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Timestamp: 2019-10-19 01:04:28+00:00

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BGH, 09.02.2009 - II ZR 77/08 - dejure.org
https://dejure.org/2009,779
BGH, 09.02.2009 - II ZR 77/08 (https://dejure.org/2009,779)
BGH, Entscheidung vom 09.02.2009 - II ZR 77/08 (https://dejure.org/2009,779)
BGH, Entscheidung vom 09. Februar 2009 - II ZR 77/08 (https://dejure.org/2009,779)
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Es muss nicht stets dargelegt werden, "wer, wann, wo, mit wem"
Verstoß gegen Anspruch auf Gewährung rechtlichen Gehörs bei Verkennung des Sinns des Parteivortrags
Zur Frage, wann aus der Art der Begründung der angefochtenen Entscheidung ein Verstoß gegen das Verfassungsgebot des rechtlichen Gehörs folgt
Verfahrensrecht - Verkennung des Kerngehalts des Parteivortrags
Gehörsverletzung - So bringen Sie Ihren Sachvortrag zur Geltung
Der Richter und die vorgefasste Meinung
Anforderungen an Sachverhalts-Wiedergabe (IBR 2009, 1073)
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des BGH v. 9.2.2009 - II ZR 77/08 (Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör bei unvollständiger Wahrnehmung des Parteivortrags durch das Gericht)" von RA Dr. Jürgen Mark, LL.M. und RA Dr. Philipp Schütt, original erschienen in: NJW ...
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des BGH vom 9.2.09, Az.: II ZR 77/08 (Gehörsverletzung)" von der PA-Redaktion, original erschienen in: PA 2009, 102.
LG Erfurt, 14.05.2006 - 8 O 13/06
OLG Jena, 20.02.2008 - 7 U 486/07
OLG Jena, 21.02.2008 - 7 U 486/07
NJW 2009, 2137
ZIP 2009, 1031
WM 2009, 1154
AnwBl 2009, 148
BauR 2009, 1003
a) Eine Partei genügt ihrer Darlegungslast, wenn sie eine Tatsache vorträgt, die in Verbindung mit einem Rechtssatz geeignet ist, das geltend gemachte Recht als in ihrer Person entstanden erscheinen zu lassen (BGH, Beschluss vom 9. Februar 2009 - II ZR 77/08, WM 2009, 1154 Rn. 4 st. Rspr.).
Der Pflicht zur Substantiierung ist erst dann nicht entsprochen, wenn das Gericht anhand der Darstellung nicht beurteilen kann, ob die gesetzlichen Voraussetzungen der an eine Behauptung geknüpften Rechtsfolgen erfüllt sind (BGH, Beschluss vom 9. Februar 2009 - II ZR 77/08, aaO; BVerfG, WM 2012, 492, 493 jeweils mwN).
Setzt sich das Gericht mit dem Parteivortrag nicht inhaltlich auseinander, sondern mit Leerformeln darüber hinweg, verletzt es das Verfahrensgrundrecht nach Art. 103 Abs. 1 GG (vgl. BGH…, Beschluss vom 24. August 2016 - VII ZR 41/14, BauR 2017, 106 Rn. 21 m.w.N. = NZBau 2016, 746; Beschluss vom 9. Februar 2009 - II ZR 77/08, BauR 2009, 1003 Rn. 3 f.).
Der Pflicht zur Substantiierung ist nur dann nicht genügt, wenn das Gericht aufgrund der Darstellung nicht beurteilen kann, ob die gesetzlichen Voraussetzungen der an eine Behauptung geknüpften Rechtsfolgen erfüllt sind (…BVerfG, WM 2012, 492 Rn. 16; BGH, Beschluss vom 9. Februar 2009 - II ZR 77/08, WM 2009, 1154 Rn. 4;… Beschluss vom 21. Mai 2007 - II ZR 266/04, ZIP 2007, 1524 Rn. 8; Urteil vom 25. Juli 2005- II ZR 199/03, WM 2005, 1847, 1848 m.w.N.).
Überspannt das Gericht die Anforderungen an die Substantiierung und erhebt deshalb nicht die von der Partei angebotenen Beweise, verletzt es den Anspruch auf rechtliches Gehör (…BVerfG, WM 2012, 492 Rn. 20 f.; BGH, Beschluss vom 9. Februar 2009 - II ZR 77/08, WM 2009, 1154 Rn. 4).
Genügt das Parteivorbringen diesen Anforderungen an die Substantiierung, kann der Vortrag weiterer Einzeltatsachen, die etwa den Zeitpunkt und den Vorgang bestimmter Ereignisse betreffen, nicht verlangt werden; es ist dann vielmehr Sache des Tatrichters, bei der Beweisaufnahme die benannten Zeugen nach Einzelheiten zu befragen, die ihm für die Beurteilung der Zuverlässigkeit der Bekundungen erforderlich erscheinen (…s. zu alldem BGH, Beschlüsse vom 11. Mai 2010 - VIII ZR 212/07, NJW-RR 2010, 1217, 1218 f Rn. 11;… vom 7. Dezember 2009 - II ZR 229/08, NJW-RR 2010, 246, 247 Rn. 3 mwN; vom 9. Februar 2009 - II ZR 77/08, NJW 2009, 2137 Rn. 4;… vom 2. Juni 2008 - II ZR 121/07, NJW-RR 2008, 1311 Rn. 2 …und vom 21. Mai 2007 - II ZR 266/04, NJW-RR 2007, 1409, 1410 Rn. 8;… Zöller/Greger, ZPO, 29. Aufl., § 138 Rn. 7b und vor § 253 Rn. 23).
Im Interesse der Wahrung des Grundrechts aus Art. 103 Abs. 1 GG darf das Gericht keine überspannten Anforderungen an die Darlegung stellen (…BGH, Beschlüsse vom 11. Mai 2010 aaO Rn. 10 f;… vom 7. Dezember 2009 aaO Rn. 2 f; vom 9. Februar 2009 aaO …und vom 2. Juni 2008 aaO).
Der Pflicht zur Substantiierung ist mithin nur dann nicht genügt, wenn das Gericht aufgrund der Darstellung nicht beurteilen kann, ob die gesetzlichen Voraussetzungen der an eine Behauptung geknüpften Rechtsfolgen erfüllt sind (BGH…, Urteil vom 25. Juli 2005 - II ZR 199/03 -, WM 2005, S. 1847 ;… Beschluss vom 21. Mai 2007 - II ZR 266/04 -, WM 2007, S. 1569 ; Beschluss vom 9. Februar 2009 - II ZR 77/08 -, WM 2009, S. 1154 ).
Unerheblich ist dabei, wie wahrscheinlich die Darstellung ist und ob sie auf eigenem Wissen oder einer Schlussfolgerung aus Indizien beruht (BGH 9. Februar 2009 - II ZR 77/08 - Rn. 4 mwN, NJW 2009, 2137).
Das Gebot rechtlichen Gehörs verpflichtet das Gericht unter anderem dazu, den wesentlichen Kern des Vorbringens der Partei zu erfassen und - soweit er eine zentrale Frage des jeweiligen Verfahrens betrifft - in den Gründen zu bescheiden (vgl. BVerfG, ZIP 2004, 1762, 1763; BGH…, Beschluss vom 21. Mai 2007 - II ZR 266/04, NJW-RR 2007, 1409 Rn. 5;… Beschluss vom 28. November 2008 - LwZR 2/08, NL-BzAR 2009, 117 Rn. 5; Beschluss vom 9. Februar 2009 - II ZR 77/08, NJW-RR 2009, 2137 Rn. 4).
Von einer Verletzung dieser Pflicht ist auszugehen, wenn die Begründung der Entscheidung des Gerichts nur den Schluss zulässt, dass sie auf einer allenfalls den äußeren Wortlaut, aber nicht den Sinn des Vortrags der Partei erfassenden Wahrnehmung beruht (BGH…, Beschluss vom 20. Oktober 2008 - II ZR 207/07, NJW-RR 2009, 178 Rn. 4; Beschluss vom 9. Februar 2009 - II ZR 77/08, NJW-RR 2009, 2137 Rn. 3).
BGH, 22.07.2010 - VII ZR 117/08
Werkvertrag: Verzug mit der Annahme der Nachbesserung bei Irrtum über die …
a) Lässt die Begründung der angefochtenen Entscheidung nur den Schluss zu, dass die Entscheidung des Gerichts auf einer allenfalls den äußeren Wortlaut, nicht aber den Sinn des Parteivortrags erfassenden Wahrnehmung beruht, kann darin ein Verstoß gegen den Anspruch der betroffenen Partei auf Gewährung rechtlichen Gehörs liegen (BGH, Beschluss vom 9. Februar 2009 - II ZR 77/08, BauR 2009, 1003).
Die Erheblichkeit der unter Beweis gestellten Aussage ist mangels hinreichender Anhaltspunkte hinsichtlich des Gehalts der aufgestellten Behauptung durch das Gericht nicht zu beurteilen (vergleiche zu diesem Erfordernis BGH, Beschluss vom 09.02.2009, II ZR 77/08, juris).
BGH, 14.06.2010 - II ZR 143/09
Berufungsverfahren: Gehörsverletzung durch Außerachtlassung …
Rechtliches Gehör im Zivilprozess: Unrichtiges Erfassen des Parteivortrags durch …
BGH, 09.02.2012 - VII ZR 149/10
Verletzung des Rechts auf Gewährung rechtlichen Gehörs wegen …
OLG Naumburg, 08.01.2010 - 10 U 65/07
Verletzung des rechtlichen Gehörs: Anhörungsrüge wegen Übergehen des …

References: BGH 
 BGH 
 Art. 103
 § 138
 § 253
 Art. 103