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Timestamp: 2020-01-28 00:11:14+00:00

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Rechtsprechung: WM 2007, 257 - dejure.org
https://dejure.org/2006,528
BGH, 11.12.2006 - II ZR 166/05 (https://dejure.org/2006,528)
BGH, Entscheidung vom 11.12.2006 - II ZR 166/05 (https://dejure.org/2006,528)
BGH, Entscheidung vom 11. Dezember 2006 - II ZR 166/05 (https://dejure.org/2006,528)
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Gesellschaftsrechtliche Treuepflicht eines GmbH-Gesellschafters ; Schadenersatzanspruch des Mitgesellschafters nach Zahlung eines Geschäftsführergehalts an einen Gesellschafter-Geschäftsführer ohne Wissen eines Mitgesellschafters ; Verschweigen von an den ...
Zum Schadensersatzanspruch eines Mitgesellschafters wegen unterbliebener Information über Gehalt des Gesellschafter-Geschäftsführers
Treuepflichten des GmbH-Gesellschafters
Geschäftsführer, Geschäftsführergehalt, Gewinnausschüttung, Gewinnverteilung, Gewinnverwendung, Informationspflicht, Informationsrecht, Schadensersatzanspruch, Treuepflicht, Treuepflichtenkontrolle, Vergütung
Zur Frage, ob ein GmbH-Gesellschafter Schadensersatz wegen Verletzung der Aufklärungspflicht verlangen kann, wenn ohne sein Wissen an einen Mitgesellschafter ein Geschäftsführergehalt gezahlt worden ist
Gesellschaftsrechtliche Treuepflichten der Mitgesellschafter einer GmbH untereinander; Schadensersatzansprüche eines Gesellschafters wegen nicht offenbarter Zahlung eines Geschäftsführergehaltes
Unterrichtungspflicht des GmbH-Gesellschafters
Arbeitsrecht - Mitgesellschafter nicht über Gehaltszahlung informiert
GmbH-Gesellschafter können sich bei Verschweigen von Sonderzahlungen an Mitgesellschafter schadensersatzpflichtig machen
Unterlassene Information des Mitgesellschafters über Gehaltszahlung
Kein Schadensersatzanspruch eines Mitgesellschafters wegen unterbliebener Information über Gehalt des Gesellschafter-Geschäftsführers bei Zahlung für üblicherweise nur gegen gesonderte Vergütung erbrachte Arbeitsleistung
Schadensersatz wegen Sonderzahlungen an GmbH-Gesellschaftergeschäftsführer
Schadensersatzanspruch eines Mitgesellschafters wegen heimlicher Zahlung eines Geschäftsführergehaltes nur, wenn er die Zahlung nicht aufgrund der Treupflicht genehmigen musste
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 11.12.2006, Az.: II ZR 166/05 (Aufklärungspflicht gegenüber Mitgesellschafter bezüglich Gewährung eines Geschäftsführergehalts an weiteren Gesellschafter" von Prof. Dr. Ulrich Wackerbarth, original erschienen in: GmbHR 2007 Heft 5, ...
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 11.12.2006, Az.: II ZR 166/05 (Treuepflichten des GmbH - Gesellschafters)" von Wiss. Mit. Dr. Jan Lieder, original erschienen in: DZWIR 2007, 293 - 295.
LG Berlin, 05.02.2004 - 28 O 394/02
KG, 14.04.2005 - 23 U 70/04
NJW 2007, 917
ZIP 2007, 268
DNotZ 2007, 539
NZI 2008, 37
VersR 2007, 692
WM 2007, 257
BB 2007, 285
DB 2007, 276
NZG 2007, 185
Denn § 93 Abs. 2 AktG sanktioniert nicht den Kompetenzverstoß des Vorstands an sich, sondern setzt einen dadurch verursachten Schaden voraus (vgl. BGH…, Beschluss vom 2. Juni 2008 - II ZR 67/07, WM 2008, 1453 Rn. 8; Urteil vom 11. Dezember 2006 - II ZR 166/05, ZIP 2007, 268 Rn. 10, 12;… Urteil vom 21. Juli 2008 - II ZR 39/07, ZIP 2008, 1818 Rn. 19;… Urteil vom 13. März 2012 - II ZR 50/09, ZIP 2012, 1197 Rn. 27;… Urteil vom 18. Juni 2013 - II ZR 86/11, BGHZ 197, 304 Rn. 44).
Der Senat hat bei der GmbH und bei der GmbH & Co. KG den Einwand pflichtgemäßen Alternativverhaltens bei Verstößen gegen die gesellschaftsrechtliche Kompetenzordnung zugelassen (vgl. BGH, Urteil vom 11. Dezember 2006 - II ZR 166/05, ZIP 2007, 268 Rn. 12;… Urteil vom 21. Juli 2008 - II ZR 39/07, ZIP 2008, 1818 Rn. 19;… Urteil vom 18. Juni 2013 - II ZR 86/11, BGHZ 197, 304 Rn. 32 f.).
Gleiches gilt für die Eingehung von Masseverbindlichkeiten, sofern die Gesellschaft eine vollwertige Gegenleistung erhalten hat (…Schaal, Die Haftung der Geschäftsführungsorgane einer insolvenzrechtlich eigenverwaltenden GmbH oder AG, 2017, S. 179 ff; vgl. BGH, Urteil vom 11. Dezember 2006 - II ZR 166/05, WM 2007, 257 Rn. 10; Altmeppen, ZIP 2008, 1201, 1206).
Von dem Stimmverbot ausgenommen sind aber sogenannte körperschaftliche Sozialakte, bei denen der Gesellschafter sein Mitgliedsrecht ausübt, wie Organbestellungsakte einschließlich der Beschlussfassung über die dazugehörigen Regelungen der Bezüge und Anstellungsbedingungen (BGH, Urteil vom 29. September 1955 - II ZR 225/54, BGHZ 18, 205, 210; Urteil vom9. Dezember 1968 - II ZR 57/67, BGHZ 51, 209, 215 f.; Urteil vom11. Dezember 2006 - II ZR 166/05, ZIP 2007, 268, 270), über die Genehmigung von Anteilsübertragungen (BGH, Urteil vom 29. Mai 1967 - II ZR 105/66, BGHZ 48, 163, 166 f.; Urteil vom 25. November 2002 - II ZR 69/01, ZIP 2003, 116, 119), über die freiwillige Einziehung (BGH, Urteil vom 20. Dezember 1976 - II ZR 115/75, WM 1977, 192 f.), über die Nachfolge eines ausscheidenden Gesellschafters (BGH, Urteil vom 24. Januar 1974 - II ZR 65/72, WM 1974, 372, 374 f.) oder über die Einforderung der Stammeinlagen (BGH, Urteil vom 9. Juli 1990 - II ZR 9/90, ZIP 1990, 1194 f.).
BGH, 21.07.2008 - II ZR 39/07
Anfechtungsprozess: Angemessenheit der Vergütung eines …
c) Der Verstoß gegen die innergesellschaftliche Kompetenzordnung allein führt noch nicht zur Schadensersatzpflicht (Anschluss an Sen.Urt. v. 11. Dezember 2006 - II ZR 166/05, ZIP 2007, 268).
Die Vergütung des Geschäftsführers kann rückwirkend zu erhöhen und seine Handlungsweise zu genehmigen sein, wenn er einen Anspruch auf die erhöhten Bezüge hat (vgl. Sen.Urt. v. 11. Dezember 2006 - II ZR 166/05, ZIP 2007, 268 Tz. 11).
Die einem als Geschäftsführer tätigen Gesellschafter gezahlte Vergütung muss angemessen sein und darf in keinem Missverhältnis zu der vergüteten Leistung sowie zu dem Entgelt stehen, das ein Fremdgeschäftsführer für die gleiche Tätigkeit erhalten hätte (BGHZ 111, 224, 227; Sen.Urt. v. 11. Dezember 2006 - II ZR 166/05, ZIP 2007, 268 Tz. 10).
Dass trotz des Verstoßes gegen die gesellschaftsrechtliche Kompetenzordnung kein unzulässiger Sondervorteil gewährt worden ist, hat derjenige zu beweisen, der gegen die Kompetenzordnung verstoßen hat (Sen.Urt. v. 11. Dezember 2006 - II ZR 166/05, ZIP 2007, 268 Tz. 12).
Die Gesellschafter dürfen einen verdeckt gewährten Sondervorteil nicht dadurch sichern und den Verstoß gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz dadurch vertiefen, dass sie die Durchsetzung des der Gesellschaft zustehenden Rückzahlungsanspruchs (vgl. Sen.Urt. v. 11. Dezember 2006 - II ZR 166/05, ZIP 2007, 268 Tz. 9) verhindern.
Denn diese Vorschrift sanktioniert nicht den Kompetenzverstoß des Geschäftsführers an sich, sondern setzt einen dadurch verursachten Schaden voraus (vgl. BGH, Urteil vom 11. Dezember 2006 - II ZR 166/05, ZIP 2007, 268 Rn. 10 und 12;… Urteil vom 21. Juli 2008 - II ZR 39/07, ZIP 2008, 1818 Rn. 19).
Der Außengesellschafter kann demgegenüber darlegen und gegebenenfalls beweisen, dass durch den Pflichtverstoß kein Schaden an den im Außenverhältnis von ihm in seinem Namen geführten Geschäften der Innengesellschaft eingetreten ist (vgl. BGH, Urteil vom 11. Januar 1988 - II ZR 192/87, ZIP 1988, 843, 844 f.; Urteil vom 11. Dezember 2006 - II ZR 166/05, ZIP 2007, 268 Rn. 10, 12;… Beschluss vom 2. Juni 2008 - II ZR 67/07, WM 2008, 1453 Rn. 8;… Urteil vom 21. Juli 2008 - II ZR 39/07, ZIP 2008, 1818 Rn. 19).
Es ist ein Grundsatz des Gesellschaftsrechtes, dass es zur gesellschafterlichen Treuepflicht gehört, Mitgesellschafter über Vorgänge vollständig und zutreffend zu informieren, die deren mitgliedschaftlichen Vermögensinteressen berühren, ihnen aber nicht bekannt sein können (BGH…, Urteil vom 09. September 2002 - II ZR 198/00 -, Rn. 13, juris; BGH, Urteil vom 11. Dezember 2006, II ZR 166/05, Rn. 9 juris; OLG Stuttgart…, Urteil vom 13.11.2006, 6 U 165/06, Rn. 14).
Da die Zahlungen zugunsten des Beklagten mit durch ihn erbrachten Arbeitsleistungen für die Gesellschaft korrespondierten, lagen auch keine ungerechtfertigten Sondervorteile vor, die eine Schadensersatzpflicht rechtfertigten (vgl. BGH ZIP 2007, 268 ff. [BGH 11.12.2006 - II ZR 166/05]).
Dabei ist der vorliegende Sachverhalt nicht mit dem vergleichbar, der den Entscheidungen des Bundesgerichtshofes vom 11.12.2006 (II ZR 166/05, ZIP 2007, 268 ff.) und vom 26.11.2007 (II ZR 161/06, ZIP 2008, 117 f.) zu Grunde lag.
eine Vergütung gezahlt worden (vgl. BGH ZIP 2007, 268 ff. [BGH 11.12.2006 - II ZR 166/05]).
OLG Stuttgart, 27.02.2014 - 14 U 58/13
Unwirksamkeit von Beschlüssen einer Personengesellschaft: Klage auf Feststellung …
BGH, 20.11.2006 - II ZR 226/05
https://dejure.org/2006,3150
BGH, 20.11.2006 - II ZR 226/05 (https://dejure.org/2006,3150)
BGH, Entscheidung vom 20.11.2006 - II ZR 226/05 (https://dejure.org/2006,3150)
BGH, Entscheidung vom 20. November 2006 - II ZR 226/05 (https://dejure.org/2006,3150)
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Keine ungeschriebene Mitwirkungskompetenz der Hauptversammlung bei Beteiligungsveräußerung
Zur Frage, wann die Veräußerung von Beteiligungen durch eine Aktiengesellschaft der Zustimmung der Hauptversammlung bedarf
AktG § 179a; ZPO § 543 Abs. 2
Zurückweisung der Nichtzulassungsbeschwerde betreffend einen Mediatisierungseffekt bei einer Beteiligungsveräußerung mangels grundsätzlicher Bedeutung
Ungeschriebene Hauptversammlungszuständigkeit bei Beteiligungsveräußerungen
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Beschluss des BGH vom 20.11.2006, Az.: II ZR 226/05 (Keine ungeschriebene Mitwirkungskompetenz der Hauptversammlung bei Beteiligungsveräußerung)" von Dr. Joachim Freiherr von Falkenhausen, LL.M., original erschienen in: ZIP 2007, 24 - 26.
LG Stuttgart, 24.11.2004 - 37 O 120/04
OLG Stuttgart, 13.07.2005 - 20 U 1/05
ZIP 2007, 24
NZG 2007, 234
Diese Vorschrift erhellt, dass ungeachtet dessen, ob darunter der Wert der in den Mitgliedschaftsrechten verkörperten Vermögenspositionen leidet, Veräußerungsvorgänge im Allgemeinen von der Geschäftsführungskompetenz des Vorstand gedeckt sind (vgl. OLG Stuttgart ZIP 2005, 1415, 1417 f. = AG 2005, 693, 694 f.= WM 2005, 1708, 1710 f.; bestätigt durch BGH ZIP 2007, 24 = AG 2007, 203 = WM 2007, 257; von Falkenhausen ZIP 2007, 24, 25 f., Kocher in: Wachter, AktG, a.a.O. § 119 Rdn. 27;… Spindler in: Schmidt/Lutter AktG, a.a.O., § 119 Rdn. 35; Goette AG 2006, 522, 527;… Habersack in: Emmerich/Habersack, Aktien- und GmbH-Konzernrecht, a.a.O., Vor § 311 Rdn. 43, Mertens/Cahn in: Kölner Kommentar zum AktG, a.a.O., § 76 Rdn. 63).
Dahin stehen kann, ob, was die Berufung geltend macht, der Entscheidung des BGH vom 20.11.2006 - II ZR 226/05 (NZG 2007, 234), die einen Fall einer Beteiligungsveräußerung betraf und insoweit einen Mediatisierungseffekt verneinte, entnommen werden kann, qualitativ müsse stets mit der Geschäftsführungsmaßnahme ein Mediatisierungseffekt einhergehen, der bei einem Beteiligungserwerb denknotwendig ausscheide (…so auch Marsch-Barner in Marsch-Barner/Schäfer (Hrsg.), Handbuch börsennotierte AG, 2. Aufl. 2009, § 31, Rz. 34;… Münchener Handbuch des Gesellschaftsrechts-AG/Krieger, 3. Aufl. 2007, § 69, Rz. 10 jedenfalls bei Vorliegen einer Konzernöffnungsklausel), oder ob der zuständige Senat des Bundesgerichtshofs keine Festlegung dahingehend getroffen hat, dass ausschließlich die Mediatisierung den rechtfertigenden Grund für die exzeptionelle Mitwirkungsbefugnis der Hauptversammlung darstellt (so der frühere Vorsitzende des zuständigen Fachsenats, Goette, AG 2006, 522, 525).
In Anerkennung der gesetzlichen Kompetenzverteilung nimmt die fachgerichtliche Rechtsprechung bei einer von dem Vorstand in Aussicht genommenen Umstrukturierung der Gesellschaft eine die Hauptversammlungsbefassung gebietende wesentliche Beeinträchtigung der Mitwirkungsbefugnisse der Aktionäre aber erst dann an, wenn die wirtschaftliche Bedeutung der Maßnahme an die Kernkompetenz der Hauptversammlung rührt, über die Verfassung der Aktiengesellschaft zu bestimmen (vgl. BGHZ 159, 30 - "Gelatine I"; BGH, Beschluss vom 20. November 2006 - II ZR 226/05 -, juris).
OLG Köln, 15.01.2009 - 18 U 205/07
Während die Verwaltung des Kapitals der Kontrolle und Beeinflussung durch die Aktionäre unterliegt, ist die Ausübung der Rechte aus einer - an die Stelle des investierten Vermögens getretenen - Beteiligung Sache des Vorstands (…Emmerich/Habersack, Aktien- und GmbH-Konzernrecht, 5. Aufl., Vor § 311 Rn 34; BGH ZIP 2007, 24).
Es ist weder von der Antragstellerin vorgetragen oder glaubhaft gemacht noch ansonsten ersichtlich, dass die 50%-ige Beteiligung der ESWE an der KMW einen in die Nähe einer Vermögensübertragung geratenden, in die Strukturkompetenz der Hauptversammlung der ESWE eingreifenden Fall einer Konzernbildungs- bzw. Umstrukturierungsmaßnahme dargestellt haben könnte, durch die im Sinne eines Mediatisierungseffekts der Einfluss der ESWE-Hauptversammlung herabgesetzt und in die Rechte und Interessen ihrer Aktionäre eingegriffen worden sein könnte, weil durch eine Ausgliederung eines etwa 80 % der Aktiva ausmachenden Betriebsteils der wertvollste Betriebszweig und der Kernbereich der ESWE-Unternehmenstätigkeit berührt und deren Unternehmensstruktur von Grund auf geändert worden wäre (vgl. u. a. noch BGH, Beschluss vom 20. November 2006 - II ZR 226/05 - juris; OLG Frankfurt am Main…, Beschluss vom 15. Februar 2005 a.a.O. juris Rdnr. 13; OLG Hamm, Urteil vom 19. November 2007 - 8 U 216/07 - juris;… Hüffer, Aktiengesetz, 8. Aufl. 2008, Rdnrn. 18 a und 18 b zu § 119 m.w.N.).
So ging es in der Holzmüller-Entscheidung um eine Ausgliederungsmaßnahme, in den Gelatine-Entscheidungen I und II um die Mitwirkung an der Umstrukturierung einer Tochter- in eine Enkelgesellschaft und auch in der Entscheidung vom 20. November 2006 (BGH NZG 2007, 234 [BGH 20.11.2006 - II ZR 226/05] ) um eine Mitwirkungskompetenz der Hauptversammlung bei einer Beteiligungsveräußerung .
Dabei ist schon zweifelhaft, ob dieses Kriterium überhaupt noch relevant ist, weil die neueste Rechtsprechung darauf hindeutet, dass maßgeblich auf die Mediatisierung abzustellen ist (BGH NZG 2007, 234 [BGH 20.11.2006 - II ZR 226/05] ).
Es ist weder von der Antragstellerin vorgetragen oder glaubhaft gemacht noch ansonsten ersichtlich, dass die 50%-ige Beteiligung der ESWE an der KMW einen in die Nähe einer Vermögensübertragung geratenden, in die Strukturkompetenz der Hauptversammlung der ESWE eingreifenden Fall einer Konzernbildungs- bzw. Umstrukturierungsmaßnahme dargestellt haben könnte, durch die im Sinne eines Mediatisierungseffekts der Einfluss der ESWE-Hauptversammlung herabgesetzt und in die Rechte und Interessen ihrer Aktionäre eingegriffen worden sein könnte, weil durch eine Ausgliederung eines etwa 80 % der Aktiva ausmachenden Betriebsteils der wertvollste Betriebszweig und der Kernbereich der ESWE-Unternehmenstätigkeit berührt und deren Unternehmensstruktur von Grund auf geändert worden wäre (vgl. u. a. noch BGH, Beschluss vom 20. November 2006 - II ZR 226/05 - juris; OLG D-Stadt…, Beschluss vom 15. Februar 2005 a.a.O. juris Rdnr. 13; OLG Hamm, Urteil vom 19. November 2007 - 8 U 216/07 - juris;… Hüffer, Aktiengesetz, 8. Aufl. 2008, Rdnrn. 18 a und 18 b zu § 119 m.w.N.).

References: BGH 
 BGH 
 § 93
 BGH 
 BGH 
 § 179
 § 543
 BGH 
 BGH 
 § 119
 § 119
 § 311
 § 76
 BGH 
 § 31
 § 69
 § 311
 BGH 
 § 119
 § 119