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Timestamp: 2019-03-20 20:25:25+00:00

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BGH, 10.05.1990 - I ZR 234/88 - dejure.org
Verjährungsregelung - Frachtführer - CMR-Beförderung - Ausgleichsanspruch - Unterfrachtführer - Gesamtschuldner einer Entschädigung
CMR Art. 32, Art. 34, Art. 37, Art. 39 Abs. 4
NJW-RR 1990, 1508
MDR 1991, 218
VersR 1991, 238
WM 1990, 2123
TranspR 1990, 418
Dies folgt aus ihrer systematischen Stellung in Kapitel VI der CMR (Art. 34 bis 40), dessen Bestimmungen allein für aufeinanderfolgende Frachtführer gelten (…vgl. zu Art. 37 CMR: BGH, Urt. v. 25.10.1984 - I ZR 138/82, TranspR 1985, 48, 50 = NJW 1985, 555; Urt. v. 10.5.1990 - I ZR 234/88, TranspR 1990, 418, 419 = VersR 1991, 238; österr.
Der Anwendungsbereich des Art. 31 Abs. 1 lit. b CMR ist daher - ebenso wie derjenige des Art. 32 Abs. 1 CMR (vgl. BGH, Urt. v. 10.5.1990 - I ZR 234/88, TranspR 1990, 418, 420;… MünchKomm.HGB/Basedow, Art. 32 CMR Rdn. 10;… ferner Koller, Transportrecht aaO, Art. 32 CMR Rdn. 1, der allerdings eine Anwendung des Art. 32 Abs. 1 CMR auf Ansprüche gegen den Unterfrachtführer nur dann bejahen will, wenn dieser selbst einen CMR-Vertrag abgeschlossen hat) - auf Ansprüche zu beschränken, die mit dem Beförderungsvertrag noch in einem hinreichend engen Zusammenhang stehen.
Bei der Verjährungsregelung des Art. 32 CMR sind dies nach der ständigen Rechtsprechung des Senats alle mit der CMR-Beförderung in einem irgendwie gearteten sachlichen Zusammenhang stehenden Ansprüche (…vgl. BGH, Urt. v. 27.10.1978 - I ZR 30/77, NJW 1979, 2473, 2474 = VersR 1979, 276; Urt. v. 10.5.1990 - I ZR 234/88, TranspR 1990, 418, 420 = NJW-RR 1990, 1508;… vgl. auch Demuth in Thume, CMR-Kommentar, 2. Aufl., Art. 32 Rdn. 5, m.w.N.).
Diesem kommt im Rahmen der CMR-Bestimmungen über die Beförderung durch aufeinanderfolgende Frachtführer aber konstitutive Wirkung zu (vgl. BGH, Urt. v. 10.5.1990 - I ZR 234/88, TranspR 1990, 418, 419 = VersR 1991, 238;… Herber/Piper aaO, Art. 34 Rdn. 8 und 10;… Koller, Transportrecht, 3. Aufl., CMR Art. 34 Rdn. 3 f., jeweils m.w.N.).
Ein Rückgriff durch die Klägerin scheidet bei dieser Sachlage aus (BGH TranspR 1999, 155; BGH TranspR 1990, 418;… Koller, a.a.O., Art. 34 CMR Rn. 4).
Ansprüche aus § 426 BGB kommen nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung grundsätzlich nicht in Frage, weil die CMR insoweit eine abschließende, das nationale Recht zwingend verdrängende Regelung trifft (Art. 41 CMR), und zwar auch, wie Art. 39 Abs. 4 Satz 2 2.Alt. CMR erkennen lässt, hinsichtlich solcher Sachverhalte, die § 426 Abs. 2 BGB unterfallen (BGH, Urteil vom 10.05.1990, Az. I ZR 234/88, juris, Tz. 22).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs stehen dem Empfänger gegen den Unterfrachtführer, der nicht nachfolgender Frachtführer ist (Art. 34 CMR; § 432 Abs. 2 HGB), wegen des Verlusts oder der Beschädigung des dem Hauptfrachtführer vom Absender zur Beförderung übergebenen Gutes keine Schadensersatzansprüche zu (…BGH, Urt. v. 24.9.1987 - I ZR 197/85, VersR 1988, 244, 246, 247 = TranspR 1988, 108;… Urt. v. 28.4.1988 - I ZR 32/86, VersR 1988, 825, 826 = TranspR 1988, 338, 339; Urt. v. 10.5.1990 - I ZR 234/88 = VersR 1991, 238, 239 = TranspR 1990, 418).
BGH, 23.03.1995 - III ZR 177/93
Verjährung von Ansprüchen des Versenders gegen den Grenzspediteur
Das Urteil des I. Zivilsenats des BGH vom 10.5.1990 (1 ZR 234/88 - VersR 91.238 = BGHR CMR Art. 32 - Geltungsbereich 1) steht dieser Annahme nicht entgegen.
Entgegen der - folgerichtigen - Auffassung des Landgerichts ist auf den hier gegebenen Anspruch aus Schlechterfüllung des zwischen den Parteien geschlossenen Beförderungsvertrages die Verjährungsvorschrift des Art. 32 CMR anzuwenden, denn nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, der der Senat folgt, gilt die Verjährungsregelung des Art. 32 CMR nicht nur für die sich aus diesem Übrereinkommen ergebenden Ansprüche, sondern auch für alle mit einer CMR-Beförderung in einem irgendwie gearteten Zusammenhang stehenden, aus dem nationalen Recht folgenden Ansprüche (BGH, Urteil vom 10. Mai 1990 - I ZR 234/88 - TranspR 1990, 418, 420 = VersR 1991, 238, 239 mit Nachweisen).

References: Art. 32
 Art. 34
 Art. 37
 Art. 39
 Art. 37
 Art. 31
 Art. 32
 Art. 32
 Art. 32
 Art. 32
 Art. 32
 Art. 32
 Art. 34
 Art. 34
 BGH 
 Art. 34
 § 426
 Art. 39
 § 426
 § 432
 BGH 
 Art. 32
 Art. 32
 Art. 32