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Timestamp: 2020-07-02 10:20:10+00:00

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BGH, 04.02.2016 - IX ZR 77/15 - dejure.org
https://dejure.org/2016,3797
BGH, 04.02.2016 - IX ZR 77/15 (https://dejure.org/2016,3797)
BGH, Entscheidung vom 04.02.2016 - IX ZR 77/15 (https://dejure.org/2016,3797)
BGH, Entscheidung vom 04. Februar 2016 - IX ZR 77/15 (https://dejure.org/2016,3797)
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§ 134 Abs. 2 InsO, § ... 134 InsO, § 134 Abs. 1 InsO, § 129 Abs. 1 InsO, Art. 140 GG, Art. 137 Abs. 6 WRV, Art. 137 Abs. 3 WRV, Art. 4 Abs. 2 GG, §§ 129 ff InsO, §§ 130, 131, 133 InsO, § 516 Abs. 1 BGB, § 143 Abs. 2 Satz 1 InsO
§ 134 Abs 1 InsO, § 134 Abs 2 InsO, Art 140 GG, Art 137 Abs 3 WRV
Insolvenzanfechtung: Anfechtung wegen unentgeltlicher Leistung gegenüber Religionsgesellschaften wegen freiwilliger Spenden; Definition des Gelegenheitsgeschenks; geringer Wert
Insolvenzrechtliche Anfechtung wegen unentgeltlicher Leistung gegenüber Religionsgesellschaften aufgrund freiwilliger Spenden; Definition des Gelegenheitsgeschenks im Sinne der Ausnahmeregelung des § 134 Abs. 2 Insolvenzordnung (InsO); Abwägung des kirchlichen ...
Zur Anfechtung wegen unentgeltlicher Leistung bei freiwilligen Spenden an Religionsgesellschaften in der Rechtsform von Körperschaften des öffentlichen Rechts; zur Definition des Gelegenheitsgeschenks im Sinne von § 134 InsO
Anfechtung wegen unentgeltlicher Leistung gegenüber Religionsgesellschaften
Insolvenzrechtliche Anfechtung wegen unentgeltlicher Leistung gegenüber Religionsgesellschaften aufgrund freiwilliger Spenden; Definition des Gelegenheitsgeschenks im Sinne der Ausnahmeregelung des § 134 Abs. 2 Insolvenzordnung ( InsO ); Abwägung des kirchlichen ...
Zur Schenkungsanfechtung von Spenden an eine Religionsgesellschaft - "gebräuchliches Gelegenheitsgeschenk geringen Wertes" (bis 500 EUR p. a.)
Spenden an die Kirche - und die Insolvenzanfechtung
Insolvenzrechtliche Anfechtung wegen unentgeltlicher Leistung gegenüber Religionsgesellschaften
Welche vom Schuldner vor einer Insolvenz gemachten Schenkungen sind nicht anfechtbar?
InsO §§ 134, 143 Abs. 2 Satz 1; BGB § 818 Abs. 3
Zur Schenkungsanfechtung von Spenden an eine Religionsgesellschaft - "gebräuchliches Gelegenheitsgeschenk geringen Wertes" (bis 500 EUR p.a.)
Insolvenzrechtliche Anfechtung einer freiwilligen Spende für eine Religionsgesellschaft
AG Berlin-Mitte, 23.05.2014 - 16 C 290/13
LG Berlin, 19.02.2015 - 52 S 47/14
BGHZ 209, 8
NJW 2016, 2412
ZIP 2016, 583
MDR 2016, 1051
NZI 2016, 359
WM 2016, 518
JR 2017, 214
Denn Ausnahmevorschriften, zu denen die hier in Rede stehende Regelung zum Ausschluss des Widerrufsrechts gehört, sind nach der ständigen Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Union und des Bundesgerichtshofs eng auszulegen (st. Rspr.;… vgl. nur EuGH, Urteile vom 11. April 2013 - C 535/11, juris Rn. 46;… vom 29. März 2012 - C 185/10, juris Rn. 31;… BGH, Urteile vom 17. Juni 2015 - VIII ZR 249/14, NJW 2015, 2959 Rn. 23;… vom 12. Oktober 2016 - XII ZR 9/15, NJW 2017, 108 Rn. 24; vom 4. Februar 2016 - IX ZR 77/15, NJW 2016, 2412 Rn. 29; vgl. im Hinblick auf § 312g Abs. 2 BGB: Becker/Föhlisch, NJW 2008, 3751, 3752;… MünchKommBGB/Wendehorst, aaO Rn. 6).
Für hypothetische, nur gedachte Kausalverläufe ist insoweit kein Raum (BGH…, Urteil vom 20. Januar 2011 - IX ZR 58/10, WM 2011, 371 Rn. 14;… vom 17. Juli 2014 - IX ZR 240/13, WM 2014, 1588 Rn. 13; vom 4. Februar 2016 - IX ZR 77/15, WM 2016, 518 Rn. 17).
Dabei ist es entgegen der Auffassung des Erstgerichts ohne Bedeutung, ob ein an dem Grundstück nicht grundpfandrechtlich gesicherter Dritter ein entsprechendes Gebot abgegeben hätte, weil der tatsächliche und nicht ein gedachter Geschehensablauf maßgeblich ist (vgl. BGH, Urteil vom 4. Februar 2016 - IX ZR 77/15, WM 2016, 518 Rn. 17 mwN).
Freiwillige Spenden sind auch gegenüber Religionsgesellschaften in der Rechtsform von Körperschaften des öffentlichen Rechts anfechtbar, und zwar selbst dann, wenn die Religionsgesellschaft an sich befugt wäre, gleich hohe Beträge als Kirchensteuer einzuziehen (BGH, Urteil vom 4. Februar 2016 - IX ZR 77/15, WM 2016, 518 Rn. 16 ff).
a) Eine Gläubigerbenachteiligung liegt vor, wenn die Rechtshandlung entweder die Schuldenmasse vermehrt oder die Aktivmasse verkürzt und dadurch den Zugriff auf das Vermögen des Schuldners vereitelt, erschwert oder verzögert hat, mithin wenn sich die Befriedigungsmöglichkeiten der Insolvenzgläubiger ohne die Handlung bei wirtschaftlicher Betrachtungsweise günstiger gestaltet hätten (BGH…, Urteil vom 26. April 2012 - IX ZR 146/11, WM 2012, 1131 Rn. 21; vom 4. Februar 2016 - IX ZR 77/15, BGHZ 209, 8 Rn. 10; st. Rspr.).
a) Eine Gläubigerbenachteiligung liegt vor, wenn die Rechtshandlung entweder die Schuldenmasse vermehrt oder die Aktivmasse verkürzt und dadurch den Zugriff auf das Vermögen des Schuldners vereitelt, erschwert oder verzögert hat, mithin wenn sich die Befriedigungsmöglichkeiten der Insolvenzgläubiger ohne die Handlung bei wirtschaftlicher Betrachtungsweise günstiger gestaltet hätten (BGH…, Urteil vom 26. April 2012, aaO Rn. 21;… vom 28. Januar 2016 - IX ZR 185/13, WM 2016, 427 Rn. 24; vom 4. Februar 2016 - IX ZR 77/15, WM 2016, 518 Rn. 10).
Für hypothetische, nur gedachte Kausalverläufe ist insoweit kein Raum (BGH…, Urteil vom 20. Januar 2011 - IX ZR 58/10, WM 2011, 371 Rn. 14;… vom 17. Juli 2014 - IX ZR 240/13, WM 2014, 1588 Rn. 13; vom 4. Februar 2016, aaO Rn. 17;… vom 9. Juni 2016 - IX ZR 153/15, WM 2016, 1455 Rn. 30).
Die Erfüllung einer eigenen, rechtsbeständigen, infolge einer entgeltlichen Gegenleistung begründeten Verbindlichkeit stellt eine entgeltliche Leistung dar (BGH, Urteil vom 12. Juli 1990 - IX ZR 245/89, BGHZ 112, 136, 138 zu § 32 KO;… vom 9. Dezember 2010 - IX ZR 60/10, WM 2011, 364 Rn. 10; vom 4. Februar 2016 - IX ZR 77/15, BGHZ 209, 8 Rn. 15;… BAGE 154, 28 Rn. 13;… MünchKomm-InsO/Kayser, 3. Aufl., § 134 Rn. 26;… Uhlenbruck/Borries/Hirte, InsO, 15. Aufl., § 134 Rn. 41).
Entgeltlich ist aber auch die Erfüllung von Ansprüchen aus gesetzlichen Schuldverhältnissen (BGH…, Urteil vom 18. März 2010 - IX ZR 57/09, ZIP 2010, 841 Rn. 9;… vom 29. Oktober 2015 - IX ZR 123/13, ZIP 2015, 2484 Rn. 8; vom 4. Februar 2016 - IX ZR 77/15, BGHZ 209, 8 Rn. 15).
Für hypothetische, nur gedachte Kausalverläufe ist insoweit kein Raum (BGH…, Urteil vom 20. Januar 2011 - IX ZR 58/10, WM 2011, 371 Rn. 14;… vom 17. Juli 2014 - IX ZR 240/13, WM 2014, 1588 Rn. 13; vom 4. Februar 2016 - IX ZR 77/15, WM 2016, 518 Rn. 17;… vom 9. Juni 2016 - IX ZR 153/15, WM 2016, 1455 Rn. 30).
Eine objektive Benachteiligung liegt vor, wenn die Rechtshandlung entweder die Schuldenmasse vermehrt oder die Aktivmasse verkürzt und dadurch den Zugriff auf das Vermögen des Schuldners vereitelt, erschwert oder verzögert hat, mithin wenn sich die Befriedigungsmöglichkeiten der Insolvenzgläubiger ohne die Handlung bei wirtschaftlicher Betrachtungsweise günstiger gestaltet hätten (vgl. BGHZ 215, 262; BGHZ 209, 8; BGH, Urteil v. 26.04.2012 - IX ZR 146/11, ZIP 2012, 1183).
Nach seinen eigenen Berechnungen belaufe sich der Zinsbetrag für einen Zeitraum von sieben Monaten auf 437, 50 EUR und liege daher unter der vom Bundesgerichtshof im Urteil vom 04.02.2016 (IX ZR 77/15) angenommenen Höchstgrenze.
Nicht erfasst werden Leistungen, die allein aus Sitte und Anstand erbracht werden (BGH, Urt. v. 04.02.2016 - IX ZR 77/15, zitiert nach juris, Rn. 28 f.).
Sie liegt unter anderem dann vor, wenn die Rechtshandlung die Schuldenmasse vermehrt oder die Aktivmasse verkürzt und dadurch den Zugriff auf das Schuldnervermögen vereitelt, erschwert oder verzögert hat, wenn sich also die Befriedigungsmöglichkeiten der Insolvenzgläubiger ohne die Handlung bei wirtschaftlicher Betrachtungsweise günstiger gestaltet hätten (…BGHZ 215, 262, Rz. 11; BGHZ 209, 8, Rz. 10;… BGHZ 193, 129, Rz. 39;… Urteil vom 26.04.2012 - IX ZR 146/11, ZIP 2012, 1183 Rz. 21).

References: § 134
 § 134
 § 129
 Art. 140
 Art. 137
 Art. 137
 Art. 4
 § 516
 § 143

§ 134
 § 134
 § 134
 § 134
 § 134
 § 818
 § 312
 § 32
 § 134
 § 134