Source: http://wdb.fh-sm.de/FallTestamentsanfechtung
Timestamp: 2019-05-22 18:59:12+00:00

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Wissensdatenbank Wirtschaftsrecht: Fall: Testamentsanfechtung
FallTestamentsanfechtung
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1. Errichtung eines wirksam...
2. keine nachträgliche Bes...
a. Anfechtungsgrund nach §...
b. Anfechtungsberechtigter ...
c. Anfechtungserklärung, �...
d. Anfechtungsfrist, § 208...
Fall: Testamentsanfechtung
Errichtung eines wirksamen Testaments
keine nachträgliche Beseitigung
1. Errichtung eines wirksamen Testaments
Im konkreten Fall könnte W ein wirksames Testament errichtet haben. Dies ist dann der Fall, wenn W ein Testament, mit dem Inhalt des § 1937 BGB, welches den F als Erbe vorsieht, errichtet hat und dieses wirksam ist. W hat in einem form wirksamen notariellen Testament seinen Freund (F) als Alleinerben berufen.
2. keine nachträgliche Beseitigung
Anfechtungsgrund nach § 2078 BGB, § 2079 BGB
S ist Anfechtungsberechtigter, nach § 2080 BGB
Anfechtungserklärung nach § 2081 BGB
Anfechtungsfrist nach § 2082 BGB
a. Anfechtungsgrund nach § 2078, 2079 BGB
Im konkreten Fall könnte ein Anfechtungsgrund nach § 2078 Abs. 2 BGB gegeben sein. Dies ist dann der Fall, wenn die Verfügungen des W durch die irrige Anahme oder Erwartung des Eintritts oder Nichteintritts eines Umstands hervorgerufen wurde. W geht davon aus, dass der S ihm den Ring gestohlen hat um seine Spielschulden zu begleichen, aber in Wirklichkeit hat G den Ring entwendet.
Demzufolge war W bei der Abgabe der Erklärung im Irrtum über die Person des S und somit ist ein Anfechtungsgrund nach § 2078 Abs. 2 BGB gegeben.
b. Anfechtungsberechtigter nach § 2080 BGB
Weiterhin könnte S im vorliegenden Fall zur Anfechtung gem. § 2080 BGB berechtigt sein. Hierfür ist erforderlich, dass S dann besser gestellt wäre, wenn W nicht die Verfügung (Testament) vorgenommen hätte. Nach dem Sachverhalt ist der S der Sohn von W und dieser verliert durch die Verfügung den Erbteil, welcher über den Pflichtteil hinausgehen würde. Somit ist S durch die Verfügung schlechter gestellt und folglich zur Anfechtung berechtigt.
c. Anfechtungserklärung, § 2081 BGB
d. Anfechtungsfrist, § 2082 BGB
Schließlich müsste S die Anfechtung innerhalb der Frist nach § 2082 BGB erklärt haben. Dies ist dann der Fall, wenn die Erklärung innerhalb eines Jahres erfolgte. Im Sachverhalt sind keine Anhaltspunkte enthalten, die ein Fristversäumnis annehmen lassen.
Dies führt dazu, dass das Testament gem. § 142 BGB unwirksam ist und F nicht den W beerbt, sondern der S.
2014-05-20 11:07:16

References: § 208
 § 1937
 § 2078
 § 2079
 § 2080
 § 2081
 § 2082
 § 2078
 § 2078
 § 2078
 § 2080
 § 2080
 § 2081
 § 2082
 § 2082
 § 142