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Timestamp: 2019-11-21 18:42:38+00:00

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BVerwG, 14.05.2012 - 7 B 53.11 - dejure.org
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BVerwG, 14.05.2012 - 7 B 53.11 (https://dejure.org/2012,13038)
BVerwG, Entscheidung vom 14.05.2012 - 7 B 53.11 (https://dejure.org/2012,13038)
BVerwG, Entscheidung vom 14. Mai 2012 - 7 B 53.11 (https://dejure.org/2012,13038)
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GG Art. 108 Abs. 5 Satz 2; VwVfG § 29; IFG NRW § 4 Abs. 2 Satz 1
Insolvenzverfahren; Insolvenzverwalter; Anfechtungsanspruch; Finanzamt; Akteneinsicht; Besteuerungsverfahren; Informationszugang; Subsidiarität; Nichtregelung, absichtsvolle; Ausschlussregelung, bereichsspezifische.
§ 4 Abs 2 S 1 InfFrG NW, § 29 VwVfG, § 4 Abs 1 InfFrG NW, Art 108 Abs 5 S 2 GG, § 34 AO 1977
Auskunftsanspruch des Insolvenzverwalters gegenüber der Finanzverwaltung; Informationszugang im Steuerverfahren
Auskunftsanspruch des Insolvenzverwalters gegen das FA nach dem IFG auch zu Anfechtungszwecken
IFG NRW §§ 4, 5; AO § 30; GG Art. 108 Abs. 5 Satz 2
Auskunftsanspruch des Insolvenzverwalters gegen das Finanzamt nach dem IFG auch zu Anfechtungszwecken
Informationsanspruch des Insolvenzverwalters gegen das Finanzamt
Insolvenzverwalter kann gegenüber dem Finanzamt einen Informationsanspruch haben
IFG NRW § 4 Abs. 2 Satz 1; AO § 30; GG Art. 108 Abs. 5 Satz 2
VG Düsseldorf, 20.07.2009 - 26 K 3548/09
ZIP 2011, 1426
ZIP 2012, 1258
NVwZ 2012, 824
NZI 2012, 684
DVBl 2012, 1268
DVBl 2012, 970
DÖV 2012, 777
BVerwG, Beschluss vom 14. Mai 2012 - 7 B 53.11 -, DVBl. 2012, 1268 = juris Rn. 10; vgl. auch Beschluss vom 15. Oktober 2007 - 7 B 9.07 - NWVBl. 2008, 59 = juris Rn. 9 sowie Urteil vom 3. November 2011 - 7 C 3.11 -, DVBl. 2012, 176 = juris Rn. 17; Seer, in: Tipke/Kruse, AO/FGO, 1. Aufl. 2006, 141.
Der Leitsatz des Bundesverwaltungsgerichts, ein gegenüber dem Finanzamt geltend gemachter Informationsanspruch des Insolvenzverwalters, der anschließend einen Anfechtungsanspruch durchsetzen will, werde vom Regelungsbereich der Abgabenordnung nicht umfasst, vgl. BVerwG, Beschluss vom 14. Mai 2012 - 7 B 53.11 -, DVBl. 2012, 970 = juris, dürfte sich im Ergebnis nicht auf das Steuergeheimnis als Ausschlussgrund erstrecken.
Die Gesetzgebungskompetenz des Art. 108 Abs. 5 Satz 2 GG umfasst mit dem von den Landesfinanzbehörden anzuwendenden "Verfahren" der Steuerverwaltung, welches dem Verfahren im Sinne von Art. 84 Abs. 1 GG entspricht, lediglich ein anhängiges Steuerverwaltungsverfahren (vgl. BVerwG, Beschl. v. 14.05.2012 - 7 B 53/11 -, Juris Rn. 9 f.;… vgl. zum Begriff des Verfahrens i.S.v. Art. 84 GG Broß/Mayer, in: von Münch/Kunig, GGK Bd. 2, 6. Aufl. 2012, Art. 84 Rn. 12, wonach jedenfalls Bestimmungen umfasst sind, die die Tätigkeiten der Verwaltungsbehörden im Blick auf die Art und Weise der Ausführung des Gesetzes, die Form der behördlichen Willensbildung, die Art der Prüfung und Vorbereitung der Entscheidung, deren Zustandekommen und Durchsetzung sowie verwaltungsinterne Mitwirkungs- und Kontrollvorgänge in ihrem Ablauf regeln;… vgl. auch Hermes, in: Dreier, GG, 2. Aufl. 2008, Art. 84 Rn. 36 f.).
Die Ermessenserwägungen, die nach der Rechtsprechung des BFH aus dem rechtlichen Gehör einerseits und dem Regelungsrahmen der Abgabenordnung andererseits abzuleiten sind, beziehen sich lediglich auf eine Einsichtnahme in die Akten während des laufenden Steuerermittlungsverfahrens und postulieren nur insoweit einen absichtsvollen Regelungsverzicht mit abschließender Wirkung und der Folge einer Verdrängung weitergehender Landes- oder bundesrechtliche Regelungen zum Auskunfts- und Akteneinsichtsanspruch (…vgl. BFH, Beschl. v. 04.06.2003 - VII B 138/01 -, a.a.O. juris Rn. 11, 19; unter Bezugnahme hierauf: BVerwG, Beschl. v. 14.05.2012 - 7 B 53/11 -, juris Rn. 9).
Dies stützt für das schleswig-holsteinische Informationsfreiheitsrecht das auch in der neueren höchstrichterlichen Rechtsprechung unterstrichene Verständnis des Informationszugangsrechts als eigenständig neben verwaltungsverfahrensrechtlichen Akteneinsichtsansprüchen stehendem Regelungsbereich (…vgl. etwa BVerwG, Beschl. v. 15.10.2012 - 7 B 2/12 -, Juris Rn. 15; Beschl. v. 14.05.2012 - 7 B 53/11 -, Juris Rn. 10;… Urt. v. 03.11.2011 - 7 C 4/11 -, NVwZ 2012, 251, Juris Rn. 17).
§ 16 HmbIFG ist nach Auffassung des Oberverwaltungsgerichts nicht mit hinreichender Deutlichkeit zu entnehmen, dass die besonderen steuerverfahrensrechtlichen Vorschriften über die Akteneinsicht den Vorschriften des Hamburgischen Informationsfreiheitsgesetzes vorgehen; das gelte ungeachtet des in der Begründung des Gesetzesentwurfes enthaltenen Verweises auf § 30 AO (siehe Bü-Drucks 19/1283 S. 15; vgl. zur Frage des Akteneinsichtsrechts nach der Abgabenordnung als einer das allgemeine Informationszugangsrecht verdrängenden Regelung Beschluss vom 14. Mai 2012 - BVerwG 7 B 53.11 - ZIP 2012, 1258).
Er ist vielmehr im Interesse der Gesamtheit der Gläubiger tätig, zu deren Gunsten Zahlungen des Insolvenzschuldners im Wege der Anfechtung zur Insolvenzmasse gezogen werden sollen; dabei handelt es sich um ein eigenständiges Rechtsverhältnis zwischen dem Kläger und der Beklagten (vgl. Beschluss vom 14. Mai 2012 - BVerwG 7 B 53.11 - ZIP 2012, 1258 m.w.N.).
NV: Eine Sperrwirkung kommt den verfahrensrechtlichen Bestimmungen der AO außerhalb des Besteuerungsverfahrens - insbesondere gegenüber dem eigenständigen, unabhängig von einem anhängigen (Steuer-)Verwaltungsverfahren bestehenden Anspruch nach den Informationsfreiheitsgesetzen des Bundes und der Länder - nicht zu (vgl. BVerwG-Beschluss vom 14.05.2012 7 B 53.11).
Denn die von der Klägerin herangezogene Rechtsprechung des BVerwG (Beschluss vom 14. Mai 2012 7 B 53.11, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung --HFR-- 2012, 1204) geht in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung des BFH ausdrücklich davon aus, dass sich der Gesetzgeber beim Erlass der AO (nur) mit der Frage befasst hat, ob die Beteiligten eines steuerrechtlichen Verfahrens einen Anspruch auf Akteneinsicht haben sollen.
Abgesehen davon, dass vieles dafür spricht, dass jedenfalls die von der Rechtsprechung entwickelten, nicht einfachgesetzlich normierten und ermessensabhängigen Auskunftsansprüche seit dem 25. Mai 2018 durch den unmittelbar geltenden Art. 15 Abs. 1 DS-GVO ersetzt werden (siehe dazu obige Ausführungen unter III. 3.), ist weiter fraglich, ob der hier streitgegenständliche Auskunftsanspruch überhaupt in einem ausreichenden Zusammenhang mit der Erfüllung der steuerlichen Pflichten des Insolvenzschuldners in einem konkreten Besteuerungsverfahren steht, oder ob er nicht vielmehr außerhalb eines konkreten Besteuerungsverfahrens geltend gemacht wird (vgl. BVerwG, Beschl. v. 14.5.2012 - 7 B 53/11 -, juris, Leits. u. Rn. 9 zur AO a.F.).
VG Berlin, 30.08.2012 - 2 K 147.11
Anspruch eines Insolvenzverwalters auf Einsicht in Steuerakten
VG Schleswig, 15.10.2014 - 8 A 1/14
Verpflichtung des Finanzamtes zur Gewährung des Zugangs zu Informationen über …
OVG Nordrhein-Westfalen, 08.03.2018 - 15 E 100/18
Eröffung des Finanzrechtsweg für ein auf das Informationsfreiheitsgesetz NRW …
OVG Berlin-Brandenburg, 04.09.2014 - 12 N 84.13
Zulassungsbegehren; Insolvenzverfahren; Insolvenzverwalter; Akteneinsicht; …
VG Düsseldorf, 22.01.2018 - 29 K 8/17
VG Minden, 29.10.2014 - 7 K 3384/13
Anspruch eines Insolvenzverwalters auf Erteilung steuerlicher Auskünfte über den …
OVG Nordrhein-Westfalen, 08.03.2018 - 15 E 101/18
VG Potsdam, 28.12.2015 - 9 K 3435/13
VG Gelsenkirchen, 26.09.2014 - 17 K 944/14
Insolvenzverwalter ; Auskunft ; Absichtsvolle Nichtregelung ; Besondere …
VG Düsseldorf, 22.01.2018 - 29 K 75/17
VG Trier, 26.06.2012 - 5 K 504/12
Auskunftsbegehren des Insolvenzverwalter unter Bezugnahme auf das …

References: Art. 108
 § 29
 § 4

§ 4
 § 29
 § 4
 § 34
 § 30
 Art. 108
 § 4
 § 30
 Art. 108
 Art. 108
 Art. 84
 Art. 84
 Art. 84
 Art. 84

§ 16
 § 30
 Art. 15