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Timestamp: 2018-11-18 04:03:42+00:00

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FamRZ-Buch 39: Insolvenzrecht für die familienrechtliche Praxis, 2. Aufl. (Juli 2018) :: Gieseking Verlag
Rechtsanwältin/Fachanwältin f. Familien- und Insolvenzrecht a.D. Prof. Dr. Janlewing, Gabriele
FamRZ-Buch 39: Insolvenzrecht für die familienrechtliche Praxis, 2. Aufl. (Juli 2018)
2. neu bearb. Auflage (Juli 2018)
ISBN: 978-3-7694-1201-7
2018/07 | XXII und 161 Seiten | Broschur
Die Schnittstellen zwischen Insolvenz- und Familienrecht sind für den Praktiker von besonderer Bedeutung: Er muss wissen, was bei einer wirtschaftlichen Schieflage eines der Beteiligten - häufig bei Trennung oder Scheidung - zu tun ist. So droht z.B. trotz erfolgreichem Unterhaltsprozess eine Regressfalle durch Fehler im Insolvenzverfahren!
Wichtige Punkte wie die Auswirkungen der Insolvenzeröffnung auf die familienrechtlichen Verfahren oder die Besonderheiten bei nichtselbstständigen/selbstständigen Insolvenzschuldnern werden verständlich erläutert. Dazu Schaubilder über den Insolvenzverfahrens-Ablauf sowie (nochmals erweiterte) Musteranträge für die verschiedenen Verfahrenssituationen!
Die neuen Entscheidungen zur Attributsklage, Vollstreckungsabwehrklage, zu deliktischen Unterhaltsrückständen oder zur Restschuldbefreiung sind ebenfalls inbegriffen.
Ideal für (Fach-)Anwälte, Richter, Rechtspfleger, Insolvenzverwalter oder Mitarbeiter von Jugendämtern und Beratungsstellen.
"… Es wird sehr empfohlen, dieses praxisrelevante und sehr gut gelungene Werk zu erwerben!" (RA´in/ FA´in FamR, SteuerR u. InsR Renate Perleberg-Kölbel, FuR 2015, 525, zur Voraufl.)
Inhalt_Janlewing.pdf
"Etwa 100.000 neue Verbraucher Insolvenzanträge werden in Deutschland pro Jahr gestellt. Vielfach hängen diese mit einer familiären, vor allem unterhaltsrechtlichen "Schieflage" zusammen. Es wundert daher, dass der Themenkreis Verbraucherinsolvenz/familienrechtliche Ansprüche bislang so stiefmütterlich behandelt wurde. Diese Lücke schließt Buch 39 der FamRZ-Reihe, erschienen im Verlag Gieseking.
Die Autorin, selber Fachanwältin für Familien- und Insolvenzrecht, ist eine schon durch ihre bisherigen Veröffentlichungen ausgewiesene Expertin. Sie versteht es, die einem Familienrechtler doch eher spröde anmutende Thematik in einem gut verständlichen Schreibstil näherzubringen. Die Darstellung wird durch praxisnahe Beispielfälle veranschaulicht. (…)
Am Ende des Buches finden sich ein Schaubild über den Ablauf des Insolvenzverfahrens sowie Musteranträge für die verschiedenen Verfahrenssituationen. Sehr hilfreich sind die zusammenfassenden Hinweise zum Schluss eines jeden Kapitels. (…)
Mit ca. 150 Seiten zeigt das Buch die "Basics" auf, die ein Familienrechtler auf jeden Fall bei einer wirtschaftlichen Schieflage kennen muss. Ansonsten droht z. B. nach einem erfolgreich durchgeführten Unterhaltsprozess aufgrund durchaus vermeidbarer Fehler im Insolvenzverfahren eine Regresssituation. Rechtsprechung und Literatur befinden sich auf dem neuesten Stand. Die Insolvenzrechtsreform 2014 ist eingearbeitet.
Fazit: Uneingeschränkte Kaufempfehlung!"
(RA/FA FamR Dr. Walter Kogel in FamRZ 2015, 910)
"Wird ein Familienmitglied oder seine Firma insolvent, hat dies gravierende Einflüsse auf familienrechtliche Beziehungen und führt u.a. zu materiell- und verfahrensrechtlichen Fragen in Bezug auf Unterhalt, Bürgschaften, Schenkungen, Erbschaften, Versorgungsausgleich, Zugewinnausgleichsansprüche, steuerliche Veranlagung und deren Folgen. Nicht nur Insolvenz- und Steuer- , sondern auch Familienrechtler haben sich daher mit den Schnittstellen zwischen Insolvenz-und Familienrecht zu befassen.
Die Autorin hat für die Fallbearbeitung in der familienrechtlichen Praxis einen Leitfaden geschaffen, der sich mit den Grundlagen des Insolvenz- und Restschuldbefreiungsverfahren natürlicher Personen beschäftigt. Familienrechtliche Ansprüche als Bestandteil der Insolvenzmasse werden ebenso kompetent behandelt, wie die Rolle der familienrechtlichen Insolvenz-, Neu- und Massegläubiger sowie der familienrechtlichen Gläubiger im Insolvenzplanverfahren. Das Gesetz zur Verkürzung des Restschuldbefreiungsverfahrens und zur Stärkung der Gläubigerrechte vom 15.07.2013, das für alle Verfahren gilt, die nach dem 01.07.2014 beim Insolvenzgericht beantragt werden, wird berücksichtigt. Die aktuelle Rechtsprechung und der Meinungsstand in der Literatur wird jeweils vorgestellt.
Besonders positiv hervorzuheben ist, dass die Autorin auch die Auswirkungen der Insolvenzeröffnung auf die familienrechtlichen Verfahren problematisiert. Wünschenswert wäre es, wenn in der nächsten Auflage die Zugewinnausgleichsansprüche eingehender, auch mit Rechtsprechungsnachweisen und nicht nur unter Verweis auf die Ausführungen zum Pflichtteilsanspruch, thematisiert werden könnten.
Im Anhang befindet sich ein Schaubild, das einen schnellen Überblick über den Ablauf des Insolvenzverfahrens vermittelt. Musteranträge zu § 36 Abs. 1 InsO i.V.m. § 850i ZPO, zu Forderungsanmeldungen, insbesondere zur Anmeldung bei Delikten, runden die für die Praxis sehr hilfreichen Hinweise ebenso ab wie das Muster für einen Prozesskostenhilfeantrag für eine sog. Attributsklage gem. §184 Abs. 1 Satz 1 InsO sowie einem Antrag auf Gewährung von Unterhalt aus der Insolvenzmasse gem. § 100 Abs. 2 Satz 1 InsO. Familienrechtler werden so in die Lage versetzt, die für sie nicht immer gängigen Rechtsfragen zu erkennen und sie sachkundig zu lösen.
Es wird sehr empfohlen, dieses praxisrelevante und sehr gut gelungene Werk zu erwerben!"
(RA´in/ FA´in FamR, SteuerR + InsR Renate Perleberg-Kölbel in FuR 2015, 525)
"Schnittstellen zwischen Insolvenz- und Familienrecht gibt es viele. Dies folgt schon aus dem Umstand, dass die mit einer Trennung einhergehende Schwierigkeit vieler Familien, den gewohnten Lebensstandard aufrecht zu erhalten, in zahlreichen Fällen dazu führt, dass einer oder beide Partner Privatinsolvenz anmelden müssen. Ein solcher Schritt hat seinerseits Folgen für die materiell-rechtlichen Ansprüche und für die Vollstreckung aus familienrechtlichen Titeln und er hat auch Auswirkungen auf laufende Gerichtsverfahren. Schließlich gibt es auch im Insolvenzrecht Vorschriften, die auf familienrechtliche Gesichtspunkte Rücksicht nehmen.
Gleichzeitig ist Familienrechtlern die rein wirtschaftliche Sichtweise des Insolvenzrechts mit den damit verbundenen Härten oft fremd, die Materie erscheint unübersichtlich und abschreckend. Gleichwohl können Anwälte Mandanten auch in familienrechtlichen Fragen nur dann sinnvoll beraten und Richter Familienstreitigkeiten sachgerecht entscheiden, wenn sie sich mit den familienrechtlich relevanten Fragestellungen des gefürchteten Rechtsgebietes auseinandersetzen.
Für Berater und Entscheider in diesem Dilemma bietet das Werk der Koblenzer Professorin Dr. Janlewing eine schnelle, fundierte und praxisorientierte Hilfestellung. Die Autorin ist als Fachanwältin für Familien- und Insolvenzrecht und Inhaberin des Lehrstuhls für "Recht in der sozialen Arbeit" besonders geeignet, die Kluft zwischen den beiden Rechtsgebieten zu überbrücken. Ihre beeindruckenden Kenntnisse auf beiden Gebieten, die sie souverän in das Werk einfließen lässt, lassen dieses zu einem für alle in der Praxis denkbaren Fragestellungen hilfreichen Leitfaden werden. Das Buch berücksichtigt bereits das zum 01.07.2014 in Kraft getretene neue Insolvenzrecht sowie die aktuelle Rechtsprechung und Literatur.
Inhaltlich konzentriert sich, der Natur der Sache gemäß, die Darstellung auf die Insolvenz von Privatpersonen, wobei ein besonderer Schwerpunkt bei der Verbraucherinsolvenz mit Restschuldbefreiung liegt. Diese wird in einem ersten Teil eingehend dargestellt. Als nächstes wird der Blick auf die Insolvenzmasse gelenkt. Nach einer kurzen allgemeinen Darstellung werden ausführlich die Besonderheiten von familienrechtlichen Ansprüchen des Insolvenzschuldners als Teil der Masse dargestellt. Im dritten Hauptteil folgt dann ein Perspektivwechsel und die Sicht der familienrechtlichen Gläubiger des Insolvenzschuldners wird untersucht. Hier liegt, entsprechend der Praxisrelevanz, auch der Schwerpunkt des Werkes. Für den Praktiker besonders wichtig ist, dass dabei stets übersichtlich die Besonderheiten bei nichtselbstständig beschäftigten und selbstständigen Insolvenzschuldners dargestellt werden. Von hervorzuhebender Praxisrelevanz ist auch ein eigenes Kapitel zu Unterhaltsansprüchen als deliktischen Forderungen i.S.v. § 302 InsO. Hier werden die insoweit relevanten Voraussetzungen auch des § 170 Abs. 1 StGB mit bemerkenswerter Klarheit dargestellt, anschließend finden sich Tipps zur Anmeldung der deliktischen Forderung und zum anschließenden Rechtsweg. Das Buch endet mit einer Darstellung der materiell- und verfahrensrechtlichen Auswirkungen der Insolvenzeröffnung.
Die Darstellung ist durchgehend äußerst gelungen. Der Text ist hervorragend lesbar und durch (Zwischen-)Überschriften übersichtlich gegliedert. Die zusätzliche Verwendung von Randnummern ermöglicht im Zusammenspiel mit dem ausführlichen Stichwortregister einen schnellen Zugriff auf die gesuchte Materie. Dies wird auch durch den Fettdruck von Schlagwörtern und ein ausführliches Inhaltsverzeichnis unterstützt. Die auch in einem Literaturverzeichnis zusammengestellten Fundstellen und die vielen zitierten Entscheidungen ermöglichen eine noch weiter gehende Vertiefung mit den im Werk ohnehin schon fundiert dargestellten Problemen. Dabei gelingt der Autorin eine beeindruckend knappe Darstellung: Das Werk ist trotz der komplexen Materie gerade knapp 150 Seiten lang.
Durch die eingefügten Beispielsfälle gelingt eine lebendige Einführung in komplexe rechtliche Sachverhalte, optisch hervorgehobene Praxistipps helfen beim Umschiffen rechtlicher Klippen und bei der Vermeidung von Fallen und Gefahren. Von erheblichem praktischen Wert ist auch der Anhang: Neben einem Schaubild über den Ablauf der Verbraucherinsolvenz sind hier zahlreiche Musteranträge zu finden.
Das Werk ist eine hervorragende Arbeitshilfe für alle mit dem Familienrecht befasste Praktiker. Mit diesem Buch in der Hand wird der Schreck, den ein sich abzeichnender Bezug zum Insolvenzrecht sonst unvermeidlich bei Familienrechtlern auslöst, schon bald der Vergangenheit angehören!"
(Richter am AG Dr. Torsten Obermann in "Die Rezensenten", http://dierezensenten.blogspot.de/2015/04/rezension-zivilrecht-insolvenzrecht-fur.html)
"... Es [das Werk] lässt bezogen auf die tägliche Arbeit im Familienrecht bei Fallberührung zur Insolvenz keine Frage offen und empfiehlt sich deshalb der Lektüre in der Praxis."
(VorsRiOLG a.D. Friedrich Strohal in FamRB 2015, 282 f.)

References: § 36
 § 850
 §184
 § 100
 § 302
 § 170