Source: http://strobl-archaeologie.de/basis_bayern.php
Timestamp: 2018-07-22 12:07:41+00:00

Document:
Hans Strobl - Arch�ologische Baubegleitung
LEISTUNGEN PROFIL DOWNLOADS + LINKS KONTAKT
Arch�ologische Baubegleitung
Im Regelfall wird der Bauherr von der Bauverwaltung darauf aufmerksam gemacht, dass ein Bodendenkmal im Baufeld vorliegt. Dies ist jedoch nicht in jedem Fall an die Erteilung der Baugenehmigung gekoppelt, sondern erfolgt in einem gesonderten Verfahren durch die Untere Denkmalschutzbeh�rde (UD). Um sich fr�hzeitig Klarheit zu verschaffen sollte der Bauherr aktiv bei der UD oder dem Landesamt f�r Denkmalpflege (BLfD) nachfragen.
Eine erste Information kann sich jeder im Bayernviewer-Denkmal verschaffen. Die dort vorliegende Datenlage ist jedoch nicht rechtsverbindlich. Evtl. liegen neuere Informationen vor, die noch nicht eingepflegt sind.
Fr�hzeitige Information bedeutet f�r den Bauherren die M�glichkeit bereits in der Planungsphase Zeit und Kosten f�r denkmalpflegerische Ma�nahmen zu ber�cksichtigen und damit einen berechenbaren und reibungsfreien Bauablauf.
Im Zuge der Durchf�hrung einer Bauma�nahme unvorhergesehen angetroffene Bodendenkm�ler sind nach Art. 8 Abs.1 des Bayerischen Denkmalschutzgesetzes anzuzeigen. Nach Art. 8 Abs. 2 ist dann der Fundort bis zu einer Woche unver�ndert zu belassen.
Nach Art. 7 Abs. 1 BayDschG bedarf ein Bodeneingriff im Bereich eines bekannten Bodendenkmals der Erlaubnis. Diese denkmalrechtliche Erlaubnis muss vom Bauherrn bei der Unteren Denkmalschutzbeh�rde parallel zur Baugenehmigung beantragt werden. Die Baugenehmigung ersetzt nicht die denkmalrechtliche Erlaubnis.
In ihr sind im Einvernehmen mit dem Bayerischen Landesamt f�r Denkmalpflege die Auflagen f�r einen Bodeneingriff formuliert. In der Regel bedeutet dies, dass f�r alle Bodeneingriffe ein Arch�ologe zugezogen werden muss. Nach tats�chlicher Feststellung von Bodendenkm�lern wird dann eine Ausgrabung und wissenschaftliche Dokumentation durch eine arch�ologische Fachfirma das Baufeld freimachen.
Die Kosten f�r die zur Freimachung des Baufeldes durchgef�hrte Ausgrabung tr�gt nach dem sog. Verursacherprinzip der Bauherr. Er hat auch f�r die Auswahl und Beauftragung der Grabungsfirma zu sorgen. Rechtsgrundlage ist das BayVwVfG Art. 36 u. Art.74 Abs. 2 Satz 2.
Schutz der Bodendenkm�ler
Da der Schutz der Denkm�ler gesetzesrechtlich im Vordergrund steht, eine Ausgrabung das Bodendenkmal jedoch meist vollst�ndig zerst�rt, wird das BLfD zur Vermeidung dieser Zerst�rung wenn m�glich eine denkmalvertr�gliche �berdeckung evtl. mit Umplanung der Bauma�nahme unterst�tzen.
Voruntersuchung und Konzeptentwicklung
Um den Umfang und die Kosten der notwendigen bodendenkmalpflegerischen Ma�nahmen, sei es Ausgrabung oder �berdeckung, f�r die Planung des Bauherren m�glichst verl�sslich festzulegen, ist es w�nschenswert fr�hzeitig den Denkmalbestand und die M�glichkeiten des Umganges damit zu ermitteln. Auf der Basis der beim BLfD verf�gbarer Daten und evtl. weiterer Recherchen und Baugrunduntersuchungen k�nnen in einer Voruntersuchung die Parameter ermittelt werden und mit Hilfe dieser Risikoanalyse das f�r den Bauherren g�nstigste Verfahren ermittelt werden. Dann ist eine bauvertr�gliche Konzeptentwicklung und eine Einplanung der bodendenkmalpflegerischen Ma�nahmen in den Bauablauf m�glich.
Die Baufreigabe wird in der Regel nach Erf�llung der in der denkmalrechtlichen Erlaubnis formulierten Auflagen erteilt. Beim Vorliegen eines schl�ssigen Konzeptes wird das BLfD jedoch bereits ausgrabungsbegleitende Teilfreigaben aussprechen, die eine Parallelf�hrung von arch�ologischer Ausgrabung und Bauma�nahme zum Teil erm�glichen.
Zu sp�t ermittelte Bodendenkm�ler auf dem Baufeld verursachen vor allem wenn es zu Bauverz�gerungen kommt ein vielfaches der Kosten einer regul�r und planm��ig durchgef�hrten Ma�nahme. Vor allem durch eine evtl. entstehende Baubehinderung kann sowohl die Budgetierung als auch der Bauablauf empfindlich gest�rt werden.
Fundeigentum
Das Fundeigentum ist geregelt nach � 984 BGB, es wird geteilt zwischen Grundst�ckseigent�mer und Finder, nach allgemeiner Rechtsauffassung dem Kostentr�ger der Ausgrabung.
Damit geh�ren die Funde in der Regel dem Bauherren. Das Fundeigentum ist mit Auflagen verbunden, wie Zug�nglichhaltung und sachgerechte Lagerung. Da es sich bei den Funden in den allermeisten F�llen nicht um finanzielle sondern um rein wissenschaftliche Werte handelt, ist zu empfehlen, derartige Funde dem Staat zu �bereignen und damit die weitere F�rsorgepflicht abzugeben.
Nach Art. 9 BayDschG ist der Eigent�mer auf jeden Fall verpflichtet die Funde zur wissenschaftlichen Auswertung befristet dem BLfD zu �berlassen.
In unserem Downloadbereich finden Sie eine exemplarische Darstellung des gesamten
Beachten Sie auch unsere Links zum Informationsmaterial des BLfD.
In Baden-W�rttemberg sind arch�ologische Fundstellen gem�� � 8 Denkmalschutzgesetz vor Zerst�rung gesch�tzt. Bodeneingriffe bed�rfen einer denkmalrechtliche Genehmigung, die im Zuge des Baugenehmigungsverfahrens erteilt wird.
Eine Betroffenheit f�r bodendenkmalpflegerische Ma�nahmen entsteht f�r den Bauherren:
Beauflagung des Bauvorhabens durch die denkmalrechtliche Genehmigung.
Beauflagung des Bauvorhabens durch einen Fl�chennutzungs- oder Bebauungsplan.
Beauflagung im Zuge eines Planfeststellungsverfahrens (meist bei linearen Projekten = Pipeline-, Bahn- od. Stra�entrassen)
bei Zufallsfunden im Zuge einer Bauma�nahme.
Es besteht Meldepflicht f�r arch�ologische Funde und Fundstellen nach � 20 DschG. Die Meldungen sind an die zust�ndigen B�rgermeister�mter oder das Landesamt f�r Denkmalpflege in den Regierungspr�sidien (Ref. 26 u. 86) zu leiten.
Die Ausgrabung erfolgt regelm��ig durch Mitarbeiter des Landesamtes f�r Denkmalpflege. Der Umfang der Ma�nahmen wird unter Beachtung der Zumutbarkeit von den Unteren Denkmalschutzbeh�rden festgelegt. F�r kleine Bauma�nahmen wird die Grabung vom LAD f�r den Bauherren kostenfrei durchgef�hrt.
Wenn arch�ologische Funde aus Grabungsschutzgebieten stammen oder von der staatlichen Beh�rde entdeckt wurden oder wenn arch�ologische Funde als wissenschaftlich bedeutend eingestuft werden fallen sie nach � 23 DschG unter das sog. Schatzregal, d.h. sie geh�ren dem Land.
F�r Baden-W�rttemberg greift unser Angebot vor allem f�r Gro�projekte, bei denen der Projekttr�ger durch Anwendung des Verursacherprinzips zur Kostentragung herangezogen wird.
Beachten Sie auch unsere Links zum Informationsmaterial des LAD Baden-W�rttemberg.

References: Art. 8
 Art. 8
 Art. 7
 Art. 36
 Art.74
 Art. 9