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B. Lexikalische
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1496 der Bergmüller, der Niedermüller (Mittelmüller), der Brudermüller
1542 3 Müller haben 4 Knechte und 1 Magd
1551 die 3 Mühlen haben 5 Dienstboten
1565 Burgmühle mit 2 Gängen hat 1 wüste Hufe zu Bergermark und 1 Wort daselbst, die Niedermühle mit 1 Gang, die Walkmühle, die Mittelmühle mit 2 Gängen.
1565 Burgmüller (Historisches Ortslexikon für Brandenburg = HOL)
1591 3 Müller (HOL)
Untermüller hat Mühle mit 1 Gang, Burgmüller hat Mühle mit zwei Gängen, Mittelmüller hat Mühle mit zwei Gängen
1598 Kosten in der Sägemühle
1 Schneidebaum 6 Groschen
1 Rahm – Stück 4 Groschen
Gemeines Bauholz 2 Groschen
1 Schwelleiche 11 Groschen
1 Stück Bauholz 2 Groschen
Abb. Ausschnitt aus der Karte des Kreises Zauch Belzig von 1858
Brandregister 1647
Schneidemühle im Sandberger Viertel des Nicolaus Fugmann 1636 abgebrannt, will diese wieder aufbauen.
Die Papiermühle von Michael Hildebrandt im Wiesenburger Viertel ist 1631 abgebrannt und hat seitdem in Asche gelegen.
Walkmühle im Brandenburger Viertel seit 1636 nicht gangbar gewesen, besaß einst Andreas Fritze, seine Witwe hat wieder geheiratet aber noch keine Zeit zum Wiederaufbau der Mühle.
In Sandberg:
1. Mühle von Hans Baltzer von Creuzbergk 1634 vom Wasser weggeschwemmt und das Haus 1636 vollends abgebrannt, der von Creuzbergk hält sich zu Leipzig bei Torgau auf. (Schloßmühle)
2. Mühle Michell Steinsdorff verstorben, und die Mühle zum Amt gezogen, die Pächte 1 Taler 19 Groschen Rodegeld und 96 Scheffel Roggen Mühlenpacht, können noch jährlich richtig gemacht werden. (Hintermühle)
3. Mühle Michell Arndt
Sie hat zu entrichten 2 Taler 2 Groschen Erbzins, 24 Scheffel Weizen, 120 Scheffel Roggen als Mühlenpacht, sowie drei Scheffel Roggen, Gerste und Hafer. Hier lautet die Eintragung: „Ist abgebrannt und hält sich im Fürstentum Anhalt auf.“
Die zwei Taler und 2 Groschen Erbzins konnten von der Nutzung des Gartens richtig gemacht werden.
1691 3 Wassermühlen (1 Walk- und Lohmühle, 1 Papiermühle und 2 Schneidemühlen)
1712, 1727, 1741, 1758 und 1769 in Belzig eine Papiermühle nachweisbar.
1713 Angaben in der Akte (Zürner) In der Stadt liegt keine Windmühle, aber vor den Toren: 1. Schlossmühle, hat Mahlgang und wird vom Teich getrieben, 1 Mittelmühle, 1 Hintermühle, 1 Papiermühle, 1 Oelmühle und 1 so genannte Belziger Schneidemühle.
1718 Schlossmühle, Mittelmühle, Hintermühle, 1 Papiermühle, 1 Ölmühle, die so genannte Belziger Schneidemühle.
1743 1 Walk- und Loh- Mühle, 1 Papiermühle, 2 Schneidemühlen
Kosten Holz: 1 Schneidebaum 2 – 3 Rthl
1 Bauholz 18 Gr bis 1 Rthl
1 Schwelleiche 2 Rthl
1 Klafter Fichtenholz 11 Gr 8 Pfennig
Abb. Lagekarte der Belziger Mühlen
1764 3 Mühlen (1 Papiermühle) Mittelmühle, Schlossmühle, Hintermühle
1764 Mittelmüller Zweihüfner, Schlossmüller Anderthalbhüfner, der Hintermüller hat 1 Wort
1770 Die Belziger Papiermühle hat einen Umsatz von 1177 Talern
1777 Papier-, Öl-, Schneide- und Walkmühle unter Ratsdicion. 3 Mühlen (Schloss-, Mittel- und Hintermühle)
Statistik des Amts Belzig 1816
Erwerbsmittel, Beschäftigung und Fabrikanlagen 1816
Getreidemühlen zu Mehl, Grütze und Graupen
Zahl der Mühle 43
Zahl der Mahlgänge 72
Zahl der Bockmühlen 55
Zahl der holländ. Mühlen 4
Roßmühlen
Zahl der Mühlen 0
Zahl der Gänge 0
Oelmühlen 19
Walkmühlen 4
Sägemühlen auf Wasser oder Wind
Zahl der Mühlen mit einem Gatter 20
Zahl der Mühlen mit 2 oder mehreren Gattern 0
Zahl der Mühlen 3
Zahl der Bütten 7
1822 Schloss- Mittel- und Hintermühle
1830 Belzig ist eine offene Kreisstadt mit Tuch- und Leinwebern, Kohl-, Flachs- und Hopfenanbau. 2 Papiermühlen liegen am Belziger Bach.
1834 2 Papiermühlen
1858 Wachsmuths Wassermühle, Uhlemanns Wassermühle, Preusses Wassermühle, Schülers Wassermühle, 1 Papierfabrik, Wassersägemühle, 3 Wassergetreidemühlen.
1906 Wassermühle, Schröters Mühle (HOL)
1931 Hannemanns Mühle, Obermühle, Oelschlägersmühle (HOL)
1957 Oelschlägersmühle (HOL)
Keine Kommentare zu A. Einleitung
Mühlen gibt es schon seit über 1000 Jahren. Schon bei den Urbewohnern wurde gemahlen. Sie benutzten Reibesteine und Mörser um Getreidekörner zu zerkleinern und für die menschliche Nahrungsaufnahme zuzubereiten. Der älteste Reibestein wurde vor einigen Jahren bei archäologischen Ausgrabungen in Australien (Cuddie Springs) gefunden und datiert aus dem Pleistozän – ist also ca. 30.000 Jahre alt.
Wassermühlen gab es schon vor Beginn unserer Zeitrechnung. Schon der römische Baumeister und Ingenieur Vitruv beschreib in seiner „architectura“ aus dem 1. Jahrhundert v. Chr. das Prinzip des Wasserschöpfrads als auch das der Wassermühle in ausführlicher Weise. Die erste nachweisliche Wassermühle in Deutschland befand sich in der Siedlung Mittelhofen bei Lauchheim, welche aus dem 6. Jahrhundert stammt.
Die älteste Windmühle wird auf Grund eines Gesetzbuches des Königs Hamurabi um 1750 v. Chr. in Babylon vermutet.
Erst in 13. Jahrhundert wurde die uns bekannte Bockwindmühle entwickelt, bei denen das gesamte Mühlenhaus in den Wind gedreht wurde.
Dass um das Jahr 997 in unserer Gegend Mühlen bestanden haben, wird in der Ersterwähnungsurkunde für Belzig uns mitgeteilt.
Die erste nachweisliche Mühle für unsere Stadt ist die Schloßmühle, welche in 12. Anfang des 13. Jahrhunderts erbaut wurde.
In unserer Stadt gab es nur Wassermühle, dagegen in den umliegenden Dörfern eher Windmühlen.
Wassermühlen nutzen die Kraft des fließenden Wassers, die das Wasserrad in Bewegung setzt und mittels Wellen und Zahnrädern Mahlgänge, Schleifsteine, Stampf-, Säge- und Hammerwerke in Gang setzt. Entsprechend der Höhe, in der das Wasser auf das Rad auftrifft, unterscheiden wir drei Arten: oberschlächtig, mittelschlächtig und unterschlächtig.
Beim oberschlächtigen Wasserrad wird das Wasser über ein Gerinne von oben in die einzelnen Kammern des Rades geleitet. Das Gewicht des Wassers setzt das Rad in Bewegung. Wasserräder dieser Bauart finden wir überwiegend dort, wo größeres Gefälle vorhanden ist. Die Hannemannsche Klunter Mühle wurde durch ein oberschlächtiges Wasserrad angetrieben. Beim mittelschlächtigen Wasserrad schlägt das Wasser in Höhe der Radnabe auf. Räder dieser Art wurden seltener gebaut und nur dort eingesetzt, wo das Gefälle es zuließ. Beim unterschlächtigen Wasserrad taucht der untere Teil des Rades ins Wasser ein und wird durch den Druck des anströmenden Wassers in eine fortwährende Drehbewegung versetzt. Unterschlächtige Wasserräder sind typisch für die flache Landschaft.
Mühle wurden zu verschiedenen Zwecken betrieben. Es gab Walk-, Papier-, Öl-, Getreide-, Schneidemühlen.
Die Walkmühle oder Walke (auch: Dickmühle, Filzmühle oder Lochwalke) ist eine seit dem Hochmittelalter eingesetzte Maschine zur Verarbeitung, Verdichtung und Veredelung von Geweben bei der Tuchproduktion.
Hammerwalke
Von Webstühlen produziertes Wollgewebe (Loden) wird in der Walkmühle in Bottichen durch Holzhämmer, die über eine Welle und eine am Wellendrehpunkt gelagerte Schwinge von einem Wasserrad angetrieben werden, gewalkt, also gestaucht, verdichtet und geklopft, bis ein verfilzter Stoff entsteht, der die gewünschten wärmenden, sowie regen- und windabweisenden Eigenschaften besaß. Durch Druck, Wärme und die Zugabe einer Walkflüssigkeit (z.B. Tonerde in heißem Wasser gelöst) quellen die Gewebefasern auf, verfilzen und die Weblöcher schließen sich.
Druck- oder Kurbelwalke
Bei der Druckwalke, eine Verbesserung der Hammerwalke, wirken die Hämmer nicht im freien Fall auf das Gewebe, sondern die leichteren Hämmer üben über Zugstangen Druck auf das Tuch aus, um eine Beschädigung des Tuches zu vermeiden.
Die Ölmühle wird Herstellung von Pflanzenöl aus pflanzlichen Grundstoffen, die so genannten Ölsaaten und -früchte, genutzt. Unterschieden wird zwischen Ölpflanzen, bei denen das Fruchtfleisch genutzt wird und Ölfrüchten, bei denen die Samen genutzt werden (Soja, Sonnenblumen, Raps). Diese werden zu Ölen und Fetten sowie Ölschroten (Presskuchen) verarbeitet.
Halftmüller, (Oelschläger) heißt derjenige Arbeiter, welcher einer Oelmühle als Meister vorsteht, und ein gewisses Geld von dem, dem die Mühle eigen ist, oder in Pacht hat, für eine gewisse Summe vom Scheffel zu schlagen erhält. Ersteht überdies für das benöthigte Schlagetuch und der Feurung bey dem Wärmen, und bezahlt auch die Einwärmer. Da die Mühle Tag und Nacht fort geht, so hat er einen Gehülfen, der 16 Stunden die Arbeit verrichtet, dahingegen der Halftmüller selbst nur 8 Stunden arbeitet.
Sägewerke sind etwa ab dem 4. Jahrhundert überliefert. Angetrieben wurden sie früher meist durch ein Wasserrad, später durch Dampfmaschinen oder Dieselmotore und heute üblicherweise mit Elektromotoren.
Abbildung 1. Schneidemüller, aus: Christoph Weigel: „Abbild- und Beschreibung der Gemeinnützlichen Haupt -Stände von denen Regenten und ihren so in Friedens- als auch Kriegszeiten zugeordneten Bedienten an, bis auf die Künstler und Handwerker. Regensburg 1698
Die erste deutsche Papiermühle (Papiermacherwerkstatt) wurde 1390 von dem Nürnberger Handelsherrn Ulman Stromer (1329–1407) in Betrieb genommen. Er hatte 1389/90 eine alte Kornmühle, die Gleismühl an der Pegnitz bei Nürnberg, zu einer Papiermühle umbauen lassen, die mit Wasserradantrieb arbeitete. Als Holzschnitt findet sie sich auf einer Darstellung der Stadt Nürnberg in Hartmann Schedels Weltchronik von 1493.
Der Papyrer
Ich brauch Hadern zu meiner Mül/
Daß mir die zschitn Hadern nelt/
Das zeug wirk in wasser einquelt/
Drauß mach ich Pogn auff de filtz bring/
Schneweiß vnd glatt/ so hat mans gern.
(Jost Amann: Das Ständebuch. 1568)
Wir machen die Sachen, die nimmer vergehen,
Aus Tücher die Bücher, die immer bestehen,
Wir schikken zu drükken den Drukkern von hier,
Die geben das Leben dem toten Papier,
Dort stampfen die Stampfen die Hadern und Lumpen,
Dort strudeln und wudeln die plumpenden Pumpen,
Dort presset, dort lässet man leimen Papier,
Dort schälet und zählet und gibt man`s herfür.
(Michael Kongehl, Königsberg i. Pr. 1685)
Ein Dialog in dem köstlichen „Kuriösen Spiegel“ des E. Porzelius vom Ende des siebzehnten Jahrhunderts, gibt uns einen Begriff von der Tätigkeit und Auffassung des alten Papiermachers:
Der die Pappier-Kunst rühmende Meister:
Seynd das nicht auserlesene Sachen,
Aus Lumpen das Pappier zu machen?
Pappier, darauf man schreibt und drücket,
Wird in die weite Welt verschicket.
Sind des Erfinders Kunst und Proben
Auch wohl zu der Genüg zu loben?
Der antwortende Gesell:
Der zugerichte Lumpenbrei
Wird in die Formen mancherley
Geschöpft, in Bögen ausgebreitet
Und in der Luft gar zubereitet.
Den Nutz, den schaffet das Pappier,
Ist sehr einträglich Euch und mir.
Arbeitsgänge in einer Papiermühle
Lumpenaufbereitung
Die Lumpenaufbereitung sollte den Rohstoff tauglich für die Arbeit im Stampfgeschirr machen. Die vom Lumpensammler angelieferten Lumpen wurden zunächst sortiert. Die sorgfältige Sortierung war notwendig, weil von der Qualität der Lumpen die Qualität des Papiers abhängig ist. Eine Reinigung der Lumpen geschah durch Schaben mit einem Messer. Dann zerriss man die Lumpen, nahm Schleifen, Schnallen usw. ab, trennte Nähte auf, hackte die Lumpen, ließ sie faulen und hackte sie erneut. Das herkömmliche Verfahren zum Zerkleinern der Lumpen war das Hacken mit dem Lumpenbeil. Ansonsten konnten die Lumpen auch an Messern, die fest an einem Tisch angebracht waren, zerschnitten werden.
Im Stampfgeschirr
Damit der Rohstoff zum Papierschöpfen tauglich wurde, musste das Textilgewebe der Lumpen in seine feinsten Bestandteile, in einzelne Fasern, zerlegt werden. Dies wurde – in Wechselwirkung mit dem Fäulnisprozess (Mazerierung) – durch das Stampfgeschirr bewerkstelligt. Das Stampfgeschirr war die seit Einführung der Papiermacherei in Europa übliche wasserbetriebene Mechanik, um die Lumpen, die vorher zerschnitten worden waren, unter Zugabe von Wasser zu einem Brei, dem Zeug, zu verarbeiten. Dieser Brei wurde anschließend gelagert und kam später ein zweites Mal in die Stampfe. Nach der ersten Prozedur nannte man das Produkt Halbzeug, in der zweiten Bearbeitung wurde der Halbzeug zum Ganzzeug, der schließlich im Rechenkasten für die Bütte aufbereitet wurde.
Im Löcherbaum des Stampfgeschirrs ist eine unterschiedliche Zahl von Löchern eingelassen, in die Stempel, welche von der Nockenwelle gehoben werden, durch Eigengewicht fallen. Die Löcher dienen zur Aufnahme von Lumpen und Wasser. Ganz wesentlich für diesen Vorgang – neben der Zerkleinerung müssen die Lumpen noch ausgewaschen werden – sind der Zufluss von frischem Wasser in die Löcher sowie der Abfluss von Schmutzwasser. Im Wesentlichen war dieser Vorgang bei der Produktion des Halbzeugs und der des Ganzzeugs derselbe.
Die Halbzeugbereitung dauerte ca. 10 Stunden (andere Quellen geben bis zu 30 Stunden an), die Ganzzeugbereitung 16 – 24 Stunden. Ein genaues Zeitmaß konnte nicht festgelegt werden, da der Prozess u. a. von der Wasserqualität, der Bewegungsgeschwindigkeit der Hämmer und der Art der verarbeiteten Lumpen abhängig war.
Abbildung 2. Papierer, aus: Christoph Weigel: „Abbild- und Beschreibung der Gemeinnützlichen Haupt -Stände von denen Regenten und ihren so in Friedens- als auch Kriegszeiten zugeordneten Bedienten an, bis auf die Künstler und Handwerker. Regensburg 1698
Papier aus der Bütte
Der zentrale Einrichtungsgegenstand im Schöpfraum war die Bütte. Eine Abbildung im Ständebuch des Jost Amman zeigt 1568 ein einfaches Fass als Bütte, aus Holz bestehend und mit eisernen Fassdauben zusammengehalten. Es ist kaum anzunehmen, dass diese Bütte ausgekleidet war. Ob sie bereits – wie später die Bütten – beheizt war, ist nicht ersichtlich; entsprechende Nachrichten sind erst Ende des 17. Jahrhunderts bekannt. Die Arbeit an der Bütte ist der Kernprozess der Papiermacherei. Dies verdeutlicht schon die Definition des Papiers, die Armin Renker 1938 gab:
Unter Papier versteht man ein aus einem mit Wasser verdünnten Faserbrei hergestelltes Erzeugnis, bei dem die Fasern künstlich (ursprünglich auf dem Schöpfsieb des Handschöpfers, in der späteren Zeit auf dem endlosen Sieb der Papiermaschine) verfilzt und unter nachträglicher Entziehung des Wassers durch Pressen und Wärme zum Trocknen gebracht werden … Dass ein Sieb aus feinen Metalldrähten die zarten, dem Auge nicht sichtbaren Fasern auf seiner Oberfläche sammelt, dass es dem Schöpfgesellen gelingt, seinen Rahmen in so gleichmäßige Schüttelbewegung zu versetzen, dass sich die Fasern einheitlich miteinander verfilzen und ein in allen Teilen gleichmäßiges Blatt entsteht, ist das eigentliche Wunder der Papierwerdung.
Der Schöpfer steht mit der Form in beiden Händen im Schöpferstuhl. Er legt den Deckel auf die Siebform, taucht diese mit beiden Händen ins Wasser und schöpft beim Hochheben die Form voll.
Anschließend schüttelt er sie hin und her und hält sie einen Augenblick über die Bütte, damit das Wasser zwischen den Drähten und über den Rahmen hinweg ablaufen kann. Während das Wasser abläuft, überprüft der Schöpfer das geschöpfte Blatt, ob sich Knoten, Unebenheiten oder sonstige Fehler an der Oberfläche zeigen und schöpft in diesem Falle nach. Dann nimmt er den Rahmendeckel ab und schiebt die Siebform auf dem Steg dem ihm schräg gegenüberstehenden Gautscher zu. Gleichzeitig erhält er auf dem Quersteg von diesem eine zweite leere Form, auf die er nun seinen Rahmendeckel wieder aufsetzt und den Schöpfvorgang von vorne beginnt.
Ein Büttengeselle konnte pro Tag zwischen 6 und 9 Ries Papier herstellen, das sind 3000 bis 4500 Blatt (Zahlen um 1814).
Der Gautscher
Der Gautscher – er steht ebenfalls zum Schutz gegen Feuchtigkeit in einem Stuhl – nimmt die gefüllte Form vom Büttensteg auf und lehnt sie einen Moment lang schräg an den Esel, ein Holzgestell am Büttenrand, damit das restliche Wasser abtropfen kann. Während die Form am Esel lehnt, legt er einen neuen Filz auf den Stapel seines Gautschbrettes und kippt dann die Form auf den Filzer „gautscht den Bogen ab“.
Wenn ein Pauscht (=181 Bogen) geschöpft sind, wird er auf dem Gautschbrett unter die Presse gebracht. Dann wird die Presse zuerst mittels einer Stange, dann mittels einer Haspel angezogen. Vor dem Schöpfen des nächsten Pauschts wird frischer Zeug aus dem Rechenkasten in die Bütte geschöpft und mit der Krücke erneut durchgerührt. Ferner wechseln alle zwei Stunden die beiden Gesellen an der Bütte ihren Platz, da das Schöpfen schwerer ist als das Gautschen.
Die Filze trennten beim Abgautschen die einzelnen Papierblätter voneinander, damit diese nicht aneinander klebten und miteinander verfilzten. Zudem mussten sie beim Nasspressen das Wasser der Papierbogen aufsaugen. Die Filze bestehen aus grobem gewalktem Tuch. Sie waren Gewebe aus feiner langer Wolle mit dickeren und schwach gedrehten Kettfäden. Sie waren etwas größer als das Format des Papierbogens, damit sie die am Rande des Bogens austretende Feuchtigkeit aufsaugen konnten. Ihre Saugfähigkeit wurde durch das Walken begünstigt. Ferner wurde die Seite, auf die der neugeschöpfte Bogen gelegt wurde, auch geschoren. Sowohl Scheren wie Walken bewirkten, daß die Oberfläche des Filzes eben wurde und so keine Eindrücke im Papier hinterließ. Die Filze wurden so lange benutzt, bis sie abgearbeitet waren, d.h. das Gewebe zum Vorschein kam. An einem Filz, der keine Wollhaare mehr hatte, blieb das geschöpfte Papierblatt nicht haften, es konnte dann nicht mehr von der Drahtform abgenommen werden.
Die beiden Pfeiler der Presse und der obere Querbalken bestanden aus nur wenig behauenen Baumstämmen; dieses Gerüst wurde dann zwischen Boden und Decke des Werkraumes verstrebt.
Die Arbeit an der Nasspresse erforderte hohe Kraft, so daß zum Pressen mehrere Arbeiter der Mühle durch ein Signal zusammengerufen wurden. Nachdem die Schraube angezogen war, mussten sie sich mit aller Kraft „ins Zeug stemmen“, d.h. den in die Löcher des Spindelkopfes gesteckten Pressbalken kraftvoll drücken und ziehen. Wenn dann die Kraft, die mit dieser Hebelwirkung erreicht werden konnte, ausgeschöpft war, wurde um das Ende des Pressbalkens ein Seil gelegt, das an einer Haspel, die wenige Meter von der Nasspresse entfernt stand, befestigt war. Diese Haspel wurde nun von vier Leuten gedreht, um dadurch die Kraftwirkung erneut zu erhöhen.
Der Leger
Der in der Nasspresse ausgepresste Gautsch kommt zum dritten Büttengesellen, zum Leger. Dieser sortiert Filze und Papierbogen auseinander, legt die Filze zum erneuten Gebrauch auf einen eigenen Haufen und schichtet die Papierbogen auf den sog. Legestuhl, ein schiefes Brett, auf das jeder Bogen einzeln ausgebreitet wird und am Ende mit ,,Schlitten“ oder „Schleppe“ – dies ist ein mit Tuch überzogenes schmales Brettchen – beschwert wird. Auf diese Weise werden die Bogen glattgezogen und in ordentliche Form gebracht. Es werden drei Pauschte, das macht ungefähr ein Ries, aufeinandergelegt und dann durch Bretter getrennt, bevor das nächste Ries aufgelegt wird. Die Bögen werden dann mehrfach (ca. 10mal) unter die Trockenpresse gebracht und anschließend zum Trocknen aufgehängt.
Die Leimung ist notwendig, da die Saugfähigkeit des Papiers die Tinten und Farben verwischen würde. Der Leim wurde aus Schafsfüßen, Tierohren und Schnauzen sowie Abfällen von Ledern oder Fellen hergestellt.
Die geleimten Bögen wurden gestapelt und einzeln aufgehängt. Vor dem Aufhängen musste mittels der Leimpresse der Leim innerhalb der Blätter gleichmäßig verteilt werden und der überflüssige Leim herausgepresst werden.
Das Glätten
Nach dem Leimen und Trocknen wurde das Papier geglättet. Dieses Glätten geschah zuerst per Hand. Danach konnte das Papier in Stapeln aufgeschichtet und zum Verkauf verpackt werden.
Schlagwörter Mühlen
Die Oelschlägermühle
Keine Kommentare zu Die Oelschlägermühle
In der Ur-Oederkarte (um 1607) schon als Schneide- und Oelmühle abgebildet.
Schneidemüller Peter Haseloff
Von ihm sind nur Pateneinträge im Kirchenbuch vorhanden.
°° Gertraud N.N.
22.11.1650 Pate der Schneidemüller Peter Haseloff bei der Taufe des Sohn des Tagelöhners Andreas Haseloff, Andreas
11.09.1651 Pate der Schneidemüller Peter Haseloff bei der Taufe des Sohn des Tischlers Christoph Vogel, Michael
13.09.1652 Pate der Schneidemüller Peter Haseloff bei der Taufe des Sohnes des Zimmermanns Joachim Löwen, Joachim.
05.07.1658 Pate bei der Taufe des Sohnes des Schusters Balthasar Quappen, Balthasae
09.07.1658 Patin Gertraud, Ehefrau des Schneidemüllers Peter Haseloff, bei der Taufe der Tochter des Tischlers Jakob Vögler, Magdalena
02.03.1860 Pate bei der Taufe des Sohnes des Tischlers Jacob Bögner, Anna Maria, der Schneidemüller Peter Haseloff
16.06.1660 Pate bei der Taufe des Töchterleins des Müllergesellen Peter Mutzen, Catharina
Schneidemüller Andreas Schmeißer
Er tritt als Pate am 23.11.1663 bei der Taufe des Sohnes des Glasers Michael Böricke, Christoph.
Seine Ehefrau, Margaretha, tritt am 29.03.1664 als Patin bei der Taufe der Tochter des Papiermachers (Arendt) Arnold Bock, Maria, auf.
Schneidemüller Hans Lieder (Lüder) 1/348
* 13.08.1665 Tochter des Schneidemüllers Hans Lieder, Maria Magdalena
Schneidemüller Martin Lieder 1/371
°° 10.06.1667 der Schneidemüller Martin Lieder (Lüder) mit der Tochter des Amtsgärtners Gürge Trebitz im Amt Lehnin, Anna Elisabeth
* 27.09.1668 Sohn des Schneidemüllers Martin Lüder, Johann Friedrich
+ 17.05.1669 der Schneidemüller Martin Lüder
°° 21.02.1671 der Organist und Tortius Gottfried Richter mit der Witwe des Schneidemüllers Martin Lüder, Anna Elisabeth Wieland
Schneidemüller Gürge Fiedler 2/227
er war später Müller auf der Bullenbergmühle in Ragösen
+ vor 1701 Ragösen
I. °° mit Maria (+ 18.05.1685)
Barbara Catharina °° 11.04.1687 der Mühlbursche Michael Alpenstädt
Maria * 04.11.1671, + 13.09.1676
Magdalena* 29.04.1674
Nicolaus Martin * 05.08.1676
Maria Elisabeth * 11.03.1679, + 16.10.1681
Johann Georg * 28.05.1682, ~ 30.05.1682
II .°° 05.11.1686 Magdalena Quappen (II. °° 11.07.1701 Belzig der Bürger und Tuchmacher Christian Hake), Tochter des Schusters Baltzer Quappen
Hans Andreas * 18.09.1687
Nicolay Martin * 11.05.1688, + 11.05.1688
Maria Magdalena * 30.12.1688
Anna Elisabeth* 01.06.1691, °° 08.10.1726 mit Joachim Friedrich Kriele (* 28.07.1673 Schwedt) in Berlin
Anna Maria * 06.06.1699
Schneidemüller Hans Franke 2/ 287
+ 02.04.1686 der Schneidemüller Hans Franke
Christoph Franke 2/ 301
+ 08.02.1688 Ölmüller
°° 08.11.1686 der Mühl- und Zimmerbursche Christoph Franke mit der Tochter des Matthes Arendt aus Sandberg, Marie
1. Johanna Magdalena * 19.09.1687, + 18.01.1688
In II. Ehe war Marie Arendt verheiratet (27.01.1691) mit dem Zimmermann Johann Feige.
1. Marie Elisabeth * 21.11.1691
2. Johann Christian * 08.08.1694
3. Georg Gottfried * 03.10.1701, + 14.08.1702
Hans Gensicke (Gensicken)
Oelmüller in Belzig
Später Einwohner und Tagelöhner
+ 10.11.1705
I. °° mit Anna Kühne (+ 06.12.1693)
II. °° 20.11.1694 mit Katharina Falckert (Volkmann), Tochter des Johann Falckert, + Handarbeiter in Brandenburg
1. George Jakob * 09.09.1688, + 27.02.1695
2. Hans Jürge * 29.09.1695, + 25.11.1695
3. Hans Christian * 07.12.1696
4. Katharina Magdalena * 11.12.1698, + 30.08.1700
5. Dorothea Elisabeth * 12.01.1702. + 06.03.1725
6. Anna Katharina * 20.09.1704, + 22.07.1707 (überfahren)
Schneidemüllermeister Peter Berendt 3/ 13
I. °° Anna (+ 29.11.1691)
II. °° 31.05.1892 mit Anna Katharina Lücke, Tochter des Mühlenmeisters Valtin Lücke in der Magdeburger Börde
1. Nikolaus * 27.11.1691
2. Johann Christoph * 05.03.1693
Schneidemüller Hans Bruch 3/ 138
°° 22.08.1697 mit Anna Elisabeth Huck
Schneidemüller Andreas Nuss (Rust) 3/ 182
1. Anna * 02.10.1699
2. Andreas * 28.02.1702, + 12.10.1707
3. Martin * 24.08.1704, + 15.10.1704
4. Maria * 27.01.1706, + 23.08.1707
Ewald Ehrsam 3/ 366
Mahlmüller auf der Oelmühle
1. 24.04.1707 Maria Elisabeth
Martin Schmidt 3/ 372
+ 21.04.1709
I. °° 26.06.1694 der Schneidemüller Martin Schmidt mit Magdalena Hagendorf (+ 13.05.1695)
Johann Georg * 24.04.1695, + 20.01.1698
II. °° 19.05.1696 Schneidemüller Martin Schmidt mit Maria Thiemann, der Witwe des Mittelmüllers Matthias Stuhlmann
+ 23.03.1707 Maria, Ehefrau des Mittelmüllers Martin Schmidt, Maria Thiemann eine Schulzentochter aus Straach bei Zerbst
In dritter Ehe heiratete der Schneidemüller Martin Schmidt am 23. April 1708 Marie Bergzug, Tochter des Ackermanns Andreas Bergzug aus Gröningen.
* 23.02.1695 Taufpaten bei der Taufe des Sohnes Hans Peter des Tagelöhners Hans Dobritz waren der Schneidemüller Martin Schmidt und Andreas Christian der nachgelassene Sohn des Mittelmüllers Matthias Stuhlmann.
Am 18.02.1704 verkauft der Mühlmeister „vor Belzig“, Martin Schmidt, seiner Schwester Anna Schmidt 2 Wiesen vor Brachwitz, zusammen 2 ½ Morgen, für 17 ½ Taler.
Martin Dannenberg 4/ 21
Schneidemüller auf der Oelmühle
1. Johann Andreas * 16.11.1710
2. Anna Dorothea * 22.01.1712
Schneidemüller Hans Georg Schultz(e) 4/ 11
1. Gottlieb * 06.10.1709, + 08.05.1714
2. Johann Andreas * 30.05.1712, + 11.05.1714
3. Anna Dorothea * 25.02.1715
4. Gottlieb * 01.11.1717
Johann Georg Hermann 4/ 220
+ 01.01.1728
°° Magdalena (+ 02.08.1751 Belzig, II. °° 11.01.1729 Schneidemüller Johann Jahn)
1. Maria Elisabeth * 12.03.1719, + 10.06.1721 ertrunken
2. Maria Magdalena * 01.04.1721, °° 28.08.1749 mit dem Schneider Johann Christoph Berger
3. Anna Dorothea * 01.08.1723
4. Johann Georg * 27.09.1725, °° 03.09.1754 mit Katharina Elisabeth Maas
5. Maria Katharina * 27.09.1725, °° 23.11.1753 mit dem Schneider Johann Gottfried Senst
Johann Jahn 4/ 220
°° 11.01.1729 mit der Witwe Magdalena Hermann (Schneidemüllerswitwe, + 02.08.1751)
+ 22.03.1766
1. Maria Elisabeth * 06.08.1729, °° 08.01.1750 mit dem Großböttcher Johann Christ. Schultze
2. Maria Dorothea * 17.07.1732, °° 17.05.1753 mit dem Leineweber Simon Elias Weise
Andreas Klobach 4/ 285
1. Tochter + 21.08.1722
2. Johann Jakob * 08.12.1723
Andreas Kellermann 5/ 196
°° Maria Elisabeth Lehmann
1. + 03.01.1734
2. Andreas * 23.09.1734
Johann Michael Klingner 5/ 251
1. * 21.11.1736
2. * 21.03.1741
Johann Michael Klingenberg 5/ 319
1. * 29.04.1739
Christian Johann Neuendorf 5/ 327
Pächter der Oelmühle
II. °° 23.11. 1728 Maria Dorothea Fuchs (Tochter des Bürgers und Tischlers Heinrich Fuchs)
1. Kindlein + 27.09.1739
2. * 16.10.1749
3. Joachim * 11.10.1742, + 09.07.1743
4. Johann Christoph * 13.02.1745
5. Maria Elisabeth * 16.06.1747
Johann Georg Hermann 6/ 261
Müller auf der Oelmühle
* 27.09.1725, Sohn des Ölmüller Johann Georg Hermann und der Magdalena N.N.
+ 10.05.1792 Belzig
°° 03.09.1754 mit Katharina Elisabeth Maas (+ 31.12.1796), Tochter des Hüfners Peter Maas in Krahne
1. Maria Luisa * 30.08.1755, °° 18.11.1779 mit dem Mühlmeister Andreas Reisewitz (* in Parchau bei Burg 15.10.1746)
2. Johann Christoph * 04.09.1756, + 30.01.1765
3. Johann Gottlieb * 29.08.1760, °° 1795 mit Johanna Sophia Aulich, Tochter des Brücker Müllers Aulich
4. Katharina Elisabeth * 08.11.1762, °° 14.02.1782 mit dem Seiler Johann Friedrich Görisch
5. Johanna Sophia * 22.06.1766, °° 23.02.1797 mit dem Schuhmacher Johann Gottfried Schultze
6. Johann Gottfried * 28.08.1768
7. Johanna Christiana * 19.11.1772, °° 15.01.1795 mit dem Sattler Johann Christian Meissner
8. Johann Gottlob * 21.02.1775, °° 26.07.1807 mit Maria Dorothea Wissel
9. Johann Georg * 30.12.1777
Johann Gottlieb Paul 7/ 19
Sohn des Oel- und Schneidemüllers Gottfried Paul (* 11.05.1705, + 23.07.1762)
°° 28.08.1762 Johanna Blandian Torig (Dorig – Doris), Tochter des Schuhmachers Johann Friedrich Torig in Treuenbrietzen
1. Johanna Sophia * 15.08.1764
2. Johann Gottlieb * 02.06.1766
3. Johann Gottfried * 26.03.1768
4. Johann Christoph * 13.12.1770, + 13.09.1771
Johann Gottlieb Hermann 8/ 257
* 29.08.1760
°° nach Quasimodo1795 in Brück mit Johanna Sophia Aulich, Tochter des Brücker Müllers Johann August Aulich
1. Johann Gottlieb * 07.03.1796
2. Johanna Sophia * 13.08.1797
3. Totgeburt + 15.03.1799
4. totgeborene Tochter + 20.03.1800
5. Johanna Christiana Karolina * 19.05.1801
6. Gottfried Friedrich August * 02.09.1803
Johann Gottlob Hermann 9/ 105
Besitzer der Oelmühle, später in Rahnsdorf
* 21.02.1775
I. °° 26.07.1807 mit Maria Dorothea Wissel (* 15.09.1780)
II. °° Christian Wilhelm Görisch (* 19.10.1791, + 10.06.1842 in Belzig)
1. Dorothea Charlotta * 16.09.1808
Johann August Oelschläger 9/ 83
Johanna Henriette Christine Oehlschläger geb. in Rhinow im Jahr 1765, Vater war Christian Oehlschläger (Kunstgärtner) hier habe ich keine Daten aber er muss
Abb. Beglaubigter Taufschein für August Oelschläger (aus der Akte der Niemegker Müllerinnung)
Johann August Oehlschläger, aus Belzig, heiratet Anfang des 19. Jh. in Niemaschkleba (1.10. 1935 umbenannt in Lindenhain), Kreis Guben, Neumark, die Enkelin des dortigen Mühlenbesitzers Maria Elisabeth Dammaschke und wird Eigentümer dieser Mühle. Er verkauft die Mühle am 20.06.1812 an den Müller Klein, weil er sich in Niemaschkleba nicht wohlfühlt. In Belzig wurden drei Söhne geboren:
Friedrich Rudolf Oehlschläger *23.06.1815 Belzig,
Wilhelm Oehlschläger *21.06.1821 Belzig,
Otto Oehlschläger *14.09.1823 Belzig.
Johann August Oehlschläger kehrt mit seiner Familie nach Niemaschkleba zurück.
Seine Frau Maria Elisabeth Dammaschke kauft die Mühle am 07.01.1826 von dem Müller Klein zurück.
Johann August Oehlschläger fühlt sich in Niemaschkleba nicht wohl und da seine Frau nicht mit in die Fremde will, geht er allein. Wohin, ist nicht dokumentiert, vielleicht zurück nach Belzig?
Am 25.09.1843 kauft der älteste Sohn Friedrich Rudolf Oehlschläger, Mühlenmeister, die Mühle von seiner Mutter und am 02.04.1878 verkauft er diese an den Gerichtsschulzen Gromm.
Mühlmeister auf der Oelmühle
* 03.11.1780 in Rädigke, Sohn des Johann Benjamin Oelschläger und der Johanna Dorothea Grohmann
°° Maria Elisabeth Dammaschke
1. Amalia Henriette * 10.09.1805
2. Andreas Wilhelm Ferdinand * 29.12.1808, + 26.01.1810
3. Christoph Ludwig Benjamin * 07.02.1812
4. Friedrich Rudolph * 22.06.1815
5. Karl Ferdinand * 22.02.1817, + 23.05.1819
6. Gotthelf Anton * 14.02.1819
7. Friedrich Wilhelm * 21.01.1821
8. Otto * 14.09.1823
Johann Gottfried Neis 9/ 136
°° Maria Elisabeth Müller
1. Johanna Christiana Friedericka * 28.03.1808, + 04.04.1808
Johann Andreas Möhring 7/ 354
Besitzer der Schneide- und Ölmühle
+ 25.12.1812 (61 J. 7 M.)
°° Dorothea Sophia Puhlmann (Phulmann) (* 1751, + 14.01.1826 – 75 J.)
1. Friederika Christiana Louisa * 15.05.1777, + 04.01.1809 Viersen, °° 26.06.1794 in der Marienkirche in Belzig mit dem Pfarrer Friedrich Christian Heine (* 24.09.1760 in Magdeburg, + 07.05.1847 in Belzig), + 07.05.1847 in Belzig mit 86 J. 7 M. 10 T.
2. Johann Friedrich Lebrecht * 28.06.1780, + 07.08.1781
3. Ferdinand Andreas * 14.10.1782, + 24.12.1782
4. ungetaufte Tochter *+ 23.02.1784
Abb. Bekanntmachung aus dem Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Potsdam
* 30.12.1811 (T. 01.01.1812) TP. bei der Taufe des Sohnes des Müllers Kotze, Dorothea Sophia geb. Möhring, Ehefrau des Johann Andreas Möhring Eigentümer der Schneidemühle zwischen Belzig und Schwanebeck (Ölschlägers Mühle).
Johann Gottlieb Uhlmann (Uhlemann) 10/ 125
+ 25.08.1864 (65 J.), Sohn des Bürgers und Kunstgärtners Johann Gottlob Uhlemann in Pirna
°° 13.06.1824 in Viesen mit Friederika Juliana Heine, Tochter des Pfarrers Christian Friedrich Heine in Viesen (* 07.1795 in Viersen, + 06.07.1862 in Belzig mit 66 J. 11 M. 18 T.) und der Christiane Friederike Möhring.
1. Emilia Augusta * 10.04.1825, °° 11.08.1846 mit dem Arzt Dr. med. Friedrich Rudolph Heine in Zörbig
2. Karl Rudolph * 05.11.1826
3. Johann Rudolph * 22.09.1828
4. Friedrich Wilhelm * 06.08.1831, °° 1867 mit Christiane Caroline Kase
5. Gustav Albert * 10.09.1833, °° 23 n. Trinitatis 1863 in Neumarkt bei Merseburg mit Rosina Amalie Vogel
6. Julius Eduard * 11.03.1836
Friedrich Wilhelm Uhlmann 13/ 165
* 06.08.1831
+ 11.01.1878
°° 1867 mit Christiane Caroline Kase (* 23.11.1842, + 04.10.1883), Tochter des Hüfners Johann Friedrich Kase in Lotzschke
1. ungetaufte Tochter * 06.12.1867, + 20.12.1867
2. Friedrich Wilhelm * 27.04.1869. + 15.12.1875
3. totgeborener Sohn + 25.07.1871
4. Tochter, vor Taufe verstorben * 29.12.1872, + 24.01.1873
5. Friedrich Wilhelm Richard * 23.07.1877
1836 Brand in der Uhlmannschen Papier- und Schneidemühle
1842 Papierfabrikant Uhlemann.
Amtsblatt 1842
Der Papierfabrikant Herr Uhlmann hierselbst, beabsichtigt, den in seiner im Jahre 1836 abgebrannten Mahl-, Oel- und Schneidemühle vorhanden gewesenen Mahlgang gegenwärtig in seiner Papiermühle wieder herzustellen. Es soll derselbe in der zweiten Etage des Fabrikgebäudes errichtet, mit der Papiermühle in wechselweise Verbindung gebracht, deshalb aber an den vorhandenen Wasserwerken keine Veränderung vorgenommen werden. Indem dies Vorhaben des Uhlmann hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht wird, werden zugleich alle diejenigen, sei es aus dem Gesetz vom 28. Oktober 1821, oder der Allerhöchsten Kabinets- Ordre vom 23. Oktober 1826, machen zu können glauben, hiermit aufgefordert, dieselben binnen einer achtwöchentlichen präklusivischen Frist bei dem Unterzeichneten schriftlich anzubringen.
Belzig, den 7. Oktober 1842. Königl. Landrath Zauch- Belzigschen Kreises. von Tschirschky.
1843. Laut Separationsakte der Feldmark Wenddoche (Akte Kreisarchiv: Schwanebeck K 121) werden der Papierfabrikant Uhlemann, der Papierfabrikant Preuße und der Lehrer Klaeber als Besitzer von Flurstücken in der Feldmark aufgeführt.
25. – 26.01.1845 (Nachts) Brand in der Uhlmann’s Papiermühle
05. August 1854 (ZBKBL)
Vor dem unbefugten Abpflücken der Haselnüsse von den auf meinen Gebiete an dem so genannten Lumpenbach an der Chaussee und an meinen Teichwällen stehenden Nußsträuchern wird hiermit Jedermann, namentlich Kinder, gewarnt. Betreffende Diebstähle werde ich streng rügen.
Uhlmann. Mühlenbesitzer auf der Belziger Schneidemühle.
Anzeige ZBKBL 24. April 1858
Ein tüchtiger Pferdeknecht findet sofort einen guten Dienst auf Uhlmanns Mühle bei Belzig.
17.12.1863 Brand im Wohnhaus des Mühlenmeisters Uhlmann.
02. Januar 1864 (ZBKBL
Danksagung. Allen Denen, welche bei dem in meinem kleinen Wohn- und Wirtschaftshause am 17. v. M. ausgebrochenen Feuer bei dem Löschen so hilfreiche Dienstleistung bewiesen haben, dass mir die übrigen Gebäude erhalten wurden: sage ich hiermit meinen aufrichtigen und herzlichen Dank. Der Müller Uhlmann.
06. August 1864 (ZBKBL)
Anlage einer Schneidemühle. Der hiesige Mühlenmeister Wilhelm Uhlemann beabsichtigt auf seinem an der Brandenburger Chaussee belegenen Vol. VI: No. 284 pag. 529 des Hypothekenbuchs der Königlichen Kreis-Gerichts-Commission Belzig verzeichneten Grundstücke, unter Veränderung des gangbaren Zeuges seiner Mahlmühle, eine mit derselben in Verbindung zu setzende Schneide-Mühle zu erbauen. In Gemäßheit des §. 3 des Gesetzes vom 1. Juli 1861 wird dies Vorhaben mit der Aufforderung bekannt gemacht, etwaige Einwendungen gegen diese Anlage, welche nicht privat­rechtlicher Natur sind, binnen 14 Tagen präklusivischer Frist bei uns anzubringen. Zeichnungen und Beschreibung der Anlage liegen in unserem Büreau zur Einsicht aus.
Belzig, den 30. Juli 1864. Polizei-Verwaltung. Rittorff, Bürgermeister
10.09.1864 (ZBKBL) G. Schwan Müllergeselle auf der Uhlmannschen Mühle.
07.01.1865 (ZBKBL) Gute Roggen-Kleie verkauft zum billigsten Preise der Mühlenbesitzer W. Uhlmann auf Uhlmann’s Mühle bei Belzig.
26. April 1873 (ZBKBL)
Bekanntmachung: In unserem Firmenregister sind folgende Eintragungen bewirkt worden.
Nr. 499 Mühlenbesitzer Friedrich Schubolz zu Belzig, in Firma Friedrich Schubolz und als Ort der Niederlassung: Belzig.
Nr. 500 Mühlenbesitzer Wilhelm Uhlmann zu Belzig, in Firma Wilhelm Uhlmann und als Ort der Niederlassung: Belzig.
Brandenburg, den 18. April 1873 Kgl. Kreisgericht I. Abteilung.
08.08.1877 (ZBKBL)
Das hier vom 6. bis 15. d. M. einquartierte Garde – Jäger – Bataillon wird während dieser Zeit in der nächsten Umgebung Schießübungen mit scharfen Patronen abhalten und zwar:
1. am 8. August zwischen 7 – 10 Uhr Vormittags in der Schlucht zwischen Lübnitzer und Weitzgrunder Wege.
2. am 9. August zwischen 7 – 10 Uhr Vormittags auf dem Terrain zwischen der Uhlmannschen und ehemals Dietzelschen, gegenwärtig Trölitzschen Mühle, gegen Weitzgrund und die Königlich Dippmannsdorfer Forst.
3. am 11. August Nachmittags zwischen 2 – 5 Uhr auf dem ad 2 bezeichneten Terrain.
Dies wird mit der Warnung vor unvorsichtiger Annäherung und Betreten der angegebenen Orte hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht.
Belzig, den 3. August 1877 Die Polizei – Verwaltung Rittorff
19. Januar 1878 (ZBKBL)
Das mir von meinem Manne hinterlassene Geschäft führe ich weiter.
Mühle bei Belzig, Witwe Uhlemann.
03. April 1878 (ZBKBL)
Mühlenverkauf. Meine Wasser- Mahl- und Schneidemühle nebst Ackerwirtschaft beabsichtige ich todeshalber aus freier Hand zu verkaufen. Näheres bei Witwe Uhlemann.
Uhlemanns Mühe bei Belzig.
Otto Hermann Oelschläger
18. September 1878 (ZBKBL)
Gute Bienenstöcke sind zu verkaufen auf Oelschlägers Mühle (früher Uhlemann’s Mühle) bei Belzig.
Müller Otto Hermann Oelschläger von der Uhlmanns Mühle bei Belzig (13. Juni 1879) in der Akte Baitz – Brücker Forst erwähnt.
01. Februar 1879 (ZBKBL)
5 Mark Belohnung zahle ich Dem, der mir den Dieb, welcher von Montag bis Mittwoch eine Akazie, wahrscheinlich zum Schlittenbaum, abgeschnitten hat, so anzeigt, dass gerichtliche Bestrafung erfolgen kann. H. Oelschläger. Uhlmanns Mühle
Für die Räumung des Mühlenbaches auf der Strecke vom Grundstücke des Riemenmeisters Dehnicke ab bis zu der Schwanebecker Grenze bei der früher Uhlemann’schen jetzt Oelschläger’schen Mühle haben wir einen Termin auf Mittwoch, den 15. Oktober d. J. anberaumt, und werden die angrenzenden Uferbesitzer, denen auf Grund des § 7 des Gesetzes vom 28. Februar 1843 die Räumungspflicht obliegt, aufgefordert, an diesem Tage, wo das Wasser des Baches abgelassen sein wird, die gründliche Räumung des Baches und Befestigung des in demselben wachsenden und vom Ufer herabhängenden Strauchwerks zu bewirken. Sollten die Räumungsarbeiten von Einzelnen der Verpflichteten unvollständig oder gar nicht bewirkt werden, so wird die Räumung auf Kosten der Verpflichteten erfolgen.
Belzig, den 8. Oktober 1879. Die Polizeiverwaltung. Rittorff.
Otto Hermann Oelschläger 14/ 200
* 30.05.1847 in der Wühlmühle bei Neschholz, Sohn des Karl Ermann Eduard Oelschläger
+ 09.12.1915
°° 27.06.1878 in Lotzschke mit Anna Henriette Kase (* 23.10.1856, + 31.01.1940), Tochter des Hüfners Johann Friedrich Kase in Lotzschke
1. Otto Hermann * 20.07.1881
Friedrich Wilhelm Oelschläger
* 16.12.1847 in Kuhlowitz, drittes Kind 2. Ehe des Carl Franz Johann Friedrich Oelschläger Mühlenbesitzer in Kuhlowitz und der Maria Elisabeth geb. Franke
+ 03.12.1895 (48 J.)
°° Wilhelmima Marie Schulze (* in Hohenspring, + 02.12.1895 – 42 J.)
1. Minna * 09.02.1886, + 19.02.1887
2. Anna * 09.02.1886, + 04.03.1887
3. Richard + 01.04.1887 (7 J.)
4. Minna Martha * 08.01.1889
Blatt 284
Eine Oel- und Schneidemühle mit Garten, einem Wohnhause, einer Stallung, einer Scheune und zwei Bretterschuppen
Mühlenmeister Johann Andreas Moehring, dann die Witwe Dorothee Sophie Moehring geb. Puhlmann
Amtsblatt der königlichen Regierung zu Potsdam 1822
Alters- und Schwacheitswegen bin ich gesonnen, meine vor Belzig im Herzogtum Sachsen belegene Schneide- und Oelmühle meistbietend zu verkaufen, und habe dazu einen Termin auf den 4ten Juli d. J. Vormittags 9 Uhr in meiner Behausung bestimmt. Meine Mühle hat zwei Gewässer, die sich bei ihr vereinigen, einen großen mit einem Damm durchschnittenen Teich, welcher mit orellen und Karpfen besetzt ist. Sie kann nach Befinden der Umstände mit wenigen Kosten in eine Papiermühle umgeschaffen werden, da die Gebäude von der Art sind, dass die Trockenböden sehr leicht eingerichtet werden können. An Grundstücken befindet sich dabei ein großer Obst- und Kirchengarten mit vielen tragbaren Obstbäumen,ein geräumiger Bretterplatz und eine Wiese. Unter den Meistbietenden behalte ich mir die Wahl vor, und kann, wenn es ein solider Käufer ist, ein Bedeutendes zur ersten Hypothek und zu 5 Prozent stehen bleiben.
Schneidemühle vor Belzig, den 4ten Mai 1822
Wittwe Möhring, geborene Puhlmann
1824 kauft von der Witwe des Mühlenmeisters Johann Gottlieb Uhlemann und seiner Ehefrau Friederike Juliane geb. Heyne für 3000 Thaler preußisch Kurant, Altenteil und Verbindlichkeiten.
1837 in der Wenddocher Mark für 18 Thaler eine Parzelle von der Kirche gekauft.
1864 übernimmt der Sohn Mühlenbescheider Friedrich Wilhelm Uhlmann o.a.
1878 Witwe Caroline Uhlmann geb. Kase und Friedrich Wilhelm Richard Uhlmann
1878 Mühlenmeister Otto Hermann Oelschlaeger
1914 Mühlenbesitzer Hermann Oelschläger jun.
1949 Müller Kurt Oelschläger und die unverehelichte Irmgard Oelschläger in Kleinschwindau
1951 eingetragen als Eigentum des Volkes – Rat der Stadt Belzig als Rechtsträger: Ideelle Hälfte Kurt Oelschläger auf Grund des Feststellungsbescheides Nr. 1456 der Landesregierung Brandenburg, Minister des Innern – Amt zum Schutze des Volkseigentums, 9. Mai 1951
1952 ideelle Hälfte des Rates der Stadt Belzig geht als Eigentum des Volkes an VEB Sägewerk II in Belzig als Rechtsträger.
Die Belziger Mühlen
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Die Geschichte der Belziger Mühlen wurde in verschiedenen heimatkundlichen Veröffentlichungen bis jetzt nur mangelhaft behandelt. Eine intensive Erforschung der Geschichte der einzelnen Mühlen ist bis jetzt nicht erfolgt.Die hier zusammengetragenen Daten sind ein Versuch zur Aufarbeitung der sehr abwechlungsreichen Geschichte der einzelnen Mühlen. Viele dieser Daten sind dem Zauch – Belziger Kreisblatt (ZBKBL) entnommen.Ich möchte mich beim Kreisarchiv des Kreises Potsdam – Mittelmark für die mir gewährte Unterstützung, bei der Benutzung der Zeitungsbände, aber auch anderer Archivalien, bedanken.Weiterhin möchte ich mich bei der evangelischen Kirchengemeinde bedanken, für die Einsicht in die Belziger Kirchenbücher.
Wappen der Müllerzunft
Mühlenordung
Folgende Mühlen gab bzw. gibt es noch in Belzig (Näheres bei der jeweiligen Mühle)
1. Schloßmühle
2. Mittelmühle
3. Hintermühle
4. Walkmühle
5. Neue Mühle
6. Oelschägers Mühle
7. Springbachmühle
8. Obermühle
Die Neue Mühle (Ratsmühle)
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Die Mühle liegt im Kuhfurt.
1702 wird sie in der Akte für den „Atlas Saxonicus Augusteus“ als Ölmühle aufgeführt.
Die Wrethkesche Kuhforthmühle oder auch Runnenführermühle wurde um 1820 als Rats oder Neue Mühle bezeichnet.
Nach einer Zerstörung, durch einen Brand, wurde die Mühle neu errichtet und kurzzeitig als Papiermühle genutzt.
1832, die Neue Mühle brannte ab.
1834, die Neue Mühle wird wieder aufgebaut.
Ratskellerwirt, Waagemeister, Besitzer der Neuen Mühle
°° Maria Elisabeth Kauschmann (Pauschmann)
Wilhelm Friedrich * 1801, + 03.07.1812, 11 1/4 J.
Christiana Wilhelmina * 20.04.1805
Augusta Henrietta * 05.02.1807
Carl Heinrich * 1810, + 23.06.1814, 4 J.
Gottlob Carl * 07.06.1810
1813 erhielt der Besitzer wegen eines Brandes in der Neuen Mühle eine Brandentschädigung von 1500 Taler von der sächsischen Brandversicherungs-Societät.
Müller Johann Gottlieb Tittmann (Dittmann)
°° 20.09.1812 (Trauung in Kuhlowitz) Bürger und Mühlenmeister der Ratsmühle in Belzig Johann Gottlieb Tittmann, Sohn des Christoph Tittmann Mühlenmeister der Mühle zu Großweyda bei Hoyerswerder mit Maria Dorothea, hinterlassene Tochter des Wühlmüllers Johann Friedrich Märtens, Stieftochter des Wühlmüllers Johann Christian Gottlieb Oelschläger
1. totgeborener Sohn + 25.08.1815
Johann Friedrich Adolph Wachsmuth
+ 28.04.1821, 40 J.
I. °° Stuhlmann
II. °° mit Johanne Caroline Henriette König
Kinder I. Ehe
1. Johanna Friederika * 03.06.1814, °° 14.03.1833 mit dem Seifensieder Christian Gottlob Busse
Kinder II. Ehe
2. Johann Friedrich Adolph. * 1816, + 16.09.1866 in Groß Marzehns, °° 14.10.1849 mit Auguste Wilhelmine Frommhagen (23 ½ J.), Tochter des Kossäten und Gerichtsschöpppen Johann Heinrich Frommhagen in Klein Marzehns
3. Henriette Auguste * 11.02.1819, °° 03.10.1843 mit dem Nagelschmied Johann Gottlob Walterstein
Johann Friedrich (Heinrich) Wöpke
+ 29.12.1860 (70 J. 3 M. 6 T.), Mühlenmeister in Oranienbaum und Besitzer der Neuen Mühle, Sohn des Brauers Friedrich Wöpke in Oranienbaum.
°° 1822 mit der Witwe des Friedrich Adolph Wachsmuth, Johanne Caroline Henriette geb. König.
1. Karolina Henrietta * 31.05.1823, 04.11.1839
2. Karolina Henrietta * 22.05.1826, °° 05.11.1846 mit dem Kaufmann Traugott Kreysing
3. Auguste Emilia * 17.10.1828
4. Johann Friedrich * 10.06.1833
* 27.06.1828 Tochter des Mühlenmeisters Johann Lebrecht Wilhelm König und der Johanna Wilhelmina geb. Jäger, Caroline Wilhelmine. (get. 06.07.1828)
TP. Der Müller Friedrich König aus Rietz. Johann Friedrich Wölpke, Besitzer der Neuen Mühle in Belzig. Johanna Sophia, älteste Tochter des Walkmüllers Franz Ferdinand Jäger.
* 17.10.1828 Tochter des Besitzers der Neuen Mühle in Belzig Friedrich Wöpke und der Caroline Henriette geb. König, Auguste Emilie. (get. 07.11.1828)
°° 14.03.1833 Christian Gottlob Busse (32 J.), Sohn des Johann Christian Gottlob Busse, mit Johanne Friederike (19 J.), Tochter des Mühlmeisters auf der Neuen Mühle Friedrich Adolph Wachsmuth sowie Pflegetochter des Mühlenbesitzer der Neuen Mühle Johann Heinrich Wöbke.
* 10.06.1833 Tochter des Besitzers der Neuen Mühle bei Belzig, Johann Heinrich Wöbke und der Karolina Henriette geb. König, Johann Friedrich. (get. 03.07.) TP. Johann Wilhelm König Mühlmeister und Schankwirt in Belzig.
+ 04.11.1839 Caroline Henriette Tochter des Besitzers der Neuen Mühle in Belzig, Friedrich Wöbke. 16 J. 5 M. 3 T. (Begr. 07.11.1839)
Abb. Anzeige aus dem Zauch Belziger Kreisblatt von 1855
Friedrich Adolph Wachsmuth
+15. September 1866 Mühlenbesitzer F. A. Wachsmuth 50 Jahre.
°° 14.10.1849 (Trauung in Klein Marzehns) Augusta Wilhelmina Frommhagen
1. Friedrich Adolph * 25.03.1850 in Groß Marzehns
2. Franz Otto * 01.02.1852 (get. 05.04.1852)
3. R. Wachsmuth, 22 Jahre alt, Ulan im 1. Garde – Ulanen Regiment in Potsdam, starb am Schwindsucht. (17.03.1855 – 04.1877)
4. Pauline, Tochter des Mühlenbesitzer A. Wachsmuth, * 19. März 1861, + 30. Juni 1861
5. Paul * 04. Dezember 1862, + 06. Januar 1864
6. Ida * 2. März 1865, + 18. 09.1866
7. Hermann Julius * 8. Dezember 1866 + 15.01.1867
Friedrich Adolph Wachsmuth war 1849 Besitzer der Mühle in Groß Marzehns, welche er 1851 weiter an Friedrich Wilhelm Frähsdorf, einem Schwager seiner Frau, verkaufte. Er übernahm Ende 1851 die Neue Mühle von seinem Stiefvater Friedrich Wöbke.
07. Juli 1855 (ZBKBL)
In der Nacht vom 29. zum 30. v. Mts. brannte die unterhalb der Stadt Belzig belegene Wachsmuthsche Mühle (Schneidemühle) ab. Die Entstehungsursache des Feuers ist unbekannt, doch kam dasselbe unerwartet, dass der Besitzer nur wenig mehr als sein und das Leben der übrigen in der Mühle befindlichen Personen retten konnte. Die Gebäude waren nur niedrig und das gangbare Werk war, soviel man hört, nicht versichert.
17. November 1855 (ZBKBL) Bekanntmachung.
Der Mühlenmeister Adolph Wachsmuth hierselbst beabsichtigt in Stelle seiner abgebrannten Mühle auf seinem unweit der hiesigen Stadt belegenen Grundstück eine Mahl- und Schneidemühle anzulegen. Indem wir dies Vorhaben des Wachsmuth in Gemäßheit des § 29 der Allgemeinen Gewerbeordnung vom 17. Januar 1845 hiermit zur öffentlichen Kenntnis bringen, bemerken wir zugleich, dass etwaige Einwendungen gegen diese Anlage binnen vier Wochen prädusivischer Frist bei uns angebracht werden müssen.
Belzig, den 15. November 1855. Die Polizeiverwaltung Schneider, Bürgermeister.
19. Juli 1856 (ZBKBL)
Der hinter meiner Mühle über die mir gehörigen Brücken führende Weg wird hiermit für jedes Fuhrwerk, welches nicht Geschäfte auf der Mühle oder besondere Erlaubnis dazu hat, ausdrücklich verboten, und es hat ein jeder, der nicht darauf achtet, Pfändung und Bestrafung zu erwarten. Neuemühle bei Belzig, den 19. Juli 1856 A. Wachsmuth, Mühlenbesitzer.
02. August 1856 (ZBKBL)
Bekanntmachung. Die von dem Mühlenbesitzer Adolph Wachsmuth hierselbst unterm 19. Juli im hiesigen Kreisblatte erlassene Bekanntmachung wegen Befahrens des vor seiner Mühle vorbei führenden Weges braucht nicht beachtet zu werden, da dem Wachsmuth nicht das Recht zusteht, das Befahren des gedachten Weges zu verbieten.
Belzig, den 19. Juli 1856 Die Polizeiverwaltung. Schneider.
Der hinter meiner Mühle über die mir gehörigen Brücken führende Weg wird hiermit für jedes Fuhrwerk, welches nicht Geschäfte auf der Mühle oder besondere Erlaubnis dazu hat, ausdrücklich verboten, und es hat ein jeder, der nicht darauf achtet, Pfändung und Bestrafung zu erwarten. Jedoch bemerke ich ausdrücklich, das dieses Verbot auf die Ackerbesitzer von Seedoche und die Besitzer der hinter meiner Mühle liegenden Wiesen und Gärten keine Anwendung findet. Neuemühle bei Belzig, den 19. Juli 1856 A. Wachsmuth, Mühlenbesitzer.
Erwiderung auf die Bekanntmachung des Mühlenmeisters Wachsmuth zu Belzig.
Der Mühlenmeister Wachsmuth zu Belzig hat kein Recht, einen ihm nicht zugehörigen Weg anderen Leuten zu verbieten zu wollen. Ich erkläre daher hiermit: dass ich jenen Weg nach wie vor und beständig ohne Erlaubnis des Herrn Wachsmuth benutzen und erwarten werde, in wie weil ich meinen seit länger des rechts verjährten Zeit ausgeübten Rechte von demselben werde behindert werden. Sandberg, den 28. Juli 1856 Schür, Vorwerks – Besitzer.
30. März 1861 (ZBKBL) 20 Scheffel guten Saathafer und 1 Wispel gute Ess- und Saatkartoffeln sind zu verkaufen bei Wachsmuth, Neuemühle bei Belzig.
Oktober 1868 Aufgebot der verwitweten Mühlenbesitzerin Augusta Wilhelmina Wachsmuth, geb. Frommhagen, und Ökonom J. F. Schubotz.
Öffentliches Aufgebot.
Auf den im Grundbuche von Belzig Band VI. Blatt Nr. 285 und Landungen Band VII. Blatt Nr. 328 verzeichneten, dem Mühlenmeister Adolph Wachsmuth zu Belzig gehörigen Grundstücke stehen in der III. Abteilung unter Nr. 13 resp. 15. 550 Rt. Fünfhundertfünfzig Thaler Darlehn nebst fünf pro Cent Zinsen aus der Obligation vom 25. April 1871 für den Kossäten Friedrich Wieland zu Baitz eingetragen hier und Landungen Nr. 328 zufolge Verfügung vom 6. Mai 1871. Das hierüber lautende Dokument – die Obligation vom 25. April 1871 – ist angeblich verloren gegangen und werden auf den Antrag des Besitzers alle Diejenigen, welche als Eigentümer, Pfand- oder sonstige Briefs- Inhaber Ansprüche auf die gedachte Post und das darüber ausgefertigte Document zu haben verneinen, hierdurch aufgefordert, zum Nachweise derselben spätestens in dem auf den 17. Mai 1879, Vormittags 10 Uhr, an hiesiger Gerichtsstelle anberaumten Termine zu erscheinen, widrigenfalls sie die Ausschließung mit ihren Ansprüchen auf die Documente und deren Ungültigkeitserklärung zu gewärtigen haben.
Belzig, den 23. Januar 1879. Königliche Kreisgerichts- Commission.
* 25.03.1850 in Groß Marzehns, Sohn des Mühlenbesitzers Friedrich Adolph Wachsmuth und der Auguste Wilhelmine Frommhagen
°° 06.11.1879 mit Henriette Auguste Kabblitz aus Sandberg (* 27.02.1855 in Neujolz/ Provinz Posen)
1. Anna Elisabeth * 22.05.1880, + vor der Taufe 29.06.1880
2. Gustav Paul
ZBKBL 26.06.1880
„Die dem Mühlenbesitzer A. Wachsmuth gehörige, vor dem Brandenburger Thore bei Belzig belegene Mahl- und Schneidemühle mit ca. 60 Morgen Acker, ca. 8 Morgen Wiese und sämtlichen Ländereien soll im Ganzen oder im einzelnen Theilen Sonnabend, 03. Juli c.; von Vorm. 10 Uhr ab an Ort und Stelle öffentlich meistbietend verkauft werden, wozu wir Käufer freundlichst einladen. Bedingungen werden im Termin bekannt gemacht. Rentier A. Michelmann, F. Berger – Zerbst.“
11. September 1880 (ZBKBL)
Wegen Reparatur der Brücken wird der Weg bei meiner Mühle auf 8 Tage gesperrt.
Belzig, den 11. September 1880. Fr. A. Wachsmuth.
27. Oktober 1880 (ZBKBL)
Am Donnerstag, den 28. d. Mts., Vormittags 10 Uhr verkaufe ich bei dem Mühlenmeister Adolph Wachsmuth hier einen braunen Wallach.
Belzig, den 15. Oktober 1880 Düring, Königl. Gerichtsvollzieher
08.12.1880 (ZBKBL)
Bekanntmachung. Am Freitag, den 10. Dezember d. J., Vormittags 10 Uhr versteigere ich auf dem Hof des Mühlenbesitzers Adolph Wachsmuth einen Ackerwagen.
Belzig, den 26. November 1880. Düring, Königl. Gerichtsvollzieher
25. Dezember 1880 (ZBKBL)
Bekanntmachung. Donnerstag, den 30. d. Mts., Vormittag 10 Uhr verkaufe ich bei dem Mühlenbesitzer Wachsmuth zu Belzig
1. eine Dezimalbrückenwaage mit Gewichten,
2. zehn Fuhren Sägespäne,
3. einen Blumenständer mit Glaskugel,
4. zwei Mehlkasten und
5. drei Mehlfässer.
Belzig, den 18. Dezember 1880. Düring, Königlicher Gerichtsvollzieher.
Müller Franz Karl Hermann Rießler
* 11.07.1867 (T. 02.08.1867) in Niemegk, Sohn des Handelsmann und späteren Mühlenbesitzer Franz Rießler (* 27.06.1834 in Schweidnitz, + 20.10.1895 in Belzig) und der Karolina Augusta Göricke (* in Niemegk, + 24.10.1906 – 64 J.)
°° 10.12.1896 mit Wilhelmina Augusta Schmidt (* 26.11.1872, + 21.01.1922)
1. Augusta Anna Elisabeth * 16.01.1897, + 17.08.1918
2. Minna Margarethe Frieda * 21.01.1901, °° 09.04.1926 mit dem Kaufmann Bruno Otto Rahnenführer
3. Karl Hermann Franz * 12.04.1903, + 22.06.1905
Einen unerwarteten und echt schmerzhaften Verlust erlitt in der Frühe des Donnerstages das Mühlenbesitzer Rießlersche Ehepaar hierselbst. Ihr za. 2 1/2 Jahre altes Söhnchen war unbemerkt dem das Grundstück durchfließenden Mühlenbach zu nahe gekommen und hineingefallen. Als die Magd an dem Bache zum Wasserschöpfen erschien, sah sie das Kind, für dessen Wiederbelebung sofort das Notwendige getan wurde. Aber alles blieb nutzlos; es war ertrunken. Der Bach ist nicht tief. Der kleine Bursche war jedoch mit dem Kopf vorweg hineingeraten und wurde in hockender Stellung aufgefunden.
22. Januar 1881 (ZBKBL)
Ein kräftiges Mädchen findet sofort einen Dienst bei Mühlenbesitzer Rießler zu Belzig.
09. Juli 1881 (ZBKBL)
Ein zuverlässiger Knecht findet sofort Dienst auf der Neuen Mühle bei Belzig. F. Rießler.
08. August 1891 (ZBKBL)
Anzeige: Den geehrten Ackerbesitzern von Belzig und Sandberg empfehle ich meine neu erbaute mit Wasserkraft zu treibende Breitdreschmaschine (Glatt – Stroh liefernd) zur gefälligen Benutzung. Hochachtungsvoll Franz Rießler, Mühlenbesitzer.
In einer Baitzer Akte wird 1912 als Mühlenbesitzer Heinrich Rießler erwähnt.
16. Juli 1912 Mühlenbesitzer Heinrich Rießler
1958 Rießlers Mühle, außer Betrieb.
Jetzt werden die Gebäude der Mühle von einer Fleischerei genutzt.
Blatt 285
Eine Mühle und Schneidemühle mit Hausgarten, einer Scheune, einem Pferdesttall, einen Kuhstall und den Mühlbach, Backofenhaus, einen Schweinestall – Kuhfurtsmühle mit Garten, Wiese und Acker am Mühlbach, 1 Hufe in Seedoche usw.
Mühlenmeister Johann Friedrich Adolph Wachsmut,
1821 Testament setzt seine Ehefrau 1822 als Erbin ein, Johanne Caroline Henriette Wachsmut geb. König. Nach vormundschaftlichen Erbvergleich werden 2907 Thaler Kourant festgelegt, versichert für 3425 Thaler, besonders wegen des neu errichteten Backofenhauses und dem neuen Schweinestall 1831
1841 Müllermeister Friedrich Wöpke für 2900 Thaler von seiner Ehefrau
1851 Müllermeister Johann Friedrich Adoph Wachsmuth
1868 Witwe Wilhelmine Wachsmuth geb. Frommhagen
1874 Müller Friedrich Adolpf Wachsmuth
1880 Kaufmann Franz Rießler auf Grund des Zuschlagurteils
1895 wird ein Testament verfasst und der Sohn Mühlenbesitzer Herrmann Rießler 1898 eingetragen, auch 19191926 die ideelle Hälfte Kaufmannsfrau Frieda Rahnenführer geb. Rießler, ab 1929 hat sie auch die zweite Hälfte in Besitz. Es besteht das Recht eine Röhrenleitung im Abstand von 2 bis 3 Metern von der Wegegrenze bis zum Mühlbach zu legen.
Keine Kommentare zu Die Walkmühle
Die Belziger Walkmühle lag am Weg vom Mühlenhölzschen zum Turnplatz. In ihr wurde das von den Tuchmachern gelieferte Tuch verfilzt. Die Mühle wurde von der Belziger Tuchmachergilde genutzt.
1565 wird eine Walkmühlen im HOL erwähnt.
1628 verkauft Martin Lösau seinen Garten an Andreas Hannemann, der zwischen den Gärten von Jacob Meliß und Michel Arndt in Sandberg lag, für 32 f.
Walkmüller Georg Hujoff
Am 21.11.1637 wurde der Walkmüller Georg Hujoff begraben
°° Margarethe Mönch († 10.09.1661, II. °° 29.07.1638 Tuchmacher Moritz Rudolff)
1. Elisabeth + 07.08.1691
1647: Im Brandenburger Viertel befand sich eine Walkmühle, über die folgendes berichtet wird: „Andreas Fritze ist verstorben und abgebrannt, die Witwe hat zwar wieder geheiratet, aber zum Wiederaufbau zurzeit nicht gelangen können, so ist die Walkmühle seit 1636 nicht gangbar gewesen.“ Andreas Fritze‘ s Witwe hat wieder geheiratet konnte aber die Walkmühle, welche seit 1636 wüst war, noch nicht wieder aufbauen.
Walkmüller Hans Thieme
Am 13.10.1660 ist das Töchterlein des Walkmüllers Hans Thieme getauft worden und Ursula genannt worden. Pate war der Hintermüller Michael Junack und Meister Andreas Bolicker.
Walkmüller Valtin Weber 2/ 287
+ 05.06.1683
1. Gertraudt * 30.09.1669, °° 19.04.1692 mit dem Tuchmacher Martin Schilling
2. Joachim Friedrich * 24.12.1671, °° 17.07.1707 mit der Witwe Marie Elisabeth Hohmann
3. David * 29.12.1673, + 15.02.1674
4. Maria * 16.04.1675, + 16.10.1685
5. Hans Georg * 11.09.1678 (Taufpatin: Catharina, Tochter des Hintermüllers Martin Bastian)
6. Anna Maria * 23.09.1681, + 27.03.1685
Walkmüller Hans Francken
+ 02.04.1686 der alte Müller Hans Franke
Martin + 26.12.1692
Walkmüller Martin Franken
Tuchmacher, Walkmüller
+ 26.12.1692 der Walkmüller Martin Franke
°° 15.05.1677 Marie, Tochter des Tuchmachers Blasie Schubotz
Maria Magdalena * 02.04.1678, + 19.02.1687
Martin * 16.11.1679, + 17.02.1680
Michael * 14.02.1681, + 03.09.1682
Martinus * 20.07.1683
Müller und Zimmerbursche
+ 08.02.1688
°° 08.11.1686 mit Maria, Tochter des Sandberger Einwohners Matthes Arendt (Witwe II. °° 27.01.1691 Zimmergeselle Johann Feige)
Johanna Magdalena * 19.09.1687, + 18.01.1688
Kinder II. Ehe (Witwe)
Maria Elisabeth * 21.11.1691
Johann Christian * 08.08.1694
Georg Gottfried * 03.10.1701, + 14.08.1702
Walkmüller Peter Kracht
°° 28.11.1695 in Loktow mit der Loktower Schulzentochter Anna Wricke († 16.07.1704)
Maria Magdalena * 30.08.1696, °° 22.10.1722 mit dem Witwer Christoph Großmann
Elias Andreas * 30.06.1697
Petrus (Peter) * 03.10.1699, † 09.08.1700
Anna Catharina * 06.07.1702
II. °° 14.09.1705 mit Gertraud Tietz, Tochter des Schuhmachers Jacob Tietz aus Treuenbrietzen
Anna Maria * 14.04.1710
Martin Friedrich * 08.06.1711
Dorothea Elisabeth * 12.03.1715
Hans Georg Merdten (Merden) (4/ 79)
Tochter Maria Dorothea * 29.09.1713
Johann Gottfried Bothe 7/21
Schmiedemeister und Walkmüller
* 10.03.1743
+ 12.09.1802 ?
I. °° Johanna Elisabeth Burchardt (+ 20.04.1784), Tochter des Handarbeiters Johann Christian Burchardt und der Maria Burchardt (+ 24.01.1763)
II. °° Johann Christiana Maria Dorothea Reh (* 11.12.1758)
1. Johann Gottfried * 12.04.1764, °° 03.05.1789 mit Maria Dorothea Görisch
2. Johann Friedrich * 30.12.1766
Die Witwe heiratete am 11.05.1806 den Posamentierer Christian Gottlob Hetzsch.
Kind des Christian Gottlob Hetzsch aus der früheren Ehe Levin Friedrich + 22.02.1772
Land- und Stadtgericht zu Belzig.
Die zum Nachlaß der verehelicht gewesenen Steuer-Kontroleur Wachsmuth, Friederike Amalie geb. Flachs, früher verwittwet gewesenen Doktor Lichtenberg, gehörigen Grundstücke und eine Quote der Blumeschen Pacht-Berechtigung zweiten Antheils, und zwar:
1) ein Garten an der Mauer, mit dem Gartenhause, Nr. 302 zu Belzig, abgeschätzt auf 303 Thlr. 11 Sgr. 8 Pf.,
2) ein Garten an der Walkmühle zu Belzig, abgeschätzt auf 57 Thlr. 20 Sgr.,
3) ein Garten vor dem Brandenburger Thore zu Belzig, abgeschätzt auf 83 Thlr. 10 Sgr.,
4) ein Garten ebendaselbst, abgeschätzt auf 106 Thlr. 10 Sgr.,
5) zwei sächsische Morgen Wiesen, Nr. 348 im 7ten Strich, zwischen dem Baitzer Bach und der Plane, von 4 Magdeburger Morg. 42 QuadratRuth.,und
6) ein sächsischer Morgen Wiese im 3ten Strich, zwischen dem Baitzer Bach und der Plane, von 2 Magdeburger Morg. 32 QuadratRuth., ad 5 und 6 abgeschätzt auf 113 Thle. 16 Sgr. 8 Pf.,
7) eine Worth an dem Dahmsdorfer Fußsteige, neben dem Geldgrunde und der Wiesenburgschen Worth, abgeschätzt auf 161 Thlr. 20 Sgr., und
8) die fünfsechsundneunzigstel betragende Quote der Blumeschen Pachtberechtigung zweiten Antheils, bestehend aus:
a) 247 ½ Scheffeln Pachtmaaß Roggen,
b) 28 Scheffeln Pachtmaaß Gerste,
c) 118 Scheffeln Pachtmaaß Hafer,
d) 13 Hühnern, und
e) 4 Thlr. 27 Sgr. 6 Pf. baar,
fällig jährlich Mittwoch nach Martini, abgeschätzt auf 282 Thlr. 26 Sgr. 8 Pf., zufolge der, nebst Hypothekenscheinen und Bedingungen in unserer Registratur einzusehenden Taxe, sollen den 25. Oktober d. J. in der Gerichtsstelle hierselbst subhastirt werden.
Belzig, den 5. Juli 1838.
Abb. Die Gebäude der ehemaligen Walkmühle im Jahr 2002
Walkmüller Franz Ferdinand Jäger 9/ 12
* 08.11.1772 in Straach (getauft am 10.12.1772), Sohn des Pfarrers Johann Andreas Jäger und der Johanna Friederike Pohl in Straach
+ 03.09.1832
°° 05.02.1802 Marie Elisabeth Mieritz (* 19.08.1773 Dippmannsdorf, + 05.12.1823 – 50 Jahre alt), Tochter des Halbbauern Christoph Mieritz und der Anna Maria Dobritz in Dippmannsdorf
1. Franz Ferdinand * 20.11.1802, + 18.01.1975 Belzig, °° 15.07.1838 mit der Witwe Johanna Rosina Grölle geb. Lobbes, Tochter des Stellmachers Johann Adam Lobbes
2. Christian Gotthilf * 08.10.1804, + 29.03.1805
3. Johanna Wilhelmina * 01.02.1806, + 24.09.1887 Treuenbrietzen, °° 28.12.1827 mit dem Mühlmeister Johann Lebrecht Wilhelm König (32 Jahre), Sohn des Mahl- uns Wassermüllers Johann Heinrich König in Binz
4. Johann Heinrich * 03.05.1808, + 24.09.1888 Treuenbrietzen , °° 08.04.1834 in Dippmannsdorf mit Carolina Staage (08.03.1808), Tochter des Schneidermeisters Johann Christoph Staage und der Dorothea Elisabeth Cramer in Dippmannsdorf
5. Johann Friedrich *16.06.1810, + 25.09.1814 Ertrank bei der Walkmühle.
6. Johanna Louisa * 18.01.1813, °° 09.07.1843 mit dem Riemer Johann Gottfried Bohne
7. Johann Friedrich * 04.01.1815, + 27.04.1815
8. Karolina Henrietta * 06.05.1816, + 28.05.1816
* 03.05.1808 (T. 04.05.) Sohn des Walkmüllers Franz Ferdinand Jäger und der Maria Elisabeth Mieritz, Johann Heinrich. TP. Der Windmüller Christian Friedrich Bohne aus Kuhlowitz.
* 16.06.1810 Johann Friedrich, Sohn des Walkmüllers Franz Ferdinand Jäger und der Maria Elisabeth Mieritz. TP. Maria Christiana EF. des Hintermüllers Johann Friedrich Jäger.
Am 22.09.1810 stand Franz Jäger als Schwager Pate bei der Taufe der Tochter Marie Elisabeth, des Gottlieb Mieritz und der Dorothea Hennig in Dippmannsdorf.
* 04.01.1815 Sohn des Walkmüllers Franz Ferdinand Jäger, Johann Friedrich (get. 08.01) TP Johann Friedrich Jäger, Hintermüller
°° 15.06.1838 Der Schuhmacher Franz Ferdinand Jäger (35 J 6 M.), Sohn des Walkmüllers Franz Ferdinand Jäger, mit Johanne Rosine verw. Grölle geb. Lobbes (36 J. 5 M.), Witwe des Bürgers und Stellmachers Johann Christian Gottfried Grölle.
Walkmüller Johann Heinrich Jäger 11/ 18
* 03.05.1808, Sohn des Walkmüllers Franz Ferdinand Jaeger und der Marie Elisabeth Mieritz
+ 24.09.1888 Treuenbrietzen
°° 08.04.1834 in Dippmannsdorf mit Carolina Stage (* 08.03.1808 in Dippmannsdorf, Tochter des Schneidermeisters Christoph Staage auf der Hütte und der Dorothea Elisabeth Cramer)
1. Karl Heinrich * 22.01.1835, + 08.07.1836
2. Karl Heinrich * 30.10.1836, °° 26.05.1863 mit Henriette Friedericke Auguste Lobbes (* 03.06.1826, Tochter des Bürgers, Rad- und Stellmachers Carl Christian Lobbes und der Christiane Sophie Tribut)
3. Karoline Wilhelmina * 07.09.1839, + 25.08.1842
4. Friedrich August * 13.05.1843
5. Karolina Augusta * 30.01.1846, °° 11.04.1869 mit dem Diener Friedrich Lüdicke
6. August Albert * 13.08.1849, °° (3. n. Epiph.) 29.01.1873 in Niemegk mit Amalie Eleonora Quellmann (* 01.09.1849), Tochter des August Ferdinand Quellmann
°° 08.04.1834 Johann Heinrich Jäger (25 J 10 M) Walkmüller in Belzig, Sohn des Walkmüllers Franz Ferdinand Jäger zweiter Sohn, mit Caroline Staage (26 J) aus Dippmannsdorf, Tochter des Dippmannsdorfer Schneidermeisters Johann Christoph Staage. Die Heirat erfolgte in Dippmannsdorf.
* 22.01.1835 Tochter des Walkmüllers Johann Heinrich Jäger und der Karolina geb. Stage, Carl Heinrich. (get. 31.01.) TP. Johann Wilhelm König Mühlmeister in Belzig. Anna Sophia, EF des Hintermüllers Friedrich Jäger.
* 07.09.1839 Tochter des Walkmüllers Johann Heinrich Jäger und der Karoline geb. Stage, Caroline Wilhelmine. (get. 01.12.) TP. Auguste, Tochter des Hintermüllers Johann Friedrich Jäger.
Proclama. Notwendiger Verkauf.
Nachstehende dem Lohgerbermeister Friedrich Gottfried Matthesius hierselbst gehörige, Vol. XIII. No. 610. Fol. 181. der Landungen verzeichnete Grundstücke
1) ein Bretterschuppen bei der Walkmühle hierselbst, abgeschätzt auf 63 Thlr. 7 Sgr.
2) ein Garten am Schneidemühlenwege und dem Kuhfurth hierselbst, abgeschätzt auf 90 Thlr. 5 Sgr. 7 Pf. sollen am 15. Mai d. J. Vormitt. 11 Uhr an ordentlicher Gerichtsstelle an den Meistbietenden verkauft werden. Taxe und Hypothekenschein sind in unserem Büreau II. einzusehen.
Belzig, den 3. Januar 1855. Königliche Kreisgerichts- Kommission I.
23. September 1865 (ZBKBL)
Bekanntmachung. Die der Kämmerei zustehende Fischerei-Nutzung in dem Belziger Bache von der Walkmühle bis zur Schwanebecker Feldmarksgrenze soll auf drei hintereinander folgende Jahre, nämlich 1866, 1867 und 1868, öffentlich meistbietend verpachtet werden. Wir haben hierzu einen Termin auf Dienstag den 26. September Vorm. 11 Uhr zu Rathhause anberaumt, wozu Pachtlustige mit dem Bemerken eingeladen werden, dass die Bedingungen auf unserem Bureau eingesehen werden können.
Belzig, den 15. September 1865. Der Magistrat. Rittorff.
Blatt 287
Die Walkmühle am Mühlenbache mit Wohnhaus 287 außerhalb der Stadt und der Lohmühle Nr. 286, Stallgebäude Wiese an der Kuhfurt, 2 Kabelpläne, div. Ackerstücken
1823 Das Tuchmachergewerk ist seit mehr als 100 Jahren im Besitz des Grundstücks. Die Gebäude sind für 1000 Thaler bei der Feuersozietät versichert. (1831 sind an die zu Martini jährlich 25 Silbergroschen Erbzins für die Lohmühle an die Belziger Kämmerei zu zahlen.)
1853 kauft es Karl Bauer vom Tuchmachergewerk nach Einwilligung der königlichen Regierung in Potsdam.
1853 hat der Müllergeselle Wilhelm Jäger von dem Tuchmachermeister Karl Bauer für 849 Thaler abgekauft.
Für 341 Thaler kauft er vom Schuhmachergewerk (?) die Lohmühle am Mühlenbach Nr. 286. und erklärt sie als Zubehör zur Walkühle.
1856 ist alles abgetragen, auch die Steuerungsanlagen der Walkmühle, Grund und Boden kauft Wilhelm Jäger.
1864 Stellmacher Gottfried Heinrich August Großkopf. (Ehefrau Charlotte geb. Nölde) kauft von Ackermann Johann Gottlieb Korn
1905 Handelsmann Bruno Großkopf, auch 1935
Blatt 286
Eine Lohmühle am Mühlenbach, Wohnhaus (von 318) am Turnplatz mit Nebengebäuden, Hofraum, Hausgarten am Mühlenbach. (Besitztitel bei Blatt 323 berichtigt).
Der Walkmüller Heinrich Jäger besitzt eine Scheune unweit des Mühlenbachs bei der Walkmühle zu Belzig Nr. 58, welche er durch Vertrag vom Februar 1853 für 125 Thaler und einen Bretterschuppen bei der Walkmühle Nr. 57 der Scheune von 5 Ruthen 642 Fuß kauft er für 100 Thaler mit Vertrag mit der Commune kauft er noch eine Parzelle für 15 Thaler. An der Stelle des Brettschuppens errichtet er ein Wohnhaus und lässt alle die Teile als 1857 als ein Ganzes erklären.
1871 Müller Friedrich August Jäger vom Vater für 775 Thaler
1874 Weißgerbermeister Theodor Lindner für 2050 (1050?)
1878 notwendige Subhastation wird eingeleitet
1879 Schlächtermeister August Kindermann zu Potsdam für 3600
1882 Gerbermeister Wilhelm Tharun
1898 Zwangsversteigerung beantragt
1890 auf Grund des Zuschlagsurteils Gerbermeister Bruno Gabor
1897 auf Grund des Zuschlags Weißgerbermeister Carl Krampe, auch 1923
Die Hintermühle
Keine Kommentare zu Die Hintermühle
1496 der Brudermüller
1550 Anthonius Moller der Untermüller
1565 die Niedermühle mit 1 Gang.
1591 Jorges Zirgel der Untermüller. Untermüller hat Mühle mit 1 Gang.
um 1607 in Ur-Oeder wird die Mühle als Mahl- und Oelmühle bezeichnet.
1626 Anna Thomaßen verkauft die Mühle an die von Ziegesar in Belzig
1626 in der Zeichnung von Dillich als „Hinter Aumühle“ bezeichnet.
1640 die Hintermühle ist zum Amt gezogen worden.
1645 Die Hintermühle aber um die Metze ausgetan (Eilers I. S. 228)
1682 Hintermühle mit 1 Gang
1764 der Hintermüller hat 1 Worth
Abb. Hintermühle um 1820
(Quelle: Skizzenbuch Diakon Albert Baur – im Besitz von Dr. Wilhelm Quitzow)
Müller Michael Steindorf
04.10.1637 ist der Hintermüller Michael Steindorff begraben worden.
Sein Sohn wurde am 18.09.1637 begraben.
Müller Franz Haseloff
+ 08.06.1638
I. °° mit Margrete Platen (12.05.1638 ist begraben worden die Frau des Müllers Franz Haseloff auf der Hintermühle, Margarete Platen)
Am 25.02.1638 war der Müller Thomas Steindorf neben der Tochter des Hans Schumann von der Werdermühle Taufpate bei der Taufe des Sohnes Christian des Belziger Hintermüllers Franz Haseloff.
°° 29.07.1638 der Custos, Bürgers und Tuchmacher Moritz Haseloff mit Margarethe Mönch, Witwe des Hintermüllers Georg Hupgraf (Huyoff)
Müller Valtin Mertens
24.02.1646 ist der Hintermüller Valtin Mertens Pate bei der Taufe der Tochter des Theodor Schultze, Maria
°° 01.06.1646 Valtin Mertens, Müller in der Hintermühle, heiratet die Tochter des Borner Schulzen Gores Gensicke, Marie Gensicke
1. Magdalena * 31.01.1648 , + 03.02.1648
2. Valentin * 17.02.1650
Die Ehefrau des Müller Valentin Mertens, Maria Gensicke, ist am 15.03.1651 Patin bei der Taufe der Tochter Maria des Martin Schüler.
Mühle Michell Steindorff verstorben, und die Mühle zum Amt gezogen,die Pächte 1 Taler 19 Groschen Rodegeld und 96 Scheffel Roggen Mühlenpacht, können noch jährlich richtig gemacht werden.
Müller Michael Junack (1/ 173)
+ 04.10.1676 Belzig
I. °° 11.1645 in Jüterbog mit Gertraudt George (* 1624, + 07.02.1654)
1. Maria ~ 16.09.1646 in Jüterbog, I. °° mit dem Kirchenvorsteher Johann Mechel (~ 09.10.1622, begr. 14.02.1672) [3 Kinder] in Jüterbog; II. °° 11.02.1673 mit dem Tuchmacher Jacob Otto (+ vor 12.1673) [1 Kind]; III. °° 19.10.1675 mit dem Tuchmacher August Nicolaus Clarius in Jüterbog (begr. 18.05.1690 [6 Kinder]
2. Gabriele ~ 20.03.1646 in Jüterbog
3. Gertraudis + 19.03.1655 in Belzig
4. Andreas * 16.04.1652 in Belzig, + 08.04.1653 in Belzig
5. totgeborene Tochter 07.02.1654 in Belzig
07.02.1654 ist die Frau des Hintermüllers Michael Junack, Gertraudis und das neu geborene Kind gestorben.
Seine Ehefrau war 30 Jahre alt.
Bevor er Müller in der Belzig wurde, war er Bürgermüller in Jüterbog. Er wird mit dem Jüterboger Bürgermeister und Erb-Müller der Bürgermühle Gabriele George verwandt gewesen sein. Es ist anzunehmen dass seine Ehefrau eine Schwester des Gabriel George gewesen ist. Er wird Jüterbog zwischen 1646 – 1651 verlassen haben und wurde dann Müller in der Hintermühle.
II. °° 31.07.1654 Ursula Thiele (+ 06.08.1676), Tochter des Andreas Thiele aus Schwanebeck
1. Gertraud * 11.10.1655, + 16.04.1714 Belzig, °° 29.01.1677 mit dem Schloßmüller Andreas Altenstädt
2. Martin * 09.11.1657
3. Anna * 04.12.1659
4. Marie Elisabeth * 04.12.1661, + 17.12.1662
5. Margarete * 06.07.1663, 22.11.1694, °° 07.07.1684 mit dem Tuchmacher Gerhard Poltz
6. Michael * 19.11.1666
7. Catharina * 16.01.1669
8. Maria Magdalena * 22.01.1673, + 20.04.1674
Seine zweite Frau Ursula war am 05.12.1654 Patin bei der Taufe der Tochter Magdalena des Töpfers Peter Schrader.
1674 wird Andreas Junack als Schloßmüller im Kirchenbuch erwähnt, er hatte davor die Hintermühle in Besitz
Nachfolger auf der Schlossmühle wurde sein Schwiegersohn Andreas Altenstädter. Er heiratete die Tochter des Michael Junacks, Gertraud am 29.01.1677.
Müller Martin Bastian
* 1632 in Locktow, Sohn des Martin Bastian und der Anne Wögener
+ 18.12.1687, beigesetzt am 25.12.1687
°° 1662 mit Dorothea Schulze (+ 02.10.1712 Witwe des Hintermüllers Martin Bastian, Dorothea)
3. Dorothea Bastian * 1654, + 15.02.1698, °° 03.04.1687 Hintermüller Nicolaus Pauly
4. Catharina °° 14.09.1685 Rad- und Stellmacher Martin Lobbes
Sein Historischer Grabstein befindet sich auf dem Gertraudtenfriedhof.
Er hat folgenden Wortlaut (teilweise ergänzt):
Allhier ruhet mit Gott
der Ehrbare und nahmhaffte
Meister Martin Bastian
gewesener Mühlmeister in der Hin-
ter Mühle allhier vor Beltzigk, sein
Vater war der Ehrbare und Nahm-
haffte M. Martin Bastian, Mühl-
meister bei Locto, die Mutter war die
Tugendsahme Fr. Anne Wögeners
Von diesen Eltern ist er Ao. 1632 auf
dieser Welt gebohren, v. Ao 1662 mit
der Ehrbar und Tugendsahmen
Dorothea Schultzin in Ehestand
getreten und darin 4 Töchter ge-
zeugt, davon 2 noch am Leben, 2 aber
ins Herzen geschlossen, starb Selig Ao.
1687 den 15. Dezem, 55sdten Jahr.
Abb. Grabstele des Martin Bastian auf dem Getraudtenfriedhof
Müller Nicolaus Pauly
+ 27.05.1715
°° 03.04.1687 Dorothea Bastian (* 1654, + 15.02.1698
1. Anna Catharina * 21.08.1685 (KB Schwanebeck)
2. Maria Elisabeth * 03.03.1686 (KB Schwanebeck), °° 02.12.1704 Bücknitz mit dem Mühlmeister Hans Klunter von der Mühle in Ziesar in der Kirche zu Lübnitz getraut.
3. Anna Dorothea * 03.03.1686 (KB Schwanebeck)
? 12.06.1687 Tochter ? begraben (KB Schwanebeck)
4. Johann Nicolaus* 28. Januar 1689, °° 12.04.1717 mit Anna Rosina Serno
5. Dorothea Elisabeth *19. September 1690 (°° 20.11.1720 der Custos und Schneider Johann Wörlitz aus Niemegk mit der Tochter des Hintermüllers Nicolaus Paul, Dorothea Elisabeth)
6. Maria Magdalena Paul * 18. Dezember 1692, + 12. November 1694
7. Gottfried * 11. März 1694, + 18. November 1694
8. Martin Christoph * 21. August 1695, + 28. September 1698
9. Maria Dorothea * 1. April 1697
II. °° 03.10.1698 Anna Catharina geb. Golze, Witwe des Schlossers Ulrich Hilde
1. Christian Gottfried * 14.06.1699 (+ 29.09.1699)
2. Maria Catharina * 19.02.1701
3. Hans Friedrich * 09.11.1702, + 09.11.1702
4. Gottfried * 11.05.1705, + 23.07.1762
5. Rosina + 12.02.1711
Christian Gottfried (°° 13.01.1735 mit Catharian Elisabeth Lanke) Er war 1735 Pächter der Wühlmühle in Neschholz.
* 02.09.1701 der uneheliche Sohn der Maria Kühne und des Mühlknappe von der Hintermühle Liedewitz Wollwitz.
+ 15.09.1701 der uneheliche Sohn der Maria Kühne und des Mühlknappe von der Hintermühle Liedewitz Wollwitz.
In Leonhardis Erdbeschreibung steht über Erwebungen/ Pächte folgendes:
Das große Stück Teich an der zu Sandberg gehörigen Mittelmühle am 17ten Septbr. 1702 an Johann Christoph Grohmann für 220 Fl. oder 192 Thlr. 12 Sgr. und 12 Fl. 12 Gr. 8 Pf. oder11 Thlr. 8 Pf. nebst 6 Schfl. Belziger Maas Waitzen jährlichen Erbzins.
Am 03.08.1684 ist der Mühlbursche Christoph Franke aus der Hintermühle in Belzig Pate bei der Taufe des Sohns des Peter Kläre in Görzke. Franke war später Ölmüller in Belzig
Kopial des Kurkreises 1697 (Bild 389)
Hintermüller Johann Nicolaus Pauly
* 28.01.1686
+ 21.03.1738
I.°° 12.04.1717 der Hintermüller Johann Nicolaus Pauly mit Anna Rosina Serno (* 11.06.1696 + 03.08.1719)
II. °° 05.02.1720 der Erb- und Mühlmeister auf der Hintermühle Johann Nicolaus Pauly mit Anna Maria Dallchau (+ 01.12.1720), Tochter des Erb- und Braukrügers Baltzer Friedrich Dallchau in Peschüle
III. °° 10.05.1721 der Hintermüller Johann Nicolaus Pauly mit Anna Magdalena Hammer, Tochter des Müllers Christian Hammer zu Bohne bei Zerbst
Nach der Zerstörung im 30. jährigen Krieg wurde sie am Himmelfahrtstag (15. Mai) 1679 durch einen Blitzschlag zum zweiten Male eingeäschert.
Johann Nikolaus * 21.09.1717
Dorothea Elisabeth * 01.08.1719, °° 16.07.1743 Müller Johann David Tietz aus Medewitz
Kind II. Ehe
Nikolaus Friedrich * 13.11.1720, + 25.07.1723
Kinder III. Ehe
Johann Christian * 21.01.1722, + 16.10.1766 Mühlstedt, °° Juni 1747 in Medewitz Maria Elisabeth Krause
Maria Dorothea * 10.03.1723
Anna Maria * 02.11.1724
Anna Sophia * 07.10.1726
Gottlieb Nikolaus * 11.05.1729
Gottfried * 19.08.1731, + 23.07.1762 ?
Kind * 04.08.1737
Johann Christoph Berger 5/367
+ 22.10.1744
I. °° Anna Dorothea
Kinder 1 Ehe:
1. Johanna Rosina, sie gebar am 30.11.1755 ausserehelich einen Sohn Namens Johann Christoph
2. Anna Rosina, °° 13.06.1756 mit dem Holzaufseher Johann Peter Hechel
3. Christiana Dorothea °° 28.04.1746 mit dem Schneider Johann Christoph Brauer
4. Maria Magdalena °° 18.10.1758 mit dem Leineweber Peter Siegert
Die Witwe Anna Dorothea heiratete
II. °° 28.10.1745 den Hintermüller Johann Andreas Schnippert (+ 20.01.1755), Sohn des Ackermanns Johann Schnippert aus Diesen (Anhalt/ Zerbst)
5. Johann Christoph + 29.12.1755
6. Maria Dorothea °° 25.10.1764 mit dem Schäfer Johann Martin Senst
Hintermüller Johann Heinrich Köhler 6/275
+ 23.07.1754 Sohn Johann Friedrich
Johann Gottlob Neubauer 6/335
+ 19.03.1759
°° mit Karolina Augusta Christiane (+ 06.05.1763)
Georg Karl * 07.08.1757 + 20.04.1760
Paulina Charlotta * 20.02.1759 + 05.01.1760
Johann Christoph Gäbel (Göbel) 7/122
Mühlenmeister auf der Hintermühle
1763 der Hintermüller Christoph Göbel (Spezifikation der Quartembersteuer 1763)
°° Anna Sophia Härtel
1. Johann Christoph * 09.04.1766
2. Juliana Christiana * 06.03.1768 + 19.02.1769
3. Johann Gottlob Friedrich * 12.12.1769 °° 12.01.1800 mit Johanna Sophia Christian Reck
4. Johanna Christiana * 02.04.1772 + 16.07.1772
5. Johann Karl August * 11.04.1773 °° 26.01.1880 mit Johanna Christiana Müller
6. Johanna Friederika * 24.08.1775 + 04.12.1775
7. Johann Christoph Ludwig * 12.04.1777 + 05.05.1777
8. Dorothea Sophia * 15.05.1778 + 22.01.1783
Töchterlein Johanna Friederika + 22.01.1783
Johanna Sophia °° 03.01.1786 mit dem Steinmetz Johann Paul Mader in Potsdam
Johann Gottfried Zimmermann 7/67
ehemaliger Mühlenbesitzer und Handarbeiter
°° mit Johanna Sophia Gericke (+ 04.12.1797)
1. Johann Gottfried, °° 02.01.1781 mit Maria Elisabeth Wallbritz
2. Johanna Sophia + 31.12.1764
3. Maria Dorothea * 12.10.1766, °° 14.11.1792 mit dem Schneider Johann Friedrich Winckler
4. Christiana Friederika * 04.07.1769, + 19.10.1770
5. Johanna Juliana * 01.02.1773
1770 kaufte der aus Borne stammende Windmüller Johann Gottfried Zimmermann die Mühle, der sie 1784 weiter an Johann Gottlob (Gottlieb) Fischer veräußerte.
Abb. Hintermühle um 1910
Müllerfamilie Jäger
Am 29. November 1789 kaufte Johann Gottlieb Friedrich Jäger die Mühle, welche bis in die 60 ziger Jahre des 20. Jahrhunderts im Familienbesitz verblieb.
Dessen Vater schrieb 1756: „Ich, Johannes Andreas Jäger, Thüringer aus Raschau, habe das Sonnenlicht erblickt im Jahre 1729 am 13. Februar. Zu Eltern habe ich, noch lebend, Andreas Jäger und Johanna Dorothea aus der Familie Voigtel geboren. Nachdem die Grundlagen einer heilsameren Gelehrsamkeit gelegt worden waren, habe ich auf deren Anraten das Gymnasium, das zu Schneeberg blüht, besucht und dort 10 Jahre lang die Studien humanistischer Bildung, wie man zu sagen pflegt, betrieben. Als ich dieser Werkstätte des göttlichen Geistes das letzte Lebewohl zugerufen hatte, habe ich, Wittenberg, die Mutter der höheren Studien, besucht und bin in die Zahl der akademischen Bürger im Jahre 1749 unter dem Rektor Magnificus Hannack aufgenommen worden. Hier habe ich mich der heilsameren und heiligeren Gelehrsamkeit, die man Theologie nennt, gewidmet, worin ich durch die Klugheit der Universitätsgelehrten genügsam unterrichtet mit Verlauf von 4 Jahren nach Dresden gefahren bin, um meine Fortschritte prüfen zu lassen.
Nach bestandenem Examen habe ich 3 Jahre daheim im Hause des liebsten Bruders verweilt und bin Mitglied der Vereinigung gewesen, die ihren Namen erhält von Reden (predigen), dem zu Folge bin ich vom heiligeren Senat zu Dresden bestimmt worden, das Pastorenamt zu Niederwerbig und Jeserig auszuüben, deren geistliche Seelsorge dem Superintendenten der heiligen Theologie Herrn Michael Heinrich Reinhardt anvertraut ist. Bevor ich jedoch dieses heilige Amt antrat, habe ich mich der Prüfung im 2. Wechsel unterzogen, und am 7. März dieses Jahres habe ich zu Niederwerbig meine Probepredigt gehalten, an welchem Tage ich auch meine ordentliche Berufung erhielt. Übrigens erwarte ich bereits Ordinierung und Konfirmation (Als Pfarrer). Möge zum Schluss die höchste Gottheit es wirken, dass alles zu ihrem Ruhm und zum Heil der meinem Glauben anvertrauten Zuhörer abläuft.
Geschrieben zu Wittenberg im Jahre 1756 am 9. März.“
Der erstgeborene Sohn Johann Friedrich übernahm den väterlichen Besitz 1805 für 3.000 Thaler. Am 20. April 1819 ehelichte er Johanna Sophia Müller. Die Kinder Friederike Auguste, Johanna Karolina Wilhelmina Emilia und Karl Friedrich Wilhelm wurden geboren. Ihre älteste Tochter Friedrike Auguste wurde mit dem Schlossmüller Louis Völker verheiratet. Der Sohn Karl Friedrich Wilhelm übernahm 1854 die Hintermühle von seinem Vater für 2.000 Thaler und ein Altenteil.
In Folge einer gegen mich erhobenen Anklage, angeblich wegen absichtlicher Verfälschung von Gerstenschrot durch Lupinen, sehe ich mich hierdurch zu einer berichtigenden Erklärung und öffentlichen Darlegung der wahren Sachlage veranlasst, umso mehr, da Neid, Missgunst und böser Leumund die ganze Sache zu entstellen und zu vergrößern nicht verfehlt hat. Die klebrige Beschaffenheit der Lupinen macht es, wie Jedermann hinlänglich wissen wird und wovon Jeder durch Stoßen und Zerquetschen derselben überzeugen kann, fast unmöglich, sie anders als in gedorrtem Zustand zu schroten, und schrotet man sie ungedorrt, so ist es unausbleiblich, daß sie die Steine total verschmieren. Schüttet der Müller nun nach diesem Vorgang Gerste zum Reinigen (Spitzen) auf, so ist es unausbleiblich, dass die harten Gerstenkörner einen großen Teil des Lupinienklebers losreiben und mit sich fortführen. So und nicht anders hat es sich auch in dem vorliegenden Falle verhalten, und so kann ich daher auch mit ruhigen Gewissen der Entscheidung des Gerichts entgegensehen, denn gewiss kann kein Sachverständiger die erklärte Tatsache ableugnen, und die Qualität der unter dem Gerstenschrot gefundenen Lupinienschalen muss es ja ebenfalls ausweisen, ob sich dieselben darin in so bedeutender Menge finden, dass daraus auf eine absichtliche Verfälschung und Bevorteilung von meiner oder von Seiten meiner Leute, denn ich selbst war an dem Tage, wo sich jenes übrigens unangenehme Faktum der unabsichtlichen Vermischung von Gerstenschrot durch einige wenige Lupinienschalen ereignete, nicht einmal im Geschäft, gefolgert werden.
Belzig, den 21. November 1855. Wilhelm Jäger, Müllermeister
13. April 1861 (ZBKBL)
Gute Roggenkleie hat vorräthig und verkauft den Centner mit 1 Thlr. 22 ½ Sgr., desgl. Gutes Futtermehl, a‘ Ctr. 2 Thl. 2 ½ Sgr. Auch sind noch 20 – 25 Centner gutes Pferdeheu (Gartenheu) abzulassen von W. Jäger in der Hintermühle.
Bekanntmachung. Meine über 5 Morgen enthaltende, hinter Fredersdorf nahe an den Kohlgärten und am Kohlgraben gelegene Wiese bin ich Willens zu verpachten, und wollen sich hierauf Reflectirende hierüber gefälligst bei mir melden.
Belzig. W. Jäger, Mühlenbesitzer
23. August 1862 (ZBKBL)
Einem geehrten Publikum von Belzig und Umgegend die ganz ergebene Anzeige, dass ich mich hierselbst als Korbmacher niedergelassen habe und alle in diesen Fach einschlagende Arbeiten anfertige. Gleichzeitig bemerke ich noch, dass ich alte Korbarbeiten schnell färbe und lackiere, und bitte, bei vorkommenden Bedarf, mich gütigst beehren zu wollen, indem ich Jeden reell und prompt bedienen werde. Meine Wohnung ist im Hause meiner Eltern, dem Walkmüller Jäger.
Karl Jäger, Korbmachermeister in Belzig.
16. Januar 1864 (ZBKBL) Danksagung. Allen Denen, welche die irdische Hülle unseres seligen dahingeschiedenen Gatten und Vaters, des Mühlenmeisters Johann Friedrich Jäger, zu ihrer letzten Ruhestätte begleiteten, sowie dem Herrn Geistlichen für die schönen trostreichen und würdigen Worte unsern aufrichtigen Dank. Belzig. Die Hinterbliebenen.
Bekanntmachung (ZBKBL 18. November 1871)
Mit meinen neuen Mühleneinrichtungen wieder in Betrieb, zeige dies hiermit meinen werten hiesigen und auswärtigen Kunden ergebenst an, und ersuche zugleich alle meine jetzigen wie auch früheren Kunden hierdurch freundlichst, geschäftlich mich wieder recht zahlreich zu beehren, da es mir nun umso mehr möglich sein wird, allen Anforderungen in jeder Weise zu genügen.
Hintermühle bei Belzig W. Jäger.
08. April 1872 (ZBKBL)
Wiesenverpachtung. Meinen Grasgarten über der Diezel’schen Mühle, eine sehr ergiebige Heuernte bestes Futter versprechend, kann auch selbigen käuflich überlassen, und wollen sich hierauf Reflektierende baldigst melden. W. Jäger Hintermühle.
28. Februar 1874 (ZBKBL)
Ich offeriere meinen Bullen, Holländer Race zum Gebrauch für Kühe. Sprunggeld 10 Sgr. pro Stück. Auch habe ich circa 8 Scheffel Sommerroggen zur Saat (Propensteiner Art) abzulassen. Hintermühle W. Jäger.
Abb. Hintermühle um 1930
02.Mai 1874 (ZBKBL)
Ein zuverlässiger Müllergeselle findet als Bescheider eine Stelle in der Hintermühle bei Belzig.
20. Juni 1874 (ZBKBL)
Meinen Grasgarten oberhalb der Dietzel’schen Mühle, mit reichlichen Grasbestand, suche zu verpachten, und wollen sich Pachtliebhaber bald gefälligst bei mir melden. W. Jäger.
04. März 1876 (ZBKBL)
5. Mark Belohnung. In der Nacht vom 25. – 26. vorigen Monats ist mir eine breite starke Pappel – Bohle, die als Steg über den Freigraben bei meiner Mühle lag, gestohlen worden. Obrige Belohnung erhält Derjenige, der mir den Täter so nachweist, daß ich denselben gerichtlich bestrafen lassen kann. W. Jäger, Mühlenbesitzer.
05. April 1876 (ZBKBL)
Rübskuchen ist noch billigst zu haben, wie auch Roggenkleie vorrätig in der Hintermühle bei Belzig.
23. März 1879 (ZBKBL)
Von jetzt an verkaufe ich wieder Mergel, sehr kalkreich, zu billigen Preisen, Abnehmer haben sich stehst vorher bei mir zu melde.
Hintermühle W. Jäger
02. Juli 1879 (ZBKBL)
Eine Viehwaage habe ich neu angekauft und zum Rind- wie Schweinewiegen bequem eingerichtet. Ich empfehle dieselbe den geehrten Viehhaltern gegen eine geringe Entschädigung zur gefälligen Benutzung, umso mehr, da solche Waage den Handel mit Fettvieh sehr erleichtert und reell und schnell beendigt. Hintermühle. W. Jäger.
31. August 1881 (ZBKBL)
Geschäftsanzeige. Hierdurch zeige ich ergebenst an, dass ich zur Bequemlichkeit meiner werten Kunden vom 1. September an eine Verkaufsstelle für Mehl, Kleie u. a. Mühlenprodukte im Haus des Herrn Rentier Matthesius, Brandenburger Straße Nr. 31 errichtet habe, es wird daselbst auch jedes Quantum Getreide gegen Mehl ausgetauscht. Um günstigen Zuspruch bittet Hochachtungsvoll W. Jäger, Mühlenbesitzer.
Konkursverfahren. (Zauch – Belziger – Kreisblatt 28.11.1885)
In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Mühlenbesitzers Wilhelm Jäger in Sandberg bei Belzig ist in Folge eines dem Gemeinschuldner gemachten Vorschlags zu einem Zwangsvergleiche, Vergleichstermin auf den 4. Dezember 1885, Vormittags 10 ½ Uhr vor dem Königlichen Amtsgerichte hierselbst anberaumt. Gleichzeitig findet die Prüfung der nachträglich angemeldeten Forderungen statt.
Belzig, den 21. November 1885. Gems als Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts
Kassierer der Belziger Müllerinnung wurde 1887 der Mühlenbesitzer Paul Jäger (Anzeige S. 346)
25.01.1888 (ZBKBL)
Honig Vorzüglich, reinen Schleuderhonig, anerkannt bestes Honig – Produkt, gegen Brust-, Hals- und Magenleiden sehr zu empfehlen wegen seiner medizinischen Wirkung, habe noch zum Verkauf. Auch habe reinen Futterhonig abzugeben. W. Jäger, Hintermühle.
15. Februar 1888 (ZBKBL) Meine Wohnung im neuen Haus ist zum 1. April an ruhige Leute zu vermieten. Paul Jäger, Hintermühle.
Am Sonnabend den 15.04.1893 03:30 Uhr Morgens wurden die Gebäude der Hintermühle ein Raub der Flammen, selbst das Wohnhaus wurde teilweise zerstört und musste abgerissen werden. Ein Wiederaufbau der Mühle erfolgte noch im gleichen Jahr, so dass der Mahlbetrieb im September 1893 wieder aufgenommen werden konnte.
Bekanntmachung (Zauch – Belziger – Kreisblatt 16.09.1893)
Dem geehrten Publikum und meiner werten Kunden von Belzig und Umgegend mache ich die ergebene Mitteilung, dass ich meinem Mühlenbetrieb wieder aufgenommen habe und wird es mein eifrigstes Bestreben sein, stets preismäßig beste und reelle Ware zu liefern, ich bitte daher um recht zahlreichen Zuspruch.
Hochachtungsvoll Paul Jäger Hintermühle.
06. Juni 1903 Mühlenbesitzer: – Herr A. Rettig (Obermühle), – Herr Paul Jäger (Hintermühle)
07.02.1905 (ZBKBL)
Am gestrigen Abend wurde auf hiesigem Bahnhof der Knecht des Mühlenbesitzers Herrn P. Jäger aus dem nach Berlin fahrenden Zuge herausgeholt und verhaftet. Er war im Laufe des Tages von seinem Herrn nach Lotzschke mit Mühlenfabrikaten geschickt worden, hatte dafür an 200 – 300 Mark kassiert und beschlossen, mit dem Gelde durchzubrennen. Bis Borne hatte er dann das ihm anvertraute Fuhrwerk noch gefahren, es hier aber verlassen und war nach Wiesenburg gegangen, um von dort mit dem Abendzuge über Belzig das Weite zu suchen. Beim Amtsgericht unserer Stadt traf ein Landbriefträger das führerlose Gefährt an und führte es seinem Besitzer wieder zu. Herr Jäger ahnte das Richtige, und da er vor dem Durchgange des betr. Zuges sein Fuhrwerk bereits wieder in Händen hatte, war er zur rechten Zeit noch aufmerksam geworden und vermochte eine Revision des Zuges zu veranlassen, bei der der Durchgänger, der unter sein Alltagsgewand noch den guten Anzug eines Gesellen gezogen hatte.
Abb. Innenhof des Mühlengehöfts um 1905
09. April 1908 brannte die Mittelmühle mit dem dazugehörigen Wohnhaus, durch Selbstentzündung, vollständig ab. Grundsteinlegung für das neue Mühlengebäude erfolgte am 6. Mai und am 6. September konnte die neue Mühle in Betrieb genommen werden.
Am 27. September 1906 heiratete der Meister Wilhelm Paul Hermann im Alter von 45 Jahren Hermine Louise Eugenie Johanna Schmidt aus Berlin. Die Kinder Frieda Hedwig Lucie, Walter Paul Hans, Max Paul Erich, Hilde Käthe Hanna, Wilhelm Bernhard Paul und Georg Helmut Fritz wurden geboren. Der Sohn Erich legte am 30. März 1927 seine Gesellenprüfung für das Müllerhandwerk vor dem Gesellenprüfungsausschuss der Müllerinnung in Coswig ab. Seine Eltern lebten zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr. Er trat das Erbe seiner Vorväter an und wurde Müllermeister auf der Hintermühle in der fünften Generation. Im Laufe der Jahre wurde er Obermeister des Müllerhandwerks und Vorsitzender des Lehrlingsprüfungsausschusses Kreis Belzig. Am 21. Februar 1935 heiratete er in Niemegk Margarete Wegener. Die Töchter Helga Hanna Erna, Gretel Else und Erika Lucie wurden geboren.
„Um das Jahr 1958 stellte mein Urgroßvater die Mühle von Mehl auf Tierfutter um, da Mehl nicht mehr lukrativ war (Mühlensterben).“ Im Jahr 1961 pachtet die BHG als Mischfutter Belzig die Hintermühle für die Produktion von Tierfutter. Die Familie Jaeger wohnte weiterhin im Wohntrakt der Mühle. Die Meisterstelle im Mischfutterwerk übernahm Horst Brandenburger, Ehemann der dritten Tochter Erich Jaegers.
1981 verkaufte Margarete Jäger die Mühle an die Pächter. Die Familie bezog ein neu erbautes Haus in der Kirchhofstraße.
Letzter Hintermüller der Familie Jäger war Erich Jäger (gest. 1961)
Später wurde in der Mühle das Belziger Trockenfuttermittelwerk eingerichtet.
Abb. Hintermühle im Jahr 2002
1. Johann Gottlieb (Gottlob) Friedrich Jaeger (1. Hintermüller) 8/178
* 10.08.1770 in Niederwerbig, Sohn des Pfarrers Johann Andreas Jaeger und der Johanna Friederika Pohler
+ 12.04.1832 in Belzig
Eltern: Pfarrer Johann Andreas Jäger in Straach 1771 – 1792 (* 13.02.1729 in Raschau/ Erzgebirge [Sohn des Andreas Jäger und der Johanne Dorothea Voigtel] + 25. November 1781, I. °° 12.10.1758 in Brück/ Mark mit Johanna Friederika Pohler (+ 30.12.1772 in Straach) und in II. °° Elisabeth Henriette N.N. (+ 19.10.1809 in Seehausen; 77 J. 10 M. 14 T.). Er war Pfarrer in Niederwerbig (1756 – 1772), danach Pfarrer in Straach (1772 – 1781).
°° 1791 in Dippmannsdorf mit Marie Elisabeth Matthes, Tochter des Mühlenbesitzers Adam Matthes in Dippmannsdorf (+ 18. Dezember 1822 , 54 J.)
Die Ehe wurde geschieden. Die geschiedene Ehefrau gebar am 30. August 1809, außerehelich, einen Sohn mit dem Namen Friedrich Wilhelm, der am 13. September 1809 verstarb. Als Vater ist der Müllerbursche Johann Friedrich Grüncke angegeben.
Zu (1) Kinder:
1. Johann Friedrich * 21.11.1791, + 02.01.1864 Belzig, °° 30.11.1809 mit Maria Christiana Eschholz
2. Johanna Christiana Sophia * 05.01.1793, † 02.12.1805
3. Johanna Christina * 13.11.1794, † 18.09.1865, °° 18.04.1819 mit dem Seiler Christian Friedrich Marthe
4. Johanna Henriette Karoline * 04.01.1798, † 10.07.1831, °° 15.08.1819 Schuhmacher Johann Georg Heinrich Andree (* 15.10.1775 Belzig, + 20.09.1838 Belzig)
5. Johanna Dorothea * 04.11.1799, † ?
6. Karoline Wilhelmine * 13.11.1800, † 13.01.1867 Görzke, I. °° 26.08.1828 mit dem Bürger und Weißbäcker Friedrich Gotthelf Dorno (* 1801 in Belzig, + 1835 Görzke) in Görzke, Sohn des Bürgers und Weißbäckers Johann Gottlob Dorno und der Marie Elisabeth Busse in Belzig, II. °° 1836 Görzke Weißbäcker Christian Gottlob Görisch [* 10.05.1813 Belzig, + 16.07.1872 Görzke, 59 J. 2 M. 6 T.)
7. Adolf Heinrich * 07.11.1802, † ?)
8. Johanna Friederike * 06.03.1804, † 22.04.1871 Görzke, °° 04.07.1833 Görzke Heinrich Friedrich Erdmann Schmidt
9. Friedrich Karl * 04.06.1806, † 29.11.1872, °° 02.10.1842 Maria Elisabeth Kränzlin, Tochter des Schäfers Michael Kränzlin in Borne (* 23.07.1808 Borne, + 04.04.1874 Belzig)
1. Johann Friedrich Wilhelm * 02.06.1844, °° 18.02.1872 Maurergeselle Jäger (02.06.1844), Sohn des Müllergesellen Friedrich Karl Jäger, mit Friederika Louisa (03.12.1846), Tochter des Handarbeiters Johann Gottlieb Brandenburger.
2. Johann Friedrich Jaeger
* 21.11.1791 in Belzig
+ 02.01.1864 in Belzig
I. °° 30.11.1809 (Heirat in Großbriesen) Maria Christian Eschholz (* 25.08.1786 Groß Briesen, † 16.10.1818, 32 J. 1 M. 3 W.), Tochter des Johann Peter Escholz
1. Maria Christiana (* 14.06.1811 – † 14.06.1811), lebte 2 Stunden
II. °° 20.04.1819 in Kerzendorf mit Johanna Sophia Müller (* 17.08.1794 in Kerzendorf, † 02.01.1875 in Belzig), Tochter des Erb-, Lehn- und Gerichtsschulzen Peter Müller in Kerzendorf und der Marie Dorothea Christiana Berger
Zu (2) Kinder:
1. Frederike Auguste * 02.02.1820, † 02.01.1895, °° 27.10.1842 mit dem Schloßmüller Friedrich Wilhelm Louis Völker (27 J.)
2. Johann Friedrich * 04.1822, † 11.07.1827
3. Johanna Karolina Wilhelmina Emilia * 05.04.1828 , † ?, °° 04.12.1851 Bürger und Bäcker Karl Friedrich Vocke in Brandenburg (32 11/12 J.), Sohn des Gasthofbesitzers Johann Friedrich Vocke in Sandberg
4. Karl Friedrich Wilhelm * 16.03.1830, † 23.09.1896
5. Carl Friedrich Wilhelm Eduard * 01.10.1831 , † ?
3. Karl Friedrich Wilhelm Jaeger
* 16.03.1830 in Sandberg/ Belzig
† 23.09.1896 in Belzig
°° am 09.03.1857 in Schivau mit Frederike Emilie Emma Schwarzkopf (* 22. 01.1839 in Zerbst, † 03.05.1913 in Belzig)
Zu (3) Kinder:
1. Anna Klara Hedwig * 16.04.1858, † 13.07.1945
2. Wilhelm Paul Hermann Edmund * 02.11.1859, † 23.12.1910
3. Emil Karl Wilhelm Paul * 30.07.1861, † 20.07.1920
4. Karl Friedrich Wilhelm * 28. Mai 1863, † 25 .06.1916
5. Anna Emilie Elma * 19.08.1865, + 03.09.1865
6. Arnold Robert Richert Bernhard * 16.10.1866 , † ?
7. Emma Klara Helene * 14.06.1869, † ?
8. Hermann Wilhelm Bernhard Bruno * 11.04.1872, † ?
4. Wilhelm Paul Hermann Jaeger (Müllermeister)
* 30.07.1861 in Sandberg/ Belzig
† am 20.07.1920 in Belzig
I. °° Emma Anna Koetz, + 04.10.1904 (29 Jahre)
II. °° am 27.09.1906 in Berlin mit Hermine Louise Eugenie Johanna Schmidt (* 19.05.1878 in Zehdenick, † 23. 09.1915 in Belzig)
Zu (4) Kinder:
1. *+ 24.09.1905 ein totgeborener Sohn
2. Frieda Hedwig Lucie * 03.12.1906, † ca. 1983
3. Walter Paul Hans, * 10.08.1908, † ?
4. Max Paul Erich, * 30.04.1910, † 23.10.1969
5. Hilde Käthe Hanna, * 12.10.1911
6. Wilhelm Bernhard Paul, * 22.03.1914, † ca. 1944
7. Georg Helmut Fritz, * 15.05.1915, † 10. 01.1916
5. Max Paul Erich Jaeger
(Müllermeister/ Obermeister des Müllerhandwerks und Vorsitzender des Lehrlingsprüfungsausschusses Kreis Belzig)
* 30.04.1910 in Belzig/ Sandberg
† 23.10.1969 in Leipzig, beerdigt in Belzig
°° 21.02.1935 in Niemegk mit Margarete Wegener (letzte Mühlenbesitzerin bis Anfang 80er Jahre, * 20.01.1913 in Berlin/Neuköln
Zu (5) Kinder:
1. Helga Hanna Erna * 24.01.1936 in Belzig/Hintermühle
2. Gretel Else * 17.02.1938 in Belzig/Hintermühle
3. Erika Lucie * 12.07.1943 in Belzig/Hintermühle
6. Helga Hanna Erna Jaeger
(letzte Getreidemüllerin)
* 24.01.1936 in Belzig/Hintermühle
°° 29.10.1955 in Siegen/ NRW mit Alfred Schaetzchen (* am 21.07.1932 in Siegen, † am 21.03.1998
7. Erika Lucie Jaeger
* 12.07.1943 in Belzig/Hintermühle
°° 02.03.1963 in Belzig mit Horst Willi Brandenburger (Meister für Getreidewirtschaft/ Müller, * 24.11.1938)
Tochter Erich Jaegers:
* Helga Hanna Erna Jaeger * 24.01.1936, in Belzig/Hintermühle
* Gretel Else Jaeger *17.02.1938, in Belzig/Hintermühle
* Erika Lucie Jaeger * 12.07.1943, in Belzig/Hintermühle
Außerehelich * 20.10.1861 Johann Friedrich
Hintermühle aus Mahlmühlen Wohn- und Wirtschaftsgebäude, Ställe Schuppen
Mühlenmeister Johann Friedrich Jaeger
1805 verkauft für 3000 Thaler an Mühlenmeister Johann Friedrich Jaeger (vermutlich Sohn)
1854 Der Müller Carl Friedrich Jäger vom Vater für 2000 Thaler und Altenteil 1855 kauft er vom
Lohgerbermeister Weber für 300 Thaler einen Plan auf Grunddoche, an den kurzen Weinbergstücken und einen Plan in den Springstücken von 4 Morgen, eine Hufe in der Mark Grunddoche
1856 Wilhelm Paul Jäger
1929 in ungeteilter Erbengemeinschaft:
Lucie Jäger geb. 1906, Hans geb. 1908, Erich 1910, Hanna 1911, Paul 1914
1935 Mühlenmeister Erich Jaeger…
Die Mittelmühle
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1496 als Niedermühle bezeichnet
Lt. Historischen Ortslexikon vor 1542 Mühle schon vorhanden
1550 Erbbuch Mittelmüller Urbancki
1565 Mühle mit zwei Mahlgängen
1591 Erbbuch Hans Lüssam. Mittelmüller hat Mühle mit zwei Gängen.
1636 durch die Schweden zerstört.(weggebrannt)
1661 wieder aufgebaut, mit zwei Mahlgängen
1682 Mittelmühle mit 2 Gängen
1764 Mittelmüller Zweihüfner
Abb. Die Mittelmühle um 1920
Müller Joachim Gröbler
°° Regina
* 12.08.1662 Taufpate bei der Taufe des Sohnes Stephan des Leinwebers Andreas Werckner, war der Mittelmüller Joachim Gröbler.
* 26.04.1663 Taufpatin bei der Taufe der Tochter Regina des Tagelöhners Hans Schneider ist die Ehefrau des Mittelmüllers Joachim Gröbler, Regina.
* 10.07.1663 Taufpate bei der Taufe des Sohnes Joachim des Peter Matthesius aus Sandberg war der Müller Joachim Gröbler.
* 16.05.1664 Taufpate bei der Taufe des Sohnes Heinrich des Tischlers Jacob Vögler war der Müller Joachim Gröbler.
* 09.06.1664 Taufpatin bei der Taufe des Sohnes Christoph des Zimmermanns Christian Liebert war Regina, Ehefrau des Müllers Joachim Gröbler.
* 13.08.1665 Tochter des Schneidemüllers Hans Lindner, Maria Magdalena. Taufpatin, Regina Ehefrau des Vordermüllers Joachim Gröbler
* 28.11.1667 Taufpate bei der Taufe der Tochter Anna Regina des Tagelöhners Peter Mutzer war der Mühlenknecht Joachim Gröbler.
26.01.1670 der Mittelmüller M. Joachim Gröbler (Gäbel) und der Müllerbursche Joachim Gröbler Paten bei einer Taufe
Müllerfamilie Stuhlmann
1670 – 1838 im Besitz der Familie Stuhlmann
1670 Mühle von Matthes Stuhlmann erworben
Michael Stuhlmann um 1695
Andreas Stuhlmann 1708/29
Johann Christoph I. 1733/ 1769
Johann Christoph II. 1766/ 1794
Johann Gottfried um 1767/ 1780
Johann Christoph III. um 1800
Matthias Stuhlmann (2/ 235)
* 24.08.1640 Loburg, Sohn des Stadtmüllers Peter Stuhlmann und der Catharina Hohenstein[1]
+ 19.01.1690
°° mit Maria Thiemann (+ 23.03.1707), eine Schulzentochter aus Straach bei Zerbst
1. Michael * 19.11.1670, °° 01.06.1695 mit Catharina, Tochter des Wittenberger Mühlmeisters Peter Schmidt
2. Hans Christoph * 23.10.1672, + 25.05.1682. Paten der Bürgermeister Johann Altenkrüger, M. Christoph Stuhlmann
3. Gottfried Siegmund* 11.03.1675, + 18.08.1676
4. Andreas * 09.07.1678. °° 21.06.1708 Steinberg mit Elisabeth Florentine Margarete Catharina Michaelis
5. Christianus * 11.11.1680, + 06.02.1705 Belzig, °° 21.01.1703 mit Maria Dorothea Thiele
6. Maria Magdalena * 20.08.1683, °° 10.07.1708 mit dem Kauf- und Handelsmann Peter Günther Freytag in Treuenbrietzen
7. Martin Petrus (Peter) * 15.01.1686, + 1744 Treuenbrietzen, °° 07.05.1713 in Bardenitz mit Marie Sybilla Hertzog, Tochter des Pfarrers Tobias Niklaus Hertzog und der Elisabeth Sibylla Krause
Er ist zu dem Zeitpunkt seiner Heirat schon Erbmüller auf der Zindelmühle in Treuenbrietzen)
Johann Christfried * 19.02.1717 Treuenbrietzen, + 23.01.1722 Treuenbrietzen
Maria Dorothea Elisabeth * 06.12.1715 Treuenbrietzen + 17.01.1798 Roßlau, °° 08.07.1732 Schlalach mit dem Papiermacher Johann Christian Greger (* um 1701 Roßlau, + 15.04.1747 Roßlau)
Johann Heinrich ~ 07.02.1732 in Roßau, begr. 17.02.1746 in Roßlau
Johann Christian ~ 20.04.1735, † 1815, Papiermacher in Roßlau 1793/1808
Marie Charlotte ~ 07.02.1737 in Roßlau, begr. 05.08.1737 in Roßlau
Johann Friedrich ~ 12.06.1738 in Roßlau, begr. 21.02.1741 in Roßlau
Johann Gottfried ~ 11.10.1739 in Roßlau, begr. 01.01.1741 in Roßlau
Karl August ~ 27.12.1740 in Roßlau, + 28.09.1787 in Roßlau, Papiermacher
Johann Friedrich ~. 19.08.1742 in Roßlau, berg. 15.01.1743 in Roßlau
Johanna Christiana ~15.01.1747 in Roßlau, + 07.02.1794 in Roßlau; °° 05.07.1763 mit dem Papiermacher Johann Gottfried Schwitzing von der Rothen Mühle
Johann Gottlieb * 09.05.1718 Treuenbrietzen, + 21.03.1720 Treuenbrietzen
Gottfried * 28.10.1721 Treuenbrietzen, + 20.04.1760 Treuenbrietzen
Johanna Louise * 09.04.1724 Treuenbrietzen, + 30.09.1799, °° mit dem Kaufmann Martin Friedrich Dannenberg in Treuenbrietzen
Marie Magdalene * 03.04.1727 Treuenbrietzen, + 08.03.1728 Treuenbrietzen
Charlotte Sibylla * 17.10.1729 Treuenbrietzen, + 27.06.1774 Belzig, I. °° 10.10.1746 August Wieland (+ 27.11.1750 Schwanebeck), II. °° 20.01.1752 Schwanebeck Schlalacher Johann Adam Stuhlmann (* 09.02.1715 Belzig, + 27.06.1774 Schwanebeck
8. Marie Elisabeth, °° 29.10.1690 der Weißbäcker Leonhardt Gottwald mit der Tochter des Mittelmüllers Matthias Stuhlmann.
Schneidemüller
I. °° 26.06.1694 Magdalena Hagendorf (+ 13.05.1695)
III. °° 23. April 1708 Marie Bergzug, Tochter des Ackermanns Andreas Bergzug aus Gröningen.
Andreas Stuhlmann ( 3/ 375)
* 12.07.1678
+ 12.10.1729
°° 21.06.1708 Elisabeth Florentine Margarethe Catharina Michaelis (* 1685 Steinberg bei Belzig, + 12. März 1721 Belzig, Tochter des Schafmeisters Paul Michaelis und der Catharina Magdalena Mahrnholtz), in Steinberg copoliert
1. Johann Christoph * 08.07.1709, + 27.05.1769 Belzig, I. °° 08.01.1733 mit Blandina Katharina Goltze
2. Johann Gottfried * 17.03.1711
3. Johann Christian * 19.05.1713, + 21. 05.1719
4. Johann Adam * 09.02.1715, + 27.06.1774, °° 20.01.1752 Charlotte Sibylla Wieland geb. Stuhlmann in Schwanebeck getraut
5. Blandina Elisabeth * 28.05.1717, + 22.04.1728
6. Dorothea Elisabeth * 15.01.1720, °° 05.11.1739 mit dem Müller Christian Friedrich Henicke (* 12.014.1714 Locktow, + 12.08.1759 Locktow) in Locktow getraut
II. °° N.N.
7. Andreas Lebrecht * 14.06.1725, + 26.06.1725
8. Johann Friedrich * 08.10.1727, °° 1754 in Pulspforde bei Zerbst getraut mit Anna Rosina Koch
9. Andreas * 10.03.1730 , + 23.02.1769 als Musketier
Johann Christoph Stuhlmann (4/ 209)
* 08.07.1709
+ 27.05.1769
I. °° 08.01.1733 mit der Witwe Blandina Katharina Goltze geb. Schneider (* 26.11.1699, + 04.08.1754, I. °° 22 Aug 1719 in Belzig Johann Christoph Golze)
II. °° 12.02.1764 mit Maria Dorothea Ulrich (* 04.11.1721, + 22.11.1792)
1. Johann Christoph * 10.10.1733, + 26.05.1794 Belzig, °° 13.02.1766 mit Maria Sophia Rüge
2. Johann Gottfried * 27.08.1735, °° 22.01.1767 mit der Witwe Maria Sophia Fleischer
3. Maria Dorothea * 16.02.1737, + 16.01.1783
Sie gebar am 24.10.1768 die aussereheliche Tochter Marie Dorothea, und diese gebar am 04.04.1798 eine Tochter Namens Marie Dorothea (* 15.04.1799) sowie am 29.03.1805 eine Tochter Namens Johanna Sophia (+ 02.10.1806)
4. Christiana Blandina * 25.11.1739, °° 24.08.1762 mit dem Riemer Johann Gottfried Dehnicke
5. Katharina Dorothea * 17.06.1742, + 17.03.1745
Kinder 2 Ehe:
6. Johann Gottlob, * 04.01.1765, + 04.01.1765
7. Johanna Dorothea * 05.08.1766, 14.12.1804 Belzig, °° 10.10.1793 mit dem Knopfmacher Johann Christian Wohlhaupt
Johann Gottfried Stuhlmann (5/ 80)
* 27.08.1735
I. °° 22.01.1767 mit der Witwe Maria Anna Sophia Fleischer geb. Kühn (* 26.11.1706, + 25.04.1780, I. °° 05.10.1730 mit dem Bürger und Schneider Gottfried Fleischer [+ 09.04.1767]) Tochter des Bürgers, Huf- und Waffenschmied Andreas Kühne in Sandberg
II. °° 21.06.1780 mit der Auguste Sophie Gebler, Witwe des Mühlmeisters Johann Christian Gebler aus Jahmo
Kinder aus Ehe der Maria Anna Sophia Fleischer:
1. Johann Gottfried * 01.01.1734, °° 11.05.1756 mit Dorothea Sophia Drechsler
2. Dorothea Friederika * 30.10.1735, °° 10.09.1762 mit dem Musikus Johann Friedrich Tiede
3. Johann Christoph Adolph * 30.12.1738, °° 14.06.1761 mit der Witwe Marie Christiana Krafft (Er war in Wittenberg Kornschreiber)
4. Johanna Sophia * 04.10.1741, + 03.08.1743
Johann Christoph Stuhlmann (7/ 99)
* 10.10.1733 Belzig
+ 26.05.1794 Belzig
°° 13.02.1766 mit Maria Sophia Rüge (+ 04.08.1791) Tochter des Gerichtsschulzen Gotthilf Friedrich Rüge in Neuendorf
1. Johanna Sophia * 05.01.1767, + 14.03.1814, °° 03.11.1791 mit dem Schuhmacher Johann Friedrich Benke
2. Christiana Friederika * 12.03.1768, + 17.02.1772
3. Johann Christoph * 18.06.1770, + 26.02.1772
4. Martin Christoph * 15.09.1772, + 15.02.1852, °° 1792 mit Wilhelmina Christiana Charlotta Säger
5. Charlotta Friederika * 02.09.1774, °° 24.05.1796 mit Johann Friedrich Karl Linthe (* 20.10.1770, + 07.12.1827)
6. Friedrich Christian * 26.12.1777, + 27.12.1782
7. Johann Gottlob * 08.05.1780, °° nach Neujahr 1801 in Zerbst mit Louisa Bruckmüller
8. Johann Gotthelf * 16.04.1782, + 24.04.1782
9. Gottlieb Friedrich * 22.12.1783, + 25.12.1836, I. °° 10.11.1816 mit Johanna Sophia Richter (* 12.07.1797) Die Ehe wurde geschieden. II. °° 12.06.1836 in Niemegk mit Witwe Johanna Elisabeth Benke verw. Heinrich (* 1787, I. °° 21.11.1818 in Niemegk mit Martin Heinrich, * 1787, + 21.10.1834)
[°° 10.11.1816 der Müller Friedrich Gottlieb Stuhlmann (32 J. geb. 1784), Sohn des Johann Christoph Stuhlmann Mühlmeister auf der Mittelmühle, mit Johanna Sophia (20 J. geb. 1796), nachgelassene Tochter des Zeug- und Leinewebers Johann Christian Richter]
10. Heinrich Gottfried * 04.04.1786, °° 23.11.1806 mit Johanna Sophia Richter
[°° 23.11.1806 der Zeug- und Leineweber Friedrich Heinrich Stuhlmann, Sohn des Mittelmüllers Johann Christoph Stuhlmann mit Johanna Dorothea Richter, Tochter des Zeug- und Leinewebers Johann Christian Richter]
11. Christiana Wilhelmina * 21.06.1788, + 21.11.1791
Johann Christoph Stuhlmann
Johann Christoph Stuhlmann geb. 1759, °° 1783
(Martin) Johann Christoph Stuhlmann (8/ 191)
* 15. September 1772
+ 12. Februar 1852 (+ 12.02.1852 der ehemalige Mühlenbesitzer Martin Christoph Stuhlmann, 79 J. 4 M. 28 T. (Begr. 14.02) Hinterlässt 3 Söhne 4 Töchter)
I. °° 18.11.1792 oder 1794 ? Wilhelmina Christiana Charlotte Säger (+ 04.02.1810). Tochter des Mühlenmeisters Johann Peter Säger in Verlorenwasser.
II. °° 01.05.1810 Johanna Christiana Golze (* 18.07.1788), Tochter des brauberechtigten Bürgers und Großböttchers Christian Gottfried Golze – Die Ehe ist geschieden worden. Die geschiedene Ehefrau heiratete am 21.09.1812 der Mühlenmeister Johann Gottlob Dressler aus Nudersdorf.
III. °° 26.05.1812 in Ragösen mit Anna Elisabeth Spiesecke (+ 16.03.1837, 44 J. 3 M. 26 T.) , nachgelassene Tochter des Gerichtsschulzen Wilhelm Spiesecke in Ragösen und Stieftochter des Martin Wieland. (Im KB Ragösen steht 02.06.1812)
1. Johann Christoph Karl Heinrich * 13.09.1806 (get. 17.09.), + 22.09.1806
2. Christiana Wilhelmina * 20.09.1808, + 08.10.1808
3. Karl Heinrich * 13.01.1810, I. °° 4 n. Trinitatis 1836 in Domitzsch mit Johanna Sophie Knobloch verw. Kademann (Witwe des Mühlenmeisters Johann Carl Kademann) (11/104), + 27.11.1858 in Walterdorf.
Karl Heinrich Stuhlmann erwarb 1846 die Andreasmühle in Waltersdorf. Auf Carl Heinrich Stuhlmann (* 13.01.1810, + 27.11.1858) folgt 1858 seine Witwe Christiane geb. Lehmann, die 1859 als wiederverehelichte Loewe bis 1876 Besitzerin ist. Die Mühle erbt dann die Tochter Auguste Clara Stuhlmann (* 05.12.1847, + 06.01.1914), die 1878 August Rossack heiratet und nach dessen Tode 1882 im Jahre 1884 Emil Oskar Thamm?? (* 30.04.1857, + 21.08.1908) zum Ehemann erwählt.
Karl Heinrich hatte bei seinem Tot noch drei lebende Töchter und einen Sohn, einer seiner Söhne Friedrich Karl wurde 1852 geboren und verstarb am 02.11.1852 in Waltersdorf.
4. Friedrich August * 18.12.1810, Exaudi 1839 °° mit Wilhelmine Haedicke. TP. Der Müllerbursche Friedrich Gottlieb Stuhlmann von der Mittelmühle.
°° 17.04.1839 Der Weißbäcker Friedrich August Stuhlmann, Sohn des Mittelmüllers Martin Christoph Stuhlmann, mit Wilhelmine Haedicke aus Wiedenhagen, Tochter des Stellmachers und Krämers Gottlob Haedicke in Wiedenhagen. Heirat in Wiedenhagen
5. Wilhelm Ferdinand * 03.01.1815, + 10.08.1836
6. Karoline Emilie Wilhelmine * 29.10.1818, °° 06.06.1839 mit Mühlenbesitzer Johann Heinrich Dossmann. TP. Älteste Tochter des Wühlmüllers Gottlieb Oelschläger, Carolina.
7. Friederika Augusta * 10.07.1820, + 20.04.1821
8. Maria Friederika * 02.01.1824, °° 11.12.1851 mit dem Gürtler Günter August Wilhelm Neumann
9. Friederika Augusta * 20.01.1826 Belzig, + 19.06.1867 Kemberg, °° Juli 1847 in Berlin (Pankow) mit Bäckermeister und Wattefabrikant August Ferdinand Kühnzack (* 01.03.1818 Belzig, + 1903 Finterwalde) in Finsterwalde, Sohn des Weißbäckermeisters Johann Friedrich Kühnzack in Finsterwalde.
Aufgebot im KB Belzig Mai 1847 Der Bäckermeister und Waffenfabrikant August Ferdinand Kühnzack (29 J. 3 M.) in Finsterwalde, Sohn des Bäckermeisters Johann Friedrich Kühnzack in Finsterwalde, mit Friederike Auguste (21 J. 11 M.), Tochter des Mittelmüllers Martin Christoph Stuhlmann. Eine Heirat erfolgte nicht.
I. °° 05.03.1848 in Petzsch den Bürger und Böttcher Johann August Strehnisch (* 24.01.1810 Kemberg, Sohn des Johann Friedrich Strehnisch und der Johanna Wilhelmine Rüdiger)
10. Gustav Ernst * 17.01.1828, + 23.08.1893 Güstrow
11. Friederike Karoline * 17.03.1830
In meinem hohen Alter als Witwer bin ich entschlossen, meine bei der Stadt Belzig vor dem Wiesenburger Thore belegene Wassermühle, bestehend aus einem Mahl- und Schrootgange, ingleichen einer Schneidsäge, nebst Wohn- und Wirtschaftsgebäuden, einen dicht bei der Mühle belegenen, nicht unbedeutenden Obst- und Küchengarten, 80 Morgen separierten und besaeten Acker, 18 Morgen gute Wiesen, mit dem sehr vollständigen lebenden und todten Inventaricem, am künftigen 6. Juli d. J., Vormittags, in meiner Wohnung aus freier Hand zu verkaufen, wozu ich Kauflustige mit dem Bemerken einlade, daß ich über die Abgaben und sonstigen Bedingungen täglich Auskunft gebe, und die Hälfte des Kaufpreises gegen landesübliche Zinsen auf dem Grundstücke stehen bleiben kann.
Belzig, den 20. März 1838 Stuhlmann, Mühlenmeister
Christian Heinrich Stuhlmann (9/ 158)
°° Johanna Rosina Käselitz
* 19.02.1809 Gottlob Heinrich, Sohn des Bürger und Müllergesellen Christian Heinrich Stuhlmann und der Johanna Rosina Käselitz. Taufpaten: der Leineweber Gottfried Heinrich Stuhlmann, der Müllergeselle Johann Gottlob Stuhlmann.
Gottlieb Friedrich Stuhlmann (9/ 312)
* 22.12.1783
+ 25.12.1836
I. °° 10.11.1816 Johanna Sophia Richter (* 12.07.1797) diese Ehe ist geschieden worden.
Mühlenmeister Christoph Stuhlmann 1828
In kurmärkischen Amtsblättern wird die Familie Stuhlmann 1811 -1838 erwähnt. Es gab auch einen Müller Stuhlmann in Treuenbrietzen
Mühlenbesitzer Johann Heinrich Doßmann
Er erwarb 1839 die Mühle.
* 09.12.1815 in Wiesenburg, Sohn des Schneidermeisters Johann Georg Gottfried Karl Dossmann in Wiesenburg (* 03.10.1782) und der Christiane Fischer (°° 23.11.1809 in Wiesenburg)
+ 11.01.1854 in Zahna
°° 06.06.1839 mit Karoline Emilie Wilhelmine Stuhlmann (* 29.10.1818)
°° 06.06.1839 Mühlenbesitzer der Mittelmühle Johann Heinrich Doßmann (23 J. 5 M.), Sohn des Kaufmanns Karl Doßmann in Wiesenburg, mit Caroline Emilie Wilhelmine (21 J. 6 M. [* 09.12.1815]), Tochter des Mittelmüllers Martin Christoph Stuhlmann
1. Louise Emilie * 31.05.1841 (~ 19.06.) Belzig, + 10.03.1922 Hannover, °° 02.11.1864 Potsdam Karl August Franz Pfeifer
2. Karl Heinrich * 24.05.1843 Belzig
3. Johann Karl * 22.02.1846 Belzig
4. Johann Ferdinand Wilhelm * 04.05.1847 Belzig
5 Anna Marie Elisabeth * 24.02.1851 Zahna, °° 18.07.1876 Berlin Gustav Hermann Emil Schnurpel (* 02.10.1850 Potsdam)
6. Friederike Marie * 07.12.1852 Zahna
Der Mühlenmeister Doßmann zu Sandberg beabsichtigt, in seiner Mühle noch einen neuen Mahlgang anzulegen und ihn mit demselben Rade in Verbindung zu bringen, welches den einen bereits vorhandenen Gang in Bewegung setzt, während er einen zweiten alten Mahlgang nur noch zum Spritzen und Schrooten einstweilen beibehalten will.
An dem Wasserstande und den Betriebswerken wird eine Veränderung nicht intendirt.
Indem ich das Vorhaben des Doßmann hiermit zur öffentlichen Kenntniß bringe, fordere ich all Diejenigen, welche dadurch eine Gefährdung ihrer Rechte befürchten, auf: ihre Widersprüche in einer präklusivischen Frist von 8 Wochen bei mir anzumelden und gehörig zu begründen.
Belzig, den 29. Juli 1844
Königl. Landtrath Zauch-Belzigschen Kreises
Wilhelm Friedrich Wiere (14/ 330)
* 07.09.1848 Belzig
+ 19.09.1912 Berlin
°° 29.08.1882 mit Therese Marie Anna Zimmermann (* 15.06.1857)
1. Anna Theresa Friederika * 12.05.1883
2. Maria Anna * 07.09.1884
3. Emilie Elsa * 12.05.1886
4. Wilhelm Ferdinand Fritz * 16.11.1890, + 27.11.1897
Müllerfamilie Zehnsdorf
Gottlob Franz August Zehnsdorf (16/ 117)
* 13.03.1868 in Wiesenburg, Sohn des Rentners Christian Zehnsdorf (* 06.01.1831 in Wiesenburg + 27.02.1917 in Belzig) und der Friederika Schinkel (* 06.05.1840, Tochter des Landwirts Andreas Schinkel und der Maria Schinkel + 23.02.1912)
+ 14.03.1915
°° Oktober 1899 in Nescholz mit Anna Bertha Wrede (* 31.03.1875 in Nescholz, Tochter des Gastwirts Johann Friedrich Wrede (+ 1892) in Neschholz und der Wilhelmine Schumann)
1. Bertha Marie * 24.07.1900, °° 20.05.1920 mit dem Mühlenbesitzer August Berhard Willi Gehricke in Dahnsdorf (Sohn der Albertina Gehricke in Dahnsdorf, * 11.02.1888)
2. Helena Katharian * 22.10.1905, °° 03.09.1925 mit dem Landwirt Kurt Ernst Waldemar Engemann, geboren in der Försterei Spring.
Am 25. Januar 1897 kaufte Christian Zehnsdorf aus Wiesenburg die Mühle für seine Söhne August und Franz.
Am 01. März 1897 übernahm der Sohn August die Mittelmühle von seinem Vorgänger Friedrich Wiere.
9. April 1907 brannte die Mittelmühle mit dem dazugehörigen Wohnhaus, durch Selbstentzündung, vollständig ab. Grundsteinlegung für das neue Mühlengebäude erfolgte am 6. Mai und am 6. September konnte die neue Mühle in Betrieb genommen werden und 20 Tage später wurde das erste Mehl gemahlen.
Die Grundsteinlegung für den Hausbau erfolgte am 7. Juli 1907, schon am 6. November konnte die Familie einziehen. Die Bauausführung erfolgte durch die Firmen Steinhaus und Sacharowitz.
22. April 1913 wurde Mühlenbesitzer August Zehnsdorf Vorsitzender des Schützenvereins -Major. Herr Fleischbeschauer W. Görisch wurde Zieler. Vorgänger als Zieler war 50 Jahre lang der Nachtwächter Jäger.
1915 übernahm sein Bruder, Christian Carl Franz Wiere, die Mühle vorübergehend.
Abb. Das jetzige AOK-Gebäude auf dem Gelände der Mittelmühle
Christian Carl Franz Zehnsdorf (16/ 76)
(Mühlenmeister und Kaufmann)
* 22.10.1872 in Wiesenburg, Sohn des Rentners Christian Zehnsdorf (* 06.01.1831 in Wiesenburg + 27.02.1917 in Belzig) und der Friederika Schinkel (* 06.05.1840, Tochter des Landwirts Andreas Schinkel und der Maria Schinkel + 23.02.1912)
°° 06.01.1898 mit Louisa Augusta Hosemann (* 27.06.1874)
1. Friedrich August Franz * 09.04.1898, °° 06.06.1929 mit Clara Margarete Charlotte Dahlenberg
2. Gertrud Clara * 02.03.1902, °° 02.05.1928 mit dem Ober-Postsekretär Alexander Willibald Ehrfried Engemann (* 19.05.1897 in Spring), Sohn des Försters Willibald Engemann und der Klara Engemann geb. Kase
Familie Engemann
Kurt Ernst Waldemar Engemann
* in der Försterei Spring
°° 03.09.1925 Helena Katharina Wiere * 22.10.1905
1925, im September, übernimmt Waldemar Engemann, der Schwiegersohn des Altmeisters, die Mittelmühle.
Zum Jahreswechsel 1932/ 33 wurde der Mahlbetrieb wegen Wassermangel eingestellt, es wurde nur noch die auf der Hofseite befindliche Bäckerei betrieben.
1948 Bäckereibetrieb eingestellt, Mühle wird als Lager genutzt.
1962 – 63 wurde das komplette Gebäude durch die FIMAG GmbH umgebaut zu einer Ankerwickelei.
1992 – 95 Leerstand der Mühle
1995 Abriss des Gebäudes, an seiner Stelle wurde das AOK – Gebäude errichtet.
Blatt 38 eine Wassermühle, die Mittelmühle genannt, mit zwei Gärten,
Stallgebäude, Worth in Bergermark Acker und Weide in Mehlsdorf
Mühlenmeister Johann Christoph Stuhlmannn hat im Erbvergleich von 1794 mit Sohn Mühlenmeister Christoph Stuhlmann für 1800 Thaler Konventionsgeld/Konzessionsgeld das Grundstück übernommen (Kinder: 1818 Caroline Emilie Wilhelmine Stuhlmann, 1824 Marie Friederike, 1826 Friederike Auguste, 1828 Gustav Ernst, 1830 Friederike Caroline)
1839 Mühlenmeister Heinrich Doßmann zu Sandberg schließt Kaufvertrag ab für 5000 Thaler Courant und einen Auszug und gegen Übernahme einiger Verbindlichkeiten.
1847 Kaufverhandlungen mit Mühlenmeister Ferdinand Wiere ohne Nebenhaus und Stallgebäude, Preis nicht erwähnt. Nach Verfügung wurden die Verbindlichkeiten zur Bewachung von Schloss Eisenhardt gelöscht 1848
1882 Mühlmeister Friedrich Wiere zu Sandberg
1897 Landwirt August Zehnsdorf
1898 zum Anteil Mühlenbescheider Franz Zehnsdorf
1906 geschlossen
Blatt 209: ein Wohnhaus mit Stall (Niemegker Str. 2)
1882 der Müllermeister Ferdinand Wiere zu Sandberg
1921 1. Frau Witwe Friederike Dorno geb. Wiese
2. Frl. Ida Wiere in Belzig
3.Frl. Johanna Matthesius in Belzig
4. Frl. Anne Matthesius in Belzig
1952 die Ehefrau Else Goerick geb. Mehlitz in Belzig
Blatt 276: Mittelmühle Niemegker Str. 3 (Verweis auf Bd. 6 No. 209)
1897 der Landwirt August Zehnsdorf zu Sandberg
der Mühlenbescheider Franz Zehnsdorf zu Sandberg
Verweis auf Bd. 1 Blatt 38
1930 die verwitwete Frau Landwirt und Mühlenbesitzer Berta Zehnsdorf geb. Wrede in Belzig
[1] Weitere Kinder
Catharina Magdalena * 23.06.1643 Loburg
Schloßmühle Belzig
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Die Schlossmühle wurde im 12. Anfang des 13. Jahrhundert errichtet, erster nachweislicher Schlossmüller war der Kupferschmied Simon Senst (1414). Im Historischen Ortslexikon (HOL) für Brandenburg wird 1496 der Schlossmüller als Bergmüller bezeichnet.
Um 1500 besitzt die Familie von Ziesar (Czyesser) ein Rittergut in Sandberg, nebst der Burgmühle.
Im Erbbuch des Amtes Belzig von1550 wird als Borgmüller Forus erwähnt.
Weiterhin wird im HOL erwähnt, das 1542 die 3 Müller 4 Knechte und 1 Magd haben, 1551 haben die 3 Mühlen 5 Dienstboten.
Die Burgmühle hat 1565 zwei Gänge. Des weiterem hat der Schloßmüller 1 wüste Hufe in der Bergermark sowie 1 Worth daselbst.
Laut dem Erbbuch von 1591 hat die Schlossmühle 2 Gänge und wurde durch den „Borgmüller“ Hans Schröter betrieben. Er wird auch im Kreiskopial des Kurkreises am 18.06.1599 erwähnt. Laut dem Kreiskopial des Kurkreises muss er 1603 gestorben sein. Er war verheiratet mit Anna Gerkin.
1634 wurde die Mühle durch Hochwasser weggeschwemmt, weiterhin zwei weitere Häuser in Sandberg. („Die Schloßmühle ist anno 1634 nebst zwei Häusern im Sandberg vom großen Wasser weggeschwemmt, die noch übrig gebliebenen Seitengebäude aber Anno 1636, bei der feindlichen Invasion in Rauch aufgegangen“. Im Belziger Brandregister, von 1646, steht weiterhin: „ Die Mühle von Baltzer von Creuzbergk 1634 vom Wasser weggeschwemmt und das Haus 1636 vollends verbrannt, der von Creuzbergk hält sich zu Leipzig bei Torgau auf.“ Sie hat nachher 34 Jahre zu jedermann öffentlich ausgehangen.
Mit der Mühle des Baltzer von Creuzburgk ist noch das Haus des Matthes Helffer 1639 vom Wasser fortgerissen worden.
1661 ist die Mühle, mit zwei Gängen, wieder in Betrieb. Einige Jahre später, 1666, wird die Mühle an die Witwe Magdalena Sibylle Find verlehnt. 1670 erwarb Georg Schreiber aus Gommern die kümmerlichen Reste der Mühle und verpflichtete sich gegen „gewisse Frey-Jahre“ sie wieder aufzubauen und einzurichten.
1671 Ansprüche der Anna Margareta Hellwig auf die wüste Schlossmühlenstätte bei Belzig (Akte Preußisches Staatsarchiv Berlin-Dahlem)
Abb. Schloßmühle im Jahr 2003
Müller Junack (1/ 173)
Michael Junack
Er erbaute die Mühle Anno 1671.
+ 04.10.1676
I. °° 11.1645 in Jüterbog mit Gertraudt George (* 1624, + 07.02.1654 Belzig)
II. °° 31.07.1654 Ursula Thiele, Tochter des Andreas Thiele aus Schwanebeck (+ 06.08.1676)
I. Ehe mit Getraudt
1. Maria ~ 16.09.1646 in Jüterbog, I. °° mit dem Kirchenvorsteher Johann Mechel (~ 09.10.1622, begr. 14.02.1672) (3 Kinder) in Jüterbog; II. °° 11.02.1673 mit dem Tuchmacher Jacob Otto († vor 12.1673) (1 Kind); III. °° 19.10.1675 mit dem Tuchmacher August Nicolaus Clarius in Jüterbog (begr. 18.05.1690 (6 Kinder)
2. Gabriele ~ 20.03.1646 in Jüterbog, °° Maria Borgmann in Treuenbrietzen
3. Gertraudis + 19.03.1655 Belzig
4. Andreas * 16.04.1652 Belzig, + 08.04.1653 Belzig
5. totgeborene Tochter 07.02.1654 Belzig
07.02.1654 ist die Frau des Hintermüllers Michael Junack, Gertraudis und das neu geborene Kind gestorben. Seine Ehefrau war 30 Jahre alt. Sein Töchterlein Gertraudis wurde am 19. März 1655 begraben.
II. Ehe mit Ursula Thiele
1. Gertraud * 11.10.1655, °° 29.01.1677 mit dem Schloßmüller Andreas Altenstädt
5. Margarete * 06.07.1663, °° 07.07.1684 mit dem Tuchmacher Gerhard Poltz
6. Michael * 19.11.1666 (Bürgereid in Wittenberg am 29.04.1693)
1674 wird Michael Junack im Kirchenbuch als Schloßmüller erwähnt, davor hatte er die Hintermühle in Besitz.
Müller Andreas Altenstädt (2/ 131)
Nachfolger wurde sein Schwiegersohn Andreas Altenstädter. Er kaufte die Mühle 1676.
Am 29.01.1677 heiratete er die Tochter des Michael Junacks, Gertraud (* 11.10.1655 + 16.04.1714).
+ 30.12.1703 der Schlossmüller Andreas Altenstädt.
°° 29.01.1677 Gertraud (* 11.10.1655 † 16.04.1714), Tochter des Michael Junacks
1. Gürge Christoph * 01.02.1678 + 15.08.1679
Taufpatin Elisabeth, Ehefrau des Mittelmüllers Matthias Stuhlmann.
2. Anna Maria * 20.08.1680 + 22.08.1680
3. 24.04.1681 wurde 3 Kinder (Töchter) des Schloßmüllers Andreas Altenstädter begraben.
4. Daniel Gottfried * 23.03.1682
5. Hans Joachim * 10.10.1684 + 10.10.1685
6. Andreas * 07.11.1686 + 28.10.1687
7. Anna Dorothea * 09.02.1689
8. Christian * 12.11.1690
9. Anna Margaretha * 23.06.1693 + 18.04.1697
1682 Schlossmühle mit Wohnhaus und der Mühle mit zwei Gängen.
* 20.03.1688 Sohn des Mühlburschen Michael Almenstedt, Johann Georg. Taufpaten: Catharina, die nachgelassene Tochter des Schlossmüllers Michael Junack. Der Mühlbursche Augustin Paul, nachgelassener Sohn des Lübnitzer Schulze Peter Paul.
17.01.1702 Taufpaten bei der Taufe der Tochter Anna Dorothea des Ölmüllers Michael Alpenstädt sind: der Papiermacher Johann Zimmer, Anna Dorothea Alpenstädt (Altenstädt), Tochter des Schlossmüllers Andreas Altenstädt.
11.06.1704 Tochter des Kuhhirten Bendir Jäckel, Maria Elisabeth. Taufpate: die Witwe des Schlossmüllers Andreas Altenstädt, Gertraud.
23.12.1704 Sohn des Müllermeisters Michael Alpenstedt, Johann Heinrich. Taufpaten: die Witwe des Schlossmüllers Andreas Altenstädt, Gertraud, Andreas Rust der Schneidemüller, der Papiermacher Heinrich Hirt.
28.01.1705 Tochter des Bürgers und Radmachers Hans Georg Stuhlmann, Magdalene. (~ 13.02.1705) Taufpatin: die Witwe des Schlossmüllers Andreas Altenstädt, Gertraud (die Schloßmüllerin).
26.08.1705 Gertraud Altenstädt, Witwe des Schloßmüllers Taufpatin bei der Taufe der Tochter des Tagelöhners Martin Köppe, Maria Sabina
Georg Schiele (4/ 88)
I. °° 20.01.1706 mit Gertraud Altenstädt geb. Junack, Witwe des Schlossmüllers Andreas Altenstädt (* 11.10.1655 + 16.04.1714).
II. °° 22.10.1714 mit Margaretha Grauert, Tochter des Pfarrers Thomas Grauert (* 1651 in Jüterbog, + 09.11.1726 in Werder) in Friedrichswerder und der Marie Sophie Curio
Kinder II. Ehe:
1. Anna Margaretha * 16. November 1715
°° 20.01.1706 der Schlossmüller Georg Schirly (Schierle oder auch Schiele), gebürtig aus Jüterbog, mit der Witwe Gertraud Altenstädt geb. Thiele des Schlossmüllers Andreas Alpenstedt (Altenstädt).
26.11.1706 Taufpate bei der Taufe der Tochter des Hufschmieds Andreas Kühne in Sandberg, Maria Sophia, der Schloßmüller Georg Schiele.
30.01.1710 Taufpatin bei der Taufe der Tochter des Schäfers Andreas Böttcher aus Sandberg, Maria Catharina, Gertraud Ehefrau des Schloßmüllers Georg Schierle
09.02.1711 Taufpaten bei der Taufe des Sohn des Bürger und Weißgerbers David Genersicken, David, der Schloßmüller Georg Schierle der Mühlknappe Johann Gottfried Lösig aus Niemegk (gebürtig aus Werder)
19.02.1712 Taufpate bei der Taufe der Tochter des Nagelschmieds Hans Gottfried Gebhardten, Maria Getraudt, die Ehefrau des Schloßmüllers Georg Schierle, Gertraudt
+ 16.04.1714 Ehefrau des Schlossmüllers Georg Schirl, Gertraudt geb. Junack in ihrem 60zigsten Jahr.
°° 22.10.1714 der Schlossmüller Georg Schiele mit der Tochter des Pfarrers Thomas Grauert zu Friedrichswerk in Anhalt, Margarethe.
* 16.11.1715 Anna Margaretha, Tochter des Schloßmüllers Georg Schirle. TP Margaretha Elisabeth Stuhlmann, Ehefrau des Mittelmüllers Andreas Stuhlmann
* 03.02.1716 Sohn des Andreas Kühn, TP Margaretha EF des Schloßmüllers Georg Schierle
Müller Klunter
1730, 33, 64 Schlossmüller Johann Christoph Klunter (1670 – 1735)
Hans Klunder (Klunter) (3/ 279)
Mühlmeister auf der Mahlmühle bei Ziesar, später Schloßmüller in Belzig. Hans Klunter, gebürtig aus Wenzlow baute 1685 die Eulenmühle in Glienegke bei Ziesaz, nach der Zerstörung durch die Schweden im 30zigjährigen Krieg, wieder auf.
Am 19.12.1702 ist er Taufpate in Hohen Springe und ist jetzt Müller in Klein Briesen. Als Belziger Schloßmüller ist er am 30.11.1718 Pate bei der Taufe von Anna Elisabeth, Tochter des Klein Briesener Müllers Heinrich Witthuhn.
* 23.04.1687 (~ 28.04.1687) in Bücknitz Sohn des Uhlmüllers Hans (Johann) Klunter und der Anna Kühnein Klein Briesen (+ 21.08.1714 in Bücknitz)[1]
† 09. April 1758 Belzig
°° 02.10.1704 Bücknitz mit Elisabeth Pauly (* 03.03.1686 Beltig, † 09.11.1746 Belzig), Tochter des Hintermüllers Nikolaus Pauly und der Dorothea Bastian
Johann * 22.11.1705 Bücknitz
Andreas * 22.09.1707 Bücknitz (Eulenmühle), + 04.10.1707 Bücknitz (Eulenmühle)
Johann Christoph * 26.08.1708 Bücknitz (Eulenmühle) , † 01.04.1780 Niemegk, °° 23.05.1737 Belzig Dorothea Elisabeth Bölke
Friedrich * 09.03.1711 Bücknitz (Eulenmühle)
Dorothea Elisabeth * 04.09.1713 Bücknitz (Eulenmühle), + 14.05.1715 Bücknitz
Dorothea Elisabeth † 07.10.1737 Belzig
Marie Dorothea °° 05.05.1746 Belzig Johann Ernst Dobe
Johann Andreas * 26.01.1716
Marie Elisabeth * 24.12.1716 Bücknitz (Eulenmühle)
Johann Andreas * 19.11.1723
Kirchenbucheintrag:
02.12.1704 Mühlmeister Hans Klundter auf der Walkmühle, mit der Tochter des Hintermüllers Nicolaus Pauly, Marie Elisabeth in der Kirche zu Preußnitz copuliert.
Marie Dorothea Klunter, °° 05.05.1746 mit dem Schlosser Johann Ernst Dobe
Johann Christian Klunter, ein Sohn des Hans Klunder, + 23.01.1742
In der Akte zum „Atlas Saxonicus Augusteus“ (1702) steht, dass die Mühle einen Mahlgang besaß und das Mühlrad durch das Wasser eines Teiches angetrieben wurde.
Nächster Besitzer, der Sohn Johann Christoph Klunter, der die Mühle nach 1752 an Martin Friedrich Thiele verkaufte.
Johann Christoph Klunder (Klunter) (5/ 256)
* 26.08.1708 Bücknitz
† 01.04.1780 (# 03.04.1780) Niemegk
I. °° 23.05.1737 mit Dorothee Elisabeth Bölcke (* 1714, + 08.08.1801)
1. Maria Elisabeth + 11.05.1751
2. Dorothee Elisabeth * 23.05.1737, + 08.07.1801, °° 10.02.1761 mit Johann Gottlieb Wendel aus Belzig
3. Johann Christoph °° 04.01.1762 mit der Witwe Johanna Sophia Zimmermann
Johann Christoph Klunter erwarb später die Gömnigker Mühle.
Müller Martin Friedrich Thiele (6/ 242)
Nach 1752, neuer Besitzer Martin Friedrich Thiele (Sohn des Gastwirts Andreas Thiele in Ragösen)
°° 06.10.1753 in Borne mit Magdalena Dorothea Hauschild (Tochter des Pfarrers Georg Hauschild in Borne)
1. Georg Friedrich August * 04.08.1784 °° 20.11.1777 mit Dorothea Elisabeth Altenkirch
2. Christiana Sophia * 30.05.1757
Müller Gottfried Heyer 7/ 264
Laut einer Spezifikation der Quartembersteuer von 1763 war Gottfried Haynn (Heyer) zu dieser Zeit Schlossmüller.
I. °° mit Anna Sophia Goltze (+ 25.09.1764)
II. °° 01.01.1765 mit Anna Katharina Lindau (+ 21.10.1805), Tochter des Rabener Schafmeisters Joachim Lindau
1. Johann Gottfried * 25.09.1764, + 04.11.1764
2. Johanna Juliana * 27.04.1766, + 19.09.1767
3. Johann Gottfried * 01.11.1767, + 20.03.1769
4. Johanna Friederika * 28.08.1769
Müllerfamilie Oelschläger
Johann Michael Oelschlägel
Er war Pächters der kurfürstlichen Neumühle in Pretzsch
* 31.10.1738 in Rädicke, Sohn des Erbmüllers Johann Jacob Oelschläger(+ 07.06.1755) und der Friederika Katharina Koch
+ 20.02.1784 in Belzig
°° 12.01.1768 in Pretzsch Christiana Elisabeth Bachmann (* 30.10.1748 Pretzsch, + 21.05.1830 Belzig, 81 J. 6 M. 22 T.), Tochter des Amts- und Landgerichtsschöppen Christian Bachmann in Pretzsch
1. Johann Christian Gottfried * 23.12.1774 Belzig, + 18.03.1848 in Neschholz, I. °° 21.09.1795 mit der Witwe Anna Elisabeth Merten geb. Hagen. II. °° 20.08.1809 mit Christiane Friederike Henze (+ 06.12.1847 in Neschholz)
2. Christian Gottlob Ludwig * 23.12.1774 Belzig, + 21.11.1813 Belzig
4. Johann Christian Gottlieb * 16.12.1776 in Pretzsch
5. Christiana Wilhelmina * 03.09.1778 Belzig, + 06.09.1779 Belzig
6. Johann Friedrich Wilhelm * 12.01.1780 Belzig + 12.05.1783 Belzig (ertrunken)
Aus der I. Ehe des Johann Christian Gottlob Oelschäger gingen folgende Kinder hervor:
1. Tochter Karoline Friedericke, verheiratet mit dem Seilermeister Goerisch aus Belzig
2. Tochter Christiane Friedericke. °° 15.07.1819 Der Bürger und Ritterhüfner Carl Friedrich Baatz (29 J.), Sohn des Ritterhüfners Carl Adam Baatz aus Rathenow, mit Christiana Friederika (18 J.), Tochter des Wühlmüllers Oelschläger in Neschholz.
In seiner zweiten Ehe war Johann Christian Gottlob (°° 20.08.1809) mit Christiane Friedericke Henze, Tochter des Brücker Bürgermeisters Henze und seiner Frau Katharina Elisabeth geb. Hannemann.
Aus dieser Ehe gingen 6 Kinder hervor.
1. Karl Erdmann Eduard Oelschläger Mühlenmeister
2. Henriette Wilhelmine Antonie, heiratete den Böttchermeister Hannemann
3. Emilie Auguste, verheiratet mit Nadlermeister Lieniche aus Treuenbrietzen
4. Karl Louis Müllermeister in Schlamau
5. Emilie Louise geb. 1.2.1827
6. Theodor Albert geb. 15.08.1828
Johann Gottfried Oelschläger verstarb am 18. März 1848 und seine Ehefrau Christiane Friedericke am 6. Dezember 1847.
Johann Heinrich Grohmann
Der Sohn des Rädigker Müllers Johann Ludwig Grohmann’s und der Johanna Elisabeth Busse,
* 16.06.1758 in Rädigke,
+ 02.03.1826 in Belzig
Er heiratete am 11.11.1784 die Witwe des Belziger Schloßmüllers Christiana Elisabeth Bachmann) und übernahm die dortige Mühle.
II. Ehe der Ehefrau Christiana Elisabeth Oelschläger geb. Bachmann
°° 11.11.1784 in Rädigke mit dem Mahl – und Mühlmeister Johann Heinrich Grohmann
* 16.06.1758 in Rädigke
1. Christiana Dorothea * 27.08.1786, + 25.10.1863 Belzig, I. °° 13.01.1803 mit dem Seifensieder und Gastwirt Gottlieb Wilhelm Wohlhaupt, II. °° 13.06.1824 (in Belzig) mit dem Postmeister Carl Friedrich Schür, Sohn des Fleischsteuereinnehmers und Postmeisters Carl Friedrich Schür (Schuer)
2. Johann Heinrich Gotthelf * 08.03.1789 + 03.04.1791
3. Todgeburt am 26.08.1792
4. todgeborene Tochter am 08.12.1793
5. todgeborene Tochter am 08.12.1794
* 06.03.1805 TP Christiane Elisabeth, EF. des Schloßmüllers Johann Heinrich Grohmann
TP Christian Gottlob Ludwig Oelschläger, nachgelassener Sohn des
Schloßmüllers Johann Michael Oelschläger
Christian Gottlob Ludwig Oelschläger
* 23.12.1774 Belzig
+ 21.11.1813 Belzig
°° 11.06.1811 Christian Gottlob Ludwig Oelschläger, zweiter Sohn des Erbmüllers Johann Jakob Oelschlägel in Rädigke, mit Maria Dorothea Gobel (* 06.04.1791 Bücknitz), Tochter des Mühlenbesitzer Johann Christoph Jobel (* 10.04.1748, + 18.02.1805 Bücknitz) und der Marie Elisabeth Lehmann (* 1759 Wentzow, + 12.04.1805 Bücknitz) in Brücknitz bei Ziesar.
°° 11.06.1811 der Mühlenmeisters und Besitzer der Schloßmühle Christian Gottlob Ludwig Oelschläger, nachgelassener zweiter Sohn des Schloßmüllers Johann Michael Oelschläger – Stiefsohn des Schloßmüllers Johann Heinrich Grohmann mit Maria Dorothea Gobel, hinterlassene zweite Tochter des Mühlenmeisters und Besitzers der Mühle in Bücknitz bei Ziesar Christoph Gobel
1. Franz Julius Wilhelm * 08.04.1812, °° 06.10.1836 Franz Julius Wilhelm Oelschläger (24 J. 4 M.) Besitzer der Paradiesmühle in Niemegk, Sohn des Christian Gottlob Ludwig Oelschläger Besitzer der Belziger Schloßmühle, mit Marie Elisabeth 19 J. 11 M.), Tochter des Büdners und Handelsmann Gottlieb Kegler aus Dippmannsdorf.
2. Heinrich Ludwig * 10.10.1813, + 10.02.1814
* 08.04.1812 Franz Julius Wilhelm, Sohn des Mahl- und Mühlenmeisters der Schloßmühle Christian Gottlob Ludwig Oelschläger und der Johann Dorothea Jobel (Gobel). TP. Johann Christoph Gobel, Mahl- und Mühlmeister der Mühle in Bücknitz. Johann Christian Gottlieb Oelschläger, Besitzer der Wühlmühle.
* 10.10.1813 Heinrich Ludwig, Sohn des Mahl- und Mühlmeisters der Schloßmühle Christian Gottlob Ludwig Oelschläger und der Maria Dorothea Gabel (Gobel). TP. Johann Heinrich Grohmann Auszügler und Schloßmüller. Maria Elisabeth, Witwe des Brücknitzer Müllers Andreas Gottlob Gobel.
+ 10.02.1814 Heinrich Ludwig, Sohn des Mühlmeisters auf der Schloßmühle Christian Gottlob Ludwig Oelschläger. 4 M. 10 T.
+ 21.11.1813 der Mühlenmeister Christian Gottlob Ludwig Oelschläger. 38 J. 11 M. (Witwe und 2 Söhne)
Der Besitz fiel an seine Frau Marie Dorothee geborene Gobel. Er umfasste das Grundstück der Schlossmühle, ein Wohn-, ein Mühl- und ein Brauhaus, eine Scheune, Ställe, Schuppen und Gärten. Der Gesamtwert wurde mit 4.186 Thalern im Grundbuchbuch notiert.
Müllerfamilie Völker
In den heimatgeschichtlichen Veröffentlichungen meistens falsch als Bölker bezeichnet.
Johann Adam Völker 9/ 196
* 1785 Kutzleben, Sohn des Johann Heinrich Völker in Kutzleben
+ 29.12.1845 (60 Belzig
II. °° 14.08.1814 der Witwe Maria Dorothea Oelschläger geb. Jobel [Gobel] (+ 06.08.1875, 86 J.), Tochter des Mühlenbesitzers Christoph Jobel in Brücknitz bei Ziesar, mit Johann Adam Völker Besitzer der Schloßmühle, Sohn des Johann Heinrich Völker Mühlenbesitzer in Kutzleben.
1. Friedrich Wilhelm Ludwig * 16.08.1815 + 12.05.1892, °° 27.10.1842 Friederika Augusta Jäger (* 02. Februar 1820 + 02.01.1895), Tochter des Mühlenbesitzers der Hintermühle Johann Friedrich Jäger
2. Augusta Friederika Amalia * 14.04.1817, + 20.04.1817
3. Augusta Friederika Amalia * 23.04.1818, * 14.10.1819
4. Lisetta Friederika Amalia * 18.07.1820, °°16.01.1849 mit dem Seiler Friedrich Gustav Baitz
5. Augusta Karolina Wilhelmina * 23.11.1822, °° 05.08.1849 mit dem Garnweber Gottlieb August Amelang aus Coswig
6. Charlotta Wilhelmina Karolina * 09.10.1824, °° 27.03.1851 mit dem Uhrmacher Johann Ernst Friedrich Engelmann in Wittenberg
7. Louisa Friederike Amalia * 08.01.1827
8. Klara Friederika * 23.11.1828, + 11.08.1856 Görzke, °° 25.10.1855 mit dem Flaschenfabrikanten Johann Friedrich Rudolph Römlinger aus Görzke
9. Wilhelmina Ernestina * 28.01.1831, + 31.01.1911 Landsberg a. d. Warthe
Mühlenbescheider Johann Adam Völker, ein Bruder des Schloßmüllers, + 20.03.1848 (54 J.).
Er war der Vater eines außerehelich todgeborenen Sohnes (28.04.1857)
Johann Friedrich Christoph Völker
* 05.07.1792, vierter Sohn des Johann Christoph Völker Mühlenbesitzer in Kutzleben, verstarb am 06.02.1852 (59 J. 7 M. 1 T), er hinterließ 5 Kinder.
°° 11.05.1818 mit Johanna Sophia Braunsdorf (* 17.06.1792, + 14.03.1857), Tochter des Schneiders Johann Christoph Braunsdorf
Die Ehefrau brachte eine uneheliche Tochter, Johanna Christiana, mit in die Ehe.
1. Johanna Friederika * 03.01.1819 (T. 17.01.1819, TP: Christiana Friederika Grohmann Ehefrau des Johann Ludwig Grohmann Besitzers der Papiermühle, Johann Adam Völker Mühlmeister der Schloßmühle)
2. Friedrich Wilhelm * 08.04.1821
3. Johanna Sophie * 22.09.1823
4. Christiana Carolina * 26.01.1827, + 09.07.1827
5. Henrietta Emilia * 26.01.1827, + 19.02.1844
Am 09. Juli 1845 kam es über Belzig zu einem starken Wolkenbruch. Das Wildwasser von den umliegenden Bergen drohte den Wall zu übersteigen. Der damalige Schlossmüller sperrte dem Wasser mit Leitern und Dung den Weg und verhütete so die Wassernot für Mühle, Sandberg und Belzig.
Am 09. März 1827 kaufte Carl Heinrich Leopold von Lochow zu den beiden 1817 erworbenen Lehnsteilen auch den dritten Teil seines Bruders Carl Wilhelm Ferdinand von Lochow zurück. Dabei war auch ein Grasgraben unweit der Belziger Schneidemühle rechts des Belziger Baches. Carl Heinrich hatte den von Carl Friedrichs Witwe an ihren Kutscher vererbten Grasflecken bei Belzig am 08. Mai 1822 für 670 Taler zurückgekauft. Der Kutscher hatte dieses Grundstück für seine Dienste bei der Errettung des Gutes Lübnitz während der Napoleonischen Befreiungskriege erhalten.
Ein tüchtiger Pferdeknecht, mit guten Zeugnissen versehen, findet sofort einen Dienst bei L. Völker in der Schlossmühle bei Belzig.
1857 kostete auf der Schlossmühle gemahlenes: „Extra feines Weizenmehl Nr. O. à Ctr. 5 Thaler 20 Silbergroschen / Extra feines Weizenmehl Nr. 1. à Ctr. 5 Thaler 10 Silbergroschen / Extra feines Weizenmehl Nr. 2. à Ctr. 4 Thaler 10 Silbergroschen / Extra feines Roggenmehl Nr. O. à Ctr. 3 Thaler 10 Silbergroschen / Extra feines Roggenmehl Nr. 1. à Ctr. 3 Thaler / Extra feines Roggenmehl Nr. 2. à Ctr. 2 Thaler 20 Silbergroschen“
26. November 1864 (ZBKBL)
Ein tüchtiger Müllergeselle kann sofort in Arbeit treten beim Müllermeister Völker in der Schlossmühle bei Belzig.
Friedrich Wilhelm Ludwig Völker
* 16.08.1815
+ 12.05.1892
°° 27.10.1842 Friederika Augusta Jäger (* 02.02.1820 Belzig, + 02.01.1895 Belzig)
1. Friederika Augusta Sophie Maria * 15.08.1843. + 15.12.1857
2. Amalia Karolina Wilhelmina Emilie * 06.03.1845, + 30. März 1887, °° 04.06.1872 mit dem Ackermann Friedrich Otto Julius Dorno
Der Kgl. Landrath des Kreises Zauch – Belzig i.V. von Köller, Regierungs – Assessor
Königl. Kreisgerichts-Commission II. Belzig, den 17. März 1868
Von Person bekannt und verfügungsfähig erschienenen:
1. Der Rittergutsbesitzer Herr Carl von Lochow auf Lübnitz,
2. Der Herr Mühlenbesitzer Friedrich Wilhelm Louis Völker aus Sandberg, überreichten anliegenden Vergleichsentwurf mit Karte und rekognoszierten die unter demselben befindlichen Unterschriften als von ihnen herrührend. Das Objekt wird auf 60 Rp angegeben.
gez. Carl von Lochow
gez. Louis Voelker
gez. Klemming.
Zwischen den Rittergutsbesitzer Carl von Lochow auf Lübnitz als Besitzer des so genannten Rohrteichs im Hypothekenbuche der Königl.- Kreisgerichts -Kommission Belzig von Landungen Vol. II. Nr. 74 Pag. 461 ad. 18 und resp. Vol. I. Nr. 46 Pag. 903 ad. 5 verzeichnet, eines Teils und dem Besitzer der im Hypothekenbuch von Sandberg Vol. I. Nr. 5 Pag. 55 verzeichneten Schlossmühle, Herrn Louis Völker anderseits wird ein Vergleich dahin geschlossen,
Der Rohrteich bestand bisher und besteht jetzt noch teils aus einen freien Wasserspiegel, teils aus mit Rohr bestandenen und mit Wasser durchzogenen Sumpfterrain, teils aus Wiesenboden. Herr Völker, welcher den Rohrteich bisher als Sammelteich für seine Mühle benutzt und betrachtet hat, steht davon ab, und gibt sich das Recht, der Umwandlung des Teichterrains in Wiesenboden zu widersprechen, jedoch mit folgenden Ausnahmen,
am Ständer, welcher der Völker’schen Mühle durch einen zwischen derselben und dem Wallgraben liegenden Kanal das Betriebswasser zuführt, befindet sich nach beiden Seiten eine Verschälung. In der ganzen Breite der Verschalung nach Norden muss auf 12 Fuß in den Teich hinein ein Wasserbassin, in welchem die Gräben und Kanäle ausmünden, bestehen bleiben. Auf der anliegenden Handzeichnung ist die Lage dieses Bassins mit a, b, c, d bezeichnet. Die Räumung dieses Bassins und die Unterhaltung der Verschalung übernimmt Herr Völker.
beim Ausfüllen des Sumpfterrains auf dem Rohrteichanteil des Rittergutbesitzers von Lochow wird der schon bestehende von Schlägels Hof herankommende Graben dergestalt verlängert, dass er in dem Wasserbassin ausmündet. Vom Wasserbassin ab soll diesem Graben bis 200 Fuß Länge, vom Wasserbassin ab gerechnet, eine Breite von 12 Fuß in der Oberkante und eine Tiefe von 2 Fuß vom Wasserspiegel ab gegeben werden. Weiter nach Westen soll der Graben in der bisherigen Breite von 3 Fuß erhalten werden und desgleichen in einer Tiefe von 2 Fuß vom Wasserspiegel ab. Die Räumung dieses Grabens in so weit, als er die Breite von 12 Fuß erhält, wird von Herrn von Lochow und Herrn Völker gemeinschaftlich bewirkt. Auf der beigefügten Handzeichnung ist dieser Kanal mit e, f bezeichnet.
die jetzt bestehenden, dem Wasserbassin das Wasser zuführenden Kanäle und Gräben, nämlich:
der von der Stollenberger – Schäferei herankommende Hauptkanal g – h der Handzeichnung,
der Graben, welcher an der Mitternachtsseite der von Lochow’schen Wiese sich hinzieht, und die in der Richtung dieses von Mitternacht nach Mittag neu angelegte Fortsetzung dieses Grabens i, k, l. der Handzeichnung.
Der Graben an der Grenze der Koch’schen Wiese in der Richtung von Mittag nach Mitternacht m n der Handzeichnung, müssen für immerwährende Zeiten als Gräben zur Leitung des Wassers nach dem Wasserbassin vor den Ständer bestehen bleiben und als Zuleitungsgräben offen gehalten werden. Die Besitzer des Rohrteiches verpflichten sich, das Wasser der an der Nord- West- und Südseite des Rohrteiches entspringenden Quellen dem Wasserbassin am Ständer zufließen zu lassen und dasselbe nicht nach anderen Seiten abzuleiten und ferner die innerhalb ihres Eigentums befindlichen Quellen offen zu erhalten und, soweit es erforderlich, auszustechen. Der auf der Handzeichnung mit g h bezeichnete Hauptkanal, vom Stollenberg herkommend, welcher vom Wasserbassin ca. 320 Fuß lang und am Bassin 8, am entgegengesetzten Ende aber 7 Fuß breit ist, und bisher von den Besitzern des Rohrteiches, Herrn von Lochow und Frau Kaufmann Koch gemeinschaftlich und zu gleichen Teile werden ist wird in dieser Breite auch ferner erhalten und in einer Tiefe von 2 Fuß vom Spiegel des höchst zulässigen Wasserstandes ab. Der vorstehend sub. Littr. B gedachte Graben (i k l der Handzeichnung) soll stets mindestens eine Breite von 1 ½ Fuß haben. Die Räumung verbleibt eine Verpflichtung der Besitzer des Rohrteiches, doch soll dem Mühlenbesitzer Völker gestattet sein, wenn durch außergewöhnliche Naturereignisse uns Überschwemmungen plötzlich eine Versandung des Hauptkanals eintritt, diese dadurch zu beseitigen, dass er die Räumung in solchen außerordentlichen Fällen selbst übernimmt. Der an der Morgenseite der Koch’schen Wiese entlang gehende Graben, m n der Handzeichnung, wird, sowie auch die sonstigen Gräben in der bisherigen Breite, wie sie aus dem anliegenden Verzeichnisse hervorgeht, erhalten, und soll ihnen eine Tiefe gegeben und sie stets in einer Tiefe erhalten werden, welche den ungehinderten Abfluss des darin enthaltenen Wassers nach dem Bassin vor dem Ständer gestattet. Die Räumung dieser Gräben übernehmen die Rohrteichbesitzer, Herr von Lochow und Frau Kaufmann Koch ein jeder in soweit, als sie auf seinem Grund und Boden liegen. Die Räumung ist im Frühjahr jeden Jahres, und zwar vor dem 15. Mai auszuführen.
Der Wasserstand in dem Bassin vor dem Ständer soll durch einen auf Kosten des Herrn von Lochow und Herrn Völker zu setzenden Merkpfahl und zwar dergestalt reguliert werden, das er 1 (ein) Zoll unter der am Ständer eingemeißelten Marke zu liegen kommt. Kontrahenten wollen diesen Merkpfahl ohne Zuziehung der Behörde selbst errichten. Herr von Lochow verpflichtet sich von der Nordseite des Wasserbeckens ab, a – b der Handzeichnung, bis zur Grenze mitten der Wiese des Magistrats. v der Handzeichnung, den Wiesenboden muldenartig derart zu erniedrigen, dass das Wasser aus dem Bassin, wenn solches den höchst zulässigen Wasserstand erreicht hat, nach der Brücke am Wiesenburger Tor Abfluss zu finden im Stande ist, und den Wiesenboden in diesem Stande zu erhalten. Zugleich wird hier festgesetzt, dass das Wiesenterrain, über welches dieser Abfluss stattfindet, stets mit dem Markpfeil im Niveau stehen und dieser Höhe von Herrn Lochow unterhalten werden muss, dergestalt, dass das Wasser aus dem Bassin erst dann abfließen vermag, wenn der Wasserstand wie ihn der Markpfeil markiert, überschritten wird. Die Kosten der Herstellung dieser Vertiefung der Wiese tragen Herr von Lochow und Herr Völker zu gleichen Teilen. Die Herstellung erfolgt im Frühjahr künftigen Jahres, vor Eintritt des Graswuchses. Sowohl in dem Falle, wenn durch Schuld des Mühlenbesitzers Völker der durch den Merkpfahl regulierte Wasserstand überschritten wird, als auch in dem Falle, wenn das Wiesenterrain, über welches bei Überschreitung des regulierten Wasserstandes das Wasser abfließt, durch Schuld oder Vernachlässigung des Wiesenbesitzers, niedriger zu liegen kommt, als der Merkpfahl also nicht mehr im Niveau mit demselben bleibt, verfällt der schuldige Teil in eine Konventionell – Strafe 10 Sgr. Während der Wintermonate, nämlich vom 1. Oktober bis zum 1. April soll es dem Mühlenbesitzer Völker gestattet sein, den Wasserstand 3 Zoll über den vorgegebenen höchsten Sommer – Wasserstand zu halten, also in der Höhe, welche die am Ständer eingemeißelte Marke anzeigt, die erforderliche Vorrichtung zum Festhalten des Wassers im Bassin in dieser Höhe hat Herr Völker nach seinem Ermessen und auf eigene Kosten zu treffen.
zu beiden Seiten des Ständers, und zwar auf der von Lochowschen Seite auf Fuß und auf der Koch’schen Seite auf Fuß ist das Ufer mit einer Bretterverschalung versehen, den Grund und Boden, welcher zwischen Wallweg und dieser Uferverschalung liegt, treten die Besitzer des Rohrteichs, Herr von Lochow und Frau Kaufmann Koch, jeder Teil, soweit ihm das Eigentumsrecht daran zusteht, an den Schlossmühlenbesitzer Herrn Völker eigentümlich, jedoch ohne Gewährleistung hiermit ab, letzterer verpflichtet sich dagegen zur Unterhaltung der Verschalung. Den Wasserspiegel an dieser Stelle mit einer Bretterdecke oder in einer anderer Weise zu überdecken, ist dem Mühlenbesitzer Völker nicht gestattet.
Die Rohrteichbesitzer sind befugt, auf dem jetzt schon vorhandenen Wiesenboden sowohl, wie auf dem noch herzustellenden Gräben nach ihrem Belieben anzulegen, jedoch nur so, dass das in die angelegten Gräben eintretende Wasser seinen Abfluss nur nach dem Wasserbassin vor dem Ständer und nicht anderweit hinnehmen kann.
Bis zur Herstellung der zum Abfluss übermäßigen Wassers bestimmten muldenartigen Vertiefungen, welche vom Frühjahr nächsten Jahres und längstens bis zum 15. Mai kommenden Jahres erfolgen soll, wird der derzeit bestehende und bisher bestandene Zustand aufrecht erhalten, doch nimmt der Mühlenbesitzer Völker die angestellte Besitzklage zurück. Die gerichtlichen Kosten des Besitzprozesses werden vom Herrn von Lochow zu einer und Herrn Mühlenbesitzer Völker zur anderen Hälfte getragen, die außergerichtlichen dagegen kompensiert.
Zu den Kosten, welche durch die geometrischen Arbeiten, durch den Entwurf und die gerichtliche Vollziehung dieses Übereinkommens, durch die Herstellung des Merkpfahls und der muldenartigen als Wasserablauf dienenden Vertiefung entstehen, tragen Herr von Lochow und Herr Völker zu gleichen Teilen bei.
Die Rechte und Verbindlichkeiten, welche den Kontrahenten aus diesem Übereinkommen erwachsen, sollen auf die Nachfolger in den Besitz der darin berührten, im Eingange gedachten Grundstücke übergehen und dies auf gemeinsame, gleichmäßig zu tragende Kosten im Hypothekenbuch der Grundstücke eingetragen werden, was hierdurch von den Kontrahenten ausdrücklich bewilligt wird.
Belzig, den 17. März 1868
gez. Louis Völker
Abb. Lageplan zum ersten Vertrag
Zweiter ergänzender Vertrag
Belzig, den 14. Februar 1870
Vor mir, dem hier wohnhaften Notar, Justizrath Friedrich Eduard Flemming und den zugezogenen, mir persönlich und als Inländer bekannten Instumentszeugen:
a. dem Schuhmachermeister Christian Kencke
b. dem Kürschnermeister Heinrich Toerlitz beide von hier, die mit mir versichern, dass keinem von uns Verhältnisse entgegenstehen, die nach dem § 5 – 9 der Verordnung vom 11. Juli 1845 von der Theilnahme an der Verhandlung ausschliessen, erschienen heut, von Person bekannt und dispositionsfähig:
a.der Rittergutsbesitzer Herr Carl von Lochow auf Lübnitz wohnhaft,
b. der Besitzer der Schlossmühle zu Sandberg Herr Louis Voelker zu Sandberg wohnhaft, und contrahierten dahin miteinander:
Zwischen den Coamparaenten ist unterm 17. März 1868 ein den Sammelteich vor der hiesigen Schloßmühle betreffendes Abkommen geschlossen und gerichtlich recognosoiert worden. Dies Abkommen ist in der Voraussetzung geschlossen worden, dass die Mitbesitzerin des gedachten Teiches und der daran stossenden Wiesengeländereien Frau Kaufmann Koch demselben beitreten werde, was nicht geschehen ist. Comparenten wollen nichtsdestoweniger das von ihnen geschlossene Abkommen unter sich aufrecht erhalten, selbstverständlich unter der Bedingung, dass die Bestimmungen, zu welche der Beitritt der Frau Kaufmann Koch erforderlich wäre ausser Anwendung treten. Das vorgedachte Abkommen bedarf in mehreren Punkten einer Ergänzung welche unter den Contrahenten dahin erfolgt.
Zu § 1 Nr.1 Paragraph eins Nr 1)
Die Verschaalung an dem Basain vor des Ständer übernimmt Herr Völker nur insoweit, als das Bassin sich auf dem Herrn von Lochov gehörigen Grund und Boden befindet, nicht auch auf dem Kochschen Anteil an dem Bassin, wenn Frau Kaufmann Koch überhaupt an dem Bassin Anteil haben sollte, was nach der vorhandenen Teilungskarte, von dem Regierungsfeldmesser Klose gefertigt, zu beurteile Grund und Boden des Bassins, soweit Herr Völker die Versschaalung desselben übernommen hat, fällt ihm zu. Die Unterhaltung des Ständers hat Herr Völker und die Nachfolgenden Besitzer seiner Mühle zu bewirken und wird sein Eigentum daran an Herrn von Lochow anerkannt.
Zu § l Nr. 3 ( P. eins Nummer 3)
Die tiefe des Grabens, welcher auf der, der Ausfertigung des gedachten Abkommens beigefügten, Handzeichnung mit i k l bezeichnet ist auf 2 Fuss Rheinländisch von dem höchst zulässigen Wasserspiegel festgesetzt. Die Fischerei sowohl in dem Graben als auch in dem Bassin, verbleibt Herrn von Lochow.
Zu § 2 (P. zwei)
Der Merkpfahl, dessen Setzung sich Contrahenten vorbehalten haben, ist gesetzt und zwar an der Stelle, an welchen es auf dem Bielfeldschen Plan des Rohrteiches verzeichnet steht und mit A, bezeichnet ist. Dieser Merkpfahl aus eichenem Holz bestehend und mit einem, zwei Zoll starken durch 5 Nägel mit dem Pfahl verbundenen eichenen Bohlenstück , von dem Umfange des Pfahls belegt, steht mit der Oberfläche einen Zoll unter der Höhe an dem steinernen Ständer und soll in dieser Höhe sorgfältig erhalten werden. Contrahenten beabsichtigen und verpflichten sich gegenseitig, einen zweiten in der Höhe mit dem schon stehenden ganz gleichen Merkpfahl in dem Bassin vor dem Ständer zu errichten.
Zu § 3 ( P. drei)
In dem mehrgedachten Abkommen, fehlt es an einer Bestimmung des Längenmasses, in welchem Herr Völker die Verschaalung zu unterhalten hat. Zur Ergänzung dessen wird bestimmt, dass Herr Völker die Verschaalung des Bassims insoweit übernimmt, als das Bassin zu dem Anteil des Herrn von Lochow am Röhrteich gehörig und jetzt verschaalt ist.
Die Abkommen zweimal für jeden der Herren Contrahenten einmal auszufertigen und die Eintragung in das Hypothekenbuch zu veranlassen.
vorgelesen genehmigt unterschrieben
Carl von Lochow
Louis Voelker.
Es wird hiermit attestiert, dass die vorstehende Verhandlung so, wie sie niedergeschrieben worden ist, wirklich stattgefunden hat und dieselbe in Gegenwart des Notars und der Zeugen den Herrn Contrahenten vorgelesen von denselben genehmigt und wie vorsteht eigenhändig unterschrieben worden ist.
Christian Bencke
Heinrich Toerlitz
Friedrich Eduard Flemming
Vorstehende, in das Register für das Jahr 1870 sub. Nummer 56 eingetragenen Verhandlung wird hiermit zweimal, nämlich einmal für den Rittergutsbesitzer Herrn Carl von Lochow auf Lübnitz und das andere Mal für den Mühlenbesitzer Herrn Louis Voelker zu Sandberg ausgefertigt.
Der Justizrath:
gez. Unterschrift.
Ausfertigung für den Rittergutsbesitzer Herrn Carl von Lochow auf Lübnitz.
E.w. Hochwohlgeboren werden hierdurch benachrichtigt, dass auf Grund der am 27. März 1868 und 14. Februar 1870 aufgenommene Verhandlungen folgende Eintragung im Hypothekanbuche von Ihrer Landungen und zwar ad. 18 der Tabelle Volumen 2 pagina 461 No.74 bewirkt ist:
R u b r i c a II.
Sie werden hierdurch benachrichtigt, dass auf Grund des am 17. März 1868 aufgenommen Vertrages und der in Ausfertigung beiliegenden notariellen Verhandlung vom 14. Februar 1870 folgende Eintragung im Hypothekenbuche von Sandberg bei dem Grundstück des Mühlenbesitzers Voelker in Sandberg Vol. I pag. 65 No. 5 bewirkt ist.
Rubrica II. Nr. XIII 3
Die Verpflichtung des Besitzers dem Grundstück Vol. I. Nr. 5 fol. 65 von Sandberg gegenüber zur Anlegung, unveränderter Erhaltung und Räumung der Gräben und Wasserzuflüsse nach Massgabe der Bestimmungen im Übereinkommen vom 17. März 1868 und vom 14. Februar 1870 eingetragen zufolge Verfügung vom 8. Oktober 1870.
Belzig, den 8. Oktober 1870
Königliche Kreisgerichts-Commission II
No. 10. Die Verpflichtung des Besitzers :
a) dem Besitzer des Rohrteiohes Vol.II Nr.74 pag. 461 ad.
der Tabelle die Umwandlung des Teichterrains zu gestatten
b) zur Räumung des Wasserbassins
c) zur Unterhaltung der Verschaalung des Bassins,
d) zur gemeinschaftlichen Räumung des von Schlägels Hof herkommenden Grabens,
e) zur Regulierung des Wasserstandes im Rohrteiche, und zwar alles nach näherem Inhalte des Abkommens vom 17. März 1868 und l4. Febr. 1870 eingetragenen ex decreto vom 19. Oktober 1870.
Belzig, den 19. Oktober 1870
Königliche Kreisgerichts-Commission I.
Müllerfamilie Dorno
Friedrich Julius Otto Dorno
* 30. März 1847, Sohn des Bäcker und Brauereibesitzer Friedrich August Dorno und der Caroline Wilhelmine Kühne in Belzig
+11. Dezember 1912
I. °° 04. Juni 1872 mit Amaila Karoline Wilhelmine Emilia Völker (* 06. März 1845, + 30. März 1887)
II. °° 26. Dezember 1891 Lina Clara Auguste Bethge (* 05.02.1858 Berlin-Charlottenburg, + 14. Dezember 1924 in Belzig), Tochter des Bäckermeisters Ferdinand Bethge und der Auguste Issim in Berlin-Zehlendorf
1. Maria Anna Clara * 19. Februar 1874, + 17. September 1874
2. Paul Louis Otto * 14. März 1878, + 21. April 1878
3. Klara Maria Margarethe * 06. Januar 1880
4. Friedrich Louis Otto * 26. Januar 1881, + 25.10.1918 Feldlazarett zu Bay, °° 07. Oktober 1907 mit Mathilde Pauline Pulz
5. Klara Martha Karolina * 27 Juni 1894
6. Karl Heinrich * 07. Februar 1898, gefallen 09. Oktober 1918 bei Verdun (Dorno, Heinrich Lt., geb. in Sandberg b. Belzig 7.2.98, gef. 9.10.18 v. Verdun 1 Klm. südöstl. H. 371 (Kleiner Stern) 3 1/2 Klm. südöstl. Sipvy – Er war im Füslier-Regiment Prinz Heinrich von Preußen (Brandenburgisches) Nr. 35 Leutnant)
18.April 1874 (ZBKBL)
2 Taler Belohnung. Denjenigen, welcher mir Person namhaft gemacht, die sich ihres Schuttes in den und am Mühlenbach, sowie in der Ecke bei der Mühle und der Wiese beim Maurergesellen Piepert entledigen. Otto Dorno, Mühlenbesitzer.
05.02.1879 Gemeindevorsteher ist in Sandberg Mühlenmeister Dorno
1880 Sandberg: Gemeindevorsteher: Mühlenbesitzer Ferdinand Wiere, Schöppen: Maurer Rüger, Mühlenbesitzer Dorno
Bei der Bekämpfung des Brandes der Schlossmühle am 11. Mai 1887 hatte die Feuerwehr einen bedauerlichen Unfall zu verzeichnen. Durch Einsturz der Vorderfront wurde dem Feuerwehrmann Karl Störtzer, der ein Strahlrohr führte, der rechte Unterschenkel zerschlagen. Das Feuer brach in der Nacht vom 10. – 11. Mai aus, die Feuerwehr wurde um 3 Uhr Nachts alarmiert.
25. Mai 1887 (ZBKBL)
Dem bei dem Brande der Schlossmühle verunglückten Mitgliede der Freiwilligen Feuerwehr, Kamerad Störtzer, sind Seitens des Brandenburgischen Provinzial – Feuerwehr – Verbandes 10 Mark Unterstützung pro Woche während der Dauer seiner Arbeitsunfähigkeit bereitwilligst zugesichert worden. Die Privatwohltätigkeit hat ebenfalls das Ihre getan, dem Schwerverletzten und seiner Familie helfend beizuspringen. Der Arbeiter Störzer kam bei Löscharbeiten zu Falle, als er einer niederstürzenden Wand ausweichen wollte. Dabei wurde ihm der Unterschenkel derartig verletzt, dass er an einem komplizierten Bruch desselben schwer darniederliegt.
Das Richtfest für den Mühlenneubau erfolgte am 5. August 1887
„Zimmermanns-Predigt beim Richtfest des Schloßmühlen-Gebäudes zu Sandberg, bei Belzig, den 5ten August 1887
Am 11ten Mai, die Nacht war klar
Als just der Wind zu Bette war,
da weckte uns nächtliches Geschrei
auf dort im Sandberg ein Feuer sei
Wer munter ward vom Haus weg rann.
‚Die Schloßmühle brennt!‘ so hieß es dann.
Die Schloßmühle? Das kann nicht sein
Man sieht ja keinen Feuerschein!
Doch bald schoß die Flam zum Dach heraus.
‚Da ist nichts zu retten, auch das Wohnhaus brennt!‘
Dann gewaltig raste das Element.
So fand man am Morgen eine Wüstenei,
und tagelang dauerte die Spritzerei.
Nach trüben Wochen, in Monatsfrist,
die Aussicht bei der Brücke eine andere ist.
Es wurde dann wacker Schutt fortgeräumt,
in deß der Mühlenbach stürzend schäumt.
Bald kamen Maurer und Handlanger an,
und mit dem Metermaß der Zimmermann.
Es entstand ein tüchtiges Fundament
aus Schutt und Moorgrund, den Ihr alle kennt.
In kurzer Zeit wuchsen die Mauern an
und das Gebälk legte der Zimmermann.
Im ersten Stockwerk und weiter herauf
und gut brachte man die Sparren hinauf.
Das Gebäude ist fertig – von der Hand nun erschaffen
die Maurer gaben ihm sein Gewand
Von außen, fein und solide
Von innen, da kann der Mühlenbach noch lange rinnen.
Ehe Fundamente und Wände weichen
die gewiß ein hohes Alter erreichen.
Dies wollen wir wünschen dem ganzen Gebäude
Zu der Bauherrn und ihrer Nachkommen Freude!
Mit Ruhm wird der Bau auch die Baumeister lohnen,
weil die Bauherrn keine Kosten schonen
‚Das Werk lobt den Meister‘ wird jeder sagen,
auch die Gesellen und Handlanger, die dabei sich plagen,
bei Tages Hitze, bis spät in die Nacht,
damit der Bau bald wird zu Stande gebracht.
Nun heißt es beim Predigen: ‚Krieg und Brand
Segnet der Himmel mit milder Hand!‘
So verleihe er der Schloßmühle Heil und Segen,
Frieden und Wohlstand allerwegen,
darin Glück, Gesundheit an Leib und Seele,
und das nimmermehr das kleine Geld hier fehle,
daß es sich – wie bisher – darin halte und vermehre,
auch bewahret bleibe des Schloßmüllers Ehre,
als tüchtiger Müller zu allen Zeiten
die hierorts das feinste Mehl bereiten.
Mögen die Bauherrn nur Gutes erleben,
an Kindern und Enkeln und Verwandten daneben.
So schließe ich denn in Gottes Namen
Mit einem kräftigen lauten Amen.“
27. Mai 1889 Aufgebot der angeblich verloren gegangen Quittungsbücher der Sparkasse von: 1. dem Mühlenbesitzer Otto Dorno in Sandberg, Quittungsbuch Nr. 6544 über 259, 16 Mark und seiner Frau Margarethe Dorno – Quittungsbuch Nr. 6087 mit 284, 48 Mark.
Belzig, den 24. Februar 1900 ( ZBKBL 03.03.1900 )
Der Maurer Carl Rüger in Sandberg ist zum Gemeindevorsteher, sowie der Mühlenbesitzer Otto Dorno und der Ackermann Carl Krause ebendaselbst zu Schöppen der Gemeinde Sandberg wiedergewählt und von mir bestätigt worden.
Mühlenbesitzer Otto Dorno, sein Dienstknecht Gottfried Hagen (1901)
1913 Sandberg: Amtsvorsteher Rittergutsbesitzer Koreuber, Stellvertreter Mühlenbesitzer Dorno, Gemeindevorsteher der Maurer August Haase.
Friedrich Louis Otto Dorno 17/ 31
Schloßmüller
* 26.01.1881
† 25.10.1918 Feldlazarett zu Bay
°° 07.10.1907 mit Mathilde Pauline Pulz
Gertrud * 1908
Elly * 1910
Otto Gustav * 13.08.1914, † 07.11.2000, °° Irene Sperfeld
Richard * 1916, gefallen im 2. Weltkrieg
1932 hatte der Müller Kuhlmey von der Werdermühle 1248,99 RM Schulden bei der Frau Mühlenbesitzerin Pauline Dorno.
Otto Gustav Dorno
Mühlenmeister 1914 – 2000
* 13.08.1914
† 07.11.2000
Irene Dorno geb. Sperfeld(* 15.10.1919, † 23.06.1999)
Ein Haus, das Zubehör zur Schlossmühle Nr. 5 ist
Schlossmühle mit Wohnhaus, Mühlhaus, Stallungen, Brauhaus, eine Scheune, Ställe, Schuppen, zwei Gärten von und hinter der Mühle
1814 vom Mühlenmeister Christian Gottlieb Ludwig Oelschäger errichtet
1831 erbt die Ehefrau des Müllermeisters Voelker, Marie Dorothee geb. Gobel, vormals Witwe des Mühlenmeisters Oelschläger, Wert 4186 Thaler
1840 Müller Friedrich Wilhelm Ludwig Völker hat das Grundstück für 6000 Thaler von seiner Mutter, verehelichte Völker erkauft
1873 Otto Dorno und Ehefrau Emilie geb. Völker für 9650 Thaler mit Landungen erworben
1891 Otto Dorno erhält laut Erbvertrag den Anteil der Ehefrau
1907 Otto Dorno jun.
1919 Erben: die Witwe Pauline Dorno geb. Pulz, unverheiratete Gertraud Dorno, geb. 1908, Elli Dorno geb. 1910, der Müller Otto Dorno 1914, Richard 1916 in ungeteilter Erbengemeinschaft
Wiese zwischen Mühlbach und Seedoche, Acker in der Stadtmark am Lübnitzer Wege (28 ha), Acker Schönefeld 20 ha, insgesamt über 45 ha
1878 Ökonom Otto Dorno und Ehefrau Emilie geb. Völker zu Sandberg
1891 Mühlenbesitzer Otto Dorno
1907 Mühlenbesitzer Otto Dorno jun.
1919 auf Grund des Erbscheins von 1919 erbt Pauline Dorno geb. Pulz
unverehelichte Gertrud Dorno, geb. 1908
unverehelichte Elli Dorno, geb. 1910
Müller Otto Dorno, geb 1914
Richard Dorno, geb. 1916
Schlagwörter Belzig, Mühlen

References: § 7
 § 29
 § 5
 § 1
 § 2
 § 3