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Timestamp: 2019-01-23 02:15:09+00:00

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BGH, 18.03.2010 - I ZR 172/08 - dejure.org
BGH, 18.03.2010 - I ZR 172/08
Master of Science Kieferorthopädie - Zur wettbewerbsrechtlichen Beurteilung der Führung des akademischen Grades "Master of Science Kieferorthopädie" durch Zahnärzte.
"Master of Science Kieferorthopädie”
§§ 33; 35 Abs. 1 HeilberufsG NRW; §§ 3; 5 Abs. 1 S. 2 Nr. 3 und 4; 4 Nr. 11 UWG
Das Führen des ausländischen Titels "Master of Science Kieferorthopädie” ist erlaubt
§ 4 Nr 11 UWG, § 5 Abs 1 S 2 Nr 3 UWG, § 5 Abs 1 S 2 Nr 4 UWG, § 33 HeilBerG NW, § 35 Abs 1 HeilBerG NW
Wettbewerbsrecht: Bestimmungen des Heilberufsgesetzes NRW als Marktverhaltensregeln; Zulässigkeit der Führen eines in Österreich verliehenen Grades - Master of Science Kieferorthopädie
Vereinbarkeit der Führung eines von einer österreichischen Universität verliehenen Grades "Master of Science Kieferorthopädie" mit § 33 Heilberufsgesetz Nordrhein-Westafeln (HeilberufsG NRW) und § 35 Abs. 1 HeilberufsG NRW; Bestimmungen des HeilberufsG NRW über die Führung von Gebietsbezeichnungen, Teilgebietsbezeichnungen oder Zusatzbezeichnungen durch Kammerangehörige als Marktverhaltensregeln; Abkommen zwischen Deutschland und Österreich über die Gleichwertigkeit von in bestimmten Hochschulbereichen erworbener Titel
Im Ausland erworbener "Master of Science" auch in Deutschland wettbewerbsmäßig
Führung des Titels Master of Science Kieferorthopädie
Die Führung des in Österreich verliehenen Grades "Master of Science Kieferorthopädie" mit HeilberufsG NRW vereinbar
"Master of Science Kieferorthopädie" - Zahnärztin darf diesen akademischen Grad einer österreichischen Universität führen
Wettbewerbsrechtliche Zulässigkeit der Verwendung des akademischen Ab-schlusses eines "Master of Science (MSc) - Kieferorthopädie"
Darf ich meinen ausländischen akademischen Titel als Werbung nutzen?
aerztezeitung.de (Meldung mit Bezug zur Entscheidung)
Arztwerbung: Für "Irreführung" liegt die Latte heute viel höher
OLG Düsseldorf - 20 U 14/07
LG Kleve, 10.08.2007 - 8 O 3/07
OLG Düsseldorf, 23.09.2008 - 20 U 144/07
NJW-RR 2010, 1628
MDR 2011, 121
GRUR 2010, 1024
MIR 2010, Dok. 134
BGH, 24.09.2013 - I ZR 219/12
In einem solchen Fall, in dem die Täuschung des Verkehrs lediglich auf dem Verständnis einer an sich zutreffenden Angabe beruht, ist für die Anwendung des § 5 UWG grundsätzlich eine höhere Irreführungsquote als im Fall einer Täuschung mit objektiv unrichtigen Angaben erforderlich; außerdem ist eine Interessenabwägung vorzunehmen (BGH, Urteil vom 22. April 1999 - I ZR 108/97, GRUR 2000, 73, 75 = WRP 1999, 1195 - Tierheilpraktiker; Urteil vom 18. März 2010 - I ZR 172/08, GRUR 2010, 1024 Rn. 25 = WRP 2010, 1024 - Master of Science Kieferorthopädie;… Beschluss vom 16. August 2012 - I ZR 200/11, WRP 2012, 1526 Rn. 3 - Über 400 Jahre Brautradition).
In einem solchen Fall, in dem die Täuschung des Verkehrs lediglich auf dem Verständnis einer an sich zutreffenden Angabe beruht, ist für die Anwendung des § 5 UWG grundsätzlich eine höhere Irreführungsquote als bei einer Täuschung mit objektiv unrichtigen Angaben erforderlich; außerdem ist eine Interessenabwägung vorzunehmen (BGH, Urteil vom 18. März 2010 - I ZR 172/08, GRUR 2010, 1024 Rn. 25 = WRP 2010, 1390 - Master of Science Kieferorthopädie;… BGH, GRUR 2013, 409 Rn. 29 - Steuerbüro).
BGH, 18.10.2012 - I ZR 137/11
Zudem setzt ein Verbot voraus, dass den Adressaten unter Berücksichtigung der beteiligten Interessen nicht ausnahmsweise zuzumuten ist, die Irreführung hinzunehmen, etwa weil eine Werbung mit einer objektiv richtigen Angabe vorliegt (vgl. BGH, Urteil vom 18. März 2010 - I ZR 172/08, GRUR 2010, 1024 Rn. 25 = WRP 2010, 1390 - Master of Science Kieferorthopädie;… Bornkamm in Köhler/Bornkamm aaO § 5 Rn. 2.197 ff.).
An diesen Grundsätzen hat sich durch die Richtlinie 2005/29/EG über unlautere Geschäftspraktiken nichts geändert (vgl. BGH, GRUR 2010, 1024 Rn. 25 - Master of Science Kieferorthopädie; BGH…, Urteil vom 13. Juni 2012 - I ZR 228/10, GRUR 2012, 1273 Rn. 22 = WRP 2012, 1523 - Stadtwerke Wolfsburg).
In einem solchen Fall, in dem die Täuschung des Verkehrs lediglich auf einem unrichtigen Verständnis einer an sich zutreffenden Angabe beruht, ist für die Anwendung der gesetzlichen Irreführungstatbestände jedoch grundsätzlich eine höhere Irreführungsquote als im Fall einer Täuschung mit objektiv unrichtigen Angaben erforderlich; außerdem ist eine Interessenabwägung vorzunehmen (vgl. zu § 3 UWG aF BGH, Urteil vom 22. April 1999 - I ZR 108/97, GRUR 2000, 73, 75 = WRP 1999, 1145 - Tierheilpraktiker; zu § 5 UWG BGH, Urteil vom 18. März 2010 - I ZR 172/08, GRUR 2010, 1024 Rn. 25 = WRP 2010, 1390 - Master of Science Kieferorthopädie).
BGH, 13.06.2012 - I ZR 228/10
An diesen Grundsätzen hat sich durch die Richtlinie 2005/29/EG über unlautere Geschäftspraktiken nichts geändert (BGH, Urteil vom 18. März 2010 - I ZR 172/08, GRUR 2010, 1024 Rn. 25 = WRP 2010, 1390 - Master of Science Kieferorthopädie).
KG, 31.05.2013 - 5 W 114/13
Irreführung durch Verwendung des TM-Symbols für "Unregistered Trademark"
An diesen Grundsätzen hat sich durch die Richtlinie 2005/29/EG über unlautere Geschäftspraktiken nichts geändert (…BGH, a.a.O., Steuerbüro, TZ. 29; GRUR 2010, 1024, TZ. 25 - Master of Science Kieferorthopädie; GRUR 2012, 1273, TZ. 22 - Stadtwerke Wolfsburg).
OLG Karlsruhe, 30.09.2016 - 4 U 102/16
Irreführende Darstellung von Sternen in einem Hotelwappen
In einem solchen Fall, in dem die Täuschung des Verkehrs lediglich auf einem unrichtigen Verständnis einer an sich zutreffenden Angabe beruht, ist für die Anwendung der gesetzlichen Irreführungstatbestände jedoch grundsätzlich eine höhere Irreführungsquote als im Fall einer Täuschung mit objektiv unrichtigen Angaben erforderlich; außerdem ist eine Interessenabwägung vorzunehmen (vgl. zu § 3 UWG aF BGH GRUR 2000, 73, 75 - Tierheilpraktiker; zu § 5 UWG BGH GRUR 2010, 1024 Rn. 25 - Master of Science Kieferorthopädie).
OVG Sachsen-Anhalt, 19.07.2012 - 1 K 75/11
Befugnis der Zahnärztekammer zur Erteilung eines Kammerzertifikats "Fortbildung"
Wie der Antragsteller dazu zutreffend bemerkt lag der Entscheidung des BGH (I ZR 172/08, Urt. v. 28. März 2010) ein der hier maßgeblichen Konstellation schon im Ansatz nicht vergleichbarer Sachverhalt zugrunde: während es in jenem Fall um die Frage ging, ob ein (rechtmäßig) erworbener ausländischer akademischer Grad unter Wettbewerbsaspekten in Deutschland geführt werden darf, fehlt es hier bereits an der für die Erteilung und Führung eines Kammerzertifikates erforderlichen gesetzlichen Grundlage.
LG Flensburg, 29.12.2017 - 6 HKO 51/17
Wettbewerbsverstoß eines Zahnarztes: Irreführende Werbung in einem …
In der Nähe des Begriffs des "Fachzahnarztes für.." zu den Suchkategorien der "Zahnärzte für...", unter denen die Beklagte ihre Werbung veröffentlichte, sieht das Gericht den erheblichen Unterschied zu den von der Rechtsprechung als zulässige Werbung bewerteten Angaben "Zahnärzte: Implantologie" (keine berufswidrige Werbung: Bundesverfassungsgericht, Beschluss vom 26.08.2003, 1 BvR 1003/02, GRUR 2003, 966, zitiert Beck-online); "Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie" (OLG Schleswig, Urteil vom 05.12.2000, 6 U 64/00, NJW-RR 2001, 926 [927], zitiert: Beck-online); "Ärzte: plastische Chirurgie" (OLG Köln, Urteil vom 15.08.2008, 6 U 20/08, zitiert Juris); "Spezialist" (Bundesverfassungsgericht, Beschluss vom 08.02.2002, 1 BvR 1147/01, zitiert Juris); "Master of Science Kieferorthopädie" (BGH, Urteil vom 18.03.2010, I ZR 172/08, zitiert Juris).

References: § 4
 § 5
 § 5
 § 33
 § 35
 § 33
 § 35
 § 5
 § 5
 § 5
 § 3
 § 5
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