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Timestamp: 2020-07-04 18:46:55+00:00

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Checkliste zur Anwendung der DAC 6-Richtlinie ⇒ Lexikon des Steuerrechts | smartsteuer
Checkliste zur Anwendung der DAC 6-Richtlinie
1 Von der DAC 6-Richtlinie umfasste Steuerarten
2 Entstehung einer Meldeverpflichtung eines Intermediärs
2.1 Ausnahmen von der Meldepflicht eines Intermediärs
3 Anforderungen an eine grenzüberschreitende Gestaltung i.S.d. § 138d Abs. 2 AO
4 Prüfung der Erfüllung von Hallmarks i.S.d § 138e AO
4.1 Prüfung von Hallmarks gem. § 138e Abs. 1 AO
4.2 Prüfung von Hallmarks gem. § 138e Abs. 2 AO
5 Inhalt und Vornahme einer Meldung zur Mitteilung grenzüberschreitender Gestaltungen
5.1 Übermittlung an das Bundeszentralamt für Steuern nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz
5.2 Fristen bei der Übermittlung an das Bundeszentralamt für Steuern
5.3 Anforderungen an den zu übermittelnden Datensatz gem. § 138f Abs. 3 AO
6.1 Grenzüberschreitende Darlehensbeziehung
6.2 Grenzüberschreitende Lizenzgewährung
1. Von der DAC 6-Richtlinie umfasste Steuerarten
Von der DAC 6-Richtlinie sind u.a. die folgenden Steuerarten umfasst:
Folgende Steuerarten sind explizit nicht von der DAC 6-Richtlinie umfasst:
2. Entstehung einer Meldeverpflichtung eines Intermediärs
Ein Intermediär i.S.d. § 138d Abs. 1 AO konzipiert, vermarktet, organisiert oder stellt eine grenzüberschreitende Gestaltung zur Nutzung bereit und/oder verwaltet die Umsetzung der Gestaltung (bspw. als Steuerberater oder Bank). Für eine Meldeverpflichtung eines Intermediärs müssen die nachfolgenden Kriterien erfüllt sein:
Ansässigkeit im Geltungsbereich des Gesetzes (Deutschland),
Ansässigkeit im Drittland, aber deutschem Recht unterliegend
Verfügung über eine Betriebsstätte in Deutschland oder
Eintragung in einem öffentlichen Register oder einem Berufsverband für juristische, steuerliche oder beratende Dienstleistungen in Deutschland
2.1. Ausnahmen von der Meldepflicht eines Intermediärs
Ein in einem Drittland hinzugezogener Berater ist kein Intermediär, auch wenn durch ihn die o.g. Voraussetzungen erfüllt sind.
Intermediäre, die in anderen EU-Staaten ansässig sind, müssen ihre Meldepflichten im EU-Staat ihrer Ansässigkeit erfüllen.
Mitteilungspflicht eines zur Meldung verpflichteten Intermediärs entfällt, wenn eine entsprechende Meldung bereits durch einen anderen Intermediär erfolgt ist.
Berufliche Verschwiegenheitsgebote i.S.d. § 138f Abs. 6 AO (Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Rechtsanwälte) führen zur einer Befreiung des Intermediärs von der Meldepflicht und verlagern die Meldepflicht auf den Stpfl. Der Intermediär hat den Stpfl. unverzüglich über die Meldepflicht zu informieren.
3. Anforderungen an eine grenzüberschreitende Gestaltung i.S.d. § 138d Abs. 2 AO
Eine grenzüberschreitende Steuergestaltung ist jede Gestaltung, die
die entweder mehr als einen Mitgliedstaat der Europäischen Union oder mindestens einen Mitgliedstaat der Europäischen Union und einen oder mehrere Drittstaaten betrifft, wobei mindestens eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist
die mindestens ein Kennzeichen i.S.d. § 138e Abs. 1 AO aufweist und von der ein verständiger Dritter unter Berücksichtigung aller wesentlichen Fakten und Umstände vernünftigerweise erwarten kann, dass der Hauptvorteil oder einer der Hauptvorteile die Erlangung eines steuerlichen Vorteils im Sinne des Absatzes 3 ist, oder ein Kennzeichen i.S.d. § 138e Abs. 2 AO aufweist.
Besteht eine Steuergestaltung aus einer Reihe von Gestaltungen, gilt sie als grenzüberschreitende Steuergestaltung, wenn mindestens ein Schritt oder Teilschritt der Reihe grenzüberschreitend i.S.d. S. 1 Nr. 2 ist; in diesem Fall hat die Mitteilung nach Abs. 1 die gesamte Steuergestaltung zu umfassen.
4. Prüfung der Erfüllung von Hallmarks i.S.d § 138e AO
Zur Prüfung der Erfüllung etwaiger Hallmarks sind § 138e Abs. 1 AO und § 138e Abs. 2 AO zu prüfen:
4.1. Prüfung von Hallmarks gem. § 138e Abs. 1 AO
4.2. Prüfung von Hallmarks gem. § 138e Abs. 2 AO
5. Inhalt und Vornahme einer Meldung zur Mitteilung grenzüberschreitender Gestaltungen
5.1. Übermittlung an das Bundeszentralamt für Steuern nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz
Die grenzüberschreitende Steuergestaltung i.S.d. § 138d Absatz 2 ist dem Bundeszentralamt für Steuern nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz im Sinne des Absatzes 3 über die amtlich bestimmte Schnittstelle mitzuteilen
5.2. Fristen bei der Übermittlung an das Bundeszentralamt für Steuern
Die Angaben an das Bundeszentralamt für Steuern sind innerhalb von 30 Tagen nach Ablauf des Tages zu übermitteln, an dem das erste der nachfolgenden Ereignisse eintritt:
Bereitstellung der grenzüberschreitenden Steuergestaltung zur Umsetzung,
Bereitschaft des Nutzers der grenzüberschreitenden Steuergestaltung zu dessen Umsetzung oder
Ein Nutzer der grenzüberschreitenden Steuergestaltung hat den ersten Schritt zur Umsetzung dieser Steuergestaltung vorgenommen.
5.3. Anforderungen an den zu übermittelnden Datensatz gem. § 138f Abs. 3 AO
Anforderungen des Datensatzes bzgl. des Intermediärs
Familiennamen, Vornamen, Tag und Ort der Geburt, wenn der Intermediär eine natürliche Person ist
Firma oder Name, wenn der Intermediär keine natürliche Person ist
Steueridentifikationsmerkmal oder Steuernummer
Anforderungen des Datensatzes bzgl. des Nutzers
Familienname und Vorname, Tag und Ort der Geburt, wenn der Nutzer eine natürliche Person ist
Firma oder Name, wenn der Nutzer keine natürliche Person ist
Anforderungen an den Datensatz bei Beteiligung von Personen an einer grenzüberschreitenden Steuergestaltung, die i.S.d. § 138e Abs. 3 AO als verbundene Unternehmen des Nutzers gelten, bzgl. der verbundenen Unternehmen
Firma oder Namen des verbundenen Unternehmens
Ansässigkeitsstaat des verbundenen Unternehmens
Steueridentifikationsmerkmal oder Steuernummer des verbundenen Unternehmens
Einzelheiten zu den nach § 138e AO zur Mitteilung verpflichtenden Kennzeichen
Zusammenfassung des Inhalts der grenzüberschreitenden Steuergestaltung einschließlich
Verweis auf die Bezeichnung, unter die Steuergestaltung allgemein bekannt ist,
abstrakt gehaltenen Beschreibung der relevanten Geschäftstätigkeit oder Gestaltung des Nutzers, soweit dies nicht zur Offenlegung eines Handels-, Gewerbe- oder Berufsgeheimnisses oder eines Geschäftsverfahrens oder von Informationen führt, deren Offenlegung die öffentliche Ordnung verletzen würde,
6.1. Grenzüberschreitende Darlehensbeziehung
Hallmark ist erfüllt, wenn:
Ltd. unterliegt auf Jersey keiner KSt
Kennzeichen: Steuerliche Ansässigkeit in einem Staat mit KSt-Satz null
Main Benefit Test erfüllt? Ja, unter der Prämisse, dass Hauptvorteil dieser Gestaltung die Erlangung eines Steuervorteils gewesen ist.
Ergebnis: Meldepflichtige grenzüberschreitende Gestaltung
6.2. Grenzüberschreitende Lizenzgewährung
NL B.V. unterliegt mit Lizenzeinkünften einem besonderen Steuersatz für IP-Einkünfte
Kennzeichen: Empfänger unterliegt mit Einkünften einem präferentiellem Steuerregime
Main Benefit Test erfüllt? Ja, unter der Prämisse, dass Hauptvorteil die Erlangung eines Steuervorteils gewesen ist

References: § 138
 § 138
 § 138
 § 138
 § 138
 § 138
 § 138
 § 138
 § 138
 § 138
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 § 138
 § 138
 § 138
 § 138
 § 138
 § 138
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