Source: https://www.sozialhilfe24.de/bafoeg/zweitausbildung-ergaenzungsausbildung-vertiefungsausbildung.html
Timestamp: 2018-09-20 17:34:23+00:00

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Eine Ausbildung ist berufsqualifizierend, wenn sie eine berufliche Grundbildung oder berufliche Fachkenntnisse und im Regelfall auch eine berufliche Qualifikation vermittelt (also etwa die Ausbildung an einer Berufsfachschule, Fachschule, Höheren Fachschule, Akademie, Hochschule). Nach dem BAföG werden über die weiterführende allgemeinbildende Schulausbildung hinaus mindestens drei Jahre berufsbildender Ausbildung gefördert. Dabei gilt, dass betriebliche Ausbildungen, die nicht an einer nach dem BAföG förderungsfähigen Ausbildungsstätte durchgeführt werden (z. B. Ausbildung zum Mauerer in einem Baubetrieb), beeinträchtigen dann weiterhin bestehenden Förderungsanspruch nach § 7 Abs. 1 BAföG nicht. Wird eine berufsqualifizierende Ausbildung in weniger als 3 Schul- oder Studienjahren abgeschlossen, so verbraucht sie den Grundanspruch auf Förderung nach dem BAföG nicht. Es besteht ein Anspruch auf Förderung einer weiteren Ausbildung nach § 7 Abs. 1 BAföG, auch dann, wenn dabei der Dreijahreszeitraum überschritten wird. Beispiel für einen Verbrauch des Grundförderungsanspruchs nach § 7 Abs. 1 BAföG: Abitur und erfolgreiches Studium. Ein weiter von dem Auszubildenden angestrebtes Aufbaustudium könnte als weitere Ausbildung lediglich unter den in § 7 Abs. 2 BAföG genannten Ausnahmevoraussetzungen gefördert werden.
§ 7 Abs. 1a BAföG gibt neben § 7Abs. 2 BAföG die Möglichkeit der Förderung eines Master- oder Magisterstudienganges oder eines postgradualen Studienganges. Voraussetzung ist, dass dieser a) auf einem Bachelor- oder Bakkalaureusstudiengang aufbaut und b) der Auszubildende außer dem Bachelor- oder Bakkalaureusstudiengang noch keinen Studiengang abgeschlossen hat. Es ist kein zeitlicher Zusammenhang zwischen Bachelor-/Bakkalaureus- und aufbauendem Studiengang notwendig. Wenn der Auszubildende zwischen dem Bachelor-/Bakkalaureus- und dem aufbauenden Studiengang mindestens drei Jahre erwerbstätig ist, so geschieht die Förderung gemäß § 11 Abs. 3 Satz 1 Nr. 4 BAföG unabhängig vom Einkommen der Eltern. Es muss aber die Altersgrenze des § 10 Abs. 3 BAföG eingehalten sein.

References: § 7
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 § 11
 § 10