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Timestamp: 2020-08-05 07:52:07+00:00

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BFH, Beschluss v. 26.02.2009 - VI R 17/07 - NWB Urteile
BFH v. 26.02.2009 - VI R 17/07
BFH Beschluss v. 26.02.2009 - VI R 17/07 BStBl 2009 II S. 421
Die Kosten eines Verfahrens, das ursprünglich die Eintragung eines höheren Freibetrags auf der Lohnsteuerkarte zum Gegenstand hatte und das die Beteiligten nach der Entscheidung des BVerfG vom 9. Dezember 2008 zur Verfassungswidrigkeit von § 9 Abs. 2 Satz 1 und Satz 2 EStG i.d.F. des StÄndG 2007 vom 19. Juli 2006 (BGBl I 2006, 1652, BStBl I 2006, 432) in der Hauptsache für erledigt erklärt haben, sind dem FA aufzuerlegen. Dies gilt ungeachtet der Tatsache, dass § 9 Abs. 2 Satz 2 EStG zunächst nur im Wege vorläufiger Steuerfestsetzung ohne die Beschränkung auf „erhöhte” Aufwendungen „ab dem 21. Entfernungskilometer” gilt.
Gesetze: EStG § 9 Abs. 2 Satz 1 und Satz 2FGO § 138 Abs. 1FGO § 138 Abs. 2FGO § 143 Abs. 1
Instanzenzug: FG Baden-Württemberg, Außensenate Karlsruhe, vom 7. März 2007 13 K 283/06, BFH - VI R 17/07, Verfahrensverlauf
Die Beteiligten stritten über die Höhe des in der Lohnsteuerkarte 2007 einzutragenden Werbungskostenfreibetrags für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte.
Nachdem der Senat mit Beschluss vom 10. Januar 2008 (BFHE 219, 358, BStBl II 2008, 234) das Revisionsverfahren ausgesetzt hatte, entschied der Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) mit Urteil vom 9. Dezember 2008 2 BvL 1/07 , 2 BvL 2/07, 2 BvL 1/08, 2 BvL 2/08 (BFH/NV 2009, 338), dass die seit 2007 geltende Regelung der Entfernungspauschale verfassungswidrig ist. Im Revisionsverfahren hatte der Kläger und Revisionskläger (Kläger) den zunächst auf die Eintragung eines höheren steuerfreien Jahresbetrags gerichteten Klage- und Revisionsantrag dahingehend umgestellt, dass nunmehr festzustellen sei, dass die Ablehnung der Eintragung eines höheren Freibetrags rechtswidrig war, und erklärte die Hauptsache für erledigt.
Der Rechtsstreit ist infolge der übereinstimmenden Erklärungen der Beteiligten in der Hauptsache erledigt. Einer Erledigungserklärung des Beigetretenen als sonstigem Beteiligten bedarf es nicht (vgl. Beschluss des Bundesfinanzhofs —BFH— vom 25. Januar 2006 IV R 14/04 , BFHE 212, 231, BStBl II 2006, 418, m.w.N. unter 1. a).
BFH 17.10.2013 - III R 29/13
FG Baden-Württemberg 7.3.2007 - 13 K 283/06
AO-StB 2009 S. 135 Nr. 5
BBK-Kurznachricht Nr. 8/2009 S. 376
BFH/PR 2009 S. 207 Nr. 6
DStRE 2009 S. 504 Nr. 8
DStZ 2009 S. 304 Nr. 9
GStB 2009 S. 21 Nr. 6
HFR 2009 S. 582 Nr. 6
NJW 2009 S. 1533 Nr. 21
SJ 2009 S. 5 Nr. 7
StB 2009 S. 142 Nr. 5
StBW 2009 S. 7 Nr. 7
MAAAD-16016

References: § 9
 § 9
 § 9
 § 138
 § 138
 § 143