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Timestamp: 2016-10-28 10:17:18+00:00

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V.________, geb. 26. Februar 2007, leidet an einem erstmals am 21. August 2008 diagnostizierten hirnstammnahen Tumor, biologisch vereinbar mit einem Medulloblastom im Sinne des Geburtsgebrechens Ziff. 384 GgV-Anhang, bei multiplen Hirnnervenausf�llen, intraspinaler Metastasierung, Tumorektomie am 2. September 2008 und oralen Ern�hrungsschwierigkeiten (Bericht Kinderspital X.________ vom 22. Oktober 2008). Im September 2008 erfolgte die Anmeldung f�r Leistungen der Invalidenversicherung (IV). Die IV-Stelle Schwyz erteilte am 3. November 2008 Kostengutsprache f�r medizinische Massnahmen zur Behandlung des Geburtsgebrechens ab 21. August 2008 bis 31. Juli 2013. Sie �bernahm in der Folge Kosten f�r ambulante Physiotherapie, f�r Unterschenkel-Orthesen sowie f�r eine Sonde und f�r Sondenern�hrung. Zudem sprach sie mit Verf�gung vom 22. Oktober 2009 eine Hilflosenentsch�digung ab 1. August 2009 wegen Hilflosigkeit leichten Grades und ab 1. November 2009 wegen Hilflosigkeit mittleren Grades sowie ab 1. August 2009 zus�tzlich einen Intensivpflegezuschlag bei Aufenthalt zu Hause zu. Hingegen verneinte die IV-Stelle mit Verf�gung vom 2. Oktober 2009 einen Anspruch auf die als medizinische Massnahme der IV beantragte Kostengutsprache f�r Leistungen, welche die Kinder-Spitex bei der Versicherten zu Hause erbringt.
Die gegen die Verf�gung vom 2. Oktober 2009 erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz mit Entscheid vom 21. Dezember 2009 ab.
V.________, vertreten durch ihren Vater, l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren mit dem Rechtsbegehren, es sei der vorinstanzliche Entscheid aufzuheben und die Sache im Sinne der Erw�gungen an das kantonale Gericht zur�ckzuweisen.
Mit Eingabe vom 19. April 2010 l�sst die Versicherte mehrere Belege nachreichen.
Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann wegen Rechtsverletzungen gem�ss Art. 95 und 96 BGG erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist folglich weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen und es kann eine Beschwerde mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen. Immerhin pr�ft das Bundesgericht, unter Ber�cksichtigung der allgemeinen Begr�ndungspflicht der Beschwerde (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind. Es ist jedenfalls nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche Beh�rde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu untersuchen, wenn diese vor Bundesgericht nicht mehr vorgetragen werden (Urteil 8C_934/2008 vom 17. M�rz 2009 E. 1 mit Hinweisen, nicht publ. in: BGE 135 V 194, aber in: SVR 2009 UV Nr. 35 S. 120). Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG) und kann deren Sachverhaltsfeststellung von Amtes wegen nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG).
Die erst im letztinstanzlichen Verfahren - und �berdies nach Ablauf der Rechtsmittelfrist - mit Eingabe vom 19. April 2010 eingereichten Aktenst�cke stellen unzul�ssige Noven dar und sind daher ausser Acht zu lassen (Art. 99 Abs. 1 BGG). Sie betreffen im �brigen ohnehin Sachverhalte, welche sich nach dem - die gerichtliche �berpr�fungsbefugnis zeitlich begrenzenden (vgl. BGE 131 V 242 E. 2.1 S. 243 mit Hinweis) - Erlass der Verwaltungsverf�gung vom 2. Oktober 2009 ereignet haben.
Die Beschwerdef�hrerin hat unbestrittenermassen Anspruch auf medizinische Massnahmen zur Behandlung ihres Geburtsgebrechens. Streitig und zu pr�fen ist, ob die von der Kinder-Spitex erbrachten Leistungen solche Massnahmen darstellen.
Das kantonale Gericht hat die f�r die Beurteilung der Streitsache relevanten Bestimmungen �ber die Gew�hrung medizinischer Massnahmen der Invalidenversicherung zur Behandlung von Geburtsgebrechen (namentlich Art. 3 Abs. 2 ATSG, Art. 13 IVG in Verbindung mit Art. 2 Abs. 3 Verordnung vom 9. Dezember 1985 �ber Geburtsgebrechen [GgV; SR 831.232.21], Art. 14 IVG) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
Die Vorinstanz hat den streitigen Leistungsanspruch mit der Begr�ndung verneint, der Einsatz der Kinder-Spitex bei der Beschwerdef�hrerin zu Hause stelle keine medizinische Massnahme im Sinne der erw�hnten Gesetzes- und Verordnungsbestimmungen dar.
In der Beschwerde wird eingewendet, die vorinstanzliche Beurteilung beruhe auf einem unzutreffenden Verst�ndnis der medizinischen Massnahmen im Sinne von Art. 13 Abs. 1 IVG. Zudem habe das kantonale Gericht die der versicherten Person gem�ss Art. 14 Abs. 1 lit. a IVG zustehende Freiheit, zwischen Anstalts- und Hauspflege w�hlen zu k�nnen, und den Grundsatz der Austauschbefugnis verletzt.
Zum Anspruch im Allgemeinen bestimmt das Gesetz: Versicherte haben bis zum vollendeten 20. Altersjahr Anspruch auf medizinische Massnahmen, die nicht auf die Behandlung des Leidens an sich, sondern unmittelbar auf die Eingliederung ins Erwerbsleben oder in den Aufgabenbereich gerichtet und geeignet sind, die Erwerbsf�higkeit oder die F�higkeit, sich im Aufgabenbereich zu bet�tigen, dauernd und wesentlich zu verbessern oder vor wesentlicher Beeintr�chtigung zu bewahren (Art. 12 Abs. 1 IVG in der seit 1. Januar 2008 geltenden Fassung). Der Bundesrat ist befugt, die Massnahmen gem�ss Absatz 1 von jenen, die auf die Behandlung des Leidens an sich gerichtet sind, abzugrenzen. Er kann zu diesem Zweck insbesondere die von der Versicherung zu gew�hrenden Massnahmen nach Art und Umfang n�her umschreiben und Beginn und Dauer des Anspruchs regeln (Art. 12 Abs. 2 IVG). Von dieser Befugnis hat der Bundesrat in Art. 2 IVV Gebrauch gemacht.
Bez�glich Geburtsgebrechen gilt: Versicherte haben bis zum vollendeten 20. Altersjahr Anspruch auf die zur Behandlung von Geburtsgebrechen (Art. 3 Abs. 2 ATSG) notwendigen medizinischen Massnahmen (Art. 13 Abs. 1 IVG in der seit 1. Januar 2003 geltenden Fassung). Der Bundesrat bezeichnet die Gebrechen, f�r welche diese Massnahmen gew�hrt werden (Art. 13 Abs. 1 Satz 1 IVG). Dies ist, gest�tzt auf den Verweis in Art. 3 IVV, in der Verordnung vom 9. Dezember 1985 �ber Geburtsgebrechen (GgV; SR 831.232.21) und ihrem Anhang erfolgt. Gem�ss Art. 2 Abs. 3 GgV (unver�ndert �bernommen aus: Art. 1 Abs. 3 der bis 31. Dezember 1985 in Kraft gestandenen Verordnung vom 20. Oktober 1971 �ber Geburtsgebrechen, AS 1971 1583) gelten als medizinische Massnahmen, die f�r die Behandlung eines Geburtsgebrechens notwendig sind, s�mtliche Vorkehren, die nach bew�hrter Erkenntnis der medizinischen Wissenschaft angezeigt sind und den therapeutischen Erfolg in einfacher und zweckm�ssiger Weise anstreben.
Den Umfang der medizinischen Massnahmen regelt das Gesetz wie folgt: Die medizinischen Massnahmen umfassen: a. die Behandlung, die vom Arzt selbst oder auf seine Anordnung durch medizinische Hilfspersonen in Anstalts- oder Hauspflege vorgenommen wird, mit Ausnahme von logop�dischen und psychomotorischen Therapien; b. die Abgabe der vom Arzt verordneten Arzneien (Art. 14 Abs. 1 IVG in der seit 1. Januar 2008 geltenden Fassung). Erfolgt die �rztliche Behandlung in einer Kranken- oder Kuranstalt, so hat der Versicherte �berdies Anspruch auf Unterkunft und Verpflegung in der allgemeinen Abteilung. Begibt sich der Versicherte in eine andere Abteilung, obwohl die Massnahme in der allgemeinen Abteilung durchgef�hrt werden k�nnte, so hat er Anspruch auf Ersatz der Kosten, die der Versicherung bei Behandlung in der allgemeinen Abteilung entstanden w�ren (Art. 14 Abs. 2 IVG). Beim Entscheid �ber die Gew�hrung von �rztlicher Behandlung in Anstalts- oder Hauspflege ist auf den Vorschlag des behandelnden Arztes oder der behandelnden �rztin und auf die pers�nlichen Verh�ltnisse der Versicherten in angemessener Weise R�cksicht zu nehmen (Art. 14 Abs. 3 IVG in der seit 1. Januar 2004 geltenden Fassung).
Von der Beantwortung dieser Frage h�ngt, wie gleich vorab darzulegen ist, auch die geltend gemachte Austauschbefugnis resp. Wahlfreiheit der Beschwerdef�hrerin ab.
Hiezu wird in der Beschwerde ausgef�hrt, w�rde die Versicherte nicht zu Hause durch ihre Eltern und die Kinder-Spitex gepflegt, m�sste sie dauernd in einem Pflegeheim oder im Kinderspital betreut und gepflegt werden. In beiden F�llen h�tte die Invalidenversicherung f�r die notwendigen "medizinischen Massnahmen" die Pflege bzw. Spitaltaxe, einschliesslich Unterkunft und Verpflegung, nach Art. 14 Abs. 2 IVG zu �bernehmen. Es seien daher in jedem Fall die Leistungen zuzusprechen, welche die Versicherte beanspruchen k�nnte, wenn entweder die Kinder-Spitex, das Kinderspital oder ein Pflegeheim die gesamte Behandlungs- und akzessorische Grundpflege im Sinne von Art. 13 IVG erbringen w�rde.
6.1 Die aus dem Verh�ltnism�ssigkeitsgrundsatz (vgl. Art. 8 Abs. 1 IVG) fliessende Austauschbefugnis hat das Eidgen�ssische Versicherungsgericht (heute: I. und II. sozialrechtliche Abteilung des Bundesgerichts) in den invalidenversicherungsrechtlichen Bereichen der Hilfsmittelversorgung (Art. 21 IVG) und der medizinischen Massnahmen (Art. 12 f. IVG) entwickelt und seither in st�ndiger Rechtsprechung in verschiedenen Sozialversicherungszweigen zur Anwendung gebracht (BGE 131 V 107 E. 3.2.1 S. 110; SVR 2010 IV Nr. 10 S. 31, 9C_13/2009 E. 7.1, je mit Hinweisen; vgl. auch BGE 131 V 167 E. 5.1 S. 173 mit Hinweis). Sie stellt nicht einen im gesamten Sozialversicherungsrecht anwendbaren Grundsatz dar und ist in der Anwendung an bestimmte Voraussetzungen gebunden. So setzt sie namentlich immer einen substitutionsf�higen aktuellen gesetzlichen Leistungsanspruch voraus (BGE 131 V 107 E. 3.2.3 S. 112 f. mit Hinweisen, 167 E. 5.1 S. 173 mit Hinweis; SVR 2010 IV Nr. 10 S. 31, 9C_13/2009 E. 7.1 mit Hinweisen; vgl. auch: BGE 133 V 218 E. 4.3 S. 220; ULRICH MEYER, Bundesgesetz �ber die Invalidenversicherung [IVG], in: Murer/Stauffer [Hrsg.], Die Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 2. Aufl. 2010, S. 104).
Im vorliegenden Fall geht es um den Einsatz der Kinder-Spitex. Damit die �bernahme dieses Einsatzes im Rahmen der Austauschbefugnis �berhaupt einen Leistungsanspruch nach Art. 14 Abs. 1 lit. a IVG substituieren k�nnte, m�sste nach dem Gesagten ein aktueller Leistungsanspruch aufgrund dieser Bestimmung gegeben sein. Ob dies zutrifft, entscheidet sich nach dem Begriff der medizinischen Massnahme gem�ss Art. 13 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 14 Abs. 1 lit. a IVG, den es nachfolgend zu erl�utern gilt.
6.2 Nichts anderes gilt f�r die postulierte Wahlfreiheit, welche jedenfalls nur unter tats�chlich bestehenden Anspr�chen und im Rahmen von Art. 14 Abs. 3 IVG bestehen k�nnte.
Das kantonale Gericht st�tzt seinen Entscheid auf die zu den medizinischen Massnahmen bei Geburtsgebrechen ergangene Rechtsprechung. Danach gilt Folgendes:
Die t�gliche Krankenpflege geh�rt nicht zu den medizinischen Massnahmen im Sinne von Art. 1 Abs. 3 aGgV (heute: Art. 2 Abs. 3 GgV), weil ihr kein therapeutischer Charakter im eigentlichen Sinn zukommt. Dies bedeutet, dass die Invalidenversicherung nur so weit f�r die Spitalpflege eines Kindes aufzukommen hat, als die eigentliche Behandlung den Aufenthalt in einem Krankenhaus erfordert. Immerhin gen�gt zur Gew�hrung der vollen Spitalleistungen, dass eine einzige Vorkehr, die vom Arzt oder auf seine Anordnung durch medizinische Hilfspersonen vorgenommen wird, die Behandlung in einer Heilanstalt notwendig macht (BGE 102 V 45 E. 1 S. 48 f. mit Hinweisen; Pra 1991 Nr. 214 S. 903, I 318/90 E. 5b; ZAK 1982 S. 323, I 306/81 E. 2). Nicht zu den medizinischen Massnahmen im genannten Sinn z�hlt eine Vorkehr - auch lebenserhaltender Art -, wenn eine medizinisch nicht geschulte Person in der Lage ist (oder dazu angeleitet werden kann), sie vorzunehmen (BGE 102 V 45 E. 1 S. 49). Betont wurde weiter, dass die Invalidenversicherung nicht jede beliebige Behandlung �bernimmt, sondern nur eine solche, welche "vom Arzt selbst oder auf seine Anordnung durch medizinische Hilfspersonen in Anstalts- oder Hauspflege" vorgenommen wird (BGE 121 V 8 E. 5a S. 9 mit Hinweis auf Art. 14 Abs. 1 lit. a IVG). Als medizinische Hilfspersonen im Sinne des Art. 14 Abs. 1 lit. a IVG sind nur jene Personen zu verstehen, welche, wie Physiotherapeuten, Logop�den, anerkannte Chiropraktoren usw., eine angemessene berufliche Fachausbildung erhalten haben und ihren Beruf nach den im betreffenden Fall g�ltigen Vorschriften aus�ben (BGE 121 V 8 E. 5a S. 9 mit Hinweisen; SVR 2005 IV Nr. 29 S. 109, I 174/03 E. 5.2 und 5.3). Eltern ohne gen�gende berufliche (medizinische) Fachausbildung z�hlen nicht zu diesen Hilfspersonen (BGE 121 V 8 E. 5a S. 9; AHI 2003 S. 211, I 100/00 E. 3.2; SVR 2003 IV Nr. 15 S. 44, I 752/01 E. 2.2; Urteil I 40/84 vom 23. Oktober 1984 E. 1, erw�hnt bei Meyer, a.a.O., S. 168; vgl. auch: ZAK 1992 S. 86, I 249/90 E. 1b).
Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass nur Vorkehren, welche notwendigerweise durch den Arzt oder - auf seine Anordnung - durch medizinische Hilfspersonen im umschriebenen Sinne vorzunehmen sind, als medizinische Massnahmen im Sinne von Art. 13 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 14 Abs. 1 lit. a IVG und Art. 2 Abs. 3 GgV gelten k�nnen. Das trifft nicht zu bei Vorkehren, welche, ob nun mit oder ohne Anleitung, durch Personen ohne medizinische Spezialausbildung durchgef�hrt werden k�nnen.
In der Beschwerde wird Kritik an dieser Rechtsprechung ge�ussert. Entgegen der mit BGE 102 V 45 begr�ndeten Praxis sei f�r die Frage, ob eine medizinische Massnahme vorliege, nicht entscheidend, ob die Eltern als medizinisch nicht geschulte Personen in der Lage resp. dazu angeleitet worden seien, die fragliche Vorkehr durchzuf�hren. Das entsprechende, vom Bundesgericht im Jahr 1976 definierte Qualifikationsmerkmal sei sachlich unzutreffend und zudem �berholt. Beim Erlass der Krankenpflegeversicherung seien die "medizinischen Massnahmen", worunter nach heutiger Pflegeterminologie die "Behandlungspflege" zu verstehen sei, in Art. 7 Abs. 2 lit. b KLV entsprechend der aktuellen Pflegetheorie konkretisiert. Was als Behandlungsmassnahme und damit als medizinische Massnahme zu verstehen sei, bestimme sich nach dem Zweck der Pflegemassnahme. Diene die jeweilige Pflegemassnahme der Behandlung eines Gesundheitsschadens (im vorliegenden Fall der Tumorerkrankung und deren Folgeerscheinungen), sei sie als Behandlungspflege zu qualifizieren. Diene die jeweilige Pflegemassnahme lediglich der Kompensation eines Funktionsdefizits, das als Folge des Gesundheitsschadens eingetreten sei, liege demgegen�ber Grundpflege vor. Entsprechend werde in Art. 7 Abs. 2 lit. c KLV als Grundpflege die Hilfe f�r die Ausf�hrung von Selbstversorgungst�tigkeiten bezeichnet, die Versicherte "nicht selber ausf�hren k�nnen". Vor diesem Hintergrund sei das erw�hnte Qualifikationsmerkmal �berholt. Es sei denn auch ohne weiteres denkbar, dass medizinische Laien bei entsprechender Instruktion und �berwachung imstande seien, sowohl Behandlungs- als auch Grundpflegemassnahmen auszuf�hren. In BGE 116 V 41 ff. sei erwogen worden, dass "Laien", insbesondere Angeh�rige, selbstst�ndig Behandlungspflegemassnahmen ausf�hren k�nnten und d�rften. Dass angeleitete und �berwachte "Laien", insbesondere Angeh�rige, auch als Angestellte einer anerkannten Spitexorganisation t�tig sein d�rften, wenn sie durch das Fachpersonal der Spitex intensiv �berwacht und betreut w�rden, sei im Urteil K 156/04 des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts (heute Bundesgericht) vom 21. Juni 2006 E. 5 explizit festgestellt worden. Aus der "Laienpflege" ableiten zu wollen, dass immer Grundpflege resp., nach der vorinstanzlichen Terminologie, "allt�gliche Krankenpflege", vorliege, sei falsch. Es sei deshalb bei einer geltungszeitlichen und die systematischen Zusammenh�nge ber�cksichtigenden Auslegung des seit 1. Januar 1968 in Kraft stehenden gesetzlichen Begriffs der "medizinischen Massnahmen" nicht auf das Laien- bzw. Delegationskriterium, sondern auf den Zweck der konkreten Pflegemassnahme abzustellen. Vorgebracht wird weiter, gem�ss BGE 120 V E. 3b S. 284 sei, wenn die Aufwendungen, welche sich aus der Durchf�hrung medizinischer Massnahmen in Hauspflege erg�ben, teils der Behandlungs- und teils der Grundpflege zuzurechnen seien, eine Ausscheidung dieser beiden Pflegebereiche entbehrlich, weil seit der Einf�hrung des mittlerweile aufgehobenen und durch den Intensivpflegezuschlag ersetzten Art. 4 IVV eine Leistungspflicht der Geburtsgebrechenversicherung nicht nur f�r die Behandlungs-, sondern auch f�r die bei Durchf�hrung einer medizinischen Massnahme erforderliche Grundpflege bestehe.
IV und obligatorische Krankenversicherung (KV) regeln nach Zweck und zu gew�hrenden Leistungen unterschiedliche Anspruchsbereiche. Grunds�tze, welche im einen Bereich gelten, sind daher nicht ohne weiteres auf den anderen Bereich �bertragbar. Das gilt erst recht im Verh�ltnis zwischen der IV und der sozialen Unfallversicherung (UV), welche definitionsgem�ss keine Leistungsanspr�che wegen Geburtsgebrechen vorsieht. Den erw�hnten Urteilen BGE 116 V 41 - betreffend UV - und K 156/04 vom 21. Juni 2006 (ver�ffentlicht u.a. in RKUV 2006 Nr. KV 376 S. 303) - betreffend KV - l�sst sich denn auch nichts entnehmen, was den hier geltend gemachten Anspruch im Bereich der IV zu st�tzen verm�chte. Gleiches gilt f�r die in der Beschwerde genannten Bestimmungen der KLV.
Zu beachten ist sodann, dass die IV bei Geburtsgebrechen Leistungen sowohl f�r die eigentliche, therapeutische Behandlung im Sinne des Art. 2 Abs. 3 GgV als auch f�r die nichttherapeutische Pflege und Betreuung vorsieht. Dieser Zweiteilung und der gegenseitigen Abgrenzung der beiden Leistungsbereiche gilt es Rechnung zu tragen. Dabei sind mit Blick darauf, dass in zeitlicher Hinsicht grunds�tzlich diejenigen materiellen Rechtss�tze massgebend sind, die bei der Erf�llung des zu Rechtsfolgen f�hrenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 132 V 215 E. 3.1.1 S. 220 mit Hinweis), die Gesetzes- und Verordnungs�nderungen zu ber�cksichtigen, welche seit Erlass der beanstandeten Rechtsprechung erfolgt sind. Das betrifft namentlich auch die in der Beschwerde erw�hnte Einf�hrung des Intensivpflegezuschlages.
10.1 Die therapeutische Behandlung wird �ber die medizinischen Massnahmen nach Art. 14 Abs. 1 lit. a IVG abgedeckt. Daran hat sich nichts ge�ndert.
10.2 F�r die Betreuung hilfloser Minderj�hriger - ob nun mit oder ohne Geburtsgebrechen - sah aArt. 20 IVG in Verbindung mit aArt. 13 IVV einen Pflegebeitrag vor. �berdies konnten nach aArt. 14 Abs. 3 Satz 2 IVG in Verbindung mit aArt. 4 IVV bei Geburtsgebrechen und gegebenem Anspruch auf medizinische Massnahmen (vgl. zu diesem Erfordernis: BGE 129 V 200 E. 2 S. 204 und 120 V 280 E. 3b S. 284) zus�tzlich anfallende Kosten aus der Hauspflege von der IV �bernommen werden, was gem�ss aArt. 4 Abs. 1 IVV "die Kosten f�r zus�tzlich ben�tigte Hilfskr�fte bis zu einer im Einzelfall festzusetzenden H�chstgrenze" umfasste.
Im Rahmen der am 1. Januar 2004 in Kraft getretenen 4. IV-Revision wurden der Pflegebeitrag nach aArt. 20 IVG in die Hilflosenentsch�digung (Art. 42 ff. IVG) �berf�hrt und die Hauspflegeregelung nach aArt. 4 IVV durch den Intensivpflegezuschlag bei Minderj�hrigen (Art. 42ter Abs. 3 IVG in Verbindung mit Art. 39 IVV) ersetzt (vgl. lit. a der Schlussbestimmungen der �nderung des IVG vom 21. M�rz 2003 [4. IV-Revision]; MEYER, a.a.O., S. 425). In der bundesr�tlichen Botschaft vom 21. Februar 2001 �ber die 4. Revision des IVG (BBl 2001 3205) wurde hiezu namentlich ausgef�hrt, der letzte Satz des Art. 14 Abs. 3 IVG sei zu streichen, da die Hauspflegebeitr�ge aufgehoben und in die Assistenzentsch�digung (es blieb dann im Gesetzeswortlaut bei der Bezeichnung "Hilflosenentsch�digung") �berf�hrt w�rden. In Zukunft k�nnten aufgrund von Art. 14 IVG nur noch die �rztlich angeordneten medizinischen Massnahmen, welche durch qualifiziertes medizinisches Personal zu Hause durchgef�hrt w�rden, �bernommen werden (Botschaft, a.a.O., S. 3282). Die Aufhebung des Art. 14 Abs. 3 IVG wurde dann von den R�ten diskussionslos angenommen (AB 2001 N 1932, 2002 S 755).
Der in der Botschaft verwendete Wortlaut "in Zukunft" deutet an, dass es sich vor der 4. IV-Revision bez�glich der die medizinischen Massnahmen durchf�hrenden Personen anders verhielt. Das erscheint, jedenfalls mit Blick auf die vorstehend dargelegte Rechtsprechung zu den Geburtsgebrechen, nicht ohne weiteres nachvollziehbar. Entscheidend ist aber der in der Botschaft klar zum Ausdruck gebrachte Wille, dass bei Hauspflege ausschliesslich Vorkehren, welche von qualifiziertem medizinischem Personal vorgenommen werden, als medizinische Massnahme gelten sollen. Das l�sst sich vern�nftigerweise nur so verstehen, dass bei Hauspflege Vorkehren, die keine medizinische Qualifikation erfordern, nicht medizinische Massnahmen im Sinne von Art. 14 Abs. 1 lit. a IVG darstellen.
10.3 Dieser ratio legis entspricht die in der Beschwerde beanstandete Rechtsprechung zu den medizinischen Massnahmen bei Geburtsgebrechen. Es besteht daher kein Anlass, von der besagten Praxis abzuweichen. Diese gestattet denn auch in sach- und systemgerechter Weise die Abgrenzung zu den Vorkehren, welche ausserhalb der medizinischen Massnahmen anzusiedeln sind und gegebenenfalls einen Anspruch auf Hilflosenentsch�digung und Intensivpflegezuschlag begr�nden. Diese Differenzierung w�re nicht mehr m�glich, wenn entsprechend der in der Beschwerde vertretenen Auffassung die sog. "Laienpflege" den medizinischen Massnahmen zugerechnet w�rde. Das liefe der vom Gesetz vorgegebenen und von der Rechtsprechung konkretisierten Systematik der Leistungsgew�hrung der IV bei Geburtsgebrechen zuwider.
11.1 Das kantonale Gericht ist zum Ergebnis gelangt, die Kinder-Spitex komme w�hrend zwei N�chten pro Woche zum Einsatz. Eine medizinische Notwendigkeit, die entsprechenden Vorkehren durch medizinisch ausgebildetes Personal vornehmen zu lassen, bestehe nicht. Der Einsatz der Kinder-Spitex diene der Entlastung der Eltern. Die Vorinstanz st�tzt sich dabei namentlich auf folgende aktenkundige Aussagen: Seitens von �rzten des Kinderspitals X.________ wurde ausgef�hrt, eine Entlastung w�hrend zweier N�chte/Woche scheine zurzeit eine notwendige Intervention, um allf�llige Hospitalisationen wegen �berlastung der Familie zu verhindern (Spitalbericht vom 5. Februar 2009). Die Eltern k�nnten den hohen Pflegeaufwand und die 24-Stunden-�berwachung nicht vollumf�nglich �ber lange Zeit selber �bernehmen. Deshalb ben�tigten sie auch f�r die Nacht Spitex-Eins�tze. Nur so k�nne das Kind langfristig zu Hause gepflegt werden und k�nnten unn�tige Hospitalisationen verhindert werden (Spitalbericht vom 16. Juli 2009). Die Abkl�rung der IV an Ort und Stelle ergab, dass die Eltern alle medizinischen Massnahmen selber durchf�hrten, dadurch aber an ihre Grenzen gelangten. Zweimal w�chentlich komme die Kinder-Spitex, um Nachtwachen zu leisten (Abkl�rungsbericht Hilflosenentsch�digung/Intensivpflegezuschlag vom 6. August 2009). Sodann hielten die �rzte des Regionalen �rztlichen Dienstes der IV (RAD) fest, es w�rden keine medizinischen Massnahmen durchgef�hrt, die ausschliesslich von einer diplomierten Krankenschwester erf�llt werden m�ssten. Die n�chtliche Ern�hrung geh�re zur Grundpflege. F�r das Verabreichen der Tablette per os oder per PEG-Sonde brauche es keine diplomierte Krankenschwester. Die Spitex leiste einen Entlastungsdienst (RAD-Bericht vom 27. Mai 2009). Die Anh�rungsreaktion des Kinderspitals - gemeint ist dessen erw�hnter Bericht vom 16. Juli 2009 - best�tige im Prinzip, dass es bei den Spitex-Leistungen um einen reinen Entlastungsdienst gehe (RAD-Bericht vom 27. Juli 2009). Die einzelnen Verrichtungen dienten der Entlastung der Eltern und erforderten nicht eine diplomierte Krankenschwester (RAD-Bericht vom 18. September 2009).
In der Beschwerde wird nichts vorgebracht, was die tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz als offensichtlich unrichtig oder rechtsverletzend im Sinne von Art. 95 BGG erscheinen liesse. Das gilt auch, soweit in der Beschwerde auf verschiedene erforderliche Vorkehren Bezug genommen wird, werden doch diese gem�ss den vom kantonalen Gericht genannten Akten in der Regel durch die - entsprechend instruierten - Eltern durchgef�hrt.
11.2 Die Vorinstanz hat weiter erwogen, obschon die Eltern einen - im Vergleich zur Betreuung gesunder Kinder - immens h�heren Aufwand auf sich nehmen m�ssten und dies auch bemerkenswert meisterten, k�nne die von ihnen geleistete Pflege nicht als medizinische Massnahme im Sinne von Art. 13 Abs. 1 und Art. 14 Abs. 1 lit. a IVG qualifiziert werden. Das gelte folgerichtig auch f�r den die Eltern entlastenden Einsatz der Kinder-Spitex.
Diese Beurteilung ist im Rahmen der dargelegten Grunds�tze nicht zu beanstanden. So verst�ndlich das Anliegen der Eltern aufgrund der gegebenen Umst�nde auch ist, kann doch nicht auf eine medizinische Massnahme im Sinne der gesetzlichen Regelung geschlossen werden.
Das heisst nun aber nicht, dass f�r den durch das Geburtsgebrechen erforderlichen pflegerischen Mehraufwand der Eltern und f�r deren Entlastung durch die Kinder-Spitex kein Leistungsanspruch aus der IV besteht. Diesem Anspruch ist aber nicht unter dem Titel der medizinischen Massnahmen, sondern �ber die Hilflosenentsch�digung und den Intensivpflegezuschlag Rechnung zu tragen. Solche Leistungen wurden denn auch bereits verf�gt.
11.3 Stellen die Vorkehren der Eltern resp. der Kinder-Spitex keine medizinische Massnahme dar, entf�llt ohne weiteres auch ein Leistungsanspruch im Rahmen der Austauschbefugnis oder der postulierten Wahlfreiheit (E. 6 hievor). Die Beschwerde ist abzuweisen.

References: Art. 95
 BGE 
 Art. 95
 BGE 
 Art. 3
 Art. 13
 Art. 2
 Art. 14
 Art. 13
 Art. 14
 Art. 2
 Art. 3
 Art. 2
 Art. 1
 Art. 14
 Art. 13
 Art. 8
 BGE 
 BGE 
 Art. 14
 Art. 13
 Art. 14
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 Art. 1
 Art. 2
 Art. 14
 Art. 14
 Art. 13
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 Art. 2
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 Art. 7
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 BGE 
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 Art. 4
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 Art. 2
 Art. 14
 BGE 
 Art. 39
 Art. 14
 Art. 14
 Art. 14
 Art. 14
 Art. 95
 Art. 13
 Art. 14