Source: https://ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTICE:204255-2019:TEXT:DE:HTML&src=0
Timestamp: 2020-07-05 15:15:24+00:00

Document:
Dienstleistungen - 204255-2019 - TED Tenders Electronic Daily
Dienstleistungen - 204255-2019
02/05/2019 S85 Dienstleistungen - Bekanntmachung über vergebene Aufträge - Offenes Verfahren
2019/S 085-204255
Offizielle Bezeichnung: Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
Postanschrift: Postfach 200363
Postleitzahl: 53133
Projekt 397: Weiterentwicklung der eich- und messtechnischen Funktionalitäten sowie des Schutzprofils für das Smart-Meter-Gateway
Referenznummer der Bekanntmachung: P 397
Mit dem Inkrafttreten des MsbG wird die Einhaltung des Standes der Technik vermutet, wenn die in der Anlage des Gesetzes veröffentlichten BSI-Standards zu § 22 Abs. 2 Satz 1 MsbG in der jeweils geltenden Fassung eingehalten werden. Um die BSI-Vorgaben z.B. den aktuellen Bedrohungslagen anzupassen, werden Änderungen und Weiterentwicklungen der BSI-Vorgaben im Rechtsrahmen berücksichtigt. Nach §§ 26, 27 MsbG müssen demnach die BSI-Vorgaben überwacht und weitere Schutzprofile und technische Richtlinien durch das BSI erarbeitet werden.
Wert ohne MwSt.: 4 935 000.00 EUR
Durch das Inkrafttreten des MsbG wurden weitere Anforderungen (IT-Sicherheit, Datenschutz, Eichrecht) an die intelligenten Messsysteme gestellt. Das BSI befindet sich daher aktuell in Abstimmungsrunden mit BMWi, BNetzA, PTB und BfDI sowie unterschiedlichen Bundesverbänden (BDEW, BITKOM, FNN etc.), um die gesetzlichen Anforderungen zielgerecht umsetzen zu können.
Um diese weiteren gesetzlichen Mindestanforderungen in die technischen Vorgaben des BSI zu integrieren, müssen Vorgaben der technischen Richtlinien und der Schutzprofile für die SMGW-Kommunikationsplattform fortentwickelt werden. Neben dem Ziel funktionale und technische Anforderungen für die eich- und messtechnischen Fachthemen für die führende technische Richtlinie TR-03109-1 zu spezifizieren, sind ebenso zusätzliche Anforderungen auf Basis der Abstimmung mit der Energiewirtschaft/BNetzA zum zukünftigen Energiemarkt-Kommunikationsmodell zu integrieren.
Aufgrund der sternförmigen Datenübermittlung durch das Smart-Meter-Gateway nach § 60 MsbG müssen bis spätestens zum 31.12.2019 die intelligenten Messsysteme in der Lage sein, die erhobenen Messwerte auf Plausibilität zu prüfen und ggf. mit Ersatzwerten zu versehen. Zudem sind technische Vorgaben zu beschreiben, um eine zusätzliche (eichrechtskonforme) Visualisierung in einem sog. „Online-Portal“ und um eine sichere Anbindung von Erzeugungsanlagen und steuerbaren Lasten zu ermöglichen.
Definiert das Schutzprofil BSI-CC-PP-0073 sicherheitstechnische Mindestanforderungen an das Smart-Meter-Gateway, so beschreibt die technische Richtlinie hingegen detailliert die funktionalen und technischen Anforderungen eines Smart-Meter-Gateways. Neben den Spezifikationen zu den genannten Fachthemen für die technische Richtlinie TR-03109-1 sind somit parallel die sicherheitstechnischen Vorgaben des Schutzprofils weiterzuentwickeln, um den gesetzlichen Mindestanforderungen zu genügen.
Das MsbG adressiert weitere Sparten (Gas, Wärme) und Einsatzszenarien (Elektromobilität/ Ladesäulen, Einspeise- und Lastmanagement) für das Smart-Meter-Gateway. Hierzu wird seitens BMWi das Projekt „Digitalisierung der Energiewende: Barometer und Topthemen“ durchgeführt. Neben diesen Projektergebnissen sind zudem weitere Arbeiten des BMWi zu konkreten Rechtsverordnungen nach GDEW geplant, welche bei der Weiterentwicklung der BSI-Vorgaben in den kommenden Jahren berücksichtigt werden müssen.
Qualitätskriterium - Name: s. Vergabeunterlagen / Gewichtung: 50
Bekanntmachungsnummer im ABl.: 2018/S 246-564835
Auftrags-Nr.: P 397
Offizielle Bezeichnung: TÜV Informationstechnik GmbH
Gesamtwert des Auftrags/Loses: 4 935 000.00 EUR
Unternehmen haben Anspruch darauf, dass das BSI die Bestimmungen über das Vergabeverfahren einhält, vgl. § 97 Abs. 6 Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB). Rechte aus § 97 Abs. 6 GWB sowie sonstige Ansprüche gegen das BSI, die auf die Vornahme oder das Unterlassen einer Handlung in einem Vergabeverfahren gerichtet sind, können nur vor den
Vergabekammern und dem Beschwerdegericht geltend gemacht werden, § 156 Abs. 2 GWB. Die Vergabekammer leitet ein Nachprüfungsverfahren nur auf Antrag ein, § 160 Abs. 1 GWB.
Es wird darüber belehrt, dass ein solcher Nachprüfungsantrag gemäß § 160 Abs. 3 Satz 1 GWB unzulässig ist, soweit
Die o.g. vier Unzulässigkeitsgründe gelten gemäß § 160 Abs. 3 Satz 2 GWB nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrags nach § 135 Abs. 1 Nr. 2 GWB. § 134 Abs. 1 Satz 2 GWB bleibt unberührt.

References: § 22
 § 60
 § 97
 § 97
 § 156
 § 160
 § 160
 § 160
 § 135
 § 134