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Timestamp: 2018-10-17 07:38:44+00:00

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Unterhaltsgrundsätze des OLG Frankfurt am Main zum 01.01.2014 | Becker∙Rechtsanwälte
Unterhaltsrechtlich maßgebendes Einkommen1. Geldeinnahmen
Der Splittingvorteil aus einer zweiten Ehe ist beim Kindesunterhalt zu berücksichtigen, soweit er auf dem Einkommen des Pflichtigen beruht (BGH FamRZ 2008, 2189, Tz. 16, 33), beim Ehegattenunterhalt für einen ersten Ehegatten jedoch nur, wenn auf der Leistungsebene die Berücksichtigung aller Ansprüche erfolgt, etwa im Wege der Dreiteilung (BGH FamRZ 2012, 281, Tz.. 26, 47, 52), während er bei Vorrang des ersten Ehegatten der neuen Ehe verbleibt.
BGH am 2008-09-17 (XII ZR 72/06) in FamRZ 2008, 2189; NJW 2008,3562 == Zum Splittingvorteil beim Kindesunterhalt
BGH am 2010-06-02 (XII ZR 160/08) in FamRZ 2010, 1318; NJW 2010, 2515 == Zum Splittingvorteil beim Kindesunterhalt.
BGH am 2011-12-07 (XII ZR 151/09) in FamRZ 2012, 281; NJW 2012, 384, Tz. 26, 47, 52 == Verteilung des Splittingvorteils u. a. beim Ehegattenunterhalt
BGH am 2014-05-07 (XII ZB 258/13) in Tz. 30 == Splittingvorteil und Familienzuschlag als Einkommen bei der Dreiteilung auf der Leistungsebene
BGH am 2010-06-02 (XII ZR 138/08) in FamRZ 2010, 1311; NJW 2010, 2582 == Zur Nichtberücksichtigung einer Abfindung neben normalem Einkommen nach Scheidung beim Ehegattenunterhalt.
BGH am 2012-04-18 (XII ZR 65/10) in FamRZ 2012, 1040; NJW 2012, 1868 == Zur Berücksichtigung einer Abfindung bis zur Höhe des bisherigen Bedarfs.
BGH am 2012-04-18 (XII ZR 66/10) in FamRZ 2012, 1048; NJW 2012, 1873 == Zur Berücksichtigung einer Abfindung beim Kindesunterhalt.
BVerfG am 2003-03-05 (1 BvR 752/02) in FamRZ 2003, 661 == Art. 2 I GG: Verletzende Berücksichtigung fiktiver Nebentätigkeitseinkünfte
BGH am 2003-06-25 (XII ZR 63/00) in FamRZ 2004, 186 ff., 187 unter 2. b == Zu Überstundenvergütungen.
BGH am 2008-12-03 (XII ZR 182/06) in FamRZ 2009, 314; NJW 2009, 1410 == Voraussetzungen für Zurechnung fiktiver Einkünfte, besondere Prüfung der Zumutbarkeit und des erzielbaren Einkommens einer etwaigen Nebentätigkeit. Siehe weiter bei Nr. 9
BVerfG am 2012-06-18 (1 BvR 774/10) in NJW 2012, 2420; ZKJ 2012, 396 == Art. 2 I GG: Zur Zumutbarkeit von Nebentätigkeiten
Bei Einkünften aus selbständiger Tätigkeit oder aus Gewerbebetrieb wird regelmäßig an den Gewinn (§ 4 Abs. 1, Abs. 3 EStG) aus einem zeitnahen Dreijahreszeitraum angeknüpft. Mit der Vorlage der ESt-Bescheide und der entsprechenden Bilanzen mit G+V-Rechnung oder den Einnahme/Überschuss-Rechnungen wird der besonderen Darlegungslast (BGH FamRZ 93, 789, 792) in der Regel genügt. Auf substanziierten Einwand sind gegebenenfalls weitere Erläuterungen vorzunehmen oder Belege vorzulegen. Zu Ansparabschreibungen / Investitionsabzugsbeträgen und zur Beachtung von Besonderheiten der Einkommensentwicklung siehe BGH FamRZ 2004, 1177 – 1179.
Zur Berechnung des Einkommens für vergangene Zeiträume vgl. BGH FamRZ 2007, 1532 ff. ( 1534, Tz. 23).
BGH am 2004-06-02 (XII ZR 217/01) in FamRZ 2004, 1177 ff., 1178 unter 2. a == Zu Ansparabschreibungen.
BGH am 2007-07-04 (XII ZR 141/05) in FamRZ 2007, 1532, Tz. 23 == Einkommensberechnung aufgrund tatsächlicher Einkünfte für vergangene Zeiträume
BGH am 2011-09-21 (XII ZR 121/09) in FamRZ 2011, 1851; NJW 2011, 3577 == Steuer-In-Prinzip und Dreijahreszeitraum im Einzelfall kein Dogma.
BGH am 2004-12-01 (XII ZR 75/02) in FamRZ 2005, 1159 == Zur Berücksichtigung steuerrechtlicher Verluste aus Grundbesitz.
BGH am 2005-05-11 (XII ZR 211/02) in FamRZ 2005, 1817 == Splittingvorteil aus neuer Ehe bei Ehegattenunterhalt irrelevant
BGH am 2006-05-31 (XII ZR 111/03) in NJW 2006, 2623; FamRZ 2006, 1178 == Fiktive getrennte Veranlagung als Berechnungsgrundlage für Steuerschuld
Barbara Schramm am 2006-10-16 in NJWSpezial 2006, 439 == Anmerkung zu BGH XII ZR 111/03 – Steuerstattungsanspruch und Nachzahlungspflicht getrennt lebender Ehegatten
BGH am 2007-05-23 (XII ZR 245/04) in FamRZ 2007, 1232; NJW 2007, 2628 == Fiktives Einkommen und Splittingvorteil bei Wiederverheiratung
BGH am 2007-05-23 (XII ZR 250/04) in FamRZ 2007, 1229; NJW 2007, 2554 == Zur Zustimmungspflicht gemeinsamer Veranlagung
BGH am 2012-04-18 (XII ZR 73/10) in NJW 2012, 2190 == Auslandsverwendungszuschlag für Einsatz in Risikogebieten nur teilw. Einkommen (1/3 bis 1/2).
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OLG Ffm am 2005-10-06 (5 WF 146/05) == Steuervorteil aus neuer Ehe bei Arbeitslosengeld
Leistungen nach dem SGB II sind auf Seiten des Verpflichteten wie Einkommen zu behandeln, weshalb anrechnungsfrei belassener Hinzuverdienst zu einer teilweisen Leistungsfähigkeit des Verpflichteten führen kann. Durch die Titulierung von Unterhalt und den dadurch ermöglichten Abzug nach § 11b Abs. 1 S. 1 Nr. 7 SGB II kann die unterhaltsrechtliche Leistungsfähigkeit aber nicht erhöht werden (vgl. BGH v. 19.6.2013, XII ZB 39/11). Auf Seiten des Berechtigten sind Leistungen zur Sicherung des Lebensbedarfes nach §§ 19ff SGB II kein Einkommen, es sei denn die Nichtberücksichtigung der Leistungen ist in Ausnahmefällen treuwidrig (vgl. BGH FamRZ 1999, 843; 2001, 619); nicht subsidiäre Leistungen nach dem SGB II sind Einkommen, insbesondere Einstiegsgeld (§ 16 b SGB II) und Entschädigung für Mehraufwendungen “1 Eurojob” (§ 16 d SGB II).
BGH am 2000-09-27 (XII ZR 174/98) in FamRZ 2001, 619 ff., 620 f. unter 5., 6. == Zur ausnahmsweisen Beschränkung des Unterhaltsanspruchs nach Gewährung von Sozialhilfe u. a.
BGH am 2013-06-19 (XII ZB 39/11) in FamRZ 2013, 1378; NJW 2013, 2595 == Abzug vom Einkommen nach § 11 b SGB II erhöht nicht die Leistungsfähigkeit für Unterhalt.
BGH am 2012-04-18 (XII ZR 73/10) in FamRZ 2012, 1201; NJW 2012, 2190 == Rdn. 15: Nur nicht für erhöhten Wohnbedarf verbrauchtes Wohngeld ist (teilw.) Einkommen.
BGH am 2013-07-17 (XII ZR 49/12) in FamRZ 2013, 1644 == Höhe des Anspruchsübergangs auf BAföG gewährendes Land
Elterngeld ist, soweit es je Kind über den Sockelbetrag i. H. v. 300,– €, bei verlängertem Bezug über 150,– €, hinausgeht, Einkommen. Der Sockelbetrag des Elterngeldes und Betreuungsgeld nach § 4a BEEG sind kein Einkommen, es sei denn, es liegt einer der Ausnahmefälle des § 11 Satz 4 BEEG vor.
BGH am 2006-04-12 (XII ZR 31/04) in FamRZ 2006, 1010 == Erziehungsgeld als Einkommen beim Unterhalt minderjähriger Kinder
BGH am 2012-04-18 (XII ZR 73/10) in FamRZ 2012, 1201; NJW 2012, 2190, Tz. 14 == Grundsätzlich nur Elterngeld über 300 EUR als Einkommen.
BGH am 2014-05-07 (XII ZB 258/13) in Tz. 39 == Sockelbetrag von 300 EUR des Elterngeldes auch bei Dreiteilung außen vor.
BGH am 2006-03-01 (XII ZR 157/03) in FamRZ 2006, 846; NJW 2006, 2182 == Keine Minderung des Ehegattenunterhalts, wenn die geschiedene Ehefrau für die Pflege des gemeinsamen behinderten pflegebedürftigen Kindes Pflegegeld erhält.
BGH am 2006-12-20 (XII ZR 84/04) in FamRZ 2007, 1158 == Zur Anrechnung der Leistungen der Grundsicherung.
OLG Ffm am 2008-01-23 (5 UF 146/07) == Zu den Unterhaltsbedarf mindernden Leistungen der Grundsicherung.
BGH am 2000-09-27 (XII ZR 174/98) in FamRZ 2001, 619 ff., 620 f. unter 5., 6. == Zur ausnahmsweisen Beschränkung des Unterhaltsanspruchs nach Gewährung von Unterhaltsvorschuss.
BGH am 2012-03-14 (XII ZR 164/09) in FamRZ 2012, 785 == Zur Bedarfsdeckung der UVG-Leistungen bei Unterhaltspflicht der Großeltern.
OLG Ffm am 2005-09-19 (5 WF 136/05) == Kindergeld als weiteres Einkommen für Prozesskostenhilfe
OLG Ffm am 2013-04-19 (6 WF 55/13) in FamRB 2013, 384; FamFR 2013, 441 == Zum Kindergeld als weiterem Einkommen für Prozesskostenhilfe
OLG Ffm am 1999-08-23 (1 UF 106/99) == Objektiver Wohnwert wenn Fremdvermietung möglich ist.
BGH am 2004-12-01 (XII ZR 75/02) in FamRZ 2005, 1159 == Wohnvorteil bei Übernahme des Miteigentumsanteils vom anderen Ehegatten.
BGH am 2005-05-11 (XII ZR 211/02) in FamRZ 2005, 1817 == Wohnwert – zunächst Miteigentum, dann Alleineigentum durch Teilungsversteigerung
BGH am 2008-03-05 (XII ZR 22/06) in FamRZ 2008, 963; NJW 2008, 1946 == Keine einseitige Vermögensbildung des Unterhaltspflichtigen zu Lasten des Unterhaltsberechtigten
BGH am 2008-10-01 (XII ZR 62/07) in FamRZ 2009, 23; NJW 2009, 145 == Wohnvorteil bei Kauf eines Hausgrundstücks aus dem Erlös des verkauften Familienheims und unter Aufnahme neuer Darlehen.
BGH am 2009-05-27 (XII ZR 78/08) in FamRZ 2009, 1300; NJW 2009, 2523 == Abzug verbrauchsunabhängiger Kosten grundsätzlich nur für nicht umlagefähige Kosten.
BGH am 2012-01-18 (XII ZR 177/09) in FamRZ 2012, 514 == Zur Frage geringeren Wohnbedarfs als tatsächl. Wohnvorteil bei alleiniger Nutzung des Einfamilienhauses beim Trennungsunterhalt.
BGH am 2012-01-18 (XII ZR 178/09) in FamRZ 2012, 517; NJW 2012, 1144 == Regelm. geringerer Wohnbedarf als tatsächl. Wohnvorteil bei alleiniger Nutzung des Einfamilienhauses nach Scheidung.
BGH am 2012-10-31 (XII ZR 30/10) in FamRZ 2013, 191, Tz. 26 == Zur Berücksichtigung des Wohnwerts für ein mit dem Unterhaltspflichtigen im Eigenheim zusammen wohnendes unterhaltsberechtigtes Kind.
BGH am 2014-02-05 (XII ZB 25/13) in FamRZ 2014, 538; NJW 2014, 1173, Tz. 33, 34 == Wohnvorteil nur auf der Grundlage ersparter Miete beim Elternunterhalt
BGH am 2014-03-19 (XII ZB 367/12) in FamRZ 2014, 923, NJW 2014, 1531, Tz. 19, 20 == Zur Bemessung des Wohnwerts für den Nutzer einer Immobilie beim Kindesunterhalt.
BGH am 2014-04-09 (XII ZB 721/12) in NJW 2014, 1733, Tz. 12 == Wohnvorteil aus neuer Wohnung anstelle Zinsvorteil aus Verkaufserlös des Miteigentums an Ehewohnung
BGH am 1995-01-11 (XII ZR 236/93) in FamRZ 1995, 343 f. == Vergütung für Versorgungsleistungen, die der getrenntlebende Ehegatte neben einer Vollzeitbeschäftigung einem neuen Partner erbringt.
BGH am 2012-04-18 (XII ZR 73/10) in NJW 2012, 2190 == Haushälterische Versorgungsleistungen als Einkommen.
BGH am 2010-04-21 (XII ZR 134/08) in FamRZ 2010, 1050 == Zur Berücksichtigung von Einkommen nach § 1577 II BGB.
BGH am 2011-01-12 (XII ZR 83/08) in FamRZ 2011, 454; NJW 2011, 670 == Zur Berücksichtigung von Einkommen nach Erreichen der Regelaltersgrenze (§ 1577 II BGB).
BGH am 2008-02-06 (XII ZR 14/06) in FamRZ 2008, 968 ff.,974, Tz. 57 == Zum Wohnen im Haus seines Ehegatten.
Aufwendungen für die Altersvorsorge sind bis zu 23% des Bruttoeinkommens, beim Elternunterhalt bis zu 24 % des Bruttoeinkommens (je einschließlich der Gesamtbeiträge von Arbeitnehmern und Arbeitgebern zur gesetzlichen Rentenversicherung) abzusetzen. Die darin enthaltene freiwillige, den Beitragssatz der gesetzlichen Rentenversicherung übersteigende, zusätzliche Altersvorsorge kann minderjährigen und privilegiert volljährigen Kindern bei der Geltendmachung von Mindestunterhalt nicht entgegengehalten werden.
OLG Ffm am 2000-00-00 (3 WF 132/00) == Keine Pflicht zu begrenztem Realsplitting, wenn kein Steuerbescheid als Grundlage vorhanden ist.
BGH am 2005-05-11 (XII ZR 211/02) in FamRZ 2005, 1817 == Aufwendungen für zusätzliche Altersversorgung abhängig vom Gesamtbruttoeinkommen.
OLG Ffm am 2006-07-20 (1 UF 180/05) in NJW-RR 2007, 219 = OLG-Report Frankfurt 2006,957 == Zur Erstattungsfähigkeit von Steuervorauszahlungen des Unterhaltsberechtigten wegen Realsplitting
BGH am 2007-02-28 (XII ZR 37/05) in FamRZ 2007, 793; NJW 2007, 1961 == Obliegenheit zur Geltendmachung des Realsplittings nur soweit Unterhaltsanspruch anerkannt ist,rechtskräftig feststeht oder freiwillig erfüllt wird.
BGH am 2007-02-28 (XII ZR 37/05) in FamRZ 2007, 793; NJW 2007, 1961 == Kein fiktiver Abzug von Beiträgen für eine zusätzliche Altersversorgung.
BGH am 2007-05-23 (XII ZR 250/04) in FamRZ 2007, 1229; NJW 2007, 2554 == Zur Zustimmungspflicht gemeinsamer Veranlagung.
BGH am 2008-02-06 (XII ZR 14/06) in FamRZ 2008, 968 == Zur Berücksichtigung des Splittingvorteils bei zweiter Ehe und (fiktiver) Berechnung des Realsplittings für die geschiedene Ehe
BGH am 2008-07-30 (XII ZR 177/06) in FamRZ 2008, 1911 ff.,1915 f.; NJW 2008, 3213 ff. == Bei Dreiteilung des Gesamteinkommens ist es mit dem Splittingvorteil aus neuer Ehe zugrunde zu legen (siehe aber BVerfG v. 25.1.2011 bei Nr. 15.5)
BGH am 2008-09-17 (XII ZR 72/06) in FamRZ 2008, 2198; NJW 2008, 3562 == Berücksichtigung des Splittingvorteils für Unterhalt minderjähriger Kinder, soweit auf alleinigem Einkommen des Pflichtigen beruhend.
OLG Ffm am 2009-04-03 (1 UF 218/08) == Nachteilsausgleich beim Realsplitting.
BGH am 2009-05-27 (XII ZR 111/08) in FamRZ 2009, 1207; NJW 2009, 2450 == Zusätzliche Altersvorsorge bis zu 4 % des Bruttoeinkommens
BGH am 2010-07-28 (XII ZR 140/07) in FamRZ 2010, 1535; NJW 2010, 3161 == Zusätzliche Altersvorsorge bei Eintritt in den Ruhestand vor Erreichung der Altersgrenze
BGH am 2013-01-30 (XII ZR 158/10) in FamRZ 2013, 616; NJW 2013, 1005 == Keine Berücksichtigung zusätzlicher AV/KV, wenn Mindestunterhalt f. mdj. Kind nicht aufgebracht wird
OLG Bamberg am 2007-01-04 (2 UF 182/06) in FamRZ 2007, 1818 == § 1578 BGB: Nutzung eines Firmenfahrzeugs – Zukünftige Steuererstattung – Erwerb einer neuen Immobilie [LSe]
Bei Vorliegen entsprechender Anhaltspunkte kann eine Pauschale von 5 % des Nettoeinkommens (maximal 150,– €) abgesetzt werden. Diese Pauschale wird vom Nettoeinkommen vor Abzug von Schulden und besonderen Belastungen abgezogen. Übersteigen die berufsbedingten Aufwendungen diese Pauschale, so sind sie im Einzelnen darzulegen.
Schwamb == Fahrtkostenrechner
BGH am 2008-12-17 (XII ZR 63/07) in FamRZ 2009, 404; NJW-RR 2009, 649 == Anforderungen an die Darlegungs- und Beweislast bei berufsbedingten Fahrten zur Arbeitsstätte.
BGH am 2012-06-13 (XII ZB 658/11) in FamRZ 2012, 1374 == Unterhaltsrechtliche Fahrtkostenberechnung nicht mehr auf Verfahrenskostenhilfe übertragbar.
BGH am 2012-08-08 (XII ZB 291/11) in FamRZ 2012, 1629 == Fahrtkostenpauschale bei VKH nur für Betriebskosten, keine 40 km-Begrenzung.
BGH am 2010-04-21 (XII ZR 134/08) in FamRZ 2010, 1050 == Keine Berücksichtigung eines pauschalen “Betreuungsbonus” bei Kinderbetreuung und Berufstätigkeit.
BGH am 2005-02-23 (XII ZR 114/03) in FamRZ 2005, 608 == Grundsätzl. Obliegenheit zur Verbraucherinsolvenz, falls geeignet für Erhöhung der Leistungsfähigkeit zum Kindesunterhalt.
BGH am 2007-12-12 (XII ZR 23/06) in FamRZ 2008, 497; NJW 2008, 851 == Keine zur Obliegenheit Einleitung der Verbraucherinsolvenz für Trennungsunterhalt.
BGH am 2010-06-02 (XII ZR 138/08) in FamRZ 2010, 1311; NJW 2010, 2582 == Keine Verpflichtung zur Verbraucherinsolvenz für Ehegattenunterhaltsschuldner.
BGH am 2010-07-28 (XII ZR 140/07) in FamRZ 2010, 1535; NJW 2010, 3161 == Keine Abzugsfähigkeit von Hausrat- und Haftpflichtversicherungsbeiträgen.
BGH am 2014-03-19 (XII ZB 367/12) in FamRZ 2014, 923, NJW 2014, 1531, Tz. 23, 24 – 26, 29 == Zu Nachteilen der Einl. eines Insolvenzverfahrens sowie zur Abzugsfähigkeit von Hausdarlehen und PKW-Kredit beim Kindesunterhalt.
10.5 Unterhaltsleistungen (bleibt unbesetzt)10.6 Vermögensbildung
BGH am 2008-03-05 (XII ZR 22/06) in FamRZ 2008, 963; NJW 2008, 1946 == Keine einseitige Vermögensbildung des Unterhaltspflichtigen zu Lasten des Unterhaltsberechtigten.
BGH am 2009-06-17 (XII ZR 102/08) in FamRZ 2009, 1391; NJW 2009, 2592 == Zu berücksichtigende Kosten der Ausübung des Umgangsrechts, die deutlich über den verbleibenden Anteil der Entlastung durch das hälftige Kindergeld hinausgehen
BGH am 2014-03-12 (XII ZB 234/13) in FamRZ 2014, 917, Tz. 37, 38 == Bedarfsminderung eines KIndes bei erhöhten Aufwendungen eines Elternteils infolge Ausübung erweiterten Umgangsrechts
Kindesunterhalt11. Bemessungsgrundlage (Tabellenunterhalt)
BGH am 2008-09-17 (XII ZR 72/06) in FamRZ 2008, 2198; NJW 2008, 3562 == Kindesunterhalt nur in Höhe des Existenzminimums beim Mangelfall (auch im Verhältnis zu nur nachrangig Berechtigten)
BGH am 2010-06-02 (XII ZR 160/08) in FamRZ 2010, 1318; NJW 2010, 2515 == KIndesunterhalt nur in Höhe der Zahlbeträge des Mindestunterhalts im Mangelfall.
BGH am 2005-05-11 (XII ZR 211/02) in FamRZ 2005, 1817 == Aufwendungen für Stiefkind (neue Ehe) bleiben außer Betracht.
oder b) der angemessene Selbstbehalt des nicht betreuenden Elternteils wäre durch den Barbedarf des Kindes zwar nicht gefährdet, die Leistungsfähigkeit des betreuenden Elternteils ist aber bedeutend höher als diejenige des nicht betreuenden Elternteils, etwa bei dreifach höherem verfügbaren Einkommen oder guten Vermögensverhältnissen (vgl. BGH vom 10.07.2013, XII ZB 297/12). Fall a) führt dazu, dass das Einkommen des nicht betreuenden Elternteils nur bis zur Grenze seines angemessenen Selbstbehalts für Unterhaltszahlungen einzusetzen ist und dass im Übrigen der betreuende Elternteil im Rahmen seiner Ausfallhaftung für den Barunterhalt des Kindes haftet. Fall b) führt zur Kürzung bis hin zum völligen Wegfall der Barunterhaltspflicht des nicht betreuenden Elternteils.
BGH am 2005-12-21 (XII ZR 126/03) in FamRZ 2006, 1015; NJW 2006, 2258 == Anteilige Barunterhaltspflicht bei Wechselmodell
BGH am 2006-10-05 (XII ZR 197/02) in NJW 2007, 139 == Klage auf Kindesunterhalt gegen wiederverheirateten Hausmann
BGH am 2007-02-28 (XII ZR 161/04) in FamRZ 2007, 707; NJW 2007, 1882 == Barunterhaltspflicht bei abwechselnder Betreuung
BGH am 2011-05-04 (XII ZR 70/09) in FamRZ 2011, 1041 == Zum ausnahmsweise angemessenen Selbstbehalt für barunterhaltspflichtigen Elternteil
BGH am 2013-07-10 (XII ZB 297/12) in NJW 2013, 2897 == Ausnahmsweise Barunterhaltspflicht des betreuenden Elternteils
BGH am 2014-03-12 (XII ZB 234/13) in FamRZ 2014, 917, Tz. 16, 17 == Barunterhaltspflicht bei weit über das übliche Maß hinausgehendem Umgangsrecht; Abgrenzung zum Wechselmodell
OLG Ffm am 2006-01-11 (1 UF 189/05) in NJW-RR 2006, 1303=OLG Report 2006, 590 == Mehrbedarf bei Kosten eines Ganztagskindergartens
BGH am 2006-02-15 (XII ZR 4/04) in FamRZ 2006, 612 == Konfirmationskosten sind kein Sonderbedarf.
BGH am 2008-11-26 (XII ZR 65/07) in FamRZ 2009, 962; NJW 2009, 1816 == Kindergartenbeiträge u. ä. sind nicht in Unterhaltstabellenbeträgen enthalten (Aufgabe der bish. Rspr.). Verpflegungskosten sind mit dem Tabellenunterhalt abgegolten.
BGH am 2013-07-10 (XII ZB 298/12) in NJW 2013, 2900, Tz. 7, 12 == Mehrbedarf des Kindes infolge Förderunterricht bei einem privaten Lehrinstitut
OLG Ffm am 2007-06-20 == In den Unterhaltsbeträgen sind Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie Studiengebühren nicht enthalten
BGH am 2005-10-26 (XII ZR 34/03) in FamRZ 2006, 99; NJW 2006, 57 == Bei vollj. Kind volle Anrechnung des Kindergeldes und der um die Ausbildungspauschale verminderten Ausbildungsvergütung.
BGH am 2011-06-29 (XII ZR 127/09) in FamRZ 2011, 1560; NJW 2011, 2884 == Ausbildungsunterhalt auch bei Verzögerung d. Ausb. wegen Schwangerschaft u. Kindesbetreuung; Keine Anrechnung von Vorausleistungen nach § 36 BAföG.
BGH am 2013-07-03 (XII ZB 220/12) in NJW 2013, 2751 == Unterhalt für eine drei Jahre nach Schulabschluss beginnende Ausbildung
BGH am 2013-07-17 (XII ZR 49/12) in FamRZ 2013, 1644 == Ausbildungsunterhalt aus übergegangenem Recht wegen BAföG-Bezugs
Für den Bedarf des Volljährigen haften die Eltern anteilig nach dem Verhältnis ihrer verfügbaren Einkommen. Vor der Bildung der Haftungsquote sind der angemessene Selbstbehalt jedes Elternteils (1.200 €, siehe Nr. 21.3.1) und der Unterhalt vorrangig Berechtigter abzusetzen (vgl. zur Berechnungsmethode BGH FamRZ 1986, 151 = NJW-RR 1986, 426; FamRZ 1986, 153 = NJW-RR 1986, 293). Die Haftung ist auf den Tabellenbetrag nach Maßgabe des eigenen Einkommens des jeweils Verpflichteten begrenzt.
BGH am 2002-01-09 (XII ZR 34/00) in FamRZ 2002, 815, 818 == Barunterhaltspflicht beider Elternteile beim Unterhalt privilegiert Volljähriger.
BGH am 2011-01-12 (XII ZR 83/08) in FamRZ 2011, 454; NJW 2011, 670 == Haftungsanteile der Eltern beim Unterhalt privilegiert Volljähriger.
BGH am 2005-10-26 (XII ZR 34/03) in FamRZ 2006, 99; NJW 2006, 57 == Bei vollj. Kind volle Anrechnung des Kindergeldes
BGH am 2010-06-23 (XII ZR 170/08) in NJW 2010, 2957 == Kindergeld keine Voraussetzung für Anspruchsübergang nach § 94 II SGB XII
BVerfG am 2011-07-14 (1 BvR 932/10) in FamRZ 2011, 1490; NJW 2011, 3215 == 1612b BGB: Kindergeld jetzt Eink. des Kindes
Ehegattenunterhalt15. Unterhaltsbedarf
BGH am 2003-01-22 (XII ZR 186/01) in FamRZ 2003, 518 == Zur Anrechnung eines überobligationsmäßigen Einkommensanteils
BGH am 2005-05-11 (XII ZR 211/02) in FamRZ 2005, 1817 == Zum Einsatzzeitunkt für Aufstockungsunterhalt
BGH am 2007-02-28 (XII ZR 37/05) in FamRZ 2007, 793; NJW 2007, 1961 == Einkommensverminderung durch Eintritt in Religionsgemeinschaft
BGH am 2007-02-28 (XII ZR 37/05) in FamRZ 2007, 793; NJW 2007, 1961 == nachehelicher Karrieresprung nicht eheprägend
BGH am 2008-02-06 (XII ZR 14/06) in FamRZ 2008, 968 == Zur Berücksichtigung späterer Änderungen des verfügbaren Einkommens.
BGH am 2008-07-30 (XII ZR 126/06) in FamRZ 2008, 2104; NJW 2008, 3635 == Berücksichtigung anteiliger Haftung beider Eltern für den Volljährigenunterhalt bei Bemessung des Ehegattenunterhalts
BGH am 2008-10-01 (XII ZR 62/07) in FamRZ 2009, 23; NJW 2009, 145 == Verpflichtung gegenüber adoptiertem Kind ist zu berücksichtigen (§ 1578 Abs. 1 S. 1 BGB).
BGH am 2008-12-17 (XII ZR 9/07) in FamRZ 2009, 411; NJW 2009, 588 == Keine Besserstellung des unterhaltsberechtigten Ehegatten durch nachehelichen Karrieresprung des Verpflichteten.
BGH am 2009-10-14 (XII ZR 146/08) in FamRZ 2009, 1990; NJW 2009, 3783 == Angemessener Lebensbedarf (als Untergrenze nach § 1578 b BGB) muss wenigstens das Existenzminimum erreichen.
BGH am 2014-02-26 (XII ZB 235/12) in FamRZ 2014, 823; NJW 2014, 1302, Tz. 10 == Abgrenzung zwischen §§ 1570 – 1572 BGB (UE wegen Erwerbshindernis) und Aufstockungsunterhalt (§ 1573 I BGB).
BGH am 2014-05-14 (XII ZB 301/12) in Tz. 20 ff. == Zum Bedarf nach ehel. Lebensverh im Alter (keine Auswirkung von VA für zweite Ehefrau; Bezug von Kapitalrente) .
BGH am 2000-11-29 (XII ZR 212/98) in FamRZ 2001, 350 == Verpflichteter erbringt Bar- und Betreuungsunterhalt
OLG Ffm am 2005-02-02 (4 WF 136/04) == Erweiterter Umgang kann Unterhaltsanspruch reduzieren
Knoche am 2008-02-19 == Vorwegabzug des Tabellen- oder Zahlbetrages
OLG Ffm am 2008-04-30 (5 UF 67/07) in NJW-RR 2009, 2 == Abzug des Kindergeldes
BGH am 2009-05-27 (XII ZR 78/08) in FamRZ 2009, 1300; NJW 2009, 2523 == Vorwegabzug des Zahlbetrags (statt Tabellenbetrags) verstößt nicht gegen Art. 3 Abs. 1 GG.
BGH am 2009-06-17 (XII ZR 102/08) in FamRZ 2009, 1391; NJW 2009, 2592 == Vorwegabzug des Zahlbetrags (statt Tabellenbetrags) bei Bemessung nachehelichen Unterhalts.
BGH am 2009-06-24 (XII ZR 161/08) in FamRZ 2009, 1477; NJW 2009, 2744 == Vorwegabzug des Zahlbetrags (statt Tabellenbetrags) auch bei Beurteilung der Leistungsfähigkeit für Ehegattenunterhalt.
BGH am 2010-04-14 (XII ZR 89/08) in FamRZ 2010, 869, NJW 2010, 2056 Tz. 27 == Vorwegabzug des Zahlbetrags.
BVerfG am 2011-07-14 (1 BvR 932/10) in FamRZ 2011, 1490; NJW 2011, 3215 == Art.3 I GG, §§ 1578, 1612b BGB: Keine Ungleichbehandlung durch Vorwegabzug des Zahlbetrags.
BGH am 2014-05-07 (XII ZB 258/13) in Tz. 37, 38 == Ehegattenunterhalt nach Vorwegabzug (nur) hälftigen Kindergeldes auch bei Zusammenleben mit Kind in neuer Beziehung.
Ein eheangemessener Unterhaltsbedarf (Elementarunterhalt) kann bis zu einem Betrag von 2.500 € als Quotenunterhalt geltend gemacht werden. Ein darüber hinausgehender Bedarf auf Elementarunterhalt muss konkret dargelegt werden. Eigenes Einkommen des bedürftigen Ehegatten ist hierauf ohne Abzug eines Erwerbstätigenbonus (BGH vom 10.11.2010, XII ZR 197/08 = FamRZ 2011, 192, Tz. 24) anzurechnen. Obergrenze ist jedoch auch insoweit die unter Beachtung des Halbteilungsgrundsatzes zu errechnende Unterhaltsquote unter Berücksichtigung eines Erwerbstätigenbonus, wenn der Pflichtige sich unter Offenlegung seiner Einkommensverhältnisse darauf beruft. Die konkrete Darlegung des Bedarfs kann vom Berechtigten und Verpflichteten dadurch geschehen, dass die Höhe des zur Verfügung stehenden Gesamteinkommens sowie die hiervon betriebenen Aufwendungen zur Vermögensbildung dargelegt werden.
OLG Hamm am 2006-02-10 (5 UF 104/05) in NJW-RR 2006, 794 == Beispiel einer konkreten Bedarfsberechnung
BGH am 2010-08-11 (XII ZR 102/09) in FamRZ 2010, 1637; NJW 2010, 3372 == Zur Notwendigkeit, höheren Bedarf bei besonders günstigen Einkommensverhältnissen konkret zu begründen
BGH am 2010-11-10 (XII ZR 197/08) in FamRZ 2011, 192; NJW 2011, 303 == Kein Erwerbsbonus auf anzurechnendes eigenes Erwerbseinkommen des Berechtigten bei konkreter Bedarfsermittlung (Abweichung v. BGH FamRZ 2010, 1637, Tz. 31, und OLG Ffm. Nr. 15.3 i.d.F. bis 31.12.2012).
BGH am 2011-11-30 (XII ZR 35/09) in FamRZ 2012, 945; NJW 2012, 1581 == Konkrete Bedarfsberechnung des Elementarunterhalts bei Überschreiten des Tabellenhöchsteinkommens als Ermittlungsgrundlage. – Berechnungsbeispiele: Gutdeutsch, NJW 2012, 561 – 566
BGH am 2012-01-18 (XII ZR 178/09) in FamRZ 2012, 517; NJW 2012, 1144 == Regelmäßig geringerer Wohnbedarf im Rahmen konkreter Bedarfsermittlung nach Scheidung als tatsächl. Wohnvorteil bei alleiniger Nutzung des Einfamilienhauses.
Bei der Bemessung des Altersvorsorgebedarfs kann nach den Grundsätzen der Bremer Tabelle verfahren werden. Altersvorsorgeunterhalt kann in der Regel nur dann verlangt werden, wenn der angemessene Eigenbedarf (großer Selbstbehalt) gedeckt ist. Der Altersvorsorgeunterhalt ist nicht auf den Höchstbetrag nach Maßgabe der Beitragsbemessungsgrenze beschränkt und soll gegebenenfalls aus nicht prägendem Einkommen gedeckt werden, so dass dann die zweite Berechnungsstufe entfallen kann, vgl. BGH FamRZ 1999, 372, FamRZ 2007, 117 ff., XII ZR 35/09 = FamRZ 2012, 945.
Altersvorsorgeunterhalt kann für die Vergangenheit nicht erst von dem Zeitpunkt an verlangt werden, in dem er ausdrücklich geltend gemacht worden ist. Es reicht für die Inanspruchnahme des Unterhaltspflichtigen vielmehr aus, dass von diesem Auskunft mit dem Ziel der Geltendmachung eines Unterhaltsanspruchs begehrt worden ist (BGH FamRZ 2007, 193 ff., insoweit unter Bestätigung von OLG Frankfurt am Main FPR 2004, 398 ff.), anders bei bereits erfolgter Bezifferung, BGH v. 7.11.2012, XII ZB 229/11 = FamRZ 2013, 274.
Schwamb == AVU-Rechner
BGH am 2006-10-25 (XII ZR 141/04) in FamRZ 2007, 117; NJW 2007, 144 == Zur Höhe des Altersvorsorgeunterhalts bei guten Einkommensverhältnissen
BGH am 2010-08-11 (XII ZR 102/09) in FamRZ 2010, 1637; NJW 2010, 3372 == Altersvorsorgeunterhalt bei konkret bemessenem Barunterhalt
BGH am 2011-11-30 (XII ZR 35/09) in FamRZ 2012, 945; NJW 2012, 1581 == Keine zweistufige AVU-Berechnung bei konkret bemessenem Barunterhalt u. a.
BGH am 2011-11-30 (XII ZR 34/09) in FamRZ 2012, 947; NJW 2012, 1578 == AVU auf Basis des Elementarunterhalts, wenn dieser noch mit Quote berechnet wird.
BGH am 2012-11-07 (XII ZB 229/11) in FamRZ 2013, 109 (nicht 274!); NJW 2013, 161 == Kein zusätzlicher AVU für Vergangenheit bei bereits erfolgter Unterhaltsbezifferung.
Held am 2008-05-19 == Rechenbeispiel
Schwamb am 2008-05-19 == Rechenbeispiel, integrierte Berechnung zur Herleitung und Erläuterung des Grundsatzes
BGH am 2008-07-30 (XII ZR 177/06) in FamRZ 2008, 1911 ff.,1915 f.; NJW 2008, 3213 == Dreiteilungsmethode / Verteilung des Splittingvorteils
BGH am 2008-10-01 (XII ZR 62/07) in FamRZ 2009, 23; NJW 2009, 145 == Dreiteilungsmethode / Verteilung des Splittingvorteils – inzwischen für die Bedarfsberechnung überholt.
BGH am 2008-12-17 (XII ZR 9/07) in FamRZ 2009, 411; NJW 2009, 588 == Berücksichtigung eines Karrieresprungs bei der Dreiteilungsmethode
BGH am 2009-01-28 (XII ZR 119/07) in FamRZ 2009, 579; NJW 2009, 1271 == Berücksichtigung eines Karrieresprungs bei neu hinzutretendem Unterhaltsbedarf (u. a. Dreiteilungsmethode)
BGH am 2009-11-18 (XII ZR 65/09) in FamRZ 2010, 111; NJW 2010, 365 == Unterhaltsbemessung nach der Drittelmethode (für die Zeit ab 1.1.2008) bei Wiederverheiratung des Unterhaltspflichtigen.
BGH am 2010-01-27 (XII ZR 100/08) in FamRZ 2010, 538.Tz. 31; NJW 2010, 1595 == Unterhaltsbemessung nach der Drittelmethode erst für die Zeit ab 1.1.2008.
BGH am 2010-04-14 (XII ZR 89/08) in FamRZ 2010, 869; NJW 2010, 2056 == Beweislast des Pflichtigen für Einkommen der neuen Ehefrau bei Bemessung nach der Drittelmethode.
BVerfG am 2011-01-25 (1 BvR 918/10) in FamRZ 2011, 437; NJW 2011, 836 == Art.2 I, 20 III GG: Dreiteilung überschreitet Grenzen richterl. Rechtsfortbildung.
Schwamb am 2011-02-15 == Anm. zu BVerfG, Beschl. v. 25.1.2011 (1 BvR 918/10); ausführl. Anm. FamRB 2011, 120; Rechenbeispiele MDR 2012, 557
BGH am 2011-12-07 (XII ZR 151/09) in FamRZ 2012, 281; NJW 2012, 384, Tz. 45 == Bedarf ehel. Lebensverh.; Gleichrang neuer Ehefrau: Lstgsfähigk nach Drittelmethode; Anm. Schwamb, FamRB 2012, 71; MDR 2012, 557
BGH am 2011-12-07 (XII ZR 159/09) in FamRZ 2012, 288; FamRB 2012, 71 == Beweislast d. Pflichtigen für Einkommen der neuen Ehefrau bei Bemessung nach Drittelmethode
BGH am 2012-01-25 (XII ZR 139/09) in FamRZ 2012, 525; NJW 2012, 1209 == Keine Berücksichtigung der neuen Ehefrau bei Nachrang ggü. erster Ehefrau
BGH am 2013-03-20 (XII ZR 72/11) in NJW 2013, 1530 == Keine Unwirksamkeit, sondern nur Anpassung von Vereinbarungen mit Dreiteilung zur Bedarfsbemessung
BGH am 2013-06-26 (XII ZR 133/11) in NJW 2013, 2662, Tz. 87 == Keine Berücksichtigung eines Erwerbstätigkeitsbonus bei der Leistungsfähigkeit des Unterhaltspflichtigen
BGH am 2014-03-19 (XII ZB 19/13) in FamRZ 2014, 912; NJW 2014, 1590, Tz. 38, 39 == Dreiteilung ohne Erwerbstätigenbonus, Berücks. von Synergieeffekten
BGH am 2014-05-07 (XII ZB 258/13) in Tz. 21, 29 == Bedarf des ersten Ehegatten setzt sich bei Vorrang durch. Bei Gleichrang neuer Ehefrau Lstgsfähigk nach Drittelmethode.
BGH am 2012-01-18 (XII ZR 177/09) in FamRZ 2012, 514 == Zum nicht pauschalisierbaren, sondern im Rahmen konkreter Bedarfsermittlung vorzutragenden Mehrbedarf.
BGH am 2006-04-12 (XII ZR 240/03) in FamRZ 2006, 1006; NJW 2006, 2401 == Befristung trotz langer Ehedauer (vorgehend OLG Ffm. 1 UF 317/02)
BGH am 2007-02-28 (XII ZR 37/05) in FamRZ 2007, 793; NJW 2007, 1961 == Zur Befristung des Anspruchs auf Aufstockungsunterhalt.
BGH am 2007-05-23 (XII ZR 245/04) in FamRZ 2007, 1232; NJW 2007, 2628 == Zur Befristung und zur Begrenzung nach den ehelichen Lebensverhältnissen
BGH am 2008-04-16 (XII ZR 107/06) in FamRZ 2008, 1325; NJW 2008, 2581 == Keine ehebedingten Nachteile i.S. v. § 1578b BGB wegen durch die Unterbrechung der Erwerbstätigkeit während der Ehe bedingten geringeren Rentenanwartschaften, wenn für diese Zeit ein Versorgungsausgleich stattgefunden hat.
OLG Ffm am 2008-08-13 (5 UF 185/07) == Zur Befristung
OLG Ffm am 2008-08-19 (3 UF 347/06) == Befristung bei Krankheit (aufgeh. durch BGH FamRZ 2010, 629)
OLG Ffm am 2008-11-13 (3 UF 10/08) == Zur Begrenzung von Aufstockungsunterhalt und der Bedeutung der Dauer der Ehe.
BGH am 2008-11-26 (XII ZR 131/07) in FamRZ 2009, 406; NJW 2009, 989 == Abgrenzung von Krankheitsunterhalt nach § 1572 BGB und Aufstockungsunterhalt nach § 1573 Abs. 2 BGB. Zur Befristung von Krankheitsunterhalt gem. § 1578b Abs. 2 BGB.
OLG Ffm am 2009-03-03 (3 UF 275/08) == Zur Begrenzung von Aufstockungsunterhalt und Bedeutung der Ehedauer (aufgeh. durch BGH, XII ZR 53/09, v. 20.10.10).
BGH am 2009-05-27 (XII ZR 111/08) in FamRZ 2009, 1207; NJW 2009, 2450 == § 1578 b BGB nicht auf die Kompensation ehebedingter Nachteile beschränkt, sondern auch eine darüber hinausgehende nacheheliche Solidarität zu berücksichtigen.
BGH am 2009-05-27 (XII ZR 78/08) in FamRZ 2009, 1300 ; NJW 2009, 2523 == Darlegungs- und Beweislast für ehebedingte Nachteile i. S. v. § 1578 b BGB
BGH am 2009-10-14 (XII ZR 146/08) in FamRZ 2009, 1990; NJW 2009, 3783 == Abwägung aller Gesichtspunkte für die Billigkeitsentscheidung des § 1578 b BGB ist Aufgabe des Tatrichters.
BGH am 2010-02-17 (XII ZR 140/08) in FamRZ 2010, 629; NJW 2010, 1598 == Herabsetzung oder zeitliche Begrenzung des nachehelichen Unterhalts beim Krankheitsunterhalt
BGH am 2010-03-24 (XII ZR 175/08) in FamRZ 2010, 875; NJW 2010, 1813 == Darlegungs- und Beweislast für ehebedingte Nachteile im Rahmen der Unterhaltsherabsetzung oder -befristung
BGH am 2010-04-14 (XII ZR 89/08) in FamRZ 2010, 869; NJW 2010, 2056 == Bei § 1572 BGB ist im Rahmen von § 1578 b BGB nacheheliche Solidarität besonders zu berücksichtigen.
BGH am 2010-04-28 (XII ZR 141/08) in FamRZ 2010, 1057; NJW-RR 2010, 1009 == Zur Befristung nachehelichen Krankheitsunterhalts im Fall der Klage des Sozialhilfeträgers auf rückständigen und laufenden Unterhalt aus übergegangenem Recht.
BGH am 2010-05-26 (XII ZR 143/08) in FamRZ 2010, 1238; NJW 2010, 2349 == Zur Befristung bei Abänderung von Prozessvergleichen.
BGH am 2010-06-02 (XII ZR 138/08) in FamRZ 2010, 1311; NJW 2010, 2582 == Zur Befristung von Aufstockungsunterhalt.
BGH am 2010-06-30 (XII ZR 9/09) in FamRZ 2010, 1414; NJW 2010, 2953 == Zur Befristung nachehelichen Krankheitsunterhalts bei Vertrauensschutz aus Alttitel (§ 36 Nr. 1 EGZPO).
BGH am 2010-08-04 (XII ZR 7/09) in FamRZ 2010, 1633; NJW 2010, 3097 == Zur Befristung/Begrenzung des Altersunterhalts (§ 1571 BGB)
BGH am 2010-08-11 (XII ZR 102/09) in FamRZ 2010, 1637; NJW 2010, 3372 == Befristung: Besonderes Gewicht längerer Ehedauer bei wirtschaftlicher Verflechtung
BGH am 2010-09-29 (XII ZR 205/08) in FamRZ 2010, 1884; NJW 2010, 3582 == Keine Abänderung zwecks Befristung von Aufstockungsunterhalt aus einem Urteil, das nach Veröffentlichung von BGH, XII ZR 240/03 v. 12.4.2006 = FamRZ 2006, 1006, ergangen ist.
BGH am 2010-10-06 (XII ZR 202/08) in FamRZ 2010, 1971; NJW 2011, 147 == Nach umfassender Billigkeitsabwägung keine Befristung bei langer Ehedauer und wirtschaftlicher Verflechtung.
BGH am 2010-10-20 (XII ZR 53/09) in FamRZ 2010, 2059; NJW 2010, 3653 == Zu den notw. Feststellungen, den ehebedingten Nachteil der Höhe nach zu bemessen.
BGH am 2010-11-10 (XII ZR 197/08) in FamRZ 2011, 192; NJW 2010, 303 == Zur Befristung des Unterhalts nach § 1573 I, II BGB bei ehebedingten Nachteilen des Berechtigten.
BGH am 2011-01-12 (XII ZR 83/08) in FamRZ 2011, 454; NJW 2011, 670 == Zur Befristung von Ehegattenunterhalt bei noch nicht abgeschlossener Entwicklung (hinsichtlich wirtschaftlicher Entflechtung).
BGH am 2011-02-16 (XII ZR 108/09) in FamRZ 2011, 628; NJW 2011, 1067 == Ehebedingte Nachteile wegen Kinderbetreuung und Haushaltsführung bzw. Arbeitplatzaufgabe.
BGH am 2011-03-02 (XII ZR 44/09) in FamRZ 2011, 713; NJW 2011, 1285 == .Ehebedingter Nachteil im Rahmen des Krankheitsunterhalts mangels Rentenanspruchs wegen Erwerbsminderung auf Grund Kindererziehung.
BGH am 2011-03-30 (XII ZR 63/09) in FamRZ 2011, 875; NJW 2011, 1807 == Zur Herabsetzung und Befristung nachehelichen Krankheitsunterhalts.
BGH am 2011-06-08 (XII ZR 17/09) in FamRZ 2011, 1381; NJW 2011, 2512 == Zur Anwendung von § 36 Nr. 1 EGZPO und ehebed. Nachteil, wenn VA die Ehezeit nur teilweise erfasst.
BGH am 2011-06-29 (XII ZR 157/09) in FamRZ 2011, 1721; NJW 2011, 3645 == Nachträgliche Begrenzung u. Befristung eines Titels über Altersunterhalt im Rentenalter möglich, wenn kein Vertrauensschutz des Berechtigten entgegen steht.
BGH am 2011-09-21 (XII ZR 121/09) in FamRZ 2011, 1851; NJW 2011, 3577 == Zur.Befristung von Aufstockungsunterhalt
BGH am 2011-10-26 (XII ZR 162/09) in FamRZ 2012, 93; NJW 2011, 74 == Zur sekundären Beweislast hins. ehebed. Nachteile bei Unterhaltsbegrenzung/-befristung.
BGH am 2011-11-23 (XII ZR 47/10) in FamRZ 2012, 197; NJW 2012, 309 == Kein ehebed. Nachteil wegen durch Eheschließung bedingten Wegfalls eines aus früherer Ehe herrührenden Unterhaltsanspruchs.
BGH am 2012-01-18 (XII ZR 178/09) in FamRZ 2012, 517; NJW 2012, 1144 == Zum Verhältnis von Vermögensverwertung und Herabsetzung/Befristung.
BGH am 2012-01-25 (XII ZR 139/09) in FamRZ 2012, 525; NJW 2012, 1209 == Zur Möglichkeit der Befristung trotz Ehevertrags mit lebenslanger Unterhaltsverpfl.
BGH am 2012-03-07 (XII ZR 25/10) in FamRZ 2012, 776; NJW 2012, 1506 == Voreheliche Kinderbetreuung zählt nicht zur Ehedauer. Zum ehebed. Nachteil
BGH am 2012-03-07 (XII ZR 145/09) in FamRZ 2012, 951; NJW 2012, 2028 == Zu (nicht b. VA berücks.) Rentennachteilen und Karriereverzicht als ehebedingte Nachteile
BGH am 2012-03-07 (XII ZR 179/09) in FamRZ 2012, 772; NJW 2012, 1807 == Zur Unterhaltsherabsetzung bei voller Erwerbsminderung des Berechtigten.
BGH am 2012-05-23 (XII ZR 147/10) in FamRZ 2012, 1284; NJW 2012, 2514 == Keine Abänderung zwecks Befristung von nach Veröff. von BGH FamRZ 2006, 1006 ergangenem Urteil.
BGH am 2012-12-05 (XII ZB 670/10) in FamRZ 2013, 274; NJW 2013, 528 == Kein nachträglicher Vorhalt mangelnder Erwerbsbemühungen zur Kompensation ehebedingten Nachteils
BGH am 2013-01-16 (XII ZR 39/10) in FamRZ 2013, 534; NJW 2013, 866 == Angemessener Lebensbedarf nach den Verdienstmöglichkeiten im Heimatland, angepasst an deutsches Preisniveau
BGH am 2013-02-20 (XII ZR 148/10) in FamRZ 2013, 860; NJW 2013, 1444 == Arbeitsplatzaufgabe zunächst wegen vor- und dann nachehelicher Kinderbetreuung als ehebedingter Nachteil
BGH am 2013-03-13 (XII ZB 650/11) in FamRZ 2013, 935 == Ehebedingter Arbeitsplatzwechsel als ehebedingter Nachteil
BGH am 2013-03-20 (XII ZR 120/11) in FamRZ 2013, 864; NJW 2013, 1447 == Sekundäre Beweislast einer aus Tschechien übergesiedelten Dipl.-Ing. für ehebedingten Nachteil
BGH am 2013-03-20 (XII ZR 72/11) in FamRZ 2013, 853; NJW 2013, 1530 == Keine Änderung durch § 1578b Abs. 1 BGB n.F. für Bedeutung der Ehedauer zur Bestimmung des Maßes nachehel. Solidarität.
BGH am 2013-06-19 (XII ZB 309/11) in NJW 2013, 1530 == Zur Begrenzung von Krankheitsunterhalt
BGH am 2014-02-26 (XII ZB 235/12) in FamRZ 2014, 823; NJW 2014, 1302, Tz. 18 == Kein ehebed. Nachteil durch geringere Versorgung bei Möglichkeit, Altersvors-Unterhalt zu erlangen
BGH am 2014-03-26 (XII ZB 214/13) in FamRZ 2014, 1007; NJW 2014, 1807, Tz. 21 == Mittelbarer ehebed. Nachteil durch Arbeitsplatzverlust und ehebed. begrenzte Bewerbungsmöglichkeiten
BGH am 2014-05-14 (XII ZB 301/12) in Tz. 47 == Kein ehebed. Nachteil durch geringere Versorgung bei Möglichkeit, Altersvors-Unterhalt zu erlangen
BGH am 2010-11-10 (XII ZR 197/08) in FamRZ 2011, 192; NJW 2011, 303 == Kein Erwerbsbonus auf anzurechnendes eigenes Erwerbseinkommen des Berechtigten bei konkreter Bedarfsermittlung (Abweichung v. BGH FamRZ 2010, 1637, Tz. 31).
BGH am 2009-03-18 (XII ZR 74/08) in FamRZ 2009, 770; NJW 2009, 1876 == Zur Dauer des Betreuungsunterhalts gem. § 1570 BGB. Kein Gebot zur Befristung des einheitlichen Anspruchs nach § 1570 BGB.
BGH am 2009-05-06 (XII ZR 114/08) in FamRZ 2009, 1124; NJW 2009, 1956 == Zur Dauer des Betreuungsunterhalts gem. § 1570 BGB. Keine Befristung des Betreuungsunterhalts nach § 1578 b BGB.
BGH am 2009-06-17 (XII ZR 102/08) in FamRZ 2009, 1391; NJW 2009, 2592 == Zur Dauer des Betreuungsunterhalts gem. § 1570 BGB (Anschluss an Entsch. vom 18.03.und 06.05.2009). Damit verlangt die Neuregelung regelmäßig keinen abrupten Wechsel von elterlicher Betreuung zu Vollzeiterwerbstätigkeit.
BGH am 2009-06-24 (XII ZR 161/08) in FamRZ 2009, 1477; NJW 2009, 2744 == Zur Dauer des Betreuungsunterhalts gem. § 1570 BGB (Anschluss an Entsch. vom 18.03., 06.05.und 17.06.2009).
BGH am 2009-12-16 (XII ZR 50/08) in FamRZ 2010, 357; NJW 2010, 937 == Kind- oder elternbezogene Gründe für eine Verlängerung des Betreuungsunterhalts über die Vollendung des dritten Lebensjahres des Kindes hinaus nur, wenn sie vorgetragen werden oder auf Grund des sonst festgestellten Sachverhalts auf der Hand liegen.
OLG Ffm am 2010-02-17 (5 UF 45/09) in FamRZ 2010, 1449 == Enge Auslegung von § 1570 BGB durch den BGH droht Kinder zu benachteiligen, die als Folge der Trennung der Eltern besonderer Zuwendung bedürfen.
BGH am 2010-03-17 (XII ZR 204/08) in FamRZ 2010, 802; NJW 2010, 1665 == Kind- oder elternbezogene Gründe für Unterhalt bei Betreuung eines vollj. behinderten Kindes.
BGH am 2010-04-21 (XII ZR 134/08) in FamRZ 2010, 1050; NJW 2010, 2277 == Elternbezogene Gründe nur bei tatsächlicher Betreuung des Kindes.
BGH am 2010-09-15 (XII ZR 20/09) in FamRZ 2010, 1880; NJW 2010, 3369 == Zu (nach BGH) fehlenden (Anm.: vom KG, FPR 2009, 254 = FF 2009, 165 jedoch dargelegten) kind- o. elternbezogenen Gründen für weiteren Betreuungsunterhalt und zum grundsätzlich beachtlichen Betreuungsangebot des barunterhaltspfl. Elternteils, wenn es ernsthaft und verlässlich ist.
Schwamb am 2010-12-01 == abl. Besprechung in FamRB 2010, 358 ff. zum Urt. d. BGH, XII ZR 20/09, v. 15.09.2010
BGH am 2011-03-30 (XII ZR 3/09) in FamRZ 2011, 791; NJW 2011, 1582; FamRB 2011, 165 == Zu (nach BGH) nicht ausreichenden kindbezogenen Gründen für verlängerten Betreuungsunterhalt (abl. Besprechung Schwamb, FamRB 2011, 165; Norpoth, FamRZ 2011, 874).
BGH am 2011-03-30 (XII ZR 3/09) in FamRZ 2011, 791; NJW 2011, 1582 == Zur Verwirkung des nachehelichen Betreuungsunterhalts nach § 1579 BGB.
BGH am 2011-06-01 (XII ZR 45/09) in FamRZ 2011, 1209; NJW 2011, 2430 == Zu (nach BGH) nicht ausreichenden kindbezogenen Gründen für verlängerten Betreuungsunterhalt und geforderten Prüfung der Umgestaltung einer Umgangsregelung mit dem Barunterhaltspflichtigen im Unterhaltsverfahren.
BGH am 2011-06-15 (XII ZR 94/09) in FamRZ 2011, 1375; NJW 2011, 2646 == Zu (nach BGH) nicht ausreichend begründeten individuellen Einzelumständen.
BGH am 2012-04-18 (XII ZR 65/10) in FamRZ 2012, 1040; NJW 2012, 1868 == Zur Darlegung kindbezogener Gründe: Keine überzogenen Anforderungen (mehr!). Zu gerechter Lastenverteilung.
BGH am 2012-08-08 (XII ZR 97/10) in FamRZ 2012, 1624; NJW 2012, 3037 == Zur Darlegung kindbezogener Gründe: Keine überzogenen Anforderungen (mehr!). Zu gerechter Lastenverteilung.
OLG Ffm am 2013-04-19 (6 WF 55/13) in FamRB 2013, 384; FamFR 2013, 441 == Zum notwendigen Vortrag kind- oder elternbezogener Gründe für verlängerten Betreuungsunterhalt (hier: für VKH)
BGH am 2012-04-18 (XII ZR 73/10) in FamRZ 2012, 1201; NJW 2012, 2190 == Trennungsunterhalt wegen Betreuung eines Kindes: Zunächst großzügigere Anforderungen hinsichtlich einer Erwerbsobliegenheit als nach § 1570 BGB.
Weitere Unterhaltsansprüche18. Ansprüche aus § 1615l BGB
Der Mindestbedarf entspricht in der Regel dem notwendigen Selbstbehalt für nicht Erwerbstätige (800,- €).
BGH am 2008-07-16 (XII ZR 109/05) in FamRZ 2008, 1739, NJW 2008, 3125 == Zur Höhe des Bedarfs und Dauer des Anspruchs (siehe auch Nr. 17).
BGH am 2009-12-16 (XII ZR 50/08) in FamRZ 2010, 357; NJW 2010, 937 == Zum pauschalisierbaren Mindestbedarf in Höhe des Existenzminimums (notwendiger Selbstbehalt eines Nichterwerbstätigen) bei Betreuung eines nichtehelich geborenen Kindes. – Verlängerung des Betreuungsunterhalts über die Vollendung des dritten Lebensjahres des Kindes hinaus.
BGH am 2010-01-13 (XII ZR 123/08) in FamRZ 2010, 444; NJW 2010, 1138 == Zum Mindestbedarf in Höhe des Existenzminimums und den Voraussetzungen des Betreuungsunterhalts über die Vollendung des dritten Lebensjahres des Kindes hinaus.
BGH am 2013-10-02 (XII ZB 249/12) in FamRZ 2013, 1958; NJW 2013, 3578 == Notwendige Inverzugsetzung, keine Befristung des Unterhalts gem. § 1615l BGB
Bei einem Heimaufenthalt wird der Bedarf durch die dadurch anfallenden notwendigen Kosten zuzüglich eines Barbetrags für die persönlichen Bedürfnisse entsprechend § 27 b Abs.2 SGB XII bestimmt. Das unterhaltspflichtige Kind, das nur geringe oder keine eigenen Einkünfte erzielt und einen Anspruch auf Familienunterhalt hat, ist nur dann zur Zahlung von Elternunterhalt leistungsfähig, wenn es im Rahmen des Familienunterhalts selbst vollständig abgesichert ist und aus eigenen Erwerbseinkünften oder aus Taschengeld Elternunterhalt leisten kann. Zur Höhe des Taschengeldeinsatzes vgl. BGH FamRZ 2013, 363. Zur Berechnung des sogenannten individuellen Familienselbstbehalts vgl. BGH FamRZ 2010, 1535.
Der Wohnwert ist bei der Inanspruchnahme auf Elternunterhalt in der Regel nicht mit der bei einer Fremdvermietung erzielbaren objektiven Marktmiete, sondern auf der Grundlage der unter den gegebenen Verhältnissen ersparten Miete zu bemessen. Altersvorsorgevermögen, das der Anlage von 5 % des Jahresbruttoeinkommens des Pflichtigen bezogen auf seine gesamte Erwerbstätigkeit bis zur Inanspruchnahme auf Elternunterhalt entspricht, ist nicht für Unterhaltszwecke einzusetzen. Der Wert einer selbstgenutzten Immobilie bleibt bei der Bemessung des Altersvorsorgevermögens eines auf Elternunterhalt in Anspruch genommenen Unterhaltspflichtigen grundsätzlich unberücksichtigt, BGH XII ZB 269/12 vom 7.8.2013.
BGH am 2004-07-07 (XII ZR 272/02) in FamRZ 2004, 1370; NJW-RR 2004, 1300 == Bedarf orientiert sich ggf. an den Heimkosten.
BGH am 2010-07-28 (XII ZR 140/07) in FamRZ 2010, 1535; NJW 2010, 3161 == Zur Berechnung des Elternunterhalts
BGH am 2010-09-15 (XII ZR 148/09) in FamRZ 2010, 1888; NJW 2010, 3714 == Verwirkung von Elternunterhalt nur bei Verschulden
BGH am 2012-11-21 (XII ZR 150/10) in NJW 2013, 301 == Unterhaltsbedarf eines im Pflegeheim wohnenden Elternteils
BGH am 2012-12-12 (XII ZR 43/11) in FamRZ 2013, 363; NJW 2013, 686 == Taschengeld ist einsatzpflichtig, jedoch nicht i. H. v. 5 – 7% des Mindestselbstbehalts des Pflichtigen u. a.
BGH am 2013-08-07 (XII ZB 269/12) in FamRZ 2013, 1554; NJW 2013, 3024, Tz. 18, 36 f. == Kein Einsatz selbst bewohnten Eigenheims für Elternunterhalt; Behalt eines Notgroschens
BGH am 2014-02-05 (XII ZB 25/13) in FamRZ 2014, 538; NJW 2014, 1173, Tz. 22, 26 == Zur Berechnung des Elternunterhalts, den ein in seiner Ehe geringer verdienendes Kind leisten muss
BGH am 2014-02-12 (XII ZB 607/12) in FamRZ 2014, 541; NJW 2014, 1177 == Zur Verwirkung von Elternunterhalt wegen schwerwiegenden Fehlverhaltens des Berechtigten
Leistungsfähigkeit und Mangelfall21. Selbstbehalt
BGH am 2006-03-15 (XII ZR 30/04) in FamRZ 2006, 683 == Selbstbehalt gegenüber Trennungs-/Ehegattenunterhalt liegt zwischen notwendigem und angemessenem Selbstbehalt. Einer zusätzlichen Grenze der Leistungsfähigkeit nach ehel. Lebensverhältnissen bedarf es nicht.
BGH am 2011-05-04 (XII ZR 70/09) in FamRZ 2011, 1041; NJW 2011, 1874 == Auch der betreuende Elternteil (§ 1606 III 2 BGB) kann anderer leistungsfähiger Verwandter i. S. v, § 1603 II 3 BGB sein. Dem barunterhaltspfl. Elternteil bleibt ggf.angem, Selbstbehalt, wenn sonst erhebl. finanzielles Ungleichgewicht zwischen den Eltern entstünde.
Für nicht Erwerbstätige beträgt er 800 €; bei Anhaltspunkten für unterhaltsrechtlich bedeutsame zusätzliche Kosten kann der Selbstbehalt angemessen erhöht werden. Bei geringfügiger Erwerbstätigkeit wird wegen des notwendigen Selbstbehalts auf BGH FamRZ 2008, 594 ff., 597, Tz. 29, verwiesen.
OLG Ffm am 2002-03-14 (1 UF 127/01) == Unterschreitung des Selbstbehalts durch Vereinbarung
BGH am 2005-02-23 (XII ZR 56/02) in FamRZ 2005, 706; NJW 2005, 1493 == Erhöhung des Selbstbehaltes oder Verringerung des Einkommens wegen Umgangskosten
OLG Ffm am 2006-09-29 (5 UF 171/06) in NJW 2007,382f. == Zur notwendigen Berücksichtigung der realen Beschäftigungschancen ungelernter Arbeitskräfte.
BGH am 2008-01-09 (XII ZR 170/05) in FamRZ 2008, 594; NJW 2008, 1373 Tz. 26 ff. == Herabsetzung des Selbstbehalts eines nicht erwerbstätigen Unterhaltspflichtigen bis auf sein Existenzminimum nach sozialhilferechtlichen Grundsätzen.
Schwamb am 2008-04-16 == Anmerkung in forum familienrecht 2008, 160, 161 zur BGH-Entscheidung XII ZR 170/05
21.3 Angemessener Selbstbehalt21.3.1 gegenüber volljährigen Kindern
BGH am 2012-01-18 (XII ZR 15/10) in FamRZ 2012, 530; NJW 2012, 926 == Erhöhter Selbstbehalt (wie ggü. Eltern) ggü. erw. Kind nach dessen Verlust wirtschaftl. Selbstst.
BGH am 2006-08-30 (XII ZR 98/04) in FamRZ 2006, 1511 == Einschränkung bei Vermögensstamm; angemessene Altersvorsorge
BGH am 2010-07-28 (XII ZR 140/07) in FamRZ 2010, 1535; NJW 2010, 3161 == Leistungsfähigkeit für Elternunterhalt
Der Mindestselbstbehalt gegenüber getrennt lebenden und geschiedenen Unterhaltsberechtigten ist bei Erwerbstätigen in der Regel mit 1.100 € zu bemessen, bei nicht Erwerbstätigen mit regelmäßig 1.000 € (Mittelbetrag zwischen unterschiedlichem notwendigem und dem angemessenen Selbstbehalt), davon 430 € für den Wohnbedarf (330 € Kaltmiete, 100 € Nebenkosten und Heizung).
BGH am 2008-11-19 (XII ZR 129/06) in FamRZ 2009, 307.; NJW-RR 2009, 289 == Ehegattenselbstbehalt bei Bezug von Krankengeld zwischen notwendigem Selbstbehalt für Nichterwerbstätige und angemessenem Selbstbehalt (damals im Regelfall 935 EUR)
BGH am 2008-11-19 (XII ZR 51/08) in FamRZ 2009, 311 ff., 313 == Ehegattenselbstbehalt bei Bezug von Krankengeld zwischen notwendigem Selbstbehalt für Nichterwerbstätige und angemessenem Selbstbehalt, bei fiktivem Erwerbseinkommen zwischen notwendigem Selbstbehalt für Erwerbstätige und angemessenem Selbstbehalt (zwar regelmäßig, aber nicht zwingend genau hälftig dazwischen)
BGH am 2008-12-17 (XII ZR 63/07) in FamRZ 2009, 404; NJW-RR 2009, 649 f. == Zum Ehegattenselbstbehalt im Rahmen des Trennungsunterhalts bei Betreuung eines mdj. Kindes.
BGH am 2010-03-17 (XII ZR 204/08) in FamRZ 2010, 802; NJW 2010, 1665 == Eheangemessener Selbtbehalt für nicht Erwerbstätige.
BGH am 2014-03-19 (XII ZB 19/13) in FamRZ 2014, 912; NJW 2014, 1590, Tz. 39 == Kein Erwerbstätigenbonus bei Prüfung der Leistungsfähigkeit.
21.5 Anpassung des Selbstbehalts21.5.1.
BGH am 2006-08-23 (XII ZR 26/04) in FamRZ 2006, 1664 == Bemessung des notwendigen Selbstbehalts bei geringen Wohnkosten
BGH am 2008-12-03 (XII ZR 182/06) in FamRZ 2009, 314; NJW 2009, 1410 == Selbstbehalt bei geringen Wohnkosten, Bestätigung von BGH FamRZ 2006, 1664
BGH am 2008-01-09 (XII ZR 170/05) in FamRZ 2008, 594; NJW 2008, 1373 Tz. 31 ff. == Herabsetzung des Selbstbehalts eines Unterhaltspflichtigen um eine durch gemeinsame Haushaltsführung eintretende Ersparnis, höchstens jedoch bis auf sein Existenzminimum nach sozialhilferechtlichen Grundsätzen.
BGH am 2008-12-03 (XII ZR 182/06) in FamRZ 2009, 314.; NJW 2009, 1410 == Notwendiger Selbstbehalt bei Ersparnis durch gemeinsame Haushaltsführung, Bestätigung von BGH FamRZ 2008, 594 ff.
BGH am 2010-03-17 (XII ZR 204/08) in FamRZ 2010, 802; NJW 2010, 1665 == Herabsetzung des eheangemessenen Selbtbehalts wegen gemeinsamer Haushaltsführung mit neuer Lebensgefährtin.
Ist bei Unterhaltsansprüchen nicht privilegierter volljähriger Kinder der Unterhaltspflichtige verheiratet, werden für den mit ihm zusammen lebenden Ehegatten mindestens 800 € angesetzt.
BGH am 2010-07-28 (XII ZR 140/07) in FamRZ 2010, 1535; NJW 2010, 3161 == Familienselbstbehalt bei Berechnung des Elternunterhalts
OLG Ffm am 2005-05-30 (5 WF 85/05) == Zu hohe Zahlungen an Unterhaltsvorschusskasse für eines der Kinder.
BGH am 2008-09-17 (XII ZR 72/06) in FamRZ 2008, 2198; NJW 2008,3562 == Kindesunterhalt nur in Höhe des Existenzminimums beim Mangelfall (auch im Verhältnis zu nur nachrangig Berechtigten)
BGH am 2010-03-17 (XII ZR 204/08) in FamRZ 2010, 802; NJW 2010, 1665, Tz. 18 == Mindestbedarf für Ehegattenunterhalt in Höhe des notwendigen Selbstbehalts für nicht Erwerbstätige.
Gielau am 2008-06-22 == Berechnungsformular (Altfälle)
Gielau am 2010-08-01 == Berechnungsformular ab 2008
Stehen mehrere nach § 1609 Nr. 2 oder 3 BGB Berechtigte im gleichen Rang, schränkt die Unterhaltspflicht gegenüber dem jeweils anderen Berechtigten die Leistungsfähigkeit des Pflichtigen nach § 1581 S.1 BGB ein (sog. relativer Mangelfall). Dem kann zur Wahrung des Halbteilungsgrundsatzes dadurch Rechnung getragen werden, dass die Unterhaltsansprüche im Regelfall nach den Grundsätzen der so genannten Dreiteilung bemessen werden (BGH FamRZ 2012, 281), wobei kein Erwerbstätigenbonus zu berücksichtigen ist (BGH v. 26.6.2013 – XII ZR 133/11). Das schließt eine abweichende Verteilung aufgrund der Berücksichtigung weiterer individueller Billigkeitsabwägungen nicht aus.
BGH am 2011-12-07 (XII ZR 151/09) in FamRZ 2012, 281; NJW 2012, 384 == Lstgsfähigk. nach Drittelmethode bei Gleichrang; Anm. Schwamb, FamRB 2012, 71; MDR 2012, 557
BGH am 2013-06-26 (XII ZR 133/11) in NJW 2013, 2662, Tz. 87 == Keine Berücksichtigung eines Erwerbstätigkeitsbonus bei der Leistungsfähigkeit des Unterhaltspflichtigen, Anm. Niepmann/Schwamb. NJW 2013, 2720 unter III. 2.
BGH am 2014-05-07 (XII ZB 258/13) in Tz. 29 == Leistgsfähigkeit nach Drittelmethode bei Gleichrang.
BGH am 2011-12-07 (XII ZR 151/09) in FamRZ 2012, 281; NJW 2012, 384, Tz. 42, 48 == Verteilung bei Vorrang zweiter Ehefrau wie in 24.3.2; Anm. Schwamb, FamRB 2012, 71; MDR 2012, 557
Sonstiges25. Rundung
1 bis 1500 317 364 426 488 100
2 1501 1900 333 383 448 513 105
3 1901 2300 349 401 469 537 110
4 2301 2700 365 419 490 562 115
5 2701 3100 381 437 512 586 120
6 3101 3500 406 466 546 625 128
7 3501 3900 432 496 580 664 136
8 3901 4300 457 525 614 703 144
9 4301 4700 482 554 648 742 152
10 4701 5100 508 583 682 781 160
über 5.100 € nach den Umständen des Falles.
OLG Ffm am 2010-01-01 == Düsseldorfer Tabelle 2010 + Zahlbeträge
OLG Ffm am 2009-01-01 == Düsseldorfer Tabelle 2009 + Zahlbeträge
Schwamb am 2009-01-05 == Anmerkung zur Düsseldorfer Tabelle 2009
OLG Ffm am 2008-01-01 == Düsseldorfer Tabelle 2008 + Zahlbeträge
Aufgrund der erneuten Erhöhung des Mindestunterhalts und des Kindergeldes zum 1. 1. 2010 ergeben sich seither folgende Zahlbeträge:
Bsp. 1 seit 2010:
317 x 97,8% = aufgerundet 311 EUR, abzüglich hälftiges Kindergeld 92 EUR = 219 EUR.
Bsp. 2 seit 2010:
317 x 70,2% = aufgerundet 223 EUR zuzüglich hälftiges Kindergeld 92 EUR = 315 EUR.
Bsp. 3 seit 2010:
364 x 102,7% = aufgerundet 374 EUR abzüglich volles Kindergeld 184 EUR = 190 EUR.
Bsp. 4 seit 2010:
426 x 111,2% = aufgerundet 474 EUR abzügl. hälftiges Kindergeld 92 EUR = 382 EUR.
Diehl am 2009-01-06 == Zur Umrechnung von Alttiteln gem. § 36 Nr. 3 ZPO in FamExpress 2/2009 (Deubner-Verlag)
BGH am 2012-04-18 (XII ZR 66/10) in FamRZ 2012, 1048; NJW 2012, 1873 == Keine Änderung des Prozentsatzes bei Wechsel in höhere Altersstufe.
Anhang III – RechenbeispieleAbsoluter Mangelfall (für 2013 gerechnet)
Der Verpflichtete M hat ein bereinigtes Nettoeinkommen von 1.680 €. Unterhaltsberechtigt sind ein 18-jähriges Kind K1, das bei der Mutter lebt und auf’s Gymnasium geht, und die beiden minderjährigen Kinder K2 (14 Jahre) und K3 (10 Jahre), die von der Mutter betreut werden. Das Kindergeld von 558 € (184 € + 184 € + 190 €) wird an die Mutter ausbezahlt, deren sonstiges Einkommen unter 800 € liegt.
Mindestbedarf K1: 488 € (Düsseldorfer Tabelle Gruppe 1, 4. Altersstufe) – 184 € Kindergeld => offener Bedarf = Einsatzbetrag 304 €
Mindestunterhalt K2: 426 € – 92 € hälftiges Kindergeld => offener Bedarf = Einsatzbetrag 334 €
Mindestunterhalt K3: 364 € – 95 € hälftiges Kindergeld => offener Bedarf = Einsatzbetrag 269 €
Verteilungsmasse: 1.680 € – 1000 € = 680 €
Prozentuale Kürzung: 680/907 * 100 = 74,97 %
K1: 304 € * 74,97 % = 228 €; zum Leben verfügbar also 228 + 184 = 412 €;
K2: 334 € * 74,97 % = 251 €; zum Leben verfügbar also 251 + 92 = 343 €;
K3: 269 € * 74,97 % = 202 €; zum Leben verfügbar also 202 + 95 = 297 €.
hjg == Zweistufige Mangelberechnung für Altfälle
hjg == Einstufige Mangelberechnung ab 2008
2014-01-01 Unterhaltsgrundsätze des OLG Ffm 01.01.2014 (PDF)
2013-01-01 Unterhaltsgrundsätze des OLG Ffm 01.01.2013 (PDF)
2011-01-01 Unterhaltsgrundsätze des OLG Ffm 01.01.2011 (PDF)
2010-07-01 Unterhaltsgrundsätze des OLG Ffm 01.07.2010 (PDF)
2010-01-01 Unterhaltsgrundsätze des OLG Ffm 01.01.2010 (PDF)
2009-01-01 Unterhaltsgrundsätze des OLG Ffm 01.01.2009 (PDF mit Inhaltsverzeichnis)
2009-01-01 Unterhaltsgrundsätze des OLG Ffm 01.01.2009 (HTML)
2009-01-01 Unterhaltsgrundsätze des OLG Ffm 01.01.2009 (Arbeitspapier)
2009-01-01 Roos, Erkrath: Große Übersicht
2008-01-01 Unterhaltsgrundsätze des OLG Ffm 01.01.2008 (pdf)
2008-01-01 Unterhaltsgrundsätze des OLG Ffm 01.01.2008 (HTML)
2008-01-01 Unterhaltsgrundsätze des OLG Ffm 01.01.2008 (Arbeitspapier)
2003-11-12 Juncker zu den neuen Leitlinien (2003) – Erfahrungsaustausch 10. – 12.11.2003
1998- div. Grundsätze / Leitlinien bei FamRZ
2001- div. Grundsätze / Leitlinien bei FamRB
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References: BGH 

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 Art. 2

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