Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/3/83260000024.htm
Timestamp: 2018-11-20 22:36:58+00:00

Document:
3.26.024 Weiherbachtal
Verordnung des Regierungspräsidiums Freiburg über das Natur- und Landschaftsschutzgebiet »Weiherbachtal« vom 9. Februar 1996 (GBl. v. 27.03.1996, S. 264).
Auf Grund von §§ 21 und 58 Abs. 2 des Naturschutzgesetzes (NatSchG) in der Fassung vom 29. März 1995 (GBI. S. 385) und § 22 Abs. 2 des Landesjagdgesetzes (LJagdG) in der Fassung vom 20. Dezember 1978 (GBI. 1979 S. 12), wird verordnet:
(1)Die in § 2 Abs. 1 und Abs. 3 Satz 1 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Stadt Donaueschingen, Gemarkung Wolterdingen, Landkreis Schwarzwald-Baar-Kreis, werden zum Naturschutzgebiet erklärt.
(2)Die in § 2 Abs. 2 und Abs. 3 Satz 1 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Stadt Donaueschingen, Gemarkung Wolterdingen, Landkreis Schwarzwald-Baar-Kreis, werden zum Landschaftsschutzgebiet erklärt.
(3)Das Naturschutzgebiet und das Landschaftsschutzgebiet führen die gemeinsame Bezeichnung »Weiherbachtal«.
(1)Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von rund 38,7 ha und umfaßt nach dem Stand vom 29. April 1994 auf dem Gebiet der Stadt. Donaueschingen, Gemarkung Wolterdingen, die Grundstücke Flst. Nr. 229 (teilweise), 230 (teilweise), 233, 235, 237, 239, 241, 242, 245, 246, 531-533, 537, 540, 542, 551 (teilweise), 559, 608, 617, 628, 629, 634; 720, 724, 724/1 und 724/2.
(2)Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rund 27,0 ha und umfaßt nach dem Stand vom 29. April 1994 auf dem Gebiet der Stadt Donaueschingen, Gemarkung Wolterdingen, die Grundstücke Flst. Nr. 153 (teilweise), 228 (teilweise), 229 (teilweise), 247 (teilweise), 510 (teilweise), 517, 519, 520, 523, 524; 528-530, 604-607, 609, 610, 612, 613, 619-621, 625, 636, 1757 (teilweise), 1769. 1770, 1772, 1773, 1777 und 1778 (teilweise).
(3)Die Grenzen des Naturschutzgebietes sind in einer Übersichtskarte im Maßstab 1: 25 000 mit durchgezogener roter Linie (Naturschutzgebiet) und mit durchgezogener grüner Linie (Landschaftsschutzgebiet) sowie in einer Karte im Maßstab 1: 5 000 mit durchgezogener roter, grau angeschummerter Linie (Naturschutzgebiet) und mit durchgezogener grüner, flächig schwarz punktierter Linie (Landschaftsschutzgebiet), jeweils mit Stand vom 29. April 1994, eingetragen.
Die Karten sind Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Regierungspräsidium Freiburg in Freiburg i. Br., beim Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis in Villingen-Schwenningen und beim Bürgermeisteramt der Großen Kreisstadt Donaueschingen in Donaueschingen auf die Dauer von drei Wochen, beginnend am achten Tag nach Verkündung dieser Verordnung im Gesetzblatt, zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt.
(4)Die Verordnung mit Karten ist nach Ablauf der Auslegungsfrist bei den in Absatz 2 Satz 3 bezeichneten Stellen zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten niedergelegt.
(2)Wesentlicher Schutzzweck des Landschaftsschutzgebietes ist die Sicherung des Naturschutzgebietes vor Beeinträchtigungen aus der unmittelbaren Umgebung;
die ökologische Vernetzung der Teilflächen des Naturschutzgebietes;
die Erhaltung von Wiesenflächen und anderen Strukturen, unter anderem als Nahrungsbiotop für verschiedene Vogelarten.
Im Landschaftsschutzgebiet sind alle Handlungen verboten, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck des § 3 Abs. 2 zuwiderlaufen, insbesondere wenn dadurch
die Nutzungsfähigkeit der Naturgüter nachhaltig gestört,
eine geschützte Flächennutzung auf Dauer geändert,
das Landschaftsbild nachteilig geändert oder die natürliche Eigenart der Landschaft auf andere Weise beeinträchtigt oder
der Naturgenuß oder der besondere Erholungswert der Landschaft beeinträchtigt wird.
(1) Handlungen, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck gemäß § 3 Abs. 2 zuwiderlaufen können, bedürfen der schriftlichen Erlaubnis der höheren Naturschutzbehörde.
8. Anlage von Flugplätzen;
11. Anlage, Beseitigung oder Änderung von Gewässern;
14. Betreiben von Luftfahrzeugen, einschließlich Flugmodellen;
15. Beseitigung von wesentlichen Landschaftsteilen.
(4)Die Erlaubnis wird durch eine nach anderen Vorschriften notwendigen Gestattung ersetzt, wenn diese mit Zustimmung der höheren Naturschutzbehörde ergangen ist.
(5)Bei Handlungen des Bundes oder des Landes, die nach anderen Vorschriften keiner Gestattung bedürfen, wird die Erlaubnis durch das Einvernehmen mit der höheren Naturschutzbehörde ersetzt. Das gleiche gilt für Handlungen, die unter Leitung oder Betreuung staatlicher Behörden durchgeführt werden.
1. für die ordnungsmäßige Ausübung der Jagd mit der Maßgabe, daß im Naturschutzgebiet die Anlage von Wildäckern sowie in Feuchtgebieten und in den in der Schutzgebietskarte 1 : 5 000 schräg schraffierten Bereichen die Errichtung jagdlicher Einrichtungen, die Anlage von Fütterungen und Kirrungen sowie die Fallenjagd untersagt sind;
2. für die ordnungsmäßige Ausübung der Fischerei mit der Maßgabe, daß die Fischerei mit der Handangel am »Oberen Weiher« im Bereich der in der Schutzgebietskarte im Maßstab 1: 5 000 gekreuzt schraffierter Uferschutzzone vom Ufer aus sowie auf dem gesamten Weiher vom Boot aus untersagt ist;
3. für die ordnungsmäßige Ausübung der Landwirtschaft in der bisherigen Art, in der bisherigen Intensität und im bisherigen Umfang mit der Maßgabe, daß - in den in der Schutzgebietskarte im Maßstab 1: 5 000 schräg schraffierten Flächen das Ausbringen von Düngemitteln und Pestiziden jeglicher Art untersagt ist und eine Mahd nicht vor dem 15. Juli erfolgen darf;
- in den übrigen Flächen des Naturschutzgebietes lediglich eine Düngung mit Festmist aus der Rindviehhaltung oder mit schwer löslichen phosphat- und chloridfreien Kalidüngern gestattet ist und eine Mahd nicht vor dem 1. Juli jeden Jahres erfolgen darf;
- der Umbruch von Grünland und das Auffüllen von Geländemulden im Natur- und Landschaftsschutzgebiet untersagt sind;
2. im Landschaftsschutzgebiet eine der nach § 5 dieser Verordnung verbotenen Handlungen vornimmt;
3. im Landschaftsschutzgebiet entgegen § 6 dieser Verordnung ohne vorherige schriftliche Erlaubnis eine Handlung vornimmt, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen kann.
(2)Ordnungswidrig im Sinne von § 33 Abs. 2 Nr. 4 LJagdG handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 7 Nr. 1 dieser Verordnung die Jagd ausübt.
Freiburg i.Br., den 9. Februar 1996

References: § 22
 § 2
 § 2
 § 3
 § 3
 § 5
 § 6
 § 33
 § 7