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Timestamp: 2019-01-17 22:27:16+00:00

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Befristeter Zuschlag ALG I nach ALG II + Erwerbst. | Erwerbslosenforum Deutschland
Befristeter Zuschlag ALG I nach ALG II + Erwerbst.
Stichworte alg befristeter erwerbst zuschlag
für meine Frage zum § 24 SGB II (Befristeter Zuschlag nach Bezug von Arbeitslosengeld) konnte ich in diesem Forum leider keine Antwort finden. Deshalb möchte ich Euch den Fall kurz schildern:
Dazu sollte gesagt sein, dass ich alleinerziehend bin und eine 8-jährige Tochter habe.
Von Januar 2005 - Januar 2007 war ich erwerbstätig (Netto ca. 1300,- €)
Im Februar 2007 bezog ich ALG I (ca. 800,- €)
Seit März 2007 bin ich nun wieder erwerbstätig (Netto 960,- €)
Ein Bekannter machte mich darauf aufmerksam, dass ich ergänzend ALG II beantragen kann, um den Mindestbedarf für mich und meine Tochter zu decken.
Es sieht auch so aus, als stünden mir ca. 260,- € an Hilfe zu (lt. Berechnung Sachbearbeiter).
Den § 24 habe ich nun so verstanden, dass ich außerdem noch den dort erwähnten Zuschlag erhalten müsste?!
ALG I = 800 €
- ALG II / Sozialgeld = 260 €
Unterschiedsbetrag 540 €
davon 2/3 -> 360 €, wird dann beschränkt auf 220 € (Ich und meine Tochter).
Sehe ich da irgendetwas nicht, oder ist es tatsächlich so, dass ich im Vergleich zu meiner letzten, deutlich besser bezahlten Stelle jetzt erst mal mehr Geld erhalte?
Danke für Eure Hilfe, Sabine
Hallo Sabine, kann dir derzeit auf die Schnelle keine genauen Zahlen nennen, aber erstmal soviel: ich denke, dass du den Zuschlag bekommst. Vorausgesetzt du hast einen Anspruch auf AlG II. Ich war auch drei Monate Erwerbslos und habe dann im ersten Jahr nach der Arbeitsaufnahme 320 € und im zweiten Jahr noch die Hälfte (also 160€) erhalten, da ich in einer Bedarfsgemeinsachft gelebt habe. Mit den genauen Zahlen kann ich dir in deinem Fall jedoch nicht weiterhelfen. Da müßte ich auch erst nachlesen. Schöne Grüße
den Zuschlag nach § 24 SGB II kannst du nicht bekommen, da der Anspruch auf ALG I noch nicht verbraucht ist.
Die nicht für alle verbindlichen Durchführungshinweise zu § 24 SGB II der Arbeitsagentur sagen hier folgendes :
Der befristete Zuschlag soll in vertretbarem Umfang einen Teil der Einkommenseinbußen abfedern, die in der Regel beim Übertritt in das Arbeitslosengeld II entstehen werden.
Voraussetzung ist, dass der letzte Tag der Alg-Anspruchsdauer innerhalb der letzten 2 Jahre verbraucht wurde oder ein evtl. Restanspruch wegen Ablaufs von Verfallfristen nicht mehr geltend gemacht werden kann.
Nachlesen ab Randziffer 24.1
http://www.arbeitsagentur.de/zentra...zestext-24-SGB-II-Befrist-Zuschlag-ALGeld.pdf
hallo lopo, verstehe deinen Beitrag leider nicht. Was soll ich denn verbrauchen?
Es geht doch eher darum, das man seinen "Anspruch" auf ALG 1 nicht ausnutzt, sondern ´ne "Belohnung" dafür kriegt, dass man eben schnell wieder Arbeitsplatz findet. Und man hat ja schließlich Beiträge gezahlt und Anspruch auf Arbeitslosengeld (gleich Versicherung gegen Arbeitslosigkeit). Und den Zuschlag kriegt Mann oder Frau, weil man das eben nicht voll ausschöpft, sondern vorher schon wieder in Arbeit ist. Ich hab´den Zuschlag jedenfalls nach 3 Monaten Erwerbslosigkeit bekommen.
Solange ein ALG I Anspruch besteht, kann man keinen Zuschlag gem. § 24 SGB II bekommen. Steht so ganz klar im Gesetz. Es soll den Übergang von ALG I zu ALG II abfedern. So wird es in den Hinweisen beschrieben.
Ich habe den Link zu den Durchführungshinweisen angeführt, genau nachlesen muss jeder selber.
Der Text des Gesetzes ist hier :
1) 1Soweit der erwerbsfähige Hilfebedürftige Arbeitslosengeld II innerhalb von zwei Jahren nach dem Ende des Bezugs von Arbeitslosengeld bezieht, erhält er in diesem Zeitraum einen monatlichen Zuschlag.
Wie das genau zu verstehen ist, erläutern die Durchführungshinweise.
Wahrscheinlich geht es genau um Anspruchsdauer. Ich hatte ja auch geschrieben, dass ich mich nicht genau mit dem Thema auseinander setzen würde, sondern erstmal nur ´ne Einschätzung. Aber die zwei Jahre sind ja nicht rum, und mehr als zwei Jahre kriegt man das ja auch nicht. Ich bleibe bei meiner Einschätzung, dass sie die Kohle kriegt, bzw. das es ihr zusteht. Ist auch abhängig davon, wie lange im Bescheid für das ALG 1 gezahlt werden würde.
hier ein Auszug aus der Wissensdatenbank WDB Fachinformationen der Arbeitsagentur :
Besteht ein Anspruch auf befristeten Zuschlag zum Arbeitslosengeld II (SGB II) wenn der Anspruch auf Arbeitslosengeld (SGB III) weder erschöpft noch erloschen ist?
Sofern also ein Alg-Restanspruch nach dem SGB III z.B. nach dem Bezug von Erziehungsgeld oder nach einer Zwischenbeschäftigung noch geltend gemacht werden kann, ist ein Anspruch auf befristeten Zuschlag nach § 24 SGB II ausgeschlossen.
Dies gilt auch für Fälle in denen nach einer Unterbrechung des Alg-Bezuges durch Arbeitsaufnahme Hilfebedürftigkeit nach dem SGB II eintritt und der Alg-Anspruch weder verbraucht noch erloschen ist.
Nachlesen kann man das beim § 24 Nr.10012
erst mal danke für die Hinweise. Viel schlauer bin ich jetzt allerdings auch noch nicht
Die Frage ist also, wann ein ALG I Anspruch verbraucht/verloschen ist, oder?
Aber Anspruch auf Arbeitslosengeld habe ich doch nur, wenn ich arbeitslos bin oder an einer beruflichen Weiterbildung teilnehme.
Warst Du denn in einer ähnlichen Situation, als Du den Zuschlag bezogen hast? Also ALG I -> dann erwerbstätig + ALG II?
Hallo Sabine, hier noch mal meine Situation, in der ich den befristeten Zuschlag bekommen habe:
ich war 3 Monate arbeitslos und habe ALG I erhalten. Ich bin in dieser Zeit mit einem Mann in eine Wohnung gezogen, der Sozialhilfe beantragt hat und man hat mir ein eheähnliches Verhältnis unterstellt. Ab Jan.05 hat dieser Mann nach Hartz IV Leistungen erhalten und mein Einkommen, dass ich wegen Arbeitsaufnahme ab Jan 05 hatte, ist angerechnet worden, weil ich mit ihm eine BG gebildet habe (lt.Arge - Klage dagegen läuft immer noch, aber das ist ein anderes Thema). Da ich meinen Anspruch auf ALG I nicht ausgeschöpft habe, wegen der neuen Tätigkeit, habe ich zwei Jahre lang den befristeten Zuschlag erhalten. Tue mich im Moment etwas schwer mit den Links der anderen, da ich dieses Amtsdeutsch nur schwer entziffern kann. Kann deshalb nur von meiner Erfahrung berichten. Vielleicht hilft es dir weiter. Aber die Argen haben ja auch Beratungspflicht - vielleicht hast du einen freundlichen SB, der dir weiterhilft? Ansonsten bemühe ich mich im Laufe des Tages noch mal um ´ne fundierte Antwort - werde noch mal im Leidfaden nachlesen. Melde mich wieder, sowie ich was gefunden und verstanden habe. Ciau
@ atnemilk,
es bringt nichts, wenn ich mich dauernd wiederhole. ich habe dazu alles gesagt, die Gesetze zitiert, die Durchführungshinweise zum selber Nachlesen als Link angegeben. Mehr kann ich nicht tun.
@ Ralsom,
sorry, deine Geschichte ist absolut falsch. Ich rate dir, dich auch in anderen Foren zum Thema des § 24 SGB II kundig zu machen. Auch die von mir zitierten Durchführungshinweise solltest du sehr genau lesen.
Es hilft keinem Ratsuchenden hier, gut gemeinte, aber leider falsche Auskünfte zu erteilen.
Hallo Lopo, wenn meine Geschichte falsch ist, habe ich die Leistung wohl zu Unrecht erhalten. Ich hab sie jedenfalls genauso gekriegt, wie ich das geschildert habe.
Habe im TuWas Leidfaden nachgeschaut. Der Zuschlag ist abhängig vom Alg I plus Wohngeld. Wenn dieser über dem ALG II Anspruch liegt, gibt es 2/3 der Differenz, höchstens jedoch 160€ pro Person und für Kind maximal 60€. Soweit erstmal
deine Geschichte kann so nicht stimmen, ich versuche es noch einmal zu erklären. Ich zitiere teilweise die Durchführungshinweise der Arbeitsagentur :
Das bedeutet, der Anspruch auf ALG I ist verbraucht, das ist der Normalfall beim Übergang vom ALG I zu ALG II, der Übergang, der die Einkommenseinbußen abfedern soll. Ab jetzt beginnt die zweijährige Frist für den Zuschschlag gem . § 24 SGB II.
Solange auch nur ein Tag Restanspruch auf ALG I besteht bzw. noch geltent gemacht werden kann, besteht kein Anspruch auf den Zuschlag gem § 24 SGB II.
Ein sogenannter Aufstocker auf ALG II kann niemals einen Anspruch auf den Zuschlag nach § 24 SGB II haben, da er entweder wegen seiner Arbeit nie arbeitslos war und somit keinen Anspruch auf ALG I hatte oder noch einen Restanspruch auf ALG I hat.
Lopo hat völlig recht - davon ab - mit 800 Euro ALG I liegt sie mit Kind inkl. angemessener KDU unter ALG II-Bedarf, das bedeutet - sie hätte bereits im ALG I-Bezug Anspruch auf aufstockendes ALG II gehabt und demzufolge gibt es auch diesen Zuschlag nicht.
Hallo Lopo, laß´mal gutsein - ich brauch das gar nicht zu verstehen, das heißt du mußt mir das nicht erklären, da ich gar kein Problem damit habe. Und wenn du meinst, das meine Geschichte nicht stimmt - ich hab´es hier schwarz auf weiß per Bewilligungsbescheid. Liegt unser Mißverständnis vielleicht darin, dass die Fragestellerin erwerbstätig ist und schon alleine deshalb kein Anspruch auf ALG I besteht? Es geht doch um ergänzendes ALG II. Ich hätte alleine ja keinen Anspruch gehabt, wenn ich nicht aufgrund der EÄG in die Bedarfsgemeinschaft mit meinem Mitbewohner geraten wäre.
Euere Beiträge sind ganz interessant.Aber verstehen tu ich sie nicht so richtig.Ich erhielt auch mal ALGI und dannALGII lebe auch in einer Bedarfsgemeinschaft und da kann man den Zuschlag beantragen oder erst wenn ich wieder arbeiten gehe.
Du hast in deinem Beitrag Nr. 9 geschrieben : " Da ich meinen Anspruch auf ALG I nicht ausgeschöpft habe, wegen der neuen Tätigkeit, habe ich zwei Jahre lang den befristeten Zuschlag erhalten."
Ist ja hier der gleiche Sachverhalt, Arbeitsaufnahme und Antrag auf aufstockend ALG II, danach kann das ja nicht der Grund sein. Ich hoffe, die Fragestellerin stellt diesen Antrag auf Zuschlag gem. § 24 SGB II und teilt uns hier auch die Entscheidung des Amtes mit. Leider hat sie sich nicht mehr gemeldet.
Solange das Einkommen aus Arbeit + aufstockend ALG II weniger ist, als das
zuletzt bezogene ALG I + Wohngeld, wird der Zuschlag gezahlt.
der befristete Zuschlag soll in vertretbarem Umfang einen Teil der Einkommenseinbußen abfedern, die in der Regel beim Übertritt in das Arbeitslosengeld II entstehen werden. Der zweijährige Zeitraum läuft vom Ende des ALG I an. Dafür muss man keine Arbeit aufgenommen haben. Man darf nur keinen Restanspruch auf ALG I mehr haben.
kisstinni
Stehe jetzt genau vor dem selben Problem ! Habe noch 43 Tage Restanspruch ALG1 arbeite aber wieder in einem unbefristeten Vollzeitjob.
Unser Hartz-Anspruch 50.00 Eur. § 24 Anspruch wäre begrenzt auf 360.- Eur. Wenn ich aufgrund meines unbefristeten Arbeitsverhältnisses nicht in der Lage bin innerhalb der 2-Jahresfrist meinen Restanspruch "abzurufen", krieg ich den Zuschlag dann ???

References: § 24
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