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Timestamp: 2020-05-25 03:02:07+00:00

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1892 / 280 p. 6 (Deutscher Reichsanzeiger)
1892 / 280 p. 6 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff
Die Wh der im Berichtéjahre BE ur Postbeförderun Benußten Cisenbahnzüge betrug 7234, die anat Daftcuciläe au Eisenbahnen 34639 km; die Zahl der Postcurse auf S 9825 mit einer Gesammt-Curslänge von 92 225 km, auf Wasserstraßen wur- den zur Postbeförderung 67 Privat-Dampf- und Se Ce TeLRin dungen benutt, die Länge der Poststrecken auf Wasserstraßen elief sich auf 2035 km. Zurückgelegt wurden von den Ee eger ammt219415 409km davon 144 197 885 km auf Eisenbahnen, 74 309 657 km auf Land- straßen und 907 867 km auf Wasserstraßen. Unter der Gesammtzahl der dur die Post beförderten Sendungen befanden sih 2 679 092 176 Briefsendungen, nämlich 1 040 858 610 Briefe, 354 761 660 Postkarten, 393 226 180 Drucksachen, 26 117 450 Waarenproben, 78 117 943 Post- anweisungen, 6 096 993 Postauftragsbriefe, 3 869 409 Postnachnahme- briefe, 735 328 354 Zeitungsnummern und 40 385 577 außergewöhnliche Zeitungsbeilagen. Die Zahl der Päkerei- und Geldsendungen belief fh auf 119 483 222, nämlich 108 464 217 Padete ohne Werth- angabe, 2 651 527 Packete mit Werthangabe und 8367 478 Briefe mit Werthangabe. Vermittelt wurden durch Pakete mit Werth- angabe 4810064300 Æ, durch Briefe mit Werthangabe 10 427 339 000 6, durch Postanweisungen 4 768 985 473 #4, durch See 567 581 600 A und durch Postnahnahme 107 035 400 Æ ersonen wurden 1 908 504 durch die Post befördert.
Die Gesammtlänge der Telegraphenlinien betrug 95 338,75 km, und zwar 86 447,46 km oberirdische Linien, 5959,52 km unterirdishe Linien und 2931,77 km unterseeishe Kabeln. Die Ge- fammtlänge der Drahtleitungen belief sich auf 288 202,08 km bei den oberirdischen Linien, 40 319,58 km bei den unterirdischen Linien und 6053,50 km bei den unterseeischen Kabeln, im ganzen auf 334575,16 km. An Apparaten waren 21747 im Be- triebe, davon 11195 System Morse, 407 System Hughes, 9940 Fernsprechsystem und 205 andere Systeme. Die Zahl der Batterie-Elemente betrug 245 244, die der Isolatoren 4 309 411 und die der aufgestellten Telegraphenstangen 1352806. Unter der Gesammtzahl der beförderten Telegramme befanden sih gebühren- pflichtige: 18 504 069 gewöhnliche, 78 557 Staats-, 821 761 dringende und 2787 verglichene Telegramme, ferner 838 059 Telegramme mit bezahlter Antwort, 5430 mit dringender Antwort, 6006 mit Empfangs- anzeige, 21 203 nachzufendende Telegramme, 92 082 mit mehreren Adressen, 245 302 mittels Post u. #. w. weiterbeförderte und 11897 offen zu bestellende Telegramme, 202 036 telegraphishe Postanweisungen und 7860 Diensttelegramme. Im Durchschnitt hatte jedes aufgegebene gebührenpflichtige Telegramm im inneren Reichs-Telegraphenverkehr 13,60 Wörter. Gebührenfrei wurden befördert: 562813 Neichsdienst- Telegramme, 457 217 Telegraphendienst-Telegramme und 493 Eisen- bahndienst-Telegramme.
Die Länge des Rohrnetes der Nohrpost in Berlin und Char- lottenburg betrug Ende 1891 68,08 km, die PU der Nohrpost- ämter 42. Die Gesammtzahl der durch die Rohrpost beförderten Gegenstände belief sich auf 4 807 759, und zwar 3 640 338 Telegramme und 1 167 421 Briefe und Karten.
Mit Stadt-Fernsprecheinrichtungen waren Ende 1891 295 Orte versehen, die Zahl der Verbindungsanlagen zwischen den Fernsprecheinrihtungen verschiedener Orte betrug 311. Die Linien der Stadt-Fernsprech- und Bezirksneße hatten eine Länge von 9678,66 km, die der 311 Verbindungsanlagen eine solhe von 9066,7 km, die Länge der Leitungen betrug bezw. 102 981,5 km und 22 8494 km. Die Zahl der Fernsprech-Vermittelungsanstalten belief sich auf 318, die der Sprechstellen auf 61 914, die der Theilnehmer an der Benußung der allgemeinen Stadt-Fern|sprecheinrihtungen auf a 571. Apparate waren 71 585, |Batterie-Elemente 726 370 vor- anden.
Freie Hilfskasse r ge und / Gewerbegehilfinnen.
Ueber die neubegründete eingeschriebene frei Hilfskasse für
pandunge: und Gewerbegehilfinnen in Berlin, die am 19. Dezember
ihre Thaâatigkeit beginnt, macht der Hilfsverein für weiblihe Ange-
andten Rundschreiben nähere Mittheilungen. Diejenigen Firmen, denen das Rundschreiben nit zugegangen sein sollte, erhalten es auf Wunsch vom Vereinsbureau, Roßitr. 28 I. portofrei. Die Kasse gewährt danach gegen den monatlichen Od von 8s S freie ärztlihe Be- R: und Arzeneien, ein Krankengeld von 1 Æ täglih oder Krankenhaus-Verpflegung und ein Sterbegeld von 60 A Die Ge- shäftsinhaber, deren Angestellte Mitglieder der freien Hilfskasse werden, sind von dem geseßlihen Zwang zur Zahlung des Zuschusses, der durhschnittlih circa 4 bis 12 # jährli beträgt befreit. Außerdem genießen sie nicht nur Behandlung durch 25 befonders angestellte Vertrauensärzte (darunter drei Aerztinnen), sondern werden auch durch die gleichzeitige Mitgliedschaft beim Hilfsverein aller Vergünstigungen theilhaftig, welche dieser Verein bietet. Sie haben Anreht auf kostenlosen Stellen- nachweis, A in Nothfällen, freien Besuh der Vorträge, Ermäßigung des Honorars beim Besuch der kaufmännischen Fort- bildungsshule, Preisermäßigungen von Zahnärzten, S O sowie beim Besuch von Concerten und Sehenswürdig- eiten u. \. w.
ines in einem an sämmtliche hiesige eingetragenen Firmen ver-
: i Zur Arbeiterbewegung.
Die sfocialdemokratishe Localcommission in Magdeburg macht bekannt, daß über die Act ienbra uerei Neustadt-Magde- burg wegen Saalverweigerung der Boycott verhängt sei.
Ein vom „Vorwärts“ mitgetheilter Aufruf an die Schlächter- teen Deut tands enthält die Aufforderung, zu einem in
erlin im Januar 1893 abzuhaltenden Congreß die Vor-
bereitungen zu treffen.
In Solingen fand am 20. November eine öffentliche Scheerenarbeiter-Versammlung statt, die den Beschluß e a zur Gründung eines allgemeinen Scheerenarbeiter-Vereins geschritten werden solle; zu diesem Zweck wird eine neue Versammlung auf den 4. Dezember berufen.
Wie dem „Vorwärts“ aus Stuttgart berichtet wird, ist der von den dortigen socialdemokratishen Arbeitern über die Dinkelacker’\he Brauerei verhängte VBoycott auf- gehoben worden, nachdem diese Firma, sowie sechzehn an- dere, den Brauerei - Arbeitern folgende Zugestandune bewilligten : zehn Stunden Arbeitszeit, drei Stunden onntagsarbeit (ohne Vergütung), für alle sonstige Ueberarbeit an Wochentagen 25, an Sonntagen 50 %/o Lohnzuschlag; Zusicherung anständiger Behand- lung; die Entnahme der Kost steht im Belieben der Arbeiter; die vorgenommenen Kündigungen und Entlassungen sind zurückgenommen 2c.
Hier in Berlin erklärte eine Versammlung von Schuh - machern am Mittwoch, daß die Arbeitsniederlegung der Arbeiter und Arbeiterinnen in der edanisGen Sub fabrik Mauff eine gerechte sei; ferner erklärte fih die Versammlung mit den Ausstän- digen solidarisch und verpflichtete sh, diese zu unterstützen. Die Versammlung beschloß, die Sperre über die Fabrik zu verhärgen. Mit der Führung des Ausstandes wurde die bisherige Agitationscommission beauftragt. Der Delegirte zur Strike-Control- commission wurde beauftragt, dieser Commission anheim zu stellen, ob nit der Boycott über alle Geschäfte zu verhängen sei, die ihre Waare von Mauff beziehen. (Vgl. Nr. 277 d. Bl. u. flg.)
__ Unterhaltung.
— In dem kürzli ausgegebenen 22. Heft der „Jllustrirten id (Berlin, Verlag von Grant Lipperhetide) seßt elene Böhlau ihre E aa eide eshichten aus Weimar“ mit einer Novelle ,Das ehrbußlihe Weiblein“ fort, der das kleinbürger- liche Treiben der Musenstadt zur Zeit Goethe's als Hintergrund dient ; das Geschichten is von frishem Humor durhweht. Etwas derber im Ton gehalten ist eine Erzählung von Hellmuth Mielke, in der ge- [childert wird, wie ein bäuerliches Paar sich in der „Andreas-Nacht“
durch Vermittelung von allerlei Spuk und Aberglauben zusammen- findet. Auch Tagesereignisse und Tagesfragen werden berüsichtigt. So wirft Professor Erich Schmidt in einem Vortrage, den er bei Eröffnung des Victoria-Lyceumsfgehalten, interessante Streiflichter auf die Frauenbildung früherer Sabrüitderte. während Georg Malkowsky eine auf perfönliche Erinnerungen gestützte; Charakteristik des verstorbenen englishen Dichters Alfred Tennyson giebt. Die bildlihe Aus- Deung der „Jllustrirten Frauen-Zeitung“ ifff als mustergültig ekannt.
Die Deutsche Landwirthschafts-Gesellshaft macht in ihren Organen bekannt, daß dec Anmeldetermin für die nächstjährige Wander - - Aussteklung in München, welhe in den Tagen vom 8. bis 12. Juni stattfindet, eröffnet ist, und ladet ein, fih an den Preis- bewerbungen zu betbeili en. Es sind 100-000 (4 an Geldpreisen und eine Anzahl Ehrengeschenke, 300 Preismünzen und Preisurkunden ausgeseßt. Außerdem hat Seine Königliche Hoheit der Prinz-Regent von Bayern neuerdings einen sehr werthvollen Ehrenpreis gestiftet, und ebenso hat das Königlich bayerische Ministerium kürzlich noch 10 000 Æ zu Preisen zur Verfügung gestellt. Es handelt sich bei dieser Ausstellung in erster Linie um eine große Thiershau, für welche 66 705 4 an Preisen in Aussicht genommen sind, ferner um eine Ausftellung von Gersten, Gegenstände der Moorcultur, Gegen- stände der Düngerwirthschaft; namentlich is ein großes Aus- schreiben in Sachen der ans und Verwerthung von Abfall- stoffen der Städte, erlassen, ferner um Handelédünge- und Handels- futtermittel, sowie Gegenstände der Beschirrung von Pferden und Nindern, p ft „um Gegenstände des Huf- und Klauenbeschlages. Für diefe Gegenstände oe 21735 s Geld und 200 Preis- münzen ausgeseßt. Endlich handelt es sich noch um Bewerbungen auf dem Gebiet des Maschinenwesens. Von den zahlreihen Gruppen von Maschinen wird nur eine Gruppe, die der Heubearbeitungs- maschinen, in einer vergleihenden Arbeitsprüfung vorgeführt, dagegen werden alle neueren Maschinen zusammengestellt und einer Vorprüfung unterworfen. Sonderausstellungen werden veranstaltet von Acker- und Wieseneggen, von Gegenständen des kleineren Brauereibetriebes und der Klein-Feld- und Drahtseilbahnen. Aus dem Gebiet des land- wirthschaftlihen Bauwesens is ein Preisausschreiben, betreffend Arbeiterwohnungen, erar Programme und Anmeldepapiere ver- theilt die Hauptgeschäftéstelle der Deutschen Landwirthschafts-Gesell- schaft in Berlin SW., Zimmerstr. 8.
Aus dem Regierungsbezirk Hannover wird von Mitte No- vember berichtet: Die Ernte war überall als eine gute Mittelernte zu bezeihnen. Am wenigsten günstig ist der Ertrag des zweiten Grasf\chnittes gewesen. Dieser hat unter der anhaltenden Dürre des Monats August erheblih gelitten; besonders in den Marschbezirken ift ein bedeutender Ausfall zu verzeihnen. Von den Getreidesorten ist der Hafer im allgemeinen in seinem Ertrage fast überall hinter dem einer Mittelernte zurückgeblieben. Dagegen ist die Weizenernte als eine gute und die Roggenernte zum theil als eine recht reiche zu bezeihnen. Die Zuckerrübenernte ist quantitav wie qualitativ eine ret es A zu nennen. Die Kartoffeln haben überall einen außerordentlich hohen Ertrag von guter Qualität geliefert. Auch die Hülsenfrüchte haben einen befriedigenden Ertrag ergeben. Ueber die Obsternte sind Klagen nicht laut geworden.
Ferner wird zu derselben Zeit aus dem Regierungsbezirk Os na- brüdck berihtet: Die diesjährige Ernte, die auch von der Witterung besonders begünstigt war, kann erfreuliherweise als eine recht gute bezeichnet werden, da die Erträge insbesondere an Roggen und Kar- toffeln die hon bisher gehegten Erwartungen niht nur be- stätigt, fondern zum theil noch übertroffen haben. Der Roggen, die Hauptfruht hiesiger Gegend, hat in Quantität und Qualität einen besonders reihen Ertrag geliefert, welcher überall den einer Mittelernte, in einzelnen Kreisen bis zu 30 und 40 %o, übersteigt. Der Gewinn an Stroh befriedigt allgemein. Die An- nahme einer guten Mittelernte an Weizen, der allerdings nur ver- einzelt gebaut wird, hat si gleichfalls erfüllt. Auch die Kartoffeln, die E E unter dem starken Frost im Juni gelitten hatten, haben sich über Erwarten gut erholt und sind sowohl an Menge wie an Güte so vorzüglich gerathen, wie solches seit langer Zeit nicht der Fall gewesen ist — ein besonders erfreuliches Ereigniß N die ärmere Bevölkerung, welhe wesentlih auf diese Frucht als Nahrungsmittel angewiesen ist. Dagegen haben die Sommerfrüchte, Gerste und Hafer, infolge’ des ungünstigen Einflusses der kalten und trockenen Witterung in der ersten Entwickelungsperiode eine Mittelernte nicht erreicht. Namentlich hat der Hafer einen erheblichen Minderertrag ergeben.
_ Durch eine italienishe Verordnung vom 21. November ist der italienische Eingangszoll für Zucker zweiter Klasse vom 22. November ab von 76 Lire 75 Centesimi auf 80 Lire 75 Centesimi per 100 kg erhöht worden.
An der Nuhr sind am 24. d. M. gestellt 11 540, nit rechtzeitig gestellt 30 Wagen.
In Oberschlesien sind am 23. d. M. gestellt 4880, nicht rechtzeitig gestellt keine Wagen.
i _ Zwangs-Versteigerungen.
Beim Königlichen Amtsgericht T Berlin standen am 24. November die Grundstücke in der Pappel- Allee 43 u. 40, den Kaufleuten Samuel Koeppler, Felix Collin und dem Maurermeister Wilhel m Raps\ch gehörig, zur Versteigerung; Fläche 12,77 a bezw. 19,1 a; Mindestgebot 38 200 4; für das Gesammt- ebot von 75700 # wurde der Miteigenthümer Maurermeister
ilhelm R ch zu Charlottenburg, Grilebee. — In der Zwangs- versteigerungs\sache Buchholz, Rathenowerstraße 61 und Straße 17 wurde die Baugesellshaft „Am Kleinen Thier- garten" nunmehr Ersteherin durch ein Zwischengebot von 144 000 M
— Einer Meldung der „Köln. Ztg.“ zufolge betrug bei der Verdingung der linksrheinishen Cisenbahn das Mindestangebot ias nte eisen aus Flußeisen 104,20 4, aus Schweißeisen 106,00 M a i
epa, 24. November. (W. T. B.) Kammzug-Termin- handel. a Plata. Grundmuster B. per November — M, per Dezember 3,82} 4, per Januar 3,85 , per S 3,874 M,
er März 3,90 , per April 3,923 4, per Mai 3,95 4, per uni 3,95 4, per Juli 3,95 4, per August 3,977 M4, per Sep- tember 3,977 #4, per Oktober 3,973 A Umsatz 135 000 kg.
Wien, 24. November. (W. T. B.) Ausweis der O esterreich if ch- ungarischen Staatsbahn (österreihishes Neß) vom 11. bis 20. November 710 567 Fl., Mindereinnahme gegen den entsprehenden Zeitraum des vorigen Jahres 64 795 F[.
London, 24. November. (W. T. B.) An der Küste 2 Weizen- ladungen angeboten. schoben Wollauction is -des Nebels halber bis Montag ver-
, — 29. November. (W. T. B.) Nach einem Telegramm der „Times“ aus Philadelphia werden am nächsten Sonnabend 600 000 Dollars Gold zur Versendung nah Paris gelangen.
Ein anderes Telegramm des Blattes aus Philadelphia besagt, nach Meldungen aus New-Orleans tellt sih fortgeseßt ein fiatt: Minderertrag in der Baumwoll-Ernte heraus. Der Getreide-
oe: der Vereinigten Staaten sei ein sehr beträchtlicher, die Preise niedrig.
_ Bradford, 24. November. (W. T. B.) Wolle {} höher mäßiger Umsaß, in Mohairwolle gutes Geschäft; Garne belebt und theurer; Alpacca theurer; Stoffe ziemlih rubig.
St. Petersburg, 24. November. (W. T. B.) Der Ver- weser des Finanz-Ministeriums Witte is ermähtigt worden Zucker im Auslande zu kaufen behufs Verkaufs in Rußland, falls der russische Preis für weißen Krystall-Sandzucker 5 Rubel lei Eo pro Pud loco Stationen Südwest-Eisenbahnen über-
Mailand, 24. November. (W. T. B.) Die Einnahmen des JItalienishen Mittelmeer-Eisenbahnnetzes während der zweiten Dekade des November 1892 betrugen nah provisorischer Er- mittelung im Perfonenverkehr 1 297 401 Lire, im Güterverkehr 1971 595 Lire, zusammen 3 268 996 Lire, im Vorjahre 3 287 814 Lire, mithin weniger 18 818 Lire.
Zur bequemen Einlieferung von L ist in Berlin abgesehen von den zahlreihen Stadtpostanstalten, auch dur die, Sn und Packetwagen der Post Gelegenheit geboten.
Sämmtliche im Dienst befindlichen P acketbesteller sind zur Entgegennahme gewöhnlicher Packete behufs Weiterbesorgung zur Post verpflichtet. Sie nehmen die Pakete entweder innerhalb der Häuser selbst, welche sie zum Zweck der Bestellung oder Abholung betreten, oder an denjenigen Stellen entgegen, wo ihr Fuhrwerk jeweilig hält.
Auf \riftliche Bestellung — mittels Bestellshreibens oder Bestellkarte an das Kaiferlihe Packetpostamt in Berlin N. (Oranien- E 70) — findet die Abholung von Packeten dur die g etbesteller auch aus den in den Verlangschreiben bezeichneten
Die Bestellshreiben und Bestellkarten werden unentgeltlich be- fördert; für die von den Paetbestellern auf ihren Bestellfahrten ein- gesammelten gewöhnlichen Packete kommt außer dem Porto allgemein eine Gebühr von 10 4 zur Erhebung.
Es empfichlt sich, Mete welche für Orte in den Vereinigten Staaten von Amerika bestimmt sind und zu Weihnachten den Adressaten erreichen sollen, \chon jeßt zur Post zu liefern. Denn im Falle späterer Absendung würde, bei den in New-York mit der Verzollung verknüpften Ums
Stauungen, auf eine rechtzeitige Behändigung der Stücke nicht mehr gerehnet werden können.
Fortan sind, wie im Weltpostvereinsverkehr, so auch im Verkehr mit der Kap-Kolonie die Absender von Einschreibsenvungen berechtigt, eine Bescheinigung über die Zustellung der Sendung an den Empfänger — Rückschein — zu verlangen.
Bremen, 25. November. (W. T. B.) Norddeutscher Lloyd. Der Schnelldampfer „Spree“ hat am 23. November Nachmittags die Reise von Southampton nah New-York fortgeseßt. Der Neichs-Postdampfer „Danzig“ ist am 24. November Morgens mit der für Ost-Asien bestimmten Post von Brindisi nah Port Said abgegangen. Der Schnelldampfer „Kaiser Wilhelm I1I.“, am 12. November von New-York abgegangen, is am 23. November Abends in Genua angekommen. Der Schnelldampfer „Trave“, von New-York kommend, hat am 24. November Vormittags Dover passirt. Der Postdampfer „A merika“, nah New-York bestimmt, hat am 24. November Nachmittags Lizard passirt. Der Reichs- Postdampfer „Hohenzollern“ von Australien kommend, ist am: 24. November Nachmittags in Vlissingen angekommen.
London, 24. November. (W. T. B.) Der Union-Dampfer „Tartar“ ist am Mittwoch auf der Heimreise von Capetown abgegangen. Der Castle-Dampfer „RNoslin-Castle“ hat auf der Ausreise gestern Madeira tvatkgs Der Union-Dampfer „Scot“ ist auf der Heimreise gestern in Plymouth angekommen.
Der Verein für kirchliche Armenpflege in der S t. Lukas-Gemeinde läßt es sih angelegen sein, arme Frauen, na- mentlih au durch Verabreihung von Näharbeiten verschiedener Art, zu unterstüßen und ihnen l zu e Um hiermit fortfahren zu können, ist es dringend wünschenswerth, daß durch den Erlös aus den vorräthigen Sachen neue Mittel gewonnen werden. Zu diesem Zweck wird, wie die „Boss. Ztg. berichtet, am 28., 29. und 30. November 1892, von 10 Uhr Vormittags bis 4 Uhr Nachmittags, im Zimmer der Gemeinde-Diakonissin, Bernburgerstraße 22, parterre, ein Ver- kauf stattfinden.
Der Urania wurde heute Nachmittag die Ehre eines Besuches. Ihrer Majestät der Kaiserin Friedrich und Ihrer Königlichen Hoheiten des Prinzen Pei der Prinzessinnen Victoria und Margarethe, fowie der, Prinzen Adolf zu Schaumburg-Lippe und Friedrih Karl von Hessen zu theil. Zum Empfange waren in Abwesenheit des auf der Amerikafahrt nah Chicago befindlichen Directors Dr. Wilhelm Meyer die Herren Geheimer Regierungs- Rath, Professor Dr. Foerster, Dr. von Orth und W. Zwier er- schienen. Die hohen Herrschaften besichtigten unter Führung der Herren Spies und Dr. Schwahn den Physikfsaal mit der nautischen * Ausstellung und sahen im Theater einige Bilder aus der „Amerika- fahrt“ und eine Reihe von Projectionsbildern von Erd- und Mondlandschaften.
Posen, 24. November. Dem Offizier-Corps des 2, Nieder\chlesischen Infanterie-Regiments Nr. 47 ist, wie die „N. Pr. Z.“ mittheilt, von Seiner Königlichen Hoheit dem 0 von Hohenzollern das Porträt des verstorbenen ‘ürsten Konstantin zu Hohenzollern-Hechingen, des leßten Sprofsen dieser Linie, geschenkt worden. Der verstorbene Fürst wurde durch Cabinets-Ordre vom 22. März 1865 zum Chef des 47. Regiments ernannt und hat diese Stellung bis zum Tage seines Todes, dem 3. September 1869, innegehabt.
Gogolin, 23. November. Dem „Pos. Tgbl.*“ wird berichtet: Vom schönsten Wetter begünstigt, fand hier gestern unter sehr großer Vetheiligung die Einweihungsfoler der neuerbauten evangelischen Kirche statt. Zu Ehren des Tages hatten viele Gebäude Flaggen- und Guirlandenschmuck angelegt. Die Feier begann mit einem Schlußgottesdienst im alten Betlocal, bei welchem Herr Pastor Kühn aus Klein-Lublin, ein früherer Seelsorger der Gemeinde, die Festpredigt hielt, worauf in feierlihem Zuge und unter Gesang die Theilnehmer sih nah der neuen Kirche begaben. Beim Eintritt wurde der Zug mit dem Gesange des 100. Psalms begrüßt. Q sprach der General-Superintendent P. Hesekiel aus Posen die Weihe- rede und das Weihegebet. Superintendent Saran hielt dann die erste Liturgie, worauf Pastor Dux die eigentlihe Festpredigt hielt. Die Gemeinde Gogolin zählt jeßt etwa 850 Seelen, sie wurde im Oktober 1872 aus abgezweigten Ortschaften der Parochien Krone a. B. und Mrotshen gebildet und feierte thre Gottesdienste bisher in einem im Jahre 1776 von evan- Lea Ansiedlern erbauten Betlocal. Seine Majestät der
aiser hat zu dem Bau ein Gnadengeschenk in Höhe von 19 500 #4 bewilligt. 8000 Æ sind durch Sammlungen zusammengekommen und der Nest der 33 000 4 betragenden Baukosten i von der Gemeinde durch ein Baudarlehen aufgenommen worden. Im Frühjahr 1892 ist der Bau in Angriff genommen worden, und am 22. Mai konnte bereits der Grundstein gelegt werden.
St. Petersburg, 25. November. Wie aus Astrachan dem „W. T. B.“ gemeldet wird, begnadigte der Kaiser f wegen Theilnahme an den Excessen anläßlich des Ausbruchs der C olera im Kreise Zarew kriegêgerichtlih verurtheilte Personen zu lebens- länglicher Zwangsarbeit. |
ändlichkeiten und
3. Unfall- und Invaliditäts- 2c. Versicherung. 4, Bete Verpachtungen, Verdingungen 2. 5. Verloofung 2c. von Werthpapieren.
Berlin, Freitag, den 25. November ; Kemmandik-Geler naten auf Aktien u. Aktien-Gesellsh. - irt
\chafts- O,
Deffentlicher Anzeiger. | | le tüwmnäin
l) Untersuchungs-Sachen. {49691] Steckbrief. / November
August Dobrikatus, geboren den 7.
1866 zu Sareyken, Kreis Lyck, zuleßt in Bernstein | boren am 12. Januar 1864 zu Girlachsdorf, Kreis wohnhaft, welcher flüchtig ist, ist die Untersuchungs- | Bolfenhain, eoAR Cet, y e
haft wegen Vergehens gegen §§ 242, 263, 74 Straf- geseßbuhs verhängt. verhaften und in das Gerichtsgefängniß zu Berlinchen
abzuliefern. am 4. Mai 1870 zu mosaisch,
Berlincheu, den 22. November 1892.
___ Königliches Amtsgericht. Beschreibung. Alter 26 Jahre. 2 Zoll. Statur unterseßt. Haare blond.
[49651] Stecckbriefs-Erncuerung.
Der am 19. November 1891 gegen den Handels8- mann August Friedrih Leopold Frank alias Johl unter 49722 in Nr. 281 des Jahrgangs 1891 d. Bl. erlassene Steckbrief wird hiermit erneuert.
Kirchhaiu i. L., 20. November 1892.
{49647] . Steckbriefs-Erneuerung. |
Der hinter dem Bäkergesellen Carl Storek aus Jeroltschüß, Kreis Kreuzburg O.-S., und dem Ar- beiter Josef Christosset aus Dammratsh, Kreis Oppeln, im öffentlichen Anzeiger vom 7. Februar 1887 erlassene und unter dem 5. Januar 1891 und 23. Juli 1891 erneuerte Steckbrief wird hiermit er- neuert. (J. 288/86.)
Kreuzburg O.-:S., den 17. November 1892.
Der gegen den Agenten Leopold Korb, geboren am 15. April 1868 zu Liebau in Nußland, wegen Unterschlagung in den Acten J. II. D. 782/90 am 16. Juli 1890 erlassene Steckbrief wird hierdurh zurückgenommen.
Berlin, den 21. November 1892. Staatsanwaltschaft beim Königlichen Landgericht T.
[49648] Steckbriefs-Erledigung.
Der hinter dem Arbeiter Paul Richard Hermann Jury, geboren am 8. März 1864 zu Berlin, evan- gelisch, in Acten 124 D. 167. 91. erlassene Steck- brief is durch Ergreifung des Jury erledigt.
In der Strafsache gegen Kneschke und Genossen — J. I. d 351/85 rep. —-«ift die unterm 25. November 1835 unter anderem gegen den Arbeiter Franz Hein- rih Richard Lehmann, geboren am 13. Dezember 1859 zu Berlin, erlassene ofene Strafvollstreckungs- Requisition hinsichtlih des Genannten erledigt.
4149423] Bekanntmachung. ;
In der Untersuchungësache wider den Hausdiener Robert Grießbach, geboren am 3. August 1871 zu &onradsdorf (Sachsen) is der Aufenthalt des Be- \huldigten unbekannt und werden sämmtliche Be- hörden um dessen Ermittelung und Mittheilung zu den diesseitigen Acten D. 65/92 ersucht.
{46409] Oeffentliche Ladung. In der Untersuchungssahe gegen Moschko und Genossen — J. III c. 742.92 — werden die nach- stehend E e Personen : 1) der Fleischergeselle Rudolf Julius Valentin Moschko, geboren den 14. April 1868 zu Berlin, 2) der Goldarbeiter Martin Markuse, geboren am 5. Mai 1868 zu Breslau, mosaisch, 3) der Friedri Wilhelm Hermann Schulz, ge- boren u A É pertcid M Friesad, 4) der August Friedri ilhelm Brose, geboren am 17. Mai 1869 zu Stölln, [4
5) der BVäker Karl August Nellner, geboren am 16. Juni 1867 zu N.-Peilau, Kreis Raiwenba,
6) der Julius Ludwig Traugott Kehnu, geboren am 21. September 1869 zu Kienwerder, Kreis Filehne,
8) der Bauschlosser Gustav Adolf Petzoll, ge- boren am 18. Februar 1869 zu Nadlow, Kreis Adelnau, evangelisch,
9) der Heizer Paul Hermann Oskar Bielka, ge- boren am 19. November 1867 zu Lissa, reformirt,
10) der Maler Paul Marimilian Heinrich Ce geboren am 95. März 1870 zu Lissa, atholifch,
A der Edwin Bruno Mauritz, geboren am 13. Februar 1871 zu Schackenhof,
13) der Feilenhauer Gustav Reinhold Heinz, ge- boren am 20. Juli 1869 zu Ostrowy, Kreis Rutny, evangelisch,
14) der Martin Jaretzky, geboren am 23. August 1869 zu Posen, mosais, ;
15) der Josef Zweig, geboren am 19. Oktober 1868 zu Oppeln, mosaisch,
16) der Nohrleger Hermann Adolf Krause, ge- boren am 14. Januar 1868 zu Gleißen, Kreis Ost- Sternberg, evangelisch,
Gs wird erfuht, denselben zu | geboren am 7. Oktober 1865 zu Schlawe,
Größe 5 Fuß | boren am 14. November 1870 zu Rogasen, Kreis Obornik, mosaisch,
Aufenthalt Berlin gewesen ist, beschuldigt, als
4. April 1869 zu Sonnenburg, Kreis Ost-Sternberg, | des Verfahrens, der Arrest in die demselben gegen die Tondernsche Sparkasse zustehende Forderung über 18) der Commis Philipp Littauer, a 22,51 M, welhe der Abwesenheitévormund dort be- Gegen den unten beshriebenen Schuhmachergesellen E E E Ps M R,
19) der Arbeiter Paul Gottfried Ermlich, ge-
20) der Kaufmann Oskar Louis Ferdinand Boehm, 21) der Handelsmann Philipp Basch, geboren Rogasen, Kreis Obornik,
22) der Kaufmannsfohn Moses Wollheim, ge-
fämmtlich unbekannten Aufenthalts, deren leßter
Wehrpflichtige in der Absicht, sich dem Eintritte in den Dienst des stehenden Heeres oder der Flotte zu entziehen, ohne Erlaubniß das Bundesgebiet ver- lassen oder nah erreihtem militärpflihtigen Alter sih außerhalb des Bundesgebiets aufgehalten zu haben, Vergehen gegen § 140 Abs. 1 Nr. 1 des Reichs-Strafgeseßbuches. Dieselben werden auf den 25. Februar 1893, Vormittags 9 Uhr, vor die vierte Strafkammer des Königlichen Landgerichts 1. hierselbst — Alt- Moabit 11, 1 Treppe, Saal 68 — zur Haïlpt- verhandlung geladen. Bei unentshuldigtem Aus- bleiben der Angeklagten wird zur Hauptverhandlung geschritten werden und werden dieselben auf Grund der nah § 472 der Strafprozeßordnung von den betreffenden zuständigen Königlichen Kreis-Ersaß- Commissionen über die der Anklage zu Grunde lie- genden Thatsachen und ausgestellten Erklärungen ver- urtheilt werden. Berlin, den 2. November 1892. Königliche Staatsanwaltschaft bei dem Königlichen Landgericht I.
[46202] Ladung. Der Drahtbinder Rudolf Abramowsky, geboren zu Oderberg in Oesterreich, katholisch, dessen Auf- enthalt unbekannt is und welhem zur Last gelegt wird, am 14. März 1892 außerhalb seines Wohn- ortes, ohne Begründung einer Niederlassung und ohne vorgängige Bestellung, in eigener M zu Fehrbellin Blehwaaren feilgeboten zu haben, ohne daß von ihm ein Gewerbeschein eingelöst worden ift, Uebertretung gegen §§ 1, 6, 9, 18, 26 des Gesetzes vom 3. Juli 1876, wird auf Anordnung des König- lichen Amtsgerichts hierselb auf den 12. Jauuar 1893, Vormittags 9 Uhr, vor das Königliche Schöffengeriht zu Fehrbellin zur Hauptverhand- lung geladen. Auch bei unentshuldigtem Ausbleiben wird zur Hauptverhandlung geschritten werden. Fehrbellin, den 4. November 1892. Obermeyer, ; Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts.
Da der Brauer Karl Lott zu Mühlhausen i. Th., geboren am 4. Januar 1869 zu P (Kreis Dermbach), nachdem gegen ihn durch Beschluß der Straffammer I. des Königlichen Landgerichts zu Erfurt vom 5. Juli 1892 wegen Sachbeschädigung in 3 Fällen das Hauptverfahren vor der Straf- fammer bei dem Königlichen Amtsgerichte zu Mühl- haufen i. Th. eröffnet ist, flüchtig geworden ist und der Aufenthalt des\elben auch auf Grund des gegen ihn unter dem 28. Oktober cr. von der Staats- anwaltshaft beim Königlichen Landgerichte zu Erfurt erlassenen Steckbriefes nicht zu ermitteln gewesen ift, wird hiermit im Hinblick auf die Vorschrift des § 322 Straf-Prozeß-Ordnung die Beschlagnahme des im Deutschen Reiche befindlichßen Vermögens des- selben angeordnet.
Königliches Landgericht, Strafkammer I. (gez.) Schimmelpfeng. Marcus. Kochann. Ausgefertigt : Erfurt, den 19. November 1892. Der Gerichtsschreiber des Königlichen Landgerichts, Strafkammer : S) S Bo Drit Achtar:
In der Strafsache gegen den Seemann Asmus Friedrih Jessen, geboren in Flensburg, wegen Ver- gehens gegen § 1401! St.-G.B. wird, da der An- geschuldigte des Vergehens gegen § 140 Abs. 1 ‘St.-G.-B. beschuldigt i}, auf Grund der §§ 480, 325 St.-P.-O. zur Deckung der denselben möglicher- weise treffenden Geldstrafe und der Kosten des BVer- fahrens der Arrest auf Höhe von 300 4 in sein von dem Testamentsvollstrecker, pensionirten Lootsen Chr. Jürgensen in Tondern verwaltetes Vermögen im Betrage von 3500 4 angeordnet. Durch Hinterlegung von 300 4 (dreihundert Mark) wird die Vollziehung dieses Arrestes gehemmt und der Angeschuldigte zu dem Antrage auf Aufhebung des vollzogenen Arrestes berechtigt.
Fleusburg, den 17. November 1892.
Königliches Landgericht. Strafkammer II. Mannhardt. Gottburgsen. Doering.
In der Strafsache gegen den Seefahrer Hinrich Conrad Johannsen aus Borgsum wegen Vergehens gegen § 1401. St.-G.-B. wird, da der Angeschul- digte des Vergehens gegen § 140 Absaß 1 — Nr. 1 — des Strasgeseßbuchs beschuldigt ist, auf Grund der §8 480, 325, der Strasprozeß- ordnung zur Deckung der den Angeschuldigten
legt hat, angeordnet. Durch Hinterlegung von 300 M (in Buchstaben: dreihundert Mark) wird die Voll- ziehung diefes Arrestes gehemmt und der Angeschul- digte zu dem Antrage auf Aufhebung des vollzogenen Arrestes berechtigt. Flensburg, den 17. November 1892. Königliches Landgericht. Strafkammer II. Mannhardt. Gottburgsen. Doering.
[42512] Nachstehende Wehrpflichtige :
in S wohnhaft, am 30. Oftober 1867 in Imielno, Kreis Witfkowo, geboren, : 2) Lorenz Dolny, zuleßt in Pienshkowo, Kreis Schroda, am 14. Juli 1867 in Sobesiernie, Kreis Witkowo, geboren,
3) Kaufmann Arthur Adolph Ferdinand Meyer, zuleßt in Lodz in Rußland, am 27. Februar 1864 in Grochowo, Kreis Lodz, geboren, : 4) Fleisher Carl Wilbelm Mogge, zuleßt in Tscherwonnoje, Kreis Shitomir, Gouvernement Wolhynien in Nußland, am 30. Juni 1868 in Que Gouvernement Shitomir in Nußland, ge- oren,
5) Knecht Iosef Tabat, zuleßt in Gorzewo Gut, ne Obornik, am 19. Dezember 1869 daselbst ge- oren, : 6) Wirths\sohn Gustav Adolf Klettke , zuleßt in Gosciejewo, Kreis Obornik, am 5. Dezember 1369 daselbst geren, / :
7) Kolonistensohn Heinrich Krenz , zuleßt zu Berlin, am 20. Februar 1869 in Heimthal, Kreis Ses Gouvernement Wolhynien in Rußland, geboren, : 8) Einwohnersohn Johann Gacek, zuleßt in Ludom-Dombrowka, Kreis Obornik, am 17. Dezember 1869 daselbst geboren, :
9) Einwohnersohn Johaun Knofczynski, zuleßt in Lippe Colonie, Kreis Obornik, am 16. Mai 1869 in Ludom-Dombrowka, Kreis Obornik, geboren, 10) Einwohnersohn Josef Bednarek , zuleßt in M1?ynkowo, Kreis Obornik, am 20. Januar 1869 dafelbst geboren, : 11) Magdsohn Johann Wolech, zuleßt in A Kreis Obornik, am 25. Mai 1869 daselbst geboren, L 12) Magdfohn Peter Wolech, zuleßt in Ninino, Kreis Obornik, am 26. Mai 1869 daselbst geboren,
13) Einwohnersohn Carl Czaplinski, zuleßt in Orlowo, Kreis Obornik, am 29. Oktober 1869 da- selbst geboren i y : /
14) Einwohnersohn Josef Bobrowski, zuleßt in Studziniec, Kreis Obornik, am 2. Februar 1869 in Pacholewo, Kreis Obornik, geboren,
15) Einwohnerfohn Adalbert (Œojciech) Smo- laref, wes in Przependowo, Kreis Obornik, am 31. März 1869 daselbst geboren,
16) Einwohnersohn Franz Xaver Spychala, zu- leßt in Uscikowo, Kreis Obornik, am 15. November 1869 daselbst geboren,
17) Einwohnersohn Clemens Olejuiczak, zuleßt in Wargowo I., Kreis Obornik, am 25. Oftober 1869 daselbst geboren, .
18) Schäfersohn Ernst Traugott Nixdorf, zu- leßt in Pofen, am 31. Oktober 1870 in Bogdanowo, Kreis Obornik, geboren, A
19) Tagelöhnersohn Josef Malaskiewicz, zuleßt in Boruchowo, Kreis Obornik, am 2. Februar 1870 daselbst geboren,
20) Klaftermeistersohn Gustav Johann Asch- brenner, zuleßt in Studziniec, Kreis Obornik, am p Juni 1870 in Boruschin, Kreis Obornik, ge-
21) Magdfohn Anton Derlicki, zuleßt in Briesen, reis Obornik, am 26. November 1870 daselbst ge-
22) Dienstmagdsohn Franz Cylkowsfki, zuleßt in Miedzylesie, Kreis Obornik, am 21. November 1870 in Ciesla, Kreis Obornik, geboren, :
23) Arbeitersohn Ludwig Kordecki, zuleßt in Kirchen-Dombrowka, Kreis Obornik, am 28. Juli 1870 daselbst geboren, )
24) Schäfersohn Adalbert Grzeskowiak, zuleßt in Gorzewo, Kreis Obornik, am 10. März 1870 da- felbst geboren, t : :
25) Tuhmachersohn Julius Siewert, zuleßt in Konstantinowka in Rußland, am 18. November A in Faustindorf, Kreis Shitomir in Rußland, geboren,
26) Schmiedesohn August Friedrih Pietz, zuleßt in Hallberg, Kreis Obornik, am 10. April 1870 da- selbst geboren, :
27) Magdsohn Johann Napierakta, zuleßt in e ah Kreis Obornik, am 3. Juni 1870 daselbst geboren,
28) Magdfohn Michael Krenz, zuleßt in Lukowo, Kreis Obornik, am 12. August 1870 da]elbst geboren,
29) Magdsohn Johann Wiecheé, zuleßt in Oen ‘reis Obornik, am 14. Juni 1870 daselbst geboren,
31) Tuchmachersohn Rudolph Berndt, zuleßt in Tutschin, Gouvernement Podolien in Nußland, am 2. Mai 1870 dafelbst geboren, i
32) -Einliegersohn Casimir Jger, zuleßt in Ro- gasen, am 5. Februar 1870 daselbst geboren,
33) Einwohnersohn Josef Cybichowski, zuleßt in Chrustowo, Kreis Obornik, am 7. März 1870 in Schimankowo, Kreis Obornik, geboren, y
am-27. Juli 1871 in Bogdanowo} ck* Kreis Obornik, geboren,
36) Magdsohn Anton Bauma, zuleßt in Posen,
am 1. Juni 1871 in Bomblin, Kreis Obornik, geboren,
37) Wirths\ohn Daniel Nudolf Witt, zuleßt in
Zirkowko, Kreis Obornik, am 2. Februar 1871 in Boruchowo, Kreis Obornik, geboren,
38) Einwohnersohn Johann Nudolf Harmel, zu-
leßt in Rogasen, am 20. Januar 1871 in Ciesla, Kreis Obornik, geboren
39) Zimmermannsfohn Eduard Robert Siewert,
zuleßt in Kirchen-Dombrowka, Kreis Obornik, am 1) Stanislaus Constantin Londyszkowski, zuleßt | 7. Juni 1871 daselbst geboren,
40) Dienstmagdsohn Gustav Jkert, zuleßt in
Tarnowo, Kreis Obornik, am 23. Januar 1871 in
Gosciejewo, Kreis Obornik, geboren,
41) Wirthssohn Laurentius Wikaryusz, zuleßt in Lippe-Colonie, Kreis Obornik, am 3. August 1871 in Gosciejewo, Kreis Obornik, geboren,
42) Einliegersohn Staniélaus Nowicki, zuleßt in Grudna, Kreis Obornik, am 1. April 1871 da=- selbst geboren, : : : 43) Eigenthümersohn Josef Ostrowski, zuleßt in Uscikowo Hauland, Kreis Obornik, am 26. November 1871 in Kischewo, Kreis Obornik, geboren,
44) Schäfersohn Carl August Ernst Simon, zu- leßt in Wenglewo, Kreis Schrimm, am 26. Oktober 1871 in Kostuschin, Kreis Obornik, geboren,
45) Arbeitersohn Michael Knop, zuleßt in Pawlo- wice, Kreis Posen West, am 20. August 18371 zu Lang- Goslin, Kreis Obornik, geboren,
46) Tagelöhnersohn Franz NiesSswiadomy, zuletzt in Krenzoly, Kreis Obornik, am 21. November 1871 in Lippe-Colonie, Kreis Obornik, geboren,
47) Tagelöhnerfohn Robert Christoph Vogt, zu- leßt in Garganowo, Kreis Obornik, am 19. De- zember 1871 in Lukowo, Kreis Obornik, geboren, 48) Tagelöhnersohn Michael Janiszewski, zuleßt in Bolehowo, Kreis Posen Ost, am 4. August 1871 in Marschewitz, Kreis Obornik, geboren, »
49) Arbeitersohn Clemens Czechowsfi, zuleßt in Nietschajna, Kreis Obornik, am 8. Oktober 1871 da- felbst geboren,
50) Arbeitersohn Anton Szubinski, zuleßt in Nietiehajna, Kreis Obornik, am 21. Mai 1871 da- felbst geboren, E
51) Torfmeistersohn Hugo Hermann Otto Gramse, zuleßt in Slonawy-Hauland, Kreis Obornik, am 15. Dezember 1871 in Obornik geboren, 52) Arbeitersohn Josef Jentschka, zuleßt in Obornik, am 9. März 1871 daselbst geboren,
53) Briefträgersohn Johann Michael Schedler, zuleßt in- Obornik, am 29. Januar 1871 daselbst geboren,“ é
54) Kaufmannsfohn Louis Zwirn , zuleßt in Obornik, am 23. Juni 1871 daselbst geboren,
55) Knecht Joseph Stachowiak, zuleßt in Maniewo, Kreis Obornik, am 12. Dezember 1871 in Ocieschin T., Kreis Obornik, geboren,
56) Éinliegersohn Johann Drzastwa, zuleßt in Gorzewo, Kreis Obornik, am 6. Juni 1871 in Orlowo, Kreis Obornik, geboren,
57) Kutschersohn Franz Robajdek, zuleßt in Ludom, Kreis Obornik, am 30. November 1871 zu Orlowo, Kreis Obornik, geboren,
58) Tagelöhnersohn Franz Strzyzynski, zuletzt in Pacholewo, Kreis Obornik, am 21. September 1871 daselbst geboren, ;
59) Tagelöhnersohn Michael Strzyzynski, zuleßt in Pacholewo, Kreis Obornik, am 21. September 1871 daselbst geboren, i
60) Magdsohn Carl Arnold Riedel, zuleßt in Pila, Kreis Obornik, am 23. Januar 1871 daselbft geboren,
61) Arbeitersohn Martin Kalamajka, zuleßt in Plawno, Kreis Obornik, am 16. Mai 1871 daselbft geboren,
62) Arbeitersohn Stanislaus Kosmowsfki, zu- leßt in Wojnowo, Kreis Obornik, am 7. April 1871 in Plawno, Kreis Obornik, geboren, ;
63) Schneidergesellensohn David Kron, zuleßt in Ritschenwalde, Kreis Obornik, am 27. Dezember 1871 daselbst geboren, :
64) Arbeitersohn Nikolaus Krzysko, zuleßt in Nitschenwalde, Kreis Obornik, am 18. November 1871 daselbst geboren,
65) Besißersohn Alfred Georg Bruno Spielmann, zuletzt in Pudewiß, Kreis Schroda, am 30. Dezember 1871 in NRitschenwalde, Kreis Obornik, geboren,
66) Handelsmannssohn Markus Aufrecht, zuleßt f Rogasen, am 30. November 1871 daselbst ge- oren, :
68) Dienstmädchensohn Paul Hermann Tage uen! in Nogajen, am 3. Februar 1871 daselbst geboren, ; :
69) Einliegersohn Michael Nowicki, zuleßt in Rogasen, am 3. Oktober 1871 daselbst geboren,
70) Häuslerfohn Ignay Winiecki, zuleßt in B Kreis Obornik, am 31. Januar 1871 in Roschnowo, Gemeinde, Kreis Obornik, geboren, -
71) Waldwärtersohn Vincent Mufiak, zuleßt in Schimankowo, Kreis Obornik, am 23. Juni 1871 daselbst geboren, i; !
72) Arbeitersohn Thomas Bukowsfki, zuleßt in Heidemühle, Kreis Obornik, am 18. Dezember 1871 in Smolary, Kreis Obornik, geboren, :
73) Stoner sohn Josef Narama, zuleßt in Tworkowo, Kreis Obornik, am 1. Januar 1871 daselbst geboren, y
74) Einwohnersohn Martin Szymanski, zul, in Tworkowo, Kreis Obornik, am 5. Oktober 1871
daselbst geboren, Su Tagelöhnerfohn Adalbert Traszczewski,.
Polaiewe, Kreis Obornik, am 5. Juni 1870 in elna, Kreis Obornik, geboren,
17) der Nobert Reinhold Walter, geboren am
möglicherweise treffenden Geldstrafe uxrd der Kosten
35) Arbeitersohn Iacob Wecka, zuleßt in Posen,

References: § 140
 § 472
 § 322
 § 1401
 § 140
 § 1401
 § 140
 §8