Source: https://akademie-der-weltretter.de/satzung/
Timestamp: 2020-07-09 07:20:41+00:00

Document:
Satzung - Akademie der Weltretter
Der Verein trägt den Namen Akademie der Weltretter. Der Verein soll in das Vereinsregister eingetragen werden, nach Eintragung erhält er den Namenszusatz e.V.
Sitz des Vereins ist Herdecke, Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
Zweck das Vereins ist die Förderung des Umweltschutzes.
Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch die Vermittlung von Wissen und Methoden, um die Erde und ihre Bewohner effektiv zu schützen und das Wohlergehen aller Lebewesen sowie künftiger Generationen nachhaltig zu fördern. Der Verein zeigt, was jede/r Einzelne gegen Umweltzerstörung, Klimawandel, Artensterben, Tierquälerei und ernährungsbedingte Krankheiten tun kann.
Der Verein kann Spendengelder einnehmen und ausgeben. Dem Vereinsvermögen wachsen solche Spenden und andere Zuwendungen Dritter unmittelbar zu, die ausdrücklich dazu bestimmt sind. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Die Prüfung der Mittelverwendung (Kassenprüfung) kann auf einen Angehörigen einer Steuerberater- oder Wirtschaftsprüferkammer übertragen werden, auch wenn dieser nicht Vereinsmitglied ist.
Mitglieder und Organe des Vereins sind ehrenamtlich tätig. Für den Verein tätige Mitglieder haben nur einen Anspruch auf Ersatz nachgewiesener Auslagen. Darüber hinaus können die Mitglieder für Arbeits- und Zeitaufwand ihrer Tätigkeit für den Verein pauschale Vergütungen erhalten, die von der Ratsversammlung bestimmt werden. Der Umfang dieser Vergütungen darf nicht unangemessen hoch sein. Maßstab der Angemessenheit ist die gemeinnützige Zielsetzung des Vereins.
§ 3 Organisationsmodell
Der Verein wird gemäß der Normen und Grundprinzipien der Soziokratie gestaltet. Dies bedeutet:
Grundsatzentscheidungen werden im Konsent beschlossen. Demnach gilt eine Entscheidung als getroffen, wenn kein anwesendes Kreismitglied einen begründeten und schwerwiegenden Einwand gegen den Beschluss hat.
Der Verein arbeitet in Kreisen, um Grundsatzentscheidungen zu treffen und zu realisieren. Ein Kreis ist eine Gruppe von Menschen, die innerhalb des Vereins ein gemeinsames Arbeitsgebiet haben. Ein Kreis steuert in einem Kreislauf von „Leiten-Ausführen-Messen“ seine Prozesse innerhalb seiner Domäne selbst.
Alle Kreise sind doppelt miteinander verknüpft. Durch die doppelte Kopplung ist jeder Kreis über eine leitende Person und eine delegierte Person an den nächsthöheren Kreis angebunden. Das heißt, dass zusätzlich zur leitenden Person eine zweite Person aus dem unteren Kreis in den oberen Kreis entsendet wird.
Personen für Funktionen und Aufgaben werden im jeweiligen Kreis nach einer offenen Diskussion und gemäß dem Konsentprinzip gewählt.
Die Kreisorganisation des Vereins ist folgendermaßen aufgebaut:
Weltretter-Rat
Bereichskreis(e)
Arbeitskreis(e)
Hilfskreis/e
Jeder dieser Kreise ist befugt, ein eigenes, der Satzung und der Kreisordnung (s. § 5) nicht widersprechendes, Kreisreglement (s. § 6) aufzustellen.
Ein Kreis ist berechtigt, zur Vorbereitung der Entschlussbildung in diesem Kreis einen Hilfskreis einzusetzen.
Dieser Hilfskreis kann aus Mitgliedern des eigenen Kreises und/oder anderer Kreise bestehen und/oder aus Personen, die externen Organisationen angehören.
§ 5 Kreisordnung
Die Kreisordnung ist als selbstständiges Regelwerk nicht Teil der Satzung. Sie bestimmt die Grundlage für die Arbeitsweise aller Kreise innerhalb der Organisation und ist für alle Kreise identisch.
Der Weltretter-Rat hat die Befugnis, die Kreisordnung zu ändern.
Die Kreisordnung darf nicht strittig sein mit der Satzung.
§ 6 Kreisreglement
Jeder Kreis ist befugt, seine Arbeitsweise und weitere Bedingungen in einem eigenen Kreisreglement festzulegen.
Das Kreisreglement bestimmt die für den einzelnen Kreis auszuführenden Aufgaben, Befugnisse und Verantwortlichkeiten.
Das Reglement darf der Satzung und der Kreisordnung nicht widersprechen.
Die Beschlussfassung ist in allen Kreisen der Organisation an die Vereinbarung gebunden, dass das Konsentprinzip die Beschlussfassung regiert. Das heißt, dass nicht jeder Beschluss Konsent erfordert, aber dass bei Entscheidungen, die anders als im Konsent getroffen werden (z.B. Mehrheitsbeschluss), über dieses Entscheidungsverfahren Konsent bestehen sollte.
Wenn gegen einen Beschluss Einwände bestehen, müssen dafür Argumente angeführt werden. Nur ein einfaches „Nein“ genügt nicht.
Um eine möglichst gute Beschlussfassung zu erreichen, müssen die betreffenden Teilnehmer über alle relevanten Informationen verfügen können.
Kreise können selbstständig entscheiden innerhalb der Grenzen, die im nächsthöheren Kreis vereinbart worden sind.
Kreismitglieder können selbstständig entscheiden innerhalb der Grenzen, die im eigenen Kreis vereinbart worden sind.
Wenn ein Kreis in zwei, im Abstand von mindestens 24 Stunden nacheinander abgehaltenen, Versammlungen in einer Angelegenheit, in der ein Entschluss unumgänglich ist, keinen Entschluss fassen kann, kann der Leiter mit Konsent des Kreises den Fall an den nächsthöheren Kreis verweisen.
Zur Vorbereitung der Beschlussfassung in dieser zweiten Versammlung kann ein Hilfskreis eingesetzt werden, der in Bezug auf das Thema einen Vorschlag formuliert, auf dessen Grundlage die Beschlussfassung stattfinden kann.
Das Funktionieren der Beschlussfassung innerhalb eines Kreises, gemäß den Regeln der Kreisordnung, muss jederzeit durch den nächsthöheren Kreis kontrolliert werden können.
Zu diesem Zweck wird wenigstens einmal pro Jahr ein Bericht erstattet. Darin wird unter anderem angegeben, ob die Beschlussfassung gemäß der Satzung und der Kreisordnung funktioniert.
Wenn die Beschlussfassung in einem Kreis nicht nach den Regeln der Kreisordnung funktioniert, kann der nächsthöhere Kreis die Beschlussfassung des betreffenden Kreises zeitweilig übernehmen.
Der betreffende Kreis erhält seine Beschlussfassungsbefugnisse zurück, wenn der nächsthöhere Kreis oder der Weltretter-Rat festgestellt hat, dass die Beschlussfassung dort nach den soziokratischen Regeln funktioniert.
§ 8 Wählen, Ernennen, Suspendieren und Entlassen:
Personen werden während einer dazu angesetzten Versammlung gemäß des soziokratischen Konsentprinzips nach einer offenen Diskussion gewählt.
Es ist diesen Personen gestattet, mehrere Ämter gleichzeitig auszuüben, vorausgesetzt, dass keine kreisordnungsbezogene, funktionelle, satzungsgemäße oder gesetzliche Unvereinbarkeit vorliegt.
Aufgaben, Befugnisse und Verantwortlichkeiten werden periodisch, zumindest einmal pro Jahr, mittels Wahlen an Personen und Kreise delegiert.
Der Weltretter-Rat stellt das (die) Verfahren fest zum Ernennen, Suspendieren und Ausschluss/Entlassung von Mitgliedern, alles unter Beachtung dessen, was im Gesetz, in der Satzung, sowie ggf. in den kollektiven und individuellen Arbeitsverträgen, diesbezüglich bestimmt worden ist.
Wenn in einem Kreis ein Beschluss zur Entlassung/zum Ausschluss zu fassen ist, wird dieser Entschluss gefasst, ohne dass die betreffende Person daran teilnimmt. Eine fehlende Zustimmung der betreffenden Person berührt den Beschluss nicht.
Beschlüsse bezüglich Entlassung/Ausschluss werden gefasst wie angegeben in Punkt 5. Der betreffenden Person wird vor der zu treffenden Entscheidung Gelegenheit gegeben, eine Meinung darüber bekannt zu geben. Wird diese Gelegenheit nicht genutzt, so kann dennoch rechtsgültig beschlossen werden.
Die Suspendierung eines Mitglieds endet nach drei Monaten, wenn stattdessen keine Entlassung / kein Ausschluss beschlossen wurde.
Das suspendierte Mitglied kann sich im nächsthöheren Kreis verantworten.
Der funktionale Leiter eines Kreises wird durch den nächsthöheren Kreis gewählt, mit Ausnahme des im folgenden Punkt dieses Artikels angeführten funktionalen Leiters des Weltretter-Rats.
Der funktionale Leiter des Weltretter-Rats wird im Weltretter-Rat gewählt.
Ein Kreis wählt ein Mitglied als Delegierten, um diesen Kreis gemeinsam mit dem funktionalen Leiter im nächsthöheren Kreis zu vertreten. Bei Bedarf können zeitweise weitere Personen als Delegierte bestimmt werden, die aber nicht in der Ratsversammlung stimmberechtigt sind.
Die Kreise sind frei in der Wahl ihrer Mitglieder, sofern diese sich den Werten und Regeln des Vereins verpflichten.
Über die Aufnahme neuer (Probe-)Mitglieder wird im Konsent entschieden. Neue Mitglieder müssen eine Probezeit von 3 Monaten absolvieren, die auf Entschluss des jeweiligen Kreises (ohne das neue Mitglied) auf 6 Monate verlängert werden kann. Nach der Probezeit entscheidet der jeweilige Kreis im Konsent über die Aufnahme, das neue Mitglied hat dabei kein Stimmrecht.
Die Mitglieder eines Kreises können ihren Konsent gegenüber dem Delegierten aus einem nächstniedrigeren Kreis widerrufen. Der Delegierte ist nicht befugt, in diesem Kreis an der Beschlussfassung darüber teilzunehmen. Wenn der Konsent widerrufen wird, wählt der nächstniedrige Kreis einen neuen Delegierten.
Ein Mitglied kann durch den eigenen Kreis oder einen höheren Kreis ausgeschlossen werden, wenn es sich gesetzeswidrig oder vereinsschädigend verhält, in grober Weise gegen die Interessen des Vereins verstößt oder aus einem anderen wichtigen Grund.
§ 9 Weltretter-Rat
Der Weltretter-Rat besteht aus allen Ratsmitgliedern und den Delegierten aus den Bereichskreisen. Er bestimmt und überwacht die Grundsatz- und Rahmenentscheidungen des Vereins und kontrolliert dessen Implementierung. Er ist verantwortlich für die Realisation der Zielsetzung des Vereins und eine richtige Anwendung der Soziokratie, wie sie in der Satzung und in der Kreisordnung erläutert ist.
Der Weltretter-Rat beauftragt seine Mitglieder mit der im Kreis formulierten Grundsatz- und Rahmenentscheidung und stattet seine Mitglieder mit dafür notwendigen Aufgaben und Befugnissen aus.
Der Weltretter-Rat überträgt dem Vorstand die allgemeine Leitung der Organisation, bleibt jedoch für diese verantwortlich. Die Funktionen und Aufgaben des Vorstands werden vom Weltretter-Rat festgelegt, soweit sie nicht in der Satzung festgelegt wurden.
Der Weltretter-Rat besteht aus mindestens zwei Personen, darunter:
dem Vorstand (s. § 14)
den Delegierten (s. § 8) aus den Bereichskreisen, sofern Bereichskreise gebildet wurden (s. § 4 und § 10).
Die Ratsmitglieder und die Delegierten müssen mündige Personen im vollen Besitz ihrer bürgerlichen Rechte sein.
Der Weltretter-Rat wählt im Rahmen der Ratsversammlung (s. § 12) Vorstand, Logbuchführer und Kassenprüfer. Im Übrigen sorgt er selbst für die Verteilung der Aufgaben.
Der Weltretter-Rat tritt so oft zusammen, wie es der Logbuchführer oder eines der Mitglieder für nötig erachtet, jedoch mindestens einmal im Quartal.
Wünscht eines der Mitglieder des Weltretter-Rats die Abhaltung einer Versammlung, dann hat der Logbuchführer die Pflicht, diese einzuberufen. Sollte der Logbuchführer diesem Wunsche nicht innerhalb von zwei Wochen nach dem Erhalt desselben entsprechen, ist das Mitglied des Weltretter-Rats berechtigt, die Versammlung selbst einzuberufen.
Der Weltretter-Rat kann in Abwesenheit eines oder mehrerer seiner Mitglieder nur dann einen gültigen Beschluss fassen, wenn die zur Diskussion stehende Angelegenheit mindestens eine Woche vor der Versammlung als Punkt der Tagesordnung zur Sprache gebracht worden ist, sodass die Abwesenden die Möglichkeit gehabt haben, ihre Meinung dazu in Textform zu äußern.
Der Weltretter-Rat kann auch ohne eine Versammlung Beschlüsse fassen, vorausgesetzt, dass darüber schriftlich, oder auf andere Weise Kontakt stattfindet, alle Mitglieder des Weltretter-Rats in dieser Angelegenheit befragt wurden und niemand gegen diese Art der Beschlussfassung Einspruch erhebt.
Die Versammlungen des Weltretter-Rats werden vom Gesprächsleiter des Weltretter-Rats geleitet. Bei dessen Abwesenheit oder Verhinderung sorgt die Versammlung selbst für die Leitung.
Diese Liste von im Weltretter-Rat getroffenen Entscheidungen wird sowohl an eigene Kreismitglieder als auch an die mit diesem Kreis verbundenen anderen Kreise der Organisation geschickt (innerhalb von sieben Tagen).
§ 10 Weitere Kreise
Der Weltretter-Rat kann weitere Kreise (z.B. Bereichskreise) gründen, um Ziele und Ausführung zu delegieren. Die Mitglieder dieser Kreise sind mit Ausnahme der Delegierten nur innerhalb ihres Kreises, nicht aber in der Ratsversammlung stimmberechtigt.
Näheres regelt die Kreisordnung.
§ 12 Ratsversammlung
Die Ratsversammlung ist die Mitgliederversammlung im Sinne des Vereinsrechts. Sie ist oberstes Organ des Vereins.
Einzuladen sind alle Ratsmitglieder (s. § 16), darunter der Vorstand (s. §14), und die Delegierten (s. § 8) der Bereichskreise (s. § 4).
Die Ratsversammlung ist insbesondere für folgende Angelegenheiten zuständig, kann aber auch über andere Themen Beschlüsse fassen:
Wahl oder Bestimmung des oder der Kassenprüfer
Wahl oder Bestimmung des Logbuchführers
Festsetzung der Höhe und Fälligkeit der Jahresbeiträge, auch durch Erlass und Änderung einer Betragsordnung
Änderung der Satzung; Erlass, Änderung und Aufhebung der Satzung,
Festsetzung pauschaler Vergütungen der Mitglieder des Vorstandes
Ernennung von Ehrenmitgliedern und stimmberechtigten Mitgliedern
Die Ratsversammlung findet mindestens einmal jährlich statt. Sie ist ferner einzuberufen, wenn es im Interesse des Vereins erforderlich ist oder ein Fünftel der stimmberechtigten Mitglieder in Textform und unter Angabe des Grundes vom Vorstand die Einberufung verlangt.
Die Versammlungen müssen nicht am Sitz des Vereins stattfinden, sie können auch online stattfinden. Auch ohne Versammlung sind Beschlussfassungen zulässig, wenn die stimmberechtigten Mitglieder im Konsent zustimmen.
Die Versammlungen sind nicht öffentlich, der Vorstand kann aber Gäste zulassen. Die Ratsversammlungen werden vom Vorstand durch Brief oder E-Mail unter Angabe der von ihm festgelegten Tagesordnung und der Anträge einberufen. Die Einladungsfrist beträgt vier Wochen (Datum des Poststempels bzw. Versand der E-Mail). Die Einladung gilt als zugegangen, wenn sie an die letzte vom stimmberechtigten Mitglied dem Verein bekanntgegebene Anschrift/E-Mail-Adresse gerichtet ist.
Anträge zur Tagesordnung und Vorschläge zur Wahl des Aufsichtsrates können der Vorstand und jedes stimmberechtigte Mitglied einreichen. Wahlvorschläge und Anträge auf Änderung der Satzung müssen von mindestens zwei stimmberechtigten Mitgliedern unterstützt werden. Sie müssen mit Begründung mindestens sechs Wochen vor der Versammlung beim Vorstand in Textform eingehen.
Die Versammlung wird vom Vorsitzenden, bei dessen Verhinderung vom stellvertretenden Vorsitzenden geleitet. Ist auch dieser verhindert, wählt die Ratsversammlung einen Versammlungsleiter. Ein Versammlungsleiter ist auch für die Wahl eines neuen Vorstands zu wählen. Der gewählte Versammlungsleiter kann nicht für den Vorstand kandidieren.
Die Versammlungsleitung bestimmt, wer das Protokoll führt, ohne dass dies ein Mitglied des Weltretter-Rats sein muss. Das Protokoll soll folgende Feststellungen enthalten: Ort und Zeit der Versammlung, die Person des Versammlungsleiters und des Protokollführers, die Zahl der erschienen Mitglieder, die Tagesordnung, die einzelnen Abstimmungsergebnisse und die Art der Abstimmung. Bei Satzungsänderung ist die zu ändernde Bestimmung anzugeben. Die Niederschrift ist vom Vorsitzenden bzw. vom Versammlungsleiter und vom Protokollführer zu unterschreiben.
Durch Beschluss der Ratsversammlung kann die vom Vorstand festgelegte Tagesordnung geändert oder ergänzt werden. Vorstandswahlen können aber nur nach vorheriger Ankündigung in der zugesandten Tagesordnung und Einhaltung der Einberufungsfrist erfolgen.
Über die Annahme von Beschlussanträgen entscheidet die Ratsversammlung im Konsent (s. § 3). Der Konsent entscheidet über die Beschlussfassung.
Jede ordnungsgemäß einberufene Ratsversammlung, welche auch als virtuelle Ratsversammlung (Online-Mitgliederversammlung) abgehalten werden kann, ist unabhängig von der Zahl der Teilnehmer beschlussfähig. Der Ablauf und das technische Verfahren der Online-Mitgliederversammlung, in dem die Nachvollziehbarkeit der Entscheidungen und deren Unverfälschbarkeit sichergestellt werden muss, werden in der Kreisordnung geregelt.
Zum Ende der Wahlperiode wird die Vereinskasse durch zwei nicht dem Vorstand angehörende Kassenprüfer geprüft.
Die beiden Kassenprüfer werden durch die ordentliche Ratsversammlung für die folgende Wahlperiode gewählt.
Die Prüfung der Mittelverwendung (Kassenprüfung) kann auf einen Angehörigen einer Steuerberater- oder Wirtschaftsprüferkammer übertragen werden, auch wenn dieser nicht Vereinsmitglied ist.
Der Vorstand des Vereins besteht mindestens aus dem Vorsitzenden und dem Finanzvorstand. Diese bilden den Vorstand im Sinne des § 26 BGB und sind jeweils alleine zur Vertretung des Vereins berechtigt.
Die Ratsversammlung kann weitere Vorstandsmitglieder mit besonderen Aufgabengebieten bestimmen. Diese sind nicht zur Vertretung des Vereins berechtigt.
Der Vorstand wird einzeln von der Ratsversammlung nach dem Konsent-Prinzip in offener Wahl für die Dauer von fünf Jahren gewählt. Er bleibt jedoch auch nach der Ablauf seiner Amtszeit bis zur Neuwahl im Amt. Wiederwahl ist uneingeschränkt zulässig.
Scheidet ein Mitglied des Vorstandes während der Amtsperiode aus, so können die verbliebenen Vorstandsmitglieder ein Ersatzmitglied aus den Reihen der stimmberechtigten Mitglieder für die restliche Amtsdauer des Ausgeschiedenen bestimmen.
Die Vorstandstätigkeit ist grundsätzlich ehrenamtlich. Die Ratsversammlung kann aber bestimmen, dass einzelnen Vorstandsmitgliedern für ihre Tätigkeit eine angemessene Vergütung gezahlt wird. Maßstab der Angemessenheit ist die gemeinnützige Zielsetzung des Vereins. Über die Höhe einer solchen Vergütung entscheidet die Ratsversammlung.
Der Vorstand ist berechtigt, für bestimmte Aufgabengebiete oder bestimmte Einzelfälle Vollmachten – auch mit Einzelvertretungsmacht – zu erteilen.
Die Haftung des Vorstands ist im Innenverhältnis auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit begrenzt.
Der Vorstand ist für alle Angelegenheiten des Vereins zuständig, die nicht durch diese Satzung anderen Vereinsorganen vorbehalten sind. Der Vorsitzende und sein Stellvertreter haben die Stellung eines gesetzlichen Vertreters und vertreten den Verein gerichtlich und außergerichtlich.
Der Vorstand hat im Rahmen der geltenden Gesetze und dieser Satzung den Verein nach besten Kräften zu leiten und zu vertreten. Seine Aufgaben sind insbesondere:
Vorbereitung der Ratsversammlung und Aufstellung der Tagesordnung
Einberufung der Ratsversammlung
Ausführung der Beschlüsse der Ratsversammlung
die Verwendung von Vereinsmitteln
die Aufstellung eines Haushaltsplans, der Jahresrechnung und des Tätigkeitsberichtes.
§ 15 Arten der Mitgliedschaft
Fördermitglied kann jede natürliche oder juristische Person werden, die sich zum Vereinszweck bekennt und einen regelmäßigen Beitrag leistet. Die Fördermitgliedschaft beginnt durch Erklärung gegenüber dem Vorstand.
Teammitglied kann werden, wer sich durch aktive Mitarbeit und auf eine gewisse Dauer angelegt in einem der Kreise für die Ziele des Vereins engagieren will und sich zu den in der Kreisordnung festgelegten Werten bekennt. Teammitglieder können zeitgleich auch Fördermitglieder sein. Über die Aufnahme als Teammitglied entscheidet der Weltretter-Rat bzw. ein vom Weltretter-Rat bevollmächtigter Kreis nach Bewerbung des Mitglieds. Das Aufnahmeverfahren ist in der Kreisordnung geregelt.
Ratsmitglied kann werden, wer das 18. Lebensjahr vollendet hat, sich zu den in der Kreisordnung festgelegten Werten bekennt und in der Vergangenheit bewiesen hat, dass er sich aktiv für die Zwecke und Ziele des Vereins und ihre Verwirklichung nach Maßgabe der vom Weltretter-Rat getroffenen Richtlinien einsetzt. Die Ratsmitgliedschaft setzt einen Beschluss des Weltretter-Rats voraus, der von einem anderen Ratsmitglied beantragt werden muss. Das Aufnahmeverfahren ist in der Kreisordnung geregelt.
Alle Mitglieder sind verpflichtet, die Bestrebungen und Interessen des Vereins zu unterstützen sowie die Beschlüsse und Anordnungen der Vereinsorgane zu befolgen. Sie werden gegenüber dem Verein keine Ansprüche auf Schadensersatz geltend machen, wenn ihnen dieser bei einer Veranstaltung des Vereins entsteht.
Stimmberechtigt in der Ratsversammlung sind ausschließlich die Ratsmitglieder sowie die Delegierten aus den Bereichskreisen.
Teammitglieder unterstützen den Verein durch die aktive Mitarbeit in einem oder mehreren Kreis/en und sind innerhalb des Kreises stimmberechtigt, haben aber kein Stimmrecht in der Ratsversammlung, sofern sie nicht Delegierte aus einem Bereichskreis sind.
§ 17 Rechte der Mitgliedschaft
Fördermitglieder haben das Recht, Vorschläge zu Aktivitäten des Vereins zu machen und Informationen zu erhalten, insbesondere über die Verwendung der Förderbeiträge. Sie erhalten deswegen in regelmäßigen Abständen Informationen über Entwicklung und Arbeit des Vereins.
Teammitglieder fördern die Ziele und die Arbeit des Vereins durch Bildungsangebote, Informationsangebote, Projekte und Öffentlichkeitsarbeit. Die Ausübung der Rechte und die Erfüllung der Pflichten der ehrenamtlichen Mitglieder erfolgt ausschließlich im jeweils zuständigen Kreis. Die Kreise sind unselbständige funktionale Untergliederungen des Vereins. Über Gründung und Auflösung von Bereichskreisen sowie über die von den Kreisen verantwortlich zu besetzenden Arbeitsbereiche entscheidet der Weltretter-Rat. Die Kreise sind der Zweckbindung des Vereins (§ 2) verpflichtet und an die auf dieser Satzung beruhenden Ordnungen, Beschlüsse und Weisungen des Vereins sowie an die Kreisordnung gebunden. Alle den Kreisen zur Verfügung gestellten Gelder, Materialien oder sonstigen Vermögenswerte sind Eigentum des Vereins und dürfen nur in seinem Interesse verwendet werden.
Ratsmitglieder und die Delegierten aus den Bereichskreisen haben die vom Gesetz Vereinsmitgliedern eingeräumten Rechte.
§ 18 Mitgliedsbeiträge und Aufnahmegebühr
Von den Mitgliedern werden jährliche Mitgliedsbeiträge erhoben. Die Ratsversammlung kann auch beschließen, eine Aufnahmegebühr zu erheben.
Höhe und Fälligkeit von Aufnahmegebühr und Mitgliedsbeiträgen werden in einer Beitragsordnung festgesetzt, die von der Ratsversammlung beschlossen wird. Alle Mitglieder erklären sich mit der Einziehung der vorgenannten Gebühren und Beiträge durch Einzugsverfahren oder andere automatisierte Zahlungsverfahren einverstanden.
Der Mitgliedskreis (bzw. bei fehlendem Mitgliedskreis der Weltretter-Rat) kann in besonderen Fällen Gebühren und Beiträge ganz oder teilweise erlassen oder stunden. Näheres regelt die Beitragsordnung.
Teammitglieder und Ratsmitglieder sind von der Pflicht zur Zahlung von Beiträgen befreit. Um von diesem Recht Gebrauch zu machen, reicht ein formloser Antrag an den Vorstand.
Jede Form der Mitgliedschaft endet
durch freiwilligen Austritt (s. Absatz 4)
durch Streichung von der Mitgliederliste (s. Absatz 5),
durch Ausschluss aus dem Verein (s. Absatz 6).
Teammitglieder oder Ratsmitglieder können aus ihrem Kreis entlassen werden, wenn sie drei Mal in fünf aufeinanderfolgenden Versammlungen ihres Kreises gefehlt haben oder ihre aktive Mitarbeit eingestellt haben.
Bei Ende der Mitgliedschaft bestehen keine Ansprüche auf Rückzahlung geleisteter Beiträge, Spenden und sonstiger Leistungen.
Der freiwillige Austritt erfolgt durch Erklärung in Textform gegenüber einem Mitglied des Vorstandes. Er ist nur zum Schluss eines Kalenderjahres unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von drei Monaten zulässig.
Ein zahlungspflichtiges Mitglied kann durch Beschluss des Vorstandes von der Mitgliederliste gestrichen werden, wenn es trotz zweimaliger Mahnung mit der Zahlung des Beitrags im Rückstand ist. Ein Mitglied kann auch gestrichen werden, wenn bei Zahlungsrückständen von Mitgliedsbeiträge oder Umlagen die Zustellung der oben genannten Mahnungen deswegen nicht erfolgen kann, weil der derzeitige Wohnort des Mitglieds unbekannt ist und mutzumutbarem Aufwand nicht ermittelt werden kann. Die Streichung ist dem Mitglied, soweit möglich, mitzuteilen.
Ein Mitglied kann, wenn es gegen die Vereinsinteressen grob verstoßen hat, durch Beschluss der Weltretter-Rats aus dem Verein ausgeschlossen werden. Vor der Beschlussfassung ist Gelegenheit zu geben, sich persönlich zu äußern. Eine etwaige in Textform abgegebene Stellungnahme der oder des Betroffenen ist in der Kreisversammlung zu verlesen. Gegen den Beschluss ist der ordentliche Rechtsweg gegeben.
Die Auflösung des Vereins kann nur im Konsent in einer ordentlichen Ratsversammlung beschlossen werden.
Sofern die Ratsversammlung nichts anderes beschließt, sind der Vorsitzende und der stellvertretende Vorsitzende gemeinsam vertretungsberechtigte Liquidatoren.
Das nach Beendigung der Liquidation oder bei Wegfall des bisherigen steuerbegünstigten Zwecks vorhandene Vermögen fällt an die
Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, Dircksenstraße 47 in 10178 Berlin.
Diese muss die Mittel unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke verwenden.
In allen Fällen, welche in dieser Satzung nicht vorgesehen sind, entscheidet der Weltretter-Rat.

References: § 3
 § 5
 § 6

§ 5

§ 6

§ 8

§ 9
 § 14
 § 8
 § 4
 § 10
 § 12

§ 10

§ 12
 § 16
 §14
 § 8
 § 4
 § 3
 § 26

§ 15

§ 17

§ 18