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Timestamp: 2016-10-21 23:41:11+00:00

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2C_586/2015 � � Urteil vom 9. Mai 2016
Aufsichtskommission �ber die Rechts-
anw�lte des Kantons Zug.
Mit Eingabe von anfangs November 2014 reichte Dr. C.________, Rechtsanwalt, in seiner Eigenschaft als Willensvollstrecker im Nachlass von Dr. D.________ sel. (Erblasser), Rechtsanwalt, bei der Aufsichtskommission �ber die Rechtsanw�lte des Kantons Zug ein Gesuch um Entbindung vom Anwaltsgeheimnis ein. Zur Begr�ndung machte der Willensvollstrecker C.________ geltend, der Erblasser habe zu Lebzeiten f�r Dr. A.________ Beratungsdienstleistungen erbracht, deren Honorierung in der H�he von Fr. 2'497.80 noch ausstehe. Zur Einforderung dieser ausstehenden Honorarforderungen in seiner Eigenschaft als Willensvollstrecker im Nachlass des Erblassers ersuche er um Entbindung vom Anwaltsgeheimnis.
Der Pr�sident der kantonalen Aufsichtskommission hiess das Gesuch des Willensvollstreckers um Entbindung vom Anwaltsgeheimnis mit Verf�gung vom 12. M�rz 2015 so weit gut, als dessen Offenbarung f�r die Durchsetzung dieser im Nachlass des Erblassers befindlichen Forderung im geltend gemachten Umfang nebst Zins und weiteren Kosten erforderlich sei.
Mit Urteil vom 2. Juni 2015 wies das Obergericht des Kantons Zug eine von Dr. A.________ gegen diese Verf�gung erhobene Beschwerde ab.
Dr. A.________ gelangt mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 8. Juli 2015 gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zug vom 2. Juni 2015 an das Bundesgericht und beantragt, das angefochtene Urteil sei kostenf�llig aufzuheben und die Streitsache sei an die Vorinstanz zur�ckzuweisen; eventualiter sei das Gesuch des Willensvollstreckers C.________ abzulehnen und dieser nicht vom Berufsgeheimnis zu entbinden.
Willensvollstrecker C.________, der Pr�sident der kantonalen Aufsichtskommission und die Vorinstanz schliessen auf Abweisung der Beschwerde. Mit Verf�gung vom 7. September 2015 hat der Pr�sident der II. �ffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichts der Beschwerde aufschiebende Wirkung zuerkannt.
1.1.�Gegen letztinstanzliche kantonale Endentscheide auf dem Gebiet der Entbindung vom Anwaltsgeheimnis steht die Beschwerde an das Bundesgericht offen (Art. 82 lit. a, Art. 83
e contrario,�Art. 86 Abs. 1 lit. d, Art. 90 BGG; Urteil 2C_1127/2013 E. 1 vom 7. April 2014 E. 1.1).
1.2.�Zur Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat, durch den angefochtenen Entscheid besonders ber�hrt ist und ein schutzw�rdiges Interesse an dessen Aufhebung oder �nderung hat (Art. 89 Abs. 1 lit. b und c BGG). Der Beschwerdef�hrer, der im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Antr�gen unterlegen ist (Art. 89 Abs. 1 lit. a BGG), ist zur Beschwerdef�hrung legitimiert. Auf die frist- und formgerecht (Art. 100 Abs. 1, Art. 42 Abs. 1 BGG) eingereichte Eingabe ist einzutreten.
1.3.�Das Bundesgericht pr�ft frei und von Amtes wegen die Anwendung und Auslegung von Bundesrecht (Art. 95 lit. a, Art. 106 Abs. 1 BGG). Die Verletzung von Grundrechten untersucht es in jedem Fall nur insoweit, als eine solche R�ge in der Beschwerde pr�zise vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 139 I 229 E. 2.2 S. 232; 134 II 244 E. 2.2 S. 246). Es legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz kann von Amtes wegen oder auf R�ge hin berichtigt oder erg�nzt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1, Art. 105 Abs. 2 BGG). Offensichtlich unrichtig festgestellt ist ein Sachverhalt, wenn er willk�rliche Feststellungen beinhaltet (BGE 137 I 58 E. 4.1.2 S. 62); dieses Vorbringen unterliegt der qualifizierten R�gepflicht (Art. 97 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 106 Abs. 2 BGG).
1.4.�Von Amtes wegen zu berichtigen ist die unrichtige Bezeichnung der nat�rlichen Person, welche das Verfahren vor der kantonalen Aufsichtskommission �ber die Rechtsanw�lte durch ihr Gesuch um Entbindung eingeleitet, im vorinstanzlichen Verfahren obsiegt hat und im vorliegenden bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahren als Beschwerdegegnerin auftritt. Aus dem angefochtenen Urteil des Obergerichts des Kantons Zug vom 2. Juni 2015 wie auch aus der durch dieses Urteil ersetzten und inhaltlich mitangefochtenen (Devolutiveffekt; BGE 134 II 142 E. 1.4 S. 144) erstinstanzlichen Verf�gung des Pr�sidenten der kantonalen Aufsichtskommission �ber die Rechtsanw�lte vom 12. M�rz 2015 geht zweifelsfrei hervor, dass Rechtsanwalt Dr. C.________ in diesen Verfahren gest�tzt auf einen Ausweis���f�r Willensvollstrecker vom 17. Juli 2014 des Erbschaftsamtes der Stadt U.________ in dieser Eigenschaft als Willensvollstrecker im Nachlass D.________ sel. aufgetreten ist. Die Bezeichnung "RA Dr. C.________" im Rubrum des angefochtenen Urteils���ist demnach dahingehend zu pr�zisieren, dass Rechtsanwalt C.________ in eigenem Namen, aber als Willensvollstrecker im Nachlass von Dr. D.________ sel. den Prozess f�hrt (BGE 116 II 131 E. 3a S. 133 f.).
Der Beschwerdef�hrer r�gt, die Vorinstanz habe in willk�rlicher Anwendung und Auslegung von kantonalem Recht und in Verletzung des Grundrechts auf pers�nliche Freiheit gem�ss Art. 10 Abs. 2 BV eine Zust�ndigkeit des Pr�sidenten der kantonalen Aufsichtskommission zur Entbindung vom Anwaltsgeheimnis angenommen, weshalb die erteilte Entbindung nicht rechtm�ssig sei. Die Entbindung beruhe zudem auf einer unzutreffenden G�terabw�gung, vertrete Willensvollstrecker C.________ doch im vorliegenden Fall nicht die Interessen eines eigenen Mandanten, sondern diejenigen der Erben und sei an der ausstehenden Honorarforderung somit nicht pers�nlich berechtigt, weshalb er auch kein pers�nliches, �berwiegendes Interesse an einer Entbindung vom Anwaltsgeheimnis habe. Die Vorinstanz habe schlicht aktenwidrig und willk�rlich die gegenw�rtige Auseinandersetzung zwischen Willensvollstrecker C.________ und ihm betreffend eine sich im Nachlass eines verstorbenen Anwalts befindliche Honorarforderung wie einen normalen Honorarstreit zwischen einem Anwalt und seinem Klienten behandelt.
2.1.�Rechtsanw�ltinnen und Rechtsanw�lte unterstehen in zeitlicher Hinsicht unbegrenzt und gegen�ber jedermann dem Berufsgeheimnis �ber alles, was ihnen infolge ihres Berufes von ihrer Klientschaft anvertraut worden ist (Art. 13 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 23. Juni 2000 �ber die Freiz�gigkeit der Anw�ltinnen und Anw�lte [BGFA; SR 935.61]). Diese Berufspflicht wurde anl�sslich der Einf�hrung des BGFA vereinheitlicht (zur Qualifikation als Berufspflicht vgl. BGE 123 I 193 E. 4a S. 195; MICHAEL PFEIFER, Das Berufsgeheimnis, in: Das Anwaltsrecht nach dem BGFA, 2003, S. 113; NATER/ZINDEL, Kommentar zum Anwaltsgesetz, 2. Aufl. 2011, N. 14 zu Art. 13 BGFA). Als Vorbild diente dem historischen Gesetzgeber auch das Standesrecht der europ�ischen Anw�ltinnen und Anw�lte, die Richtlinien des Schweizerischen Anwaltsverbandes, der Ethik-Kode der International Bar Association und die Grunds�tze f�r den Anwaltsberuf der Union Internationale des avocats orientierte (Botschaft vom 28. April 1999 zum Bundesgesetz �ber die Freiz�gigkeit der Anw�ltinnen und Anw�lte, BBl 1999 6033). Der anwaltlichen Berufspflicht kommt eine herausragende Bedeutung zu. Das anwaltliche Berufsgeheimnis als ein im�
�ffentlichen Interesse�geschaffenes, f�r einen funktionierenden und den Zugang zur Justiz garantierenden Rechtsstaat�
unerl�ssliches Institut�(BGE 135 III 597 E. 3.4 S. 602; NATER/ZINDEL, a.a.O., N. 2 zu Art. 13 BGFA; WALTER FELLMANN, Anwaltsrecht, 2010, N. 458; LEA UNSELD, Internationale Rechtshilfe im Steuerrecht, Diss. Z�rich 2011, S. 43 ff.) garantiert die Vertraulichkeit s�mtlicher Einblicke, welche der Klient im Rahmen einer berufsspezifischen T�tigkeit der Anw�ltin oder dem Anwalt in seine Verh�ltnisse gew�hrt hat. Nach einhelligem europ�ischem Rechtsverst�ndnis (grundlegend DIRK VAN GERVEN, Professional secrecy in Europe, in: Professional secrecy of lawyers in Europe [zit. Secrecy], 2013, S. 2; vgl. zu Ziff. 2.3 der dieses Rechtsverst�ndnis rezipierenden Berufsregeln der europ�ischen Anw�lte GEORGES-ALBERT DAL, The CCBE rules on professional secrecy, in: Secrecy, S. 26), welches angesichts seiner Vorbildfunktion f�r den Gesetzgeber namentlich bei der historischen Auslegung mitber�cksichtigt werden kann (BGE 133 III 180 E. 3.5 S. 184; BERNHARD R�TSCHE, Rechtsvergleichung im �ffentlichen Recht: Auslegungsmethode oder blosse Inspirationsquelle?, in: Die Rechtsvergleichung in der Rechtsprechung: Praxis, Legitimit�t und Methodik - Referate und Diskussionen der Tagung vom 12. September 2013 in Luzern, 2014, S. 139), erm�glicht erst die�
Vertraulichkeit�dem Rechtssuchenden, der Anw�ltin oder dem Anwalt die f�r eine zutreffende Beratung und wirksame Rechtsvertretung notwendigen Grundlagen vorbehaltslos zu offenbaren, weshalb sie unerl�ssliche Grundlage f�r deren Berufsaus�bung und damit f�r eine rechtsstaatlichen Anforderungen gen�gende Justiz bildet. Die mit der Vertraulichkeit einhergehenden Schwierigkeiten bei der Wahrheitsfindung sind in einem Rechtsstaat hinzunehmen (BGE 112 Ib 606 E. 2b S. 607; NIKLAUS OBERHOLZER, in: Basler Kommentar zum Strafrecht II, 2. Aufl. 2007, N. 19 zu Art. 321 StGB).
2.2.�Eine n�here strukturelle Betrachtung von Art. 13 BGFA zeigt, dass das anwaltliche Berufsgeheimnis �ber den institutionellen Teilgehalt hinaus auf einer�
individualrechtlichen Ebene�die�
Verpflichtung und das Recht einer Anw�ltin oder eines Anwalts begr�ndet, s�mtliche Informationen, die ihnen infolge ihres Berufes von Klienten anvertraut worden sind, geheim zu behalten (SCHILLER, Schweizerisches Anwaltsrecht, 2009, N. 530; NATER/ZINDEL, a.a.O., N. 2, N. 4 zu Art. 13 BGFA; vgl. auch ERNST STAEHELIN, Die Entbindung vom Berufsgeheimnis darf nicht zur Preisgabe eines Geheimnisses verpflichten, in: Anwaltsrevue 2016, S. 7; HIRSIG-VOUILLOZ, Intimidation des t�moins et mesures de protection en proc�dure p�nale suisse, in: AJP 2011 S. 1626 f.; HANS NATER/MARTIN RAUBER, Berufsgeheimnis in Anwaltsgemeinschaften, in: SJZ 107/2011 S. 11), und andererseits ein�
Recht der Klienten�auf Vertraulichkeit dieser Informationen (SCHILLER, a.a.O., N. 386; FELLMANN, a.a.O., N. 457; CLAUDIO BAZZANI/ROMAN RICHERS, Switzerland, in: Secrecy, S. 564 f.) beinhaltet. Die Auffassung, das anwaltliche Berufsgeheimnis weise sowohl einen institutionellen wie auch - aus Sicht der Anw�ltinnen und Anw�lte sowie der Klienten - einen individual-rechtlichen Normgehalt auf, entspricht dem f�r die Auslegung ebenfalls massgeblichen (oben, E. 2.1) vorherrschenden europ�ischen Rechtsverst�ndnis (vgl. die einzelnen Beitr�ge in: Secrecy, S. 29 ff.), wie es auch in den Prinzipien I/6, III/2 und III/4 der unverbindlichen Empfehlungen Nr. R (2000) 21 des Ministerkomitees des Europarates �ber die Grundfreiheiten der anwaltlichen Berufsaus�bung vom 25. Oktober 2000 zum Ausdruck kommt (zur Unverbindlichkeit der Empfehlungen BGE 139 I 180 E. 2.5 S. 186; 122 I 222 E. 2aa S. 226; 118 Ia 64 E. 2a S. 69 f.). Diese Empfehlungen beruhen ihrerseits insbesondere auf den UN-Grundprinzipien �ber die Rolle der Anw�ltinnen und Anw�lte (angenommen vom Achten Kongress [27. August bis zum 7. September 1990 in Havanna, Kuba] der Vereinten Nationen f�r Verbrechensverh�tung und die Behandlung Straff�lliger, gebilligt von der Generalversammlung durch Resolution 45/120 vom 14. Dezember 1990 [UN-Grundprinzipien Anw�lte]), wonach die Staaten in mittelbar verpflichtender Weise (vgl. Einleitungsbestimmungen UN-Grundprinzipien Anw�lte) dazu angehalten werden, die Vertraulichkeit jeglicher in Berufsaus�bung erfolgten Kommunikation zwischen Anw�lten und ihren Klienten sowie jeglicher Beratung anzuerkennen und zu achten (Art. 22 UN-Grundprinzipien Anw�lte).
2.3.�Der�
anspruchsbegr�ndende individual-rechtliche Teilgehalt�des anwaltlichen Berufsgeheimnisses wird in grundrechtlicher Hinsicht denn auch als ein�
zentraler Wert�der Europ�ischen Konvention �ber die Menschenrechte (Urteil des EGMR�
Yuditskaya et al gegen Russland�vom 12. Februar 2015 [Nr. 5678/06], N. 27) in Art. 8 EMRK (zit. Urteil�
Yuditskaya, N. 25; Urteil des EGMR�
Niemietz gegen Deutschland�vom 16. Dezember 1992 [Nr. 13710/88], N. 27 ff.) garantiert; die institutionelle Dimension, welche der Berufsaus�bung der Anw�ltin oder des Anwalts in einem Rechtsstaat inh�rent ist, wird durch Art. 6 Ziff. 3 lit. c EMRK (zit. Urteil�
Niemietz, N. 37;�
Campbell gegen Grossbritannien�vom 25. M�rz 1992 [Nr. 13590/88], N. 46) und im Zusammenhang mit einem Freiheitsentzug vorab durch Art. 5 Ziff. 4 EMRK (Urteile des EGMR�
Castravet gegen Moldavien�vom 13. M�rz 2007 [Nr. 23393/05], N. 45 ff.;�
Khodorkovskiy gegen Russland�vom 31. Mai 2011 [Nr. 5829/04], N. 232) gesch�tzt (zusammenfassend zit. Urteil�
Khodorkovskiy,�N. 198).
3.1.�Der Beschwerdegegner hat im vorinstanzlichen Verfahren als von einem verstorbenen Anwalt als Willensvollstrecker eingesetzter Anwalt um Entbindung des Anwaltsgeheimnisses zur Durchsetzung einer aus dem anwaltlichen Nachlass stammenden Honorarforderung ersucht. Das vorliegende Beschwerdeverfahren bietet Anlass zur Kl�rung der Frage, inwiefern die Identit�t des Schuldners dieser Forderung und weitere Informationen das inzwischen beendete Mandatsverh�ltnis betreffend dem Anwaltsgeheimnis unterstehen und gegebenenfalls, ob der Beschwerdegegner davon entbunden werden kann.
3.2.�Die Erben treten kraft Universalsukzession (Art. 560 Abs. 1 ZGB) zwar in die Forderungen des Erblassers ein; die an den Berufsstand gebundenen und damit untrennbar mit der Person verbundenen�
h�chstpers�nlichen Rechte und Pflichteneiner Anw�ltin oder eines Anwalts gehen jedoch nicht auf sie �ber (zur Unvererblichkeit h�chstpers�nlicher Rechtspositionen BGE 133 III 664 E. 2.5 S. 667; Urteil 5C.291/2006 vom 30. Mai 2008 E. 4.1; Urteil 2P.339/1994 vom 26. April 1995 E. 2a; betreffend das anwaltliche Berufsgeheimnis ausdr�cklich CORBOZ, Le secret professionnel de l'avocat selon l'art. 321 CP, in: Semaine Judiciaire 5/1993 S. 90; FAVRE/STOUDMANN, Le secret professionnel de l'avocat et ses limites, in: L'avocat moderne, m�langes publi�s par l'Ordre des Avocats Vaudois � l'occasion de son centenaire, 1998, S. 304; zur H�chstpers�nlichkeit des Entscheids des Anwalts �ber die Entbindung vom Anwaltsgeheimnis SCHILLER, Schweizerisches Anwaltsrecht, 2009, S. 143, und der Aus�bung eines durch dieses Berufsgeheimnis begr�ndetes Zeugnisverweigerungsrechts [etwa gem�ss Art. 171 StPO] DONATSCH, in: Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung [StPO], 2. Aufl. 2014, N. 1 zu Art. 175 StPO; f�r eine �bersicht zu Berufsgeheimnissen BR�CKNER/WEIBEL, Die erbrechtlichen Klagen, 3. Aufl. 2012, N. 58 ff.). Anders als bei rein auf vertraglicher Grundlage beruhenden h�chstpers�nlichen und damit ebenfalls unvererblichen Rechten und Pflichten (GUHL/KOLLER/ SCHNYDER/DRUEY, Das Schweizerische Obligationenrecht, 9. Aufl. 2000, S. 313 N. 40) f�hrt die durch den Tod verursachte Unm�glichkeit, weiterhin f�r die Wahrung der Vertraulichkeit der dem Anwaltsgeheimnis unterliegenden Informationen besorgt zu sein, nicht zu dessen Untergang. Das Anwaltsgeheimnis als ein im �ffentlichen Interesse geschaffenes, f�r einen funktionierenden und den Zugang zur Justiz garantierenden Rechtsstaat unerl�ssliches Institut (oben, E. 2.1) �berdauert den Tod des Klienten und ist auch dessen Erben entgegen zu halten (BGE 135 III 597 E. 3.2 S. 599, E. 3.3 S. 601; ANDREA DORJEE-GOOD, BGE 135 III 597 - Das Anwaltsgeheimnis ist auch gegen�ber den Erben des Klienten zu wahren, in: successio 2010 S. 299; PAUL EITEL, 1. Teil Privatrecht/Erbrecht, in: Aktuelle Anwaltspraxis 2011, S. 171 f.; Entscheid vom 21. Februar 1986 der Aufsichtskommission �ber die Rechtsanw�lte des Kantons Z�rich, in: Bl�tter f�r die Z�rcherische Rechtsprechung, 86. Band [1987] Nr. 22; FAVRE/ STOUDMANN, a.a.O., S. 304). Ebenso sch�tzt es den Klienten vor der Preisgabe vertraulicher Informationen �ber den Tod der Anw�ltin oder des Anwalts hinaus, weshalb zeitig die zu dessen Schutz notwendigen Vorkehrungen zu treffen sind (bef�rwortend CORBOZ, a.a.O., S. 90; NATER/ZINDEL, a.a.O., N. 211 zu Art. 13 BGFA; ERNST STAEHELIN/ CHRISTIAN OETIKER, in: Kommentar zum Anwaltsgesetz, 2. Aufl. 2011, N. 16 zu Art. 9 BGFA [Fn. 24]; SCHILLER, a.a.O., S. 121; vgl. die ausdr�ckliche Regelung in � 14 Abs. 2 des Einf�hrungsgesetzes des Kantons Zug vom 25. April 2002 zum Bundesgesetz �ber die Freiz�gigkeit der Anw�ltinnen und Anw�lte [EG BGFA/ZG]; zur allgemeinen, aus Art. 13 BGFA fliessenden Pflicht, die zum Schutz des Anwaltsgeheimnisses notwendigen Massnahmen zu ergreifen, ausf�hrlich BENO�T CHAPPUIS, La profession d'avocat - Tome II: La pratique du m�tier: De la gestion d'une �tude et la conduite des mandats � la responsabilit� de l'avocat, in: Quid iuris? volume 14, 2013, S. 13 ff.).
3.3.�In der vorliegenden Ausgangslage hat ein mittlerweile verschiedener Anwalt zu Lebzeiten testamentarisch einen Berufskollegen als Willensvollstrecker in seinem Nachlass eingesetzt.
3.3.1.�Der Willensvollstrecker hat gem�ss Art. 518 Abs. 2 ZGB den Willen des Erblassers zu vertreten und gilt insbesondere als beauftragt, die�
Erbschaft zu verwalten, die Schulden des Erblassers zu bezahlen die Verm�chtnisse auszurichten und die Teilung�nach den vom Erblasser getroffenen Anordnungen oder nach Vorschrift des Gesetzes auszuf�hren. �blicherweise macht der Willensvollstrecker somit�
vererbliche Rechtspositionen�des Erblassers geltend (HANS RAINER K�NZLE, Aktuelle Praxis zur Willensvollstreckung, [2012-2013], successio 2014, S. 132); dabei ist er weder weisungsgebundener Vertreter noch Treuh�nder des Erblassers oder der Erbinnen, sondern hat eine objektive Aufgabe zu erf�llen, die durch den rechtsg�ltigen Willen des Erblassers sowie die Rechtsordnung insgesamt bestimmt ist (Urteil 6B_582/2014 vom 7. Januar 2015 E. 4). Prozessrechtlich kommt diese Stellung des Willensvollstreckers in nicht-erbrechtlichen Prozessen um den Nachlass darin zum Ausdruck, dass der Willensvollstrecker den Prozess nicht als (gesetzlicher) Stellvertreter der Erben oder gleichsam als "Organ" der Erbengemeinschaft als Gesamthandschaft im Sinne von Art. 602 Abs. 1 ZGB (sog. Vertreter- oder Organtheorie; vgl. dazu MARKUS PICHLER, Die Stellung des Willensvollstreckers in "nichterbrechtlichen" Zivilprozessen, Diss. 2011, S. 47 ff.) f�hrt, sondern kraft seines Amtes zur selbstst�ndigen Prozessf�hrung (als Prozessstandschafter)�
in eigenem Namen, aber auf Rechnung des Nachlasses befugt ist�(BGE 129 V 113 E. 4.2 S. 116 ff.; 116 II 131 E. 3a S. 133 ff.; Urteile 4A_533/2013 vom 27. M�rz 2014 E. 1.2; 5P.355/2006 vom 8. November 2006 E. 3.1).
3.3.2.�Im vorliegenden Beschwerdeverfahren macht der Beschwerdegegner (in seiner Eigenschaft als Willensvollstrecker, der zwecks Durchsetzung einer sich im Nachlass eines Anwaltes befindlichen Honorarforderung�
um Entbindung vom Anwaltsgeheimnis in dem Sinn ersucht, dass er den Namen des Klienten des verstorbenen Anwalts preisgeben will) keine sich im Nachlass befindliche vererbliche Rechtsposition des Erblassers geltend (vgl. oben, E. 3.2) und tritt auch nicht als mandatierter Rechtsvertreter des verstorbenen Erblassers auf (vgl. zum Ende der Pers�nlichkeit durch den Tod [Art. 31 ZGB] und die dadurch begr�ndete Unm�glichkeit, als Vertreter eines Verstorbenen einen Prozess anzuheben, BGE 129 I 302 E. 1.2.3 S. 309 f.). Er handelt jedoch dennoch in den Grenzen des ihm �bertragenen Amtes. Gem�ss der herrschenden Lehre kann der Erblasser den Willensvollstrecker auch mit dem�
Vollzug von Auflagen�(Art. 482 ZGB) betrauen, die sich auf den�
Tod des Erblassers �berdauernde Wirkungen pers�nlichkeitsbezogener Anliegen�beziehen (HANS RAINER K�NZLE, Digitaler Nachlass nach schweizerischem Recht, in: successio 2015, S. 50; HANS RAINER K�NZLE, Berner Kommentar zum Schweizerischen Privatrecht, Bd. III, 1. Abteilung: Das Erbrecht, 2. Teilband: Die Verf�gung von Todes wegen, 2. Teil: Die Willensvollstrecker, Art. 517-518 ZGB, 2011, N. 11 ff. zu Vorbemerkungen zu Art. 517-518 ZGB, unter Verweis auf BGE 101 II 25 E. 2a S. 29; KARRER/VOGT/LEU, in: Basler Kommentar zum ZGB II, 5. Aufl. 2015, N. 50a zu Art. 518 ZGB; PETER BREITSCHMID, Vom Umgang des Willensvollstreckers mit Nachlassbeteiligten und Beh�rden [sowie vom Umgang der Beh�rden mit den Willensvollstreckern], in: Willensvollstreckung - Aktuelle Rechtsprobleme, 2004, S. 163; ausf�hrlich und mit zahlreichen Hinweisen zum postmortalen Pers�nlichkeitsschutz BGE 129 I 302 E. 1.2.3 S. 308 ff.; 118 IV 319 E. 3a S. 323 f.; zur Aktivlegitimation insbesondere des Willensvollstreckers als eine "interessierte Person" f�r die Klage auf Vollziehung erbrechtlicher Auflagen BR�CKNER/WEIBEL, a.a.O., S. 156).
Setzt ein Anwalt zu Lebzeiten einen Berufskollegen testamentarisch als Willensvollstrecker in seinem Nachlass ein, ist mit der Annahme dieses Amtes implizit die Auflage verbunden, s�mtliche in Aus�bung dieses Amtes wahrgenommenen Informationen, die in Zusammenhang mit der anwaltlichen T�tigkeit (zur Unvererblichkeit dieser Rechtsposition oben, E. 3.2) des Erblassers stehen, Dritten gegen�ber vertraulich zu behandeln, zumal der Erblasser ihm diese zu Lebzeiten vorbeh�ltlich eines Rechtfertigungsgrundes nicht h�tte anvertrauen k�nnen (BGE 75 IV 71 E. 1 S. 74; STRATENWERTH/WOHLERS, Handkommentar zum Schweizerischen Strafgesetzbuch, 3. Aufl. 2013, N. 4 zu Art. 321 StGB). Die Aus�bung des Amtes als Willensvollstrecker im Nachlass eines Anwaltes ist, ausge�bt durch einen Anwalt, demzufolge auch als eine berufsspezifische anwaltliche T�tigkeit zu qualifizieren (PASCAL MAURER/JEAN-PIERRE GROSS, in: Commentaire de la loi f�d�rale sur la libre circulation des avocats, 2010, N. 199 zu Art. 13 BGFA; JEAN-CLAUDE WENGER, Der Anwalt als Willensvollstrecker, in: Das Anwaltsgeheimnis, 1997, S. 71; differenzierend REISER/VALTICOS, Les r�gles professionnelles et les activit�s atypiques de l'avocat inscrit au barreau, in: SJ 2015 II S. 204 ff.; MARTIN RAUBER/HANS NATER, Anwaltsrubrik, Bemerkungen zum Entscheid der Aufsichtskommission des Kantons Z�rich vom 3. April 2014, in: SJZ 110/2014 S. 557; vgl. zur Abgrenzung der berufsspezifischen von den �brigen T�tigkeiten der Anw�ltin oder des Anwalts BGE 114 III 105 E. 3a S. 107 f.), weshalb s�mtliche in Aus�bung des Willensvollstreckeramtes�
wahrgenommenen�Informationen, welche in Zusammenhang mit der anwaltlichen T�tigkeit des Erblassers stehen, vom Berufsgeheimnis des als Willensvollstrecker t�tigen Anwaltes (Art. 13 BGFA) erfasst werden.
Zu pr�fen ist, ob die Vorinstanz den Beschwerdegegner zu Recht von seinem Berufsgeheimnis entbunden hat.
4.1.�Die Verletzung des anwaltlichen Berufsgeheimnisses ist sowohl strafrechtlich (Art. 321 Abs. 1 StGB) wie auch disziplinarrechtlich (Art. 17 BGFA) sanktionsbewehrt. Als Rechtfertigungsgr�nde, welche in strafrechtlicher Hinsicht trotz erf�lltem Straftatbestand zum Entfallen der Rechtswidrigkeit f�hren, nennt Art. 321 Ziff. 2 StGB die�
Einwilligung des am Geheimnis Berechtigten�oder eine auf Gesuch des T�ters erteilte�
schriftliche Bewilligung der vorgesetzten Beh�rde oder der Aufsichtsbeh�rde.
4.2.�Weder Art. 321 Ziff. 2 StGB noch Art. 13 BGFA - welcher als bundesrechtliche Bestimmung in Abs. 1 Satz 2 die Entbindung voraussetzt - nennen hingegen die Kriterien, welche die Aufsichtsbeh�rde beim Entscheid �ber die Entbindung anzuwenden hat. Das Bundesgericht hat unter dem zeitlichen Geltungsbereich der altrechtlichen kantonalen Vorschriften �ber den Anwaltsberuf die Zul�ssigkeit einer kantonalen Rechtsetzung angesichts der bundesrechtlichen Regelung der Rechtfertigungsgr�nde in Art. 321 Ziff. 2 StGB unter dem Gesichtspunkt der derogatorischen Kraft des Bundesrechts in BGE 97 I 831 E. 2b S. 836 und im Urteil 2P.65/2003 vom 3. Oktober 2003 E. 2.1, noch offengelassen. Der vorliegende Entscheid bietet Anlass zu einer h�chstrichterlichen Kl�rung dieser Rechtsfrage unter Anwendung der seither in Kraft getretenen bundesrechtlichen Vereinheitlichung der anwaltlichen Berufsregeln.
4.3.�Die f�r den Entscheid �ber die Entbindung anzuwendenden Kriterien sind ausschliesslich dem Bundesrecht zu entnehmen.
4.3.1.�Seit Inkrafttreten des BGFA sind die anwaltlichen Berufspflichten abschliessend bundesrechtlich geregelt (BGE 136 III 296 E. 2.1, 2.2, 3.1 S. 300 ff.; 130 II 270 E. 3.1.1 S. 275; Botschaft des Bundesrates vom 28. April 1999 �ber die Freiz�gigkeit der Anw�ltinnen und Anw�lte, BBl 1999 6039; SP�HLER, Bedeutung, Anwendbarkeit und Anwendungsprobleme des BGFA, in: Das Anwaltsrecht nach dem BGFA, 2003, S. 38). Der Umfang der aus Art. 13 BGFA fliessenden beruflichen anwaltlichen Geheimhaltungspflicht ergibt sich demnach ausschliesslich aus dem Bundesrecht und kann nicht von Kanton zu Kanton variieren. Die Entbindung - als ein Begriff des Bundesrechts, vgl. Art. 13 Satz 2 BGFA - ist demnach nach bundesrechtlichen Kriterien zu erteilen.
4.3.2.�Gest�tzt auf welche Kriterien die kantonale Aufsichtskommission die Entbindung vom Anwaltsgeheimnis zu erteilen hat, wird nicht ausdr�cklich in Art. 13 BGFA geregelt. Zu ber�cksichtigen ist jedoch, dass berufsrechtlich nicht erlaubt sein kann, was strafrechtlich verboten ist (SCHILLER, a.a.O., N. 547). Obwohl das Strafrecht und das anwaltliche Berufsrecht durchaus zwei voneinander unabh�ngige sachliche Anwendungsbereiche haben (zum Grundsatz der Normenkonkurrenz zwischen StGB und dem altrechtlichen kantonalen Berufsrecht BGE 97 I 831 E. 2b S. 836), kann eine im Sinne des Berufsrechts zul�ssige Weitergabe von vertraulichen Klienteninformationen an grunds�tzlich unbefugte Dritte von vornherein nur vorliegen, wenn sie im Lichte des Strafrechts rechtm�ssig ist. Der strafrechtliche Rechtfertigungsgrund stellt damit eine Minimalvorgabe auch f�r das Berufsrecht dar; dies bedeutet jedoch nur, dass das Berufsrecht den Tatbestand der Berufsgeheimnisverletzung nicht enger fassen kann als das Strafrecht (anders FELLMANN, a.a.O., N. 547 ff.; vgl. weiterf�hrend GIOVANNI ANDREA TESTA, Die zivil- und standesrechtlichen Pflichten des Rechtsanwaltes gegen�ber dem Klienten, Diss. Z�rich 2000, S. 140). Soll ein Entbindungsentscheid seinen Zweck - Erm�glichung der Preisgabe einer dem Berufsgeheimnis unterliegenden Information ohne disziplinar- oder strafrechtliche Sanktion (Urteil 2C_503/2011 vom 21. September 2011 E. 2.2) - erf�llen, m�ssen somit mindestens die Kriterien f�r das Vorliegen des strafrechtlichen Rechtfertigungsgrundes im Sinne von Art. 321 Ziff. 2 StGB gegeben sein.
4.3.3.�Ob die Bewilligung der Aufsichtsbeh�rde (Art. 321 Ziff. 2 StGB) zu erteilen ist, beurteilt sich auf Grund einer�
Abw�gung s�mtlicher auf dem Spiel stehenden Interessen, wobei, angesichts der institutionellen (E. 2.1) und individualrechtlichen (E. 2.2) Bedeutung des anwaltlichen Berufsgeheimnis nur ein deutlich �berwiegendes �ffentliches oder privates Interesse eine Entbindung als angemessen erscheinen lassen kann (OBERHOLZER, a.a.O., N. 19 zu Art. 321 StGB; TRECHSEL/VEST, in: Praxiskommentar zum Schweizerischen Strafrecht, 2. Aufl. 2013, N. 34 zu Art. 321 StGB; MICHEL DUPUIS ET AL [Hrsg.], Petit commentaire Code p�nal, 2012, N. 48 zu Art. 321 StGB). Diese Interessenabw�gung entspricht auf Grund des Umstandes, dass sie auch regelm�ssig in den (unselbstst�ndigen, oben, E. 4.3.1) kantonalen Vorschriften �ber die Entbindung erw�hnt wird, st�ndiger Praxis sowie herrschender Lehre (CORBOZ, a.a.O., S. 95; NATER/ZINDEL, a.a.O., N. 153 zu Art. 13 BGFA; SCHILLER, a.a.O., S. 152; FELLMANN, a.a.O., S. 219; TESTA, a.a.O., S. 150 f.; CHRISTOF BERNHART, Die professionellen Standards des Rechtsanwaltes, 2. Aufl. 2011, S. 167; J�RG BOLL, Die Entbindung vom Arzt- und Anwaltsgeheimnis, Diss. Z�rich 1983, S. 57 f.) und hat entsprechend in der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu keinen weiteren Bemerkungen Anlass geboten (ausdr�cklich Urteil 2C_661/2011 vom 17. M�rz 2012 E. 3.1 in fine; vgl. auch Urteile 2C_1127/2013 vom 7. April 2014 E. 3.1; 2C_42/2010 vom 28. April 2010 E. 3.1; 2P.313/1999 vom 8. M�rz 2000 E. 2b). F�r die Interessenabw�gung ist zu beachten, dass eine Anw�ltin oder ein Anwalt zwar regelm�ssig �ber ein schutzw�rdiges Interesse an der Entbindung zwecks Eintreibung offener Honorarforderungen verf�gt (Urteile 2C_1127/2013 vom 7. April 2014 E. 3.1; 2C_661/2011 vom 17. M�rz 2012 E. 3.1; 2C_508/2007 vom 27. Mai 2008 E. 2.1; 1S.5/2006 vom 5. Mai 2006, in: SJ 2006 I S. 489, E. 5.3.1; 2P.313/1999 vom 8. M�rz 2000, E. 2). Diesem Interesse steht grunds�tzlich das institutionell begr�ndete Interesse an der Wahrung der Vertraulichkeit (E. 2.1) wie auch, je nach Konstellation, das individual-rechtliche Interesse (E. 2.2) des Klienten auf Geheimhaltung der Mandatsbeziehung sowie s�mtlicher, damit in Zusammenhang stehender Informationen entgegen, zumal Beh�rden und Gerichten eine eigentliche Anzeigepflicht obliegen kann. An die Substantiierung des Interesses des Klienten an einer Geheimhaltung d�rfen im Verfahren auf Entbindung keine allzu hohen Anforderungen gestellt werden, w�rde doch der in Art. 321 Abs. 1 StGB verankerte Rechtsschutz durch eine eigentliche Substantiierungspflicht geradezu unterlaufen. Bei der Abw�gung der sich entgegenstehenden Interessen im Zusammenhang mit einer offenen Honorarforderung ist auch dem Umstand Rechnung zu tragen, dass eine Anw�ltin oder ein Anwalt vom Klienten grunds�tzlich einen Vorschuss verlangen kann, welcher die voraussichtlichen Kosten ihrer oder seiner T�tigkeit deckt, und, sofern das Mandat f�r sie oder ihn eine wichtige wirtschaftliche Bedeutung hat (zur wirtschaftlichen Unabh�ngigkeit der Anw�ltin oder des Anwalts vom Klienten Urteil 2A.293/2003 vom 9. M�rz 2004 E. 4; VALTICOS, in: Commentaire de la loi sur la libre circulation des avocats, 2010, N. 110 zu Art. 12 BGFA; BERNHART, a.a.O., S. 121 ff.), zur Erhebung eines solchen Vorschusses unter dem Gesichtspunkt des Unabh�ngigkeitserfordernisses von Art. 12 lit. b BGFA sogar gehalten sein kann (a.M. betreffend Art. 12 lit. i BGFA FELLMANN, a.a.O., S. 190). Abgesehen von Konstellationen, in welchen dem Anwalt die Erhebung eines Kostenvorschusses von vornherein verwehrt ist - wie etwa, wenn und soweit die Anw�ltin oder der Anwalt dem Klienten als unentgeltlicher Rechtsbeistand beigegeben worden ist (BGE 132 V 200 E. 5.1.4 S. 205 f.) - hat ein zwecks Eintreibung einer offenen Honorarforderung um Entbindung ersuchender Anwalt darzulegen, weshalb ihm eine Kostendeckung �ber die Erhebung eines Kostenvorschusses nicht m�glich war.
4.4.�Die vorinstanzliche Interessenabw�gung ist nicht zu beanstanden. Als Willensvollstrecker ist der Beschwerdegegner verpflichtet, in Aus�bung seines Amtes sich im Nachlass befindliche offene Forderungen einzutreiben (Art. 518 Abs. 2 ZGB; Urteil 5A_111/2011 vom 20. April 2011 E. 2.1.2; KARRER/VOGT/LEU, in: Basler Kommentar zum ZGB II, 5. Aufl. 2015, N. 29, N. 35a zu Art. 518 ZGB), was ein
eigenes Interesse�an seiner Entbindung vom Berufsgeheimnis begr�ndet (oben, E. 3.3.2); dass die Entbindung der Durchsetzung einer Forderung aus dem Nachlass und nicht einer eigenen Honorarforderung dient, ist deswegen im vorliegenden Zusammenhang irrelevant. Der Erblasser hatte zu Lebzeiten vom Beschwerdef�hrer einen Kostenvorschuss einverlangt, der die Honorarforderung teilweise abdeckte, weshalb sich der Erblasser bzw. sein Nachlass den Ausstand der Forderung nicht ausschliesslich selbst zuzuschreiben hat. Der Beschwerdef�hrer hatte zudem im vorinstanzlichen Verfahren nicht ansatzweise geltend gemacht, einer solchen Entbindung w�rden irgendwie geartete berechtigte Geheimhaltungsinteressen seinerseits entgegen stehen. Wie die Vorinstanz des Weiteren zutreffend erkannte, ist eine allf�llige Weigerung des Willensvollstreckers, dem Beistand des Beschwerdef�hrers Einblicke in allenfalls die h�chstpers�nliche Rechtssph�re des Beschwerdef�hrers tangierende Unterlagen zu gew�hren, f�r die im Rahmen des Entbindungsentscheides vorzunehmende G�terabw�gung (vgl. zu den Kriterien oben, E. 4.3.3) bedeutungslos. Auch der Umstand, dass der Beistand des Beschwerdef�hrers verrechnungsweise Unterlagen in einen allf�lligen Honorarforderungsprozess einzubringen gedenkt, welche Informationen zum Mandatsverh�ltnis zwischen dem Beschwerdef�hrer und dem Erblasser enthalten, beschlagen vorab die Frage der Zul�ssigkeit eines allf�lligen Eingriffs des Beistandes selbst in die h�chstpers�nliche Rechtssph�re des Beschwerdef�hrers und nicht einen in der G�terabw�gung zu ber�cksichtigenden Interessengegensatz zwischen dem Willensvollstrecker und dem Beschwerdef�hrer (als vormaliger Klient des Erblassers). Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegr�ndet und ist abzuweisen.
Materiell nicht begr�ndet ist die R�ge des Beschwerdef�hrers, die Aufsichtskommission �ber die Rechtsanw�ltinnen und Rechtsanw�lte des Kantons Zug habe mit der Entbindung unrechtm�ssig in seine grundrechtlich gesch�tzte pers�nliche Freiheit (Art. 10 Abs. 2, Art. 13 Abs. 1 BV; Art. 8 Ziff. 1 EMRK) eingegriffen. Selbst wenn die Preisgabe der vertraulichen Informationen durch den Willensvollstrecker zwecks Eintreibung einer ausstehenden Forderung auf Grund der erfolgten Entbindung als ein dem Staat zurechenbarer Eingriff qualifiziert werden kann (vgl. zum Begriff des mittelbaren Eingriffs SCHWEIZER, in: St. Galler Kommentar zur Schweizerischen Bundesverfassung, 3. Aufl. 2014, N. 2 zu Art. 36 BV; TSCHANNEN, Staatsrecht der Schweizerischen Eidgenossenschaft, 3. Aufl. 2011, � 7 N. 84; f�r einen direkten Grundrechtseingriff hingegen BGE 117 Ia 341 E. 4 S. 345 f.), w�re dieser Eingriff als rechtm�ssig anzusehen, beruht er doch auf einer gesetzlichen Grundlage, dient der Wahrung �berwiegender privater Drittinteressen, beachtet das Verh�ltnism�ssigkeitsprinzip und l�sst den Kerngehalt unangetastet (Art. 36 BV; Art. 8 Ziff. 2 EMRK). Die Entbindung vom Anwaltsgeheimnis als Rechtfertigung einer Preisgabe von vertraulichen Informationen wird im Bundesrecht ausdr�cklich vorgesehen (Art. 13 Satz 2 BGFA; Art. 321 Ziff. 2 StGB). Die Entbindung wurde nur insoweit erteilt, als eine Offenbarung von vertraulichen Informationen f�r die Durchsetzung der im Nachlass des Erblassers befindlichen Forderung von Fr. 2'497.80 nebst Zins und weiteren Kosten erforderlich ist, womit das f�r einen Eingriff vorausgesetzte �berwiegende private Drittinteresse vorliegt und das Verh�ltnism�ssigkeitsprinzip gewahrt wurde. Eine vollst�ndige Entleerung des Gehalts der verfassungs- und konventionsrechtlich verankerten pers�nlichen Freiheit des Beschwerdef�hrers wurde nicht geltend gemacht. Angesichts der Rechtm�ssigkeit eines Eingriffs (Art. 36 BV; Art. 8 Ziff. 2 EMRK) in die pers�nliche Freiheit des Beschwerdef�hrers erweist sich die Beschwerde in diesem Punkt ebenfalls als unbegr�ndet.
Unbegr�ndet ist auch die R�ge der Verletzung des Legalit�tsprinzips (Art. 5 Abs. 1 BV) und des Willk�rverbots (Art. 9 BV) im Zusammenhang mit der vom Beschwerdef�hrer bestrittenen Zust�ndigkeit des Pr�sidenten der Aufsichtskommission.
6.1.�Das Legalit�tsprinzip gilt - ausserhalb des Abgaberecht gem�ss Art. 127 Abs. 1 BV und im Strafrecht - nicht als selbstst�ndiges verfassungsm�ssiges Recht, sondern als verfassungsm�ssiges Prinzip, welches im Zusammenhang mit kantonalem Recht nur auf Willk�r (Art. 9 BV) hin �berpr�ft wird (BGE 140 I 381 E. 4.4 S. 386; Urteil 2C_18/2012 vom 17. Oktober 2012 E. 2.1; TSCHANNEN/ZIMMERLI/ M�LLER, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. Aufl. 2014, S. 153 ff.). Eine willk�rliche Anwendung kantonalen Rechts liegt vor, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft. Das Bundesgericht hebt einen Entscheid jedoch nur auf, wenn nicht bloss die Begr�ndung, sondern auch dessen Ergebnis unhaltbar ist. Dass eine andere L�sung ebenfalls als vertretbar oder gar als zutreffender erscheinen mag, gen�gt nicht (BGE 141 I 70 E. 2.2 S. 72; 132 I 13 E. 5.1 S. 17; 125 V 408 E. 3a S. 409).
6.2.�Mit seiner R�ge der Verletzung des Legalit�tsprinzips im Zusammenhang mit der �bertragung von Aufgaben einer Kollegialbeh�rde an deren Pr�sidenten verkennt der Beschwerdef�hrer dessen Natur, welche aus der Bindung staatlichen Handelns an das Recht und dem Schutz der staatlichen�
Rechtsetzungs�zust�ndigkeitsordnung besteht. Eine Aufgabendelegation innerhalb desselben Aufgabentr�gers setzt im Lichte des Legalit�tsprinzips nicht zwingend eine (formell) gesetzliche Rechtsgrundlage voraus. Die Delegation einer�
Aufgabenerf�llung�innerhalb desselben staatlichen Aufgabentr�gers k�nnte - anders als die Delegation von�
Rechtsetzungsbefugnissen von der Legislative an die Exekutive, welche die f�r das Legalit�tsprinzip relevante Frage der Gewaltenteilung aufwerfen kann (� TSCHANNEN/ZIMMERLI/M�LLER, a.a.O., S. 149) - das Legalit�tsprinzip allenfalls tangieren, wenn es sich um eine dem Gesetzesvorbehalt unterstehende wichtige organisationsrechtliche Rechtsfrage handelt (f�r die Bundesebene Art. 164 Abs. 2 lit. g BV, Art. 178 Abs. 3 BV), was vorliegend nicht thematisiert wurde. Die Ausf�hrungen des Beschwerdef�hrers gehen denn letztlich auch darin auf zu monieren, die Vorinstanz habe � 14 Abs. 1 lit. e EG BGFA/ZG betreffend die Zust�ndigkeit der kantonalen Aufsichtskommission offensichtlich unzutreffend ausgelegt, ohne auszuf�hren, inwiefern eine solche Auslegung und Anwendung kantonalen Rechts im Sinne einer Delegation an den Pr�sidenten auch im Ergebnis unhaltbar sein sollte und damit als willk�rlich zu qualifizieren w�re (vgl. dazu oben, E. 6.1). Diese R�ge erweist sich bereits aus diesem Grund nicht als zielf�hrend. Mangels eines unrechtm�ssigen Eingriffs in die pers�nliche Freiheit des Beschwerdef�hrers (Art. 10 Abs. 2 BV; Art. 8 Ziff. 1 EMRK; zur Rechtm�ssigkeit des Eingriffs oben, E. 5) ist auch auf die R�ge, die kantonale Aufsichtskommission habe auf Grund einer nicht gesetzlich abgest�tzten Delegation ohne gen�gende gesetzliche Grundlage (Art. 36 Abs. 1 BV) in seine Grundrechte eingegriffen, nicht weiter einzugehen.
Die Beschwerde erweist sich als unbegr�ndet und ist abzuweisen. Bei diesem Verfahrensausgang sind die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens dem Beschwerdef�hrer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Dem anwaltlich vertretenen Beschwerdegegner ist f�r die im Zusammenhang mit seiner Vernehmlassung entstandenen Aufwendungen eine Entsch�digung von Fr. 1'000.-- zuzusprechen (Art. 68 Abs. 1 BGG).
Die Gerichtskosten des bundesgerichtlichen Verfahrens von Fr. 2'000.-- werden dem Beschwerdef�hrer auferlegt.

References: Art. 83
e contrario
 Art. 90
 Art. 42
 Art. 106
 BGE 
 Art. 95
 Art. 105
 Art. 106
 BGE 
 Art. 10
 BGE 
 Art. 13
 Art. 13
 Art. 321
 Art. 13
 Art. 13
 BGE 
 Art. 8
 Art. 6
 Art. 5
 BGE 
 Art. 171
 Art. 175
 BGE 
 Art. 13
 Art. 9
 Art. 13
 Art. 518
 Art. 602
 BGE 
 Art. 517
 Art. 517
 BGE 
 Art. 518
 BGE 
 Art. 321
 Art. 13
 BGE 
 Art. 321
 Art. 321
 Art. 13
 Art. 321
 BGE 
 Art. 13
 Art. 13
 Art. 13
 BGE 
 Art. 321
 Art. 321
 Art. 321
 Art. 321
 Art. 13
in fine
 Art. 321
 Art. 12
 Art. 12
 Art. 12
 Art. 518
 Art. 13
 Art. 8
 Art. 36
 BGE 
 Art. 8
 Art. 321
 Art. 8
 Art. 127
 Art. 164
 Art. 178
 Art. 8