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Timestamp: 2020-01-27 23:15:30+00:00

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Steuerkanzlei Nußhart: Aktuelles
Ihre Steuerkanzlei Nußhart hat es sich zum Ziel gesetzt, Ihre Situation, Ihr Lebensumfeld und Ihr Unternehmen genau zu kennen und somit maßgeschneidert beraten zu können. Deshalb liegt es uns am Herzen, dass Sie immer umfassend über alle wichtigen Themen rund um unser breites Spektrum an Vermögensberatung, Finanzberatung und Zukunftsberatung informiert sind. Wir halten Sie unter der Rubrik Aktuelles immer auf dem Laufenden.
Hybridfahrzeuge: Unterschiede in den Steuervorteilen
Hybridfahrzeuge sowie Elektrofahrzeuge liegen ungebrochen im Trend. Um steuerliche Vorteile korrekt zu erhalten ist wichtig, die Thematik zu überblicken:
Elektrofahrzeuge sind solche, die ausschließlich durch Elektromotoren betrieben und aus emissionsfreien Energiewandlern gespeist werden. Hybridfahrzeuge zeichnen sich durch die Kombination sowohl eines Verbrennungs- als auch eines Elektromotors und einer HV-Batterie aus.
Die private Nutzung von Elektro- und Hybridfahrzeugen wurde für Anschaffungen nach dem 31.12.2018 und vor dem 01.01.2022 neu in §6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 Nr. 2 EStG geregelt. Bei der privaten Nutzung dieser Fahrzeuge wird der Bruttolistenpreis nur mehr mit 50% des Wertes angesetzt.
Zu beachten ist hierbei, dass Hybridelektrofahrzeuge gem. §6 Abs. 1 Nr. 4 EStG extern aufladbar sein müssen. Die neue Regelung mit der die 1%-Methode nur anhand des 50%-Bruttolistenpreises angesetzt wird gilt nur, wenn die Hybridfahrzeuge bei einer Anschaffung nach dem 31.12.2018 weniger als 50 Gramm Kohlendioxidemission je Kilometer nachweisen und die rein elektrische Reichweite mindestens 40 Kilometer beträgt. Für Fahrzeuge, die diese Voraussetzungen nicht erfüllen und in der Zeit vom 01.01.2019 bis 21.12.2021 angeschafft werden, gilt demnach weiterhin die bisherige Regelung.
Steuern - März 2019
Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel: Keine pauschalen Kilometersätze
Im Rahmen auswärtiger Tätigkeiten ist es ausschließlich möglich, die tatsächlichen Aufwendungen anzusetzen, sofern die Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln durchgeführt worden sind. Pauschale Kilometersätze auszugeben ist gesetzlich hingegen weder ausdrücklich geregelt, noch intendiert.
Das Finanzgericht hob in einem aktuellen Fall hervor, dass die gesetzliche Neuregelung des bestehenden Reisekostenrechts ab dem Veranlagungszeitraum 2014 zu keinerlei Veränderungen im gelten Recht hierzu geführt hat. Ziel sei es gewesen, durch § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4a Satz 2 EStG keine grundsätzlich verkehrsmittelunabhängige sowie aufwandsunabhängige Pauschale einzuführen. Der pauschale Kilometersatz sollte anstelle der tatsächlich entstandenen Aufwendungen angesetzt werden. Die Entscheidung des Finanzgerichts wurde durch eine Revision angefochten.
Steuern - Februar 2019
Verlängerung der steuerrechtlichen Förderung von E-Dienstwagen
Der Bundesfinanzminister Olaf Scholz plant Elektro-Dienstfahrzeuge länger steuerlich zu fördern, als dies bisher geplant ist. Aufgrund statistischer Verkaufszahlen und der daraus folgenden Bedeutung von Dienstwägen soll die steuerliche Förderung nicht 2021 enden, sondern vielmehr in das kommende Jahrzehnt ausgedehnt werden. Seit 2019 sind Arbeitnehmer mit E-Dienstwagen verpflichtet, den reduzierten Steuersatz von 0,5 Prozent des inländischen Listenpreises als geldwerten Vorteil zu versteuern. Für Verbrennungsmotoren fallen hingegen 1,0 Prozent an.
Kritisch werden Plug-In Hybride gesehen. Diese sollen, so Bundesminister Scholz, eine weitere Förderung nur erhalten, sofern längere Strecken möglich sind als die heute denkbaren rund 80 Kilometer. Ziel sei eine Verbesserung der Luftqualität.
Finance - Februar 2019
EU-Japan-EPA
Zum 1. Februar 2019 tritt das Freihandelsabkommen EU-Japan EPA (EU-Japan Economic Partnership Agreement) in Kraft. Im Hinblick auf bisherige Handelsabkommen lassen sich verschiedene Unterschiede feststellen. Die Umsetzung des Freihandelsabkommens wird schrittweise erfolgen, auch Zölle werden erst im Laufe der kommenden Zeit gesenkt. Die Einfuhr von PKWs etwa, wird noch im Januar 2019 mit 10 Prozent Einfuhrzoll belegt. Bis Ende 2020 soll der Zollsatz auf 8,8 Prozent und darüber hinaus weiter fallen. Das EU-Japan EPA kennt, anders als bisherige Abkommen keinen Anhang zu den erforderlichen Schritten der Ursprungseigenschaft. Stattdessen gibt es Ursprungsregelungen, geltend für alle Warengruppen.
Neu ist, dass der Einführer bei Fehlen einer Ursprungserklärung auf einer Handelsrechnung eine präferierte Behandlung nach der „Gewissheit des Einführers“ beantragen kann.
Steuern - Januar 2019
EU-Kommission: Mehrheitsentscheidungen in Steuerfragen
Um künftig Blockaden im Entscheidungsprozess der Steuerpolitik besser zu verhindern, sollen die Verfahren effizienter gestaltet werden. Die EU-Kommission plant bereits Ende 2025 durch Mehrheitsentscheidungen das bisherige Einstimmigkeitsprinzip der EU-Staaten zu ersetzen.
In der Steuerpolitik hat das EU-Parlament nur eine beratende Funktion. Dennoch ist diese für das Zusammenspiel innerhalb der EU wichtig. Da in den vergangenen Jahren aufgrund der komplizierten Einstimmigkeit viele Vorschläge keine weitere Bedeutung fanden, soll die Mehrstimmigkeit dieses Problem nun lösen.
Geht es nach der EU-Kommission findet der Übergang zum Mehrstimmigkeitsprinzip schrittweise bis zum Jahr 202 statt. Fraglich ist, ob für diese Änderung eine Einstimmigkeit zwischen den EU-Staaten zu gewinnen ist.
Finance - Januar 2019
Darlehensverbindlichkeiten: Abzinsung
Der BFH zeigt in einem aktuellen Urteil auf, dass eine anfangs beding verzinsliche Darlehensverbindlichkeit, welche im Nachgang zu einer fest verzinslichen Darlehensverbindlichkeit umgewandelt wird schlussendlich ein verzinsliches Darlehen darstellt.
Im aktuellen Urteil handelt es sich zwar um einen selten eintretenden Fall, zeigt jedoch auf: Gem. §6 Abs. 1 Nr. 3 Satz 1 EStG bedürfen Verbindlichkeiten einer Abzinsung mit einem Zinssatz von 5,5%.
Ausnahmeregelungen sind hierbei Fälle in denen die Laufzeit am Stichtag der Bilanz weniger als zwölf Monate beträgt, die Verbindlichkeit bereits verzinst wird oder eine Anzahlung ist. Da seitens des Gesetzgebers kein Mindestzins beschrieben wird, sind Abzinsungen leicht durchzuführen. Das Urteil des BFH zeigt, dass keine Verzinsungsabrede vor Beginn notwendig ist, sondern diese vielmehr noch im Nachhinein möglich ist.
Steuern - Dezember 2018
Ein aktuelles BMF-Schreiben erläutert die Änderungen hinsichtlich des MwSt-Digitalpakets. Das sog. JStG 2018 ändert mit Wirkung zum 01.01.2019 die Regelungen zur Ortsbestimmung sonstiger Leistungen in den Bereichen Telekommunikation, Rundfunk- und Fernsehdienstleistungen sowie sonstiger auf elektronischem Wege erbrachter Leistungen. Hierbei wird von der Umsetzung der „e-Commerce-Richtlinie“ gesprochen.
In der Neuregelung ist vorgesehen, dass der Ort dieser Leistungen – die von einem Unternehmer mit Ansässigkeit in nur einem Mitgliedstaat durchgeführt werden und an Nichtunternehmer mit Sitz in anderen Mitgliedstaaten abgegeben werden – nach § 3 Abs. 1 UStG bestimmt wird, sofern der Gesamtbetrag der Leistungen kumuliert 10.000 Euro im laufenden Kalenderjahr nicht überschritten hat.
Finance - Dezember 2018
Bislang sind die Grundsätze zur Ordnungsgemäßen Buchführung sowie Aufbewahrung von Belegen (GoBD) im BMF-Schreiben vom 14.11.2014 geregelt. Das BMF hat im vergangenen Oktober einen Entwurf zur Neufassung der GobD präsentiert.
Um mit aktueller Technik Schritt zu halten werden Cloud-Systeme als Speichermedien nun explizit genannt, die Ablage im sogenannten virtuellen Speicher rechtlich klargestellt.
Der Standort des Servers ist in diesem Rahmen von hervorgehobener Bedeutung. Solche Server die sich im Ausland befinden bedürfen einer Beachtung des § 146 Abs. 2a AO und damit einer antragsgebundenen separaten Genehmigung.
Auch das Smartphone wird seiner Rolle gerecht: nun ist das bildliche Erfassen von Belegen zulässig. Gerade Reisekostenabrechnungen werden hierdurch leichter durchführbar. Laut Tz 136 GoBD ist es möglich Papierdokumente zu scannen und zu speichern – wonach im Anschluss die Vernichtung der Dokumente zulässig wird.
Sofern Unterlagen in ein gesondertes Format, etwa unternehmenseigene Formate, umgewandelt werden, musste bisher beide Versionen verknüpft und gleichzeitig gespeichert werden. In Zukunft muss nur die neuere Version aufbewahrt werden, insofern keinerlei Veränderungen vorgenommen wurden, der Umwandlungsvorgang dokumentiert wurde und die maschinelle Auswertung nicht beeinträchtigt ist.
Finance - November 2018
Jahresende 2018: Vernichtung von Unterlagen
Das Jahr 2018 neigt sich dem Ende zu, die Prüfung welche Unterlagen aufbewahrt werden müssen steht somit an.
Unter Berücksichtigung der 10 jährigen Aufbewahrungsfrist können beispielsweise die letzten Buchungen des Jahres 2006, die 2008 erstellt wurden, ab dem 01.01.2019 vernichtet werden. Konkret beginnt die Aufbewahrungsfrist mit Ablauf des Kalenderjahres 2008 und endet mit Ablauf des Kalenderjahres 2018. Zu beachten für die 10-jährige Frist ist dabei die Voraussetzung, dass alle Steuerbescheide bestandskräftig sind. Besondere Unterlagen, etwa Urteile, Mahnbescheide, Prozessakten sollten rund 30 Jahre archiviert werden. Ein Leben lang sollten etwa ärztliche Gutachten, Zeugnisse, Urkunden oder Unterlagen zur Rentenberechnung aufbewahrt werden.
Steuern - November 2018
Bundesfinanzminister Olaf Scholz legt ein neues Grundsteuer-Reformmodell vor. Vor diesem wurde bereits im Vorfeld hinsichtlich des bürokratischen Aufwandes gewarnt. Konkret soll jede Wohnungen einzeln berechnet werden.
Im Rahmen des neuen Vorschlages müssten 36 Millionen Grundstücke, Gebäude und Häuser einzeln überprüft werden. Lände rund Verbände haben bereits die Ablehnung des neuen Konzeptes deutlich gemacht. Die geplante Bemessungsgrundlage soll sich aus der Nettokaltmiete, der Wohnfläche, dem Baujahr, der Grundstücksfläche sowie dem Bodenrichtwert zusammensetzen. Für Vermieter bestehe die Möglichkeit, die Kosten der Grundsteuer auf die Mieten umzulegen. Wohnungseigentümer müssten künftig bei selbst genutzten Immobilien eine „fiktive“ Miete angeben.
Bayerns Finanzminister Albert Füracker (CSU) kritisierte das Modell bereits. Der Freistaat favorisiert ein Modell, in dem die Steuer unabhängig des Wertes anhand der Wohn- und Grundstücksfläche berechnet wird.
Steuern - Oktober 2018
Forschungsförderung durch zusätzliche Steueranreize
Bundesfinanzminister Olaf Scholz plant die Förderung von Forschung auszubauen. Hierzu sollen zusätzliche Steuereinnahmen verwendet werden. Ein Konzept ist bereits in Arbeit. Trotz gehemmter Konjunkturprognosen sind bis 2022 noch mit 6,7 Mrd. Euro mehr an Steuereinnahmen zu rechnen. Aus diesen soll sodann die neue Förderung der Forschung in Deutschland hervorgehen.
Finanzen - Oktober 2018
BFH: Abgrenzung Barlohn und Sachbezug
Der BFH hat in zwei Entscheidungen festgelegt, dass sowohl Barlohn, als auch Sachbezug einen Zuschuss zu einer Krankenversicherung darstellen kann. Entscheidend bleibt im Einzelfall die jeweilige Vertragsgestaltung.
Für die Freigrenze des § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG ist die Frage nach Bar- oder Sachlohn eine zentrale. Für die Abgrenzung von Bar- und Sachlohn ist jeweils der Rechtsgrund des Zuflusses, gemessen an der Grundlage der arbeitsrechtlichen Vereinbarungen, bedeutend.
In seiner Entscheidung zeigt der BFH die Gestaltungsfreiheit des Arbeitgebers. Die Entscheidung für unmittelbaren Versicherungsschutz durch den Arbeitgeber wird als begünstigter Sachlohn gewertet. Wird ein Zuschuss unter der Bedingung gezahlt, dass der Arbeitnehmer eine private Zusatzkrankenversicherung abschließt, so liegt laut BFH ein lohnsteuerpflichtiger Vorgang vor.
Die Beurteilung, ob Sach- oder Barlohn die bessere Wahl ist, hängt stets vom Einzelfall ab.
Steuern - September 2018
Bundesrat fordert Nachbesserungen im Jahressteuergesetz 2018
Der Bundesrat sieht beim Gesetzentwurf der Bundesregierung zur „Vermeidung von Umsatzsteuerausfällen beim Handeln mit Waren im Internet und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften“ Nachbesserungsbedarf.
Detailänderungen sollen in das Umsatzsteuergesetz zur Bekämpfung von Betrug im Onlinehandel einfließen, um die Praxistauglichkeit sowie die Wirtschaftlichkeit zu verbessern. Die Förderung von Elektrofahrzeugen bei der Dienstwagenbesteuerung wird ausdrücklich begrüßt.
Um die wirtschaftliche Attraktivität neuer Mobilitätsmanagement-Konzepte zu fördern, fordert der Bundesrat die steuerlichen Vorteile für Dienst-E-Bikes auch auf Pedelecs und Fahrräder zu übertragen. Jobtickets sollen darüber hinaus steuerfrei erstellt werden können. Zum Schutz des Ehrenamts sieht der Bundesrat eine Erhöhung der Übungsleiterpauschale auf 3.000 Euro und der Ehrenamtspauschale auf 840 Euro vor. Ferner sollen weitere Änderungen zum Abbau von Bürokratie beitragen und Verfahren vereinfachen.
Finanzen - September 2018
Erneute Überarbeitung der Heubeck-Richttafeln für 2018 G
Die aktuell veröffentlichten Richttafeln für das Geschäftsjahr 2018 haben eine leichte Überschätzung der Pensionsverpflichtungen zur Folge. Die Heubeck–Richttafeln GmbH teilte am 26.09.2018 mit, dass eine Überarbeitung der Tafeln erforderlich sei. Zurückzuführen ist dies auf die Verwendung inkonsistenter Datengrundlagen für die „Ableitung des Trends zur Verbesserung der Sterblichkeiten“, wodurch die Überschätzung der Pensionsverpflichtungen entstehe. Das Unternehmen rechnet mit dem Abschluss der Überarbeitung noch bis Mitte Oktober 2018.
In weiterer Folge werden sich damit wohl auch die Anerkennungen durch das BMF für ertragssteuerliche Zwecke und die Implementierung sowie Validierung der neuen Richttafeln verzögern. Eine Veröffentlichung des BMF-Schreibens zur Sache wird jedoch noch vor dem Abschlussstichtag (31.12.2018) erwartet.
Finanzen - August 2018
Diesel-Fahrverbote und die Rolle des Finanzamtes
Durch zwei Urteile verdeutlicht das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG Az. 7 C 26.16 und 7 C 30.17), dass Diesel-Fahrverbote zulässig sind. Somit steht es den Kommunen frei, über die Fahrterlaubnis von Diesel-Fahrzeugen in den Innenstädten zu entscheiden.
Bereits heute steht für viele Gemeinden und Städte fest, dass Diesel-Fahrverbote in Zukunft eingesetzt werden sollen. Für Unternehmer entstehen mit dieser Entscheidung auch steuerrechtliche Konsequenzen.
Werden Fahrzeuge umgerüstet, sodass diese nicht mehr von den Fahrverboten betroffen sind, können die Kosten steuerrechtlich geltend gemacht werden. Hierbei werden meist nachträgliche Anschaffungskosten abgeschrieben. Sofern der Gesetzgeber staatliche Zuschüsse zur Umrüstung zahlt, entstehen ebenfalls steuerrechtliche Konsequenzen. Solche Zuschüsse werden entweder als Betriebseinnahme versteuert oder werden den nachträglichen Anschaffungskosten abgezogen. Für all jene Unternehmer die ihre Dieselfahrzeuge weiterhin nutzen gilt:
Steuern - August 2018
Gefährliche Post: Betrüge versenden E-Mails im Namen der Steuerverwaltung
Derzeit werden erneut viele Menschen Opfer einer kriminellen Betrugsmasche. Per E-Mail werden Bürger angeschrieben, die Kriminellen geben sich als Mitglieder der Steuerverwaltung oder Angestellte im Bundesministerium für Finanzen aus. In den Nachrichten geben sie vor, der angesprochene Adressat hätte Ansprüche auf Steuerrückerstattungen. Den falschen Versprechungen folgt die Aufforderung, über einen Link ein Formular mit persönlichen Daten auszufüllen.
Das BZSt warnt derzeit eindringlich davor, derartigen E-Mails zu vertrauen. Zudem weißt das BZSt darauf hin, dass Kontoverbindungen niemals in solcher Weise abgefragt würden und Steuererstattungen nicht auf diese Weise beantragt werden können.
Finanzen – Juli 2018
Staatliche Förderangebote für Start-Ups
Der Branchenverband Bitkom kommt in einer aktuellen Umfrage zu erstaunlichen Ergebnissen: Demnach verzichtet jedes dritte Start-Up auf staatliche Fördergelder. Gerade dort also, wo zu Beginn des Unternehmenslebens das Geld oft knapp ist, werden nicht alle finanziellen Möglichkeiten ausgeschöpft. Grund dafür laut Umfrage: der bürokratische Aufwand war zu hoch (66 Prozent der Befragten), der Überblick üebr die Angebote war mangelhaft (43 Prozent) oder es fehlte an Zeit und Manpower, sich überhaupt zu informieren. (35 Prozent).
Die Förderungen sind für Gründer vielfältig und reichen von Beratungs- und Coachingzuschüsse über Material-, Sachkosten- und Personalzuschüsse bis hin zu Gründungsstipendien oder sogar Risikokapital als staatlicher Beteiligung. Nur 15 Prozent der Gründer gaben in der Umfrage an, dass schon einmal ein Förder-Antrag abgelehnt worden war.
Online-Abonnements frei innerhalb der EU nutzbar
Die Sommerferien stehen an, damit beginnt auch die große Reisezeit. Vorbei ist bereits seit Juni 2017 die Zeit, in der Roaming-Gebühren für Mobiltelefonie und Internetnutzung zusätzliche hohe Kosten verursachten – innerhalb der EU dürfen Flatrates seitdem ungehindert weitergenutzt werden, als wäre man zu Hause.
Neu ist jetzt die Möglichkeit, auch Online-Abonnements für Streaming-Dienste zu nutzen. Egal ob Video oder Musik, ehemals durch sogenanntes „Geoblocking“ außerhalb des Heimatlandes nicht erreichbare Funktionen sind nun auch im Urlaub ohne Zusatzkosten nutzbar. Grund dafür ist die Binnenmarkt-Strategie der Europäischen Union, die Barrieren zwischen den Mitgliedsstaaten abzubauen. Durch die Zusammenführung der 28 Mitgliedsstaaten könnten rund 425 Mrd. Euro zur jährlichen EU-Wirtschaftsleistung zugeführt werden.
Finanzen – Juni 2018
Bankgebühren für vorzeitige Kreditrückzahlungen sind unzulässig
Der Bundesverband der Verbraucherzentralen vzbv hat eine Gerichtsentscheidung zugunsten von Kreditnehmern erreicht. Die LG Dortmund und München entschieden in zwei getrennten Fällen, dass Banken bei einer vorzeitigen Kreditrückzahlung nicht mit einer zusätzlichen Gebühr belastet werden dürfen, die die Bank einzig für die Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung einforderten. Die entsprechenden Klauseln in den Preisverzeichnissen wurden als unwirksam eingestuft.
In den konkreten Fällen hatte die Kreissparkasse Steinfurt 125 Euro, die Münchener Hypothekenbank 200 Euro Gebühr für die Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung gefordert. Die Gerichte begründeten ihre Entscheidungen jedoch unterschiedlich: im ersten Fall verlange die Bank zum Nachteil des Kunden das Entgelt, ohne eine echte Gegenleistung zu erbringen. Im zweiten Fall sah das Gericht zwar grundsätzlich eine Berechtigung für die Kostenweitergabe des zusätzlichen Aufwands, erkannten aber die unzulässige Möglichkeit einer doppelten Abrechnung zu Ungunsten des Kunden über die Pauschale und die Entschädigung selbst.
Steuern – Juni 2018
Bundeskabinett beschließt Steuerentlastungen für Familien
Die Bundesregierung hat das Familienentlastungsgesetz auf den Weg gebracht und damit spürbare Steuer-Erleichterungen von rund zehn Milliarden Euro jährlich beschlossen. Dabei werden sowohl Kindergeld sowie Freibeträge geändert, als auch die „kalte Progression“ eingedämmt.
Das Kindergeld steigt ab dem 1. Juli 2019 um zehn Euro monatlich, das entspricht einem um rund fünf Prozent höheren Satz. Eine zusätzlich zweite Stufe ist ab 2021 geplant. Auch der Kinderfreibetrag wird entsprechend geändert und wächst jährlich für 2019 und 2020 um je 192 Euro. Der Grundfreibetrag für Erwachsene steigt in diesen Jahren auf 9.168 Euro bzw. 9.408 Euro.
Die „kalte Progression“, die bei Bruttolohnerhöhungen durch eine Änderung der Steuerbelastung einen überproportional hohen Teil des Nettolohns abfängt, wird ebenfalls zugunsten der Steuerzahler abgemildert. Nach einer Beispielrechnung der Bundesregierung sollen ab 2019 einer Familie mit 60.000 Euro jährlichem Bruttoeinkommen immerhin 251 Euro netto mehr im Jahr zur Verfügung stehen.
Finanzen - Mai 2018
Chancen der europäischen Datenschutzgrundverordnung
Am 25. Mai 2018 tritt die europäische Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) in Kraft und die bevorstehenden Änderungen sorgen schon im Vorfeld für jede Menge Unsicherheit. Grund dafür sind die deutlich strengeren Auflagen sowie die drohenden Bußgelder bei Missachtung. Dabei ist die EU-DSGVO nicht nur eine Herausforderung für Unternehmen sondern gleichzeitig auch eine echte Chance für die Modernisierung des Datenschutzes in Europa.
Im Zeitalter der Digitalisierung ist der gewissenhafte Umgang mit personenbezogenen Daten von größter Bedeutung und bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihr Vertrauensverhältnis zu Kunden, Partnern und Mitarbeitern zu festigen. Dies können sie tun, indem sie die zentralen Prinzipien der EU-DSGVO beachten, die die Rechtmäßigkeit und Transparenz der Datenerhebung und
–nutzung, deren Zweckbindung und Minimierung umfassen. Darüber hinaus müssen die Daten inhaltlich richtig und angemessen gesichert sein und dürfen nur für den Zeitraum der Verarbeitung gespeichert werden.
Besonders die Rechenschaftspflicht, die eine weitere zentrale Auflage der EU-DSGVO darstellt, ist für die Unternehmen mit einem hohen Nutzen verbunden. Um nachzuweisen, dass die datenschutzrechtlichen Vorgaben erfüllt werden, muss das Unternehmen ein Datenschutzmanagementsystem einführen, das eine schnelle Übersicht über die laufende Verarbeitung von personenbezogenen Daten ermöglicht. Das schafft Transparenz und Qualität – auch gegenüber Dritten. Darüber hinaus schließt die EU-DSGVO Backdoor-Lösungen aus und verschafft damit den europäischen Unternehmen einen Vorteil gegenüber dem globalen Wettbewerb.
Steuern – Mai 2018
Neue Richtlinien zur steuerlichen Absetzung des häuslichen Arbeitszimmers
Die Arbeit von zu Hause wird immer beliebter und bildet einen wichtigen Grundstein für eine gesunde Work-Life-Balance. Wann genau das häusliche Arbeitszimmer von der Steuer abgesetzt werden kann, wurde jetzt in einem Schreiben vom Bundesfinanzministerium neu umrissen. So gibt es zwei Varianten zur steuerlichen Absetzung des Home-Office.
Die erste Möglichkeit besteht dann, wenn der Mittelpunkt der betrieblichen Tätigkeit im häuslichen Arbeitszimmer liegt. Dies ist der Fall, wenn mindestens 90% der Arbeit zu Hause verrichtet wird. Kosten für das häusliche Arbeitszimmer können dann unbeschränkt angesetzt werden. Die zweite Variante betrifft diejenigen, die kein anderes Büro als das eigene Zuhause haben. Für sie gilt, dass anteilige Kosten bis zu 1.250€ pro Jahr für das Home-Office geltend gemacht werden können.
Heinz Nußhart
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