Source: http://www.gesetze-rechtsprechung.sh.juris.de/jportal/portal/?quelle=jlink&query=BesenNatSchGV+SH&psml=bsshoprod.psml&max=true&aiz=true
Timestamp: 2019-10-15 09:22:53+00:00

Document:
Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein BesenNatSchGV SH 2011 | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet „Besenhorster Sandberge und Elbsandwiesen“ vom 12. Januar 2011 | gültig ab: 28.01.2011
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet „Besenhorster...
Anlage 2: - Zur Landesverordnung über das Naturschutzgebiet...
juris-Abkürzung: BesenNatSchGV SH 2011
Ausfertigungsdatum: 12.01.2011
Gültig ab: 28.01.2011
Fundstelle: GVOBl. 2011 7
Gliederungs-Nr: 791-10-2
über das Naturschutzgebiet „Besenhorster Sandberge und Elbsandwiesen“
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: Anlage 2 Nummer 1 neu gefasst (Art. 7 LVO v. 16.05.2018, GVOBl. S. 296)
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet „Besenhorster Sandberge und Elbsandwiesen“ vom 12. Januar 2011 28.01.2011
Eingangsformel 28.01.2011
§ 1 - Erklärung zum Naturschutzgebiet 28.01.2011
§ 2 - Geltungsbereich 28.01.2011
§ 3 - Schutzzweck, Erhaltungsziele 28.01.2011
§ 4 - Verbote 28.01.2011
§ 5 - Zulässige Handlungen 28.01.2011
§ 6 - Ausnahmen und Befreiungen 28.01.2011
§ 7 - Ordnungswidrigkeiten 28.01.2011
§ 8 - Inkrafttreten und Außerkrafttreten 28.01.2011
Anlage 1 a 28.01.2011
Anlage 1 b 28.01.2011
Anlage 2: - Zur Landesverordnung über das Naturschutzgebiet „Besenhorster Sandberge und Elbsandwiesen" 29.06.2018
Aufgrund des § 13 Abs. 1 Landesnaturschutzgesetz (LNatSchG) vom 24. Februar 2010 (GVOBl. Schl.-H. S. 301, ber. S. 486), geändert durch Artikel 3 des Gesetzes vom 15. Dezember 2010 (GVOBl. Schl.-H. S. 784), in Verbindung mit § 32 Abs. 2 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) vom 29. Juli 2009 (BGBl. I S. 2542) sowie aufgrund des § 38 Landesjagdgesetz (LJagdG) vom 13. Oktober 1999 (GVOBl. Schl.-H. S. 300), zuletzt geändert durch Artikel 11 Haushaltsstrukturgesetzes vom 12. Dezember 2008 (GVOBl. Schl.-H. S. 791), verordnet das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume:
(1) Das Sanddünengelände des Elbeurstromtales mit den südlich angrenzenden Elbsandwiesen westlich von Geesthacht, Kreis Herzogtum Lauenburg, wird zum Naturschutzgebiet erklärt. Das Naturschutzgebiet ist Europäisches Vogelschutzgebiet im Sinne der Richtlinie 2009/147/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 30. November 2009 über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten (ABl. EU Nr. L 20 vom 26. Januar 2010, S. 7) und besonderes Schutzgebiet (FFH-Gebiet) im Sinne der Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen (ABl. EU Nr. 206 vom 22. Juli 1992, S. 7), zuletzt geändert durch Richtlinie 2006/105/EG des Rates vom 20. November 2006 (ABl. EU Nr. 363 vom 20. Dezember 2006, S. 368).
(2) Das Naturschutzgebiet wird mit der Bezeichnung „Besenhorster Sandberge und Elbsandwiesen“ unter Nummer 143 in das in der obersten Landesnaturschutzbehörde geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(1) Das Naturschutzgebiet ist rund 150 ha groß und umfasst das Gebiet der Besenhorster Sandberge westlich der Bundesstraße 404 und Teile der südlich angrenzenden Sandwiesen.
(3) Die Grenze des Naturschutzgebietes ist in der Abgrenzungskarte 1 a im Maßstab 1:5.000 rot eingetragen. Sie verläuft auf der dem Gebiet zugewandten Seite der roten Linie. In der Abgrenzungskarte 1 b im Maßstab 1:5.000 ist das FFH-Gebiet senkrecht und das Europäische Vogelschutzgebiet waagerecht schraffiert eingetragen. Die Ausfertigung der Karten ist in der obersten Landesnaturschutzbehörde verwahrt. Die Karten sind Bestandteile dieser Verordnung.
bei der Landrätin oder dem Landrat des Kreises Herzogtum Lauenburg, - Untere Naturschutzbehörde -, 23909 Ratzeburg,
bei der Bürgermeisterin oder dem Bürgermeister der Stadt Geesthacht, 21502 Geesthacht,
(1) Das Naturschutzgebiet dient der Sicherung, dem Schutz, der Erhaltung und der Entwicklung der Binnendünenlandschaft der Besenhorster Sandberge mit den letzten erhaltenen Flussdünen im schleswig-holsteinischen Teil des Elbtales und den angrenzenden, durch Qualmwassereinfluss oder direkte Überflutung geprägten Elb-Sandwiesen mit wechselnassen Mulden, Flutrinnen, Tide-Auwaldbeständen und Wasserflächen in ihrer natürlichen Dynamik. Es ist Lebens-, Brut- und Nahrungsraum einer artenreichen, charakteristischen und naturraumtypischen, teilweise gefährdeten Pflanzen- und Tierwelt. Der Schutz mehrerer Lebensräume und Arten ist von gemeinschaftlichem Interesse.
die in Teilen ungestörte Entwicklung der geologischen, geomorphologischen und biologischen Prozesse,
einen natürlichen Wasserhaushalt mit einer tideabhängigen Überflutungsdynamik und
eine ungestörte Bodendynamik sowie die Wahrnehmung der Bodenfunktion als Archiv der Naturgeschichte
die naturraumtypischen, teilweise kulturhistorisch geprägten Lebensräume der
strukturreichen, teilweise offenen Binnendünenkomplexe sowie der Kiefern-, Eichen-, Birkenwälder,
den Dünen vorgelagerten, naturnahen Stromtalwiesen und Auenkomplexen mit gleitenden Übergängen zwischen Trocken- und Magerrasen des wechselnassen Grünlands, der feuchten Birken- und Erlen-Eschen-Weiden-Wälder sowie der begleitenden Röhrichte, Staudenfluren und Gebüsche,
wechselnassen Stillgewässer der Elbaue
die auf diese Lebensräume spezialisierten, für dieses Gebiet charakteristischen Pflanzen- und Tierarten, darunter auch solche von gemeinschaftlichem Interesse
insbesondere die Art Kammmolch sowie
die seltenen und in ihrem Bestand bedrohten Vogelarten Heidelerche, Neuntöter und Schwarzspecht
(3) Schutzzweck für den Bereich der Elbsandwiesen ist es, tidebeeinflusste Süßwasserbiotope bestehend aus Flachwasserzonen, Süßwasserwatten, Tideröhrichten, Auwäldern und Stromtalwiesen mit ihren hierauf angewiesenen Pflanzen- und Tierarten im Kontakt mit den angrenzenden Binnendünen wiederherzustellen. Dieser Schutzzweck ist vorrangig gegenüber dem Erhalt der dort gegenwärtig vorkommenden Lebensräume und Arten.
(4) Soweit es zum Schutz dieses Gebietes und seiner Bestandteile, insbesondere zur Erhaltung oder Entwicklung bestimmter gefährdeter Pflanzen- und Tierarten und ihrer Lebensräume erforderlich ist, können entsprechende Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen durchgeführt werden.
die auf den Schutzzweck ausgerichtete Pflege und Entwicklung
der im Eigentum der Stadt Geesthacht befindlichen Flächen und
der durch natürliche und juristische Personen für Zwecke des Naturschutzes erworbenen oder anderweitig bereitgestellten Flächen
nach Maßgabe der Empfehlungen der oberen Naturschutzbehörde; auf den Waldflächen sind zur Erhaltung ungestörter Naturabläufe alle forstwirtschaftlichen Maßnahmen zu unterlassen; zulässig bleiben die erforderlichen Maßnahmen der Verkehrssicherungspflicht sowie des Forstschutzes;
die auf die Verwirklichung des Schutzzweckes nach § 3 Abs. 3 ausgerichteten Maßnahmen zur Wiederherstellung, Entwicklung und Pflege einschließlich der hierfür erforderlichen baulichen Anlagen und Untersuchungen nach Maßgabe der Empfehlungen der oberen Naturschutzbehörde;
die der guten fachlichen Praxis entsprechende landwirtschaftliche Bodennutzung im Sinne des § 5 Abs. 2 BNatSchG der übrigen, in der Übersichtskarte 1 a und in der Abgrenzungskarte 1 a in waagerechter Schraffur dargestellten Grünlandflächen mit folgenden Einschränkungen:
Nicht zulässig ist es, die Flächen mehr als bisher zu entwässern, in Ackerland umzuwandeln, Pflanzenschutzmittel auf diesen Flächen auszubringen oder die Flächen mit mehr als 40 kg N pro ha und Jahr zu düngen;
die ordnungsgemäße Ausübung des Jagdrechtes im Sinne des § 1 Bundesjagdgesetz (BJagdG) auf Schalenwild, Fuchs, Marderhund, Waschbär und Mink sowie die Ausübung des Jagdschutzes im Sinne des Abschnittes VI und des § 22 a BJagdG sowie der §§ 21 und 22 LJagdG mit folgender Einschränkung:
Hochsitze zu errichten, die mehr als 10 m 3 umbauten Raum umfassen;
Wild zu füttern, Wildäsungsflächen oder Wildäcker anzulegen oder zu betreiben; das gelegentliche Kirren von Schwarzwild mit geringen Futtermengen im Sinne des § 18 Abs. 2 LJagdG ist jedoch zulässig;
aufgrund einer Anordnung oder Verordnung nach § 42 Abs. 1 WHG in Verbindung mit § 49 Abs. 1 und 2 Landeswassergesetz (LWG) vom 11. Februar 2008 (GVOBl. Schl.-H. S. 91), zuletzt geändert durch Artikel 26 des Haushaltsbegleitgesetzes vom 17. Dezember 2010 (GVOBl. Schl.-H. S. 789);
der Betrieb und die Unterhaltung gewässerkundlicher Messanlagen nach § 101 LWG sowie die hierfür erforderlichen Forschungs- und Vermessungsarbeiten und der Grundwassermessstellen durch die Hamburger Wasserwerke GmbH;
die erforderlichen Maßnahmen zur Erhaltung und Sicherung der Straßen, Wege, Plätze und der Brücken mit folgender Einschränkung:
Maßnahmen zum Schutz oder zur Pflege aller nach dem Denkmalschutzgesetz erfassten Kulturdenkmale, die die Denkmalschutzbehörden im Einvernahmen mit der oberen Naturschutzbehörde durchführen oder durchführen lassen;
die Nutzung der Bogenschießanlage im Südwesten des Naturschutzgebietes in der bisherigen Art und dem bisherigen Umfang; nicht zulässig ist das Abstellen von Kraftfahrzeugen im Bereich der Bogenschießanlage sowie an den Zufahrtswegen;
die Festsetzungen des genehmigten Bebauungsplanes IX/7 der Stadt Geesthacht einschließlich der 1. Änderung und des dazugehörigen Grünordnungsplanes, soweit er das in § 2 Abs. 1 dieser Verordnung beschriebene Gebiet betrifft;
(2) Soweit eine der in Absatz 1 aufgeführten Maßnahmen im Einzelfall mit einem Eingriff in Natur und Landschaft verbunden ist, sind die Bestimmungen des Kapitel 3 BNatSchG in Verbindung mit Kapitel 3 LNatSchG zu beachten.
die erforderlichen Maßnahmen zur Gefährdungsabschätzung und Untersuchung nach dem Bundes-Bodenschutzgesetz vom 17. März 1998 (BGBl. I S. 502), zuletzt geändert durch Artikel 3 des Gesetzes vom 9. Dezember 2004 (BGBl. I S. 3214), sowie die erforderlichen Maßnahmen zur Sanierung der festgestellten schädlichen Bodenveränderungen oder Altlasten auf der Grundlage des Bundes-Bodenschutzgesetz und des Landesbodenschutz- und Altlastengesetzes vom 14. März 2002 (GVOBl. Schl.-H. S. 60), zuletzt geändert durch Artikel 11 des Haushaltsstrukturgesetzes 2009/2010 vom 12. Dezember 2008 (GVOBl. Schl.-H. S. 791), die Entnahme von Boden-, Wasser-, Bodenluft- und Aufwuchsproben und Einrichtung und Betrieb von Messstellen,
die Inanspruchnahme von Flächen für die Ablagerung von Bodenbestandteilen im Rahmen der Gewässerunterhaltung nach § 39 WHG und § 38 LWG ,
das Nachstellen wildlebender, nicht dem Jagdrecht unterliegender und nicht besonders geschützter Tierarten sowie das Fangen oder Töten dieser Tierarten; eine Ausnahme ist nicht erforderlich für die Bekämpfung des Bisams nach § 69 Abs. 2 Nr. 3des LWG im Bereich von Dämmen an den Gewässern.
(2) Die Jagdbehörde kann im Einvernehmen mit der oberen Naturschutzbehörde Ausnahmen von den Verboten des § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 13 und den einschränkenden Regelungen des § 5 Abs. 1 Nr. 4 im Einzelfall zulassen, wenn dieses zur Sicherung des Schutzzweckes erforderlich ist.
§ 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 Gewässer gemäß der §§ 67 und 68 WHG ausbaut oder Maßnahmen durchführt, die den Wasserstand oder den Wasserabfluss oder die Fließgeschwindigkeit erheblich verändern, oder Stoffe einbringt, einleitet, entnimmt oder andere Maßnahmen vornimmt, die geeignet sind, die physikalische, chemische oder biologische Beschaffenheit der Gewässer nachteilig zu verändern;
§ 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 15 Flugmodelle, Modellflugkörper mit Eigenantrieb, Frei- und Fesselballone oder Drachen aufsteigen oder landen lässt oder mit Luftsportgeräten startet oder landet;
(2) Ordnungswidrig nach § 57 Abs. 2 Nr. 1 LNatSchG handelt auch, wer vorsätzlich oder fahrlässig ohne Genehmigung der unteren Naturschutzbehörde eine Handlung nach § 6 Abs. 1 Nr. 1 bis 5 vornimmt.
(3) Ordnungswidrig nach § 37 Abs. 1 Nr. 23 LJagdG handelt, wer bei der Jagdausübung vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 4 Abs. 1 Nr. 13 wildlebenden Tieren nachstellt, sie durch Lärm oder mutwillig anderweitig beunruhigt, sie fängt, verletzt oder tötet oder Tiere aussetzt oder ansiedelt.
Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft. Gleichzeitig tritt außer Kraft die Landesverordnung über das Naturschutzgebiet „Besenhorster Sandberge und Elbsandwiesen“ vom 14. Dezember 1993 (GVOBl. Schl.-H. 1994 S. 46) 1) , zuletzt geändert durch Artikel 2 Nr. 2 der Verordnung vom 20. Oktober 2008 (GVOBl. Schl.-H. S. 540)
Kiel, 12. Januar 2011
GS Schl.-H. II, Gl.Nr. 791-4-151
Zur Landesverordnung über das Naturschutzgebiet „Besenhorster Sandberge und Elbsandwiesen“
Erhaltungsziele für die im Naturschutzgebiet „Besenhorster Sandberge und Elbsandwiesen“ befindlichen Teilbereiche des gesetzlich geschützten Gebietes von gemeinschaftlicher Bedeutung DE-2527-391 „Besenhorster Sandberge und Elbinsel“
Das Gebiet ist für die Erhaltung oder gegebenenfalls Wiederherstellung folgender Lebensraumtypen des Anhangs I und Arten des Anhangs II der FFH-Richtlinie
Im Wechselspiel mit den südlich anschließenden, tide- und hochwasserbeeinflussten Niederungsbereichen der Sandaue ist der komplexe Landschaftsausschnitt mit charakteristischen Lebensräumen und ihren Wechselbeziehungen sowie im Bereich der eigentlichen Flutrinne in ihrer natürlichen Dynamik zu erhalten. Dazu gehören die extensiv beweideten Offenlandbereiche der durch Qualmwassereinfluss oder direkte Überflutung geprägten Sandwiesen mit wechselnassen Mulden, verlandeten Flutrinnen und angrenzenden Tide-Auenwaldbeständen und Wasserflächen. Die angrenzenden höherliegenden Dünenbereiche sind in ausreichendem Umfang als spezielle Lebensräume charakteristischer Arten, unter anderem Vogelarten, offen zu halten und in enger Verzahnung mit Trockenrasen und Eichenwäldern zu sichern.
Für den Lebensraumtyp 6440 Brenndolden-Auenwiesen soll ein günstiger Erhaltungszustand im Einklang mit den Anforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie den regionalen und örtlichen Besonderheiten wiederhergestellt werden.
Die Schaffung tidebeeinflusster Lebensräume und davon abhängiger Arten ist im Bereich der Elbtalwiesen bei Konkurrenzsituationen zu gegenwärtig vorkommenden Lebensraumtypen oder Arten als vorrangig zu bewerten.
Ziel ist die Erhaltung oder gegebenenfalls Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustandes der unter Nummer 1.1 Buchstabe a genannten Lebensraumtypen und Arten. Hierzu sind insbesondere folgende Aspekte zu berücksichtigen:
offener Sanddünen mit lockeren Sandmagerrasen,
der Mosaikkomplexe mit anderen charakteristischen Lebensräumen, der Kontaktgesellschaften und der eingestreuten Sonderstrukturen wie zum Beispiel Offensandstellen, Flechten- und Moosrasen, Trockenheiden oder lichten Heidewäldern,
ausreichend großer offener, nährstoffarmer Verhältnisse durch gelegentliche Pflege zur Sicherung der natürlichen Dünenbildungsprozesse,
der nährstoffarmen Verhältnisse und der charakteristischen pH-Werte.
der Blauschillergrasrasen, begleitender Gesellschaften und Standortvoraussetzungen auf mehr oder weniger offenen, kalkreichen Sanden der Elbaue,
von Mosaikkomplexen mit anderen charakteristischen Lebensräumen, von Kontaktgesellschaften und eingestreuten Sonderstandorten wie zum Beispiel Offenbodenstellen, Bereiche geringer Verbuschung, Säume,
der charakteristischen pH-Werte, der oligotrophen und besonderen kleinklimatischen Verhältnisse,
bestandserhaltender Pflege.
der weitgehend gehölzfreien, nährstoffarmen Borstgrasrasen der unterschiedlichen Ausprägungen auf trockenen und feuchten Standorten,
der lebensraumtypischen Strukturen und Funktionen, vor allem der pedologischen, hydrologischen und oligotrophen Verhältnisse,
der charakteristischen pH-Werte,
bestandserhaltender Pflege beziehungsweise Nutzungsformen,
von Mosaikkomplexen mit anderen charakteristischen Lebensräumen der Kontaktgesellschaften wie zum Beispiel Trockenrasen, trockenen Heiden, Feuchtheiden, Wälder.
der Auen- und Stromtalwiesen mit Vorkommen der Brenndolde,
der hydrologischen und morphodynamischen Verhältnisse, insbesondere Wechsel zwischen Überflutungen, auch durch Qualmwasser, und vorwiegend sommerlicher Austrocknung,
der standortgemäßen Nährstoffverhältnisse,
der geeigneten Nutzungsformen zur Erhaltung der Bestände,
der stromtaltypischen Relief- und Standortverhältnisse auch bei stärker veränderter Vegetationsausprägung,
naturnaher Eichenwälder in unterschiedlichen Altersphasen und Entwicklungsstufen und ihrer standortypischen Variationsbreite im Gebiet,
der Sonderstandorte, hier insbesondere der Dünen sowie der für den Standort charakteristischen Habitatstrukturen und -funktionen,
eingestreuter Flächen zum Beispiel mit Vegetation der Heiden, Trockenrasen oder mindestens periodisch offenen Sandflächen.
naturnaher Weiden-, Eschen- und Erlenwälder in unterschiedlichen Altersphasen und Entwicklungsstufen und ihrer standorttypischen Variationsbreite an der Elbe,
der lebensraumtypischen Strukturen und Funktionen, unter anderem Sandbänke, Flutrinnen, Altwässer, Kolke, Uferabbrüche,
eines hinreichenden, altersgemäßgen Anteils von Alt- und Totholz,
der natürlichen, lebensraumtypischen hydrologischen Bedingungen,
der natürlichen Bodenstruktur und der charakteristischen Bodenvegetation.
einer hohen Wasserqualität der Reproduktionsgewässer,
geeigneter Sommerlebensräume (natürliche Bodenstrukturen, Brachflächen, Gehölze und Ähnlichem),
Ziele für Arten und Lebensraumtypen von Bedeutung:
Ziel ist die Erhaltung eines günstigen Erhaltungszustandes der unter Nummer 1.1 Buchstabe b genannten Lebensraumtypen. Hierzu sind insbesondere folgende Aspekte zu berücksichtigen:
der natürlichen Entwicklungsdynamik innerhalb einer Überflutungsrinne der Elbe,
der Zwergstrauchheiden mit Dominanz der Besenheide (Calluna vulgaris) auf nährstoffarmen, trockenen Standorten sowie ihrer charakteristischen Sukzessionsstadien,
von Mosaikkomplexen mit anderen charakteristischen Lebensräumen, der Kontaktgesellschaften und der eingestreuten Sonderstandorte wie zum Beispiel Feuchtheiden, Sandmagerrasen, offene Sandfluren, Dünen, Wälder,
der charakteristischen pH-Werte, des sauren Standortes, der weitgehend ungestörten hydrologischen Verhältnisse mit hohem Grundwasserspiegel,
der natürlichen Nährstoffarmut,
bestandserhaltender Pflege beziehungsweise Nutzungsformen.
regelmäßig gepflegter/extensiv genutzter, artenreicher Flachland-Mähwiesen typischer Standorte,
Erhaltungsziele für das Europäische Vogelschutzgebiet DE 2527-421 „NSG Besenhorster Sandberge und Elbsandwiesen“
Heidelerche (Lullula arborea) (B)
In dem einzigartigen Binnendünengebiet der schleswig-holsteinischen Elbniederung östlich von Hamburg mit den eingeschlossenen Stromtal-Grünlandbereichen sind die Ziele auf die Erhaltung stabiler Brutpopulationen und der jeweiligen Lebensräume der Wiesen- und Gehölzbrüter sowie der Vogelgemeinschaften von Heiden und Trockenrasen gerichtet. Hierbei stehen insbesondere die Vermeidung von Störungen während der Brut- und Aufzuchtzeit sowie die Sicherung eines vielfältigen Nahrungsangebotes im Vordergrund. Die Schaffung tidebeeinflusster Lebensräume und davon abhängiger Arten ist im Bereich der Elbaue bei Konkurrenzsituationen zu gegenwärtig vorkommenden Lebensraumtypen oder Arten als vorrangig zu bewerten.
Arten der Heiden, Trockenrasen, Brachen und Dünen wie Heidelerche
und Pflege halboffener Saumbiotope im Übergangsbereich von Wald zu Offenland, z.B. Sandheiden, Trockenrasen, ausreichend große offene Dünenkomplexe u.a.,
von Brachen auf Sandböden in der Nachbarschaft von Wald,
unbefestigter (Sand-)Wege.
von halboffenen, strukturreichen Landschaften mit natürlichen Waldsäumen, Knicks, Gehölzen und Einzelbüschen, insbesondere Dornenbüschen, als wichtige Strukturelemente (Ansitz- und Brutmöglichkeiten),
von extensiv genutztem Grünland und einer artenreichen Krautflora in Feldrainen, Staudenfluren und Brachflächen mit reichem Nahrungsangebot.
Arten der Laub- , Misch- und Bruchwälder wie Schwarzspecht
von Wäldern mit - bezogen auf das Gesamtgebiet - ausreichend hohem Altholzanteil zur Anlage von Nisthöhlen, v.a. glattrindige, über 80jährige Laubhölzer mit BHD über 35 cm,
bekannter Höhlenbäume,
von aufgelockert strukturierten Misch- und Nadelwäldern als bevorzugten Nahrungshabitaten,
von Ameisenlebensräumen, insbesondere lichten Waldstrukturen, Lichtungen als wesentlichen Nahrungshabitaten,
von Totholz und Baumstubben als Nahrungsrequisiten.

References: § 1

§ 2

§ 3

§ 4

§ 5

§ 6

§ 7

§ 8
 § 13
 § 32
 § 38
 § 3
 § 5
 § 1
 § 22
 § 18
 § 42
 § 49
 § 101
 § 2
 § 39
 § 38
 § 69
 § 4
 § 5

§ 4

§ 4
 § 57
 § 6
 § 37
 § 4