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Timestamp: 2020-04-10 10:06:49+00:00

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BGH, 22.05.1951 - 1 StR 191/51 - dejure.org
BGH, 22.05.1951 - 1 StR 191/51
https://dejure.org/1951,1028
BGH, 22.05.1951 - 1 StR 191/51 (https://dejure.org/1951,1028)
BGH, Entscheidung vom 22.05.1951 - 1 StR 191/51 (https://dejure.org/1951,1028)
BGH, Entscheidung vom 22. Mai 1951 - 1 StR 191/51 (https://dejure.org/1951,1028)
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JR 1951, 687
Heimtückisches Verhalten gegenüber einem schutzbereiten Dritten setzt nicht voraus, daß der Täter dessen Arglosigkeit herbeiführt; es genügt, daß er sie ausnutzt (im Anschluß an BGH 1 StR 191/51 vom 22.5.1951 = LM Nr. 5 zu § 211 StGB).
Er sieht von besonderen Sicherungsmaßnahmen für die Zeit seines Schlafens ab, wenn und weil er demjenigen vertraut, der seinen Schlafraum teilt oder sonst zu ihm Zutritt hat (vgl BGH 1 StR 191/51 vom 22.5.1951 = LM Nr. 5 zu § 211 StGB).
Es ist anerkannt, daß der Täter gegenüber dem Opfer selbst heimtückisch handelt, wenn er dessen Arglosigkeit bewußt ausnutzt, ohne daß es darauf ankommt, ob er sie bewußt herbeigeführt oder bestärkt hat (vgl BGH 1 StR 191/51 vom 22.5.1951 = LM Nr. 5 zu § 211 StGB).
(Im Anschluß an OGHSt 3, 75 und 1 StR 191/51 vom 22. Mai 1951.).
An diesem Grundsatz, dem der Bundesgerichtshof schon in 1 StR 191/51 vom 22. Mai 1951 beigetreten ist, ist festzuhalten.
Insofern ist die Sachlage anders als in den Falle, der Gegenstand des Urteils des Bundesgerichtshofs von 22. Mai 1951 - 1 StR 191/51 - (LM StGB § 211 Nr. 5) war, auf das in der vom Schwurgericht angeführten Entscheidung BGHSt 8, 212, 218 [BGH 06.10.1955 - 3 StR 279/55] verwiesen wird.
Für den Begriff der heimtückischen Tötung genügt es, das der Täter die Wehrlosigkeit und Arglosigkeit seines Opfers bewußt ausnutzt; er braucht diese Lage nicht herbeigeführt oder verstärkt zu haben (BGH 1 StR 191/51 vom 22. Mai 1951 LM Nr. 5 zu § 211 StGB).
Daß er List, Falschheit oder Berechnung aufwendet, um an sein Opfer heranzukommen, also dessen Arg- und Wehrlosigkeit selbst herbeiführt, ist nicht notwendig (vgl. BGH Urt. v. 22. Mai 1951 - 1 StR 191/51 - in LM Nr. 5 zu § 211 StGB;… BGH Urt. v. 4. Dezember 1962 - 2 StR 506/62 -).
BGH, 09.11.1954 - 5 StR 503/54
Der festgestellte Sachverhalt stimmt in allen wesentlichen Einzelheiten mit dem des Urteils des Bundesgerichtshofs vom 22.5.1951 - 1 StR 191/51 - (LM Nr. 5 zu § 211 StGB) überein.
BGH, 16.06.1953 - 1 StR 245/53
Die vom Verteidiger in der Hauptverhandlung vor dem Revisionsgericht hervorgehobene Entscheidung des erkennenden Senats 1 StR 191/51 vom 22. Mai 1951 (JR 1951, S 687) steht dem nicht entgegen.
BGH, 16.08.1951 - 3 StR 493/51
Anklage wegen heimtückischen Mordes aufgrund der Vergiftung des eigenen Kindes …
Der Täter braucht insbesondere die Arglosigkeit des Opfers nicht etwa bewusst herbeigeführt oder bestärkt zu haben (BGH 1 StR 191/51) auch ist kein besonderes planmässiges Vorgehen in dem Sinne erforderlich, dass der Täter über die bewusste Ausnutzung der Wehrlosigkeit und Arglosigkeit hinaus sich mit List, Verschlagenheit oder Berechnung an sein Opfer heranmacht.

References: BGH 
 § 211
 BGH 
 § 211
 BGH 
 § 211
 § 211
 § 211
 BGH 
 § 211
 BGH 
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