Source: http://www.grundeinkommen.ch/argumente-gegen-ein-bedinungsloses-grundeinkommen/
Timestamp: 2017-12-17 00:08:24+00:00

Document:
Argumente gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen - grundeinkommen
– dass viele dann nicht mehr früh aufstehen, ihre Arbeit sausen lassen, verwahrlosen, mit Computerspiel und anderen Drogen ihre Zeit totschlagen, weil sie keine Kraft haben für eine selbst gegebene Struktur, für eine eigene Wahrnehmung, was sie für andere tun können und was sinnvoll ist für sie selbst.
– dass wir in einem globalen Wettbewerb stehen und uns keine Hängemattegesellschaft leisten können.
– dass es ja irgendwo herkommen muss, das viele Geld auch für ein Grundeinkommen, weil die Hähnchen einem nicht gebraten in den Mund fliegen, sondern jemand dafür arbeiten muss, weil viel eher als ein Grundeinkommen ein Bewusstsein her muss, dass alles Leistung ist, was uns gut leben lässt.
– dass wir schon gesehen haben, wohin so ein Sozialismus führt, in dem alle gleich sind.
– dass Schrankenlosigkeit wie z. B. in der antiautoritären Erziehung nicht das Beste für die Menschen ist.
– dass Geld nicht zu Sinn, Glück oder Kreativität führt, dass dieses Grundeinkommen ganz materialistisch nur auf Geld setzt.
– dass es dem Grundsatz der sozialen Hilfe widerspricht, dass nämlich dem geholfen werden soll, der ohne eigenes Verschulden in Not gekommen ist, dass es auch der Bedarfsgerechtigkeit widerspricht, in dem das Grundeinkommen mit der Gießkanne alle „beglückt“, ob sie wollen oder nicht, ob sie es brauchen oder nicht, ohne Ansehen der Person und der Lebensverhältnisse, und dass es nicht sein kann, dass jemand, gar alle, Geld beziehen ohne Gegenleistung, ohne Verpflichtung, dass jedes Recht, wie das Grundeinkommen eines wäre, auch Pflichten braucht.
– dass ein bedingungsloses Grundeinkommen wie „Brot und Spiele“ im alten Rom lediglich die Massen bei Laune halten und ruhig stellen soll, sie unkritisch macht und von den Problemen ablenkt.
– dass ein bedingungsloses Grundeinkommen eine naive Weltsicht ist, mit der keine Gesellschaft funktionieren kann, weil die Menschen auch Egoisten sind und bequem.
– dass ein Grundeinkommen nur billig ein Symptom angeht, nicht die Zinsproblematik, nicht die Schere zwischen Reich und Arm, nicht die Finanzspekulation, nicht den Klimawandel, gerechte Preise, nicht Gier, Macht und den Kapitalismus.
– dass es den Menschen die Perspektive und das existentielle Selbstgefühl nimmt, auf eigenen Beinen zu stehen ohne Watte unter den Füßen als Subvention von Papa Staat.
– dass es den Wert der Arbeit untergräbt, weil man ja auch ohne leben kann – eine Illusion.
– dass es den Wert der Arbeit verkennt, der nämlich auch Teilnahme ist am anerkannten Tun in der Gesellschaft.
– dass es eine Hobbygesellschaft schafft und alle Bestimmung den Besitzenden lässt.
– dass der Einführung eines Grundeinkommens ein Bewusstseinswandel vorausgehen müsste, der dann wahrscheinlich ein Grundeinkommen überflüssig macht.
– dass wir die Schweiz nicht zu einem Faulenzerparadies machen können und uns dann beschweren, dass Migranten aus aller Welt zu uns wollen.
– dass ein Grundeinkommen ja doch nicht zum Leben reicht, wenn z. B. Krankheit oder sonst etwas Unvorhergesehenes kommt.
– dass es aberwitzig ist, wenn Wohlhabende auch bedingungslos so ein Grundeinkommen bekommen.
– dass schon heute händeringend Ingenieure und Facharbeiter gesucht werden und man als Arbeitgeber recht ohnmächtig vor der teils mangelhaften Einsatzbereitschaft der Leute steht.
– dass mit einem solchen Grundeinkommen kein Verlass mehr auf die Leute wäre und sie bei jeder kleine Streitigkeit oder größeren Anstrengung gleich zuhause blieben.
– dass die Leute dann nur noch Kinder machen würden statt zu arbeiten, um viel Grundeinkommen zu kassieren, und den Tod von Oma und Opa geheim hielten, um auch deren Grundeinkommen noch lange einzusacken.
– dass ein Grundeinkommen den Unsinn in die Welt setzt, Arbeit sei Spaß und man könne ohne Mühe mehr befriedigt sein.
– dass diese Idee des Grundeinkommens überheblich und ahnungslos davon ausgeht, die Leute hätten heute wohl nicht die Arbeit, die sie wollen und sinnvoll finden, und es wäre heute etwa nicht so, dass auch die eigentümlichsten Lebenswege und Ideen sich durchsetzen können. – Was aber alles der Fall ist ganz ohne ein Grundeinkommen und oft genug gerade weil ein existentieller Druck dahinter steht.
– dass so ein Grundeinkommen vielleicht für 10 Prozent der Bevölkerung gut wäre, für engagierte, ideenvolle, künstlerische Menschen, die sich selbst Ziele setzen und Neues in die Welt bringen oder entwickeln, aber für 30 Prozent ein Absturz wäre. Und für den Rest würde sich gar nichts ändern.
– dass wir uns nicht in der Schweiz ein Grundeinkommen zugestehen können, während andere verhungern.
– dass es nicht gut ist für den Menschen, durch so eine bedingungslose Lebensrente aus allen Bezügen und Verbindlichkeiten des Lebens herausgenommen zu sein.
– dass es antisozial ist, so zu tun, als könne man mit einem Rechtsanspruch auf Einkommen ungestört die Früchte der Arbeit anderer genießen und müsste selbst nichts dafür tun.
– dass die Bedingungslosigkeit eines Grundeinkommens das Ordnungsrückgrad unserer Gesellschaft zersetzt und schon in der Kindheit zu einem Leben als Müßiggänger verführt.
– dass es schon in der Schule und erst recht an den Universitäten die Bildungsanreize nimmt.
– dass es doch bestimmt schon eingeführt wäre, wenn es denn tatsächlich vernünftig wäre, bezahlbar, und wenn es gut für die Wirtschaft wäre.
All diese Argumente gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen sind nicht überzeugend? Es gibt noch mehr. Nicht einmal eines davon?
20. Oktober 2011 – Argumente / Enno Schmidt / Gegner
25. Mai 2017 - 13:59
Wir werden mit Sicherheit nicht an dem bGE vorbei diskutieren können, dank der neuesten Revolution in der Arbeitswelt, der Digitalisierung. Wenn der Mensch zum Großteil durch selbstständig produzierende und miteinander vernetzte Maschinen überflüssig geworden ist, freut sich zunächst der Unternehmer, denn die Rendite steigt ja dann exorbitant an. Allerdings ist dann das Problem, wer den Mist kaufen soll.
Wir zerstören gemeinsam unseren Planeten, aber solange man keine Zeit hat, darüber nachzudenken, läuft das System weiter.
Um es einmal vom philosophischen Standpunkt aus zu betrachten: was braucht der Mensch für ein erfülltes Leben?
Das ist individuell sehr unterschiedlich. Manche brauchen Statussymbole wie teure Autos, eine Yacht oder Urlaubsreisen. Andere wollen lieber eine Familie haben und ihre Kinder systemkritisch erziehen.
Die Demokratie mit Gewaltenteilung ist die beste Form des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Doch je nach Ausprägung kann es hier zu Störungen kommen, indem die Interessen weniger bevorzugt befriedigt werden. Die repräsentative Demokratie in Deutschland ist das beste Beispiel.
Ein bedingungsloses Grundeinkommen, von dem jeder Einzelne leben kann sehe ich nicht in greifbare Nähe rücken, solange der Souverän nicht direkt in den demokratischen Prozess bei der Entscheidungsfindung eingreifen kann.
Bei einem bGE stellt sich, so der Demos den Entschluss gefasst hat ein solches einzuführen, nach der Höhe eines solchen. Gilt dies ab der Geburt?
Wenn ja, wer verwaltet und verbraucht das Geld? Verwaltet der Jungdemokrat nach dem Ausprägen des eigenen Willens später sein Geld selbst?
Demokratie ist ein Prozeß, der, so man ihn wahrhaftig demokratisch mit Mitbestimmung durzuführen sucht, ein sehr langwieriger.
In naher Zukunft werden wir uns überlegen müssen, in was für einer Welt wir leben wollen. Lassen wir Maschinen für uns arbeiten oder lassen wir uns von den Besitzern der Maschinen unterdrücken? Miteinander oder gegeneinander, in Einklang mit dem Planeten oder beuten wir ihn lieber weiter aus?
Es ist alles nicht so einfach, wenn man’s doppelt nimmt und versucht einen Blick auf das Gesamtbild zu erhaschen, das uns bevor steht…
30. Mai 2016 - 10:43
JA ich stimme Felix zu
#Felixforpresident
30. Mai 2016 - 10:41
11. Mai 2016 - 11:49
Alle diese Argumente sind Unsinn, jeder Mensch hat ein Recht auf eine Existenz egal wieviel er/sie leistet!
Es gäbe keine Obdachlosen mehr die im Winter erfrieren.
Kriminalitätsrate würde sinken.
Allein erziehende Mütter hätten bessere Chancen.
Wer auf IV Rente angewiesen ist muss diese nicht mit Anwalt einklagen!
Studieren wäre möglich ohne bereits reich zu sein
Alle Contrapunkte stellen die Menschen in der Schweiz als Nutztiere des Staates dar, die eigentlich zu faul zum arbeiten sind und lieber der Drogen sucht verfallen als ihr Leben zu leben! Wir sind doch keine kleinen Kinder oder??!
Das grundeinkommen macht einen ja nicht zum Millionär…!
10. April 2016 - 20:44
Ich habe hier noch einige weitere Argumente gegen das BGE zusammengestellt und vor allem versucht zu klären, was ein BGE denn genau ist und welche Folgen sich daraus ergeben würden. Ein BGE ist ja gut gemeint – aber völlig offensichtlich unmöglich, wenn man diesen Argumenten folgt. http://marey.ch/wordpress/?p=194
Bisher hatte ich immer Gelegenheit gehabt, den Habecker’schen Horizont nach allen Richtungen ausgiebig zu bewundern, indem dieser sein Integrales Verständnis über alle Quadranten eindrucksvoll zu demonstrieren es an quasi nichts vermissen ließ. Bereits mehr als einmal habe ich ihm die Erweiterung bzw. Vertiefung meiner Sicht der jeweils angesprochenen Dinge zu verdanken.
Mit anderen Worten: Michael Habecker füttert die AQAL-Matrix (die perspektivischen Quadranten) mit großteils falschem Input oder Daten, während er, wobei ich ihm den besten Willen der Welt dabei unterstellen will, sehr relevante ergänzende Informationen schlicht ausläßt. Das ist umso ärgerlicher, als er gerade bei einem so schwerwiegenden, hochbrisanten Themenfeld wie dem zum BGE scheitert.
Es zeigt aber eben auch die Schwierigkeiten, mit denen wir es zu tun haben. Anders als bisher kann Habecker bei seiner AQAL-Analyse nur sehr bedingt von den dazu herangezogenen Gegebenheiten ausgehen, sondern müßte sich darauf einlassen, die Grundumkehrung der bisherigen Verhältnisse
wenigstens versuchsweise auszudenken, und die damit eingebrachten bzw. einzubringenden Folgewirkungen auf mehr oder wenige weite Distanz.
So führt er zum Beispiel aus, der ursprüngliche Berufswunsch unterscheide sich oftmals gewaltig von dem, was die Gesellschaft tatsächlich benötigt, und zieht daraus mehr oder weniger direkt den Schluß, ein Arbeitszwang müsse auch inskünftig bestehen. Gleich darauf berichtigt man ihn jedoch in der angeschlossenen Diskussionsrunde integral Interessierter. Einem Nutzer habe ich dabei mächtig Beifall spenden müssen.
Es ist nämlich so, wie er ganz richtig es auf den Punkt bringt, daß die absurden, abgehobenen Berufswünsche in vollem Umfang, ursprünglich und konkret aus diesem System und nicht einem etwaigen morgigen herstammen, sie sind darin eine offizielle Währung, die ganz spezielle Bedürfnisse erst weckt und die geweckten noch fördert – sie funktioniert instrumentell. Das Individuum strebt halb instinktiv nach Ruhm der allergefährlichsten Sorte, indes die Gesellschaft nicht selten ihm gegenüber neidvolle, halbvergiftete Bewunderung entgegenbringt. Das steht echter Selbstverwirklichung diametral entgegen, und läßt sich, wo überhaupt, allenfalls durch grundlegend verschiedene Ansetzpunkte überhaupt zu beseitigen helfen, am Besten zu gewährleisten mit einem völlig neuen Konzept wie dem BGE.
(Ergänzung dazu: Habecker führt vor allen Dingen solche individualistisch-künstlerischen Berufe wie Model, Filmschauspieler/in und Model beispielhaft an. Ob sie nun in einem anderen System als diesem in der bisher aggressiven Form als unbedingt anzustrebende Vorbildfiguren irgendwie fortbestehen könnten, kann allerdings nicht ausgeschlossen, wohl aber stark bezweifelt werden. Eine ganze Riesenindustrie lebt inzwischen davon. Die raubtierhafte Paprazzijagd etwa mitsamt der frühen Vergewaltigung seitens der Film- und Medienindustrie teils noch sehr unsteter, junger Stars im Kindesalter, die nicht selten, eben jugendlich geworden, an der Nadel hängen, wenn nicht damit ihr Leben beschließen – wie ungefähr das Beispiel Macaulay Culkins – „Kevin allein zu Haus“ -zeigt, illustriert sehr gut, was gemeint ist.)
Echter Arbeitszwang würde immer etwas einer Hartz-4-Dikatur sehr ähnliches hervorbringen. In dem Moment, in dem der Staat am längeren Hebel sitzt (das tut er fast immer), und sein „gerechtes“ Verhalten sich der öffentlichen Nachprüfbarkeit weitgehend entzieht (was bei so und sovielen Arbeitlosen, deren Zahl sich jedenfalls, solange diese Bezeichnung überhaupt sinnig ist, kaum dramatisch verringern wird, nur eine logische Konsequenz ist), entwickelt er eine Tendenz, das Übergewicht seiner Kräfte zu mißbrauchen (was nach Einführung eines BGE lange nicht so einfach wäre). Ich selber spreche aus eigener Erfahrung, wenn ich sage, wie viel Schweiß es oft kostet, die Behörden auch nur an einen ganz selbstverständlichen, ganz einfachen Leitsatz unseres Grundgesetzes zu erinnern, der daran gemahnt, daß alle Bürger wenigstens prinzipiell freie Berufswahl haben. Aber das ist eben jenem Wettbewerbsdenken geschuldet, das, wenn es sich unabgemildert auf alle Ebenen und Bereiche erstreckt, den Arbeitszwang mit hervorbringt. Man kann deshalb ungefähr erahnen, wie es erst in den stark miteinander konkurrierenden Ballungszentren aussieht, demgegenüber man doch schon in den bescheideneren Gebieten seine liebe Not und Mühe hat, überhaupt die menschliche Würde zu verteidigen.
Das Gesetz (SGBII) legt es sogar darauf an, in „Ausnahmefällen“ die ohnehin äußerst rationierten Hartz-Sätze noch weiterhin zu kürzen, bis nichts außer die blanke Not mehr übrigbleibt. Solche „Ausnahmefälle“ sind zum Teil reichlich schwer nachzuvollziehen, zum anderen Teil dann aber auch ziemlich schwammig definiert: der Interpretationspielraum ist riesig groß! Das verführt die vor Eigenverantwortlichkeit durch das Gesetz geschützten Mitarbeiter in ihrer dumpfen Routine zu unethischen Maßnahmen (denen übrigens ebenfalls ganz eigenes Unrecht geschieht). Das SGBII sieht für die kritischen Fälle zwar einen, jedoch äußerst harten, langen und steinigen Klageweg vor, an dem alleine eine Seele zerbrechen kann. Von der körperlichen Komponente einmal abgesehen.
Umgekehrt vermag das Individuum es im besten Falle nicht annähernd gleichermaßen, den Staat zu bestrafen, es sei auch noch so schmählich behandelt worden!
Einiges davon ist mir aus eigener Erfahrung bezeugbar, doch natürlich nicht alles. Deshalb muß man die vielen Stimmen grundsätzlich sehr ernst nehmen, die von unglaublichem erlittenen Unrecht berichten; das Volk, eingeschüchtert und „auf Kurs“ gebracht, hat nicht ganz unverständlicherweise hierin aber mehrfach versagt.
Wo also staatlicherseits zwingend Arbeit vorgeschrieben ist, muß es staatliche Kontrolleure geben, was die Grenzen zwischen Täter und Opfer verwischen läßt. Wo uns das Ergebnis nicht paßt, wird anschließend heftig an der statistischen Schraube gedreht, und somit dem weiteren Mißbrauch Tür und Tor geöffnet!
Das scheint mir diesbezüglich eine überaus wichtige Feststellung zu sein. Auch bei den höher Bewußten können sich solche „Schatten“ eingeschlichen bzw. noch nicht vollständig gelichtet haben, auch bei Michael Habecker, welches sodann einiges Licht über seine Haltung zu speziellen Aspekten des BGEs breiten würde. Und selbst wenn nicht, oder nicht in dieser Hinsicht, bleibt doch unverrückbar als Tatsache bestehen, daß gerade in der schwärzesten Nazizeit das Arbeitsethos merkwürdig überstilisiert worden ist – ein anderer Name für Zwang und Folter. Schon allein deshalb sollten wir, selbst wenn solch eine Entwicklung niemals stattgefunden hätte wie die zu gegenwärtiger Stunde, vor allem weiteren Er-zwingen sehr auf der Hut sein!
Ich möchte noch einen Einschub machen. Ich gebe M. Habecker völlig Recht, insoweit er fordert, daß es (neben einem BGE, das allein recht hilflos auf weiter Flur dastehen würde, Zusatz von mir), anderer regulierender Maßnahmen bedarf. Deshalb erlaube ich mir an dieser Stelle, die Psychologin Olga Masur zu zitieren (www.olga-masur.de ), die meiner Meinung nach sehr gut veranschaulicht, wie vieles sehr gut nebenher bzw. miteinander bestehen könnte und wir alle nicht nur in Kategorien des Entweder-Oder, sondern Sowohl-Als-Auch zu denken versuchen sollten.
„Es spricht nichts dagegen, einen Steuerfreibetrag für alle in genau der Höhe des BGE einzurichten, so dass es zum einen wirklich gerecht ist gegenüber jenen, die viel arbeiten und zum anderen alle ein Interesse daran haben, dass es weder zu hoch noch zu niedrig ausfällt.
Es spricht nichts dagegen, eine Basis-Krankenversicherung zu integrieren, so dass Veränderungen in diesem Bereich nicht zu unzumutbaren Härten führt.“
16. November 2014 - 18:51
Spricht gegen ein Grundeinkommen, dass…
„- dass viele dann nicht mehr früh aufstehen, ihre Arbeit sausen lassen, verwahrlosen, mit Computerspiel und anderen Drogen ihre Zeit totschlagen, weil sie keine Kraft haben für eine selbst gegebene Struktur, für eine eigene Wahrnehmung, was sie für andere tun können und was sinnvoll ist für sie selbst?“
Zum Einen sprechen aus der Argumentation teils viele Vorurteile, zum anderen geht man unzulässigerweise vom Jetztzustand aus.
„- dass wir in einem globalen Wettbewerb stehen und uns keine Hängemattegesellschaft leisten können?“
Alles Begriffe, die dem heutigen Gesellschaftssystem, das sichtbar zerbricht, entspringen und nicht dem morgigen.
„- dass der Einführung eines Grundeinkommens ein Bewusstseinswandel vorausgehen müsste, der dann wahrscheinlich ein Grundeinkommen überflüssig macht.“
Teufel, dann war doch etwas Wahres an der Debatte, finden Sie nicht?
„- dass Geld nicht zu Sinn, Glück oder Kreativität führt, dass dieses Grundeinkommen ganz materialistisch nur auf Geld setzt.“
Glaubt niemand, dass 800-1000 Euro Grundeinkommen auch einmal aufgebraucht sein könnten? Und ist der heutige Aufwand an Bürokratie (Papier,Tinte…) und sonstigem nicht materialistisch? Im Übrigen setzt das BGE nicht auf Geld, sondern auf einen Bewusstseinswandel, was man von den heutigen Millionären nur bedingt behaupten kann.
„- dass ein bedingungsloses Grundeinkommen eine naive Weltsicht ist, mit der keine Gesellschaft funktionieren kann, weil die Menschen auch Egoisten sind und bequem?“
Das funktioniert praktisch selbstbestätigend: der Schreiber jener zitierten Zeilen ist egoistisch, also müssen es alle anderen auch sein, und also kein BGE.
Demnach dürfte man überhaupt niemandem Geld anvertrauen.
„- dass es aberwitzig ist, wenn Wohlhabende auch bedingungslos so ein Grundeinkommen bekommen?“
Nein, sondern sehr logisch BGE=bedingungsloses Grundeinkommen = für alle. Das ist das Prinzip des Umdenkens dahinter, und keineswegs materialistisch, wie an anderer Stelle hier behauptet. Ausserdem beachte man den Widerspruch: glaubt man etwa, die Wohlhabenden seien ungerechtfertigerweise in einem wunderbaren System zu ihrem Wohlstand gelangt?
„- dass diese Idee des Grundeinkommens überheblich und ahnungslos davon ausgeht, die Leute hätten heute wohl nicht die Arbeit, die sie wollen und sinnvoll finden, und es wäre heute etwa nicht so, dass auch die eigentümlichsten Lebenswege und Ideen sich durchsetzen können. – Was aber alles der Fall ist ganz ohne ein Grundeinkommen und oft genug gerade weil ein existentieller Druck dahinter steht.“
Viele verschweigen es aus Schamgefühlen, doch ich haben schon mit genug Leuten gesprochen, um oftmals die erste Frage bestätigen zu können.
„- dass wir schon gesehen haben, wohin so ein Sozialismus führt, in dem alle gleich sind?“
In der ehemaligen DDR bezeichnete man es eben einfach als Sozialismus, genausowenig wie man die DDR-Bürger als Sträflinge bezeichnete. Das sagt weder über die Idee des BGE etwas aus noch über wahrhaften Sozialismus.
„- dass die Bedingungslosigkeit eines Grundeinkommens das Ordnungsrückgrad unserer Gesellschaft zersetzt und schon in der Kindheit zu einem Leben als Müßiggänger verführt?“
Ich glaube, es war in der Antike, wo den Leuten die Musse als höchstes und erstrebenswertestes Lebensziel galt – und die Kultur verhältnismässig zu den Gesellschaften davor auf einem Höhepunkt stand. Seltsam, nicht? Damals gab es genau jene Sklaven zur Erhaltung des Wohlstands, die wir heute überflüssigerweise halten. Die Gesellschaftsform wandelte sich zwar wieder – doch wird das (hoffentlich) immer so sein!
„- dass es doch bestimmt schon eingeführt wäre, wenn es denn tatsächlich vernünftig wäre, bezahlbar, und wenn es gut für die Wirtschaft wäre?“
Ja, man sieht ja auch gerade in den öffentlich-rechtlichen Programmen, wie man sich tagtäglich konstruktiv mit der Idee auseinandersetzt. Es scheitert oftmals bereits an der Prüfung, weil es eine Prüfung des Bewusstseins darstellt, welches um zu reifen seine Zeit braucht.
„- dass es den Wert der Arbeit verkennt, der nämlich auch Teilnahme ist am anerkannten Tun in der Gesellschaft.“
Lässt sich sofort widerlegen: Krankenpflege ist mithin höchstes gesellschaftlich anerkanntes Tun, wir aber kaum finanziell honoriert. Löhne werden erpresserisch von oben aufgedrückt. Ausserdem wird eine auf noch höhere Wertschöpfungen ausgerichtete Gesellschaft durch ein BGE sogar wahrscheinlicher gemacht, statt unwahrscheinlicher. In der Regel ist der Gesellschaft am meisten geholfen, je mehr den Individuen, aus denen sie sich zusammensetzt, geholfen ist.
„- dass ein bedingungsloses Grundeinkommen wie “Brot und Spiele” im alten Rom lediglich die Massen bei Laune halten und ruhig stellen soll, sie unkritisch macht und von den Problemen ablenkt?“
Gut, dann ab jetzt kein Fussball mehr im Fernsehen! Und erst recht keine Gebühren mehr dafür bezahlen!
Hier gilt mehr als jemals: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein!
Und verrate mir mal einer eins: Weshalb wird das Thema im Fernsehen nicht ständig aufgegriffen, wo es sich doch wunderbar zur Betäubung der Massen eignet? Weil wir es so toll haben? Aber weshalb dann so viele Gegenargumente zum BGE? Kann in dem Fall doch keine ernsthafte Bedrohung sein.
„Doch, da sind einige Einwände sehr nachdenkenswert und auch durchaus überzeugend. Das für mich wichtigste Argument fehlt allerdings: Das *staatlich organisierte* bedingungslose Grundeinkommen wäre eine weitere *Zwangs*-Maßnahme – die sich wie rechtfertigen lässt? Wer oder was gibt dem Staat das Recht, über die Arbeitserträge freier Menschen zu verfügen, ihnen Geld abzunehmen und es umzuverteilen? – Die Mehrheit in einer Gesellschaft? Ist ein Mehrheitsbeschluss wirklich eine Rechtfertigung für Zwang? – Willkommen in der Demokratur!“
Wer den Menschen das Recht gibt, über die Arbeistsverträge freier Menschen zu verfügen, ihnen Geld abzunehmen und es umzuverteilen? -Entschuldigung, aber genau dies entspricht doch der heutigen Situation! Die Reichen lassen das Geld für sich arbeiten, die Armen werden immer ärmer. Die Verträge stecken voll hinterlistiger kleiner, betrügerisch angelegter Klauseln. Das Mindeste wäre doch, dass jedermann ein kleines Grundstück besässe, welches er ohne von Existenzängsten geschüttelt zu werden behausen dürfte (wie es einst in der fernen Vergangenheit sich zugetragen haben soll – und ohne das Ende der Menschheit einzuläuten!) Geht das nicht, muss eben ein BGE oder derartiges her.
-Wir alle teilen uns einen HEIMATplaneten, den wir miteinander, nicht gegeneinander bewohnen. Dies gilt es zu bedenken.
Wenn jemand die Einführung eines BGE eine unverantwortbare Zwangsmassnahme nennt, dann wäre es erst einmal die letzte in einer Reihe viel ungeheurer Zwangsmassnahmen, die den Namen auch weit eher verdienen. -Heute gehen viele Abiturienten prekären Schmalspur-Jobs nach, dass einem die Haare zu Berge stehen. Wollen wir die alle in Altersarmut fallen lassen ? (plus natürlich den weniger ausgebildeten? Na dann prost Mahlzeit!)
16. November 2014 - 17:19
„Ansonsten sehe ich das bGE eher kritisch. Nach allem was ich so gelesen habe komm ich zum Schluss, dass man an leistungslosen Einkommen, Schuldgeldsystem, freier Marktwirtschaft und Kapitalismus nicht rütteln möchte. Man liese alles beim alten, nur dass man jetzt praktisch ein Taschengeld bekäme. Nein danke, da müssen mir die Leute die dieses ständig propagieren schon etwas besseres anbieten.“
Falsch. Unzählige Faktoren veränderten sich von Grund auf mit der Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens (und zwar nicht nur äusserlich besehen, da zu diesem Schritt bereits ein kleiner Beusstseinswandel einsetzen müsste). Die Leute wären nicht mehr so ohne Weiteres erpressbar, was sich auf ihre seelisch-mental-geistigen Anlagen unmittelbar auswirkt, auf ihr (Selbst)bewusstsein, ihre Entscheidungsfindung, ihre Arbeit… Das Wirtschaftssystem hätte gar keine andere Wahl mehr als sich dem Volke anzupassen, so dass endlich einmal die Wirtschaft dem Menschen und nicht umgekehrt dienen würde. Natürlich aber braucht alles seine Zeit.
16. November 2014 - 17:04
„Mehrfach wurde untersucht, wie sich kleine Kinder, Kinder, Jugendliche, und Erwachsene verhalten, wenn ihnen für eine freiwillig verrichtete Arbeit eine Belohnung gegeben wird. Alle Gruppen verhielten sich identisch — sie legten diese freiwillig verrichtete Arbeit beiseite und nahmen sie immer dann wieder auf, wenn sie etwas haben wollten. An einem Beispiel: ein Mensch malt Bilder. In dem Moment, in dem dieses Verhalten regelmässig belohnt wird, stellt er das Malen ein, wenn er die Belohnung gerade nicht braucht.“
Man untschlägt dabei geflissentlich, dass die Kinder bereits konditioniert sind – einerseits – und notwendigerweise bewusstseinsmässig noch nichts so furchtbar weit entwickelt sein KÖNNEN andererseits. Das wäre das Gute an dem BGE: es träte eine derart sich selbst verstärkende Konditionierung nicht mehr wie bisher auf, und viel mehr Leute könnten sich viel unproblematischer als bisher weiterentwickeln von ego- zu gruppen- zu weltzentrischen Bewusstseinsstufen, wo man bloss noch sich und anderen zur Freude „malt“. Selbst davon abgesehen, ist die Forschung selber nicht ganz unabhängig, sondern auch bestechlich, wie man an den immer wieder gefälschten Statistiken ablesen kann. Hier wird rein gar nichts belegt, mit anderen Worten. (Wirklich traurig, dass häufig die Leute nicht weiter denken als bis zum nächsten Notausgang!)
Es gäbe denn heute nicht die teils schon beobachtete ehrenamtliche Arbeit, unter den mitunter widrigsten Bedingungen praktiziert.
17. April 2012 - 11:17
Das Argument, die Schere würde auseinanderdriften ist insofern verkehrt, als dass Geld an sich ja nicht dazu gedacht ist, angehäuft und behalten zu werden. Dann ist es nichts wert. Das ist nur unterdrücktes Wirtschaftspotenzial.
In dem Moment, wo ein wohlhabender Mensch von seinem Reichtum Gebrauch macht, ist er von der Konsumsteuer betroffen.
Das bedeutet natürlich im Klartext auch, dass passiver Reichtum das System zerschlagen könnte. Allerdings zerschlägt es durch die Zinsen auch unser momentanes Kapitalismussystem.
Der einzige Weg dem entgegenzutreten, ist aus meiner Sicht (Achtung: radikale Gedankenspielerei gedacht als Gedankenanstoß):
Grundeinkommen und negativer Zins.
Das bedeutet im Klartext: Uns Menschen steht als Grundrecht zu, etwas Geld zu haben, um leben zu können: Grundeinkommen. Aber das Geld ist kein Selbstzweck, sondern will ausgegeben werden. Wenn wir also das Geld nur lagern und anhäufen, dann muss der Wert sinken, ergo muss ein Zins dafür entrichtet werden, dass dieses Geld nicht am Wirtschaftskreislauf teilnimmt.
Arbeit wiederum ist Selbstzweck und beschränkt sich nicht auf Erwerbstätigkeit. Lohn muss sich daher auch über Angebot und Nachfrage regeln und muss über der Existenz stehen.
16. April 2012 - 16:13
Ich muss den Gegenargumenten zu dieser oligophrenen Idee bedingungslos zustimmen.
30. Dezember 2011 - 07:39
Mit der Grundhaltung die sich in den obigen Zitaten ausdrückt: „Ich traue dir nicht, ich traue den meisten anderen nicht, ich bin enttäuscht von den Mitmenschen, und ich traue mir auch selbst nicht mehr,“ können wir nur wiederholen was bisher schlecht funktioniert. Ja, es ist ein Risiko anderen zuzutrauen, dass sie gut mit sich und ihrem Leben umgehen können. – Dieses Zutrauen brauchen alle Eltern in ihre Kinder und müssen es sich oft mühsam erarbeiten: »Ich traue dem Leben«.
Zuerst müssen wir dieses Zutrauen in uns entstehen lassen, um dann die Früchte ernten zu können. Erst wenn wir etwas für möglich halten, können wir es so umsetzen, dass es funktioniert. Nach 30 Jahren Selbstständigkeit weiß ich wovon ich rede. Ich weiß auch wie grausam der Preis des Gehorsams ist, den Millionen jeden Tag in Schulen und Büros bezahlen. Menschen meinen keine Wahl zu haben und sind lieber „abhängig beschäftigt“, statt selbst zu entscheiden was sie mit ihrem Leben anfangen wollen.
Gibt es eine Medizin? Ja! Ideen geben was wir mit unserem Leben tun können, unserem Leben Sinn geben, die Selbstwirksamkeit erhöhen, wertvoll und gebraucht im Leben sein, Zugehörigkeit und Autonomie stärken, Verantwortung für mich und dich übernehmen. Und das Schöne ist, das alles kostet nur meinen und deinen MUT. Gutes Gelingen!
10. Juni 2014 - 07:19
29. Dezember 2011 - 16:42
Es ist ganz einfach. Man lässt die Menschen absitimmen ob sie es wollen oder nicht. Dann müssen sie es auch verantworten. Das nennt man Demokratie.
Don Felitsche
12. September 2014 - 16:08
#Ich beziehe mich in dieser Antwort auf die Lage in Deutschland!#
Das ist schön und gut. Doch sollte man die Menschen erst einmal darüber aufklären! Solange nur 50% der (deutschen) Bevölkerung überhaupt erst etwas von einem BGE gehört hat (Bedingungsloses Grundeinkommen. Eine Studie der Gesellschaft für angewandte Wirtschaftsforschung. Innsbruck, 2010), wäre eine Abstimmung nicht gerade maßgeblich.
Anstatt einer demokratischen Abstimmung, die ich durchaus für richtig halte, sollte zunächst Aufklärungsarbeit geleistet werden.
29. Dezember 2011 - 16:19
das bGE wäre zwar schön, da viele Leute die Hartz-IV in Deutschland beziehen davon kaum leben können und man menschenverachtend behandelt wird. Trotzdem bin ich von der Idee nicht so begeistert und sehe wie Sie einige Gefahren. Dennoch möchte ich hier kurz ein paar Argumente für ein bGE erläutern.
Eigentlich lasse ich nur eine Begründung zu, die es rechtfertigen könnte: als Entschädigungszahlung für alle Menschen die kein Eigentum an Produktionsmitteln haben (Grundstücke, Äcker, Goldminen, Fabriken, …). Denn wenn man das Eigentum zurück verfolgt, also die Erstaneignung, dann muss man feststellen: irgendjemand hat irgendwann mal die Frechheit besessen, andere von „seinem“ Eigentum auszuschließen. Er hat sich damit gewissermaßen auch gegen die Gemeinschaft ausgesprochen. D.h. wenn es ein bGE geben sollte, müsste es vor allem durch die Eigentümer von Produktionsmitteln/Immobilien (Unternehmen, Privatpersonen) finanziert werden, die sehr viel Vermögen angehäuft haben. Ich möchte das Thema jetzt nicht weiter vertiefen, jeder weiß was ich meine.
Das mit der sozialen Hängematte, das glaube ich nicht. Die Menschen wollen sich weiterhin etwas leisten und nicht einfach nur auf dem Sofa liegen. Sie müssen sich selbst fragen: wollen Sie weiterhin 1x im Jahr in den Urlaub fahren können? Möchten Sie weiterhin ein Auto fahren? Wenn Sie das bejahen, dann müssen Sie weiterhin Ihre Arbeitskraft verkaufen oder sich Selbstständig machen. Was ich auch noch fair fände ist: man müsste die Arbeit, die heute viele nicht so gerne machen, besser bezahlen. Seien wir doch mal ehrlich: der Müllmann, der Feuerwehrmann und die Krankenschwester machen wichtigere Jobs als ein Vermögensberater, Unternehmensberater oder Börenanalyst. Demanch müsste sich das auch im Preis für Arbeit widerspiegeln. Es ist doch so: derjenige der einen Job hat, der Nahe am Geld ist (Manager, Vorstand, Banker,…) verdient mehr als jemand der etwas für Menschen tut (Krankenschwester,…). Fazit: wichtige Jobs werden schlecht bezahlt, obwohl sie der Allgmeinheit gut tun. (Teilweise) fragwürdige Jobs wie Unternehmenberater, werden sehr gut bezahlt, stiften aber keinen Nutzen.
Ansonsten sehe ich das bGE eher kritisch. Nach allem was ich so gelesen habe komm ich zum Schluss, dass man an leistungslosen Einkommen, Schuldgeldsystem, freier Marktwirtschaft und Kapitalismus nicht rütteln möchte. Man liese alles beim alten, nur dass man jetzt praktisch ein Taschengeld bekäme. Nein danke, da müssen mir die Leute die dieses ständig propagieren schon etwas besseres anbieten.
„dass ein Grundeinkommen nur billig ein Symptom angeht, nicht die Zinsproblematik“
29. Dezember 2011 - 02:06
Für mich ist ein Grundeinkommen nichts anderes als ein Ersatz für Grund und Boden, was mir sowieso zusteht (es ist logisch das jeder Mensch auf diesem Planeten einen Grundstück braucht wovon es sich ernähren kann).
Wenn es aber nicht möglich ist, muss man jeden mit einem Grundeinkommen entschädigen.
Wie kann man so argumentieren: Wenn du nichts machst bekommst du auch kein Grundstück. Ich mache was, ich nehme dein Grundstück.
Jeder Mensch der etwas von der Gesellschaft bekommt um sich zu bereichern soll nicht meckern wenn er etwas abgeben muss.
Reich werden kann man nur mit Hilfe anderer Menschen.
Es soll keinen Interessieren was jemand mit seinem Grundeinkommen anfängt. Die ganzen Argumente die ich hier lese, gehen ins leere.
Wenn jemand das Grundeinkommen nicht versteht, dann gibt es nur eine sinnvolle Erklärung dafür: Er möchte es nicht.
Sklaven sind doch fein.
Besonders die Sklaven die es nicht wahr nehmen, das sie Sklaven sind.
In unserer Gesellschaft werden nur die Funktionen beigebracht die nötig sind um jemanden auszunutzen. Es ist sehr simpel, jeder kann es.
Nimm ein Thema wo du dich gut auskennst und bring das jemanden bei ohne das du auf die Kerneigenschaften eingehst. Und schon bringst du deinen gegenüber zu dem Punkt das er absolut nichts versteht und du vor ihm als ein absoluter Fachmann da stehst.
Genau so läuft es in der Politik.
Wir haben nur ein Problem in unserer Gesellschaft, fast keiner kann einfach und logisch denken. Dabei weiss jeder was gut und was schlecht ist.
Wenn etwas zu einfach ist, muss man es kompliziert machen, sonnst kann es nicht Real sein.
Ich möchte niemanden Angreifen aber die Welt ist wesentlich einfacher aufgebaut als es für manche ist.
Denkt einfach und unkompliziert.
Na ja lange Rede kurzer Sinn: Das Leben ist kein Schachspiel, nicht alles kann man berechnen oder vorhersagen.
28. Dezember 2011 - 18:51
„All diese Argumente gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen sind nicht überzeugend? Es gibt noch mehr. Nicht einmal eines davon?“ — nicht eines davon ist überzeugend. Keines der Argumente ist besser als Ideologie. Ich greife deshalb einmal ein Argument, dass immer wieder gerne angeführt wird, in immer neuen Variationen auf …
Mehrfach wurde untersucht, wie sich kleine Kinder, Kinder, Jugendliche, und Erwachsene verhalten, wenn ihnen für eine freiwillig verrichtete Arbeit eine Belohnung gegeben wird. Alle Gruppen verhielten sich identisch — sie legten diese freiwillig verrichtete Arbeit beiseite und nahmen sie immer dann wieder auf, wenn sie etwas haben wollten. An einem Beispiel: ein Mensch malt Bilder. In dem Moment, in dem dieses Verhalten regelmässig belohnt wird, stellt er das Malen ein, wenn er die Belohnung gerade nicht braucht.
Eltern nutzen das teils auch, um ihre Kinder von nicht genehmen Tätigkeiten abzubringen: wird die Tätigkeit belohnt, lässt das Kind diese recht schnell bleiben und führt sie immer nur dann aus, wenn es etwas von den Eltern erwartet.
Das schlimme dabei: das Weglegen der einst freiwillig, mit Enthusiasmus ausgeführten Arbeit wird sehr schnell erlernt. Der umgekehrte Weg ist, was ebenfalls durch diverse Versuche belegt worden ist, lang.
Oder ganz kurz: liebe Gegner des bedingungslosen Grundeinkommens — belegt die von euch angeführten Argumente. Zeigt dass sie korrekt sind und dem Verhalten von Menschen angemessen (ich bin überzeugt, dass ihr damit ein „kleines“ Problem bekommt) — irgendwelche Behauptungen aufstellen kann jeder. Sie belegen fällt oftmals sehr schwer!
28. Dezember 2011 - 15:45
In den Diskussionen die ich bislang führte war das häufigste Argument gegen das Grundeinkommen (speziell das Grundeinkommen mit der Finanzierung über die Konsumsteuer), dass die Schere arm und reich mit diesem Modell weiter auseinanderdriften wird (Stichwort Meudalismus), weil die sogenannten „Reichen“ (die Elite) von ihrem Vermögen/Einkommen nichts mehr werden abgeben müssen und zusätzlich das Grundeinkommen insofern mißbraucht werden könnte, weil es zu niedrig angesetzt wird und man deshalb trotz Grundeinkommen gezwungen wäre JEDE Arbeit anzunehmen. Es ist schwierig solche Bedenken zu zerstreuen.
Nun und folgendes kommt natürlich als weiteres Argument hinzu:
Zitat: – dass ein Grundeinkommen nur billig ein Symptom angeht, nicht die Zinsproblematik, nicht die Schere zwischen Reich und Arm, nicht die Finanzspekulation, nicht den Klimawandel, gerechte Preise, nicht Gier, Macht und den Kapitalismus.
28. Dezember 2011 - 13:51
Doch, da sind einige Einwände sehr nachdenkenswert und auch durchaus überzeugend. Das für mich wichtigste Argument fehlt allerdings: Das *staatlich organisierte* bedingungslose Grundeinkommen wäre eine weitere *Zwangs*-Maßnahme – die sich wie rechtfertigen lässt? Wer oder was gibt dem Staat das Recht, über die Arbeitserträge freier Menschen zu verfügen, ihnen Geld abzunehmen und es umzuverteilen? – Die Mehrheit in einer Gesellschaft? Ist ein Mehrheitsbeschluss wirklich eine Rechtfertigung für Zwang? – Willkommen in der Demokratur!

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