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Timestamp: 2016-12-03 07:30:30+00:00

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§ 454 StPO, Aussetzung des Restes einer Freiheitsstrafe zur Bewährung | Gesetze auf anwalt24.de
§ 454 StPO, Aussetzung des Restes einer Freiheitsstrafe zur Bewährung Suche
Strafprozessordnung (StPO) Bundesrecht…§ 454 StPO, Aussetzung des Restes einer Freiheitsstrafe zur Bewährung§ 454a StPO, Beginn der Bewährungszeit; Aufhebung der Aussetzung des Strafrestes§ 454b StPO, Vollstreckungsreihenfolge bei Freiheits- und Ersatzfreiheitsstrafen...§ 455 StPO, Strafausstand wegen Vollzugsuntauglichkeit§ 455a StPO, Strafausstand aus Gründen der Vollzugsorganisation§ 456 StPO, Vorübergehender Aufschub§ 456a StPO, Absehen von Vollstreckung bei Auslieferung, Überstellung oder Auswe...§ 456b StPO (weggefallen)§ 456c StPO, Aufschub und Aussetzung des Berufsverbotes§ 457 StPO, Ermittlungshandlungen; Vorführungsbefehl, Vollstreckungshaftbefehl§ 458 StPO, Gerichtliche Entscheidungen bei Strafvollstreckung§ 459 StPO, Vollstreckung der Geldstrafe; Anwendung der Justizbeitreibungsordnun...§ 459a StPO, Bewilligung von Zahlungserleichterungen§ 459b StPO, Anrechnung von Teilbeträgen§ 459c StPO, Beitreibung der Geldstrafe§ 459d StPO, Unterbleiben der Vollstreckung einer Geldstrafe§ 459e StPO, Vollstreckung der Ersatzfreiheitsstrafe§ 459f StPO, Unterbleiben der Vollstreckung einer Ersatzfreiheitsstrafe§ 459g StPO, Vollstreckung der Nebenfolgen; Anwendung der Justizbeitreibungsordn...§ 459h StPO, Einwendungen gegen vollstreckungsbehördliche Entscheidungen; Zustän...§ 459i StPO (weggefallen)…§ 495 StPO, Auskunft an Betroffene
§ 454 StPOStrafprozessordnung (StPO)BundesrechtSiebentes Buch – Strafvollstreckung und Kosten des Verfahrens → Erster Abschnitt – StrafvollstreckungTitel: Strafprozessordnung (StPO)Normgeber: BundAmtliche Abkürzung: StPOGliederungs-Nr.: 312-2Normtyp: Gesetz(1) 1Die Entscheidung, ob die Vollstreckung des Restes einer Freiheitsstrafe zur Bewährung ausgesetzt werden soll (§§ 57 bis 58 des Strafgesetzbuches) sowie die Entscheidung, dass vor Ablauf einer bestimmten Frist ein solcher Antrag des Verurteilten unzulässig ist, trifft das Gericht ohne mündliche Verhandlung durch Beschluss. 2Die Staatsanwaltschaft, der Verurteilte und die Vollzugsanstalt sind zu hören. 3Der Verurteilte ist mündlich zu hören. 4Von der mündlichen Anhörung des Verurteilten kann abgesehen werden, wenn1.die Staatsanwaltschaft und die Vollzugsanstalt die Aussetzung einer zeitigen Freiheitsstrafe befürworten und das Gericht die Aussetzung beabsichtigt,2.der Verurteilte die Aussetzung beantragt hat, zur Zeit der Antragstellunga)bei zeitiger Freiheitsstrafe noch nicht die Hälfte oder weniger als zwei Monate,b)bei lebenslanger Freiheitsstrafe weniger als dreizehn Jahreder Strafe verbüßt hat und das Gericht den Antrag wegen verfrühter Antragstellung ablehnt oder3.der Antrag des Verurteilten unzulässig ist (§ 57 Abs. 7, § 57a Abs. 4 des Strafgesetzbuches).5Das Gericht entscheidet zugleich, ob eine Anrechnung nach § 43 Abs. 10 Nr. 3 des Strafvollzugsgesetzes ausgeschlossen wird.(2) 1Das Gericht holt das Gutachten eines Sachverständigen über den Verurteilten ein, wenn es erwägt, die Vollstreckung des Restes 1.der lebenslangen Freiheitsstrafe auszusetzen oder2.einer zeitigen Freiheitsstrafe von mehr als zwei Jahren wegen einer Straftat der in § 66 Abs. 3 Satz 1 des Strafgesetzbuches bezeichneten Art auszusetzen und nicht auszuschließen ist, dass Gründe der öffentlichen Sicherheit einer vorzeitigen Entlassung des Verurteilten entgegenstehen.1Das Gutachten hat sich namentlich zu der Frage zu äußern, ob bei dem Verurteilten keine Gefahr mehr besteht, dass dessen durch die Tat zu Tage getretene Gefährlichkeit fortbesteht. 2Der Sachverständige ist mündlich zu hören, wobei der Staatsanwaltschaft, dem Verurteilten, seinem Verteidiger und der Vollzugsanstalt Gelegenheit zur Mitwirkung zu geben ist. 3Das Gericht kann von der mündlichen Anhörung des Sachverständigen absehen, wenn der Verurteilte, sein Verteidiger und die Staatsanwaltschaft darauf verzichten.(3) 1Gegen die Entscheidungen nach Absatz 1 ist sofortige Beschwerde zulässig. 2Die Beschwerde der Staatsanwaltschaft gegen den Beschluss, der die Aussetzung des Strafrestes anordnet, hat aufschiebende Wirkung.(4) 1Im Übrigen sind § 246a Absatz 2, § 268a Absatz 3, die §§ 268d, 453, 453a Absatz 1 und 3 sowie die §§ 453b und 453c entsprechend anzuwenden. 2Die Belehrung über die Aussetzung des Strafrestes wird mündlich erteilt; die Belehrung kann auch der Vollzugsanstalt übertragen werden. 3Die Belehrung soll unmittelbar vor der Entlassung erteilt werden.Zu § 454: Geändert durch G vom 26. 1. 1998 (BGBl I S. 160), 27. 12. 2000 (BGBl I S. 2043), 21. 8. 2002 (BGBl I S. 3344), 22. 12. 2006 (BGBl I S. 3416), 22. 12. 2010 (BGBl I S. 2300), 26. 6. 2013 (BGBl I S. 1805) und 17. 7. 2015 (BGBl I S. 1332).
§ 453c StPO, Vorläufige Maßnahmen vor Widerruf der Aussetzung§ 454a StPO, Beginn der Bewährungszeit; Aufhebung der Aussetzung des Strafrestes

References: § 454

§ 454
 § 57
 § 43
 § 66
 § 246
 § 268
 § 454

§ 453