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Timestamp: 2019-09-16 10:23:36+00:00

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Betriebs­rats­wahl – und die nach­träg­li­che Auf­nah­me eines wahl­be­rech­tig­ten Arbeit­neh­mers | Rechtslupe
Betriebsratswahl - und die nachträgliche Aufnahme eines wahlberechtigten Arbeitnehmers
Betriebs­rats­wahl – und die nach­träg­li­che Auf­nah­me eines wahl­be­rech­tig­ten Arbeit­neh­mers
Die nach­träg­li­che Berück­sich­ti­gung eines wahl­be­rech­tig­ten Arbeit­neh­mers in der Wäh­ler­lis­te, der ver­se­hent­lich nicht in die­ser auf­ge­nom­men war, kann nach § 4 Abs. 3 WahlO nur bis spä­tes­tens dem der Wahl vor­aus­ge­hen­den Tag erfol­gen. Wird die Wäh­ler­lis­te erst am Wahl­tag kor­ri­giert, so stellt dies einen Ver­fah­rens­feh­ler dar, der zur Wahl­an­fech­tung berech­tigt, soweit sich die­ser auf das Wahl­er­geb­nis aus­wirkt.
Der Wahl­vor­stand hat mit dem Nach­trag der drei nicht auf der Wäh­ler­lis­te (§ 2 Abs. 1 WO) befind­li­chen wahl­be­rech­tig­ten Arbeit­neh­mer erst am Wahl­tag, unab­hän­gig von einer erfor­der­li­chen Beschluss­fas­sung hier­über, gegen eine wesent­li­che Vor­schrift des Wahl­ver­fah­rens ver­sto­ßen (§ 4 Abs. 3 Satz 2 WO), wobei der Ver­stoß sich auf das Wahl­er­geb­nis aus­ge­wirkt haben kann.
Eine Betriebs­rats­wahl kann dann ange­foch­ten wer­den, wenn gegen – eine oder meh­re­re – wesent­li­che Vor­schrif­ten über das Wahl­recht, die Wähl­bar­keit oder das Wahl­ver­fah­ren ver­sto­ßen wor­den war (§ 19 Abs. 1 BetrVG)1. zum Aus­druck kom­men2.
Die Wesent­lich­keit einer Vor­schrift kann dem BetrVG nicht unmit­tel­bar ent­nom­men wer­den; viel­mehr nimmt man die­ses Merk­mal über­wie­gend bei sog. "Muss-Vor­schrif­ten" an3.
Aller­dings kön­nen danach aus­nahms­wei­se auch blo­ße Soll-Vor­schrif­ten zur Begrün­dung einer Wahl­an­fech­tung aus­rei­chen, wenn ihnen, wie in § 2 Abs. 5 WO, mit der Infor­ma­ti­on der aus­län­di­schen Mit­ar­bei­ter über das Wahl­ver­fah­ren, wesent­li­che und tra­gen­de Grund­sät­ze der Wahl beinhal­ten4.
Die Wesent­lich­keit des jewei­li­gen Ver­sto­ßes ist uner­heb­lich; die­se ist erst im Rah­men der Kau­sa­li­täts­prü­fung zu wür­di­gen.
Mit der Ansicht des Bun­des­ar­beits­ge­richts und der über­wie­gen­den Ansicht im Schrift­tum, wel­cher die Kam­mer folgt, ist der Ver­stoß gegen § 4 Abs. 3 Satz 2 WO als Ver­stoß des Wahl­vor­stan­des gegen eine wesent­li­che Norm des Wahl­ver­fah­rens anzu­se­hen5. Ent­ge­gen der Ansicht Mül­lers6 ist eine gene­rel­le Ein­zel­fall­prü­fung der Wesent­lich­keit einer Norm als nicht prak­ti­ka­bel abzu­leh­nen. Viel­mehr sind Muss-Vor­schrif­ten stets als wesent­li­che Vor­schrift des Wahl­ver­fah­rens anzu­se­hen, wäh­rend bei Soll-Nor­men jeweils dar­auf abzu­stel­len ist, inwie­weit ihnen Grund­prin­zi­pi­en des Wahl­ver­fah­rens inne­woh­nen7. Die­se Vor­schrift beinhal­tet zumin­dest ein tra­gen­des Grund­prin­zip eines Wahl­ver­fah­rens, näm­lich – ent­spre­chend dem Sinn und Zweck des § 14 BetrVG – kurz­fris­ti­ge Wahl­ma­ni­pu­la­tio­nen aus­zu­schlie­ßen und ein ord­nungs­ge­mä­ßes Wahl­ver­fah­ren sicher­zu­stel­len8.
Der Wahl­vor­stand hat die Rege­lung des § 4 Abs. 3 Satz 2 WO ver­letzt; die­ser Ver­stoß konn­te das Wahl­er­geb­nis beein­flusst haben. In der Berich­ti­gung der Wäh­ler­lis­te noch am Wahl­tag liegt auch kei­ne blo­ße Berich­ti­gung einer Unrich­tig­keit, die nach § 19 Abs. 1 BetrVG erlaubt gewe­sen wäre.
Nach § 4 Abs. 3 Satz 2 WO ist eine Berich­ti­gung der Wäh­ler­lis­te nur bis zum Tag vor dem Wahl­tag statt­haft; der Wahl­vor­stand hat aber noch am Tag der Wahl eine Kor­rek­tur der Wäh­ler­lis­te vor­ge­nom­men.
Die­se Kor­rek­tur der Wäh­ler­lis­te am Wahl­tag und die damit erfolg­te Zulas­sung der die bis dahin nicht in der Wäh­ler­lis­te ver­zeich­ne­ten (nach § 7 BetrVG an sich wahl­be­rech­tig­ten) Arbeit­neh­mer war geeig­net, das Wahl­er­geb­nis zu beein­flus­sen.
Nach § 19 Abs. 1 letz­ter Hs. BetrVG berech­tigt ein Ver­stoß gegen wesent­li­che Wahl­vor­schrif­ten nicht zur Anfech­tung der Wahl, wenn durch ihn das Wahl­er­geb­nis objek­tiv weder geän­dert noch beein­flusst hat­te wer­den kön­nen. Maß­geb­lich hier­für ist, ob bei hypo­the­ti­scher Betrach­tung der Wahl ohne den Ver­stoß zwin­gend das­sel­be Wahl­er­geb­nis unter Berück­sich­ti­gung der kon­kre­ten Umstän­de erzielt wor­den wäre9; eine nach all­ge­mei­ner Lebens­er­fah­rung und ange­sichts der kon­kre­ten Umstän­den der Wahl gänz­lich unwahr­schein­li­che Beein­flus­sung des Wahl­er­geb­nis­ses reicht damit nicht hin10. Ist kei­ne mög­li­che Beein­flus­sung der Wahl fest­zu­stel­len, so muss eine ver­fah­rens­feh­ler­haf­te Betriebs­rats­wahl nicht wie­der­holt wer­den.
In der Kor­rek­tur der Wäh­ler­lis­te noch am Wahl­tag liegt kei­ne von § 19 Abs. 1 BetrVG noch gestat­te­te Berich­ti­gung eines Feh­lers im Wahl­ver­fah­ren. Denn eine der­ar­ti­ge Berich­ti­gung kommt allein unter den in der WO, ins­be­son­de­re auch unter Beach­tung der in § 4 Abs. 3 Satz 2 WO genann­ten Vor­aus­set­zun­gen in Betracht.
Die Anfecht­bar­keit eine Betriebs­rats­wahl kommt nur dann in Betracht, wenn der auf­ge­tre­te­ne Feh­ler nicht recht­zei­tig berich­tigt wor­den war, so dass kei­ne ordent­li­che Wahl hat­te statt­fin­den kön­nen. Der Grund für die unter­blie­be­ne Berich­ti­gung, etwa weil der Wahl­vor­stand sie ver­säumt hat­te oder eine Berich­ti­gung bei Ent­de­ckung des Feh­ler nicht mehr statt­haft gewe­sen war, ist uner­heb­lich.
Grund­sätz­lich kann eine Berich­ti­gung von Ver­stö­ßen gegen wesent­li­che Wahl­vor­schrif­ten, unab­hän­gig, ob es sich um gro­be oder offen­sicht­li­che Ver­stö­ße han­delt, erfol­gen11. Der Berich­ti­gung eines Feh­lers im Wahl­ver­fah­ren gebührt der Vor­zug, da dadurch eine nach­träg­li­che Anfech­tung der gesam­ten Wahl ver­mie­den wer­den kann12. Maß­geb­lich ist jeweils die Wah­rung der Bestim­mun­gen des Geset­zes und der WO13. Maß­stab und Ziel der Berich­ti­gung ist es, den Ein­fluss eines Wahl­feh­lers auf das Wahl­er­geb­nis aus­zu­schlie­ßen.
So ist der Wahl­vor­stand durch­aus, auch nach Ablauf der Ein­spruchs­frist, nicht nur berech­tigt, son­dern auch ver­pflich­tet, die Wäh­ler­lis­te auf ihre Rich­tig­keit und Voll­stän­dig­keit zu über­prü­fen (§ 4 Abs. 3 Satz 2 WO). Für den Fall eines ent­deck­ten Feh­lers oder einer Unrich­tig­keit sieht die­se Norm expli­zit eine Berich­ti­gungs­mög­lich­keit vor, wobei strei­tig ist, inwie­weit eine Berich­ti­gung nur in den genann­ten Fäl­len14 oder gene­rell bei einer auf­tre­ten­den Unrich­tig­keit statt­haft ist15.
Aller­dings war vor­lie­gend eine Kor­rek­tur der Wäh­ler­lis­te, unge­ach­tet der in § 4 Abs. 3 Satz 2 WO genann­ten Vor­aus­set­zun­gen, nicht mehr statt­haft. Zwar hat der Wahl­vor­stand nach Ablauf der Ein­spruchs­frist des § 4 Abs. 1 WO von Amts wegen die Wäh­ler­lis­te auf Voll­stän­dig­keit und Rich­tig­keit zu über­prü­fen (§ 4 Abs. 3 Satz 1 WO); dazu ist der Wahl­vor­stand trotz der For­mu­lie­rung als "Soll-Vor­schrift" ver­pflich­tet16, da hier­von die Aus­übung des Wahl­rechts der Arbeit­neh­mer abhängt (§ 2 Abs. 3 WO). Unab­hän­gig, ob bei einer fest­ge­stell­ten Unrich­tig­keit eine Berich­ti­gung nur beschränkt auf die in § 4 Abs. 3 Satz 2 WO genann­ten Fäl­le17 oder unbe­schränkt erfol­gen kann18, so schei­det eine Berich­ti­gung jeden­falls dann aus, wenn sie spä­ter als dem Tage vor dem Beginn der Stimm­ab­ga­be durch­ge­führt wird19.
Inwie­weit der Berich­ti­gung ein erfor­der­li­cher Beschluss des Wahl­vor­stan­des20 vor­aus­ge­gan­gen war, bedarf dane­ben kei­ner Betrach­tung.
Eine nach­träg­li­che Kor­rek­tur des Wahl­er­geb­nis­ses ist eben­so aus­ge­schlos­sen, da nicht fest­zu­stel­len ist wie die drei unzu­läs­si­ger Wei­se am Wahl­tag auf der Wäh­ler­lis­te nach­ge­tra­ge­nen Arbeit­neh­mer abge­stimmt haben (vgl. § 14 Abs. 1 BetrVG; BAG v. 12.06.2013 – 7 ABR 77/​11, NZA 2013, 1368, unter Rz.20).
Lan­des­ar­beits­ge­richt Mün­chen, Beschluss vom 10. März 2015 – 6 TaBV 64/​14
vgl. GK/​Kreutz, BetrVG, § 19 Rz. 17; HaKo-BetrV­G/Brors, a. a. O., § 19 Rz. 5). Uner­heb­lich ist, ob der Ver­stoß schuld­haft oder gut­gläu­big erfolgt war ((ArbG Frank­furt v. 22.05.2002 – 2 BV 148/​02, NZA-RR 2003, 26 [↩]
BAG v. 13. 10.2004 – 7 ABR 5/​04, EzA BetrVG 2001 § 19 Nr. 4 [↩]
etwa BAG v. 11.03.1960 – 1 ABR 15/​59, BB 1960, 824; BAG v.02. 2.1962 – 1 ABR 5/​61, BB 1962, 447; BAG v. 29.06.1965 – 1 ABR 2/​65, DB 1965, 1253; BAG v. 14.09.1988 – 7 ABR 93/​87, NZA 1989, 360; BAG v. 13. 11.1991 – 7 ABR 18/​91, NZA 1992, 989; DKKW/​Homburg, a. a. O., Rz. 3; Fit­ting, a. a. O., Rz. 10; Galperin/​Löwisch, a. a. O., Rz. 5; HaKo-BetrV­G/Brors, a. a. O., Rz. 5; Richardi/​Thüsing, a. a. O. Rz. 5; Ste-ge/Wein­spach/­Schie­fer, a. a. O., Rz. 6a; WPK/​Wlotzke, a. a. O., Rz. 4; ErfK/​Koch, a. a. O., § 19 BetrVG Rz. 2; HWK/​Reichold, a. a. O., § 19 BetrVG Rz. 5; Hueck/​Nipperdey, a. a. O., S. 1149; Nikisch, Arbeits­recht, Bd. III, 2. Aufl., S. 106 [↩]
etwa BAG v. 29.01.1965 – 1 ABR 8/​64, BB 1965, 584; BAG v. 12. 10.1976 – 1 ABR 17/​76, BB 1977, 245; fer­ner Fit­ting, a. a. O. Rz. 10; DKKW/​Homburg, a. a. O., Rz. 2; Richardi/​Thüsing, a. a. O., Rz. 5; Hueck/​Nipperdey, a. a. O. S. 1149 Fn. 60; Nikisch, a. a. O., S. 106, die bei zahl­rei­chen Ver­stö­ßen gegen Soll­vor­schrif­ten anneh­men, dass die­se dann in ihrer Gesamt­heit als wesent­li­che Vor­schrif­ten qua­li­fi­ziert wer­den kön­nen; dabei wird jedoch die Wesent­lich­keit auf den Ver­stoß und nicht auf die jewei­li­ge Vor­schrift bezo­gen; a. M. Mül­ler, Fest­schrift für Schnorr von Carols­feld, S. 367, 382 f., der gene­rell dar­auf abstellt, ob die Norm, unab­hän­gig von ihrer Aus­ge­stal­tung als Muss-Vor­schrift, wesent­li­che "Grund­prin­zi­pi­en der Betriebs­rats­wahl und des Betriebs­ver­fas­sungs­rech­tes" beinhal­tet [↩]
vgl. auch BAG v. 27.01.1993 – 7 ABR 37/​92, NZA 1993, 949, zu § 4 Abs. 3 WO 1953 [↩]
Mül­ler, Fest­schrift für Schnorr von Carols­feld, S. 367, 382 f. [↩]
so auch GK/​Kreutz, a. a. O., § 19 Rz.19; Fit­ting, a. a. O., Rz. 10; ErfK/​Koch, a. a. O., § 19 BetrVG Rz. 2; MünchArbR/​Joost, a. a. O., § 216 Rz.206 [↩]
vgl. etwa GK/​Kreutz/​Jacobs, a. a. O. § 4 WO Rz.19; HaKo-BetrV­G/Brors, a. a. O., WahlO Rz. 22; Richardi/​Thüsing, a. a. O., § 4 WO Rz. 13 [↩]
BAG v. 12.06.2013 – 7 ABR 77/​11, NZA 2013, 1368, unter Rz. 39; BAG 18.07.2012 – 7 ABR 21/​11, EzA BetrVG 2011 § 19 Nr. 9, unter Rz. 30; vgl. auch GK/​Kreutz, a. a. O., § 19 Rz. 45; Mül­ler, Fest­schrift für Schnorr von Carols­feld, S. 367, 387 [↩]
vgl. bereits BAG v. 25.05.2005 – 7 ABR 39/​04, NZA 2006, 116, unter Rz. 23; BAG v. 21.01.2009 – 7 ABR 65/​07, NZA-RR 2009, 481, unter Rz. 29; Mül­ler, Fest­schrift für Schnorr von Carols­feld, S. 367, 389 "Wahr­schein­lich­keits­er­for­der­nis" [↩]
etwa BAG v.19.09.1985 – 6 ABR 4/​85, NZA 1986, 368, unter III 2 der Grün­de [Rz. 28, juris] [↩]
GK/​Kreutz, a. a. O., Rz. 35; fer­ner DKKW/​Homburg, a. a. O., Rz. 4; Fit­ting, a. a. O., Rz. 23; Galperin/​Löwisch, a. a. O., Rz. 7; Stege/​Weinspach/​Schiefer, a. a. O., Rz. 10; Richar-di/T­hü­s­ing, a. a. O., Rz. 34; WPK/​Wlotzke, a. a. O., Rz.19; MünchArbR/​Joost, a. a. O., § 216 Rz.209; Wies­ner, FA 2007, 38 [↩]
GK/​Kreutz, a. a. O., Rz. 35 [↩]
so BAG 27.01.1993 – 7 ABR 37/​92, NZA 1993, 949; Fit­ting, a. a. O., § 4 WO Rz. 15; Löwisch/​Kaiser, BetrVG 6. Aufl., § 4 WO Rz. 12; Richardi/​Thüsing, a. a. O., § 4 WO Rz. 13 [↩]
so GK/​Kreutz/​Jacobs, a. a. O., § 4 WO Rz. 17 [↩]
BAG v. 27.01.1993, a. a. O.; DKKW/​Homburg, a. a. O., § 4 WO Rz. 22; Fit­ting, a. a. O., § 4 WO Rz. 15; GK/​Kreutz/​Jacobs, a. a. O., § 4 WO Rz. 16 [↩]
so BAG v. 27.01.1993, a. a. O.; eben­so Fit­ting, a. a. O., § 4 WO Rz. 15; Löwisch/​Kaiser, a. a. O., § 4 WO Rz. 12; Richardi/​Thüsing, a. a. O., § 19 Rz. 34 und § 4 WO Rz. 13 [↩]
vgl. LAG Hamm v. 12. 10.2007 – 10 TaBV 9/​07, juris; Fit­ting, a. a. O., § 4 WO Rz. 15; Richardi/​Thüsing, a. a. O., § 19 Rz. 34; Wies­ner, FA 2007, 38 f. [↩]
dazu DKKW/​Homburg, a. a. O. § 4 WO Rz. 28; Fit­ting, a. a. O., § 4 WO Rz. 15; GK/​Kreutz/​Jacobs, a. a. O., § 4 WO 15 [↩]
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References: § 4
 § 2
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 § 14
 § 4
 § 19
 § 4
 § 7
 § 19
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 § 216
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