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Timestamp: 2017-07-25 08:45:10+00:00

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Wirtschaft: Hinter jeder Information könnte ein folgenschweres Risiko stecken
Sicherheitsbeauftragte und Medizinprodukteberater spielen nach ¤ 30 und ¤ 31 des Medizinproduktegesetzes (MPG) eine wichtige Rolle bei der Überwachung von Medizinprodukten, zu denen auch der Zahnersatz zählt. Laut Gesetz wird dieser als Sonderanfertigung bezeichnet. In vielen Dentallabors bestehen jedoch nur vage Vorstellungen von den genauen Funktionen, Aufgaben und Verantwortlichkeiten von Sicherheitsbeauftragten und Medizinprodukteberatern. Technik: Farbe Schwarz ist der Ausgangspunkt für den korrekten Weißabgleich
Digitale Fotografie ist in aller Munde. Für Dentallabore ist das Visualisieren ästhetisch relevanter Informationen eine Schlüsselqualifikation. Sei es zur Dokumentation eigener Arbeiten, zur Kundenberatung oder Mitarbeiterschulung. Daher widmet sich Thomas Burgard in fünf Artikeln der digitalen Dentalfotografie und wendet sich dabei sowohl an Einsteiger als auch an Fortgeschrittene. Teil 4 führt den Lesern die Komplexität des Weißabgleichs vor Augen. IDS Rückblick: Bleibt Internationale Dental-Schau die Leitmesse für Zahntechniker?
Die Zahlen des Veranstalters suggerieren diese Aussage. Auch 2009 stiegen die Besucherzahlen der IDS um sagenhafte 6,9 Prozent auf aktuell 106.000, die Ausstellungsfläche wuchs erneut um 6,2 Prozent und die Zahl der Aussteller vermehrte sich um 4,5 Prozent. Was aber verrät ein Blick hinter diese Zahlen? Produkte
Service: Meisterliche Rundschau mit dem Blick nach Nord, Süd, Ost und West Redaktion
Die Qualität des deutschen Zahntechniker-Handwerks steht und fällt mit dem Können der Menschen, die in diesem Gewerbe arbeiten. Die Ausbildung zum Zahntechnikermeister stellt auch oder gerade in heutiger Zeit ein ganz entscheidendes Puzzleteil dar. Bundesweit bieten momentan mehr als 20 Einrichtungen eine solche Fortbildung an. Die ZT Zahntechnik Zeitung stellt in sieben Teilen jene Angebote kurz vor. Teil 2 blickt in den Nordwesten des Landes. 1
ZAHNTECHNIK ZEITUNG Nr. 4 April 2009 8. Jahrgang ISSN: 1610-482X PVSt: F 59301 Entgelt bezahlt Einzelpreis 3,50 € Die Monatszeitung für das zahntechnische Labor I www.zt-aktuell.de Verbessertes Meister-BAföG Risiken erfassbar machen Digitale Dentalfotografie (4) Erwartungen erfüllt? Die Neufassung des Aufstiegsfortbildungsför- derungsgesetzes sieht eine höhere finanzielle Unterstützung für Fortbildungswillige vor. Rafael J. de la Roza erläutert die Aufgaben von Sicherheitsbeauftragten und Medizinprodukte- beratern bei der Überwachung von Zahnersatz. In diesem Teil widmet sich Autor Thomas Bur- gard der Komplexität des Weißabgleichs und der Schwierigkeit der exakten Farbwiedergabe. Laut Veranstalter ging die IDS 2009 erfolg- reich über die Bühne. Doch ist sie auch weiterhin die Leitmesse für Zahntechniker? Politik (cid:2)Seite 4 Wirtschaft (cid:2)Seite 8 Technik (cid:2)Seite 12 IDS-Rückblick (cid:2)Seite 15 Eine Standortbestimmung zwischen Finanzkrise und technologischem Wandel Wieder in die Zukunft investieren Die Zahntechnik war auf der Internationalen Dental-Schau (IDS) 2009 mehr als nur eine Rand- erscheinung. Welche Rahmenbedingungen sie derzeit prägen, beschrieb Walter Winkler, Ge- neralsekretär des Verbandes Deutscher Zahntechniker-Innungen (VDZI), gegenüber der ZT. Herr Winkler, die IDS 2009 gehört fast schon wie- der der Geschichte an. Wel- chen Eindruck haben die Tage in Köln bei Ihnen hinterlassen? Was unglaublich positiv auffiel, war die vollkom- men unaufgeregte, stark an Sachthemen orientierte Atmosphäre auf der Messe. 2007 hätte man in jeder zweiten Äußerung mit einer depressiven Aussage, Zwei- feln, Missstimmung oder Unsicherheit rechnen kön- nen. Diesmal war es jedoch ruhig, ohne Hysterie, sach- orientiert, klasse! Ich bin unglaublich beeindruckt gewesen, was die Atmo- sphäre dieser Messe anbe- langt. Hängt dieses positive Bild damit zusammen, dass Labore mit dem Beginn des Festzuschuss-Systems 2004 Investitionen hinausgescho- ben haben und sich nun wie- der mutiger zeigen? ANZEIGE esthetic-base® gold die Stumpfgips Referenz – nur das Beste für Ihr Sägemodell! www.dentona.de Seitdem wir das vierteljähr- liche Konjunkturbarometer erheben, verfolgen wir auch den Investitionsindex. In den vergangenen drei Quartalen ist dieser deutlich angestiegen. Das ist sicher auch in Erwartung der Messe zwei, erfolgt. Das liegt aber auch daran, dass die Betriebe zwi- schen 2005 und 2007 in puncto Investitionen sehr zurückhaltend waren. Kei- ner wusste, auf welcher Größe er seinen Betrieb sta- bil halten kann. Ersatzinves- titionen wurden aufgescho- ben. Es gab offensichtlich aber auch eine Zurückhal- tung von Investitionen in neue Technologien.Die Bran- che ist inzwischen wieder auf einem stabileren Niveau, dass Laborleiter sich sagen: Jetzt kann und muss ich wie- der investieren. Und auch in gemeinsamen Gesprächen mit dem Industrieverband haben wir gehört, dass die Investitionsbereitschaft wie- der hoch ist. Wenn wir es schaffen, die positiven Mes- sesignale über das ganze (cid:2) Fortsetzung auf Seite 6 ANZEIGE ANZEIGE CAD/CAM – jetzt zu Spitzenpreisen! (cid:55)(cid:50)(cid:51)(cid:16)KONDITION(cid:3)(cid:20)(cid:29) (cid:40)(cid:50)(cid:54) (cid:49)(cid:40)(cid:48)(cid:16)(cid:40)(cid:76)(cid:81)(cid:75)(cid:72)(cid:76)(cid:87) (cid:21)(cid:20)(cid:15)(cid:28)(cid:28) f* (cid:55)(cid:50)(cid:51)(cid:16)KONDITION(cid:3)(cid:21)(cid:29) Zirkon(cid:16)(cid:40)(cid:76)(cid:81)(cid:75)(cid:72)(cid:76)(cid:87) (gefräst) System: Wieland Zeno (cid:23)(cid:28)(cid:15)(cid:28)(cid:28) f* DANKE für Ihren Besuch an unserem Messestand! (cid:71)(cid:72)(cid:81)(cid:87)(cid:68)(cid:79)(cid:87)(cid:85)(cid:68)(cid:71)(cid:72)(cid:3)(cid:42)(cid:80)(cid:69)(cid:43)(cid:3)(cid:9)(cid:3)(cid:38)(cid:82)(cid:17)(cid:3)(cid:46)(cid:42)(cid:3)(cid:135)(cid:3)(cid:42)(cid:85)(cid:68)(cid:93)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:54)(cid:87)(cid:85)(cid:68)(cid:137)(cid:72)(cid:3)(cid:27)(cid:3)(cid:135)(cid:3)(cid:21)(cid:27)(cid:22)(cid:24)(cid:28)(cid:3)(cid:37)(cid:85)(cid:72)(cid:80)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:18)(cid:3)(cid:42)(cid:72)(cid:85)(cid:80)(cid:68)(cid:81)(cid:92)(cid:3) (cid:76)(cid:81)(cid:73)(cid:82)(cid:35)(cid:71)(cid:72)(cid:81)(cid:87)(cid:68)(cid:79)(cid:87)(cid:85)(cid:68)(cid:71)(cid:72)(cid:17)(cid:71)(cid:72)(cid:3)(cid:135)(cid:3)(cid:90)(cid:90)(cid:90)(cid:17)(cid:71)(cid:72)(cid:81)(cid:87)(cid:68)(cid:79)(cid:87)(cid:85)(cid:68)(cid:71)(cid:72)(cid:17)(cid:71)(cid:72)(cid:3)(cid:135)(cid:3)(cid:73)(cid:85)(cid:72)(cid:72)(cid:70)(cid:68)(cid:79)(cid:79)(cid:3)(cid:11)(cid:19)(cid:27)(cid:19)(cid:19)(cid:12)(cid:3)(cid:21)(cid:23)(cid:26)(cid:3)(cid:20)(cid:23)(cid:26)(cid:16)(cid:20) Hochwertiger Zahnersatz zu günstigen Preisen i a d e m - e d a r t l a t n e d © Dentallabore müssen Produktivität als Schlüsselgröße erkennen und stärken Kleine Lösungen für große Probleme Trotz aller Euphorie war die Wirtschafts- und Finanzkrise ein beherrschendes Thema auf der Internationalen Dental-Schau (IDS) 2009. Doch statt in Schockstarre zu verfallen, wurde vielerorten nach vernünftigen Wegen im Umgang mit der Situation gesucht. Dies galt auch für das dentechnica-Forum des Verbandes Deutscher Zahntechniker-Innungen (VDZI). (ms) – Bereits Eröffnungsred- ner Jürgen Schwichtenberg, Präsident des VDZI, sprach ohne Umschweife von wirt- schaftlich schwierigen Zeiten, deren Ursprung zu wesent- lichen Teilen noch immer in der Einführung des Festzu- schuss-Systems 2005 zu fin- den sei. Er bezeichnete diesen rechtlichen Rahmen als uner- träglich für das Handwerk, da er entsprechend geringe Er- träge nach sich ziehe. Daher genüge es auch nicht, wenn Laborinhaber auf der Stufe von Zufriedenheit verharren würden.„Die Frage muss ganz besonders in Zeiten wie diesen lauten: Wie lässt sich die Zu- friedenheit steigern?“ Eine Antwort biete der VDZI mit der Marke Q_AMZ,welche die Position des Zahntechniker- Handwerks im Markt stärke. Dafür müsse die Marke von engagierten Verbandsmitglie- dern mit Leben gefüllt werden. Auf eben diese persönliche Ini- tiative lenkte im Anschluss Unternehmensberater Wer- ner Weidhüner seinen Blick. Unter dem Motto „Leistung messen und verbessern“ stellte er heraus, wie viel Ver- besserungspotenzial noch in den Betrieben selbst brach liegt.Vor allem in Hinblick auf einen Umsatzeinbruch, den Weidhüner für das zweite Halbjahr 2009 erwartet. Der studierte Wirtschaftswis- senschaftler ging der Frage nach, wie produktiv die Den- tallabore in ihrer Fertigung sind. „Die Tatsache, dass hier Spitzenwerte teilweise dop- pelt so hoch sind wie der Durchschnitt, verrät, welches Steigerungspotenzial in man- chen Betrieben vorhanden ist.“ Zudem gebe es zahlreiche Möglichkeiten, wie die Unter- nehmen ihre Produktivität er- höhen könnten. Eine Option (cid:2) Fortsetzung auf Seite 2 Jährliches Zusammentreffen will Allgemeines von Luxuriösem unterscheiden Grundsätzlicher Redebedarf vorhanden Bei der DGZ-Jahrestagung wartet auf die Fachbesucher neben einem abwechslungsreichen und anspruchsvollen Programm vor allem die Frage nach einer aktuellen Standortbestimmung. Das Thema „Basisversorgung vs. Luxusversorgung“ wird der Schwerpunkt der 23. Jah- restagung der Deutschen Ge- sellschaft für Zahnerhaltung (DGZ) am 15. und 16. Mai 2009 in Hannover sein. In wissen- schaftlichen Impulsvorträgen werden Themen behandelt, bei denen in den letzten Jah- ren wesentliche Fortschritte erzielt wurden oder die sich möglicherweise von kontro- vers diskutierten Maßnahmen zu Standards entwickelt ha- ben. „Hier ist nach unserer Auffassung eine Standortbe- stimmung dringend erforder- lich“, erklärt DGZ-Präsident Prof. Dr.Werner Geurtsen. Neben den Hauptvorträgen erwarten die Besucher wis- senschaftliche Kurzvorträge, Posterdemonstrationen, das DGZ-Praktikerforum, Work- shops, praktische Arbeits- kurse, der Studententag und eine Industrieausstellung. Am ersten Veranstaltungstag stehen grundsätzliche Frage- stellungen von ethischer Be- deutung im Fokus. „Zahnfar- bene Restaurationen im Sei- tenzahnbereich – immer noch Luxusversorgung?“,lautet zu- nächst die Ausgangsfrage für den Hauptvortrag von Prof. Dr. Reinhard Hickel. Prof. Dr. Roland Frankenberger geht anschließend der Frage nach: „Reparatur von Füllungen – Kompromiss oder vollwertige Therapie?“ Mit einer grund- sätzlichen Problematik setzt sich anschließend Prof. Dr. Thomas Attin auseinander: „Kosmetische Zahnmedizin – mehr als Marketing?“ Am zweiten Tag wirft unter an- derem Prof. Dr. Detlef Heide- mann die Frage auf: „Füllung oder immer Krone?“ Abge- schlossen werden die Haupt- vorträge von Prof. Dr. Dr. Hans Jörg Staehle, der nach einer Komplementär-„Zahnmedi- zin“ fragt. Für Freitag und Samstag sind insgesamt drei DGZ-Work- shops vorgesehen. So gibt beispielsweise am Freitag, 15. Mai, Prof. Dr. Roland Frankenberger Einblicke in „Vollkeramische Restaura- tionen – Materialwahl und klinische Verarbeitung“. 2
2_Politik Nr. 4 | April 2009 | www.zt-aktuell.de POLITIK Nicht von ungefähr lautet das Gebot der Stunde lebenslanges Lernen Die Gewinner und Platzierten des Gysi-Preises haben mit ihrer Teilnahme bereits einiges erreicht.Trotzdem nutzten Mitglieder des Verbandes Deutscher Zahn- techniker-Innungen (VDZI) die Preisverleihung auf der IDS, um ganz gezielt der Spitze des Nachwuchses weitere Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen. (ms) – „Sie haben fachliches und handwerkliches Ge- schick bewiesen, Leistungs- willen gezeigt und ein Maß an Berufsinteresse an den Tag gelegt, das als über- durchschnittlich bezeichnet werden kann“, lobte Monika Dreesen-Wurch, stellvertre- tende Obermeisterin der Z a h n t e c h n i k e r- I n n u n g Hamburg und Schleswig- Holstein, die anwesenden Gesellen des zweiten, drit- ten und vierten Lehrjahres. „Doch genau dies werden Sie in Ihrem späteren Be- rufsleben auch brauchen.“ Die Zukunft biete ihnen viele Möglichkeiten, fordere im gleichen Maße aber auch großen persönlichen Ein- satz. So sei der Zahntechniker schon heute als Unterneh- mer gefragt, was sich nicht zuletzt in der betriebs- wirtschaftlichen Ausrich- tung der Meisterausbildung zeige. „Nicht dass Sie sich ir- ren, das Lernen beginnt so richtig erst nach der Ge- sellenprüfung. Mit der Meis- terprüfung eröffnet sich ein mögliches Ziel, das Sie vor allem für den Schritt in die Selbstständigkeit vorberei- ten will“, betonte Reinhold Röcker, Vorstandsmitglied ANZEIGE Implantat-rock ® goldfarben für CAD/CAM-Modelle Tel.: 0 22 67 - 65 80 - 0 • www.picodent.de und beim VDZI für Bil- dungsfragen verantwort- lich. Daneben biete aber auch das Studium der Den- taltechnologie dem Nach- wuchs Chancen, das eigene Potenzial bestmöglich aus- zuschöpfen. Der Abschluss eines Bachelor- oder Mas- terstudienganges, der bei- spielsweise zu einem Ein- stieg in die Dentalindustrie oder den Bereich For- schung- und Entwicklung qualifiziert, gewinne als Op- tion immer mehr an Bedeu- tung. Und auch der normale Wer- degang als Zahntechniker kann aus Gesellensicht ein lohnenswertes Ziel darstel- len. Etwa wenn man den per- sönlichen Vorlieben nach- geht und Weiterbildungsan- gebote nutzt, um sich auf einem ganz bestimmten Be- reich zu spezialisieren. „Das deutsche Zahntechniker- Handwerk lebt von der Spit- zentechnologie. Da sind Spezialisten immer gefragt. Und da werden vor allem fähige Auszubildende ge- braucht“, sagte Röcker. Egal welchen Weg die Gesel- len beschreiten, als zentrale Qualifikation müssen sie den geübten Umgang mit der Computertechnik be- herrschen. Darauf wies vor Kleine Lösungen für große Probleme Fortsetzung von Seite 1 wäre etwa die Einführung von Arbeitszeitverträgen. Eine Auslastungszeit, die während des gesamten Jahres konstant bleibe, gehöre der Vergangen- heit an. Weiterhin sollten La- bore ein effizientes Verfahren anwenden, das die Rückfra- gen der Techniker an den La- borleiter regelt. Die soge- nannte Null-Fehler-Produk- tion oder der Umstand, dass die Techniker nur noch ihre tägliche Arbeitsmenge ken- nen würde, aber nicht den ge- nauen Abgabetermin,würden Labore produktiver werden lassen. Demselben Zweck diene eine Umstellung auf Just-in-time-Fertigung oder die Neuorganisation beim Umgang mit Reparaturen, der bisher regelmäßig den gewohnten Arbeitsablauf durcheinanderbringe. Dem Phänomen fehlender Zeit wandte sich Diplom-Ver- waltungswirt Paul Staar in seinem Vortrag zu. Oftmals seien Arbeitsabläufe nicht lo- Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es für Jürgen Schwichtenberg, Präsident des VDZI, wichtig, einheitlich auf dem Dentalmarkt aufzutreten. Foto: Koelnmesse Wirtschaftswissenschaftler Werner Weidhüner forderte Laborinhaber auf, bisherige Verfahrensweisen kritisch zu hinterfragen. gisch zu Ende gedacht, ließen sich technologische Prozesse optimieren, was im Endeffekt die Mitarbeiter motiviert und gleichzeitig Rüstzeiten mini- miert. Was damit gemeint ist, verdeutlichte Staar an einem simplen Beispiel. Er verglich die Zeit, die ein Techniker für die konventionelle Fertigung einer Einzelkrone mit Ver- blendung auf der Basis eines Konfektionsabutments benö- tigt, mit der Herstellungszeit per CAD/CAM-Verfahren. Im Ergebnis betrug die compu- tergestützte Fertigung nur rund ein Drittel der konven- tionellen Methode. „Das soll keineswegs als generelles Plädoyer für die CAD/CAM- Technik verstanden werden. Das Beispiel zeigt allerdings deutlich, wie sinnvoll es ist, Arbeitsabläufe genau zu durchleuchten“, sagte Staar. Diese Erkenntnis kann den Mitarbeitern keine Maschine abnehmen, sondern sie müs- sen selbst an diesen Punkt gelangen. Wie wichtig in die- sem Zusammenhang eine funktionierende Kommuni- kation ist, unterstrich Dr. Matthias Müller, Referent an der Universität St. Gallen. Zwar werde das Labor durch den Faktor Mensch zu einer komplexen Organisation, aber gleichfalls sei er der Ausgangspunkt für die künf- tige Entwicklung des Betrie- bes. Erst nach der Frage wer etwas tue, kämen mit den Fragen nach dem Was und dem Wie weitere Aspekte der Zielfindung. Allerdings würde in vielen Fällen zu viel Aufmerksamkeit dem Wie oder Was geschenkt. Nicht selten sorge dies für „eine operative Hektik, die ein Zei- chen strategischer Wind- stille“ sei. Die richtige Rei- allem Uwe Bußmeier, Ober- meister der Zahntechniker- Innung Münster, hin. Der Bunsenbrenner und das Wachsmesser würden mehr und mehr in den Hinter- grund treten. „Haben Sie keine Angst vor dem digita- len Abdruck oder Koopera- tionen mit der Dentalin- dustrie. Dies alles wird schon bald unbedingt not- wendig sein.“ Dreesen- Wurch argumentierte ähn- lich und riet den Anwesen- den, CAD/CAM und Implan- tatprothetik neue Technologien auf- und an- zunehmen. „Veränderungen sollten Sie als etwas Norma- les empfinden.“ Genau dieser Wesenszug habe Alfred Gysi, den Na- mensgeber des Preises, aus- gezeichnet. Gysi hatte im Al- ter von 92 Jahren seine Arti- kulationslehre noch einmal überarbeitet und dabei be- wusst die Theorien anderer Wissenschaftler mit einflie- ßen lassen. als henfolge fordere von den La- borinhabern als Führungs- personal zunächst einmal Zeit, über den Komplex „La- bor“ nachzudenken und zu reflektieren. Es gelte, in dem Betrieb ein Gleichgewicht zu schaffen, zwischen der Ent- wicklung des eigenen Ange- bots, dem Verkauf der Leis- tungen und der Abwicklung des Geschäfts. Erfolgreiches Führen müsse alle Aspekte beachten und bedeute, an- schließend entsprechende Vorstellungen gemeinsam mit allen anderen Mitarbei- tern zu entwickeln. Kommu- nikation sei der Schlüssel des Ansatzes, da Führen ein „Fra- gen und Zuhören“ voraus- setze. Eine solche Verknappung des wesentlichen Inhalts konnte Wolf Constantin Bar- tha kaum leisten, was die ZAHNTECHNIK ZEITUNG Reinhold Röker zeigte in seiner Ansprache den Gesellen verschiedene Optionen für die Zukunft auf und gab ihnen gleichzeitig den Rat mit auf den Weg, sie sollten trotz allen beruflichen Strebens nicht vergessen zu leben. Daniel Holder nimmt als Gewinner des dritten Lehrjahres seine Medaille entgegen. Stefan Hörold freute sich als Zweitplatzierter ebenso wie Anja Last auf Rang drei über die Anerkennung der Jury. Qualität seines Vortrages aber nicht schmälerte. Der Rechtsanwalt setzte sich mit der integrierten Versorgung auseinander, einem Thema, das in letzter Zeit an ver- schiedenen Stellen für Auf- regung gesorgt hat. Bartha stellte fest, dass sich Kran- kenkassen irrten, wenn sie entsprechende Verträge mit Zahnärzten und Zahntech- nikern abschließen wollten. In der Beziehung zwischen beiden seien weder unter- schiedliche Leistungssekto- ren berührt noch wäre von einer interdisziplinären, fä- cherübergreifenden Versor- gung zu sprechen. Zwischen Labor und Praxis existiere daher keine integrierte Ver- sorgung. Leider weise der Rechtsschutz gegen solche Verträge momentan noch Lücken auf. Zum Abschluss des Forums griff ZTM Rainer Struck von der Zahntechniker-Innung Berlin-Brandenburg noch- mals einige Punkte seiner Vor- redner auf. Denn mit der BEB- Zahntechnik steht Laboren ein Instrument zur Verfügung, das Antworten auf zuvor ge- stellte Fragen liefern kann. Was genau passiert in meinem Labor? Wie lang dauert wel- cher Arbeitsschritt? Wie sind meine Mitarbeiter ausgelas- tet? Welchen Gewinn kann ich aufgrund dieses Wissens er- warten? Darüber hinaus ist so eine Dokumentation möglich, die beispielsweise als Absi- cherung gegenüber Regres- sionsforderungen dient oder das schnelle Erstellen von Kostenvoranschlägen erlaubt. Eine nicht unwichtige Op- tion, gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. M U S S E R P M I Verlag Verlagsanschrift: Oemus Media AG Holbeinstraße 29 04229 Leipzig Fachredaktion Roman Dotzauer (rd) Betriebswirt d. H. (V.i.S.d.P.) Matthias Ernst (me) Betriebswirt d. H. Redaktionsleitung Matthias Scheffler (ms) Tel.: 03 41/4 84 74-0 Fax: 03 41/4 84 74-2 90 E-Mail: kontakt@oemus-media.de E-Mail: roman-dotzauer@dotzauerdental.de Tel.: 09 31/5 50 34 E-Mail: m.ernst-oemus@arcor.de Tel.: 03 41/4 84 74-1 23 E-Mail: m.scheffler@oemus-media.de Redaktion Claudia Schellenberger (cs) M.A. Tel.: 03 41/4 84 74-1 43 E-Mail: c.schellenberger@oemus-media.de Projektleitung Stefan Reichardt (verantwortlich) Produktionsleitung Gernot Meyer Anzeigen Marius Mezger (Anzeigendisposition/ -verwaltung) Herstellung Julia Fischer Abonnement Andreas Grasse (Aboverwaltung) Tel.: 03 41/4 84 74-2 22 E-Mail: reichardt@oemus-media.de Tel.: 03 41/4 84 74-5 20 E-Mail: meyer@oemus-media.de Tel.: 03 41/4 84 74-1 27 E-Mail: m.mezger@oemus-media.de Tel.: 03 41/4 84 74-1 14 E-Mail: j.fischer@oemus-media.de Tel.: 03 41/4 84 74-2 00 E-Mail: grasse@oemus-media.de Die ZT Zahntechnik Zeitungerscheint regelmäßig als Monatszeitung. Bezugspreis: Einzelexemplar: 3,50 € ab Verlag zzgl. gesetzl. MwSt. und Ver- sandkosten. Jahresabonnement im Inland 35,– € ab Verlag zzgl. gesetzl. MwSt. und Versandkosten. Abo-Hotline: 03 41/4 84 74-0. Die Beiträge in der „Zahntechnik Zeitung“ sind urheberrechtlich geschützt. Nachdruck, auch auszugsweise, nur nach schriftlicher Genehmigung des Verlages. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit von Verbands-, Unternehmens-, Markt- und Produktinformationen kann keine Gewähr oder Haftung übernommen werden. Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung (gleich welcher Art) sowie das Recht der Übersetzung in Fremdspra- chen – für alle veröffentlichten Beiträge – vorbehalten. Bei allen redaktionellen Einsendungen wird das Einverständnis auf volle und auszugsweise Veröffentlichung vorausgesetzt, sofern kein anders lautender Vermerk vorliegt. Mit Einsendung des Manuskriptes gehen das Recht zur Veröffentli- chung als auch die Rechte zur Übersetzung, zur Vergabe von Nachdruckrechten in deutscher oder fremder Sprache, zur elektronischen Speicherung in Datenbanken, zur Herstellung von Sonderdrucken und Fotokopien an den Verlag über. Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Bücher und Bildma- terial übernimmt die Redaktion keine Haftung. Es gelten die AGB und die Autorenrichtlinien. Gerichtsstand ist Leipzig. 3
4_Politik Nr. 4 | April 2009 | www.zt-aktuell.de Zahnersatz wird bezuschusst Geringverdienern stehen in Deutschland bei der Zahnversorgung Sozialleistungen zu, die bis- her aber selten in Anspruch genommen werden. Nicht nur bemerkenswerte Quote lässt aufhorchen Im Februar hatte die Zahntechniker-Innung Berlin-Brandenburg zur traditionellen Freisprechung für alle Prüflinge der Sommerprüfung 2008 und Winterprüfung 2008/09 nach Berlin geladen. Zahlreiche Auszubil- dende,Ausbilder,Meister,Familien und Freunde waren gekommen,um das Ereignis gebührend zu feiern. bedeutet,dass unter Umständen ein zusätzlicher Zuschuss ge- währt werden kann, wenn das Einkommen ein wenig über ei- nem bestimmten Satz liegt. Die UPD rät Versicherten mit gerin- gem Einkommen, in jedem Fall einen Härtefallantrag bei der Krankenkasse zu stellen. Wer über wenig Einkommen ver- füge, müsse nicht auf Zahner- satz verzichten.„Während unse- rer Beratung hören wir immer wieder von entsprechenden Fäl- len. Unser Eindruck ist, dass die Beratung seitens der Kranken- kassen in dem Punkt sicher noch etwas besser laufen könnte“, sagte Pintaric. Weitergehende Informationen finden Interes- sierte auf www.upd-online.de sowie dem Nachrichtenportal www.zwp-online.info ANZEIGE Wie das Internetportal zahn-on- line.de berichtet,nutzen Gering- verdiener oft nicht die Leistun- gen, die ihre gesetzlichen Kran- kenkassen anbieten. Laut der Unabhängigen Patientenbera- tung Deutschland (UPD) steht Alleinlebenden, deren monatli- ches Bruttoeinkommen nicht mehr als 1.008 Euro beträgt,eine kostenfreie Regelversorgung zu. Die Grenze des monatlichen Einkommens bei Eheleuten be- trägt 1.386 Euro,für jeden weite- ren Angehörigen kommen 252 Euro hinzu. „Betroffen davon sind Empfänger des Arbeitslo- sengeldes II, der Sozialhilfe, aber auch Menschen mit einem sehr niedrigen Arbeitslohn oder Rentner“,erklärt Îeljka Pintaric, Patientenberaterin der UPD-Be- ratungsstelle Landshut. Nach Angaben des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenversi- cherung gab es zum 1.März die- ses Jahres insgesamt 2.873.349 Versicherte, die entweder Ar- beitslosengeld II oder Sozial- hilfe empfangen. Gegenüber der Krankenkasse müssen die Betroffenen ihre fi- nanzielle Lage etwa durch Ein- kommensnachweise, Arbeitslo- sengeld- oder Rentenbescheide belegen. Es gibt auch eine glei- tende Härtefallregelung. Das Persönlicher Einsatz besticht Aktion zahnfreundlich zeichnet Dr. Dietmar Oesterreich für dessen langjährige Arbeit im Dienste der zahnmedizinischen Prävention aus. Die Besten der Kammerbezirke: Nicole Polaszczyk, Emanuel Wundke, Patrizia Kulawik, Gitte Eich (v.l.). Die Besten der Bundesländer Berlin und Brandenburg, Patrizia Kulawik (2.v.l.) und Gitte Eich, erhalten ihre Glückwünsche vom Landeslehrlingswart Erwin Behrend (li.) und Landesinnungsmeister Karlfried Hesse. Landesinnungsmeister Karl- fried Hesse konnte zum Auf- takt allen Anwesenden sehr Erfreuliches mitteilen: Von den über 400 in Berlin und Brandenburg an der Prüfung teilnehmenden Auszubilden- den hatten nur zwei die Prü- fung nicht bestanden. Die ge- ringste Quote seit Jahren sei ein Beleg für die Qualität der Ausbildung. Mit großer Freude gratulierte der Präsident der Hand- werkskammer Berlin, Ste- phan Schwarz, den Prüflin- gen zur bestandenen Gesel- lenprüfung „in diesem wun- derbaren Handwerks-Beruf“ und wünschte den anwesen- den Jung-Gesellen die Erfül- lung ihrer beruflichen sowie privaten Ziele und Wünsche. Der Handwerkstradition fol- gend, sprach Hesse alle ehe- maligen Auszubildenden von ihren im Lehrverhältnis ein- gegangenen Verpflichtungen frei und begrüßte sie als or- dentliche Gesellinnen und Ge- sellen des Zahntechniker- Handwerks im Kreis des Be- rufsstandes. Im Anschluss daran wurden die besten Prüflinge geehrt. Gitte Eich (Dentallabor Schulz & Hardt GmbH,Dahl- witz-Hoppegarten) und Pa- trizia Kulawik (Hecking Zahntechnik, Berlin) konn- ten den Titel „Prüfungsbeste der Gesellenprüfung Winter 08/09 der Zahntechniker-In- nung Berlin-Brandenburg“ im jeweiligen Bundesland für sich in Anspruch neh- men. Außerdem wurden die Prü- fungsbesten der Sommer- prüfung 2008 geehrt. Für Berlin erhielt Katja Schulz (DL Bader, Berlin) den Titel und für Brandenburg Ro- bert Malenke (IDOMA ZT, Eisenhüttenstadt). Die Mit- glieder der Prüfungskom- mission ZTM Fred Freuden- reich, ZTM Petra Assmann und Dr. Klaus-Dieter Müller wurden für ihr langjähriges Engagement bei der Erfül- lung ehrenamtlicher Prü- fertätigkeit geehrt. Ein besonderes Highlight mit hohem Wiedererken- nungswert war auch in die- sem Jahr der „Prüfungs- film“. Unter dem Titel „Alles passt perfekt zusammen!?“ hatten Mitarbeiter der Meis- terschule Berlin-Branden- burg und der Innung mehr- wöchige Dreh- und Schnei- dearbeit geleistet, die unter lautstarkem Beifall großen Anklang fand. Info Kammerbezirksbeste Gesellenprüfung Winterprüfung 2008/09 }Berlin Patrizia Kulawik Betrieb: Hecking Zahntechnik, Berlin Punkte: Praxis: 85 Punkte (gut) Theorie: 92 Punkte (sehr gut) }Potsdam Emanuel Wundke Betrieb: Brandenburger Dentaltechnik GmbH, Brandenburg Punkte: Praxis: 90 Punkte (gut) Theorie: 76 Punkte (befriedigend) }Cottbus Nicole Polaszczyk Betrieb: Mühe Dentallabor GmbH, Cottbus Punkte: Praxis: 77 Punkte (befriedigend) Theorie: 91 Punkte (gut) }Frankfurt/Oder Gitte Eich Betrieb: Dentallabor Schulz & Hardt GmbH, Dahlwitz-Hoppegarten Punkte: Praxis: 90 Punkte (gut) Theorie: 90 Punkte (gut) Landesbeste Gesellenprüfung Winterprüfung 2008/09 }Patrizia Kulawik, Berlin }Gitte Eich, Brandenburg Berlin beschließt ein verbessertes Meister-BAföG Der Bundestag hat vor Kurzem eine erneuerte Fassung des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes verabschiedet.Für Fortbildungswillige bringt die Novelle unter anderem mehr finanzielle Unterstützung. demografiebedingten Fach- kräftemangels müssen wir jetzt Fortbildung attraktiver machen. Die Verbesse- rungen bei der beruflichen Zeigte auch im Moment besonderer Ehrung seine typische Bescheidenheit – Dr. Dietmar Oesterreich (re.) erhält von Prof. Dr. Stefan Zimmer die Friedrich-Römer-Ehrenmedaille. Foto: BZÄK/Jardai Dr. Dietmar Oesterreich,Vize- präsident der Bundeszahnärz- tekammer und Präsident der Zahnärztekammer Mecklen- burg-Vorpommern, hat im Rahmen der Internationalen Dental-Schau (IDS) 2009 die Friedrich-Römer-Ehrenme- daille der Aktion zahnfreund- lich 2009 erhalten. Die Aus- zeichnung überreichte ihm Prof.Dr.Stefan Zimmer,1.Vor- sitzender der Aktion zahn- freundlich e.V. (Berlin). Zimmer würdigte während der Feierstunde die großen Verdienste von Dr.Oesterreich und sein seit Jahren außeror- dentliches persönliches Enga- gement für die zahnmedizini- sche Prävention.„Vor vier Jah- ren haben wir die Ehrenme- daille ins Leben gerufen und entschieden, dass sie nicht in einem bestimmten Turnus, sondern nur dann verliehen werden soll, wenn ein Kandi- dat dieser Ehrung würdig ist.“ Das Engagement von Dr. Oes- terreich für die Verbesserung der Zahn- und Mundgesund- heit – und damit auch für das Anliegen der Aktion zahn- freundlich – sei weder zu über- sehen noch auf der gesund- heitspolitischen und wissen- schaftlichen Bühne zu überhö- ren, betonte Prof. Zimmer. Oesterreich habe sowohl auf Landes- als auch Bundes- ebene nie „seine“ Präven- tionsziele aus den Augen ver- loren und in verschiedenste Ämtern bemerkenswertes ge- leistet.Der Geehrte betonte in der ihm eigenen Bescheiden- heit, es sei ihm „vergönnt, in den unterschiedlichsten Gre- mien und Verantwortungsbe- reichen mitzuwirken und nicht zuletzt auch den eige- nen Berufsstand gemeinsam mit der Wissenschaft von der Wichtigkeit und der Notwen- digkeit der Prophylaxe im Versorgungsalltag zu über- zeugen. Dabei gab und gibt es zahlreiche Unterstützer, För- derer und Mitstreiter, für die ich heute stellvertretend diese Ehrung entgegenneh- men möchte.“ Der Bundestag hat im Feb- ruar den Entwurf eines Zweiten Gesetzes zur Ände- rung des Aufstiegsfortbil- dungsförderungsgesetzes (AFBG bzw. Meister-BAföG) verabschiedet. Bundesbil- dungsministerin Annette Schavan (CDU) bezeichnet das Meister-BAföG als ein „Kernelement der Qualifizie- rungsinitiative der Bundes- regierung“.Die eingeführten Leistungsverbesserungen seien die richtigen Weichen- stellungen, um noch mehr Menschen als bisher für Fort- bildungen zu gewinnen und einen qualifizierten Fach- kräftenachwuchs sicherzu- stellen.Die Ministerin appel- lierte zugleich an den Bundesrat, den Weg für diese Verbesserungen frei zu ma- chen, um so die Erfolgsge- schichte des Meister-BAföG fortschreiben zu können. Bund und Länder hatten beim Bildungsgipfel Anfang des Jahres in Dresden ver- einbart, mehr Geld in Bil- dung und Qualifizierung zu investieren und Weiterbil- dung zu unterstützen. „Die- ses Ziel haben wir nun mit der gemeinsamen Erarbei- tung und Finanzierung der Novelle des Meister-BAföG konkret umgesetzt. Gerade vor dem Hintergrund der Konjunkturlage und des künftig nicht mehr nur die erste, sondern eine Auf- stiegsfortbildung gefördert. Zudem wird eine Leistungs- komponente eingebaut: Alle, die eine Fortbildung bestanden haben, erhalten künftig ei- nen Darlehensteil- erlass in Höhe von 25 Prozent. Damit soll die Motivation, eine Fortbildung erfolgreich abzu- schließen, erhöht werden. Auch Fortbildungs- willige mit Kindern werden in Zukunft noch stärker finan- ziell unterstützt.Der K i n d e r z u s c h l a g wird von derzeit 179 Euro auf 210 Euro pro Monat ange- hoben und zu 50 Prozent bezuschusst, statt wie bisher nur als Darlehen ge- währt.Zugleich wird es einen Kinderbe- treuungszuschlag von 113 Euro pro Kind und Monat als Zuschuss für Alleinerzie- hende geben. Darüber hi- naus sollen der Unterhalts- beitrag und der Kinderbe- treuungszuschlag auch wäh- rend der neu eingeführten Prüfungsvorbereitungs- phase für bis zu weitere drei Monate als Darlehen ge- währt werden. Existenzgründungen nach der Fortbildung und die Schaffung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen werden fortan noch stärker hono- riert, indem bei der dauer- haften Einstellung eines neuen Mitarbeiters oder Auszubildenden ein Darle- hensteilerlass in Höhe von 33 Prozent gewährt wird. Aufstiegsfortbildungen in den Pflegeberufen und der Altenpflege werden künftig auch in den Ländern, in de- nen keine landesrechtlichen Regelungen existieren, för- derfähig sein, um dem wach- senden Fachkräftebedarf im Pflegebereich Rechnung zu tragen. Auch Aufstiegsfort- bildungen für Erzieher wer- den nach dem AFBG ge- fördert, damit vor allem die frühkindliche Erziehung verbessert werden kann. Die Fördermöglichkeiten für fortbildungswillige Migran- ten mit einer Bleibeperspek- tive in Deutschland werden ebenfalls verbessert. Vor al- lem müssen sie nicht mehr wie bisher vor der Fortbil- dung mindestens drei Jahre lang berufstätig gewesen sein. „Damit leisten wir auch einen Beitrag zur besseren Integration von Auslän- dern“, so die Ministerin. Bundesministerin für Bildung und Forschung Annette Schavan (CDU) sieht das überarbeitete Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz als prompte Antwort auf den Bildungsgipfel von Bund und Ländern. Aufstiegsfortbildung leisten dazu einen wertvollen Bei- trag“, so die Ministerin wei- ter. Mit der AFBG-Novelle werden in den nächsten vier Jahren etwa 272 Millionen Euro zusätzlich in die Auf- stiegsfortbildung investiert. Die Novelle sieht zahlreiche Verbesserungen vor: So wird 5
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6_Politik Nr. 4 | April 2009 | www.zt-aktuell.de Wieder in die Zukunft investieren Fortsetzung von Seite 1 Aus Sicht des Generalsekretärs des VDZI, Walter Wink- ler, sieht sich das Zahntechniker-Handwerk in Deutsch- land aktuell enormen wirtschaftlichen und technologi- schen Herausforderungen gegenübergestellt. Jahr zu halten, kann man an- gesichts der der schwelenden Finanz- und Wirtschaftskrise zum Jahresende zufrieden sein. ANZEIGE Sie gehen also davon aus, dass auch die Dentallabore davon nicht verschont blei- ben? Meiner Meinung nach redet die Politik aus Wahlkampf- gründen momentan noch vieles schön. Aber man merkt ja von Woche zu Wo- che, dass sich die Krise von einem zum nächsten Pro- duktionszweig offenkundig durchfrisst. Im Investitions- güterbereich wie dem Ma- schinenbau sieht man es deutlich. Die Exportgüter- bereiche haben sofort den Auftragseinbruch erlebt. Deren Auftragsbücher sind nur noch die nächsten Mo- nate gefüllt, aber sie berei- ten sich schon jetzt auf die Zeit danach vor. Das wird in allen Wirtschaftszweigen zu spüren sein und es könnte gut sein, dass es ab Herbst zu noch drastischeren Einbrü- chen in der Gesamtwirt- schaft kommt. Das wird sich auch im Konsumgütersektor und im Dentalsektor nieder- schlagen. In welchem Aus- maß, kann zum jetzigen Zeitpunkt niemand seriös sagen. Durch die Krise werden die Einnahmen der Kran- kenkassen sinken. Sie müs- sen für dieses Szenario Rücklagen schaffen. Haben sich die Kassen in dem Punkt ähnlich wie Banken vielleicht verspekuliert? Die kritische Situation bei den Kassen wird aus meiner Sicht von zwei Faktoren bedingt. Erstens einem zu knapp ge- strickten Finanzmantel im Gesundheitsfonds. Zweitens wird man erwarten können, dass die Wirtschaftskrise wei- ter tiefe Einnahmelöcher reißt. Für 2009 ist zwar die Finanzie- rung seitens der Krankenkas- sen weitgehend durch ergän- zende Steuermittel gesichert. Für 2010 wird man aber mit ei- nem steigenden Beitragssatz und mit Zusatzbeiträgen ein- zelner Krankenkassen rech- nen müssen. Das wird auch ei- nen härteren Verteilungs- kampf bei allen Vertragsver- handlungen und damit auch bei Zahnärzten und Zahntech- nikern heraufbeschwören Die Gesamtentwicklung dürfte zu einer neuen Reform zwingen. Also ist trotz der positi- ven Beobachtungen auf der Messe Vorsicht geboten? Gesunder Realismus trifft es vielleicht eher. Vor einem Dreivierteljahr hat die Politik noch verlauten lassen, sie habe alles im Griff. Das lag wohl eher daran, dass sie mit einer Krise in solchem Aus- maß nicht gerechnet hat. Das war für niemanden vorstell- bar. Das kann man sich auch heute noch nicht vorstellen. Die Mehrheit der Wirt- schaftspolitiker hat sich noch vor wenigen Monaten nicht vorstellen können, dass die Wirtschaft gefährlich nahe in die Verhältnisse von 1927 schlittern könnte. Ich schließe nach wie vor nicht aus, dass Vergleichbares ein- u n e Präzision und Hochleistung mit LED Für präzises Arbeiten im zahntechnischen Labor Das PRESTO AQUA LUX ist ein schmierungsfreies Luftturbinen-Handstück mit Wasserspraykühlung und LED-Licht. Das System ermöglicht, durch die Präzision der hohen Drehzahl, Ergebnisse auf technisch höchstem Niveau. Die LED-Lichtquelle erzeugt Tageslichtqualität, die überaus angenehm für das Auge ist. Die Wasserspraykühlung minimiert Hitzeentwicklungen, um Mikrosprünge zu verhindern, und trägt dazu bei, Schleifabfälle zusammenzuhalten. 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Der Dentalmarkt steht schon seit Jahren unter einem har- ten Konsolidierungsdruck und die Kapitalgeber verlan- gen nach einer steigenden Rendite. Ich glaube aller- dings nicht, dass eine Indus- triefirma mit diesem Modell marktprägend wirken wird. Die Innovationsdynamik in diesem Technologiebereich ist noch längst nicht abge- schlossen. Die Historie legt die Vermutung nahe, dass es wie in anderen Handwerks- bereichen auch in der Zahn- technik zu einem technolo- giegetriebenen Zusammen- wachsen von Industrie und Handwerk und damit zu neuen Kooperationsformen kommt. Das ist unvermeid- lich. Es wird also semiindus- trielle Fertigungsinseln ge- ben. Das Zahntechniker- Handwerk ist gut beraten, diese neuen Technologien anzunehmen und vernünf- tige Kooperationen mit ver- schiedensten Partnern zu suchen, die einen Beitrag dazu leisten können, dass die Meisterbetriebe mit gu- ten Leistungen auch ange- messen verdienen und damit qualifizierte Beschäftigung sichern können. Aber dafür gibt es keine Blaupause. Da- für ist der Strukturwandel zu dynamisch. Den angesprochenen Wandel kann auch der VDZI nicht allein meistern. Wie viel zusätzliche Unterstüt- zung haben Sie in dieser Hinsicht auf der IDS erfah- ren? Was sich auf dieser Messe ausdrückt, ist, dass der VDZI auf dem richtigen Weg ist. Der Verband hat vor drei oder vier Messen den Mut gefasst, sich auf einer Messe der öffentlichen Diskussion zu stellen. Jetzt zeichnet sich deutlich ab, dass langsam aber sicher in einem traditio- nellen Handwerk die Er- kenntnis reift, dass be- stimmte Ansätze, die vor einigen Jahren noch als Spinnerei abgetan wurden, Lösungsvorschläge sind, an denen sich Betriebe orien- tieren können. Es muss nicht die ultimative Idee sein, die alles umfassend abdeckt, sondern eher ein guter Weg, der auch gut begründet ist. Wir haben im dentechnica- forum einen Vortrag eines Juristen im Bereich Medi- zinrecht gehört. Er hat zukünftige Entwicklungsli- nien aufgezeigt, die in dem Satz schließen: Das Zahn- techniker-Handwerk muss seine Leistungen völlig neu im Markt positionieren. Es muss schauen, dass es in der dentalen Welt wahrgenom- men wird. Es muss sich gegenüber allen, die in die- sem Markt auftreten, posi- tionieren und als Partner an- bieten, um die Versorgungs- sicherheit in Deutschland zu garantieren. Das ist die Grundlage für unsere gene- rische Dachmarke für In- nungsbetriebe. Mit dem Be- mühen, über Qualität zu sprechen und diesen Gedan- ken in die Labore hineinzu- tragen. Und das ist das Bemühen, mit der neuen BEB-Zahntechnik auch die betriebswirtschaftlichen Grundlagen für einen Beruf zu prüfen. Jeder Betrieb hat mit dem Instrument die Chance, sich neu zu struktu- rieren. Auf dem Messestand war meine Wahrnehmung, dass die marktpolitischen Grundlagen unserer Ideen und Angebote von immer mehr Innungsbetrieben ver- standen werden. Je öfter man die Zeitung aufschlägt und sich bewusst wird, was da gerade auch im Dental- markt passiert, desto mehr wird das auch verstanden. Das ist kein schneller Weg Innungsbetriebe. für die Aber langsa- mer Bewusstseinsprozess mit soliden Ergebnissen als ein Horrido mit schnellem Ende. lieber ein In letzter Zeit haben Sie über eine verstärkte Ak- zeptanz der Zertifizierung mittels QS-Dental berichtet. War dieser Trend auch auf der Messe festzustellen? Es gab Zeiten, in denen dem VDZI vorgeworfen wurde, die Laborlandschaft damit in eine Zweiklassengesell- schaft spalten zu wollen. Das ist heute nicht mehr wahrnehmbar. Wir wollen die Innungsbetriebe exklu- siv als erste Adresse in der Zahntechnik im Wettbe- werb positionieren. QS- Dental dient uns dafür als Instrument. Betriebe ver- schiedenster Größenord- nung haben sich am VDZI Stand über QS-Dental oder die neue BEB Zahntechnik informiert und kamen zu der Aussage: Das ist etwas für mich. Natürlich müssen die Labore gerade am An- fang eine gewisse Zeit in- vestieren. Aber wir spürten eine große Offenheit, die In- formationen des Verbandes anzunehmen, Schulungen zu besuchen, am Stand selbst vorbeizukommen oder einfach auch nur mal beim VDZI oder den Innun- gen anzurufen. Wir hatten meist den Eindruck, dass die Besucher am Stand sehr gut informiert und moti- viert waren, sich an der Dachmarke zu beteiligen. Nach der Messe kann der VDZI sagen: Die Innungs- betriebe sind auf dem richti- gen Weg. Vielen Dank für das Gespräch, Herr Winkler! 7
B E B Z a h n t e c h n i k ® j e t z t a l s S o f t w a r e : d a s e l e k t r o n i s c h e H a n d b u c h m i t P l a n z e i t e n Die neu entwickelte Software BEB Zahntechnik® mit Planzeiten basiert auf den komplett überarbeiteten Leistungen des Zahntechniker-Handwerks mit den neuen, seit Januar 2009 geltenden Leistungsnummern und -bezeichnungen. Wesentlicher Bestandteil der Anwendung sind die derzeit 310 Zeitwerte, die den Leistungen hinterlegt sind. Zusätzlich werden zahlreiche BEB-Leistungsinhalte mit den einzelnen Prozessschritten beschrieben (nur in der Innungsversion). Mit den Planzeiten und einem Kosten- und Kalkulationsmodul berechnen Sie schnell und einfach Einzelpreise für Leistungen. Vielfältige Druckmöglichkeiten sowie die Option, Leistungen und Preise zu exportieren, komplettieren das Softwarepaket. Das flexible Programm ist für den modernen zahntechnischen Meisterbetrieb ein unverzichtbares Werkzeug! Haben Sie Fragen zur BEB Zahntechnik®, nutzen Sie die INFO-Hotline des VDZI: 069-665586-22 BESTELLUNG Infos im Internet: WWW.BEBZAHNTECHNIK.DE (cid:1) Aus BEB-Leistungen ein individuelles Leistungsverzeichnis erstellen (cid:1) BEB-Leistungen inhaltlich an Ihren Betrieb anpassen und eigene Planzeiten hinterlegen (cid:1) Individuelle Preise kalkulieren & Kosten analysieren (cid:1) Betriebseigene Angebotspreise gestalten (cid:1) Preisüberprüfungen anhand konkreter Auftragsbeispiele (cid:1) Aus unterschiedlichsten Druckformaten für die betriebliche Praxis auswählen (cid:1) Daten einfach exportieren Wirtschaftsgesellschaft des VDZI mbH Gerbermühlstraße 9 60594 Frankfurt am Main Per Fax: Per E-Mail: bebzahn technik@vdzi.de 069-665586-33 Sonderversion für Innungsbetriebe Als Innungsmitglied bestelle ich die BEB Zahntechnik® Software-CD zum Sonderpreis von 149 € (zzgl. MwSt. und Versand) inkl. Sommer-Update! Das Sommer-Update 2009 enthält neue, ergänzende Planzeiten für weitere Bereiche der BEB Zahntechnik! Ich bin kein Innungsmitglied und bestelle die BEB Zahntechnik® Software-CD zum Preis von 299€ (zzgl. MwSt. und Versand). Labor/Firma Name des Bestellers Email-Adresse Straße/Nr. PLZ/Ort Ort/Datum Unterschrift des Inhabers / B E B V 3 p r i n t Z T / 0 9 0 3 1 2 8
8_Wirtschaft Nr. 4 | April 2009 | www.zt-aktuell.de WIRTSCHAFT Hinter jeder Information könnte ein folgenschweres Risiko stecken Sicherheitsbeauftragte und Medizinprodukteberater spielen nach § 30 und § 31 des Medizinproduktegesetzes (MPG) eine wichtige Rolle bei der Überwachung von Medizinprodukten, zu denen auch der Zahnersatz zählt. Laut Gesetz wird dieser als „Sonderanfertigung“ bezeichnet. In vielen Dentallabors bestehen je- doch nur vage Vorstellungen von den genauen Funktionen, Aufgaben und Verantwortlichkeiten von Sicherheitsbeauftragten und Medizinprodukteberatern. Die Überwachung der Me- dizinprodukte soll Risiken erfassbar machen, die bei Auslieferung noch nicht be- kannt waren, sowie Vor- beugungsmaßnahmen er- möglichen, um Gesund- heitsschäden für Patienten zu verhindern. Denn: Fehler können teuer werden – In- habern von Dentallabors, aber auch den zuständigen Beratern drohen hohe Buß- gelder. Benennung von Sicher- heitsbeauftragten: Pflicht des Geschäftsführers Die Verpflichtung zur Be- stimmung eines Sicher- heitsbeauftragten obliegt dem Geschäftsführer bzw. Betriebsinhaber des Den- tallabors. Nach § 31 Abs. 1 hat dies unverzüglich nach Aufnahme der Geschäftstä- tigkeit des Labors zu ge- schehen. Einen kleinen Fortschritt in Richtung Bü- rokratieabbau hat das Ge- setz zur Änderung medizin- und produkterechtlicher anderer Vorschriften für Dentallabors (und andere Hersteller von Sonderan- fertigungen) gebracht, das am 30.06.2007 in Kraft ge- treten ist: Seitdem müssen sie den Sicherheitsbeauf- che Sachkenntnis und Zu- verlässigkeit besitzen. So darf beispielsweise nie- mand zum Sicherheitsbe- auftragten bestimmt wer- den, der etwa wegen häufi- ger Krankheit möglicher- weise gar nicht zur Stelle ist, wenn im Falle eines Ri- sikoereignisses dringende Maßnahmen zu ergreifen sind. Nach § 30 Abs. 3 MPG müssen Sicherheitsbeauf- tragte eine abgeschlossene naturwissenschaftliche, medizinische oder techni- sche Hochschulausbildung haben oder eine andere Ausbildung, die zur Durch- führung dieser genannten Aufgabe befähigt, verbun- den mit mindestens zwei- jähriger Berufserfahrung. Mit der Formulierung „oder einer anderen Ausbildung“ räumt der Gesetzgeber die Möglichkeit ein, auch Per- sonen ohne akademisches Studium als Sicherheitsbe- auftragte zu benennen. In einem Dentallabor ist in der Regel z. B. ein ausreichend erfahrener Zahntechniker (Meister) für diese Funktion geeignet. Sorgfältige Prüfung ratsam Letztendlich weist das Ge- setz dem Betriebsinhaber fremden Person diese Auf- gabe zu übertragen. Die Entscheidung sollte in je- dem Fall mit der erforder- lichen Sorgfalt getroffen werden, denn der zitierte § 30 Abs. 3 MPG legt ab- schließend fest: „Die Sach- kenntnis ist auf Verlangen der zuständigen Behör- de nachzuweisen.“ Wohlge- merkt: Den Nachweis hat nicht der Sicherheitsbeauf- tragte zu führen, sondern der Betriebsinhaber selbst. Im Falle eines Verstoßes ge- gen die Bestimmungen des § 30 Abs. 1 droht ihm ein Bußgeld bis zu 25.000 Euro (§ 42 Abs. 2 Nr. 13 und Abs. 3 MPG). Das Aufgabenfeld des Sicherheitsbeauftragten Die Aufgaben bestehen darin, bekannt gewordene Meldungen über Risiken bei Medizinprodukten zu sammeln, zu bewerten und die notwendigen Maßnah- men zu koordinieren (§ 30 Abs. 4 MPG). Im Fall von Sonderanfertigungen bein- haltet diese Tätigkeit z. B. die Auswertung von Rekla- mationen, Mitteilungen der Medizinprodukteberater usw. Ziel ist es, festzustel- len, ob sie möglicherweise jedoch Der Sicherheitsbeauftragte sollte „proaktiv“ auch von sich aus tätig wer- den, um von Risiken, die die von ihm betreuten Produkte betreffen, Kenntnis zu er- langen. Hilfreich sind hier- bei etwa die regelmäßige Lektüre der einschlägigen Fachzeitschriften und der Mitteilungen von Branchen- organisationen und Innun- gen. Eine gute Informa- tionsquelle ist auch die Website des Bundesinsti- tuts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM – www.bfarm.de), zu dessen gesetzlich festgelegten Auf- gaben es gehört, die bei der Anwendung von Medizin- produkten aufgetretenen Risiken zu erfassen und die (Fach-)Öffentlichkeit darü- ber zu informieren. Korrektive Maßnahmen des Sicherheitsbeauftragten Im Rahmen der Bewertung von Informationen zu Me- dizinprodukterisiken durch den Sicherheitsbeauftrag- ten kann dieser zu dem Er- gebnis kommen, dass eine „korrektive Maßnahme“ er- forderlich ist, um das Risiko zu beseitigen, zu verringern oder auszuschließen. Nach der Medizinprodukte-Si- Tätigkeit des Sicherheitsbeauftragten. tragten nicht mehr ihrer zuständigen Behörde an- zeigen. Wer darf Sicherheits- beauftragter sein? Als Sicherheitsbeauftragte dürfen nur Personen be- stimmt werden, die die für ihre Aufgaben erforderli- bzw. Geschäftsführer die Aufgabe zu, verantwortlich zu prüfen und zu entschei- den, ob eine Person die ge- forderte Sachkenntnis und Zuverlässigkeit besitzt. Er darf sich auch selbst zum Sicherheitsbeauftragten bestimmen. Ebenso ist es zulässig, einer betriebs- lassen, auf ein mit dem Produkt verbundenes schwerwie- gendes Gesundheitsrisiko sodass schließen weitere Maßnahmen – Nachbesserungen, Warn- hinweise oder sogar Rück- rufe – erforderlich sind, um die drohende Gefahr ab- zuwenden. cherheitsplanverordnung (MPSV) kann diese in einem Rückruf oder einer „Maß- nahmenempfehlung“ beste- hen (§ 2 Abs. Nr. 3 und 4 MPSV). Neu ist die im Jahr 2007 in die MPSV eingefügte Be- stimmung, dass Maßnah- menempfehlungen immer schriftlich (und in deut- scher Sprache) zu erfolgen haben (§ 14 Abs. 2 MPSV). Wer als Sicherheitsbeauf- tragter also einen Zahnarzt lediglich telefonisch vor ei- nem bekannt gewordenen Risiko warnt, verhält sich vorschriftswidrig (wenn- gleich ein Anruf vor der ANZEIGE LASERSINTERN (DMLS) ERÖFFNET IHNEN GANZ NEUE MÖGLICHKEITEN Mit der EOSINT M270 bieten wir die innova- tivste und wirtschaftlichste Technologie für eine qualitativ hochwertige NEM Gerüsther- stellung. 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Was als Vorkommnis zu melden ist, regelt § 2 Nr. 1 MPSV: „eine Funktionsstö- rung, ein Ausfall oder eine Änderung der Merkmale oder der Leistung (…) ei- nes Medizinprodukts, die unmittelbar oder mittel- bar zum Tod oder zu ei- ner schwerwiegenden Ver- schlechterung des Gesund- heitszustands eines Patien- ten (…) geführt hat (…) oder führen könnte.“ Hierunter fällt auch ein Qualitätsman- gel bei Zahnersatz, der ei- nen erneuten zahnmedizi- nischen oder oralchirurgi- schen Eingriff beim Patien- ten nötig macht. Vorkommnisse mit Zahnersatz Im Zusammenhang mit Zahnersatz dem BfArM beispielsweise Vor- kommnisse gemeldet wor- den, bei dem Patienten – be- dingt durch die verwende- sind ten Materialien – irreversib- le Schädigungen der Pulpa erlitten haben, durch die Entfernungen der Restau- ration, Wurzelbehandlun- gen oder sogar Extraktionen erforderlich wurden. Folge- wirkungen also, die das Kri- terium der schwerwiegen- den Verschlechterung des Gesundheitszustandes alle- mal erfüllen. Auch etwa produktbedingte Symp- tome an Gingiva, Mund- schleimhaut oder Zunge, wie Schmerz, Ulzerationen oder Zungenbrennen, wur- den bei dem Bundesinstitut als Vorkommnisse regis- triert; ebenso wie Fälle von Materialfrakturen mit Aspi- rations- und Erstickungs- gefahr. Die Frist für die Anzeige von Vorkommnissen und Rück- rufen richtet sich nach der „Eilbedürftigkeit“; sie darf 30 Tage (nach Kenntnis- nahme) jedoch nicht über- schreiten. Bei Gefahr im Verzug ist die Anzeige un- verzüglich zu erstatten (§ 5 Abs. 1 MPSV). Die Meldung sollte mittels festgelegter Formblätter er- folgen, die auf der BfArM- Website abgerufen werden können. Nach der Beendi- gung der Maßnahmen hat der Sicherheitsbeauftragte dem BfArM einen Ab- schlussbericht – ebenfalls mittels eines dafür be- stimmten Formulars – zu übersenden. Verantwortung liegt beim Sicherheitsbeauftragten Die Verantwortung für die Bewertung von Risiken und die Durchführung von entsprechenden Korrektur- maßnahmen trägt allein der Sicherheitsbeauftragte – selbst dann, wenn sein Ar- beitgeber etwa mit einem Rückruf oder der Meldung eines Vorkommnisses nicht einverstanden ist. Da hier Konfliktpotenzial lauert, wurde bei der Änderung des MPG im Jahr 2002 eine Be- stimmung eingefügt, nach der der Sicherheitsbeauf- tragte wegen der Erfüllung seiner Aufgaben nicht be- nachteiligt werden darf (§ 30 Abs. 5 MPG). Der Medizinprodukte- berater – Bindeglied zum Anwender Zahlreiche Zwischenfälle mit Medizinprodukten sind darauf zurückzuführen, dass sie falsch angewendet werden. Darum hat der Ge- setzgeber die Funktion des Medizinprodukteberaters (§ 31 MPG) eingeführt. Me- dizinprodukteberater ist, wer berufsmäßig Fach- kreise (Zahnärzte, Zahn- arzthelferinnen usw.) infor- miert oder in die sachge- rechte Handhabung der Me- Fortsetzung auf Seite 10 9
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10_Wirtschaft Fortsetzung von Seite 8 dizinprodukte einweist. Er darf diese Tätigkeit nur aus- üben, wenn er die für die je- weiligen Medizinprodukte erforderliche Sachkenntnis und Erfahrung für die Ein- weisung in die Handhabung der jeweiligen Medizinpro- dukte besitzt (§ 31 Abs. 1 MPG). Die Formulierung macht deutlich: Anders als viel- fach angenommen, wird man zum Medizinprodukte- im gesetzlichen berater Sinne nicht etwa, indem man z. B. vom Geschäfts- führer dazu ernannt wird. Vielmehr reicht es, die beschriebenen Tätigkeiten auszuführen, ganz gleich ob in einem Angestelltenver- hältnis oder freiberuflich. Allerdings: Wer keine Fach- kreise, sondern lediglich Patienten berät oder ein- weist, ist per Definition kein Medizinprodukteberater – für ihn gelten also die damit verbundenen Anforderun- gen nicht. Eigenverantwortung des Medizinprodukteberaters Da die Funktion des Medi- zinprodukteberaters an die Ausübung der Tätigkeit und nicht an eine Beauftragung etwa durch den Arbeitgeber oder Auftraggeber gebun- den ist, obliegt es ihm auch selbst, sich über die von ihm betreuten Produkte fachlich auf dem Laufenden zu halten und den Behörden gegenüber auf Verlangen seine Sachkenntnis nachzu- weisen (§ 31 Abs. 3 MPG). Durch diese Verantwor- tungszuweisung ist er also in einer völlig anderen Position als der Sicherheitsbeauf- tragte, für dessen Eignung der Arbeitgeber geradeste- hen muss. Dies wird durch die Bußgeldandrohung des § 42 Abs. 2 Nr. 14 MPG unter- strichen: Danach müssen Medizinprodukteberater, die ihre Tätigkeit ohne die dafür vorgeschriebene Sachkenntnis durchführen, mit einer Geldbuße von bis zu 25.000 Euro rechnen. ANZEIGE Erforderliche Sachkenntnis Die Anforderungen an die Sachkenntnis sind in § 31 Abs. 2 MPG festgelegt. Die Sachkenntnis besitzt, wer eine abgeschlossene natur- wissenschaftliche, medizi- nische oder technische Be- rufsausbildung hat und auf die jeweiligen Medizinpro- dukte bezogen geschult worden ist. Auch Personen, die eine mindestens einjäh- rige Tätigkeit, die in begrün- deten Fällen auch kürzer sein kann, Erfahrungen in der Information über die je- weiligen Medizinprodukte und, soweit erforderlich, in der Einweisung in deren Handhabung erworben hat. In Dentallabors dürften ausgebildete Zahntechni- ker, aber bei entsprechender Fortbildung ggf. auch Mitar- beiter/-innen, die früher etwa als Zahnarzthelfer/-innen tätig waren, diese Anforde- rungen in der Regel erfüllen. Da die formalen Vorausset- zungen nach diesem An- forderungsprofil aber eher schwammig beschrieben sind, sollte sich jeder Medi- zinprodukteberater überle- gen, wie er der Behörde gegenüber seine Sachkennt- nis nachweisen kann. Ein Anlass für eine Behörden- nachfrage wäre etwa gege- ben, wenn ein Zahnarzt sich falsch oder unzureichend beraten fühlt und es dadurch im Zusammenhang mit der Behandlung eines Patien- ten zu „Komplikationen“ kommt. Nachweise sammeln Jedem Medizinproduktebe- rater ist daher dringend zu empfehlen, systematisch Nachweise über seine Sach- kenntnis zu sammeln. Dazu gehören vor allem, aber nicht ausschließlich: • Ausbildungszeugnisse • Arbeitszeugnisse; sie soll- ten aber so abgefasst sein, dass die vom Berater ge- forderte Sachkenntnis aus ihnen klar hervorgeht • Bescheinigungen über die Teilnahme an (internen) Schulungen • Bescheinigungen eine Fortbildung. über Auftraggeber haben Schulungspflicht Der eigenverantwortlichen Verpflichtung der Medi- Schulung der Medizinpro- dukteberater zu sorgen (§ 31 Abs. 3 MPG). Kommt der Arbeitgeber dieser Ver- pflichtung nicht von sich aus nach, sollte er mit Nach- druck daran erinnert wer- antwortlichen nach § 5 Satz 1 und 2 (im Dentallabor in der Regel dem Geschäftsführer; d.Verf.) bzw. oder dessen Si- cherheitsbeauftragten für Medizinprodukte schriftlich zu übermitteln.“ Formblatt für den Bericht an den Sicherheitsbeauftragten. zinprodukteberater, ihren Kenntnisstand über „ihre“ Medizinprodukte bestän- dig auf dem neuesten Stand zu halten, steht die Ver- pflichtung der „Auftragge- ber“ (Arbeitgeber) gegen- über, für eine „regelmäßige“ Einfach, schnell und sicher Einkaufen www.wollner-dental.de Qualität bedeutet für Wollner Dental das exakte Einhalten der ver- einbarten Lieferzeiten. Damit auch Sie just in time fertigen können, haben wir unseren Online-Shop weiter verbessert. Die Auslieferung erfolgt über unser eigenes Lager. 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In der Praxis hängt die Häufigkeit von Faktoren wie bspw. dem technischen Fortschritt bei einem be- stimmten Produkt, der Ver- wendung neuartiger Mate- rialien, dem Risikopoten- zial und der Erfahrung in der Anwendung ab. Mess- latte sollte darum die Anfor- derung sein, dass sich der Berater stets auf dem neues- ten Kenntnisstand über die Produkte zu halten hat. Aufgaben bei der Risikoüberwachung Neben ihrer Beratungs- und Einweisungstätigkeit haben Medizinprodukteberater eine gesetzlich festgelegte Funktion im Rahmen der Risikoüberwachung von Me- dizinprodukten nach dem In- verkehrbringen. Hierzu heißt es in § 31 Abs. 4 MPG: „Der Medizinprodukteberater hat Mitteilungen von Angehöri- gen der Fachkreise über Nebenwirkungen, wechsel- seitige Beeinflussungen, Fehlfunktionen, technische Mängel, Gegenanzeigen,Ver- fälschungen oder sonstige Ri- siken bei Medizinprodukten schriftlich aufzuzeichnen und unverzüglich dem Ver- oder nicht Folgerungen für die Praxis Die Vorschriften des § 31 Abs.4 über die Mitteilungspflichten sollte jeder Medizinprodukte- berater genau kennen und be- achten, denn auch bei Verstö- ßen gegen diese Bestimmun- gen droht ihm (nicht etwa sei- nem Arbeitgeber!) eine Geldbuße von bis zu 25.000 Euro (§ 42 Abs. 2 Nr. 15 MPG). Einen Verstoß dagegen begeht nicht nur, wer eine „Mittei- lung“ von Zahnärzten oder zahnärztlichem Praxisperso- nal nicht weitergibt, sondern auch derjenige, der sie bei- spielsweise verspätet, unvoll- ständig in der gebotenen Schriftform übermittelt. Das bedeutet im Klartext: Nach dem Willen des Gesetz- gebers ist es nicht die Aufgabe des Beraters, Mitteilungen zu bewerten („Das ist doch über- trieben“ oder „Da wird schon nichts passieren“). Hinter je- der Information kann sich ein unter Umständen folgen- schweres Risiko verbergen. Dies zu untersuchen und die notwendigen Maßnahmen einzuleiten, ist allein Sache des Sicherheitsbeauftragten. Nach dem Wortlaut des Ge- setzes muss der Medizinpro- dukteberater keine Mittei- lungen von Patienten weiter- geben.Dennoch ist das natür- lich zu empfehlen, da ja auch diese möglicherweise auf ein Risiko hindeuten können. Wie bereits erwähnt, erfüllt eine telefonische Information an den Sicherheitsbeauftrag- ten die gesetzlichen Anforde- Nr. 4 | April 2009 | www.zt-aktuell.de rungen nicht. Dennoch scha- det es nicht, wenn diese ggf. vorab oder zusätzlich zum schriftlichen Bericht erfolgt. Was heißt „unverzüglich“? Für die tägliche Praxis be- sonders sperrig erscheint sicherlich die Vorschrift, dass die Übermittlung einer Mitteilung an den Sicher- heitsbeauftragten „unverzüg- lich“ zu erfolgen hat.Was das genau heißt, ist im MPG nicht definiert. In § 121 Abs. 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs wird dieser Begriff jedoch mit „ohne schuldhaftes Zögern“ umschrieben. Wer als Medizinproduktebera- ter also etwa am Montag durch einen Zahnarzt von einer un- vorhergesehenen allergischen Reaktion eines Patienten auf den neuen Zahnersatz erfährt und den Bericht darüber erst am Freitag (zusammen mit an- deren Verwaltungsarbeiten) verfasst und abschickt bzw. weiterleitet, verhält sich ge- setzwidrig.Erleidet ein Patient einen schweren gesundheit- lichen Schaden,der sich bei ei- ner rechtzeitigen Information des Sicherheitsbeauftragten hätte vermeiden lassen, muss er darum mit ernsthaften rechtlichen Konsequenzen rechnen. Tipp: Geeignetes Berichts- Formblatt bereithalten Um den Bericht an den Sicherheitsbeauftragten ohne langes Überlegen schnellst- möglich zu Papier bringen und weiterleiten zu können, sollte der Medizinprodukteberater daher ein geeignetes Formblatt zur Hand haben, das er bei Be- darf einfach nur auszufüllen braucht. Es hat zudem den Vor- teil, dass keine wichtigen Infor- mationen vergessen werden, die der Sicherheitsbeauftragte benötigt, um den Fall ohne zeitraubende Nachfragen an- gemessen bewerten und die nötigen Folgemaßnahmen ein- leiten zu können. Adresse Rafael J. de la Roza Qualitätsmanagement – CE-Kennzeichnung – Schulung Würzburger Str. 188 63743 Aschaffenburg Tel.: 0 60 21/4 38 05-02 Fax: 0 60 21/4 38 05-03 E-Mail: service@delaRoza.de Kurzvita Der Verfasser war viele Jahre in Füh- rungsfunktionen und als Auditor bei benannten Stellen für die Zertifizie- rung von Medizinprodukten beschäf- tigt. Seit 2002 berät er Hersteller und Händler von Medizinprodukten zu al- len Fragen der Umsetzung des Medi- zinproduktegesetzes und führt regel- mäßig Seminare u. a. für Medizinpro- dukteberater und Sicherheitsbe- auftragte durch. Er ist außerdem freiberuflicher Fachjournalist mit dem Schwerpunkt Medizinprodukte- recht, Arbeitssicherheit und betrieb- licher Gesundheitsschutz. 11
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12_Technik Nr. 4 | April 2009 | www.zt-aktuell.de TECHNIK Farbe Schwarz ist der Ausgangspunkt für den korrekten Weißabgleich Digitale Fotografie ist in aller Munde. Für Dentallabore ist das Visualisieren ästhetisch relevanter Informationen eine Schlüsselqualifikation. Sei es zur Dokumentation eigener Arbeiten, zur Kundenberatung oder Mitarbeiterschulung. Daher widmet sich Thomas Burgard in fünf Artikeln der digitalen Den- talfotografie und wendet sich dabei sowohl an Einsteiger als auch an Fortgeschrittene.Teil 4 führt den Lesern die Komplexität des Weißabgleichs vor Augen. Die exakte Wiedergabe der Zahnfarben ist in der digita- len Dentalfotografie ein ab- solut zentrales und zugleich schwieriges Thema. Die Farb- exaktheit eines gelungenen Dentalfotos erfordert viel Wissen und Erfahrung. Einführung Um Zähne nicht nur in der Größe korrekt darzustellen, sondern auch die Farbe genau wiederzugeben, ist der Ein- fluss der Lichtquelle in jedem Fall zu berücksichtigen und nicht dem Zufall zu über- lassen. Reproduzierbare Auf- nahmebedingungen sind für die naturgetreuen Farben in der Dentalfotografie absolut notwendig. Nicht alle Fakto- ren unterliegen der vollkom- menen Kontrolle des Fotogra- fen.Werden jedoch die folgen- den Faktoren beachtet, blei- ben die Ergebnisse in ihrer Qualität konstant: • möglichst kein Tageslicht als Lichtquelle für das Foto nutzen • keine leuchtenden Farben für Kleidung oder De- cken/Wände der Umgebung • Blendenwert von 16 oder größer verwenden • leistungsstarken Blitz ver- wenden Bereits in der Digitalkamera findet bei nicht korrekter Ein- stellung des Weißabgleiches eine Farbverschiebung statt, sodass die digitale Aufnahme einen Farbstich enthält. Be- trachtet man die Bilddatei am Monitor oder druckt die Bild- datei an einem Farbdrucker aus, ergibt sich ebenfalls bei Verwendung von minderwerti- gen Geräten oder nicht durch- geführter Kalibrierung eine falsche Farbwiedergabe. Sind in der Dentalfotografie exakte Farbaufnahmen gefordert oder möchte ein Zahnarzt so- gar zur Farbbestimmung der Zähne eine digitale Aufnahme an das Dentallabor überrei- chen, muss einerseits die Ka- mera die Zahnfarben korrekt gespeichert haben. Anderer- seits müssen die Monitore so kalibriert sein, dass die Farben der Aufnahme ebenfalls kor- rekt am Monitor angezeigt werden. Wird die Bilddatei noch zusätzlich ausgedruckt, muss auch der Drucker kalib- riert werden. Die folgenden Kapitel beschreiben detailliert das notwendige Basiswissen, die Vorgehensweise und die er- forderlichen Maßnahmen. Farbtemperatur Um den Weißabgleich in einer digitalen Kamera oder in ei- ner RAW-Konverter-Software richtig zu verstehen, muss zu- erst der Begriff „Farbtempe- ratur“ erläutert werden. Die Farbtemperatur wird in Kel- vin (Abk.: K) gemessen und nicht in Grad Celsius. Eine Temperatur von null Kelvin entspricht minus 273,15 Grad Celsius. Als „absoluter Null- punkt“ wird der Nullpunkt der Kelvin-Temperaturskala bezeichnet. Der dritte Haupt- satz der Thermodynamik (auch als Nernst-Theorem be- kannt, nach dem deutschen Physiker und Chemiker Wal- ther Nernst) besagt: Es ist nicht möglich, ein System bis zum absoluten Nullpunkt ab- zukühlen. Die Definition der Farbtemperatur Als Farbtemperatur wird die- jenige Temperatur bezeich- net, die ein schwarzer Körper haben müsste, damit dessen Licht denselben Farbein- Abb. 1: Plancksche Strahlungsspektren für verschiedene Lichttemperaturen. (Quelle: Wikipedia) druck erweckt wie die tat- sächlich vorhandene Be- leuchtung. ANZEIGE LASERSINTERN (DMLS) ERÖFFNET IHNEN GANZ NEUE MÖGLICHKEITEN Mit der EOSINT M270 bieten wir die innova- tivste und wirtschaftlichste Technologie für eine qualitativ hochwertige NEM Gerüsther- stellung. Ein Laserschweißverfahren mit 100% Materialhomogenität. Sehr gute Info: 0 4 0 / 8 6 6 0 8 2 2 3 Konditionen! Zur Erklärung des vielleicht etwas schwer verständlichen Satzes: Ein schwarzer Körper absorbiert jegliche einfal- lende Strahlung unabhängig von deren Wellenlänge. Er reflektiert also keine Strah- lung, das Licht wird sozusa- gen vollkommen verschluckt. Dass der Körper kein Licht reflektiert, bedeutet jedoch nicht, dass er nicht leuchten kann. Nehmen wir als Bei- spiel eine Glühlampe, glü- hende schwarze Kohle oder die Sonne. Alle drei Körper strahlen Energie ab, die sie irgendwie erzeugen. Das Leuchten (abhängig von der Temperatur) dieser Körper kann somit sehr gut als Strah- lung eines schwarzer Körpers beschrieben werden. Ein Körper steht mit seiner Umgebung dann im thermo- dynamischen Gleichgewicht, wenn er dieselbe Energie abstrahlt, die er absorbiert. Würde er weniger abstrahlen als absorbieren, würde er an Energie zunehmen, d.h. seine Temperatur würde stei- gen. Das „thermodynamische Gleichgewicht“ wäre in die- sem Fall nicht gegeben.Da ein schwarzer Körper jegliche einfallende Strahlung absor- biert, strahlt er diese auch wieder ab. Somit absorbiert ein schwarzer Körper nicht nur am meisten, sondern ist auch der stärkste Strahler. Nun muss die Frage gestellt werden, welche Energie ein schwarzer Körper abstrahlt? dem Planckschen Nach Strahlungsgesetz (flächen- spezifische Strahlungsleis- tung eines schwarzen Kör- pers in einem bestimmten Wellenlängenbereich pro Flä- cheneinheit) ist die Strah- lungsleistung umso höher, je höher die Temperatur ist.Was bedeutet das nun für die Fotografie? Ein schwarzer Körper besitzt also ein gewis- ses Strahlungsspektrum, das abhängig von seiner Tempe- ratur ist. Hat der schwarze Körper z.B. eine Temperatur von 5.500 K, so befindet sich das Maximum der Strah- lungsstärke bei 520 nm Wel- lenlänge im sichtbaren Licht (Farbwerte: violett bis rot) und ist relativ ausgeglichen. Weißes Tageslicht entspricht genau diesem Farbspektrum. Für jede Farbtemperatur gibt es nun ein spezielles Strahlungsspektrum, das ein schwarzer Körper bei der jeweiligen Temperatur be- sitzt. Dieses Strahlungs- spektrum des schwarzen Körpers beschreibt ungefähr die tatsächliche Lichtsitu- ation (siehe Abb.1). Für die fotografische Praxis bedeutet dies: Jedes Licht ist farbig. Neutral erscheint es in einem Bild nur, wenn die Farbtemperatur ca. 5.500 K beträgt. Je wärmer das Licht ist (rötlicher), desto geringer ist die Farbtemperatur. Je kälter das Licht ist (blauer), desto höher ist die Farbtem- peratur. Ein blauer Himmel um die Mittagszeit bedeutet eine hohe Farbtemperatur (ca.10.000 K).Mittleres Tages- licht hat eine Farbtemperatur von ca. 5.500 K. Der Bildsen- sor in der Digitalkamera ist beim Weißabgleich genau auf ein mittleres Tageslicht abge- stimmt (siehe Abb.2). Was bedeutet der Weißabgleich und wie wird er durchgeführt? immer den Das menschliche Auge passt sich jeweiligen Lichtverhältnissen an. Ein wei- ßes Blatt Papier wird von ihm bei Kerzenlicht genauso weiß gesehen wie bei normalem Ta- geslicht, obwohl bei Kerzen- licht das Licht ja eher gelblich strahlt.Das Auge passt sich also der Farbtemperatur des Lichtes automatisch an.Der Effekt wird auch als „chromatische Adap- tion“ bezeichnet. Wie sieht es nun in einer digitalen Kamera aus? Dort werden alle Farben als eine Kombination aus ver- schiedenen Rot-, Grün- und Blauwerten (RGB-Werten) dar- gestellt. Bei einem „automatischen Weißabgleich“ (englisch: AWB – Automatic White Balance) sucht sich die Kamera den hellsten Pixelbereich, bei dem die RGB-Werte sehr nah bei- einander liegen. Jetzt werden die Pixel im ausgewählten Be- reich so korrigiert, dass die RGB-Werte auf Weiß einge- stellt werden. Alle anderen Pi- xelfarben werden dann auto- matisch entsprechend ver- schoben. Ganz allgemein aus- gedrückt: Bei einem Weißab- gleich in der Kamera wird eine Anpassung bzw.Korrektur der Farbtemperatur vorgenommen. Der automatische Weißab- gleich funktioniert aber nur feh- lerfrei, wenn das Motiv eine weiße Stelle als hellsten Bereich besitzt. Findet die Kamera kein Fortsetzung auf Seite 14 13
inklusive Veneer Set* Perfect Smile – Das Konzept für die perfekte Frontzahnästhetik mit Dr. Jürgen Wahlmann/Edewecht Sponsoren: Vita Dr. Jürgen Wahlmann/Edewecht ist seit Dezember 2007 Präsident der 2003 gegründeten Deutschen Gesell- schaft für Kosmetische Zahnmedizin e.V. (DGKZ). Er machte sein Examen 1987 in Göttingen und ist seit 1989 niedergelassen in eigener Praxis in Edewecht. 2004 erwarb er den „Master in Aesthetics“ am Rosenthal Institute der New York University. 2005 gewann er die Goldmedaille in der AACD Smile Gallery in der Kategorie „indirekte Restau- rationen“ und ist seit 2006 Mitglied im International Relationsship Committee der AACD. Neben seiner Referententätigkeit ist er auch Autor zahlreicher Fachbeiträge in der Zeitschrift „cosmetic dentistry“ sowie anderen Publikationen. Dr. Wahlmann ist seit 2004 Mitglied der DGKZ und seit 2006 auch Mitglied des Vorstandes der Gesellschaft. Unter der Führung von Dr. Wahlmann wird der außeror- dentlich erfolgreiche Kurs der DGKZ auf dem Gebiet fachwissenschaftlich fundierter ästhetisch/kosmetischer Zahnmedizin fortgeführt. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt in der weiteren Internationalisierung der Aktivitäten der DGKZ. Dr. Wahlmann gilt als anerkannter Spezialist für die ästhetisch orientierte Veneertechnik. Organisatorisches Kursgebühr: 445,– € zzgl. MwSt. (In der Gebühr sind Materialien und Modelle sowie ein *„Frank Dental Veneer Set 1 – Dr. Wahlmann“ im Wert von 69,99 zzgl. MwSt. enthal- ten! Inhalt: verschiedene Diamantbohrer in unterschiedlichen Körnungen, Diamantpolierer, Diamantscheibe, Hartmetallfinierer und ein Träger-Mandrell) Mitglieder der DGKZ erhalten 45,– % Rabatt auf die Kursgebühr. Veneers von konventionell bis No Prep – Step-by-Step. Ein praktischer Demonstrations- und Arbeitskurs an Modellen perfekter aussehen. Und im Gegensatz zu früher will man auch, dass das in die Zähne investierte Geld im Ergebnis vom sozialen Umfeld wahrgenommen wird. Medial tagtäglich protegiert, sind schöne Zähne heute längst zum Statussymbol geworden. Um den Selbstzahler, der eine vor allem kosmetisch motivierte Behandlung wünscht, zufriedenstellen zu können, bedarf es minimalinvasiver Verfahren und absoluter High-End-Zahnmedizin. Der nachstehend kombinierte Theorie- und Arbeitskurs vermittelt Ihnen alle wesentlichen Kenntnisse in der Veneertechnik und wird Sie in die Lage versetzen, den Wünschen Ihrer Patienten nach einem strahlenden Lächeln noch besser entsprechen zu können. Weiß und idealtypisch wünschen sich mehr und mehr Patienten ihre Zähne. Vorbei die Zeit, in der es State of the Art war, künstliche Zähne so „natürlich“ wie nur irgend möglich zu gestalten. Das, was Mitte der Neunzigerjahre noch als typisch amerikanisch galt, hat inzwischen auch in unseren Breiten Einzug gehalten – der Wunsch nach den strahlend weißen und idealtypisch geformten Zähnen. Neben den Patienten, die sich die Optik ihrer Zähne im Zuge ohnehin notwendiger restaurativer, prothetischer und/oder implantologischer Behandlungen verbessern lassen, kommen immer mehr auch jene, die sich wünschen, dass ihre „gesunden“ Zähne durch kiefer- orthopädische Maßnahmen, Bleaching, Veneers oder ästhetische Front- und Seitenzahnrestaurationen noch Termine 2009 16.05.2009 Hamburg 09.00 – 15.00 Uhr Sofitel Hamburg Alter Wall 22.05.2009 Rostock-Warnemünde 13.00 – 19.00 Uhr Hotel NEPTUN 19.06.2009 Lindau 13.00 – 19.00 Uhr Inselhalle Lindau 05.09.2009 Leipzig 09.00 – 15.00 Uhr Hotel The Westin Leipzig 18.09.2009 Konstanz 13.00 – 19.00 Uhr Klinikum Konstanz 10.10.2009 München 09.00 – 15.00 Uhr Hotel Hilton München Park Kursbeschreibung 1. Teil: Demonstration aller Schritte von A bis Z am Beispiel eines Patientenfalles (Fotos)  Erstberatung, Modelle, Fotos (AACD Views)  Perfect Smile Prinzipien  Fallplanung (KFO-Vorbehandlung, No Prep oder konventionell)  Wax-up, Präparationswall, Mock-up-Schablone  Präparationsablauf (Arch Bow, Deep Cut, Mock-up, Präparationsformen)  Evaluierung der Präparation  Abdrucknahme  Provisorium  Einprobe  Zementieren  Endergebnisse  No Prep Veneers (Lumineers) als minimalinvasive Alternative 2. Teil: Praktischer Workshop, jeder Teilnehmer vollzieht am Modell den in Teil 1 vorgestellten Patientenfall nach  Herstellung der Silikonwälle für Präparation und Mock-up/Provisorium  Präparation von 10 Veneers (15 bis 25) am Modell  Evaluierung der Präparation  Erstellung des Provisoriums Allgemeine Geschäftsbedingungen 24.10.2009 Wiesbaden 09.00 – 15.00 Uhr Dorint Hotel Wiesbaden Tagungspauschale: 45,– € zzgl. MwSt. (Verpflegung und Tagungsgetränke) 07.11.2009 Köln 09.00 – 15.00 Uhr Marriott Hotel 14.11.2009 Berlin 09.00 – 15.00 Uhr Hotel Palace Berlin Veranstalter OEMUS MEDIA AG Holbeinstraße 29, 04229 Leipzig Tel.: 03 41/4 84 74-3 08, Fax: 03 41/4 84 74-2 90 E-Mail: event@oemus-media.de www.oemus-media.de 1. Die Kongressanmeldung erfolgt schriftlich auf den vorgedruckten Anmeldekarten oder formlos. Aus organisatorischen Gründen ist die Anmeldung so früh wie möglich wünschenswert. Die Kongresszulassungen werden nach der Reihen- folge des Anmeldeeinganges vorgenommen. 2. Nach Eingang Ihrer Anmeldung bei der OEMUS MEDIA AG ist die Kongressanmeldung für Sie verbindlich. Sie erhalten umgehend eine Kongressbestätigung und die Rechnung. Für OEMUS MEDIA AG tritt die Verbindlichkeit erst mit dem Eingang der Zahlung ein. 3. Bei gleichzeitiger Teilnahme von mehr als 2 Personen aus einer Praxis an einem Kongress gewähren wir 10 % Rabatt auf die Kongressgebühr, sofern keine Teampreise ausgewiesen sind. 4. Die ausgewiesene Kongressgebühr und die Tagungspauschale verstehen sich zuzüglich der jeweils gültigen Mehrwertsteuer. 5. Der Gesamtrechnungsbetrag ist bis spätestens 2 Wochen vor Kongress- beginn (Eingang bei OEMUS MEDIA AG) auf das angegebene Konto unter Angabe des Teilnehmers, der Seminar- und Rechnungsnummer zu überweisen. 6. Bis 4 Wochen vor Kongressbeginn ist in besonders begründeten Ausnahmefällen auch ein schriftlicher Rücktritt vom Kongress möglich. In diesem Fall ist eine Verwaltungskostenpauschale von 25,– € zu entrichten. Diese entfällt, wenn die Absage mit einer Neuanmeldung verbunden ist. 7. Bei einem Rücktritt bis 14 Tage vor Kongressbeginn werden die halbe Kongressgebühr und Tagungspauschale zurückerstattet, bei einem späteren Rücktritt verfallen die Kongressgebühr und die Tagungspauschale. Der Kongressplatz ist selbstverständlich auf einen Ersatzteilnehmer übertragbar. 8. Mit der Teilnahmebestätigung erhalten Sie den Anfahrtsplan zum jeweiligen Kongresshotel und, sofern erforderlich, gesonderte Teilnehmerinformationen. 9. Bei Unter- oder Überbelegung des Kongresses oder bei kurzfristiger Absage eines Kongresses durch den Referenten oder der Änderung des Kongressortes werden Sie schnellstmöglich benachrichtigt. Bitte geben Sie deshalb Ihre Privattelefonnummer und die Nummer Ihres Faxgerätes an. Für die aus der Absage eines Kongresses entstehenden Kosten ist OEMUS MEDIA AG nicht haftbar. Der von Ihnen bereits bezahlte Rechnungsbetrag wird Ihnen umgehend zurückerstattet. 10. Änderungen des Programmablaufs behalten sich Veranstalter und Orga- nisatoren ausdrücklich vor. OEMUS MEDIA AG haftet auch nicht für Inhalt, Durchführung und sonstige Rahmenbedingungen eines Kongresses. 11. Mit der Anmeldung erkennt der Teilnehmer die Geschäftsbedingungen der OEMUS MEDIA AG an. 12. Gerichtsstand ist Leipzig. Anmeldeformular per Fax an 03 41/4 84 74-2 90 oder per Post an Für den Kurs Perfect Smile – Das Konzept für die perfekte Frontzahnästhetik 2009 J 16. Mai 2009 Hamburg J 05. September 2009 Leipzig J 24. Oktober 2009 Wiesbaden J 22. Mai 2009 Rostock J 18. September 2009 Konstanz J 07. November 2009 Köln J 19. Juni 2009 Lindau J 10. Oktober 2009 München J 14. November 2009 Berlin melde ich folgende Personen verbindlich an: (Zutreffendes bitte ausfüllen bzw. ankreuzen) OEMUS MEDIA AG Holbeinstr. 29 Name/Vorname DGKZ-Mitglied Name/Vorname J ja J nein J ja J nein DGKZ-Mitglied 04229 Leipzig Praxisstempel Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der OEMUS MEDIA AG erkenne ich an. Falls Sie über eine E-Mail-Adresse verfügen, so tragen Sie diese bitte links in den Kasten ein. Achtung! Sie erreichen uns unter der Telefonnummer 03 41/4 84 74-3 08 und während der Veranstaltung unter den Telefonnummern 01 72/8 88 91 17 oder 01 73/3 91 02 40. ZT 4/09 E-Mail: Datum/Unterschrift 14
14_Technik Fortsetzung von Seite 12 Weiß als hellste Fläche vor,führt ein automatischer Weißab- gleich zu Farbumwandlungs- fehlern. In diesem Fall sollte ein halbautomatischer oder ma- nueller Weißabgleich durchge- führt werden. Prinzipiell kann man sagen, dass der automati- sche Weißabgleich für die digi- tale Dentalfotografie nicht ge- eignet ist. Bei dem „halbautomatischen Weißabgleich“ muss der Foto- graf die Lichtsituation an der Kamera direkt einstellen, d.h. die Kamera sucht sich in die- sem Fall nicht mehr die hellste Fläche aus, da eine feste Lichtsituation (z.B. Kunst- licht) voreingestellt ist. Auch diese Art von Weißabgleich ist für die digitale Dentalfoto- grafie nicht geeignet. In der digitalen Dentalfotogra- fie wird der „manuelle Weiß- abgleich“ verwendet, da nur bei dieser Einstelloption die Farbwerte der Zähne exakt verschoben werden. Ein gro- ßer Vorteil des manuellen Weißabgleiches mit einer digi- talen Spiegelreflexkamera ist, dass das eigentlich zu fotogra- fierende Motiv keine weißen Elemente enthalten muss und dass die manuellen Weißab- gleich-Einstellungen in der Kamera gespeichert werden können.Eine Reproduzierbar- keit bei gleicher Lichtsituation ist dann auf jeden Fall gegeben. Die Durchführung des ma- nuellen Weißabgleiches kann auf unterschiedliche Arten durchgeführt werden: Weißabgleich mittels weißem Papier Hierbei wird ein weißes Blatt Papier bei einer vorgegebe- nen Lichtsituation abfotogra- fiert und als Referenzweiß be- nutzt. Das Problem bei Ver- wendung von weißem Papier ist die sehr unterschiedliche „weiße Farbe“. Aus diesem Grund wird diese Art des Weißabgleiches in der Dental- fotografie nicht verwendet. Weißabgleich mittels Weißabgleichsfilter Der Weißabgleichsfilter be- steht aus speziellen Prismen, die eine homogene Lichtver- teilung und eine Transmission von exakt 18 Prozent errei- chen. Der Filter wird vor das Objektiv geklemmt oder ge- schraubt. Für die Dentalfoto- grafie ist der Weißabgleichs- filter ebenfalls ungeeignet. Weißabgleich mittels Farbtafel Statt eines weißen Blattes Pa- pier wird eine genormte Farb- karte mit den RGB-Farben (Rot, Grün und Blau), den zu- gehörigen Komplementärfar- ben Cyan, Magenta und Yellow sowie fein abgestuften weißen und grauen Farben verwendet. In der digitalen Dentalfotogra- fie wird die Farbkarte als Farb- kont-rolle für den manuellen Weißabgleich mittels Grau- karte verwendet, indem die Farbkarte abfotografiert und dann mit der originalen Farb- karte verglichen wird. Natür- lich muss für den Vergleich ein kalibrierter und betriebs- warmer Monitor verwendet werden. Weißabgleich mittels Graukarte Eine weitere Möglichkeit des Weißabgleiches bildet der manuelle Weißabgleich mit- tels einer Graukarte. Die Graukarte hat einen definier- ten Farbwert (Farbe Grau mit dem exakten Wert von 17,68 Prozent Reflexion),bestehend aus gleichen Anteilen Rot, Grün und Blau, sowie einen definierten Reflexionswert. Sie dienen innerhalb des Fotos als Referenzobjekt. Man kann die Graukarte direkt neben dem zu fotografierenden Ob- jekt platzieren und hat beides im selben Bild.Um auch direkt im Mund des Patienten Auf- nahmen mit Graukarte im Bild machen zu können, bietet es sich an, mit einem Locher ei- nen Punkt aus der Graukarte auszustanzen. Dieser Punkt wird dann direkt auf dem Zahnfleisch oberhalb der zu fotografierenden Zähne plat- ziert. So ist auch nach erfolg- ter Aufnahme am Bildschirm die entsprechende farbliche Korrektur möglich: Der Soft- ware wird der Farbwert der Graukarte im Bild mitgeteilt und alle anderen Farben im Bild werden neu berechnet und dann verschoben (siehe Abb.3). Weißabgleich bei RAW-Aufnahmen Werden Bilder im verlustfreien RAW-Format (engl. raw = roh) aufgenommen,kann der Weiß- abgleich auch später in der RAW-Konverter-Software mittels Weißabgleichs-Pipette vorgenommen werden.Für die digitale Dentalfotografie sollte auch die im RAW-Modus ein- gestellte Kamera ein manuel- ler Weißabgleich in der Ka- mera durchgeführt werden. Kalibrierung der Ausgabegeräte Um die Geräte-Kalibrierung richtig zu verstehen,möchte ich zuerst nochmals kurz auf das Thema Farbmodus eingehen. RGB Für die Arbeit am Bildschirm wird zumeist der RGB-Modus verwendet: Rot, Grün und Blau werden additiv verwen- det. Das heißt, dort, wo alle drei Farbtöne übereinander ANZEIGE verschlucken als Summe das ganze Licht, ergeben also Schwarz. Dieser Modus wird normalerweise zum Druck verwendet und muss vom Computer aus den RGB-Wer- ten berechnet werden, wenn es zum Druck geht. Um beim Druck farblich das gleiche Ergebnis wie auf dem (kalibrierten) Bildschirm zu erhalten, müssen alle Geräte aufeinander abstimmt sein. Die Summe aller durch ein Gerät darstellbaren Farben be- schreibt sein Farbspektrum. Das Farbmanagement ist also eine standardisierte Beschrei- bung des Gerätefarbraumes, auch ICC-Profil genannt (ICC = International Color Consor- tium) und hat eine standardi- sierte Beschreibung zur Festle- gung des Farbprofils erarbei- tet. Die ICC-Profile der einzel- nen Geräte können entweder direkt vom Hersteller kommen oder es wird ein eigenes Profil mittels Farbmessgerät erstellt. Die Kalibrierung sollte in re- gelmäßigen Abständen wieder aktualisiert werden,da sowohl der Bildschirm als auch der Drucker sich durch Benutzung farblich verändern. Jeder Dentalfotograf kennt das Problem. Man bereitet eine Frontzahn-Aufnahme gründlich vor, d.h. es wird das richtige Beleuchtungs- system mit richtiger Farb- temperatur verwendet, dann wird der manuelle Weißab- gleich mittels Graukarte durchgeführt. Die Aufnahme wird mit korrektem Abbil- dungsmaßstab gemacht, an- schließend wird die Bilddatei auf den Computer übertra- gen und mittels Bildbearbei- tungs-Software am Monitor betrachtet. Spätestens jetzt bekommen viele Fotografen einen Schreck, denn die Far- ben sehen trotz manuellen Weißabgleiches ganz anders aus als die originalen Farben. Eine andere Situation: Der Zahnarzt überträgt eine Bilddatei an den Zahntechni- ker. Die Bilddatei hat auf dem Monitor des Zahnarztes ganz andere Farben als auf treffen, sieht es weiß aus, weil alle Farben des Lichtes durch- gelassen werden. Allerdings ist die Darstellung der Farben abhängig von den Geräten, sodass verschiedene Bild- schirme oder Rechner auf das gleiche System kalibriert sein sollten. CMYK Der CMYK-Farbmodus ar- beitet genau umgekehrt. Die Farben werden bei der Mi- schung voneinander subtra- hiert. Die Grundfarben Cyan, Magenta, Gelb (Yellow) und Schwarz (Black oder Key) dem Monitor des Zahnarz- tes. Woran liegt das? Die fal- sche Farbdarstellung liegt am nicht oder falsch kali- brierten Monitor. In der digi- talen Dentalfotografie ist ein korrekt kalibrierter Monitor ebenso wichtig wie ein kor- rekt durchgeführter manuel- ler Weißabgleich. In jedem Fall muss eine Kali- brierung der verwendeten Geräte erfolgen, damit die Er- gebnisse reproduzierbar sind und die Farben auch dem Ori- ginal entsprechen. Nur so können Bilddateien zwischen Zahnarztpraxis und Dental- Nr. 4 | April 2009 | www.zt-aktuell.de Farbtemperaturen von ausgewählten Lichtsituationen 1.500 K – 2.000 K Kerzenlicht & Öllampen 2.800 K 3.000 K 3.100 K 3.800 K 4.000 K 5.500 K 6.000 K Glühlampe (100 W) Halogenlampe Sonnenaufgang & Sonnenuntergang Sonne am Vor- und Nachmittag Leuchtstoffröhre (kaltweiß) mittleres Tageslicht & Blitzlicht Blitzlicht 6.500 K – 7.500 K bedeckter Himmel 7.500 K – 8.500 K Nebel & Dunst 9.000 K–12.000 K blauer Himmel 16.000 K Schattenreflexionen bei blauem Himmel Abb. 2: Farbtemperaturen für ausgewählte Lichtsituationen. Abb. 3: Manueller Weißabgleich mittels genormter Graukarte. Foto: Wikipedia labor ohne Farbdifferenzen ausgetauscht werden. Ziel der Kalibrierung ist es, den Monitor als Ausgabe- medium so neutral wie mög- lich einzustellen,d.h.die Farbe Schwarz so dunkel wie mög- lich und Weiß so hell wie mög- lich wiederzugeben. Ebenfalls gelten Grautöne ohne einen erkennbaren Farbstich als neutral. Da sich die Sehge- wohnheiten und die Farbseh- fähigkeiten von vielen Men- schen sehr unterscheiden, gilt die Hardware basierte Kali- brierung als die exakteste Me- thode, um dem Original mög- lichst nahe zu kommen. Durchführung der Monitor-Kalibrierung In der digitalen Dentalfotogra- fie reicht es nicht aus, dass das Farbmanagement des Monitors mittels Helligkeits- und Kon- trastregelung eingestellt wird. Nur mit einem sogenannten Kalibrierungs-Toolkit können optimale Ergebnisse in der Farbwiedergabe erzielt wer- den.Voraussetzung für den pro- fessionellen Dentalfotografen ist natürlich ein für die Digital- fotografie geeigneter Bild- schirm. Wie funktioniert nun ein Kalibrierungs-Toolkit ge- nau? Das Prinzip der Monitor-Kali- brierung: Das Kolorimeter er- fasst die Licht- und Farbwerte, die dann von der Kalibrie- rungs-Software in ein ICC- Profil gespeichert werden. Die Kalibrierung besteht also immer aus zwei Schritten: • M o n i t o r- K a l i b r i e r u n g Justie- (hardwaremäßige rung) • Profilierung (Erstellen des ICC-Profils) Für eine Kalibrierung ist demnach ein Toolkit notwen- dig, das sich aus den folgen- den Bestandteilen zusam- mensetzt: • Kolorimeter, der die Farb- messung vornimmt. • Referenzfarben für den Ver- gleich • Software, die dann den Ab- gleich durchführt Das Ergebnis der Monitor- Kalibrierung ist eine Neuein- stellung bzw. Justierung der Monitor-Farbtemperatur und des Gamma-Wertes sowie das Erstellen des ICC-Profils. • Farbtemperatur > (Wärme- eindruck) ideal ca. 6.500 K • Gamma-Wert > (Helligkeit der mittleren Farbtöne) ideal 2,2 Bei professionellen Kalibrie- rungs-Toolkits lassen sich unterschiedliche Kombinatio- nen von Farbtemperatur- und Gamma-Werten einstellen, auf die dann kalibriert wird. Mittlerweile sind Monitor- Toolkits wie z.B. der „Spyder2 Express“ von ColorVision zu relativ günstigen Preisen er- hältlich. Für höhere Ansprü- che gibt es natürlich auch Tool- kits wie z.B. der „Spyder3“ von ColorVision, bei dem sehr viele Einstellmöglichkeiten vorhanden sind. Mit der Durchführung der Mo- nitor-Kalibrierung hat man aber noch keine Garantie auf die korrekte Darstellung der Farben eines Bildes am Bild- schirm. Erst eine sogenannte farbmanagementfähige Bild- bearbeitungs-Software kann das gespeicherte ICC-Profil des Monitors lesen und nimmt dann eine interne Korrektur vor. Zusammenfassung In der professionellen Den- talfotografie sind ein korrekt durchgeführter manueller Weißabgleich und ein kor- rekt kalibrierter Monitor ein absolutes Muss, möchte man im digitalen Foto-Workflow reproduzierbare Aufnahme- bedingungen mit qualitativ hochwertigen Fotos haben. Die Einarbeitungszeit in diese beiden komplexen Themengebiete des Farbma- nagements sollte auf jeden Fall investiert werden. Die besseren Ergebnisse sind deutlich zu sehen. Was nutzt eine teure Kamera-Ausrüs- tung, wenn das Farbmanage- ment vernachlässigt wird? Der Dentalfotograf ist selbst verantwortlich für optimale Aufnahmebedingungen und sollte nichts dem Zufall über- lassen. Der Autor Autor Thomas Burgard ist Experte auf dem Gebiet der digitalen Fotografie. Adresse Thomas Burgard Softwareentwicklung & Webdesign in Kooperation mit Webexperten24 Dipl.-Ing. (FH) Thomas Burgard Bavariastr. 18b 80336 München Tel.: 0 89/54 07 07-10 Fax: 0 89/54 07 07-11 E-Mail: thomas.burgard@burgardsoft.de www.burgardsoft.de www.webexperten24.de 15
Nr. 4 | April 2009 | www.zt-aktuell.de IDS-Rückblick_15 IDS-RÜCKBLICK Bleibt Internationale Dental-Schau die Leitmesse für Zahntechniker? Die Zahlen des Veranstalters suggerieren diese Aussage. Auch 2009 stiegen die Besucherzahlen der IDS um sagenhafte 6,9 Prozent auf aktuell 106.000, die Ausstellungsfläche wuchs erneut um 6,2 Prozent und die Zahl der Aussteller vermehrte sich um 4,5 Prozent.Was aber verrät ein Blick hinter diese Zahlen? nes türkischen Anbieters, der mithilfe einer speziellen An- mischflüssigkeit Keramikmas- sen plastifiziert und diese mit einem Spatel ähnlich den modernen Komposites auf- trägt. Diese Arbeitserleichte- rung wird die Pinselhersteller zwar nicht unbedingt freuen, den kalkulierenden Zahntech- niker allemal. Natürlich waren auch wieder neue Komposite im Angebot. Hier geht der seit Jahren ein- geschlagene Trend zu immer höher gefüllten Massen weiter. Diese sind allerdings mit den neuen,speziell auf diese Materi- alien zugeschnittenen rotieren- den Instrumenten und Polie- rern effektiv und hochgradig glatt, also endlich auch plaque- resistent, herstellbar. Der Aus- bau der zahnfleischfarbenen Materialien verdeutlicht den wachsenden Markt dieser Mas- sen,die hauptsächlich in der Im- plantologie eingesetzt werden. Implantatprothetik und CAD/CAM drängen weiter nach vorn Die Implantologie befindet sich weiter im Wachstum. Erstmals werden 2009 in Deutschland voraussichtlich eine Million Implantate gesetzt. Die Verein- fachung der Abutments für den Anwender oder die indivi- duelle Herstellung ganzer Ge- rüstkonstruktionen am PC mit der anschließenden industriell gefertigten Suprakonstruktion stellen Trends auf diesem Sek- tor dar. Neue Materialien wie spezielle Zirkondioxide oder ähnlich hochfeste Keramiken werden den Markt nachhaltig verändern. Mehrere Studien über die Praxistauglichkeit lie- gen mittlerweile vor und nach- dem sich die Anbieter mit ihren Designs den Anforderungen dieser Materialien angepasst haben, steht einem Siegeszug nichts mehr im Wege. Nicht dass Sie denken, lieber Leser, CAD/CAM wäre nicht das beherrschende Thema die- ser IDS gewesen.Beinahe jeder bisherige Anbieter brachte ent- weder einen neuen Scanner,ein neues Update für seine Kon- struktionssoftware oder eine neue Fräsmaschine mit. So können mit modernen Scan- nern ganze Modelle oder Ab- formungen im Handumdrehen digitalisiert werden. Die mate- rialgerechte Konstruktion am PC mit idealen Verblendstär- ken für Keramikverblendun- gen oder Gerüsten und Press- vorlagen für die Überpress- technik seien hier nur beispiel- haft angeführt.Erstmals wurde von einem Anbieter auch eine Sieben-Achs-Strategie für ihre Tisch-Fräsmaschine vorge- stellt.Damit lassen sich fast alle Konstruktionen, die überhaupt vorstellbar sind, einfach und schnell im eigenen Labor her- stellen. Damit bleibe die ge- samte Arbeit beim Zahntechni- ker, so die offizielle Aussage. Wer sich aber bei den hohen Einstiegs-Preisen für die ge- samte CAD/CAM-Technik diese Maschinen noch leisten kann, wird die Zukunft zeigen. Interessant war auch der Auf- tritt mehrerer Anbieter von Zahnersatz aus Fernost.Waren es vor Jahren noch Handelsge- sellschaften oder Franchisefir- men, die mit dem Import von Zahnersatz ihr Geld verdienen wollten, kamen diesmal ver- stärkt die Hersteller selber mit teilweise beeindruckender Qualität auf die IDS. Natürlich lässt sich der Trend der Aus- landsfertigung nicht aufhal- ten, doch auch in den ostasia- tischen Staaten steigen die Löhne und damit die Produk- tionskosten. Messebesuch bleibt für Techniker ein fester Termin So sieht die Zahntechnik in Deutschland nach Ende der IDS 2009 genauso vielen Facet- ten der Entwicklung entgegen wie vorher. Entscheidend ist, was der Einzelne daraus macht.Neue Ideen und Materi- alien gab es zuhauf und allein daher lohnt sich ein Besuch der nächsten IDS für alle an der Zukunft interessierten Zahntechniker vom 22.–26. März 2011 in Köln auf jeden Fall. Hier werden Trends ge- setzt und man bekommt einen umfassenden Überblick was sich weltweit tut, genauso wie in diesem Jahr. (me) – Bedenklich aus deut- scher Sicht ist die Zunahme der ausländischen Aussteller um zehn Prozent und ein Besu- cheranteil der ausländischen Gäste auf mittlerweile 65 Prozent. Das unterstreicht zwar die Internationalität der Messe, doch der Trend der aus- ländischen Kunden bei deut- schen Firmen einzukaufen, verwässert immer mehr. Mitt- lerweile laufen viele Brücken- geschäfte, also von ausländi- schen Anbietern, beispiels- weise aus Osteuropa für Kun- den in Südamerika. Auch der Anteil der zahnärztlichen Be- sucher steigert sich von IDS zu IDS. Gleichzeitig kommen im- mer weniger Zahntechniker zu diesem regelmäßig alle zwei Jahre stattfindenden Spekta- kel. Die Größe der Messe ver- langt immer mehr Kondition, gutes Schuhwerk sowie eine genaue Besuchsplanung, um wirklich alle wichtigen Ter- mine wahrnehmen zu können. Die Stände werden immer spektakulärer,sodass man sich teilweise fragt,ob die Optik das Verkaufsargument ist oder die angebotenen Produkte? Miteinander oder gegeneinander von Mensch und Technik? Glücklicherweise zählt die Ver- packung nicht mehr als das Produkt und die wirklich inte- ressanten Dinge bleiben nicht lange verborgen. Aus zahn- technischer Sicht ist festzuhal- ten, dass Zahntechniker sehr wohl auch in der Zukunft ge- braucht werden. Der Traum von Teilen der Industrie, zu- künftig am Zahntechniker vor- bei direkt mit dem Zahnarzt Zahnersatz herzustellen, wird auf lange Sicht ein Traum blei- ben.Die Ankündigung,Kronen und Brücken zukünftig über ei- nen digitalen Abdruck in einem industriell ausgerichteten Fräs- und Fertigstellcenter herstellen zu lassen,ist noch Zukunftsmu- sik. Obwohl in diesem Jahr auf der IDS erstmals funktionie- rende digitale Mundscanner vorgestellt wurden.Das Indika- tionsgebiet ist jedoch noch sehr eingeschränkt und die erziel- baren Ergebnisse können nicht wirklich überzeugen.Trotzdem wird die Digitalisierung nicht aufzuhalten sein. Die Fortbil- dungsmöglichkeit des Zahn- technikers zum Digitaltechni- ker ist ein erstes Indiz und ein Schritt in die richtige Richtung, um eine Zukunft unseres Be- rufsstandes zu dokumentieren. Dennoch verbleiben zahlrei- che Möglichkeiten, sei es in der Totalprothetik oder in der in- dividuellen Verblendtechnik, Zahnersatz von Hand herzu- stellen. Handarbeit wird weiterhin gepflegt Dies waren daher auch weitere Trends auf der diesjährigen IDS. Mehrere Hersteller zeig- ten neue Zahnlinien, ob von ausgeprägter Morphologie für mehrere Aufstellkonzepte, anatomische Abrasionsfor- men für vorgeschädigte Kiefer- gelenke oder lingualisierte und trotzdem vollwertige Zähne. Natürlich wurde auch hier die Schere zwischen ganz billigen und hochpreisigen Produkten größer.So waren besonders bei den ausländischen Anbietern viele Prothesenzähne zu bei- nahe unglaublichen Preisen zu finden. Dieser Preis schlägt sich natürlich in der Qualität nieder, wenn man sich die Zeit nahm, genauer hinzuschauen. Natürlich muss ein Preis ange- messen sein. Er darf aber nicht auf Kosten der Qualität gehen. Der Patient hat ein Recht auf hochwertigen Zahnersatz, der nicht nur zum Anschauen sein soll, sondern auch funktionell. Der Trend der Vereinfachung findet natürlich auch in der Verblendkeramik Einzug. Frei nach dem Motto eines Anbie- ters „nach Kiss kommt Love“. Mit immer weniger Massen wird eine perfekte Nachah- mung der Natur erreicht und das sich langsam durchset- zende Farbschema „3D-MAS- TER“ war ein großes Thema nicht nur beim Markteinfüh- rer. Ein alter Hut neu aufgelegt war die Schichtung nur noch einer Masse und anschlie- ßende Farbgebung durch Be- malen. Vor Jahren noch ver- pönt, scheint die Zeit jetzt reif zu sein. Der zunehmende Kos- tendruck und die immer höher werdende Effizienz der Ar- beitskraft lassen solche Sys- teme zukünftig in neuem Licht erscheinen. Pfiffig die Idee ei- 16
16_Produkte Nr. 4 | April 2009 | www.zt-aktuell.de PRODUKTE Neue Technologie vereint die Vorteile zweier verwandter Materialien Kompromisse in der Qualität der einzeitigen Abformtechnik gehören ab jetzt der Vergangenheit an. Das neue Abformmaterial Identium® vereint erstmals die guten Eigenschaften der Polyäther und A-Silikone. Das Ergebnis überzeugt vor allem durch hervorragende plastische Eigenschaften und seine Fließfähigkeit. Gegenwärtig kommen in der Zahnarztpraxis vor allem Polyäther oder Silikone als Materialien bei der einzeitigen Abformung zum Einsatz.Poly- äther zeichnen sich durch gu- tes Fließverhalten aus, sie sind hydrophil und gewährleisten deshalb auch im feuchten Sul- kus eine gute Zeichnungs- schärfe und lassen sich auch intraoral gut verarbeiten.A-Si- likone verfügen dagegen über bessere elastische Eigenschaf- ten: Nach einer kurzen Mund- verweildauer lässt sich die Ab- formung leicht entnehmen und dabei entstehende Verfor- mungen werden gut zurückge- stellt. Die geruchs- und ge- schmacksneutralen Materia- lien werden von den Patienten gut toleriert. Identium® verbindet das Beste aus zwei Welten: alle Vorteile von Polyäther-Materialien ge- paart mit denen von A-Siliko- nen. Auf Basis des Vinylsilo- xanether® bietet Identium® eine ausgezeichnete Fließfä- higkeit, die in Kombination mit einer außergewöhnlichen Hydrophilie (niedrigst erreich- barer Kontaktwinkel von un- ter zehn Grad nach einer Sekunde) für ein optimales Die neue Abformmasse wird in vier verschiedenen Konsistenzen angeboten. Die Firma Kettenbach präsen- tiert mit Vinysiloxanether® ein völlig neues Material für die einzeitige Abformtechnik, das eine Synthese aus den Charak- teristika von Polyäther und de- nen der A-Silikone schafft.Auf Basis dieses Werkstoffs führt Kettenbach die neue Produkt- familie Identium® ein. ANZEIGE Lithium-Disilikat für alle Einzelzahn- Restaurationen ® x a m e IPS . Wenn es um Einzelzahn-Restaurationen geht, ist IPS e.max Lithium-Disilikat das Material Ihrer Wahl: • hochästhetische Lösungen – dank natürlichem Farbverhalten und optimalem Lichtdurchfluss • langlebige Restaurationen – aufgrund der hohen Festigkeit (360 – 400 MPa) • vielfältiger Einsatz – für dünne Veneers, Inlays, Kronen und Implantatarbeiten • flexible Befestigungsmöglichkeiten – konventionell oder adhäsiv c e r a m i c y o u n e e d l l a l a l IPS e.max – Ein System für alle Indikationen www.ivoclarvivadent.de Ivoclar Vivadent GmbH Dr. Adolf-Schneider-Str. 2 | D-73479 Ellwangen, Jagst | Deutschland Tel.: +49 (0) 79 61 / 8 89-0 | Fax: +49 (0) 79 61 / 63 26 | info@ivoclarvivadent.de ANZEIGE ZWP online Das Nachrichtenportal für die gesamte Dentalbranche Jetzt kostenlos eintragen unter: www.zwp-online.info Anfließen im feuchten Mi- lieu, auch in engste Sul- kus-Spalträume, sorgt. Auf- grund der hohen elastischen Eigenschaften stellt sich Iden- tium® dimensionsgetreu zu- rück, lässt sich sehr leicht ent- formen (aus dem Patienten- mund und vom Gipsmodell) und ist geruchs- und ge- schmacksneutral. Ganz gleich, ob Einzelkrone, Brücke, Implantat oder Pro- these: Identium® ermöglicht hochpräzise Abformungen für erfolgreiche prothetische Ver- sorgungen aller Art.Die zuver- lässig hohe Qualität dieser Ab- formungen stellt eine identi- sche Abbildung der klinischen Mundsituation sicher. Identium® für die Monopha- se- und Doppelmischtechnik steht in den Konsistenzen Me- dium, Medium soft, Heavy und Light zur Verfügung. Schwer- punkte der Indikationen sind Implantatabformungen, Ab- formungen zur Erstellung von Kronen/Brücken, Inlays/On- lays und Veneers, Fixations- und Funktionsabformungen sowie Abformungen für he- rausnehmbaren Zahnersatz. Identium® wird seit Februar in den praktischen Schlauchbeu- teln angeboten. Adresse Kettenbach GmbH & Co. KG Postfach 11 61 35709 Eschenburg Tel.: 0 27 74/7 05-0 Fax: 0 27 74/7 05-33 E-Mail: info@kettenbach.com www.kettenbach.com Offenheit als Grundprinzip Dentalscanner der Activity-Reihe des 3-D-Spezialis- ten smart optics sind flexibel einsetzbar. Ein Grund liegt in der Unabhängigkeit von Systemlieferanten. Das Modell Activity 101 mit einem sehr guten Preis- Leistungs-Verhältnis ist für die Anforderung eines Den- tallabors oder Praxislabors konzipiert. Der größere Bruder Activity 102 bedient die Forderung nach hoher Präzision und ist auf die Be- dürfnisse von kieferortho- pädischen Praxen und am- bitionierten Dentaltechni- kern ausgelegt. Das offene smart optics- System sichert dem Arzt oder Techniker als kosten- bewussten Unternehmer maximale Flexibilität. Es er- laubt den Zugriff auf unter- schiedliche Fertigungsme- thoden und ermöglicht individuelle Anpassungen, wodurch die Investition langfristig Wert behält. Bei einer Genauigkeit von 20 Mikrometern erfolgt der komplett automatische Scan eines Einzelstumpfs in weniger als zwei Minuten, der eines Komplettkiefers in weniger als sieben Minu- ten. Die deutschsprachige Soft- ware Smart Designer ge- währleistet durch die inno- vative Bedienung auch un- geübten Benutzern schnelle Ergebnisse. Die Datenaus- gabe erfolgt als STL-Datei, welche zur Weiterverarbei- tung für alle gängigen CAD/CAM-Systeme geeig- net ist. Als Einstiegsmodell der Activity-Reihe ist der 101 für die Anwendung im Dental- oder Praxislabor ausgelegt. smart optics Scanner werden ausschließlich in Deutsch- land gefertigt. Durch en- gagierte Forschung ist der Stromverbrauch mit 0,03 kW ausgesprochen gering. Mit weniger als 70 dB sind die Scanner geräuscharm und daher deutlich flexibler in der Aufstellung. Adresse smart optics Sensortechnik GmbH Sinterstraße 8a 44795 Bochum Tel.: 02 34/2 98 28-0 Fax: 02 34/2 98 28-20 E-Mail: info@smartoptics.de www.smartoptics.de 17
Nr. 4 | April 2009 | www.zt-aktuell.de Produkte_17 Das digitale Zusammenspiel Mit den neuen Komponenten des Systems Lava™ von 3M ESPE entstehen Zahnversorgungen in- nerhalb eines kompletten digitalen Arbeitsprozesses. neuen, Wunsch wird im Labor die ge- plante Zahnversorgung in her- kömmlicher Technik gefertigt. Um im „Digital Workflow“ zu bleiben, wird mit der LavaTM Design Software 5.0 eine vir- tuelle Konstruktion der Res- tauration erstellt und in einem der Lava™ Fräszentren aus Lava™ Zirkonoxid gefräst. Mit der fünfachsigen Lava™ CNC 500 können nun neben Standardindikationen bis zu achtgliedrige Brücken- gerüste sowie individuelle Im- plantatabutments gefräst wer- den. Ein weiteres Highlight ist das Lava™ Digital Veneering System (DVS), das zukünftig die computergestützte Ver- blendung von Kronengerüsten ermöglicht. So können sämtli- che Arbeitsschritte bei der Fer- tigung vollkeramischer Res- taurationen künftig computer- gestützt durchgeführt werden. Aufgrund der perfekten Ab- stimmung aller Komponenten, ihrer hohen Leistungsfähig- keit und Materialqualität wird für Lava™ Restaurationen eine fünfjährige Garantie gewährt. Zusätzliche Sicherheit bietet die Lava™ Card, anhand derer Zahnärzte erkennen können, dass es sich um eine Arbeit aus echtem LavaTM Zirkonoxid handelt. Adresse 3M ESPE AG ESPE Platz 82229 Seefeld Tel.: 0 81 52/7 00-0 Fax: 0 81 52/7 00-11 96 E-Mail: info3mespe@mmm.com www.3mespe.de Der neue Lava™ Chairside Oral Scanner C.O.S. er- möglicht einen kompletten Digital Workflow. für diesen Ausgangspunkt „Digital Workflow“ ist der zu- kunftsweisende Lava™ Chair- side Oral Scanner C.O.S.für die digitale Präzisionsabformung. In Kombination mit der neuen leistungsstärkeren Fräseinheit Lava™ CNC 500 und der zuge- hörigen Lava™ Design Soft- ware 5.0 bietet er nun auch Zu- gang zu einem erweiterten In- dikationsspektrum. Bei dem Lava™ C.O.S. handelt es sich um einen Intraoralscan- ner, dessen innovatives Optik- system in ein kompaktes Handstück integriert wurde. Für die digitale Abformung wird dieses einfach über die Zahnpräparation geführt und die virtuelle Wiedergabe er- scheint in Echtzeit auf dem Touchscreen der Arbeitssta- tion.An diesem kann der Zahn- arzt die Präparation sofort überprüfen und die Scandaten anschließend via Internet an das Partnerlabor senden. Auf Für den schnellen Einkauf Seit Kurzem bietet der Online-Shop von Woll- ner-Dental Nutzern zahlreiche neue Funktionen. Nach der Überarbeitung ist das Einkaufen im Internet noch ein- facher und übersichtlicher. So können Käufer ihre Benutzerda- ten wie Anschrift oder Bankver- bindung jetzt direkt in der Ru- brik „Ihr Konto“ einsehen und sparen den Umweg über den Wa- renkorb. Dank eines Merkzet- tels ist es nun möglich, be- stimmte Artikel für einen späte- ren Kauf vorzumerken. Diese Vormerkungen können bequem einzeln oder insgesamt per Mausklick in den Warenkorb übertragen werden. Hat der Käufer seine Auswahl getroffen, kann er alle tatsäch- lich aktuell getätigten Bestellun- gen unter der gleichnamigen Rubrik einsehen und, falls ge- wünscht,auch erneut in den Wa- renkorb übertragen.Einen kom- pletten Überblick über alle je- mals über den Online-Shop er- worbenen Produkte liefert die Rubrik „Bestellte Artikel“.Diese Funktion erleichtert das Auffin- den bestimmter Artikel, die bei- spielsweise nur mit einer geän- derten Stückzahl erneut geor- dert werden können. Darüber hinaus können mithilfe der neuen Funktion Expressein- trag die Bestellnummer und An- zahl direkt in den Warenkorb eingegeben werden. Adresse Wollner Dental Depot GmbH Erlenstraße 36 90441 Nürnberg Tel.: 09 11/6 38 03 10 Fax: 09 11/6 38 39 78 E-Mail: info@wollner-dental.de www.wollner-dental.de Wohin konsequente Entwicklungsarbeit führen kann Die Merz Dental GmbH aus Lütjenburg beweist ihre innovative Kraft und präsentiert eine Weltneuheit. ßend nur noch poliert. So ent- steht eine preisgünstige,mit we- nigen Arbeitsschritten herzu- stellende Alternative für die defi- nitive Vollkeramikfrontzahnver- sorgung. Bereits 2005 hatte Merz mit der artegral ImCrown PMMA (aIC) die erste präfabrizierte Frontzahnkrone aus Kunst- stoff für CAD/CAM-Schleifge- räte am Markt eingeführt. Ein- gesetzt wird sie hauptsächlich als hochwertiges Provisorium vor dem Einsatz einer definiti- ven Restauration oder in der Einheilphase von Implantaten. Allerdings wird bereits heute die PMMA-Krone als sehr günstige Alternative zur kos- tenintensiven Keramikkrone auch als definitive Versorgung angeboten. Mittlerweile ist das Sortiment der temporären Versorgung und des hochwer- tigen Langzeitprovisoriums für CAD/CAM mit dem artBloc Temp sowie Produkten aus PMMA für Fräszentren noch ausgeweitet worden. Merz Dental hat seit mehreren Jahren die Entwicklung des prä- fabrizierten Kronenzahns arte- gral® ImCrown weiter vorange- trieben und eine keramische Ver- sion mit exzellenten, auf ihren Gebieten führenden Koopera- tionspartnern entwickelt. Richtigstellung Adresse Merz Dental GmbH Eetzweg 20 24321 Lütjenburg Tel.: 0 43 81/4 03-0 Fax: 0 43 81/4 03-1 00 E-Mail: info@merz-dental.de www.merz-dental.de „Bei den in der ZT Ausgabe 02/2009 auf Seite 18 ab- gebildeten Kronen handelt es sich nicht, wie im Produktreport behauptet, um die pr.t.crown von pritidenta B.V. Die Abbildung zeigt vielmehr die artegral® ImCrown aus PMMA der Merz Dental GmbH in Lütjenburg. Merz Dental gilt als Innovator auf dem Gebiet der präfabrizierten Kronenzähne für die CAD/CAM- Technik. Das Produktkonzept, der präfabrizierte polychrome Kronenzahn für die CAD/CAM- Verarbeitung, wurde bereits in Form der artegral ImCrown PMMA zur IDS im Jahre 2005 von Merz Dental vorgestellt.“ ANZEIGE Geschliffene polychrome artegral® ImCrown von Merz Dental. Nach fast vierjähriger Entwick- lung stellt Merz den ersten in Ke- ramik gefertigten, präfabrizier- ten Keramikkronenzahn für die definitive und hochästhetische Frontzahnversorgung in der CAD/CAM-Technik vor. Dieser verbindet Ästhetik in Form, Far- be, Schichtung und Transluzenz mit den Vorteilen der CAD/CAM- Technologie. Der beschliffene Kronenstumpf wird in seiner Form aus dem Inneren des Ke- ramikkronenzahnes herausge- schliffen. Die äußere Form wird mit wenigen Schliffen ange- passt und die Krone abschlie- Programm Programm 24./25. April 2009 | BERLIN 30./31. Oktober 2009 | WIESBADEN Programm Programm T B I L D U NGS P U N T K E8 E R O F F O T K R T B I L DUN G S P N U Organisatorisches Organisatorisches FREITAG 24. April/30. Oktober 2009 SAMSTAG 25. April/31. Oktober 2009 VERANSTALTER 14.00–14.05 Uhr Eröffnung 14.05–14.50 Uhr Prof. Dr. Thomas Sander/Hannover Medizin im Wandel – ästhetisch/kosmetische Zahnmedizin im bewegten Gesundheitsmarkt 14.50–15.35 Uhr Prof. Dr. Karl-Heinz Kunzelmann/München Adhäsivtechniken 10.00–10.45 Uhr OA Dr. Wael Att/Freiburg im Breisgau Implantatgestützter Zahnersatz – Ästhetische Aspekte 10.45–11.15 Uhr Prof. Dr. Lothar Pröbster/Wiesbaden* OA Dr. Martin Groten/Tübingen* Vollkeramische Restaurationen – Anwendungsspektrum, Bewertung der Systeme aus klinischer Sicht 15.35–15.45 Uhr Diskussion 15.45–16.15 Uhr Pause 16.15–16.45 Uhr Prof. Dr. Andrej M. Kielbassa/Berlin Ästhetische Front- und Seitenzahnrestauration mit Keramik 16.45–17.30 Uhr OA Dr. Martin Groten/Tübingen Klinische Aspekte vollkeramischer Restaurationen – Praktisches Vorgehen 17.30–18.15 Uhr OA Dr. Christian Gernhardt/Halle (Saale) Ästhetische und funktionelle Aspekte der postendodontischen Versorgung – Adhäsive Aufbauten, Glasfaserstifte, indirekte Restaurationen 11.15–11.30 Uhr Diskussion 11.30–12.00 Uhr Pause 12.00–12.30 Uhr Dr. Andres Baltzer/Rheinfelden (CH) Farbbestimmung – Farbnahme, Farbkommunikation, Farbreproduktion, Farbkontrolle 12.30–13.00 Uhr Dr. Catharina Zantner/Berlin Ästhetische Front- und Seitenzahnrestauration mit Komposit 13.00–13.30 Uhr Dr. Jürgen Wahlmann/Edewecht Perfect Smile – Veneers – State of the Art 13.30–13.45 Uhr Abschlussdiskussion VOCO GmbH Postfach 7 67 27457 Cuxhaven Tel.: 0 47 21/7 19-0 Fax: 0 47 21/7 19-1 09 info@voco.de www.voco.com VITA Zahnfabrik H. Rauter GmbH & Co. KG Postfach 13 38 79704 Bad Säckingen Tel.: 0 77 61/5 62-0 Fax: 0 77 61/5 62-2 99 info@vita-zahnfabrik.com www.vita-zahnfabrik.com ORGANISATION/ANMELDUNG OEMUS MEDIA AG Holbeinstraße 29, 04229 Leipzig Tel.: 03 41/4 84 74-3 08, Fax: 03 41/4 84 74-2 90 event@oemus-media.de, www.oemus-media.de VERANSTALTUNGSORTE 24./25. APRIL 2009 IN BERLIN Hotel Palace, Budapester Straße 45, 10787 Berlin Tel.: 0 30/25 02-0, Fax: 0 30/25 02-11 99 www.palace.de 30./31. OKTOBER 2009 IN WIESBADEN Dorint Pallas Wiesbaden Auguste-Viktoria-Straße 15, 65185 Wiesbaden Tel.: 06 11/33 06-0, Fax: 06 11/33 06-29 09 www.dorint.com/wiesbaden KONGRESSGEBÜHR 18.15–18.30 Uhr Diskussion ab 18.30 Uhr Get-together/Abendveranstaltung * Hinweis: OA Dr. Martin Groten referiert am 25. April 2009 in Berlin. Am 31. Oktober 2009 in Wiesbaden übernimmt diesen Part Prof. Dr. Lothar Pröbster. 390,00 € zzgl. MwSt. Kursgebühr (inkl. Verpflegung, Abendveranstaltung mit Transfer, Snackbüfett und Getränken) Frühbucherrabatt bei Anmeldung bis 13. März 2009 für Berlin und 18. September 2009 für Wiesbaden: 50,00 € auf die Kursgebühr ALLGEMEINE GESCHÄFTSBEDINGUNGEN 1. Die Kongressanmeldung erfolgt schriftlich auf den vorgedruckten Anmeldekarten oder formlos. Aus organisatorischen Gründen ist die Anmeldung so früh wie möglich wünschenswert. Die Kongresszulassungen werden nach der Reihenfolge des Anmelde- einganges vorgenommen. 2. Nach Eingang Ihrer Anmeldung bei der OEMUS MEDIA AG ist die Kongressanmeldung für Sie verbindlich. Sie erhalten umgehend eine Kongressbestätigung und die Rechnung. Für OEMUS MEDIA AG tritt die Verbindlichkeit erst mit dem Eingang der Zahlung ein. 3. Die ausgewiesene Kongressgebühr versteht sich zzgl. der jeweils gültigen Mehrwert- steuer. 4. Der Gesamtrechnungsbetrag ist bis spätestens 2 Wochen vor Kongressbeginn (Eingang bei OEMUS MEDIA AG) auf das angegebene Konto unter Angabe des Teilnehmers, der Seminar- und Rechnungsnummer zu überweisen. 5. Bis 4 Wochen vor Kongressbeginn ist in besonders begründeten Ausnahmefällen auch ein schriftlicher Rücktritt vom Kongress möglich. In diesem Fall ist eine Verwaltungs- kostenpauschale von 25,– € zu entrichten. Diese entfällt, wenn die Absage mit einer Neuanmeldung verbunden ist. 6. Bei einem Rücktritt bis 14 Tage vor Kongressbeginn wird die halbe Kongressgebühr zurückerstattet, bei einem späteren Rücktritt verfällt die Kongressgebühr. Der Kongress- platz ist selbstverständlich auf einen Ersatzteilnehmer übertragbar. 7. Mit der Teilnahmebestätigung erhalten Sie den Anfahrtsplan zum jeweiligen Kongress- hotel und, sofern erforderlich, gesonderte Teilnehmerinformationen. 8. Bei Unter- oder Überbelegung des Kongresses oder bei kurzfristiger Absage eines Kongresses durch den Referenten oder der Änderung des Kongressortes werden Sie schnellstmöglich benachrichtigt. Bitte geben Sie deshalb Ihre Privattelefonnummer und die Nummer Ihres Faxgerätes an. Für die aus der Absage eines Kongresses entstehen- den Kosten ist OEMUS MEDIA AG nicht haftbar. Der von Ihnen bereits bezahlte Rechnungsbetrag wird Ihnen umgehend zurückerstattet. 9. Änderungen des Programmablaufs behalten sich Veranstalter und Organisatoren aus- drücklich vor. OEMUS MEDIA AG haftet auch nicht für Inhalt, Durchführung und sonstige Rahmenbedingungen eines Kongresses. 10. Mit der Anmeldung erkennt der Teilnehmer die Geschäftsbedingungen der OEMUS MEDIA AG an. 11. Gerichtsstand ist Leipzig. ACHTUNG! Sie erreichen uns unter der Telefonnummer 03 41/4 84 74-3 08 und während der Veranstaltung unter der Telefonnummer 01 73/3 91 02 40. Für den Kurs dental days 2009 melde ich folgende Personen verbindlich an: (Zutreffendes bitte ausfüllen bzw. ankreuzen) 24./25. April 2009 in BERLIN 30./31. Oktober 2009 in WIESBADEN Name/Vorname Name/Vorname Name/Vorname Name/Vorname Praxisstempel Anmeldeformular per Fax an 03 41/4 84 74-2 90 oder per Post an c/o OEMUS MEDIA AG Holbeinstr. 29 04229 Leipzig Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der OEMUS MEDIA AG erkenne ich an. Falls Sie über eine E-Mail-Adresse verfügen, so tragen Sie diese bitte links in den Kasten ein. ZT 4/09 Datum/Unterschrift E-Mail: 18
18_Produkte Nr. 4 | April 2009 | www.zt-aktuell.de Eine kompakte, innovative und individuelle Lösung VITA präsentiert mit dem modularen Brennsystem „New Generation“ für VITA VACUMAT Keramiköfen eine Weltneuheit. Das innovative Konzept erlaubt dank des modularen Aufbaus bei der Zusammenstellung des eigenen Brennsystems perfekte Individuallösungen und ist auch betriebswirtschaftlich äußerst effizient. Verblendkeramik- und Kristallisationsbränden. Das Gerät zeichnet sich durch ein kompaktes, ergonomisches Design aus und erfordert deut- lich weniger Stell- fläche als her- kömmliche Ke- ramiköfen. Das komplette Programm Dentaurum präsentiert den neuen Zahntechnik- Katalog 2009/2010. Er erscheint in gedruckter Form im DIN-A5 Format als auch auf CD-ROM. Beide Versionen enthalten zahlreiche Neuheiten und ein umfangreiches Leis- tungsangebot. Die neue multilinguale Katalog-CD-ROM bein- haltet neben den Informa- tionen der gedruckten Ver- sion zusätzlich sämtliche Gebrauchsanweisungen, Verarbeitungstipps und Sicherheitsdatenblätter für das gesamte Produkt- programm. Ebenso findet man hier ergänzende De- tailinformationen zu den wichtigsten Produkten als PDF-Dateien. Mit nur ein paar Klicks erhält man somit schnell alle rele- vanten Informationen in kompakter Form. Neben dem deutschen Zahn- technik-Katalog ist auch die englische, französi- sche und spanische Aus- gabe 2009/2010 in ge- druckter und digitaler Form kostenfrei bei Den- taurum erhältlich. Natürlich können Kunden an 365 Tagen rund um die Uhr komfortabel, si- cher und versandkostenfrei bei Dentaurum einkaufen. Möglich macht dies der On- line-Shop auf der Home- page www.dentaurum.de Adresse DENTAURUM J. P. Winkelstroeter KG Turnstr. 31 75228 Ispringen Tel.: 0 72 31/8 03-0 Fax: 0 72 31/8 03-2 95 E-Mail: info@dentaurum.de www.dentaurum.de Die innova- tive Brenn- technik so- wie zahlreiche Überwachungs- und Sicherheits- funktionen füh- ren zu konstan- ten Brennergebnissen und lassen den Anwender Zeit sparen. Der aktuelle Be- triebsstatus ist dank eines LED-Leuchtstabs sowie akustischer Signale stets so- fort erkennbar. Das Brenn- system überzeugt durch ei- Die VITA VACUMAT „Next Generation“ ermöglicht perfekte Individuallösungen. Premium-Brenneinheit Herzstück des Angebots ist die Brenneinheit VITA VA- CUMAT 6000 M. Dabei han- delt es sich um eine mikro- prozessorgesteuerte vollau- tomatische Premium-Brenn- einheit für alle Arten von ANZEIGE Materialien, Zähne, Laborausstattung. 2009 Der Versand. Preiswert, praktisch, prima: Alles, was das Labor täglich braucht. 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Mit verschiedenen farbi- gen Seitenblenden, die auch als „Notizblock“ dienen kön- nen, und zusätzlichen sepa- raten Ablageflächen erhält der VITA VACUMAT 6000 M eine individuelle Note. Für alle Ansprüche! Für die Steuerung des Brenn- ofens stehen die drei Bedien- elemente vPad easy, vPad comfort und vPad excellence zur freien Auswahl. Ihr ein- heitliches Bedienkonzept ba- siert auf selbsterklärenden Symbolen und ist daher intu- itiv umsetzbar. Für rationell denkende Praktiker bis hin zu den Individualisten ist hier das Richtige dabei. vPad easy verfügt über 200 frei einstellbare Programme, alle notwendigen Funktionen und führt einfach zu überzeugen- den Brennergebnissen. Die Bedienelemente vPad comfort und vPad excellence sind mit einem bis zu 8,5 Zoll großen Farbtouch-screendisplay, ei- nem Fotoviewer, individuellen Benutzerkonten und vielen nützlichen Extras ausgestat- tet. Mit ihnen wird die Ofenbe- dienung zum reinsten Vergnü- gen. Zudem ermöglichen Sie eine einfache Steuerung von bis zu vier Brennöfen mit ei- nem Bedienteil. Voll flexibel! Bei der VITA VACUMAT „New Generation“ entschei- det sich der Anwender nur für die Module, die er aktuell be- nötigt und kann sein System bei Bedarf jederzeit um wei- tere Komponenten von Brenn- einheiten über Bedienele- mente bis hin zu Zubehör er- gänzen. So kann jedes Labor ein auf seine individuellen Be- dürfnisse optimal abgestimm- tes Ofensystem bei deutli- chem Kostenvorteil gegen- über herkömmlichen Brenn- öfen zusammenstellen. Adresse VITA Zahnfabrik H. Rauter GmbH & Co. KG Spitalgasse 3 79713 Bad Säckingen Tel.: 0 77 61/5 62-0 Fax: 0 77 61/5 62-2 99 E-Mail: info@vita-zahnfabrik.com www.vita-zahnfabrik.com Passt auf Punkt und Komma Nach aufwendiger Entwicklungsarbeit hat den- tona einen einzigartigen Modellgips entwickelt. Der ZERO stone bietet hundertprozentige Dimensionsstabilität bei der Modellherstellung. Der ZERO stone weist als Weltneuheit Eigenschaften auf, die bisher als unerreichbar galten. ZERO stone ist ein Spezial- Superhartgips nach DIN EN ISO 6873:2000 Typ 4 normal ab- bindend.Auch nach 24 Stunden bleibt er vollkommen dimen- sionstreu. Damit kann der Zahntechniker nach Überab- formung für Implantat- und Te- leskoparbeiten extrem exakte Modelle erstellen. Durch null Prozent Expansion des neuen Werkstoffes werden hochwer- tigste Konstruktionen erreicht, die nun nicht mehr getrennt und gelötet werden müssen, da spannungsfreier Passive-Fit er- reicht wird. Auch bei Modellgüssen, Schie- nen und Gegenbissen erreicht man durch perfekt dimensio- nierte Vollmodelle eine sehr große Arbeitserleichterung. Zu den wichtigsten Vorteilen zäh- len die hundertprozentige Prä- zision für die Arbeit sowie eine absolute Passung bei großen Arbeiten. Arbeitsschritte wie das Trennen und Löten werden von nun an überflüssig. Außer- dem entsteht bei Gegenbissen keinerlei Bisserhöhung. Adresse dentona AG Otto-Hahn-Str. 27 44227 Dortmund Tel.: 02 31/55 56-0 Fax: 02 31/55 56-30 E-Mail: mailbox@dentona.de www.dentona.com 19
Nr. 4 | April 2009 | www.zt-aktuell.de Service_19 SERVICE Meisterliche Rundschau mit dem Blick nach Nord, Süd, Ost und West Die Qualität des deutschen Zahntechniker-Handwerks steht und fällt mit dem Können der Menschen, die in diesem Gewerbe arbeiten. Die Ausbildung zum Zahntechnikermeister stellt auch oder gerade in heutiger Zeit ein ganz entscheidendes Puzzleteil dar. Bundesweit bieten momentan mehr als 20 Einrich- tungen eine solche Fortbildung an. Die ZT Zahntechnik Zeitung stellt in sieben Teilen jene Angebote kurz vor.Teil 2 blickt in den Nordwesten des Landes. Neumünster Hamburg Neustadt-Glewe Garbsen Berlin Münster Dortmund Düsseldorf Köln Frankfurt/M. Trier Halle Erfurt Ronneburg Dresden Chemnitz Nürnberg Stuttgart Freiburg Isen München Dortmund Ansprechpartner: Träger: Anzahl Arbeitsplätze: Anzahl Lehrer (fest angestellt / frei): Unterrichtsanteil in % (fest angestellt / frei): Teil I (Fachpraxis): Teil II (Fachtheorie): Kursangebote Teil I und II – Teilzeit: Teil III (Betriebswirtschaft / Recht): Teil IV (Berufs- und Arbeitspädagogik): Bildungszentrum der HWK Dortmund Handwerkskammer Dortmund Bildungszentrum Ardeystraße 93–95 44139 Dortmund www.hwk-do.de Martin Winterkamp 02 31/5 49 36 40 martin.winterkamp@hwk-do.de HWK Dortmund 16 10 (2 / 8) 30 / 70 40 / 60 Stunden:1.203 Std. Kosten: 6.010 Euro Zyklus: Freitag: 16–21 Uhr, Sonnabend: 8–13 Uhr Vollzeit/Teilzeit: 1.450 Euro Vollzeit/Teilzeit: 460 Euro Gestellte Bücher, Materialien,Werkzeuge etc.: Skripte, teilweise Verbrauchsmaterial Materialkosten pro Teilnehmer: k. A. Prüfungsablauf Prüfungsdauer Teil I / Teil II: Prüfungsort: Prüfungskosten: Teil I und Nebenkosten: Teil II: Teil III: Teil IV: Wiederholungsprüfungen pro Jahr: 9 Tage / 9 Std. Bildungszentrum 1.060 Euro 255 Euro 255 Euro 255 Euro nach Bedarf Garbsen Ansprechpartner: Träger: Anzahl Arbeitsplätze: Anzahl Lehrer (fest angestellt / frei): Unterrichtsanteil in % (fest angestellt / frei): Teil I (Fachpraxis): Teil II (Fachtheorie): Kursangebote Teil I und II – Vollzeit: (inkl.Teile III, IV und Betriebswirt HWK) Teil I und II – Teilzeit: Teil III (Betriebswirtschaft/ Recht): Teil IV (Berufs- und Arbeitspädagogik): Gestellte Bücher, Materialien,Werkzeuge etc.: Institut des Zahntechnikerhandwerks in Niedersachsen e.V. (IZN) Besonderheiten: – modernes und umfassend eingerichtetes Labor inklusive CAD/CAM-Anlage – mindestens eine mehrtägige Exkursion Seeweg 4 30827 Garbsen www.izn-garbsen.de Axel Schneemann 05 11/9 40 78 50 info@izn-garbsen.de Sekretariat Frau Brechtel 0 51 31/47 73 57, 47 73 58 brechtel@izn-garbsen.de IZN e.V. 24 6 (2 / 4) 50 / 50 50 / 50 Stunden: ca. 13 Monate Kosten: 10.100 Euro, 80 Euro Aufnahmegebühr Zyklus: Montag–Freitag: 8–17 Uhr Stunden: ca. 2 Jahre Kosten: 5.800 Euro, 80 Euro Aufnahmegebühr Zyklus: Freitag: 17.30–21.30 Uhr, Sonnabend: 08.00–14.30 Uhr Nächster Vollzeitkurs beginnt 2009 (je nach Nachfrage), aktueller Teilzeitkurs läuft bis 09/2010, nächster Teilzeit- kurs beginnt 08/2009 Teile III und IV an der HWK Hannover möglich (Teil III: 220 Std., 900 Euro / Teil IV: 80 Std., 460 Euro) Münster Ansprechpartner: Träger: Anzahl Arbeitsplätze: Anzahl Lehrer (fest angestellt / frei): Unterrichtsanteil in % (fest angestellt / frei): Teil I (Fachpraxis): Teil II (Fachtheorie): Kursangebote Teil I und II – Vollzeit: Teil I und II – Teilzeit: Teil III (Betriebswirtschaft / Recht): Teil IV (Berufs- und Arbeitspädagogik): Verbrauchsmaterialien (Gipse und Einbettmassen) für Teil I, Skripte für Teil II, hervorragende technische Ausstattung mit Fräsgeräten, Keramiköfen, Laser, Gussgeräten etc. Gestellte Bücher, Materialien,Werkzeuge etc.: Handwerkskammer Bildungszentrum Münster Echelmeyerstraße 1–2 48163 Münster www.hbz-bildung.de Alexandra Gering Tel.: 02 51/7 05 11 17 Alexandra.gering@hwk-muenster.de HWK Münster 28 2 (2 / 0) 90 / 10 55 / 45 Stunden: 1.080 (ca. 7 Monate), Kosten: 5.500 Euro Zyklus: jährlich Stunden: 750 (ca. 20 Monate), Kosten: 4.500 Euro Zyklus: alle 2 Jahre, Mo + Mi 17–21 Uhr Stunden: 245, Kosten: 940 Euro Zyklus: monatlich, Mo–Do 8–17 Uhr, Fr 8–12 Uhr Stunden: 120, Kosten: 470 Euro Zyklus: monatlich, Mo–Do 8–17 Uhr, Fr 8–12 Uhr Maschinen und Geräte sind vorhanden, Materialien werden zum Teil ggf. von Firmen gesponsert. Materialkosten pro Teilnehmer: k.A. Materialkosten pro Teilnehmer: k. A. Prüfungsablauf Prüfungsdauer Teil I / Teil II: Prüfungsort: Prüfungskosten: Teil I (inkl. Raummiete und Modellkosten): Teil II: Teil III: Teil IV: Wiederholungsprüfungen pro Jahr: Besonderheiten: Prüfungsablauf Prüfungsdauer Teil I / Teil II: Prüfungsort: Prüfungskosten: Teil I, II und Nebenkosten: Teil III: Teil IV: Wiederholungsprüfungen pro Jahr: Besonderheiten: 9 Tage / 2 Tage Teil I – IZN Garbsen Teil II – HWK Hannover 1.280 Euro 210 Euro 170 Euro 230 Euro Zwei Wiederholungsprüfungen nach der alten Meister- prüfungsordnung.Ansonsten je nach Bedarf. – einzige Meisterschule in Niedersachsen – hochkarätige Referenten aus Industrie und Praxis – individuelle Betreuung der Schüler – hervorragende technische Ausstattung – sehr gute Kontakte zur Industrie ca. 2 Wochen / 1 1/2Tage Bildungszentrum 1.175 Euro 150 Euro 250 Euro einmal jährlich, ansonsten bei Bedarf – Dozenten aus Wissenschaft und Praxis – sehr gut ausgestattetes Labor – Zusammenarbeit mit Industrie – Unistadt Münster – Regelmäßiges Ehemaligen-Treffen – Gästehaus – HBZ-Restaurant – Freizeitmöglichkeiten im HBZ: Bierstube mit Kegelbahn, Fitnessraum, Sauna, Fahrradverleih 20
20_Service Nr. 4 | April 2009 | www.zt-aktuell.de IT als Schlüsselrolle im Unternehmen Bereits zum sechsten Mal wurde am 3. März auf der CeBIT in Hannover der BestPractice-IT Award an mittelständische Unternehmen verliehen. Gewonnen hat das digitale Fräszentrum der Zahntechnik Kerstin Straßburger aus Rochlitz. Bewerben konnten sich Fir- men aus Deutschland und Eu- ropa mit nicht mehr als 1.000 Mitarbeitern, bei denen das Thema IT eine große Bedeu- tung hat, die einen oder meh- rere Geschäftsprozesse mit IT optimiert haben und die die Wettbewerbsfähigkeit ihres Unternehmens mittels IT ge- steigert haben. Die Firma Zahntechnik – Kers- tin Straßburger bietet als diesjähriger Gewinner ihren Kunden unter anderem mit- hilfe eines digitalen Fräszent- rums einen ausgeklügelten Online-Service und konnte so ihre Auftragsbearbeitung we- sentlich beschleunigen. Auf der Preisverleihung setz- ten sich Vertreter aus Wirt- schaft und Politik in einer Podiumsdiskussion mit dem Thema „Geschwindigkeit“ auseinander. Sie waren sich einig, dass es nicht um Ge- schwindigkeit um jeden Preis gehen dürfe. Der Nutzen der IT liege heute vielmehr in ihrem Einsparungspotenzial, um Projekte im Mittelstand schnell zu realisieren und Ser- vices bereitstellen zu können. Der BestPractice-IT Award steht als Indikator für Innova- tionen und Ideenreichtum mittelständiger Unternehmen und stellt für diese eine der wichtigsten Auszeichnungen in Deutschland und Europa dar. Zentrales Nominierungs- kriterium ist das kreative Kombinieren unternehmeri- schen Denkens und innovati- ver Nutzung von Informa- tions- und Kommunikations- technologie. Unternehmens- abläufe sollen so verbessert, die Wettbewerbsfestigkeit er- höht und mehr Wachstum ge- fördert werden. Der Award der Initiative Best- Practice-IT steht unter der Schirmherrschaft des Bun- desministeriums für Wirt- schaft und Technologie. Er wird jährlich im Rahmen der Computermesse CeBIT in Hannover verliehen. Adresse Zahntechnik – Kerstin Straßburger Noßwitzer Weg 1 09306 Rochlitz Tel.: 0 37 37/4 25 87 Fax: 0 37 37/4 25 16 E-Mail: post@zahntechnik-strassburger.de www.sofg.de ANZEIGE Erneuter wichtiger Vertrauensbeweis Bereits im Jahre 2006 ließ sich das Unnaer Fräszentrum Frank Prünte gemäß DIN EN ISO 9001 zertifizieren. Mit der Rezertifizierung am 9. Februar 2009 be- weist das Unternehmen gleichbleibende Qualität und Kundenzufriedenheit. Um am Markt bestehen zu können, müssen Unterneh- men heute über klar defi- nierte Prozesse verfügen. ist es wichtig, die Anforde- rungen genau zu kennen, das Vertrauen der Kunden zu ge- winnen und sie durch über- ANZEIGE Das gilt vor allem bei Produk- ten, an die, wie beim Zahner- satz, höchste Qualitätsanfor- derungen gestellt werden. „Gerade in Zeiten, in denen Billigprodukte aus dem Aus- land auf den Markt drängen, durchschnittliche Leistung langfristig zu binden,“ weiß der geschäftsführende Inha- ber Frank Prünte.Aus diesem Grund führte er das Qua- litätsmanagement-System 2006 in seinen Betrieb ein und ließ sich durch die Kiwa Inter- national Cert GmbH nach ISO 9001 zertifizieren. Auch bei der Rezertifizie- rung im Februar 2009 konnte der unabhängige Auditor Diether Stuhl dem Fräszent- rum das Zertifikat erneut erteilen: „Bei diesem Audit konnten, wie auch in den ver- gangenen Jahren, eine Viel- zahl von innovativen Ideen zur Steigerung von Kun- denzufriedenheit und Kun- dennutzen vorgestellt und verifiziert werden. Auch die kontinuierliche Verbesse- rung der Wirksamkeit und Effizienz des QM-Systems war anhand professionell geführter Nachweise zur Erreichung der Unterneh- mens- und Qualitätsziele po- sitiv zu bewerten.“ Geprüft wurden alle Abläufe und Gegebenheiten inner- halb des Betriebes von der Beschaffung über die Lage- rung bis hin zur Vermeidung von Beanstandungen und Kostensenkung. Auf dem Prüfstand standen zudem Details wie die Unterneh- mensführung, die Schulung der Mitarbeiter sowie die Verbesserung von Produk- tions- und Qualitätsstan- dards. Für Geschäftsführer Frank Prünte ist Kundenvertrauen ein entscheidender Faktor im Wettbewerb. Adresse Dental-Labor Frank Prünte GmbH Wasserstraße 25 59423 Unna Tel.: 0 23 03/8 61 38 Fax: 0 23 03/8 33 98 E-Mail: info@fraeszentrum-unna.de www.fraeszentrum-unna.de „Ein sehr guter Arbeitsplatz“ Im Wettbewerb „Deutschlands beste Arbeitge- ber 2009“ landete die 3M ESPE AG auf Rang fünf. Damit ist sie das bes- te Industrieunterneh- men Bayerns in der Größenklasse der Un- ternehmen mit 501 bis 5.000 Mitarbei- tern. Das Unterneh- men hatte erstmals an der weltweit größ- ten Arbeitgeber-Bench- markstudie teilgenom- men. Im Rahmen einer Fe s t ve ra n s t a l t u n g im Februar in Berlin nahm Thomas Bö- kenkamp,Vorstands- sprecher von 3M ESPE, das Arbeitgeber-Gü- tesiegel aus der Hand von Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) entgegen. Er sagte: „Wir sind sehr stolz auf die Auszeichnung als ei- ner der 100 deutschen Top- Arbeitgeber und insbeson- dere auf unseren Rang fünf in der speziellen Größen- klasse.“ Basis der Benchmarkstudie, die das Great Place to Work Institute seit 2003 in Deutschland durchführt, sind eine anonyme Mitar- beiter-Befragung und eine Unternehmens-Befragung zur Arbeitsplatzkultur und Personalpolitik. Bei der 3M ESPE AG hatten sich 97 Pro- zent der angeschriebenen Mitarbeiterinnen und Mitar- beiter an der Befragung be- teiligt – eine überdurch- Vorstandssprecher von 3M ESPE, Thomas Bökenkamp (rechts), nahm in Berlin aus den Händen von Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD, Mitte) das Gütesiegel entgegen. schnittlich hohe Quote. Hier- bei beantworteten sie zu 94 Prozent die Kernfrage der Studie positiv: „Alles in allem kann ich sagen, dies hier ist ein sehr guter Arbeitsplatz.“ Die 3M Deutschland GmbH, Muttergesellschaft der 3M ESPE AG, wurde zum sechs- ten Mal in Folge als einer von Deutschlands besten Arbeit- gebern ausgezeichnet. Sie belegt 2009 in ihrer Größen- klasse Rang drei. Adresse 3M ESPE AG ESPE Platz 82229 Seefeld Tel.: 0 81 52/7 00-0 Fax: 0 81 52/7 00-11 96 E-Mail: info3mespe@mmm.com www.3mespe.de 21
Nr. 4 | April 2009 | www.zt-aktuell.de Service_21 Erfolg lässt sich längst auch an Zahlen ablesen Der Wirtschaftsverbund DENTAGEN ist nach Worten von Bruno F. J. Simmler „gut unterwegs“. Anlässlich der „Waltroper Gespräche 2009“ unterstreicht der Verbund diese Einschätzung zudem mit einer bemer- kenswerten Zahl: Die DENTAGEN verzeichnet den 1.000.Mitgliedsbeitritt – das Labor Viadental aus Köln. Auf fachlicher Stippvisite Im Rahmen zweier Workshops kommt Prof. Dr. Asami Tanaka im Mai und Juni nach Deutschland. Insolvenzrisiko tung des Mittelstandes und damit auch der Genossen- schaften eher Rechnung ge- tragen. Die Sparkasse und Banken for- derte Simmler auf,der Tatsache Rechnung zu tragen, dass die Mitgliedschaft in einer Ver- bundgruppe wie DENTAGEN das eines mittelständischen Unterneh- mens signifikant mindere.Dies sei noch nicht „an jedem Bank- schalter angekommen“. Ein weiterer Gast der ersten „Waltroper Gespräche“ war Patric P. Kutscher. Er ist Grün- der des Instituts für Stimm- und Sprecherziehung sowie des Deutschen Instituts für Rhetorik mit Sitz in Bensheim. Der diplomierte Verkaufs- und Verhaltenstrainer führt Semi- nare und Einzelcoachings in den Bereichen Stimme und Sprechen, Rhetorik und Ver- kaufspsychologie durch. Tief- gründig und humorvoll gab er einen kleinen Einblick in sein umfangreiches Wissen. Adresse DENTAGEN Wirtschaftsverbund eG Richtstrecke 1 45731 Waltrop Tel.: 0 23 09/7 84 70-0 Fax: 0 23 09/7 84 70-15 E-Mail: dentagen@dentagen.de www.dentagen.de Prof. Asami Tanaka (Mitte) hat bereits in mehreren Seminaren eindrucksvoll sein Wissen auf dem Gebiet der Ästhetik demonstrieren können. Für Zahnärzte und Zahntech- niker sind die Workshops eine gute Möglichkeit, um gemein- sam mit dem Keramik-Pionier Behandlungskonzepte aus ei- ner anderen Perspektive zu be- trachten.Die beiden Kursleiter Prof. Asami Tanaka und Prof. Nasser Barghi vermitteln den Teilnehmern ihre wertvollen Tipps und Tricks. „Erfolgreiche Veneers im Front- und Seitenzahnbe- reich“ ist das Thema des ersten Workshops am 8. und 9. Mai in Bad Homburg.Die Teilnehmer erfahren dort alles zum Veneer- Kronen-Konzept. Für Zahn- ärzte stehen Präparation,Bon- ding und Farbsteuerung im Fo- kus, Zahntechniker erlernen die Herstellung minimalinva- siver und hochwertiger Ve- neers. Erstmalig veranstaltet Tanaka den Zahntechniker-Workshop „Modernes Keramikhandling: Rationelle Front- und Seiten- zahnkeramik auf Zirkon- und Metallgerüsten“. Der Kurs schult die Verarbeitung von Schichtkeramiken sämtlicher Hersteller mit allen gängigen Systemen und Gerüstmateria- lien. Er findet am 19. und 20. Juni in München statt. Adresse Asami Tanaka Dental Enterprises Europe GmbH Max-Planck-Straße 3 61381 Friedrichsdorf Tel.: 0 61 72/8 30 26 Fax: 0 61 72/8 41 79 E-Mail: service@tanaka.de www.tanaka.de ANZEIGE Freude über den 1.000. Beitritt in den Wirtschaftsverbund DENTAGEN (v.l.): Vorstandsvorsitzende Karin Schulz, Vorstandsmitglied Bernd Wenzel, Christine Hun- dertmark (Viadental), DENTAGEN-Repräsentant Hubert Heselmann und Cornelia Hütten (Viadental). Vor mehr als 100 Gästen nannte Vorstandsvorsitzende Karin Schulz Werte wie „Ehr- lichkeit, Verlässlichkeit, Ver- antwortung, Vertrauen und Mut zu Innovationen“ als Fak- toren des Erfolges. Trotz der weltweiten Finanz- und Wirt- schaftskrise blicke man „mit einer gesunden Portion Hoff- nung und Optimismus in die Zukunft“.Die positive Mitglie- derentwicklung bezeichnete DENTAGEN-Aufsichtsrats- vorsitzender Karl-Heinz Mau- rer als Beleg dafür, „für die nächsten Jahre gut aufgestellt zu sein“. Der Trend, sich eines genos- senschaftlich organisierten Wirtschaftsverbundes anzu- schließen, ist für Simmler un- umkehrbar. Der Gastredner der „Waltroper Gespräche“ wertete das Leistungsangebot und die sichere Rechtsform des DENTAGEN Wirtschafts- verbundes als Garanten für weiteren Zuwachs. „Der Vor- stand einer eG ist ausschließ- lich der Mitgliederförderung verpflichtet. Eine Genossen- schaft lässt sich zudem nicht feindlich übernehmen.“ Das seien heute wichtige Aspekte für Unternehmen, die als Mit- glieder einer Genossenschaft bereit sein müssten, gegebe- nenfalls auch Mitbewerber zu unterstützen. Simmler kritisierte, dass im öffentlichen Rundfunk die 18 Millionen Mitglieder von Genossenschaften gegenüber fünf Millionen Aktionären täg- lich unterrepräsentiert seien. In den regionalen und lokalen Printmedien werde der Bedeu- 22
ANZEIGE Nr. 4 | April 2009 | www.zt-aktuell.de Motorisierte Weiterbildung Die Firma Meisinger lädt Interessierte zum fachlichen Austausch ein. Stattfinden soll der in einer durchaus ungewöhnlichen Umgebung. Und der Preis geht an …VITA! Die VITA Zahnfabrik hat den red dot design award 2009 für den Linearguide 3D-MASTER gewonnen. Mitte April startet unter dem Titel „Bone Manage- ment® Road Show 2009“ eine mehrtei- lige Informations- reihe zum Thema Implantologie. An insgesamt 13 Tagen können Zahntech- niker und Zahn- ärzte über dieses Thema sowie Inno- vationen der IDS 2009 mit Kollegen diskutieren und Er- fahrungen austau- schen. Ort der bundeswei- ten Veranstaltungs- reihe sind verschie- dene Porsche-Zent- ren. Dort werden nach einer Begrüßung namhafte Refe- renten insgesamt drei Vor- träge aus dem Bereich Bone Management® halten, an- schließend bleibt Zeit für eine Diskussion. Den Abschluss des Treffens bildet dann ein Rundgang durch das jewei- lige Porsche-Zentrum. Die Teilnahmegebühr in Höhe von 95 Euro zzgl. MwSt. bein- haltet nicht zuletzt ein ge- schmackvolles Catering. Zu- dem erhalten die Teilnehmer am Tag der Veranstaltung Wa- rengutscheine und Produkt- muster der Sponsorenfirmen in einem Wert von mehr als Der Linearguide 3D-MASTER der VITA Zahnfabrik konnte sich gegen 3.231 Produkte durchsetzen. Für das international angese- hene Gütesiegel für besonde- res Produktdesign in Form des roten Punktes bewarben sich 1.400 Unternehmen aus 49 Ländern. Wichtige Bewer- tungskriterien waren u. a. der Innovationsgehalt, die Funk- tionalität, die Ergonomie so- wie der Selbsterklärungsas- pekt. Laut der Juroren erfüllt der Linearguide 3D-MASTER alle diese Anforderungen und hat so eine neue Leichtigkeit in die anspruchsvolle Aufgabe der Zahnfarbbestimmung ge- bracht: In nur zwei Schritten wird der Anwender intuitiv zur korrekten Zahnfarbe geleitet. Geistiger Vater des Konzepts war André Schöne, VITA Zahnfabrik: „Unsere Inspira- tion war der Grundgedanke, die Möglichkeit zu eröffnen, bei intuitiver, selbsterklären- der Bedienung von den Vortei- len des VITA SYSTEM 3D- MASTER zu profitieren, ohne dass klassische Gewohnhei- ten aufgegeben und farbthe- oretisches Wissen angeeignet werden muss.“ Das innovative Design ent- stand in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Unternehmen Meyer-Hayoz Design Enginee- ring, einem international füh- renden Design-Unternehmen für Hightech-Entwicklungen und Medizinaltechnik. Adresse VITA Zahnfabrik H. Rauter GmbH & Co. KG Spitalgasse 3 79713 Bad Säckingen Tel.: 0 77 61/5 62-0 Fax: 0 77 61/5 62-2 99 E-Mail: info@vita-zahnfabrik.com www.vita-zahnfabrik.com 400 Euro.Weitere Informatio- nen zur Veranstaltungsreihe erhalten Interessierte von Sa- rah Pöcheim telefonisch unter der Nummer 0 21 31/2 01 24 41 bzw. per E-Mail an sarah.poecheim@meisin- ger.de Adresse Hager & Meisinger GmbH Postfach 21 03 55 41429 Neuss Tel.: 0 21 31/20 12-0 Fax: 0 21 31/20 12-2 22 E-Mail: info@meisinger.de www.meisinger-online.com Besser und effizienter durch gute Kommunikation Referenten und Teilnehmer, Zahnärzte und Zahntechni- ker waren sich in einem Punkt einig: Die Kommuni- via Vanderborght aus Fürth, die zur ersten Studien- gruppe gehörte. Wichtig seien auch die Diskussion in der Gruppe, der kollegiale Austausch und vor allem die Ein Bild sagt mehr als tausend Worte Unter diesem Titel ging es um die Planung der Versorgung durch den Zahntechniker. Hierzu steht inzwischen eine Fülle von Computerpro- grammen zur Verfügung, die ZTM Andreas Kimmel in ei- ner Übersicht präsentierte. „Die Software kann zwar schöne Bilder malen“, warn- te er, „doch die Planung setzt Fachkompetenz vo- raus, der Zahntechniker muss sich in Anatomie aus- kennen.“ Eine genaue Pla- nung ermöglicht beispiels- weise nicht nur die Erstel- lung eines sehr exakten Kos- tenplans, sondern vor allem eine prothetisch orientierte chirurgische Planung – „backward planning“ – und gibt zusätzlich Rechtssi- cherheit. Techniker und Arzt im Team zum gemeinsamen Erfolg Im Februar und März endeten in München die ersten beiden Kursserien des neuen DGI-APW-Curriculum Im- plantatprothetik und Zahntechnik. Die Referenten, ZTM Udo Buhr aus München, ZTM Andreas Kimmel aus Koblenz und ZTM Hans-Jürgen Stecher aus Wiedergeltingen,boten den Teilnehmern erneut ein volles Programm. mancher berichtet auch über vorbildliche Initiati- ven, wie Frank Löring aus Witten. Der Zahntechniker hat eine speziell geschulte Zahnarzthelferin einge- stellt, die – wenn dieses ge- wünscht wird – das Team der Praxen unterstützt, mit de- nen Löring zusammenar- beitet. „Die Beraterin geht in die Praxen und schult das Team“, sagt Löring. „Wenn es gewünscht wird, ist diese Mitarbeiterin auch in der Lage, Patienten über die verschiedenen, insbeson- dere implantatprotheti- schen Versorgungsformen kompetent zu beraten.“ Und nicht ohne Stolz fügt Löring hinzu: „Das Angebot ist bei den Praxen auf großes Interesse gestoßen.“ Auch die Dozenten sind am Ende des Curriculums zu- frieden.„Man merkt,dass die Botschaften ankommen“, freut sich Stecher. Und er wird eine wichtige Botschaft der Teilnehmer an die DGI übermitteln: Sie wollen weitermachen – gewünscht wird ein Continuum. Dr. Peter Schneider, Oralchirurg aus Neustadt/Aisch, und ZTM Thomas Pflug, Leutershausen (re.), arbeiten bereits seit zehn Jahren zusammen und haben als Team an dem Curriculum teilgenommen. Im Alltag kennen sie keine Hierarchie und arbeiten gemeinsam an der 3-D-Planung. Foto: David Knipping/DGI Behandlungsbedarf wird nicht sinken ZTM Hans-Jürgen Stecher präsentierte einen Parforce- Ritt zum Thema „Struktur-, Prozess- und Ergebnisqua- lität“. Seine Botschaft: „Wir werden uns auf neue Materi- alien und Technologien ein- stellen müssen.“ Stecher prognostiziert aufgrund der demografischen Entwick- lung der Gesellschaft die Zu- nahme komplexer Versor- gungsfälle. Immer mehr Pa- tienten wünschten eine fest- sitzende Versorgung. Dabei seien ihnen weniger die Kos- ten einer Versorgung wich- tig, als Langlebigkeit, Funk- tion und Ästhetik. kation zwischen den beiden Berufsgruppen des Teams ist von entscheidender Wichtig- keit für den Erfolg. Die ge- meinsame Fortbildung er- leichtert dies – und sie dient der Qualitätssicherung. Da- rum sind vor allem jene Teil- nehmer besonders zufrie- den, die als Team das Curri- culum absolvieren. „Wir sprechen dieselbe Sprache und können so schneller und erfolgreicher arbeiten“, sa- gen etwa ZTM Gerrit Ehlert und Dr. Dirk Mankow. „Wir haben viel gelernt“, sagt die Oralchirurgin Syl- Offenheit auch über Prob- leme zu sprechen. Vander- borght: „Dies wurde von Treffen zu Treffen intensi- ver.“ ZTM Oliver Fackler aus Viernheim hat, wie er sagt, sehr intensiv vom kollegia- len Austausch profitiert: „Es gibt wenig Plattformen, wo dieses möglich ist.“ Treffpunkt der kreativen Köpfe Am DGI-Curriculum neh- men jene Zahnärzte und -techniker teil, denen die berufliche Weiterentwick- lung wichtig ist. Und so Adresse DGI – Deutsche Gesellschaft für Implantologie im Zahn-, Mund- und Kieferbereich e.V. Sekretariat für Fortbildung Bismarckstraße 27 67059 Ludwigshafen Tel.: 06 21/68 12 44-51 Fax: 06 21/68 12 44-69 E-Mail: info@dgi-fortbildung.de www.dgi-ev.de 23
Nr. 4 | April 2009 | www.zt-aktuell.de Ein fehlendes Glied wird hinzugefügt Seit März kooperiert BEGO mit der KaVo Dental GmbH. Nutzer des CAD/CAM- Systems von KaVo profitieren so vom „Selective Laser Melting“-Verfahren (SLM). Konstruktion auf- gebaut ist. Da es sich um ein additi- ves Verfahren han- delt,wird nur so viel Material vebraucht, wie tatsächlich für ein Gerüst benötigt wird. Dies bietet sich insbesondere für kostspielige oder auch schwer fräsbare Materi- alien wie Kobalt- basislegierungen Ein metallisches Gerüst, das von der Firma BEGO im SLM-Verfahren hergestellt wird. SLM ist ein Verfahren, das zur Herstellung metallischer Ge- rüste eingesetzt wird.Die CAD- Daten aus dem Everest Scan werden dafür zunächst virtuell in einzelne Schichtdaten auf- geteilt. In der Laser-Melting- Anlage in Bremen wird feines Metallpulver in einer dünnen Schicht ausgebreitet und mit einem Laser punktuell an den Stellen verschmolzen, die dem Querschnitt des gewünschten Gerüstes entsprechen. Dieser Vorgang wird schichtweise wiederholt, bis die gesamte (NEM/EMF) an. In jahrelanger Entwicklungs- arbeit hat die BEGO das SLM für die Dentalanwendung zur Serienreife entwickelt. 2008 wurde das Unternehmen als Entwickler der Fertigungs- technik in Form des Patent- rechtes bestätigt worden. Beim Materialangebot stützt sich die Kooperation auf die jahrzehntelange Legierungs- erfahrung der Bremer und auf die klinische Bewährung der Wirobond- und Goldlegierun- gen. Everest-Anwender kön- nen NEM/EMF-Arbeiten prob- lemlos auf ihrem Everest-PC konstruieren und von BEGO fertigen lassen. Dadurch kön- nen mit dem Everest 5-Achs- System neben den bisher fräs- und schleifbaren Materialien wie Titan, Zirkoniumdioxid, Glaskeramiken und Provisori- umkunststoff nun auch Ge- rüste aus Nichtedelmetallen/ EMF mit SLM hergestellt wer- den. Mit der Kooperation vervoll- ständigt KaVo sein Angebot der CAD/CAM-gestützten Her- stellung von Gerüsten. Adresse BEGO Bremer Goldschlägerei Wilhelm Herbst GmbH & Co. KG Technologiepark Universität Wilhelm-Herbst-Straße 1 28359 Bremen Tel.: 04 21/20 28-0 Fax: 04 21/20 28-1 00 E-Mail: info@bego.com www.bego.com Weitere Informationen finden Sie auf www.zwp-online.info Die Gewinner waren stolz wie „Oscar“ Bei der Internationalen Dental-Schau (IDS) in Köln wurde im Rahmen des Kunst- ZahnWerk®Wettbewerbs 2009 zum sechsten Mal der „Candulor Award“ verliehen. 1.000 Euro.Über immerhin noch die Hälfte konnte sich die drittplatzierte Cornelia Küspert aus Dornhan freuen. Damit gehen zu- mindest die beiden letzte- ren Plätze an Teilnehmer aus Deutschland. Insgesamt hatten sich über 100 Teilnehmer aus acht verschiedenen Ländern für den Wettbewerb bewor- ben, von denen schließlich 45 eine Arbeit einsendeten. In diesem Jahr galt es, einer 72-jährigen Frau,die seit 28 Jah- ren Prothesenträgerin ist und unter einer schlecht sitzenden Unterkiefer-Prothese leidet, zu helfen. Nach einer eingehenden klinischen und radiologischen Untersuchung wurden der Pa- tientin im Unterkiefer vier Im- plantate für eine Stegkonstruk- tion eingesetzt.Diese Implantat- versorgung musste nun mit einer Oberkiefer- und Unterkie- fer-Totalprothese ausgestattet werden. Spätestens an der Stelle kam die Firma CAMLOG ins Spiel, die erstmals als Partner des Kunst- ZahnWerk® Wettbewerbs ge- wonnen werden konnte und jedem Teilnehmer die Implan- tatmaterialien kostenlos zur Verfügung stellte. Als weiterer Kooperationspartner fungierte ZTM Rudolf Hrdina, der den speziellen Patientenfall stiftete. Gearbeitet werden musste nach der Aufstellphilosophie von Prof.Dr.A.Gerber. Adresse Candulor Dental GmbH Am Riederngraben 6 78239 Rielasingen-Worblingen Tel.: 0 77 31/79 78 30 Fax: 0 77 31/2 89 17 E-Mail: info@candulor.de www.candulor.com Sie bildeten das Siegerpodest des KunstZahnWerk® Wett- bewerbs 2009: Gewinnerin Karin Martini (Mitte), der Zweit- platzierte Bernd Gönner und Cornelia Küspert auf Rang drei. Der Preis ging in diesem Jahr an Karin Martini aus Herzogen- buchsee (Schweiz). Die Gewin- nerin erhielt neben dem Sieger- Scheck in Höhe von 1.500 Euro den erstmals vergebenen „Total- prothetik Oscar“, einen Sieger- pokal aus Acrylglas. Den zweiten Platz des Wettbe- werbs,der unter dem Motto „Die implantatgetragene Prothese“ stand,belegte Bernd Gönner aus Beimerstetten. Er erhielt dafür Veranstaltungen April/Mai 2009 Datum Ort Veranstaltung Info 27.–30.04.2009 Langen VITA-Basisseminar für Sirona inLab Referent: Marianne Höfermann 29.04.2009 Düsseldorf Cercon auf Implantaten, Workshop Referent: ZT Carsten Fischer 29.04.2009 Rostock Hybridprothetik – Kombinierter Zahnersatz in der Implantologie – Workshop Referent: ZT Leisinger/Rottler 06.05.2009 Gelnhausen Er:YAG-Laser/Diodenlaser Referent: Dr. Andreas Clemens 07./08.05.2009 Hamburg Effiziente Aufwachstechnik im Kauzentrum Referent: ZTM Ingo Becker (msc.) 08./09.05.2009 Starnberg Biomechanischer Aufwachskurs Teil 1 Referent: ZTM Michael Polz VITA Zahnfabrik Ute Schmidt Tel.: 0 77 61/5 62-2 35 DeguDent GmbH Frau Stickler Tel.: 0 61 81/59-58 71 Straumann GmbH Kirsti Havenstein Tel.: 0 89/24 20 68 90 KaVo Dental GmbH Tel.: 0 62 21/64 99 71-0 Michael Flussfisch GmbH Reik Holz Tel.: 0 40/86 69 35 16 Corona Lava™ Fräszentrum Frau Fritsche Tel.: 0 81 51/55 53 88 09.05.2009 Freiburg Modellherstellungskurs: Das durchdachte Implantat-Modell für Ihren Erfolg Referent: ZTM Malek Misrabi picodent Claudia Knopp Tel.: 0 22 67/65 80 19 Service_23 ANZEIGE Auf Theorie folgt Qualitätskontrolle Anfang Januar 2009 hatten die jetzigen Meisterschüler der Zahntechniker-Meis- terschule Berlin-Brandenburg in einem Implantatprothetik-Kurs die Möglich- keit,praktische Erfahrungen mit Materialien der Dentaurum-Gruppe zu sammeln. mann konnte hier den Teilnehmern viel praktische Erfah- rung aus seiner mehr als 20-jährigen im- plantologischen Tä- tigkeit vermitteln. Seine interessanten Ausführungen be- endete er mit der Vor- stellung eines Okklu- sionskonzeptes, was auf großen Zuspruch der Kursteilnehmer stieß. Insbesondere die Pra- xisnähe die Kompetenz des Refe- renten sowie die per- sönliche Betreuung durch Ralph Leh- mann (Außendienst Dentaurum Implants) und Djamilla Fillinger (Außendienst Dentaurum) wurden als sehr positiv be- wertet. Das aktuelle Kurs- programm kann auf der Internetseite der Dentau- rum-Gruppe angefordert werden. und Adresse DENTAURUM J. P. Winkelstroeter KG Turnstr. 31 75228 Ispringen Tel.: 0 72 31/8 03-4 70 Fax: 0 72 31/8 03-4 09 E-Mail: kurse@dentaurum.de www.dentaurum.de ZTM Dirk Bachmann vermittelt wertvolle Tipps für den Umgang mit Implantatprothetik an die Zahntechniker- Meisterschüler. Implantatprothetik – he- rausnehmbarer Zahnersatz am Beispiel des tioLogic©- Implantatsystems von Den- taurum Implants, war das Thema des Kurses an der Handwerkskammer Berlin, der von ZTM Dirk Bach- mann (Dental Labor impla- metic, Bruchsal) geleitet wurde. Nach einer theoretischen Einführung ging es gleich an die praktische Umset- zung. Alle 20 Zahntech- niker-Meisterschüler des Vollzeit-Kurses 2008/2009 arbeiteten einen individuell gefrästen Steg auf vier tioLogic©-Implantaten aus, Kleinanzeigen der vorab in remanium star® gegossen wurde. An- schließend wurde dieser über speziell ausgestaltete Referenzaufbauten span- nungsfrei auf den Implan- taten verklebt. Während des Kurses hatten die Teilnehmer ausreichend Gelegenheit, die Materia- lien zu testen und sich von der Qualität der Implantat- produkte, Einbettmassen und Legierungen zu über- zeugen. Ergänzt wurde dieser sehr praxisorientierte Work- shop durch Tipps und Tricks zur Fehlervermei- dung. ZTM Dirk Bach- Fakten auf den Punkt gebracht. 24
8 Die Zukunft Die Zukunft braucht Visionen und Sicherheit. Der Dentalmarkt und seine Finanz- situation sind einem ständigen Wandel durch die Gesetzgebung unterworfen. Für Laborinhaber ist es deshalb schwierig, längerfristige Strategien zu entwickeln und zu planen. Starke Schwankungen im Auftrags- volumen erfordern – zum Erhalt permanenter Liquidität – das Factoring als zeitgemäße betriebswirtschaftliche Maßnahme. Die LVG ist der älteste Factor für Dentallabore. Seit 1984 bieten wir bundesweit finanzielle Sicherheit in diesem hochsensiblen Markt. Wir machen Ihren Kopf frei. Unsere Leistung – Ihr Vorteil: ● Finanzierung der laufenden Forderungen und Außenstände ● kontinuierliche Liquidität ● Sicherheit bei Forderungsausfällen ● Stärkung des Vertrauensverhältnisses Zahnarzt und Labor ● Abbau von Bankverbindlichkeiten ● Schaffung finanzieller Freiräume für Ihr Labor Lernen Sie uns und unsere Leistungen einfach kennen. Jetzt ganz praktisch mit den LVG Factoring-Test-Wochen. T Z Antwort-Coupon Bitte senden Sie mir Informationen über Leistungen Factoring-Test-Wochen an folgende Adresse: Name Firma Straße Ort Telefon Fax e-mail 2 6 7 7 1 6 / 1 1 7 0 x a F n a n e x a f d n u n e l l ü f s u a , n e d i e n h c s s u a h c i e l G Labor-Verrechnungs-Ges. mbH Rotebühlplatz 5 · 70178 Stuttgart ✆ 0711/666 710 · Fax 0711/61 77 62 info@lvg.de · www.lvg.de

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