Source: https://www.abfindunginfo.de/abfindung.html
Timestamp: 2018-12-10 16:37:22+00:00

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Abfindung - Arbeitsrecht und Steuern kennen und handeln
Abfindung – Arbeitsrecht und Steuern kennen und handeln
Als „Abfindung“ wird im deutschen Arbeitsrecht eine einmalige Geldzahlung des Arbeitgebers bezeichnet, die Arbeitnehmer anlässlich der Beendigung ihres Arbeitsverhältnisses erhalten. Einkommensteuerlich gilt dieser „Goldene Handschlag“ als Entschädigung für den Verlust des Arbeitsplatzes und der damit verbundenen Einkünfte.
Abfindung oder ein „Goldener Handschlag“ / © Taffi – Fotolia.com
Hoffen Sie auf eine Abfindung? Worauf gründet sich Ihre Hoffnung?
Viele Arbeitnehmer glauben, dass ihnen bei einer Kündigung des Arbeitsvertrages durch den Arbeitgeber „automatisch“ eine #Abfindung zustehe. Zumindest gehen sie davon aus, dass sie derartig entschädigt werden, wenn sie auf eine lange Betriebszugehörigkeit verweisen können.
Ja, auch auf seriösen Webseiten findet sich immer wieder eine Aussage, die solch einen Anspruch suggeriert.
Doch einen rechtlich begründeten Anspruch auf Abfindung gibt es nur in wenigen Fällen:
bei außergerichtlichen oder gerichtlichen (freiwilligen) Vergleichen über die Rechtswirksamkeit einer Kündigung;
bei einem Abfindungsangebot gemäß § 1a KSchG;
wenn das Arbeitsgericht davon überzeugt ist, dass die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses unzumutbar ist und durch Urteil das Arbeitsverhältnis gem. § 9 und § 10 KSchG auflöst;
wenn Abfindungen in einem Tarifvertrag oder einem Sozialplan vereinbart wurden, was regelmäßig bei Massenentlassungen erfolgt;
als Nachteilsausgleich gem. BetrVG § 113 bei einer Betriebsänderung gem. § 111 BetrVG; wenn kein Interessenausgleich mit dem Betriebsrat erreicht wurde;
zur Sicherung der Gleichbehandlung von Beschäftigten innerhalb des Unternehmens;
als Schadenersatz, wenn der Arbeitnehmer zur fristlosen Kündigung gem. § 628 BGB berechtigt war (beispielsweise, wenn der Arbeitgeber seine Pflicht zur statusangemessenen Beschäftigung verletzt oder erhebliche Lohnrückstände trotz Abmahnung nicht ausgleicht).
Abfindungen müssen Sie verhandeln!
Den ersten beiden Fällen liegt ein mehr oder weniger freiwilliges Angebot oder ein Vergleichsangebot des Arbeitgebers zugrunde. Wenn Arbeitgeber einen langwierigen Rechtsstreit befürchten, sind sie umso eher bereit, mit einer Abfindung Arbeitnehmern die Kündigung „abzukaufen“.
In den letzten drei Fällen wird die Entschädigung dem Arbeitgeber im Arbeitskampf um Tarifverträge und Sozialpläne oder aufgrund gerichtlicher Urteile abgerungen.
Von „dicken Abfindungen“, wie sie mitunter Führungskräfte erhalten, können Arbeitnehmer oft nur träumen. Die Abfindungshöhe wird meistens verhandelt. Wer verhandlungsstärker ist, gewinnt.
Ob Sie nun eine Abfindung selbst verhandeln oder aufgrund eines Tarifvertrages oder Sozialplans auf eine Abfindung hoffen können – den „Abfindungspoker“ sollten Sie kennen und nutzen.
Wer auf eine Abfindung hofft, interessiert sich auch dafür, wieviel Geld nach Steuern und Sozialabgaben netto von der Entschädigung übrig bleibt.
Auch hierzu gibt es häufig noch immer Illusionen. Denn begrenzte Steuerfreibeträge auf Abfindungen wurden schon zum 01.01.2006 „abgeschafft“. Seitdem werden Abfindungen bestenfalls noch unter bestimmten Voraussetzung ermäßigt besteuert – und zwar nach der sogenannten Fünftelregelung.
Aber es gibt noch weit mehr Möglichkeiten, Steuern auf Abfindungen zu sparen. Denn bereits beim Verhandeln stellen Sie die ersten Weichen für weniger Steuern – oder eben auch nicht. Leider berücksichtigen Betriebsräte dies in Sozialplanverhandlungen oft nur am Rande. Wenn Sie dagegen Ihre Abfindung individuell aushandeln, können Sie solche Aspekte teilweise besser durchsetzen.
Auch nach Auszahlung der Abfindung haben Sie noch Möglichkeiten, die Steuern auf Ihre Abfindung zu senken. Allerdings geht das fast ausschließlich nur, wenn Sie noch im Kalenderjahr der Auszahlung steuergestaltend aktiv werden.
Wer also die gesetzlichen Regelungen kennt, sich richtig aufstellt und mit dem Arbeitgeber erfolgreich verhandelt, kann eine (höhere) Abfindung mit geringerer Steuerlast erhalten.
Alle notwendigen Informationen dafür und ungezählte Tipps aus meiner Praxis erhalten Sie
im Abfindungsblog,
in der xing-Gruppe „Abfindung und Steuern“,
bei Anmeldung in meinem Newsletter
sowie in meinen Coachings und Webinaren.
Alle Informationen und Tipps stammen aus eigenen Erfahrungen und der Beratung zu Abfindung und Steuern, die ich seit 1998 im Internet zur Verfügung stelle und die jährlich von mehreren hundert Betroffenen genutzt werden: beispielsweise die „Gratis-Beratung zu Hause“.
Anmerkung: Diese Webseite dient der unverbindlichen Information und ersetzt keine persönliche Steuer- und Rechtsberatung.
Und hier ein exklusiver Tipp gegen den Kündigungsstress:
Abfindung – Arbeitsrecht und Steuern kennen und handeln: 5,00 von 5 Punkten, basieren auf 1) abgegebenen Stimmen.
Werden auch Einkommen aus selbstständiger Arbeit bei der 1/5 Regelung hinzugezogen? In meinem Fall wird die Abfindung in 2014 ausgezahlt, mein Arbeitsverhältnis geht bis Herbst 2013.
Das Einkommen aus nichtselbstständiger Arbeit in 2013 liegt unter der Abfindung in 2014. Somit sollte die 1/5 Regelung greifen.
Allerdings hat sich jetzt durch Zufall in 2013 eine einmalige Einnahme aus selbstständiger Arbeit ergeben, so dass die Gesamteinkünfte 2013 sehr knapp unter der Abfindung von 2014 liegen werden, ggf. sogar darüber. Somit wäre die 1/5 Regelung spätestens mit Abgabe der Steuererklärung hinfällig, oder wird zwischen selbst- und unselbstständigen Einkommen unterschieden?
für die „Zusammenballung der Einkünfte“ als Bedingung der Fünftelregelung werden grundsätzlich alle steuerpflichtigen Einkünfte berücksichtigt. Allerdings kann ich nicht nachvollziehen, warum die „einmalige Einnahme“ in 2013 geflossen sein soll. Nach dem Zuflussprinzip ist entscheidend, wann Sie das Geld erhalten haben – nicht für welchen Zeitraum es gedacht war. Gern können wir das jedoch in einem persönlichen Telefonat nochmals klären.
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References: § 1
 § 9
 § 10
 § 113
 § 111
 § 628