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Timestamp: 2016-10-22 19:48:54+00:00

Document:
U 215/00 (18.02.2002)
U 215/00 Vr
ELVIA Schweizerische Versicherungs-Gesellschaft Z�rich, Badenerstrasse 694, 8048 Z�rich, Beschwerdef�hrerin,
H.________, 1941, Beschwerdegegnerin,
A.- Die 1941 geborene H.________ zog sich am 22. September 1993 bei einem Sturz eine Calcaneustr�mmerfraktur links zu. Die ELVIA Schweizerische Versicherungsgesellschaft Z�rich (nachfolgend: ELVIA), bei welcher sie im Rahmen ihrer Teilzeit-T�tigkeit als Aushilfsverk�uferin in der Firma X.________ obligatorisch unfallversichert war, kam f�r die Heilungskosten auf und richtete Taggelder aus. Mit Verf�gung vom 1. Juli 1997 sprach die ELVIA H.________ eine auf f�nf Jahre befristete Rente basierend auf einem Invalidit�tsgrad von 20 % ab 1. Januar 1997 in Form einer Einmalzahlung in der H�he von Fr. 10'500.- zu. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 23. Oktober 1997 fest. Das mit Beschwerde angerufene Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich stellte fest, dass die Aktenlage die abschliessende Beurteilung des Rentenanspruches nicht erlaube. Es hob daher den Einspracheentscheid auf und wies die Sache an die ELVIA zur�ck, damit sie nach erfolgter Abkl�rung im Sinne der Erw�gungen �ber den Anspruch auf eine Invalidenrente neu verf�ge (Entscheid vom 28. Mai 1998).
Am 26. Oktober 1998 wurde H.________ von Dr. med. A.________, Spezialarzt Chirurgie FMH, untersucht. Gest�tzt auf dessen Bericht vom 21. Dezember 1998 sowie die Angaben der Firma X.________ zum heute erzielbaren Verdienst als Verk�uferin sprach die ELVIA mit Verf�gung vom 28. April 1999 H.________ wiederum eine auf f�nf Jahre kapitalisierte Rente als Einmalzahlung in der H�he von Fr. 10'500.- zu, was sie mit Einspracheentscheid vom 23. August 1999 best�tigte.
B.- Die von H.________ hiegegen erhobene Beschwerde hiess das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich mit Entscheid vom 30. M�rz 2000 mit der Feststellung teilweise gut, dass ab 1. Januar 1997 Anspruch auf eine einem Invalidit�tsgrad von 15 % entsprechende unbefristete Invalidenrente bestehe.
C.- Die ELVIA f�hrt Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit dem Rechtsbegehren, es sei der kantonale Gerichtsentscheid aufzuheben.
H.________ beantragt sinngem�ss die Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Das Bundesamt f�r Sozialversicherung verzichtet auf eine Vernehmlassung.
1.- Im Streite liegt der Anspruch auf eine Invalidenrente gem�ss Bundesgesetz vom 20. M�rz 1981 �ber die Unfallversicherung.
Die gesetzlichen Bestimmungen zum Begriff der Invalidit�t und zu deren Bemessung nach der allgemeinen Einkommensvergleichsmethode (Art. 18 Abs. 2 UVG; vgl. BGE 114 V 313 Erw. 3a) werden im angefochtenen Entscheid zutreffend wiedergegeben, sodass darauf verwiesen werden kann.
2.- Die Vorinstanz hat einen Invalidit�tsgrad von 15 % ([Fr. 40'851.60 - Fr. 34'742.40]/Fr. 40'851.60 x 100 %) ermittelt. Das Valideneinkommen (Fr. 40'851.60) entspricht dem Lohn, den die Beschwerdegegnerin gem�ss Angaben der Firma X.________ 1996 als Aushilfsverk�uferin bei einem Vollzeitpensum erzielt h�tte. F�r die rechnerische Bestimmung des Invalideneinkommens ist das kantonale Gericht vom monatlichen Bruttolohn von Frauen in einfachen und repetitiven T�tigkeiten (Anforderungsniveau 4) im privaten Sektor von Fr. 3455.- gem�ss Tabelle TA1 der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung 1996 des Bundesamtes f�r Statistik (LSE 96) ausgegangen. Diesen Betrag hat es entsprechend einer betriebs�blichen durchschnittlichen Arbeitszeit von 41,9 Stunden (vgl. BGE 124 V 322 f. Erw. 3b/aa) auf Fr. 3619.- erh�ht, was ein Einkommen von j�hrlich Fr. 43'428.- ergibt. Diese Summe, welche �ber dem ohne gesundheitliche Beeintr�chtigung erzielbaren Verdienst von Fr. 40'851.60 liegt, hat die Vorinstanz in einem n�chsten Schritt um 20 % reduziert. Den Abzug begr�ndet das kantonale Gericht zum einen damit, der fr�here Beruf als Verk�uferin habe stehend und gehend ausgef�hrt werden m�ssen und sei insofern k�rperlich anstrengend gewesen. Dass infolge der Behinderung lediglich noch leichte, vorwiegend sitzende Hilfsarbeiten zumutbar seien, wirke sich lohnm�ssig nachteilig aus. Zum andern sei zu ber�cksichtigen, dass das Valideneinkommen auf dem Stundenlohn als Teilzeitangestellte beruhe. Dieser liege erfahrungsgem�ss unter dem Stundenansatz von Vollzeitbesch�ftigten, was eine zus�tzliche Reduktion des Invalideneinkommens rechtfertige. Somit belaufe sich das trotz gesundheitlicher Beeintr�chtigung zumutbarerweise noch erzielbare Einkommen auf Fr. 34'742.40 (4/5 x Fr. 43'428.-), was einem Invalidit�tsgrad von rund 15 % entspreche.
3.- Die vorinstanzliche Berechnung des Invalidit�tsgrades entspricht der Gerichtspraxis. Dies betrifft vorab die Ermittlung des hier einzig streitigen Invalideneinkommens auf der Grundlage von statistischen Durchschnittsl�hnen (vgl. BGE 126 V 76 f. Erw. 3b). Ausweislich der Akten geht die Beschwerdegegnerin sp�testens seit Beendigung des Arbeitsverh�ltnisses als Aushilfsverk�uferin f�r die Firma X.________ Ende Oktober 1994 keinem Erwerb mehr nach. Entgegen der offenbaren Auffassung des Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hrenden Unfallversicherers ist in diesem Zusammenhang unerheblich, dass Dr. med. A.________ in seinem Gutachten vom 21. Dezember 1998 als unfallbedingt noch in Betracht fallende T�tigkeiten Kassiererin oder Telefonistin nennt. Vorab ist es grunds�tzlich Sache des Berufsberaters resp. der Verwaltung und nicht des (Unfall-)Mediziners, konkrete wirtschaftlich verwertbare Arbeitsm�glichkeiten zu bezeichnen, welche auf Grund der �rztlichen Einsch�tzung der Arbeitsf�higkeit und unter Ber�cksichtigung der �brigen F�higkeiten des Versicherten unfallbedingt noch in Frage kommen (vgl. BGE 107 V 20 Erw. 2b, in BGE 114 V 310 nicht publizierte Erw. 4b am Ende sowie AHI 1998 S. 290 unten). In dieser Hinsicht steht fest und ist unbestritten, dass der Beschwerdegegnerin T�tigkeiten mit weitgehend sitzender Arbeitshaltung grunds�tzlich zumutbar sind, wobei sich die unfallfremde Wirbels�ulenfehlhaltung und Discopathie zus�tzlich limitierend auswirken k�nnten. Es ist daher f�r die Ermittlung des Invalideneinkommens unerheblich, dass eine Kassiererin bei der Firma X.________ Anspruch auf dasselbe Gehalt wie eine Verk�uferin hat und eine Telefonistin sogar noch besser entl�hnt ist. Dass die ehemalige Arbeitgeberin der Beschwerdegegnerin eine solche Stelle angeboten h�tte, wird im �brigen nicht geltend gemacht.
Im Weitern besteht entgegen dem Unfallversicherer vorliegend kein Grund, f�r die Ermittlung des Invalideneinkommens das Spektrum der unfallbedingt noch in Betracht fallenden erwerblichen T�tigkeiten auf B�rot�tigkeiten einzuschr�nken, dies umso weniger, als es sich bei den L�hnen, welche in diesem Bereich erzielt werden k�nnen, lediglich um unverbindliche Sal�rempfehlungen des Schweizerischen Kaufm�nnischen Verbandes handelt. Desgleichen sind f�r die Bestimmung des trotz (unfallbedingt) beeintr�chtigter Gesundheit zumutbarerweise erzielbaren Einkommens auf der Grundlage der LSE 96 nicht bloss Sekretariats- und Kanzleiarbeiten oder andere administrative kaufm�nnische T�tigkeiten zu ber�cksichtigen. Dass solche Berufe "am ehesten dem Leistungsprofil der Versicherten entsprechen", wie in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorgebracht wird, kann auf Grund der Akten, insbesondere der Zumutbarkeitsbeurteilung des Dr. med. A.________, nicht gesagt werden. Im Gegenteil gab die Firma X.________, bei welcher die Beschwerdegegnerin vom 1. Januar 1992 bis 31. Oktober 1994 als Aushilfsverk�uferin angestellt war, dem Unfallversicherer gegen�ber an, die Versicherte w�re f�r eine T�tigkeit als Telefonistin/administrative B�rohilfskraft nicht in Frage gekommen (Auskunft vom 15. Januar 1999). Soweit in diesem Zusammenhang die H�he des Abzuges vom Tabellenlohn von 20 % beanstandet wird, ist der Einwand daher unbegr�ndet (vgl. in diesem Zusammenhang BGE 126 V 78 ff. Erw. 5 und 6). Dabei kann offen bleiben, ob die zuletzt ausge�bte T�tigkeit als Verk�uferin als besonders schwere k�rperliche Arbeit zu bezeichnen ist. Immerhin bestreitet auch der Unfallversicherer nicht, dass "die stehende und gehende Position k�rperlich anstrengend sein kann". Ausser Frage steht sodann, dass unfallbedingt lediglich noch vorwiegend sitzende T�tigkeiten zumutbar sind. Ein Abzug von 20 % erscheint im �brigen auch insofern als gerechtfertigt, als die Beschwerdegegnerin die unfallbedingt zumutbare weitgehend sitzende T�tigkeit wegen ihres vorbestandenen R�ckenleidens nicht uneingeschr�nkt aus�ben kann (Gutachten Dr. med. A.________ S. 9 f.); diesbez�glich erforderliche R�cksichtnahmen eines Arbeitgebers d�rften sich zus�tzlich lohnmindernd auswirken (Art. 28 Abs. 3 UVV).
Nach dem Gesagten ist der angefochtene Entscheid rechtens.

References: BGE 
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