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Timestamp: 2019-07-22 19:34:29+00:00

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BAG, 07.12.1995 - 2 AZR 1008/94 - dejure.org
https://dejure.org/1995,459
BAG, 07.12.1995 - 2 AZR 1008/94 (https://dejure.org/1995,459)
BAG, Entscheidung vom 07.12.1995 - 2 AZR 1008/94 (https://dejure.org/1995,459)
BAG, Entscheidung vom 07. Dezember 1995 - 2 AZR 1008/94 (https://dejure.org/1995,459)
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Wirksamkeit einer betriebsbedingten Kündigung (Reduzierung der Produktion, Aufgabe der Spätschicht) - Rechtmäßigkeit der Sozialauswahl zulasten des Sohnes bei angebotenem Arbeitsplatzverzicht des Vaters
Vater verzichtet für den Sohn auf den Arbeitsplatz - Das verstößt nicht gegen die sozialen Auswahlrichtlinien beim Abbau der Belegschaft
Kündigungsschutz; Sozialauswahl bei Arbeitsplatzverzicht des Vaters zugunsten des Sohnes
ArbG Bielefeld, 02.09.1993 - 3 Ca 1275/93
NJW 1996, 1843
NZA 1996, 473
FamRZ 1996, 611 (Ls.)
BB 1995, 2659
BB 1996, 1992
DB 1996, 783
Das Landesarbeitsgericht Hamm hat es in seiner Entscheidung vom 31. August 1994 (- 10 (19) Sa 1907/93 -LAGE KSchG § 1 Soziale Auswahl Nr. 13; vgl. auch LAG Niedersachsen 23. Februar 2001 - 16 Sa 1427/00 - LAGE KSchG § 1 Soziale Auswahl Nr. 36), der der Senat nicht gefolgt ist (7. Dezember 1995 - 2 AZR 1008/94 - AP KSchG 1969 § 1 Soziale Auswahl Nr. 29 = EzA KSchG § 1 Soziale Auswahl Nr. 35), als rechtsmissbräuchlich angesehen, wenn sich ein Arbeitnehmer auf eine fehlerhafte Sozialauswahl beruft, obwohl sich diese nicht zu seinen Gunsten ausgewirkt hat.
In ähnlicher Richtung hat der Senat bereits am 7. Dezember 1995 (- 2 AZR 1008/94 - AP KSchG 1969 § 1 Soziale Auswahl Nr. 29 = EzA KSchG § 1 Soziale Auswahl Nr. 35) - allerdings anlässlich einer individuellen Abschlussprüfung bei der Sozialauswahl - entschieden, dass ein Arbeitgeber das Angebot eines sozial schutzwürdigeren und deshalb nicht zur Kündigung vorgesehenen Arbeitnehmers berücksichtigen darf, für den Fall einer Weiterbeschäftigung seines zur Kündigung vorgesehenen Sohnes auf seinen Arbeitsplatz zu verzichten (vgl. Bröhl BB 2006, 1050, 1055).
Denn nur ein erheblicher Unterschied in der sozialen Schutzbedürftigkeit führt zur Sozialwidrigkeit der Kündigung (BAG Urteile vom 18. Oktober 1984 - 2 AZR 543/83 - BAGE 47, 80, 92 = AP Nr. 6 zu § 1 KSchG 1969 Soziale Auswahl, zu B II 4 a der Gründe und vom 7. Dezember 1995 - 2 AZR 1008/94 - AP Nr. 29, aaO, zu II 3 c der Gründe).
Das Landesarbeitsgericht Hamm hat es in seiner Entscheidung vom 31. August 1994 (- 10 (19) Sa 1907/93 - LAGE KSchG § 1 Soziale Auswahl Nr. 13; vgl. auch LAG Niedersachsen 23. Februar 2001 - 16 Sa 1427/00 - LAGE KSchG § 1 Soziale Auswahl Nr. 36), der der Senat nicht gefolgt ist (7. Dezember 1995 - 2 AZR 1008/94 - AP KSchG 1969 § 1 Soziale Auswahl Nr. 29 = EzA KSchG § 1 Soziale Auswahl Nr. 35), als rechtsmissbräuchlich angesehen, wenn sich ein Arbeitnehmer auf eine fehlerhafte Sozialauswahl beruft, obwohl sich diese nicht zu seinen Gunsten ausgewirkt hat.
Deshalb sind vielfältige Punkteschemata möglich (siehe zu weiteren Punktetabellen, die einer gerichtlichen Überprüfung standgehalten haben: ArbG Wetzlar v. 06.09.1983 - 1 Ca 206/83, ARST 1984, 7;… BAG v. 18.01.1990 - 2 AZR 357/89, aaO.; BAG v. 07.12.1995 - 2 AZR 1008/94, NZA 1996, 473 = WiB 1996, 695 [Boemke]; LAG Hamm v. 21.08.1997 - 4 Sa 166/97, LAGE § 102 BetrVG 1972 Nr. 62; LAG Düsseldorf v. 17.03.2000 - 9/6 Sa 84/00, DB 2000, 1572 ).

References: § 1
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 § 1
 § 102