Source: https://mao-projekt.de/BRD/RPS/KAI/Frankenthal.shtml
Timestamp: 2020-08-13 05:28:55+00:00

Document:
﻿ Frankenthal - Materialien zur Analyse von Opposition
Es können hier nur wenige Dokumente und Hinweise aus Frankenthal vorgestellt werden. Wir bitten um Ergänzungen.
Eine separate Darstellung gibt es zum Atomkraftwerk der BASF in Frankenthal.
Während der Streik bei der Maschinenfabrik Albert (vgl. 267.4.1970) bundesweite Beachtung findet, finden sich weitere Berichte zunächst über Prozesse, aber auch über die Chemiefirma Pegulan (vgl. 26.9.1973), der KBW verfügt dann ab Anfang 1974 über eine Sympathisantengruppe in Frankenthal, die auch im Chilekomitee mitarbeitet, sich für ein Jugendzentrum und gegen den § 218 engagiert und vermutlich auch am Albert-Einstein-Gymnasium aktiv ist.
Spätestens ab Anfang 1975 ist dann auch die GIM vor Ort vertreten (vgl. Feb. 1975), während es gegen einen KBW-Anhänger aus Trier zum Berufsverbot kommt (vgl. 25.11.1976), wovon wenig später auch ein Assistenzarzt am Städtischen Krankenhaus (vgl. 3.3.1977) betroffen ist.
Der KBW ist war dann auch durch die Zelle Metall Frankenthal / Ludwigshafen in Frankenthal aktiv, die einen 'Metallarbeiter' herausgibt (vgl. 21.4.1977, 16.5.1977).
Zum vorläufigen Abschluß dieser Darstellung findet sich dann ein Hinweis zu den Faschisten in Frankenthal.
Laut 'Sozialistischer Betriebskorrespondenz' beginnt in Frankenthal bei Albert und Cie Schnellpressen (ca. 1 900 Beschäftigte) ein Streik für eine Erhöhung der Erfolgsprämie um 15 bis 20% und eine Verbesserung des Punktesystems. Diese Nachricht wird auch in Hamburg vom gewerkschaftlichem Komitee zur Demokratisierung der Schiffswerft und Rüstungsfabrik Blohm und Voss und vom 'Marburger Betriebsboten' (MBB) übernommen. Auch die Rote Fahne Organisation (RFO) Saarland berichtet vom Streik, aber schon zwei Tage vor der 'SBK'.
Laut DKP, die als erste berichtet, streiken 1 500 zweieinhalb Stunden lang.
In Essen bei Krupp Widia (IGM-Bereich - vgl. 4.5.1970) berichtet die spätere KPD/ML-ZB:"
2 1/2 STÜNDIGER STREIK IN FRANKENTHAL
In der Schnellpressenfabrik in Frankenthal forderten die Kollegen eine Lohnerhöhung. Das Werk hatte große Profite gemacht, war aber nicht bereit, die Löhne zu erhöhen. 1 500 Kollegen zogen die Konsequenz und streikten 2 1/2 Stunden. Der bisherige Erfolg sind eine Jahresprämie von 45% des Monatslohnes und eine Lohnerhöhung."
Quellen: Roter Widia Arbeiter Nr. 4, Essen Mai 1970, S. 6; Unsere Zeit Nr. 19, Essen 9.5.1970, S. *;Sozialistische Betriebskorrespondenz Nr. 2, Offenbach 1.6.1970;Marburger Betriebsbote Nr. 1, Marburg 30.6.1970;Rote Fahne - Röchling Nr. 5, Völklingen O. J. (1970);Blohm und Voss Arbeiterzeitung Nr. 3, Hamburg Juli/Aug. 1970
In der Nr. 14 der 'druck und papier' (vgl. 26.6.1972, 24.7.1972) veröffentlicht die DruPa einen weiteren Beitrag zur Bombendebatte, "Wahnsinn mit Methode?" von E.H.. Dieser geht auf die Angriffe der 'Staats-Zeitung' von Rheinland-Pfalz ein, die folgendes veröffentlicht habe: "Wenn eine Gewerkschaft - wie kürzlich in Frankfurt - eine Demonstration unter dem Motto 'Ausbildung statt Ausbeutung' veranstaltet, dann ist das der falsche Weg. So wird keine Verbesserung der Ausbildungsmöglichkeiten erreicht, sondern nur die Abneigung gegen Unternehmer und Staat verstärkt. So treibt man junge, für die Beurteilung des Sachverhalts zu junge Menschen, nur in das Lager derer, die mit der Gewalt kokettieren und sympathisieren."
Hiergegen habe der DGB-Vorsitzende von Rheinland-Pfalz, Julius Lehlbach in einem Offenen Brief an protestiert. E.H. meint: "Die Saat der Bombenleger und Attentäter droht aufzugehen: Aus der rechten Ecke, aus dem Lager der Konservativen und der Unternehmer wird zum Angriff gegen alles was links ist oder ihnen auch nur links erscheint geblasen. Das ist die einzige Saat, die anarchistischer Terror zu legen vermag. Ob sie keimen oder gar zur giftigen Frucht gedeihen kann, liegt allerdings allein an der demokratischen Reife dieser Gesellschaft. Der Dünger, der diese giftige Frucht zum Reifen bringen könnte, kommt nicht aus den Gewerkschaften, nicht von der kritischen Jugend und auch nicht von der linken Intelligenz. Jedoch der Kommentar der rheinland-pfälzischen 'Staats-Zeitung', die Rede von Strauß in Frankenthal, und die uneinsichtige Verhaltensweise vieler Unternehmer enthalten Elemente, die in ihrer Verbindung einen gefährlichen Dung bilden, der die Frucht des Anarchismus zum Reifen bringen und der Demokratie schaden könnte."
Q: druck und papier Nr. 14, Stuttgart 10.7.1972
In Heidelberg erscheint der 'Schulkampf' Nr. 4 (vgl. 14.7.1972, 12.1.1973). Aus Frankenthal wird berichtet vom Prozess gegen den in Zweibrücken einsitzenden Black Panther Larry Jackson.
Q: Schulkampf Nr. 4, Heidelberg Sept. 1972, S. 7
In Speyer erscheint vermutlich in dieser Woche eine 'Was tun in der Schule' (vgl. 25.9.1972) mit dem Titel "Am Beispiel des Speyer-Kolleg: Kampf der politischen Unterdrückung!" zum Prozeß gegen einen ehemaligen Schüler des Speyer-Kolleg in Frankenthal am 21.2.1973.
Q: Was tun in der Schule Am Beispiel des Speyer-Kolleg: Kampf der politischen Unterdrückung!, Speyer o. J. (1973)
Die Ortsgruppe Mannheim des KBW gibt zur heutigen Nr. 3 der 'Kommunistischen Volkszeitung' (KVZ - vgl. 12.9.1973, 10.10.1973) ihre 'Mannheimer Arbeiter-Zeitung' (vgl. 14.9.1973, 24.10.1973) als Beilage heraus mit dem Artikel "Umweltschutzwoche in Ludwigshafen" vom 25.8.1973 bis zum 1.9.1973 in enger Zusammenarbeit der Stadt mit BASF, Giulini, Grünzweig & Hartmann sowie Pegulan Frankenthal.
Q: Mannheimer Arbeiter-Zeitung, Mannheim 26.9.1973, S. 2
Innerhalb des KBW verfaßt der Regionalbeauftragte des Ständigen Ausschusses des ZK des KBW für Südwest, d.h. Südhessen, Rheinland-Pfalz und die badischen Teile Baden-Württembergs, vermutlich in dieser Woche einen Bericht zur Erstellung des Berichts des ZK an die erste ordentliche DK des KBW (vgl. 12.4.1974), in dem es auch heißt: "Auf Ortsebene das gleiche, durchweg sind die Möglichkeiten, in umliegenden Orten bissel was anzufangen sehr viel besser als im eigenen Ort tiefer zu organisieren. Krasses Beispiel Mannheim: Von hier aus wurden Fäden gezogen nach Trier, Hockenheim, Schwetzingen, Weinheim, Frankenthal, Ludwigshafen, Bensheim, Heppenheim, bestimmt gibt es noch Fäden, von denen ich nichts weiß oder erfahre."
Q: N. N. <KBW-Regionalbeauftragter Südwest>: ohne Titel, O.O. <Mannheim> o J. (1974)
In Mannheim beteiligen sich an der Aktionseinheit, die für heute 11.30 mit dem "Aufruf zur Demonstration Vorwärts in der Solidarität mit dem Kampf des kambodschanischen Volkes", der in einer ersten Auflage von 10 000 Stück erscheint, zum Neumarkt aufrief, der ÖTV KJA, die Jugendvertretung MMGD, der Geschäftsführer der DPG, Schütz, das Indochina-Komitee Mannheim, das Komitee gegen die Berufsverbote und die Entrechtung im öffentlichen Dienst, die Basisgruppe FHS, KBW, KAJB, KSG, KHG, GUV und GIM sowie SSK (Sozialistisches Schülerkomitee) Ludwigshafen, die Sympathisantengruppe Frankenthal des KBW und die KSO-IG (vermutlich: Kommunistische Schüler Organisation-Initiativgruppe) Neustadt.
Q: Aktionseinheit: Aufruf zur Demonstration Vorwärts in der Solidarität mit dem Kampf des kambodschanischen Volkes, Mannheim o J. (1974)
Die Ortsgruppe Mannheim des KBW gibt zur heutigen Nr. 8 der 'Kommunistischen Volkszeitung' (KVZ - vgl. 3.4.1974, 1.5.1974) ihre 'Mannheimer Arbeiter-Zeitung' (vgl. 20.3.1974, 10.7.1974) als Beilage heraus. Aufgerufen wird zu den Veranstaltungen zum 1. Mai in Frankenthal, Ludwigshafen und Mannheim.
Q: Mannheimer Arbeiter-Zeitung Nr. 8, Mannheim 1974
Heute ist Redaktionsschluß für die Nr. 1 der 'Chile Solidarität' (vgl. 16.3.1975) - Zeitung zur Unterstützung des chilenischen Widerstands, die vom Koordinationsausschuß der westdeutschen Chile-Komitees herausgegeben wird.
Adressen der Chile-Komitees kommen auch aus Frankenthal.
Vermutlich im Januar erscheint die 'Befreiung' - anarchistische Zeitung (vgl. Dez. 1974, Feb. 1975) Nr. 1 mit dem Artikel "Reformknast in Frankenthal" zur JVA, von der Knasthilfe Landau.
Q: Befreiung Nr. 1, Köln 1975, S. 8ff
Der Regionalbereich Südwest der GIM gibt seine internen 'Informationen' Nr. 6 (vgl. 16.9.1974, Juni 1975) für Februar heraus mit dem Text "Zur Intervention in Frankenthal", wo zwei Genossen tätig sind.
Q: GIM-RB SW: Informationen Nr. 6, O. O. Feb. 1975, S. 35ff
Der KBW gibt zur 'Kommunistischen Volkszeitung' (KVZ - vgl. 20.2.1975, 6.3.1975) Nr. 8 eine Beilage "Landtagswahlkampf in Rheinland-Pfalz" (vgl. 6.3.1975) zu den LTW heraus. Adressen werden auch angegeben von der Sympathisantengruppe Frankenthal.
Q: Kommunistische Volkszeitung Beilage Landtagswahlkampf in Rheinland-Pfalz Nr. 8, Mannheim 1975
Der KBW (vgl. 13.3.1975) berichtet vermutlich aus dieser Woche von der Sozialistischen Gruppe (SG) Frankenthal, daß diese zwei kurze Kundgebungen gegen den Paragraphen 218 durchgeführt habe.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 1O, Mannheim 13.3.1975, S. 9
Der KBW gibt zur 'Kommunistischen Volkszeitung' (KVZ - vgl. 20.2.1975, 6.3.1975) Nr. 9 eine Beilage "Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz" (vgl. 27.2.1975) zu den LTW heraus. Adressen werden auch angegeben von der Sympathisantengruppe Frankenthal.
Q: Kommunistische Volkszeitung Beilage Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz, Mannheim 6.3.1975
Heute ist Redaktionsschluß für die Nr. 2 der 'Chile Solidarität' (vgl. 8.12.1974, 3.9.1975) - Zeitung zur Unterstützung des chilenischen Widerstands, die vom Koordinationsausschuß der westdeutschen Chile-Komitees herausgegeben wird. Adressen der Chile-Komitees kommen auch aus Frankenthal.
In Frankenthal besuchen heute, laut und mit KBW (vgl. 24.4.1975), über 50 Jugendliche eine Diskussion zur Lage im Haus der Jugend (HdJ) woraus sich ein Jugendzentrumsaktionsausschuß unter Beteiligung von KBW und seiner Kommunistischer Schülergruppe (KSG), SDAJ der DKP, JU und Schülerunion der CDU, SJD Die Falken der SPD und IGM-Mitgliedern ergibt.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 16, Mannheim 24.4.1975, S. 10
Der KBW (vgl. 12.6.1975) berichtet vermutlich aus dieser Woche von der Gründung eines Komitees gegen den Paragraphen 218 bzw. einer Initiative dazu in Frankenthal.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 23 und 25, Mannheim 12.6.1975 bzw. 26.6.1975, S. 9 bzw. S. 10
Die Kommunistische Gruppe Worms (Sympathisanten des KBW) gibt die Broschüre "Die Zustände im Volksbildungswesen in Rheinland-Pfalz und das Schulprogramm der Arbeiterklasse" heraus mit den Abschnitten "Die staatlichen Sparmaßnahmen in der Krise treffen die Volksmassen", wobei berichtet wird von den Grundschulen in Ludwigshafen, dem ausfallenden Sportunterricht an den Berufsschulen in Worms sowie aus Frankenthal von den beiden Gymnasien und den Realschulen;
- "Die Lage an den rheinland-pfälzischen Schulen ist miserabel", wobei auch berichtet wird von den Grund- und Hauptschulen in Frankenthal über die Neumayer-Schule und die Carl-Bosch-Schule;
- "Wie das dreigliedrige Schulsystem funktioniert", wobei berichtet wird von den Berufsschulen in Frankenthal, Kaiserslautern, Ludwigshafen und Worms; und
- "Wo das Konkurrenzprinzip nicht greift, wird zum Mittel der politischen Unterdrückung gegriffen", wozu es auch heißt: "Politische Veranstaltungen der Schüler können verboten werden. In Frankenthal z. B. eine Chile-Veranstaltung. Ebenso ergeht es politischen Zusammenschlüssen der Schüler. So hat der Direktor des Frankenthaler Albert-Einstein-Gymnasiums im Herbst 1974 einem politischen Arbeitskreis untersagt, an der Schule aufzutreten.".
Angegeben werden Adressen auch der KBW-Sympathisantengruppe Frankenthal.
Q: KG Worms: Die Zustände im Volksbildungswesen in Rheinland-Pfalz und das Schulprogramm der Arbeiterklasse, Worms Sept. 1975, S. 3ff, 15 und 25
16.01.1976:
In Frankenthal gibt die Aktionseinheit gegen § 130a und § 88a, zu der die Arbeitsgruppe zur Gründung einer Initiative für ein Jugendzentrum in Selbstverwaltung, der ehemalige politische Arbeitskreis der Gymnasiasten, das Komitee gegen den § 218 und die KBW-Sympathisantengruppe gehören, ein Flugblatt "Kampf gegen die Maulkorbgesetze 130a und 88a" heraus mit dem Aufruf zur Kundgebung um 16 Uhr am Rathausplatz und zur Veranstaltung am 27.1.1976.
Q: Aktionseinheit gegen § 130a und § 88a: Kampf gegen die Maulkorbgesetze 130a und 88a, Frankenthal o. J. (1976)
Die Ortsgruppe Worms des KBW gibt die Broschüre "Die rheinland-pfälzische SMV-Ordnung - Instrument der Gängelung und Kontrolle" heraus mit dem Abschnitt "So wirkt die SMV-Ordnung", wobei auch berichtet wird vom Albert Einstein Gymnasium in Frankenthal.
Q: KBW: Die rheinland-pfälzische SMV-Ordnung - Instrument der Gängelung und Kontrolle, Worms "Feb. 1975", S. 12
Der Ausschuß der Komitees und Initiativen gegen den § 218 gibt seine Zeitung 'Weg mit dem § 218. Volksentscheid gegen den § 218' Nr. 3 (vgl. 3.10.1975, 14.4.1976) heraus mit dem Artikel "Fast 50 % der Anträge abgelehnt" nach einem Bericht des Komitees Frankenthal.
Q: Weg mit dem § 218. Volksentscheid gegen den § 218 Nr. 3, Mannheim 4.2.1976, S. 4
Die KPD gibt die Nr. 8 ihres 'Rote Fahne Pressedienstes' (RFPD - vgl. 17.2.1976, 2.3.1976) heraus und berichtet von der Druck MF Albert Frankenthal (1 440 Besch.), wo erneut 50 entlassen werden sollen. "Auch die bestehende Kurzarbeitsregelung wird aufrechterhalten."
Q: Rote Fahne Pressedienst Nr. 8, Köln 24.2.1976, S. 5
+Trier_KBW394-395
Zur heutigen 'Kommunistischen Volkszeitung' (KVZ) Nr. 47 gibt der Bezirk Trier des KBW seine 'Trierer Volksstimme' (vgl. 18.11.1976, 2.12.1976) als Bezirksbeilage heraus mit dem Artikel "Berufsverbot für Berufsschullehreranwärter" (GEW-Bereich) in Frankenthal wegen Unterstützung von KBW und KSB Trier.
Q: Trierer Volksstimme Nr. 47, Trier o. J. (1976), S. 2f
01.03.1977:
Der KBW gibt in Worms seine 'Kommunistische Betriebszeitung für die Kollegen von Kübel' (GHK-Bereich - vgl. 14.4.1977) heraus. Der Artikel "Deutsche und ausländische Arbeiter - eine Kampffront" berichtet auch von der Firma Sternjakob in Frankenthal.
Q: Kommunistische Betriebszeitung für die Kollegen von Kübel Rationalisierung und Stillegung - erprobtes Mittel der Profitsteigerung bei Swedish Match, Worms 1.3.1977, S. 3f
Der KBW Bezirk Rheinhessen-Pfalz gibt in Frankenthal ein Extrablatt der 'Kommunistischen Volkszeitung' (KVZ) heraus mit dem Leitartikel "Keine Schliessung der Geburtshilfe in Frankenthal! Das KPD Verbot und das Beamtenrecht sind gegen die Interessen der Massen gerichtet!" zum Berufsverbot gegen den Assistenzarzt R. Bilger und der daraus notwendigen Schließung der Geburtshilfe am Städtischen Krankenhaus Frankenthal mit dem Aufruf zur Veranstaltung in der Bahnhofsgaststätte am 7.3.1977.
- "Radikalenerlaß, KPD Verbot und Beamtenrecht sind gegen die Interessen der Bevölkerung gerichtet!";
- "Kostenexplosion im Gesundheitswesen";
- "Die Schließung von Krankenhäusern in ganz Rheinland-Pfalz wird mit Warnstreiks und großen Demonstrationen bekämpft - 'Möglichst ausgewogen in die Pflicht nehmen'" zu Heiner Geißler, aus der 'KVZ'.
Q: Kommunistische Volkszeitung Extrablatt Keine Schliessung der Geburtshilfe in Frankenthal! Das KPD Verbot und das Beamtenrecht sind gegen die Interessen der Massen gerichtet!, Ludwigshafen 3.3.1977
Der Ausschuß der Komitees und Initiativen gegen den § 218 gibt seine Zeitung 'Weg mit dem § 218. Volksentscheid gegen den § 218' Nr. 7 (vgl. 22.11.1976, 14.4.1977) heraus mit dem Artikel "Menschenwürde" zum Städtischen Krankenhaus Frankenthal.
Q: Weg mit dem § 218. Volksentscheid gegen den § 218 Nr. 7, Mannheim 10.3.1977, S. 7
15.04.1977:
Von den Zellen des KBW in Frankenthal und Ludwigshafen wurde aufgerufen zur Maiveranstaltung "Gegen kapitalistische Rationalisierung - Für den 7-Stunden-Tag!" im Volkshaus Gartenstadt, Ludwigshafen, Königsbacher Straße.
Q: Kommentar für die Kollegen vom Städtischen Krankenhaus Personalratswahlen: es ist richtig ein Programm zu beschliessen!, Ludwigshafen 7.4.1977, S. 2
Q: Metallarbeiter Zur Vorbereitung des 1. Mai: 7 Stunden Normalarbeitstag bei vollem Lohnausgleich! Verbot der Akkord-, Nacht- und Schichtarbeit! 1500,- DM Steuerfreibetrag!, Ludwigshafen 21.4.1977, S. 1
Die Zelle Metall Frankenthal / Ludwigshafen des KBW Bezirk Rheinhessen-Pfalz gibt in Frankenthal vermutlich in dieser Woche ein Extrablatt der 'Kommunistischen Volkszeitung' (KVZ) heraus mit der Schlagzeile "Propagandaschau der Imperialisten: 'Die Marine ist weltoffen, freizügig und zivil'" zur Schau 'Unsere Marine' in Frankenthal. Aufgerufen wird zur Gründung eines Soldaten- und Reservistenkomitees Ludwigshafen / Frankenthal am 19.5.1977 und zu den Soldaten- und Reservistentagen am 28.5.1977 in Köln, wozu es aus Frankenthal eine gemeinsame Abfahrt gibt.
Q: Kommunistische Volkszeitung Frankenthal Extrablatt Propagandaschau der Imperialisten: 'Die Marine ist weltoffen, freizügig und zivil', Ludwigshafen o. J. (1977)
Die Zelle Metall Frankenthal / Ludwigshafen des KBW Bezirk Rheinhessen-Pfalz gibt ihren 'Metallarbeiter' Nr. 4 (vgl. 21.4.1977, 1.4.1978) als Betriebszeitung für die Beschäftigten der Frankenthaler Metallindustrie heraus mit dem Leitartikel "Im Kampf gegen Überstunden, Schicht- und Akkordarbeit den 7-Stundetag bei vollem Lohnausgleich durchsetzen!", in dem u.a. berichtet wird von KKK und KSB, aber auch von Opel Rüsselsheim.
03.08.1977:
Das Soldaten und Reservistenkomitee (SRK) Speyer gibt seine 'Volksmiliz' (vgl. 31.1.1977) heraus mit dem Leitartikel "Divisionskommandeur verklagt 'Speyrer Soldatenzeitung'. Richter, urteile die ab, wir wollen die vorführen!" zur am 8.7.1977 durch die Staatsanwaltschaft Frankenthal erhobenen Anklage wegen der 'Speyrer Soldatenzeitung' Nr. 1 vom 31.1.1977.
Q: Volksmiliz Divisionskommandeur verklagt 'Speyrer Soldatenzeitung'. Richter, urteile die ab, wir wollen die vorführen!, Speyer 3.8.1977, S. 1
In Frankenthal führt der DGB, laut internem Bericht des KBW, eine Veranstaltung durch.
Q: KBW: Dokument- und Beschlußdienst Nr. 23 - Anlage 1. Mai Dokumentation, O. O. O. J. (1979), S. 4
19.12.1993:
U.SCHATZSCHNEIDER@NADESHDA berichtet am 3.1.1994 im Brett CL/ANTIFA/ALLGEMEIN:"
JÜDISCHER FRIEDHOF IN WORMS GESCHÄNDET 20.12.93
Unbekannte Täter haben in der letzten Nacht den jüdischen Friedhof in Worms geschändet. Sie warfen über 40 Grabsteine um. Einige der Grabsteine sind nicht mehr zu verwenden. Die Täter werden in der Faschoszene vermutet. Die Staatsanwaltschaft Mainz ermittelt und hat eine Belohnung von 5000 DM ausgesetzt.
Schon im Sommer dieses Jahres verunstalteten Unbekannte 100 Grabsteine mit Hakenkreuzschmierereien. Es gibt deutliche Hinweise auf eine ausgedehnte Faschoszene im Bereich Worms und Frankenthal. Im Sommer dieses Jahres fand der Nähe von Worms eine Nazifeier statt, bei der sich ca. 120 Faschos trafen. Im Anschluß an diese Feier kam es zu gewalttätigen Übergriffen der Faschos gegen dort demonstrierende Antifas. (aus : /CL/ANTIFA)"
Q: CL/ANTIFA/ALLGEMEIN-U.SCHATZSCHNEIDER@NADESHDA: Anschläge - Dezember 1993, 3.1.1994

References: § 218
 § 130
 § 88
 § 218
 § 130
 § 88
 § 218
 § 218
 § 218
 § 218
 § 218
 § 218
 § 218
 § 218
 § 218
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