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Timestamp: 2018-01-21 22:18:41+00:00

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6. Jahrgang, Nr. 5 vom 24. September 1996, S. 16
Studienordnung für den Studiengang Biologie
§ 3 Studiendauer und Aufbau des Studiums
§ 4 Ziele des Studiums
§ 6 Lehrveranstaltungen
§ 9 Hauptstudium
§ 10 Berufsbezogenes Praktikum
Aufgrund des § 11 Abs. 1 sowie der §§ 77 Abs. 3, Nr. 11 und 88, Abs. 2, Nr. 1 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt vom 7. Oktober 1993 (GVBl. LSA S. 614), zuletzt geändert durch das Gesetz zur Änderung des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt vom 13. Februar 1996 (GVBl. LSA S. 74) hat die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg die folgende Studienordnung als Satzung erlassen:
(1) Die Studienordnung beschreibt auf der Grundlage der Diplomprüfungsordnung für die Studierenden an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Ziele, Inhalt, Aufbau und Gestaltung des Studiums im Studiengang Biologie.
(1) Studienvoraussetzung ist das Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife, einer einschlägigen fachgebundenen Hochschulreife oder eine durch Rechtsvorschrift oder von der zuständigen staatlichen Stelle als gleichwertig anerkannte Zugangsberechtigung.
(2) Das Studium beginnt im Wintersemester. Der genaue Zeitpunkt des Beginns der Lehrveranstaltungen wird von der Universität festgelegt.
Studiendauer und Aufbau des Studiums
(1) Die Regelstudienzeit für den Studiengang Biologie beträgt einschließlich der Diplomprüfung 10 Semester.
(1) Die Ausbildung soll den Studierenden die erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Methoden der biologischen Wissenschaften vermitteln und sie für die beruflichen Anforderungen in den verschiedenen Tätigkeitsfeldern von Biologinnen und Biologen qualifizieren.
Im einzelnen gehören dazu
Kenntnisse über Bau, Funktion, Entwicklung, Evolution und Systematik der Organismen, ihre Wechselbeziehungen untereinander sowie ihre Bedeutung in Populationen und Ökosystemen,
Fähigkeiten zur Anwendung biologischer Arbeitstechniken,
Fähigkeiten, selbständig Probleme zu erkennen, zu strukturieren und auf dieser Grundlage zu arbeiten und Erkenntnisse zu gewinnen,
Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Darstellung und Vermittlung biologischer Kenntnisse und Fragestellungen,
Fähigkeiten zur Übertragung wichtiger theoretischer und methodischer Grundlagen aus Nachbarwissenschaften (Chemie, Physik, Geowissenschaften) in die Biologie,
Fähigkeiten und Bereitschaft zur selbständigen wissenschaftlichen Weiterbildung,
Fähigkeiten zu verantwortungsbewußter Umsetzung biologischer Erkenntnisse und zu kritischer Einschätzung ihrer gesellschaftlichen Folgen.
Im Verlauf des Studiums sollen die Studierenden in zunehmendem Maße auch Einblick gewinnen in die Vielgestaltigkeit der Betätigungsfelder für Biologinnen und Biologen in der Grundlagenforschung und in der angewandten Forschung, in Einrichtungen des Natur- und Umweltschutzes, in der Industrie und in der kommunalen und staatlichen Verwaltung. Dazu gehört auch die Orientierung über die wirtschaftlichen, sozialen, rechtlichen, ethischen und wissenschaftstheoretischen Aspekte des Berufes.
(2) Für das Verständnis biologischer Gesetzmäßigkeiten sind grundlegende Kenntnisse der Chemie, Physik und Mathematik erforderlich. Eine solide Grundausbildung in diesen Fächern ist die Voraussetzung für erfolgreiche wissen-schaftliche Betätigung in der Biologie.
(3) Im Verlauf des Studiums der Biologie ist der Umgang mit lebenden Organismen in Vorlesungen und Praktika unerläßlich.
(4) Das Studienangebot soll eine breite Grundausbildung gewährleisten, um den Studierenden einen umfassenden Überblick über die Zusammenhänge ihres Faches zu vermitteln. Dieser ist Voraussetzung der erforderlichen Flexibilität für die späteren vielseitigen und sich mit der Entwicklung verändernden Einsatzmöglichkeiten. Durch eine auf einer breiten Basis aufbauenden Schwerpunktsetzung sollen die Studierenden befähigt werden, wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Biologie unter Benutzung der erlernten Methoden selbständig durchzuführen.
(1) Die Studienfachberatung für den Studiengang Biologie wird von der oder dem Beauftragten des Fachbereiches für Studienangelegenheiten durchgeführt. Daneben steht den Studierenden in jedem Institut eine beauftragte wissenschaftliche Mitarbeiterin oder ein beauftragter wissenschaftlicher Mitarbeiter für spezielle Fragen der Studiengestaltung in dem entsprechenden Bereich zur Verfügung.
(2) Für Studienanfängerinnen und -anfänger findet vor Beginn der Lehrveranstaltungen des 1. Semesters eine Einführungsveranstaltung statt. Zur Information über Inhalt, Aufbau und Umfang des Hauptstudiums wird eine zentrale Veranstaltung am Ende des 4. Semesters angeboten.
Vermittlung von allgemeinen Überblicken und grundlegenden Zusammenhängen (einführende Vorlesungen im Grundstudium) und Vermittlung von Spezialkenntnissen auf einem begrenzten Teilgebiet unter Heranziehung von aktuellen Forschungsergebnissen (Spezialvorlesungen im Hauptstudium).
Vermittlung grundlegender oder spezieller Kenntnisse unter Mitarbeit aller Teilnehmer durch Referate und Diskussionen in kleinen Gruppen.
Erwerb von Kenntnissen und methodischen Fertigkeiten in kleinen Gruppen durch Lösen bestimmter Aufgaben unter Anleitung.
Erwerb von Kenntnissen und methodischen Fertigkeiten mit verstärkt selbständiger Tätigkeit Einzelner oder kleiner Gruppen.
Laborpraktikum: Untersuchung biologischer Objekte; Beschäftigung mit lebenden Organismen, Lösung experimenteller Aufgaben, Aufbau, Durchführung und Auswertung von Versuchen.
Geländepraktikum: Erwerb von Formenkenntnis; Beobachtung des Verhaltens von Organismen, Erfassung biologischer Phänomene und ihrer ökologischen Grundlagen.
(5) Exkursion
Veranstaltungen im Gelände zur Erweiterung der unter Abs. 4b) genannten Fertigkeiten und Kenntnisse (Halbtagsexkursionen, Ganztagsexkursionen, mehrtägige Exkursionen).
Besichtigungen von Museen und botanischen und zoologischen Gärten sowie von Industriebetrieben etc. zur Einführung in Anwendungsbereiche der Biologie.
Intensive persönliche Betreuung bei der selbständigen Bearbeitung eines wissenschaftlichen Themas in der Diplomarbeit. Hilfe bei der Planung, Durchführung und Auswertung von Experimenten und Datenerhebungen zur Lösung eines wissenschaftlichen Problems sowie kritische Diskussion auftretender Fragen.
Vermittlung aktueller Forschungsergebnisse durch Vorträge und Diskussion unter Einbeziehung auswärtiger Wissenschaftler.
(2) Die regelmäßige und erfolgreiche Teilnahme an Lehrveranstaltungen wird durch Scheine bestätigt.
(3) Die regelmäßige Teilnahme an Lehrveranstaltungen ist in der Regel gewährleistet, wenn nicht mehr als 10% der Veranstaltungen versäumt werden.
(4) Nachweise über erfolgreiche Teilnahme an Lehrveranstaltungen (Leistungsnachweise) werden auf der Grundlage von Studienleistungen erteilt.
(5) Als Leistungsnachweise können dienen:
Einzel- und Gruppentestate,
Protokolle (Planung und Auswertung experimenteller Arbeiten, mikroskopische Zeichnungen),
Bearbeitung von Objekten und wissenschaftliche Interpretation der Befunde (Herbar, Sammlung),
Berichte über Geländepraktika,
Referate (mündlicher Vortrag mit oder ohne schriftliche Ausarbeitung).
In Gruppenarbeiten muß der individuelle Anteil der oder des Einzelnen nachprüfbar sein.
(6) Nicht erfolgreich erbrachte Studienleistungen können einmal wiederholt werden. Bei nicht erfolgreicher Wiederholung ist die betreffende Lehr-veranstaltung zu wiederholen. Bei Lehrveranstaltungen mit klarer Gliederung in stofflich abgegrenzte Abschnitte kann im Einzelfall die Wiederholung auf Teilabschnitte begrenzt werden.
(7) Die Leiterin oder der Leiter der Lehrveranstaltung legt zu Beginn einer Veranstaltung die Leistungsanforderungen und Art der Leistungsnachweise fest.
Gliederung und Ziele
(1) Die Lehrveranstaltungen des Grundstudiums dienen der Aneignung eines breiten biologischen Grundwissens und grundlegender Kenntnisse in den für die Biologie wichtigen Nachbarwissenschaften Chemie, Physik und Mathematik.
(2) Das Grundstudium ist für alle Studierenden einheitlich. Das Grundstudium umfaßt 119 SWS, davon entfallen 44 SWS auf Veranstaltungen in den nichtbiologischen Fächern Chemie, Physik und Mathematik, 75 SWS auf Vorlesungen, Seminare und Praktika in den biologischen Fächern.
Studienplan des Studienganges Biologie im Grundstudium 1
Mathematik 4 2 V 2 Ü
Physik 4 3 V 1 S
Allgemeine und Anorganische Chemie 8 3 V 2 S 3 P
Zellbiologie 3 2 V 1 S
Allgemeine Botanik 3 2 V 1 S
Allgemeine Zoologie 3 2 V 1 S
Botanisches Praktikum I 1 1 P
Tierbestimmungen 4 4 P
Physik 2 2 P
Physikalische Chemie 8 3 V 2 S 3 P
Spezielle Zoologie I 2 2 V
Botanisches Praktikum II 3 P
Zoologisches Praktikum 4 4 P
Pflanzenbestimmungen 4 4 P
Geländepraktikum I 3 3 P
Organische Chemie 14 4 V 2 S 8 P
Spezielle Botanik I 3 2 V 1 S
Spezielle Zoologie II 2 2 V
Tierphysiologie 4 3 V 1 S
Genetik 6 3 V 1 S 2 P
Biochemie 2 2 V
Spezielle Botanik II 3 2 V 1 S
Pflanzenphysiologie 7 3 V 1 S 3 P
Tierphysiologie 3 3 P
Entwicklungszyklen der Pflanzen 3 3 P
Ökologie 2 2 V
Mikrobiologie 6 3 V 1 S 2 P
Biochemie 4 2 V 2 P
Praktika in der vorlesungsfreien Zeit:
Exkursionen zum Umweltschutz 4 Tage
Exkursionspraktikum Geobotanik 1 Woche
Exkursionspraktikum Tierökologie 1 Woche
Ökologisches Meßpraktikum 2,5 Tage
(4) Das Grundstudium wird mit der Diplom-Vorprüfung abgeschlossen. Die Diplom-Vorprüfung ist vor Beginn der Lehrveranstaltungen des 5. Semesters abzulegen.
(5) Die Diplom-Vorprüfung besteht aus mündlichen oder schriftlichen Prüfungen in folgenden Fächern:
Chemie (Wahlweise Allgemeine und Anorganische Chemie oder Organische Chemie oder Physikalische Chemie),
(6) Die Prüfungen in Physik und Chemie werden studienbegleitend nach dem zweiten (Physik) bzw. nach dem dritten Studiensemester (Chemie) durchgeführt. Die Prüfungsleistungen für den dritten Prüfungsabschnitt (biologische Fächer) müssen innerhalb von 14 Kalendertagen erbracht werden.
(7) Einzelheiten der Diplom-Vorprüfung (Zulas-sungsvoraussetzungen, Zulassung, Prüferwahl, Prüfungsinhalte, zeitlicher Ablauf, Wiederholbarkeit usw.) regelt die Diplomprüfungsordnung für Biologie.
Voraussetzung für die Zulassung zu den Lehrveranstaltungen des Hauptstudiums, in denen ein Leistungsnachweis erworben werden muß, ist die bestandene Diplom-Vorprüfung.
Das Hauptstudium dient der Vertiefung und Erweiterung der im Grundstudium erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten, der Spezialisierung sowie der Durchführung einer selbständigen wissenschaftlichen Arbeit (Diplomarbeit).
(1) Das sechssemestrige Hauptstudium gliedert sich in eine Vertiefungs- und in eine Spezialisierungsphase entsprechend des Studienschwerpunktes. In der Vertiefungsphase soll neben einer Vertiefung der Lehrinhalte des Grundstudiums eine Ausbildung in den verschiedenen Disziplinen der Biologie in der Breite erfolgen, die den vielfältigen beruflichen Anforderungen entspricht.
(2) Für das Hauptstudium sind ein Hauptfach und drei Nebenfächer zu wählen. Von den Nebenfächern sind in der Regel zwei biologisch, ein Nebenfach muß nichtbiologisch sein. Abweichungen von der Regel (ein biologisches und zwei nichtbiologische Nebenfächer) sind nur mit begründetem Antrag und nachfolgender Genehmigung durch den Diplomprüfungsausschuß möglich.
Das Hauptfach muß aus folgenden Fächern gewählt werden:
Innerhalb des Hauptfaches Botanik und Zoologie sind Studienschwerpunkte wählbar.
Die gewählten Studienschwerpunkte bestimmen den Schwerpunkt der Prüfungen im Hauptfach.
Das erste Nebenfach muß aus folgenden Fächern gewählt werden:
Naturschutz 2.
Hauptfach und 1. Nebenfach dürfen auch bei der Festlegung unterschiedlicher Studienschwerpunkte nicht identisch sein.
Zweite und dritte Nebenfächer können aus folgenden Fachgebieten gewählt werden:
Nebenfächer aus nichtbiologischen Disziplinen (Umfang 10 SWS):
Psychologie/Soziologie (nur in Verbindung mit Verhaltensbiologie).
Nebenfächer aus biologischen Spezialdisziplinen (Umfang 10 SWS; Nebenfach darf, auch bei Festlegung unterschiedlicher Studienschwerpunkte, nicht Bestandteil des gewählten Haupt- oder ersten Nebenfachs sein):
Entwicklungsbiologie der Tiere,
Geobotanik / Pflanzenökologie / Spezielle Botanik,
Humanbiologie,
Pflanzenzüchtung,
Tierphysiologie,
Weitere, nicht in der Aufstellung enthaltene Nebenfächer kann der Diplomprüfungsausschuß bei Vorliegen der studienorganisatorischen Voraussetzungen auf Antrag zulassen. Dabei muß die fachliche Breite gewährleistet sein.
(3) Die Ausbildung im Hauptfach beträgt 50 SWS. Sie soll einen allgemeinen und einen speziellen Teil mit Lehrveranstaltungen von je 25 SWS nach folgendem Schema umfassen:
Vorlesungen und Seminare außerhalb des Studienschwerpunktes 10 SWS
Großpraktikum bzw. Block- und Aufbaupraktika außerhalb des Studienschwerpunktes 15 SWS
Vorlesungen und Seminare zum Studienschwerpunkt 10 SWS
Großpraktikum zum Studienschwerpunkt 15 SWS
In den Nebenfächern sind Lehrveranstaltungen in folgendem Umfang und in folgender Aufteilung zu absolvieren:
Erstes Nebenfach, Gesamtumfang 20 SWS:
Vorlesungen und Seminare 8 bzw. 10 SWS
Großpraktikum bzw. Block- und Aufbaupraktika 12 bzw. 10 SWS
Zweites Nebenfach (nichtbiologisches Nebenfach), Gesamtumfang 10 SWS:
Vorlesungen und Seminare 4 bzw. 6 SWS
Praktika 6 bzw. 4 SWS
Drittes Nebenfach (biologisches Nebenfach), Gesamtumfang 10 SWS:
(4) Die mündlichen Fachprüfungen der Diplomprüfung erfolgen im Hauptfach, in zwei in der Regel biologischen Nebenfächern und in einem nichtbiologischen Nebenfach. Die Prüfungen sind vor Beginn der Lehrveranstaltungen des 9. Semesters abzulegen.
(5) Die für die Zulassung zu den Fachprüfungen der Diplomprüfung notwendigen Leistungsnachweise und die Durchführung der Prüfungen sind in der Diplomprüfungsordnung festgelegt.
(1) Die Diplomarbeit soll zeigen, daß die Kandidatin oder der Kandidat in der Lage ist, innerhalb einer gegebenen Frist ein biologisches Problem selbständig nach wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten und die Ergebnisse verständlich darzustellen und zu interpretieren.
(2) Die Diplomarbeit kann von in Forschung und Lehre tätigen Professorinnen und Professoren und habilitierten Mitarbeiterinnen und habilitierten Mitarbeitern des Fachbereiches Biologie ausgegeben und betreut werden. Soll die Diplomarbeit in einer Einrichtung außerhalb des Fachbereiches durchgeführt werden, bedarf es hierzu der Zustimmung der Vorsitzenden oder des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses. Das Erstgutachten muß in diesem Fall von einer Professorin oder von einem Professor des Fachbereiches angefertigt werden.
(3) Das Thema der Diplomarbeit kann erst bestätigt werden, wenn alle Fachprüfungen der Diplomprüfung bestanden sind. Der Beginn der Diplomarbeit sollte spätestens 2 Monate nach der letzten Prüfung liegen. Der Zeitpunkt des Beginns ist aktenkundig zu machen.
(4) Die Bearbeitungszeit für die Diplomarbeit beträgt maximal 8 Monate. Thema und Aufgabenstellung der Diplomarbeit sind von der Betreuerin oder von dem Betreuer so zu begrenzen, daß die zur Bearbeitung vorgegebene Frist eingehalten werden kann. Das Thema kann einmal und nur innerhalb der ersten zwei Monate der Bearbeitungszeit zurückgegeben werden. Im Einzelfall und auf begründeten Antrag kann der Diplomprüfungsausschuß die Bearbeitungszeit um einen Monat verlängern. Der Ausschuß kann diese Entscheidung der Vorsitzenden oder dem Vorsitzenden des Diplomprüfungsausschusses übertragen.
(5) Die Diplomarbeit kann in Form einer Gruppenarbeit zugelassen werden, wenn der als Prüfungsleistung zu bewertende Beitrag der Einzelnen oder des Einzelnen aufgrund der Angabe von Abschnitten, Seitenzahlen oder anderen objektiven Kriterien, die eine eindeutige Abgrenzung ermöglichen, deutlich unterscheidbar und bewertbar ist und die Anforderungen nach Absatz 1 erfüllt.
(1) Im Hauptstudium ist ein zusammenhängendes berufsbezogenes Praktikum abzuleisten, um wissenschaftliche und berufspraktische Ausbildung zu verknüpfen und den Studierenden einen Einblick in die Anforderungen für einen möglichen späteren Arbeitsplatz zu gewähren. Das Praktikum sollte an einer mit einer wissenschaftlichen Frage befaßten Einrichtung der biologischen Praxis durchgeführt werden, nicht jedoch an einer Universität. Während des Praktikums soll eine wissenschaftliche Betreuung der Praktikantin oder des Praktikanten durch eine Wissenschaftlerin oder durch einen Wissenschaftler der Praktikumseinrichtung erfolgen. Das Praktikum sollte sich durchgängig über mindestens sechs Wochen erstrecken. Nur in begründeten Ausnahmefällen darf das Praktikum in zwei Blöcken durchgeführt werden. Nach Abschluß des Praktikums sind die erfolgreiche Durchführung zu bestätigen und die Leistung der Praktikantin oder des Praktikanten in einer Beurteilung einzuschätzen. Im Hinblick auf die Anerkennung des Praktikums als Zulassungsvoraussetzung für die Diplomprüfung sind Praktikumseinrichtung und geplante Aufgabe schriftlich auf in der Studienabteilung erhältlichen Vordrucken von der Professorin oder von dem Professor, die oder der das gewählte Hauptfach vertritt, zu genehmigen.
(1) Diese Studienordnung ist verbindlich für alle Studierenden, die ab Wintersemester 1996 erstmals für den Studiengang Biologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg eingeschrieben sind. Für Studierende, die vor dem Wintersemester 1996 für den Studiengang Biologie eingeschrieben worden sind und die Diplom-Vorprüfung und die Diplompüfung nach der bei ihrer Einschreibung geltenden Prüfungsordnung vom 14.08.1991 ablegen, gilt die auf der Grundlage dieser Prüfungsordnung erarbeitete Studienordnung.
Diese Studienordnung tritt am Tag nach ihrer Bekanntgabe in Kraft.
Halle (Saale), 30.08.1996

References: § 3

§ 4

§ 6

§ 9

§ 10
 § 11