Source: http://fairytail-rpg.forumieren.org/t475-fallen-angels-uf
Timestamp: 2017-09-25 08:04:49+00:00

Document:
Fallen Angels [UF]
:: Papierkorb :: Archiv :: Gildenbewerbungen :: Angenommene Gildenbewerbungen
von Cytra am So Jan 12, 2014 6:14 pm
Beschreibung des Zeichens:
Das Zeichen der Gilde, oder auch der Gildenstempel, zeigt einen Engel. Gleich auf den ersten Blick wird deutlich, dass die Pracht seiner Flügel schwand. Sie sind licht, struppig. Federn fehlten, nicht zu wenige. Glücklich ist dieser Engel wahrlich nicht und das hat auch seinen Grund. Dieser Engel stellt ein Symbol dar. Ein Symbol, dass für alle gefallenen Engel da draußen steht. Engel, die dafür bestimmt waren frei durch die Lüfte zu schweben und aus irgend einem Grund auf den harten, kalten Boden der Erde gezogen wurden. Gefallene Engel. Der Heiligenschein ist das letzte, was ihnen vom Himmel geblieben ist. Der Heiligenschein und ihre Flügel, die stetig an Schönheit verlieren, Federn lassen, bis sie sich nicht mehr zum fliegen eignen. Es ist ein Symbol dafür, dass der, oder die Engel, einiges in ihrem Leben durchmachten. Die einen mehr, die anderen weniger. Nun schlossen sie sich zu einer Gilde zusammen, um gemeinsam den Weg nach Oben zu suchen. Um aus der Gemeinsamkeit, dem Zusammenhalt, neue Kraft zu schöpfen und vielleicht, eines Tages, ihre Flügel mit neuer Pracht zu spannen und den Weg zurück in den Himmel zu bestreiten.
Gildenart:
Neutrale Magiergilde
Gilden-Meister:
Fallen Angels ist eine neutrale Gilde, die vor etwa 100 Jahren gegründet wurde. Die Ursache, sozusagen der zündende Funke dafür, war die brisante Situation einiger Magier, dessen Dorf regelmäßig von Banditen geplündert wurde. Es waren Banditen, die sich ganz in der Nähe ein Lager errichtet hatten und sich nach Herzenslust an den Vorräten des Dorfes bedienten. Leliel, die spätere Gründerin der Gilde, verlor bei einem Raubzug der Banditen ihren Mann. Dies war dann auch der Auslöser dafür, dass sie eine Bewegung startete. Sie versammelte mehrere Magier um sich, um den Banditen die Stirn zu bieten. Ursprünglich als Dorfmiliz gedacht, entwickelte diese Gruppe sich zu einer richtigen Gilde, den Fallen Angels. Im Verlaufe der Jahrzehnte hat diese Gilde viel mitgemacht. Zeitweise, unter der Führung von Djibril, entwickelte sie sich sogar zu einer dunklen Gilde. Doch unter der Leitung Seraphins wurde dieser Fehler bereinigt. Sie rückte Fallen Angels wieder ins richtige Licht und verhalf der Gilde zu neuem Glanz. Mittlerweile erfüllt sie wieder den Zweck, zu dem sie ursprünglich gedacht war. Es ist eine neutrale Gilde, die Mitglieder aufnimmt, die sich in einer missgünstigen Lebenslage befinden und greift ihnen unter die Arme. Auch ist es eine Gilde mit vielen Freiheiten. Fallen Angels soll für seine Mitglieder da sein, nicht anders herum. Es wird also nicht verlangt, dass Member regelmäßig für die Gilde Arbeiten, die ohnehin wirtschaftlich durch anderweitige Geschäfte super da steht. Man handelt mit den Ressourcen, die einem die Natur schenkt. Das Hauptquariter, das Gildengebäude, steht in einem großen Wald, umringt von Gebirge. Der Standort liefert also die perfekte Möglichkeit, mit diesen Ressourcen Handel zu treiben. Über die Jahre hat sich durch die ausgesprochen gute, wirtschaftliche Lage, auch das Gildenhaus gemacht. Anfangs als grobes Holzhaus hochgezogen, errichteten die Mitglieder der Gilde über ein paar Jahre hinweg ein prächtiges Schloss. Dieses ist groß genug um jedem Magier der Gilde ein Zuhause und genug Freiraum bieten zu können, was auch nötig ist, da sich im Waast Forrest schlecht Häuser errichten lassen.
Allgemein lässt sich also sagen, dass Fallen Angels eine hilfsbereite Gilde ist, die zwar als neutral eingestuft ist, doch eher zum positiven neigt und nichts mit Kriminellen zu tun haben will. Ein jedes Mitglied kann sich der Unterstützung seiner Kameraden gewiss sein.
Die Gilde war ursprünglich eine Widerstandsbewegung.
Halfen beim Schienenbau von Hargeon bis nach Clover Town.
Wurde in der Zeit zu einer dunklen Gilde.
Seraphin wurde durch einen Putsch zum Gildenmeister.
Unter der Ägide von Seraphin wurde sie wieder als neutrale Gilde anerkannt.
Handelsbeziehungen zum Kazuki Klan. (Vergessenes Bündnis)
Abneigung gegenüber dunkle Gilden.
Sie besitzen noch leer stehende, vergessene Minen.
Sie haben sich komplett aus dem Gildenkrieg herausgehalten.
"Auf das die gefallenen Engel ihre Flügel wieder erlangen, um gen Himmel fliegen zu können"
Satz 1) Mit- und Untereinander
§1.1) Die Menschenrechte eines jeden sind einzuhalten. So lange, bis er sich gegen das Gesetz, oder die Regeln der Gilde stellt und gewisse Rechte damit verwirkt. Die Strafen liegen im Ermessen des amtierenden Gildenmeisters.
§1.2) Bis zum gegenseitigen Einverständnis, ist jeder Konflikt gewaltlos auszutragen. Erst mit einer Absprache dürfen beispielsweise Duelle ausgetragen werden. Hierbei ist zu beachten, dass das Töten eines Gildenmitgliedes selbst innerhalb eines Duells nicht erlaubt ist.
§1.3) Den direkten Befehlen des Gildenmeisters ist sofortige Folge zu leisten.
§1.4) Sollte der Gildenmeister nicht anwesend sein, so überträgt sich das Befehlsrecht auf die rechte Hand, den Stellvertreter des Meisters.
Satz 2) Fallen Angels und andere Gilden/Organisationen
§2.1) Mitglieder FA's sind ohne die Erlaubnis des Gildenmeisters nicht befähigt, Verhandlungen mit anderen Organisationen oder Gilden zu führen, welche FA mit einbezieht.
§2.2) Es ist jedem, selbst dem Gildenmeister untersagt, Verhandlungen mit einer dunklen Gilde oder Kriminellen zu führen. Erst eine absolute Notsituation, die das Wohl der Gildenmitglieder mit einbezieht, hebt §2.2) auf!
Satz 3) Ausdrückliche Verbote
§3.1) Auf Verrat oder das Herausgeben von Informationen steht eine Strafe von Zwangsexil bis zur Feindschaft mit der Gilde.
§3.2) Es ist ausdrücklich untersagt, Angriffe auf Gilden zu unternehmen, ohne sich zuvor die Erlaubnis des Gildenmeisters eingeholt zu haben.
§3.3) Es ist ausdrücklich untersagt sich gegen das offizielle Gesetz zu stellen
Zuletzt von Cytra am Mi Sep 03, 2014 10:17 pm bearbeitet; insgesamt 14-mal bearbeitet
Re: Fallen Angels [UF]
von Kami am Di Jan 14, 2014 3:33 pm
Wäre nett wenn ihr das Gebäude nochmal näher berschreibt.
Schlimm wenn die Farbe heller wird ? Es muss sich klar von Dark Punisher unterscheiden
von Cytra am Di Jan 14, 2014 5:30 pm
Wegen der Farbe, dies ist egal.
Trotzdem würde ich es vorschlagen einer dieser Farben zu nehmen: Fallen Angels, Fallen Angels, Fallen Angels, Fallen Angels, sollten alle diese Farben nicht zur Verfügung stehen würde ich folgende Vorschlagen: Fallen Angels, Fallen Angels
von Kami am Di Jan 14, 2014 6:05 pm
Ihr kümmert euch bitte um eure eigene Liste bei "Gilden und Mitglieder". Der Thread soll so aussehen wie die anderen auch.
Viel Spaß mit der Gilde. Einrichten dürft ihr das ganze natürlich auch selbst und beschreiben
von Cytra am Mi Sep 03, 2014 9:38 pm
Wir schrieben das Jahr 700 nach der üblichen Zeitrechnung Fiores. In Hammerfell, einem kleinen Dorf im Waas Forrest, gleich zwischen Hakobe Gebirge und dem nördlich gelegenen Meer, war die Hölle los. Eine Gruppe Banditen belagerte die Wohnzusammenkunft einiger, verhältnismäßig weniger dort heimischer Menschen. Sie sahen in dem Dörfchen einfache Beute und planten, sich immer wieder bei Gelegenheit an den Gütern der Dorfbewohner zu bedienen. Zunächst sollte dies auch tatsächlich funktionieren. Die Räuber kamen und gingen wann es ihnen passte, sprangen mit den Menschen um, als wäre es Ungeziefer. Dreistigkeit siegte in diesem Falle. Die Raufbolde säten Furcht. Genug davon, um die Bewohner in Angst zu versetzen. So sehr sogar, dass sie gar nicht trauten sich zu wehren. Leliel, eine 25 Jährige Frau, war eine der Dorfbewohnerinnen, die terrorisiert wurden. Zusammen mit ihrem Mann und Kind lebte sie seit ihrer Geburt in Hammerfell. So etwas kam ihr zuvor noch nie unter. Sie selbst war eine schier furchtlose junge Frau. Genau wie ihr Mann, lehnte sie sich, wenn auch nur verbal gegen die Banditen auf. Sie sah nicht ein, dass sie ihr Hab und Gut abgeben, die Männer durchfüttern sollte. Auch ihrem Mann stank dies gewaltig. Doch eines Tages traute er sich zu viel und musste bitter dafür bezahlen. Als zwei stark gebaute Männer, ebenso gut bewaffnet in sein Haus eintraten, seine Frau und sein Kind protzig zur Seite stießen, brannten ihm die Sicherungen durch. Der Mann fuhr die Männer an, schlug einen mit der bloßen Faust nieder. Der andere jedoch reagierte schnell und erbarmungslos. Er zog seinen Säbel und mit derselben Bewegung zog er es durch die Kehle des Mannes, der seine Familie zu schützen versuchte. Atemlos stürzte Leliel zu ihm. Sie konnte nicht fassen, was ihr Auge dort erblickte. „PAPA!“, schrie der Sohn ebenso fassungslos, woraufhin der niedergeschlagene Bandit sich aufraffte und den Kleinen mit einem Hieb auf die Bretter schickte. „Halt den Rand, beschissenes Blag!“ brüllte er ihm hinterher. Das Kind machte einen Satz nach hinten, knallte mit dem Kopf gegen die Kante des Essenstisches. Wie als sei nichts gewesen, räumten die beiden Banditen ein paar Lebensmittel in einen Sack und verschwanden sofort. Leliel schenkte dem schon keine Beachtung mehr. Tränen bildeten sich in ihren Augen, während sie mit beiden Händen versuchte die Kehle ihres Mannes zuzuhalten, mit bloßen Händen. Blut spritzte hindurch, tränkte ihr Kleid in tiefes Rot. Es half alles nichts, der Mann verstarb noch binnen Minuten. Innerhalb weniger Augenblicke veränderte sich der bis dato verhältnismäßig ruhige Tag. Er veränderte ihr gesamtes Leben. Mit einem tiefen Schock in den Knochen, einem Weinkrampf nahe, stand die junge Frau auf, ging hinüber zu ihrem Sohn. Eine große Lache hatte sich um seinen Kopf gebildet, er rührte sich nicht. Nun konnte Leliel nicht mehr. Sie hielt sich ihren Handrücken vor den Mund, kniff die Augen zusammen und brach in Tränen aus. Mehrfach rief sie den Namen ihres Sohnes, nahm ihn zu sich und drückte ihn fest an sich. Kein Puls war mehr spürbar. Diese Monster waren einfach in ihr Haus gekommen, brachten sowohl ihren Mann als auch ihr Kind um und gingen, als sei nichts geschehen. Dieser Moment, dieser Tag, veränderte nicht nur das Leben der jungen Frau, sondern auch das vieler anderer. Eine Kette von Ereignissen wurde ins Rollen gebracht. Eine Kette, die auch gut 100 Jahre später noch Wellen schlug. Es dauerte Tage, bis Leliel registriert hatte, was nun Sache war. So bald wie möglich beerdigte sie ihre eigene kleine, geliebte Familie. Freunde und Bekannte, selbst fremde Dorfbewohner halfen ihr dabei. Irgendwo saßen sie alle im selben Boot. Alle litten unter der Tyrannei dieser Banditen. Viele erlitten Verluste, doch was tun? Hinaus kam niemand so einfach. Man lief unweigerlich Gefahr von einem der bewaffneten Kraftprotze entdeckt und getötet zu werden. Auf Hilfe von Außerhalb konnten sie kaum hoffen. Es musste etwas getan werden, doch da war das Dorf auf sich alleine gestellt. Noch bei dem Begräbnis ihrer Geliebten schwor sich Leliel etwas. Sie schwor es ihrem Mann, ihrem Kind. Es waren keine Rachegelüste, die sie verspürte. Sie versprach ihnen keine Vergeltung. Sie versprach den beiden, dass ihre Opfer, ihr Ableben nicht umsonst war. Und wenn Leliel scheitern würde, dann wäre sie wenigstens bald wieder bei den Menschen, welche sie am meisten liebte. Als die trauernde Witwe ihre Rose ins Grab hinabwarf, spürte sie den ersten Tropfen auf dem Kopf. Ihr Blick wanderte hinauf zu den grauen Wolken, welche sich gebildet hatten. Gedanken folgen ihr durch den Kopf. Werden sie jetzt auf sie Acht geben? Sahen sie von oben auf sie herab, beobachteten sie? Tränen kullerten die Wangen der Frau hinab. „Ihr fehlt mir...“, flüsterte sie in sich hinein. Es war einfach nicht fair. Eine Mutter hatte den Tod ihres Mannes und Sohnes zu verkraften. Sie verlor alles, was ihr im Leben wichtig war und musste mit dieser Last nun alleine leben. Sie musste leben. Ohne alles. Was war ihr Leben wert, wenn sie alleine war? Wenn sie niemanden mehr hatte? Es war keine Seltenheit, dass Leliel daran dachte, ihr Leben selbst zu beenden. Doch brachte sie es einfach nicht fertig. Auch der Tag der Beerdigung neigte sich dem Ende. Nicht nur der. Mehrere Tage zogen vorüber. Der Alltag der Frau war geprägt von weinen, essen und schlafen. Weinen, bis keine Tränen mehr übrig waren. Leliel verfiel in Depressionen, wusste nicht ein, nicht aus. Nicht selten schwelgte sie in Erinnerungen. In Erinnerungen an die Zeiten, wo das Leben noch süß war. Wo es Spaß machte. Wo sie gerne aufwachte und in das Gesicht ihres geliebten Mannes schaute. In das Gesicht ihres Lebenspartners. In das Gesicht des Menschen, mit dem sie bis an ihr Lebensende glücklich leben wollte. Niemals hätte sie geglaubt, dass diese Zweisam- durch den Sohn sogar Dreisamkeit ein so jähes Ende finden würde. An einem Tag sah sie wie so oft Erinnerungsstücke durch. Dabei fand sie auch einen Brief. Einen Brief, den ihr ihr Mann einst schrieb. Noch bevor die beiden ein Paar wurden und sogar heirateten. In diesem Brief, einem Liebesbrief, verglich er sie mit einem Engel. Ein verhaltenes Lächeln fand sich auf den Lippen der Frau wieder. Dieser Vergleich war nicht, wie in billigen Anmachsprüchen aus der Luft gegriffen. In der Tat ähnelte sie einem Engel und das kam nicht von ungefähr. Leliel war eine Magierin. Ihre Gaben waren die eines Lichtmagiers. Eines Engels, wenn man so wollte. Doch brach sie ihre Lehre bald ab. Sie traf auf ihren Zukünftigen und erachtete das Dasein als Magierin als unnötig. Es war ein weiterer Schlüsselmoment der Geschichte Fallen Angels. In diesem Augenblick fasste die Frau einen Entschluss. Sie würde sich erneut der Magie hingeben. Einzig und allein aus dem Grund, ein Zeichen zu setzen. Und wenn sie nichts gegen diese Tyrannei ausrichten konnte, so wollte sie es zumindest nicht unversucht lassen. Noch in derselben Nacht, schlich sich Leliel aus ihrem Haus. Dabei achtete sie darauf, dass sich nicht wieder irgendwelche Banditen in Hammerfell herumtrieben. So leise es ging schlich sie zur kleinen Dorfbibliothek. Diese war kaum als solche zu erkennen, waren es doch nur ein, zwei kleine Räume, gefüllt mit Büchern. Bücher, nach denen kein Fremder suchte. Doch zwischen diesen schier wertlosen Büchern waren auch Aufzeichnungen über die Magie, welche Leliel einst begann zu lernen. Diese Studien wollte sie wieder aufnehmen. Auch ihren Lehrer suchte sie am nächsten Tag auf. Es war ein in die Jahre gekommener, weißhaariger Greis. Er machte nach außen hin den Eindruck, als würde er es nicht mehr lange machen, doch für Leliel musste er es einfach noch aushalten. Das wandeln auf dieser grausamen, kalten Welt. Er selbst war viel zu schwächlich geworden, um auch nur an einen Widerstand zu denken. Allgemein barg das Dorf für die Banditen kaum eine ernstzunehmende Gefahr. Der ein oder andere Magier bewohnte das Dörfchen, doch waren es allesamt Amateure. Keiner davon würde sich auch nur trauen die Hand gegen die Gesetzlosen zu erheben. Darum war es auch so wichtig, dass sich einmal jemand auflehnte und ihnen die Stirn bot. Diese Person wollte Leliel sein. Darauf bereitete sie sich vor. Mehrere Monate trainierte sie mit dem alten Mann. Für das große ganze. Währenddessen arbeitete sie insgeheim daran, eine Art kleine Untergrundbewegung ins Rollen zu bringen. Sie suchte mutige Männer und Frauen, die sie unterstützen würden. Dabei traf sie auf viele offene Ohren. Leliel war bei weitem nicht die einzige, welche schwere Verluste zu verarbeiten hatte. Die Banditen raubten und nahmen sich, was sie wollten. So auch Frauen, welche sie im schlimmsten Fall als Lustobjekte gebrauchten. Darum schlossen sich der jungen, engagierten Frau immer mehr Mitstreiter an und die Gruppe wuchs, Stück für Stück. Viele begannen nun mit den Studien der Magie. Es waren Laien, die in ihr Hoffnung sahen. Vielleicht auch aus der Verzweiflung geboren, doch irgendetwas mussten sie unternehmen. Diese Unterdrückung konnte nicht ewig so weiter gehen. Nach weiteren Monaten harter Arbeit und Übung war es soweit. Der Grundstein wurde gelegt. Der Grundstein für eine Gilde der Freiheit und des persönlichen Friedens. Der Grundstein Fallen Angels wurde gelegt...
Monate dauerte es, bis aus dem Flüstern der Straßen, den Gerüchten, es gäbe eine Bewegung, die sich gegen die Banditen auflehnen würde, handfeste Realität wurde. Aus dem Klatsch und Tratsch des Alltags wurde Fakt. Es war ein windiger Tag. Die Wolken zogen nur so über Hammerfell und drohten damit, jeden Augenblick eine geballte Ladung Regen niederprasseln zu lassen, doch blieb es bei der Drohung. Kein einziger Tropfen fiel an diesem Tag. Es war um Mittag herum. Das Dorf war zu dieser Zeit am belebtesten. Der Perfekte Zeitpunkt für eine Ankündigung war gekommen. Das Podest, mitten auf dem Marktplatz war leer. Es war ein simples Gebilde aus Holzpfählen und Latten, welches für etwaige Redner oder Ankündigungen gedacht war. Ankündigungen, wie es auch an diesem Tage eine geben sollte. Nur war es keine erwartete. Niemand rechnete damit, dass es etwas zu berichten gab. Alles war wie immer. Das Dorf wurde tyrannisiert wie eh und je. An besagtem Tage hingegen, hatte sich noch kein einziger Bandit in Hammerfell blicken lassen. Leliel schritt durch das Dorf. Sie war stumm, ruhig. Ihr Blick nach unten gerichtet, die einzelnen Steine des gepflasterten Bodens betrachtend. Jedoch wurde ihr Blick verdeckt. Eine große, bis tief ins Gesicht gezogene Kapuze zierte ihren Kopf. Sie sammelte sich bereits, ihr Herzschlag wurde schneller. Es war Aufregung. Die junge Frau ging durch das Dorf, schnellen Schrittes setzte sie einen Fuß vor den anderen, bis sie schließlich in der Mitte angekommen war. Am Marktplatz. Erst dort, hob sie wieder ihren Blick an, schaute sich um. Vereinzelt erkannte sie Gesichter. Gesichter, welche sie klar und deutlich ihrer angestrebten Bewegung zuordnen konnte. Sobald Leliel in eines dieser Gesichter blickte, erntete sie ein Nicken. Man unterstützte sie, war bei ihr. Dennoch war die junge Frau aufgeregt. Tief atmete sie durch. Ihr wurde warm, sie begann zu schwitzen. Die kommenden paar Minuten könnten bereits das frühe Scheitern ihrer Bemühungen bedeuten, denn Leliel benötigte Rückenstärkung. Das Dorf musste geschlossen gegen die Tyrannei vorgehen. Anders würde es nichts bringen. Der Moment der Wahrheit war gekommen. Der erste Moment der Wahrheit, denn damit alleine war der große Plan von Freiheit und Frieden noch nicht in die Tat umgesetzt. Es war lediglich der erste Schritt zu einem Hammerfell in Freiheit. Einem Hammerfell, wie es früher war, bevor Banditen begannen es ausbeuteten. Ein letztes Mal atmete Leliel tief ein und aus. Sie spürte ihre Anspannung, doch half es alles nichts. Man baute auf sie. Als sie dann die wenigen Stufen hinaufging und das Podest betrat, erntete sie bereits die ersten, verwunderten Blicke. Dorfbewohner bemerkten, dass jemand den Platz der Ankündigungen betrat und sie wunderten sich, was dies zu bedeuten hatte. Dort stand nun jemand. Gleich auf dem Holzgebilde stand eine schmächtige, zierliche und in einen Mantel gekleidete Person. Die Kapuze tief ins Gesicht gezogen. Einen Moment verharrte Leliel in ihrer Pose, rührte sich kaum. In Gedanken ging sie bereits durch, was nun folgen sollte. Mehrfach hatte sie ihre Worte erprobt, alles über den Haufen geworfen und ihren Text neu verfasst. In diesem Moment, wo der große Zeitpunkt gekommen war, warf sie erneut alles über den Haufen. Leliel improvisierte, wollte frei heraus sprechen, statt sich an einen einstudierten Text zu halten. Nun war es soweit, es sollte beginnen. Sie breitete die Arme aus, vergrößerte mit dem Mantel ihre Körperfläche. „Hammerfell! Ich will zu dir sprechen! Zu euch sprechen!“, rief sie auf den Marktplatz heraus. Die Magierin suchte die Aufmerksamkeit der Leute, die sie ansprechen wollte. Um genauer zu sein, die Aufmerksamkeit eines jeden Dorfbewohners. Leliel wollte die Kräfte des Dorfes bündeln und es so von den Banditen befreien. Nun drehten sich bereits mehrere Menschen um, schauten in Richtung des Podestes. Das geschäftige Treiben, die Geräusche des Marktes, das übliche Handeln und feilschen, die Gespräche versiegten, eins nach dem anderen. Eine gespenstige Ruhe kehrte ein. Nur noch vereinzelt waren Stimmen zu hören. Viele fragende Geräusche kamen auf. Leliel hatte es geschafft, sich das Ohr des Dorfes zu leihen. „Hört! Ich habe etwas zu sagen!“, fuhr sie fort. „Ihr alle! WIR alle! Wir sind es doch leid! So kann es doch nicht weiter gehen! Ein jeder von uns muss bluten! Bluten, für das Wohl dieser dreckigen... Gesetzlosen!“ Sofort war klar, worum es ging. Sie sprach auf die Banditen an, welche eines jeden Essensvorräte plünderten, sich benahmen, als seien sie Könige, welche Steuern verlangen konnten. Natürlich gab es keinen im Dorf Ansässigen, dem das nicht stank. Ein jeder hatte genug davon und dennoch war die Zahl derjenigen, die etwas unternehmen wollten, oder konnten, gering. Ein jeder dachte nur an sein eigenes Wohl, hatte Angst für Widerstand bluten zu müssen. Leliel hatte genug davon. Und wenn es ihr eigenes Leben kosten würde, so wollte sie sich wehren. Zu verlieren hatte sie in ihren Augen so oder so kaum noch etwas. Das was ihr im Leben am liebsten war, wurde ihr bereits genommen. Aus purer Lust und Laune heraus. Andere Menschen, Bestien, haben sich dem einfach entledigt, was sie als ungebräuchlich betrachteten. Nach Leliels weiteren Worten ging ein Raunen durch die Menge. Unmut machte sich breit. Was tun? Was sollten die einfachen Leute gegen bewaffnete, körperlich starke Banditen ausrichten? Es war nicht nur eine kleine Gruppe von drei bis fünf Mann. Ein ganzes Lager hatten sie sich errichtet, unweit vom Dorf. Die genaue Zahl der Männer war nicht einmal bekannt, doch kamen dem Anschein nach täglich andere, um sich am Hab und Gut der Menschen zu bedienen. „Was willst du unternehmen?!“, warf ein Dorfbewohner ein und übertönte damit das Geflüster und Getuschel, welches sich unter den Anwesenden breit machte. „Ja genau! Was?!“, folgte gleich von einer weiteren Person. Das Getuschel wurde lauter. Der Unmut der Leute keimte auf. Leliel musste sich erneut Gehör verschaffen. „So wartet! Lasset mich ausführen!“, brüllte sie nun schon. Daraufhin riss sie sich die Kapuze vom Kopf, offenbarte ihre Identität. Man erkannte sie. In einem Dorf wie diesem kannte jeder jeden und so auch jeder sie. Was sollte eine Frau wie sie, welche Mann und Kind verloren hat, gegen die Banditen unternehmen? Sowohl der Gedanken, der sich in beinahe jedem Kopfe breit machte. Außer in den Köpfen derjenigen, welche sie bereits unterstützen und sich inmitten der Menge befanden. „Wir müssen uns auflehnen! Wollt ihr ihnen bis an euer Lebensende dienen?! WIR müssen uns auflehnen. Nicht ich, nicht du, auch nicht ihr!“ Die Frau deutete auf einzelne Personen, Personengruppen. „WIR alle müssen uns wehren. Nur gemeinsam können wir überhaupt etwas gegen sie ausrichten! Ich verspreche euch nicht, dass es einfach werden wird. Ich verspreche nicht, dass ihr das behalten werdet, was euch wichtig ist...“ Leliel schaute bedrückt nach unten. Tränen bildeten sich in ihren Augen, ehe sie wieder aufblickte. „Natürlich wird es seinen Preis haben! Doch denkt an das Ziel! Denkt daran, wie ihr einst in ein friedliches Dorf hineingeboren wurdet! Was ist mit euren Kindern?! Mit eures Kindeskindern?! Sie sind es, für die ihr euch einsetzen solltet, für die WIR uns einsetzen müssen! Für eine friedliche Zukunft müssen wir kämpfen!“ Die Menge schwieg. Analysierend schauten Leliels Anhänger sich um, versuchten die Stimmung der Dorfbewohner zu deuten. Plötzlich unterbrach eine andere Stimme die Ruhe. „Für unsere Kinder!“ brüllte ein Mann. Ein Mann, welcher bereits zur Bewegung gehörte und die Menge mitreißen wollte. Nun begannen auch die anderen es ihm gleichzutun. Vereinzelt standen sie über den Platz verteilt, riefen Leliel ihre Unterstützung zu, entfachten eine neue Stimmung unter den Anwesenden. Eine positivere. Einzelne Dorfbewohner ließen sich mitreißen. Es funktionierte wie der Schneeballeffekt. Immer mehr Leute rissen die Arme in die Luft, ihre Fäuste. „Ja genau!“, „Schluss mit der Tyrannei!“ Die Fürsprecher wurden mehr und mehr. Langsam erarbeitete die Witwe sich das Vertrauen und die Unterstützung der Dorfbewohner. Nach einiger Zeit bat sie erneut um Ruhe. Ihr Gemüt erheiterte. Ein Gefühl von Euphorie entstand. Ein positives Gefühl, wie sie es lange nicht verspürte. Die Menge tat ihr den Gefallen und verstummte. Die Frau auf dem Podest blickte erneut zu Boden. Es wurde so leise, dass ein jeder eine Nadel hätte hören können, welche zu Boden gefallen wäre. Drum sprach Leliel leiser. „Ein jeder von uns hat bereits etwas verloren... jemanden verloren.“ Sie legte eine kurze Pause ein, kehrte in sich. „Sein Heim... Sein Hab und Gut.“ Sie schaute auf, ließ ihren Blick durch die Gesichter der Anwesenden gleiten. „Seine Familie.“, Die Tränen, welche sich in ihren Augen gebildet hatte, suchten sich ihren Weg nach unten und tropften zu Boden, ehe Leliel ihre rechte Faust in den Himmel reckte. „Auf das wir unseren Frieden finden. Auf das die gefallenen Engel ihre Flügel wieder erlangen, um gen Himmel fliegen zu können!“ Den letzten Satz brüllte Leliel in den Himmel und sorgte somit für eine Welle der Gefühlsausbrüche. Schier jeder Anwesende tat es ihr gleich. Ein jeder reckte die Fäuste in die Luft. Alle brüllten sie Parolen der Mut Zusprechung. „Für Hammerfell!“ „Für unsere Kinder!“ „Für die Freiheit!“ Ein jeder hatte seine eigene Motivation, doch das Ziel eines jeden war dasselbe. Der Zusammenschluss war getan. Leliel bewegte das gesamte Dorf dazu, zusammenzuhalten. Nun erwartete man von ihr einen Plan. Wie wollte sie vorgehen? Der Plan war ja bereits geschmiedet und somit auch schnell erzählt.
Auch wenn es schwerfiel, so mussten die Menschen sich verhalten, wie sie es zuvor taten. Man musste die Tyrannei noch für eine weitere Zeit über sich ergehen lassen. Die Zeit war wichtig und wurde gebraucht um etwas aufzubauen. So gut es ging sollten die Leute, welche Potenziale aufwiesen, unterrichtet werden, ausgebildet werden. Ob im Kampf oder sogar in der Magie. Das Dorf sollte umgestaltet werden. Soldaten wurden gebraucht. Kämpfer, welche sich wehren konnten. Es würde Blut kosten, doch war ein Kampf unerlässlich, um wieder in Freiheit leben zu können. Mit einfachen Worten waren die Banditen wohl nicht davon zu überzeugen, dass sie gehen sollten. Es wurden geheime Treffen vereinbart. Keller sollten dafür verwendet werden, sich heimlich zu treffen, ohne das die Tyrannen davon erfahren konnten. Damit sie keinen Wind davon bekamen, was vor sich ging. Sonst würden sie die Gegenbewegung im Keime ersticken und vielleicht sogar mit mehr Gewalt gegen Hammerfell vorgehen. Das wäre das genaue Gegenteil von dem, was jeder sich erhoffte. Natürlich gab es den einen oder anderen Zweifler unter den Dorfbewohnern, doch im Allgemeinen befürwortete man Leliels Plan. Den Plan ihrer Bewegung. Denn hinter ihr standen ja bereits eine Hand voll Personen.
Es folgte eine Zeit der Vorbereitung. Ab nun hieß es schwer und hart dafür arbeiten. Arbeiten für ein großes Ziel. Man arbeitete auf einen einzigen Moment hinaus. Als Gruppe, als Gemeinschaft. Der Tag wurde bereits vom Moment der Rede Leliels ersehnt. Der Tag, an dem man den Banditen die Stirn bieten und sich frei kämpfen würde. Eine gewaltige Maschinerie kam in Gang. Im geheimen arbeiteten die Menschen an ihren Fähigkeiten, an Plänen für Waffen, die unentdeckt blieben sollten um die Banditen eines Tages zu überraschen und in die Flucht schlagen zu können. [...]

References: §1

§1

§1

§1

§2

§2
 §2

§3

§3

§3