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Timestamp: 2017-10-21 22:03:11+00:00

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26. Auszug aus dem Urteil des Kassationshofes vom 2. Juli 1964 i.S. Eggler gegen Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich.
Art. 43 ch. 1, 2, 4 et 5 al. 2 CP; renvoi dans une maison d'éducation au travail et exécution de la peine.
1. Le point de savoir si un condamné que le juge a renvoyé dans une maison d'éducation au travail, mais que l'autorité administrative a déplacé ensuite dans un établissement pénitentiaire, a subi sa peine dans cet établissement, dépend de la nature du séjour qu'il y a fait (consid. 1).
2. Lorsque le condamné passe toute la durée de la mesure d'éducation au travail dans un établissement pénitentiaire, un pareil séjour équivaut à l'exécution d'une peine (consid. 2).
A.- Das Bezirksgericht Zürich verurteilte Eggler am 11. Februar 1954 wegen wiederholten Betruges, Hehlerei, Urkundenfälschung und weiterer Straftaten zu einem Jahr Gefängnis. Es schob den Vollzug der Strafe auf und wies den Verurteilten in Anwendung von Art. 43 Ziff. 1 StGB auf unbestimmte Zeit in eine Arbeitserziehungsanstalt ein. Auf Anordnung der Justizdirektion des Kantons Zürich kam Eggler am 20. April 1954 in die Anstalt Uitikon. Da er hier passiven Widerstand leistete und sich einer erzieherischen Beeinflussung als unzugänglich erwies, wurde er am 17. Juni des gleichen Jahres in die Strafanstalt Regensdorf versetzt.
BGE 90 IV 126 S. 127
1. Es ist unbestritten, dass Eggler während der Probezeit vorsätzliche Verbrechen und Vergehen begangen hat. Das Obergericht hatte deshalb gemäss Art. 43 Ziff. 5 Abs. 2 StGB darüber zu entscheiden, ob und in welchem Masse die am 19. April 1955 ausgesprochene Gefängnisstrafe noch zu vollziehen sei.
BGE 90 IV 126 S. 128
Fragen kann sich nur, wie es sich damit tatsächlich verhielt. Das Obergericht führt aus, dass die von ihm angeordnete Massnahme ausschliesslich in der Strafanstalt vollzogen worden sei. Auch habe sich der Vollzug nicht oder jedenfalls nicht wesentlich von demjenigen einer Strafe unterschieden. Diese Erwägungen können nur dahin verstanden werden, dass der Verurteilte sich in Regensdorf tatsächlich eben doch in Strafverhaft befand. Mag es auch an der hiefür notwendigen richterlichen Verfügung im Sinne von Art. 43 Ziff. 4 StGB gefehlt haben, so bleibt
BGE 90 IV 126 S. 129
es nichtsdestoweniger dabei, dass sich die Dinge gleich abwickelten, wie bei der Verbüssung einer Gefängnisstrafe.
Vom 19. April 1955 bis zu seiner bedingten Entlassung vom 21. Juli 1956 verbrachte der Beschwerdeführer fünfzehn Monate und zwei Tage im Gefängnis. Er hat somit die vom Obergericht ausgefällte Strafe verbüsst.
BGE 90 IV 126 S. 130
Article: Art. 43 Ziff. 4 StGB, Art. 43 Ziff. 5 Abs. 2 StGB, Art. 43 Ziff. 2 StGB, Art. 43 Ziff. 1 StGB

References: Art. 43
 Art. 43

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 Art. 43

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 Art. 43

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 Art. 43
 Art. 43
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