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Timestamp: 2018-02-21 07:31:46+00:00

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eäG + Kind mit Bruder zusammenziehen - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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15.01.2007, 10:10 #1
eäG + Kind mit Bruder zusammenziehen
Nach langem Suchen hier im Forum, habe ich leider nichts passendes zu meinem Fall gefunden, und hoffe hier kann mir jemand weiter helfen.
Ich lebe in einer eäG mit unserer gemeinsamen Tochter, ich gehe Teilzeit arbeiten und mein Freund ist leider Arbeitslos mit ALG II bezug.
Da unsere jetztige Wohnung von den Nebenkosten her sehr teuer ist, haben wir beschlossen umzuziehen.
Wir haben ein schönes preisgünstiges REH zur Miete gefunden, dieses ist für uns alleine zu groß. Mein Bruder würde aber gerne mit uns dort einziehen. Er ist Vollzeit berufstätig.
Wie würde das dann mit unserem ALG II bezug aussehen? Wird sein Gehalt mit angerechnet und wir bekommen dann weniger ALG II?
Musste er seinen eigenen Mietvertrag haben oder mit uns zusammen?
Leider habe ich einen sehr mürrischen Sachbearbeiter und traue mich irgendwie gar nicht den zu Fragen.
Ich hoffe hier kann mir jemand weiterhelfen. Lieben Dank schon ich voraus.
15.01.2007, 11:45 #2
Re: eäG + Kind mit Bruder zusammenziehen
Zitat von ce_line
Mit getrennten Mietverträgen würdet ihr wahrscheinlich jeder menge Ärger aus dem weg gehen...
15.01.2007, 13:22 #3
Zudem sollten die Wohnbereiche möglichst klar getrennt sein, sprich dein Bruder verfügt über eine eigene Küche und Toilette/Bad.
15.01.2007, 15:20 #4
Wenn es geht würde ich das lieber lassen - außer es könnten wirklich getrennte Bedingungen hergestellt werden.
Denn dann könnte die ARge noch auf die Idee kommen das der Bruder die Schwester ja in einer Hausgemeinschaft mit einer eheähnlichen BG ( :pfeiff: :shock: ) unterstützen würde :(
Stichwort - wir Vermuten und in Vermuten sind die :daumen:
15.01.2007, 16:03 #5
Wenn Du wirklich so einen "lieben" SB hast, dann wirst Du wahrscheinlich sehr viel Ärger und Schikanen über Dich ergehen lassen müssen. Als erstes wird so ein "netter" Herr oder Dame (oder wie auch immer) :x bei Dir auftauchen um einen Hausbesuch durchzuführen. :mrgreen: Damit fängt der Ärger erst richtig an.
15.01.2007, 16:59 #6
Denn dann könnte die ARge noch auf die Idee kommen das der Bruder die Schwester ja in einer Hausgemeinschaft mit einer eheähnlichen BG ( Pfeifen Shocked ) unterstützen würde
... Die ArGe könnte nicht nur, sie wird ...
Problematisch ist es, wenn Verwandte oder Verschwägerte in der Haushaltsgemeinschaft leben, da nach § 9 Absatz 5 SGB II vermutet wird, dass diese Leistungen an die anderen Mitglieder der Haushaltsgemeinschaft erbringen, soweit dies nach den Einkommens- und Vermögensverhältnissen der Verwandten erwartet werden kann. In solchen Fällen sind nach § 1 Absatz 2 der Verordnung die um die Absetzbeträge nach § 11 Abs. 2 des Zweiten Buches bereinigten Einnahmen in der Regel nicht als Einkommen zu berücksichtigen, soweit sie einen Freibetrag in Höhe des doppelten Satzes der nach § 20 Abs. 2 des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch maßgebenden Regelleistung zuzüglich der anteiligen Aufwendungen für Unterkunft und Heizung sowie darüber hinausgehend 50 Prozent der diesen Freibetrag übersteigenden bereinigten Einnahmen nicht überschreiten. Anders ausgedrückt: die Vermutung greift nur, wenn ...
http://www.janvonbroeckel.de/algzwei...erechnung.html
Wenn der eine an den anderen einen Mietanteil zahlt, jeder sein eigenes Einkommen und sein eigenes Fach im Kühlschrank hat, kann es auch sein, dass eine bloße Wohngemeinschaft vorliegt, und da muss nie einer für den anderen eintreten. Falls aber eine gemeinsame Kasse besteht, gelten die folgenden Ausführungen:...
Aber Achtung : Gemäß § 9 Abs. 5 SGB II wird vermutet, dass Hilfebedürftige, sofern sie in einer Haushaltsgemeinschaft mit Verwandten oder Verschwägerten leben, von diesen Leistungen erhalten, soweit dies nach deren Einkommen und Vermögen erwartet werden kann.
Du wirst ihn aber nicht nur fragen müssen, sondern auch noch belehren, weil er dich vermutlich nicht ausreichend aufklären wird. Falls ihr es so macht, wie beabsichtigt, informiere dich gut; es gibt noch viele Infos im Internet dazu oder vielleicht auch hier im Forum noch Beiträge.
15.01.2007, 18:55 #7
Falls ihr es so macht, wie beabsichtigt, informiere dich gut; es gibt noch viele Infos im Internet dazu oder vielleicht auch hier im Forum noch Beiträge.
Stimmt alles soweit, aber es ist, egal wie gut man informiert ist, es bleibt immer ein Vabanquespiel... es sei denn die ARGE bestätigt vorher schriftlich, daß garantiert wird, daß man auch in Zukunft keine BG konstruiert... das wäre möglich.
16.01.2007, 09:20 #8
Aktenzeichen: L 8 AS 3441/05 ER-B
Datum der Entscheidung: 05.12.05
1. Allein stehend i.S.d. § 20 Abs. 2 SGB II (volle Regelleistung) ist, wer volljährig, unverheiratet
und ohne eine andere Person in seiner Wohnung oder in einer Wohngemeinschaft lebt.
Nicht allein stehend ist, wer mit anderen in einer Bedarfsgemeinschaft oder
in einer Haushaltsgemeinschaft mit Verwandten oder Verschwägerten lebt.
2. Das Bestehen eines (wirksamen) Mietvertrages zwischen zwei Personen
schließt die Annahme einer Haushaltsgemeinschaft aus,
weil ein "Wirtschaften aus einem Topf", wie dies für eine Haushaltsgemeinschaft
kennzeichnend ist, nicht angenommen werden kann, wenn einer dem anderen Mietzins zahlen muss.
die vermutungsregelung trifft doch nur dann zu bzw. darf nur dann angewendet werden,
wenn kein nachweis des gegenteils erbracht werden kann.
habe es sinngemäß in irgendeiner gerichtlichen begründung gelesen.
kann die quelle aber im moment nicht finden.
eaeg, kind, bruder, zusammenziehen

References: § 9
 § 1
 § 11
 § 20
 § 9
 § 20