Source: https://www.mietrecht.org/kuendigung/mietvertrag-vor-einzug-kuendigen/
Timestamp: 2018-07-17 04:09:40+00:00

Document:
Mietvertrag vor Einzug kündigen - geht das? (Wir erklären es hier)
So manch ein Mieter hat schon einmal einen Mietvertrag übereilt abgeschlossen und stellt dann im Nachgang fest, dass es mit der Wahl der Wohnung, oder sonstigen Umständen im Zusammenhang mit dem Mietverhältnis doch nicht so ganz passt.
Ein Einzug in die neue Wohnung ist bislang aber noch nicht erfolgt – kann man als Mieter den Mietvertrag trotzdem schon vor Einzug kündigen? Diese Frage klären wir in diesem Artikel.
Wir beziehen uns in diesem Beitrag auf ein Urteil des Bundesgerichtshofes – dieser hat sich bereits vor mehreren Jahrzehnten mit der „Kündigung vor Einzug in eine Wohnung“ beschäftigt.
Das sagt der Bundesgerichtshof dazu:
Auch wenn der Mieter noch nicht eingezogen und das Mietverhältnis damit noch nicht „in Vollzug gesetzt“ wurde, kann es prinzipiell bereits unter Einhaltung der gesetzlichen Kündigungsfrist des § 573 c Abs. 1 S. 1 BGB ordentlich gekündigt werden (BGH: Urteil vom 21.02.1979 VIII ZR 88/78) da das Vertragsverhältnis bereits mit Abschluss des Vertrages Rechtswirkungen erzeuge.
Maßgeblich sind gemäß der Ansicht des BGH die Vereinbarungen der Vertragsparteien – das gebiete der Grundsatz der Vertragsfreiheit:
Haben Sie und Ihr Vermieter also eine Vereinbarung darüber getroffen, ab wann eine ordentliche Kündigung möglich sein soll?
Wichtig: Checken Sie zuerst Ihren Mietvertrag, ob dieser hierzu irgendwelche Regelungen enthält!
Gibt es eine solche mietvertragliche Vereinbarung, die z.B. regelt, dass die Kündigungsfrist erst mit dem Zeitpunkt des vereinbarten Beginns des Mietverhältnisses läuft, dann gilt diese vorrangig, d.h. die Kündigungsfrist beginnt erst ab dem Zeitpunkt des Beginns des Mietverhältnisses zu laufen.
Beispiel: Der Vertragsschluss war bereits am 01.06.2013. Das Mietverhältnis soll aber erst am 01.10.2013 beginnen, dann beginnt die Kündigungsfrist des § 573 c Abs.1.S.1 BGB frühestens ab dem 01.10.2013 zu laufen und das Mietverhältnis kann frühestens zum 31.12.2013 beendet werden.
Dasselbe gilt, wenn sich im Rahmen einer ergänzenden Auslegung des Vertrages darauf schließen lässt, dass die Parteien den Beginn der Kündigungsfrist erst ab dem vereinbarten Vollzug des Mietverhältnisses wollten. Eine solche Auslegung kann sich laut BGH aus der Interessenlage der Parteien ergeben.
Beispiel: der Vermieter tätigt hohe Aufwendungen in das Mietobjekt und durfte erwarten, dass er durch die Mietzahlungen einen wirtschaftlichen Ausgleich dafür erhält (so der BGH in obig zitiertem Urteil).
Gibt es keine Vereinbarung und ist auch im Wege der ergänzenden Vertragsauslegung nicht auf einen gewollten Kündigungsbeginn erst mit Beginn des Mietverhältnisses zu schließen, beginnt die Kündigungsfrist für den noch nicht vollzogenen Vertrag mit Zugang bei der anderen Vertragspartei zu laufen.
Beispiel: Der Vertragsschluss war bereits am 01.06.2013, das Mietverhältnis soll erst am 01.10.2013 beginnen, dann kann dieses, wenn dem Vermieter die Kündigung bis zum 03.07.2013 zugeht, ordentlich zum 30.09.2013 – also noch vor dessen Beginn gekündigt werden.
Der BGH hat dies damit begründet, dass eine Bindungen der Vertragsteile in der Zeit bis zum Vollzug des Vertrages im Allgemeinen nicht stärker sei, als danach.
60 Antworten auf "Mietvertrag vor Einzug kündigen – geht das?"
04.06.2014 - 22:19 Antworten
Wenn ein Mietvertrag vorliegt, schon unterschrieben, aber die Adresse falsch aufgeschrieben wurde, der Vermieter jedoch nicht einmal den Personalausweis kontrollierte, und auch keine Kaution bezahlt wurde, muss ich dann trotz Kündigung noch 3 Monate miete zahlen, obwohl noch kein Übergabeprotokoll oder Schlüsselübergabe erfolgt ist.?
Desweiteren, ist die Wohnung immernoch im gleichen Zustand wie zur Besichtigung. Es wurde nix angemeldet oder in der Wohnung verändert.
Ein Schreiben, das die Kündigung eingegangen ist, wird uns auch nicht ausgehändigt.
Die Hausverwaltung reagiert auch auf keine Mails.
10.06.2014 - 14:41 Antworten
ich würde Ihnen die rechtliche Beratung durch einen Anwalt empfehlen. Dieser kann Ihnen sicherlich Konfekt sagen, ob ein Mietvertrag zustand kam oder nicht.
11.08.2015 - 12:33 Antworten
am 28.07.2015 haben wir einen Mietvertrag unterschrieben, für ein Einfamilienhaus. Das allerdings sehr baufällig ist… Dach undicht (leider erst zu spät gesehen), Keller feucht, Flohbefall und Mäuse waren auch drin. Haben der Vermittlerin vom Vermieter schon telefonisch darüber informiert, dass wir es bis zum 01.11.2015 mit Sicherheit nicht schaffen werden das Haus zu sanieren. Wir sind Schichtarbeiter und haben ein kleines Kind. Sie meinte wir sollen dann kündigen. Meine Frage zu wann müssten wir kündigen? Und kommen wir ohne finanzielle Einbußen da wieder raus?
Über eine Antwort bedanke ich mich schon jetzt…
11.08.2015 - 15:24 Antworten
sofern Sie keinen Kündigungsverzicht vereinbart haben, können Sie mit der gesetzlichen Frist von 3 Monaten kündigen, also zu Ende November.
19.09.2015 - 09:20 Antworten
ich bin Vermieterin und habe folgendes Problem:
Am 01.09.15 habe ich mit einem unverheirateten Paar mit Kind einen Mietvertrag für meine Eigentumswohnung abgeschlossen. Mietbeginn ist der 01.12.15.
Beide haben unterschrieben.
Nun teilt mir die Mieterin nur 14 Tage nach Vertragsabschluss mit, dass Sie und ihr Partner sich getrennt haben, also nicht beide einziehen werden.
Sie würde die Wohnung gerne mit dem Kind alleine beziehen und sagt dass das auch finanziell funktionieren würde. Ich glaube das aber leider nicht wirklich. Auch denke ich dass die Trennung vielleicht schon vorher geplant war, dass man aber befürchtet hat, man würde die Wohnung als Alleinverdiener nicht bekommen…
Welche Möglichkeiten habe ich, bzw. worauf muss ich achten?
21.09.2015 - 09:49 Antworten
Ihre beiden Mieter stecken zusammen in dem gemeinsamen Mietvertrag fest. Bitten Sie Ihre Mieter, wieder zu kündigen, wenn Sie nicht gemeinsam einziehen wollen.
Sie können durchaus den Standpunkt vertreten, dass Sie die doppelte Sicherheit zweier Mieter brauchen und nicht auf eine Person verseichten werden. Im Zweifel sollten Sie sich rechtlich beraten lassen, ein Anwalt wird den gesamten Sachverhalt sicher gut einschätzen können.
06.10.2015 - 14:00 Antworten
ich habe am 30. 8. 2015 den Mietvertrag für eine 1-Zimmer Wohnung zum 1.10.2015 abgeschlossen. Am Son. 27.9.2015 fand eine „schnelle“ Schüsselübergabe statt.
Dabei erzählte mir der Vermieter, dass im selben Haus gerade eine 2-Zimmer Wohnung gekündigt wurde.
Eine größere Wohnung wäre mir von vornherein lieber gewesen. Der Mieter der 2-Zimmerwohnung ist auch an einer früheren, schnellstmöglichen Übergabe der Wohnung interessiert.
Nach dem Wochenende sprach ich mit dem Vermieter und bekundete mein Interesse an der größeren Wohnung die mir der Vermieter auch zum 1.11.2015, zusagte. Der guten Ordnung halber kündigte ich die 1-Zimmer Wohnung am 30.9.2015 zum 31.12.2015 (3 Monate) bereits vor meinem Einzug, um möglichst bald die 2-Zimmer Wohnung zu übernehmen.
Die erste Miete für die 1-Zimmer Wohnung zahlte ich natürlich pünktlich. Der Vermieter bestand noch auf die komplette Zahlung der Mietkaution (3 Monate) zum 1. Tag des Mietbeginns, laut Vertrag. Die ich inszwischen auch überwiesen habe. Dass ich Nachmieter suchen würde, um eher aus dem Mietvertrag zu kommen, stimmte der Vermieter zu.
Der Vermieter schickte mir einen neuen Mietvertrag für die 2-Zimmer Wohnung zu, den ich noch nicht unterschrieben habe, da ich bis heute noch keine Kündigungsbestätigung habe. (Ich möchte nicht die Mietverträge für zwei Wohnungen haben!) Dem Vermieter habe ich bereits einige potenzielle Nachmieter, mit kpl. Daten zugesandt ohne eine Rückantwort bisher. (Kommunikation z.Zt. etwas schwierig, da Vermieter in einem langfristigen Auslands-Urlaub ist)
Habe ich in diesem Fall gegen den Vermieter einen Anspruch, vorzeitig aus dem Mietverhältnis entlassen zu werden, da ich ein berechtigtes Interesse an der vorzeitigen Vertragsaufhebung habe, da ich einen solventen Nachmieter stellen kann und auch in eine seiner Wohnungen im selben Haus ziehen würde. (Weiterer, Neuer Mietvertrag!?)
Dass, dies viele Fragen zu diesem Sachverhalt sind, ist mir klar. Aber ich freue mich auf eine baldige Antwort.
Vielen Dan im Voraus. Mit freundlichem Gruß
Dietmar.B
06.10.2015 - 18:29 Antworten
Sie müssen den Zugang der Kündigung im Zweifel beweisen. Eine Bestätigung ist nicht unüblich, aber auch nicht notwendig.
Zu Ihren weiteren Fragen: Mietvertrag: Drei Nachmieter stellen und früher ausziehen?
12.10.2015 - 11:49 Antworten
ich habe letzte Woche einen befristeten Mietvertrag (1Jahr) über einen Makler abgeschlossen.
Leider ist es mir familiär nicht möglich, diese Wohnung in Anspruch zu nehmen.
Schlüsselübergabe fand noch keine statt. Mietverhältnis erst ab 01.11.
12.10.2015 - 15:36 Antworten
ich würde den Kündigungsausschluss prüfen lassen. z.B. hier.
Grundsätzlich sollte jede Mieter vorsichtig sein, sich Jahre zu verpflichten, wenn Sie Umstände sich ändern könnten.
16.11.2015 - 21:00 Antworten
mein Partner hat vor zwei Wochen einen Mietvertrag für seine neue Wohnung unterschrieben. Das Mietverhältnis beginnt laut Vertrag erst am 1.12. . Wie sieht es aus wenn er umgehend kündigt und die Wohnung gar nicht erst von ihm bezogen wird? Kann die Hausverwaltung die volle Höhe der Kaution beanspruchen bzw überhaupt Miete einfordern?
Wie ist seine Kündigungsfrist?
20.11.2015 - 02:30 Antworten
ich sehe keinen Grund, warum der Mieter sich nicht an seine Pflichten halten muss. Hier finden Sie mehr zu den Kündigungsfristen.
08.01.2016 - 15:57 Antworten
wir haben einen Mietvertrag für ein Reihenhaus am 24.11.2015 unterschrieben. Mietbeginn ist der 01.02.2016. Heute ist der 08.01.2016 und wir den Vermieter darüber in Kenntnis gesetzt, dass wir das Reihenhaus aus finanziellen Gründen nicht beziehen können. Der Mietvertrag enthält keine Regelung zum Fristbeginns im Falle einer Kündigung vor Mietbeginn.
Ist somit eine fristlose Kündigung mit dem 08.01.2016 vom Mietvertrag vor Mietvollzug möglich? Eine Wohnungsübergabe und -abnahme mit dem Vormieter ist uns ebenfalls nicht möglich. Müssen wir dem Vermieter eine Monatsmiete zahlen und wie ist es mit der Abnahme vom Öl-Tank und dem Stromzählerstand?
09.01.2016 - 01:21 Antworten
wenn Sie heute kündigen, dann wird die Kündigung zum 30.04.2016 wirksam, siehe gesetzliche Kündigungsfristen.
In dieser Zeit Schulden Sie die Kaltmiete und die Nebenkostenvorauszahlungen.
14.01.2016 - 20:33 Antworten
mein Partner hat einen Mietvertrag unterschrieben. Etwa eine Woche später bekamen wir die Nachricht das wir ein Kind erwarten. Da in der Wohnung keine Einbauküche ist, die wir erst kaufen müssten und uns dann in 6 Monaten eine größere Wohnung suchen müssten, weil für 3 Personen viel zu klein wäre hat er Fristgerecht gekündigt (3 Monate auf den 31.03.16) und hat mit dem Vermieter vereinbart das wenn ein Nachmieter gefunden wird es mit einem Mietaufhebungsvertrag geregelt wird. Jetzt hat der Vermieter sich gemeldet er hätte einen neuen Mieter gefunden auf den 1.03. aber der würde schon Mitte Februar zum Renoviernen beginnen, ob er ihm zusagen kann, dann müsste er die Märzmiete nicht auch noch zahlen. Wir haben nicht mal den Schlüssel der Wohnung: Dann müsste der neue Mieter auch schon die Februarmiete übernehmen wenn er früher rein will oder? Muss man trotzdem Miete + NK und Garage zahlen wenn man nicht mal eingezogen ist?
15.01.2016 - 08:10 Antworten
wie und ob Sie eine Wohnung nutzen bleibt Ihnen überlassen, Miete + Nebenkosten muss der Mieter natürlich trotzdem zahlen.
Sie wollen eine Art Mietaufhebungsvertrag schließen. Dort kann auch vereinbart werden, das Sie noch die Februar-Miete zahlen und der Nachmieter schon Mitte Februar in die Wohnung kann. Das klingt vielleicht nicht ganz fair, ist aber vielleicht die beste Lösung, wenn Sie nicht bis Ende März Miete zahlen wollen.
02.02.2016 - 15:04 Antworten
ich habe einen Mietvertrag unterschrieben und den Vertrag bereits vor Beginn des Mietverhältnis wieder gekündigt.
Im Mietvertrag steht: „Das Mietverhältnis beginnt am 1.April 2016 und läuft auf unbestimmte Zeit. Wird das Mietverhältnis gekündigt, dann beträgt die Kündigungsfrist 3 Monate für den Mieter. Im Übrigen richten sich die Kündigungsfristen nach dem Gesetz.“
Ab wann beginnt nun die Kündigungsfrist zu laufen? Bereits mit dem Zugang des Kündigungsschreibens oder erst zu Beginn des Mietverhältnisses am 1. April 2016?
03.02.2016 - 22:36 Antworten
genau mit dieser Fragen beschäftigt sich der Artikel oben.
19.02.2016 - 17:16 Antworten
wir haben einen Mietvertrag im November unterschrieben Mietbeginn 01.02.16, kurz danach haben ich und mein freund uns getrennt, Kündigung erfolgte auch im November, alleine hätte ich die wohnung nicht finanzieren können. Ich bin jetzt in Mutterschutz und kurz vor der Geburt des Kindes, das heißt werde Elterngeld beziehen (was nicht viel ist, muss Wohngeld beantragen), der Vermieter möchte aber von mir die Kaltmiete+Nebenkosten haben für Februar (mein Freund sei aus dem Vertrag entlassen, laut Telefonat). Schlüsselübergabe fand auch nicht statt. Das Geld kann ich natürlich nicht aufbringen, hab eine Woche zeit um das Geld zu überweisen, sonst wird ein Anwalt ins spiel kommen. Was kann ich tun?
19.02.2016 - 19:10 Antworten
bitten Sie den Vermieter um Ratenzahlung – das wäre vielleicht das einfachste (sofern die Forderung rechtmäßig ist). Vorab würde ich aber prüfen, ob die Wohnung vielleicht nicht schon anderweitig vermietet ist.
Wenn Sie Miete zahlen, müssen Sie natürlich auch die Möglichkeit haben die Wohnung zu nutzen. Im Zweifel sollten Sie sich rechtlich beraten lassen.
Sabine Rothmeier
29.02.2016 - 15:15 Antworten
Hallo mein Name ist Sabine und ich bin 23 Jahre alt.
Mein (ex)Freund und ich erwarten ein Kind und hatten uns deswegen dazu entschlossen zusammenzuziehen! Da er mir und dem Kind Gewalt androht bin ich natürlich nicht mehr bereit mit ihm zusammenzuziehen! Der Mietvertrag wurde am 10.01.16 geschlossen und das Mietverhältnis beginnt zum 01.05.16! Auf Anfrage aus dem Mietvertrag herauszukommen kam zur Antwort über 2000€ zu zahlen oder zwei Kaltmieten, um einen Makler zu beauftragen ( beinhaltet jedoch dass ich die Miete zahlen muss, bis der Makler einen Nachmieter gefunden hat)
Der Mietvertrag enthält außerdem die Klausel, dass wir 2 Jahre an die Wohnung gebunden sind!
Des weiteren muss laut Vermieter der Vertrag auch von meinem (ex)Freund gekündigt werden, ansonsten ist die Kündigung nicht wirksam! Ist das rechtens?? Denn ER will noch dazu zwingen mit ihm und dem Kind dort einzuziehen!
Ich als bald Alleinerziehende Mutter habe keinerlei finanzielle Mittel und weiß nicht was ich tun soll! Bitte um Hilfe!
29.02.2016 - 20:35 Antworten
einen gemeinsamen Mietvertrag können Sie nur gemeinsam kündigen. Auch bindest Sie der Kündigungsverzicht für die zwei Jahre. So ist es leider. Suchen Sie die einvernehmliche Lösung mit den anderen beiden Vertragsparteien oder lassen Sie sich bei Bedarf anwaltlich beraten.
09.06.2016 - 11:41 Antworten
ich hatte mit meinem Freund am 07.05.16 einen Mietvertrag für ein EFH unterschrieben. Mietbeginn 01.07.16. Wir haben diesen Mietvertrag am 02.06.16 zum 31.08.16 gekündigt. Eine Nutzung und Übergabe des Hauses wird nicht erfolgen. Uns ist bewusst, dass die Miete für Juli und August zu zahlen ist. Wie verhält es sich nun mit den Nebenkosten. Im Mietvertrag ist ein Betrag für die Betriebskosten aufgeführt ohne dass diese genau erklärt sind. Aufgrund der mündlichen Absprachen weis ich wofür die Vorauszahlung der Betriebskosten zu zahlen ist. Genaueres sollte jedoch erst bei Übergabe des Hauses im Übergabeprotokoll vereinbart werden. Es handelt sich laut mündlicher Absprache hierbei um Kaltwasser, Schornsteinfeger, Müllgebühr. Wenn wir aber das Haus nicht beziehen / übernehmen fallen z.B. auch keine Müllgebühr an. Wie verhält es sich in diesem Fall mit den Nebenkosten.
10.06.2016 - 10:57 Antworten
ohne Ihre genauen Vereinbarungen zu kennen: Egal ob Sie einziehen oder nicht, Sie müssen auch die Nebenkosten zahlen (wer sollte diese auch sonst bezahlen?). Bei der Nebenkostenabrechnung bekommen Sie dann den (verbrauchsabhängigen) Teil zurück.
13.06.2016 - 18:44 Antworten
Ich habe gestern zum 1.8.2016 einen Mietvertrag untrschrieben, der die Klausel enthält, dass beide Parteien erst nach 36 Monaten ordentlich kündigen dürfen. Jetzt kommen mir Zweifel, ob das mit der Wohnung richtig war die zu mieten. Kann ich vorzeitig kündigen? Kaution und Übergabeprotokoll wurden noch nicht gemacht.
13.06.2016 - 20:50 Antworten
lassen Sie den Kündigungsausschluss auf dessen Wirksamkeit prüfen. Ansonsten kann ein Kündigungsausschluss tatsächlich Fluch oder Segen sein.
17.08.2016 - 12:31 Antworten
ich habe am 8. August eine Anmietungserklärung unterschrieben für eine 1-Zimmer-Wohnung in einem privaten Studentenwohnheim, ohne eine Kopie zu erhalten (ich habe heute darum noch einmal gebeten aber der Vermieter hat versagt). Ich habe auch die Höhe von der Kaution und 2-Miete überwiesen aus meinem Auslandskonto. Ich konnte nicht einziehen vor der Ankunft des Geldes. Es dauerte eine Woche und inzwischen habe ich eine neue bessere Wohnung gefunden. Ich habe noch keinen Schlüssel bekommen und habe keinen Mietvertrag unterschrieben. Ich möchte wissen ob ich verpflichtet bin 3 Miete zu zahlen, und den Mietvertrag zu unterschreiben.
17.08.2016 - 12:39 Antworten
Hallo Wawrzyn,
es ist denkbar, dass auch Ihr Handeln eine mündlicher bzw, konkludenter Mietvertrag zustande gekommen ist. Im Zweifel sollten Sie dazu einen Anwalt befragen.
01.09.2016 - 13:44 Antworten
Das Mietverhältnis beginnt am 1.10.2016 , wird auf unbestimmte Zeit geschlossen. Die ordentliche Kündigung des Mietverhältnisses ist nach den gesetzlichen Vorschriften möglich. Ohne Kaution!
So steht in meinem Vertrag, unterschrieben am 22.06.2016.
Lebe in der Trennung, wenig Geld und genau aus diesem Grund das ich keine Kaution zahlen muss und die Miete relativ niedrig ist, habe ich meine jetzige Wohnung zum 30.09.2016 gekündigt. Gestern am 31.08. 2016 , ein Monat vor dem Einzug hat mir meine neue Vermieterin telefonisch berichtet dass ich doch die Kaution zahlen soll. Menschen die so wichtige Entscheidungen kurzfristig ändern sind unglaubwürdig, habe keinen Vertrauen mehr. Würde gerne das Mietverhältnis sofort kündigen. Die Frage ist, wie sieht das in dieser Situation aus, muß ich die drei Monate Kündigung anhalten? Ich habe kein Geld um die Kaution zu zahlen!
02.09.2016 - 06:55 Antworten
wenn Sie keine Kaution im Mietvertrag vereinbart haben, müssen Sie auch keine Kaution leisten.
Denise Lier
14.10.2016 - 12:22 Antworten
Am 8.10. bekamen wir einen Schlüssel für ein kleines Apartement in Berlin. Dieses wurde durch bauliche Massnahmen von einer Wohnung abgetrennt und wird nun möbliert über einen Untermiet-Vertrag vermietet.
Im Vornherein getätigte Abmachungen wie –
– ein zweites Schlüsselpaar wird bereit gestellt oder
– die Wohung wird gereinigt übergeben
wurden nicht eingehalten.
Zudem war das Kochen unmöglich (da Kochplatte kaputt) und das Wohnen durch einen üblen Gestank in der ganzen Wohnung (Abflussrohre) stark beeinträchtigt.
Diese Umstände haben wir dem Vermieter gleichentags zurückgemeldet. Er meinte er werde sich am Montag darum kümmern. Seither ist er jeglichem Gesprächsversuch ausgewichen.
Dies hat uns dazu bewogen, die Wohnung bereits nach 2 Nächten zu verlassen und in ein Hotel zu ziehen. Die fristlose Kündigung haben wir via Einwurf-Sendung zustellen lassen.
Seitdem haben wir nicht mehr von ihm gehört.
– Gilt eine fristlose Kündigung ab sofort oder kann der Vermieter durch nicht reagieren den Zeitpunkt der Kündigung hinauszögern?
– Sprich müsste man zur Sicherheit noch eine ordentliche Kündigung zum Monatsende nachreichen?
Oder können wir mit dieser eingeschriebenen fristlosen Kündigung damit rechnen aus dem Schneider zu sein?
18.10.2016 - 08:57 Antworten
ich kann hier leider nicht bewerten, ob Ihre Kündigung überhaupt rechtlich gedeckt ist. Eine defekte Kochplatte und (vielleicht nur zeitweiliger) Geruch sind schwache Gründe, um von einer Unzumutbarkeit der Mietvertragsfortsetzung auszugehen.
Sie sollten Sie im Zweifel rechtlich beraten lassen.
19.10.2016 - 14:49 Antworten
es gibt einen Mietvertrag für 2 Personen, namentlich genannt, und nur eine hat unterschrieben. Die zweite Unterschrift wurde nicht verlangt. Der Vertrag gilt ab 1.12.16. Wir möchten aber vom Vertrag zurück treten, da es im Vorfeld schon einige Missverständnisse mit dem Vermieter gab und wir in Frieden wohnen wollen. Ist der Vertrag überhaupt so gültig, wenn nur eine genannte Person (Mieter) unterschrieben hat? Gilt eine Kündigungsfrist von 3 Monaten ab dem jetzigen Zeitpunkt, wenn keine Kündigungsfrist vereinbart wurde?
19.10.2016 - 18:53 Antworten
hier ein Link für Sie: Mietvertrag nicht von allen Mietern unterschrieben
13.12.2016 - 19:31 Antworten
In meinem Untermietvertrag steht, dass ich spätestens am 15. eines Monats zum Ablauf dieses Monats gemäß § 573 c) Abs. 3 BGB kündigen darf. Darf ich auch vor Mietbeginn kündigen? Anders gefragt, gilt folgende Erklärung:
„Gibt es keine Vereinbarung und ist auch im Wege der ergänzenden Vertragsauslegung nicht auf einen gewollten Kündigungsbeginn erst mit Beginn des Mietverhältnisses zu schließen, beginnt die Kündigungsfrist für den noch nicht vollzogenen Vertrag mit Zugang bei der anderen Vertragspartei zu laufen.“
auch für Untermietverträge bei Wohnraum nach § 549 Abs. 2 Nr. 2 ?
14.12.2016 - 17:39 Antworten
danke für Ihren Beitrag. Bitte lassen Sie Ihren Einzelfall bei Bedarf hier prüfen: https://www.mietrecht.org/beratung/kuendigung-moeglich-mieter/
Karsten Hampe
15.12.2016 - 15:17 Antworten
wir haben am 9.11.16 eine Mietvertrag für eine Wohnung unterschrieben. Mitbeginn 1.4.2017.
außer einer Kündigungsfrist von 3 Monaten, dem Mietpreis und den Nebenkosten ist nichts vereinbart.
Können wir den Mietvertrag vor dem vereinbarten Mietbeginn kündigen?
Wir haben etwas wesentlich besser pausendes gefunden und möchten dort einziehen.
15.12.2016 - 16:08 Antworten
wenn Ihnen der Artikel oben noch nicht zu 100% hilft, kann ich Ihnen diese Prüfung hier empfehlen: Kündigung möglich? (für Mieter)
23.12.2016 - 15:20 Antworten
Hallo, ich habe vor 6 Wochen einen Mietvertrag abgeschlossen, für die Dauer eines Jahres. Danach beginnt die eigentliche Kündigungsfrist von 3 Monaten. Nun hat es sich ergeben, dass ich in meinem Haus wohnen bleibe und nicht in diese Wohnung ziehen möchte. Mietbeginn ist 01.03.2017. Habe ich eine Möglichkeit zu kündigen oder vom Vertrag zurückzutreten, kann ich den Makler bitten, einen Nachmieter zu finden ? Oder muss ich wirklich ein Jahr zahlen und dann auch Rasen mähen usw. ?
29.12.2016 - 18:42 Antworten
lassen Sie die Kündigungsmöglichkeit hier prüfen.
Annalisa Haat
12.02.2017 - 12:56 Antworten
ich habe am 05.02. einen Mietvertrag mit meinem Freund abgeschlossen, der am 01.04 beginnen soll („Das Mietverhältnis beginnt am 01.04.2017 und läuft auf unbestimmte Zeit.“). Da wir uns nun getrennt haben möchten wir die Wohnung natürlich nicht mehr beziehen.
Meine Frage lautet nun, kann ich die Wohnung erst zum 01.04. kündigen oder schon jetzt mit einer 3 monatigen Kündiungsfrist? („Auf die Kündigung des Mietvertrags finden die Vorschriften der §§ 573 ff BGB Anwendung.“)
13.02.2017 - 13:16 Antworten
mit genau dieser Frage befasst sich der Artikel oben. Lesen Sie am besten nochmals in Ruhe nach.
28.07.2017 - 16:24 Antworten
ich habe einen Mietvertrag Ende Juni unterschrieben, der erst ab den 1.10 gilt. Im Vertrag steht für die Kündigungsfrist nur „Mietverhältnis beginnt am 1.10.17 und ist befristet bis zum 1.10.20. Für die Kündigung des Mietvertrages gelten die gesetzlichen Bestimmungen.“ Was bedeutet es genau? Gehört mein Fall dann zum „mit mietvertragliche Vereinbarung“ oder „Keine Vereinbarung“
30.07.2017 - 08:25 Antworten
hier eine große Hilfe für Sie: Befristeter Mietvertrag: Abschluss, Laufzeit, Verlängerung und Kündigung
19.08.2017 - 10:53 Antworten
ich habe am 17.8.17 einen Vertrag zu einem WG Zimmer unterschrieben. Im Nachhinein möchte ich doch nicht dort einziehen. Regeln wie: Es darf nicht musiziert werden haben mich dann doch abgeschreckt. Der Vermieter scheint unerfahren aber auch sehr pingelig. Jetzt weiß ich nicht was ich machen soll. Anfang Seotember kann ich dort einziehen. Vielleicht haben Sie einen Rat.
20.08.2017 - 09:33 Antworten
mein Rat: zum 30.11.2017 kündigen oder um einen Mietaufhebungsvertrag bitten.
Aurich Paul
16.11.2017 - 11:55 Antworten
ich habe im Oktober 2017 einen Mietvertrag unterschrieben. Mietbeginn wäre der Februar 2018.
Ich würde den Mietvertrag gerne kündigen. Der Vermieter scheint dies nicht zu wollen.
Mein Problem im Mietvertrag steht eine Mindestmietdauer von 3 Jahren.
16.11.2017 - 19:39 Antworten
lassen Sie die Möglichkeit der Kündigung z.B. hier prüfen.
24.11.2017 - 19:06 Antworten
Ich habe alleine am 18.10.17 einen unbefristeten Mietvertrag unterschrieben
(Inhalt des Mietvertrages ist dass die Parteien fuer die Dauer von einem Jahr auf eine ordentliche Kuendigung verzichten).
Nun haben sich mein Mann und ich getrennt und ich habe am 11.11.17 diesen Mietvertrag gekuendigt, ohne Einzuziehen, Beginn und Einzug waere der 1.12.17 gewesen.
Muss ich jetzt drei Monatsmieten zahlen ?
Vermieter bietet mir Mietaufhebungsvertrag an besteht aber darauf dass ich drei Netto Kaltmieten zahle.
25.11.2017 - 10:00 Antworten
Hallo N. Schwarz,
wenn Sie eine Mindestmietdauer vereinbart haben, können Sie m.E. froh sein, wenn Sie vor dem Ablauf des ersten Jahres den Vertrag aufheben können.
Özyesilbas, Anil
22.01.2018 - 11:33 Antworten
meine Freundin und ich wollen zusammen ziehen und haben eine Wohnung gefunden und über eine Marklerin den Mietvertrag Anfang Dez. 2017 unterschrieben, das Mietverhältnis beginnt zum 01.02.2017 Ich hatte die Marklerin und den Vermieter informiert ob wir früher einen Schlüssel bekommen könnten wegen Renovierungsarbeiten und ob die neu bestellten Möbel direkt dahin geliefert werden könnten.
Der Vermieter sagte das unter der Bezahlung von Kaution wäre das kein Problem. Ich habe dann Anfang Januar 2017 die volle Summe der Kaution bezahlt und einen Schlüssel von der Marklerin mit Einverständnis des Vermieters erhalten. Ab Mitte des Monats(Januar ’17) auch Handwerker beauftragt (tapezieren und streichen) und kleine Verschönerungen im Kinderzimmer vorgenommen. und den Umzug auf ne Woche früher vorgezogen da wir beide Berufstätig und in 3 Schichtsystem arbeiten.
Jetzt ist das Problem das der Vermieter Probleme macht in dem er sagt dass die Farben an den Wänden ihm zu dunkel wären, die Türen nicht beklebt werden sollen (2 Kinderzimmer Türen mit Poster), an den Wänden nicht gebohrt werden soll und das da schon zu viele Möbel rum stehen würden (alle sind verpackt) und droht uns das Mietverhältnis Vorzeitig aufzuheben! Meine Frage wäre, darf er das und welche Rechte haben wir ?
wir haben beide unsere Wohnungen gekündigt, haben 2 Kinder, und vor allem viele neue Möbel für die neue Wohnung gekauft und Handwerker bezahlt!
MfG A.Ö.
22.01.2018 - 13:53 Antworten
der Vermieter möchte die Wohnung in einem vertragsgemäßen Zustand zurück erhalten. Mit wie vielen Möbeln Sie Ihre Wohnung bestücken und wie Sie die Wohnung während der Mietzeit farblich gestalten ist Ihre Sache. Auch können Sie Löcher in der Wände bohren, sofern Sie das übliche Maß hier nicht überschreiten.
22.01.2018 - 22:36 Antworten
Ich habe ein Problem und zwar, ich habe ein Mietvertrag abgeschlossen. Der gilt vom 16.08.2017 bis zum 16.08.2019. Ich möchte aber nicht mehr in dieser Wohnung wohnen, denn ich habe geheiratet und brauche eine größere Wohnung(aktuell 20m2). Die Vermieterin meint, dass ich bis zum 16.08.2019 bezahlen musste! Gibt es für mich also keine Lösung? Muss ich bis zum 16.08.2019 dort wohnen? (Allerdings hat die Wohnung keine Heizung! Und ist sehr kalt)
23.01.2018 - 09:13 Antworten
lassen Sie den Kündigungsausschluss rechtlich prüfen, z.B. hier: https://www.mietrecht.org/beratung/kuendigung-moeglich-mieter/
10.05.2018 - 08:31 Antworten
wir haben im August 2017 einen Mietvertrag für eine Wohnung unterschrieben. Der Mietvertrag beginnt aber erst am 01.11.2018, also erst in ca. 5,5 Monaten. Da die Wohnung bzw. das ganze Haus noch einer zwingenden Renovierung bedarf, kann der o.a. Einzugstermin bzw. Mietvertragbeginn mit Sicherheit nicht eingehalten werden.
Kann ich, unter Einhaltung der gesetzlichen Kündigungsfrist von 3 Monaten kündigen?
14.05.2018 - 06:27 Antworten
wann Sie einen Mietvertrag vor Einzug kündigen können wird oben erklärt. (Erstmal) Unabhängig von einer noch vorzunehmenden Renovierung.
05.07.2018 - 08:46 Antworten
mein Freund und ich haben 28.04.2018 einen Mietvertrag für eine 3-Zimmer-Wohnung unterschrieben. Vermietung ist ab 01.08.2018. Im Vorfeld haben wir die Wohnung natürlich besichtigt und für schön befunden. Als die Vormieter Ende Juni auszogen, durften wir – zusammen mit der Vermieterin – schon mal „zum gucken“ in die Wohnung, um den Renovierungsaufwand abzuschätzen, da die Vormieter offensichtlich sehr lange nichts renoviert hatten. Es müssen sämtliche Tapeten ab und neu tapeziert werden, Wohnung wird also „unrenoviert“ übergeben, was aber im Mietvertrag nicht drin steht! Ist an und für sich auch kein Problem, da wir jemanden hätten (Maler), der das machen würde.
Allerdings haben wir bei der Besichtigung dann festgestellt, dass die Elektrik in der Küche in einem – sagen wir mal – nicht mehr zeitgemäßen Zustand ist (zu wenig Steckdosen, lose Verkabelung offenbar vom Vormieter selbst gemacht [Haus ist aus den 70er Jahren], Fliesenspiegel beschädigt). Es gibt auch nur drei Sicherungsautomaten für die ganze Wohnung ohne FI-Schutzschalter.
Wir haben nun auf die Schnelle einen Elektriker gesucht (mit Einverständnis der Vermieter), der kurzfristig diese Sachen beheben will. Die Sache mit dem FI-Schutzschalter und was dazu gehört, will der Vermieter tragen, die zusätzlichen Steckdosen in der Küche sollen wir bezahlen und den defekten Fliesenspiegel auch (da können Sie ja eine Abdeckplatte davor stellen)… wir wollten einen Kostenvoranschlag haben, da diese Kosten ja nun wirklich nicht zu einer normalen Renovierung gehören und man das vorher nicht sehen und abschätzen konnte. Vom Elektriker bekommen wir keine Aussage über die Höhe der voraussichtlichen Kosten, aber ohne das wollen wir die Arbeiten nicht ausführen lassen. Vermieters haben den Auftrag aber schon ohne Kostenvoranschlag erteilt und am 10.07. sollen die Arbeiten nun gemacht werden. Seither telefoniere ich dem Elektriker hinterher und die Vermieter sind der Meinung, wir wären wohl offenbar „überfordert“. Was das finanzielle angeht, steht das nicht zur Diskussion. Wir haben mehrfach gesagt, dass wir die Kosten übernehmen wollen, wenn wir VOR Beginn der Arbeiten wüssten, auf welche Summe wir uns einstellen müssten.
Mittlerweile ist das Verhältnis etwas angespannt und mein Freund will gar nicht mehr dort einziehen.
Wir wollen fristgemäß zum 31.10.2018 kündigen und würden auch die Miete und Nebenkosten bezahlen, auch wenn es schmerzt.
Meine Frage nun: ich habe die Kaution von 2.200 Euro schon überwiesen, die fälligen Mieten würden 2.760 Euro betragen. Kann ich auf diese Mieten die Kaution, die m. E. gar nicht nötig wäre, da wir ja nicht einziehen wollen, sozusagen verrechnen und nur noch die Differenz überweisen???
Entschuldigung für den langen Text, aber vielleicht gibt es einen Rat?
05.07.2018 - 21:57 Antworten
das „Abwohnen“ der Kaution sollten Sie mit dem Vermieter vereinbaren.
11.07.2018 - 09:21 Antworten
ich habe am 29.06.2018 meinen Mietvertrag unterschrieben. Meine Vermieter haben diesen am Montag den 09.07.2018 ebenfalls unterschrieben und mir übergeben. Mietbeginn wäre der 01.09.2018.
Nun habe ich zwischenzeitlich die Zusage für eine größere und gleichzeitig günstigere Wohnung bekommen und würde lieber in diese Wohnung ziehen.
In meinem Vertrag ist keine Mindestmietzeit eingetragen und die Kündigung vor Mietbeginn wird auch nicht ausgeschlossen. Wenn ich die Wohnung jetzt kündigen würde, müsste ich für September und Oktober noch Miete zahlen oder?
Falls die Vermieter im August einen neuen Mieter für den 01.09. finden würden, müsste ich dennoch die Miete weiterbezahlen?
11.07.2018 - 14:08 Antworten
wenn Sie heute mit der gesetzlichen Frist kündigen, dann zahlen Sie für September bis Oktober ja. Wenn Sie mit dem Vermieter eine Einigung finden, dann müssen Sie keine Miete mehr zahlen, wenn dieser einen Nachmieter gefunden hat. Ansonsten haben Sie ja ab 01.09. die Schlüssel und der Vermieter keinen Zugang mehr.
⇐ Mietvertrag ohne Kündigungsfrist – Hier greift die gesetzliche Regelung!
Schönheitsreparaturen: Quotenklausel bzw. Quotenregelung ⇒

References: § 573
 BGH 
 § 573
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 § 573
 § 549