Source: https://www.elo-forum.org/weiterbildung-umschulung-sinnlose-massnahmen/178524-frage-esf-projekt-aktive-eingliederung-lza.html
Timestamp: 2018-03-23 09:54:22+00:00

Document:
Frage zu ESF-Projekt "Aktive Eingliederung" LZA - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
Start > Information > Weiterbildung/Umschulung/Sinnlose Maßnahmen -> Frage zu ESF-Projekt "Aktive Eingliederung" LZA
Post #2150752 (6)
Post #2150764 (5)
Post #2150753 (5)
Post #2150754 (3)
Post #2150783 (3)
14.12.2016, 13:30 #1
Frage zu ESF-Projekt "Aktive Eingliederung" LZA
Ich hatte heute ein termin zu einer Infoveranstaltung zum ESF-Projekt "Aktive Eingliederung" LZA. Das war echt ein Horro was da so abging. Angeblich war es laut schreiben eine Infoveranstaltung. Ich habe im Internet gelesen das die ESF projekte auf freiwilliger Basis beruhen, liege ich damit richtig? Ich sollte da echt einiges unterschreiben, was ich natürlich nicht gemacht habe. Das einzige was ich unterschrieben habe war die teilnehmerliste, es waren genau 2 Leute da... Datenschutz und Einwilligung hatte ich nicht unterschrieben, ich soll morgen früh noch mal da antanzen und bescheit geben ob ich doch noch was unterschreiben möchte. Ich habe die Dame echt gelöschert mit fragen, was ihr nicht sehr gefallen hatte. Ich fragte dann, das ich ich gelesen habe das das ESF projekt ja auf freiwilliger Basis beruht, was sie verneint hat, was ich nicht so ganz glauben kann. ich bin immer noch so mega auf 180, sowas hab ich echt noch nie erlebt.
Vielleicht kann mir wer dazu was sagen, ob es nun freiwillig ist oder nicht. Vielen lieben dank für die Infos.
Mehr Beiträge von Tayx finden
14.12.2016, 13:40 #2
AW: Frage zu ESF-Projekt "Aktive Eingliederung" LZA
Hallo Tayx, willkommen im Forum
ja, eigentlich ist diese ESF-Geschichte "freiwillig", was natürlich von den "Nutznießern" regelmäßig verschwiegen wird, um sich die Gelder dafür aus dem ESF-Fonds abzugreifen, in welchem ca 500 Mio. € drin stecken.
Mehr Infos findest du beispielsweise hier:
und bestimmt melden sich auch noch andere Leute zum Thema
14.12.2016, 13:41 #3
Hi Tayx, hier ein Thread, der sich ausschließlich mit dem ESF-LZA-Programm befasst:
Nachtrag: Yukiko war schneller ;-)
14.12.2016, 13:41 #4
Ja ESF Maßnahmen sind DEFINITIV FREIWILLIG.
Hast du eine Zuweisung, eine Unterschriebene EGV oder EGV-VA?
Diese mal hier anonymisiert einstellen damit wir mehr sagen können :=)
14.12.2016, 13:46 #5
Hallo, ja ich habe eine egv unterschireben, leider. da steht aber nichts von der maßnahme. Ich poste sie gleich. Ich editiere hier dann.
Herrn xxx xxx
xx.xx.2017 soweit zwischenzeitlich nichts anderes vereinbart wird
Aufnahme einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt: Tätigkeit als Helfer/in - Lagerwirtschaft,
Transport am lokalen Arbeitsmarkt (im Tagespendelbereich)
1. Unterstützung durch Jobcenter xxx
Das Jobcenter unterbreitet Ihnen Vermittlungsvorschläge, soweit geeignete Stellenangebote
Das Jobcenter unterstützt Ihre Bewerbungsaktivitäten durch Übernahme von angemessenen
nachgewiesenen Kosten für schriftliche Bewerbungen nach Maßgabe des § 16 Abs. 1 SGB II i.
V.m. § 44 SGB III, sofern Sie diese zuvor beantragt haben.
Das Jobcenter unterstützt Ihre Bewerbungsaktivitäten nach Maßgabe des § 16 Abs. 1 SGB II i.
V.m. § 44 SGB III durch Übernahme von angemessenen und nachgewiesenen Fahrkosten zu
Vorstellungsgesprächen, sofern die Kostenübernahme vor Fahrtantritt durch Sie beantragt
Das Jobcenter kann Sie bei Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung durch
die Gewährung von Einstiegsgeld nach § 16b SGB II fördern, sofern die beantragte Förderung
zur Eingliederung auf dem Arbeitsmarkt notwendig und die Beschäftigung zur Überwindung der
Hilfebedürftigkeit geeignet ist.
Das Jobcenter bietet Ihnen die Teilnahme an der Maßnahme: Aktivcenter - Lager nach § 16
Abs. 1 SGB II i.V.m. § 45 SGB III in der Zeit (nach vorheriger Einladung für 6 Monate) beim
Träger Bildungs- und Beratunszentrum gGmbH an.
Das Jobcenter verpflichtet sich zu Übernahme der angemessenen Kosten für die Teilnahme,
soweit dies für die berufliche Eingliederung notwendig ist.
Für die Dauer der Teilnahme an der Maßnahme, wird dem Träger Bildungs- und
Beratunszentrum gGmbH durch das Jobcenter ein Zugriff auf Ihre selektiven Bewerberdaten in
dem Vermittlungs-/Beratungs- und Informationssystems (VerBIS) eingeräumt.
2. Bemühungen von Herrn xxx xxx
Sie unternehmen während der Gültigkeitsdauer der Eingliederungsvereinbarung im Turnus von
4 Wochen - beginnend mit dem Datum der Unterzeichnung - jeweils mindestens 4
Bewerbungsbemühungen um sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse und
legen hierüber im Anschluss an den oben genannten jeweiligen Zeitraum folgende Nachweise
vor: Nachweisblatt, Bewerbungsschreiben. Bei der Stellensuche sind auch befristete
Stellenangebote und Stellenangebote von Zeitarbeitsfirmen einzubeziehen.
Sie bewerben sich zeitnah, d.h. spätestens am dritten Tage nach Erhalt des Stellenangebotes,
auf Vermittlungsvorschläge, die Sie vom Jobcenter bzw. von der Agentur für Arbeit erhalten
haben. Als Nachweis über Ihre unternommenen Bemühungen füllen Sie die dem
Vermittlungsvorschlag beigefügte Antwortmöglichkeit aus und legen diese vor.
Sie nehmen an der Maßnahme: Aktivcenter - Lager gemäß § 16 Abs. 1 SGB II i.V.m. § 45 SGB
III zur beruflichen Eingliederung teil. Die Maßnahme soll Ihre berufliche Eingliederung durch
eine Heranführung an den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt unterstützen. Inhalt der Maßnahme
ist: Kenntnisvermittlung; Zweck der Maßnahme ist: Integration auf dem allg. Arbeitsmarkt; bei
Bildungs- und Beratunszentrum gGmbH in xxx nach vorheriger Einladung für 6 Monate
- Einhaltung der mit dem Träger vereinbarten Termine
- Aktive Mitarbeit bei Bemühungen, Ihr Potenzial in Bezug auf die Eingliederung in den
Arbeitsmarkt zu nutzen.
- Aktive Mitwirkung bei allen auf die berufliche Eingliederung abzielenden Leistungen. Hierzu
gehört auch die Annahme von Arbeitsangeboten durch den Dritten. Der Dritte ist verpflichtet,
dem Bewerber nur zumutbare Angebote zu unterbreiten.
- Aktive Mitwirkung bis zum Ende der individuellen Maßnahmedauer ohne unentschuldigte
Diese Eingliederungsvereinbarung behält grundsätzlich solange ihre Gültigkeit, solange Sie
hilfebedürftig sind. Entfällt Ihre Hilfebedürftigkeit, sind beide Parteien nicht mehr an den Inhalt
gebunden. Eine gesonderte Aufhebung ist in diesem Fall nicht erforderlich.
Liegen alle Anspruchsvoraussetzungen für den Bezug von Arbeitslosengeld II durchgängig vor, so
endet die Gültigkeit automatisch mit Ablauf (siehe Datum „gültig bis“).
Soweit eine Anpassung erforderlich ist, endet die Gültigkeit mit dem Abschluss der neuen
Eingliederungsvereinbarung.
Mit dieser Eingliederungsvereinbarung nach § 15 SGB II wird die gemeinsam zwischen Ihnen und
Ihrem Jobcenter erarbeitete Strategie zu Ihrer Eingliederung in Arbeit geregelt. Diese
Eingliederungsvereinbarung stellt einen öffentlich-rechtlichen Vertrag i. S. d. §§ 53 ff. SGB X dar.
Die Eingliederungsvereinbarung ist daher schriftlich zu schließen und durch beide Vertragsparteien
zu unterschreiben (§ 56 SGB X). Die Eingliederungsvereinbarung ist für beide Vertragsparteien
verbindlich, d. h. im Fall der Nichteinhaltung der Eingliederungsvereinbarung kann sich jede
Vertragspartei auf die geregelten Inhalte berufen.
Sollte aufgrund von wesentlichen Änderungen in Ihren persönlichen Verhältnissen eine Anpassung
der vereinbarten Maßnahmen und Pflichten erforderlich sein, sind sich beide Vertragsparteien
darüber einig, dass eine Abänderung dieser Eingliederungsvereinbarung erfolgen wird. Das gleiche
gilt, wenn sich herausstellt, dass das Ziel der Integration in den Arbeitsmarkt nur aufgrund von
Anpassungen und Änderungen dieser Vereinbarung erreicht bzw. beschleunigt werden kann.
Haben die Verhältnisse, die für die Festsetzung des Vertragsinhalts maßgebend gewesen sind,
sich seit Abschluss des Vertrages so wesentlich geändert, dass einer Vertragspartei das Festhalten
an der ursprünglichen vertraglichen Regelung nicht zuzumuten ist, so kann diese Vertragspartei
eine Anpassung des Vertragsinhalts an die geänderten Verhältnisse verlangen oder, sofern eine
Anpassung nicht möglich oder einer Vertragspartei nicht zuzumuten ist, den Vertrag kündigen (§ 59
Abs. 1 Satz 1 SGB X). Ihr Jobcenter kann gemäß § 59 Abs. 1 Satz 2 SGB X den Vertrag auch
kündigen, um schwere Nachteile für das Gemeinwohl zu verhüten oder zu beseitigen. Die
Kündigung bedarf der Schriftform und soll begründet werden (§ 59 Abs. 2 SGB X).
Die §§ 31 bis 31b Zweites Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) sehen bei Verstößen gegen die in
der Eingliederungsvereinbarung festgelegten Pflichten Leistungsminderungen vor. Das
Arbeitslosengeld II kann danach - auch mehrfach nacheinander - gemindert werden oder
vollständig entfallen.
(siehe Nr. 2. Bemühungen des Kunden), wird das Ihnen zustehende Arbeitslosengeld II um
einen Betrag in Höhe von 30 Prozent des für Sie maßgebenden Regelbedarfs zur Sicherung
des Lebensunterhalts nach § 20 SGB II gemindert.
Vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass bei einem wiederholten Verstoß gegen die mit Ihnen
vereinbarten Bemühungen das Ihnen zustehende Arbeitslosengeld II um einen Betrag in Höhe
von 60 Prozent des für Sie maßgebenden Regelbedarfs gemindert wird. Die Kosten der
Unterkunft und Heizung werden dann in der Regel direkt an Ihren Vermieter oder einen
sonstigen Empfangsberechtigten gezahlt.
Die Minderung dauert drei Monate (Sanktionszeitraum) und beginnt mit dem Kalendermonat
nach Zugang des Sanktionsbescheides. Während dieser Zeit besteht kein Anspruch auf
ergänzende Hilfen nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch (Sozialhilfe).
Eine Pflichtverletzung liegt nicht vor, wenn Sie für Ihr Verhalten einen wichtigen Grund darlegen
und nachweisen. Folglich tritt keine Leistungsminderung ein. Ein nach Ihrer Auffassung
wichtiger Grund, der jedoch nach objektiven Maßstäben nicht als solcher anerkannt werden
kann, verhindert nicht den Eintritt der Leistungsminderung.
Sanktionszeiträume aufgrund der Verletzung von Meldepflichten und Verstößen gegen
vereinbarte Eingliederungsbemühungen können sich überschneiden. In den
Überschneidungsmonaten werden die Minderungsbeträge addiert.
Führen die Leistungsminderungen dazu, dass kein Arbeitslosengeld II mehr gezahlt wird,
werden auch keine Beträge zur Kranken- und Pflegeversicherung abgeführt. Der
Versicherungsschutz bleibt dennoch erhalten, anfallende Beiträge müssen Sie jedoch selbst
zahlen. Sind Sie hierzu nicht in der Lage, entstehen Beitragsrückstände, die jedoch für die
Dauer der Hilfebedürftigkeit keine negativen Auswirkungen hinsichtlich der Leistungen durch die
gesetzliche Kranken-/Pflegeversicherung haben.
Bei einer Minderung des Arbeitslosengeldes II um mehr als 30 Prozent des maßgebenden
Regelbedarfs können auf Antrag ergänzende Sachleistungen oder geldwerte Leistungen
erbracht werden. Diese sind grundsätzlich zu erbringen, wenn minderjährige Kinder im Haushalt
leben. Beachten Sie aber, dass Sie vorrangig Ihr Einkommen und verwertbares Vermögen zur
Sicherung des Lebensunterhaltes einsetzen müssen.
Bei einer Gewährung von Sachleistungen oder geldwerten Leistungen werden Beiträge zur
Kranken- und Pflegeversicherung weiterhin erbracht.
Den vereinbarten Eingliederungsbemühungen müssen Sie auch während eines
Sanktionszeitraumes nachkommen, auch wenn Ihr Arbeitslosengeld II wegen eines
Pflichtverstoßes vollständig weggefallen ist.
Auch die Verpflichtung, sich bei der im Briefkopf genannten Stelle persönlich zu melden oder
auf Aufforderung zu einer ärztlichen oder psychologischen Untersuchung zu erscheinen, bleibt
während des Sanktionszeitraumes bestehen.
Die maßgeblichen gesetzlichen Vorschriften können Sie bei der im Briefkopf genannten Stelle
Halten Sie sich innerhalb des zeit- und ortsnahen Bereiches auf, muss sichergestellt sein, dass
Sie persönlich an jedem Werktag an Ihrem Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt unter der
von Ihnen benannten Anschrift (Wohnung) durch Briefpost erreichbar sind. Zum zeit- und
ortsnahen Bereich gehören für Sie alle Orte in der Umgebung Ihres Jobcenters, von denen Sie
in der Lage sind, Vorsprachen täglich wahrzunehmen.
Sie sind verpflichtet bei einer Ortsabwesenheit (Aufenthalt außerhalb des zeit- und ortsnahen
Bereiches) vorab die Zustimmung des persönlichen Ansprechpartners einzuholen.
Bei einer nicht genehmigten Ortsabwesenheit entfällt der Anspruch auf Leistungen der
Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) auch bei nachträglichem Bekanntwerden. Eine
nachträgliche Genehmigung ist im begründeten Einzelfall möglich. Wird ein genehmigter
auswärtiger Aufenthalt unerlaubt verlängert, besteht ab dem ersten Tag der unerlaubten
Ortsabwesenheit kein Anspruch auf Leistungen. Weitere Informationen finden Sie Merkblatt
"Arbeitslosengeld II / Sozialgeld".
Die Eingliederungsvereinbarung wurde mit mir besprochen. Ich bin mit den vereinbarten Aktivitäten
einverstanden und verpflichte mich, diese einzuhalten. Ich habe ein Exemplar dieser
Eingliederungsvereinbarung erhalten.
14.12.2016, 14:03 #6
Gehst du also Morgen noch mal dort hin? Wenn ja, nichts unterschreiben und die Dame auf den punkt 2.1 der Förderrichtlinie zum ESF Bundesprogramm (Die Teilnahme am Programm ist freiwillig. Die Programmteilnahme wird in die Eingliederungsvereinbarung aufgenommen) hinweisen.
Hier die PDF zum besagten. Fals man das entsprechende vielleicht zur Vorlage ausdrucken möchte.
fr-lza.pdf (294,4 KB, 67x aufgerufen)
14.12.2016, 14:06 #7
Hallo Faalk, weiß nicht ob ich noch mal hingehen sollte. Ich war ja heute da. Das mit den Punkt 2.1 hatte ich heute schon mal gesagt. Dann meinte sie ich bin mega arrogant. -.-
war eig recht gut vorbereitet. Sowas wie da hatte ich echt noch nicht erlebt.
14.12.2016, 14:14 #8
Warum kam der Spruch (Mega Arrogant) ?
weil die Genau Wissen das du Sagen kannst (NEIN DANKE) , ich hätte gesagt , "Hören sie mir jetzt GENAU ZU! seit wann ist es mega Arrogant sieauf ihre Auskunftspflicht hin zu weisen ?
jetzt lassen sie die Kirche mal im Dorfe (Freundlich aber bestimmt).
Diese Reagieren so weil denen das Geld für dich durch die lappen gehen , nicht mehr und nicht weniger.
Habe einmal bei so einer Veranstaltungt gesessen, alles eingesteckt Anwesenheit bestätigen lassen und danach (ROM ATHEN Auf nichtWiedersehen :=) ).
14.12.2016, 14:17 #9
wollt das zeug mitnehmen, hat sie verneint... :) also werd ich da morgen früh 8 uhr antanzen. Und der Dame bescheit geben das ich nciht teilnehmen werde, dann hau ich wieder ab.
Die meinte ich wäre arrogant weil ich sehr viele bedenken hatte, kp was mit der Dame so los war. :)
Ich hatte voll im trubel die jobcenter einladung da vergessen -.-
14.12.2016, 14:25 #10
also werd ich da morgen früh 8 uhr antanzen. Und der Dame bescheit geben das ich nciht teilnehmen werde, dann hau ich wieder ab.
würd ich nicht machen. Wozu denn? Um mich von denen weiter beleidigen zu lassen? Ich würde da nicht mehr hingehen.
Is jetzt wieder blöd und schwierig, weil du die EGV unterschrieben hast , in der die Maßnahme drinsteht.
Ein (und meiner Ansicht nach der Wichtigste) Ansatzpunkt wäre die ungeklärte Kostenübernahme für die Maßnahme. Denn
Das Jobcenter bietet Ihnen die Teilnahme an der Maßnahme: Aktivcenter - Lager nach § 16 Abs. 1 SGB II i.V.m. § 45 SGB III in der Zeit (nach vorheriger Einladung für 6 Monate) beim Träger Bildungs- und Beratunszentrum gGmbH an.
D.h. wenn dein SB das plötzlich nicht "angemessen" findet, kommst DU SELBER am Ende noch für die Maßnahme-Kosten auf.
Das geht natürlich garnicht, deine gesamte EGV ist Schwachsinn und offensichtlich allein für diese Maßnahme erstellt worden.
Damit ist sie m.E. nichtig. Dementsprechend würde ich die EGV umgehend kündigen, Begründung: Nichtigkeit wegen Unerfüllbarkeit und rechtswidriger Inhalte.
Gleichzeitig würde ich die Maßnahme "für beendet" erklären, aus Gründen der Rechtslage (ausdrückliche Freiwilligkeit).
Also morgen anstatt zur Maßnahme direkt zum Jobcenter - mit Beistand - gehen und dort an der Eingangszonenachweisbar 2 kurze Schriebse übergeben: das Eine mit der Kündigung der EGV(unkalkulierbares Kostenrisiko) und das Andere mit der "bedankten" Ablehnung der Maßnahme kurz und bündig mit Hinweis auf die Freiwilligkeit.
14.12.2016, 14:29 #11
Aktivcenter - Lager nach § 16 Abs. 1 SGB II i.V.m. § 45 SGB III in der Zeit (nach vorheriger Einladung für 6 Monate) beim Träger Bildungs- und Beratunszentrum gGmbH ist ja eine andere maßname wo ich hin sollte. Ist ja nicht das ESF Projekt.
14.12.2016, 14:32 #12
Zitat von Tayx
achso dann hab ich das nicht verstanden.. 2 Maßnahmen? Hmm.
14.12.2016, 14:34 #13
Bildungs- und Beratunszentrum gGmbH sollte ich vor 1 Monat machen, war da aber krank, bis heute ist für diesen Träger nichts mehr gekommen. Für das ESF Projekt hat meine neuen SB mich vor 2 wochen eingetragen, wo ich meine bewerbungskosten abgegeben habe. Dachte ich mir ist ja nur ne infoveranstaltung...
also sollte ich da morgen hin? sagen nein danke oder nicht hingehen und gut is?
14.12.2016, 14:50 #14
Für das ESF Projekt hat meine neuen SB mich vor 2 wochen eingetragen,
Ja also DU hast für das ESF-Teil nix schriftliches in der Hand?
Also dann ist das auch nicht dein Bier was dein SB "irgendwo" einträgt. Also würde ich dann erst Recht nicht mehr hingehen zur Maßnahme. Und "zur Sicherheit" es so machen wie ich oben geschreibselt habe, also anstattdessen zum JC mit den beiden Schriebsen. Dann wissen die, dass DU "aktiv" bist und hast sie damit "beschäftigt"
Und zukünftig bitte niemals mehr ohne Beistand zum Jobcenter! Und bitte NIEMALS mehr iwas unterschreiben, auch keine "Teilnehmerlisten" oder "Anwesenheitslisten", sondern immer alles "interessiert" und "begeistert" einstecken und sagen "das unterschreibe ich bestimmt sehr gerne, muss es mir nur erstmal vorher in Ruhe zu Hause durchlesen. PUNKT"
14.12.2016, 14:52 #15
Nein hatte nur die einladung heute mit rechtsfolgebelehrung. Der träger will mich informieren über das scheiß Projekt, sorry für die Wortwahl.
ok mach ich, ich danke euch. Eine kleine frage noch ich habe noch nie sowas beim Jobcenter gekündigt, was schreib ich da? oder könntest du mir fix was aufschreiben was ich ausdrucken kann? wäre sehr lieb.
14.12.2016, 15:00 #16
Noch ein Argument gegen das ESF-Dingensbummens liefert der Bundesrechnunghof in einem rund ein Jahr altem Spiegel-Artikel unter Bundesrechnungshof: Jobcenter*verschwenden fast 100 Millionen Euro - SPIEGEL ONLINE :
Im Kern richtet sich die Kritik des Rechnungshofs gegen eine bestimmte Maßnahme: Wenn Firmen Langzeitarbeitslose einstellen, schießen Jobcenter bisweilen einen Teil des Lohns zu. Bis zu 75 Prozent vom Gehalt übernehmen sie für maximal 24 Monate. So sollen schwer Vermittelbare leichter wieder in Lohn und Brot kommen.
Der Bundesrechnungshof hat nun stichprobenartig untersucht, was aus den vermittelten Hartz-IV-Empfängern wird. Die Ergebnisse sind wenig erbaulich:
◾Bei mehr als 90 Prozent der geprüften Fälle hätten die Vermittelten befristete Arbeitsverträge erhalten, "die in der Regel mit der Förderung endeten", schreibt die "SZ".
◾Nur in vier Prozent der Fälle sei es gelungen, die Arbeitnehmer nach der Förderzeit "in eine unbefristete sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt einzugliedern".
Der Effekt der Förderung geht also gegen null. Leidtragende sind die Steuerzahler, die für die Maßnahme der Jobcenter letztlich aufkommen.
Einige Arbeitgeber haben laut Bundesrechnungshof sogar doppelt abkassiert. Sie hätten zusätzlich zum Lohnzuschuss noch Mittel der Bundesländer oder Kommunen angezapft, heißt es laut "SZ" in dem Abschlussbericht. Zwei Jobcenter hätten Arbeitgebern unterm Strich sogar mehr Geld gezahlt als diese dem vermittelten Hartz-IV-Empfänger an Lohn.
Bitte nicht als Nachkarten verstehen, aber auch die EGV hättest Du nicht einfach so unterschreiben sollen.
Nur ein Argument aus dem Tacheles-Rechtsprechungsticker, eingestellt von User with attitude in https://www.elo-forum.org/aktuelle-t...50-2016-a.html :
Also entweder noch weiter einlesen oder irgendjemanden drüber schauen lassen, gerne auch hier.
BTW: Das ESF-geförderte Bundesprogramm zur Bekämpfung von Langzeitarbeitlosigkeit ist freiwillig (ich hoffe, dass man es nicht oft genug sagen kann ): https://www.elo-forum.org/weiterbild...ml#post2117579
14.12.2016, 15:01 #17
ja natürlich nur hier, finde hier wird man gut geholfen und alle scheinen sehr nett zu sein! Danke dafür.
14.12.2016, 15:07 #18
Eine kleine frage noch ich habe noch nie sowas beim Jobcenter gekündigt, was schreib ich da? oder könntest du mir fix was aufschreiben was ich ausdrucken kann? wäre sehr lieb.
eigentlich überleg ich gerade, ob man da überhaupt noch iwas machen müsste... hmm
Hast du eigentlich einen schriftlichen Nachweis oder Beweis, dass du heute da dort warst beim Maßnahmeträger? Iwelche Zettel von denen mit Datum drauf oder belastbare Zeugen oder so? Das wäre wichtig, nicht dass die noch behaupten, du wärst überhaupt nicht dort gewesen...
Wenn du da irgendwas hast, brauchst du meiner Ansicht nach eigentlich garnix mehr machen, denn dann bist du ja deiner "Mitwirkungspflicht" für die RFB-belastete "Einladung" zur "Infoveranstaltung" ja heute bereits vollumfänglich nachgekommen
Und dann könnte man überlegen, ob es nicht sogar besser wäre, es dann erstmal so "auszusitzen". Und wenn dann ggf was vom Jobcenter kommt z.B. "Anhörung wegen Abbruch einer Maßnahme" oder so, dann erst DANN zu reagieren. In der Form, ihnen erst dann den ganzen ESF-Kram samt der FREIWILLIGKEIT ganz "gepflegt und geschmeidig" um die Ohren zu hauen
Und wegen der EGV: da diese Maßnahme in deiner EGV ja garnicht drinsteht, sondern ein längst veraltetes Teil, hat sich die EGV eh "erledigt", deshalb würde ich die vor diesem Hintergrund dann auch garnicht mehr erwähnen. Dh Kündigung überflüssig.
Also, in Anbetracht der "neuen Erkenntnislage" plädier ich nun eher dafür, dich zu entspannen und dich zurückzulehnen
14.12.2016, 15:10 #19
Hast du eigentlich einen schriftlichen Nachweis oder Beweis, dass du da dort warst beim Maßnahmeträger? Iwelche Zettel von denen mit Datum drauf oder belastbare Zeugen oder so? Das wäre wichtig, nicht dass die noch behaupten, du wärst überhaupt nicht dort gewesen...
mitgenommen habe ich nichts, die haben nix rausgerückt -.- habe nur teilnehmerliste unterschrieben und gut is. Dann meint die soll morgen wieder kommen, falls ich was unterschreiben will/soll.
14.12.2016, 15:15 #20
Ja das ist dann auch blöd. Nicht nur weil du die Teilnehmerliste unterschireben hast (auch ganz großes NOGO!), sondern weil du für DICH nix in der Hand hast!
Dann würde ICH doch nochmal nachlegen und dort morgen hingehen und mir mein Erscheinen von denen für heute auf einer Kopie meiner Einladung mit Datum/Stempel/Unterschrift bestätigen lassen. Du kannst ja bisschen bluffen oder schauspielern und so tun, also ob du ganz wild drauf bist, deren Zettel zu unterschreiben, aber sie sollen dir für DEINE UNTERLAGEN auch "ein wenig entgegenkommen" und dir erstmal deine Anwesenheit bescheinigen....
Dann sackst du - nach Möglichkeit mit vielem Dank - deren Zettelsammlung auch noch ein und verabschiedest dich fröhlich bis dann... und düst wieder ab.
Einzig und allein dafür würde ich dann morgen dort doch nochmal antanzen, damit du nachweisen kannst, dass du dort warst heute.
14.12.2016, 15:17 #21
Dann würde ICH doch nochmal nachlegen und dort morgen hingehen und mir mein Erscheinen von denen für gestern und heute auf einer Kopie meiner Einladung mit Datum/Stempel/Unterschrift bestätigen lassen. Und dann wieder kommentarlos abdüsen.
Einzig und allein dafür würde ich dann morgen dort doch nochmal antanzen.
ok dann mach ich das so. Ich nehme dann mal ein beistand mit. :) Muss ich selber zettel vorbereiten oder machen die das so? Ich habe nicht soviel erfahrung mit so sachen.
14.12.2016, 15:20 #22
Tayx, ich hab in Beitrach nr #12 noch was ergänzt!
Du kopierst einfach den Einladungswisch mit der RFB für heute und lässt dir von denen dort handschriftlich auf der Kopie vermerken "Herrxyz war am (Datum von heute!!! (nicht für morgen, sondern NUR für heute!) ) pünktlich anwesend. Datum/Unterschrift/Firmenstempel des Maßnahmeträgers"
Das mit dem Beistand kannst du versuchen, würde ich auch so machen, aber du hast keinen Rechtsanspruch drauf, vergiss das nicht. (nur bei Einladungen nach §§ 309 SGB III i.V.m. 59 SGB II)
14.12.2016, 15:25 #23
Du kopierst einfach den Einladungswisch mit der RFB für heute und lässt dir von denen dort handschriftlich auf der Kopie vermerken "Herrxyz war am (Datum heute und Datum morgen) pünktlich anwesend. Datum/Unterschrift/Firmenstempel des Maßnahmeträgers"
den zettel habe ich da vergessen, der liegt da noch :)
14.12.2016, 15:35 #24
Den Einladungszettel?? DEINE Privatpost??
Ja mei, dann fragste halt höflich danach. Und wenner wech ist, dann schiß die Wand an. Dann beispielsweise sowas:
Hiermit wird bestätigt, dass Herr xyz am 14.12.2016 pünktlich in unseren Räumlichkeiten zur Infoveranstaltung *Maßnahmebeschreibung* erschienen ist.
Datum, Ort, Unterschrift, Firmenstempel
Und lässt dir das von denen abzeichnen. Dann biste auf der sicheren Seite.
14.12.2016, 15:37 #25
Der Einladungszettel?? DEINE Privatpost??
Ja mei, dann fragste halt höflich danach. Und wenner wech ist, dann schiß die Wand an. Dann schreibste dir jetzt selber 2 Versionen folgendermaßen:
ja mach ich. Ich wollt damit nur sagen, das ich es da vergessen habe, bzw die Dame hat ihn noch. Ich wollt den mitnehmen, habs nur vergessen. :) bekomme ich ja morgen dann :)
Danke für eure Hilfe. Echt nett.
Wer kennt die Maßnahmen "Aktiv ins Berufsleben" oder "Aktive Bewerbung"? Enzo 17 Weiterbildung/Umschulung/Sinnlose Maßnahmen 9 16.08.2015 11:32
Dateneinsicht von "Eingliederung" in "Leistung" rechtens? batzmann ALG II 8 19.05.2015 12:41
Maßnahme zur "Aktivierung und berufliche Eingliederung"" edelweiß Weiterbildung/Umschulung/Sinnlose Maßnahmen 35 20.08.2014 14:38
Ausgaben für "Leistungen zur Eingliederung in Arbeit" 2006 - 2011 Paolo_Pinkel Weiterbildung/Umschulung/Sinnlose Maßnahmen 2 10.07.2012 23:54

References: § 16
 § 44
 § 16
 § 44
 § 16
 § 16
 § 45
 § 16
 § 45
 § 15
 § 59
 § 20
 § 16
 § 45
 § 16
 § 45