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Timestamp: 2019-11-15 00:37:44+00:00

Document:
Landesrecht Sachsen-Anhalt TrinkwQualV ST | Landesnorm Sachsen-Anhalt | Gesamtausgabe | Verordnung über die Qualitätsanforderungen an oberirdische Gewässer für die Trinkwassergewinnung und deren Überwachung vom 17. April 1997 | gültig ab: 23.04.1997
Verordnung über die Qualitätsanforderungen an oberirdische...
§ 3 - Zulässigkeit von Wasserentnahmen
§ 4 - Ausnahmen, Meldepflichten
Anlage 1 - Verzeichnis der eingestuften Gewässer mit Entnahmestellen
Anlage 2 - Qualitätsanforderungen von zur Trinkwassergewinnung...
Anlage 3 - Häufigkeit der Probenahmen und Analysen
juris-Abkürzung: TrinkwQualV ST
Ausfertigungsdatum: 17.04.1997
Gültig ab: 23.04.1997
Fundstelle: GVBl. LSA 1997, 483, 513
Gliederungs-Nr: 753.6
Verordnung über die Qualitätsanforderungen an
oberirdische Gewässer für die Trinkwassergewinnung
und deren Überwachung
Vom 17. April 1997
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: Berichtigung GVBl. LSA 1997 S. 513
Verordnung über die Qualitätsanforderungen an oberirdische Gewässer für die Trinkwassergewinnung und deren Überwachung vom 17. April 1997 23.04.1997
Eingangsformel 23.04.1997
§ 1 - Zweck der Verordnung 23.04.1997
§ 2 - Anwendungsbereich 23.04.1997
§ 3 - Zulässigkeit von Wasserentnahmen 23.04.1997
§ 4 - Ausnahmen, Meldepflichten 23.04.1997
§ 5 - Inkrafttreten 23.04.1997
Anlage 1 - Verzeichnis der eingestuften Gewässer mit Entnahmestellen 23.04.1997
Anlage 2 - Qualitätsanforderungen von zur Trinkwassergewinnung bestimmten oberirdischen Gewässern 23.04.1997
Anlage 3 - Häufigkeit der Probenahmen und Analysen 23.04.1997
Auf Grund von § 67 Nrn. 1, 3 und 4 des Wassergesetzes für das Land Sachsen-Anhalt (WG LSA) vom 31. August 1993 (GVBl. S. 477), geändert durch Artikel 3 des Gesetzes zum Enteignungsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt und zur Änderung des Denkmalschutzgesetzes und des Wassergesetzes vom 13. April 1994 (GVBl. LSA S. 508) , wird verordnet:
Diese Verordnung dient der Umsetzung der Richtlinie 75/440/EWG des Rates vom 16. Juni 1975 über die Qualitätsanforderungen an Oberflächenwasser für die Trinkwassergewinnung in den Mitgliedstaaten (ABl. EG Nr. L 194 S. 34) sowie der Richtlinie 79/869/EWG des Rates vom 9. Oktober 1979 über die Meßmethoden sowie über die Häufigkeit der Probenahmen und der Analysen des Oberflächenwassers für die Trinkwassergewinnung in den Mitgliedstaaten (ABl. EG Nr. L 271 S. 44).
(1) Diese Verordnung gilt für die Entnahme von Wasser für die öffentliche Wasserversorgung aus oberirdischen Gewässern. Sie gilt nicht für Entnahme zum Zwecke der Grundwasseranreicherung.
(1) Die Entnahme von Wasser aus einem Gewässer im Sinne des § 2 Abs. 1 Satz 1 ist nur zulässig, wenn das Gewässer
in der Anlage 1 aufgeführt ist und
den für die jeweilige Kategorie maßgebenden Qualitätsanforderungen gemäß der Anlage 2 entspricht.
Bestehende wasserrechtliche Nutzungsgenehmigungen nach dem Wassergesetz vom 2. Juli 1982 (GBl. I S. 467) sind entsprechend an diese Verordnung anzupassen.
(2) Die Vorschriften des Artikels 5 der Richtlinie 75/440/EWG sowie der Artikel 3 bis 7 der Richtlinie 79/869/EWG in der jeweils geltenden Fassung sind für die Einhaltung der Qualitätsanforderungen gemäß der Anlage 2 maßgebend. Für die Überwachung gelten die §§ 62 , 63 und 149 WG LSA .
(3) Die Häufigkeit der Probenahmen und der Analysen ist in der Anlage 3 vorgeschrieben. Proben werden an den in Anlage 3 Spalte 3 genannten Stellen entnommen.
Ausnahmen, Meldepflichten
(1) Ausnahmen von den Anforderungen des § 3 Abs. 1 Satz 1 sind nur zulässig,
wenn das entnommene Wasser durch Aufbereitung eine Qualität erhält, die den Anforderungen für Trinkwasser entspricht,
bei Überschwemmungen und Naturkatastrophen,
für die in Anlage 2 mit "(O)" gekennzeichneten Parameter, wenn außergewöhnliche meteorologische oder geographische Verhältnisse vorliegen,
wenn die in der Anlage 2 festgelegten Werte auf Grund natürlicher Anreicherungen überschritten werden,
bei Seen/Talsperren mit einer Tiefe bis zu 20 m, in denen die Erneuerung des Wassers mehr als ein Jahr in Anspruch nimmt und in die keine Abwässer eingeleitet werden, für die in Anlage 2 mit "*" gekennzeichneten Parameter.
(2) Ausnahmen nach Absatz 1 oder einen Verstoß gegen § 3 Abs. 1 Satz 1 hat das Unternehmen der öffentlichen Wasserversorgung unverzüglich der zuständigen Wasserbehörde anzuzeigen.
Magdeburg, den 17. April 1997.
Ministerium für Raumordnung, Landwirtschaft und
(zu § 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 )
der eingestuften Gewässer mit Entnahmestellen
Rappbodetalsperre einschl. Überleitungssperre
Bachwasserentnahme Schierke/Schwarzes Schluff
Schwarzes Schluff
Bach Schwarzes Schluff oberhalb Schierke vor Mündung in die Kalte Bode
Bachwasserentnahme Ilsenburg/Ilse
Bach Ilse am Fuße der Paternosterklippe
Teufelsteich Neudorf
Kategorie entsprechend Anhang I der Richtlinie 75/440/EWG des Rates vom 16. Juni 1975 über die Qualitätsanforderungen an Oberflächenwasser für die Trinkwassergewinnung in den Mitgliedstaaten (ABl. EG Nr. L 194 S. 34), geändert durch Richtlinie 79/869/EWG des Rates vom 9. Oktober 1979 über die Meßmethoden sowie über die Häufigkeit der Probenahmen und der Analysen des Oberflächenwassers für die Trinkwassergewinnung in den Mitgliedstaaten (ABl. EG Nr. L 271 S. 44).
(zu § 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 )
von zur Trinkwassergewinnung bestimmten oberirdischen Gewässern
Parametergruppe I
Färbung nach (einfachem Filtern)
mg/l Pt-Skala
Suspendierte Stoffe insgesamt
ms/cm *-1* bei 20° C
(Verdünnungsfaktor bei 25 °C)
mg/l NO 3
30 * (2)
mg/l P 2 O 5
mg/l O 2
% O 2
Biochemischer Sauerstoffbedarf bei 20 °C ohne Nitrifikation (BSB 6 ).
mg/l NH 4
Parametergruppe II
Eisen (gelöst)
mg/l SO 4
Grenzflächenaktive Stoffe (Methylenblauaktiv)
mg/l (Laurylsulfat)
Phenole (Phenolzahl) p-Nitroanilin 4 Aminoantipyrin
mg/l C 6 H 5 OH
Kjeldahl-Stickstoff (außer NO 3 )
Gesamtcoliforme bei 37 °C
Parametergruppe III
Gelöste oder emulgierte Kohlenwasserstoffe (nach Extraktion durch Petroläther)
Pestizide - gesamt (Parathion, HCH, Dieldrin)
Chloroformextrahierbare Stoffe
nicht nachweisbar in 5000 ml
nicht nachweisbar in 1000 ml
l = (imperativ) = zwingender Wert,
G = (guide) = Leitwert,
O = außergewöhnliche klimatische oder geographische Verhältnisse.
(1) Die angegebenen Werte stellen entsprechend der durchschnittlichen Jahrestemperatur festgelegte Höchstgrenzen dar (hohe und niedrige Temperatur).
(2) Dieser Parameter wird aufgenommen, um den ökologischen Erfordernissen bestimmter Umweltmedien zu genügen.
ehe § 4 Abs. 1 Nr. 5
(zu § 3 Abs. 3 )
der Probenahmen und Analysen
Jährliche Anzahl der Probenahmen und
Analysen für die Parametergruppen gemäß
Rappbodetalsperre einschließlich Überleitungssperre
Probenahmen und Analysen ab 1998 alle zwei Jahre, nach Maßgabe von Artikel 7 der Richtlinie 79/869/EWG

References: § 3

§ 4

§ 1

§ 2

§ 3

§ 4

§ 5
 § 67
 § 2
 § 3
 § 3
 § 3
 § 3
 § 4
 § 3