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Timestamp: 2020-01-24 23:22:33+00:00

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BGH, Urteil vom 2.6.2016, Az. XI ZR 501/15 Zivilsenat ähnlich gestaltete Widerrufsbelehrungen an dieser, im konkreten Fall § 355 BGB in der seit dem 1. Januar 2002 geltenden Fassung entnommenen Anforderung hat scheitern lassen (BGH, Urteile vom 4. Juli 2002 -IZR 55/00, WM 2002, 1989, 1991 f. und -1 ZR 81/00, juris Rn. 25 ff.; dazu auch BGH, Urteil vom 23. September 2010 - VII ZR 6/10, BGHZ187, 97 Rn. 14), wurde die Widerrufsbelehrung - mit dem hier zur Entscheidung stehenden Fall nicht vergleichbar - in einem Vertragsverhältnis erteilt, das nicht der gesetzlichen Schriftform unterlag.
BGH, Urteil vom 2.1.2016, Az. XI ZR 101/15 42	a) Eine Widerrufsinformation darf zwar grundsätzlich keine anderen Erklärungen enthalten, womit die durch die Vorgaben ihrer Klarheit und Verständlichkeit bezweckte Verdeutlichung des Rechts zu dem Widerruf sichergestellt werden soll (vgl. dazu BGH, Urteile vom 4. Juli 2002 -1 ZR 55/00, WM 2002, 1989, 1991 und vom 10. März 2009 -XI ZR 33/08, BGHZ 180, 123 Rn. 18; Senatsbeschluss vom 15. Februar 2011 - XI ZR 148/10, WM 2011, 655 Rn. 10, jeweils zu § 355 Abs. 2 Satz 1 BGB aF sowie Urteil vom 9. November 2011 -1 ZR 123/10, WM 2012, 913 Rn. 24 zu Art. 246 § 1 EGBGB in der Fassung vom 29. Juli 2009).
OLG Nürnberg, Urteil vom 1.1.2016, Az. 14 U 895/15 Aus der von ihm in diesem Zusammenhang erwähnten älteren Entscheidung (BGH, Urteil vom 04.07.2002 - I ZR 55/00, juris) ergibt sich allerdings, dass das in § 355 II BGB aF enthaltene Deutlichkeitsgebot verlange, die Widerrufsbelehrung dürfe grundsätzlich keine anderen Erklärungen enthalten, die einen eigenen Inhalt aufweisen und weder für das Verständnis noch für die Wirksamkeit der Belehrung von Bedeutung sind und deshalb von dieser ablenken (BGH, a. a. O. Rn. 16 f.).
OLG München, Urteil vom 1.10.2015, Az. 19 U 4833/14 Dem Deutlichkeitsgebot des § 355 II BGB entsprechend muss die Belehrung nicht nur inhaltlich richtig und vollständig sein, sondern dem Verbraucher die Rechtslage auch unübersehbar zur Kenntnis bringen (vgl. BGH, Urteil vom 23.06.2009 - XI ZR 156/08, Rz. 24).
OLG Bamberg, Beschluss vom 1.5.2015, Az. 6 U 13/15 26 Zweifelhaft könnte zwar zunächst sein, ob die in der Widerrufsbelehrung verwendete Formulierung, „die Frist beginne frühestens mit Erhalt dieser Belehrung“, nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH Urt. v. 10. März 2009 -XI ZR 33/08) zureichend war und dem in § 355 Abs. 2 Satz 1 BGB a. F. enthaltenen Deutlichkeitsgebot genügte.
OLG Bamberg, Beschluss vom 1.5.2015, Az. 6 U 13/15 Nach dieser Bestimmung genügt die Belehrung über das Widerrufsrecht den Anforderungen des § 355 Abs. 2 BGB a. F. und den diesen ergänzenden Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuchs, wenn das Muster der Anlage 2 zu § 14 Abs. 1 BGB-InfoV in Textform verwandt wird (BGH, Urteil vom 15. August 2012 - VIII ZR 378/11).
OLG München, Beschluss vom 1.3.2015, Az. 17 U 709/15 Dort lautete die Widerrufsbelehrung im maßgeblichen Satz: „Der Lauf der Frist für den Widerruf beginnt einen Tag, nachdem dem Darlehensnehmer diese Belehrung mitgeteilt und eine Vertragsurkunde, der schriftliche Darlehensantrag oder eine Abschrift der Vertragsurkunde oder Darlehensantrages zur Verfügung gestellt wurde.“ Aus der Sicht eines unbefangenen durchschnittlichen Kunden, auf den abzustellen sei, könne die Belehrung die unzutreffende Vorstellung hervorrufen, die Widerrufsfrist des § 355 Abs. 2 S. 1 BGB in der (für die Entscheidung des Bundesgerichtshofs maßgeblichen) Fassung vom 23.07.2002 beginne unabhängig von einer Vertragserklärung des Verbrauchers bereits am Tag nach dem Zugang des Angebots der Beklagten nebst Widerrufsbelehrung (vgl. BGH a. a. O. unter II 2 b bb).
LG Landshut, Urteil vom 4.0.2015, Az. 23 O 2511/14 Er ist deshalb gem. § 355 Abs. 2 Satz 1 BGB auch über den Beginn der Widerrufsfrist eindeutig zu informieren (BGH XI ZR, 33/08, Rdnr. 14).
LG Nürnberg, vom 1.10.2014, Az. 6 O 4120/14 Entscheidend ist dabei, dass die von der Beklagten verwendete Formulierung der Widerrufsbelehrung dem Deutlichkeitsgebot des § 355 Abs. 2 Satz 1 BGB nicht entspricht, weil sie die unzutreffende Vorstellung hervorrufen kann, die Widerrufsfrist beginne unabhängig von einer Vertragserklärung des Verbrauchers bereits am Tag nach dem Zugang des Angebots der Beklagten nebst Widerrufsbelehrung (vgl. BGHZ 180, 123, juris Tz. 16).
BGH, URTEIL vom 4.8.2014, Az. III ZR 440/13 Denn der in dem verwendeten Formular enthaltene Hinweis, die Frist für den Widerruf beginne 'frühestens mit Erhalt dieser Belehrung', genügte nicht den Anforderungen nach § 355 Abs. 2 Satz 1 BGB aF und darüber hinaus entsprach das verwendete Formular nicht in jeder Hinsicht dem Muster der Anlage 2 zu § 14 Abs. 1 und 3 BGB-lnfoV, so dass die Widerrufsfrist nicht in Gang gesetzt worden war (vgl. dazu im Einzelnen die wortgleiche Widerrufsbelehrungen betreffenden Senatsurteile vom 1. März 2012 - III ZR 83/11, NZG 2012, 427, 428 f Rn. 14 ff; vom 19. Juli 2012 - III ZR 252/11, BGHZ 194, 150, 154 ff Rn. 12 ff; vom 18. Oktober 2012 - III ZR 106/11, NJW2012, 3718, 3719 Rn. 22; vom 17. Januar 2013 - III ZR 145/12, NJW-RR 2013, 885, 886 Rn. 9 ff; vom 12. Dezember 2013 aaO S. 224 f Rn. 19 f und vom 5. Juni 2014 aaO S. 878 f Rn. 19).
OLG München, Urteil vom 1.9.2013, Az. 19 U 1208/13 Die Formulierung in einer Widerrufsbelehrung 'frühestens mit dem Erhalt dieser Belehrung' belehrt den Verbraucher nicht richtig über den nach § 355 Abs. 2 BGB maßgeblichen Fristbeginn, weil sie nicht umfassend ist (vgl. BGH, Urteil vom 15. August 2012, VII ZR 378/11).
BGH, Urteil vom 2.10.2012, Az. II ZR 249/11 14	aa) Bei der Auslegung der Vertragserklärung ist der Hintergrund der gesetzlichen Widerrufsvorschriften in den Blick zu nehmen: 15	Die Fälle des gesetzlichen Widerrufsrechts, die eine Durchbrechung des Grundsatzes 'pacta sunt servanda' darstellen, sind enumerativ und abschließend geregelt (§ 355 Abs. 1 Satz 1 BGB) und knüpfen an bestimmte gesetzliche Merkmale an (s. insoweit auch BGH, Urteile vom 6. Dezember 2011 - XI ZR 401/10, ZIP 2012, 262 Rn. 17 und XI ZR 442/10, juris Rn. 24).
BGH, Urteil vom 2.10.2012, Az. II ZR 280/11 18	(a) Bei der Auslegung der Vertragserklärung ist der Hintergrund der gesetzlichen Widerrufsvorschriften in den Blick zu nehmen: 19	Die Fälle des gesetzlichen Widerrufsrechts, die eine Durchbrechung des Grundsatzes 'pacta sunt servanda' darstellen, sind enumerativ und abschließend geregelt (§ 355 Abs. 1 Satz 1 BGB) und knüpfen an bestimmte gesetzliche Merkmale an (s. insoweit auch BGH, Urteile vom 6. Dezember 2011 - XI ZR 401/10, ZIP 2012, 262 Rn. 17 und - XI ZR 442/10, juris Rn. 24).
BGH, Urteil vom 2.10.2012, Az. II ZR 176/12 16	aa) Bei der Auslegung der Vertragserklärung ist der Hintergrund der gesetzlichen Widerrufsvorschriften in den Blick zu nehmen: 17	Die Fälle des gesetzlichen Widerrufsrechts, die eine Durchbrechung des Grundsatzes 'pacta sunt servanda' darstellen, sind enumerativ und abschließend geregelt (§ 355 Abs. 1 Satz 1 BGB) und knüpfen an bestimmte gesetzliche Merkmale an (siehe insoweit auch BGH, Urteile vom 6. Dezember 2011 - XI ZR 401/10, ZIP 2012, 262 Rn. 17 und - XI ZR 442/10, juris Rn. 24).
BGH, URTEIL vom 4.9.2012, Az. III ZR 106/11 Diese Frist war zu dem Zeitpunkt seines Widerrufs nicht abgelaufen, da der in der Vertragsurkunde enthaltene Hinweis, die Frist für den Widerruf beginne 'frühestens mit Erhalt dieser Belehrung', nicht den Anforderungen nach § 355 Abs. 2 Satz 1 BGB a.F. genügte und deshalb die Widerrufsfrist nicht in Gang gesetzt worden war (vgl. ausführlich hierzu die wortgleiche Widerrufsbelehrungen betreffenden Senatsurteile vom 1. März 2012 - III ZR 83/11, NZG 2012, 427, 428 f Rn. 14 ff und vom 19. Juli 2012 - III ZR 252/11, WM 2012, 1668, 1670 f Rn. 12 ff, zur Veröffentlichung in BGHZ vorgesehen, jeweils mwN).
BGH, URTEIL vom 2.4.2012, Az. II ZR 14/10 34	(a) Bei der Auslegung der Vertragserklärung ist der Hintergrund der gesetzlichen Widerrufsvorschriften in den Blick zu nehmen: 35	Die Fälle des gesetzlichen Widerrufsrechts, die eine Durchbrechung des Grundsatzes 'pacta sunt servanda' darstellen, sind enumerativ und abschließend geregelt (§ 355 Abs. 1 Satz 1 BGB) und knüpfen an bestimmte gesetzliche Merkmale an (s. insoweit auch BGH, Urteile vom 6. Dezember 2011 - XI ZR 401/10, ZIP 2012, 262 Rn. 17 und -XI ZR 442/10, juris Rn. 24).
BGH, URTEIL vom 2.4.2012, Az. II ZR 2/11 21	(1) Bei der Auslegung der Vertragserklärung ist der Hintergrund der gesetzlichen Widerrufsvorschriften in den Blick zu nehmen: 22	Die Fälle des gesetzlichen Widerrufsrechts, die eine Durchbrechung des Grundsatzes 'pacta sunt servanda' darstellen, sind enumerativ und abschließend geregelt (§ 355 Abs. 1 Satz 1 BGB) und knüpfen an bestimmte gesetzliche Merkmale an (siehe insoweit auch BGH, Urteile vom 6. Dezember 2011 - XI ZR 401/10, ZIP 2012, 262 Rn. 17 und - XI ZR 442/10, juris Rn. 24).
BGH, URTEIL vom 2.4.2012, Az. II ZR 3/11 -8- 17	Die Fälle des gesetzlichen Widerrufsrechts, die eine Durchbrechung des Grundsatzes 'pacta sunt servanda' darstellen, sind enumerativ und abschließend geregelt (§ 355 Abs. 1 Satz 1 BGB) und knüpfen an bestimmte gesetzliche Merkmale an (siehe insoweit auch BGH, Urteile vom 6. Dezember 2011 - XI ZR 401/10, ZIP 2012, 262 Rn. 17 und XI ZR 442/10, juris Rn. 24).
BGH, URTEIL vom 2.4.2012, Az. II ZR 148/11 14	aa) Bei der Auslegung der Vertragserklärung ist der Hintergrund der gesetzlichen Widerrufsvorschriften in den Blick zu nehmen: 15	Die Fälle des gesetzlichen Widerrufsrechts, die eine Durchbrechung des Grundsatzes 'pacta sunt servanda' darstellen, sind enumerativ und abschließend geregelt (§ 355 Abs. 1 Satz 1 BGB) und knüpfen an bestimmte gesetzliche Merkmale an (s. insoweit auch BGH, Urteile vom 6. Dezember 2011 - XI ZR 401/10, ZIP 2012, 262 Rn. 17 und XI ZR 442/10, juris Rn. 24).
BGH, URTEIL vom 2.4.2012, Az. II ZR 88/11 15	aa) Bei der Auslegung der Vertragserklärung ist der Hintergrund der gesetzlichen Widerrufsvorschriften in den Blick zu nehmen: 16	Die Fälle des gesetzlichen Widerrufsrechts, die eine Durchbrechung des Grundsatzes 'pacta sunt servanda' darstellen, sind enumerativ und abschließend geregelt (§ 355 Abs. 1 Satz 1 BGB) und knüpfen an bestimmte gesetzliche Merkmale an (siehe insoweit auch BGH, Urteile vom 6. Dezember 2011 - XI ZR 401/10, ZIP 2012, 262 Rn. 17 und - XI ZR 442/10, juris Rn. 24).
BGH, URTEIL vom 2.4.2012, Az. II ZR 233/10 18	aa) Bei der Auslegung der Vertragserklärung ist der Hintergrund der gesetzlichen Widerrufsvorschriften in den Blick zu nehmen: 19	Die Fälle des gesetzlichen Widerrufsrechts, die eine Durchbrechung des Grundsatzes 'pacta sunt servanda' darstellen, sind enumerativ und abschließend geregelt (§ 355 Abs. 1 Satz 1 BGB) und knüpfen an bestimmte gesetzliche Merkmale an (s. insoweit auch BGH, Urteile vom 6. Dezember 2011 - XI ZR 401/10, ZIP 2012, 262 Rn. 17 und - XI ZR 442/10, juris Rn. 24).
BGH, URTEIL vom 2.4.2012, Az. II ZR 131/11 14	aa) Bei der Auslegung der Vertragserklärung ist der Hintergrund der gesetzlichen Widerrufsvorschriften in den Blick zu nehmen: 15	Die Fälle des gesetzlichen Widerrufsrechts, die eine Durchbrechung des Grundsatzes 'pacta sunt servanda' darstellen, sind enumerativ und abschließend geregelt (§ 355 Abs. 1 Satz 1 BGB) und knüpfen an bestimmte gesetzliche Merkmale an (siehe insoweit auch BGH, Urteile vom 6. Dezember 2011 - XI ZR 401/10, ZIP 2012, 262 Rn. 17 und XI ZR 442/10, juris Rn. 24).
BGH, URTEIL vom 2.4.2012, Az. II ZR 35/10 22	(1) Bei der Auslegung der Vertragserklärung ist der Hintergrund der gesetzlichen Widerrufsvorschriften in den Blick zu nehmen: 23	Die Fälle des gesetzlichen Widerrufsrechts, die eine Durchbrechung des Grundsatzes 'pacta sunt servanda' darstellen, sind enumerativ und abschließend geregelt (§ 355 Abs. 1 Satz 1 BGB) und knüpfen an bestimmte gesetzliche Merkmale an (siehe insoweit auch BGH, Urteile vom 6. Dezember 2011 - XI ZR 401/10, ZIP 2012, 262 Rn. 17 und - XI ZR 442/10, juris Rn. 24).
BGH, URTEIL vom 2.5.2011, Az. XI ZR 349/10 34	bb) Unzureichend war die den Klägern erteilte Nachbelehrung jedenfalls hinsichtlich des Beginns der Widerrufsfrist, über den der Verbraucher gemäß § 355 Abs. 2 Satz 1 BGB ebenfalls eindeutig zu informieren ist (vgl. Senatsurteil vom 10. März 2009 -XI ZR 33/08, BGHZ 180, 123 Rn. 14 mwN).
LG Bielefeld, Urteil vom 2.4.2011, Az. 6 O 446/10 Insoweit erscheint die von den Klägern herangezogene Entscheidung des BGH vom 10.03.2009 (XII ZR 33/08) nicht einschlägig, da jene Entscheidung auf § 355 BGB beruht.
LG Essen, Urteil vom 4.1.2011, Az. 10 S 313/10 23Vor dem Inkrafttreten des § 14 BGB-InfoVO entsprach es höchstrichterlicher Rechtsprechung (BGH NJW 2002, 239 ff.; ebenso OLG Stuttgart NJW-RR 2001, 423 ff.), dass auch die Postfachanschrift Anschrift i.S.d.§ 355 Abs. 2 S. 1 BGB ist.
LG Duisburg, Urteil vom 4.11.2010, Az. 5 S 51/10 Vielmehr ist die Widerrufsbelehrung erkennbar von dem Willen getragen, den gesetzlichen Anforderungen an die Belehrung über ein Widerrufsrecht gemäß § 355 BGB gerecht zu werden (vgl. zu dieser Auslegung auch OLG Köln aaO).
BGH, URTEIL vom 4.8.2010, Az. VII ZR 6/10 16	bb) Es besteht keine Veranlassung, dies in den Fällen anders zu beurtei- len, in denen es zu dem Vertragsschluss erst durch eine später nachfolgende Annahmeerklärung des Unternehmers kommt (ebenso MünchKommBGB/Masuch, 5. Aufl., §355 BGB, Rn. 40; Witt, NJW 2007,	3759,	3761;	a.A. MünchKommBGB/Ulmer, 4. Aufl., § 355 BGB, Rn. 41; Palandt/Grüneberg, BGB, 69. Aufl., §355 Rn. 12; OLG Karlsruhe, ZGS 2006, 399 = OLGR 2006, 649).
LG Detmold, Urteil vom 5.5.2010, Az. 12 O 277/09 Zwar genügt eine Äußerung, aus der sich ergibt, dass der Verbraucher den Vertrag nicht mehr gelten lassen will (vgl. BGH NJW 1993, 128, Palandt-Grüneberg, 69. Aufl., § 355 RandNr. 6 mit weiteren Nachweisen), so dass insbesondere dann, wenn wie hier der Beklagte als Verbraucher selbst die Erklärung abgegeben hat, mit der das Rechtsverhältnis gestaltet werden sollte, eine Auslegung des unstreitig in dem Schreiben von Dezember 2006 bekundeten Willen zur Beendigung des Vertrags dahingehend, dass ein Widerruf im Sinne des § 355 Abs. 1 S. 2 BGB gemeint ist, in Betracht kommt.
BGH, Urteil vom 4.5.2010, Az. 1 ZR 306/99 Unter dem Begriff der 'Anschrift' im Sinne des § 355 Abs. 2 Satz 1 BGB aF war nicht die Hausanschrift, sondern die Postanschrift und dementsprechend auch die Postfachanschrift zu verstehen (BGH, Urteil vom 11. April 2002 -1 ZR 306/99, WM 2002, 1352, 1353 f.).
BGH, Urteil vom 4.5.2010, Az. 1 ZR 306/99 Von diesem Konzept hat sich der Gesetzgeber mit der Einführung des § 355 Abs.3 Satz 3 BGB in der Fassung des OLG-Vertretungsänderungsgesetzes vom 23. Juli 2002 (BGBl. I S. 2850) schon wenige Monate nach Inkrafttreten des Gesetzes zur Modernisierung des Schuldrechts wieder verabschiedet.
BGH, URTEIL vom 2.5.2009, Az. XI ZR 156/08 Dies kommt im nunmehr einheitlich geregelten Widerrufsrecht bei Verbraucherverträgen darin zu dem Ausdruck, dass § 355 Abs. 2 Satz 1 BGB eine Gestaltung der Belehrung verlangt, die dem Verbraucher seine Rechte deutlich macht (BGH, Urteil vom 4. Juli 2002 - I ZR 55/00, WM 2002, 1989, 1991).
BGH, URTEIL vom 2.2.2009, Az. XI ZR 33/08 Eine Widerrufsfrist hatte gemäß § 355 Abs.3 Satz 3 BGB in der hier anwendbaren Fassung des OLG-Vertretungsänderungsgesetzes vom 23. Juli 2002 (BGBl. I, S. 2850) nicht zu laufen begonnen, da die dem Kläger erteilte Widerrufsbelehrung nicht den gesetzlichen Anforderungen entsprach.
BGH, URTEIL vom 2.2.2009, Az. XI ZR 33/08 Richtig ist zwar, dass die Widerrufsbelehrung nach § 355 BGB grundsätzlich keine anderen Erklärungen enthalten darf, um die vom Gesetz bezweckte Verdeutlichung des Rechts zu dem Widerruf nicht zu beeinträchtigen (BGH, Urteil vom 4. Juli 2002 - I ZR 55/00, WM 2002, 1989, 1991).
LG Bonn, Urteil vom 3.7.2007, Az. 2 O 380/06 Dies führt dazu, dass die Belehrung weder die Widerrufsfrist in Lauf setzt noch die 6-Monats-Frist des § 355 Abs.3 S. 1 BGB (vgl. BGH NJW 2002, 3396).
BGH, URTEIL vom 1.9.2004, Az. II ZR 352/02 Das aber ist für eine Belehrung nach § 2 HaustürWG erforderlich (BGHZ 121,52; s. jetzt auch § 355 Abs. 2 Satz 1 BGB).
LG Bielefeld, Urteil vom 3.4.2004, Az. 3 O 216/03 Des weiteren verstößt die Belehrung gegen § 355 Abs. 2 BGB, indem - für den Kunden irreführend - für den möglichen Fristbeginn u.a. auf den Zugang der Ausfertigung des Darlehensvertrages bei der Beklagten abgestellt wird (vgl. auch OLG Karlsruhe, Urteil vom 20.11.2002 - 1 U 45/02 für § 2 HWiG a.F.).
LG Bielefeld, Urteil vom 3.4.2004, Az. 3 O 216/03 66Schließlich ist nach altem und neuen Recht die Belehrung auch deswegen unwirksam, weil sie sich nicht darauf erstreckt, dass im Falle des Widerrufs auch der verbundene Vertrag nicht wirksam zustande kommt (vgl. OLG München, ZIP 2002, 1940 zu dem alten Recht; Anlage 2 Anhang zu § 355 BGB).
BGH, URTEIL vom 4.9.2002, Az. 1 ZR 132/00 Die Bestimmung des § 355 Abs. 2 Satz 2 BGB gilt dabei in der aufgrund des Art. 25 Abs. 1 des Gesetzes zur Änderung des Rechts der Vertretung durch Rechtsanwälte vor den Oberlandesgerichten vom 23. Juli 2002 (BGBl. I S. 2850 - OLGVertrÄndG) geänderten und gemäß dessen Art. 34 am 1. August 2002 in Kraft getretenen neuen Fassung.

References: § 355
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 Art. 246
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