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Timestamp: 2019-03-20 15:59:03+00:00

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EuGH, Große Kammer, am 9. November 2004(1), Rechtssache C-444/02, Fixtures Marketing gegen Organismos prognostikon agonon podosfairou AE (OPAP), Stichworte: Richtlinie 96/9/EG  Rechtlicher Schutz von Datenbanken  Begriff der Datenbank  Anwendungsbereich des Schutzrechts sui generis  Fußballmeisterschaftsspielpläne  Wettspiele , rechtsprobleme.at
EuGH, Große Kammer, am 9. November 2004, Rechtssache C-444/02, Fixtures Marketing gegen Organismos prognostikon agonon podosfairou AE (OPAP), Stichworte: Richtlinie 96/9/EG  Rechtlicher Schutz von Datenbanken  Begriff der Datenbank  Anwendungsbereich des Schutzrechts sui generis  Fußballmeisterschaftsspielpläne  Wettspiele
eingereicht vom Monomeles Protodikeio Athinon (Griechenland) mit Entscheidung vom 11. Juli 2002, eingegangen beim Gerichtshof am 9. Dezember 2002, in dem Verfahren
der Fixtures Marketing Ltd, vertreten durch K. Giannakopoulos, dikigoros,
der Organismos prognostikon agonon podosfairou AE, vertreten durch F. Christodoulou, K. Christodoulou, A. Douzas, L. Maravelis und C. Pampoukis, dikigoroi,
der griechischen Regierung, vertreten durch E. Mamouna, I. Bakopoulos und V. Kyriazopoulos als Bevollmächtigte,
der Kommission der Europäischen Gemeinschaften, vertreten durch K. Banks und M. Patakia als Bevollmächtigte,
Das Vorabentscheidungsersuchen betrifft die Auslegung von Vorschriften der Richtlinie 96/9/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. März 1996 über den rechtlichen Schutz von Datenbanken (ABl. L 77, S. 20, im Folgenden: Richtlinie).
Dieses Ersuchen ist im Rahmen eines Rechtsstreits zwischen der Firma Fixtures Marketing Ltd (im Folgenden: Fixtures) und der Organismos prognostikon agonon podosfairou AE (im Folgenden: OPAP) vorgelegt worden. Der Rechtsstreit ist dadurch ausgelöst worden, dass die OPAP für die Veranstaltung von Vorhersagespielen Informationen verwendet, die den Spielplänen für die englischen und die schottischen Fußballmeisterschaften entnommen sind.
Die Richtlinie ist im griechischen Recht durch das Gesetz Nr. 2819/2000 (FEK A84/15.3.2000) umgesetzt worden.
Aus dem Vorlagebeschluss geht hervor, dass die Veranstalter der englischen und der schottischen Fußballmeisterschaften der Firma Football Fixtures Ltd durch Lizenzverträge die Regelung der Nutzung der Spielpläne dieser Meisterschaften außerhalb des Vereinigten Königreichs übertragen. Der Firma Fixtures ist ihrerseits das Recht eingeräumt worden, die Inhaber der mit diesen Spielplänen verbundenen Rechte am geistigen Eigentum zu vertreten.
Die OPAP verfügt in Griechenland über ein Monopol bei der Veranstaltung von Glücksspielen. Im Rahmen ihrer Tätigkeiten verwendet sie Informationen, die aus den Spielplänen der englischen und der schottischen Fußballmeisterschaften stammen.
Die Firma Fixtures hat beim Monomeles Protodikeio Athen eine Klage gegen die OPAP mit der Begründung erhoben, dass deren Praktiken durch das Schutzrecht sui generis, über das sie aufgrund von Artikel 7 der Richtlinie verfüge, verboten seien.
Das Monomeles Protodikeio Athen hat angesichts von Problemen bei der Auslegung der Richtlinie beschlossen, das Verfahren auszusetzen und dem Gerichtshof folgende Fragen zur Vorabentscheidung vorzulegen:
Was bedeutet Datenbank und was ist der Anwendungsbereich der Richtlinie 96/9/EG und insbesondere des Artikels 7 dieser Richtlinie, der sich auf das Schutzrecht sui generis bezieht?
Sind nach der Definition des Anwendungsbereichs der Richtlinie die Verzeichnisse von Fußballwettspielen als Datenbanken geschützt, für die für den Hersteller ein Schutzrecht sui generis besteht, und unter welchen Voraussetzungen?
Wie genau wird das Recht auf die Datenbank verletzt, und wird dieses Recht bei Änderung des Inhalts der Datenbank geschützt?
Die finnische Regierung verneint die Zulässigkeit des Vorabentscheidungsersuchens. Sie macht geltend, im Vorlagebeschluss fehle es an genauen Angaben zum rechtlichen und tatsächlichen Rahmen des Ausgangsverfahrens, was den Gerichtshof an einer sachdienlichen Beantwortung der gestellten Fragen und die Mitgliedstaaten an der Vorlage sachgerechter Erklärungen zu diesen Fragen hindern könne.
Nach ständiger Rechtsprechung macht die Notwendigkeit, zu einer dem nationalen Gericht nützlichen Auslegung des Gemeinschaftsrechts zu gelangen, es erforderlich, dass dieses Gericht den tatsächlichen und rechtlichen Rahmen, in den sich die von ihm gestellten Fragen einfügen, festlegt oder zumindest die tatsächlichen Annahmen erläutert, auf denen diese Fragen beruhen (Urteil vom 21. September 1999 in der Rechtssache C-67/96, Albany, Slg. 1999, I-5751, Randnr. 39).
Die Angaben in den Vorlageentscheidungen sollen dem Gerichtshof nicht nur sachdienliche Antworten ermöglichen, sondern auch den Regierungen der Mitgliedstaaten und den anderen Beteiligten die Möglichkeit geben, gemäß Artikel 20 der EG-Satzung des Gerichtshofes Erklärungen abzugeben. Der Gerichtshof hat darauf zu achten, dass diese Möglichkeit gewahrt wird; dabei ist zu berücksichtigen, dass den Beteiligten nach dieser Vorschrift nur die Vorlageentscheidungen zugestellt werden (Urteil Albany, Randnr. 40).
Im vorliegenden Fall geht aus den von den Parteien des Ausgangsverfahrens und den Regierungen der Mitgliedstaaten gemäß Artikel 20 der EG-Satzung des Gerichts vorgelegten Erklärungen hervor, dass sie aufgrund der im Vorlagebeschluss enthaltenen Angaben haben verstehen können, dass das Ausgangsverfahren dadurch ausgelöst worden ist, dass die OPAP zur Veranstaltung von Sportwetten Informationen verwendet hat, die aus den von den Berufsfußballligen aufgestellten Meisterschaftsspielplänen stammen, und dass das vorlegende Gericht sich in diesem Rahmen Fragen zum Begriff der Datenbank im Sinne von Artikel 1 Absatz 2 der Richtlinie sowie zum Anwendungsbereich und zur Tragweite des durch Artikel 7 der Richtlinie eingeführten Schutzrechts sui generis stellt.
Außerdem enthält der Vorlagebeschluss nähere Angaben zu den zwischen den betroffenen Fußballligen, Football Fixtures Ltd und Fixtures bestehenden Beziehungen, anhand deren zu verstehen ist, aus welchem Grund die Letztgenannte im Ausgangsverfahren den mit dem Schutzrecht sui generis verbundenen Schutz beansprucht.
Durch die Angaben des vorlegenden Gerichts erhält der Gerichtshof im Übrigen eine Kenntnis des Rahmens des Ausgangsverfahrens, die dafür ausreicht, die betroffenen gemeinschaftsrechtlichen Vorschriften in Bezug auf den Sachverhalt auszulegen, der Gegenstand dieses Verfahrens ist.
Die ersten beiden Fragen des vorlegenden Gerichts gehen dahin, was durch den Begriff der Datenbanken im Sinne von Artikel 1 Absatz 2 der Richtlinie erfasst wird und ob Spielpläne von Fußballmeisterschaften unter diesen Begriff fallen.
Eine Datenbank im Sinne der Richtlinie ist in Artikel 1 Absatz 2 definiert als eine Sammlung von Werken, Daten oder anderen unabhängigen Elementen, die systematisch oder methodisch angeordnet und einzeln mit elektronischen Mitteln oder auf andere Weise zugänglich sind.
Wie die Firma Fixtures und die Kommission vortragen, kommt in mehreren Punkten der Wille des Gemeinschaftsgesetzgebers zum Ausdruck, dem Begriff der Datenbank im Sinne der Richtlinie eine weite, von Erwägungen formaler, technischer oder materieller Art freie Bedeutung zu verleihen.
So heißt es in Artikel 1 Absatz 1 der Richtlinie, dass dieser den Rechtschutz von Datenbanken in jeglicher Form betrifft.
Während der von der Kommission am 15. April 1992 vorgelegte Vorschlag für eine Richtlinie des Rates über den rechtlichen Schutz von Datenbanken (ABl. 1992, C 156, S. 4) nach der in Artikel 1 Nummer 1 dieses Vorschlags für eine Richtlinie enthaltenen Definition der Datenbank nur elektronische Datenbanken erfasste, kam man im Laufe des Gesetzgebungsverfahrens überein, den aufgrund dieser Richtlinie gewährte[n] Schutz  auf nichtelektronische Datenbanken auszuweiten, wie aus der 14. Begründungserwägung der Richtlinie hervorgeht.
Nach der 17. Begründungserwägung der Richtlinie sollten unter dem Begriff Datenbank Sammlungen von literarischen, künstlerischen, musikalischen oder anderen Werken sowie von anderem Material wie Texten, Tönen, Bildern, Zahlen, Fakten und Daten verstanden werden. Der Umstand, dass die betreffenden Daten oder Elemente sich auf eine Sportart beziehen, ist daher kein Hindernis für die Anerkennung der Qualifizierung als Datenbank im Sinne der Richtlinie.
Während das Europäische Parlament in seiner Stellungnahme vom 23. Juni 1993 zu dem Vorschlag für eine Richtlinie des Rates über den rechtlichen Schutz von Datenbanken (ABl. C 194, S. 144) vorgeschlagen hatte, die Qualifizierung als Datenbank von der Voraussetzung abhängig zu machen, dass die Sammlung aus einer beträchtlichen Anzahl von Daten, Werken und sonstigem Informationsmaterial besteht, findet sich diese Voraussetzung nicht mehr in der Definition des Artikels 1 Absatz 2 der Richtlinie.
Für die Beurteilung, ob es sich um eine Datenbank im Sinne der Richtlinie handelt, ist es unerheblich, ob die Sammlung aus Elementen, die aus einer anderen Quelle oder aus anderen Quellen als von der Person herrühren, die diese Sammlung erstellt, aus von dieser erzeugten Elementen oder aus Elementen besteht, die unter die eine oder die andere dieser beiden Kategorien fallen.
Entgegen dem Vorbringen der griechischen und der portugiesischen Regierung lässt nichts in der Richtlinie die Schlussfolgerung zu, dass die Qualifizierung als Datenbank davon abhängt, dass eine eigene geistige Schöpfung ihres Urhebers vorliegt. Wie die Kommission ausführt, ist das Kriterium der Originalität nur für die Beurteilung erheblich, ob die Datenbank die Voraussetzungen für den durch Kapitel II der Richtlinie eingeführten urheberrechtlichen Schutz erfüllt, wie aus Artikel 3 Absatz 1 sowie aus der 15. und der 16. Begründungserwägung der Richtlinie hervorgeht.
In diesem Rahmen einer weiten Auslegung ergibt sich aus verschiedenen Elementen der Richtlinie, dass der Begriff der Datenbank im Sinne der Richtlinie seine Spezifität aus einem funktionalen Kriterium herleitet.
Bei der Lektüre der Begründungserwägungen der Richtlinie zeigt sich nämlich, dass durch den durch die Richtlinie eingeführten rechtlichen Schutz in Anbetracht der exponentielle[n] Zunahme der Daten, die in der Gemeinschaft und weltweit jedes Jahr in allen Bereichen des Handels und der Industrie erzeugt und verarbeitet werden  so die Formulierung in der 10. Begründungserwägung  die Entwicklung von Systemen gefördert werden soll, die eine Datenspeicher- und Datenverarbeitungs-Funktion übernehmen, wie aus der 10. und der 12. Begründungserwägung hervorgeht.
Die Qualifizierung als Datenbank hängt somit zunächst davon ab, ob es sich um eine Sammlung von unabhängigen Elementen handelt, d. h. von Elementen, die sich voneinander trennen lassen, ohne dass der Wert ihres informativen, literarischen, künstlerischen, musikalischen oder sonstigen Inhalts dadurch beeinträchtigt wird. Aus diesem Grund ist nach der 17. Begründungserwägung der Richtlinie die Aufzeichnung eines audiovisuellen, kinematografischen, literarischen oder musikalischen Werkes als solche vom Anwendungsbereich der Richtlinie ausgeschlossen.
Die Qualifizierung einer Sammlung als Datenbank setzt sodann voraus, dass die unabhängigen Elemente, systematisch oder methodisch angeordnet und auf die eine oder andere Weise einzeln zugänglich sind. Ohne zu verlangen, dass diese systematische oder methodische Anordnung physisch sichtbar ist  so die 21. Begründungserwägung der Richtlinie , impliziert diese Voraussetzung, dass die Sammlung sich in auf einem festen Träger beliebiger Art befindet und ein technisches Mittel wie ein elektronisches, elektromagnetisches oder elektrooptisches Verfahren  so die Formulierung in der 13. Begründungserwägung der Richtlinie  oder ein anderes Mittel wie z. B. einen Index, ein Inhaltsverzeichnis, eine Gliederung oder eine besondere Art der Einteilung umfasst, die es ermöglicht, jedes in der Sammlung enthaltene unabhängige Element zu lokalisieren.
Diese zweite Voraussetzung ermöglicht es, die Datenbank im Sinne der Richtlinie, die durch ein Mittel gekennzeichnet ist, mit dessen Hilfe sich in ihr jeder ihrer Bestandteile auffinden lässt, von einer Sammlung von Elementen zu unterscheiden, die Informationen liefert, der es aber an einem Mittel zur Verarbeitung der einzelnen Elemente, aus denen sie besteht, fehlt.
Aus der vorstehenden Untersuchung ergibt sich, dass der Begriff der Datenbank im Sinne von Artikel 1 Absatz 2 der Richtlinie eine Sammlung erfasst, die Werke, Daten oder andere Elemente umfasst, die voneinander getrennt werden können, ohne dass der Wert ihres Inhalts dadurch beeinträchtigt wird, und eine Methode oder ein System beliebiger Art beinhaltet, mit der bzw. dem jeder der Bestandteile der Sammlung wiederzufinden ist.
Im Ausgangsverfahren fallen das Datum, die Uhrzeit und die Identität der beiden Mannschaften, der Heimmannschaft und der Gastmannschaft, in Bezug auf ein Fußballspiel unter den Begriff unabhängige Elemente im Sinne von Artikel 1 Absatz 2 der Richtlinie, dass sie einen selbständigen Informationswert besitzen.
Zwar liegt das Interesse an einer Fußballmeisterschaft in der Gesamtberücksichtigung der einzelnen Begegnungen dieser Meisterschaft, jedoch besitzen die Daten, die das Datum, die Uhrzeit und die Identität der Mannschaften in Bezug auf eine bestimmte Begegnung betreffen, insoweit einen selbständigen Wert, als sie interessierten Dritten die sachdienlichen Informationen liefern.
Die Zusammenstellung der Daten, Uhrzeiten und der Namen der Mannschaften in Bezug auf die Begegnungen der einzelnen Tage einer Fußballmeisterschaft ist unter diesen Voraussetzungen eine Sammlung unabhängiger Elemente. Die Anordnung der Daten, Uhrzeiten und der Mannschaftsnamen für diese einzelnen Fußballbegegnungen in Form eines Spielplans erfüllt die Voraussetzungen der systematischen und methodischen Anordnung und der individuellen Zugänglichkeit der diese Sammlung bildenden Elemente. Der von der griechischen und der österreichischen Regierung geltend gemachte Umstand, dass die Paarung der Mannschaften zunächst auf der Ziehung von Losen beruht, kann das Ergebnis der vorstehenden Untersuchung in Frage stellen.
Darauf folgt, dass ein Spielplan einer Fußballmeisterschaft wie die im Ausgangsverfahren streitigen eine Datenbank im Sinne von Artikel 1 Absatz 2 der Richtlinie darstellt.
Das vorlegende Gericht fragt den Gerichtshof dann im Rahmen seiner ersten beiden Fragen nach dem Anwendungsbereich des Schutzes durch das Schutzrecht sui generis in einem Zusammenhang wie dem des Ausgangsverfahrens.
Nach Artikel 7 Absatz 1 der Richtlinie ist der Schutz durch das Schutzrecht sui generis Datenbanken vorbehalten, die ein bestimmtes Kriterium erfüllen, nämlich, dass für die Beschaffung, die Überprüfung oder die Darstellung ihres Inhalts eine in qualitativer oder quantitativer Hinsicht wesentliche Investition erforderlich ist.
Nach der 9., der 10. und der 12. Begründungserwägung der Richtlinie soll diese, wie die OPAP und die griechische Regierung ausführen, Investitionen in Datenspeicher- und Datenverarbeitungs-Systeme fördern und schützen, die zur Entwicklung des Informationsmarktes in einem Rahmen beitragen, der durch eine exponentielle Zunahme der Daten geprägt ist, die jedes Jahr in allen Tätigkeitsbereichen erzeugt und verarbeitet werden. Daraus folgt, dass der Begriff der mit der Beschaffung, der Überprüfung oder der Darstellung des Inhalts einer Datenbank verbundenen Investition allgemein dahin zu verstehen ist, dass er die der Erstellung dieser Datenbank als solcher gewidmete Investition bezeichnet.
In diesem Zusammenhang ist der Begriff der mit der Beschaffung des Inhalts einer Datenbank verbundenen Investition, wie die OPAP sowie die belgische, die österreichische und die portugiesische Regierung unterstreichen, dahin zu verstehen, dass die der Suche nach vorhandenen unabhängigen Elementen und deren Sammlung in dieser Datenbank gewidmeten Mittel unter Ausschluss der Mittel bezeichnet, die für das Erzeugen der unabhängigen Elemente als solches eingesetzt werden. Das Ziel des durch die Richtlinie eingerichteten Schutzes durch das Schutzrecht sui generis besteht nämlich darin, einen Anreiz für die Einrichtung von Systemen für die Speicherung und die Verarbeitung vorhandener Informationen zu geben und nicht für das Erzeugen von Elementen, die später in einer Datenbank zusammengestellt werden können.
Diese Auslegung wird durch die 39. Begründungserwägung der Richtlinie bestätigt, nach dem das Ziel des Schutzrechts sui generis darin besteht, einen Schutz gegen die widerrechtliche Aneignung der Ergebnisse der finanziellen und beruflichen Investitionen sicherzustellen, die für die Beschaffung und das Sammeln des Inhalts einer Datenbank getätigt wurden. Wie die Generalanwältin in den Nummern 67 bis 72 ihrer Schlussanträge feststellt, sprechen alle Sprachfassungen dieser 39. Begründungserwägung trotz leichter terminologischer Abweichungen für eine Auslegung, die von dem Begriff Beschaffung das Erzeugen der in der Datenbank enthaltenen Elemente ausschließt.
Die mit der Errichtung der Datenbank verbundene Investition kann im Einsatz von menschlichen, finanziellen oder technischen Ressourcen oder Mitteln bestehen, sie muss aber in quantitativer oder qualitativer Hinsicht wesentlich sein. Die quantitative Beurteilung bezieht sich auf Mittel, die sich beziffern lassen, und die qualitative Beurteilung auf nicht quantifizierbare Anstrengungen, wie eine geistige Anstrengung oder einen Verbrauch von Energie, wie aus der 7., der 39. und der 40. Begründungserwägung der Richtlinie hervorgeht.
In diesem Zusammenhang schließt der Umstand, dass die Errichtung einer Datenbank mit der Ausübung einer Haupttätigkeit verbunden ist, in deren Rahmen die Person, die die Datenbank erstellt, auch die in dieser Datenbank enthaltenen Elemente erzeugt, als solcher nicht aus, dass diese Person den Schutz durch das Schutzrecht sui generis beanspruchen kann, sofern sie nachweist, dass die Beschaffung dieser Elemente, ihre Überprüfung oder ihre Darstellung in dem in den Randnummern 40 bis 43 dieses Urteils angegebenen Sinn Anlass zu einer in quantitativer oder qualitativer Hinsicht wesentlichen Investition gegeben haben, die im Verhältnis zu den Mitteln selbständig ist, die eingesetzt worden sind, um diese Elemente zu erzeugen.
Dabei verlangen die Ermittlung der Daten und die Überprüfung ihrer Richtigkeit im Zeitpunkt der Errichtung der Datenbank von der Person, die die Datenbank erstellt, zwar grundsätzlich nicht, dass er besondere Mittel einsetzt, da es sich um Daten handelt, die sie erzeugt hat und die ihm zur Verfügung stehen, die Zusammenstellung dieser Daten, ihre systematische oder methodische Anordnung innerhalb der Datenbank, die Organisation ihrer individuellen Zugänglichkeit und die Überprüfung ihrer Richtigkeit während des gesamten Zeitraums des Betriebes der Datenbank können aber eine in quantitativer und/oder qualitativer Hinsicht wesentliche Investition im Sinne von Artikel 7 Absatz 1 der Richtlinie erfordern.
Im Ausgangsverfahren entsprechen die Mittel, die dazu eingesetzt werden, im Rahmen der Veranstaltung von Fußballmeisterschaften die Daten, Uhrzeiten und Mannschaften, die Heimmannschaft und die Gastmannschaft, für die Begegnungen der einzelnen Tage dieser Meisterschaften festzulegen, wie die OPAP sowie die belgische, die österreichische und die portugiesische Regierung vortragen, einer Investition, die mit der Aufstellung des Spielplans dieser Begegnungen verbunden ist. Eine solche Investition, die sich auf die Veranstaltung der Meisterschaften als solche bezieht, ist mit dem Erzeugen der in der Datenbank enthaltenen Daten, d. h. der Daten, die sich auf jede einzelne Begegnung der verschiedenen Meisterschaften beziehen, verbunden. Sie kann daher im Rahmen des Artikels 7 Absatz 1 der Richtlinie nicht berücksichtigt werden.
Unter diesen Voraussetzungen ist zu prüfen, ob  abgesehen von der in der vorstehenden Randnummer angesprochenen Investition  für die Beschaffung, die Überprüfung oder die Darstellung des Inhalts eines Spielplans von Fußballbegegnungen eine in qualitativer oder in quantitativer Hinsicht wesentliche Investition erforderlich ist.
Die Ermittlung und die Zusammenstellung der Daten, aus denen der Spielplan der Fußballbegegnungen besteht, erfordern von Seiten der Berufsfußballligen keine besondere Anstrengung. Sie sind nämlich untrennbar mit dem Erzeugen dieser Daten verbunden, an dem diese Ligen als Verantwortliche für die Veranstaltung der Fußballmeisterschaften unmittelbar beteiligt sind. Für die Beschaffung des Inhalts eines Spielplans von Fußballbegegnungen bedarf es daher keiner Investition, die im Verhältnis zu der Investition, die das Erzeugen der in diesem Kalender enthaltenen Daten erfordert, selbständig wäre.
Auch die Darstellung eines Spielplans von Fußballbegegnungen ist eng mit dem Erzeugen der Daten als solchem verbunden, aus denen dieser Plan besteht. Es kann daher nicht angenommen werden, dass sie eine Investition erfordert, die im Verhältnis zu der mit dem Erzeugen dieser Daten verbundenen Investition selbständig wäre.
Nach alledem sind die ersten beiden Vorlagefragen wie folgt zu beantworten:
Durch den Begriff Datenbank im Sinne von Artikel 1 Absatz 2 der Richtlinie wird eine Sammlung erfasst, die Werke, Daten oder andere Elemente umfasst, die sich voneinander trennen lassen, ohne das der Wert ihres Inhalts dadurch beeinträchtigt wird, und die eine Methode oder ein System beliebiger Art enthält, mit der bzw. dem sich jedes der Elemente der Sammlung wieder auffinden lässt.
Ein Spielplan von Fußballbegegnungen wie die im Ausgangsverfahren streitigen stellt eine Datenbank im Sinne von Artikel 1 Absatz 2 der Richtlinie dar.
Der Begriff einer mit der Beschaffung des Inhalts einer Datenbank verbundenen Investition im Sinne von Artikel 7 Absatz 1 der Richtlinie ist dahin zu verstehen, dass er die Mittel bezeichnet, die der Ermittlung von vorhandenen Elementen und deren Zusammenstellung in dieser Datenbank gewidmet werden. Er umfasst nicht die Mittel, die eingesetzt werden, um die Elemente zu erzeugen, aus denen der Inhalt einer Datenbank besteht. Im Rahmen der Erstellung eines Spielplans von Begegnungen zur Veranstaltung von Fußballmeisterschaften erfasst er daher die Mittel nicht, die der Festlegung der Daten, der Uhrzeiten und der Mannschaftspaarungen für die einzelnen Begegnungen dieser Meisterschaften gewidmet werden.
Nach alledem braucht die dritte Vorlagefrage nicht mehr beantwortet zu werden.

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