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Timestamp: 2018-03-21 12:45:43+00:00

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Hartz IV Forum - Weiterbildungsprämie für Zwischenprüfung (Umschulung)
Weiterbildungsprämie für Zwischenprüfung (Umschulung) (Begonnen von: HoppelMoppel)
Autor Thema: Weiterbildungsprämie für Zwischenprüfung (Umschulung) (Gelesen 1682 mal)
Weiterbildungsprämie für Zwischenprüfung (Umschulung)
« am: 16. November 2017, 18:23:31 »
ich mache zurzeit eine Umschulung bei einem Bildungsträger und es ist bald Zeit für unsere Zwischenprüfung, eine Bildungsträger interne Zwischenprüfung.
Ich habe vom Bildungsträger sowie vom Jobcenter mitgeteilt bekommen, dass eine Bildungsträger interne Zwischenprüfung die Voraussetzungen für die Weiterbildungsprämie nicht erfüllt, weil diese Prüfung nicht vor der zuständigen IHK abgelegt wird.
Die zuständige IHK "weigert" sich Umschüler einer Zwischenprüfung zu unterziehen.
Dem Gesetzestext kann ich nicht entnehmen das eine Zwischenprüfung zwingend bei der zuständigen IHK nötig ist und sehe die Voraussetzungen für die Prämie eigentlich als erfüllt, aber ich bin ja auch ein Laie
§ 131a SGBIII Absatz 3 http://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbiii/131a.html
Was sagt Ihr dazu, besteht eine reelle Chance auf die Weiterbildungsprämie?
Link der Arbeitsagentur zum Thema Weiterbildungsprämie: https://www3.arbeitsagentur.de/web/content/DE/BuergerinnenUndBuerger/Weiterbildung/Foerdermoeglichkeiten/Hauptschulabschluss/Detail/index.htm?dfContentId=L6019022DSTBAI518201
« Letzte Änderung: 16. November 2017, 18:41:28 von HoppelMoppel »
Re: Weiterbildungsprämie für Zwischenprüfung (Umschulung)
« Antwort #1 am: 16. November 2017, 19:31:35 »
Die Weiterbildungsprämie (Für die Zwischenprüfung) wird nur gezahlt, wenn diese (z.B. von der IHK) vorgeschrieben ist.
Was der Bildungsträger für sich entscheidet, ist hier nicht interessant.
nach Bestehen einer in diesen Vorschriften geregelten Zwischenprüfung eine Prämie von1 000 Euro
Die Chance für dich, liegt für mich bei Null, leider.
« Antwort #2 am: 16. November 2017, 20:47:21 »
Zitat von: Verycold am 16. November 2017, 19:31:35
Welche Vorschriften sind damit genau gemeint, wo die Zwischenprüfung geregelt sein soll?
Auszug aus der Ausbildungsverordnung:
(1) Zur Ermittlung des Ausbildungsstandes ist eine Zwi-
schenprüfung durchzuführen. Sie soll in der Mitte des
(2) Die Zwischenprüfung erstreckt sich auf die in An-
lage 1 für das erste Ausbildungsjahr aufgeführten Fertig-
keiten und Kenntnisse sowie auf den im Berufsschul-
unterricht entsprechend dem Rahmenlehrplan zu ver-
mittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
(3) Der Prüfling soll in einer schriftlichen Prüfung in ins-
gesamt höchstens 180 Minuten vier Aufgaben bearbeiten,
(4) Die in Absatz 3 genannte Prüfungsdauer kann ins-
besondere unterschritten werden, soweit die schriftliche
« Letzte Änderung: 16. November 2017, 21:29:31 von HoppelMoppel »
« Antwort #3 am: 17. November 2017, 09:14:27 »
Ich habe selber als Ausbilder für Umschüler gearbeitet und kenne das Problem.
In der Regel sind Zwischenprüfungen vorgeschrieben, die IHK nimmt diese Zwischenprüfung bei Umschülern nicht immer selber ab, sondern lässt diese auch durch den Bildungsträger durchführen. Die Zwischenprüfung darf in diesen Fällen auch formal abweichen.
Gibt es für Deinen Beruf offiziell erhältliche Zwischenprüfungen? (In den kaufmännischen Berufen sind dies meist die grün-weißen Prüfungen vom *-****-Verlag.)
Ich würde empfehlen, die Weiterbildungsprämie zu beantragen (!), unter Vorlage des Nachweises der bestandenen Zwischenprüfung, ohne ausdrücklich auf die Problematik hinzuweisen. Somit ist die Behörde gezwungen, über den Antrag zu entscheiden und diesen auch zu begründen
« Antwort #4 am: 17. November 2017, 17:46:03 »
Zitat von: gloegg am 17. November 2017, 09:14:27
Ja die gibt es (von dem erwähnten Verlag) - "Fachinformatiker"
Genau so habe ich auch gedacht, nun steht aber in einem Infoschreiben zur Zwischenprüfung vom Bildungsträger das keine Bestätigung ausgestellt wird.
Auf Nachfrage beim Ausbilder wurde mir mitgeteilt das keine Bescheinigung/Bestätigung mehr auf Anweisung der Zentrale herausgegeben werden darf, was ich persönlich nicht nachvollziehen kann.
Den Umschülern, die ein halbes Jahr vor mir angefangen haben, wurde eine Bescheinigung ausgestellt.
Kann ich auf eine Bescheinigung bestehen, besteht ein Anspruch?
Ansonsten kann ich keinen Nachweis vorlegen.
« Letzte Änderung: 17. November 2017, 18:03:36 von HoppelMoppel »
« Antwort #5 am: 02. Februar 2018, 22:56:20 »
nun war es soweit und ich habe die Bildungsträger interne Zwischenprüfung absolviert.
ich habe vor wenigen Tagen die Weiterbildungsprämie formlos mit folgendem Inhalt beantragt:
Antrag auf Weiterbildungsprämie
hiermit beantrage ich die Auszahlung der Weiterbildungsprämie gemäß §16 Abs. 1 Nr. 4 Zweites Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) i.V.m. §131a Abs. 3, §44a Abs. 2 Drittes Buch Sozialgesetzbuch (SGB III).
1. Rate in Höhe von 1000€ (nach Bestehen der Zwischenprüfung/Teil 1 der gestreckten Prüfung).
Die Leistung bitte ich an mich zu überweisen.
Eine Kopie der Ergebnisse befindet sich im Anhang.
Auf der Kopie der Ergebnisse steht mein Name, Geburtsdatum, das ich am Tag x eine Zwischenprüfung geschrieben habe, die Prozente, und die Note sowie Unterschrift und Stempel vom Bildungsträger.
Daraufhin habe ich das in der Anlage befindliche Schreiben incl. Antragsunterlagen zugesendet bekommen.
Fragen und Anmerkungen zum Schreiben und den Antragsunterlagen:
- Es können nur Dokumente der zuständigen Kammer akzeptiert werden
Bedeutet das, dass der Antrag erst mit einem solchen Dokument überhaupt erst geprüft und bearbeitet wird und mein Schreiben denen nicht reicht?
- Bescheinigung des Trägers
Der Bildungsträger verweigert die Unterschrift auf dieser Bescheinigung, wie gehe ich da am besten weiter vor?
Sollte nicht die Kopie der Ergebnisse ausreichen?
- Ergebnisfeststellung der prüfenden Stelle in Kopie
Sollte nicht (auch hier) die Kopie der Ergebnisse ausreichen?
- Nachweis über Höhe und Zahlung der Prüfungsgebühren
Diese sollten ja entfallen, da keine Kosten entstanden sind.
Würde mich freuen, wenn ihr euch dazu äußert :)
« Antwort #6 am: 02. Februar 2018, 23:06:16 »
Ich frage jetzt einfach mal blöd:
War die IHK involviert?
PS: Ok - habs gelesen
« Antwort #7 am: 02. Februar 2018, 23:08:22 »
Zitat von: coolio am 02. Februar 2018, 23:06:16
Es gibt keine blöden Fragen ... ;)
Die Prüfung hat der Bildungsträger selbst abgenommen und die IHK war nicht involviert.
« Antwort #8 am: 23. Februar 2018, 17:00:59 »
Zitat von: HoppelMoppel am 02. Februar 2018, 22:56:20
Die Unterschrift der Bescheinigung wird durch den Bildungsträger verweigert.
Die Angaben die auf der Bescheinigung auszufüllen sind kann ich auch anders "nachweisen".
Kann das Jobcenter auf die ausgefüllten Antragsunterlagen bestehen?
Ist nicht auch möglich einen formlosen Antrag mit entsprechenden Nachweisen einzureichen?
« Antwort #9 am: 23. Februar 2018, 20:00:47 »
Ich würde den Träger nachweisbar schriftlich auffordern, die Bescheinigung auszufüllen und darauf hinweisen, dass es sich dabei um eine Nebenpflicht aus dem Ausbildungsverhältnis handelt und dass Du ansonsten prüfen lässt, ob die Prämie im Rahmen der Schadenersatzpflicht vom Bildungsträger zu erstatten ist.
Mal sehen, ob das Ausfüllen dann nicht plötzlich doch möglich ist...
« Antwort #10 am: 24. Februar 2018, 22:15:47 »
Zitat von: gloegg am 23. Februar 2018, 20:00:47
Das klingt ganz gut, diesen Schritt werde ich mir für Plan B aufbewahren.
Ich habe nochmal ein Antragsschreiben, worin alle offenen Fragen und meiner Meinung nach auch alle nötigen Nachweise enthalten sind, verfasst und werde diesen nochmal einsenden.
Ich wollte jetzt noch in diesem Schreiben darauf hinweisen das der Antrag an keine Form gebunden ist und nicht zwingend ein Antragsvordruck ausgefüllt werden muss bzw. vorgeschrieben ist.
Dies ist doch so oder sehe ich das Falsch?
Kann ich im Hinweis auf §9 SGB X verweisen bzw. ist dies die rechtlich richtige Grundlage?
1 Das Verwaltungsverfahren ist an bestimmte Formen nicht gebunden, soweit keine besonderen Rechtsvorschriften für die Form des Verfahrens bestehen.
2 Es ist einfach, zweckmäßig und zügig durchzuführen.
« Antwort #11 am: 24. Februar 2018, 23:00:14 »
Da bin ich kein Fachmann, aber laut Wikipedia kommt § 9 SGB X nicht in Frage, da das SGB X nicht für das dritte Buch gilt (die Prämie gibt es ja laut SGB III), sondern für SGB I und SGB IV.
« Antwort #12 am: 26. Februar 2018, 22:38:41 »
Zitat von: gloegg am 24. Februar 2018, 23:00:14
Das kann ich aus dem Artikel so nicht heraus lesen, auch meine Recherche verlief leider erfolglos.
Jemand da der mich aufklären kann?
« Antwort #13 am: 27. Februar 2018, 07:33:11 »
SGB I und X gelten für ALLE anderen Teile des SGB.
« Antwort #14 am: 27. Februar 2018, 09:32:50 »
Hat der Träger hier gemäß §61 SGB II keine Auskunftspflicht gegenüber dem Jobcenter?

References: § 131
 §16
 §131
 §44
 §9
 § 9
 §61