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Timestamp: 2019-12-13 23:50:51+00:00

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Nachzahlungszinsen | Rechtslupe
Nach­zah­lungs­zin­sen – in ver­fas­sungs­wid­ri­ger Höhe?
Der Bun­des­fi­nanz­hof zwei­felt an der Ver­fas­sungs­mä­ßig­keit von Nach­zah­lungs­zin­sen für Ver­zin­sungs­zeit­räu­me ab dem Jahr 2015. Bei der im Aus­set­zungs­ver­fah­ren nach § 69 Abs. 3 FGO gebo­te­nen sum­ma­ri­schen Prü­fung begeg­net die in § 238 Abs. 1 Satz 1 AO gere­gel­te Höhe von Nach­zah­lungs­zin­sen von ein­halb Pro­zent für jeden vol­len Monat jeden­falls ab dem Ver­an­la­gungs­zeit­raum 2015
Obwohl gemäß § 233a Abs. 4 AO die Fest­set­zung von Zin­sen mit der Steu­er­fest­set­zung ver­bun­den wer­den soll, blei­ben Zins­fest­set­zung und Steu­er­fest­set­zung eigen­stän­di­ge Beschei­de . Die Frist (§ 355 Abs. 1 Satz 1 AO) für den geson­der­ten Ein­spruch gegen die Zins­fest­set­zung läuft daher zum glei­chen Zeit­punkt wie die Ein­spruchs­frist gegen die im glei­chen Bescheid
Nach § 227 AO kön­nen die Finanz­be­hör­den Ansprü­che aus dem Steu­er­schuld­ver­hält­nis erlas­sen, wenn ihre Ein­zie­hung nach Lage des ein­zel­nen Fal­les unbil­lig wäre. Zu die­sen Ansprü­chen gehö­ren auch Ansprü­che auf steu­er­li­che Neben­leis­tun­gen wie z.B. Zin­sen (§ 37 Abs. 1 i.V.m. § 3 Abs. 4 AO) . Die Ent­schei­dung über den Erlass ist eine
Nach § 227 AO kön­nen die Finanz­be­hör­den Ansprü­che aus dem Steu­er­schuld­ver­hält­nis erlas­sen, wenn ihre Ein­zie­hung nach Lage des ein­zel­nen Fal­les unbil­lig wäre. Zu die­sen Ansprü­chen gehö­ren auch Ansprü­che auf steu­er­li­che Neben­leis­tun­gen wie z.B. Zin­sen (§ 37 Abs. 1 i.V.m. § 3 Abs. 3 AO) . Die Ent­schei­dung über den Erlass ist eine
Es ist durch die BFH-Rech­t­­spre­chung geklärt, dass eine Umsatz­steu­er­nach­for­de­rung auch dann der Voll­ver­zin­sung nach § 233a AO unter­liegt, wenn die Steu­er­erhö­hung –wie im Streit­fall– allein dar­auf beruht, dass der Steu­er­pflich­ti­ge nach­träg­lich auf die Steu­er­frei­heit der von ihm erbrach­ten Leis­tun­gen ver­zich­tet hat . Dies ent­spricht dem Sinn und Zweck der Rege­lun­gen
Nach­­­zah­­lungs- und Aus­set­zungs­zin­sen gehö­ren nach § 10 Nr. 2 KStG 2002 zu den nicht abzieh­ba­ren Auf­wen­dun­gen und min­dern des­halb auch nicht die Bemes­sungs­grund­la­ge der Kör­per­schaft­steu­er. Zin­sen auf erstat­te­te Kör­per­schaft­steu­er­zah­lun­gen (sog. Erstat­tungs­zin­sen) erhö­hen das Ein­kom­men der Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten. Die geän­der­te Recht­spre­chung des Bun­des­fi­nanz­hofs , nach der –für die Rechts­la­ge vor Inkraft­tre­ten des JStG
Mit dem Jah­res­steu­er­ge­setz 2010 wur­de in Reak­ti­on auf ein rück­wir­kend die Besteue­rung von Erstat­tungs­zin­sen ange­ord­net, also von sol­chen Zin­sen, der der Fis­kus auf Steu­er­erstat­tun­gen zu zah­len hat. Die­se Geset­zes­än­de­rung hat der . Dem wider­spricht nun jedoch der 2. Senat des Finanz­ge­richts Müns­ter und äußert – wie zuvor bereits das –
Im Juni 2010 hat­te der . Die­ses Urteil hat der Gesetz­ge­ber durch das Jah­res­steu­er­ge­setz 2010 zu kor­ri­gie­ren ver­sucht. Und das Finanz­ge­richt Müns­ter beur­teilt nun die­se durch das Jah­res­steu­er­ge­setz 2010 rück­wir­kend ange­ord­ne­te Besteue­rung von Zin­sen, die vom Fis­kus auf Steu­er­erstat­tun­gen gezahlt wer­den, als ver­fas­sungs­ge­mäß. Das Urteil des Finanz­ge­richts ist aller­dings noch
Nach § 12 Nr. 3 EStG 2004 dür­fen –vor­be­halt­lich vor­lie­gend nicht ein­schlä­gi­ger Aus­nah­me­tat­be­stän­de– die Steu­ern vom Ein­kom­men sowie die hier­auf ent­fal­len­den Neben­leis­tun­gen weder bei den ein­zel­nen Ein­kunfts­ar­ten noch vom Gesamt­be­trag der Ein­künf­te abge­zo­gen wer­den. Zu den Steu­ern vom Ein­kom­men im Sin­ne die­ser Vor­schrift sind auch die Rück­for­de­rung über­höh­ter Ein­kom­men­steu­er­erstat­tun­gen (hier: Erstat­tung
Erstat­tungs­zin­sen, also gesetz­li­che Zin­sen, die das Finanz­amt auf­grund von Ein­kom­men­steu­er­erstat­tun­gen an den Steu­er­pflich­ti­gen zahlt, unter­lie­gen nach einem aktu­el­len Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs nicht der Ein­kom­men­steu­er. Damit hat der Bun­des­fi­nanz­hof sei­ne bis­he­ri­ge Recht­spre­chung geän­dert – bis­her hat­te der Bun­des­fi­nanz­hof die Erstat­tungs­zin­sen als ein­kom­men­steu­er­pflich­ti­ge Ein­nah­me bewer­tet. Bis 1999 konn­ten Nach­zah­lungs­zin­sen, die der Steu­er­pflich­ti­ge
Wird eine vor Inkraft­tre­ten des § 10 Nr. 2 Halb­satz 2 KStG 1996 i.d.F. des StEntlG 1999/​2000/​2002 am 1. Janu­ar 1999 steu­er­wirk­sam gebil­de­te Rück­stel­lung für Nach­for­de­rungs­zin­sen auf Kör­per­schaft­steu­ern nach die­sem Zeit­punkt auf­ge­löst, ist die dar­aus resul­tie­ren­de Gewinn­er­hö­hung nicht steu­er­recht­lich zu neu­tra­li­sie­ren. Rück­stel­lun­gen für Ertrag­steu­ern Gemäß § 249 Abs. 1 Satz 1 Alter­na­ti­ve 1 HGB sind
Nach § 191 Abs. 1 AO kann der­je­ni­ge, der kraft Geset­zes für eine Steu­er haf­tet, durch Haf­tungs­be­scheid in Anspruch genom­men wer­den. Die Ent­schei­dung über die Inan­spruch­nah­me eines Haf­tungs­schuld­ners ist zwei­glied­rig . Das Finanz­amt hat zunächst zu prü­fen, ob in der Per­son oder den Per­so­nen, die es zur Haf­tung her­an­zie­hen will, die
Nach­zah­lungs­zin­sen sind kei­ne Wer­bungs­kos­ten
§ 12 Nr. 3 EStG schließt den Abzug von (steu­er­li­chen) Nach­zah­lungs­zin­sen i.S. des § 233a AO als Wer­bungs­kos­ten unab­hän­gig davon aus, ob der Steu­er­pflich­ti­ge den nach­zu­zah­len­den Betrag –wie den Dif­fe­renz­be­trag zwi­schen fest­ge­setz­ten Ein­kom­men­steu­er­vor­aus­zah­lun­gen und fest­ge­setz­ter Ein­kom­men­steu­er– vor der Nach­zah­lung zur Erzie­lung von Ein­künf­ten aus Kapi­tal­ver­mö­gen ein­ge­setzt hat. Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 2.
Ergibt sich bei einer spä­te­ren Ände­rung der Steu­er­fest­set­zung ein Nach­zah­lungs­be­trag, fragt es sich, wie die­ser zu ver­zin­sen ist.

References: § 69
 § 238
 § 233
 § 227
 § 3
 § 227
 § 3
 § 233
 § 10
 § 12
 § 10
 § 249
 § 191

§ 12
 § 233