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Timestamp: 2019-01-17 13:14:20+00:00

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Haushaltshilfe als Leistung der gesetzlichen Pflegeversicherung
Haushaltshilfe wird in der Pflegeversicherung als "hauswirtschaftliche Versorgung" bezeichnet. Nach § 14 Abs. 4 Nr. 4 SGB XI umfasst die hauswirtschaftliche Versorgung Hilfen beim Einkaufen, Kochen, Reinigen der Wohnung, Spülen, Wechseln und Waschen der Wäsche und Kleidung und dem Beheizen der Wohnung.
Der Leistungsanspruch ist an das Vorliegen einer Pflegestufe gekoppelt, wobei der Hilfebedarf gleichzeitig teilweise mitbegründend für eine Pflegestufe ist (§ 15 SGB XI). Die Hilfeleistung ist Bestandteil der Pflegesachleistung nach § 36 SGB XI, die in der Regel von ambulant tätigen Pflegediensten erbracht wird. Konkret festgelegt sind die Hilfeleistungen in Rahmenverträgen auf Landesebene nach § 75 SGB XI. Die Vergütung richtet sich nach Vereinbarungen gemäß § 89 SGB XI, die zwischen den Pflegediensten und den Pflegekassen abgeschlossen werden. Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Haushaltshilfe_(Sozialleistung) § 38 SGB VHaushaltshilfe
4) Kann die Krankenkasse keine Haushaltshilfe stellen oder besteht Grund, davon abzusehen, sind den Versicherten die Kosten für eine selbstbeschaffte Haushaltshilfe in angemessener Höhe zu erstatten. Für Verwandte und Verschwägerte bis zum zweiten Grad werden keine Kosten erstattet; die Krankenkasse kann jedoch die erforderlichen Fahrkosten und den Verdienstausfall erstatten, wenn die Erstattung in einem angemessenen Verhältnis zu den sonst für eine Ersatzkraft entstehenden Kosten steht.
(5) Versicherte, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, leisten als Zuzahlung je Kalendertag der Leistungsinanspruchnahme den sich nach § 61 Satz 1 ergebenden Betrag an die Krankenkasse. Quelle: http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__38.html
Anhand von drei kleinen Beispielen möchten wir unsere Umsetzung des Begriffes „Haushaltshilfe“ aufzeigen:
Bei Frau B. wird während ihrer Schwangerschaft durch den Arzt eine Risikoschwangerschaft festgestellt. Daraufhin verordnet der Arzt eine Haushaltshilfe, da Frau B. noch zwei Kinder zu versorgen hat, sich aber aufgrund der ärztlichen Diagnose schonen soll. Frau B. wendet sich daraufhin an unsere Pflegestation "Netzwerk für ambulante Pflege" und bespricht mit der Pflegefachkraft, wie und wann die tägliche Hilfe stattfinden soll. Je nach besprochenem Hilfebedarf wird die passende Pflegekraft ausgesucht, die dann Frau B. während ihrer Risikoschwangerschaft entlastet.
Frau H. wurde am rechten Unterarm ambulant operiert. Da sie nach der Operation kurzfristig nicht in der Lage war, ihren Haushalt und die dazugehörigen Tätigkeiten selbst auszuführen, wurde ihr von der Krankenkasse eine Haushaltshilfe zugesprochen.
Frau W. wurde aufgrund ihrer Alkoholabhängigkeit von ihrer Krankenkasse eine Entziehungskur genehmigt. Da sie aber ein Kind unter zwölf Jahren zu versorgen hatte, wurde gleichzeitig eine Haushaltshilfe bewilligt. Unsere Pflegestation "Netzwerk für ambulante Pflege" sorgte von da an durch den Einsatz qualifizierter Fachkräfte für das Kind. Sie kauften ein, kochten, beaufsichtigten die Schularbeiten und waren Ansprechpartner für viele Sorgen und Nöte.

References: § 14
 § 36
 § 75
 § 89
 § 38
 § 61