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Timestamp: 2016-10-26 19:28:07+00:00

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1C_99/2012 (05.07.2012)
1C_99/2012
Ehepaar X.________, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Thomas Gysi,
Einwohnergemeinde Saanen, vertreten durch den Gemeinderat, Sch�nriedstrasse 8, 3792 Saanen,
�berbauungsordnung Wanderweg Grund,
Beschwerde gegen das Urteil vom 9. Januar 2012
Die Gemeindeversammlung der Einwohnergemeinde (EG) Saanen beschloss am 4. Dezember 2009 die "�berbauungsordnung Nr. 57.2; Wanderweg kantonal, Abschnitt Grund, Verbindung zwischen Weganlagen Grienbr�cke und Grund, Parz. Nr. 1577 und Nr. 6071" (�O Wanderweg Grund), bestehend aus dem �berbauungsplan, dem Technischen Bericht (beide vom 20. April 2001) und dem Variantenplan (Varianten 1-4) vom April 2001, alle �berarbeitet mit Datum vom 9. Januar 2009.
Das Amt f�r Gemeinden und Raumordnung (AGR) des Kantons Bern genehmigte die �O Wanderweg Grund am 7. Mai 2010 und wies die dagegen erhobene Einsprache der Eheleute X.________ ab.
Die unterlegenen Einsprecher gelangten am 4. Juni 2010 an die Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons Bern (JGK). Diese wies die Beschwerde am 27. April 2011 ab, soweit sie darauf eintrat.
Das hierauf angerufene Verwaltungsgericht sch�tzte den Entscheid der JGK mit Urteil vom 9. Januar 2012, soweit es auf die Beschwerde eintrat.
In ihrer Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 9. Februar 2011 (recte 2012) beantragen die Eheleute X.________ dem Bundesgericht die Aufhebung des verwaltungsgerichtlichen Urteils vom 9. Januar 2012. Der �O Nr. 57.2, Wanderweg Grund, sei die Genehmigung zu verweigern. Gleichzeitig ersuchen die Beschwerdef�hrer um Gew�hrung der aufschiebenden Wirkung.
Die EG Saanen stellt Antrag auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden k�nne. Auch die JGK und das Verwaltungsgericht des Kantons Bern schliessen je auf Abweisung der Beschwerde.
Das Bundesamt f�r Umwelt (BAFU) gelangt nach Pr�fung der Angelegenheit zum Schluss, es handle sich ausschliesslich um die Anwendung des Bundesgesetzes �ber Fuss- und Wanderwege vom 4. Oktober 1985 (FWG; SR 704). Daf�r sei das Bundesamt f�r Strassen (ASTRA) zust�ndig. Letzteres h�lt die Erw�gungen des angefochtenen Urteils f�r richtig und beantragt, die Beschwerde abzuweisen.
Mit Verf�gung vom 5. M�rz 2012 hat der Pr�sident der I. �ffentlich-rechtlichen Abteilung der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zuerkannt.
Der angefochtene Entscheid ist haupts�chlich in Anwendung des FWG und der kantonalen Ausf�hrungsbestimmungen ergangen. Dagegen steht die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten zur Verf�gung (Art. 82 lit. a BGG). Ein Ausschlussgrund nach Art. 83 BGG besteht nicht. Angefochten ist ein Entscheid einer letzten kantonalen Instanz (Art. 86 Abs. 1 lit. d BGG). Die Beschwerdef�hrer haben vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen. Sie sind als Eigent�mer eines von der neuen Wegf�hrung betroffenen Grundst�cks (Nr. 1006) durch den Entscheid der Vorinstanz besonders ber�hrt und haben ein schutzw�rdiges Interesse an dessen Aufhebung (Art. 89 Abs. 1 BGG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist darum grunds�tzlich - unter dem Vorbehalt rechtsgen�glicher Begr�ndung - einzutreten.
Die umstrittene �O Wanderweg Grund sieht f�r die Wanderwegf�hrung die Variante 2 von insgesamt vier diskutierten L�sungen vor. Diese Route verl�uft auf der Parzellengrenze der Grundst�cke Nrn. 655 und 1006. Die Beschwerdef�hrer als Eigent�mer des Grundst�cks Nr. 1006 wehren sich gegen diese Linienf�hrung, welche aus ihrer Sicht die Eigentumsgarantie verletzt. Zun�chst stellen sie in Abrede, dass eine gen�gende gesetzliche Grundlage f�r den Eingriff bestehe.
2.1 Seiner in Art. 88 BV statuierten Pflicht, Grunds�tze f�r die Fuss- und Wanderwegnetze festzulegen, ist der Bund mit Erlass des FWG nachgekommen. Gem�ss Art. 4 Abs. 1 FWG sorgen die Kantone daf�r, dass (a) bestehende und vorgesehen Fuss- und Wanderwegnetze in Pl�nen festgehalten werden und (b) die Pl�ne periodisch �berpr�ft und n�tigenfalls angepasst werden. Fusswegnetze umfassen nach Art. 2 Abs. 2 FWG untereinander zweckm�ssig verbundene Fusswege, Fussg�ngerzonen, Wohnstrassen und �hnliche Anlagen. Das FWG verpflichtet die Kantone des Weitern, daf�r zu sorgen, dass Fuss- und Wanderwege angelegt, unterhalten und gekennzeichnet werden, diese Wege frei und m�glichst gefahrlos begangen werden k�nnen und der �ffentliche Zugang rechtlich gesichert ist (Art. 6 Abs. 1 FWG). Bei der Erf�llung ihrer �brigen Aufgaben nehmen die Kantone auf die Fuss- und Wanderwege R�cksicht (Art. 6 Abs. 2 FWG). Das kann namentlich bedeuten, dass sie bei der Durchf�hrung einer kantonalen Aufgabe gleichzeitig Fuss- und Wanderwegst�cke verbessern oder allenfalls erg�nzen (Urteile 1C_376/2010 vom 1. Februar 2011 E. 11.2 und 1A.44/1988 vom 3. November 1988 E. 4a). F�r angemessenen Ersatz durch vorhandene oder neu zu schaffende Wege ist zu sorgen, wenn die in den Pl�nen enthaltenen Fuss- und Wanderwegnetze oder Teile davon aufgehoben werden m�ssen (Art. 7 Abs. 1 FWG). Dies gilt beispielsweise, wenn solche Wege nicht mehr frei begehbar sind, unterbrochen werden, auf einer gr�sseren Strecke stark befahren bzw. f�r den allgemeinen Fahrverkehr ge�ffnet oder mit Bel�gen versehen werden, die f�r die Fussg�nger ungeeignet sind (vgl. Art. 7 Abs. 2 FWG).
2.2 Der Kanton Bern hat entsprechende Regelungen im Strassengesetz vom 4. Juni 2008 (SG/BE; BSG 732.11) und der Strassenverordnung vom 29. Oktober 2008 (SV/BE; BSG 732.111.1) getroffen. Nach Art. 44 Abs. 2 SG/BE erl�sst der Regierungsrat den Sachplan des Wanderroutennetzes. Dieser zeigt gem�ss Art. 25 Abs. 4 SV/BE auf, welche Wanderwege neu zu erstellen, zu verlegen oder aufzuheben sind. Die Gemeinden planen, bauen und unterhalten die Fuss- und Wanderwege (Art. 44 Abs. 2 SG/BE). Sie legen das Fuss- und Wanderwegnetz in ihrer Richt- oder Nutzungsplanung fest (Art. 27 Abs. 1 SV/BE). Dazu h�lt das kantonale Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG/BE; BSG 721.0) in Art. 116 Abs. 2 lit. a fest, dass das Wanderwegnetz gem�ss den Grunds�tzen des Bundes seiner Zweckbestimmung erhalten, n�tigenfalls wiederhergestellt oder erg�nzt werden soll. Als Planungsgrundlagen dienen den Gemeinden namentlich die Fuss- und Wanderweggesetzgebung, der kantonale Sachplan des Wanderroutennetzes sowie die Ziele und Konzepte der eigenen Ortsplanung (vgl. Art. 27 Abs. 2 SV/BE). Die Pl�ne sind regelm�ssig ver�nderten Verh�ltnissen anzupassen (Art. 29 SV/BE). Schliesslich sind erhebliche Eingriffe ins Fuss- und Wanderwegnetz baubewilligungspflichtig, sofern diese nicht in einer �berbauungsordnung festgelegt werden (Art. 33 Abs. 1 SV/BE).
2.3 Diese auch vom Verwaltungsgericht vorgenommene Darlegung der rechtlichen Ausgangslage macht klar, dass die gesetzliche Grundlage f�r den von den Beschwerdef�hrern bem�ngelten Eigentumseingriff gegeben ist. Gest�tzt auf Art. 4 und Art. 6 Abs. 1 FWG in Verbindung mit Art. 44 Abs. 2 SG/BE sowie Art. 88 Abs. 1 lit. a und Art. 128 Abs. 1 lit. c BauG/BE war die Gemeinde befugt, die neue Wegf�hrung in der �O festzulegen. Die Beschwerdef�hrer begr�nden denn auch nicht n�her, warum diese Normen nicht gen�gen sollen. Zwar liegt der kantonale Sachplan Wanderroutennetz noch nicht vor. Wie dem angefochtenen Entscheid zu entnehmen ist, lag der Entwurf dazu vom 15. Juni bis 14. Juli 2001 zur �ffentlichen Mitwirkung im Sinn von Art. 58 BauG/BE �ffentlich auf. Bis zum Inkrafttreten des Sachplans und der �berarbeiteten kommunalen Richt- und Nutzungsplanung gelten die Wanderwege gem�ss kantonalem Richtplan als Bestandteile des Wanderroutennetzes (Art. 61 Abs. 1 lit. a SV/BE). Gem�ss Stellungnahme des Tiefbauamts vom 29. November 2011 im vorinstanzlichen Verfahren (act. 11 des Verwaltungsgerichts) ist momentan im Entwurf des Sachplans noch das aktuell signalisierte Wanderroutennetz eingetragen. Das heisst, dass im Bereich Gstaad-Grund die heutige provisorische Wegf�hrung entlang der Gsteigstrasse (mit zweimaliger Querung der Hauptstrasse und mit Belag) verzeichnet ist (Variante 4 der gepr�ften L�sungen). Sobald die �O Wanderweg Grund rechtskr�ftig sei, werde der Entwurf des Sachplans nachgef�hrt und die neue Route im Feld signalisiert. Im kommunalen Richtplan aus dem Jahr 2002 ist dagegen noch die Variante 1 vermerkt, eine Linienf�hrung in s�d�stlicher Richtung quer durch die Liegenschaft der Beschwerdef�hrer. Dieser Weg wird seit Jahren nicht mehr benutzt, da sich die Beschwerdef�hrer dagegen zur Wehr gesetzt hatten. Aus diesen offensichtlich revisionsbed�rftigen Pl�nen bzw. Entw�rfen k�nnen die Beschwerdef�hrer nichts zu ihren Gunsten ableiten. Die gesetzlichen Grundlagen f�r eine Neu�berarbeitung des Wanderwegnetzes sind in jedem Fall gegeben. Indem die Beschwerdef�hrer dies kategorisch in Abrede stellen, kommen sie ihrer Begr�ndungspflicht nicht nach (Art. 106 Abs. 2 BGG).
Die Beschwerdef�hrer verneinen denn auch ein �ffentliches Interesse an der von der Gemeinde gew�hlten L�sung. Dabei verkennen sie, dass dem Verwaltungsgericht bei der Pr�fung der verschiedenen Varianten im Rahmen seiner Rechtskontrolle (Art. 80 lit. b des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 23. Mai 1989 [VRPG/BE; BSG 155.21]) eine beschr�nkte Kognition zustand. Ermessensmissbrauch ist nur gegeben, wenn die Beh�rde zwar im Rahmen des ihr einger�umten Ermessens bleibt, sich aber von unsachlichen, dem Zweck der massgebenden Vorschriften fremden Erw�gungen leiten l�sst oder allgemeine Rechtsprinzipien, wie das Verbot von Willk�r und von rechtsungleicher Behandlung, das Gebot von Treu und Glauben sowie den Grundsatz der Verh�ltnism�ssigkeit verletzt (BGE 130 III 611 E. 1.2 S. 615; 123 V 150 E. 2 S. 152; je mit Hinweisen).
3.1 Die Vorinstanz hat sich eingehend mit den zur Diskussion stehenden Linienf�hrungen auseinander gesetzt und nicht einfach die Meinung vertreten, es m�sse f�r jeden aufgehobenen Weg ein neuer erstellt werden. Zun�chst sei zu pr�fen, ob der aufgehobene Teil des Wegnetzes auf schon bestehende Wege umgelegt werden k�nne. Erst wenn eine solche Umlegung zu keiner befriedigenden L�sung f�hre, sei die Schaffung eines neuen Wegs anzustreben. In der Folge hat es die verschiedenen L�sungen miteinander verglichen, insbesondere die von der Gemeinde gew�hlte Variante 2 und die von den Beschwerdef�hrern bevorzugte, momentane Variante 4.
3.1.1 Das Verwaltungsgericht nimmt dabei vorab Bezug auf den Beschwerdeentscheid der JGK vom 27. April 2011. Die Direktion hatte darin erwogen, dem Fachbericht des Tiefbauamts vom 24. Februar 2010 sei zu entnehmen, dass der gem�ss Variante 2 geplante, 1.2 m breite und mit einem Naturbelag versehene Wanderweg den Anforderungen an die Wanderweggesetzgebung vollumf�nglich entspreche. In der Steigung von knapp 18 % an einer Stelle des Wegs erblicke das Tiefbauamt keinen Hinderungsgrund f�r die vorgesehene Wegf�hrung. Die von der Gemeinde gew�hlte Linienf�hrung sei attraktiver als die seit einigen Jahren provisorisch markierte Variante 4; letztere f�hre entlang der Hauptstrasse, die zudem zweimal �berquert werden m�sse. Neben den damit verbundenen Gefahren f�r Kinder, sei das Trottoir durchgehend mit Hartbelag versehen und habe f�r die Wandernden einen zwar geringen, aber unattraktiven Umweg zur Folge. Die Variante 4 werde daher im Gegensatz zu Variante 2 den Anforderungen der Gesetzgebung nicht gerecht. Gegen die Variante 3 entlang der Saane spreche der damit verbundene Eingriff in den gesch�tzten Uferbereich. Der erforderliche Pufferstreifen zwischen Ufer und Wanderweg habe eine Entwertung des Landwirtschaftslands zur Folge. Da die Beschwerdef�hrer den freien Zugang ihrer Pferde zur Saane nicht h�tten einschr�nken wollen und sich gegen eine aus Sicherheitsgr�nden gebotene Abz�unung des Wanderwegs gewehrt h�tten, habe die Gemeinde diese Variante nicht weiter verfolgt.
3.1.2 Im Rahmen seiner anschliessenden Rechtskontrolle l�sst das Verwaltungsgericht den Einwand der Beschwerdef�hrer, wonach der Weg nach Variante 2 mit einer Breite von 1.2 m zu schmal sei, nicht gelten: Das ASTRA sehe in seinem Handbuch "Bau und Unterhalt von Wanderwegen" bei gelb markierten Wanderwegen eine Trasseebreite von 1-1.2 m vor (ASTRA/Schweizer Wanderwege [Hrsg.], Bau und Unterhalt von Wanderwegen, Handbuch, Vollzugshilfe Langsamverkehr Nr. 9, Bern 2009, S. 25). Es werde nicht in Abrede gestellt, dass ein Teilst�ck des Wegs eine Steigung von rund 18% aufweise und damit rund 3 % h�her ausfalle als die bei gelb markierten Wanderwegen grunds�tzlich anzustrebende L�ngsneigung von maximal 15% (Handbuch ASTRA a.a.O., S. 15). Diese geringe Abweichung lasse die Variantenwahl der Gemeinde nicht als unsachlich bzw. rechtsfehlerhaft erscheinen, zumal es sich lediglich um einen Richtwert handle und nur eine kurze Strecke von rund 26 m betroffen sei. Der Weg werde an dieser Stelle gem�ss Normalprofil Nr. 2 der schr�gen Beschaffenheit des Gel�ndes angepasst. Er werde einen Kieskoffer mit Mergel aufweisen und mit Querabschl�gen f�r das Oberfl�chenwasser ausgestattet, welche zus�tzlichen Halt f�r die Wandernden b�ten.
3.1.3 Bei der heute provisorisch markierten Variante 4 gelte es zu bedenken, dass laut Untersuchungen und Erfahrungen Hartbel�ge (Bitumen, Beton usw.) f�r Wanderwege ungeeignet seien. Namentlich die Problematik der zunehmenden Asphaltierung von Wanderwegen sei Ausgangspunkt gewesen f�r die Schaffung von Art. 37quater aBV(heute Art. 88 BV). Ideal seien Wanderwege ohne Hartbel�ge und ohne allgemeinen Fahrverkehr (BBl 1983 IV 1 ff., S. 5, 8 und 11). Dass mit Hartbel�gen versehene Strassen als Wanderwege ungeeignet seien, ergebe sich aus Art. 6 der Verordnung �ber die Fuss- und Wanderwege vom 26. November 1986 (FWV; SR 704.1) in Verbindung mit Art. 7 Abs. 2 FWG. Die Linienf�hrung �ber das asphaltierte Trottoir auf der Gsteigstrasse sei schon aus diesem Grund nachteilig. Hinzu komme, dass die zweimalige �berquerung der Hauptstrasse sowie das dort h�here Verkehrsaufkommen speziell f�r Kinder aus Sicherheitsgr�nden problematisch w�re. Gegen die Variante 4 spreche auch, dass sie nicht dem Grundsatz der m�glichst direkten Linienf�hrung folge (ASTRA/Wanderwege Schweiz [Hrsg.], Qualit�tsziele Wanderwege Schweiz, Materialien Langsamverkehr Nr. 113, Bern 2007, S. 13, sowie Handbuch, a.a.O., S. 15).
3.2 Diese Ausf�hrungen sind �berzeugend und belegen ein �ffentliches Interesse an der neuen Wegf�hrung, welche diverse Vorteile gegen�ber der heutigen provisorischen Route aufweist. Dies zeigt ein Blick auf den Plan Nr. 2000.356.2, Varianten 1-4, 1:2000 vom April 2001, zuletzt ge�ndert am 9. Januar 2009. Demgegen�ber bringen die Beschwerdef�hrer auch im bundesgerichtlichen Verfahren lediglich appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid vor, ohne darzutun, inwiefern der Vorinstanz eine R�ge wegen Verletzung von Bundes- oder Verfassungsrecht zu machen w�re. Selbst wenn sie ihre L�sung f�r zweckm�ssiger erachten, bedeutet dies nicht, dass die kommunale Variante rechtswidrig w�re. Bei seiner Beurteilung durfte sich das Verwaltungsgericht zur Ber�cksichtigung der Praxis durchaus auf das Handbuch des ASTRA st�tzen, dient dieses doch als Hilfe beim Vollzug der gesetzlichen Vorgaben. So h�lt insbesondere Art. 6 FWV ausdr�cklich fest, dass namentlich alle bitumen-, teer- oder zementgebundenen Deckbel�ge f�r Wanderwege ungeeignet im Sinne von Art. 7 Abs. 2 lit. d FWG sind. Entsprechend empfiehlt das ASTRA in seiner Vollzugshilfe zu Art. 7 FWG denn auch mit Blick auf die kantonalen Rechtsprechungen, die Ersatzpflicht bei Belagseinbauten so zu handhaben, dass das Wanderwegnetz weitgehend frei von ungeeigneten Bel�gen bleibe, weil aus vielen k�rzeren Wegstrecken im Verlaufe der Zeit gr�ssere Wegstrecken mit bitumen- oder zementgebundenen Bel�gen entst�nden (ASTRA/Schweizer Wanderwege [Hrsg.], Ersatzpflicht f�r Wanderwege, Vollzugshilfe zu Art. 7 FWG, Bern 2012, S. 27).
Den Sicherheitsaspekt nennt im �brigen Art. 6 Abs. 1 lit. b FWG: Danach sorgen die Kantone daf�r, dass die Wege frei und m�glichst gefahrlos begangen werden k�nnen. Es liegt auf der Hand, dass der Verzicht auf die heute notwendige zweimalige Querung der Hauptstrasse eine Steigerung der Fussg�nger-Sicherheit mit sich bringt. Schon der Bundesrat hat in seiner Botschaft zum FWG festgehalten:
"Im Gegensatz zu den Fusswegnetzen dienen die Wanderwegnetze haupts�chlich der Erholung. Diese Funktion bedingt bestimmte technischen Anforderungen. Als ideal kann ein Wanderwegnetz angesehen werden, das aus Wegen ohne Hartbel�ge und ohne allgemeinen Fahrverkehr besteht. Heute ist allerdings festzustellen, dass die Wanderwegnetze auch weniger geeignete Elemente wie Trottoirs und dem allgemeinen Fahrverkehr ge�ffnete Strassen enthalten. Ein wichtiges Anliegen ist, zu verh�ten, dass die heutige Situation sich verschlechtert."
(BBl 1983 IV S. 8). Das �ffentliche Interesse an der mit der neuen Wegf�hrung einhergehenden Verbesserung ist demnach offensichtlich.
3.3 Die Ausf�hrungen der Beschwerdef�hrer zu anderen m�glichen Routen sind insgesamt unbehelflich. Das Verwaltungsgericht hatte lediglich zu pr�fen, ob seine Vorinstanzen ihr Ermessen �berschritten hatten. Die dargelegten Gr�nde f�r ein �berwiegendes Interesse an der gew�hlten Variante 2 sind nachvollziehbar. Weder die kommunalen noch die kantonalen Instanzen sind in Willk�r verfallen, zumal das �ffentliche Interesse an der Variante 2 auch bei einer freien Pr�fung zu bejahen ist.
4.1 Zur Verh�ltnism�ssigkeit der umstrittenen Wegf�hrung zieht das Verwaltungsgericht in Erw�gung, die Beschwerdef�hrer m�ssten 55 m� ihrer 14'675 m� grossen Parzelle Nr. 1006 mittels Dienstbarkeit zur Verf�gung stellen; dies stelle gegen�ber den Varianten 1, 3 und namentlich der von ihnen eingebrachten L�sung auf der bestehenden Pferdegaloppstrecke einen kleineren Eingriff in ihre Eigentumsrechte dar und erscheine angesichts des �ffentlichen Interesses ohne Weiteres zumutbar. Die �O Wanderweg Grund sei sowohl geeignet als auch erforderlich, um das angestrebte Ziel der Wanderwegverbindung zu erreichen. Der von der Planung verfolgte Zweck lasse sich nicht mit einer weniger einschneidenden Massnahme erreichen.
4.2 Was die Beschwerdef�hrer dagegen vorbringen, �berzeugt nicht. Sie wiederholen wiederum ihre Vorbehalte gegen�ber dem �ffentlichen Interesse an Variante 2. Hinsichtlich des zu beurteilenden Eigentumseingriffs sind aber diejenigen Einschr�nkungen von Relevanz, welche die Beschwerdef�hrer selber zu gew�rtigen haben, nicht die Kosten, welche allenfalls auf das Gemeinwesen zukommen. Zudem st�tzen sich die Beschwerdef�hrer bei den zu erwartenden kommunalen Aufwendungen auf vage Berechnungen. Auch die Bef�rchtungen, ihre privaten Brunnen k�nnten als Hundeb�der benutzt oder ihre Pferde von Wandern unsachgem�ss gef�ttert werden, sind nicht belegt, zumal sich ein solcher Missbrauch durch geeignete Massnahmen verhindern l�sst. Das �ffentliche Interesse daran, eine zweimalige Strassenquerung zu verhindern, �berwiegt solche Einschr�nkungen bei Weitem. Die von den Beschwerdef�hrern behaupteten Gefahren h�tten im �brigen auch bei der Linienf�hrung auf der Reitstrecke bestanden (siehe E. 5.3.5 des angefochtenen Urteils), ganz abgesehen von der Gef�hrdung der Wanderer durch galoppierende Pferde.
Die Beschwerde ist demnach abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Bei diesem Verfahrensausgang haben die Beschwerdef�hrer die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Parteientsch�digungen sind keine zuzusprechen (Art. 68 Abs. 3 BGG).
Dieses Urteil wird den Beschwerdef�hrern, der Einwohnergemeinde Saanen, der Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion und dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern sowie dem Bundesamt f�r Umwelt und dem Bundesamt f�r Strassen schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 83
 Art. 88
 Art. 4
 Art. 2
 Art. 7
 Art. 44
 Art. 25
 Art. 116
 Art. 27
 Art. 4
 Art. 6
 Art. 44
 Art. 88
 Art. 128
 Art. 58
 Art. 37
 Art. 88
 Art. 6
 Art. 7
 Art. 6
 Art. 7
 Art. 7
 Art. 7
 Art. 6