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Timestamp: 2020-08-15 07:35:07+00:00

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BGH, 29.11.1965 - VII ZR 214/63 - dejure.org
BGH, 29.11.1965 - VII ZR 214/63
https://dejure.org/1965,68
BGH, 29.11.1965 - VII ZR 214/63 (https://dejure.org/1965,68)
BGH, Entscheidung vom 29.11.1965 - VII ZR 214/63 (https://dejure.org/1965,68)
BGH, Entscheidung vom 29. November 1965 - VII ZR 214/63 (https://dejure.org/1965,68)
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Zweckverfehlungskondiktion (§ 812 I S. 2 BGB) bei Leistungen in Erwartung einer Erbeinsetzung; Erfordernis der Einigung über die Zweckbestimmung: Kenntnis und Billigung des Leistungsempfängers
NJW 1966, 540
MDR 1966, 316
DB 1966, 109
JR 1966, 98
Besteht der Zweck der Verwendungen auf ein fremdes Grundstück in der auf eine tatsächliche Willensübereinstimmung zwischen dem Leistenden und dem Grundstückseigentümer gegründeten berechtigten Erwartung, nachfolgend (sei es durch Rechtsgeschäft unter Lebenden, sei es durch letztwillige Verfügung) das Eigentum an dem Grundstück zu erwerben, steht dem Leistenden - wenn diese Erwartung enttäuscht wird - nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ein Bereicherungsanspruch nach § 812 Abs. 1 Satz 2 Alt. 2 BGB zu (Senat, Urteil vom 22. Juni 2001 - V ZR 128/00, NJW 2001, 3118; BGH, Urteil vom 18. September 1961 - VII ZR 118/60, BGHZ 55, 356, 359; Urteil vom 29. November 1965 - VII ZR 214/63, BGHZ 44, 321, 322; Urteil vom 16. Oktober 1969 - VII ZR 145/69, NJW 1970, 136, 137; Urteil vom 12. Juli 1989 - VIII ZR 286/88, BGHZ 108, 256, 261).
Selbst wenn ein Zweck erreicht worden wäre, läge hinsichtlich des anderen eine Zweckverfehlung vor (vgl. BGH, Urteil vom 29. November 1965 - VII ZR 214/63, NJW 1996, 540, 541 - insoweit nicht in BGHZ 44, 321 ff. abgedruckt).
Für das Zustandekommen einer dahingehenden Willensübereinstimmung reicht es aus, wenn der eine Teil mit seiner Leistung einen bestimmten Erfolg bezweckt, der andere Teil dies erkennt und die Leistung entgegennimmt, ohne zu widersprechen (BGH, Urteile vom 29. November 1965 - VII ZR 214/63, BGHZ 44, 321, 313; vom 2. Oktober 1991 - XII ZR 145/90, BGHZ 115, 261, 263;… vom 25. November 2009 - XII ZR 92/06, BGHZ 183, 242, 252 Rn. 33).
Eine stillschweigende Einigung in diesem Sinn kann angenommen werden, wenn der eine Teil mit seiner Leistung einen bestimmten Erfolg bezweckt und der andere Teil dies erkennt und die Leistung annimmt, ohne zu widersprechen (vgl. BGHZ 44, 321, 323 [BGH 29.11.1965 - VII ZR 214/63]; BGH, Urteil vom 12. Juli 1989 - VIII ZR 286/88 - NJW 1989, 2745, 2747).
In dem Fall, der der Entscheidung vom 29. November 1965 (BGHZ 44, 321 [BGH 29.11.1965 - VII ZR 214/63]) zugrundelag, beruhte die Erwartung des Bauenden auf einem testamentarischen Vermächtnis, in dem am 12. März 1976 entschiedenen Fall auf einer nach § 2271 Abs. 2 Satz 1 BGB bindend gewordenen Erbeinsetzung durch gemeinschaftliches Testament.
Erforderlich ist vielmehr, worauf die Revision zu Recht hinweist, eine tatsächliche Einigung der Beteiligten über den bezweckten Erfolg, die jedoch nicht den Charakter einer vertraglichen Bindung haben darf (BGHZ 44, 321, 323) [BGH 29.11.1965 - VII ZR 214/63].
Wollte sie die Leistungen unter dieser Voraussetzung nicht annehmen, so hätte sie das nach Treu und Glauben offenbaren müssen (BGHZ 44, 321, 323) [BGH 29.11.1965 - VII ZR 214/63].
§ 547 BGB schließt daher einen bereicherungsrechtlichen Anspruch der Beklagten aus § 812 Abs. 1 Satz 2 2. Alternative, § 818 Abs. 2 BGB auf Ausgleich der Wertsteigerung, welche die Grundstücke durch die Baumaßnahmen erfahren haben, nicht aus (vgl. BGHZ 44, 321, 323; 108, 256, 261; Emmerich, JuS 1990, 143, 144).
Dies gilt jedoch nicht für Bereicherungsansprüche wegen Baumaßnahmen auf fremdem Grund und Boden, die von einem berechtigten Besitzer in der begründeten Erwartung des späteren Eigentumserwerbs vorgenommen werden (vgl. BGHZ 44, 321, 323; 108, 256, 262; ferner Senat, BGHZ 10, 171, 177;… Urt. v. 29. September 1995, V ZR 130/94, aaO, mit Besprechung Canaris, JZ 1996, 344, 347).
Damit fehlt es an der erforderlichen tatsächlichen Willenseinigung über den verfolgten Zweck; die nur einseitig geäußerte Erwartung des Leistenden genügt nicht (BGH, Urteil vom 17. Juni 1992 - XII ZR 253/90 - NJW 1992, 2690 unter 2; BGHZ 44, 321, 323).
Haben die Beteiligten eine vertragliche Vereinbarung geschlossen, aufgrund derer die Leistungen erbracht werden, ist das Rechtsverhältnis nach den Grundsätzen des Vertragsrechts abzuwickeln (BGHZ 44, 321, 323;… BGH, Urt. v. 17. Juni 1992 - XII ZR 253/90, WM 1992, 1674; v. 22. Juni 2001 - V ZR 128/00, WM 2001, 1909, 1911;… Palandt/Sprau, BGB 63. Aufl. § 812 Rn. 86;… MünchKomm-BGB/Lieb BGB 4. Aufl. § 812 Rn. 200 ff).
Eine stillschweigende Einigung über den mit einer Leistung bezweckten Erfolg ist anzunehmen, wenn der Empfänger die Erwartung des Leistenden kennt und durch die Annahme zu verstehen gibt, daß er diese Zweckbestimmung billigt (BGHZ 44, 321;… BGH, Urt. v. 19. Januar 1973 - V ZR 24/71, NJW 1973, 612, 613;… MünchKomm-BGB/Lieb, aaO § 812 Rn. 201).
Ein derartiger vertraglicher Anspruch hat stets Vorrang vor einem solchen aus ungerechtfertigter Bereicherung (vgl. BGHZ 44, 321, 323; 48, 70, 75; BGH, Urteil vom 4. Mai 1972 - VII ZR 187/70, WM 1972, 888, 889 m.w.Nachw.).
Eine solche bereicherungsrechtliche Haftung des Eigentümers, die zum Teil auf § 812 Abs. 1 Satz 2 Alt. 2 BGB (BGHZ 35, 356; 44, 321), zum Teil auf §§ 951 Abs. 1, 812 Abs. 1 Satz 1 BGB gestützt wird (…BGH, Urt. v. 12. April 1961, VIII ZR 152/60, WM 1961, 700;… Urt. v. 4. Oktober 1967, VIII ZR 105/66, WM 1967, 1250;… offengelassen von BGH, Urt. v. 16. Oktober 1969, VII ZR 145/69, NJW 1970, 136;… Urt. v. 12. Juli 1989, VIII ZR 286/88, NJW 1989, 2745), betrifft nämlich ausschließlich Aufwendungen, die ein berechtigter Besitzer durch Vornahme von Baumaßnahmen getätigt hat, so daß die Vorschriften des Eigentümer-Besitzer-Verhältnisses nicht eingreifen (…vgl. BGH, Urt. v. 4. Oktober 1967, VIII ZR 105/66, WM 1967, 1250) und die allgemeinen Normen anwendbar bleiben.
Sie war darin zu sehen, daß der Beklagte mit seiner Mutter eine tatsächliche Willensübereinstimmung über den mit seinen Leistungen bezweckten Erfolg erzielt hatte, die nach den zutreffenden Darlegungen des Berufungsgerichts zu einem Bereicherungsanspruch wegen Zweckverfehlung geführt hätte, wenn die Mutter eine Eigentumsübertragung verweigert hätte (vgl. BGHZ 35, 356, 358; 44, 321, 323 [BGH 29.11.1965 - VII ZR 214/63]und ständig).
BGH, 10.11.2003 - II ZR 250/01
Rückforderung von Ausbildungskosten des Mitarbeiters eines Steuerberaters
Notwendig und genügend ist vielmehr eine - auch stillschweigend mögliche - Einigung im Sinne der tatsächlichen Willensübereinstimmung zwischen beiden Partnern über den verfolgten Zweck (BGHZ 44, 321, 323;… BGH, Urt. v. 19. Januar 1973 - V ZR 24/71, NJW 1973, 612, 613).
BGH, 19.01.1973 - V ZR 24/71
Einigung über die Unentgeltlichkeit als Voraussetzung einer Schenkung - …
BGH, 22.02.1967 - IV ZR 331/65
Ausgleichspflicht zwischen geschiedenen Ehegatten
BGH, 23.02.1990 - V ZR 192/88
Rückforderung eines zur Abwendung einer Strafanzeige gegebenen …
BGH, 29.05.1967 - VII ZR 66/65
Doppelmangel in der Bereicherungskette
BGH, 12.09.2019 - V ZR 276/18
Verletzung des rechtlichen Gehörs durch eine unzulässige …
VGH Hessen, 22.03.1995 - 1 UE 1955/93
Zur Ermächtigungsgrundlage für die Rückforderung von Anwärtersonderzuschlägen …
BGH, 23.09.1983 - V ZR 67/82
Zur Rückforderung einer Zweckschenkung
BGH, 18.10.1978 - VIII ZR 278/77
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Rückzahlung eines gezahlten Betrages - Errichtung von Einstellplätzen nach der …
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BGH, 22.12.1966 - VII ZR 173/64
Rückzahlung eines Darlehens - Vorliegen eines Schenkungsvertrages - Verletzung …

References: § 812
 § 2271

§ 547
 § 812
 § 818
 § 812
 § 812
 § 812
 § 812
 § 815