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Timestamp: 2018-03-19 03:04:25+00:00

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ᐅ Zinsen: Definition, Begriff und Erklärung im JuraForum.de
Erklärung zum Begriff Zinsen
Zinsen – Arten
Zinsen – Funktionen des Zinses
Zinsen – Rechtslage
Als „Zinsen“ wir das Entgelt bezeichnet, welches ein Schuldner einem Gläubiger dafür zahlt, dass dieser ihm Kapital geliehen hat. Um die Höhe der jeweils individuellen Zinsen bestimmen zu können, wird ein Zinssatz festgelegt. Dieser wird immer in Prozent pro Intervall, meistens pro Jahr (per anno = p. a.) angegeben. Mithilfe des Zinssatzes wird ein Zinsbetrag errechnet, welcher als der konkrete Geldbetrag zu verstehen ist, der sich bei Kreditzinsen aus der Höhe des Kapitals und des vereinbarten Zinssatzes ergibt. Hat sich ein Gläubiger beispielsweise 1000,- € zu einem vereinbarten Zinssatz von 5% p. a. geliehen, so liegt der Zinsbetrag bei 50,- € p. a. Diesen Betrag hat er zusätzlich zu der vereinbarten Rückzahlungssumme pro Jahr zu entrichten.
Im umgekehrten Fall aber, nämlich wenn ein Bankkunde Geld bei einem Kreditinstitut anlegt, erhält er von diesem Zinsen auf den Anlegebetrag. Dabei können auch sogenannte Zinseszinsen entstehen. Als Zinsenzins wird ein Zins verstanden, welcher auf kapitalisierte, also dem Kapital zugeschriebenen, Zinsen vergangener Berechnungsperioden berechnet wird. Auf das Kapital werden somit fällige Zinsen aufgeschlagen, und die Summe aus dem Kapital inklusive dieser Zinsen ergibt dann die Berechnungsgrundlage für den Zinseszins.
In welcher Höhe die Zinsen liegen, wird Grundsätzlich von den Kreditinstituten selbst bestimmt. In der Praxis ist es aber gewöhnlicher Weise so, dass Zinsen für einen geliehenen Betrag deutlich höher sind als solche, die ein Sparer für das Ablegen seines Kapitals erhält.
Es wird zwischen zwei verschiedenen Arten von Zinsen unterschieden:
Als „Geldmarktzins“ wird jener Zinssatz bezeichnet, welcher für die Bargeldaufnahme auf dem Geldmarkt Gültigkeit hat. Dieser ist insbesondere beim Verkehr von Kreditinstituten untereinander von Bedeutung, aber auch beim Verkehr zwischen Kreditinstituten und der Zentralbank (Leitzins).
Auch bei Geldanlagen ist der Geldmarktzins von Bedeutung: legt ein Sparer Kapital bei einem Kreditinstitut fest, so hat ihm dieses für die vereinbarte Dauer der betreffenden Geldanlage Zinsen auf sein Kapital zu zahlen.
Davon zu differenzieren sind Zinsen auf Sachkapital. Diese sind beispielsweise zu entrichten für die Überlassung von Grundstücken mit Hilfe eines Pachtvertrags: durch Zahlung des Pachtzinses ist der Pächter nicht nur dazu berechtigt, das betreffende Grundstück zu nutzen und zu bewirtschaften, sondern auch die dabei entstandenen Früchte zu behalten.
Der Mietzins wird entrichtet für die Nutzung von Immobilien, aber auch für Mietwagen, Werkzeugen etc.
Der Zins an sich ist aber nicht nur als Entgelt für gemietetes Kapital oder für gemietete Sachgegenstände anzusehen, sondern hat verschiedene weitere Funktionen inne:
Vergütung des Rückzahlungsrisikos (Risikoprämie)
Ausgleich für den Kaufkraftverlust des Kreditbetrags bei Inflation (Inflationsausgleich)
Auch wird davon ausgegangen, dass der Gläubiger sein Kapital selbst gewinnbringend hätte einsetzen können, wenn er es nicht verliehen hätte. Um den ihm theoretisch entgangenen Gewinnverlust etwas angenehmer zu gestalten, darf er als Entschädigung Zinsen verlangen. Die ihm entgangenen Gewinne werden dabei als Kosten angesehen und als „Opportunitätskosten“ bezeichnet. Auch die theoretische Annahme, der Gläubiger habe auf Konsum verzichten müssen, da sein Geld verliehen worden ist, begründen diese Opportunitätskosten.
Für den Begriff „Zinsen“ bietet das Bürgerliche Gesetzbuch keine Legaldefinition; vielmehr wird er dort in verschiedenen Stellen als bekannt angenommen.
Vollstreckung nicht titulierten Zinsen al-stone schrieb am 04.08.2016, 18:45 Uhr:
Ein herzliches Hallo an alle.In einem Anliegen hoffe ich auf eure Unterstützung:Folgender fiktiver Vorfall:In einem Urteil aus 2000 wurde einem Gläubiger eine Summe X zugesprochen,zusätzlich die Kosten des Verfahrens, sowie 10% Zinsen bis zum Urteil.Das mit dem Urteil die Hauptschuld, sowie alle angefallenen Nebenkosten tituliert sind... » weiter lesen
Bilanzierung von Zinsen - Wann und wann nicht? Der Reisende schrieb am 10.02.2013, 11:20 Uhr:
Stundungszinsen werden aufgrund des Verbotes der Passivierung von schwebenden Geschäften nicht bilanziert.Ein Disiago hingegen schon.Welche Konstellationen mit Zinsen kann es noch geben und wann werden die bilanziert und wann nicht?Bei einem Bankdarlehen, bei dem pro Jahr 5% p.a. Zinsen fällig sind, dürfen die Zinsen nicht bilanziert... » weiter lesen
Gekündigtes Privatdarlehen söckchen schrieb am 28.12.2012, 01:25 Uhr:
Frau A gewährt Herrn B schriftlich ein Privatdarlehen in Höhe von € 20.000 zur Liquiditätsverbesserung und Auftragsvorfinanzierung der von Herrn B betriebenen Ein-Mann-Firma. Die Darlehenssumme wird auf das von Herrn B angegebene Konto überwiesen und taucht mit Eingang vom 13.11.2006 in den vom Steuerberater geführten Geschäftsbüchern... » weiter lesen
Vorgehen gegen Erstattungsbescheid aus dem AsylbLG Wicked87 schrieb am 10.03.2010, 14:41 Uhr:
Hallo, folgender Sachverhalt: A erhält seit Juli 2009 Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Am 15.12.2009 wurde A nachts, als er mit dem Fahrrad unterwegs war, von zwei Polizeibeamten angehalten. Als Anlass wurde im Polizeibericht über diesen Einsatz angegeben, dass in der Gegend um den Hauptbahnhof des Öfteren... » weiter lesen
Bezifferung der Forderung Ozie schrieb am 16.11.2009, 17:09 Uhr:
Nehmen wir an: Der Kläger will in einem Zivielprozess vorm Amtsgericht den Betrag der Klage unter anderem um Zinsen nach §551 BGB (Mietkautionszinsen) erhöhen. Die Höhe der Zinsen ist dem Kläger unbekannt. Eigentlich muss aber ein genauer Betrag gefordert werden. 1. Idee Der Kläger fordert in einem Antrag "Zinsen nach §551 BGB für... » weiter lesen
Bausparkasse verweigert Bonus zinsen Pastella schrieb am 27.10.2009, 21:37 Uhr:
Hi Mal angenommen jemand hätte im Februar 2000 bei einer Bausparkasse einen Bausparvertrag abgeschlossen. Nach 10 Jahren Laufzeit soll dieser Bausparvertrag eine Hypothek ablösen. Die Hypothek ist über ebendie Bausparkasse bei einer Bank, wo jedoch nur die anfallenden Zinsen gezahlt wurden. Der Bausparvertrag läuft über die gleiche... » weiter lesen
Zinsen nach § 44 SGB I DBoehme schrieb am 20.11.2008, 21:24 Uhr:
Nach § 44 SGB I sind Ansprüche und Geldleistungen----mit 4 v.H. zu verzinsen. Mich interessiert ganz generell, ob hier Zinseszinsen, die ja eigentlich zumindest die Ansprüche erhöhen, hier ein- oder ausgeschlossen sind. Kann mir hier jemand helfen ? » weiter lesen
Es gibt Situationen im Leben, in denen ein finanzieller Engpass herrscht. Ein Unternehmen muss dann nicht tatenlos zusehen, sondern kann dem Arbeitnehmer ein Arbeitgeberdarlehen gewährten. Ein solches Darlehen hat zumeist den Vorteil, dass es zumeist zu günstigeren Konditionen als der marktübliche Zins bei einer Bank gewährt wird. Darüber hinaus sendet die Bereitschaft eines Arbeitgeberdarlehens ein Signal der Wertschätzung. Allerdings... » weiter lesen
Die Zinsen für private Darlehen sind derzeit auf einem historischen Tiefstand. Kredite sind so günstig zu bekommen, wie nie zuvor. Doch wer bereits vor einigen Jahren einen Kreditvertrag (z.B. für den Erwerb einer Immobile) abgeschlossen hat, stellt jetzt fest, dass der damals relativ günstige Zins von den derzeit angebotenen Zinsen deutlich unterboten wird. Da liegt es nahe, daran zu denken den alten Vertrag durch einen... » weiter lesen
18.10.2017 | Arbeitsrecht
Stuttgart (jur). Zahlt ein Arbeitgeber zu spät den vollen Lohn, kann der Beschäftigte für jeden Monat eine Verzugsschadenspauschale in Höhe von 40 Euro pro Monat verlangen. Dies hat das Landesarbeitsgericht (LAG) Baden-Württemberg in Stuttgart in einem am Dienstag, 17. Oktober 2017, veröffentlichten Urteil entschieden (Az.: 4 Sa 8/17). In dem Rechtsstreit war der klagende Kraftfahrer der Auffassung, über eineinhalb Jahre lang zu gering... » weiter lesen
10.10.2017 | Wirtschaft & Steuern
Stuttgart (jur). Wer Geld oder Arbeitszeit auf einem Zeitwertkonto anspart, etwa für den Vorruhestand, muss dieses Einkommen erst später bei der Auszahlung versteuern. Das hat das Finanzgericht (FG) Baden-Württemberg in Stuttgart in einem am Freitag, 6. Oktober 2017, bekanntgegebenen Urteil entschieden (Az.: 12 K 1044/15).Es gab damit einem angestellten GmbH-Geschäftsführer recht. Er hatte 2005 mit seiner Firma eine sogenannte... » weiter lesen
Zinsen Urteile und Entscheidungen
Vor Abführung der Lohnsteuern und des Arbeitnehmeranteils zur Sozialversicherung kann der Arbeitnehmer die gesetzlichen Verzugszinsen aus dem zuerkannten Bruttobetrag beanspruchen (Anschluss an Beschluss des 9. Senats des BAG vom 11.08.1998, NZA 1999, S. 85 ff).
» LAG-DUESSELDORF, 08.11.1999, 18 Sa 1254/99
Gerät der Arbeitgeber in Annahmeverzug, weil er nach Ausspruch einer Kündigung die Gehaltszahlungen an den Arbeitnehmer einstellt, so hat er dies dann zu vertreten und deshalb die rückständigen Beträge zu verzinsen, wenn er bei Anwendung der erforderlichen Sorgfalt hätte erkennen können, daß die Kündigung unwirksam war (Anschluß an BAG...
» BAG, 13.06.2002, 2 AZR 391/01
Der Anspruch eines Sozialhilfeträgers auf Erstattung überhöhter Zahlungen, die aufgrund einer Kostenverpflichtungserklärung an einen Heimträger erbracht wurden, schließt Verzugszinsen nicht ein; ein Anspruch auf Verzugszinsen lässt sich insoweit auch nicht aus einer analogen Anwendung des § 61 Satz 2 SGB X i.V.m. § 288 Abs. 2 BGB...
» BVERWG, 20.09.2001, BVerwG 5 C 5.00
Sicherheitsfrage 54 + F/_ünf =
Zinsen – Weitere Begriffe im Umkreis
Prozesszinsen sind Zinsen, die der Schuldner, der auf Zahlung eines bestimmten Geldbetrages verklagt worden ist, ab Rechtshängigkeit schuldet.
Die auf Bundesschatzbriefe als festverzinsliche Wertpapiere gezahlten Zinsen unterliegen als Kapitaleinkünfte der Einkommensteuer. Dabei ist allerdings zu unterscheiden zwischen: Bundesschatzbrief Typ "A": bei diesem Typ wird der Schatzbrief zum...
Umsatzkostenverfahren - GuV-Gliederung
Die Gewinn-und Verlustrechnung (GuV-Rechnung) kann entsprechend § 275 Abs. 1 HGB entweder nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB oder nach dem Umsatzkostenverfahren gem. § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt werden. GuV-Gliederung nach dem...
Bei einer Nebenforderung handelt es sich um eine Forderung, die durch eine andere Forderung entstanden ist und prozessual neben dieser geltend gemacht wird. I. Die Forderung Bei dem Rechtsbegriff Forderung handelt es sich...
Heutzutage ist es üblich, dass eine Privatperson bei Aufnahme eines Kredites bei der Bank einen Ratenkredit bekommt. Dieser zeichnet sich dadurch aus, dass in konstanten Raten die ausgezahlte Kredithöhe abbezahlt wird. Die Raten setzen sich dabei...
Geldmittel, die zur Sanierung oder zum Kauf einer Immobilie verwendet werden, dienen der Immobilienfinanzierung. Grundsätzlich unterscheiden Banken zwischen privater und gewerblicher Immobilienfinanzierung. Private Finanzierung und Eigenkapital...
Gesamtkostenverfahren - GuV-Gliederung
Inhaltsübersicht 1. Rechtslage bis 2008 2. Allgemeines 3. Verfassungsmäßigkeit 4. Zurechnung der Einkünfte 5. Überblick über einzelne Kapitaleinkünfte 6. Hypothekenzinsen 7. Außerrechnungsmäßige und rechnungsmäßige...
Bei dem Dispositionskredit handelt es sich um einen Überziehungskredit, der seit 1968 für Privatpersonen in Deustchland genutzt werden kann. Sein Äquivalent im geschäftlichen Bereich zwischen Unternehmen und Kunden wird als Kontokorrentkredit...

References: §551
 §551
 § 44
 § 44
 § 61
 § 288
 § 275
 § 275
 § 275