Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=GRUR%202017,%20409
Timestamp: 2019-04-25 13:14:13+00:00

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BGH, 12.01.2017 - I ZR 258/15 - dejure.org
UWG § 3a; Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 über kosmetische Mittel Art. 2 Abs. 1 Buchst. a; ... Richtlinie 2001/95/EG Art. 2 Buchst. b, e und f, Art. 5 Abs. 1 und 2 Satz 1; ProdSG § 3 Abs. 2 Satz 1 und 2 Nr. 3, 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2, Abs. 5 Satz 1 und 2
Verordnung (EG) Nr. 1223/2009, § 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ProdSG, § 6 Abs. 5 Satz 1 ProdSG, § ... 3a UWG, § 4 Nr. 11 UWG, Art. 19 Abs. 1 Buchst. a Satz 1 Kosmetik-Verordnung, Art. 2 Abs. 1 Buchst. a Kosmetik-Verordnung, Art. 19 Kosmetik-Verordnung, §§ 8, 3, 3a UWG, § 6 Abs. 5 Satz 1 und 2 ProdSG, § 6 Abs. 5 Satz 2 ProdSG, § 3 ProdSG, § 3 Abs. 2 Satz 1 ProdSG, § 3 Abs. 2 Satz 2 Nr. 3 ProdSG, Richtlinie 2005/29/EG, § 6 Abs. 5 ProdSG, § 3 Abs. 2 Satz 1 und Satz 2 Nr. 3 ProdSG, Art. 267 Abs. 3 AEUV, § 563 Abs. 3 ZPO, § 9 UWG, § 8 UWG, § 3 Abs. 1 UWG, § 91 Abs. 1, § 92 Abs. 1 ZPO, § 708 Nr. 2 ZPO
§ 3a UWG, § 4 Nr 11 UWG vom 03.03.2010, Art 2 Abs 1 Buchst a EGV 1223/2009, Art 5 Abs 1 UAbs 3 EGRL 95/2001, Art 5 Abs 2 S 1 EGRL 95/2001
Unlauterer Wettbewerb: Verantwortlichkeit des Händlers für die Angabe des Herstellers und seiner Adresse auf dem Produkt oder auf dessen Verpackung - Motivkontaktlinsen
Verantwortlichkeit des Händlers für die Angabe des Herstellers und seiner Adresse auf dem Produkt oder auf dessen Verpackung
Zu den Pflichten des Händlers nach dem Produktsicherheitsgesetz
Wettbewerbsrechtliche Anforderungen an das Inverkehrbringen von Motivkontaktlinsen ohne Sehstärke; Pflicht des Herstellers zur Angabe des Namens und der Kontaktanschrift bei der Bereitstellung eines Verbraucherprodukts auf dem Markt; Umfang derVerpflichtungen des Herstellers eines Produkts
Händlerpflichten nach dem Produktsicherheitsgesetz (ProdSG)
Händler hat für Herstellerangaben auf von ihm angebotenen Produkten zu sorgen - Motivkontaktlinsen
Pflichtangaben beim Verkauf von Farb- oder Motivkontaktlinsen
Farbige Motivkontaktlinsen ohne Sehstärke sind keine Kosmetikprodukte müssen aber Namen und Anschrift des Herstellers tragen
Wettbewerbsrecht: Unterlassungsanspruch gegenüber Händler die unsichere Produkte anbieten
Erweiterung händlerseitiger Prüfpflichten
Händler müssen ihre Produkte auf Herstellerangaben prüfen
ProdSG - Haftung der Händler für fehlerhafte Herstellerkennzeichnung
§ 6 Abs. 5 Satz 1 und 2 ProdSG sind Marktverhaltensregeln und ein Verstoß wettbewerbswidrig - Verbraucherprodukte sind mit Namen und Kontaktanschrift des Herstellers zu versehen
Pflichten des Händlers nach dem Produktsicherheitsgesetz
Motivkontaktlinsen: Händler müssen Produkte mit Namen und Kontaktanschrift des Herstellers versehen
Händler müssen "unsichere Produkte" mit Namen und Kontaktanschrift des Herstellers versehen
Händler haftet für unsichere Produkte iSd. ProdSG auch ohne Kenntnis
Herstellerangaben: Prüfpflicht des Händlers
Händler müssen Verbraucherprodukte ausreichend kennzeichnen
Händler muss Kontaktdaten des Herstellers angeben
NJW-RR 2017, 745
MDR 2017, 470
GRUR 2017, 409
BB 2017, 514
a) Da die Beklagte den geltend gemachten Unterlassungsanspruch auf Wiederholungsgefahr gestützt hat, ist ihre Klage nur begründet, wenn das beanstandete Verhalten des Klägers sowohl zum Zeitpunkt seiner Vornahme rechtswidrig \var als auch zum Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung vor dem Senat rechtswidrig ist (st. Rspr.; vgl. BGH GRUR 2016, 1193 Tz. .13 - Ansprechpartner; BGH GRUR 2016, 1073 Tz. 16 - Geo-Targeting; BGH GRUR 2017, 409 Tz. 12 - Motivkontaktlinsen; BGH WRP 2018, 182 Tz. 11 - 19% MwSt GESCHENKT).
BGH, 11.05.2017 - I ZR 59/16
Wettbewerbsvorsprung durch Rechtsbruch: Unlauterkeit des Internet-Versandhandels …
Inhaltlich beruht das Urteil jedoch nicht auf der Säumnis der Beklagten, sondern auf einer Sachprüfung (st. Rspr.; vgl. nur BGH, Urteil vom 12. Januar 2017 - I ZR 258/15, GRUR 2017, 409 Rn. 10 = WRP 2017, 418 - Motivkontaktlinsen, mwN).
Da der Kläger den geltend gemachten Unterlassungsanspruch auf Wiederholungsgefahr gestützt hat, ist seine Klage nur begründet, wenn das beanstandete Verhalten der Beklagten sowohl zum Zeitpunkt seiner Vornahme rechtswidrig war als auch zum Zeitpunkt der Entscheidung in der Revisionsinstanz rechtswidrig ist (st. Rspr.; vgl. nur BGH, GRUR 2017, 409 Rn. 12 - Motivkontaktlinsen; BGH…, Urteil vom 26. Januar 2017 - I ZR 207/14, GRUR 2017, 422 Rn. 24 = WRP 2017, 426 - ARD-Buffet, jeweils mwN).
Sie dienen dem Schutz der Verbraucher, die davor bewahrt werden sollen, mit unsicheren Produkten in Berührung zu kommen (vgl. BGH, GRUR 2017, 409 Rn. 24 - Motivkontaktlinsen, mwN).
Dementsprechend ist die Anwendung des § 3a UWG (§ 4 Nr. 11 UWG aF) auf Bestimmungen zulässig, die Gesundheits- und Sicherheitsaspekte von Produkten in unionsrechtskonformer Weise regeln (st. Rspr.; vgl. nur BGH, GRUR 2017, 409, Rn. 25 - Motivkontaktlinsen, mwN).
d) Bei der Angabe des Namens und der Kontaktanschrift des Herstellers handelt es sich entgegen der Ansicht des Berufungsgerichts um Angaben, die für die Sicherheit der Verbraucherprodukte von Bedeutung sind (BGH, GRUR 2017, 409 Rn. 26 - Motivkontaktlinsen).
Der vom Kläger mit der Revision weiterverfolgte Klageantrag ist daher nicht deshalb unbegründet, weil die in § 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ProdSG geregelte Angabe des Namens und der Kontaktanschrift des Herstellers nicht zu den in § 3 ProdSG ausdrücklich genannten Sicherheitskriterien gehört (vgl. BGH, GRUR 2017, 409 Rn. 30 - Motivkontaktlinsen).
Diese Angaben sollen es dem Hersteller ermöglichen, die zur Vermeidung etwaiger von den Produkten ausgehender Gefahren zweckmäßigen Vorkehrungen zu treffen, erforderlichenfalls einschließlich der Rücknahme vom Markt, der angemessenen und wirksamen Warnung der Verbraucher und des Rückrufs beim Verbraucher (BGH, GRUR 2017, 409 Rn. 32 - Motivkontaktlinsen).
Dies könnte sie allerdings grundsätzlich nur vor verschuldensabhängigen Schadensersatzansprüchen gemäß § 9 UWG und nicht vor den verschuldensunabhängigen Ansprüchen auf Beseitigung und Unterlassung gemäß § 8 UWG bewahren (vgl. BGH, GRUR 2017, 409 Rn. 36 - Motivkontaktlinsen, mwN).
Verstöße gegen Vorschriften, die - wie vorliegend § 6 Abs. 5 Satz 1 ProdSG - dem Schutz der Gesundheit der Verbraucher dienen, sind regelmäßig geeignet, die Interessen der Verbraucher im Sinne von § 3a UWG (§ 3 Abs. 1 UWG aF) spürbar zu beeinträchtigen (st. Rspr.; vgl. nur BGH, GRUR 2017, 409 Rn. 37 - Motivkontaktlinsen, mwN).
Da der Kläger den geltend gemachten Unterlassungsanspruch auf Wiederholungsgefahr gestützt hat, ist seine Klage nur begründet, wenn das beanstandete Verhalten der Beklagten sowohl nach dem zur Zeit seiner Vornahme rechtswidrig war als auch nach dem zur Zeit der Revisionsentscheidung geltenden Recht rechtswidrig ist (st. Rspr.; vgl. nur BGH…, Urteil vom 10. November 2016 - I ZR 29/15, GRUR 2017, 286 Rn. 8 = WRP 2017, 296 - Hörgeräteausstellung;… Urteil vom 15. Dezember 2016 - I ZR 213/15, GRUR 2017, 288 Rn. 17 = WRP 2017, 309 - Energieverbrauchskennzeichnung; Urteil vom 12. Januar 2017 - I ZR 258/15, GRUR 2017, 409 Rn. 12 = WRP 2017, 418 - Motivkontaktlinsen, jeweils mwN).
Inhaltlich beruht das Urteil jedoch nicht auf der Säumnis des Beklagten, sondern auf einer Sachprüfung (st. Rspr.; vgl. nur BGH, Versäumnisurteil vom 12. Januar 2017 - I ZR 258/15, GRUR 2017, 409 Rn. 10 = WRP 2017, 418 - Motivkontaktlinsen, mwN).
Da die Klägerin den geltend gemachten Unterlassungsanspruch auf Wiederholungsgefahr gestützt hat, ist ihre Klage nur begründet, wenn das beanstandete Verhalten der Beklagten sowohl zum Zeitpunkt seiner Vornahme rechtswidrig war als auch zum Zeitpunkt der Entscheidung in der Revisionsinstanz rechtswidrig ist (st. Rspr.; vgl. nur BGH…, Urteil vom 21. April 2016 - I ZR 151/15, GRUR 2016, 1193 Rn. 13 = WRP 2016, 1354 - Ansprechpartner;… Urteil vom 28. April 2016 - I ZR 23/15, GRUR 2016, 1073 Rn. 16 = WRP 2016, 1228 - Geo-Targeting; Urteil vom 12. Januar 2017 - I ZR 258/15, GRUR 2017, 409 Rn. 12 = WRP 2017, 418 - Motivkontaktlinsen).
Inhaltlich beruht das Urteil jedoch nicht auf der Säumnis der Beklagten, sondern auf einer Sachprüfung (st. Rspr.; vgl. nur BGH, Versäumnisurteil vom 12. Januar 2017 - I ZR 258/15, GRUR 2017, 409 Rn. 10 = WRP 2017, 418 - Motivkontaktlinsen, mwN).
Der Senat weicht weder von der Rechtsprechung des BGH (Urteil vom 12.01.2017, I ZR 258/15 - Motivkontaktlinsen) ab, noch von der des OLG Frankfurt (Urteil vom 12.03.2018/14, 6 U 218/14).
OLG Düsseldorf, 27.03.2019 - 15 U 18/18
Ein etwaiger Verbotsirrtum der Beklagten - ob vorwerfbar oder nicht - ist ebenfalls unbeachtlich (vgl. BGH WRP 2017, 418 Rn. 36 - Motivkontaktlinsen).
OLG Frankfurt, 29.11.2018 - 6 U 111/17
Wettbewerbsverstoß durch Vertrieb unsicherer Erzeugnisse im Sinne des …
Er darf nach § 6 V 2 ProdSG insbesondere kein Verbraucherprodukt auf dem Markt bereitstellen, von dem er weiß oder aufgrund der ihm vorliegenden Informationen oder seiner Erfahrung wissen muss, dass es nicht den Anforderungen nach § 3 ProdSG entspricht (BGH GRUR 2017, 409 [BGH 12.01.2017 - I ZR 258/15] , Rnr. 23 - Motivkontaktlinsen).
OLG Düsseldorf, 17.05.2018 - 15 U 19/18
Wettbewerbswidrigkeit des Transports von mit MRSA oder anderen …
OLG Düsseldorf, 08.06.2017 - 15 U 68/16
Wettbewerbswidrigkeit des Anbietens einer Diamant-Trennscheibe ohne Angaben zu …
KG, 07.11.2017 - 5 U 175/16
Zulässigkeit der Berufung bei Angabe eines unrichtigen Datums der Verkündung

References: § 3
 Art. 2
 Art. 2
 Art. 5
 § 3
 § 6
 § 6
 § 4
 Art. 19
 Art. 2
 Art. 19
 § 6
 § 6
 § 3
 § 3
 § 3
 § 6
 § 3
 Art. 267
 § 563
 § 9
 § 8
 § 3
 § 91
 § 92
 § 708

§ 3
 § 4

§ 6
 BGH 
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 § 3
 § 6
 § 3
 § 9
 § 8
 § 6
 § 3
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