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Timestamp: 2019-02-18 03:17:23+00:00

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Rechtsprechung: IVa ZR 90/85 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 17.12.1986
BGH, 03.12.1986 - IVa ZR 90/85
Angemessen Vergütung eines Testamentsvollstreckers - Pflichtverletzung eines Testamentsvollstreckers beim Ankauf von Aktien aus Nachlassmitteln - Anforderungen an die Ordnungsmäßigkeit der Testamentsverwaltung - Besonderes Vertrauen des Erblassers in den Testamentsvollstrecker - Grundsätze der Wirtschaftlichkeit bei Anlageentscheidungen
Grundsätzlich keine Bindung des Testamentsvollstreckers an den "sichersten Weg" bei Anlageentscheidungen (hier: Aktienkauf)
BGB § 2216 Abs. 1
BGH, 17.12.1986 - IVa ZR 90/85
NJW 1987, 1070
NJW-RR 1987, 580 (Ls.)
ZIP 1987, 922
MDR 1987, 478
FamRZ 1987, 377
VersR 1987, 1011
Rpfleger 1987, 160
OLG Hamm, 24.07.2012 - 10 U 85/09
Haftung des Testamentsvollstreckers wegen Einkommensteuerpflicht der Erben aus …
Er muss das ihm anvertraute Vermögen sichern und erhalten, Verluste verhindern und Nutzungen gewährleisten (BGH, NJW 1987, 1070 ff.;… Palandt, a.a.O., § 2216 BGB, Rz. 2 m. w. N.).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (NJW 1987, 1070, 1071) verbietet es sich insbesondere bei Anlageentscheidungen des verwaltenden Testamentsvollstreckers, die Grenzen der ordnungsmäßigen Nachlassverwaltung bereits dort zu ziehen, wo der sogenannte "sicherste Weg verlassen wird".
BGH, 09.11.1994 - IV ZR 319/93
Rechtsstellung des Nacherben-Testamentsvollstreckers
Ihm verbleibt lediglich das auch sonst im Rahmen des § 2216 BGB geltende Ermessen (BGHZ 25, 275, 283f.; BGH, Urteil vom 3. Dezember 1986 - IVa ZR 90/85 - NJW 1987, 1070, 1071 unter I 2).
OLG Hamm, 24.07.2012 - 10 U 109/09
Er muss das ihm anvertraute Vermögen sichern und erhalten, Verluste verhindern und Nutzungen gewährleisten (BGH, NJW 1987, 1070 f.;… Palandt, aaO, § 2216 BGB, Rz. 2 m.w.N.).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (NJW 1987, 1070, 1071) verbietet es sich insb.
BayObLG, 18.12.1997 - 1Z BR 97/97
Zwingende Anhörung des Testamentsvollstreckers vor Entlassung - Zeitpunkt …
Innerhalb dieses Bindungsrahmens wird die Verwalterpflicht konkretisiert durch das objektive Nachlaßinteresse und besonders durch die allgemeinen Regeln der Wirtschaftlichkeit (BGH NJW 1987, 1070 ;… MünchKomm/Brandner Rn. 2, Staudinger/Reimann Rn. 4, jeweils zu § 2216).
In Rechtsprechung und Schrifttum ist anerkannt, daß dem Testamentsvollstrecker, der bei der Verwaltung des Nachlasses (§ 2216 Abs. 1 BGB ) in eigener Verantwortung selbständig entscheidet, ein angemessener, nicht engherzig zu bemessender Ermessensspielraum zuzubilligen ist, der genügend Raum läßt für wirtschaftlich sinnvolle Eigeninitiative und der auch die Eingehung eines wirtschaftlich kalkulierten geschäftlichen Risikos nicht ausschließt (vgl. BGH NJW 1987, 1070/1071 m.w.N.; BayObLGZ 1990, 177/182 f.; BGHZ 25, 275/280, BGH WM 1967, 25/27; BayObLGZ 1976, 67/87;… MünchKomm/ Brandner Rn. 2, Staudinger/Reimann Rn. 2 ff, 7, jeweils zu § 2216;… Muscheler a.a.O., S. 249).
Der Testamentsvollstrecker handelt pflichtwidrig, wenn er die Grenzen seines Ermessens überschreitet (vgl. BGH NJW 1987, 1070/1071; BayObLGZ 1990, 177/182 m.w.N.;… MünchKomm/Brandner § 2216 Rn. 1, 2;… Hägele/ Winkler Rn. 167).
So hat auch der BGH für das Vermögen eines Mündels oder Betreuten im Rahmen der Entscheidung nach § 1811 BGB eine teilweise Anlage in Aktien nicht für generell ausgeschlossen erachtet (vgl. BGH NJW 1987, 1070/1071).
BGH, 04.11.1998 - IV ZR 266/97
Ein Testamentsvollstrecker hat seine Entscheidungen in eigener Verantwortung zu treffen, und zwar unter Umständen auch gegen den Willen der Erben bzw. Vermächtnisnehmer (BGH, Urteil vom 3. Dezember 1986 - IVa ZR 90/85 - NJW 1987, 1070, 1071).
OLG Hamm, 03.02.2004 - 4 U 122/03
Testamentsvollstreckung durch einen Wirtschaftsprüfer
Die fast übergangslose Fortsetzung der treuhänderischen Verwaltung eines erheblichen Vermögens durch einen Wirtschaftsprüfer auch nach dem Tod des früheren Auftragsgebers mit dem Erfordernis der weiteren Anlage des Vermögens, ohne dass erhebliche rechtliche Probleme anfallen, die der Antragsgegnerin als Beispielsfall vorschwebt und die auch der Entscheidung BGH WM 1987, 239 zu Grunde lag, stellt dabei einen Ausnahmefall dar, der bei der allgemeinen Beurteilung außer Betracht zu bleiben hat.
Er wird vielmehr durch die dem Testamentsvollstrecker gestellten sehr verschiedenartigen Aufgaben bestimmt (vgl. z.B. Senatsurteil vom 3.12.1986 - IVa ZR 90/85 - BGHR BGB § 2216 Abs. 1 "Aktienerwerb 1").
BGH, 14.12.1994 - IV ZR 184/93
Befugnisse des Testamentsvollstreckers im Rahmen einer wirtschaftlichen …
Ihm sind nur solche Anlagen verwehrt, die nach Lage des Falles den Grundsätzen einer wirtschaftlichen Vermögensverwaltung zuwiderlaufen (BGH, Urteil vom 3. Dezember 1986 - IVa ZR 90/85 - NJW 1987, 1070, 1071 unter I 2; vgl. auch Urteil vom 8. März 1989 - IVa ZR 353/87 - NJW-RR 1989, 642, 643 [BGH 08.03.1989 - IVa ZR 353/87] unter 5 b).
OLG München, 22.01.2008 - 16 UF 1666/07
Kind als Alleinerbe: Beschwerderecht des Testamentsvollstreckers gegen die …
LAG Berlin, 25.10.2002 - 19 Sa 1484/02
Betriebsbedingte Kündigung; Haushandwerker; Testamentsvollstrecker
OLG Brandenburg, 16.03.1995 - 8 Wx 160/94
Formnichtigkeit eines in der vormaligen DDR geschlossenen Kaufvertrages
OLG Celle, 11.03.1998 - 9 U 159/97
Formbedürftigkeit einer Vereinbarung über die Übertragung von …
BayObLG, 20.06.1990 - 1a BReg.Z 19/89
Entlassung eines Testamentsvollstreckers; Eingeschränkte Nachprüfbarkeit …

References: § 2216
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