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Timestamp: 2020-07-11 06:49:25+00:00

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BAG, 12.05.2005 - 2 AZR 159/04 - dejure.org
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BAG, 12.05.2005 - 2 AZR 159/04 (https://dejure.org/2005,2176)
BAG, Entscheidung vom 12.05.2005 - 2 AZR 159/04 (https://dejure.org/2005,2176)
BAG, Entscheidung vom 12. Mai 2005 - 2 AZR 159/04 (https://dejure.org/2005,2176)
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Fristlose Kündigung einer ordentlich unkündbaren schwerbehinderten Arbeitnehmerin - Zustimmung des Integrationsamtes: Erfordernis des Vorliegens eines förmlichen (schriftlichen) Beschlusses über die Zustimmung bei Ausspruch der Kündigung
Fristlose Kündigung einer ordentlich unkündbaren schwerbehinderten Arbeitnehmerin - Zustimmung des Integrationsamtes - Erfordernis des Vorliegens eines förmlichen (schriftlichen) Beschlusses über die Zustimmung bei Ausspruch der Kündigung
Fristlose Kündigung einer ordentlich unkündbaren schwerbehinderten Arbeitnehmerin - Zustimmung des Integrationsamtes: Erfordernis des Vorliegens eines förmlichen Beschlusses über die Zustimmung bei
Wirksamkeit einer außerordentlichen Kündigung mit Auslauffrist; Anforderungen an die Zustimmung des Integrationsamts; Frühestmöglicher Zeitpunkt für den Ausspruch einer solchen Kündigung; Gesetzliches Erfordernis der Zustellung der Entscheidung des Integrationsamtes
Kündigung; Schwerbehindertenrecht - Fristlose Kündigung einer ordentlich unkündbaren schwerbehinderten Arbeitnehmerin; Zustimmung des Integrationsamtes; Erfordernis des Vorliegens eines förmlichen (schriftlichen) Beschlusses über die Zustimmung bei Ausspruch der ...
Arbeitsrecht - Mündliche Zustimmung zu außerordentliche Kündigung?
Zustimmung - Kündigung
ArbG Essen, 24.09.2003 - 5 Ca 2162/03
NJW 2005, 3514
NZA 2005, 1172
NZA 2005, 1173
Die Zustimmung des Integrationsamtes nach § 91 SGB IX lag im Kündigungszeitpunkt vor (vgl. hierzu Senat 12. Mai 2005 - 2 AZR 159/04 - AP SGB IX Nr. 5 = EzA SGB IX Nr. 3; 15. November 1990 - 2 AZR 255/90 - AP SchwbG 1986 § 21 Nr. 6 = EzA SchwbG 1986 § 21 Nr. 3).
Der Akte ist nicht zu entnehmen, ob die Beklagte zuvor bereits mündlich oder fernmündlich über die Zustimmung in Kenntnis gesetzt wurde (vgl. Senat 12. Mai 2005 - 2 AZR 159/04 - AP SGB IX § 91 Nr. 5 = EzA SGB IX § 91 Nr. 2).
(b) Soweit § 91 SGB IX das Beschleunigungsinteresse der Arbeitsvertragsparteien schützen möchte (vgl. BAG 12. Mai 2005 - 2 AZR 159/04 - zu B I 3 b bb der Gründe) und insofern an § 626 Abs. 2 BGB anknüpft, könnte allenfalls unterschieden werden zwischen Kündigungen, die auf einem einmaligen Vorfall beruhen, und solchen, denen ein Dauertatbestand zugrunde liegt.
Zwar handelt es sich bei der Regelung des § 91 SGB IX um eine von § 88 SGB IX abweichende, speziellere Norm (BAG 12. Mai 2005 - 2 AZR 159/04 - Rn. 20, AP SGB IX § 91 Nr. 5 = EzA SGB IX § 91 Nr. 2; Lampe GK-SGB IX § 88 Rn. 71) .
Auch auf diese findet nicht § 85 SGB IX, sondern findet § 91 SGB IX Anwendung (BAG 12. Mai 2005 - 2 AZR 159/04 - zu B I 1 der Gründe) .
§ 91 SGB IX enthält eine von § 88 SGB IX abweichende, speziellere Regelung (zuletzt BAG 12. Mai 2005 - 2 AZR 159/04 - AP SGB IX § 91 Nr. 5 = EzA SGB IX § 91 Nr. 2 mwN).
So reicht es etwa aus, dass die Zustimmung zur Kündigung durch das Integrationsamt im Verhandlungstermin mündlich erteilt wird (BAG 12. Mai 2005 - 2 AZR 159/04 - aaO).
Insoweit ist der vorliegende Fall mit dem Ausgangsfall der Senatsentscheidung vom 12. Mai 2005 (- 2 AZR 159/04 - AP SGB IX § 91 Nr. 5 = EzA SGB IX § 91 Nr. 2) nicht vergleichbar.
Das Bundesarbeitsgericht hat bislang lediglich allgemein entschieden, dass § 91 SGB IX als solcher auch für eine außerordentliche Kündigung mit notwendiger Auslauffrist, die gegenüber einem ordentlich unkündbaren Arbeitnehmer ausgesprochen worden war, gilt (BAG, Urteil vom 12.05.2005- 2 AZR 159/04, NZA 2005, 1173).
Daraus folgt, dass der Arbeitgeber zwar eine Kündigung aussprechen kann, wenn das Integrationsamt eine Zustimmungsentscheidung getroffen hat, auch wenn diese dem Arbeitgeber noch nicht in schriftlicher Form zugegangen, ja noch nicht einmal in schriftlicher Form getroffen worden ist (vgl. BAG vom 12.05.2005 - 2 AZR 159/04 = NZA 2005, 1173).
Nur wenn das Integrationsamt eine positive Entscheidung zum Antrag des Arbeitgebers getroffen hat, der beabsichtigten Kündigung wenigstens mündlich definitiv zugestimmt hat (vgl. BAG vom 12.05.2005 - a. a. O. - zu B I 4 der Gründe), kann der Arbeitgeber die Kündigung aussprechen.
Abmahnung - Altersteilzeitvertrag - außerordentliche Kündigung - Beleidigung - …
Der Beklagten wurde bis zum Ablauf der Zwei-Wochen-Frist des § 174 Abs. 3 Satz 1 SGB IX, die nach § 151 Abs. 1 SGB IX auch für Schwerbehinderten gleichgestellte behinderte Menschen gilt, eine Entscheidung über den Zustimmungsantrag nicht mitgeteilt (s. hierzu BAG 12. Mai 2005 - 2 AZR 159/04 - AP SGB IX § 91 Nr. 5 = EzA SGB IX § 91 Nr. 2;… LPK-SGB IX/Franz Josef Düwell 5. Aufl. SGB IX § 174 Rn. 21), weshalb die Zustimmung gem. § 174 Abs. 3 Satz 2 SGB IX mit Ablauf des 1. Juni 2018, eines Freitags, als erteilt galt.
VG München, 18.11.2010 - M 15 K 09.4602
Zustimmung zur außerordentlichen Kündigung des Arbeitsverhältnisses eines …
VG Minden, 10.01.2014 - 6 K 491/13
Verpflichtung des Integrationsamtes zur Zustimmung zur krankheitsbedingten …
ArbG Cottbus, 04.09.2008 - 8 Ca 750/08
VG Freiburg, 22.11.2011 - 5 K 632/10
Zulässigkeit der Zustimmung zu einer außerordentlichen verhaltensbedingten …

References: § 91
 § 21
 § 21
 § 91
 § 91
 § 91
 § 626
 § 91
 § 88
 § 91
 § 91
 § 88
 § 85
 § 91

§ 91
 § 88
 § 91
 § 91
 § 91
 § 91
 § 91
 § 174
 § 151
 § 91
 § 91
 § 174
 § 174