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Timestamp: 2020-02-29 13:13:31+00:00

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BVerfG, 20.06.2006 - 1 BvR 594/06 - dejure.org
https://dejure.org/2006,2323
BVerfG, 20.06.2006 - 1 BvR 594/06 (https://dejure.org/2006,2323)
BVerfG, Entscheidung vom 20.06.2006 - 1 BvR 594/06 (https://dejure.org/2006,2323)
BVerfG, Entscheidung vom 20. Juni 2006 - 1 BvR 594/06 (https://dejure.org/2006,2323)
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Erstreckung des Verbots der Vertretung widerstreitender Interessen (§ 43a BRAO) auf in einer Sozietät verbundene Rechtsanwälte
BRAO § 43a; GG Art. 12; BORA § 3; BeurkG § 3
Erstreckung des Verbots der Vertretung widerstreitender Interessen auf Sozien des Rechtsanwalts ist verfassungsgemäß
Geltung des Verbots der Vertretung widerstreitender Interessen für die in einer Sozietät verbundenen Rechtsanwälte; Wahrung des Vertrauensverhältnisses zum eigenen Mandanten; Bedeutung der Berufsfreiheit des Rechtsanwalts im Zusammenhang mit dem Verbot der Vertretung ...
Widerstreitende Interessen - Sozietätserstreckung
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Art 12 GG, § 43a BRAO, § 146 StPO
Sozietätserstreckung bei Interessenkollision
BRAO § 43a Abs. 4; GG Art. 12 Abs. 1
BVerfGK 8, 239
NJW 2006, 2469
AnwBl 2006, 580
Es soll sichergestellt werden, dass der Anwalt nur einer Seite dient und sich nicht zum Vertreter widerstreitender Interessen macht (vgl. BT-Drucks. 12/4993, S. 27; BVerfG NJW 2003, 2520, 2521; BVerfG ZEV 2006, 413, 414;… Feuerich/Weyland/Vossebürger, BRAO 7. Aufl. § 43a Rn. 54;… Hartung in Hartung/Römermann, Berufs- und Fachanwaltsordnung 4. Aufl. § 3 BORA Rn. 59).
12/4993, S. 27; BVerfG NJW 2003, 2520, 2521; BVerfG ZEV 2006, 413, 414; AnwG München, Urteil vom 6. März 1995 - 3 AG 27/95, BRAK-Mitteilungen 1995, 172; Feuerich/Weyland/Vossebürger, BRAO, 7. Aufl., § 43a Rn. 54; Hartung in Hartung/Römermann, Berufs- und Fachanwaltsordnung, 4. Aufl., § 3 BORA Rn. 49 ff.).
Eingriffszweck und Eingriffsintensität müssen zudem in einem angemessenen Verhältnis stehen; denn die Gerichte sind, wenn sie Einschränkungen der grundsätzlich freien Berufsausübung für geboten erachten, an dieselben Maßstäbe gebunden, die nach Art. 12 Abs. 1 GG den Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers einschränken (BGH, IBR 2012, 552; BVerfGE 108, 150 ; BVerfGE, NJW 2006, 2469 ).
Dabei kann dahinstehen, ob § 43a Abs. 4 BRAO auch auf die Vertretung mehrerer in Sozietät verbundener Rechtsanwälte anwendbar ist (vgl. BVerfG, Nichtannahmebeschluss vom 20. Juni 2006- 1 BvR 594/06, AnwBl 2006, 580 f.; BVerfGE 108, 150).
Auch insoweit gilt es, einem Anschein mangelnder Neutralität entgegenzuwirken (vgl. BVerfG, Beschluss vom 20. Juni 2006 - 1 BvR 594/06, NJW 2006, 2469, 2470).
Diese Regelung ist vom Bundesverfassungsgericht für verfassungskonform erachtet worden (vgl. BVerfG, Beschluss vom 20.06.2006 - 1 BvR 594/06, juris Rn. 15, BVerfGK 8, 239; siehe auch BGH…, Urteil vom 11.06.2014 - 2 StR 489/13, juris Rn. 36, NStZ 2014, 660), nachdem die bis 2003 geltende Fassung von § 3 Abs. 2 BORA, die keine Ausnahmetatbestände vorgesehen hatte, für nichtig erklärt worden war (siehe BVerfG…, Beschluss vom 03.07.2003 - 1 BvR 238/01, juris Rn. 51 ff., BVerfGE 108, 150).
Demgegenüber hat das Bundesverfassungsgericht, wie bereits ausgeführt wurde, keine Grundrechtsverletzung in der Erstreckung des berufsrechtlichen Vertretungsverbots bei widerstreitenden Interessen auf alle Anwälte derselben Sozietät oder Bürogemeinschaft gesehen, wenn dieses Verbot Ausnahmen zulässt (siehe BVerfG, Beschluss vom 20.06.2006 - 1 BvR 594/06, juris Rn. 15, BVerfGK 8, 239).
Art. 33 Abs. 5 GG fordert mithin, dass die Ruhegehaltsbezüge sowohl das zuletzt bezogene Diensteinkommen als auch die Zahl der Dienstjahre widerspiegeln (vgl. BVerfG, Beschluss vom 20.6.2006 - 2 BvR 361/03 -, NJW 2006, 2469).

References: § 43
 Art. 12
 § 3
 § 3
 § 43
 § 146
 § 43
 Art. 12
 § 43
 § 3
 § 43
 § 3
 Art. 12
 § 43
 § 3

Art. 33