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Timestamp: 2018-05-27 17:53:57+00:00

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Rechtsprechung: DB 1977, 993 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Celle, 01.10.1976
Klage auf Zahlung von Mietzins für einen Baukran - Aufrechnung mit Schadensersatzansprüchen (Ausfall von Arbeitsstunden infolge Mangelhaftigkeit der Kräne) - Wirksamkeit eines Aufrechnungsausschlusses - Verstoß gegen Treu und Glauben durch die Geltendmachung des Aufrechnungsausschlusses
WM 1977, 311
DB 1977, 627
Danach ist die Hauptschuldnerin zur Zahlungsverweigerung berechtigt und der Klägerin ist es untersagt, ihre Forderung gerichtlich geltend zu machen oder einen anhängigen Prozess weiter zu betreiben (vgl. BGH, Urteile vom 12. Januar 1977 - VIII ZR 252/75, WM 1977, 311, 312, vom 21. Februar 1983 - VIII ZR 4/82, WM 1983, 533, 534 f., vom 14. Juni 1989 - IVa ZR 180/88, NJW-RR 1989, 1048, 1049 und vom 27. Januar 1999 - XII ZR 113/97, NJW 1999, 1101, 1103).
Soweit aus dem Senatsurteil vom 12. Januar 1977 - VIII ZR 252/75 (= WM 1977, 311) etwas anderes entnommen werden könnte, wird daran nicht festgehalten.
b) Ein Zurücktreten des Aufrechnungsverbots gemäß § 242 BGB kommt nur bei vorsätzlichen Vertragsverletzungen in Betracht (…vgl. BGH, Urt. v. 9.5.1966 - VIII ZR 8/64, NJW 1966, 1452; Urt. v. 12.1.1977 - VIII ZR 252/75, WM 1977, 311, 312;… Urt. v. 7.3.1985 - III ZR 90/83, WM 1985, 866, 868;… Palandt/Grüneberg aaO § 387 Rdn. 17;… Staudinger/Gursky, BGB [2000], § 387 Rdn. 248).
Ein sog. pactum de non petendo, also der befristete Verzicht auf die Geltendmachung einer Forderung, setzt voraus, daß der Schuldner vorübergehend zur Verweigerung der Zahlung berechtigt sein soll (z.B. Senatsurteil vom 12. Januar 1977 - VIII ZR 252/75 = WM 1977, 311, 312).
Ein solches Stillhalteabkommen setzt als befristeter Verzicht auf die Geltendmachung einer Forderung voraus, daß der Schuldner vorübergehend zur Verweigerung der Zahlung berechtigt sein soll (vgl. BGH WM 1977, 311; BGH NJW 1983, 2496, 2497).
Sie verweist u.a. auf das Aufrechnungsverbot des § 393 BGB und auf den Ausschluß eines Zurückbehaltungsrechts analog dieser Vorschrift (Hinweis auf BAG NJW 1968, 565/566), ferner auf die Durchbrechung eines vertraglichen Aufrechnungsverbots gegenüber Forderungen aus vorsätzlicher unerlaubter Handlung (Hinweis auf RGZ 60, 294, 296; BGH Urteil vom 12. Januar 1977, VIII ZR 252/75, DB 1977, 993, 994 re. Sp.).
Zwar ist in der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs anerkannt, dass ein Aufrechnungsausschluss oder ein Ausschluss von Zurückbehaltungsrechten etwa dann nicht gilt, wenn die Gegenansprüche entweder unbestritten und rechtskräftig festgestellt oder jedenfalls entscheidungsreif und begründet sind (BGH, U. v. 9.2. 1960, VIII ZR 53/59, NJW 1960, 859; U. v. 12.1. 1977, VII ZR 252/75, WM 1977, 311).
Zwar kann ein vertragliches Aufrechnungsverbot u. U. gegenüber Schadensersatzansprüchen aus vorsätzlichen Vertragsverletzungen zurücktreten (BGH, U. v. 15.2. 2007, I ZR 118/04, NJW-RR 2008, 121; BGH, U. v. 12.1. 1977, VII ZR 252/75; WM 1977, 311).
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs verstößt die Berufung auf eine derartige Vereinbarung gegen Treu und Glauben, wenn die Gegenforderung erwiesen oder sogar unstreitig ist (Urteile vom 29. November 1971 - V ZR 136/69 = WM 1972, 72, 73; 12. Januar 1977 - VIII ZR 252/75 = Betrieb 1977, 993, 994, jeweils mit Nachw.; zum Ausschluß des Zurückbehaltungsrechts vgl. BGHZ 62, 323, 328; Urteil vom 16. März 1978 - VII ZR 159/77 = WM 1978, 790).
§ 9 c GmbHG unzulässig, da die Gesellschaft nicht zu einem gesetzlich zulässigen Zweck ( § 1 GmbHG ) errichtet worden ist und der Gesellschaftsvertrag nach § 134 BGB nichtig ist, weil mit ihm das sich aus § 14 Abs. 2 i.V.m. § 92 Nr. 3 AusIG ergebende gesetzliche Verbot umgangen werden soll (OLG Celle DB 1977, 993 ; OLG Stuttgart OLGZ 1984, 143, 145 = MittRhNotK 1984, 148 ).

References: § 242
 § 387
 § 387
 BGH 
 BGH 
 § 393
 BGH 

§ 9
 § 1
 § 134
 § 14
 § 92