Source: http://www.bekm.eu/warnliste-blackliste/
Timestamp: 2020-05-29 12:49:35+00:00

Document:
Warnliste / Blackliste - BE KONFLIKTMANAGEMENT
Verschiedene Tätigkeiten in der Finanzbranche setzen eine Bewilligung und Geschäftsgebaren voraus, damit seitens der Kunden/Geschäftspartner keine Benachteiligung entsteht und die Transparenz gewahrt bleibt.
Sofern hierfür vorgesehene Behörden wie BaFin/FMA/FINMA entsprechende Hinweise auf Unregelmäßigkeiten und mangelnde Transparenz darauf erhalten, dass Anbieter – bewusst oder unbewusst – ohne Bewilligung Tätigkeiten ausüben, für die eine solche erforderlich wäre, leitet sie entsprechende Abklärungen ein. Erhärtet sich der Verdacht, kann die Behörden mit sogenannten Enforcement-Verfahren gegen unerlaubt tätige Anbieter vorgehen und Massnahmen verfügen, die bis hin zu einer Liquidation des Unternehmens führen können.
BaFin/FMA/FINMA führen und veröffentlichen jeweils Warnlisten. Bei den Unternehmen, die auf dieser Liste stehen, wurden Untersuchungen wegen unerlaubter Tätigkeit eingeleitet, konnte den Verdacht jedoch nicht weiter abklären, da die Unternehmen ihrer Auskunftspflicht gegenüber den Behörden nicht nachgekommen sind. Ein Eintrag auf der Warnliste bedeutet nicht zwangsläufig, dass die vom aufgeführten Unternehmen ausgeübte Aktivität illegal ist. Indem die entsprechende Unternehmen auf der jeweiligen Warnliste aufgeführt sind, weist sie aber darauf hin, dass diese über keine Bewilligung verfügen. Betroffene Unternehmen werden von der Liste gestrichen, sobald die Behörden die notwendigen Abklärungen und allfälligen Anpassungen vornehmen konnte.
Besonders gewarnt wird vor Anbietern, gegen die bereits eine Verfügung erlassen hat und die aufsichtsrechtliche Bestimmungen
schwer verletzt haben: z. B. Publikationen nach Art. 34 des Finanzmarktaufsichtsgesetzes.
BaFin Unerlaubte Handlungen
FMA Investorenwarnungen
Folgende Unternehmen sind auffällig geworden und stehen bei uns unter Beobachtung:
Eine intelligent angelegter Strukturvertrieb, der sich über eine inzwischen gängige Cashback-System an gutgläubige Kunden heranpirscht um verschiedene Pakete, Einzelhändlern überteuerte Kassensysteme zu verkaufen.
Viele auf der Lyoness-Website angeführten sogenannten Geschäftspartner wissen nichts davon oder haben ihre Zusammenarbeit wegen Unwirtschaftlichkeit eingestellt und sitzen nun auf den Kassensystemen.
Lyoness gibt 1,3 Mrd. € als Jahresumsatz an. Wie sich diese allerdings aufschlüsseln wird nicht bekannt gegeben. Wie solcher Umsatz allein aus dem Cashback generiert werden soll bedarf nicht den Nobelpreis in Mathematik. Führt man sich die Zahlen von weltweit angeblich 4,7 Mio. Mitglieder und etwas mehr als 50000 Akzeptanzstellen vor Augen, so ist dies nichts!!! Zumal die meisten Händler kleine Einzelhändler sind
LOPOCA Gewinnspiel
* gegründet im Mai 2010 durch drei Partner, vertreten mit Reinhard Meusburger als Marketing Direktor (Steiermärker; gibt an, sein Verdienst ist € 3 ts./h!!)
* ca. 30 Mitarbeiter, 80 ts. Nutzer sgn. Lopocaner
* Sitz auf Zypern, Lizenz auf Malta (Aufsichtsbehörde) -> Konflikt EU Sielgesetz entspricht nicht dem Ö Spielgesetz ->> Arbeiterkammer in Graz, lopoca sei illegal, da keine Konzession in Ö
* Online-Spiel und Partnerprogramm
* Nuggetsgame = Trade mit Nuggets (Nuggetskurs entwickelt sich durch den Spiel zwischen Lopoca und dem Spieler), Lizenz seit 2012 auf Malta -> Glücksspiel vs. Geldanlage ??!!
* ca. 400 Casinospiele
* Einzel-, Kombi- und Systemwetten, Sportwetten
* Lottospiel IQ-Game
* Live-Poker
* laut Lopoca ist deren Entwicklung NUR über Empfehlung (Empfehler hat seine Spieler, durch diese er Provision verdient = cashback Provision durch Partnerregistrierung), hiermit widerspricht lopoca allen Vorwürfen wegen Pyramidenspiel, man behauptet, es geht um rein MLM auf Grund der Produktbezogenheit von Provision
* Handelsgebühr von 5% aller An- & Verkäufer
* Spielsucht Prävention -> jährliches Einzahlungslimit von EUR 5ts. pro Spieler /resp. max. 10% seines Jahresgehalts
* 5% der Erlöse bei lopoca werden gespendet (Nepal, Ghana…)
Ein Portal was alleinig von der Werbung neuer Mitglieder abhängig ist. Auszahlungen nur unter erschwerten Bedingungen möglich, wenn überhaupt. Unübersichtliche Firmenstruktur, keinerlei Transparenz usw……wir haben einen „Probeballon“ in GoldNuggets mit 300 € steigen lassen, anfangs hat sich der Kurs gut entwickelt, aber mit dem ersten Verkaufsversuch schon mit der Auszahlung gescheitert. Die Standartausreden bei solchen Strukturen sind immer eine Systemumstellung, neue Software muss aufgespielt werden, dann kommt ein Serverproblem usw.
Wir haben im Kreise unserer Fachanwälte und Wirtschaftsdetekteien ausführlich über Premium Safe nebst involvierten Nebenfirmen/Vermittlern etc. beraten und abgewogen. Im rechtlichen Sinne dürften sich Schadensersatzansprüche gegen die Gesellschaft und Geschäftsführer Uckermann problemlos sein. Das Geschäftsmodel der Premium Safe stellt ein Einlagengeschäft nach dem KWG dar. Dieses erfordert die Erlaubnis der Bafin. Das Betreiben von Einlagegeschäften ohne die erforderliche Erlaubnis stellt einen Verstoß gegen § 32 Kreditwesengesetz (KWG) i. V. m. § 1 Abs. 1 Nr. 1 KWG, § 54 KWG dar, ist ein Straftatbestand und gleichzeitig ein Schutzgesetz, der i. V. m. § 823 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) Rechtsgrundlage für einen Schadensersatzanspruch darstellt. Auch eine Haftung der Geschäftsführer und Vorstände ist in der ständigen Rechtsprechung der deutschen Gerichte anerkannt. Die Geschäftsführer waren verpflichtet nachzuprüfen, ob bei dem betriebenen Geschäftsmodell Erlaubnisse nach dem Kreditwesengesetz erforderlich sind. Auch eine Haftung wegen Betrugs § 263 StGB iV, §823 II BGB, aufgrund des Betreibens eines Schneeballsystems käme zur Anwendung. Allerdings könnte hier die Vollstreckung problematisch werden, da die Premium Safe Ltd & Co. Verwaltungs KG wohl Vermögenslos und Uckermann nicht aufzufinden ist.
Es verbleibt allerdings noch ein Anspruch gegen die Anlageberater, die die Anlage empfohlen haben. Hier gilt es zu prüfen, ob gegen Beratungspflichten verstoßen wurde.“
…in Kürze mehr darüber!

References: Art. 34
 § 32
 § 1
 § 54
 § 823
 § 263
 §823