Source: https://www.elektrobike-online.com/e-bike-pflege/zuendstoff-im-grossstadt-dschungel/
Timestamp: 2019-11-23 02:28:26+00:00

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Fahrräder und StVZO: Das braucht Ihr Bike - elektrobike-online.com
Zündstoff im Großstadt-Dschungel
Rufen statt Klingeln, ohne Licht fahren oder gar ohne Bremsen? Das kann zwar Spaß machen, ist aber verboten, sofern Sie auf öffentlichen Straßen und Wegen unterwegs sind.
Bikes machen mobil, besonders im Großstadt-Dschungel. Wenn Sie jedoch aufgrund mangelnder verkehrstauglicher Ausstattung von der Polizei an jeder Ecke angehalten werden, ist es mit der Mobilität schnell vorbei.
Radfahrer müssen sich nicht nur an geltende Verkehrsregeln halten, sondern auch dafür sorgen, dass ihr Drahtesel verkehrstauglich ausgestattet ist. Es reicht aber nicht, die nötigen Lampen und Bremsen zu montieren – sie müssen auch funktionieren. Die regelmäßige Wartung Ihres Bikes kann technischen Mängeln und damit Unfällen vorbeugen.
Zum 1. Juni 2017 wurde die StVZO geändert. ElektroBIKE erklärt, was Sie wirklich brauchen, und bei welchen Mängeln Ihnen Geldstrafen drohen.
Spot on: Scheinwerfer & Co. - § 67 StVZO
Reflexreifen sind optische Hingucker, absolut funktional und lassen in lauen Sommernächten eine gewisse Bike-Romantik aufkommen.
Wichtig: Zur Stromversorgung müssen Sie einen Dynamo einsetzen, alternativ sind seit 2017 auch Batterien oder wiederaufladbare Akkus erlaubt.
Die Laufräder bekommen jeweils zwei gelbe Seitenstrahler. Ein hübsche und effektive Alternative sind Reifen deren Seiten rot, weiß oder gelb rückstrahlen.
Laut StVZO § 67 Absatz 1, müssen Fahrräder „...für den Betrieb des Scheinwerfers und der Schlussleuchte mit einer Lichtmaschine, einer Batterie oder einem wieder aufladbaren Energiespeicher oder einer Kombination daraus als Energiequelle ausgerüstet sein. Die Nennspannung der Energiequelle muss verträglich mit der Spannung der verwendeten aktiven lichttechnischen Einrichtungen sein."
(2) Als lichttechnische Einrichtungen gelten auch Leuchtstoffe und rückstrahlende Mittel. Die lichttechnischen Einrichtungen müssen während ihres Betriebs fest angebracht, gegen unabsichtliches Verstellen unter normalen Betriebsbedingungen gesichert sowie ständig einsatzbereit sein. Lichttechnische Einrichtungen dürfen nicht verdeckt sein.
Lichttechnische Einrichtungen dürfen zusammengebaut, ineinander gebaut oder kombiniert sein, mit Ausnahme von Fahrtrichtungsanzeigern. Lichttechnische Einrichtungen dürfen sich in ihrer Wirkung gegenseitig nicht beeinflussen.
Fahrräder mit einer Breite über 1 000 mm müssen nach vorne und hinten gerichtete, paarweise horizontal angebrachte Rückstrahler sowie mindestens zwei weiße Scheinwerfer und zwei rote Schlussleuchten aufweisen, die mit einem seitlichen Abstand von maximal 200 mm paarweise zur Außenkante angebracht sein müssen. Abweichend davon müssen Fahrräder, die breiter als 1 800 mm sind, den Anbauvorschriften der Regelung Nr. 48 der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa über einheitliche Bedingungen für die Genehmigung von Fahrzeugen hinsichtlich des Anbaus der Beleuchtungs- und Lichtsignaleinrichtungen (ABl. L 265 vom 30.9.2016, S. 125) für Personenkraftwagen entsprechen.
(3) Fahrräder müssen mit einem oder zwei nach vorn wirkenden Scheinwerfern für weißes Abblendlicht ausgerüstet sein. Der Scheinwerfer muss so eingestellt sein, dass er andere Verkehrsteilnehmer nicht blendet. Blinkende Scheinwerfer sind unzulässig.
Fahrräder müssen mit mindestens einem nach vorn wirkenden weißen Rückstrahler ausgerüstet sein. Scheinwerfer dürfen zusätzlich mit Tagfahrlicht- und Fernlichtfunktion für weißes Licht mit einer maximalen Lichtstärke und Lichtverteilung der Tagfahrlichtfunktion nach der Regelung Nr. 87 der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UN/ECE) – Einheitliche Bedingungen für die Genehmigung von Leuchten für Tagfahrlicht für Kraftfahrzeuge (ABl. L 164 vom 30.6.2010, S. 46) ausgerüstet sein.
Die Umschaltung zwischen den Lichtfunktionen muss automatisch erfolgen oder von Hand mit Bedienteilen entsprechend der Lageanordnung nach der Regelung Nr. 60 der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UNECE) – Einheitliche Vorschriften für die Genehmigung zweirädriger Krafträder und Fahrräder mit Hilfsmotor hinsichtlich der vom Fahrzeugführer betätigten Bedienteile und der Kennzeichnung von Bedienteilen, Kontrollleuchten und Anzeigevorrichtungen (ABl. L 297 vom 15.10.2014, S. 23).
Schlussleuchte und Rückstrahler dürfen in einem Gerät verbaut sein. Schlussleuchten dürfen zusätzlich mit einer Bremslichtfunktion für rotes Licht mit einer Lichtstärke und Lichtverteilung der Bremslichtfunktion für das hintere Kennzeichenschild für Fahrzeuge der Klasse L (ABl. L 97 vom 29.3.2014, S. 1) ausgerüstet sein.
Zusätzlich zu der Mindestausrüstung mit einer der Absicherungsarten dürfen Sicherungsmittel aus den anderen Absicherungsarten angebracht sein. Werden mehr als zwei Speichenrückstrahler an einem Rad angebracht, so sind sie am Radumfang gleichmäßig zu verteilen. Zusätzliche nach der Seite wirkende bauartgenehmigte gelbe rückstrahlende Mittel sind zulässig. Nach vorne und nach hinten wirkende Fahrtrichtungsanzeiger, sind nur bei mehrspurigen Fahrrädern oder solchen mit einem Aufbau, der Handzeichen des Fahrers ganz oder teilweise verdeckt, zulässig.
(8) Für lichttechnische Einrichtungen am Fahrrad gelten folgende Anbauhöhen:
Lichttechnische Einrichtung: minimal 400 mm Höhe, maximal 1.200 mm Höhe
Rückstrahler vorne: minimal 400 mm Höhe, maximal 1.200 mm Höhe
Hinten: Schlussleuchte, Rückstrahler: minimal 250 mm Höhe, maximal 1.200 mm Höhe
Bremsen und § 65 StVZO
Ein verkehrstaugliches Fahrrad besitzt laut StVZO zwei voneinander unabhängige Bremsen. Warum? Wenn die eine versagt, kann die andere noch wirken.
Bremsen - Worum geht´s wirklich?
Scheibenbremsen: Gut dosierbar und auch bei Nässe absolut effizient.
Zu den leistungsstärksten Bremsen zählen gegenwärtig Scheibenbremsen, sie sind gut dosierbar und garantieren einen kurzen Bremsweg. Aber Vorsicht: Die hohe Bremspower von Scheibenbremsen ist mitunter gewöhnungsbedürftig. Wartungsärmer, weniger bissig und von daher besser geeignet für ungeübte Biker sind V-Brakes - hier sollten Sie jedoch darauf achten, dass bei Nässe die Bremspower vermindert ist.
Das sagt die StVZO - Bremsen gemäß § 65
Fahrradklingel, Radhupe und die StVZO § 64 a
Was muss eine Fahrradklingel leisten und welche verschiedenen Arten von Fahrradklingeln gibt es? ElektroBIKE verrät, worauf Sie beim Schallzeichen achten sollten.
Schallzeichen - Worum geht es wirklich?
Achtung, hier komm ich! Warnsignale sind im Strassenverkehr unerlässliche Begleiter.
Die grundlegende Aufgabe einer Fahrradklingel besteht darin, andere Verkehrsteilnehmer vor Gefahrensituationen zu warnen und den Fahrer zu schützen. Um das zu gewährleisten, muss sich die Radklingel akustisch von anderen Verkehrsgeräuschen abheben.
Lustige Hupen oder Kojak-Sirenen sind zwar nette Gimmicks, können aber die Klingel nicht wirklich ersetzen.
Das sagt die StVZO - Akustische Warnsignale gemäß § 64 a
§ 64 a: Fahrräder und Schlitten müssen mit mindestens einer helltönenden Glocke ausgerüstet sein; ausgenommen sind Handschlitten.
Andere Einrichtungen für Schallzeichen dürfen an diesen Fahrzeugen nicht angebracht sein.
Hart auf hart: die Bußgelder
Es gibt sie, die rebellischen Großstadt-Biker, die ohne Licht, Klingel und Bremsen fahren. Besonders im Berliner Großraum erfreuen sich diese Räder großer Beliebtheit. Cruiser, Singlespeeds, Fixies: Für wahre Indiana Jones des Großstadt-Dschungels die pure Freude - für Ordnungshüter ein stahlgewordener Alptraum.
Wenn Ihr Rad so retro ist, dass es weder Licht noch Klingel besitzt, müssen Sie bei Verkehrskontrollen mit dem ein oder anderen Bußgeld und im äußersten Fall mit Punkten rechnen. Bei Wiederholungstätern geht die Polizei gelegentlich auch dazu über, die Räder aus dem Verkehr zu ziehen.
Punkte beim Radfahren? "Wiederholungstäter auf dem Rad können ab 40 Euro Strafe Punkte kassieren", so das Amt für Öffentliche Ordnung der Stadt Stuttgart.
Laut ADAC (2009) werden folgende Delikte mit einer Geldstrafe geahndet:
Die vorgeschriebenen Beleuchtungseinrichtungen nicht benutzen, obwohl es die Sichtverhältnisse erforderten: 10 Euro
§ 23 Abs. 1, 1a, 3 StVO:
Fahrrad ohne bzw. ohne betriebsbereite Beleuchtungseinrichtung geführt: 10 Euro
Verbotswidrig ein Mobiltelefon benutzt: 25 Euro
Fahrrad geführt, obwohl Gehör durch Geräte beeinträchtigt war: 10 Euro
An ein fahrendes Fahrzeug gehängt bzw. freihändig gefahren: 5 Euro
Technische Einrichtungen an Fahrrädern - §§ 64a, 65, 67 StVZO:
Fahrrad ohne Klingel: 10 Euro
Fahrrad ohne funktionierende Bremsen: 10 Euro
Fahrrad ohne die vorgeschriebene seitliche Kenntlichmachung: 10 Euro
Rennrad bis 11 kg ohne erforderliche lichttechnische Einrichtung: 10 Euro
Checkliste: So wird Ihr Fahrrad verkehrstauglich
Für nähere Infos bitte Bild anklicken.
Scheinwerfer vorn: hell leuchtend in Weiß oder Gelb. Wichtig: Das Licht darf nicht blinken, sondern muss ruhen.
Strahler vorn: weiß (darf mit Scheinwerfer verbunden sein).
Rücklicht: rot, darf blinken.
Rückstrahler: rot, darf mit Rücklicht verbunden sein.
Pedalstrahler: gelb, an den Pedalen befestigt oder gleichwertigen Einrichtungen.
Seitenstrahler: gelb, 2 Stück pro Laufrad. Alternative: Reifen, deren Seiten weiß oder gelb rückstrahlen.
Zwei Bremsen: Beide Bremsen müssen unabhängig voneinander funktionieren
Fahrradklingel: Vorrichtung zur Abgabe von akustischen Warnzeichen.
Julia Beau/Dörte Neitzel 01.01.2018
Scott ruft Vanish Evo Helme 1wegen Sicherheitsmängeln zurück Scott ruft Vanish Evo Helme des Modelljahres 2015 zurück. Der Grund: Bestimmte Helme entsprechen nicht den internen Sicherheitsstandards....
Wissenswertes über Helme und Helmpflicht Alles zum Helm auf dem E-Bike und S-Pedelec Auch wenn für Pedelecs bis 25 km/h keine Helmpflicht besteht, sollte jeder E-Bike-Fahrer im eigenen Interesse einen Helm tragen. Welche...

References: § 67
 § 67
 § 65
 § 65
 § 64
 § 64

§ 64

§ 23