Source: https://www.faro-duisburg.de/faros-weg
Timestamp: 2020-02-17 01:13:02+00:00

Document:
FaROs Weg - FaRO
FaROs Weg
FaROs Hilfen
FaROs Kinderköche
Zudem verfügt FaRO über zwei insoweit erfahrene Fachkräfte im Rahmen des § 8a Abs. 2 SGB VIII und desweiteren über systemische Beraterinnen / Therapeutin.
Desweiteren wird die Arbeit durch ein qualifiziertes Team für die Bereiche QM, PM, Abrechnungswesen, kontinuierliche Datenpflege, Archivierung komplettiert.
Eltern geraten aus völlig unterschiedlichen Gründen an die Grenzen ihrer Handlungsfähigkeit. Sie sind in dieser Situation oft nicht in der Lage, ohne Hilfe die wesentlichen und traditionell gewachsenen Funktionen der Familie zu vermitteln. Den Kindern dieser Familien mangelt es an emotionaler Nähe und Beziehung, an der Gewährung gegenseitigen Schutzes und Unterstützung, an der Vermittlung von Normen, Werten und gesellschaftlichen Routinen. Zudem werden sie unter diesen Bedingungen nicht auf die soziale Selbständigkeit vorbereitet.
Die Familiensituation in einer von FaRO betreuten Familie ist in der Regel durch folgende soziale Faktoren belastet:
• Langzeitarbeitslosigkeit und Überschuldung
• Trennung/Scheidung und Alleinerziehung der Kinder
• marode Wohnverhältnisse und ein problematisches Wohnumfeld
Neben diesen übergeordneten sozialen Problemlagen tritt in solchen Familien zusätzlich eine Kombination von mehreren der nachfolgend aufgeführten Schwierigkeiten auf:
• Sucht- und Abhängigkeitserkrankungen
• chronische und psychische Erkrankungen
• Gewalt/Missbrauch
• Verwahrlosungserscheinungen
• Vernachlässigung der Kinder
• Beziehungsstörungen (Eltern/Kind, Partner)
• Kommunikationsstörungen
• Konfliktverleugnung
• fehlende Bewältigungsstrategien zur Konfliktlösung
Derartige Probleme und soziale Benachteiligungen führen nicht selten zu einer gesellschaftlichen Ausgrenzung und Isolation der Familien, unter denen die Kinder ganz besonders zu leiden haben. Den Bedürfnissen ihrer Kinder nach Geborgenheit, Versorgung, Erziehung und Bildung können die Sorgeberechtigten ohne Hilfe nicht gerecht werden. Die Kinder reagieren auf diese belastenden Familienverhältnisse mit folgenden kognitiven, motorischen und emotionalen Symptomen:
• Entwicklungsverzögerung/Regression
• psychische Auffälligkeiten
• häufige Erkrankungen
• Störungen in der Wahrnehmungsfähigkeit
• Störungen in der Kommunikationsfähigkeit
• emotionaler Rückzug
Im Idealfall reflektieren die Eltern ihre Notsituation und bitten aus Eigeninitiative um Hilfe. Im Regelfall wird die Hilfe von den Jugendämtern angeboten.
Bei der Entscheidung, ob die Familie Unterstützung erhält, stellen Sucht- und/oder Gewaltprobleme, geistige und/oder körperliche Behinderungen, aber auch eine fehlende Motivation für FaRO grundsätzlich keine Ausschlusskriterien dar. Die Familienhelferin wird ihre Arbeit aufnehmen, solange keine Gefahr für ihr Wohl besteht.
Die Bereitschaft der Familie, sich helfen lassen zu wollen, kommt bereits dadurch zum Ausdruck, dass sie der Familienhelferin den Eintritt in ihre Wohnung gewährt. Damit ist eine Mindestanforderung zur Arbeitsaufnahme erfüllt.
Grundlage für die Arbeit in den Familien ist der § 27 SGB VIII Hilfen zur Erziehung in Verbindung mit § 31 SGB VIII Sozialpädagogische Familienhilfe und der § 36 SGB VIII Hilfeplanung.
Formeller Ablauf und Weiterentwicklung der Familienhilfe
Im Rahmen der Hilfeplanung gem. § 36 SGB VIII wird mit der fallverantwortlichen Fachkraft des jeweiligen Allgemeinen Sozialen Dienstes die Kooperation festgelegt.
Im Fachgespräch wird in Anwesenheit aller in die Maßnahme involvierten Fachkräfte eine Analyse erstellt, die bedarfsgerecht, zielgenau und sozialraumorientiert ist. Der hieraus resultierende Hilfeumfang kann in Stunden pro Woche, pro Monat oder pro Quartal bestimmt werden.
Im Hilfeplangespräch wird mit der Familie die Bedarfsanalyse erläutert und festgelegt.
Darüber hinaus gewährleistet ein kontinuierlicher Austausch mit den Abteilungen Controlling und Bereichsleitung ASD der zentralen Verwaltung des Jugendamtes der Stadt Duisburg eine Sicherstellung der Arbeitsqualität und die konzeptionellen Weiterentwicklung der Leistungen.
Die Gewährleistung von Schutz und Sicherheit für die Kinder unserer Familien ist ein zentrales Anliegen unserer täglichen Arbeit. Unsere Einrichtung möchte als ambulante Kinder- und Jugendhilfe sowohl durch die tägliche präventive Arbeit das Kindeswohl schützen, aber auch durch konkreten Kinderschutz im Gefährdungsfall den Schutzauftrag der Jugendhilfe, geregelt im § 8a, sowie 8b und im § 42 des 8. Sozialgesetzbuches (SGB VIII) erfüllen.
Unser Kinderschutzkonzept bietet Mitarbeitern und allen Interessierten Orientierungsmöglichkeiten, aber auch Leitlinien für die Einschätzung und den Umgang mit sexueller, körperlicher und emotionaler Gewalt an Kindern und Jugendlichen. Wir möchten darüber informieren, welche Handlungsmöglichkeiten bei einem Verdacht auf eine eventuelle Gefährdung bestehen, um einen uneingeschränkten und unmittelbaren, auf die Bedürfnisse der einzelnen Kinder und Jugendlichen ausgerichteten, Schutz gewährleisten zu können.
Auf Anfrage können Sie gerne einen Blick in unsere Kinderschutzbroschüre werfen, die in kooperativer Zusammenarbeit mit der Kindernothilfe entstanden ist.
Am Kiekenbusch 10
E.Mail: info@faro-duisburg.de

References: § 8
 § 27
 § 31
 § 36
 § 36
 § 8
 § 42