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Timestamp: 2019-12-13 20:40:56+00:00

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BGH, 21.07.2008 - II ZR 39/07 - dejure.org
https://dejure.org/2008,935
BGH, 21.07.2008 - II ZR 39/07 (https://dejure.org/2008,935)
BGH, Entscheidung vom 21.07.2008 - II ZR 39/07 (https://dejure.org/2008,935)
BGH, Entscheidung vom 21. Juli 2008 - II ZR 39/07 (https://dejure.org/2008,935)
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GmbHG §§ 46 Nr. 1, Nr. 5, Nr. 8, 47 Abs. 4
Beweislast für Angemessenheit der Vergütung eines Gesellschafter-Geschäftsführers
Geltung eines Stimmverbots des Veräußerers eines Geschäftsanteils für den Erwerber; Umfang der Beweispflicht einer Gesellschaft im Anfechtungsprozess bzgl. der Angemessenheit der von der Mehrheit der Gesellschafter beschlossenen Vergütung eines ...
Stimmverbot auch des Anteilserwerbers bei Abtretung nur zur Umgehung des Stimmverbots des Veräußerers
Übergang des Stimmverbots des Veräußerers auf den Erwerber des Geschäftsanteils nur bei Abtretung zur Umgehung des Stimmverbots; Beweislast der Gesellschaft für Angemessenheit der beschlossenen Vergütung des Geschäftsführers bei Auszahlung unter Verstoß gegen die ...
Stimmverbot des Geschäftsanteilsveräußerers
Angemessenheit der Vergütung eines Gesellschafter-Geschäftsführers
GmbHG § 46 Nr. 1, 5, 8 § 47 Abs. 4
Geltung eines Stimmverbots des Veräußerers eines Geschäftsanteils für den Erwerber; Angemessenheit der Vergütung des Gesellschafter-Geschäftsführers
Gilt Stimmverbot bei Veräußerung auch für den Erwerber?
Anfechtungsklage, Gesellschafterbeschluss, Schadensersatzanspruch, Stimmrechte
Beschlussanfechtung; Stimmverbot; eigenmächtige Erhöhung des Geschäftsführergehalts und Beweislast für Angemessenheit; Überbewertung von Bilanzposten
Zusammenfassung von "Kommentar zu BGH 21.7.2008 - II ZR 39/07 (Gesellschafterbeschluss: Geltung eines Stimmverbots des Veräußerers auch für den Erwerber nur bei Abtretung in Umgehungsabsicht)" von RA Dr. Felix Podewils, original erschienen in: GmbHR 2008, 1094 - 1096.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 21.07.2008, Az.: II ZR 39/07 (Anfechtung eines Gesellschafterbeschlusses)" von RA Dr. Oliver Tomat, original erschienen in: GmbH-StB 2008, 324 - 325.
Zusammenfassung von "Die Festlegung der Vergütung des Gesellschafter-Geschäftsführers" von Prof. Dr. Ulrich Wackerbarth, original erschienen in: GmbHR 2009, 65 - 73.
LG Saarbrücken, 04.04.2006 - 7II O 115/05
OLG Saarbrücken, 07.02.2007 - 1 U 243/06
ZIP 2008, 1818
MDR 2008, 1405
DNotZ 2009, 72
WM 2008, 1876
DB 2008, 2128
NZG 2008, 783
Der beantragte Zustimmungsbeschluss ist zustande gekommen, wenn die Gesellschafter aufgrund ihrer gesellschafterlichen Treuepflicht zur Zustimmung verpflichtet waren und deshalb ihre abweichend abgegebenen Stimmen unwirksam waren (vgl. BGH, Urteil vom 21. Juli 2008 - II ZR 39/07, ZIP 2008, 1818 Rn. 20).
Denn § 93 Abs. 2 AktG sanktioniert nicht den Kompetenzverstoß des Vorstands an sich, sondern setzt einen dadurch verursachten Schaden voraus (vgl. BGH…, Beschluss vom 2. Juni 2008 - II ZR 67/07, WM 2008, 1453 Rn. 8;… Urteil vom 11. Dezember 2006 - II ZR 166/05, ZIP 2007, 268 Rn. 10, 12; Urteil vom 21. Juli 2008 - II ZR 39/07, ZIP 2008, 1818 Rn. 19;… Urteil vom 13. März 2012 - II ZR 50/09, ZIP 2012, 1197 Rn. 27;… Urteil vom 18. Juni 2013 - II ZR 86/11, BGHZ 197, 304 Rn. 44).
Der Senat hat bei der GmbH und bei der GmbH & Co. KG den Einwand pflichtgemäßen Alternativverhaltens bei Verstößen gegen die gesellschaftsrechtliche Kompetenzordnung zugelassen (vgl. BGH…, Urteil vom 11. Dezember 2006 - II ZR 166/05, ZIP 2007, 268 Rn. 12; Urteil vom 21. Juli 2008 - II ZR 39/07, ZIP 2008, 1818 Rn. 19;… Urteil vom 18. Juni 2013 - II ZR 86/11, BGHZ 197, 304 Rn. 32 f.).
Denn diese Vorschrift sanktioniert nicht den Kompetenzverstoß des Geschäftsführers an sich, sondern setzt einen dadurch verursachten Schaden voraus (vgl. BGH…, Urteil vom 11. Dezember 2006 - II ZR 166/05, ZIP 2007, 268 Rn. 10 und 12; Urteil vom 21. Juli 2008 - II ZR 39/07, ZIP 2008, 1818 Rn. 19).
Der Außengesellschafter kann demgegenüber darlegen und gegebenenfalls beweisen, dass durch den Pflichtverstoß kein Schaden an den im Außenverhältnis von ihm in seinem Namen geführten Geschäften der Innengesellschaft eingetreten ist (vgl. BGH, Urteil vom 11. Januar 1988 - II ZR 192/87, ZIP 1988, 843, 844 f.;… Urteil vom 11. Dezember 2006 - II ZR 166/05, ZIP 2007, 268 Rn. 10, 12;… Beschluss vom 2. Juni 2008 - II ZR 67/07, WM 2008, 1453 Rn. 8; Urteil vom 21. Juli 2008 - II ZR 39/07, ZIP 2008, 1818 Rn. 19).
OLG Hamm, 09.09.2019 - 8 U 7/17
Gerichtliche Überprüfbarkeit von Gesellschaftsbeschlüssen zu einer …
Beschlüsse, mit denen Geschäftsführervergütungen eingeführt oder erhöht werden, sind unter dem Gesichtspunkt des Gleichbehandlungsgrundsatzes und der gesellschaftsrechtlichen Treuepflicht zu überprüfen (BGH, ZIP 2008, Seite 1818 ff.;… NJW 1990, Seite 2625 ff. = BGHZ 111, S. 224).
Die vorgenannten Grundsätze gelten auch für die Vergütung eines einem Gesellschafter nahestehenden Fremdgeschäftsführers (BGH, ZIP 2008, S. 1818 ff.).
Die Darlegungs- und Beweislast für die Unangemessenheit der beschlossenen Vergütung eines Geschäftsführers trägt grundsätzlich der Anfechtungskläger (BGH, ZIP 2008, S. 1818 ff.).
Zwar ist allgemein anerkannt, dass bei Anteilsveräußerungen, die zum Zwecke der Umgehung eines Stimmverbots vorgenommen werden, auch der Erwerber nach § 47 Abs. 4 GmbHG vom Stimmrecht ausgeschlossen ist (etwa BGH NJW 1976, 713, 714; DB 2008, 2128, 2129; OLG Düsseldorf NZG 2001, 991, 992 ff.; OLG Hamm GmbHR 1989, 79/80).
Weder aus dem vom Kläger angeführten Aufsatz von Englisch in UR 2011, 648 noch aus der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) zur Entlastung wegen rechtmäßigem Alternativverhalten im Organhaftungsrecht (BGH-Urteile vom 21. Juli 2008 II ZR 39/07, Deutsches Steuerrecht --DStR-- 2008, 1974; vom 11. Dezember 2006 II ZR 166/05, DStR 2007, 310) ergibt sich neuer Klärungsbedarf.
In der vom Kläger zitierten Rechtsprechung des BGH in DStR 2008, 1974 und DStR 2007, 310 vermag der Senat keine neuen Gesichtspunkte zu erkennen, die zu einer geänderten Beurteilung führen könnten.
Es liegt auch keine Divergenz zu einem entscheidungserheblichen Rechtssatz der Urteile des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 4. November 2002 II ZR 224/00 (Neue Juristische Wochenschrift --NJW-- 2003, 358), vom 21. Juli 2008 II ZR 39/07 (Deutsches Steuerrecht --DStR-- 2008, 1974) und des BGH-Beschlusses vom 2. Juni 2008 II ZR 67/07 (DStR 2008, 1599) vor.
Das BGH-Urteil in DStR 2008, 1974 betraf einen GmbH-Geschäftsführer, der sich zunächst ohne Gesellschafterbeschluss ein höheres als das vereinbarte Geschäftsführergehalt ausgezahlt hatte, und im BGH-Urteil in NJW 2003, 358 hatte eine GmbH einen Schadensersatzanspruch gegen ihre frühere Geschäftsführerin wegen mangelnder Erfüllung ihrer Aufgaben geltend gemacht.
Er verlöre allenfalls die Möglichkeit, sich darauf zu berufen, dass der Abschluss der Geschäftsführeranstellungsverträge unter Verstoß gegen die innergesellschaftliche Kompetenzordnung erfolgt sei, was unter Beweisgesichtspunkten von Bedeutung sein mag (…vgl. etwa BGH, Urt. v. 11.12.2006 - II ZR 166/05 - NJW 2007, 917 - Tz. 12 [juris]; Versäumnisurt. v. 21.07.2008 - II ZR 39/07 - Tz. 19 [juris]).
OLG München, 29.03.2012 - 23 U 3953/09
Zulässigkeit der Feststellungsklage: Feststellung der fehlenden Stimmberechtigung …
Hat die Abtretung eines Geschäftsanteils den Zweck, das Abstimmungsverbot des § 47 Abs. 4 GmbHG zu umgehen, so ist allerdings der Erwerber nach ständiger Rechtsprechung des BGH (Urteil vom 29.01.1976, II ZR 19/75, WM 1976, 378; Versäumnisurteil vom 21.07.2008, II ZR 39/07) in gleicher Weise wie der Veräußerer vom Stimmrecht ausgeschlossen.

References: § 46
 § 47
 BGH 
 BGH 
 § 93
 § 47
 BGH 
 BGH 
 § 47
 BGH