Source: https://spackeria.wordpress.com/2012/07/03/darf-man-in-deutschland-eigentlich-offentliche-daten-nutzen/
Timestamp: 2017-04-28 21:37:43+00:00

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Darf man in Deutschland eigentlich öffentliche Daten nützen?	Veröffentlicht am 3. Juli 2012 von tante Auf Twitter fragte @monoxyd, nach einer deutschen Umsetzung von weknowwhatyouredoing.com
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20 Antworten zu Darf man in Deutschland eigentlich öffentliche Daten nützen? Pingback: Darf man in Deutschland eigentlich öffentliche Daten nützen? | tante's blog
ttm (@textkoch) schreibt:	3. Juli 2012 um 11:59	Es genügt im Prinzip der Blick ins Gesetz: Personenbezogene Daten dürfen nur für den Zweck genutzt werden, für den sie erhoben wurden. Für jede weitere Nutzung ist die Einwilligung des Betroffenen einzuholen.
Antwort	tante schreibt:	3. Juli 2012 um 12:02	Das ist auch meine Interpretation so weit, mal sehen, ob es Gegenstimmen gibt!
Antwort	pbeccard schreibt:	3. Juli 2012 um 13:05	Stelle ich meine Daten nicht unter den Bedingungen der Facebook AGB ein? Gelten somit nicht die Nutzungsbedingungen der Facebook API?
Antwort	tante schreibt:	3. Juli 2012 um 13:07	Das ist nicht so einfach.
Antwort	max schreibt:	3. Juli 2012 um 13:22	Also § 28, Absatz (1) des BDSG sagt: „Das Erheben, Speichern, Verändern oder Übermitteln personenbezogener Daten oder ihre Nutzung als Mittel für die Erfüllung eigener Geschäftszwecke ist zulässig […] 3. wenn die Daten allgemein zugänglich sind […]“. Auch ich bin kein Jurist, würde das allerdings dahingehend interpretieren, dass der Dienst damit nicht gegen das BDSG verstossen würde und somit auch durchaus realisierbar sein sollte, genau WEIL die Daten ja öffentlich zugänglich sind…
Antwort	woksoll schreibt:	3. Juli 2012 um 13:26	Das Bundesdatenschutzgesetz ist da eigentlich völlig klar:
Antwort	max schreibt:	3. Juli 2012 um 13:37	Nein, auf die Einwilligung kannst Du in diesem Falle verzichten, weil „dieses Gesetz…“ (BDSG)“[…] dies erlaubt […]“ (siehe § 28 (1) BDSG).
Antwort	woksoll schreibt:	3. Juli 2012 um 15:01	Da würde ich mich nicht drauf verlassen. „Für eigene Geschäftszwecke“. Das liest sich für mich so, dass Facebook personenbezogene Daten intern erheben kann, um damit zu ermitteln, welche Werbung man dir an den Kopf schleudern soll. Hier war aber gfragt worden, ob man personenbezogene Daten (möglicherweise sogar ohne Geschäftszweck) veröffentlichen dürfe.
Antwort	tante schreibt:	3. Juli 2012 um 15:02	Ich habe den niedersächsischen Datenschutzbeauftragten schon kontaktiert, werde das Ergebnis dann natürlich auch kommunizieren 🙂
Antwort	Markoff Chaney schreibt:	3. Juli 2012 um 13:48	Ist §28 (6) 2. nicht auch einschlägig? „(6) Das Erheben, Verarbeiten und Nutzen von besonderen Arten personenbezogener Daten (§ 3 Abs. 9) für eigene Geschäftszwecke ist zulässig, soweit nicht der Betroffene nach Maßgabe des § 4a Abs. 3 eingewilligt hat, wenn […] 2. es sich um Daten handelt, die der Betroffene offenkundig öffentlich gemacht hat,“
Antwort	Erdbeerbäumle schreibt:	4. Juli 2012 um 01:10	Das ist heikel, denn es ist nicht so leicht festzustellen, dass jemand etwas selbst öffentlich gemacht hat. Öffentlich ist etwas nicht, nur weil es allgemein zugänglich ist. Der Betroffene muss es selbst öffentlich gemacht haben: wenn er es nur für einen beschränkten Personenkreis öffentlich gemacht hat und einer von denen es öffentlich machen, dann würde das nicht greifen.
Antwort	Erdbeerbäumle schreibt:	4. Juli 2012 um 00:44	„… Des weiteren sind die genutzten Daten ja öffentlich.“
Antwort	lress (@lress) schreibt:	4. Juli 2012 um 05:21	Selbst wenn es nach DE-Recht verboten wäre, kann es über ein anderes Land veröffentlicht werden. Wie sieht die moralische Seite aus?
Egal wie, wir sollten uns vor Augen halten, dass „alles was mit Daten passieren kann, irgendwann mit Daten passiert“ Antwort	lress (@lress) schreibt:	4. Juli 2012 um 05:24	Muss natürlich lauten: „alles was mit Daten passieren kann, wird irgendwann mit den Daten passieren“
Antwort	Joachim S. Müller schreibt:	4. Juli 2012 um 07:03	Ich werfe mal BDSG §28 (1) 3 in den Ring, damit sehe ich die Verwendung bereits öffentlicher Daten i.d.R. für legal an.
Antwort	Erdbeerbaeumle schreibt:	5. Juli 2012 um 21:15	BDSG §28 (1) 3. fordert eine Abwägung. Die dürfte in dem Fall kaum zugunsten einer solchen Verwendung ausfallen.
Antwort	sprech.sucht (@Sprechsucht) schreibt:	4. Juli 2012 um 17:02	Was unterscheidet weknowwhatyouredoing.com von anderen Twitter Walls, abgesehen von den gescannten Stichworten? Die dürften ja auch legal sein.
Antwort	Pingback: Jemand posted auf Twitter, daß er gerade besoffen ist | Die wunderbare Welt von Isotopp
Gast-07.07.2012 schreibt:	7. Juli 2012 um 14:55	Siehe auch die Diskussion hier:

References: § 28
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