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Timestamp: 2020-07-07 00:52:39+00:00

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BGH, 18.02.2008 - II ZR 62/07 - dejure.org
https://dejure.org/2008,823
BGH, 18.02.2008 - II ZR 62/07 (https://dejure.org/2008,823)
BGH, Entscheidung vom 18.02.2008 - II ZR 62/07 (https://dejure.org/2008,823)
BGH, Entscheidung vom 18. Februar 2008 - II ZR 62/07 (https://dejure.org/2008,823)
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GG Art. 103 Abs. 1; GmbHG § 43 Abs. 2, 3; ZPO § 544 Abs. 7
GmbHG § 43 Abs. 2, 3; ZPO § 544 Abs. 7; GG Art. 103 Abs. 1
Schadensersatzpflicht bei Verletzung der Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsführers
Zulässigkeit der Ablehnung eines Sachverständigenbeweises bei Vorwegnahme der Beweiswürdigung; Überraschungsentscheidung als Verstoß gegen Art. 103 Abs. 1 GG; Darlegungslast und Beweislast einer GmbH für ein möglicherweise pflichtwidriges Verhalten des Geschäftsführers
Zur Darlegungs- und Beweislast bei Schadensersatzansprüchen gegen GmbH-Geschäftsführer
Schadensersatzansprüche gegen GmbH-Geschäftsführer
Zu den Schadensersatzansprüchen gegen einen GmbH-Geschäftsführer gemäß § 43 GmbHG
Auch der II. Zivilsenat des BGH sieht in § 287 ZPO eine Darlegungs- und Beweiserleichterung mit Beschluss vom 18.2.2017 - II ZR 62/07 -.
Darlegungs- und Beweislast bei Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen gegen einen GmbH-Geschäftsführer
Beweislast bei Ersatzanspruch gegen GmbH-Geschäftsführer
Verjährungsfrist für Organhaftungsansprüche
Zur Geschäftsführerhaftung bei verlustbringendem Geschäft
Schadensersatzansprüche gegen GmbH-Geschäftsführer bei nichtkostendeckendem Geschäft
LG Magdeburg, 20.04.2005 - 33 O 216/03
OLG Naumburg, 07.03.2007 - 6 U 74/05
NJW-RR 2008, 905
ZIP 2008, 736
VersR 2008, 1355
WM 2008, 696
NZG 2008, 314
Hingegen hat der Geschäftsführer darzulegen und erforderlichenfalls zu beweisen, dass er seinen Sorgfaltspflichten nachgekommen ist oder ihn kein Verschulden trifft oder dass der Schaden auch bei pflichtgemäßem Alternativverhalten eingetreten wäre (BGH, Urteil vom 4. November 2002 - II ZR 224/00, BGHZ 152, 280, 284 f.; Beschluss vom 18. Februar 2008 - II ZR 62/07, ZIP 2008, 736 Rn. 8;… Urteil vom 15. Januar 2013 - II ZR 90/11, ZIP 2013, 455 Rn. 14 - AG).
Dass ein einzelnes Geschäft Verluste mit sich bringt, muss noch nicht einmal zu einem Schaden führen, etwa wenn ohne das Geschäft noch höhere Verluste entstanden wären (vgl. BGH, Beschluss vom 18. Februar 2008 - II ZR 62/07, ZIP 2008, 736 Rn. 8).
Die Gesellschaft ist danach so zu stellen, als wäre das pflichtwidrige Geschäft nicht abgeschlossen worden (vgl. BGH, Beschluss vom 18. Februar 2008 - II ZR 62/07, ZIP 2008, 736 Rn. 8).
Dass der Ersatzbetrag jedenfalls später zur Gläubigerbefriedigung erforderlich geworden ist, reicht dagegen nicht aus (vgl. BGH, Urteil vom 7. April 2003 - II ZR 193/02, ZIP 2003, 945, 946; Urteil vom 18. Februar 2008 - II ZR 62/07, ZIP 2008, 736 Rn. 11).
Insoweit kommen ihr jedoch für Kausalität und Schaden die Grundsätze des Anscheinsbeweises und die Beweiserleichterungen des § 287 ZPO zu Gute, da an den Schadensnachweis keine Anforderungen gestellt werden dürfen, die die Gesellschaft tatsächlich nicht erfüllen kann (BGH, NZG 2008, 314 Tz. 8 m.w.N.).
Für einen Anspruch nach § 43 Abs. 2 GmbHG muss die klagende Gesellschaft nur darlegen und beweisen, dass ihr durch ein möglicherweise pflichtwidriges Verhalten des Geschäftsführers ein Schaden entstanden ist, während der Geschäftsführer darlegen und beweisen muss, dass er die Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters angewandt hat (Sen. Beschl. v. 18. Februar 2008 - II ZR 62/07, ZIP 2008, 736 m.w.Nachw.).
Der Geschäftsführer seinerseits hat darzulegen und zu beweisen, dass das schadensauslösende Verhalten nicht pflichtwidrig war oder ihn zumindest kein Schuldvorwurf trifft (BGH, NJW-RR 2008, S. 905 Tz. 5 m. w. N.;… BGH NJW 2009, S. 2598 Tz. 5;… Kleindick in Lutter/Hommelhoff, GmbHG, 18. Aufl, § 43 Rz. 52).

References: Art. 103
 § 43
 § 544
 § 43
 § 544
 Art. 103
 Art. 103
 § 43
 BGH 
 § 287
 § 287
 § 43
 BGH 
 § 43