Source: https://www.sifa-sibe.de/fachbeitraege/archiv-si/wie-viel-fachkenntnisse-braucht-eine-eup-eine-gegendarstellung/
Timestamp: 2020-08-12 16:07:30+00:00

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Wie viel Fachkenntnisse braucht eine EuP? – Eine Gegendarstellung. Kompetenz von „Elektrotechnisch unterwiesenen Personen (EuP)“ in der Diskussion -
Kompetenz von „Elektrotechnisch unterwiesenen Personen (EuP)“ in der Diskussion
Abb.1: Diesselbe Schutzklasse I, doch nicht alle dürfen nach demselben Prüfschema geprüft werden.
Abb. 2: Kann eine EuP sicher entscheiden, wie hier der Prüfablauf sein muss?
Abb. 3: Auszug vom BAuA Infotag 2010
Quelle: BAuA Infotag 2010
Die Über­schrift des im Sicher­heits­in­ge­nieur 11/2010 erschie­nen Arti­kels „Wie viel Fach­kennt­nisse braucht eine EuP“ von Dipl.-Ing. Klaus Böde­ker haben sicher­lich viele Leser, die mit der Thema­tik vertraut sind, mit großem Inter­esse wahr­ge­nom­men. Die in diesem Arti­kel getrof­fe­nen Aussa­gen veran­lass­ten jedoch zwei Leser, Stefan Euler und Rainer Rott­mann, eine Gegen­dar­stel­lung aus ihrer jewei­li­gen eige­nen fach­li­chen Sicht zu verfas­sen.
Stefan Euler, Dipl.-Ing. Rainer Rott­mann
Stefan Euler, BDSH geprüf­ter Sach­ver­stän­di­ger, hat bereits seit über 12 Jahren durch Bera­tun­gen, Schu­lun­gen und gutacht­li­che Stel­lung­nah­men sowohl in der Indus­trie und dem Hand­werk als auch im kommu­na­len Bereich viele prak­ti­sche Berüh­rungs­punkte zu dem Thema der elek­tro­tech­nisch unter­wie­se­nen Person (EuP). Auch Rainer Rott­mann setzt sich als für den Bereich „Elek­tro­tech­nik“ themen­ver­ant­wort­li­che Aufsichts­per­son eines Unfall­ver­si­che­rungs­trä­gers in NRW seit Jahren inten­siv mit dem Thema des Einsat­zes elek­tro­tech­nisch unter­wie­se­ner Perso­nen im Kommunal- und Landes­be­reich ausein­an­der. Ihre jewei­li­gen Kennt­nisse und Erfah­run­gen mit der Thema­tik spie­geln sich in dem folgen­den Arti­kel wider.
Als grund­le­gende Rechts­quelle zitiert Herr Böde­ker in seinem Arti­kel die Unfall­ver­hü­tungs­vor­schrift (UVV) BGV A3 (bzw. GUV‑V A3 für Mitglieds­be­triebe des öffent­li­chen Diens­tes), was aus Sicht einer Aufsichts­per­son zwar erfreu­lich ist, jedoch nur auf einen Teil der für EuP’en in Frage kommen­den Tätig­kei­ten zutrifft.
Gemäß § 3 Abs. 1 dieser UVV hat der Unter­neh­mer dafür zu sorgen, dass elek­tri­sche Anla­gen und Betriebs­mit­tel nur von einer Elek­tro­fach­kraft oder unter Leitung und Aufsicht einer Elek­tro­fach­kraft den elek­tro­tech­ni­schen Regeln entspre­chend errich­tet, geän­dert und instand gehal­ten werden.
Die Durch­füh­rungs­an­wei­sun­gen zu diesem Para­gra­phen erläu­tern, was unter dem Begriff „unter Leitung und Aufsicht einer Elek­tro­fach­kraft“ zu verste­hen ist (die aus unse­rer Sicht beson­ders wich­ti­gen Text­pas­sa­gen sind dabei hervor­ge­ho­ben):
„Leitung und Aufsicht durch eine Elek­tro­fach­kraft sind alle Tätig­kei­ten, die erfor­der­lich sind, damit Arbei­ten an elek­tri­schen Anla­gen und Betriebs­mit­teln von Perso­nen, die nicht die Kennt­nisse und Erfah­run­gen einer Elek­tro­fach­kraft haben, sach­ge­recht und sicher durch­ge­führt werden können.
Die Forde­rung „unter Leitung und Aufsicht einer Elek­tro­fach­kraft“ bedeu­tet die Wahr­neh­mung von Führungs- und Fach­ver­ant­wor­tung, insbe­son­dere:
das Über­wa­chen der ordnungs­ge­mä­ßen Errich­tung, Ände­rung und Instand­hal­tung elek­tri­scher Anla­gen und Betriebs­mit­tel,
das Anord­nen, Durch­füh­ren und Kontrol­lie­ren der zur jewei­li­gen Arbeit erfor­der­li­chen Sicher­heits­maß­nah­men einschließ­lich des Bereit­stel­lens von Sicher­heits­ein­rich­tun­gen,
das Unter­rich­ten elek­tro­tech­nisch unter­wie­se­ner Perso­nen,
das Unter­wei­sen von elek­tro­tech­ni­schen Laien über sicher­heits­ge­rech­tes Verhal­ten, erfor­der­li­chen­falls das Einwei­sen,
das Über­wa­chen, erfor­der­li­chen­falls das Beauf­sich­ti­gen der Arbei­ten und der Arbeits­kräfte, z.B. bei nicht­elek­tro­tech­ni­schen Arbei­ten in der Nähe unter Span­nung stehen­der Teile.“ [1]
Der Begriff der elek­tro­tech­nisch unter­wie­se­nen Person taucht somit erst­mals in den Durch­füh­rungs­an­wei­sun­gen zu § 3 Abs. 1 der UVV BGV A3 auf, wobei gleich­zei­tig auch der direkte Bezug zu der mit der Leitung und Aufsicht Führung beauf­trag­ten Elek­tro­fach­kraft herge­stellt wird.
In dem Arti­kel wurde jedoch zuerst auf die Durch­füh­rungs­an­wei­sun­gen zu § 5 Abs. 1 Nr. 2 verwie­sen („Die Verant­wor­tung für die ordnungs­ge­mäße Durch­füh­rung der Prüfung orts­ver­än­der­li­cher elek­tri­scher Betriebs­mit­tel darf auch eine elek­tro­tech­nisch unter­wie­sene Person über­neh­men, wenn geeig­nete Mess- und Prüf­ge­räte verwen­det werden.“ [2]) wobei der erste Satz in diesem Passus der UVV „Die Verant­wor­tung für die ordnungs­ge­mäße Durch­füh­rung der Prüfun­gen obliegt einer Elek­tro­fach­kraft.“ uner­wähnt blieb. So könnte der Eindruck entste­hen, dass die elek­tro­tech­nisch unter­wie­sene Person ggf. auch die allei­nige Verant­wor­tung für diese Prüfun­gen über­neh­men könnte. Dem entge­gen stehen völlig eindeu­tig die bereits aus der BGV A3 zitier­ten Text­pas­sa­gen sowie die folgende, der Aktua­li­sie­rung der LASI-Leitlinie LV 35, in Frage/Antwort A 10.3 entnom­mene Aussage:
A 10.3 zu § 10 Abs. 1 „Prüfun­gen durch elek­tro­tech­nisch unter­wie­sene Perso­nen (EuP)“
Inwie­weit ist die elek­tro­tech­nisch unter­wie­sene Person (EuP) noch für die Prüfung der orts­ver­än­der­li­chen elek­tri­schen Betriebs­mit­tel nach § 10 Betr­SichV einsetz­bar? Bisher konnte die EuP Prüfun­gen nach § 5 Abs. 1 BGV A 3 und der Tabelle 1 B (elek­tri­sche Wieder­ho­lungs­prü­fun­gen) mit geeig­ne­ten Mess­ge­rä­ten durch­füh­ren. Es bleibt die Frage, ob ein Haus­tech­ni­ker (Haus­meis­ter) ohne den Anfor­de­run­gen an eine befä­higte Person zu genü­gen, als EuP die elek­tri­sche Prüfung mit geeig­ne­ten Mess­ge­rä­ten durch­füh­ren darf. Anmer­kung: Nach VDE 1000-10 wie auch VDE 0105–100 ist eine EuP, wer durch eine Elek­tro­fach­kraft über die ihr über­tra­ge­nen Aufga­ben und die mögli­chen Gefah­ren bei unsach­ge­mä­ßem Verhal­ten unter­rich­tet und erfor­der­li­chen­falls ange­lernt sowie über die notwen­di­gen Schutz­ein­rich­tun­gen und ‑maßnah­men belehrt wurde.
Jeder Arbeit­ge­ber muss im Rahmen der Gefähr­dungs­be­ur­tei­lung fest­le­gen, welche Prüfun­gen von einer befä­hig­ten Person durch­zu­füh­ren sind und welche durch eine unter­wie­sene Person erfol­gen können. Die in § 10 Betr­SichV genann­ten Prüfun­gen dürfen ausschließ­lich durch befä­higte Perso­nen durch­ge­führt werden. Diese kann andere Perso­nen mit Aufga­ben beauf­tra­gen (z. B. die EuP) und sich deren Mess­ergeb­nisse zu eigen machen. Die Verant­wor­tung für die Durch­füh­rung der Prüfung bleibt letzt­lich bei der befä­hig­ten Person, die dann die Aufzeich­nun­gen über die Prüfung ausstellt. Anfor­de­run­gen an die befä­higte Person werden in der TRBS 1203 „Befä­higte Perso­nen“ konkre­ti­siert. Diese über­neh­men im Wesent­li­chen die Anfor­de­run­gen der bishe­ri­gen BGV A 3 § 2 Abs. 3. Die in § 5 BGV A 3 genannte Person (EuP) ist demnach keine befä­higte Person, da sie nicht die Anfor­de­run­gen der Betr­SichV und der TRBS 1203 erfüllt. Nach wie vor kann die EuP im begrenz­ten Umfang Arbei­ten an elek­tri­schen Anla­gen vorneh­men, wie z. B. Prüfen einfa­cher ortver­än­der­li­cher Betriebs­mit­tel mit geeig­ne­ten Prüf­ge­rä­ten oder Fest­stel­len der Span­nungs­frei­heit. EuP dürfen aber keine Eingriffe in Schal­tun­gen vorneh­men, elek­tri­sche Betriebs­mit­tel an- bzw. abklem­men oder Fehler in elek­tri­schen Anla­gen loka­li­sie­ren oder behe­ben. [3]
Von einer Verun­si­che­rung durch wenig konkrete recht­li­che Vorga­ben kann deshalb in diesem Zusam­men­hang keine Rede sein!
BGV A3 und TRBS
Die Vorga­ben der Betriebs­si­cher­heits­ver­ord­nung sowie der BGV A3 sind jedoch dahin­ge­hend zu unter­schei­den, welche Aufga­ben für die EuP’en vorge­se­he­nen sind.
Die Unfall­ver­hü­tungs­vor­schrift BGV A3 gilt für elek­tri­sche Anla­gen und Betriebs­mit­tel sowie für die Durch­füh­rung nicht­elek­tro­tech­ni­scher Arbei­ten in der Nähe elek­tri­scher Anla­gen und Betriebs­mit­tel.
Die Betriebs­si­cher­heits­ver­ord­nung [4] gilt jedoch nur bezüg­lich der Bereit­stel­lung und Benut­zung von Arbeits­mit­teln (inklu­sive der erfor­der­li­chen Prüfun­gen) und regelt (bis auf wenige Ausnah­men, wie z. B. die Durch­füh­rung von Arbei­ten in explo­si­ons­ge­fähr­de­ten Berei­chen) nicht die Durch­füh­rung von Arbei­ten an oder in der Nähe elek­tri­scher Anla­gen, was bereits zu der Zurück­zie­hung der TRBS 2131 „Elek­tri­sche Gefähr­dun­gen“ [8] im vergan­ge­nen Jahr führte.
Die Betriebs­si­cher­heits­ver­ord­nung ist auch nicht auf allge­meine elek­tri­sche Anla­gen anzu­wen­den, was eben­falls durch die LASI Leit­li­nie LV 35 in Frage/Antwort A 2.1 konkre­ti­siert wurde:
A 2.1 zu § 2 Abs. 1 „Gebäude/Gebäudebestandteile/Einrichtungen“
Gehö­ren Gebäude bzw. Einrich­tun­gen in Gebäu­den zu den Arbeits­mit­teln nach Betr­SichV? Stand 29. 08. 2008
Gebäude, in denen sich Arbeits­stät­ten befin­den, unter­lie­gen der ArbStättV. Bei Einrich­tun­gen in Gebäu­den, wie z. B. kraft­be­trie­bene Türen, Roll­tore, Beleuch­tung, Lüftungs­tech­ni­sche Anla­gen, Elek­tro­in­stal­la­tion und Heizungs­an­la­gen gelten eben­falls die Anfor­de­run­gen der ArbStättV. Die Betr­SichV ist zugleich anzu­wen­den, wenn die Benut­zung der Einrich­tun­gen in direk­tem Zusam­men­hang mit der Arbeit steht (z. B. Elek­tro­in­stal­la­tion in explo­si­ons­ge­fähr­de­ten Berei­chen). [5]
Die durch den „LASI“ (Länder­aus­schuss für Arbeits­schutz und Sicher­heits­tech­nik) erar­bei­te­ten Leit­li­nien zur Betriebs­si­cher­heits­ver­ord­nung sind im Vergleich zu den Tech­ni­schen Regeln für Betriebs­si­cher­heit (TRBS) zwar leider im Allge­mei­nen noch weitest­ge­hend unbe­kannt, doch stel­len sie ein wich­ti­ges Instru­ment zur Inter­pre­ta­tion der Betriebs­si­cher­heits­ver­ord­nung dar, da sie
1. von einem hoch­ran­gi­gen Gremium erar­bei­tet wurden, in welches Vertre­ter aus allen Bundes­län­dern entsandt wurden
2. Antwor­ten auf konkret gestellte Fragen geben.
Zwar wird in jedem Vorwort einer TRBS darauf hinge­wie­sen, dass auch andere Lösun­gen zur Erfül­lung der sich aus der Betriebs­si­cher­heits­ver­ord­nung erge­ben­den Anfor­de­run­gen möglich sind, sofern die gleich­wer­tige Erfül­lung schrift­lich nach­ge­wie­sen wird, doch können wir nicht nach­voll­zie­hen, weshalb so wich­tige Quel­len wie die LASI-Leitlinien in dem Arti­kel nur am Rande und ohne die Darstel­lung ihrer Inhalte erwähnt wurden, zumal in dem Arti­kel wieder­holt beklagt wurde, dass es von offi­zi­el­len Stel­len zu wenig konkrete Aussa­gen gibt.
Befä­higt oder nicht?
Insbe­son­dere ist in diesem Zusam­men­hang zu beach­ten, dass in der Antwort zur Frage 10.3 der LASI- Leit­li­nie eindeu­tig heraus­ge­stellt wird, dass eine EuP nicht als befä­higte Person im Sinne der Betriebs­si­cher­heits­ver­ord­nung gelten kann. Weiter­hin ist beim Einsatz von EuP’en als Prüf­hel­fer zu beach­ten, dass noch eine Auswer­tung der Mess­ergeb­nisse durch die befä­higte Person/Elektrofachkraft erfol­gen muss. Die Zeiten, in denen die EuP’en Prüfun­gen mit Prüf­ge­rä­ten durch­führ­ten, die ledig­lich eine Ja-/Nein-Aussage liefer­ten und Prüf­sie­gel als allei­ni­gen Nach­weis der von ihnen durch­ge­führ­ten Prüfun­gen an den geprüf­ten Gerä­ten anbrin­gen konn­ten, dürf­ten somit wohl der Vergan­gen­heit ange­hö­ren.
Für die Prüfung elek­tri­scher Arbeits­mit­tel („elek­tri­sche Betriebs­mit­tel“ im Sprach­ge­brauch der UVV) ist die Betriebs­si­cher­heits­ver­ord­nung als staat­li­ches Recht vorran­gig anzu­wen­den. Die Durch­füh­rung sons­ti­ger elek­tro­tech­ni­scher Arbei­ten (mit Ausnahme der durch die Betriebs­si­cher­heits­ver­ord­nung abge­deck­ten Sonder­fälle) wird über die UVV BGV A3 abge­deckt.
Durch die Einfüh­rung der Betriebs­si­cher­heits­ver­ord­nung und der weite­ren in ihrem Zusam­men­hang anzu­wen­den­den Konkre­ti­sie­run­gen erge­ben sich nach unse­rer Auffas­sung gegen­über den bishe­ri­gen Rege­lun­gen der BGV A3 jedoch keine wesent­li­chen Ände­run­gen!
Das eine in dem Arti­kel unter­stellte bishe­rige „Geneh­mi­gung“ für das verant­wort­li­che Prüfen durch eine EuP durch die Einfüh­rung der Betriebs­si­cher­heits­ver­ord­nung zurück­ge­zo­gen worden sei, können wir nicht nach­voll­zie­hen, da diese anhand der oben beschrie­be­nen Passa­gen der UVV unse­rer Über­zeu­gung nach vorher nie bestan­den hat.
Gemäß der bereits zitier­ten Durch­füh­rungs­an­wei­sung zu § 3 Abs. 1 der BGV A3 bedeu­tet die Wahr­neh­mung der Leitung und Aufsicht für die hier­mit beauf­tragte Elek­tro­fach­kraft, dass sie für alle Tätig­kei­ten, die durch EuP’en durch­ge­führt werden sollen, die Führungs- und Fach­ver­ant­wor­tung wahr­zu­neh­men hat. Dies umfasst alle Tätig­kei­ten, die erfor­der­lich sind, damit diese die ihr über­tra­ge­nen Arbei­ten an elek­tri­schen Anla­gen und Arbeits­mit­teln sach­ge­recht und sicher durch­füh­ren können.
Die Elek­tro­fach­kraft muss deshalb die ihr unter­stell­ten EuP’en zunächst soweit kennen, dass sie auch einschät­zen kann, ob diese Perso­nen über­haupt in der Lage sind, die vorge­se­he­nen Arbei­ten sicher und zuver­läs­sig ausfüh­ren zu können. Gründe, warum dies nicht der Fall sein könnte, liegen oft im körper­li­chen oder geis­ti­gen Unver­mö­gen bzw. im mangeln­den Inter­esse oder fehlen­der Moti­va­tion. Der Arti­kel unter­stellt jedoch unter­schwel­lig, dass alle EuP’en moti­viert und fach­kun­dig sind, wobei die Reali­tät häufig völlig anders aussieht!
Im kommu­na­len Bereich werden z. B. sehr häufig Haus­meis­ter zur EuP bestellt. Im Indus­trie­be­reich ist es übli­cher­weise der Werk­schutz. Diese haben in der Regel bereits einen entspre­chend ausge­füll­ten tägli­chen Arbeits­um­fang. Die Aussicht, nun mit zusätz­li­chen (im Falle der Prüfung orts­ver­än­der­li­cher Arbeits­mit­tel zudem sehr umfang­rei­chen und zeit­auf­wän­di­gen) Aufga­ben betraut zu werden und hier­für womög­lich auch noch verant­wort­lich zu sein, dürfte sich bei den meis­ten EuP’en ebenso wenig moti­vie­rend auswir­ken wie die Aussicht, sich den Unmut der Kolle­gin­nen und Kolle­gen zuzu­zie­hen, weil deren Arbeits­ab­läufe durch die Prüfun­gen beein­träch­tigt werden bzw. deren Elek­tro­ge­räte ggf. der weite­ren Nutzung entzo­gen werden müssen. Inso­fern hat die Elek­tro­fach­kraft zu beur­tei­len, ob diese Perso­nen ihre Aufgabe wirk­lich wie vorge­se­hen sicher und zuver­läs­sig ausfüh­ren werden. Die so wich­tige Auswahl­ver­ant­wor­tung des Arbeit­ge­bers bzw. seiner verant­wort­li­chen Führungs­kräf­ten wird hier leider viel zu oft auf die leichte Schul­ter genom­men.
Auch die in dem Arti­kel unter­stellte Fach­kennt­nis der EuP’en, die sie durch die konti­nu­ier­li­che Ausübung ihrer Tätig­kei­ten erwer­ben und die in manchen Fällen an die Kennt­nisse einer Elek­tro­fach­kraft heran­rei­chen sollen, dürfte sich wohl nur dann einstel­len, wenn die EuP’en ihre jewei­li­gen Tätig­kei­ten tatsäch­lich konti­nu­ier­lich ausfüh­ren können. In der Praxis wird sich dies jedoch eben­falls in den wenigs­ten Fällen erge­ben.
Aufgrund der mit der Anschaf­fung eines Prüf­ge­rä­tes verbun­de­nen Kosten ist in den meis­ten Betrie­ben nur ein Prüf­ge­rät oder besten­falls eine geringe Anzahl von Prüf­ge­rä­ten vorhan­den, die in der Regel von der Elek­tro­fach­kraft zentral verwal­tet und den EuP’en für einige Tage oder Wochen zur Durch­füh­rung der Prüfun­gen zur Verfü­gung gestellt werden. Dies wieder­holt sich im vorge­se­he­nen Prüf­zy­klus (in der Regel inner­halb von maxi­mal zwei Jahren). Von einer vertief­ten Kennt­nis der Prüf­ab­läufe kann in solchen Fällen wohl nicht die Rede sein.
Entschei­dungs­last
Weiter­hin wurde in dem Arti­kel auch nicht die zuneh­mende Viel­fäl­tig­keit der zu prüfen­den elek­tri­schen Arbeits­mit­tel ausrei­chend berück­sich­tigt. Dieser Tatsa­che wurde bei der Über­ar­bei­tung der Prüf­norm DIN VDE 0701–0702 Rech­nung getra­gen und dem Prüfer (gemeint ist hier die befä­higte Person gemäß TRBS 1203 [6] bzw. die Elek­tro­fach­kraft nach BGV A3, jedoch nicht die EuP!) eine größere Entschei­dungs­frei­heit hinsicht­lich der Prüf­um­fänge und –verfah­ren einge­räumt. Die von Elek­tro­fach­kräf­ten erhal­te­nen Rück­mel­dun­gen zeigen uns jedoch auf, dass sie selbst mit diesen neuen Entschei­dungs­frei­hei­ten ihre Probleme haben, da konkrete Vorga­ben sie bisher von der Last befreit hatten, für eigene Entschei­dun­gen einste­hen zu müssen.
Die in der Abb. 1 darge­stell­ten Geräte (Master-Slave-Steckdosenleiste, Anschluss­lei­tung mit inte­grier­ter Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (PRCD‑S), Flach­bild­schirm und Wasser­ko­cher) gehö­ren beispiels­weise alle der glei­chen Schutz­klasse (SK I) an, jedoch erge­ben sich durch deren inter­nen Aufbau bzw. der Funk­tion der Geräte selbst jewei­lige Beson­der­hei­ten. Die Grund­aus­sage des Bildes verdeut­licht, dass nicht jedes SK I Gerät sich mit demsel­ben Prüf­pro­ce­dere prüfen lässt. Die Auswahl des jeweils rich­ti­gen Prüf­ver­fah­rens erfor­dert eine vertiefte Fach­kennt­nis, über welche die EuP nicht verfügt und die auch nicht von einem Wahl­schal­ter des Prüf­ge­räts über­nom­men werden kann.
Wie soll eine EuP mit diesem Thema umge­hen?
Es wird deut­lich, dass entge­gen den in dem Arti­kel getrof­fe­nen Schluss­fol­ge­run­gen zukünf­tig die EuP’en eindeu­ti­gere Vorga­ben bezüg­lich der anzu­wen­den­den Prüf­ver­fah­ren erhal­ten müssen. Eine Möglich­keit hierzu bieten beispiels­weise solche Prüf­ge­räte, deren Prüf­ab­lauf mittels einer Prüf- und Doku­men­ta­ti­ons­soft­ware über einen Barcode oder ein ande­res Iden­ti­fi­ka­ti­ons­me­dium für jeden einzel­nen Prüf­ling der Prüf­ab­lauf indi­vi­du­ell gesteu­ert werden kann. Diese spei­chern in der Regel auch Mess­werte ab, welche die befä­higte Person in elek­tro­ni­scher Form leich­ter auswer­ten kann.
Leider müssen wir in der Praxis jedoch häufig fest­stel­len, dass auch viele angeb­lich befä­higte Personen/Elektrofachkräfte bei der zwin­gend erfor­der­li­chen Bewer­tung der Mess­ergeb­nisse Probleme haben bzw. der Meinung sind, dass ihnen das Prüf­ge­rät diese Aufgabe abnähme. In den Normen VDE 0701–0702 wie auch VDE 0105–100 steht jedoch immer klar und deut­lich, dass der Prüfer (die befä­higte Person/Elektrofachkraft) für die Bewer­tung der Mess­ergeb­nisse verant­wort­lich ist.
Wie soll dann erst eine EuP in der Lage sein die Entschei­dung zu tref­fen, welcher Prüf­ab­lauf an dem Prüf­ling der Abb. 2 zur Anwen­dung kommen muss?
Es mag zwar in Einzel­fäl­len die in dem Arti­kel beschrie­be­nen EuP’en geben, die für bestimmte Tätig­kei­ten an das Niveau einer Elek­tro­fach­kraft heran­rei­chen, doch wird dies auf die über­wie­gende Zahl der EuP’en wohl eher nicht zutref­fen. Aber werden deshalb die EuP zu „Mess­knech­ten“, die keine eige­nen Über­le­gun­gen mehr tref­fen.
Das war und ist so nicht gemeint und unse­res Erach­tens nach in dem Arti­kel bewusst über­spitzt formu­liert.
Natür­lich müssen die EuP’en auch weiter­hin aktiv mit einge­bun­den werden. Denn wer sonst, wenn nicht sie selbst können der befä­hig­ten Person/Elektrofachkraft die Rück­mel­dung geben, ob sie die Unter­wei­sungs­in­halte verstan­den haben und nun die vorge­se­he­nen Arbei­ten sicher und sach­ge­recht ausfüh­ren können?
Wird aller­dings der Wissen­stand der EuP’en ange­spro­chen, soll­ten auch die in dem Arti­kel ange­spro­che­nen Semi­nare zu deren Ausbil­dung näher betrach­tet werden. Diese zumeist ein- bis zwei­tä­gi­gen Semi­nare infor­mie­ren in der Regel über elek­tro­tech­ni­sche Grund­la­gen, Gefah­ren durch elek­tri­schen Strom, anzu­wen­dende Schutz­maß­nah­men sowie über die einschlä­gi­gen Rechts­grund­la­gen. Des Weite­ren wird zumeist etwas mess­tech­ni­sche Praxis im Zusam­men­hang mit der Prüfung orts­ver­än­der­li­cher elek­tri­scher Arbeits­mit­tel vermit­telt.
Somit erhal­ten die unter­wie­se­nen Perso­nen zwar in der Regel eine gute Grund­un­ter­wei­sung, doch damit ist es in der Praxis zumeist noch nicht getan!
Unter­wei­sung ist notwen­dig!
Zu den im Rahmen der Wahr­neh­mung der Leitung und Aufsicht durch die Elek­tro­fach­kraft zu leis­ten­den Aufga­ben gehört das bereits zitierte Unter­rich­ten elek­tro­tech­nisch unter­wie­se­ner Perso­nen. Oder anders ausge­drückt: Zur elek­tro­tech­nisch unter­wie­se­nen Person wird man erst, wenn man von der zustän­di­gen Elek­tro­fach­kraft unter­wie­sen wurde.
Inso­fern stel­len die ange­spro­che­nen Semi­nare zwar eine sinn­volle unter­stüt­zende Maßnahme zur Quali­fi­zie­rung elek­tro­tech­nisch unter­wie­se­ner Perso­nen dar, weil sie den Elek­tro­fach­kräf­ten Zeit und Arbeit erspa­ren und in der Regel auch eine quali­fi­zierte Grund­un­ter­wei­sung sicher­stel­len, doch darf sich die Elek­tro­fach­kraft nicht darauf verlas­sen, dass damit alle notwen­di­gen Unter­wei­sungs­in­halte abdeckt worden sind.
Führt man sich beispiels­weise vor Augen, dass in einem solchen von einem exter­nen Dienst­leis­ter ange­bo­te­nen Semi­nar nicht auf die jeweils gege­be­nen inner­be­trieb­li­chen Beson­der­hei­ten einge­gan­gen werden kann, erge­ben sich beispiels­weise bezüg­lich der Prüfung elek­tri­scher Arbeits­mit­tel hier­aus die weite­ren noch durch die Elek­tro­fach­kraft zu vermit­teln­den Unter­wei­sungs­in­halte. Diese umfas­sen in der Regel:
die prak­ti­sche Einwei­sung in das im Betrieb tatsäch­lich vorhan­dene Prüf­ge­rät,
die Durch­füh­rung einer ange­mes­se­nen Anzahl von Übun­gen an unter­schied­li­chen elek­tri­schen Arbeits­mit­teln,
die Einwei­sung in die inner­be­trieb­li­che Arbeitsschutz- und Notfall­orga­ni­sa­tion.
Weiter­hin hat die Elek­tro­fach­kraft zu über­prü­fen, ob die in dem Semi­nar vermit­tel­ten Inhalte von den EuP’en verstan­den wurden und für diese in der Praxis auch umsetz­bar sind.
Sollen neben der Prüfung orts­ver­än­der­li­cher elek­tri­scher Arbeits­mit­tel noch andere Tätig­kei­ten ausge­führt werden, sind hier­für eben­falls die noch notwen­di­gen prak­ti­schen und theo­re­ti­schen Kennt­nisse zu vermit­teln.
Bestehen seitens der Elek­tro­fach­kraft Beden­ken, dass eine ihr unter­stellte EuP nicht sicher arbei­ten kann, hat sie entwe­der den Aufga­ben­be­reich der EuP soweit zu beschrän­ken, dass die vorge­se­he­nen Aufga­ben wirk­lich zuver­läs­sig und sicher ausge­führt werden können oder die EuP ist so lange anzu­lei­ten und zu beauf­sich­ti­gen, bis die Elek­tro­fach­kraft der Meinung ist, dass die Arbei­ten sicher von der EuP beherrscht werden. Die hier erfor­der­li­che Auswahl und vor allem Kontroll­pflicht wird aller­dings in der Praxis meis­tens nur sehr stief­müt­ter­lich wahr­ge­nom­men.
Wir vertre­ten deshalb die Auffas­sung, dass das von einer EuP abzu­de­ckende Aufga­ben­ge­biet sich auf solche Tätig­kei­ten beschrän­ken muss, für welche die zustän­dige befä­higte Person/Elektrofachkraft auch bereit ist, die Verant­wor­tung zu tragen!
Dies ist aufgrund der indi­vi­du­el­len Voraus­set­zun­gen einer jeden EuP für jeden Einzel­fall zu beur­tei­len und ergibt somit den eigent­li­chen Grund dafür, warum in keiner Rechts­vor­schrift benannt wurde, was eine EuP leis­ten darf und wo ihre fach­li­chen Gren­zen liegen.
Elek­tro­fach­kraft ist verant­wort­lich
Diese Ausfüh­run­gen sollen verdeut­li­chen, dass nicht (wie eingangs in dem Arti­kel beschrie­ben) die EuP ihren Hand­lungs­spiel­raum selbst beur­teilt, sondern ausschließ­lich die ihr diszi­pli­na­risch vorge­setzte Elek­tro­fach­kraft. Sie ist, um es noch einmal in aller Deut­lich­keit zu wieder­ho­len, dafür verant­wort­lich, dass die Arbei­ten von den ihr unter­stell­ten EuP’en sowohl sicher als auch sach- und fach­ge­recht durch­ge­führt werden können. Ob die EuP’en diese in der tägli­chen Praxis aller­dings tatsäch­lich auch umset­zen, ist eine andere Frage.
Um sich selbst gegen vorsätz­li­ches Fehl­ver­hal­ten entge­gen den gege­be­nen Anwei­sun­gen abzu­si­chern, soll­ten befä­higte Perso­nen (bzw. Elek­tro­fach­kräfte) bezüg­lich des Einsat­zes elek­tro­tech­nisch unter­wie­se­ner Perso­nen beach­ten, dass sie
bei der Auswahl der zur EuP zu schu­len­den Perso­nen mit einge­bun­den werden,
selbst die notwen­di­gen Handlungs- und Entschei­dungs­be­fug­nisse gegen­über den unter­stell­ten EuP’en inne haben,
eine personen- und aufga­ben­be­zo­gene Gefähr­dungs­be­ur­tei­lung für den Einsatz der EuP’en durch­füh­ren,
auf Grund­lage der hier­durch gewon­ne­nen Erkennt­nisse die notwen­di­gen prak­ti­schen und theo­re­ti­schen Unter­wei­sungs­in­halte abstim­men und die Teil­nahme, das Verständ­nis der Unter­wei­sungs­in­halte sowie die Einhal­tung der hier genann­ten Verhal­tens­wei­sen durch eine Unter­schrift jeder EuP bestä­ti­gen lassen,
die Aufga­ben­ge­biete unter Berück­sich­ti­gung der eige­nen von jeder EuP gewon­ne­nen Erkennt­nisse auf das Maß beschrän­ken, dass sie selbst unter den gege­be­nen Umstän­den für jede unter­stellte EuP verant­wor­ten können. Dabei sollte die befä­higte Person/Elektrofachkraft das für die EuP „frei­ge­ge­bene“ Tätig­keits­feld schrift­lich fest­le­gen und sich dieses von der ihr unter­stell­ten EuP unter­zei­chen lassen.
Des Weite­ren sollte Sie um ein hohes Maß an Rechts­si­cher­heit zu erlan­gen,
notwen­dige Arbeits- und Betriebs­an­wei­sun­gen (z. B. als Prüf­an­wei­sung) schrift­lich fest­le­gen,
ihrer Leitungs- und Aufsichts­funk­tion durch stich­pro­ben­ar­tige Kontrol­len nach­kom­men und diese doku­men­tie­ren.
Zwar stim­men wir der in dem Arti­kel anklin­gen­den Grund­aus­sage von Herrn Böde­ker zu, dass elek­tro­tech­nisch unter­wie­sene Perso­nen einen wich­ti­gen und wesent­li­chen Beitrag zum Erhalt des siche­ren Zustands elek­tri­scher Anla­gen und Arbeits­mit­tel leis­ten können, jedoch müssen zum einen zunächst hier­für geeig­nete inner­be­trieb­li­che Orga­ni­sa­ti­ons­struk­tu­ren gege­ben sein, zum ande­ren muss auch die Elek­tro­fach­kraft (bzw. befä­higte Person für die Prüfung elek­tri­scher Arbeits­mit­tel im Sinne der Betriebs­si­cher­heits­ver­ord­nung) selbst eine entspre­chende fach­li­che und persön­li­che Quali­fi­ka­tion zur Führung fach­frem­der Mitar­bei­ter aufwei­sen.
Diesem Umstand hat das Sach­ge­biet „Elek­tri­sche Anla­gen und Betriebs­mit­tel“ im Fach­aus­schuss Elek­tro­tech­nik der DGUV Rech­nung getra­gen und mit der Infor­ma­ti­ons­schrift BGI/GUV‑I 5190 [7] die hier­bei zu beach­ten­den wesent­li­chen Infor­ma­tio­nen in verständ­li­cher Form und zum rich­ti­gen Zeit­punkt aufbe­rei­tet. Viele der in dieser Gegen­dar­stel­lung getrof­fe­nen Aussa­gen sind auch in dieser Schrift enthal­ten (z. B. der Einsatz von EuP’en in Prüf­teams unter der Leitung und Aufsicht einer befä­hig­ten Person).
Auch die Bundes­an­stalt für Arbeits­schutz und Arbeits­me­di­zin (BAuA) hat ihren Stand­punkt mehr­fach klar und deut­lich durch Frau Dr. Nagel formu­liert (s. Abb. 3).
Sowohl für Arbeit­ge­ber als auch für Elek­tro­fach­kräfte ist es aufgrund der Dere­gu­lie­rung und der damit verbun­de­nen „neuen Frei­hei­ten“ nun wich­ti­ger gewor­den, ihre jewei­li­gen Entschei­dun­gen selbst nach­voll­zieh­bar und wieder­hol­bar begrün­den zu können.
Die Instru­mente hierzu liefern die verant­wor­tungs­voll durch­ge­führte Gefähr­dungs­be­ur­tei­lung sowie die klare Abgren­zung von Aufga­ben und Verant­wort­lich­kei­ten inner­halb der inner­be­trieb­li­chen Orga­ni­sa­ti­ons­struk­tur.
Diese Gegen­dar­stel­lung stellt zum Einen die private Sicht­weise einer Aufsichts­per­son zu dieser Thema­tik dar, ohne dabei jedoch als offi­zi­elle Aussage der Unfall­ver­si­che­rungs­trä­ger gelten zu können und gibt zum Ande­ren auch die Meinung des BDSH geprüf­ten Sach­ver­stän­di­gen Stefan Euler wieder, der im Jahr 2010 im Auftrag vieler Unter­neh­men in der Bundes­re­pu­blik Deutsch­land, die Prüf­ergeb­nisse der Prüfung orts­ver­än­der­li­cher Arbeits­mit­tel ausge­wer­tet hat. Das Ergeb­nis der Über­prü­fung war leider in sehr vielen Fällen mangel­haft.
Da die Dere­gu­lie­rung der Vorschrif­ten­werke neue Möglich­kei­ten zu ihrer Inter­pre­ta­tion bieten, muss gesagt werden, dass die abge­druckte Gegen­dar­stel­lung mit Mitglie­dern der maßgeb­li­chen Gremien abge­stimmt wurde und demnach die recht­li­chen Grund­la­gen zutref­fend darstellt.
1. Unfall­ver­hü­tungs­vor­schrift BGV A3 „Elek­tri­sche Anla­gen und Betriebs­mit­tel“, Durch­füh­rungs­an­wei­sun­gen zu § 3 Abs 1
2. Unfall­ver­hü­tungs­vor­schrift BGV A3 „Elek­tri­sche Anla­gen und Betriebs­mit­tel“, Durch­füh­rungs­an­wei­sun­gen zu § 5 Abs. 1 Nr. 2
3. Leit­li­nien zur Betriebs­si­cher­heits­ver­ord­nung (LV 35), Aktua­li­sie­run­gen März 2009 und Januar 2010 zur drit­ten über­ar­bei­te­ten Auflage August 2008, Frage/Antwort A 10.3
4. Betriebs­si­cher­heits­ver­ord­nung
5. Leit­li­nien zur Betriebs­si­cher­heits­ver­ord­nung (LV 35), dritte über­ar­bei­tete Auflage August 2008, Frage/Antwort A 2.1.
6. Tech­ni­sche Regel für Betriebs­si­cher­heit TRBS 1203 vom Mai 2010
7. BGI/GUV‑I 5190 „Befä­higte Perso­nen“ Wieder­keh­rende Prüfung orts­ver­än­der­li­cher elek­tri­scher Arbeits­mit­tel Orga­ni­sa­tion durch den Unter­neh­mer
8. Tech­ni­sche Regel für Betriebs­si­cher­heit TRBS 2131 „Elek­tri­sche Gefähr­dun­gen“
Stefan Euler Geschäfts­füh­rer MEBEDO GmbH, Koblenz E‑Mail: euler@mebedo.de www.mebedo.de
Dipl.-Ing. Rainer Rott­mann, Aufsichts­per­son, NRW
TagsElektrofachkraft Person Personen
10 Jahre Betriebssicherheitsverordnung vs. BGV- / GUV-V A3 Teil 1
Elektrotechnisch unterwiesene Person – Verantwortung und Aufgabenstellung
Elektrotechnische Betriebsmittel
Nur die richtige Qualifikation bringt Rechtssicherheit

References: § 3
 § 3
 § 5
 § 10
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 § 5
 § 10
 § 2
 § 5
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 § 3
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 § 5