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Timestamp: 2018-02-18 05:24:29+00:00

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Keine Anwendung des Halbeinkünfteverfahrens und Halbabzugsverbots bei einem symbolischen Kaufpreis (z.B. 1 EUR) - H.a.a.S. NachrichtenAnsicht Ansichten » H.a.a.S. GmbH
ǀ Keine Anwendung des Halbeinkünfteverfahrens und Halbabzugsverbots bei einem symbolischen Kaufpreis (z.B. 1 EUR)
Keine Anwendung des Halbeinkünfteverfahrens und Halbabzugsverbots bei einem symbolischen Kaufpreis (z.B. 1 EUR)
Keine Einnahmen erzielt, wer objektiv wertlose Anteile zu einem symbolischen Kaufpreis (z.B. 1 EUR) veräußert. Diese Gestaltung wird regelmäßig aus buchungstechnischen Gründen gewählt.
Gemäß § 3 Nr. 40 Satz 1 Buchst. c EStG ist die Hälfte des Veräußerungspreises i.S. von § 17 Abs. 2 EStG steuerfrei. Die hiermit in wirtschaftlichem Zusammenhang stehenden Aufwendungen sind nur zur Hälfte abzuziehen; denn nach § 3c Abs. 2 Satz 1 EStG dürfen Betriebsvermögensminderungen, Betriebsausgaben, Veräußerungskosten oder Werbungskosten, die mit den dem § 3 Nr. 40 EStG zugrunde liegenden Betriebsvermögensmehrungen oder Einnahmen in wirtschaftlichem Zusammenhang stehen, unabhängig davon, in welchem Veranlagungszeitraum die Betriebsvermögensmehrungen oder Einnahmen anfallen, bei der Ermittlung der Einkünfte nur zur Hälfte abgezogen werden.
Fallen keine Betriebsvermögensmehrungen oder Einnahmen an, kommt eine hälftige Steuerbefreiung nach § 3 Nr. 40 EStG nicht in Betracht. Folgerichtig tritt die nach § 3c Abs. 2 Satz 1 EStG maßgebende Bedingung dafür, entsprechende Aufwendungen nur zur Hälfte zu berücksichtigen, nicht ein.
Keine Einnahmen erzielt, wer objektiv wertlose Anteile zu einem symbolischen Kaufpreis (z.B. von 1 EUR) veräußert. Die Parteien des Veräußerungsvertrags vereinbaren damit kein Entgelt für die Werthaltigkeit der übertragenen Anteile, sondern wählen diese Gestaltung regelmäßig aus buchungstechnischen Gründen, BFH Urteil vom 06.04.2011, IX R 61/10.
Vom bloß symbolisch angesetzten Kaufpreis zu unterscheiden sind Fälle, in denen Veräußerungseinnahmen erzielt werden, auch wenn diese von geringer Höhe sind und der Veräußerer insgesamt einen Verlust erleidet. Hier sind Halbeinkünfteverfahren und Halbabzugsverbot anzuwenden (BFH Urteil vom 06.04.2011 IX R 40/10 www.bundesfinanzhof.de).
Fundstelle: BFH Urteil vom 06.04.2011, IX R 61/10 (veröffentlicht am 27.07.2011) BFH Entscheidungen online

References: § 3
 § 17
 § 3
 § 3
 § 3
 § 3