Source: https://jupfa.koppelsberg.eu/jupfa-struktur/jupfa-struktur-jugendordnungen/jupfa-struktur-ne-jugendordnung.html
Timestamp: 2019-11-18 14:03:59+00:00

Document:
Nordelb. Jugendordnung: Jugendpfarramt der Nordkirche
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Herausgeber:	Jugendpfarramt der Nordelbischen
Evangelisch- Lutherischen Kirche
Tel. (04522) 507 -120
Tel. (040) 30620 - 1370
Verantwortliche für	Nordelbischer Jugendpastor
Den Inhalt:	Arbeitsbereich Jugendverbandsarbeit
Druck:	Hugo Hamann, Kiel
2. Auflage:	1000 Stück.
2.	Ordnung für das Nordelbische Jugendwerk vom 5. Juni 1985
3.	Begriffe und Gremien in der Nordelbischen Jugendordnung
4.	Gemeindestruktur des Nordelbische Jugendwerkes
5.	Hinweise für die Erarbeitung von Jugendordnungen
in den Nordelbischen Kirchenkreisen
6.	Mustersatzung für einen Jugendausschuss der Kirchengemeinden
Die Nordelbische Jugendordnung wurde am 07.06.1985 von der Nordelbischen Kirchenleitung erlassen und am 11.05.1987 um die §§ 13.4 und 14.2 ergänzt. Viele haben lange und engagiert an ihr gearbeitet, daher ist sie von einem breiten Grundkonsens getragen. Sie enthält verbindliche Regelungen für das gesamte Nordelbische Jugendwerk auf den Ebenen der Gemeinde, des Kirchenkreises und der NEK. Sie ist kein einengendes Gesetz, sondern sie beschreibt den Rahmen unverzichtbarer Gemeinsamen, das uns in der Nordelbischen Jugendarbeit zusammenhält: Inhalte des Glaubens, den Zuspruch des Evangeliums, Ziele des Handelns, gemeinsame Verfahrensweisen, vergleichbare Arbeits- und Leitungsstrukturen, Lösungswege bei Konflik-ten.
Sie ist eine moderne Jugendordnung geworden, weil es gelang, in ihr drei oftmals rivalisierende Formen des Selbstverständnisses und der Organisation evangelischer Jugendarbeit zusammenzuschreiben:
o	Die Teilhabe junger Christen am kirchlichen Leben (als Junge Gemeinde)
o	Das Angebot der Kirche für ihre Mitglieder (als landeskirchliches Jugendwerk)
o	Die Selbstvertretung junger Menschen im öffentlichen Leben (als eigenständiger Jugendverband).
Jugendwerke anderer Landeskirchen haben inzwischen die NE Jugendordnung zum Vorbild für Reformen und Veränderungen in ihren Bereichen gewählt. In Nordelbien gab sie den Anstoß zur Neufassung fast aller Kirchenkreis- und Gemeinde- Jugend-ordnungen und ?Satzungen. Und besonders wichtig: Die NE Jugendordnung ist auch offizielle Grundlage für die öffentliche Anerkennung unserer evangelischen Jugend-arbeit mit all ihren Gruppen nach den Richtlinien der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein.
Dieser 2. Auflage wünsche ich erneut weite Verbreitung und uns allen mit dieser Hilfe weiter eine gute Zusammenarbeit.
(Nordelbischer Jugendpastor)
Ordnung für das Nordelbische Jugendwerk
vom 5. Juni 1985
(GVOBI. 1985, S. 129)
Die Kirchenleitung hat gemäß Artikel 81 Abs. 3 der Verfassung in Verbindung mit § 2 Abs. 1 Satz 1 Kirchengesetz über die Organisation der Dienste und Werke vom 14.01.1984 Ordnung erlassen:
Gemeinde Jesu Christi ist begründet im Evangelium von der Liebe Gottes zu allen Menschen, wie sie durch Wort und Tat, Kreuz und Auferstehung Jesu Christi hörbar und sichtbar geworden ist. Die evangelische Jugend ist Teil dieser Gemeinde.
Evangelische Jugendarbeit als Dienst dieser Gemeinde lädt junge Menschen ein, das Evangelium als Lebensmöglichkeit für sich anzunehmen und sich dafür einzusetzen, dass auch andere die gleiche Erfahrung machen. Dabei bedient sie sich der Hilfe fachkundiger Erfahrung.
Junge Menschen beteiligen sich in der evangelischen Jugendarbeit persönlich am Leben der Gemeinde und wirken verantwortlich in ihrer Kirche insbesondere bei der Erfüllung ihres missionarischen, diakonischen und ökumenischen Auftrags mit. Die evangelische Jugend gestaltet ihre Gemeinschaften und ihr Handeln in den ihnen gemäßen Formen z.B. in den Jugendkreisen und offener Jugendarbeit, in den Jugendgottesdiensten und Freizeiten, in den Aktionsgruppen und Projekten. Sie vertritt sich im kirchlichen, gesellschaftlichen und politischen Leben selbst.
1.	Die evangelische Jugendarbeit im Bereich der Nordelbischen Kirche (NEK) ist zusammengeschlossen und organisiert im Nordelbischen Jugendwerk, das auf den Ebenen der Kirchengemeinde, des Kirchenkreises und der Nordelbischen Kirche arbeitet.
2.	Das Nordelbische Jugendwerk ist eine Einrichtung der Nordelbischen Kirche nach Artikel 60 Buchst. A der Verfassung und ein Jugendverband mit öffentlicher Anerkennung nach § 5 Abs. 4 Ziff. 2 Jugendwohlfahrtsgesetz.
3.	Es ist an Schritt und Bekenntnis gebunden, wie es in der Verfassung festgelegt ist.
4.	Es gewährleistet eine den Zielen des Grundgesetzes förderliche Arbeit und eine sachgerechte, zweckentsprechende und wirtschaftliche Verwendung der kirchlichen und öffentlichen Mittel.
5.	Es genießt im Rahmen der kirchlichen Ordnung Schutz und Fürsorge der Nordelbischen Kirche und die zur Erfüllung seiner Aufgaben notwendige Freiheit. Es gewährleistet, dass die Jugendlichen ihr Leben nach einer eigenen Jugendordnung gestalten können.
6.	In dieser Ordnung wird die Zugehörigkeit des Nordelbischen Jugendwerkes zur Nordelbischen Kirche und zugleich seine Eigenständigkeit als Jugendverband sichergestellt und beides miteinander vereinbart.
Teilnahme, Mitgliedschaften, Mandate
1.	Das Nordelbische Jugendwerk steht in Mitverantwortung für die gesamte Ju-gend. Darum lädt es alle jungen Menschen aus Hamburg und Schleswig-Holstein zur Teilnahme und Mitarbeit ein.
2.	Mitglied im Nordelbischen Jugendwerk ist, wer an Gruppen, Aktivitäten und Angeboten der evangelischen Jugendarbeit teilnimmt und die Ziele evangelischer Jugendarbeit anerkennt, wie sie in dieser Ordnung festgelegt sind.
3.	Als Jugendvertreter/in* im Nordelbischen Jugendwerk kann gewählt werden, wer einer Gliedkirche der Ev. Kirche in Deutschland angehört und in religionsmündigem Alter ist.
1.	Das Recht der Jugendlichen, sich im Nordelbischen Jugendwerk selbst zu vertreten und in der Kirche mitzuwirken, wird anerkannt, gefördert und durch diese Ordnung gesichert. In der Gemeinde, im Kirchenkreis und in der Nordelbischen Kirche werden Arbeits- und Leistungsformen geordnet, in die die Jugendlichen ihre Vertreter und Sprecher frei wählen. Die Mitwirkung durch haupt- und nebenamtliche Mitarbeiter der Jugendarbeit wird geregelt. Die Zusammenarbeit in den Vorständen, Synoden und Gremien in der Nordelbischen Kirche wird durch die Entsendung von Vertretern sichergestellt.
2.	Die gewählten Jugendvertreter erhalten in den Jugendausschüssen und Jugendvertretungen im Nordelbischen Jugendwerk die Stimmenmehrheit. Aus der Jugendarbeit der Kirchengemeinden werden Delegierte in die Jugendvertretung des Kirchenkreises (§ 8), aus den Jugendvertretungen der Kirchenkreise werden Delegierte in die Nordelbische Jugendvertretung gewählt (§ 16).
1.	Das Nordelbische Jugendwerk ist zur ökumenischen Zusammenarbeit verpflichtet.
2.	Es wirkt mit anderen Verbänden zusammen, beteiligt sich an der Arbeit der Jugendringe und erfüllt die für die öffentliche Anerkennung notwendigen Vor-aussetzungen.
* im Folgenden ist jeweils auch die weibliche Form der Funktionsbezeichnung gemeint.
3.	Das Nordelbische Jugendwerk ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Evan-gelischen Jugend in der Bundesrepublik Deutschland und Berlin West e.V. (aej) sowie mit seinem schleswig-holsteinischen Teil Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Schleswig-Holstein (AEJSH). Die Evangelische Jugend Hamburg (EJH) ist der Teil des Nordelbischen Jugendwerks auf dem Gebiet der Freien Hansestadt Hamburg. Die Mitwirkung des Nordelbischen Jugendwerkes in den Landesjugendringen von Hamburg und Schleswig-Holstein wird über die Mitgliedschaft der EJH bzw. AEJSH geregelt.
1.	Jugendarbeit ist eine Lebensäußerung und eigenständige Aufgabe der Kirchengemeinde.
2.	In jeder Kirchengemeinde mit Jugendarbeit wird ein Jugendausschuss gebildet. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter müssen die Mehrheit im Ausschuss haben.
3.	Der Kirchenvorstand sorgt im Rahmen seiner Möglichkeiten mit dem Jugend-ausschuss für die finanziellen, personellen und räumlichen Voraussetzungen für die Jugendarbeit. Die ordnungsgemäße Verwendung der finanziellen Mittel muss dem Kirchenvorstand gegenüber nachgewiesen werden.
4.	Im Übrigen gelten Art. 18 Abs. 1 und 3 der Verfassung.
1.	Das Jugendwerk des Kirchenkreises nimmt alle Aufgaben der Jugendarbeit wahr, die aus fachlichen, personellen, wirtschaftlichen oder organisatorischen Gründen eine eigenständige übergemeindliche Arbeitsweise erfordern (Art. 43 Verfassung).
2.	Der Kirchenkreis ist Rechtsträger des Jugendwerkes.
a)	Aus- und Fortbildung, Beratung und Begleitung der ehrenamtlichen Mitarbeiter, Sammlung, Beratung und Begleitung der haupt- und nebenamtlichen Mitarbeiter der Jugendarbeit.
b)	Anregung, Begleitung und Förderung der Jugendarbeit in den Kirchengemeinden, ggf. auch durch gemeinsame Maßnahmen und Einrichtungen auf Kirchenkreisebene.
c)	Vertretung der evangelischen Jugendarbeit in den Gremien des Kirchenkreises, im Konvent der Dienste und Werke, bei öffentlichen Gremien und Äm-tern auf Kreisebene sowie im Jugendring.
d)	Förderung und ggf. Veranstaltungen von Jugendtreffen, Jugendgottesdiensten, Seminaren, Begegnungen und Freizeiten.
In jedem Kirchenkreis mit Jugendarbeit wird mindestens ein Gremium gebildet; in diesem haben die gewählten Jugendvertreter die Mehrheit. Das Jugendwerk des Kirchenkreises kann zur Wahrnehmung seiner Aufgaben und Funktionen nach § 7 folgende Gremien und Einrichtungen bilden:
a) Kirchenkreis- Jugendausschuss
Er ist ? unbeschadet der Aufgaben und Rechte der Kirchenkreis-Synode und des Kirchenkreis-Vorstandes ? verantwortlich für die Durchführung der Jugendarbeit im Kirchenkreis. Er stellt den Haushalt und die Jahresrechnung des Kirchenkreis-Jugendwerks zur Beschlussfassung im Kirchenkreis-Vorstand und in der Kirchenkreis-Synode auf. Er wirkt mit bei der Berufung des Leiters des Kirchenkreis-Jugendpfarramtes und bei der Einstellung der weiteren Mitarbeiter und kann personelle Vorschläge einbringen.
Jugendvertreter, gewählt von der Kirchenkreis-Jugendvertretung; haupt- und nebenamtliche Mitarbeiter aus der Jugendarbeit, darunter der Leiter des Jugendpfarramtes im Kirchenkreis; Vertreter aus der Kirchenkreis-Synode und dem Kirchenkreis-Vorstand.
b) Kirchenkreis-Jugendvertretung
c) Kirchenkreis-Jugendpfarramt
Leiter kann ein hauptamtlicher Jugendpastor oder ein Mitarbeiter oder ein Gemeindepastor im Nebenamt sein. Er wird vom Kirchenvorstand unter Mitwirkung des Kirchenkreis-Jugendausschusses und des Nordelbischen Ju-gendpastors berufen.
d) Kirchkreis-Konferenz der Mitarbeiter der Jugendarbeit
(1) Das Jugendwerk des Kirchenkreises soll sich eine Satzung geben, die der Zustimmung des Kirchenkreisvorstandes bedarf. Sie soll mit dem Nordelbischen
Jugendausschuss beraten werden. Sie regelt im Einzelnen die Aufgaben und die Zusammensetzung der in § 8 genannten Arbeitsgremien auf der Grundlage dieser Ord-nung.
(2) Im übrigen gelten die Art. 30 Abs. 2, 31 Abs. 2, 43, 44 und 45 der Verfassung.
1.	Das Nordelbische Jugendwerk nimmt die gemeinsamen Aufgaben der evangelischen Jugendarbeit in der Nordelbischen Kirche wahr. Es vereinigt, koordiniert und fördert die Jugendarbeit in den Kirchenkreisen und Kirchen-gemeinden.
2.	Dabei erfüllt es u. a. folgende Aufgaben:
a.	Aus- und Fortbildung, Sammlung, Beratung und Begleitung von Mit-arbeitern der Jugendarbeit.
b.	Grundlagenarbeit, Projekte und Veröffentlichungen zu verschiedenen Fachgebieten und Schwerpunktthemen evangelischer Jugendarbeit.
c.	Vertretung der nordelbischen Jugendarbeit in der Nordelbischen Kirche, bei den Jugendbehörden der Länder, in der Arbeitsgemeinschaft der Ev. Jugend in Deutschland und Berlin West e. V. (aej), bei anderen Jugendverbänden sowie durch die AEJSH im Landesjugendring Schleswig -Holstein und durch die EJH im Landesjugendring Hamburg.
d.	Förderung und Veranstaltung von Jugendtreffen, Jugendgottesdiensten, Begegnungen, Seminaren, Projekten, Modellmaßnahmen und Arbeitsgremien für den Gesamtbereich der Nordelbischen Kirche.
e.	Förderung zentraler Einrichtungen für die Jugendbildungs-, -sozial- und ?freizeitarbeit.
3.	Rechtsträger ist die Nordelbische Ev.-Luth. Kirche. Sitz ist der Koppelsberg bei Plön; in Hamburg besteht eine Arbeitsstelle.
1.	Dem Nordelbischen Jugendausschuss gehören als stimmberechtigte Mitglieder an:
a)	Sieben Jugendvertreter, die aus der Nordelbischen Jugendvertretung gewählt werden; sie sollen aus verschiedenen Kirchenkreisen kommen.
b)	Drei Vertreter der Nordelbischen Konferenz der Jugendpfarrämter; sie sollen aus verschiedenen Kirchenkreisen kommen.
c)	Der Nordelbische Jugendpastor als Vorsitzender.
d)	Ein Vertreter der theologischen und pädagogischen Mitarbeiter im Nordelbischen Jugendpfarramt.
e)	Ein von der Kirchenleitung der Nordelbischen Kirche entsandter Vertreter.
f)	Bis zu drei Vertreter aus den Arbeitsgemeinschaften, die bei den Arbeitsbereichen des Nordelbischen Jugendpfarramtes gebildet werden. Sie dürfen nicht haupt- oder nebenamtlich beim Nordelbischen Jugendpfarramt mitarbeiten. Sie werden auf Vorschlag aus den Arbeitsgemeinschaften durch den Jugendausschuss berufen. Es dürfen nicht mehr haupt- als ehrenamtliche Mitarbeiter berufen werden.
2.	Der Nordelbische Jugendausschuss kann weitere fachkundige Mitarbeiter mit beratender Stimme für begrenzte Zeit berufen.
3.	Der für Jugendarbeit zuständige Bischof und der zuständige Dezernent im Nordelbischen Kirchenamt oder sein Stellvertreter sind berechtigt, mit bera-tender Stimme an den Sitzungen des Jugendausschusses teilzunehmen.
4.	Für alle Mitglieder des Jugendausschusses werden persönliche Stellvertreter gewählt bzw. berufen. Sie sind berechtigt, an allen Sitzungen des Jugendaus-schusses teilzunehmen. Stellvertreter des Nordelbischen Jugendpastors, auch als Vertreter des Nordelbischen Jugendausschusses, ist der Pastor am Koppelsberg.
5.	Die Mitglieder des Nordelbischen Jugendausschusses nach Buchstabe 1 a, b, d, e und f und ihre Stellvertreter werden in zweijährigen Turnus durch die zuständigen Gremien gewählt bzw. vom Jugendausschuss berufen.
1.	Der Nordelbische Jugendausschuss entwickelt Grundsätze für die Evangeli-sche Jugendarbeit in der Nordelbischen Kirche. Er ist zusammen mit dem Nordelbischen Jugendpfarramt für die Durchführung der Jugendarbeit in der Nordelbischen Kirche verantwortlich, unbeschadet der Aufgaben und Rechte der Nordelbischen Kirchenleitung und der Nordelbischen Synode. Er wirkt mit bei der Berufung des Nordelbischen Jugendpastors und bei der Einstellung der anderen Mitarbeiter im Nordelbischen Jugendpfarramt und kann personelle Vorschläge einbringen. Er wählt die Vertreter der Jugendarbeit für die Nordelbische Kammer für Dienste und Werke, für die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland (aej) und Kandidaten für Nordelbische Synode.
2.	Der Nordelbische Jugendausschuss wirkt bei Änderung dieser Ordnung und bei der Auflösung des Jugendwerkes mit.
3.	Der Nordelbische Jugendausschuss stellt den Entwurf des Sonderhaushalts für das Nordelbische Jugendwerk auf und nimmt die Jahresrechnung zur Prü-fung und zur Weiterleitung an die Synode ab.
4.	Der Nordelbische Jugendausschuss beschließt über die Wirtschaftspläne der Jugendheime des Nordelbischen Jugendpfarramtes und nimmt die Jahresrechnung ab.
1.	Der Nordelbische Jugendpastor wird von der Kirchenleitung berufen. Der Nordelbische Jugendausschuss ist anzuhören; er kann personelle Vorschläge machen.
2.	Dem Nordelbischen Jugendpastor ist der leitende geistliche Dienst im Nordelbischen Jugendwerk übertragen.
3.	Er führt den Vorsitz im Nordelbischen Jugendausschuss und leitet das Nordelbische Jugendpfarramt und vertritt es nach außen.
4.	Er untersteht der geistlichen Aufsicht des für die Jugendarbeit zuständigen Bischofs und der Dienstaufsicht des Nordelbischen Kirchen-amtes.
5.	Er übt die Dienstaufsicht über die Mitarbeiter des Nordelbischen Jugendpfarramtes aus.
6.	Er stellt die Mitarbeiter des Nordelbischen Jugendpfarramtes im Rahmen des Stellenplanes ein. Bei der Einstellung der theologischen und pädagogischen Mitarbeiter, des Verwaltungsleiters, der Heim- und Internatsleiter wirkt der Nordelbische Jugendausschuss mit. Die Vorschriften des Kirchengesetztes über die Einrichtung, Aufhebung, Veränderung und Besetzung von Pfarrstellen bleiben unberührt. Der Verwaltungsleiter wird im Einvernehmen mit dem Nordelbischen Kirchen-amt eingestellt.
7.	Er kann die Wahrnehmen einzelner seiner Aufgaben mit Zustimmung des Nordelbischen Kirchenamtes auf andere Mitarbeiter übertragen.
1.	Das Nordelbische Jugendpfarramt sorgt für die Erfüllung der Gemein-schaftsaufgaben in der nordelbischen evangelischen Jugendarbeit gemäß § 10 dieser Ordnung.
2.	Zur Erfüllung seiner Aufgaben wird das Nordelbische Jugendpfarramt in Arbeitsbereiche gegliedert. Bei den Arbeitsbereichen werden Arbeitsgemeinschaften gebildet, die die Zusammenarbeit mit Mitarbeitern der Jugendarbeit aus Kirchenkreisen und Gemeinden sowie aus Facheinrichtungen der Jugendarbeit und der Kirche sichern.
3.	Arbeitsweise und Organisation des Nordelbischen Jugendpfarramtes werden im Einzelnen in einer Satzung geregelt, die der Zustimmung des Nordelbischen Jugendausschusses und des Nordelbischen Kirchenamtes bedarf.
1.	Der Nordelbischen Jugendvertretung gehören zwei Jugendvertreter aus jedem Kirchenkreis an. Sie werden in der Regel aus den Kirchenkreis-Jugendvertretungen gewählt.
2.	Die Nordelbische Jugendvertretung sichert die Selbstvertretung und Mitwirkung der jugendlichen Mitglieder und der ehrenamtlichen Mitarbeiter im Jugendwerk der NEK.
3.	Sie wählt Vertreter in den Nordelbischen Jugendausschuss, in den Arbeitskreis der Landesjugendvertretungen in der Ev. Kirche in Deutschland, in die Arbeitsgemeinschaften der Arbeitsbereiche beim Nordelbischen Jugendpfarramt, in die Nordelbische Konferenz der Jugendpfarrämter und ggf. für die Landesjugendringe. Aus ihren schleswig-holsteinischen Mitgliedern wählt sie auch Vertreter für die Gremien der AEJSH.
1.	Zur Nordelbischen Jahres-Konferenz der Jugendpfarrämter gehören die haupt- und nebenamtlichen Jugendpfarrämter der Kirchenkreise sowie des Nordelbischen Jugendpfarramtes.
2.	Sie versteht sich als kirchliche und jugendpolitische Vertretung der nordelbischen Jugendarbeit mit gesamtgemeindlichem Auftrag. Sie berät sich über Gesamtaspekte der nordelbischen Jugendarbeit und unterstützt die Arbeit ihrer Mitglieder in den Kirchenkreisen.
3.	Sie wählt Vertreter in den Nordelbischen Jugendausschuss, in die Nordelbische Jugendvertretung, in die Arbeitsgemeinschaften der Arbeitsbereiche beim Nordelbischen Jugendpfarramt und ggf. für die Landesjugendringe. Aus ihren schleswig-holsteinischen Mitgliedern wählt sie auch Vertreter für die Gremien der AEJSH.
1.	Der Nordelbische Jugendpastor unterrichtet die Nordelbische Kirchenleitung über alle wesentlichen Vorgänge in der Entwicklung der Jugendarbeit und über wichtige Veranstaltungen. Er gibt auf Anforderung Gesamtberichte an die Kirchenleitung oder an die Synode.
2.	Das Nordelbische Jugendwerk gehört der Kammer für Dienste und Werke an (Art. 62 Abs. 1 Buchst. A Verfassung) und entsendet dorthin zwei Vertreter.
Die Ordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft. Gleichzeitig treten alle Bestimmungen außer Kraft, die den Gegenstand dieser Ordnung bisher geregelt haben.
Begriffe und Gremien in der Nordelbischen Jugendordnung
Evangelische Jugendarbeit bezeichnet alles Leben und Geschehen in der Jungen Gemeinde unter dem Evangelium im Bereich der evangelischen Kirche, ohne jede regionale, formale oder geschichtliche Eingrenzung: ?Evangelische Jugendarbeit ist Dienst der Gemeinde Jesu Christi.?
Nordelbische Jugendwerk: ?Die evangelische Jugendarbeit im Bereich der Nordelbischen Kirche (NEK) ist zusammengeschlossen und organisiert im Nordelbischen Jugendwerk, das auch den Ebenen der Kirchengemeinde, des Kirchenkreises und der Nordelbischen Kirche arbeitet.? Der Begriff umschreibt die Gesamtheit des organisierten Gemeindejugendwerkes in Nordelbien, und zwar auf allen kirchlichen Ebenen und mit allen Gruppen, Gremien und Arbeitsformen.
Jugendverband ?Evangelische Jugend?: Die Nordelbische Jugendordnung enthält alles, was zur Anerkennung des Nordelbischen Jugendwerkes auf allen Ebenen (also auch in den Kirchenkreisen und Kirchengemeinden) als Jugendverband nach öffentlichem Recht erforderlich ist. Sie kann als Jugendverbandssatzung nach den Bestimmungen des Jugendwohlfahrtsgesetzes und der Anerkennungsrichtlinien der Bundesländer eingesetzt werden. Sie ermöglicht die Zugehörigkeit zu allen Orts-, Kreis- und Landesjungendringen.
EJH und AEJSH: Die Ländergrenze zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein entspricht nicht den kirchlichen Grenzen. Das Nordelbische Jugendwerk braucht daher Zusammenschlüsse auf der jeweiligen Landesebene; diese sind in Hamburg und Schleswig-Holstein unterschiedlich organisiert: In der ?Evangelischen Jugend Hamburg? (EJH) allein aus den Kirchengemeinden und Kirchenkreisen der NEK, in der ?Arbeitsgemeinschaft der Ev. Jugend in Schleswig-Holstein? (AEJSH) zusammen mit den freien evangelischen Verbänden und den freikirchlichen evangelischen Jugendwerken.
Jugendvertretungen (früher: Jugendkonvente) sind, wie der Name sagt, Organe der Selbstvertretung und Mitwirkung der Jugendlichen im Nordelbischen Jugendwerk. Ausschließlich gewählte Jugendvertreter, als ehrenamtliche Mitarbeiter, gehören ihnen mit Stimmrecht an. ?Aus der Jugendarbeit der Kirchengemeinden werden Delegierte in die Jugendvertretung des Kirchenkreises, aus den Jugendvertretungen der Kirchenkreise werden Delegierte in die Nordelbische Jugendvertretung gewählt?, übrigens zwei pro Kirchenkreis.
Konferenzen heißen die entspr. ?Parlamente? der haupt- und nebenamtlichen Mitarbeiter der Jugendarbeit. Im Kirchenkreis bieten sie die Möglichkeit, die Mitarbeiter aus den Kirchengemeinden und aus dem KK Jugendpfarramt zu gemeinsamer Arbeit zu versammeln. Der Nordelbischen Konferenz ?gehören die haupt- und nebenamtlichen Jugendpastoren und die theologischen und pädagogischen Mitarbeiter der KK Jugendpfarrämter sowie des NE Jugendpfarramtes an?.
Jugendpfarrämter sind die Zentralen der evangelischen Jugendarbeit in den Kirchenkreisen und in Nordelbien. Sind die Jugendvertretungen und die Konferenzen Organe der Mitbestimmung und der Selbstverantwortung der Jugendlichen bzw. der Mitarbeiter, so sind die Jugendpfarrämter Einrichtungen der Kirchenkreise und der NEK für ihre Jugendarbeit.
Jugendausschüsse: Sie sind Organe zur Leitung der Jugendarbeit, zur Koordination aller an der Jugendarbeit beteiligten Kräfte und zur Absicherung der öffentlichen Anerkennung und Förderung der evangelischen Jugendarbeit. Dazu sind einige Verbindlichkeiten formuliert, die von Jugendausschüssen in den Gemeinden, Kirchenkreisen und in Nordelbien erfüllt werden müssen: Die Stimmmehrheit haben gewählte Jugendvertreter, außerdem sind haupt- und nebenamtliche Mitarbeiter sowie Vertreter der kirchlichen Gremien (Kirchenvor-stände, Synoden usw.) mit Sitz und Stimme zu beteiligen.
Gemeindestrukturen des Nordelbischen Jugendwerkes..
Hinweise für die Erarbeitung
von Jugendordnungen in den nordelbischen Kirchenkreisen
(am 13.05.1986 veröffentlicht vom Nordelbischen Jugendausschuss)
Die Nordelbische Jugendordnung vom 07.06.1985 (Gesetz- und Verordnungsblatt 1985, S. 129 ff) gibt der evangelischen Jugendarbeit in der Nordelbischen Ev.-Luth. Kirche einen gemeinsamen Rahmen. Sie regelt verbindlich die Orientierung der kirchlichen Jugendarbeit an Schrift und Bekenntnis, nennt die gültigen Rechtsgrundlagen und organisiert die Zusammengehörigkeit der Jugendarbeit auf der Gemeinde, Kirchenkreis- und nordelbischen Ebene durch gemeinsame kirchliche und jugendpolitische Verfahrensweisen, Vertretungsformen und Entscheidungen.
Sie verankert die evangelische Jugendarbeit als Gemeindejugendarbeit in ganz Nordelbien und zugleich als anerkannten Jugendverband nach öffentlichem Recht und in den Bundesländern Hamburg und Schleswig-Holstein sowie in deren Bezirken, Krei-sen und Kommunen. Die Nordelbische Jugendordnung genügt zum Nachweis der öffentlichen Anerkennung und Förderungswürdigkeit gegenüber allen Jugendämtern.
Zugleich lässt die Nordelbische Jugendordnung ? wie es dem Charakter einer Gemeindejugend entspricht ? innerhalb des gemeinsamen Rahmens weiten Raum zur Getaltung und Ausfüllung individueller Jugendordnungen bzw. ?Satzungen in allen Kirchengemeinden und Kirchenkreisen.
Der Nordelbische Jugendausschuss stellt die folgenden Gesichtspunkte als Hinweis und zur Beratung für alle Kirchenkreis-Jugendwerke zusammen, die an einer Ju-gendordnung bzw. ?Satzung arbeiten. Dabei wird deutlich unterschieden zwischen verbindlichen Regelungen und Regelempfehlungen aufgrund von Erfahrungen aus eigenen Kirchenkreisen.
Außerdem verweist der Nordelbische Jugendausschuss auf die Jugendordnungen der Kirchenkreise Alt-Hamburg und Süder-Dithmarschen als Beispiele für den städtischen und ländlichen Raum.
Als Beispiel für eine Gemeinde-Jugendsatzung wird auf die Empfehlung des Kir-chenkreises Stormarn verwiesen.
?Das Jugendwerk des Kirchenkreises soll sich eine Satzung geben, die der Zustimmung des Kirchenkreisvorstandes bedarf. Sie soll mit dem Nordelbischen Jugendausschuss beraten werden.? (§ 9.1 der NE Jugendordnung).
Es wird dringend empfohlen, alle Kräfte und Gremien der Jugendarbeit im Kirchenkreis an der Erarbeitung der KK-Jugendordnung zu beteiligen und frühzeitig das Gespräch mit den Leitungsgremien des Kirchenkreises zu suchen.
In einigen Kirchenkreisen wurde über die Jugendordnung in der Synode beraten und beschlossen. Dieser Weg ist besonders dann zu empfehlen, wenn eine Anbindung der Jugendarbeitsgremien an das ?Kirchenparlament?, insbes. eine Beauftragung des Jugendausschusses durch die Synode gewünscht wird ? bis hin zur möglichen Aner-kennung eines nach den Regeln der Jugendordnung gewählten und zusammenge-setzten Jugendausschusses als Synodalausschuss. (Anmerkung: Die NE Verfassung sieht in Art. 18.1 und 3 solche Regelungen für die Gemeinde ausdrücklich vor; für die Kirchenkreisebene macht die Verfassung dazu keine Aussagen).
2. Texte der Nordelbischen Jugendordnung (NEJO)
Kirchenkreisjugendordnungen werden im Rahmen des durch die NEJO gesetzten Rechtes erlassen; darauf sollten sie sich ausdrücklich beziehen.
-	durch allgemeinen Hinweis, z.B. ?Im Rahmen der Ordnung für das Nordelbi-sche Jugendwerk wird folgende Satzung für das Jugendwerk des Kirchenkrei-ses ? erlassen.?
-	durch die direkte Übernahme von Texten aus der NEJO.
-	durch Umformulierung oder Ergänzung von Texten aus der NEJO aufgrund regionaler Besonderheiten; dabei dürfen verbindliche Regelungen nicht in ih-rer Substanz verändert werden.
Folgende Abschnitte der NEJO eignen sich zur wörtlichen, abgewandelten oder pau-schalen Verwendung in Kirchenkreis-Jugendordnungen:
-	Abschnitt I: ?Evangelische Jugendarbeit?: Theologische und jugendpolitische Grundaussagen.
-	§ 1 ?Rechtsgrundlagen?: Es genügt ein allgemeiner Hinweis auf diesen § der NEJO oder auf die hier genannten kirchlichen und öffentlichen Rechtsdo-kumente.
Es wird dringend empfohlen, in diesem Zusammenhang § 6 der NEJO zu zitie-ren (entspricht Art. 43 der NE Verfassung).
-	§ 2: ?Teilnahme, Mitgliedschaft, Mandate?: Die Definitionen dieses § sind verbindlich für die nordelbische Jugendarbeit auf allen Ebenen.
Wir weisen jedoch auf eine besondere Empfehlung des KK-Jugendwerkes Stormarn für Jugendvertreter auf Gemeindeebene hin: ?Abweichung von § 2.3 der NEJO können alle Mitglieder der Jugendarbeit in Gemeinden als Jugendvertreter gewählt werden, sofern sie in religionsmündigem Alter sind.?
- § 3 ?Mitwirkung in Gremien?: Die Bestimmungen dieser §§ sind verbindlich
	hinsichtlich der Wahlen von der Gemeinde- über die Kirchenkreis- bis zur nordelbischen Ebene,
	hinsichtlich der vorgeschriebenen Stimmmehrheit für gewählte, ehrenamtliche Jugendvertreter/innen in allen Jugendausschüssen,
	hinsichtlich der Zusammensetzung von Jugendausschüssen und der Koopera-tionspflicht zwischen Jugendvertreter/innen, Mitarbeiter/innen und Vertre-ter/innen kirchlicher Gremien.
Im § 4 der NEJO wird das NE Jugendwerk insgesamt zur verbandlichen, ökumeni-schen, innerkirchlichen und jugendpolitischen Zusammenarbeit verpflichtet. Es wird empfohlen, dies in KK-Jugendordnungen konkret auszuformulieren, d.h. Zusamme-narbeits-Partner zu benennen, z.B.
-	verbandlich: Mitarbeit in der EJH oder AEJSH. Wo der Wunsch dazu besteht, kann auch die Mitgliedschaft anderer evangelischer Verbände (z.B. CVJM, VCP, EC, MBK, Posaunenmission) in den Gremien des Kirchenkreisjugendwerkes geregelt werden.
-	Ökumenisch: Die Zusammenarbeit mit Jugendorganisationen anderer christlicher Kirchen (z.B. BDKJ, Freikirchen).
-	Innerkirchlich: z.B. die Zugehörigkeit zum KK-Konvent der Dienste und Werke. Delegationen in die KK-Synode, den Pastorenkonvent u.a.
-	Jugendpolitisch: Die Zusammenarbeit mit anderen Jugendverbänden, die Mitarbeit im Kreisjugendring, ggf. die Verbindung zum Kreisjugendwohlfahrtsausschuss und zu öffentlichen Trägern der Jugendarbeit.
Es wird dringend empfohlen, für alle Außenvertreter/innen in den gen. Bereichen das zuständige Wahlgremium zu benennen und die Einbindung und Rückmeldepflicht der Delegierten im Entsendungsgremium sicherzustellen.
4. Jugendarbeit auf Gemeindeebene
Die knappen Regelungen des § 5 der NEJO eignen sich zur wörtlichen Übernahme in KK-Jugendordnungen, sofern dort die Gemeindeebene überhaupt angesprochen werden soll.
Zugleich bietet § 5 NEJO den verbindlichen Mindestrahmen für weitere Ausführungen zur Gemeindejugendarbeit in KK-Jugendordnungen wie auch in Gemeinde-Jugendsatzungen.
5. Gremienstruktur
Der Begriff ?Jugendwerk? umfasst die gesamte organisierte kirchliche Jugendarbeit mit allen Gremien, Gruppen und Angeboten. Er bedarf nicht mehr zur Bezeichnung eines einzelnen Gremiums oder einer einzelnen Einrichtung verwandt werden.
Vielmehr organisiert die Jugendsatzung eines Kirchenkreises das gesamte KK-Jugendwerk mit allen Gremien und Einrichtungen im Rahmen des NE Jugendwerkes.
Wegen der Verbindung, der Vergleichbarkeit und der Durchlässigkeit zwischen den drei nordelbischen Ebenen (Gemeinde ? Kirchenkreis ? Nordelbien) ist folgender Gremienrahmen verbindlich (d.h. andere Gremien und Einrichtungen können zwar zusätzlich gebildet werden, aber nicht an die Stelle der genannten treten).
-	Jugendausschuss als Leistungsgremium
-	Jugendpfarramt als kirchliche Einrichtung für Jugendarbeit
-	Jugendvertretung als Selbstvertretungsorgan der Jugendlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen
-	Konferenz als Selbstvertretungsorgan der haupt- und nebenamtlichen Mitarbeiter/innen.
Von diesen muss mindestens ein Gremium verbindlich gebildet werden, in dem die ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen (als gewählte Jugendvertreter/innen) die Mehrheit haben; dies wird in der Regel der KK-Jugendausschuss sein. Es wird darüber hinaus dringend empfohlen, auch die drei anderen Gremien einzurichten, weil dies im Interesse der Jugendlichen, der Mitarbeiter/innen und der Kirche liegt. Die KK-Jugendordnung sollte alle vier Gremien vorsehen, auch wenn einzelne zeitweise nicht besetzt werden können. In einer lebendigen KK-Jugendarbeit müssten jedoch alle vier Gremien miteinander in den gemeindlichen und den nordelbischen Verbin-dungen existieren.
Wo es zu wenige hauptamtliche Mitarbeiter/innen zur Bildung einer eigenen Konferenz gibt, sollten diese in enger Anbindung an die Jugendvertretung oder an das Jugendpfarramt zusammenkommen.
Für vier Gremien des KK-Jugendwerkes sollten nach Möglichkeit die gemeinsamen Beziehungen aus der NEJO gebraucht werden; allerdings bedeutet das nicht, dass traditionelle regionale Bezeichnungen (z.B. Konvent, Beirat) aufgegeben werden müssten. Es empfiehlt sich jedoch, den gemeinsamen Begriff aus der NEJO in Klammern hinzusetzten, z.B. ?Beirat für das Jugendpfarramt (KK-Jugendausschuss)? oder ?Jugendkonvent (Jugendvertretung).
6. Aufgaben des KK-Jugendwerkes
§ 7 der NEJO nennt vier Grundaufgaben von hohem Konsenswert; sie sind für jedes KK-Jugendwerk unverzichtbar.
Es empfiehlt sich, diesen Text in alle KK-Jugendordnungen zu übernehmen; dabei sollten jedoch regionale Ergänzungen, Konkretionen und Ausdifferenzierungen for-muliert werden.
7. KK-Jugendausschuss
- Aufgaben: Verbindlich ist die Aufgabenliste von § 8a NEJO; sie sollte für einzelnen KK-Jugendausschüsse erweitert und konkretisiert werden.
-	Kooperation: Konstitutiv für den Jugendausschuss ist die Zusammenarbeit von Jugendvertreter/innen (verbindlich mit Stimmmehrheit in der Regel gewählt aus der KK-Jugendvertretung), von haupt- bzw. nebenamtlichen Mitarbeiter/innen (darunter der/die Leiter/in des KK-Jugendpfarramtes) und von Vertreter/innen des Kirchenkreises (Vorstand, Synode, Pastorenkonvent).
-	Zusammensetzung z.B.
6 (7) gewählte Jugendvertreter/innen
3 (3) hauptamtliche Mitarbeiter/innen
2 (3) Vertreter/innen aus KK-Gremien
8. KK-Jugendpfarramt
Das KK-Jugendpfarramt ist ein Angebot des Kirchenkreises für die evangelische Jugendarbeit. Je besser es ausgebaut und ausgestattet wird, umso mehr Fürsorge des Kirchenkreises für seine Jugendarbeit zeigt sich. Kein Jugendpfarramt sollte mit nur einem/r Mitarbeiter/in allein besetzt sein, schon gar nicht im Neben- oder Ehrenamt.
Für die Leitung sollten alle drei Möglichkeiten aus der NEJO § 8c bedacht werden: Hauptamtliche/r Jugendpastor/in, nichttheologische/r Mitarbeiter/in, Gemeindepas-tor/in im Nebenamt.
Die Mitwirkung des KK-Jugendausschusses und des NE Jugendpastors bei der Berufung des/der Leiters/in ist verbindlich zu regeln.
Alle theologischen und pädagogischen Mitarbeiter/innen der KK-Jugendpfarrämter gehören der NE Konferenz der Jugendpfarrämter an; es empfiehlt sich, dies in KK-Jugendordnungen und Dienstbeschreibungen festzuhalten.
9. KK-Jugendvertretung (KKJV)
Vgl. NEJO § 8b..
Jugendvertreterinnen und Jugendvertreter sollten über Aufgaben und Zusammensetzung der KKJV selbst bearten und sich eine Satzung geben. Es wird dringend empfohlen, die Höchstzahl stimmberechtigter Delegierter (z.B. pro Gemeinde, Arbeitszweig, Pfarrstelle) festzulegen, damit Majorisierungen ausgeschlossen werden.
Von der Einführung einer oberen Altersgrenze für Jugendvertreter/innen wird abgeraten.
10. KK- Konferenz der Mitarbeiter/innen
Vgl. NEJO 8d
Es empfiehlt sich, die Zugehörigkeit der Mitarbeiter/innen aus den Gemeinden und aus dem KK-Jugendpfarramt in der Jugendordnung des KK verbindlich zu regeln.
11. Bezirksregelungen
Sie sind in der NEJO nicht vorgesehen, können aber nach Tradition und Struktur in manchen Kirchenkreisen durchaus sinnvoll sein. Sie können manche Aufgaben der KK- und der Gemeindeebene übernehmen, diese aber nicht ersetzten.
Mustersatzung für einen Jugendausschuss der Kirchengemeinden
(vorgeschlagen für den Kirchenkreis Stormarn)
In Ausführung der Ordnung für das Nordelbische Jugendwerk (GuVBI 13/1985, S. 129 ff) gilt für den Jugendausschuss der XY Kirchengemeinde folgende Satzung:
1.	In der evangelischen Jugendarbeit der Kirchengemeinde beteiligen sich junge Menschen persönlich am Leben der Gemeinde. Damit haben sie Anteil am Auftrag der Kirche.
2.	Mitglied in der Jugendarbeit der Kirchengemeinde ist, wer an den Gruppen, Aktivitäten und Angeboten teilnimmt und die Ziele evangelischer Jugendarbeit anerkennt, wie sie in der Ordnung für das Nordelbische Jugendwerk festgelegt sind.
3.	Das Recht der Mitglieder, sich in der Kirchengemeinde und in der Kirche selbst zu vertreten, wird anerkannt, gefördert und durch diese Satzung gesichert.
4.	Gemäß § 5.2 der Nordelbischen Jugendordnung wird ein Jugendausschuss gebildet, in dem die gewählten Jugendvertreter/innen die Mehrheit haben (§ 3.2 der NEJO). Der Jugendausschuss ist ein Arbeitsausschuss des Kirchenvorstandes im Sinne des Art. 18 Abs. 1 oder 3 der Verfassung der NE Kirche (3 5.4 der NEJO)
5.	Dem Jugendausschuss gehören an:
a)	mindestens 1 Vertreter/in des KV;
b)	die in der Jugendarbeit tätigen haupt- und/oder nebenamtlichen Mitarbei-ter/innen;
c)	je ein/e Vertreter/in in der kontinuierlich laufenden Jugendgruppen;
d)	mindestens ein/e Vertreter/in der offenen Jugendarbeit;
e)	eventuell aktive und interessierte Personen (mit beratender Stimme).
6.	Die Zahl der gemäß 5 c und d gewählten Mitglieder muss die Zahl der anderen Mitglieder des Jugendausschusses übersteigen.
7.	Dem Jugendausschuss werden folgende Aufgaben übertragen:
a)	Er entwirft die Konzeption für die Jugendarbeit in der Kirchengemeinde;
b)	Er berät über alle Angelegenheiten, die die Jugendarbeit der Kirchengemeinde betreffen;
c)	Er beantragt die notwendigen Haushaltsmittel für die Jugendarbeit beim Kirchenvorstand und weist gegenüber dem KV die ordnungsgemäße Verwendung dieser Mittel nach;
d)	Er bereitet Entscheidungen des KV in Fragen der Jugendarbeit vor (z.B. Einstellung oder Entlassung von Personal). Findet ein Entscheidungsvorschlag des Jugendausschusses nicht die Zustimmung des Kirchenvorstandes, so ist er zur erneuten Beratung an den Jugendausschuss zurückzuweisen;
e)	Er unterstützt die Arbeit der ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen; dies kann insbesondere dadurch geschehen, dass er es ihnen ermöglicht, Angebote zur Aus- und Fortbildung wahrzunehmen.
f)	Er fördert die Zusammenarbeit mit dem Kirchenkreis-Jugendpfarramt und die Kontakte zu anderen Einrichtungen der (kirchlichen) Jugendarbeit;
g)	Er sorgt für die Vertretung der Jugendarbeit der Kirchengemeinde in der Kirchenkreis-Jugendvertretung.
8.	Der Jugendausschuss wählt aus seiner Mitte (jährlich) eine/n Vorsitzende/n und eine/n stellv. Vorsitzende/n. Sie führen gemeinsam die Geschäfte des Jugendausschusses. Mindestens eine der beiden Personen muss ehrenamtlich in der Jugendarbeit tätig sein.
9.	Der Jugendausschuss trifft sich regelmäßig (mindestens viermal im Jahr). Anlässlich der Neuwahl der Vorsitzenden muss über den Tagungsrhythmus entschieden werden.
10.	Über die Sitzungen werden Protokolle angefertigt, die auch dem Kirchenvorstand zur Kenntnis gegeben werden.
11.	Der Jugendausschuss kann sich eine Geschäftsordnung geben.
12.	(Abweichend von § 2.3 der NE Jugendordnung) können alle Mitglieder der Jugendarbeit gemäß Punkt 2 dieser Satzung, als Jugendvertreter/in gewählt werden, sofern sie im religionsmündigen Alter sind.

References: § 2
 § 5
 Art. 18
 § 7
 § 8
 Art. 30
 § 10
 Art. 18
	§ 1
 § 6
 Art. 43
	§ 2
 § 2
 § 3
 § 4
 § 5
 § 5

§ 7
 § 8
 § 8
 § 8
 § 5
 Art. 18
 § 2