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Timestamp: 2016-10-26 04:09:08+00:00

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6B_93/2012 (26.09.2012)
vertreten durch Rechtsanwalt Franz D�rig,
Am 21. Dezember 2009 kam es im Restaurant der Autobahnrastst�tte Neuenkirch zu einer Aussprache zwischen X.________ und A.________ wegen eines umstrittenen Leasinggesch�fts. Dieses Gespr�ch nahm A.________ ohne Einwilligung von X.________ mit seinem I-Phone auf. Aufgrund dieses Sachverhalts bestrafte ihn der Amtstatthalter Sursee auf Strafantrag von X.________ hin mit Strafverf�gung vom 26. April 2010 wegen unbefugten Aufnehmens von Gespr�chen mit einer bedingt aufgeschobenen Geldstrafe von 25 Tagess�tzen zu Fr. 40.-, bei einer Probezeit von 2 Jahren, sowie zu einer Busse von Fr. 250.-- (Ersatzfreiheitsstrafe 3 Tage). Auf Einsprache des Beurteilten hin best�tigte der Amtstatthalter Sursee nach Durchf�hrung einer Strafuntersuchung seinen Entscheid mit erneuter Strafverf�gung vom 2. November 2010 im Schuldpunkt und setzte die Strafe auf eine Geldstrafe von 18 Tagess�tzen zu Fr. 30.--, mit bedingtem Vollzug bei einer Probezeit von 2 Jahren, sowie auf eine Busse von Fr. 200.-- (Ersatzfreiheitsstrafe 2 Tage) herab. Auf Einsprache gegen diesen Entscheid verurteilte das Bezirksgericht Willisau A.________ mit Urteil vom 22. Juni 2011 wegen unbefugten Aufnehmens von Gespr�chen zu einer bedingt vollziehbaren Geldstrafe von 10 Tagess�tzen zu Fr. 30.-- bei einer Probezeit von zwei Jahren sowie einer Busse von Fr. 200.-- (Ersatzfreiheitsstrafe 7 Tage). Gleichzeitig auferlegte es A.________ die Verfahrenskosten von insgesamt Fr. 3'140.-- und verpflichtete ihn, X.________ eine Parteientsch�digung von Fr. 3'397.35 zu entrichten.
Auf Berufung des Beurteilten sprach das Obergericht des Kantons Luzern A.________ am 17. November 2011 vom Vorwurf des unbefugten Aufnehmens von Gespr�chen frei. Gleichzeitig auferlegte es X.________ die erst- und zweitinstanzlichen Verfahrenskosten von Fr. 5'140.-- sowie die Kosten der Verteidigung von A.________ in der H�he von Fr. 7'999.25.
X.________ f�hrt Beschwerde in Strafsachen beim Bundesgericht, mit der er beantragt, das angefochtene Urteil sei im Kostenpunkt aufzuheben. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Ferner ersucht er um Gew�hrung der aufschiebenden Wirkung f�r seine Beschwerde.
Das Obergericht des Kantons Luzern und A.________ haben sich zum Gesuch um aufschiebende Wirkung vernehmen lassen. Mit Verf�gung vom 1. M�rz 2012 hat der Pr�sident der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts der Beschwerde die aufschiebende Wirkung erteilt.
Am 1. Januar 2011 ist die Schweizerische Strafprozessordnung vom 5. Oktober 2007 (StPO; SR 312.0) in Kraft getreten. Soweit ein Entscheid noch vor Inkrafttreten der StPO gef�llt worden ist, werden dagegen erhobene Rechtsmittel nach bisherigem Recht und von den bisher zust�ndigen Beh�rden beurteilt (Art. 453 Abs. 1 StPO). F�r Rechtsmittel gegen erstinstanzliche Entscheide, die nach dem 31. Dezember 2010 gef�llt wurden, gilt das neue Recht (Art. 454 Abs. 1 StPO). Ausschlaggebend f�r die Anwendbarkeit des alten oder des neuen Prozessrechts ist insofern das Datum des erstinstanzlichen Entscheids (BGE 137 IV 189 E. 1 und 219 E. 1.1 mit Hinweisen). Das Urteil des Bezirksgerichts Willisau datiert vom 22. Juni 2011. Damit findet die StPO Anwendung.
Nach Art. 448 Abs. 2 StPO behalten Verfahrenshandlungen, die vor Inkrafttreten dieses Gesetzes angeordnet oder durchgef�hrt worden sind, ihre G�ltigkeit. Dies gilt auch f�r die Frage, ob sich der Beschwerdef�hrer als Privatkl�ger konstituiert hat. Nach � 35 Abs. 2 Ziff. 1 des Gesetzes �ber die Strafprozessordnung des Kantons Luzern vom 3. Juni 1957 (StPO/LU) war zur Privatklage berechtigt, wer nach eidgen�ssischem oder kantonalem Recht zum Strafantrag befugt ist. Diese Regelung entspricht Art. 118 Abs. 2 StPO, wonach der Strafantrag der Erkl�rung gleichgestellt ist, sich am Strafverfahren als Straf- oder Zivilkl�ger zu beteiligen. Mit seiner Strafanzeige vom 23. Dezember 2009 hat sich der Beschwerdef�hrer als Privatkl�ger konstituiert.
Gem�ss Art. 81 Abs. 1 BGG ist zur Beschwerde in Strafsachen berechtigt, wer am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen oder keine M�glichkeit zur Teilnahme erhalten hat (lit. a) und ein rechtlich gesch�tztes Interesse an der Aufhebung oder �nderung des angefochtenen Entscheides hat (lit. b). Zur Beschwerde legitimiert ist u.a. die Privatkl�gerschaft, wenn der angefochtene Entscheid sich auf die Beurteilung ihrer Zivilanspr�che auswirken kann (Ziff. 5; vgl. BGE 137 IV 246 E. 1.3.1).
Unbek�mmert um die fehlende Legitimation in der Sache selbst kann der Privatkl�ger die Verletzung von Verfahrensrechten geltend machen, deren Missachtung eine formelle Rechtsverweigerung darstellt. Zul�ssig sind R�gen formeller Natur, die von der Pr�fung der Sache selber getrennt werden k�nnen. Nicht zu h�ren sind R�gen, die im Ergebnis auf eine materielle �berpr�fung des angefochtenen Entscheids abzielen (vgl. BGE 133 II 249 E. 1.3.2; 133 I 185 E. 6.2).
Der Beschwerdef�hrer hat im vorliegenden Verfahren Strafantrag gestellt und ist von der Vorinstanz zur Tragung s�mtlicher ordentlicher und ausserordentlicher Kosten des erst- und zweitinstanzlichen Verfahrens verurteilt worden. Insoweit ist der Beschwerdef�hrer vom angefochtenen Urteil beschwert und hat ein rechtlich gesch�tztes Interesse im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b BGG (vgl. BGE 136 IV 29 E. 1.9; ferner Urteil des Bundesgerichts 6B_89/2009 vom 29.10.2009 E. 1.2.3).
3.1 Die Vorinstanz auferlegt dem Beschwerdef�hrer aufgrund des Ausgangs des Berufungsverfahrens alle Verfahrenskosten beider kantonaler Instanzen und verurteilt ihn zur Bezahlung einer Parteientsch�digung an den Beschwerdegegner 2. Sie st�tzt sich dabei auf den Umstand, dass die Aufnahme des Gespr�chs vom 21. Dezember 2009 durch die Drohungen des Beschwerdef�hrers provoziert wurden (angefochtenes Urteil S. 17, vgl. auch S. 10 ff.).
3.2 Der Beschwerdef�hrer stellt sich auf den Standpunkt, dem Privatkl�ger k�nnten bei Antragsdelikten die Verfahrenskosten nur auferlegt werden, wenn er das Verfahren mutwillig oder grob fahrl�ssig eingeleitet oder dessen Durchf�hrung erschwert hat. Andernfalls w�re die Einreichung einer Strafklage bei Antragsdelikten mit einem nicht absch�tzbaren und erheblichen Kostenrisiko verbunden (Beschwerde S. 13 f.). Zudem sei zu ber�cksichtigen, dass er nach dem im Zeitpunkt der Strafanzeige noch geltenden kantonalen Strafprozessrecht automatisch als Privatkl�ger galt. Er habe im vorliegenden Verfahren weder eine Zivilforderung noch im Anschluss an das Untersuchungsverfahren irgendwelche Beweisantr�ge gestellt. Er habe auch nicht an den Verhandlungen vor den kantonalen Instanzen teilgenommen. Dass der Beschwerdegegner 2 von der Staatsanwaltschaft angeklagt und von der ersten Instanz schuldig erkl�rt worden sei, belege, dass die Strafklage nicht mutwillig oder grob fahrl�ssig erhoben worden sei. Es sei daher nicht zul�ssig, ihm die Kosten aller Instanzen aufzuerlegen (Beschwerde S. 14 f.). In Bezug auf die Auferlegung der zweitinstanzlichen Kosten bringt der Beschwerdef�hrer vor, ob eine Partei obsiege oder unterliege, h�nge davon ab, in welchem Ausmass ihre vor dem Berufungsgericht gestellten Antr�ge gutgeheissen w�rden. Stelle eine Partei, welche kein Rechtsmittel ergriffen habe, aber zu einer allf�lligen Stellungnahme eingeladen worden sei, keine Antr�ge, so k�nne sie weder obsiegen noch unterliegen und daher auch nicht kostenpflichtig werden. Da er im zweitinstanzlichen Verfahren keine Antr�ge gestellt habe, sei er im Verfahren nicht unterlegen, so dass ihm keine Kosten auferlegt werden k�nnten. Aus demselben Grund habe er auch keine Entsch�digung an den Beschwerdegegner 2 zu entrichten (Beschwerde S. 15). Schliesslich r�gt der Beschwerdef�hrer eine willk�rliche Feststellung des Sachverhalts, soweit die Vorinstanz annehme, er habe die Aufnahme des Gespr�chs durch Drohungen provoziert (Beschwerde S. 16 ff.).
Zun�chst ist zu pr�fen, ob das angefochtene Urteil in Bezug auf die Auferlegung der erstinstanzlichen Verfahrenskosten auf den Beschwerdef�hrer als Antragsteller und Privatkl�ger vor Bundesrecht standh�lt.
4.1 Gesetzliche Grundlage bildet Art. 427 StPO. Nach Abs. 1 dieser Bestimmung k�nnen der Privatkl�gerschaft die Verfahrenskosten, die durch ihre Antr�ge zum Zivilpunkt verursacht worden sind, auferlegt werden, wenn das Verfahren eingestellt oder die beschuldigte Person freigesprochen wird (lit. a), die Privatkl�gerschaft die Zivilklage vor Abschluss der erstinstanzlichen Hauptverhandlung zur�ckzieht (lit. b) oder die Zivilklage abgewiesen oder auf den Zivilweg verwiesen wird (lit. c). Voraussetzung ist, dass der Privatkl�ger einen Antrag oder mehrere Antr�ge zum Zivilpunkt gestellt hat (J�rg B�hler/Christof Riedo, Kosten kosten - Geld und Nerven, Jusletter 13. Februar 2012 Rz 65). Wird das Verfahren eingestellt oder die beschuldigte Person freigesprochen, k�nnen gem�ss Art. 427 Abs. 2 StPO bei Antragsdelikten die Verfahrenskosten der antragstellenden Person, sofern diese mutwillig oder grob fahrl�ssig die Einleitung des Verfahrens bewirkt oder dessen Durchf�hrung erschwert hat, oder der Privatkl�gerschaft auferlegt werden, soweit nicht die beschuldigte Person rechtswidrig und schuldhaft die Einleitung des Verfahrens bewirkt oder dessen Durchf�hrung erschwert hat (Art. 427 Abs. 2 lit. b mit Verweisung auf 426 Abs. 2 StPO).
4.2.1 Als Privatkl�gerschaft gilt nach Art. 118 Abs. 1 StPO die gesch�digte Person, die ausdr�cklich erkl�rt, sich am Strafverfahren als Straf- oder Zivilkl�gerin bzw. -kl�ger zu beteiligen (vgl. Art. 104 Abs. 1 lit. b StPO). Gem�ss Abs. 2 derselben Bestimmung ist der Strafantrag (Art. 30 StGB) dieser Erkl�rung gleichgestellt. Damit kommt ohne weiteres der antragstellenden Person die prozessuale Stellung einer Privatkl�gerin zu. Die gesch�digte oder die antragsstellende Person kann indes nach Art. 120 Abs. 1 StPO jederzeit erkl�ren, dass sie auf die ihr zustehenden Rechte verzichtet. Dabei gilt der Verzicht auf die Beteiligung als Privatkl�gerschaft nicht als R�ckzug des Strafantrages (MAZZUCHELLI/POSTIZZI, Basler Kommentar, Strafprozessordnung, 2011, Art. 118 N 6 und Art. 120 N 3).
4.2.2 Die Bestimmung von Art. 427 Abs. 2 StPO differenziert hinsichtlich der Kostenauflage zwischen der antragstellenden Person und der Privatkl�gerschaft. W�hrend der Privatkl�gerschaft die Verfahrenskosten bei Freisprechung der beschuldigten Person oder Einstellung des Verfahrens ohne Einschr�nkung auferlegt werden k�nnen, ist dies beim Antragsteller, der auf seine Parteistellung verzichtet hat, nur bei mutwilliger oder grob fahrl�ssiger Einleitung des Verfahrens oder bei Erschwerung der Durchf�hrung desselben zul�ssig. In diesem Punkt stimmen der deutsche und der italienische Gesetzestext indes mit der franz�sischen Fassung der Bestimmung nicht �berein. Nach der franz�sischen Formulierung k�nnen die Verfahrenskosten auch der Privatkl�gerschaft nur auferlegt werden, wenn sie die Einleitung des Verfahrens mutwillig oder grob fahrl�ssig bewirkt oder dessen Durchf�hrung erschwert hat ("En cas d'infractions poursuivies sur plainte, les frais de proc�dure peuvent, aux conditions suivantes, �tre mis � la charge de la partie plaignante ou du plaignant qui, ayant agi de mani�re t�m�raire ou par n�gligence grave, a entrav� le bon d�roulement de la proc�dure ou rendu celle-ci plus difficile:...").
4.2.3 Im bundesr�tlichen Entwurf zu einer Schweizerischen Strafprozessordnung vom 21. Dezember 2005 lautete die einschl�gige Bestimmung (Art. 434 Abs. 2 E-StPO) folgendermassen:
Bei Antragsdelikten k�nnen die Verfahrenskosten der Privatkl�gerschaft auferlegt werden:
Die geltende Fassung von Art. 427 Abs. 2 StGB geht auf einen dem Antrag seiner vorberatenden Kommission folgenden Beschluss des St�nderates zur�ck. Mit der vorgenommenen �nderung wollte der St�nderat in Abweichung vom bundesr�tlichen Vorschlag (Art. 118 Abs. 3 E-StPO) der gesch�digten Person bei Antragsdelikten den Verzicht auf die Beteiligung als Privatkl�ger erm�glichen, ohne dass damit zwingend der R�ckzug des Strafantrags verbunden sein sollte (vgl. AB 2006 S 1011 und 1058 f.; AB 2007 N 952 und 1032; vgl. auch YVONA Griesser, in: Donatsch/Hansjakob/Lieber (Hrsg.), Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 2010, Art. 427 N 8 f.; THOMAS DOMEISEN, Basler Kommentar, Strafprozessordnung, 2011, Art. 427 StPO N 9; vgl. auch Niklaus Schmid, Schweizerische Strafprozessordnung, Praxiskommentar, 2009, Art. 427 N 9). Diese Ab�nderung des bundesr�tlichen Entwurfs erforderte eine Anpassung der Bestimmungen �ber die Kostenregelung. Danach sollte die antragstellende Person, die als Privatkl�gerin am Verfahren teilnimmt, grunds�tzlich auch das volle Kostenrisiko tragen, w�hrend diejenige Person, die nur Strafantrag stellt und sich als Privatkl�gerin zur�ckzieht, einzig bei tr�lerischem Verhalten kostenpflichtig wird. Dass dem Privatkl�ger bei einem Antragsdelikt die Kosten des Verfahrens uneingeschr�nkt auferlegt werden k�nnen, entspricht daher dem Willen des Gesetzgebers und ergibt sich unmissverst�ndlich aus der Botschaft vom 21. Dezember 2005 zur Vereinheitlichung des Strafprozessrechts (BBl 2005 1327 Ziff. 2.10.2), wonach die Bestimmung (Art. 434 E-StPO) der Grundtendenz des Entwurfs folge, die einerseits darin besteht, die Verfahrensrechte der Privatkl�gerschaft auszudehnen, ihr aber andererseits vermehrt Kostenpflichten aufzuerlegen (a.M. B�hler/Riedo, a.a.O., Rz. 84).
4.2.4 Die Regelung von Art. 427 Abs. 2 StPO ist dispositiver Natur. Das Gericht kann von ihr abweichen, wenn die Sachlage dies rechtfertigt (vgl. auch Botschaft, a.a.O., S. 1327). Die Verfahrenskosten sind damit bei Freispruch oder Einstellung des Verfahrens nicht zwingend von der Privatkl�gerschaft zu tragen. �ber die Gr�nde, nach welchen sich die �berw�lzung der Verfahrenskosten auf die Privatkl�gerschaft richtet, schweigt sich das Gesetz indes aus. Das Gericht hat also nach Recht und Billigkeit zu entscheiden (Art. 4 ZGB).
4.3 Der Beschwerdef�hrer erhob am 3. Februar 2010 Strafklage, mit der er beantragte, der Beschwerdegegner sei des unbefugten Aufnehmens von Gespr�chen gem�ss Art. 179ter StGB schuldig zu sprechen und angemessen zu bestrafen und es seien bei ihm und bei seiner Firma Hausdurchsuchungen durchzuf�hren und s�mtliche Mobiltelefone und Audioaufzeichnungen auf EDV-Anlagen sicherzustellen. An der erstinstanzlichen Hauptverhandlung nahm er nicht teil (Akten Bezirksgericht Willisau act. A 20). Mit Schreiben vom 23. Mai 2011 liess er sich lediglich zu den Beweisantr�gen des Beschwerdegegners vernehmen, ohne eigene Antr�ge zu stellen (Akten Bezirksgericht Willisau act. A 16). Er reichte auch keinerlei Beweisantr�ge ein und forderte weder Schadenersatz noch Genugtuung.
4.4.1 Die Verlegung der Kosten richtet sich nach dem Grundsatz, wonach Kosten zu tragen hat, wer sie verursacht. So gr�ndet namentlich die Kostentragungspflicht des Beschuldigten im Falle eines Schuldspruchs auf der Annahme, dass er die Verfahrenskosten als Folge seiner Tat veranlasst hat (DOMEISEN, a.a.O., Art. 426 StPO N 2; Griesser, a.a.O., Art. 426 N 1).
Der Beschwerdef�hrer hat sich - abgesehen von der Erhebung der Strafklage - an dem gegen den Beschwerdegegner gef�hrten Strafverfahren nicht aktiv beteiligt. Insofern hat er keine Kosten verursacht. Es k�nnen ihm daher grunds�tzlich keine Kosten auferlegt werden. Zwischen ihm, der allein deshalb dem Privatkl�ger gleichgestellt wird, weil er Strafantrag gestellt hat, und dem Antragsteller, der gem�ss Art. 120 Abs. 1 StPO ausdr�cklich auf die ihm zustehenden Rechte verzichtet und infolgedessen nur bei mutwilliger oder grob fahrl�ssiger Einleitung des Verfahrens kostenpflichtig wird (Art. 427 Abs. 2 StPO), besteht im Grunde kein Unterschied. Auch in Bezug auf den Zivilpunkt k�nnen der Privatkl�gerschaft gem�ss Art. 427 Abs. 1 StPO bei Freispruch des Beschuldigten Verfahrenskosten nur auferlegt werden, wenn sie diese durch entsprechende Antr�ge verursacht hat.
Es ist auch nicht ersichtlich, weshalb der Strafantrag stellende Privatkl�ger, der sich nicht aktiv am Verfahren beteiligt, bei Freispruch des Beschuldigten generell kostenpflichtig werden soll, w�hrend bei vom Privatkl�ger angezeigten Offizialdelikten die Kostentragungspflicht auf Verfahrenskosten beschr�nkt ist, die durch dessen Antr�ge zum Zivilpunkt verursacht worden sind (vgl. Niklaus Schmid, Schweizerische Strafprozessordnung, Praxiskommentar, Art. 432 N 3 zur Entsch�digungspflicht des Privatkl�gers bei Obsiegen der beschuldigten Person).
Im �brigen verwandeln sich auch im Bereich der Antragsdelikte die aufgrund von Verfahrensantr�gen der Privatkl�gerschaft vorgenommenen Handlungen in beh�rdliche Verfahrenshandlungen, f�r welche grunds�tzlich der Staat verantwortlich ist und daher die Kosten tragen muss (vgl. Botschaft zur Vereinheitlichung des Strafprozessrechts, BBl 2006, S. 1327; DOMEISEN, a.a.O., Art. 427 StPO N 2).
Dem Privatkl�ger, dessen Beteiligung sich auf die Beantragung der Bestrafung (Art. 30 Abs. 1 StGB) beschr�nkt und auf die ihm zustehenden Verfahrensrechte verzichtet, k�nnen daher Kosten nur in besonderen F�llen auferlegt werden (vgl. auch B�hler/Riedo, a.a.O., Rz 77). Ein solcher ist hier nicht ersichtlich. Angesichts des Umstands, dass das Amtstatthalteramt und die erste Instanz zu Schuldspr�chen gelangt sind, l�sst sich jedenfalls nicht sagen, dass das Verfahren ohne Anlass und ohne hinreichende Grundlage eingeleitet worden und dessen Durchf�hrung erschwert worden w�re.
Die Auferlegung der erstinstanzlichen Verfahrenskosten verletzt schon aus diesen Gr�nden Bundesrecht.
4.4.2 Das angefochtene Urteil h�lt auch insoweit nicht vor Bundesrecht stand, als die Vorinstanz die Kostenverlegung damit begr�ndet, die umstrittene Aufnahme des Gespr�chs vom 21. Dezember 2009 sei durch Drohungen des Beschwerdef�hrers provoziert worden (angefochtenes Urteil S. 17 Ziff. 4.1). Auch wenn der Beschwerdegegner nach Auffassung der Vorinstanz im konkreten Fall befugt war, das Gespr�ch mit dem Beschwerdef�hrer ohne dessen Zustimmung aufzunehmen, rechtfertigt dies nicht, die Verfahrenskosten auf Letzteren zu �berw�lzen. Der Beschwerdegegner wurde von der Staatsanwaltschaft und der ersten Instanz schuldig gesprochen. Daraus ergibt sich, dass der Beschwerdef�hrer mit seinem Strafantrag kein zum vorneherein aussichtsloses Strafverfahren angestrengt hat. Dass er als Antragsteller am Verfahren als Privatkl�ger beteiligt war, lag im Wesentlichen in dem zur Zeit der Antragstellung geltenden kantonalen Strafprozessrecht begr�ndet (vgl. � 35 StPO/LU). Die Interessenlage des Beschwerdef�hrers pr�sentierte sich �hnlich wie diejenige einer Person, die ein Offizialdelikt zur Anzeige bringt und die deshalb nur unter den restriktiven Voraussetzungen von Art. 427 Abs. 1 bzw. Art. 417 StPO zur �bernahme der Verfahrenskosten verpflichtet werden kann.
Die Vorinstanz verletzt das ihr zustehende Ermessen und damit Art. 427 Abs. 2 StGB, wenn sie dem Beschwerdef�hrer die Kosten des Verfahrens vor Bezirksgericht mit dem einzigen Argument auferlegt, dass er durch sein Verhalten den Grund daf�r gesetzt hat, dass der Beschwerdegegner das umstrittene Gespr�ch aufgenommen hat.
Zu pr�fen ist weiter die Frage, ob die Vorinstanz dem Beschwerdef�hrer zu Recht die Kosten des Rechtsmittelverfahrens auferlegt und ihn zur Leistung einer Entsch�digung f�r die Kosten der Verteidigung an den Beschwerdegegner 2 verpflichtet hat.
5.1 Gem�ss Art. 428 Abs. 1 StPO tragen die Parteien die Kosten des Rechtsmittelverfahrens nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens. Als unterliegend gilt auch diejenige Partei, auf deren Rechtsmittel nicht eingetreten wird oder die das Rechtsmittel zur�ckzieht. F�llt die Rechtsmittelinstanz selber einen neuen Entscheid, so befindet sie darin nach Abs. 3 auch �ber die von der Vorinstanz getroffene Kostenregelung.
Nach Art. 432 Abs. 1 StPO hat die obsiegende beschuldigte Person gegen�ber der Privatkl�gerschaft Anspruch auf angemessene Entsch�digung f�r die durch die Antr�ge zum Zivilpunkt verursachten Aufwendungen. Obsiegt die beschuldigte Person bei Antragsdelikten im Schuldpunkt, so k�nnen gem�ss Art. 432 Abs. 2 StPO die antragstellende Person, sofern diese mutwillig oder grob fahrl�ssig die Einleitung des Verfahrens bewirkt oder dessen Durchf�hrung erschwert hat, oder die Privatkl�gerschaft verpflichtet werden, der beschuldigten Person die Aufwendungen f�r die angemessene Aus�bung ihrer Verfahrensrechte zu ersetzen.
5.2 Der Beschwerdef�hrer verzichtete mit Schreiben vom 15. November 2011 auf die Teilnahme an der zweitinstanzlichen Verhandlung (vgl. auch zweitinstanzliches Verhandlungsprotokoll). Mit Eingabe vom 4. Oktober 2011 teilte er zudem mit, dass er weder Anschlussberufung erhebe noch Antrag auf Nichteintreten stelle.
5.3 Das angefochtene Urteil h�lt auch in Bezug auf die Verlegung der zweitinstanzlichen Kosten und den Anspruch des Beschwerdegegners 2 auf eine Parteientsch�digung vor Bundesrecht nicht stand. Ausgangspunkt bildet der Umstand, dass der Beschwerdef�hrer sich nach Einreichung der Strafklage am Verfahren nicht mehr beteiligt und namentlich keine Antr�ge gestellt hat. Als private Partei kann im strafrechtlichen Verfahren nur obsiegen oder unterliegen, wer Antr�ge gestellt hat. Verzichtet sie darauf, k�nnen ihr keine Kosten auferlegt werden (DOMEISEN, a.a.O., Art. 428 StPO N 6; Griesser, a.a.O., Art. 428 N 2 mit Hinweis auf die Praxis der z�rcherischen Rechtsmittelinstanzen; vgl. f�r das bundesgerichtliche Verfahren Marc Thommen, Kosten und Entsch�digungen in strafrechtlichen Beschwerdeverfahren vor Bundesgericht, forum poenale 2009, S. 53/54; ferner Urteil 6B_588/2007 vom 11.4.2008 E. 5). Der Beschwerdef�hrer hat im zweitinstanzlichen Verfahren keine Antr�ge gestellt. Es k�nnen ihm daher keine Kosten f�r das zweitinstanzliche Verfahren auferlegt werden. Dieselben Erw�gungen gelten, soweit die Vorinstanz den Beschwerdef�hrer verpflichtet, dem Beschwerdegegner seine Aufwendungen f�r die angemessene Aus�bung seiner Verfahrensrechte zu ersetzen (Art. 432 Abs. 2 StPO), weil diese Entsch�digungspflicht ebenfalls an das Unterliegen ankn�pft. Im �brigen ist die Bestimmung �ber die Verpflichtung zum Ersatz der Aufwendungen der beschuldigten Person ebenso wie die Kostentragungspflicht der Privatkl�gerschaft gem�ss Art. 427 Abs. 2 StPO dispositiver Natur. Die Verpflichtung zur Bezahlung einer Parteientsch�digung ist an die pflichtgem�sse Aus�bung des Ermessens gebunden. Die Erw�gungen zur Auferlegung der erstinstanzlichen Verfahrenskosten (E. 4.4) gelten hier entsprechend.
Die Beschwerde ist gutzuheissen. Bei diesem Ausgang wird der Beschwerdegegner, der mit seinem in der Vernehmlassung gestellten Antrag unterliegt, grunds�tzlich kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG) und hat dem Beschwerdef�hrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine angemessene Entsch�digung auszurichten (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG). Angesichts des Umstandes, dass der Beschwerdegegner die rechtsfehlerhafte Verlegung der Verfahrens- und Parteikosten durch die Vorinstanz nicht zu verantworten hat, rechtfertigt es sich indes, auf die Erhebung von Kosten zu verzichten (Art. 66 Abs. 4 BGG) und dem Beschwerdef�hrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine Parteientsch�digung zulasten des Kantons Luzern zuzusprechen (Art. 68 Abs. 2 BGG).
Die Beschwerde wird gutgeheissen, das Urteil des Obergerichts des Kantons Luzern vom 17. November 2011 aufgehoben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckgewiesen.
Der Kanton Luzern hat dem Beschwerdef�hrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine Entsch�digung von Fr. 3'000.-- auszurichten.

References: Art. 448
 Art. 118
 Art. 81
 BGE 
 BGE 
 Art. 81
 BGE 
 Art. 427
 Art. 427
 Art. 118
 Art. 104
 Art. 120
 Art. 118
 Art. 120
 Art. 427
 Art. 427
 Art. 427
 Art. 427
 Art. 427
 Art. 427
 Art. 179
 Art. 426
 Art. 426
 Art. 120
 Art. 427
 Art. 432
 Art. 427
 Art. 427
 Art. 417
 Art. 427
 Art. 428
 Art. 432
 Art. 432
 Art. 428
 Art. 428
 Art. 427