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Timestamp: 2020-08-09 17:59:55+00:00

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Umgang mit Corona-Virus (SARS-CoV-2) - bjr
Umgang mit Corona-Virus (SARS-CoV-2)
Auf dieser Sonderseite stellt der BJR einige Informationen, Handlungsempfehlungen sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQs) für die Jugendarbeit in Bayern bereit. Wir sind bemüht, die Informationen auf dieser Sonderseite laufend zu aktualisieren und insbesondere die Informationen zu den staatlichen Maßnahmen zeitnah nach Verkündung einzupflegen. Zur besseren Nachvollziehbarkeit ist auf den Unterseiten das Datum der letzten Aktualisierung angegeben.
Die Informationen des BJR können nur unterstützen und entbinden die Verantwortlichen (Vorstand und Geschäftsführung) in den Jugendverbänden, Jugendgruppen und Jugendringen nicht davon, sich eigenverantwortlich und selbständig täglich über die aktuelle Lage zu informieren und eigene Entscheidungen zu treffen!
Hinweis zur Aktualität der BJR-Empfehlungen:
In der ersten Auflage wurden die Empfehlungen vom Landesvorstand des Bayerischen Jugendrings im Mai 2020 beschlossen. Die vorliegende Fassung beinhaltet sowohl die Aktualisierungen aufgrund der Sechsten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vom 19. Juni 2020 als auch den Ergänzungen in wenigen Punkten aufgrund entsprechender Rückmeldung durch das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege (StMGP). Grundsätzlich bestand jedoch bereits mit der ersten Version entsprechendes Einverständnis durch das StMGP. Die vorliegenden überarbeiteten Empfehlungen wurden am 7. Juli 2020 durch das StMGP genehmigt.
Gesundheitschutz- und Hygienekonzept
Letzte Aktualisierung am 29.6.2020
Seit dem 30.5.2020 sind in Bayern Angebote der Jugendarbeit i.S.v. § 11 SGB VIII wieder möglich, wenn der Träger unter Beachtung der Vorgaben ein Schutz- und Hygienekonzept erarbeitet hat und dieses auf Verlangen der Kreisverwaltungsbehörde vorlegen kann.
Neben den zwingenden Vorgaben der aktuell geltenden Infektionsschutzmaßnahmenverordnung haben der Bayerische Jugendring für die Jugendarbeit und die zuständigen Ministerien in Abstimmung mit dem Staatsministerium für Gesundheit und Pflege für bestimmte Bereiche verbindliche Rahmenkonzepte/Empfehlungen für die Erstellung der einzelnen Schutz- und Hygienekonzepte veröffentlicht.
Jeder Träger hat für seine Angebote der Jugendarbeit (Einrichtungen und Maßnahmen) ein individuelles Schutz- und Hygienekonzept zu erstellen, welches die Besonderheiten der Einrichtungen und/oder der Maßnahmen hinreichend berücksichtigt. Zur Erstellung sollten die jeweils einschlägigen Vorgaben aus der aktuell geltenden Infektionsschutzmaßnahmenverordnung sowie aus den einschlägigen Rahmenkonzepten/Empfehlungen gesammelt und um die notwendigen konkreten Maßnahmen ergänzt werden. Wenn mehrere Vorgaben einschlägig sind, gilt das Spezialitätsprinzip (Beispielsweise sind bei Veranstaltungen mit festem Teilnehmendenkreis sowie Schutz- und Hygienekonzept nach § 5 Abs. 2 der 6. BayIfSMV die Zusammenkunft von mehr Personen als nach der allgemeinen Kontaktbeschränkung nach § 2 BayIfSMV möglich).
Im Bereich der Jugendarbeit ist daher konkret Folgendes zu beachten:
1) Für freien und öffentliche Träger der Jugendhilfe auf dem Gebiet der Jugendarbeit (insbesondere Gemeinden, Städte, Landkreise, Bezirke, Bayerischer Jugendring und alle Stadt-, Kreis und Bezirksjugendringe sowie alle Mitgliedsorganisationen des Bayerischen Jugendrings) gelten für Angebote der Jugendarbeit nach § 11 SGB VIII (z.B. Jugendgruppen, Zeltlager, Ferienbetreuung, Jugendzentren und Jugendtreffs, Streetwork, Aus- und Fortbildung von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden der Jugendarbeit) folgende Vorhaben:
Aktuelle Infektionsschutzmaßnahmenverordung (Aktuell die 6. BayIfSMV)
Nach § 17 Abs. 2 S. 3 BayIfSMV die Empfehlungen des BJR zum Schutz- und Hygienekonzept
Je nach Angebot ggf. ergänzend speziellere Rahmenschutzkonzepte:
Bei sportlichen Aktivitäten: Rahmenhygienekonzept Sport
Bei Zeltlagern/Übernachtung: Hygienekonzept Beherbergung
Bei Verpflegung: Hygienekonzept Gastronomie
Dies gilt auch für Angebote der Jugendarbeit i.S.v. § 11 SGB VIII, welche im Rahmen des Sonderprogramms Ferienangebote erbracht werden.
2) Für Träger außerhalb der Jugendarbeit (z.B. Gewerbliche Anbieter von Jugendreisen), welche eine Ferientagesbetreuung oder organisierte Spielgruppen für Kinder anbieten, gelten gem. § 16a Abs. 2 S. 1 BayIfSMV die Vorgaben des Rahmen-Hygieneplans für den Betrieb von Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen und Heilpädagogischen Tagesstätten.
Rechtsverordnungen und staatliche Vorgaben in Bayern
Seitens des BJR versuchen wir an dieser Stelle die für die Jugendarbeit relevanten Informationen zeitnah bereitzustellen. Es ist aber unerlässlich, dass sich aktuell jede_r über die Nachrichtenportale wie z.B. www.br24.de kontinuierlich auf dem Laufenden hält.
Am 19.06.2020 wurde die Sechste Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung verkündet, welche ab dem 22.06.2020 gilt und mit Ablauf des 05.07.2020 außer Kraft tritt. Konkrete Hinweise zur Umsetzung der Möglichkeiten finden sich in der Empfehlungen für die Erstellung eines Gesundheitsschutz- und Hygienekonzepts in der Jugendarbeit.
Umfangreiche und sehr hilfreiche FAQs zu den Ausgangsbeschränkungen finden sich auf den Seiten des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration.
Besonderheiten durch den Katastrophenfall
- Alle Arbeitgeber_innen (Stadt-, Kreis- und Bezirksjugendringe sowie Jugendverbände und andere Träger) sollten sich bei einer Verschärfung der Lage darauf einstellen, dass ihre in Feuerwehr, BRK oder anderen Hilfsorganisationen engagierten Arbeitnehmer_innen bei einer entsprechenden Anforderung freigestellt werden müssen. Freistellungs-, Entgeltfortzahlungs- und Erstattungsansprüche ergeben sich aus Art. 17 BayKSG, Art. 33a BayRDG und Art. 9 BayFwG.
- Die Stadt-, Kreis- und Bezirksjugendringe sowie die BJR-Geschäftsstelle können gem. Art. 7 BayKSG als der Aufsicht des Freistaats Bayern unterliegenden Körperschaft des öffentlichen Rechts (Art. 7 Abs. 3 Nr. 3 BayKSG) von den Katastrophenschutzbehörden zur Katastrophenhilfe verpflichtet werden. Das kann nur verweigert werden, wenn durch die Hilfeleistung die Erfüllung dringender eigener Aufgaben ernstlich gefährdet wird - was regelmäßig nicht der Fall sein wird. Katastrophenschutzbehörden sind die Kreisverwaltungsbehörden, die Regierungen und das Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration. Denkbar ist vor allem, dass sich die Landratsämter und Verwaltungen der kreisfreien Städte wegen Personal, Fahrzeugen und Räumen an die jeweiligen Stadt- und Kreisjugendringe wenden werden.
Bußgeldkatalog bei Verstößen gegen Verordnungen und Auflagen
Das StMI und das StMUG haben am 8.5.2020 den folgenden Bußgeldkatalog für Verstöße gegen Verordnungen und Auflagen in Bezug auf Corona maßnahmen in Kraft gesetzt.
Staatliche Soforthilfen und Unterstützungsprogramme
Das am 21. April 2020 beschlossene Sonderprogramm Soziales kann ab sofort beim Zentrum Bayern Familie Soziales (ZBFS) beantragt werden. Die Voraussetzungen, einzureichende Unterlagen sowie das Antragsverfahren sind gegliedert nach Einrichtungsarten:
Sicherung der sozialen Infrastruktur im Bereich der bayerischen Jugendherbergen, Bayerische Schullandheime, Jugendbildungsstätten und Familienferienstätten
Notmaßnahmen für kleinere Träger sozialer Einrichtungen; hier: Einrichtungen der Jugendarbeit
Notmaßnahmen für kleinere Träger sozialer Einrichtungen; hier: Familienbildungsstätten, Mütterzentren und Ehe- und Familienberatungsstellen
Notmaßnahmen für kleinere Träger sozialer Einrichtungen; hier: Jugendwerkstätten
Unterstützung für gemeinnützige Organisationen im Bereich des BMFSFJ
Das Bundesministerium für Familie, Seniorene, Frauen und Jugend informierten am 9. Juli 2020 über weitere Hilfsmaßnahmen für gemeinnützige Organisationen, die auf drei Säulen beruhen: der Unterstützung als Darlehen, Unterstützung als Zuschüsse im Rahmen der Überbrückungshilfen und im Rahmen der Strukturstärkung durch ein Sonderprogramm für die Kinder- und Jugendhilfe. Im Sonderprogramm sollen 100 Mio. Euro im Jahr 2020 für Corona-bedingte Schäden zur Verfügung stehen, um den Fortbestand der betreffenden Organisationen - Jugendherbergen, Träger der politischen, kulturellen Kinder- und Jugendarbeit, Jugendbildungsstätten, Familienferienstätten, Schullandheime sowie Träger des internationalen Jugendaustauschs - zu ermöglichen und die durch bisherige Maßnahmen nicht ausgeglichen werden konnten. Die Zuschüsse schließen zeitlich an die Überbrückungshilfen an und können ab September beantragt werden. Die konkrete Ausgestaltung der Programmrichtlinien werde mit Hochdruck erarbeitet.
Der Bund und der Freistaat Bayern haben neben diversen gesetzlichen Erleichterungen (z.B. zur Insolvenzantragspflicht, zum Kurzarbeitergeld, zur geringfügigen Beschäftigung) auch umfangreiche finanzielle Förderprogramme aufgelegt, um den durch die Coronapandemie verursachten wirtschaftlichen Problemen Rechnung zu tragen.
Eine umfangreiche Darstellung dieser Programme ist an dieser Stelle zum einen wegen der immer noch vorhandenen Dynamik und Veränderung der Programme nicht sinnvoll. Zum anderen bieten das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und das Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie umfangreiche Informationsseiten und entsprechende Hotlines an.
An dieser Stelle möchten wir aber alle Träger von Einrichtungen der Jugendarbeit, insbesondere von Übernachtungshäusern, mit entsprechendem Unterstützungsbedarf (Liquiditätsengpass) ermutigen, sich laufend über mögliche Förderprogramme zu informieren und vor allem die weiteren Entwicklungen zu beobachten.
Nach unserer aktuellen Einschätzung dürfte für kleinere gemeinnützige Träger von Übernachtungseinrichtungen mit bis zu 10 Beschäftigten eventuell das Soforthilfeprogramm des Bundes interessant sein. Informationen hierzu finden sich auf der Seite des Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, welches das Bundesprogramm umsetzt. Die Antragsberechtigung sollte sorgfältig geprüft werden, da insbesondere zum Liquiditätsengpass eine eidesstattlicher Versicherung abzugeben ist. Falsche Angaben sind mit Strafe bedroht.
Seit dem 20. April sind auch Körperschaften des Non-Profit-Sektors (z.B. gGmbHs, Vereine), die im Rahmen ihrer wirtschaftlichen Geschäftsbetriebe unternehmerisch tätig sind, mit bis zu 250 Beschäftigten (Vollzeiztäquivalent) im Soforthilfeprogramm des Freistaats Bayern antragsberechtigt. Öffentliche Unternehmen sind aber weiterhin ausgeschlossen und Körperschaften (also insbesondere privatrechtliche Vereine und KdöR) werden - bei der Beschäftigtenzahl - grundsätzlich als Einheit betrachtet. Alle anderen Träger, also inbesondere die privatrechtlichen Vereinen (e.V.), sollten prüfen, ob sie die Antragsvoraussetzungen erfüllen und ggf. einen Antrag stellen. Weitere Informationen finden sich aus den Seiten des Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.
Wenn Träger - insbesondere von Übernachtungseinrichtungen - positive wie negative Erfahrungen mit den finanziellen Förderprogrammen machen oder bereits gemacht haben, dann würde wir uns über eine Rückmeldung an unsere Geschäftsführerin Dr. Gabriele Weitzmann (weitzmann.gabriele@bjr.de) freuen. Somit können wir den politischen Handlungsbedarf ggf. anpassen.
An dieser Stelle haben wir einige „Best practice Beispiele“ für die angebots- und trägerspezifische Konkretisierung der BJR-Empfehlungen zur Erstellung eines Gesundheitsschutz- und Hygienekonzepts zusammengestellt. Uns erreichen viele Anfragen zur Individualisierung der Konzepte und dem wollen wir mit diesem Ideenpool Rechnung tragen. Wer entsprechende Konzepte hat, welche für den Ideenpool interessant sind, kann sich gerne bei Patrick Wolf melden.
Hinweis: Dies ist nur eine Austauschplattform und die Beispiele sind als Anregung zu verstehen. Der BJR trägt keine Gewähr dafür, dass die konkreten Konzepte für die lokalen und angebotsspezifischen Anforderungen ausreichend sind. Geprüft und mit dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege sowie dem Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales abgestimmt ist nur die BJR-Empfehlung zur Erstellung eines Gesundheitsschutz- und Hygienekonzepts.
Kommunale Jugendarbeit im Landkreis Bad Kissingen: Hinweise zur Aufsichts- und Verkehrssicherungspflicht
Kommunale Jugendarbeit im Landkreis Bad Kissingen: Informationen und Mustervorlage
KJR Coburg: Sicherheitshinweise für die Durchführung von Vollversammlungen
KJR Augsburg-Land: Konzept für Jugendübernachtungshaus
Kommunale Jugendarbeit Landkreis Neumarkt und KJR Neumarkt: Hygiene- und Schutzkonzept mit Anlagen
JUZ Arena der Stadt Regensburg: Hygieneregeln einfach und verständlich erklärt
Kommunale Jugendarbeit Donau-Ries: Hygiene- und Schutzkonzept für Einrichtungen
SJR Amberg: Hygienekonzept, Anwesenheitsliste und weitere Informationen
KJR Schweinfurt: Informationen zum Verleih
KJR München-Stadt: Schutz- und Hygienekonzept für Bootstouren
Kommunale Jugendarbeit Nürnberger Land: Arbeitshilfe zum Gesundheitsschutz- und Hygienekonzept
Schutz- und Hygienekonzept für die Mobile Jugendarbeit im KJR München-Land
Schutz- und Hygienekonzept Kunst auf dem Platz - Sommervariante 2020
Aufgrund der Corona-Pandemie kann der BJR derzeit noch keine verbindliche Zusage geben, dass die Programme im individuellen Schüleraustausch wie geplant stattfinden können. Dies hängt von den Entwicklungen der Maßnahmen in Deutschland und in Bayern ab, sowie von den Entwicklungen und Auswirkungen im jeweiligen Partnerland.
Der BJR ist hierzu im Austausch mit dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, den jeweiligen BJR-Partnerorganisationen, dem Auswärtigen Amt und den Deutschen Botschaften sowie Generalkonsulaten. Die Austauschprogramme werden für das kommende Schuljahr 2020/2021 wie gewohnt vorbereitet, das Bewerbungsverfahren wird regulär durchgeführt. Auf dieser Seite informiert der BJR über die jeweils notwendigen Schritte.
Für alle Nachfragen steht Ihnen der zuständige BJR-Referent Matthias Flakowski per E-Mail oder telefonisch unter 089 514 58 49 als Ansprechperson zur Verfügung.
Weitere Informationen zum strategischen Handlungsfeld Internationale Jugendarbeit im BJR finden Sie hier.
Letzte Aktualisierung am 20.4.2020
Es gib bereits Regelungen in der internationalen Förderung aus Bundesmitteln. Grundsätzlich sind dort Stornierungskosten zuwendungsfähig.
Förderung der Aus- und Fortbildung von ehrenamtlichen Jugendleiterinnen und Jugendleitern (AEJ), von Jugendbildungsmaßnahmen (JBM)
Auch hier wird es zu vielen Absagen und Verschiebungen auf Grund der Corona Pandemie kommen. In allen Fällen sind, wie bisher, nur die im Rahmen der Richtlinien zur Erreichung des Zuwendungszwecks notwendigen Ausgaben förderfähig. Das bedeutet, dass Stornierungskosten u.ä. in diesem Kontext nicht gefördert werden können.
Auch für Aktivitäten, die aus Fachprogrammen des BJR gefördert werden und die nun durch die Corona Pandemie abgesagt, verschoben oder angepasst werden müssen, gibt es inzwischen Lösungen.
Näheres hierzu auf den Internetseiten der einzelnen Fachprogramme unter dem Reiter „Härtefallförderung“.
Förderfähigkeit von Onlineformaten
Ab sofort sind in den Fachprogrammen, bei der Aus- und Fortbildung ehrenamtlicher Jugendleiter_innen und bei Jugendbildungsmaßnahmen, reine Onlineformate und gemischten Formate zuwendungsfähig.
Bitte informieren Sie sich auf den jeweiligen Seiten der Programme über die genauen Regelungen. Mehr Informationen unter https://www.bjr.de/themen/foerderung/
Letzte Aktualisierung am 16.3.2020
Bernhard Assekuranz informiert in einer ausführlichen Auflistung, in welchem Umfang der Coronavirus mitversichert ist und welche Ausschlüsse es zu beachten gibt.
Wir haben die Fragen und Antworten nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Wir versuchen damit eine zusätzliche Unterstützung für den praktischem Umgang mit der Coronapandemie zu geben. Wir können aber keine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit übernehmen.
Hinweis zur Benutzung: Zur besseren Übersicht haben wir die Fragen und Antworten nach alphabetisch sortieren Stichworten mit Querverweisen geordnet sowie die Antworten mit dem Datum der letzten Aktualisierung versehen. Am Anfang steht eine Übersicht mit den Stichworten und einer seiteninternen Verlinkung. Zusätzlich können auf der Seite einzelne Begriffe aus den Frage- und Antworttexten einfach mit der Suchfunktion des Browsers gesucht werden. Wir hoffen, dass wir damit helfen können.
Bildung(sarbeit) nach SGBVIII ​​​​​​
Vollversammlungen (Stadt-, Kreis- und Bezirksjugendringe)
Frage: Gelten für die Aktiv-, Bau- und Abenteuerspielplätze der §16 oder §17 der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (BayIfSMV)?
Antwort (21.7.2020): Aktiv-, Bau und Abenteuerspielplätze sind Angebote der Jugendarbeit nach § 11 SGB VIII. Für Angebote der Jugendarbeit gilt § 17 Abs. 2 6. BayIfSMV und nicht § 16a Abs. 2 6. BayIfSMV. Auf https://www.bjr.de/service/umgang-mit-corona-virus-sars-cov-2.html unter der Rubrik „Gesundheitsschutz- und Hygienekonzept“ sind die zu beachtenden Vorschriften und Empfehlungen erläutert.
Frage: Können Aktivspielplätze genutzt werden?
Antwort (14.05.2020): Im Zuge der Öffnung der allgemeinen Spielplätze können Aktivspielplätze unter Beachtung der für Spielplätze geltenden Bestimmungen und der allgemeinen Regelungen insbesondere Mindestabständen genutzt werden, sofern sie wie allgemeine Spielplätze genutzt werden.
FAQs zu den arbeitsrechtlichen Fragen im Zusammenhang mit der Coronapandemie finden sich z.B. auch auf der Seite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.
Frage: Bekommt der_die Arbeitnehmer_in weiter Gehalt, wenn die Einrichtung (z.B. Jugendzentrum) geschlossen ist und der_die Arbeitgeber_in diese_n nicht anderweitig beschäftigen kann?
Antwort (16.4.2020): Ja. Die Schließung der Einrichtung aufgrund der Coronopandemie bzw. aufgrund der Allgemeinverfügung haben weder Arbeitgeber_in noch Arbeitnehmer_in zu vertreten. Allerdings trägt nach § 615 BGB der_die Arbeitgeber_in das sog. Betriebsrisiko und muss den_die Arbeitnehmer_in daher auch sein_ihr volles Gehalt zahlen obwohl er ihn_sie nicht oder zumindest nicht in vollen Umfang beschäftigen kann. Bevor der_die Arbeitgeber_in den_die Arbeitnehmer_in aber bezahlt freistellt, kann der_die Arbeitgeber_in den Abbau von vorhandenen Überstunden anordnen. Freistellung bedeutet aber nicht Urlaub! Der_die Arbeitnehmer_in muss sich bereithalten und ggf. auf Aufforderung des_der Arbeitgebers zeitnah wieder die Arbeit aufnehmen können.
Frage: Kann der_die Arbeitgeber_in den_die Arbeitnehmer_in in Zwangsurlaub schicken?
Antwort (16.4.2020): Nein. Ein Zwangsurlaub ist grundsätzlich nicht möglich. Wenn der_die Arbeitnehmer_in trotz fehlender Beschäftigungsmöglichkeit keinen Urlaub beantragen will, muss der_die Arbeitgeber_in diesen bezahlt freistellen (s.o.). Freistellung bedeutet aber nicht Urlaub! Der_die Arbeitnehmer_in muss sich bereithalten und ggf. auf Aufforderung des Arbeitgebers zeitnah wieder die Arbeit aufnehmen können.
Frage: Kann der_die Arbeitgeber_in die Mitarbeiter_innen aus der Jugendarbeit auch in anderen Bereichen einsetzen?
Antwort (16.4.2020): Ja. Vor allem bei Trägern von Kindertagesstätten können pädagogische Fachkräfte aus der Jugendarbeit auch vorübergehend in der Kita-Notbetreuung eingesetzt werden. Bei öffentlichen Trägern ist z.B. auch ein vorübergehender Einsatz im Gesundheitsamt möglich. Die Zuweisung von geringerwertigen Tätigkeiten (z.B. Sozialpädagog_innen im Fahrdienst) führt nicht zu einer schlechteren Bezahlung. Diese richtet sich weiterhin nach der Eingruppierung der eigentlichen Haupttätigkeit.
Frage: Können geringfügig oder kurzfristig Beschäftigte wegen der coronabedingten Aufgabenhäufung in größerem Umfang eingesetzt werden?
Antwort (16.4.2020): Ja. Zur Entlastung bei der Mehrarbeit durch die Auswirkungen der Coronapandemie wurden für gering- und kurzfristig Beschäftigte mit dem Sozialschutz-Paket befristete Ausnahmen geschaffen:
1) Für die Zeit vom 1.3.2020 bis 31.10.2020 wird die unvorhersehbare Überschreitung der Verdienstgrenze für geringfügig Beschäftigte von 450 Euro monatlich bis zu 5-mal folgenlos.
Ein Raumpfleger arbeitet seit dem 1.1.2020 gegen ein monatliches Arbeitsentgelt von 420 Euro. Im März 2020 bittet die Arbeitgeberin ihn, vom 1.4. bis zum 31.7.2020 mehr zu arbeiten, da aufgrund der Corona-Pandemie ein erhöhter Reinigungsbedarf besteht. Dadurch erhöht sich der Verdienst in den Monaten April und Juli 2020 auf monatlich 2.000 Euro.
Die Beschäftigung des Raumpflegers bleibt auch für die Zeit vom 1.4. bis zum 31.7.2020 ein 450-Euro-Minijob. Innerhalb des maßgebenden 12-Monats-Zeitraums wurde maximal in 5 Kalendermonaten die Verdienstgrenze nicht vorhersehbar überschritten.
2) Für die Zeit vom 1.3.2020 bis 31.10.2020 werden die Zeitgrenzen für kurzfristig Beschäftigte von 70 auf 115 Arbeitstage und von 3 auf 5 Monate angehoben. Eine Berufsmäßigkeit darf weiterhin nicht bestehen.
Frage: Können Altersrentner_innen wegen der coronabedingten Aufgabenhäufung in größerem Umfang eingesetzt werden?
Antwort (16.4.2020): Ja. Altersvollrentner_innen, die die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht haben, müssen bei Ausübung einer Beschäftigung eine Hinzuverdienstgrenze beachten. Diese beläuft sich auf 6.300 Euro pro Kalenderjahr. Verdient ein_e Altersvollrentner_in mehr wird ihre/seine Rente gekürzt. Diese Hinzuverdienstgrenze hat der Gesetzgeber für den Zeitraum vom 1.1.2020 bis 31.12.2020 auf 44.590 Euro hochgesetzt. Insofern kann ein_e Altersvollrentner _in theoretisch mit einer auf 5 Monate befristeten Beschäftigung, die nicht berufsmäßig ist, einen Verdienst bis zu 44.590 Euro erzielen, ohne Sozialabgaben zu zahlen und eine Kürzung seiner Rente befürchten zu müssen.
Frage: Welche näheren Informationen gibt es zum SodEG?
Antwort (18.05.2020): Für das SodEG hat das BMFSFJ diese FAQ-Liste erstellt.
Informationen zur Förderung durch den BJR befinden sich auf den jeweiligen Seiten der Förderprogramme.
Frage: Bekommen die freien Träger trotz Einschränkungen und Schließungen weiterhin die laufende Förderung für die Einrichtungen der Jugendarbeit von den Gemeinden, Stadt und Landkreisen?
Antwort (20.4.2020): Zunächst sollten die Träger ihre Angebotsformen entsprechend der Ausgangs- und Kontaktverbote anpassen und versuchen über andere zulässige Kanäle (insbesondere über Telefon, Messenger-Dienste, Social-Media, usw.) ein Angebot für junge Menschen zu machen. Soweit trotz Umgestaltung des Angebot die Vorgaben zum Umfang des Angebots gem. dem Zuwendungsbescheid mit Gemeinde, Stadt oder Landkreis nicht eingehalten werden können, kann der Zuwendungszweck (teilweise) vorübergehend nicht erreicht werden. Soweit dies der Fall ist, muss der freie Träger alle zumutbaren Möglichkeiten der Ausgabenvermeidung ergreifen - sprich insbesondere: Die Möglichkeiten der Kurzarbeit prüfen und ggf. in Anspruch nehmen und nicht erforderliche Betriebskosten vermeiden. Die dann noch verbleibenden, nicht zu vermeidenden Ausgaben sollten von Gemeinde, Stadt und Landkreis weiter als zuwendungsfähig behandelt werden. Die Korrektur der Zuwendungshöhe erfolgt je nach Verfahren der Förderung im Schlussbescheid oder durch Teilwiderruf.
Wichtig: Jeder freie Träger der Jugendarbeit, dessen Angebot durch die staatlichen Anordnungen beschränkt ist, sollte unverzüglich Kontakt mit dem Zuwendungsgeber aufnehmen und die Möglichkeiten der Angebotsumgestaltung sowie ggf. Möglichkeiten der Ausgabenvermeidung besprechen.
Frage: Wir mussten unseren Gruppenleiter Grundkurs (AEJ Maßnahme) auf Grund des Corona Virus absagen. Das gebuchte Haus verlangt jetzt Stornogebühren und wir hatten schon Material gekauft, dass wir wahrscheinlich nicht mehr brauchen. Ersetzt uns das jemand? Den eingeplanten BJR-Zuschuss bekommen wir ja nicht. An wen müssen wir uns wenden?
Antwort (20.4.2020): Wie bisher, sind nur die in den Richtlinien genannten Ausgaben förderfähig. Das bedeutet, dass Stornierungskosten u.ä. in diesem Kontext nicht gefördert werden können. Auf dem normalen Weg gibt es also nichts.
Aber es gibt eine Härtefallförderung.
Wenn die Tatsache, dass ihr keinen Zuschuss bekommt für euch eine „besondere Härte“ bedeutet, ihr also das Geld nicht habt, oder für etwas anderes wichtiges in eurer Arbeit braucht, bekommt ihr eure Ausgaben von BJR ersetzt. Natürlich solltet ihr euch bemühen, dass die Ausgaben möglichst gering sind.
Ihr müsst z.B. nicht in jedem Fall Stornogebühren bezahlen siehe, https://www.bjr.de/service/umgang-mit-corona-virus-sars-cov-2.html#c9060
Wendet euch dazu an euren Landesverband, wenn ihr nicht sicher seid wo ihr hingehört oder keinen habt, wendet euch direkt an die BJR Mitarbeiterinnen. https://www.bjr.de/themen/foerderung/aus-und-fortbildung/
Das Ganze gilt übrigens auch für Jugendbildungsmaßnahmen.
Frage: Was ist mit GEMA-Beiträgen, wenn die Einrichtung geschlossen ist?
Antwort (20.4.2020): Für den Zeitraum der Schließung aufgrund behördlicher Anordnung werden die GEMA-Verträge ausgesetzt, vgl. die entsprechenden Informationen der GEMA.
Frage: Werden Online-Schulungen (z.B. Webinare) für Jugendleiter_innen gefördert?
Antwort (20.4.2020): Zu den Fördermöglichkeiten solcher Formate bitte mit dem jeweiligen Fördergeber klären. Im Rahmen der AEJ-Förderung durch den BJR sind solche Formate ab sofort förderfähig - nähere Informationen hierzu auf den Seiten der Förderung.
Die Juleica-Grundausbildung kann aus einer Kombination von Online-Einheiten und gemeinsames Arbeiten an einem physischen Ort bestehen. Mindestens ein Drittel der gesamten Schulungszeit muss als Präsenzveranstaltung absolviert werden. Unabhängig vom genutzten Medium und der Methodik im online-Teil muss darauf geachtet werden, dass die Verteilung der Themen auf die Präsenzveranstaltung und die online-Kurse inhaltlich und methodisch sinnvoll geschieht. Neben den praktischen Elementen der Juleica gibt es Themenbereiche, wie z.B. die Vermittlung von Leitungskompetenzen und Gruppenpädagogik oder der Bereich der Prävention in der Jugendarbeit, die über eine Präsenzveranstaltung besser bearbeitet werden können.
Da sich das Themenfeld Online-Juleica-Schulungen gerade erst am Entwickeln ist, bitten wir darum, hier Kontakt mit der zuständigen Referentin (detzel.esther@bjr.de) aufzunehmen, um einen Austausch über die Konzepte und Erfahrungen zu ermöglichen.
Wichtig: Diese Hinweise gelten nur für Bayern.
Frage: Sind Mitgliederversammlungen von Vereinen noch erlaubt bzw. können diese "online" abgehalten werden?
Antwort (20.4.2020): Mitgliederversammlungen von Vereinen als Zusammenkunft an einem Versammlungsort sind aktuell bis 3.5.2020 untersagt. Eine Verlängerung der Verbots von Zusammenkünften wie Mitgliederversammlungen ist derzeit noch nicht absehbar, aber zumindest nicht ausgeschlossen.
Ein Verein kann daher seine Mitgliedersammlung erstmal auf unbestimmte Zeit verschieben oder eine "virtuelle" Mitgliederversammlung im Wege der elektronischen Kommunikation (z.B. über Skype, Zoom, Adobe Connect, Teams) durchführen oder die Mitglieder geben ohne Teilnahme ihre Stimmen schriftlich ab. Für die letzten beiden Möglichkeiten braucht es grundsätzllich eine entsprechende Satzungsregelung. Da viele Vereine dies nicht haben, wurde hier kurzfristig eine gesetzliche Möglichkeit geschaffen:
Bundestag und Bundesrat haben am 25.3. bzw. 27.3.2020 das Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht beschlossen. § 5 Abs. 2 und 3 des dort enthaltenen Gesetzes über Maßnahmen im Gesellschafts-, Genossenschafts-, Vereins-, Stiftungs- und Wohnungseigentumsrecht zur Bekämpfung der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie lauten:
Frage: Was ist mit den Amtszeiten von Vorstandsmitgliedern im Verein, wenn die Mitgliederversammlung nicht stattfindet bzw. verschoben wird?
Antwort (20.4.2020): Das kommt auf die Satzungsregelung an. Häufig enthalten Satzungen neben der zeitlichen Festlegung der Amtszeit (z.B. zwei Jahre) auch eine Regelung im Sinne von „Der Vorstand bleibt jedoch bis zur Neuwahl des Vorstands im Amt“. Wenn eine solche Regelung vorhanden ist, dann bleiben die gewählten Vorstandsmitglieder trotz Ablauf der Amtszeit bis zur Neuwahl – also auch wenn die Mitgliederversammlung verschoben ist – im Amt. Da es aber auch hier Fälle geben kann, in denen die Satzung keine entsprechende Auffangregelung enthält, wurde auch hier kurzfristig eine gesetzliche Regelung geschaffen:
Bundestag und Bundesrat haben am 25.3. bzw. 27.3.2020 das Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht beschlossen. § 5 Abs. 1 des dort enthaltenen Gesetzes über Maßnahmen im Gesellschafts-, Genossenschafts-, Vereins-, Stiftungs- und Wohnungseigentumsrecht zur Bekämpfung der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie lautet:
Frage: Wann dürfen die Kinder bei Angeboten der Jugendarbeit und in Einrichtungen die Mund-Nasen-Bedeckung abnehmen?
Antwort (21.7.2020): Eine geeignete Mund-Nasen-Bedeckung muss grundsätzlich in Innenräumen und sollte in allen Situationen verwendet werden, in denen das Abstandsgebot nicht sicher eingehalten werden kann. Dies darf auf keinen Fall dazu führen, den Abstand länger als notwendig zu unterschreiten. Aufgrund der vielen Verkehrs- und Begegnungsflächen in Jugendzentren ist grundsätzlich Indoor eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Im Außenbereich muss keine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden, solange das Abstandsgebot eingehalten wird, z.B. durch Flächenkennzeichnung, Wegekennzeichnung usw.. Hier können also auch Spiele mit Abstand durchgeführt werden. Für bestimmte Gruppengrößen und Aktivitäten ist aber auch das Abstandsgebot aufgehoben und es verbleibt lediglich eine Abstandsempfehlung. Insbesondere für sportähnliche Spiele bzw. Bewegungsspiele und Sportaktivitäten wird hierzu auf das Rahmenhygienekonzept Sport verwiesen. Das Rahmenhygienekonzept Sport kann auch für Sport in Innenräume angewendet werden.
Siehe auch die FAQs zu Veranstaltungen
Frage: Wie berechne ich die Gruppengröße bei Angeboten im Juz?
Antwort (21.7.2020): Raumgröße spielt immer eine Rolle. Es gibt hier keine feste Größe. In Anlehnung an die Vorgaben zu Freizeitstätten reichen in jedem fall 10qm pro Person. Wenn es die Räumlichkeiten (z.B, wegen Raumhöhe und guter Lüftung) und mit entsprechendem Konzept können aber mehr Personen zugelassen werden.
Frage: Darf ich die Kontaktdaten der Besucher*innen einmalig erfassen und abheften um dann nur noch eine tägliche Anwesenheitsliste im Juz führen?
Antwort (21.7.2020): Die Datenerhebung und -verarbeitung ist gemäß Art. 6 Abs. 1 lit. d DSGVO (Verarbeitung personenbezogener Daten zum Schutz lebenswichtiger Interessen der betroffenen Person oder einer anderen natürlichen Per-son) inklusive der Überwachung von Epidemien und deren Ausbreitung und Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO in Verbindung mit der aktuell gültigen Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung und dem Bayern-Corona-Plan zulässig. Auf dieser Grundlage müssen die erhobenen Daten nach 4 Wochen auch aus der allgemeinen Liste gelöscht werden.
Frage: Müssen bei Kontakten im Rahmen von mobiler/aufsuchender Jugendarbeit (Streetwork) auch die Kontakte mit Name und Kontaktmöglichkeit dokumentiert werden?
Antwort (6.7.2020): Wenn der Kontakt außerhalb von Einrichtungen (wo ohnehin die Besucher zur Kontaktverfolgung erfasst werden) und im Rahmen der allgemeinen Kontaktbeschränkungen (zwei Haushalte oder bis zu zehn Personen haushaltsunabhängig) stattfindet, dann muss der Kontakt nicht zur Kontaktnachverfolgung dokumentiert werden. Wir empfehlen aber die Verwendung der Corona-App.
Frage: Muss ich für Angebote der Jugendarbeit ein Schutz- und Hygienekonzept vorhalten?
Antwort (13.7.2020): Ja! Für alle Einrichtungen und Veranstaltungen der Jugendarbeit muss ein entsprechendes Schutz- und Hygienekonzeot vorgehalten werden, damit diese erlaubt sind. Hinweise zum Schutz- und Hygeinekonzept befinden sich auf www.bjr.de/corona unter der Rubrik Gesundheitsschutz- und Hygienekonzept und insbesondere in den Empfehlungen für die Erstellung eines Gesundheitsschutz- und Hygienekonzepts in der Jugendarbeit nach § 85 Abs. 2 Nr. 1 SGB VIII des BJR.
Frage: Welche Vorgaben müssen bei der Erstellung eines Schutz- und Hygienekonzepts für Angebote der Jugendarbeit in Bayern beachtet werden?
Antwort (13.7.2020): Für die Coronamaßnahmen git das Territorialprinzip, d.h. dass für alle Angebote (Einrichtungen und Maßnahmen) in Bayern die "bayerischen Vorgaben", also insbesondere die aktuelle BayIfSMV gilt. Das gilt auch für außerbayerische Veranstalter, welche Maßnahmen in Bayern durchführen. Einen Überblick über die relevanten Regelungen befinden sich auf www.bjr.de/corona unter der Rubrik Gesundheitsschutz- und Hygienekonzept.
zu den förderrechtlichen Fragen siehe auf den Seiten zur Förderung.
Frage: Kann eine Übernachtung in Hütten stattfinden?
Antwort (21.7.2020): Ja, siehe 2.2 und 3. der BJR-Empfehlungen.
Frage: Darf ich mit Teilnehmenden den ÖPNV und PKWs/Kleinbusse nutzen?
Antwort (21.7.2020): Ja. Das ist möglich. Sollten Personen nicht nur des eigenen Hausstandes im PKW mitfahren, wird jedoch dringend das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung angeraten - vgl. auch FAQs auf den Seiten des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration.
Frage: Können Kinder mit einer Befreiung von der sog. Maskenpflicht an Veranstaltungen teilnehmen, wenn der Mindestabstand von 1,5m nicht immer eingahalten werden kann?
Antwort (20.7.2020): Eine Befreiung von der Maskenpflicht ist v.a. aus gesundheitlichen Gründen möglich. Das Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration gibt hierzu folgende Information:
"Wenn Sie unter Asthma oder einer anderen Erkrankung leiden, die Ihnen das Tragen einer „Maske“ unzumutbar erschwert, müssen Sie keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Denken Sie daran, möglichst eine (formlose) ärztliche Bestätigung mit sich zu führen, um die für Sie geltende Ausnahme ggf. glaubhaft machen zu können. Da Sie mit Asthma oder anderen Erkrankungen möglicherweise zur Risikogruppe zählen, sollten Sie aber überlegen, ob Sie nicht eine andere Lösung für Ihre täglichen Versorgungsgänge finden (z.B. Lebensmittel liefern oder mitbringen lassen)."
Sonst gibt es keine konkreten rechtlichen Verpflichtungen. Insbesondere ist es grundsätzlich möglich, dass Kinder mit einer Befreiung von der sog. Maskenpflicht an Angeboten der Jugendarbeit teilnehmen. Da die Kinder mit einer gesundheitsbedingten Befreiung aber häufig zur Risikogruppe (z.B. schweres Asthma) gehören, sollten die Personensorgeberechtigten aber vorab über das Schutz- und Hygienekonzepte aufgeklärt werden und insbesondere darauf hingewiesen werden, dass nicht zu jedem Zeitpunkt und auch nicht bei bestimmten Angeboten (z.B. Sport) der Abstand eingehalten werden kann. Wenn bei bestimmten Teilangeboten der Maßnahme das Risiko ohne Mund-Nasen-Bedeckung (insbesondere den Eltern) zu hoch ist, dann kann das Kind auch aussetzen oder eine Rolle bekommen, bei welcher der Abstand eingehalten werden kann. In jedem Fall sollten alle organisatorischen Möglichkeiten ergriffen werden, um auch Kindern mit einer Befreiung von der sog. Maskenpflicht eine Teilnahme zu ermöglichen.
Frage: Gilt für Veranstaltungen der Jugendarbeit von öffentlich-rechtlichen Körperschaften (BJR und Gliederungen, Gemeinden, Städte und Landkreise sowie kirchliche Träger) die Ausnahme nach § 2 Abs. 3 BayIfSMV und somit keine Kontaktbeschränkung?
Antwort (8.7.2020): Nein. § 2 Abs. 3 BayIfSMV hat nur die zwingend erforderlichen Zusammenkünfte im Blick. Das meint insbesondere zwingende Gremiensitzungen der Gebietskörperschaften und Einsätze von Feuerwehr, THW, BRK usw. Für andere Veranstaltungen von öffentlich-rechtlichen Körperschaften, insbesondere für alle Veranstaltungen der Jugendarbeit, gelten die speziellen Vorgaben für Jugendarbeit, Beherbergung, Veranstaltung, Sport usw.
Frage: Können für Buchungen von Seminareinrichtungen in Bayern in dem Zeitraum vom 17.3.2020 bis 3.5.2020 Stornokosten wegen der Absage aufgrund der Allgemeinverfügung verlangt werden?
Antwort (20.4.2020): Nein, wenn die Absage am 16.3.2020 oder danach erfolgte. Es dürfen keinen Stornokosten verlangt werden und etwaige Anzahlungen müssen erstattet werden. Der Betrieb von Seminareinrichtungen ist gemäß der staatlichen Anordungen (Die Betriebsuntersagung der Allgemeinverfügungen und Rechtsverordnungen erfasst inbesondere „Tagungs- und Veranstaltungsräume, …, Fort- und Weiterbildungsstätten, …, Jugendhäuser, Jugendherbergen und Schullandheime“) vom 17.3.2020 bis 3.5.2020 untersagt. Stornierungen vor der Bekanntmachung der Allgemeinverfügung am 16.3.2020 werden aber weiter wie ein normaler Storno mit den vereinbarten Stornobedingungen abgewickelt.
Frage: Haben selbständige Referent_innen/Trainer_innen/Teamer_innen einen Anspruch auf Zahlung von Honoraren für Veranstaltungen, welche wegen der Allgemeinverfügung ausfallen?
Antwort (20.4.2020): Nein, wenn kein Ausfallhonorar für den Ausfall wegen höherer Gewalt vereinbart wurde. Für die Selbstständigen existieren daher Hilfen vom Freistaat Bayern und vom Bund. Auftraggeber sollten die Selbständigen bitten, sich hier zeitnah (z.B. über die Informationsseite der Wirtschaftsministeriums) zu informieren.
Frage: Was ist bei der Schließung von Einrichtungen bezüglich der Inventar- und Gebäudeversicherung zu beachten?
Antwort (27.4.2020): Im Rahmen der Inventar- und Gebäudeversicherung besteht durch die vorübergehende Schließung der Einrichtung für die versicherten Gefahren grundsätzlich unverändert Versicherungsschutz.
Diese Aussagen beziehen sich unmittelbar nur auf die Versicherungen des BJR und der Stadt-, Kreis- und Bezirksjugendringe. Für vergleichbare andere Versicherungen kann Ähnliches gelten - bitte im Detail jeweils beim eigenen Versicherer informieren!
Es gilt zu beachten, dass während einer vorübergehenden Stilllegung Ihres Betriebs alle gesetzlichen, behördlichen sowie vertraglich vereinbarten Sicherheitsvorschriften zu erfüllen sind.
Hierzu sind besondere Schwerpunkte zu beachten (auszugsweise):
alle Türen, Fenster und sonstige Öffnungen sind verschlossen zu halten und alle vorhandenen Verschlusseinrichtungen müssen betätigt sein
die Löscheinrichtungen müssen stets in gebrauchsfähigem Zustand erhalten werden
beschädigte Schlösser, Türen oder Fenster sind unverzüglich wiederherzustellen
es muss eine regelmäßige Besichtigung (mind. 1 bis 2x pro Woche) des Gebäudes durch eine zuverlässige Person stattfinden
unnötige Elektronik- und Mediengeräte sind auszuschalten
Sichtkontrolle der Sanitär-, Heizungsanlagen und Küche
bitte keinen Sperrmüll in den Räumen und Fluren hinterlassen
Frage: Müssen die Frühjahrsvollversammlungen nachgeholt werden?
Antwort (20.4.2020): Gem. § 32 Abs. 1 S. 1 (bzw. § 22 Abs. 1 S. 1) Satzung des Bayerischen Jugendrings sind mindestens zweimal jährlich Vollversammlungen einzuberufen. In diesem Sinne müsste die Frühjahrsvollversammlung nachgeholt werden. Wegen der durch die Coronapandemie besonderen Situation in diesem Jahr, schlägt der Landesvorstand der BJR-Vollversammlung für 2020 ein ausnahmsweise und einmalige Abweichung von der BJR-Satzung vor. Näheres kann der entsprechenden Information an die Gliederungen entnommen werden.
Frage: Kann die Vollversammlung auch ohne Anwesenheit der Delegierten am Versammlungsort durchgeführt werden?
Antwort (20.4.2020): Nein. Wir haben das intensiv geprüft und es gibt hierzu keine rechtlichen Möglichkeiten. Die Vollversammlungen setzen nach der Satzung die Anwesenheit am Versammlungsort voraus. Weitere Erläuterungen finden sich in der entsprechenden Information an die Gliederungen. Die kurzfristig geschaffenenen Möglichkeiten für Vereine (siehe oben) sind für den Bayerischen Jugendring und seine Gliederungen als Körperschaft des öffentlichen Rechts nicht anwendbar.
Frage: Was ist mit Vorstandsmitgliedern deren Amtszeit bei der Frühjahrsvollversammlung abgelaufen wäre?
Antwort (20.4.2020): Gem. § 34 Abs. 2 S. 1 Hs. 2 (bzw. § 24 Abs. 2 S. 1 Hs. 2) Satzung des Bayerischen Jugendrings bleiben die Vorstandsmitglieder nach Ablauf der Amtszeit bis zur nächsten regulär stattfindenden Wahl im Amt.
Ansprechpersonen in der BJR-Geschäftsstelle
Jugendhilfeportal: Bundesweite Infos zum Coronavirus
Übersicht #jugendarbeithältzusammen
Jugendpolitischer Talk - Auf ein Wort mit...
Statement Bundesnetzwerk Kinder- und Jugendarbeit
tel 089/514 58 18
Gabriele Weitzmann
tel 089/514 58 40
weitzmann.gabriele@bjr.de
Empfehlungen für die Erstellung eines Gesundheitsschutz- und Hygienekonzepts in der Jugendarbeit nach § 85 Abs. 2 Nr. 1 SGB VIII
Arbeitsrechtliche Maßnahmen bei Gliederungen - 170.18 KB
Überblick Veranstaltungsversicherungen und Reiseversicherungen - 57.49 KB
Rundschreiben BJR-Mitarbeiter_innen im Home office - 94.89 KB
Das bayerische Gesundheitsministerium informiert Sie zu aktuellen Infektionskrankheiten und klärt Sie über Schutzmaßnahmen auf. mehr
Info-Seite des Robert-Koch-Instituts
Das Robert-Koch-Institut stellt auf seiner Sonderseite u.a. Fallzahlen, Informationen zum Reiseverkehr und für Bürger_innen zu Verfügung. mehr
Antworten und häufige Fragen
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) informiert auf www.infektionsschutz.de und stellt Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) bereit. mehr

References: § 11
 § 5
 § 2
 § 11
 § 17
 § 11
 § 16
 Art. 17
 Art. 33
 Art. 9
 Art. 7
 §16
 §17
 § 11
 § 17
 § 16
 § 615
 § 5
 § 5
 Art. 6
 Art. 6
 § 85
 § 2
 § 2
 § 32
 § 22
 § 34
 § 24
 § 85