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Timestamp: 2016-10-27 06:54:58+00:00

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2C_81/2015 (25.06.2015)
2C_81/2015 � � Urteil vom 25. Juni 2015
Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts Luzern, 4. Abteilung, vom 1. Dezember 2014.
1.1.�A.________ (geb. 1983) stammt aus dem Kosovo. Seit dem 19. August 1984 ist er im Besitz der Niederlassungsbewilligung. Vom Abschluss der obligatorischen Schulen bis 2011 versah er verschiedene Hilfst�tigkeiten. Seit 2011 ist er als angelernter Fassadenbauer beim selben Arbeitgeber t�tig. Im Februar 2013 heiratete er eine Schweizerb�rgerin. Den Eheleuten wurde im Mai 2014 ein Sohn geboren. Auch er ist Schweizerb�rger.
1.2.�A.________ erwirkte insgesamt 26 strafrechtliche Verurteilungen. Gest�tzt darauf ergingen in den Jahren 2003, 2008 und 2011 ausl�nderrechtliche Verwarnungen, zuletzt auch wegen Betreibungen �ber rund Fr. 50'000.-- und Verlustscheinen von rund Fr. 35'000.--. Von 2010 bis 2012 handelte er alsdann mit 1'625 Gramm Kokain. Das Kriminalgericht des Kantons Luzern sprach ihn deswegen am 5. Juni 2013 im abgek�rzten Verfahren (Art. 358 ff. StPO [SR 312.0]) schuldig der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 19 Abs. 1 BetmG (SR 812.121), begangen als schwerer Fall nach Art. 19 Abs. 2 lit. a, b und c BetmG, sowie der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG. Das Kriminalgericht belegte A.________ rechtskr�ftig mit einer Freiheitsstrafe von 33 Monaten, wovon 27 bedingt bei einer Probezeit von drei Jahren, und einer Busse von Fr. 500.--.
1.3.�Mit Verf�gung vom 8. Januar 2014 widerrief das Amt f�r Migration des Kantons Luzern die Niederlassungsbewilligung und wies A.________ weg. Dessen Rechtsmittel an das Justiz- und Sicherheitsdepartement (Entscheid vom 13. Juni 2014) und an das Kantonsgericht des Kantons Luzern, 4. Abteilung (Entscheid vom 1. Dezember 2014), blieben erfolglos.
1.4.�A.________ erhebt Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten und beantragt, das angefochtene Urteil sei aufzuheben. Die Vorinstanz und das Staatssekretariat f�r Migration schliessen auf Abweisung der Beschwerde. Mit Verf�gung vom 28. Januar 2015 hat der Pr�sident der II. �ffentlich-rechtlichen Abteilung dem Gesuch um Zuerkennung der aufschiebenden Wirkung entsprochen.
2.1.�Da grunds�tzlich ein Anspruch auf Bestand der Niederlassungsbewilligung besteht, ist die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten zul�ssig (Art. 82 lit. a, Art. 83 lit. c Ziff. 2, Art. 86 Abs. 1 lit. d und Abs. 2, Art. 90 BGG [SR 173.110], vgl. BGE 135 II 1 E. 1.2.1 S. 4).
2.2.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz nur berichtigen oder erg�nzen, soweit sie offensichtlich unrichtig, das heisst willk�rlich, sind oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen (Art. 105 Abs. 2 BGG; BGE 140 III 16 E. 1.3.1 S. 17 f.).
3.1.�Die Niederlassungsbewilligung ausl�ndischer Personen, die sich seit mehr als 15 Jahren ununterbrochen und ordnungsgem�ss in der Schweiz aufhalten, kann nur aus Gr�nden von Art. 63 Abs. 1 lit. b und Art. 62 lit. b AuG (SR 142.20) widerrufen werden. Die Bestrafung mit einer Freiheitsstrafe von 33 Monaten stellt eine "l�ngerfristige Freiheitsstrafe" im Sinne der zweitgenannten Bestimmung dar (Urteil 2C_536/2013 E. 2.1, nicht publ. in: BGE 140 II 129).
3.2.�Der Beschwerdef�hrer kritisiert die vorinstanzliche Interessenabw�gung (Art. 96 AuG; Art. 8 Abs. 2 EMRK [SR 0.101]), welche er als bundesrechtswidrig erachtet (Art. 95 BGG). Er tr�gt namentlich vor, er habe sein ganzes bisheriges Leben in der Schweiz zugebracht, sei beruflich und gesellschaftlich integriert. Die Beziehung zu seiner heutigen Ehefrau und Mutter des gemeinsamen Sohns bestehe seit 2009. Der unbedingte Teil der vom Kriminalgericht ausgef�llten Strafe sei verb�sst. Seither habe er sich untadelig verhalten. Er nehme - anders als w�hrend des Drogenhandels - keine Drogen mehr zu sich und habe den F�hrerausweis unter Auflagen wieder erhalten. Die Schuldensanierung sei im Gang. Mit seiner Heimat sei er nicht vertraut; er m�sste dort um die wirtschaftliche Existenz seiner Familie f�rchten.
3.3.�Dem entgegen gibt die rechtliche W�rdigung der Vorinstanz zu keinen Beanstandungen Anlass. Der Umstand, dass der seit seiner Jugend regelm�ssig straff�llig gewordene Beschwerdef�hrer zuletzt die dreissigfache Menge seines Eigenkonsums von Kokain umsetzte, erachtet die Vorinstanz mir Recht als ausserordentlich schwerwiegend und einer g�nstigen ausl�nderrechtlichen Legalprognose zuwider laufend. Ebenso bundesrechtskonform und willk�rfrei erw�gt sie, die sprachliche Integration sei als sehr gut zu bezeichnen, die wirtschaftliche und gesellschaftliche aber nur als ausreichend. �berzeugend ist auch der Schluss auf das Fehlen einer insgesamt gelungenen Integration, was sich in der langj�hrigen Delinquenz, den wirkungslosen ausl�nderrechtlichen Verwarnungen und den schweren Verst�ssen im Bet�ubungsmittelbereich ausdr�ckt. Der Beschwerdef�hrer ist zwar ein Ausl�nder der zweiten Generation, doch bleibt der Widerruf der Niederlassungsbewilligung, soweit er sich als verh�ltnism�ssig erweist, zul�ssig (BGE 139 I 16 E. 2.2.1 S. 19 f.; 139 I 31 E. 2.3.1 S. 33 f.). Praxisgem�ss stuft das Bundesgericht im Fall von Drogendelikten das �ffentliche Interesse an der Wegweisung bzw. an der Fernhaltung des ausl�ndischen T�ters als hoch ein (BGE 139 I 31 E. 2.3.2 S. 34).
3.4.�Die Gattin und der gemeinsame Sohn, mit denen der Beschwerdef�hrer in gemeinsamem Haushalt lebt, besitzen das Schweizerb�rgerrecht. Die Verst�sse gegen die �ffentliche Sicherheit und Ordnung sind aber von einer derartigen Intensit�t, dass sie das Recht des Kindes (und der Ehefrau) �berwiegen, zusammen mit dem Vater und Ehemann in der Schweiz zu leben (BGE 140 I 145 E. 3.3 S. 148; 136 I 285 E. 5.2 S. 287). Von 2010 bis 2012 betrieb der Beschwerdef�hrer einen schwunghaften Kokainhandel gr�sseren Stils. Die R�ckkehr in die Heimat, deren Sprache er spricht und wo er sich vor�bergehend aufgehalten hat, ist ihm ohne Weiteres zumutbar. Die Ehefrau wusste im Zeitpunkt der Eheschliessung um das Vorleben des Gatten, weshalb sie die drohende Gefahr des Widerrufs der Niederlassungsbewilligung kennen musste. Der Sohn ist einj�hrig, damit anpassungsf�hig. Die Begleitung des Gatten und Vaters in die Heimat ist ihnen beiden jedenfalls nicht unzumutbar, was nichts daran �ndert, dass sie als Schweizerb�rger hier verbleiben k�nnen.
Die Beschwerde erweist sich damit als offensichtlich unbegr�ndet. Sie ist im vereinfachten Verfahren nach Art. 109 BGG abzuweisen. Im �brigen kann auf die vorinstanzlichen Ausf�hrungen verwiesen werden. Der unterliegende Beschwerdef�hrer wird kostenpflichtig (Art. 66 BGG). Eine Parteientsch�digung ist nicht geschuldet (Art. 68 BGG).
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Kantonsgericht Lu zern, 4. Abteilung, und dem Staatssekretariat f�r Migration schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 19
 Art. 19
 Art. 19
 Art. 83
 Art. 86
 Art. 90
 BGE 
 Art. 95
 BGE 
 Art. 63
 Art. 62
 BGE 
 Art. 8
 Art. 109