Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=12%20Sa%20154/05
Timestamp: 2020-02-26 01:59:59+00:00

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LAG Düsseldorf, 13.04.2005 - 12 Sa 154/05 - dejure.org
https://dejure.org/2005,2216
LAG Düsseldorf, 13.04.2005 - 12 Sa 154/05 (https://dejure.org/2005,2216)
LAG Düsseldorf, Entscheidung vom 13.04.2005 - 12 Sa 154/05 (https://dejure.org/2005,2216)
LAG Düsseldorf, Entscheidung vom 13. April 2005 - 12 Sa 154/05 (https://dejure.org/2005,2216)
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§ 14 TzBfG, § 126, §§ 305 - 310, § 615, § 623 BGB
Zulässigkeit einer sachgrundlosen Verlängerung an eine Sachgrundbefristung; Abdingbarkeit des gesetzlichen Anspruchs auf Verzugslohn; Wirksamkeit einer durch den Arbeitgeber vorformulierten Ausgleichsquittung; Verzichtserklärung als Überraschungsklausel; Verstoß gegen ...
Ausgleichsquittung - kompletter Anspruchsverzicht des Arbeitsnehmers wirksam?
Individualarbeitsrecht - Die Folgen der AGB-Kontrolle beim Anspruchsverzicht in Ausgleichs-Quittungen
Kurznachricht zu "Anmerkung zur Entscheidung des LAG Düsseldorf vom 13.04.2005, Az.: 12 Sa 154/05 (Unwirksame Ausgleichsquittung)" von RA Dr. Hanns Pauli, FA ArbR, original erschienen in: AuR 2006, 67 - 69.
ArbG Krefeld, 07.12.2004 - 4 Ca 1633/04
DB 2005, 1463
Ansonsten würde zu Unrecht die bisherige Üblichkeit von Ausgleichsquittungen rechtfertigend berücksichtigt, wenn dem Arbeitgeber als Verwender ohne begründete und billigenswerte Interessen und ohne Gegenleistung zugestanden würde, mit vorformulierten Klauseln bestehende Ansprüche des Arbeitnehmers zum Erlöschen zu bringen (vgl. LAG Düsseldorf 13. April 2005 - 12 Sa 154/05 - zu B II 3 der Gründe, LAGE BGB 2002 § 307 Nr. 7) .
Eine Formularbestimmung genügt dem Bestimmtheitsgebot nur dann, wenn sie im Rahmen des rechtlich und tatsächlich Zumutbaren die Rechte und Pflichten des Vertragspartners so klar und präzise wie möglich umschreibt und die wirtschaftlichen Nachteile und Belastungen so weit erkennen lässt, wie dies nach den Umständen gefordert werden kann (ständige Rechtsprechung, vgl. nur BGH vom 25. Oktober 2006, VIII ZR 23/06, NJW 2007, 1198, zu IV. 1. der Entscheidungsgründe, vom 9. Mai 2001, IV ZR 121/00, NJW 2001, 2014; LAG Düsseldorf vom 13. April 2005, 12 Sa 154/05, a.a.O., jew. m.w.Nw.).
Der allgemeine Verzicht auf alle bestehenden Ansprüche ist intransparent im Sinne von § 307 Abs. 1 Satz 2 BGB (…ebenso Preis/Bleser/Rauf, a.a.O, S. 2815 m.w.Nw.; s. a. LAG Düsseldorf vom 13. April 2005, 12 Sa 154/05, a.a.O.).
Die bisherige Üblichkeit von Ausgleichsquittungen macht diese nicht zu Besonderheiten des Arbeitsrechts (so zutreffend LAG Düsseldorf vom 13. April 2005, 12 Sa 154/05, a.a.O.).
Offen bleiben kann, ob eine umfassende Ausgleichsklausel überdies wegen § 307 BGB auf Bedenken stößt (vgl. LAG E., Urteil vom 13.04.2005 - 12 Sa 154/05 - DB 2005, S. 1463ff.).
Vielmehr gebieten Treu und Glauben auch, dass die Klausel die wirtschaftlichen Nachteile und Belastungen so weit erkennen lässt, wie dies nach den Umständen gefordert werden kann (LAG Düsseldorf 13.4.2005 - 12 Sa 154/05 - LAGE BGB 2002 § 307 Nr. 7 = DB 2005, 1463 mwN).

References: § 14
 § 126
 § 615
 § 623
 § 307
 BGH 
 § 307
 § 307
 § 307