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Kommunales Haftungsrecht - PDF
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1 2 Kommunales Haftungsrecht Von Dr. Georg Krafft Rechtsanwalt in München Begründet von Carsten Rotermund Syndikus bei der Versicherungskammer Bayern 5., völlig neu bearbeitete und wesentlich erweiterte Auflage ERICH SCHMIDT VERLAG3 Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über abrufbar. Weitere Informationen zu diesem Titel finden Sie im Internet unter ESV.info/ Auflage Auflage Auflage Auflage Auflage 2013 Die Vorauflagen erschienen unter dem Titel Haftungsrecht in der kommunalen Praxis. ISBN Alle Rechte vorbehalten Erich Schmidt Verlag GmbH & Co. KG, Berlin Dieses Papier erfüllt die Frankfurter Forderungen der Deutschen Nationalibliothek und der Gesellschaft für das Buch bezüglich der Alterungsbeständigkeit und entspricht sowohl den strengen Bestimmungen der US Norm Ansi/Niso Z als auch der ISO Norm Gesetzt aus der 10/12 Stempel Garamond Satz: multitext, Berlin Druck und Bindung: Hubert & Co., Göttingen4 Geleitwort zur fünften Auflage Im Oktober 1995 habe ich an dieser Stelle die erste Auflage eines Handbuchs mit Musteranweisungen zur Organisation der Haftungsvermeidung vorgestellt. Auf 479 n, in zwölf Kapiteln und sieben Anhängen sollte ein möglichst umfassender Überblick über die zivilrechtliche Haftung der Kommunen verschafft werden. Die nun vorliegende fünfte Auflage weist auf 998 n fünf Teile in 14 Kapiteln auf. In nunmehr über 17 Jahren ist klar geworden, dass der Anspruch einer auch nur annähernden Vollständigkeit der Darstellung eines Überblicks über das kommunale Haftungsrecht durch einen Verfasser alleine nur schwer zu erfüllen ist. Die kommunalhaftungsrechtliche Materie hat sich vielmehr als zu umfangreich erwiesen. Hingewiesen sei nur beispielsweise auf den zunehmenden Einfluss des europäischen Rechts und die Flut der in den letzten Jahren erlassenen Gesetze und die hierzu ergangene Rechtsprechung. Bereits in der Vorauflage hat Herr Dr. Krafft deshalb die Bearbeitung wichtiger Bereiche, insbesondere der prozessrechtlichen Fragen, übernommen. Deshalb stellt es einen konsequenten weiteren Schritt dar, die vorliegende fünfte Auflage vollständig neu auszurichten. Unbeschadet des weiter bestehenden Anspruchs, dem Leser einen möglichst umfassenden Überblick zu gewähren, werden die wichtigsten haftungsrechtlichen Fragen nicht nur im Überblick, sondern stärker in der Tiefe behandelt. Aufgrund beruflicher Veränderungen in den letzten Jahren habe ich die notwendige Neuausrichtung zum Anlass genommen, mich aus der Autorenschaft zurückzuziehen und den Verlag gebeten, das Werk vollständig in die Hände von Herrn Dr. Krafft zu legen. Aufgrund der angenehmen und sehr befruchtenden Zusammenarbeit mit Herrn Dr. Krafft bei Erstellung der vierten Auflage bin ich davon überzeugt, dass er und sein Autorenteam dem Werk noch viele weitere erfolgreiche Auflagen bescheren werden. Ich hoffe, dass in ihnen auch in Zukunft noch etwas Rotermund erkennbar bleibt. Verlag und Autoren wünsche ich, dass dem Werk weiterhin viel Erfolg beschieden sein möge. Es bleibt, mich beim Erich Schmidt Verlag und allen Mitarbeitern für die stets angenehme Zusammenarbeit und die gewährte Unterstützung zu bedanken. Dies gilt in ganz besonderer Weise für die 13jährige Betreuung durch Herrn Henning Schiller. Mein Dank gilt weiter der Bundesarbeitsgemeinschaft Deutscher Kommunalversicherer (BADK) und der Versicherungskammer Bayern für die langjährig gewährte Unterstützung. Traunstein, im Januar 2013 Carsten Rotermund 55 Vorwort zur fünften Auflage Die fünfte Auflage markiert eine personelle Zäsur des bestehenden Werkes. Denn zu meinem großen Bedauern hat sich Herr Kollege Rotermund aus persönlichen Gründen entschieden, nicht mehr an der Neuauflage mitzuwirken. Vor diesem Hintergrund möchte ich vorab die Verdienste von Herrn Kollegen Rotermund um die Begründung und bisherige Fortführung des Werkes würdigen. Nachdem es mir überlassen war, das Werk alleine fortzuführen, kann ich ermessen, welche Anstrengungen und geistige Leistung die Vorauflagen abverlangt haben müssen. Es sei daher schon an dieser Stelle Herrn Kollegen Rotermund sehr herzlich für die Gelegenheit gedankt, dass ich auf das bestehende und auf dem Markt langjährig eingeführte Werk aufbauen und dieses fortsetzen darf. Die personellen Veränderungen waren jedoch nicht der Anlass, das Konzept des Werkes zu überarbeiten und einer Neuausrichtung zuzuführen. Entscheidend sind vielmehr die Bedürfnisse der Praxis sowie die zunehmende Bedeutung kommunaler Haftung. Während die Vorauflagen in erster Linie darauf abzielten, auch dem nicht juristisch vorgebildeten Leser die Haftungsrisiken für die Kommunen näher zu bringen und verständlich zu machen, geht die neue Auflage in rechtlicher Hinsicht doch erheblich weiter in die Tiefe. Deshalb richtet sich die fünfte Auflage in erster Linie an die Juristen der Kommunen, ihre Entscheidungsträger, aber auch und vor allem an Richter und Rechtsanwälte sowie Versicherungsjuristen, die sich mit der Haftung der öffentlichen Hand auf der kommunalen Ebene beschäftigen. Die Blickrichtung des Juristen ist daher auch maßgebend für den abgeänderten Aufbau. Denn die Praxis fragt zunächst danach, wer wofür haftet und vor welchem Gericht das Verfahren stattfindet. Beibehalten wurde jedoch die grundsätzliche Zweiteilung des Werkes, und zwar einmal in Bezug auf die Darstellung der rechtlich-dogmatischen Grundlagen einerseits und die vertiefte Darstellung der praxisrelevanten Fallgruppen andererseits. Dementsprechend sind auch die jeweiligen Ausführungen gewichtet. Ausführlich dargelegt werden die klassischen Probleme des Amtshaftungsrechts und seiner flankierenden Rechtsgebiete (öffentlich-rechtliche Schuldverhältnisse, enteignungsgleicher Eingriff etc.). Da das kommunale Haftungsrecht geprägt ist vom Dualismus der Einstandspflicht für hoheitliche und/oder privatwirtschaftlich- 76 8 Vorwort zur fünften Auflage fiskalische Betätigung, ist der Behandlung der allgemeinen zivilrechtlichen Anspruchsgrundlagen, die die Verantwortlichkeit der Kommunen in der Praxis begründen können, ebenfalls breiter Raum gewidmet. In der Neuauflage finden aber auch Rechtsgebiete nähere Berücksichtigung, die in Zukunft wegen ihrer zunehmenden Bedeutung in den Blick zu nehmen sein werden. Dazu gehört insbesondere der europarechtliche Staatshaftungsanspruch, der im Zusammenhang mit den sogenannten Wettmonopolfällen für die Kommunen Praxisrelevanz erlangt hat. Entsprechendes gilt für das Haftungsrisiko aufgrund diverser gesetzlicher Neuerungen. Zu nennen ist hier insbesondere die Gesetzesänderung zur Informationspflicht der öffentlichen Hand gegenüber den Verbrauchern in Bezug auf Lebensmittel. Auch hat das Jahr 2012 diverse Klarstellungen durch die Rechtsprechung mit sich gebracht. So hat zum Beispiel der BGH nunmehr wegweisend die Fallgruppen festgelegt, in denen eine Haftung der Kommunen wegen der Versagung des Einvernehmens verbleibt. Im Vergleich zur Vorauflage sind diverse Themen abseits der klassischen Kommunalhaftung hinzugekommen (wie z.b. die Haftung der Kommunen nach UWG, GWB und dem europäischen Beihilfenrecht). Neu ist insbesondere auch die Behandlung der persönlichen Haftung von Leitungskräften kommunaler Unternehmen in privatrechtlichen Formen, die der Tatsache der Privatisierung öffentlicher Aufgaben geschuldet ist. Entsprechendes gilt für die persönliche Einstandspflicht wegen der notwendigen Teilhabe kommunaler Repräsentanten z.b. am örtlichen Vereinsleben und in Parteien. Allerdings konnten diese Rechtsmaterien, ebenso wie das Vergaberecht, nur in ihren Grundzügen dargestellt werden, da vertiefte Ausführungen den Umfang des Werks gesprengt hätten. Gleichwohl haben wir uns um eine die wesentlichen Probleme aufzeigende Darstellung bemüht. Erheblich erweitert und vertieft wurden jedoch die Ausführungen zum Versicherungsschutz der Kommunen. Ergänzt wurde die versicherungsrechtliche Thematik um die Absicherung persönlicher Haftungsrisiken, insbesondere von Leitungskräften kommunaler Kapitalgesellschaften. In der Neuauflage konnten wegen abnehmender Bedeutung und der Neuausrichtung des Werks manche Themen nicht mehr erschöpfend behandelt werden. Dazu zählen zum Beispiel die Haftung nach dem Staatshaftungsgesetz der ehemaligen DDR (und seiner Nachfolgebestimmungen). Gestrichen wurde der Regress des Sozialversicherungsträgers. In seinem Umfang reduziert wurde weiter das Kapitel Arzthaftungsrecht, nicht weil es für die Kommunen nicht praxisrelevant wäre, sondern vielmehr deshalb, weil hierzu zahlreiche eigenständige und ausführliche Publikationen existieren. Beibehalten und vertieft wurde allerdings die Problematik der Haftung der Kommunen als Träger von Krankenhäusern.7 Vorwort zur fünften Auflage Wie schon die Vorauflagen stellt das aktuelle Werk die Rechtslage anhand der Rechtssprechung primär des BGH (dort insbesondere der dritte Zivilsenat, Staatshaftungssenat) dar. Soweit erforderlich, sind auch unter- und obergerichtliche Entscheidungen eingearbeitet. Damit die zitierten Urteile leichter aufgefunden werden können, wurden die Entscheidungen mit Datum und Aktenzeichen sowie einer weitgehend allgemein zugänglichen Fundstelle aufgeführt. Neu ist die Voranstellung einschlägiger Aufsätze sowie an geeigneter Stelle der Verweis auf weitere Urteile, die im inhaltlichen Zusammenhang mit den jeweiligen Themen stehen. Der Stand der Bearbeitung entspricht der Rechtsprechung und Literatur, soweit sie bis Ende November 2012 veröffentlicht waren. Auf Gesetzesänderungen, die zum in Kraft getreten sind, wird jedoch hingewiesen. Angesichts des wachsenden Umfangs kommunaler Haftungsrisiken, war es mir schon aus zeitlichen Gründen unmöglich, eine weitgehend vollständige Darstellung alleine zu verfassen, einmal ganz davon abgesehen, dass es schon die zur Qualitätssicherung gebotene Spezialisierung erforderlich macht, Autoren zu beteiligen, die über entsprechendes Fachwissen verfügen. Es ist mir daher eine besondere Freude, dass ich Frau Richterin am Oberlandesgericht Petra Willner, Mitglied des Vergabesenats beim Oberlandesgericht München, für den vergaberechtlichen Teil gewinnen konnte. Frau Kollegin Willner ist eine ausgewiesene Expertin des Vergaberechts. Sie hat die für die Kommunen äußerst wichtige Materie mit dem Blick für das Wesentliche aus der Perspektive der Rechtsfindung behandelt. Bei der Abfassung des Werkes haben mich als Autoren außerdem tatkräftig unterstützt Frau Rechtsanwältin Rönsberg (Fachanwältin für Verwaltungsrecht), Frau Rechtsanwältin Tassarek-Schröder, Herr Rechtsanwalt Thaller, und Herr Rechtsanwalt und Fachanwalt für Medizinrecht Koller (allesamt Tacke-Krafft, München), deren jahrelange praktische Erfahrungen aus kommunalen Haftpflichtprozessen mit eingeflossen sind. Bedanken möchte ich mich auch noch bei Herrn Rechtsanwalt Dr. Zentz (Tacke-Krafft, München) und Frau Rechtsreferendarin Bönisch für die Korrekturarbeiten und weitere Unterstützung. Mein Dank gilt schließlich noch meinem Kanzleipartner, Herrn Rechtsanwalt Dr. Tacke, für seine Geduld und die Übernahme der Mehrbelastung im Tagesgeschäft, ohne die die Neuauflage nicht möglich gewesen wäre. München, im Januar 2013 Dr. Georg Krafft 98 Inhaltsübersicht Geleitwort zur fünften Auflage Vorwort zur fünften Auflage Inhaltsverzeichnis Bearbeiterverzeichnis Abkürzungsverzeichnis Teil A Die Haftung der Kommune gegenüber Dritten KAPITEL I Haftungssubjekt Kommune und Haftungsregime KAPITEL II Recht der öffentlich-rechtlichen Ersatzleistungen KAPITEL III Verwaltungsprivatrechtliche Haftung der Kommunen KAPITEL IV Gefährdungshaftung der Kommunen KAPITEL V Kausalität, Mitverschulden, Schaden und Entschädigung Teil B Typische Fallgruppen kommunaler Dritthaftung KAPITEL I Verkehrssicherungspflichtverletzungen KAPITEL II Öffentliches Baurecht KAPITEL III Abwasserbeseitigung und Hochwasserschutz9 Inhaltsübersicht KAPITEL IV Kommunikationshaftung KAPITEL V Kommunale Baumaßnahmen, Daseinsfürsorge, Gefahrenabwehr KAPITEL VI Kommunales Heil- und Pflegewesen Teil C Risikofelder persönlicher Haftung im kommunalen Kontext KAPITEL I Die persönliche Außen- und Rückgriffshaftung von Amtsträgern und der Hilfspersonen der öffentlichen Hand KAPITEL II Die persönliche Haftung für die Übernahme von Funktionen in kommunalen Unternehmen und Mitgliedschaften in Vereinen sowie Parteien KAPITEL III Die Ersatzpflicht bei Arbeits- und Dienstunfällen Teil D Die versicherungsrechtliche Absicherung der Haftungsrisiken Teil E Der (kommunale) Haftpflichtprozess: Verfahrensrechtliche Grundlagen und Besonderheiten Literaturverzeichnis Stichwortverzeichnis10 Inhaltsverzeichnis Geleitwort zur fünften Auflage Vorwort zur fünften Auflage Inhaltsübersicht Bearbeiterverzeichnis Abkürzungsverzeichnis Teil A Die Haftung der Kommune gegenüber Dritten 55 KAPITEL I Haftungssubjekt Kommune und Haftungsregime Vorbemerkung Rechtsnatur und Begriffsbestimmung der Kommune Die Abgrenzung zwischen hoheitlicher und privatwirtschaftlichfiskalischer Betätigung Rechtlicher Ausgangspunkt und praktische Bedeutung Grundsätze der Abgrenzung Die Verantwortlichkeit der öffentlichen Hand Die Verantwortlichkeit der öffentlichen Hand für hoheitliche Tätigkeiten Amtshaftung Beamter im haftungsrechtlichen Sinne Zurechnung Staatshaftung (verwaltungsrechtliche Schuldverhältnisse, Enteignungs- und Entschädigungsansprüche) Die Verantwortlichkeit der öffentlichen Hand für privatwirtschaftlich-fiskalische Tätigkeiten Organhaftung gem. 31, 89 BGB Haftung für Erfüllungsgehilfen gem. 278 BGB Haftung für Verrichtungsgehilfen gem. 831 BGB Die Gefährdungshaftung der öffentlichen Hand Anspruchskonkurrenzen Grundsätze und Ausnahmen11 14 Inhaltsverzeichnis Recht der öffentlich-rechtlichen Ersatzleistungen Privatwirtschaftlich-fiskalische Betätigung Bestimmung des Haftungssubjekts sowie des Haftungsregimes nach Fallgruppen und Rechtsgebieten Staatliche Aufgabenerfüllung der Kommunen Weisung, Amtshilfe und Hilfeleistung Organleihe im weiteren Sinne Beamte mit institutioneller Doppelstellung (z.b. Landrat) oder Nebenamt Bedienstete der Kreise und Landratsämter Kommunale Beschlussgremien (Stadt- und Gemeinderat sowie Kreistag) Umlegungsausschuss Bürgermeister Zweckverbände und sonstige Formen interkommunaler Kooperation Zweckverband Verwaltungsgemeinschaften ARGE und Jobcenter gem. SGB II Hoheitliche Aufgabenerfüllung durch Private (Beliehene/Verwaltungshelfer) Überblick Beliehene und Verwaltungshelfer Verwaltungswerkzeuge der Eingriffsverwaltung Verwaltungswerkzeuge der Daseinsfürsorge Erbringung bautechnischer Nachweise durch externe Prüfer Prüftätigkeiten im Allgemeinen Prüfingenieure Prüfsachverständige Gemeinschaftsrechtlicher Staatshaftungsanspruch Kommunale Krankenhäuser Gesamtschuldnerische Haftung Haftung öffentlich-rechtlicher Körperschaften untereinander Prozessuale Zurechnung (Europäisches) Kartell- und Wettbewerbsrecht (UWG, GWB, AUEV) Verkehrssicherungspflichten Anwendbares Haftungsregime und Kritik Passivlegitimation Beteiligung der öffentlichen Hand an Unternehmen des Privatrechts12 Inhaltsverzeichnis KAPITEL II Recht der öffentlich-rechtlichen Ersatzleistungen Vorbemerkung Haftung aus verwaltungsrechtlichen Schuldverhältnissen und Sonderverbindungen Vorbemerkung Öffentlich-rechtliche Geschäftsführung ohne Auftrag Öffentlich-rechtliche c.i.c Öffentlich-rechtlicher Vertrag/Sonderverbindung Öffentlich-rechtliche Verwahrung Darlegungs- und Beweisfragen Rechtsweg Amtshaftung Inhalt und Umfang der Amtspflichten Rechtsquellen der kommunalen Amtspflichten Gesetzlich geregelte Amtspflichten Amtspflicht zu rechtmäßigem Handeln Amtspflicht zu zuständigkeitsgemäßem Handeln Amtspflicht zu verfahrensgemäßem Handeln, insbesondere zur Sachverhaltserforschung Amtspflicht zur fehlerfreien Ausübung von Ermessensund Beurteilungsspielräumen Amtspflicht zu verhältnismäßigem Handeln Amtspflicht zur Fehlerkorrektur Amtspflicht zu konsequentem Verhalten Amtspflicht zu rascher Sachentscheidung Organisationspflichten als Amtspflichten Personal- und Sachausstattung Wissensmanagement Weitere Organisationspflichten Gebrauch von Rechtsmitteln und Rechtsbehelfen Amtspflichten zur Erteilung richtiger Auskünfte, Belehrungen etc Ausschreibung und Besetzung öffentlicher Stellen Der Schutzzweck der Amtspflichten Vorbemerkung Drittgerichtetheit der Amtspflicht Geschützte Dritte Drittgerichtetheit bejaht Drittgerichtetheit verneint13 16 Inhaltsverzeichnis Sachliche und inhaltliche Begrenzungen der Amtspflicht (Schutzbereich) Grundsätze Einzelfälle Verlässlichkeitsgrundlage Verschulden Grundsatz Die einzelnen Verschuldensformen und ihre praktischen Auswirkungen Verschulden bei unrichtiger Rechtsanwendung Grundsatz Die Kollegialgerichtsrichtlinie Fehlendes Verschulden Rechtswidrigkeit Haftungsausschluss und Haftungsbeschränkungen Fehlende anderweitige Ersatzmöglichkeit (Verweisungsprivileg, Subsidiarität) Regelungszweck Entfallen des Verweisungsprivilegs Anforderungen an die anderweitige Ersatzmöglichkeit Anwendungsbereich des Verweisungsprivilegs in der kommunalen Haftungspraxis Schadenabwendung durch Gebrauch eines Rechtsmittels Ausschlusswirkung von Planfeststellungsverfahren Sonstige Haftungsausschlüsse und -beschränkungen Kausalität und Schaden Darlegungs- und Beweisfragen Amtspflichtverletzung Verlässlichkeitsgrundlage Verschulden Anderweitige Ersatzmöglichkeit Abwendung durch Gebrauch eines Rechtsmittels Kausalität und Schaden Der gemeinschaftsrechtliche Staatshaftungsanspruch Vorbemerkung und praktische Relevanz Die Haftungsvoraussetzungen im Überblick Passivlegitimation der Kommune Die Verletzung einer unionsrechtlichen Schutznorm Die Feststellung der Schutznormverletzung Kein Anwendungsvorrang nationalen Rechts Der hinreichend qualifizierte Verstoß Die Anwendung auf kommunaler Ebene, Haftungsmaßstab.. 14514 Inhaltsverzeichnis Die Kriterien des hinreichend qualifizierten Verstoßes Konsequenzen für die Kommunen Kausalität Haftungsausfüllende Kausalität, Vorrang des Primärrechtsschutzes, Subsidiarität, Mitverschulden, Schaden und Rechtsweg Verschuldensunabhängige Entschädigungsansprüche Überblick und Haftungsregime Entschädigung für rechtmäßiges hoheitliches Handeln Entschädigung für rechtswidriges hoheitliches Handeln Rechtsfolgen und praktische Relevanz Der enteignungsgleiche Eingriff Begriff des Eingriffs Die eigentumsrechtlich geschützte Position Unmittelbarkeit des Eingriffs Schadensanfälliger Zustand des Eingriffsgegenstands Verstoß gegen die Inanspruchnahme von Primärrechtsschutz, 254 BGB Der enteignende Eingriff Grundsätzliches zum Eingriffstatbestand beim enteignenden Eingriff Opfergrenze bei hoheitlichen Beeinträchtigungen des Gewerbebetriebs Opfergrenze bei hoheitlichen Beeinträchtigungen von Grundstücken Keine Subsidiarität Passivlegitimation Darlegungs- und Beweisfragen Spezialgesetzliche Entschädigungsregelungen Bundesrecht Planfeststellungsbeschlüsse BImSchG und WHG BauBG Landesrecht, Staatshaftung in den neuen Bundesländern Polizeigesetze Staatshaftung in den neuen Bundesländern Verjährungsfragen Vorbemerkung Grundsätze Entstehen des Amtshaftungsanspruchs Kenntnis (grob fahrlässige Unkenntnis) und Zumutbarkeit15 18 Inhaltsverzeichnis 6.5 Verjährungshemmung Primärrechtsschutz Hemmung durch Vorverfahren Keine Hemmung durch Eilverfahren Auskünfte Keine Hemmung durch Beiladung im Verwaltungsrechtstreit Versagung des Einvernehmens Weisungsfälle Hemmung durch Verhandlungen Die Verjährung weiterer kommunaler Haftpflichttatbestände wegen hoheitlicher Betätigung Ansprüche aus enteignungsgleichem bzw. enteignendem Eingriff, Aufopferung Die Verjährung des gemeinschaftsrechtlichen Staatshaftungsanspruchs Landesrechtliche Verjährungsvorschriften Verjährung der Ansprüche aus dem StHG-DDR Darlegungs- und Beweisfragen KAPITEL III Verwaltungsprivatrechtliche Haftung der Kommunen Vorbemerkung Erscheinungsformen und Grenzen privatwirtschaftlichfiskalischen Handelns der Kommune Überblick über die Haftungstatbestände, Praxisrelevanz Geltung der Grundrechte Anwendung der Kollegialgerichtsrichtlinie Vertragliche und vertragsähnliche Haftung Kommunale Vertragshaftung Wissensmanagement der Kommune und Wissenszurechnung Organwissen Dokumentationspflicht Wissensaufspaltung Darlegungs- und Beweisfragen Verschulden bei Vertragsschluss (culpa in contrahendo) Allgemeines Enttäuschtes Vertrauen infolge Abbruchs der Vertragsverhandlungen Verletzung von Aufklärungs- und Hinweispflichten Grenzen kommunaler Vertrauenshaftung, Haftungsumfang und Mitverschulden16 Inhaltsverzeichnis Schutzzweck und Kausalität Rechtsfolgen und kommunalrechtliche Begrenzung des Haftungsumfangs Mitverschulden Darlegungs- und Beweisfragen, Rechtsweg Störung der Geschäftsgrundlage Geschäftsgrundlage Schwerwiegende Veränderung Risikobetrachtung Vorhersehbarkeit Unzumutbarkeit Rechtsfolgen Geschäftsführung ohne Auftrag Privatrechtliche Deliktshaftung, 823ff. BGB Der nachbarrechtliche Ausgleichsanspruch Vorbemerkung und Haftungsrisiko für die Kommunen Anwendbarkeit Abschließende Regelung durch Spezialgesetz Sperrwirkung öffentlich-rechtlicher Genehmigungen Sperrwirkung von Planfeststellungsbeschlüssen Entschädigung gem. 906 Abs. 2 S. 2 BGB Wesentliche bzw. unzumutbare Beeinträchtigung Ortsübliche Benutzung des störenden Grundstücks Entschädigung gem. 906 Abs. 2 S. 2 BGB analog Überblick Anspruchsvoraussetzungen und Praxisrelevanz Begriff der Einwirkung Erfordernis der Grundstücksbezogenheit der Beeinträchtigung Grundsätzliche Abwehrmöglichkeit und ihre fehlende Durchsetzbarkeit (faktischer Duldungszwang) Aktiv- und Passivlegitimation Passivlegitimation Störereigenschaft und Zurechnung Person des Grundstücksnutzers Haftungsverteilung bei mehreren Ausgleichspflichtigen Aktivlegitimation Ausgleichspflicht und Rechtsfolgen Darlegungs- und Beweisfragen Haftung nach dem AGG Aktivlegitimation17 20 Inhaltsverzeichnis Beschäftigte Bewerber und Scheinbewerbungen Passivlegitimation Arbeitgeber Zurechnung des Verhaltens Dritter Das Benachteiligungsverbot des 7 Abs. 1 AGG Vergleichbare Situation Indizien für eine Benachteiligung Stellenanzeigen Benachteiligungen von Schwerbehinderten Statistik als Indiz Auskunftsanspruch Beweislastumkehr Rechtfertigung Schadenersatzverpflichtung nach 15 Abs. 1 AGG Entschädigungsanspruch nach 15 Abs. 2 AGG Ausschlussfristen Konkurrierende Ansprüche Urheber-, Kennzeichen- und Markenrechte Verletzung von Urheberrechten Verletzung der Urheberrechte des Architekten Urheberrechtliche Schutzfähigkeit des Bauwerks Schutz der Werkintegrität Rechtsfolgen Sonstige Urheberrechtsverletzungen durch die öffentliche Hand Verletzungen von Namens-, Kennzeichenund Markenrechten Namens- und Kennzeichenrechte Anspruchsvoraussetzungen Rechtsfolgen Markenrechte Wettbewerbsrecht der Kommunen Übersicht Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) Haftungsregime und -subjekt, Rechtsweg Fallgruppen kommunaler Haftungsrisiken und Rechtsfolgen Kartellrecht (GWB) Haftungsregime und -subjekt, Rechtsweg Fallgruppen kartellrechtlicher kommunaler Haftungsrisiken Rechtsfolgen18 Inhaltsverzeichnis Fusionskontrolle Europäisches Beihilfenrecht Anwendungsbereich Unzulässige Beihilfen i.s.d. AEUV De-minimis -Beihilfen/ Allgemeine Gruppenfreistellungsverordnung Marktkonforme Begünstigungen Dienstleistungen im Bereich der öffentlichen Daseinsfürsorge Ausnahmsweise fehlender grenzüberschreitender Bezug Rechtsfolgen und Rechtsweg Die Vergabe öffentlicher Aufträge Vergabeverfahren gem. 97ff. GWB Allgemeine Vorgaben Schwellenwerte Kommunen und kommunale Einrichtungen als öffentliche Auftraggeber Öffentlicher Auftrag Definition Verkauf und Erwerb von Grundstücken, Bauverträge und -konzessionen, städtebauliche Planung und Erschließung Dienstleistungsauftrag Dienstleistungskonzession öffentlich-private Partnerschaften Inhouse-Geschäfte Interkommunale Zusammenarbeit Arten der Vergabe Wahl der richtigen Vertragsordnung Die Bekanntmachung Die Angebotswertung Ausschlussgründe Die Eignungsprüfung Die Angemessenheit der Preise Der Zuschlag Mitwirkung Dritter am Vergabeverfahren Interessenkollision Dokumentation und Vorabinformation Aufhebung des Vergabeverfahrens Das Nachprüfungsverfahren Schadenersatz Vergabeverfahren außerhalb des GWB Auftragsvergabe mit Binnenmarktrelevanz Rechtsnatur und Bindungswirkung der Vertragsordnungen Haftung des Auftraggebers bei Vergabefehlern Prozessuale Besonderheiten19 22 Inhaltsverzeichnis 9. Die Verantwortlichkeit der öffentlichen Hand für die Beteiligung an kommunalen Unternehmen des Privatrechts Grundsatz Durchgriffshaftung der Kommune als GmbH-Gesellschafterin Grundsatz Fallgruppen der Durchgriffshaftung Vermögensvermischung Unterkapitalisierung Existenzvernichtungshaftung Haftung aus Konzernrecht Durchgriffshaftung der Kommune bei Beteiligung an AG Grundsatz Fallgruppen Vermögensvermischung Haftung aus Konzernrecht Existenzvernichtungshaftung Andere Haftungstatbestände Darlegungs- und Beweisfragen Gesamtschuldnerausgleich zwischen kommunalen Körperschaften KAPITEL IV Gefährdungshaftung der Kommunen Vorbemerkung Haftpflichtgesetz (HPflG) Vorbemerkung Die Haftung des Bahnunternehmers Vorbemerkung und Passivlegitimation Begriff des Betriebs Ausschluss der Haftung Mitverschulden Rechtsfolgen und Grenzen der Haftung Darlegungs- und Beweisfragen, Kausalität Die Anlagenhaftung Haftungstatbestände Anlagenbegriff Inhaber der Anlage Wirkungshaftung Anspruchsvoraussetzungen20 Inhaltsverzeichnis Reichweite der Haftung Zustandshaftung Ausschluss der Ersatzpflicht Mitverschulden Rechtsfolgen Darlegungs- und Beweisfragen; Kausalität Haftungsbegrenzung Straßenverkehrsgesetz (StVG) Vorbemerkung und Passivlegitimation Haftungsvoraussetzungen Halterhaftung Fahrerhaftung Begriff des Kraftfahrzeugs Haftungsausschluss bei höherer Gewalt Grundsätze Höhere Gewalt bei Mäharbeiten der Kommune an Straßen Sonderrechte Versicherungspflicht Haftungsausschluss Die Haftung der Kommune für Umwelteinwirkungen Vorbemerkung Umwelthaftungsgesetz (UmweltHG) Vorbemerkung Begriff der Anlage und Passivlegitimation Umwelteinwirkung Kausalität Haftungsumfang Darlegungs- und Beweisfragen Exkurs: Umweltschadengesetz (USchadG) Vorbemerkung Gesetzeszweck und Praxisrelevanz für die Kommunen Voraussetzungen und Rechtsfolgen Wasserhaushaltsgesetz (WHG) Vorbemerkung Verhaltenshaftung nach 89 Abs. 1 WHG Haftungsbegründende Handlung Haftung von Abwasserverbänden Anlagenhaftung nach 89 Abs. 2 WHG Haftungsbegründende Handlung Ausschluss der Haftung bei höherer Gewalt Inhalt und Umfang der Haftung nach 89 WHG Mehr anzeigen
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 Art. 34
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 Art. 1
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