Source: https://lppkjp.de/aus-fort-und-weiterbildung/weiterbildung/zusatzbezeichnung/
Timestamp: 2020-02-19 17:07:05+00:00

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﻿ Klinische Neuropsychologie - Psychotherapeutenkammer Hessen
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Weiterbildung „Klinische Neuropsychologie“
Die Neuropsychologie ist eine spannende Verbindung zwischen Denken, Erleben, Verhalten und den Hirnfunktionen. Sie beschäftigt sich mit den zentralnervösen Grundlagen menschlichen Erlebens und Verhaltens sowie ihren Veränderungen nach angeborener bzw. erworbener Hirnschädigung oder bei Hirnfunktionsstörungen.
Die neuropsychologische Diagnostik und Therapie dient der Feststellung und Behandlung von hirnorganisch verursachten Störungen geistiger (kognitiver) Funktionen, des emotionalen Erlebens, des Verhaltens und der Krankheitsverarbeitung sowie der damit verbundenen Störungen psychosozialer Beziehungen. Betroffen sind Patienten mit hirnorganischen Erkrankungen, z. B. nach einem Schlaganfall oder Schädel-Hirn-Verletzung nach Unfall.
Klinische Neuropsychologie ist Leistung der gesetzlichen Krankenkassen
Seit 1.1.2013 ist die klinische Neuropsychologie als ambulante Leistung anerkannt. Bei Vorliegen der Voraussetzungen können bis zu 60-80 Stunden Therapie durchgeführt werden. Möglich sind Einzel- und Gruppenbehandlungen. Es können Kinder und Erwachsene behandelt werden. Für die Abrechnung gibt es eigene EBM-Ziffern.
Voraussetzung für die Erbringung neuropsychologischer Leistungen im Rahmen der kassenärztlichen Versorgung ist die Zusatzbezeichnung „Klinische Neuropsychologie“, die durch die Psychotherapeutenkammer vergeben wird.
Förderung durch die KV
Bisher gibt es nicht genügend ambulant tätige PP und KJP mit der Weiterbildung Klinischer Neuropsychologie, um die Patienten-Versorgung sicherzustellen. Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen fördert daher, vorerst bis Ende 2017 die Weiterbildung und Niederlassung Klinischer Neuropsychologen durch finanzielle Unterstützung.
Informationsbroschüre “Neuropsychologie”
Die Weiterbildungsordnung unterscheidet zwischen denjenigen Personen, die die Weiterbildung machen wollen (A. Zusatzbezeichnung) und denjenigen, die diese Weiterbilung anbieten wollen (B. Theorie, Klinische Tätigkeit, Supervision).
A: Wege zur Zusatzbezeichnung
Seit 2007 können Mitglieder der hessischen Psychotherapeutenkammer die Zusatzbezeichnung „Klinische Neuropsychologie“ beantragen, sofern sie die entsprechenden Voraussetzungen erfüllen ( s. WBO, Teil B, Neuropsychologie, Absatz 3)
Im Rahmen der Übergangsregelungen, die bis zum Jahr 2020 gelten, ist die Weiterbildung der Fachgesellschaft GNP als gleichwertig zu den Inhalten der Weiterbildungsordnung Hessen im Sinne des §15 (2) anzusehen. Es genügt dann eine beglaubigte Urkunde des entsprechenden GNP-Zertifikates. PP oder KJP , die diese Voraussetzung nicht erfüllen, können nach Vorlage äquivalenter Qualifikationen die Zusatzbezeichnung erhalten bzw. sie nach den Richtlinien der Weiterbildungsordnung erwerben.
Nach der Weiterbildungsordnung
• 2 Jahre klinisch neuropsychologische Tätigkeit in Vollzeit in einer anerkannten Einrichtung bzw. entsprechend länger in Teilzeit
• 400 Stunden theoretische Weiterbildung auf dem Gebiet Klinische Neuropsychologie
• 100 Stunden neuropsychologische Supervision
• 5 Kasuistiken, davon 2 in Gutachtenform
• Abschließende mündliche Prüfung über 30 bis 45 Minuten
Seit 2016 können auch Teile angerechnet werden, die in der Zeit nach Aufnahme der Approbationsausbildung erworben wurden, sofern sie den Anforderungen der Weiterbildungsordnung entsprechen.
Genaues entnehmen Sie bitte der Weiterbildungsordnung Teil B, Neuropsychologie, Absatz 10.
Die Zusatzbezeichnung „Klinische Neuropsychologie“ ist die Voraussetzung für die Erbringung neuropsychologischer Leistungen im Rahmen der kassenärztlichen Versorgung.
Antragsformulare und Materialien zur Antragstellung für die Zusatzbezeichnung
Antrag auf Anerkennung der Zusatzbezeichnung Klinische Neuropsychologie (nach der Übergangsregelung §15(2))
Dokumentation und Antrag der Weiterbildung in Klinischer Neuropsychologie nach der Weiterbildungsordnung
Leitfaden für den Antragssteller für neuopsychologische Gutachten
Leitfaden für den Antragssteller für neuopsychologische Bericht
B. Wege zur Erteilung von Weiterbildungsbefugnissen
Die Befugnisse für die Weiterbildungsteile Theorie und klinische Tätigkeit werden anerkannten klinischen Neuropsychologen im Zusammenhang mit der Anerkennung von Institutionen erteilt, an denen die entsprechenden Weiterbildungsteile absolviert werden können. Der Klinische Neuropsychologe muss gemeinsam mit der Institution die Anerkennung für die Weiterbildung für Klinische Neuropsychologie bei der Kammer beantragen. Die in der Weiterbildungsordnung genannten fachspezifischen Voraussetzungen sind nachzuweisen. Genaueres ist der Weiterbildungsordnung Teil B, Neuropsychologie zu entnehmen.
Die Befugnis zur Supervision ist nicht an eine Institution gekoppelt. Kammermitglieder erhalten die Befugnis als Supervisor, wenn sie die in der WBO genannten Voraussetzungen nachweisen können. Als Äquivalent wird die Vorlage der Urkunde des GNP-Zertifikates „Supervisor/in GNP“ angesehen.
Antrag auf Befugnis für den Weiterbildungsteil Supervision
Leitfaden für den Antragsteller Supervision
Antrag auf Befugnis für den Weiterbildungsteil Klinische Tätigkeit – Einrichtungen
Antrag auf Befugnis für den Weiterbildungsteil Theorie – Einrichtungen
Antrag auf Befugnis für den Weiterbildungsteil Klinisch Tätigkeit – Verbund
Anlage 1 zum Antrag auf Befugnis für den Weiterbildungsteil Klinische Tätigkeit
Anlage 2 zum Antrag auf Befugnis für den Weiterbildungsteil Klinische Tätigkeit
Leitfaden für die Beantragung von Verbünden für die Klinische Tätigkeit
Wenn Sie die Weiterbildung nach der WBO der hessischen Psychotherapeutenkammer zur Klinischen Neuropsychologie absolvieren wollen, finden Sie nachfolgend von der Kammer anerkannte Einrichtungen für die klinische Tätigkeit (Kliniken und Praxen), Theorie und Supervision:
Weiterbildungsstätten klinische Tätigkeit: Kliniken
Befugte/r
Klinik Falkenstein,
Abteilung Neuropsychologie,
Falkenstein Karin Baßler k.bassler(at)asklepios.com
Bad Salzhausen Monika Wagensonner
Peter Kieferdorf monika.wagensonner(at)web.de
Peter-Kieferdorf(at)t-online.de
https://www.asklepios.com/bad-salzhausen/
Schlossberg-Klinik
Bad König Dr. Franz Dick kontakta(at)dr-franz-dick.com
https://www.asklepios.com/bad-koenig/
Braunfels Sylvia Heck
Cristof Engelke sy.heck(at)t-online.de
engelke.christof(at)gmail.com
https://www.bdh-klinik-braunfels.de
Bad Camberg Ingolf Nopp i.nopp(at)medicalpark.de
Bad Orb Dr. Franz Dick kontakt(at)dr-franz-dick.com
http://www.reha-zentrum-bad-orb.de/Home.aspx
für Diagnostik und Therapieplanung
an der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik
Frankfurt Gordon Krahl g.krahl(at)praxis-krahl.com
http://www.bgu-frankfurt.de/behandlungsspektrum/psychotraumatologie/
Weiterbildungstätten klinische Tätigkeit: Praxen
Praxis Ackermann Dipl.-Psych.
61348 Bad Homburg 06172-171910 info(at)praxis-ackermann.de
Praxis Henß Dipl.-Psych.
Irmgard Henß
60596 Frankfurt 069-59793766 irmgard.henss(at)t-online.de
Praxis Rodriguez Linares Dipl.-Psych.
Maria Rodriguez Linares
65187 Wiesbaden 0611-1723656 pilar-rodriguez(at)web.de
Neuropsychologisches Zentrum Kassel Dipl.-Psych.
Gabriele Seseke
Dag Hmmarskjöld Str. 55
34119 Kassel 0561-3160457 nzkassel(at)arcor.de
Weiterbildungstätten klinische Tätigkeit: Weiterbildungsverbünde
Weiterbildungsverbünde sind ein Zusammenschluss von Einrichtungen, die alleine nicht anerkennungsfähig sind. Bitte prüfen Sie, für welche Teile der WB diese anerkannt wurden.
Hessischer Weiterbildungsverbund für Klinische Neuropsychologie (HWKN) e.V.
c/o Neurologische Klinik Westend
Telefon 0561 3160457, Fax 0561 3160569 karin.schoof-tams(at)gnp.de
Telefon 0561 3160457, Fax 0561 3160569 nzkassel(at)arcor.de
34537 Bad Wildungen www.neurologische-klinik-westend.de
Praxis Schoof-Tams
Dag Hammarskjöldstraße 55
34119 Kassel www.neuropsychologie-kassel.de
34596 Bad Zwesten www.hwk1.de
34537 Bad Wildungen www.wicker-klinik.de
34537 Bad Wildungen www.muehlengrund.de
34369 Hofgeismar www.ekh-gesundbrunnen.de
34613 Schwalmstadt-Treysa www.hephata.de
34537 Bad Wildungen www.asklepios.com
Praxis Seseke
Weiterbildungsstätte Theorie
an der Justus-Liebig-Universität Gießen Dr. Jutta Billino jutta.billino(at)psychol.uni-giessen.de
Supervisoren für Klinische Neuropsychologie
Dipl.-Psych. Jochen Ackermann
61348 Bad Homburg 06172-171910 info(at)praxis-ackermann.de Praxis
Dipl.-Psych. Dr. Jutta Billino
35390 Giießen 0641-9926087 jutta.billino(at)psychol.uni-giessen.de WB-Stätte
Dipl.-Psych. Iris Gorny
35789 Weilmünster 06472-60-463 i.gorny(at)web.de WB-Stätte
Dipl.-Psych. Barbara Feldmann-Schmidt
Schöne Assicht 8
61348 Bad Homburg 06172-29712 praxis.feldmannschmidt(at)web.de WB-Stätte
Dipl.-Psych. Sylvia Heck
35619 Braunfels 0641-79708770 sy.hecka(at)t-online.de Praxis
Dag-Hammarskjöld-Str. 55
34119 Kassel 0561-3160457 nzkassel(at)arcor.de Praxis
Dipl.-Psych. Monika Wagensonner
63667 Nidda-Bad Salzhausen 06043-8040 monika.wagensonner(at)web.de WB-Stätte
Die Mitglieder des Prüfungsausschusses sind gerne bereit, in persönlichen Gesprächen bei der Antragstellung zu helfen. Wenden Sie sich dafür bitte an Frau Gruhne in der Kammer, Telefon: 0611-5316810.
Gebühren in der Weiterbildungsordnung
Gebühren in der Weiterbildung
7. Anerkennung zum Führen einer Zusatzbezeichnung:
7.1 Formale Prüfung und Begutachtung	 450 EUR
7.2 Formale Prüfung nach WBO §15, Abs. 1 (als gleichwertig anerkannte WB-Gänge)	 200 EUR
8. Akkreditierung der WB-Stätten für die klinische Tätigkeit und/oder Stätten für den WB-Teil Theorie (schließt die Anerkennung eines Weiterbildungsbefugten ein) zuzüglich der entstehenden Reisekosten und zuzüglich einer Gebühr von 40 EUR für jede volle Stunde der Abwesenheit vom Dienstort.	 300 EUR
8.1 Formale Prüfung bei Vorliegen der Voraussetzungen nach § 6 Abs. 4 sowie Teil B7. (als gleichwertig anerkannte WB-Stätten)	 200 EUR
8.2 Jede weitere Befugnis ad personam in dieser Institution (WBO B,7.1):	 175 EUR
8.3 alternativ zu 8.2. bei Vorliegen der Voraussetzungen nach § 6 Abs. 4 sowie Teil B7.1 (Gleichwertigkeit)	 125 EUR
9. alternativ zu 8.2. bei Vorliegen der Voraussetzungen nach § 6 Abs. 4 sowie Teil B7.1 (Gleichwertigkeit)	 175 EUR
9.1 alternativ zu 9. bei Vorliegen der Voraussetzungen nach § 6 Abs. 4 und 5 sowie Teil B, 7.2 (Gleichwertigkeit) 125 EUR

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