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Timestamp: 2017-12-12 14:00:08+00:00

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Teil 2 - Urteile chronologisch :: Online & Recht
Bundespatentgericht, Beschluss v. 17.11.2017 - Az.: 25 W (pat) 112/14
Nespresso-Kaffeekapsel
1.	Als Marke angemeldete oder eingetragene dreidimensionale Warenverpackungsformen sind im Anmeldeverfahren bzw. Löschungsverfahren in gleicher Weise wie Warenformen auf Schutzhindernisse nach § 3 Abs. 2 MarkenG zu prüfen, wenn es sich um notwendige Verpackungsformen handelt (EuGH, Urteil vom 12. Februar 2004 – C 218/01 = GRUR 2004, 428 Rn. 32 und 33 – Henkel). Dabei ist bei der Prüfung nicht entscheidungserheblich, ob es sich bei der Verpackung um im Großhandel übliche Großgebinde, um im Einzelhandel verwendete Verkaufsverpackungen oder aber um Portionsverpackungen handelt, die regelmäßig nur in einer größeren Umverpackung im Handel erhältlich sind. Außerdem steht der Bejahung des Schutzhindernisses nach § 3 Abs. 2 Nr. 2 MarkenG nicht entgegen, wenn die Portionsverpackung neben der bloßen Portionierung noch weitere (produktbezogene technische) Funktionen erfüllt, wie hier die Funktion, in einer Kaffeekapselmaschine mit dafür speziell angepassten Merkmalen der Kapsel verwendet zu werden.
2.	Die angegriffene dreidimensionale Gestaltung, die als IR-Marke seit dem Jahr 2003 u. a. für „Kaffee, Kaffeeextrakte und kaffeebasierte Zubereitungen, Kaffeeersatz und künstliche Kaffeeextrakte“ auch in Deutschland geschützt ist, stimmt in ihren wesentlichen Merkmalen mit den äußeren Merkmalen des Patentgegenstands der deutschen Patentschrift DE 27 52 733 (Patenterteilungsbeschluss vom 4. September 1981) überein. Diese wesentlichen Merkmale erfüllen allesamt eine technische Funktion i. S. d. § 3 Abs. 2 Nr. 2 MarkenG dahingehend, in einer Kaffeekapselmaschine in vorteilhafter Weise verwendet zu werden, was in der Patentschrift im Einzelnen beschrieben wird.
3.	Ob die wesentlichen Formmerkmale einer Gestaltung zur Erreichung einer technischen Wirkung i. S. d. § 3 Abs. 2 Nr. 2 MarkenG erforderlich sind, kann in der Regel nicht isoliert allein anhand der geschützten Form beurteilt werden, sondern nur dann, wenn auf den bestimmungsgemäßen Gebrauch der entsprechenden Gestaltung (im Zusammen-hang mit den beanspruchten bzw. geschützten Waren) abgestellt wird.
Oberlandesgericht Frankfurt_aM, Urteil v. 16.11.2017 - Az.: 6 U 182/14-2
Informationspflichten bei Werbung mit Testergebnissen: Verlinkung nur dann nicht notwendig, wenn Informationen auf Hauptseite der genannten Webseite erreichbar
Landgericht Frankfurt_aM, Urteil v. 26.10.2017 - Az.: 2-03 O 190/16
Kein Recht auf Vergessen bei 6 Jahre alten Berichten über Geschäftsführertätigkeit
Oberlandesgericht Frankfurt_aM, Urteil v. 19.10.2017 - Az.: 6 U 110/17
Preiserhöhung durch bloße Information auf Online-Kundenportal unzulässig
Europäischer_Gerichtshof, Urteil v. 17.10.2017 - Az.: C-194/16
Landgericht München_I, Urteil v. 17.10.2017 - Az.: 33 O 20488/16
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Europäischer_Gerichtshof, Urteil v. 12.10.2017 - Az.: C-289/16
Kammergericht Berlin, Beschluss v. 11.10.2017 - Az.: 5 W 221/17
Bundesgerichtshof, Urteil v. 05.10.2017 - Az.: III ZR 56/17
Oberlandesgericht München, Urteil v. 29.09.2017 - Az.: 29 U 745/16

References: § 3
 § 3
 § 3
 § 3
 Art. 246
 § 1