Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VII%20ZR%2058/14
Timestamp: 2019-12-11 02:22:15+00:00

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BGH, 22.10.2015 - VII ZR 58/14 - dejure.org
https://dejure.org/2015,33140
BGH, 22.10.2015 - VII ZR 58/14 (https://dejure.org/2015,33140)
BGH, Entscheidung vom 22.10.2015 - VII ZR 58/14 (https://dejure.org/2015,33140)
BGH, Entscheidung vom 22. Januar 2015 - VII ZR 58/14 (https://dejure.org/2015,33140)
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§ 275 Abs. 1 BGB, § ... 326 Abs. 1 Satz 1 BGB, § 242 BGB, § 313 Abs. 1 BGB, § 563 Abs. 3 ZPO, § 307 Abs. 2 Nr. 1 BGB, § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB, § 309 Nr. 5 Buchst. a BGB, §§ 307, 310 Abs. 1 BGB, § 309 Nr. 5 Buchst. b BGB
§ 133 BGB, § 157 BGB, § 275 Abs 1 BGB, § 5 Abs 2 KrW-/AbfG, § 6 KrW-/AbfG
Auslegung eines Vertrages über die Lieferung und Verwertung von Restabfällen: Zahlungsanspruch für eine vereinbarte Pauschale bzw. auf Schadensersatz bei Unterschreitung der jährlichen Mindestliefermenge
Auslegung eines Vertrags über die Lieferung und Verwertung von Restabfällen; Hinreichende Berücksichtigung des Wortlauts einschließlich der Systematik des Vertrages und der Interessenlage der Parteien bei der Auslegung; Schadenersatzbegehren auf Grundlage einer ...
Wann wird eine vorformulierte Klausel individuell ausgehandelt?
Verschuldensunabhängige Schadenspauschale - individuell ausgehandelt?
Abschwächen ist kein Aushandeln! (IBR 2016, 48)
Entsorgung in vereinbarter Anlage nicht möglich: Auftraggeber erhält keinen Schadensersatz! (IBR 2016, 44)
Kurznachricht zu "Individualisierung von Allgemeinen Geschäftsbedingungen - Anmerkung zum Urteil des BGH vom 22.10.2015" von RA Dr. Tobias Faber und RA Johannes Groß, original erschienen in: NZBau 2016, 213 - 217.
Kurznachricht zu "Die AGB-rechtliche Überprüfung einer sog. "Bring-or-Pay" Klausel" von RA/FABauArchR Dr. Hans-Joachim Weingart, original erschienen in: BauR 2016, 1083 - 1085.
Kurznachricht zu "Plädoyer für ein Beibehalten der strengen Rechtsprechung zur AGB-Klauselkontrolle im Unternehmerischen Bereich am Beispiel des Gewerberaummietrechts" von RA Prof. Dr. Friedrich Graf v. Westphalen, original erschienen in: NZM 2016, 369 - 377. ...
Kurznachricht zu "Allgemeine Geschäftsbedingungen im unternehmerischen Geschäftsverkehr mit Fokus auf den Bauund Anlagenbau" von RA Dr. Alfons Schulze-Hagen, original erschienen in: NZBau 2016, 395 - 405.
MDR 2016, 10
NZBau 2016, 213
NZM 2016, 408
ZfBR 2016, 40
Diese Anforderungen gelten auch im Rechtsverkehr zwischen Unternehmern (…vgl. etwa BGH, Urteile vom 20. März 2014 - VII ZR 248/13, BGHZ 200, 326 Rn. 27 und vom 22. Oktober 2015 - VII ZR 58/14, juris Rn. 26).
Ein Aushandeln setzt voraus, dass der Verwender den gesetzesfremden Kerngehalt seiner Allgemeinen Geschäftsbedingung inhaltlich ernsthaft zur Disposition stellt und dem Verhandlungspartner Gestaltungsfreiheit zur Wahrung eigener Interessen einräumt mit zumindest der realen Möglichkeit, die inhaltliche Ausgestaltung der Vertragsbedingungen zu beeinflussen (vgl. BGH, Urteil vom 22. Oktober 2015 - VII ZR 58/14, NZBau 2016, 213 Rn. 25;… Urteil vom 20. März 2014 - VIII ZR 404/12, BGHZ 200, 326 Rn. 27;… Urteil vom 22. November 2012 - VII ZR 222/12, NJW 2013, 856 Rn. 10).
Zu den anerkannten Auslegungsgrundsätzen zählt der Grundsatz der beiderseits interessengerechten Vertragsauslegung (…vgl. BGH, Urteile vom 31. August 2017 - VII ZR 5/17, WM 2017, 2169 Rn. 24; vom 22. Oktober 2015 - VII ZR 58/14, NZBau 2016, 213 Rn. 15 f., …und vom 5. März 2015 - IX ZR 133/14, BGHZ 204, 231 Rn. 21, jeweils m.w.N.).
Reichweite der Vertretungsmacht des ersten Bürgermeisters einer bayrischen …
Sie ist revisionsrechtlich nur dahingehend überprüfbar, ob Verstöße gegen gesetzliche Auslegungsregeln, anerkannte Auslegungsgrundsätze, sonstige Erfahrungssätze oder Denkgesetze vorliegen oder ob die Auslegung auf Verfahrensfehlern beruht, insbesondere nicht alle vorgetragenen wesentlichen Umstände berücksichtigt sind (st. Rspr.; vgl. BGH, Urteil vom 22. Oktober 2015 - VII ZR 58/14, NZBau 2016, 213 Rn. 15 m.w.N.).
Die tatrichterliche Vertragsauslegung ist revisionsrechtlich nur dahingehend überprüfbar, ob Verstöße gegen gesetzliche Auslegungsregeln, anerkannte Auslegungsgrundsätze, sonstige Erfahrungssätze oder Denkgesetze vorliegen oder ob die Auslegung auf Verfahrensfehlern beruht (st. Rspr.; vgl. BGH, Urteil vom 22. Oktober 2015 - VII ZR 58/14, NZBau 2016, 213 Rn. 15;… Urteil vom 9. Juli 2015 - VII ZR 5/15, BGHZ 206, 203 Rn. 20;… Versäumnisurteil vom 22. Januar 2015 - VII ZR 87/14, NJW 2015, 1107 Rn. 14;… Urteil vom 18. Dezember 2014 - VII ZR 60/14, BauR 2015, 828 Rn. 17 m.w.N. = NZBau 2015, 220).
Damit weicht sie von dem in § 280 Abs. 1 Satz 2, § 286 Abs. 4, § 278 BGB für vertragliche wie für gesetzliche Ansprüche gleichermaßen zum Ausdruck kommenden Gerechtigkeitsgebot und damit von dem wesentlichen Grundgedanken dieser gesetzlichen Bestimmungen ab, wonach eine Verpflichtung zum Schadensersatz regelmäßig nur bei schuldhaftem Verhalten besteht und deshalb einer abweichenden Regelung durch Allgemeine Geschäftsbedingungen grundsätzlich nicht zugänglich ist (st. Rspr., z.B. BGH, Urteile vom 5. Oktober 2005 - VIII ZR 16/05, BGHZ 164, 196, 210 f.;… vom 18. Februar 2015 - XII ZR 199/13, WM 2016, 376 Rn. 28; vom 22. Oktober 2015 - VII ZR 58/14, NZBau 2016, 213 Rn. 27; jeweils mwN).
Die Auslegung von Willenserklärungen ist grundsätzlich Angelegenheit des Tatrichters; das Revisionsgericht prüft aber nach, ob Verstöße gegen gesetzliche Auslegungsregeln, anerkannte Auslegungsgrundsätze, sonstige Erfahrungssätze oder Denkgesetze vorliegen oder ob wesentlicher Auslegungsstoff außer Acht gelassen wurde (st. Rspr., vgl. nur BGH, Urteil vom 22. Oktober 2015 - VII ZR 58/14, ZVertriebsR 2016, 221 Rn. 15 m.w.N.).
Vielmehr muss der Klauselverwender den seinen AGB enthaltenen gesetzesfremden Kerngehalt ernsthaft zur Disposition stellen und dem Verhandlungspartner Gestaltungsfreiheit zur Wahrung eigener Interessen einräumen (BGH, Urt. v. 22.10.2015, VII ZR 58/14, juris Rz. 25 = NZBau 2016, 213, 215;… Ebenroth/Boujong/Joost/Strohn- Müller, HGB, 3. Auflage 2015, § 377 Rz. 316).
Von einem Aushandeln ist nur dann auszugehen, wenn der Verwender den gesetzesfremden Kerngehalt seiner Allgemeinen Geschäftsbedingung inhaltlich ernsthaft zur Disposition stellt und dem Verhandlungspartner Gestaltungsfreiheit zur Wahrung eigener Interessen einräumt mit zumindest der realen Möglichkeit, die inhaltliche Ausgestaltung der Vertragsbedingungen zu beeinflussen (…vgl. BGHZ 200, 326 = NZBau 2014, 348 = NJW 2014, 1725 = NZM 2014, 440 = ZfBR 2014, 467 Rn. 27;… NJW 2013, 856 = NVwZ 2013, 382 = NZM 2013, 159 = ZfBR 2013, 151 = BauR 2013, 462 Rn. 10; BGHZ 153, 311 [321] = NZBau 2003, 321 = NJW 2003, 1805 = BKR 2003, 459 = ZfBR 2003, 447 m.w.N.)" (NZBau 2016, 213, beck-online).
Sie verstößt weder gegen den Grundgedanken des § 309 Nr. 5 lit. a BGB, der auch im Verkehr zwischen Unternehmern im Rahmen der gemäß §§ 307, 310 Abs. 1 BGB vorzunehmenden Inhaltskontrolle zu berücksichtigen ist, noch schließt sie den Nachweis eines wesentlich niedrigeren Schadens aus (vgl. BGH, Urteil vom 22. Oktober 2015 - VII ZR 58/14 -, Rn. 28 f., juris).

References: § 275
 § 242
 § 313
 § 563
 § 307
 § 307
 § 309
 § 309

§ 133
 § 157
 § 275
 § 5
 § 6
 BGH 
 § 280
 § 286
 § 278
 § 377
 § 309