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Timestamp: 2019-05-21 23:12:32+00:00

Document:
Service & Aufgaben // Datenannahme QS | LKB
Zweitmeinungsverfahren (Zm-RL)
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Service & Aufgaben // Datenannahme QS
2. Aufgaben der Datenannahmestelle
3. QS-Verfahren
3.1 Perkutane Koronarintervention (PCI) und Koronarangiographie
3.2 Vermeidung nosokomialer Infektionen – Postoperative Wundinfektionen
5. Kontakt/Support
Gemäß § 135a Abs. 2 Nr. 1 SGB V sind zugelassene Krankenhäuser verpflichtet, sich an einrichtungsübergreifenden Maßnahmen der Qualitätssicherung zu beteiligen. Anknüpfend an die Verpflichtung der Krankenhäuser zur Beteiligung an Qualitätssicherungsmaßnahmen folgt die Ermächtigung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), die verpflichtenden Maßnahmen der Qualitätssicherung durch Richtlinien zu bestimmen (vgl. § 92 Abs. 1 Satz 2 Nr. 13 SGB V i.V.m. § 136 Abs. 1 SGB V). Auf dieser Grundlage hat der G-BA am 19. April 2010 die Richtlinie zur einrichtungs- und sektorenübergreifenden Qualitätssicherung – Qesü-RL beschlossen. Die Richtlinie normiert in Teil 1 die Rahmenbestimmungen und in Teil 2 die verfahrensspezifischen Festlegungen (Themenspezifischen Bestimmungen) zur Umsetzung der einrichtungs- und sektorenübergreifenden Qualitätssicherung. Die Verbindlichkeit der G-BA Beschlüsse für Krankenhäuser ergibt sich aus § 91 Abs. 6 SGB V.
–> zum Inhalt
Alle nach § 108 SGB V zugelassenen Krankenhäuser sind gemäß § 15 Abs. 1 Qesü-RL verpflichtet, die nach den themenspezifischen Bestimmungen erforderlichen Daten zu erheben und nach Vorgabe der Richtlinie zu übermitteln. Entsprechend § 13 Abs. 1 Qesü-RL hat der Datenfluss grundsätzlich elektronisch unter Einbeziehung einer Datenannahmestelle und Vertrauensstelle an die Bundesauswertungsstelle zu erfolgen. Datenannahmestelle nach § 9 Abs. 1 Satz 3 Qesü-RL für die von den Krankenhäusern zu erhebenden Daten ist im Land Brandenburg die QS-Datenannahmestelle bei der Landeskrankenhausgesellschaft Brandenburg (LKB). Folgende Aufgaben ergeben sich auf Grundlage der Qesü-RL für die Datenannahmestelle:
Annahme der von den Krankenhäusern zu erhebenden Daten
Prüfung der übermittelten Daten auf Plausibilität, Vollständigkeit und Vollzähligkeit
Pseudomisierung der das Krankenhaus identifizierenden Daten
Weiterleitung der geprüften Daten inkl. des Ergebnisses der Überprüfung an die Vertrauensstelle
Annahme der Soll-Statistik und Konformitätserklärung
Erteilung einer Bescheinigung über die im abgelaufenen Kalenderjahr vollständig dokumentierten Datensätze (Ist)
Unterstützung der zuständigen Stelle (Landesarbeitsgemeinschaft, Bundesauswertungsstelle) bei der Klärung der durch die Auswertungsstelle festgestellten Auffälligkeiten – soweit erforderlich, durch Identifizierung des betroffenen Krankenhauses
Annahme der Rückmeldeberichte von der Auswertungsstelle und Weiterleitung dieser an die Krankenhäuser
Koronarangiographien und Perkutane Koronarinterventionen bei Patientinnen und Patienten ab 18 Jahren, die in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind.
Verbesserung der Indikationsstellung
Förderung der leitliniengerechten Durchführung des Eingriffs zur Erhöhung der Patientensicherheit
Verringerung der Komplikationsrate während und nach der Behandlung, hierbei insbesondere eine Verringerung von unerwünschten kardialen oder zerebrovaskulären Ereignissen (MACCE) und der Sterblichkeit.
Dokumentationszeitraum
Das Verfahren wird bezogen auf ein Kalenderjahr (Erfassungsjahr) durchgeführt. Maßgeblich für die Zuordnung zum Erfassungsjahr ist bei ambulanter Leistungserbringung das Eingriffsdatum, bei stationärer Leistungserbringung das Datum der Entlassung nach dem Eingriff. Die Datenerhebung beginnt zum 01. Januar 2016.
Das Verfahren wird länderbezogen und als Vollerhebung durchgeführt. Nicht dokumentierte, aber dokumentationspflichtige Datensätze lösen Maßnahmen nach Teil 1 § 17 Abs. 4 Qesü-RL aus. Bis zum 31. Dezember 2016 beschließt der G-BA Regelungen zur fehlenden Dokumentation der Datensätze. Für das Erfassungsjahr 2016 werden keine Vergütungsabschläge erhoben.
Für folgende Leistungen im Krankenhaus ergibt sich eine Datenlieferpflicht an die QS-Datenannahmestelle der LKB:
stationäre Fälle nach § 301 SGB V, § 121 Abs. 5 SGB V, §§ 140a ff SGB V
vorstationäre Fälle nach § 115a SGB V
ambulante Fälle nach § 115b, § 116b, § 117, § 118 und § 119 SGB V
Für folgende Leistungen kollektivvertraglich tätiger Ärzte und Arztpraxen ergibt sich eine Datenlieferpflicht an die QS-Datenannahmestelle der KVBB:
ambulante Leistungen nach § 295 SGB V, § 116 SGB V
stationäre Fälle nach § 121 Abs. 3 SGB V
Für folgende Leistungen selektivvertraglich tätiger Ärzte und Arztpraxen ergibt sich eine Datenlieferpflicht an die Vertrauensstelle nach § 299 SGB V:
selektivvertragliche Leistungen der Arztpraxen und der medizinischen Versorgungszentren nach §§ 73 b und c SGB V
Das Nähere darüber, in welchen Fällen sich jeweils eine Dokumentationspflicht ergibt, ist der QS-Basisspezifikation für Leistungserbringer zu entnehmen.
Gegenstand des Verfahrens ist die Vermeidung postoperativer Wundinfektionen. Dazu werden fallbezogen postoperative Wundinfektionsraten und einrichtungsbezogen das Hygiene- und Infektionsmanagement sowie der Händedesinfektionsmittelverbrauch betrachtet. Zur Beurteilung der Wundinfektionsraten werden in das Verfahren hierfür maßgebliche Operationen für das jeweilige Fachgebiet bei Patienten ab 18 Jahren aufgenommen, die in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind.
Reduktion nosokomialer postoperativer Wundinfektionen
Verbesserung des Hygiene- und Infektionsmanagements
Beitrag zur Vermeidung nosokomialer Infektionen.
Das Verfahren wird länderbezogen und als Vollerhebung durchgeführt und begann am 01. Januar 2017 mit der Datenerhebung beim Leistungserbringer.
Nicht dokumentierte, aber dokumentationspflichtige Datensätze lösen Maßnahmen nach Teil 1 § 17 Absatz 4 zweiter Spiegelstrich Qesü-RL aus. Der G-BA beschließt bis zum 31. Dezember 2017 Regelungen zur fehlenden Dokumentation der Datensätze. Für das Erfassungsjahr 2017 werden keine Vergütungsabschläge erhoben.
Eine leistungserbringerbezogene Dokumentationspflicht ergibt sich für stationär behandelte Wundinfektionen, die innerhalb von 30 Tagen nach einem Eingriff ohne Implantat bzw. innerhalb eines Jahres nach einem Eingriff mit Implantat auftreten. Das Nähere darüber, in welchen Fällen sich jeweils eine Dokumentationspflicht ergibt, ist der QS-Basisspezifikation für Leistungserbringer zu entnehmen.
Übermittlungsfristen
Die Übermittlung der in den Krankenhäusern zu dokumentierenden Daten an die Datenannahmestelle erfolgt für die Daten jeweils zum quartalsweisen Liefertermin.Die Abgabefristen für das Verfahrensjahr 2019 sind folgende:
15.05.2019: PCI_LKG-, NWIF- und CHE_LKG-Datensätze mit Entlassungsdatum im I. Quartal 2019 (bitte denken Sie auch an die Überlieger 2018/2019)
15.08.2019: PCI_LKG-, NWIF- und CHE_LKG-Datensätze mit Entlassungsdatum im II. Quartal 2019
15.11.2019: PCI_LKG-, NWIF- und CHE_LKG-Datensätze mit Entlassungsdatum im III. Quartal 2019
28.02.2020: PCI_LKG-, NWIF- und CHE_LKG-Datensätze mit Entlassungsdatum im IV. Quartal 2019
28.02.2020: Einrichtungsbezogene Dokumentation 2019 des Verfahrens QS WI (NWIES_LKG- und NWIEA_LKG-Datensätze)
Für die Daten des gesamten Erfassungsjahres besteht eine Korrekturfrist bis zum 15. März des auf das Erfassungsjahr folgenden Jahres. Die einrichtungsbezogene Dokumentation 2019 des Verfahrens QS WI (NWIES_LKG- und NWIEA_LKG-Datensätze) ist bis zum 28.02.2020 zu übermitteln.
Sollstatistik / Konformitätserklärung
Die Konformitätserklärung und die Aufstellung (Soll) nach Teil 1 § 15 Qesü-RL sind spätestens bis zum Ende der Korrekturfrist (15. März) an die Datenannahmestelle zu übermitteln.
Bescheinigung über vollständig dokumentierte Datensätze (Ist)
Bis zum April des der Datenerhebung nachfolgenden Jahres erteilt die Datenannahmestelle den Leistungserbringern eine Bescheinigung über die im abgelaufenen Kalenderjahr vollständig dokumentierten Datensätze (Ist).
Rückmelde/Zwischenberichte
Die Bundesauswertungsstelle stellt der Datenannahmestelle zum Januar, 01. April, 01. Juli und 01. Oktober Zwischenberichte sowie bis zum 15. Juni einen jährlichen Rückmeldebericht zur Verfügung. Die jeweilige Datenannahmestelle sendet die Berichte unmittelbar an die Leistungserbringer weiter.
4. Ansprechpartner der Datenannahmestelle
Support: qs@unitrend.de
Datenlieferung: datenannahme-bb@unitrend.de
Postanschrift: Landeskrankenhausgesellschaft Brandenburg e. V.
QS-Datenannahmestelle
Servicetelefon: 0331 – 27553-60
Ansprechpartner: Frau Annette Paske
Herr Wolfgang Kronitz
Öffentlicher Schlüssel der QS-Datenannahmestelle (Datenlieferverfahren)
Öffentlicher Schlüssel der QS-Datenannahmestelle (Sollstatistik)

References: § 135
 § 92
 § 136
 § 91
 § 108
 § 15
 § 13
 § 9
 § 17
 § 301
 § 121
 § 115
 § 115
 § 116
 § 117
 § 118
 § 119
 § 295
 § 116
 § 121
 § 299
 § 17
 § 15