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Timestamp: 2019-07-18 01:41:30+00:00

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BAG, 26.06.2008 - 2 AZR 264/07 - dejure.org
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BAG, 26.06.2008 - 2 AZR 264/07 (https://dejure.org/2008,200)
BAG, Entscheidung vom 26.06.2008 - 2 AZR 264/07 (https://dejure.org/2008,200)
BAG, Entscheidung vom 26. Juni 2008 - 2 AZR 264/07 (https://dejure.org/2008,200)
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Kleinbetriebsklausel; Darlegungslast
Kündigungsschutzgesetz - Anwendbarkeit - Darlegungslast
Prozessführung - Die Darlegung und Beweislast bei der Anwendbarkeit des KSchG
Kleinbetrieb? Bei Kündigung Beweislast beim Arbeitnehmer
Arbeitsrecht - Kleinbetrieb oder nicht? Bei Kündigung liegt die Beweislast beim Arbeitnehmer
Arbeitnehmer trägt Darlegungs- und Beweislast für die Anwendung des KSchG
Arbeitsrecht - Geltungsbereich des Kündigungsschutzgesetzes - Darlegungs- und Beweislast
Beweislast zu Anwendbarkeit des Kündigungsschutzgesetzes
Kleinbetrieb und Kündigungsschutz - Der Arbeitnehmer muss im Zweifelsfall vor Gericht darlegen, dass kein Kleinbetrieb vorliegt
Darlegungs- und Beweislast bei Kleinbetrieben
Kündigung: Arbeitnehmer muss Mitarbeiteranzahl beweisen
Arbeisrecht - Kündigungsschutz - Kündigungsschutzklage - Kleinbetriebsklausel - Darlegungs- und Beweislast
Arbeitsrecht - Kleinbetriebsklausel - Darlegungslast
Beweislast hinsichtlich der Beschäftigtenzahl beim Kleinbetrieb im Kündigungsschutzprozess
Wer muss die Anzahl der Beschäftigten beweisen im Kündigungsschutzprozeß
BAG zum Geltungsbereich des Kündigungsschutzgesetzes - Darlegungs- und Beweislast des Arbeitnehmers - Gericht darf nicht zu hohe Anforderungen an Tatsachenvortrag des Arbeitnehmers stellen
KSchG § 23 Abs. 1; ZPO § 138 Abs. 2
Darlegungs- und Beweislast des Arbeitnehmers für die Anwendbarkeit des Kündigungsschutzgesetzes
Kurznachricht zu "Anmerkung zur Entscheidung des BAG vom 26.06.2008, Az.: 2 AZR 264/07 (Kleinbetriebsklausel; Darlegungslast)" von RA Dr. Reinold Mittag, original erschienen in: AuR 2009, 99 - 100.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BAG vom 26.06.2008, Az.: 2 AZR 264/07 (Beweislastverteilung bei der Kleinbetriebsklausel)" von RA Peter Vohwinkel, original erschienen in: AuA 2009, 375 - 376.
ArbG München, 13.03.2006 - 36 Ca 1045/05
LAG München, 01.03.2007 - 2 Sa 589/06
LAG München, 30.06.2009 - 2 Sa 916/08
MDR 2008, 1402
Die Darlegungs- und Beweislast für die betrieblichen Geltungsvoraussetzungen nach § 23 Abs. 1 KSchG trägt grundsätzlich der Arbeitnehmer (BAG 23. Oktober 2008 - 2 AZR 131/07 - Rn. 29, AP KSchG 1969 § 23 Nr. 43 = EzA KSchG § 23 Nr. 33; 26. Juni 2008 - 2 AZR 264/07 - Rn. 17 und 20, BAGE 127, 102) .
Etwaigen Schwierigkeiten, die sich mangels eigener Kenntnismöglichkeiten ergeben, ist durch die Grundsätze der abgestuften Darlegungs- und Beweislast Rechnung zu tragen (…BAG 23. Oktober 2008 - 2 AZR 131/07 - Rn. 30, aaO; 26. Juni 2008 - 2 AZR 264/07 - Rn. 26, aaO) .
Es steht ihm frei, sich der von der Beklagten als sekundär darlegungspflichtigen Partei benannten Beweismittel zu bedienen (vgl. dazu Senat 26. Juni 2008 - 2 AZR 264/07 - Rn. 28, BAGE 127, 102).
Der Klägerin kann nicht entgegengehalten werden, sie sei ihrer Darlegungslast aus § 23 Abs. 1 KSchG nicht nachgekommen (zu dieser vgl. BAG 23. Oktober 2008 - 2 AZR 131/07 - Rn. 29; 6. Juni 2008 - 2 AZR 264/07 - Rn. 20 ff., BAGE 127, 102) .
Auf entsprechenden Vortrag muss sich der Arbeitgeber nach § 138 Abs. 2 ZPO im Einzelnen erklären und ggf. dartun, welche rechtserheblichen Tatsachen der Behauptung des Arbeitnehmers entgegenstehen sollen (vgl. BAG 6. Juni 2008 - 2 AZR 264/07 - BAGE 127, 102) .
Einer größeren Sachnähe des Arbeitgebers und etwaigen Beweisschwierigkeiten des Arbeitnehmers ist durch eine abgestufte Darlegungslast Rechnung zu tragen (im Einzelnen BAG 23. Oktober 2008 - 2 AZR 131/07 - Rn. 29 f.; 26. Juni 2008 - 2 AZR 264/07 - Rn. 15 ff., BAGE 127, 102) .
(1) Nach ständiger Rechtsprechung des Senats zu § 23 Abs. 1 Satz 2 KSchG trägt der Arbeitnehmer die Darlegungs- und Beweislast für das Vorliegen der in § 23 Abs. 1 KSchG geregelten betrieblichen Geltungsvoraussetzungen des Kündigungsschutzgesetzes (vgl. etwa 9. September 1982 - 2 AZR 253/80 - BAGE 40, 145, 156; 15. März 2001 - 2 AZR 151/00 - EzA KSchG § 23 Nr. 23; 24. Februar 2005 - 2 AZR 373/03 - AP KSchG 1969 § 23 Nr. 34 = EzA KSchG § 23 Nr. 28; zuletzt: 26. Juni 2008 - 2 AZR 264/07 - EzA KSchG § 23 Nr. 32).
Schließlich verlangt der Gesichtspunkt der Sachnähe des Arbeitgebers, was die grundsätzliche Verteilung der Darlegungs- und Beweislast anbelangt, kein anderes Ergebnis (vgl. im Einzelnen Senat 26. Juni 2008 - 2 AZR 264/07 - aaO.).
Es ist darauf zu achten, dass an die Erfüllung der Darlegungslast durch den Arbeitnehmer keine zu hohen Anforderungen gestellt werden dürfen (vgl. Senat 26. Juni 2008 - 2 AZR 264/07 - EzA KSchG § 23 Nr. 32).
Der Arbeitgeber muss dann nach § 138 Abs. 2 ZPO im Einzelnen erklären, welche rechtserheblichen Umstände gegen die Darlegungen des Arbeitnehmers sprechen (…Senat 18. Januar 1990 - 2 AZR 355/89 - und 15. März 2001 - 2 AZR 151/00 - beide aaO.; zuletzt: 26. Juni 2008 - 2 AZR 264/07 - aaO.).
Zur erforderlichen Darlegung des Arbeitgebers gehört auch, dass er die ihm zur Verfügung stehenden Beweismittel benennt (vgl. zur Darlegung bei § 23 Abs. 1 KSchG BAG 26. Juni 2008 - 2 AZR 264/07 - Rn. 26, BAGE 127, 102) .
Hierauf ist der Versorgungsempfänger vom Gericht ggf. hinzuweisen (vgl. BAG 26. Juni 2008 - 2 AZR 264/07 - Rn. 28, BAGE 127, 102) .
Es entspricht allgemeinen zivilprozessualen Grundsätzen, dass die Gegenseite eine - sekundäre - Behauptungslast trifft, wenn die primär darlegungs- und beweisbelastete Partei außerhalb eines für ihren Anspruch erheblichen Geschehensablaufs steht, während die Gegenseite alle erforderlichen Tatsachen kennt und es ihr zumutbar ist, nähere Angaben zu machen (vgl. BAG 26. Juni 2008 - 2 AZR 264/07 - Rn. 28 mwN, BAGE 127, 102; BGH 24. November 1998 - VI ZR 388/97 - zu II 2 der Gründe, NJW 1999, 714) .
Im Falle der Unergiebigkeit der daraufhin vom Gericht erhobenen Beweise (non liquet) trifft den Arbeitnehmer die objektive Beweislast (BAG 26. Juni 2008 - 2 AZR 264/07 - Rn. 26, BAGE 127, 102) .
Nach Zurückweisung durch das BAG (Urteil vom 26.6.2008 - 2 AZR 264/07) erbringt Vernehmung von Zeugen nicht den Beweis, dass die Beklagte zum Kündigungszeitpunkt mehr als 10 Arbeitnehmer hatte.
Dieses Urteil hat das Bundesarbeitsgericht am 26.6.2008 aufgehoben und den Rechtsstreit zur neuen Verhandlung und Entscheidung an das Landesarbeitsgericht zurückverwiesen (2 AZR 264/07).
Nachdem das Bundesarbeitsgericht in der Entscheidung vom 24.02.2005, 2 AZR 273/03, AP Nr. 34 zu § 23 KSchG 1969 offen gelassen hatte, ob der Arbeitnehmer im einzelnen darlegen und gegebenenfalls beweisen muss, in einem Betrieb tätig zu sein, in dem in der Regel mehr als fünf Arbeitnehmer ausschließlich der zu ihrer Berufsbildung Beschäftigten beschäftigt sind oder ob der Arbeitgeber die Voraussetzungen der Kleinbetriebsklausel und damit die Zahl der zu berücksichtigenden Arbeitnehmer darzutun und zu beweisen hat, ist diese Frage mit dem Urteil vom 26.06.2008, 2 AZR 264/07, geklärt.
Bleibt auch nach Beweiserhebung unklar, ob die für den Kündigungsschutz erforderliche Beschäftigtenzahl erreicht ist, geht dieser Zweifel zu Lasten des Arbeitnehmers (BAG vom 26.06.2008, 2 AZR 264/07, Pressemitteilung des Bundesarbeitsgerichts Nr. 55/2008).
LAG Berlin-Brandenburg, 21.07.2016 - 21 Sa 51/16
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References: § 23
 § 138
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 BGH 
 § 23