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Timestamp: 2019-01-17 08:18:13+00:00

Document:
Antwort der BA zu den Telefonanrufen | Erwerbslosenforum Deutschland
Beginndatum 27 Jul 2005
Stichworte antwort telefonanrufen
Murmel sagte :
www.presseportal.de/story.htx?nr=578921&firmaid=6776
Ich rufe öfter mal bei der Arge an feiff: und aufgrund meines überaus freundlichen und einnehmenden Wesens :lol: ist es mir fast jedesmal gelungen, heraus zu bekommen, wo ich denn nun eigentlich gelandet war. Darunter hatte ich Magdeburg, Hamburg, Schwerin, einmal sogar Bayern.
Nun sollte man ja nicht böse denken, aber wenn die die Servicecenter betreiben und dann auch solche Rufaktionen durchführen, dann ist doch klar, woher die die Telefonnummern haben. Willst Du jemand von der Arge erreichen, lass Deine Telefonnummer hier, die Rufen zurück. sst:
.... Willst Du jemand von der Arge erreichen, lass Deine Telefonnummer hier, die Rufen zurück. sst:
http://www.sueddeutsche.de/,jkl1/jobkarriere/erfolggeld/artikel/825/57768 /
... und ?? hast denen geantwortet brav oder was ? :?:
Wer, ich? :lol: Nix da!
Warum sagt Ihr nicht alle: Ich heiße Frank Jürgen Weise und bin seit 2003 Vorstandsvorsizender der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg. Zu meinen Hauptaufgaben gehört, dass ich die Statistiken der Arbeitslosen schönfärbe." Denn Arbeit können wir als solcher Bürokratenkoloss gar nicht vermitteln, weil wir viel zu viel mit uns selbst und unseren Formularen beschäftigt sind." :lol:
Wenn die ein paar Hundert solcher Aussagen bekommen wird die BA dies dann ganz schnell einstellen.
Hier bei uns ruft leider auch niemand an, liegt aber möglicherweise daran, das Kinderarbeit in DE NOCH verboten ist. Ich schreibe bewußt NOCH, denn Kinder arbeiten billiger. Wir sollten unsere Kinder darauf vorbereiten, im Falle des Falles, nicht für ein Butterbrot zu arbeiten, sondern Forderungen zu stellen.
Aber mal Spass beiseite, der Vorschlag von MArtin hat schon was :lol: :lol: :lol:
>Wir sollten unsere Kinder darauf vorbereiten, im Falle des Falles, nicht für ein Butterbrot zu arbeiten, sondern Forderungen zu stellen.<
Wir sollten unsere Kinder darauf vorbereiten, sich nichts gefsallen zu lassen... ja.
Aber was soll denn ein kind tun, wenn es für ein Butterbrot arbeiten soll? Es KANN sich nicht wehren, schaffen ja nur wenige Erwachsene, weil einfach das Wissen fehlt... und um sich das zu erarbeiten, braucht man lange... da dürfte man dann schon aus dem Kinderalter raus sein!
[Wir sollten unsere Kinder darauf vorbereiten, sich nichts gefsallen zu lassen... ja.
noch hat man uns 'ALTE' nicht an die Nordsee, bei Springflut gestellt, noch können wir unseren Kindern beibringen, sich zu wehren.
Wir sind doch inzwischen eine Ellenbogengesellschaft, das müssen wir unseren Kindern vermitteln.
Kinder, kämpft auf legale Weise für euer Recht.
>noch können wir unseren Kindern beibringen, sich zu wehren. <
Das tue ich auch, meine Tochter, noch Schülerin, hat ihr erstes Verfahren vor dem Arbeitsgericht bereits gewonnen, allerdings mit mir als Vertreter.
Sie weiß, daß man sich wehren muß... trotzdem wird sie noch ne weile brauchen, bis sie sowas selbst durchziehen kann.
Deshalb schrieb ich ja, daß Kinder sich nicht wehren können, bis man es ihnen beigebracht hat, sind sie längst erwachsen!
haide.h hat mir ein sehr gut formuliertes Schreiben wegen den Telefonanrufen geschickt. Deshalb veröffentliche ich es hier.
ALG-II-Stelle
BG-Nummer XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX
Aufklärung, Beratung, Auskunft (§§ 13, 14, 15 SGB I) durch Bescheid (§§ 33, 35, 36 SGB X)
Die von der Fa. Vivento im Auftrag der jeweiligen ARGE durchgeführte Telefonaktion zur Klärung von Daten
offenbar haben „erste Überprüfungen der Bundesagentur für Arbeit“ gezeigt, dass es Grund zur Annahme gibt, dass bei erwerbsfähigen Hilfebedürftigen und Arbeitslosen Erfassungs- und Erhebungsfehler vorliegen, die wiederum zu Planungsfehlern führen können. Die von der Fa. Vivento im Auftrag der jeweiligen ARGE durchgeführte Telefonaktion zur Klärung von Daten im Hinblick auf zukünftige Vermittlungsaktivitäten sind im Rahmen des Vertrags zwischen der BA und T-Systems (Mutter von Vivento) datenschutzrechtlich geprüft. Die Mitarbeiter von Vivento verfügen nur über den Nachnamen, die Kunden-Nr. und die Telefonnummer. Diese Daten kommen auf gesicherten Datenträger aus der ARGE zu Vivento, werden dort auf Basis des Vertrags vertraulich behandelt und auf gesicherten Datenträger an die ARGE zurückgegeben. Die Auskünfte am Telefon sind freiwillig, darauf wird im Gespräch zu Beginn auch hingewiesen.
(Qelle: Lydia Hoffmann, Bundesagentur für Arbeit, 03-KRM Tel.: 0911/1795293 E-Mail: Lydia..Hoffmann@arbeitsagentur.de)
Hierzu bitte ich um Auskunft, wie diese „datenschutzrechtliche Prüfung“ ohne meine Einwilligung vonstatten gegangen ist. Sie haben weder bei mir angefragt noch haben Sie meine Einwilligung dazu erhalten, an das Privatunternehmen, die Firma Vivento, meine Telefonnummer und mein Kunden-Nummer herauszugeben. Sicher ist Ihnen bekannt, dass JEDER Telefonanruf einen Eingriff in die Privatsphäre darstellt. Abgesehen davon ist es mir nicht möglich, einen „anonymen Anrufer“ sicher zu identifizieren. So kann praktisch Hinz und Kunz sich als Vivento-Mitarbeiter ausgeben und unter dem „amtlichen Deckmantel“ private Daten ausspähen.
Ich bitte deswegen darum, diese „Aktion“ ausschließlich auf dem schriftlichen Wege vorzunehmen und die Klärung von Daten im Hinblick auf zukünftige Vermittlungsaktivitäten in einzelne Fragen aufzugliedern, damit ich die Erforderlichkeit rechtlich prüfen und mich vor Überraschungsentscheidungen schützen kann.
Quelle des Schreibens von Frau Lydia Hoffmann
http://www.elo-forum.org/forum/ftopic989.html
Zahlenkosmetik zeigt wenig Wirkung
Um den Status der Hartz-IV-Empfänger zu kontrollieren, haben Call-Center im Auftrag der Bundesagentur in den vergangenen zwei Wochen bereits 170.000 Arbeitslose angerufen. Weitere 100.000 sollen in den kommenden 14 Tagen überprüft werden.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,368694,00.html
Arbeitslose müssen nicht tagtäglich telefnisch erreichbar sein !
Zur ständigen Verfügbarkeit ("Residenzpflicht")
Es ist sogar denkbar, daß ein Arbeitsloser nur zur Kenntnisnahme der
Briefpost seine Wohnung werktäglich aufsuchen braucht und vielleicht im
übrigen bei Freund/in etc. übernachtet. Die "Residenzpflicht" verletzt
ansonsten das Recht sich frei zu bewegen.
3. Sondergesetz für Asylbewerber § 56 und § 85 Abs. 2 des
Asylverfahrensgesetzes (bereits i. J. 1938 während der Nazi-Zeit wurden
ähnliche Regelungen in der Ausländerpolizeiverordnung vom 22. August 1938 -
Reichsgesetzblatt, Teil I, 25. August 1938, Nr. 132, Seite 1055 - erlassen).
Dass ALG-II-Empfänger davon erfasst sind, ist dem gesamten SGB nicht zu
entnehemen - oder sollte ich sagen: NOCH NICHT ?
Vielleicht mal beim Amt nach der Rechtsvorschrift mittels Auskunft und
Aufklärung über rechtmittelfähigen Bescheid gemäß §§ 13, 14, 15 SGB I; 33,
35, 36 SGB X fragen ?
Oder hat die BA mal wieder per Dienstanwesiungen sich selbst den "De jure" Status erteilt ?
Wann der Arbeitslose Vorschlägen des Arbeitsamtes zur beruflichen Eingliederung zeit- und ortsnah Folge leisten kann, ergibt sich aus § 1 Abs 1 EAO. Nach Satz 1 dieser Vorschrift muß der Arbeitslose in der Lage sein, bestimmte im einzelnen aufgeführte Mitwirkungshandlungen unverzüglich vorzunehmen. Hierzu gehört, unverzüglich Mitteilungen des Arbeitsamtes persönlich zur Kenntnis zu nehmen (§ 1 Abs 1 Satz 1 Nr 1 EAO). Zur Konkretisierung dieser Voraussetzung bestimmt § 1 Abs 1 Satz 2 EAO, der Arbeitslose habe "deshalb sicherzustellen, daß das Arbeitsamt ihn persönlich an jedem Werktag an seinem Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt unter der von ihm benannten Anschrift (Wohnung) durch Briefpost erreichen" könne.
Bereits ein Vergleich des Wortlauts des § 1 Abs 1 EAO mit der bisher in § 1 AufenthaltsAnO getroffenen Regelung ergibt, daß der Anordnungsgeber die Anforderungen an den Aufenthalt des Arbeitslosen verändern wollte. Nach § 1 Satz 1 AufenthaltsAnO mußte das Arbeitsamt "den Arbeitslosen während der üblichen Zeit des Eingangs der Briefpost unter der von ihm benannten, für die Zuständigkeit des Arbeitsamtes maßgeblichen Anschrift erreichen können". Aus der Regelung hatte das Bundessozialgericht in ständiger Rechtsprechung gefolgert, daß für den Arbeitslosen eine "Residenzpflicht" in der Weise bestand, daß er unter der im Leistungsantrag angegebenen Wohnanschrift täglich zumindest während der üblichen Zeit des Eingangs der Briefpost auch tatsächlich in der Wohnung angetroffen werden konnte (BSGE 66, 103 = SozR 4100 § 103 Nr 47; Urteil vom 29. April 1992 - 7 RAr 4/91 - = DBIR Nr 3928a zu § 48 SGB X; Urteil vom 24. April 1997 - 11 RAr 89/96 - = DBIR Nr 4460a zu § 48 SGB X; SozR 3-4100 § 103 Nr 22). Allerdings waren in letzter Zeit Zweifel daran geäußert worden, ob an dem Merkmal der Erreichbarkeit des Arbeitslosen "während der üblichen Zeit des Eingangs der Briefpost" angesichts der vielerorts unregelmäßigen Postzustellung uneingeschränkt festzuhalten sei (BSG SozR 3-4100 § 103 Nr 16).
Hach, fühl ich mich geschmeichelt, ich liege der AfA besonders am Herzen. Sie haben mich auch angerufen. Woher die meine Tel.-Nr. haben, weiß ich auch nicht. Womöglich habe ich mal angerufen und sie wurde gefangen. Jedenfalls nicht auf legalem Wege.
Bei dem Anruf wurde ich auch nicht darauf hingewiesen, dass die Beantwortung freiwillig ist. Da ich aber niemandem ohne Ankündigung am Telefon Auskünfte persönlicher Art gebe, habe ich nur zu hören gekriegt: Das muß ich dann so notieren.
Das klang für mich eher so, wie "Sie werden schon sehen, was sie davon haben".
Übrigens, die Tage vorher klingelte täglich einmal das Telefon und ehe ich dran war, war schon wieder aufgelegt. Meine Verwandten, Freunde und Bekannten wissen, dass ich ein paar Schritte mehr machen muß und lassen es länger klingeln.
Danke Martin für den Entwurf. Ich werde mal die AfA damit ein bißchen beschäftigen, damit sie nicht auf den dummen Gedanken kommen und sich ihrer eigentlichen Aufgabe, der Arbeitsvermittlung, womöglich widmen. :|
Bei mir haben die Anrufe zum Glück aufgehört. Bin ja dem für meinen Kurs zuständigen SB auf die Finger getreten.
Mal sehen, ob da noch irgendwas kommt.
Nürnberger Bundesagentur ermittelt über Call-Center-Agenten sensible Daten von ALG-II-Empfängern, um die Arbeitslosenstatistik zu schönen. Erwerbsloseninitiativen kritisieren Aktion
Bei mir rief gestern so ein Fuzzie an:
Er sagte, er ruft m Auftrag der ARGE Ludwigshafen an um Daten abzugleichen.
Zum Ersten hab ich mit Denen nix mehr am Hut und zum Zweiten gibts in LU keine ARGE, sondern nur die GfA Vorderpfalz Ludwigshafen.
Ich wurd giftig und wollte nix von dem wissen.
Er meinte noch, als ich ihm ins Wort fiel in barschem Ton, ich solle ihn doch bitte aussprechen lassen.
Ich hab ihn gefressen und meinem Unmut gegenüber der SB in der ARGE KL ausgelassen.
Toll, aber was ist, wenn....
Ups, krass! :shock:
Bei mir hat (noch?) keiner angerufen. Aber ich würde auch keine Auskunft geben.
Mal ne andere Frage: wie macht ihr das denn, wenn ihr im Gespräch seit und der Sachbearbeiter will eure Tel.-nr.? Das ihr kein Tel. habt, glaubt euch doch keiner!
Ich habe denen meine Nr. gegeben, da sie auch Bewerbungschreiben von mir sehen wollten. Was soll ich da machen-das schwärzen???? :?: Sieht ja wohl auch blöd aus.
Im Tel. - buch stehe ich nicht und bekomme am 01.09.2005 eine neue Nr., da ich zur Telekom zurückgehe- erstmal. Musste meine geliebte Flat kündigen und mein ISDN auch - zu teuer....Soll ich das einfach mal "vergessen", der ARGE mitzuteilen? Hilft es nicht, die Rufnr. zu unterdrücken, wenn man dort anruft? Ich habe eh schon mit Bekannten, wo ich die Nr. nicht sehen kann ein Klingelzeichen; will auch nicht belästigt werden.
erstmal herzlich willkommen hier beim Erwerblosen Foeum Deutschland.
Dann schwärzt Du halt die Telefonnummer.
Die ARGE geht die nichts an. Die sind vom Gesetz her gehalten, ihre Sachen per Post zu schicken. Da würde ich mich auch auf keine Diskussion einlassen.,
Aber auf der anderen Seite ist es für eine Behörde niemals ein Problem eine Telefonnummer heraus zu bekommen. Da reicht die einfache und schnelle Amtshilfe und da ist dann keine Telefonnummer mehr geheim. Oder wie soll man es sonst verstehen, dass Menschen mit Geheimnummern trotzdem von den Callcentern angerufen werden.
Vielen Dank für das Willkommen und die Antwort
Das werde ich mal probieren mit dem Schwärzen-aber Du hast schon recht mit der "Amtshilfe"-ist schon ärgerlich.....Also weiter nur mit "Klingelzeichen".
Mir ist es schon passiert das ein Sachbearbeiter (mein Nachbar) meine Telefonnummer an unseren Hausmeister weitergegeben hat.
Mein Nachbar arbeitet aber bei der Familienkasse und nicht bei der ARGE, ist aber im gleichen Haus.
Daraufhin hat mein Mitbewohner einen Brief geschrieben das es seine Nummer und sein Anschluß ist, er das bezahlt und das ich da nicht zuerreichen bin. Die Nummer wurde gelöscht, oder vielleicht auch nicht.
Ich hatte die Nummer blöder weise mal angegeben, wegen Rückruf.
Hä? Was sagt denn da der Datenschutz dazu, wenn ein SB einfach mal so persönliche Daten weitergibt? - Er kann sich natürlich rausreden, dass er in Funktion des Nachbarn gehandelt hat, aber eigentlich darf er das nicht!
wie heißt es so schön : wo kein Kläger da kein Richter!
Wenn die Betroffenen da nicht ernergisch auf den Putz hauen wird diese lasche Vorgehensweise bzgl. des Datenschutzes eh immer auf der Strecke bleiben!
Ich habe mal gelesen das nur ca. 3% der Deutschen wissen welche Daten und Aktionen von Seiten der Behörden eigentlich erlaubt sind.
Nehmen wir doch mal die Hausbesuche:
Aus dem Krimi weiss jeder, wenn die Polizei vor der Tür steht da wird erst nach dem Durchsuchungsbefehl gefragt. Tatort und Kojak haben uns das ja so bei gebracht. Aber wenn der soziale Ermittlungsdienst vor der Tür steht , da wird denen ohne weiteres Einlass gewährt!!
Der Datenschutz ist in Deutschland sowas von vernachlässigt worden, das es jedem Datenschützer nur noch den Magen umdreht wenn er sich so manche Behörde ansieht.
Schaut euch mal auf den Seiten eurer Landesdatenschutzbeauftragten um, da werdet ihr aus dem Staunen nicht mehr herauskommen.
Die Antragsgegnerin "IAG" teilt dem Gericht mit, daß sie Daten und Telefonnummern von Betroffenen an die Firma VIVENTO Customer Services GmbH & Co. weitergegeben hat. Diese Daten beschränken sich angeblich auf Nachnamen, Telefonnummern und Kundennummern.
Zitat aus der Klageerwiderung der IAG: "Sowohl der Umfang der zur Verfügung gestellten Daten als auch der Übertragungsweg wurden mit dem Datenschutz abgestimmt und basieren auf einem Datenschutzrechtlich geprüften Vertrag zwischen der Fa. Vivento und der Bundesagentur für Arbeit.
Das Gericht forderte eine Stellungnahme bei der Antragsgegnerin an, ob sie sich für den Lauf des Hauptsacheverfahrens verpflichtet, auf Datenweitergabe an Dritte zu verzichten und deren Verwendung durch Fa. Vivento zu untersagen.
Die Antragsgegnerin lehnte mit Schreiben vom 16.09.2005 vorgenannte Vorschläge des Gerichts ab.
Der Antragsteller beantragte am 22.09.2005:
S 11 AS 98/05 ER: Antragsteller ./. Integrationscenter für Arbeit Gelsenkirchen
habe ich den Schriftsatz der Antragsgegnerin vom 16.09.2005 soeben erhalten.
Die Antragsgegnerin läßt erkennen, daß sie keinerlei Interesse an der vom Gericht vorgeschlagenen, sehr vernünftigen gütlichen Regelung hat.
Ich beantrage daher nunmehr den umgehenden Erlaß folgender einstweiliger Anordnung:
1.) Der Antragsgegnerin wird im Wege der einstweiligen Anordnung im Eilverfahren untersagt, Datensätze und Telefonnummern, auch Funktelefonnummern, des Antragstellers an Dritte herauszugeben und diese Dritten zu telefonischen Anrufen beim Kläger anzuhalten.
2.) Der Antragsgegnerin wird im Wege der einstweiligen Anordnung im Eilverfahren aufgegeben, die Firma Vivento anzuweisen, Datensätze und Telefonnummern einschließlich Funktelefonnummern des Antragstellers nicht mehr zu verwenden und diese zu löschen.
3.) Der Antragsgegnerin wird aufgegeben, alle Fragen an den Antragsteller schriftlich zu stellen, sollten sich mündliche Fragen, z.B. bei Besuchen in den Geschäftsräumen der Antragsgegnerin ergeben, sind die Fragen und Antworten schriftlich zu erfassen und dem Kläger in Kopie herauszugeben.
4.) Dem Geschäftsführer der Antragsgegnerin wird für jeden einzelnen Fall der Zuwiderhandlung gegen die Punkte 1 bis 3 der einstweiligen Anordnung ein Ordnungsgeld in Höhe von 500.000 Euro (in Worten: Fünfhunderttausend Euro) angedroht, an dessen Stelle im Falle des Nichtbeitreibens eine Ordnungshaft in Höhe von 6 Monaten treten kann.
5.) Dem Antragsteller wird für das EA-Eilverfahren Prozeßkostenhilfe gewährt
6.) Die Antragsgegnerin trägt alle Kosten dieses Verfahrens, auch die Kosten des Antragstellers.
Das vorstehend Beschriebene - auch das aus dem ELO-Newsletter, ist aktenkundige Praxis der ARGE'n!
Soeben erfuhr ich, daß die Angelegenheit heute der zuständigen Sozialrichterin zur Entscheidung vorgelegt wird. Sobald ein Urteil vorliegt, wird es hier veröffentlicht.
In dem Hauptsacheverfahren geht es unter anderem darum, daß der Antragsgegnerin ab erster Antragstellung bereits die Weitergabe von Telefondaten an Dritte sowie die telefonische Belästigung untersagt worden war - ferner der Antragsgegnerin keine Telefonnummern bekanntgemacht wurden. Auszug aus der Klageschrift:
Die Speicherung dieser Rufnummern sowie telefonische Rückfragen habe ich der Antragsgegnerin durch meinen Antrag vom 4.10.2004 im Feld für die Telefonnummer untersagt. Dieses gibt die Antragsgegnerin bereits im ersten Satz der Klageerwiderung zu und bezeichnet sogar die Beweismittel dafür...
Das erste Mal belästigte mich ein Mitarbeiter der Antragsgegnerin kurz bevor der Bescheid vom 24.11.04 erging; Der Mitarbeiter der Antragsgegnerin befragte mich zu meiner Bankverbindung, welche angeblich nicht auf meinem Antrag vermerkt wäre. Dieses konnte ich mir zwar nicht erklären, da ich die Antragsformulare Online ausgefüllt und dann ausgedruckt habe – jedoch sagte mir der Mitarbeiter am Telefon, daß er die Telefonnummer aus den Akten der Arbeitsagentur entnommen habe und nun wissen wolle, ob er meine Bankverbindung auch aus den Akten der Arbeitsagentur entnehmen solle. Auf meinen Einwand, dieses doch schriftlich anzufordern, erwiderte der Mitarbeiter der Antragsgegnerin: „Ich will das jetzt fertig haben, wollen Sie kein Geld?“ ...
... Demnach ist es der Antragsgegnerin ausdrücklich untersagt, mich telefonisch zu kontaktieren, da ich in jedem Falle schriftliche Kontaktaufnahme wünsche.
Doch leider vergißt die Antragsgegnerin zu erwähnen, daß mich die Mitarbeiter ihres Hauses nicht über meine Festnetztelefonnummer, sondern permanent über meine Funktelefonnummer (welche weder auf den Briefköpfen, noch in Verzeichnissen der Fernsprechauskunft eingetragen ist oder in irgendwelchen sonstigen Angelegenheiten der Antragsgegnerin gegenüber von mir bekanntgegeben wurde) belästigen:...
Beweis: Beizuziehende Verwaltungsakte "AKTENZEICHEN", in welcher sich Gesprächsnotizen zu vorstehenden Telefonaten befinden müssen.
Diese Tatsachen sind Beweis genug dafür, daß die Antragsgegnerin sich permanent an Datensätzen der Arbeitsagentur oder des früher zuständigen Sozialamtes der Stadt Gelsenkirchen bedient, und deren Inhalte widerrechtlich gespeichert hat.
Denn nur aufgrund meiner Arbeitsaufnahme im Jahre... war der Arbeitsagentur und dem früheren Sozialamt der Stadt Gelsenkirchen meine Funktelefonnummer bekannt gegeben worden, weil ich durch den damaligen, bundesweiten Montageeinsatz anders nicht erreichbar war. Der Antragsgegnerin gegenüber habe ich niemals meine Funktelefonnummer erwähnt....
http://www.ahfd.org/vbforum/showpost.php?p=114860&postcount=3
Dem Geschäftsführer der Antragsgegnerin wird für jeden einzelnen Fall der Zuwiderhandlung gegen die Punkte 1 bis 3 der einstweiligen Anordnung ein Ordnungsgeld in Höhe von 500.000 Euro (in Worten: Fünfhunderttausend Euro) angedroht, an dessen Stelle im Falle des Nichtbeitreibens eine Ordnungshaft in Höhe von 6 Monaten treten kann.
:kratz: - ich würde dies sofort vollziehen, denn die BA hat dies ja bereits in xx Tausend Fällen schon mißachtet. :lol:
Habe im Netz die Dienstanweisung des Arbeitzamtes gefunden. Die sind Angewiesen alle Rufnummern von Anrufern zu Notieren.
ich würde dies sofort vollziehen, denn die BA hat dies ja bereits in xx Tausend Fällen schon mißachtet.
verlass Dich drauf - ich mag den Geschäftsführer der IAG Gelsenkirchen sehr gut leiden - er ist ein gaaanz toller Typ, der nicht mal wusste, daß man Anträge auf der Webseite der Arbeitsagentur runterladen, ausfüllen und ausdrucken kann - sollte die einstweilige Anordnung erlassen werden, wird er sich sehr darüber freuen, mich kennengelernt und anrufen lassen zu haben! Allein wegen diesem netten Menschen lohnt es sich schon, sich in den diversen Foren zu engagieren und Betroffenen Tips zu geben.
Und es soll Arbeitslose geben, die haben mit dessen Mitarbeitern noch völlig andere Probleme - normalerweise sollte man dort vor der Türe ständig präsent sein - mit Plakaten, auf denen steht:
"Probleme mit der IAG? Besuchen Sie www.ahfd.org oder www.elo-forum.org - da wird Ihnen geholfen!"
Da stellt sich nur die Frage: WIE bringe ICH / ODER du den kleinen TeufeLinnen bei, was sich, wo + wie "gehört"?
Erklären, das mache ich, meinen Kids gegnüber, tagtäglich. Meistens vergebens!! Ob meine Jungs das denn verstehen (wollen), das ist eine ganz andere Fragestellung (Küche, Bad,Toilette, miteinander reden, spielen, sich nix gefallen lassen usw.), ist eine ganz andere Fragestellung.
Unsere Kinder darauf vorbereiten, sich NICHTS gefallen zu lassen: WIE erkläre ich "meine/unsere prekäre Situtation?
Unsere Kids erwarten Antworten, welche uns oft fehlen.
:!: :hug: :hug:

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