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Timestamp: 2016-10-24 18:35:00+00:00

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139 IV 24636. Auszug aus dem Urteil der I. �ffentlich-rechtlichen Abteilung i.S. A. gegen Eidgen�ssische Steuerverwaltung (Beschwerde in Strafsachen)
Art. 67 al. 1 LIA; art. 50 al. 3 DPA; art. 37 al. 2 let. b LOAP; art. 79 LTF; proc�dure de lev�e des scell�s selon le DPA, comp�tences et voie de droit. Apr�s l'entr�e en vigueur du CPP et de la LOAP le 1er janvier 2011, le DPA reste applicable aux cas de juridiction f�d�rale dans les causes relevant du droit p�nal administratif. Au contraire de la r�glementation de la proc�dure de lev�e des scell�s selon le CPP, la Cour des plaintes du Tribunal p�nal f�d�ral statue (d�finitivement) d'apr�s le DPA sur les demandes de lev�e de scell�s de l'autorit� administrative requ�rante. Contre la d�cision de la Cour des plaintes, le recours en mati�re p�nale (art. 79 LTF) au Tribunal f�d�ral est ouvert (consid. 1). Regeste b
Art. 31 al. 2 et art. 50 al. 3 DPA; art. 5 al. 1 et art. 248 al. 2 CPP; d�lai de 20 jours pour demander la lev�e des scell�s. La disposition sur les d�lais de l'art. 248 al. 2 CPP n'est pas directement applicable aux lev�es des scell�s dans la proc�dure d'enqu�te du DPA. L'autorit� administrative requ�rante a cependant l'obligation de tenir compte de mani�re ad�quate du principe de c�l�rit� r�gissant la proc�dure p�nale (consid. 3.1-3.3). Faits � partir de page 247
A. Die Eidgen�ssische Steuerverwaltung (ESTV) f�hrt ein Verwaltungsstrafverfahren gegen Unbekannt wegen des Verdachts von Abgabebetrug, eventuell Hinterziehung von Verrechnungssteuern im Umfang von ca. 21,3 Mio. Fr., begangen im Gesch�ftsbereich der X. SA (nachfolgend: Gesellschaft). Im Rahmen der Untersuchung fand am 4. April 2012 am Wohnort von A. (dem Co-Gesch�ftsf�hrer der Gesellschaft) eine Hausdurchsuchung statt, bei der Unterlagen und elektronische Datentr�ger sichergestellt und auf Einsprache des Betroffenen hin versiegelt wurden. Im Einverst�ndnis mit dem Betroffenen wurden die Dateien eines sichergestellten Laptops elektronisch kopiert (gespiegelt), der Laptop an den Betroffenen retourniert und die Kopien versiegelt.
B. Mit Gesuch vom 7. Mai 2012 beantragte die ESTV beim Bundesstrafgericht die Entsiegelung der sichergestellten Aufzeichnungen und Gegenst�nde bzw. deren Freigabe zur Durchsuchung. Mit Beschluss vom 19./21. September 2012 hiess das Bundesstrafgericht, Beschwerdekammer, das Entsiegelungsgesuch gut. BGE 139 IV 246 S. 248
1. 1.1 Gem�ss Art. 67 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 13. Oktober 1965 �ber die Verrechnungssteuer (VStG; SR 642.21) findet auf Strafverfahren im Rahmen des VStG das Bundesgesetz vom 22. M�rz 1974 �ber das Verwaltungsstrafrecht (VStrR; SR 313.0) Anwendung. Im vorliegenden Fall ermittelt die ESTV wegen Abgabebetrug (Art. 14 VStrR) bzw. massiver Hinterziehung von Verrechnungssteuern (Art. 61 VStG).
1.2 Auch nach Inkrafttreten der Eidgen�ssischen Strafprozessordnung (StPO; SR 312.0) und des Strafbeh�rdenorganisationsgesetzes des Bundes (StBOG; SR 173.71) am 1. Januar 2011 bleibt das VStrR auf F�lle der Bundesgerichtsbarkeit in Verwaltungsstrafsachen weiterhin anwendbar. Das VStrR wurde durch die StPO (Anhang 1 Ziff. II/11) und das StBOG (Anhang Ziff. II/9) teilweise ge�ndert. Die neuen VStrR-Bestimmungen sind auf den vorliegenden Fall anwendbar, da der angefochtene erstinstanzliche Entscheid nach dem 1. Januar 2011 erging (vgl. Art. 454 Abs. 1 StPO; BGE 137 IV 145 E. 1.1 mit Hinweisen). Soweit das VStrR einzelne Fragen nicht abschliessend regelt, sind die Bestimmungen der StPO grunds�tzlich (vgl. dazu unten, E. 3.2) analog anwendbar.
(...) BGE 139 IV 246 S. 249
3. 3.1 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, das Entsiegelungsgesuch sei versp�tet gestellt worden, n�mlich nach Ablauf der 20-t�gigen Verwirkungsfrist von Art. 248 Abs. 2 StPO, weshalb auf das Gesuch nicht eingetreten werden d�rfe. Gem�ss Art. 31 Abs. 2 VStrR sei diese Fristbestimmung auch in verwaltungsstrafrechtlichen Untersuchungen "analog" anwendbar. Ausserdem verletze die Beschwerdekammer das rechtliche Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV), indem sie ihre Rechtsbehauptung, Art. 248 Abs. 2 StPO sei hier nicht anwendbar, mit "keiner einzigen �berlegung" begr�nde. Diesbez�glich stelle sich hier eine Rechtsfrage von grunds�tzlicher Bedeutung.
3.3 Im vorliegenden Fall erfolgte das Entsiegelungsgesuch einen Monat nach der Hausdurchsuchung und Siegelung. Damit hat die BGE 139 IV 246 S. 250ESTV dem Beschleunigungsgebot in Strafsachen gen�gend Rechnung getragen. Die R�ge, das Entsiegelungsgesuch sei zu sp�t gestellt worden und verletze bundesrechtliche Fristbestimmungen, erweist sich als unbegr�ndet. Es kann offenbleiben, ob Art. 248 Abs. 2 StPO �berhaupt als Verwirkungsfrist anzusehen w�re, deren Missachtung (in jedem Fall) zum Nichteintreten auf das Entsiegelungsgesuch f�hren m�sste.
art. 248 al. 2 CPP,
art. 37 al. 2 let. b LOAP,
Art. 31 al. 2 et art. 50 al. 3 DPA suite... ,
art. 5 al. 1 et art. 248 al. 2 CPP,
Art. 73-82 VStrR,
Art. 61 VStG,
Art. 80 ff. BGG,
Art. 37-61 VStrR,

References: Art. 67
 art. 50
 art. 37
 art. 79

Art. 31
 art. 50
 art. 5
 art. 248
 BGE 
 Art. 67
 Art. 454
 BGE 
 BGE 
 Art. 248
 Art. 31
 Art. 248
 BGE 
 Art. 248

art. 248

art. 37

Art. 31
 art. 50

art. 5
 art. 248

Art. 73

Art. 61

Art. 80

Art. 37