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Timestamp: 2020-04-06 02:31:46+00:00

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Prognose der Maßnahmen nach §13.2 EnWG
Das Abwenden von Gefährdungen und Störungen der Sicherheit des Elektrizitätsversorgungssystems im Übertragungsnetz erfolgt in der Regel durch netz- und marktbezogene Maßnahmen auf Basis des §13.1 EnWG (z.B. Redispatch). Besteht darüber hinaus die Erforderlichkeit zur Umsetzung weiterer Maßnahmen, sind die Übertragungsnetzbetreiber nach §13.2 EnWG berechtigt und verpflichtet sämtliche Stromeinspeisungen, Stromtransite und Stromabnahmen in ihren Regelzonen im erforderlichen Maß anzupassen. Dies umfasst auch die Reduktion der Wirkleistungseinspeisung von Anlagen, die auf Basis des EEG vergütet werden (sog. Einspeisemanagement).
Für die Bewirtschaftung von Bilanzkreisen, die potenziell von Maßnahmen nach §13.2 betroffene Anlagen umfassen, kann der erwartete Umfang an Einspeisemanagement ein Kriterium für die Bestimmung der zu vermarktenden Energiemengen sein. Zur effizienten Integration der erneuerbaren Energien in das Energieversorgungssystem und zur Unterstützung der betroffenen Bilanzkreisverantwortlichen veröffentlichen die deutschen Übertragungsnetzbetreiber daher eine Prognose der erwarteten Maßnahmen nach §13.2 EnWG.
Die Prognose der Maßnahmen nach §13.2 ist Ergebnis eines koordinierten Planungsprozesses der deutschen Übertragungsnetzbetreiber. Dieser bestimmt aufbauend auf dem Marktergebnis und den im Rahmen des Energieinformationsnetzes zur Verfügung gestellten Planungsdaten (vgl. BK6-13-200) eine Prognose der erforderlichen Maßnahmen zur Gewährleistung eines sicheren und zuverlässigen Systembetriebs für den Folgetag. Bei dieser Prognose werden ausschließlich horizontale Engpässe im Übertragungsnetz berücksichtigt. Maßnahmen zur Behebung von Engpässen im Verteilungsnetz und zur Entlastung von Transformatoren an der Schnittstelle ÜNB/VNB sind in der Prognose daher nicht berücksichtigt.
Die Anweisung von Maßnahmen nach §13.2 erfolgt im Rahmen der Systemführung nur nach Ausschöpfung aller anderen verfügbaren Freiheitsgrade im Echtzeitsystembetrieb. Daher können eine Reihe von Faktoren dazu führen, dass der Umfang an real angewiesenen Maßnahmen nach §13.2 von der prognostizierten Menge an Maßnahmen nach §13.2 abweicht. Die wichtigsten Einflussgrößen sind dabei
- Differenzen zwischen dem prognostizierten Systemzustand und dem real eingetretenen Systemzustand (z.B. durch Prognosefehler der Wind-/PV-Einspeisung, kurzfristigen Energiehandel, etc.)
- Veränderte Verfügbarkeiten der Maßnahmen nach §13.1 (z.B. Update der Planungsdaten nach BK6-13-200, kurzfristige Verfügbarkeit von grenzüberschreitenden Maßnahmen, etc.)
Die Veröffentlichung der prognostizierten Maßnahmen nach §13.2 EnWG erfolgt daher ausschließlich als Indikation.
Die Maßnahmenveröffentlichung selbst erfolgt in der Regel bis 18 Uhr als Zeitreihe der Stundenmittelwerte in MW für den Folgetag. Die Prognose ist regional aufgelöst für 22 Regionen in Deutschland, deren Zuschnitt in Abbildung 1 dargestellt ist.
Hinweis: Die Veröffentlichung erfolgt momentan nur für die Regionen D21, D22 und D23. Diese entspricht der Veröffentlichung auf der Website von TenneT. Dort sind auch Prognosen zu Einspeisemanagement bedingt durch vertikale Engpässe veröffentlicht.
Leichte Maßnahmen
Schwere Maßnahmen
D21 0 MW D22 0 MW D23 0 MW D24 0 MW D25 0 MW D26 0 MW D41 0 MW D42 0 MW D71 0 MW D72 0 MW D73 0 MW D74 0 MW D75 0 MW D76 0 MW D8HH 0 MW D8M1 0 MW D8M2 0 MW D8M3 0 MW D8M4 0 MW D8N1 0 MW D8S1 0 MW D8S2 0 MW
D8HH
D8N1
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References: § 13
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