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Timestamp: 2020-05-25 07:08:33+00:00

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§ 31 UrhG: Einräumung von Nutzungsrechten
BGH, URTEIL vom 3.8.2014, Az. I ZR 35/11 45	(5) Entgegen der Ansicht des Berufungsgerichts zählt § 31 Abs. 5 UrhG nicht zu den Bestimmungen, die den Sachverhalt im Sinne des Art. 34 EGBGB zwingend regeln (Nordemann-Schiffel in Fromm/Nordemann, Urheberrecht, 11. Aufl., Vor §§ 120 ff. UrhG Rn. 86 und 88 mwN; von Welser in Wandtke/ Bullinger, Urheberrecht, 4. Aufl., § 32b UrhG Rn. 2; Obergfell in Büscher/ Dittmer/Schiwy, Gewerblicher Rechtsschutz Urheberrecht Medienrecht, 2. Aufl., Vor §§ 120 ff. UrhG Rn. 14, jeweils mwN; Loewenheim, Festschrift Bornkamm [2014], S. 887, 891 f.; aA LG München I, ZUM-RD 2002, 21, 25 f. und 27; Katzenberger in Schricker/Loewenheim aaO § 32b UrhG Rn. 33 f. und Vor §§ 120 ff. UrhG Rn. 166 f.; Dreier in Dreier/Schulze aaO Vor § 120 Rn. 55, jeweils mwN).
BGH, URTEIL vom 3.8.2014, Az. I ZR 35/11 -20- 49	Der in § 31 Abs. 5 UrhG niedergelegte und ausgeformte Auslegungsgrundsatz, dass der Urheber im Zweifel nur die Nutzungsrechte einräumt, die für das Erreichen des Vertragszwecks unerlässlich sind (Übertragungszweckgedanke), beruht auf dem das gesamte Urheberrecht beherrschenden Leitgedanken einer möglichst weitgehenden Beteiligung des Urhebers an der wirtschaftlichen Verwertung seines Werkes (Beteiligungsgrundsatz; vgl. BGH, Urteil vom 28. Oktober 2010-1 ZR 18/09, GRUR 2011, 714 Rn. 16 und 19 f. = WRP 2011, 913 - Der Frosch mit der Maske, mwN).
BGH, URTEIL vom 3.8.2014, Az. I ZR 35/11 Er dient, wie das Berufungsgericht mit Recht angenommen hat, dem Schutz des Urhebers als der regelmäßig schwächeren Vertragspartei (vgl. Schricker/Loewenheim in Schricker/Loewen-heim aaO § 31 UrhG Rn. 65) und gilt auch bei einer Einräumung von Leistungsschutzrechten (BGH, Urteil vom 11. April 2013-1 ZR 152/11, GRUR 2013, 618 Rn. 30 = WRP 2013, 793 - Internet-Videorecorder II).
BGH, URTEIL vom 3.8.2014, Az. I ZR 35/11 -21 - sind (BGHZ 165, 248, 256) und es sich bei § 31 Abs. 5 UrhG um keine nach deutschem Recht zwingende Vorschrift handelt.
BGH, URTEIL vom 4.9.2013, Az. I ZR 41/12 11	Entgegen der Auffassung der Revision führen § 31 Abs. 5 UrhG und die in dieser Vorschrift zu dem Ausdruck kommende Übertragungszwecklehre, wonach in Verträgen des Urhebers über sein Urheberrecht im Zweifel keine weitergehenden Rechte eingeräumt werden, als dies der Zweck des Nutzungsvertrages erfordert (vgl. BGH, Urteil vom 27. September 1995 -1 ZR 215/93, BGHZ 131, 8, 12 f. - Pauschale Rechtseinräumung; BGH, Urteil vom 22. Januar 1998 -1 ZR 189/95, BGHZ 137, 387, 392 - Comic-Übersetzungen I, mwN), nicht zur Unwirksamkeit der beanstandeten Klauseln.
BGH, URTEIL vom 4.9.2013, Az. I ZR 41/12 Gegen die Annahme eines Leitbildcharakters des § 31 Abs. 5 UrhG im Rahmen einer AGB-rechtlichen Inhaltskontrolle spricht ferner der für diese Bestimmung anzuwendende konkret-individuelle Prüfungsmaßstab, während bei der Inhaltskontrolle ein abstrakt-genereller Maßstab zugrunde zu legen ist (vgl. im Einzelnen BGH, Urteil vom 31. Mai 2012 -1 ZR 73/10, BGHZ 193, 268 Rn. 16 ff. - Honorarbedingungen Freie Journalisten, mwN).
BGH, URTEIL vom 4.9.2013, Az. I ZR 41/12 Dem Umstand, dass die besondere, gegenüber der allgemeinen Auslegungsregel des § 31 Abs. 5 UrhG grundsätzlich vorrangige Auslegungsregel des § 89 Abs. 1 UrhG auf eine umfassende Rechteeinräumung zu Gunsten des Filmherstellers abzielt (vgl. BGH, GRUR 2005, 937, 939 - Der Zauberberg), kann nicht die gesetzliche Grundentscheidung entnommen werden, dass Nutzungsrechte, die über die filmische Verwertung im engeren Sinne hinausgehen, beim Urheber verbleiben müssen.
LG Bochum, Urteil vom 4.10.2011, Az. 8 O 277/11 Nach den bisher geltenden Grundsätzen der Rechtsprechung, sollen Auslegungsregeln wie etwa § 31 V UrhG für die Inhaltskontrolle des AGB-Rechts nicht zu verwerten sein, da sie lediglich 'Ersatzfunktion*, nicht aber 'Leitbildfunktion' hätten (BGH, GRUR 1984, 45, 48 [49] - Honorarbedingungen: Sendevertrag).
LG Bochum, Urteil vom 4.10.2011, Az. 8 O 277/11 84cc) Dementsprechend geht eine im Vordringen befindliche Auffassung zutreffend davon aus, dass § 31 V UrhG jedenfalls unter Berücksichtigung der konkreten Umstände des Einzelfalls eine taugliche Grundlage einer AGB-rechtlichen Inhaltskontrolle sein kann (so z. B.: Schricker/Loewenheim, vor § 28 Rdnr. 40; OLG Zweibrücken, ZUM 2001, 346 = BeckRS 2000, 30148655 Rdnr. 40).
LG Bochum, Urteil vom 4.10.2011, Az. 8 O 277/11 Bereits der BGH hatte in der Entscheidung 'Pauschale Rechtseinräumung' (BGHZ 131, 8 = NJW 1995, 3252 = GRUR 1996, 121 [122]) zutreffend daran erinnert, die Zweckübertragungslehre habe '- wie ihre gesetzliche Ausprägungen § 31 V UrhG deutlich macht - eine Bedeutung, die über die genannte Auslegungsregel hinausgeht.'
BGH, URTEIL vom 4.3.2010, Az. I ZR 69/08 Das Recht, ein Werk auf eine bestimmte Art und Weise zu nutzen (§ 31 Abs. 1 Satz 1 und 2 UrhG), kann einem Dritten allerdings auch durch eine konkludente Erklärung des Urhebers eingeräumt werden (vgl. BGH, Urt. v. 20.11.1970 -1ZR 50/69, GRUR 1971, 362, 363 - Kandinsky II, m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 4.3.2010, Az. I ZR 69/08 35	Dabei	kommt es nicht darauf an, ob die Einwilligung als eine (bloß) rechtsgeschäftsähnliche Handlung anzusehen ist, die allerdings im Wesentlichen den für Willenserklärungen geltenden Regeln unterliegt (vgl. Wandtke/ Grunert in Wandtke/Bullinger aaO § 31 UrhG Rdn. 37; v. Ungern-Sternberg, GRUR 2009, 369, 370; Schricker/Schricker aaO Vor §§ 28 ff. UrhG Rdn. 27 m.w.N.; allgemein zur Einwilligung in die Verletzung eines absolut geschützten Rechts oder Rechtsguts vgl. BGHZ 29, 33, 36; 105, 45, 47 f.; Ahrens in Prüt-ting/Wegen/Weinreich, BGB, 3. Aufl., Vor §§ 116 ff. Rdn. 8; Schaub in Prütting/ Wegen/Weinreich aaO § 823 Rdn. 16; Erman/Schiemann, BGB, 12. Aufl., § 823 Rdn. 147), oder ob man sie als eine Willenserklärung mit Besonderheiten ein-ordnen will (vgl. etwa Ohly aaO S. 201 ff. m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 4.2.2009, Az. 1 ZR 153/06 Nordemann in Fromm/Nordemann aaO §31 UrhG Rdn. 36 ff.; Wente/ Herle, GRUR 1997, 96, 99 ff.); beispielsweise könne vereinbart werden, dass bei einer Beendigung des Nutzungsrechts erster Stufe das Nutzungsrecht zweiter Stufe fortbestehe (vgl. BGH, Urt. v. 28.11.1985-1 ZR 89/83, ZUM 1986, 278 - Alexis Sorbas, und § 2 Abs. 5 lit. c Halbsatz 2 des zwischen dem Verband deutscher Schriftsteller in der IG Medien und dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. vereinbarten Normvertrags für den Abschluss von Verlagsverträgen vom 19. Oktober 1978 in der ab 1. April 1999 gültigen Fassung, wonach der Bestand bereits abgeschlossener Lizenzverträge vom Erlöschen des Verlagsrechts unberührt bleibt) oder der Urheber verpflichtet sei, dem Lizenznehmer die Nutzung zu den bisherigen Bedingungen für die vereinbarte Laufzeit zu gestatten (so § 2 Abs. 5 Satz 2 Halbsatz 1 der zwischen dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels und dem Deutschen Hochschulverband vereinbarten Musterverträge für wissenschaftliche Verlagswerke in der Fassung des Jahres 2000).
LG Köln, vom 3.2.2008, Az. 28 O 296/07 Nach der Rechtsprechung des Reichsgerichts und des Bundesgerichtshofs muss geprüft werden, ob im konkreten Fall ein Rechteübergang an dem Zweckübertragungsgedanken scheitert (BGH, GRUR 86/62, 66 GEMA-Vermutung I; GRUR 88/296, 297 GEMA-Vermutung IV), denn der jetzt in § 31 Abs. 5 UrhG verankerte Zweckübertragungsgedanke galt nach allgemeiner Meinung schon im früheren Recht (vgl. OLG München a.a.O.).
LG Köln, vom 3.2.2008, Az. 28 O 296/07 In der Rechtsprechung waren insoweit für die Beurteilung stets die Umstände des Einzelfalles dafür maßgeblich, ob sich die in § 31 Abs.4 UrhG vorgesehene Rechtsfolge aus dem Zweckübertragungsgedanken ergab (vgl. OLG München a.a.O.).
LG Köln, vom 3.2.2008, Az. 28 O 296/07 156Die Anwendung der schon unter der Herrschaft des früheren Rechts entwickelten Zweckübertragungstheorie (vgl. statt aller BGH in GRUR 1982, 727 - Altverträge, m.w.N.), die heute in § 31 Abs. 5 UrhG ihre gesetzliche Anerkennung gefunden hat, bestätigt dieses Ergebnis.
BVerfG, vom 2.0.2008, Az. 1 BvR 213/08 Die Rüge, das rechtsstaatliche Bestimmtheitsgebot sei verletzt, weil sich die - durch die Streichung von § 31 Abs.4 UrhG a.F. möglich gewordene - Einräumung von Rechten an unbekannten Nutzungsarten auf einen nicht bestimmbaren Gegenstand richte, entbehrt jeder verfassungsrechtlichen Grundlage und ist deswegen unzulässig (vgl. BVerfGE 89, 155 <171>; 98, 17 <34>; 101, 331 <345 f.>).
BGH, URTEIL vom 4.10.2007, Az. I ZR 12/05 Denn nach dem Zweckübertragungsgedanken des § 31 Abs. 5 UrhG - der auf den Ende 1996 geschlossenen Vertrag der Parteien nach § 132 Abs.3 Satz 1 UrhG in seiner am 28. März 2002 geltenden Fassung weiter anzuwenden ist - räumt der Urheber Nutzungsrechte im Zweifel (nur) in dem Umfang ein, den der Vertragszweck unbedingt erfordert (st. Rspr.; vgl. BGH, Urt. v. 22.4.2004 - I ZR 174/01, GRUR 2004, 938 f. = WRP 2004, 1497 - Comic-Übersetzungen III, m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 4.0.2006, Az. I ZR 5/03 Die Vorschrift des § 31 Abs.4 UrhG gilt zwar auch für Wahrnehmungsverträge mit Verwertungsgesellschaften (vgl. BGHZ 95, 274, 282 f. - GEMA-Vermutung I; BGH, Urt. v. 15.10.1987 - I ZR 96/85, GRUR 1988, 296, 298 - GEMA-Vermutung IV); die Verwendung von DVDs ist aber im Hinblick auf die seit Jahren bekannte Videokassettennutzung keine unbekannte Nutzungsart im Sinne dieser Vorschrift (vgl. BGH, Urt. v. 19.5.2005 -1 ZR 285/02, GRUR 2005, 937, 939 = WRP 2005, 1542 - Der Zauberberg, für BGHZ 163, 109 vorgesehen).
BGH, URTEIL vom 4.4.2005, Az. I ZR 285/02 b)	Eine neue Nutzungsart i.S. des § 31 Abs.4 UrhG setzt voraus, dass es sich um eine technisch und wirtschaftlich eigenständige Verwendungsform des Werkes handelt (im Anschluss an BGFIZ 128, 336, 341 - Videozweitauswertung III und BGHZ 133, 281, 287 f.-Klimbim).
BGH, URTEIL vom 4.4.2005, Az. I ZR 285/02 So hat eine andere Kammer des Landgerichts München I eine neue Nutzungsart verneint (ZUM 2003, 147, 149), während das Landgericht Köln die Anwendbarkeit des § 31 Abs.4 UrhG bejaht hat (LG Köln, Urt. v. 25.5.2002 -28 O 31/02; das Berufungsurteil - OLG Köln ZUM 2003, 317 - hat die Frage offen gelassen).
BGH, URTEIL vom 4.4.2005, Az. I ZR 285/02 b)	Eine Nutzungsart i.S. des § 31 Abs.4 UrhG kann nur eine konkrete technisch und wirtschaftlich eigenständige Verwendungsform des Werkes sein (vgl. BGHZ 133, 281, 287 f. - Klimbim; vgl. auch BGHZ 95, 274, 283 - GEMA-Vermutung I; 128, 336, 341 - Videozweitauswertung III).
BGH, URTEIL vom 4.4.2005, Az. I ZR 285/02 Mit Hilfe des § 31 Abs.4 UrhG soll daher verhindert werden, dass dem Urheber Mehrerträgnisse vorenthalten werden, die sich aus neuen technischen Entwicklungen ergeben (vgl. BGHZ 95, 274, 282 f. - GEMA-Vermutung I; 133, 281, 288 - Klimbim); dem Urheber soll die Entscheidung darüber Vorbehalten bleiben, ob und gegen welches Entgelt er
BGH, BESCHLUSS vom 4.11.2003, Az. I ZA 2/03 § 31 Abs.4 UrhG sei jedoch nur auf Vereinbarungen über die Nutzung urheberrechtlicher Werke anwendbar, nicht dagegen auf Vereinbarungen, mit denen ein Leistungsschutzberechtigter in die Nutzung seiner Leistungen einwillige (vgl. BGH, Urt. v. 10.10.2002 - I ZR 180/00, GRUR 2003, 234 = WRP 2003, 393 - EROC III).
BGH, URTEIL vom 4.6.1996, Az. I ZR 101/94 Dies folgt bereits daraus, daß die Fernsehsendung von Werken über Direktsatelliten im Verhältnis zur herkömmlichen erdgebundenen Ausstrahlung keine neue Nutzungsart im Sinne des § 31 Abs.4 UrhG ist (ebenso u.a. LG München I ZUM 1986, 484, 486; Platho, ZUM 1986, 572, 577 f.; Breidenstein, Urheberrecht und Direktsatellit, S. 121 ff.; a.A. Schricker/Katzenberger, Urheberrecht, § 88 Rdn. 48; Fromm/Nordemann/Hertin, Urheberrecht, 8. Auf1., §§ 31/32 Rdn. 16).
BGH, URTEIL vom 4.6.1996, Az. I ZR 101/94 Eine Nutzungsart im Sinne des § 31 Abs.4 UrhG ist eine konkrete technisch und wirtschaftlich eigenständige Verwendungsform des Werkes (vgl. BGHZ 95, 274, 283 - GEMA-Vermu-tung I; 128, 336, 341 - Videozweitauswertung III).
BGH, URTEIL vom 4.6.1996, Az. I ZR 101/94 Die Vorschrift des § 31 Abs.4 UrhG hat den Zweck zu verhindern, daß dem Urheber Mehrerträgnisse vorenthalten werden, die sich aus neuen technischen Entwicklungen ergeben (vgl. BGHZ 95, 274, 282 - GEMA-Vermutung I).
BGH, URTEIL vom 4.6.1996, Az. I ZR 101/94 13 werden bei der Weiterentwicklung der Werknutzungsformen im allgemeinen bereits durch das Vertragsrecht (insbesondere die Grundsätze der Vertragsauslegung, der ergänzenden Vertragsauslegung und des Wegfalls der Geschäftsgrundlage) sowie durch die Grundsätze der Zweckübertragungslehre (vgl. § 31 Abs. 5 UrhG; vgl. weiter BGH, Urt. v. 27.9.1995 - I ZR 215/93, GRUR 1996, 121, 122 - Pauschale Rechtseinräumung, zu dem Abdruck in BGHZ 131, 8 vorgesehen) und die Beteiligung des Urhebers an den Erträgnissen aus der Nutzung seines Werkes gemäß § 36 UrhG geschützt.
BGH, URTEIL vom 4.6.1996, Az. I ZR 101/94 Der hinzutretende besondere Schutz des Urhebers nach § 31 Abs.4 UrhG setzt daher voraus, daß es um eine neu geschaffene Nutzungsart geht, die sich von den bisherigen so sehr unterscheidet, daß eine Werkverwertung in dieser Form nur aufgrund einer neuen Entscheidung des Urhebers in Kenntnis der neuen Nutzungsmöglichkeiten zugelassen werden kann, wenn dem Grundgedanken des Urheberrechts, daß der Urheber tunlichst angemessen an dem wirtschaftlichen Nutzen seines Werkes zu beteiligen ist (vgl. BGHZ 129, 66, 72 - Mauer-Bilder, m.w.N.), Rechnung getragen werden soll.
BGH, URTEIL vom 4.1.1995, Az. I ZR 68/93 Denn nach dem das Urheberrecht beherrschenden Zweckübertragungsgedanken, der in § 31 Abs. 5 UrhG seinen gesetzlichen Niederschlag gefunden hat, räumt der Urheber im Zweifel nicht mehr Rechte ein, als zur Erreichung des Vertragszwecks erforderlich ist (vgl. auch BGH, Urt. v. 6.2.1985 - I ZR 179/82, GRUR 1985, 529, 530 - Happening).
BGH, vom 3.10.1989, Az. I ZR 14/88 Unter einer Nutzungsart im Sinne des § 31 Abs. 5 UrhG ist jede konkrete technisch und wirtschaftlich eigenständige Verwertungsform anzusehen (vgl. BGHZ 95, 274, 283 - GEMA-Vermutung I zu § 31 Abs.4 UrhG).
BGH, vom 4.9.1987, Az. I ZR 96/85 b)	Zur Anwendung des § 31 Abs.4 UrhG auf das Verhältnis zwischen Urheber und Verwertungsgesellschaft (Ergänzung zu BGHZ 95, 274 - GEMA-Vermutung I) .
BGH, vom 4.9.1987, Az. I ZR 96/85 Wie der Senat inzwischen in dem Urteil vom 5. Juni 1985 (BGHZ 95, 274, 282 f - GEMA-Ver-mutung I) entschieden hat, findet die Bestimmung des § 31 Abs.4 UrhG auch auf Berechtigungsverträge Anwendung, in denen einer Verwertungsgesellschaft treuhänderisch Nutzungsrechte eingeräumt werden.
BGH, vom 4.9.1987, Az. I ZR 96/85 Schließlich läßt die Revisionserwiderung außer Betracht, daß § 31 Abs.4 UrhG der Wahrnehmungsbefugnis der Klägerin nach der Rechtsprechung des Senats in Fällen einer ungenehmigten Verwertung von Musikwerken zu dem Zwecke der Vertonung von Videofilmen nicht entgegensteht (vgl. BGHZ 95, 285 - GEMA-Vermutung II, sowie unten b).
BGH, vom 4.9.1987, Az. I ZR 96/85 Kann dagegen nicht angenommen werden, daß für die Herstellung des Films die notwendigen Musikrechte erworben worden sind, und kommt daher ein Erwerb der Videoauswertungsrechte auf dem Weg über den Filmhersteller nicht in Betracht, so bestehen - wovon der Senat bereits in seinem Urteil vom 13. Juni 1985 (BGHZ 95, 285 - GEMA-Vermutung II) ausgegangen ist - grundsätzlich keine Bedenken, die für die Klägerin streitende Vermutung ihrer Wahrnehmungsbefugnis im Hinblick auf die verwendete Film- oder andere Unterhaltungsmusik anzuwenden; auch § 31 Abs.4 UrhG steht insoweit nicht entgegen.
BGH, vom 4.9.1987, Az. I ZR 96/85 Die Ausführungen hierzu im Senatsurteil vom 5. Juni 1985 (BGHZ 95, 274, 282 ff - GEMA-Vermutung I) beziehen sich allein auf die Videozweitauswertung von Kinofilmen, die sich im Rahmen der Filmverwertung als eine eigenständige und wirtschaftlich bedeutende Verwertungsstufe entwickelt hat; der Schutzzweck des § 31 Abs.4 UrhG verbietet es in diesen Fällen nicht, dem Urheber die Möglichkeit zur selbständigen Verwertung seines Rechts nach Bekanntwerden der neuen Nutzungsart zu belassen (BGH aaO S. 283 ).
BGH, vom 4.9.1987, Az. I ZR 96/85 Schließlich wird das Berufungsgericht in diesem Fall zu beachten haben, daß die Bestimmung des § 31 Abs.4 UrhG auf Berechtigungsverträge, die vor dem Inkrafttreten des Urheberrechtsgesetzes am 1. Januar 1966 abgeschlossen worden sind, keine Anwendung findet (vgl. § 132 UrhG; BGH GRUR 1986, 62, 66 - GEMA-Vermutung I, insoweit nicht in BGHZ 95, 274); bei solchen Altverträgen ist gegebenenfalls zu prüfen, ob der Verwertungsgesellschaft die Rechte der
BGH, vom 4.9.1987, Az. I ZR 96/85 -	Wilhelm Busch; BGHZ 11, 135, 143 f - Schallplatten-LautSprecherübertragung; v. Gamm, UrhG, § 31 Rdn. 15), daß aber in diesem Zusammenhang den Besonderheiten des Verhältnisses zwischen Urheber und Verwertungsgesellschaft -	anders als bei der an sich zwingenden Regelung des § 31 Abs.4 UrhG - Rechnung getragen werden kann (vgl. auch BGH GRUR 1986, 62, 66 - GEMA-Vermutung I, insoweit nicht in BGHZ 95, 274).
BGH, URTEIL vom 5.5.1980, Az. I ZR 45/78 Damit verkennt das Berufungsgericht einmal die unterschiedliche Bedeutung der Abreden der Parteien über die Planung und Erstellung der Erstbauten, deren ordnungsgemäße Abwicklung eine Übertragung des urheberrechtlichen Nutzungsrechts für diese Bauten erforderte (vgl. BGHZ 24, 55, 69 - Ledigenheim; 64, 145, 148 - Wohnhausneubau) , ferner auch eine Berücksichtigung etwaiger Erweiterungsbauten, die zwar insoweit eine gewisse Vorplanung notwendig machte, jedoch zu dem damaligen Zeitpunkt weder eine konkrete Gestaltung noch eine Nutzungsrechtsübertragung; zu dem anderen hat das Berufungsgericht dem allgemeinen Grundsatz des Urheberrechts, der in § 31 Abs. 5 UrhG seinen gesetzlichen Niederschlag gefunden hat, nicht Rechnung getragen, daß der Urheber im Zweifel keine weitergehen-den Rechte einräumt, als nach dem Vertragszweck erforderlich ist (vgl. BGH v. 30.4.71 - I ZR 75/69 GRUR 71, 480, 481 -Schwarzwaldfahrt).

References: § 31
 Art. 34
 § 32
 § 32
 § 120
 § 31
 § 31
 § 31
 § 31
 § 31
 § 31
 § 89
 § 31
 § 31
 § 28
 BGH 
 § 31
 § 31
 § 823
 § 823
 §31
 § 2
 § 2
 § 31
 § 31
 BGH 
 § 31
 § 31
 § 31
 § 132
 § 31
 § 31
 § 31
 § 31
 § 31
 § 31
 § 31
 § 88
 § 31
 § 31
 § 31
 § 36
 § 31
 § 31
 § 31
 § 31
 § 31
 § 31
 § 31
 § 31
 § 31
 § 31
 § 132
 BGH 
 § 31
 § 31
 BGH 
 § 31
 BGH