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Timestamp: 2019-07-24 08:55:29+00:00

Document:
Transparenzportal Bremen - Verordnung über die Entnahme von Wasser aus oberirdischen Gewässern zum Zweck der Trinkwasserversorgung und über die Meßmethoden sowie über die Häufigkeit der Probenahmen und der Analysen des Oberflächenwassers für die Trinkwassergewinnung vom 11. April 1
Verordnung über die Entnahme von Wasser aus oberirdischen Gewässern zum Zweck der Trinkwasserversorgung und über die Meßmethoden sowie über die Häufigkeit der Probenahmen und der Analysen des Oberflächenwassers für die Trinkwassergewinnung vom 11. April 1
Veröffentlichungsdatum:11.04.1997 Inkrafttreten12.04.1997 FundstelleBrem.GBl. 1997, 133
Gliederungsnummer:2180-a-7
Zitiervorschlag: "Verordnung über die Entnahme von Wasser aus oberirdischen Gewässern zum Zweck der Trinkwasserversorgung und über die Meßmethoden sowie über die Häufigkeit der Probenahmen und der Analysen des Oberflächenwassers für die Trinkwassergewinnung vom 11. April 1997 (Brem.GBl. 1997, 133)"
juris-Abkürzung: TrinkWVersV BR
Gliederungs-Nr:: 2180-a-7
Ausfertigungsdatum: 11.04.1997
Gültig ab: 12.04.1997
Fundstelle: Brem.GBl. 1997, 133
Gliederungs-Nr: 2180-a-7
Aufgrund des § 2 a des Bremischen Wassergesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 26. Februar 1991 (Brem.GBl. S. 65, 158 - 2180-a-1), das zuletzt durch das Gesetz vom 29. Oktober 1996 (Brem.GBl. S. 317) geändert worden ist, wird verordnet:
Diese Verordnung dient der Umsetzung der Richtlinie 75/440/EWG des Rates vom 16. Juni 1975 über die Qualitätsanforderungen an Oberflächenwasser für die Trinkwassergewinnung in den Mitgliedstaaten (ABl. EG Nr. L 194 S. 34), die zuletzt durch Art. 2 Abs. 2 der Richtlinie 91/692/EWG des Rates vom 23. Dezember 1991 zur Vereinfachung und zweckmäßigen Gestaltung der Berichte über die Durchführung bestimmter Umweltschutzrichtlinien (ABl. EG Nr. L 377 S. 48) geändert worden ist, sowie der Richtlinie 79/869/EWG des Rates vom 9. Oktober 1979 über die Meßmethoden sowie über die Häufigkeit der Probenahmen und der Analysen des Oberflächenwassers für die Trinkwassergewinnung in den Mitgliedstaaten (ABl. EG Nr. L 271 S. 44), die zuletzt durch Art. 2 Abs. 1 der Richtlinie 91/692/EWG des Rates vom 23. Dezember 1991 zur Vereinfachung und zweckmäßigen Gestaltung der Berichte über die Durchführung bestimmter Umweltschutzrichtlinien (ABl. EG Nr. L 377 S. 48) geändert worden ist.
(1) Eine Erlaubnis oder eine Bewilligung für die Entnahme von Wasser aus Gewässern im Sinne des § 2 Abs. 1 darf nur erteilt werden, wenn die Gewässer oder Gewässerteile
vorher nach Artikel 2 der Richtlinie 75/440/EWG des Rates vom 16. Juni 1975 über die Qualitätsanforderungen an Oberflächenwasser für die Trinkwassergewinnung in den Mitgliedstaaten (ABl. EG Nr. L 194 S. 34) in der jeweils geltenden Fassung einer der drei Kategorien A 1, A 2 oder A 3 zugeordnet worden sind und
den für die jeweilige Kategorie maßgebenden Qualitätsanforderungen nach der Anlage zu dieser Verordnung entsprechen.
(2) Die Einhaltung der Qualitätsanforderungen nach der Anlage ist nach den Vorschriften des Artikels 5 der Richtlinie 75/440/EWG des Rates vom 16. Juni 1975 über die Qualitätsanforderungen an Oberflächenwasser für die Trinkwassergewinnung in den Mitgliedstaaten (ABl. EG Nr. L 194 S. 34) in der jeweils geltenden Fassung sowie der Artikel 3 bis 7 der Richtlinie 79/869/EWG des Rates vom 9. Oktober 1979 über die Meßmethoden sowie über die Häufigkeit der Probenahmen und der Analysen des Oberflächenwassers für die Trinkwassergewinnung in den Mitgliedstaaten (ABl. EG Nr. L 271 S. 44) in der jeweils geltenden Fassung zu ermitteln.
Abweichungen von den Anforderungen des § 3 sind nur zulässig,
wenn das entnommene Wasser durch Mischung oder Aufbereitung eine Qualität erhält, die den Anforderungen für Trinkwasser entspricht,
für die in der Anlage mit "(O)" gekennzeichneten Parameter, wenn außergewöhnliche meteorologische oder geographische Verhältnisse vorliegen,
wenn die in der Anlage festgelegten Werte auf Grund natürlicher Anreicherungen überschritten werden,
bei Seen mit einer Tiefe bis zu 20 m, in denen die Erneuerung des Wassers mehr als ein Jahr in Anspruch nimmt und in die keine Abwässer eingeleitet werden, für die in der Anlage mit einem Sternchen "*" gekennzeichneten Parameter.
Die obere Wasserbehörde übermittelt der Bundesregierung auf Anforderung alle drei Jahre Angaben über die Durchführung dieser Verordnung.
Bremen, den 11. April 1997
(zu § 3 Abs. 1 Nr. 2, § 3 Abs. 2, § 4 Nr. 2 bis 4)
Qualitäten von zur Trinkwassergewinnung bestimmtem Oberflächenwasser
Färbung (nach einfachem Filtern)
Pt-Skala
Suspendierte Stoffe insges.
s/cm-1 à 20°
(Verdünnungsfaktor bei 25° C)
Gesamtes extrahierbares organisches Chlor
mg/ Crl
mg/l Sc
Grenzflächenaktive Stoffe (methylen-blauaktiv)
(Laurylsulfat)
30. *2
mg/l C6 H5 HO
Polizyklische Aromate
Sättigung mit verdünntem Sauerstoff
Biochemischer Sauerstoffbedarf bei 20° C ohne Nitrierung
Kjeldahl-Stickstoff (außer NO3)
Organischer Kohlenstoff gesamt
Organischer Kohlenstoff nach Flockung und Membranfiltration (5) TOC)
Gesamt - Coli 37° C
Coli faec.
Streptococcus faec.
(imperativ) = zwingender Wert
(guide) = Leitwert
außergewöhnlich klimatische oder geographische Verhältnisse.
Siehe Artikel 8 Buchstabe d) der Richtlinie 75/440/EWG vom 16. Juni 1975
Der Wortlaut des Artikel 8 Buchstabe d):
"Abweichungen von dieser Richtlinie sind nur zulässig: ...
d) bei Oberflächengewässer von Seen mit geringer Tiefe und praktisch stehendem Wasser für bestimmte in der Tabelle in Anhang II durch ein Sternchen gekennzeichnete Parameter, wobei diese Abweichung nur für Seen mit einer Tiefe von nicht mehr als 20 m gilt, bei denen die Erneuerung des Wassers mehr als ein Jahr in Anspruch nimmt und in die keine Abwässer einfließen."
Die angegebenen Werte stellen entsprechend der durchschnittlichen Jahrestemperatur festgelegte Höchstmengen dar (hohe und niedrige Temperatur).
Dieser Parameter wird aufgenommen, um den ökologischen Erfordernissen bestimmter Umweltmedien zu genügen.
Verordnung über die Entnahme von Wasser aus oberirdischen Gewässern zum Zweck der Trinkwasserversorgung und über die Meßmethoden sowie über die Häufigkeit der Probenahmen und der Analysen des Oberflächenwassers für die Trinkwassergewinnung vom 11. April 1997 12.04.1997
Eingangsformel 12.04.1997
§ 1 - Zweck der Verordnung 12.04.1997
§ 2 - Anwendungsbereich 12.04.1997
§ 3 - Zulässigkeit von Wasserentnahmen 12.04.1997
§ 4 - Ausnahmen 12.04.1997
§ 5 - Berichte 12.04.1997
§ 6 - Inkrafttreten 12.04.1997
Anlage - Qualitäten von zur Trinkwassergewinnung bestimmtem Oberflächenwasser 12.04.1997

References: § 2
 Art. 2
 Art. 2
 § 2
 § 3
 § 3
 § 3
 § 4

§ 1

§ 2

§ 3

§ 4

§ 5

§ 6