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Timestamp: 2016-10-28 10:19:15+00:00

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vertreten durch Rechtsanw�ltin Angela Roos,
X.________ ist am 9. August 1962 in der Ukraine als Staatsangeh�rige der Sowjetunion geboren und dort aufgewachsen. In ihrer Heimat hat sie ein Elektroingenieur-Studium absolviert. Am 14. Januar 1984 heiratete sie einen aus der Russischen Sowjetrepublik stammenden Landsmann, zog mit ihm in das heutige Russland und erwarb, als die Sowjetunion 1991 aufgel�st wurde, die russische Staatsangeh�rigkeit. Im Jahr 1984 kam der gemeinsame Sohn zur Welt. Nach der Scheidung von ihrem russischen Ehegatten im April 1994 reiste X.________ im Juni des gleichen Jahrs erstmals als T�nzerin (Kurzaufenthaltsbewilligung L) in die Schweiz ein und lernte den Schweizer B�rger Y.________ (geb. 1948) kennen. In der Folge arbeitete sie w�hrend mehrerer Kurzaufenthalte in der Schweiz, bis sie am 29. November 1996 Y.________ heiratete. Gest�tzt auf die Heirat wurde X.________ eine Aufenthaltsbewilligung und am 12. August 2002 die Niederlassungsbewilligung erteilt. Der Sohn aus erster Ehe kam 1998 im Rahmen des Familiennachzugs in die Schweiz. Er ist verheiratet und verf�gt �ber eine Aufenthaltsbewilligung im Kanton Aargau. Am 17. M�rz 2004 wurde die Ehe von X.________ mit Y.________ geschieden.
X.________ ist seit dem 1. April 2005 auf Sozialhilfe angewiesen und geht seither keiner Erwerbst�tigkeit mehr nach. Das Sozialamt gab dem Amt f�r Migration im Juli 2005 als Grund f�r die Unterst�tzungsbed�rftigkeit an, dass die Betroffene nicht vermittlungsf�hig und psychisch sowie physisch angeschlagen sei. Am 30. September 2005 verwarnte das Amt f�r Migration des Kantons Luzern X.________ erstmals wegen ihrer F�rsorgeabh�ngigkeit und stellte ihr den Widerruf der Niederlassungsbewilligung in Aussicht, sollte sie ein Jahr sp�ter immer noch Sozialhilfe beziehen.
X.________ leidet an nie abgekl�rten, sie auf dem Arbeitsmarkt behindernden Lebensmittelallergien, Schmerzen und psychischen Gesundheitsbeeintr�chtigungen. Ein im Jahre 2004 erlittener Unfall wird als Ausl�ser der gesundheitlichen Probleme angegeben und ihre Erwerbsunf�higkeit wurde haus�rztlich mehrfach best�tigt. Mit Verf�gung vom 11. Mai 2006 lehnte die Invalidenversicherung Luzern das Leistungsgesuch von X.________ ab. Sie stellte fest, es liege keine Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit als Elektroingenieurin vor. Gem�ss Arztzeugnis vom 1. September 2007 soll X.________ jedoch wegen verschiedener chronischer Beschwerden nur noch in einem gesch�tzten Rahmen eine Erwerbst�tigkeit aus�ben k�nnen. Auf ein Wiedererw�gungsgesuch vom 30. September 2008 trat die IV-Versicherung mit Verf�gung vom 11. November 2008 nicht ein, da keine neuen Tatsachen geltend gemacht wurden.
Mit Verf�gung vom 16. Dezember 2008 ermahnte das Amt f�r Migration X.________ erneut und stellte ihr den Widerruf der Niederlassungsbewilligung in Aussicht.
Eine dritte IV-Anmeldung erfolgte am 19. Februar 2010 �ber das Sozialamt der Stadt Luzern mit dem Hinweis, dass psychische Schwierigkeiten vermutet werden und eine psychiatrische Abkl�rung notwendig sei. Die Invalidenversicherung trat auf das neue Wiedererw�gungsgesuch mit Verf�gung vom 20. April 2010 wiederum nicht ein.
Mit Verf�gung vom 2. Juli 2010 hat das Amt f�r Migration des Kantons Luzern die Niederlassungsbewilligung von X.________ wegen F�rsorgeabh�ngigkeit widerrufen.
Die von X.________ zun�chst beim Justiz- und Sicherheitsdepartement und sodann beim Verwaltungsgericht des Kantons Luzern erhobenen Rechtsmittel blieben erfolglos.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 23. November 2011 beantragt X.________, das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 17. Oktober 2011, die Verf�gung des Amtes f�r Migration vom 2. Juli 2010 sowie den Entscheid des Justiz- und Sicherheitsdepartements des Kantons Luzern vom 10. Januar 2011 aufzuheben und das Amt f�r Migration anzuweisen, ihr weiterhin die Niederlassungsbewilligung "zu erteilen, resp. zu verl�ngern". Zudem ersucht sie, der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zuzuerkennen und ihr sei die unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung zu gew�hren.
Das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern sowie das Bundesamt f�r Migration schliessen auf Abweisung der Beschwerde. Das Amt f�r Migration sowie das Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Luzern liessen sich nicht vernehmen.
Mit Verf�gung vom 28. November 2011 hat der Pr�sident der II. �ffentlich-rechtlichen Abteilung der Beschwerde aufschiebende Wirkung zuerkannt.
1.1 Gegen kantonal letztinstanzliche Entscheide �ber den Widerruf der Niederlassungsbewilligung ist die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten zul�ssig (Art. 82 lit. a, Art. 83 lit. c Ziff. 2 [e contrario] und Art. 86 Abs. 1 lit. d und Abs. 2 BGG; BGE 135 II 1 E. 1.2.1 S. 4; Urteil 2C_401/2012 vom 18. September 2012 E. 1.3; 2C_478/2010 vom 17. November 2010 E. 2, nicht publ. in: BGE 137 II 10), und die Beschwerdef�hrerin ist zur Ergreifung dieses Rechtsmittels befugt (Art. 89 BGG). Auf die rechtzeitig eingereichte Beschwerde ist daher grunds�tzlich einzutreten.
Nicht einzutreten ist jedoch auf den Antrag, (auch) die unterinstanzlichen Entscheide aufzuheben. Aufgrund des Devolutiveffekts der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann einzig das vorinstanzliche Urteil angefochten werden, wobei der unterinstanzliche Entscheid inhaltlich als mitangefochten gilt (BGE 134 II 142 E. 1.4 S. 144; 129 II 438 E. 1 S. 441, mit Hinweisen).
Die Niederlassungsbewilligung wird unbefristet und ohne Bedingungen erteilt (Art. 34 Abs. 1 AuG). Wird das den Widerruf der Niederlassungsbewilligung best�tigende Urteil aufgehoben, gilt die Bewilligung weiter. Sie muss daf�r weder wiedererteilt noch verl�ngert werden (zur Verl�ngerung der Kontrollfrist vgl. PETER UEBERSAX, in: Uebersax/ Rudin/Hugi Yar/Geiser (Hrsg.), Ausl�nderrecht, 2. Aufl. 2009, Rz. 7.282; vgl. zum ANAG: derselbe, Ausl�nderrecht, 2002, Rz. 5.101).
1.3 Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, wie die Vorinstanz ihn festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann diesen bloss berichtigen oder erg�nzen, falls er offensichtlich unrichtig oder in Verletzung wesentlicher Verfahrensrechte ermittelt worden ist (Art. 105 Abs. 2 BGG). Der Betroffene muss dartun, dass und inwiefern der festgestellte Sachverhalt in einem entscheidwesentlichen Punkt klar und eindeutig mangelhaft erscheint (vgl. Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 133 II 249 E. 1.4.3 S. 254 f.; 133 III 350 E. 1.3 S. 351, 393 E. 7.1 S. 398, 462 E. 2.4 S. 466). Auf rein appellatorische Kritik an der Sachverhaltsermittlung oder der Beweisw�rdigung tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 136 II 101 E. 3 S. 104 f.). Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen nur soweit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG; vgl. BGE 135 I 143 E. 1.5 S. 146 f.).
Beim Arztbericht von Dr. med. Z.________ vom 20. M�rz 2012 sowie beim Schreiben der IV-Stelle Luzern vom 19. Dezember 2012 an die Beschwerdef�hrerin handelt es sich um so genannte "echte Noven", die im bundesgerichtlichen Verfahren in jedem Fall unzul�ssig sind (BGE 133 IV 342 E. 2.1 S. 344).
2.1 Gem�ss Art. 63 Abs. 1 lit. c AuG kann die Niederlassungsbewilligung widerrufen werden, wenn ein Ausl�nder oder eine Person, f�r die er zu sorgen hat, dauerhaft und in erheblichem Mass auf Sozialhilfe angewiesen ist. Die Niederlassungsbewilligung von Ausl�ndern, die sich seit mehr als 15 Jahren ununterbrochen und ordnungsgem�ss in der Schweiz aufhalten, kann allerdings nicht mehr nach Art. 63 Abs. 1 lit. c AuG widerrufen werden (Art. 63 Abs. 2 AuG).
2.2 Auch wenn die Beschwerdef�hrerin bereits zwischen 1994 und 1996 regelm�ssig als Kurzaufenthalterin in der Schweiz arbeitete, konnte sie sich im Zeitpunkt der Widerrufsverf�gung des Amts f�r Migration vom 2. Juli 2010 noch nicht auf einen mehr als f�nfzehnj�hrigen ununterbrochenen und ordnungsgem�ssen Aufenthalt in der Schweiz berufen. Denn in der Zeit als sie sich in der Schweiz mit einer L-Bewilligung aufhielt, war ihr Aufenthalt nicht ununterbrochen. Erst seit 1996 hat sie sich mit einem fortw�hrenden Anwesenheitstitel in der Schweiz aufgehalten. Da das Gesetz ausdr�cklich einen ununterbrochenen Aufenthalt verlangt, f�llt auch eine Addierung der verschiedenen, nicht fortlaufenden Aufenthaltszeiten als Kurzaufenthalterin ausser Betracht.
Damit dauerte der massgebende Aufenthalt der Beschwerdef�hrerin im Zeitpunkt des Widerrufs durch das Amt f�r Migration 14 Jahre. Es ist nicht zu beanstanden, die Pr�fung, ob die Aufenthaltsdauer von 15 Jahren nach Art. 63 Abs. 2 AuG bereits erreicht ist, auf den Zeitpunkt der Verf�gung des Widerrufs durch die erste Instanz vorzunehmen. Angesichts der Verz�gerungsm�glichkeiten in mehrstufigen Rechtsmittelverfahren geht es nicht an, auf einen sp�teren Zeitpunkt abzustellen (vgl. BGE 137 II 10 E. 4.2 S. 12 mit Hinweisen). Es besteht vorliegend kein Anlass, auf diese Rechtsprechung zur�ckzukommen. Entgegen der Meinung der Beschwerdef�hrerin steht demnach Art. 63 Abs. 2 AuG dem Widerruf der Niederlassungsbewilligung vorliegend nicht entgegen. Der fr�here Aufenthalt der Beschwerdef�hrerin als Kurzaufenthalterin ist bei der Pr�fung der Verh�ltnism�ssigkeit zu ber�cksichtigen.
2.3 Nach geltender Praxis ist der Widerrufsgrund wegen F�rsorgeabh�ngigkeit nach Art. 63 Abs. 1 lit. c AuG erf�llt, wenn konkret die Gefahr einer fortgesetzten und erheblichen F�rsorgeabh�ngigkeit besteht. Blosse finanzielle Bedenken gen�gen nicht. Neben den bisherigen und den aktuellen Verh�ltnissen ist auch die wahrscheinliche finanzielle Entwicklung auf l�ngere Sicht abzuw�gen. Ein Widerruf soll in Betracht kommen, wenn eine Person hohe finanzielle Unterst�tzungsleistungen erhalten hat und nicht damit gerechnet werden kann, dass sie in Zukunft f�r ihren Lebensunterhalt sorgen wird (vgl. zum AuG: Botschaft vom 8. M�rz 2002, BBl 2002 3810 Ziff. 2.9.2 zu Art. 62; Urteil 2C_74/2010 vom 10. Juni 2010 E. 3.4 mit Hinweis; zum ANAG: BGE 119 Ib 1 E. 3b S. 6; 123 II 529 E. 4 S. 533; Urteil 2C_358/2011 vom 28. November 2011 E. 3.3). Nach gefestigter Rechtsprechung stellen Sozialversicherungsleistungen unter Einschluss der Erg�nzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung keine Sozialhilfe im Sinne von Art. 63 Abs. 1 lit. c (bzw. Art. 62 lit. e) AuG dar (BGE 135 II 265 E. 3.7 S. 272 mit Hinweis). Im �brigen sprechen nach einer �ber zehnj�hrigen Anwesenheit in der Schweiz in der Regel gewichtige Interessen gegen die Entfernung eines Ausl�nders wegen Bed�rftigkeit (vgl. BGE 119 Ib 1 E. 4c S. 8 sowie Urteil 2C_358/2011 vom 28. November 2011 E. 3.3).
Gem�ss den Feststellungen der Vorinstanz bezieht die Beschwerdef�hrerin seit April 2005 Sozialhilfe, wobei sich die Gesamtsumme der ausgerichteten Unterst�tzungsleistungen auf �ber Fr. 90'000.-- bel�uft. Auch gegenw�rtig ist die Beschwerdef�hrerin auf Sozialhilfe angewiesen. Ob und inwieweit die Beschwerdef�hrer ein Verschulden an der Sozialhilfebed�rftigkeit trifft, bildet nicht eine Frage des Vorliegens des Widerrufsgrundes, sondern der nach Art. 96 AuG vorzunehmenden Verh�ltnism�ssigkeitspr�fung (vgl. BBl 2002 3810 zu Art. 62; Berichterstatterin Leuthard und Nationalrat Pfister in: AB 2004 N 1087 und 1089 f. als Antwort auf die Bedenken und Minderheitsantr�ge der Nationalr�te Janiak, Gross und Vischer in: AB 2004 N 1086 f.). Die Vorinstanz ist damit zu Recht davon ausgegangen, dass der Widerrufsgrund vorliegend erf�llt ist.
3.1 Nach Art. 63 AuG "kann" die Niederlassungsbewilligung widerrufen werden. Die Massnahme muss - wie jedes staatliche Handeln - verh�ltnism�ssig sein (vgl. Art. 5 Abs. 2 BV; Art. 96 AuG). In der Botschaft vom 8. M�rz 2002 zum Ausl�ndergesetz wird ausgef�hrt, dass eine unverschuldete Sozialhilfeabh�ngigkeit zu einem ernst zu nehmenden Problem werden k�nne, weshalb die Beh�rden weiterhin eine sorgf�ltige Pr�fung des Einzelfalles vorzunehmen h�tten. Zus�tzlich wird darauf hingewiesen, dass bereits von altrechtlichen Ausweisungen wegen Sozialhilfeabh�ngigkeit nur sehr zur�ckhaltend Gebrauch gemacht wurde (BBl 2002 3810 zu Art. 62; vgl. ANDREAS Z�ND, Beendigung der Anwesenheit, Entfernung und Fernhaltung, in: Uebersax/M�nch/Geiser/Arnold [Hrsg.], Rz. 6.32; SILVIA HUNZIKER, in: Caroni/ G�chter/Thurnherr [Hrsg.] Handkommentar zum AuG, N 21 zu Art. 63 S. 619 f.; MARC SPESCHA, in: Spescha/Th�r/Z�nd/Bolzli, OF-Kommentar Migrationsrecht, 3. Aufl. 2012, AuG N 11 zu Art. 63 S. 183). Die Hintergr�nde, warum eine Person sozialhilfeabh�ngig wurde, m�ssen daher in den Entscheid einbezogen werden. Oft werden gerade Frauen, die gem�ss der traditionellen Rollenverteilung w�hrend der Ehe den Haushalt besorgt und Betreuungsaufgaben �bernommen haben, von der Sozialhilfe abh�ngig, wenn die Ehe scheitert oder durch den Tod des Ehegatten endet, was wiederum ausl�nderrechtlich zum Widerruf der Bewilligung f�hren kann.
3.2.1 Die Beschwerdef�hrerin ist ausgebildete Elektroingenieurin. Als sie 1996 im Alter von 34 Jahren zu ihrem schweizerischen Ehegatten in die Schweiz kam, liess sie sich zur �bersetzerin ausbilden und arbeitete danach auf diesem Beruf f�r die Firma A.________ und in der Folge als Selbst�ndigerwerbende (Auftr�ge der Firmen A.________ und B.________ SA, �bersetzungen im Spital C.________). Zus�tzlich absolvierte sie eine Ausbildung als Nailkosmetikerin sowie einen Lehrgang auf dem Gebiet der Meridianmassage und war auch in diesem Bereich erwerbst�tig. Wie erfolgreich ihre Erwerbst�tigkeit war, l�sst sich schwer beurteilen, da sie ja damals mit ihrem Ehemann zusammenwohnte und damit nicht finanziell auf sich allein gestellt war, indessen kann jedenfalls aus ihren aktenkundigen Bem�hungen geschlossen werden, dass sie sich ernsthaft um ihre Integration in die hiesige Arbeitswelt sorgte und sich f�r ihr berufliches Fortkommen entsprechend einsetzte.
Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, sie habe im Jahr 2004 einen Unfall erlitten (Schlag auf den Hinterkopf durch unachtsam hingestellten Rucksack) und die dadurch verursachten Beschwerden h�tten sie zur Aufgabe der Erwerbst�tigkeit gezwungen. Am 17. M�rz 2004 wurde die Ehe der Beschwerdef�hrerin mit ihrem schweizerischen Ehemann, dessen Alkoholproblem und damit verbundene Gewaltt�tigkeit die ehelichen Schwierigkeiten verursacht haben soll, geschieden. Als die Ehe aufgel�st wurde, ging die Beschwerdef�hrerin offenbar keiner Erwerbst�tigkeit nach und der monatliche Unterhaltsbeitrag des ehemaligen Ehemannes in H�he von Fr. 800.-- (bis August 1996) erlaubte es ihr nicht, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Es kam zu Betreibungen. Gleichzeitig litt die Beschwerdef�hrerin weiterhin an gesundheitlichen Beeintr�chtigungen, die die Aufnahme einer Erwerbst�tigkeit hinderten und die die Beschwerdef�hrerin haupts�chlich auf das Unfallereignis im Jahr 2004 zur�ckf�hrte. Seit 16. September 2004 war die Beschwerdef�hrerin zur Arbeitsvermittlung und zum Bezug von Arbeitslosenentsch�digung angemeldet. Mit Verf�gung der Arbeitslosenkasse vom 14. M�rz 2005 wurde sie aber ab 1. Februar 2005 als nicht vermittlungsf�hig erkl�rt und erh�lt seither finanzielle Unterst�tzung von der Sozialhilfe.
3.2.2 Die Vorinstanz wirft der Beschwerdef�hrerin vor, trotz mehrfacher ausl�nderrechtlicher Verwarnung nichts unternommen zu haben, um eine Erwerbst�tigkeit aufzunehmen, und auch ihrer Mitwirkungspflicht nicht gen�gend nachgekommen zu sein. Diese Feststellungen sind an sich nicht unzutreffend, aber die vorgeworfene Unt�tigkeit bzw. mangelnde Mitwirkung ist vorliegend im Licht der konkreten Verh�ltnisse der Beschwerdef�hrerin zu beurteilen.
Angesichts ihrer Deutschkenntnisse sowie ihrer Ausbildung wird von der Beschwerdef�hrerin erwartet, dass sie ihrer Mitwirkungspflicht nachkommt, Sendungen entgegen nimmt und beantwortet sowie aufgrund der Mahnungen/Verwarnungen ihr Verhalten anpasst, wozu sie aber aus gesundheitlichen Gr�nden nicht in der Lage zu sein scheint. Vorliegend f�llt auf, dass es trotz seit Jahren andauernder gleicher und den kantonalen Beh�rden bekannter Symptomatik bisher nicht zu einer umfassenden �rztlichen Abkl�rung gekommen ist. Mit ein Grund ist vermutlich die mangelnde Krankheitseinsicht bzw. Mitwirkung der Betroffenen, was wohl aber wiederum haupts�chlich auf die vom Sozialdienst bereits vor der ersten fremdenpolizeilichen Verwarnung festgestellten psychischen Beeintr�chtigungen der Betroffenen zur�ckzuf�hren ist. Das Sozialamt begr�ndete die Unterst�tzungsleistungen von Anfang an mit den gesundheitlichen Beeintr�chtigungen der Beschwerdef�hrerin. Der Hausarzt attestierte dieser denn auch zumindest vom 1. September 2007 bis zum 26. Februar 2010 ausdr�cklich eine 100%-ige Arbeitsunf�higkeit. Es trifft zu, dass die Beschwerdef�hrerin bisher erfolglos an die Invalidenversicherung gelangt ist. Sie war im IV-Verfahren aber nicht anwaltlich vertreten und wurde in jenem Verfahren offensichtlich auch nicht von einem Sozialdienst oder einer Beratungsstelle begleitet. Sie f�llte das einschl�gige Formular jeweils selber und nur unvollst�ndig bzw. so aus, dass eine Abweisung des ersten Gesuchs bzw. ein Nichteintreten auf die beiden nachfolgenden Wiedererw�gungsgesuche geradezu voraussehbar waren. Zudem blieben die ihr zugestellten Anfragen meistens nicht oder ungen�gend beantwortet. Auch den Aufforderungen der Ausl�nderbeh�rde, �ber ihre Situation Auskunft zu geben bzw. sich zur vorgesehenen ausl�nderrechtlichen Massnahme zu �ussern, kam sie im �brigen regelm�ssig nicht oder erst nach Erhalt mehrerer Mahnungen nach. Es trifft zu, dass die Beschwerdef�hrerin ihre Mitwirkungspflicht insofern nur ungen�gend erf�llt hat. Im Fall einer psychisch angeschlagenen Person kann die Mitwirkungspflicht jedoch an Grenzen stossen bzw. verm�gen auch Mahnungen/Androhungen unter Umst�nden kaum die erwartete Wirkung zu zeitigen, wobei dies der psychisch beeintr�chtigten Person nicht ohne weiteres zum Vorwurf gemacht werden kann. Bei einer Gesamtbetrachtung f�llt auf, dass die Beschwerdef�hrerin offensichtlich nicht in der Lage ist, sich allein in angemessener Weise um ihre administrativen Angelegenheiten zu k�mmern. Aus dem Arztzeugnis vom 2. M�rz 2011 geht hervor, dass bei der Beschwerdef�hrerin eine gravierende psychische Erkrankung mit paranoiden Symptomen vorliege, die unbedingt fach�rztlich abgekl�rt und behandelt werden sollte. Selbst wenn - wie die Vorinstanz erw�hnt - Beurteilungen durch Haus�rzte in Zweifelsf�llen eher zugunsten der Patienten ausfallen m�gen, �ndert dies nichts an der Tatsache, dass die �rztliche Aussage vorliegend mit der seit Jahren andauernden schwer nachvollziehbaren Verhaltensweise �bereinzustimmen scheint. Die empfohlene fach�rztliche Abkl�rung der gesundheitlichen Beschwerden, namentlich der psychischen Erkrankung der Beschwerdef�hrerin wurde bis anhin auch von der Invalidenversicherung nicht vorgenommen, obwohl auch das Sozialamt ausdr�cklich auf die Notwendigkeit einer psychiatrischen Abkl�rung hingewiesen hatte. Vorliegend bestehen somit starke Indizien, die darauf hindeuten, dass die F�rsorgeabh�ngigkeit der Beschwerdef�hrerin nicht oder gr�sstenteils nicht selbst verschuldet ist. Im �brigen ist nicht ausgeschlossen, dass ein Wiedererw�gungsgesuch bei der Invalidenversicherung, vorausgesetzt die Beschwerdef�hrerin wird in diesem Verfahren entsprechend engmaschig begleitet und unterst�tzt, zu einem positiven Ausgang f�hren k�nnte, womit eine zuk�nftige Sozialhilfeabh�ngigkeit entfiele.
3.2.3 Nach ihrer Einreise in die Schweiz hat sich die Beschwerdef�hrerin bem�ht, schnell gute Deutschkenntnisse zu erwerben, und hat sich in den folgenden Jahren, wie bereits erw�hnt, f�r ihr berufliches Fortkommen eingesetzt. Aufgrund der fehlenden Erwerbst�tigkeit und der F�rsorgeabh�ngigkeit kann im heutigen Zeitpunkt zwar trotz langer Aufenthaltsdauer (im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils �ber 15, bei Ber�cksichtigung der Kurzaufenthalte ungef�hr 17 Jahre), abgesehen von den guten Deutschkenntnissen, nicht von einer besonders guten Integration der Beschwerdef�hrerin in die hiesigen Verh�ltnisse die Rede sein. Da die psychische Erkrankung mit ein Grund f�r die heutige Situation darstellt, kann diese der Beschwerdef�hrerin allerdings nicht unbesehen zum Vorwurf gemacht werden. Entgegen der Vorinstanz kann auch nicht gesagt werden, die Beschwerdef�hrerin sei in strafrechtlicher Hinsicht aktenkundig geworden. Der fragliche Polizeirapport aus dem Jahr 2010 betrifft einen angeblichen Hausfriedensbruch (Besuch eines Gesch�fts trotz von der Beschwerdef�hrerin bestrittenem m�ndlichem Hausverbot) und f�llt ausl�nderrechtlich nicht ins Gewicht, zumal auch keine Verurteilung ersichtlich ist. Haupts�chliche Bezugsperson der Beschwerdef�hrerin ist ihr Sohn aus erster Ehe, der mit seiner Ehefrau im Kanton Aargau lebt. Ihren Angaben zufolge pflegt die Beschwerdef�hrerin engen Kontakt zum Sohn sowie zur Schwiegertochter.
Die Beschwerdef�hrerin ist in der heutigen Ukraine (damals Sowjetunion) aufgewachsen, hat danach 10 Jahre zusammen mit ihrem ersten Ehemann und 3 Jahre teilweise (Kurzaufenthalte in der Schweiz erforderten regelm�ssige R�ckreise) im heutigen Russland gelebt. Da sie im Zeitpunkt der Aufl�sung der Sowjetunion (21. Dezember 1991) in Moskau lebte, wurde sie russische Staatsangeh�rige. Damit verf�gt sie heute ausschliesslich �ber die russische Staatsangeh�rigkeit. Der von der Vorinstanz erw�hnte Pass vom 20. Januar 1984 ist ein Pass der damaligen Sowjetunion (die Ukraine als Staat gab es noch nicht), in dem die Volkszugeh�rigkeit (Ukraine) aufgef�hrt wurde. Aufgrund dieses Eintrags im sowjetischen Pass vermuteten die kantonalen Beh�rden f�lschlicherweise, die Beschwerdef�hrerin besitze auch die ukrainische Staatsangeh�rigkeit.
Es trifft zu, dass in Russland grunds�tzlich alle B�rger Zugang zur medizinischen Grundversorgung haben. Die Beschwerdef�hrerin hat in Russland jedoch keine Familienangeh�rigen und verf�gt dort �ber kein Beziehungsnetz. Auch als russische Staatsangeh�rige k�nnte sie m�glicherweise in die Ukraine reisen, wo ihre Familie lebt. Abgesehen davon, dass sie gem�ss ihren Angaben in ihrer Familie Opfer schwerer sexueller �bergriffe wurde, ist nicht bekannt, ob sie dort �berhaupt aufgenommen werden k�nnte. Dass sie in der Ukraine von staatlicher Stelle unterst�tzt werden k�nnte, ist wenig wahrscheinlich, zumal sie auch nicht ukrainische Staatsangeh�rige ist. Mit Blick auf die psychischen Probleme der Beschwerdef�hrer erscheint �usserst zweifelhaft, ob die Betroffene �berhaupt in der Lage w�re, sich ohne Hilfe aktiv um ihre Wiedereingliederung in einem neuen Umfeld zu k�mmern, und ob insofern eine Ausreise aus der Schweiz als zumutbar betrachtet werden k�nnte.
3.3 Zusammenfassend ergibt sich, dass die F�rsorgeabh�ngigkeit vorliegend gr�sstenteils nicht als selbst verschuldet zu betrachten und die beanstandete mangelnde Mitwirkung seitens der Beschwerdef�hrerin haupts�chlich durch deren psychischen Beeintr�chtigungen bedingt ist. Weiter ist zu ber�cksichtigen, dass eine soziale Wiedereingliederung der Beschwerdef�hrerin in Russland, wo sie �ber keine Familienangeh�rigen verf�gt, nach �ber 15 Jahren Landesabwesenheit vor allem aufgrund ihrer psychischen Schwierigkeiten als sehr problematisch erscheint. Die Vorinstanz hat diesen Umst�nden im Rahmen der Verh�ltnism�ssigkeitspr�fung nicht gen�gend Rechnung getragen. Bei einer Gesamtbetrachtung der vorliegenden Verh�ltnisse erweist sich der Widerruf der Niederlassungsbewilligung der Beschwerdef�hrerin, knapp bevor aufgrund der Aufenthaltsdauer der Widerruf wegen Sozialhilfeabh�ngigkeit gem�ss Art. 63 Abs. 2 AuG nicht mehr m�glich gewesen w�re, als unverh�ltnism�ssig.
4.1 Mithin verst�sst das angefochtene Urteil gegen Bundesrecht und ist in Gutheissung der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten, soweit darauf eingetreten werden kann, aufzuheben. Damit gilt die Niederlassungsbewilligung der Beschwerdef�hrerin weiter (vgl. E. 1.1 in fine).
4.2 Dem unterliegenden Kanton Luzern sind f�r das vorliegende Verfahren keine Kosten aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 4 BGG). Er muss die obsiegende Beschwerdef�hrerin f�r dieses jedoch angemessen entsch�digen (Art. 68 Abs. 2 BGG). Dadurch wird das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung gegenstandslos. Das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern wird �ber die Kosten- und Entsch�digungsfrage f�r die vorinstanzlichen Verfahren im Kanton neu zu befinden haben.
2.2 Der Kanton Luzern hat die Beschwerdef�hrerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 3'000.-- zu entsch�digen.
Dieses Urteil wird der Beschwerdef�hrerin, dem Amt f�r Migration des Kantons Luzern, dem Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Luzern, dem Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Verwaltungsrechtliche Abteilung, sowie dem Bundesamt f�r Migration schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 83
e contrario
 Art. 86
 BGE 
 BGE 
 Art. 42
 Art. 106
 BGE 
 BGE 
 Art. 63
 Art. 63
 Art. 63
 BGE 
 Art. 63
 Art. 63
 Art. 62
 BGE 
 Art. 63
 Art. 62
 BGE 
 Art. 96
 Art. 62
 Art. 63
 Art. 5
 Art. 96
 Art. 62
 Art. 63
 Art. 63
 Art. 63
in fine