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Timestamp: 2019-09-15 05:34:30+00:00

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§ 239 ZPO: Unterbrechung durch Tod der Partei
BGH, URTEIL vom 3.7.2012, Az. XII ZR 154/09 12	cc)	Rechtsprechung und Schrifttum befürworten in den Fällen der ge- setzlichen Prozessstandschaft kraft Amtes überwiegend eine (entsprechende) Anwendung des § 239 ZPO, wenn der Amtswalter seine Prozessführungsbefugnis durch den Wegfall seines Amtes verliert (vgl. RGZ 155, 350, 353 f. und BGH Urteil vom 25. September 1964 - VZR 202/61 - NJW 1964, 2301 [Testamentsvollstrecker]; BGHZ 83, 102 = NJW 1982, 1765, 1766 und BFH NZI 2011, 911, 912 [Konkurs- bzw. Insolvenzverwalter]; Musielak/Stadler ZPO 9. Aufl. § 239 Rn. 3; MünchKommZPO/Gehrlein aaO § 239 Rn. 14; BeckOK ZPO/ Jaspersen [Stand: 15. April 2012] §239 Rn. 13).
BGH, URTEIL vom 3.7.2012, Az. XII ZR 154/09 Der Bundesgerichtshof hat insoweit bereits entschieden, dass das Verfahren nach dem Tode eines gewillkürten Prozessstandschafters durch den Inhaber des materiellen Rechts nicht nach § 239 ZPO aufgenommen werden kann; vielmehr kann der tatsächliche Rechtsinhaber nur nach den Regeln über den gewillkürten Klägerwechsel in den Prozess eintreten (BGHZ 123, 132, 136 f. = NJW 1993, 3072).
LAG Hamm, Urteil vom 3.2.2009, Az. 2 Sa 1382/05 Dazu hat das OLG Hamm (Urteil vom 30.03.2007 – 30 U 13/06, ZIP 2007, 1233) überzeugend begründet, dass die Voraussetzungen des § 239 ZPO nicht vorliegen, weil eine Änderung der Rechtsträgerschaft im laufenden Verfahren nicht eingetreten ist.
BGH, URTEIL vom 1.10.2008, Az. II ZR 116/08 Eine Entscheidung über die Berechtigung einer Person als prozessführungsbefugter Rechtsnachfolger ist nur im Fall der Aufnahme des Rechtsstreits nach Unterbrechung (§ 239 ZPO; dazu BGH, Beschl. v. 8. Juni 2004 - IX ZR 281/03, NJW 2004, 2983) oder nach Aussetzung des Verfahrens (§ 246 Abs. 1 Halbs. 2 Abs. 2 i.V. m.
BGH, BESCHLUSS vom 4.7.2008, Az. VII ZB 3/08 Er kann ihn jedoch in entsprechender Anwendung des § 239 Abs. 2 ZPO durch das erstinstanzliche Gericht zur Aufnahme des Rechtsstreits laden lassen (vgl. BGH, Urteil vom 21. Januar 1960 -VIII ZR 198/59, KTS 1960, 121; Urteil vom 8. Januar 1962 -VIIZR 65/61, BGHZ 36, 258, 264; Windel in Jaeger, InsO, § 85 Rdn. 156; Hess, InsO, § 85 Rdn. 65; MünchKommlnsO-Schumacher, § 85 Rdn. 41; Zöller/Greger, ZPO, 26. Aufl., § 239 Rdn. 16).
BGH, URTEIL vom 3.6.1987, Az. IVa ZR 85/86 Da Eckhard	bis	zu seinem Tode einen Prozeßbevollmächtigten für das Revisionsverfahren noch nicht bestellt hatte, ist das Verfahren, soweit es von ihm betrieben worden ist, gemäß § 239 ZPO mit seinem Tod unterbrochen worden (vgl. BGHZ 2, 227 und ständig).
BGH, URTEIL vom 3.1.1982, Az. VIII ZR 158/80 Die Beendigung der Amtsverwaltung wird dem Tod einer natürlichen Person im Sinne von § 239 ZPO gleichgestellt, wenn damit eine Rechtsnachfolge verbunden ist (RGZ 155, 350, 354; BGH Urteil vom 25. September 1964 - V ZR 202/61 = LM BGB § 2213 Nr. 1 = NJW 1964, 2301 = .WM 1964, 1 173; Stein/Jonas/Pohle, ZPO, 19. Aufl. § 239 An. I 5; Thomas/Putzo, ZPO, 11. Aufl. § 239 An. 2 a bb; Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO, 39. Aufl. § 239 An. 2 B; Zöller/Stephan, ZPO, 13. Aufl. § 239 An. 2).
BGH, BESCHLUSS vom 4.6.1980, Az. IVa ZR 218/80 Verstirbt der Revisionsbeklagte - wie hier -, bevor für ihn ein Prozeßbevollmächtigter für die Revisionsinstanz bestellt ist, so tritt eine Unterbrechung des Verfahrens nach § 239 ZPO ein, weil der Revisionsbeklagte in der Revisionsinstanz nicht durch die Prozeßbevollmächtigten des ersten und zweiten Rechtszuges im Sinne von § 246 ZPO vertreten werden kann (RGZ 71, 155; BGHZ 2, 227; für den Fall des Todes nach Mandatsniederlegung durch den schon für die Instanz bestellten Anwalt BGHZ 43, 135).
BGH, BESCHLUSS vom 6.8.1977, Az. vix zb 16/80 Die Übernahme der Aktiven und Passiven durch Vertrag stellt eine Gesamtnachfolge im Sinne des § 239 ZPO nicht dar (BGH Urt. vom 4. Juni 1957 - VIII ZR 68/56 - LM GmbHG § 74 Nr. 1; RGZ 35, 388, 389).

References: § 239
 BGH 
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 §239
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 § 85
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 § 239
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 § 239
 BGH 
 § 2213
 § 239
 § 239
 § 239
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 § 239
 § 246
 § 239
 § 74