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Timestamp: 2020-04-02 02:53:19+00:00

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Dienstleistungen - 78232-2020 - TED Tenders Electronic Daily
Dienstleistungen - 78232-2020
Deutschland-Heidelberg: Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen
2020/S 033-078232
Offizielle Bezeichnung: Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma e. V.
Postanschrift: Bremeneckgasse 2
Kontaktstelle(n): Herr Emran Elmazi
E-Mail: emran.elmazi@sintiundroma.de
Hauptadresse: http://www.sintiundroma.de/start.html
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://www.subreport.de/E28955822
E-Mail: SintiundRoma@stadtbauplan.de
Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen elektronisch via: https://www.subreport.de/E28955822
Nichtoffener, zweiphasiger Realisierungswettbewerb gemäß RPW und vorgeschaltetem qualifizierten Auswahlverfahren „Sanierung und Neubau des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma“
Referenznummer der Bekanntmachung: HD 17522
Das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma ist in seiner heutigen Form und Arbeitsweise das Ergebnis von mehr als 45 Jahren erfolgreicher Bürgerrechtsarbeit, mit der Angehörige der Minderheit für ihre Rechte und die Anerkennung der NS-Verbrechen an den Sinti und Roma kämpften. Das Zentrum wurde Anfang der neunziger Jahre mit Unterstützung der Stadt Heidelberg in der Heidelberger Altstadt eingerichtet und beherbergt die weltweit erste Dauerausstellung zum Holocaust an den Sinti und Roma. Als europaweit singuläre Einrichtung wird das Zentrum von der Bundesregierung und dem Land Baden-Württemberg institutionell gefördert. Die Arbeit des Dokumentations- und Kulturzentrums zeichnet sich durch eine doppelte Perspektive aus. Es galt und gilt, in Zusammenarbeit mit dem Zentralrat Deutscher Sinti und Roma und den Landesverbänden, den Emanzipationsprozess der nationalen Minderheit der deutschen Sinti und Roma weiter zu stärken. Zugleich ist das Zentrum eine wissenschaftliche Facheinrichtung für die Aufarbeitung und Dokumentation der 600-jährigen Kulturgeschichte der Sinti und Roma, für Gedenkstättenarbeit und politische Bildungsarbeit gegen Antiziganismus sowie zeitgenössische Kunst- und Kulturprojekte.
Trotz ihrer 600-jährigen Kulturgeschichte in Europa verfügt die nationale Minderheit der Sinti und Roma in Deutschland bislang über keine historisch signifikante Repräsentanz, die ihren kulturpolitischen Leistungen Rechnung trägt und unverwechselbar im Stadtbild erkennbar ist. Mit der geplanten Sanierung und dem Neubau soll neben der Dauerausstellung ausreichend Raum für Konzerte, Sonderausstellungen, die hauseigene Mediathek sowie repräsentative Räume für den Empfang von international hochrangigen Gästen und für Fachtagungen und Pressekonferenzen geschaffen werden.
Das Raumprogramm umfasst insgesamt ca. 3 100 m2 NUF bei einer Bausumme von ca. 18 Mio. EUR netto (KG 300 und 400). Das Projekt ist Kandidat der Internationalen Bauausstellung Heidelberg und wird von dieser begleitet und unterstützt.
Vom Auslober ist eine weitgehend öffentliche Förderung des Bauvorhabens angestrebt. Als Grundlage für die hierzu erforderlichen Gremienbeschlüsse auf Bundes- und Landesebene soll der vorliegende Wettbewerb durchgeführt werden. Für den Prozess im Anschluss an den Wettbewerb ist mit einem Zeitraum von 1 bis 1,5 Jahren bis zur Auftragsvergabe zu rechnen. Bei erfolgreicher Drittmittelakquise verpflichtet sich der Auslober zur Beauftragung gemäß des vorliegenden Wettbewerbsverfahrens (Beauftragung eines der Preisträger). Sollte das Bauvorhaben aufgrund ausbleibender Drittmittel nicht zustande kommen, kann das Auftragsversprechen nicht eingelöst werden. Mit der Teilnahme am Wettbewerbsverfahren erkennen die Teilnehmer vorstehende Einschränkung an.
Der Auslober wird unter Berücksichtigung der Empfehlung des Preisgerichtes bei erfolgreicher Drittmittelakquise einen der Preisträger mit den folgenden Planungsleistungen beauftragen, sofern kein wichtiger Grund der Beauftragung entgegensteht: Leistungen der Objektplanung Gebäude gem. §34 HOAI die LPH 1 (anteilig) sowie LPH 2-9, mindestens jedoch die LPH 2-5.
Die Vergabe erfolgt im Rahmen eines nichtoffenen Wettbewerbs in zwei Phasen. In Phase I findet die Erarbeitung grundsätzlicher Lösungsansätze für die städtebauliche Gesamtsituation (Lage und Dimension der Baukörper, Außenräume, Erschließung), inklusive Massenmodell (M 1: 500) sowie die prinzipielle Verteilung der Nutzungen statt.
Phase II umfasst die Durcharbeitung und Weiterentwicklung des Entwurfs aus Phase I (Gebäude (M 1: 200 inklusive Modell M 1: 200).
Nach Abschluss des Wettbewerbs wird der Auftraggeber gemäß §14 Abs. 4 Ziff. 8 VgV ein Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb mit den Preisträgern durchführen. Die Bewertung dieser Angebote/Auftragsgespräche erfolgt auf Grundlage der Ausführungen in der Vergabeverhandlung sowie des Honorarangebotes anhand der in Anlage 2 Matrix „Zuschlag“ beschriebenen Zuschlagskriterien.
Für die erste Phase des Wettbewerbs sind 25 Teilnehmer vorgesehen. Sieben Teilnehmer wurden von dem Auslober unter Zugrundelegung der den Teilnahmebedingungen entsprechenden Grundqualifikationen zur Teilnahme gesetzt. Die Auswahl der verbleibenden 18 Teilnehmer erfolgt in einem Bewerbungsverfahren.
Aus allen fristgerecht eingegangenen Bewerbungen, welche die formalen und fachlichen Anforderungen für die Zulassung erfüllen, werden diejenigen 18 Bewerber zzgl. Nachrücker ausgewählt, die aufgrund der aus den Bewerbungsunterlagen ersichtlichen Architektur-/Gestaltungsqualität der eingereichten Referenzen (grafischen Nachweise) überzeugen. Die Auswahl der Teilnehmer erfolgt dabei durch ein Auswahlgremium, bestehend aus Vertretern des Auslobers und externen Architekten. Sollten mehr 18 Bewerber zzgl. Nachrücker in die Kategorie „überzeugend“ eingestuft werden, wird aus diesen Teilnehmern gelost (siehe Details zur Wertung der Referenzen in Anlage 1 „Teilnahmevoraussetzung/Eignung“)
Die ausgewählten Bewerber werden benachrichtigt und haben die Teilnahme innerhalb gesetzter Frist zu bestätigen, geloste Nachrücker rücken im Falle einer Absage nach.
Zur Bewerbung sind zwingend die vom Auftraggeber bereitgestellten Bewerbungsunterlagen (Teilnahmeantrag mit Anlagen) zu verwenden. Der Antrag ist ausgefüllt und fristgerecht elektronisch in Textform (§126b BGB) über die Vergabeplattform Subreport/Elvis einzureichen (siehe auch URL unter I.3)).
— bei Bewerbergemeinschaften eine von sämtlichen Mitgliedern vollständig ausgefüllte „Bewerbergemeinschaftserklärung“ (Formblatt im Teilnahmeantrag) mit dem Hinweis auf die gesamtschuldnerische Haftung aller Mitglieder und der Benennung eines bevollmächtigten Vertreters,
— bei dem Einsatz von Nachunternehmern zum Nachweis der Leistungsfähigkeit und Fachkunde das vollständig ausgefüllte Formblatt‚ Nachunternehmerverpflichtungserklärung‘ (§ 47 Abs. 1 VgV). Die von Nachunternehmern (NU) zu erbringenden Leistungen sind nach Art und Umfang im Teilnahmeantrag zu benennen. Der Auftraggeber behält sich vor, bei Angabe eines hohen Nachunternehmeranteils weitergehende Eignungsnachweise für den NU im Wege der Aufklärung anzufordern,
— Eigenerklärung zu den Ausschlussgründen nach §42 Abs 1, §79 Abs. 2 VgV und §123 Abs. 1, §124 Abs. 1 GWB (siehe Teilnahmeantrag),
— Verpflichtungserklärung zu Tariftreue und Mindestentlohnung bei öffentlichen Aufträgen nach dem Landestariftreue- und Mindestlohngesetz Baden-Württemberg (LTMG) vom 16.4.2013 (Gesetzesblatt für Baden-Württemberg 2013, Nr. 4, S. 50-53) und dem Gesetz zur Änderung des Naturschutzgesetzes und weiterer Vorschriften vom 21.11.2017, Artikel 15 (Gesetzesblatt Baden-Württemberg 2017, Nr. 23, S. 606 (siehe Teilnahmeantrag),
— bei juristischen Personen ein aktueller Eintrag in die zutreffenden Register (z. B. Handelsregisterauszug) in Ermangelung eines solchen eine gleichwertige Bescheinigung einer Gerichts- und Verwaltungsbehörde des Ursprungs- und Herkunftslandes (von jedem Mitglied der Bewerbergemeinschaft bzw. von Nachunternehmern),
— Nachweis der Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung „Architekt/Architektin“ durch beigefügte Kopie der Eintragungsurkunde in die Architektenkammer, bei ausländischen Bewerbern ist ein gleichwertiger Nachweis des Herkunftslandes zu führen,
— Angaben zur wirtschaftlichen Verknüpfung mit Dritten (von jedem Mitglied der Bewerbergemeinschaft),
— ein aktuell gültiger Nachweis einer bestehenden Berufshaftpflichtversicherung (bei BG von jedem Mitglied), im Auftragsfall ist eine Deckungssumme von 1 Mio. EUR für Personenschäden und 0,6 Mio. EUR für sonstige Schäden nachzuweisen (siehe Teilnahmeantrag),
— Erklärung, dass im Falle einer Beauftragung qualifiziertes Personal (Projektleiter und Bauüberwacher) mit mind. 5 Jahren Berufserfahrung eingesetzt wird (siehe Teilnahmeantrag),
— Fortführung unter VI.3.1) Weitere Angaben.
Architektin/Architekt (Fortführung unter VI.3.2) Weitere Angaben).
architecten jan de vylder inge vinck, Gent, Belgien
Barozzi Veiga, Barcelona, Spanien
David Chipperfiled Architects, London/Berlin
heneghan peng architects, Dublin/Berlin
— Entwurfsidee/Leitgedanke,
— Funktionalität/Räumliche Organisation,
— äußere Erschließung.
— Umgang mit denkmalpflegerischem Bestand,
Als Wettbewerbssumme stellt der Auslober einen Gesamtbetrag in Höhe von 160 000 EUR (zzgl. MwSt.) zur Verfügung.
Nach Abzug der Bearbeitungshonorare in Höhe von 56 000 EUR (siehe Punkt IV.3.2), werden die nachfolgenden Preise und Anerkennungen ausgelobt (zzgl. MwSt.):
— 1. Preis 41 000 EUR,
— 2. Preis 26 000 EUR,
— 3. Preis 16 000 EUR sowie für Anerkennungen: 21 000 EUR.
Das Preisgericht ist berechtigt, durch einstimmigen Beschluss, die Aufteilung der Preis- und Anerkennungssummen sowie die Anzahl der Preise und Anerkennungen zu ändern.
Für alle Teilnehmer der Phase II, die form- und fristgerecht einen prüffähigen Beitrag abgeben, werden Bearbeitungshonorare in Höhe von insgesamt 56 000 EUR ausgeschüttet. Der Betrag wird gleichmäßig verteilt, die Höhe ist abhängig von der abschließenden Teilnehmerzahl der Phase II.
Dr. Sonja Beeck, Architektin Berlin
Prof. Michael Braum, Stadtplaner Heidelberg
Prof. Donatella Fioretti, Architektin Berlin
Prof. Johannes Kuehn, Architekt Berlin
Prof. Markus Neppl, Architekt u. Stadtplaner Köln
Jürgen Odszuck, Erster Bürgermeister, Architekt, Heidelberg
Jórunn Ragnarsdóttir, Architektin Stuttgart
Prof. Dirk Bayer, Architekt, Kaiserslautern
Prof. Gerhard Kalhöfer, Architekt, Köln
Annette Friedrich, Architektin, Heidelberg
Christiane Hauss, Architektin, Heidelberg
Carl Zillich, Architekt, Heidelberg
Dr. Joachim Baur, Historiker, Kunstwissenschaftler, Kurator, Berlin
Dr. h.c. Manfred Lautenschläger, Mitglied Kuratorium Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma
Romani Rose, Vorsitzender Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma
N.N., Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (angefragt)
Thomas Strobl, Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg (angefragt)
VI.3.1) Fortführung von Punkt III.1.10) Kriterien für die Auswahl der Teilnehmer
— Nachweis der technischen Leistungsfähigkeit in Form von Referenzen gemäß § 46 VgV (Die Details zu den nachzuweisenden Referenzen sind der Anlage 1 „Teilnahmevoraussetzung/Eignung“ zu entnehmen! Referenzen aus früheren Tätigkeiten in anderen Büros werden zugelassen, soweit eine Bescheinigung des früheren Arbeitgebers vorliegt, dass diese Referenzen in leitender Position bearbeitet wurden.
Bewerbungsunterlagen, die über den geforderten Umfang hinausgehen, werden nicht berücksichtigt.)
Nichtvorlage bzw. nicht rechtzeitige Vorlage des vollständig ausgefüllten Teilnahmeantrags, eine fehlende Bewerbergemeinschaftserklärung/Nachunternehmerverpflichtungserklärung (bei Bedarf) und Bewerbungen nur für Teilleistungen führen zum Ausschluss der Bewerbung.
Vergaberechtsrelevante Mehrfachbeteiligungen, die zu einem Verstoß gegen den Geheimwettbewerb führen, sind ausgeschlossen. Der Bewerber ist aufgefordert, in diesem Fall bereits mit seiner Bewerbung darzulegen, wie für die Wettbewerbsphase ein Verstoß gegen den Geheimwettbewerb ausgeschlossen werden kann. Die Nachforderung von Unterlagen gemäß § 56 VgV wird vorbehalten.
Das Preisgericht wählt nach Beurteilung der Lösungsansätze nach den unter Punkt IV)1.9 genannten Beurteilungskriterien ausschließlich aus den Teilnehmern der Phase I bis zu 8 Teilnehmer für die Phase II aus.
Bevor die Ausloberin den Auftrag im beschriebenen Umfang erteilt, sind nach § 42 (1) und § 80 (1) VgV von den Preisträgern zum Verhandlungsverfahren weitere Nachweise ihrer Eignung zu erbringen.
Die Details der hierzu nachzuweisenden Mindesteignung sind der Anlage 1 „Teilnahmevoraussetzung/Eignung“ zu entnehmen!
Werden diese geforderten Eignungsnachweise spätestens zum Zeitpunkt des Verhandlungsverfahrens nicht vorgelegt, so wird der Preisträger/Bieter ungeachtet des Wettbewerbsergebnisses ausgeschlossen.
Zum Nachweis der Eignung können kleinere Büroorganisationen oder Berufsanfänger eine Bewerbergemeinschaft bilden (zum Wettbewerb) oder sich der sog. Eignungsleihe (siehe §47 VgV, zum Verhandlungsverfahren mit Nachunternehmer) bedienen.
VI.3.2) Fortführung von Punkt III.2.1) Angaben zu einem besonderen Berufsstand
VI.3.3) Sonstiges – siehe Anlage 3!
Hinweis: Die Anlagen 1-3 zur Bekanntmachung sind zu berücksichtigen (s. unter I.3)!
E-Mail: vergabekammer@rp.baden-wuerttemberg.de

References: §34
 §14
 §42
 §79
 §123
 §124
 § 46
 § 56
 § 42
 § 80
 §47