Source: http://bravors.brandenburg.de/de/verordnungen-211897
Timestamp: 2019-02-16 17:09:46+00:00

Document:
Verordnung über das Naturschutzgebiet „Puhlsee“
vom 11. Februar 1997
(GVBl.II/97, [Nr. 09], S.201)
Auf Grund des § 21 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 und 2 des Brandenburgischen Naturschutzgesetzes vom 25. Juni 1992(GVBl. I S. 208) verordnet der Minister für Umwelt, Naturschutz und Raumordnung:
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen in den Gemeinden Göttlin, Steckelsdorf und der Stadt Rathenow (Landkreis Havelland) werden als Naturschutzgebiet festgesetzt. Das Naturschutzgebiet trägt die Bezeichnung "Puhlsee".
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von rund 60 Hektar. Es umfaßt folgende Flurstücke in den Gemarkungen
Göttlin Flur 2 39/1, 55/1, 55/2, 57, 58/1, 58/2, 59,74, 75, 76/1 anteilig;
Rathenow Flur 4 1/1, 1/2, 2-14, 22, 23/1, 25/3 anteilig;
Steckelsdorf Flur 1 81/1 anteilig, 86;
Flur 4 21, 22/3, 22/8, 22/9, 22/10 anteilig, 22/11;
Schleuse Flur 5 1, 2/1, 2/2, 3/1 anteilig, 4/3, 4/4,
(Gemeinde Steckelsdorf) 4/5, 4/8, 5, 6/1, 11/1 anteilig.
(2) Die Grenzen des Naturschutzgebietes sind in einer topographischen Karte im Maßstab 1:10.000 und in Flurkarten mit ununterbrochener Linie eingetragen; als Grenze gilt der innere Rand dieser Linie.
Die Karten können beim Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Raumordnung des Landes Brandenburg, oberste Naturschutzbehörde, in Potsdam, sowie beim Landkreis Havelland, untere Naturschutzbehörde, von jedermann während der Dienstzeiten kostenlos eingesehen werden.
als Standort seltener, in ihrem Bestand bedrohter wild wachsender Pflanzengesellschaften, insbesondere von Laichkraut und Schwimmblattgesellschaften, Röhrichten,.Großseggenrieden, Zwergbinsengesellschaften sowie Ufergehölzen und Feuchtwiesen;
als Lebensraum bestandsbedrohter Tierarten, insbesondere von zahlreichen Amphibien- und Vogelarten;
aus ökologischen Gründen wegen der Bedeutung des Gebietes im Rahmen des regionalen Biotopverbundes;
wegen seiner besonderen Eigenart und der Flachwasserverlandungszonen mit der kompletten Serie verschiedener Verlandungsstadien.
die im Sinne des § 11 Abs. 2 des Brandenburgischen Naturschutzgesetzes ordnungsgemäße landwirtschaftliche Bodennutzung auf den bisher rechtmäßig genutzten Flächen mit der Maßgabe, daß die Verbote nach § 4 Abs. 2 Nr. 17, 18, 20 und 21 gelten und daß
die Beweidung des Grünlandes mit einer Besatzstärke von nicht mehr als 1,5 Großvieheinheiten pro Hektar Gesamtweidefläche erfolgt,
die Beweidung entlang der Gewässerränder in einem Abstand von 10 Metern verboten ist,
eine Phosphat-Kali-Erhaltungsdüngung zulässig ist;
die im Sinne des § 11 Abs. 4 des Brandenburgischen Naturschutzgesetzes ordnungsgemäße Fischereiwirtschaftliche Flächennutzung in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang;
Kirrungen an den Rand des Schutzgebietes zu legen sind,
die Jagd ausschließlich vom Ansitz aus durchgeführt wird,
die Jagd auf Federwild ab dem 15. November bis zum Ende der gesetzlichen Jagdzeit gestattet ist;
(2) Die in § 4 dieser Verordnung für das Betreten und Befahren des Naturschutzgebietes enthaltenen Einschränkungen gelten nicht für die Dienstkräfte der Naturschutzbehörden, die zuständigen Naturschutzhelfer und sonstige von den Naturschutzbehörden beauftragte Personen sowie für Dienstkräfte anderer zuständiger Behörden und Einrichtungen, soweit diese in Wahrnehmung ihrer gesetzlichen Aufgaben handeln. Der Genehmigungsvorbehalt nach § 19 Abs. 3 Satz 2 des Landeswaldgesetzes bleibt unberührt.
Potsdam, den 11. Februar 1997

References: § 21
 § 19
 § 2
 § 11
 § 4
 § 11
 § 4
 § 19