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Timestamp: 2018-03-22 20:14:36+00:00

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PamS Potsdam - 2018-03-11 by Potsdamer Zeitungsverlagsgesellschaft mbH & Co. KG - issuu
FĂźr alle, die WĂźnsche haben.
11. MĂ&#x201E;RZ 2018 | JG. 24.11
ANDREAS DRESENs Kinoadaption des Kinderbuchklassikers â&#x20AC;&#x17E;Timm Thalerâ&#x20AC;&#x153; mit Orchesterbegleitung im Nikolaisaal Seite 18 Foto: JĂśrg Carstensen/dpa
Tipps und Trends von der heute in Berlin zu Ende gehenden Touristikmesse ITB ab Seite 9
WELTERBE Der pensionierte Stadtkonservator Andreas Kalesse zum Umgang mit Welterbe Seite 2 SPARGELERNTE Wegen der Frostperiode gibt es dieses Jahr zu Ostern keinen Spargel Seite 6 WILDWECHSEL Wie Autofahrer sich im FrĂźhjahr verhalten sollten â&#x20AC;&#x201C; Tipps von Experten Seite 15
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Hass aus der Mitte
Potsdamer Experten warnen vor Antisemitismus in Ostdeutschland Potsdam - Angesichts eines gewachsenen Antisemitismus in den ostdeutschen BundeslĂ¤ndern schlagen Wissenschaftler Alarm. â&#x20AC;&#x17E;Der Antisemitismus hat stark zugenommen, in allen Bereichen, weit in die Mitte der Gesellschaft hineinâ&#x20AC;&#x153;, sagte Susanne Krause-Hinrichs, die GeschĂ¤ftsfĂźhrerin der F.C. Flick Stiftung gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz, am Freitag
in Potsdam. Dort hatte eine Tagung mit rund 40 Forschern und Vertretern von jĂźdischen Gemeinden und Zivilgesellschaft stattgefunden. Die Entwicklung sei eine Gefahr fĂźr die Demokratie, so Krause-Hinrichs. Julius H. Schoeps, GrĂźndungsdirektor des Moses-Mendelssohn-Zentrums fĂźr europĂ¤isch-jĂźdische Studien (MMZ), betonte: â&#x20AC;&#x17E;Wir sind irri-
tiert Ăźber die Zunahme antisemitischer VorfĂ¤lle und darĂźber, dass Antisemitismus wieder offen formuliert wird.â&#x20AC;&#x153; Die FlickStiftung und das MMZ hatten die Tagung organisiert. Auf LĂ¤nderebene mĂźssten Antisemitismusbeauftragte eingesetzt werden, sagte Krause-Hinrichs. jaha AusfĂźhrlich in der Wochenendausgabe der PNN
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Bauern: Geduld mit WĂślfen am Ende Potsdam - Brandenburger Landwirte haben erneut vor der zunehmenden Zahl von WĂślfen und der damit verbundenen Gefahr fĂźr ihr Weidevieh gewarnt. In BrĂźssel und Berlin mĂźsse mehr Druck gemacht werden, damit
der strenge Schutzstatus des Wolfes im europĂ¤ischen Naturschutzrecht gelockert werde, verlangte der Bauernbund am Samstag in einer Mitteilung. Zudem mĂźssten WĂślfe, die fĂźr umfangreiche SchĂ¤den verantwortlich seien,
durch sogenannte Schutzjagden zurĂźckgedrĂ¤ngt werden â&#x20AC;&#x201C; ohne die Tiere erneut auszurotten. Am Freitagabend hatten knapp 2000 Menschen an 21 Standorten an Wolfswachen teilgenommen. dpa
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Kinderflohmarkt im Volkspark Am Wasserspielplatz im Volkspark findet heute der erste Kinderflohmarkt statt. Das Café „haus im park“ lädt ab 10 Uhr zum Stöbern durch Kinderklamotten und Spielzeug ein. Alle Stände für den 8. April, 13. Mai und 10. Juni sind ausgebucht.
Gewinn Von Peter Könnicke
s war ein Wagnis, als sich Oberbürgermeister Jann Jakobs als Streitschlichter zwischen dem SV Babelsberg 03 und dem Nordostdeutschen Fußballverband anbot. Er hätte sich dem Vorwurf aussetzen können, in die Autonomie des Sports einzugreifen. Doch betraf der sportrechtliche Konflikt längst nicht mehr nur die Belange des Sports. Es ging darum, in Zeiten rechtspopulistischer Wahlerfolge anzumahnen, dass ein FußPeter ballverband eine Könnicke gesellschaftspolitische Verantwortung wahrzunehmen hat. Der NOFV kann seine juristische Weste als unbefleckt sehen. Der SVB wird etwas besser mit dem Urteil leben können, da er nunmehr die Hälfte der Geldstrafe für eigene Präventionsmaßnahmen verwenden kann. Der wirkliche Gewinn des SVB: Durch seine konsequente Haltung hat er den NOFV in die Pflicht genommen, Nazi-Pöbeleien in Stadien zu ahnden. Das ist ein Gewinn für alle, die vor einem Weggucken und Verschweigen warnen.
Soko Potsdam startet
Millionen Euro investiert die Oberlinklinik in neue Operationssäle. Vergangene Woche wurde Richtfest für den OP-Neubau an der RudolfBreitscheid-Straße gefeiert.
Die Dreharbeiten für „Soko Potsdam“ starten am 13. März, bestätigte Produzent Dietmar Fischer von den Bantry Bay Productions. Gedreht werden soll zunächst bis 25. Mai in der gesamten Landeshauptstadt. Zu sehen ist die Serie im Vorabendprogramm des ZDF.
Lesen Sie am Donnerstag in Ihren PNN:
Autoren-Doppel auf der Buchmesse Die Schriftstelllerin Antje Ravic Strubel im Tandem mit einer iranischen Autorin bei „Leipzig liest“
„Die Stadt nicht zupflastern“ Potsdams pensionierter Stadtkonservator Andreas Kalesse über den Welterbe-Umgang und DDR-Bauten, die er erhalten würde Herr Kalesse, 27 Jahre lang waren Sie Stadtkonservator von Potsdam, seit ein paar Tagen sind Sie im Ruhestand. Vermissen Sie Potsdam schon? Eigentlich nicht. Wider Erwarten habe ich mich schnell in die neue Situation eingelebt. Was ich wirklich vermisse, sind meine Kollegen. Da fällt der Abschied schon schwer. Potsdams Aufgabe, haben Sie einmal gesagt, ist es, schön zu sein. Haben Sie dieses Ziel erreicht? Ich denke schon. Nicht überall, es gibt auch unschöne Ecken. Aber generell, glaube ich, spüren die Menschen, dass Potsdam wieder schön geworden ist. Natürlich gibt es unwiederbringliche Verluste, aber in großen Teilen war die Schönheit zum Glück wiederherstellbar. Potsdam und seine Denkmale: Das war und ist eine schwierige Bezie-
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hung. Verglichen mit Ihren Anfangsjahren nach der Wende – ist die Arbeit der Denkmalpfleger heute schwieriger geworden? Nein, sie ist völlig anders geworden. So einen Anfang wie nach der Wende zu erleben, ist ein einmaliges Geschenk. Vieles war unbürokratisch, wurde per Handschlag geregelt. Die Euphorie, die damals alle – Bauherren und Denkmalpfleger – gepackt hatte, ist jetzt einer normalen Geschäftigkeit gewichen. Spannend ist es aber nach wie vor. Und von Spannungen geprägt: Das stetige Wachstum der Stadt bringt zunehmend Probleme mit sich, vor allem rund um das Welterbe. Wir haben das Welterbe von Anfang an größer im Auge gehabt – und auch damals schon Fragen des Umgebungsschutzes diskutiert. Das steckte ja alles in den Kinderschuhen. Es war eine sehr kreative, sehr offene Zeit, in der man ohne Hierarchien miteinander reden konnte. Gemeinsam haben wir es geschafft, das Welterbe zweimal zu erweitern, etwa um das Dorf Bornstedt, die Russische Kolonie Alexandrowka oder den Park in Sacrow mit der Heilandskirche. Später haben wir die Pufferzonen zum Schutz der Umgebung des Welterbes festgelegt – eine Regelung, die deutschlandweit in dieser Form einmalig ist.
Dennoch greifen diese Regelungen offenbar nicht überall. Nehmen wir nur die geplante Bebauung entlang der Nuthestraße im Zentrum-Ost. Die Schlösserstiftung erwägt eine Klage gegen den Bebauungsplan, weil sie Sichtachsen gefährdet sieht. In ihren Dimensionen ist die Stadt begrenzt, das bringt Probleme mit sich und Streit. Bebauungen wie die von Ihnen angesprochene müssen noch qualifizierter diskutiert werden. Die Bedenken der Schlösserstiftung kann man nicht hinwegwischen. Das macht die Stadt jetzt aber. Das ist nicht klug. Potsdam ist weltweit nicht für irgendeinen Neubau bekannt, sondern für den Zusammenhang zwischen der Stadt, den Schlössern und die Einbettung in diese Kulturlandschaft. Deshalb kommen Millionen von Besuchern hierher.
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Was müsste die Stadt tun, um Wachstum und Denkmalpflege besser in Einklang zu bringen? Jetzt sage ich mal ganz provokant: das Wachstum begrenzen. Wie denn? Wir haben doch keine Wohnungsnot in dem Sinne, dass hunderttausende Menschen unter Brücken schlafen und dringend mit Wohnraum versorgt werden müssen. Wir haben einen künstlich hochgezoomten Wohnungsbedarf auf einem Luxuslevel, der befriedigt werden soll, weil die Schönheit die Wurzel des Bedürfnisses ist. Aber irgendwann leidet die Schönheit. Man kann nicht ein ausuferndes Wachstum mit den Werten der Potsdamer Kulturlandschaft verbinden. Es gibt einfach räumliche Begrenzungen. Man kann den Menschen ja schwer verbieten, nach Potsdam zu ziehen. Es geht nicht ums Verbieten, sondern darum, den Städtebau zu begrenzen. Nicht jedes Feld, nicht jede Grünfläche kann und darf entwickelt werden. Wir können die Stadt doch nicht zupflastern. Irgendwann kann Neubau eben nicht mehr angeboten werden. Wie bitte? Alle Experten sind sich einig, dass durch Verknappung von Wohnraum die Mieten ins Uferlose steigen. Dem kann man durch staatliche Wohnungsbauprogramme begegnen. Ein bisschen kann ja noch gebaut werden. Aber hier ist auch der Staat gefordert. Wir haben eine Verantwortung für die Stadt und das Welterbe. Sie haben für Potsdams Stadtbild viel erreicht. Was würden Sie als Ihre größten Erfolge bezeichnen? Mir liegt natürlich die Alexan-
Statisten gesucht Für die Inszenierung „Europa“ von Soeren Voima sucht das Hans Otto Theater männliche Statisten zwischen 18 und 40 Jahren für verschiedene Rollen. Probenbeginn ist Mitte März. Die Premiere ist am 7. April im Neuen Theater. Infos unter www.hansottotheater.de.
Grossman als Ehrengast bei LitPotsdam David Grossman, israelischer Schriftsteller, ist für das Potsdamer Literaturfestival, das vom 12. bis zum 17. Juni stattfindet, als Writer in Residence angekündigt. Der Friedensaktivist zählt zu den bedeutendsten Autoren der Gegenwart. Er ist der diesjährige Träger des Israel-Preises für Literatur.
„Es wird wohl Ende April, Anfang Mai. Wir können nicht bei Minusgraden den Boden pflastern.“ Investor Michael Linckersdorff über die Eröffnung der Matrosenstation Kongsnæs
Foto: Alejandro Garcia/dpa
Andreas Kalesse wurde am 25. August 1952 in Berlin geboren. Er lebt bis heute in Spandau. Er machte eine Lehre als Landschaftsgärtner, studierte dann Landespflege und Landschaftsentwicklung. Von 1991 bis Ende Februar 2018 war er Potsdams Stadtkonservator. Hier stellte er die Weichen für eine denkmalgerechte Rekonstruktion des historischen Stadtkerns. Doch in Potsdams Rathaus war er nicht unumstritten gewesen. Dass das Denkmalamt, vorher zum Kulturressort gehörend, unter dem damaligen Oberbürgermeister Matthias Platzeck (SPD) in die Bauverwaltung eingegliedert wird, sieht er als Degradierung.
drowka sehr am Herzen. Ich erinnere auch an den Zustand des Holländischen Viertels, das nach der Wende ein Trümmerhaufen war. Dass wir das in so kurzer Zeit wieder sanieren konnten, ist eine tolle Gemeinschaftsleistung. Persönlich bin ich außerdem sehr stolz darauf, dass mein Vorschlag von 1991 aufgegriffen wurde, das Landesparlament an die Stelle des Stadtschlosses zu setzen. Und Ihre größte Niederlage? Eine richtige große, schwere Niederlage hat es eigentlich gar nicht gegeben. Gibt es Gebäude der Ostmoderne in Potsdam, die abgerissen werden sollen und die Sie für erhaltenswert halten? Es steht ja einiges unter Schutz, wie etwa die ,Seerose' oder der Post-Kindergarten Am Kanal. In Potsdam wurde zu DDR-Zeiten aber im Gegensatz zu anderen Städten kaum besondere Architektur geschaffen, die dort heute zu Recht unter Denkmalschutz steht. Das Interview Straube
Ausführlich in der Wochenendausgabe der PNN
Verpflichtende Einigung Der beigelegte Streit zwischen dem SV Babelsberg 03 und dem NOFV ist ein Gewinn für gesellschaftspolitische Verantwortung Es ist ein Ergebnis, mit dem beide Seiten ihr Gesicht wahren: Nach monatelangem Streit um ein Sportgerichtsurteil haben der SV Babelsberg 03 (SVB) und der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) den Konflikt beigelegt. Der Verband kann von sich behaupten, formaljuristisch alles korrekt gemacht zu haben, sodass sein gefälltes Urteil gegen den SVB rechtskräftig ist. Der Babelsberger Kiezklub indes kann für sich als Erfolg verbuchen, unnachgiebig Haltung im Kampf gegen Rechtsextremismus gezeigt und letztlich die Führung des nordostdeutschen Fußballverbandes mit Nachdruck angemahnt zu haben, seiner gesellschaftspolitischen Verantwortung gerecht zu werden. In einem von Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) am vergangenen Dienstag moderierten Schlichtungsgespräch legten die Streitparteien ihren lang geführten Konflikt bei. Damit hat das juristische Nachspiel des Fußballregionalliga-Derbys zwi-
schen dem SVB und dem FC Energie Cottbus vom vergangenen April, bei dem es zu erheblichen Ausschreitungen rechtsextremer Cottbuser Anhänger gekommen war, nach mehr als zehn Monaten ein Ende. Die Geldstrafe von 7000 Euro bleibt bestehen. Doch kann der
Für Prävention. Einen Teil der Strafe darf der SVB selbst verwenden. Foto: Andreas Klaer
SVB die Hälfte des Geldes für sicherheitstechnische, infrastrukturelle, gewaltpräventive Maßnahmen oder Maßnahmen gegen Rassismus und Rechtsextremismus verwenden – und muss dies gegenüber dem Verband bis Ende Juni nachweisen. Der verbleibende Teil der Geldstrafe wird vom NOFV für die Finanzierung von Aktionen gegen Rassismus und Rechtsextremismus, für Fairness, Respekt und Toleranz verwendet. So wird der Verband den Kiezklub an dessen geplantem Projekt im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus zum Heimspiel am 16. März unterstützen. Sowohl Verband als auch Verein stellten klar, dass die Sanktionen wegen der pyrotechnischen Aktionen im Babelsberger Fanblock während des Derbys ausgesprochen wurden. Nicht aber wegen des „Nazischweine-raus“-Rufes eines NulldreiFans. NOFVPräsident Rainer Milkoreit zeigte sich nach der erzielten Einigung erleichtert. pek
Der weichste Schuh der Welt! Karl Müller Jr. revolutioniert die Schuhbranche Sein Erﬁnder, der Schweizer Modedesigner Karl Müller Jr. kennt sich in der Branche aus. Als Sohn des gleichnamigen MBT- Erﬁnders, war er häuﬁg „Testpilot“ für neue Modelle. Bei der Marke Joya setzt er nun verstärkt auf optische Qualitäten. Weltweit wurde noch nie ein so weicher und bequemer Schuh entwickelt. Mit Joya wird das Gehen für jedermann zum Erlebnis – nur Fliegen ist schöner. Egal ob alt oder jung, im Joya fühlt man sich vom ersten Schritt an wohl. Es gibt keinen vergleichbaren Schuh, der bei jedem Schritt so viel Luft ins Schuhinnere pumpt, so dass bei jedem zehnten Schritt die alte Luft vollständig erneuert wird. Damit gehören Schweißfüße der Vergangenheit an. Da auch die Sohle mehrheitlich aus Luft besteht, ist Joya so weich und federt sanft wie ein Trampolin. Der Joya ist bei der Schuhwa e.G. in Potsdam, Charlottenstr. 61 erhältlich (gegenüber Klinikum Ernst von Bergmann)
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Oscar geht nach Babelsberg
10. AUSSPIELUNG
Gerd Nefzer hat den Oscar für die besten visuellen Effekte gewonnen. Der 52-Jährige wurde mit drei Kollegen für die Arbeit am Science-Fiction-Film „Blade Runner 2049“ ausgezeichnet. Nefzer kommt aus Schwäbisch Hall, arbeitet auch in der Filmschmiede Babelsberg.
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Ausleihen verzeichnete das Fahrradverleihsystem nextbike 2017 in Potsdam. Gegenüber dem Jahr 2016 konnten die Ausleihzahlen um mehr als 50 Prozent gesteigert werden.
Potsdams Tänzer Das Team „Loony devils“ und die Kindergruppe „Lunatics“ aus dem Potsdamer Tanzverein Cross Level haben sich bei den Norddeutschen Meisterschaften der United Dance Organisation in Wilhelmshaven für die deutsche Meisterschaft am 7. April qualifiziert.
Kakao im Fokus Am 17. März können Besucher im Botanischen Garten von 14 bis 16 Uhr Kakao verkosten und sich rund um den Genuss und den Alltag im Anbau informieren. Der Eintritt kostet 2,50 Euro, um Anmeldung wird gebeten.
Nuthestraße L40: Die vorbereitenden Arbeiten für die Böschungssanierung der L40 Höhe Ausfahrt Friedrich-List-Straße erfolgen im Seitenbereich. Der Neuendorfer Anger ist voll gesperrt sowie eine Fahrspur der Auffahrt Friedrich-Engels-Straße. Templiner Straße: Die Templiner Straße ist zwischen Potsdam und Caputh für Kraftfahrzeuge gesperrt. Eine Umleitung ist über Caputh, Michendorfer Chaussee ausgewiesen. Alter Tornow: Wegen Straßenarbeiten ist die Straße Alter Tornow halbseitig gesperrt. Es wird eine Einbahnstraße in Richtung Templiner Straße eingerichtet. Eine Umleitung wird über Hermannswerder ausgewiesen. Bahnübergang Medienstadt/ Großbeerenstraße: Der nördliche Gehweg der Großbeerenstraße über den Bahnübergang Medienstadt ist gesperrt. Pestalozzistraße: ist zwischen Heideweg und Kopernikusstraße halbseitig gesperrt. Karl-Liebknecht-Straße: Eine Fahrspur der Karl-Liebknecht-Straße an der Kreuzung Rudolf-Breitscheid-Straße ist gesperrt. Es steht je Fahrtrichtung nur eine Spur zur Verfügung. Trebbiner Straße: ist in Höhe Sternstraße voll gesperrt. Eine Umleitung ist ausgewiesen. Schlaatzweg: wird zwischen Friedrich-Engels-Straße und Schlaatzstraße voll gesperrt. Die Arbeiten dauern bis voraussichtlich September. pams
Zehner-Nachfolge entschieden Evangelische Kirche in Potsdam entscheidet sich für Angelika Zädow als neue Superintendentin
Kindergesundheitshaus kommt doch noch nicht
Von Holger Catenhusen Potsdam / Caputh - Die Theologin Angelika Zädow aus dem Rheinlandistdie neueSuperintendentin im Evangelischen Kirchenkreis Potsdam. Die Kreissynode, die im Gemeindehaus in Caputh tagte, wählte sie am Freitagabend mit 34 von 60 Stimmen. Insgesamt gab es drei Bewerber um die NachfolgedesbisherigenSuperintendenten Joachim Zehner. Kathrin Oxen, die das Predigerseminar in Wittenberg leitet, bekam 21 Stimmen der Synodalen; Michael Frohnert, Pfarrer für Schönefeld und Großziehten, vier Stimmen. Es gab zudem eine Enthaltung. Zädow hat bereits Erfahrung im Superintendentenamt. Seit dem Jahr 2010 bekleidet sie diese Leitungsfunktion im Kirchenkreis Halberstadt in Sachsen-Anhalt. Die heute 53-jährige Zädow wurde 1964 in Bonn geboren und studierte Theologie in ihrer Heimatstadt, später dann in Mainz und Gießen. Ihre erste Pfarrstelle trat Zädow in der Voreifel an, wo sie die evangelische Seelsorge in mehrerenLandgemeinden verantwortete. Im Jahre 1999 wechselte sie als Pfarrerin ins rheinländische Meckenheim. Ein Schwerpunkt ihrer damaligen Arbeit: Die Integration von Menschen mit Behinderungen in der alltäglichen Gemeindearbeit. In Meckenheim blieb Zädow bis 2010. Dann zog sie mit ihrem Mann, mit dem sie in zweiter Ehe verheiratet ist, nach Halber-
Erfolgreich. Unter drei Kandidaten wählte die Potsdamer Kreissynode Angelika Zädow als neue Superintendentin. Foto: Andreas Klaer
stadt. In der sachsen-anhaltinischen Domstadt hatte man sie zuvor für zehn Jahre ins Superintendentenamt gewählt. Und doch wollte die 53-Jährige den Wechsel. Sie sei ein sehr neugieriger Mensch, sagt Zädow über sich selbst. „Ich bin einfach neugierig auf neue Gegenden, neue Menschen und neue Formen von Gemeinden.“ Der ökumenische Ökologiekreis in Potsdam interessiere sie sehr. Auch die kirchliche Flüchtlingsarbeitund dasStadtkirchenpfarramt seien spannende Arbeitsfelder. Sie wolle mit ihrer Arbeit möglichst viele Menschen erreichen, auch jene, die der Kirche bislang nicht so nahe stehen. Schon lange bemühe sie sich um Antworten auf die Frage: „Wie
kann Kirche eine Sprache finden, diemöglichst viele Menschen verstehen?“ Theologisch geprägt wurde Zädow nach eigenem Bekunden durch die ökumenische Gemeinschaft von Taizé, einem in Frankreich angesiedelten internationalen Männerorden, der insbesondere durch seine Lieder und internationale Jugendtreffen Popularität erlangt hat. „Die einfache Gestaltung von Gottesdiensten“ – das sei so etwas, das sie aus Taizé mitgenommen habe, sagt Zädow. Auch den theologischen Weitblick der Taizé-Brüder schätze sie sehr. Es sei wichtig, „sich nicht hinter theologisch-geschichtlichen ,Richtigkeiten’ zu verschanzen“.
Es sollte ein bundesweites Vorzeigeprojekt werden:Nunmuss Potsdam seine Pläne für ein Kindergesundheitshaus auf unbestimmte Zeit verschieben. Das hat Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) jetzt schriftlich den Stadtverordneten mitgeteilt. Mit dem Zentrum, dessen Eröffnung bis 2020 auf dem Gelände des Klinikums „Ernst von Bergmann“ geplant war, sollte das Angebot für Eltern mit kranken Kindern in der Region deutlich verbessert werden. Im Schreiben listet Jakobs zunächst die Vorteile auf – und verfällt dann ins Behördendeutsch. So gebe es „aktuelle gesetzliche Entwicklungen des Bundesteilhabegesetzes und der damit im Zusammenhang stehendenwesentlichen Neuausrichtungen in der Verwaltung“ – daher könne das Konzept derzeit nicht umgesetzt werden. Ein neuer Anlauf sollte erst „nach vollständiger Umsetzungder neuengesetzlichenRegelungen in ihrer Gesamtheit“ erfolgen. Das Zentrum soll rund 2000 Quadratmeter groß werden. 1000 Quadratmeter sollten vom Klinikum genutzt werden, 1000 vom Gesundheitsamt. Die Idee, in Potsdam eine Art Kinder-Poliklinik wie zu DDRZeitenuntermodernen Voraussetzungen zu schaffen, ist nicht neu: Vor vier Jahren hatten sich die Stadtverordneten auf Initiative von SPD und CDU ein solches Zentrum befürwortet. HK/jaha
Darmgesundheit im Fokus Zum „Tag der Darmgesundheit“ am 14. März stellen die Fachärzte des Alexianer St. Josefs-Krankenhauses Potsdam-Sanssouci das Spektrum an Vorsorgeuntersuchungen, Operationsmethoden, Nachsorgekonzepten und richtiger Ernährung vor. Die Veranstaltung findet von 15 bis 17 Uhr in der Wissenschaftsetage des Bildungsforums am Kanal statt. Vorsorge dringend empfohlen Darmkrebs ist die zweithäufigste Krebserkrankung in Deutschland. Jährlich erkranken rund 30 000 Patienten. 90 Prozent der Patienten sind älter als 55, daher wird die Vorsorge ab 55 Jahren empfohlen. Die Darmspiegelung ist das effektivste
Mittel zur Bekämpfung der Erkrankung. Hier wird der zuvor völlig entleerte Darm mit einem Schlauch, dem Koloskop, untersucht. Eine Kamera am Koloskop macht Veränderungen oder Erkrankungen sichtbar. Bei Auffälligkeiten kann der Arzt unmittelbar Gewebeproben entnehmen oder Darmpolypen entfernen. Der gesamte Eingriff dauert meist nicht länger als eine halbe Stunde und verursacht durch Vergabe eines Beruhigungsmittels auch keine großen Belastungen für den Patienten. Therapie: Ist Darmkrebs heilbar? Je früher der Darmkrebs erkannt wird, umso höher liegen die Chancen der Heilung. Die Operation ist jedoch die einzig kurative Therapie
Therapien haben sich in den vergangenen Jahren erheblich verbessert und wirken sich somit auch positiv auf die Prognose der Patienten aus. Das Alexianer St. Josefs-Krankenhaus bietet mit seinen Darmzentrums-Strukturen und der Ambulanten Spezialfachärztlichen Versorgung (ASV) die idealen Angebote. Hier wird eine schnelle, qualitativ hochwertige und für den Patienten jeweils optimale Behandlung der Krebserkrankung sichergestellt. bei einer Erkrankung. Kann der Fortschritt der Erkrankung in der Chirurgie nicht mehr ausreichend behandelt werden, stehen heute moderne chemotherapeutische Verfahren und der Einsatz von Wachstumshemmstoffen zur Verfügung. Diese
Die richtige Ernährung Für die Darmgesundheit gilt eine ausgewogene Ernährung, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und eine regelmäßige Einnahme von Mahlzeiten. Grundsätzlich gibt es keine spe-
ziellen Lebensmittel, die einer Darmkrebserkrankung aktiv vorbeugen. Ein Übermaß an Fleisch und Wurstwaren kann sich jedoch ungünstig auswirken. Hier sind zu viele gesättigte Fette enthalten. Empfehlenswert ist eine ballaststoffreiche Ernährung, weil die Ballaststoffe den schnellen Blutzuckeranstieg verhindern, für eine gute Darmpassage sorgen und wesentlich länger sättigen. INFORMATIONEN Alexianer St. Josefs-Krankenhaus Potsdam-Sanssouci Allee nach Sanssouci 7 14471 Potsdam Tel.: 0331 96823000 www.alexianer-potsdam.de
Teltow. Zwei Musiker forschen bei ihrem Konzert am 12. März nach Klängen, Rhythmen und Melodien aus Jazz, Pop, Folk und Klassik. Die Entdeckungsreise rund um das Riesen-Pepephon und andere selbstgebaute Instrumente beginnt um 16 Uhr im Stubenrauchsaal, Marktplatz 1-3. Eintritt 8, erm. 4 Euro.
Teltow. Anlässlich der „Märkischen Literaturtage“ liest Beate Vera am 16. März, ab 19 Uhr, in der Stadtbibliothek, Jahnstraße 2 A, aus ihrem Buch „Was den Raben gehört“. Eine zusätzliche Lesung gibt es um 17 Uhr. Der Eintritt ist frei. Anmeldung unter Tel.: 03328 4781650.
Werder (Havel). Beim heutigen Frauentags- und Frühlingskonzert in der Schinkelkirche Petzow erzählt das Trio Muzet Royal ab 15 Uhr musikalische Geschichten voller Poesie und Sehnsucht, voller Freude und Übermut. Eintritt: 10, ermäßigt 8 Euro.
Beelitz wählt Bürgermeister Beelitz. Es wird nur eine Zahl bei der heutigen Wahl zählen: die Anzahl der JaStimmen. Denn Bürgermeister Bernhard Knuth, der eine zweite Amtszeit anstrebt, hat keine Konkurrenz.
Teltow singt Teltow. Am 21. März, ab 20 Uhr, öffnet das Bürgerhaus, Ritterstraße 10, für sangesfreudige Teltower die Türen. Dirk Zeugmann und Band begleiten den Abend musikalisch und bieten über einen Beamer Wunschtitel an. Eintritt 6, erm. 4 Euro.
Kein Spargel zu Ostern Beelitz - Den ersten Spargel wird es in diesem Jahr wohl nicht zu Ostern geben. Das sagte Landwirt Jürgen Jakobs vom Beelitzer Spargelhof. „Der Spargel braucht nach der jetzigen Frostperiode noch etwa vier Wochen, um in Gang zu kommen.“ Jakobs rechnet mit dem Saisonstart ab der zweiten Aprilwoche – zum offiziellen Spargelanstich. Der soll in diesem Jahr auf dem Spargelhof Maerkerland von Bernhard Falkenthal im Beelitzer Ortsteil Schlunkendorf stattfinden. Die Kälte der vergangenen zwei Wochen hat zwar einen frühen Anstich verhindert, ist aber laut Landwirt Jakobs für das edle Stangengemüse von Vorteil gewesen. Staudengewächse wie der Spargel würden derartige Kältereize brauchen, „so werden sie im Frühjahr wuchsfreudiger“. Ein Problem werde die Kälte nur, wenn der Dauerfrost den März über bestehen bleibe. Dann herrsche die Gefahr, dass die Spargelstangen innen hohl sind, weil sie nicht genügend Nährstoffe aus dem Boden ziehen können. es
Das Wasser zieht Werder ist bei Touristen beliebt wie nie zuvor. Die schätzen neben der Havel auch die Radwege Von Eva Schmid Werder (Havel) - Viel Wasser, gute Radwege, leckeres Essen: Die Stadt Werder (Havel) zählt zu den zehn beliebtesten Reisezielen in Brandenburg. Zumindest wenn man die Entwicklung der Übernachtungszahlen betrachtet. Demnach sind von 2016 auf 2017 die Zahlen um rund acht Prozent gestiegen. Zum Vergleich: Im gesamten Land Brandenburg lag der Zuwachs bei 1,6 Prozent. Aber was macht Werder so anziehend? Die Antworten aus der Hotelbranche sind ähnlich. „Es gibt immer mehr Besucher, die das Land für sich entdecken“, so der Chef des Hotels Rittmeister im Ortsteil Kemnitz, Christian Fox. Viele seiner Gäste würden mit Fahrrädern kommen und das gut ausgebaute Streckennetz zu schätzen wissen. So sind der Havelradweg und der Obstpanoramaweg nur wenige Kilometer entfernt und gut beschildert. Immer mehr kommen laut Fox auch
Beliebt bei Radlern. Werder sticht mit durchschnittlich rund dreieinhalb Übernachtungstagen der Gäste hervor. Foto: Björn Stelley
E-Bike-Fahrer. Auch das Marketing des Landes zeige seine Wirkung: „Brandenburg verkauft sich besser.“ In das Rittmeister mit seinen 35 Zimmer kommen auch viele Gäste nur zum Essen. Der Küchenchef ist Mitglied in der deutschen Köche-Nationalmannschaft, auch das sei ein Aushängeschild für die Firma.
Von der Werderaner Insel wird Ähnliches berichtet: Hier würden die Gäste, darunter auch viele Berliner Tagesgäste, die familiäre Atmosphäre im Hotel Zur Insel schätzen. Selbst Geschäftsreisende übernachten regelmäßig in dem 51 Zimmer großen Hotel, so die Juniorchefin Cindy Bachmann. Auch bei ihr würden
viele radelnde Gäste Station machen. Die Übernachtungszahlen würden von Jahr zu Jahr steigen – eine Entwicklung, die auch der Rittmeisterchef bestätigt. Während der Saison komme man im Hotel auf der Werderaner Insel an seine Grenzen, so Bachmann. Der Zuwachs in Werder auf aktuell rund 278 000 Übernachtungen jährlich ist für die Landesmarketing-Organisation selbsterklärend: „Der Havelradweg boomt, Wassertourismus ist ein Riesenthema und rund um Werder gibt es viele regionale Produkte“, so die Sprecherin der Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH, Birgit Kunkel. Die Kulturlandschaft am Wasser, das sei gefragt. Ein neuer Trend, den Kunkel ausmacht, ist Individualurlaub in ansprechenden Ferienhäusern und -wohnungen. Ausschlaggebend für die Gäste seien dabei Besonderheiten, wie eine moderne Einrichtung, ein Haus oder eine Wohnung mit historischem Ambiente.
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GOLD GEHOLT Anna Schaffelhuber gewinnt Gold bei den Paralympischen Spielen Seite 13
Bayer nicht zu schlagen. Leverkusens Charles Mariano Aranguiz (l.) und der Gladbacher Christoph Kramer im Zweikampf. Jubel. Michael Gregoritsch, Gojko Kacar und Rani Khedira (v.l.) feiern den FCA-Sieg. Foto: S. Pförtner/dpa
26 26 26 25 25 25 26 26 26 25 26 26 26 25 26 05 26 25
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FSV Mainz 05 - FC Schalke 04 . . . . . . . . . 0:1 (0:0) Bayern München - Hamburger SV . . . . . . 6:0 (3:0) 1899 Hoffenheim - VfL Wolfsburg . . . . . 3:0 (1:0) Hertha BSC - SC Freiburg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 0:0 Hannover 96 - FC Augsburg . . . . . . . . . . . . 1:3 (1:2) Leverkusen - Bor. Mönchengladbach . . 2:0 (1:0) VfB Stuttgart - RB Leipzig . . . . . . . . . . . . So., 15.30 Dortmund - Eintracht Frankfurt . . . . . . So., 18.00 Werder Bremen - 1. FC Köln . . . . . . . . Mo., 20.30
Nach den Siegen im DFB-Pokal und der Bundesliga-Hinrunde gewinnt Leverkusen auch die dritte Saison-Partie gegen Mönchengladbach
1. FUSSBALL–BUNDESLIGA
Von Morten Ritter Leverkusen - Bayer Leverkusen hat die Champions-League-Rängeinder Fußball-Bundesliga wieder erobert. Die Rheinländer gewannen auch das dritte Aufeinandertreffen mit Borussia Mönchengladbach in dieser Saison mit 2:0 (1:0). Damit fallen die Gladbacher imRennenum die Königsklassenplätze schon fast aussichtslos zurück. „Wir sind weit weg“, gestand Gladbachs Kapitän Lars Stindl bei Sky. „Wir haben gut angefangen, wenig zugelassen.“ Aber: „Wir waren in den Zweikämpfen oft zweiter Sieger.“
Vor 28 809 Zuschauern in der Leverkusener BayArena erzielten Lucas Alario (39.) und Julian Brandt (90.+3) die Treffer im 72. West-Derby für die Gastgeber, die zuvor zwei Heimniederlagen hinnehmen mussten und nun wieder unter den besten vier Teams stehen. „Ich bin froh über den Sieg, endlich mal wieder zu Hause. Das war eine reife Leistung von uns“, sagte Sven Bender. Bei den Gastgebern kehrte Leon Bailey, der am vergangenen Wochenende wegen muskulärer Probleme geschont wurde, wieder ins Team zurück. Der Jamai-
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Dritter Sieg gegen Gladbach
26. SPIELTAG 1. Bayern München 2. FC Schalke 04 3. Bayer Leverkusen 4. Borussia Dortmund 5. Eintracht Frankfurt 6. RB Leipzig 7. 1899 Hoffenheim 8. FC Augsburg 9. Mönchengladbach 10. VfB Stuttgart 11. Hertha BSC 12. Hannover 96 13. SC Freiburg 14. Werder Bremen 15. VfL Wolfsburg 16. FSV Mainz 17. Hamburger SV 18. 1. FC Köln
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kaner hatte in den beiden vergangenen Spielen gegen Mönchengladbach jeweils den Führungstreffer für sein Team erzielt und sorgte auch diesmal wieder für reichlich Gefahr in der Gladbacher Deckungsreihe. Seine erste Flanke nutzte Lars Bender in seinem 200. Bundesligaspiel zum ersten Torschuss, doch Borussias Keeper Yann Sommer parierte. Die Gäste, die auf acht Profis verzichten mussten, hatten Tony Jantschke und Vincenzo Grifo wieder in der Startelf. Der an einer Wadenverletzung laborierende Raffael schaffte den Sprung in den Kader noch nicht.
Beide Mannschaften agierten lange Zeit abwartend, suchten ihre Sicherheit in vielen Passfolgen, leisteten sich im Aufbau aber auch immer wieder sehr leichtsinnige Abspielfehler. Erst als die Gastgeber den Druck erhöhten, kam mehr Schwung in die Partie. Die Leverkusener erspielten sich vor allem auch durch den starken Argentinier Alario, der in der 63. Minute eine große Tormöglichkeit nicht nutzen konnte, und den fleißigen Volland ein Chancenplus und ließen gegen die insgesamt zu harmlose Gladbacher Offensive wenig zu.
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ZWISCHENVERK VORBEHAL
Rießle auf Platz 2 Mischa Zverev in Indian Wells mit Auftaktsieg
Skispringen. Die deutschen Skispringer haben nach ihrem ersten Saisonsieg im Mannschaftsspringen einen Podesplatz verfehlt. Beim Weltcup-Springen in Oslo kam das DSV-Quartett nur auf Platz vier. Der Sieg ging an Olympiasieger Norwegen.
Tennis. Der deutsche Tennisprofi Mischa Zverev (Foto) hat die zweite Runde beim Turnier in Indian Wells erreicht. Der Davis-CupSpieler aus Hamburg gewann am Freitag (Ortszeit) 6:3, 4:6, 6:1 gegen den Kasachen Michail Kukuschkin. Nächster Gegner ist Sam Querrey.
Punkte reichen US-Skistar Mikaela Shiffrin für den Sieg der Disziplinwertung im Slalom. Der Alpinstar hatte erst am Freitag den Gesamtweltcup für sich entschieden.
Ski nordisch. Team-Olympiasieger Fabian Rießle hat beim Weltcup der Nordischen Kombinierer in Oslo Platz zwei erkämpft. Der Schwarzwälder, Achter nach dem Springen, kam 15,5 Sekunden hinter Japaner Akito Watabe ins Ziel, der nach 25:19,0 Minuten gewann.
Sieg für Werth im Dressur-Weltcup Reitsport. Isabell Werth aus Rheinberg hat die WeltcupKür im niederländischen 's-Hertogenbosch gewonnen. Auf Emilio erhielt sie 87,405 Prozentpunkte, die persönliche Bestleistung.
Foto: Craig Golding/dpa
26. SPIELTAG 1. Fortuna Düsseldorf 2. 1. FC Nürnberg 3. Holstein Kiel 4. Arminia Bielefeld 5. MSV Duisburg 6. SV Sandhausen 7. Jahn Regensburg 8. Dynamo Dresden 9. FC St. Pauli 10. 1. FC Union Berlin 11. FC Ingolstadt 04 12. 1. FC Heidenheim 13. Braunschweig 14. Greuther Fürth 15. VfL Bochum 16. Erzgebirge Aue 17. Darmstadt 98 18. FC Kaiserslautern
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Dynamo Dresden - 1. FC Heidenheim . 3:2 (2:1) Arminia Bielefeld - 1. FC Nürnberg . . . . 1:0 (0:0) Darmstadt 98 - FC Ingolstadt . . . . . . . . . . 1:1 (0:1) FC St. Pauli - Braunschweigt . . . . . . . . . . . . . . . . . 0:0 Greuther Fürth - Kaiserslauternn . . . . . 2:1 (1:1) VfL Bochum - Holstein Kiel . . . . . . . . . . . . . 1:1 (1:0) FC Union Berlin - Erzgebirge Aue . . . . . So., 13.30 Duisburg - Fortuna Düsseldorf . . . . . . . So., 13.30 Regensburg - SV Sandhausen . . . . . . . So., 13.30
Paderborn holt auf Der SC Paderborn hat mit einem Last-Minute-Sieg seine Negativserie gestoppt und einen wichtigen Erfolg im Kampf um den Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga gefeiert. Durch den Treffer von Kapitän Christian Strohdiek in der erste Minute der Nachspielzeit drehte der SCP am Samstag beim FC Hansa Rostock noch ein 0:2 in ein 3:2 (0:2). Damit behaupteten die zuvor in fünf Spielen sieglosen Paderborner die Tabellenführung in der 3. Liga. Der Vorsprung auf die Verfolger SV Wehen Wiesbaden und Fortuna Köln beträgt aber nur vier Punkte. Zudem kann der 1. FC Magdeburg mit einem Erfolg gegen den VfR Aalen mit Paderborn wieder gleichziehen. dpa
Bayern schießt den HSV ab Nächste Pleite für den HSV, Wolfsburg ohne Sieg, Augsburg jubelt
Von Stefan Tabeling Fast schon erwartungsgemäß hat der FC Bayern München am 26. Spieltag der Fußball-Bundesliga einen 6:0 (3:0)-Kantersieg gegen den kaum mehr zu rettenden Hamburger SV geholt. Damit droht dem HSV bei einem Punktgewinn des 1. FC Köln am Montag das Abrutschen auf den letzten Tabellenplatz. Weiter in akuter Gefahr bleibt auch der VfL Wolfsburg, der am Samstag mit dem 0:3 (0:1) bei 1899 Hoffenheim auch im dritten Spiel unter Trainer Bruno Labbadia ohne Sieg blieb. Der FC Augsburg hat durch ein 3:1 (2:1) bei Hannover 96 den Sprung in die obere Tabellen-
hälfte geschafft und nähert sich damit sogar den internationalen Plätzen an. Keinen Sieger gab es beim torlosen Remis zwischen Hertha BSC und dem SC Freiburg. 44 Tore in den letzten sieben Gastspielen des HSV in München ließen bereits Schlimmes befürchten. Und es ging los wie immer: Schon nach 19 Minuten war nach Toren von Franck Ribery (8.) und zweimal Robert Lewandowski (12. und 19.) alles entschieden. Danach ging es für den HSV, der seit 13 Spielen sieglos ist, nur noch um Schadensbegrenzung. Arjen Robben (54.), sowie erneut Ribery (81.) und Lewandowski per Foulelfmeter (90.) erzielten die weiteren Tore.
Die Bayern liegen damit weiter 20 Punkte vor dem ersten Verfolger Schalke 04. Das einzig Positive für den HSV: Der Rückstand zu den rettenden Plätzen beträgt weiterhin
sieben Punkte. Nach dem 0:1 des Tabellen-16. FSV Mainz 05 gegen Schalke am Freitag verlor auch Wolfsburg sein Spiel bei 1899 Hoffenheim. Nico Schulz (18.), Serge Gnabry (77.) und ein
Fürth mit wichtigem Sieg , Kiel holt auf Tabellenletzter Kaiserslautern mit neuem Rückschlag: In Fürth verloren die Pfälzer 1:2. Ebenfalls abstiegsbedrohte Darmstädter und Bochumer sichern sich einen Punkt
2. FUSSBALL–BUNDESLIGA
Der 1. FC Kaiserslautern hat im Abstiegskampf der 2. FußballBundesliga einen bitteren Rückschlag erlitten. Die Pfälzer verloren am gestrigen Samstag das Kellerduell beim bisherigen Viertletzten SpVgg Greuther Fürth 1:2 (0:1) und verlieren als Tabellenletzter die rettenden Plätze allmählich aus den Augen. Der Vorletzte SV Darmstadt 98 erkämpfte im Duell der Bundesliga-Absteiger gegen den FC
Ingolstadt immerhin noch ein 1:1 (0:1). Ebenso holte der abstiegsbedrohte VfL Bochum ein 1:1 (1:0) gegen den Tabellendritten Holstein Kiel. Torlos endete das Nord-Derby zwischen dem FC St. Pauli und Eintracht Braunschweig. Eine Woche nach dem emotional so wichtigen Erfolg im Frankenderby feierte Fürth den dritten Sieg nacheinander. Julian Green (17.) und Mario Maloca
(73.) sorgten vor 11 460 Zuschauern für die Tore. Osayamen Osawe (45.) besorgte den zwischenzeitlichen Ausgleich für die Gäste aus Kaiserslautern. Die Pfälzer verpassten es, den Rückstand auf den Konkurrenten im Abstiegskampf zu verkürzen. Zum Relegationsrang fehlen weiter fünf Punkte. Für Herbstmeister Holstein Kiel war das Remis in Bochum ein weiterer Punkt im Kampf um
den Aufstieg in die Bundesliga. Marvin Ducksch (61.) erzielte mit seinem 14. Saisontreffer vor 14 939 Zuschauern den Treffer für das Team von Trainer Markus Anfang, das auf Relegationsrang drei den Rückstand auf den Zweiten 1. FC Nürnberg auf vier Punkte verkürzte. Kevin Stöger (8.) traf für die Bochumer, die den zweiten Sieg unter dem neuen Trainer Robin Dutt verpassten . dpa
Hans Oleak; Foto: Monika Schulz-Fieguth
Mi, 14. März 2018 | 17 Uhr | Potsdam-Museum*
Der Wilhelm-Foerster-Preis 2018 geht an Prof. Dr. Hans Oleak Astrophysiker Laudatio: Dr. Martina Münch Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg Festvortrag des Preisträgers: „Der Telegrafenberg und die Entdeckung der Gravitationswellen“ Potsdam-Museum | Am Alten Markt 9, 14469 Potsdam | Mehr Infos: urania-potsdam.de | 0331/29 17 41
MAGAZIN 11. MÄRZ 2018
SCHMACKHAFTE SCHWEIZ Das Alpenland wirbt mit Ruhe und kulinarischen Genüssen abseits des Wintersports Seite 10
Teure Handyanrufe von daheim Bei Telefonaten in EU-Länder Preis prüfen
xtragebühren fürs Telefonieren mit dem Handy im EU-Ausland sind seit Juni 2017 Geschichte. Wenn Verbraucher durch die EU-Mitgliedsstaaten und ihre Netze wandern (Roaming), können sie zum gleichen Preis wie in Deutschland oder bei einer gebuchten Flatrate sogar ganz umsonst telefonieren. Wer aber daheim zum Handy greift, um im EU-Ausland anzurufen, zahlt den Preis, den der Anbieter dafür festgelegt hat. Und das sind aktuell bis zu 1,49 Euro pro Minute, wie die Verbraucherzentrale (VZ) Schleswig-Holstein erhobenhat. Deshalb tut mangut daran, vor so einem Anruf die Preisliste zu studieren. Das Problem: Vielen Verbrauchern ist nicht klar ist, dass es noch einen Unterschied zwischen Gesprächen im Ausland (Roaming) und Gesprächen von daheim ins Ausland gibt. Das zeigt auch eine Forsa-Studie, die die VZ zum Thema in Auftrag gegeben hat. Mehr als jeder Vierte hat in den vergangenen zwölf Monaten von Deutschland aus privat ins EU-Ausland telefoniert. Davon glaubte gut die Hälfte, dass dieAbschaffung der Roaming-Gebühren auch für Anrufe von Deutschland ins EU-Ausland gilt. Daher hat das EU-Parlament vorgeschlagen, auch diesen Bereich zu regulieren: Mobilfunk-, aber auch Festnetzanrufe in andere EU-Mitgliedstaaten sollen nicht mehr unverhältnismäßig teurer sein als Anrufe im Inland. Wer oft und viel ins Ausland telefoniert, kann Auslandsoptionen buchen oder sich günstige Telefonanbieter für Internettelefonie (VoIP) suchen. dpa
Lieblingsziel. Die Länder rund ums Mittelmeer bleiben bevorzugte Sommerurlaubsregion für die meisten Deutschen.
Wohin geht die Reise? Vier der wichtigsten Themen auf der diesjährigen Touristikmesse ITB in Berlin Von Michael Zehender und Philipp Laage
error, Unruhen, Krisen: In früheren Jahren bestimmten oft negative Ereignisse die Reisemesse ITB. Das ist 2018 anders – vor allem werden wieder etliche Rekordzahlen bejubelt. Das sind Themen in diesem Jahr: URLAUB IN DEUTSCHLAND Deutschland bleibt des beliebteste Reiseziel der Deutschen. Laut der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) führten im Jahr 2017 rund 28 Prozent aller Urlaube von mindestens fünf Tagen Dauer an einen Ort zwischen Ostsee und Alpen. Mit einem Anteil von 5,1 Prozent
lag Mecklenburg-Vorpommern dabei das zweite Jahr in Folge knapp vor Bayern (4,9 Prozent). URLAUB AM MITTELMEER Die Länder am Mittelmeer bleiben die beliebtesten Sommerziele der Deutschen im Ausland. Laut der FUR-Analyse lag Spanien 2017 mit 13,1 Prozent an der Spitze. Dahinter folgte Italien mit 8,3 Prozent. Die Türkei machte mit 5,7 Prozent einen Platz gut, überholte Österreich (5 Prozent) und lag deutlich vor Griechenland (3,9 Prozent). Die Reiseveranstalter beobachten dies nun auch wieder für den Sommer 2018. „Die Nachfrage nach Spanien ist ungebrochen“, heißtesbeiTuiDeutschland.Griechenland knüpfe mit zweistelli-
gen Buchungszuwächsen an das gute Vorjahr an. Und die Türkei komme „mit aller Kraft“ zurück. Auch bei den Marken von Thomas Cook stellt sich die Lage so dar: Spanien vor Griechenland und Türkei. FTI spricht davon, dass Familien im großen Stil in die Türkei zurückkehrten–und„Griechenland boomt geradezu“, sagt Geschäftsführer Ralph Schiller. Auch DER Touristik beobachtet eine Verschiebung vom westlichen ins östliche Mittelmeer. Vor allem die Nachfrage nach Spanien normalisiere sich, heißt es. KREUZFAHRTBOOM HÄLT AN Soviele Deutsche wienoch nie haben 2017 Kreuzfahrten unternommen: 2,19 Millionen Passagiere aus Deutschland zählten die
Mit dem SKAN-CLUB 60 plus ins grüne Herz Thüringen rant, Salon, die kleine Bar und Terrasse sowie das Hallenbad zum angenehmen Aufenthalt ein. Ausflugsangebote bereichern ihn und lassen die schönsten und interessantesten Schätze Thüringens entdecken.
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Reedereien. Das war ein Plus von 8,4 Prozent, wie der Kreuzfahrtverband Clia und der Deutsche Reiseverband mitteilten. NACH AIR BERLIN-PLEITE Die Nachwehen der Air-Berlin-Insolvenz beschäftigten zuletzt die ganze Tourismusbranche - nicht nur andere Airlines, sondern auch die Reiseveranstalter, die Tausende Flüge von Pauschalurlaubern umbuchen mussten. Doch schneller als gedacht sind die Lücken gefüllt. Der Knick bei den Passagierzahlen in Berlin-Tegel und Düsseldorf dürfte schon im Sommer ausgebügelt sein. Und Eurowings, Ryanair und Easyjet bauen ihre Angebote von deutschen Flughäfen kräftig aus.
Thüringer Wald –
Dem renommierten Seniorenreisenveranstalter folgen jährlich tausende Gäste der älteren Generation ins „grüne Herz Deutschlands“, nach Thüringen. Seit über zwei Jahrzehnten ist der SKAN-CLUB 60 plus führend in Sachen „Reisen für Senioren“. Mit der einstigen Residenzstadt Gotha, überragt von Schloss Friedenstein, hat der Gast als Reiseziel eine gute Wahl getroffen. Die schmucke Altstadt, Gassen zum Bummeln und der Schlosspark zum Entspannen sind genau das Richtige. Im MORADA Hotel Gothaer Hof
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REISE SPEZIAL Oase
Lufthansa-Passagiere in der Economy und Premium Economy Class können künftig auf Langstreckenflügen mehrgängige Menüs gegen Aufpreis vorbestellen. Das Angebot steht voraussichtlich vom Mai 2018 an auf allen Fernflügen von Frankfurt/Main und München aus zur Verfügung, wie Lufthansa mitteilte. Die Menüs sind eine Ergänzung zum regulären Speisenangebot und kosten bis 33 Euro. Der auf den Philippinen gebaute neue Helgoland-Katamaran ist auf dem Weg von Asien nach Hamburg. Das Schiff habe die Werft in Cebu verlassen und sich auf eine 19 065 Kilometer lange Reise durch den Indischen Ozean, das Rote Meer und das Mittelmeer begeben, teilte die Förde Reederei Seetouristik mit. Die Ankunft in Hamburg ist für die erste Aprilhälfte geplant. Noch im April sollen die regulären Fahrten zwischen Hamburg und Helgoland beginnen. Der Katamaran ersetzt den „Halunder Jet“. Er hat Platz für 680 Reisende und soll mit bis zu 35 Knoten (65 Kilometer pro Stunde) unterwegs sein. Qatar Airways steuert künftig weitere Ziele in Asien an, die für Passagiere aus Deutschland mit Umsteigen in Doha am Persischen Golf erreichbar sind. Wie die Fluggesellschaft mitteilte, wächst das Streckennetz um insgesamt 16 Destinationen. In Deutschland bietet Qatar Airways insgesamt 35 Abflüge pro Woche nach Doha von Berlin, Frankfurt/Main und München aus an. dpa
für Ruhesuchende in den Alpen und Urlaubstipps
n die Schweiz reisten in den vergangenen Jahren vor allem aufgrund der Währungssituation deutlich weniger Urlauber aus anderen europäischen Ländern. Jetzt scheint die Trendwende geschafft das sagt zumindest Martin Nydegger, Direktor von Schweiz Tourismus auf der Reisemesse ITB in Berlin. Außerdem erklärt Nydegger, warum der Herbst für Schweiz-Urlaub immer wichtiger wird.
Land für die Ruhe Auch wenn die Schweiz in der Gunst der Reisenden wieder steigt, bleibt das Alpenland ein Garant für Entschleunigung
Wie steht es um den Schweiz-Tourismus? Wir haben acht Jahre lang wirklich gelitten, aber jetzt Martin den Turnaround Nydegger geschafft. Auch in den vergangenen Jahren hatten wir immer starke Zuwächse aus Asien. Unter dem Strich stand aber ein Minus, weil uns schlichtweg die Europäer gefehlt haben. 2017 war jetzt ein fantastisches Jahr. Foto: I. Scholz/Schweiz Tourismus
E REISE IN KÜRZE F
Wo liegen die Gründe dafür? 2017 war generell ein sehr starkes wirtschaftliches Boomjahr. Daneben hat das Wetter sehr gut mitgespielt. Wir hatten einen warmen Sommer, einen tollen Herbst und sehr früh Schnee. Wie sahen die Zahlen für 2017 bei deutschen Urlaubern aus? Wir hatten 1,65 Millionen Ankünfte, das ist ein Plus von 2,3 Prozent, und 3,75 Millionen Übernachtungen, das ist ein Plus von 1,1 Prozent. Das klingt vielleicht nicht viel, es ist aber für uns elementar, dass der Rückgang gestoppt wurde. Deutsche
Nicht nur im Winter eine Reise wert. Die Schweiz wird für Urlauber auch im Sommer und Herbst immer interessanter. Foto: Sebastien Staub/Switzerland Tourism/swiss-image.ch/dpa-tmn
Urlauber sind für die Schweiz besonders wichtig, da sie nicht nur an einen Ort gehen, sondern auch kleinere Orte oder mal ein Seitental besuchen. Wie wichtig ist der Sommer, wie wichtig der Winter? Das Verhältnis ist in etwa 50 zu 50. Über viele Jahre war der Winter die Cash Cow, das hat sich etwas verändert. Wir können den Klimawandel nicht leugnen, aber
auch in den nächsten Jahrzehnten wird man in der Schweiz Skifahren können. Dennoch werden die Winter in Zukunft eher kürzer... Das ist in der Tat so. Der spätere Beginn führt zu einem längeren Herbst. Der emanzipiert sich zunehmend vom Sommer und bekommt bei uns jetzt den offiziellen Saisonstatus. Der Herbst ist eine ganz fantastische Jahreszeit. Zum Beispiel das Thema Kulina-
rik ist im Herbst ganz wichtig. Overtourism, also zuviel Tourismus, ist ein großes Themen für viele Destinationen. Für die Schweiz auch? Overtourism ist kein flächendeckendes Phänomen in der Schweiz. Insgesamt kann man sagen: Wer Overtourismus entkommen will, kommt in die Schweiz. Die Fragen stellte Michael Zehender
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Ostfriesland 474 Südtirol mit Meran & Gardasee 485 Tirol - Chiemsee - Zillertal 698 Tour de France 1073 Nordkap 1259 Schottland-Rundreise 1248 Schwarzwald mit Elsass 519 Südengland - Cornwall Flug*1249 Südengland - Cornwall 1139 Südnorwegen 778 Schlösser der Loire 645 Slowenien 759 1249 Fjordnorwegen FK Holland - Belgien mit André Rieu-Konzert 1099 Hohe Tatra 669 Krakau - Warschau 718 579 Salzburger Land London 675 Provence 799 * Kein PTI-HaustürService
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Der Reiseclub Berlin-Brandenburg (RCB) konnte sich im vergangenen Reisejahr über wachsende Reisegastzahlen freuen. Fast 10 000 Reisegäste schenkten dem Potsdamer Reiseveranstalter & Reisebüro 2017 ihr Vertrauen, vor allem wegen der kompetenten und herzlichen Beratung. Damit das auch weiterhin so bleibt, hat sich der RCB personell verstärkt. Zum Reiseteam zählt seit Oktober Reiseverkehrskauffrau Sabine Heß. Sie wird vor allem im Reisebürobereich die Pauschalreisegäste betreuen und beraten. Leser der „Potsdam am Sonntag“ können sich auf die „Sonderangebote des Monats“ freuen. Jeden Monat bietet der RCB ausgewählte Reisen zu Vorzugspreisen, etwa Ostern an der Ostsee bei der fünftägigen Busreise vom 30. März bis 3. April im 3* „Ostseehotel Dierhagen“ auf der Halbinsel Darß. Eine Darß-Rundfahrt und ein Ausflug nach Rostock-Warnemünde sowie die Möglichkeit einer Fahrt in die Hansestadt Stralsund sind im reduzierten Reisepreis enthalten. Wer das Reisen mit der Gesundheit verbinden möchte, der kommt beim siebentägigen RCB-Special
Das RCB-Team: Sabine Heß, Astrid Boese, Frank Fuhrmann, Carolin Birkholz (v. l.) Foto: Reiseclub Berlin-Brandenburg vom 24. bis 30. März nach Kolberg 27.April in den Schwarzwald. Ziel ist im Kurhotel „Maximilian“ an der pol- eines der Bären-Hotels im Harmersnischen Ostsee auf seine Kosten. bachtal mit Süd- und NordschwarzIm Preis sind die Vollpension, zwei wald-Rundfahrt, Tagesfahrt nach Kuranwendungen pro Werktag so- Lahr & Freiburg sowie die Möglichwie eine zusätzliche Rücken- und Na- keit einer Vogesen-Rundfahrt & Colckenmassage inklusive. Ein Ge- mar. heimtipp ist die achttägige luxuriöse Gesundheitswoche vom 14. bis 21. April im 5*-Hotel „Grand Lu- INFORMATIONEN bicz“ nach Ustka (Stolpmünde) an Reiseclub Berlin-Brandenburg GmbH der polnischen Ostsee. Empfehlenswert ist auch die Fr.-Engels-Str. 92, 14773 Potsdam sechstägige Busreise vom 22. bis Tel.: 0331 7042470
030 .42 21 95 10
Reisebüro Wörlitz Tourist GmbH & Co. KG Bahnhofspassagen Potsdam Tel. 03 31.50 58 80
Reisebüro Wörlitz Tourist GmbH & Co. KG Im Werderpark/Havel Tel. 03 327.52 06 870
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Istrien: Schönheit an der Adria
Masuren – Danzig
Zagreb – Opatija – Insel Krk – Rovinj – Motovun
13.05.–20.05.18 20.05.–27.05.18 Pfingsten 27.05.–03.06.18 03.06.–10.06.18 10.06.–17.06.18 17.06.–24.06.18 09.09.–16.09.18 30.09.–07.10.18
896,– 916,– 916,– 936,– 936,– 936,– 936,– 896,–
EZ-Zuschlag 119,–
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Exklusive Ausflüge • Insel Krk inkl. Bootsfahrt zur Klosterinsel Kosljun und Weinprobe p. P. 48,– • Ursprüngliches Istrien mit Motovun, Grožnjan p. P. 40,–
8 Tage Flugreise inklusive • Haustür-Transfer Berlin / Potsdam • Flug Berlin – Zagreb – Berlin mit Eurowings inkl. aller Gebühren • Transfers und Ausflüge im komfortablen Reisebus • 1x Frühstück am Anreisetag in Zagreb • 7 Ü/HP im ••••Remisens Hotel Admiral im Seebad Opatija • Zagreb inkl. Stadtführung • Opatija, Promenadenspaziergang Lungomare • Istrienrundfahrt mit Rovinj, Schifffahrt Limski Kanal • 1x Reiseführer pro Buchung • Wörlitz Tourist-Reisebegleitung (ab 25 Personen)
San Remo – Dolceaqua – Portofino – Monaco
27.05.–01.06.18 24.06.–29.06./22.07.–27.07.18 05.08.–10.08./19.08.–24.08.18 16.09.–21.09.18
20.05.–26.05.18 Pfingsten 09.09.–15.09.18 07.10.–13.10.18
998,– 1.038,– 998,–
EZ-Zuschlag 150,– Exklusive Ausflüge • St. Margherita, Portofino, Rapallo inkl. Ortsführungen und Schifffahrten p. P. 46,• Monaco, Besichtigung der Villa Ephrussi de Rothschild inkl. Eintritt Gärten p. P. 48,-
EZ-Zuschlag 120,–
5 Tage Busreise | EDV 021145
7 Tage Flugreise | EDV 060064
Weitläufige Olivenhaine, zauberhafte Parkanlagen und ein lieblicher Duft nach Zitronen und Basilikum – die Landschaft der Blumenriviera an der ligurischen Küste ist ein Fest für alle Sinne. Entdecken Sie traditionsreiche Städte wie San Remo, Rapallo und Portofino entlang traumhafter Landschaften.
556,– 576,– 576,– 556,–
6 Tage Busreise inklusive • Haustür-Transfer Berlin / Potsdam • Fahrt im komfortablen Reisebus • 5 Ü/HP in sehr guten Mittelklassehotels • Bauernhofbesuch mit Kaffee und Kuchen • Stadtführung Danzig • Marienburg inkl. Führung, Oberländischer Kanal • Masurenrundfahrt inkl. Besichtigung Święta Lipka, Wolfsschanze inkl. Führung • Schifffahrt Masurische Seenplatte, Stadtführung Thorn • Wörlitz Tourist-Reiseleitung
Italienische Riviera – Liguriens Sonnenküste
6 Tage Busreise | EDV 040048
8 Tage Flugreise | EDV 040066
7 Tage Flugreise inklusive • Haustür-Transfer Berlin / Potsdam • Flug Berlin – Mailand – Berlin mit easyJet inkl. aller Gebühren • Transfers und Rundfahrten im komfortablen Reisebus • 6 Ü/HP im ••••Hotel • 1x Pastaessen inkl. ¼ l Wein • Alassio inkl. Stadtführung • Stadtführung San Remo und Dolceaqua inkl. Weinprobe mit Imbiss • Imperia inkl. Stadtführung, Olivenölmühle mit Verkostung • 1x Reiseführer pro Buchung • Wörlitz Tourist-Reiseleitung
24.05.–28.05./10.06.–14.06.18 556,– 05.08.–09.08./26.08.–30.08.18 556,– 04.10.–08.10.18 556,– EZ-Zuschlag 60,– Exklusiver Ausflug Geysir in Andernach inkl. Schifffahrt, Rundfahrt Ahrtal p. P. 39,–
5 Tage Busreise inklusive • Haustür-Transfer Berlin / Potsdam • Fahrt im komfortablen Reisebus • 4 Ü/HP im ••••Hotel MARITIM Königswinter • Schwimmbadnutzung • Bonn inkl. Stadtführung, Schloss Augustusburg inkl. Führung und Schlosspark Brühl • Fahrt mit der Drachenfelsbahn, Rheinschifffahrt Königswinter – Linz • Wörlitz Tourist-Reiseleitung
Preise in Euro pro Person im Doppelzimmer. Alle Angebote vorbehaltlich Zwischenverkauf und Druckfehler!
Sylt – Hallig Breslau und Krakau EDV 040020 Hooge EDV 020713
09.05.–13.05.18 04.06.–08.06./14.06.–18.06.18 12.07.–16.07./02.08.–06.08.18 13.09.–17.09.18
498,– 528,– 528,– 498,–
EZ-Zuschlag 88,–
06.05.–11.05./27.05.–01.06.18 635,– 10.06.–15.06./05.08.–10.08.18 635,– 02.09.–07.09./07.10.–12.10.18 635,– EZ-Zuschlag 160,– 6 Tage Busreise inkl. Haustür-Transfer • 5 Ü/F in ••••Hotels • 3x Abendessen • Stadtführung Breslau, Jahrhunderthalle und Park • Japanischer Garten • Führung „Schwarze Madonna“ von Tschenstochau • Stadtführung Krakau inkl. Marienkirche • Kazimierz • Wörlitz Tourist-Reiseleitung pro Pers. im DZ
5 Tage Busreise inkl. Haustür-Transfer • 4 Ü/HP im •••Hotel • Shanty-Chor (freitags) • Lübeck • Hallig Hooge mit Schiff- und Kutschfahrt • Rundfahrt Insel Sylt mit Westerland • Eckernförde • Wörlitz Tourist-Reiseleitung pro Pers. im DZ ab © Benno Hoff / Fotolia
Auf Schloss Blankenburg Ausflüge: Thale, Quedlinburg, Barocke Gärten, Stolberg, Wernigerode 30.03.–02.04.18
p. P. im DZ 489,–
EZ-Zuschlag 45,–
[EDV 020404]
Wellness auf Rügen Cliff Hotel in Sellin 5 Tage Wellnessreise | EDV 020324 Entspannung und Wohlbefinden erwarten Sie im luxuriösen Cliff Hotel in Sellin auf Rügen. Eine Wellnesswelt mit großem Schwimmbad, Sauna und Dampfbad bietet jeglichen Komfort für sorglose Tage an der Ostsee.
Rheingau und Rüdesheim Ausflüge: Schloss Johannisberg, Kloster Eberbach, Eltville, Rüdesheim, Mainz, Mittelrhein-Rundfahrt, Loreleyfelsen, St. Goarshausen, Bad Ems 29.03.–02.04.18
p. P. im DZ 558,–
[EDV 021410]
Im Salzkammergut Ausflüge: Gmunden, Salzkammergut, Attersee, Mondsee, Bootsfahrt Wolfgangsee, Salzburg, Bad Aussee, Hallstadt, Bad Ischl 29.03.–02.04.18
EZ-Zuschlag 50,–
[EDV 070093]
25.03./02.04./06.04./10.04. 349,– 14.04./24.04./28.04./02.05. 369,– 06.05./14.05./22.05./27.06. ab 369,– 01.07./23.09./27.09./01.10. ab 389,– 05.10./09.10./24.10./28.10. ab 349,– Weitere Termine bis Nov. buchbar! EZ-Zuschlag ab 50,– Busan-/-abreise mit HaustürTransfer Berlin / Potsdam p. P. 80,– 5 Tage Wellnessreise inklusive • 4 Ü/HP im Cliff Hotel in Sellin auf Rügen • Begrüßungsgetränk • Nutzung der Wellnesswelt mit Schwimmbad, Sauna, Fitness und Dampfbad • wahlweise Wassergymnastik oder Rückenschule • Leihbademantel und Slipper pro Pers. im DZ ab
REISE SPEZIAL 2000
Jahre Wellness in Südbaden und Ausbau des Reiseangebots in Israel
Israel baut Angebot aus
und 12 000 Quadratkilometer groß ist die Wüste Negev im Süden von Israel – und in den kommenden Jahren sollen deutlich mehr Touristen als bislang dorthin reisen. Das israelische Tourismusministerium baut derzeit die Infrastruktur in der Region deutlich aus. Vor allem neue Hotelzimmer, weitere Attraktionen für Touristen sowie Wander- und Radstrecken sollen entstehen. Ziel ist es, dass 20 Prozent der Israel-Reisenden in die Wüste kommen, sagte Uri Sharon, Deutschland-Direktor des Staatlichen IsraelischenFremdenverkehrsbüros. Bislang sind es erst 5 Prozent, die auch in die Negev reisen. Zum Besucherwachstum in der Region soll auch der neue Ramon-Flughafen nördlich von Eilat beitragen. Nach der Eröffnung im Herbst 2018 wird er die beiden bisherigen Flughafen Eilat City und Ovda ersetzen. Im Jahr 2017 verzeichnete Israel einen starken Zuwachs an Touristen. Mit 3,6 Millionen Besuchern gab es einen Zuwachs von 23 Prozent im Vergleich zu 2016. Aus Deutschland kamen 218 200 Besucher, 30 Prozent mehr als im Vorjahr. dpa
2000-jährige Wellness-Geschichte im südbadischen Ort Badenweiler Von Doris Burger
in mächtiges Glasdach wölbt sich im Kurpark von Badenweiler. Vom Ort aus gesehen liegt es nahezu verborgen hinter der modernen Cassiopeia Therme, scheinbar ohne Zweck. Erst wer näher kommt unddarunter späht, kann eineausgedehnte Steinlandschaft erkennen. Sorgsam beschirmt wartet hier in Südbaden eine römische BadruineaufBesucher -die bedeutendste und besterhaltene nördlich der Alpen. Die Ruinenlandschaft kann zwar jederzeit besichtigt werden, doch in die geheimen Gänge kommt man nicht ohneTouristenführer. Genau lassen sich die beiden Becken erkennen, in denen die Römer vor knapp 2000 Jahren dem Badevergnügen frönten. Eines davon diente als Vorbild für das Marmorbad der neuen Therme, es ist dort das Becken mitdem wärmsten Wasserund gerade im Winter sehr begehrt. Das heilsame Thermalwasser nutzten schon die Kelten, doch
Neu und alt. Der Kurpark Badenweiler mit Cassiopeia Therme und römischer Badruine. Foto: Karin Schmeißer/Badenweiler Thermen und Touristik GmbH/dpa-tmn
erst die Römer bauten die prächtige öffentliche Anlage mit zunächst zwei Badebecken im Jahr 75 nach Christus. Später kamen Empfangs- und Umkleideräume, Schwitzräume mit Kaltwasserbe-
cken und steinumfriedete Terrassen dazu. Mit dem Ende des römischen Reiches endete auch die Badekultur, und die Thermalanlagen gerieten in Vergessenheit. Erst unter Markgraf Karl Fried-
richvon Baden wurde die Therme 1784 wiederentdeckt. Zuerst fand man etliche große Steine im heutigen Kurpark und überlegte, diese für den Bau des großherzöglichen Palais zu verwenden. Als aber immer mehr zum Vorschein kamen, stoppte man den Abtransport und grub die Badruine systematisch wieder aus. Weit mehr als 100 Jahre war sie Wind und Wetter ausgesetzt, bis sie 2001 die Glasüberdachung bekam. Betreut wird die Römische BadruineBadenweiler von denStaatlichen Schlössern und Gärten Baden-Württembergs. Sie ist also wieder in öffentlicher Hand, genau wie die Cassiopeia Therme. Thermenleiterin Heike Kleber erklärt die Parallelen: Auch die erste Therme in Badenweiler wurde als öffentliches Bad gebaut, finanziert vom römischen Fiskus. „Es war ein lebhafter Ort damals“, sagt Kleber. „Die Gäste haben hier gespeist, gespielt, gestritten und gelacht.“ Entspannung, Freizeit und Erholung, besonders angenehm im warmen Wasser. Damals wie heute.
Cliffs of Moher (© Patryk Kosmider – Fotolia)
London (© QQ7 – Fotolia)
Bizarre Küsten im grünen Kleid! – 9-Tage-Flugreise
Britischer geht‘s nicht! – 8-Tage-Busreise
Alten irischen Sagen zufolge war hier vor grauen Zeiten das Paradies zu finden. Wer heute das grüne, vom wärmenden Golfstrom verwöhnte Eiland entdeckt, ist geneigt, den Legenden Glauben zu schenken. Hochkreuze, Megalithengräber und Dolmen lassen Erinnerungen an frühe keltisch-christliche Zeiten wach werden. Ob Sie in die Republik Irland oder in das von Großbritannien verwaltete Nordirland reisen, eine Reise nach Irland ist immer auch eine Reise in die Vergangenheit. Hier, wo die Wiege des irischen Whiskeys steht, heißt man Gäste mit viel Wärme willkommen: Fáilte Mhór Romhaibh!
London – eine der schillerndsten und königlichsten Städte der Welt – bietet seinen Besuchern das ganze Jahr über ein reiches Kaleidoskop von Attraktionen und Originalität: Madame Tussaud‘s Wachsfigurenkabinett und Musicals, Hyde Park, Tower Bridge, Piccadilly Circus, Soho und Harrod‘s. Erleben Sie die Metropole an der Themse hautnah, London fasziniert Sie bestimmt! Darüber hinaus lohnt sich auch ein Blick ins Umland: Oxford und Windsor Castle sind nur zwei der ehrwürdigen Anziehungspunkte außerhalb der Hauptstadt, welche Sie entdecken können.
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Flüge Berlin – Dublin und zurück Transfer Flughafen – Hotel Fahrt im modernen Reisebus je 2 Ü/HP im Raum Galway/Athlone und im Raum Killarney/Tralee 3 Ü/HP im Raum Dublin 1 Ü/HP im Raum Londonderry Stadtrundfahrten Dublin und Belfast Besuch Trinity College, Giant‘s Causeway, Cliff s of Moher und Whiskey-Destillerie PTI-Reiseleitung
London (© Sergii Figurnyi – stock.adobe.com)
Auch als 11-Tage-Busreise buchbar!
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Roest an WM-Spitze Eisschnelllauf. Der Olympia-Zweite Patrick Roest aus den Niederlanden hat am Samstag die Führung bei den Mehrkampf-Weltmeisterschaften der Eisschnellläufer in Amsterdam übernommen. Der einzige deutsche Teilnehmer Moritz Geisreiter belegte den 21. Platz.
Erneut Sieg für Dreßen Ski alpin. Skirennfahrer Thomas Dreßen, 24 Jahre alt, hat sieben Wochen nach seinem Erfolg in Kitzbühel auch die Abfahrt in Kvitfjell gewonnen und ist damit in dieser Disziplin zu einem der erfolgreichsten Deutschen geworden.
„Wir haben totale Ruhe im Club. Seitdem Jupp Heynckes im Oktober zu uns kam, schwebt der Verein auf einer Wolke.“ Uli Hoeneß zu Trainerfrage beim FC Bayern München
Sieg auf 7. Etappe Radsport. Der britische Radprofi Simon Yates hat am Samstag die Königsetappe von Nizza nach Valdeblore La Colmiane gewonnen. Die deutschen Radprofis John Degenkolb und Simon Geschke hatten die Fernfahrt schon zuvor frühzeitig beendet.
Paarläufer aus China sagen WM-Start ab Eiskunstlauf. Die OlympiaZweiten Wenjing und Cong aus China haben ihren Start bei der Eiskunstlauf-WM abgesagt. Das erhöht die Chancen für die Deutschen Savchenko und Massot.
Foto: Cornelius Poppe/dpa
Eigentor von Josuha Guilavogui (80.) sorgten für die nächste Pleite des schwachen VfL. Mit dem ersten Erfolg nach zuvor vier sieglosen Spielen hat der FC Augsburg seine Mini-Krise beendet und sich wohl endgültig aller Abstiegssorgen entledigt. Das
Schaffelhuber holt Gold Dem Druck standgehalten: Monoskifahrerin Anna Schaffelhuber sichert sich Gold in Südkorea PARALYMPISCHE WINTERSPIELE
Pyeongchang – Dem ersten deutschen Gold folgten die Glückwünsche mit politischer Strahlkraft. Eine nordkoreanische Delegation um den Präsidenten des Nationalen Paralympischen Komitees Kim Mun Chol gratulierte Monoskifahrerin Anna Schaffelhuber herzlich zum Paralympics-Triumph am ersten Wettkampftag. „Sie haben gesagt, sie wünschen sich, dass Nord- und Südkorea irgendwann wieder zusammen sind“, sagte die 25-jährige Monoskifahrerin. „Das wäre perfekt, denn das wünscht sich die ganze Welt“, sagte Schaffelhuber. Sie wurde im „Alpenhaus“ in Pyeongchang nach ihrem Sieg in der Abfahrt begeistert empfangen. Als sie am Samstag in der gemeinsamen Heimat des deutschen, österreichischen und Schweizer Teams während der Winterspiele ankam, bildeten die Mannschaften und Besucher ein Spalier, schwenkten Fahnen und läuteten mit Kuhglocken. „Das war unbeschreiblich“, sagte Schaffelhuber, die stolz ihre Medaille präsentierte. Andrea Rothfuss hatte mit Silber in der stehenden Kategorie den starken deut-
schen Alpin-Auftakt komplettiert und war „super happy“. Für Schaffelhuber war es das sechste Gold bei paralympischen Rennen nacheinander. Nach der Erfolgsserie der Winterspiele in Sotschi 2014 mit fünf Siegen bei fünf Starts sei der Druck vor dem ersten Auftritt in Südkorea enorm gewesen, sagte die Regensburgerin, die nach 1:33,26 Minuten ins Ziel kam. „Ich glaube, kein Mensch auf dieser Erde kann nachfühlen, wie ich mich heute fühle“, sagte sie. Pech hatte Teamkollegin Anna-Lena Forster. Die 22-Jährige stürzte wie auch die Österreicherin Claudia Lösch – beide hatten als Konkurrentinnen von Schaffelhuber gegolten.
Die deutschen Biathleten gingen am ersten Tag komplett leer aus. Beim Sieg der wegen Dopingverdachts umstrittenen Russin Michalina Lisowa wurde die sehbehinderte Clara Klug (München) nach einem Sturz ihres Begleitläufers Martin Härtl im Sprint Sechste, einen Platz vor Teamkollegin Vivian Hösch (Freiburg). dpa
Erbittert. Gideon Jung (M.) von Hamburg kämpft gegen Thomas Müller (l.) von Bayern um den Ball. Foto: Sven Hoppe/dpa
Team von Trainer Manuel Baum gewann bei Hannover 96 mit 3:1 (2:1). Für die Gastgeber war es eine erneute Niederlage, der Blick des Aufsteigers richtet sich in der Tabelle der Fußball-Bundesliga nun erst einmal nach unten. Vor 36 500 Zuschauern erzielten Michael Gregoritsch (26. Minute, 83.) und Gojko Kacar (45.+1) die Treffer für die Gäste. Salif Sané gelang der zwischenzeitliche Ausgleich für Hannover (37.). Die Hertha-Profis mussten sich nach dem vierten sieglosen Heimspiel des Jahres ein deutliches Pfeifkonzert gefallen lassen. Der Berliner Fußball-Bundesligist kam am Samstag gegen einen harmlosen, aber gut organisierten SC Freiburg über ein 0:0 nicht hinaus. Hertha trifft einfach nicht mehr: Ganze vier Tore hat das Team von Trainer Pal Dardai bisher 2018 zustande gebracht. „Wir haben uns nicht für den riesigen Aufwand belohnt“, erklärte Confed-Cup-Sieger Marvin Plattenhardt: „Ein Punkt ist zu wenig.“ Freiburg gelang nur in kurzen Phasen der zweiten Halbzeit ein bisschen Entlastung. Ein Fernschuss von Christian Günter, einem der besten Spieler des SC, strich nur knapp über das Berliner Tor (50.). Fast hätten die Gäste noch gejubelt, aber Kleindienst verstolperte den Ball in aussichtsreicher Position (80.).
FUSSBALL Dritte Liga. Würzburg - Osnabrück 1:0 (1:0); Münster - Jena 2:2 (1:2); Rostock - Paderborn 2:3 (2:0); Werder Bremen II - Zwickau 0:0; Lotte - Fortuna Köln 0:2 (0:1); Großaspach Wiesbaden 1:3 (1:1); Meppen - Unterhaching 1:1 (0:1). 1. Paderborn 28 17 6 5 60:30 57 2. Magdeburg 27 17 3 7 42:26 54 3. Wiesbaden 28 16 5 7 58:25 53 4. Fortuna Köln 29 15 8 6 47:29 53 5. Karlsruhe 28 14 9 5 33:21 51 6. Rostock 28 14 5 9 39:28 47 7. Unterhaching 29 13 5 11 43:41 44 8. Aalen 28 10 10 8 39:35 40 9. Würzburg 28 11 7 10 36:38 40 10. Meppen 27 9 11 7 32:33 38 11. Zwickau 28 9 8 11 28:35 35 12. Münster 29 8 9 12 34:39 33 13. Jena 27 8 9 10 30:35 33 14. Osnabrück 28 8 9 11 37:44 33 15. Großaspach 28 9 6 13 35:45 33 16. Halle 28 8 8 12 35:41 32 17. Lotte 29 8 6 15 33:46 30 18. Chemnitz 27 6 4 17 32:54 22 19. Bremen II 29 3 11 15 25:47 20 20. Erfurt 27 4 7 16 16:42 19 BIATHLON Weltcup. In Kontiolahti. Mixed-Staffel: 1. Italien 1:15:08,3 Std./1 Strafrd.+13 Schießf.; 2. Ukraine +1,5 Sek./0+3; 3. Norwegen +9,1/0+9; 4. Russland +16,9/0+7; 5. Frankreich +1:02,2 Min./2+6; 6. Schweden +1:28,3/1+13; 7. Deutschland (Hildebrand/Clausthal-Zellerfeld, Preuß/Haag, Lesser/Frankenhain, Benedikt Doll/Breitnau) +1:31,2/2+12; 8. Österreich +2:34,0/2+6; 9. USA +2:48,4/1+11; 10. Slowakei +3:05,7/2+13. EISHOCKEY DEL. Pre-Play-offs (Best of 3), 2. Spieltag: Schwenninger Wild Wings - Grizzlys Wolfsburg 2:3 (0:2, 2:1, 0:0)/ Stand: 0:2; Pinguins Bremerhaven - Iserlohn Roosters 4:3 n.V. (0:1, 1:0, 2:2)/ Stand: 2:0.
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Sechste bei WM
Vierfach aufs Podium Ex-Babelsberger wird Profi
Leichathletik. Eine Platzierung unter den Top Ten war das Ziel, Platz sechs ist es geworden. Nach einem starken Lauf hatte Triathletin Laura Lindemann in Abu Dhabi 56 Sekunden Rückstand auf Siegerin Rachel Klamer aus den Niederlanden.
Boxen. Der Babelsberger Motor-Kämpfer Abass Baraou hat im Sauerland-Boxstall einen Profivertrag unterschrieben. Der 23-Jährige gehörte 2016 zur Motorriege, die die deutsche Mannschaftsmeisterschaft gewann. 2017 wurde er bei den Amateuren Europameister und Dritter bei der WM in Hamburg.
Ringen. Bei der Norddeutschen Meisterschaft gab es vier Medaillen für die Athleten des RC Germania Potsdam. Alan Golmohammadi holte den A-Jugendtitel, Silber gab es für Sven Menzel und Aziz Golmohammadi. Den dritten Platz belegte Radu Cataraga.
Mehr Verkehrstote in Brandenburg Im Land Brandenburg ist die Zahl der Verkehrstoten im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Wie die Polizei die Sicherheit auf den Straßen wieder verbessern will, lesen Sie am Dienstag in den Potsdamer Neuesten Nachrichten.
Potsdams neuer Superintendent im Gespräch Zehn Jahre war Joachim Zehner Superintendent der evangelischen Kirche in Potsdam. Am Wochenende hat die Kreissynode seinen Nachfolger gewählt. Was sich der neue Superintendent für seine Amtszeit vorgenommen hat, lesen Sie am Montag in den Potsdamer Neuesten Nachrichten.
In Krampnitz geht es voran Für das neue Wohngebiet auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne Krampnitz, in dem künftig 7000 Menschen leben sollen, laufen die Vorbereitungen. Alles zum aktuellen Stand lesen Sie am Montag in den Potsdamer Neuesten Nachrichten.
Ganz schön flexibel Turbulenter Spielplan beim SVB, Nachholspiel in Fürstenwalde wird vorgezogen FUSSBALL-REGIONALLIGA
Anpfiff. Heute tritt Nulldrei beim FSV Union Fürstenwalde an. Einer ist nicht dabei: Wegen einer Schulterverletzung ist für den Mittelfeldakteur Leonard Koch die Regionalligasaison zu Ende. Foto: Federico Gambarini/dpa
Von Peter Könnicke Endlich wieder Fußball! Der Streit des SV Babelsberg 03 mit dem Nordostdeutschen Fußballverband und Spielausfälle haben den eigentlichen Sport in den vergangenen Wochen aus dem Fokus gerückt. Nun ist der Konflikt mit dem Verband ad acta gelegt und es kann sich wieder dem Schlagabtausch auf dem Platz gewidmet werden. Und das bereits am heutigen Sonntag, denn da tritt der SVB bei Union Fürstenwalde an (Beginn: 13.30 Uhr). Zwar wurde die für vergangenen Freitag auf dem Spielplan stehendeRegionalligapartieder Nulldreier gegen die VSG Altglienicke im Berliner Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark abgesagt. Weilaber auch die reguläre Begegnung des FSV Union Fürstenwalde bei Viktoria Berlin wegen Unbespielbarkeit des Platzes in Berlin-Lichterfelde nicht stattfinden kann, sah der NOFV die Möglichkeit für das märkische Nachholspiel. Denn der Platz in Fürstenwalde lässt ein Fußballspiel offenbar zu, sodass das am 11. Februar ausgefallene Regionalligaduell ausgetragen werden kann. Bei aller Freude, dass endlich wieder um Punkte gespielt wird – die Absage gegen Altglienicke wäre der sechste Spielausfall in Folge für den SVB gewe-
sen –, sind die Umstände der Sonntags-Terminierung für Nulldrei-Coach Almedin Civa nicht sonderlich glücklich. Erst erreichte ihn die Spielabsage für das geplante Freitagabendspiel gegen Altglienicke am Mittwoch kurz vor Beginn des Trainings. Dieses hatte dann einen anderen Charakter und das nächste Heimspiel am kommenden Dienstag gegen Luckenwalde zur Orientierung. „Ich nehme die Liga sehr ernst und wir bereiten uns auch seriös auf unsere Spiele vor“, sagt Civa. Der kurzfristige Wechsel der Punktspielgegner sowie zunächst Ab-
„Wir bereiten uns auch seriös auf unsere Spiele vor.“ Nulldrei-Coach Almedin Civa und wenige Stunden später Spielzusagen widersprechen seiner Auffassung eines fairen Spielbetriebs. Gleichwohl seiseine Mannschaft heiß auf das Sonntagsspiel. Der jüngste Formtest unter Wettkampfbedingungen in der vergangenen Woche beim 4:0-Testspielsieg gegen den Oberligisten 1. FC Lok Stendal hatte Civa gefallen. Seine Spieler hätten sich in der Vorbereitung auf die Rückrunde taktisch weiterentwi-
ckelt. 19 Spieler brachte er gegen Stendal zum Einsatz, einen Leistungsabfall oder Qualitätsunterschied habe er nicht gesehen. Torjäger Andis Shala meldete sich nach überstandener Verletzung (Schambeinentzündung) mit einem Tor zurück und erklärte, dass er fitter als in der Hinrunde sei. Bis zum Saisonende ausfallen wird hingegen Leonard Koch. Der Mittelfeldspieler verletzte sich vergangenen Freitag während des Testspiels erneut an der Schulter und muss operiert werden. Damit fehlt Trainer Almedin Civa eine wichtige Stütze im zentralen Mittelfeld für den bevorstehenden Spiele-Marathon, der für den SVB mit der der Begegnung gegen Fürstenwalde heute beginnt. Das Frühjahr wird geprägt sein von englischen Wochen, in denen dienstags oder mittwochs die ausgefallenen Spiele nachgeholt werden. In der kommenden Woche geht es voraussichtlich zwei Mal im Karl-Liebknecht-Stadion an den Ball. Zunächst empfangen die Filmstädter am 14. März den FSV 63 Luckenwalde und am 18. März den FC Oberlausitz Neugersdorf. Die Saison endet am 12. Mai – innerhalb der verbleibenden neun Wochen hat der SVB 14 Punktspiele in der Liga sowie am 24. März das Pokal-Halbfinale gegen Neuruppin zu absolvieren.
Agil im Rollstuhl BASKETBALL
Integratives Basketballturnier in Stahnsdorf
Die Kanuten des KC Potsdam wollen mit einem neuen Projekt ihr gesellschaftliches Engagement stärken. „ChampionsShip“ heißt es – das Schiff der Sieger. Menschen sollen bewegt und Respekt vermittelt werden. Zum Auftakt der Initiative trafen sich Ronald Rauhe, Sebastian Brendel sowie Jan Vandrey mit den Rollstuhlbasketballern des RSV Ein-
tracht 1949 und wurden von den Potsdamer Bundesliga-Volleyballerinnen Denise Imoudu, Ivona Svobodnikova und Ann-Marie Knauf unterstützt. Das Video wurde auf Facebook verbreitet – ein perfekter Zeitpunkt. Denn heute führt der Rotary Club Kleinmachnow von 13 bis 18 Uhr sein zweites integratives Rollstuhlbasketball-Event in der Sporthalle
der Stahnsdorfer Zille-Grundschule durch. Neben einem Spiel des RSV Eintracht gegen das Teamvom BerlinerVerein PfeffersportfindeteinTurnier mit Mannschaften aus Schulen und Vereinen der Region statt – Menschen mit und ohne Handicap treten an. Zudem bietet ein Sportparcours dieMöglichkeit, die Geschicklichkeit im Rollstuhl auszutesten. tog
MARKTPLATZ 11. MÄRZ 2018
Foto: promo/Constantin Filmverleih
LIVEMUSIK ZUM FILM Im Nikolaisaal gibt es das Filmlivekonzert zu „Timm Thaler “ Seite 18 RECHT AUF EIN KONTO Auch Menschen ohne regelmäßiges Einkommen dürfen ein Konto eröffnen Seite 16
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Mehr Wildwechsel im Frühling Kaum zeigen sich die ersten Knospen, sind wieder mehr Wildtiere unterwegs. Drei Faktoren erhöhen die Unfallgefahr im Frühling. Autofahrer müssen deshalb besonders vorsichtig sein Von Christoph Zeiher
Achtung, Wildunfall: Kollidieren Autofahrer mit einem Wildtier, müssen sie die Unfallstelle absichern, ehe sie die Polizei informieren.
Ausweichen oder abbremsen? Hupen oder aufblenden? Wenn plötzlich ein Wildtier auf der Straße steht, bleiben meist nur wenige Sekunden, um zu reagieren. Im Frühling ist der Wildwechsel besonders stark. Dann steigt die Unfallgefahr in den frühen Morgenstunden und der Abenddämmerung. Rund 80 Prozent der Wildunfälle passieren mit Rehen, sagt Torsten Reinwald vom Deutschen Jagdverband (DJV). Im Frühling müssten die Tiere vier bis fünf Mal am Tag fressen, um ihren Energiespeicher wieder aufzufüllen: „Das Schlaf- und Esszimmer ist aber meist durch eine
Straße getrennt.“ Sollte ein Tier vor dem Wagen auftauchen, rät der DJV ausdrücklich von Ausweichmanövern ab. Es sei ratsam, abzubremsen, zu hupen und vor allem abzublenden. „Die Augen von Rehen funktionieren wie Restlichtverstärker. Bei Scheinwerferlicht werden sie orientierungslos“, erklärt Reinwald. Anders als im Herbst wird es im März und April außerdem für die Jungtiere trubelig. Dann nämlich suchen sich die einjährigen männlichen Rehe ein eigenes Revier und müssen dabei immer wieder stark befahrene Straßen überqueren. Ende März kommt noch die Zeitumstellung hinzu. Dadurch fällt der Berufsverkehr in die Zeit der Dämmerung. Viele
Wildtiere sind vor allem morgens und abends aktiv. „Vor allem in den Übergangsbereichen zwischen Wald und Feld sollte man in dieser Zeit mit Tieren rechnen und die Geschwindigkeit reduzieren“, warnt Reinwald. Lässt sich ein Zusammenstoß dennoch nicht vermeiden, empfiehlt der DJV folgende Schritte: Warnweste anziehen, Unfallstelle absichern und die Polizei informieren. Diese kontaktiert dann einen Jäger oder Förster. Von verletzten Tieren sollten Autofahrer zum Selbstschutz Abstand halten. Ist das Tier tot, könne man es zwar von der Fahrbahn befördern. Allerdings nur mit Handschuhen, um eine mögli-
che Ansteckung mit Krankheiten zu vermeiden. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) registrierte für das Jahr 2016 rund 264 000 Wildunfälle – so viele wie nie zuvor. Das entspricht 720 Unfällen am Tag. Nicht berücksichtigt sind dabei Zusammenstöße, die nicht gemeldet wurden. Im Schnitt zahlen die Versicherer nach eigenen Angaben 2580 Euro für jeden Einzelfall. Nach einem Unfall empfiehlt es sich, Fotos zu machen, um den Zusammenstoß zu dokumentieren. Vom Teilkaskoschutz sind allerdings nur Unfälle mit sogenanntem Haarwild – beispielsweise Rehe oder Wildschweine – abgedeckt.
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Teil 599
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RATGEBER RECHT Die Hürden bei Kontoeröffnungen und bargeldlosem Zahlungsverkehr ANZEIGE
SONDERVERÖFFENTLICHUNG ERBRECHT
Steuer schmälert nicht den Pflichtteil Immer wieder kann man feststellen, dass Erben bei der Berechnung des Pflichtteils für einen enterbten Verwandten die eigene Erbschaftssteuer als Nachlassverbindlichkeit im Sinne von § 1967 BGB von der Berechnungsgrundlage einfach abziehen. Damit reduziert der Erbe den Pflichtteilsanspruch zu Lasten des Pflichtteilsberechtigten oftmals erheblich. Dies ist jedoch unzulässig. Ebenso wenig wie Vermächtnisse von der Berechnungsgrundlage abgezogen werden können (BGH NJW 2014, 3370) dürfen auch Erbschaftssteuern von der Berechnungsgrundlage in Abzug gebracht werden (OLG Düsseldorf FamRZ 99, 1465). Pflichtteilsberechtigte sollten daher gut aufpassen, wenn der ihnen zustehende
Zahlungsanspruch vom Erben berechnet wird. Hat beispielsweise der Erblasser seine Lebenspartnerin als Alleinerbin bestimmt, fällt häufig eine erhebliche Erbschaftssteuer an. Die enterbten Abkömmlinge des Erblassers müssen sich den Abzug der Erbschaftssteuer nicht bei der Berechnung ihres Pflichtteils gefallen lassen. Foto: privat
KONTAKT Rechtsanwälte, Streitbörger Speckmann PartGmbB RA Dr. Thorsten Purps Fachanwalt für Erbrecht, zertifizierter Testamentsvollstrecker Hegelallee 4, 14467 Potsdam Tel.: 0331 2756131 www.streitboerger.de
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Teure Basiskonten in der Kritik Jeder hat das Recht auf ein Konto – zumindest theoretisch. In der Praxis sieht es oft anders aus: Wollen Menschen ohne regelmäßiges Einkommen oder Wohnungslose ein Konto eröffnen, müssen sie manche Hürde überwinden. Aber es gibt Hilfe Von Falk Zielke Überweisungen, Daueraufträge oder Kartenzahlungen – ohne eigenes Konto geht das nicht. Damit alle die Möglichkeit haben, am bargeldlosen Zahlungsverkehr teilzunehmen, gibt es seit Mitte 2016 das Recht auf ein Girokonto. Geldinstitute müssen allen Verbrauchern auf Antrag ein entsprechendes Konto ermöglichen – auch Menschen ohne festen Wohnsitz, Flüchtlingen oder finanziell schwachen Verbrauchern. Was in der Theorie einfach klingt, ist in der Praxis oft schwierig. „Geldinstitute verlangen mitunter hohe Preise für die Basiskonten“, sagt Kay Görner von der Verbraucherzentrale Sachsen. Gemeinsam mit anderen Verbrau-
cherzentralen beobachtet er im Rahmen des Marktwächters Finanzen die Entwicklung des Marktes – und stößt dabei immer wieder auf Probleme. Einige davon landen auch vor Gericht – wie jüngst im Dezember, als die Verbraucherschützer mit einem Geldinstitut stritten: Eine Bank hatte in ihrem Preisverzeichnis ein Entgelt in Höhe von 39 Euro für die Einrichtung eines Basiskontos verlangt. Aus Sicht der Verbraucherschützer unzulässig, weil für andere Girokonten keine entsprechenden Gebühren verlangt wurden. Nach einer Abmahnung willigte das Institut ein, eine strittige Entgeltklausel bis auf weiteres nicht mehr zu verwenden. In einem anderen Fall verlangte ein Kreditinstitut für sein
Bargeld am Automaten bekommen Verbraucher nur, wenn sie auch ein Konto haben. Deshalb hat auch jeder ein Recht auf ein Basiskonto. Foto: Andrea Warnecke/ dpa-tmn
„Kundin“, nicht „Kunde“ Seniorin pocht vor dem Bundesgerichtshof auf weibliche Anrede. Am 13. März will der BGH darüber entscheiden
Verspätete Zahlung kann teuer werden Die pünktliche Zahlung des Arbeitslohns ist für die meisten Arbeitgeber eine Selbstverständlichkeit. Im Ausnahmefall kann es aber auch dauern, bis das Geld kommt. Dies kann für den Arbeitgeber jetzt richtig teuer werden. Denn nach nun gefestigter Rechtsprechung, bestätigt auch durch eine Entscheidung des LAG Berlin-Brandenburg (Urt. v. 22.03.2017, Az. 15 Sa 1992/16), hat in einem solchen Fall der Arbeitnehmer Anspruch auf Zahlung einer Verzugsschadenspauschale von 40 Euro (§ 288 Abs. 5 BGB). Betrifft ein unberechtigter Entgeltrückstand mehrere Monate, fällt nach dieser Entscheidung die Pauschale sogar jeden Monat neu an! Für das Gericht war entscheidend, dass Zweck der gesetzlichen Regelung auch ist,
Druck auf den Schuldner auszuüben, Zahlungen pünktlich und vollständig zu erbringen. Arbeitgeber sollten deshalb sorgfältig abwägen, bevor sie Zahlungen zurück halten. Arbeitnehmern bleibt zu raten, im Fall verspäteter Zahlung vorsorglich ihre Ansprüche geltend zu machen. Foto: privat
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Marlies Krämer ist eine freundliche ältere Dame. Das heißt nicht, dass sie sich alles gefallen lässt. In Sparkassen-Formularen als „Kunde“ oder „Kontoinhaber“ angesprochen zu werden, schätzt sie zum Beispiel gar nicht. Die 80-Jährige aus dem saarländischen Sulzbach will sich auch in unpersönlichen Vordrucken als „Kundin“ oder „Kontoinhaberin“ wiederfinden – und ist dafür vor den Bundesgerichtshof (BGH) gezogen (VI ZR 143/17). „Ich sehe das überhaupt nicht mehr ein, dass ich als Frau totgeschwiegen werde“, sagte sie nach der mündlichen Verhandlung vor dem BGH in Karlsruhe. Es sei ihr Recht, als Frau in Sprache und Schrift erkennbar zu sein. Ist es das? Die Vorinstanzen meinten das nicht. Schwierige Texte würden durch die Nennung beider Geschlechter nur komplizierter, argumentierte das Landgericht Saarbrücken. Zugleich verwies es darauf, dass die männliche Form schon „seit 2000 Jahren“ im allgemeinen Sprachgebrauch bei Personen bei-
derlei Geschlechts als Kollektivform verwendet werde. Für den VI. BGH-Zivilsenat mit seinen drei Richtern und zwei Richterinnen geht es im Kern darum, ob die Klägerin durch die unweibliche Formularsprache wegen ihres Geschlechts benachteiligt wurde. Dass die höchsten deutschen Zivilrichter daran Zweifel haben könnten, meinten Beobachter den einführenden Worten des Senatsvorsit-
zenden Gregor Galke zu entnehmen, der unter anderem ein Argument der Vorinstanz erwähnte: Auch die Gesetzessprache verwendet die männliche Form geschlechtsneutral. Am 13. März will der BGH sein Urteil sprechen. Würde Marlies Krämer vor dem BGH Recht bekommen, dann hätten mehr als 1600 Kreditinstitute in Deutschland ein Problem. Susanne Kupke, dpa
Der BGH verhandelt über die Klage einer Rentnerin, die erreichen will, dass Sparkassen auf ihren Formularen auch die weibliche Form vom Kontoinhaber nennen müssen. Foto: Uli Deck/dpa
sowie Erleichterungen bei der Einkommenssteuererklärung
Keine Belege mehr Bei Einkommenssteuererklärung müssen keine Quittungen beim Finanzamt eingereicht werden
Basiskonto 5,99 Euro pro Monat und damit mehr als für vergleichbare Kontomodelle. Das Problem: Für die günstigeren Modelle war ein monatlicher Eingang von Lohn-, Gehalt- oder Rentenzahlungen Voraussetzung. Regelmäßige Eingänge von Sozialleistungen berücksichtigte das Geldinstitut aber nicht. Aus Sicht der Marktwächter eine Diskriminierung. Zu ähnlichen Ergebnisse kommt auch die Stiftung Warentest in ihrer jüngsten Untersuchung. Der Vergleich der Basiskonto-Konditionen von 108 Banken zeigt: „Viele Banken sind zu teuer.“ Während aus Sicht der Experten 60 Euro Jahresgebühr für ein normales Girokonto akzeptabel sind, verlangten einige der Institute im Test zwischen rund 205 und rund 328 Euro Jahresgebühr für ein Basiskonto. Und dabei tätigte der Modellkunde lediglich typische Buchungen wie Überweisungen und Daueraufträge und nutzte für Bargeldabhebungen den Geldautomaten. Geldinstitute begründen die Preise oft mit dem Aufwand. Um ein Basiskonto zu eröffnen, muss der Kunde einen Antrag ausfüllen. Die Bank braucht außerdem
ein Dokument, das ein Foto des Kunden sowie die wichtigsten Daten enthält. Neben Ausweisen kommen auch Duldungspapiere oder Auskunftsnachweise infrage. Zudem muss der Kunde eine Anschrift angeben, über die er erreichbar ist. Eine solche Kontoeröffnung sei aufwendiger, weil die Prüfung der persönlichen Daten oft län-
Viele Basiskonten sind laut Stiftung Warentest viel zu teuer ger dauere, argumentiert die Branche. So erfolgt die Entscheidung über die Kontoeröffnung nach Angaben der Deutschen Kreditwirtschaft in der Regel innerhalb von zehn Geschäftstagen nach Eingang des Antrages. Immerhin: „Man kann nicht generell sagen, dass der Markt nicht funktioniert“, sagt Verbraucherschützer Görner. Trotz bestehender Probleme, gibt es auch nach Ansicht der Stiftung Warentest passende Angebote. So boten immerhin neun Geldinstitute Basiskonten an, die weniger als
60 Euro im Jahr kosten. Bei zwei dieser Banken war das Basiskonto bei Abschluss in der Filiale sogar kostenlos. Genutzt werden kann ein Basiskonto in der Regel auf Guthabenbasis, das heißt, die Geldinstitute müssen dem Kunden keinen Dispokredit anbieten. Auch auf eine Kreditkarte haben Kunden keinen Anspruch. „Eine Karte, mit der sie Geld abheben können, sollte aber verfügbar sein“, sagt Görner. Auch Online-Banking sollte aus Sicht des Verbraucherschützers möglich sein. „Das ist aber nicht bei allen Instituten der Fall.“ Verweigert werden darf das Konto in der Regel nicht. Passiert das trotzdem, können sich Verbraucher direkt an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) wenden. Die Bafin prüft dann, ob die Bank das Basiskonto ablehnen durfte. Möglich ist dies zum Beispiel, wenn der Verbraucher bereits ein Konto bei einer anderen Bank in Deutschland führt. Liegt kein Ablehnungsgrund vor, kann die Bafin die Kontoeröffnung anordnen. Die Möglichkeit, sich an die Bafin zu wenden, nutzten bis Mitte Dezember 2017 insgesamt 490 Verbraucher. In rund 160 Fällen konnte die Finanzaufsicht den Betroffenen helfen, ein Basiskonto zu erhalten. 22 Mal musste die Eröffnung förmlich angeordnet werden und in den übrigen Fällen korrigierten die Banken ihre Entscheidung nach Anhörung durch die Bafin. Eine andere Anlaufstelle für Verbraucher ist der Ombudsmann des jeweiligen Bankenverbandes. Die Schlichter prüfen ebenfalls auf Antrag, ob eine Ablehnung berechtigt war. Die Deutsche Kreditwirtschaft listet auf ihrer Homepage unter https://die-dk.de die entsprechenden Anlaufstellen auf. Auch ein Beschwerdeformular ist dort zu finden. Der Vorteil für Verbraucher: Die Verfahren bei Bafin und den Schlichtungsstellen sind für sie kostenlos.
Steuerzahler müssen der Einkommensteuererklärung grundsätzlich keine Belege und Aufstellungen mehr beifügen. „Die Quittungen und sonstige Nachweise müssen nur noch auf konkrete Nachfrage des Finanzamtes vorgelegt werden“, erläutert Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler. Dies gilt in diesem Jahr erstmals auch für Spendenbescheinigungen, die Spenden aus dem Jahr 2017 betreffen. In den Vorjahren mussten Spendenquittungen der Steuererklärung noch zwingend beigefügt werden. Verlangt das Finanzamt keinen Nachweis der Spende, muss die Bescheinigung allerdings ein Jahr ab Steuerfestsetzung aufbewahrt werden. „Trotz der Erleichterung
müssen die Steuerformulare sorgfältig ausgefüllt werden“, mahnt Klocke. Denn das Finanzamt wird überprüfen, ob die Angaben plausibel sind und Stichproben durchführen. Bei neuen Sachverhalten oder starken Änderungen im Vergleich zum Vorjahr kann es sich allerdings lohnen, Belege mit der Steuererklärung ans Finanzamt zu übersenden. Wird beispielsweise erstmals ein häusliches Arbeitszimmer geltend gemacht oder eine doppelte Haushaltsführung begründet, können die entsprechenden Belege dafür direkt beigefügt werden. So lassen sich gegebenenfalls Nachfragen des Finanzamtes vermeiden und damit Zeit sparen. dpa
Grobe Gewalt von Mietern kann bei einer außerordentlichen Kündigung eine vorherige Abmahnung überflüssig machen. Das gilt auch, wenn Mieter wegen psychiatrischer Erkrankungen unter Betreuung stehen. Denn die Anwendung von massiver Gewalt zerstört das Vertrauensverhältnis zwischen Mieter und Vermieter, befand das Amtsgericht Melsungen (Az.: 4 C 325/17(170).
sche Mieterbund (DMB) aufmerksam. Nach der Ankündigung hat der Mieter zunächst eine gewisse Zeit zum Überlegen. Allerdings müssen Mieter der Mieterhöhung nicht zwingend schriftlich zustimmen. Wer dreimal die erhöhte Miete zahlt, hat der Mieterhöhung zugestimmt, erklärt der Mieterbund. Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofes (BGH) haben Vermieter keinen Anspruch auf eine schriftliche Zustimmung (Az.: VIII ZB 74/16).
Eine Nennung als Erbe in einem Testament allein reicht nicht immer aus, um Einsicht in ein Grundbuch zu bekommen. Bestehen berechtigte Zweifel daran, dass ein Erblasser testierfähig war, als er das Testament errichtet hat, kann das Grundbuchamt einen entsprechenden Antrag auch ablehnen. Das hat das Oberlandesgericht (OLG) München entschieden (Az.: 34 Wx 408/17). In einem solchen Fall ist für die Einsichtnahme die Vorlage eines Erbscheins erforderlich.
Eine Eigentümergemeinschaft ohne Verwalter ist in ihrer Handlungsfähigkeit sehr eingeschränkt. Wer dann für die Gemeinschaft tätig werden kann und darf, muss im Vorfeld geklärt werden. Aber: Sind alle Eigentümer mit einem Vorgehen einverstanden, können sie Entscheidungen hinterher nicht in jedem Fall wegen formeller Verfahrensmängel anfechten. Das zeigt ein Urteil des Landgerichts Hamburg (Az.: 318 S 46/15), über das die Arbeitsgemeinschaft Mietrecht und Immobilien im Deutschen Anwaltverein (DAV) informiert. Voraussetzung ist, dass niemandem ein Schaden entsteht. dpa
Mieterhöhungen auf die ortsübliche Vergleichsmiete werden nur mit Zustimmung des Mieters wirksam. Darauf macht der Deut-
Arbeitsrecht aktuell: Arbeitsverträge müssen transparent sein! Hier: Folgen einer intransparenten arbeitsvertraglichen Vertragsstrafenregelung Das Bundesarbeitsgericht hat in einer jüngeren Entscheidung (Az. 8 AZR 378/16, Urteil vom 24.08.2017) noch einmal deutlich gemacht, dass es für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer lohnenswert und wichtig ist, Regelungen in ihrem Arbeitsvertrag nicht „nur“ wörtlich zu nehmen, sondern im Zusammenhang prüfen zu lassen. Vorliegend wollte der Arbeitgeber von dem Arbeitnehmer eine Vertragsstrafe, die vertraglich geregelt war, weil dieser
sein Arbeitsverhältnis nicht fristgerecht gekündigt hatte. Dafür sollte der Arbeitnehmer eine Vertragsstrafe in Höhe eines durchschnittlichen Bruttolohns nach dem Vertragswortlaut zahlen müssen. Das Gericht sah die Klausel als intransparent und damit
unwirksam an. Das Transparenzgebot des § 307 Abs. 1 S. 2 BGB verpflichtet den Arbeitgeber als Verwender solcher allgemeiner Geschäftsbedingungen, die Rechte und Pflichten seines Vertragspartners möglichst klar, verständlich und durchschaubar darzustellen.
Ferner verlange das Bestimmtheitsgebot, dass der Verwender von Vertragsklauseln keine ungerechtfertigten Beurteilungsspielräume bekommen. Arbeitsverträge und deren Vertragsklauseln müssen verständlich, klar und frei von Widersprüchen sein,
TEUBNER & HÜLSENBECK RECHTSANWÄLTE / FACHANWÄLTE Dr. F.-W. Hülsenbeck (zugl. Fachanwalt f. Arbeitsrecht u. Mediator) Arbeits- u. Arztrecht, OWi-Verf., Strafverteidigungen, Verwaltungs- u. Vertragsrecht, Nachbarschaftsrecht
jedenfalls soweit die Anwendung solcher Regelungen für den Arbeitnehmer nachteilig sein kann oder diesen davon abhalten, seine Rechte gegenüber dem Arbeitgeber durchzusetzen. Der Arbeitnehmer muss bei Vertragsschluss bereits sehen können, was auf ihn zukommt. Viele Arbeitsverträge halten diesem Maßstab nicht stand, weil sie aus einem Formularbuch stammen und/oder zusammengestückelt sind. Im Zweifel immer fachanwaltlichen Rat einholen. Verfasser des Artikels ist Rechtsanwalt Dr. F.-W. Hülsenbeck, Fachanwalt für Arbeitsrecht und Mediator.
Michael Kaeshammer im Lindenpark
M Foto: promo/Zuza Krajewska
er junge Boxer Jakub Shapiro hat Talent. Das erkennt auch der mächtige Warschauer Unterweltpate Kaplica, der Shapiro zu seinem Vertrauten macht. Doch rechte Putschpläne gegen die polnische Regierung bringen 1937 auch das Imperium Kaplicas in Bedrängnis. Der Pate kommt in Haft und Shapiro trägt plötzlich die Verantwortung. Szczepan Twardochs jüngster Roman „Der Boxer“ fragt nach der polnischen Identität in einem Polen, das sich zwischen zwei Weltkriegen befindet. Schon der Boxkampf, den der allwissende Ich-Erzähler zu Beginn des Buches schildert, bereitet auf einen Riss vor, der die gesamte Gesellschaft spaltet: Shapiro – jüdischer Pole – und Andrzej Ziembinski, ein blonder Katholik, stehen sich im Ring gegenüber. Genauso spannend wie ein „Der Boxer“ Boxkampf geht es weiter. Am Dienstag liest Twardoch im Literaturladen Wist aus seinem Roman „Der Boxer“ vor. Bekannt wurde der Autor unter anderem durch seinen Roman „Morphin“, für den er 2012 den Polityka-Passport-Preis erhielt. pams
ichael Kaeshammer vereint gleich drei Talente: Er ist als Pianist Meister diverser musikalischer Genres, er singt und komponiert. Am kommenden Samstag steht er im Rahmen seiner Tour „A Night of Blues, Boogie, Bayou & Beyond“ zusammen mit Konrad Herbolzheimer am Bass und Stefan Dahm am Schlagzeug im Potsdamer Lindenpark auf der Bühne. Es war sein Vater, der Kaeshammer nach seiner siebenjährigen klassischen Klavierausbildung in Offenburg auf Boogie-Woogie aufmerksam machte. Begeistert von Vince Webers Album „The Boogie Man“, begann der damals 13-Jährige sich mit dem Solo-Klavierstil zu beschäftigen – und drei Jahre später gab er selbst Konzerte in Clubs und auf Festivals. In den 1990ern wanderte Kaeshammer zusammen mit seiner Familie an die Westküste Kanadas aus und erreichte auch dort in Windeseile Aufmerksamkeit als Pianist und nun auch als Sänger. Er begann eigene Songs zu schreiben, produzierte erste Alben und gewann zahlreiche Auszeichnungen der Musikindustrie. Mittlerweile hat er elf Alben und eine DVD herausgebracht. Er begeisterte Fans in Clubs wie etwa dem Blue Note in New York. 2016 gründete er sein aktuelles Trio. Dahm und Herbolzheimer arbeiteten zuvor bereits mit Größen wie Roger Cicero, Xavier Naidoo, Queen Esther Marrow oder Abi Wallenstein zusammen. „No Filter“ heißt das zugehörige und jüngste Album, das im selben Jahr erschien. Ein neues Album ist auf dem Weg: Im Mai soll „Something New“ auf den Markt kommen. Aufgenommen wurden die Songs, von denen Kaeshammer einige bereits auf dieser Tour präsentieren wird, in New Orleans. Musikalische Unterstützung für die neuen Titel fand der Pianist und Komponist etwa in Cyril Neville (The Neville Brothers), Curtis Salgado und George Porter Jr. (The Meters). Aber noch viele weitere Musiker sind auf „Something New“ vertreten.
Wir verlosen 3 mal 2 Tickets. Um zu gewinnen, rufen Sie bitte am morgigen Montag um 11 Uhr unter der Tel.: 0331 2376116 an. pams
Foto: promo/Constantin Film Verleih
imm Thaler lebt in ärmlichen Verhältnissen, doch er lacht gern und viel. Sein Lachen ist so bezaubernd und ansteckend, dass der dämonische Baron Lefuet es um jeden Preis besitzen will. Und so macht der reichste Mann der Welt dem Waisenjungen ein unmoralisches Angebot: Wenn Timm ihm sein Lachen verkauft, wird er in Zukunft jede Wette gewinnen. „Schon als Kind dachte ich, das muss doch eigentlich einen tollen Märchenfilm geben“, sagt Andreas Dresen, der den Kinderbuchklassiker von James Krüss 2016 für das Kino verfilmt hat. Gedreht wurde die Faust-Geschichte mit der Kapitalismuskritik in Halle, Berlin und auch in Potsdam – in Babelsberg sind bis heute die Kulissen zu sehen. 2017 kam der Film in die deutschen Kinos. Am kommenden Samstag, dem 17. März, wird der Familienfilm im Nikolaisaal gezeigt. Für die musikalische Untermalung sorgt das Deutsche Filmorchester Babelsberg – erstmals spielt das Orchester die Kompositionen von Johannes Repka live zur Filmvorführung. Die Moderation übernimmt Filmkritiker Knut Elstermann. Und auch der Regisseur Andreas Dresen wird mit dabei sein. pams „Timm Thaler oder das verkaufte Lachen“, Filmlivekonzert, Samstag, 17. März, 19 Uhr, Nikolaisaal, Karten ab 12 Euro
Michael Kaeshammer Trio, Konzert, Samstag, 17. März, 20 Uhr, Lindenpark, Karten ab 20 Euro
Szczepan Twardoch „Der Boxer“, Lesung, 13. März, 19 Uhr, Literaturladen Wist, Dortustraße 17, Eintritt 10 Euro Foto: promo
KONZERT ZUM ST. PATRICK´S DAY
Finest Irish Folk
rün, grün, grün – am Samstag ist St. Patrick´s Day! Und im Erlebnisrestaurant Prinz Eisenherz im Filmpark spielt die Folkband The Sandsacks. Mit dabei haben die Vier zahlreiche Instrumente inklusive Sackpfeife. Wir verlosen 3 mal 2 Tickets. Um zu gewinnen, rufen Sie am morgigen Montag um 11.15 Uhr unter der Tel.: 0331 2376116 an. pams
The Sandsacks, Konzert, Samstag, 17. März, 20 Uhr, Prinz Eisenherz, Tickets ab 11,80 Euro
UCI KINOWELT Potsdam • Babelsberger Str. 10 Tel.: (0331) 233 7 233 • uci-kinowelt.de
Nur am 18.3. um 15 Uhr auf der großen Kinoleinwand!
Foto: promo/Laurent Dubost
Über eine Kostbarkeit
ei „Jederzeitlos“ begeben sich acht Tänzerinnen in verschiedene Zeiträume: In Momente der Anspannung und der Entspannung, der Präsenz und der scheinbaren Ewigkeit, der Kontinuität und der Brüche. Doch wer strukturiert die Zeit? Sind Überraschungen in ausgetüftelten Plänen willkommen? In welchen Situationen synchronisiert man das Zeiterleben? Die Tänzerinnen der Pangea.unique dance Gruppe, die alle an Multipler Sklerose erkrankt sind, setzten sich ein Jahr lang mit diesen Fragen auseinander. Dabei wurden sie von der Choreografin Sophia Waldvogel begleitet. Am Samstag findet die Uraufführung ihrer Performance in der Potsdamer Fabrik statt. pams
„Jederzeitlos“, Tanzperformance, Samstag, 17. März, 19.30 Uhr, Fabrik, Schiffbauergasse, Karten ab 8 Euro
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PamS Potsdam - 2018-03-11

References: § 1967
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 § 307
 §34
 § 34