Source: http://www.landesrecht-hamburg.de/jportal/portal/page/bshaprod.psml?showdoccase=1&st=lr&doc.id=jlr-TTGBerFSchulAPOHApP3&doc.part=X&doc.origin=bs
Timestamp: 2020-08-07 04:15:08+00:00

Document:
der Berufsfachschule für Tanz und Tänzerische Gymnastik
(APO-TTG)
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: geändert durch Artikel 4 § 6 der Verordnung vom 11. September 2017 (HmbGVBl. S. 263, 279)
Verkündet als Artikel 14 der Verordnung vom 25. 7. 2000 (HmbGVBl. S. 183)
Auf Grund von § 21 Absatz 2 , § 44 Absatz 1 Satz 2 , § 44 Absatz 2 Satz 3 , § 45 Absatz 4 , § 46 Absatz 2 und § 47 Absatz 2 des Hamburgischen Schulgesetzes vom 16. April 1997 (Hamburgisches Gesetz- und Verordnungsblatt Seite 97) wird verordnet:
Die Ausbildung soll die Schülerinnen und Schüler befähigen, den Beruf der Lehrerin oder des Lehrers für Tanz und Tänzerische Gymnastik auszuüben.
die Realschule abgeschlossen oder eine als gleichwertig anerkannte Vorbildung erworben hat und nach dem Abschlusszeugnis der Realschule oder nach dem Zeugnis über die als gleichwertig anerkannte Vorbildung eine Durchschnittsnote von mindestens 3,5 hat oder
die Realschule abgeschlossen oder eine als gleichwertig anerkannte Vorbildung erworben hat und eine mindestens zweijährige Berufsausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf oder im öffentlichen Dienst oder an einer Berufsfachschule abgeschlossen hat oder
die Fachhochschulreife oder eine als gleichwertig anerkannte Vorbildung erworben hat oder als Schülerin oder als Schüler in die Vorstufe der gymnasialen Oberstufe versetzt worden ist und
durch Vorlage eines allgemeinmedizinischen und eines orthopädischen Zeugnisses, die nicht älter als sechs Monate sein dürfen, nachweist, dass keine gesundheitlichen Bedenken gegen die Ausbildung bestehen und
(2) 1 In der Aufnahmeprüfung weisen die Bewerberinnen und Bewerber nach, dass sie auf Grund des rhythmischen Gefühls, der Musikalität, der Auffassungsgabe, des Einfühlungsvermögens für tänzerische Abläufe und der körperlichen Voraussetzung für die Ausbildung geeignet sind. 2 Zur Durchführung bildet die Schulleiterin oder der Schulleiter einen Prüfungsausschuss, der aus drei Mitgliedern der Lehrerkonferenz an der Schule besteht. 3 Der Prüfungsausschuss entscheidet durch Mehrheitsbeschluss. 4 Die Aufnahmeprüfung kann wiederholt werden.
(1) 1 Die Ausbildung umfasst drei Schuljahre Vollzeitunterricht einschließlich integrierter Praktika. 2 Die Ausbildung beginnt mit dem Probehalbjahr und schließt mit der Abschlussprüfung ab.
(2) Die Ausbildung ist in zwei Lernbereiche gegliedert und umfasst
im Lernbereich I die Fächer
im Lernbereich II die Fächer
Klassischer Tanz,
Methodik und Methodische Übungen,
Tänzerische Folklore und Gemeinschaftstänze,
Tänzerische Improvisation und Gestaltung.
(3) 1 In jedem Schuljahr ist ein Praktikum zu absolvieren. 2 Das Praktikum umfasst jeweils bis zu sechs Wochenstunden. 3 Die Praxisstellen werden von der Schule zugeteilt. 4 Die in den einzelnen Praktika erbrachten Leistungen werden bewertet. 5 Am Ende jeden Praktikums setzt die Klassenkonferenz auf der Grundlage der Beurteilung der Praxisstelle die Praktikumsnote fest. 6 Die Praktikumsnote wird im Zeugnis aufgeführt. 7 Sie ist einer Note der Unterrichtsfächer gleichgestellt.
(1) Die Teilnahme an der Abschlussprüfung setzt voraus, dass zumindest ein Grundkurs in Erster Hilfe nachgewiesen wird; der Nachweis darf nicht älter als zwei Jahre sein.
(2) 1 Die Abschlussprüfung besteht aus einem schriftlichen, einem praktischen und einem mündlichen Teil. 2 Prüfungsfächer sind alle Fächer gemäß § 3 Absatz 2 , auch wenn die einzelnen Prüflinge nicht in jedem Fach geprüft werden.
(3) 1 Schriftlich wird in allen Fächern des Lernbereiches I geprüft. 2 Für die Bearbeitung der einzelnen Arbeiten stehen jeweils zwei Zeitstunden zur Verfügung.
(4) 1 Praktisch wird in dem Fach Methodik und Methodische Übungen sowie in dem Fach Tänzerische Improvisation und Gestaltung geprüft. 2 In den anderen Fächern des Lernbereiches II kann eine praktische Prüfung stattfinden. 3 Zur Durchführung stehen den Prüflingen jeweils bis zu 20 Minuten zur Verfügung. 4 Die Prüfung in dem Fach Methodik und Methodische Übungen erfolgt durch zwei Lehrproben von jeweils 20 Minuten Dauer.
(5) Mündlich kann in jedem Fach des Lernbereiches I geprüft werden.
1 Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn die Endnote in allen Prüfungsfächern und die letzte Praktikumsnote mindestens ausreichend lauten oder ein Ausgleich nach § 4 Absatz 2 besteht. 2 Eine mangelhafte Leistung im Fach Methodik und Methodische Übungen kann nicht ausgeglichen werden.
Das Abschlusszeugnis enthält den Vermerk, dass die Absolventin oder der Absolvent berechtigt ist, die Berufsbezeichnung „Staatlich geprüfte Gymnastiklehrerin, Schwerpunkt Tanz und tänzerische Gymnastik“ oder „Staatlich geprüfter Gymnastiklehrer, Schwerpunkt Tanz und tänzerische Gymnastik“ zu führen.

References: § 6
 § 21
 § 44
 § 44
 § 45
 § 46
 § 47
 § 3
 § 4