Source: https://www.linzgau-kjh.de/index.php/einrichtung/wir-ueber-uns/239-wie-wir-arbeiten
Timestamp: 2020-01-18 07:40:25+00:00

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Die Leitlinie für uns und unsere Arbeit sind die Menschenwürde und die Wertschätzung gegenüber jedem einzelnen Menschen.
Wir sehen und respektieren die Einzigartigkeit eines jeden Kindes und Jugendlichen sowie deren Familien. Unser Anliegen ist es, für Kinder und Jugendliche solche Bedingungen zu schaffen, dass sie ihnen Orientierung und positive Entwicklungschancen ermöglichen.
Die Basis unserer Arbeit ist das Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII) und dort insbesondere § 27 (Hilfen zur Erziehung), § 29 (Soziale Gruppenarbeit, SGA), § 34 (Heimerziehung, sonstige betreute Wohnformen), § 35 (intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung), § 35a (Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche) und § 41 (Hilfe für junge Volljährige, Nachbetreuung).
Wir arbeiten nach den Methoden der Transaktionsanalyse, der Verhaltenstherapie aber auch mit erlebnispädagogischen Methoden sowie systemischen Ansätzen. Diese setzen wir ein, um den Kindern und Jugendlichen für ihre Entwicklung eine professionelle Rahmung und dadurch letztlich allen Beteiligten Sicherheit und Perspektiven zu vermitteln − und zwar alltags-, handlungs- und lösungsorientiert.
Unsere innovativen Konzepte entstehen aus einem fortlaufenden fachlichen Diskurs, bei dem wir unsere Arbeit reflektieren. Dabei folgen wir gleichermaßen den Grundsätzen der kontinuierlichen Qualitätsentwicklung, die auf aktuellen Erkenntnissen zum Qualitätsmanagement in der Sozialen Arbeit basieren.
Die verschiedenen Bausteine unserer Arbeit:
Biografisches Fachgespräch
Das Biografische Fachgespräch ist ein Fallgespräch zeitnah nach der Aufnahme. Es hat das Ziel, sich mit der Biografie des Kindes bzw. der/des Jugendlichen sowie der Familie zu beschäftigen und erste Handlungsansätze für die Mitarbeiter/innen festzulegen.
Sozialpädagogische Einzeltermine („Dates“)
Das so genannte „Date“ findet im wöchentlichen Rhythmus zwischen Bezugserzieher/in und dem Kind oder Jugendlichen statt. Das Kind bzw. die/der Jugendliche hat dabei die Möglichkeit, den Rahmen und die Inhalte des Gesprächs mitzubestimmen. Durch gezielte methodische Ansätze geben wir Hilfestellungen zur Verhaltensänderung und zur Überwindung von schwierigen Lebenssituationen.
„Round Table“
Der „Round Table“ ist eine besondere Form der Vernetzung zwischen allen Bereichen, die mit dem Kind bzw. der/dem Jugendlichen arbeiten, und dieses Format ist vorrangig lösungsorientiert ausgerichtet.
Kommt es bei einem Kind bzw. einer/einem Jugendlichen häufiger zu Krisen, wird ein individueller Kriseninterventionsplan in Form eines Stufenplans erstellt. Dieser Interventionsplan wird durch die Kinder- und Jugendpsychiaterin freigegeben.
Kinderrechte, Kinderschutz und Partizipation
Neben dem Kinderschutz verstehen wir die Verwirklichung und Sicherung der Kinderrechte als unseren zentralen Auftrag. Es ist unser gemeinsames Bestreben, die Ziele, Vorgaben und Grundsätze der UN-Kinderrechtskonvention, des Grundgesetzes in Art. 6, des SGB VIII sowie des Artikels 2a der Landesverfassung von Baden-Württemberg umzusetzen. Dabei ist es uns ein wichtiges Anliegen, die jungen Menschen an allen sie betreffenden Angelegenheiten möglichst umfassend zu beteiligen. Ein Kinder- und Jugendrat, der sich aktiv mit Ideen, Anregungen aber auch Beschwerden einbringen kann, ist für uns selbstverständlich. Begleitet wird der Beteiligungsprozess von zwei Vertrauenserzieher/innen, die von den jungen Menschen gewählt wurden.
Trotz oftmals schwieriger Familienverhältnisse oder sogar Zerwürfnissen bleibt in der Regel eine tiefe Bindung der Kinder und Jugendlichen zu ihren leiblichen Eltern bestehen. Wir verstehen uns als Partner der Familien und arbeiten deshalb in den verschiedensten Formen beratend und unterstützend mit den Eltern bzw. den Familien zusammen, um deren Ressourcen zu aktivieren, sie zu stärken und die Erziehungsbedingungen in den Herkunftsfamilien möglichst nachhaltig zu verbessern.

References: § 27
 § 29
 § 34
 § 35
 § 35
 § 41
 Art. 6