Source: http://www.internationales-erbrecht.de/artikel/detail/1/gesetzliche-erbfolge-und-rechte-des-ehegatten.html
Timestamp: 2019-03-20 08:26:46+00:00

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Soweit der Erblasser die Erbfolge nicht durch eine wirksame letztwillige Verfügung geregelt, regelt sich die Rechtsnachfolge von Todes wegen nach Art. 731 ff. Code Civil Francais (CCF).
Voraussetzung für das Erbrecht des Ehegatten ist das Bestehen einer Ehe. Bis zum 1.1.2007 war der Ehegatte nicht erbberechtigt, wenn ein rechtskräftiges Urteil nach Art. 296 ff („séparation de corps“) ergangen war und dieses sein Verschulden feststellte. Seit dem 1. 1. 2007 (Ges. Nr. 2006-628 v. 23. 6. 2006) ist gemäß Art. 732 CC wurde diese Einschränkung aufgehoben.
Gesetzliches Erbrecht des Ehegatten bei Zusammentreffen mit Verwandten
Besondere Rechte des überlebenden Ehegatten im Hinblick auf die Familienwohnung
Gemäß Art. 763 CC erhält der überlebende Ehegatte für ein Jahr ein unentgeltliches zeitweiliges Wohnrecht an der Ehewohnung nebst Inventar („droit au logement temporaire“). Dieses Recht kann dem Ehegatten nicht entzogen werden (vgl. Art. 763-4 CC) und der überlebende Ehegatte hat auch dann einen Anspruch auf dieses Recht, wenn er die Erbschaft ausgeschlagen hat.
Außerdem kann der überlebende Ehegatte nach Art. 764 CC binnen einen Jahres auch Einräumung ein lebenslängliches Wohnrecht („droit viager au logement“) und Eintragung im Hypothekenregister verlangen. Das lebenslängliche Wohnrecht kann durch Vereinbarung in eine Leibrente („rente viagère“) oder in eine Kapitalzahlung umgewandelt werden. Der Wert des lebenslänglichen Wohnrechts wird auf den Erbteil des überlebenden Ehegatten angerechnet. Das lebenslängliche Wohnrecht kann durch ein notariell errichtetes Testament ausgeschlossen werden.
Postmortaler Unterhalt
Gemäß Art. 767 CC kann der bedürftige überlebende Ehegatte postmortalen Unterhalt („droit à pension“) verlangen.

References: Art. 731
 Art. 296
 Art. 732
 Art. 763
 Art. 763
 Art. 764
 Art. 767