Source: https://www.jusline.at/gesetz/finstrg/paragraf/artikel1zu57a
Timestamp: 2019-10-17 11:34:01+00:00

Document:
Art. 1 § 57a FinStrG (Finanzstrafgesetz), Grundsätze - JUSLINE Österreich
Art. 1 § 57a FinStrG Grundsätze
(1) Für die Verarbeitung personenbezogener Daten zum Zweck der Verhütung, Ermittlung, Aufdeckung oder Verfolgung von Finanzvergehen sowie des Vollzuges von nach diesem Bundesgesetz verhängten Strafen gelten die Bestimmungen dieses Bundesgesetzes. Die Bestimmungen des dritten Hauptstückes des Datenschutzgesetzes (DSG), BGBl. Nr. 165/1999, sind nur dann anzuwenden, wenn in diesem Bundesgesetz ausdrücklich darauf verwiesen wird. Die §§ 36 Abs. 2, 46 bis 49, 50 Abs. 1, 2, 4 und 5 sowie 51 bis 59 DSG sind anzuwenden. Auf die Übermittlung personenbezogener Daten auf Grundlage völkerrechtlicher Übereinkommen, die vor dem 6. Mai 2016 abgeschlossen wurden und zu diesem Zeitpunkt mit dem Recht der Europäischen Union vereinbar waren, sind die §§ 58 und 59 DSG nicht anzuwenden.
(2) Die ganz oder teilweise automatisierte sowie die nichtautomatisierte Verarbeitung personenbezogener Daten durch die Finanzstrafbehörden, die für sie tätigen Organe oder durch den Bundesminister für Finanzen ist zulässig, wenn sie für Zwecke der Finanzstrafrechtspflege oder sonst zur Erfüllung ihrer Aufgaben erforderlich ist.
(3) Die Verarbeitung personenbezogener Daten zu einem anderen Zweck als zu demjenigen, zu dem sie erhoben oder erfasst wurden, ist nur zulässig, wenn dies für die in Abs. 2 genannten Zwecke, insbesondere auch für Zwecke der Abgabenerhebung, der Betrugsbekämpfung oder der Aufsicht oder für statistische Zwecke oder das Risikomanagement, erforderlich ist.
(4) Soweit möglich ist zwischen faktenbasierten und auf persönlichen Einschätzungen beruhenden personenbezogenen Daten zu unterscheiden.
(5) Besondere Kategorien personenbezogener Daten im Sinne des § 39 DSG dürfen insoweit verarbeitet werden, als dies für finanzstrafrechtliche Zwecke unbedingt erforderlich ist.
(6) Die §§ 31 bis 35 DSG gelten sinngemäß. Die von den Spruchsenaten oder deren Vorsitzenden und die vom Bundesfinanzgericht im Rahmen der richterlichen Tätigkeit vorgenommenen Datenverarbeitungen unterliegen nicht der Aufsicht der Datenschutzbehörde.
(7) Für die Verarbeitung personenbezogener Daten, die in den Anwendungsbereich der Verordnung (EU) 2016/679 zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten, zum freien Datenverkehr und zur Aufhebung der Richtlinie 95/46/EG (Datenschutz-Grundverordnung), ABl. Nr. L 119 vom 4.5.2016 S. 1, fällt, sind die §§ 48d bis 48g BAO sinngemäß anzuwenden.
0 Kommentare zu Art. 1 § 57a FinStrG
Sie können den Inhalt von Art. 1 § 57a FinStrG selbst erläutern, also einen kurzen eigenen Fachkommentar verfassen. Klicken Sie einfach einen der nachfolgenden roten Links an!
0 Entscheidungen zu Art. 1 § 57a FinStrG
0 Diskussionen zu Art. 1 § 57a FinStrG
Sie können zu Art. 1 § 57a FinStrG eine Frage stellen oder beantworten. Klicken Sie einfach den nachfolgenden roten Link an!
Art. 1 § 104 FinStrGArt. 1 § 105 FinStrGArt. 1 § 106 FinStrGArt. 1 § 107 FinStrGArt. 1 § 108 FinStrGArt. 1 § 57c FinStrG Berichtigung personenbezogener DatenArt. 1 § 109 FinStrGArt. 1 § 110 FinStrGArt. 1 § 111 FinStrGArt. 1 § 112 FinStrGArt. 1 § 57a FinStrG GrundsätzeArt. 1 § 113 FinStrGArt. 1 § 114 FinStrGArt. 4 § 266 FinStrGArt. 1 § 56b FinStrG Vernehmung mittels technischer Einrichtung zur Ton- und BildübertragungArt. 1 § 112a FinStrGArt. 1 § 115 FinStrGArt. 1 § 116 FinStrGArt. 1 § 117 FinStrGArt. 1 § 118 FinStrGArt. 1 § 119 FinStrG
Art. 1 § 112 FinStrG
Art. 1 § 113 FinStrG

References: § 57

Art. 1
 § 57
 § 39
 Art. 1
 § 57
 Art. 1
 § 57
 Art. 1
 § 57
 Art. 1
 § 57
 Art. 1
 § 57

Art. 1
 § 104
 § 105
 § 106
 § 107
 § 108
 § 57
 § 109
 § 110
 § 111
 § 112
 § 57
 § 113
 § 114
 § 266
 § 56
 § 112
 § 115
 § 116
 § 117
 § 118
 § 119

Art. 1
 § 112

Art. 1
 § 113