Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerfG&Datum=10.11.1998&Aktenzeichen=1%20BvR%202296/96
Timestamp: 2019-10-19 20:56:16+00:00

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BVerfG, 10.11.1998 - 1 BvR 2296/96, 1 BvR 1081/97 - dejure.org
BVerfG, 10.11.1998 - 1 BvR 2296/96, 1 BvR 1081/97
https://dejure.org/1998,82
BVerfG, 10.11.1998 - 1 BvR 2296/96, 1 BvR 1081/97 (https://dejure.org/1998,82)
BVerfG, Entscheidung vom 10.11.1998 - 1 BvR 2296/96, 1 BvR 1081/97 (https://dejure.org/1998,82)
BVerfG, Entscheidung vom 10. November 1998 - 1 BvR 2296/96, 1 BvR 1081/97 (https://dejure.org/1998,82)
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Verfassungswidrigkeit der Erstattungspflicht des Arbeitgebers von Arbeitslosengeld nach § 148 SGB III
Berufsfreiheit; Wettbewerbsvereinbarung; Arbeitsrechtliche Entschädigung; Kosten der Arbeistlosigkeit
Verfassungswidrigkeit der vollen Erstattungspflicht nach § 128a AFG
Zur Erstattungspflicht des Arbeitgebers gegenüber der Bundesanstalt für Arbeit bei "Konkurrenzklauseln", hier: Erfolgreiche Verfassungsbeschwerde
Zur Erstattungspflicht des Arbeitgebers gegenüber der Bundesanstalt für Arbeit bei "Konkurrenzklauseln"
Arbeitsförderung; Arbeitslosengeld-Erstattung bei Wettbewerbsbeschränkungen verfassungswidrig
SGB III § 148 (früher § 128a AFG); HGB § 74 Abs. 2, § 74c Abs. 1; GG Art. 12
SG Heilbronn, 26.06.1996 - S 5 Ar 879/96
SG Heilbronn, 24.07.1996 - S 5 Ar 927/96
LSG Baden-Württemberg, 04.10.1996 - L 3 Ar 2247/96
LSG Baden-Württemberg, 08.10.1996 - L 3 Ar 1971/96
BVerfG, 01.03.2000 - 1 BvR 2296/96
SG Heilbronn, 30.11.2001 - S 5 AL 2008/01
SG Heilbronn, 26.04.2002 - S 5 AL 16/01
BSG, 23.10.2002 - B 7 AL 312/02 B
BSG, 23.10.2002 - B 7 AL 314/02 B
LSG Baden-Württemberg, 01.02.2006 - L 5 AL 1363/04
LSG Baden-Württemberg, 22.02.2006 - L 5 AL 1364/04
BVerfG, 12.09.2007 - 1 BvR 2067/06
BVerfGE 99, 202
NJW 1999, 935
ZIP 1999, 248
NZA 1999, 191
NJ 1999, 82
VersR 1999, 515
BB 1999, 427
DB 1999, 335
a) Die genannten Rechtsfolgen sind im Interesse der Rechtsklarheit nach § 82 Abs. 1 in Verbindung mit § 78 Satz 2 BVerfGG auch für die späteren Fassungen und die Nachfolgeregelungen der vorgelegten Vorschriften auszusprechen (vgl. BVerfGE 99, 202 ; 216 ; 104, 126 ; 120, 125 , jeweils m.w.N.).
Nach § 78 Satz 2 BVerfGG, der im Verfahren der Verfassungsbeschwerde entsprechend anwendbar ist (vgl. BVerfGE 94, 241 ; 99, 202 ; 128, 326 ; 129, 49 ), kann das Bundesverfassungsgericht weitere Bestimmungen des gleichen Gesetzes aus denselben Gründen gleichfalls für nichtig erklären.
Bei der Auflösung von Arbeitsverhältnissen kann Art. 12 Abs. 1 GG auch zugunsten des Arbeitgebers eingreifen (vgl. BVerfGE 99, 202 ).
Die Regelung ist vielmehr für unvereinbar mit Art. 3 Abs. 1 GG zu erklären, da der Gesetzgeber - wie aufgezeigt (siehe oben unter B I 4) - die Verfassungswidrigkeit auf verschiedene Weise beseitigen kann (vgl. BVerfGE 99, 202 ; stRspr).
Der Eingriff in die durch Art. 12 Abs. 1 GG geschützte Berufsfreiheit ist schließlich angemessen, wenn eine hinreichende Verantwortungsbeziehung zwischen dem Handeln des Bauunternehmers und seiner Haftung nach § 1a AEntG besteht (vgl. dazu BVerfG 10. November 1998 - 1 BvR 2296/96 und 1 BvR 1081/97 - BVerfGE 99, 202) und der Grundrechtseingriff nicht außer Verhältnis zu dem angestrebten Zweck steht.
Eine Unzumutbarkeit der Bürgenhaftung folgt auch nicht daraus, dass sie dem Hauptunternehmer verschuldensunabhängig ohne hinreichende Verantwortungsbeziehung (vgl.BVerfGE 99, 202 ) zu dem die Haftung auslösenden Sachverhalt auferlegt würde.
Die im Beschluss des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts vom 10. November 1998 - 1 BvR 2296/96 u.a. - (BVerfGE 99, 202) genannten Voraussetzungen für die Angemessenheit einer verschuldensunabhängigen Haftung betrafen mit der Verpflichtung zur Erstattung von Arbeitslosengeld ohnehin nur die Einstandspflicht für eine staatliche Leistung.
Die Kosten sind gemäß § 34 a Abs. 2 BVerfGG der Bundesrepublik Deutschland aufzuerlegen, da die Gerichtsentscheidungen auf einer verfassungswidrigen Rechtsnorm des Bundes beruhen (vgl. BVerfGE 40, 1 ; 99, 202 ).
Dies gilt nicht nur in einem engeren Sinn für die Erhebung von Sozialversicherungsbeiträgen, sondern in einem weiteren Sinn auch für Regelungen über die Erstattung und den Ausgleich von Sozialversicherungsleistungen (vgl. BVerfGE 75, 108, [146 ff.]; - 81, 156 [185]; - 99, 202 [212]).
Diese Zielsetzung zählt zu den Belangen des Allgemeinwohls, die geeignet sind, Einschränkungen der Berufsausübungsfreiheit auf der Grundlage einer gesetzlichen Regelung unter Beachtung des Verhältnismäßigkeitsgebots zu rechtfertigen (vgl. BVerfGE 99, 202 m.w.N; stRspr).
BAG, 14.09.2011 - 10 AZR 198/10
Verfassungsmäßigkeit der Neuregelung der sozialversicherungsrechtlichen …
BVerwG, 16.07.2003 - 6 C 19.02
Telekommunikation; Umstellen eines Verpflichtungsantrag auf einen …
LAG Köln, 30.01.2014 - 13 Sa 744/13
Anrechnung Arbeitslosengeld auf Karenzentschädigung
LSG Bayern, 25.06.2004 - L 8 AL 368/03
Pflicht des Arbeitgebers zur Rückerstattung von an einen ehemaligen Arbeitnehmer …
OLG Saarbrücken, 06.08.2003 - 5 U 283/01
Berufsunfähigkeitsversicherung: Voraussetzungen der Verweisung eines Stukkateurs …
LSG Baden-Württemberg, 14.03.2002 - L 12 AL 347/01
LSG Saarland, 19.01.2005 - L 2 KR 14/01
Gesamtsozialversicherungsbeitrag - Nachforderung - Erfüllung - Meldepflicht - …
OVG Mecklenburg-Vorpommern, 18.06.2009 - 2 L 115/06
Mitwirkungsverbot: Beschlussfassung über eine Änderung des Zulassungsverfahrens …

References: § 148
 § 128
 § 148
 § 128
 § 74
 § 74
 Art. 12
 § 82
 § 78
 § 78
 Art. 12
 Art. 3
 Art. 12
 § 1
 § 34