Source: http://buerokraten.alchima.de/
Timestamp: 2018-12-16 03:20:22+00:00

Document:
Bürokratie und Wasser in Augsburg
Was läuft schräg beim Wasser in Augsburg?
buerokraten.alchima.de Transparenz seit 2009 - wir erlebten, worüber wir berichten
Die Kehrseite von Wasserschutz, Wasserkraft und Wasserbau in Augsburg - strafbar herbeigeführte Überschwemmungen - pflichtvergessene Bürokraten und Kraftwerksbetreiber die unter einer Decke stecken und Anliegern am Stadtkanal schaden - Fachbehördenvertreter die Bürgern jeden Blödsinn aufbinden wollen - das alles soll jetzt sogar UNESCO-Weltkulturerbe werden! Und wer kontrolliert in Augsburg die Verwaltung noch?
Mangelhafte Sicherheit beim Wasserbau in Augsburg
Baut die Stadt Augsburg ein Ufer, hält sie die Vorgaben des Innenministeriums ein - aber privaten Kraftwerksbetreibern möchte sie die Kampfmitteluntersuchung im Stadtkanal NICHT auferlegen
Dass der Stadt Augsburg die Kampfmittelgefahr durchaus bewußt ist, zeigt die Sanierung des Stempflesees in Haunstetten bei der Sportanlage Süd (wo keine Wohnhäuser sind!). Er bekam vor kurzem ein neues Ufer in Rammbauweise. In diesem Zusammenhang veranlasste die Stadt Augsburg vor Beginn der Rammarbeiten sehr wohl eine Kampfmitteluntersuchung.
Privaten Kraftwerksbetreibern hingegen macht die Stadt Augsburg keine Auflage zur Kampfmitteluntersuchung vor Rammarbeiten im Kanalboden. Sie ist Grundstückseigentümerin der Kanäle und verantwortlich, doch es ist der Stadt Augsburg offensichtlich egal, wenn Kraftwerksbetreiber die Sicherheitsvorgaben nicht einhalten. - Wer ist schuld, wenn eine Explosion passiert?
Gesetze-Bayern - Abwehr von Gefahren durch Kampfmittel - Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums des Innern vom 15. April 2010, Az. ID4-2135.12-9
Würde bei Rammarbeiten im Lochbach eine Fliegerbombe explodieren, werden Menschen verletzt oder getötet und Häuser zerstört.
Es sollte allen Anwohnern an Lochbach und Martinistraße klar sein, dass sie im Ernstfall wohl keinerlei Schadenersatz erwarten können. Schäden durch Kampfmittel gelten als “Kriegsfolgen”.
In München-Schwabing wurde 2012 ein ganzer Straßenzug bei der Explosion einer Weltkriegsbombe getroffen und Dachstühle brannten. siehe Video München 2012 So was wollen wir in Augsburg nicht erleben!
Es können noch zahllose Blindgänger in Augsburg liegen:
Am 26.12.2016 wurde die gesamte Innenstadt evakuiert, um eine Fliegerbombe in der Jakobervorstadt zu entschärfen. Am 28.7.2018 wurde wieder eine Fliegerbombe entschärft, das ganze Herrenbachviertel wurde dafür evakuiert.
Augsburgs Industriekanäle durchziehen die ganze Stadt. Sie messen weit über 70 km. Alljährlich wird irgendein Kanalufer gebaut, gerammt, abgespundet ...
Augsburg wurde schwer bombardiert und bald jedes Jahr finden sie eine intakte Fliegerbombe, die entschärft werden muß - unter Massenevakuierung der Bevölkerung!
p.s.: 17.10.2018 Augsburger Allgemeine:
Wasserbau in Augsburg: nur keine Angst, wenn sie im Lochbach wieder blind rammen! Ernst wird’s erst, wenn sie auf eine Fliegerbombe treffen.
Viele Haunstetter wissen noch, dass im 2. Weltkrieg in ganz Haunstetten, beim Anflug auf Messerschmitt wo die berühmten Kampfflugzeuge gebaut wurden, ein dichter Bombenteppich fiel.
Blind gerammt
Baufirmen rammten 2015 im Auftrag der Kraftwerksbetreiberin vom Wasserkraftwerk T 2, für die Kanalwandung des Lochbachs Dutzende 5 m lange Eisenträger, im Abstandsraster einmeterfünfzig, 3,5 m tief in die Kanalsohle - ohne den Baugrund vorher auf Kampfmittel zu untersuchen. Als einer der Träger auf ein unbekanntes Hindernis stieß, baggerten die Arbeiter in den Kanalboden und fanden eine Stabbrandbombe, die von der Polizei abgeholt wurde. Der Eisenträger aber wurde angespitzt, um das unbekannte Hindernis mit Gewalt zu durchstoßen. - Und wenn es eine Fliegerbombe gewesen wäre? Dann hätte beim Rammen eine Detonation ausgelöst werden können. Direkt neben unserem Wohnhaus!
Aber sag’ mal was zu einem Arbeiter, auf einer Baustelle die keinen verantwortlichen Bauleiter hat. Wenn du nach dem fragst, verarschen sie dich und nennen dir Leute als Bauleiter und sogar ‘Oberbauleiter’, die jede Verantwortung für diese Baustelle vehement ablehnen.
Es ist nicht Aufgabe von Anwohnern, sich um die Sicherheit einer fremden Baustelle auf dem städtischen Grundstück zu kümmern. Anwohner können die Gefahr solcher Baustellen nicht abwenden aber die Stadt Augsburg muß eingreifen, wenn von ihrem Kanal eine Gefahr ausgeht. Die Behörden ordneten jedoch keine Kampfmitteluntersuchung an. Folglich wird beim Wasserbau in Augsburg bis auf weiteres ohne Kampfmitteluntersuchung gerammt, zumal unser Anwohner-Antrag an OB Kurt Gribl OHNE ZUSAGE blieb. Solche Rammarbeiten können sich jedes Jahr zur Herbstablässe der Kanäle wiederholen.
Rammarbeiten sind gefährlich, weil die Arbeiter nicht sehen,
worauf sie im Boden stoßen
Wenn Blindgänger zu vermuten sind, gibt es klare Regeln und Vorgaben. Unter Wasser liegende Blindgänger siehst du nicht auf den historischen Luftbildern. In den Industriekanälen braucht man eine Kampfmitteluntersuchung, wenn man sicher gehen will, dass der Boden kampfmittelfrei ist.
Der Bauherr/Auftraggeber muß sich als “Zustandsstörer” um Kampfmittelfreiheit kümmern - siehe auch unter http://www.kampfmittelportal.de/bauherrauftraggeber.html und Baufirmen sollten ihre Pflichten kennen - http://www.kampfmittelportal.de/bauunternehmer.html auch Planer und Ingenieure tragen eine Verantwortung - http://www.kampfmittelportal.de/planersteuerer.html - Aber wenn sie es nicht tun? Und auch die Behörden nicht? - Dann bleibt Sicherheit reine THEORIE.
Fliegerbombe explodiert durch Rammarbeiten
1994 explodierte in Berlin-Friedrichshain bei Ankerarbeiten ein Blindgänger. Der Bauherr, eine Münchner Firma, hatte keine Kampfmitteluntersuchung vornehmen lassen, obwohl die Gegend als „mit Kampfmitteln belastet“ galt. In ca. 3,5 m Tiefe wurde der noch intakte Zünder der Fliegerbombe getroffen und so die Explosion ausgelöst. Drei Bauarbeiter starben, weitere 17 Menschen, unter ihnen Passanten und Verkehrsteilnehmer, wurden zum Teil schwer verletzt. 20 Familien, deren Wohnungen zerstört worden waren, mussten evakuiert werden. Auch in der Umgebung entstanden Schäden, der Gesamtschaden wurde auf rund fünf Millionen DM geschätzt.
Was ist, wenn eine Explosion in Augsburg passiert? - Interessiert Augsburgs Behörden nicht, denn die reden sich heraus: Uferbau in ihren Stadtkanälen ist nicht genehmigungspflichtig, sagen sie.
Die Stadt Augsburg ist Eigentümer der Grundstücke, auf denen der Kanal fließt. Zum Unterhalt der Kanalufer sind u.a. private Wasserkraftwerksbetreiber verpflichtet, und die können dort machen, was sie wollen. Die fehlende Genehmigungspflicht enthebt die Stadt Augsburg nicht ihrer Aufsichtspflicht als Sicherheits- und Kontrollbehörde, sowie als Grundstückseigentümer. Wenn eine Explosion ausgelöst wird, dann ist § 308 StGB (Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion) einschlägig, siehe hierzu unter http://www.kampfmittelportal.de/strafrechtliche-vorgaben.html
Was ist Baugefährdung?
Strafgesetzbuch - Gemeingefährliche Straftaten - § 319 Baugefährdung
Antrag für allgemeine Sicherheit an OB Kurt Gribl scheitert
Damit bei Rammarbeiten im Lochbach in Zukunft Kampfmittelfreiheit besteht, wurde am 5. Oktober 2017 ein privater Antrag an Augsburgs OB Kurt Gribl gestellt. Er delegierte ihn an Umweltreferent Erben. Für Reiner Erben “liegt die Verantwortung für Gefährdungen durch Kampfmittel bei den Bauherren und den bauausführenden Firmen”.
Er gab KEINE ZUSAGE auf Kampfmitteluntersuchung im Lochbach.
FREIE WÄHLER im Augsburger Stadtrat beantragten 2018, dass vor Rammarbeiten in Stadtkanälen eine Kampfmitteluntersuchung erfolgt
Im August 2018 stellten Stadtratsmitglieder der Freien Wähler einen Antrag für die Sicherheit in ganz Augsburg an OB Gribl. Darin heißt es: „Die Stadt möge in ihren Industriekanälen im Stadtgebiet vor Wasserbau- und Uferbauarbeiten, Brückensanierungen und Neubauten eine Kampfmitteluntersuchung des Kanalgrundes zur Sicherheitsauflage machen, sofern bei den Bauarbeiten tiefgründige Rammarbeiten stattfinden (zum Beispiel Einrammen von Eisenträgern oder Spundwänden in den Kanalboden).“ wie am 21.8.2018 die Augsburger Allgemeine berichtete.
Vielen Dank den vorausschauenden Stadträten! Freilich kann die übergroße CSU-SPD-GRÜNE Koalition im Augsburger Rathaus den Oppositions-Antrag abschmettern und warten, bis Bauarbeiter beim Rammen eine intakte Fliegerbombe treffen. Die kann OB Gribl dann nicht mehr entschärfen lassen, aber Augsburg würde traurige Berühmtheit erlangen als Stadt, die sehenden Auges blind rammt.
Ein offener Anwohnerbrief 2017 an Augsburgs Umweltreferent Reiner Erben:
wie Sie im Dezember 2014 in der Zeitung sagten, nimmt die Wasserkraft in Augsburg „eine schöne Entwicklung” und soll weiter ausgebaut werden.
Dass dies zugunsten privater Unternehmen, vom Umweltamt voran getrieben wird unter Verletzung der Eigentumsrechte der Anwohner und unter lebensgefährlichen Uferbaumaßnahmen, müssen Sie als Umweltreferent der Stadt Augsburg wissen. Über den Lochbach in Haunstetten, im Oberwasser des privaten Kraftwerks T 2 Settele, informierten wir Sie schon, als Sie noch einfaches Mitglied im Umweltausschuß waren, z.B. über zusammengebrochene Uferwände neben unserem Wohnhaus.
Seit 2013 waren im Umweltausschuß immer wieder Anträge der Stadtratsfraktion der Freien Wähler, wonach der Lochbach abgedichtet gehört und Betreiberin Brigitte Settele ihre Uferbaumaßnahmen künftig im Bauausschuß genehmigen lassen soll.
2015 wurde der Lochbach dann ausgebaut - ohne Planfeststellung, ohne
Bauausschuß, ohne fachliche Kontrolle. Abgedichtet wurde der Kanal nicht.
Die private Betreiberin hat ihre gewünschte Baumaßnahme mit dem Umweltamt abgesprochen. Weil die Uferwände erhöht wurden, soll auf den Anliegergrundstücken ein zusätzlicher Damm aufgeschüttet werden, und dies, obwohl im Umweltamt seit 2013 Einwendungen der Anlieger gegen eine Dammerhöhung vorliegen.
Ungeachtet dessen, versuchten am letzten Tag der Baumaßnahme zwei Damen des Umweltamts uns massiv (drohende Haftung usw.) vor Ort zur Dammaufschüttung zu bewegen. Es ist empörend, wie die beiden Amtsvertreterinnen Partei nahmen, für die Profitinteressen einer Kraftwerksbetreiberin. Eine Dammaufschüttung gegen den Willen der Eigentümer, ist eine Rechtsverletzung. Wir Anwohner müssen uns noch heute dagegen gerichtlich wehren. Überdies bezweifeln wir die Rechtmäßigkeit der Baumaßnahme.
Uferbau im Bombardierungsgebiet des 2. Weltkriegs war lebensgefährlich
Bei dieser Baumaßnahme 2015 rammten Baufirmen im Auftrag von Betreiberin Settele, 5 m lange Eisenträger im Abstand von ca. 1,50 m mit einem Schreitbagger unter schweren Erschütterungen, die im gesamten östlichen Haunstetten spürbar waren, in die Kanalsohle des Lochbachs ein (siehe beigefügte Fotos) - Tiefe im Bachboden mind. 3,5 m. Diese Bauweise wurde gewählt, obgleich bekannt ist, dass beim Anflug auf die Messerschmitt- Rüstungswerke 1944 ein dichter Bombenteppich von ca. 1300 Sprengbomben und 3000 Brandbomben abgeworfen wurde. Es gab Detonationen unmittelbar südlich vom Kraftwerk T 2. Dort können Blindgänger liegen.
Die Baumaßnahme ohne Kampfmitteluntersuchung war „Russisches Roulette“!
Auch nach dem Fund einer Brandbombe, die von der Polizei sichergestellt wurde, hat Ihre Behörde, Herr Erben, die Baustelle weder eingestellt, noch eine Kampfmitteluntersuchung angeordnet. Die Gefährdung ging weiter.
Wir sehen dies als grob fahrlässigen Umgang mit Leib und Leben, sowohl für uns persönlich, als auch für die Bauarbeiter und zahlreiche Augsburger in der Umgebung, die von einer Detonation im städtischen Lochbach-Kanal betroffen wären.
Damit wir dieser Lebensgefahr nicht noch einmal ausgesetzt werden, haben wir heute einen Antrag an Oberbürgermeister Dr. Gribl gestellt.
Herr Erben, ein bedingungsloser Ausbau der Wasserkraft in Augsburg, bei dem für die Privatinteressen der Betreiber, gegen die Sicherheit und Eigentumsrechte der Anwohner an städtischen Kanälen verstoßen wird, ist menschenfeindlich. Als Umweltreferent tragen Sie die politische Verantwortung. Herr Erben, treten Sie zurück!
Wasserbau in Augsburg
Das drückt das Wasser wieder hin!
Lieber Gott waren das Zeiten, als es den Jackel noch gab! Und starke Muskeln in Männerarmen, und nicht nur depperte Sprüche im Hirn. Jahrzehntelang hat der Jackel hier am Lochbach hölzerne Uferpfosten handeingeschlagen, knapp unter den Kanalboden und leicht geneigt nach außen zum Land hin. Und das hat gehalten. Da ist sogar ein ganzer Güterzug, die Localbahn, täglich zweimal am Ufer entlang gefahren und die Uferwände sind trotzdem nicht ins Wasser gefallen.
In letzter Zeit aber rammten sie Eisen ein, mit Schreitbagger und Wasserwaage, damit’s senkrecht wird. Aber senkrecht blieb’s dann nicht, denn sobald sie ihren Kies hinter die Holzwand baggerten, kippte die Wand Richtung Kanal. “Das drückt das Wasser wieder hin”, sagten sie - so gescheit muß man mal sein! Ja das Wasser. Fließendes Wasser hat einen kleinen Kopf und der drückt nicht.
Was drückt, ist der rollende Kies, weil der nicht von selber steht, wie der Lehm. Und wenn man Kies einfüllt und die Stützen nicht fest genug im Boden sind, kippt’s halt. Und das wiederholten sie dann ein paar Jahre lang, nur weil sie’s nicht glauben konnten? Um den Fehler herauszufinden, brauchten sie Bodengutachten und Ingenieure. Heute müssen 20er Eisenträger 3,5 Meter tief eingerammt werden, alle anderthalb Meter einer. Die Statik ist LGA-geprüft, aber nach Blindgängern im Boden hat keiner geschaut. So geht Wasserbau in Augsburg heute.
Der Jackel hätte lauthals gelacht über soviel Unverstand - und feste draufgehauen, weil DER hätte nicht soviel Zeit gehabt zum Herumprobieren. Der Jackel war halt gradaus und handfest.
(© Alchima 4.9.2018)
Transparenz im Dickicht
Was geht, wenn Grüne Parteispenden kriegen?
2015 ermöglichte das Umweltamt Augsburg unter Umweltreferent Reiner Erben (Grüne) den Uferbau im Lochbach der Kraftwerksbetreiberin Brigitte Settele ohne Planfeststellungverfahren, ohne Bauausschuß und ohne Sicherheitsvorkehrungen.
Betreiberin Settele braucht auch keine Kampfmitteluntersuchung, wenn sie im Bombardierungsgebiet Rammarbeiten durchführt und wenn auf ihrer Baustelle eine Bombe gefunden wird, dann wird die Baustelle nicht gesichert, wie es üblich wäre, sondern es wird blind weitergemacht!
Haben die Grünen von Familie Settele Parteispenden bekommen? z.B. 2015 führte die Augsburgerin Bundesvorsitzende Claudia Roth(Grüne) am 5. Mai 2015 die UNESCO-Jury, welche dann 2019 die ‘Wasserkraft in Augsburg’ zum Weltkulturerbe küren soll, in die Augsburger Altstadt. Für die Fotografen schlürfte man dort pressewirksam am laufenden Wasserhahn des ‘Altstadt Trinkwasserbrunnen von Walter Settele' (der grade keinen Tropfen mehr spendet).
Parteispender sollten - in öffentlichem Interesse - von allen Parteien stets offen genannt werden!
Parteispender dürfen nicht begünstigt werden!
Parteispenden dürfen nicht zu Rechtsverletzungen und Gefährdung der allgemeinen Sicherheit führen!
Ist die Wasserkraft von Augsburg wirklich ein Vorbild für die ganze Welt?
Nicht jedes Wasserkraftwerk in Augsburg ist reif für’s UNESCO Weltkulturerbe.
U.a. mit dem Hochablass am Kuhsee bewirbt sich Augsburg bei der UNESCO als Weltkulturerbe, aber am Hochablass Wasserkraftwerk der Stadtwerke Augsburg fehlt noch immer die Fischtreppe!
Die geplante Fischaufstiegshilfe ist Öko-Auflage, doch das Kraftwerk in der Staumauer beim Kuhsee ist ohne Fischtreppe in Betrieb seit 2013. 2016 wurde die Planung geändert, 2017 die Änderung geändert, vor 2019 sei die Fischtreppe nicht zu erwarten (lt. Bericht Augsburger Allgemeine 20.6.2017)
Aber in Augsburg wird auch Unwirksames als „Öko-Maßnahme” deklariert, um staatliche Subventionen durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz EEG zu kassieren. Das Video: Wie Ökostrom die Natur zerstört (Beitrag über Augsburg beginnt nach ca. 5 Min.) zeigt, dass ein Plastikrohr als Fischtreppe eines Wasserkraftwerks anerkannt wurde. Im Film bestätigt ein Fachmann vom Regierungsbezirk Schwaben, dass dies als Fischtreppe völlig unwirksam ist. Die Fische werden trotzdem in die Turbinenströmung gezogen. Öko-Zulagen für Unwirksames - das ist Subventionsbetrug!
UNESCO - Welterbetitel für Augsburg schon gebongt?
Augsburg bewarb sich offiziell 2018 mit dem Thema Wasserbau und Wasserkraft, Trinkwasser und Brunnenkunst als UNESCO Weltkulturerbe. 1,5 Millionen Euro ließ die Stadt sich das bislang kosten.
Für sowas ist Geld da, aber am Herrenbachkanal werden gesunde Bäume gefällt, weil sich Augsburg angeblich kein neues Kanalufer leisten kann!
Bereits am 5. Mai 2015 besuchte die 15-köpfige UNESCO-Jury und ihre Vorsitzende, die CDU-Ministerin Dr. Maria Böhmer Augsburg um das Weltkulturerbe zu inspizieren. Die Augsburgerin Claudia Roth MdB/Bundestagsvizepräsidentin GRÜNE führte sie mit CSU-Kulturreferent Weitzel u.a. zum Altstadt Trinkwasserbrunnen am Schwallech, dessen Trinkwasser oft Tag und Nacht hektoliterweise in den Abfluß läuft (wohin übrigens auch so manche Parteispenden fließen!).
Hoffentlich wird der Altstadt Trinkwasserbrunnen von Walter Settele genauso auf die 150 Pflanzenschutzmittel getestet, wie der Hausbrunnen im Trinkwasserschutzgebiet.
Das Wasser sollte schon sauber sein, wenn die UNESCO daraus trinkt.
Wasserkraftwerk überschwemmte Wohnhäuser und Kleingartenanlagen, das alarmierte Tiefbauamt verhinderte das Überstauen nicht
Kraftwerk T 2 Settele am Lochbach in Augsburg überschwemmte die ganze Umgebung. Zuständige Behörden duldeten Überstau und verhinderten erneute Überschwemmungen nach Notruf NICHT, betroffene Anlieger erstatteten Strafanzeige - lt. Staatsanwalt: Fahrlässiges Herbeiführen von Überschwemmung, strafbar gem § 313 StGB
Durch aufgesattelte Balken an Streichwehr und Leerschuß überschwemmte Kraftwerk Settele im Oktober 2010 die ganze Umgebung. Die Gewässeraufsicht im Tiefbauamt der Stadt verhinderte die Überschwemmungen nicht.
Anwohner mußten Polizei und Feuerwehr zu Hilfe rufen. Sicherheitsgefährdung - dennoch verhängte die Stadt Augsburg kein Bußgeld gegen die Kraftwerksbetreiberin.
Überstauen ist verboten! Anlieger erstatteten im Februar 2011 Sachverhaltsanzeige. Der Staatsanwalt wies fahrlässig herbeigeführte Überschwemmungen nach (lt. Akte), die Betreiberin mußte ihr Vergehen einräumen, Einstellung gegen Geldauflage gem. § 153 StPO, was bedeutet, dass ein Überstauen nicht mehr vorkommen darf.
mehr zu den flächendeckenden Überschwemmungen am Lochbach in Augsburg ...
Wassermanagementsystem der Industriekanäle in Augsburg - Stauhöhe wird nicht immer eingehalten
Warum sind zuständige Behörden oft blind, die Einhaltung von Sicherheit und korrekter Stauhöhe der privaten Wasserkraftwerksbetreiber zu erkennen?
Bei den Überschwemmungen im Oktober 2010 hatte das Tiefbauamt (gem. Polizeiprotokoll!) das Wasserkraftwerk Settele kontrolliert und die aufgesattelten Balken am erhöhten Streichwehr (eine erhebliche Sicherheitsgefahr!) nicht erkannt. Deshalb gab es wiederholte Überschwemmungen.
Dabei sahen damals alle Nachbarn, wie die Betreiberin das Streichwehr am Kraftwerk mit Holzbalken erhöhen ließ. Das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth bestätigte die Erhöhung und Betreiberin Settele entging einem gerichtlichen Strafverfahren nur durch Zahlung einer Geldauflage.
Die Behörden der Stadt Augsburg waren in den verbotenen Überstau verwickelt und verhängten kein Bußgeld gegen die Betreiberin. Die Stadt „kann keinesfalls die Gewähr dafür übernehmen, dass zukünftig kein Gewässer mehr überstaut wird”, teilte das Amt betroffenen Anwohnern mit.
Überstauen ist rechtswidrig! Die Behörden müßten dann abstauen lassen. Oder sollen die Anwohner an Stadtkanälen von Augsburg ihre Gewässersicherheit jetzt selber managen?
Wasserkraftbetreiber werden bei herbeigeführten Überschwemmungen in Augsburg nur von der Justiz zur Verantwortung gezogen
Ein weiteres Strafverfahren wg. Herbeiführen von Überschwemmung durch das T 2 endete nach zwei Jahren am Landgericht - Kraftwerk muß stets eisfrei gehalten werden!
Kraftwerksbetreiber müssen im Winter ihre Anlagen stets eisfrei halten und ggf. aus dem Stau gehen. Dies war 2012 am Lochbachkraftwerk T 2 Settele nicht der Fall. Deshalb standen Häuser und Kleingartenanlagen in Augsburg-Haunstetten 2 Tage unter Wasser.
Anlieger erstatteten Strafanzeige. Das Strafverfahren gegen die Privatbetreiberin und ihre Hilfskraft wg. Herbeiführen von Überschwemmung gem § 313 StGB dauerte zwei Jahre und endete am Landgericht. Sie mußten einsehen, dass es keinen Freispruch gibt! Die Schuld war erwiesen, Verfahren wurde § 153 StPO eingestellt und somit darf zukünftig kein Eisgang mit Überschwemmung mehr passieren.
Wollte der damalige Ordnungsreferent von Augsburg, Volker Ullrich, die wahre Überschwemmungsursache etwa vertuschen?
Bilder unten: Zwei Tage mußte die Feuerwehr im Februar 2012 an der Martinistraße anrücken und das Kraftwerk Settele enteisen, weil es die Kraftwerksbetreiber versäumt hatten.
Die Behörden von Augsburg riegelten den den Wasserzulauf im Lochbach auch dann nicht ab, als sich zahlreiche Feuerwehrleute mit Eispickeln am Kraftwerk Settele abmühten. Sie ließen die Überschwemmungen einfach weiter laufen.
Werden in Augsburg über 150 Pflanzenschutzmittel (PSM) im Trinkwasserschutzgebiet versprüht?
Laut Gesundheitsamt Augsburg würden im Frühjahr im Wasserschutzgebiet Augsburg massiv Pflanzenschutzmittel „in Kleingärten ausgebracht”, auch Stoffe die seit Jahrzehnten nicht mehr im Handel sind. - Absurd!
„Weil Kleingärten in der Nähe sind”, so die Begründung des Gesundheitsamtes, sollten die Bewohner eines Einfamilienhauses im Trinkwasserschutzgebiet am Lochbach in Augsburg-Haunstetten ihren Hausbrunnen auf über 150 PSM testen lassen. Doch sie sind die einzigen in der Stadt, die eine so umfangreiche Trinkwasseruntersuchung machen müssen! Selbst die Stadtwerke Augsburg testen nur 70 Stoffe im gleichen Grundwasserstrom am Lochbachwasserwerk. Leider durften wir die Laborwerte der Stadtwerke nicht erfahren. Das Gesundheitsamt gab hierzu lediglich Auskunft, dass diese PSM nicht nachgewiesen worden seien. Warum vermutet es dann im Wasserschutzgebiet so viele weitere PSM? Nur um speziell diese Anwohner mit überbordenden Analysen zu traktieren?
Liste über 150 PSM
Aus dem Notbrunnen M 16 der Stadt Augsburg wollen wir lieber kein Wasser. Andere Gemeinden und Wasserversorger (z.B. Buchloe) machen die Laborberichte ihrer Wasseranalysen der Öffentlichkeit detailliert zugänglich. Warum nicht auch Augsburg? (Mrz16)
Augsburger Heimatkunde
Unsere Erlebnisse mit Wasserschutz-Bürokraten füllen ein Buch!
ISBN 978-3-932669-09-5, 12,80 Euro
lieferbar - erhältlich im Buchhandel
Eine kurzsichtige Bürokratenschaft will Josefa und Franz ihr Haus im Wasserschutzgebiet mit allerlei Hinterlist entreißen. Doch die beiden lassen sich nicht entmutigen. Es geht um ihre Heimat, der ein Kanal fehlt. Sie kämpfen sich durch den Bürokratendschungel, in dem ein böser Geist regiert ...
Rezension in der DAZ Augsburg
Vollgelaufener Keller in Augsburg inspiriert Kunst!
Ihr überfluteter Keller inspirierte die Augsburger Künstlerin Karin Brandl zu einer Objektinstallation aus verfremdeten Wasserflaschen: ‚Herbeigeführtes Hochwasser durch ein Wasserkraftwerk‘ gezeigt im Hochwasser-Museum von Ottfried Fischer in Passau 4.-27.9.2015, Kunstausstellung der Vereinigung Bildender Künstlerinnen und Künstler mehr dazu...
Toll, Brandl’s Wasserkunst wird Weltkultur, wenn Augsburg 2019 von der UNESCO auserwählt wird!
Heimat Augsburg: Filz wird UNESCO-Weltkulturerbe
Übrigens: Die Stadt Haunstetten wurde bei der Gebietsreform 1972 eingemeindet und ist heute Augsburgs südlicher Stadtteil Haunstetten.
„Wollte euer Häusl jemand haben?” ... fragte die Haunstetter Stadträtin, der wir 2007 die vielen bürokratischen Hürden der Stadt Augsburg schilderten.
Bürokraten in Augsburg bekämpften einen privaten Abwasserkanal, den sie vorher für den Wasserschutz verlangt hatten.
„Von sich aus wird ein Amt SO nicht tätig. Hinter sowas steckt immer ein Nachbar!” sagte die Stadträtin. Ja, Bauamt, Denkmalschutz, Abwasserabteilung, Umweltbehörde, Wasserbau, Straßenbeleuchtung, all das eignet sich für so eine „Intervention”.. Aus heiterem Himmel errichten korrupte Bürokraten Anwohnern beim Umbau ihres Häuschens Hürden. Ist die eine bewältigt, folgt die nächste.
Wer das erlebt, sollte an einschlägig bekannte Leute im Stadtviertel denken, die die Immobilie für ihre Zwecke haben wollen und denen die Verwaltung ein bissele „entgegenkommt”. Je mehr Hinweise, desto klarer wird das Bild! Achten Sie auf Lokalpolitiker, die nach der Pfeife dieser Leute tanzen.
2002 begann der holprige Genehmigungsweg. Mit bürokratischen Blockaden dauerte es 5 Jahre, aber dann war der private Abwasserkanal fertig!
Daraus entstand das Buch Brillen für die Bürokratie Wie später das Bayerische Staatsministerium für Umwelt feststellte, hätte die Stadt Augsburg den Kanal selber legen müssen. Er wurde uns Anwohnern nur zur Auflage gemacht, weil man die Realisierung des privaten Anschlußkanals verhindern und uns zum Aufgeben bringen wollte, was aber nicht gelang!
Ein Siedlerhaus, modern umgebaut
Wie gewissenlose Bürokraten Bürgern schaden
Stadt Augsburg will 2018 Kahlschlag gesunder Bäume am Herrenbachkanal Wegen fiktiver Hochwassergefahr bei einem etwaigen Sturm sahen Umweltreferent Erben und OB Gribl sofortige “Gefahr in Verzug” - 96 Bäume sollten ad hoc zur Vogelbrutzeit fallen.
Dank der Bürgerinitiative Baumallianz steht nun fest, dass die Hälfte der Bäume erhalten bleiben, wie ein am 22.10.2018 von Referent Erben vorgestelltes Gutachten erbrachte. - Wo war die Gefahr in Verzug?
Wasserkraftwerk T 2 heißt nun WKW 2
Die Kraftwerke in Augsburg an den Industriekanälen sind seit jeher numeriert. Früher nannte man sie “Triebwerke”, Abkzg.: T, Tr oder TW. nun werden sie auch Wasserkraftwerk - WKW genannt, folglich:
T 2 = WKW 2, Martinistraße 26, am Lochbach
Weltkriegsbombe im Lochbach gefunden Bombenteppich vom Krieg noch immer ein Risiko. 2015 fanden Arbeiter beim Baggern im Lochbach eine Brandbombe mehr dazu ...
Nimmt die CSU Einfluß auf das Verwaltungsgericht? - Anlieger am Lochbach in Augsburg klagten gegen einen Bescheid vom Umweltamt über Baggerschürfe, Tiefbohrungen und Rammsondierungen des Wasserkraftbetreibers vom T 2 in ihrem Garten. Vor Gericht erschien ein befangener ehrenamtlicher Richter - ein CSU-Stadtrat der im Umweltausschuß mit der Sache befaßt war und zudem ein Spezi des T 2-Betreibers ist. mehr dazu ...
Der Lochbach in Augsburg ist ein künstlicher Industriekanal
Er bekommt am sogenannten ‘Lochbachanstich’ bei der Lech-Staustufe 22 ca. 4,5 cbm Wasser pro Sekunde, die teils in den Stadtwald, durch den Stadtteil Haunstetten und die ganze Stadt geleitet werden. Die Wassermenge ist behördlich reguliert. Sie wird durch Wehre geregelt, die z.B. bei der jährlichen Ablässe geschlossen werden, bis auf Restwasser für die Fische.
Der Lochbach verliert zuviel Wasser!
So hieß es 2016 vom Wasserwirtschaftsamt - Aber die “Kanäle von Augsburg müssen nicht dicht sein” - diese Ansicht hat die Stadt Augsburg gerade am Lochbach jahrelang vertreten. Das Kanalufer war jahrelang erbärmlich marode.
Wer ein Kanalbett nicht sanieren und abdichten will, bekommt ein Problem mit Wasserverlust.
Inzwischen hat der Lochbach wieder seine volle Wassermenge, die vom Wasserwirtschaftsamt zugeteilt wird. 2018 führte er mehr Wasser denn je, weil der Forggensee nicht gefüllt wurde und der Lech jede Menge Gletscherwasser mitbrachte. Der Lochbach hat schon lange wieder mehr ..
Stromerzeugung ist keine selbstlose Tat! Wasserkraftbetreiber in Augsburg schmücken sich gerne damit, dass sie mit ihrem privaten Kraftwerk soundsoviele Haushalte “mit Energie versorgen”. Den erzeugten Strom verschenken sie aber nicht an ihre Mitbürger, sondern lassen ihn sich teuer bezahlen. mehr lesen ...
Strom aus Wasserkraft kommt mir nicht in die Dose!
Nie würde ich so einen Tarif wählen
SPD Augsburg will Kleingartenanlagen in Trinkwasserschutzgebiet erweitern, obwohl dies gem VO verboten ist! Margarete Heinrich und Dieter Benkard stellten am 7. Juli 2016 einen Antrag auf Erweiterung der Vereins- Kleingartenanlage auf dieser Wiese in Haunstetten.
Haben die Stadträte an Zufahrt und Wasserschutz gedacht? Auch Gemüsegärtner fahren mit dem Auto. Was wurde daraus? Man hört seit 2 Jahren nichts mehr davon. mehr lesen ...
Trinkwasserschutz WSG-VO (pdf)
Schutzgebietskarte (pdf)
Haben wir grade Stromüberfluß in Augsburg? - 24.9.2018
Was ist los? Seit 2 Tagen staut Kraftwerk T 2 Settele am Lochbach so tief wie 1934, also viel tiefer als zuvor. - Wird die Stauhöhe kontrolliert? (Aber der fette Algenstreifen am Holzufer ist schon verräterisch)
P.S.:nach einer Woche war’s wieder oben.
Betreiber von Wasserkraftwerken können einen Industriekanal zum Überlaufen bringen
Ganz einfach, indem man
Sicherheitseinrichtungen wie z. B. Leerschuß und Streichwehr so hoch aufbaut, dass das Wasser nicht mehr abgeführt sondern rückgestaut wird (nebenbei bringt Höherstau mehr Profit)
im Winter die Wasserkraftanlage einfrieren läßt, was auch zum Rückstau führen kann
bei Frostperioden den Leerschuß nicht öffnet und ggf. aus dem Stau geht
Der Betreiber ist immer verantwortlich, auch wenn Behörden die Augen zudrücken. Übrigens: ein ‘beheizter Leerschütz’ verhindert keine Überschwemmung im Winter. Er vermehrt nur die Ausreden, wenn der Kanal wieder überläuft ...
Herbeiführen von Überschwemmung ist strafbar gemäß § 313 StGB. Gefährdete Anlieger können Anzeige erstatten!
Aufstauen kann in Augsburg jeder
Man muß nichts gelernt haben: es braucht keinen Führerschein oder Sachkunde-Nachweis, keine amtliche Prüfung zum Wasserkraftwerker. Wohin das führen kann, ist hier zu sehen ....
Zitat einer historischen öffentlichen Bekanntmachung der Stadt Augsburg:
Lokalpolitiker die sich nur um’s Image kümmern, machen vor den wahren Problemen die Augen zu oder sind selbst ein Teil davon.
Email: karin-brandl@alchima.de Alchima® Karin Brandl, D - Augsburg, Telefon 0049 (0) 821 - 157443 Impressum Datenschutz
mehr von Karin Brandl - www.alchima.de
Bilder Texte Hörstücke © Karin Brandl, Alchima®

References: § 308
 § 319
 § 313
 § 153
 § 313
 § 153
 § 313