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Timestamp: 2020-02-18 22:27:33+00:00

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BGH, 27.10.1960 - 2 StR 342/60 - dejure.org
BGH, 27.10.1960 - 2 StR 342/60
https://dejure.org/1960,500
BGH, 27.10.1960 - 2 StR 342/60 (https://dejure.org/1960,500)
BGH, Entscheidung vom 27.10.1960 - 2 StR 342/60 (https://dejure.org/1960,500)
BGH, Entscheidung vom 27. Januar 1960 - 2 StR 342/60 (https://dejure.org/1960,500)
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Subjektive Tatbestandsvoraussetzungen der Amtspflichtsverletzung im Rahmen der passiven Bestechlichkeit - Voraussetzungen an die Pflichtwidrigkeit einer Handlung im Sinne einer Amtspflichtsverletzung oder Dienstpflichtsverletzung - Anforderungen an das Vorliegen einer ...
BGHSt 15, 217
NJW 1961, 472
MDR 1961, 431
DB 1961, 196
Der Tatbestand der Bestechung (§ 334 StGB) verlangt jedoch schon einfachrechtlich die Vornahme einer hinreichend konkreten Diensthandlung (vgl. BGHSt 15, 217 ).
Der Tatbestand des § 332 Abs. 1 StGB verlangt, daß sich das zwischen Geber und Empfänger vorausgesetzte Einvernehmen (vgl. BGH NStZ 1984, 24 ) auf eine bestimmte Diensthandlung oder eine Mehrheit bestimmter Diensthandlungen bezieht (RGSt 2, 219; 64, 328, 335 f; BGHSt 15, 217, 222 f; 15, 239, 250;… Dreher/Tröndle, StGB 41. Aufl. § 331 Rdn. 17;… Lackner, StGB 15. Aufl. § 331 Anm. 3 d).
Deshalb ist nicht zu fordern, daß die Diensthandlung, die den Gegenstand der Unrechtsvereinbarung bildet, in ihrer konkreten Gestalt nach Zeitpunkt, Anlaß und Ausführungsweise in allen Einzelheiten schon feststeht (RGSt 11, 219, 221 f; 64, 328, 335 f; RGRspr. 7, 424, 425 f; RG LZ 1926, 1200 f; RG JW 1934, 2068; RG HRR 1940 Nr. 195; BGHSt 15, 217, 222 f; BGH NJW 1960, 830 f; BGH, Urteil vom 21. Juli 1959 - 5 StR 65/59; OLG Hamburg HESt 2, 337 f;… Dalcke/Fuhrmann/Schäfer, Strafrecht und Strafverfahren 37. Aufl. § 331 StGB Anm. 4;… Cramer in Schönke/Schröder, StGB 21. Aufl. § 331 Rdn. 31).
Wie der Senat in seinem zur Veröffentlichung bestimmten Urteil vom 27. Oktober 1960 - 2 StR 342/60 - erneut betont hat, muß die als Gegenleistung angesonnene pflichtwidrige Amtshandlung bestimmt oder bestimmbar sein.
Die Tathandlung des Forderns eines Vermögensvorteils im Sinne des § 332 StGB setzt voraus, daß das Verlangen des Täters auf eine vertragsähnliche Willensübereinstimmung in dem Sinn angelegt ist, daß der Vorteil für die Vornahme oder Unterlassung einer bestimmten Diensthandlung oder einer Mehrheit bestimmter Diensthandlungen gewährt wird, durch die er seine Dienstpflichten verletzen würde (vgl. BGHSt 15, 217, 222/223; BGH, Beschluß vom 27. März 1984 - 1 StR 77/84).
Es genügt also - auch zur Verurteilung wegen Vorteilsannahme - nicht schon die Annahme eines Vorteils durch den Amtsträger, und zwar auch dann nicht, wenn die Zuwendung mit Rücksicht auf seine Dienststellung, aus Anlaß oder bei Gelegenheit einer Amtshandlung oder zu dem Zweck erfolgt, lediglich allgemeines Wohlwollen und Geneigtheit des Amtsträgers zu erkaufen (BGHSt 15, 223, 250 ff.) [BGH 27.10.1960 - 2 StR 342/60].
Das Urteil leidet insofern unter der mangelhaften Feststellung eines Zusammenhanges zwischen den gewährten Vorteilen und bestimmten, als Gegenleistung gedachten, vorgenommenen oder vorzunehmenden Diensthandlungen (vgl. BGHSt 15, 217, 222; 15, 250 f. [BGH 27.10.1960 - 2 StR 177/60]).
Zwar genügt es für die §§ 331 ff StGB nicht, wenn sich der Vorteilsgeber lediglich das allgemeine Wohlwollen und die Geneigtheit des Beamten erkaufen will (BGHSt 15, 217, 218; BGH NStZ 1984, 24).
a) Es begegnet keinen Bedenken, dass das Landgericht die auf der Grundlage der zwischen dem Angeklagten, X. und S. getroffenen Abreden erfolgten Vorteilsgewährungen an X. rechtlich als Bestechung im Sinne des § 334 StGB gewürdigt hat, weil ihm die Vorteile als Gegenleistung für seine Dienstpflichtverletzungen als Landrat überlassen wurden (vgl. dazu BGH, Urteile vom 27. Oktober 1960 - 2 StR 342/60, BGHSt 15, 217, 222 f.; vom 29. Februar 1984 - 2 StR 560/83, BGHSt 32, 290; vom 23. Oktober 2002 - 1 StR 541/01, BGHSt 48, 44, 46; vom 28. Oktober 2004 - 3 StR 460/03, NStZ 2005, 214, 215; vom 14. Februar 2007 - 5 StR 323/06, NStZ-RR 2008, 13, 14; vom 14. Oktober 2008 - 1 StR 260/08, BGHSt 53, 6, 16 ff.).
Der Senat hat in der Entscheidung BGHSt 15, 217, 222 [BGH 27.10.1960 - 2 StR 342/60] (vgl. auch BGHSt 15, 88, 92 [BGH 25.07.1960 - 2 StR 91/60] und 15, 239, 250) ausgeführt: "Weil die Bestechungstatbestände voraussetzen, daß nach der Übereinkunft der Beteiligten der Vorteil als Gegenleistung für die Amtshandlung gedacht ist - bei dem Merkmal des Forderns entscheidet das auf eine solche Übereinkunft abzielende Angebot -, muß diese Unrechtsvereinbarung notwendigerweise eine bestimmte Amtshandlung oder eine Mehrheit bestimmter Amtshandlungen zum Gegenstand haben, wenn auch über die Einzelheiten keine genauen Vorstellungen zu bestehen brauchen.
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Bestechung durch Festtagsgeschenke nach Brauchtum des Heimatlandes

References: § 332
 BGH 
 § 331
 § 331
 BGH 
 § 331
 § 331
 § 332
 BGH 
 § 334
 § 107