Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/1/81350000004.htm
Timestamp: 2018-12-11 20:56:40+00:00

Document:
1.35.004 Krätzental
Verordnung gilt für die LSG 1.35.004 und 1.36.032
Verordnung des Regierungspräsidiums Nordwürttemberg als höhere Naturschutzbehörde über das Landschaftsschutzgebiet "Krätzental" vom 27. Dezember 1972 (GBl. 1973, S. 66).
Auf Grund der §§ 5 und 19 des Reichsnaturschutzgesetzes vom 26. Juni 1935 (RGBl. I S. 821), zuletzt geändert durch das Gesetz zur Änderung und Bereinigung von Straf- und Bußgeldvorschriften des Landes Baden-Württemberg vom 6. April 1970 (GBl. S. 111), und des § 7 der Verordnung zur Durchführung des Reichsnaturschutzgesetzes und des Gesetzes zur Ergänzung und Änderung des Reichsnaturschutzgesetzes in der Fassung vom 17. Oktober 1962 (GBl. S. 203) wird verordnet:
Der in § 2 näher beschriebene Landschaftsteil in den Gemeindegebieten Neresheim, Landkreis Aalen, und Großkuchen, Landkreis Heidenheim, wird dem Schutz des Reichsnaturschutzgesetzes unterstellt. Dieser Landschaftsteil wird als Landschaftsschutzgebiet "Krätzental" bezeichnet.
(1) Zu dem Schutzgebiet, das eine Größe von ca. 76 ha hat, gehört der Landschaftsteil Krätzental zwischen Haltepunkt Brünstholz der Härtsfeldbahn und Großkuchen mit anschließenden Talhängen nordöstlich Großkuchens.
(2) Das Schutzgebiet umfaßt auf Markung Neresheim-Elchingen die Grundstücke Parz.Nr. 813/1, 814/1, 2812/2, 2813, 2834 bis 2840/4, 2840/6, 2841/1 bis /3, 2842, 2844, 2845/1 bis /5, 2846 (teilweise), F.W.Nr. 22/2 (teilweise), F.W.Nr. 34 (teilweise) und auf Markung Großkuchen die Grundstücke Parz.Nr. 163 (teilweise), 164 bis 169, 177 bis 180, 181 (teilweise), 182 (teilweise), 183 bis 185, 533/1 und /3, 533/2 (teilweise), 536 bis 548, 550 bis 561, 1645.
(3) Die Grenzen des Schutzgebiets sind in eine Landschaftsschutzkarte grün eingetragen, die beim Regierungspräsidium Nordwürttemberg in Stuttgart aufbewahrt wird. Die Landschaftsschutzkarte besteht aus 6 Einzelblättern im Maßstab 1 : 2 500. Ausfertigungen der Karte befinden sich beim Landratsamt in Aalen und Heidenheim. Die Karten können während der Sprechzeiten eingesehen werden.
(1) Maßnahmen, die geeignet sind, einer der in § 3 genannten Wirkungen hervorzurufen, bedürfen der vorherigen schriftlichen Erlaubnis des Landratsamtes in dessen Gebiet das betroffene Grundstück gelegen ist.
4. Abgrabung von Steinen oder anderen Erdbestandteilen einschließlich der Erweiterung bereits bestehender Abbaustätten, soweit nicht bereits Nr. 1 Anwendung findet;
9. Anlegen von Gewässern, auch wenn sie keiner wasserrechtlichen Entscheidung bedürfen;
15. durch die Acker in Grünland oder Grünland in Acker umgewandelt wird, oder
16. die nach den Regeln einer ordnungsmäßigen Bewirtschaftung zur land- oder forstwirtschaftlichen Nutzung erforderlich sind, soweit es sich nicht um Ausstockungen, Neuaufforstungen, die Anlage von Obstkulturen oder die in § 4 Abs. 2 Nrn. 1, 2, 5, 6 und 9 genannten Änderungen handelt.
17. das Aufstellen transportabler Weidezäune;
18. die Errichtung feststehender Weidezäune aus Holzpfosten mit einer Höhe bis 1.30 m und 3 Längsdrähten bzw. ungehobelten Querlatten oder Knotengitter;
19. die Errichtung offener Viehunterstände auf den als Viehweide genutzten Grundstücken.
20. das Aufstellen von Schildern, die auf den Schutz des Gebiets hinweisen, Verbotstafeln, Verkehrszeichen sowie Schilder für die Forst- und Waldeinteilung;
21. die ordnungsmäßige Ausübung der Jagd und der Fischerei mit Ausnahme der Errichtung von baulichen Anlagen im Sinne des § 4 Abs. 2 Nr. 1.
(1) In besonderen Fällen, namentlich wenn überwiegende Gründe des Wohls der Allgemeinheit vorliegen, kann das Landratsamt in dessen Gebiet das betroffene Grundstück gelegen ist, mit Zustimmung des Regierungspräsidiums als höhere Naturschutzbehörde Ausnahmen von § 3 zulassen.
22. entgegen § 3 die Landschaft verunstaltet oder die Natur schädigt oder den Naturgenuß beeinträchtigt,
23. entgegen § 4 Maßnahmen, die geeignet sind, eine der in § 3 genannten Wirkungen hervorzurufen, ohne vorherige schriftliche Erlaubnis des zuständigen Landratsamts vornimmt,
handelt ordnungswidrig im Sinne des § 13 Abs.. 2 Nr. 3 des Gesetzes zur Ergänzung und Änderung des Reichsnaturschutzgesetzes vom 8. Juni 1959 (GBl. S. 53), zuletzt geändert durch das Zweite Gesetz über die Änderung der Zuständigkeiten der Ministerien vom 25. Juli 1972 (GBl. S. 400) und kann mit einer Geldbuße belegt werden.
Durch VO vom 10.10.1996 (NSG 1.220 " Buchhalde-Neresheimer Tal") Fläche um 4 ha verkleinert.

References: § 7
 § 2
 § 3
 § 4
 § 4
 § 3
 § 3
 § 4
 § 3
 § 13