Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/2/2031.htm
Timestamp: 2018-12-10 09:16:59+00:00

Document:
2.031 Greifenberg
Verordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe als höhere Naturschutzbehörde über das Naturschutzgebiet Greifenberg auf der Gemarkung Östringen (Ortsteil Eichelberg), Landkreis Karlsruhe vom 10. Dezember 1975 (GBl. v. 06.02.1976, S. 84).
Auf Grund der §§ 4, 15 Abs. 1 und 2 sowie § 16 Abs. 2 des Reichsnaturschutzgesetzes vom 26. Juni 1935 (RGB. 1 S. 821), zuletzt geändert durch das Gesetz zur Änderung und Bereinigung von Straf- und Bußgeldvorschriften des Landes Baden-Württemberg vom 6. April 1970 (Ges. Bl. S. 111), und des § 10 des Reichsnaturschutzgesetzes vom 8. Juni 1959 (Ges. Bl. S. 53), zuletzt geändert durch Art. 1 des Zweiten Gesetzes über die Änderung der Zuständigkeit der Ministerien vom 25. Juli 1972 (Ges.Bl. S. 400), wird mit Zustimmung des Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Umwelt folgendes verordnet:
Das in § 2 näher bezeichnete Grundstück auf der Gemarkung Östringen (Ortsteil Eichelberg), Landkreis Karlsruhe, ist Bannwald; es wird mit dem Tage des Inkrafttretens dieser Verordnung in das Naturschutzbuch des Regierungspräsidiums Karlsruhe eingetragen und als Naturschutzgebiet "Greifenberg" unter den Schutz des Reichsnaturschutzgesetzes gestellt.
(1) Das Schutzgebiet hat eine Größe von 13,03 ha und umfaßt einen Teil des Grundstücks Lgb.Nr. 1873/1 (Waldabteilung 14 des Staatswaldes im Forstamtsbezirk Odenwald).
(2) Die Grenzen des Schutzgebietes sind in einer Übersichtskarte im Maßstab 1:50000 und in einer Forstkarte im Maßstab 1:8000 rot eingetragen, die beim Regierungspräsidium Karlsruhe in Karlsruhe aufbewahrt werden. Eine Ausfertigung der Karten befindet sich beim Landratsamt - untere Naturschutzbehörde in Karlsruhe. Die Karten können während der Sprechzeiten eingesehen werden.
a. bauliche Anlagen, andere Anlagen oder Einrichtungen im Sinne der Landesbauordnung in der jeweils geltenden Fassung, auch wenn sie keiner baurechtlichen Entscheidung bedürfen (z. B. Einzäunungen, zu errichten, wobei der Errichtung das Herstellen, Aufstellen, Anbringen, Einbauen, Ändern und die Nutzungsänderung gleichstehen;
e. Entwässerungs- oder andere Maßnahmen vorzunehmen, welche den Wasserhaushalt des Gebietes verändern;
c. Bild- und Schrifttafeln anzubringen, die ausschließlich auf den Schutz oder die Zweckbestimmung des Gebietes hinweisen;
d. Maßnahmen, die zur Abwehr einer akuten Gefahr für den Bannwald selbst oder angrenzenden Waldgebiete erforderlich sind, insbesondere durch Befall von Schädlingen, Sturmwürfe, Waldbrände u. ä.
b. vorsätzlich oder fahrlässig den Bestimmungen des § 4 zuwiderhandelt, handelt ordnungswidrig im Sinne des § 13 Abs. 2 Nr. 2 des Gesetzes zur Ergänzung u. Änderung des Reichsnaturschutzgesetzes, und kann mit einer Geldbuße belegt werden.
Karlsruhe, den 10. Dez. 1975

References: § 16
 § 10
 Art. 1
 § 2
 § 4
 § 13