Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20130625_OGH0002_0090OB00041_13I0000_000&IncludeSelf=True&ShowPrintPreview=True
Timestamp: 2020-02-26 14:03:35+00:00

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RIS - Rechtssätze und Entscheidungstext 9Ob41/13i - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 1Ob58/72 6Ob2/73 1Ob566...
RS0016561
1Ob58/72; 6Ob2/73; 1Ob566/79; 8Ob530/81; 8Ob654/86; 9Ob3/09w; 2Ob176/10m; 9Ob41/13i; 3Ob196/13i; 6Ob125/14x; 1Ob155/14x; 3Ob238/15v; 8Ob9/19k
ABGB §933 II
Vereinbarungen über die Beschränkung oder den Ausschluss der Haftung sind nach der Absicht der Parteien und der Übung des redlichen Verkehrs (§ 914 ABGB) auszulegen (vgl SZ 31/57). Bei einem Haftungsausschluss für die Dauer der Garantiefrist muss der Parteiwille dahin interpretiert werden, dass für die genannten Schäden auch nach Ablauf der Garantiefrist eine Haftung ausgeschlossen bleiben sollte.
6 Ob 2/73
Entscheidungstext OGH 18.01.1973 6 Ob 2/73
nur: Vereinbarungen über die Beschränkung oder den Ausschluss der Haftung sind nach der Absicht der Parteien und der Übung des redlichen Verkehrs (§ 914 ABGB) auszulegen (vgl SZ 31/57). (T1)
nur T1; Beisatz: Einschränkende Auslegung. (T2)
Veröff: SZ 52/57 = EvBl 1979/221 S 578
Vgl; Beis wie T2; Veröff: JBl 1983,255 = ZVR 1982/266 S 236
8 Ob 654/86
Entscheidungstext OGH 22.01.1987 8 Ob 654/86
nur T1; Beis wie T2; Veröff: ImmZ 1987,216
nur T1; Beisatz: Bei Auslegung des Gewährleistungsverzichts ist nicht nur am Wortlaut (hier "... Gewährleistung absolut ausgeschlossen ...") zu haften, sondern für die Erforschung der Parteienabsicht sind auch die Umstände des Vertragsschlusses, nämlich das sonstige Verhalten der Parteien und deren Erklärungen, von wesentlicher Bedeutung. (T3)
Beisatz: Hier: Auslegung eines beim Privat-Verkauf eines Gebraucht-PKW abgegebenen Gewährleistungsverzichts. (T4)
nur T1; Auch Beis wie T3
nur T1; Beisatz: Zur Frage, ob der Haftungsausschluss eines Generalunternehmers auch für den Subunternehmer als Erfüllungsgehilfen gilt. (T5)
Auch; nur: Vereinbarungen über die Beschränkung oder den Ausschluss der Haftung sind nach § 914 ABGB auszulegen. (T6)
ECLI:AT:OGH0002:1972:RS0016561
JJR_19720405_OGH0002_0010OB00058_7200000_001
Rechtssatz für 5Ob536/76 6Ob649/76 5Ob...
RS0022801
5Ob536/76; 6Ob649/76; 5Ob601/77; 5Ob506/77; 2Ob133/78; 3Ob541/79; 1Ob695/79; 3Ob555/83; 4Ob524/83; 8Ob561/86; 3Ob642/86; 5Ob530/88; 8Ob528/89; 8Ob703/88; 7Ob672/89; 2Ob3/91; 1Ob39/91; 7Ob34/91; 1Ob35/92; 4Ob578/95; 3Ob510/96; 3Ob71/97f; 8Ob75/97f; 1Ob2406/96x; 9Ob69/98g; 2Ob108/00x; 5Ob111/01m; 8Ob84/02i; 5Ob120/03p; 6Ob256/02v; 6Ob26/09f; 7Ob170/11t; 7Ob185/11y; 9Ob41/13i; 2Ob33/13m; 2Ob191/12w; 5Ob125/15s; 2Ob132/15y; 7Ob114/15p; 9Ob69/17p; 5Ob105/19f; 4Ob116/19s
Der Erfüllungsgehilfe haftet nur dann, wenn sein Verhalten unabhängig von der Existenz des Schuldverhältnisses rechtswidrig ist, er also deliktisch handelte, da er zum Gläubiger in keinem Schuldverhältnis steht.
Veröff: SZ 49/47
6 Ob 649/76
Entscheidungstext OGH 11.11.1976 6 Ob 649/76
Veröff: JBl 1978,208
5 Ob 601/77
Entscheidungstext OGH 12.07.1977 5 Ob 601/77
5 Ob 506/77
Entscheidungstext OGH 12.07.1977 5 Ob 506/77
1 Ob 695/79
Entscheidungstext OGH 03.09.1979 1 Ob 695/79
3 Ob 555/83
Entscheidungstext OGH 08.06.1983 3 Ob 555/83
4 Ob 524/83
Entscheidungstext OGH 03.04.1984 4 Ob 524/83
8 Ob 561/86
Entscheidungstext OGH 28.08.1986 8 Ob 561/86
Veröff: RdW 1987,52
3 Ob 642/86
Entscheidungstext OGH 29.04.1987 3 Ob 642/86
Auch; Veröff: SZ 60/73
5 Ob 530/88
Entscheidungstext OGH 19.04.1988 5 Ob 530/88
Beisatz: Hier: Unsachgemäße Annagelung von Asbestplatten an eine hölzerne Riegelwand und damit Herstellung einer "Wärmebrücke" zum Kamin. (T1)
8 Ob 703/88
Entscheidungstext OGH 20.07.1989 8 Ob 703/88
Veröff: SZ 62/138 = WBl 1990,53
Veröff: SZ 62/173 = JBl 1990,376
2 Ob 3/91
Entscheidungstext OGH 13.03.1991 2 Ob 3/91
Veröff: DRdA 1993/307 (kritisch Oberdorfer)
Beisatz: Hier: Eingriff in absolute Rechte. (T2)
Veröff: JBl 1992,323
Auch; Veröff: SZ 65/136 = JBl 1993,389 (siehe Dellinger)
Auch; Beisatz: Hier: Ölaustritt durch Überfüllen eines Tanks durch einen Tankwagenfahrer. (T3)
3 Ob 510/96
Entscheidungstext OGH 11.10.1996 3 Ob 510/96
3 Ob 71/97f
Entscheidungstext OGH 26.03.1997 3 Ob 71/97f
8 Ob 75/97f
Entscheidungstext OGH 26.06.1997 8 Ob 75/97f
5 Ob 111/01m
Entscheidungstext OGH 13.11.2001 5 Ob 111/01m
nur: Der Erfüllungsgehilfe haftet nur dann, wenn sein Verhalten unabhängig von der Existenz des Schuldverhältnisses rechtswidrig ist, er also deliktisch handelte. (T4)
5 Ob 120/03p
6 Ob 256/02v
Entscheidungstext OGH 25.03.2004 6 Ob 256/02v
Beisatz: Der Erfüllungsgehilfe selbst kann, da er ja nicht zur Erfüllung verpflichtet ist, dem Dritten gegenüber nur deliktisch haften. (T5)
Beisatz: Dies gilt auch in der Gehilfenkette, wenn sich also der unmittelbare Gehilfe weiterer (somit mittelbarer) Gehilfen bedient. (T6)
2 Ob 132/15y
Entscheidungstext OGH 12.04.2016 2 Ob 132/15y
Vgl; Beisatz: Hier: Lenker eines Pistengerätes haftet bei Verletzung eines Rodlers deliktisch neben Pistenhalter. (T7)
9 Ob 69/17p
Entscheidungstext OGH 30.01.2018 9 Ob 69/17p
5 Ob 105/19f
Entscheidungstext OGH 27.11.2019 5 Ob 105/19f
4 Ob 116/19s
Entscheidungstext OGH 26.11.2019 4 Ob 116/19s
Vgl; Beisatz: Hier: Verletzung eines Zeltfestbesuchers durch einen Ordner in Notwehrüberschreitung. (T8)
ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0022801
JJR_19760323_OGH0002_0050OB00536_7600000_005
Rechtssatz für 3Ob529/77 1Ob512/84 3Ob...
RS0022481
3Ob529/77; 1Ob512/84; 3Ob642/86; 8Ob528/89; 8Ob703/88; 1Ob39/91; 4Ob524/92; 7Ob629/92 (7Ob1659/92); 1Ob601/92; 8Ob533/91; 8Ob1547/93; 8Ob75/97f; 2Ob193/97i; 1Ob2406/96x; 9Ob69/98g; 7Ob189/98i; 2Ob101/99p; 2Ob172/99d; 2Ob18/98f; 2Ob108/00x; 9Ob157/01f; 8Ob84/02i; 6Ob155/04v; 3Ob257/03w; 7Ob306/04g; 6Ob228/04d; 6Ob26/09f; 7Ob85/13w; 9Ob41/13i; 2Ob33/13m; 2Ob191/12w; 5Ob125/15s; 2Ob132/15y; 7Ob114/15p; 9Ob69/17p
Eine Haftung des Erfüllungsgehilfen gegenüber dem Gläubiger des Geschäftsherrn wegen Verletzung der Pflichten aus dem Schuldverhältnis kommt nicht in Betracht. Der Erfüllungsgehilfe haftet vielmehr nur dann, wenn sein Verhalten unabhängig von der Existenz des Schuldverhältnisses rechtswidrig ist, er also deliktisch handelt.
1 Ob 512/84
Entscheidungstext OGH 22.02.1984 1 Ob 512/84
Auch; nur: Der Erfüllungsgehilfe haftet vielmehr nur dann, wenn sein Verhalten unabhängig von der Existenz des Schuldverhältnisses rechtswidrig ist, er also deliktisch handelt. (T1)
Veröff: SZ 60/73
Beisatz: Die Beweislast für dessen Verschulden trifft allerdings den Geschädigten. (T2)
nur T1; Beisatz: Hier: Eingriff in absolute Rechte. (T3)
4 Ob 524/92
Entscheidungstext OGH 07.04.1992 4 Ob 524/92
nur T1; Veröff: SZ 65/52 = ZVR 1992/177 S 374 = JBl 1992,786
7 Ob 629/92
Entscheidungstext OGH 21.12.1992 7 Ob 629/92
Auch; Veröff: EvBl 1993/119 S 520
2 Ob 193/97i
Entscheidungstext OGH 26.06.1997 2 Ob 193/97i
7 Ob 189/98i
Entscheidungstext OGH 14.04.1999 7 Ob 189/98i
Auch; nur: Eine Haftung des Erfüllungsgehilfen gegenüber dem Gläubiger des Geschäftsherrn wegen Verletzung der Pflichten aus dem Schuldverhältnis kommt nicht in Betracht. (T4)
Beisatz: Dies gilt auch dann, wenn der Gehilfe selbständiger Unternehmer ist. (T5)
nur: Der Erfüllungsgehilfe haftet nur dann, wenn er deliktisch handelt. (T6)
2 Ob 18/98f
Entscheidungstext OGH 23.09.1999 2 Ob 18/98f
Auch; Beis wie T3; Beisatz: Eine Handlungspflicht kann sich für den Gehilfen aus den ihm erteilten Auftrag ergeben. (T7)
9 Ob 157/01f
Entscheidungstext OGH 19.09.2001 9 Ob 157/01f
nur T6; Beis wie T3
3 Ob 257/03w
Entscheidungstext OGH 26.08.2004 3 Ob 257/03w
7 Ob 306/04g
Entscheidungstext OGH 12.01.2005 7 Ob 306/04g
6 Ob 228/04d
Entscheidungstext OGH 17.02.2005 6 Ob 228/04d
Beisatz: Der Erfüllungsgehilfe selbst kann, da er ja nicht zur Erfüllung verpflichtet ist, dem Dritten gegenüber nur deliktisch haften. (T8)
Beisatz: Dies gilt auch in der Gehilfenkette, wenn sich also der unmittelbare Gehilfe weiterer (somit mittelbarer) Gehilfen bedient. (T9)
Vgl auch; Auch Beis wie T7; Beisatz: Hier: Deliktische Haftung des Anästhesisten bei Sturz des Patienten vom Operationstisch im konkreten Einzelfall bejaht. (T10)
Auch; Auch Beis wie T1; Auch Beis wie T8
Vgl; Beisatz: Hier: Lenker eines Pistengerätes haftet bei Verletzung eines Rodlers deliktisch neben Pistenhalter. (T11)
ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0022481
JJR_19780627_OGH0002_0030OB00529_7700000_002
Entscheidungstext 9Ob41/13i
Zak 2013/522 S 286 - Zak 2013,286 = ZRB 2013,137 (Hayek) = RdW 2014/20 S 14 - RdW 2014,14 = ARD 6389/14/2014 = NZ 2014/27 S 103 - NZ 2014,103 = ZVR 2014/58 S 75 (Danzl, tabellarische Übersicht) - ZVR 2014,75 (Danzl, tabellarische Übersicht)
9Ob41/13i
Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofs Dr. Hopf als Vorsitzenden, die Hofräte des Obersten Gerichtshofs Hon.-Prof. Dr. Kuras und Mag. Ziegelbauer, die Hofrätin des Obersten Gerichtshofs Dr. Dehn sowie den Hofrat des Obersten Gerichtshofs Dr. Hargassner als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei A***** AG, *****, vertreten durch Dr. Franz Thienen-Adlerflycht, Rechtsanwalt in Wien, gegen die beklagte Partei W***** T*****, vertreten durch Dr. Stefan Herdey, Dr. Roland Gsellmann, Rechtsanwälte in Graz, wegen 76.684,16 EUR sA, über die außerordentliche Revision der beklagten Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Graz als Berufungsgericht vom 27. Februar 2013, GZ 5 R 139/12v-41, in nichtöffentlicher Sitzung den
1. Die B***** GmbH & Co KG (idF: Werkbestellerin) beauftragte die N***** GmbH als Generalunternehmerin und Projektleiterin mit der Durchführung der Heizungs-, Gas-, Gülle-, Elektro- und Drucklufttechnik sowie der Entschwefelung ihrer Biogasanlage. Die Generalunternehmerin nahm den Auftrag mit folgender Vertragsklausel - die aufgrund ihres unstrittigen Inhalts der Entscheidung des Revisionsgerichts ohne weiteres zugrunde gelegt werden kann (RIS-Justiz RS0121557 [T 3]) - an:
„Der Verkäufer haftet für Schäden außerhalb des Anwendungsbereiches des Produkthaftungsgesetzes nur, sofern ihm Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit nachgewiesen werden, im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften. Die Haftung für leichte Fahrlässigkeit, der Ersatz von Folgeschäden und Vermögensschäden, nicht erzielten Ersparnissen, Zinsverlusten und von Schäden aus Ansprüchen Dritter gegen den Käufer sind ausgeschlossen.“
Der Beklagte führte als Subunternehmer einen Teil der Arbeiten durch. Aufgrund unzureichender Gasmessungen während seiner Bohrarbeiten entzündete sich das in einem Verbindungsrohr vorhandene brennbare Gas-Luft-Gemisch und verursachte den eingeklagten Schaden, der von der Klägerin als Versicherin der Werkbestellerin ersetzt wurde.
Ihre zunächst gegen die Werkbestellerin geführte Klage wurde in einem Vorprozess aufgrund des Haftungsausschlusses abgewiesen.
Im vorliegenden, gegen den Subunternehmer als Beklagten geführten Verfahren ging das Berufungsgericht von leichter Fahrlässigkeit des Beklagten aus, bejahte aber seine deliktische Haftung gegenüber der Klägerin dem Grunde nach.
2. Dass den Beklagten keine vertragliche Haftung aus einer Schutzwirkung seines mit dem Generalunternehmer geschlossenen Vertrags trifft, wurde bereits vom Berufungsgericht zutreffend dargelegt (vgl auch 7 Ob 170/11t mwN). Darüber hinaus haftet der Erfüllungsgehilfe nur dann, wenn sein Verhalten unabhängig von der Existenz des Schuldverhältnisses rechtswidrig ist, weil er zum Gläubiger in keinem Schuldverhältnis steht (RIS-Justiz RS0022801; RIS-Justiz RS0022481).
3. In seiner Revision bestreitet der Beklagte ein deliktisches Verhalten nicht. Er ist aber der Ansicht, dass sich die Freizeichnung der Generalunternehmerin auch auf seine deliktische Haftung als Erfüllungshilfe erstrecke.
Vereinbarungen über die Beschränkung oder den Ausschluss der Haftung sind nach der Absicht der Parteien und der Übung des redlichen Verkehrs (§ 914 ABGB) auszulegen (RIS-Justiz RS0016561), womit idR keine in ihrer Bedeutung über den Einzelfall hinausgehende Rechtsfrage begründet wird.
Die Rechtsansicht des Beklagten ist aus dem Wortlaut des Haftungsausschlusses nicht abzuleiten. Für sein Verständnis bringt er im Wesentlichen auch nur vor, dass es keinen Unterschied machen dürfe, ob sich der Werkunternehmer bei der Erfüllung eines Dienstnehmers oder eines Subunternehmers bediene.
Soweit es um Dienstnehmer als Erfüllungsgehilfen geht, ist es zwar richtig, dass nach dem Sinn und Zweck des zwischen dem Geschäftsherrn und dessen Vertragspartner vereinbarten Haftungsausschlusses anzunehmen sein kann, dass dieser auch zugunsten des Gehilfen gilt. Der Geschäftsherr liefe sonst Gefahr, bei Inanspruchnahme des Dienstnehmers durch den Geschädigten im Regressweg (§ 3 Abs 2 DHG) in Anspruch genommen zu werden, womit seine Haftungsfreizeichnung insofern sinnlos wäre (Koziol, Haftpflichtrecht I3, 560; ebenso 2 Ob 28/93, JBl 1994, 44 mAnm Kerschner, zur Haftungsbeschränkung nach den AÖSp).
Im vorliegenden Fall zeigt der Beklagte aber keine Umstände dafür auf, dass es trotz des Fehlens einer dem DHG entsprechenden Regressmöglichkeit der Absicht der Generalunternehmerin und der Werkbestellerin entsprochen hätte, auch seine Haftung als Subunternehmer zu beschränken. Das Interesse der Generalunternehmerin könnte ebenso darin bestanden haben, dass der Werkbestellerin gerade der Beklagte als Haftender zur Verfügung stehen soll, wenn dieser den Schaden tatsächlich verursacht hat, zumal eine weit verstandene Haftungsbeschränkung von einem Werkbesteller auch als Zeichen einer sorglosen Auswahl oder einer geringeren Qualifikation des beauftragten Subunternehmers verstanden werden könnte. Anders als ein Dienstnehmer unterliegt der Beklagte auch keinem persönlichen Weisungsrecht der Generalunternehmerin und steht mit ihr auch nicht in einem dauerhaften (arbeits-)vertraglichen Naheverhältnis. Umso mehr bedürfte es dann einer Begründung, warum der Haftungsausschluss von der geschädigten Werkbestellerin in dem vom Beklagten gewünschten weiten Sinn verstanden werden hätte müssen. Eine solche Begründung bleibt er aber schuldig.
4. Da danach insgesamt keine hinreichenden Gründe dafür aufzeigt werden, dass mit der zwischen der Werkbestellerin und der Generalunternehmerin vereinbarten Freizeichnungsklausel auch die deliktische Haftung des Beklagten beschränkt werden sollte, ist die Rechtsansicht des Berufungsgerichts nicht weiter korrekturbedürftig.
Die Revision des Beklagten ist folglich zurückzuweisen.
E104585
ECLI:AT:OGH0002:2013:0090OB00041.13I.0625.000
JJT_20130625_OGH0002_0090OB00041_13I0000_000

References: §933
 OGH 
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 § 914
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