Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/1/81270000065.htm
Timestamp: 2018-11-20 16:29:09+00:00

Document:
1.27.065 Bühlertal bei Untersontheim und Ummenhofen
Verordnung des Landratsamtes Schwäbisch Hall über das Landschaftsschutzgebiet "Bühlertal bei Untersontheim und Ummenhofen" vom 21.12.1990 (Mitteilungsblatt Obersontheim vom 24.01.1991).
Aufgrund von § 22 und § 58 Abs. 3 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz - NatSchG -) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654), geändert durch das Gesetz zur Bereinigung des baden-württembergischen Ordnungswidrigkeitenrechts vom 06.06.1983 (GBl. S. 199), wird mit Zustimmung des Regierungspräsidiums Stuttgart verordnet:
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Gemeinde Obersontheim werden zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung "Bühlertal bei Untersontheim und Ummenhofen".
(1) Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von 64,8 ha.
(2) Das Landschaftsschutzgebiet umfaßt nach dem Stand vom Juli 1990 folgende Landschaftsteile:
· Das Bühlertal zwischen Untersontheim und Ummenhofen auf den Fluren Untersontheim und Ummenhofen, Gemarkung Untersontheim, Gemeinde Obersontheim, mit den Gewannen Hofwiesen, Hagenrain, Auwiesen, Metteläcker, Brunnenwiesen, Hasenbühl, Weißenstein, Speckrain, Hahnenberg, Wagwiesen, Bühlerwiesen, Schäufeläcker und Sandwiesen.
(3) Die Grenzen des Schutzgebietes sind in einer Karte des Landratsamtes Schwäbisch Hall vom 25.07.1990 im Maßstab 1 : 25 000 und in 1 Flurkarte im Maßstab 1 : 2 500 eingetragen. Die Karten sind Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird bei der Gemeinde Obersontheim zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Dienststunden niedergelegt.
Wesentlicher Schutzzweck ist die Erhaltung des Gleichgewichtes im Naturhaushalt, des charakteristischen Landschaftsbildes, seine Bewahrung vor Belastungen und seine Sicherung als Lebens- und Erholungsraum.
2. Errichtung von Einfriedigungen, ausgenommen Einfriedigungen in Ausübung einer ordnungsgemäßen Land- und Forstwirtschaft;
7. Anlage oder Veränderung von Erholungseinrichtungen oder von Stätten für Sport und Spiel, einschließlich Motorsportanlagen, sowie das Grasskifahren;
8. Betrieb von Modellmotorflugzeugen und Modellmotorbooten;
10. Aufstellen von Wohnwagen oder Verkaufsständen und Abstellen von Kraftfahrzeugen außerhalb der zugelassenen Plätze;
11. das mehrtägige Zelten;
12. Anlage, Beseitigung oder Änderung von fließenden oder stehenden Gewässern und die Errichtung von Stegen;
14. Anlegen von Feuerstellen;
15. Neuaufforstung, Umwandlung von Wald, Anlage von Kleingärten oder die wesentliche Änderung der Bodennutzung auf andere Weise;
16. Beseitigung oder Änderung von wesentlichen Landschaftsbestandteilen, die zur Zierde oder Belebung des Landschaftsbildes beitragen oder im Interesse der Tierwelt Erhaltung verdienen, wie z.B. Bäume, Hecken, Gebüsche, Feld- und Ufergehölze, Schilf- und Rohrbestände, Felsen, Steinriegel und ähnliche Naturerscheinungen.
(6) Eine nach Abs. 3 erteilte Erlaubnis erlischt, wenn nicht innerhalb von 2 Jahren nach Bekanntgabe ihrer Erteilung mit dem Vorhaben begonnen oder die Durchführung länger als 2 Jahre unterbrochen wird. Die Frist kann auf Antrag verlängert werden.
1. für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Grundstücke, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Ziff. 16;
2. für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung forstwirtschaftlicher Grundstücke, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Ziff. 15 und 16;
4. für die ordnungsgemäße Unterhaltung der Straßen, Wege, Plätze und Gewässer, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Ziff. 16;
2. entgegen § 5 dieser Verordnung ohne vorherige schriftliche Erlaubnis Handlungen vornimmt, die den Charakter dieses Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen können.
Mit Inkrafttreten dieser Verordnung treten die Verordnungen des Landratsamtes Schwäbisch Hall über die Ausweisung des Landschaftsschutzgebietes "Gebiet um die Beilsteinmühle" vom 26.08.1963 und "Bühlertal oberhalb Vellberg einschließlich westlichem Schlegelberg und Taubenloch" vom 26.08.1963 außer Kraft.
Schwäbisch Hall, den 21.12.1990
Stückle, Landrat

References: § 22
 § 58
 § 2
 § 5
 § 5
 § 5
 § 5