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Timestamp: 2018-02-18 10:47:54+00:00

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Weiterleitung und Zurückweisung eines möglicherweise auch als Beschwerde zu deutenden Anbringens - Findok Internet
Bescheidbeschwerde – Einzel – Beschluss des BFG vom 02.09.2015, RV/7500678/2015
Weiterleitung und Zurückweisung eines möglicherweise auch als Beschwerde zu deutenden Anbringens
RV/7500678/2015-RS1 Permalink
wie RV/7501600/2014-RS1 (Hier: Ein mangelhaftes Anbringen, das als Beschwerde zu deuten sein kann und von dem auch nach Erteilen eines Mängelbehebungsauftrages nicht klar ist, ob es sich um eine Beschwerde handelt und dem nach wie vor notwendige Beschwerdeangaben fehlen, ist zurückzuweisen. )
Ist eine Beschwerde in einer Verwaltungsstrafsache mangelhaft und wird einem Mängelbehebungsauftrag nicht entsprochen, ist die Beschwerde gemäß § 13 Abs. 3 AVG zurückzuweisen.
Das Bundesfinanzgericht hat durch den Richter Dr. Rudolf Wanke in den Beschwerdesachen betreffend das Anbringen des Wolfgang H*****, *****Adresse*****, vom 6. 5. 2015, zu deuten
möglicherweise unter anderem als Beschwerde gegen folgende Bescheide des Magistrates der Stadt Wien, Magistratsabteilung 67 Parkraumüberwachung, 1200 Wien, Dresdner Straße 81-85, vom 16. 9. 2014, nach der Aktenlage zugestellt am 1. 10. 2014, MA 67-PA-7417*****/3/0, MA 67-PA-7460*****/3/4, MA 67-PA-7558*****/3/0 und MA 67-PA-7623*****/3/1, wonach die Einwendungen vom 12. 8. 2014 gegen den Exekutionstitel zum Rückstandsausweis
MA 67-PA-7417*****/3/0, Kto. Nr. 43/2262*****;
MA 67-PA-7460*****/3/4, Kto. Nr. 43/2309*****;
MA 67-PA-7558*****/3/0, Kto. Nr. 43/2415***** und
MA 67-PA-7623*****/3/1, Kto. Nr. 43/2484*****,
gemäß § 13 Abs. 1 Abgabenexekutionsordnung 1949 - Abg.EO, in der geltenden Fassung, in Anwendung des § 3 Abs. 1 Verwaltungsvollstreckungsgesetz 1991 - WG, BGBI. Nr. 53/1991 in der geltenden Fassung, als unbegründet abgewiesen werden (Aktenvorlage der möglicherweise belangten Behörde erfasst zu RV/7500678/2015 bis RV/7500681/2015);
möglicherweise unter anderem als Beschwerde gegen folgende Bescheide des Magistrates der Stadt Wien, Magistratsabteilung 67 Parkraumüberwachung, 1200 Wien, Dresdner Straße 81-85, vom 15. 1. 2015, nach der Aktenlage zugestellt am 20. 1. 2015, MA 67-PA-7710*****/4/9, MA 67-PA-7721*****/4/7 und MA 67-PA-7752*****/4/3, wonach der Einspruch vom 26. 11. 2014 gegen die Strafverfügungen
vom 28. 10. 2014, MA 67-PA-7710*****/4/9,
vom 28. 10. 2014, MA 67-PA-7721*****/4/7 und
vom 4. 11. 2014, MA 67-PA-7752*****/4/3,
gemäß § 49 Abs. 1 VStG wegen Verspätung zurückgewiesen wird (Aktenvorlage der möglicherweise belangten Behörde erfasst zu RV/7500702/2015 bis RV/7500704/2015);
möglicherweise unter anderem als Beschwerde gegen den Bescheid des Magistrates der Stadt Wien, Magistratsabteilung 67 Parkraumüberwachung, 1200 Wien, Dresdner Straße 81-85, vom 3. 3. 2015, nach der Aktenlage zugestellt am 9. 3. 2015, MA 67-PA-7737*****/4/1, wonach der Einspruch vom 12. 1. 2015 gegen die Strafverfügung vom 4. 11. 2014, MA 67-PA-7737*****/4/1, gemäß § 49 Abs. 1 VStG wegen Verspätung zurückgewiesen wird (Aktenvorlage der möglicherweise belangten Behörde erfasst zu RV/7500705/2015);
möglicherweise unter anderem als Beschwerde gegen folgende Bescheide des Magistrates der Stadt Wien, Magistratsabteilung 67 Parkraumüberwachung, 1200 Wien, Dresdner Straße 81-85, vom 9. 3. 2015, nach der Aktenlage zugestellt am 13. 3. 2015, MA 67-PA-922*****7/4/6, MA 67-PA-922*****6/4/3, MA 67-PA-922*****8/4/9, wonach der Einspruch vom 12. 1. 2015 gegen die Strafverfügungen
vom 14. 11. 2014, MA 67-PA-922*****7/4/6,
vom 24. 11. 2014, MA 67-PA-922*****6/4/3,
vom 24. 11. 2014, MA 67-PA-922*****8/4/9,
gemäß § 49 Abs. 1 VStG wegen Verspätung zurückgewiesen wird (Aktenvorlage der möglicherweise belangten Behörde erfasst zu RV/7500706/2015 bis RV/7500708/2015);
möglicherweise unter anderem als Beschwerde gegen Bescheide des Magistrates der Stadt Wien, Magistratsabteilung 67 Parkraumüberwachung, 1200 Wien, Dresdner Straße 81-85, die dieser zu den Geschäftszahlen
PA 5940*****/5/2 ,
PA 6081*****/5/4,
PA 6957*****/4/5,
PA 5832*****/5/5,
PA 5898*****/5/7,
PA 6959*****/4/2,
PA 7975*****/4/6,
PA 5398*****/5/5,
PA 5609*****/5/9,
PA 7595*****/4/3,
PA 8011*****/4/0,
PA 5159*****/5/4,
PA 5352*****/5/8,
PA 5297*****/5/7,
PA 5070*****/5/2,
RV 1410*****/3/5,
RV 925*****/4/3,
RV 926*****/4/9,
RV 941*****/4/8,
RV 233*****/4/1,
RV 496*****/4/2,
RV 4969*****/4/8,
RV 612*****/4/2,
RV 714*****/4/7,
RV 773*****/4/6,
RV 349*****/4/3,
RV 828*****/4/6,
RV 8283*****/4/9,
RV 832*****/4/5,
RV 862*****/4/3,
RV 890*****/4/4,
RV 1037*****/4/1,
RV 467*****/4/3,
RV 1076*****/4/0,
RV 4117*****/4/7,
RV 1362*****/4/3,
RV 740*****/5/8,
RV 143*****/5/0,
RV 243****/5/3,
RV 296*****/5/8,
RV 469*****/5/9
I. Die Verwaltungsakten zu den eingangs unter A. bis D. angeführten Geschäftszahlen des Magistrats der Stadt Wien werden dem Magistrat der Stadt Wien zurückgestellt.
II. Soweit das Anbringen vom 6. 5. 2015, eingebracht am 6. 5. 2015, als Beschwerde an das Bundesfinanzgericht gegen die eingangs unter A. bis D. angeführten Bescheide des Magistrats der Stadt Wien oder anderer Bescheide in den den eingangs unter A. bis D. angeführten Bescheiden zugrunde liegenden Verwaltungsstrafverfahren zu deuten ist, wird dieses gemäß § 50 Verwaltungsgerichtsverfahrensgesetz (VwGVG) in Verbindung mit § 38 VwGVG, § 24 Verwaltungsstrafgesetz 1991 (VStG), § 13 Abs. 3 Allgemeines Verwaltungsverfahrensgesetz 1991 (AVG), § 24 Abs. 1 Bundesfinanzgerichtsgesetz (BFGG) und § 5 Gesetz über das Wiener Abgabenorganisationsrecht (WAOR) zurückgewiesen.
III. Die Beschwerdeverfahren zu den unter A. bis D. angeführten Geschäftszahlen des Bundesfinanzgerichts werden eingestellt.
IV. Gegen diesen Beschluss ist gemäß Art. 133 Abs. 4 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG) in Verbindung mit § 25a Verwaltungsgerichtshofgesetz 1985 (VwGG) eine ordentliche Revision an den Verwaltungsgerichtshof durch die vor dem Bundesfinanzgericht belangte Behörde nicht zulässig.
Der Magistrat der Stadt Wien legte mit Vorlageberichten vom 18. 5. 2015, 20. 5. 2015 und 26. 5. 2015 vermeintliche Beschwerden des Wolfgang H***** gegen die im Spruch unter A. bis D. genannten Bescheide dem Bundesfinanzgericht zur Entscheidung vor.
Sämtlichen Vorlageberichten liegt als vermeintliche Beschwerde folgende E-Mail des Wolfgang H***** (Antragsteller) vom 6. 5. 2015, eingelangt beim Magistrat der Stadt Wien am selben Tag, zugrunde:
Von: wolfgang.H*****@a1.net *EXTERN* <wolfgang.H*****@a1.net>
Gesendet: Mittwoch, 06. Mai 2015 08:57
Vor mehr als 4 Wochen habe ich gegen die Rechtskraft, Schuld und Strafe folgender Akte Einspruch erhoben. Da ich kein Möglichkeit bekommen habe diesen zu tätigen, weil mich Ihre Sendungen nicht erreicht haben. Wie auch schon in meinem damaligem Schreiben erwähnt liegt dies an der schlechten Postzustellung. Da ich von Ihnen wiederum nichts erhalten habe (Zeitraum über 4 Wochen) war für mich die Sache erledigt. Nun sollten die Akte vollstreckt werden, wo ich doch sehr verwundert war.Somit erhebe ich erneut Einspruch gegen Volstreckung, Schuld und Strafe folgender Akte:
PA 7417*****/3/0 PA 7737*****/4/1 PA 7558*****/3/0 PA 922*****6/4/3 PA
5940*****/5/2 PA 6081*****/5/4
PA 7460*****/3/4 PA 7752*****/4/3 PA 6957*****/4/5 PA 922*****8/4/9 PA
5832*****/5/5 PA 5898*****/5/7
PA 7623*****/311 PA 922*****7/4/6 PA 6959*****/4/2 PA 7975*****/4/6 PA
5398*****/5/5 PA 5609*****/5/9
PA 7595*****/4/3 PA 8011*****/4/0 PA 7721*****/4/7 PA 5159*****/5/4 PA
5352*****/5/8 PA 5297*****/5/7
PA 7710*****/4/9 PA 5070*****/5/2
RV 1410*****/3/5 RV 925*****/4/3 RV 926*****/4/9 RV 941*****/4/8 RV 233*****/4/1 RV
496*****/4/2
RV 4969*****/4/8 RV 612*****/4/2 RV 714*****/4/7 RV 773*****/4/6 RV 349*****/4/3 RV
828*****/4/6
RV 828*****/4/6 RV 8283*****/4/9 RV 832*****/4/5 RV 862*****/4/3 RV 890*****/4/4 RV
1037*****/4/1
RV 467*****/4/3 RV 1076*****/4/0 RV 4117*****/4/7 RV 1362*****/4/3 RV 740*****/5/8 RV
143*****/5/0
RV 243****/5/3 RV 296*****/5/8 RV 469*****/5/9
Wolfgang H*****
Mit Beschluss vom 1. 6. 2015, zugestellt durch Hinterlegung am 9. 6. 2015, erließ hierauf das Bundesfinanzgericht folgenden Mängelbehebungsauftrag:
Dem Beschwerdeführer Wolfgang H***** wird gemäß § 13 Abs. 3 AVG i. V. m. § 24 VStG, §§ 9, 17, 38 VwGVG und § 24 BFGG aufgetragen, innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung dieses Beschlusses dem Bundesfinanzgericht folgende Mängel seines Anbringens vom 6. 5. 2015 zu beheben:
Es ist anzugeben, ob es sich bei dem Anbringen vom 6. 5. 2015 um eine Beschwerde an das Verwaltungsgericht handelt.
Sollte es sich bei dem Anbringen vom 6. 5. 2015 um eine Beschwerde an das Verwaltungsgericht handeln, sind die Mängel der Beschwerde zu beheben.
Werden diese dem Anbringen vom 6. 5. 2015 anhaftende Mängel nicht innerhalb dieser Frist behoben, wird das Anbringen zurückgewiesen.
Werden die Mängel rechtzeitig behoben, gilt das Anbringen als ursprünglich richtig eingebracht.
Dieser Beschluss wurde - nach Darstellung des Verfahrensganges - rechtlich folgendermaßen begründet:
§§ 32 f AVG lauten:
Sollte es sich bei der E-Mail vom 6. 5. 2015 um eine Beschwerde an das Verwaltungsgericht handeln, fehlen dieser sämtliche in § 9 Abs. 1 VwGVG angeführten notwendigen Beschwerdeinhalte. Ob es sich überhaupt um eine Beschwerde an das Verwaltungsgericht handelt, ist nicht klar.
Dem Bf Wolfgang H***** ist daher aufzutragen, innerhalb einer Frist von zwei Wochen gemäß § 13 Abs. 3 AVG klarzustellen, ob es sich bei dem Anbringen vom 6. 5. 2015 um eine Beschwerde an das Verwaltungsgericht handelt und bejahendenfalls die Mängel der Beschwerde zu beheben.
Mit E-Mail vom 12. 6. 2015 an den Richter gab der Antragsteller hierauf bekannt:
Sehr geehrter Herr Dr. Wanke!
Betreffend ihres Schreibens GZ. RV/7500678/2015 ist meines Erachtens einzig und allein die MA 67 zuständig.
Der Sachverhalt ist jener, dass ich nie eine Strafverfügung erhalten habe. Dass am Postamt möglicherweise etwas hinterlegt wurde, möcht ich nicht ausschließen jedoch wurde ich in keinster Weise davon in Kenntnis gesetzt. Somit ist die ganze Sache in die Stufe der Strafverfügung gegen welche ich Einspruch erheben kann rückzuversetzen.
Innerhalb der vom Bundesfinanzgericht gesetzten Frist langten bei diesem keine weiteren Eingaben des Antragstellers ein.
Hinsichtlich des Wolfgang H***** war beim Bundesfinanzgericht bereits ein Beschwerdeverfahren betreffend Vollstreckungsverfügungen vom 28. 3. 2014 hinsichtlich Geldstrafen, die wegen Vergehen gegen das Wiener Parkometergesetz 2006 verhängt wurden, anhängig (MA 67-PA-5449*****/4/2, MA 67-PA-5549*****/4/7, MA 67-PA-5626*****/4/7). Die Beschwerden wurden mit Erkenntnis BFG 30. 7. 2014, RV/7501404/2014, nicht veröffentlicht, als unbegründet abgewiesen (Vorlagen vom 24. 7. 2014, Gerichtsabteilung 1038).
Weitere Beschwerdeverfahren zu RV/7502058/2014 (MA 67-PA-5449*****/4/2), RV/7502059/2014 (MA 67-PA-5549*****/4/7) und RV/7502060/2014 (MA 67-PA-5626*****/4/7), offenbar ebenfalls betreffend die Vollstreckungsverfügungen vom 28. 3. 2014 hinsichtlich Bestrafungen nach dem Wiener Parkometergesetz 2006, sind beim Bundesfinanzgericht (Vorlagen vom 9. 12. 2014, Gerichtsabteilung 1081) noch anhängig.
Vorlagen zu den im Spruch unter Punkt E. angeführten Geschäftszahlen, soweit hierfür das Bundesfinanzgericht zuständig ist, erfolgten durch den Magistrat der Stadt Wien bislang nicht.
Adressat des Anbringens vom 6. 5. 2015
Nach dem ausdrücklichen Vorbringen des Antragstellers in der E-Mail vom 12. 6. 2015 sei "einzig und allein die MA 67 zuständig".
Wenn das Anbringen vom 6. 5. 2015 in Verbindung mit der E-Mail vom 12. 6. 2015 dahingehend zu verstehen sein sollte, dass der Antragsteller gemäß § 71 AVG i. V. m. § 24 VStG einen Antrag auf die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen die Versäumung der Einspruchsfrist gegen die jeweiligen Strafverfügungen gestellt hat ("Somit ist die ganze Sache in die Stufe der Strafverfügung gegen welche ich Einspruch erheben kann rückzuversetzen"), ist dieser Antrag von der Verwaltungsstrafbehörde, also dem Magistrat der Stadt Wien, einer Erledigung zuzuführen.
Die vom Magistrat der Stadt Wien vorgelegten Verwaltungsakten sind daher dieser Behörde zurückzustellen (Spruchpunkt I. dieses Beschlusses) und die auf Grund der Vorlageberichte anhängigen hg. Beschwerdeverfahren einzustellen (Spruchpunkt III. dieses Beschlusses).
Es ist infolge der undeutlich gefassten E-Mail vom 12. 6. 2015 nicht auszuschließen, dass das Anbringen vom 6. 5. 2015 auch als Beschwerde gegen die im Spruch dieses Beschlusses unter A. bis D. genannten Bescheide aufzufassen ist.
Soweit das Anbringen vom 6. 5. 2015 als Beschwerde an das Bundesfinanzgericht gegen die im Spruch unter A. bis D. angeführten Bescheide des Magistrats der Stadt Wien oder anderer Bescheide in den den eingangs unter A. bis D. angeführten Bescheiden zugrunde liegenden Verwaltungsstrafverfahren zu deuten ist, ist dieses gemäß § 50 VwGVG i. V. m. § 38 VwGVG, § 24 VStG, § 13 Abs. 3 AVG, § 24 Abs. 1 BFGG und § 5 WAOR zurückzuweisen (Spruchpunkt II dieses Beschlusses).
Liegt eine Beschwerde an das Bundesfinanzgericht vor, weist diese die im Beschluss vom 1. 6. 2015 genannten Mängel auf.
Diese Mängel wurden in der E-Mail vom 12. 6. 2015 nur zum Teil behoben.
Weiterhin unklar ist die konkrete Bezeichnung der angefochtenen Bescheide (§ 9 Abs. 1 Z 1 VwGVG), da in den einzelnen angeführten Verfahren zu einer Geschäftszahl jeweils mehrere Bescheide ergangen sind, sowie fehlen nach wie vor die Angaben, die erforderlich sind um zu beurteilen, ob die Beschwerde rechtzeitig eingebracht ist (§ 9 Abs. 1 Z 5 VwGVG), da hinsichtlich jedes angefochtenen Bescheides (§ 9 Abs. 1 Z 1 VwGVG) vom Beschwerdeführer zu erklären ist, wann dieser dem Beschwerdeführer zugestellt worden ist.
Dem Mängelbehebungsauftrag vom 1. 6. 2015 wurde somit nicht entsprochen.
Das Anbringen vom 6. 5. 2015 ist daher, soweit für eine allfällige Beschwerdeerledigung die Zuständigkeit des Bundesfinanzgerichtes gegeben ist, gemäß § 13 Abs. 3 AVG zurückzuweisen (vgl. Thienel/Zeleny, Verwaltungsverfahren19 § 13 AVG Anm 26).
Eine zurückweisende Entscheidung, in der nur darüber abgesprochen wird, ob ein Rechtsmittel zulässig ist, nicht aber über die Sache selbst, ist aus Sicht des Art. 6 EMRK keine (inhaltliche) Entscheidung "über eine strafrechtliche Anklage" oder "über zivilrechtliche Ansprüche oder Verpflichtungen". Eine mündliche Verhandlung war daher - siehe auch § 44 Abs. 2 VwGVG - nicht erforderlich (vgl. etwa VwGH 27. 8. 2014, Ra 2014/05/0001, unter Hinweis auf EGMR 18. 7. 2013, Nr 56.422/09, Schädler-Eberle/Liechtenstein; VwGH 11. 10. 2011, 2010/05/0115; VfGH 28. 11. 2003, B 1019/03, m.w. N.).
ECLI:AT:BFG:2015:RV.7500678.2015
Findok-Nr: 106630.1, aufgenommen am: 24.09.2015 08:37:46, Dokument-ID: 082e1648-d71e-4398-b8db-50391d179813, Segment-ID: a8e0fae0-89cf-4e34-b171-fd00004bcdff

References: § 13
 § 13
 § 3
 § 49
 § 49
 § 49
 § 50
 § 38
 § 24
 § 13
 § 24
 § 5
 Art. 133
 § 25
 § 13
 § 24
 § 24
 § 9
 § 13
 § 71
 § 24
 § 50
 § 38
 § 24
 § 13
 § 24
 § 5
 § 13
 § 13
 Art. 6
 § 44
 EGMR