Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F20-09-2012-1C_119-2012
Timestamp: 2016-10-25 19:17:22+00:00

Document:
1C_119/2012 (20.09.2012)
1C_119/2012
X.________, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Beat Hess,
Die Firma X.________ in Reiden ist seit dem Jahr 1863 Inhaberin eines Wassernutzungsrechts zur Ausleitung von Wasser aus der Wigger zum Zweck der Wasserkraftnutzung. Sie staut den Fluss mittels eines Stauwehrs und leitet das Wasser in einen Kanal aus, an welchem sie ein Kleinkraftwerk betreibt. In Zusammenhang mit dem hochwasserschutzsicheren Ausbau der Wigger genehmigte der Regierungsrat des Kantons Luzern mit Entscheiden vom 23. Februar 1988 und 15. M�rz 1991 eine umfassende Erneuerung der Wehranlage, ohne dabei eine Dotierwassermenge festzulegen; hingegen blieb der Bau einer Fischtreppe vorbehalten, wof�r die Werkinhaberin das notwendige Terrain unentgeltlich zur Verf�gung zu stellen und eine maximale Dotierwassermenge von 50 Litern Wasser pro Sekunde entsch�digungslos zuzugestehen hatte. Im Einverst�ndnis mit der Firma X.________ konnte bei der Stauanlage eine Vorrichtung eingebaut werden, welche die Ableitung von bis zu 100 Litern Wasser pro Sekunde in die Wigger erm�glichte, und mit Entscheid vom 29. August 2000 genehmigte der Regierungsrat die Erstellung einer Fischtreppe.
Die Konstruktion des Wehrs besteht aus einer Segmentsch�tze mit aufgesetzter Stauklappe. Das Wasser der Wigger wird seitlich via Tauchwand mit Grobrechen in den Kanal ausgeleitet und im Kanalkraftwerk turbiniert. Bei ansteigender Wasserf�hrung in der Wigger wird zuerst die Klappe gesenkt, um das Stauziel (461,27 m.�.M.) m�glichst lange zu halten. Bei einer weiteren Zunahme der Abflussmenge wird die Segmentsch�tze samt Stauklappe automatisch hydraulisch hochgefahren. Die Wehrkonstruktion l�sst in dieser Phase das Halten des Stauziels nicht mehr zu, der Pegel im Staubereich der Wigger sinkt ab. Das Kanalkraftwerk wird automatisch abgestellt und der Oberwasserkanal (Sohlenkote rund 1,4 m �ber der Kote der Grundschwelle in der Wigger) wird nicht mehr mit Wasser gespeist. Nur bei weiter ansteigendem Hochwasser wird die genannte H�hendifferenz �berwunden und es fliesst wiederum Wasser in den Oberwasserkanal. Nach Hochwassern kann die Segmentsch�tze kontrolliert abgesenkt, der Staupegel eingestellt und das Kraftwerk wieder in Betrieb genommen werden.
Ein Teil des mit dem Kraftwerk genutzten Wassers gelangt nach der Turbinierung zur�ck in die Wigger, der andere Teil in das sogenannte M�li- und Altachensystem. Die Wasserf�hrung in diesem System ist vom Betriebszustand des Kraftwerks abh�ngig, bei Betriebsunterbr�chen fliesst (zu) wenig und in wasserreichen Zeiten (zu) viel Wasser. Unabh�ngig von der Wasserf�hrung der Wigger werden von der Werkinhaberin zus�tzliche Klappensenkungen und Segmenthebungen manuell ausgel�st, um das im Staubereich angesammelte und aufschwimmende Geschwemmsel weiterzuleiten und das am Grobrechen haftende Geschwemmsel (Laub, �ste usw.) wegzusp�len. Der Grobrechen mit seinen senkrechten Rechenst�ben im Abstand von 30 cm verhindert, dass gr�beres Material (�ste, Holzbalken usw.) in den Kanal gelangt. Wird der Grobrechen zu stark mit Geschwemmsel belegt (vor allem Laub in den Herbstmonaten), sinkt die Leistung des Kraftwerks. Der Grobrechen kann in der momentanen Ausgestaltung nur mittels Stauraumsp�lungen gereinigt werden (fehlender Zugang, fehlende technische Einrichtungen). Der Stauraum des Wehrs wurde in der Vergangenheit bis zu sechsmal monatlich gesp�lt. Dabei fliesst das sich im Oberwasserkanal befindliche Wasser teilweise r�ckw�rts in die Wigger, l�st das anhaftende Treibgut vom Grobrechen und st�sst es in den Wiggerlauf, worauf es abgeschwemmt wird. Hierdurch wird im Unterlauf der Wigger k�nstlich eine kurzfristige und massive �nderung des Wasserabflusses (Schwall-Sunk) verursacht. Nach der Stauraumsp�lung wird das Wehr wieder geschlossen und das Wasser gestaut.
Durch die Wasserausleitung zur Wasserkraftnutzung entsteht in der Wigger eine Restwasserstrecke von rund 700 m. Die daf�r festgelegte Dotierwassermenge betrug 50 Liter Wasser pro Sekunde. Durch die geringe Wasserf�hrung war die �kologische Funktionsf�higkeit der Wigger in diesem Gew�sserabschnitt nicht gegeben. Die Fischwanderung war trotz der baulichen Sanierung der Durchg�ngigkeitshindernisse wegen ungen�gender Wassertiefen in der Restwasserstrecke und ungen�gendem Einstieg in die Fischaufstiegshilfe beim Wehr nicht gew�hrleistet.
Im Rahmen des Projekts "St�ndige Wasserf�hrung Altache, Restwasser Wigger, Regulierung Lang Wehr" versuchte die Dienststelle Verkehr und Infrastruktur des Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartements des Kantons Luzern, die bestehenden Probleme unter Einbezug s�mtlicher Beteiligter einvernehmlich zu l�sen. Ziel war es, sowohl die Tier- und Pflanzenwelt im Restwasserbereich der Wigger zu sch�tzen, als auch eine st�ndige Wasserzufuhr zum M�likanal und zur Altache sicherzustellen. Bez�glich der Dotierwassermengen und des Wehrbetriebs (H�ufigkeit der Stauraumsp�lungen) konnte mit der Firma X.________ keine Einigung gefunden werden. Daraufhin wurde das laufende Verfahren geteilt. Die notwendigen baulichen Massnahmen (Verbesserung der Fischaufstiegshilfe, Sicherstellung einer st�ndigen Wasserf�hrung im M�likanal und in der Altache, Anpassung des Wasserteilers und des Unterwasserkanals aus Gr�nden des Hochwasserschutzes) werden im Rahmen des eingeleiteten separaten Wasserbauprojekts umgesetzt. F�r das Sanierungsverfahren betreffend die Dotierwassermenge und das Regime der Stauraumsp�lungen wurde das bisherige Verfahren weitergef�hrt. Die Unterlagen des zust�ndigen Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartements wurden von der Gemeinde Reiden vom 18. Oktober bis 17. November 2010 �ffentlich aufgelegt. Die Gemeinde Reiden �berwies in der Folge die Unterlagen und die eingegangenen Stellungnahmen dem Regierungsrat des Kantons Luzern. Dieser legte mit Entscheid vom 24. Mai 2011 die Dotierwassermenge f�r die Restwasserstrecke in der Periode vom 1. Oktober bis 31. Mai st�ndig auf 200 Liter pro Sekunde und in der Periode vom 1. Juni bis 30. September st�ndig auf 250 Liter pro Sekunde fest (Dispositiv-Ziffern 1-5). Des Weiteren regelte der Regierungsrat das Regime der Stauraumsp�lungen wie folgt:
6. Bei normaler Wasserf�hrung der Wigger darf der Stauraum weder geleert noch gesp�lt werden. Nach Segmenthebungen infolge Hochwasser ist das Wehr zu schliessen, sobald dies technisch m�glich ist, um die st�ndige Wasserf�hrung in M�likanal und Altache sicherzustellen.
7. Manuell eingeleitete Stauraumsp�lungen durch Segmenthebungen d�rfen nur bei einer Abflussmenge von �ber 10 m3 pro Sekunde ausgef�hrt werden (Referenz: BAFU Abflussmessstation Wigger-Zofingen). Segmenthebungen zur Sicherstellung der Funktionst�chtigkeit der Wehranlage d�rfen fr�hestens 90 Tage nach der letzten Segmentbewegung erfolgen. Die Werkinhaberin hat dabei f�r die erforderlichen Massnahmen besorgt zu sein, um Unf�lle sowie Gef�hrdungen von Personen, die sich im Wiggergerinne aufhalten, durch Schwall zu verhindern.
8. Das vollst�ndige manuelle Absenken der Stauklappe ist nur ab einer Abflussmenge von �ber 10 m3 pro Sekunde (Referenz: BAFU Abflussmessstation Wigger-Zofingen) und im Nachgang zu solchen Ereignissen bei sinkender Abflusskurve zugelassen. Klappensenkungen zur Sicherstellung der Funktionst�chtigkeit des Wehrs d�rfen fr�hestens 40 Tage nach der letzten Klappenbewegung erfolgen. Bei Ansammlung von aufschwimmendem Geschwemmsel im Staubereich ist langsames Teilabsenken der Stauklappe mit geringer Schwallwirkung in der Wigger zugelassen.
9. Hebungen der Segmentsch�tze im Rahmen von Revisionen und Unterhalt sind in den Monaten September und Oktober auszuf�hren. Dazu muss die Stauklappe langsam gesenkt und die Segmentsch�tze langsam gehoben werden, um den Schwall in der Wigger m�glichst gering zu halten. Weitere Klappensenkungen und Segmenthebungen sind nur zul�ssig bei automatischem Lastabwurf infolge Trennung des Kraftwerks vom Stromnetz oder anderer Betriebsst�rungen und Notf�lle.
10. �ber den Betrieb der Wehranlage ist von der Werkinhaberin ein Journal zu f�hren. Darin sind Zeitpunkte von manuell eingeleiteten Hebungen der Segmentsch�tze, Zeitpunkte des Wiedereinfahrens der Sch�tze und Senkungen der Stauklappe aufzuzeichnen. Auf Verlangen der Beh�rde ist das Journal vorzuweisen.
11. Hebungen der Segmentsch�tze im Zusammenhang mit Unterhalt und Wartung sind mindestens drei Wochen im Voraus der Dienststelle Verkehr und Infrastruktur zu melden. Ursachen von ausserordentlichen Klappensenkungen / Segmenthebungen (Lastabwurf, Betriebsst�rungen usw.) sind der Dienststelle Verkehr und Infrastruktur innert drei Tagen zu melden.
Diesen Entscheid focht die Firma X.________ mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Luzern an und beantragte die Aufhebung der Dispositiv-Ziffern 6-11 des Rechtsspruchs. Die Dispositiv-Ziffern 1-5 (Dotierwassermenge) blieben unangefochten.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ans Bundesgericht vom 20. Februar 2012 beantragt die Firma X.________, das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 16. Januar 2012 und die Ziffern 6-11 des Entscheids des Regierungsrats vom 24. Mai 2011 seien aufzuheben, und �ber die Dotierwassermenge hinaus seien keine betrieblichen Auflagen f�r ihr Kleinwasserkraftwerk an der Wigger zu verf�gen. Eventualiter sei das Verfahren zur Erg�nzung des rechtserheblichen Sachverhalts, zur Beweisabnahme und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz oder an den Regierungsrat zur�ckzuweisen.
Mit Verf�gung vom 14. M�rz 2012 hat der Pr�sident der I. �ffentlich-rechtlichen Abteilung der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zuerkannt.
Das Verwaltungsgericht stellt Antrag auf Beschwerdeabweisung. Der Regierungsrat beantragt, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden k�nne. Das Bundesamt f�r Umwelt BAFU hat eine Stellungnahme zur Beschwerde eingereicht, ohne ausdr�cklich Antr�ge zu stellen. In ihrer abschliessenden Stellungnahme h�lt die Beschwerdef�hrerin an ihrem Standpunkt fest.
1.1 Der angefochtene, kantonal letztinstanzliche Entscheid best�tigt die gew�sserschutzrechtliche Sanierungspflicht des von der Beschwerdef�hrerin betriebenen Kleinwasserkraftwerks. Dabei handelt es sich um eine �ffentlich-rechtliche Angelegenheit im Sinne von Art. 82 lit. a BGG. Ein Ausschlussgrund nach Art. 83 BGG liegt nicht vor. Die Beschwerdef�hrerin ist zur Beschwerde legitimiert (Art. 89 Abs. 1 BGG). Die �brigen Sachurteilsvoraussetzungen sind ebenfalls erf�llt und geben zu keinen weiteren Bemerkungen Anlass. Auf die Beschwerde ist unter Vorbehalt der nachfolgenden Erw�gungen einzutreten.
Nicht einzutreten ist jedoch auf den Antrag der Beschwerdef�hrerin, die Ziffern 6-11 des Entscheids des Regierungsrats aufzuheben. Unterinstanzliche Entscheide sind mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht selbstst�ndig anfechtbar. Sie werden mit Blick auf den Devolutiveffekt durch den Entscheid der letzten kantonalen Instanz ersetzt und gelten mit der dagegen gerichteten Beschwerde als mitangefochten (vgl. BGE 134 II 142 E. 1.4 S. 144).
1.2 Von der Beschwerdef�hrerin nicht angefochten worden sind die vom Regierungsrat festgelegte Dotierwassermenge und die weiteren damit verbundenen Auflagen. Diese sind somit in Rechtskraft erwachsen. Streitig ist hingegen das vom Regierungsrat gest�tzt auf Art. 40 GSchG (SR 814.20) festgelegte und von der Vorinstanz mit dem angefochtenen Urteil gesch�tzte Regime der Stauraumsp�lungen.
2.1 Die Beschwerde ans Bundesgericht kann wegen Rechtsverletzungen im Sinne der Art. 95 und 96 BGG gef�hrt werden. Die Feststellung des Sachverhalts durch die Vorinstanz kann gem�ss Art. 97 Abs. 1 BGG nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Verletzung von schweizerischem Recht im Sinne von Art. 95 BGG beruht. Die R�ge der offensichtlich unrichtigen, d.h. willk�rlichen Feststellung des Sachverhalts pr�ft das Bundesgericht gem�ss Art. 106 Abs. 2 BGG nur insoweit, als sie in der Beschwerde explizit vorgebracht und substanziiert begr�ndet worden ist. In der Beschwerde muss im Einzelnen dargelegt werden, inwiefern der angefochtene Entscheid an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leidet. Auf eine bloss appellatorische Kritik am angefochtenen Urteil tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 136 II 489 E. 2.8 S.494).
2.2 Die Beschwerdef�hrerin r�gt eine unrichtige Feststellung des Sachverhalts. Entgegen den willk�rlichen Feststellungen der Vorinstanz w�rde die Einhaltung der betrieblichen Auflagen des Regierungsrats zu einer starken Verminderung der Stromproduktion sowie zu erheblichem Mehraufwand und damit zu Mehrkosten f�hren (Beschwerde S. 5-11).
Die Beschwerdef�hrerin macht namentlich geltend, die Anpassungen am Grobrechen durch Entfernung jedes zweiten Rechenstabs erforderten eine neue Rechenreinigungsmaschine vor der Turbinenanlage, was gem�ss der Einsch�tzung der Herstellerin, der Y.________ AG, mit Investitionskosten von Fr. 250'000.-- (nebst j�hrlichen Betriebskosten von Fr. 15'000.--) verbunden w�re. Die Beschwerdef�hrerin belegt diese Behauptung jedoch nicht. Dass die Anpassungen am Grobrechen die Installation einer neuen Rechenreinigungsmaschine notwendig machen w�rden, wird auch durch das Schreiben der Y.________ AG vom 17. M�rz 2010 nicht gest�tzt, da darin dieses Szenario nicht behandelt wird. Zwar liegt es auf der Hand, dass das Ausbrechen jedes zweiten Rechenstabs mehr und etwas gr�beres Material in den Oberwasserkanal gelangen l�sst. Indessen konnten die kantonalen Beh�rden, ohne in Willk�r zu verfallen, davon ausgehen, dass die vorhandenen Schutz- und Ableitungseinrichtungen bei der Turbine gen�gen.
Die Beschwerdef�hrerin f�hrt weiter aus, wenn sie bei einer Wasserabflussmenge von unter 10 m3 k�nftig keine Stauraumsp�lungen mehr durchf�hren d�rfe, drohe eine starke Belegung des Grobrechens mit Geschwemmsel, was eine tiefere Stromproduktion zur Folge habe. Mit der Argumentation des Regierungsrats und der Vorinstanz, durch die Entfernung jedes zweiten Rechenstabs beim Grobrechen und durch die Anpassung der Steuerung k�nne verhindert werden, dass der Grobrechen in Zeiten eines Wasserabflusses von unter 10 m3 pro Sekunde derart stark mit Geschwemmsel - wie insbesondere Laub - verstopft werde, dass die Stromproduktion sinke, setzt sich die Beschwerdef�hrerin hingegen nicht substanziiert auseinander, und es ist auch nicht ersichtlich, weshalb die vorinstanzlichen Feststellungen unhaltbar sein sollten. Im �brigen wird auf die Argumentation der Vorinstanz, die vom Regierungsrat angeordneten Massnahmen seien nicht mit einer geringeren Stromproduktion respektive nicht mit massgeblichen Mehrkosten verbunden, bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Tragbarkeit der angeordneten Massnahmen zur�ckzukommen sein (vgl. nachfolgend E. 4).
Entgegen dem Vorbringen der Beschwerdef�hrerin hat die Vorinstanz ihren Einwand, es k�nne bei Hochwasser kein Wasser in das nachgelagerte Bachsystem (M�likanal und Altache) gelangen, nicht willk�rlich ausser Acht gelassen. Die Problematik der nachgelagerten Wassereinleitung konnte weitgehend ausgeklammert bleiben, da die notwendigen baulichen Massnahmen zur Sicherstellung einer st�ndigen Wasserf�hrung im M�likanal und in der Altache wie auch die Anpassung des Wasserteilers und des Unterwasserkanals aus Gr�nden des Hochwasserschutzes im Rahmen des eingeleiteten separaten Wasserbauprojekts umgesetzt werden. Zudem konnten die kantonalen Beh�rden willk�rfrei davon ausgehen, dass auch bei hochwasserbedingt abgestelltem Kraftwerk Wasser in den Oberwasserkanal gelangt und via Umgehungs- und Unterwasserkanal in das nachgelagerte System eingespiesen werden kann. Schliesslich wurde auch die Problematik des automatischen Ausf�hrens von Klappensenkungen und Segmentsch�tzhebungen bei Erreichen eines Pegels von 15 cm �ber dem Stauziel nicht �bersehen; vielmehr ist die Steuerung nach Einsch�tzung der kantonalen Beh�rden entsprechend an das ge�nderte Regime anzupassen (vgl. insoweit auch Sachverhalt lit. A. und B.).
Mit ihren weiteren Ausf�hrungen in der Beschwerde verf�llt die Beschwerdef�hrerin in appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid, indem sie der vorinstanzlichen Begr�ndung lediglich ihre eigene Sicht der Dinge gegen�berstellt, ohne darzulegen, inwiefern die Feststellungen der Vorinstanz willk�rlich sein sollten. Dar�ber hinaus zeigt die Beschwerdef�hrerin insoweit auch nicht auf, dass die ger�gten Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend gewesen w�ren.
2.3 Die Beschwerdef�hrerin r�gt in diesem Zusammenhang �berdies eine Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Geh�r durch die Nichtabnahme von Beweisen (Beschwerde S. 11-14).
Dieser Argumentation kann nicht gefolgt werden. Die kantonalen Instanzen haben den massgeblichen Sachverhalt unter Anh�rung der Beschwerdef�hrerin und unter Beizug von Fachpersonen detailliert abgekl�rt. Insbesondere wurden in Bezug auf die Sanierung des Kraftwerks diverse Berichte erstellt und Gutachten eingeholt (vgl. Sanierungsbericht Wasserentnahmen des Amts f�r Umweltschutz des Kantons Luzern vom 28. April 2000 mit Anhang, Nachf�hrungsstand September 2010; Vorprojekt Z.________ AG vom Juli 2007; Bauprojekt und Bericht zur Wirtschaftlichkeit der W.________ AG Wasserbau und Umwelt vom 30. September 2008; Gutachten zur Wirtschaftlichkeit der V.________ AG vom 30. August 2010 [vgl. vorinstanzliche Akten act. 4-10]). Bei dieser Ausgangslage stellt es eine zul�ssige antizipierte Beweisw�rdigung dar, auf die Durchf�hrung eines Augenscheins, die Einvernahme weiterer Zeugen und die Einholung zus�tzlicher Expertisen zu verzichten, da hiervon kein massgeblicher weiterer Erkenntnisgewinn erwartet werden musste. Insbesondere durfte die Vorinstanz ohne weitere Abkl�rungen gest�tzt auf den willk�rfrei erstellten Sachverhalt davon ausgehen, dass die Beschwerdef�hrerin nach den per SMS erfolgenden Hochwasserstandsmeldungen seitens der Beh�rden die zeitgerechte Verf�gbarkeit des Wehrpersonals mit geeigneten und zumutbaren organisatorischen Vorkehren gew�hrleisten kann (vgl. hierzu auch E. 4.2.2 hiernach).
Des Weiteren hat die Vorinstanz ihren Entscheid eingehend begr�ndet und sich dabei mit s�mtlichen entscheiderheblichen Vorbringen der Beschwerdef�hrerin auseinandergesetzt. Eine Verletzung der Begr�ndungspflicht als Ausfluss des Anspruchs der Beschwerdef�hrerin auf rechtliches Geh�r liegt entgegen den Ausf�hrungen in der Beschwerde nicht vor.
Umstritten ist vorliegend die korrekte Anwendung von Art. 39a und Art. 40 GschG.
3.1 Gem�ss Art. 39a Abs. 1 GSchG mit der Marginalie "Schwall und Sunk" m�ssen die Inhaber von Wasserkraftwerken kurzfristige k�nstliche �nderungen des Wasserabflusses in einem Gew�sser (Schwall und Sunk), welche die einheimischen Tiere und Pflanzen sowie deren Lebensr�ume wesentlich beeintr�chtigen, mit baulichen Massnahmen verhindern oder beseitigen. Auf Antrag des Inhabers eines Wasserkraftwerks kann die Beh�rde anstelle von baulichen Massnahmen betriebliche anordnen.
Nach Art. 40 GSchG mit dem Randtitel "Sp�lung und Entleerung von Staur�umen" sorgt der Inhaber einer Stauanlage nach M�glichkeit daf�r, dass bei der Sp�lung und Entleerung des Stauraums oder bei der Pr�fung von Vorrichtungen f�r das Ablassen von Wasser und die Hochwasserentlastung die Tier- und Pflanzenwelt im Unterlauf des Gew�ssers nicht beeintr�chtigt wird (Abs. 1). Er darf Sp�lungen und Entleerungen nur mit einer Bewilligung der kantonalen Beh�rde vornehmen. Die Bewilligungsbeh�rde h�rt die interessierten Fachstellen an. Sind periodische Sp�lungen und Entleerungen zur Erhaltung der Betriebssicherheit notwendig, so legt die Beh�rde lediglich Zeitpunkt und Art der Durchf�hrung fest (Abs. 2). Muss der Inhaber aufgrund ausserordentlicher Ereignisse den Stausee aus Sicherheitsgr�nden sofort absenken, so orientiert er unverz�glich die Bewilligungsbeh�rde (Abs. 3).
Art. 42 GSchV (SR 814.201) im Abschnitt "Sp�lung und Entleerung von Staur�umen" f�hrt Art. 40 GSchG aus und bestimmt, dass die Beh�rde, bevor sie eine Sp�lung oder Entleerung eines Stauraums bewilligt, sicherzustellen hat, dass die Sedimente anders als durch Ausschwemmung entfernt werden, wenn dies umweltvertr�glich und wirtschaftlich tragbar ist (Abs. 1). Bei der Ausschwemmung von Sedimenten stellt die Beh�rde insbesondere durch die Festlegung des Zeitpunkts und der Art der Sp�lung oder Entleerung sicher, dass Lebensgemeinschaften von Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen m�glichst wenig beeintr�chtigt werden (Abs. 2 lit. a).
3.2 Die Vorinstanz hat zusammenfassend erwogen, unter Schwall und Sunk im Sinne von Art. 39a GSchG seien jene regelm�ssigen und kurzfristigen Abflussschwankungen zu verstehen, die sich direkt aus der tageszeitlich variierenden ordentlichen Abarbeitung des Betriebswassers in Wasserkraftwerken ergeben w�rden. Nicht unter das Begriffspaar zu subsumieren seien demgegen�ber jene Abflussspitzen aus Wasserkraftwerken, die normalerweise eher unregelm�ssig auftreten, wie dies auf Sp�lungen von Staur�umen zutreffe. Dabei gehe es darum, das den Kanaleinlauf verstopfende Geschwemmsel zu entfernen, um dadurch die Stromproduktion zu gew�hrleisten. Die Zul�ssigkeit von Stauraumsp�lungen werde durch Art. 40 GSchG und nicht durch Art. 39a GSchG geregelt.
3.3 Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, die vom Regierungsrat angeordneten betrieblichen Auflagen zur Stauraumsp�lung seien unter Art. 39a GSchG zu subsumieren. Diese Bestimmung sehe vor, dass Schwall und Sunk in erster Linie mittels baulicher Massnahmen zu verhindern seien, und dass betriebliche Massnahmen bloss auf Antrag des Inhabers eines Wasserkraftwerks und daher nur mit dessen Zustimmung angeordnet werden k�nnten. Sie habe den Massnahmen zur Stauraumsp�lung nicht zugestimmt, weshalb sich diese als unzul�ssig erwiesen. Die Auffassung der Vorinstanz, die Anordnungen zur Stauraumsp�lung liessen sich auf Art. 40 Abs. 1 GSchG st�tzen, sei falsch, da es in der Sache um eine durch Art. 39a GSchG geregelte "kurzfristige k�nstliche �nderung des Wasserabflusses in einem Gew�sser" respektive um eine "problematische Abflussschwankung" gehe (Beschwerde S. 14-17).
3.4 Das BAFU weist in seiner Stellungnahme darauf hin, dass im Bericht der st�nder�tlichen Kommission f�r Umwelt, Raumplanung und Energie zur Parlamentarischen Initiative "Schutz und Nutzung der Gew�sser" vom 12. August 2008 ausgef�hrt worden sei, unter Schwall bzw. Sunk sei das kurzfristige Anfahren bzw. Abstellen der Turbinen bei Wasserkraftwerken zu verstehen (BBI 2008 8051). Die Materialien liessen damit darauf schliessen, dass Art. 39a GSchG diejenigen kurzfristigen k�nstlichen �nderungen des Wasserabflusses infolge eines Kraftwerkbetriebs regeln solle, welche durch das Anfahren und Abstellen der Turbinen entst�nden und sich im Unterlauf des Kraftwerks auswirkten. Die Abflussschwankungen im vorliegenden Fall h�tten nichts mit der tageszeitlichen Abarbeitung des Betriebswassers und mit dem An- und Abfahren der Turbinen zu tun. Vielmehr entst�nden diese durch Sp�lungen des Stauraums am Eingang des Kraftwerkkanals (und nicht unterhalb der Kraftwerkzentrale). Anwendung finde daher Art. 40 GSchG, weshalb betriebliche Massnahmen nicht nur auf Antrag des Kraftwerkinhabers angeordnet werden d�rften.
3.5 Art. 40 GSchG regelt die Sp�lung von Staur�umen, welche insbesondere der Entfernung von angesammelten Sedimenten zur Erhaltung des nutzbaren Stauinhalts dient.
Mit den in den Ziffern 6-11 seines Entscheids erlassenen Auflagen hat der Regierungsrat die Voraussetzungen zur Durchf�hrung von Stauraumsp�lungen festgelegt. Dass mit den Sp�lungen kurzfristige k�nstliche �nderungen des Wasserabflusses einhergehen, �ndert nichts daran, dass die umstrittenen Anordnungen unter Art. 40 GSchG zu subsumieren sind, andernfalls die Bestimmung ihres wesentlichen Gehalts entleert w�rde. Ob die Anwendung von Art. 39a GSchG auf den beim "kurzfristigen Anfahren und Abstellen der Turbinen bei Wasserkraftwerken" entstehenden Schwall und Sunk beschr�nkt bleibt, oder ob die Bestimmung auch andere "kurzfristige k�nstliche �nderungen des Wasserabflusses in einem Gew�sser" erfasst, kann vorliegend offenbleiben, denn die Vorinstanz hat jedenfalls mit der Anwendung von Art. 40 GSchG kein Bundesrecht verletzt.
Umstritten ist weiter die Anwendung von Art. 80 Abs. 1 GSchG.
4.1 Art. 80 Abs. 1 GSchG bestimmt, dass ein Fliessgew�sser, welches durch Wasserentnahmen wesentlich beeinflusst wird, unterhalb der Entnahmestellen nach den Anordnungen der Beh�rde so weit saniert werden muss, als dies ohne entsch�digungsbegr�ndende Eingriffe in bestehende Wassernutzungsrechte m�glich ist.
Hinzuweisen ist in diesem Zusammenhang ferner auf Art. 43 des Bundesgesetzes vom 22. Dezember 1916 �ber die Nutzbarmachung der Wasserkr�fte (WRG; SR 721.80), wonach Inhaber von Wasserrechten ein wohlerworbenes Recht besitzen, in dessen Substanz nur aus Gr�nden des �ffentlichen Wohls und gegen Entsch�digung eingegriffen werden darf.
4.2.1 Die Vorinstanz hat erwogen, die Wigger werde durch die Wasserentnahme "wesentlich beeinflusst", weshalb die Sanierungsbed�rftigkeit zu bejahen sei. Im Rahmen einer Sanierung nach Art. 80 Abs. 1 GSchG k�nnten �ber die Festsetzung der Dotierwassermenge hinaus auch betriebliche Massnahmen wie namentlich Regelungen zur Stauraumsp�lung getroffen werden.
Die von der Beschwerdef�hrerin manuell ausgel�sten Abflussschwankungen erfolgten gegen�ber dem Naturzustand in viel h�herer Frequenz. Aufgrund einer Geschiebestudie aus den 1990er Jahren sei bekannt, dass im fraglichen Abschnitt der Wigger der Geschiebetrieb und damit die Tr�bung des Flusswassers etwa bei einem Abfluss von 10 m3 Wasser pro Sekunde einsetze. In �bereinstimmung mit den Erw�gungen des Regierungsrats sei davon auszugehen, dass bei einer Ausrichtung der manuellen Stauraumsp�lungen auf Ereignisse mit Abfl�ssen �ber 10 m3 Wasser pro Sekunde und der Zulassung zus�tzlicher Segmenthebungen und Klappensenkungen in den festgelegten Zeitabst�nden der Betrieb der Werkanlage ohne Probleme f�r deren Statik und Funktion sichergestellt bleibe. Eine Segmenthebung sei f�r die j�hrliche Revision m�glich und in den Monaten September bis Oktober durchzuf�hren, d.h. in jenem Zeitraum, in dem die geringsten Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt zu erwarten seien. Die Regelung der Stauraumsp�lungen liege zweifellos im �ffentlichen Interesse, denn der Wehrbetrieb f�hre zu starken Beeintr�chtigungen des Wasserlebensraums in der Restwasserstrecke und im ganzen Unterlauf der Wigger. Durch die k�nstlich verursachten �nderungen des Wasserabflusses (Schwall-Sunk bei Stauraumleerungen) w�rden Wasserlebewesen abgeschwemmt und Fischlaich sowie Insektenlarven in der Flusssohle mit Sedimenten �berdeckt und abget�tet. Die nat�rliche Fortpflanzung unterschiedlicher Fischarten sei damit stark beeintr�chtigt. Die Artenzusammensetzung sei verarmt und die Besiedlung der Bachsohle weise eine geringe Individuenzahl auf. Bachforellen seien in der Restwasserstrecke kaum vorhanden. Flussabw�rts wiesen die Fische generell eine schlechte Kondition auf. Hinzu komme, dass der Wasserschwall die sich im Gerinne aufhaltenden Personen gef�hrde. Die genannten nachteiligen Einwirkungen auf die Fauna der Wigger und die Personengef�hrdungen liessen sich stark vermindern, wenn die Stauraumsp�lungen in erster Linie auf Hochwasserereignisse ausgerichtet w�rden.
Die Vorinstanz hat zusammenfassend gefolgert, die angeordneten Massnahmen erwiesen sich als verh�ltnism�ssig, d.h. als geeignet, erforderlich und zumutbar. Zul�ssig seien die Massnahmen in Anwendung von Art. 80 Abs. 1 GSchG aber nur dann, wenn sie auch wirtschaftlich tragbar seien.
4.2.2 In Bezug auf die wirtschaftliche Tragbarkeit der Massnahmen zur Stauraumsp�lung hat die Vorinstanz unter Bezugnahme auf die Ausf�hrungen des Regierungsrats erwogen, mit dem neuen Regime, welches manuell eingeleitete Stauraumsp�lungen durch Segmenthebungen bei einer Abflussmenge von unter 10 m3 pro Sekunde nicht zulasse, bleibe es m�glich, j�hrlich ungef�hr gleich viele Sp�lungen durchzuf�hren wie bis anhin. Gew�hrleistet sei auch die Periodizit�t der Sp�lungen. So w�ren im Jahr 2008 rund drei Viertel der durchgef�hrten Sp�lungen an demselben Datum oder um einen Tag verschoben zugelassen gewesen. Die Wirtschaftlichkeit werde daher durch das neue Regime nicht zus�tzlich beeintr�chtigt. Zwar sei - so hat die Vorinstanz weiter festgehalten - aufgrund der neuen Regelung m�glicherweise eine vermehrte �berwachung des Wasserabflusses notwendig. Allerdings werde das Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartement mittels eines SMS-Alarmsystems Hand dazu bieten, einen Pikett-Dienst oder gar eine dauernde �berwachung der Abflussmengen durch die Beschwerdef�hrerin zu vermeiden.
Zusammenfassend sei davon auszugehen, dass der Beschwerdef�hrerin durch die angeordneten Massnahmen keine massgeblichen Mehrkosten entst�nden. Die Regelung tangiere die Substanz des Wassernutzungsrechts nicht und gehe somit nicht �ber das entsch�digungslos Hinnehmbare hinaus.
4.3 Die Beschwerdef�hrerin bestreitet weder die Sanierungspflicht als solche noch die grunds�tzliche Tauglichkeit und Verh�ltnism�ssigkeit der Anordnungen zur Stauraumsp�lung (vgl. E. 4.2.1 hiervor). Hingegen macht sie eine Verletzung von Art. 80 Abs. 1 GSchG durch �berschreitung des zul�ssigen Sanierungsumfangs geltend, da das von der Vorinstanz gesch�tzte Regime der Stauraumsp�lungen eine Nutzung der Wasserkraft zu wirtschaftlich tragbaren Bedingungen verunm�gliche (vgl. E. 4.2.2 hiervor).
Die Beschwerdef�hrerin betont, die vom Regierungsrat verf�gten Auflagen w�rden dazu f�hren, dass die Stromproduktion reduziert werden m�sste und Mehrkosten anfallen w�rden, sodass das Kraftwerk nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden k�nnte. Aus dem Gutachten der V.________ vom 30. August 2010 zur Wirtschaftlichkeit der Wasserkraftnutzung ergebe sich, dass mit der angeordneten und nicht angefochtenen Dotierwassermenge der Spielraum ausgesch�pft sei, weshalb jede weitere Auflage einen entsch�digungsbegr�ndenden Eingriff bedeute. Entscheidend f�r die Aufrechterhaltung einer ausreichenden Stromproduktion sei nicht die Frage, wieviele Stauraumsp�lungen w�hrend eines Jahrs durchschnittlich m�glich seien, sondern, ob die daf�r als notwendig bezeichnete Voraussetzung eines Wasserabflusses von �ber 10 m3 pro Sekunde zeitlich jeweils dann gegeben sei, wenn der Grobrechen stark mit Geschwemmsel belegt sei. Dies sei nicht der Fall. Vielmehr sei davon auszugehen, dass bei einer Verstopfung des Grobrechens nicht sofort gesp�lt werden d�rfte und die Stromproduktion dadurch auf ein nicht mehr tragbares Niveau absinken w�rde oder ganz eingestellt werden m�sste (Beschwerde S. 17-23).
4.4 Nach Einsch�tzung des BAFU kann mit der L�sung des Regierungsrats die von der Beschwerdef�hrerin bef�rchtete Minderproduktion verhindert werden. Die Entfernung jedes zweiten Rechenstabs am Grobrechen verursache zwar geringe einmalige Kosten sowie etwas h�here Kosten beim Entfernen des zus�tzlichen Geschwemmsels vor der Turbinenanlage. Diese Kosten seien f�r die Beschwerdef�hrerin nebst den verf�gten Restwassermengen jedoch wirtschaftlich tragbar. Dies gelte umso mehr, als Art. 41 Abs. 2 GSchG es den kantonalen Beh�rden auch erm�glicht h�tte, die Beschwerdef�hrerin zur periodischen Einsammlung des Geschwemmsels in der Stauanlage und dessen Entsorgung auf eigene Kosten zu verpflichten, statt die Abschwemmung mittels Stauraumsp�lung zu erlauben.
4.5 Die Beurteilung der wirtschaftlichen Tragbarkeit ist gesamthaft unter Ber�cksichtigung der nach Art. 80 Abs. 1 GSchG verf�gten Massnahmen zur Sanierung des Restwasserregimes vorzunehmen.
Sanierungen sind nur zul�ssig, soweit hierdurch nicht in die Substanz bestehender wohlerworbener Rechte eingegriffen wird. Ob ein staatlicher Eingriff die Substanz respektiert, beurteilt sich nach der verbleibenden oder fehlenden wirtschaftlichen Tragbarkeit des Eingriffs f�r den Tr�ger des Rechts (vgl. Enrico Riva, Wohlerworbene Rechte- Eigentum-Vertrauen, 2007, S. 156). Das Kriterium der wirtschaftlichen Tragbarkeit ist darauf gerichtet, den Wert rechtm�ssig get�tigter Investitionen zu bewahren. Wer die aus dem wohlerworbenen Recht fliessenden Befugnisse umsetzt und zu diesem Zweck Investitionen t�tigt, soll bez�glich der wirtschaftlichen Folgen, in deren Erwartung er seinen Investitionsentscheid f�llte, vor staatlichen Beeintr�chtigungen gesch�tzt sein. Es muss m�glich sein, w�hrend der angenommenen Existenzdauer des geschaffenen Werks die Investitionen zu amortisieren, fremdes und eigenes Kapital angemessen zu verzinsen, die laufenden Kosten zu decken und eine ausreichende Liquidit�t aufrechtzuerhalten. Um diese Ziele zu erreichen, muss das Werk den n�tigen Ertrag abwerfen. Wirtschaftlich tragbar sind staatliche Eingriffe daher, wenn sie in ihren Auswirkungen diese Mindestrentabilit�t des Werks intakt lassen. Das Kriterium der wirtschaftlichen Tragbarkeit ist folglich auf die Erhaltung der wirtschaftlichen Existenzf�higkeit eines Werks und auf den Investitionsschutz ausgerichtet und basiert damit auf den gleichen Prinzipien, welche die Eigentumsgarantie und den Vertrauensschutz bestimmen (Riva, a.a.O., S. 114 f.; vgl. hierzu auch BGE 127 II 69 E. 5a S. 75 f.; 126 II 171 E. 4b S. 181 f.; 125 II 591 E. 6a und b S. 600 f.).
4.6 Der angefochtene Entscheid verletzt auch insoweit kein Bundesrecht:
Nach den willk�rfrei getroffenen Feststellungen der kantonalen Beh�rden kann durch die Entfernung jedes zweiten Rechenstabs und durch die Anpassung der Steuerung verhindert werden, dass der Grobrechen in Zeiten eines Wasserabflusses von unter 10 m3 pro Sekunde derart stark mit Geschwemmsel - wie insbesondere Laub - belegt ist, dass die Stromproduktion massgeblich sinken w�rde. Dementsprechend ist nicht erstellt, dass dem konkreten Zeitpunkt, zu welchem die Stauraumsp�lungen ausgef�hrt werden d�rfen, die von der Beschwerdef�hrerin behauptete entscheidende Bedeutung zukommt. Die Vorinstanz konnte mithin, ohne in Willk�r zu verfallen, davon ausgehen, das neue Regime f�hre nicht zu einer bedeutenden Verminderung der Stromproduktion.
Soweit die Beschwerdef�hrerin sich bez�glich allf�lliger Mehrkosten auf das Wirtschaftlichkeitsgutachten der V.________ AG vom 30. August 2010 beruft, kann sie hieraus nichts Entscheidendes zu ihren Gunsten ableiten. Die Gutachterin sch�tzt zwar die Mehrkosten f�r die Entfernung des Treibguts, die Reinigung des Grobrechens und die Entsorgung der Abf�lle bzw. des organischen Kleinmaterials auf Fr. 17'000.-- bis Fr. 22'000.-- pro Jahr. Diese Zahlen basieren jedoch auf der Annahme, es k�nnten j�hrlich nur noch acht bis zehn manuell ausgel�ste Stauraumsp�lungen bei einer Wasserf�hrung �ber 10 m3 pro Sekunde durchgef�hrt werden. Die Vorinstanz geht in ihrem Entscheid jedoch willk�rfrei davon aus, dass mit dem neuen Regime ebenso viele Stauraumsp�lungen wie in den vergangenen Jahren m�glich sind (rund 27 Sp�lungen). Zudem wird im Entscheid des Regierungsrats (nach Anpassung des Grobrechens) auf weitergehende Vorgaben betreffend Einsammeln und Entsorgen von Treibgut verzichtet, sodass der geltend gemachte Arbeitsaufwand wegf�llt. Da die Gutachterin mithin von weniger Stauraumsp�lungen ausgeht und der von ihr veranschlagte Mehraufwand f�r die fachgerechte Entsorgung von organischem und anorganischem Kleinmaterial nicht anfallen muss, sind auch die j�hrlichen Kosten von Fr. 17'000.-- bis Fr. 22'000.-- nicht ausgewiesen. Wie die Vorinstanz zutreffend ausgef�hrt hat, kann das Gutachten daher nicht als Grundlage f�r die Bezifferung allf�lliger Mehrausgaben herangezogen werden.
Auch wenn aufgrund der Anpassung des Grobrechens (Herausbrechen jedes zweiten Rechenstabs) mit mehr Geschwemmsel vor der Turbinenanlage zu rechnen ist und hierdurch gewisse Mehrkosten anfallen, so wird die wirtschaftliche Tragbarkeit der Massnahmen nicht in Frage gestellt. Denn entgegen der unter Verweis auf das Gutachten der V.________ AG vom 30. August 2010 aufgestellten Behauptung der Beschwerdef�hrerin kann nicht gesagt werden, mit der festgesetzten Dotierwassermenge von 200 respektive 250 Litern pro Sekunde sei der finanzielle Spielraum f�r weitere Massnahmen g�nzlich ausgereizt worden:
Die V.________ AG hat die Gestehungskosten der Wasserkraftnutzung anhand von zwei unterschiedlichen Methoden - Berechnung nach den in der Buchhaltung ausgewiesenen Werten oder Berechnung nach dem Anlagezeitwert - eruiert. In der Periode 2003 bis 2009 beliefen sich die Gestehungskosten demgem�ss durchschnittlich auf 12.30 Rappen pro Kilowattstunde (Buchwert) respektive auf 15.58 Rappen pro Kilowattstunde (Anlagezeitwert), dies in Bezug gesetzt zum mittleren Ertrag der Stromproduktion von 15 Rappen pro Kilowattstunde. Ihren Berechnungen hat die V.________ AG in der Folge Gestehungskosten von 14-15 Rappen pro Kilowattstunde zugrunde gelegt. Gest�tzt darauf hat sie gefolgert, die wirtschaftlich tragbare Dotierwassermenge betrage 250 Liter Wasser pro Sekunde, was eine Produktionseinbusse von 2,1 % respektive eine (noch tragbare) Erh�hung der Gestehungskosten um 0,31 Rappen pro Kilowattstunde bedeuten w�rde.
Damit hat die Gutachterin nicht auf die tats�chlichen Verh�ltnisse, d.h. auf die Buchwerte abgestellt, sondern eine Modellrechnung unter Ber�cksichtigung kalkulatorischer Abschreibungen vorgenommen. Sind jedoch, wie vorliegend, die Werkanlagen gem�ss der Buchhaltung zum grossen Teil abgeschrieben, so ist es sachgerecht, f�r die Beurteilung der wirtschaftlichen Tragbarkeit den tats�chlichen Aufwand heranzuziehen. Dementsprechend darf sich die Beurteilung f�r die Zeitspanne 2003 bis 2009 an Gestehungskosten von 12.30 und nicht von 14-15 Rappen pro Kilowattstunde orientieren. So betrachtet kann entgegen den Ausf�hrungen der Beschwerdef�hrerin nicht gesagt werden, mit der Festsetzung einer Dotierwassermenge von 250 Litern Wasser pro Sekunde sei der Spielraum f�r weitere entsch�digungslos zu duldende Massnahmen bereits ausgesch�pft worden. Auch im �brigen hat die Gutachterin insbesondere bezogen auf die durchschnittliche j�hrliche Stromproduktion (879'000 Kilowattstunden), die zumutbare Ertragseinbusse (2-3 %) und die Betriebskosten (insbesondere hoher Personalaufwand) eher vorsichtige, d.h. f�r die Beschwerdef�hrerin vorteilhafte Annahmen getroffen, die noch auf eine gewisse Marge hindeuten. Ferner ist darauf hinzuweisen, dass im Gutachten eine Dotierung von ca. 250 Litern Wasser pro Sekunde als zumutbar erachtet worden ist, der Regierungsrat die Dotierwassermenge in den Monaten Oktober bis und mit Mai jedoch auf (bloss) 200 Liter pro Sekunde festgesetzt hat.
Vor diesem Hintergrund hat die Vorinstanz die vom Regierungsrat zus�tzlich zur festgesetzten Dotierwassermenge angeordneten Auflagen zur Stauraumsp�lung als wirtschaftlich tragbar erachten d�rfen, ohne dadurch gegen Bundesrecht zu verstossen.
Die Beschwerde ist demzufolge abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Bei diesem Ausgang tr�gt die Beschwerdef�hrerin die Gerichtskosten (Art. 66 Abs. 1 BGG). Parteientsch�digungen sind keine zuzusprechen (Art. 68 Abs. 3 BGG).
Dieses Urteil wird der Beschwerdef�hrerin, dem Regierungsrat und dem Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Verwaltungsrechtliche Abteilung, sowie dem Bundesamt f�r Umwelt BAFU schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 82
 Art. 83
 BGE 
 Art. 40
 Art. 95
 Art. 97
 Art. 95
 Art. 106
 Art. 39
 Art. 40
 Art. 39
 Art. 40

Art. 42
 Art. 40
 Art. 39
 Art. 40
 Art. 39
 Art. 39
 Art. 40
 Art. 39
 Art. 39
 Art. 40
 Art. 40
 Art. 40
 Art. 39
 Art. 40
 Art. 80
 Art. 80
 Art. 43
 Art. 80
 Art. 80
 Art. 80
 Art. 41
 Art. 80
 BGE