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Timestamp: 2019-05-22 19:54:07+00:00

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BGH, 09.07.1985 - VI ZR 214/83 - dejure.org
BGH, 09.07.1985 - VI ZR 214/83
https://dejure.org/1985,395
BGH, 09.07.1985 - VI ZR 214/83 (https://dejure.org/1985,395)
BGH, Entscheidung vom 09.07.1985 - VI ZR 214/83 (https://dejure.org/1985,395)
BGH, Entscheidung vom 09. Juli 1985 - VI ZR 214/83 (https://dejure.org/1985,395)
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Sondereinheit 'Nachtigall'
Allgemeines Persönlichkeitsrecht, § 823 Abs. 2 BGB i.V.m. §§ 186, 190 StGB, Strafurteil DDR, § 2 dtRHG
Allgemeine Persönlichkeitsrecht - Rufschädigung - Geldentschädigung - Beweisregel
Nachtigall II / Wehrmachtsoffizier
Art. 20 Abs. 3, 97 GG
BGB § 823 Abs. 1, Abs. 2; StGB § 186, § 190 Abs. 1
BGHZ 95, 212
NJW 1985, 2644
MDR 1985, 1014
GRUR 1986, 190
VersR 1985, 1143
ZUM 1986, 145
afp 1985, 204
Hierbei sind insbesondere die Bedeutung und Tragweite des Eingriffs, also das Ausmaß der Verbreitung der Veröffentlichung, die Nachhaltigkeit und Fortdauer der Interessen- oder Rufschädigung des Verletzten, ferner Anlass und Beweggrund des Handelnden sowie der Grad seines Verschuldens zu berücksichtigen (vgl. Senatsurteile vom 9. Juli 1985 - VI ZR 214/83, BGHZ 95, 212 214 f.;… vom 24. November 2009 - VI ZR 219/08, BGHZ 183, 227 Rn. 11;… vom 20. März 2012 - VI ZR 123/11, AfP 2012, 260 Rn. 15, jeweils mwN; vgl. auch BVerfG NJW 2004, 591, 592).
Außerdem ist der besonderen Funktion der Geldentschädigung bei Persönlichkeitsrechtsverletzungen Rechnung zu tragen, die sowohl in einer Genugtuung des Verletzten für den erlittenen Eingriff besteht als auch ihre sachliche Berechtigung in dem Gedanken findet, dass das Persönlichkeitsrecht gegenüber erheblichen Beeinträchtigungen anderenfalls ohne ausreichenden Schutz bliebe (vgl. Senatsurteile vom 22. Januar 1985 - VI ZR 28/83, AfP 1985, 110, 113; vom 9. Juli 1985 - VI ZR 214/83, BGHZ 95, 212, 215).
Hierbei sind insbesondere die Bedeutung und Tragweite des Eingriffs, Anlass und Beweggrund des Handelnden sowie der Grad seines Verschuldens zu berücksichtigen (vgl. Senatsurteile vom 9. Juli 1985 - VI ZR 214/83, BGHZ 95, 212, 214 f.;… vom 24. November 2009 - VI ZR 219/08, BGHZ 183, 227 Rn. 11;… vom 17. Dezember 2013 - VI ZR 211/12, BGHZ 199, 237 Rn. 38 ff.;… vom 21. April 2015 - VI ZR 245/14, aaO Rn. 33 …und vom 15. September 2015 - VI ZR 175/14, aaO Rn. 38).
Hierbei sind insbesondere die Bedeutung und Tragweite des Eingriffs, Anlass und Beweggrund des Handelnden sowie der Grad seines Verschuldens zu berücksichtigen (vgl. Senatsurteile vom 9. Juli 1985 - VI ZR 214/83, BGHZ 95, 212, 214 f.;… vom 24. November 2009 - VI ZR 219/08, BGHZ 183, 227 Rn. 11;… vom 17. Dezember 2013 - VI ZR 211/12, BGHZ 199, 237 Rn. 38 ff.;… vom 21. April 2015 - VI ZR 245/14, AfP 2015, 337 Rn. 33, jeweils mwN).
Eine abweichende Beurteilung ist auch nicht in Hinblick auf die - den Grundsatz freier richterlicher Überzeugungsbildung einschränkende und über § 823 Abs. 2 BGB ins Zivilrecht transformierte (vgl. Senatsurteil vom 9. Juli 1985 - VI ZR 214/83, BGHZ 95, 212, 216 - Wehrmachtsoffizier;… Fischer, StGB, 59. Aufl., § 190 Rn. 4;… Lenckner/Eisele in Schönke/Schröder, StGB, 28. Aufl., § 190 Rn. 4) - Beweisregel des § 190 Satz 2 StGB geboten.
Abgesehen davon kommt diese Beweisregel im Zivilverfahren nur im Rahmen von Klagen wegen Ehrverletzung, nicht hingegen im Deckungsprozess zwischen Versicherer und Versicherungsnehmer zur Anwendung (vgl. Senatsurteil vom 9. Juli 1985 - VI ZR 214/83, aaO S. 216 - Wehrmachtsoffizier).
Auch dann, wenn sich hinsichtlich der Wahrheitsfrage ein "non liquet" ergeben hat, kommt auf der Grundlage des § 823 Abs. 2 BGB i.V.m. § 186 StGB ein derartiger Entschädigungsanspruch in Betracht, wobei allerdings bei der Gewichtung der Schwere des Eingriffs die offen bleibende Möglichkeit mitzuberücksichtigen ist, daß die inkriminierte Behauptung wahr sein kann (vgl. Senatsurteil in BGHZ 95, 212, 215).
Maßgeblich für die Deutung einer Äußerung ist weder die subjektive Absicht des sich Äußernden noch das subjektive Verständnis der von der Äußerung Betroffenen, sondern der Sinn, den sie nach dem Verständnis eines unvoreingenommenen und verständigen Durchschnittspublikums hat (vgl. BVerfGE 93, 266/295; BGHZ 95, 212/215; BGHZ 132, 13/19).
Hierbei sind insbesondere die Bedeutung und Tragweite des Eingriffs, Anlass und Beweggrund des Handelnden sowie der Grad seines Verschuldens zu berücksichtigen (vgl. Senatsurteile vom 9. Juli 1985 - VI ZR 214/83, BGHZ 95, 212, 214 f.;… vom 24. November 2009 - VI ZR 219/08, BGHZ 183, 227 Rn. 11;… vom 17. Dezember 2013 - VI ZR 211/12, BGHZ 199, 237 Rn. 38 ff.;… vom 21. April 2015 - VI ZR 245/14, VersR 2015, 898 Rn. 33;… vom 15. September 2015 - VI ZR 175/14, BGHZ 206, 347 Rn. 38;… vom 24. Mai 2016 - VI ZR 496/15, VersR 2016, 1001 Rn. 9).
Auch wenn sich die Frage, ob § 190 S. 2 StGB ebenso wie § 190 S. 1 StGB (insoweit bejahend BGH NJW 1985, 2644, 2646) und die Beweisregel des § 186 StGB über § 823 Abs. 2 BGB in das Zivilrecht zu transformieren ist (…dazu Wenzel/Burkhardt, a.a.O., Kap. 5 Rn. 230; OLG Dresden, AfP 1998, 410 und OLG München, NJW-RR 2002, 1045, 1046), nicht stellt, weil es sich nicht um den Freispruch eines deutschen Gerichtes gehandelt hat, so scheitert eine Rechtfertigung der angegriffenen Äußerung dennoch bereits daran, dass mit dem rechtskräftigen Freispruch eines Angeklagten eine weitere Berichterstattung i. d. R. unzulässig wird (…Soehring/Hoene, a.a.O., § 19 Tz. 37a).
Es ist ein sonstiges Recht im Sinne von § 823 Abs. 1 BGB (BAG 16. Mai 2007 - 8 AZR 709/06 - NZA 2007, 1154; BGH 1. Dezember 1999 - I ZR 49/97 - NJW 2000, 2195; BGH 9. Juli 1985- VI ZR 214/83 - juris;… Palandt/Sprau, 73. Aufl. 2014, 823 BGB Rn. 19) .
BGH, 20.03.1986 - I ZR 13/84
Schadensersatzanspruch eines katholischen Geistlichen wegen wahrheitswidriger …
OLG München, 26.04.1993 - 31 U 5234/92
Üble Nachrede durch Arzt bei Behauptung des sexuellen Mißbrauchs eines Kindes …
OLG Brandenburg, 16.02.2012 - 5 U 46/10
Rücktritt vom Erwerbsvertrag für ehemals volkseigene forstwirtschaftliche Flächen …
OLG Dresden, 13.11.1997 - 4 U 1392/97
Zulässigkeit des Wahrheitsbeweises in der Presse bei Freispruch

References: § 823
 § 2

Art. 20
 § 823
 § 186
 § 190
 § 823
 § 190
 § 190
 § 190
 § 823
 § 186
 § 190
 § 190
 BGH 
 § 186
 § 823
 § 19
 § 823
 BGH 
 BGH