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Timestamp: 2020-06-06 10:03:55+00:00

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rlp.de | FAQs Schule | Willkommen in Rheinland-Pfalz
FAQs Schule und Hygieneplan
Bitte beachten Sie, dass die FAQs regelmäßig überarbeitet, angepasst und ergänzt werden. Die letzten Änderungen am 7. Mai 2020 betrafen die Rubrik "Schule, Schülerinnen und Schüler".
Ab wann und für wen werden die Schulen wieder geöffnet
Die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder haben am 6. Mai 2020 eine behutsame Lockerung der bestehenden Regelungen beschlossen. Auf dieser Grundlage entscheidet das Land Rheinland-Pfalz über die konkreten Schritte zu einer weiteren Öffnung der Schulen. So soll nach und nach eine Beschulung aller Schülerinnen und Schüler unter Durchführung entsprechender Hygienemaßnahmen und Einhaltung von Abstandsregeln ermöglicht werden. Diese Öffnungen werden schrittweise und in der Regel im zwei Wochen Rhythmus erfolgen. Das ist nötig, um das Infektionsgeschehen im Blick behalten und ggf. nachzusteuern zu können. Erklärtes Ziel dabei ist es, dass alle Schülerinnen und Schüler vor den Sommerferien tage- oder wochenweise in die Schule kommen können. Die Lerngruppen werden dabei so geteilt, dass in der Regel maximal 50 Prozent der Schülerinnen und Schüler vor Ort in den Schulen sein werden. Präsenz- und Fernunterricht werden sich also weiter abwechseln.
An den allgemeinbildenden Schulen werden zum 25. Mai weitere Klassen- und Jahrgangsstufen an die Schulen zurückkehren. So sollen am 25. Mai beispielsweise die dritten Klassen der Grundschulen sowie die 5. und 6. Klassen der Orientierungsstufe der weiterführenden Schulen folgen. Im Anschluss soll es in Zwei-Wochen-Schritten zu weiteren Öffnungen kommen: Am 8. Juni folgen beispielsweise die achten Klassen, sodass bis Mitte Juni alle Schülerinnen und Schüler wieder in den Schulen sein können, wenn es das Infektionsgeschehen zulässt. Auch an den Berufsbildenden Schulen erfolgt die schrittweise Wiederaufnahme des Präsenzbetriebes grundsätzlich ab dem 25. Mai. Die Details können Sie der untenstehenden Liste entnehmen. Die konkrete Ausgestaltung des Angebots orientiert sich an den jeweiligen Gegebenheiten der einzelnen Schule vor Ort. Die Schulaufsicht berät und begleitet die Schulen dabei, für sich den passenden Weg zu finden.
Unbenommen der stufenweisen Schulöffnung werden die pädagogischen Angebote zum Lernen zuhause fortgesetzt. Die Notbetreuung wird weiterhin angeboten und ausgebaut, um auch für Eltern, die aufgrund der geplanten Lockerung der Restriktionen in den verschiedenen Bereichen wieder ihre Arbeit aufnehmen, ein Betreuungsangebot im Härtefall sicherzustellen. Auch sollen künftig Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf verstärkt Zugang zur Notbetreuung erhalten und Sprachförderangebote werden wieder aufgenommen.
Stufenplan "Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts"
Werden Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt ganzheitliche Entwicklung oder motorische Entwicklung auch schrittweise geöffnet?
Die Landesregierung hat einen Stufenplan zur weiteren Öffnung der Schulen aller Schularten beschlossen, der ab 25. Mai 2020 in zwei Stufen die Rückkehr der Schülerinnen und Schülern in den Präsenzunterricht bis zu den Sommerferien vorsieht.
Stufenpläne für die schrittweise Öffnung der Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt ganzheitliche und/oder motorische Entwicklung müssen sowohl die besonderen Schutzbedürfnisse der Schülerinnen und Schüler als auch deren berechtigte Interessen auf schulisches Lernen und soziale Kontakte am Lernort Schule berücksichtigen; sie sollen allen Schülerinnen und Schülern mit ihren individuellen Hintergründen und spezifischen Bedürfnissen und Unterstützungsbedarfen gerecht werden.
Da die Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt ganzheitliche und/oder motorische Entwicklung zu den besonders vor einer Virusinfektion zu schützenden Kindern und Jugendlichen gehören, beginnen die entsprechenden Schulen noch nicht mit dem Präsenzunterricht.
Wir werden gleichwohl die berechtigten Bedürfnisse dieser Kinder und Jugendlichen bei unseren kommenden Entscheidungen über weitere Schritte der Schulöffnung mit berücksichtigen. Bis dahin bieten wir möglichst allen Eltern, die dies für ihr Kind wünschen, eine Notbetreuung an - die Notbetreuung richtet sich gemäß § 7 Abs. 1 der Sechsten Corona-Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz ausdrücklich nicht nur an Eltern in systemrelevanten Berufen, sondern an alle Sorgeberechtigten, denen die Kinderbetreuung nicht möglich ist.
Warum können die Schulen wieder geöffnet werden?
In Deutschland ist es gelungen, durch einschneidende Beschränkungen die Zahl der täglichen Neuinfektionen wieder deutlich zu reduzieren. Auch nachdem seit dem 20. April schrittweise erste Öffnungsmaßnahmen durchgeführt wurden, ist die Zahl der Neuinfektionen niedrig geblieben.
Daher ist es vernünftig, weitere Öffnungsschritte zu gehen, insbesondere um die Bildungschancen von jungen Menschen zu wahren.
Die Schulträger sind aufgerufen, die hygienischen Voraussetzungen an den Schulen zu schaffen und dauerhaft sicherzustellen. Hierzu haben sie am 21. April 2020 einen detaillierten Hygieneplan erhalten. Zusätzlich wurden die Schulträger durch die Landesregierung mit einem Startpaket „Gute Hygiene zum Schulstart“ ausgestattet. Dieses beinhaltet 70.000 Liter Desinfektionsmittel und 500.000 Stück einfachen Mund-Nasen-Schutz als „Notfallpaket“, falls die Kinder ihre Masken mal vergessen haben.
Die rheinland-pfälzische Landesregierung schenkt zudem allen Schülerinnen und Schülern wiederverwendbare Alltagsmaske. Die ersten Alltagsmasken wurden zum Start am 4. Mai über die Schulen an die Schülerinnen und Schüler verteilt. Auch die Schülerinnen und Schüler aus den Abschlussklassen, die bereits seit 27. April zurück an den Schulen sind, und Schülerinnen und Schüler, die später wieder in die Schule kommen, werden eine wiederverwendbare Alltagsmaske erhalten.
Wir sind sicher, dass die Schülerinnen und Schüler die wichtigen Regeln zu Hygiene und Abstand, die es in den Schulen und außerhalb gibt, verantwortungsvoll umsetzen werden.
Selbstverständlich besteht weiterhin Schulpflicht. Solange Schülerinnen und Schüler nicht erkrankt oder aus anderen Gründen vom Unterrichtsbesuch befreit sind, müssen sie bei Öffnung der Schulen auch am Unterricht teilnehmen.
Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen, die momentan noch nicht von der Schulöffnung umfasst sind, erhalten weiterhin von ihren Schulen pädagogische Angebote, die sie zuhause bzw. in der Notbetreuung nutzen sollen.
Gleiches gilt für Schülerinnen und Schüler, die zu Risikogruppen gehören bzw. mit Angehörigen von Risikogruppen in häuslicher Gemeinschaft leben, sofern sie nicht am Präsenzunterricht teilnehmen wollen.
Die Zeiten zählen damit natürlich weiterhin auch für die Erfüllung der Schulpflicht insgesamt (diese beträgt in Rheinland-Pfalz grundsätzlich 12 Jahre, wenn nicht vorher ein qualifizierter Sekundarabschluss I erreicht wurde).
Eine Verkürzung der Sommerferien ist in Rheinland-Pfalz nicht geplant. Es ist Ziel, dass wir trotz der Corona-Pandemie im neuen Schuljahr möglichst zur Normalität zurückkehren. Die Schulen haben detaillierte Regelungen erhalten, wie schulrechtliche Fragestellungen zu Abschlüssen, Zeugnissen, Versetzungen etc. zu behandeln sind und somit das Schuljahr zu einem geregelten Abschluss gebracht werden kann.
Zudem ist die Zeit der Schulschließungen weder für Schülerinnen und Schüler, noch für Lehrkräfte oder Eltern, Freizeit, sondern sie ist ausgefüllt mit pädagogischen Angeboten zum Lernen zuhause. Diese ungewohnte Situation stellt viele Familien vor große Herausforderungen – ebenso stehen die Lehrkräfte vor ganz neuen Aufgaben und deshalb wird die Zeit auch für Innehalten und Durchatmen benötigt.
Zusätzliche freiwillige Lernangebote für die Zeit der Sommerferien werden derzeit erarbeitet.
Kann die Einschulung zum Schuljahr 2020/2021 stattfinden?
Die zum Schuljahr 2020/2021 schulpflichtigen Kinder werden auf jeden Fall eingeschult. Es wird keine Verschiebung um ein Jahr geben. Vorbehaltlich der weiteren Entwicklung der Infektionslage der Pandemie und der bis zum Einschulungstermin getroffenen Regelungen kann es jedoch sein, dass die Einschulung in einer anderen Form als bisher üblich organisiert wird. Vorstellbar wäre eine Einschulung an unterschiedlichen Tagen oder ein Verzicht auf eine große Einschulungsfeier mit allen neuen Erstklässlerinnen, Erstklässlern und deren Familien. Möglicherweise muss auch der „Schnuppertag“, der von vielen Schulen vor den Sommerferien angeboten wird, entfallen.
Da zum heutigen Zeitpunkt noch nicht verlässlich zu beantworten ist, welche Maßnahmen im August notwendig sein könnten, bitten wir die Eltern, die von ihrer Grundschule rechtzeitig vor der Einschulung herausgegebenen Informationen abzuwarten. Gerne steht die Grundschule den Eltern auch vor den Sommerferien für noch offene Fragen zur Verfügung.
Dürfen Integrationshelfer/innen nach Öffnung der Schulen eingesetzt werden?
Ja. Integrationshelferinnen und -helfer sind in Bezug auf die von ihnen betreuten Schülerinnen und Schüler von dem Distanzgebot ausgenommen und können somit an Schulen eingesetzt werden.
Finden die Deutsch-Intensivkurse und die Deutsch-Förderkurse für Schülerinnen und Schüler mit geringen oder noch nicht ausreichenden Deutschkenntnissen wieder statt?
Die Deutsch-Intensivkurse und die Deutsch-Förderkurse sollen ab dem 04. Mai in Kleinstgruppen (Richtwert ca. 7 - 8 Schülerinnen und Schüler) und unter Beachtung der Vorgaben des "Hygieneplans Corona für Schulen in Rheinland-Pfalz" wieder stattfinden. Die Organisation und Durchführung regelt die Schulleitung unter Beachtung der Infektionsschutzvorgaben sowie der räumlichen und personellen Gegebenheiten vor Ort. Aus Gründen des Infektionsschutzes sind schulübergreifende Kurs- und Gruppenbildungen nicht möglich. Insofern sind ggf. Absprachen mit benachbarten Schulen und rollierende Angebote erforderlich. Eine ggf. notwendige Neueinteilung der Schülerinnen und Schüler in Gruppen erfolgt durch die jeweilige Schule.
Was passiert mit der Beruflichen Orientierung und Praktika an allgemeinbildenden Schulen und Fachoberschulen im organisatorischen Verbund mit Realschulen plus?
Maßnahmen zur beruflichen Orientierung sollen nach Möglichkeit weiterhin stattfinden. Einige der Maßnahmen, die Schulen im Rahmen ihres Konzepts für Berufs- und Studienorientierung für das laufende Halbjahr vorgesehen haben, können allerdings unter den aktuellen Bedingungen nicht oder nicht in der geplanten Form umgesetzt werden. Das kann zum Beispiel allgemeine Schülerbetriebspraktika oder den Tag der Berufs- und Studienorientierung betreffen. Daraus soll den Schülerinnen und Schülern kein Nachteil entstehen. Weitere Informationen wurden den Schulen schriftlich zur Verfügung gestellt. Das gelenkte Praktikum in der Klassenstufe 11 der Fachoberschulen wird mit Wiederaufnahme des Unterrichtsbetriebs fortgesetzt. Sollte dies im bisherigen Praktikumsbetrieb nicht möglich sein und auch kein anderer Praktikumsplatz in einem neuen Betrieb gefunden werden, wird dies seitens der Schule durch angemessene betriebliche Aufgaben aufgefangen.
Trägergestützte Maßnahmen zur Beruflichen Orientierung an allgemeinbildenden Schulen und Förderschulen Sekundarstufe I (Praxistag, 2P plus, Berufsorientierungs-programm BOP, Übergangscoach, IFD-ÜSB/BOM, Keine/r ohne Abschluss) können nach Wiederaufnahme des Unterrichtsbetriebs unter Beachtung der Sicherheits- und Hygienevorschriften grundsätzlich stattfinden. Die Schulleitung entscheidet darüber in Abstimmung mit dem Trägerpersonal bzw. mit den Betrieben, im Fall von Berufsorientierungsmaßnahmen und Begleitung des Übergangs in den Beruf für Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen in Rheinland-Pfalz (IFD-ÜSB/BOM) unter Voraussetzung der Zustimmung der Erziehungsberechtigten. Bitte prüfen Sie die Internetseiten zu den jeweiligen Maßnahmen, um ggf. Detailinformationen zu erhalten.
Findet ein Angebot im Rahmen der Betreuenden Grundschule statt?
Unbenommen von der stufenweisen Schulöffnung findet auch ab dem 4. Mai im Rahmen der Betreuenden Grundschulen kein Regelangebot statt. Die Organisation und Durchführung einer Notbetreuung im Rahmen der Betreuenden Grundschule regeln die Träger des Angebots in Absprache mit der jeweiligen Schulleitung. Die Einteilung der Gruppen erfolgt in Verantwortung der Schulleitung. Das Notbetreuungsangebot wird an den Erfordernissen des Infektionsschutzes (vgl. hierzu Vorgaben des „Hygieneplans Corona für Schulen in Rheinland-Pfalz“), am aktuellen Bedarf der Eltern sowie den räumlichen und personellen Möglichkeiten vor Ort ausgerichtet. Der Umfang der Notbetreuung richtet sich grundsätzlich nach dem Zeitraum des regulären Betreuungsangebotes. Die Anwesenheit wird gemäß dem durch die Eltern und Sorgeberechtigten angemeldeten Notbetreuungsbedarf individuell und nach Absprache geregelt. Bei der Planung des Personaleinsatzes ist unter den Maßgaben des Infektionsschutzes weiterhin auf die Reduzierung der Kontakte und der möglichen Infektionswege zu achten. Ferner ist beim Einsatz der Betreuungskräfte auf die Belange von Personengruppen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf Rücksicht zu nehmen.
Wird ein Mittagsessen angeboten?
Ein regulärer Mensabetrieb ist derzeit nicht möglich. Ob es möglich ist, eine Mittagsverpflegung z. B. in Form von Essenspakten auszugeben, hängt unter Beachtung der Maßgaben des Infektionsschutzes neben den personellen und räumlichen Gegebenheiten unter anderem davon ab, wieviel Schülerinnen und Schüler in der Notbetreuung sind. Der zuständige Schulträger wird im Bedarfsfall in enger Abstimmung mit der jeweiligen Schule prüfen, inwieweit die an der ganztägigen Notbetreuung teilnehmenden Schülerinnen und Schüler mit einem Mittagessen versorgt werden können. Ist die Zubereitung bzw. Ausgabe einer Mittagsverpflegung z. B. aus logistischen oder organisatorischen Gründen nicht möglich, werden Eltern darum gebeten, ihren Kindern entsprechende Lunchpakte mitzugeben. Informationen, ob eine Mittagsverpflegung angeboten werden kann, können bei der Schule oder dem Schulträger erfragt werden.
Wird weiter Krankenhausunterricht erteilt?
Auch die Erteilung von Krankenhausunterricht bleibt in allen Kliniken einschließlich der Tageskliniken bis auf Weiteres eingestellt.
Zur Vorbereitung auf die Rückkehr der Kinder und Jugendlichen an ihre Schule ist bei Bedarf die persönliche Teilnahme von Lehrkräften an Gesprächen mit dem medizinischen Personal (Abschlussgespräche, Entwicklungsgespräche usw.) in der Klinik unter Beachtung der Hygiene- und Abstandregeln zulässig.
Die im Krankenhausunterricht tätigen Lehrkräfte melden sich bitte bei der Schulleitung ihrer Stammschule. Ziel ist es, dass die im Krankenhausunterricht eingesetzten Lehrkräfte die Regelungen und Umsetzung des Corona –Hygieneplans für Schulen kennen und auf dem Laufenden bleiben.
Die im Krankenhausunterricht eingesetzten Lehrkräfte bieten weiterhin für die (teil-) stationär behandelten Kinder und Jugendlichen pädagogische Angebote zum selbstständigen Lernen an. Analog zum Schulöffnungskonzept sollen vorrangig die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 4 der Grundschule und der Klassenstufen 9 und 10 der weiterführenden Schulen sowie der gymnasialen Oberstufe Gelegenheiten für Nachfragen oder Rückmeldungen erhalten. Dazu sind unter Beachtung der Hygiene- und Abstandsregeln auch Termine in Kleinstgruppen oder als Einzeltermine möglich.
Dort, wo zurzeit kein Klinikbetrieb stattfindet, dieser eingeschränkt ist oder Lehrkräfte nach Entscheidung der Klinikleitung keinen Kontakt zu Patientinnen oder Patienten haben sollen, arbeiten die Lehrkräfte an den Stammschulen mit. Über den Einsatz entscheidet die Schulleitung der Stammschule.
Wenn eine häusliche Betreuung nicht oder nicht die gesamte Zeit möglich ist, können Väter, Mütter und andere Sorgeberechtigte eine Notbetreuung in Kita und Schule in Anspruch nehmen. Die Notbetreuung ist nicht auf bestimmte Altersgruppen oder Klassenstufen beschränkt. Sie richtet sich auch nicht ausschließlich an bestimmte Berufsgruppen, sondern ebenso an berufstätige Alleinerziehende und andere Sorgeberechtigte, die auf eine Betreuung angewiesen sind und keinerlei andere Betreuungslösung finden.
Ein Nachweis des Arbeitgebers oder sonstiger Stellen ist seitens des Landes nicht vorgeschrieben, solange von den jeweiligen Sorgeberechtigten glaubhaft versichert wird, dass ein Notbetreuungsbedarf besteht.
Es wird fortlaufend ausgewertet, wie das Angebot der Notbetreuung an Kitas und Schulen angenommen wird. Derzeit machen die Eltern sehr verantwortungsvoll davon Gebrauch.
Kann die Notbetreuung stattfinden, obwohl es ein Verbot von Zusammenkünften von mehr als 5 Personen gibt?
Die Notbetreuung kann weiter stattfinden, da die Betreuung nicht in der Öffentlichkeit stattfindet. Zudem raten wir, die Gruppenzusammensetzung möglichst stabil zu halten.
Notbetreuung an Förderschulen
Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt ganzheitliche und /oder motorische Entwicklung haben einen besonderen Auftrag, die Eltern zu unterstützen. Die dort beschulten Kinder und Jugendlichen sind eine besonders schützenswerte Personengruppe. Die Förderschulen informieren die Eltern über die Organisation der Notbetreuung an der jeweiligen Schule, so dass die Eltern unter Berücksichtigung der Bedürfnisse ihres Kindes entscheiden können. Sollten Eltern die Versorgung zufriedenstellend geregelt haben, können sie ihre Kinder selbstverständlich zuhause behalten.
Die in diesen Schulen besonders notwendigen Hygienemaßnahmen werden durch die enge Zusammenarbeit mit den zuständigen Gesundheitsbehörden sichergestellt. Darüber hinaus setzen die Schulen zur Umsetzung des Hygieneplans an ihrer Schule ein Team ein, das sich mit präventiven Maßnahmen und dessen Adaption für die jeweilige Schule beschäftigt. In diesem multiprofessionellen Team sollten die besonderen Kompetenzen der Pädagogischen Fachkräfte zum Tragen kommen, die eine berufliche Qualifikation als Krankenpflegerinnen und -pfleger, Heilerziehungspflegerinnen und -pfleger haben und die über umfangreiche Hygienekenntnisse verfügen. Vorrangig werden folgende Gesichtspunkte berücksichtigt:
Festlegung der Schülerinnen und Schüler, die in Kleinstgruppen von 1-2 unterrichtet werden sollen,
Feste Zuordnung der Lehrkräfte pro Gruppe, insbesondere feste Zuordnung von Pädagogischen Fachkräften/Pädagogischen Fachkräften mit therapeutischer Qualifikation,
1:1-Zuordnung und Personalisierung von Materialien für die Hand der Schülerin/des Schülers, um eine gemeinsame Nutzung von Arbeits- und Fördermaterialien auszuschließen
Trennung von internen und externen Schülern (bei Schulen mit besonderem Wohnangebot).
Dazu gehört auch, dass die Gruppen entsprechend verkleinert werden. Die Schulaufsicht hat mit diesen Schulen unmittelbar Kontakt aufgenommen und zusammen mit dem jeweiligen Gesundheitsamt über die notwendigen Standards im Zusammenhang mit der Infektionshygiene beraten.
Die Notbetreuung soll sich grundsätzlich auf den Zeitraum der regulären Unterrichtszeit der zu betreuenden Schülerinnen und Schüler erstrecken. An Ganztagsschulen in Angebotsform und an verpflichtenden Ganztagsschulen wird bei Bedarf auch eine Notbetreuung am Nachmittag eingerichtet. Für die Durchführung der Notbetreuung am Nachmittag gelten die gleichen Vorgaben z. B. hinsichtlich der Gruppengröße oder teilnehmenden Schülerinnen und Schüler wie für das Notbetreuungsangebot am Vormittag.
Spätestens zu Beginn der Schulöffnungen am 4. Mai 2020 werden die Busse und Bahnen weitgehend nach dem für Schultage üblichen Fahrplan wieder fahren. Ab dem 4. Mai 2020 ist im ÖPNV eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Auch sonstige Hygieneregeln sollen während der Schülerbeförderung eingehalten werden.
Die Schülerbeförderung für die Förderschulen ist grundsätzlich sichergestellt. Um den Einsatz effektiv planen und organisieren zu können, erheben die Schulleitungen den Bedarf bei den Eltern.
Notbetreuung in Ganztagsschulen
Findet ab dem 4. Mai mit Beginn der stufenweisen Schulöffnung wieder regulärer Ganztagsbetrieb statt?
Nein, auch ab dem 4. Mai findet im Ganztagsbereich kein Regelangebot statt. Schulen, die Ganztagsklassen eingerichtet haben (rhythmisiertes Modell) können aber in eigener Verantwortung entscheiden, den Nachmittagsunterricht für die Schülerinnen und Schüler, die Präsenzunterricht erhalten, planmäßig anzusetzen. Alle Ganztagsschulen bieten für ihre Schülerinnen und Schüler weiterhin bei durch die Eltern bzw. Sorgeberechtigten angemeldeten Bedarf eine ganztägige Notbetreuung an. Alle bisherigen Regelungen hierzu bleiben weitgehend unverändert in Kraft.
Die Notbetreuung soll sich grundsätzlich auf den Zeitraum der regulären Unterrichtszeit der zu betreuenden Schülerinnen und Schüler erstrecken, auch, weil Eltern ihre Berufstätigkeit darauf ausgerichtet haben. An Ganztagsschulen in Angebotsform und an verpflichtenden Ganztagsschulen wird bei Bedarf auch eine ganztägige Notbetreuung eingerichtet. Für die ganztägige Notbetreuung gelten die gleichen Vorgaben z. B. hinsichtlich der Gruppengröße oder teilnehmenden Schülerinnen und Schüler wie für das Notbetreuungsangebot am Vormittag.
Das Angebot der Notbetreuung der Förderschulen in verpflichtender Ganztagsform umfasst den gesamten Schultag der regulären verpflichtenden Ganztagsschule.
Welche Schülerinnen und Schüler können an der Notbetreuung am Nachmittag teilnehmen?
Aufgrund der geplanten Lockerung der Restriktionen in den verschiedenen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens ist damit zu rechnen, dass auch der Bedarf an ganztägigen Notbetreuungsplätzen steigt.
Alle Schülerinnen und Schüler, die im laufenden Schuljahr für das Ganztagsschulangebot angemeldet sind, können an der Notbetreuung am Nachmittag teilnehmen, falls die Eltern keine andere Betreuung sicherstellen können.
Darüber hinaus können auch Schülerinnen und Schüler, die eigentlich nicht für die Ganztagsschule angemeldet sind, aber vormittags die Notbetreuung besuchen, auch an der Notbetreuung am Nachmittag teilnehmen.
Insbesondere Kinder und Jugendliche mit besonderem Unterstützungsbedarf sollen verstärkt Zugang zur Notbetreuung erhalten. Hierzu zählen vor allem
Schülerinnen und Schüler mit Lernschwierigkeiten,
Schülerinnen und Schüler aus sozial benachteiligten Familien,
Schülerinnen und Schüler, bei denen der Allgemeine Soziale Dienst des Jugendamtes dies für zweckmäßig erachtet,
Schülerinnen und Schüler mit Sprachförderbedarf und
Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf an Schwerpunktschulen.
Zählt die viertägige Anwesenheitspflicht auch im Rahmen der Notbetreuung?
Nein, die Anwesenheit kann gemäß dem Betreuungsbedarf der Eltern und Sorgeberechtigten individuell und nach Absprache geregelt werden.
Wird es ein Mittagessen in den Mensen geben?
Ob es möglich ist, ein Mittagessen z. B. in Form von Essenspakten auszugeben, hängt unter Beachtung der Maßgaben des Infektionsschutzes neben den personellen und räumlichen Gegebenheiten unter anderem davon ab, wieviel Schülerinnen und Schüler in der Notbetreuung sind. Ein regulärer Mensabetrieb ist derzeit nicht möglich. Der zuständige Schulträger wird im Bedarfsfall in enger Abstimmung mit der jeweiligen Schule prüfen, inwieweit die an der ganztägigen Notbetreuung teilnehmenden Schülerinnen und Schülern mit einem Mittagessen versorgt werden können. Ist die Ausgabe einer Mittagsverpflegung z. B. aus logistischen oder organisatorischen Gründen nicht möglich, werden Eltern darum gebeten, ihren Kindern entsprechende Lunchpakte mitzugeben. Informationen, ob eine Mittagsverpflegung angeboten werden kann, können bei der Schule oder dem Schulträger erfragt werden.
Dies ist vor Ort zu entscheiden und kann nicht vom Bildungsministerium oder der Schulaufsicht geregelt werden.
Dies muss bei den Schulträgern, die für die Schülerbeförderung zuständig sind, erfragt werden. Ggfs. muss der Transport auch selbständig organisiert werden.
Können im Rahmen der Notbetreuung außerschulische Lernorte genutzt werden?
Die Nutzung außerschulischer Lernorte liegt im Ermessen der einzelnen Schule. Grundsätzlich ist bei der Nutzung außerschulischer Lernorte das „social distancing“ zu beachten. Ein Waldspaziergang mit Schülerinnen und Schülern im Rahmen der Notbetreuung, ist vor diesem Hintergrund bspw. möglich.
Welchen Beitrag können Ganztagsschulen zur individuellen Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderem Unterstützungsbedarf leisten?
Es liegt nahe, den erweiterten Zeitrahmen und die personellen Ressourcen der Ganztagsschule, die nicht für die Organisation und Durchführung der ganztägigen Notbetreuung benötigt werden, zur gezielten Förderung von Schülerinnen und Schülern zu nutzen, die einen besonderen Unterstützungsbedarf haben und die deshalb mit den pädagogischen Angeboten zum Lernen zuhause kaum oder nur unzureichend in ihrer Lernentwicklung gefördert werden können.
Ganztagsschulen können ab dem 4. Mai besondere Förder- und Unterstützungsangebote in Kleinstgruppen (Richtwert ca. 5 – 7 Schülerinnen und Schüler) am Nachmittag für diese Kinder und Jugendlichen einrichten. Die Frage, welchen Schülerinnen und Schülern solche Angebote offenstehen, soll sich dabei nicht nach einer etwaigen Anmeldung am Ganztagsangebot oder der Klassenstufe, sondern ausschließlich nach dem individuellen Förder- und Unterstützungsbedarfen richten.
Die Förder- und Unterstützungsangebote sind natürlich unter Beachtung der Erfordernisse des Infektionsschutzes (vgl. Hygieneplan Corona für die Schulen in Rheinland-Pfalz), des zur Verfügung stehenden Personals, der örtlichen Gegebenheiten, der Schülerbeförderung und in Absprache mit den Eltern und Sorgeberechtigten durchzuführen. Sie sollen vordringlich angeboten werden für
Schülerinnen und Schüler mit Lernschwierigkeiten in den Kernfächern,
Schülerinnen und Schüler mit Sprachförderbedarf,
Schülerinnen und Schüler aus sozial benachteiligten Familien und
Besteht für Lehrkräfte, Pädagogische Fachkräfte, Pädagogisches Personal und Mitarbeiter im pädagogischen Bereich (MAGTS) in der Ganztagsschule weiterhin Dienstpflicht im Rahmen der Notbetreuung?
Für Lehrkräfte, Pädagogische Fachkräfte, Pädagogisches Personal und Mitarbeiter im pädagogischen Bereich (MAGTS) besteht grundsätzlich weiterhin Dienstpflicht. Sie können im Rahmen der Notbetreuung am Nachmittag eingesetzt werden.
Bei der Planung des Personaleinsatzes ist jedoch auf die Reduzierung der Kontakte und der möglichen Infektionswege zu achten. Deshalb ist es erforderlich, den Personaleinsatz am Vormittag und am Nachmittag entsprechend aufeinander abzustimmen.
Was ist bei der Einrichtung von ganztägigen Notbetreuungsgruppen und von zusätzlichen Förder- und Unterstützungsangeboten zu beachten?
Zur Reduzierung neuer Infektionswege ist bei der Einrichtung der ganztägigen Notbetreuungsgruppen bzw. bei Förder- und Unterstützungsangeboten darauf zu achten, die Zusammensetzung der Gruppe weitestgehend aufrechtzuerhalten. Eine Durchmischung von Kindern aus Gruppen am Vormittag in den Ganztagsgruppen ist weitestmöglich zu vermeiden.
Bei der Organisation von ganztägigen Notbetreuungsgruppen und bei ggfs. zusätzlichen Förder- und Unterstützungsangeboten am Nachmittag gelten im Übrigen die Hinweise des „Hygieneplans Corona für die Schulen in Rheinland-Pfalz“.
Können Freie Mitarbeiter/-innen, ehrenamtlich Tätige und außerschulische Kooperationspartner (Dienstleistungs-, Projekt- und Kooperationsverträge mit juristischen Personen) zur Sicherstellung der Notbetreuung am Nachmittag eingesetzt werden?
Ehrenamtlich Tätige, Helferinnen und Helfer im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Jahres und Erzieherinnen und Erzieher im Berufspraktikum können gemäß den Erfordernissen vor Ort unterstützend eingesetzt werden.
Freie Mitarbeiter/-innen und das Personal von außerschulischen Kooperations-partnern (z. B. Vereine, Verbände etc.) können aus Rechtsgründen nur im Rahmen der konkret vereinbarten Tätigkeit in entsprechendem Stundenumfang eingesetzt werden. Aufgrund der derzeit gültigen infektionsschutzrechtlichen Vorgaben kann ggfs. die Durchführung von vertraglich vereinbarten Tätigkeiten (insbesondere z. B. Sport-AGs) nicht in der bisherigen Form erfolgen. Die Kooperationspartner haben in diesen Fällen die Möglichkeit, die konkrete Ausgestaltung ihres
Angebots an die Vorgaben des Infektionsschutzes anzupassen. Sollte es bei einigen Angeboten nicht möglich sein, die Ausgestaltung entsprechend anzupassen, ist es alternativ möglich, bestehende Verträge im gegenseitigen Einvernehmen aufzulösen und einen neuen Vertrag abzuschließen.
Können Freie Mitarbeiter/-innen, ehrenamtlich Tätige und außerschulische Kooperationspartner zur Sicherstellung der Notbetreuung auch zu vertraglich abweichenden Zeiten eingesetzt werden?
Freie Mitarbeiter/Innen und auch das Personal der sonstigen außerschulischen Partner (Vereine, Verbände etc.) können aus vertragsrechtlichen Gründen grundsätzlich nur zu den vertraglich vereinbarten Zeiten eingesetzt werden. Dies bedeutet, dass ein GTS-Dienstleister, der vereinbarungsgemäß eine Arbeitsgemeinschaft am Nachmittag anbietet, nicht vormittags eingesetzt werden darf. Es ist jedoch möglich, dass die vorgenannten außerschulischen Partner gefragt werden, ob sie bereit wären, ihren Vertrag zugunsten neuer Einsatzzeiten zu ändern, wenn dies aus organisatorischen Gründen sinnvoll ist.
Können Helferinnen und Helfer im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Jahres und Erzieherinnen und Erzieher im Berufspraktikum weiterhin eingesetzt werden?
Diese Personen können in der Notbetreuung eingesetzt werden. Über den Einsatz befindet die Schulleitung gemäß den Erfordernissen vor Ort. Auch wenn die Personen im Rahmen der Notbetreuung nicht eingesetzt werden, wird das Taschengeld bzw. die Praktikantenvergütung in vollem Umfang weiterhin gewährt.
Was ist beim Einsatz von Freien Mitarbeiter/-innen und Mitarbeiter/-innen von außerschulischen Kooperationspartnern (Dienstleistungs-, Projekt- und Kooperationsverträge mit juristischen Personen), die einer Risikogruppe angehören, zu beachten?
Diese Personen müssen eigenverantwortlich darüber entscheiden, ob sie sich und andere einem Infektionsrisiko aussetzen wollen, da sie Selbständige oder Arbeitnehmer beim außerschulischen Kooperationspartner sind.
Können zum jetzigen Zeitpunkt neue Verträge mit Freien Mitarbeitern und außerschulischen Partnern (Dienstleistungs-, Projekt- und Kooperationsverträge mit juristischen Personen) für den Zeitraum Osterferien bis Sommerferien abgeschlossen werden?
Für den Zeitraum Osterferien bis Sommerferien können neue Projektverträge nur dann abgeschlossen werden, wenn diese für die Personalisierung der Notbetreuung erforderlich sind.
Welches Personal kann bei der Durchführung von zusätzlichen Förder- und Unterstützungsangeboten für Kinder und Jugendliche eingesetzt werden?
Da es sich bei den Förder- und Unterstützungsangeboten um unterrichtsnahe und weisungsgebundene Tätigkeiten handelt, sind dort vergleichbar zur Lern- oder Förderzeit im Regelbetreib nur Lehrkräfte und Pädagogische Fachkräfte einzusetzen. Erzieherinnen und Erzieher im Anerkennungspraktikum und Helferinnen und Helfer im Freiwilligendienst können ebenso wie ehrenamtlich Tätige unterstützend eingesetzt werden.
Wie ist zu verfahren, wenn außerschulische Kooperationspartner (Freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und juristische Personen) ihre Leistungen aufgrund der infektionsschutzrechtlichen Vorgaben nicht wie bisher erbringen können (z. B. Sport-AG)?
Freie Mitarbeiter/-innen und das Personal von außerschulischen Kooperationspartnern (z. B. Vereine, Verbände etc.) können grundsätzlich nur im Rahmen der konkret vereinbarten Tätigkeit in entsprechendem Stundenumfang eingesetzt werden.
Aufgrund der derzeit gültigen Vorgaben kann ggfs. die Durchführung von vertraglich vereinbarten Tätigkeiten (z. B. Sport-AGs) nicht in der bisherigen Form erfolgen. Die Kooperationspartner haben in diesen Fällen die Möglichkeit, die konkrete Ausgestaltung ihres Angebots an die Vorgaben des Infektionsschutzes anzupassen. So kann eine Fußball-AG bspw. auch in Form von Einzelübungen oder Theorieeinheiten erteilt werden, obwohl im Hinblick auf die Wahrung des sozialen Distanzgebotes auf das gemeinsame Spiel derzeit verzichtet werden muss.
Sollte es bei einigen Angeboten nicht möglich sein, die Ausgestaltung entsprechend anzupassen, ist es je nach Sachlage grundsätzlich alternativ möglich, bestehende Verträge im gegenseitigen Einvernehmen anzupassen, aufzulösen, den Vertrag zu kündigen und ggf. einen neuen Vertrag abzuschließen.
Außerschulische Kooperationspartner leisten von Beginn wichtige und wertvolle Beiträge zur rheinland-pfälzischen Ganztagsschule. Die Schulen werden ebenso wie die Kooperationspartner darum gebeten, vor Ort rechts- und infektionsschutzkonforme Lösungen zu finden, damit die vertrauensvolle Zusammenarbeit auch während der derzeitigen für alle Beteiligten sehr herausfordernden Situation fortgeführt werden kann.
Abiturprüfungen und sonstige Abschlussprüfungen werden in Abstimmung mit den Gesundheitsämtern grundsätzlich wie geplant durchgeführt.
Für die Durchführung der Abschlussprüfungen im Bereich der dualen Ausbildung sind die Kammern zuständig (z.B. Handwerkskammern, Industrie- und Handelskammern, Bezirksärztekammern, etc.). Auch die Kammern sehen die Durchführung aller Abschlussprüfungen vor und geben Auskunft über die konkreten Prüfungstermine und -orte.
Die Abschlussprüfungen der Bildungsgänge der berufsbildenden Schulen (u.a. der BOS I, der Dualen BOS, der FOS, der BOS II, der HBF) finden an den geplanten Terminen im zentral vorgesehenen Prüfungszeitraum statt (schriftliche Prüfung frühestens ab 11.05.2020 und mündliche Prüfung frühestens ab 15.06.2020).
Nach dem derzeitigen Stand sollen diese Prüfungen wie geplant stattfinden. Dies ist auch möglich, wenn die Schulen in dieser Zeit ihren regulären Schulbetrieb noch nicht vollständig aufgenommen haben, soweit dies aus Infektionsschutzgründen zulässig ist. Selbstverständlich muss dabei durch geeignete Maßnahmen (z.B. Begrenzung der Prüflinge pro Raum, Abstand zwischen den Tischen, Einhalten der Hygienestandards) sichergestellt werden, dass für die Schülerinnen und Schüler wie auch für die beteiligten Lehrkräfte kein erhöhtes Infektionsrisiko besteht.
Da die Entwicklung der Infektionen jedoch hoch dynamisch verläuft und die Situation selbst über wenige Tage nicht vorhersehbar ist, kann niemand garantieren, dass diese Planung immer eingehalten werden kann. Wir werden daher in kurzen Zeitabständen immer wieder überprüfen, ob eine Veränderung erforderlich ist.
Die Aufgaben der schriftlichen Abiturprüfung dürfen sich nur auf die Unterrichtsinhalte beziehen, die bis zur Schließung der Schulen behandelt wurden.
Die Aufgaben der schriftlichen Abschlussprüfungen in der BOS I, der BOS II, der dualen BOS, der HBF und dem Fachhochschulreifeunterricht beziehen sich ebenfalls auf vermittelte Unterrichtsinhalte.
Die zentralen Elemente in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch und Französisch werden beim Haupttermin wie geplant eingesetzt. Für den Nachschreibetermin sind zentrale Elemente nur für Englisch und Französisch vorgesehen.
Die Lehrkräfte haben Informationen erhalten, wie sie die Schülerinnen und Schüler in dieser besonderen Situation auf die Prüfungen vorbereiten sollen.
Am 27.04.2020 haben die Schulen – unter Beachtung strenger Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen - für die Vorbereitung der Abitur- und Abschlussprüfungen in G8-Gymnasien, Kollegs, Abendgymnasien, Beruflichen Gymnasien, Berufsoberschulen, höheren Berufsfachschulen und Fachschulen wieder geöffnet.
Der Unterricht erfolgt nur in den Prüfungsfächern.
Auch die Abschlussklassen aller Bildungsgänge der Berufsbildenden Schulen beginnen mit dem Unterricht in Präsenzform am 27.04.2020.
Mit Abschlussklassen in der Berufsschule (Partner der Betriebe im Bereich der dualen Ausbildung) sind die Schülerinnen und Schüler gemeint, die in den Frühjahr-/Sommermonaten 2020 ihre Abschlussprüfungen bei den Kammern absolvieren.
Die Schülerinnen und Schüler erhalten so die Gelegenheit, vor Beginn der schriftlichen Abschlussarbeiten, ihren Lehrkräften noch Fragen zu stellen, die bei der Wiederholung aufgekommen sind.
Sowohl bei mündlichen als auch bei schriftlichen Prüfungen kann durch geeignete Maßnahmen (z.B. Abstand zwischen den Tischen und zur Prüferin/zum Prüfer, Einhalten der Hygienestandards) sichergestellt werden, dass Schülerinnen und Schüler durch die Teilnahme an der Abiturprüfung kein erhöhtes Infektionsrisiko haben. Die Schulen und Kammern sind über die Maßnahmen, die sie treffen müssen, bereits von den aufsichtsführenden Stellen schriftlich informiert worden.
Am 27.04.2020 haben die Schulen – unter Beachtung strenger Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen - für die Vorbereitung der Abitur- und Abschlussprüfungen in G8-Gymnasien, Kollegs, Abendgymnasien, Beruflichen Gymnasien, Berufsoberschulen, höheren Berufsfachschulen und Fachschulen wieder geöffnet. Der Unterricht erfolgt nur in den Prüfungsfächern.
Auch die Abschlussklassen aller Bildungsgänge der Berufsbildenden Schulen haben mit dem Unterricht in Präsenzform am 27.04.2020 wieder begonnen.
Die Schülerinnen und Schüler erhalten so die Gelegenheit, vor Beginn der schriftlichen Prüfungsarbeiten ihren Lehrkräften noch Fragen zu stellen, die bei der Wiederholung aufgekommen sind.
Die Lehrkräfte haben die Aufgabe, ein pädagogisches Angebot für die Bearbeitung im häuslichen/betrieblichen Umfeld zu organisieren.
Sie melden sich bei den Auszubildenden beispielsweise per Mail, per Telefon, per Post und in anderer Form, die für die Auszubildenden geeignet ist. Heute gibt es viele – vor allem gute digitale – Wege, damit die Schule die Lernaufgaben und Lernmaterialien zur Verfügung stellen kann.
Momentan gibt es Betriebe, die jede helfende Hand brauchen, weil sie für die Daseinsvorsorge der Menschen ganz wichtig sind. Die Betriebe können in diesem Fall bei der Berufsschule nachfragen, ob eine Freistellung ihrer Auszubildenden auch von der Bearbeitung des pädagogischen Angebots in häuslicher Arbeit für einen bestimmten Zeitraum möglich ist. Der Betrieb erhält eine entsprechende Mitteilung durch die Schule.
Grundsätzlich ergeben sich die Vorgaben für das Lernen im Betrieb und in der Schule aus dem Berufsbildungsgesetz, sie finden während der Schulschließungen analog Anwendung.
Absolvieren Schülerinnen und Schüler des Berufsvorbereitungsjahres, der Berufsfachschule I, und der Höhere Berufsfachschule nach dem 4.5. Praktika und was ist mit den gelenkten Praktika in der Klassenstufe 11 der FOS im organisatorischen Verbund mit RS+?
Wenn Schülerinnen und Schülern nach dem Start des Unterrichts am 04. Mai ein Praktikum offensteht, können sie dieses wahrnehmen. Ist dies nicht möglich, soll ihnen daraus kein Nachteil entstehen. In diesem Fall können die Schulen z.B. betriebspraktische Aufgaben stellen.
Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule I und des Berufsvorbereitungsjahres können anstelle des Praktikums unter Beachtung der Hygieneregeln ab dem 4. Mai fachpraktisch unterrichtet werden. Der fachpraktische Unterricht in Küchen findet bis auf Weiteres nicht statt.
Das gelenkte Praktikum in der Klassenstufe 11 der Fachoberschulen wird mit Wiederaufnahme des Unterrichtsbetriebs fortgesetzt. Sollte dies im bisherigen Praktikumsbetrieb nicht möglich sein und auch kein anderer Praktikumsplatz in einem neuen Betrieb gefunden werden, wird dies seitens der Schule durch angemessene betriebliche Aufgaben aufgefangen.
Wie finden Unterricht und praktische Ausbildung in der Altenpflege und der Altenpflegehilfe bei geschlossener Schule statt?
Alten- und Pflegeheime, aber auch ambulante Dienste, die kranke und alte Menschen begleiten und betreuen, sind momentan besonders auf ihre Auszubildenden angewiesen. Deshalb wird die Ausbildung in der Altenpflege und der Altenpflegehilfe beim Ausbildungsträger grundsätzlich fortgeführt. Dabei spielt der Infektionsschutz hier eine besonders wichtige Rolle. Über den Einsatz der Auszubildenden in den Einrichtungen außerhalb von Unterrichtszeiten soll der Betrieb in Abstimmung mit der Schule entscheiden. Wenn dadurch mehr Stunden in der praktischen Ausbildung abgeleistet werden als erforderlich, wird zu einem späteren Zeitpunkt eine Regelung getroffen.
Finden Abschlussprüfungen in der dualen Ausbildung statt?
Abschlussprüfungen in der dualen Ausbildung sind Prüfungen der Wirtschaftsorganisationen. Am Ende der Ausbildung prüfen die Kammern, in denen die Ausbildungsbetriebe organisiert sind, in schriftlichen und praktischen Prüfungsteilen ab, ob die Ausbildung erfolgreich absolviert wurde. Maßgeblich für die Prüfungsinhalte ist der Ausbildungsrahmenlehrplan im jeweiligen Ausbildungsberuf. Wann die schriftlichen und praktischen Teile der Abschlussprüfungen stattfinden, legen die Kammern fest. Bitte informieren Sie sich auf der Homepage der für Sie zuständigen Kammer über die aktuelle Entwicklung.
Wann endet der Unterricht für die Abschlussklassen der berufsbildenden Schulen?
Nach der schriftlichen Prüfung findet für die Prüfungsklassen kein Unterricht mehr statt (BGY, BOS 2, BOS 1, DBOS, HBF, FS). Die Lehrkraft unterstützt selbstverständlich weiterhin die Schülerinnen und Schüler digital oder telefonisch bei der Vorbereitung auf die mündlichen Prüfungen.
Der Unterricht für die Abschlussklassen in der Berufsschule, deren Unterricht in Teilzeitform organisiert ist (z.B. 1 Tag pro Woche Berufsschule, 4 Tage pro Woche Betrieb) endet sechs Wochen vor den Sommerferien. Das ist je nach Berufsschultag in diesem Jahr die Woche vom 18. bis 22. Mai. (vgl. VV vom 11. Dezember 1992, Unterrichtsorganisation in der Berufsschule für die Zeit der Ausbildungsabschlussprüfungen (943 D – 51 244/35))).
Da der Unterricht für Abschlussberufsschülerinnen und -schüler, die regulär im Blockunterricht beschult werden (z.B. 3 Wochen am Stück Berufsschule, dann wieder 6 Wochen am Stück Betrieb), seit dem 16.03.2020 ausgesetzt worden ist, kann die Schule die Festlegung des letzten Schultages individuell vornehmen.
Lernangebote für die Zeit des eingeschränkten Unterrichtsbetriebs
Welche Kommunikationsmittel sollen Lehrkräfte jetzt nutzen, um mit ihren Schülerinnen und Schülern außerhalb des regulären Unterrichts zu kommunizieren?
Unter Rückgriff auf die allgemeine Regelung des § 3 Abs. 1 LDSG RLP, aber auch auf die schulrechtliche Datenschutznorm des § 67 Abs. 1 Schulgesetz ist es zur Erfüllung des Bildungsauftrags der Schulen datenschutzrechtlich zulässig, in Fällen der Einschränkung des Unterrichtsbetriebs wegen der Corona-Pandemie Schülerinnen und Schülern bzw. deren Eltern um die Angabe der privaten E-Mail-Adresse zu bitten und ihnen die Materialien zuzusenden. In dieser Zeit ist die Nutzung einer E-Mail-Adresse für die Schulen erforderlich, um ihren gesetzlichen Auftrag zu erfüllen. In § 67 Abs. 1 Satz 3 wird zudem klargestellt, dass die betroffenen Personen (hier also Schülerinnen und Schüler und Eltern) zur Angabe der Daten verpflichtet sind, die zur Erfüllung der durch Gesetz zugewiesenen schulbezogenen Aufgaben erforderlich sind.
Darüber hinaus können die Telekommunikationsverbindungen genutzt werden, die nach den Regelungen der Schulordnungen (z.B. § 11 Abs. 3 Nr. 7 ÜSchO) bei der Aufnahme in die Schule angegeben werden mussten. Diese dürfen an die Lehrkräfte für ihre jeweiligen Schülerinnen und Schüler weitergegeben werden.
Welche Rolle spielen digitale Plattformen und Werkzeuge in dieser Zeit? In welcher Form kann das Ganze stattfinden?
Bis zur Wiederaufnahme des vollständigen Unterrichtsbetriebs sind die Lehrkräfte angehalten, ihre Schülerinnen und Schüler mit Unterrichtsmaterial zu versorgen. Es werden von den Schulen Lernangebote geschaffen, die die Bedingungen der jeweiligen Schule und Schulform ebenso berücksichtigen wie den Lernstand ihrer Schülerinnen und Schüler. Die Lernaufgaben werden so konzipiert werden, dass sie das eigenverantwortliche Lernen der Schülerinnen und Schüler über einen längeren Zeitraum unterstützen. Ziel ist, die Zeit möglichst sinnvoll zu nutzen. Eine zusammenfassende Handreichung zu den hier aufgeführten Themen hat das PL aktuell erstellt. Einsehbar unter: https://schuleonline.bildung-rp.de/handreichung-onlinegestuetzter-unterricht.html
Welche technische Unterstützung erhalten die Schulen, Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler durch das Ministerium für Bildung?
Viele Schulen haben sich bereits auf den Weg gemacht und nutzen Instanzen des landeseigenen Lern-Management-Systems moodle.rlp oder andere entsprechende Lernangebote. Alle Schulen und Lehrkräfte, die bislang wenig oder keine Erfahrungen mit digitalen Lern-Management-Systemen haben, können sich an die Hotline des Pädagogischen Landesinstituts wenden oder dieses über eine gesonderte E-Mail-Adresse kontaktieren (Telefonnummer 0261/9702-900 und -500, E-Mail: eschule@pl.rlp.de). Daneben stehen den Schulen auch die kommunalen Medienzentren als Ansprechpartner zur Verfügung und können Unterstützung anbieten. Weitere Angebote anderer Art werden derzeit zusätzlich geprüft.
Welche digitalen Lernangebote gibt es?
Die über OMEGA bereitgestellten Medien und Materialien stehen allen Schulen in Rheinland-Pfalz kostenlos und rechtssicher zur Verfügung. Neben Videos und didaktischen Materialien bietet OMEGA auch Lernobjekte und Unterrichtsbeispiele zum MedienkomP@ss Rheinland-Pfalz und MasterTool-Pakete. Darüber hinaus ist über OMEGA auch der Zugriff auf die Brockhaus-Online-Enzyklopädie inklusive Kinder- und Jugendlexikon möglich. Weitere Informationen auf omega.bildung-rp.de
Mit der freien Online-Plattform Curriculum wurden in RLP alle Lehrpläne der 1. - 10. Klasse digitalisiert. Die einzelnen Kompetenzfelder/Ziele in diesen Lehrplänen können mit Materialien - auch aus externen Quellen - verknüpft werden. curriculum.bildung-rp.de
Zum Thema Medienkompetenzvermittlung finden sich auch auf medienkompass.bildung-rp.de Angebote für die verschiedenen Fächer und Altersgruppen.
Auf dem deutschen Bildungsserver finden sich daneben weitreichende Angebote digitaler Lehrmittel sowohl für die Schulen der Primarstufe als auch für die Schulen der Sek I. Für den Grundschulbereich wird zum Beispiel auf die Plattform Mauswiesel, die Angebote mit großem Anteil zum selbstständigen Lernen für die Bereiche Wissen, Mathematik, Deutsch, Englisch, Kunst/Musik sowie Logik/Spiel bietet, oder auf die Leseplattform Antolin verlinkt.
Mit Planet Schule können Kinder aller Altersstufen problemlos zu Hause lernen, auch in Zeiten von Corona. Dort gibt es Filme, Lernspiele, Simulationen und Apps für alle Fächer. Für Grundschüler gibt es spezielle Angebote. Der SWR strahlt Planet Schule wegen der Schulschließungen ab jetzt täglich auch von 10:45 bis 11:15 Uhr aus. Der WDR strahlt Planet Schule von 7:20 bis 8:20 Uhr aus. Alle Angebote stehen auch online kostenfrei und zum Download zur Verfügung. https://www.planet-schule.de
Müssen Kinder digitale Aufgaben erledigen, obwohl kein regulärer Unterricht stattfindet?
Auch wenn aktuell kein regulärer Unterricht stattfindet, haben die Schulen das Lernen für Schülerinnen und Schüler weiterhin zu ermöglichen. Lehrerinnen und Lehrer stellen hierzu Lernaufgaben bereit. Diese sollen so konzipiert werden, dass sie das Lernen der Schülerinnen und Schüler zum Beispiel in Form von Projekten, fachübergreifenden Vorhaben oder Vorbereitungen von Präsentationen unterstützen und an den Unterricht anknüpfen.
Die Lehrkräfte stellen sicher, dass die Schülerinnen und Schüler wissen, welche Aufgaben in häuslicher Arbeit zu erledigen sind. Die Eltern sind in geeigneter Form zu informieren.
Auf was muss bei der Aufgabenstellung besonders geachtet werden?
Lehrpersonen beachten bei der Unterrichtsvorbereitung, dass es eine Balance zwischen Bildschirmzeiten und Zeiten von individueller Arbeit ohne Bildschirm gibt. Dies gilt auch vor dem Hintergrund, dass in vielen Familien nicht jedem Familienmitglied ein eigener Computer zur Verfügung steht.
Aufträge sind so zu erteilen, dass Kreativität und Kopfarbeit ausgewogen sind.
Lehrkräfte sollten nicht der Versuchung erliegen, zu umfangreiche Dossiers zusammenzustellen, die Schülerinnen und Schüler würden sich dadurch «erschlagen» fühlen.
Es wird ein aufeinander abgestimmtes Arbeiten von Lehrkräften, die in einer Klasse unterrichten, empfohlen.
Versuchen Sie nicht, den Präsenzunterricht virtuell abzubilden!
Stellen Sie stufengerechte Arbeitsaufträge und Materialien zur Verfügung. Diese müssen von den Schülerinnen und Schülern möglichst selbstständig bearbeitet werden können.
Je mehr Neues eine Aufgabe enthält, desto mehr wird die Unterstützung der Lehrperson gefordert sein.
Suchen Sie nach projektartigen Arbeitsaufträgen, vor allem in den oberen Klassen.
Lassen Sie Schülerinnen und Schüler digitale Arbeitsprodukte herstellen.
Austausch und Rückmeldungen sind dennoch wichtig. Bleiben Sie in Kontakt.
Sorgen Sie dafür, dass sich die Schülerinnen und Schüler untereinander austauschen (z.B. Arbeitsaufträge in Kleingruppen über Telefon oder dort wo möglich über eine Plattform).
Das Land rät nicht zur kurzfristigen und überhasteten Beschaffung von Software und Plattformen. Das Ministerium für Bildung arbeitet derzeit daran, ein einheitliches und datenschutzkonformes Webkonferenzsystem für alle Lehrkräfte zur Kommunikation mit Schülerinnen und Schülern bereitzustellen. Sollte die Schule weitere digitale Werkzeuge im Rahmen von Kostenlosangeboten nutzen, ist auf DSGVO-Konformität zu achten.
Wie werden Schülerinnen und Schüler unterstützt, die zuhause keinen Laptop oder Computer für sich zum Lernen haben oder kein schnelles Internet?
Die digitale Ausstattung der Schülerinnen und Schüler muss bei der Aufgabenstellung berücksichtigt werden. Die Schulen kennen ihre Schülerschaft sehr genau. Besonders im Bereich der Schulen der Primarstufe wurden und werden daher auch Arbeitspakete in Form von Büchern, Heften und Arbeitsblättern gepackt, welche den Schülerinnen und Schülern an der Schule übergeben wurden oder jetzt postalisch zugeschickt werden. Grundsätzlich gilt: Die Schulen machen den Schülerinnen und Schülern Angebote, um die Zeit sinnvoll zu nutzen. Durch die Aussetzung des Unterrichts darf keinem Schüler und keiner Schülerin ein Nachteil entstehen. Die Chancengleichheit ist sicherzustellen (vgl. § 1 Abs. 1 SchulG).
Können mobile Endgeräte an Schülerinnen und Schüler mit entsprechenden Bedarfen verliehen werden?
Schulen können geeignete Geräte im Besitz des Schulträgers, die in Netzwerken außerhalb der Schulen benutzbar sind, an Schülerinnen und Schüler mit entsprechendem Bedarf für die Zeit der Schulschließungen verleihen. Stehen keine, keine geeigneten oder zu wenig Geräte zur Verfügung, können auch Tablets des Pädagogischen Landesinstituts und der kommunalen Medienzentren entliehen werden. Die Kontaktaufnahme erfolgt jeweils über die Schulen. Der Empfang der Geräte wird auf einer schriftlichen Erklärung durch die Erziehungsberechtigten bestätigt.
Lehrkräfte dürfen für ihre Schülerinnen und Schüler in bestimmtem Umfang digitale Vervielfältigungen erstellen, also etwas einscannen und per E-Mail versenden, und Inhalte für ihre Lerngruppen auf geschützte Plattformen einstellen. Die genauen Regelungen ergeben sich aus dem Urheberrechtsgesetz und den Gesamtverträgen, die die Länder mit den Verwertungsgesellschaften geschlossen haben. Sie sind im EPoS-Schreiben vom 10. Februar 2020 dargestellt, das in der Anlage beigefügt ist. Dort findet sich auch eine Übersichtstabelle, aus der die zulässigen Nutzungen auf einen Blick hervorgehen. Dabei beachten Sie bitte, dass ein ungeschütztes Einstellen von Scans beispielsweise auf der Internetseite der Schule nicht zulässig ist!
FAQs zum Hygieneplan-Corona
Erstellt im Zusammenarbeit mit dem Istitut für Lehrergesundheit und der Unfallkasse Rheinland-Pfalz.
Bitte beachten Sie, dass die FAQs regelmäßig überarbeitet, angepasst und ergänzt werden. Die letzten Änderungen am 28. Mai 2020 betrafen die Rubrik Schülerinnen und Schüler / Lehrkräfte mit einem höheren Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf.
Persönliche Hygiene / Raumhygiene / Hygiene im Sanitärbereich
Welche persönlichen Hygienemaßnahmen sind zu beachten?
Die Maßnahmen zur persönlichen Hygiene sind im aktuell gültigen Hygieneplan-Corona festgelegt.
Was ist mit alternativen bisher nicht benannten Schutzmöglichkeiten wie z.B. Visieren?
Bei Gesichtsvisieren besteht keine Barriere gegen den Tröpfchenauswurf, weil diese Visiere unten und seitlich so weit geöffnet sind, dass die Tröpfchen und Aerosole durch das Visier nur abgelenkt, aber nicht zurückgehalten werden. Gesichtsvisiere werden daher nicht als geeignete Mund-Nasen-Bedeckung angesehen.
Besteht eine Infektionsgefahr durch gemeinsam genutzte bzw. berührte Gegenstände, Materialien und Arbeitsplätze?
Derzeit liegen keine gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse vor, dass sich Menschen etwa durch Kontakt zu kontaminierten Gegenständen mit dem Virus infiziert haben. Um sich vor möglichen Virusübertragungen über kontaminierte Oberflächen zu schützen, ist es wichtig, die allgemeinen Regeln der Hygiene des Alltags wie regelmäßiges Händewaschen und Fernhalten der Hände aus dem Gesicht zu beachten. Weitere Informationen finden Sie beim Bundesistitut für Risikobewertung.
Unabhängig davon sollten derzeit Arbeitsplätze und Arbeitsmaterialien wie Tastaturen und Computermäuse nach Möglichkeit nicht von mehreren Personen genutzt werden.
Die Oberflächen gemeinschaftlich genutzter Arbeitsplätze und Gegenstände sind im Anschluss an eine persönliche Nutzung mit handelsüblichen Haushaltsreinigern zu reinigen.
Eine vorsorgliche Flächendesinfektion, auch von häufigen verwendeten Kontaktflächen, wird auch in der jetzigen COVID-19-Pandemie nicht als notwendig erachtet. Die angemessene Reinigung stellt das Verfahren der Wahl dar.
Ist es sinnvoll, im Unterricht Mund-Nase-Schutz zu tragen?
Es müssen grundsätzlich die im Hygieneplan-Corona definierten Hygieneregeln eingehalten werden. Das Tragen von MNS im Unterricht ist danach nicht erforderlich, sofern der Sicherheitsabstand von >1,5m gewährleistet ist. Schulen dürfen keine Maskenpflicht im Unterricht eigenverantwortlich anordnen.
Gibt es konkrete Informationen / Empfehlungen zum Lüften?
„Besonders wichtig ist das regelmäßige und richtige Lüften, da dadurch die Innenraumluft ausgetauscht wird. Mehrmals täglich, mindestens in jeder Pause, ist eine Stoßlüftung bzw. Querlüftung durch vollständig geöffnete Fenster über mehrere Minuten vorzunehmen. Eine Kipplüftung ist weitgehend wirkungslos, da durch sie kaum Luft ausgetauscht wird. Aus Sicherheitsgründen verschlossene Fenster müssen daher für die Lüftung unter Aufsicht einer Lehrkraft geöffnet werden. Können aufgrund baulicher Maßnahmen Fenster in einem Raum dauerhaft nicht geöffnet werden, ist er für den Unterricht nicht geeignet, es sei denn, es ist eine effektive raumlufttechnische Anlage (Lüftungsanlage) vorhanden.“
Hinweis: Die Öffnungsbegrenzungen an Schwingflügelfenstern dürfen aufgrund der hohen Unfallgefahr nicht außer Kraft gesetzt werden!
Wie komme ich/die Schule an Desinfektionsmittel?
Siehe die „Gemeinsame Verantwortung für die Wiederaufnahme des Schulbetriebs“
Entsprechen Stoffhandtücher auf einer Endlosrolle den Hygieneanforderungen? Im Hygieneplan ist von Einmalhandtüchern die Rede.
Gemäß Hygieneplan-Corona sind Einmalhandtücher zu verwenden. Als Einmalhandtücher kommen z.B. in Frage:
Papierhandtücher, die aus einem Handtuchspender, von einer Rolle oder einer Ablage entnommen werden können,
Textilhandtuchautomaten oder sog. Retraktivspender mit automatischem Vorschub des Textilhandtuchs, das von einer Rolle abgespult und nach der Benutzung auf einer zweiten Rolle ohne Kontakt zur unbenutzten Handtuchrolle aufgerollt wird.
Infektionsschutz im Unterricht und in den Pausen
Wie ist mit gemeinschaftlich genutzten Arbeitsmaterialien umzugehen?
Sowohl Arbeitsplätze als auch Gegenstände sollten derzeit nach Möglichkeit nicht von mehreren Personen genutzt werden. Wo dies nicht möglich ist, ist im Anschluss an eine persönliche Nutzung eine Reinigung mit handelsüblichen Haushaltsreinigern vorzusehen
Stimmt es, dass Schüler*innen im Unterricht keinen Mund-Nase-Schutz tragen müssen, während der Pause im Freien aber schon?
Gemäß Hygieneplan-Corona muss eine Maske getragen werden:
in den Fluren, Gängen und Treppenhäusern, wenn der Abstand nicht eingehalten werden kann,
beim Einkauf am Schulkiosk sowie in der Mensa,
im Freien (in der Pause) nur dann, wenn der Abstand nicht eingehalten werden kann.
Lehrkräfte mit einem höheren Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf
Wer stellt ein Attest aus in Bezug auf die Zugehörigkeit zu einer „Risikogruppe“?
Für eine Bescheinigung der Zugehörigkeit zu einer „Risikogruppe“ ist der niedergelassene Arzt (Facharzt/Hausarzt) zuständig.
Wem muss das Attest (Zugehörigkeit zu einer „Risikogruppe“) vorgelegt werden?
Schwangerschaft ist nicht mit einem erhöhten Risiko verbunden. Schwangere Lehrerinnen dürfen auch weiterhin im Präsenzunterricht eingesetzt werden, wenn die Abstands- und Hygieneregelungen des Hygieneplans-Corona für die Schulen in Rheinland-Pfalz beachtet werden.
Falls sich schwangere Lehrerinnen aus Sorge um die eigene oder die Gesundheit des ungeborenen Kindes außer Stande sehen, im Präsenzunterricht eingesetzt zu werden, dann sollen Schulleitungen hierauf nicht bestehen.
Für schwangere Schülerinnen gilt dies entsprechend. Die Schule prüft im Einzelfall, wie eine alternative Beschulung und Leistungserbringung in geeigneter Weise sichergestellt werden kann.
Dürfen Lehrkräfte, die zu einer Risikogruppe gehören im Präsenzunterricht eingesetzt werden?
Ja, der freiwillige Einsatz ist erlaubt; er führt zu keinen rechtlichen Nachteilen. Es ist weder eine ärztliche „Unbedenklichkeitserklärung“ noch eine persönliche schriftliche Erklärung erforderlich.
Welche Fristen gibt es für die Atteste?
Es bestehen keine Fristen. Allerdings können erst nach Vorlage eines Attest etwaige Konsequenzen gezogen werden.
Wenn Haushaltsangehörige zu einer Risikogruppe gehören: benötige ich ein Attest zu Freistellung oder der Angehörige?
Wer die „Freistellung“ begehrt muss ein Attest vorlegen, dass die Zugehörigkeit des Angehörigen zur Risikogruppe bestätigt. D. h. dass der Angehörige zum Arzt gehen muss, um sich eine entsprechende ärztliche Bescheinigung ausstellen zu lassen.
Verlängern sich Eingliederungspläne (im Rahmen einer stufenweisen Wiedereingliederung) automatisch oder ist ein neuer Plan erforderlich?
Ob und ggf. welche Anpassungen in einem Eingliederungsplan erforderlich sind, kann nur im Einzelfall geprüft und entschieden werden.
Schülerinnen und Schüler mit einem höheren Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf
Wie gehen wir mit Schülerinnen und Schüler mit einem erhöhten Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf um?
Schülerinnen und Schüler mit Grunderkrankungen haben das Recht auf einen Schulbesuch, gehören aber gleichzeitig zu einer besonders schützenswerten Personengruppe. Aktuell weist die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) darauf hin, dass die für Erwachsenen bekannten Risikofaktoren nicht einfach auf Kinder übertragbar sind und man davon ausgehen kann, dass Kinder und Jugendliche mit chronischen Erkrankungen, die gut kompensiert bzw. gut behandelt sind, auch kein höheres Risiko für eine schwerere COVID-19-Erkrankung zu fürchten haben, als sie dem allgemeinen Lebensrisiko entsprechen.
Die grundsätzliche Bemessung des individuellen Risikos kann aufgrund der Vielfalt der denkbaren Krankheitsbilder mit unterschiedlichen Ausprägungen immer nur eine Entscheidung des verantwortlichen Arztes oder der verantwortlichen Ärztin bleiben. Ob auf dieser Basis ein Schulbesuch derzeit vertretbar ist, sollten die Eltern gemeinsam mit der Ärztin oder dem Arzt entscheiden.
Dessen ungeachtet können Schülerinnen und Schüler mit einer oder mehreren risikoerhöhenden Erkrankungen jederzeit zuhause bleiben. Gleiches gilt, wenn im Haushalt Personen (Eltern, Geschwisterkinder) mit einem höheren Risiko für einen schweren COVID-19- Krankheitsverlauf leben. Ein Attest ist nicht erforderlich.
Muss ein ärztliches Attest vorgelegt werden, dass die gesundheitliche Unbedenklichkeit des Schulbesuchs bei S+S mit Grunderkrankungen bescheinigt?
Nein, ein solches Attest ist nicht erforderlich und darf auch von Schulen nicht eingefordert werden.
Wegeführung / Konferenzen und Versammlungen
Können im Rahmen der Anpassung der Wegeführung zur Einhaltung des Hygieneplan-Corona die äußeren Fluchttreppen an der Schule mit eingebunden werden?
Da die Fluchttreppen in Schulen auch den allgemeinen Anforderungen an Gebäudetreppen entsprechen müssen, können auch diese in die Wegeführung zum Entzerren des Schulbetriebes im Rahmen der Corona-Pandemie eingebunden werden. Geprüft werden muss, wo die Fluchttreppen enden. Enden diese beispielsweise in einem Bereich mit einer erhöhten Gefährdung z. B. durch den Straßenverkehr, sind je nach Altersgruppe entsprechende Sicherungsmaßnahmen z. B. in Form von Barrieren zu ergreifen.
Gibt es Teilnehmerzahlbegrenzungen für Konferenzen?
Konferenzen werden auf das notwendige Maß begrenzt.
Die Maßnahmen zu persönlichen Hygiene werden beachtet (bspw. Einhalten des Mindestabstandes, Niesetikette etc.)
Ggf. werden Konferenzen aufgeteilt oder mittels Video- oder Telefonkonferenzen durchgeführt.
Wie soll ich mich verhalten, wenn ein Kind in meiner Klasse auffällig auf hustet/krank erscheint?
Symptomatische Personen dürfen die Einrichtung nicht betreten. Bei Auftreten von Symptomen während der Unterrichtszeit sind die betreffenden Schülerinnen und Schüler zu isolieren und die Eltern zu informieren.
Wer muss wem wann einen Verdacht oder eine bestätigte Erkrankung melden?
Wenn die Schule über eine Infektion oder den dringenden Verdacht einer Infektion mit SARS-CoV2 bei einer Schülerin/einem Schüler, einer Lehrkraft oder sonstigen Person an der Schule informiert wird, ist auf Basis der Coronavirus-Meldepflichtverordnung i. V. m. § 8 und § 36 des Infektionsschutzgesetzes das zuständige Gesundheitsamt zu informieren. Das Gesundheitsamt verfügt die weiteren erforderlichen Schritte.
Muss nach einer Quarantäne aufgrund einer bestätigten Corona-Infektion eine Bescheinigung über eine negative Testung vorgelegt werden, ehe die Schule wieder betreten werden darf?
Wenn eine vom Gesundheitsamt verordnete Quarantäne endet, darf die Schule wieder betreten werden. Weder ist die Vorlage eines negativen Testergebnisses vorgeschrieben, noch ist die Schulleitung berechtigt, einen Test zu verlangen.
Welche Ansprechpartner gibt es bei weiteren Fragen?
Schulorganisatorische Fragen: Wenden Sie sich bitte an die Schulaufsichtsbeamtin bzw. den Schulaufsichtsbeamten Ihrer Schule.
Hotline des Gesundheitsministeriums (wochentags unter 0800-5758100)
Unfallkasse Rheinland-Pfalz 02632 960-0; info@ukrlp.de
Arbeitsmedizinische und sicherheitstechnische Fragestellungen: Institut für Lehrergesundheit (06131-178850)
Coronavirus: Empfehlungen für Schulen (https://publikationen.dguv.de/widgets/pdf/download/article/3813
Welche Funktion haben Mund-Nase-Schutz (MNS), Mund-Nase-Bedeckung (MNB), comunity mask, Alltagsmaske oder Behelfsmaske?
Es handelt sich um eine mechanische Barriere bzw. Bremse, die den Ausstoß von Aerosolen beim Sprechen, Husten und Niesen verringern soll.
Was ist der Unterschied zwischen den Begriffen Covid-19, Coronavirus und SARS-CoV-2?
SARS-CoV-2 ist die offizielle Bezeichnung des Virus, das für die aktuelle Pandemie verantwortlich ist. Es gehört zur Gruppe der Coronaviren.
COVID-19 ist die offizielle Bezeichnung der Erkrankung, die durch das SARS-CoV-2 Virus ausgelöst wird. (Quelle: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Liste.html)
Mund-Nase-Schutz (MNS): wer stellt diesen bereit / bezahlt, wer reinigt / sterilisiert?
Schülerinnen und Schüler: grundsätzlich ist es Aufgabe der Eltern, ihre Kinder mit Alltagsmasken auszustatten und diese zu reinigen. Dessen ungeachtet hat die rheinland-pfälzische Landesregierung allen Schülerinnen und Schülern zum Schulstart am 4. Mai eine wiederverwendbare Alltagsmaske geschenkt. Diese wird aber nicht ausreichen, da diese Masken regelmäßig gewechselt und gereinigt werden müssen.
Lehrkräfte: Die Lehrkräfte sind selbst verantwortlich für die Beschaffung eines Mund-Nase-Schutzes. Die Landesregierung hat aber auch allen Lehrkräften eine wiederverwendbare Alltagsmaske zur Verfügung gestellt.
Was ist im Rahmen der Ersten Hilfe zu beachten?
Grundsätzlich ist auch in Corona-Zeiten Erste Hilfe zu leisten. Wie bisher sind dabei grundlegende Hygienemaßnahmen zu beachten. Dazu gehört beispielsweise das Tragen von Einweg-Handschuhen und die Vermeidung des unmittelbaren Kontaktes zu Blut oder sonstigen Körperflüssigkeiten des Kindes, Schülerin bzw. Schülers, z. B. beim Kleben eines Pflasters. Hierbei ist abzuwägen, ob das Pflaster nicht, je nach Alter, durch das verletzte Kind, der Schülerin bzw. des Schülers selbst geklebt werden kann. Die Ersthelferin bzw. Ersthelfer und wenn möglich auch die verletzte Person sollte eine Mund-Nase-Schutz tragen. Für die Ersthelfenden sollte ein entsprechender Mund-Nasen-Schutz zur Verfügung stehen. Die Atemspende ist durch den Laien nicht zwingend ohne Beatmungsmaske zu erwarten, jedoch ist bei Bedarf eine Herzdruckmassage durchzuführen. Wenn keine direkte Behandlung erforderlich ist, gilt auch hier, Abstand halten und sonstige Hygieneregeln, wie z. B. Niesen in die Armbeuge, Hände waschen etc. einhalten. Eingesetzte Mehrwegartikel, z. B. Kühlakkus, sind nach dem Einsatz zu desinfizieren
Gesetzlicher Unfallversicherungsschutz für Schülerinnen und Schüler sowie Angestellte
Ist eine Erkrankung in Folge einer Infektion in der Schule mit dem Coronavirus ein Schulunfall?
Die nachweisliche Infektion an dem Coronavirus infolge der schulischen Tätigkeiten ist ein Schulunfall.
Soll bei einer Erkrankung in Folge einer Infektion in der Schule mit dem Coronavirus vorsichtshalber eine Unfallmeldung erstellt werden?
Bei einer nachweislichen Infektion an dem Coronavirus infolge der schulischen Tätigkeiten sollte eine Unfallmeldung erfolgen.
Im Rahmen der schrittweisen Schulöffnung wird eine Hälfte der Klasse in der Schule und parallel dazu die restliche Klasse über Videochat zu Hause unterrichtet. Sind die Schülerinnen und Schüler zu Hause gesetzlich unfallversichert?
Schülerinnen und Schüler sind auch zu Hause gesetzlich unfallversichert, wenn sie parallel zur restlichen Klasse über Videochat unterrichtet werden.
Die komplette Klasse wird über Videochat zu Hause unterrichtet. Sind dann die Schülerinnen, Schüler und angestellte Lehrkraft gesetzlich unfallversichert?
Schülerinnen, Schüler und angestellte Lehrkräfte sind gesetzlich unfallversichert, wenn die komplette Klasse über Videochat zu Hause unterrichtet wird. Die Verlagerung des Unterrichtes in einen Videochat ist immer eine versicherte Schulveranstaltung und nicht abhängig von der Schülerzahl.
Sind Schülerinnen und Schüler, die außerhalb ihrer Präsenzphase zu Hause Arbeitsaufträge erledigen, gesetzlich unfallversichert?
Arbeitsaufträge, die den Schülerinnen und Schülern übermittelt werden und von diesen zu Hause erledigt werden, sind rechtlich wie Hausaufgaben zu werten. Die Erledigung der Hausaufgaben steht nicht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Die Rechtslage hat sich insofern auch für die Lehrkräfte, die schon vor Corona Hausaufgaben verteilt haben, nicht verändert.
Zurück zu Kindertagesstätten und Schulen
Die Schulen werden vom der ADD (Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion) und dem Ministerium für Bildung regelmäßig mit wichtigen Informationen versorgt.
Die Rundschreiben finden Sie hier
Ich schütz' Dich und Du schützt mich
Das Ministerium für Bildung und die Landeschüler*Innen-Vertretung Rheinland-Pfalz haben ein Video zu Hygieneregeln in Corona-Zeiten herausgebracht.
NUR für Schulen: Hotline für organisatorische Fragen
Tel. 0261 2054613300
Montag bis Donnerstag 9:00 - 12:00 und 14:00 - 16:00 Uhr
Hier findest du Hilfe – kostenlos, anonym, per Telefon oder Chat:
Auf Initiative des BMBF und der KMK haben sich MINT-Akteure zur Allianz für MINT-Bildung zu Hause zusammengeschlossen, um trotz Schulschließungen Lehrangebote bereitzustellen.

References: § 7
 § 3
 § 67
 § 67
 § 11
 § 1
 § 8
 § 36