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Timestamp: 2016-10-20 19:45:04+00:00

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1.1 Die tunesische Staatsangeh�rige X.________ (geb. 1969) reiste im Herbst 1995 in die Schweiz ein. Im November 1995 heiratete sie den Schweizer B�rger A.________, worauf sie im Kanton Z�rich die Jahresaufenthaltsbewilligung und sp�ter die Niederlassungsbewilligung erhielt. Die Ehe wurde am 15. Oktober 2002 geschieden. X.________ ist Mutter der beiden Kinder B.________ (geb. 2001) und C.________ (geb. 2002); Kindsvater ist der tunesische Staatsangeh�rige D.________ (geb. 1972), welcher mit einer Niederlassungsbewilligung in Z�rich lebt. Am 22. September 2003 heiratete X.________ den t�rkischen Staatsangeh�rigen E.________ (geb. 1980) und am 11. Oktober 2004 bewilligte das Amt f�r Migration des Kantons Luzern den Kantonswechsel f�r X.________ und ihre beiden Kinder.
1.2 Mit Entscheid vom 12. November 2008 verf�gte das Amt f�r Migration des Kantons Luzern - gest�tzt noch auf das ANAG - die Ausweisung von X.________ und ihrer Kinder wegen dauernder F�rsorgeabh�ngigkeit. Ihre dagegen erhobene Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern blieb erfolglos. Das Verwaltungsgericht kam - unter Anwendung des neuen Ausl�ndergesetzes - zum Schluss, die Voraussetzungen f�r den Widerruf der Niederlassungsbewilligung seien erf�llt, was die Wegweisung der Beschwerdef�hrerin und ihrer Kinder zur Folge habe.
1.3 Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 2. Oktober 2009 beantragt X.________ die Aufhebung des Urteils des Verwaltungsgerichts und die Zur�ckweisung des Verfahrens an das Amt f�r Migration sowie die Feststellung des Fortbestehens der Niederlassungsbewilligung.
2.1 Die Beschwerdef�hrerin r�gt zun�chst eine offensichtlich unvollst�ndige Sachverhaltsfeststellung. Die Vorinstanzen h�tten �bersehen, dass der Kindsvater gerichtlich zu Unterhaltszahlungen verpflichtet worden und sie deshalb in den Genuss von Alimentenbevorschussung gekommen sei. Entgegen der Darstellung der Beschwerdef�hrerin hat die Vorinstanz die Alimentenbevorschussung im angefochtenen Entscheid jedoch geb�hrend ber�cksichtigt (vgl. E. 3b des angefochtenen Urteils).
Weiter r�gt die Beschwerdef�hrerin, es sei willk�rlich nie ber�cksichtigt worden, dass sie eine g�nstigere Wohnung habe. Diese R�ge ist neu und unzul�ssig (Art. 99 Abs. 1 BGG) und im �brigen f�r den Verfahrensausgang nicht entscheidend (Art. 97 Abs. 1 BGG), da die Beschwerdef�hrerin auch den angeblich tieferen Mietzins von Fr. 1063.-- (neben den notwendigen Lebensunterhaltskosten f�r sie und ihre Kinder) nicht bezahlen k�nnte.
Die vor dem Bundesgericht erstmals eingereichten Arbeitsvertr�ge stellen ebenfalls unzul�ssige Noven dar (vgl. BGE 134 III 625 E. 2.2 S. 629).
2.2 Die Vorinstanz hat zu Recht das am 1. Januar 2008 in Kraft getretene Bundesgesetz �ber die Ausl�nderinnen und Ausl�nder (AuG; SR 142.20) von Amtes wegen auf den vorliegenden Fall angewendet, da das Verfahren fr�hestens am 22. Januar 2008 - f�r die Beschwerdef�hrerin erkennbar - eingeleitet wurde (vgl. Art. 126 Abs. 1 AuG und Urteil 2C_745/2008 vom 24. Februar 2009 E. 1.2). Die Beschwerdef�hrerin bestreitet nicht, dass sie sich zu allen Gesichtspunkten, die f�r die Anwendung des (neuen) Rechts wesentlich waren, hat �ussern k�nnen. Die Vorinstanz hat daher kein Bundesrecht verletzt, indem sie auf das - hinsichtlich der Rechtswirkungen in F�llen wie dem vorliegenden im �brigen mildere - AuG anstatt auf das ANAG abgestellt hat.
2.3 Die �brigen Einwendungen der Beschwerdef�hrerin sind - soweit sie als unzul�ssige neue Tatsachenbehauptungen nicht ohnehin unbeachtlich bleiben m�ssen - nicht geeignet, die tats�chlichen Feststellungen des Verwaltungsgerichts als offensichtlich unrichtig und die von ihm daraus gezogenen Schlussfolgerungen als bundesrechtswidrig erscheinen zu lassen: F�r die Beschwerdef�hrerin und ihre Kinder sind im relevanten Zeitraum von weniger als f�nf Jahren mindestens Fr. 100'000.-- wirtschaftliche Sozialhilfe ausbezahlt worden, womit die Vorinstanz den Widerrufsgrund von Art. 63 Abs. 1 lit. c AuG ("dauerhaft und in erheblichem Mass auf Sozialhilfe angewiesen") als erf�llt betrachten durfte (vgl. etwa BGE 119 Ib 1 E. 3 S. 6 f.; 123 II 529 E. 4 S. 532 f.). Es zeichnet sich auch nicht ab, dass sich an dieser Situation in absehbarer Zeit etwas �ndern k�nnte. Damit besteht ein hinreichendes �ffentliches Interesse am Widerruf der Niederlassungsbewilligung der Beschwerdef�hrerin.
2.4 Die �bersiedlung erscheint insbesondere auch f�r die beiden Kinder zumutbar, da sie sich noch in einem anpassungsf�higen Alter befinden. G�nzlich unklar bleibt, inwiefern Art. 3 EMRK (Verbot der Folter) durch den Domizilwechsel der Kinder nach Tunesien verletzt sein soll. Diesbez�glich fehlt es an einer pr�zise vorgebrachten und begr�ndeten R�ge (vgl. Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 133 II 249 E. 1.4.2 S. 254).
Erg�nzend wird auf die zutreffenden Ausf�hrungen im Entscheid der Vorinstanz verwiesen. Die Beschwerde ist nach dem Dargelegten offensichtlich unbegr�ndet. Sie kann daher im vereinfachten Verfahren nach Art. 109 BGG abgewiesen werden.
Diesem Ausgang entsprechend hat die Beschwerdef�hrerin die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens zu tragen, welche mit Blick auf ihre finanzielle Situation leicht reduziert werden (Art. 65 f. BGG). Wegen Aussichtslosigkeit ihres Rechtsbegehrens steht ihr die beantragte unentgeltliche Rechtspflege nicht zu (vgl. Art. 64 BGG).
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Verwaltungsgericht des Kantons Luzern sowie dem Bundesamt f�r Migration schriftlich mitgeteilt.

References: BGE 
 Art. 126
 Art. 63
 BGE 
 Art. 3
 Art. 106
 BGE 
 Art. 109
 Art. 64