Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=20.08.1953&Aktenzeichen=1%20StR%20261/53
Timestamp: 2019-05-20 13:49:19+00:00

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BGH, 20.08.1953 - 1 StR 261/53 - dejure.org
https://dejure.org/1953,836
BGH, 20.08.1953 - 1 StR 261/53 (https://dejure.org/1953,836)
BGH, Entscheidung vom 20.08.1953 - 1 StR 261/53 (https://dejure.org/1953,836)
BGH, Entscheidung vom 20. August 1953 - 1 StR 261/53 (https://dejure.org/1953,836)
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BGHSt 4, 303
NJW 1953, 1559
Mit Recht hat das Landgericht nur ein einziges - nicht drei in gleichartiger Tateinheit stehende - Vergehen gegen § 183 StGB für vorliegend erachtet (BGHSt 4, 303) und zwischen den unter sich tateinheitlich zusammentreffenden drei.
Verbrechen der Unzucht mit Kindern und den Vergehen gegen § 183 StGB Tateinheit angenommen (BGH NJW 1953 S 710 Nr. 16 und BGHSt 4, 303).
BGH, 19.01.1965 - 1 StR 537/64
Voraussetzungen für eine Strafbarkeit nach § 183 StGB - Verurteilung wegen eines …
Mindestens ein Mensch muß Ärgernis genommen haben (RGSt 2, 196, 197; BGHSt 4, 303, 304) [BGH 20.08.1953 - 1 StR 261/53].
Es genügt jedes Verhalten des Täters, durch das er auf den Willen des Kindes derart einwirkt, daß dieses sich, sei es aus Neugierde, sei es aus irgend einem anderen Grunde, zur Verübung einer unzüchtigen Handlung bereit findet (vgl. BGH NJW 1953, 71016; BGHSt 4, 303).
BGH, 30.06.1967 - 4 StR 209/67
Der in § 176 Abs. 1 Nr. 3 StGB verwendete Begriff des "Verleitens" setzt nicht voraus 9 daß der Täter, der sich in Gegenwart eines Kindes unzüchtig betätigt, das Kind durch positives Handeln und mit direktem Vorsatz dazu veranlaßt, das unzüchtige Geschehen sich anzusehen; vielmehr genügt insoweit, wovon das Landgericht zutreffend ausgeht, bedingter Vorsatz (BGHSt 4, 303).
Soweit die Revision in dem Verhalten des Angeklagten nur eine Vorbereitungshandlung sieht, berücksichtigt sie nicht, daß der Angeklagte mit seinen Bemerkungen bereits begonnen hatte, auf den Willen des Kindes einzuwirken (vgl. BGHSt 6, 302; siehe auch BGHSt 4, 303).
Nicht zum Nachteil des Beschwerdeführers gereicht es hingegen, daß das Landgericht als Grundlage für die Bemessung der Wertersatzstrafe den regelmäßigen Verkaufspreis je Liter Weingeist zur Tatzeit statt zur Zeit des Urteils genommen hat (vgl. u.a. BGHSt 4, 13; 4, 305) [BGH 20.08.1953 - 1 StR 261/53]; denn der Verkaufspreis betrug in beiden Zeitpunkten 12) 70 DM.
BGH, 12.02.1957 - 5 StR 412/56
Vorsätzlich verleitet nicht nur, wer darauf abzielt, ein Kind zur Verübung unzüchtiger Handlungen zu veranlassen, sondern auch, wer eine solche Folge seines Tuns als möglich voraussieht und billigend in Kauf nimmt (BGHSt 4, 303 [305]).
Der erfahrene Richter wird meist dazu in der Lage sein; in jedem Fall muss sich aber aus dem Urteil ergeben, dass er die besonderen Umstände in ihrer Bedeutung erkannt und gewürdigt hat (BGHSt 2, 163; 3, 27 [BGH 17.06.1952 - 1 StR 668/51]; Urt. des BGH 1 StR 261/53 vom 20. August 1953 = NJW 1953, 1559 Nr. 26).
BGH, 04.11.1959 - 2 StR 437/59
Zum "Verleiten" genügt auch ein nur bedingt vorsätzliches Handeln, wie es die Strafkammer in drei der vier Fälle angenommen hat (BGHSt 4, 303).
BGH, 20.09.1956 - 4 StR 245/56
Der Tatbestand des § 176 Abs. 1 Nr. 3 StGB erfordert nicht notwendig einen besonderen, auf den erstrebten Erfolg gerichteten Täterwillen (BGHSt 4, 304, 305) [BGH 20.08.1953 - 1 StR 261/53].
BGH, 04.02.1954 - 4 StR 673/53

References: § 183
 § 183
 § 183
 BGH 
 § 176
 BGH 
 § 176