Source: https://www.fondskonzept.ag/finvermv-corner
Timestamp: 2020-08-12 10:17:17+00:00

Document:
FinVermV Corner - FondsKonzept AG Maklerpool
FinVermV-Corner 2020
FinVermV CornerMichael Vihl2020-07-31T15:30:27+02:00
§ 9 FinVermV-neu
§ 11 FinVermV-neu
“Bestmögliches Interesse”
In Anpassung an § 63 WpHG wird in § 11 FinVermV-neu klargestellt, dass die Tätigkeit des Finanzanlagenvermittlers nunmehr im “bestmöglichen Interesse” des Anlegers ausgeübt werden muss. Bisher hieß es nur, dass der Gewerbetreibende verpflichtet ist, seine Tätigkeit mit der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit im Interesse des Anlegers auszuüben.
In Anwendung bei der FondsKonzept
Interessenkonflikte müssen erkannt und vermieden werden
Über etwaige Interessenkonflikte werden ihre Kunden in der Rahmenvereinbarung hingewiesen.
§ 11 a FinVermV-neu
Zuwendungen bzw. Provisionen bleiben grundsätzlich erlaubt
Der Erhalt von Zuwendungen wird durch unsere Beratungsmappe (EX-Ante) im MSC ausgewiesen. Zusätzlich können Sie Leistungen und Gegenleistungen in der Rahmenvereinbarung festhalten.
§ 13 FinVermV-neu
EX-ante-Kostenausweis muss vor Abschluss des Geschäftes erfolgen
Unsere Beratungsstrecke im MSC beinhaltet alle notwendigen Kostenausweise, diese werden ihren Kunden in der Beratungsdokumentation mit ausgewiesen.
EX-Post-Kostenausweis, regelbasierter (min. 1x p.a.) während der Anlagelaufzeit muss erfolgen
Die EX-Post-Kostenausweise werden durch die depotführende Stelle in PDF Format ausgewiesen. Zusammen mit dem MSC werden individuelle Vereinbarungen wie die Servicegebühr ergänzt und den Kunden im Postfach/Dokumentenarchiv des Kundenservicecenters zur Verfügung gestellt.
§ 16 FinVermV-neu
In diesen Paragrafen wird ein neuer Absatz 3b mit der Verpflichtung eingeführt, den vom Produktgeber bestimmten Zielmarkt zu berücksichtigen und mit dem jeweiligen Anleger abzugleichen. Hierfür müssen alle erforderlichen Informationen zum Zielmarkt des Produktgebers beschafft werden und die Merkmale der jeweiligen Finanzanlage sowie der Zielmarkt verstanden werden. Es muss die Vereinbarkeit der Finanzanlage mit den Bedürfnissen des Anlegers beurteilt und sichergestellt werden, dass nur eine Finanzanlage empfohlen wird, wenn dies im Interesse des Anlegers ist. Dabei darf in – gut begründeten – Ausnahmefällen eine Anlage auch außerhalb des Zielmarktes vertrieben werden. Dies kann unter dem Gesichtspunkt der Diversifizierung sogar im bestmöglichen Interesse des Anlegers sein.
Finanzanlagen dürfen nur innerhalb des Zielmarktes vertrieben werden
Unsere Beratungsstrecke im MSC gewährleistet die Finanzanlage innerhalb des Zielmarktes und macht Sie auf Zielmarktkonflike in der Beratung aufmerksam.
§ 17 FinVermV-neu
§ 18 FinVermV-neu
Die Geeignetheitsprüfung wird das Beratungsprotokoll ersetzen
Unsere Beratungsstrecke im MSC stellt Ihnen die Geeignetheitsprüfung zur Verfügung, diese ist in der Beratungsmappe integriert.
§ 18a FinVermV-neu
Hierbei handelt es sich um die am meisten diskutierte Änderung, deren Sinn und Praktikabilität sehr in Frage steht. Die Bundesregierung setzt sich in Brüssel bereits dafür ein, dass diese Verpflichtung wieder abgeschafft wird. Aufzeichnungspflichtig sind Telefongespräche und sonstige elektronische Kommunikation (also auch Videogespräche, Skype etc.), sobald sie sich auf die Vermittlung von oder die Beratung zu Finanzanlagen beziehen. Um das zu gewährleisten, sind entsprechende technische Vorkehrungen zu treffen. Selbstverständlich ist der Kunde vor der Aufzeichnung hierüber zu informieren und sein Einverständnis einzuholen. Sollte der Kunde sein Einverständnis verweigern, darf eine Beratung oder Vermittlung auf diesem Wege nicht stattfinden. Die Aufzeichnungen müssen revisionssicher gespeichert werden.
Taping, Aufzeichnung telefonischer Beratungs- und Vermittlungsgespräche sowie die Archivierung elektronischer Kommunikation
Unser FinanceCloud stellt ein Archivierungssystem zur Verfügung, welche eine Gesprächsaufzeichung über die App/Mobil und über FinanceScreen (PC) zur Verfügung stellt. Die Gesprächsaufzeichnung für Festnetz findet über die Einbindung der SipeGate-Schnittstelle statt.
§ 23 FinVermV-neu
§ 26 FinVermV-neu
Sonderwebinar | FinVermV-ready – Fakten und Lösungen!
Referenten: RA Daniel Berger (WirthRechtsanwälte) & Thomas Brosche (Vertriebsmanager Süd/Ost Fondskonzept AG)
Sonderwebinar | Praktische Umsetzung der Aufzeichnungspflicht von telefonischen Beratungen ab 1.8.2020
Referenten: Thomas Brosche (Vertriebsmanager Süd/Ost Fondskonzept AG) & Marc Reif (MSC-Support-Team)
Die Dokumentationspflichten werden mit der neuen FinVermV umgekrempelt. Wichtigste Neuerung ist die Geeignetheitserklärung
Besteht die Aufzeichnungspflicht für alle Telefonate oder gibt es Ausnahmen?
Muss auch aufgezeichnet werden, wenn der Kunde dies nicht möchte?
Welche Teile des Telefonats sind aufzeichnungspflichtig?
Was sind die Konsequenzen, wenn pflichtwidrig nicht aufgezeichnet wird?
Voraussetzung für die genannte Erleichterung ist aber in jedem Fall, dass die Kosteninformationen der Depotbank beziehungsweise des Emittenten ihrerseits die gesetzlichen Vorgaben einhalten. Hierauf kann man sich jedenfalls bei Depotbanken – und damit bei offenen Investmentfonds – nahezu ausnahmslos verlassen. Denn die Depotbank ist als Wertpapierdienstleistungsunternehmen selbst unmittelbar an die Mifid II-Vorgaben gebunden. Anders kann sich dies jedoch bei AIFs und Vermögensanlagen darstellen. Hier ist keine Depotbank eingeschaltet, die Kosteninformationen werden vielmehr vom Emittenten bereitgestellt. Der Emittent unterliegt aber in der Regel nicht der Mifid II, ihn trifft also keine eigene gesetzliche Verpflichtung zur Erstellung einer Mifid II-konformen Kostenausweisung. Nach den bisherigen Erfahrungen der Verfasser sind die meisten Kosteninformationen von Emittenten zwar nicht zu beanstanden. Allerdings gilt dies eben nicht ausnahmslos. Die Gefahr, dass unzureichende Kostendaten zur Verfügung gestellt werden, ist jedenfalls höher als in der offenen Investmentwelt. Hierbei sollte auch bedacht werden, dass fehlerhafte Kostendarstellungen ein potenzielles Haftungsrisiko darstellen, etwaige Sanktionen also nicht lediglich aufsichtsrechtlicher Natur sind.

References: § 9

§ 11
 § 63
 § 11

§ 11

§ 13

§ 16

§ 17

§ 18

§ 18

§ 23

§ 26