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Timestamp: 2020-01-19 18:28:37+00:00

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BVerwG, 06.11.1997 - 4 B 172.97 - dejure.org
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BVerwG, 06.11.1997 - 4 B 172.97 (https://dejure.org/1997,649)
BVerwG, Entscheidung vom 06.11.1997 - 4 B 172.97 (https://dejure.org/1997,649)
BVerwG, Entscheidung vom 06. November 1997 - 4 B 172.97 (https://dejure.org/1997,649)
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Einfügung eines Bauvorhabens in näherer Umgebung - Bebaubarkeit im Hinblick auf Bebauung der benachbarten Grundstücke - Ausschluss prägenden Einflusses - Ermittlung der näheren Umgebung - Bedeutung der Hinterlandbebauung
BauGB § 34 Abs. 1; BauNVO § 23 Abs. 5
Bauplanungsrecht - Begriff des "Einfügens" eines Bauvorhabens in den unbeplanten Innenbereich, Zulässugkeit der rückwärtigen Bebauung eines Grundstücks
OVG Schleswig-Holstein, 26.06.1997 - 1 L 197/96
NVwZ-RR 1998, 539
ZfBR 1998, 164
Denn die Merkmale, nach denen sich ein Vorhaben im Sinne von § 34 Abs. 1 Satz 1 BauGB in die Eigenart dieser näheren Umgebung einfügen muss, sind jeweils unabhängig voneinander zu prüfen (Beschluss vom 6. November 1997 - BVerwG 4 B 172.97 - Buchholz 406.11 § 34 BauGB Nr. 188 S. 57).
Fügt sich - wie hier - ein Vorhaben seiner Art nach ein, so kommt es im Rahmen der Prüfung, ob es sich auch seinem Maße nach einfügt, nicht mehr erneut auf seine Art an, nämlich darauf, welches Maß von anderen baulichen Anlagen gleicher Art in der näheren Umgebung bereits verwirklicht ist (BVerwG, Urteil vom 15. Dezember 1994 - 4 C 19.93 - Buchholz 406.11 § 34 BauGB Nr. 173 S. 29 und Beschluss vom 6. November 1997 - 4 B 172.97 - Buchholz 406.11 § 34 BauGB Nr. 188 S. 57).
vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 6. November 1997 - 4 B 172.97 -, NVwZ-RR 1998, 539 = juris Rn. 6, und vom 28. November 1989 - 4 B 43.89, 4 B 44.89 -, NVwZ-RR 1990, 294 = juris Rn. 2 f., Urteil vom 21. November 1980 - 4 C 30.78 -, BRS 36 Nr. 56 = juris Rn. 20, Urteil vom 26. Mai 1978 - IV C 9.77 -, BVerwGE 55, 369 = NJW 1978, 2564 = juris Rn. 33 f.; OVG NRW, Urteil vom 9. September 2010 - 2 A 508/09 -, juris Rn. 37.
vgl. BVerwG, Beschluss vom 6. November 1997 - 4 B 172.97 -, BRS 59 Nr. 79 = juris Rn. 5 ff., und Urteil vom 8. Dezember 2016 - 4 C 7.15 -, juris Rn. 13, 18 (zur Veröffentlichung in BVerwGE vorgesehen).
Siehe auch BVerwG, Urteil vom 8. Dezember 2016 - 4 C 7.15 -, juris Rn. 13, 18 (zur Veröffentlichung in BVerwGE vorgesehen), und Beschluss vom 6. November 1997 - 4 B 172.97 -, BRS 59 Nr. 97 = juris Rn. 6.
Die Merkmale, nach denen sich ein Vorhaben im Sinne von § 34 Abs. 1 BauGB in die Eigenart der näheren Umgebung einfügen muss, sind nämlich jeweils unabhängig voneinander zu prüfen (vgl. BVerwG, Beschluss vom 6. November 1997 - BVerwG 4 B 172.97 -, NVwZ-RR 1998, 539, juris Rn. 5).
Eine Bebauung nicht überbaubarer Grundstücksflächen mit Hauptgebäuden ist deshalb unzulässig, auch wenn in diesem Bereich auf den umliegenden Grundstücken Nebenanlagen oder Garagen vorhanden sind (vgl. BVerwG, Beschluss vom 6. November 1997 - BVerwG 4 B 172.97 -, NVwZ-RR 1998, 539, juris Rn. 6;… Beschluss vom 28. September 1988 - BVerwG 4 B 175.88 -, NVwZ-RR 1989, 354, juris Rn. 4).
Eine rückwärtige Bebauung ist unzulässig, wenn im hinteren Bereich der umliegenden Grundstücke keine Bebauung oder nur Nebenanlagen vorhanden sind (vgl. BVerwG, Beschluss vom 6.11.1997 - 4 B 172.97 - NVwZ-RR 1998, 539, juris Rn. 6; Sächs. OVG…, Beschluss vom 18.10.2013 - 5 A 117/11 - juris Rn. 3;… Rieger in Schrödter, BauGB, 8. Aufl., § 34 Rn. 57).
Da das Merkmal der "rückwärtigen Bebauung" auf einen bestimmten räumlichen Bezug zur Erschließungsstraße hinweist, wird es - je nach der konkreten Situation - auch darauf ankommen können, ob ein Grundstück von mehreren Straßen erschlossen wird (vgl. BVerwG, Beschluss vom 6.11.1997 - 4 B 172.97 - NVwZ-RR 1998, 539, juris Rn. 7).
Den nach § 34 Abs. 1 BauGB maßgeblichen "Rahmen" bilden in Bezug auf die überbaubare Grundstücksfläche nur die in der näheren Umgebung vorhandenen Hauptgebäude (vgl. in diesem Sinne BVerwG, Beschluss vom 06.11.1997 - 4 B 172.97 -, NVwZ-RR 1998, 539 = BRS 59 Nr. 79; deutlicher OVG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 04.07.2012 - 2 L 94/11 -, BRS 79 Nr. 101).
Er sei eine Nebenanlage, so dass sich eine rückwärtige Bebauung nach der Grundstücksfläche, die überbaut werden soll, nicht in die Eigenart der näheren Umgebung einfüge (unter Berufung auf BVerwG, Beschluss vom 6. November 1997 - 4 B 172.97 - Buchholz 406.11 § 34 BauGB Nr. 188 S. 58).
Denn die Merkmale, nach denen sich ein Vorhaben im Sinne von § 34 Abs. 1 Satz 1 BauGB in die Eigenart dieser näheren Umgebung einfügen muss, sind jeweils unabhängig voneinander zu prüfen (BVerwG, Beschl. v. 06.11.1997, Az.: 4 B 172.97, juris).
In der Senatsrechtsprechung ist geklärt, dass es insoweit auf die konkrete Größe der Grundfläche des in Frage stehenden Vorhabens und auch auf seine räumliche Lage innerhalb der vorhandenen Bebauung, also auf den Standort des Vorhabens ankommt (vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 17. September 1985 - 4 B 167.85 - Buchholz 406.11 § 34 BBauG Nr. 107 S. 55, vom 28. September 1988 - 4 B 175.88 - Buchholz 406.11 § 34 BBauG/BauGB Nr. 128, vom 6. November 1997 - 4 B 172.97 - Buchholz 406.11, § 34 BauGB Nr. 188, vom 16. Juni 2009 - 4 B 50.08 - ZfBR 2009, 693, vom 13. Mai 2014 - 4 B 38.13 - Buchholz 406.11 § 34 BauGB Nr. 217 und vom 22. September 2016 - 4 B 23.16 - BRS 84 Nr. 74 ).
Ob eine rückwärtige Bebauung eines Grundstücks zulässig ist, hängt im Wesentlichen davon ab, in welchem Umfang die den Maßstab bildenden umliegenden Grundstücke eine rückwärtige Bebauung aufweisen (BVerwG, Beschluss vom 6. November 1997 - 4 B 172.97 - Buchholz 406.11 § 34 BauGB Nr. 188 = juris Rn. 7).
Ein Privatweg oder eine private Grundstückszufahrt zu einer solchen "Erschließungsstraße" (vgl. BVerwG, Beschluss vom 6. November 1997 - 4 B 172.97 - Buchholz 406.11 § 34 BauGB Nr. 188 = juris Rn. 7), auch wenn diese Zuwegung ggf. ausreichend ist, um die von § 34 Abs. 1 Satz 1 BauGB geforderte Erschließung zu sichern, reicht nicht aus.
(3) Hinzu kommt schließlich, dass zwar nach der Rechtsprechung für die Frage, ob eine hintere faktische Baugrenze besteht, grundsätzlich nur die Hauptnutzung in den Blick zu nehmen ist, so dass eine Bebauung im rückwärtigen Bereich auch dann unzulässig ist, wenn dieser Bereich zwar nicht gänzlich unbebaut ist, sich dort jedoch nur Nebenanlagen wie Garagen oder Schuppen befinden (so bereits BVerwG, Beschluss vom 06.11.1997 - 4 B 172.97 -, juris; vgl. auch VG Gelsenkirchen, Beschluss vom 02.11.2011 - 5 L 947/11 -, juris; VG Frankfurt (Oder), Urteil vom 06.05.2011 - 7 K 1080/05 -, juris;… Ernst/Zinkahn/Bielenberg/Krautzberger, BauGB, § 34 Rn. 57).
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Beurteilung einer Bebauung im Sinne des § 34 Abs 1 S 1 BauGB; Einfügen eines …
OVG Schleswig-Holstein, 05.04.2000 - 1 L 23/00

References: § 34
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