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Timestamp: 2017-02-28 13:14:50+00:00

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BGH, 09.07.2009 - II ZR 262/07 - Begrenzung des Anwendungsbereichs des § 321a Zivilprozessordnung (ZPO) auf die Rüge der Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör | Urteile auf anwalt24.de
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BGH, 09.07.2009 - II ZR 262/07 - Begrenzung des Anwendungsbereichs des § 321a Zivilprozessordnung (ZPO) auf die Rüge der Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör
BundesgerichtshofBeschl. v. 09.07.2009, Az.: II ZR 262/07Gericht: BGHEntscheidungsform: BeschlussDatum: 09.07.2009Referenz: JurionRS 2009, 18794Aktenzeichen: II ZR 262/07 Verfahrensgang:vorgehend:LG Hannover - 22.02.2007 - AZ: 25 O 60/06OLG Celle - 07.11.2007 - AZ: 9 U 57/07BGH - 18.05.2009 - AZ: II ZR 262/07Rechtsgrundlagen:§ 321a Abs. 1 S. 1 Nr. 2 ZPO§ 321a Abs. 2 S. 1 ZPODer II. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes hatam 9. Juli 2009durch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Goette und die Richter Kraemer, Dr. Strohn, Caliebe und Dr. Reichart beschlossen:Tenor:Die Anhörungsrüge des Klägers gegen die Kostenentscheidung im Senatsurteil vom 18. Mai 2009 wird zurückgewiesen.Gründe1Die "Anhörungsrüge (§ 321 a ZPO)" des Klägers vom 23. Juni 2009 gegen die Kostenentscheidung in dem am 18. Mai 2009 verkündeten - bisher nicht zugestellten - Senatsurteil bleibt erfolglos.2Abgesehen davon, dass der Kläger den "Zeitpunkt der Kenntniserlangung" i.S. des § 321 a Abs. 2 Satz 1 ZPO und damit die Einhaltung der in dieser Vorschrift bestimmten Frist für die Anhörungsrüge nicht dargetan hat, ist diese auch insoweit unzulässig, als der Kläger eine Verletzung des Art. 3 Abs. 1 GG rügt, weil der Anwendungsbereich des § 321 a ZPO auf die Rüge der Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör beschränkt ist (vgl. BGH, Beschl. v. 17. Juli 2008 - V ZR 149/07, JR 2009, 119 m.w.N.). Ein entsprechender, die Voraussetzungen des § 321 a Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ZPO erfüllender Verstoß ist in der angegriffenen Kostenentscheidung nicht zu sehen. Eine unzulässige, zur Anwendbarkeit des § 321 a ZPO führende "Überraschungsentscheidung" liegt - entgegen der Ansicht des Klägers - schon deshalb nicht vor, weil gemäß § 139 Abs. 2 ZPO eine richterliche Hinweispflicht bezüglich einer beabsichtigten Kostenentscheidung nicht besteht. Ebenso wenig hat der Senat mit der angegriffenen Kostenentscheidung irgendwelchen Parteivortrag oder die Tatsache des Beitritts der beiden Nebenintervenienten übergangen (vgl. Ziff. I und III des Urteilstenors).Goette Kraemer Strohn Caliebe ReichartHinweis: Das Dokument wurde redaktionell aufgearbeitet und unterliegt in dieser Form einem besonderen urheberrechtlichen Schutz. Eine Nutzung über die Vertragsbedingungen der Nutzungsvereinbarung hinaus - insbesondere eine gewerbliche Weiterverarbeitung außerhalb der Grenzen der Vertragsbedingungen - ist nicht gestattet.

References: § 321
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 § 3
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 Art. 3
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 § 139