Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=KG&Datum=18.04.2005&Aktenzeichen=5%20Ws%20179/05
Timestamp: 2019-05-25 22:17:25+00:00

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KG, 18.04.2005 - 5 Ws 179/05 Vollz - dejure.org
KG, 18.04.2005 - 5 Ws 179/05 Vollz
https://dejure.org/2005,14307
KG, 18.04.2005 - 5 Ws 179/05 Vollz (https://dejure.org/2005,14307)
KG, Entscheidung vom 18.04.2005 - 5 Ws 179/05 Vollz (https://dejure.org/2005,14307)
KG, Entscheidung vom 18. April 2005 - 5 Ws 179/05 Vollz (https://dejure.org/2005,14307)
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§ 118 Abs 3 StVollzG, § 120 Abs 2 StVollzG, § 116 Abs 1 StVollzG, § 121 Abs 2 StVollzG, § 44 Abs 1 StVollzG
Freistellung eines Gefangenen von der Arbeitspflicht zugunsten einer Ausbildung; Zweck der Vorschrift des § 118 Absatz 3 Strafvollzugsgesetz (StVollzG); Erfordernis der Prüfung einer Rechtsbeschwerde eines Gefangenen durch einen Rechtsanwalt; Prüfung der rechtlichen Vertretbarkeit; Unwirksamkeit einer lediglich vom Rechtsanwalt unterschriebenen Begründungsschrift
LG Berlin, 24.02.2005 - 546 StVK 514/04
KG, 18.04.2005 - 5 Ws 179/05 Voll
Die fachgerichtliche Rechtsprechung zur Frage der Zulässigkeit einer Rechtsbeschwerde, wenn der aufnehmende Rechtspfleger oder der Rechtsanwalt, durch den die Rechtsbeschwerde erhoben wird, auf einen Schriftsatz des Beschwerdeführers Bezug nimmt und sich dessen Inhalt zu eigen macht, ist nicht einheitlich; ein erheblicher Teil der Rechtsprechung geht davon aus, dass bereits damit den Anforderungen des § 118 Abs. 3 StVollzG genügt ist oder zumindest in Ausnahmefällen genügt sein kann (vgl. Thür. OLG, Beschluss vom 15. Juni 2010 - 1 Ws 186/10 -, juris; KG Berlin, Beschluss vom 18. April 2005 - 5 Ws 179/05 Vollz -, juris; Hans. OLG Bremen…, Beschluss vom 21. September 1995 - Ws 12/95 -, ZfStrVo 1997, S. 56 ; OLG Hamm, Beschlüsse vom 22. März 1988 - 1 Vollz (Ws) 54/88 -, NStE 1988 Nr. 1 zu § 118 StVollzG; vom 8. Juni 1979 - 1 Vollz (Ws) 39/79 -, juris, m.w.N.; OLG Saarbrücken, Beschluss vom 5. September 1985 - Vollz (Ws) 32/85 -, StV 1986, S. 543; nicht ganz deutlich KG, Beschluss vom 12. Januar 1993 - 5 Ws 385/92 Vollz -, BlStVkunde 1994, Nr. 3, S. 7 f.; OLG Karlsruhe, Beschluss vom 27. Oktober 1993 - 2 Ws 220/93 -, Rpfleger 1994, S. 104; differenzierend OLG Celle, Beschluss vom 14. Mai 1997 - 1 Ws 128/97 (StrVollz) -, juris; a.A. OLG Stuttgart, Beschluss vom 13. Dezember 2011 - 4 Ws 164/01 -, Justiz 2002, S. 233; ebenso wohl OLG Hamm, Beschluss vom 19. Dezember 1991 - 1 Vollz (Ws) 141/91 -, NStZ 1992, S. 208).
Die schlichte Bezugnahme auf ein vom Antragsteller selbst erstelltes Schreiben ist nicht zulässig, weil der Verteidiger eigenverantwortlich gestaltend an der Abfassung der Rechtsmittelschrift mitwirken muss; dies gilt auch dann, wenn der Rechtsanwalt behauptet, er habe die vom Antragsteller gefertigte Schrift gelesen und mache sich ihren Inhalt zu eigen (vgl. Senat, 2 Ws 867/12 [Vollz] v. 14.1.2014; 2 Ws 392/12 [Vollz] v. 14.9.2012; KG, 5 Ws 179/05 Vollz. v. 18.4.2005 - Rn. 5 n. juris mwN.; OLG Stuttgart, 4 Ws 164/10 v. 13.12.2001 - Justiz 2002, 333 ).

References: § 118
 § 120
 § 116
 § 121
 § 44
 § 118
 § 118
 § 118