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Timestamp: 2018-09-19 19:19:08+00:00

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Dienstleistungen - 368959-2017 - TED Tenders Electronic Daily
Dienstleistungen - 368959-2017
20/09/2017 S180 - - Dienstleistungen - Auftragsbekanntmachung - Verhandlungsverfahren (competitive procedure with negotiation)
Deutschland-Köln: Technische Beratung und Konstruktionsberatung
2017/S 180-368959
NVR Eigenbetrieb Fahrzeuge
E-Mail: s-bahn-koeln@nvr.de
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://download.vrsinfo.de/vergabetechnische_Beratung.zip
Technische Beratung für die S-Bahn Köln.
Der Zweckverband Nahverkehr Rheinland, der NVR Eigenbetrieb Fahrzeuge, die Verkehrsverbund Rhein-Ruhr AöR und der Zweckverband Verkehrsverbund Rhein-Ruhr Eigenbetrieb Fahrzeuge und Infrastruktur nachfolgend (Auftraggeber) vergeben technische Beratungsleistungen für die Beschaffung von Fahrzeugen und Sicherstellung von deren Verfügbarkeit über den Lebenszyklus der Fahrzeuge nach dem Modell des NRW-RRX-Projektes. Die Federführung für die Durchführung der Vergabe liegt bei der unter Ziffer I.1. genannten Stelle.
Die Auftraggeber bereiten die Neuvergabe von Leistungen für die „S-Bahn Köln“ vor.
Der Zweckverband Nahverkehr Rheinland und die Verkehrsverbund Rhein-Ruhr AöR sind als Aufgabenträger im SPNV zuständig für die wettbewerbliche Neuvergabe der SPNV-Linien, die zusammen das Netz „S-Bahn Köln“ bilden. Sie wollen die Verkehrsleistungen („Betriebsausschreibungen“) in wettbewerblichen Vergabeverfahren ausschreiben.
Die für den Betrieb erforderlichen Fahrzeuge sollen nach dem NRW-RRX-Modell beschafft und für die Verkehrsleistungen genutzt werden.
Die Aufträge für die Fahrzeugbeschaffung und -verfügbarkeit („Fahrzeugausschreibungen“) als auch die Verkehrsleistungen („Betriebsausschreibungen“) werden getrennt in mehreren Vergabeverfahren vergeben.
Im Einzelnen ist geplant, die Aufträge über die Beschaffung und die Gewährleistung der dauerhaften Instandhaltung und Verfügbarkeit neuer S-Bahn-Fahrzeuge nach dem NRW-RRX-Modell europaweit in einem Vergabeverfahren zu vergeben („Neufahrzeugausschreibung“). Die Neufahrzeugausschreibung soll voraussichtlich im Frühjahr 2018 beginnen. Daneben wird ein europaweites Vergabeverfahren zur Beschaffung von Gebrauchtfahrzeugen und Gewährleistung der dauerhaften Instandhaltung und Verfügbarkeit durchgeführt („Gebrauchtfahrzeugausschreibung“). Die Gebrauchtfahrzeugausschreibung soll voraussichtlich ebenfalls im Frühjahr 2018 vor der Einleitung der Neufahrzeugausschreibung beginnen.
Je nach Dauer der Vorbereitung und Durchführung der Fahrzeug- und Betriebsausschreibungen für die S-Bahn Köln kann sich die Dauer der Beratungsleistungen verlängern.
Die Auftraggeber werden die Bewerber auf Grundlage ihrer Eignung anhand objektiver Kriterien auswählen. Maßgeblich für die Bewertung der Eignung sind die wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit sowie die technische und berufliche Leistungsfähigkeit. Die Auswahlkriterien stehen im Verhältnis 30 % (wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit) zu 70 % (technische und berufliche Leistungsfähigkeit). Die wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit wird anhand der unter Ziffer III.1.2) genannten Angaben bewertet. Die technische und berufliche Leistungsfähigkeit wird anhand der unter Ziffer III.1.3) genannten Angaben bewertet. Im Rahmen der wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit bewerten die Auftraggeber die Höhe des Gesamtumsatzes, wobei der Bewerber mit dem höchsten Umsatz die beste Wertung erzielt. Im Rahmen der technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit bewerten die Auftraggeber die Unternehmensreferenzen nach Anzahl und Qualität.
Der Bewerber muss durch entsprechende Angaben im Teilnahmeformular das Nichtvorliegen der Ausschlussgründe nach § 123 Abs. 1 und Abs. 4 GWB, § 124 Abs. 1 GWB mitteilen.
Der Bewerber muss durch entsprechende Angaben im Teilnahmeformular den Gesamtumsatz in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren mitteilen, wobei die Auftraggeber das Recht haben, die Angaben durch das Anfordern von Jahresabschlüssen zu verifizieren.
Der Bewerber muss durch entsprechende Angaben im Teilnahmeformular mit seinem Teilnahmeantrag folgendes mitteilen:
Referenzen des Unternehmens für die technische Beratung zu Fahrzeuglieferungsverträgen und langfristigen Verfügbarkeitsverträgen im Schienenpersonennahverkehr in den letzten drei Jahren, insbesondere zur vertraglichen Normierung, Kontrolle und Sanktion der Leistungspflichten des Herstellers, unter Angabe des Auftragswertes, des Leistungszeitpunktes, des Auftraggebers sowie einer kurzen Darstellung der konkreten Beratungsleistungen.
Die Auftraggeber haben die Bestimmungen des Tariftreue- und Vergabegesetzes Nordrhein-Westfalen(TVgG-NRW) und des Mindestlohngesetzes (MiLoG) zu beachten. Daher hat der Bestbieter sowie dessen Nachunternehmer und Verleiher von Arbeitskräften, die nachfolgend genannten Verpflichtungserklärungen vor Zuschlagserteilung auf Aufforderung der Auftraggeber innerhalb von 5 Werktagen abzugeben:
a) Verpflichtungserklärung zur Tariftreue/Mindestentlohnung gem. §§ 4 TVgG-NRW, 2 RVOTVgG-NRW
b) Verpflichtungserklärung zur Frauenförderung und zur Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie gem. § 8 Abs. 1 Satz 1 TVgG-NRW
Es gelten zudem die „Besonderen Vertragsbedingungen des Landes Nordrhein-Westfalen zur Kontrolle der Verpflichtungen zur Tariftreue und Mindestentlohnung nach dem Tariftreue- und Vergabegesetz Nordrhein-Westfalen und Sanktionen bei Verstößen gegen diese Verpflichtungen“.
Auch ist mit dem Erstangebot eine Erklärung zur Einhaltung des MiLog abzugeben.
1. Das vorliegende europaweite Vergabeverfahren ist ein zweistufiges Verfahren. Auftraggeber sind neben dem unter Ziffer I.1. NVR Eigenbetrieb Fahrzeuge, der Zweckverband Nahverkehr Rheinland (Glockengasse 37-39, 50667 Köln), die Verkehrsverbund Rhein-Ruhr AöR (Augustastraße 1, 45879 Gelsenkirchen) und der Zweckverband Verkehrsverbund Rhein-Ruhr Eigenbetrieb Fahrzeuge und Infrastruktur (Augustastraße 1, 45879 Gelsenkirchen).
Die erste Stufe ist der Teilnahmewettbewerb, die zweite Stufe das eigentliche Verhandlungsverfahren, an dem nur noch die ausgewählten Bewerber teilnehmen.
2. Der Bewerber muss seinen Teilnahmeantrag unter Nutzung des Teilnahmeantragsformulars zum Teilnahmeantrag bei den Auftraggebern einreichen. Dieses Teilnahmeantragsformular ist unter der in Ziffer I.3.) dieser Bekanntmachung genannten URL kostenlos verfügbar.
3. Der Teilnahmeantrag ist auf dem Postweg oder direkt im verschlossenen Umschlag mit der Aufschrift „Technische Beratung S-Bahn Köln – Teilnahmeantrag – Nicht Öffnen“ bei der unter Ziffer I.1. genannten Stelle einzureichen. Dem Teilnahmeantrag ist eine digitale Kopie auf einem USB-Stick oder CD-ROM beizufügen.
4. Die Auftraggeber werden die im Teilnahmewettbewerb ausgewählten Bewerber auffordern, ein Erstangebot anzugeben. Die Auftraggeber werden die übrigen Bewerber entsprechend den vergaberechtlichen Erfordernissen über ihre Nichtberücksichtigung informieren.
5. Gemäß § 17 Abs. 11 VgV behalten sich die Auftraggeber vor, den Zuschlag bereits ohne Verhandlungen auf ein Erstangebot zu erteilen.
6. Der Teilnahmeantrag ist von den Bewerbern eigenhändig zu unterzeichnen. Im Falle von Bewerbergemeinschaften ist der Teilnahmeantrag von allen Mitgliedern der Bewerbergemeinschaft oder dem bevollmächtigten Vertreter eigenhändig zu unterzeichnen.
7. Sämtliche in der Bekanntmachung geforderten Nachweise, Erklärungen oder sonstigen Angaben sollten mit dem Teilnahmeantrag schriftlich eingegangen sein. Fehlende Erklärungen können auf Anforderung der Auftraggeber bis zum Ablauf einer zu bestimmenden Nachfrist nachgereicht werden, sofern fehlende Unterlagen auch dann nicht vorliegen, muss der Bewerber vom weiteren Verfahren ausgeschlossen werden.
8. Fragen zum Teilnahmeverfahren werden nur beantwortet, wenn sie per E-Mail bis spätestens 7 Tage vor dem Schlusstermin zur Abgabe der Teilnahmeanträge an die unter Ziffer I.1.) dieser Bekanntmachung genannten Kontaktstelle gestellt werden. Eine Beantwortung gestellter Fragen erfolgt entsprechend der vergaberechtlichen Erfordernisse durch Einstellung der Antworten unter der in Ziffer I.3) genannten URL, die die Bewerber regelmäßig zu prüfen haben.
9. Die Auftraggeber erwarten, dass sich alle namhaften Fahrzeughersteller und Eisenbahnverkehrsunternehmen an Fahrzeugausschreibungen bzw. an den Betriebsausschreibungen beteiligen werden. Nach § 6 VgV müssen sie Interessenskonflikte vermeiden. Daher müssen die Bewerber mit dem Teilnahmeantrag mitteilen, ob und für welche Fahrzeughersteller und Eisenbahnverkehrsunternehmen sie tätig sind und falls dies der Fall ist, welche Maßnahmen zur Vermeidung eines Interessenskonfliktes vorgenommen werden sollen. Bewerber, bei denen ein Interessenskonflikt besteht, können von den Auftraggebern im weiteren Verfahren nicht berücksichtigt werden.
Ein Antrag auf Einleitung eines Nachprüfungsverfahrens muss innerhalb einer Frist von 15 Kalendertagen nach Eingang der Mitteilung der Auftraggeber, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, bei der unter Ziffer VI. 4.1) genannten Stelle eingereicht werden. Dazu wird auf die Vorschriften der §§ 160 ff. GWB verwiesen. Hierbei gilt nach § 160 Abs. 3 GWB insbesondere:
1. der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber den Auftraggebern nicht innerhalb einer Frist von zehn Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 GWB bleibt unberührt,
2. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber den Auftraggebern gerügt werden,
3. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber den Auftraggebern gerügt werden,
4. mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung der Auftraggebern, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind. Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrags nach § 135 Absatz 1 Nummer 2 GWB. § 134 Absatz 1 Satz 2 GWB bleibt unberührt.

References: § 123
 § 124
 § 8
 § 17
 § 6
 § 160
 § 134
 § 135
 § 134