Source: http://relevancy.bger.ch/php/clir/http/index.php?lang=fr&zoom=&type=show_document&highlight_docid=atf%3A%2F%2F119-IB-254%3Afr
Timestamp: 2016-10-21 09:20:16+00:00

Document:
119 Ib 25431. Auszug aus dem Urteil der I. �ffentlichrechtlichen Abteilung vom 23. Juni 1993 i.S. Schweizerischer Bund f�r Naturschutz und 5 mitbeteiligte Umweltschutzorganisationen gegen Misoxer Kraftwerke AG, Kraftwerke Hinterrhein AG, Gemeinden Spl�gen, Medels i.R., Nufenen und 22 weitere Gemeinden sowie Regierung des Kantons Graub�nden (Verwaltungsgerichtsbeschwerde)
Concession d'un droit d'eau, �tude de l'impact sur l'environnement et autorisations selon la l�gislation f�d�rale sp�ciale en relation avec le projet de construction de la station d'accumulation saisonni�re Curciusa-Spina. 1. Admissibilit� du recours de droit administratif; qualit� pour recourir des organisations nationales de protection de l'environnement selon les art. 55 LPE et art. 12 LPN (consid. 1). Pouvoir d'examen du Tribunal f�d�ral (consid. 2). 2. Les avenants aux premi�res concessions d�livr�es en 1953 et 1956, approuv�s en 1990, qui ont �t� rendus n�cessaires par les modifications du projet de construction d'une station d'accumulation saisonni�re contiennent des changements importants du r�gime d'exploitation des eaux. Ils correspondent, de m�me que la prolongation des concessions existantes qu'ils comportent, � une nouvelle concession (art. 58 LFH). Il y a d�s lors lieu d'y appliquer le nouveau droit sur les plans formel et mat�riel (consid. 5, 9 et 10). 3. La construction des installations n�cessite une concession pour l'exploitation des forces hydrauliques et la d�livrance de diverses autorisations sp�ciales. Le devoir de coordination est satisfait si le gouvernement cantonal, qui d�livre les autorisations, constate la compatibilit� de l'ouvrage avec les exigences de la protection de l'environnement de l'ouvrage (consid. 6). Comme le projet litigieux constitue une installation unique avec les ouvrages Spina I et Soazza, qui peut avoir un impact consid�rable sur l'environnement, il y a lieu de proc�der �galement � une �tude de l'impact sur l'environnement pour ces ouvrages (consid. 7). Respect du devoir de coordination; �tude de l'impact par �tapes (consid. 9c et 10h). 4. Principes concernant l'�tude de l'impact sur l'environnement (consid. 8). Pes�e de tous les int�r�ts en pr�sence (art. 3 OEIE, art. 25 de la loi f�d�rale sur la p�che du 14 d�cembre 1973, resp. art. 9 al. 2 de la loi f�d�rale sur la p�che du 21 juin 1991 entrant en vigueur le 1er janvier 1994, art. 18 s. LPN, art. 29 s. LEaux du 24 janvier 1991, art. 5 LFo du 4 octobre 1991, de m�me qu'en anticipation partielle des futures autorisations d'ex�cution: art. 24 LAT). L'�tude de l'impact disponible ne satisfait que partiellement aux exigences mat�rielles. Le projet peut �tre r�alis�, dans la mesure o� les exigences du droit de l'environnement au sens le plus large selon les �claircissements encore � fournir auront �t� respect�es (consid. 8, 9 et 10). Faits � partir de page 256
A.- Am 16. Juni 1953 erteilten die Gemeinden Mesocco und Soazza der Calancasca AG Konzessionen f�r die Wasserkraftnutzung der Moesa und verschiedener Seitenb�che in den Kraftwerkstufen Curciusa-Pian San Giacomo (Stufe I) sowie Pian San Giacomo-Soazza (Stufe II). Am 12. Januar 1956 erhielt die Calancasca AG von der Gemeinde Mesocco das Recht, bei Isola ein Staubecken zu erstellen, die Wasserkraft der Moesa in einer Zentrale BGE 119 Ib 254 S. 257Spina I bei Pian San Giacomo zu turbinieren und das gebrauchte Wasser anschliessend der Zentrale Soazza zuzuf�hren. Am 23. Januar/24. Oktober 1956 genehmigte die Regierung des Kantons Graub�nden (damals "Kleiner Rat" genannt) die von den Gemeinden Mesocco und Soazza erteilten Konzessionen. Am 23. Oktober 1955 und 28. April 1956 erhielt die Calancasca AG von den Gemeinden des Calancatales die Konzessionen f�r die Nutzung der Wasserkraft der Calancasca im Kraftwerk Valbella-Spina und in weiteren Kraftwerken im Misox. Auch diese Konzessionen wurden von der Regierung am 24. Oktober 1956 genehmigt. Die genannten Konzessionen wurden im Jahre 1958 auf die Misoxer Kraftwerke AG (MKW AG) �bertragen. In der Folge wurden die Stufe II sowie das Staubecken Isola mit den Zentralen Spina I und Soazza erstellt, und in den Jahren 1961 (Spina I-Soazza), 1962 (Isola-Spina) sowie 1963 (Freispiegelstollen zur Wasserzuleitung aus dem Calancatal Valbella-Spina I) wurden die Anlagen in Betrieb genommen. Die in Art. 4 der Konzession f�r das Kraftwerk Curciusa-Pian San Giacomo (KW Curciusa, Stufe I) vereinbarte Baufrist wurde mehrmals verl�ngert, letztmals mit Genehmigung der Regierung vom 25. Mai 1987 bis zum 30. Juni 1992.
In den 80er Jahren pr�fte die MKW AG eine Projekt�nderung f�r das Kraftwerk Curciusa. Dieses soll nicht mehr als �bliches Gravitationswerk, sondern als Saison-Speicherwerk zur Umlagerung von Sommerenergie in Winterstrom betrieben werden. Das Wasser aus dem Stausee Isola soll von Spina in den Stausee Curciusa gepumpt und dort w�hrend des Sommers gespeichert werden. Der Winterenergieanteil der MKW AG kann dadurch von heute nur ca. 18% neu auf 82% erh�ht werden. Die Verwirklichung dieses Projektes setzt voraus, dass das urspr�nglich vorgesehene Fassungsverm�gen des geplanten Stausees Curciusa von 27,6 Mio. m3 auf 60 Mio. m3 Nutzvolumen erweitert wird. Die Stauh�he des Wassers soll neu auf 2205 m anstelle der urspr�nglich geplanten H�he von 2164,50 m liegen. Im Zusammenhang mit dieser Neukonzeption soll auf die geplante oberirdische Zentrale Pian San Giacomo verzichtet werden. Eine neue Zentrale Spina II soll wie Spina I als Kavernenzentrale unterirdisch erstellt werden. Gem�ss dem konzedierten Projekt war sodann vorgesehen, B�che auf der Alpe de Mucia und aus dem Val Vignun im San Bernardino-Gebiet zu fassen und sie kompensationshalber dem Areuabach unterhalb des Staubeckens Curciusa auf Kote ca. 2095 m.�.M. zuzuleiten. Auf die Fassung dieser B�che soll gem�ss dem ge�nderten Projekt verzichtet werden. Weiterhin sollen BGE 119 Ib 254 S. 258die Abfl�sse aus dem Val Rossa und des oberen Areuabaches in den vergr�sserten Stausee Curciusa geleitet werden, was zur Folge hat, dass der bisherige Wasserzufluss aus dem Val Rossa und dem Areuabach zum Hinterrhein geschm�lert wird.
Mit Beschl�ssen vom 22. Oktober 1990 genehmigte die Regierung des Kantons Graub�nden die Nachtr�ge zu den bestehenden Konzessionen, die als Folge der Projekt�nderung f�r die Erstellung eines Saison-Speicherwerkes Curciusa notwendig geworden waren (Beschl�sse Nrn. 2629, 2631 und 2632). Wegen der von der MKW AG vorgesehenen Nutzung eines Teiles des Wassers des Areuabaches und der Abfl�sse aus dem Val Rossa hatten die hief�r zur Konzessionserteilung zust�ndigen Gemeinden Nufenen, Medels i.R. und Spl�gen eine neue Konzession zu erteilen; diese wurde von der Regierung ebenfalls am 22. Oktober 1990 genehmigt (Beschluss Nr. 2630). Schliesslich war auch wegen der von der MKW AG beabsichtigten Nutzung dieses Teils von Wasser aus dem Hinterrheingebiet ein Nachtrag zur Konzession zu beschliessen und zu genehmigen, welche die Gemeinden am Hinterrhein der Kraftwerke Hinterrhein AG (KHR AG) erteilt hatten. Mit diesem Nachtrag wurde die Speicherung des dem Hinterrheingebiet entzogenen Wassers und dessen Nutzung in den Kraftwerkanlagen der MKW AG auf die Dauer der Verleihung f�r Curciusa gesichert. Auch hief�r erteilte die Regierung mit Beschluss vom 22. Oktober 1990 (Nr. 2633) die Genehmigung.
Folgende Einzelheiten der soeben genannten f�nf Regierungsbeschl�sse vom 22. Oktober 1990 sind hervorzuheben:
1. Der erste Beschluss (Nr. 2629) umfasst in seinem Abschnitt A die �nderungen zu der am 16. Juni 1953 erfolgten Wasserrechtsverleihung der Gemeinde Mesocco an die MKW AG. Gem�ss der ge�nderten Bestimmung �ber die Dauer der Verleihung beginnt diese mit dem Tag ihrer rechtskr�ftigen Genehmigung durch die Regierung und dauert h�chstens 80 Jahre vom Tag der Inbetriebsetzung des Werkes an, l�ngstens bis zum 31. Dezember 2085. In Abschnitt B werden die Bewilligungen gem�ss dem Bundesgesetz vom 14. Dezember 1974 �ber die Fischerei (FG; SR 923.0) und gem�ss dem Bundesgesetz vom 1. Juli 1966 �ber den Natur- und Heimatschutz (NHG; SR 451) erteilt sowie die weiteren erforderlichen Bewilligungen f�r die Verwirklichung des Projektes vorbehalten. Unter den Abschnitten C, D und E folgen die Geb�hren, die Rechtsmittelbelehrung und die Anordnung der Mitteilungen. Die fischereirechtliche Bewilligung st�tzt sich auf Art. 24 Abs. 1 und BGE 119 Ib 254 S. 259Art. 26 FG, die naturschutzrechtliche Bewilligung auf Art. 18 Abs. 1-1ter und Art. 22 Abs. 2 NHG sowie auf die kantonale Natur- und Heimatschutzverordnung vom 27. November 1946.
2. Der zweite Beschluss (Nr. 2630) betrifft unter Abschnitt A die Genehmigung der Wasserrechtsverleihung der im Rheinwaldtal gelegenen Gemeinden Nufenen, Medels i.R. und Spl�gen vom 20. August 1986 an die MKW AG betreffend Nutzung des Areuabaches und des Seitenbaches aus dem Val Rossa. Auch diese Verleihung beginnt mit dem Tag ihrer rechtskr�ftigen Genehmigung durch die Regierung. Sie dauert h�chstens 80 Jahre vom Tag der Inbetriebsetzung des Speicherkraftwerkes Curciusa-Spina, jedoch l�ngstens bis zum 31. Dezember 2085. Unter Abschnitt B wird auch f�r diese Wasserkraftnutzung in Ziffer 1 die Bewilligung gem�ss dem Bundesgesetz �ber die Fischerei erteilt; sie st�tzt sich in diesem Beschluss f�r die neue Wasserkraftverleihung auf Art. 24 Abs. 1 und Art. 25 FG. Die naturschutzrechtliche Bewilligung folgt in Ziffer 2 gest�tzt auf Art. 18 Abs. 1-1ter und Art. 22 Abs. 2 NHG und die kantonale Natur- und Heimatschutzverordnung. Gem�ss Ziffer 4 des Abschnittes B werden die weiteren besonderen Bewilligungen f�r die Verwirklichung des Werkes vorbehalten. Unter Abschnitt C folgt der Entscheid �ber die Einsprachen der Umweltschutzorganisationen vom 19. August 1987 und 29. Juli 1988 im Sinne der Erw�gungen. Die Abschnitte D, E und F umfassen die Geb�hren, die Rechtsmittelbelehrung und die Anordnung der Mitteilungen.
3. Der dritte Beschluss (Nr. 2631) umfasst die Genehmigung des Nachtrages Nr. 2 vom 20. August 1986 zu der am 26. Juni 1953 erfolgten Wasserrechtsverleihung der Gemeinden Mesocco und Soazza sowie die Genehmigung des Nachtrages Nr. 1 vom 20. August 1986 zu der am 12. Januar 1956 erfolgten Wasserrechtsverleihung der Gemeinde Mesocco an die MKW AG. Der erstgenannte Nachtrag Nr. 2 betrifft die Nutzung der Wasserkraft der Moesa und ihrer Seitenb�che in einer Zentrale bei Soazza (Stufe II); der zweitgenannte Nachtrag Nr. 1 bezieht sich auf die Nutzung der Wasserkraft der Moesa in einem Kraftwerk Isola-Spina. Die Rechtskraft des Beschlusses h�ngt gem�ss den Ziffern 3 und 4 von der Rechtskraft des ersten Beschlusses vom 22. Oktober 1990 (Nr. 2629) betreffend den Bau und Betrieb eines Speicherkraftwerkes Curciusa-Spina sowie von der Realisierung dieses Werkes ab. Ziffer 8 ordnet an, dass sich die Regierung das Recht vorbehalte, sp�testens bei Ablauf der ordentlichen Konzessionsdauer der vorliegenden Stufen zu pr�fen, ob zwingende �ffentlich-rechtliche Vorschriften des Bundes oder des Kantons BGE 119 Ib 254 S. 260dannzumal neu beachtet werden m�ssten. Im �brigen wird in den genannten Nachtr�gen die Dauer der Verleihungen vom 26. Juni 1953 und vom 12. Januar 1956 l�ngstens bis zum 31. Dezember 2085 verl�ngert.
In den diesem dritten Beschluss zugrundeliegenden Erw�gungen wird festgehalten, dass die Interessen des Umweltschutzes (Fischerei, Natur- und Heimatschutz, Gew�sserschutz usw.) nicht gegen eine vorzeitige Konzessionsverl�ngerung spr�chen. Die vorzeitige Verl�ngerung der laufenden Konzessionen ziehe auch keinen Eingriff in die Gew�sser nach sich. Eine fischereirechtliche Bewilligung gem�ss Art. 24-26 FG m�sse daher nicht erteilt werden, und zwar auch nicht zum Zeitpunkt des urspr�nglichen Konzessionsablaufes f�r die Verl�ngerungsphase. Vorzubehalten sei in jenem Zeitpunkt einzig die Pr�fung der Frage, ob zwingende �ffentlich-rechtliche Vorschriften des Bundes oder des Kantons dannzumal neu beachtet werden m�ssten, ohne dass in die Substanz der bereits verliehenen Wassernutzungsrechte eingegriffen w�rde. Dasselbe gelte selbstverst�ndlich auch f�r den Bereich des Natur- und Heimatschutzes. Diese Feststellung schliesse allerdings nicht schlechthin jede Durchf�hrung eines naturschutzrechtlichen Bewilligungsverfahrens bei Ablauf der urspr�nglichen Konzessionsdauer aus, sofern k�nftig entsprechende zwingende �ffentlich-rechtliche Normen in Kraft treten sollten. Eine Umweltvertr�glichkeitspr�fung (UVP) sei f�r die Verl�ngerung der bestehenden Konzessionen aus den Jahren 1953-1956 ebenfalls nicht erforderlich, da bei einer Konzessionsverl�ngerung nicht die Planung, Errichtung oder �nderung einer Anlage, also nicht ein technischer Eingriff zur Diskussion stehe, sondern nur das Nutzungsrecht als Ankn�pfungspunkt gelte.
4. Der vierte Beschluss (Nr. 2632) betrifft die Genehmigung von Nachtr�gen zu den vorne angef�hrten, von mehreren Gemeinden (Konzessionsgruppen A und B) am 28. April 1956 an die Calancasca AG erteilten und im Jahre 1958 auf die MKW AG �bertragenen Verleihungen f�r die Nutzung der Wasserkraft der Calancasca unter Errichtung eines Staubeckens bei Valbella und �berleitung des gefassten Wassers ins Misox (KW Valbella-Spina). Auch die Rechtskraft dieses Beschlusses h�ngt von der Rechtskraft des Beschlusses f�r den Bau und Betrieb eines Speicherwerkes Curciusa-Spina und dessen Verwirklichung ab. Der Beschluss verl�ngert die Dauer der genannten Konzessionen aus den Jahren 1956-1958 l�ngstens bis zum 31. Dezember 2085. Auch in diesem Beschluss beh�lt sich die Regierung in Ziffer 8 vor, sp�testens bei Ablauf der ordentlichen BGE 119 Ib 254 S. 261Konzessionsdauer zu pr�fen, ob zwingende �ffentlich-rechtliche Vorschriften des Bundes oder des Kantons dannzumal neu beachtet werden m�ssten.
Die diesem vierten Beschluss zugrundeliegenden Erw�gungen zu den Fragen des Umweltschutzes decken sich mit den genannten Erw�gungen des dritten Beschlusses. Die Regierung verneint die Notwendigkeit einer UVP sowie einer fischerei- und naturschutzrechtlichen Bewilligung f�r die Konzessionsverl�ngerung. Bez�glich der von den Umweltschutzorganisationen am 27. Juli 1989 eingereichten Stellungnahme verweist sie auf die entsprechenden Erw�gungen des Beschlusses.
5. Der f�nfte Beschluss (Nr. 2633) betrifft die Genehmigung der Nachtr�ge vom 19. Juni 1987 zur Wasserrechtsverleihung, die der KHR AG am 13./19. M�rz 1954 von den �ber die Wasserkraft des Hinterrheins verf�gungsberechtigten Gemeinden erteilt worden war. Die Nachtr�ge betreffen die Regelung der Folgen der Ableitung von Wasser des Areuabaches und aus dem Val Rossa vom Einzugsgebiet des Hinterrheins nach S�den �ber das Speicherwerk Curciusa zu den Kraftwerkanlagen der MKW AG. Auch die Rechtskraft dieser Nachtr�ge wird von der Rechtskraft des Beschlusses f�r den Bau und Betrieb des Speicherkraftwerkes Curciusa-Spina sowie von der Verwirklichung dieses Werkes abh�ngig gemacht. Zur Sicherung der Nutzung der dem Hinterrhein zu entziehenden Wassermenge sehen die Nachtr�ge vor, dass die verf�gungsberechtigten Gemeinden im entsprechenden Umfang mit Wirkung ab 1. Januar 2043 f�r die restliche Dauer der der MKW AG von den Rheinwaldgemeinden Nufenen, Medels i.R. und Spl�gen verliehenen Konzession ebenfalls eine solche erteilen. Diese "Teilwasserkraftverleihung" dauert bis zum Ablauf der Konzession f�r Curciusa-Spina, l�ngstens bis zum 31. Dezember 2085. Aus den Erw�gungen ergibt sich, dass die Regierung aus den bereits im dritten und vierten Beschluss angef�hrten Gr�nden sowohl die Notwendigkeit einer UVP als auch einer fischerei- und naturschutzrechtlichen Bewilligung verneint. Die von den Umweltschutzorganisationen am 19. August 1987 erhobene Einsprache wurde laut Ziffer 12 des Beschlusses im Sinne dessen Erw�gungen entschieden.
B.- Am 28. November 1990 f�hrten der Schweizerische Bund f�r Naturschutz (SBN), die Schweizerische Gesellschaft f�r Umweltschutz (SGU), die Schweizerische Greina-Stiftung (SGS), der World Wildlife Fund Schweiz (WWF), die Schweizerische Energie-Stiftung (SES) und der Schweizerische Heimatschutz (SHS) BGE 119 Ib 254 S. 262Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht. Sie beantragen, die f�nf Beschl�sse der Regierung des Kantons Graub�nden vom 22. Oktober 1990 seien aufzuheben; eventualiter sei die Sache unter Aufhebung der angefochtenen Beschl�sse im Sinne der Erw�gungen an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Das Bundesgericht heisst die Beschwerde im Sinne der Erw�gungen gut, hebt die f�nf angefochtenen Regierungsbeschl�sse auf und weist die Sache zu neuem Entscheid im Sinne der Erw�gungen an die Regierung des Kantons Graub�nden zur�ck.
1. Zun�chst ist von Amtes wegen und frei zu pr�fen, ob die Voraussetzungen f�r die Beurteilung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erf�llt sind (BGE 119 Ib 57 und 68, BGE 118 Ib 420, mit Hinweisen).
a) Gem�ss Art. 97 und 98 lit. g OG beurteilt das Bundesgericht letztinstanzlich Verwaltungsgerichtsbeschwerden gegen Verf�gungen im Sinne von Art. 5 VwVG, welche von letzten Instanzen der Kantone ausgehen, sofern dieses Rechtsmittel nicht gem�ss Art. 99-102 OG unzul�ssig ist. Die angefochtenen Regierungsbeschl�sse stellen Verf�gungen im Sinne von Art. 5 VwVG dar. Sie best�tigen, �ndern und verl�ngern bereits verliehene Rechte zur Ausn�tzung der Wasserkraft und erteilen der MKW AG f�r die Erstellung und den Betrieb des Saison-Speicherwerkes Curciusa die Bewilligungen gem�ss den Art. 24-26 FG und gem�ss Art. 18 Abs. 1-1ter sowie Art. 22 Abs. 2 NHG, soweit die Regierung Bewilligungen nach den genannten Gesetzen als erforderlich erachtete.
Die Beschwerdef�hrer werfen der Regierung vor, die Anforderungen des Umweltschutzrechts des Bundes im weitesten Sinne (einschliesslich der in den einschl�gigen Spezialgesetzen geregelten Anliegen) missachtet oder jedenfalls nur in ungen�gendem Ausmass ber�cksichtigt zu haben. Soweit sie die Beschl�sse der Regierung als Ganzes anfechten, geht es ihnen nicht prim�r um die erteilten und zu einem wesentlichen Teil bereits ausgen�tzten Wasserrechtskonzessionen, sondern um die umweltschutzrechtlichen Anforderungen an die Wasserkraftnutzung, die nach ihrer Meinung h�tten ber�cksichtigt werden m�ssen. Dementsprechend betrifft ihre Beschwerde nicht unmittelbar die Erteilung oder Verweigerung einer Konzession im Sinne von Art. 99 lit. d OG und auch nicht die Erteilung oder BGE 119 Ib 254 S. 263Verweigerung einer Baubewilligung f�r technische Anlagen im Sinne von Art. 99 lit. e OG. Vielmehr bezieht sie sich auf die mit der Nutzung der Wasserkraft verbundenen Eingriffe in die Natur und die Umwelt, speziell in die erfassten Gew�sser, auf Fragen somit, die im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren zu beurteilen sind. Ein Ausschlussgrund gem�ss Art. 99-102 OG liegt nicht vor (BGE 117 Ib 184 E. 1a mit Hinweisen; BGE vom 16. September 1987 in ZBl 89/1988 S. 274, E. 1).
b) Die Regierung hat als einzige und letzte kantonale Instanz entschieden (Art. 98 lit. g OG). Ein Weiterzug an das kantonale Verwaltungsgericht ist nicht vorgesehen (Art. 13 lit. b des Gesetzes vom 9. April 1967 �ber die Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton Graub�nden). Auch ist keine Beschwerde an eine eidgen�ssische Vorinstanz gem�ss Art. 98 lit. b-f OG gegeben.
c) Die Beschwerdef�hrer st�tzen ihr Beschwerderecht auf Art. 55 USG wie auch auf Art. 12 NHG. Auf Art. 55 USG k�nnen sich die vom Bundesrat in der Verordnung vom 27. Juni 1990 �ber die Bezeichnung der beschwerdeberechtigten Umweltschutzorganisationen genannten Vereinigungen berufen (SR 814.076). Hiezu z�hlen der SBN, die SGU, der WWF, die SES und der SHS. Da die Erteilung der fischerei- und naturschutzrechtlichen Bewilligungen die Erf�llung einer Bundesaufgabe im Sinne von Art. 24sexies BV und Art. 2 NHG darstellt, steht der Anerkennung des Rekursrechtes dieser Organisationen gem�ss Art. 12 NHG ebenfalls nichts entgegen (BGE 117 Ib 185 ff. E. 2 mit Hinweisen).
Die Schweizerische Greina-Stiftung kann sich hingegen nur auf Art. 12 NHG berufen, da sie keine zehn Jahre vor Einreichung der Beschwerde gegr�ndet wurde (Art. 55 Abs. 1 USG). Da auch sie eine gesamtschweizerische Vereinigung ist, die sich statutengem�ss dem Natur- und Heimatschutz widmet, beruft sie sich zu Recht auf Art. 12 NHG. Ob und inwieweit sich aus dem Ausschluss des Rekursrechts nach Art. 55 USG eine Begrenzung ihrer Vorbringen ergibt, worauf die Regierung in ihrer Beschwerdeantwort hinweist, kann offengelassen werden, zumal jedenfalls die �brigen Organisationen - wie erw�hnt - auch nach Art. 55 beschwerdelegitimiert sind und daher auf sie bezogen ohnehin s�mtliche vorgetragenen R�gen zu pr�fen sind. Immerhin sei bemerkt, dass zur Belastung der Umwelt, �ber welche die UVP Auskunft geben soll, die Auswirkungen der Anlage auf Natur, Heimat, Landschaft und Gew�sser z�hlen (Art. 9 USG, Art. 3 der Verordnung vom 19. Oktober 1988 �ber die Umweltvertr�glichkeitspr�fung [UVPV]; BGE 119 Ib 254 S. 264SR 814.011), Anliegen somit, auf die sich das Beschwerderecht nach Art. 12 NHG bezieht.
d) Am Verfahren vor der letzten kantonalen Instanz haben sich die beschwerdef�hrenden Organisationen beteiligt, so dass auch diese Voraussetzung f�r die Aus�bung ihres Beschwerderechts erf�llt ist (BGE 117 Ia 274 E. 1a mit Hinweisen). Zwar werden die Eingaben der Umweltschutzorganisationen nur in den Beschl�ssen Nrn. 2630, 2632 und 2633 angef�hrt. Im Beschluss Nr. 2630 wird in Abschnitt C �ber die von ihnen erhobenen Einsprachen im Sinne der Erw�gungen entschieden. Im Beschluss Nr. 2633 wird in Ziff. 12 ebenfalls vermerkt, die Einsprache der Umweltschutzorganisationen vom 19. August 1987 werde im Sinne der Erw�gungen entschieden, und im Beschluss Nr. 2632 wird in Ziff. 9 bez�glich ihrer Stellungnahme vom 27. Juli 1989 auf die entsprechenden Erw�gungen des Beschlusses verwiesen. Aus den betreffenden Erw�gungen ergibt sich unmissverst�ndlich, dass die Umweltschutzorganisationen in erster Linie das Saison-Speicherwerk Curciusa bek�mpfen, mit dessen Genehmigung die fragliche Verleihung durch die Gemeinden Medels i.R., Nufenen und Spl�gen sowie die Nachtr�ge zu den bestehenden Konzessionen der Gemeinden des Calancatales und des Hinterrheintales verbunden sind, welche Gegenstand der genannten Beschl�sse bilden. Es ist daher von der Beteiligung der Umweltschutzorganisationen am vorinstanzlichen Verfahren auszugehen.
e) Demgem�ss ergibt sich, dass auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist. Dabei sind im verwaltungsgerichtlichen Verfahren auch die Einwendungen zu pr�fen, welche sich auf die Anwendung des kantonalen Rechts beziehen. Soweit sich die Beschwerdef�hrer auf die kantonalen Erlasse berufen, welche die Nutzung der Wasserkraft, die Fischerei, den Natur- und Heimatschutz sowie die Raumplanung betreffen, handelt es sich jedenfalls �berwiegend um Ausf�hrungsrecht zum Bundesrecht, dem f�r die Beurteilung der aufgeworfenen Fragen keine eigenst�ndige Tragweite zukommt. Im �brigen weisen die auf kantonalem bzw. kommunalem Recht beruhenden Anordnungen einen derart engen Sachzusammenhang mit den zu beurteilenden Fragen des Bundesverwaltungsrechts auf, dass sie in jedem Falle im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren zu pr�fen sind (BGE 118 Ib 237, 329 und 393 mit weiteren Hinweisen).
2. Die Beschwerdef�hrer machen geltend, der rechtserhebliche Sachverhalt sei zum Teil unrichtig oder unvollst�ndig festgestellt und BGE 119 Ib 254 S. 265Bundesrecht sei teils �berhaupt nicht, teils unrichtig angewendet worden. Diese R�gen sind zul�ssig.
a) Vorinstanz ist die kantonale Regierung. Demgem�ss kann das Bundesgericht die Feststellung des Sachverhalts von Amtes wegen und die Einwendungen der Beschwerdef�hrer hiezu ohne Beschr�nkung seiner Kognition umfassend pr�fen (Art. 104 lit. a und Art. 105 Abs. 1 OG). Zu beachten ist freilich, dass die sich auf die Sachverhaltsfeststellung beziehenden R�gen der Beschwerdef�hrer mit den zu entscheidenden Fragen der Rechtsanwendung, insbesondere der Frage der vollst�ndigen Ber�cksichtigung der massgebenden Interessen und deren richtige Abw�gung, derart eng verflochten sind, dass sie nachfolgend im Rahmen der �berpr�fung der Rechtsanwendung zu beurteilen sind. Hief�r ist davon auszugehen, dass das Bundesgericht an die Sachverhaltsabkl�rung f�r die Bewilligung von Anlagen, welche die Umwelt erheblich belasten, wie dies f�r gr�ssere Werke f�r die Nutzung der Wasserkraft zutrifft, hohe Anforderungen stellt. Nur aufgrund einer umfassenden Abkl�rung der Auswirkungen der Wasserkraftnutzung ist eine den Anforderungen des Umweltschutzrechts entsprechende Beurteilung, insbesondere ein sorgf�ltiges Gewichten der zu ber�cksichtigenden Interessen, �berhaupt m�glich (BGE 117 Ib 187 E. 3c mit Hinweisen).
b) Das Bundesgericht �berpr�ft die Anwendung des einschl�gigen Bundesverwaltungsrechts ohne Beschr�nkung seiner Kognition. Soweit die Vorinstanzen Ermessen ausge�bt haben, kann es allerdings nur bei �berschreitung oder Missbrauch des Ermessens einschreiten (Art. 104 lit. a OG). Die umfassende �berpr�fung der Rechtsanwendung schliesst nicht aus, dass das Bundesgericht den Vorinstanzen bei der Anwendung unbestimmter Gesetzesbegriffe einen gewissen Beurteilungsspielraum einr�umt, insbesondere soweit �rtliche Verh�ltnisse zu w�rdigen sind. Es tr�gt diesem Spielraum dadurch Rechnung, dass es die Fragen, zu deren Beurteilung die Vorinstanzen �ber die besseren Kenntnisse der besonderen �rtlichen, technischen oder pers�nlichen Verh�ltnisse verf�gen, zur�ckhaltend pr�ft (BGE 118 Ib 490, BGE 115 Ib 135 f. und 316, zudem auch BGE vom 16. September 1987 in ZBl 89/1988 S. 274, E. 3, und BGE 112 Ib 428 E. 3, mit weiteren Hinweisen).
Zum Bundesrecht z�hlt auch das Verfassungsrecht des Bundes. Die Rechtsanwendungskontrolle umfasst daher auch die �berpr�fung der Einwendung, der Anspruch auf rechtliches Geh�r sei bei der Anwendung des Bundesrechts verletzt worden.
Schliesslich ist im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren ebenfalls zu pr�fen, ob beim Erlass der angefochtenen Beschl�sse zu Unrecht Bundesverwaltungsrecht nicht angewendet wurde. Auch insoweit sind die Beschl�sse den Verf�gungen im Sinne von Art. 5 VwVG gleichgestellt (BGE 118 Ib 392, 116 Ib 171 E. 1, je mit Hinweisen).
3. Die Kritik der Umweltschutzorganisationen am Ablauf des vorinstanzlichen Verfahrens ist unbegr�ndet. Ihre Beschwerdeschrift best�tigt, dass sie trotz der von ihnen ger�gten versp�teten Zustellung aller Regierungsbeschl�sse in der Lage waren, ihre Einwendungen gegen das von ihnen beanstandete Projekt vorzutragen. Ausserdem erhielten sie im einl�sslichen bundesgerichtlichen Instruktionsverfahren Gelegenheit, ihre Vorbringen mit der Unterst�tzung ihrer Fachleute zu vervollst�ndigen und zu verdeutlichen, so dass allf�llige M�ngel als geheilt zu gelten haben (vgl. BGE 117 Ib 86 f. mit Hinweisen)...
4. a) Die von der Regierung am 23. Januar 1956 genehmigte Konzession, welche die Gemeinde Mesocco am 16. Juni der Calancasca AG - der Rechtsvorg�ngerin der MKW AG - erteilt hatte, umfasste die Erstellung eines Gravitationswerkes mit einem 27,6 Mio. m3 haltenden Stausee auf Curciusa und einer Zentrale Pian San Giacomo. F�r diese als Stufe I bezeichnete Wasserkraftnutzung wurde die Baufrist wiederholt verl�ngert, letztmals bis Ende 1992. Die �nderung der energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere der Bedarf an Winterenergie, veranlasste die Beliehene zur �nderung des der Verleihung von 1953/1956 zugrundeliegenden Projekts. Anstelle des Gravitationswerkes, dessen Realisierung bereits ein Anwachsen des Anteils der Winterenergie auf 55% der gesamten Energiemenge gebracht h�tte, soll nun ein Saison-Speicherwerk zur Umlagerung von Sommer- in Winterstrom errichtet werden, so dass der Winterenergieanteil auf rund 83% ansteigt. Hiezu soll der Staudamm erh�ht werden, um den Inhalt des Stausees auf 60 Mio. m3 zu erweitern. Diese Projekt�nderung f�hrt nach unbestrittener Darstellung insgesamt zu keiner Vergr�sserung der nutzbaren Wassermenge. Doch wird die in den Misoxer Kraftwerken zu nutzende Wasserkraft um das dem Hinterrheingebiet zu entziehende und der Moesa zuzuleitende Wasser vermehrt und das nutzbare Gef�lle um 7% erh�ht. Sodann ver�ndert sich durch die Wasserspeicherung im Sommer und die gr�ssere Energiegewinnung im Winterhalbjahr auch das Wasserregime der Moesa.
b) Die Beschwerdef�hrer bezeichnen diese Projekt�nderungen als derart weitgehend, dass die Verwirklichung des Vorhabens eine neue Wasserrechtsverleihung bedinge; von einem wohlerworbenen Recht, das zu respektieren sei, k�nne nicht die Rede sein. Sie sind sodann der Meinung, dass eine neue Konzession f�r das Saison-Speicherwerk heute in erster Linie aus Gr�nden des Landschafts- und Naturschutzes nicht erteilt werden k�nne.
Zum Entscheid �ber dieses Hauptanliegen der Beschwerdef�hrer ist zun�chst zu pr�fen, welche Tragweite der im Jahre 1953 f�r das Werk Curciusa (Stufe I) erteilten und von der Regierung 1956 genehmigten Konzession f�r die Beurteilung der umstrittenen Nachtr�ge zukommt (nachf. E. 5). Im weiteren fragt sich, ob die angefochtenen Beschl�sse deshalb aufzuheben oder zu korrigieren sind, weil die UVP f�r das Saison-Speicherwerk Curciusa bez�glich des Verfahrens (nachf. E. 6) oder der materiellen Anforderungen (nachf. E. 7-9) dem Bundesrecht nicht gen�gt, wobei insbesondere auch die genannte Hauptfrage zu pr�fen ist, ob in Anwendung des geltenden Naturschutzrechts der Eingriff in Natur und Landschaft als untragbar zu bezeichnen und aus diesem Grunde die Beschwerde mit der Folge gutzuheissen ist, dass das Werk Curciusa nicht erstellt werden kann. Abschliessend sind dann die verbleibenden Einwendungen gegen die weiteren Regierungsbeschl�sse Nrn. 2631, 2632 und 2633 zu beurteilen (E. 10).
5. a) Das Bundesgericht hat in dem die Kraftwerke Ilanz AG betreffenden Entscheid vom 17. Juni 1981 (BGE 107 Ib 140 ff.) erkannt, dass die Beliehene das Recht auf Nutzung der Wasserkraft, welche Gegenstand der Konzession bildet, mit der Konzessionserteilung, und nicht etwa erst mit dem Baubeginn, erh�lt (E. 3a, S. 144). Die Bestimmung der nutzbaren Wassermenge geh�rt zu den wesentlichen Bestandteilen einer Konzession (Art. 54 des eidgen�ssischen Wasserrechtsgesetzes vom 22. Dezember 1916, WRG; SR 721.80). Nur deren Festlegung erlaubt es dem Beliehenen, Klarheit �ber die Wirtschaftlichkeit der Wasserkraftnutzung und der von ihm hief�r zu t�tigenden Investitionen zu erlangen (BGE 49 I 174). Diese sind im Regelfall aussergew�hnlich hoch. Das eidgen�ssische Wasserrechtsgesetz sieht daher ausdr�cklich vor, dass die verliehenen Wassernutzungsrechte wohlerworbene Rechte sind (Art. 43 Abs. 1 WRG). Dank dieser Anordnung zeichnen sie sich durch Gesetzesfestigkeit aus (WERNER DUBACH, Die wohlerworbenen Rechte im Wasserrecht, November 1979, S. 36 ff.). Eine Schm�lerung oder R�cknahme des Nutzungsrechtes ist "nur aus Gr�nden des BGE 119 Ib 254 S. 268�ffentlichen Wohles und gegen volle Entsch�digung" m�glich (Art. 43 Abs. 2 WRG). Dieser Regel f�gte das Bundesgericht allerdings den Vorbehalt bei, dass aufgrund einer entsprechenden allgemeinen Bestimmung im Verleihungsakt, wie sie auch in den vorliegenden Verleihungen angebracht wurde (je Art. 28), k�nftige Gesetze vom Beliehenen zu beachten seien. Doch k�nne sich der Vorbehalt der bestehenden und k�nftigen Gesetze bei vern�nftiger Auslegung nur auf Normen beziehen, die keinen Eingriff in wohlerworbene Rechte zur Folge h�tten, w�hrend Regeln, die diese Rechte in ihrer Substanz beeintr�chtigen und zu einem entsch�digungslos hinzunehmenden Eingriff f�hren w�rden, vom Vorbehalt nicht erfasst seien (BGE 107 Ib 146 E. 4).
In dem die Engadiner Kraftwerke betreffenden Teilurteil vom 16. September 1987 (ZBl 89/1988 S. 274) hat das Bundesgericht diese Rechtsprechung best�tigt und festgestellt, dass auch im Fall eines nicht nur formelhaft angebrachten Vorbehalts k�nftigen Rechts, sondern auch bei Anwendung einer gezielten, der Hygiene und dem Landschaftsschutz dienenden Bestimmung keine so weit gehenden Anordnungen getroffen werden d�rfen, dass die Nutzung der Wasserkraft zu wirtschaftlich tragbaren Bedingungen verunm�glicht wird (E. 5c des Teilurteils, ZBl 89/1988 S. 277). Auch aus dem Vorbehalt einer �berpr�fung der Konzessionsbedingungen, der in einem Beschluss �ber den Aufschub des Baubeginns und damit die Verl�ngerung der Konzession angebracht wird, kann nicht gefolgert werden, dass Massnahmen angeordnet werden d�rfen, welche im Ergebnis das verliehene Recht missachten (E. 5d und e des erw�hnten Entscheides, ZBl 89/1988 S. 278 f.).
Im Lichte dieser Rechtsprechung, von der abzuweichen auch im vorliegenden Fall kein Anlass besteht, kann der Auffassung der Beschwerdef�hrer, das im Jahre 1953 verliehene Recht sei unbeachtlich, nicht gefolgt werden. Die Beliehene hat im Vertrauen auf den Bestand der Verleihung des Rechts, die sich aus der Verleihungsurkunde ergebende Wassermenge zu nutzen, erhebliche Aufwendungen f�r die Projektierung des Werks in Kauf genommen. Die genannte Gesetzesbest�ndigkeit des wohlerworbenen Nutzungsrechts, die der Gesetzgeber angeordnet hat, findet ihre verfassungsrechtliche Grundlage u.a. im Schutz von Treu und Glauben. Das verliehene Recht darf daher nicht ohne Entsch�digung einseitig aufgehoben oder in so weit gehendem Mass ge�ndert werden, dass in die Substanz oder den Wesensgehalt des Rechts eingegriffen wird (BGE 107 Ib 150; DUBACH, a.a.O., S. 56; RHINOW/KR�HENMANN, BGE 119 Ib 254 S. 269Verwaltungsrechtsprechung, Erg�nzungsband, N. III zu Nr. 122, S. 366; VINZENS AUGUSTIN, Das Ende der Wasserrechtskonzession, Diss. Freiburg 1983, S. 26 ff.; kritisch KATHRIN KLETT, Verfassungsrechtlicher Schutz "wohlerworbener Rechte" bei Rechts�nderungen, Diss. Bern 1984, S. 189 f.).
b) Mit diesen Feststellungen ist freilich noch nicht entschieden, wie der umstrittene Nachtrag zur Konzession von 1953/1956, den die MKW AG als "Konzessionsanpassung" bezeichnet, konzessionsrechtlich zu qualifizieren ist. Anzuerkennen ist, dass das nun vorgesehene Projekt eines Saison-Speicherwerkes gegen�ber dem urspr�nglich geplanten Gravitationswerk ein neues Projekt darstellt. Zum notwendigen Inhalt der Verleihung z�hlen u.a. neben dem Umfang des verliehenen Nutzungsrechts auch die Art der Benutzung und die den Beliehenen auferlegten wirtschaftlichen Leistungen (Art. 54 lit. b und d WRG). Die Speicherung des Wassers in einem Stausee mit mehr als doppelt so hohem Inhalt (60 Mio. m3 anstelle von 27,6 Mio. m3), die �berwiegende Nutzung des Wassers im Winter statt im Sommer, die Erh�hung des nutzbaren Gef�lles um 7%, der Verzicht auf die Zentrale Pian San Giacomo, an deren Stelle die unterirdische Zentrale Spina II errichtet werden soll, der Verzicht auf den Wasseraustausch zwischen dem Misox und dem Hinterrheintal f�r die dem Hinterrhein zu entziehende Wassermenge sowie die Neufestlegung der wirtschaftlichen Leistungen der Beliehenen einschliesslich der Anpassung der Heimfallsregelung legen es nahe, von einer so weit gehenden �nderung des urspr�nglich vorgesehenen Nutzungskonzepts gem�ss der Konzession von 1953/1956 zu sprechen, dass die hier umstrittene Anpassung materiell der Erteilung einer neuen Konzession gleichkommt. Hief�r spricht auch der Zusammenhang mit der anerkanntermassen neuen Konzession, die von den Gemeinden Nufenen, Medels i.R. und Spl�gen erteilt wurde (Beschluss Nr. 2630). Es liesse sich auch von einer Abl�sung bzw. Erneuerung der nicht ausgesch�pften Konzession sprechen, auch wenn unter dem Begriff "Erneuerung" �blicherweise die Vereinbarung der Weiternutzung einer abgelaufenen Konzession durch den bisherigen Konzession�r zu verstehen ist. Eine solche Vereinbarung, deren Zul�ssigkeit nicht zu bezweifeln ist, richtet sich nach den f�r die Erteilung einer neuen Konzession geltenden Grunds�tzen, wie dies bereits in der Botschaft des Bundesrates zum Wasserrechtsgesetz dargelegt wird (BBl 1912 II 701). Die Botschaft des Bundesrats zur Volksinitiative "zur Rettung unserer Gew�sser" und zur Revision des Bundesgesetzes vom 8. Oktober 1971 �ber den Schutz der BGE 119 Ib 254 S. 270Gew�sser wiederholt diesen Grundsatz mit Hinweis auf dessen erhebliche Bedeutung f�r die Verwirklichung angemessener Restwassermengen (BBl 1987 II 1139).
Doch ist das Verst�ndnis der verwendeten Begriffe f�r die Beurteilung des umstrittenen Nachtrags zur Wasserrechtsverleihung vom 16. Juni 1953 f�r den Bau des Kraftwerkes Curciusa letztlich nicht ausschlaggebend. Die Regierung hat den Nachtrag gest�tzt auf Art. 4 und 5 des B�ndner Gesetzes vom 18. M�rz 1906 betreffend die Benutzung der �ffentlichen Gew�sser zur Errichtung von Wasserwerken (BWRG) genehmigt, gest�tzt auf Vorschriften somit, welche f�r die Genehmigung neuer Konzessionen gelten. Wenn sie dabei der im Jahre 1953 erteilten Verleihung, deren Dauer zufolge der Verl�ngerung der f�r den Baubeginn festgesetzten Frist noch nicht zu laufen begonnen hat, Rechnung getragen hat, so �ndert dies nichts daran, dass der von ihr genehmigte Nachtrag seinem Gehalte nach - wie ausgef�hrt - einer neuen Konzession gleichkommt.
Liegt nach dem Gesagten eine �nderung der Konzession von 1953 vor, welche in rechtlicher Hinsicht den Erfordernissen einer neuen Konzession entsprechen muss, so steht damit auch fest, dass grunds�tzlich die geltenden Gesetze sowohl bez�glich des Verfahrens als auch der materiellen Anforderungen zu beachten sind.
c) Verst�ndlich ist die vom BRP ge�bte Kritik am Ungen�gen der richtplanerischen Grundlagen f�r die Wasserkraftnutzung. Diese z�hlt zu den raumwirksamen T�tigkeiten, wie in Art. 1 Abs. 2 lit. c der Verordnung vom 2. Oktober 1989 �ber die Raumplanung (RPV; SR 700.1) ausdr�cklich festgehalten ist. Doch steht dieser Mangel weder der Genehmigung der umstrittenen Verleihungsbeschl�sse durch die Regierung noch der Erteilung der fischerei- und der naturschutzrechtlichen Bewilligung entgegen, sofern bei der Projektpr�fung die vom Raumplanungsrecht verlangte Abstimmung der raumwirksamen T�tigkeiten beachtet und insbesondere dem Gebot der haush�lterischen und umweltschonenden Nutzung (Art. 2 Abs. 1 lit. d RPV) Rechnung getragen wird. Wie sich aus dem Bericht �ber die Umweltvertr�glichkeit und dessen Begutachtung durch die kantonale Fachstelle ergibt, ist der vom Bundesamt geforderten raumwirksamen Koordination hinsichtlich des Kraftwerkes Curciusa in gen�gendem Masse nachgekommen worden.
6. In bezug auf das vom Kanton befolgte Verfahren wenden die Beschwerdef�hrer ein, die UVP m�sse bereits vor der Beschlussfassung der f�r die Wasserrechtsverleihung zust�ndigen Gemeindebeh�rden und nicht erst im Verfahren vor der Regierung BGE 119 Ib 254 S. 271�ber die Genehmigung der Gemeindebeschl�sse und die Erteilung der nach Fischerei- sowie Natur- und Heimatschutzgesetz n�tigen Bewilligungen vorliegen.
a) Bevor eine Beh�rde �ber die Planung, Errichtung oder �nderung von Anlagen entscheidet, welche die Umwelt erheblich belasten, hat sie nach Art. 9 Abs. 1 USG deren Umweltvertr�glichkeit zu pr�fen. Der Bundesrat bezeichnet diese Anlagen. Gem�ss Ziff. 21.3 des hief�r massgebenden Anhangs der UVPV unterliegen Speicher- und Laufkraftwerke einer mehrstufigen UVP. Als erste Stufe wird unter Hinweis auf Art. 38 WRG das Konzessionsverfahren genannt. Die zweite Stufe ist durch das kantonale Recht zu bestimmen.
Gem�ss dem Gesetz vom 18. M�rz 1906 betreffend die Benutzung der �ffentlichen Gew�sser des Kantons Graub�nden zur Errichtung von Wasserwerken (WNG) ist zur Erstellung einer Wasserwerkanlage die Konzession der Territorialgemeinde erforderlich. Zu ihrer G�ltigkeit bedarf die Konzession der Genehmigung durch die Regierung (Art. 4 Abs. 1 und 3 WNG). Entsprechendes gilt f�r Konzessions�nderungen und -erneuerungen (Art. 7 WNG). Hieraus ergibt sich, dass das Konzessionsverfahren erst mit der Genehmigung durch die Regierung abgeschlossen ist. Wird ber�cksichtigt, dass das Verleihungsverfahren gem�ss Art. 60 WRG durch die Kantone geregelt wird und dass sich das Bundesumweltschutzrecht damit begn�gt, auf das Konzessionsverfahren zu verweisen, so kann nicht von einem Verstoss gegen Bundesrecht die Rede sein, wenn die erste Stufe der UVP im Verlaufe des Genehmigungsverfahrens durch die kantonale Regierung vorgenommen wird.
b) Dass die Gemeinden im Zeitpunkt ihrer Beschlussfassung �ber die Verleihung des Wasserrechts �ber die Umweltvertr�glichkeit der Wasserwerkanlage nicht abschliessend im Bilde sind, ist zwar zu bedauern, kann jedoch aufgrund der nicht als bundesrechtswidrig zu bezeichnenden Regelung des B�ndner Rechts �ber die Kompetenzen und das Verfahren der Wasserrechtsverleihung nicht beanstandet werden. Die Pr�fung der Umweltvertr�glichkeit der Anlage wird von der Beh�rde durchgef�hrt, welche im Rahmen eines Bewilligungs-, Genehmigungs- oder Konzessionsverfahrens �ber das Projekt entscheidet (Art. 5 Abs. 1 UVPV). Da das Konzessionsverfahren erst mit der Genehmigung der Konzession durch die Regierung abgeschlossen ist, entspricht es dieser Regel, wenn das kantonale Recht die Regierung als zust�ndige Beh�rde im Sinne dieser Vorschrift bezeichnet. Ihr obliegt es, eine fr�hzeitige und umfassende Beurteilung des Projekts sicherzustellen (Art. 3 und 5 Abs. 3 UVPV).BGE 119 Ib 254 S. 272
Die Erstellung einer Wasserwerkanlage bedarf nicht nur der Verleihung der Wasserkraftnutzung, sondern auch der Erteilung weiterer Bewilligungen, so namentlich der gew�sserschutzrechtlichen, der fischereirechtlichen und der naturschutzrechtlichen Bewilligung. Es entspricht daher dem Koordinationsgebot, dessen Beachtung u.a. die UVP dient (Art. 14 und 21 UVPV; BGE 116 Ib 263 E. 1b und c), wenn die Regierung als Genehmigungs- und Bewilligungsbeh�rde mit ihrem Entscheid die Umweltvertr�glichkeit des Werkes feststellt. Die fischereirechtliche, die naturschutzrechtliche und nach dem am 1. November 1992 in Kraft getretenen GSchG vom 24. Januar 1991 (SR 814.20) auch die gew�sserschutzrechtliche Bewilligung bed�rfen notwendigerweise der Abstimmung mit der Verleihung der Wasserkraftnutzung, z�hlt doch die Festlegung der Mindestwassermenge sowohl zum Inhalt der Verleihung als auch zu den Anordnungen f�r die Sicherung g�nstiger Lebensbedingungen f�r die Wassertiere (s. Art. 25 Abs. 1 lit. a FG vom 14. Dezember 1973 und Art. 8 f. des am 1. Januar 1994 in Kraft tretenden FG vom 21. Juni 1991 [SR 923.0], ferner Art. 54 WRG sowie die Zweckbestimmungen des GSchG vom 24. Januar 1991 zum Schutz der Gew�sser vor nachteiligen Einwirkungen [Art. 1 und 29 ff. betr. Sicherung angemessener Restwassermengen]; BGE 107 Ib 153 E. 3c).
7. Die Beschwerdef�hrer wenden sodann ein, die beiden Regierungsbeschl�sse Nrn. 2629 und 2630, die das Projekt des Speicherwerks Curciusa betreffen, seien derart eng mit den Beschl�ssen Nrn. 2631, 2632 und 2633 verbunden, dass im Sinne des Anlagebegriffs gem�ss Art. 7 Abs. 7 und Art. 9 USG von einer alle beteiligten Kraftwerkanlagen umfassenden Gesamtanlage auszugehen sei. Hieraus ergebe sich, dass s�mtliche Beschl�sse nur aufgrund einer gesamthaften UVP gefasst werden k�nnten, welche die Umweltvertr�glichkeit auch der mit den Beschl�ssen Nrn. 2631-2633 verf�gten Anordnungen nachweise. Das EDI teilt diese Auffassung.
a) Es trifft zu, dass ein Zusammenhang zwischen den Werken besteht, welche Gegenstand aller f�nf angefochtenen Regierungsbeschl�sse bilden. Die Rechtskraft aller Beschl�sse h�ngt vom Bau und Betrieb des Saison-Speicherkraftwerkes Curciusa ab. Doch kann aus dieser konzessionsrechtlich angeordneten Abh�ngigkeit nicht ohne weiteres gefolgert werden, umweltschutzrechtlich seien die einzelnen Werke als Teilanlagen einer Gesamtanlage zu betrachten. In Frage stehen - vom Werk Curciusa abgesehen - seit Jahrzehnten in Betrieb stehende und von verschiedenen Gesellschaften gef�hrte Wasserkraftwerke. Sie nutzen ausserdem die Wasserkraft verschiedener BGE 119 Ib 254 S. 273Einzugsgebiete, des Hinterrheins einerseits und der Moesa sowie der Calancasca anderseits.
b) F�r das nun zu beurteilende Speicherwerk Curciusa ist festzustellen, dass gem�ss seiner Zweckbestimmung als Saison-Speicherwerk zur Umlagerung von Sommer- in Winterenergie ein untrennbarer Zusammenhang mit den bisherigen Werken Isola-Spina und Spina-Soazza besteht. Dieser Zusammenhang ist umweltschutzrechtlich erheblich, f�hrt er doch zu einer wesentlichen Ver�nderung des Wasserregimes, namentlich der Moesa. Anderseits kann gest�tzt auf die Aktenlage - insbesondere gest�tzt auf den Bericht zur UVP - angenommen werden, dass die �nderung des Abflusses im Hinterrhein zufolge der Ableitung von Wasser aus dem Val Rossa und eines Teils des Abflusses des Areuabaches umweltschutzrechtlich vernachl�ssigbar ist (s. hiezu nachf. E. 9k und 10b).
Es liegt daher nahe, hinsichtlich der genannten Werke Spina und Soazza - nicht aber mit Bezug auf die Anlagen der KHR AG - eine Gesamtanlage anzunehmen, welche im Sinne von Art. 9 Abs. 1 USG die Umwelt erheblich belasten kann. In der Botschaft zum USG werden Kraftwerke zur Energiegewinnung ausdr�cklich als solche Anlagen genannt (BBl 1979 III 786). Da sich die beabsichtigte bedeutend gr�ssere Menge von Winterenergie nur dank des Speicherwerkes Curciusa in den Anlagen Spina und Soazza erzeugen l�sst, sind als Konsequenz der neuen Energienutzungskonzeption die erw�hnten bestehenden Werke als Teil der Gesamtanlage zu betrachten, wie dies von den Vereinigungen verlangt wird und auch der Auffassung des EDI entspricht. Die potentiell erhebliche Umweltbelastung, zu welcher die Wasserspeicherung in Curciusa f�hrt, erstreckt sich als Folge des neuen Nutzungskonzepts notwendigerweise auf die bisherigen Werke Spina und Soazza.
F�r die UVP-Pflicht ist das Kriterium der potentiell erheblichen Umweltbelastung massgebend (HERIBERT RAUSCH, Kommentar zum USG, N. 31 zu Art. 9). Entsprechend ist auch f�r die ver�nderte Betriebsf�hrung in den bestehenden Werken der MKW AG eine UVP n�tig. Fragen kann sich nur, ob allenfalls die vorliegenden Untersuchungen ausreichen, um das Projekt im Sinne von Art. 24 UVPV gesamthaft auf seine �bereinstimmung mit den Vorschriften �ber den Schutz der Umwelt pr�fen zu k�nnen. Hierauf ist weiter hinten zur�ckzukommen (E. 9 und 10).
8. Aufgrund von Art. 9 Abs. 3 USG liess die MKW AG durch die Elektrowatt Ingenieurunternehmung AG den Bericht �ber die Umweltvertr�glichkeit des Saison-Speicherwerkes Curciusa ausarbeiten.
Der umfangreiche Bericht wurde im M�rz 1987 erstattet. Als Anhang wurden ihm 18 fachspezifische Teilberichte zu den einzelnen die Umwelt betreffenden Sachbereichen beigegeben. Er wurde mit einem weiteren Bericht vom Januar 1991 �ber die Auswirkungen des Projekts auf die Oberfl�chengew�sser der Moesa unterhalb Soazza sowie auf die Auen und die Lebensbedingungen der Gew�sserfauna erg�nzt. Die Beschwerdef�hrer werfen dem Bericht vor, er sei unvollst�ndig, beruhe zum Teil auf ungen�genden Sachverhaltsabkl�rungen und ziehe in bezug auf die Umweltauswirkungen des geplanten Saison-Speicherwerkes Folgerungen, denen nicht zugestimmt werden k�nne.
Zur �berpr�fung der Einwendungen der Organisationen dr�ngen sich zun�chst die nachfolgenden grunds�tzlichen Erw�gungen auf:
a) Der gest�tzt auf Art. 9 USG erstellte Bericht �ber die Umweltvertr�glichkeit des Saison-Speicherwerkes Curciusa ist gest�tzt auf Art. 9 Abs. 5 USG und die zugeh�rigen Bestimmungen der UVPV von der gem�ss Art. 42 USG eingesetzten Umweltschutzfachstelle des Kantons beurteilt worden (Art. 12 und 13 UVPV). Diese holte die Stellungnahmen der beteiligten kantonalen �mter und des BUWAL als Fachstelle des Bundes ein (Art. 42 Abs. 2 USG). Zum Bericht des Bundesamtes �usserte sie sich abermals. Die durch die kantonale Fachstelle vorzunehmende Pr�fung des Berichts �ber die Umweltvertr�glichkeit entspricht einer vom Bundesrecht obligatorisch verlangten amtlichen Expertise (BGE 118 Ib 603 E. 6; MARTIN LENDI, Die UVP nach schweizerischem Recht, Schriftenreihe zur Orts-, Regional- und Landesplanung Nr. 38, 1988, S. 83; RAUSCH, a.a.O., N. 124 zu Art. 9 USG; PIERRE ANDR� JUNGO, Die UVP als neues Institut des Verwaltungsrechts, Diss. Freiburg 1987, S. 118). Es kommt ihr dementsprechend grosses Gewicht zu. Auch wenn der entscheidenden Beh�rde eine freie Beweisw�rdigung zusteht, entspricht es dem Sinn des Beizugs der Fachstelle als sachkundiger Spezialbeh�rde, dass nur aus triftigen Gr�nden vom Ergebnis der Begutachtung abzuweichen ist. Dies trifft namentlich auch f�r die ihr zugrundeliegenden tats�chlichen Feststellungen zu.
F�r die Beurteilung der UVP ist sodann zu beachten, dass diese ein f�rmliches Vorverfahren darstellt, das in ein Hauptverfahren ausm�ndet (BGE 118 Ib 215 E. 8c, BGE 116 Ib 264 E. 1c/d; LENDI, a.a.O., S. 83). Soweit der im Hauptverfahren entscheidenden Beh�rde - hier der Regierung beim Entscheid �ber die Genehmigung der Konzessionen bzw. deren �nderung sowie die Erteilung der fischerei- und der naturschutzrechtlichen Bewilligung - ein Ermessens- und BGE 119 Ib 254 S. 275ein Beurteilungsspielraum bei der Anwendung unbestimmter Gesetzesbegriffe zusteht, sind die Tatsachenfeststellungen und deren rechtliche W�rdigung miteinander verflochten (RAUSCH, a.a.O., N. 124 zu Art. 9). Hieraus ergibt sich, dass die entscheidende Beh�rde das Ergebnis ihrer Beweisw�rdigung und Beurteilung nachvollziehbar darlegen muss und dass sie nur aus stichhaltigen Gr�nden von der Beurteilung durch die Fachstelle abweichen darf. Dies entspricht der bundesgerichtlichen Praxis, wonach an die Sachverhaltsabkl�rung hohe Anforderungen zu stellen sind, da dies die Voraussetzung daf�r bildet, dass ein sorgf�ltiges Gewichten der verschiedenen �ffentlichen Interessen, welche aufeinander stossen, �berhaupt m�glich ist (BGE 112 Ib 429 E. 3).
b) F�r die gerichtliche Beurteilung des im Hauptverfahren kantonal letztinstanzlich getroffenen Entscheides ist hieraus zu folgern, dass in erster Linie zu pr�fen ist, ob die UVP �ber den wesentlichen Sachverhalt vollst�ndig Aufschluss gibt, ob ihre Beurteilung durch die Fachstelle den Anforderungen einer amtlichen Expertise gen�gt und ob die f�r den Entscheid im Hauptverfahren zust�ndige Beh�rde aus der UVP und deren Beurteilung durch die Fachstelle die zutreffenden Folgerungen gezogen hat. Namentlich ist zu beurteilen, ob die �ffentlichen Interessen vollst�ndig ber�cksichtigt und ob sie richtig gewichtet wurden, wobei zu beachten ist, dass sich der Umweltvertr�glichkeitsbericht auf das f�r den Entscheid Wesentliche beschr�nken darf (BGE 118 Ib 228 E. 13).
Aus der Pr�fung dieser Fragen ergibt sich, ob der Entscheid auf einer dem Bundesrecht entsprechenden Abw�gung der Gesamtinteressenlage beruht (Art. 3 UVPV, Art. 25 FG vom 14. Dezember 1973 bzw. Art. 9 Abs. 2 FG vom 21. Juni 1991, Art. 18 ff. NHG, Art. 29 ff. GSchG vom 24. Januar 1991, Art. 5 des Bundesgesetzes vom 4. Oktober 1991 �ber den Wald sowie in teilweiser Vorwegnahme der k�nftigen Ausf�hrungsbewilligungen Art. 24 RPG). F�r die Beurteilung dieser Abw�gung ist sodann zu ber�cksichtigen, dass der Richter f�r die W�rdigung der technischen Aspekte das Ermessen und den Beurteilungsspielraum der entscheidenden Beh�rde zu respektieren hat. Wie ausgef�hrt, greift er nur bei �berschreitung oder Missbrauch des Ermessens ein (Art. 104 lit. a OG) und pr�ft die Fragen, zu deren Beurteilung die Vorinstanzen �ber die besseren Kenntnisse der �rtlichen, technischen oder pers�nlichen Verh�ltnisse verf�gen, zur�ckhaltend (oben E. 2b).
Diese Ausgangslage befreit den Richter allerdings nicht von einer sorgf�ltigen W�rdigung des Expertenberichts und einer eigenen BGE 119 Ib 254 S. 276Meinungsbildung in einem Instruktionsverfahren, wie es im vorliegenden Fall durchgef�hrt worden ist. Die einl�ssliche Ortsbesichtigung vermittelte der bundesgerichtlichen Delegation die n�tigen Kenntnisse der �rtlichen Verh�ltnisse. Die kontradiktorische Anh�rung der Vertreter der eidgen�ssischen und kantonalen Beh�rden sowie der auf der Seite der Beschwerdef�hrer wie der Beschwerdegegner beteiligten Fachleute liess die gegens�tzlichen Standpunkte und das Gewicht der Argumente erkennen, so dass es die getroffenen Abkl�rungen erm�glichen, die Vollst�ndigkeit der massgebenden Sachverhaltsfeststellungen, deren Begutachtung durch die kantonale Fachstelle und deren W�rdigung durch die Regierung zu beurteilen.
c) Bleiben aufgrund der richterlichen Beweisw�rdigung des amtlichen Expertenberichts Fragen offen, denen erhebliche Bedeutung zukommt, so besteht im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren an sich die M�glichkeit, durch Beizug von Experten zus�tzliche Abkl�rungen zu veranlassen. Solche erg�nzende Beweiserhebungen k�nnen jedoch nur dann in Betracht kommen, wenn die zu beurteilenden Fragen klar fassbar und im Verh�ltnis zu den von den Vorinstanzen getroffenen Abkl�rungen von begrenzter Tragweite sind. (In bezug auf das Innkraftwerk Pradella-Martina traf dies seinerzeit zu, vgl. nicht publ. E. 4 von BGE 115 Ib 224 ff.; auch ist zu beachten, dass hief�r noch keine f�rmliche UVP vorlag.) Muss aufgrund der Umweltschutzgesetzgebung obligatorisch eine UVP erstellt werden, so wird es im Regelfall Sache der Vorinstanzen sein, die n�tigen Erg�nzungen des Berichts �ber die UVP und deren Beurteilung durch die Umweltschutzfachstelle zu veranlassen. Diese Folgerung dr�ngt sich in Beachtung der Verfahrensanforderungen der Umweltschutzgesetzgebung auf (s. namentlich Art. 9 Abs. 5-8 USG und Art. 5 ff. UVPV). Auch das Bundesgericht hat die gesetzlichen Pflichten und Kompetenzen der Umweltschutzfachstellen als amtliche Expertengremien zu respektieren.
9. In Beachtung dieser allgemeinen Erw�gungen f�hrt die �berpr�fung der von den Beschwerdef�hrern erhobenen Einwendungen in bezug auf die geplante Erstellung des Saison-Speicherwerkes Curciusa zu folgenden Ergebnissen:
a) Bei einer auf die Erstellung der neuen Kraftwerkanlagen der Stufe I begrenzten Sicht ist in formeller Hinsicht festzustellen, dass der vorgelegte Bericht die in Art. 9 Abs. 2 lit. a-d USG genannten Punkte umfasst. Desgleichen enth�lt er die gem�ss Art. 9 Abs. 4 USG erforderliche Begr�ndung des Vorhabens. Als sorgf�ltig im Sinne der Art. 12 und 13 UVPV ist auch die Beurteilung der UVP durch BGE 119 Ib 254 S. 277die kantonale Fachstelle zu bezeichnen. Ihre Stellungnahmen entsprechen den Anforderungen einer amtlichen Expertise. ...
b) Die Beschwerdef�hrer machen geltend, die Regierung sei bei ihrem Entscheid �ber das Speicherwerk Curciusa zu Unrecht davon ausgegangen, dass die MKW AG sich auf das im Jahre 1953 verliehene wohlerworbene Wassernutzungsrecht berufen k�nne, und entsprechend sei sie von einer zu stark eingeengten Optik f�r die Pr�fung der Belastung der Umwelt durch das Vorhaben ausgegangen. Diesem Einwand ist insoweit zuzustimmen, als die Regierung angenommen hat, es liege lediglich eine Konzessionsanpassung vor, denn aus den bereits dargelegten Gr�nden handelt es sich beim umstrittenen Nachtrag zur urspr�nglichen Verleihung der Sache nach um eine neue Konzession, so dass grunds�tzlich das geltende Recht sowohl hinsichtlich der formellen als auch der materiellen Anforderungen zu beachten ist (vorstehende E. 5b).
c) Im weiteren ist festzustellen, dass der Einwand der Beschwerdef�hrer, die angefochtenen Entscheide verstiessen gegen das Gebot einer wirksamen materiellen und verfahrensm�ssigen Koordination (s. BGE 118 Ib 398 E. 4a mit Hinweisen), unbegr�ndet ist. Die Regierung hat in den angefochtenen Entscheiden die Erteilung der weiteren Bewilligungen, welche f�r die Ausf�hrung des Saison-Speicherwerkes Curciusa notwendig sind, vorbehalten. Dies durfte sie aufgrund der getroffenen Vorabkl�rungen tun, da sie nun lediglich diejenigen Entscheide zu treffen hatte, die zu fassen waren, um die f�r die Realisierung des Werkes Curciusa n�tigen Verleihungsakte zu genehmigen. Hief�r war die erste Stufe der UVP n�tig. Die zweite Stufe folgt im anschliessenden Verfahren, das zu den weiteren Bewilligungen f�hrt, welche f�r die Ausf�hrung des Werkes notwendig sind. Bei deren Erteilung ist abschliessend auf die materielle Koordination aller Anordnungen, die gem�ss den einschl�gigen Gesetzen zu treffen sind, zu achten. Bei Vorhaben, die einer mehrstufigen UVP unterliegen, steht solches Vorgehen in keinem Widerspruch zum Koordinationsgebot, wie es in Art. 21 UVPV umschrieben wird.
Richtig ist freilich, dass die erste Stufe der Pr�fung s�mtliche Aspekte behandeln muss, die bei der zweiten Stufe nicht mehr in Frage gestellt werden d�rfen. Dieser Anforderung entspricht die im vorliegenden Fall vorgenommene Pr�fung, soweit sie sich auf das Speicherwerk Curciusa bezieht. Sie erm�glichte die Erteilung der notwendigerweise mit der Verleihung verbundenen fischerei- und naturschutzrechtlichen Bewilligungen. Diese sind allerdings mit den BGE 119 Ib 254 S. 278f�r die Ausf�hrung des Werkes n�tigen weiteren Bewilligungen zu erg�nzen. Doch hat der Augenschein best�tigt, dass diesen eine zwar unabdingbare, im Verh�ltnis zu den erteilten Bewilligungen jedoch untergeordnete Bedeutung zukommt. Dies trifft namentlich f�r die Erteilung der Rodungsbewilligung zu, welche bloss im untern Bereich der Areua f�r die Erstellung der Zufahrtsstrasse erforderlich ist. Bereits das Gebiet ab Alp de Rog bis Curciusa bassa, welches durch das Vorhaben ebenfalls betroffen wird, und ohnehin auch der Talkessel Curciusa alta, in dem das Staubecken vorgesehen ist, befinden sich oberhalb der Waldgrenze. Ausserdem liegt die zustimmende Meinungs�usserung der zust�ndigen Forstbeh�rde bereits vor. Dieselbe Beurteilung gilt f�r die Inanspruchnahme bewaldeter Fl�chen f�r Baustellenerschliessungen und Deponien im Misox. Den f�r das Curciusatal erforderlichen gew�sserschutzpolizeilichen Bewilligungen sowie den nach Art. 24 RPG erforderlichen Baubewilligungen f�r Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen kommt im Verh�ltnis zu den nun zu beurteilenden Bewilligungen ebenfalls eine nur untergeordnete Tragweite zu. Die f�r den Schutz der Umwelt n�tigen detaillierten Anforderungen sind im Rahmen der f�r die Ausf�hrung n�tigen Verfahren zu pr�fen und festzulegen.
Dass der zu errichtende Staudamm den Sicherheitsvorschriften der eidgen�ssischen Talsperrenverordnung vom 9. Juli 1957 (SR 721.102) gen�gen muss, versteht sich von selbst. Die entsprechende Pr�fung kann im Laufe des weiteren Verfahrens erfolgen. Dabei ist auch die Frage der Sicherheit des Speicherkraftwerkes im Hinblick auf die Gefahr eines m�glichen Gletscherabbruches zu kl�ren. Der Augenschein hat best�tigt, dass sich sowohl die Beh�rden des Bundes und des Kantons als auch die MKW AG hier�ber im klaren sind. Das kantonale Recht, das die zweite Stufe der UVP zu bestimmen hat (Ziff. 21.3 des Anhanges zur UVPV), darf die Abkl�rung dieser Sicherheitsfragen in das nachfolgende Baubewilligungsverfahren verweisen, ohne dass dadurch Bundesrecht verletzt w�rde. Die Risiken, die sich aus der Verschiebung der n�tigen Abkl�rungen in die zweite Stufe der UVP ergeben, sind von der Bauherrschaft zu tragen.
F�r die nun zu pr�fenden Entscheide gem�ss den Regierungsbeschl�ssen Nrn. 2629 und 2630, welche sich auf die UVP f�r die Erstellung der neuen Anlagen der Stufe I beziehen, gen�gt es, dass die Umweltschutzfachstelle die vorl�ufigen Stellungnahmen der auch f�r die sp�teren Bewilligungen zust�ndigen �mter eingeholt hat. Die entsprechenden Berichte liegen vor und lassen erkennen, dass vor BGE 119 Ib 254 S. 279Baubeginn verfahrensrechtlich die materiell verbindliche Koordination aller f�r die Bauausf�hrung n�tigen Bewilligungen sichergestellt werden kann.
d) Das EDI �ussert die Bef�rchtung, mit den angefochtenen Regierungsbeschl�ssen sei �ber den Umfang des Nutzungsrechts f�r das weitere Verfahren definitiv entschieden, so dass eine allf�llige Schm�lerung dieses Rechts, die sich aus Auflagen und Bedingungen der noch zu erteilenden Bewilligungen ergeben k�nnte, nur gegen volle Entsch�digung angeordnet werden d�rfe. Diese Bef�rchtung ist unbegr�ndet. Soweit die angefochtenen Entscheide zu Recht die noch zu erteilenden Bewilligungen vorbehalten, hat die Beliehene die sich hieraus ergebenden Anforderungen (z.B. in bezug auf die Sicherheit des Bauwerkes) zu erf�llen, auch wenn sich eine Verteuerung der Wasserkraftnutzung ergeben sollte. Sollte die mit Recht vorbehaltene Anwendung der Talsperrenverordnung aus Gr�nden der Sicherheit - etwa wegen der Gefahr eines Gletscherabbruchs - dazu f�hren, dass die Stauh�he reduziert werden m�sste, so w�re aufgrund des genannten Vorbehaltes die sich hieraus ergebende Verkleinerung des Stauvolumens einschliesslich der damit verbundenen Mindernutzung ohne Anspruch auf Entsch�digung in Kauf zu nehmen. Den Sicherheitsanforderungen ist aufgrund des in den angefochtenen Beschl�ssen gemachten Vorbehaltes Rechnung zu tragen. Dieser Vorbehalt f�hrt zu einer entsprechenden Begrenzung des wohlerworbenen Rechts. Die bundesgerichtliche Instruktionsverhandlung hat best�tigt, dass die MKW AG sich hier�ber im klaren ist. Dasselbe gilt f�r die Vorbehalte, die sich allenfalls aus der nachfolgenden Beurteilung der Regierungsbeschl�sse Nrn. 2631, 2632 und 2633 ergeben (E. 10).
e) Mit ihrem Hauptantrag machen die Beschwerdef�hrer geltend, dass das bisher unber�hrte Curciusatal f�r den Schutz der Landschaft und der Natur von derart erheblicher Bedeutung ist, dass schon allein aus diesem Grund auf die Realisierung des Werkes verzichtet werden muss, dies allenfalls gegen Entsch�digung.
ea) Der Augenschein hat die Sch�nheit und Unber�hrtheit des Tales best�tigt, doch ist festzustellen, dass es nicht in ein Inventar des Bundes als Objekt mit nationaler Bedeutung aufgenommen worden ist. Auch wenn dies u.a. mit R�cksicht auf die 1953/1956 erteilten Konzessionen f�r das Werk Curciusa unterblieb, �ndert dies nichts daran, dass das Bundesgericht die damit zum Ausdruck gelangende Bewertung des Tales durch den Bundesrat, der die Inventare des Bundes f�r die Objekte von nationaler Bedeutung festsetzt und BGE 119 Ib 254 S. 280�ber die Aufnahme von Objekten entscheidet (Art. 5 NHG), zu ber�cksichtigen hat. Das gem�ss Art. 6 NHG geltende Gebot, ein Objekt ungeschm�lert zu erhalten, gilt nur f�r die in ein Bundesinventar aufgenommenen Landschaften (s. auch BGE 115 Ib 143 f. und 317 mit weiteren Hinweisen). Im vorliegenden Fall erlaubt die vorgesehene Projekt�nderung gegen�ber dem fr�heren Projekt zudem eine Entlastung des im Bundesinventar unter Nr. 1907 aufgenommenen Quellgebiets des Hinterrheins und der San Bernardino-Passh�he, da auf die in diesem Gebiet urspr�nglich vorgesehenen Wasserfassungen auf der Alp de Mucia und aus dem Val Vignun verzichtet werden soll, eine Nebenfolge, die freilich am Eingriff in das Curciusatal nichts �ndert, die jedoch zu Gunsten des Werkes in Anschlag gebracht werden darf. ...
eb) Soweit Art. 18 Abs. 1bis NHG den besonderen Schutz von Riedgebieten und Mooren verlangt, ist festzuhalten, dass der Bundesrat die Biotope von nationaler Bedeutung bezeichnet (Art. 18a NHG). Das Val Curciusa wurde nicht in das Bundesinventar der Hochmoore aufgenommen (Hochmoorverordnung vom 21. Januar 1992, SR 451.32). Ein allenfalls vom Bundesrat nach Art. 5 oder Art. 18a NHG aufzustellendes Inventar der Gletschervorfelder liegt noch nicht vor. Das EDI m�sste daher gem�ss Art. 16 NHG vorsorgliche Massnahmen ergreifen, wenn es das Val Curciusa als Naturlandschaft von nationaler Bedeutung sch�tzen wollte. Solche hat es indes nicht ergriffen. F�r die Beurteilung des Landschafts- und Moorschutzes ist dementsprechend gem�ss der geltenden Rechtslage vom Fehlen eines besonderen Schutzes durch Inventare des Bundesrates auszugehen.
ec) Der Augenschein hat freilich best�tigt, dass das Curciusatal Riedfl�chen und Feuchtgebiete aufweist, die den Schutz als Biotop von regionaler und lokaler Bedeutung gem�ss Art. 18 Abs. 1bis und Art. 18b NHG beanspruchen k�nnen, was namentlich f�r das Flachmoor La Motta auf Curciusa bassa zutrifft. Bei der Anwendung der genannten Vorschriften steht jedoch den Kantonen ein erheblicher Ermessens- und Beurteilungsspielraum zu (BGE 118 Ib 488 ff., 116 Ib 208 E. 4 und 5). Aus dem Bundesrecht ergibt sich kein f�r das ganze Gebiet der Eidgenossenschaft in gleicher Weise geltender unmittelbarer Schutz der Biotope. Dieser Schutz ist nicht dem vom Bundesrecht angeordneten Schutz des Waldes gleichgestellt. Der Kanton hat im Val Curciusa einzig das Flachmoor La Motta in das kantonale Flachmoorinventar von regionaler Bedeutung aufgenommen. Ob dieses Feuchtgebiet vom Bundesrat auch in das Inventar BGE 119 Ib 254 S. 281der Flachmoore von nationaler Bedeutung aufgenommen wird, wie dies im Entwurf unter Nr. 1639 vorgesehen ist, wird zur Zeit gepr�ft. Trifft dies zu, so best�tigt dies den von der Verfassung angeordneten Moorschutz (Art. 24sexies Abs. 5 BV). F�r diesen Schutz ist wesentlich, dass f�r die Zufahrtsstrasse zum Staudamm eine Strassenf�hrung m�glich ist, welche die Erhaltung des Moores sichert. Wie der Augenschein best�tigt hat, kann die Strasse am Rande des Moorgebiets so gef�hrt werden, dass das Flachmoor verschont bleibt. Die Regierung hat angeordnet, dass im Zusammenhang mit der Strassenf�hrung schutzw�rdige Lebensr�ume zu schonen sind, wobei das Flachmoor La Motta besonders erw�hnt wird. Bei der f�r die Erstellung der Strasse zu erteilenden Bewilligung ist auf eine entsprechend klare Vorschrift zu achten, aus der hervorgeht, dass die Wendung "schonen" den von Art. 18 NHG verlangten Schutz einwandfrei gew�hrleistet.
ed) Demnach ergibt sich, dass der Regierung in Anwendung des eidgen�ssischen und kantonalen Natur- und Heimatschutzrechts kein Ermessensmissbrauch und keine unsachgem�sse Aus�bung des ihr zustehenden Beurteilungsspielraums vorgeworfen werden kann, wenn sie einen absoluten Schutz des Val Curciusa abgelehnt hat. Sie durfte ber�cksichtigen, dass der als Erd- und Steindamm mit zentralem Kern geplante Staudamm beim Pass de Curciusa alta an der gleichen Stelle errichtet werden soll, die beim Verleihungsprojekt 1953/1956 in Aussicht genommen wurde. Wenn die Beschwerdef�hrer betonen, dass das Curciusatal in seiner Ausdehnung und Unber�hrtheit einzigartig sei und gleichartige T�ler in Graub�nden nicht mehr gefunden werden k�nnten, so ist dem entgegenzuhalten, dass der erhebliche Eingriff in die Landschaft und die Natur im wesentlichen bereits bei der im Jahre 1953 erteilten Verleihung in Kauf genommen wurde. Diese Feststellung schliesst freilich nicht aus, dass die Regierung bei der neuen Beschlussfassung, die sie aufgrund der nachfolgenden Erw�gungen zu treffen haben wird, davon auszugehen hat, dass f�r das geplante Speicherwerk eine neue Konzession zu erteilen ist.
ee) Die neue Konzession gem�ss Beschluss Nr. 2630, die im Zusammenhang mit der Erstellung des Werkes Curciusa von den Gemeinden Nufenen, Medels i.R. und Spl�gen f�r die auf 2215 m.�.M. gelegene Fassung der Zufl�sse aus dem Val Rossa und f�r die Fassung des Areuabaches auf Curciusa alta erteilt wurde, betrifft zwar an sich eine grosse Wassermenge (im Sommer 18,9 Mio. m3). Die diesbez�glichen Auswirkungen auf das Curciusa- und das BGE 119 Ib 254 S. 282Hinterrheintal sind aber nicht derart schwerwiegend (s. insb. nachf. lit. g-k), dass diese Fassungen die Regierung h�tten veranlassen m�ssen, das neue Projekt f�r das vergr�sserte Speicherbecken Curciusa abzulehnen, dies um so weniger, als sie ohnehin auch schon im fr�heren Projekt vorgesehen waren.
ef) Somit ergibt sich, dass dem Hauptbegehren der Beschwerdef�hrer, die Beschl�sse f�r die Verwirklichung des Saison-Speicherwerkes Curciusa seien im Interesse eines absoluten Schutzes des Curciusatales aufzuheben, nicht gefolgt werden kann.
f) Als ungen�gend bezeichnen die beschwerdef�hrenden Umweltschutzorganisationen sodann die zum Schutze der Auen im Misox getroffene Anordnung von Untersuchungen. In Ziff. 2.2 lit. b des Beschlusses Nr. 2629 betreffend Curciusa hat die Regierung die MKW AG verpflichtet, f�r allf�llige Revitalisierungsmassnahmen zur Erhaltung dieser Auen, namentlich bei Pomareda, Untersuchungen zu planen und durchzuf�hren. Der Augenschein hat best�tigt, dass diese Auen in der Tat bereits heute gef�hrdet sind, dass jedoch auch wirksame Massnahmen getroffen werden k�nnen, um ihren Bestand sicherzustellen und der schon im Gange befindlichen Umwandlung in einen Mischwald entgegenzuwirken. Hierauf ist bei der Beurteilung der Einwendungen zur�ckzukommen, welche gegen die Verl�ngerung der bestehenden Konzessionen gem�ss den Beschl�ssen Nrn. 2631 und 2632 erhoben werden (nachf. E. 10). Die Bef�rchtung, diese Auen w�rden zus�tzlich gef�hrdet, ist auf die �nderung der Betriebsf�hrung der Werke Spina und Soazza zur�ckzuf�hren, die sich aus der Umlagerung von Sommerenergie in Winterstrom ergibt. Das kantonale Umweltschutzamt anerkennt in �bereinstimmung mit der vom BUWAL vertretenen Auffassung, dass die bereits durch die bisherige Wasserkraftnutzung erheblich belastete Umwelt entlang der Moesa noch st�rker beeintr�chtigt wird. Auch wenn dies eine Folge der Erstellung des Werkes Curciusa ist, liegt es nahe, die Konsequenzen, die sich aus der ver�nderten Betriebsf�hrung der bestehenden Werke der MKW AG ergeben, f�r deren Betrieb die Konzessionsdauer nun neu auf 80 Jahre festgelegt wird, im Rahmen dieser Neuregelung und deren Genehmigung zu pr�fen und festzulegen. Wird dies ber�cksichtigt, so ist die Verpflichtung zu Untersuchungen, welche die Regierung in Ziff. 2.2 der Bewilligung f�r das Speicherwerk Curciusa angeordnet hat, n�tigenfalls durch weitergehende Anordnungen im Rahmen der Beschl�sse f�r die ver�nderte Betriebsf�hrung der Werke Spina und Soazza zu erg�nzen. Soweit BGE 119 Ib 254 S. 283sich hieraus R�ckwirkungen f�r das Speicherwerk Curciusa ergeben, ist diesen Rechnung zu tragen.
g) Gegen�ber der fischereirechtlichen Bewilligung wenden die Beschwerdef�hrer ein, die bei der Fassung im Val Rossa angeordnete Dotierwassermenge von 80 l/s sowie das zu gew�hrleistende Restwasser von 50 l/s bei der Messstelle auf Curciusa bassa w�rden nicht gen�gen, um das Leben der Fische im Areuabach zu gew�hrleisten. Bef�rchtet wird eine ungen�gende Wassertiefe, dies namentlich in den Wintermonaten. Die zust�ndigen Fachleute des Kantons sind demgegen�ber davon �berzeugt, dass die genannten Anordnungen ausreichen, um einen Fischbestand sicherzustellen. Sie weisen darauf hin, dass der Areuabach bereits heute nur dank einem Einsatz von Fischen auf Curciusa bassa als Fischgew�sser bezeichnet werden kann.
Der Augenschein hat best�tigt, dass auf Curciusa bassa unterhalb der geplanten Staumauer das aus dem Val Rossa fliessende Wasser in erheblichem Ausmasse versickert. Die getroffenen Anordnungen gew�hrleisten eine Wassermenge im Flusslauf, die bei trockenem Wetter den heutigen Verh�ltnissen entspricht. Auch ist zu ber�cksichtigen, dass im Sommer bei den vorherrschenden klimatischen Verh�ltnissen die nat�rliche Abflussmenge das auf 550 l/s angelegte Schluckverm�gen der Fassung �bersteigt, so dass der Wasserabfluss im Val Rossa w�hrend rund eines Monats mehr als 80 l/s betragen wird. Unter diesen Voraussetzungen besteht f�r das Bundesgericht in Beachtung der gegen�ber der Begutachtung des Umweltvertr�glichkeitsberichts durch die kantonale Fachstelle zu �benden Zur�ckhaltung (oben E. 8a) kein Anlass, die von der Regierung getroffenen Anordnungen f�r die Erhaltung des Areuabaches als Fischgew�sser als ungen�gend zu bezeichnen.
Hingegen ist darauf hinzuweisen, dass im Laufe des bundesgerichtlichen Verfahrens das neue Bundesgesetz �ber den Schutz der Gew�sser am 1. November 1992 in Kraft getreten ist (oben E. 6b, s. auch nachf. E. 10). Entsprechend den erheblichen �ffentlichen Interessen, denen das Gesetz dient, hat das Bundesgericht bereits entschieden, dass es auch in h�ngigen Verfahren zu ber�cksichtigen ist (BGE 119 Ib 177). Art. 31 Abs. 2 lit. d des Gesetzes sieht ausdr�cklich vor, dass die f�r die freie Fischwanderung erforderliche Wassertiefe gew�hrleistet sein muss. Die Regierung wird bei dem von ihr - wie erw�hnt - zu treffenden neuen Entscheid dem dannzumal geltenden Recht Rechnung zu tragen und dementsprechend eine wirksame Kontrolle des Wasserlaufes auf Curciusa bassa anzuordnen BGE 119 Ib 254 S. 284haben, damit n�tigenfalls mit geeigneten Gestaltungsmassnahmen wie der Schaffung zus�tzlicher Vertiefungen oder von sogenannten Gumpen eine gen�gende Wassertiefe erreicht werden kann (s. UVP-Bericht 1987 Ziff. 5.2.9).
Auf die Frage einer allf�llig n�tigen fischerei- und gew�sserschutzrechtlichen Bewilligung f�r die Eingriffe in den Lauf der Moesa im Misox ist bei der Beurteilung der Einwendungen gegen die Beschl�sse Nrn. 2631 und 2632 zur�ckzukommen (nachf. E. 10).
h) Keine anderen Folgerungen ergeben sich gegen�ber dem Regierungsbeschluss Nr. 2630, mit dem die Regierung die Wasserrechtsverleihung der Gemeinden Nufenen, Medels i.R. und Spl�gen betreffend Nutzung des Areuabaches und des Seitenbaches aus dem Val Rossa genehmigt hat. Der Inhalt der in diesem Beschluss erteilten fischerei- sowie natur- und heimatschutzrechtlichen Bewilligung deckt sich weitgehend mit den Auflagen, welche die Regierung mit dem Beschluss Nr. 2629 getroffen hat. Dass sich im Falle dieser Konzession, welche unbestrittenermassen eine Neukonzession ist, die fischereirechtlichen Auflagen auf Art. 24 und 25 FG st�tzen, �ndert am dargelegten Ergebnis nichts. Gem�ss Art. 25 Abs. 2 FG sind die im Interesse der Fischerei zu treffenden Anordnungen von einer Abw�gung der Gesamtinteressenlage abh�ngig zu machen. Bei dieser Abw�gung ist das wirtschaftliche Interesse an der Wasserkraftnutzung mit der weitgehenden Umlagerung der Energieerzeugung auf die Wintermonate mitzuber�cksichtigen. Die Regierung durfte die mit der Fassung des Areuabaches und des Wassers aus dem Val Rossa verbundenen Beeintr�chtigungen der Wasserl�ufe in Kauf nehmen, ohne dass ihr eine �berschreitung ihres Beurteilungs- und Ermessensspielraums vorgeworfen werden kann.
i) Wie ausgef�hrt, kommt der mit Beschluss Nr. 2629 genehmigte Nachtrag materiell der Erteilung einer neuen Konzession gleich (vorne E. 5b). Daraus ergibt sich, dass sich auch die fischereirechtlichen Auflagen, die mit diesem Beschluss getroffen wurden, richtigerweise auf Art. 25 FG st�tzen sollten. Die Regierung wird der entsprechenden Rechtsanwendung - wie erw�hnt - bei ihrem neuen Entscheid Rechnung zu tragen und in Anwendung des am 1. Januar 1994 in Kraft tretenden neuen Fischereigesetzes vom 21. Juni 1991 eine Abw�gung der Gesamtinteressenlage vorzunehmen haben (Art. 9 Abs. 2 FG). Diese schliesst die energiewirtschaftlichen Interessen sowie die allgemeinen wirtschaftlichen Interessen der verleihenden Gemeinwesen ein. Am Augenschein haben die Gemeindevertreter diese Interessen nachdr�cklich betont.
k) Auch die mit dem Beschluss Nr. 2630 erteilte naturschutzrechtliche Bewilligung, f�r welche heute die Fassung der Art. 21 und 22 (je Abs. 2) gem�ss GSchG vom 24. Januar 1991 massgebend ist (Art 75 Ziff. 2 dieses Gesetzes; vorstehende lit. g), ist nicht zu beanstanden. Die Kritik der Beschwerdef�hrer, es fehle eine R�cksichtnahme auf die Auenvegetation im Rheinwaldtal, ist zwar verst�ndlich. Doch hat der Augenschein am Laufe des Hinterrheins bei Medels best�tigt, dass sich die dortigen Auen, denen keine nationale Bedeutung beigemessen wird und die in kein Bundesinventar aufgenommen werden sollen, schon heute in einem fortgeschrittenen Stadium der Mischwaldbildung befinden. Diese Umwandlung ist in erster Linie auf die zum Schutze des landwirtschaftlichen Kulturlandes vorgenommene Uferverbauung zur�ckzuf�hren; sie kann nicht dem Werk Curciusa angelastet werden. Massnahmen zur Revitalisierung der Auen im Sinne der Art. 18 ff. NHG m�ssten unabh�ngig davon gepr�ft werden, etwa durch gezielte �ffnung der Uferverbauung zur Erm�glichung periodischer �berflutungen des Waldareales ohne Gef�hrdung des Kulturlandes.
Ohnehin bezeichnet der Bericht zur UVP die �nderung des Abflusses im Hinterrhein zufolge der Ableitung von Wasser aus dem Val Rossa und eines Teils des Abflusses des Areuabaches als so gering, dass sie vernachl�ssigbar sei. Die kantonale Fachstelle teilt diese Auffassung. Die Fachleute der beschwerdef�hrenden Vereinigungen bezweifeln allerdings diese Folgerung, doch durfte die Regierung bei den gegebenen Verh�ltnissen in Aus�bung des ihr zustehenden Ermessens und Beurteilungsspielraums in Respektierung der amtlichen Expertise der kantonalen Fachstelle ohne Bundesrechtsverletzung davon absehen, Massnahmen zur Revitalisierung der Auen zu Lasten der Konzession�rin anzuordnen.
l) Die Beschwerdef�hrer beanstanden ferner, dass bei der Fassung des Ri de Seda auf der Alp de Balnisc keine Dotierwassermenge verlangt wird. Der Augenschein hat best�tigt, dass der entsprechende Bachlauf auf dieser Alp und im Bereich des anschliessenden Wasserfalls kein Fischgew�sser darstellt. Dies allein gen�gt jedoch nicht, um von einer Dotierwasserabgabe abzusehen. Das neue GSchG vom 24. Januar 1991 dient namentlich auch der Erhaltung der Gew�sser als Landschaftselemente (Art. 1 lit. c und e). Ausserdem ist der Ri de Seda im Bereich der Talebene, d.h. der Pian San Giacomo, ein Fischgew�sser. Die Umweltschutzvereinigungen bef�rchten, der Ri de Seda werde nicht mehr in ausreichendem Masse mit Wasser BGE 119 Ib 254 S. 286gespiesen, wenn bei der Fassung auf der Alp de Balnisc kein Dotierwasser im Bachlauf belassen werden m�sse.
Der Ri de Seda wird aus verschiedenen Quellen sowie zu einem wesentlichen Teil aus dem Grundwasser von Pian San Giacomo gespiesen, wie sich am Augenschein ebenfalls best�tigt hat. Es konnte festgestellt werden, dass eine gr�ssere Wassermenge des zu Tal st�rzenden Baches versickert, bevor er das Gebiet Pian San Giacomo erreicht. Bei dieser Sachlage hat das Bundesgericht keinen Anlass, zum Schutz des Ri de Seda als Fischgew�sser eine gegen�ber den angefochtenen Beschl�ssen weitergehende Massnahme zu treffen. Die Regierung hat eine Ersatzanordnung f�r den Fall vorgesehen, dass die Erhaltung des Ri de Seda als Fischgew�sser nicht gew�hrleistet werden k�nnte. Sie verlangt, dass in diesem Fall die im Massnahmenkatalog des Amtes f�r Umweltschutz genannte gleichwertige Naturalersatzleistung erbracht werden muss, eine Anordnung, die vom Bundesgericht in Respektierung des der Regierung zustehenden Beurteilungsspielraums als ausreichend zu bezeichnen ist.
Als Landschaftselement kommt dem Ri de Seda unbestrittenermassen eine gewisse Bedeutung zu. Der Bach st�rzt als Wasserfall zu Tal. Die Fassung des von der Alp de Balnisc zufliessenden Wassers f�hrt jedoch nicht zu einem vollst�ndigen Verlust des Wasserfalles, da unterhalb der Fassung Zufl�sse bestehenbleiben und da der Bach zu einem wesentlichen Teil im Fr�hjahr und Fr�hsommer von Schmelzwasser gespiesen wird. Unterhalb der Wasserfassung lagern weiterhin Schneemengen, die zu einem Wasserabfluss f�hren. Die Beeintr�chtigung des Landschaftsbildes durch die Schw�chung des Wasserfalles ist freilich nicht zu verkennen, darf jedoch auch nicht �berbewertet werden. Wie die Gemeindevertreter best�tigt haben, f�hrt der Bach bei trockenem Wetter w�hrend der Sommermonate kein oder nur wenig Wasser, wobei dieses zum Teil bereits auf der Alp oder in den anschliessenden Felsmassen versickert. Auch ist der Bach nicht der einzige Wasserfall, der zu Tal st�rzt. Schliesslich besteht auch kein Anlass, von einer vollen Fassung des Baches auf der Alp de Balnisc mit R�cksicht auf den Schutz des Grundwasserbeckens von San Giacomo abzusehen. Die von den Fachleuten am Augenschein gegebenen Erkl�rungen best�tigen, dass die H�he des Grundwasserspiegels namentlich vom Felsriegel bei Ponte abh�ngt. Ausserdem haben F�rbversuche gezeigt, dass nicht feststeht, dass das auf der Alp de Balnisc versickernde Wasser �berhaupt zum �berwiegenden Teil in das Grundwasserbecken von San Giacomo BGE 119 Ib 254 S. 287gelangt. Zu den weiteren kritischen Hinweisen der Beschwerdef�hrer hinsichtlich der Notwendigkeit einer Abwassersanierung im Gebiet San Giacomo ist festzustellen, dass diese unbestritten ist und unabh�ngig von der Realisierung der neuen Kraftwerkanlagen verwirklicht werden soll und muss.
10. Als n�chstes ist somit zu pr�fen, ob die Regierung mit den Beschl�ssen Nrn. 2631 (Isola-Spina, Spina-Soazza), 2632 (Valbella-Spina) und 2633 (Hinterrhein) die Nachtr�ge zu den der MKW AG und der KHR AG erteilten Verleihungen genehmigen durfte, ohne umweltschutzrechtliche Anforderungen zu missachten. Namentlich fragt es sich, ob die Dauer der in den Jahren 1953/1956 der Calancasca AG bzw. der MKW AG als Rechtsnachfolgerin erteilten Verleihungen bis zum Ablauf der Konzession f�r den Bau und Betrieb des Speicherkraftwerkes Curciusa, l�ngstens bis zum 31. Dezember 2085, verl�ngert werden durfte, ohne diese "Verl�ngerung" von einer Pr�fung der Umweltvertr�glichkeit der bereits seit den 60er Jahren in Betrieb stehenden Werke der MKW AG abh�ngig zu machen.
Zur Beurteilung des umweltschutzrechtlichen Gen�gens der genannten drei Beschl�sse ist zun�chst die Frage zu beantworten, ob es die Regierung bei der von ihr angeordneten "Verl�ngerung" der bestehenden Konzessionen dabei bewenden lassen durfte, sp�testens bei Ablauf der "ordentlichen" Konzessionsdauer zu pr�fen, "ob zwingende �ffentlich-rechtliche Vorschriften des Bundes oder des Kantons dannzumal neu beachtet werden m�ssen" (je Ziff. 8 der Beschl�sse Nrn. 2631 und 2632 sowie Ziff. 11 des Beschlusses Nr. 2633).
Die "ordentliche" Konzessionsdauer, d.h. die in den Verleihungen 1953/1956 festgesetzte H�chstdauer von 80 Jahren, l�uft f�r die Konzessionen Spina-Soazza am 1. Juli 2041, f�r Isola-Spina am 1. Juli 2042 und f�r Valbella-Spina am 1. Juli 2043 ab, w�hrend die KHR-Konzessionen gem�ss der damaligen Regelung am 31. Dezember 2042 enden.
a) In bezug auf die KHR-Konzessionen ist zu beachten, dass sie nicht generell verl�ngert wurden. Die Nachtr�ge bezwecken einzig, die Wassermenge, die dem Hinterrheingebiet entzogen und dem Werk Curciusa zugeleitet wird, auf die Dauer der Konzession f�r dieses Werk sicherzustellen. Da sich die von den Gemeinden Nufenen, Medels i.R. und Spl�gen der MKW AG erteilte neue Konzession (Beschluss Nr. 2630) auf eine bereits der KHR AG zur Nutzung bis 2042 verliehene, nun dem Hinterrhein zu entziehende Wassermenge BGE 119 Ib 254 S. 288bezieht, musste sich die MKW AG zur Leistung von Realersatz verpflichten. Konzessionsrechtlich bleibt jedoch die KHR AG verpflichtet, den Gemeinden die konzessionsm�ssigen Leistungen zu erbringen. Um den Gemeinden gegen�ber den Realersatz auf die Dauer der an die MKW AG erteilten Konzessionen sicherzustellen, sehen die Nachtr�ge vom 19. Juni 1987 vor, dass die Gemeinden der KHR AG das Recht verleihen, die Wasserkraft des Hinterrheins in den Gef�llstufen Innerferrara/Sufers-Andeer und Andeer-Sils i.D. in dem Umfange zu nutzen, welcher der Ableitung des Wassers aus dem Areuabach und dem Val Rossa nach S�den entspricht (je Art. 1 der Nachtr�ge). Je gem�ss Art. 2 wird die Verleihung gem�ss diesen Nachtr�gen "mit Wirkung ab 1.1.2043 f�r die restliche Dauer der der MKW AG am 20.8.1986 von den Rheinwaldgemeinden Nufenen, Medels und Spl�gen auf 80 Jahre vom Tage der Inbetriebnahme des Kraftwerkes Curciusa-Spina an verliehenen Konzession erteilt". Art. 4 lit. b der Nachtr�ge sieht sodann vor, dass f�r den Fall, dass die KHR AG nach Ablauf der ihr erteilten Konzessionen ab 1. Januar 2043 als Beliehene ausscheiden und nur noch die mit den Nachtr�gen vom 19. Juni 1987 gew�hrte Verleihung f�r die der Ableitung nach S�den entsprechende Wasserkraft haben sollte, diese "Teilwasserkraftverleihung" mit befreiender Wirkung f�r die KHR AG auf die MKW AG bzw. deren Rechtsnachfolger �bergehe. Im einzelnen wird hief�r auf die gleichlautenden Anh�nge zu den Nachtr�gen verwiesen.
b) Auf diese ausgekl�gelte Regelung, die sich aus dem Zusammenhang der Wasserkraftnutzung in den Werken der KHR AG und der MKW AG f�r die dem Hinterrhein zu entziehende Wassermenge erkl�rt, ist zun�chst im Hinblick auf die Beurteilung der gegen den Beschluss Nr. 2633 gerichteten Einwendungen einzugehen. Aus ihr ergibt sich, dass sie gegen�ber der bereits behandelten Neuverleihung durch die Gemeinden Nufenen, Medels i.R. und Spl�gen f�r die Nutzung des dem Stausee Curciusa zuzuleitenden Wassers des Areuabaches und aus dem Val Rossa zu keiner zus�tzlichen Belastung der Umwelt f�hrt. Sie regelt einzig die konzessionsrechtlichen Folgen des Entzuges eines Teils der zum Hinterrheingebiet geh�renden Wassermenge, die beim Bau des Werkes Curciusa nach S�den ins Misox abgeleitet werden soll. Die Regierung durfte daher ohne Bundesrechtsverletzung davon absehen, an die Genehmigung der genannten Nachtr�ge vom 19. Juni 1987 weiter gehende Anforderungen als diejenigen zu stellen, die sie f�r die Verwirklichung des Werkes Curciusa verlangte.
Die Auswirkungen der Ableitung eines Teils der zum Hinterrheingebiet geh�renden Wassermenge nach S�den sind bei der Pr�fung der Umweltvertr�glichkeit dieses Werkes abgekl�rt worden. Wie erw�hnt, bezeichnet der Bericht die �nderung des Abflusses im Hinterrhein als so gering, dass sie hinsichtlich der Auswirkungen vernachl�ssigbar sei (oben E. 9k). Die Regierung durfte daher diese von der kantonalen Fachstelle geteilte Auffassung ihrem Beschluss zugrunde legen und dementsprechend auch davon absehen, f�r die bis zum Ablauf der laufenden Konzessionen der KHR AG fortdauernde Nutzung der Wasserkraft des Hinterrheins eine fischerei- oder naturschutzrechtliche Bewilligung zu erteilen. Bei dieser Sachlage - und da die konzessionsrechtliche Regelung ohnehin zu keinen zus�tzlichen baulichen Eingriffen in den Hinterrhein f�hrt - gen�gt der in Ziff. 11 des Beschlusses angebrachte Vorbehalt den heute zu ber�cksichtigenden umweltschutzrechtlichen Anforderungen. Danach beh�lt sich die Regierung vor, "sp�testens bei Ablauf der ordentlichen Konzessionsdauer der vorliegenden Stufen zu pr�fen, ob zwingende �ffentlichrechtliche Vorschriften des Bundes oder des Kantons dannzumal neu beachtet werden m�ssen". Nachdem im heutigen Zeitpunkt eine erhebliche Belastung der Umwelt durch die von der Regierung genehmigte konzessionsrechtliche Regelung nicht zu erkennen ist, gen�gt dieser Vorbehalt den beim Ablauf der Konzessionsdauer der KHR-Konzessionen Ende 2042 zu wahrenden �ffentlichen Interessen.
Damit ergibt sich, dass die Beschwerde an sich ebenfalls unbegr�ndet ist, soweit sie sich gegen den Beschluss Nr. 2633 richtet. Welche Konsequenzen sich hieraus f�r den vom Bundesgericht zu treffenden Entscheid ergeben, ist nach der abschliessenden Beurteilung der R�gen gegen die Beschl�sse Nrn. 2631 und 2632 zu pr�fen (nachf. lit. m).
c) Aus der Begr�ndung der Beschl�sse Nrn. 2631 und 2632 ergibt sich, dass die Regierung eine "Verl�ngerung" der Geltungsdauer der bestehenden Konzessionen annimmt. Sie erachtet diese zufolge der betrieblichen Verflechtung der konzedierten Wasserkraftnutzung als notwendig, um eine Harmonisierung der Konzessionsbedingungen zu erreichen. Die beiden Beschl�sse beziehen sich auf die von der MKW AG betriebenen Anlagen. Sie betreffen somit die gleiche Tr�gerschaft. Es ist nicht zu verkennen, dass ein Auseinanderfallen der Tr�gerschaft f�r das ebenfalls von der MKW AG zu betreibende Saison-Speicherwerk Curciusa einerseits und f�r die heutigen Kraftwerkanlagen Valbella, Spina und Soazza anderseits zu kaum l�sbaren BGE 119 Ib 254 S. 290Problemen f�hren w�rde, wie in dem von den Gemeinden und der MKW AG eingereichten Gesuch um "Verl�ngerung" der bestehenden Konzessionen dargelegt wird. Bereits bei der Erteilung der Konzessionen durch die Gemeinden Mesocco und Soazza wurden die Probleme erkannt, die bei einem Auseinanderfallen der Tr�gerschaft auftreten k�nnten. Dies ergibt sich namentlich aus der f�r den Heimfall der Kraftwerkanlagen bei Ablauf der Konzession getroffenen Regelung. In Art. 20 Ziff. 4 der Verleihung wurde vorgesehen, dass das Heimfallsrecht an den Anlagen der einen der beiden Stufen Curciusa-Pian San Giacomo und Pian San Giacomo-Soazza nur unter der Voraussetzung geltend gemacht werden k�nne, dass auch das Heimfallsrecht an den Anlagen der andern Stufe ausge�bt werde. Doch genehmigte die Regierung diese mit dem WRG kaum zu vereinbarende Regelung nicht. Sie ordnete vielmehr an, dass anstelle der betreffenden Konzessionsbestimmung die gesetzlichen Bestimmungen g�lten (Ziff. 13 des vom Kleinen Rat am 23. Januar 1956 getroffenen Genehmigungsbeschlusses). Die von den Gemeinden in Aussicht genommene Regelung l�sst jedoch klar erkennen, dass sie als �ber die Wasserkraft verf�gungsberechtigte Gemeinwesen ein Auseinanderfallen der Tr�gerschaft f�r die beiden Stufen als unerw�nscht erachten.
Es ist daher naheliegend, dass die Verleihungen, welche die in Frage stehenden Kraftwerkanlagen der MKW AG betreffen (Valbella, Spina I und Soazza), auf die Dauer der Wasserkraftnutzung durch das Werk Curciusa aufeinander abgestimmt werden. Anstelle des in den Jahren 2041 bis 2043 eintretenden Ablaufs der Verleihungsdauer f�r die bestehenden Werke f�hrt dies zu einer neuen Nutzungsdauer l�ngstens bis zum Jahr 2085. Der definitive Zeitpunkt des Ablaufs der "Konzessionsverl�ngerungen" wird durch das Bau-, Verkehrs- und Forstdepartement Graub�nden im Zeitpunkt der Inbetriebnahme des Werkes Curciusa-Spina ermittelt und verbindlich festgelegt (je Ziff. 7 der Beschl�sse Nrn. 2631 und 2632). Es fragt sich, ob und unter welchen rechtlichen Voraussetzungen eine solche "Konzessionsverl�ngerung" �ber die gesetzliche H�chstdauer von 80 Jahren hinaus in Ber�cksichtigung der umweltschutzrechtlichen Anforderungen zul�ssig ist.
d) Art. 58 Abs. 1 WRG ordnet unter der Marginalie "Dauer der Verleihung" an: "Die Verleihung hat eine Dauer von h�chstens 80 Jahren von der Er�ffnung des Betriebes an." Mit Ablauf dieser Dauer erlischt die Konzession, doch besteht sowohl gem�ss der Botschaft des Bundesrates zum WRG (BBl 1912 II 701) als auch in der BGE 119 Ib 254 S. 291Lehre Einigkeit dar�ber, dass die Konzession - wie erw�hnt - erneuert werden kann (HANS GRAF, Die Erweiterung, Erneuerung und �bertragung von Wasserrechtsverleihungen, Diss. Z�rich 1954, S. 48 ff.; BLAISE KNAPP, La fin des concessions hydrauliques, ZSR 101/1982 I S. 133 ff.). Unter Erneuerung wird �blicherweise die Weiternutzung durch den bisherigen Konzession�r verstanden. Von "Verl�ngerung" der Konzession spricht das eidgen�ssische WRG im Unterschied zum kantonalen Gesetz betreffend die Benutzung der �ffentlichen Gew�sser zur Errichtung von Wasserwerken (Art. 4bis Abs. 2, Art. 4ter Abs. 1 BWRG) nicht ausdr�cklich. Es liegt nahe, unter "Verl�ngerung" die Ausdehnung der vereinbarten Dauer zu den gleichen Bedingungen ohne inhaltliche �nderung zu verstehen (VINZENS AUGUSTIN, Verl�ngerung von Wasserrechtskonzessionen zum Zweck ihrer Harmonisierung, SJZ 85/1989, S. 336 Ziff. 1; KNAPP, a.a.O., S. 134). Einhelligkeit �ber das Verst�ndnis der Begriffe "Erneuerung" und "Verl�ngerung" besteht allerdings nicht. In dem das Etzelwerk betreffenden Entscheid vom 11. Juli 1988 stellte das Bundesgericht fest, nach allgemeinem Sprachgebrauch k�nne unter "Erneuerung" sowohl ein Weiterdauern der Verleihung, d.h. die "Verl�ngerung", als auch die Erteilung einer v�llig neuen Konzession verstanden werden (ZBl 90/1989 S. 87, E. 3b).
Auch im vorliegenden Fall brauchen die begrifflichen Fragen nicht abschliessend gekl�rt zu werden. Wesentlich ist, dass das WRG mit der Beschr�nkung der H�chstdauer der Konzession auf 80 Jahre verhindern wollte, dass sich das verf�gungsberechtigte Gemeinwesen �ber eine l�ngere Dauer als 80 Jahre binde (PETER LIVER, Rechtsgutachten vom 28. Juli 1962 �ber die Verl�ngerung von Wasserrechtskonzessionen, Ziff. 1 S. 2). RAPHAEL VON WERRA h�lt fest, dass die H�chstdauer von 80 Jahren ein zwingendes Maximum sei, das durch keine abweichende Regelung im Verleihungsakt �berschritten werden k�nne (Fragen zum Ablauf von Wasserrechtskonzessionen mit Heimfall unter besonderer Ber�cksichtigung der Verh�ltnisse im Kanton Wallis, ZBl 81/1980 S. 1 ff., insb. S. 5). WERNER DUBACH betont die zwingende Natur der Regel von Art. 58 Abs. 1 WRG und bezeichnet die zeitliche Begrenzung der Konzessionen als die zentrale Vorschrift des Gesetzes �berhaupt (in ZBl 85/1984, Die Sonderstellung der Gemeinwesen nach Art. 3 Abs. 2 und Art. 58 Abs. 2 des Bundesgesetzes �ber die Nutzbarmachung der Wasserkr�fte, S. 207 ff., insb. S. 209 Ziff. 2.2.1). Nach der H�chstdauer von 80 Jahren muss in jedem Fall sowohl zur Sicherung der Anspr�che des verf�gungsberechtigten Gemeinwesens als auch zur Wahrung BGE 119 Ib 254 S. 292der allgemeinen �ffentlichen Interessen eine �berpr�fung der Konzessionsbedingungen erfolgen. Die Botschaft des Bundesrates zum WRG betont, dass die eidgen�ssische Regelung der Erl�schungsgr�nde, wozu der Ablauf der Dauer z�hlt, im Interesse der Rechtssicherheit liege (BBl 1912 II 700). Hieraus ergibt sich, dass nach Ablauf der Konzessionsdauer auch dann, wenn sich das Gemeinwesen und der bisherige Konzession�r dar�ber einig sind, dass das Nutzungsrecht weiterhin gew�hrt werden soll, "sowohl �ber das k�nftige Schicksal desselben wie das der Werkanlagen zu entscheiden ist, und zwar unter Wahrung der �ffentlichen Interessen des Konzedenten" (so AUGUSTIN, a.a.O. [SJZ], S. 335 Ziff. 2, und vgl. auch AUGUSTIN, a.a.O. [Diss.], S. 171 ff.; �bereinstimmend GRAF, a.a.O., S. 49).
e) Von dieser Rechtslage ist auch zur Beurteilung der Frage auszugehen, ob vor Ablauf der gesetzlichen H�chstdauer der Konzession deren Bestand mit Nachtr�gen und einer Anpassung der Verleihungsbedingungen auf eine l�ngere Dauer erstreckt werden kann, so dass sie entgegen der Regel von Art. 58 Abs. 1 WRG nach 80 Jahren nicht erlischt. PETER LIVER bejaht diese Frage im angef�hrten Rechtsgutachten mit der Begr�ndung, das Gemeinwesen verpflichte sich auch in diesem Fall erneut lediglich auf eine neue Dauer von 80 Jahren (a.a.O., Ziff. 2 und 4, S. 2 und 5). In der vorliegenden Sache hat dies zur Folge, dass die Dauer der bereits genutzten Konzessionen �ber 120 Jahre betr�gt, wenn vom Betriebsbeginn in den bestehenden Anlagen der Stufe II zu Beginn der 60er Jahre und vom neu festgesetzten Endtermin des 31. Dezember 2085 ausgegangen wird.
Wird ber�cksichtigt, dass das verf�gungsberechtigte Gemeinwesen und der Konzession�r die Verleihung nach Ablauf der gesetzlichen H�chstdauer erneuern k�nnen, wobei die Grunds�tze anzuwenden sind, welche f�r die Erteilung einer neuen Konzession gelten (BBl 1912 II 701; AUGUSTIN, a.a.O. [Diss.], S. 172; OTTO WIELAND, Die Wasserrechtsverleihung im Kanton Graub�nden, Diss. Z�rich 1939, S. 141), so ist nicht einzusehen, warum das Gemeinwesen und der Konzession�r eine Neufestsetzung der H�chstdauer mit Anpassung der Konzessionsbedingungen nicht auch vor Ablauf von 80 Jahren sollen vereinbaren k�nnen. Die gesetzliche H�chstdauer von 80 Jahren will die Freiheit des verf�gungsberechtigten Gemeinwesens und des Konzession�rs, w�hrend der Dauer der Konzession einvernehmlich neue Bedingungen festzulegen, nicht beschr�nken. Wesentlich ist hingegen, dass der Konzession�r keinen BGE 119 Ib 254 S. 293Rechtsanspruch auf Erneuerung und dementsprechend auch nicht auf eine neue Festlegung der H�chstdauer von 80 Jahren w�hrend des Laufs einer Konzession besitzt; ein Anspruch auf Erneuerung nach Ablauf der Konzessionsdauer steht einzig Gemeinwesen als Konzession�ren zu (Art. 58 Abs. 2 und 3 WRG). Von Bedeutung ist zudem, dass auch im Falle einer neuen Festlegung der H�chstdauer vor Ablauf von 80 Jahren die Grunds�tze zu beachten sind, welche f�r die Erteilung einer neuen Konzession gelten.
Somit ergibt sich, dass es mit Sinn und Zweck der gesetzlichen Regelung nicht vereinbar w�re, wenn nur bei einer Erneuerung der Konzession nach Ablauf der H�chstdauer von 80 Jahren die Grunds�tze, welche f�r die Erteilung einer neuen Konzession gelten, zu beachten w�ren. Auch bei einer Neufestsetzung der Konzessionsdauer w�hrend des Laufs einer Konzession - im vorliegenden Falle nach rund 40 Jahren seit der Verleihung - wird die vom Gesetzgeber angeordnete zeitliche Begrenzung der Konzession "als die zentrale Vorschrift des Gesetzes �berhaupt" (DUBACH, a.a.O. [ZBl], S. 209) ge�ndert. Sowohl die Interessen des verf�gungsberechtigten Gemeinwesens als auch die im Spiele stehenden �ffentlichen Interessen verlangen in diesem Fall die Anwendung der Grunds�tze, welche f�r die Erteilung einer neuen Konzession gelten.
f) Im vorliegenden Fall best�tigen die genehmigten Nachtr�ge, dass den Interessen der verf�gungsberechtigten Gemeinwesen in mehrfacher Hinsicht Rechnung getragen wurde. Die finanziellen und energiem�ssigen Leistungen der Kraftwerkunternehmungen an die Gemeinden wurden angepasst. �ber die Entsch�digung f�r die zeitliche Verschiebung des Heimfalles der bestehenden Konzessionsanlagen wurde eine Einigung erzielt. Es handelt sich dabei um Festlegungen, die als Folge der neuen H�chstdauer der Konzession von 80 Jahren ab Inbetriebnahme des Werkes Curciusa im Interesse der verf�gungsberechtigten Gemeinden getroffen werden mussten. Hinsichtlich dieser Interessen ist die neue H�chstdauer von 80 Jahren in Ber�cksichtigung der getroffenen Regelung als unbedenklich zu bezeichnen.
Dieselbe Feststellung gilt in bezug auf die Interessen der Konzession�rin, der MKW AG. Diese bezeichnet die Harmonisierung der Konzessionsbedingungen und -auflagen, namentlich hinsichtlich der Konzessionsdauer, als unabdingbare Voraussetzung f�r den Bau des Speicherwerkes Curciusa. Dies ist mit R�cksicht auf die erheblichen Investitionen verst�ndlich. Die "Anpassung" der Konzessionen mit Neufestsetzung der Konzessionsdauer auf 80 Jahre ab BGE 119 Ib 254 S. 294Inbetriebnahme des Werkes Curciusa tr�gt diesen Interessen vollumf�nglich Rechnung.
g) Hingegen stellt sich die Frage, ob den bei der Festsetzung einer neuen H�chstdauer der Verleihung von 80 Jahren ebenfalls zu wahrenden �ffentlichen Interessen in ausreichendem Masse Rechnung getragen wurde. In dieser Hinsicht bestehen erhebliche Zweifel. Die Regierung ist der Meinung, ihr Vorbehalt, sp�testens bei Ablauf der "ordentlichen" Konzessionsdauer zu pr�fen, ob zwingende �ffentlich-rechtliche Vorschriften des Bundes oder des Kantons dannzumal neu beachtet werden m�ssen, gen�ge (Beschl�sse Nrn. 2631 und 2632, je Ziff. 8).
Verh�lt es sich - wie ausgef�hrt - so, dass grunds�tzlich die Regeln anzuwenden sind, welche f�r die Erteilung einer neuen Konzession gelten, wenn w�hrend des Laufs einer bestehenden Konzession mit sofortiger Wirkung f�r die andauernde Wasserkraftnutzung eine neue H�chstdauer von 80 Jahren gem�ss den "angepassten" Konzessionsbedingungen festgelegt wird, so ergibt sich, dass in diesem Zeitpunkt gepr�ft werden muss, ob die Wasserkraftnutzung nicht nur den Interessen der verf�gungsberechtigten Gemeinden und der Konzession�re entspricht, sondern ob sie auch allen in Frage stehenden �ffentlichen Interessen Rechnung tr�gt. Hiezu z�hlen sowohl die energiewirtschaftlichen Interessen an einer rationellen Wasserkraftnutzung als auch die Interessen des Schutzes der Umwelt im weitesten Sinne. Selbst wenn man mit PETER LIVER gem�ss dem im Jahre 1962 erstatteten Gutachten annehmen wollte, eine "blosse Verl�ngerung" der Konzessionsdauer sei nicht dem Fall der Erteilung einer neuen Konzession gleichzustellen, so l�gen im vorliegenden Fall im Sinne des von LIVER gemachten Vorbehaltes wesentliche inhaltliche �nderungen der laufenden Konzessionen vor. Die im Interesse der verf�gungsberechtigten Gemeinwesen und der Konzession�rin getroffenen neuen Festlegungen zeigen dies. Auch f�hrt die Anpassung der bestehenden Verleihungen - wie bereits wiederholt festgestellt wurde - zu wesentlichen �nderungen der bisherigen Nutzung, indem neu vorwiegend Winterenergie erzeugt werden soll. Derart weitgehende �nderungen, die auch andere Auswirkungen auf die Umwelt nach sich ziehen, sind nicht einer blossen "Verl�ngerung" im Sinne einer Ausdehnung der vereinbarten H�chstdauer zu im wesentlichen gleichen Bedingungen ohne inhaltliche �nderung gleichzustellen (s. insb. oben E. 5b). Sie f�hren auch zu gewissen, umfangm�ssig zwar begrenzten, dennoch aber unentbehrlichen baulichen Anpassungen der bestehenden Werke.
h) Die bestehenden Wasserwerke sind Anlagen im Sinne von Art. 7 Abs. 7 und Art. 9 Abs. 1 USG. Die Regierung ist jedoch der Meinung, die von ihr genehmigte "Anpassung" der Verleihungen mit der Neufestsetzung der H�chstdauer von 80 Jahren ab Inbetriebnahme des Werkes Curciusa z�ge keine neue Belastung der Umwelt nach sich, soweit die bestehenden Werke betroffen seien. F�r die KHR-Anlagen durfte sie dies annehmen, wie bereits ausgef�hrt worden ist (oben E. 9k und 10b).
Hinsichtlich der Werke der MKW AG verkennt hingegen die Regierung die Rechtslage. Sie �bersieht, dass das Bundesgericht bereits in dem die Ilanzer Kraftwerke betreffenden Entscheid festgestellt hat, dass auch in bezug auf konzedierte Werke geltendes Recht zur Anwendung zu bringen ist, soweit es nicht zu einem Eingriff in die Substanz des Rechts f�hrt, eine Regel, die dem in den Konzessionen gemachten allgemeinen Vorbehalt k�nftigen Rechts entspricht (BGE 107 Ib 146 E. 4). Ferner �bersieht sie, dass die geltenden Gesetze zum Schutze der Umwelt in dem von ihnen festgelegten Umfange auch auf bestehende Anlagen, welche die Umwelt belasten, zur Anwendung gelangen. Schliesslich verkennt die Regierung, dass nicht nur der technische Eingriff, der die Nutzung der Wasserkraft erm�glicht, sondern - ja sogar in erster Linie - die Wasserkraftnutzung mit ihrer andauernden Beeinflussung des nat�rlichen Wasserhaushaltes die Umwelt belastet. Ausserdem erf�hrt der Wasserhaushalt im vorliegenden Falle vom Zeitpunkt der neuen Laufzeit der Konzession an wegen der Auswirkungen auf das Wasserregime der Moesa eine erhebliche �nderung. Verh�lt es sich so, so m�ssen die umweltschutzrechtlich relevanten Auswirkungen der "Konzessionsanpassung" mit neuer Laufzeit der Verleihung f�r die ver�nderte Betriebsf�hrung der Wasserkraftnutzung in den bestehenden und baulich anzupassenden Anlagen im jetzigen Zeitpunkt abgekl�rt und soweit erforderlich auch verbindlich festgelegt werden.
ha) Dass weitere f�r den Schutz der Umwelt entlang dem Lauf der Moesa erhebliche Abkl�rungen ausgef�hrt werden m�ssen, ergibt sich aus den Berichten der kantonalen Umweltschutzfachstelle, denen - wie dargelegt - das Gewicht einer amtlichen Expertise zukommt (oben E. 8 und 9a), mit aller Deutlichkeit. Zu den f�r die Verbesserung der Verh�ltnisse entlang dem Lauf der Moesa vorgeschlagenen Massnahmen z�hlt die Forderung "nach Remedur der Restwassersituation in der Moesa". Der Augenschein am Lauf der Moesa im Gebiet von San Giacomo hat die v�llige Trockenlegung des Flusses unterhalb von Isola auf einer Strecke von gegen 1 km BGE 119 Ib 254 S. 296und die damit verbundenen nachteiligen Auswirkungen auf die Landschaft und die Umwelt best�tigt. Die Bef�rchtung der Fachleute der beschwerdef�hrenden Vereinigungen, dass sich die Verh�ltnisse zus�tzlich verschlechtern, wenn das Wasser aus dem Isola-Stausee �ber Spina nach Curciusa hinaufgepumpt wird, ist nicht von vornherein von der Hand zu weisen.
hb) Wiederholt fordert sodann die kantonale Fachstelle weitere Abkl�rungen in bezug auf die Ver�nderungen des flussnahen Grundwasserspiegels, die als Folge der ver�nderten Betriebsf�hrung mit verringertem Wasserabfluss im Sommer und verst�rkter Wasserf�hrung im Winter auftreten k�nnen. Die erhebliche Bedeutung des Grundwasserspiegels f�r die Vegetation entlang dem Flusslauf ist offenkundig. Sie betrifft auch den Schutz der Auen, denen nationale Bedeutung beigemessen wird, die allerdings bereits heute wegen der Verbauungen des Flusslaufes beeintr�chtigt sind. Die Umweltschutzfachstelle fordert daher nicht nur die Pr�fung, sondern auch die Durchf�hrung von Revitalisierungsmassnahmen. Dass solche wirksam m�glich sind, hat der Augenschein best�tigt. Auch wenn anzuerkennen ist, dass die bestehenden Beeintr�chtigungen der Auen nicht in erster Linie der Wasserkraftnutzung zuzuschreiben ist, so ist ein Zusammenhang dennoch nicht in Abrede zu stellen.
hc) Auch der am Augenschein erl�uterte Schwallbetrieb ist nicht ohne wesentlichen Einfluss auf die Vegetation. Die von der Regierung gemachte Auflage, bei der Zentrale Soazza ein Schwallbecken zu errichten (Ziff. 1.2 lit. d der zu Curciusa im Beschluss Nr. 2629 erteilten fischereirechtlichen Bewilligung), vermag die nachteiligen Auswirkungen des Schwallbetriebes zu vermindern, doch bedarf die Erstellung des Beckens sowohl hinsichtlich seiner Lage sowie der allf�lligen Inanspruchnahme von Waldareal und der Regelung des Schwallbetriebes weiterer Abkl�rungen, dies namentlich auch hinsichtlich der M�glichkeit, zu der f�r die Auenvegetation rechten Zeit eine �berflutung sicherzustellen.
hd) Das kantonale Amt f�r Umweltschutz ist jedoch der Meinung, die entsprechenden Abkl�rungen seien im Rahmen der zweiten Stufe der UVP auszuf�hren, eine Auffassung, die jedenfalls zum Teil mit der rechtlichen �berlegung zusammenh�ngt, dass die "Verl�ngerung" der bestehenden Konzessionen f�r die Kraftwerkanlagen der zweiten Stufe (Valbella, Spina I und Soazza) einzig mit den Nachtr�gen beschlossen werden k�nne, ohne dass zus�tzliche umweltschutzrechtliche Abkl�rungen und Bewilligungen nach der Fischerei- und der Naturschutzgesetzgebung f�r die bestehenden Werkanlagen BGE 119 Ib 254 S. 297der zweiten Stufe verlangt werden k�nnten. Dieser Auffassung kann jedoch - wie ausgef�hrt - nicht gefolgt werden. Gewiss kann ein erheblicher Teil der sowohl vom BUWAL als auch von der kantonalen Umweltschutzfachstelle verlangten Massnahmen entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrer im Rahmen der weiteren Verfahren, die zu den Ausf�hrungsbewilligungen f�hren, abgekl�rt werden. Dies trifft namentlich f�r die Massnahmen zu, welche f�r die Bauzeit anzuordnen sind, um dem L�rmschutz und der Luftreinhaltung Rechnung zu tragen. Auch die Fragen, welche mit dem Aushub und den hiezu anzulegenden Deponien zusammenh�ngen, sind im Rahmen der zweiten Stufe der UVP im einzelnen zu pr�fen. Desgleichen sind die Fragen der f�r den Transport der Energie n�tigen Leitungen Folgeprobleme, die in den nachfolgenden Verfahren abschliessend zu pr�fen sind.
Die oben angesprochenen Probleme des Gew�sserschutzes sowie des Natur- und Landschaftsschutzes betreffen jedoch sowohl f�r die Umwelt als auch die Wasserkraftnutzung derart zentrale Anliegen, dass deren Abkl�rung nicht auf eine zweite Stufe der UVP verschoben werden darf (vgl. nicht publ. E. 5 von BGE 115 Ib 224 ff. betreffend Notwendigkeit der UVP, soweit sie f�r die Bewilligungen nach FG und NHG durchgef�hrt werden muss).
he) Nach Art. 16 USG sind Anlagen, die den Vorschriften dieses Gesetzes oder den Umweltvorschriften anderer Bundesgesetze nicht gen�gen, zu sanieren. Anzuf�hren sind im Zusammenhang mit der Wasserkraftnutzung die Art. 24-26 FG in der Fassung vom 14. Dezember 1973 (bzw. die Vorschriften der Art. 7-10 FG vom 21. Juni 1991, in Kraft ab 1. Januar 1994). Die in Frage stehende Neufestsetzung der Dauer der Wasserkraftnutzung auf 80 Jahre, die eine wesentlich ver�nderte Betriebsf�hrung in den bestehenden und - soweit n�tig - baulich anzupassenden Anlagen mit sich bringt und zu einer Fortdauer der Eingriffe in die Gew�sser um rund weitere 40 Jahre f�hrt, ist als Erweiterung der Anlagen im Sinne von Art. 24 FG (in der bisherigen und auch in der neuen Fassung des GSchG) sowie Art. 18 Abs. 1 USG zu bezeichnen. Hievon abgesehen sind Massnahmen zum Schutze oder zur Wiederherstellung von Fischgew�ssern auch f�r bestehende Anlagen anzuordnen, wie dies das Bundesgericht im Entscheid 107 Ib 148 E. 6 festgestellt hat.
Der Augenschein hat sodann best�tigt, dass die Nutzung der Wasserkraft der Moesa durch die MKW AG sowohl den Vorschriften des fr�heren als auch des neuen GSchG, namentlich den Bestimmungen zur Sicherung angemessener Restwassermengen (Art. 29 ff. GSchG BGE 119 Ib 254 S. 298vom 24. Januar 1991), nicht gen�gt. Freilich konnte die Regierung das neue GSchG noch nicht anwenden, da es erst w�hrend des bundesgerichtlichen Verfahrens - am 1. November 1992 - in Kraft getreten ist. Doch ist es nun vom Bundesgericht zu beachten (oben E. 9g), wie dies �brigens schon zum fr�heren GSchG vom 8. Oktober 1971 (BGE 99 Ib 152 f. E. 1) und zum USG (BGE 112 Ib 43 E. 1c) entschieden worden ist. Somit sind im vorliegenden Fall insbesondere auch die Art. 30 ff. des neuen GSchG bereits anwendbar, was denn auch aus dessen �bergangsbestimmungen (Art. 80-83, e contrario) und aus den Gesetzesmaterialien (BBl 1987 II 1061 sowie insb. Amtl.Bull. N 1989 1018 ff. und 1103 ff.) deutlich hervorgeht und �brigens auch mit dem von BERNHARD FREI zuhanden des BUWAL erstatteten Rechtsgutachten �ber "Die Sanierung nach Art. 80 ff. Gew�sserschutz vom 24.1.1991 bei der Wasserkraftnutzung" (Schriftenreihe Umwelt Nr. 163, S. 23 ff., insb. S. 27 f.) �bereinstimmt. Gem�ss dem neuen GSchG sind die Vorschriften �ber die Mindestrestwassermengen zwingend, wie sich dies aus Art. 31 in Verbindung mit der Ausnahmeregelung von Art. 32 und den Vorschriften f�r die Erh�hung der Mindestwassermenge gem�ss Art. 33 klar ergibt. Auch die Gesetzesmaterialien lassen hier�ber keinen Zweifel offen. Antr�ge, die auf eine Lockerung der Mindestwasservorschriften abzielten, wurden abgelehnt (s. Amtl.Bull. N insb. 1989 1018-1034 sowie 1990 591; s. in diesem Zusammenhang auch nachf. lit. 1).
Schliesslich sind die wiederholt angesprochenen Vorschriften der Natur- und Heimatschutzgesetzgebung anzuf�hren. Der mit dem USG und mit seitherigen Gesetzesrevisionen angeordnete verst�rkte Schutz von Riedgebieten, Mooren und seltenen Waldgesellschaften (Art. 18 Abs. 1bis und 1ter sowie Art. 18a und b NHG) ist im Zeitpunkt des Ausbaues der Anlagen und der Neufestlegung der Konzessionsdauer auf 80 Jahre und nicht erst nach Ablauf der "ordentlichen" Konzessionsdauer ernst zu nehmen. Die Gef�hrdung der Auenvegetation entlang der Moesa h�ngt jedenfalls teilweise mit der Wasserkraftnutzung durch die MKW AG zusammen. Die Forderung ist daher gerechtfertigt, dass die Massnahmen zur Revitalisierung der Auen, die sich aus den geltenden Schutz- und Unterhaltsverpflichtungen der Kantone ergeben, im Zeitpunkt der Neufestsetzung der Verleihungsdauer auf 80 Jahre zu pr�fen und anzuordnen sind.
i) Aus den dargelegten grunds�tzlichen Erw�gungen �ber das Ausmass der gerichtlichen Kontrolle (vorne E. 2 und 8) ergibt sich die Feststellung, dass die vorhandenen Untersuchungen �ber die BGE 119 Ib 254 S. 299Umweltvertr�glichkeit unvollst�ndig sind, soweit sie die Wasserkraftnutzung in den bestehenden Werken der MKW AG betreffen. Die Frage, ob sie im Sinne von Art. 24 UVPV gen�gen, ist somit zu verneinen. Sodann ist festzustellen, dass es nicht Sache des Bundesgerichts ist, weitere Untersuchungen anzuordnen. Die Kompetenzen der gesetzlich vorgesehenen Fachinstanzen sind zu respektieren. Auch lassen die Hinweise auf die Anwendung der geltenden Vorschriften zum Schutze der Umwelt, die in Art. 3 UVPV in nicht abschliessender Weise aufgef�hrt sind, erkennen, dass die "Anpassung" der laufenden Konzessionen mit der Neufestsetzung der Konzessionsdauer auf das H�chstmass von 80 Jahren eine UVP im Sinne von Art. 9 USG voraussetzt, welche aufzeigt, ob und inwieweit die bestehende Wasserkraftnutzung in den Anlagen, welche Gegenstand der angefochtenen Beschl�sse Nrn. 2631 und 2632 bilden, den Vorschriften zum Schutze der Umwelt entspricht (BGE 116 Ib 262 f. E. 1a und b). Soweit dies nicht zutrifft, ist aufzuzeigen, welche Massnahmen zur Verminderung der Umweltbelastung ergriffen werden k�nnen, wie dies Art. 9 Abs. 2 lit. d USG verlangt. Diese Verpflichtung ergibt sich �brigens auch aus Art. 82 f. des neuen GSchG vom 24. Januar 1991.
k) Hat sich die Neufestsetzung der Verleihungsdauer f�r die Wasserkraftnutzung in den bestehenden Anlagen der MKW AG auf das gesetzliche H�chstmass von 80 Jahren ab Inbetriebnahme des Werkes Curciusa - wie ausgef�hrt - grunds�tzlich nach den f�r neue Verleihungen geltenden Regeln zu richten, so ergibt sich auch, dass die Regierung zu Unrecht angenommen hat, die f�r die technischen Eingriffe in die Gew�sser und in die Ufervegetation nach geltendem Recht erforderlichen Bewilligungen, insbesondere diejenigen gem�ss dem FG und dem NHG sowie nun neu nach dem GSchG vom 24. Januar 1991, seien entbehrlich. Der zu verlangende Bericht �ber die Umweltvertr�glichkeit der bestehenden Wasserkraftnutzung vermittelt ihr die notwendigen Entscheidungsgrundlagen, um die f�r die fortdauernden, in begrenztem Mass auch neuen Eingriffe in die Gew�sser und in die Ufervegetation n�tigen Bewilligungsverfahren durchf�hren und die gegebenenfalls erforderlichen Auflagen und Bedingungen festsetzen zu k�nnen.
l) Zur Klarstellung sei beigef�gt, dass die von der kantonalen Umweltschutzfachstelle verlangten Massnahmen, die von der Regierung nur in ungen�gendem Ausmass im Rahmen der Beschl�sse Nrn. 2629 und 2630 f�r das Speicherwerk Curciusa ber�cksichtigt wurden, nach der Meinung der Fachstelle ergriffen werden k�nnen, ohne die BGE 119 Ib 254 S. 300Realisierung des Speicherwerkes Curciusa in Frage zu stellen. Auch aus der kritischen Stellungnahme des BUWAL ergibt sich, dass die ger�gten M�ngel aufgrund der zu treffenden weitergehenden Abkl�rungen behoben werden k�nnen. Das Bundesgericht hat gem�ss dem Ergebnis des Augenscheins und der Instruktionsverhandlung bei der von ihm nach dem Gesagten zu wahrenden Zur�ckhaltung gegen�ber der amtlichen Expertise der kantonalen Umweltschutzfachstelle und in Respektierung des Beurteilungs- und Ermessensspielraums der kantonalen Regierung (vorne E. 2b und 8a/b) keinen Anlass, diese Annahme in Frage zu stellen. Doch ist zu beachten, dass sich aus der Anordnung der nach geltendem Umweltschutzrecht (im weitesten Sinn) erforderlichen Massnahmen Konsequenzen f�r das Werk Curciusa ergeben. Namentlich sind die Auswirkungen der gesetzlich imperativ angeordneten Mindestwassermengen in Kauf zu nehmen. Dass dies auch der Meinung des Gesetzgebers entspricht, ergibt sich namentlich aus der Ablehnung eines von Nationalrat Schmidhalter gestellten Antrages. Dieser wollte in F�llen, in denen - wie hier - die Konzession vor Ablauf der urspr�nglich festgesetzten Dauer ge�ndert oder erg�nzt wird, die Restwassermengen gem�ss dem neuen GSchG erst nach Ablauf der betreffenden Dauer gelten lassen. Der Nationalrat verwarf aber diesen Antrag; der Berichterstatter, Nationalrat R�ttimann, stellte fest, die von Nationalrat Schmidhalter gewollte Folge k�nne nicht die Meinung der Revision des GSchG sein (Amtl.Bull. N 1989 1106).
m) Aus den dargelegten Gr�nden ist die Beschwerde gutzuheissen, soweit sie sich gegen die Regierungsbeschl�sse Nrn. 2631 und 2632 richtet. Die Einwendungen der beschwerdef�hrenden Vereinigungen gegen die Beschl�sse Nrn. 2629, 2630 und 2633 haben sich demgegen�ber im wesentlichen als unbegr�ndet erwiesen. Doch ist zu beachten, dass das vorgesehene Speicherwerk Curciusa - wie ausgef�hrt - mit Spina I und Soazza eine Gesamtanlage bildet. Das neue Energiekonzept l�sst sich nur dank der Speicherung des Wassers im neuen Speicherbecken von 60 Mio. m3 Inhalt in Verbindung mit den bestehenden Werken verwirklichen, weshalb die fragliche Erneuerung der Konzessionen von 1953 einer Neukonzessionierung gleichkommt; dies f�hrt zu R�ckschl�ssen auf den Betrieb des Werkes Curciusa, deren Folgen sich erst aufgrund der noch vorzunehmenden weiteren Abkl�rungen klar ergeben. Dieser Zusammenhang schliesst einen nach den Beschl�ssen Nrn. 2629, 2630, 2633 einerseits und Nrn. 2631 und 2632 anderseits differenzierten Entscheid aus. Dies f�hrt dazu, die Beschwerde im Sinne der BGE 119 Ib 254 S. 301vorstehenden Erw�gungen gutzuheissen, alle angefochtenen Beschl�sse aufzuheben und die Sache zu neuem Entscheid im Sinne der Erw�gungen an die Regierung zur�ckzuweisen. Der Hinweis auf die Erw�gungen besagt, dass das Speicherwerk Curciusa realisiert werden kann, sofern die genannten, von der Regierung noch zu veranlassenden und bei ihrem Neuentscheid zu ber�cksichtigenden weiteren Abkl�rungen ergeben, dass die umweltschutzrechtlichen Anforderungen im weitesten Sinne (einschliesslich der Respektierung der einschl�gigen Spezialgesetze, insbesondere auch des GSchG vom 24. Januar 1991) bei der einer Neukonzessionierung entsprechenden "Verl�ngerung" der bestehenden Konzessionen gem�ss den Beschl�ssen Nrn. 2631 und 2632 erf�llt werden und die Anlage, auch im Lichte der dabei gegebenenfalls zus�tzlich anzuordnenden Vorbehalte bzw. Auflagen und Bedingungen, eine positive Gesamtenergiebilanz aufweist.
107 IB 146,
115 IB 224,
119 IB 57,
118 IB 420 suite... ,
117 IB 184,
117 IB 185,
117 IA 274,
117 IB 187,
118 IB 490,
118 IB 392,
116 IB 263,
118 IB 603,
118 IB 215,
112 IB 429,
118 IB 228,
118 IB 398,
115 IB 143,
118 IB 488,
119 IB 177,
116 IB 262
Art. 9 USG suite... ,
Art. 24-26 FG,
Art. 104 lit. a und Art. 105 Abs. 1 OG,
Art. 24 Abs. 1 und BGE 119 Ib 254 S. 259Art. 26 FG,
Art. 14 und 21 UVPV,
Art. 7 Abs. 7 und Art. 9 USG,
Art. 12 und 13 UVPV,
Art. 9 Abs. 2 FG,
Art. 18a NHG,
Art. 43 Abs. 1 WRG,
Art. 43 Abs. 2 WRG,
Art. 54 lit. b und d WRG,
Art. 1 Abs. 2 lit. c der Verordnung vom 2. Oktober 1989 �ber die Raumplanung (RPV; SR 700.1),
Art. 54 WRG,
Art. 9 Abs. 3 USG,
Art. 9 Abs. 5 USG,
Art. 42 Abs. 2 USG,
Art. 9 Abs. 5-8 USG,
Art. 5 ff. UVPV,
Art. 9 Abs. 2 lit. a-d USG,
Art. 9 Abs. 4 USG,
Art. 16 NHG,
Art. 58 Abs. 2 und 3 WRG,
Art. 7-10 FG,
Art. 18a und b NHG,
Art. 9 Abs. 2 lit. d USG

References: art. 55
 art. 12
 art. 25
 art. 9
 art. 18
 art. 29
 art. 5
 art. 24
 BGE 
 Art. 4
 BGE 
 Art. 24
 BGE 
 Art. 18
 Art. 22
 Art. 24
 Art. 25
 Art. 18
 Art. 22
 BGE 
 Art. 24
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 97
 Art. 5
 Art. 99
 Art. 5
 Art. 24
 Art. 18
 Art. 22
 Art. 99
 BGE 
 Art. 99
 Art. 99
 BGE 
 Art. 98
 Art. 55
 Art. 12
 Art. 55
 Art. 24
 Art. 2
 Art. 12
 Art. 12
 Art. 12
 Art. 55
 Art. 55
 Art. 3
 BGE 
 Art. 12
 BGE 
 Art. 105
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 5
 BGE 
 BGE 
 Art. 28
 BGE 
 BGE 
 Art. 4
 Art. 1
 BGE 
 Art. 9
 Art. 38
 Art. 60
 BGE 
 Art. 25
 Art. 8
 Art. 54
 BGE 
 Art. 7
 Art. 9
 BGE 
 Art. 9
 Art. 9
 Art. 24
 Art. 9
 Art. 9
 Art. 9
 Art. 42
 Art. 9
 BGE 
 BGE 
 Art. 9
 Art. 25
 Art. 9
 Art. 18
 Art. 29
 Art. 5
 Art. 24
 BGE 
 BGE 
 Art. 9
 Art. 5
 Art. 9
 Art. 9
 Art. 12
 BGE 
 BGE 
 Art. 21
 BGE 
 Art. 24
 BGE 
 BGE 
 Art. 6
 BGE 
 Art. 18
 Art. 5
 Art. 18
 Art. 16
 Art. 18
 Art. 18
 BGE 
 Art. 18
 BGE 
 BGE 
 Art. 31
 BGE 
 Art. 24
 Art. 25
 Art. 25
 Art. 21
 Art. 18
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 1
 Art. 2
 Art. 4
 BGE 
 Art. 20
 Art. 58
 BGE 
 Art. 4
 Art. 58
 Art. 3
 Art. 58
 BGE 
 Art. 58
 BGE 
 BGE 
 Art. 7
 Art. 9
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 16
 Art. 24
 Art. 7
 Art. 24
 Art. 18
 BGE 
 Art. 30
e contrario
 Art. 80
 Art. 31
 Art. 32
 Art. 33
 Art. 18
 BGE 
 Art. 24
 Art. 3
 Art. 9
 Art. 9
 Art. 82
 BGE 
 BGE 

Art. 9

Art. 24

Art. 104
 Art. 105

Art. 24
 BGE 

Art. 14

Art. 7
 Art. 9

Art. 12

Art. 9

Art. 18

Art. 43

Art. 43

Art. 54

Art. 1

Art. 54

Art. 9

Art. 9

Art. 42

Art. 9

Art. 5

Art. 9

Art. 9

Art. 16

Art. 58

Art. 7

Art. 18

Art. 9