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Timestamp: 2020-02-24 06:20:27+00:00

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Rechtsprechung: FamRZ 2009, 1057 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: BGH, 10.03.2009 | BGH, 07.04.2009
https://dejure.org/2008,146
BSG, 13.11.2008 - B 14 AS 2/08 R (https://dejure.org/2008,146)
BSG, Entscheidung vom 13.11.2008 - B 14 AS 2/08 R (https://dejure.org/2008,146)
BSG, Entscheidung vom 13. November 2008 - B 14 AS 2/08 R (https://dejure.org/2008,146)
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Grundsicherung für Arbeitsuchende - Hilfebedürftigkeit - Berücksichtigung des Einkommens des Partners in der Bedarfsgemeinschaft zugunsten der nicht leiblichen Kinder ab 1. 8. 2006 - Verfassungsmäßigkeit
Anspruch auf Grundsicherung für Arbeitsuchende - Prüfung der Hilfebedürftigkeit eines unverheirateten Kindes - Berücksichtigung von Einkommen und Vermögen eines neuen Partners des Elternteils
Kein Hartz IV für Stiefkinder
Vermögen des "Stiefkind"-Partners bedarfsmindernd zu berücksichtigen
Mann muss auch für "faktische Stiefkinder" aufkommen // Grundsatzurteil zu Hartz IV in "Patchworkfamilien"
BSG weist in Hartz-IV-Urteilen Patchwork-Kinder und Euro-Jobber ab // Klassenfahrten für Kinder werden dagegen voll bezahlt
Kurznachricht zu "Die generelle Einstandspflicht für Partnerinkinder in der Bedarfsgemeinschaft nach § 9 Abs. 2 Satz 2 SGB II" von Prof. Dr. Johannes Münder und RiSG Udo Geiger, original erschienen in: NZS 2009, 593 - 599.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BSG vom 13.11.2008, Az.: B 14 AS 2/08 R (Faktischer Stiefvater)" von VorsRiOLG Heinrich Schürmann, original erschienen in: SGb 2009, 741 - 743.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BSG vom 13.11.2008, Az.: B 14 AS 2/08 R (Berücksichtigung des Partners in der Bedarfsgemeinschaft - nicht leiblicher Kinder)" von RA Burkhard Großmann, original erschienen in: NZS 2009, 639 - 642.
Kurznachricht zu "Zwischen Eltern- und Partnerliebe - Die arme Mutter!" von Prof. Dr. Matthias Schnath, original erschienen in: NDV 2009, 205 - 210.
BSGE 102, 76
NVwZ-RR 2009, 1000
NZS 2009, 580 (Ls.)
Für die Bekanntgabe von Verwaltungsakten gegenüber Minderjährigen hat der Senat unter Heranziehung des Zustellungsrechts des Bundes bereits entschieden, dass die Bekanntgabe gegenüber einem gesetzlichen Vertreter genügt (BSGE 102, 76 = SozR 4-4200 § 9 Nr. 7, RdNr 21 unter Berufung auf § 6 Abs. 3 VwZG; vgl auch Udsching/Link, SGb 2007, 513, 516) .
e) Auch aus dem das SGB II prägenden Grundsatz der Subsidiarität, § 3 Abs. 3 SGB II (vgl hierzu BSG…, Urteil vom 15.4.2008 - B 14/7b AS 58/06 R - SozR 4-4200 § 9 Nr. 5 RdNr 39; BSG, Urteil vom 13.11.2008 - B 14 AS 2/08 R - BSGE 102, 76 ff = SozR 4-4200 § 9 Nr. 7) lässt sich nicht ableiten, dass der Begriff des "nicht dauernd getrennt lebenden Ehegatten" iS von § 7 Abs. 3 Nr. 3 Buchst a SGB II abweichend von familienrechtlichen Grundsätzen zu bestimmen ist.
Dieser Bedarf aber war und ist - ebenfalls ausweislich der Berechnungen des Jobcenters - gedeckt, weil die aus vier Personen bestehende Bedarfsgemeinschaft Einnahmen (Kindergeld, Kindesunterhalt, Nettoeinkommen des Schuldners nach Abzug der Unterhaltszahlungen an seine Tochter und die an den Treuhänder abgeführten Beträge; vgl. zu Letzterem BSGE 102, 76 Rn. 44 iVm LSG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 24. April 2008 - L 28 B 1452/07 AS ER nv) in Höhe von abgerundet mindestens 2.100 EUR hatte und hat.
Die Revision rügt zu Recht, dass die Kinder von Sozialhilfeempfängern im Rahmen des SGB XII entgegen Art. 3 Abs. 1 GG besser behandelt werden als die Kinder von Leistungsempfängern nach dem SGB II, ohne dass Gründe von solcher Art und solchem Gewicht vorhanden sind, die eine solche Ungleichbehandlung rechtfertigen können (vgl BVerfGE 112, 164, 174; 107, 27, 45; 103, 172, 193; vgl zuletzt Urteil des Senats vom 13. November 2008 - B 14 AS 2/08 R).
aa) Nach der Rechtsprechung des Senats genügt bei einem minderjährigen Kind das rechtliche Band zwischen ihm und seinem leiblichen Elternteil als Grundlage für die gesetzgeberische Typisierung, die der Einbeziehung des minderjährigen Kindes in die Bedarfsgemeinschaft zwischen erwachsenen Partnern zugrunde liegt (BSG Urteil vom 13.11.2008 - B 14 AS 2/08 R - BSGE 102, 76 = SozR 4-4200 § 9 Nr. 7) .
Ein zusätzlicher Einstandswille seitens des Stiefelternteils ist auch bei erwachsenen Stiefkindern nicht zu fordern (vgl zum minderjährigen Kind bereits BSG Urteil vom 13.11.2008 - B 14 AS 2/08 R - BSGE 102, 76 = SozR 4-4200 § 9 Nr. 7 RdNr 30) .
Mit dieser Auslegung des Begriffs "dem Haushalt angehörenden" Kinder werden nur solche (auch faktische) Elterngemeinschaften erfasst, in denen einerseits die Bindungen zwischen Elternteil und Partner so eng sind, dass von ihnen ein gegenseitiges - auch wirtschaftliches - Einstehen in den Not- und Wechselfällen des Lebens erwartet werden kann (BSG Urteil vom 13.11.2008 - B 14 AS 2/08 R - BSGE 102, 76 = SozR 4-4200 § 9 Nr. 7 RdNr 46) und in denen andererseits zumindest zwischen leiblichem Elternteil und erwachsenem Kind über das bloße Zusammenleben hinaus eine weitergehende Familienbeziehung erkennbar wird.
Im Kern ergibt sich kein Unterschied zu den entsprechenden Konstellationen beim minderjährigen Kind (dazu BSG Urteil vom 13.11.2008 - B 14 AS 2/08 R - BSGE 102, 76 = SozR 4-4200 § 9 Nr. 7) und der Bedarfsgemeinschaft von volljährigen Kindern allein mit ihren leiblichen Eltern (…dazu BSG Urteil vom 19.10.2010 - B 14 AS 51/09 R - SozR 4-4200 § 7 Nr. 23) .
a) Die allgemeine Handlungsfreiheit nach Art. 2 Abs. 1 GG ist durch § 7 Abs. 3 Nr. 4 iVm § 9 Abs. 2 Satz 2 SGB II nicht verletzt (dazu bereits BSG Urteil vom 13.11.2008 - B 14 AS 2/08 R - BSGE 102, 76 = SozR 4-4200 § 9 Nr. 7 RdNr 38 ff) .
Die wirtschaftlichen Folgen der Einbeziehung nach § 9 Abs. 2 Satz 2 SGB II für die Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft werden durch die Regelungen über die Berücksichtigung von Einkommen und Vermögen ausreichend abgemildert, was der Senat bereits im Einzelnen ausgeführt hat (vgl BSG Urteil vom 13.11.2008 - B 14 AS 2/08 R - BSGE 102, 76 = SozR 4-4200 § 9 Nr. 7 RdNr 42 f).
Für die Annahme einer besonderen finanziellen Härte (vgl BSG Urteil vom 13.11.2008 - B 14 AS 2/08 R, aaO RdNr 44) gibt auch der vorliegende Sachverhalt keine Anhaltspunkte .
Auch insoweit ist auf die Ausführungen des Senats zur Bedarfsgemeinschaft mit minderjährigen Kindern (Urteil vom 13.11.2008 - B 14 AS 2/08 R - BSGE 102, 76 = SozR 4-4200 § 9 Nr. 7 RdNr 45 ff) sowie zu Bedarfsgemeinschaften zwischen alleinstehenden Elternteilen mit volljährigen Kindern (…BSG Urteil vom 19.10.2010 - B 14 AS 51/09 R - SozR 4-4200 § 7 Nr. 23 RdNr 18 ff) zu verweisen.
Während § 9 Abs. 2 SGB II innerhalb der Bedarfsgemeinschaft eine bestimmte Verteilung des Einkommens ihrer Mitglieder unwiderleglich unterstellt (…vgl etwa BSGE 97, 242 = SozR 4-4200 § 20 Nr. 1, jeweils RdNr 29; BSGE 102, 76 = SozR 4-4200 § 9 Nr. 7, jeweils RdNr 31) und § 9 Abs. 5 SGB II die Anforderungen an die Ermittlungen zum Tatbestandsmerkmal "Hilfebedürftigkeit" wegen der Vermutung von Einkommen einschränkt, treffen den Hilfebedürftigen bei der Berücksichtigung von Einkommen in den übrigen Fällen bei der Aufklärung des Sachverhalts von Amts wegen Mitwirkungsobliegenheiten (…vgl § 60 Sozialgesetzbuch Erstes Buch und dazu BSGE 101, 260 = SozR 4-1200 § 60 Nr. 2) .
Zwar gilt insoweit, dass der Hilfesuchende sein Einkommen auch dann zur Behebung einer gegenwärtigen Notlage für sich verwenden muss, wenn er sich dadurch außerstande setzt, anderweitig bestehende Verpflichtungen zu erfüllen (…BSG Urteil vom 19.9.2008 - B 14/7b AS 10/07 R - SozR 4-4200 § 11 Nr. 18, RdNr 25) ; andererseits kann ein Leistungsanspruch auch dann gegeben sein, wenn das zu berücksichtigende Einkommen tatsächlich nicht uneingeschränkt zur Verfügung steht (BSG Urteil vom 13.11.2008 - B 14 AS 2/08 R - BSGE 102, 76 ff = SozR 4-4200 § 9 Nr. 7, RdNr 32;… BSG Urteil vom 11.12.2007 - B 8/9b SO 23/06 R - BSGE 99, 262 ff = SozR 4-3500 § 82 Nr. 3, RdNr 15) .
Es kann daher davon ausgegangen werden, dass er mit § 11 Abs. 2 Satz 1 Nr. 7 SGB II jedenfalls auch den Vorrang von nur titulierten gesetzlichen Unterhaltsverpflichtungen gerade gegenüber leiblichen minderjährigen Kindern außerhalb einer Bedarfsgemeinschaft gegenüber dem Einsatz des Einkommens in einer Bedarfsgemeinschaft sicherstellen wollte (vgl auch BSG Urteil vom 13.11.2008 - B 14 AS 2/08 R - BSGE 102, 76 ff = SozR 4-4200 § 9 Nr. 7, jeweils RdNr 42) .
Auch der 14. Senat des BSG hat zwar den Grundsatz betont, dass der Hilfesuchende sein Einkommen auch dann zur Behebung einer gegenwärtigen Notlage für sich verwenden müsse, wenn er sich dadurch außerstande setze, anderweitig bestehende Verpflichtungen zu erfüllen (…BSG Urteil vom 19.9.2008 - B 14/7b AS 10/07 R - SozR 4-4200 § 11 Nr. 18 RdNr 25) ; andererseits hat er eine Hilfegewährung aber für möglich gehalten, wenn das zu berücksichtigende Einkommen tatsächlich nicht uneingeschränkt zur Verfügung stehe (BSG Urteil vom 13.11.2008 - B 14 AS 2/08 R - BSGE 102, 76 ff = SozR 4-4200 § 9 Nr. 7, RdNr 32;… Urteil vom 11.12.2007 - B 8/9b SO 23/06 R - BSGE 99, 262 ff = SozR 4-3500 § 82 Nr. 3, RdNr 15) .
LSG Nordrhein-Westfalen, 16.02.2011 - L 20 AS 21/09
Rente wegen Erwerbsminderung; Zustellung von Rentenbescheiden direkt an den …
LSG Niedersachsen-Bremen, 24.03.2009 - L 7 AS 682/06
LSG Bayern, 25.06.2010 - L 7 AS 404/10
Grundsicherung für Arbeitsuchende - Mehrbedarf - unabweisbarer laufender …
Sozialgerichtliches Verfahren - Nichtzulassung der Berufung - Verfahrensfehler - …
BSG, 06.04.2010 - B 14 AS 13/10 B
SG Köln, 08.04.2016 - S 8 R 1318/15
Auskunftsanspruch über den Hintergrund einer Rentennachzahlung; Direkte …
BSG, 21.10.2011 - B 14 AS 13/11 B
SG Duisburg, 07.07.2009 - S 31 (17) AS 19/07
Ermittlung des Anspruchumfangs von Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch Zweites …
https://dejure.org/2009,3616
BGH, 07.04.2009 - VIII ZB 94/08 (https://dejure.org/2009,3616)
BGH, Entscheidung vom 07.04.2009 - VIII ZB 94/08 (https://dejure.org/2009,3616)
BGH, Entscheidung vom 07. April 2009 - VIII ZB 94/08 (https://dejure.org/2009,3616)
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ZPO § 3, § 511 Abs. 2 Nr. 1
Begrenzung der Beschwer für ein Rechtsmittel gegen eine Zug-um-Zug-Einschränkung der beantragten unbeschränkten Verurteilung durch Wert des Klageanspruchs
ZPO § 4 Abs. 1; ZPO § 511 Abs. 2
Verfahrensrecht - Beschwer bei Zug-um-Zug-Verurteilung?
Berufungssumme und die Beschwer des Klägers bei einer Zug-um-Zug-Verurteilung
AG Düren, 07.10.2008 - 46 C 294/08
LG Aachen, 17.11.2008 - 2 S 295/08
NJW-RR 2010, 492
Der Gebührenstreitwert ist aber durch den Wert des Klageantrages begrenzt (BGH, Urteil vom 17. Dezember 1990 - II ZR 89/90, NJW-RR 1991, 1083; vgl. auch BGH, Beschluss vom 7. April 2009 - VIII ZB 94/08, NJW-RR 2010, 492).
b) Die Beklagten lassen jedoch unberücksichtigt, dass der Wert des Beschwerdegegenstands bei einem Streit der Parteien, der sich ausschließlich auf ein von dem Gegner geltend gemachtes Gegenrecht bezieht, durch den Wert des klägerischen Anspruchs begrenzt wird (st. Rspr., vgl. Senat, Beschluss vom 14. Februar 1973 - V ZR 179/72, NJW 1973, 654, 655; BGH, Urteil vom 17. Dezember 1990 - II ZR 89/90, NJW-RR 1991, 1083 f.; Beschluss vom 7. April 2009 - VIII ZB 94/08, NJW-RR 2010, 492 Rn. 2).
Zwar ist der erstrebte Wegfall der Zug-um-Zug-Verurteilung nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu bemessen, jedoch ist der Wert der zu diesem Zweck vom Kläger zu erbringenden Gegenleistung nach dem Wert des in der Berufung verfolgten Anspruchs nach oben begrenzt (vgl. dazu BGH NJW-RR 2010, 492).

References: § 9
 § 9
 § 6
 § 3
 § 9
 § 9
 § 7
 Art. 3
 § 9
 § 9
 § 9
 § 9
 § 7
 Art. 2
 § 7
 § 9
 § 9
 § 9
 § 9
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 § 7
 § 9
 § 20
 § 9
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 § 60
 § 60
 § 11
 § 9
 § 82
 § 11
 § 9
 § 11
 § 9
 § 82
 § 3
 § 511
 § 4
 § 511
 BGH