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Timestamp: 2019-07-16 21:31:39+00:00

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BGH, 21.09.2005 - XII ZR 312/02 - dejure.org
BGH, 21.09.2005 - XII ZR 312/02
https://dejure.org/2005,252
BGH, 21.09.2005 - XII ZR 312/02 (https://dejure.org/2005,252)
BGH, Entscheidung vom 21.09.2005 - XII ZR 312/02 (https://dejure.org/2005,252)
BGH, Entscheidung vom 21. September 2005 - XII ZR 312/02 (https://dejure.org/2005,252)
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BGB §§ 566 a. F., 305 b, 307; AGBG §§ 4, 9
Nachträgliche mündliche Individualvereinbarungen haben auch vor Schriftformklauseln in Formularverträgen über langfristige Geschäftsraummietverhältnisse Vorrang
Geschäftsraummietvertrag: Nachträgliche mündliche Abänderung; Geltendmachung rückständiger Miete; Vorrangssachverhalt von nachträglichen mündlichen Individualvereinbarungen und Schriftformklauseln in Formularverträgen über langfristige Geschäftsraummietverhältnisse; Wirksamkeit der Senkung einer monatlichen Miete; Wirksamkeit einer vorformulierten Schriftformklausel; Vorrang von kollidierenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB)
Abänderung der Schriftform durch mündliche Vereinbarung
Zum Vorrang von nachträglichen mündlichen Individualvereinbarungen vor Schriftformklauseln in Formularverträgen über langfristige Geschäftsraummietverhältnisse
Vorrang der Individualabrede in AGB gem. § 305b BGB und Schriftformklauseln
BGB § 566 (a.F.) § 305b § 307; AGBG § 4 § 9
Vorrang von mündlichen Individualvereinbarungen vor einer Schriftformklausel in einem langfristigen Geschäftsraummietvertrag
Mündliche Individualvereinbarungen haben Vorrang!
Mündliche Vereinbarungen auch bei Gewerbemietvertrag gültig - Firmen / Gewerbe
§§ 566 a.F., 305 b, § 307 BGB, §§ 4, 9 AGBG
Wirksamkeit einer nachträglichen mündlichen Individualvereinbarung bei schrifticher Klausel in Gewerberaummietvertrag; Mietrecht
Auch mündliche Vereinbarungen gelten
Individualvereinbarungen in Formularverträgen über Geschäftsraummietverhältnisse
Geweberaummiete: BGH stellt klar, dass mündliche Individualvereinbarungen Vorrang gegenüber Schriftformklauseln haben.
Mündliche Absprachen haben vor Schriftformklauseln in Formularmietverträgen über langfristige Geschäftsraummietverhältnisse Vorrang - BGH zum Verhältnis von Schriftformklauseln und mündlichen Absprachen
Häufige AGB Fehler, doppelte Schriftformklausel in AGB ist unwirksam // Abmahngefahr wegen AGB Fehler bei doppelter Schriftformklausel
BGB § 125 Satz 2, §§ 305b, 307, 550; BGB a. F. § 566
Vorrang nachträglicher mündlicher Individualvereinbarungen vor Schriftformklauseln in AGB über langfristige Geschäftsraummiete
Schriftformklausel im Gewerbemietvertrag
Schriftformklauseln bieten keinen Schutz vor nachträglichen mündlichen Individualvereinbarungen
Formularmietverträge: Mündliche Abänderung trotz Schriftformklausel möglich! (IBR 2006, 52)
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 21.09.2005, Az.: XII ZR 312/02 (Vorrang nachträglicher mündlicher Individualvereinbarungen vor Schriftformklauseln in AGB über langfristige Geschäftsraummiete)" von Dr. iur. RiLG Kai Hamdorf, original erschienen in: ZfIR 2006, 208 - 209.
BGHZ 164, 133
NJW 2006, 138
MDR 2006, 508
NZM 2006, 59
ZMR 2006, 104
WM 2005, 2406
Das gilt selbst dann, wenn durch eine AGB-Schriftformklausel bestimmt wird, dass mündliche Abreden unwirksam sind (Senatsurteil BGHZ 164, 133 = NJW 2006, 138 f. mwN).
Vereinbaren die Parteien - wenn auch nur mündlich - etwas anderes, so kommt dem der Vorrang zu (vgl. Senatsurteil BGHZ 164, 133 = NJW 2006, 138, 139).
Es kommt - anders als bei einer individuell vereinbarten doppelten Schriftformklausel - auch nicht darauf an, ob die Parteien bei ihrer mündlichen Absprache an die entgegenstehende Klausel gedacht haben und sich bewusst über sie hinwegsetzen wollten (vgl. Senatsurteil BGHZ 164, 133 = NJW 2006, 138, 139 mwN).
Sie können und sollen nur insoweit Geltung beanspruchen, als die von den Parteien getroffene Individualabrede dafür Raum lässt (BGH 21. September 2005 - XII ZR 312/02 - BGHZ 164, 133, zu 2 a der Gründe;… vgl. auch MünchKommBGB/Basedow 5. Aufl. Bd. 2 § 305b Rn. 1;… BAG 25. April 2007 - 5 AZR 504/06 - Rn. 17, AP BGB § 615 Nr. 121 = EzA BGB 2002 § 615 Nr. 20).
bb) Den Vorrang gegenüber Allgemeinen Geschäftsbedingungen haben individuelle Vertragsabreden auch dann, wenn durch eine AGB-Schriftformklausel bestimmt wird, dass mündliche Abreden unwirksam sind (BGH 21. September 2005 - XII ZR 312/02 - BGHZ 164, 133, zu 2 a der Gründe).
Dabei kommt es nicht darauf an, ob die Parteien eine Änderung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen beabsichtigt haben oder sich der Kollision mit den Allgemeinen Geschäftsbedingungen bewusst geworden sind (BGH 21. September 2005 - XII ZR 312/02 - aaO mwN).
Es kommt nicht darauf an, ob die Parteien eine Änderung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen beabsichtigt haben oder sich der Kollision mit den Allgemeinen Geschäftsbedingungen bewusst geworden sind (BGH 21. September 2005 - XII ZR 312/02 - zu 2 a der Gründe, BGHZ 164, 133) .
Unwirksam ist eine Schriftformklausel, wenn sie dazu dient, insbesondere nach Vertragsschluss getroffene Individualvereinbarungen zu unterlaufen, indem sie beim anderen Vertragsteil den Eindruck erweckt, eine mündliche Abrede sei entgegen allgemeinen Grundsätzen unwirksam (BGH, Urteil vom 15. Februar 1995 - VIII ZR 93/94, NJW 1995, 1488; Urteil vom 21. September 2005 - XII ZR 312/02, BGHZ 164, 133; Urteil vom 28. April 1983 - VII ZR 246/82, BauR 1983, 363 f.).
Es kommt auch nicht darauf an, ob die Parteien eine Änderung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen beabsichtigten oder sich der Kollision mit den Allgemeinen Geschäftsbedingungen überhaupt bewusst waren (BGH 21. September 2005 - XII ZR 312/02 - BGHZ 164, 133, 136).
Ob es sich bei der Klausel um eine allgemeine Geschäftsbedingung im Sinne von § 305 Abs. 1 BGB (§ 1 AGBG) handelt (vgl. Senat BGHZ 164, 133, 136), kann hierfür offen bleiben.
Der Vorrang der Individualabrede (§ 305b BGB) gilt auch gegenüber einer nach §§ 305 ff. BGB angemessenen Schriftformklausel (vgl. BGH 21. September 2005 - XII ZR 312/02 - zu 2 a der Gründe, BGHZ 164, 133) .
Er hat allerdings in der Entscheidung vom 21.09.2005 - XII ZR 312/02, BGHZ 164, 133 = NJW 2006, 138 zur einfachen Schriftformklausel in einem langfristigen Gewerbemietvertrag ausgeführt, dass der Vorrang der Individualabrede gelte, auch wenn man ein berechtigtes Interesse des Verwenders anerkenne, einem langfristigen Mietvertrag nicht durch nachträgliche Abreden die Schriftform zu nehmen (…BGH, a.a.O., Tz. 15/16).
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Auch im Rahmen einer Versteigerung über die Internetplattform X richtet sich der Vertragsschluss nach den §§ 145 ff BGB (BGH NJW 2002, 363; OLG Köln NJW 2006, 138).
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References: § 305
 § 566
 § 305
 § 307
 § 4
 § 9
 § 307
 BGH 
 BGH 
 § 125
 § 566
 BGH 
 § 305
 § 615
 § 615
 § 305
 BGH 
 § 14