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Timestamp: 2016-10-24 10:46:31+00:00

Document:
Es wirken mit: Bundesrichter Aemisegger, Pr�sident der I. �ffentlichrechtlichen Abteilung, Bundesrichter Aeschlimann, Ersatzrichter Meyer sowie Gerichtsschreiberin Camprubi.
1. Luzi Aliesch-Pleisch, R�ti 17, St.Ant�nien,
2.Arnold Steiner-Fl�tsch, Spinna 27, St.Ant�nien,
3.Andrea Brembilla, Bord, St.Ant�nien,
4.Andreas Fl�tsch-Willi, St.Ant�nien,
5.Ursula Meier-Fl�tsch, Sonner�ti, St.Ant�nien,
6.Christian Th�ny-Luck, S�ge-Aschel, St.Ant�nien,
7.Edith Meier, R�tland, St.Ant�nien,
8.Andreas Egli-Ladner, Alpina, St.Ant�nien,
9.Felix Fl�tsch, Restaurant Pl�tzli, St. Ant�nien,
Beschwerdef�hrer, alle vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Andrea Br�esch, Werkstrasse 2, Chur,
RegierungdesKantons G r a u b � n d e n,
VerwaltungsgerichtdesKantons G r a u b � n d e n, Kammer 4,
Gemeinde St. Ant�nien, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Andrea Br�esch, Werkstrasse 2, Chur,
RegierungdesKantons Graub�nden,
Gemeinde St. Ant�nien eine neue Ortsplanung mit namentlich dreizehn neuen Punktbauzonen innerhalb der Landwirtschaftszone, die jeweils neben einem bestehenden landwirtschaftlichen Heimwesen liegen und in denen gem�ss Art. 46 des kommunalen Baugesetzes (BauG) ein freistehendes neues Wohn- oder Ferienhaus erstellt werden darf. Diese Zonen werden "Haus zum Hof" genannt.
B.- Die Regierung des Kantons Graub�nden verweigerte den genannten Zonen am 13. April 1999 die Genehmigung, da sie dem Grundsatz der Siedlungskonzentration bzw. dem Verbot der Ausscheidung isolierter Kleinbauzonen entgegen st�nden. Gegen diesen Beschluss f�hrt die Gemeinde St. Ant�nien staatsrechtliche Beschwerde wegen Verletzung der Gemeindeautonomie sowie wegen Verstosses gegen das Willk�rverbot und das Rechtsgleichheitsgebot (Verfahren 1P.298/1999). Der Beschluss der Regierung wurde ausserdem von den neun im Rubrum aufgef�hrten privaten Grundeigent�mern mit Rekurs beim Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden angefochten, welches das Rechtsmittel am 17. September 1999 abwies. Die Grundeigent�mer f�hren gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts Verwaltungsgerichtsbeschwerde ans Bundesgericht (Verfahren 1A.256/1999) und beantragen die Aufhebung der Ziffern 1a, 2a und 5a des Beschlusses der Regierung, eventualiter sei das Urteil des Verwaltungsgerichts aufzuheben.
Die Regierung beantragt die Abweisung der staatsrechtlichen Beschwerde und Nichteintreten auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Sofern die VerwaltungsgerichtsbeschwerdealsstaatsrechtlicheBeschwerdeentgegengenommenwerde, seisieabzuweisen. DasVerwaltungsgerichtbeantragtAbweisungderVerwaltungsgerichtsbeschwerde, soweitdaraufeinzutretensei. DieGemeinde St. Ant�nien beantragt Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Das Bundesamt f�r Raumplanung verzichtet unter Hinweis auf die Erw�gungen der kantonalen Instanzen auf eine Stellungnahme.
1.- Angefochten sind einerseits der regierungsr�tliche Nichtgenehmigungsbeschluss und andererseits der Entscheid des Verwaltungsgerichts �ber den dagegen gerichteten Rekurs. Die eingereichten Beschwerden beziehen sich weitgehend auf den gleichen Sachverhalt, enthalten praktisch gleichlautende Antr�ge und werfen die gleichen oder �hnliche Fragen auf. Es rechtfertigt sich daher, beide Verfahren zu vereinigen und die Beschwerden in einem Urteil zu behandeln (vgl. Art. 24 BZP in Verbindung mit Art. 40 OG; BGE 122 II 367 E. 1a S. 368; 113 Ia 161 E. 1 S. 162).
2.- Das Bundesgericht pr�ft die Zul�ssigkeit der bei ihm eingereichten Beschwerden von Amtes wegen und mit freier Kognition (BGE 125 I 14 E. 2a S. 16, 253 E. 1a S. 254, mit Hinweisen).
a) Eine Gemeinde ist zur Erhebung einer staatsrechtlichen Beschwerde wegen Verletzung ihrer Autonomie befugt, wenn sie durch den angefochtenen Entscheid in ihrer Eigenschaft als Tr�gerin hoheitlicher Gewalt ber�hrt wird. Ob ihr im betreffenden Bereich tats�chlich Autonomie zusteht, ist keine Frage des Eintretens, sondern bildet Gegenstand der materiellen Beurteilung (BGE 124 I 223 E. 1b S. 226; 120 Ia 203 E. 2a S. 204; 119 Ia 214 Ia 214 E. 1a S. 216, mit Hinweisen). Hier ist die Gemeinde St. Ant�nien vom angefochtenen Beschluss als Raumplanungsorgan, d.h. als Tr�gerin hoheitlicher Gewalt, ber�hrt und daher beschwerdelegitimiert.
b) Kantonal letztinstanzliche Entscheide �ber Nutzungspl�ne unterliegen grunds�tzlich der staatsrechtlichen Beschwerde (Art. 34 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 �ber die Raumplanung [RPG; SR 700]). Sind allerdings im Nutzungsplan enthaltene, auf Bundesverwaltungsrecht abgest�tzte Anordnungen umstritten oder wird das Fehlen solcher Anordnungen bem�ngelt, so erachtet die bundesgerichtliche Rechtsprechung die Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�r zul�ssig, soweit der Nutzungsplan die Merkmale einer Verf�gung im Sinne von Art. 5 VwVG erf�llt und kein Ausschlussgrund gem�ss Art. 99 ff. OG gegeben ist (BGE 123 II 289 E. 1b S. 291; 121 II 72 E. 1d S. 76, mit Hinweisen). Ferner sind Nutzungspl�ne mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde anfechtbar, soweit geltend gemacht wird, mit ihrer Festsetzung werde Art. 24 RPG umgangen (BGE 123 II 289 E. 1b S. 291; 117 Ib 9 E. 2b S. 12).
Der angefochtene Nichtgenehmigungsbeschluss bezieht sich auf die Zonen "Haus zum Hof", die im Rahmen der Ortsplanungsrevision ausgeschieden wurden. Das zul�ssige Rechtsmittel ist daher grunds�tzlich die staatsrechtliche Beschwerde, wie sie die Gemeinde St. Ant�nien erhob. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde der privaten Grundeigent�mer ist daher unzul�ssig und erf�llt auch nicht die Voraussetzungen der Rechtsprechung, die zu einer ausnahmsweisen Zul�ssigkeit dieses Rechtsmittels f�hren. Denn die umstrittene Ortsplanung stellt keine individuell-konkrete Verf�gung im Sinne von Art. 5 VwVG dar und die zur Diskussion stehenden Zonen "Haus zum Hof" wurden ausserdem nicht genehmigt. Die Grundeigent�mer verm�gen mithin nicht geltend zu machen, mit dem umstrittenen Nichtgenehmigungsbeschluss werde Art. 24 RPG umgangen. Diese Vorschrift steht hier zwar zur Diskussion, da die kantonalen Beh�rden die Nichtgenehmigung unter anderem mit dem sog. Konzentrationsprinzip begr�nden. Dieser Grundsatz, wonach die Siedlungst�tigkeit in Baugebieten zusammenzufassen und vom Nichtbaugebiet r�umlich abzutrennen ist, ergibt sich jedoch in erster Linie aus Art. 1 RPG (Gebot der haush�lterischen Nutzung des Bodens) sowie aus den Planungsgrunds�tzen von Art. 3 RPG. Soweit die Eingabe der privaten Grundeigent�mer die Eintretensvoraussetzungen der staatsrechtlichen Beschwerde erf�llt, kann sie allerdings als solche entgegengenommen werden, da die unrichtige Bezeichnung nicht schadet (BGE 124 I 223 E. 1a S. 224).
c) Die Beschwerdef�hrer sind als Eigent�mer der Grundst�cke, die als Standorte f�r die nicht genehmigten Zonen "Haus zum Hof" vorgesehen sind, in ihren rechtlich gesch�tzten Interessen betroffen und damit zur Erhebung einer staatsrechtlichen Beschwerde befugt (Art. 88 OG). Sie beantragen die Aufhebung von Teilen des Regierungsratsbeschlusses, obwohl sich ihr Rechtsmittel formell gegen das diesen Beschluss best�tigende Urteil des Verwaltungsgerichts richtet. Insoweit ist auf ihre Beschwerde nicht einzutreten.
d) Die �brigen Voraussetzungen gem�ss Art. 84 ff. OG sind bei beiden Beschwerden im Wesentlichen erf�llt (zu den Vorbehalten betreffend die Beschwerde der Gemeinde St. Ant�nien siehe unten E. 6). Auf die staatsrechtliche Beschwerde der Gemeinde St. Ant�nien ist somit grunds�tzlich einzutreten und die Verwaltungsgerichtsbeschwerde der privaten Grundeigent�mer ist als staatsrechtliche Beschwerde entgegenzunehmen, soweit auf sie einzutreten ist.
e) Auf den sowohl von der Gemeinde als auch von den privaten Beschwerdef�hrern beantragten Augenschein kann verzichtet werden, da sich der Sachverhalt mit hinreichender Klarheit aus den Akten ergibt.
I. Beschwerde der Gemeinde St. Ant�nien
3.- Die Gemeinde St. Ant�nien macht im Wesentlichen eine Verletzung der Gemeindeautonomie geltend.
a) Eine Gemeinde ist in einem Sachbereich autonom, wenn das kantonale Recht diesen nicht abschliessend ordnet, sondern ihn ganz oder teilweise der Gemeinde zur Regelung �berl�sst und ihr dabei eine relativ erhebliche Entscheidungsfreiheit einr�umt (BGE 122 I 279 E. 8b S. 290; 120 Ia 203 E. 2a S. 204). Wie das Bundesgericht schon mehrfach festgestellt hat, sind die B�ndner Gemeinden beim Erlass ihrer Bau- und Zonenordnung in weiten Teilen autonom (BGE 118 Ia 446 E. 3c S. 454, mit Hinweisen).
b) Der gesch�tzte Autonomiebereich kann sich auf die Befugnis zum Erlass oder Vollzug eigener kommunaler Vorschriften beziehen oder einen entsprechenden Spielraum bei der Anwendung des kantonalen oder eidgen�ssischen Rechts betreffen. Dabei �berpr�ft das Bundesgericht die Anwendung von eidgen�ssischem oder kantonalem Verfassungsrecht frei; die Anwendung des �brigen Rechts �berpr�ft es dagegen, ebenso wie die Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts, nur unter dem Gesichtswinkel der Willk�r (BGE 122 I 279 E. 8c S. 291; 120 Ia 203 E. 2a S. 204, mit Hinweisen). Willk�r liegt nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts nicht schon dann vor, wenn eine andere L�sung ebenfalls vertretbar erscheint oder sogar vorzuziehen w�re. Das Bundesgericht weicht vom Entscheid der kantonalen Instanz nur ab, wenn dieser offensichtlich unhaltbar ist, mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft (BGE 125 II 10 E. 3a S. 15, mit Hinweisen).
4.-Die Gemeinde sieht eine Verletzung ihrer Autonomie zun�chst darin, dass die Regierung den Vorschriften des kantonalen Raumplanungsgesetzes (KRG) und des RPG betreffend die Einordnung von Bauten und Anlagen in die Landschaft zu wenig Rechnung getragen habe.
Die Regierung hat den Umstand, dass die Gemeinde St. Ant�nien von einer vorbestehenden, geschichtlich bedingten Streusiedlungsstruktur gepr�gt ist, nicht ausser Acht gelassen. Sie ist jedoch zum Schluss gelangt, das aus dem Gebot der haush�lterischen Nutzung des Bodens abgeleitete Konzentrationsprinzip sei st�rker zu gewichten als die landschaftssch�tzerischen Aspekte und verbiete unter den hier gegebenen Umst�nden eine Erweiterung der Bauzone in der vorgesehenen Art. Im Zentrum ihrer �berlegungen stand dabei, dass den Besonderheiten der traditionellen Streubauweise in Art. 23 und 24 der Verordnung vom 2. Oktober 1989 �ber die Raumplanung (RPV; SR 700. 1) Rechnung getragen werde, die Voraussetzungen f�r eine zum Ziel f�hrende Anwendung dieser Vorschriften im vorliegenden Fall aber nicht gegeben seien.
Gegen diese sachliche und triftige Argumentation ist nichts einzuwenden. Sie verst�sst nicht gegen das Willk�rverbot. Dem Gebot der Einordnung in die Landschaft wird die Ortsplanung der Gemeinde St. Ant�nien auch ohne die umstrittenen Zonen "Haus zum Hof" gerecht, zumal die bestehenden traditionellen H�fe das Landschaftsbild doch gerade dadurch pr�gen, dass sie als einzelne Geb�ude verstreut angeordnet sind.
5.- Gem�ss der Gemeinde St. Ant�nien hat die Regierung ausserdem die bundesgerichtliche Rechtsprechung zum Konzentrationsprinzip falsch angewendet. Das Bundesgericht sei im k�rzlich gef�llten Entscheid betreffend die Gemeinde Ersigen (BGE 124 II 391) vom grunds�tzlichen Verbot der Streubauweise abgekommen. Kleinbauzonen seien nach dieser Rechtsprechung nur mehr insoweit verp�nt, als dadurch das raumplanerische Ziel, die Siedlungst�tigkeit in Bauzonen zusammenzufassen und die Streubauweise f�r nicht freilandgebundene Bauten zu verhindern, unterlaufen werde. Das Bundesgericht habe die in Frage gestandene Kleinbauzone trotz Art. 23 und 24 RPV gesch�tzt.
Diese R�ge ist unbegr�ndet. Die Regierung hat die Grunds�tze des eidgen�ssischen Raumplanungsrechts und insbesondere die bundesgerichtliche Rechtsprechung zum Konzentrationsprinzip nicht willk�rlich angewendet. Mit Blick auf das Konzentrationsgebot hat das Bundesgericht mehrmals - unter anderem im von der Beschwerdef�hrerin angerufenen Entscheid - entschieden, dass Kleinbauzonen im Allgemeinen unzweckm�ssig und mitunter gar gesetzwidrig sind (BGE 124 II 391 E. 3a S. 395; 119 Ia 300 E. 3b S. 303; 118 Ia 446 E. 2c S. 451). Kleinbauzonen sind allenfalls nur zul�ssig, wenn der tats�chliche Siedlungszusammenhang trotz allf�lliger Bauzonenl�cken im Zonenplan als bestehend angesehen werden kann, wie es in der Gemeinde Ersigen der Fall war, oder wenn mit ihnen die Erhaltung bestehender Bausubstanz bezweckt wird (siehe BGE 118 Ia 446 E. 2c S. 451; 115 Ib 148 E. 5c S. 151). Vorliegend liegt keine dieser Voraussetzungen vor: Zum einen werden mit den Zonen "Haus zum Hof" keineswegs isolierte Bauzoneninseln geschaffen und zum andern geht es nicht um die Erhaltung von bestehenden Bauten, sondern gem�ss dem klaren Wortlaut von Art. 46 BauG um die Erstellung neuer Wohn- oder Ferienhausbauten. Entgegen der Behauptung der Beschwerdef�hrerin kann dabei nicht gesagt werden, dass das Verbot der Schaffung isolierter Kleinbauzonen hier nicht zum Tragen kommen k�nne, da in den Gebieten Platz und Litzir�ti Geb�udeansammlungen bestehen, die ohne weiteres als Siedlungskerne bezeichnet werden k�nnen. Schliesslich lassen sich die Zonen "Haus zum Hof" auch nicht auf die Vorschriften betreffend Zonen f�r Kleinsiedlungen ausserhalb der Bauzonen abst�tzen (vgl. hierzu Art. 18 Abs. 1 RPG i.V.m. Art. 23 RPV), da sie die Voraussetzungen einer Kleinsiedlung keineswegs erf�llen (zu den Voraussetzungen f�r die Annahme einer Kleinsiedlung siehe BGE 119 Ia 300 E. 3a S. 302, mit Hinweisen).
6.- Ob die �brigen Einw�nde, welche die Gemeinde St. Ant�nien gegen den Nichtgenehmigungsbeschluss ins Feld f�hrt, die Begr�ndungsanforderungen gem�ss Art. 90 Abs. 1 lit. b OG erf�llen, kann offen bleiben. Denn sie sind unbegr�ndet.
Die Lawinensituation, wie sie aus den im Zonenplan und Generellen Gestaltungsplan 1:2'000 eingezeichneten Gefahrenzonen hervorgeht, gebietet zun�chst keine Bauzonenerweiterung in Form der verstreuten Zonen "Haus zum Hof". Viele der vorgesehenen Standorte befinden sich in der gleichen Gefahrenzone wie die Weiler Platz und Litzir�ti. Neue Bauzonenreserven h�tten daher ohne weiteres auch im Bereich der bestehenden Kernsiedlungen geschaffen werden k�nnen, was im �brigen zumindest teilweise auch geschehen ist. Weiter ist der Einwand der Gemeinde, mit den geplanten Zonen "Haus zum Hof" k�nnten die Infrastruktur- und Unterhaltskosten pro Erschliessungseinheit auf mehr K�pfe verteilt werden, was den Bau der Anlagen �berhaupt erst erm�gliche, nicht stichhaltig. Die Kosten f�r die Erstellung der jeweiligen Kanalisationanschl�sse ist gerade tiefer, wenn die notwendigen Neubauzonen nicht verstreut, sondern im Bereich der bestehenden Siedlungskerne geschaffen werden. Hier befinden sich die Zonen "Haus zum Hof" in zum Teil sehr grosser Entfernung von der Kanalisationsleitung, so dass ein Anschluss sowohl der bestehenden Geb�ude als auch allf�lliger Neubauten kaum vorgesehen sein d�rfte bzw. nur mit erheblichem Aufwand bewerkstelligt werden k�nnte (vgl. in diesem Zusammenhang den Generellen Erschliessungsplan 1:2'000). Eine verfassungswidrige Ungleichbehandlung liegt zudem nicht vor. Wie dem von der Regierung im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren eingereichten Zonenplan 1:1'000 "Weiler und H�fe" der Gemeinde Churwalden entnommen werden kann, handelt es sich bei s�mtlichen von der Beschwerdef�hrerin erw�hnten Zonen - es sind dies die Kernzonen Egga, Im Jfang/Lax, Pradaschier und Stettli - anders als hier um Weiler mit mehr als f�nf bereits bestehenden Bauten. Dem von der Beschwerdef�hrerin erw�hnten Problem der ungleichen Baulandverteilung kann zudem mit dem Mittel der Baulandumlegung (Art. 20 RPG) begegnet werden.
Es ergibt sich somit, dass die Regierung weder ihre Pr�fungsbefugnis gem�ss Art. 37 KRG �berschritten noch die Vorschriften des RPG willk�rlich angewendet noch gegen das Rechtsgleichheitsgebot verstossen hat. Eine Verletzung der
II. Beschwerde der privaten Grundeigent�mer (Verfahren 1A.256/1999)
7.- a) Soweit die Beschwerdef�hrer die gleichen R�gen wie die Gemeinde St. Ant�nien erheben, kann auf die vorstehenden Ausf�hrungen verwiesen werden. Es betrifft dies insbesondere die willk�rliche Anwendung der Vorschriften betreffend die Einordnung von Bauten und Anlagen in die Landschaft und die bundesgerichtliche Rechtsprechung zum Konzentrationsprinzip.
b) Die Beschwerdef�hrer werfen dem Verwaltungsgericht dar�ber hinaus ein willk�rliches Ausserachtlassen von Art. 3 des Bundesgesetzes vom 1. Juli 1966 �ber den Natur- und Heimatschutz (NHG; SR 451) vor. Dieser Vorwurf ist unbegr�ndet. Art. 3 Abs. 1 NHG verpflichtet die Kantone, bei der Erf�llung von Bundesaufgaben daf�r zu sorgen, dass heimatliche Landschafts- und Ortsbilder ungeschm�lert erhalten bleiben. Dieses Gebot ist durch den angefochtenen Entscheid nicht verletzt worden, da die Nichtgenehmigung der Zonen "Haus zum Hof" wesensgem�ss keine nachteiligen Ver�nderungen bestehender Landschaftsbilder zur Folge haben kann. Vielmehr w�rde bei der Schaffung von Neubauzonen in den Gebieten Platz und Litzir�ti eine Siedlungskonzentration an einem Ort stattfinden, wo das Bild der typischen Walser- Streubausiedlung schon jetzt nicht mehr vorhanden ist.
Es liegt auch kein Verstoss gegen das Diskriminierungsverbot gem�ss Art. 14 EMRK oder Art. 4 der alten Bundesverfassung vom 29. Mai 1874 bzw. Art. 8 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 vor. Dieses Verbot sch�tzt Personen einer sozial bestimmten Minderheit nicht so sehr vor rechtsungleicher Behandlung, als vielmehr vor einem abwertenden oder herabw�rdigenden Verhalten (J�rg Paul M�ller, Grundrechte in der Schweiz, 3. Aufl. , Bern 1999, S. 395 f.). Davon kann beim angefochtenen Nichtgenehmigungsbeschluss keine Rede sein. Insbesondere kann nicht gesagt werden, dieser Beschluss bezwecke, die Volksgruppe der Walser entgegen ihrer Tradition zu zwingen, in d�rflichen Strukturen zu leben.
c) Ein Verstoss gegen Treu und Glauben liegt ebenfalls nicht vor, ist doch, wie die Beschwerdef�hrer selbst einr�umen, mit dem Inkrafttreten des RPG im Jahre 1980 eine neue Rechtslage entstanden, weshalb aus dem beh�rdlichen Verhalten im Zusammenhang mit dem alten Zonenplan von St. Ant�nien keine sch�tzenswerten Vertrauenspositionen entstanden sind (vgl. z.B. BGE 117 Ia 285 E. 3 S. 287 ff., mit Hinweisen). Schliesslich ist auch die Eigentumsgarantie nicht verletzt. Die Nichtgenehmigung beruht auf einer gesetzlichen Grundlage (Art. 37 KRG in Verbindung mit den oben dargelegten Vorschriften des RPG). Sie liegt im �ffentlichen Interesse, wie es in den dargestellten Grunds�tzen des RPG (Prinzip der haush�lterischen Nutzung des Bodens und der Siedlungskonzentration) deutlich zum Ausdruck kommt, und ist �berdies verh�ltnism�ssig. Letzteres ergibt sich bereits daraus, dass ein Grundeigent�mer keinen Anspruch darauf hat, dass im Rahmen einer Zonenplanrevision sein in einer Nichtbauzone liegendes Land einer Bauzone zugewiesen wird.
8.- Die Beschwerden sind nach dem Gesagten abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Bei diesem Verfahrensausgang werden die unterliegenden privaten Beschwerdef�hrer kostenpflichtig (Art. 156 Abs. 1 OG). Der Gemeinde St. Ant�nien sind keine Gerichtskosten aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 2 OG).
2.- F�r das Verfahren 1P.298/1999 werden keine Gerichtskosten erhoben.
3.- Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 3'000. -- f�r das Verfahren 1A.256/1999 wird den Beschwerdef�hrern Luzi Aliesch- Pleisch, Arnold Steiner-Fl�tsch, Andrea Brembilla, Andreas Fl�tsch-Willi, Ursula Meier-Fl�tsch, Christian Th�ny-Luck, Edith Meier, Andreas Egli-Ladner und Felix Fl�tsch zur Bezahlung auferlegt.
4.- Dieses Urteil wird den Beschwerdef�hrern, der Regierung und dem Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden,
Kammer 4, sowie dem Bundesamt f�r Raumplanung schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 46
 Art. 24
 Art. 40
 BGE 
 Art. 5
 Art. 99
 Art. 24
 Art. 5
 Art. 24
 Art. 1
 Art. 3
 Art. 84
 Art. 23
 Art. 23
 BGE 
 Art. 46
 Art. 18
 Art. 23
 BGE 
 Art. 90
 Art. 37
 Art. 3
 Art. 3
 Art. 14
 Art. 4
 Art. 8
 BGE