Source: https://www.classiccarauctions.at/service/versteigerungsbedingungen
Timestamp: 2020-05-30 11:12:09+00:00

Document:
Classic Car Auctions Vienna: Versteigerungsbedingungen
§ 1) Die Auktion erfolgt nach diesen Versteigerungsbedingungen von CLASSIC CAR AUCTIONS, einer Tochter der Julius Hügler Gold- & Silberschmiede GmbH, Habsburgergasse 9, 1010 Wien, (im folgenden CCA genannt), sowie nach den Paragraphen 244-246 der Gewerbeordnung von 1994. Die Auktion erfolgt kommissionsweise. Der Auktionator ist berechtigt, ausnahmsweise Posten (=Lots) zurückzuziehen, die Auktion abweichend von der Reihenfolge der Katalognummern (=Lot-Nummern) vorzunehmen oder auch Lots gemeinsam auszubieten. Bei Meinungsverschiedenheiten über ein Doppelgebot oder auch wenn der Auktionator ein Gebot übersehen hat, ist er berechtigt, einen schon erteilten Zuschlag aufzuheben und das Fahrzeug weiterzuversteigern. Gesteigert wird in der Regel um 10% des letzten Gebotes. Die exakten Bieterschritte sind auf www.classiccarauctions.at einsehbar.
§ 2) Der Zuschlag erfolgt an den Meistbietenden, es sei denn, dass mit dem Einlieferer ein Verkäufervorbehalt (=Limit) vereinbart wurde. Ein solches Limit stellt eine Preisuntergrenze dar, unter der bestimmte Lots während der Auktion nicht verkauft werden. Wird ein Limit nicht erreicht, erfolgt der Zuschlag an den Meistbieter unter Vorbehalt. In diesem Fall ist der Meistbieter für die Dauer von 8 (acht) Werktagen an sein Höchstgebot gebunden. Erhält er innerhalb dieser Zeitspanne nicht den endgültigen Zuschlag zu seinem höchsten Gebot, erlischt seine verpflichtende Bindung an dieses Gebot. Für das Wirksamwerden des endgültigen Zuschlags genügt die Versendung einer entsprechenden Verständigung an die vom Meistbieter genannte Adresse innerhalb einer Frist von 8 Werktagen.
§ 3) Alle Fahrzeuge werden nach §24, Absatz 7, UStG 1994, differenzbesteuert. Zum erzielten Höchstgebot (= Meistbot) wird ein einheitliches Aufgeld von 10,00% zuzüglich der auf dieses Aufgeld entfallenden gesetzlichen Umsatzsteuer von 20% aufgeschlagen. Das Aufgeld beträgt somit insgesamt 12,00% vom Meistbot.
§ 4) Der Käufer hat den Kaufpreis sofort nach dem Zuschlag zu bezahlen (Meistbot zuzüglich 12% Aufgeld zuzüglich der auf dieses Aufgeld entfallenden gesetzlichen Umsatzsteuer von 20%). CCA kann jedoch dem Käufer den Kaufpreis im Einzelfall ganz oder teilweise stunden. Wird eine Stundung abgelehnt, kann der Zuschlag aufgehoben und das Fahrzeug neuerlich ausgeboten werden. Bei Aufhebung des Zuschlags ist CCA auch berechtigt, dem Unterbieter den Zuschlag zu dessen letztem Gebot zu erteilen. Im Falle einer ganzen oder teilweisen Stundung ist CCA berechtigt, nach Ablauf von 14 Tagen nach Erteilung des Zuschlages Verzugszinsen (12% p.a.) zu berechnen. Wird ein gestundeter Kaufpreis nicht innerhalb der festgesetzten Frist bezahlt, ist CCA berechtigt, zur Einbringung seiner Forderung gegen den säumigen Käufer die Wiederversteigerung des Fahrzeuges vorzunehmen. In diesem Fall haftet der säumige Käufer für den gesamten, CCA durch die Wiederversteigerung entstandenen Entgang an Provision sowie für sämtliche Verzugszinsen und Lagergebühren. Die Ausfolgung eines ersteigerten Fahrzeuges erfolgt ausschließlich nach vollständiger Bezahlung des Kaufpreises einschließlich aller seit dem Zuschlag angefallenen Kosten und Gebühren.
§ 5) Die zur Auktion kommenden Fahrzeuge werden vor den Auktionen zur Besichtigung ausgestellt. CCA übernimmt keine wie immer geartete Verantwortung, Gewähr oder Haftung für den technischen Zustand, eventuelle andere Mängel, oder die Fahrtüchtigkeit der zur Versteigerung gebrachten Fahrzeuge. Alle Fahrzeuge sind gebraucht und möglicherweise repariert oder restauriert und werden ausschließlich in dem Zustand angeboten, indem sie sich im Augenblick der Auktion befinden. Dem Käufer obliegt es, sich vor der Auktion selbst eine Meinung über den Zustand des Fahrzeuges zu bilden oder gegebenenfalls einen unabhängigen Sachverständigen zuzuziehen. Jede Reklamation nach Erteilung des Zuschlages ist ausgeschlossen. Mit der Abgabe seines Gebotes bestätigt der Bieter, dass er das Fahrzeug vor der Auktion besichtigt und sich der Übereinstimmung mit der Beschreibung vergewissert hat. CCA behält sich vor, Katalogangaben vor der Auktion zu berichtigen und behält sich Schreibfehler vor.
§ 6) Ist es einem Kunden nicht möglich, an der Auktion persönlich teilzunehmen, übernimmt CCA gerne Kaufaufträge. Diese können schriftlich, per E-Mail oder Post erteilt werden. Bei telefonisch oder mündlich erteilten Kaufaufträgen behält sich CCA vor, die Durchführung von einer schriftlichen, per E-Mail oder Post übermittelten Bestätigung durch den Auftraggeber abhängig zu machen. Weiters übernimmt CCA für die Durchführung von Kaufaufträgen keine Haftung. Kaufaufträge mit gleich hohen Ankaufslimits werden in der Reihenfolge ihres Einlangens berücksichtigt. Gebote, die nur eine Steigerungsstufe über dem Rufpreis liegen, werden gänzlich ausgeschöpft. Gebote, die nicht den von CCA bestimmten Steigerungsstufen entsprechen, werden zur nächst höheren Steigerungsstufe aufgerundet. Bei Fahrzeugen, die ohne Limit versteigert werden, werden Gebote unterhalb des Schätzpreises gänzlich ausgeschöpft. Eine Anmeldung für ein telefonisches Gebot für einen oder mehrere Gegenstände stellt automatisch ein Gebot zum Rufpreis für diese Fahrzeuge dar. Wenn CCA den Bieter telefonisch nicht erreichen sollte, wird CCA bei Aufruf des jeweiligen Lots im Auftrag des telefonischen Bieters bis zum Rufpreis mitsteigern. Der schriftliche Kaufauftrag muss das Fahrzeug unter Anführung der Lotnummer und des gebotenen Ankaufslimits, das sich als Zuschlagsbetrag ohne Käuferprovision und ohne Umsatzsteuer versteht, beinhalten. Unklarheiten gehen zu Lasten des Bieters. Ein bereits erteilter Kaufauftrag kann nur storniert werden, wenn der Rücktritt schriftlich und mindestens 72 Stunden vor Auktionsbeginn bei CCA einlangt. Die Durchführung von Kaufaufträgen ist kostenlos.
§ 7) Bezahlte Fahrzeuge müssen innerhalb von 5 Werktagen nach Zahlung abgeholt werden. Fahrzeuge, die nicht innerhalb von 5 Werktagen nach der Auktion bezahlt und abgeholt werden, lagern auf Gefahr des Eigentümers und es fallen Lagergebühren von 50,- Euro pro Tag an. CCA ist außerdem berechtigt, ersteigerte und bezahlte, aber nicht abgeholte Fahrzeuge, auf Gefahr und Kosten des Käufers, einschließlich der Kosten für eine Versicherung, bei einer Spedition einzulagern. Der Eigentumsübergang erfolgt zum Zeitpunkt der Übergabe des Ausfolgescheines an den Käufer.
§ 8) Erfüllungsort des zwischen CCA und dem Verkäufer sowie dem Käufer zustande kommenden Vertrages ist der Geschäftssitz der Gesellschaft. Die zwischen CCA, Verkäufern und Käufern bestehenden Rechtsbeziehungen und Verträge unterliegen österreichischem Recht. CCA, Verkäufer und Käufer vereinbaren, sämtliche Streitigkeiten aus, über und im Zusammenhang mit diesem Vertrag vor dem für den ersten Wiener Gemeindebezirk örtlich zuständigen Gericht auszutragen.

References: § 1

§ 2

§ 3
 §24

§ 4

§ 5

§ 6

§ 7

§ 8