Source: https://issuu.com/ihksuedthueringen/docs/sw_6_2018
Timestamp: 2018-08-16 06:26:48+00:00

Document:
Südthüringische Wirtschaft - Ausgabe 6/2018 by IHK Südthüringen - Issuu
Konjunktur An Schwung verloren
MuT-Preis 2018 Jetzt bewerben!
Berufsorientierung Noch nicht am Ziel
WELCOME THE BUSINESS DELEGATION FROM SOUTH THURINGIA
VOCATIONAL TRAINING FOR YOUNG VIETNAMESE IN SOUTH THURINGIA, GERMANY
6 / 2018
Die gute Stimmung bleibt – unsere Forderungen auch Die Ergebnisse unserer jüngsten Konjunkturumfrage zeigen, dass die Wirtschaft in Thüringens Süden auch weiterhin auf der Erfolgsspur bleibt. Die gegenwärtige Lage und die Erwartungen an die Zukunft werden von der Mehrheit der Unternehmer positiv eingeschätzt. Die gute Stimmung wird allerdings von einem Wermutstropfen begleitet – den Unternehmen fehlen zunehmend die Fachkräfte. Die Stärkung der dualen Ausbildung und Sicherung der Fachkräftebasis sind deshalb für die IHK Südthüringen das TOP-Thema des Jahres. Das im Jahr 2016 gestartete Vietnamprojekt ist auf einem guten Weg. Erst kürzlich konnten im Rahmen einer fünftägigen Reise Unternehmensvertreter persönlich ihre zukünftigen Azubis kennenlernen. In wenigen Monaten werden sie ihre Ausbildung in unserer Region beginnen und darauf freuen wir uns schon heute. Erfahren Sie mehr dazu ab Seite 30. Das Thema Fachkräfte stand auch ganz oben auf der Agenda der Thüringer Berufsbildungskonferenz am 14. Mai 2018 in Suhl. Endlich konnten wir erreichen, dass die Berufsorientierung im Thüringer Schulgesetz verankert wird. Der bisherige Entwurf der Gesetzesnovelle sieht vor, die praxisnahe Berufsorientierung in Paragraf 2 als Querschnittsthema aufzunehmen. Das geht der Südthüringer Wirtschaft allerdings nicht weit genug. Deshalb bleiben wir beharrlich an unserer Forderung, dass die praxisnahe Berufsorientierung mit einem gesonderten Paragrafen und damit verbindlich in die Stundenpläne aufgenommen werden muss. Aber auch die Gestaltung des künftigen Berufsschulnetzes, die zügige Einführung des Azubi-Tickets sowie die Umsetzung des Projektes Berufsschule 4.0 sind wichtige Themen, an denen sich die Zukunft Thüringens entscheiden wird. Ein kontinuierliches Wachstum könnte ansonsten schon bald der Vergangenheit angehören.
Dr. Peter Traut Präsident
Dr. Ralf Pieterwas Hauptgeschäftsführer
Südthüringische Wirtschaft 6/2018
POTENZIALE IN VIETNAM Das Fachkräfteprojekt zur Anwerbung vietnamesischer Jugendlicher für eine duale Ausbildung in Südthüringen sowie die Potenziale für den Aufbau von Wirtschaftsbeziehungen mit vietnamesischen Marktteilnehmern standen im Fokus einer fünftägigen Delegationsreise mit Wirtschaftsvertretern aus Thüringens Süden nach Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt. Mehr dazu ab Seite 30
n	STANDORTPOLITIK
21	Berufsorientierung noch nicht am Ziel: Ergebnisse der Thüringer Berufsbildungskonferenz
3	Optimierung und Qualitätsverbesserung im Südthüringer ÖPNV unverzichtbar
22	Informationsveranstaltungen zur Höheren Berufsbildung
4	An Schwung verloren – Ergebnisse der Konjunkturumfrage Frühsommer 2018
© Michael Reichel/arifoto.de
6	Neue Produktmarken für den Thüringer Wald – Naturregion UNESCO-Biosphärenreservat
24	t-wood Jugendwirtschaftskonferenz begeisterte Schüler und Lehrer: Feedback der Teilnehmer ausgewertet 25	Fahrplan für 5. „INDUSTRIE INTOUCH Thüringer Wald“ steht
7	MuT-Preis 2018: Jetzt bewerben!
n	INNOVATION UND UMWELT
8	Aktionstag „Heimat shoppen“ 2018 erstmals in Südthüringen
26	ThEx StartInno „Innovations- und Strategieoffensive im Thüringer Wald“
IHK SETZT SICH EIN 14	Ladenöffnungsgesetz: IHK-Arbeitskreis diskutiert über Ausnahmen zur Thüringer Samstagsregelung
14	Wirtschaft lehnt Klimagesetz für Thüringen ab: Gesetzliche Vorgaben sind ausreichend
n	EXISTENZGRÜNDUNG UND UNTERNEHMENSFÖRDERUNG
28	Thüringer Breitbandstrategie
BEKANNTMACHUNGEN DER IHK SÜDTHÜRINGEN 32	Satzung betreffend die Fachkundeprüfungen für den Straßenpersonen- und Güterkraftverkehr 35	Satzung betreffend die Prüfung zum Erwerb der Grundqualifikation der Fahrer/Fahrerinnen im Güterkraft- und Personenverkehr 39	Änderung des Gebührentarifs der IHK Südthüringen
n	RECHT 16	Event für neue IHK-Mitglieder
17	Förderung von innovativem Personal in Thüringen 2 Südthüringische Wirtschaft 6/2018
40	Umgang mit häufig „erkrankten“ Mitarbeitern 41	Informationspflichten gemäß der Datenschutz-Grundverordnung 41	Impressum
Optimierung und Qualitätsverbesserung im Öffentlichen Personen Nahverkehr für Südthüringen unverzichtbar Ein leistungsfähiger öffentlicher Personenverkehr beeinflusst als Standortfaktor die wirtschaftliche Entwicklung Südthüringens und entfaltet zunehmende Relevanz beispielsweise in den Themenfeldern Fachkräfteakquise, Ausbildungsplatzsuche sowie Tourismus. Auf der Südthüringer ÖPNV-Konferenz im Haus der Wirtschaft in Suhl hatten Unternehmen, Branchenvertreter, Politik und Verwaltung am 17. Mai 2018 Gelegenheit, sich über aktuelle Projekte zur Verbesserung der öffentlichen Mobilität zu informieren und gemeinsam zu diskutieren. In seinem Eingangsstatement formulierte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Ralf Pieterwas die Forderungen der Südthüringer Wirtschaft zur Optimierung und Qualitätsverbesserung im Südthüringer Öffentlichen Personen Nahverkehr (ÖPNV). Durch die Inbetriebnahme der ICE-Neubaustrecke ist Erfurt als wichtiger Knoten ins Zentrum des Fernverkehrs gerückt. Mit Blick auf das Bahnangebot konnte auch Südthüringen durch neue und schnellere Angebote vom Projekt ICE-Knoten profitieren. Eine wichtige Aufgabe ist es nun, den Straßenpersonenverkehr so zu organisieren, dass Anschlüsse in den Knoten zwischen Bus und Bahn gelingen. In diesem Kontext finden die Pläne zur Modernisierung des ÖPNV-Netzes durch die Einführung eines integralen Taktfahrplanes im Landkreis Schmalkalden-Meiningen grundsätzlich Zustimmung in der Wirtschaft. Als weiteren wichtigen Schritt für den Süd­ thüringer ÖPNV fordert die IHK Südthüringen die Verbesserung der interkommunalen Zusammenarbeit der Südthüringer Aufgabenträger und Verkehrsunternehmen im ÖPNV sowie den Anschluss an den Verkehrsverbund Mittelthüringen (VMT). Auch der gute Start des ICE-Halts Coburg ist aus Sicht der regionalen Wirtschaft erfreulich und bestätigt die Prognosen und Forderungen der IHK nach regelmäßigen ICE-Halten in der Vestestadt. Nach Auffassung der IHK Südthüringen ließe sich mit dem Lückenschluss der Werrabahn für die Region noch deutlich mehr herausholen, daher lohne es sich für Thüringen, das Projekt weiter zu verfolgen.
Ministerin Birgit Keller kündigt landesweites Azubi-Ticket und VMT-Testbeitritt an Die Thüringer Verkehrsministerin Birgit Keller griff die Forderungen der IHK Südthüringen auf und erklärte, dass die Landesregierung an der Zielstellung einer besseren Verknüpfung von Bus, Bahn, Auto und Rad festhalte und dabei die Mobilität „vom Dorfe her“ denke. Zum Thema Werrabahn teilte sie mit, dass bilaterale Gespräch mit dem Freistaat Bayern geführt werden und Thüringen
für Planungsleistungen Mittel im Doppelhaushalt 2018/2019 eingestellt hat. Im Doppelhaushalt sei auch die finanzielle Grundlage für die Verstetigung und den Ausbau des landesbedeutsamen Busnetzes gelegt. Zum Thema landesweiter Verkehrsverbund würde das Land bei Kommunalspitzen zwar überwiegend auf Interesse stoßen, jedoch blieben vielen Kreise und kreisfreie Städte abwartend. Um Vorbehalten entgegenzuwirken stellte Ministerin
Keller im Rahmen der Konferenz die Idee vor, den Beitritt zum VMT zu testen und beispielsweise Kooperationen in Vertrieb oder Technik einzugehen. Die Landesregierung ist laut Ministerin Keller von den Vorteilen eines Verkehrsverbunds überzeugt. Für die Verbunderweiterung stehen die finanziellen Voraussetzungen aus Landesmitteln bereit. Auch zum Azubi-Ticket, das als Baustein zur Verbesserung der Attraktivität der dualen Ausbildung seitens der Südthüringer Unternehmerschaft aufmerksam verfolgt wird, wartete die Ministerin mit einer konkreten Ankündigung auf. Zum Beginn des neuen Ausbildungsjahres im August sollen alle Thüringer Azubis die Möglichkeit zum Kauf eines günstigen Azubi-Tickets haben. Das Ticket soll den gesamten Thüringer Schienenpersonennahverkehr sowie das Bus- und Straßenbahnangebot im VMT-Verbundgebiet umfassen. Zudem sollen für alle Aufgabenträger
Birgit Keller, Thüringer Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft, machte konkrete Vorschläge für die Einführung des Azubi-Tickets.
über eine Förderrichtlinie Anreize für eine Beteiligung am Ticket geschaffen werden. Der Freistaat fördert das Ticket mit 5 Mio. Euro und wünscht sich eine finanzielle Beteiligung der Ausbildungsunternehmen, wenn deren Azubis ein solches Ticket erwerben wollen. Seitens der IHK Südthüringen wurde die Ankündigung zur Einführung des Azubi-Tickets positiv aufgenommen. Für eine konkrete Bewertung und Kommunikation sind aber weitere Informationen und Gespräche zwischen dem Land und den Wirtschaftskammern notwendig. Ihr Ansprechpartner: Mario Dammköhler S 03681 362-132 Y dammkoehler@suhl.ihk.de
An Schwung verloren Ergebnisse Konjunkturumfrage Frühsommer 2018 Der Boom geht weiter, doch in den ersten Monaten von 2018 hat das Wachstumstempo der deutschen Wirtschaft an Dynamik verloren. Viele Krankheitstage in Folge einer hartnäckigen Grippewelle sowie etliche Streiktage halbierten im ersten Quartal 2018 die preis-, saison- und kalenderbereinigte Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts gegenüber dem Vorquartal auf 0,3 Prozent. Der Jahresausblick bleibt dagegen positiv. Allerdings zeigen sich erste Grenzen. Die Engpässe im Personalbereich erfassen eine wachsende Zahl an Berufen in immer mehr Regionen. Im Durchschnitt blieben frei gemeldete Stellen zuletzt bundesweit 102 Tage vakant. Kapazitätserweiterungen werden daher schwerer. Zugleich nimmt der Druck auf die Erträge zu: Insbesondere die Lohnkosten und die Preise für Energierohstoffe ziehen an.
etwas zurückhaltender aus. Dies hat zur Folge, dass der Konjunkturklimaindikator nach dreijährigem Anstieg erstmals wieder leicht zurückgeht. Er sinkt um 2 Punkte und erreicht nun 123,4 von 200 möglichen Punkten. Der Indikator sinkt in der Industrie, im Verkehrsgewerbe und in der Dienstleistungswirtschaft. Er steigt im Handel und im Gastgewerbe. Im Baugewerbe bleibt er nahezu unverändert. Branchenübergreifend bewerten derzeit 54 Prozent der Unternehmen ihre Lage als gut und 38 als befriedigend. Für die kommenden Monate rechnen 17 Prozent mit besseren Geschäften, 70 Prozent erwarten keine weitere Konjunkturklimaindikator Veränderung. Konjunkturklimaindikator Das Gastgewerbe und Südthüringen Südthüringen der Handel weisen die beste Geschäftslage seit 130,0 130,0 der Wiedervereinigung auf. Im Handel profitieren vor allem der Großhandel 123,4123,4 und der Einzelhandel – 121,7121,7 120,0 120,0 ohne den Handel mit Kraftfahrzeugen – von der stabil wachsenden Nachfrage. Im Gastge110,0 110,0 werbe sind Gastronomie und Beherbergung gleichermaßen guter Stimmung, wobei die 100,0 100,0 Gastronomie mit Blick auf die Biergartensaison weitere Umsatzzuwächse erwartet. In der 90,0 90,0 Beherbergung meldet ein gewachsener Anteil an Unternehmen mehr Übernachtungen, die 80,0 80,0 Aufenthaltsdauer der Gäste ging jedoch erneut zurück. Sowohl das Gastgewerbe als auch der 70,0 70,0 Handel erwarten in den I/08 I/09 I/08 I/10 I/09 I/11 I/10 I/12 I/11 I/13 I/12 I/14 I/13 I/15 I/14 I/16 I/15 I/17 I/16 I/18 I/17 I/18 nächsten Monaten kaum Veränderung. Prozent
Auch die wirtschaftliche Dynamik in Südthüringen hat nach der Euphorie zu Beginn des Jahres kurzzeitig an Schwung verloren. Das beherrschende Thema ist der Personalmangel (siehe nachfolgender Artikel). Er begrenzt insbesondere das Wachstumspotenzial der kommenden Monate. Ebenso kann auf akut auftretende Lücken nicht immer reagiert werden. Es gibt keine Reserven. Dessen ungeachtet ist die Geschäftslage der Unternehmen seit einem Jahr nahezu unverändert gut. Die Geschäftserwartungen fallen hingegen
4 Südthüringische Wirtschaft 6/2018
Die Industriebetriebe berichten über die beste Auftragslage seit der Wiedervereinigung. 37 Prozent verfügen über einen großen Auftragsbestand, für weitere 50 Prozent ist er ausreichend. Auf diese Weise arbeiten 55 Prozent der Unternehmen in Vollauslastung, auch dies ist ein Spitzenwert. Die Aufträge kommen vor allem aus dem Inland und wachsen für deutlich mehr Unternehmen als die Auslandsaufträge. Hier melden 16 Prozent sogar Rückgänge. Die Zuwächse im Auftragseingang betrafen aber zuletzt weniger Unternehmen als noch zu Beginn des Jahres. Die zusammengefasste Lagebeurteilung fällt etwas schwächer aus als in den vorangegangenen Umfragen, die Geschäftserwartungen sind unverändert positiv. Im Baugewerbe hat sich die Lagebeurteilung gegenüber der kalten Jahreszeit verbessert, die Geschäftserwartungen fallen hingegen etwas moderater aus. 47 Prozent der Unternehmen haben zuletzt ihre Angebotspreise erhöht. Zugleich ist die Nachfrage nach Bauleistungen gestiegen, sodass 38 Prozent für drei und mehr Monate ausgelastet sind, weitere 48 Prozent für zwei bis drei Monate. Im Verkehrsgewerbe erreichen 95 Prozent der Unternehmen eine Kapazitätsauslastung von 70 Prozent und mehr. Das ist der zweithöchste Anteil seit der Wiedervereinigung. Eine weitere Steigerung des Transportvolumens erscheint vielen Unternehmen zweifelhaft. Daher glaubt kaum noch einer an eine weitere Verbesserung der Geschäfte. Ganz ähnlich fallen auch die Erwartungen in der Dienstleistungswirtschaft aus. 26 Prozent der Unternehmen melden Auftrags- und Umsatzsteigerungen, für die meisten anderen ist das Auftrags- und Umsatzniveau stabil. Daher erwarten auch die meisten Dienstleister fürs erste eine Wachstumspause. Die Investitionsplanungen fallen in allen Branchen, mit Ausnahme des Handels, etwas zurückhaltender aus. Ersatz-, Rationalisierungsund FuE-Investitionen werden von einem etwas größeren Unternehmensanteil genannt, Erweiterungsinvestitionen von einem etwas kleineren Anteil. Die Investitionsneigung ist in der Industrie am höchsten. Hier plant abweichend vom gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt ein wachsender Anteil der Unternehmen Erweiterungsinvestitionen. Damit einhergehend rechnet die Industrie auch weiterhin mit einem dynamischen Beschäftigungsaufbau. Trotz der angespannten Fachkräftesituation erwarten daher auch gesamtwirtschaftlich betrachtet mehr Unternehmen einen weiteren Beschäftigungsaufbau als den Rückgang von Stellen. Gelingt dieses Unterfangen durch Zuwanderung und die weitere Erhöhung der Beschäftigungsquote, könnte das Wachstum noch einmal in die nächste Runde gehen.
Der Personalmangel überlagert alles Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung In den vergangenen Monaten sind viele Konjunkturindikatoren gefallen, darunter namentlich das ifo-Geschäftsklima basierend auf Befragungen von bundesweit 7 000 Unternehmen, die ZEW-Konjunkturerwartungen basierend auf Befragungen von 300 Finanzmarktexperten und der Markit-Einkaufsmanagerindex basierend auf Befragungen von 500 Einkaufsleitern und Geschäftsführern der Industrie. Begründet wird der Rückgang dieser in den Wirtschaftsmedien viel beachteten Indikatoren mit zunehmenden politisch getriebenen Unsicherheiten (Kündigung des Atomabkommens mit dem Iran durch die USA, Protektionismus, sozialpolitische Ausrichtung des Koalitionsvertrags) und steigenden Rohölpreisen. Die IHK-Organisation, an deren Umfrage sich derzeit etwa 26 000 Unternehmen beteiligen, hat im Jahr 2010 begonnen, gezielt nach den Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung zu fragen. Diese Umfrage zeigt für Südthüringen, dass der
Personalmangel hier vor Ort das dominierende Thema für die Unternehmen ist. Politisch getriebene Unsicherheiten müssten sich in den Risiken wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen sowie Inlands- und Auslandsnachfrage niederschlagen. Ein signifikanter Anstieg des Risikos Energie- und Rohstoffpreise wäre zu erwarten anhand der steigenden Preise für Energierohstoffe – der HWWI-Rohstoffpreisindex stieg binnen Jahresfrist in diesem Gütersegment um 27 Prozent. Die genannten Risikoindikatoren entwickeln sich jedoch moderat. Im Vergleich zur Umfrage
Jahresbeginn steigt das Risiko Krankenstand mit mehr als 10 Prozentpunkten am stärksten. Knapp 43 Prozent der Unternehmen sind hiervon betroffen. Hauptursache für den erheblichen Anstieg war die diesjährige Grippewelle in Thüringen mit 26 Toten, 16 400 gemeldeten Erkrankten und einer um einiges höheren Dunkelziffer, die bereits bestehende Fachkräfteengpässe dramatisch verstärkt hat. Mehr als 71 Prozent der Unternehmen betrachten Fachkräfteengpässe als Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung. Ein Versuch, diesen Engpässen beizukommen, sind Lohnsteigerungen. Sie erhöhen die Arbeitskosten, deren Entwicklung und Höhe von 54 Prozent als Risiko eingestuft werden. Vorausrechnungen lassen erwarten, dass die Fachkräfteengpässe in den nächsten Jahren weiter zunehmen werden. Im dauerhaften Personalmangel liegt daher die eigentliche Gefahr für die Wirtschaft in Thüringens Süden.
Fachkräftemangel dämpft das Wachstum Fachkräftemangel dasimWachstum Ausgewähltedämpft Risikoindikatoren Zeitablauf Ausgewählte Risikoindikatoren im Zeitablauf
71,2 71,2 66,3 66,3
45,7 42,8 45,7 42,8
34,9 32,7 34,9
10 10 0 III/09
0 III/09
I/11 I/11
Arbeitskosten Arbeitskosten Inlandsnachfrage Inlandsnachfrage I/12
Fachkräfteengpässe Fachkräfteengpässe Auslandsnachfrage Auslandsnachfrage
Krankenstand Krankenstand
I/16 I/16
I/17 I/17
I/18 I/18
Die IHK Südthüringen dankt allen Unternehmen, die sich an der Konjunkturumfrage beteiligt haben. Den Gesamtbericht finden Sie unter: www.suhl.ihk.de Ihr Ansprechpartner: Dr. Jan Pieter Schulz S 03681 362-406 Y schulz@suhl.ihk.de
Neue Produktmarken für den Thüringer Wald – Naturregion UNESCO-Biosphärenreservat Die Produktmarke Naturregion UNESCO-Biosphärenreservat im Thüringer Wald ist eine von vier Produktmarken, die im Rahmen der Tourismuskonzeption 2025 entwickelt wurde. Ziel der neuen Produktmarkenstrategie ist die Schaffung von Reiseanlässen zur Steigerung der touristischen Wertschöpfung im Thüringer Wald. Doreen Blau ist die zuständige Produkt­ markenmanagerin im Regionalverbund Thüringer Wald e. V.
© D. Blau
„Rückkehrer“ gibt es für mich vieles wieder neu zu entdecken und kennenzulernen. Ich bin sehr viel draußen, beobachte die Natur und schaue gern ganz genau hin, um mein Wissen über Flora und Fauna zu erweitern. Der Wald hat für mich dabei eine ganz besondere Bedeutung. Hier kann ich aufatmen und den Alltag komplett hinter mir lassen. Das verbindet mich in großem Maße mit unserer Zielgruppe. Auch das Thema Nachhaltigkeit spielt für mich seit vielen Jahren eine große Rolle. Ich lege z. B. großen Wert auf eine umweltfreundliche Lebensgestaltung oder die Verwendung überwiegend regionaler Produkte, was auch für die Gäste der Naturregion zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Doreen Blau, Produktmarkenmanagerin im Regional­ verbund Thüringer Wald e. V.
Doreen, erzählen Sie uns kurz etwas über sich und Ihren Werdegang? Doreen Blau: Ich komme aus Schmiedefeld am Rennsteig. In Jena studierte ich u. a. Volkskunde/Kulturgeschichte sowie Kommunikationswissenschaften und kann auf mehr als zehn Jahre Berufserfahrung in den Bereichen Marketing und Kommunikation zurückblicken. Meine beruflichen Stationen führten mich an die unterschiedlichsten Orte, u. a. Berlin, München oder Erfurt. Doch klar war für mich schon immer, dass meine Zukunft im Thüringer Wald liegt, sofern es die beruflichen Perspektiven zulassen. Also kehrten wir vor zwei Jahren nach Schmiedefeld zurück. Nach meiner Elternzeit bot sich die Gelegenheit beim Regionalverbund Thüringer Wald. Seit 1. März 2018 bin ich für die Entwicklung der Produktmarke Naturregion UNESCO-Biosphärenreservat im Thüringer Wald zuständig und fühle mich nun nicht nur privat, sondern auch beruflich angekommen. Was verbindet Sie mit der Produktmarke Naturregion UNESCO-Biosphärenreservat? Doreen Blau: Ich habe das Glück genau dort zu wohnen, wo unsere Gäste ihren Urlaub verbringen und kann bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit die Natur in ihrer Vielfalt erleben. Gerade als
6 Südthüringische Wirtschaft 6/2018
Wofür steht die Naturregion UNESCO-Biosphärenreservat? Doreen Blau: Wie der Name schon verrät, ist das Naturerleben bzw. Urlaub in geschützter Natur ein entscheidender Reiseanlass unserer Zielgruppe. Das UNESCO-Biosphärenreservat ist dabei das Zentrum der Produktmarke. Als Naturlandschaft von internationalem Rang stellt es das Zugpferd für die zu entwickelnden und/oder bestehenden Naturerlebnisangebote bzw. Waldwellness-Angebote dar. Zudem gehören die Naturparke Thüringer Wald und Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale, die Geoparke Inselsberg/Drei Gleichen und Schiefer­land sowie das Thüringer Meer zur Produktmarke Naturregion. Natur zählt zu den Megatrends im Tourismus – in der Natur sein, entschleunigen, die Natur bewusst erfahren und dabei etwas für sich selbst tun, die Natur entdecken, erleben und genießen. Dabei sind Regionalität, Authentizität und Nachhaltigkeit von großer Bedeutung. Wir möchten das geführte Naturerlebnis für den Gast perfekt organisieren. Angebote und Infrastruktur werden so in Szene gesetzt, dass alle Facetten dieser Naturlandschaften für den Gast erfahrbar und zugänglich gemacht werden. Ob Genusswandern im Naturpark Thüringer Wald, Waldwellness in Masserberg, Wandern im Heilklima in Friedrichroda oder das Abtauchen in die Artenvielfalt auf einer Rangerwanderung im Biosphärenreservat – die Fülle ausgewählter Naturerlebnismöglichkeiten und die besondere zielgruppenorientierte Ausrichtung soll einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, sich von anderen Destinationen abzuheben. Wenn sich der
Gast in Deutschland für Urlaub in geschützter Natur entscheidet, muss er in Zukunft ganz automatisch die Naturregion UNESCO-Biosphärenreservat im Thüringer Wald vor Augen haben und erleben wollen. Wer sind die Gäste, die angesprochen werden sollen? Doreen Blau: Unsere Zielgruppe hat verschiedene Reisemotive. Während die einen ihren Aufenthalt in der Natur durch das geführte Naturerlebnis bereichern möchten, nutzen die anderen die Wellness-Angebote mit, aus und in der Natur. Doch auch die Gruppe derer, die umweltfreundlich reisen möchten, sind in der Naturregion, die als „Fahrtziel Natur“-Destination z. B. mit dem „Rennsteig-Ticket“ ein umfangreiches ÖPNV-Angebot aufweist, gut aufgehoben. Auch das Thema kulinarischer Genuss spielt eine ganz wesentliche Rolle. Regionale Qualität und exzellenter Geschmack sowie herzliche Gastfreundschaft sind hier die Schlagwörter, unter denen wir das Thema Wald-Kulinarik für den Gast erlebbar machen wollen. Auch das Thema Gesundheit aus und durch die Natur wird für unsere Gäste immer wesentlicher. Natürliche Heilmittel, wie Klima, Moor oder Thermalwasser, erfreuen sich großer Beliebtheit. Das verbindende Element innerhalb unserer Zielgruppe ist der Wunsch nach mehr Achtsamkeit, sich selbst, der Natur oder seiner Umwelt gegenüber. Vor diesem Hintergrund ist es für uns essentiell, passgenaue Angebote zu schaffen bzw. die vielfältigen bereits nutzbaren Angebote zielgruppengenau zusammenzufassen und dem Gast gebündelt anzubieten. Was erwarten naturliebende Gäste von ihren Gastgebern/Anbietern? Doreen Blau: Die Gäste möchten sich im Natururlaub ganz auf ihren Naturgenuss konzentrieren, sich auch mal entspannt zurücklehnen und entschleunigen. Individuelle Urlaubstipps vom Vermieter oder aktuelle Informationen zu den örtlichen Angeboten werden genauso vorausgesetzt wie die stilvoll eingerichtete Ferienwohnung, das komfortabel ausgestattete Hotel- oder Gästezimmer oder der kulinarische Genuss von regionalen Spezialitäten. Doch der Urlaub beginnt ja nicht erst mit der Ankunft am Zielort. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, den Gast an allen Kontaktpunkten, das heißt auch schon vorab bei der Recherche oder Buchung im Internet mit allen wichtigen Informationen für die individuelle Urlaubsgestaltung zu versorgen. Und auch im Anschluss an das Urlaubserlebnis
STANDORTPOLITIK kann der Gastgeber z. B. durch das Angebot regionaler Köstlichkeiten zur Mitnahme das positive Urlaubsgefühl und die Bereitschaft zur Wiederholung der Reise unterstützen. Wer können potenzielle Partner sein, um gemeinsam Angebote zu entwickeln? Doreen Blau: Zum einen sind das die Naturparke, das Biosphärenreservat, die Geoparke oder die Kurorte und Heilbäder der Naturregion, die alle schon eine große Bandbreite an attraktiven Naturangeboten bieten. Zum anderen sind das die Leistungsträger der jeweiligen Region wie Hotels, Pensionen oder Kurhäuser. Aber auch Natur- und Landschaftsführer, Wanderführer oder Anbieter von Seminaren sowie Wellness-Einrichtungen sind uns sehr wichtig. Essentiell ist die verbindende Materie Natur, welche bei dem jeweiligen Angebot eine übergeordnete Rolle spielen muss.
Worauf muss ein Anbieter besonders achten? Doreen Blau: Jeder Anbieter sollte sich auf das konzentrieren, was ihn „von Natur aus“ besonders macht und diese Kernelemente seiner Angebote stärken. Dabei ist es gar nicht notwendig, in die Ferne zu schweifen, um das Besondere zu finden. Ob Honig vom Imker nebenan, Wurst vom ortsansässigen Metzger oder Brot vom Bäcker im Nachbarort, nicht nur für die heimische Wirtschaft ist es wichtig, wieder lokaler zu denken, sondern auch für den Gast ist das ein Indiz für Frische und authentischen Geschmack. Doch nicht nur im kulinarischen Sinne sollten sich die Anbieter lokal vernetzen, denn auch gute Angebote entstehen nicht selten durch gelebte Zusammenarbeit. Gerne unterstützen wir bei der Ideenfindung oder bei der Prüfung vorhandener Angebote.
Kann man in einem Betrieb mehrere Produktmarken sinnvoll bedienen, ohne dass der Gast darunter „leidet“? Doreen Blau: Eine zielgruppenspezifische Ausrichtung und eine klare Verortung in einer Produktmarke sind auf jeden Fall sinnvoll, wobei es natürlich Schnittmengen zwischen den Produktmarken gibt. Auch ein Naturliebhaber kann z. B. große Freude an dem Besuch eines Jazzkonzertes haben. Wichtig ist, dass sich die Gastgeber in einer Produktmarke „aufgehoben“ fühlen und dies authentisch und beratungskompetent an den Gast übermitteln. Doreen Blau vom Regionalverbund Thüringer Wald e. V. ist zu erreichen unter: S 03681 35305-26 Y blau@thueringer-wald.com
Gestaltungsvariationen Logo MuT | Aufbau
MuT-Preis 2018 Jetzt bewerben oder Vorschläge einreichen!
Mittelstand und Thüringen Die Kategorien Der MuT-Preis wird auch in diesem Jahr in drei Kategorien vergeben: •	Hauptpreis „Unternehmen des Jahres“ •	Sonderpreis „Mitarbeiter sind Zukunft“ •	Sonderpreis „Aufstieg durch Innovation“.
Primärfarben (CMYK): FW-Grün (90/0/100/0); Cyan (100/0/0/0) Sekundärfarben (CMYK): (90,0,100,15); (72,0,80,0); (80,0,0,0); (100,0,0,15); (100,0,0,30) Dreiecksverhältnis: gleichseitig Schriftart: Frutiger LT Std 65 Bold
© anARTis | Thomas Leuthold
„Daumen hoch für den MuT-Preis. Der Preis hat unser Unternehmen bekannter gemacht und wirkt nachhaltig“ … das sagen die ehemaligen Preisträger Rainer Rauchmaul von der Frischmann Kunststoffe GmbH in Eisfeld, „Unternehmen des Jahres 2017“, Alexandra Messerschmidt, Inhaberin der Buchhandlung am Markt in Hildburghausen und 2017 ausgezeichnet mit dem Sonderpreis „Aufstieg durch Innovation“ sowie Albrecht Klopf von der Dach- und Holzbau Römhild GmbH, Preisträger 2013 in der Kategorie „Nachhaltige Unternehmensentwicklung“ (v. l.).
Nur noch wenige Wochen sind es bis zur Preisverleihung für die diesjährigen MuT-Preise. Am 12. September 2018 könnten Sie im Rahmen des Jahresempfangs der IHK Südthüringen als Preisträger auf der Bühne stehen. Hat sich Ihr Unternehmen in den letzten Jahren insgesamt gut entwickelt, gehen Sie neue außergewöhnliche Wege in der
Mitarbeitergewinnung und -bindung oder haben Sie eine besondere Innovation auf den Markt gebracht? Dann bewerben Sie sich! Bereits zum 14. Mal wird in diesem Jahr der MuT-Preis verliehen. Wir haben dafür gesorgt, dass das Verfahren für Sie mit wenig Aufwand verbunden ist. Gern unterstützen wir Sie dabei.
24.08.2015 | 02 /0
Die Jury Die eingegangenen Bewerbungen werden durch eine fachkundige Jury bewertet. Zur Jury gehören Vertreter der beteiligten Tageszeitungen, der IHK Südthüringen, der HWK Südthüringen, der Hochschule Schmalkalden und der Technischen Universität Ilmenau. Die Preisverleihung Am 12. September 2018 werden die Preisträger im Rahmen des Jahresempfangs der IHK Südthüringen bekannt gegeben und geehrt. Bewerbungen/Nominierungen Die Unternehmen können sich selbst bewerben oder vorgeschlagen werden, z. B. durch Kommunen, Verwaltungen, Banken, Verbände, Mitarbeiter oder Kunden. Nominierungsschluss: 25. Juni 2018 Bewerbungsschluss: 10. Juli 2018 Die Formulare finden Sie unter: www.suhl.ihk.de Ihr Ansprechpartner: Birgit Hartwig S 03681 362-311 Y hartwig@suhl.ihk.de
Prozent mehr steuerbarer Umsatz in Südthüringen ergeben sich für das Jahr 2016 im Vorjahresvergleich. Das zeigen die gerade veröffentlichten Zahlen über die Umsatzsteuervoranmeldungen der Unternehmen mit einem jährlichen steuerbaren Umsatz von 17.500 Euro und mehr. Für Thüringen insgesamt ergab sich sogar ein Wachstum um 2,5 Prozent. Die Umsatz­ entwicklung fiel regional sehr unterschiedlich aus. Während im Landkreis Schmalkalden-Meiningen der steuerbare Umsatz um 5,5 Prozent und im Ilm-Kreis um 3,5 Prozent zunahm, waren in Suhl ein Rückgang um 7,1 Prozent und im Landkreis Sonneberg ein Rückgang um 5,5 Prozent zu verzeichnen. Die umsatzstärksten Branchen sind in Südthüringen die Industrie mit einem Anteil von 49 Prozent, der Handel mit einem Anteil von 20 Prozent und die Dienstleistungswirtschaft mit einem Anteil von 13 Prozent. Der Anteil der Industrie hat in den letzten fünf Jahren um mehr als 5 Prozentpunkte zugenommen, der Anteil des Handels blieb nahezu unverändert, der Anteil der Dienstleister sank um 2 Prozentpunkte. Dies ist ungewöhnlich. So war in den 1930er Jahren von den Wirtschaftswissenschaftlern Allan Fisher und Colin Clark die später von Jean Fourastié popularisierte Drei-Sektoren-Hypothese formuliert worden. Dieser Hypothese zufolge entwickeln sich Volkswirtschaften ausgehend von einem starken landwirtschaftlichen Sektor über einen zwischenzeitlich starken industriellen Sektor hin zu einem starken Dienstleistungssektor. Fast überall in den entwickelten Volkswirtschaften folgt die Entwicklung mehr oder weniger der Vorhersage. Eine Ausnahmeregion ist Thüringen und hier insbesondere Südthüringen. Südthüringen fährt mit dieser Entwicklung jedoch ganz gut. Industrielle Champions der Region sind der Ilm-Kreis mit einem Umsatzanteil von 56 Prozent und der Landkreis Sonneberg mit einem Anteil von 55 Prozent. Dienstleistungsschwerpunkt ist Suhl mit einem Anteil von 31 Prozent. Mit Umsatzanteilen von jeweils 25 Prozent stehen Suhl und der Landkreis Hildburghausen außerdem beim Handel ganz vorn. Ihr Ansprechpartner: Dr. Jan Pieter Schulz S 03681 362-406 Y schulz@suhl.ihk.de
8 Südthüringische Wirtschaft 6/2018
Aktionstag „Heimat shoppen“ 2018 erstmals in Südthüringen Die bundesweite Imagekampagne „Heimat shoppen“ wirbt für die Wertschätzung des lokalen Einzelhandels und dessen Bedeutung für das Gemeinwohl und die Lebensqualität in unseren Städten. Nachdem 2017 erstmals Thüringer Städte erfolgreich am Aktionstag „Heimat shoppen“ teilgenommen haben, kommt der Aktionstag unter der Federführung der IHK Südthüringen und unterstützt durch die Rhön-Rennsteig-Sparkasse und den Handelsverband Thüringen nun auch nach Südthüringen. Am 7. und 8. September 2018 werden Händler der Städte Meiningen und Schmalkalden diesen Aktionstag für sich nutzen und mit vielfältigen Aktionen unter dem Motto „Heimat shoppen“ für Aufmerksamkeit sorgen. „Heimat shoppen“ macht deutlich, dass jeder Bürger selbst mit seinem Kaufverhalten sein eigenes Lebensumfeld beeinflusst. Ziel der IHK Südthüringen ist es, „Heimat shoppen“ auch in Südthüringen zu einem Begriff werden zu lassen und einen aktiven Beitrag für das Einkaufen vor Ort zu leisten.
Umfängliche Informationen finden Sie unter: www.heimat-shoppen.de Ihr Ansprechpartner: Mario Dammköhler S 03681 362-132 Y dammkoehler@suhl.ihk.de
Controlling – auch für das Bankgespräch Die betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) ermöglicht einen zusammenfassenden Überblick über die Finanzbuchführung und ihre Auswirkungen auf das Ergebnis des Unternehmens. Somit ist sie ein sicheres und effizientes Kontroll- und Steuerungsinstrument für den Unternehmer. Aber auch Banken fordern aktuelles und verlässliches Zahlenmaterial, bevor sie eine Kreditzusage erteilen. Im Rahmen einer Informationsveranstaltung möchten wir zeigen, wie Unternehmen auf Basis einer aktuellen Finanzbuchführung mit den richtigen betriebswirtschaftlichen Auswertungen stets über das wirtschaftliche Ergebnis und die Liquidität informiert sind. So werden wirtschaftliche Fehlentwicklungen frühzeitig erkannt und Gegenmaßnahmen können zeitnah eingeleitet werden. Gleichzeitig bietet die BWA eine solide Basis für Gespräche mit Kapitalgebern.
Termin:	22. August 2018 Zeit:	10:00 bis 12:00 Uhr Ort: IHK Südthüringen, Haus der Wirtschaft, Bahnhofstraße 4 – 8, 98527 Suhl Als Referent konnte Dipl.-Betriebswirt Guido Badjura, Datev eG Niederlassung Mannheim, gewonnen werden.
Ihr Ansprechpartner: Dr. Jan Pieter Schulz S 03681 362-406 Y schulz@suhl.ihk.de
Grundsteuer Reformziele ungewiss Eine Reform der Grundsteuer wird kommen. So viel steht fest, seit das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) am 10. April 2018 geurteilt hat, wie es die meisten Beobachter erwartet hatten. Die Ausgestaltung der Reform ist jedoch vollkommen ungewiss. Die IHK Südthüringen hat in einer ersten Reaktion gefordert, dass eine neu gestaltete Grundsteuer einfach und unbürokratisch erhoben werden sollte. Außerdem sprach sie sich für eine aufkommensneutrale Steuererhebung aus. Nach dem BVerfG-Urteil ist nicht die Grundsteuer an sich verfassungswidrig, sondern ihre Bemessungsgrundlage. Für die Besteuerung werden derzeit die Einheitswerte der Grundstücke herangezogen. Nach Vorstellung des Gesetzgebers sollten diese Einheitswerte ursprünglich alle sechs Jahre neu ermittelt werden, um auf diese Weise Veränderungen der Bausubstanz und des Umfelds zu berücksichtigen. Die Erhebung ist jedoch sehr aufwändig. Infolgedessen wurden in den alten Bundesländern die Einheitswerte von 1964 und in neuen Bundesländern die Einheitswerte von 1935 verwendet. Gegen die westdeutsche Praxis wurde geklagt und auf sie bezieht sich das Urteil, das aber ohne weiteres auch auf den Osten übertragen werden kann. Es bemängelt, dass es in zunehmendem Umfang zu Ungleichbehandlungen durch Wertverzerrungen kommt. Daher muss der Gesetzgeber bis Ende 2019 eine Neuregelung finden. Das alte Recht darf bis spätestens Ende 2024 angewendet werden. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist vollkommen offen, auf welcher Basis die Besteuerung ab 2024 erfolgen wird. Die Diskussion kreist um eine reine Flächenbesteuerung einerseits oder verschiedene wertbasierte Ansätze andererseits.
Modell Flächenbesteuerung Die reine Flächenbesteuerung wird auch als Äquivalenzmodell bezeichnet. Je größer die Fläche
des Grundstücks, desto mehr Gemeindeleistungen werden in Anspruch genommen. Die Steuer kann als eine Art Preis für diese Leistungen verstanden werden. Das Modell kann um die Zahl der Geschosse oder die Höhe der Gebäude erweitert werden. Vorteil des Modells ist, dass es äußerst einfach und unbürokratisch ist. Nachteilig ist, dass von dem Modell Fehlanreize bei der städtischen Bebauung ausgehen können. Das Modell wird von Bayern, dem Hamburger Finanzsenator und eventuell der neuen niedersächsische Landesregierung bevorzugt.
Äquivalenzmodell Dem Äquivalenzmodell steht ein fertig ausformulierter Gesetzentwurf gegenüber, der von Thüringen entwickelt und 2016 im Bundesrat von allen Bundesländern mit Ausnahme von Bayern und Hamburg mitgetragen wurde. Der Entwurf sieht eine Grundsteuer auf Basis der Bodenrichtwerte mit Messzahlendifferenzierung nach Wohn- und Gewerbenutzung und Elementen einer Gewerbesteuer für landwirtschaftlich genutzte Grundstücke vor. Da die Bodenrichtwerte bundesweit durch die Gutachterausschüsse ermittelt werden, könnte man meinen, dass auch eine Grundsteuer dieses Typs einfach erhoben werden könnte. Allerdings stellt sich die Frage der Rechtsicherheit. Die ehrenamtliche Wertermittlung durch die mehr als 1 000 Gutachterausschüsse ist nicht einheitlich
geregelt. Neue Ungleichbehandlungen wären daher die Folge. Grundsätzlich denkbar wäre auch die Fortführung der bestehenden Grundsteuer mit aktualisierter, am Verkehrswert orientierter Bemessungsgrundlage. Hierzu wäre eine Neubewertung aller 35 Millionen Grundstücke erforderlich. In dieser Variante wären jedoch die Steuererhebungskosten immens. Nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung würden die Kosten eines professionellen Wertgutachtens je Grundstück dessen jährlichen Steuerertrag bis zu fünfmal übersteigen. Außerdem wäre die Neubewertung kaum in der vom BVerfG gewährten Zeit zu bewältigen. Über eine mögliche Reform der Grundsteuer wird bereits seit vielen Jahren debattiert. Gelingt es dem Gesetzgeber nicht, innerhalb der nächsten eineinhalb Jahre einen neuen Bewertungsmaßstab zu finden, ergeht es der Grundsteuer wie der Vermögensteuer: Sie darf nicht mehr erhoben werden, weil ihre Bemessungsgrundlage verfassungswidrig ist. Die Einnahmen aus der Grundsteuer stehen jedoch den Gemeinden zu. Fiele die Grundsteuer weg, müsste die Gewerbesteuer entsprechend erhöht werden. Die Firmen müssten zusätzlich finanzieren, was bisher die Gesamtheit der Steuerzahler bezahlt hat. Daher ist eine Reform der Grundsteuer grundsätzlich im Interesse der Wirtschaft. Sie sollte sich jedoch nicht zu einer Sonderbelastung für die Unternehmen entwickeln. Dies kann gelingen, wenn die Gemeinden die Reform aufkommens­neutral umsetzen. Ihr Ansprechpartner: Dr. Jan Pieter Schulz S 03681 362-406 Y schulz@suhl.ihk.de
FAMOS 2018 Mehrere Tausend Besucher informierten sich bei 150 Ausstellern Die Fachkräfte- und Ausbildungsmesse Oberfranken und Südthüringen (FAMOS) ist eine feste Größe im Veranstaltungskalender der Stadt Sonneberg geworden. Am 27. und 28. April 2018 öffnete die länderübergreifende Rekrutingmesse wieder ihre Pforten. Den engagierten Mitgliedern des Vereins „WIR“ — Wirtschaft – Innovation – Region - zwischen Rennsteig und Main ist es zu verdanken, dass auch dieses Jahr wieder vor allem Schüler allgemeinbildender Schulen das Angebot an Ausbildungsstellen in der Heimatregion konzentriert kennenlernen konnten. Die FAMOS leistet damit einen wertvollen Beitrag, über die vielfältigen Möglichkeiten der dualen Ausbildung zu informieren. Für die teilnehmenden Unternehmen ist es zugleich eine Gelegenheit, offene Arbeitsstellen bekannt zu machen. Das Konzept der beiden Tage, Freitag und Samstag, ist auch in diesem Jahr wieder aufgegangen. Man hat unterschiedliche Zielgruppen bedient. Am Samstag waren viele Jugendliche mit ihren Eltern zu sehen. Bei ihnen waren im Allgemeinen die beruflichen Vorstellungen schon konkreter ausgeprägt. Ihr Ansprechpartner: Volker Hirsch S 03681 362-413 Y hirsch@suhl.ihk.de
Best Practice: Geflüchtete in Ausbildung Laut Bundesagentur für Arbeit absolvierten Ende September 2017 bereits 27 678 junge Geflüchtete eine duale Ausbildung in Deutschland. Das sind 15 400 mehr als ein Jahr zuvor. Jian Alothman (27) ist seit 2015 in Deutschland und befindet sich zurzeit im 1. Lehrjahr in der Ausbildung zum Koch im Hotel „Sächsischer Hof“ in Meiningen. Der Ausbilder, Michael Schneider, hat bereits Erfahrungen mit ausländischen Auszubildenden gesammelt. Für ihn ist die Zusammenarbeit mit Geflüchteten eine alltägliche Arbeitssituation. Jian Alothman stand uns freundlicherweise für ein kurzes Interview zur Verfügung: Herr Alothman, wie haben Sie von dieser Ausbildungsstelle erfahren? Jian Alothman: Ich habe mich bei verschiedenen Institutionen, wie z. B. der Agentur für Arbeit, informiert. Ein Freund hat mir dann die Ausbildung zum Koch empfohlen. Welche Herausforderungen mussten Sie überwinden? Jian Alothman: Die größte Herausforderung ist das Erlernen der deutschen Sprache. Sie steht an erster Stelle und ist der Schlüssel zur Integration in Deutschland. Für meine Ausbildung bekomme ich gerade Nachhilfe im Bildungsträger Meiningen e. V. Wie schätzen Sie Ihr jetziges Ausbildungsverhältnis für Sie persönlich ein? Jian Alothman: Mit meinem Ausbilder und Arbeitgeber bin ich sehr zufrieden und die Ausbildung zum Koch mag ich sehr. Ich bin sehr glücklich und genieße es. Mein Ausbilder, Herr Schneider, ist ein unkomplizierter Mensch. Meine Arbeitskollegen sind sehr verständnisvoll und freundlich. Ich bin
Der Auszubildende Jian Alothman (l.) und sein Ausbilder, Michael Schneider, im Hotel Sächsischer Hof in Meiningen
glücklich, dass ich diesen Ausbildungsbetrieb gefunden habe. Was würden Sie anderen Geflüchteten, die auf Ausbildungssuche sind, raten? Jian Alothman: Ich möchte ihnen raten, nicht zu murren. Sie sollen positiv sein und nicht aufgeben, denn jeder Mensch wird den richtigen Platz für sich und seine Kreativität finden. Was würden Sie Ausbildungsunternehmen raten, die mit Geflüchteten arbeiten möchten? Jian Alothman: Ich empfehle ihnen flexibel und offen mit Geflüchteten umzugehen. Viele Geflüchtete warten auf eine Chance, ihr Bestes zu geben. Sie möchten sich ein gutes Leben und eine gute Zukunft erarbeiten, besonders vor dem Hintergrund, dass sie diese Chance in ihren Heimat­ländern verloren haben. Wie sehen Sie Ihre Zukunft? Jian Alothman: Ich bin sehr optimistisch. Ich sehe, dass sich mein Leben von Tag zu Tag verbessert. Hier in Deutschland kann ich mir nun das Leben aufbauen, das ich verdiene und das mir durch den Krieg in Syrien gestohlen wurde. Vielen Dank für das offene Gespräch!
10 Südthüringische Wirtschaft 6/2018
Mitteldeutsche Regionalkonferenz der Wirtschaftsjunioren Tradition trifft Innovation – unter diesem Motto gastierte die MiRKo der Wirtschaftsjunioren Anfang Mai in Suhl Die Wirtschaftsjunioren sind Deutschlands größtes Netzwerk für junge Unternehmer und Führungskräfte bis 40 Jahre. In Thüringen sind es etwa 300 Aktive und in ganz Deutschland über 10 000. „MiRKo“ steht seit zwölf Jahren für „Mitteldeutsche Regionalkonferenz“ der Wirtschaftsjunioren aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg/Berlin und Thüringen. Alle vier Jahre wird diese besondere Konferenz von einem Thüringer Juniorenkreis ausgerichtet. Nach Weimar und Erfurt waren in diesem Jahr über 320 Wirtschaftsjunioren und Interessierte aus dem ganzen Bundesgebiet bei den WJ Schmalkalden-Meiningen zu Gast. Die WJ Schmalkalden-Meiningen sind, nach Aussage der Kreissprecherin Kathrin Kern-Ludwig, mit aktuell etwa 20 Mitgliedern ein eher kleiner WJ-Kreis. Dennoch haben die jungen Unternehmer die Herausforderung angenommen und den Thüringer Wald mit vereinten Kräften im Ehrenamt „gerockt“. Das Kern-Team bestand nur aus einer Handvoll Junioren. Diese kümmerten sich seit 2017 um die Organisation, das Marketing und natürlich die Gewinnung von Unterstützern.
„Schöner Scheitern“ gehört zum Unternehmersein dazu Am Freitag standen neben dem traditionellen Welcome-Abend erste Workshops, eine Stadtbesichtigung mit Suhler Unikaten sowie die Besichtigung der Firma Hehnke GmbH & Co. KG in Steinbach-Hallenberg auf dem Programm. Bei Hehnke konnten die Gäste Digitalisierung und Industrie 4.0 einmal live im Mittelstand erleben. Der Welcome-Abend stand zum ersten Mal im Zeichen einer „Fuck Up Night“. Hier haben drei Unternehmer aus eigener Erfahrung über das Thema „schöner Scheitern“ berichtet, denn auch das gehört zum Unternehmersein dazu. Die Referenten machten den Zuhörern mit ihren Beispielen Mut, auch nach Fehlschlägen wieder aufzustehen, sich den Staub aus den „Klamotten“ zu klopfen und weiterzumachen.
„Ein spannendes und abwechslungsreiches Programm mit viel Liebe zum Detail“, schwärmten Teilnehmer und Referenten Der Samstag hielt viele Highlights für die Teilnehmer bereit. Die Eröffnungskeynote kam von Profilerin Suzanne Grieger-Langer. Sie selbst war einmal Wirtschaftsjuniorin und begeisterte die vielen Zuhörer schon am frühen Morgen mit einem Vortrag über Performer, Pfeifen und Psychopathen im Business.
Dem ein oder anderen Konferenzteilnehmer fiel es sichtlich schwer, sich zwischen den Workshops und Vorträgen zu entscheiden. Insgesamt zwölf Referenten aus dem ganzen Bundesgebiet sowie der Schweiz gaben den Gästen in über 20 Sessions viele Impulse mit auf den Weg, verrückten eingefahrene Gedankengänge und verhalfen Geschäftsideen zum Fliegen. Wer sich lieber noch etwas von unserer schönen Gegend anschauen wollte, der konnte sich auf den verschiedenen Touren vergnügen, ob Sports-Tour, Kultur-Tour oder Technik-Tour.
Eine Abschluss-Gala ist ein Muss auf jeder MiRKo Der Höhepunkt der Konferenz war zweifelsohne die traditionelle MiRKo-Gala, welche im Congress Centrum Suhl stattfand. In Ballkleid und feinstem Zwirn kamen die Gäste über den roten Teppich in den großen Saal. Dieser erstrahlte in den Konferenzfarben Grün und Blau. Es war ein wahrlich feierliches Ambiente für den Ausklang des Konferenztages. Für die Wirtschaftsjunioren hat eine solche Gala neben gutem Essen, viel Musik, Tanz und Rahmenprogramm einen sehr wichtigen Bestandteil – das „Danke sagen“! Alle Wirtschaftsjunioren bringen sich ehrenamtlich neben ihrem Hauptberuf in diesen Verband ein. Auf der diesjährigen MiRKo-Gala gab es dafür gleich drei Ehrungen.
So viel ehrenamtliches Engagement für die „Junge Wirtschaft“ verdient Anerkennung Den finalen Abschluss bildete am Sonntag ein gemeinsamer Brunch bei Sonnenschein und fulminanter Aussicht über Suhl und den Thüringer Wald. „Es ist das Ziel der Wirtschaftsjunioren, die Vernetzung der (jungen) Wirtschaftsakteure voranzutreiben und sie darüber hinaus unternehmerisch wie auch persönlich weiter zu entwickeln“, sagt Kathrin Kern-Ludwig. „Dies ist uns mit der Konferenz nicht nur regional, sondern auch überregional gelungen. Wir haben unsere Südthüringer Heimat als starke, liebenswerte Wirtschaftsregion präsentieren können und neugierig auf uns gemacht. Was will man mehr erreichen?!“
© Sandro Jödicke / Whitedesk
Sabine Weiß (l.), – Geschäftsführerin der SZM in Zella-Mehlis, Gründungsmitglied und langjährige Kreissprecherin der Wirtschaftsjunioren Schmalkalden-Meiningen – erhielt für ihr unermüdliches Engagement in der Kreisarbeit die „Silberne Junioren-Nadel“ der WJ Deutschland. Ihre Botschaft an alle Junioren: „Bleibt einfach dabei – dieser Verband verdient es, aktiv gestaltet zu werden!“
Eine besondere Überraschung gab es von Franziska Teichert (v. r.), Landesvorsitzende WJT und Kristine Lütke, Bundesvorsitzende WJD für die späteren Abendstunden vorbehalten. Sie ehrten Kathrin Kern-Ludwig, aktuelle Kreissprecherin der WJ Schmalkalden-Meiningen und Programmchefin der MiRKo2018, sowie Roman Bahner, stellvertretender Kreissprecher und Konferenzdirektor der MiRKo2018, mit der „Goldenen Junioren-Nadel“ der WJ Deutschland für ihren herausragenden Einsatz in der Organisation der MiRKo2018 und in der Kreisarbeit.
Weitere Informationen zu den Wirtschaftsjunioren unter: www.wj-thueringer-wald.de www.wj-sm.de
Südthüringische Wirtschaft 6/2018 11
Ladenöffnungsgesetz: © Robert Kneschke/Fotolia.com
IHK-Arbeitskreis diskutiert über Ausnahmen zur Thüringer Samstagsregelung
Die sogenannte Samstagsregelung für den stationären Handel hat sich zu einem unerfreulichen Dauerthema für Thüringer Einzelhändler entwickelt. Trotz hohem Aufwand und zahlreicher Initiativen konnte bislang keine Verbesserung des Status Quo erreicht werden. Danach dürfen Mitarbeiter in Verkaufsstellen an mindestens zwei Samstagen im Kalendermonat nicht beschäftigt werden. Bei der Regelung in Thüringen handelt es sich nicht um eine Sicherung eines Anrechts auf zwei freie Samstage in Analogie zum Bundesgesetz, sondern um ein absolutes Arbeitsverbot. So ist eine häufigere Beschäftigung von Arbeitnehmern an Samstagen selbst mit deren ausdrücklicher Zustimmung ausgeschlossen. Das zuständige Landesministerium hat klargestellt, dass die geltende Norm der Verwaltung weder einen Ermessens- noch einen Beurteilungsspielraum einräumt. Der § 12 Abs. 3 Satz 1 ThürLadÖffG normiert ein unmittelbar geltendes Beschäftigungsverbot ohne jeden Auslegungsspielraum, da eine Rechtsverordnung mit Ausnahmeregelungen für bestimmte Personengruppen sowie in Einzelfällen nach § 12 Abs. 3 Satz 2 bisher nicht erlassen wurde.
Der Handelsausschuss der IHK Südthüringen hat sich in seiner Beratung am 22. März 2018 verständigt, im Rahmen eines „Arbeitskreises Ladenöffnung“ eigene Eckpunkte für eine Ausnahmeverordnung zu erarbeiten und diese zukünftig als Diskussionsgrundlage einzubringen. Hintergrund dieser Initiative sind fehlende Ergebnisse aus den bisherigen Diskussionen mit Vertretern der Landesregierung sowie des Landtags. Am 2. Mai 2018 hat der Arbeitskreis wesentliche Ziele einer Ausnahmeverordnung nach § 12 Abs. 3 Satz 2 formuliert. Aus Sicht des Arbeitskreises sollten bspw. die Personengruppen der geringfügig und kurzfristig Beschäftigten sowie Werkstudenten grundsätzlich von der Samstagsregelung ausgenommen werden.
Außerdem fordern die Unternehmen eine Ausnahmeregelung für krankheitsbedingte Ausfälle von Mitarbeitern. Für die Unternehmen des stationären Einzelhandels in Thüringen ist diese mit enormen Schwierigkeiten bei der praktischen Umsetzung verbunden. Für den stationären Handel ist der Samstag oft der frequenz- und umsatzstärkste Tag der Woche. In einigen Betrieben entfallen mehr als 25 Prozent des Wochenumsatzes allein auf den Samstag. Damit einhergehend ist der Samstag auch für die Mitarbeiter der beratungs- und arbeitsintensivste Tag der Woche. Die Änderung des Thüringer Ladenöffnungsgesetzes hat dazu geführt, dass am wichtigsten Verkaufstag, die Einsatzmöglichkeiten des Personals drastisch reduziert wurden. Gerade bei beratungsintensiven Sortimenten, wie etwa Möbel, Haushalts- und Elektrogeräte oder auch im Schuh- und Textilbereich, führt die Norm dazu, dass regelmäßig zu wenige Mitarbeiter am Samstag eingesetzt werden können. Die Folge ist, dass die „verbliebenen“ Beschäftigten eine deutlich höhere Arbeitsbelastung verkraften müssen und die Beratungsqualität und -intensität für die Kunden sinkt. Ihr Ansprechpartner: Mario Dammköhler S 03681 362-132 Y dammkoehler@suhl.ihk.de
Wirtschaft lehnt Klimagesetz für Thüringen ab Gesetzliche Vorgaben auf Bundes- und EU-Ebene sind ausreichend
Anfang 2018 hat die Thüringer Landesregierung den Entwurf für ein „Thüringer Gesetz zum Klimaschutz und zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels“ (ThürKlimaG) vorgelegt. Im Mai 2018 fand dazu eine Anhörung im Thüringer Landtag statt, in deren Vorfeld sich die Thüringer IHKs mit einer schriftlichen Stellungnahme positioniert haben.
In dieser wurde, wie in früheren Stellungnahmen, die ablehnende Haltung zur Einführung eines eigenen Thüringer Klimagesetzes bekräftigt. Aus Sicht der Thüringer Wirtschaft bieten bereits bestehende Gesetze genügend Spielraum für die Gestaltung einer landesspezifischen Klimapolitik, sodass es keines eigenen Thüringer Klimagesetzes bedarf.
Wiederholt bemängelt wurde außerdem die vorgesehene pauschale Verpflichtung zur Weitergabe von Energiedaten aus Unternehmen an die Kommunen, u. a. da dies zu einer weiteren bürokratischen Belastung der Unternehmen führen würde.
Ihr Ansprechpartner: Dr. Janet Nußbicker-Lux S 03681 362-174 Y nussbicker-lux@suhl.ihk.de © Bernd Kasper/pixelio.de
14 Südthüringische Wirtschaft 6/2018
Die IHK als erster Ansprechpartner auch für junge Unternehmen NewKammer Event für neue IHK-Mitglieder Welche Fördermöglichkeiten gibt es für junge Unternehmen? Wie vertritt die IHK die Interessen der regionalen Wirtschaft und wie unterstützt sie Firmen bei der Suche nach Fachkräften? Kurz: Warum lohnt es sich, Mitglied der IHK zu sein? Antworten auf diese Fragen erhielten neue IHK-Mitglieder am 3. Mai 2018 im Haus der Wirtschaft der IHK Südthüringen in Suhl. Kurz und prägnant präsentierten alle IHK-Geschäftsbereiche ihr Tätigkeitsfeld. Gemeinsam mit den Wirtschaftsjunioren Thüringer Wald e. V., den Wirtschaftsjunioren Schmalkalden-Meiningen e. V. sowie dem forum Thüringer Wald e. V. zeigte die IHK für alle Teilnehmer Möglichkeiten auf •	einen Blick über den eigenen „Tellerrand“ zu werfen, •	sich in einem gemeinsamen Netzwerk aktiv einzubringen, •	Chancen zur Weiterentwicklung zu nutzen, •	Themen zu erleben, die unsere Region bewegen sowie Erfahrungen mit anderen jungen Unternehmen zu sammeln und auszutauschen. Zur NewKammer-Veranstaltung waren jeweils Vertreter der einzelnen IHK-Geschäftsbereiche vor Ort. So konnten sich die vorwiegend jungen Unternehmen bei gezielten Fachfragen direkt an den zuständigen Spezialisten wenden.
Beim Erfahrungsaustausch und dem gemeinsamen „Netzwerken“ wurden im Handumdrehen interessante Kontakte geknüpft. Dabei wurden die Möglichkeit der Präsentation mit Unternehmensteckbrief und Visitenkarten, aber auch die Gesprächsrunden rege genutzt. Die NewKammer richtete sich an neue IHKMitglieder, welche im Vorfeld der Veranstaltung mit einem Gründerbäumchen und wichtigen Informationen zu ihrer IHK begrüßt worden sind. Die Veranstaltung stand aber allen Mitgliedsunternehmen offen, welche Interesse an den Angeboten der IHK Südthüringen und an neuen Unternehmenskontakten hatten. Die nächste Veranstaltung ist schon fest eingeplant und findet am 2. Mai 2019 statt. Ihr Ansprechpartner: Annegret Klein (M.) und Annegret Börstler vom Bereich Existenzgründung und Unternehmensförderung waren gefragte Gesprächspartner.
Antje Freund S 03681 362-233 Y freund@suhl.ihk.de
Thüringer Gründerpreis 2018 gestartet Chance für Existenzgründer, erfolgreiche Jungunternehmer und gelungene Unternehmensnachfolgen
Der Gründerpreis wird durch das Thüringer Zentrum für Existenzgründungen und Unternehmertum (ThEx) organisiert. Verantwortlich für die Durchführung ist die IHK Ostthüringen zu Gera. Prämiert werden herausragende Leistungen in drei Kategorien: 1.	für überzeugende Businesspläne, 2.	für erfolgreiche Jungunternehmen und 3.	für Unternehmer, die ein bereits bestehendes Unternehmen übernommen haben.
16 Südthüringische Wirtschaft 6/2018
Hinzu kommt in Kategorie 1 der Sonderpreis für „Innovative Gründungen/Digitalisierung“. Das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft sowie Sponsoren stellen Preisgelder und Sachleistungen von über 75.000 Euro bereit. Neben den Preisen bieten das qualifizierte Feedback der Experten zu den Geschäftskonzepten wie auch die Möglichkeit zur Vernetzung der Teilnehmer untereinander und mit erfahrenen Beratern, Investoren und potenziellen Geschäftspartnern viele Erkenntnisse und Synergien.
Bewerbungsschluss ist der 23. August 2018. Die Preisverleihung findet am 4. Dezember 2018 statt. Anmeldeunterlagen sowie weitere Informationen unter: www.thex.de/gruenderpreis oder www.suhl.ihk.de (Dok.-Nr. 47533).
Förderung von innovativem Personal in Thüringen FuE-Personal-Richtlinie Um innovatives Personal in Thüringer Unternehmen gewinnen zu können, wird die unbefristete Einstellung von innovativem Personal mit Zuschüssen gefördert. Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit Sitz oder Betriebsstätte in Thüringen und auch Thüringer Forschungseinrichtungen. Die Person, die gefördert werden soll, muss über ein abgeschlossenes Universitäts-, Fachhochschul- oder BA-Studium verfügen, in Vollzeit unbefristet beschäftigt werden und sich mit Aufgabenbereichen beschäftigen, die im Punkt 2.4 der FuE-Personal-Richtlinie aufgeführt sind. Die Förderung ergeht in Form eines Zuschusses als monatlicher Festbetrag auf der Grundlage von Standardeinheitskosten in Höhe von maximal 1.500 Euro. Die maximale Förderdauer beträgt 24 Monate. Die Beschäftigung der Person im
Aufgabenbereich und im Förderzeitraum muss gesichert sein. Seit zirka zwei Jahren existiert diese Richtlinie und beinhaltet neben der Förderung von innovativem Personal noch andere Förderschwerpunkte. Die Beantragung erfolgt bei der Thüringer Aufbaubank über das Online-Portal. Für die Bewilligung des Antrages müssen mindestens 18 Punkte eines Bewertungssystems erreicht werden. Alle Details und auch den Link zum Online-Portal finden Sie unter: https://aufbaubank.de/Foerderprogramme/ TEC-FuE-Personal-Richtlinie
Veranstaltungshinweise: Aktionstag „Nachfolge ist weiblich“ im Businessloft in Erfurt, am 21. Juni 2018, ab 09:00 Uhr.
Roadshow Unternehmensnachfolge in Hildburghausen, im Bürgersaal des Historischen Rathauses, am 26. Juni 2018, ab 16:00 Uhr. Weitere Informationen unter: www.thex.de/nachfolge Anmeldung unter: www.suhl.ihk.de/veranstaltungen
Annegret Klein S 03628 6130-513 Y klein@suhl.ihk.de
Detlef Schmidt-Schoele S 03628 6130-515 Y dschmidt@suhl.ihk.de
© R_R/Fotolia.com
Gründer des Monats In unserer Serie „Gründer des Monats“ stellen wir Existenzgründer aus dem IHK-Bezirk Süd­ thüringen vor, die sich durch eine besondere Geschäftsidee auszeichnen. Für diese Ausgabe haben wir ein Interview mit Robert Fuhrmann geführt.
Maschinenbauer mit Lösungsansätzen für innovative Produkte und Arbeitsmethoden Herr Fuhrmann, Sie waren schon in verschiedenen Führungspositionen tätig, zuletzt als Geschäftsführer. Warum nun mit Mitte 40 der Schritt in die Selbstständigkeit? Robert Fuhrmann: Nach meiner Ausbildung zum Werkzeugmacher und dem Studium an der TU Ilmenau bin ich ziemlich rasch in Projekt- und Führungspositionen in verschiedenen Unternehmen bis hin zum Geschäftsführer gekommen. Seit langem trieb mich der Gedanke an ein eigenes Unternehmen um; hier und jetzt sehe ich die Chance, Lösungsorientierung, Beratung und Fertigung zu verbinden. Am Ende brauche ich auch immer noch den Metallgeruch in meiner Nase. Bei meiner letzten Anstellung habe ich meinen heutigen Geschäftspartner, Tobias Müller, kennen und schätzen gelernt. Tobias ist klassischer Metallbauer und staatlich geprüfter Maschinentechniker, seine Kompetenzen liegen in der Konstruktion und Anwendungsberatung. Das ist eine sehr gute Ausgangssituation für den Start. Der Firmenname „kingago“ ist im ersten und auch im zweiten Moment nicht selbsterklärend? Robert Fuhrmann: Das ist so gewollt. Wir wollten uns abheben und auffallen, ohne jedoch abgehoben zu wirken – nicht „nur“ ein Metall- oder
© kingago
Gemeinsam Lösungen in Metall entwickeln und realisieren
Robert Fuhrmann, Geschäftsführer der kingago GmbH & Co. KG mit Sitz in Arnstadt
Maschinenbauer sein, sondern bereits im Namen unsere Firmenphilosophie dokumentieren. „Kingago“ ist gebildet aus „kinzoku“, dem japanischen Wort für Metall, und „kakushin“ für Innovation. Mit dem Untertitel „new metal works“ stehen wir für Internationalisierung und eine neue Arbeitswelt. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass bereits der Firmenname neugierig macht, so, wie wir das auf der diesjährigen Gründermesse Ignition der Wirtschaftsjunioren erleben konnten. Wie sieht Ihre Planung für die nächsten Jahre aus? Robert Fuhrmann: Derzeit agieren wir zu zweit, geplant ist die Erweiterung möglichst noch in diesem Jahr. Aktuell im Fokus stehen die Abarbeitung erster Aufträge und die Platzierung am Markt – sprich, potenzielle Kunden von unseren Ideen und Kompetenzen zu überzeugen. Denn wir verstehen uns nicht als bloßer Hersteller von Maschinen
und Geräten aus verschiedenen Metallen, sondern als Problemlöser: der Kunde kommt mit einem Problem zu uns, wir entwickeln gemeinsam eine Lösung, die wir dann produzieren. Parallel wollen wir eigene Produkte entwickeln und vertreiben und insgesamt setzten wir sehr stark auf regionale Kooperationen und Vernetzung. Unser Ziel ist es, in fünf Jahren über eine Mannschaft um die 10 bis 15 Mitarbeiter zu verfügen. Arbeit muss Spaß machen, ist einer Ihrer Prinzipien! Robert Fuhrmann: Innovative Produkte machen sich nicht von allein. Die „Neue Arbeitswelt“ erfordert auch einen innovativen Umgang mit den Mitarbeitern. Das fängt bei den Organisationsstrukturen an und reicht bis zu einem Denken und Handeln, dass sich viel mehr als in der Vergangenheit an Achtung, Wertschätzung und Teilhabe orientiert. Anders gesagt, anstatt Anweisungen von oben, die Mitarbeiter zum Entwickeln eigener Ideen und zum selbstständigen Umsetzen zu gewinnen. Das geht nur durch gelebte Transparenz, mit Vertrauen und gegebenenfalls auch mit dem „Recht“ auf Fehleinscheidungen, die man mit dieser Haltung gemeinsam korrigieren kann. Robert Bosch sagte einst: „Immer habe ich nach dem Grundsatz gehandelt, lieber Geld verlieren als Vertrauen.“ Das gilt für die Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen ebenso wie für den Umgang mit den künftigen Mitarbeitern. www.kingago.de
18 Südthüringische Wirtschaft 6/2018
Angeboten werden vielseitig nutzbare Gewerbe-/Büro-/ Praxis-/Kanzlei-/Schulungsräume in Untermaßfeld im Gewerbegebiet nahe BAB A 71. Gewerbeeinheiten im OG eines Bürogebäudes (BJ 1994) mit bis zu 10 Stellplätzen inkl. Bürogrößen: Büro 1 – 26,57 m², Büro 2 – 20,64 m², Büro 3 – 25,09 m², Büro 4 – 12,16 m², Büro 5 – 7,91 m². 186-2015-06 Die Böhm Fertigungstechnik Suhl GmbH mit Sitz im Gewerbegebiet Zella-Mehlis stellt freie Räumlichkeiten zur Miete zur Verfügung: –– Infrastruktur sowie Telefon und Strom vorhanden –– Sozialräume, WC Damen/Herren zur Mitbenutzung –– Besprechungsräume, Cafeteria nach Vereinbarung mitnutzbar –– Raumgrößen: 4 x 96 m², 1 x 260 m² –– separater Eingang Treppe/Aufzug 186-2016-09
Die Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Südthüringen bietet vielseitig nutzbare Büroflächen von 15 m² bis 500 m² in Suhl-Friedberg zur Miete, auf Wunsch teilmöbliert, sofort nutzbar. Besonders geeignet als Praxis-, Kanzlei- und Schulungsräume, Werkstattnutzung möglich. Gute Ausstattung, Fahrstuhl, behindertengerecht, WC Damen/Herren, Besprechungsräume. Ausreichend Parkflächen vorhanden. 186-2017-03 Hersteller und Großhändler von Verpackungsmittel sucht freie Außendienstmitarbeiter oder Handelsagenturen für das Gebiet Bayern/Franken, Hessen und Thüringen. Branchenkenntnisse von Vorteil (nicht Bedingung), Einarbeitung und Produktschulung wird gewährt. 186-2016-07
Vermietung von Produktions-, Lager-/Logistik- und Büro­ flächen im Gewerbegebiet „Erfurter Kreuz“, ca. 140 000 m², Teilflächen möglich.	186-2016-10
Wir bieten freie Kapazitäten in Teil- oder Komplettlösung! Für alle Branchen: Teil-/Endmontagen, Nacharbeiten, Kleinteilefertigung, Verpackung, Versandfertigstellung und Logistik. 186-2016-06
Wir bieten Ihnen Entwicklungsleistungen für Ihre Produkte. Bei Designentwicklung bis zum Prototypenbau unterstützen wir Sie. Unser patentierter Schichtholzwerkstoff ist für Designgehäuse von Technikgeräten bestens geeignet und hebt Ihre Produkte haptisch und optisch vom Standard ab. Auch die Entwicklung von Fassadenverankerungen und Spezialmontagen von Naturwerkstein zählen zu unserem Portfolio. 186-2017-01
Vermietung ab 2018 –– Lagerhalle ca. 2 500 m² IA Zustand in 98673 Eisfeld direkt an der A73 – 1 km ab Ausfahrt –– stapelbare Höhe ca. 5,50 m, Lkw- u. staplerbefahrbar Optional: Personalbereitstellung, Konfektionierung, Verpackung, Versandleistung sowie Logistik können übernommen werden 186-2017-04
Suche 300 m² Dachfläche für meine Photovoltaikanlage (30 kwp), biete Strom zum Preis von 16 Cent netto bzw. 5 Prozent am Umsatz, auch als Vorauszahlung möglich. 186-2017-05 Produktionshalle (1 000 m²) mit 5t-Kranbahn, angrenzender Lagerhalle (190 m²), Bürokomplex (280 m²), 3 Garagen in Südthüringen zu vermieten. Grundstücksgröße insgesamt 5 600 m². Geeignet für Neueinsteiger oder Produktionserweiterung. Ausrüstung für Kunststoffverarbeitung vorhanden. Diese könnte mit vermietet werden, ist aber keine Bedingung. Parkplätze ausreichend vorhanden. 186-2018-01 Alle o. g. Angebote und Nachfragen werden von der IHK ohne Gewähr veröffentlicht!
Ihr Ansprechpartner: Maike Voß	S 03681 362-101 Y voss@suhl.ihk.de
Nachfolgebörse Detailinformationen zu den nachfolgend aufgeführten und weiteren Unternehmen finden Sie unter Angabe der Chiffre-Nr. in der Nachfolgebörse (www.nexxt-change.org) oder auf der Website der IHK Südthüringen (www.suhl.ihk.de, Dok-Nr. 27190)
Nachfolgersuche Chiffre
A-SHL_18-003
Keramik- und Schauwerkstatt für Wohn- und Gartenaccessoires, Grundstück 600 m², Nähe A71
A-SHL_18-002
Idyllisch gelegene Ausflugsgaststätte mit Pension am Werratal-Radweg, auch für Gruppen- und Busreisen geeignet
A-SHL_18-001
Schmiedefeld a. R.
Café mit 25–30 Plätzen, regelmäßige Kleinkunstveranstaltungen, inkl. Boutique für Geschenke und Wohnaccessoires
A-SHL_17-028
Fachgeschäft für Angelsport, Outdoor & Heimtierbedarf 600 m², Lager- u. Büroräume 700 m², 25 Parkpl., Grundst. 1 000 m²
A-SHL_17-027
Einzelhandelsfachgeschäft für Jugend- und Festmode, überregionale Nachfrage, Zentrumslage 150 m², 2 Etagen
A-SHL_17-026
Eiscafé Iglu in DKB-Skihalle, Gesamtfläche 100 m², 50/25 Sitzplätze
A-SHL_17-021
Einzelunternehmen Bereich Beschäftigungsmaterial für KiTas, Grundschulen und Horte mit festem Kundenstamm
A-115cbc
Modernes Fotostudio in zentraler Lage, 178 m² groß, sep. Passbildstudio–Fotostudio 6x10 m, 3,60 m hoch
A-SHL_17-019
Gut etablierte Gaststätte in Zentrumslage mit rustikaler Küche 25/28 Plätze in 2 Gastr., (1 Raucherr.) 1DZ, 1 EZ
A-SHL_17-017
Attraktives Hotel an Landesgrenze zu Bayern, 16 DZ, 70/30 Restaurantplätze, 6 Garagen, Grundst. ca. 3 000 m²
A-SHL_17-016
Handel und Schauwerkstatt für Kerzen u. Geschenkideen aus Wachs, Fläche 190 m², Lage: in Urlaubszentrum
A-SHL_17-015
Fachgeschäft für Raumausstattung Zentrumslage; Ladenfläche 160 m² zur Vermietung
G 170613
Industriegalvanik für Band und Einzelteile, Zulieferer für Automobil, Elektro- und Elektronikindustrie, 25 Mitarbeiter
A-SHL_17-013
A-SHL_17-012
Hotel und Restaurant (70 Pl.) im Zentrum einer Thüringer Kleinstadt, 6 DZ, 3 EZ, 2 WE, Terrasse, Sanierung 1992
A-SHL_17-011
Ferienobjekt mit 2 FeWo inkl. eigener Terrasse und 2 DZ mit Du/WC, Gastraum mit 45 Pl., Parkplatz am Haus
A-SHL_17-010
Sondermaschinenbaufirma mit Werkstattausrüstung, angemietete Halle 1 400 m²
Übernahmeinteresse Chiffre
S-SHL_18-104
Techniker sucht Beteiligung/Übernahme eines Unternehmens im verarbeitenden Gewerbe, dem Handwerk oder Handel
S-SHL_18-103
Thüringen und angrenzende BL
Mittelständisches Unternehmen sucht Beteiligung/Übernahme an einem KMU in den Bereichen Dienstleistung; Wartung, Installation, Elektrotechnik, Krantechnik, Motorenservice etc.
S-SHL_18-102
Junger Industriemeister(31)/BWL-Stud. sucht Unternehmensbeteiligung/-übernahme im verarbeitenden Gewerbe/Handel
S-SHL_18-101
Gastronomieerfahrenes Unternehmerpaar sucht geeignetes HOGA-Objekt mit bis zu 30 Zimmern und Erweiterungsoptionen
S-SHL_17-103
Thür. Werkzeugmacher u. Dipl.-Wirtsch.-Ing. mit internationaler Handwerks- und Industrieerfahrung sucht Unternehmenskontakte bzgl. Beteiligung oder Übernahme.
BWin mit Führungs- und Personalerfahrung sucht Beteiligung/Übernahme in Handel, Dienstleistung, verarb. Gewerbe
Alle o. g. Angebote und Nachfragen werden von der IHK ohne Gewähr veröffentlicht! Ihr Ansprechpartner: Detlef Schmidt-Schoele S 03628 6130-515 Y dschmidt@suhl.ihk.de
20 Südthüringische Wirtschaft 6/2018
Berufsorientierung noch nicht am Ziel Ergebnisse der ersten Thüringer Berufsbildungskonferenz
IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Ralf Pieterwas brachte in seiner Eröffnungsrede die Forderungen der Wirtschaft an die Landesregierung klar zum Ausdruck. Dazu gehören u. a. die Entwicklung eines stabilen Berufsschulnetzes sowie die Verankerung der praxisnahen Berufsorientierung im Schulgesetz.
Gabi Ohler, Staatssekretärin im Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport, referierte zu den strategischen Schwerpunkten der Entwicklung der beruflichen Bildung in Thüringen.
Carolin Kunert vom Bundesinstitut für Berufsbildung ging in ihrem Fachvortrag auf die Herausforderungen der praxisnahen beruflichen Orientierung in Bezug auf eine erfolgreiche duale Ausbildung ein.
Die Berufsorientierung wird Eingang in das neue Thüringer Schulgesetz finden. Der bisherige Entwurf der Gesetzesnovelle sieht vor, die Berufsorientierung in § 2 als Querschnittsthema aufzunehmen. Das geht der Südthüringer Wirtschaft allerdings nicht weit genug. Die Berufsorientierung war eines von drei Top-Themen der Thüringer Berufsbildungskonferenz am 14. Mai 2018 im Haus der Wirtschaft in Suhl. An der Konferenz nahmen mehr als 120 Vertreter aus Politik, Schule und Wirtschaft teil, darunter die Staatssekretärin des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport, Gabi Ohler. Für die Wirtschaft ist es wichtig, dass die Berufsorientierung mit einem gesonderten Paragrafen in das Thüringer Schulgesetz aufgenommen wird. Das ist besonders im Hinblick auf die Umsetzung der Berufsorientierung in allen Schularten von Bedeutung. Nicht zuletzt muss auch die Finanzierung ab 2020 entschieden werden, da die Förderung ausläuft. Ein weiteres Thema auf der Agenda war die zukünftige Gestaltung des Berufsschulnetzes. Sowohl in den Vorträgen als auch in der Diskussion herrschte Einigkeit unter den Teilnehmern, dass das sechsjährige Berufsschulnetz nicht auf festen Füßen steht. Es ist eine klare Forderung der Wirtschaft, dass die Messzahlen zur Klassenbildung zu überprüfen sind. Das gilt vor allem für die Berufe, die für die jeweiligen Regionen enorm wichtig sind. In diesem Zusammenhang wurde die Entscheidung des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport zur Bildung von Klassen ab zwölf Schülern für die Bauberufe in Meiningen begrüßt. Die IHK Südthüringen hofft, dass die Diskussion zum neuen Berufsschulnetz 2022 bereits jetzt beginnt. Die Bereitschaft zur konstruktiven Mitarbeit haben Vertreter von Schulen sowie
Susanne Riedel, Geschäftsführerin der AUMA-TEC GmbH in Suhl und Vizepräsidentin der IHK Südthüringen, brachte deutlich zum Ausdruck, wie wichtig ein stabiles Berufsschulnetz für die Gewinnung von Auszubildenden ist.
Schulträger, Wirtschaftskammern und Unternehmen signalisiert. Eine weitere Forderung an die Thüringer Bildungspolitik ist die zügige Umsetzung des Projektes Berufsschule 4.0 im Rahmen der Thüringer Digitalisierungsstrategie. Moderne Lernmethoden wie Blended Learning stellen eine sinnvolle Ergänzung traditioneller Lernformen dar. Darüber hinaus schaffen sie die Möglichkeit, den wohnortnahen Berufsschulunterricht zu erhalten und dem Fachlehrermangel entgegenzuwirken. Im Sinne der schnellen Umsetzung wünscht sich die Wirtschaft ein stärkeres Engagement des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport. Ihr Ansprechpartner: Dr. Petra Kukuk S 03681 362-151 Y kukuk@suhl.ihk.de Südthüringische Wirtschaft 6/2018 21
Rechtssicherheit im Prüfverfahren Schulung für das Ehrenamt umfassend dar und stellte praktische Zusammenhänge her. Anschließend erhielten die Teilnehmer nach Prüfberufen getrennt in zwei unterschiedlichen Workshops die Gelegenheit, mit Vertretern des Prüfungsausschusses der IHK Erfurt bzw. der IHK Ostthüringen zu Gera in einen Erfahrungsaustausch zu treten, der vor allem die praktischen Prüfungsabläufe thematisierte. Die Anwesenden evaluierten die Prüferschulung mit „gut“ bis „sehr gut“. Sie erhielten ein Schulungszertifikat und eine Prüfermappe für den persönlichen Gebrauch. Um allen Prüfern den gleichen Wissensstand zu ermöglichen, findet für die Prüfer, die leider verhindert waren, diese Veranstaltung voraussichtlich im Herbst 2018 noch einmal statt. Ihr Ansprechpartner:
Katrin Pertig S 03681 362-427 Y pertig@suhl.ihk.de
22 Südthüringische Wirtschaft 6/2018
TE DUNG
AUSBILDUNG Rund 330 Berufe
AX PR
FS ITE
Über 70 Möglichkeiten in allen Branchen (Bachelorniveau)
5. Juli 2018, 16:30 Uhr •• Geprüfter Wirtschaftsfachwirt •• Geprüfter Industriefachwirt •• Geprüfter Technischer Fachwirt
FACHWIRTE UND INDUSTRIEMEISTER
14. Juni 2018, 16:30 Uhr	•• Geprüfter Industriemeister Metall – Teilzeit und Vollzeit •• Geprüfter Industriemeister Elektrotechnik 25. Juni 2018, 16:00 Uhr	•	Geprüfter Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen
Führungskompetenzen (Masterniveau)
Die bundesweiten Fortbildungsabschlüsse, z. B. zum Industriemeister, Fachwirt oder Betriebswirt, die auf den anerkannten Ausbildungsberufen und weiterer Berufspraxis aufbauen, leisten einen elementaren Beitrag zur Fachkräftesicherung. Sie sind das „Herzstück“ der IHK-Weiterbildung. Im Deutschen Qualifizierungsrahmen (DQR) sind diese Fortbildungsabschlüsse den Niveaus 6 und 7 zugeordnet und entsprechen damit dem hochschulischen Bachelor- oder Masterniveau. Firmenvertreter und interessierte Privatpersonen sind zu den kostenfreien Informationsveranstaltungen zur Höheren Berufsbildung und zu Fördermöglichkeiten herzlich willkommen.
Karrieremöglichkeiten in Industrie, Handel und Dienstleistung
Prof. Dr. Müller-Grune, Dekan der Fachhochschule Schmalkalden, informierte die Prüfer über das rechtskonforme Prüfverfahren.
Marie-Josephine Ulbrich S 03681 362-157 Y ulbrich@suhl.ihk.de
Für die qualitativ hochwertige Umsetzung der Prüfungshandlungen, die am Ende der IHK-Abschlüsse stehen, stützt sich die IHK Südthüringen auf kompetente Fachkräfte und Berufsschullehrer, die gemeinsam als Prüfungsausschuss fungieren. Die Erwartungen an dieses Ehrenamt sind hoch, denn sie sorgen mit ihrer Kompetenz für einen reibungslosen Ablauf in den Zwischen-, Abschluss- und Fortbildungsprüfungen. Um den Qualitätsstandards einer Prüfung stets gerecht zu werden, finden seit vergangenem Jahr Prüferschulungen zum Thema „Rechtssicherheit“ statt. Am 2. Mai 2018 waren Prüfungsausschussmitglieder für die Lagerberufe sowie für die Gastronomieberufe eingeladen, um sich neue bzw. vertiefende Kenntnisse über die gesetzlichen Grundlagen des Prüfverfahrens anzueignen. Diesen wichtigen Part legte Prof. Dr. Müller-Grune, Dekan der Fachhochschule Schmalkalden, in seinen Ausführungen für das rechtskonforme Prüfverfahren einer Industrie- und Handelskammer
Social Media Workshop für Fortgeschrittene
 Neu im Weiterbildungsprogramm 2018
Datum 11.06.2018 11.06.2018 12.06.2018 13.06.2018 13.06.2018 18.06.2018 18.06.2018 19.06.2018 20.06.2018 21.06.2018 21.06.2018 22.06.2018 27.06.2018 27.06.2018 01.08.2018 06.08.2018 13.08.2018 13.08.2018 13.08.2018 13.08.2018 14.08.2018 15.08.2018 15.08.2018 15.08.2018 15.08.2018 15.08.2018 15.08.2018 20.08.2018 20.08.2018 21.08.2018 22.08.2018 24.08.2018 24.08.2018 25.08.2018 28.08.2018 29.08.2018 03.09.2018 03.09.2018 03.09.2018 03.09.2018 03.09.2018 03.09.2018 04.09.2018 04.09.2018 04.09.2018 05.09.2018 06.09.2018 07.09.2018 10.09.2018 10.09.2018 11.09.2018
Bezeichnung Unterrichtung für Bewachungspersonal nach § 34a GewO Ausbildung der Ausbilder Grundlagen der kaufmännischen Unternehmensführung MS Access – Basislehrgang Ziele erreichen mit motivierten Auszubildenden MS Excel Aufbaukurs Vorbereitung auf die Sachkundeprüfung im Bewachungsgewerbe Management – Führung – Leadership Anspruch, Selbstverständnis und Umsetzung in der betrieblichen Praxis Unterrichtung der Aufsteller von Spielgeräten und deren Personal nach § 33c GewO Effiziente Besprechungsleitung und Moderation Social Media Workshop für Fortgeschrittene Unterrichtung für Bewachungspersonal nach § 34a GewO MS Access – Anwenderlehrgang Recht für Existenzgründer Was der Gastwirt wissen muss Unterrichtung für Bewachungspersonal nach § 34a GewO Geprüfter Industriemeister Elektrotechnik Vorbereitung auf die Sachkundeprüfung im Bewachungsgewerbe Ausbildung der Ausbilder Geprüfter Industriemeister Metall Grundlagen der kaufmännischen Unternehmensführung Schulung für das Servicepersonal in Thüringer Spielhallen Schulung für Thüringer Gastwirte in Gaststätten mit Glücksspielautomaten Geprüfter Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen Geprüfter Technischer Fachwirt Geprüfter Industriefachwirt Geprüfter Wirtschaftsfachwirt MS Word Grundkurs Datenschutzbeauftragter (IHK) Rechtliche Besonderheiten beim Umgang mit erkrankten Arbeitnehmern Unterrichtung der Aufsteller von Spielgeräten und deren Personal nach § 33c GewO Microsoft Windows Server 2016 – Profi-Administration Azubi-Knigge – Gute Umgangsformen für eine erfolgreiche Ausbildung Prüfungsvorbereitung – Teil 1 für Kaufleute für Büromanagement Umgang mit Konflikten im Sekretariat und Büro MS Excel Grundkurs Ausbildung der Ausbilder Unterrichtung für Bewachungspersonal nach § 34a GewO Geltendmachung und gerichtliche Durchsetzung von Ansprüchen bei Insolvenzen Professionelle Serienbrieferstellung mit MS Word Geprüfter Industriemeister Metall – 8 Monate Vollzeitlehrgang Qualitätsmanager (IHK) Beendigung von Arbeitsverhältnissen – Kündigung und Aufhebungsvertrag Betriebswirtschaftliche Grundlagen für die technische Aufstiegsfortbildung Überzeugende Mitarbeitergespräche – Konstruktiver Umgang mit Konflikten und anspruchsvollen Gesprächssituationen Englisch für Wirtschaft und Beruf – Grundstufe Gefährdungsbeurteilungen im Brandschutz – Pflicht oder nur eine Option? Wettbewerbsvorteil: Fachkräfte gewinnen, entwickeln und binden mit Kompetenzdiagnostik Vorbereitung auf die Sachkundeprüfung im Bewachungsgewerbe Sachkundige Person zur Erstellung der Brandschutzordnung Geprüfter Technischer Betriebswirt
Lehrgangsangebote regionaler Anbieter, die auf IHK-Prüfungen vorbereiten, finden Sie unter: www.suhl.ihk.de und www.wis.ihk.de
Std 40 96 24 16 16 16 24 16
Ort SHL SHL SON SHL SON SHL SHL SHL
6 8 8 40 16 8 4 40 1100 24 96 1100 24 8 10 620 850 700 700 16 50 4 6 42 8 16 8 16 96 40 8 16 1100 80 8 40 16
SHL SON SHL SON SHL SHL SHL SHL SHL SHL SHL SHL SHL SHL SHL SHL SHL SHL SHL SHL SHL SHL SHL SHL SHL SHL SON SHL SHL SON SHL SHL SHL SHL SHL SHL SHL
40 SHL 4 SON 16 SHL 24 SON 8 SON 650 SHL
Durch viele praktische Übungen wie z. B. Texten für Social Media, Community Management und Ausarbeitung einer individuellen Social Media Strategie für das Unternehmen sammeln die Teilnehmer Erfahrungen und Vertrauen im Umgang mit den sozialen Netzwerken. Weiterhin wird auch auf die Themen Online-Marketing, virales Marketing sowie die Auswahl der geeigneten Instrumente für Online-PR im Social Media Kontext eingegangen. Nach dem Seminar haben die Teilnehmer das Verständnis für erfolgreiches Social Media Marketing im eigenen Unternehmen. Sie sind in der Lage, Social Media Strategien zu konzipieren, einen eigenen Redaktionsplan aufzustellen und diesen bestmöglich zu nutzen. Termin:	21.06.2018 Ort:	IHK Bildungszentrum, Suhl-Mäbendorf
Azubi-Knigge – Gute Umgangs­ formen für eine erfolgreiche Ausbildung
In diesem Tagesseminar erfahren Ihre Auszubildenden, welches Verhalten im beruflichen Kontext erwartet wird und wie sie sich in unserer heutigen Zeit stilvoll benehmen. Es stehen u. a. folgende Lerninhalte auf dem Programm: gutes Benehmen, gutes Betragen, gute Manieren, guter Ton, Anstand, Höflichkeit, Pünktlichkeit, Fairness, Achtung, Benimm sowie Etikette. Termine:	29./30.05.2018 Ort:	IHK Bildungszentrum, Suhl-Mäbendorf
Qualitätsmanager (IHK) Der Zertifikatslehrgang richtet sich an QM-Verantwortliche und Mitarbeiter in Verbesserungsteams. Die Teilnehmer lernen, wie sie QM-Systeme verbessern und optimieren, sie beschäftigen sich mit dem Beitrag des QM zur Erreichung der Unternehmensziele und der ganzheitlichen Betrachtung der Prozesse. Start:	03.09.2018 Ort:	IHK Bildungszentrum, Suhl-Mäbendorf Ihre Ansprechpartner für Weiterbildungen: Suhl	Antje da Silva Santos	Katrin Pertig	Marian Göbel	Sabine Then	Beate Rammelt
S 03681 362-425 S 03681 362-427	S 03681 362-426 S 03681 362-116 S 03681 362-429
Sonneberg	Heidi Leistner
Arnstadt	Carmen Klotz
Südthüringische Wirtschaft 6/2018 23
Feedback der Teilnehmer ausgewertet
Die Jugendwirtschaftskonferenz am 20. März 2018 im Congress Centrum Suhl war für die IHK Südthüringen ein großer Erfolg (wir berichteten bereits in der Ausgabe 4/2018). Eine Veranstaltung dieser Größe mit einer Vielzahl von aufeinander abgestimmten Fachvorträgen für junge Erwachsene zu organisieren, ist kein Tagesgeschäft. Deshalb ist uns als IHK das Feedback der Teilnehmer auf das Premiumevent besonders wichtig. Befragt wurden die teilnehmenden Lehrer und Schüler in zwei getrennten Fragebögen. Die Bewertungen der geschlossenen Fragen erfolgten auf einer Schulnotenskala.
ndwirtnen hat die Juge so er tp ei gl Be n Sie •	De sehr gut gefallen. schaftskonferenz Note r de it m nstaltung ra Ve e di n te er w be ranstalr bewerten die Ve le hü Sc e Di . 35 1, . r Note von 2,11 tung gut, mit eine n den rträge wurden vo vo en nt re fe Re e •	Di sitiv einebenfalls sehr po n ne so er tp ei gl Be rtrag von sten wird der Vo be Am t. tz hä sc ge ertet. an mit 1,38 bew Prof. Dr. Weissm n de n r bewerte Auch die Schüle n mit einer Note vo g ra Keynote-Vort s. ge en des Ta 1,86 als den best ramm iche Rahmenprog •	Das umfangre eg hw rc du bis 2,19 wurde mit 1,29 positiv beurteilt. ug aus den beiden Dies ist ein Ausz ng samte Auswertu Umfragen. Die ge e. k.d www.suhl.ih finden Sie unter: Stelle nk gilt an dieser Ein besonderer Da den en tz tü sowie unters den Referenten Unternehmen.
Dankesmail eines Teilnehmers der t-wood Jugendwirtschaftskonferenz:
Von: Sebastian Lottes Gesendet: Dienstag, 20. März 2018 22:54 An: Prof. Dr. Weissmann Betreff: Vortrag Prof. Dr. Arnold Weismann Jugendwirtschaftskonferenz Suhl 2018 Guten Tag, diese E-Mail richte ich aus vollstem Respekt an Herrn Professor Dr. Arnold Weissman. Ich war Besucher der Jugendwirtschaftskonferenz 2018 in Suhl, bin 18 Jahre alt und durfte Ihnen voller Spannung zuhören und den Vortrag auch schriftlich festhalten. Dafür möchte ich mich herzlichst bei Ihnen bedanken. Für den super Vortrag, welcher die wichtigsten Punkte eines Unternehmers ansprach: Wille, Leidenschaft und Disziplin, welche letztendlich zum Erfolg führen und auch in mir den Willen zu einem Unternehmer zu werden, geweckt haben. Deshalb wollte ich einfach mal Danke sagen für diese vielen wertvollen Informationen und wünsche Ihnen und Ihrem Unternehmen noch viel Erfolg! Sie sind ein Vorbild.
Danke und mit freundlichen Grüßen Sebastian Lottes
Ihr Ansprechpartner: Ricarda Wolff S 03681 362-664 Y wolff@suhl.ihk.de
24 Südthüringische Wirtschaft 6/2018
t-wood Jugendwirtschaftskonferenz begeisterte Schüler und Lehrer
Das neue Veranstaltungsformat zur Fachkräftegewinnung und Imagepflege – Melden Sie Ihr Unternehmen jetzt an! Das Event INDUSTRIE INTOUCH Thüringer Wald unterstützt die Gewinnung und Sicherung von Fachkräften und bietet für alle Industrieunternehmen und industrienahen Dienstleister im Thür­ inger Wald die ideale Plattform, sich als zukunftsfähiges Unternehmen und attraktiver Arbeit­ geber zu präsentieren, die Bekanntheit in der Region Thüringer Wald zu erhöhen und sich mit anderen Unternehmen zu vernetzen. Begleitet von einer breit angelegten Marketingkampagne öffnen am 29. Oktober 2014 die teilnehmenden Firmen von 17:00 bis 22:00 Uhr ihre Türen und gewähren auf ganz individuelle Weise der Öffentlichkeit exklusive Einblicke hinter die Kulissen, die Produktion oder in verschiedenste Berufe. © Michael Reichel/arifoto.de
Die neue Veranstaltung INDUSTRIe INTOUCH berücksichtigt die regionalen bedürfnisse der Unternehmen im Thüringer Wald und bietet viele Vorteile: •	Direkte	Kontakte	zu	potenziellen	Fach-	und	Nachwuchskräften •	Networking,	Stakeholder-und	Imagepflege •	Vertiefung	von	Kontakten,	z.	B.	nach	Berufsinformationsmessen •	Individuelle	Gestaltungsfreiheit	bei	der	Unternehmenspräsentation •	Koordinierung	der	Veranstaltung	mit	Ort dabei: Folgende Ansprechpartnern Unternehmenvor sind
•	Attraktives	Leistungspaket	mit	geringem	Organisationsaufwand •	Starke	öffentliche	Wahrnehmung	und	hohe	Präsenz in den Medien Wenn Sie Ihr Unternehmen bis zum 15. Mai 2014 anmelden, können Sie sich attraktive Konditionen sichern. Der endgültige Anmelde­ schluss für Unternehmen ist der 30. Juni 2014.
Fahrplan für 5. „INDUSTRIE INTOUCH Thüringer Wald“ steht Weitere Informationen finden Sie unter: www.industrie-intouch.de.
Die 35 Unternehmen, die am 1. November 2018 ihre Türen zur Veranstaltung „INDUSTRIE INTOUCH ThüUnternehmen Ort Landkreis ringer Wald“ öffnen werden, stehen fest. Innerhalb Feintechnik GmbH Eisfeld Eisfeld Hildburghausen und wir sind ständig auf der Suche nach engagierWir sind uns einerseits unserer Verantwortung zur kürzester Zeit waren die limitierten Plätze vergeben. Frischmann Kunststoffe GmbH Eisfeld Hildburghausen tenKomponenten Fachkräften. GmbH Zudem verfügt unser Unternehmen Sicherung der Arbeitsplätze bewusst und andererDie teilnehmenden Unternehmen haben ihren Cutmetall Eisfeld Hildburghausen über eine Produktion, seits haben wir erkannt, dass dies nur mit guten Sitz in den Landkreisen Schmalkalden-Meiningen, Systec Plastics Eisfeld GmbH die nicht nur für unsereEisfeld Hildburghausen etwas ganz besonderes darstellt, dennNahetal-Waldau hier Fachleuten und Mitarbeitern gelingen kann. Ferner Remy &Region Geiser GmbH Hildburghausen Hildburghausen, Sonneberg, demPharmatechnik Ilm-Kreis und der HPT Hochwertige Fuchs Gewürze GmbH Schönbrunnmöchten wir über Hildburghausen wird unter streng kontrollierten Reinraumbedindieses Veranstaltungsformat kreisfreien Stadt Suhl. 13 von ihnen sind an dem GmbH & Co. KG, Neuhaus/Rwg. Nidec GPM GmbH Auengrund/Merbelsrod Hildburghausen gungen auf modernsten Anlagen und in einem hoch natürlich auch unsere Nähe zur Region Sonneberg Industrietag neu dabei. Der Veranstaltungstag fällt Normag Laborund Prozesstechnik GmbH Ilmenau Ilm-Kreis technisierten Umfeld gemäß den Grundsätzen einer und ihren Menschen zeigen. Wir bieten sowohl im HPT Allerheiligen. HochwertigeDamit Pharmatechnik GmbH & auf den „Die Feiertag werden auch PET-Verpackungen GmbH Deutschland Großbreitenbach Ilm-Kreis guten Herstellungspraxis (GMP) produziert. Uns ist technischen als auch im kaufmännischen Bereich Co. KG ist ein mittelständischer konzernunabhänPendler und Rückkehrwillige angesprochen, um sie FALCOM GmbH Langewiesen Ilm-Kreis daran gelegen, unser außergewöhnliches Werk über Ausund Weiterbildung interessante AlternaSystemlieferant für Primärpackmittel von der giger Attraktivität der Industriestandorte vor ihrer aus Bonsacksehr Präzisionstechnik GmbH Brotterode-Trusetal Schmalkalden-Meiningen in INDUSTRIE INTOUCH vorzustellen.“ Schmalkalden tiven für potenzielle Interessenten. der unter kontrollierten Reinraumbe-Sandvikauch HaustürKunststoff, zu überzeugen. Tooling Supply Schmalkalden Schmalkalden-Meiningen ZN der Sanvik Tooling Deutschland GmbH dingungen Komplettverpackungen für Pharmazie, LEONI protec cable systems GmbH Schmalkalden Schmalkalden-Meiningen Weitere Infos: www.hpt.info Diagnostik sowie Einzelteile und Baugruppen für Für uns ist die Teilnahme an diesem Projekt sehr Industrie und Menschen gehen auf Tuchfühlung Fa. Inline Rollenoffset Ploch und Strube OHG Grabfeld/Queienfeld die Medizintechnik herstellt. wichtig und wir Schmalkalden-Meiningen wünschen allen Beteiligten einen Für die regionalen Unternehmen hat die Fachkräfte­ Köberlein & Seigert GmbH Grabfeld/Queienfeld Schmalkalden-Meiningen erfolgreichen Verlauf. Wir freuen uns auf Ihr Intergewinnung oberste Priorität. INDUSTRIE INTOUCH ELIOG Industrieofenbau GmbH Römhild Schmalkalden-Meiningen esse und einen interessanten Erfahrungsaustausch Als einenStudenten, der größten Arbeitgeber in Neuhaus amRennsteig bietet Schülern, Arbeitssuchenden und Werkzeuge GmbH Viernau Schmalkalden-Meiningen SonnPlast GmbH, Sonneberg mit Ihnen getreuSchmalkalden-Meiningen unserem Motto: Start your career Rennweg ist INDUSTRIE INTOUCH Thüringer WaldHehnke GmbH & Co. KG allen anderen Interessierten die nicht alltägliche Steinbach-Hallenberg with plastics andSchmalkalden-Meiningen more!“ Format, um unsChampials attraktives „DieNiederlassung Sonnplast GmbH ist ein kunststoffverarbeitenArnold AGThüringen Steinbach-Hallenberg Chance, ein bei ausgezeichnetes Top-Unternehmen und Hidden GmbH Schmalkalden-Meiningen unddieinnovatives desWerkzeuge Unternehmen in Sonneberg, das mit fast Meiningen 300 ons hinter Kulissen zuUnternehmen schauen. zu präsentieren. Weisskopf Paatz Viernau GmbH durch technologische führende Viernau Schmalkalden-Meiningen Weitere Infos: www.sonnplast.de Qualifizierte Mitarbeiter sind unser größtes Kapital Mitarbeitern ProVeritas Thüringen GmbH Zella-Mehlis Schmalkalden-Meiningen zesse Teile und Baugruppen für namhafte Kunden „Industrie zum Anfassen“ live erleben Meteor Umformtechnik GmbH & Co. KG Zella-Mehlis Schmalkalden-Meiningen derErnstthal Automobilbranche produziert. Unser UnternehDie Besucher werden am Veranstaltungstag nicht Glaswerk GmbH Lauscha Sonneberg menGmbH ist sehr gut bei unseren Kunden platziertNeuhaus und a. Rennweg nur Rundgänge und Präsentationen zu sehen AK Feinrohr Sonneberg wird diese erfolgreiche Position bekommen. Neue kreative Ideen sollen zu BesuThüringer Pharmaglas GmbH & Co. KG weiter ausbauen. Neuhaus a. Rennweg Sonneberg Röchling Medical Neuhaus GmbH & Co. KG Neuhaus a. Rennweg Sonneberg chermagneten werden. Der Eventcharakter der HEINZ Veredelungs GmbH & KGaA Sonneberg/Spechtsbrunn Sonneberg Nach Übernahme derCo.insolventen NS-KunststoffVeranstaltung wird z. B. durch Mitmachangebote CDA GmbH Suhl Suhl technik im März 2013, die seit ca. 20 Jahren am weiter ausgebaut. Natürlich sollen aber auch Berufe PROFECTUS GmbH Suhl Suhl Standort präsent war, möchten wir die Gelegenheit vorgestellt werden und der direkte Austausch mit SolidCAM GmbH Suhl Suhl unser „junges“ Unternehmen als wieder Chefs und Mitarbeitern möglich sein. Die Chancen, paragonnutzen, AG Suhl Suhl Am 1. September 2018 erstarkten und potenziellen Arbeitgeber in Südin der Industriebranche eine interessante Ausbildung Deutsche Post AG Niederlassung Erfurt Suhl Suhl startet unter thüringen zu präsentieren. Im März 2014 haben Feinmess Suhl GmbH Suhlwir Suhl oder einen spannenden Job zu finden, sind so gut www.industrie-intouch.de Aesculapunseren Suhl GmbH Suhl ersten Geburtstag feiern können. Suhl wie selten zuvor. die Anmeldung für die Geschäftsführer Karl-Heinz Sladek Geschäftsführer Christoph Müller Unternehmensbesuche. Ihr Ansprechpartner: Cornelia Grimm, Regionalmanagerin S 03681 362-231 Y grimm@forum-thueringer-wald.de
Südthüringische Wirtschaft 6/2018 25
ThEx StartInno „Innovations- und Strategieoffensive im Thüringer Wald“ Seit einen halben Jahr beraten Innovationsbotschafter Südthüringer Unternehmen zu Innovationsstrategien. Im Projekt ThEx StartInno „Innovations- und Strategieoffensive im Thüringer Wald“ sind die Innovationsbotschafter der IHK Südthüringen unterwegs und beraten Unternehmen in Thüringens Süden zu Innovationsstrategien. Ziel des Projekts ist es, innovationsinteressierte KMU bei der Erarbeitung von Forschungs-, Entwicklungsund Innovationsstrategien zu unterstützen und
mit den regionalen Akteuren zu vernetzen. Mit den beiden Innovationsbotschaftern konnten zwei gestandene Experten gewonnen werden, die über Erfahrungen in der Innovations- und Strategie­ entwicklung sowie der regionalen Wirtschafts­ förderung verfügen. Die Innovationsbotschafter sensibilisieren in Besuchen vor Ort Unternehmen für das Thema
Die Innovationsbotschafter im Profil:
und ermitteln mit einem „Innovation Quick Check“ den Stand der Innovationsfähigkeit und -bereitschaft der Unternehmer. Auf Basis detaillierter Analysen und Auswertungen sollen aus diesem Kreis KMU gewonnen und bei der Strategieentwicklung für Produkt-, Verfahrens- oder Marktinnovationen unterstützt werden.
Interview mit den Innovationsbotschaftern Wolfram König und Roland Weidner Seit einem halben Jahr beraten die beiden Innovationsbotschafter Südthüringer Unternehmen zu Innovationsstrategien. Im Interview schildern sie ihre Erfahrungen.
Innovationsbotschafter Wolfram König
Innovationsbotschafter Roland Weidner
Berufliche Laufbahn: •• Abschluss: Dipl. Ing. (FH) Elektrotechnik/Elektronik
Berufliche Laufbahn: •	1969 – 1973 Studium FH Nordhausen Abschluss: Dipl. Ing. (FH) Maschinenbau Abschluss: Diplomökonom Hochschule Bernburg
•• 1975 – 1976 Dipl. Ing. (FH) für Rationalisierung, Kombinat Zentronik, Zella-Mehlis •• 1977 Gruppenleiter Maschineninstandhaltung, EGS Suhl/Werk Steinbach-Hallenberg •• 1978 – 1990 Hauptmechaniker, EGS Suhl/Werk Steinbach-Hallenberg •• 1990 – 1994 Stellvertretender Bürgermeister und 1. Beigeordneter der Stadt Steinbach-Hallenberg •• 1994 – 2016 Dezernatsleiter/Leiter Wirtschaftsförderung Zudem ist Innovationsbotschafter Wolfram König seit 1990 Vorstandsmitglied des Gewerbevereins Steinbach-Hallenberg e. V., des Tourismusverbandes Thüringer Wald und Vorstandsmitglied des Ski Club Steinbach Hallenberg e. V. Darüber hinaus betreute Wolfram König zahlreiche Projekte wie beispielsweise von 2013 bis 2015 den Aufbau der Breitbandversorgung in den Steinbach-Hallenberger Gewerbegebieten und dem gesamten Haseltal.
•	1991 – 2008 Langjähriger Geschäftsführender Gesellschafter der WEGRA-Anlagenbau GmbH und EAW Energieanlagenbau GmbH •	1996 – 2006 Vizepräsident der Handwerkskammer Südthüringen •	Seit 1996 Vorstandsvorsitzender des „Mittelstandsvereinigung pro Südthüringen e. V.“ •	Seit 2004 Schatzmeister im Forum Thüringer Wald •	Seit 2009 Präsident des Verbandes „Green Chiller“ Innovationsbotschafter Roland Weidner hat als Unternehmer und Vorstandsvorsitzender des Mittelstandsvereinigung pro Südthüringen e. V. viele unternehmensnahe, innovative Ideen und Projekte begleitet und damit die Wirtschaft in Thüringens Süden nachhaltig gefördert.
S 0151 11459136 Y koenig.startinno@suhl.ihk.de
S 0171 77 96 608 Y weidner.startinno@suhl.ihk.de
26 Südthüringische Wirtschaft 6/2018
Herr König, Herr Weidner, Sie führen jetzt seit sechs Monaten Gespräche zur aktuellen Aufstellung und den innovativen Strategien der Unternehmen durch. Welche Branchen haben Sie bisher besucht und sind die Unternehmen dem Projekt ThEx StartInno gegenüber offen? Wolfram König: Bisher wurden vorrangig Unternehmen der Metall- und Kunststoffverarbeitung besucht. Die Unternehmen sind gegenüber dem Projekt offen. Roland Weidner: Auch ich besuchte vorrangig Metallbauunternehmen. Sie sind offen für die unterstützende Begleitung im Projekt ThEx StartInno. Wie ist Ihr Gesamteindruck von den besuchten Unternehmen? Wolfram König: Die Unternehmen haben eine positive Grundeinstellung und großes Interesse. Während meiner Besuche in den Unternehmen herrschte eine aufgeschlossene Gesprächsatmosphäre. Roland Weidner: Viele Unternehmen haben erkannt, dass sie für die Gewähr ihrer Zukunftssicherheit mehr in Richtung Innovation, Digitalisierung und 4.0 unternehmen müssen. Wie schätzen Sie nach Ihren Erstgesprächen bzw. den bisher durchgeführten Innovation Quick Checks den Innovationsbedarf in den besuchten Unternehmen ein? Wolfram König: Die Unternehmen geben bereitwillig Auskunft zum Thema Innovation. Sie legen ihren Stand dar und verfügen über eine Signalwirkung für Innovation im Unternehmen.
Roland Weidner: Der Innovationsbedarf variiert je nach Unternehmen stark. Auf der einen Seite gibt es Marktführer, die auch weit über die Region hinaus bekannt sind. Auf der anderen Seite gibt es Unternehmen, die einen hohen Innovationsbedarf aufweisen und in denen noch mehr getan werden muss. In welchen Bereichen wird Ihrer Meinung nach zukünftig Bedarf bestehen, um die Innovationen in den Unternehmen zu realisieren? (Technologietransfer, Finanzierung oder bei der Weiterbildung des Personals etc.) Wolfram König: Zukünftig wird bei der Finanzierung Bedarf bestehen. Bei der Weiterbildung des Personals wird es auch Bedarf geben. Dieser Bedarf wird teilweise von Unternehmen selbst gedeckt. Zukünftig könnte eine Bündelung vorteilhaft sein. Roland Weidner: Innovationen sind ein Schlüsselbereich für die erfolgreiche Entwicklung unserer Unternehmen. Dabei spielen der Technologietransfer, eine günstige Finanzierung und die konsequente Weiterbildung des Personals eine entscheidende Rolle.
Wie ist Ihr Resümee zum Projekt ThEx StartInno bisher? Wolfram König: Die Unternehmen erhoffen sich einen höheren und besseren Beitrag zur Wertschöpfungskette. Roland Weidner: Das Projekt erzeugt eine positive Grundstimmung und wird von den Unternehmen als Unterstützungshilfe verstanden. Das Projekt ThEx StartInno läuft noch ein weiteres Jahr. Warum empfehlen Sie Unternehmen die Durchführung des Innovation Quick Check und welchen Mehrwert können die Unternehmen daraus ziehen? Wolfram König: Zum Teil gibt es Unternehmen, die im Innovationsbereich bereits Maßnahmen ergriffen haben. Jedoch besteht auch immer die Herausforderung, die Bereiche wegen der Marktentwicklung anzupassen. Roland Weidner: Es geht zunächst um die Feststellung des Ist-Zustandes in den Unternehmen.
Sie sind an der Unterstützung bei der Erarbeitung von Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsstrategien in Ihrem Unternehmen interessiert. Kommen Sie auf uns zu, informieren Sie sich über ThEx-StartInno „Innovationsund Strategieoffensive im Thüringer Wald“ und vereinbaren Sie einen Termin mit den Innovationsbotschaftern. Ihre Ansprechpartner: Tilo Werner S 03681 362-203 Y werner@suhl.ihk.de Annegret Mordhorst S 03681 362-223 Y mordhorst@suhl.ihk.de Weitere Informationen unter: www.suhl.ihk.de
Südthüringische Wirtschaft 6/2018 27
Thüringer Breitbandstrategie Regionalkonferenzen treiben die Strategieentwicklung voran 2.	Flächendeckende Verfügbarkeit von Glasfaseranschlüssen für Thüringer Bildungs- und Forschungseinrichtungen, beginnend mit den Schulen, bis 2023 3.	Flächendeckende Anbindung von Verwaltungseinrichtungen sowie öffentlichen Gebäuden des Landes und der Kommunen mit Glasfaser bis 2024 4.	Flächendeckende Verfügbarkeit gigabitfähiger, konvergenter (technologieübergreifender) Netze in jeder Gemeinde, möglichst direkt bis zum Gebäude, bis 2025
Valentina Kerst, Staatssekretärin im Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft, stellte die Breitbandstrategie des Landes Thüringen zur Regionalkonferenz in Suhl vor.
Mitten in die Strategiefindung des Breitbandausbaus in Thüringen platzte die Ankündigung der neuen Bundesregierung, ein neues Förderprogramm für den Aufbau von Glasfasernetzen bis in die Gebäudehülle mit 10 bis 12 Milliarden Euro zu fördern. Damit ergab sich eine Diskussion, wie mit den derzeitig laufenden Förderprojekten umzugehen sei, die noch Kupferleitungen auf „der letzten Meile“ benutzen. Die Regionalkonferenzen des Thüringer Wirtschaftsministeriums (TMWWDG) zur Breitbandstrategie im April dieses Jahres (die Südthüringer Konferenz fand am 16. April 2018 im Haus der
Wirtschaft in Suhl statt) empfahlen, die laufenden Projekte im Einzelfall zu prüfen. In aller Regel wird erwartet, dass eine Abarbeitung der jetzt bewilligten Ausbauprojekte mehr Vor- als Nachteile bietet. Im Detail sieht die Thüringer Ausbaustrategie vor, bis 2025 den flächendeckenden Ausbau mit Glasfasernetzen zu realisieren. Dazu gelten folgende Meilensteine: 1.	Flächendeckende Verfügbarkeit von Glasfaseranschlüssen in Thüringer Gewerbegebieten und für Thüringer Unternehmen mit besonderem Bedarf bis 2022
Als Teil der Glasfaserstrategie werden u. a. folgende übergeordneten und spezifischen Maßnahmen diskutiert: •	Voucher-basierte Förderprodukte für Unternehmen zur Realisierung eines Glasfaseranschlusses •	Berücksichtigung von Gewerbegebieten im Bundesförderprogramm •	Prüfung der Nutzung des Verbindungsnetzes des Bundes •	Beratung von Kommunen beim Ausbau öffentlicher WLAN-Angebote •	Prüfung der Umsetzbarkeit einer Landesinfrastrukturgesellschaft Ihr Ansprechpartner: Volker Hirsch S 03681 362-413 Y hirsch@suhl.ihk.de
Industrie 4.0 – nächste Station Künstliche Intelligenz? Zum 14. Thüringer Forschungs- und Technologieforum am 15. Mai 2018 begrüßte der Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses des Ilm-Kreises, Olaf Mollenhauer, 90 interessierte Gäste im Meitnerbau der TU Ilmenau. Dem Thema „Vollautomatisierung der Produktionsabläufe mittels Maschine – Maschine Kommunikation“ gewann er philosophische Aspekte ab, die er auf die Frage zuspitzte: „Werden Maschinen intelligenter als wir Menschen?“. Wolfgang Tiefensee, Thüringer Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft, würdigte den Beitrag, den diese gemeinsame Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft der Thüringer IHKs und des Forschungs- und Technologieverbundes Thüringen e. V. in ihrer Beständigkeit für den Technologietransfer in die Thüringer Unternehmen erbringt. Aus seiner Sicht sollten die Unternehmen drei Anregungen aufnehmen: „Wir müssen in der Umsetzung neuer Ideen schneller werden, wir sollten risikofreudiger Anregungen verfolgen und mehr in den Zusammenhängen von Modellregionen
28 Südthüringische Wirtschaft 6/2018
denken.“ Manche Zuhörer wird seine Bemerkung zu den besonderen Schwierigkeiten der deutschen Mittelständler mit der Digitalisierung nachdenklich gestimmt haben. Der Minister vertrat die Meinung, dass es häufig nicht gelingt, sich vom Bild der Digitalisierung vorhandener Prozesse und Produkte zu lösen. Somit entstehen selten digitale Geschäftsmodelle. Den beiden Vorträgen zum Thema Einsatz künstlicher Intelligenz in KMU fehlte es wohl ein Stück weit an Überzeugungskraft. Ein Beispiel zur automatischen (ohne direktes menschliches Zutun)
Bearbeitung des gesamten Schriftverkehrs in einem Versicherungskonzern erzeugte nicht nur die Frage nach der Sinnhaftigkeit des Verhältnisses von Aufwand und Nutzen, sondern auch zum Begriff Künstliche Intelligenz überhaupt. Die Beiträge zur automatischen Werkzeugüberwachung im laufenden Prozess am Beispiel einer Schleifscheibe und zur Optimierung der Fertigung von In-Vitro-Diagnostika bei schnellem Sortimentswechsel trugen zum Erfahrungsaustausch der Anwesenden bei. Vielleicht waren sie auch ein Hinweis, dass es bis zur Station Künstliche Intelligenz noch ein weiter Weg sein kann. Ihr Ansprechpartner: Volker Hirsch S 03681 362-413 Y hirsch@suhl.ihk.de
12. September 2017 Industrie- und Handelskammer Magdeburg
E DATE SAVE TH
10. Mitteldeutscher Exporttag Erfolgreich trotz Handelsprotektionismus n n n
11. September 2018 Sächsische Aufbaubank, Dresden Informationen unter: www.dresden.ihk.de/d88150
Foto Container: shutterstock.com - ThirdUnit; Montage: IHK Dresden
IndustrieHandelskammern Industrieundund Handelskammern Sachsen | Sachsen-Anhalt | Thüringen Sachsen | Sachsen-Anhalt | Thüringen
Handelsbarrieren im Welthandel schränken Geschäfte deutscher Unternehmen mit dem Ausland ein: Während viele Länder ihre Zölle in den vergangenen Jahrzehnten stark abgebaut haben, nahmen im gleichen Zeitraum die Zahl der sogenannten nicht-tarifären Handelsschranken deutlich zu. In diesem Sinne behindern protektionistische Entwicklungen in vielen Weltregionen, ein sich zuspitzender Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie ungelöste politische Krisen in Russland und der Ukraine, in der Türkei
und dem Nahen und Mittleren Osten den weltweiten Handel. Deshalb im Fokus auf dem 10. Mitteldeutschen Exporttag: Typische Handelsschranken – und wie mittelständische Unternehmen mit ihnen umgehen können Sie wollen mehr darüber erfahren, wie sich Handelsschranken überwinden oder umgehen lassen, wie man Freihandelsabkommen nutzt und wie man
einen Markteintritt in Zeiten von zunehmendem Protektionismus optimal managt? Unter dem Motto: „Erfolgreich trotz Handelsprotektionismus“ werden die mitteldeutschen IHKs in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen auf dem 10. Mitteldeutschen Exporttag am 11. September 2018 in Dresden den mitteldeutschen Unternehmen wertvolles Know-how mit viel Praxisbezug für das Auslandsgeschäft vermitteln sowie den strategischen Umgang mit Handelshemmnissen beleuchten und diskutieren.
Südthüringische Wirtschaft 6/2018 29
Südthüringer Wirtschaftsdelegation erkundet Potenziale in Vietnam
Auszubildende der 2. Staffel des Azubi-Projektes mit den Delegationsmitgliedern
Das im Jahr 2016 gestartete Fachkräfteprojekt fand Eingang in die Initiative Zukunft Thüringer Wald und wird durch den Freistaat Thüringen finanziell
unterstützt. Aktuell befinden sich die Jugendlichen der zweiten Staffel in der Sprachausbildung und haben das B1 Level jüngst erreicht. Im Rahmen der fünftägigen Reise konnten die bereits im Projekt engagierten Ausbildungsunternehmen persönlich ihre zukünftigen Azubis kennen­lernen. Ebenso nutzten Unternehmensvertreter die Gelegenheit, sich über das Projekt sowie den sozialen und bildungstechnischen Hintergrund der Jugendlichen vor Ort zu informieren. Überrascht zeigten sich die Unternehmensvertreter über die bereits guten Sprachkenntnisse nach den ersten sieben Monaten im Deutschkurs, da die direkten Konversationen bereits in Deutsch geführt werden konnten. Bis zur Anreise in den Süden Thüringens
Persönliches Kennenlernen der Auszubildenden und Ausbilder
Vorstellung des Fachkräfteprojektes vor Studenten des beruflichen College für Technik in Hanoi
Wirtschaftsvertreter aus Thüringens Süden informierten sich im Rahmen einer gemeinsamen Delegationsreise der Industrie- und Handelskammer Südthüringen und der Handwerkskammer Südthüringen über das Fachkräfteprojekt zur Anwerbung vietnamesischer Jugendlicher für eine duale Ausbildung in Südthüringen. Auch um die Potenziale für den Aufbau von Wirtschaftsbeziehungen mit vietnamesischen Marktteilnehmern ging es bei dieser Reise.
Fachkräfteprojekt
30 Südthüringische Wirtschaft 6/2018
im August 2018 und dem Beginn der Ausbildung steht für die Jugendlichen allerdings noch die Fortführung des Intensivkurses und das Ablegen des B2 Sprachzertifikates auf dem Programm – denn Sprachausbildung ist ein Schlüsselfaktor für den Projekterfolg. Für vietnamesische Bürger, die eine Beschäftigung bzw. Ausbildung in Deutschland aufnehmen möchten, ist ein Visum notwendig. Im Rahmen von Arbeitstreffen mit dem stellvertretenden deutschen Botschafter in Hanoi und dem deutschen Generalkonsul in Ho-Chi-Minh-Stadt wurden die Projektinhalte und -abläufe sowie die Beteiligten vorgestellt, da die Konsulate wichtige Partner für den reibungslosen Projektablauf darstellen.
Arbeitstreffen mit dem Deutschen Generalkonsul in Ho-Chi-Minh-Stadt
Aufbau von Wirtschaftsbeziehungen
kamen Arbeitstreffen mit verschiedenen wirtschaftsfördernden Institutionen, wie der Industrie- und Handelskammer Vietnam in Hanoi, dem vietnamesischen Mechanikverband oder der AHK Vietnam in Ho-Chi-Minh-Stadt. Auch der Blick über den Tellerrand hinaus war möglich. So konnte mit einem Rundgang auf der Automobilzulieferermesse „Automechanika“ in Ho-Chi-Minh-Stadt eine der größten Branchenmessen mit internationaler Beteiligung besucht werden. Branchenübergreifend wurden dabei gute Potenziale für die Südthüringer Unternehmen aufgezeigt. Gleichzeitig führten die Gespräche aber auch zu dem Ergebnis, dass die individuelle Markterkundung mit einem nachhaltigen und unternehmensbezogenen strategischen Ansatz verfolgt werden muss, um erfolgreich zu sein.
Jan Scheftlein (l.), IHK Südthüringen, lud dazu ein, die Jugend-Community auf t-wood.de zu besuchen.
© HANOI.IEC
Ein weiterer Schwerpunkt der Unternehmerreise war darauf ausgerichtet, die Potenziale der Südthüringer Unternehmen für den Aufbau von Wirtschaftsbeziehungen mit vietnamesischen Kooperationspartnern zu eruieren. Denn Vietnam ist seit Jahren auf Wachstumskurs und bietet als die sechstgrößte Volkswirtschaft Südostasiens mit über 91 Millionen Einwohnern und einer konsumfreudigen Mittelschicht viele Möglichkeiten und Chancen für den Absatz von Waren und Dienstleistungen „Made in Germany“. Um die Südthüringer Unternehmen bei der Erschließung des vietnamesischen Marktes zu unterstützen, wurden hierzu individuelle begleitete Kooperationsgespräche mit potenziellen vietnamesischen Geschäftspartnern sowie Firmenbesuche in Hanoi und Ho Chi Minh City organisiert. Dazu
Arbeitstreffen in der Deutschen Botschaft in Hanoi
Kooperationsgespräche mit der Industrie- und Handelskammer Vietnam
Besuch der Automobilzulieferermesse „Automechanika“ in Ho-Chi-Minh-Stadt
Südthüringische Wirtschaft 6/2018 31
Satzung betreffend die Fachkundeprüfungen für den Straßenpersonen- und Güterkraftverkehr Die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer Südthüringen hat am 19. April 2018 –– aufgrund von §§ 1 und 4 des Gesetzes zur vorläufigen Regelung des Rechts der Industrie- und Handelskammern (IHKG) vom 18. Dezember 1956 (BGBl. I S. 920 ff.), zuletzt geändert durch Artikel 93 des Gesetzes zum Abbau verzichtbarer Anordnungen der Schriftform im Verwaltungsrecht des Bundes vom 29. März 2017 (BGBl. I S. 626), in der jeweils geltenden Fassung, –– in Verbindung mit § 13 Abs. 1 Nr. 3 des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 8. August 1990 (BGBl. I S. 1690), zuletzt geändert durch Artikel 2 Abs. 14 des Gesetzes vom 20. Juli 2017 (BGBl. I S. 2808), in der jeweils geltenden Fassung und der §§ 4 bis 6 der Berufszugangsverordnung für den Straßenpersonenverkehr (PBZugV) vom 15. Juni 2000 (BGBl. I S. 851), zuletzt geändert durch Artikel 484 der Verordnung vom 31. August 2015 (BGBl. I S. 1474), in der jeweils geltenden Fassung, –– sowie in Verbindung mit § 3 Abs. 6 Nr. 1 des Güterkraftverkehrsgesetzes (GüKG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 22. Juni 1998 (BGBl. I S. 1485) zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 16. Mai 2017 (BGBl. I S. 1214) in der jeweils geltenden Fassung und §§ 5 bis 7 der Berufszugangsverordnung für den Güterkraftverkehr (GBZugV) vom 21. Dezember 2011 (BGBl. I S. 3120), zuletzt geändert durch Artikel 7 der Verordnung vom 5. November 2013 (BGBl. I S. 3920) in der jeweils geltenden Fassung folgende Prüfungsordnung beschlossen:
INHALTSÜBERSICHT § 1	Sachliche Zuständigkeit
§ 3 Prüfungsausschüsse (1)	Die IHK bildet Prüfungsausschüsse für a)	die Durchführung von Prüfungen zum Zwecke des Nachweises der fachlichen Eignung zur Führung von Unternehmen des Güterkraftverkehrs, b)	die Durchführung von Prüfungen zum Zwecke des Nachweises der fachlichen Eignung zur Führung von Unternehmen des Straßenpersonenverkehrs.
§ 2	Örtliche Zuständigkeit § 3 Prüfungsausschüsse § 4 Prüfungsarten § 5	Vorbereitung der Prüfung § 6	Grundsätze für alle Prüfungen § 7	Sachgebiete der Prüfung § 8 Schriftliche Prüfung § 9 Mündliche Prüfung § 10	Rücktritt von der Prüfung
(2)	Die IHK beruft für einen Zeitraum von höchstens fünf Jahren in ausreichender Anzahl geeignete Prüfer/Prüferinnen als Vorsitzende und Beisitzer. Die IHK errichtet aus diesem Kreis zu den jeweiligen Prüfungsterminen einen Prüfungsausschuss für die Durchführung der Prüfung zum Zwecke des Nachweises der fachlichen Eignung zur Führung von Unternehmen des Güterkraftverkehrs bzw. zur Führung von Unternehmen des Straßenpersonenverkehrs. (3)	Zusammensetzung und Zuständigkeit der Prüfungsausschüsse richten sich nach den maßgeblichen Bestimmungen der
§ 11	Ausschluss von der Prüfung
a)	Berufszugangsverordnung für den Güterkraftverkehr (GBZugV) b)	Berufszugangsverordnung für den Straßenpersonenverkehr (PBZugV)
§ 12	Bewertung der Prüfungsleistungen und Feststellung des Prüfungsergebnisses § 13	Niederschrift
beide in der jeweils geltenden Fassung, wobei
§ 14	Nichtbestehen der Prüfung
die Prüfungsausschüsse aus einem Vorsitzenden/einer Vorsitzenden und einem/ einer Beisitzer/Beisitzerin bestehen.
§ 15	Erteilung der Bescheinigung der fachlichen Eignung § 16	Umschreibung gleichwertiger Abschlussprüfungen/beschränkter Fachkundenachweise § 17	Inkrafttreten
§ 1	Sachliche Zuständigkeit Die Industrie- und Handelskammer Südthüringen – im folgenden IHK genannt – ist zuständig für –– –– –– ––
die Bildung der Prüfungsausschüsse, die Durchführung von Prüfungen nach der Berufszugangsverordnung für den Güterkraftverkehr (GBZugV) und der Berufszugangsverordnung für den Straßenpersonenverkehr (PBZugV), die Erteilung der Bescheinigung gemäß § 15, die Umschreibung gemäß § 16.
§ 2 Örtliche Zuständigkeit (1)	Örtlich zuständig ist die IHK, in deren Bezirk der Prüfungsbewerber/die Prüfungsbewerberin seinen/ihren Wohnsitz hat. (2)	Hat der Prüfungsbewerber/die Prüfungsbewerberin seinen/ihren Wohnsitz im Ausland, ist die IHK des Bezirkes zuständig, in dem der Prüfungsbewerber/die Prüfungsbewerberin arbeitet. Abweichend von Satz 1 ist für Prüfungsbewerber/ Prüfungsbewerberinnen für den Personenverkehr mit Pkw die nächstgelegene IHK zuständig. (3)	Der Prüfungsbewerber/die Prüfungsbewerberin kann mit seiner/ihrer Zustimmung an eine andere IHK verwiesen werden.
32 Südthüringische Wirtschaft 6/2018
(4)	Die Mitglieder der Prüfungsausschüsse sind ehrenamtlich tätig, sofern sie nicht bei der IHK beschäftigt sind. Hinsichtlich ihrer Pflichten gelten die Vorschriften der §§ 83, 84 und 86 des Thüringer Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 1. Dezember 2014 in der jeweils geltenden Fassung. (5)	Für bare Auslagen, Zeitversäumnis und sonstigen Aufwand wird – soweit eine Entschädigung nicht von anderer Seite gewährt wird – eine Entschädigung entsprechend der „Entschädigungsregelung für die ehrenamtliche Tätigkeit als Prüfer, im Berufsbildungsausschuss, im Schlichtungsausschuss sowie in der Einigungsstelle für Wettbewerbsstreitigkeiten der IHK Südthüringen“ in der jeweils geltenden Fassung gezahlt. § 4 Prüfungsarten Die Prüfung findet statt als Prüfung für –– den Güterkraftverkehr, –– den Straßenpersonenverkehr ohne Taxen- und Mietwagenverkehr oder –– den Taxen- und Mietwagenverkehr. § 5 Vorbereitung der Prüfung (1)	Die IHK bestimmt die Prüfer/Prüferinnen und setzt Ort und Zeitpunkt der Prüfung fest. (2)	Die Anmeldung zur Prüfung soll schriftlich unter Angabe der Prüfungsart und unter Beachtung der Anmeldefrist auf einem Formular der IHK erfolgen. Die schriftliche Anmeldung kann auch in elektronischer Form erfolgen.
BEKANNTMACHUNGEN DER IHK SÜDTHÜRINGEN (3)	Die IHK soll die Prüfungsbewerber/Prüfungsbewerberinnen unter Berücksichtigung der Reihenfolge der eingegangenen Anmeldungen mindestens 12 Werktage vor dem jeweiligen Prüfungstermin schriftlich zur Prüfung einladen. Die schriftliche Einladung kann auch in elektronischer Form erfolgen. Die Einladung gibt dem Prüfungsbewerber/der Prüfungsbewerberin –– –– –– –– –– ––
Ort und Zeitpunkt der Prüfung, die Art der Prüfung, die Prüfungsdauer, die zugelassenen Hilfsmittel, die Bedingungen für das Bestehen der Prüfung, die in §§ 10, 11 getroffenen Regelungen über Rücktritt und Ausschluss von der Prüfung
bekannt. (4)	Der Prüfungsbewerber/die Prüfungsbewerberin soll spätestens bei Beginn der Prüfung nachweisen, dass er/sie die aufgrund der Gebührenordnung der IHK festgesetzte Prüfungsgebühr entrichtet hat. § 6 Grundsätze für alle Prüfungen (1)	Die Prüfung ist eine Gesamtprüfung, die aus zwei schriftlichen und einem mündlichen Teil besteht. (2)	Die Prüfungssprache ist deutsch. (3)	Die Prüfung ist nicht öffentlich. Über die ausnahmsweise Zulassung von Personen, die an der Prüfung nicht beteiligt sind, entscheidet die IHK. (4)	Vor Beginn der Prüfung wird die Identität der Prüfungsteilnehmer/ Prüfungs­ teilnehmerinnen mittels amtlichen Lichtbildausweises festgestellt. Prüfungsteilnehmer/Prüfungsteilnehmerinnen, deren Identität nicht zweifelsfrei festgestellt werden kann, werden zu dieser Prüfung nicht zugelassen. (5)	Vor Beginn der Prüfung werden den Prüfungsteilnehmern/Prüfungsteilnehmerinnen die Prüfer/Prüferinnen bekannt gegeben. (6)	Die Prüfungsteilnehmer/Prüfungsteilnehmerinnen sind nach Bekanntgabe der Prüfer/Prüferinnen zu befragen, ob sie von ihrem Recht zur Ablehnung eines Prüfers/ einer Prüferin wegen Besorgnis der Befangenheit Gebrauch machen wollen. Über einen Ablehnungsantrag entscheidet die IHK. (7)	Hält sich ein Prüfer/eine Prüferin für befangen, so kann die IHK den betroffenen Prüfer/die betroffene Prüferin von der Prüfung ausschließen. Bestehen Zweifel an einer unparteiischen Ausübung des Prüfungsamtes, so muss die IHK den betroffenen Prüfer/die betroffene Prüferin von der Prüfung ausschließen. (8)	Wird einem Ablehnungsantrag stattgegeben oder ein Prüfer/eine Prüferin ausgeschlossen, so soll der Prüfungsteilnehmer/die Prüfungsteilnehmerin zum nächsten Termin eingeladen werden, sofern der ausgeschlossene Prüfer/die ausgeschlossene Prüferin nicht sogleich durch einen anderen Prüfer/eine andere Prüferin ersetzt werden kann. (9)	Erfolgte die Zulassung zur Prüfung aufgrund falscher Angaben, wird sie von der IHK widerrufen. (10)	Vor Beginn der Prüfung werden den Prüfungsteilnehmern/Prüfungsteilnehmerinnen der Ablauf der Prüfung, insbesondere die Bearbeitungszeit, die Gesamtpunktezahl und die in den einzelnen Prüfungsteilen zu erreichenden Punktezahlen, die Bedingungen für die Zulassung zum mündlichen Teil gemäß § 12 sowie für das Bestehen der Prüfung und die zugelassenen Hilfsmittel bekannt gegeben. (11)	Als Hilfsmittel sind ausschließlich Taschenrechner zugelassen. Diese Taschenrechner müssen netzunabhängig und nicht kommunikationsfähig sein.
(17)	Die Gesamtpunktezahl teilt sich bei allen Prüfungsarten wie folgt auf: –– schriftliche Fragen:	–– schriftliche Übungen/Fallstudien:	–– mündliche Prüfung:
40 % 35 % 25 %
(18)	Nach Abschluss der Prüfung sind die Unterlagen ein Jahr aufzubewahren. Das Prüfungsergebnis ist sechzig Jahre aufzubewahren. § 7 Sachgebiete der Prüfung (1)	Kenntnisse in den jeweiligen Sachgebieten, die in den schriftlichen Prüfungsteilen und im mündlichen Prüfungsteil nachgewiesen werden müssen, ergeben sich für: –– den Güterkraftverkehr und –– den Straßenpersonenverkehr ohne Taxen- und Mietwagenverkehr aus Anhang I der Verordnung (EG) Nr. 1071/2009 in der jeweils geltenden Fassung sowie –– den Taxen- und Mietwagenverkehr aus Anlage 3 zur PBZugV in der jeweils geltenden Fassung. (2)	Die Sachgebiete werden gegliedert in: –– –– –– –– ––
Recht Kaufmännische und finanzielle Führung des Unternehmens Technische Normen und technischer Betrieb Straßenverkehrssicherheit, Unfallverhütung, Umweltschutz Grenzüberschreitender Verkehr
(3)	Die Sachgebiete werden in den beiden schriftlichen Prüfungsteilen wie folgt gewichtet: –– –– –– –– ––
Recht:	Kaufmännische und finanzielle Führung des Unternehmens:	Technische Normen und technischer Betrieb:	Straßenverkehrssicherheit, Unfallverhütung, Umweltschutz:	Grenzüberschreitender Verkehr:
25 % 35 % 15 % 15 % 10 %
§ 8 Schriftliche Prüfung (1)	Die schriftliche Prüfung besteht aus zwei Teilprüfungen und zwar aus: –– schriftlichen Fragen (1. Teil), die Multiple-Choice-Fragen und Fragen mit direkter Antwort umfassen und –– schriftlichen Übungen/Fallstudien (2. Teil), die verbundene Fragen mit direkter Antwort und Kalkulationsaufgaben umfassen. (2)	Die Dauer der schriftlichen Prüfung beträgt bei der Prüfung für: –– den Güterkraftverkehr und –– den Straßenpersonenverkehr ohne Taxen- und Mietwagenverkehr zwei Stunden je Prüfungsteil und –– den Taxen- und Mietwagenverkehr eine Stunde je Prüfungsteil. (3)	Die Höchstpunktzahl für die schriftlichen Prüfungsteile beträgt –– beim Güterkraftverkehr und –– beim Straßenpersonenverkehr ohne Taxen- und Mietwagenverkehr für den 1. Teil 120 Punkte und für den 2. Teil 105 Punkte und –– beim Taxen- und Mietwagenverkehr für den 1. Teil 60 Punkte und für den 2. Teil 52,5 Punkte.
(12)	Für die schriftlichen Prüfungsteile werden die gemeinsamen Fragebögen der Industrie- und Handelskammern, herausgegeben von der DIHK-Gesellschaft für berufliche Bildung - Organisation zur Förderung der IHK-Weiterbildung mbH, verwendet.
(4)	Die schriftliche Prüfung kann entweder auf Papier oder in elektronischer Form erfolgen. Die IHK bestimmt das Verfahren.
(13)	Die Vervielfältigung, Verbreitung oder Veröffentlichung der gemeinsamen Fragebögen der Industrie- und Handelskammern für Prüfungen nach der GBZugV bzw. PBZugV oder von Teilen dieser Fragebögen ist ausschließlich der IHK zu Prüfungszwecken vorbehalten.
(1) Die mündliche Prüfung soll eine halbe Stunde je Prüfungsteilnehmer/Prüfungsteilnehmerin nicht überschreiten.
(14)	Die Fragen und Aufgaben berücksichtigen die in § 7 genannten Sachgebiete. (15)	Die Fragen mit direkter Antwort und Multiple-Choice-Fragen im 1. Prüfungsteil (§ 8 Abs. 1) haben, je nach Schwierigkeitsgrad, eine Wertigkeit von 1, 2, 3, 4 oder 5 Punkten. Die Fragen mit direkter Antwort im 2. Prüfungsteil (§ 8 Abs. 1) können miteinander verbunden und mit einer höheren Punktzahl festgelegt werden. (16)	Die Bewertung der Prüfungsfragen ist – außer bei Multiple-Choice-Fragen – in halben und ganzen Punkten zulässig.
(2)	Die Höchstpunktzahl für die mündliche Prüfung beträgt –– beim Güterkraftverkehr und –– beim Straßenpersonenverkehr ohne Taxen- und Mietwagenverkehr 75 Punkte und –– beim Taxen- und Mietwagenverkehr 37,5 Punkte. (3) Die erbrachte Prüfungsleistung in der mündlichen Prüfung wird vom Prüfungsausschuss in Punkten bewertet. Das Ergebnis der mündlichen Prüfung fließt in die Gesamtbewertung der Prüfung nach § 12 ein.
Südthüringische Wirtschaft 6/2018 33
BEKANNTMACHUNGEN DER IHK SÜDTHÜRINGEN § 10 Rücktritt von der Prüfung
§ 15 Erteilung der Bescheinigung der fachlichen Eignung
(1)	Tritt ein Prüfungsteilnehmer/eine Prüfungsteilnehmerin vor Beginn der Prüfung zurück, gilt die Prüfung als nicht abgelegt. Das gleiche gilt, wenn ein Prüfungsteilnehmer/eine Prüfungsteilnehmerin zu einer Prüfung nicht erscheint.
(1)	Nach bestandener Prüfung erhält der Prüfungsteilnehmer/die Prüfungsteilnehmerin eine Bescheinigung der IHK, die im Falle einer Prüfung für:
(2)	Tritt ein Prüfungsteilnehmer/eine Prüfungsteilnehmerin im Verlauf der Prüfung zurück, so gilt diese grundsätzlich als nicht bestanden. Der Rücktritt ist unverzüglich, unter Mitteilung der Rücktrittsgründe, zu erklären. (3)	Tritt ein Prüfungsteilnehmer/eine Prüfungsteilnehmerin aus einem wichtigen Grund zurück, entscheidet die IHK über das Vorliegen eines solchen Grundes. Macht ein Prüfungsteilnehmer/eine Prüfungsteilnehmerin als wichtigen Grund geltend, dass er/sie wegen Krankheit nach Beginn der Prüfung abbrechen musste, so hat er/sie dies unverzüglich durch Vorlage eines ärztlichen Attests, das nicht später als am Prüfungstag ausgestellt wurde, nachzuweisen. Die Prüfung gilt dann als nicht abgelegt. § 11 Ausschluss von der Prüfung Unternimmt ein Prüfungsteilnehmer/eine Prüfungsteilnehmerin Täuschungshandlungen oder stört er/sie den Prüfungsablauf erheblich, kann er/sie von der weiteren Teilnahme an der Prüfung ausgeschlossen werden. Das Gleiche gilt bei Verstoß gegen § 6 Abs. 13. Über den Ausschluss entscheidet die IHK. Bei Ausschluss gilt diese Prüfung als nicht bestanden. § 12 Bewertung der Prüfungsleistungen und Feststellung des Prüfungsergebnisses (1)	Grundlage der Bewertung der Prüfungsleistungen sind die in den schriftlichen Prüfungsteilen und dem mündlichen Prüfungsteil erzielten Ergebnisse, die in Punkten ausgedrückt werden. (2)	Zur mündlichen Prüfung wird der Prüfungsteilnehmer/die Prüfungsteilnehmerin zugelassen, wenn er/sie mindestens 50 % der jeweiligen Punktezahl in beiden schriftlichen Teilprüfungen erreicht hat. (3)	Die mündliche Prüfung entfällt, wenn in den schriftlichen Teilprüfungen mindestens 60 % der möglichen Gesamtpunktezahl erzielt wurden. (4) Die Prüfung ist bestanden, wenn der Prüfungsteilnehmer/die Prüfungsteilnehmerin mindestens 60 % der möglichen Gesamtpunktezahl erreicht hat, wobei der in jeder Teilprüfung erzielte Punkteanteil nicht unter 50 % der jeweils möglichen Punktezahl gemäß §§ 8 und 9 liegen darf. Anderenfalls ist die Prüfung nicht bestanden. (5) Der Prüfungsausschuss stellt das Ergebnis der Prüfung fest, indem er diese für „bestanden“ oder für „nicht bestanden“ erklärt. (6) Die Prüfung gemäß § 6 Abs. 1 darf wiederholt werden. § 13 Niederschrift Für jeden Prüfungsteilnehmer/jede Prüfungsteilnehmerin ist eine Niederschrift anzufertigen. Diese enthält folgende Angaben: –– –– –– –– –– –– –– –– –– ––
Name, Vorname(n), ggf. Geburtsname, Geburtsdatum, Geburtsort, Geburtsland, Nationalität sowie Anschrift des Prüfungsteilnehmers/der Prüfungsteilnehmerin, Ort, Datum, Beginn und Ende der Bearbeitung durch den Prüfungsteilnehmer/die Prüfungsteilnehmerin, die Namen der Mitglieder des Prüfungsausschusses sowie der sonst anwesenden Personen, die Prüfungsart (§ 4), die Sachgebiete (§ 7) und die Prüfungsteile (§§ 8, 9) der Prüfung, Feststellung der Identität des Prüfungsteilnehmers/der Prüfungsteilnehmerin sowie die Erklärung seiner/ihrer Prüfungsfähigkeit, die Belehrung des Prüfungsteilnehmers/der Prüfungsteilnehmerin über sein/ihr Recht, Prüfer/Prüferinnen wegen Besorgnis der Befangenheit abzulehnen, einen etwaigen Ablehnungsantrag des Prüfungsteilnehmers/der Prüfungsteilnehmerin wegen Besorgnis der Befangenheit oder eine inhaltsgleiche Erklärung eines Prüfers/einer Prüferin sowie die Entscheidung darüber, eine summarische Aufzeichnung über den mündlichen Teil der Prüfung, die Bewertung der erbrachten Prüfungsleistungen, die Erklärung über das Bestehen oder Nichtbestehen der Prüfung, die Unterschriften der Mitglieder des Prüfungssauschusses.
§ 14 Nichtbestehen der Prüfung Bei nicht bestandener Prüfung erhält der Prüfungsteilnehmer/die Prüfungsteilnehmerin einen schriftlichen Bescheid der IHK. Der Bescheid ist mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.
34 Südthüringische Wirtschaft 6/2018
–– den Güterkraftverkehr bzw. den Straßenpersonenverkehr ohne Taxen- und Mietwagenverkehr dem Muster des Anhangs III der Verordnung (EG) Nr. 1071/2009 entspricht, oder –– den Taxen- und Mietwagenverkehr dem Muster der Anlage 5 der PBZugV entspricht. (2)	Die Bescheinigung muss folgende Sicherheitsmerkmale ausweisen: DIN A4, Zellulosepapier mindestens 100 g/m² versetzt mit Spezialfasern, die unter UV-Licht sichtbar werden, Farbe Pantone kräftig beigefarben, eingeprägtes „D“, Seriennummer und Ausgabenummer. § 16 Umschreibung gleichwertiger Abschlussprüfungen/beschränkter Fachkundenachweise (1) Gemäß § 7 Abs. 1 der GBZugV und § 6 Abs. 2 der PBZugV sind auf Antrag folgende gleichwertige Abschlussprüfungen in Fachkundenachweise gemäß § 15 umzuschreiben, wenn die Ausbildung vor dem 4. Dezember 2011 begonnen worden ist: Güterverkehr: –– Abschlussprüfungen zum Kaufmann/zur Kauffrau im Eisenbahn- und Straßenverkehr, Schwerpunkt: Güterkraftverkehr, –– Abschlussprüfung zum Speditionskaufmann/zur Speditionskauffrau (seit 1. August 2005 Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung), –– Abschlussprüfung zur Fortbildung zum Verkehrsfachwirt/zur Verkehrsfachwirtin, –– Abschlussprüfung als Diplom-Betriebswirt im Ausbildungsbereich Wirtschaft, Fachrichtung Spedition der Berufsakademien Lörrach und Mannheim, –– Abschlussprüfung als Diplom-Betriebswirt im Fachbereich Wirtschaft I Studiengang Verkehrswirtschaft und Logistik, Fachrichtung Güterverkehr der Fachhochschule Heilbronn, –– Bachelor of Arts, Studiengang Betriebswirtschaftslehre/Spedition, Transport und Logistik der Berufsakademien Lörrach und Mannheim, –– Bachelor of Arts, Studiengang Verkehrsbetriebswirtschaft und Logistik, Vertiefungsrichtung Verkehrslogistik der Hochschule Heilbronn. Personenverkehr: –– Abschlussprüfungen zum Kaufmann/zur Kauffrau im Eisenbahn- und Straßenverkehr, Schwerpunkt: Personenverkehr, –– Abschlussprüfung zur Fortbildung zum Verkehrsfachwirt/zur Verkehrsfachwirtin, –– Abschlussprüfung als Betriebswirt/Betriebswirtin (DAV), abgelegt bei der Deutschen Außenhandels- und Verkehrsakademie in Bremen, –– Abschlussprüfung als Diplom-Betriebswirt/Diplom-Betriebswirtin im Fachbereich Wirtschaft I Studiengang Verkehrsbetriebswirtschaft und Logistik an der Fachhochschule Heilbronn, –– Abschluss als Diplom-Verkehrswirtschaftler/Diplom-Verkehrswirtschaftlerin an der Technischen Universität Dresden, –– Bachelor of Arts, Studiengang Verkehrsbetriebswirtschaft und Logistik, Vertiefungsrichtung Personenverkehr der Hochschule Heilbronn. (2)	Eine Umschreibung ist gemäß § 6 Abs. 1 PBZugV auch für weitere Abschlussprüfungen möglich, sofern das zuständige Bundesministerium diese im Verkehrsblatt bekannt gegeben hat. (3)	Bescheinigungen über den Nachweis der fachlichen Eignung, die bis zum Inkrafttreten der Fünften Verordnung zur Änderung von Rechtsvorschriften zum Güterkraftverkehrsgesetz vom 23. Februar 1993 (BGBl. I S. 268) auf die Durchführung von Güternah- oder Umzugsverkehr oder auf innerstaatliche Beförderungen beschränkt wurden, können in eine unbeschränkte Fachkundebescheinigung nach § 15 umgeschrieben werden. § 17 Inkrafttreten Die Satzung tritt am 30. Juni 2018 in Kraft. Gleichzeitig tritt die bisherige Satzung betreffend die Fachkundeprüfung für Straßenpersonen- und Güterkraftverkehr der Industrie- und Handelskammer Südthüringen vom 3. Dezember 2013 in der Fassung vom 17. März 2015 außer Kraft. Suhl, 19. April 2018 gez.	gez. Dr. Peter Traut	Dr. Ralf Pieterwas Präsident	Hauptgeschäftsführer
Satzung betreffend die Prüfung zum Erwerb der Grundqualifikation der Fahrer/Fahrerinnen im Güterkraft- und Personenverkehr Die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer Südthüringen hat am 19. April 2018 –– aufgrund von §§ 1 und 4 des Gesetzes zur vorläufigen Regelung des Rechts der Industrie- und Handelskammern vom 18. Dezember 1956 (BGBl. I S. 920 ff.), zuletzt geändert durch Artikel 93 des Gesetzes zum Abbau verzichtbarer Anordnungen der Schriftform im Verwaltungsrecht des Bundes vom 29. März 2017 (BGBl. I S. 626), in der jeweils geltenden Fassung –– in Verbindung mit dem Gesetz über die Grundqualifikation und Weiterbildung der Fahrer bestimmter Kraftfahrzeuge für den Güterkraft- oder Personenverkehr (BKrFQG) vom 14. August 2006 (BGBl. I S. 1958), zuletzt geändert durch Artikel 3 des Gesetzes vom 30. Juni 2017 (BGBl. I S. 2162), in der jeweils geltenden Fassung –– sowie in Verbindung mit der Verordnung zur Durchführung des Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetzes (BKrFQV) vom 22. August 2006 (BGBl. I S. 2108), zuletzt geändert durch Artikel 3 der Verordnung vom 14. August 2017 (BGBl. I S. 3232), in der jeweils geltenden Fassung folgende Satzung beschlossen:
INHALTSÜBERSICHT § 1	Sachliche Zuständigkeit § 2	Örtliche Zuständigkeit § 3	Prüfungsarten
3.	„Grundqualifikation Umsteiger“ gemäß § 3 BKrFQV (Prüfung „Grundqualifikation Regelüberprüfung“ - reduziert um die theoretischen und praktischen Teile, die bereits Ge­genstand der Prüfung der ersten Grundqualifikation oder beschleunigten Grundqualifikation für den Personenverkehr oder Güterverkehr waren). (2)	in der beschleunigten Grundqualifikation
§ 4	Vorbereitung der Prüfung
1.	„beschleunigte Grundqualifikation Regelprüfung“ gemäß § 2 Abs. 4 BKrFQV.
§ 5	Grundsätze für alle Prüfungen
2.	„beschleunigte Grundqualifikation Quereinsteiger“ gemäß § 2 Abs. 7 BKrFQV (Prüfung „beschleunigte Grundqualifikation Regelprüfung“ - reduziert um die theoretischen Teile, die bereits Gegenstand der Prüfung gemäß § 4 Abs. 6 PBZugV oder gemäß § 5 Abs. 7 GBZugV waren).
§ 6	Zulassung zur Prüfung „Grundqualifikation“ § 7	Zulassung zur Prüfung „beschleunigte Grundqualifikation“ § 8	Rücktritt von der Prüfung § 9	Ausschluss von der Prüfung § 10	Durchführung der Prüfung „Grundqualifikation“ § 11	Durchführung der Prüfung „beschleunigte Grundqualifikation“ § 12	Anforderungen in der theoretischen Prüfung § 13	Anforderungen in der praktischen Prüfung § 14	Bewertung der Prüfungsleistungen und Feststellung des Prüfungsergebnisses § 15	Niederschrift § 16	Erteilung der Bescheinigung § 17	Nichtbestehen der Prüfung § 18	Inkrafttreten
§ 1 Sachliche Zuständigkeit Die Industrie- und Handelskammer Südthüringen - im folgenden IHK genannt - ist zuständig für die Durchführung von Prüfungen nach dem Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz (BKrFQG). § 2 Örtliche Zuständigkeit Örtlich zuständig ist die Industrie- und Handelskammer, in deren Bezirk der Prüfungsbewerber/die Prüfungsbewerberin seinen/ihren Wohnsitz hat. Der Prüfungsbewerber/die Prüfungsbewerberin kann mit seiner/ihrer Zustimmung an eine andere Industrie- und Handelskammer verwiesen werden. § 3 Prüfungsarten Prüfungen zum Erwerb der Qualifikation sind (1)	in der Grundqualifikation 1.	„Grundqualifikation Regelprüfung“ gemäß § 1 Abs. 2 BKrFQV. 2.	„Grundqualifikation Quereinsteiger“ gemäß § 1 Abs. 3 BKrFQV (Prüfung „Grundqualifikation Regelprüfung“ – reduziert um die theoretischen Teile, die bereits Gegenstand der Prüfung gemäß § 4 Abs. 6 Berufszugangsverordnung für den Straßenpersonenverkehr (PBZugV) oder gemäß § 5 Abs. 7 Berufszugangsverordnung für den Güterverkehr (GBZugV) waren).
3.	„beschleunigte Grundqualifikation Umsteiger“ gemäß § 3 BKrFQV (Prüfung „beschleunigte Grundqualifikation Regelprüfung“ – reduziert um die theoretischen Teile, die bereits Gegenstand der zuvor nachgewiesenen Qualifikation waren). § 4 Vorbereitung der Prüfung (1)	Die IHK setzt Ort und Zeitpunkt der Prüfung fest. (2)	Die Anmeldung zur Prüfung soll schriftlich unter Angabe der Daten zur Person und der Prüfungsart, auf einem Formular der IHK vorgenommen werden. Die schriftliche Anmeldung kann auch in elektronischer Form erfolgen. (3)	Der Anmeldung sind Nachweise über das Vorliegen der Zulassungsvoraussetzungen gemäß §§ 6 bzw. 7 beizufügen. (4)	Die IHK soll die Prüfungsbewerber/Prüfungsbewerberinnen unter Berücksichtigung der Reihenfolge der eingegangenen Anmeldungen vor dem jeweiligen Prüfungstermin schriftlich zur Prüfung einladen. Die schriftliche Einladung kann auch in elektronischer Form erfolgen. Die Einladung gibt dem Prüfungsbewerber/der Prüfungsbewerberin –– –– –– –– –– ––
Ort und Zeitpunkt der Prüfung, die Art der Prüfung, die Prüfungsdauer, die Art der zugelassenen Hilfsmittel, die Bedingungen für das Bestehen der Prüfung, die in § 8 und 9 getroffenen Regelungen über Rücktritt und Ausschluss von der Prüfung,
bekannt. § 5	Grundsätze für alle Prüfungen (1)	Die Prüfungssprache ist deutsch. (2)	Die Prüfung ist nicht öffentlich. (3)	Die in den §§ 10 und 11 genannten theoretischen Prüfungen sind schriftliche Prüfungen. Die schriftlichen Prüfungen können entweder auf Papier oder in elektronischer Form durchgeführt werden. Die IHK bestimmt das Verfahren. (4)	Die in den §§ 9 und 10 genannten Zeitansätze – sowohl für die theoretische als auch praktische Prüfung - sind reine Prüfungszeiten. Vor- und nachbereitende Arbeiten, wie z. B. Erläuterungen zum Prüfungsablauf, Aufbau/Wiederaufbau
Südthüringische Wirtschaft 6/2018 35
BEKANNTMACHUNGEN DER IHK SÜDTHÜRINGEN von Übungen, Erläuterungen zur Prüfungsbewertung sind nicht Bestandteil der Prüfungszeit. (5)	Die Prüfung wird entsprechend der Anmeldung und der Zulassungsvoraussetzungen entweder für den „Güterkraftverkehr“ oder für den „Personenverkehr“ abgelegt. (6)	Vor Beginn der Prüfung wird die Identität der Teilnehmer/Teilnehmerinnen festgestellt. Teilnehmer/Teilnehmerinnen, deren Identität nicht zweifelsfrei festgestellt werden kann, dürfen an der Prüfung nicht teilnehmen. (7)	Vor Beginn der Prüfung werden den Teilnehmern/Teilnehmerinnen der Ablauf der Prüfung sowie die Prüfer/Prüferinnen bekannt gegeben. (8)	Die Teilnehmer/Teilnehmerinnen sind nach Bekanntgabe der Prüfer/Prüferinnen zu befragen, ob sie von ihrem Recht zur Ablehnung eines Prüfers/einer Prüferin wegen Besorgnis der Befangenheit Gebrauch machen wollen. Über einen Ablehnungsantrag entscheidet die IHK. (9)	Hält sich ein Prüfer/eine Prüferin für befangen, so kann die IHK den betroffenen Prüfer/die betroffene Prüferin von der Prüfung ausschließen. Bestehen Zweifel an einer unparteiischen Ausübung des Prüfungsamtes, so muss die IHK den betroffenen Prüfer/die betroffene Prüferin von der Prüfung ausschließen. (10)	Wird einem Ablehnungsantrag stattgegeben oder ein Prüfer/eine Prüferin ausgeschlossen, so soll der Teilnehmer/die Teilnehmerin zum nächsten Termin eingeladen werden, sofern der ausgeschlossene Prüfer/die ausgeschlossene Prüferin nicht sogleich durch einen anderen Prüfer/eine andere Prüferin ersetzt werden kann. (11)	Die Vervielfältigung, Verbreitung oder Veröffentlichung der Gemeinsamen Fragebögen der Industrie- und Handelskammern, herausgegeben von der DIHK-Gesellschaft für berufliche Bildung - Organisation zur Förderung der IHK-Weiterbildung mbH, für Prüfungen nach dem BKrFQG oder von Teilen dieser Fragebögen außerhalb der unmittelbaren Prüfungsabwicklung ist untersagt. (12)	Für die Prüfungen gelten ergänzend zu den Bestimmungen dieser Satzung die Gemeinsamen Richtlinien der Industrie- und Handelskammern betreffend die Prüfung zum Erwerb der Grundqualifikation der Fahrer/Fahrerinnen im Güterkraftund Personenverkehr (herausgegeben vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag e. V.). Diese werden von den IHKs als Verwaltungsvorschrift erlassen. Die IHK gibt den Erlass dieser Verwaltungsvorschrift in ihrem Mitteilungsblatt bekannt. § 6 Zulassung zur Prüfung „Grundqualifikation“ (1)	Der Teilnehmer/die Teilnehmerin wird zur Prüfung gemäß § 3 Abs. 1 Nr. 2 („Grundqualifikation Quereinsteiger“) nur zugelassen, wenn er/sie den entsprechenden Nachweis 1.	für den Straßenpersonenverkehr gemäß § 4 Abs. 6 PBZugV (Bescheinigung nach dem Muster des Anhangs III der Verordnung (EG) Nr. 1071/2009) oder 2.	für den Güterkraftverkehr gemäß § 5 Abs. 7 GBZugV (Bescheinigung nach dem Muster des Anhangs III der Verordnung (EG) Nr. 1071/2009) vorlegt. (2)	Der Teilnehmer/die Teilnehmerin wird zur Prüfung gemäß § 3 Abs. 1 Nr. 3 („Grundqualifikation Umsteiger“) nur zugelassen, wenn er/sie 1.	den Nachweis einer „Grundqualifikation Regelprüfung“/“beschleunigte Grundqualifikation Regelprüfung“ gemäß BKrFQG, die nicht Gegenstand der Umsteigerprüfung ist oder 2.	einen Führerschein mit einem gültigen Eintrag der Schlüsselzahl 95 für die Fahrerlaubnisklasse, die nicht Gegenstand der Umsteigerprüfung ist oder 3.	einen Führerschein mit einer Fahrerlaubnisklasse, die nicht Gegenstand der Umsteigerprüfung ist (C1, C1E, C, CE vor dem 10. September 2009 erworben bzw. D1, D1E, D, DE vor dem 10. September 2008 erworben) oder 4.	einen Fahrerqualifizierungsnachweis gemäß Anhang II der Richtlinie 2003/59/EG vom 15. Juli 2003 (ABl Nr. L226/4 vom 10. September 2003), der nicht Gegenstand der Umsteigerprüfung ist (C1, C1E, C, CE vor dem 10. September 2009 erworben bzw. D1, D1E, D, DE vor dem 10. September 2008 erworben) oder 5.	eine Fahrerbescheinigung nach Anlage 3 der BKrFQV oder 6.	eine Fahrerbescheinigung nach § 5 Abs. 3 BKrFQV vorlegt.
36 Südthüringische Wirtschaft 6/2018
(3)	Der Teilnehmer/die Teilnehmerin wird zur praktischen Prüfung gemäß § 3 Abs. 1 („Grund­qualifikation Regelprüfung“, „Grundqualifikation Quereinsteiger“, „Grundqualifikation Umsteiger“) nur zugelassen, wenn er/sie sich gegenüber der IHK verpflichtet, ein geeignetes Prüfungsfahrzeug für die Abnahme der praktischen Prüfung zu stellen. Geeignet ist ein Prüfungsfahrzeug, das den Anforderungen gemäß § 9 Abs. 4 Nr. 2 genügt. Sollte der Teilnehmer/die Teilnehmerin keine Möglichkeit haben, ein geeignetes Prüfungsfahrzeug zu stellen, kann die IHK auf Antrag des Teilnehmers/der Teilnehmerin ein geeignetes Prüfungsfahrzeug vermitteln. (4)	Der Teilnehmer/die Teilnehmerin wird zur praktischen Prüfung gemäß § 3 Abs. 1 („Grundqualifikation Regelprüfung“, „Grundqualifikation Quereinsteiger“, „Grundqualifikation Umsteiger“) nur zugelassen, wenn er/sie sich gegenüber der IHK verpflichtet, zur praktischen Prüfung einen Fahrlehrer zu stellen, der im Besitz einer gültigen Fahrlehrererlaubnis gemäß Fahrlehrergesetz vom 30. Juni 2017 (BGBl. I S. 2162, 3784) in der jeweils aktuell geltenden Fassung für die Fahrerlaubnisklassen CE für den Güterkraftverkehr beziehungsweise DE für den Personenverkehr ist. Sollte der Teilnehmer/die Teilnehmerin keine Möglichkeit haben, einen Fahrlehrer, der die o. g. Voraussetzungen erfüllt, zu stellen, kann die IHK auf Antrag des Teilnehmers/der Teilnehmerin einen entsprechenden Fahrlehrer vermitteln. (5)	Für die Zulassung zur „Grundqualifikation Regelprüfung“ gelten nur die Absätze 3 und 4. (6)	Wurde die Zulassung zur Prüfung aufgrund gefälschter Unterlagen oder falscher Angaben ausgesprochen, wird sie von der IHK widerrufen. § 7 Zulassung zur Prüfung „beschleunigte Grundqualifikation“ (1)	Der Teilnehmer/die Teilnehmerin wird zur Prüfung gemäß § 3 Abs. 2 Nr. 1 („beschleunigte Grundqualifikation Regelprüfung“) nur zugelassen, wenn er/ sie das Original eines von einer anerkannten Ausbildungsstätte nach § 7 BKrFQG ausgestellten Nachweises gemäß Anlage 2a BKrFQV über die Teilnahme an einer entsprechenden Schulung vorlegt. (2)	Der Teilnehmer/die Teilnehmerin wird zur Prüfung gemäß § 3 Abs. 2 Nr. 2 („beschleunigte Grundqualifikation Quereinsteiger“) nur zugelassen, wenn er/ sie das Original eines von einer anerkannten Ausbildungsstätte nach § 7 BKrFQG ausgestellten Nachweises gemäß Anlage 2a BKrFQV über die entsprechenden Unterrichtsteile und den entsprechenden Nachweis 1.	für den Straßenpersonenverkehr gemäß § 4 Abs. 6 PBZugV (Bescheinigung nach dem Muster des Anhangs III der Verordnung (EG) Nr. 1071/2009) bzw. 2.	für den Güterkraftverkehr gemäß § 5 Abs. 7 GBZugV (Bescheinigung nach dem Muster des Anhangs III der Verordnung (EG) Nr. 1071/2009) vorlegt. (3)	Der Teilnehmer/die Teilnehmerin wird zur Prüfung gemäß § 3 Abs. 2 Nr. 3 („beschleunigte Grundqualifikation Umsteiger“) nur zugelassen, wenn er/sie das Original eines von einer anerkannten Ausbildungsstätte nach § 7 BKrFQG ausgestellten Nachweises gemäß Anlage 2a BKrFQV über die entsprechenden Unterrichtsteile und 1.	den Nachweis einer „Grundqualifikation Regelprüfung“/“beschleunigten Grundqualifikation Regelprüfung“ gemäß BKrFQG, die nicht Gegenstand der Umsteigerprüfung ist oder 2.	einen Führerschein mit einem gültigen Eintrag der Schlüsselzahl 95 für die Fahrerlaubnisklasse, die nicht Gegenstand der Umsteigerprüfung ist oder 3.	einen Führerschein mit einer Fahrerlaubnisklasse, die nicht Gegenstand der Umsteigerprüfung ist (C1, C1E, C, CE vor dem 10. September 2009 erworben bzw. D1, D1E, D, DE vor dem 10. September 2008 erworben) oder 4.	einen Fahrerqualifizierungsnachweis gemäß Anhang II der Richtlinie 2003/59/EG vom 15. Juli 2003 (ABl Nr. L226/4 vom 10. September 2003), der nicht Gegenstand der Umsteigerprüfung ist (C1, C1E, C, CE vor dem 10. September 2009 erworben bzw. D1, D1E, D, DE vor dem 10. September 2008 erworben) oder 5.	eine Fahrerbescheinigung nach Anlage 3 der BKrFQV oder 6.	eine Fahrerbescheinigung nach § 5 Abs. 3 BKrFQV vorlegt. (4)	Wurde die Zulassung zur Prüfung aufgrund gefälschter Unterlagen oder falscher Angaben ausgesprochen, wird sie von der IHK widerrufen.
BEKANNTMACHUNGEN DER IHK SÜDTHÜRINGEN § 8 Rücktritt von der Prüfung (1)	Tritt ein Teilnehmer/eine Teilnehmerin vor Beginn der theoretischen oder der praktischen Prüfung zurück, gilt die jeweilige Prüfung als nicht abgelegt. Das gleiche gilt, wenn ein Teilnehmer/eine Teilnehmerin zu einer Prüfung nicht erscheint.
(6)	Die Gesamtprüfung oder die theoretische Prüfung oder die praktische Prüfung dürfen wiederholt werden. (7)	Nach Abschluss der Gesamtprüfung sind die Unterlagen zur Prüfung ein Jahr und das Ergebnis der Prüfung sechzig Jahre aufzubewahren.
(2)	Tritt ein Teilnehmer/eine Teilnehmerin im Verlauf einer Prüfung zurück, so gilt diese grundsätzlich als nicht bestanden. Der Rücktritt ist unverzüglich, unter Mitteilung der Rücktrittsgründe, zu erklären.
§ 11 Durchführung der Prüfung „beschleunigte Grundqualifikation“
(3)	Tritt ein Teilnehmer/eine Teilnehmerin aus einem wichtigen Grund zurück, so entscheidet die IHK über das Vorliegen eines solchen Grundes. Macht der Teilnehmer/ die Teilnehmerin als wichtigen Grund geltend, dass er/sie wegen Krankheit nach Beginn der Prüfung abbrechen musste, so hat er/sie dies unverzüglich durch Vorlage eines ärztlichen Attests, das nicht später als am Prüfungstag ausgestellt wurde, nachzuweisen. Liegt ein wichtiger Grund vor, gilt die Prüfung als nicht abgelegt. Tritt ein Prüfungsteilnehmer/eine Prüfungsteilnehmerin im Verlauf der praktischen Prüfung aus einem wichtigen Grund zurück, können bereits erbrachte, in sich abgeschlossene Teile der Prüfung als abgelegt anerkannt werden.
(2)	Für die Prüfung werden die Gemeinsamen Fragebögen der Industrie- und Handelskammern, herausgegeben von der DIHK-Gesellschaft für berufliche Bildung – Organisation zur Förderung der IHK-Weiterbildung mbH, verwendet.
(1)	Die Prüfung beschleunigte Grundqualifikation gemäß § 3 Abs. 2 Nr. 1 – 3 („beschleunigte Grundqualifikation Regelprüfung“, „beschleunigte Grundqualifikation Quereinsteiger“, „beschleunigte Grundqualifikation Umsteiger“) besteht aus einer theoretischen Prüfung.
(3)	Die Prüfung besteht aus Multiple-Choice-Fragen und Fragen mit direkter Antwort (z. B. Freitext, Lückentext oder Rechnungen, Auswertung von Grafiken und Piktogrammen). (4)	Die Dauer der Prüfung für die beschleunigte Grundqualifikation beträgt:
§ 9 Ausschluss von der Prüfung Unternimmt ein Teilnehmer/eine Teilnehmerin Täuschungshandlungen oder stört er/sie den Prüfungsablauf erheblich, ist er/sie von der weiteren Teilnahme an der Prüfung auszuschließen. Über den Ausschluss entscheidet die IHK. Bei Ausschluss gilt diese Prüfung als nicht bestanden. § 10 Durchführung der Prüfung „Grundqualifikation“ (1)	Die Prüfung gemäß § 3 Abs. 1 Nr. 1 - 3 („Grundqualifikation Regelprüfung“, „Grundqualifikation Quereinsteiger“, „Grundqualifikation Umsteiger“) besteht aus einer theoretischen und einer praktischen Prüfung. Die theoretische und die praktische Prüfung können in beliebiger Reihenfolge abgelegt werden. (2)	Für die theoretische Prüfung werden die Gemeinsamen Fragebögen der Industrieund Handelskammern, herausgegeben von der DIHK-Gesellschaft für berufliche Bildung - Organisation zur Förderung der IHK-Weiterbildung mbH, verwendet. (3)	Die theoretische Prüfung besteht aus Multiple-Choice-Fragen und Fragen mit direkter Antwort (z. B. Freitext, Lückentext oder Rechnungen, Auswertung von Grafiken und Piktogrammen) und der Erörterung von Praxissituationen.
(5)	Die Prüfung darf wiederholt werden. (6)	Nach Abschluss der Prüfung sind die Unterlagen zur Prüfung ein Jahr und das Ergebnis der Prüfung sechzig Jahre aufzubewahren. § 12 Anforderungen in der theoretischen Prüfung (1)	Gegenstände der theoretischen Prüfung:
Die in der Anlage 1 der BKrFQV genannten Kenntnisbereiche sind Gegenstand der jeweiligen Prüfungen für den Güterkraftverkehr und den Personenverkehr gemäß der nachstehenden Tabelle:
Güterkraftverkehr Personenverkehr
(5)	Die Dauer der Prüfung für die Grundqualifikation beträgt: Prüfungsdauer in Minuten – praktische Prüfung
Kennt­nis­bereiche
3.	Für die Bewältigung von kritischen Fahrsituationen können die Kraftfahrzeuge durch den Einsatz eines leistungsfähigen Simulators ersetzt werden. Die Entscheidung darüber trifft die IHK.
Umsteiger gemäß § 3 Abs. 2 Nr. 3
2.	Für die Fahrprüfung und die Bewältigung kritischer Fahrsituationen wird ein Kraftfahrzeug entsprechend der dem Teilnehmer/der Teilnehmerin erteilten höchsten Fahrerlaubnisklasse bezogen auf die Abmessungen und Gewichte von Lkw oder Omnibussen eingesetzt. Soweit der Teilnehmer/die Teilnehmerin nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis der Klasse C1 oder C1E bzw. D1 oder D1E ist, hat er/sie die Prüfung auf einem Fahrzeug der Fahrerlaubnisklasse C bzw. D abzulegen. Die Fahrzeuge müssen den Anforderungen der Nummern 2.2.6 bis 2.2.13 der Anlage 7 der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) entsprechen. Zusätzlich muss das Prüfungsfahrzeug die Anforderungen der Nummer 2.2.16 der Anlage 7 der FeV erfüllen.
Quereinsteiger gemäß § 3 Abs. 2 Nr. 2
Grundqualifikation Grundqualifikation Grundqualifikation Regelprüfung Quereinsteiger Umsteiger
1.	Für die praktische Prüfung setzt die IHK einen amtlich anerkannten Sachverständigen/eine amtlich anerkannte Sachverständige oder einen amtlich anerkannten Prüfer/eine amtlich anerkannte Prüferin für den Kraftfahrzeugverkehr ein, der/die im Besitz einer gültigen Berechtigung zur Abnahme der Fahrerlaubnisprüfung ist. Die praktische Prüfung kann auch von einem IHK-Mitarbeiter/einer IHK Mitarbeiterin mit gleichwertiger Qualifikation abgenommen werden. Die IHK kann weitere sachkundige Personen hinzuziehen.
Regelprüfung gemäß § 3 Abs. 2 Nr. 1
Kenntnisse/ Fähigkeiten gemäß Anlage 1 der BKrFQV
(4)	Die praktische Prüfung besteht aus einer Fahrprüfung, einem praktischen Prüfungsteil und der Bewältigung von kritischen Fahrsituationen.
Prüfungsdauer in Minuten – theoretische Prüfung
beschleunigte beschleunigte beschleunigte Grundqualifikation Grundqualifikation Grundqualifikation Regelprüfung Quereinsteiger Umsteiger
Regelprüfung gemäß § 3 Abs. 1 Nr. 1
Quereinsteiger gemäß § 3 Abs. 1 Nr. 2
Umsteiger gemäß § 3 Abs. 1 Nr. 3
Südthüringische Wirtschaft 6/2018 37
BEKANNTMACHUNGEN DER IHK SÜDTHÜRINGEN (2)	Grundsätze für die Prüfungsaufgaben Grundqualifikation
3.	Die theoretische Prüfung ist bestanden, wenn mindestens 50 % der Gesamtpunktzahl gemäß nachfolgender Aufstellung erreicht wurden:
1.	Die Prüfung besteht, bezogen auf die jeweilige Gesamtpunktzahl, zu gleichen Teilen aus Multiple-Choice-Fragen, Fragen mit direkter Antwort und der Erörterung von Praxissituationen, sofern sie Gegenstand der Prüfung sind. Die Kenntnisbereiche 1., 2. und 3. werden, soweit sie Gegenstand der Prüfung sind, zu gleichen Teilen berücksichtigt.
Prüfungsart Grundqualifikation
2.	Multiple-Choice-Fragen werden mit maximal vier Punkten bewertet. Sie können Antwortvorschläge enthalten, von denen bis zu vier Antwortvorgaben richtig sein können.
4.	Die Teile der praktischen Prüfung gemäß § 10 Abs. 4 werden jeweils getrennt voneinander bewertet.
3.	Fragen mit direkter Antwort haben eine Wertigkeit von maximal fünf Punkten. 4.	Die Erörterung einer Praxissituation besteht aus verbundenen Fragen mit direkter Antwort.
Die praktische Prüfung ist bestanden, wenn mindestens 50 % der Gesamtpunktzahl gemäß der nachfolgenden Aufstellung erreicht wurden und der in jedem Teil der Prüfung erzielte Punkteanteil nicht unter 20 % der jeweils möglichen Punktzahl liegt.
In den praktischen Prüfungen Güterkraftverkehr und Personenverkehr sind insgesamt höchstens folgende Punkte erreichbar:
(3)	Grundsätze für die Prüfungsaufgaben beschleunigte Grundqualifikation 1.	Die Prüfung besteht aus Multiple-Choice-Fragen und Fragen mit direkter Antwort. Die Kenntnisbereiche 1., 2. und 3. werden, soweit sie Gegenstand der Prüfung sind, zu gleichen Teilen berücksichtigt.
mögliche Gesamtpunktzahl
2.	Multiple-Choice-Fragen werden mit maximal vier Punkten bewertet. Sie können mehrere Antwortvorschläge enthalten, von denen bis zu vier Antwortvorgaben richtig sein können.
3.	Fragen mit direkter Antwort haben eine Wertigkeit von maximal fünf Punkten.
§ 13 Anforderungen in der praktischen Prüfung
(1)	Fahrprüfung 1.	Ziel der Fahrprüfung ist die Bewertung der fahrpraktischen Fähigkeiten des Teilnehmers/der Teilnehmerin. Sie muss auf Straßen innerhalb und außerhalb geschlossener Ortschaften, auf Schnellstraßen oder Autobahnen und in Situationen mit unterschiedlicher Verkehrsdichte stattfinden. 2.	Die Fahrprüfung soll vorzeitig beendet werden, wenn der Teilnehmer/die Teilnehmerin grobe Fahr- und Verhaltensfehler in Bezug auf die StVO zeigt.
Kennt­nisbereiche 3.
Der Prüfer/die Prüferin hat nach Beendigung des jeweiligen praktischen Prüfungsteils dem Teilnehmer/der Teilnehmerin die Bewertung und deren wesentliche Gründe mitzuteilen. Der Prüfer/die Prüferin hat ein Prüfungsprotokoll anzufertigen und der IHK auszuhändigen.
1.	Die Bewertung der Prüfungsfragen – außer bei Multiple-Choice Fragen – ist nur in ganzen oder halben Punkten zulässig. 2.	Die Prüfung ist bestanden, wenn mindestens 50 % der Gesamtpunktzahl gemäß nachfolgender Aufstellung erreicht wurden.
Ziel dieses Prüfungsteils ist die Bewertung der folgenden Kenntnisse und Fähigkeiten der in den Anlagen 1 und 2 der BKrFQV genannten Kenntnisbereiche gemäß der nach­stehenden Tabelle:
(2)	Bewertung der Prüfungen für die beschleunigte Grundqualifikation
(2)	Praktischer Prüfungsteil
Prüfungsart beschleunigte Grundqualifikation
Grundqualifikation Grundqualifikation Grundqualifikation gemäß Regelprüfung Quereinsteiger Umsteiger Anlage 1 und 2 BKrFQV
5.	Die Gesamtprüfung ist bestanden, wenn die theoretische und die praktische Prüfung bestanden wurden.
3.	Wird die Fahrprüfung vorzeitig beendet, wird sie mit null Punkten bewertet.
(3)	Die Bewertung der Prüfungsleistung erfolgt durch die IHK. Aufgrund der erbrachten Prüfungsleistungen stellt die IHK das Prüfungsergebnis fest und erklärt die Prüfung für bestanden oder nicht bestanden.
§ 15 Niederschrift
Für jeden Teilnehmer/jede Teilnehmerin ist eine Niederschrift anzufertigen. Diese enthält folgende Angaben:
(3)	Bewältigung kritischer Fahrsituationen 1.	Ziel bei der Bewältigung kritischer Fahrsituationen ist insbesondere die Bewertung der Fähigkeiten des Teilnehmers/der Teilnehmerin bezüglich der Beherrschung des Fahrzeugs bei unterschiedlichem Fahrbahn­zustand je nach Witterungsverhältnissen sowie Tages- und Nachtzeit. 2.	Die Bewältigung kritischer Fahrsituationen wird auf einem geeigneten Gelände durchgeführt, wobei Gefährdungen für Dritte ausgeschlossen sein müssen. § 14	Bewertung der Prüfungsleistungen und Feststellung des Prüfungsergebnisses (1)	Bewertung der Prüfung für die Grundqualifikation 1.	Die Bewertung der Prüfungsfragen – außer bei Multiple-Choice Fragen – ist nur in ganzen oder halben Punkten zulässig. 2.	Grundlage der Bewertung der Prüfungsleistungen sind die in der theoretischen und der praktischen Prüfung erzielten Ergebnisse, die in Punkten ausgedrückt werden.
38 Südthüringische Wirtschaft 6/2018
–– –– –– –– –– –– –– ––
den Namen, den Vornamen, ggf. den Geburtsnamen, das Geburtsdatum und den Geburtsort, Geburtsland sowie die Anschrift und Nationalität des Teilnehmers/der Teilnehmerin, Ort, Datum, Beginn und Ende der Prüfung, die Art und Bestandteile der Prüfung, die Feststellung der Identität des Teilnehmers/der Teilnehmerin sowie die Erklärung seiner/ihrer Prüfungsfähigkeit, die Belehrung des Teilnehmers/der Teilnehmerin über sein/ihr Recht, Prüfer/Prüferinnen wegen Besorgnis der Befangenheit abzulehnen, Bewertung der erbrachten Prüfungsleistung, das Prüfungsergebnis, die Erklärung über das Bestehen oder Nichtbestehen der Prüfung, Name/Namen und Unterschrift(en) der Prüfer/Prüferinnen.
§ 16 Erteilung der Bescheinigung Nach bestandener Prüfung erhält der Teilnehmer/die Teilnehmerin eine Bescheinigung der IHK über das Bestehen der Prüfung.
BEKANNTMACHUNGEN DER IHK SÜDTHÜRINGEN § 17 Nichtbestehen der Prüfung
Suhl, 19. April 2018
Bei nicht bestandener Prüfung erhält der Teilnehmer/die Teilnehmerin einen schriftlichen Bescheid der IHK über das Nichtbestehen der Prüfung. Der Bescheid ist mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.
gez.	gez. Dr. Peter Traut	Dr. Ralf Pieterwas Präsident	Hauptgeschäftsführer
§ 18 Inkrafttreten Die Satzung tritt am 30. Juni 2018 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Satzung betreffend die Prüfung zum Erwerb der Grundqualifikation der Fahrer im Güterkraft- und Personenverkehr der Industrie- und Handelskammer Südthüringen vom 22. Mai 2008 außer Kraft.
Genehmigungsvermerk des Thüringer Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft vom 16. Mai 2018, Az.: 43.5-3635/58-40. Ausgefertigt: Suhl, 17. Mai 2018 gez.	gez. Dr. Peter Traut	Dr. Ralf Pieterwas Präsident	Hauptgeschäftsführer
Änderung des Gebührentarifs der IHK Südthüringen Die Vollversammlung der IHK Südthüringen hat am 19. April 2018 gemäß § 3 Abs. 6 und Abs. 7 und § 4 Satz 2 Ziffer 2 des Gesetzes zur vorläufigen Regelung des Rechts der Industrie- und Handelskammern (IHKG) vom 18. Dezember 1956 (BGBl. I S. 920), zuletzt geändert durch Artikel 93 des Gesetzes zum Abbau verzichtbarer Anordnungen der Schriftform im Verwaltungsrecht des Bundes vom 29. März 2017 (BGBl. I S. 626), die folgenden Änderungen im Gebühren­ tarif der IHK Südthüringen beschlossen:
4.	Ziffer XII. Punkt 2. wird wie folgt geändert:
1.	Ziffer VIII. Punkt 2 wird wie folgt geändert:
„2.	Eintragung von Arbeitnehmern ins Vermittlerregister (je Mitteilung gemäß § 34 i Abs. 8 GewO)
30,00 1“
a)	Punkt 2.1 wird wie folgt gefasst: „2.1 Eintragung von Gewerbetreibenden ins Vermittlerregister gemäß § 34 d Abs. 10 GewO	b)	Nach Punkt 2.1 wird folgender Punkt 2.2 eingefügt: „2.2 Eintragung von Personen, die für die Vermittlung oder Beratung in leitender Position verantwortlich sind (je Mitteilung gemäß § 34 d Abs. 10 GewO)
45,00 1“
Artikel 2 Die Änderung des Gebührentarifs tritt zum 1. Juli 2018 in Kraft.
30,00 1“ Suhl, 19. April 2018
c)	Der bisherige Punkt 2.2 wird Punkt 2.3 gez.	gez. Dr. Peter Traut	Dr. Ralf Pieterwas Präsident	Hauptgeschäftsführer
d)	Der bisherige Punkt 2.2.1 wird Punkt 2.3.1 e)	Der bisherige Punkt 2.2.2 wird Punkt 2.3.2 2.	Ziffer X. Punkt 2. wird wie folgt geändert: „2.	Eintragung von Arbeitnehmern ins Vermittlerregister (je Mitteilung gemäß § 34 f Abs. 6 GewO)
Genehmigungsvermerk des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft vom 16. Mai 2018, Az.: 3404/6-10-3. 30,00 1“
Ausgefertigt: Suhl, 17. Mai 2018
3.	Ziffer XI. Punkt 2. wird wie folgt geändert: „2.	Eintragung von Arbeitnehmern ins Vermittlerregister (je Mitteilung gemäß § 34 h Abs. 1 i. V. m. § 34 f Abs. 6 GewO)	30,00 1“
gez. gez. Dr. Peter Traut	Dr. Ralf Pieterwas Präsident	Hauptgeschäftsführer
Südthüringische Wirtschaft 6/2018 39
RECHT Erfinderberatung in der IHK Südthüringen Die IHK Südthüringen führt monatlich eine Beratung zu Fragen des gewerblichen Rechtsschutzes durch. Hier erhalten interessierte IHK-Mitglieder eine kostenlose Erstberatung zu Fragen in Verbindung mit Marken, Patenten, Gebrauchs- und Geschmacksmustern, zum Verfahren und zu Kosten einschließlich Fördermöglichkeiten. Die Termine finden Sie auch unter www.suhl.ihk.de/Veranstaltungen. Im IHK-Bezirk ansässige Patent- bzw. Rechtsanwälte stellen sich dankenswerterweise für diese Tätigkeit zur Verfügung. Die Termine für 2018 sind wie folgt geplant: 14.06.	Rechtsanwalt Dr. Frank Weihrauch 16.08.	Patentanwalt Dr. Hans-Dieter Schmalz 13.09.	Rechtsanwalt Dr. Frank Weihrauch 18.10.	Patentanwalt Dr. Hans-Dieter Schmalz 15.11.	Rechtsanwalt Dr. Frank Weihrauch 13.12.	Patentanwalt Dr. Hans-Dieter Schmalz Die Anmeldung zu den einzelnen Beratungsterminen ist erforderlich. Ihr Ansprechpartner: Cindy Funk S 03681 362-202 Y funk@suhl.ihk.de
40 Südthüringische Wirtschaft 6/2018
Umgang mit häufig „erkrankten“ Mitarbeitern Es gibt Mitarbeiter, mit denen die Zusammenarbeit aus unterschiedlichen Gründen schwierig ist. Häufig wollen sich Arbeitgeber deshalb von diesen Mitarbeitern trennen, sei es durch einen Aufhebungsvertrag oder durch Kündigung. Auch von Kollegen erfahren schwierige Mitarbeiter selten Unterstützung. Weil deren Defizite von den Kollegen ausgeglichen werden müssen, hat dies oft Überstunden oder eine hohe Arbeitsbelastung zur Folge. Für Arbeitgeber stellt sich daher die Frage, wie sie mit solchen Mitarbeitern bereits im Vorfeld umgehen sollten, um die damit verbundenen Probleme entweder dauerhaft zu lösen, oder Weichen zu stellen, wenn auf lange Sicht eine Trennung wahrscheinlich ist. Wichtig dabei ist: Arbeitgeber müssen genau ermitteln, weshalb Mitarbeiter als „problematisch“ eingeschätzt werden. Sie müssen sich insbesondere fragen, ob die Probleme im Verhalten oder in der Person der Mitarbeiter begründet sind. Bei länger erkrankten Mitarbeitern liegt in der Regel eine ernsthafte Erkrankung vor. Hier besteht sowohl von Seiten des Arbeitgebers als auch von Seiten der Kollegen in der Regel Verständnis für den langfristigen Arbeitsausfall. Auf Unmut stoßen jedoch Fälle häufiger Kurzerkrankungen. Besonders unerfreulich ist die Situation, wenn die Krankheit bevorzugt an bestimmten Wochentagen auftritt, zum Beispiel montags, freitags, an Brückentagen, nach Fasching oder im Anschluss an den Urlaub. Eine Vertretung für diese Fälle ist regelmäßig nicht möglich, sodass die Arbeiten entweder mit
Zeitverzug erledigt oder im Kollegenkreis aufgeteilt werden müssen. Stellt der Arbeitgeber fest, dass ein Mitarbeiter mehrmals im Jahr Kurzerkrankungen vorzuweisen hat, sollte er zunächst prüfen, auf welche Tage die Krankheitszeiten fallen. Zeichnet sich dabei ein Muster ab, sollte der betreffende Mitarbeiter darauf gezielt angesprochen werden, gegebenenfalls unter Beteiligung des Betriebsrats. In Vorbereitung eines solchen Gespräches wird nachfolgendes Schreiben empfohlen: „Sehr geehrte/r Herr/Frau … bei Durchsicht Ihrer Personalunterlagen haben wir leider feststellen müssen, dass Sie in den letzten Jahren unverhältnismäßig oft wegen krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit an Ihrem Arbeitsplatz gefehlt haben und zwar im Einzelnen wie folgt (Auflisten der Fehlzeiten, Zeiträume, z. B. 26.01.2017 15.03.2017). Mithin haben Sie seit 2016 wegen verschiedener Erkrankungen an insgesamt … Arbeitstagen gefehlt. Dies entspricht einer krankheitsbedingten Fehlquote von über … Prozent, das sind fast … aller Arbeitstage. Ihre Abwesenheiten führen zu Störungen des betrieblichen Ablaufs, außerdem ergeben die besonders hohen Entgeltfortzahlungskosten und die damit verbundenen wirtschaftlichen Belastungen eine erhebliche Beeinträchtigung der betrieblichen Interessen. Ihre Krankheiten sind uns nach Art und Ursache unbekannt. Wir gehen aber davon aus, dass Ihr Arbeitsplatz keine negativen Auswirkungen auf Ihre Gesundheit hat. Im Rahmen unserer Fürsorgepflicht
RECHT bitten wir Sie jedoch, uns dies, andernfalls evtl. vorhandene arbeitsplatzbedingte Auswirkungen auf Ihre Gesundheit ärztlich zu bestätigen. Bei dieser Gelegenheit bitten wir Sie auch, eine ärztliche Beurteilung Ihrer zukünftigen gesundheitlichen Entwicklung vornehmen zu lassen und uns darüber eine Bescheinigung vorzulegen. Insbesondere erwarten wir auch eine ärztliche Antwort auf die Frage, ob wir auch in Zukunft immer wieder mit Ausfällen an Ihrem Arbeitsplatz im Ausmaß von mehr als … Arbeitstagen pro Jahr rechnen müssen. Die Kosten für die Bescheinigung werden von uns übernommen. Für Ihre Rückäußerung
haben wir uns als Termin den … vorgemerkt.“ Für den Mitarbeiter wird durch dieses Schreiben deutlich, dass der Arbeitgeber seiner Fürsorgepflicht nachkommen will, setzt aber auch andererseits einen Denkprozess hinsichtlich des Verhaltens des Mitarbeiters im Kontext zum Interesse am Erhalt seines Arbeitsplatzes in Gang. Ihr Ansprechpartner: Holger Fischer S 03681 362-114 Y fischerh@suhl.ihk.de
Südthüringische Wirtschaft Herausgeber: Industrie- und Handelskammer Südthüringen, Bahnhofstraße 4 – 8, 98527 Suhl Telefon: 03681 362-0 Telefax: 03681 362-100 Internet: www.suhl.ihk.de E-Mail: info@suhl.ihk.de Druckauflage: 10 460 Exemplare (III. Quartal 2017 - IVW Geprüft) Erscheinungsweise: Neunmal jährlich Herausgabedatum: 08.06.2018
Rechtliche Besonderheiten beim Umgang mit erkrankten Arbeitnehmern Das halbtägige Seminar vermittelt Kenntnisse bezüglich der Möglichkeiten einer krankheitsbedingten Kündigung, wie diese vorbereitet werden kann und auf welche Besonderheiten zu achten ist. Der Fokus wird hierbei auf das sogenannte betriebliche Eingliederungsmanagement gerichtet. Das Seminar soll einen aktuellen und kompakten Überblick über die rechtlichen Problemstellungen aufzeigen und unter Berücksichtigung der aktuellen Rechtsprechung rechtssichere Lösungsmöglichkeiten bieten.
Termin:	21.08.2018 Ort:	IHK-Bildungszentrum, Suhl-Mäbendorf
WIR GRATULIEREN … der EAW Energieanlagenbau GmbH, Römhild, zur Auszeichnung mit dem Deutschen Kältepreis 2018. Gemeinsam mit ihrem Entwicklungspartner, dem Institut für Luft- und Kältetechnik Dresden (ILK), belegte das Unternehmen den zweiten Platz mit seiner Neuentwicklung, einer außergewöhnlich kompakten Wasser/ Litiumbromid-Absorptionskälteanlage.
Dipl.-Medienwiss. Katja Hampe E-Mail: hampe@suhl.ihk.de Dipl.-Ök.-Päd. Birgit Hartwig E-Mail: hartwig@suhl.ihk.de Titelbild, Fotos Seite 30,31: © HANOI.IEC
Ihr Ansprechpartner: Sabine Then S 03681 362-116 Y then@suhl.ihk.de
Informationspflichten gemäß der Datenschutz-Grundverordnung Seit 25. Mai 2018 sind europaweit die Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) zu beachten. Bei der Erhebung von personenbezogenen Daten durch die IHK Südthüringen sind den von der Verarbeitung betroffenen Personen deutlich mehr Informationen zur Verfügung zu stellen. Der Schutz Ihrer persönlichen Daten hat für die IHK Südthüringen einen hohen Stellenwert. Es ist uns wichtig, Sie darüber zu informieren, welche persönlichen Daten wir verarbeiten und zu welchen Zwecken.
Informationspflichten zum Umgang mit personenbezogenen Daten gemäß der Verordnung (EU) 2016/679 (Datenschutz-Grundverordnung) sind unter www.suhl.ihk.de, Rubrik Datenschutz, einsehbar. Ihr Ansprechpartner: Holger Fischer S 03681 362-114 Y fischerh@suhl.ihk.de
… zum 125-jährigen Bestehen Viba sweets GmbH, Floh-Seligenthal
… zum 90-jährigen Bestehen Busunternehmen Dittmar, Floh-Seligenthal
… zum 80-jährigen Bestehen Drucherei Beckmann/Waissraum Druck- und Veredelungsmanufaktur, Inh. Ralf Beckamm, Steinbach-Hallenberg
Anzeigen und Verlag: Prüfer Medienmarketing Endriß & Rosenberger GmbH Schlösserstr. 39, 99084 Erfurt Tel. 0361 5668194, Fax 5668196 Anzeigenverwaltung: Gudrun Wenske Anzeigenleiter: Achim Hartkopf medienmarketing.erfurt@pruefer.com www.pruefer.com Anzeigenschluss: Am 10. des Vormonats Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 5 ab Januar 2018. Diese Ausgabe enthält einen Beihefter der Fa. LEXWARE.
Südthüringische Wirtschaft 6/2018 41
Südthüringische Wirtschaft - Ausgabe 6/2018

References: § 12
 § 12
 § 12
 § 2
 § 34
 § 33
 § 34
 § 34
 § 33
 § 34
 § 13
 § 3
 § 1

§ 3

§ 2
 § 3
 § 4
 § 5
 § 6
 § 7
 § 8
 § 9
 § 10

§ 11

§ 12
 § 13

§ 14

§ 15
 § 16
 § 17

§ 1
 § 15
 § 16

§ 2
 § 4
 § 5
 § 6
 § 12
 § 7

§ 8
 § 7
 § 12
 § 10

§ 15
 § 11
 § 6
 § 12
 § 6
 § 13

§ 14
 § 16
 § 7
 § 6
 § 15
 § 6
 § 15
 § 17
 § 1
 § 2
 § 3
 § 3

§ 4
 § 2

§ 5
 § 2
 § 4
 § 5

§ 6
 § 7
 § 8
 § 9
 § 10
 § 11
 § 12
 § 13
 § 14
 § 15
 § 16
 § 17
 § 18

§ 1
 § 2
 § 3
 § 1
 § 1
 § 4
 § 5
 § 3
 § 4
 § 8
 § 5
 § 6
 § 3
 § 4
 § 5
 § 3
 § 5
 § 3
 § 9
 § 3
 § 7
 § 3
 § 7
 § 3
 § 7
 § 4
 § 5
 § 3
 § 7
 § 5
 § 8

§ 11
 § 3

§ 9
 § 10
 § 3
 § 12
 § 3
 § 3
 § 3
 § 3
 § 3
 § 3
 § 10

§ 13

§ 15
 § 14

§ 16
 § 17

§ 18
 § 3
 § 4
 § 34
 § 34
 § 34
 § 34
 § 34
 § 34