Source: https://www.berlinjournal.biz/volker-tabaczek-nach-geplatzter-seebruecke-nun-diamanten/
Timestamp: 2017-08-17 23:19:30+00:00

Document:
Investor Volker Tabaczek (56) bleibt weitere Zahlungen für das Seebrücken-Projekt im Ostseebad Kühlungsborn schuldig
Im Rathaus Kühlungsborn hat man den vermeintlich reichen Gönner Volker Tabaczek (56) aus Steinhagen Negast bei Stralsund, der in Deutschlands größtem Ostseebad eine 500 Meter lange Seebrücke in die Ostsee hinein mit Unterwasserrestaurant im Wert von 50 Millionen Euro zu bauen versprach, schon seit einem Jahr nicht mehr gesehen. Bürgermeister Rainer Karl kann den Besuchern nur noch ein Projektbild „Paradise Island“ präsentieren, das Tabaczek von seiner Seebrücke als Fata Morgana zurückließ. In Kühlungsborn zog Katerstimmung ein, wie Berlin Journal berichtete. Von dem vermeintlichen Chef einer reichen amerikanischen Stitung Mount Whitney Trust in Las Vegas fehlt in Kühlungsborn jede Spur. Karl sagte dem Mitteldeutschen Rundfunk MDR: „Und nun ist er weg. Seit einem Jahr habe ich ihn nicht mehr gesehen und auch nicht gehört und auch keinen Schriftverkehr, er ist einfach weg.“
Dafür traf der MDR den einstigen Thüringer Radrennfahrer, der nach der politischen Wende Finanzberater wurde, vor kurzem im Amtsgericht Stralsund an, wo Anleger, die sich von ihm betrogen fühlen, versuchten, in sein Vermögen zu vollstrecken. Tabaczek hatte ihnen lukrative Geschäfte mit Bankgarantien oder kurzfristigen Bankschuldverschreibungen versprochen. „Das Problem ist, diesen Bankgarantienhandel gibt es nicht, davor wird seit 25 Jahren gewarnt“, erläuterte Anlegerschutzanwalt Christian Röhlke aus Berlin gegenüber MDR-Reporterin Birgit Mittwoch.
Inzwischen gibt es mehrere Strafanzeigen gegen Volker Tabaczek und weitere Beteiligte. Die Staatsanwaltschaft in Berlin ermittelt bereits seit zwei Jahren unter dem Aktenzeichen 244 Js 1768/14. Der Berliner Staatsanwaltssprecher Martin Steltner sagte dem MDR: „Wir ermitteln auf Grund von fünf Strafanzeigen, wir gehen jetzt von mindestens 39 Geschädigten aus. Und die Ermittlungen, die gestalten sich ziemlich aufwändig und ziemlich langwierig und zwar aus mehreren Gründen. Wir haben undurchsichtige Geldflüsse, die wir aufklären müssen, wir haben teilweise die Beteiligung von ausländischen, auch Briefkastengesellschaften. Und die Geschäftsunterlagen sind nicht vollständig vorhanden.“
Die MDR-Reporterin Birgit Mittwoch sprach Tabaczek in einer Verhandlungspause im Amtsgericht Stralsund, wo es um eine einstweilige Verfügung ging, an: „Wir haben ein paar Fragen an Sie? Wann zahlen Sie den Anlegern ihr Geld aus?“
Volker Tabaczek: „Ich werde keine Antwort geben. Machen Sie die Kamera aus.“
Am 4. Juli 2007 verurteilte ihn das Landgericht Cottbus zu einer Strafe von einem Jahr und elf Monaten auf Bewährung mit einer Verlängerung der Bewährungszeit bis zum 27. November 2012 wegen Betruges (LG Cottbus – 22 KLs 1/07). Wie der Finanznachrichtendienst GoMoPa.net berichtete, hatte die US Financial Group, in deren Namen Tabaczek tätig war, zwei Jahre zuvor mit dem Fußballverein FC Energie Cottbus e.V. einen Darlehensvertrag über 1,5 Millionen Euro abgeschlossen und noch einmal 2,2 Millionen Euro angeboten zu besorgen, wenn der Verein vorab 300.000 Euro zahle. Tabaczek soll das Vereinsgeld genommen haben, obwohl er gewusst habe, dass die von ihm vertretene US Financial Group überhaupt nicht solche Mittel aufbringen konnte.
Tabaczek focht das Urteil ein und zog bis vor den Bundesgerichtshof. Der BGH (5. Strafsenat in Leipzig) bestätigte am 27. November 2008 das Urteil aus Cottbus und auch die Cottbuser Urteilsbegründung, dass Tabaczek „in einer Scheinwelt lebend sich selbst als seriöser Finanzberater betrachtete“ (Az 5 StR 96/08).
Und warum er überhaupt im Gefängnis saß, dafür präsentierte Tabaczek später in Deutschland folgende Legende. Tabaczek überzeugte in dieser Sache viele Gutgläubige mit der Beauptung, er hätte für die Deutsche Bank AG ein Rechtsgeschäft (ein Goldgeschäft) abwickeln sollen. Ihn habe der damalige Vorstandsvorsitzende Rolf Breuer „in die Pfanne gehauen“. Daher hätte er eine längere Zeit unschuldig im Gefängnis verbracht.
Im März 2011 schoben die Scheichs den unliebsamen Deutschen einfach ab in seine Heimat. Abgemagert und ohne Zähne, aber mit einer neuen genialen Idee. Einem neuen Beutezug in Deutschland. Genug Zeit zum Nachdenken hatter er ja. Er dachte an die US-Firmen und was man alles damit machen kann…
DDR-Rennradlegende Volker Tabaczek (56) lebte nach seinem Haftaufenthalt in Abu Dhabi (2009 bis 2011) im Dachstübchen seiner Schwiegereltern im Berliner Randgebiet und wurde seit 2014 bis anfang 2016 vier Mal wegen Schulden zum Beispiel in Höhe von 20.000 Euro zur Abgabe der Eidesstattlichen Versicherung über Vermögenslosigkeit aufgefordert. Dennoch kam er letztes Jahr als reicher Onkel aus Amerika daher und will neben der 25 Jahre alten kleinen Seebrücke in Deutschlands größtem Ostseebad Kühlungsborn eine zweite Seebrücke der Superlative mit Schwimmbad, Geschäften, Unterwasserrestaurant und Aquarien für 50 Millionen Euro bauen. Und das, obwohl der BGH dem Investor schon 2008 beschieden hat, dass Tabaczek „in einer Scheinwelt lebend sich selbst als seriöser Finanzberater betrachtete“, Aktenzeiche 5 StR 96/08 (Foto: Wikipedia/AlterWolf49-Eigenes Werk/ CC BY–SA 3.0)
Volker Tabaczek hatte von da an bis zum Ende 2015 drei wichtige Termine: Er hat in Nevada/ USA einen Diamanten-Handel gegründet (ein Treuhänder hat das für ihn getan) und schicke Prospekte drucken lassen. Ab 2016 soll angeblich in Diamanten investiert werden. Die Firma ist wieder eine Stiftung und heißt: On the Rockz Diamond Trust. Diese Gesellschaft soll eine typische Konstruktion des Volker Tabaczek sein. Es handelt sich um eine vermögenslose, treuhandgeführte Gesellschaft nach dem Recht des Staates Nevada/USA. Wirtschaftlich zuzurechnen ist diese ausschließlich Volker Tabaczek. In der eigenen Darstellung heißt es bereits jetzt: „On the rockz diamond trust profitiert von der Kernkompetenz seiner Akteure, hochpreisige Investment Diamanten, deren Preis weit unter dem sonst üblichen Endkundenpreis liegt…“
Eine Kompetenz des Volker Tabaczek oder besondere Handelsbeziehungen in Sachen Diamanten konnte weder von Zeugen noch durch Urkunden nachgewiesen werden. Das Projekt befindet sich in der Konzeptionsphase. Die Behauptung des Volker Tabaczek, er habe diesen Trust zusammen mit Ido Idzkovich gegründet, konnte nicht bestätigt werden. Dieser Herr soll laut Tabaczek ein berühmter Diamantenhändler sein. Ursprünglich sollte auch eine „Diamantenbank“ gegründet werden.
Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln – aber es ist schwierig. Wie Martin Steltner, Sprecher der Staatsanwaltschaft Berlin, schon sagte: „Die Ermittlungen, die gestalten sich ziemlich aufwändig und ziemlich langwierig“.
Kevin Stone 19. November 2016 at 11:12
Also so kleinkariert bin ich üblicherweise nicht, aber dieser Aritkel strotzt vor lauter Rechtschreibfehlern.
Als Beispiel aus dem oberen Drittel (dort fand ich mehrere Fehler):
„bei denen einen versprochene Kapitalvermehrung ausblieb“
Haben Sie schon #Fachkräfte im Einsatz?
Kevin Stone 19. November 2016 at 11:13
„Wie kam er da in den Vereinigten Arabischen Emiraten hinein?“
Maggie Boe 20. November 2016 at 0:21
… in DIE Vereinigten Arabischen Ermirate (ohne n) hinein?
Patrick Ramm 19. November 2016 at 15:17
Mit Zwangsarbeit zu Tode quälen!
Ursel Treder 19. November 2016 at 18:04
Der Typ ist ja ein Früchtchen!
Kay Krohn 20. November 2016 at 13:28
Solange es Leute gibt, die den Hals nicht voll kriegen können, wird es immer „clevere“ Banditen geben, die diese Gier auszunutzen wissen….
Kurt Jakob 20. November 2016 at 14:20
Tja Betrüger auf der ebene haben eben gute Freunde .. In Politik und Wirtschaft …
Roland Chipmank 20. November 2016 at 17:21
GLEICH DEN HALS UMDREHEN; ABER ERST NACKIG MACHEN
Torsten Widera 20. November 2016 at 18:28
wenn spekulanten und betrüger am volk auf spekulanten und betrüger an allem treffen. wer hätte da was anderes erwartet? nur dumme ignoranten,denen ihr leben eh schon scheißegal ist und kriechend dieses perfide spiel mitmachen – so aus lauter charakter-&rückradlosigkeit
Olaf Dräbing 20. November 2016 at 21:50
Nur die Gier treibt Dummköpfe in die Machenschaften solcher ehrenwerten Herren in Weiss,der ist so abgezockt,der verkauft dem Papst ein Doppelbett,oder dem Stofftierverkäufer Hunde-und Katzenfutter.
Robert Schmadtke 21. November 2016 at 11:01
Der Mann im Bild sieht Matthew Broderick ähnlich. Diese gierigen Anleger aber auch! Wollten mal wieder ihr Geld für sich arbeiten schicken.
Peter Gurak 21. November 2016 at 12:14
Da werden die ergaunerten Millionen wieder von einem Ganoven zum anderen transferiert ! Ich staune nur ,das diesem Herrn noch kein Unfall geschehen ist !
Lila 22. November 2016 at 9:58
Vielleicht hat er noch keine Geschäfte in Russland zu laufen?
Dr. M. Smith 13. März 2017 at 14:31
Volker Tabaczek erläuterte im Februar 2013 in Berlin sein Geldvermehrungsprogramm. Er gab an, im Auftrag US-amerikanischer Anteilseigener der Mount Whitney Group zum Geschäftsführer – General Manager – gemacht worden zu sein. Inzwischen ist bekannt, dass es keine Anteilseigner ausser Volker Tabaczek gibt. Die Mount Whitney Group ist ein Briefkastenkonzern, genauso wie schon zuvor die US Financial Group und die Royal Management Group (Royal Group).
In all diesen „Unternehmen“ hat Volker Tabaczek verbrannte Erde hinterlassen und Dutzende von Opfern haben ihr Geld nie wiedergesehen. Zusammen mit seinen „Partnern“ Michael Rudolf, seiner Ehefrau Sofie Schützeichel, seiner persönlichen Assistentin Patrycia Ryfa und seinem Geldbeschaffer Marco Pollex, alle aus Berlin, ging er auf Raubzug. Mithilfe seines US Anwalts, Mr. Chaz Rainey, der all seine Briefkastenfirmen verwaltet, und seinem „Banker“, Kurt Brackob, alias Kurt Treptow, einem vorbestraften Sexualstraftäter, schaffte er die erschwindelten Geldbeträge auf ein Konto der Wells Fargo Bank in Las Vegas.
Von dort wurde das Geld in ein unabänderliches Testament, einen Trust, verschoben, um den Gläubigern den Zugriff zu nehmen.
Inzwischen wird u.a. in Berlin gegen ihn ermittelt unter den Aktenzeichen 244 Js 1768/14 sowie 91 M 615/11. Geschädigte werden aufgefordert, sich unter Nennung dieses AZ an das LKA Berlin oder die Staatsanwaltschaft zu wenden. In den USA ermittelt das FBI aufgrund mehrerer Anzeigen ebenfalls gegen ihn. Die Einreise in die USA ist ihm nicht mehr gestattet.
Wolfgang Warenfeld 18. Mai 2017 at 10:22
Wolfgang Warenfeld 18. Mai 2017 at 10:26
(be) – Am 4. Juli 2007 war der Thüringer Radrennsportler Volker Tabaczek (54) aus Gera vom Landgericht Cottbus wegen Betrugs zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und elf Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Nun steht er erneut unter Verdacht, Anleger um ihr Geld betrogen zu haben. Dazu soll Tabaczek zusammen mit seinem Partner Michael Rudolf aus Berlin-Rudow in den USA ein Netz aus Scheinfirmen geschaffen haben. Jetzt kommt er schon wieder mit Mount Whitney Group aus Las Vegas neu auf den Markt, die in Berlin plötzlich Mount Whitney Consulting heisst.
Convent Am 27. November 2008 bestätigte der 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofes in Leipzig (Aktenzeichen 5 StR 96/08) das Urteil des Landgerichts Cottbus. Dieses hatte zuvor den Geraer Volker Tabaczek wegen Betrugs zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und elf Monaten auf Bewährung verurteilt.
Am 15. März 2005 hatte die US Financial Group, in deren Namen Tabaczek tätig war, mit dem Fußballverein FC Energie Cottbus e.V. einen Darlehensvertrag über 1,5 Millionen Euro abgeschlossen. Im Zuge der Vertragsverhandlungen bot Tabaczek dem damalige Vereinspräsidenten Dieter Krein an, dem Fußballverein weitere Fremdmittel in Höhe von 2,2 Millionen Euro zu verschaffen.
Auch die Führung des Fußballvereins, welcher damals in erheblicher Geldnot war, um den damaligen Präsidenten Dieter Krein stand in der Kritik. „Es musste den Verantwortlichen des FCE merkwürdig auffallen, dass solche Verträge bei McDonalds in Lübbenau abgeschlossen wurden“, zitierte die Lausitzer Rundschau damals den vorsitzenden Richter des Landgerichts Cottbus, Stefan Fiedler.
Zwar sind die Ausführungen zur Kriminalprognose (§ 56 Abs. 1 StGB) bedenklich knapp. Gleichwohl kann dem Gesamtzusammenhang der Strafzumessungserwägungen entnommen werden, dass sich das Landgericht davon überzeugt hat, dass sich der als Finanzvermittler krass überschätzende, nur geringfügig vorgeahndete Angeklagte T. vom Strafurteil beeindruckt zeigen wird und ihm klar geworden ist, in welchem Umfang er den Bereich der „seriösen Anlagevermittlung“ verlassen hat.
Doch anders als von der Justiz vorhergesehen, hat sich Tabaczek möglicherweise eben nicht „vom Strafurteil beeindruckt“ gezeigt. Stattdessen hat er seitdem in den USA ein Netz von Scheinfirmen geschaffen, die angeblich das Geld deutscher Anleger investieren und hohe Renditen erwirtschaften sollten.
Rechtsanwalt Dr. Thomas SchulteGoMoPa: Wie haben Tabaczek und Rudolf ihre deutschen Kunden geködert?
Laut Informationen aus dem GoMoPa-Forum wohnt Tabaczek derzeit südlich von Berlin bei seinen Schwiegereltern. Der GoMoPa-Leser hält zudem eine Mitwisserschaft von Tabaczeks Partnerin Sofie Schützeichel für wahrscheinlich, da sie angeblich die Homepage der Mount Whitney Group hostet. Zudem nennt er als „aktive Tippgeber und Verwalter“ Marco Pollex und Petra Riedner.
Marco Pollex (35) aus Berlin ist Geschäftsführer der im Jahr 2013 gegründeten 4WändeFinanzierung GmbH. Zu GoMoPa sagt er, dass er sich nicht zu seinen Beziehungen zu Volker Tabaczek äußern will. Auch Tabaczek will unsere Fragen zu seinen Geschäften nicht beantworten. Nun denn…
http://www.gomopa.net/Pressemitteilungen.html?id=1853&meldung=Volker-Tabaczek-erneut-des-Betrugs-verdaechtig
Wolfgang Warenfeld 18. Mai 2017 at 10:30
5 StR 96/08;
Der 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat in der Sitzung vom 27. November 2008, an der teilgenommen haben:
Richter Dr. Raum, Richter Dr. Brause, Richter Schaal, Richter Dölp als beisitzende Richter,
Rechtsanwalt B. als Verteidiger für den Angeklagten T. ,
Rechtsanwalt To. als Verteidiger für den Angeklagten M. ,
Rechtsanwalt Sch. als Verteidiger für den Angeklagten L. ,
Justizangestellte , Justizamtfrau als Urkundsbeamtinnen der Geschäftsstelle,
1. Auf die Revisionen der Staatsanwaltschaft wird das Urteil des Landgerichts Cottbus vom 4. Juli 2007 in der Urteilsformel dahin geändert, dass die Teilfreisprüche entfallen.
2. Die bezüglich des Angeklagten T. weitergehende Revision der Staatsanwaltschaft und die Revisionen der Angeklagten gegen das genannte Urteil werden verworfen.
3. Jeder Angeklagte hat die Kosten seines Rechtsmittels zu tragen, der Angeklagte M. zudem die Kosten der ihn betreffenden Revision der Staatsanwaltschaft. Die Staatskasse trägt die Kosten der den Angeklagten T. betreffenden Revision der Staatsanwaltschaft sowie die diesem Angeklagten insoweit entstandenen notwendigen Auslagen.
? Von Rechts wegen ?
Das Landgericht hat den Angeklagten T. wegen Betrugs zu einer zur Bewährung ausgesetzten Freiheitsstrafe von einem Jahr und elf Monaten verurteilt. Gegen die Mitangeklagten hat es wegen Beihilfe zum Betrug eine Geldstrafe von 250 Tagessätzen (M. ) bzw. von 150 Tagessätzen (L. ) verhängt. Vom Vorwurf der Untreue hat das Landgericht die Angeklagten M. und T. freigesprochen. Die Revisionen der Angeklagten, die mit Verfahrensrügen (bis auf den Angeklagten L. ) sowie näher ausgeführten Sachrügen die Aufhebung ihrer Verurteilung erstreben, sind ebenso erfolglos wie das zuungunsten des Angeklagten T. eingelegte, auf die Sachrüge gestützte und auf die Aussetzungsentscheidung wirksam beschränkte Rechtsmittel der Staatsanwaltschaft, das vom Generalbundesanwalt vertreten wird. Auf die Revisionen der Staatsanwaltschaft entfallen lediglich die Teilfreisprüche.
Der Angeklagte T. war im Namen der US F. G. L. Lia. C. im Bereich der Finanzanlagevermittlung tätig. Bereits am 15. März 2005 hatte die US F. G. mit dem Fußballverein FC Energie Cottbus e.V. einen Darlehensvertrag über 1,5 Mio. Euro abgeschlossen. Im Zuge der Vertragsverhandlungen bot der Angeklagte T. dem Vereinspräsidenten K. und dem Vizepräsidenten Schu. an, dem Fußballverein weitere Fremdmittel in Höhe von 2,2 Mio. Euro verschaffen zu können. Dafür sei jedoch eine Vorleistung des Fußballvereins in Höhe von 300.000 Euro zur Deckung der Finanzierungskosten erforderlich. Tatsächlich war ? wie auch die Mitangeklagten M. und L. wussten ? die US F. G. nicht in der Lage, dem Fußballverein ein Darlehen in dieser Größenordnung zur Verfügung zu stellen oder zu vermitteln. Der vom Angeklagten L. im Laufe der Vertragsverhandlungen angerufene Angeklagte M. stellte als Rechtsanwalt ein Treuhandkonto zur Einzahlung der Vorleistung zur Verfügung. Dabei durfte er nach dem Treuhandvertrag, den der Angeklagte L. den beiden genannten Präsidiumsmitgliedern am 16. März 2005 zur Unterzeichnung überbrachte, nur auf ?ausdrückliche schriftliche Anweisung im Rahmen der Einzelabwicklung an zu benennende Dritte? über den Betrag verfügen. Andere Präsidiumsmitglieder des Fußballvereins und Mitglieder des Verwaltungsrates setzten weder K. noch Schu. über diese Geschäftsvorgänge in Kenntnis. Der Verein leistete den Betrag zur Kreditbeschaffung in Höhe von 300.000 Euro nicht aus Eigenmitteln. Vielmehr wies K. nach Abschluss entsprechender Darlehensverträge einen niederländischen Sponsor und eine Cottbusser Gesellschaft an, die Teilbeträge von 100.000 Euro bzw. 200.000 Euro auf das Treuhandkonto zu überweisen. Nach der Vereinssatzung war er als der Präsident nur gemeinschaftlich mit einem weiteren Präsidiumsmitglied zur Vertretung des Vereins befugt; der Abschluss von Darlehensverträgen über 770.000 Euro bedurfte zudem der Zustimmung des Verwaltungsrats.
In dem wenige Tage später zwischen dem FC Energie Cottbus e.V. und der US F. G. abgeschlossenen ?Entschuldungsvertrag? war geregelt, dass der Angeklagte M. als Treuhänder den Deckungsbetrag auf ein Firmenkonto bei einer in Miami (USA) ansässigen Bank überweisen sollte. Der Entschuldungsvertrag enthielt eine Klausel, wonach die US F. G. über den Betrag von 300.000 Euro nur verfügen durfte, wenn sie ?eine unwiderrufliche Fremdmittelzusage und darauf folgende Valutierungszusage vom Kapitalgeber (einem Bankinstitut) vorliegen hat? (Ziffer 05.08. des Entschuldungsvertrags).
Der Angeklagte M. übergab den beiden Mitangeklagten T. und L. bereits vorab vom Treuhandkonto aus dem mittlerweile überwiesenen Geldbetrag von 300.000 Euro einen Betrag von 10.000 Euro für eine bevorstehende Fernreise. Von dem verbliebenen Bankguthaben überwies M. auf T. s Anweisung einen Betrag in Höhe von 100.000 Euro an eine deutsche Finanzanlagevermittlungsgesellschaft mit Namen ?D. ?, die weder einen Kredit in Höhe von 1 Mio. Euro vermittelte noch den eingesetzten Betrag zurückzahlte. Weitere 50.000 Euro in bar übergab M. an L. , der diese an T. weitergeben sollte; T. benötigte diesen Geldbetrag für ein in gleicher Weise aussichtloses, angeblich über die auf den Britischen Jungferninseln ansässige E. A. Ltd. vermittelbares Finanzgeschäft. Bei beiden Investitionen verstieß der Angeklagte T. damit gegen die genannte Vertragsklausel aus dem Entschuldungsvertrag. Von dem auf das amerikanische Firmenkonto der US F. G. überwiesenen Betrag in Höhe von rund 138.000 Euro verwendete der Angeklagte T. mehr als 117.000 Euro nicht zur Kreditbeschaffung; er erfüllte damit überwiegend eigene Schulden, unter anderem eine Honorarrechnung des Mitangeklagten M. . An Energie Cottbus erfolgte keine Rückzahlung.
II. Revision des Angeklagten T.
Die Revision des Angeklagten T. bleibt ohne Erfolg.
a) Soweit die Revision mit der ersten Beweisantragsrüge die unterlassene Vernehmung des Zeugen W. als verfahrensfehlerhaft beanstandet, ist die Rüge bereits unzulässig (§ 344 Abs. 2 Satz 2 StPO). Der vom Beschwerdeführer vorgetragene Ablehnungsbeschluss des Landgerichts (Anlage 2 des Protokolls vom 18. Juni 2007) betrifft diesen Zeugen nicht. Vielmehr hat das Landgericht diesen Teil des Beweisantrags mit gesondertem Beschluss (Anlage 1 des Protokolls vom 18. Juni 2007) zurückgewiesen, wie der Gegenerklärung der Staatsanwaltschaft vom 25. Oktober 2007 zu entnehmen ist.
Auch im Übrigen begegnet die Verfahrensrüge erheblichen Zulässigkeitsbedenken. Denn der Beschwerdeführer legt nicht präzise dar, welche Beweistatsachen mit welchen zugehörigen Beweismitteln aus dem mehrere Behauptungen und mehrere Zeugen umfassenden Beweisantrag Gegen-stand der Rüge sind (vgl. BGHR StPO § 344 Abs. 2 Satz 2 Formerforder-nis 1). Soweit der eigenen rechtlichen Würdigung des Beschwerdeführers zu entnehmen ist, dass die unterbliebene Aufklärung der Abwicklung der mit den Sponsoren geschlossenen Darlehensverträge gerügt werden soll (vgl. Ziffern 7 und 8 aus dem Ablehnungsbeschluss aus der Anlage 2 des Protokolls vom 18. Juni 2007), hat das Landgericht diesen Teil des Beweisantrags rechtsfehlerfrei als aus rechtlichen Gründen bedeutungslos abgelehnt.
b) Bei der zweiten und dritten Beweisantragsrüge (unterbliebene Vernehmung des Zeugen F. ) fehlt es bereits an der Wiedergabe der im betreffenden Ablehnungsbeschluss in Bezug genommenen ?Konsortialdarlehenszusage? und des ?Vertrags über einen Aktienverkauf? (§ 344 Abs. 2 Satz 2 StPO). Im Übrigen hat das Landgericht ? insbesondere unter Berücksichtigung der ersichtlich substanzlosen Behauptung, dass die Abstandnahme des Fußballvereins vom Entschuldungsvertrag ursächlich für das Scheitern dieses Finanzierungsgeschäfts gewesen sein soll ? rechtsfehlerfrei darauf abgestellt, dass nicht erkennbar gewesen ist, welche konkreten Tatsachen, nicht Wertungen, die der eigenen Wahrnehmung des Zeugen F. unterlegen haben sollen, dieser bekunden sollte.
c) Die vierte Beweisantragsrüge, mit der die unterbliebene Vernehmung der Auslandszeugen C. und S. zu von der US F. G. in den USA getätigten Kreditvermittlungsgeschäften als verfahrensfehlerhaft gerügt wird, ist bereits unzulässig, weil die im entsprechenden Antrag in Bezug genommenen Anlagen I bis III nicht vorgelegt werden. Im Übrigen mangelt es dem Antrag an ausreichend präzisen Beweistatsachen mit Bezug zum Anklagevorwurf.
2. Schuld- und Strafausspruch halten sachlichrechtlicher Nachprüfung stand.
a) Der Angeklagte T. hat über die Fähigkeit der US F. G. zur Kreditvermittlung und über seine Leistungsbereitschaft als Vertreter dieser Gesellschaft getäuscht. Die entsprechende Leistungsunfähigkeit wird von einer ausreichenden Beweiswürdigung getragen. Die ?Qualität? der beiden vom Angeklagten angestoßenen, gegen den eindeutigen Wortlaut der Ziffer 05.08. des Entschuldungsvertrags verstoßenden Kreditvermittlungsgeschäfte spricht für sich. Auch kam ersichtlich dem Umstand Bedeutung zu, dass der Angeklagte T. mehr als ein Drittel des Deckungsbetrages vertragswidrig für andere Zwecke einsetzte. Da der Vereinspräsident irrtümlich an die Leistungsfähigkeit der US F. G. und an T. s Leistungsbereitschaft glaubte, veranlasste er die Sponsoren, auf abgekürztem Wege den Vorschuss unmittelbar auf das Treuhandkonto zu zahlen.
b) In dieser Anweisung durch den Vereinspräsidenten ist die schadensrelevante Vermögensverfügung zu sehen. Die beiden Einzahlungen haben unmittelbar das Vereinsvermögen gemindert. Die Überweisungsbeträge sind dem Vereinsvermögen zuzurechnen:
aa) Wenn die beiden Darlehensverträge mit den Sponsoren zivilrechtlich wirksam waren, hatte der Fußballverein einen entsprechenden Anspruch auf Auszahlung der Darlehensvaluta (§ 488 Abs. 1 Satz 1 BGB) und konnte mit Erfüllungswirkung bestimmen, dass die Darlehensbeträge sogleich an den Treuhänder gezahlt wurden (vgl. § 362 Abs. 2, § 185 BGB). Auf die rechtliche Wirksamkeit sowohl der mit den Sponsoren geschlossenen Darlehensverträge als auch des sogenannten Entschuldungsvertrags kommt es indes nicht an. Selbst wenn die mit den Sponsoren geschlossenen Darlehensverträge gemäß § 18 Abs. 4 der Vereinssatzung i.V.m. §§ 70, 68, 26 Abs. 2 Satz 2 BGB wegen eines im Vereinsregister eingetragenen Aus-schlusses der Alleinvertretungsbefugnis unwirksam gewesen sein sollten, betrifft dies nur das Verhältnis der Sponsoren zum Fußballverein und ändert nichts an den Leistungsbeziehungen: Der Fußballverein wäre dann nicht aus § 488 Abs. 1 Satz 2 BGB i.V.m. dem Darlehensvertrag zur Rückzahlung der Darlehensvaluten verpflichtet, sondern aus § 812 Abs. 1 Satz 1 erste Alternative i.V.m. § 818 Abs. 2 BGB. Leistender war, wie vom Landgericht rechtsfehlerfrei ausgeführt, aus Sicht des Mitangeklagten M. der Fußballverein; nur zu diesem bestand eine ? für sich genommen unter Beachtung des § 18 Abs. 4 und Abs. 6 (Zustimmung des Verwaltungsrates zur Kreditaufnahme von mehr als 770.000 Euro) zustande gekommene ? vertragliche Beziehung, nicht hingegen zwischen dem Anwalt und den beiden Sponsoren. Es wäre nicht anders zu beurteilen, wenn die Sponsoren die Gelder zunächst auf ein Bankkonto des Vereins eingezahlt hätten und der Verein anschließend die Beträge auf das Treuhandkonto überwiesen hätte.
bb) Da der Angeklagte Rechtsanwalt M. von vornherein dieses Treuhandkonto nicht im Interesse der Treugeberin, des Fußballvereins, führen wollte, sondern im Interesse des Angeklagten T. , wie insbesondere der Zeitpunkt der ersten Barabhebung (nämlich vor Erhalt der schriftlichen Anweisung aus dem Entschuldungsvertrag) und die drei gegen den eindeutigen Wortlaut der Anweisung aus dem Entschuldungsvertrag (die beiden Barabhebungen und die Überweisung an den D. ) verstoßenden Verfügungen zeigen, ist bereits in dieser Einzahlung die schadensrelevante Vermögensverfügung zu sehen. Durch die spätere Entwicklung, insbesondere dann durch die konkrete Verwendung der Gelder, ist der Schaden nur vertieft worden.
c) Der Vermögensschaden ist beim Fußballverein eingetreten. Denn sein Anspruch auf Vermittlung eines Darlehens war wegen der Leistungsunfähigkeit der US F. G. und der fehlenden Leistungsbereitschaft des Angeklagten T. offensichtlich nicht gleichwertig. Vielmehr war der auf das Treuhandkonto eingezahlte Betrag für den Verein unwiederbringlich verloren; zugleich bestand jeweils eine Rückzahlungsverbindlichkeit gegenüber den beiden Sponsoren.
III. Revision des Angeklagten M.
Die Revision des Angeklagten M. ist ebenfalls unbegründet.
1. Sämtliche ? auch in der Sache ersichtlich aussichtslosen ? Verfahrensrügen bleiben wegen offensichtlich unvollständigen Vortrags (§ 344 Abs. 2 Satz 2 StPO) erfolglos.
2. Die auf die Sachrüge vorgenommene Überprüfung des Urteils hat keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten M. ergeben. Das Landgericht hat sich, wie bereits zur Revision des Angeklagten T. ausgeführt, rechtsfehlerfrei die Überzeugung gebildet, dass die US F. G. von Anfang an leistungsunfähig war. Auch der Gehilfenvorsatz des Angeklagten M. ist bereits angesichts des eindeutigen und mehrfachen Verstoßes gegen die Treuhandauflage (Zeitpunkt der ersten Barabhebung vor Erhalt der schriftlichen Anweisung aus dem Entschuldungsvertrag, die beiden Barabhebungen und die Überweisung an den D. ) und gegen Ziffer 05.08. aus dem auch dem Anwalt bekannten Entschuldungsvertrag rechtsfehlerfrei festgestellt. Ersichtlich war der Treuhänder ? anderenfalls hätte die Begründung des Treuhandverhältnisses keinen Sinn ergeben ? verpflichtet, die Beträge nur freizugeben, wenn die im Vertrag genannten Voraussetzungen erfüllt waren. Darüber hinaus hat das Landgericht weitere Indizien genannt, die hier die Annahme eines bedingten Vorsatzes tragen. Die Gesamtwürdigung aller Indizien durch das Landgericht ist deshalb aus revisionsrechtlichen Gründen nicht zu beanstanden.
IV. Revision des Angeklagten L.
Auch bezüglich des Angeklagten L. und auf seine erhobene Sachrüge hat die Überprüfung des Urteils keinen Rechtsfehler zu seinem Nachteil gegeben. Die Tatbeiträge des Angeklagten L. , die darin bestanden, die Verträge den jeweiligen Vertragsbeteiligten zu überreichen und dabei als durchaus kompetenter, wenngleich dem Angeklagten T. untergeordneter Vertreter aufzutreten, haben die Haupttat gefördert. Auch der Gehilfenvorsatz ist angesichts der Einbindung des Angeklagten L. in die Organisation des Angeklagten T. und der belegten Kenntnis von dessen Vermögenssituation tragfähig begründet.
V. Revisionen der Staatsanwaltschaft
Die auf die Teilfreisprüche und bezüglich des Angeklagten T. zudem auf die Entscheidung zur Aussetzung der Freiheitsstrafe zur Bewährung beschränkten Revisionen der Staatsanwaltschaft führen lediglich zu einer Korrektur des Tenors (vgl. aber auch BGHR StPO § 260 Abs. 1 Teilfreispruch 14). Im Übrigen ist die den Angeklagten T. betreffende Revision der Staatsanwaltschaft unbegründet.
http://www.gomopa.net/Pressemitteilungen.html?id=1853&meldung=Volker-Tabaczek-e

References: BGH 
 BGH 
 § 344
 § 362
 § 185
 § 18
 § 488
 § 812
 § 818
 § 18
 § 260