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Timestamp: 2019-03-25 22:25:20+00:00

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Gründung Archives | KRAUS GHENDLER RUVINSKIJ
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IT-Firma gründen
13. März 2019 /0 Kommentare/in Gesellschaftsrecht, Gründung
IT-Unternehmen gründen und führen - Rechtstipps vom Fachanwalt
Wir unterstützen Sie bei der Gründung und Führung Ihrer Bäckerei – Sie konzentrieren sich allein auf Ihr Geschäft
IT-Firma gründen und führen – Rechtstipps vom Anwalt
Sie überlegen Ihre eigene IT-Firma zu gründen? Sie überlegen schon länger mit einem IT-Unternehmen selbstständig zu werden? Ob Sie IT-Infrastrukturen vertreiben oder Software entwickeln möchten, wir klären Sie in unserem umfangreichen Ratgeber auf.
Unser Artikel behandelt u.a. Fragen, wie:
„Welche Rechtsform eignet sich für eine IT-Firma am besten? Eine UG oder eine GmbH?“
„Muss ich einen Meisterbrief oder ein IT-Studium absolviert haben?“
„Wie kann ich gegen negative Bewertungen im Internet vorgehen?“
„Wie kann ich Mitarbeiter einstellen?“
Fakten zur IT-Branche
Die IT-Branche ist ein fester Bestandteil der deutschen Wirtschaft. Der Markt ist seit Jahren stabil und bietet künftig spannende Wachstumschancen. Einige interessante Fakten:
Die deutsche IT-Branche zählt momentan 945.500 Erwerbstätige
Start-ups haben mit neuen Technologien gute Chancen.
Gerade der Sektor rund um künstliche Intelligenz soll sich bis 2022 verfünffachen
Der Jahresumsatz der IT-Branche beträgt jährlich 89,9 Mrd. €
Rechtsform wähen
Die eine „richtige“ Rechtsform für eine IT-Firma gibt es nicht. Wir empfehlen zur vollen Enthaftung die UG oder die GmbH.
Zur Gründung einer IT-Firma ist im Normalfall kein Meisterbrief erforderlich.
IT Firma gründen: Welche Rechtsform ist am besten geeignet?
Der erste Schritt in Ihre Selbstständigkeit ist die Wahl einer Rechtsform. Die meisten IT-Unternehmen wählen eine der folgenden Rechtsformen:
Wenn Sie als gewerbliches Unternehmen und nicht etwa als freiberuflicher IT-Berater auftreten möchten, ist eine haftungsbeschränkte Unternehmensform am besten geeignet. Für betriebliche Schulden haftet lediglich Ihr Unternehmen und nicht etwa Sie mit Ihrem Privatvermögen.
Gründung einer IT-Firma Schritt für Schritt
Kostenfreie Erstberatung zur Wahl der Rechtsform
Anwaltliche Gründungsberatung mit individuellem Gründungsplan – zum einmaligen Festhonorar. Gesellschaftsvertrag vom Anwalt – nach Ihren Wünschen und innerhalb von 24 Stunden
Gründung Ihres IT-Unternehmens: Eintragung ins Handelsregister, Erstellung der Steuer- und Gewerbeanmeldung sowie Abschlussberatung
Eröffnung Ihrer IT-Firma als GmbH
Die beliebteste Rechtsform in Deutschland ist die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH).
Zur Eröffnung benötigen Sie ein Stammkapital von mindestens 12.500 €. Zur vollen Enthaftung müssen jedoch 25.000€ eingezahlt werden.
Die GmbH genießt einen guten Ruf. Sie gibt Ihrem Unternehmen ein seriöses Image. Das begründet sich im hohen Stammkapital und der beschränkten Haftung.
Erstgründer sind häufig von dem Mindestkapital von 12.500 € / 25.000 € abgeschreckt. Wenn Sie die Selbstständigkeit zunächst ausprobieren möchten, ist dies eine hohe Investition. Besser eignet sich die UG (haftungsbeschränkt), die auch einen Haftungsausschluss bietet. Sie kann bereits mit 1€ gegründet werden.
Gründung als UG (haftungsbeschränkt)
Die UG wurde mit einer Sonderregelung in 2008 geschaffen. Sie entspricht so ziemlich der GmbH, nur dass sie keine Mindesteinlage gefordert wird. Theoretisch kann die UG mit 1€ gegründet werden. Praktisch wird eine höhere Einlagesumme erforderlich sein. Jedoch keine 12.500 € wie bei der GmbH.
Die Gründung der UG bietet den Vorteil, dass sie eine beschränkte Haftung bietet und bereits mit 1€ gegründet werden kann. Gleichzeitig sind die formalen Kosten etwas günstiger als bei einer GmbH. Ihr Privatvermögen ist mit der UG geschützt und eine Privatinsolvenz ausgeschlossen.
Im B2B-Bereich genießt die UG weniger Ansehen. Als IT-Firma werden Sie wahrscheinlich andere Unternehmen als Kunden haben. Wenn Sie meinen, dass Ihre Zielgruppe darauf Wert legt und das Kapital zu Verfügung steht, sollten Sie eine GmbH gründen.
IT-Unternehmen als GmbH & Co. KG gründen
Wenn Sie bereits Erfahrung als Selbstständiger in der IT-Branche haben, könnte die GmbH & Co. KG die passende Rechtsform sein. Vor allem wenn hohe Umsätze erwartet werden können und Gesellschafter steuerlich vorteilhaft beteiligt werden sollen. Für die GmbH & Co. KG sind 12.500€ / 25.000€ erforderlich.
Was spricht für eine GmbH & Co. KG?
Unternehmer entscheiden sich für eine GmbH & Co. KG, wenn sie von der steuerlich vorteilhaften Entnahme profitieren möchten. Sollten etwa Familienmitglieder oder Investoren am Geschäftserfolg beteiligt werden, ohne aktiv im operativen Geschäft tätig zu werden, ist die GmbH & Co. KG vorteilhaft. Als Kommanditisten können diese zum persönlichen Einkommensteuersatz Gewinne entnehmen.
Was spricht gegen die GmbH & Co. KG?
Eine GmbH & Co. KG besteht aus zwei Gesellschaften: Der GmbH und der Kommanditgesellschaft. Beide müssen einzeln gegründet und verwaltet werden. Die Gründungskosten und auch die laufenden Verwaltungskosten sind deshalb etwas höher. Daher eignet sich die GmbH & Co. KG für fortgeschrittene IT-Unternehmer, die von Beginn an hohe Umsätze erwarten können.
Soll Ihre IT-Firma von der steuerlich vorteilhaften Entnahme profitieren, aber das Startkapital nicht zur Verfügung stehen, ist die UG & Co. KG geeignet.
IT-Unternehmen als UG & Co. KG gründen
Die UG & Co. KG kann bereits mit 1€ als symbolisches Stammkapital gegründet werden. Dennoch können Steuervorteile realisiert werden.
Die Vorteile einer UG & Co. KG
Die UG & Co. KG ermöglicht die steuerlich vorteilhafte Entnahme für Gesellschafter, die nicht Geschäftsführer sind. Als Kommanditisten können Sie am Geschäftserfolg beteiligt werden. Dabei werden Entnahmen höchstens in Höhe des persönlichen Einkommenssteuersatzes versteuert. Zudem können die Gesellschafter ohne notarielle Beurkundung aufgenommen werden.
Die Nachteile einer UG & Co. KG
Als Mischform besteht die UG & Co. KG aus zwei Unternehmen. Diese müssen einzeln gegründet und verwaltet werden. Erst durch Anpassung der Gesellschaftsverträge entsteht die Verschmelzung. Die Gründungs- und Verwaltungskosten sind daher höher. Sie betragen ca. 1.600€ statt 900€, wie einer einfachen UG.
Zudem leidet die UG & Co. KG unter einem Imagenachteil im Vergleich zur GmbH & Co. KG.
IT-Firma als Einzelunternehmen gründen
Die meisten Unternehmen in Deutschland agieren als Einzelunternehmen. Wenn Sie mit Ihrer IT-Firma die ersten Schritte in Richtung Selbstständigkeit tätigen möchten, ist das Einzelunternehmen eine passende Wahl. Formal genügt hierfür die Anmeldung beim Gewerbeamt und die steuerliche Anmeldung.
Vorteilhaft für IT-Unternehmen ist diese Rechtsform wegen der geringen formalen Anforderungen. Es besteht keine Pflicht zur doppelten Buchführung oder Bilanzerstellung.
Sie haften mit einem Einzelunternehmen mit Ihrem Privatvermögen für jegliche geschäftlichen Schulden. Das wirtschaftliche Risiko ist hoch. Sogar bei unvorhergesehenen Ereignissen, kann eine Privatinsolvenz eintreten. Wir empfehlen daher die Wahl einer haftungsbeschränkten Kapitalgesellschaft für gewerbliche IT-Unternehmen.
Handelsregistereintrag Ihres IT-Unternehmens
Gründen Sire Ihre IT-Firma mit einer handelsrechtlichen Rechtsform, muss ein Eintrag ins Handelsregister erfolgen. Darunter fallen die GmbH, die UG, die UG & Co. KG, die GmbH & Co. KG und der e.K.. Das Handelsregister listet alle angemeldeten offiziellen Gewerbeunternehmen Deutschlands. Im Rahmen des Gründungsprozesses nehmen wir die Anmeldung für Sie vor.
Wie Sie Ihre IT-Firma beim Finanzamt anmelden
Zusätzlich zur Gewerbeanmeldung müssen Sie eine steuerliche Anmeldung beim Finanzamt vornehmen. Wir übernehmen für Sie die steuerliche Anmeldung und, bei bedarf, die Erstellung der Eröffnungsbilanz. Das Finanzamt prüft Ihre Dokumente und stellt Ihnen die Steuernummern aus. Fortan kann Ihr IT-Unternehmen Umsätze generieren.
So melden Sie ein Gewerbe für Ihre IT-Firma an
Nach dem Notartermin zur Gründung Ihres IT-Unternehmens melden wir Sie beim zuständigen Gewerbeamt an. Es ist offiziell! Sie werden IT-Unternehmer.
Eintragung bei der IHK verpflichtend
IT-Firmen sind zur Mitgliedschaft in der örtlichen Industrie- und Handelskammer verpflichtet. Die Anmeldung sollte hier erfolgen, bevor Sie Ihre Geschäfte aufnehmen.
Spätestens wenn Sie Angestellte einstellen möchten, müssen Sie Kontakt zur Verwaltungs-Berufsgenossenschaft aufnehmen. Hier schließen Sie die gesetzlich-vorgeschriebene Unfallversicherung für Mitarbeiter ab.
IT-Geschäft nur für Programmierer?
Müssen Sie Software-Entwickler sein, um eine IT-Firma zu gründen? Keineswegs.
Auch als Vertriebler kann es Sinn machen, in diesem dynamischen Markt tätig zu werden. Ein guter Geschäftsmann muss auch komplexe Themen höchstens verstehen, wenn er die richtigen Leute engagieren kann.
Da eine IT-Firma kein einheitliches Gewerbe verfolgt, ist kein Meisterbrief notwendig, um hier selbstständig zu werden.
Buchhaltung der IT-Firma
In vielen Fällen ist Ihre IT-Firma zur doppelten Buchführung verpflichtet. Als Geschäftsführer sind Sie für die laufende Buchhaltung und den Jahresabschluss zum Ende des Geschäftsjahres verantwortlich.
Um den Anforderungen der doppelten Buchführung gerecht zu werden, müssen alle Geschäftsvorfälle zeitnah und genau erfasst werden. Die Arbeitsschritte der doppelten Buchführung umfassen:
Buchhaltung in professionelle Hände geben
Als erfahrene Unternehmenskanzlei, empfehlen wir die Auslagerung der Buchhaltung. Als IT-Unternehmer können Sie sich auf Ihre Dienstleistung konzentrieren. Zudem lagern Sie die Haftung aus und haben stets eine Übersicht über die Finanzen Ihrer Firma.
Minimierung des Verwaltungsaufwands – Indem Sie sich auf Ihre Fähigkeiten fokussieren, erhöht sich die Produktivität Ihres Unternehmens. Externe Dienstleister verlassen sich hingegen auf Ihre Fähigkeiten und arbeiten günstiger.
Übersicht von finanziellen Kennzahlen – Dank der regelmäßigen Reportings haben Sie stets einen Überblick von der Finanzlage.
Auslagerung der Haftung – Als Geschäftsführer haften Sie für Ihre Buchführung. Mit der Auslagerung wird das Haftungsrisiko auf einen externen Dienstleister übertragen.
Wir bieten unseren Mandanten die Buchführung an. Und übernehmen gerne für Sie!
IT-Unternehmen eigenständig oder als Franchise gründen?
Als IT-Unternehmen haben Sie die Möglichkeit Ihr eigenes Geschäftsmodell und Ihre Marke zu entwickeln oder sich einem erfolgreichen Unternehmen anzuschließen. Im IT-Sektor kann sich das Franchising als IT-Systemhaus für Unternehmen als sinnvoll erweisen.
Als Franchise-Nehmer vertrauen Sie auf ein erprobtes Geschäftsmodell. Sie müsse nicht erst einen Markennamen aufbauen, sondern schließen sich einem etablierten Unternehmen an. Dennoch bleiben Sie selbstständig. Zudem erhalten Sie finanzielle Unterstützung von Seiten des Unternehmens. Der Franchise-Geber unterstützt Sie mit Know-How sowie einer etablierten Unternehmensstruktur.
Sie können kein eigenes Geschäftsmodell entwickeln, sondern agieren in einem festgelegten Rahmen. Zudem wird der Franchise-Geber finanziell beteiligt.
Marke Ihres IT-Unternehmens anmelden
den Firmennamen Ihres IT-Unternehmens oder
den Namen Ihrer Produkte
können markenrechtlich geschützt werden. So wehren Sie Nachahmungsversuche durch Konkurrenten ab.
Kostenfreie Erstberatung zur Wahl der richtigen Markenart
Prüfung der Eintragungsfähigkeit der Marke, Identitätsrecherche, Ähnlichkeitsrecherche, Bekanntheitsschutzprüfung
Eintragung der Marke in das Markenregister – Ihr Markenschutz besteht zehn Jahre lang
Um Ihr Unternehmen zu schützen, können Sie sowohl eine einprägsame Wortmarke als auch eine Bildmarke für Ihr Logo anmelden. Nicht nur für den Unternehmensnamen, sondern auch für die Bezeichnung einzelner Produkte und Dienstleistungen eignet sich die Markenanmeldung. Mit der Schaffung eines Markennamens und eines Logos geben Sie Ihrem Unternehmen einen Wiedererkennungswert. Sie kreieren eine Corporate Identity.
Die Marke für Ihr IT-Unternehmen kann auf zwei Arten angemeldet werden:
Deutsche Marke – Die Marke genießt bundesweit Schutz
EU Marke – Die Marke genießt Schutz in allen EU-Staaten
Deutsche Marke für Ihr IT-Unternehmen anmelden
Sie können den Namen Ihres Unternehmens oder Ihrer Produkte als deutsche Marke anmelden. Sie können danach im gesamten Bundesgebiet gegen markenrechtliche Verstöße vorgehen. Wenn Ihr Geschäft sich nur an Kunden innerhalb der BRD richtet, ist dies die beste Wahl.
Eine Unionsmarke für die IT-Firma anmelden
Wenn zur Gründung Ihrer IT-Firma bereits feststeht, dass Sie europaweit agieren möchten, sollten Sie die Unionsmarke bevorzugen. Sie ist zwar etwas teurer, doch der Markenschutz erstreckt sich über alle EU-Staaten. Sie können somit Ihre IT-Dienstleistung in ganz Europa vertreiben.
Welche Marke Sie bevorzugen, hängt von Ihrer individuellen Strategie ab. Gründen Sie als Franchise-Nehmer, ist der Markenschutz bereits hergestellt. Andernfalls ist die Markenanmeldung ein sinnvoller Schachzug.
Negative Bewertungen der IT-Firma auf Google & Co. löschen
Die Online-Reputation Ihrer IT-Firma ist wertvoll. Gerade im B2B-Bereich, aber auch im B2C-Bereich achten Kunden enorm auf gute Bewertungen. Sollte ein (vermeintlicher) Kunde auf einem Bewertungsportal, wie:
oder einem sonstigen Dienstleisterportal
verfasst haben, kann dies enormen Einfluss auf den weiteren Verlauf Ihres Unternehmens haben. In manchen Fällen spiegelt eine negative Bewertung eher das eigene Gefühlsempfinden des Kunden, statt einer tatsächlich schlechten Leistung Ihrerseits dar.
Weshalb Online-Bewertungen so wichtig sind
77% der Verbraucher orientieren sich beim Kauf von Produkten oder Dienstleistungen im Internet an Bewertungen. Unter Unternehmern dürfte die Quote noch höher liegen.
Meistens erfolgt die Recherche über Suchmaschinen oder Bewertungsportale. 90,2 % aller Suchen finden über Google statt.
Wie Sie schlechte Bewertungen im Internet löschen können
Sollten Sie eine schlechte Bewertung erhalten haben, können Sie dagegen vorgehen. Das ist zu empfehlen, da ansonsten ein nachhaltiger Unternehmensschaden entstehen kann. Eine der folgenden Kriterien muss dafür zutreffen:
Unwahr: Das in der Bewertung beschriebene Ereignis entspricht nicht den Tatsachen. Oder der Verfasser war kein Kunde.
Beleidigend oder anders strafrechtlich relevant: Äußerst sich der Verfasser beleidigend oder anderweitig illegal gegenüber Ihrem Unternehmen, können Sie dagegen vorgehen.
FAKE-Bewertung: Manche Accounts werden nur erstellt, um eine negative Bewertung abzugeben. Manchmal sogar durch Konkurrenten. Derartige Fake-Bewertungen lassen sich löschen.
Wir bieten unseren Mandanten anwaltliche Vertretung an, indem wir Kontakt mit Google oder der betreffenden Plattform aufnehmen. Wir verfassen dazu einen notice-and-take-down-letter und erzwingen die Löschung der Bewertung.
Wir schützen unsere Mandanten vor schlechten Bewertungen:
Oder den meisten anderen Internetportalen
nach kostenfreier Überprüfung und zum Festpreis.
AGB für Ihre IT-Firma erforderlich?
Die allgemeinen Geschäftsbedingungen stellen die rechtliche Grundlage für Ihre IT-Firma dar. Sie werden auch als „AGB“, „Allgemeine Verkaufsbedingungen“ oder „Kleingedrucktes“ bezeichnet. Kunden müssen diesen zustimmen, bevor Sie mit Ihnen ein Geschäft abschließen.
AGB bringen folgende Vorteile:
Verkaufsprozesse können vereinheitlicht und optimiert werden.
Sie können einen für Sie vorteilhaften Rechtsrahmen schaffen.
Sie haben Rechtssicherheit für Ihr Geschäft.
Die IT-Firma nach Ihren Regeln
Inhaltlich behandeln AGB
Die Beziehung zu Ihren Kunden
Die Beziehung zu Lieferanten
Die Beziehung zu sonstigen regelmäßig involvierten Dienstleistern oder Geschäftspartnern
Mit AGB regulieren Sie die Beziehungen zu allen involvierten Parteien. Indem Sie eigene AGB kreieren, können Sie den Rahmen für diese Geschäftsbeziehung setzen. So können Sie etwa die Haftung für bestimmte Geschäftshandlungen ausschließen oder Vergünstigungen bei bestimmten Umständen veranlassen.
Typische AGB-Inhalte
AGB sollten so formuliert werden, um für Sie den maximalen Vorteil herzustellen. Folgende Aspekte müssen beinhaltet werden:
Konditionen des Vertragsschluss
Zahlungsbedingungen, Fristen und Verzugsregeln
Wir erhalten eine Beschreibung Ihres Geschäftes und führen eine Prognose durch.
Ihre AGB werden von uns für Sie erstellt.
Ihr Geschäft kann nun Rechtssicher funktionieren.
Allgemeine Geschäftsbedingungen schaffen Ihre eigenen Regeln für
den Verkauf Ihrer Produkte
die Erbringung Ihrer Dienstleistungen oder
den Betrieb Ihrer Webseite.
So können Sie mit richtig angepassten AGB Ihre Haftung beschränken oder günstige Lieferbedingungen regeln. Das ist für die meisten Neugründungen sinnvoll.
Benötigt Ihre IT-Firma einen Datenschutzbeauftragen?
Unter Umständen sind Sie dazu verpflichtet, einen externen Datenschutzbeauftragten zu bestellen.
Für IT-Unternehmen kann diese Verpflichtung anfallen, wenn folgende Konditionen zutreffen:
Im Unternehmen findet eine automatisierte Verarbeitung von personenbezogenen Daten statt. Zudem sind mindestens neun Mitarbeiter beschäftigt. Automatisiert ist die Verarbeitung bereits dann, wenn Computertechnik eingesetzt wird (§ 4f Abs. 1 Satz. 3 BDSG)
Ist die automatisierte Datenverarbeitung Teil Ihres Geschäftsmodells, so ist die Anzahl der Mitarbeiter irrelevant (§ 4f Abs. 1 Satz 5 BDSG).
Vearbeiten Sie sensible personenbezogene Daten, müssen Sie, unabhängig von der Anzahl der Mitarbeiter, einen Datenschutzbeauftragten bestellen (§ 4f. Abs. 1 Satz 5 BDSG).
Für IT-Unternehmen häufig notwendig
Zu Beginn Ihres IT-Unternehmens wird ein Datenschutzbeauftragter vielleicht nicht bestellt werden müssen. Prüfen Sie jedoch, ob die Datenerhebung zentraler Bestandteil Ihres Unternehmens ist (Wie bei einem Marktforschungsinstitut) oder sogar sensible Daten verarbeitet werden.
Andernfalls können Sie auch im späteren Verlauf einen Datenschutzbeauftragen bestellen oder zunächst selbst als dieser agieren.
Wie Sie rechtlich sicher Mitarbeiter für Ihre IT-Firma einstellen – Arbeitsverträge für die IT-Firma
Wenn Ihr Geschäft erfolgreich verläuft, werden Sie Mitarbeiter einstellen müssen, um weiter zu wachsen:
Schon zur Gründung: Wenn Ihr Businessplan es vorsieht, müssen Sie bereits direkt nach der Gründung Mitarbeiter einstellen.
Zur Geschäftsexpansion: Ihr Betrieb ist gut angelaufen und Sie benötigen weitere Mitarbeiter, um Ihre Expansionspläne zu realisieren.
Im deutschen Recht gibt es unterschiedliche Arbeitsverträge. Sie geben vor, wie Sie das Personal Ihres Unternehmens organisieren können.
Als IT-Unternehmen gehört eine durchdachte digitale Marketingstrategie zum Standard. Sie sollten auf den gängigen Social Media-Kanälen vertreten sein und Content Marketing betreiben.
Unabhängig von Ihrem gewählten Werbeformat, müssen die Anforderungen des deutschen Werberechts beachtet werden.
Wichtig für IT-Unternehmen: Unlautere Werbung vermeiden
Damit Ihre Werbung Ihnen keine ungeplanten Rechtskosten bereitet, sollten Sie lediglich rechtlich zulässige, vergleichende Werbung sowie keine irreführende oder verbotene Werbung vornehmen.
Vergleichende Werbung erscheint verführerisch. Es ist so einfach, auf das Angebot des Konkurrenten zu verweisen und die Vorteile des eigenen Angebots anzupreisen. Dabei gilt, dass vergleichende Werbung nur im rechtlich zulässigen Rahmen stattfinden. Der rechtliche Spielraum ist hier undefiniert. Generell ist vergleichende Werbung verboten, wenn sie sittenwidrig ist.
Das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) sieht vor, dass Werbung wahrheitsgemäß und eindeutig ist. Es darf dem angesprochenen Personenkreis kein falsches Bild der Lage gemacht werden. Aussagen zu treffen, die nicht eindeutig verstanden werden können, ist illegal.
Konkurrenten und Verbände können Sie im Zweifel abmahnen oder sogar verklagen. Beides hat in der Regel hohe Rechtskosten zur Folge.
Exkurs: IT-Firma abwickeln und schließen
Als Unternehmer müssen Sie auf alles vorbereitet sein. Die Schließung und Abwicklung eines Unternehmens kann wirtschaftlich sinnvoll oder gesetzlich vorgeschrieben sein. Daher sollten Sie die Rahmenbedingungen für die Beendung und Schließung der IT-Firma kennen. Bei wirtschaftlichem Misserfolg treten meistens zwei Szenarien auf:
Insolvenz: Die IT-Firma hat Schulden
Löschung oder Auflösung wegen Vermögenslosigkeit: Die IT-Firma läuft nur mittelmäßig und soll aufgegeben werden
Insolvenz betragen bei Schulden der IT-Firma
Hat Ihre IT-Firma Schulden angehäuft und kann diese nicht tilgen, ist eine Insolvenz anzumelden. Haben Sie als UG oder GmbH gegründet, wird Ihr Privatvermögen davon nicht betroffen. Für die Kapitalgesellschaft wird Insolvenzantrag gestellt. Sie als Inhaber können schuldenfrei weiterleben.
Haben Sie jedoch keine Kapitalgesellschaft gegründet, sondern agieren als Einzelunternehmen, kann die Privatinsolvenz nicht abgewendet werden. Die Schulden der IT-Firma gehen zu Ihrer Last. Nach 3, 5 oder 6 Jahren können Sie eine Restschuldbefreiung beantragen.
Löschung ohne Sperrjahr & Liquidation bei Vermögenslosigkeit
Fällt der erwartete Gewinn Ihres Unternehmens geringer aus als erwartet, kann eine Löschung ohne Sperrjahr & Liquidation wegen Vermögenslosigkeit eingeleitet werden. Dieses Verfahren ist günstiger als die klassische Liquidation und kostet statt 3.000 € nur 1.000 €. Innerhalb von drei Monaten kann die GmbH oder UG aus dem Handelsregister entfernt worden sein.
https://anwalt-kg.de/wp-content/uploads/2016/04/kgr-logo-rot-weiss-transparent-300px.png 0 0 RA A. Kraus https://anwalt-kg.de/wp-content/uploads/2016/04/kgr-logo-rot-weiss-transparent-300px.png RA A. Kraus2019-03-13 02:01:292019-03-13 02:48:42IT-Firma gründen
Bäckerei gründen und führen
16. November 2018 /0 Kommentare/in Gründung
Bäckerei gründen und führen - Rechtstipps vom Fachanwalt
Bäckerei gründen und führen – Rechtstipps vom Anwalt
Sie möchten eine Bäckerei gründen mit einem Backshop in die Selbstständigkeit starten? Oder haben Sie Fragen zu den typischen Rechtsproblemen bei der Führung einer Bäckerei? Ganz egal, ob klassische Bäckerei, Selbstbedienungsbäckerei, Backshop, Konditorei oder Franchise-Bäckerei – hier erhalten Sie Tipps zu den wichtigen Fragen rund um die Selbstständigkeit mit einer Bäckerei:
“Welche Rechtsform ist für meinen Backshop besser, die UG oder die GmbH?”
„Brauche ich einen Meisterbrief oder kann ich alleine aufgrund meiner Erfahrung eine Bäckerei gründen?“
„Was unternehme ich gegen negative Bewertungen meines Backshops?“
„Wie stelle ich Mitarbeiter ein? Brauchen sie Arbeitsverträge?“
Fakten zum Bäckereihandwerk
Das Bäckereihandwerk ist ein weit verbreiteter Handwerkszweig in Deutschland – insbesondere in städtischen Ballungsräumen finden Sie viele Bäckereien – neuerdings auch Backshops genannt. Einige interessante Fakten:
Im Bäckereigewerbe sind bundesweit durchschnittlich 283.614 Beschäftigte tätig
Davon sind 24.223 Auszubildende
Die Mitarbeiterzahl pro Betrieb beträgt durchschnittlich 21,6
Der durchschnittliche Jahresumsatz einer Bäckerei liegt bei 1 Mio. € – seit 2010 ist er von 886.000 € auf 1,276 Mio. € gestiegen
Statistik: Bäckerhandwerk.de, Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks e. V., Werte zwischen 2010-2017
Die „richtige“ Rechtsform der Bäckerei lässt sich nicht pauschal nennen. Zur vollen Enthaftung empfiehlt sich eine GmbH oder UG.
Ein Bäckereibetrieb wird in die Handwerksrolle eingetragen. Eine Mitgliedschaft in der Handwerkskammer ist Pflicht.
Zur Gründung einer Bäckerei ist im Normalfall ein Meisterbrief erforderlich. Von ihm kann nur ausnahmsweise abgesehen werden.
Bäckerei gründen: Welche Rechtsform passt am besten?
Bei einer Unternehmensgründung ist einer der ersten Schritte die Wahl der Rechtsform. In vielen Fällen wählen Gründer von Bäckereien, Backshops, Konditoreien usw. die Rechtsformen:
GmbH & Co KG oder
eines Einzelunternehmens
Erfahrungsgemäß sind die haftungsbeschränkten Unternehmensformen bereits ab Gründung sinnvoll – der selbstständige Gründer einer Bäckerei haftet dann für die Schulden der Bächerei grundsätzlich nicht mit seinem privaten Vermögen.
Gründung einer Bäckerei Schritt für Schritt
Gründung Ihres Bäckereibetriebs: Eintragung ins Handelsregister, Erstellung der Steuer- und Gewerbeanmeldung sowie Abschlussberatung
Eröffnung eines Bäckereibetriebs als GmbH
Zur Gründung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) benötigen die Gesellschafter ein Stammkapital von mindestens 12.500 Euro. Zur vollen Enthaftung bedarf es einer Einlage von 25.000 Euro.
Die Vorteile der GmbH
Die GmbH ist eine häufig gewählte Unternehmensform, ganz unabhängig von der Branche, die im In- und Ausland hoch angesehen wird. Als Gesellschafter haftet man ausschließlich – wie bei der UG (haftungsbeschränkt) – mit dem Stammkapital.
Die Nachteile der GmbH
Die Gründung einer GmbH ist wegen der Stammeinlage relativ kostenaufwändig. Die Kunden einer Bäckerei kommen mit dem Impressum des Unternehmens nicht in Kontakt – sie kaufen an der Theke. Sollte das Kapital gering sein, kann zunächst “zum Ausprobieren” eine UG gegründet werden, die später in eine GmbH umgewandelt wird.
Etwas anderes gilt, wenn bereits ein gut laufender Bäckerei Betrieb besteht. In diesem Fall bietet die Rechtsform der GmbH & Co. KG den Vorteil einer steuerlich einfacheren Entnahme als Gesellschafter oder der Beteiligung von Familienmitgliedern oder Investoren. Sollte eine günstigere Gründung gewollt sein, lässt sich dasselbe durch eine UG & Co. KG Gründung umsetzen.
Bäckerei gründen als UG
Bei der UG – auch Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt), 1-Euro-GmbH oder Mini-GmbH genannt – handelt es sich um eine Sonderform der GmbH. Sie kommt besonders für Bäckerei-Gründer mit weniger Startkapital infrage, die ein Unternehmen mit beschränkter Haftung eröffnen möchten.
Bei der Gründung einer UG benötigen sie lediglich ein Stammkapital von 1 Euro. Es kommen zudem etwas niedrigere Gründungskosten als bei einer GmbH auf Sie zu. Eine UG ist haftungsbeschränkt – der Gesellschafter haftet in der Regel ausschließlich mit dem Gesellschaftsvermögen, nicht mit seinem privaten Vermögen.
Die UG hat gegenüber der GmbH einen Imagenachteil. Im Fall einer Bäckerei fällt er gering aus, weil die Kunden private Verbraucher sind (B2C) und sich im Gegensatz zu B2B Kunden voraussichtlich weniger über die Eigentümerstruktur etc. der Bäckerei erkundigen werden. Sofern Sie die Einlage von 12.500 € bzw. 25.000 € aufbringen können, sollten Sie die Bäckerei dennoch als GmbH gründen.
Gründung des Bäckereibetriebs als GmbH & Co. KG
Die GmbH & Co. KG ist eine Mischform aus GmbH und KG. Zur Gründung einer GmbH & Co. KG benötigen die Gesellschafter wie bei der GmbH ein Stammkapital von mindestens 12.500 Euro. Zur vollen Enthaftung bedarf es einer Einlage von 25.000 Euro.
Die GmbH & Co. KG erlaubt es Ihnen als Gründer einer Bäckerei, Entnahmen unkomplizierter und auf eine steuerlich einfachere Weise zu tätigen. Außerdem können Sie andere Gesellschafter (Investoren, Familienmitglieder) einfacher und ohne notarielle Beurkundung des Gesellschaftsvertrags aufnehmen – und bietet den übrigen Gesellschaftern klare steuerliche Vorteile bei deren Gewinnbeteiligung.
Die Nachteile der GmbH & Co. KG
Die Gründung und der Betrieb einer GmbH & Co. KG sind aufwändiger – es entstehen doppelte Gründungskosten (gesamt ca. 1.600 € statt gesamt ca. 900 €) und ein doppelter Aufwand beim Steuerberater. Vorzugswürdig könnte zur Vermeidung dieser Nachteile die Gründung einer UG oder GmbH sein.
Sollten für Sie die Vorteile der Co. KG für sich nutzen wollen, aber über ein geringeres Gründungskapital verfügen, ist die UG & Co. KG die richtige Wahl.
Gründung einer Bäckerei als UG & Co. KG
Zur Gründung einer UG & Co. KG benötigen die Gesellschafter wie bei der UG lediglich ein Stammkapital von mindestens 1 Euro. Sie ist günstig zu gründen.
Die Vorteile der UG & Co. KG
Die UG & Co. KG erlaubt Ihnen – wie die GmbH & Co. KG – Entnahmen unkomplizierter und auf eine steuerlich einfachere Weise zu tätigen. Außerdem können Sie andere Gesellschafter (Investoren, Familienmitglieder) einfacher und ohne notarielle Beurkundung des Gesellschaftsvertrags aufnehmen – und bietet den übrigen Gesellschaftern klare steuerliche Vorteile bei deren Gewinnbeteiligung.
Die Nachteile der UG & Co. KG
Die Gründung und der Betrieb einer UG & Co. KG ist aufwändiger als eine UG Gründung – es entstehen doppelte Gründungskosten (gesamt ca. 1.600 € statt gesamt ca. 900 €) und ein doppelter Aufwand beim Steuerberater. Vorzugswürdig könnte zur Vermeidung dieser Nachteile die Gründung einer UG oder GmbH sein.
Sollten für Sie die Vorteile der Co. KG für sich nutzen wollen, aber über ein höheres ein höheres Gründungskapital verfügen und einen Imagevorteil erhalten wollen, ist die GmbH & Co. KG die richtige Wahl.
Bäckerei-Gründung als Einzelunternehmen
Sie können eine Bäckerei auch als Einzelunternehmer mit einfacher Gewerbeanmeldung eröffnen oder als eingetragener Kaufmann (e. K.) gründen.
Die Vorteile des Einzelunternehmens
Für die Gründung wird keine Kapitaleinlage benötigt, zudem besteht keine Bilanzierungspflicht – es sei denn, Ihre Bäckerei hat durch gut laufendes Geschäft den Umfang eines kaufmännischen Betriebs.
Die Nachteile des Einzelunternehmens
Als Einzelunternehmer haften Sie auch mit Ihrem Privatvermögen – auch für große Posten wie Lieferanten, Miete oder das Gehalt Ihrer Angestellten. Bei einem unerwarteten Einbruch, Schadensereignis oder im Fall der Krankheit eines Gründers kann das zu einem Problem werden. Wir raten deshalb immer zur Wahl einer passenden haftungsausschließenden Rechtsform.
Handelsregistereintrag des Bäckerei-Betriebs
Die Bäckerei wird in den meisten Fällen (GmbH, UG, GmbH & Co. KG, UG & Co. KG oder e. K.) ins Handelsregister eingetragen. Als öffentliches Verzeichnis dokumentiert das Handelsregister Einträge über die angemeldeten Gewerbe im Bereich eines zuständigen Registergerichts. Wir übernehmen die Vorbereitung der Handelsregistereintragung.
So melden Sie die Bäckerei beim Finanzamt an
Gleichzeitig mit der Gewerbeanmeldung (also nicht erst auf gesondertes Anschreiben des Finanzamts) wird von uns regelmäßig ein Anmeldebogen zur steuerlichen Anmeldung sowie die Eröffnungsbilanz erstellt – wir übernehmen dies regelmäßig. Nach der Prüfung ihrer Unterlagen wird Ihnen einen Steuernummer ausgehändigt. Ab diesem Zeitpunkt dürfen Sie Rechnungen ausstellen bzw. Umsätze einbuchen und beim Finanzamt anmelden.
So melden Sie ein Gewerbe für die Bäckerei an
Nach dem Notartermin zur Gründung der Bäckerei (und noch vor der Eintragung der Bäckerei in das Handelsregister) erstellen wir die Gewerbeanmeldung. Diese wird beim Gewerbeamt eingereicht. Hiernach können Sie den Betrieb beginnen.
Eintragung in die Handwerksrolle und Mitgliedschaft in der Handwerkskammer
Sämtliche Betreiber zulassungspflichtigen Handwerks werden in die Handwerksrolle eingetragen. Die Eintragung ist verpflichtend – Nicht-Eintragungen werden mit Bußgeldern geahndet. Sie müssen diese Eintragung unmittelbar nach der Anmeldung des Gewerbes vornehmen.
Zudem sind Sie zu einer Mitgliedschaft in der für sie zuständigen Handwerkskammerverpflichtet. Die Handwerkskammer wird – genau wie das Finanzamt – vom Gewerbeamt informiert und nimmt zu Ihnen Kontakt auf.
Aus welchem “Teig muss man dafür gebacken sein”?
Der Bäckerberuf ist ein zulassungspflichtiges Handwerk mit Meisterpflicht – am besten verfügen Sie also über diese Qualifikation. Darüber hinaus müssen Sie ein aktuelles Gesundheitszeugnis vorweisen können.
Bäckerei gründen ohne Meisterbrief?
Ja, das geht! Man kann auch ohne Meisterbrief oder ohne angestellten Meister einen Bäckerei-Betrieb eröffnen. Dabei handelt es sich jedoch um einen Ausnahmefall. Dafür müssen Sie sich entweder für eine Ausübungsberechtigung nach § 7b Handwerksordnung (HwO) qualifizieren, oder Sie erhalten eine Ausnahmebewilligung nach § 8 HwO.
Die Ausübungsberechtigung nach § 7b HwO für Bäcker ohne Meisterbrief:
Dies ist ein Fall für die Handwerkskammer. Es wird überprüft, ob die Voraussetzungen für eine Ausübungsberechtigung nach § 7b HwO erfüllt werden.
Wie erfüllt man diese Voraussetzungen?
Sie müssen eine Gesellenprüfung im Backhandwerk abgelegt haben
Es muss nachgewiesen werden, dass man bereits sechs Jahre als Bäcker angestellt war, davon vier Jahre in einer leitenden Position; für den Nachweis reichen sie beispielsweise Arbeitszeugnisse und Stellenbeschreibungen ein
Der Antragsteller der Ausübungsberechtigung muss belegen, dass er über die “erforderlichen betriebswirtschaftlichen, kaufmännischen und rechtlichen Kenntnisse” zum Führen eines Bäckerei-Betriebs verfügt, die durch ausreichende Berufserfahrung nachzuweisen sind
In manchen Fällen verlangt die Handwerkskammer, dass die erforderlichen Kenntnisse durch eine Teilnahme an Lehrgängen nachgewiesen werden
Die Berechtigung zur Ausübung wird von der höheren Verwaltungsbehörde nach Anhörung der Handwerkskammer erteilt.
Die Ausnahmebewilligung nach § 8 HwO für Bäcker ohne Meisterbrief:
Es besteht auch die Möglichkeit, dass die Handwerkskammer eine Ausnahmebewilligungnach §8 HwO erteilt. Die Bedingungen dafür sind wie folgt:
Sie können nachweisen, dass Sie über Kenntnisse und Fertigkeiten im Bäckerberuf verfügen
Das Ablegen der Meisterprüfung wäre für Sie eine unzumutbare Belastung
Sie beschränken Ihr Tätigkeitsgebiet auf “grundlegende Backdienstleistungen”
Da die Formulierungen im Gesetzestext ziemlich unkonkret sind, haben die Handwerkskammer und andere Behörden, die über die Ausnahmebewilligung entscheiden, viel Spielraum bei der Bewertung eines Antrags. Deshalb sollten Sie sich im Vorfeld genauestens über die für Sie erforderlichen Bedingungen informieren.
Gründung eines Backshops auch ohne besondere Qualifikation
Für die Gründung eines Backshops benötigt man keinen Meistertitel, da dort ausschließlich bereits vorgefertigte Backwaren aufgetaut und dann gebacken werden. Es handelt sich also um eine einfachere Art der Bäckerei, für die keine Bäcker-Kenntnisse verlangt werden, Sie benötigen lediglich Handelskenntnisse. Bei vielen Betreibern von Backshops handelt es sich um Franchise-Nehmer.
Buchhaltung einer Bäckerei
Falls Sie sich mit einer Bäckerei selbstständig gemacht haben, besteht in den meisten Fällen die Notwendigkeit einer sogenannten „doppelten Buchführung“ – sie erledigen die laufende Buchhaltung und tragen am Ende des Jahres für den Jahresabschluss Sorge.
Doppelte Buchführung als Pflicht
Die doppelte Buchführung erfordert eine genaue und zeitnahe Erfassung aller finanziellen Geschäftsvorfälle in Ihrer Bäckerei. Dazu gehört vor allem:
Grundsätzlich empfehlen wir, die Buchhaltung auszugliedern. So können Sie sich als Bäcker auf ihr Geschäft konzentrieren, haben stets die Übersicht über ihre finanzielle Lage und verlagern die Haftung auf einen Fachmann.
Die Vorteile des „Outsourcings“
Sie sparen den Verwaltungsaufwand – konzentrieren Sie sich auf Ihre A-Aufgaben (Handwerk) und überlassen Sie Profis Ihre B-Aufgaben (Notwendig, aber nicht Ihrem Profil entsprechend)
Übersicht behalten – Sie behalten die Übersicht über die Unternehmenskennzahlen durch monatliche Berichte
Haftung minimieren – Sie reduzieren Ihr Haftungsrisiko durch übertragen auf einen Fachmann
Gerne übernehmen wir die Buchhaltung Ihrer Bäckerei.
Bäckerei eigenständig oder als Franchise betreiben?
Eine Bäckerei können Sie selbst betreiben. In diesem Fall wählen Sie eine eigene “Corporate-Identity”. Ihre Bäckerei erhält einen von Ihnen gewählten Namen (“Brotmanufaktur Wierichs”). Auch ihre Produkte werden von Anfang bis zum Ende ganz von Ihnen gestaltet (“Samstagsbrötchen”).
Bei Bäckerei-Gründungen nicht unüblich ist allerdings auch das Franchising. Sie greifen auf einen bekannten Markennamen zurück (“Back-Werk”, “Nur Hier”) und nutzen damit die bereits aufgebaute Popularität einer Marke – gegen eine Franchisegebühr.
Vorteile des Franchisings
Franchise-Konzepte bieten ein höheres Maß an Sicherheit. Der Franchise-Nehmer profitiert von den Erfahrungen des Franchise-Gebers, benötigt ein relativ geringes Startkapital, bekommt Unterstützung bei der Gestaltung der Geschäftseinrichtung und bekommt bei Banken leichter einen Kredit. Zudem kann er häufig auf Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen des Franchise-Gebers zurückgreifen und ihm wird bei der Standortsuche und beim Marketing geholfen. Die bekanntesten Franchise-Geber der Back-Branche sind Backwerk, Kamps, Back-Factory, La Maison du Pain und Coffee Fellows.
Nachteile des Franchisings
Sie haben nicht die Möglichkeit, ein eigenes Konzept zu entwickeln und arbeiten in einem Ihnen vorgegebenen Rahmen. Der Franchisegeber erhält eine Franchise-Gebühr.
Marke einer Bäckerei anmelden
der Name der Bäckerei als auch
der Name Ihrer Produkte (beispielsweise “Weltmeisterbrot”)
können geschützt werden, damit Nachahmer sich nicht an Ihren Erfolg anknüpfen können.
Ein einprägsamer Name (Wortmarke) oder ein treffendes Logo (Bildmarke) gibt Ihrer Dienstleistung oder einem von Ihnen vertriebenen Produkt eine Gestalt. Eine Marke schafft Ihrem Unternehmen ein Image und gibt ihm einen Wiedererkennungswert. Interessenten, Ihre Kunden oder auch die Öffentlichkeit erhält einen dauerhaften Anknüpfungspunkt. Damit erhält Ihr Unternehmen eine Identität – auch „Corporate Identity“ oder „CI“ genannt.
Die Marke einer Bäckerei kann auf zwei Arten angemeldet werden:
Deutsche Marke – Ihr Name ist in Deutschland geschützt
EU Marke – Ihr Markenname genießt in allen Mitgliedstaaten der Union Schutz
Deutsche Marke für eine Bäckerei anmelden
Der Name der Bäckerei oder ihrer Produkte kann als deutsche Marke angemeldet werden. Der Schutz der Marke erstreckt sich dann auf das Gebiet der BRD. Dies ist meistens zunächst die sinnvollste Strategie, weil bei Bäckereien selten eine Expansion ins Ausland geplant wird.
EU Marke für eine Bäckerei anmelden
Etwas anderes gilt jedoch bei einer von Beginn an geplanten Expansion in andere EU-Staaten – oder einen Wachstum, der in Deutschland nicht halt machen will. Deutsche Bäckereiwaren sind auch im Ausland beliebt. In diesem Fall bietet die Anmeldung einer EU-Marke den erforderlichen Markenschutz.
Welche der beiden Anmeldungen von Ihnen bevorzugt wird, hängt letztlich von Ihrer Unternehmensstrategie ab. Bei einem Franchise hat der Franchisegeber in der Regel eine Marke bereits angemeldet. Sie müssen Sie keinen Markennamen mehr anmelden – er hängt nicht von Ihnen ab und ist bereits geschützt.
Negative Bewertungen der Bäckerei auf Google & Co. löschen
Sehr viele (vermeintliche) Kunden, Patienten oder Mandanten schreiben auf Portalen wie
DocInsider oder
Bewertungen. Diese werden oft bereits nach dem Kauf oder Inanspruchnahme einer Dienstleistung spontan auf einem mobilen Telefon abgegeben – vor allem nach einer (subjektiv) schlechten Erfahrung.
Heute gilt dabei:
77 % aller Verbraucher orientieren sich an Bewertungen im Internet, wenn sie einen umfangreichen Kauf oder eine wichtige Dienstleistung in Anspruch nehmen (Kunden-Studie 2014 – HTW Berlin).
Die erste Recherche findet über die Suchmaschinen oder Bewertungsportale statt. 90,8 % aller Suchanfragen werden dabei über die Google-Suche vorgenommen (12 Monate ab März 2016 – StarCounter, Web-Stats).
Schlechte Bewertungen im Internet löschen lassen
Sollten Sie eine schlechte Bewertung erhalten, müssen Sie dies nicht in Kauf nehmen – sie können sich rechtlich wehren. Ist eine Internetbewertung
Unwahr: weil der Verfasser kein Kunde war oder ein unrichtiges Geschehnis schildert
Beleidigend: der Verfasser drückt eine Meinung aus, die Ihre Schmähung zum Vordergrund hat
Meinungsäußerung auf Basis einer unwahren Aussage: der Verfasser drückt seine Meinung über Ihr Unternehmen aus, ist aber beispielsweise nie Kunde gewesen oder schildert ein unrichtiges Geschehnis als Basis seiner Äußerung
FAKE-Bewertungen: Oftmals veranlassen Kunden eine oder mehrere Bewertungen durch andere (oder Fake-Accounts), um ihr Unternehmen aus Ärger zu diffamieren. Dasselbe passiert oft durch Konkurrenten.
kann die Bewertung auf anwaltliche Aufforderung gelöscht werden. Wir würden Google & Co. dazu mit einem gesonderte notice-and-take-down-letter auffordern und erzwingen dadurch eine Entfernung Ihrer negativen Bewertungen.
AGB für Ihre Bäckerei erforderlich?
Allgemeine Geschäftsbedingungen – auch „AGB“, „Allgemeine Verkaufsbedingungen“ oder „Kleingedrucktes“ genannt – bilden die rechtliche Basis der Beziehung der Bäckerei zu den Kunden.
Sie ermöglichen Ihnen
Ihre Verkaufsabläufe zu vereinheitlichen und zu optimieren
einen für Sie günstigen Rechtsrahmen zu wählen
Betrieb Ihres Geschäftes nach Ihren Regeln
AGB regeln typischerweise die Beziehung
zu Ihren Lieferanten
Allgemeine Geschäftsbedingungen sind die „Spielregeln“ der Beziehung zu Ihren Kunden und Lieferanten. Sie schaffen Ihre eigenen Regeln. So können Sie beispielsweise Ihre Haftung für bestimmte Schäden ausschließen, ein geltendes Recht bestimmen oder die Preis- oder Lieferbedingungen an Ihr Geschäftsmodell anpassen – dies ist besonders Wichtig beim Verhältnis zu Ihren Lieferanten.
AGB werden bestenfalls aus der Perspektiven Ihres maximalen Vorteils formuliert. Folgende Klauseln sollten verwendet oder zumindest angedacht werden:
Braucht eine Bäckerei einen Datenschutzbeauftragten?
Ein Datenschutzbeauftragter wird von allen Betrieben benötigt, welche eine dieser drei Konstellationen erfüllen. Daher kann auch eine Bäckerei verpflichtet sein, einen Datenschutzbeauftragten zu bestellen. In den folgenden Fällen braucht Ihr Bäckereibetrieb einen Datenschutzbeauftragten:
Es werden mindestens neun Mitarbeiter beschäftigt sowie personenbezogene Daten automatisiert verarbeitet. Die Art der Mitarbeiter ist dafür irrelevant. Eine Vollbeschäftigung oder Festanstellung sind nicht erforderlich, um als Mitarbeiter eingesetzt zu werden. Die Automatisierung ist bereits dann erfüllt, wenn die Verarbeitung am Computer vollzogen wird (§ 4f Abs. 1 Satz 3 BDSG).
Die automatisierte Erhebung und Verarbeitung von personenbezogenen Daten gehört zum Geschäftsmodell des Unternehmens. Typische Beispiele sind die Auskunfteien, Marktforschungsunternehmen oder Adressverlage. Bei dieser Art von Geschäftsmodell ist die Anzahl der Mitarbeiter irrelevant (§ 4f Abs. 1 Satz 5 BDSG).
Jedes Unternehmen, dass sensible personenbezogene Daten verarbeitet, muss einen Datenschutzbeauftragten bestellen. Die Sensibilität liegt vor, wenn etwa Daten zur Bonität oder Gesundheit einer Person verarbeitet werden (§ 4f. Abs. 1 Satz 5 BDSG).
Datenschutzbeauftragter bei Wachstum einer Bäckerei
Im Fall einer “kleineren”, am Anfang stehenden Bäckerei benötigen Sie zunächst im Normalfall keinen Datenschutzbeauftragten. Sollte Ihre Bäckerei „fahrt aufnehmen“ und mehr als neun Mitarbeiter beschäftigen und sie Daten Ihrer Kunden sammeln und elektronisch verwenden (beispielsweise bei personifizierten Werbemaßnahmen auf Grundlage von Kundenerhebungen, Gewinnspielen usw.), brauchen Sie einen Datenschutzbeauftragten.
Arbeitsverträge für die Bäckerei – Mitarbeiter rechtlich sicher beschäftigen
Die meisten Gründer einer Bäckerei sind ab einem gewissen Zeitpunkt darauf angewiesen, Mitarbeiter einzustellen:
Nach der Gründung: Das Geschäftsmodell der Bäckerei sieht vor, unmittelbar nach der Gründung des Backshops Arbeitnehmer zu beschäftigen. Die Gründer sind auf ein schnelles Wachstum aus
Im Geschäftsbetrieb: Die Bäckerei erwirtschaftet im Betrieb einen Umsatz, der die Beschäftigung der ersten oder neuer Mitarbeiter zur Bewältigung des Arbeitsaufwandes erforderlich macht. Das Unternehmen wächst „organisch“
Typen des Arbeitsvertags
Typische Formen von Arbeitsverträgen sind:
Jobsharing Arbeitsvertrag
Minijob Arbeitsvretrag
Werkstudent Arbeitsvertrag
Ausbildung Arbeitsvertag
Typische Klauseln eines Arbeitsvertrags
Heutzutage gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichen Werbemaßnahmen – sowohl analog als auch digital. Die Wahl der Maßnahme hängt auch stark von dem ihnen zur Verfügung stehenden Budget ab. In unserer immer weiter digitalisierten Gesellschaft wird ein Social- Media-Auftritt von einem bestimmten Klientel fast schon erwartet. Analysieren Sie, ob das auch auf Ihre Kundschaft zutrifft. Ist dies der Fall, sollten Sie auf den üblichen Plattformen – Facebook, Twitter, Instagram – vertreten sein. Wichtig ist, dass Sie ihre Kunden bzw. Followern dann auch regelmäßig Inhalt liefern – kein Social-Media-Account ist letztendlich nämlich meist besser als ein inaktiver Account.
Bieten Sie Ihren Kunden über die Social-Media-Plattformen beispielsweise regelmäßige Rabattaktionen an und informieren Sie über neue Produkte. Ziehen Sie zudem Werbeanzeigen in lokalen Zeitungen in Betracht oder schauen Sie, ob Sie bei einem lokalen Radiosender für Ihre Bäckerei werben können. Vielleicht kennen Sie ja auch jemanden von der örtlichen Presse, der einen Beitrag über die Neueröffnung veröffentlichen möchte. Fragen Sie zudem in umliegenden Hotels, Restaurants und Betriebskantinen, ob Sie diese mit Ihren Produkten beliefern dürfen.
Franchise-Nehmer haben es übrigens beim Marketing deutlich leichter als dies bei Neugründern der Fall ist, da sie auf die Werbung des Franchise-Gebers zurückgreifen können.
Bäckereiwerbung: Unlautere Werbung vermeiden
Für Werbeart gilt es, lediglich rechtlich zulässige, vergleichende Werbung und keine verbotene irreführende Werbung machen.
Auf zulässige vergleichende Werbung achten
Im Bereich der vergleichenden Werbung geht es um die Frage: Was dürfen Sie über die mit Ihnen im Wettbewerb stehenden Bäckereien sagen? Es ist für einen Unternehmer oft verlockend, sich bereits bei der Werbung von seinen Konkurrenten abzusetzen, indem man seine Allein- und Besserstellungsmerkmale offenlegt und sie den schwachen Seiten der Konkurrenten gegenüberstellt. Hier muss man zwischen rechtlich zulässiger und verbotener vergleichender Werbung unterscheiden.
Daher gilt für Sie: Wenn Sie vergleichende Werbung für Ihren Backshop machen wollen, sollten Sie sich ein Bild über diese Kriterien gemacht haben, um eine Abmahnung zu vermeiden. Vergleichende Werbung ist verboten, wenn sie sittenwidrig ist.
Irreführende Werbung einer Bäckerei vermeiden
Unternehmer sollten ganz besonders darauf achten, Ihre Werbung nicht irreführend zu gestalten. Das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) verlangt, dass Werbung deutlich und wahrheitsgemäß ist. Dies bedeutet für Sie als Bäckerei-Betreiber: Es ist unzulässig, durch Worte oder Bilder Aussagen zu treffen, die von den Angesprochenen falsch verstanden werden könnten.
Bei Verstößen kann die Konkurrenz Unterlassung verlangen, indem sie den Werbenden abmahnt und zur Not sein Recht auch vor Gericht erstreiten. Hohe Anwalts- und Gerichtskosten und ggf. Strafzahlungen sind die Folge.
Exkurs: Bäckerei abwickeln und schließen
Es ist ein unangenehmes Thema, sollte jedoch im besten Fall bereits zum Start der Selbstständigkeit als unerwünschtes, jedoch mögliches Szenario in Betracht gezogen werden: Die Beendung und Abwicklung der Bäckerei im Falle eines wirtschaftlichen Misserfolgs. In der Praxis kommen meistens zwei Szenarien vor:
Insolvenz: Eine Bäckerei hat Schulden
Löschung oder Auflösung wegen Vermögenslosigkeit: Ein Backshop läuft mittelprächtig und wird aufgegeben
Insolvenz beantragen bei Schulden einer Bäckerei
Hat der Bäckereibetrieb Schulden angehäuft, empfiehlt sich der Weg der Insolvenz. Dabei ist es von Vorteil, wenn die Bäckerei als GmbH oder UG gegründet worden ist. In diesen Fällen haftet der Gründer nicht mit seinem privaten Vermögen. Es wird ein UG oder GmbH Insolvenzantrag gestellt – der Betrieb wird aufgelöst und der Inhaber kann ganz ohne Schulden weiter leben.
Wenn keine juristische Person gegründet worden ist, bleibt dem Betreiber oft nur der Weg in die Privatinsolvenz – die Schulden der Bäckerei sind dann auch private Schulden und werden nach Ablauf von 3, 5 oder 6 Jahren durch die Restschuldbefreiung erlassen.
Hat der Bäckereibetrieb keine Schulden gemacht, läuft aber ohne nennenswerten ertrag, macht für viele Unternehmer ein Weiterbetrieb keinen Sinn. Sie lassen in diesem Fall eine Bäckerei ohne Sperrjahr & Liquidation wegen Vermögenslosigkeit auflösen. Dieses Verfahren ist deutlich kostengünstiger als die „klassische“ Liquidation (maximal 1.000 € statt ca. 3.000 €) und führt in der Regel innerhalb von 3 Monaten zur Löschung der Bäckerei – GmbH oder UG aus dem Handelsregister (entgegen der Dauer von 1 Jahr bei der Liquidation).
https://anwalt-kg.de/wp-content/uploads/2016/04/kgr-logo-rot-weiss-transparent-300px.png 0 0 Andre Kraus https://anwalt-kg.de/wp-content/uploads/2016/04/kgr-logo-rot-weiss-transparent-300px.png Andre Kraus2018-11-16 15:31:172019-01-29 22:54:45Bäckerei gründen und führen
21. Juni 2018 /0 Kommentare/in Datenschutzrecht, Gesellschaftsrecht, Gründung, Gründungsberatung
https://anwalt-kg.de/wp-content/uploads/2016/04/kgr-logo-rot-weiss-transparent-300px.png 0 0 Andre Kraus https://anwalt-kg.de/wp-content/uploads/2016/04/kgr-logo-rot-weiss-transparent-300px.png Andre Kraus2018-06-21 10:40:252018-06-21 11:18:55DSGVO und Gründung: Das sollten Sie als Firmengründer wissen
9. Mai 2018 /0 Kommentare/in Geheimhaltungsvereinbarung NDA, Gründung, Unternehmensrecht
Wozu braucht man eine Geheimhaltungsvereinbarung (NDA)?
Das wichtigste zur Verschwiegenheitsvereinbarung
Die Geheimhaltungsvereinbarung ist ein bindender Vertrag. Sie verpflichtet die Vertragspartner, offengelegte Informationen diskret zu behandeln und nicht zu Wettbewerbszwecken zu verwenden oder an Dritte weiterzugeben.
Eine Geheimhaltungsvereinbarung wird häufig geschlossen, wenn Gründer oder Unternehmer mit potentiellen Investoren über eine Finanzierung verhandeln und dafür Unternehmensgeheimnisse preisgeben.
Eine Geheimhaltungsvereinbarung liegt sowohl im Interesse des Unternehmers als auch des potentiellen Investors.
Ein weiteres Dokument, das wir Ihnen im Rahmen unseres Vertragspakets für die Unternehmensfinanzierung zur Verfügung stellen, ist eine Geheimhaltungsvereinbarung, auch Non Disclosure Agreement (NDA) genannt. Hier verpflichtet sich eine oder beide Parteien zum vertraulichen Umgang mit allen Geheimnissen, Informationen und Unterlagen, die im Laufe der Geschäftsbeziehung offenbart werden.
Was ist eine Geheimhaltungsvereinbarung (NDA)?
Die Geheimhaltungsvereinbarung ist dann von Bedeutung, wenn ein Investor genauere Informationen über Ihr Unternehmen und Ihr Geschäftsmodell anfordert. Um Ihr Geschäft genau beschreiben zu können, müssen Sie zwangsläufig sensible Informationen preisgeben.
Der richtige Zeitpunkt für die Unterzeichnung einer Geheimhaltungsvereinbarung ist spätestens dann, wenn Sie Informationen offenbaren, die ein Wettbewerber nutzen kann, um Ihnen zu schaden. Üblicherweise wird die Geheimhaltungsvereinbarung bereits vor der ersten Anbahnung von Geschäftskontakten geschlossen. Je früher die Geheimhaltungsvereinbarung geschlossen wird, desto eher sind Sie auf der sicheren Seite.
In Ihrem ersten Pitch gegenüber dem Investor waren die Informationen, die Sie gegeben haben, womöglich noch eher allgemeiner Natur und noch nicht so detailliert, dass die Geheimhaltungsvereinbarung notwendig war. Doch wenn genaue Finanzzahlen oder technische Details mitgeteilt werden sollen, ist eine Geheimhaltungsvereinbarung unabdingbar.
Als Gründer oder junger Unternehmer befinden Sie sich in einem Interessenkonflikt. Einerseits wollen Sie den potenziellen Investor von Ihrem Unternehmen überzeugen und begeistern. Andererseits sind die Details Ihres Geschäfts für Sie eine wertvolle Ressource, die Sie nicht leichtfertig aus der Hand geben und allgemein bekannt machen sollten.
Inhalt der Geheimhaltungsvereinbarung (NDA)
Das NDA ist rechtlich verbindlich und verpflichtet den Vertragspartner, die Informationen, die Sie ihm offenbaren, vertraulich zu behandeln. Dies ist insbesondere für den Fall eines Scheiterns der Verhandlungen von Bedeutung, wenn der Investor kein Interesse an Ihrem Unternehmen mehr hat, aber mit dem Wissen einen Wettbewerber unterstützen könnte. Daher wird regelmäßig vereinbart, dass der Vertragspartner die Informationen, die Sie ihm offenbart haben, zurückgeben oder vernichten muss.
Auch aus Sicht des Investors ist eine Geheimhaltungsvereinbarung sinnvoll. Beispielsweise sollte es dem Unternehmensgründer nicht gestattet sein, die Konditionen, die der Investor angeboten hat, offenzulegen. Daher wird in der Praxis häufig ein beidseitiges NDA abgeschlossen.
Wirksamkeit der Geheimhaltungsvereinbarung (NDA)
Die Geheimhaltungsvereinbarung sollte vorausschauend formuliert sein und daher umfassende und detaillierte Regelungen enthalten. Nur so ist für den späteren Streitfall auch wirklich vorgesorgt. Andererseits ist zu beachten, dass Sie den Vertragspartner nicht zu umfassend verpflichten sollten. Eine Geheimhaltungsvereinbarung, die auch triviale Dinge als vertraulich definiert, kann unwirksam sein, da sie gegen die guten Sitten bzw. die Grundsätze von Treu und Glauben verstößt.
Definition der vertraulichen Informationen im NDA
Kern der Geheimhaltungsvereinbarung ist die Definition der vertraulichen Informationen. Die Genauigkeit dieser Definition ist entscheidend. Es empfiehlt sich, die konkret ausgetauschten Informationen auch schriftlich als vertraulich zu kennzeichnen.
In der Geheimhaltungsvereinbarung sollten die vertraulichen Informationen neben der allgemeinen Definition auch konkret benannt werden. Die allgemeine Definition ist dennoch notwendig, da mit längerem Fortschreiten der Verhandlungen auch stets weitere Informationen offenbart werden.
Ebenfalls definiert die Geheimhaltungsvereinbarung Informationen, die nicht vertraulich und daher nicht von der Vereinbarung umfasst sind. Dies sind beispielsweise Informationen, die nicht von einem der Vertragspartner offenbart worden sind, oder öffentlich einsehbare Informationen.
Umgang mit den vertraulichen Informationen
Die Geheimhaltungsvereinbarung sollte klar regeln, wie die Vertragspartner mit den Informationen umgehen dürfen. Beispielsweise könnte sonst eine Partei davon ausgehen, dass sie die Informationen an Mitarbeiter weitergeben darf, die nur am Rande mit dem Projekt zu tun haben, während die andere Partei dies klar ablehnt. Wichtig ist auch, dass die Mitarbeiter, die mit den Informationen zu tun haben, auf das NDA hingewiesen werden.
Auch hier gilt, je genauer die Regelung getroffen ist, desto leichter ist sie im Nachhinein durchsetzbar. Beispielsweise sollte der Umgang mit Datenträgern und Sicherungskopien genau geregelt werden. Dazu zählen sowohl ausgedruckte Akten und Unterlagen wie auch Computerdateien und CD-Roms sowie Zugriffe über das interne Netzwerk.
Vertragsstrafe in der Geheimhaltungsvereinbarung
Zu beachten ist jedoch ein praktisches Problem bei der Geheimhaltungsvereinbarung. Der Geschädigte muss den Schaden, der durch den Verstoß gegen das NDA entstanden ist, konkret in der Höhe nachweisen. Ein Nachweis über die genaue Höhe wird in der Praxis häufig nicht möglich sein. Diese Problematik können wir jedoch durch die Vereinbarung einer pauschalen Vertragsstrafe vermeiden. Dabei ist zu beachten, dass die Vertragsstrafe nicht unangemessen hoch sein darf. Hier hängt es auch von der wirtschaftlichen Stärke des Vertragspartners ab. Üblich ist eine Vereinbarung der Vertragsstrafe nach dem sogenannten Hamburger Brauch. Das bedeutet, dass die verletzte Seite die Vertragsstrafe für den Fall des Verstoßes nachträglich festsetzen kann.
Beweislast in der Geheimhaltungsvereinbarung
Auch bei Vereinbarung einer Vertragsstrafe existiert eine Schwierigkeit bei der Geheimhaltungsvereinbarung. Es ist in der Praxis schwierig, nachzuweisen, dass der Vertragspartner die Verletzung der Geheimhaltungspflicht begangen hat. Falls der Vertragspartner die Geheimnisse offenbart, wird er dies nicht vor unabhängigen Zeugen tun. Die Tatsache alleine, dass sonst niemand die Geheimnisse kannte, reicht für den Beweis regelmäßig nicht aus. Je fahrlässiger Sie selbst mit den Informationen umgegangen sind, desto schwieriger wird es, den Verstoß nachzuweisen. Haben Sie beispielsweise die Informationen selbst in geöffneten Büros liegengelassen oder Ihren Bekannten davon erzählt, kann sich die andere Partei darauf berufen.
Doch in jedem Fall bietet die Geheimhaltungsvereinbarung eine Abschreckungswirkung, die alleine schon einen grundlegenden Schutz für Sie als Gründer bietet.
Exklusivitätsregelung in der Geheimhaltungsvereinbarung (NDA)
Eine sehr empfehlenswerte Ergänzung zur Geheimhaltungsvereinbarung aus Sicht des Investors ist eine Exklusivitätsregelung. Hier verpflichtet sich der eine Partner, in der Regel der Gründer oder Unternehmer, für eine bestimmte Zeit keine Verhandlungen mit anderen potentiellen Partner zu führen. Diese Regel ist für den Investor deshalb empfehlenswert, weil die folgenden Phasen der Verhandlung zeit- und kostenaufwändig sind, wenn der Investor sein Investment gründlich prüfen möchte (Due Dilligence). Für diesen Fall sollte gewährleistet sein, dass das Unternehmen nicht kurzfristig abspringt und einen anderen Investor ins Boot holt, nachdem die Prüfungen bereits fortgeschritten sind. Vor allem professionelle Investoren beginnen die Due Dilligence Prüfung nicht, ohne vorher eine Exklusivitätsvereinbarung in der Geheimhaltungsvereinbarung getroffen zu haben. Daher liegt die Klausel auch im Interesse der Gründer: Sie schafft Vertrauen und eine gute Grundlage für die nächsten Schritte hin zum Abschluss des Beteiligungsvertrags.
Dauer bzw. Laufzeit der Geheimhaltungsvereinbarung
In der Regel wünschen sich die Vertragspartner eine ewige Vertraulichkeit der Daten. Allerdings ist eine Inanspruchnahme wegen Verletzung der Pflicht mit fortschreitender Zeit immer schwieriger, beispielsweise wenn die Daten veraltet sind. Dennoch empfiehlt sich eine möglichst lange Laufzeit. Wenn keine Laufzeit vereinbart ist, ist der Vertrag nach dem vermuteten Willen der Parteien auszulegen (§§ 133, 157 BGB).
Die salvatorische Klausel besagt, dass bei Unwirksamkeit einer Klausel in der Geheimhaltungsvereinbarung diejenige wirksame Regelung gelten soll, die der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt. Damit kann beispielsweise die Nichtigkeit einer Klausel wegen zu weit gefasster Geheimhaltung verhindert werden. Zu beachten ist, dass eine salvatorische Klausel in allgemeinen Geschäftsbedingungen unwirksam ist. Hier tritt anstelle der unwirksamen Bestimmung stattdessen die gesetzliche Regelung.
https://anwalt-kg.de/wp-content/uploads/2016/04/kgr-logo-rot-weiss-transparent-300px.png 0 0 Michael Helfen https://anwalt-kg.de/wp-content/uploads/2016/04/kgr-logo-rot-weiss-transparent-300px.png Michael Helfen2018-05-09 16:01:142018-05-11 11:20:37Geheimhaltungsvereinbarung: Was Sie zum NDA wissen sollten

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