Source: https://bravors.brandenburg.de/verordnungen/sek_i_v?suchbegriff=Bewertung&suchen=suchen
Timestamp: 2019-07-17 04:55:54+00:00

Document:
Aufnahme, Schulwechsel
Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe (Gesamtschule)
Anlage 1 Kontingentstundentafeln
Anlage 2 Punkte für die Leistungsbewertung in den Jahrgangsstufen 9 und 10 der Gesamtschule
Geltungsbereich, Verweildauer
Selbstständigkeit der Schulen, Förderung, Zusammenarbeit
Obliegenheiten der Eltern
Allgemeine Grundsätze des Auswahlverfahrens
Kontingentstundentafeln, Wochenstundentafeln, Unterrichtsfächer
(1) Der Unterricht wird in Pflicht- und Wahlpflichtfächern auf der Grundlage des Rahmenlehrplans oder anderer geeigneter curricularer Materialien, des schulinternen Curriculums und der für die jeweilige Schulform geltenden Kontingentstundentafel gemäß Anlage 1 für die Fächer und Lernbereiche erteilt.
(5) Das Nähere zur Leistungsbewertung und zum Ausgleich von Nachteilen im Bereich Lesen und Rechtschreiben oder im Rechnen wird in der Lesen-Rechtschreiben-Rechnen Verordnung geregelt.
(1) Kinder von beruflich Reisenden sind insbesondere Kinder aus Schaustellerfamilien, von Zirkusangehörigen, von ambulanten Händlern, von Puppenspielern oder Berufsbinnenschiffern.
(2) Die folgenden Bestimmungen gelten für alle vollzeitschulpflichtigen Kinder von beruflich Reisenden. Soweit die Regelungen für andere Gruppen von Reisenden geeignet sind, die schulische Versorgung ihrer Kinder zu verbessern, sind sie entsprechend anzuwenden.
Stammschulen, Stützpunktschulen
(1) Mit der Aufnahme eines Kindes beruflich Reisender gemäß Abschnitt 2 dieser Verordnung wird die Schule zur Stammschule. Die Schule ist verpflichtet, nach spätestens zwei Wochen die Aufnahme eines Kindes beruflich Reisender dem zuständigen staatlichen Schulamt mitzuteilen.
(2) Die Stammschule stellt die notwendigen Lernmittel sowie das Schultagebuch zur Verfügung. Sie führt die Schülerakten und ist für die weitere Schullaufbahnberatung der Schülerin oder des Schülers verantwortlich.
(3) Die staatlichen Schulämter benennen im Einvernehmen mit dem jeweiligen Schulträger in jeder Stadt oder Gemeinde in der Nähe von Schausteller- oder Zirkusstandplätzen mindestens eine Schule, die sich auf die besonderen Anforderungen der schulischen Versorgung dieser Schülerinnen und Schüler einstellt (Stützpunktschule). Die Möglichkeit der Beschulung in einer anderen Schule bleibt hiervon unberührt. Die Eltern können die Standorte der Stützpunktschulen bei den staatlichen Schulämtern erfragen.
Lernorganisation, Schultagebuch
(1) Das Schultagebuch dient der Dokumentation des Lernfortschritts und der Leistungsbewertung. Es ist von den Schülerinnen und Schülern während der gesamten Reisesaison mitzuführen, am ersten Tag des Schulaufenthalts der jeweiligen Klassenlehrkraft zu übergeben und am Abreisetag wieder abzuholen.
(2) In den besuchten Schulen arbeiten die Schülerinnen und Schüler in den Fächern Deutsch, Mathematik und der ersten Fremdsprache sowie in den gesellschaftswissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen Fächern anhand ihrer individuellen Lernpläne im Rahmen binnendifferenzierter Unterrichtsorganisation und in den weiteren Fächern gemeinsam mit der Klasse oder Lerngruppe anhand der dort verwendeten Schulbücher und Materialien.
(2) Das Halbjahreszeugnis für Kinder von beruflich Reisenden kann auf Wunsch der Eltern und Beschluss der Klassenkonferenz am Ende des Aufenthalts im Winterquartier, jedoch spätestens Ende März, ausgestellt werden.
Zweck der Prüfung, Teilnahme
Prüfungen und Prüfungsfächer
Nichtteilnahme, Nachholen
Ermittlung und Bekanntgabe der Ergebnisse
(1) Die Aufgaben für die zentralen schriftlichen Prüfungen in Mathematik, Deutsch und Englisch werden durch das für Schule zuständige Ministerium gestellt. Dies gilt auch für Prüfungen, die an den zentral festgelegten Nachschreibeterminen durchgeführt werden.
(2) Werden schriftliche Prüfungen an einem anderen als dem zentral festgelegten Termin nachgeholt oder wurde nicht Englisch als erste Fremdsprache gewählt, werden die Aufgaben von der Lehrkraft erstellt, die in der Jahrgangsstufe 10 in dem Fach den regelmäßigen Unterricht in der Klasse oder dem Kurs durchgeführt hat. Die Aufgaben sind nach Beratung mit der Fachkonferenz vom Prüfungsausschuss zu genehmigen. Die Aufgaben für nachzuholende Prüfungen dürfen keine inhaltliche Wiederholung der ersten schriftlichen Prüfung sein.
(1) Übersteigt die Zahl der Anmeldungen die Aufnahmekapazität einer Gesamtschule, werden bis zu einem Drittel der Plätze an Schülerinnen und Schüler vergeben, die den Bildungsgang zum Erwerb der allgemeinen Hochschulreife gewählt haben. Die übrigen Plätze sind an Schülerinnen und Schüler zu vergeben, die den Bildungsgang zum Erwerb der Fachoberschulreife und der erweiterten Berufsbildungsreife gewählt haben.
(2) Die für die Drittelung gemäß § 53 Absatz 3 Satz 7 des Brandenburgischen Schulgesetzes maßgebliche Aufnahmekapazität ist die Anzahl der Plätze, die sich aus der Gesamtzahl aller in der Jahrgangsstufe 7 zu vergebenen Plätze abzüglich der Plätze für Schülerinnen und Schüler,
die gemäß § 50 Absatz 2 des Brandenburgischen Schulgesetzes aufgenommen werden und nach den Rahmenlehrplananforderungen für den Bildungsgang zum Erwerb des Abschlusses der Schule
mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Lernen“ oder
mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „geistige Entwicklung“ unterrichtet werden oder
die nicht am Aufnahmeverfahren teilnehmen, weil sie ihr Schulverhältnis gemäß § 6 Absatz 4 fortsetzen,
gemäß § 50 Absatz 2 des Brandenburgischen Schulgesetzes aufgenommen werden und nach den Rahmenlehrplananforderungen für die Bildungsgänge in der Sekundarstufe I unterrichtet werden oder
gemäß § 53 Absatz 4 des Brandenburgischen Schulgesetzes bei der Aufnahme vorrangig zu berücksichtigen sind,
werden entsprechend dem gewählten Bildungsgang den jeweiligen Aufnahmedritteln gemäß § 53 Absatz 3 Satz 7 des Brandenburgischen Schulgesetzes vorab zugeordnet.
(4) Das Auswahlverfahren für die Schülerinnen und Schüler, die den Bildungsgang zum Erwerb der allgemeinen Hochschulreife gewählt haben, wird entsprechend § 43 durchgeführt. Eine Eignungsfeststellung gemäß § 41 sowie eine Eignungsprüfung gemäß § 42 erfolgen nicht.
(5) Das Aufnahmeverfahren für die Schülerinnen und Schüler, die den Bildungsgang zum Erwerb der Fachoberschulreife oder der erweiterten Berufsbildungsreife gewählt haben, wird entsprechend den §§ 49 und 50 durchgeführt.
(6) Soweit die Zahl der Anmeldungen zwar die Aufnahmekapazität übersteigt, jedoch eine Übernachfrage in Bezug auf das Auswahlverfahren gemäß Absatz 4 oder Absatz 5 nicht besteht, sind freie Plätze abweichend von Absatz 1 im Rahmen des jeweils anderen Auswahlverfahrens zu vergeben.
Einstufung in Fachleistungskurse
Versetzen, Wiederholen
Erwerb der allgemeinen Hochschulreife nach zwölf Schulbesuchsjahren
Organisation der Jahrgangsstufe 10
Versetzung am Ende der Jahrgangsstufe 10 und Abschlüsse
(3) Eine Schülerin oder ein Schüler kann unabhängig von der Nähe der Wohnung zur Schule vorrangig aufgenommen werden, wenn eine Aufnahme nach der Nähe der Wohnung zur Schule nicht erfolgen kann und dadurch persönliche, pädagogische oder öffentliche Interessen unverhältnismäßig beeinträchtigt würden (besondere Gründe). Besondere Gründe liegen insbesondere vor, wenn
Ein besonderer Grund kann im Ausnahmefall auch dann vorliegen, wenn Geschwister bereits die gewünschte Schule besuchen und begründet dargelegt werden kann, dass der Besuch einer anderen Schule erhebliche Nachteile zur Folge hat. Schulische Leistungen gelten nicht als besondere Gründe. Es dürfen nur bis zu 50 Prozent der im Rahmen der Aufnahmekapazität zur Verfügung stehenden Plätze für Schülerinnen und Schüler, die besondere Gründe nachweisen, vergeben werden.
Unterrichtsorganisation, Differenzierung
Einstufung im kooperativen System
Einstufung im integrativen System
(zu § 11 Absatz 1 und Absatz 3)
Kontingentstundentafeln*)
Lernbereich/Fach Stundenkontingent in
7 und 82 Stundenkontingent in
9 und 102 Mindeststunden in
den Jahrgangsstufen
7 bis 10 insgesamt2 Mindeststunden in
5 bis 10 insgesamt3
Deutsch 8 8 14 22
1. Fremdsprache 8 6 14 19/22
2. Fremdsprache 8 7 14 22/14
Mathematik 8 8 14 22
Biologie4 10 10 18 16
Geografie5 6 9 13 16
Politische Bildung5
Lebensgestaltung-Ethik-Religion 4 2 6 8
Wirtschaft-Arbeit-Technik 2 2 3 5
Kunst 4 4 6 14
Sport 6 6 121 181
Schwerpunktunterricht 7 6
für eine Fremdsprache ab Jahrgangsstufe 9
für eine Fremdsprache ab Jahrgangsstufe 10
Summe 64 69 133 195
Fremdsprache als Wahlunterricht ab Jahrgangsstufe 9 (oder ab Jahrgangsstufe 10) 6 (4) 6
7 und 8 Stundenkontingent in
9 und 10 Mindeststunden in
7 bis 10 insgesamt
Deutsch 9 8 12
1. Fremdsprache 8 6 14
Wahlpflichtunterricht ab Jahrgangsstufe 7 8 6 9
oder für die 2. Fremdsprache
Mathematik 9 8 14
Biologie4 9 8 12
Geografie5 5 7 10
Lebensgestaltung-Ethik-Religion 4 2 6
Wirtschaft-Arbeit-Technik 2 4 5
Kunst 4 4 6
Sport 6 6 121
Schwerpunktunterricht 5 für eine 2. oder 3. Fremdsprache
Summe 64 64 (65) 128
Fremdsprache als Wahlunterricht ab Jahrgangsstufe 9 6 6
1 In jedem Schuljahr sollen drei Wochenstunden im Fach Sport unterrichtet werden.
2 gilt nicht für die Leistungs- und Begabungsklassen
3 gilt nur für die Leistungs- und Begabungsklassen
Für die erste und zweite Fremdsprache gelten entweder beide Angaben vor oder beide Angaben nach dem Schrägstrich.
4 Wird in Leistungs- und Begabungsklassen in den Jahrgangsstufe 5 und 6 als Unterrichtsfach Naturwissenschaften unterrichtet.
5 Wird in Leistungs- und Begabungsklassen in den Jahrgangsstufen 5 und 6 als Unterrichtsfach Gesellschaftswissenschaften unterrichtet.
6 Die Fremdsprache kann auch mit je zwei Wochenstunden in den Jahrgangsstufen 9 und 10 unterrichtet werden.
*) Übergangsregelung
(gemäß Artikel 2 der Sechsten Verordnung zur Änderung der Sekundarstufe I-Verordnung vom 17. Juli 2018 [GVBl. II Nr. 45])
Für Schülerinnen und Schüler, die sich im Schuljahr 2018/19 in der Jahrgangsstufe 6 einer Leistungs- und Begabungsklasse befinden, gelten die Kontingentstundentafeln mit der Maßgabe, dass statt des Faches Naturwissenschaften die Fächer Biologie, Chemie und Physik und statt des Faches Gesellschaftswissenschaften die Fächer Geografie, Geschichte und Politische Bildung unterrichtet werden.

References: § 53
 § 50
 § 6
 § 50
 § 53
 § 53
 § 43
 § 41
 § 42
 § 11