Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerfG&Datum=26.01.1995&Aktenzeichen=1%20BvR%201068/93
Timestamp: 2019-10-16 08:23:11+00:00

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BVerfG, 26.01.1995 - 1 BvR 1068/93 - dejure.org
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BVerfG, 26.01.1995 - 1 BvR 1068/93 (https://dejure.org/1995,3367)
BVerfG, Entscheidung vom 26.01.1995 - 1 BvR 1068/93 (https://dejure.org/1995,3367)
BVerfG, Entscheidung vom 26. Januar 1995 - 1 BvR 1068/93 (https://dejure.org/1995,3367)
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Rechtliches Gehör - Fehlerhafte Anwendung der Präklusionsvorschrift - Berufungsgericht - Verspätetes erstinstanzliches Vorbringen
LAG Berlin, 30.11.1992 - 9 Sa 66/92
NJW 1995, 2980
Zwar führt nicht jede fehlerhafte Anwendung einer Präklusionsvorschrift durch das Berufungsgericht zu einem Verstoß gegen das Verfahrensgrundrecht; eine solche Verletzung liegt jedoch dann vor, wenn der Fehler - wie hier - zur Folge hat, dass der Partei in beiden Tatsacheninstanzen auf Grund von Verfahrensfehlern das Fragerecht gegenüber dem Sachverständigen abgeschnitten wird (vgl. BVerfG NJW 1995, 2980).
Die einmal eingetretene, aber vom Landesarbeitsgericht akzeptierte Verzögerung kann nicht mehr rückgängig gemacht werden (vgl. BVerfG 26. Januar 1995 - 1 BvR 1068/93 - AP ArbGG 1979 § 67 Nr. 3 = EzA ArbGG 1979 § 67 Nr. 6; BAG 31. Oktober 1984 - 4 AZR 604/82 - AP TVAL II § 42 Nr. 3; 20. April 1983 - 4 AZR 497/80 - zu IV der Gründe, BAGE 42, 244; Germelmann in Germelmann/Matthes/Prütting/Müller-Glöge ArbGG 7. Aufl. § 67 Rn. 34; ErfK/Koch 12. Aufl. § 67 ArbGG Rn. 8 mwN; Schwab/Weth/Schwab ArbGG 3. Aufl. § 67 Rn. 53) .
Aufgrund ihres Ausnahmecharakters unterliegen die Fachgerichte bei ihrer Anwendung einer strengeren verfassungsgerichtlichen Kontrolle (…vgl. BVerfGE 75, 302 - Juris Rn. 28; BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 26. Januar 1995 - 1 BvR 1068/93 -, Juris Rn. 8).
Verletzt ist Art. 103 Abs. 1 GG jedoch dann, wenn ein Gericht bei der Zurückweisung entscheidungserheblichen Vortrags Präklusionsvorschriften offenkundig rechtsfehlerhaft anwendet (BVerfG NJW 1995, 2980; BVerfGE 69, 145, 149; jeweils m.w.N.).
Das Berufungsgericht hat, indem es davon abgesehen hat, den Sachverständigen anzuhören, den prozessualen Anspruch des Klägers auf mündliche Befragung des Sachverständigen (§§ 397, 402 ZPO) und damit zugleich den Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt (vgl. BVerfG NJW 1995, 2980; BGH…, Beschluss vom 25. Oktober 2005 aaO unter II 1 b und 2 b m.w.N.).
Von weiterer Begründung wird abgesehen, zumal die Zulassung des Vorbringens durch den Senat keiner weiteren Nachprüfung unterliegt (BVerfG NJW 1995, 2980; BGH NJW-RR 2006, 760; NJW 2004, 1458).
OLG Hamm, 22.03.2007 - 27 U 62/06
Schadensersatzanspruch: Zur Frage, ob im konkreten Fall über die beabsichtigte …
Ist das wie hier nicht der Fall, so ist die Anwendung von § 531 Abs. 1 ZPO selbst dann ausgeschlossen, wenn die Zulassung zu Unrecht erfolgte (vgl. BVerfG NJW 1995, 2980; BGH NJW 1990, 1302, 1304).
BVerfG, 10.03.1997 - 1 BvR 1872/95
Hinreichende Anhaltspunkte für eine generell grundrechtsferne Entscheidungspraxis der entscheidenden Kammer liegen ebenfalls nicht vor (vgl. dazu allerdings den Beschluß der 2. Kammer des Ersten Senats vom 26. Januar 1995 - 1 BvR 1068/93 -, NJW 1995, 2980 ).

References: § 67
 § 67
 § 42
 § 67
 § 67
 § 67
 Art. 103
 BGH 
 § 531
 BGH