mit Bäcker- und Gastgewerbeberechtigung - „Backwarenauslieferung II". (T68)
4 Ob 171/06k
Entscheidungstext OGH 19.12.2006 4 Ob 171/06k
Beisatz: Die Kenntnis von § 9 LMG (§ 5 Abs 3 LMSVG) muss einem Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln unterstellt werden. Angesichts des klaren Wortlauts dieser Bestimmungen kann sich die Beklagte auch nicht auf eine vertretbare Rechtsansicht berufen. (T69)
Veröff: SZ 2006/188
4 Ob 29/07d
Entscheidungstext OGH 23.04.2007 4 Ob 29/07d
Auch; Veröff: SZ 2007/61
4 Ob 153/07i
Entscheidungstext OGH 02.10.2007 4 Ob 153/07i
Beisatz: Die Beklagten konnten vertretbarer Weise annehmen, die Ausstrahlung einer Romanverfilmung - mag sie auch auf einem echten Kriminalfall basieren - verstoße nicht gegen § 23 MedienG, wenn das Strafverfahren überdies wegen Flucht des Angeklagten abgebrochen ist. (T70)
Beis wie T51; Beisatz: Der neue Gesetzeswortlaut von § 1 UWG idF der UWG-Novelle 2007 zwingt nicht zur Aufgabe der bisherigen Rechtsprechung zur vertretbaren Rechtsauffassung beim Wettbewerbsvorsprung durch Rechtsbruch. (T71)
4 Ob 34/08s
Entscheidungstext OGH 11.03.2008 4 Ob 34/08s
Auch; Beis wie T51; Beis wie T71
4 Ob 48/08z
Entscheidungstext OGH 08.04.2008 4 Ob 48/08z
4 Ob 76/08t
Entscheidungstext OGH 20.05.2008 4 Ob 76/08t
Ähnlich; Beisatz: Dass die Verwaltungsbehörde eine Rechtsfrage nachträglich anders beurteilt, führt nicht automatisch dazu, dass eine andere Rechtsansicht von vornherein unvertretbar sein musste. (T72)
4 Ob 105/08g
Entscheidungstext OGH 26.08.2008 4 Ob 105/08g
4 Ob 161/08t
Entscheidungstext OGH 14.10.2008 4 Ob 161/08t
Auch; Beisatz: Gibt es eine mit guten Gründen vertretbare Auslegung der strittigen Normen, die dem Verhalten des Beklagten nicht entgegensteht, so besteht kein Anlass zur Klärung der weiteren Frage, ob diese Auslegung bei einer vertieften Prüfung auch tatsächlich zutrifft. (T73)
Beisatz: Die Vertretbarkeit einer Rechtsansicht ist aufgrund des Wortlauts und des offenkundigen Zwecks der angeblich verletzten Normen des Verwaltungsrechts und der dazu ergangenen Entscheidungen der zuständigen Behörden und Gerichtshöfe des öffentlichen Rechts zu beurteilen. (T74)
4 Ob 156/08g
Entscheidungstext OGH 18.11.2008 4 Ob 156/08g
Vgl; Beisatz: Im Wettbewerbsprozess ist grundsätzlich nur die Frage zu prüfen, ob es eine mit guten Gründen vertretbare Auslegung der strittigen Norm gibt, die dem Verhalten des Beklagten nicht entgegensteht. Ist das der Fall, besteht kein Anlass zur Klärung der weiteren Frage, ob diese Auslegung bei einer vertieften Prüfung auch tatsächlich zutrifft. Eine (auch nur im untechnischen Sinn) „bindende" Entscheidung über die „richtige" Auslegung einer Norm ist daher bei Annahme einer vertretbaren Rechtsansicht nicht zu erwarten. (T75)
Vgl auch; Beisatz: Maßgebend für die Beurteilung der Vertretbarkeit einer Rechtsauffassung sind der eindeutige Wortlaut und Zweck der angeblich übertretenen Norm sowie gegebenenfalls die Rechtsprechung der Gerichtshöfe des öffentlichen Rechts und eine beständige Praxis von Verwaltungsbehörden. (T76)
4 Ob 15/09y
Entscheidungstext OGH 24.03.2009 4 Ob 15/09y
Vgl auch; Beis wie T74; Beis ähnlich wie T51; Beisatz: Dass die Verwaltungsbehörde erster Instanz eine erstmals an sie herangetragene Rechtsfrage anders beurteilt als der Beklagte, führt nicht automatisch dazu, dass eine andere Rechtsansicht von vornherein unvertretbar sein musste. (T77)
Beisatz: Hier: Ansicht, dass die eisenbahnrechtliche Baubewilligung durch die kurzzeitige Dislozierung eines Blockhauses nicht untergegangen sei, ist vertretbar. (T78)
4 Ob 33/09w
Entscheidungstext OGH 21.04.2009 4 Ob 33/09w
Vgl auch; Beis wie T74; Beisatz: Hier: Arzneimittelwerbung. (T79)
4 Ob 55/09f
Entscheidungstext OGH 12.05.2009 4 Ob 55/09f
4 Ob 101/09w
Entscheidungstext OGH 14.07.2009 4 Ob 101/09w
Vgl; Beis wie T76; Beisatz: Bei der Auslegung eines unbestimmten Rechtsbegriffs wird eine unvertretbare Rechtsansicht im Regelfall nur dann vorliegen, wenn und soweit dieser Begriff bereits durch höchstgerichtliche Rechtsprechung oder eine beständige Verwaltungspraxis konkretisiert wurde. (T80)
4 Ob 152/09w
Entscheidungstext OGH 29.09.2009 4 Ob 152/09w
Vgl; Beis wie T76
4 Ob 99/09a
Entscheidungstext OGH 23.02.2010 4 Ob 99/09a
Vgl auch; Beisatz: Hier: Deinstallationsentgelt in AGB eines Mobilfunkunternehmens; Rufnummernportierung. (T81)
Veröff: SZ 2010/14
4 Ob 137/09i
Entscheidungstext OGH 20.04.2010 4 Ob 137/09i
Vgl; Beis wie T76; Beisatz: Hier: Tabakwerbung. (T82)
4 Ob 55/10g
Entscheidungstext OGH 20.04.2010 4 Ob 55/10g
Vgl auch; Beis wie T73
Auch; Beis wie T71; Beis wie T76
17 Ob 14/10y
Entscheidungstext OGH 16.02.2011 17 Ob 14/10y
Vgl auch; Beis wie T48; Beis wie T76; Beis ähnlich wie T13; Beisatz: Es ist grundsätzlich Aufgabe des Klägers, jene Regelungen aufzuzeigen, deren – auf eine unvertretbare Rechtsansicht beruhende – Verletzung einen Wettbewerbsverstoß begründet. (T83)
4 Ob 57/11b
Entscheidungstext OGH 10.05.2011 4 Ob 57/11b
Vgl auch; Beis wie T48; Beis wie T76
Veröff: SZ 2011/61
4 Ob 125/11b
Entscheidungstext OGH 19.10.2011 4 Ob 125/11b
Vgl auch; Beis wie T23; Beisatz: Hier: Vertretbarkeit verneint. (T84)
4 Ob 67/11y
Entscheidungstext OGH 19.10.2011 4 Ob 67/11y
Vgl auch; Beis wie T76; Beisatz: Der Vertretbarkeitsmaßstab ist grundsätzlich auch bei der Beurteilung privatwirtschaftlichen Verhaltens der öffentlichen Hand anzulegen (sofern kein Verstoß gegen das Durchführungsverbot nach § 108 Abs 3 AEUV vorliegt). (T85)
4 Ob 1/12v
Entscheidungstext OGH 28.02.2012 4 Ob 1/12v
Vgl auch; Beis wie T71; Beis wie T76; Beisatz: Hier: § 1 Satz 1 BuchpreisbindungsG. (T86)
4 Ob 215/11p
Entscheidungstext OGH 28.02.2012 4 Ob 215/11p
Vgl auch; Beis wie T71; Beis wie T76; Beisatz: Hier: Art 5 der Werberichtlinie der Zahnärztekammer nach § 35 Abs 5 ZahnärzteG. (T87)
4 Ob 87/12s
Entscheidungstext OGH 18.09.2012 4 Ob 87/12s
Vgl; Beisatz: Hier: Zahnärztevorbehalt nach § 4 ZÄG. (T88)
4 Ob 209/12g
Entscheidungstext OGH 17.12.2012 4 Ob 209/12g
Vgl auch; Beis wie T76; Beisatz: Hier: Konzessionspflicht nach dem Kraftfahrliniengesetz ‑ KflG. (T89)
4 Ob 57/13f
Entscheidungstext OGH 27.08.2013 4 Ob 57/13f
Vgl auch; Gegenteilig Beis wie T86; Bem: Änderung der Rechtsprechung zum BPrBG. (T90)
Beisatz: Bei Verstößen gegen das BPrBG kommt eine Einordnung in die Fallgruppe „Wettbewerbsvorspruch durch Rechtsbruch“ nicht in Betracht. Es kommt daher nicht auf die Vertretbarkeit der Rechtsansicht an. Zu prüfen ist, ob ein Verstoß vorliegt. (T91)
Vgl auch; Beis wie T76; Beis wie T88
4 Ob 58/14d
Entscheidungstext OGH 23.04.2014 4 Ob 58/14d
Auch; Beis wie T37; Beis wie T61; Beis wie T64; Beis wie T76
4 Ob 145/14y
Entscheidungstext OGH 21.10.2014 4 Ob 145/14y
Vgl auch; Beis wie T76; Beisatz: Dem belangten Mitbewerber ist daher der Einwand verwehrt, er habe mit guten Gründen die Unions- oder Verfassungswidrigkeit der von ihm übertretenen Norm annehmen können. (T92)
4 Ob 61/14w
Entscheidungstext OGH 17.09.2014 4 Ob 61/14w
Vgl auch; Beis wie T76; Beisatz: Hier: Verstoß gegen § 119 GewO. (T93)
1 Ob 37/14v
Entscheidungstext OGH 18.09.2014 1 Ob 37/14v
Vgl auch; Beisatz: Der Zweck des Schutzes von kollektiven Verbraucherinteressen des § 28a KschG ließe sich nur schwer erreichen, könnte ein systematisches, längere Zeit andauerndes und/oder in einer Vielzahl von Geschäftsfällen gesetztes gesetzwidriges Verhalten eines Unternehmers deshalb nicht effektiv bekämpft werden, weil ihm eine vertretbare Rechtsansicht zugebilligt wird. (T94)
Veröff: SZ 2014/84
5 Ob 141/14t
Entscheidungstext OGH 23.10.2014 5 Ob 141/14t
4 Ob 205/14x
Entscheidungstext OGH 18.11.2014 4 Ob 205/14x
Vgl auch; Beis wie T76; Beis wie T92
4 Ob 243/14k
Entscheidungstext OGH 17.02.2015 4 Ob 243/14k
4 Ob 244/14g
Entscheidungstext OGH 20.01.2015 4 Ob 244/14g
4 Ob 229/14a
Entscheidungstext OGH 17.02.2015 4 Ob 229/14a
4 Ob 34/15a
Entscheidungstext OGH 11.08.2015 4 Ob 34/15a
nur T46; Beisatz: Hier: Vertretbarkeit der Rechtsansicht verneint angesichts des Wortlautes des § 3 Z 4 LMSVG. (T95)
4 Ob 161/16d
Entscheidungstext OGH 22.11.2016 4 Ob 161/16d
4 Ob 53/16x
Entscheidungstext OGH 20.12.2016 4 Ob 53/16x
Auch; Beis ähnlich wie T85
4 Ob 30/17s
Entscheidungstext OGH 28.03.2017 4 Ob 30/17s
Vgl; Beis wie T92
4 Ob 95/17z
Entscheidungstext OGH 26.09.2017 4 Ob 95/17z
Auch; Beis wie T76; Beis wie T92
Auch; Beis wie T76
4 Ob 176/17m
Entscheidungstext OGH 24.10.2017 4 Ob 176/17m
Auch; Beis wie T92
4 Ob 14/18i
Entscheidungstext OGH 17.07.2018 4 Ob 14/18i
Auch; Beis wie T76; Beisatz: Darauf, ob der Verstoß auch "subjektiv vorwerfbar" ist, kommt es seit der UWG Novelle 2007 nicht mehr an. (T96)
4 Ob 211/18k
Entscheidungstext OGH 26.03.2019 4 Ob 211/18k
Beis wie T88; Beis wie T92
Wettbewerbsvorsprung durch Rechtsbruch
ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0077771
JJR_19830111_OGH0002_0040OB00331_8200000_003
Rechtssatz für 4Ob89/94 4Ob87/94 4Ob10...
RS0037456
4Ob89/94; 4Ob87/94; 4Ob106/94; 4Ob22/95; 4Ob6/00m; 4Ob278/00m; 4Ob244/01p; 7Ob199/01t; 7Ob4/05x; 4Ob5/05x; 6Ob172/07y; 9ObA104/07w; 4Ob99/08z; 4Ob171/08p; 4Ob34/09t; 5Ob98/10p; 4Ob164/10m; 4Ob205/11t; 7Ob109/13z
UWG §14 A1
Nach ständiger Rechtsprechung und ganz herrschender Ansicht ist die Begehungsgefahr, also die Gefahr, dass der Beklagte die zu untersagende Verletzungshandlung neuerlich oder erstmalig begehen werde, eine materiellrechtliche Voraussetzung für den Unterlassungsanspruch.
4 Ob 87/94
Entscheidungstext OGH 12.07.1994 4 Ob 87/94
4 Ob 106/94
Entscheidungstext OGH 04.10.1994 4 Ob 106/94
Auch; Veröff: SZ 67/161
4 Ob 6/00m
Entscheidungstext OGH 15.02.2000 4 Ob 6/00m
4 Ob 278/00m
Entscheidungstext OGH 28.11.2000 4 Ob 278/00m
4 Ob 244/01p
Entscheidungstext OGH 13.11.2001 4 Ob 244/01p
7 Ob 199/01t
Entscheidungstext OGH 19.12.2001 7 Ob 199/01t
7 Ob 4/05x
Entscheidungstext OGH 16.02.2005 7 Ob 4/05x
4 Ob 5/05x
Entscheidungstext OGH 14.03.2005 4 Ob 5/05x
Beisatz: Ob Wiederholungsgefahr besteht, ist nach der Sach- und Rechtslage bei Schluss der Verhandlung erster Instanz zu beurteilen. (T1)
6 Ob 172/07y
Entscheidungstext OGH 13.09.2007 6 Ob 172/07y
9 ObA 104/07w
Entscheidungstext OGH 07.02.2008 9 ObA 104/07w
Vgl auch; Beisatz: Allgemein wird ein Unterlassungsanspruch durch zwei Elemente konkretisiert, und zwar einerseits die Unterlassungspflicht und andererseits die Gefahr, dass dieser Unterlassungspflicht zuwidergehandelt wird. (T2)
4 Ob 99/08z
Entscheidungstext OGH 08.07.2008 4 Ob 99/08z
4 Ob 34/09t
Entscheidungstext OGH 12.05.2009 4 Ob 34/09t
Vgl auch; Beis wie T2; Veröff: SZ 2009/63
5 Ob 98/10p
Entscheidungstext OGH 23.09.2010 5 Ob 98/10p
Vgl; Beisatz: Der Unterlassungsanspruch setzt die Feststellung schon erfolgter Störungen oder doch zumindest die Gefahr künftiger Störungen voraus, denen mit vorbeugender Unterlassungsklage begegnet werden kann. (T3)
4 Ob 205/11t
Entscheidungstext OGH 17.01.2012 4 Ob 205/11t
7 Ob 109/13z
Entscheidungstext OGH 02.10.2013 7 Ob 109/13z
ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0037456
JJR_19940712_OGH0002_0040OB00089_9400000_001
Rechtssatz für 4Ob225/07b 4Ob34/08s 4O...
RS0123239
4Ob225/07b; 4Ob34/08s; 4Ob48/08z; 4Ob27/08m; 4Ob37/08g; 4Ob99/08z; 4Ob113/08h; 4Ob105/08g; 4Ob118/08v; 4Ob139/08g; 4Ob128/08i; 4Ob161/08t; 4Ob156/08g; 4Ob167/08z; 4Ob211/08w; 4Ob199/08f; 4Ob223/08k; 4Ob40/09z; 4Ob10/09p; 4Ob55/09f; 4Ob229/08t; 4Ob30/09d; 4Ob152/09w; 4Ob154/09i; 4Ob14/10b; 4Ob99/09a; 4Ob137/09i; 4Ob56/10d; 4Ob123/10g; 4Ob121/10p; 4Ob164/10m; 17Ob14/10y; 4Ob57/11b; 4Ob40/11b; 4Ob100/11a; 4Ob125/11b; 4Ob103/11t; 4Ob67/11y; 4Ob1/12v; 4Ob215/11p; 4Ob130/12i; 4Ob87/12s; 4Ob158/12g; 4Ob209/12g; 4Ob1/13w; 4Ob20/13i; 4Ob57/13f; 3Ob115/13b; 4Ob42/13z; 4Ob166/13k; 4Ob58/14d; 4Ob86/14x; 4Ob95/14w; 4Ob94/14y; 4Ob59/14a; 4Ob142/14g; 4Ob145/14y; 4Ob61/14w; 4Ob205/14x; 4Ob234/14m; 4Ob34/15a; 4Ob93/15b; 4Ob204/15a; 4Ob254/15d; 4Ob57/16k; 4Ob119/16b; 4Ob47/16i; 4Ob133/16m; 4Ob161/16d; 4Ob221/16b; 4Ob53/16x; 4Ob45/17x; 4Ob58/17h; 4Ob66/17k; 4Ob96/17x; 4Ob230/17b; 4Ob48/18i; 4Ob241/17w; 4Ob14/18i; 4Ob138/18z; 4Ob36/18z
UWG §1 5d
Ein Verstoß gegen eine nicht dem Lauterkeitsrecht im engeren Sinn zuzuordnende generelle Norm ist (nur) dann als unlautere Geschäftspraktik oder als sonstige unlautere Handlung im Sinne von § 1 Abs 1 Z 1 UWG in der Fassung der UWG-Novelle 2007 zu werten, wenn die Norm nicht auch mit guten Gründen in einer Weise ausgelegt werden kann, dass sie dem beanstandeten Verhalten nicht entgegensteht. Der Unterlassungsanspruch setzt ferner voraus, dass das beanstandete Verhalten geeignet ist, den Wettbewerb zum Nachteil von rechtstreuen Mitbewerbern nicht bloß unerheblich zu beeinflussen.
Bem: Mit ausführlicher Begründung und Auseinandersetzung mit der Rechtsprechung vor der UWG-Novelle 2007. (T1)
4 Ob 37/08g
Entscheidungstext OGH 20.05.2008 4 Ob 37/08g
4 Ob 113/08h
Entscheidungstext OGH 08.07.2008 4 Ob 113/08h
Auch; nur: Der Unterlassungsanspruch setzt ferner voraus, dass das beanstandete Verhalten geeignet ist, den Wettbewerb zum Nachteil von rechtstreuen Mitbewerbern nicht bloß unerheblich zu beeinflussen. (T2)
4 Ob 118/08v
Entscheidungstext OGH 26.08.2008 4 Ob 118/08v
nur: Ein Verstoß gegen eine nicht dem Lauterkeitsrecht im engeren Sinn zuzuordnende generelle Norm ist (nur) dann als unlautere Geschäftspraktik oder als sonstige unlautere Handlung im Sinne von § 1 Abs 1 Z 1 UWG in der Fassung der UWG-Novelle 2007 zu werten, wenn die Norm nicht auch mit guten Gründen in einer Weise ausgelegt werden kann, dass sie dem beanstandeten Verhalten nicht entgegensteht. (T3)
4 Ob 139/08g
Entscheidungstext OGH 26.08.2008 4 Ob 139/08g
Veröff: SZ 2008/116
4 Ob 167/08z
Entscheidungstext OGH 18.11.2008 4 Ob 167/08z
4 Ob 211/08w
Entscheidungstext OGH 24.02.2009 4 Ob 211/08w
Vgl auch; Beisatz: Missbrauch der marktbeherrschenden Stellung fällt in die lauterkeitsrechtliche Fallgruppe Wettbewerbsvorsprung durch Rechtsbruch. (T4)
Bem: Der ursprünglich versehentlich aufgenommene Beisatz T5 wurde mangels inhaltlichen Bezugs zum Rechtssatz gelöscht; siehe nunmehr Beisatz T4 zur RS0107622 (T5)
4 Ob 199/08f
Entscheidungstext OGH 20.01.2009 4 Ob 199/08f
4 Ob 223/08k
Entscheidungstext OGH 24.02.2009 4 Ob 223/08k
4 Ob 10/09p
Entscheidungstext OGH 21.04.2009 4 Ob 10/09p
Beisatz: Hier: § 4 Abs 2 BB-GmbH-Gesetz. (T6)
4 Ob 229/08t
Entscheidungstext OGH 24.03.2009 4 Ob 229/08t
Veröff: SZ 2009/32
4 Ob 30/09d
Entscheidungstext OGH 14.07.2009 4 Ob 30/09d
Auch; Beisatz: Die Beklagte durfte die Regelungen der GewO 1994 mit guten Gründen so verstehen, dass die in ihrem Heimatstaat (Belgien) ausgeführte Dienstleistung nicht den österreichischen Gewerberechtsvorschriften unterliegt. (T7)
4 Ob 154/09i
Entscheidungstext OGH 19.01.2010 4 Ob 154/09i
Veröff: SZ 2010/1
4 Ob 14/10b
Entscheidungstext OGH 23.02.2010 4 Ob 14/10b
Beisatz: Maßgebend für die Beurteilung der Vertretbarkeit einer Rechtsauffassung sind der eindeutige Wortlaut und Zweck der angeblich übertretenen Norm sowie gegebenenfalls die Rechtsprechung der Gerichtshöfe des öffentlichen Rechts und eine beständige Praxis von Verwaltungsbehörden. (T8)
Beisatz: Hier: Werbeverbot nach § 11 TabakG. (T9)
Vgl; Beisatz: Hier: Unzulässige Klausel in AGB eines Mobilfunkanbieters. (T10)
Auch; nur T3; Beisatz: Hier: Tabakwerbung. (T11)
4 Ob 56/10d
Entscheidungstext OGH 08.06.2010 4 Ob 56/10d
Beis wie T8; Beisatz: Hier: Berechtigung zur Durchführung von „Verkehrscoaching“ iSv § 24 FSG. (T12)
4 Ob 123/10g
Entscheidungstext OGH 13.07.2010 4 Ob 123/10g
Vgl auch; Beis wie T8; Beisatz: Hier: Ladenöffnungszeiten: § 5 Abs 2 ÖZG 2003; § 7 Abs 1 Z 2 sbg ÖZ‑VO 2008. (T13)
4 Ob 121/10p
Entscheidungstext OGH 13.07.2010 4 Ob 121/10p
Beisatz: Hier: Verbot der Werbung mit dem Leistungsumfang der Sozialversicherungsträger. (T14)
Beis wie T8; Beisatz: Der Vertretbarkeitsstandard hat auch bei der Verletzung von Pflichten aus einem sozialversicherungsrechtlichen Gesamtvertrag zu gelten. (T15)
Auch; Bem wie T1; Beisatz: Hier: §§ 13, 13a TabakG. (T16)
Auch; nur T3; Beisatz: Hier: § 7 Abs 1 AMG. (T17)
Vgl auch; Beisatz: Bei einem Verstoß gegen das Durchführungsverbot nach Art 108 Abs 3 AEUV kommt es nicht auf die Vertretbarkeit der zugrunde liegenden Rechtsauffassung an. (T18)
4 Ob 100/11a
Entscheidungstext OGH 09.08.2011 4 Ob 100/11a
Vgl; Beisatz: Ist Gegenstand der Klage ein vom Vergaberecht erfasstes Verhalten des Auftraggebers oder eines Mitbieters, ist § 341 Abs 2 BVerG 2006 über die Zulässigkeit des Rechtswegs zu beachten, siehe RS0127139. (T19)
Veröff: SZ 2011/102
Vgl auch; Beisatz: Hier: Verstoß gegen § 1 Abs 1 GlücksspielG. (T20)
4 Ob 103/11t
Entscheidungstext OGH 22.11.2011 4 Ob 103/11t
Beisatz: Hier: Reisebürogewerbe nach § 126 Abs 1 Z 1 GewO. (T21)
Auch; Beis wie T8; Beisatz: Der Vertretbarkeitsmaßstab ist grundsätzlich auch bei der Beurteilung privatwirtschaftlichen Verhaltens der öffentlichen Hand anzulegen (sofern kein Verstoß gegen das Durchführungsverbot nach § 108 Abs 3 AEUV vorliegt). (T22)
Auch; nur T3; Beisatz: Hier: § 1 Satz 1 BuchpreisbindungsG. (T23)
Auch; nur T3; Beisatz: Hier: Art 5 der Werberichtlinie der Zahnärztekammer nach § 35 Abs 5 ZahnärzteG. (T24)
4 Ob 130/12i
Entscheidungstext OGH 18.09.2012 4 Ob 130/12i
Vgl; Beisatz: Hier: Zahnärztevorbehalt nach § 4 ZÄG. (T25)
4 Ob 158/12g
Entscheidungstext OGH 18.10.2012 4 Ob 158/12g
Beis wie T8; Beisatz: Hier: §§ 10a, 11 Apothekenbetriebsordnung - ABO 2005. (T26)
nur T3; Beis wie T8; Beisatz: Hier: Konzessionspflicht nach dem Kraftfahrliniengesetz ‑ KflG. (T27)
4 Ob 1/13w
Entscheidungstext OGH 12.02.2013 4 Ob 1/13w
Auch; Veröff: SZ 2013/16
4 Ob 20/13i
Entscheidungstext OGH 12.02.2013 4 Ob 20/13i
nur T3; Beis wie T8
Vgl auch; Gegenteilig Beis wie T23; Bem: Änderung der Rechtsprechung zum BPrBG. (T28)
Beisatz: Bei Verstößen gegen das BPrBG kommt eine Einordnung in die Fallgruppe „Wettbewerbsvorspruch durch Rechtsbruch“ nicht in Betracht. Es kommt daher nicht auf die Vertretbarkeit der Rechtsansicht an. Zu prüfen ist, ob ein Verstoß vorliegt. (T29)
3 Ob 115/13b
Entscheidungstext OGH 21.08.2013 3 Ob 115/13b
4 Ob 42/13z
Entscheidungstext OGH 27.08.2013 4 Ob 42/13z
Beis wie T8; Beis wie T25
Beis wie T8; Beisatz: Hier: § 5 Abs 5 lit a Z 3 und § 5 Abs 5 lit b Z 3 GSpG. (T30)
4 Ob 86/14x
Entscheidungstext OGH 24.06.2014 4 Ob 86/14x
Vgl auch; Beis ähnlich wie T20; Beis ähnlich wie T30
4 Ob 95/14w
Entscheidungstext OGH 24.06.2014 4 Ob 95/14w
Vgl auch; Beisatz: Hier: Verletzung der Offenlegung des Konzernabschlusses nach § 277 iVm § 280 UGB. (T31)
Vgl auch; Beisatz: Hier: Marktschreierische Anpreisung anwaltlicher Leistungen als Verstoß gegen die standesrechtliche Verpflichtung nach § 43 Abs 3 lit a RL-BA. (T32)
4 Ob 59/14a
Entscheidungstext OGH 24.06.2014 4 Ob 59/14a
Vgl auch; Beisatz: Hier: Verstoß gegen § 5 Abs 1 Z 1, 4, 5 und 6 ECG. (T33)
4 Ob 142/14g
Entscheidungstext OGH 17.09.2014 4 Ob 142/14g
Vgl auch; Beis wie T25
Beisatz: Hier: Verstoß gegen § 119 GewO. (T34)
4 Ob 234/14m
Entscheidungstext OGH 17.02.2015 4 Ob 234/14m
Vgl auch; Beisatz: Hier: Verstoß gegen § 153 Abs 3 ASVG. (T35)
nur T3; Beisatz: Hier: Qualifizierung der vertriebenen Vitalpilz-Kapseln als Nahrungsergänzungsmittel iSv § 3 Z 4 LMSVG bzw Art 2 lit a der Richtlinie 2002/46/EG und daher Verstoß gegen § 3 Abs 2 NEMV bei deren Vertrieb. (T36)
4 Ob 93/15b
Entscheidungstext OGH 11.08.2015 4 Ob 93/15b
Beisatz: Hier: § 5 TirSSG. (T37)
4 Ob 204/15a
Entscheidungstext OGH 17.11.2015 4 Ob 204/15a
Beisatz: Hier: Standesrechtliche Werbebeschränkungen der Zahnärzte. (T38); Veröff: SZ 2016/40
4 Ob 57/16k
Entscheidungstext OGH 20.04.2016 4 Ob 57/16k
Auch; Beisatz: Hier: Verstoß gegen § 26 iVm § 73 MMHmG. (T39)
4 Ob 119/16b
Entscheidungstext OGH 15.06.2016 4 Ob 119/16b
Auch; Beisatz: Hier: Eintragung in die Verteidigerliste iSd § 39 Abs 3 dritter Satz StPO aF iVm § 516 Abs 4 StPO. (T40)
4 Ob 47/16i
Entscheidungstext OGH 12.07.2016 4 Ob 47/16i
4 Ob 133/16m
Entscheidungstext OGH 30.08.2016 4 Ob 133/16m
4 Ob 221/16b
Entscheidungstext OGH 22.11.2016 4 Ob 221/16b
4 Ob 45/17x
Entscheidungstext OGH 28.03.2017 4 Ob 45/17x
Auch; Beisatz: Gründet bereits das lauterkeitsrechtliche Unwerturteil auf einem Verstoß gegen die berufliche Sorgfalt, ist die Berufung auf vertretbare Rechtsansicht ausgeschlossen. (T41)
4 Ob 58/17h
Entscheidungstext OGH 30.05.2017 4 Ob 58/17h
Auch; Beis wie T39; Beisatz: Kein Verstoß gegen Art 10 DL‑RL. (T42)
4 Ob 96/17x
Entscheidungstext OGH 21.12.2017 4 Ob 96/17x
4 Ob 230/17b
Entscheidungstext OGH 23.01.2018 4 Ob 230/17b
4 Ob 48/18i
Entscheidungstext OGH 22.03.2018 4 Ob 48/18i
4 Ob 241/17w
Entscheidungstext OGH 29.05.2018 4 Ob 241/17w
Auch; Beis wie T8; Beisatz: Darauf, ob der Verstoß auch "subjektiv vorwerfbar" ist, kommt es seit der UWG Novelle 2007 nicht mehr an. (T43)
4 Ob 138/18z
Entscheidungstext OGH 23.08.2018 4 Ob 138/18z
4 Ob 36/18z
Entscheidungstext OGH 23.08.2018 4 Ob 36/18z
Auch; Beisatz: Der Vertretbarkeitsstandard gilt grundsätzlich auch bei einem Verstoß gegen Normen des sekundären Unionsrechts, es sei denn, die übertretene Norm dient dem Schutz der Mitbewerber gegen Eingriffe des Staates in den Leistungswettbewerb und damit ähnlichen Zielen wie das Lauterkeitsrecht; diesfalls verlangt der unionsrechtliche Effektivitätsgrundsatz, vom Vertretbarkeitsstandard abzusehen. (T44); Beisatz: Hier: Verstoß gegen die VO 304/2011/EU (BauprodukteVO). (T45)
ECLI:AT:OGH0002:2008:RS0123239
JJR_20080311_OGH0002_0040OB00225_07B0000_001
Entscheidungstext 4Ob164/10m
wbl 2011,224/80 - wbl 2011/80 = MR 2011,97 = ÖBl-LS 2011/31 = GRUR Int 2011,549 = RdW 2011/217 S 220 - RdW 2011,220 - Rauchverbot
4Ob164/10m
Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch die Senatspräsidentin Dr. Schenk als Vorsitzende und durch die Hofräte Dr. Vogel, Dr. Jensik, Dr. Musger und Dr. Schwarzenbacher als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei A***** GesmbH, *****, vertreten durch Mag. Heinz Kupferschmid und Mag. Gerhard Kuntner, Rechtsanwälte in Graz, gegen die beklagte Partei M*****-Aktiengesellschaft, *****, vertreten durch Dr. Christian Kuhn Rechtsanwalts GmbH in Wien, wegen Unterlassung (Streitwert 35.000 EUR), infolge Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Graz als Berufungsgericht vom 20. Juli 2010, GZ 6 R 48/10s-25, womit infolge Berufung der klagenden Partei das Urteil des Landesgerichtes für Zivilrechtssachen Graz vom 23. Jänner 2010, GZ 39 Cg 77/09m-21, bestätigt wurde, in nichtöffentlicher Sitzung zu Recht erkannt:
Die Urteile der Vorinstanzen werden dahin abgeändert, dass die Entscheidung nunmehr zu lauten hat:
„Die beklagte Partei ist schuldig es zu unterlassen, ihren Gästen das Rauchen von Tabak in ihrem Bestandgegenstand am Standort *****, zu gestatten.
Die beklagte Partei ist schuldig, der klagenden Partei die mit 4.966,12 EUR (darin 726,52 EUR USt und 607 EUR Barauslagen) bestimmten Prozesskosten binnen 14 Tagen zu ersetzen.“
Die beklagte Partei ist schuldig, der klagenden Partei die mit 6.903,54 EUR (darin 780,59 EUR USt und 2.220 EUR Barauslagen) bestimmten Kosten des Rechtsmittelverfahrens binnen 14 Tagen zu ersetzen.
Die Klägerin betreibt im Einkaufszentrum Nord in G***** ein Café und eine Bäckerei. Sie gestattet ihren Kunden seit Februar 2009 in ihrem Gastronomiebereich das Rauchen nicht mehr und erleidet dadurch Umsatzeinbußen.
Die Beklagte betreibt im genannten Einkaufszentrum ein Restaurant. Sie ist Inhaberin des Gewerbes „Gastgewerbe in der Betriebsart eines SB-Restaurants“ mit der Berechtigung nach § 189 Abs 1 Z 2 bis 4 GewO 1973 (nunmehr § 111 Abs 1 Z 2 GewO 1994). Der Gastronomiebereich ihres Restaurants ist zur Mall des Einkaufszentrums hin offen. Die Beklagte verfügte Anfang des Jahres 2009 zunächst ein absolutes Rauchverbot, ließ aber angesichts spürbarer Umsatzeinbußen im Februar 2009 in ihrem Gastronomiebereich das Rauchen wieder zu. Außer Streit steht, dass Gäste der Beklagten bis Juni 2009 im Gastronomiebereich geraucht haben; ob die Beklagte dieses Verhalten auch noch am 3. 12. 2009 (Schluss der mündlichen Verhandlung erster Instanz) geduldet hat, konnten die Tatsacheninstanzen nicht feststellen. Am 29. 12. 2008 hat die Beklagte der für ihr Restaurant zuständigen Baubehörde in einer Bauanzeige mitgeteilt, sie beabsichtige die Errichtung eines Raucherbereichs an der Betriebsstätte; eine Reaktion der Behörde ist noch nicht erfolgt. Zur Verwirklichung ihres Vorhabens hat die Beklagte bisher einen Kostenvorschlag eingeholt und einen Plan anfertigen lassen.
Mit ihrer Klage vom 28. 4. 2009 begehrte die Klägerin, die Beklagte schuldig zu erkennen, „ihren Gästen das Gestatten des Rauchens von Tabak in ihrem [näher beschriebenen] Bestandgegenstand zu unterlassen“. Mit der Tabakgesetz-Novelle 2008 sei auch die Gastronomie in die Nichtraucher-Schutzvorschriften einbezogen worden. § 13 TabakG ordne ein Rauchverbot in Räumen öffentlicher Orte an. Einkaufszentren fielen unter diese Bestimmung, die die Beklagte dadurch verletze, dass sie ihren Gästen im Bereich ihres Gastronomiebetriebs das Rauchen gestatte. Die Beklagte verschaffe sich durch diesen Rechtsbruch einen unlauteren Wettbewerbsvorteil gegenüber der Klägerin, die sich an das gesetzliche Rauchverbot halte. Zur Sicherung ihres Unterlassungsanspruchs begehrte die Klägerin weiters, eine dem Unterlassungsanspruch inhaltsgleiche einstweilige Verfügung zu erlassen.
Die Beklagte beantragte die Abweisung von Klagebegehren und Sicherungsantrag. Das Rauchverbot des § 13 Abs 1 TabakG gelte für ihren Gastgewerbebetrieb gar nicht, jenes des § 13a TabakG sei nach der Übergangsbestimmung des § 18 Abs 6 TabakG erst ab 1. 7. 2010 wirksam. Die Beklagte habe nämlich Maßnahmen für die Schaffung eines gesonderten Raumes gemäß § 13a Abs 2 TabakG in die Wege geleitet und erfülle damit die Voraussetzungen der Übergangsvorschriften des § 18 Abs 6 und 7 TabakG. Dass die Beklagte die zuletzt genannten Ausnahmevorschriften verletze, habe die Klägerin nicht einmal behauptet. Die Beklagte dürfe deshalb mit guten Gründen davon ausgehen, dass ihren Gästen das Rauchen im Restaurant erlaubt sei.
Im Sicherungsverfahren hob das Rekursgericht die vom Erstgericht erlassene einstweilige Verfügung auf und wies den Sicherungsantrag ab. Die Auffassung der Beklagten, ihr Gastronomiebetrieb falle unter die Ausnahmebestimmung des § 13a TabakG iVm § 18 Abs 6 und 7 TabakG, sei nach dem Wortlaut der genannten Bestimmungen und vor dem Hintergrund der Gesetzesmaterialien jedenfalls vertretbar. Den außerordentlichen Revisionsrekurs der Klägerin wies der Oberste Gerichtshof mit Beschluss vom 29. 9. 2009, 4 Ob 152/09w, zurück.
Mit Erkenntnis vom 1. 10. 2009, B 776/09, veröffentlicht in einer Presseinformation vom 23. 10. 2009, hat der Verfassungsgerichtshof (VfGH) die Beschwerde gegen einen Bescheid des Unabhängigen Verwaltungssenats (UVS) des Landes Oberösterreich, mit dem über den Beschwerdeführer eine Geldstrafe wegen des Verstoßes gegen § 13 Abs 1 iVm § 13c Abs 1 Z 1 und Abs 2 Z 3 und § 14 Abs 4 TabakG verhängt worden ist, soweit sie sich gegen die Verletzung eines verfassungsgesetzlich gewährleisteten Rechts oder die Anwendung einer rechtswidrigen generellen Norm richtet, abgewiesen und sie dem Verwaltungsgerichtshof zur Entscheidung darüber abgetreten, ob der Beschwerdeführer durch den Bescheid in einem sonstigen Recht verletzt worden ist. Der Beschwerdeführer hatte ua vorgebracht, dass das TabakG nicht auf Gastronomiebetriebe in Einkaufszentren Rücksicht nehme und dadurch ungleiche Sachverhalte willkürlich gleich behandle, dass es Gastronomiebetriebe in Einkaufszentren, sofern sie von der Mall nicht abgegrenzt seien, einerseits als öffentliche Räume behandle, während solche Betriebe gleichzeitig auch den Vorschriften über den Nichtraucherschutz in Räumen der Gastronomie gemäß § 13a TabakG unterlägen, deren dort angeordnete Sonderbestimmungen (etwa räumliche Abtrennung) unter den vorliegenden Umständen einer fehlenden Abgrenzung zur Mall nicht erfüllbar seien. Im Erkenntnis wird dazu ausgeführt:
„Ein generelles Rauchverbot in Räumen öffentlicher Orte, deren Besuch auch für Nichtraucher oftmals notwendig ist, ist zur Erreichung des Zieles des Nichtraucherschutzes insofern geeignet und im Hinblick auf den hohen Stellenwert, der dem Ziel des Gesundheitsschutzes im Verhältnis insbesondere zum Interesse der Raucher am Konsum von Rauchwaren zuzubilligen ist, auch verhältnismäßig. Insofern ist es auch nicht unsachlich, wenn der Begriff 'Räume an öffentlichen Orten' auch die 'Mall' eines Einkaufszentrums sowie Gastronomiebetriebe ohne Abgrenzung zur 'Mall' erfasst. Die Anwendung der Ausnahmeregelung gemäß § 13a Abs 3 TabakG betreffend 'Ein-Raum-Gastgewerbebetriebe' auf solche gastgewerblichen Betriebe in Einkaufszentren würde die Effektivität des Rauchverbotes in Räumen öffentlicher Orte als Ganzes in Frage stellen. Die - der Ausnahmeregelung des § 13a Abs 2 TabakG entsprechende - Möglichkeit, eigene Raucherräume einzurichten, besteht gemäß § 13 Abs 2 TabakG auch für Räume öffentlicher Orte. Vor diesem Hintergrund liegt es im rechtspolitischen Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers, gastgewerbliche Betriebe in Einkaufszentren weder den Regelungen für gastgewerbliche Betriebe nach § 13a Abs 1 TabakG noch einer gänzlich anderen eigenständigen Regelung zu unterwerfen.“
Im Hauptverfahren brachte die Klägerin in der mündlichen Verhandlung am 3. 12. 2009 ergänzend vor, die bisherige Rechtsauffassung der Beklagten sei im Hinblick ua auf das Erkenntnis des VfGH vom 1. 10. 2009 nicht mehr vertretbar. Auch in zahlreichen Entscheidungen der Unabhängigen Verwaltungssenate der Länder sei mittlerweile ausgesprochen worden, dass § 13a TabakG nicht auf Gastronomiebetriebe in Einkaufszentren anzuwenden sei.
Die Beklagte wandte dazu ein, der Verfassungsgerichtshof habe im angeführten Erkenntnis die Ausnahmebestimmungen für Gastronomiebetriebe gar nicht geprüft. Die Entscheidungen von VfGH und UVS änderten nichts daran, dass die Vertretbarkeit einer Rechtsauffassung durch objektive Textinterpretation zu ermitteln sei und dass der Gesetzestext für bestimmte Sachverhalte „einen unlösbaren Widerspruch konstruiere“. Der UVS habe auch gegenteilig entschieden, was die Schwierigkeiten der Gesetzesauslegung unterstreiche. Bestritten werde, dass die Beklagte derzeit das Rauchen in ihrem Gastronomiebetrieb dulde.
Das Erstgericht wies das Klagebegehren ab. Nach dem Ergebnis des Sicherungsverfahrens sei die Rechtsansicht der Beklagten, sie erfülle die Voraussetzungen des § 18 TabakG infolge fristgerechter Antragstellung, zumindest vertretbar. Der VfGH habe sich im Erkenntnis vom 1. 10. 2009 mit der hier entscheidungswesentlichen Frage der Anwendbarkeit des § 18 TabakG nicht direkt auseinandergesetzt, auch sei das Verfahren infolge Abtretung an den Verwaltungsgerichtshof noch nicht beendet. Der OGH habe die Rechtsansicht der Beklagten nicht als unvertretbar angesehen, weshalb ihr nicht zugemutet werden könne, ihre Rechtsansicht bis zum Schluss der Verhandlung als unvertretbar zurückzunehmen.
Das Berufungsgericht bestätigte dieses Urteil. Es sprach aus, dass der Wert des Entscheidungsgegenstands 30.000 EUR übersteige und die ordentliche Revision nicht zulässig sei. Die Rechtsauffassung der Beklagten sei bis zum Schluss der mündlichen Streitverhandlung erster Instanz vertretbar gewesen. Für die Frage der Vertretbarkeit einer Rechtsansicht seien bei der Auslegung einer Verwaltungsnorm neben deren Wortlaut und dem offenkundigen Zweck auch dazu ergangene Entscheidungen der zuständigen Behörden und Gerichtshöfe öffentlichen Rechts heranzuziehen. Wenn auch das Erkenntnis des VfGH vom 1. 10. 2009 den Rechtsstandpunkt der Klägerin grundsätzlich stütze, sei doch darauf abzustellen, ob im Zeitpunkt des Schlusses der mündlichen Streitverhandlung erster Instanz die Rechtsansicht noch vertretbar gewesen sei. Der Beschluss des OGH im Sicherungsverfahren sei den Streitteilen am 5./6. 11. 2009 zugestellt worden. Beide Entscheidungen seien in enger zeitlicher Abfolge ergangen, nach deren Veröffentlichung bzw Zustellung an die Beklagte sei bis zum Schluss der mündlichen Streitverhandlung erster Instanz nur etwa ein Monat verstrichen. Der Beklagten sei „in diesem besonders gelagerten Fall“ zuzubilligen, dass sie zumindest noch zum Zeitpunkt des Schlusses der mündlichen Streitverhandlung erster Instanz angesichts der Ergebnisse des Provisorialverfahrens mit guten Gründen noch von der Vertretbarkeit ihrer Rechtsauffassung ausgehen habe dürfen. Davon abgesehen habe sich spätestens mit 1. 7. 2010 die Sach- und Rechtslage durch den Ablauf der Übergangsfristen des TabakG geändert.
Die Revision ist zulässig, weil Rechtsprechung zur Frage fehlt, unter welchen Umständen eine im Sicherungsverfahren als vertretbar beurteilte Rechtsauffassung des Beklagten in der Folge dadurch unvertretbar wird, dass die strittige Auslegungsfrage erstmals von einem Höchstgericht beantwortet worden ist; das Rechtsmittel ist auch berechtigt.
Die Klägerin macht geltend, der VfGH habe die hier strittige Auslegungsfrage knapp sechs Wochen vor dem Schluss der mündlichen Verhandlung erster Instanz endgültig dahin entschieden, dass § 13a TabakG auf Gastronomiebetriebe in Einkaufszentren ohne räumliche Abgrenzung zur Mall nicht anwendbar sei. Die Beklagte, an die als Großunternehmen in Fragen der Vertretbarkeit einer Rechtsauffassung ein strenger Maßstab anzulegen sei, habe auf dieses Erkenntnis nicht reagiert und ihre Rechtsauffassung nicht revidiert. Das auf eine Verletzung des § 13 TabakG gegründete Unterlassungsbegehren sei daher berechtigt.
1.1. Ein Verstoß gegen eine nicht dem Lauterkeitsrecht im engeren Sinn zuzuordnende generelle Norm ist (nur) dann als unlautere Geschäftspraktik oder als sonstige unlautere Handlung iSv § 1 Abs 1 Z 1 UWG zu werten, wenn die Norm nicht auch mit guten Gründen in einer Weise ausgelegt werden kann, dass sie dem beanstandeten Verhalten nicht entgegensteht (RIS-Justiz RS0123239 [T3]).
1.2. Maßgebend für die Beurteilung der Vertretbarkeit einer Rechtsauffassung sind der eindeutige Wortlaut und Zweck der angeblich übertretenen Norm sowie gegebenenfalls die Rechtsprechung der Gerichtshöfe des öffentlichen Rechts und eine beständige Praxis von Verwaltungsbehörden (4 Ob 14/10b mwN; RIS-Justiz RS0077771 [T76]).
2.1. Ob Wiederholungsgefahr besteht, ist nach der Sach- und Rechtslage bei Schluss der Verhandlung erster Instanz zu beurteilen (RIS-Justiz RS0037456 [T1]; RS0012087 [T18]).
2.2. Bei Beurteilung des Bestehens der Wiederholungsgefahr ist stets maßgebend, ob dem Verhalten des Beklagten in seiner Gesamtheit gewichtige Anhaltspunkte dafür entnommen werden können, dass er ernstlich gewillt ist, von künftigen Störungen Abstand zu nehmen (RIS-Justiz RS0012087).
2.3. Für die Willensrichtung des Täters kann insbesondere sein Verhalten nach der Beanstandung oder während des Rechtsstreits wichtige Anhaltspunkte bieten (vgl RIS-Justiz RS0079692). Dabei kann aus dem Abstehen des Beklagten von (weiteren) gesetzwidrigen Handlungen noch nicht geschlossen werden, dass er seinen Sinn geändert habe, wenn er im Prozess weiterhin die Auffassung vertritt, zur beanstandeten - im Fall der Erstbegehungsgefahr zwar nicht begangenen, aber unmittelbar drohenden - Handlung berechtigt zu sein (4 Ob 244/01p mwN). Wer nämlich im Prozess weiterhin die Auffassung vertritt, zu der beanstandeten Handlung berechtigt zu sein, und seinen Wettbewerbsverstoß verteidigt, gibt im Allgemeinen schon dadurch zu erkennen, dass es ihm um die Vermeidung weiterer Eingriffe dieser Art nicht ernstlich zu tun ist (RIS-Justiz RS0079692 [T14]). Wenn das Verhalten des Beklagten auch nur unklar und zwiespältig ist, ist die Gewähr für das Unterbleiben künftiger Verstöße nicht gegeben (RIS-Justiz RS0012087 [T7]).
3.1. Nach diesen Grundsätzen ist das Unterlassungsbegehren berechtigt.
3.2. Die im Sicherungsverfahren noch strittige Auslegungsfrage, ob der Gastronomiebetrieb der Beklagten dem Rauchverbot in Räumen öffentlicher Orte (§ 13 TabakG) unterliegt, wurde von zwei - wenn auch nicht für das beklagte Unternehmen zuständigen - UVS und knapp sechs Wochen vor Schluss der Verhandlung erster Instanz auch vom VfGH im Sinne der Klägerin beantwortet. Der VfGH hat sich mit dieser Verwaltungspraxis des UVS ausführlich auch inhaltlich auseinandergesetzt und deren Rechtsansicht gebilligt. Damit wurde die zunächst vertretbare Rechtsauffassung der Beklagten jedenfalls ab dem Zeitpunkt unvertretbar, als die Klägerin der Beklagten das entsprechende Erkenntnis des VfGH in der mündlichen Verhandlung zur Kenntnis gebracht hat. Daran ändert auch der im Sicherungsverfahren ergangene Beschluss des OGH nichts, hatte der Senat dort doch allein die Vertretbarkeit (und nicht die Richtigkeit) der Rechtsauffassung der Beklagten zu beurteilen.
3.3. Die Beklagte hat im Vertrauen auf die Richtigkeit ihrer Gesetzesauslegung, ihr Gastronomiebetrieb falle nicht unter § 13 TabakG, dort das Rauchen von Gästen eine Zeit lang geduldet. Dieses unter dem Gesichtspunkt der Vertretbarkeit zunächst lauterkeitsrechtlich unbedenkliche Verhalten wurde im Zuge einer (erstmaligen) inhaltlichen Prüfung durch ein Höchstgericht sowie durch Entscheidungen zweier UVS unlauter iSv § 1 Abs 1 Z 1 UWG. Unter diesen Umständen war von der Beklagten im anhängigen Lauterkeitsverfahren zu verlangen, dass sie ihren Rechtsstandpunkt der nunmehr vom Höchstgericht gebilligten Verwaltungspraxis anpasst und daraus in einer für die Klägerin und das Gericht erkennbaren Weise entsprechende Konsequenzen für ihr eigenes künftiges Verhalten ableitet.
3.4. Hat es die Beklagte hingegen unter den hier gegebenen Umständen unterlassen, im Hauptverfahren von ihrer - nunmehr leicht als unrichtig erkennbaren - Auslegung Abstand zu nehmen, und steht sie weiterhin auf dem Standpunkt, das Erkenntnis des VfGH ändere nichts daran, dass der Gesetzestext widersprüchlich und schwer auszulegen sei, weshalb auch eine gegenteilige Auslegung vertretbar sei, ist daraus nicht zu erkennen, dass die Beklagte ernstlich gewillt ist, von künftigen Verletzungen des § 13 TabakG Abstand zu nehmen. Das Unterlassungsgebot erweist sich damit als berechtigt.
4. Dem steht auch nicht entgegen, dass im Zeitpunkt der Entscheidung dritter Instanz die Übergangsfrist für Gastronomiebetriebe (Wirksamkeit des Rauchverbots gemäß § 13a iVm § 18 Abs 6 TabakG ab 1. 7. 2010) schon abgelaufen ist; § 13a TabakG ist nämlich nach nunmehr höchstgerichtlich geklärter Rechtslage für das betreffende Lokal überhaupt nicht anwendbar. Das auf die Verletzung des § 13 TabakG gestützte Unterlassungsbegehren ist somit berechtigt, weil die Beklagte von ihrer unvertretbar gewordenen Rechtsauffassung, das Rauchverbot des § 13 TabakG gelte für ihren Betrieb gar nicht (Klagebeantwortung S 3), bis zuletzt nicht abgewichen ist.
5. Die Kostenentscheidung gründet sich auf § 41 Abs 1 ZPO, im Rechtsmittelverfahren iVm § 50 Abs 1 ZPO.
Rauchverbot,Gewerblicher Rechtsschutz
E95985
ECLI:AT:OGH0002:2010:0040OB00164.10M.1215.000
JJT_20101215_OGH0002_0040OB00164_10M0000_000

References: §226
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 §523
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 § 11
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 § 24
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 § 5
 § 7
 OGH 
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 § 341
 BVerG 
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 § 126
 § 108
 § 1
 § 35
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 § 5
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 § 277
 § 280
 § 43
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 § 5
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 § 119
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 § 153
 § 3
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 § 5
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 § 26
 § 73
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 § 39
 § 516
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 § 189
 § 111
 § 13
 § 13
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 § 18
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 § 13
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 § 41
 § 50