Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=15.03.1995&Aktenzeichen=6%20P%2031.93
Timestamp: 2019-12-15 17:42:53+00:00

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BVerwG, 15.03.1995 - 6 P 31.93 - dejure.org
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BVerwG, 15.03.1995 - 6 P 31.93 (https://dejure.org/1995,1033)
BVerwG, Entscheidung vom 15.03.1995 - 6 P 31.93 (https://dejure.org/1995,1033)
BVerwG, Entscheidung vom 15. März 1995 - 6 P 31.93 (https://dejure.org/1995,1033)
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Voraussetzungen für einen Anspruch des Personalrats auf Nachholung des Mitbestimmungsverfahrens - Anforderungen an die Nachholung eines Mitbestimmungsverfahrens - Anforderungen an die Durchführung eines personalvertretungsrechtlichen Beschlussverfahrens
VG Düsseldorf, 26.04.1990 - PVL 18/89
OVG Nordrhein-Westfalen, 17.06.1993 - CL 38/90
BVerwGE 98, 77
NVwZ 1997, 80
DÖV 1996, 120
BVerwG, 27.06.2019 - 5 P 2.18
Antragsbefugnis; Beruhen; Beschlussverfahren; Betriebsvereinbarung; …
Der Begriff der Zuständigkeit der Personalvertretung (i.S.v. § 88 Abs. 1 Nr. 3 SächsPersVG) schließt diejenigen Pflichten des Dienststellenleiters ein, denen entsprechende Rechte der Personalvertretung gegenüberstehen können (BVerwG, Beschluss vom 15. März 1995 - 6 P 31.93 - BVerwGE 98, 77 ).
Dementsprechend genügt es, wenn der Antragsteller - wie hier - die mit den formulierten Anträgen geltend gemachten Aufgaben oder Befugnisse aus Normen des Personalvertretungsrechts ableitet (vgl. etwa BVerwG, Beschluss vom 2. Oktober 2000 - 6 P 11.99 - NZA-RR 2001, 166 m.w.N.; insoweit nicht abgedruckt in Buchholz 250 § 82 BPersVG Nr. 16) und die Rechtsbehauptung aufstellt, dass ihm eine entsprechende Rechtsposition zusteht (vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 15. März 1995 - 6 P 31.93 - BVerwGE 98, 77 …und vom 30. Januar 2013 - 6 P 5.12 - BVerwGE 145, 368 Rn. 15).
Die Mitbestimmungsrechte der Personalvertretungen dienen vor allem der Begrenzung sowie Kontrolle von einseitig-gestaltenden Entscheidungen des Arbeitgebers im Sinne eines Rechts auf Teilhabe am verwaltungsinternen Entscheidungsverfahren (vgl. zB BVerwG 15. März 1995 - 6 P 31.93 - zu II 3 der Gründe, BVerwGE 98, 77) .
Das Feststellungsbegehren betrifft sowohl die Geschäftsführung als auch die Rechtsstellung der Personalvertretung, also des Personalrats und seiner Mitglieder, über die nach § 83 Abs. 1 Nr. 3 BPersVG die Verwaltungsgerichte nach § 83 Abs. 2 BPersVG unter entsprechender Anwendung der Vorschriften des Arbeitsgerichtsgesetzes im personalvertretungsrechtlichen Beschlußverfahren entscheiden (vgl. Fischer/Goeres, GKÖD, RdNrn. 21 und 22 zu § 83 BPersVG; Grabendorff/Windscheid/Ilbertz/Widmaier, Bundespersonalvertretungsgesetz, 8.Auflage 1995, RdNrn. 14 und 16 zu § 83 BPersVG; Lorenzen/Schmitt/Etzel/Gerhold/Albers/Schlatmann, Bundespersonalvertretungsgesetz, RdNrn. 26 und 28 zu § 83 BPersVG; BVerwG, Beschlüsse vom 27.4.1983, BVerwGE 67, 135, 137, vom 22.3.1984, BVerwGE 69, 100, 101, vom 7.12.1994 - BVerwG 6 P 36.93 - BVerwGE 97, 166, 168, und vom 20.3.1995, PersV 1996, S. 121, 126).
Denn der geltend gemachte Erstattungsanspruch steht ihm zu und der Beteiligte zu 1. ist zur vollen Kostenerstattung nicht bereit (…vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 22.3.1984, a.a.O., vom 7.12.1994, a.a.O., und vom 20.3.1995, a.a.O.).
Denn diese Begrenzungsregelung kann vorliegend schon deshalb keine Anwendung finden, weil es keine reisekostenrechtliche Grundlage gibt, die für eine solche Begrenzung der Kostenerstattung im Rahmen des § 44 Abs. 1 Satz 2 BPersVG herangezogen werden könnte (…vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 7.12.1994, a.a.O., S. 176, zu der entsprechend Regelung für Baden-Württemberg, und vom 20.3.1995, a.a.O., zu der hier herangezogenen bundesrechtlichen Regelung).
Die in Nr. 6 des Rundschreibens des Bundesministers des Innern festgelegte Höchstgrenzenregelung für die Erstattung der Schulungskosten ist eine die Gerichte nicht bindende interne Verwaltungsvorschrift, die weder im Bundespersonalvertretungsgesetz noch im Bundesreisekostengesetz eine Rechtsgrundlage hat und deshalb die Erstattung der Schulungskosten der Höhe nach nicht begrenzen kann ( vgl. Leitsatz des Beschlusses des BVerwG vom 20.3.1995, a.a.O.).
Mit der Beschwerdebegründung hat der Beteiligte zu 1. auch eingeräumt, daß die in der Grundsatzentscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 7.12.1994 entwickelten Rechtsgrundsätze, die inzwischen für die bundesrechtlichen Regelungen durch den Beschluß vom 20.3.1995 (a.a.O.) erhärtet worden sind, auch im vorliegenden Falle zu berücksichtigen sind mit der Folge, daß die Verwaltungsvorschrift dem durch das Bundesreisekostengesetz gedeckten Erstattungsanspruch nicht entgegengesetzt werden kann.
Die Voraussetzungen der Verwirkung sind danach vorliegend nicht gegeben ( vgl. BVerwG, Beschluß vom 20.3.1995, a.a.O., S. 130).
Seitdem geklärt ist, dass der Personalrat bei feststehendem Mitbestimmungsrecht einen gerichtlich durchsetzbaren Anspruch auf Einleitung bzw. Fortführung eines Mitbestimmungsverfahrens hat (vgl. Beschluss vom 15. März 1995 - BVerwG 6 P 31.93 - BVerwGE 98, 77 = Buchholz 251.7 § 66 NWPersVG Nr. 4 S. 6 ff.), kann ein dahingehender Verpflichtungsausspruch auch im Hauptsacheverfahren keinen Bedenken mehr begegnen.
Zur Zulässigkeit einer Zwangsvollstreckung im Innenrechtsstreit zwischen Personalrat und Dienststelle ist damit nichts gesagt (vgl. dazu Beschluss vom 15. März 1995 a.a.O. Buchholz S. 3 unter Hinweis auf Hoppe, Organstreitigkeiten vor den Verwaltungs- und Sozialgerichten 1970, S. 231 ff. und Fehrmann, DÖV 1983, 311 , insoweit bei BVerwGE 98, 77 nicht abgedruckt;… Dembowski/Ladwig/Sellmann, a.a.O. § 63 Rn. 32).
Dieser besondere Schutzauftrag bedingt, dass die Personalvertretung eine wirksame Möglichkeit haben muss, unabhängig von einem Tätigwerden des Betroffenen, dessen Rechte sie schützen soll, ihre Rechte gerichtlich geltend zu machen (BVerwG, Beschluss vom 15. März 1995 - 6 P 31.93 - BVerwGE 98, 77 m.w.N.).
Ein solcher Feststellungsausspruch ist dem Leistungs- bzw. Verpflichtungsausspruch gleichwertig, weil erwartet werden kann, dass die öffentliche Verwaltung der gerichtlich festgestellten Verpflichtung nachkommt (vgl. Beschluss vom 21. Juli 1982 - BVerwG 6 P 30.79 - Buchholz 238.3 A § 44 BPersVG Nr. 6 S. 3; Beschluss vom 22. Juli 1982 - BVerwG 6 P 42.79 - Buchholz 238.3 A § 46 BPersVG Nr. 12 S. 1 f.; Beschluss vom 14. Juni 1990 - BVerwG 6 P 18.88 - Buchholz 250 § 46 BPersVG Nr. 24 S. 2 f.; Beschluss vom 15. März 1995 - BVerwG 6 P 31.93 - BVerwGE 98, 77, 83; ebenso BAG, Urteil vom 28. August 1991 - 7 AZR 137/90 - BAGE 68, 242, 245).
Zur Zulässigkeit einer Zwangsvollstreckung im Innenrechtsstreit zwischen Personalrat und Dienststelle ist damit nichts gesagt (vgl. dazu Beschluss vom 15. März 1995 a.a.O. Buchholz S. 3 unter Hinweis auf Hoppe , Organstreitigkeiten vor den Verwaltungs- und Sozialgerichten 1970, S. 231 ff. und Fehrmann, DÖV 1983, 311 , insoweit bei BVerwGE 98, 77 nicht abgedruckt;… Dembowski/Ladwig/Sellmann, a.a.O. § 63 Rn. 32).
Die Formulierung soll hingegen nicht ausschließen, dass ein gesetzeswidrig unterbliebenes Mitbestimmungsverfahren noch nachgeholt wird, solange dies im Ergebnis möglich ist (vgl. auch: BVerwG, Beschl. v. 15.3.1995, BVerwGE 98, 77, juris Rn. 42.).
So gesehen ist das Beschlussverfahren kein sog. "objektives Verfahren" (Beschluss vom 15. März 1995 - BVerwG 6 P 31.93 - Buchholz 251.7 § 66 NWPersVG Nr. 4).
VGH Hessen, 20.11.2013 - 21 A 2132/12
Mitbestimmung bei "Voice over IP"
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VG Bremen, 05.10.2006 - P K 2420/05
Vorläufige Maßnahme nach Personalvertretungsrecht

References: § 88
 § 82
 § 83
 § 83
 § 83
 § 83
 § 83
 § 44
 § 66
 § 63
 § 44
 § 46
 § 46
 § 63
 § 66