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Timestamp: 2016-10-26 23:25:19+00:00

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U 159/05 (15.06.2007)
vertreten durch F�rsprecher Josef Mock Bosshard, Schwarztorstrasse 7, 3007 Bern.
Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. M�rz 2005.
Die 1959 geborene R.________, Mutter dreier 1983, 1985 und 1987 geborener Kinder, arbeitete seit dem 12. Juli 1994 als Betriebsmitarbeiterin bei der Firma C.________ AG, sowie bei der Firma H.________ AG, als Raumpflegerin und war bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch unfallversichert. Am 19. Februar 1998 kollidierte sie auf dem Heimweg mit ihrem Personenwagen mit einem Lieferwagen. Nach dem Unfall machte sie daheim mit dem linken Fuss einen Misstritt auf der Treppe. Der am folgenden Tag aufgesuchte Dr. med. K.________ fand gem�ss Berichten vom 23. April und 5. Mai 1998 neben Fussbeschwerden, die zu einem langfristigen Schmerzproblem im Bereich des linken Sprunggelenks f�hrten, leichtgradige Beschwerden mit Druckdolenz der paravertebralen Nackenmuskulatur und h�chstens leichtgradig eingeschr�nkter Beweglichkeit. Nach einem ersten Arbeitsversuch vom 30. M�rz bis 7. April 1998 von 50 % war R.________ wiederum zu 100 % arbeitsunf�hig.
Nach Beizug verschiedener Arztberichte und mehreren kreis�rztlichen Untersuchungen (vom 4. August 1998, 29. Oktober 1998, 2. Februar, 2. M�rz, 24. Juni und 14. Oktober 1999, 9. M�rz 2000 sowie kreis�rztlicher Abschlussuntersuchung vom 29. August 2000 mit erg�nzendem Bericht vom 28. September 2000), zwei weiteren, ebenfalls gescheiterten Arbeitsversuchen vom 8. Februar sowie 15. Juli 1999, einem station�ren Aufenthalt vom 7. April bis 19. Mai 1999 (Austrittsbericht vom 2. Juni 1999) sowie einer ambulanten Untersuchung vom 6. Januar 2000 in der Rehaklinik X.________ stellte die SUVA mit Verf�gung vom 16. November 2000 ihre bisher ausgerichteten Versicherungsleistungen auf den 20. November 2000 ein, da die noch geklagten Beschwerden organisch als Folge des erlittenen Unfalles nicht mehr erkl�rbar und gem�ss fach�rztlicher Beurteilung daf�r psychische Gr�nde verantwortlich seien. Dies best�tigte die SUVA mit Einspracheentscheid vom 28. Februar 2002.
Zwischenzeitlich hatte sich R.________ am 5. M�rz 1999 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug angemeldet.
Am 6. Juni 2002 liess R.________ gegen den Einspracheentscheid vom 28. Februar 2002 Beschwerde erheben und ein Schreiben von Prof. Dr. med. N.________, vom 23. Dezember 2002 einreichen. Die SUVA legte den Bericht des psychosomatischen Konsiliums der Rehaklinik X.________ vom 13. Juli 1999 sowie eine Beurteilung des Dr. med. I.________, Abteilung Versicherungsmedizin der SUVA, vom 30. Januar 2003 ins Recht. Das Verwaltungsgericht des Kantons Bern edierte die IV-Akten und sistierte das Verfahren bis zum Vorliegen des von der IV-Stelle Bern bei der Medizinischen Abkl�rungsstation der Psychiatrischen Poliklinik des Inselspitals Y.________ in Auftrag gegebenen MEDAS-Gutachtens vom 14. Oktober 2004. Mit Entscheid vom 23. M�rz 2005 hiess es die Beschwerde gut, stellte fest, die SUVA sei weiterhin leistungspflichtig, und wies die Sache zur Festsetzung der Arbeits- bzw. Erwerbsf�hikeit und entsprechenden Leistungsausrichtung an die SUVA zur�ck.
W�hrend R.________ auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliessen l�sst, verzichtet das Bundesamt f�r Gesundheit (BAG) auf eine Vernehmlassung.
Am 1. Januar 2007 ist das Bundesgesetz �ber das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (BGG; SR 173.110) in Kraft getreten (AS 2006 1205, 1243). Damit wurden das Eidgen�ssische Versicherungsgericht und das Bundesgericht in Lausanne zu einem einheitlichen Bundesgericht (an zwei Standorten) zusammengef�gt (Seiler/von Werdt/G�ngerich, Bundesgerichtsgesetz [BGG], Bern 2007, S. 10 Rz 75) und es wurde die Organisation und das Verfahren des obersten Gerichts umfassend neu geregelt. Dieses Gesetz ist auf die nach seinem Inkrafttreten eingeleiteten Verfahren des Bundesgerichts anwendbar, auf ein Beschwerdeverfahren jedoch nur dann, wenn auch der angefochtene Entscheid nach dem Inkrafttreten dieses Gesetzes ergangen ist (Art. 132 Abs. 1 BGG). Da der kantonale Gerichtsentscheid am 23. M�rz 2005 und somit vor dem 1. Januar 2007 erlassen wurde, richtet sich das Verfahren nach dem bis 31. Dezember 2006 in Kraft gestandenen Bundesgesetz �ber die Organisation der Bundesrechtspflege (OG) vom 16. Dezember 1943 (vgl. BGE 132 V 393 E. 1.2 S. 395).
2.1 Das am 1. Januar 2003 in Kraft getretene Bundesgesetz �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) ist nicht anwendbar, nachdem die Verf�gung am 16. November 2000 und der Einspracheentscheid am 28. Februar 2002 erging (BGE 129 V 1 E. 1.2 S. 4).
2.2 Das kantonale Gericht hat die Rechtsprechung zu dem f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers nach Art. 6 Abs. 1 UVG vorausgesetzten nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen Unfallereignis und eingetretenem Schaden (Krankheit, Invalidit�t, Tod; BGE 119 V 335 E. 1 S. 337, siehe auch BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181 mit Hinweisen) sowie zur erforderlichen Ad�quanz des Kausalzusammenhangs im Allgemeinen (BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461) sowie im Besonderen bei psychischen Unfallfolgen (BGE 120 V 352 E. 5b/aa S. 355, 115 V 133 E. 6 S. 138f.) und Unf�llen mit Schleudertrauma der Halswirbels�ule, HWS (BGE 122 V 415, 117 V 359, 369), einer diesem gleichgestellten Verletzung (RKUV 2000 Nr. U 395 S. 317 E. 3, U 160/98; SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 E. 2) und eines Sch�delhirntraumas (BGE 117 V 369) richtig wiedergegeben. Richtig sind auch die Ausf�hrungen zum im Sozialversicherungsrecht geltenden Untersuchungsgrundsatz (BGE 130 V 64 E. 5.2.5 S. 68f. mit Hinweisen), zum massgebenden Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 129 V 150 E. 2.1 S. 153, 126 V 353 E. 5b S. 360 mit Hinweisen; SVR 2003 IV Nr. 11 S. 32 E. 1, I 761/01) sowie zum Beweiswert und zur Beweisw�rdigung medizinischer Berichte und Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352, AHI 2001 S. 113 E. 3a, I 128/98). Darauf wird verwiesen.
Zu erg�nzen ist, dass die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs nur dann im Sinne von BGE 123 V 98 E. 2a S. 99 unter dem Gesichtspunkt einer psychischen Fehlentwicklung nach Unfall zu beurteilen ist, wenn die zum typischen Beschwerdebild eines HWS-Schleudertraumas geh�renden Beeintr�chtigungen zwar teilweise gegeben sind, im Vergleich zur ausgepr�gten psychischen Problematik aber unmittelbar nach dem Unfall ganz in den Hintergrund treten oder die physischen Beschwerden im Verlaufe der ganzen Entwicklung vom Unfall bis zum Beurteilungszeitpunkt gesamthaft nur eine sehr untergeordnete Rolle gespielt haben. Diesfalls ist die Pr�fung der ad�quaten Kausalit�t praxisgem�ss unter dem Gesichtspunkt einer psychischen Fehlentwicklung nach Unfall gem�ss BGE 115 V 133 ff. vorzunehmen (BGE 123 V 98 E. 2a S. 99; RKUV 2002 Nr. U 465 S. 437, U 164/01). Ebenfalls nach BGE 115 V 133 ff. vorzugehen ist, wenn bei einer versicherten Person bereits vor dem Unfall psychische Beschwerden vorlagen, die durch das Unfallereignis verst�rkt wurden. Denn diesfalls kann nicht von einem vielschichtigen somatisch-psychischen Beschwerdebild - d.h. einem komplexen Gesamtbild von aus dem Unfall hervorgehenden psychischen Beschwerden und von ebenfalls (nat�rlich) unfallkausalen organischen Beschwerden - gesprochen werden, welches einer Differenzierung kaum zug�nglich ist, weshalb die Voraussetzungen f�r die Rechtsprechung zum ad�quaten Kausalzusammenhang bei Schleudertraumen der HWS oder �quivalenten Verletzungsmechanismen (BGE 117 V 359) nicht erf�llt sind (RKUV 2000 Nr. U 397 S. 327, U 273/99; Urteil U 462/04 vom 13. Februar 2006).
Nachdem die Beschwerdef�hrerin der Versicherten auf Grund des Unfalles vom 19. Februar 1998 f�r die ausgewiesene Arbeitsunf�higkeit Taggelder ausrichtete und w�hrend mehr als zwei Jahren f�r die Heilbehandlungskosten aufkam, ist zu pr�fen, ob sie zu diesen Leistungen von Bundesrechts wegen auch �ber den 20. November 2000 hinaus verpflichtet ist.
3.1 Die SUVA best�tigte die Einstellung ihrer Leistungen auf den 20. November 2000 mit der Begr�ndung, falls beim Ereignis vom 19. Februar 1998 �berhaupt eine Verletzung der HWS stattgefunden habe, dann eine leichte HWS-Distorsion Grad I, welche erfahrungsgem�ss innerhalb von 2-3 Monaten heile und kaum je erhebliche k�rperliche Beschwerden hinterlasse. Bei der Versicherten h�tten sich 1-2 Wochen nach dem Unfall Nackenbeschwerden eingestellt, die sich sp�ter in Richtung Brustwirbels�ule (BWS) und linke Leiste sowie eineinhalb Jahre nachher auf die ganze linke K�rperseite ausgedehnt und zu invalidisierenden Schmerzen in der linken oberen Extremit�t gef�hrt h�tten, dies ohne Nachweis organischer Verletzung bei umfassenden Abkl�rungen. Ein solcher Schmerzverlauf entspreche nicht dem Heilverlauf einer organischen Verletzung wie einer Distorsion. Die Abkl�rungen h�tten ergeben, dass die psychische St�rung der Schmerzverarbeitung das heutige Leiden bestimme, weshalb f�r die Kausalit�tsbeurteilung die Rechtsprechung f�r psychische Folgesch�den gem�ss BGE 115 V 133 massgebend sei, selbst wenn man das Vorliegen eines HWS-Schleudertraumas annehmen wolle. Dabei sei der Unfall h�chstens dem mittelschweren Bereich zuzuordnen. Gehe man von einem teilweise gegebenen nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem psychischen Leidensbild aus, mangle es am ad�quaten Kausalzusammenhang, denn dabei seien die Kriterien in allein massgebender somatischer Hinsicht nicht erf�llt.
3.2 Demgegen�ber hat die Vorinstanz einen Fortbestand der Leistungspflicht bejaht. Die Versicherte habe beim Autounfall vom 19. Februar 1998 eine HWS-Distorsion erlitten, da das Vorliegen des f�r ein HWS-Schleudertrauma typischen Beschwerdebildes zu bejahen sei. Die psychische Problematik sei nicht unmittelbar nach dem Unfall aufgetreten, sondern erstmals im Bericht der Rehaklinik X.________ vom 2. Juni 1999, also mehr als 1 � Jahre nach dem Unfall, erw�hnt worden. Der nat�rliche Kausalzusammenhang sei zu bejahen und f�r die Beurteilung des ad�quaten Kausalzusammenhangs seien die Kriterien gem�ss BGE 117 V 366 f�r Schleudertraumata massgebend. Dabei seien die Kriterien der Dauerschmerzen, des schwierigen Heilungsverlaufs, der ungew�hnlich langen Dauer der �rztlichen Behandlung sowie Grad und Dauer der Arbeitsf�higkeit erf�llt, weshalb auch die Ad�quanz zu bejahen und die Sache zur Festsetzung des Ausmasses der Arbeits- und Erwerbsunf�higkeit und Ausrichtung der entsprechenden Versicherungsleistungen an die SUVA zur�ckzuweisen sei.
3.3 In ihrer Verwaltungsgerichtsbeschwerde wendet sich die SUVA gegen die Annahme eines Schleudertraumas mit der Begr�ndung, der fragliche Unfall sei als leicht einzustufen und das f�r ein Schleudertrauma typische, bunte Beschwerdebild sei nicht vorgelegen.
4.1 Zur Frage des nat�rlichen Kausalzusammenhangs ist zun�chst festzuhalten, dass organisch keine hinreichend nachweisbaren Sch�den als Unfallfolgen vorliegen, welche zu einer Arbeits- bzw. Erwerbsunf�higkeit gef�hrt haben, wie die Vorinstanz mit der SUVA zutreffend ausgef�hrt hat. Zwar wurde von Dr. med. S.________ in seinem Bericht vom 29. Juni 1998 erstmals der Verdacht auf eine traumatische L�sion des ligamentum alare ge�ussert, dieser wurde in der Folge indes nicht best�tigt. Es ist deshalb zun�chst zu pr�fen, ob die Beschwerdegegnerin anl�sslich des Unfalles vom 19. Februar 1998 ein Schleudertrauma der HWS erlitten hat, was auch im Hinblick auf die anschliessende Beurteilung der Ad�quanzfrage (BGE 119 V 335 E. 2b/aa S. 340, 117 V 359) von Bedeutung ist.
4.2 W�hrend die SUVA im Einspracheentscheid noch erwog, falls beim Ereignis vom 19. Februar 1998 �berhaupt eine Verletzung der HWS stattgefunden habe, dann entspreche sie mit gr�sster Wahrscheinlichkeit einer leichten HWS-Distorsion Grad I, wobei der vorliegende Schmerzverlauf nicht dem Heilverlauf einer organischen Verletzung wie einer Distorsion entspreche, macht sie in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde geltend, es liege kein eigentliches Schleudertrauma vor: Der Autounfall sei nur leicht gewesen und damit nicht geeignet, eine Schleudertrauma zu verursachen, und das typische Beschwerdebild nach Schleudertrauma habe nicht vorgelegen.
4.3 In BGE 119 V 335 wurde dargelegt, dass auch bei Schleudermechanismen der HWS zuallererst die medizinischen Fakten, wie die fach�rztlichen Erhebungen �ber Anamnese, objektiven Befund, Diagnose, Verletzungsfolgen, unfallfremde Faktoren, Vorzustand usw. die massgeblichen Grundlagen f�r die Kausalit�tsbeurteilung durch Verwaltung und Gerichtsinstanzen bilden. Das Vorliegen eines Schleudertraumas wie seine Folgen m�ssen somit durch zuverl�ssige �rztliche Angaben gesichert sein (RKUV 2000 Nr. U 359 S. 29).
4.4 Im �rztlichen Zwischenbericht des Dr. med. L.________, Spezialarzt FMH f�r Innere Medizin, vom 8. Mai 1998, mithin knapp zweieinhalb Monate nach dem Unfall, wird erstmals ein "HWS-Trauma" diagnostiziert. Der erste Arztbericht (neben dem Radiologiebericht des Dr. med. G.________, Bezirksspital Z.________, vom 8. April 1998) nach dem Unfall datiert vom 23. April 1998. Darin f�hrt Dr. med. K.________ aus, die Versicherte sei am 20. Februar 1998 erstmals von ihm untersucht worden, nachdem sie sich am Vorabend um ca. 20 Uhr an einer Treppe einen Misstritt im linken Fuss zugezogen hatte, welcher zu einem langfristigen Schmerzproblem im Bereich des unteren linken Sprunggelenks f�hrte, welches bis heute nicht vollst�ndig abgeklungen sei. Bereits bei der Erstuntersuchung des Fusses habe die Versicherte geschildert, dass sie eine Stunde vor dem ungl�cklichen Misstritt in eine Kollision mit dem Auto verwickelt war, wobei sich am folgenden Tag bei der Untersuchung nur leichtgradige Beschwerden mit Druckdolenz der paravertebralen Nackenmuskulatur bei h�chstens leichtgradig eingeschr�nkter Beweglichkeit fanden. Nach langsamer Besserung der Fussbeschwerden habe die Versicherte bei den Kontrolluntersuchungen nach 1-2 Wochen �ber zunehmende Beschwerden im Bereich der Nackenregion mit Einschr�nkung der Bewegungen nach allen Richtungen geklagt, sodass er sich nach einigem Z�gern zu einer physiotherapeutischen Behandlung entschlossen habe. W�hrend seiner Ferienabwesenheit sei die Versicherte nach versuchter Arbeitsaufnahme von seinem Vertreter gesehen worden, welcher sie wegen der offensichtlich ausgepr�gten Beschwerden radiologisch abkl�ren liess, ohne dass sich ein relevanter Befund ergeben h�tte. Die Physiotherapie wurde wegen eher zunehmenden Beschwerden gestoppt und intermittierend ein Halskragen abgegeben. Bei der Kontrolluntersuchung am 21. April 1998 habe die Patientin weiterhin subjektiv stark einschr�nkende Schmerzen im Bereich der HWS geschildert, welche eine Wiederaufnahme der Arbeit nicht erlaubten. Angesichts der entstandenen Verunsicherung habe er eine fach�rztliche Beurteilung im Hinblick auf allenfalls weitergehende Abkl�rungen empfohlen. Die Vorgeschichte erscheine ihm allerdings sehr aussergew�hnlich, da in den ersten Wochen nach dem Unfall die Beschwerden (m�glicherweise unter dem Einfluss der schmerzhemmenden Therapie wegen der Fussdistorsion) stark im Hintergrund gestanden seien. Die Versicherte habe von seinem Vertreter eine intensive schmerzlindernde / relaxierende Therapie mit Zafor in Kombination mit zwei Tabletten Mobicox 7.5mg erhalten, was offensichtlich die Beschwerden auch nicht wesentlich zu lindern verm�ge. Eine eigentliche Diagnose eines HWS-Schleudertraumas oder einer HWS-Distorsion findet sich in diesem Bericht jedoch nicht.
4.5 Zwar ist f�r die Annahme eines Schleudertraumas entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrerin nicht erforderlich, dass die meisten der dem bunten Beschwerdebild nach Schleudertrauma zugerechneten Symptome bereits innert der massgebenden Latenzzeit von 24 bis h�chstens 72 Stunden auftreten. Es gen�gt, wenn sich in diesem Zeitraum Beschwerden in der Halsregion oder an der HWS manifestieren (RKUV 2000 Nr. U 359 S. 29 E. 5e; vgl. auch Hans U. Debrunner/ Erich W. Ramseier, Die Begutachtung von R�ckensch�den, Bern 1990, S. 52 ff.). Soweit aus den von der SUVA zitierten Urteilen (Urteile U 309/03 vom 2. M�rz 2005, U 109/04 vom 23. November 2004 sowie U 204/03 vom 4. M�rz 2004) etwas anderes abgeleitet werden kann, kann daran nicht festgehalten werden (vgl. zum Ganzen Urteil U 215/05 vom 30. Januar 2007).
Andererseits hat der erstbehandelnde Arzt anl�sslich der Untersuchung am Tag nach dem Unfall nur leichtgradige Beschwerden mit Druckdolenz der paravertebralen Nackenmuskulatur bei h�chstens leichtgradig eingeschr�nkter Beweglichkeit festgestellt; ein Befund, der auf Grund seiner Geringf�gigkeit wie auch auf Grund der Tatsache, dass solche Befunde auch ohne Schleudertrauma h�ufig anzutreffen sind, f�r sich allein noch nicht die Diagnose eines Schleudertraumas gebietet. Zunehmende Beschwerden mit Einschr�nkung der Bewegungen werden im erw�hnten Bericht, der zwei Monate nach dem Unfall datiert, erst f�r die Zeit von 1-2 Wochen nach dem Unfall erw�hnt. Auf Grund der medizinischen Unterlagen sind f�r die ersten zwei Monate nach dem Unfall auch keine Kopfschmerzen oder Schwindel ausgewiesen. Zudem darf in diesem Zusammenhang nicht �bersehen werden, dass die HWS der Versicherten gem�ss dem erw�hnten Radiologiebericht des Dr. med. G.________ - wenn auch nur, aber immerhin - m�ssiggradige degenerative Ver�nderungen im Bereich des Zwischenwirbelsegments C5/C6 mit bilateraler leichter Unkovertebralarthrose und eine eingeschr�nkte Beweglichkeit im Bereich des degenerativ ver�nderten Bewegungssegments aufwies (Diagnose: Fehlhaltung, leicht degenerative Ver�nderungen C5/C6). Beachtenswert ist schliesslich, dass nicht ganz nachvollziehbar ist, dass die Schmerzmedikation f�r die Fussbeschwerden die Beschwerden in der Nackenregion in den ersten Wochen nach dem Unfall �berdeckt haben soll, danach aber auch intensive Schmerzmedikation keine wesentliche Linderung brachte. Unter diesen Umst�nden ist nicht mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, dass die Versicherte anl�sslich des Unfalles vom 19. Februar 1998 �berhaupt ein Schleudertrauma der HWS oder einen �quivalenten Verletzungsmechanismus erlitten hat. F�r die Beurteilung der Ad�quanz des Kausalzusammenhanges der anhaltend geklagten Restbeschwerden ist deshalb nach den Kriterien gem�ss BGE 115 V 133 vorzugehen.
5.1 Hinsichtlich der Schwere des Unfalles ist festzuhalten, dass sich zwar auf Grund der vorhandenen Unterlagen zum Unfallhergang nicht abschliessend feststellen l�sst, wie schwer die Kollision tats�chlich war. Wohl liegt ein - vom Kollisionsgegner der Versicherten ausgef�lltes - Unfallprotokoll vor, wonach diese mit ihrem Toyota Corolla 1300 beim Linksabbiegen in ihre Wohnstrasse mit einem VW T4 Lieferwagen zusammengeprallt ist. Die Versicherte bestreitet jedoch dessen Richtigkeit und bringt vor, sie habe das Protokoll im Schock unterzeichnet. Der Lieferwagen sei im Unfallzeitpunkt nicht wie auf dem Unfallprotokoll eingezeichnet auf der Strasse gestanden, sondern ohne Licht von seiner Garage weggefahren. Sie habe ihn nicht gesehen und sei mit diesem ungebremst kollidiert.
F�r die Frage der Schwere des Unfallereignisses und der Heftigkeit des Aufpralls kann unter diesen Umst�nden nicht nur auf die Aussagen des Kollisionsgegners abgestellt werden, wonach die Kollision bescheiden gewesen sei. Eine leichte Kollision und damit ein leichtes Unfallereignis ist angesichts der divergierenden Aussagen der Beschwerdegegnerin und ihres Kollisionsgegners jedenfalls nicht mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt. Vielmehr ist unter Ber�cksichtigung der Praxis, wonach das Gericht Auffahrkollisionen auf ein (haltendes) Fahrzeug in der Regel als mittelschweres, im Grenzbereich zu den leichten Unf�llen liegendes Ereignis einstuft (RKUV 2005 Nr. U 549 S. 237 E. 5.1.2 mit Hinweisen, U 380/04) und mit Blick auf �hnlich gelagerte F�lle (Urteil U 11/06 vom 12. Oktober 2006) ein solches anzunehmen.
5.2 Bei mittelschweren Unf�llen sind f�r die Beantwortung der Frage der ad�quaten Kausalit�t objektiv erfassbare Umst�nde, welche unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehen oder als direkte oder indirekte Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtw�rdigung einzubeziehen. Als wichtigste Kriterien sind zu nennen: besonders dramatische Begleitumst�nde oder besondere Eindr�cklichkeit des Unfalls; Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen; ungew�hnlich lange Dauer der �rztlichen Behandlung; Dauerschmerzen; �rztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; Grad und Dauer der Arbeitsunf�higkeit (BGE 117 V 359 E. 6a S. 367). Handelt es sich um einen Unfall im mittleren Bereich, der aber dem Grenzbereich zu den leichten Unf�llen zuzuordnen ist, m�ssen die weiteren zu ber�cksichtigenden Kriterien in geh�ufter oder auffallender Weise erf�llt sein, damit die Ad�quanz bejaht wird.
5.3 Das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumst�nde oder besonderen Eindr�cklichkeit des Unfalls ist, objektiv betrachtet, nicht erf�llt. Es liegt auch keine �rztliche Fehlbehandlung vor. Der Unfall hatte keine schweren Verletzungen oder Verletzungen besonderer Art zur Folge und f�hrte nicht zu einem schwierigen Heilungsverlauf und erheblichen Komplikationen. Nicht erf�llt ist sodann das Kriterium der k�rperlichen Dauerschmerzen, auch wenn die Versicherte bereits jahrelang und st�ndig an Nacken- und Kopfschmerzen sowie Verspannungen und Schlafst�rungen leidet, da diese in erster Linie psychisch bedingt sind. Dasselbe gilt f�r Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunf�higkeit. Einzig das Kriterium der ungew�hnlich langen Dauer der �rztlichen Behandlung kann als erf�llt gelten, wenn auch nicht in besonderem Ausmass. Da somit weder ein einzelnes der f�r die Beurteilung massgebenden Kriterien in besonders ausgepr�gter Weise erf�llt ist noch die zu ber�cksichtigenden Kriterien in geh�ufter oder auffallender Weise gegeben sind, ist die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs zu verneinen, weshalb sich die Leistungseinstellung durch die SUVA entgegen der Auffassung der Vorinstanz nicht beanstanden l�sst.
Anzuf�gen bleibt, dass es sich bei der Angabe der Vorinstanz, die Versicherte habe sich am 5. M�rz 1998 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug angemeldet, offensichtlich um einen Verschrieb handelt (recte: 5. M�rz 1999). Die Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, wonach sich die Versicherte schon zwei Wochen nach dem Unfall bei der Invalidenversicherung angemeldet habe, und die entsprechenden Schlussfolgerungen der SUVA erfolgten offenkundig ohne weitere Aktenkonsultation und sind entsprechend unbegr�ndet, zumal es ein SUVA-Mitarbeiter war, der mit der Versicherten die Anmeldung bei der Invalidenversicherung ausf�llte. Schliesslich ist auch nicht einzusehen, inwiefern die Tatsache, dass der Ehemann der Versicherten ein Gesuch um IV-Leistungen zur�ckzog mit dem Hinweis, es gehe ihm viel besser und er m�chte die Anmeldung deshalb zur�ckziehen, bei der Beurteilung ihres Leistungsanspruchs eine (negative) Rolle spielen sollte.
In Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird der Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, vom 23. M�rz 2005 aufgehoben.
Die Akten werden dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern zugestellt, damit es �ber das Gesuch um unentgeltliche Verbeist�ndung entscheide.

References: BGE 
 Art. 6
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