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Timestamp: 2020-03-29 14:57:02+00:00

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BGH, 15.02.1990 - III ZR 293/88 - dejure.org
BGH, 15.02.1990 - III ZR 293/88
https://dejure.org/1990,1273
BGH, 15.02.1990 - III ZR 293/88 (https://dejure.org/1990,1273)
BGH, Entscheidung vom 15.02.1990 - III ZR 293/88 (https://dejure.org/1990,1273)
BGH, Entscheidung vom 15. Februar 1990 - III ZR 293/88 (https://dejure.org/1990,1273)
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Rückständige Gewerbesteuern
Konkursantrag, § 839 BGB, Beweislast
Gemeindefinanzbehörde - Konkursantrag - Amtshaftungsprozeß - Amtshandlung - Gemeindesteuer - Darlegungs- und Beweislast
Amtspflichtwidriger Konkursantrag der Gemeindefinanzbehörde bei Beweis des Nichtvorliegens eines Konkursgrundes
Zum Konkursantrag einer Gemeindefinanzbehörde als Amtshandlung
BGB § 839 Abs. 1; GG Art. 34; KO § 102; ZPO § 282
BGHZ 110, 253
ZIP 1990, 805
MDR 1990, 803
VersR 1990, 897
WM 1990, 1349
DVBl 1990, 770
DB 1990, 2519
DÖV 1990, 841
Die Beklagte traf jedoch aus dem zwischen den Parteien bestehenden Steuerschuldverhältnis (vgl. Senat BGHZ 110, 253, 255) in Verbindung mit Treu und Glauben die Amtspflicht (Art. 34 GG, § 839 BGB), der Klägerin als ihrer Steuerschuldnerin Nachricht von der Nichtzahlung ihrer eigenen Steuerschuld zu geben, damit für diese das Risiko erkennbar wurde, daß der von ihr eingeschaltete zugelassene Spediteur den ihm im voraus entrichteten, für die Begleichung der Einfuhrumsatzsteuer bestimmten Betrag künftig erneut einbehalten könnte.
Zuständigkeit des Finanzgerichts bei Antrag gegen Antrag des Finanzgerichts auf …
Dazu hätte dargelegt werden müssen, daß der in das pflichtgemäße Ermessen der Finanzbehörde gestellten Vollstreckungsmaßnahme - Konkursantrag - (vgl. § 249 Abs. 1, § 251 Abs. 1 AO 1977) ein Ermessensfehler (§ 102 FGO) anhaftet, sei es, daß für den Antrag die gesetzlichen Voraussetzungen nicht gegeben sind oder daß der Antrag aus sachfremden Erwägungen oder unter mißbräuchlicher Ausnutzung einer Rechtsstellung gestellt wurde (…Senatsbeschluß in BFH/NV 1989, 236; vgl. auch - zur Frage der Amtspflichtverletzung durch behördlichen Konkursantrag - Urteil des Bundesgerichtshofs - BGH - vom 15. Februar 1990 III ZR 293/88, Neue Juristische Wochenschrift - NJW - 1990, 2675).
OLG Stuttgart, 16.11.2011 - 4 U 67/11
Amtshaftung: Schadenersatzanspruch gegen das Land aufgrund der Vergütung eines …
Anders als der private Gläubiger, der dem Schuldner bei unberechtigter Insolvenzantragstellung nur haftet, wenn er den Eröffnungsantrag einsetzt, um den Schuldner sittenwidrig oder vorsätzlich zu schädigen (BGHZ 74, 9, Tz.11 nach juris), beurteilt sich der Insolvenzantrag einer Gemeinde- (oder Landes-)finanzbehörde wegen rückständiger Steuern als Amtshandlung nach § 839 BGB (BGHZ 110, 253; Staudinger/Wurm, (2007), BGB, § 839 Rz.84).
Zum anderen dienten die Anfechtungsankündigungen wie die angekündigten Duldungsbescheide der Beitreibung der Steuerschuld (Kriterium des verfolgten Ziels, vgl. insbesondere BGHZ 110, 253, 255; 21, 359, 361).
AG Duisburg, 07.07.1999 - 60 IN 119/99
In diesem rechtlichen Zusammenhang hat der Senat ausgeführt (BGHZ 110, 253, 256 [BGH 15.02.1990 - III ZR 293/88] unter Bezugnahme aufSenatsurteil vom 27. Mai 1957 - III ZR 21/56 - LM BGB §§ 839 Fl.Nr. 3):.
Wird der Antrag auf Einleitung eines Insolvenzverfahrens jedoch von einer Körperschaft des öffentlichen Rechts gestellt, so ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (Urteil vom 15.2.1990, III ZR 293/88, BGHZ 110, 253) diese bei der Stellung des Antrags hoheitlich tätig (…ebenso Engelhardt/App/Schlatmann, VwVG, VwZG, zu § 251 AO, Rn. 7 m.w.N.).

References: § 839
 § 839
 Art. 34
 § 102
 § 282
 § 839
 § 249
 § 251
 BGH 
 § 839
 § 839
 § 251