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Timestamp: 2016-10-21 18:26:17+00:00

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4A_206/2014 (18.09.2014)
4A_206/2014; 4A_236/2014 � � Urteil vom 18. September 2014
Die 1985 geborene A.________ (Kl�gerin) fuhr am Mittwoch, 17. April 1996, um ca. 12.55 Uhr, zusammen mit ihren Eltern und ihrem Bruder mit der Seilbahn der B.________ AG (Beklagte) auf das Klein Matterhorn. Mit den Skiern fuhr sie �ber Plateau Rosa in Richtung Trockener Steg. Sie trug eine Schneebrille, jedoch keinen Helm. Auf dem Theodulgletscher hielt die Familie etwa 200 m vor der Poma-Ebene in Fahrtrichtung gesehen am linken Pistenrand an. Gem�ss Weisung des Vaters fuhren die Kinder alsdann gradlinig los, um das Flachst�ck der Poma-Ebene mit gen�gendem Tempo befahren zu k�nnen. Die Kl�gerin folgte im Bereich des linken Pistenrandes in Hockeposition ihrem Bruder, der rechts von ihr fuhr. Nach einer Fahrstrecke von etwa 100 m folgte sie nicht der leichten Rechtsbiegung der Piste, sondern fuhr geradeaus, kam dadurch vom pr�parierten Teil der Piste ab, gelangte in den Weichschnee und prallte ungebremst mit dem Kopf gegen eine Pistenmarkierungs-Eisenstange. Sie erlitt schwere Verletzungen.
B.a.�Am 29. M�rz 2007 reichte A.________ beim Bezirksgericht Visp Klage ein mit dem Begehren, die Beklagte sei zur Zahlung einer angemessenen Genugtuung nebst Zins zu 5 % seit dem 17. April 1996, einer angemessenen Entsch�digung gem�ss GTar (damals das Gesetz betreffend den Tarif der Kosten und Entsch�digungen vor den Gerichts- und Verwaltungsbeh�rden vom 14. Mai 1998; vgl. nunmehr das Gesetz betreffend den Tarif der Kosten und Entsch�digungen vor Gerichts- oder Verwaltungsbeh�rden vom 11. Februar 2009; SGS 173.8, das gem�ss dessen Art. 46 auf die bei seinem Inkrafttreten h�ngigen Verfahren anwendbar ist, soweit �ber die Kosten nicht vor dessen Inkrafttreten endg�ltig entschieden wurde) und s�mtlicher Kosten von Verfahren und Entscheid zu verpflichten.
Anl�sslich einer Vorverhandlung vom 10. April 2008 wurde das Verfahren von Amtes wegen auf die Ausf�llung eines Vorurteils im Sinne von Art. 210 Abs. 1 der Zivilprozessordnung vom 24. M�rz 1998 (ZPO/VS) �ber die Frage der Haftbarkeit der Beklagten beschr�nkt. Am 9. M�rz 2009 leitete der Bezirksrichter das Dossier zur Urteilsf�llung an das Kantonsgericht Wallis weiter. Mit Urteil vom 6. Dezember 2010 stellte das Kantonsgericht fest, die Beklagte hafte f�r den Unfall im Umfang von 80 % (Disp. Ziff. 1). Es auferlegte die Gerichtskosten zu 1/5 der Kl�gerin und zu 4/5 der Beklagten (Disp. Ziff. 2), verpflichtete die Kl�gerin, der Beklagten eine Parteientsch�digung von Fr. 1'220.-- (Disp. Ziff. 3), und die Beklagte, der Kl�gerin eine solche von Fr. 4'880.-- (Disp. Ziff. 4) zu bezahlen.
B.b.�Auf die gegen dieses Urteil des Kantonsgerichts gerichteten Beschwerden beider Parteien trat das Bundesgericht mit Urteilen 4A_280/2011 und 4A_282/2011, beide vom 23. Mai 2011, nicht ein.
B.c.�Im Rahmen der Fortf�hrung des Prozesses vor Bezirksgericht Visp pr�zisierte die Kl�gerin ihr Rechtsbegehren betreffend Genugtuung und verlangte, die Beklagte sei zu verpflichten, ihr eine Genugtuung von Fr. 194'400.-- zu bezahlen nebst Zins.
Mit Urteil vom 31. Oktober 2012 erkannte das Bezirksgericht, die Beklagte schulde der Kl�gerin Fr. 96'000.-- nebst Zins zu 5 % ab dem 17. April 1996. Die Kosten auferlegte es je zur H�lfte beiden Parteien. Parteientsch�digungen wurden nicht zugesprochen.
B.d.�Gegen dieses Urteil erhoben beide Parteien Berufung beim Kantonsgericht. Die Kl�gerin beantragte die Zusprechung einer Genugtuung von Fr. 194'000.-- nebst Zins, die Beklagte die vollst�ndige Abweisung der Klage, je unter voller Kosten- und Entsch�digungsfolge f�r beide Instanzen zulasten der Gegenpartei. Mit Urteil vom 19. Dezember 2013 verpflichtete das Kantonsgericht Wallis die Beklagte in teilweiser Gutheissung der Berufung der Kl�gerin und vollst�ndiger Abweisung der Berufung der Beklagten, der Kl�gerin Fr. 112'000.-- (80 % von Fr. 140'000.--) nebst Zins zu 5 % seit dem 17. April 1996 zu bezahlen (Disp. Ziff. 1). Die Kosten des erstinstanzlichen und des Berufungsverfahrens auferlegte es zu 7/10 der Beklagten und zu 3/10 der Kl�gerin (Disp. Ziff. 2) und verrechnete sie mit den geleisteten Kostenvorsch�ssen (Disp. Ziff. 3 und 4). Die Beklagte wurde verpflichtet, der Kl�gerin f�r beide Instanzen eine Parteientsch�digung von Fr. 15'484.-- und die Kl�gerin ihrerseits, der Beklagten eine solche von Fr. 6'636.-- zu bezahlen (Disp. Ziff. 5).
C.a.�Im Verfahren 4A_206/2014 beantragt die Kl�gerin, die Urteile des Kantonsgerichts vom 6. Dezember 2010 und 19. Dezember 2013 seien aufzuheben, und es sei gerichtlich festzustellen, dass die Beklagte ihr f�r den Unfall vom 17. April 1996 zu 100 % hafte, sowie die Beklagte zu verurteilen, ihr eine Genugtuung von Fr. 140'000.-- nebst Zins zu 5 % seit 17. April 1996 zu bezahlen. Die Gerichtskosten gem�ss beiden Urteilen seien vollumf�nglich der Beklagten aufzuerlegen und diese zu einer vollen Parteientsch�digung von Fr. 6'100.-- und Fr. 15'484.-- zu verurteilen. Eventualiter seien die beiden Urteile aufzuheben und die Sache zu neuer Beurteilung der Haftung und Neufestsetzung der Gerichts- und Parteikosten an das Kantonsgericht zur�ckzuweisen; alles unter Kosten- und Entsch�digungsfolge.
Die Beklagte beantragt in diesem Verfahren die Abweisung der Beschwerde der Kl�gerin. Die Vorinstanz hat mit Vernehmlassung zu verschiedenen Sachverhaltsr�gen der Kl�gerin Stellung genommen. Diese hat unaufgefordert eine Replik eingereicht. Das Kantonsgericht und die Beklagte haben unter Verweis auf ihre bisherigen Ausf�hrungen auf Gegenbemerkungen zur Replik verzichtet.
C.b.�Im Verfahren 4A_236/2014 beantragt die Beklagte dem Bundesgericht, beide angefochtenen Urteile seien aufzuheben und die Klage abzuweisen. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an das Kantonsgericht zur�ckzuweisen. S�mtliche Kosten seien der Kl�gerin aufzuerlegen und diese sei zu verpflichten, ihr f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine Parteientsch�digung zu bezahlen. F�r die Festsetzung der Verfahrenskosten und der Parteientsch�digung f�r das erstinstanzliche Verfahren und das Verfahren vor Kantonsgericht sei die Sache an das Kantonsgericht zur�ckzuweisen.
Die Kl�gerin schliesst auf Abweisung der Beschwerde der Beklagten, soweit darauf eingetreten werden kann. Die Vorinstanz hat auf eine inhaltliche Vernehmlassung zu dieser Beschwerde verzichtet.
Das Urteil der Vorinstanz vom 19. Dezember 2013 ist ein verfahrensabschliessender Endentscheid (Art. 90 BGG) einer letzten kantonalen Instanz im Sinne von Art. 75 Abs. 1 und 2 BGG. Beim Urteil vom 6. Dezember 2010 handelte es sich um einen Vor- oder Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Da der Zwischenentscheid nach dieser Bestimmung nicht direkt anfechtbar war (vgl. zit. Urteile 4A_280/2011 und 4A_282/2011), kann er nach Art. 93 Abs. 3 BGG zusammen mit dem Endentscheid angefochten werden, soweit er sich auf dessen Inhalt auswirkt. Sodann �bersteigt der Streitwert die Grenze nach Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG. Da auch die �brigen Sachurteilsvoraussetzungen erf�llt sind, ist - unter Vorbehalt einer hinl�nglichen Begr�ndung (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG) - grunds�tzlich auf die Beschwerden einzutreten.
2.1.�Mit Beschwerde in Zivilsachen k�nnen Rechtsverletzungen nach Art. 95 und 96 BGG ger�gt werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist somit weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen oder eine Beschwerde mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen. Mit Blick auf die Begr�ndungspflicht des Beschwerdef�hrers (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG) behandelt es aber grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind; es ist jedenfalls nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche Beh�rde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu untersuchen, wenn diese vor Bundesgericht nicht mehr vorgetragen werden (BGE 140 III 86 E. 2 S. 88 f., 115 E. 2 S. 116).
2.2.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). �berdies muss die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein (Art. 97 Abs. 1 BGG). Die beschwerdef�hrende Partei, welche die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz anfechten will, muss klar und substanziiert aufzeigen, inwiefern die ger�gten Feststellungen bzw. die Unterlassung von Feststellungen offensichtlich unrichtig sind oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen (BGE 140 III 16 E. 1.3.1 S. 18 mit Hinweisen). Soweit die beschwerdef�hrende Partei den Sachverhalt erg�nzen will, hat sie zudem mit Aktenhinweisen darzulegen, dass sie entsprechende rechtsrelevante Tatsachen und taugliche Beweismittel bereits bei den Vorinstanzen prozesskonform eingebracht hat (BGE 140 III 86 E. 2 S. 90 mit Hinweisen).
Die Beklagte argumentiert vor Bundesgericht, die Markierung der Skipiste mit den ungepolsterten Eisenstangen habe den damals massgebenden Sicherheitsanforderungen entsprochen. Sie bestreitet die ihr zur Last gelegte Verletzung der Verkehrssicherungspflicht und damit ihre Haftung. Sollte sich diese R�ge als begr�ndet erweisen, w�rden sich Ausf�hrungen zu den in den Beschwerden ebenfalls thematisierten Fragen des Umfangs der Haftung beziehungsweise der Schwere eines allf�lligen Selbstverschuldens der Kl�gerin er�brigen. Daher ist diese R�ge vorab zu behandeln.
3.1.�Im Urteil vom 6. Dezember 2010 bejahte die Vorinstanz eine Verletzung der Verkehrssicherungspflicht durch die Beklagte. Sie stellte fest, am Pistenrand seien Eisenstangen als Pistenbegrenzungsmarkierungen aufgestellt gewesen. Damit habe die Beklagte eine Gefahrenquelle geschaffen. Die Beklagte habe diese Stangen eingesetzt, da sie sich aus meteorologischer Sicht bew�hrt h�tten, und dies, obwohl ihr aufgrund der Pistenf�hrung und der Topografie auch bekannt gewesen sei, dass ein grosser Teil der Schneesportler am Unfallort mit verh�ltnism�ssig hohem Tempo passierten, um das anschliessende Flachst�ck mit gen�gender Geschwindigkeit (und wenn m�glich ohne Stockeinsatz) befahren zu k�nnen. Aufgrund der Rechtskurve bei wesentlich erh�htem Fahrtempo habe die Beklagte damit rechnen m�ssen, dass es an dieser Stelle zu Fahrfehlern kommen k�nne. Sie w�re daher ihrer Sicherungspflicht nur dann gen�gend nachgekommen, wenn sie entweder statt der eingesetzten Eisenstangen Kunststoffstangen verwendet oder die Eisenstangen gepolstert h�tte. Auch wenn davon ausgegangen werde, dass Kunststoffstangen im damaligen Zeitpunkt im hochalpinen Gel�nde auf Gletschern mit insbesondere starken Windexpositionen sowie tiefen Temperaturen br�chiger und insgesamt anf�lliger waren, h�tte die Beklagte diese trotzdem schon damals am Unfallort einsetzen k�nnen. Der entsprechende Mehraufwand durch h�ufigeres Ersetzen w�re ihr zuzumuten gewesen, zumal diese Kunststoffstangen nur an exponierten Stellen wie am Unfallort in einer Kurve und nicht entlang aller Pisten h�tten angebracht werden m�ssen. Der Einsatz von Kunststoffstangen h�tte den Aufprall wesentlich reduziert. Wenn die Beklagte trotz Wissen um das Vorhandensein dieser Kunststoffstangen darauf verzichtete, h�tte sie die Eisenstangen wenigstens polstern m�ssen. Durch Polsterung w�re das Verletzungsrisiko erheblich vermindert worden und bei Einsatz eines optimalen Schaumstoffes h�tte es sogar praktisch eliminiert werden k�nnen, wie dies die Arbeitsgruppe f�r Unfallmechanik der Universit�t und Eidgen�ssischen Technischen Hochschule Z�rich in ihrem Bericht festgehalten habe. Der Kausalzusammenhang zwischen dem Verhalten der Beklagten und der erheblichen Sch�digung der Kl�gerin sei gegeben; die Schwere der Unfallfolgen sei wesentlich durch die Art der Pistenbegrenzung beg�nstigt. Die Beklagte hafte daher f�r die Unfallfolgen. Sodann verneinte die Vorinstanz, dass der Beklagten eine versp�tete Rettung vorgeworfen werden k�nne.
3.2.�Die Beklagte stellt nicht in Frage, dass bei Polsterung der Eisenstangen oder deren Ersetzung durch Kunststoffstangen die Unfallfolgen wesentlich geringer gewesen w�ren. Sie bestreitet aber eine Verletzung der sog. Verkehrssicherungspflicht. Diese verpflichtet Bergbahn- und Skiliftunternehmen, die Pisten erstellen und diese f�r den Skilauf �ffnen, die zur Gefahrenabwehr zumutbaren Vorsichts- und Schutzmassnahmen vorzukehren. Die Verkehrssicherungspflicht ist einerseits vertraglicher Natur. Bergbahn- und Skiliftunternehmen sind im Sinne einer Nebenpflicht des mit Pistenben�tzern (Skifahrern, Snowboardern) abgeschlossenen Transportvertrages verpflichtet, auch f�r die Pistensicherheit und den Rettungsdienst zu sorgen. Der Aufwand f�r diese Dienste ist im Preis der zur Ben�tzung der Skipisten angebotenen Tages- und Wochenkarten jeweils inbegriffen. Die Verkehrssicherungspflicht hat aber auch eine Grundlage im Deliktsrecht und ergibt sich aus der allgemeinen Schutzpflicht dessen, der einen Zustand schafft, woraus angesichts der erkennbaren konkreten Umst�nde ein Schaden entstehen k�nnte. Von der Rechtsprechung noch nicht abschliessend gekl�rt und in der Lehre umstritten ist die Frage, ob Skipisten Werkcharakter haben und Bergbahn- und Skiliftunternehmen neben der allgemeinen Deliktshaftung (Art. 41 OR) auch aus der Werkeigent�merhaftung (Art. 58 OR) belangt werden k�nnen (BGE 130 III 193 E. 2.2 S. 195 mit Hinweisen). Dies kann auch hier offen bleiben. Auf welche Grundlage sich die vorliegende Klage auch immer st�tzt, interessiert einzig, ob die Skipiste, auf der die Kl�gerin verunfallte, den massgebenden Sicherheitsanforderungen entsprach (vgl. BGE 130 III 193 E. 2.2 S. 195 f.).
3.3.�Zum einen verlangt die Verkehrssicherungspflicht, dass Pistenben�tzer vor nicht ohne weiteres erkennbaren, sich als eigentliche Fallen erweisenden Gefahren gesch�tzt werden. Zum andern ist daf�r zu sorgen, dass Pistenben�tzer vor Gefahren bewahrt werden, die selbst bei vorsichtigem Fahrverhalten nicht vermieden werden k�nnen. Die Grenze der Verkehrssicherungspflicht bildet die Zumutbarkeit. Schutzmassnahmen k�nnen nur im Rahmen des nach der Verkehrs�bung Erforderlichen und M�glichen verlangt werden, wenn auch ein Mindestmass an Schutz immer gew�hrleistet sein muss. Eine weitere Schranke der Verkehrssicherungspflicht liegt in der Selbstverantwortung des einzelnen Pistenben�tzers. Gefahren, die dem Schneesport inh�rent sind, soll derjenige tragen, der sich zur Aus�bung des Schneesports entschliesst (BGE 130 III 193 E. 2.3 S. 196 mit Hinweisen).
Wie weit die Verkehrssicherungspflicht im Einzelnen reicht, h�ngt von den Gegebenheiten des Einzelfalles ab. Als Massstab zieht das Bundesgericht jeweils die von der Schweizerischen Kommission f�r Unfallverh�tung auf Schneesportabfahrten ausgearbeiteten Richtlinien f�r Anlage, Betrieb und Unterhalt von Schneesportabfahrten (SKUS-Richtlinien) und die vom Schweizerischen Verband der Seilbahnunternehmungen herausgegebenen Richtlinien (SBS-Richtlinien, ehemals SVS-Richtlinien) bei. Obwohl diese Richtlinien kein objektives Recht darstellen, erf�llen sie eine wichtige Konkretisierungsfunktion im Hinblick auf die inhaltliche Ausgestaltung der Verkehrssicherungspflicht (BGE 130 III 193 E. 2.3 S. 196 f. mit Hinweisen). Beide Richtlinien wurden letztmals im Jahr 2002 herausgegeben. Da sich der Skiunfall der Kl�gerin im Jahr 1996 ereignete, sind die damals geltenden Ausgaben der Richtlinien aus dem Jahr 1995 massgebend. Auch davon ging die Vorinstanz zu Recht aus.
Allerdings k�nnen die �rtlichen Verh�ltnisse einen h�heren Sicherheitsstandard erfordern, als es die genannten Richtlinien vorsehen. Das Bundesgericht ist an die Richtlinien nicht gebunden, sondern entscheidet selbst, welche Sorgfalt im Einzelfall geboten war, wobei das Sorgfaltsmass eine flexible, sich stets nach den tats�chlichen Gegebenheiten zu richtende Gr�sse bildet. Dabei ist es im Wesentlichen aber eine Frage des sachgerichtlichen Ermessens, ob die in einem bestimmten Zeitpunkt zu beurteilende �rtliche Situation erh�hte Sicherheitsvorkehren erfordert h�tte. Derartige Ermessensentscheide pr�ft das Bundesgericht zwar frei. Es �bt aber Zur�ckhaltung und schreitet nur ein, wenn die Vorinstanz grundlos von in Lehre und Rechtsprechung anerkannten Grunds�tzen abgewichen ist, wenn sie Gesichtspunkte ber�cksichtigt hat, die f�r den Entscheid im Einzelfall keine Rolle h�tten spielen d�rfen, oder wenn Umst�nde nicht in Betracht gezogen worden sind, die h�tten beachtet werden m�ssen. Das Bundesgericht greift ausserdem in Ermessensentscheide ein, wenn sich diese als offensichtlich unbillig, als in stossender Weise ungerecht erweisen (BGE 130 III 193 E. 2.3 S. 197, 571 E. 4.3 S. 576; je mit Hinweisen ).
3.4.�Gem�ss den Feststellungen der Vorinstanz erfolgte der Unfall 1-2 Meter neben der Piste. Es ist unbestritten, dass diese Stelle im r�umlichen Bereich der Verkehrssicherungspflicht der Beklagten liegt.
3.4.1.�Im Bereich von Piste und Pistenrand haben die Verantwortlichen durch geeignete Sicherungs- und Warnmassnahmen daf�r zu sorgen, dass Pistenben�tzern aus Gefahren kein Schaden erw�chst. Nat�rliche oder k�nstliche Hindernisse im Pisten- und Pistenrandbereich sind im Rahmen des Zumutbaren zu beseitigen oder zumindest zu kennzeichnen oder allenfalls zu polstern (SBS-Richtlinien Ziff. 16, 64, 79 f.). Blosse Warnzeichen gen�gen nicht, wenn am Pistenrand stehende Hindernisse eine erhebliche bzw. besondere Gefahrenquelle darstellen (BGE 121 III 358 E. 4a S. 361). Gem�ss Ziffer 79 der SBS-Richtlinien sind die wegr�umbaren Hindernisse, die der Skiabfahrtsben�tzer bei Anwendung der gebotenen Sorgfalt nicht leicht zu erkennen vermag und die sich ihm als eigentliche Falle pr�sentieren, zu beseitigen. Und Ziffer 80 der SBS-Richtlinien sieht vor, dass die nicht wegr�umbaren Hindernisse wie Telefonstangen, Seilbahnmasten, Mauern etc. zu signalisieren sind, eventuell wird eine Polsterung empfohlen.
Die Beklagte macht geltend, Pistenbegrenzungsstangen fielen nicht unter eine allf�llige Polsterungspflicht, namentlich nicht unter Ziffer 80 der SBS-Richtlinie, denn nach dieser Bestimmung seien nur nicht wegr�umbare Hindernisse wie Telefonstangen, Seilbahnmasten, Mauern etc. eventuell zu polstern. Pistenbegrenzungsstangen fielen nicht darunter, weil sie weder mit dem Grund fest verbunden seien, noch das n�tige Volumen der in der Richtlinie aufgef�hrten Beispiele aufwiesen. Diese R�ge st�sst ins Leere, denn die Vorinstanz ging nicht davon aus, die genannten Richtlinien w�rden konkret vorschreiben, die Eisenstangen zu polstern.
Im �brigen m�ssen Pistenbegrenzungsstangen sehr wohl den nicht wegr�umbaren Hindernissen gem�ss Ziffer 79 f. der SBS-Richtlinien und nicht den wegr�umbaren zugeordnet werden, auch wenn sie aufgrund ihrer Gr�sse und weil sie nicht fest mit dem Boden verbunden sind, nicht mit Skiliftmasten u.�. verglichen werden k�nnen. Entscheidend ist, dass sie notwendig sind, um die gebotene Markierung zu gew�hrleisten; was notwendig ist, kann nicht unter den Begriff der "wegr�umbaren Hindernisse " fallen, die es zu "beseitigen " gilt (Ziffer 79 SBS-Richtlinien), sondern unter jenen der nicht wegr�umbaren, die "soweit notwendig und zumutbar" zus�tzlich zu markieren oder zu sichern sind.
Ein objektiver Anhaltspunkt f�r eine Konkretisierung der Verkehrssicherheitspflicht kann sich auch aus einer Verkehrs�bung in einem bestimmten Zeitpunkt ergeben (BGE 130 III 193 E. 2.3 S. 196; Urteil des Bundesgerichts 4A_235/2007 vom 1. Oktober 2007 E. 5.2, publ. in: Pra 97/2008 Nr. 63 S. 418; MICHAEL B�TLER, Gefahrensatz und Verkehrssicherungspflichten im Bergrecht, in: Haftung am Berg 2013, Barbara Klett [Hrsg.], S. 36 ff., S. 61). Die Beklagte macht in diesem Sinne geltend, im Jahr 1996 sei es allgemein �blich gewesen, dass die Pistenmarkierungen aus Eisen bestanden. Sie beruft sich hierzu auf eine Zeugenaussage. Die Vorinstanz hat indessen zur �blichkeit nichts festgestellt, und aus der von der Beklagten angegebenen Stelle der Zeugenaussage kann nichts Derartiges abgeleitet werden.
Weder aus den skispezifischen Regelwerken noch aus einer festgestellten Verkehrs�bung ergeben sich somit konkrete Vorschriften zur Bestimmung der Verkehrssicherungspflicht. Vielmehr hat die Vorinstanz die Frage zu Recht aufgrund der Umst�nde gepr�ft.
3.4.2.�Die Pistenmarkierungsstangen k�nnen nicht als eigentliche "Fallen" im Sinne der zitierten Rechtsprechung verstanden werden. Die Stangen waren nach den Feststellungen der Vorinstanz am Unfalltag gut erkennbar. Gem�ss den von der Vorinstanz zitierten Aussagen des Vaters fuhr die Kl�gerin seit ihrem dritten Altersjahr regelm�ssig zwei Wochen j�hrlich mit der Familie Ski in Zermatt. Die betreffende Piste sei sie bereits mehrmals gefahren. Die Verh�ltnisse waren also bekannt. Als "Falle" wurde demgegen�ber beispielsweise ein auf einer Nebenfl�che der Piste befindliches Heuseil qualifiziert; Fallen sind "atypische k�nstliche Hindernisse" (BGE 115 IV 189 E. 3c S. 194 mit Hinweis auf BGE 109 IV 99), die nicht erkennbar sind. Als Beispiele werden etwa auch genannt: Abst�rze in der Piste oder am Rand, ungesicherte Br�cken, verdeckte Dr�hte, Sockel, Baumstr�nke (Hans-Kaspar Stiffler, Schweizerisches Skirecht, 2. Aufl. [Vorauflage] 1991, S. 149 Rz. 566). Daran �ndert auch nichts, dass sich das breite Publikum allenfalls keine Rechenschaft dar�ber gibt, welches Gefahrenpotenzial von solchen Stangen ausgehen kann, wie die Kl�gerin einwendet.
3.4.3.�Die Beklagte ist der Auffassung, bei vorsichtiger Fahrweise w�re eine Kollision mit einer Pistenmarkierungsstange vermeidbar, da die Piste an der betreffenden Stelle 29 Meter breit und mit dem Schwierigkeitsgrad rot (mittelschwer) eingestuft war sowie ein Gef�lle von 25 % aufwies. Objektiv handle es sich um einen ungef�hrlichen Unfallort. Sie beanstandet, dass die Vorinstanz die Unfallstelle angesichts ihrer Breite, der geringen Steilheit und der nur leichten Rechtsbiegung als "exponierte Stelle" bezeichnete. Beim Verst�ndnis der Vorinstanz, was eine exponierte Stelle sei, m�ssten zumindest 500 Stangen an vergleichbaren Orten gepolstert werden, was unzumutbar w�re.
Anderseits sei die Pistenmarkierung notwendig, um auch vorsichtige Fahrer vor den unvorhersehbaren Gefahren von Gletscherspalten zu bewahren. Dieses Interesse sei um ein vielfaches h�her zu gewichten, als unvorsichtige Fahrer vor einer Kollision mit einem gut sichtbaren Pistenmarkierungssystem zu sch�tzen. In hochalpinen Verh� ltnissen auf Gletschern komme es h� ufig zu pl�tzlichen Witterungsumschw�ngen. Plastikmarkierungsstangen w�rden gem�ss den Aussagen der Zeugen C.________ und D.________ aufgrund der erh�hten Br�chigkeit, Wegbrech- und Verwehungsgefahr bei St�rmen aus ihren Verankerungen gel�st. Angesichts der L�nge der Gletscherpisten von 20 km w�ren die Pistenkontrolleure chancenlos, die herausgerissenen Stangen innert K�rze wieder einzusetzen. Damit w�re die Sicherheit aller Pistenben�tzer gef�hrdet. Entgegen der Vorinstanz sei es daher gar nicht darum gegangen, ob es (wegen der schnelleren Abn�tzung) zumutbar gewesen sei, solche Stangen �fters zu ersetzen. Entscheidend sei vielmehr, dass die Markierung der Gletscherpisten nicht gew�hrleistet gewesen w�re und eine latente Absturzgefahr in Gletscherspalten bestanden h�tte. Die Beklagte r�gt in diesem Zusammenhang eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs. Sie habe vor Bezirksgericht eine Expertise zur Verwendbarkeit und (damaligen) Tauglichkeit von Kunststoffstangen beantragt. Der Antrag sei mangels Relevanz abgewiesen worden. Trotzdem habe die Vorinstanz die Tauglichkeit bejaht und dies in einseitiger W�rdigung der Aussage des Zeugen C.________ und unter Ausserachtlassung der Aussagen des Pistenchefs D.________.
3.4.4.�Es steht ausser Diskussion, dass stabile Pistenmarkierungsstangen namentlich auf Gletschern angesichts der dort vorhandenen erh�hten Absturzgefahr notwendig sind. Vorerst ist daher zu pr�fen, ob nur Pistenmarkierungsstangen aus Eisen diese Funktion erf�llen k�nnen oder ob auch Stangen aus Kunststoff hierf�r�
geeignet�waren.
Es trifft zu, dass die Vorinstanz sich im Rahmen ihrer Beurteilung der Zumutbarkeit nur zu dem mit den Kunststoffstangen verbundenen gr�sseren Aufwand �usserte. Dass diese Stangen auch bereits im Winter 1995/1996 auf Gletschern geeignet waren, setzte sie ohne weitere Begr�ndung voraus. Indessen zitierte sie ausf�hrlich aus den Aussagen des Zeugen C.________, der seit ca. 1990 Markierungsstangen, Netzhaltestangen und dergleichen vertrieb, und auch aus den Aussagen des Zeugen D.________, Pistenchef bei der Beklagten. Danach gab der Zeuge C.________ an, er denke, man habe bereits damals PVC-Stangen in hochalpinen Verh�ltnissen auf dem Gletscher einsetzen k�nnen. Demgegen�ber f�hrte der Zeuge D.________ aus, Kunststoffstangen seien bei starkem Wind weggeblasen worden; sie seien vor allem gebrochen und teilweise aus den Verankerungen gerissen worden. Die Vorinstanz hat begr�ndet, weshalb sie vor allem auf die Aussagen des Zeugen C.________ abstellte; seine Ausf�hrungen seien nachvollziehbar und er habe kein eigenes Interesse am Ausgang des Prozesses. Das ist eine Beweisw�rdigung, in die das Bundesgericht nur bei Willk�r eingreifen k�nnte (vgl. E. 2.2 hiervor). Die Beklagte r�gt zwar, es sei �bersehen worden, dass die Einsch�tzungen des Zeugen als Kunststoffstangenh�ndler einseitig zugunsten der Tauglichkeit von Kunststoffstangen ausgefallen seien. Indessen ist nicht ersichtlich, dass der Zeuge bei seiner Aussage im Jahr 2008 ein Interesse daran gehabt haben sollte, die Zust�nde weit zur�ck im Jahr 1995/96 einseitig darzustellen. Indem die Vorinstanz namentlich auf den externen Zeugen abstellte, kann ihr keine Willk�r vorgeworfen werden. Inwiefern die Vorinstanz die Aussage des Zeugen C.________ einseitig gew�rdigt haben soll, legt die Beklagte nicht n�her dar, weshalb darauf nicht einzugehen ist. Es ist somit davon auszugehen, dass die in der Saison 1995/96 erh�ltlichen Kunststoffstangen grunds�tzlich geeignet waren, auf dem Gletscher eingesetzt zu werden.
3.4.5.�Ob mit der Vorinstanz eine Verletzung der Verkehrssicherungspflicht zu bejahen ist, h�ngt davon ab, ob ein Ersetzen der Eisenstangen durch Kunststoffstangen oder deren Polsterung zumutbar waren. Die Vorinstanz hat beides bejaht. Dabei ist stets vor Augen zu halten, dass sich nach Eintritt fast jeden Unfalls zufolge einer Unterlassung eine Massnahme benennen l�sst, die den Schaden verhindert h�tte (Manuel Jaun, Der Gefahrensatz - Gefahr oder Chance, ZBJV 139/2003 S. 141 ff., S. 143; B�tler, a.a.O., S. 67). Auch wenn Sicherheitsmassnahmen denkbar gewesen w�ren, die nicht reglementarisch vorgesehen waren, muss eine Abw�gung der entgegenstehenden Interessen zeigen, was vern�nftigerweise verlangt werden konnte; in dieser Hinsicht muss einerseits der Grad der Wirksamkeit der Massnahme, ihre Kosten und ihre Nachteile und anderseits der Grad der Wahrscheinlichkeit der Gefahr und das Ausmass des zu erwartenden Schadens ber�cksichtigt werden. Der Pflichtige darf Risiken ausser Acht lassen, die mit einem Mindestmass an Vorsicht vermieden werden k�nnen (BGE 130 III 736 E. 1.3 S. 742; 126 III 113 E. 2b S. 116; Urteil des Bundesgerichts 4A_521/2013 vom 9. April 2014 E. 3.3).
3.4.5.1.�Die Vorinstanz nahm an, der Unfallort sei eine f�r die Beklagte voraussehbare Gefahrenquelle gewesen, namentlich weil die Beklagte h�tte damit rechnen m�ssen, dass die Skisportler wegen des anschliessenden Flachst�cks diese Stelle mit verh�ltnism�ssig hohem Tempo passierten und aufgrund der Rechtskurve insbesondere bei eingeschr�nkten Sichtverh�ltnissen ein Fahrfehler nicht auszuschliessen war. Die Beklagte legt nicht dar, inwiefern das Kantonsgericht mit dieser Beurteilung, namentlich der W�rdigung der �rtlichen Verh�ltnisse, das ihr zustehende Ermessen �berschritten h�tte (vgl. E. 3.4 a.E. hiervor). Die von der Vorinstanz ber�cksichtigten Gesichtspunkte sind nachvollziehbar. So war auch in BGE 121 III 358 E. 4b S. 362 ein massgeblicher Aspekt, dass eine Gegensteigung bestand und diese zu h�herem Tempo provozierte. Es trifft sodann zwar zu, dass bei einer engen Piste ein Aufprall auf ein Hindernis am Pistenrand wahrscheinlicher ist als bei einer breiten Piste wie hier. Jedoch schliesst auch diese nicht aus, dass sich Skifahrer am Pistenrand bewegen bzw. - zum Beispiel in der Hochsaison bei vollen Pisten - dort bewegen m�ssen. Wenn die Beklagte schliesslich ausf�hrt, es habe lediglich eine "leichte Kurvenbiegung" und nicht wie in BGE 121 III 358 eine "m�ssige Kurve" bestanden, spielt sie mit Worten. Es trifft zu, dass die Vorinstanz bei der Feststellung des Sachverhalts von einer "leichten Rechtsbiegung" spricht und bei der W�rdigung der Verkehrssicherungspflicht von einer "Rechtskurve". Darin liegt jedoch kein Widerspruch. Gleichzeitig ist n�mlich erstellt, dass die Kl�gerin in dieser Kurve/Biegung geradeaus weiterfuhr und deshalb in die Stange prallte. Die Vorinstanz nahm daher rechtsfehlerfrei an, dass die Kurve/Biegung geeignet war, bei einem Fahrfehler zu einer Kollision zu f�hren, auch wenn der Beklagten zuzugestehen ist, dass bei einer bloss leichten Rechtsbiegung, einer breiten Piste und wenig Gef�lle die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls als nicht besonders hoch einzustufen ist. Anderseits kann bei einer Kollision mit einer Eisenstange das Ausmass des Schadens sehr gross sein, wie das vorliegende Verfahren zeigt und auch der Beklagten bewusst sein musste.
3.4.5.2.�Die Vorinstanz hat keine Feststellungen dazu getroffen, wie viele Stellen im ganzen Pistengebiet ein mit der Unfallstelle vergleichbares Gefahrenpotential aufweisen und die Beklagte r�gt keine unvollst�ndige Sachverhaltsermittlung (vgl. E. 2.2 hiervor). Allerdings ist es f�r die Beurteilung der Zumutbarkeit und Verh�ltnism�ssigkeit von Bedeutung, ob eine bestimmte Massnahme nur an einer isolierten Stelle oder grossfl�chig umgesetzt werden muss. Insofern hat die Vorinstanz einen wesentlichen Umstand nicht einbezogen, was an sich im Rahmen der Ermessenspr�fung durch das Bundesgericht korrigiert werden kann (vgl. E. 3.4 hiervor). Trotzdem ist der angefochtene Entscheid im Ergebnis nicht zu beanstanden. Denn selbst wenn tats�chlich 500 Stangen betroffen w�ren, w�re deren Ersetzung durch die grunds�tzlich geeigneten Kunststoffstangen zumutbar gewesen, auch wenn diese teurer waren und eine gr�ssere Abn�tzung aufweisen. Ob auch eine Polsterung von 500 Stangen als verh�ltnism�ssig h�tte bezeichnet werden k�nnen, muss nicht gepr�ft werden.
Die Vorinstanz hat den Anspruch der Gesch�digten mit Blick auf das Selbstverschulden um 20 % gek�rzt.
4.1.�Sie nahm an, bei einer allf�lligen K�rzung gest�tzt auf Art. 44 OR m�sse der geistigen Entwicklung eines Kindes Rechnung getragen und dem Selbstverschulden k�nne daher nur mit zunehmendem Alter Gewicht beigemessen werden. Die fast elfj�hrige Kl�gerin habe sich aber grunds�tzlich der Gefahren des Skifahrens bewusst sein m�ssen, zumal sie seit ihrem dritten Lebensjahr Ski gefahren und regelm�ssig zwei Wochen Skiferien in Zermatt verbracht habe. Sie habe erkennen m�ssen, dass es Neuschnee gegeben hatte und die Piste nicht vollst�ndig bis zu den Pistenbegrenzungsmarkierungen gefertigt gewesen sei, dass sich mithin zwischen der pr�parierten Piste und den Markierungen auf einer Breite von einem bis zwei Metern Weichschnee befand. Sie m�sse sich vorwerfen lassen, dass sie ihre Fahrweise nicht ihrem K�nnen und den herrschenden Verh�ltnissen angepasst habe. Sie sei n�mlich in Hockeposition gefahren, sei von der pr�parierten Piste abgekommen, in den Weichschnee am Pistenrand gelangt und dort nicht mehr f�hig gewesen, ihre Ski so zu beherrschen, dass sie h�tte aus dem Weichschnee heraus fahren k�nnen. Da am Unfalltag keine guten Sichtbedingungen herrschten, h�tte sie ihre Fahrweise anpassen m�ssen. Durch ihre Fahrweise habe sie die FIS-Regel Nr. 2 verletzt. Der Umstand, dass sie beim Unfall keinen Helm getragen habe, k�nne nicht als Selbstverschulden gewertet werden. Zwar habe die Arbeitsgruppe f�r Unfallmechanik festgehalten, dass im zu beurteilenden Fall ein Helm vor den schweren Kopfverletzungen gesch�tzt h�tte. Insoweit habe das Nichttragen des Helmes Auswirkungen auf die Schwere der Verletzungen gehabt. Auch wenn in der Wintersaison 2009/10 95 % der Kinder und Jugendlichen bis siebzehn Jahre einen Helm tr�gen, habe im Unfallzeitpunkt weder eine Helmtragepflicht bestanden, noch sei die Benutzung von Skihelmen damals derart weit verbreitet gewesen wie heute. Daher gereiche das Nichttragen des Helms der Kl�gerin nicht zum Vorwurf. Sodann ber�cksichtigte die Vorinstanz, dass die Eltern die Kinder allein losfahren liessen und nicht, wie bis anhin, der Vater den Kindern vorfuhr und die Mutter den Abschluss bildete. Dieses Verhalten sei auch der Kl�gerin als Selbstverschulden anrechenbar bzw. als Herabsetzungsfaktor zu ber�cksichtigen, weil die Eltern zumindest indirekt von der Entsch�digung an ihr Kind profitierten. In einem solchen Fall, so die Vorinstanz unter Hinweis auf eine Lehrmeinung (Roland Brehm, Berner Kommentar, 4. Aufl. 2013, N. 87 zu Art. 43 OR), w�re ein Verzicht auf eine K�rzung unbillig.
4.2.�Die Beklagte ist der Auffassung, das Selbstverschulden der Kl�gerin sei so gross, dass es den ad�quaten Kausalzusammenhang zwischen einer allf�lligen Verletzung der Verkehrssicherungspflicht und dem Schaden unterbreche. Demgegen�ber ist die Kl�gerin der Meinung, dass �berhaupt kein Reduktionsgrund gem�ss Art. 44 OR vorliege.
4.3.�Auch eine Genugtuung kann wegen Selbstverschulden gest�tzt auf Art. 44 OR herabgesetzt werden (BGE 131 III 12 E. 8 S. 21; Urteil des Bundesgerichts 6B_213/2012 vom 22. November 2012 E. 3.1 publ. in: SJ 2013 I S. 169; je mit Hinweisen). Art. 44 OR billigt dem Gericht einen breiten Ermessensspielraum zu. Auch diesen Ermessensentscheid pr�ft das Bundesgericht lediglich mit der bereits hinsichtlich der Verkehrssicherungspflicht (vgl. E. 3.3 hiervor) dargelegten Zur�ckhaltung (BGE 131 III 12 E. 4.2 S. 15; zit. Urteil 6B_213/2012 E. 3.1; je mit Hinweisen).
4.4.�Die Kl�gerin r�gt eine Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV, weil die Vorinstanz von einer vollen Urteilsf�higkeit der zehneinhalb j�hrigen Kl�gerin ausgegangen sei, ohne dies weiter zu begr�nden. Unter diesen Umst�nden k�nne sie die K�rzung nach Art. 44 OR nicht pr�fen. Das Alter der Gesch�digten liege rund eineinhalb Jahre unter der Grenze, f�r welche die schweizerische Praxis eine volle Urteilsf�higkeit im Strassenverkehr annehme. Daher sei von einer Teil-Urteilsf�higkeit auszugehen.
Der Anspruch auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV) verlangt insbesondere, dass die Gerichte die rechtserheblichen Vorbringen der Parteien anh�ren und bei der Entscheidfindung ber�cksichtigen. Damit sich die Parteien ein Bild �ber die Erw�gungen des Gerichts machen k�nnen, ist sein Entscheid zu begr�nden. Die Begr�ndung muss kurz die �berlegungen nennen, von denen sich das Gericht hat leiten lassen und auf die sich sein Entscheid st�tzt. Nicht erforderlich ist hingegen, dass sich der Entscheid mit allen Parteistandpunkten einl�sslich auseinander setzt und jedes einzelne Vorbringen ausdr�cklich widerlegt. Es gen�gt, wenn der Entscheid gegebenenfalls sachgerecht angefochten werden kann (BGE 136 I 184 E. 2.2.1 S. 188; 133 III 439 E. 3.3 S. 445; je mit Hinweisen).
Diesen Anforderungen gen�gt der angefochtene Entscheid und die Kl�gerin war denn auch in der Lage, ihn sachgerecht anzufechten. Die Vorinstanz wies zu Recht darauf hin, dass sich keine allgemein g�ltigen Grenzen festlegen lassen, da Vorf�lle auf sehr unterschiedliche Gefahren zur�ckzuf�hren seien und die Lebensweise der betroffenen Kinder oft verschieden seien (i.d.S. Brehm, a.a.O., N. 23 ff. zu Art. 44 OR). Gest�tzt darauf nahm sie an, die Kl�gerin (ein fast elfj�hriges M�dchen) m�sse die Gefahren des Skifahrens beurteilen k�nnen. Spezifisch f�r das Skifahren wird in der Lehre die Auffassung vertreten, die Urteilsf�higkeit sei ab Beginn der Schulpflicht anzunehmen. Ab diesem Alter verm�ge ein Kind einzusehen, dass es nicht einfach drauf losfahren d�rfe, auch wenn es die einzelnen FIS-Regeln nicht kenne (Stiffler, a.a.O., S. 77 Rz. 311). Vorliegend ist zu ber�cksichtigen, dass es nicht um einen komplizierten Sachverhalt geht, sondern ein Selbstverschulden im Zusammenhang mit der FIS-Regel Nr. 2 (vgl. E. 4.5 hiernach). Die Kl�gerin fuhr im Unfallzeitpunkt schon mehrere Jahre und regelm�ssig Ski. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz sie diesbez�glich als urteilsf�hig einstufte.
4.5.�Die Vorinstanz stellte fest, die Kl�gerin habe die FIS-Regel Nr. 2 verletzt. Diese besagt, dass ein Skifahrer auf Sicht fahren muss und seine Geschwindigkeit und seine Fahrweise seinem K�nnen und den Gel�nde-, Schnee- und Witterungsverh�ltnissen sowie der Verkehrsdichte anpassen muss. Auch nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt es sich dabei um eine wichtige Verhaltensregel im Skisport (BGE 122 IV 17 E. 2b/bb S. 21). Sie bezweckt nicht nur den Schutz Dritter, sondern auch den Selbstschutz (Stiffler, a.a.O., S. 34 Rz. 134). Die Vorinstanz sah den Verstoss gegen diese FIS-Regel in zweifacher Hinsicht. Einerseits weil die Kl�gerin angesichts der Sichtverh�ltnisse zu schnell und nicht auf Sicht fuhr. Und andererseits, weil sie neben der Piste in den Weichschnee fuhr, wo sie ihre Skis nicht mehr kontrollieren und die Rechtskurve nicht mehr machen konnte, sodass sie ihre Fahrweise auch nicht den Schneebedingungen angepasst habe.
4.5.1.�Die Kl�gerin r�gt eine willk�rliche Tatsachenfeststellung der Vorinstanz in Bezug auf die Sichtverh�ltnisse. Davon ausgehend werfe die Vorinstanz ihr in willk�rlicher Weise vor, sie h�tte nicht in der Hocke eine Schussfahrt antreten d�rfen. Dabei lasse sie die topografischen Verh�ltnisse ausser Acht ebenso wie die Tatsache, dass die Piste sehr gut pr�pariert und die Familie auf diesem Streckenabschnitt praktisch allein unterwegs gewesen sei. Die Vorinstanz hielt in tats�chlicher Hinsicht fest, zum Unfallzeitpunkt sei es leicht �berzogen und die Sicht leicht beeintr�chtigt bzw. diffus gewesen. Dies unter anderem gest�tzt auf die von ihr gew�rdigte Aussage der Mutter, es habe "zu getan" und die Sicht sei "diesig" gewesen, wie auch des Vaters, wonach es leicht bew�lkt mit einer hohen Wolkenschicht war. Auch wenn andere Angaben auf bessere Lichtverh�ltnisse hindeuten, was die Vorinstanz auch erw�hnte, kann der Vorinstanz unter diesen Umst�nden keine willk�rliche Beweisw�rdigung vorgeworfen werden, zumal die Mutter das Wetter (es habe "zu getan") als Grund daf�r angegeben hatte, weshalb sich die Familie bereits am Mittag entschlossen hatte, nach Zermatt hinunter zu fahren. Ebenso wenig kann der Vorinstanz Willk�r vorgeworfen werden, wenn sie aufgrund der Sichtverh�ltnisse annahm, die Kl�gerin h�tte nicht in Hockeposition eine Schussfahrt antreten d�rfen. Die Kl�gerin argumentiert im �brigen auch widerspr�chlich, wenn sie andererseits auf den Privatgutachter E.________ verweist und diesen zitiert, wonach es gerade bei diffusem Licht - so wie es f�r den Unfalltag beschrieben werde - leicht passieren k�nne, dass irgendwelche Unebenheiten auf der Piste nicht erkennbar seien, was zu einem kurzfristigen Verkanten oder Verschneiden der Skier f�hren k�nne.
4.5.2.�Der zweite Vorwurf der Vorinstanz, die Kl�gerin habe ihre Fahrweise auch den Schneebedingungen nicht angepasst, basiert indessen auf einer willk�rlichen Beweisw�rdigung, wie die Kl�gerin zu Recht geltend macht. Das Kantonsgericht weist in seiner Stellungnahme auf die Aussage der Mutter hin, wonach es die Kl�gerin, "als sie sich im Tiefschnee befand" nicht mehr geschafft habe, die Kurve zu "machen". Also habe das Gericht davon ausgehen d�rfen, die Kl�gerin sei, als sie in den Weichschnee gefahren war, nicht mehr f�hig gewesen, ihre Skis so zu beherrschen, dass sie aus dem Weichschnee h�tte heraus fahren k�nnen. Dies trifft zu, ist aber nicht der wesentliche Punkt. Der Vorwurf eines nicht an die Schneeverh�ltnisse (Neuschnee) angepassten Fahrverhaltens ist nur gerechtfertigt, wenn die Kl�gerin bewusst in den Neuschnee fuhr oder mit ihrer Fahrweise in Kauf nahm, in den Neuschnee zu fahren. Im angefochtenen Urteil vom 6. Dezember 2010 heisst es dazu: "Sie fuhr zudem zu nahe am Pistenrand in der Hockeposition geradeaus von der maschinell hergestellten Piste in den Weichschnee und nahm durch diese Fahrweise ein grosses Risiko in Kauf und hatte somit ihre Fahrweise auch nicht den Schneebedingen [richtig: Schneebedingungen] angepasst". Mit dieser Formulierung geht die Vorinstanz von einem absichtlichen Hinausfahren in den Weichschnee aus. Diese Annahme steht aber in klarem Widerspruch zu ihrer Feststellung zum Sachverhalt, es habe nicht mehr eruiert werden k�nnen, weshalb die Kl�gerin von der Piste abgekommen sei, und ist damit willk�rlich.
4.6.�Die Kl�gerin r�gt sodann zu Recht eine Verletzung von Art. 44 OR, indem die Vorinstanz (bestrittenes) pflichtwidriges Verhalten der Eltern als Herabsetzungsgrund mitber�cksichtigt hat. Das Bundesgericht hat in einem alten Entscheid (BGE 24 II 205 E. 5 S. 213 f.) das Verschulden der Eltern als Selbstverschulden des Kindes ber�cksichtigt und dies gest�tzt auf den rein praktischen Gesichtspunkt, dass es in erster Linie die Eltern seien, welchen die zu zahlende Entsch�digung, wenigstens mittelbar, zugute komme. Bereits in BGE 31 II 31 E. 3 S. 34 hat das Bundesgericht seine Rechtsprechung ge�ndert und ein Mitverschulden des verungl�ckten Kindes aus der Anrechnung der Schuld der Eltern abgelehnt, weil es hierf�r an einer Norm des positiven Rechts fehle. Seither hat das Bundesgericht mehrfach festgehalten, dass ein Verschulden der Eltern dem Kind nicht als Selbstverschulden angelastet werden kann (BGE 95 II 255 E. 4b S. 261; 71 I 48 E. 3 S. 56 mit Hinweisen). Entgegen BGE 24 II 205 k�nne nichts Abweichendes daraus folgen, dass die dem Kinde zukommenden Leistungen an die Eltern als gesetzliche Vertreter zu erbringen sei, denn es handle sich um Kindesverm�gen (BGE 81 II 159 E. 3 S. 165 f. mit Hinweisen). Diese Auffassung entspricht auch der herrschenden Lehre (Karl Oftinger/Emil W. Stark, Schweizerisches Haftpflichtrecht Bd. I, 5. Aufl. 1995, S. 403 bei Fn. 74; Hans Merz, Obligationenrecht, allgemeiner Teil, Schweizerisches Privatrecht [SPR] Bd. VI/1, 1984, S. 223; Vito Roberto, Haftpflichtrecht, 2013, S. 259 f. Rz 32.15 f.; spezifisch bezogen auf die sorgfaltspflichtwidrige Beaufsichtigung von Kindern durch ihre Eltern: Hardy Landolt, Der Angeh�rigenschaden, in: Haftpflichtrecht, Versicherungsrecht, Weber/Fuhrer [Hrsg], 2010, S. 3 ff., S. 10; Susan Emmenegger/Robert Geisseler, Ausgew�hlte Fragen der SVG-Haftung, in: Strassenverkehrsrechtstagung 2004, Universit�t Freiburg, Emmenegger/Werro [Hrsg.], S. 42. A.A.: Brehm, a.a.O., N. 87 zu Art. 43 OR; Christian Heierli/Anton K. Schnyder, Basler Kommentar, Obligationenrecht I, 5. Aufl. 2011, N. 19 zu Art. 43 OR). Es besteht keine Veranlassung, von der langj�hrigen Rechtsprechung abzuweichen.
4.7.�Dass die Vorinstanz kein Selbstverschulden der Kl�gerin im Nichttragen eines Skihelms erblickte, wird von der Beklagten nicht ger�gt. Sie macht nur geltend, vorsichtige Eltern w�ren darauf bedacht gewesen, dass ihre Kinder einen Helm tragen, auch wenn keine Helmpflicht herrschte. Nachdem das Verschulden der Eltern aus den genannten Gr�nden keinen Reduktionsgrund f�r die Haftung gegen�ber dem Kind darstellt, muss darauf nicht n�her eingegangen werden.
4.8.�Mit der Annahme einer nicht an die Schneebedingungen angepassten Fahrweise und der Ber�cksichtigung des Verhaltens der Eltern hat die Vorinstanz das Selbstverschulden der Kl�gerin nicht korrekt beurteilt. Die Kl�gerin trifft zwar ein gewisses Selbstverschulden; von einem groben Verschulden, das zu einem Unterbruch des Kausalzusammenhangs f�hren w�rde, wie die Beklagte meint, kann aber nicht die Rede sein. Da der Umfang der Herabsetzung gem�ss Art. 44 OR ein Ermessensentscheid ist, ist die Sache an die Vorinstanz zu neuer Beurteilung zur�ckzuweisen.
Mit Urteil vom 19. Dezember 2013 legte die Vorinstanz die Genugtuung auf Fr. 140'000.-- fest. Unter Ber�cksichtigung der von ihr angenommenen Haftungsquote von 80 % resultierte eine geschuldete Genugtuungssumme von Fr. 112'000.--. Sie st�tzte sich dabei einerseits auf die sog. einphasige Pr�judizmethode und erachtete so einen Betrag von Fr. 135'000.-- als angemessen. Mittels der sog. zweiphasigen Methode gelangte sie zu einem Betrag von Fr. 144'000.--. In der Folge ging sie von einem mittleren Betrag von Fr. 140'000.-- aus. Die Beklagte wirft dem Kantonsgericht einerseits eine falsche Bemessung vor. Sodann sei die aus einem privaten Zusatz zur Krankenversicherung erbrachte Kapitalleistung der Versicherung F.________ als Summenversicherung an die Genugtuung anzurechnen. Damit verbleibe kein Genugtuungsanspruch. Die Kl�gerin ficht den (ungek�rzten) Betrag von Fr. 140'000.-- nicht als ungen�gend an.
5.1.�Art. 47 OR bestimmt, dass der Richter bei T�tung eines Menschen oder K�rperverletzung dem Verletzten oder den Angeh�rigen des Get�teten unter W�rdigung der besonderen Umst�nde eine angemessene Geldsumme als Genugtuung zusprechen kann. Die Genugtuung bezweckt den Ausgleich f�r erlittene Unbill, indem das Wohlbefinden anderweitig gesteigert oder die Beeintr�chtigung ertr�glicher gemacht wird (BGE 132 II 117 E. 2.2.2 S. 119; 123 III 10 E. 4c/bb S. 15; je mit Hinweisen). Bemessungskriterien sind vor allem die Art und Schwere der Verletzung, die Intensit�t und Dauer der Auswirkungen auf die Pers�nlichkeit des Betroffenen, der Grad des Verschuldens des Haftpflichtigen sowie ein allf�lliges Selbstverschulden des Gesch�digten (BGE 132 II 117 E. 2.2.2 S. 119; 125 III 412 E. 2a S. 417; je mit Hinweisen).
Die Festsetzung der H�he der Genugtuung beruht auf richterlichem Ermessen (Art. 4 ZGB). Ob der kantonale Richter sein Ermessen richtig ausge�bt hat, ist eine Rechtsfrage, die das Bundesgericht frei �berpr�ft. Da dem kantonalen Richter ein weiter Ermessensspielraum zusteht, auferlegt sich das Bundesgericht auch hier die bereits erw�hnte (vgl. E. 3.3 und 4.3 hiervor) Zur�ckhaltung (BGE 132 II 117 E. 2.2.5 S. 121; 125 III 412 E. 2a S. 417 f. mit Hinweisen).
5.2.�Im Hinblick auf die quantitative Bemessung r�gt die Beklagte, das Kantonsgericht habe einerseits festgestellt, es k�nne noch nicht abschliessend beurteilt werden, ob die heute 28-j�hrige Kl�gerin eine Ausbildung werde abschliessen bzw. eine partielle oder volle rentenausschliessende Arbeitsf�higkeit erreichen k�nnen. Im Widerspruch dazu erh�he sie dann aber - gemeint im Rahmen der zweiphasigen Methode - die Basisgenugtuung. Eine solche Erh�hung sei aufgrund der reellen beruflichen Chancen der Kl�gerin ausgeschlossen. Die Vorinstanz habe anerkannt, dass die Kl�gerin die Matura erreichte. Die Kl�gerin verf�ge �ber gute kognitive F�higkeiten.
Die Vorinstanz hat insgesamt eine Erh�hung der Basisgenugtuung um 50 % vorgenommen. Den Teil-Zuschlag von 20 % begr�ndete sie damit, dass die Kl�gerin durch den Unfall im t�glichen Leben behindert und dieses nur mit Hilfe von Dritten, insbesondere ihrer Familie meistern k�nne. Nur so sei es ihr auch m�glich gewesen, die Matura zu erlangen. Ihr soziales Umfeld bestehe denn auch quasi nur aus ihrer Familie und durch den Unfall sei sie nicht nur in ihrer Lernt�tigkeit, sondern auch in ihrer Freizeitgestaltung stark eingeschr�nkt und k�nne auch ihr Leben nicht so geniessen. Damit hat die Vorinstanz eine m�gliche, aber noch nicht feststehende, sp�tere Arbeitsunf�higkeit nicht mitber�cksichtigt. Die R�ge st�sst daher ins Leere.
5.3.�Die Kl�gerin hat aus einer bei der Versicherung F.________ abgeschlossenen Zusatzversicherung bei Tod oder Invalidit�t mit einer Versicherungssumme von Fr. 200'000.-- eine Entsch�digung von Fr. 426'000.-- erhalten. Die Entsch�digung errechnete sich aufgrund folgender Prozents�tze f�r die Teilinvalidit�t: Verlust der Sehkraft des linken Auges: 30 %; Visuseinschr�nkung des rechten Auges auf unter 10 %: 63 %; Verlust des Geschmacks- und Geruchssinnes: 3 %. Bei einem so errechneten Invalidit�tsgrad von 96 % bezahlte die Versicherung F.________ eine Entsch�digung von 213 % gem�ss Leistungsvariante A, entsprechend Fr. 426'000.--.
5.3.1.�Es ist zu Recht unbestritten, dass es sich bei dieser Versicherung um eine Summenversicherung handelt. Die Vorinstanz verweigerte eine Anrechnung auf die Genugtuung mit der Begr�ndung, Art. 96 VVG sehe f�r Summenversicherungen den Grundsatz der Kumulation vor. Bei einer Summenversicherung k�nne der Versicherte die Versicherungsleistung beziehen und zus�tzlich den vollen Schadenersatz vom Haftpflichtigen verlangen. Die �berentsch�digung sei also m�glich.
5.3.2.�Die Beklagte bestreitet nicht, dass eine Kumulation von Schadenersatz und Leistungen aus einer Summenversicherung m�glich ist. Sie h�lt der Vorinstanz aber entgegen, es gehe hier nicht um Schadenersatz, sondern um Genugtuung. Dass eine solche anders zu behandeln sei, zeige auch die gesetzliche Regelung, wonach Integrit�tsentsch�digungen nach UVG (Art. 24 UVG) an die Genugtuung anzurechnen seien. Bei der Subrogation gem�ss Art. 41 aUVG bzw. Art. 72 ATSG handelt es sich aber um eine spezialgesetzliche Koordinationsbestimmung, die nicht verallgemeinert werden kann. Der Einwand ist vor allem auch deshalb nicht stichhaltig, weil es bei dieser Bestimmung um die Verpflichtung der Versicherung geht und nicht um die Frage, inwieweit ein Sch�diger durch eine Drittleistung entlastet werden soll. Kommt es zu einer Subrogation zufolge vom Unfallversicherer geleisteter Integrit�tsentsch�digung, wird dadurch nicht die vom Sch�diger geschuldete Genugtuung reduziert. Vielmehr schuldet er die unver�nderte Genugtuungssumme nun dem Unfallversicherer bzw. teilweise dem Unfallversicherer und teilweise der Gesch�digten, wenn wie �blicherweise die Genugtuung h�her als die Integrit�tsentsch�digung ist. Die Beklagte bezweckt aber mit der von ihr verlangten Anrechnung der Versicherungsleistung auf die grunds�tzlich geschuldete Genugtuung, dass sie einerseits der Kl�gerin aus Genugtuung nichts mehr schuldet, gleichzeitig h�tte sie aber von der Versicherung F.________ wegen deren Leistung gem�ss Art. 96 VVG keine Regressforderung zu bef�rchten.
Vielmehr geht es um die allgemeine Frage, ob die vom Sch�diger geschuldete Genugtuung grunds�tzlich zu k�rzen ist oder sogar entf�llt, weil die Gesch�digte wegen dem Unfall haftpflichtfremde Leistungen erhalten hat. Die Beklagte macht dies unter Hinweis auf eine Lehrmeinung (Brehm, a.a.O., N. 58 zu Art. 47 OR) geltend. Massgeblich sei der Zweck der Genugtuung. Dieser sei auch nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ein gewisser finanzieller Ausgleich f�r physischen und/oder psychischen Schmerz. Diese Wirkung trete ein, unabh�ngig davon, von wem solche zus�tzlichen Kapitalien geleistet werden. Brehm (a.a.O., N. 58a i.V.m. N. 119 f. zu Art. 47 OR) bef�rwortet aus den gleichen �berlegungen auch die Anrechnung einer Erbschaft an die Genugtuung f�r versorgte Hinterlassene zufolge des vorzeitigen Todes des Versorgers. Das Bundesgericht hat in BGE 118 II 404 die Anrechnung einer Erbschaft - konkret einer von einem verstorbenen Kind seinen Eltern vererbten Genugtuung - an die eigene Genugtuungsforderung der Eltern abgelehnt. Es bezog sich dabei ausdr�cklich auf die von Brehm bereits in der damaligen Auflage seines Kommentars vertretene Auffassung, den Angeh�rigen und Erben sei die an das verstorbene Opfer ausbezahlte Genugtuung anzurechnen (BGE 118 II 404 E. 3a S. 407 unter Hinweis auf Roland Brehm, Berner Kommentar, 1. Aufl. 1990 [Vorauflage], N. 120 zu Art. 47 OR). Hingegen erach-tete es als zul�ssig, je nach den Umst�nden bei der Festsetzung des Genugtuungsbetrags im Rahmen des Ermessensentscheids zu ber�cksichtigen, dass die Eltern die Genugtuung des Kindes erbten (BGE 118 II 404 E. 3a S. 408). Kommt selbst die Anrechnung einer Erbschaft, die eng mit dem Genugtuungsanspruch der Angeh�rigen zusammenh�ngt, nicht in Betracht, kann umso weniger eine Anrechnung der von der Versicherung F.________ erbrachten Kapitalleistung, wie von der Beklagten verlangt, erfolgen. Der Vorinstanz kann aber auch kein Ermessensfehler (E. 5.1 hiervor) vorgeworfen werden, indem sie bei der Bemessung der H�he der Genugtuung die Leistung der Versicherung F.________ nicht als Bemessungsfaktor ber�cksichtigt hat. Anders als bei der Kumulierung von Genugtuungen wie in BGE 118 II 404 sind bei andern finanziellen Leistungen Dritter, namentlich Leistungen aus Summenversicherungen kaum Umst�nde vorstellbar, die eine solche Ber�cksichtigung rechtfertigen k�nnten. Dabei ist namentlich auch zu bedenken, dass die Kl�gerin mit ihren eigenen Beitr�gen die Versicherung als Vorsorge finanziert hat (ebenso: Oftinger/Stark, a.a.O., S. 426 Fn. 39). Es w�re stossend, wenn sie dadurch die Sch�digerin entlasten w�rde.
Damit ist die Beschwerde der Beklagten abzuweisen, w�hrend die Kl�gerin mit ihrer Beschwerde teilweise durchdringt. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens werden die Gerichtskosten im Beschwerdeverfahren der Kl�gerin (4A_206/2014) von Fr. 2'000.-- den Parteien je zur H�lfte auferlegt, und es wird keine Parteientsch�digung zugesprochen (Art. 66 Abs. 1 und Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG). Der vom Rechtsvertreter der Kl�gerin f�r seine diesbez�glichen Bem�hungen eingereichten Honorarnote kommt damit keine Bedeutung zu. Im Beschwerdeverfahren der Beklagten (4A_236/2014) wird diese kosten- und entsch�digungspflichtig. Der Rechtsvertreter der Kl�gerin verlangt in seiner diesbez�glichen Honorarnote unter Hinweis auf Art. 4 des Reglements �ber die Parteientsch�digung und die Entsch�digung f�r die amtliche Vertretung im Verfahren vor dem Bundesgericht vom 31. M�rz 2006 (SR 173.110.210.3; nachfolgend Reglement) Fr. 15'000.-- nebst Auslagen (Fr. 299.85) und Mehrwertsteuer (Fr. 1'224.--). Nach Art. 68 BGG und Art. 2 des Reglements umfasst die Parteientsch�digung die Anwaltskosten und die notwendigen Auslagen f�r die Prozessf�hrung, wobei sich die Anwaltskosten aus dem Anwaltshonorar und dem Auslagenersatz zusammensetzen. Das Bundesgericht legt nach Art. 12 Abs. 1 des Reglements die Entsch�digung als Gesamtbetrag fest, in dem auch die Mehrwertsteuer enthalten ist. Gem�ss Art. 3 Abs. 1 des Reglements richtet sich bei Streitsachen mit Verm�gensinteresse das Honorar in der Regel nach dem Streitwert. Es wird innerhalb der vorgesehenen Rahmenbetr�ge nach der Wichtigkeit der Streitsache, ihrer Schwierigkeit sowie dem Umfang der Arbeitsleistung und dem Zeitaufwand des Anwalts oder der Anw�ltin bemessen. Der vor Bundesgericht im Verfahren 4A_236/2014 strittige Nominalbetrag betrug Fr. 114'000.--. Bei einem Streitwert von Fr. 100'000.-- bis Fr. 500'000.-- betr�gt das Honorar nach Art. 4 des Reglements Fr. 5'000.-- bis Fr. 15'000.--. Mit Blick auf den Streitwert und die Schwierigkeit der Angelegenheit erscheint die Honorarforderung des Rechtsvertreters der Kl�gerin offensichtlich �bersetzt. Praxisgem�ss ist der Kl�gerin eine Parteientsch�digung von Fr. 6'000.-- (inklusive Auslagen und Mehrwertsteuer) zuzusprechen.
In teilweiser Gutheissung der Beschwerde der Kl�gerin werden die Urteile des Kantonsgerichts des Kantons Wallis vom 6. Dezember 2010 und vom 19. Dezember 2013 aufgehoben, und die Sache wird zur Neubeurteilung der Klage an das Kantonsgericht des Kantons Wallis zur�ckgewiesen.
Die Gerichtskosten von Fr. 7'000.-- werden im Betrag von Fr. 1'000.-- der Kl�gerin und im Betrag von Fr. 6'000.-- der Beklagten auferlegt.

References: Art. 46
 Art. 210
 Art. 75
 Art. 93
 Art. 93
 Art. 74
 Art. 106
 Art. 95
 Art. 95
 Art. 95
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 44
 Art. 43
 Art. 44
 Art. 44
 Art. 44
 Art. 29
 Art. 44
 Art. 44
 Art. 44
 BGE 
 BGE 
 Art. 43
 Art. 43
 Art. 44
 Art. 96
 Art. 41
 Art. 72
 Art. 96
 Art. 47
 Art. 47
 BGE 
 Art. 47
 BGE 
 Art. 68
 Art. 4
 Art. 68
 Art. 2
 Art. 12
 Art. 3
 Art. 4