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Timestamp: 2019-06-25 07:32:44+00:00

Document:
Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein MoorKranNatSchGV SH | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Moorgebiet Kranika" vom 16. Dezember 1993 | gültig ab: 01.01.2003
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Moorgebiet Kranika"...
juris-Abkürzung: MoorKranNatSchGV SH
Fundstelle: GVOBl. 1994, 51
Gliederungs-Nr: 791-4-148
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Moorgebiet Kranika"
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Moorgebiet Kranika" vom 16. Dezember 1993 01.01.2003
§ 5 - Zulässige Handlungen 01.01.2008
Aufgrund des § 17 Abs. 1 des Landesnaturschutzgesetzes verordnet der Minister für Natur und Umwelt die folgenden §§ 1 bis 8 mit Ausnahme des § 5 Abs. 1 Nr. 3 ;
(1) Der Nieder- und Hochmoorkomplex südöstlich Kranika mit den daran angrenzenden, zur Zeit land- und forstwirtschaftlich genutzten Flächen zwischen dem Lütjensee und der Bundesstraße 404, Kreis Stormarn, wird zum Naturschutzgebiet erklärt.
(2) Das Naturschutzgebiet wird mit der Bezeichnung "Moorgebiet Kranika" unter Nummer 131 in das beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung als oberster Naturschutzbehörde geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(1) Das Naturschutzgebiet ist rund 97 ha groß und umfaßt in den Gemarkungen Lütjensee und Grönwohld die Gemarkungsteile Rips, Ripswisch, Bauernvogtswiese, Bergenkoppel und Bondenholz einschließlich der umgebenden Waldflächen des Staatsforstes Trittau.
Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung - Oberste Jagdbehörde - 24105 Kiel,
Landrat des Kreises Stormarn - Untere Naturschutzbehörde - 23843 Bad Oldesloe,
Amtsvorsteher des Amtes Trittau, 22946 Trittau,
(1) Das Naturschutzgebiet dient der Sicherung, Erhaltung und Wiederherstellung eines in seiner Bedeutung über die Region herausragenden strukturreichen Nieder- und Hochmoorkomplexes in naturnaher Ausbildung als Lebensraum von ökologisch verschiedenartigen, zumeist sehr spezialisierten und dadurch stark gefährdeten Lebensgemeinschaften und Arten.
(2) Schutzzweck ist es, die Natur in diesem Gebiet in ihrer Ganzheit dauerhaft zu erhalten. Insbesondere gilt es,
nährstoffarme Moor- und Feuchtgebietslebensräume mit Magerwiesen, Niedermoorbrachen, ungestörte Grünlandsukzessionsflächen, Seggenrieder, Erlenbruchwald, Birken-Moorwald, Hochmoorheiden, regenerierende Torfstiche zusammen mit den randlichen Waldbeständen und ehemals genutzte landwirtschaftliche Flächen auf Mineralböden der umgebenden Moränenlandschaft,
bestimmte, vom Aussterben bedrohte Wiesenpflanzengesellschaften, um die erforderlichen Existenzbedingungen für gebietstypische und zum Teil seltene und stark gefährdete Pflanzen- und Tierarten zu gewährleisten,
einen extensiv genutzten Feuchtgebietskomplex, der aufgrund seiner Nährstoffarmut und seines Strukturreichtums vielen konkurrenzschwachen, auf großräumig noch im ökologischen Verbund stehende Lebensräume angewiesenen Tierarten dauerhafte Existenzmöglichkeiten bietet,
(3) Soweit es zum Schutz dieses Gebietes und seiner Bestandteile, insbesondere zur Erhaltung bestimmter gefährdeter Pflanzen- und Tierarten und ihrer Ökosysteme erforderlich ist, sind entsprechende Schutz- und Entwicklungsmaßnahmen durchzuführen.
Flugmodelle, Modellflugkörper mit Eigenantrieb, Ballone, Drachen aufsteigen oder landen oder Schiffsmodelle fahren zu lassen,
die ordnungsgemäße landwirtschaftliche Bodennutzung im Sinne des § 7 Abs. 3 des Landesnaturschutzgesetzes des Landesnaturschutzgesetzes der bei Inkrafttreten dieser Verordnung als
Acker genutzten, in der Abgrenzungskarte kariert dargestellten Fläche; ab 1. Oktober 1995 ist das Aufbringen von Dünger, chemischen Pflanzenschutzmitteln oder anderen Stoffen nicht mehr zulässig;
Grünland genutzten, in der Abgrenzungskarte in waagerechter Schraffur dargestellten Fläche; ab 1. Oktober 1995 ist der Grünlandumbruch sowie das Aufbringen von Dünger, chemischen Pflanzenschutzmitteln oder anderen Stoffen nicht mehrzulässig;
die auf den Schutzzweck ausgerichtete ordnungsgemäße forstwirtschaftliche Bodennutzung der Waldflächen; Grundlage für die Bewirtschaftung der der Anstalt Schleswig-Holsteinische Landesforsten gehörenden Waldflächen ist ein zwischen dem Landesamt für Natur und Umwelt und der Anstalt Schleswig-Holsteinische Landesforsten einvernehmlich festgelegtes Bewirtschaftungskonzept;
die ordnungsgemäße Ausübung des Jagdrechtes im Sinne des § 1 des Bundesjagdgesetzes , nicht zulässig ist es, geschlossene Hochsitze zu errichten, Wildäcker anzulegen oder Fütterungseinrichtungen zu errichten oder zu betreiben;
Untersuchungen und Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege oder zur Entwicklung des Naturschutzgebietes, die die untere Naturschutzbehörde durchführt oder durchführen läßt;
Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege oder zur Entwicklung solcher Schutzgegenstände, die dem Denkmalschutz unterliegen und die die untere Denkmalschutzbehörde im Einvernehmen mit dem Landesamt für Naturschutz und Landschaftspflege durchführt oder durchführen läßt.
(2) Soweit eine der in Absatz 1 aufgeführten Maßnahmen im Einzelfall mit einem Eingriff in Natur und Landschaft verbunden ist, gilt Abschnitt 111 des Landesnaturschutzgesetzes.
von den Verboten des § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 im Rahmen geophysikalischer Messungen,
von den Verboten des § 4 Abs. 1 Satz 2 bei einer erforderlichen Inanspruchnahme von Flächen für die Ablagerung von Bodenbestandteilen im Rahmen der Gewässerunterhaltung nach § 38 des Landeswassergesetzes
§ 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 11 die Lebensräume der Pflanzen und der Tiere und ihre Ökosysteme beseitigt oder nachteilig verändert, insbesondere durch chemische Stoff e oder mechanische Maßnahmen;
§ 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 15 die Wasserflächen mit Wasserfahrzeugen aller Art befährt;
die Kreisverordnung zum Schutze von Landschaftsteilen in der Gemeinde Lütjensee vom 28. Januar 1972 (Amtsbl. Schl.-H./ AAz. S. 34), zuletzt geändert durch Kreisverordnung vom 16.Januar 1979 (Amtsbl. Schl.-H./AAz. S. 76) und
die Kreisverordnung zum Schutze von Landschaftsteilen in der Gemeinde Grönwohld vom12. Januar 1971 (Amtsbl. Schl.-H./ AAz. S. 29)

References: § 5
 § 17
 § 5
 § 7
 § 1
 § 4
 § 4
 § 38

§ 4

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