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ᐅ DRIGEND HILFE GESUCHT: Bsc => arbeitsuchend => Msc - Asyl- und Ausländerrecht - JuraForum.de
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DRIGEND HILFE GESUCHT: Bsc => arbeitsuchend => Msc
Dieses Thema "ᐅ DRIGEND HILFE GESUCHT: Bsc => arbeitsuchend => Msc - Asyl- und Ausländerrecht" im Forum "Asyl- und Ausländerrecht" wurde erstellt von seans, 22. August 2012.
seans Boardneuling 22.08.2012, 16:41
Student sucht Hilfe
Mit einem BSc eine Arbeitstelle zu finden war ihn nicht leicht. Mittelerweile, hat er einen MSC Studiumplatz bekommen in Bonn. Er wohnt derzeit in Bremen, und hat alle notwendige Unterlagen, z.b. Zulassungsbescheid, Finanzierungsnachweiss, und Versicherung.
Jetzt, hat er die Anspruch seine Aufenthaltserlaubnis von Arbeitssuchend zu Student wechselen? In §16(2) oder in §16(4) die Möglichkeit wird NICHT ausdrücklich ausgeschloßen.
Die Beratungsstelle in ABH-Bonn meinte dass so ein Wechsel nicht möglich ist, aber hat keine vernüftige Rechtsgrundlagen gegeben, warum es nicht möglich sein soll.
Die Leute in I4A board sagen dass die Aussage von bonner ABH sei falsch, denn im § 16 ist eindeutig geregelt, dass eine andere AE nicht gegeben werden darf. Dass es nicht zurück gehen kann, steht NICHT ausdrücklich.
Backs Star Mitglied 27.08.2012, 11:22
AW: DRIGEND HILFE GESUCHT: Bsc => arbeitsuchend => Msc
Wer Inhaber einer Aufenthaltserlaubnis zur Arbeitssuche gem. § 16 Abs. 4 AufenthG ist, verliert allein darurch nicht von vornherein jede Möglichkeit, weiter zu studieren. Wenn die beiden Studiengänge in einem Zusammenhang stehen bzw. aufeinander aufbauen (wenn z.B. ein Bachelorabschluss vorliegt und ein Masterabschluss der gleichen Fachrichtung angestrebt wird), kann (!) durchaus wieder eine Aufenthaltserlaubnis zu Studienzwecken erteilt werden. Das Gesetz steht dem nicht entgegen. Allerdings steht die Erteilung der Aufenthaltserlaubnis gem. § 16 Abs. 1 AufenthG im Ermessen der Behörde, so dass sie jeweils im Einzelfall die Umstände prüfen muss. Wer z.B. einen Abschluss als Bauingenieur hat und nach erfolgloser Arbeitssuche Volkswirtschaft studieren möchte, muss damit rechnen, dass die Ausländerbehörde im Rahmen der Ermessensausübung einen solchen Antrag ablehnt. Es wird also auf die Umstände des Einzelfalls ankommen.
seans Boardneuling 27.08.2012, 22:32
Zitat von Backs: ↑
Wer Inhaber einer Aufenthaltserlaubnis zur Arbeitssuche gem. § 16 Abs. 4 AufenthG ist, verliert allein darurch nicht von vornherein jede Möglichkeit, weiter zu studieren.
Ist so ein Wechsel ohne vorherige Ausreise möglich?
Backs Star Mitglied 28.08.2012, 12:20
Eine vorherige Ausreise ist jedenfalls nach dem aktuell gültigen Ausländerrecht nur dann erforderlich, wenn jemand ohne erforderliches Visum eingereist ist und das entsprechende Verfahren nachholen muss. Hiervon kann ein Ausländer, dem bereits eine längerfristige Aufenthaltserlaubnis erteilt wurde, von vornherein nicht betroffen sein.
seans Boardneuling 28.08.2012, 17:42
Ich bitte um Verzeihung für die Rückfrage. Ich möchte die folgende Frage stellen:
In diesem Dokument ist zu Erfahren, dass :
Wer also beispielsweise im Gegenbesuch eine deutsche Austauschschülerin besucht und sich bei der Gelegenheit erkundigt, ob der zwischenzeitlich abgelegte Schulabschluß ein Studium in Deutschland ermöglicht, kann bejahendenfalls das Studium nicht antreten, sondern muss in die Heimat zurück und dort das Visumsverfahren einleiten.
Also, das Visum einer Austauchschülerin kann nicht ohne Ausreise ins AE für's Studium umgewandelt werden.
Aber,im gegensatz, wenn ich die Antwort richtig verstehe, die AE eines arbeitssuchenden Absolvents kann in die AE für ein Wieteres Studium umgewandelt werden?
Backs Star Mitglied 29.08.2012, 11:37
der Beispielsfall ist aber so gebildet, dass der Ausländer eine deutsche Austauschschülerin lediglich besucht und bei dieser Gelegenheit feststellt, dass die Voraussetzungen eines Studiums vorliegen. In diesem Fall erfolgte die Einreise ja mit einem kurzfristig gültigen Besuchsvisum (Schengen-Visum). Dies ist natürlich der falsche Sichtvermerk, so dass das richtige Visum (zu Studienzwecken) eingeholt werden muss. Wer sich dagegen schon länger im Bundesgebiet befindet und daher eine längerfristig gültige Aufenthaltserlaubnis besitzt, darf im Fall eines späteren Wechsels des Aufenthaltszwecks den Aufenthaltstitel ohne vorherige Ausreise im Inland einholen (vgl. § 39 Nr. 1 der Aufenthaltsverordnung).
seans Boardneuling 29.08.2012, 15:07
Vielen Dank, für Ihre Erklärung.
seans Boardneuling 30.08.2012, 03:45
Hiermit ich möchte mich die Erlaubnis geben, noch eine nachträgliche Frage zu stellen, wenn es Ihnen nicht ausmachen würde.
Die AVwV (Punkt 16.2.3) lautet :
Ist der ursprüngliche Aufenthaltszweck erfüllt oder weggefallen und begehrt der Ausländer die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis für einen anderen als nach § 16 Absatz 4 zugelassenen Aufenthaltszweck, ist die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis erst möglich, nachdem der Ausländer ausgereist ist. Ohne vorherige Ausreise ist ein unmittelbarer Wechsel des Aufenthaltszwecks ohnehin nur möglich, wenn der Ausländer (z.B. durch Eheschließung) einen gesetzlichen Anspruch
auf Erteilung der Aufenthaltserlaubnis erworben hat, ihm die Ausreise unzumutbar ist (vgl. auch § 5 Absatz 2 Satz 2) oder er im Rahmen von § 41 AufenthV einen erforderlichen Aufenthaltstitel im Bundesgebiet einholen kann.
Im Gegensatz, laut AufenthG §39 Abs 1, es besteht die Möglichkeit, um mit einer AE erteilt zu werden, auch wenn der ursprüngliche Zweck weggefallen ist. Zu achten ist aber ein Urteil von dem VGH BW, Aktenzeichen: 11 S 2746/07. Zwar hier ausdrücklich den Punkt 16.2.3 nicht erwähnt wurde, der Leitsatz weist darauf hin, dass:
Der Regelversagungsgrund des §16 Abs. 2 AufenthG steht
einem solchen Anspruch dann nicht entgegen, wenn dieses Postgraduiertenstudium mit dem abgeschlossenen grundständigen
Studium in einem engen zeitlichen Zusammenhang steht und dieses
fachlich weiterführt oder jedenfalls in einem für den angestrebten Beruf besonders förderlichen Maße ergänzt.
Bemerkung: Wenn ich es richtig verstehe, der Antragsgegener war das unterliegende Teil des Verfahrens.
Verstehe ich es richtig, dass §39 Abs. 1 und dieses Urteil beide den Punkt 16.2.3 der AVwV widersprechen? ( = der Antragsteller X Ymann in dem fall muss nicht auf 16.2.3 AVwV zu viel Wert setzen)?

References: §16
 §16
 § 16
 § 16
 § 16
 § 16
 § 39
 § 16
 § 5
 § 41
 §39
 §16
 §39