Source: https://www.roeckingen-evangelisch.de/aktuelle-infos
Timestamp: 2020-08-15 17:28:53+00:00

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Aktuelle Infos | Evangelische Kirchengemeinden Röckingen und Fürnheim
Hier finden Sie aktuelle Infos und Empfehlungen der Landeskirche zur Corona-Krise
Bildrechte: sonntagsblatt
Zur Besonnenheit, aber auch zur Vorsicht mahnt der Landeskirchenrat Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen angesichts der Infektionsgefahr durch das Coronavirus.
Von den Lockerungen der bayerischen Staatsregierung sind auch kirchliche Gottesdienste und Veranstaltungen betroffen. Hier lesen Sie, was sich in dieser und der nächsten Woche ändert.
Änderungen betreffen insbesondere Bestattungen, Kirchenmusik, Leitungsgremien und das Hygienekonzept bei Versammlungen (beispielsweise der Erwachsenenbildung).
Pfarrerinnen und Pfarrer, aber auch weitere kirchliche Berufsgruppen, die in ihren Kirchengemeinden bzw. im Dekanatsbezirk ihrem Dienst nachgehen, sind weiterhin nicht von der staatlicherseits verordneten Ausgangsbeschränkungen betroffen, da sie in „Ausübung ihres Berufes“ unterwegs sind. Zudem werden Seelsorger und Seelsorgerinnen zu den systemrelevanten Berufen gerechnet. Für ihre Kinder ist Notbetreuung in den Kindertagesstätten möglich.
Im Einzelnen gibt der Landeskirchenrat folgende weitere Empfehlungen (Stand: 25.6.2020):
In einer ersten Phase sind noch nicht alle gewohnten Teile des Gottesdienstes wieder möglich. Manches wird verändert sein. Um der Liebe willen wird in den Gemeinden aufeinander geachtet und einander der Schutz gegönnt, der nötig ist, damit niemand angesteckt wird.
Dafür wurden die „ELKB-Grundsätze zum Schutz der Gesundheit in Gottesdiensten in der Zeit der Corona-Pandemie und Empfehlungen für ein Infektionsschutz-Konzept vor Ort“ entwickelt und zusammen mit der Katholischen Kirche eine „Gemeinsame Verpflichtung der katholischen (Erz-) Diö­zesen Bayerns und der Evangelischen Landeskirche Bayern im Hinblick auf eine Erlaubnis von gottesdienstlichen Versammlungen in Kirchen“ erarbeitet. Dazu wurde auch mit den Kirchen der AcK sowie mit jüdischen und muslimischen Partnern gesprochen.
Die Grundsätze gelten für alle Gottesdienste, vor allem auch für Trauergottesdienste sowie für Tauf­gottesdienste, Trauungen und weitere Gottesdienstformen, nicht jedoch für große Festgottesdienste, die den Schutzrahmen überschreiten würden (wie zum Beispiel große Konfirmationen und Jubelkonfirmationen…). Konfirmationen mit wenigen Konfirmanden, die die Sicherheitsstandards einhalten, sind ebenso möglich wie jugendgemäße Andachten und Gottesdienste während der Konfirmandenzeit.
In Freiluftgottesdiensten gelten ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Teilnehmenden und die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung. Hier finden Sie praktische Hinweise für Kindergottesdienste und Familiengottesdienste.
Seit dem Sonntag Kantate gilt wieder der beschlossene Kollektenplan (s.u.).
Wem aufgrund einer Behinderung oder aus gesundheitlichen Gründen das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung nicht möglich oder zumutbar ist, ist von der Trageverpflichtung befreit (§ 1 Abs. 2 Z. 2 der 6. BayIfSMV).
Das Gottesdienstinstitut hat ein Beispiel für einen Gottesdienst in angemessener Länge und Ausformung erarbeitet. Es bietet für Sonn- und Feiertage während der Corona-Pandemie – Woche für Woche – einen aktualisierten Lesegottesdienst an, eine kurze (Bild-)Andacht sowie weitere Materialien als kostenlose Downloads.
Wir empfehlen weiterhin, alle Kirchen offen zu halten, auch gerade in Zeiten von Ausgangs­beschränkungen. Wo möglich und sinnvoll, sollte die Außentür offen stehen, um Kontaktflächen beim Öffnen zu vermeiden. In der Kirche sollte die Möglichkeit bestehen, eine Kerze anzuzünden und sich hinzusetzen zur Stille und zum Gebet. Auch dabei muss auf genügend Abstand zwischen Menschen geachtet werden, etwa durch entsprechende Hinweisschilder.
Eine gute Möglichkeit wäre es, beim Läuten der Kirchenglocken innezuhalten und im Wissen darum, dass zur gleichen Zeit auch andere dies tun, das Vaterunser zu beten.
Bei der Bitte um Krankenabendmahl finden sich geeignete Wege vor Ort, die alle notwendigen Schutzmaßnahmen berücksichtigen. Seelsorgebesuche in Krankenhäusern, Pflegeheimen u.dgl. fallen nicht unter das Besuchsverbot, müssen aber von der Einrichtungsleitung vorab genehmigt werden (§ 4 Abs. 2 S. 2 der 6. BayIfSMV). Die Begleitung Sterbender ist nun jederzeit zulässig, nicht nur für nächste Angehörige.
Für Trauergottesdienste im Kirchenraum gelten ab dem 4. Mai die „Grundsätze zum Schutz der Gesundheit in Gottesdiensten …“
Für Bestattungen (d.h. alle Vollzüge eines Trauergottesdienstes und einer Beisetzung außerhalb des kircheneigenen Gottesdienstraums) gilt das aktualisierte Schreiben des Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege vom 24. Juni 2020: „Aktualisierte Information zu Bestattungen aufgrund der Fünften Bayerischen Infektions­schutzmaßnahmenverordnung vom 19. Juni 2020". An die dort genannten Kriterien gilt es sich ausnahmslos zu halten. Einzelgenehmigungen sind danach nicht notwendig, wenn die im Schreiben genannten Kriterien ausnahmslos berücksichtigt werden.
Für die Einhaltung aller Rechtsvorschriften und die Verkehrssicherungspflicht bei Bestattungen ist immer der Träger des Friedhofs verantwortlich. Der Träger muss für den Friedhof ein Schutzkonzept erstellen, das die staatlichen Anforderungen aus dem Rundschreiben des bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege vom 24.Juni berücksichtigt. Ausnahmen gelten nur, wenn die komplette Verwaltung des Friedhofs – unabhängig von der kirchlichen Trägerschaft – vertraglich auf die Kommune übertragen wurde.
Für Aussegnungen gilt ab 17. Juni die Regelung für private Zusammenkünfte zuhause, nach der sich die Höchstzahl der Teilnehmenden aus der Einhaltung der Abstandsregeln ergibt. In den Orten, in denen es üblich ist, dass die ganze Nachbarschaft zur Aussegnung kommt, sollte die Tür zugeschlossen werden mit Hinweis per Schild: „Bitte haben Sie Verständnis, dass der Abschied vom Verstorbenen nur im allerengsten Familienkreis möglich ist.“ Wenn ein Pfarrer bzw. eine Pfarrerin sich nicht in der Lage sieht, der Bitte um Aussegnung zu folgen (Sorge um Gesundheit, bei Vorerkrankungen), soll im Kollegenkreis für eine geeignete Vertretung gesorgt werden.
Taufgottesdienste können seit dem 4. Mai im Rahmen der „Grundsätze …“ wieder gefeiert werden. Es empfiehlt sich aber, dafür eigene Tauftermine (in der Regel jeweils für eine Tauffamilie) außerhalb des Sonntagsgottesdienstes anzubieten. Wichtig bleibt weiterhin, jeden Körperkontakt zu vermeiden. Eltern können – während der Liturg bzw. die Liturgin spricht – Kreuzzeichen und Benetzung mit Taufwasser übernehmen.
Zugang zur Seelsorge ist in diesen Tagen besonders wichtig. Ein Angebot dazu kann auch für Menschen, die unsere Kirchen aufsuchen, gemacht werden. In den Dekanatsbezirken sollte gewährleistet sein, dass immer mindestens eine Person per Telefon erreichbar ist. Diese Telefonnummer sollte in der lokalen Presse, in den Gemeindebriefen und auf den Internetseiten bekannt gemacht werden.
Die Gottesdienste in ZDF, ARD, BR und Deutschlandfunk sind so organisiert, dass jeden Sonntag ein evangelischer Gottesdienst oder eine Morgenfeier mitgefeiert werden kann. Hier finden Sie die Zusammenstellung der verschiedensten Angebote in Rundfunk, Fernsehen und Internet und zwei Aushänge für den Schaukasten. Mehr dazu auf der Seite „Kirche von zuhause“.
In den vergangenen Wochen sind viele digitale Angebote entstanden, nicht nur Gottesdienstformate. Viele davon suchen den direkten Kontakt zu Gemeindegliedern. Von den Erfahrungen werden wir für die Zukunft lernen. Wir bitten Sie deshalb um eine Sammlung dieser Erfahrungen auf Dekanatsebene. Einerseits ermutigen wir dazu, gute Angebote weiterzuführen und dafür Ressourcen einzuplanen (bitte Urheberrechte beachten!).
Andererseits bitten wir darum, das Streamen von Gottesdiensten und Veranstaltung oder die anderweitige Wiedergabe über das Internet entsprechend nur dann einzusetzen, wenn Gottesdienste und Veranstaltungen noch nicht als Präsenzveranstaltung stattfinden können oder wenn das Profil der Gemeinde es nahelegt, dass ein Online-Angebot notwendig ist, um weite Teile der Gemeinde zu erreichen.
Denn es gilt zu beachten, dass ursprünglich die Vereinbarungen mit der GEMA nur für die Zeit der Corona-Pandemie mit den entsprechenden Beschränkungen gelten sollten. Mit den Lockerungen und der Möglichkeit, nun wieder Gottesdienste mit der Gemeinde zu feiern, ist die Frage aufgetreten, ob die Verabredung mit der GEMA auch dann gilt, wenn Gottesdienste mit einer anwesenden Gemeinde parallel gestreamt oder auf andere Weise über das Internet wiedergegeben werden. Die GEMA hat mitgeteilt, dass sie den Zeitraum – unter der Voraussetzung, dass das Streamen von Gottesdiensten und Veranstaltungen nur Ausnahmefälle darstellen – bis Mitte September ausweitet.
Bitte denken Sie auch an den Datenschutz bzw. Schutz des Persönlichkeitsrechts, sollten Sie Gottesdienste mit anwesender Gemeinde feiern und streamen oder auf andere Weise über das Internet wiedergeben wollen. Jede/r, die/der erkennbar aufgenommen wird, muss hiermit und dem Streaming bzw. der Wiedergabe über das Internet einverstanden sein. Wir empfehlen daher grundsätzlich, nicht in die Gemeinde hinein zu filmen oder einzelne Besucher herauszustellen. Von den Teilnehmenden/Mitwirkenden muss vorher die entsprechende Einwilligung eingeholt werden.
Je nach dem, was Sie für die Kirchengemeinde einrichten wollen, sind verschiedene Zahlungsverfahren möglich: Überweisung, SEPA-Lastschrift, Handy, Kreditkarte, PayPal oder Sofortüberweisung. Die Registrierung durch die Kirchengemeinde stellt einen eigenen Vertragsschluss der Gemeinde mit „twingle“ dar.
Diakonisches Werk Bayern:
Mission EineWelt:
DE56520604100101011111;
Ideenpool von und für Kirchengemeinden: Nicht jede Kirchengemeinde muss alles alleine machen. Um den gegenseitigen Austausch von Ideen und Projekten zu ermöglichen, hat das Amt für Gemeindedienst einen Ideenpool online gestellt.
Hingewiesen sei auch auf die Segens-Bändchen und Karten „… bis wir uns wiedersehen“, die – insbesondere (aber nicht nur) für die Konfiarbeit – beim AfG erhältlich sind (unter Nr. 300901, kostenfrei gg. Versandkostenersatz).
Für die Kindertagesstätten und Schulen gelten i.W. die staatlichen Regelungen in Bayern. Wir verweisen insbesondere auf:
die Seite des Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales
und die Seite des Evangelischen KITA-Verbands in Bayern
die Seite des Kultusministeriums
Die Schulreferent/innen der Dekanatsbezirke werden vom Landeskirchenamt regelmäßig über neue Entwicklungen (aktuell z.B. Beteiligung kirchlicher Lehrkräfte an der Notfallbetreuung in den bayerischen Osterferien oder Möglichkeiten der Zuweisung an staatl. Gesundheitsämter) informiert.
Vorschläge für den Religionsunterricht digital und in der Phase des Wiederbeginns finden sich auf den Seiten des Religionspädagogischen Zentrums Heilsbronn.
Ausführliche Hinweise zur Jugendarbeit und zu Jugendfreizeiten geben das Dekanatsrundschreiben vom 29.5. sowie eine exemplarische Checkliste („Prüffragen“) für Freizeiten vom 29.5. (im Intranet abzurufen).
Seit 11.Mai können auch evangelische öffentliche Büchereien mit den ehrenamtlichen Mitarbeitenden unter bestimmten Auflagen wieder öffnen; der evangelische Büchereiservice stellt ständig aktualisierte Informationen auf seiner Internetseite zur Verfügung. Hier finden Sie weitere Informationen.
„Kulturelle Veranstaltungen in Theatern, Konzerthäusern, auf sonstigen Bühnen und im Freien sowie die dafür notwendigen Proben“ (§ 21 Abs. 2 der 6. BayIfSMV) sind unter bestimmten Auflagen zulässig.
Insbesondere ist ein Mindestabstand von 2 m bei Blasinstrumenten und Gesang 2 m einzuhalten. Bei sonstigen Instrumenten beträgt der Abstand 1,5 m. Chorgesang im Bereich der Laienmusik ist seit 22. Juni 2020 erlaubt. Neben dem Mindestabstand ist auf regelmäßige Lüftungsintervalle und eine Begrenzung der Probendauer zu achten. Das staatliche Hygiene-Rahmenkonzept ist zu beachten. Für jeden Chor ist in Anwendung die-ses staatlichen Konzeptes ein Hygienekonzept zu beschließen.
Bei Konzerten im Kirchenraum gilt eine Höchstbesucherzahl von 100 Personen – auch wenn das Schutzkonzept für den konkreten Kirchenraum eine höhere Besucherzahl ermöglichen würde. Sieht das Schutzkonzept für den Raum eine niedrigere Besucherzahl vor, so gilt diese. Im Freien sind 200 Besucher erlaubt. Die Höchstzahl der Mitwirkenden ergibt sich aus den Möglichkeiten des Raumes bei Einhaltung der Abstände.
Blechbläser dürfen das Kondensat nicht aus dem Instrument frei ausblasen, sondern müssen es in Einwegtüchern auffangen und in geschlossenen Behältern entsorgen. Anders als in Gottesdiensten müssen Besucher in Konzerten durchgehend Mund-Nasen-Bedeckung tragen.
Bitte wägen Sie ab, ob Ihre Sitzung als Telefon- und Videokonferenz oder als Präsenzsitzung erfolgen soll. Bitte beachten Sie die „Sonderregelung für KV-Sitzungen, die per Telefon- bzw. Videokonferenz durchgeführt werden“ im Intranet. Wichtige Beschlüsse können auch per Umlaufbeschluss gefasst werden.
Notwendige Zusammenkünfte auch von Ehrenamtlichen in Körperschaften des öffentlichen Rechts (Kirchenvorstand, Dekanatsausschuss), sind zulässig (§ 2 Abs. 3 der 6. BayIfSMV).
Voraussetzung ist laut Auskunft des Gesundheitsministeriums ein abgeschlossener Teilnehmerkreis (keine öffentliche Sitzung). Präsenzsitzungen sollen auf das unbedingt nötige Mindestmaß beschränkt werden (unverzichtbare, unaufschiebbare Entscheidungen).
Sollte sich ein Leitungsgremium treffen müssen, so muss ein Abstand von 1,5 Metern eingehalten werden, und auch alle anderen Schutzmaßnahmen müssen gewährleistet sein. Hingewiesen sei auch für Kirchenvorstände auf KGO § 38 (1): „Sitzungen müssen mindestens vierteljährlich stattfinden“. Wir empfehlen die Entscheidung über Form und Häufigkeit so zu gestalten, dass auf Angehörige von Risikogruppen besonders Rücksicht genommen werden kann.
Vereinssitzungen bis 50 Teilnehmer sind seit 22. Juni erlaubt, nach wie vor im Lichte der Grundregel des § 1 Abs.1 Satz 1 der 6. BayIfSMV, dass Kontakte zu anderen Menschen auf ein Minimum zu reduzieren sind.
„Veranstaltungen, die üblicherweise nicht für ein beliebiges Publikum angeboten oder aufgrund ihres persönlichen Zuschnitts nur von einem absehbaren Teilnehmerkreis besucht werden“, sind bei Vorlage eines Schutzkonzepts wieder möglich (bis 50 Tn. in Räumen, 100 Tn. im Freien), vgl. § 5 Abs. 2 der 6. BayIfSMV. Darauf hinzuweisen ist, dass diese Lockerung sich überwiegend auf einmalige Veranstaltungen bezieht, um u.a. Hochzeiten, Beerdigungen, Geburtstagsfeiern und Schulabschlussfeiern wieder zu ermöglichen. Damit können bspw. auch Konfirmationen im kleineren Kreis stattfinden. Eine gewisse Regelmäßigkeit ist mit Blick auf die in der Verordnung genannten Beispiele für Gruppen zwischen 50 und 100 Personen jedoch nicht vorgesehen! Einzige Ausnahme bilden diesbezüglich Vereins- und Parteisitzungen. Wie bei Kirchenvorstandssitzungen empfiehlt sich auch hier (sowie bei allen anderen Angeboten) gut zu prüfen, welche Veranstaltungen – trotz Lockerungen - einerseits nötig und andererseits, unter den gegebenen Bedingungen, sinnvoll sind.
Für regelmäßige Gruppenangebote im kirchlichen Bereich verweisen wir auf § 2 der 6. BayIfSMV. Demnach sind im öffentlichen Raum, zu dem auch kirchliche Veranstaltungen zählen, Treffen mit bis zu 10 Personen möglich.
Hinweisen möchten wir auf eine gewisse Diskrepanz, die sich durch die derzeitige Ungleichzeitigkeit staatlicher Verlautbarungen ergibt und die wir auch als ELKB nicht auflösen können. Trotz der Möglichkeit, sich zu zehnt zu treffen, untersagt bspw. das Kultusministerium im Bereich der Erwachsenenbildung nach wie vor die Gruppenarbeit. Wir deuten diese Einschränkung daher analog zum Bayerischen Jugendring nicht als generelles Verbot von Gruppenstunden als Angebotsformat, sondern als Hinweis auf die methodische Sozialform. Darüber hinaus gehen wir davon aus, dass Mischformen möglich sind. Beispiel: Einzelne (also nicht regelmäßig wiederkehrende) Konfi-Treffen in der Großgruppe (je nach Gegebenheit mit bis zu 50 Personen innen bzw. 100 Personen außen) sind als Veranstaltung im Sinne des § 5 Abs. 2 der 6. BayIfSMV möglich, z.B. auch mit gemeinsamer Andacht (vgl. § 6 der 6.BayIfSMV) zu Beginn und Abschluss. Dazwischen ist die Arbeit in möglichst konstanten Kleingruppen mit bis zu 10 Personen incl. Leitung möglich (§ 2 Abs. 1 Nr.2 der 6. BayIfSMV), sinnvoller Weise in der gleichen Zusammensetzung, wie bei etwaigen wöchentlichen Treffen. Grundsätzlich gilt, dass die Zusammensetzung der Teilnehmenden möglichst konstant bleiben soll.
Diese Lockerungen erfordern die sowohl Vorbereitung von Schutz- und Hygienekonzepten für Gebäude bzw. Einrichtungen als auch für Gruppen bzw. Zusammenkünfte, die durch die zuständigen Gremien (KV, Dekanatsausschuss) zu beschließen sind.
Kirchliche Gebäude und Einrichtungen in Kirchengemeinden und Dekanatsbezirken
Vor der Nutzung kirchlicher Einrichtungen bzw. Gebäude ist die Gefährdungsbeurteilung um den Umgang mit dem Corona-Virus zu erweitern und daraus resultierend ein Hygieneschutzkonzept zu erstellen. Weitere Informationen folgen nach Pfingsten durch ein Rundschreiben der Gemeindeabteilung. Vorlagen und Hinweise finden Sie außerdem hier.
Hygiene und Schutzkonzepte in der Jugendarbeit
Hinsichtlich der Erstellung von Hygiene- und Schutzkonzepten für die Jugendarbeit schließt sich das Landeskirchenamt ELKB den Empfehlungen des Bayerischen Jugendrings an, die stets aktualisiert werden. Die hier beschriebenen Empfehlungen sind ministeriell genehmigt.
Zu beachten ist, dass die Hygiene- und Schutzkonzepte für die Jugendarbeit durch den Kirchenvorstand im Benehmen mit dem Jugendausschuss bzw. in den Dekanatsausschuss im Benehmen mit der Dekanatsjugendkammer zu beschließen sind. Beratung erfolgt bei Bedarf durch Diakonin Ilona Schuhmacher, Referentin für Grundsatzfragen der evangelischen Jugend in Bayern im Amt für Jugendarbeit (schuhmacher@ejb.de).
Ausführliche Hinweise zur Jugendarbeit und zu Jugendfreizeiten geben das Dekanatsrundschreiben nd eine exemplarische Checkliste („Prüffragen“) für Freizeiten vom 29.5. sowie FAQs zum Storno- und Reiserecht im Intranet.
Hygiene und Schutzkonzepte in der Konfirmandenarbeit
Die Empfehlungen der Jugendarbeit können auf die Hygiene- und Schutzkonzepte in der Konfirmandenarbeit übertragen werden, insb. die Empfehlung zu Gruppenstunden und Maßnahmen der Jugendarbeit ab Seite 12.
Als Teil kirchlicher Bildungsarbeit ist auch Konfirmandenarbeit in kleinen Gruppen wieder möglich. Empfehlenswert ist es weiterhin, in möglichst konstanten Kleingruppen zu arbeiten. Konzeptionelle Hinweise zur Konfi-Arbeit unter Bedingungen der Corona-Pandemie entnehmen Sie bitte dem Intranet.
Die Stelle des Referenten für Konfirmandenarbeit im RPZ Heilsbronn ist ab 1.7.2020 vakant. Ab 1.9. können Sie sich an die neuen Kollegen der Fachstelle Konfi-Arbeit wenden: Pfarrer Michael Stein und Diakon Tobias Bernhard (dann unter www.fachstelle-konfiarbeit.de). Im Juli steht KRin Andrea Heußner zur Verfügung (andrea.heussner@elkb.de).
Hygienekonzepte für weitere Zielgruppen (Frauen, Männer, Familien, Senioren etc.)
Neben Veranstaltungen, die nach dem Erwachsenenbildungsförderungsgesetz gefördert werden, sind ab 22. Juni „nicht für ein beliebiges Publikum angebotene oder aufgrund ihres persönlichen Zuschnitts nur von einem absehbaren Teilnehmerkreis besuchte Veranstaltungen“ bis zu 50 Teilnehmern (im Gebäude) bzw. 100 (im Freien) möglich. Ein Schutz- und Hygienekonzept muss für die jeweilige Gruppe bzw. den Kreis vorliegen.
Für alle Zielgruppen gelten die oben beschriebenen allgemeinen Hinweise und die jeweils gültigen staatlichen und lokalen Vorgaben (Abstand, Mund-Nase-Bedeckung, Hygienemaßnamen etc.). Jedes Konzept ist auf die räumlichen Gegebenheiten und den inhaltlichen Bedarf anzupassen. Hilfreich sind insbesondere die Hinweise der Arbeitsgemeinschaft für Evangelischen Erwachsenenbildung. Unter anderem für Träger der Erwachsenenbildung hat das Kultusministerium ein Rahmenkonzept erstellt, dessen Inhalte auch gut auf unterschiedliche Zielgruppen innerhalb der ELKB übertragbar sind.
Vorbereitung und Vorhaltung von Hygiene- und Gesundheitsschutzkonzepten
Generell gilt: Das Gesundheitsschutz- und Hygienekonzept, ggf. einschließlich eines Konzepts für den Außenbereich des Veranstaltungsortes, ist schriftlich zu dokumentieren. Es muss in Papierform ausgedruckt vorliegen und zur Planung von Treffen bzw. bei der Nutzung der Räume zur Verfügung stehen. Auf Verlangen ist es der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde oder einer sonstigen Sicherheitsbehörde vorzulegen.
Weitere Informationen, insbesondere auch zu Schutzkonzepten bei der Überlassung/Vermietung an außerkirchliche Nutzer enthält das Dekanatsrundschreiben „Hinweise zu KV-Sitzungen und Erstellung von Hygieneschutzkonzepten“ im Intranet.
Antwort auf rechtliche, insbesondere dienstrechtliche Fragen, die immer aktuell gehalten werden, finden Sie im Intranet der ELKB.
Quelle https://corona.bayern-evangelisch.de/Empfehlung.php

References: § 38
 § 1
 § 5
 § 2
 § 5
 § 6