Source: https://km-bw.de/,Lde/Startseite/Jugend_Sport/Die+richtige+Sportkleidung?QUERYSTRING=LIS
Timestamp: 2019-11-20 04:21:53+00:00

Document:
Kultusministerium - Die richtige Sportkleidung
Die richtige Sportausstattung
© LSB NRW, Foto: Andrea Bowinkelmann
Schülerinnen und Schüler sind so auszustatten, dass sie am Sportunterricht in ordnungsgemäßer Weise teilnehmen können (§ 85 Schulgesetz für Baden-Württemberg[SchG]). Sofern Schülerinnen und Schüler sich weigern in geeigneter Kleidung zum Sportunterricht zu erscheinen, kann die Schule geeignete Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen gemäß § 90 SchG ergreifen und soweit pädagogische Erziehungsmaßnahmen nicht ausreichen. Können Schülerinnen und Schüler aufgrund von ungeeigneter Kleidung nicht am Sportunterricht teilnehmen, kann bei einzelnen Leistungsfeststellungen jeweils die Einzelnote „ungenügend“ wegen unentschuldigtem Verletzen der Teilnahmepflicht im Sinne von § 1 Abs.1 Schulbesuchsverordnung erteilt werden.
Geeignete Sportkleidung
Sportkleidung sollte aus hautfreundlichem und temperaturausgleichendem Material bestehen. Für den Unterricht in der Halle reicht ohne Weiteres ein kurzärmeliges T-Shirt, kein Unterhemd, und eine kurze oder lange Sporthose, die Bewegungsfreiheit ermöglichen und weiche, passende und schweißaufsaugende Socken.
Für den Sport im Freien ist ein Trainingsanzug als Schutz gegen Kälte und Wind empfehlenswert.
Geeignete Sportschuhe
In der Halle und auf der Allwetteranlage im Freien ist ein Universal-Hallen-Sportschuh ohne Weiteres ausreichend. Er soll für schnelle Drehbewegungen geeignet sein und ein hohes Dämpfungsvermögen aufweisen. Die Sohle muss sauber sein und darf keinen Abrieb auf dem Hallenboden hinterlassen.
Grundsätzlich ungeeignete Sportkleidung und -schuhe
Ungeeignet sind Straßenkleidung, weite Ärmel oder Hosen und Kleidungsstücke mit Laschen oder Schlaufen.
Ungeeignet für den Sportunterricht in der Halle sind Joggingschuhe auf Grund ihrer Sohlenkonstruktion.
Weitere Informationen in den „Empfehlungen der Unfallkasse Baden-Württemberg zur sportgerechten Fußbekleidung“.
Gutes Sehen ist Voraussetzung für ein unfallfreies und erfolgreiches Sporttreiben. Sofern Schülerinnen und Schüler im Sportunterricht eine Brille tragen, sollte diese folgende Voraussetzungen erfüllen:
ein möglichst großes Sichtfeld,
eine elastische, schwer zerbrechliche Fassung,
splitterfreie Kunststoffgläser,
weiche Nasenauflage,
fester Sitz,
Information zu schulsportgerechten Brillen
Schmuck und Piercing, Fingernägel
Die Verantwortung für den Sportunterricht und damit auch für die Sicherheit und Gesundheit der Schülerinnen und Schüler trägt ausschließlich die verantwortliche Lehrkraft. Sie muss die geeigneten Maßnahmen zum Unfallschutz veranlassen. Entsprechende Regelungen sind in Absprache mit der zuständigen Schulleitung zu treffen.
Das Tragen von Piercing-Attributen im Sportunterricht stellt ein großes Verletzungsrisiko für die betreffende Person selbst bzw. die Mitschülerinnen und Mitschüler dar. DGUV Vorschrift 1 „Grundsätze der Prävention“, §§ 2 Abs. 1 und 15 Abs. 1.
Dies betrifft gleichermaßen das Tragen von Schmuck und langen Fingernägeln (künstliche Nägel).
Da alle Schülerinnen und Schüler eine Mitwirkungspflicht bei der Durchführung eines ordnungsgemäßen Unterrichts haben, müssen Schmuck und Piercing-Attribute zum Sportunterricht abgelegt bzw. lange Fingernägel entfernt werden oder die Schülerinnen und Schüler sind vom Sportunterricht auszuschließen.
Sofern im Einzelfall – etwa durch Abkleben – das Verletzungsrisiko entscheidend gesenkt werden kann, ist die Teilnahme am Sportunterricht nach verantwortlicher Beurteilung durch die Lehrkräfte des Sportunterrichts zugelassen.
Das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport empfiehlt im Einzelnen folgende Maßnahmen:
Die Schülerinnen und Schüler, die Piercings, Ohrringe oder lange Fingernägel tragen wollen, und die Eltern bzw. die Elternvertreter sind in geeigneter Weise (z. B. bei Klassenpflegschaftssitzungen, durch ein Informationsblatt) auf ihre Verpflichtung gemäß § 85 Abs. 1 des SchulG i. V. m § 1 Abs. 1 Satz 2 der Schulbesuchsverordnung hinzuweisen, wonach sie dafür Sorge zu tragen haben, dass die Schülerinnen und Schüler am Unterricht regelmäßig teilnehmen und sich der Schulordnung fügen.
Sie sind aufzufordern, ohne Piercings, Ohrringe oder lange Fingernägel zum Sportunterricht zu erscheinen. Falls sie sich weigern, kann die Schule geeignete Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen gem. § 90 des Schulgesetzes ergreifen, soweit pädagogische Erziehungsmaßnahmen nicht ausreichen. Bei einzelnen Leistungsfeststellungen während des Sportunterrichts ist darüber hinaus jeweils die Einzelnote „ungenügend“ wegen unentschuldigtem Verletzen der Teilnahmepflicht im Sinne von § 1 Abs.1 Schulbesuchsverordnung zu erteilen.
Gelfingernägel im Sportunterricht
Anfrage zu Schmuck und Piercing im Sportunterricht
Grundsätzlich kann wegen des Tragens eines Kopftuchs aus Glaubensgründen nicht vom Sportunterricht befreit werden.
Der schulische Bildungsauftrag ist hierbei mit dem Recht auf Religionsfreiheit der Schülerinnen in Einklang zu bringen und Kompromisslösungen zu finden.
Das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport empfiehlt folgende Praxis: Religiös begründetes Tragen eines Kopftuchs im Sportunterricht.
Ratgeber Schulsport
Schulsport Projekte
Inhalte Ratgeber Schulsport
Teilnahme am Sportunterricht
Sportartspezifische Aspekte Sportunterricht

References: § 90
 § 1
 § 85
 § 1
 § 90
 § 1