Source: https://gesetze-in-app.de/BGB/325
Timestamp: 2019-03-24 16:05:34+00:00

Document:
§ 325 BGB: Schadensersatz und Rücktritt
§ 325 BGB
BGH, URTEIL vom 3.1.1995, Az. VIII ZR 269/93 Die von ihm alternativ genannten Ansprüche gemäß § 325 Abs. 1 Satz 1 BGB und § 326 Abs. 1 Satz 2 BGB haben unterschiedliche Voraussetzungen und schließen einander aus (BGB-RGRK/ Ballhaus, 12. Aufl., § 326 Rdnr. 2; Soergel/Wiedemann, BGB, 12. Aufl., § 326 Rdnr. 8).
BGH, Urteil , Az. Es genügt vielmehr, . wenn der Gläubiger an der beiderseitigen Teilerfüllung kein Interesse hat* Abgesehen hiervon scheitert dieser Revisionsangriff auch daran, daß es sich bei dem Vertragsverhältnis der Parteien um einen einheitlichen, nicht in selbständige Teile zerlegbaren Vertrag handelte, was der rechtlichen Zulässigkeit eines Teilrücktritts entgegensteht (Palandt aaO § 325 BGB Anm 7 b).
BGH, URTEIL vom 4.9.1976, Az. VII ZR 335/75 Deshalb liegt hier auch kein dem - ohnehin in anderem Zusammenhang (zu §§ 325, 326 BGB) ergangenen - Senatsurteil BGHZ 36, 316 vergleichbarer Fall vor.
BGH, URTEIL vom 3.6.2005, Az. VIII ZR 275/04 Hat der Gläubiger aber, wovon das Berufungsgericht hier zutreffend (s. oben unter a) und von der Revision unbeanstandet ausgeht, daneben (§ 325 BGB) Anspruch auf Schadens- oder Aufwendungsersatz, so tritt dieser Anspruch - hier in Gestalt der Alternative Aufwendungsersatz - neben den Aufwendungs- und Verwendungsersatzanspruch nach § 347 Abs. 2 BGB (Staudinger/Kaiser, BGB (2004), § 347 Rdnr. 62; Palandt/Heinrichs, BGB, 64. Aufl., § 347 Rdnr. 4).
BGH, URTEIL vom 5.9.2004, Az. Ein solcher Anspruch ist nach § 325 Abs. 1 Satz 2 BGB a.F. nur dann eröffnet, wenn die teilweise Erfüllung des Vertrages - hier also die Übertragung des isolierten Miteigentumsanteils - für die Kläger ohne Interesse ist (vgl. BGH, Urt. v. 7. März 1990, VIII ZR 56/89, NJW 1990, 3011, 3013).
BGH, URTEIL vom 4.10.1982, Az. VII ZR 25/82 Denn die Kündigung des Reisevertrages wäre dann einem Rücktritt vom Vertrag gemäß § 325 Abs. 1 Satz 2 BGB gleichzuachten, so daß der Kläger insoweit Schadensersatz nicht mehr fordern könnte (vgl. dazu BGH NJW 1979, 762).
BGH, URTEIL vom 5.10.2015, Az. TEIL VZR 217/14 Ob diese Grundsätze auch für § 325 BGB aF gelten, war umstritten (ablehnend Palandt/Heinrichs, BGB, 61. Aufl., § 325 Rn. 4; differenzierend Erman/ Battes, BGB, 10. Aufl., § 325 Rn. 4; MüKoBGB/Emmerich, 4. Aufl., § 325 Rn. 17 ff.; Staudinger/Otto, BGB [1995], § 325 Rn. 24), muss hier aber nicht entschieden werden.
BGH, Urteil vom 5.8.1999, Az. Sowohl bei § 325 Abs. 1 Satz 1 BGB als auch bei § 326 Abs. 1 BGB wird das ursprüngliche Vertragsverhältnis mit Eintreten der Haftungsvoraussetzungen in der Weise umgestaltet, daß an die Stelle der beiderseitigen Leistungsverpflichtungen ein einseitiges, am Erfüllungsinteresse ausgerichtetes Abrechnungsverhältnis tritt, bei dem die gegenseitigen Ansprüche nur noch unselbständige Rechnungsposten sind (Senat, BGHZ 87, 156, 158 f; Urt. v. 11. Februar 1983, V ZR 191 /81, WM 1983, 418).
BGH, , Az. Wenn vielfach die Ansicht vertreten wird, der Rückgriffsanspruch sei ein Schadenersatzanspruch wegen Nichterfüllung (OLG Celle in NJW 1953, 468 mit entsprechender Anwendung des § 325 Abs i BGB; Harmening aaO Art 39 HEG (brZ) Anm II 5 Bl Nr 165 Rs$ Burkhardt in BB 1953, 816 /ßlT/), so beruht das darauf, daß der Rückgriffsschuldner seine Vertragspflicht in der Regel nicht* mehr erfüllen kann.
BGH, URTEIL vom 3.10.2007, Az. VIII ZR 16/07 Dadurch soll aber nach der mit der Regelung des § 325 BGB getroffenen Entscheidung des Gesetzgebers gerade nicht ausgeschlossen werden, dass der schadensersatzberechtigte Käufer - auch nach dem Erlöschen seiner Erfüllungsansprüche - verlangen kann, vermögensmäßig so gestellt zu werden, wie er bei ordnungsgemäßer Erfüllung durch den Verkäufer stünde (Soergel/Gsell, aaO; Staudinger/Otto, aaO, §325 Rdnr. 1; vgl. auch MünchKommBGB/Gaier, aaO, Rdnr. 37).
BGH, URTEIL vom 5.4.2003, Az. V ZR 190/02 Für den seither verstrichenen Zeitraum schuldet G.H. die entsprechenden Beträge indessen aus § 325 Abs. 1 BGB a.F. Das Leistungsstörungsrecht regelt die Folgen des Verhaltens von P. . Damit scheidet eine Reduzierung der Zahlungspflicht des Klägers unter dem Gesichtspunkt des Wegfalls der Geschäftsgrundlage aus (Erman/Werner, BGB, 10. Aufl., §242 Rdn. 171; MünchKomm-BGB/Roth, 4. Aufl., §242 Rdn. 664; Soergel/Teichmann, BGB, 12. Aufl., § 242 Rdn. 214; Huber, JuS 1972, 58).
BGH, Urteil vom 2.9.2000, Az. X ZR 15/98 Bei der Verletzung fremder Schutzrechte ist in der Rechtsprechung zu dem Teil ohne weiteres § 325 BGB (BGHZ 110, 196, 199), zu dem Teil ohne weiteres § 326 BGB angewendet worden (RG GRUR 1940, 265, 268 - Reib-selschleuder; Sen.Urt. v. 14.5.1991 - XZR 2/90, S. 10 ff. des Urteilsumdr.).
BGH, Urteil vom 2.4.2000, Az. b) Die Revision verweist zutreffend darauf, daß der Schadensersatzanspruch aus positiver Vertragsverletzung auf das Erfüllungsinteresse gerichtet ist (vgl. nur BGHZ 99, 182, 189, Palandt/Heinrichs BGB, 59. Aufl., §325 BGB Rdn. 9, 14 f.).
BGH, BESCHLUSS vom 3.10.1998, Az. XII ZR 12/97 BGB §§ 306, 325, 538 Abs. 1 a)	Verpflichtet sich in einem Mietvertrag der Vermieter, die Mietsache in einem Zustand zur Verfügung zu stellen, der nicht herstellbar ist, und kommt es deshalb nicht zur Überlassung der Mietsache, so kommt ein Schadensersatzanspruch des Mieters nach § 325 BGB in Betracht (vgl. Senatsurteil BGHZ 136, 102) .
BGH, BESCHLUSS vom 3.10.1998, Az. XII ZR 12/97 Er kann vielmehr, auch wenn die Unmöglichkeit nicht erst nachträglich eingetreten ist, nach dem Grundgedanken der gesetzlichen Regelung sofort nach § 325 BGB Vorgehen und Schadensersatz wegen Nichterfüllung verlangen (MünchKomm BGB/Emmerich, 3. Aufl. vor § 275 Rdn. 14, 15; Staudinger/Löwisch, BGB Bearb. 1995, § 283 Rdn. 5), wenn der Vermieter die Unmöglichkeit zu vertreten hat.
BGH, Urteil vom 5.10.1999, Az. Wer einen Anspruch aus § 325 BGB geltend machen will, muß die Voraussetzungen der Unmöglichkeit darlegen und beweisen (Senat, Urt. v. 26. März 1999, VZR 368/97, NJW 1999, 2034, 2035; MünchKomm-BGB/Emmerich, § 325 Rdn. 152; Baumgärtel/Strieder, Handbuch der Beweislast im Privatrecht, 2. Aufl. §325 Rdn. 1).
BGH, URTEIL vom 3.5.2005, Az. VIII ZR 271/04 Bei einem Schadensersatzanspruch nach § 325 Abs. 1 Satz 1 BGB a.F. wird das ursprüngliche Vertragsverhältnis mit Eintreten der Haftungsvoraussetzungen in der Weise umgestaltet, daß an die Stelle der beiderseitigen Leistungsverpflichtungen ein einseitiges, am Erfüllungsinteresse ausgerichtetes Abrechnungsverhältnis tritt, bei dem die gegenseitigen Ansprüche nur noch unselbständige Rechnungsposten sind (BGH, Urteil vom 24. September 1999 - V ZR 71/99, NJW 1999, 3625 unter II 2).
BGH, URTEIL vom 5.2.2006, Az. V ZR 173/05 Dieses Recht steht dem Käufer einer mangelhaften Sache nach § 325 BGB auch dann zu, wenn er - wie hier - wegen des Mangels den Rücktritt von dem Kaufvertrag erklärt hat (vgl. auch BT-Drucks 14/6040 S. 221; BGH, Urt. v. 20. Juli 2005, VIII ZR 275/04, NJW2005, 2848, zur Veröffentlichung in BGHZ 163, 381 bestimmt).
BGH, Urteil vom 5.10.1999, Az. Dieser in § 325 Abs. 1 Satz 2 BGB zu dem Ausdruck gekommene Gedanke gilt auch für § 323 BGB (vgl. nur Palandt/Heinrichs, BGB, 58. AufI., § 323 Rdn. 9 m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 3.3.2010, Az. VIII ZR 145/09 § 325 BGB beschränkt die Möglichkeit, Schadensersatz auch im Fall des Rücktritts vom Kaufvertrag zu verlangen, nicht auf die Kompensation bestimmter Schäden, sondern lässt bei Ausübung des Rücktrittsrechts die sich aus anderen Normen ergebenden, nach dem Grundanliegen des § 249 BGB regelmäßig auf vollständigen Ausgleich gerichteten Schadensersatzansprüche (vgl. etwa BGHZ 132, 373, 376; 155, 1,5- Grundsatz der 'Totalreparation') in ihrer gesamten Reichweite bestehen.
BGH, URTEIL vom 3.3.2015, Az. VIII ZR 80/14 Dieser Anspruch kann gemäß § 325 BGB neben dem Rücktritt geltend gemacht werden; er umfasst Aufwendungen des Käufers auf eine Sache, die sich - wie vorliegend - später als mangelhaft herausstellt, wenn der Käufer die Kaufsache wegen ihrer Mangelhaftigkeit zurückgibt (Senatsurteil vom 20. Juli 2005 - VIII ZR 275/04, BGHZ 163, 381 385 ff.).
BGH, URTEIL vom 2.4.1965, Az. V ZR 142/63 fi eine Vertragspartei, die vertragsuntreu geworden ist, aus einer von Vertragsgegner erklärten Erfüllungsverweigerung trotz der eigenen Vertragsverletzung dann Rechte für sich herleiten kann, wenn der Vertragsgegner kundgegehen hat, auf seiner Erfüllungsverweigerung selbst für den Pall zu beharren, daß der andere Teil die ihm noch mögliche Beseitigung seiner Vertragswidrigkeit vornehmen würde (BGH LM § 325 BGB Nr- 6 = NJW 1958, 177 Nr. 2 in Bestätigung von RGZ 149» 4019 404)°
BGH, URTEIL vom 3.9.2003, Az. XII ZR 329/00 Die Rechtsfolgen des vom Vermieter zu vertretenden Unvermögens regelt § 325 BGB a.F.. Danach kann der Mieter Schadensersatz wegen Nichterfüllung verlangen oder vom Vertrag zurücktreten; er kann auch gemäß § 542 BGB a.F. kündigen (vgl. Senatsurteil vom 25. November 1998 - XII ZR 12/97- NJW 1999, 635; Wolf/Eckert/Ball, Handbuch des Miet-, Pacht- und Leasingrechts, 8. Aufl. Rdn. 348; Kraemer in Bub/Treier, 3. Aufl. Ill Rdn. 1192).
BGH, URTEIL vom 3.6.2009, Az. VIII ZR 217/06 An die Stelle des bestehenden Befreiungsanspruchs der Beklagten ist ein Schadensersatzanspruch gemäß § 325 Abs. 1 BGB aF getreten (vgl. auch BGFI, Urteil vom 23. Juni 1989 - VZR 329/87, NJW-RR 1990, 651, unter 2).
BGH, URTEIL vom 3.6.2009, Az. VIII ZR 217/06 27	c) Die der Beklagten wegen der eingetretenen Unmöglichkeit zustehen- den Schadensersatzansprüche gemäß § 325 Abs. 1 BGB aF stehen als an die Stelle der Leistungspflicht tretende sekundäre Ansprüche weiterhin im Gegenseitigkeitsverhältnis (vgl. RGZ 149, 321, 328; MünchKommBGB/Emmerich, aaO, Vor § 320 Rdnr. 26; § 320 Rdnr. 31).
BGH, URTEIL vom 5.5.1982, Az. V ZR 81/81 Es kann in diesem Zusammenhang offenbleiben, ob ein nachträgliches Unvermögen vom Beklagten im Anschluß an das BGH-Urteil vom 12. Januar I960, VIII ZR 34/59 (MDR I960, 304 = LM § 325 BGB Nr. 8) zu vertreten wäre, wenn ihm im Zeitpunkt des Vertragsschlusses der richtige Verlauf der Straßenbegrenzungslinie bekannt gewesen wäre.
LG Düsseldorf, Urteil vom 2.7.1996, Az. Zum einen ist eigene Vertragstreue des Gläubigers für die Geltendmachung der Rechte aus § 325 BGB nicht erforderlich (Palandt-Heinrichs, BGB, 53. Aufl., § 325 Rn 4).

References: § 325
 § 325
 § 326
 § 326
 § 326
 § 325
 § 347
 § 347
 § 347
 § 325
 § 325
 BGH 
 § 325
 § 325
 § 325
 § 325
 § 325
 § 325
 § 326
 § 325
 § 325
 §325
 § 325
 §242
 §242
 § 242
 § 325
 § 326
 §325
 § 325
 § 325
 § 275
 § 283
 § 325
 § 325
 §325
 § 325
 § 325
 § 325
 § 323
 § 323
 § 325
 § 249
 § 325
 § 325
 § 325
 § 542
 § 325
 § 325
 § 320
 § 320
 § 325
 § 325
 § 325