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Timestamp: 2020-02-27 21:06:05+00:00

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BVerwG, 26.03.1985 - 9 C 47.84 - dejure.org
BVerwG, 26.03.1985 - 9 C 47.84
https://dejure.org/1985,482
BVerwG, 26.03.1985 - 9 C 47.84 (https://dejure.org/1985,482)
BVerwG, Entscheidung vom 26.03.1985 - 9 C 47.84 (https://dejure.org/1985,482)
BVerwG, Entscheidung vom 26. März 1985 - 9 C 47.84 (https://dejure.org/1985,482)
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Asylverfahren - Aufenthaltsbeendigung - Abschiebung - Androhung - Erledigung - Ausreise
VG Hamburg, 30.09.1983 - 20 A 2064/83
NVwZ 1986, 45
Daraus folgt aber im Umkehrschluss, dass sich das neue Recht grundsätzlich nicht mehr auf bereits abgeschlossene Verwaltungsverfahren - wie hier - erstreckt (vgl. Urteil vom 26. März 1985 - BVerwG 9 C 47.84 - Buchholz 402.25 § 10 AsylVfG Nr. 1; Urteil vom 12. August 1977 - BVerwG 4 C 20.76 - BVerwGE 54, 257 ;… Kopp/Ramsauer, 9. Aufl., VwVfG, § 96, Rn. 4;… Stelkens/Bonk/Sachs, VwVfG, 6. Aufl., § 96 Rn. 1 f.).
Zudem entspricht die sofortige Anwendbarkeit den Auslegungsgrundsätzen des intertemporalen Verwaltungsrechts, wonach Rechtsänderungen grundsätzlich alle bei ihrem Inkrafttreten einschlägigen Fälle erfassen, sofern das Gesetz nicht mit hinreichender Deutlichkeit etwas Abweichendes bestimmt (vgl. BVerfG, Beschluss vom 7. Juli 1992 - 2 BvR 1631/90 u.a. - BVerfGE 87, 48; BVerwG, Urteil vom 26. März 1985 - BVerwG 9 C 47.84 - Buchholz 402.25 § 10 AsylVfG Nr. 1 m.w.N.).
Dies ist ungeachtet dessen zu berücksichtigen, daß vorliegend ein unter der Geltung des früheren § 36 AuslG gestellter und nunmehr nach § 14 AsylVfG in Verbindung mit § 51 Abs. 1 bis 3 VwVfG zu behandelnder Antrag auf Wiederaufgreifen des Verfahrens zu beurteilen ist (vgl. Urteil vom 26. März 1985 - BVerwG 9 C 47.84 - Buchholz 402.25 § 10 AsylVfG Nr. 1 S. 4).
Offenbleiben kann ferner die Frage, ob bei der verwaltungsgerichtlichen Prüfung der angefochtenen Verfügung das Asylverfahrensgesetz in seiner damals geltenden Fassung oder in der nunmehr geltenden Fassung des Änderungsgesetzes vom 6. Januar 1987 zugrunde zu legen ist (vgl. Senatsurteil vom 26. März 1985 - BVerwG 9 C 47.84 - Buchholz 402.25 § 10 AsylVfG Nr. 1 zur Geltung des alten Verfahrensrechts für bereits abgeschlossene Verfahren und Verfahrensabschnitte).
Nach dem im intertemporalen Verwaltungsrecht allgemein geltenden Grundsatz erfasst neues Verfahrensrecht und materielles Recht vom Zeitpunkt seines Inkrafttretens an regelmäßig auch anhängige Verfahren (…vgl. BVerwG, Urt. v. 04.09.2007 - 1 C 21.07 -, BVerwGE 129, 243;… Urt. v. 07.07.1989 - 8 C 85.87 -, NJW 1990, 590; Urt. v. 26.03.1985 - 9 C 47.84 -, NVwZ 1986, 45;… ThürOVG, Urt. v. 18.09.2008 - 2 KO 1103/05 -, Juris, m. w. Nachw.).
Weiter bedeutet dies, dass das Bundesamt das im Zeitpunkt seiner Entscheidungen ­ April 2004 ­ geltende Verfahrensrecht, nämlich § 73 Abs. 1 AsylVfG a.F., anzuwenden und eine Rechtsentscheidung zu treffen hatte (vgl. BVerwG v. 26.03.1985 NVwZ 1986, 45 f zu nach altem Recht bereits abgeschlossenen Verfahrensabschnitten).
weil das Gesetz unschwer erkennbar für das Bundesamt in Zukunft eine obligatorische Prüfpflicht einführt, nicht aber rückwirkend, für die Vergangenheit, eine solche ­ mit allen ihren verwaltungstechnischen Schwierigkeiten ­ schafft (vgl. insoweit auch BVerwG v.26.03.1985 a.a.O.).
Diese am 1.1.1991 in Kraft getretene Vorschrift findet mangels entgegenstehender Regelung nach dem allgemeinen Grundsatz, daß neues Verfahrensrecht vom Zeitpunkt seines Inkrafttretens an regelmäßig auch anhängige Verfahren erfaßt (vgl. BVerwGE 66, 312/314 = Buchholz 402.25 § 1 Nr. 3 und Urteil vom 26.3.1985, Buchholz 402.25 § 10 Nr. 1 = NVwZ 1986, 45), auch auf alle bereits vorher eingeleiteten und noch anhängigen Verwaltungsverfahren Anwendung.
Diese Auffassung wird durch die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts bestätigt, das zu der diese Problematik bei Inkrafttreten des Asylverfahrensgesetzes regelnden Übergangsvorschrift des § 43 Nr. 2 Satz 1 AsylVfG klargestellt hat, daß sogar diese ausdrückliche Vorschrift bezüglich der Fortführung bereits begonnener Verfahren nach dem neuen Recht keine echte Rückwirkung der Verfahrensvorschriften vorsieht, sondern lediglich die Anwendung der Neuregelung für nach dem Inkrafttreten des Gesetzes noch vorzunehmende Verfahrensabschnitte vorschreibt (vgl. vor allem BVerwG, Urteil vom 26.3.1985 a.a.O.; ebenso VGH Bad.-Württ., Beschluß vom 8.6.1983 - A 13 S 212/83 --; GK-AsylVfG RdNr. 6 zu § 43 m.w.N.).
Weiter bedeutet dies, dass das Bundesamt das im Zeitpunkt seiner Entscheidung ­ Juli und November 2004 ­ geltende Verfahrensrecht, nämlich § 73 Abs. 1 AsylVfG a.F., anzuwenden und eine Rechtsentscheidung zu treffen hatte (vgl. BVerwG vom 26.3.1985 NVwZ 1986, 45 f. zu nach altem Recht bereits abgeschlossenen Verfahrensabschnitten).
Nur wenn das Verwaltungsverfahren im Zeitpunkt des Inkrafttretens des § 73 Abs. 2 a AsylVfG noch nicht abgeschlossen gewesen wäre, hätte die Behörde ihre Vorgehensweise an den Vorgaben dieser neuen Bestimmung ausrichten müssen, weil das Gesetz unschwer erkennbar für das Bundesamt in Zukunft eine obligatorische Prüfpflicht einführt, nicht aber rückwirkend, für die Vergangenheit, eine solche ­ mit allen ihren verwaltungstechnischen Schwierigkeiten ­ schafft (vgl. insoweit auch BVerwG vom 26.3.1985 a.a.O.).
VGH Bayern, 12.10.2005 - 23 B 05.30596
Irak, Christen (katholische), Widerruf, nichtstaatliche Verfolgung, Terrorismus, …
BVerwG, 07.11.1985 - 9 B 347.85
Antrag auf Asyl - Änderung des Asylrechts während der Stellung des Antrages - …

References: § 10
 § 96
 § 96
 § 10
 § 36
 § 14
 § 51
 § 10
 § 10
 § 73
 § 1
 § 10
 § 43
 § 43
 § 73
 § 73