Source: https://arztassistenz.at/berufsrecht/berufsgesetz/27-gesetz
Timestamp: 2020-05-29 00:45:58+00:00

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Medizinische Assistenz Berufe (MAB) - Gesetz (MABG)
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Medizinische Assistenz Berufe (MAB) - Ausbildungsverordnung (MAB-AV)
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MAB-AV
Die langgeforderte Ausbildungsverordnung für die medizinischen Assistenzberufe (MAB-AV) ist nun beschlossen (30.09.2013). Bis zum Abschluss aller Medizinischen Assistenz Berufe (insgesamt derzeit 7 plus der Medizinischen Fachassistenz (MFA)), hat das Gesetz jedoch nachwievor, Entwurfcharakter. Die Ordinationsassistenz, sowie die Operationsassistenz ist abgeschlossen, zwei weitere Berufssparten sind kurz vor Fertigstellung. Weitere folgen.
Der finale Abschluss wird bis Herbst bzw. Ende des Jahres 2014 erwartet.
MAB-AV Hauptdokument
http://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Begut/BEGUT_COO_2026_100_2_671390/BEGUT_COO_2026_100_2_671390.pdf
MAB-AV Anlagen
http://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Begut/BEGUT_COO_2026_100_2_671390/COO_2026_100_2_671441.pdf
MAB-AV-Erläuterungen
http://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Begut/BEGUT_COO_2026_100_2_671390/COO_2026_100_2_671442.pdf
1. eine Tätigkeit in einem medizinischen Assistenzberuf oder in der Trainingstherapie gemäß §§ 4 bis 11 und 27 ausübt, ohne hiezu durch dieses Bundesgesetz oder eine andere gesetzliche Vorschrift berechtigt zu sein, oder
2. jemanden, der hiezu durch dieses Bundesgesetz oder eine andere gesetzliche Vorschrift nicht berechtigt ist, zu einer Tätigkeit in einem medizinischen Assistenzberuf oder in der Trainingstherapie heranzieht.
1. eine Tätigkeit unter einer der in diesem Bundesgesetz festgelegten Berufsbezeichnung (§§ 12 und 28 Abs. 1) ausübt, ohne hiezu berechtigt zu sein,
2. den in § 12 Abs. 11, § 13 Abs. 6, § 18, § 22 Abs. 3, § 23 Abs. 1, § 29 Abs. 1 und § 33 Abs. 1 enthaltenen Anordnungen oder Verboten oder
3. den in den auf Grund dieses Bundesgesetzes erlassenen Verordnungen enthaltenen Anordnungen oder Verboten zuwiderhandelt, begeht, sofern die Tat nicht den Tatbestand einer in die Zuständigkeit der Gerichte allenden strafbaren Handlung bildet, eine Verwaltungsübertretung und ist mit einer Geldstrafe bis zu 5 000 Euro zu bestrafen.
§ 43. Mit der Vollziehung dieses Bundesgesetzes ist der/die Bundesminister/in für Gesundheit
Aktualisiert (Mittwoch, den 09. Januar 2013 um 00:16 Uhr)
Das MABG (Medizinische AssistenzBerufe Gesetz) wurde am 06.07.2012 im Nationalrat beschlossen.
Kurzfristig, am 10.07.12 gab es eine Änderung im Plenum des Nationalrates (in Bezug auf die Röntgenassistenz).
Der Bundesratsbeschluss erfolgte am 19.07.2012.
Das Gesetz ist mit 01.01.2013 wirksam.
Die MABG-AV (MABG-Ausbildungsverordnung) ist noch in Ausarbeitung. Das Curriculum (der Lehrplan) soll bis Herbst 2013 fertig erarbeitet sein. Ausbildungen nach dem SHD-Gesetz müssen bis Juni 2014 abgeschlossen werden.
§ 1 (2) Medizinische Assistenzberufe im Sinne dieses Bundesgesetzes sind:
1. Desinfektionsassistenz
2. Gipsassistenz
3. Laborassistenz
4. Obduktionsassistenz
5. Operationsassistenz
6. Ordinationsassistenz
7. Röntgenassistenz
8. Medizinische Fachassistenz.
Die Übergangsbestimmung der Sanitätshilfsdienste besagt:
§35 (4) Personen, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Bundesgesetzes die Berufsberechtigung als
„Ordinationsgehilfe“/„Ordinationsgehilfin“ gemäß § 52 Abs. 1 MTF-SHD-G besitzen, sind zur Ausübung
des medizinischen Assistenzberufs Ordinationsassistenz nach den Bestimmungen dieses Bundesgesetzes
berechtigt, sofern und soweit sie über die erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten verfügen, und
dürfen die Berufsbezeichnung „Ordinationsassistent“/„Ordinationsassistentin“ führen.
Die derzeitige Ordinationsgehilfin hat jetzt die Berufsbezeichnung Ordinationsassistentin.
Kenntnisse und Fertigkeiten beziehen sich auf neue Regelungen, z.B. die Blutentnahme aus der Vene (s. Tätigkeitsbereich). Schulen kann die Ärztin/der Arzt.
Medizinische Fachassistenz ist die "3-spartige" Ausbildung (s. §21 (2) 1.) m. zwei Ausnahmen (s. §21 (2) 2.)
Zusätzlich ist eine Fachbereichsarbeit erforderlich. Drei Medizinische Assistenzberufe (1-7) sind frei wählbar.
Aktualisiert (Donnerstag, den 06. April 2017 um 20:39 Uhr)
§ 20.(6) Die Ausbildung in der Ordinationsassistenz umfasst mindestens 650 Stunden, wobei mindestens die Hälfte auf die praktische Ausbildung und mindestens ein Drittel auf die theoretische Ausbildung zu entfallen hat.
1. die erfolgreiche Absolvierung von Ausbildungen gemäß Abs. 2 sowie
2. die Erstellung einer Fachbereichsarbeit im Gesamtausmaß von mindestens 2500 Stunden.
1. mindestens drei Ausbildungen in medizinischen Assistenzberufen gemäß § 20 oder
2. eine Ausbildung in der Pflegehilfe gemäß GuKG oder als medizinische/r Masseur/in gemäß MMHmG sowie mindestens eine Ausbildung in einem medizinischen Assistenzberuf gemäß § 20.
(2) Sofern von einer Ausbildungseinrichtung auch eine Ausbildung in der Pflegehilfe gemäß GuKG oder eine Ausbildung zum/zur medizinischen Masseur/in gemäß MMHmG angeboten wird, kann diese als Schule für medizinische Assistenzberufe bewilligt werden, wenn sie mindestens zwei Ausbildungen in medizinischen Assistenzberufen anbietet, wovon zumindest eine davon eine Ausbildung in der Labor oder Radiologieassistenz ist.
1. die für die Abhaltung des theoretischen und praktischen Unterrichts erforderlichen Räumlichkeiten und Lehrmittel sowie Sozialräume zur Verfügung stehen,
2. die für die theoretische und praktische Ausbildung erforderlichen Lehr- und Fachkräfte, welche hiezu fachlich und pädagogisch geeignet sind und über die notwendige Berufserfahrung verfügen, vorhanden sind und
3. die Durchführung der praktischen Ausbildung unter Anleitung und Aufsicht der entsprechenden Fachkräfte gewährleistet ist.
Kommentar: Wer fachlich und pädagogisch geeignet ist und über die notwendige Berufserfahrung verfügt kann auch in die Ausbildung als Lehr- oder Fachkraft gehen.
(4) Tätigkeiten der Ordinationsassistenz dürfen im Rahmen der Ausbildung gemäß Abs. 1 berufsmäßig unter Anleitung und Aufsicht bereits vor Abschluss der Ausbildung ausgeübt werden (Ordinationsassistenz in Ausbildung), sofern die Ordinationsassistenz in Ausbildung über die entsprechenden Kenntnisse und Fertigkeiten verfügt. Die erfolgreiche Absolvierung der Ausbildung ist innerhalb von drei Jahren ab Aufnahme der Tätigkeit als Ordinationsassistenz in Ausbildung nachzuweisen. Kann nach Ablauf der dreijährigen Frist die erfolgreiche Absolvierung der Ausbildung nicht nachgewiesen werden, erlischt die Berechtigung zur weiteren berufsmäßigen Ausübung der Tätigkeit in der Ordinationsassistenz. Die Unterbrechung der Ausbildung in Folge Mutterschutzgesetz, Karenzzeiten, Kinderbetreuungsgeldgesetz oder Väter-Karenzgesetz, Präsenz- oder Ausbildungsdienstes, Zivildienstes, Familienhospizkarenz oder -freistellung nach den jeweiligen bundes- oder landesgesetzlichen Bestimmungen oder länger als drei Monate dauernden Erkrankung hemmt den Lauf der dreijährigen Frist.
Aktualisiert (Donnerstag, den 06. April 2017 um 20:38 Uhr)

References: § 12
 § 13
 § 18
 § 22
 § 23
 § 29
 § 33

§ 43

§ 1

§35
 § 52
 §21
 §21

§ 20
 § 20
 § 20