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Timestamp: 2019-03-19 08:52:13+00:00

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27.08.2016 11:36 |
Mein Mann (Schweizer Staatsbürger) erzielt durch die Vermietung einer Eigentumswohnung in der Schweiz Einnahmen, die wir in unserer deutschen Steuererklärung angeben. Er zahlt für die Mieteinnahmen Steuern in der Schweiz. Das deutsche Finanzamt hat nun die Mieteinnahmen - gekürzt um die Schweizer Steuer - dem zu versteuernden Einkommen zugerechnet, so dass wir darauf deutsche Steuer gemäß unserem errechneten Steuersatz zahlen. Ist dies so korrekt? Müsste nicht der komplette Mietertrag (ohne Abzug Schweizer Steuer) dem zu versteuernden deutschen Einkommen hinzugerechnet werden, dann aber von der errechneten Einkommensteuer die Schweizer Steuer abgezogen werden?
Beispiel: 2.400 € Mieteinnahmen, 400 € gezahlte Schweizer Steuer
1) erfolgte Berechnung der deutschen Steuer: 2.400 € - 400 € = 2.000 €, davon ca. 25 % deutsche ESt = 500 € ESt
2) unsere Auffassung: 25 % ESt von 2.400 € = 600 € - 400 € = 200 € ESt
Im Beispiel ergibt das immerhin eine Differenz von 300 €, die man im Fall 1 mehr zahlt.
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Aus dem Doppelbesteuerungsabkommen Deutschland - Schweiz (DBA) ergibt sich in Art. 6 Abs. 1, dass Einkünfte aus unbeweglichen Vermögen, also Immobilien, in dem Vertragsstaat versteuert werden können, in dem sie sich befinden.
Diese steuerrechtlich also Belegenheitsprinzip bezeichnete Verfahren würde also grundsätzlich eine Abführung von Steuern an der schweizerischen Fiskus bedeuten.
Können ist aber nicht immer müssen. Zwar konkretisiert Art. 6 Abs. 3 den Abs. 1 dahin gehend, dass Einkünfte aus Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung umfasst.
Eine Doppelbesteuerung wird hierdurch aber nicht ausgeschlossen. Vielmehr wird die schweizerische Steuer i.S.d. Art. 24 Abs. 1 Nr. 2 DBA in Deutschland angerechnet.
Denkbar ist auf Antrag auch eine Anrechnung i.S.d. § 34c Abs. 2 EStG der schweizerischen Steuer. Hier würden sich dann das zu versteuernde Einkommen um die Steuer aus der Schweiz verringern.
Das Verhalten ist also somit korrekt, hier wurde offensichtlich die Variante des 34c Abs. 2 EStG gewählt. Dies erfolgt nur auf Antrag des Steuerschuldners, hier wäre zu prüfen ob Ihr Antrag vorlag.
Der Regelfall ist die Ermittlung der deutschen Steuerlast durch Bezug auf die gesamten Mieteinnahmen. Aus diese Steuerlast wird dann die schweizerische Zahlung verrechnet. Nur noch die Differenz ist in Deutschland zu leisten.
Falls Sie letzteres System bevorzugen und kein Antrag vorlag, sollten Sie mit Ihrem Finanzamt sprechen, so dass diese wieder i.S.d § 2a EStG i.V.m. Art. 24 Abs. 1 Nr. 2 DBA die Steuer lediglich anrechnen.
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References: Art. 6
 Art. 6
 Art. 24
 § 34
 § 2
 Art. 24