Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BSG&Datum=20.03.2015&Aktenzeichen=B%2013%20SF%204/15%20S
Timestamp: 2019-12-14 12:39:08+00:00

Document:
BSG, 20.03.2015 - B 13 SF 4/15 S - dejure.org
https://dejure.org/2015,12790
BSG, 20.03.2015 - B 13 SF 4/15 S (https://dejure.org/2015,12790)
BSG, Entscheidung vom 20.03.2015 - B 13 SF 4/15 S (https://dejure.org/2015,12790)
BSG, Entscheidung vom 20. März 2015 - B 13 SF 4/15 S (https://dejure.org/2015,12790)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2015,12790) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
§ 1 Abs 5 GKG 2004, § 21 Abs 1 S 1 GKG 2004, § 28 Abs 2 GKG 2004, § 66 Abs 1 S 1 GKG 2004, § 66 Abs 6 S 1 GKG 2004
Auslagenschuldner nach § 28 Abs 2 GKG - mehrfache Erhebung der Aktenversendungspauschale
Schuldner der Aktenversendungspauschale/Teillieferungen
Der Rechtsprechung von BVerwG und BGH hat sich auch das BSG angeschlossen und dazu im Beschluss vom 20.03.2015, Az.: B 13 SF 4/15 S, Folgendes erläutert:.
Kostenschuldner der Aktenversendungspauschale nach § 28 Abs. 2 GKG i.V. mit Nr. 9003 des Kostenverzeichnisses - im Verhältnis zum Gericht - ist jedenfalls dann der Prozessbevollmächtigte und nicht der von ihm im Verfahren vertretene Beteiligte, wenn jener die Versendung der Akten an sich selbst, d. h. an seine Wohnung oder - wie hier - an seine Kanzlei beantragt hat (vgl. BVerwG, Beschl. v. 09.04.2010 - 1 WDS-KSt 6/09 -, Buchholz 450.1 § 20 WBO Nr. 3; BGH, Beschl. v. 06.04.2011 - IV ZR 232/08 -, NJW 2011, 3041; BSG, Beschl. v. 20.03.2015 - B 13 SF 4/15 S -, juris Rn. 6; VGH Bad.-Württ., Beschl. v. 23.10.2013 - 11 S 1720/13 -, ESVGH 64, 82; Nds. OVG, Beschl. v. 01.02.2010 - 13 OA 170/09 -, NJW 2010, 1392; BayVGH, Beschl. v. 18.01.2007 - 19 C 05.3348 -, NJW 2007, 1483; BVerfG, Kammer-Beschl. v. 06.03.1996 - 2 BvR 386/96 -, NJW 1996, 2222 u. v. 09.07.1995 - 2 BvR 1023/95 -, NJW 1995, 3177, jeweils zu § 56 Abs. 2 GKG a.F., § 147 Abs. 4 StPO;… Hellstab, in: Oestreich/Hellstab/Trenkle, GKG/FamGKG § 28 GKG Rn. 12).
Denn in der Gesetzesbegründung heißt es hierzu (vgl. BT-Drs. 17/11471 -neu- S. 243), dass der Einzelrichter auch dann zuständig sei, wenn eine Einzelrichterentscheidung institutionell nicht vorgesehen sei (vgl. BSG vom 20.3.2015, B 13 SF 4/15 S; BFH vom 25.3.2014, X E 2/14; Thüringer LSG vom 12.8.2014, L 6 210/14 B ER; LSG Sachsen-Anhalt vom 16.2.2015, L 9 KA 7/14 B; Bay. LSG vom 11.3.2015, L 16 R 1229/13 B).
Daher ergibt sich zunächst ohne Weiteres ein Anspruch auf Erstattung seitens der Erinnerungsgegnerin, die die Versendung selbst beantragt hat und nicht anwaltlich vertreten war (vgl. zur Kostentragungspflicht bei anwaltlicher Aktenanforderung etwa BSG, Beschl. v. 20. März 2015 - B 13 SF 4/15 S -, juris; und jüngst VGH Ba.-Wü., Beschluss vom 21. März 2016 - 5 S 2450/12 -, juris;… instruktive Darstellung bei AnwK-RVG/ N. Schneider , 7. Aufl. 2014, VV Vorb. 7, Rn. 22 ff. [30]).

References: § 1
 § 21
 § 28
 § 66
 § 66
 § 28
 BGH 
 § 28
 § 20
 § 56
 § 147
 § 28