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Timestamp: 2019-11-19 09:52:06+00:00

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BFH, 16.01.2002 - II R 52/00 - dejure.org
BFH, 16.01.2002 - II R 52/00
https://dejure.org/2002,5979
BFH, 16.01.2002 - II R 52/00 (https://dejure.org/2002,5979)
BFH, Entscheidung vom 16.01.2002 - II R 52/00 (https://dejure.org/2002,5979)
BFH, Entscheidung vom 16. Januar 2002 - II R 52/00 (https://dejure.org/2002,5979)
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Revision - GmbH - Erwerb von GmbH-Anteilen - Kommanditist - Notarieller Vertrag - Grunderwerbsteuer
FG Brandenburg, 20.07.1999 - 3 K 1378/97
BFH/NV 2002, 1053
Diese grunderwerbsteuerrechtliche Fiktion rechtfertigt es, die Veräußerung aller (bereits vereinigten) Anteile einer grundbesitzenden Gesellschaft wie eine Veräußerung des Grundstücks selbst zu behandeln und damit bei einer Übertragung aller Anteile auf eine Gesamthand die Steuervergünstigung des § 5 GrEStG zu gewähren (BFH-Entscheidungen vom 16. Januar 2002 II R 52/00, BFH/NV 2002, 1053; vom 19. April 1972 II B 36/71, BFHE 105, 302, BStBl II 1972, 590;… Viskorf in Boruttau, Grunderwerbsteuergesetz, 16. Aufl., § 5 Rz 41;… Hofmann, a.a.O., § 5 Rz 38;… Pahlke/Franz, Grunderwerbsteuergesetz, Kommentar, 3. Aufl., § 5 Rz 61).
Eine vor Erlass eines ablehnenden Verwaltungsaktes erhobene Sprungklage in der Form der sog. Vornahmeklage ist vielmehr unheilbar unzulässig (BFH-Urteil vom 16. Januar 2002 II R 52/00, BFH/NV 2002, 1053;… Hübschmann/Hepp/ Spitaler, Abgabenordnung-Finanzgerichtsordnung, § 45 FGO Rz. 13, m.w.N.).
Der Erwerber, der mindestens 95 % der nicht von der Kapitalgesellschaft selbst gehaltenen Anteile an dieser erwirbt, beherrscht das Vermögen der Gesellschaft in gleicher Weise, wie wenn der Gesellschaft selbst keine Anteile zustünden (BFH-Urteil vom 16. Januar 2002 II R 52/00, BFH/NV 2002, 1053, m.w.N.).
Diese grunderwerbsteuerrechtliche Fiktion rechtfertigt es, bei einer Übertragung aller (bereits vereinigten) Anteile auf eine Gesamthand die Steuervergünstigung des § 5 GrEStG zu gewähren (vgl. BFH-Urteile vom 16. Januar 2002 II R 52/00, BFH/NV 2002, 1053; in BFHE 220, 550, BStBl II 2009, 544;… Viskorf in Boruttau, a.a.O., § 5 Rz 17; Pahlke, Grunderwerbsteuergesetz, Kommentar, 5. Aufl., § 5 Rz 13).
Sollte das FG zu dem Ergebnis gelangen, dass die Vertreter der Klägerin zumindest leichtfertig Steuern verkürzt haben, wird es --was das FA übersehen hat-- zu beachten haben, dass bei einem Erwerb nach § 1 Abs. 3 Nr. 3 GrEStG die Befreiungsvorschriften der §§ 5, 6 GrEStG anwendbar sind (BFH-Urteile vom 16. Januar 2002 II R 52/00, BFH/NV 2002, 1053;… vom 2. April 2008 II R 53/06, BFHE 220, 550, BFH/NV 2008, 1268).
Dabei handelt es sich um einen eigenständigen Anspruch aus dem Steuerschuldverhältnis, der den ursprünglichen Steueranspruch unberührt lässt (BFH-Urteil vom 16. Januar 2002 II R 52/00, BFH/NV 2002, 1053; Pahlke, Grunderwerbsteuergesetz, Kommentar, 5. Aufl., § 16 Rz 3; Hofmann, Grunderwerbsteuergesetz, Kommentar, 10. Aufl., § 16 Rz 3, jeweils m.w.N.).
Wie vorstehend ausgeführt, handelt es sich bei dem Anspruch aus § 16 GrEStG um einen eigenständigen Anspruch aus dem Steuerschuldverhältnis i.S. des § 37 Abs. 1 AO und nicht um einen Erstattungsanspruch i.S. des § 37 Abs. 2 AO (BFH-Urteil in BFH/NV 2002, 1053;… Pahlke, a.a.O., § 16 Rz 3; Loose in Boruttau, Grunderwerbsteuergesetz, 17. Aufl., § 16 Rz 16).
Soweit der Senat in früheren Entscheidungen ausgeführt hat, Einwendungen, die auf die Rückgängigmachung des Erwerbsvorgangs gestützt werden, seien im Einspruchsverfahren gegen die ursprüngliche Steuerfestsetzung nicht zu berücksichtigen (BFH-Urteil vom 16. Januar 2002 II R 52/00, BFH/NV 2002, 1053) bzw. "im Regelfall" in einem getrennten Verfahren und nur "ausnahmsweise" auch im Einspruchsverfahren gegen die Steuerfestsetzung zu prüfen (BFH-Urteile vom 27. Januar 1982 II R 119/80, BFHE 135, 224, BStBl II 1982, 425 unter 1., und vom 9. November 1983 II R 71/82, BFHE 140, 13, BStBl II 1984, 446 unter 3.), hält er daran nicht mehr fest.
Der Anspruch nach § 16 GrEStG ist vielmehr ein weiterer (gegenläufiger), eigenständiger Anspruch aus dem Steuerschuldverhältnis i.S. des § 37 Abs. 1 der Abgabenordnung (AO), der selbständig neben den Steueranspruch tritt (vgl. BFH-Urteil vom 16. Januar 2002 II R 52/00, BFH/NV 2002, 1053, m.w.N.;… BFH-Beschluss vom 9. September 2015 II B 28/15, BFH/NV 2015, 1668;… s.a. Loose in Boruttau, Grunderwerbsteuergesetz, 19. Aufl., § 16 Rz 12 ff.;… Pahlke, Grunderwerbsteuergesetz, Kommentar, 6. Aufl., § 16 Rz 3).
Dementsprechend lässt der Anspruch aus § 16 GrEStG die Rechtmäßigkeit der für den ursprünglichen Erwerbsvorgang vorgenommenen Besteuerung unberührt (BFH-Urteil in BFH/NV 2002, 1053).
a) Der Senat folgt insoweit der neueren und der früheren Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs, nach der § 5 GrEStG 1983 auch auf den Ersatzerwerbstatbestand des § 1 Abs. 3 GrEStG 1983 Anwendung findet (BFH vom 16. Januar 2002, II R 52/00, BFH/NV 2002, 1053 ; vom 22. Juni 1966, II 165/62, BFHE 86, 520, BStBl III 1966, 554).
Dann ist aber kein weiterer Grund dafür ersichtlich, in dem Fall, dass der - mit weniger als 100 % an der grundbesitzenden Gesellschaft beteiligte - übertragende Anteilseigner an der erwerbenden Gesamthand ebenfalls beteiligt ist, die entsprechende Anwendung der Steuerbefreiung des § 5 Abs. 1 GrEStG 1983 abzulehnen, während nach allgemeiner Auffassung ein 100%-iger Anteilseigner von der entsprechenden Anwendung des § 5 Abs. 2 GrEStG 1983 profitieren kann (vgl. BFH vom 16. Januar 2002, II R 52/00, BFH/NV 2002, 1053 ).
Auf den Anspruch aus § 16 GrEStG trifft dies deshalb nicht zu, weil dieser die Rechtmäßigkeit der für den ursprünglichen Erwerbsvorgang vorgenommenen Besteuerung unberührt lässt (BFH-Urteil vom 16. Januar 2002 II R 52/00, BFH/NV 2002, 1053).
BFH, 07.04.2004 - II B 2/03
Anspruch aus § 16 GrEStG lässt Rechtmäßigkeit der für den ursprünglichen …
BFH, 18.12.2002 - XI S 1/02
PKH im NZB-Verfahren; Zulassung der Revision wegen Sicherung einer einheitlichen …
FG Münster, 22.02.2011 - 8 K 3034/08
Zur Grunderwerbsteuer bei Anteilsvereinigung

References: § 5
 § 5
 § 5
 § 5
 § 45
 § 5
 § 5
 § 5
 § 1
 § 16
 § 16
 § 16
 § 37
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 § 16
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 § 16
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