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Timestamp: 2020-02-17 23:00:00+00:00

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Rechtsprechung: BB 2008, 1013 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: BGH, 05.05.2008 | BGH, 05.05.2008 | BGH, 13.03.2008 | BGH, 20.03.2008
https://dejure.org/2008,420
BGH, 05.05.2008 - II ZR 105/07 (https://dejure.org/2008,420)
BGH, Entscheidung vom 05.05.2008 - II ZR 105/07 (https://dejure.org/2008,420)
BGH, Entscheidung vom 05. Mai 2008 - II ZR 105/07 (https://dejure.org/2008,420)
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Auch Rückzahlung des Agios kann zu Wiederaufleben der persönlichen Haftung des Kommanditisten führen
Haftungsschädlichkeit einer Liquiditätsausschüttung trotz negativer Kapitalkonten der Kommanditisten; Aufleben der persönlichen Haftung eines Kommanditisten als Folge der Ausschüttung bei Sinken des Kapitalkontos unter den Betrag der Haftungssumme
Immobilienfonds; Wiederaufleben der persönlichen Haftung des Kommanditisten bei Zurückzahlung eines Agios
Wiederaufleben der persönlichen Haftung des Kommanditisten auch durch Rückzahlung eines Agios bei negativem Kapitalanteil
Wiederaufleben der Haftung des Kommanditisten eines geschlossenen Immobilienfonds gemäß § 172 Abs. 4 Satz 1 HGB nach Rückzahlung des Agios
HGB § 171 § 172 Abs. 4
Umfang der persönlichen Haftung des Kommanditisten
Wiederaufleben der persönlcihen Haftung des Kommanditisten
Kommanditistenhaftung bei negativem Kapitalanteil umfasst zusätzlich zur Einlage gezahlte Agio
BGH entscheidet erneut über Kommanditistenhaftung
HGB § 172 Abs. 4, § 171
Kurznachricht zu "BB-Kommentar zum Urteil des BGH, 05.05.2008, Az.: II ZR 105/07 (Wiederaufleben der persönlichen Haftung des Kommanditisten auch durch Rückzahlung eines Agois bei negativem Kapitalanteil)" von RA Dr. Alexander Kessler, LL.M., original erschienen in: BB 2008 Heft 26, ...
Zusammenfassung von "Die Haftung des Kommanditisten bei Rückzahlung des Aufgeldes" von RA Dr. Lars Böttcher und RA Michael Kautzsch, original erschienen in: NZG 2008, 583 - 585.
AG Berlin-Charlottenburg, 16.06.2006 - 232 C 73/06
LG Berlin, 26.02.2007 - 52 S 262/06
NJW-RR 2008, 1065
ZIP 2008, 1175
NZI 2008, 41
WM 2008, 1228
BB 2008, 1356
DB 2008, 1616
NZG 2008, 506
Dass der Kapitalanteil des Beklagten durch die Rückzahlung der 166.871,68 EUR - wie für ein Wiederaufleben der Haftung nach § 172 Abs. 4 HGB erforderlich (vgl. BGH, Urteil vom 5. Mai 2008 - II ZR 105/07, ZIP 2008, 1175 Rn. 10) - in (mindestens) entsprechender Höhe unter den Betrag seiner Haftsumme gesunken ist bzw. diesen bereits zuvor nicht mehr erreicht hat, ist angesichts der finanziellen Situation der Schuldnerin anzunehmen und wird von der Revision auch nicht in Frage gestellt.
Der Zweck des § 172 IV HGB liegt einerseits darin, die Fähigkeit der KG zu erhalten, ihre Gläubiger zu befriedigen, und andererseits darin, mit dem Wiederaufleben der Haftung des Kommanditisten im Interesse der Gläubiger einen Ausgleich zu schaffen, sofern das Gesellschaftsvermögen ganz oder teilweise um die Kommanditeinlage zugunsten eines Kommanditisten vermindert wurde (…vgl. Ebenroth u. a./Strohn, 2. Auflage, § 172 HGB, Rdnr. 19;… Münchener Kommentar/Schmidt, 2. Auflage, §§ 171, 172 HGB, Rdnr. 62;… Staub/Schilling, 4. Auflage, § 172 HGB, Rdnr. 8 f.;… vgl. Baumbach/Hopt, 33. Auflage, § 172 HGB, Rdnr. 4; vgl. BGH NZG 2008, 506).
Nach § 172 Abs. 4 HGB ist jede Rückzahlung an den Kommanditisten haftungsbegründend, wenn und soweit dadurch der Kapitalanteil des Kommanditisten unter den Betrag seiner Haftsumme sinkt oder schon zuvor diesen Wert nicht mehr erreicht hat (vgl. BGH NJW-RR 2008, 1065).
Die Haftung nach § 172 Abs. 4 HGB erfasst auch das Agio (BGH Urt. v. 5.5.2008 - II ZR 105/07).
Die Frage, ob und ggf. in welchem Umfang auch die Rückgewähr des Agios unter §§ 171, 172 Abs. 4 HGB fällt (vgl. dazu BGH, Urteil vom 05.05.2008 - II ZR 105/07 -, NZG 2008, 506 ff.), bedarf dabei keiner Entscheidung.
Eine Rückzahlung der Einlage liegt jedenfalls dann vor, wenn durch die Zahlung das Kapitalkonto des Kommanditisten unter den Betrag der Haftsumme fällt (BGH, Urteil vom 05.05.2008, II ZR 105/07, juris Rn. 10 mwN.;… Urteil vom 10.12.1984, aaO.).
In der höchstrichterlichen Rechtsprechung ist sowohl ein schutzwürdiges Interesse an der Geltendmachung einer (sicherungs-)abgetretenen Forderung durch den ursprünglichen Forderungsinhaber anerkannt (…BGH, Urt. v. 19.09.1995, VI ZR 166/94, NJW 1995, 3186, Tz. 11, juris), als auch ein solches an der Ermächtigung der Gesellschaft zur Geltendmachung von Haftungsansprüchen gemäß §§ 171, 172 Abs. 4 HGB gegen ihre Kommanditisten (BGH, Urt. v. 05.05.2008, II ZR 105/07, juris).
BFH, 29.05.2012 - IV B 33/11
BGH, 13.03.2008 - III ZR 282/07
https://dejure.org/2008,891
BGH, 13.03.2008 - III ZR 282/07 (https://dejure.org/2008,891)
BGH, Entscheidung vom 13.03.2008 - III ZR 282/07 (https://dejure.org/2008,891)
BGH, Entscheidung vom 13. März 2008 - III ZR 282/07 (https://dejure.org/2008,891)
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BGB § 817 Satz 2, § 138 Abs. 1
Möglichkeit der Anwendung der Kondiktionssperre nach § 817 S. 2 BGB bei sog. Schenkkreisen und ähnlichen Kreisen mit derartigen Zuwendungen; Vorliegen eines Verstoßes gegen die guten Sitten bei einem Schneeballsystem in der Form eines sog. Schenkkreises
Keine Kondiktionssperre nach § 817 Satz 2 BGB bei Bereicherungsansprüchen wegen Zuwendungen im Rahmen eines sogenannten "Schenkkreises"
Kondiktionssperre in Bezug auf Zuwendungen im Rahmen von "Schenkkreisen"
Sittenwidrigkeit von Verträgen nach § 138 I BGB ("Schenkkreise" im Schneeballsystem), Rückforderungsausschluß nach § 817 S. 2 BGB: Keine Anwendung bei Perpetuierung der Sittenwidrigkeit (Schutzzweck der Nichtigkeitssanktion) auch zu Lasten "argloser" Mitspieler (Schenkkreise ...
Rückforderung von Zuwendungen im Rahmen von Schenkkreisen
BGB § 817 S. 2 § 138 Abs. 1
Rückabwicklung von Zuwendungen im Rahmen eines Schenkkreises
"Schenkkreis II"
Rückforderung von Schenkkreiszahlungen auch von Nicht-Initiatoren
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 13.03.2008, Az.: III ZR 282/07 (Rückforderung von Zuwendungen im Rahmen von Schenkkreisen)" von Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. mult. Michael Martinek, original erschienen in: JZ 2009, 364 - 366.
AG Waiblingen, 21.03.2007 - 9 C 2032/06
LG Stuttgart, 29.10.2007 - 5 S 90/07
MDR 2008, 675
VersR 2009, 988
WM 2008, 1169
(2) § 817 Satz 2 BGB ist darüber hinaus auch dann einschränkend auszulegen, wenn die Aufrechterhaltung des verbotswidrig geschaffenen Zustandes mit Sinn und Zweck des Verbotsgesetzes unvereinbar ist und deshalb von der Rechtsordnung nicht hingenommen werden kann (vgl. Tiedtke, DB 1990, 2307;… BGH, Urteile vom 10. November 2005 - III ZR 72/05, NJW 2006, 45 Rn. 11 f. und vom 13. März 2008 - III ZR 282/07, NJW 2008, 1942 Rn. 8 ff.;… Staudinger/Lorenz, BGB, Neubearbeitung 2007, § 817 Rn. 10).
Eine Einschränkung erfährt dieser Grundsatz nur im Schutzzweck der nichtigkeitsbegündenden Norm, der nicht konterkariert werden darf (BGH, Urteil vom 13. März 2008 - III ZR 282/07 - NJW 2008, 1942 f., juris Rn. 10), und durch den Gedanken der Generalprävention (Armgardt, JR 2009, 177, 178).
Im Juni oder Juli 2003 erbrachte die Klägerin im Rahmen eines "Schenkkreises", der wie im Senatsurteil vom 13. März 2008 (III ZR 282/07 = NJW 2008, 1942) beschrieben organisiert war, an den auf der Empfängerposition stehenden Beklagten eine Zuwendung in Höhe von 5.000 EUR.
Dieser Verstoß gegen die guten Sitten fällt im vorliegenden Fall sowohl der Klägerin als der Leistenden als auch dem Beklagten als dem Empfänger zur Last (st. Rspr.;… siehe insbesondere Senatsurteile vom 10. November 2005 - III ZR 72/05 = NJW 2006, 45, 46 Rn. 9; vom 13. März 2008 - III ZR 282/07 = NJW 2008, 1942 Rn. 6;… vom 6. November 2008 - III ZR 120/08 Rn. 10 und 121/08 Rn. 10, jeweils m.w.N.).
Die dortige Kondiktionssperre entfällt nicht nur bei Bereicherungsansprüchen, die sich gegen die Initiatoren eines "Schenkkreises" richten, sondern allgemein bei allen Zuwendungen im Rahmen derartiger Kreise, ohne dass es auf eine einzelfallbezogene Prüfung der Geschäftsgewandtheit und Erfahrenheit des betroffenen Gebers oder Empfängers ankommt (Senatsurteile vom 13. März 2008 aaO Rn. 10 ff …und vom 6. November 2008 Rn. 11).
Insbesondere war erkennbar, dass innerhalb der Leistungskondiktion der Schutzzweck der jeweiligen nichtigkeitsbegründenden Norm nicht dadurch konterkariert werden durfte, dass der durch sie zu verhindernde sittenwidrige Zustand perpetuiert oder weiterem sitten- und verbotswidrigen Handeln Vorschub geleistet werden durfte (Senatsurteil vom 13. März 2008 aaO Rn. 10 m.w.N.).
Dies verstößt - wie in der Rechtsprechung allgemein anerkannt ist - gegen die guten Sitten mit der Folge, dass die hierfür geleisteten Zuwendungen generell als rechtsgrundlos erbracht zurückgefordert werden können (…s. Senatsurteile vom 18. Dezember 2008 - III ZR 132/08, NJW 2009, 984 Rn. 7 ff;… vom 6. November 2008 - III ZR 120/08, NJW-RR 2009, 345 f Rn. 10 f; vom 13. März 2008 - III ZR 282/07, NJW 2008, 1942 Rn. 6 ff …und vom 10. November 2005 - III ZR 72/05, NJW 2006, 45, 46 Rn. 9 ff).
Damit kann dahinstehen, ob - wie der Beklagte geltend macht - die F. ein Schneeballsystem betrieben hat und dieses Schneeballsystem einer Rückzahlungssperre aus § 817 Satz 2 BGB entgegenstünde (vgl. hierzu BGH, Urteil vom 13. März 2008 - III ZR 282/07, NJW 2008, 1942 Rn. 8 ff).
Frei von Rechtsfehlern ist auch die Annahme des Berufungsgerichts, eine mögliche Nichtigkeit des "Werbevertrags" wegen Sittenwidrigkeit (vgl. etwa BGH, Urteil vom 13. März 2008 - III ZR 282/07, NJW 2008, 1942 Rn. 6 mwN) führe nicht gemäß § 139 BGB zur Nichtigkeit des Leasinggeschäfts.
Danach ist § 817 S. 2 BGB ausnahmsweise aus generalpräventiven Gründen nicht anzuwenden, wenn anderenfalls der mit der Nichtigkeitssanktion (§ 138 BGB) verfolgte Zweck dadurch konterkariert wird, dass der durch sie zu verhindernde sittenwidrige Zustand perpetuiert oder weiterem sitten- und verbotswidrigen Handeln Vorschub geleistet würde (BGH NJW 2008, 1942; NJW 2006, 45).
(BGH NJW 2008, 1942).
Der Kläger beteiligte sich im Jahre 2003 an einer sogenannten "Schenkbörse", die ähnlich wie im Senatsurteil vom 13. März 2008 (III ZR 282/07 = NJW 2008, 1942) beschrieben organisiert war.
Dies verstößt - wie in der Rechtsprechung allgemein anerkannt ist - gegen die guten Sitten (…vgl. insbesondere Senatsurteile vom 10. November 2005 - III ZR 72/05 = NJW 2006, 45, 46 Rn. 9, und vom 13. März 2008 - III ZR 282/07 = NJW 2008, 1942 Rn. 6; jeweils m.w.N.).
Der Senat hat vielmehr - nach Erlass des hier in Rede stehenden Berufungsurteils - entschieden, dass die Kondiktionssperre des § 817 Satz 2 BGB nicht nur bei Bereicherungsansprüchen entfällt, die sich gegen die Initiatoren eines "Schenkkreises" richten, sondern allgemein bei allen Zuwendungen im Rahmen derartiger Kreise, ohne dass es auf eine einzelfallbezogene Prüfung der Geschäftsgewandtheit und Erfahrenheit des betroffenen Gebers oder Empfängers ankommt (Senatsurteil vom 13. März 2008 aaO Rn. 10).
In Fallgestaltungen, die der vorliegenden in diesem Punkt ähnlich sind, hat der Bundesgerichtshof die Anwendung von § 817 Satz 2 BGB verneint (…BGH, Urt. v. 10. November 2005, III ZR 72/05, NJW 2006, 45; Urt. v. 13. März 2008, III ZR 282/07, NJW 2008, 1942: Schneeballsysteme; BGHZ 111, 308: für Schwarzarbeit; BGHZ 75, 299 Leiharbeit).
Die Klägerin beteiligte sich im Jahre 2003 an einer sogenannten "Schenkbörse", die ähnlich wie im Senatsurteil vom 13. März 2008 (III ZR 282/07 = NJW 2008, 1942) beschrieben organisiert war.
Dies verstößt - wie in der Rechtsprechung allgemein anerkannt ist - gegen die guten Sitten (…vgl. insbesondere Senatsurteile vom 10. November 2005 - III ZR 72/05 = NJW 2006, 45, 46 Rn. 9 und vom 13. März 2008 - III ZR 282/07 = NJW 2008, 1942 Rn. 6; jeweils m.w.N.).
OLG München, 29.10.2008 - 7 U 3747/08
Ungerechtfertigte Bereicherung: Kondiktionssperre bei Zuwendungen im Rahmen eines …
AG Schweinfurt, 22.10.2008 - 2 C 47/08
https://dejure.org/2008,1580
BGH, 20.03.2008 - IX ZB 104/07 (https://dejure.org/2008,1580)
BGH, Entscheidung vom 20.03.2008 - IX ZB 104/07 (https://dejure.org/2008,1580)
BGH, Entscheidung vom 20. März 2008 - IX ZB 104/07 (https://dejure.org/2008,1580)
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InsO § 74 Abs. 2 Satz 1
Erfordernis der schlagwortartigen Bezeichnung von Beschlussgegenständen auf einer öffentlich bekannt zu machenden Tagesordnung einer Gläubigerversammlung
Zur ordnungsgemäßen Bekanntmachung der Tagesordnung für eine Gläubigerversammlung
Bekanntmachung der Tagesordnung der Gläubigerversammlung
Gläubigerversammlung - Schlagwortartige Bezeichnung der Taggesordnung erforderlich
Schlagwortartige Bezeichnung der Beschlussgegenstände als notwendiger Inhalt der öffentlich bekannt zu machenden Tagesordnung der Gläubigerversammlung
InsO § 74 Abs. 2 S. 1
Anforderungen an die Tagesordnung der Gläubigerversammlung
Anforderungen an öffentlich bekannt zu machende Tagesordnung
InsO §§ 78, 74; ZPO § 574
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des BGH v. 20.03.2008, Az.: IX ZB 104/07 (Bezeichnung der Beschlussgegenstände in Tagesordnung der Gläubigerversammlung)" von MinR Dr. Ulf Gundlach und RA Dr. Volkhard Frenzel, original erschienen in: NZI 2008, 430 - 431.
AG Saarbrücken, 15.02.2006 - 116 IN 43/05
LG Saarbrücken, 09.05.2007 - 5 T 115/06
ZIP 2008, 1030
ZIP 2008, 1031
NZI 2008, 430
WM 2008, 1036
Rpfleger 2008, 389
Auch soweit der weitere Beteiligte zu 1 gestützt auf den Einladungsmangel (vgl. BGH, Beschluss vom 20. März 2008 - IX ZB 140/07, NZI 2008, 430 Rn. 3) die Feststellung der Nichtigkeit des Beschlusses der Gläubigerversammlung vom 10. März 2010 erreichen möchte, ist die Rechtsbeschwerde gemäß § 574 Abs. 1 ZPO unstatthaft.
Wegen dieser formellen Mängel der Tagesordnung hätte der Beschluss zu den §§ 160, 162 InsO durch die Gläubigerversammlung nicht gefasst werden dürfen und ist deswegen nichtig (vgl. BGH, Beschluss vom 20. März 2008 - IX ZB 104/07, NZI 2008, 430 Rn. 3).
Eine weiter reichende Entscheidungsbefugnis habe auch das Beschwerdegericht nicht (Kirchhof, ZInsO 2007, 1196, 1197; Blank, EWiR 2008, 373, 374; Pape, ZInsO 2000, 469, 474).
In seinem Beschluss vom 20. März 2008 (IX ZB 104/07, NZI 2008, 430) hat der Senat sich zur Statthaftigkeit der Rechtsbeschwerde nicht geäußert.
Zu einer ordnungsgemäßen Bekanntmachung der Tagesordnung gehört eine wenigstens schlagwortartige Bezeichnung der Tagesordnungspunkte (BGH, Beschluss vom 20. März 2008 - IX ZB 104/07, ZIP 2008, 1030 Rn. 3;… vom 21. Juli 2011 - IX ZB 128/10, ZIP 2011, 1626 Rn. 7).
Er ist bisher vor allem in Fällen anerkannt, in denen bei der Einberufung der Versammlung der Gegenstand der Beschlussfassung (d.h. die Tagesordnung) nicht oder so ungenau bestimmt war, dass den Teilnahmeberechtigten eine sachgerechte Vorbereitung und eine Entscheidung, ob sie an der Versammlung teilnehmen wollen, nicht möglich war (BGH NJW 1987, 1811 f.; BGH NJW 2008, 69, 72 f. Tz. 38; BGH NZI 2008, 430; LG Saarbrücken ZIP 2008, 1031 ff.;… Kübler, in: Kübler/Prütting/Bork, InsO, § 74 RdNr. 15;… Uhlenbruck, InsO, 12. Aufl. 2003, § 74 RdNr. 13, § 76 RdNr. 26;… MünchKomm-Ehricke, InsO, 2. Aufl. 2007, § 74 RdNr. 33, 45, § 76 RdNr. 34).
Für die Feststellung der Nichtigkeit eines Beschlusses der Gläubigerversammlung gelten die formellen und sachlichen Voraussetzungen des § 78 Abs. 1 InsO weder unmittelbar noch entsprechend (BGH NZI 2008, 430).

References: § 172
 § 171
 § 172

BGH 
 § 172
 § 171
 § 172
 § 172
 § 172
 § 172
 § 172
 BGH 
 § 172
 BGH 
 § 172
 § 817
 § 138
 § 817
 § 817
 § 138
 § 817
 § 817
 § 138
 BGH 
 § 817
 § 817
 § 817
 § 139
 § 817
 § 817
 § 817
 § 74
 § 74
 § 574
 BGH 
 § 574
 BGH 
 BGH 
 § 74
 § 74
 § 76
 § 74
 § 76
 § 78