Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerfG&Datum=20.12.2002&Aktenzeichen=1%20BvR%202305/02
Timestamp: 2019-06-27 09:43:57+00:00

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BVerfG, 20.12.2002 - 1 BvR 2305/02 - dejure.org
https://dejure.org/2002,2054
BVerfG, 20.12.2002 - 1 BvR 2305/02 (https://dejure.org/2002,2054)
BVerfG, Entscheidung vom 20.12.2002 - 1 BvR 2305/02 (https://dejure.org/2002,2054)
BVerfG, Entscheidung vom 20. Dezember 2002 - 1 BvR 2305/02 (https://dejure.org/2002,2054)
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Mangels Rechtswegerschöpfung teilweise unzulässige, im übrigen unbegründete Verfassungsbeschwerde gegen Pfanderhebungspflicht für bestimmte Einweggetränkeverpackungen - Zumutbarkeit, das verwaltungsgerichtliche Hauptsacheverfahren abzuwarten
Grundsatz der Subsidiarität der Verfassungsbeschwerde; Grundrechtsverletzung durch Einführung des Dosenpfands; Grundrechtsverletzung durch die Pfanderhebungspflicht für bestimmte Einweggetränkeverpackungen sowie die Verpflichtung zur Rücknahme und Verwertung entsprechender gebrauchter Verpackungen; Verstoß der Verpackungsverordnung gegen das Grundgesetz und das Rechtsstaatsprinzip; Erforderlichkeit des Instanzenzugs bei Grundrechtsverletzungen; Verpackungsverordnung und Pfandpflichten als Eingriff in die Berufsausübungsfreiheit; Entzug des gesetzlichen Richters durch Nichtvorlage an den Europäischen Gerichtshof
Grundgesetz, Art. 1, 2, 12, 14, 19, 20 und 101 ; Verpackungsverordnung, §§ 6, 8 und 9
VG Berlin, 29.10.2002 - 10 A 353.02
VG Berlin, 30.10.2002 - 10 A 354.02
OVG Berlin, 12.12.2002 - 2 S 41.02
OVG Berlin, 12.12.2002 - 2 S 44.02
OVG Berlin, 12.12.2002 - 2 S 47.02
NJW 2002, 418
NJW 2003, 418
NVwZ 2003, 342 (Ls.)
DVBl 2003, 265
§ 90 Abs. 2 Satz 1 BVerfGG verlangt auch im Hinblick auf Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes, dass der Beschwerdeführer die behaupteten Grundrechtsverletzungen im Instanzenzug geltend macht (Beschluss der 1. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts vom 20. Dezember 2002 - 1 BvR 2305/02 -, NJW 2003, S. 418 [419]).
§ 90 Abs. 2 Satz 1 BVerfGG verlangt auch im Hinblick auf Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes, dass der Beschwerdeführer die behaupteten Grundrechtsverletzungen im Instanzenzug geltend macht (Beschluss der 1. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts vom 20. Dezember 2002 - 1 BvR 2305/02 -, NJW 2003, S. 418 ).
Die Verfassungsbeschwerde ist deshalb insoweit nicht hinreichend substantiiert (vgl. zur Vortragsobliegenheit im Blick auf das Erfordernis materieller Subsidiarität BVerfG, Beschluss der 1. Kammer des Ersten Senats vom 20. Dezember 2002 - 1 BvR 2305/02 -, NJW 2003, S. 418, sowie Magen, in: Umbach/Clemens/Dollinger, BVerfGG, 2. Aufl., § 92 Rn. 19 m.w.N.).
Bbg. zu Bd. 11, 198, 201 f.; vom 21. November 1996 - VfGBbg 17/96, 18/96 und 19/96 -, LVerfGE 5, 112, 119; zum Bundesrecht vgl. BVerfGE 79, 275, 278 f.; E 104, 65, 70 f.; BVerfGK 12, 280, 282), was sowohl für Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes nach § 80 Abs. 5 VwGO als auch für Entscheidungen über Anträge auf Erlass einstweiliger Anordnungen nach § 123 VwGO gilt (zu § 80 Abs. 5 VwGO vgl. Beschluss vom 21. Oktober 2011 - VfGBbg 34/11 - zum Bundesrecht vgl. BVerfGE 53, 30, 52 ff.; BVerfG-K NJW 2003, 418.
b) Hinreichende Gründe für eine Sofortentscheidung des Verfassungsgerichts in analoger Anwendung des § 45 Abs. 2 Satz VerfGGBbg liegen nicht vor (zur analogen Anwendung der Vorschrift bei Verweisung auf den Hauptsacherechtsweg vgl. Beschluß vom 16. November 2000 - VfGBbg 49/00 -, LVerfGE Suppl. Bbg. zu Bd. 11, 198, 203 f.; s. auch BVerfG NJW 2003, 1305, 1306; 2003, 418 zu § 90 Abs. 2 Satz 2 BVerfGG).
Vorläufiger Rechtsschutz ist zu gewähren, wenn ohne ihn schwere und unzumutbare, anders nicht abwendbare Nachteile entstünden (vgl. BVerfG NJW 2003, 1236; 2003, 418; BVerfGE 79, 69, 74).
Mit dem Vorbringen, die §§ 6, 8 und 9 Abs. 2 Satz 2 VerpackV verstießen gegen Art. 1 GG, Art. 2 Abs. 1 GG, Art. 12 Abs. 1 GG sowie gegen das Rechtsstaatsprinzip, erheben die Beschwerdeführerinnen vorliegend Rügen, die das Hauptsacheverfahren betreffen (vgl. BVerfG, Beschluss der 1. Kammer des Ersten Senats vom 20. Dezember 2002, NJW 2003, S. 418).
Beides wirkt auf den durch die Berufsausübungsfreiheit geschützten unternehmerischen Entscheidungsfreiraum ein (vgl. zur Eingriffsqualität BVerfG, Beschluss vom 20. Dezember 2002 - 1 BvR 2305/02 -, NJW 2003, 418 f.; ferner Di Fabio, NVwZ 1995, 1, 5).
Das Bundesverfassungsgericht prüft eine auf die Verletzung von Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG gestützte Rüge der Nichtvorlage an den Europäischen Gerichtshof nur darauf hin, ob die Vorlagepflicht in offensichtlich unhaltbarer Weise gehandhabt worden ist (vgl. BVerfGE 82, 159 ;… 1. Kammer des Ersten Senats, NJW 2002, S. 1486 f.; NJW 2003, S. 418 f.; 2. Kammer des Ersten Senats…, Beschluss vom 10. Mai 2002 - 1 BvR 1685/01 - 3. Kammer des Zweiten Senats, NVwZ 1999, S. 293).
§ 90 Abs. 2 Satz 1 BVerfGG verlangt auch in Bezug auf Eilentscheidungen namentlich, dass der Beschwerdeführer die behaupteten Grundrechtsverletzungen im Instanzenzug geltend macht (Beschluss der 1. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts vom 20. Dezember 2002 - 1 BvR 2305/02 -, NJW 2003, S. 418 ).
VerfGH Sachsen, 23.01.2014 - 100-IV-13
VG Sigmaringen, 17.05.2004 - 8 K 1499/03
Wiederholung der Verhaltensprüfung nach der Kampfhundeverordnung

References: Art. 1

§ 90

§ 90
 § 92
 § 80
 § 123
 § 80
 § 45
 § 90
 Art. 1
 Art. 2
 Art. 12
 Art. 101

§ 90