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Timestamp: 2020-07-02 20:04:10+00:00

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BMF v. 08.07.2019 - GZ IV A 4 - S 1544/09/10001-11 - NWB Datenbank
BMF v. 08.07.2019 - GZ IV A 4 - S 1544/09/10001-11 BStBl 2019 I S. 605
B) Aufbau der Richtsätze
C) Anwendung der Richtsätze
Anlage zu den Vorbemerkungen
Richtsatzsammlung 2018
Unter Bezugnahme auf das Ergebnis der Erörterungen mit den obersten Finanzbehörden der Länder gebe ich die Richtsatzsammlung für das Kalenderjahr 2018 bekannt (Anlage).
1. Die Richtsätze sind ein Hilfsmittel (Anhaltspunkt) für die Finanzverwaltung, Umsätze und Gewinne der Gewerbetreibenden zu verproben und ggf. bei Fehlen anderer geeigneter Unterlagen zu schätzen (§ 162 Abgabenordnung). Bei formell ordnungsmäßig ermittelten Buchführungsergebnissen darf eine Gewinn- oder Umsatzschätzung nach ständiger Rechtsprechung in der Regel nicht allein darauf gestützt werden, dass die erklärten Gewinne oder Umsätze von den Zahlen der Richtsatz-Sammlung abweichen.
Werden für einen Gewerbebetrieb, für den Buchführungspflicht besteht, keine Bücher geführt, oder ist die Buchführung nicht ordnungsmäßig (R 5.2 Abs. 2 EStR), so ist der Gewinn nach § 5 EStG unter Berücksichtigung der Verhältnisse des Einzelfalles, unter Umständen unter Anwendung von Richtsätzen, zu schätzen (R 4.1 Abs. 2 EStR). Ein Anspruch darauf, nach Richtsätzen besteuert zu werden, besteht nicht.
2. Die Richtsätze sind für die einzelnen Gewerbeklassen auf der Grundlage von Betriebsergebnissen zahlreicher geprüfter Unternehmen ermittelt worden. Sie gelten nicht für Großbetriebe.
3. Die Richtsätze stellen auf die Verhältnisse eines Normalbetriebs ab. Der Normalbetrieb ist ein Einzelunternehmen mit Gewinnermittlung durch Bestandsvergleich. Die Richtsätze können bei Betrieben von Einzelunternehmen, Personengesellschaften und Körperschaften ermittelt und angewendet werden. Bei dem Vergleich mit dem Normalbetrieb sind die Besonderheiten des Körperschaftsteuerrechts zu beachten.
4. Die Richtsätze finden auch auf Steuerpflichtige mit Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG (Einnahmenüberschussrechnung) Anwendung. Hierzu sind die erforderlichen Anpassungen vorzunehmen (ggf. Umrechnung der Einnahmen und Ausgaben von Ist- auf Sollbeträge, Neutralisierung der Umsatzsteuer, Zuordnung außerordentlicher bzw. periodenfremder Aufwendungen und Erträge zum Jahr der wirtschaftlichen Zugehörigkeit). Hat der Steuerpflichtige zulässigerweise die Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG gewählt, ist auch eine Gewinnschätzung in dieser Gewinnermittlungsart durchzuführen. Bei einem Wechsel der Gewinnermittlungsart sind Berichtigungen des Gewinns gemäß R 4.6 Abs. 1 EStR vorzunehmen, wenn der Gewinn im Anschluss an eine Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG nach Richtsätzen geschätzt oder nach einer Richtsatzschätzung im nächsten Jahr nach § 4 Abs. 3 EStG ermittelt wird. Ggf. müssen im Rahmen der Richtsatzschätzung zusätzlich Bestandsveränderungen (z. B. Warenbestände, Forderungen und Verbindlichkeiten) ermittelt bzw. geschätzt und berücksichtigt werden.
5. Richtsätze werden in v. H.-Sätzen des wirtschaftlichen Umsatzes für den Rohgewinn (Rohgewinn I bei Handelsbetrieben, Rohgewinn II bei Handwerks- und gemischten Betrieben (Handwerk mit Handel), für den Halbreingewinn und den Reingewinn ermittelt (Spalten 4 bis 7 der tabellarischen Übersicht der Richtsätze für die einzelnen Gewerbeklassen). Bei Handelsbetrieben wird daneben der Rohgewinnaufschlagsatz angegeben (Spalte 3 der Richtsätze für die einzelnen Gewerbeklassen). Für Handwerks- und gemischte Betriebe ist nachrichtlich auch ein durchschnittlicher Rohgewinn I in Spalte 4 der Richtsatzsammlung verzeichnet, der als Anhalt für den Waren- und Materialeinsatz dienen soll.
Als Handelsbetriebe im Sinne der Richtsätze gelten auch die Betriebe nachstehender Gewerbeklassen:
Cafés, Eisdielen, Gaststätten, Imbissbetriebe
Hotels, Gasthöfe und Pensionen mit Halb- u. Vollpension (ohne Hotels garnis)
Fleischer, Metzger, Schlachter
Kosmetiksalons.
Als Fertigungsbetriebe im Sinne der Richtsätze gelten auch die Betriebe nachstehender Gewerbeklassen:
Frisörgewerbe
Glas- und Gebäudereinigungsbetriebe
Kfz-Lackiererei und -Reparatur.
6. Die Richtsätze bestehen aus einem oberen und einem unteren Rahmensatz sowie einem Mittelsatz. Die Rahmensätze tragen den unterschiedlichen Verhältnissen Rechnung. Der Mittelsatz ist das gewogene Mittel aus den Einzelergebnissen der geprüften Betriebe einer Gewerbeklasse.
7. Der Aufbau der Richtsätze ist in dem nachstehend als Anlage abgedruckten Schema dargestellt.
8. Der Normalbetrieb weist folgende Merkmale auf:
8.1 Wirtschaftlicher Umsatz
8.1.1 Wirtschaftlicher Umsatz im Sinne der Richtsätze ist die Jahresleistung des Betriebes zu Verkaufspreisen – ohne Umsatzsteuer – abzüglich der Preisnachlässe und der Forderungsverluste.
Zum wirtschaftlichen Umsatz zählen auch:
Einnahmen aus sonstigen branchenüblichen Leistungen (z. B. aus Materialabfällen, aus Automatenaufstellung in Gaststätten, Werbezuschüsse),
Bedienungsgelder sowie
Verbrauchsteuern (z. B. Biersteuer, Tabaksteuer, Getränkesteuer, Schaumweinsteuer), die entgeltmäßig miterhoben werden.
Zum wirtschaftlichen Umsatz zählen nicht:
Erträge aus gewillkürtem Betriebsvermögen,
Einnahmen aus Hilfsgeschäften,
Einnahmen aus in Vorjahren ausgebuchten Kundenforderungen,
Einnahmen aus nicht branchenüblichen Leistungen (z. B. aus ehrenamtlicher oder gutachtlicher Tätigkeit, aus Lotto- und Totoannahme),
unentgeltliche Wertabgaben,
Lieferungen und sonstige Leistungen i. S. des § 3 Abs. 1b UStG,
Leistungen an das Personal,
Leistungen für eigenbetriebliche Zwecke.
8.1.2 Bei der Ermittlung des wirtschaftlichen Umsatzes werden Kundenforderungen und Anzahlungen von Kunden mit Nettowerten, d. h. ohne Umsatzsteuer verrechnet.
8.1.3 Bei Handelsbetrieben entspricht der wirtschaftliche Umsatz dem Sollumsatz. Bei Handwerksbetrieben werden fertige und teilfertige Erzeugnisse aus eigener Herstellung sowie angefangene Arbeiten bei der Ermittlung des wirtschaftlichen Umsatzes zu Verkaufspreisen verrechnet, weil dem wirtschaftlichen Materialeinsatz und dem Einsatz an Fertigungslöhnen der entsprechende wirtschaftliche Umsatz gegenübergestellt wird. Die Verkaufspreise werden soweit wie möglich den Ausgangsrechnungen entnommen. Besteht diese Möglichkeit nicht, so werden die Verkaufspreise für die Bestände an fertigen und teilfertigen Erzeugnissen aus der eigenen Herstellung sowie an angefangenen Arbeiten in der Regel wie folgt ermittelt:
Herstellungskosten nach § 6 EStG
anteiliger Unternehmerlohn, wenn der Unternehmer an der Fertigung mitgearbeitet hat (der Zuschlag ist nach dem Ausmaß der Mitarbeit des Unternehmers zu bemessen)
Zuschlag für die in den Herstellungskosten nicht erfassten sonstigen Kosten (z. B. allgemeine Verwaltungskosten, soweit sie nicht in den steuerlichen Herstellungskosten enthalten sind, und Vertriebskosten), für Risiko und Gewinn (dieser Zuschlag ist ggf. zu schätzen, dabei ist der Fertigungsgrad zu berücksichtigen)
Verkaufspreis bzw. anteilige Verkaufspreise (ohne Umsatzsteuer)
Bestände an fertigen, noch nicht abgerechneten Arbeiten werden ebenfalls mit Verkaufspreisen (ohne Umsatzsteuer) angesetzt.
8.2. Waren-/Materialeinsatz
8.2.1 Der Waren-/Materialeinsatz im Sinne der Richtsätze wird mit den steuerlichen Anschaffungskosten – ohne abziehbare Vorsteuer – unter Abzug der unentgeltlichen Wertabgaben (ggf. mit den festgesetzten Pauschbeträgen), der Lieferungen i. S. des § 3 Abs. 1b UStG, der unentgeltlichen Waren- und Materialabgaben an das Personal und des Waren-/Materialverbrauches für eigenbetriebliche Zwecke angesetzt.
Zum Waren-/Materialeinsatz zählen auch:
Nebenkosten bis zur Einlagerung (z. B. Frachten, Porti, Transportversicherungen, Warenumschließung, Umschlagskosten, Zölle, Verbrauchsteuern),
Werklieferungen und Werkleistungen fremder Unternehmen.
Zum Waren-/Materialeinsatz zählen nicht:
Betriebsstoffe (z. B. Energie- und Brennstoffe),
Gebühren (z. B. Schlacht- und Fleischbeschaugebühren),
Getränkesteuer.
8.2.2 Die Waren- und Materialanfangs- und -endbestände werden mit den steuerlichen Anschaffungskosten – ggf. vermindert um branchenübliche Teilwertabschläge – angesetzt.
8.2.3 Bei der Ermittlung des Waren-/Materialeinsatzes werden Lieferantenschulden und Anzahlungen an Lieferanten mit Nettowerten, d. h. ohne abziehbare Vorsteuer angesetzt.
8.3 Löhne und Gehälter
8.3.1 Zu den Löhnen und Gehältern gehören die Bruttobezüge (einschließlich aller Sachbezüge, wie freie Station, freie Wohnung und Deputate, Urlaubsgeld, Feiertagsvergütungen usw.). Nicht dazu zählt der Anteil des Arbeitgebers an der Sozialversicherung des Arbeitnehmers; er stellt allgemeine sachliche Betriebsaufwendungen dar.
8.3.2 Fertigungslöhne sind Löhne, die in Handwerksbetrieben oder in gemischten Betrieben auf den Fertigungsbereich entfallen. Sie werden bei der Ermittlung des Rohgewinns II vom wirtschaftlichen Umsatz abgezogen.
8.3.3 Unter Löhne und Gehälter für Verwaltung und Vertrieb fallen alle Bruttolöhne und Gehälter, die nicht zum Fertigungsbereich gehören.
8.3.4 Mitarbeit des Betriebsinhabers: Es wird davon ausgegangen, dass im Normalbetrieb ein Betriebsinhaber ohne Entlohnung mitarbeitet. Arbeitet der Betriebsinhaber aus irgendwelchen Gründen (wie Krankheit, hohes Alter) nicht oder nicht dauernd mit, so entsteht dem Betrieb gegenüber dem Normalbetrieb ein überhöhter Lohnaufwand, der vom Gesamtbetrag der Lohnaufwendungen gekürzt wird. Eine Kürzung der Lohnaufwendungen ist auch dann vorzunehmen, wenn und soweit an Stelle eines Betriebsinhabers ein Geschäftsführer entgeltlich tätig ist. Arbeiten andererseits bei einer Gesellschaft mehr als ein Gesellschafter unentgeltlich mit, wird für den zweiten (ggf. für jeden weiteren) unentgeltlich Mitarbeitenden ein angemessener Arbeitslohn (bspw. in Höhe einer dem Gewinn vorab zuzurechnenden Tätigkeitsvergütung) als erspart dem Gesamtbetrag der Löhne zugerechnet.
8.3.5 Mitarbeit des Ehegatten: Es wird unterstellt, dass die Mitarbeit des Ehegatten des Betriebsinhabers oder der Ehegatten der Gesellschafter angemessen entlohnt wird. Arbeitet der Ehegatte ohne oder für eine unangemessen niedrige Entlohnung mit, wird eine Zurechnung des ersparten Lohns vorgenommen.
8.3.6 Mitarbeit übriger Personen: Alle übrigen Personen arbeiten im Normalbetrieb im betriebserforderlichen Umfang und für angemessene Entlohnung mit. Die Lehrlingsvergütung entspricht der Arbeitsleistung.
8.3.7 Die Lohnaufwendungen für eigenbetriebliche Zwecke (z. B. für zu aktivierende Eigenleistungen oder innerbetriebliche Reparaturen) sind abzuziehen.
8.3.8 Löhne und Gehälter, die mit unentgeltlichen Wertabgaben und mit nicht zum wirtschaftlichen Umsatz gehörenden Leistungen zusammenhängen, sind auszuscheiden.
8.4 Betriebsaufwendungen
8.4.1 Außergewöhnliche Aufwendungen (z. B. ein mehrjähriger Erhaltungsaufwand, Kosten der Betriebsverlegung, Nachzahlungen für Betriebssteuern) sind beim Normalbetrieb nicht abzuziehen.
8.4.2 Das gleiche gilt für Aufwendungen, die das gewillkürte Betriebsvermögen betreffen, und für private und sonstige Aufwendungen, die mit nicht zum wirtschaftlichen Umsatz gehörenden Leistungen zusammenhängen.
Werden jedoch nicht zum notwendigen Betriebsvermögen gehörende Wirtschaftsgüter auch eigenbetrieblich genutzt, so sind die mit dieser Nutzung zusammenhängenden Aufwendungen abziehbar, soweit dies steuerlich zulässig ist.
8.4.3 Beim Anlagevermögen gehören Absetzungen wegen außergewöhnlicher technischer oder wirtschaftlicher Abnutzung (§ 7 Abs. 1 letzter Satz EStG) und Sonderabschreibungen nicht zum Aufwand. Abzugs- und Hinzurechnungsbeträge nach § 7g EStG dürfen sich beim Richtsatzvergleich nicht auf den Gewinn auswirken.
8.4.4 Wird der Vorsteuerabzug für die allgemeinen sachlichen Betriebsaufwendungen nach Durchschnittsätzen ermittelt, so wird die Summe der allgemeinen sachlichen Betriebsaufwendungen um die nach Durchschnittssätzen ermittelte Vorsteuer gekürzt.
8.4.5 Nicht abziehbare Aufwendungen (z. B. Personensteuern, Aufsichtsratsvergütungen, Gewerbesteuer, Spenden) stellen keine sonstigen allgemeinen sachlichen Betriebsaufwendungen dar.
8.4.6 Löhne für eigenbetriebliche Zwecke, die entsprechend der Bemerkung in Nr. 8.3.7 nicht in den Lohnaufwendungen zu erfassen sind, werden – soweit sie keine Herstellungskosten darstellen – je nach ihrer Verursachung in den allgemeinen oder den besonderen sachlichen Betriebsaufwendungen erfasst.
8.4.7 Die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung werden entsprechend den bei den Löhnen vorgenommenen Normalisierungen erhöht oder gekürzt.
8.4.8 Im Falle der Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG werden den allgemeinen sachlichen Betriebsausgaben im steuerlichen Sinn die mit diesen Aufwandspositionen zusammenhängenden Verbindlichkeiten zum Ende des Wirtschaftsjahres zugerechnet und zum Anfang des Wirtschaftsjahres abgerechnet.
8.5 Verdeckte Gewinnausschüttungen (vGA)
VGA sind nicht mit dem körperschaftsteuerlichen, sondern mit dem für ein Einzelunternehmen maßgeblichen Wert für vergleichbare Sachverhalte (Privatentnahmen) anzusetzen. Um diesen Wert sind dann die durch die vGA entstandenen Aufwendungen zu kürzen, ggf. anteilig der Waren-/Materialeinsatz (Nr. 8.2), die Löhne und Gehälter (Nr. 8.3) oder die Betriebsaufwendungen (Nr. 8.4).
9. Verprobung
Bei der Verprobung nach Richtsätzen sind die in den Steuererklärungen ausgewiesenen Umsätze und Gewinne dem Aufbau der Richtsätze (vgl. Nr. 8) entsprechend zu normalisieren, d. h. vergleichbar zu machen.
10. Schätzung
10.1 Schätzungsverfahren
Die Ausgangswerte für die Schätzung der Besteuerungsgrundlagen sind
beim Handelsbetrieb der normalisierte Wareneinsatz,
beim Handwerks- und gemischten Betrieb der normalisierte Waren-, Material- und Fertigungslohneinsatz und
beim Dienstleistungsbetrieb (z. B. Fuhrgewerbe) die Summe aller normalisierten Betriebsausgaben.
Die Schätzung führt zum wirtschaftlichen Umsatz bzw. Halbrein- oder Reingewinn, der den Verhältnissen eines Normalbetriebs entspricht. Diese Ergebnisse sind insoweit zu erhöhen oder zu vermindern, als die Verhältnisse im Schätzungsfall von denen des Normalbetriebs abweichen (entnormalisieren).
10.2 Schätzungsrahmen
10.2.1 Bei der Schätzung nach Richtsätzen führt die Anwendung der Mittelsätze im Allgemeinen zu dem Ergebnis, das mit der größten Wahrscheinlichkeit den tatsächlichen Verhältnissen am nächsten kommt. Ein Abweichen vom Mittelsatz kann jedoch durch besondere betriebliche oder persönliche Verhältnisse begründet sein, die nicht durch Entnormalisierungen erfassbar oder ansonsten betragsmäßig feststellbar sind.
10.2.2 Bei einzelnen Gewerbeklassen ist in Spalte 1 der Richtsätze ein Rahmen für den wirtschaftlichen Umsatz angegeben (z. B. bis 250.000 €, über 250.000 € bis 500.000 €, über 500.000 €). Liegt der wirtschaftliche Umsatz im unteren Bereich der jeweiligen Begrenzung, gelten die Richtsätze aus der oberen Rahmenhälfte, im oberen Bereich die aus der unteren Rahmenhälfte.
10.2.3 Soweit die Richtsätze für Handwerksbetriebe und gemischte Betriebe festgesetzt werden, sind bei unterdurchschnittlichem Waren- und Materialeinsatz Sätze der oberen Rahmenhälfte anzusetzen. Der durchschnittliche Waren- und Materialeinsatz ergibt sich aus dem nachrichtlich angegebenen Rohgewinn I.
10.2.4 Der Gewinn ist möglichst nach dem Halbreingewinnsatz zu schätzen, denn die vom Halbreingewinn abzusetzenden besonderen sachlichen und personellen Betriebsaufwendungen können im Allgemeinen festgestellt werden.
10.3 Schätzung bei Betrieben von Körperschaften
Der Gewinn ist zunächst nach den vorgenannten Grundsätzen zu schätzen. Dieser für ein Einzelunternehmen geschätzte Gewinn ist zu korrigieren, soweit er von dem nach § 8 KStG zu ermittelnden Einkommen abweicht. Hierbei ist zu beachten, dass beispielsweise vGA, Personensteuern und Spenden dem nach Richtsätzen geschätzten Gewinn nicht mehr zugerechnet werden dürfen. VGA sind allerdings dann hinzuzurechnen, wenn und soweit ihr körperschaftsteuerlich anzusetzender Wert den in den Richtsätzen bereits berücksichtigten Wert (vgl. Nr. 8.5) übersteigt.
Reingewinn nach Richtsätzen
Geschäftsführergesamtbezüge
Arbeitgeberanteil Geschäftsführergehalt
abzugsfähige Spenden (§ 9 Abs. 1 Nr. 2 KStG)
zu versteuerndes Einkommen
11. Beispiele für die Normalisierungen
Tatsächliche Verhältnisse
der Merkmale
bei der Verprobung zur Ermittlung vergleichbarer Merkmale (Normalisierung)
bei der Schätzung zur Ermittlung der zutreffenden betriebsindividuellen Merkmale (Entnormalisierung)
Bestandserhöhung bei angefangenen Arbeiten (Herstellungskosten 20.000 € Verkaufspreis 30.000 €)
wirtsch. Umsatz
Erhöhung um 30.000 €
Kürzung um 30.000 €
Erhöhung um 10.000 €
Kürzung um 10.000 €
Unentgeltliche Wertabgaben (Sachentnahmen) 6.000 €
Kürzung um 6.000 €
Erhöhung um 6.000 €
Wareneinsatz
ohne Änderung, Schätzung aus dem wirtschaftlichen Umsatz vor der Erhöhung um die unentgeltlichen Wertabgaben
Der Inhaber eines Handelsbetriebs war 6 Monate krank Aufwand für Ersatzkraft 15.000 €
Erhöhung um 15.000 €
Kürzung um 15.000 €
Überhöhte Miete an Gesellschafter einer GmbH 5.000 €
Erhöhung um 5.000 €
Einnahmen aus Hilfsgeschäften in Höhe von 2.000 €
Kürzung um 2.000 €
Erhöhung um 2.000 €
Aufbau der Richtsätze
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Synonyme der in der Richtsatzsammlung aufgeführten Gewerbeklassen in alphabetischer Reihenfolge
Die Gewerbeklasse
finden Sie unter
Anstrichmittel, Eh.
Bau- und Heimwerkerbedarf, Anstrichmittel, Eh.
Asia-Imbiss
Auto…
Kfz…
Bäckerei, Konditorei Bau- und Heimwerkerbedarf, Anstrichmittel, Eh.
Baumaler und -lackierer
Schreiner, Tischlerei
Bausteinmetz
Steinbildhauerei und Steinmetzerei
Unterhaltungselektronik, Eh.
Beherbergungsgewerbe
Bekleidung, Eh.
Textilwaren verschiedener Art und
Oberbekleidung, Eh.
Bekleidungszubehör, Eh.
Bierwirtschaft
Blechner
Heizungs-, Gas- und Wasserinstallation, Klempnerei, Lüftungs- und Klimatechnik
Blumen und Pflanzen, Eh.
Bräunungsstudio
Brennstoffe, Eh.
Bäckerei, Konditorei
Bücher, Eh.
Chemische Reinigung und Wäscherei
Büroartikel, Eh.
Schreib- und Papierwaren, Schul- und Büroartikel, Eh.
Computer und Software, Eh.
Fuhrgewerbe
Campingartikel, Eh.
Sport- und Campingartikel, Eh.
CDs (Musik), Eh.
Damen- und Herrenfrisör
Damenbekleidung, Eh.
Textilwaren verschiedener Art und Oberbekleidung, Eh.
Damenfrisör
Datenverarbeitungsgeräte
Drogerien und Parfümerien
Drucker, Eh.
Computer und Software, Eh
Edelmetallwaren, Eh.
Uhren, Edelmetall- und Schmuckwaren, Eh.
Einrichtungsgegenstände, Eh.
Möbel und sonstige Einrichtungsgegenstände, Eh.
Eisenwaren, Eh.
Haushaltsgegenstände, Eh.
Elektrogeräte, Eh.
Elektrotechnische Erzeugnisse, Eh.
Fußboden-, Fliesen- und Plattenlegerei
Fahrräder, Eh.
Feinbäckerei
Feinkeramikwaren, Eh.
Feinkostwaren, Eh.
Nahrungs- und Genussmittel versch. Art einschl. Reformwaren (Naturkost)
Fernsehgeräte, Eh.
Unterhaltungselektronik, Eh
Fische und Fischerzeugnisse, Eh.
Fleischerei, Metzgerei, Schlachterei
Spielhallen und Betrieb von Spielautomaten
Fotografen (Portrait- und Werbefotografen)
Fußbodenbelag, Eh.
Gemüse, Eh.
Obst, Gemüse, Südfrüchte und Kartoffeln, Eh.
Genussmittel, Eh.
Geschenkartikel, Eh.
Kunstgewerbliche Erzeugnisse, Geschenkartikel, Eh.
Getränke, Eh.
Glasergewerbe
Glaswaren, Eh.
Goldschmiedewaren, Eh.
Grabsteingeschäft
Güterbeförderung mit Kraftfahrzeugen
Handarbeitsbedarf, Eh.
Telekommunikationsgeräte und
Mobiltelefone, Eh.
Hausrat, Eh.
Heimwerkerbedarf, Eh.
Heizöl, Eh.
Heizungs-, Gas- und Wasserinstallation,
Klempnerei, Lüftungs- und Klimatechnik
Herrenbekleidung, Eh.
Herrenfrisör
Hobelwerke
Holzhausrat, Eh.
Hüte, Eh.
Imbisssbetriebe u. Ä.
Imbissbetriebe mit asiatischem Speiseangebot
Installation von Gas- und Flüssigkeitsleitungen
Heizungs-, Gas- und Wasserinstallation, Klempnerei, Lüftungs- und Klimatechnik Kartoffeln, Eh. Obst, Gemüse, Südfrüchte und Kartoffeln, Eh.
Keramik, Eh.
Kfz-Einzelhandel
Kfz-Zubehörhandel
Kinderbekleidung, Eh.
Kioske und Verkaufsstände
Kohlen, Eh.
Körperpflegemittel, Eh.
Kopiergeräte, Eh.
Kraftfahrschulen
Kraftwagenverkehr
Küchengeräte, Eh.
Kunststoffhausrat, Eh.
Kurzwaren, Eh.
Lacke, Eh.
Lackierung von Straßenfahrzeugen
Kfz-Lackiererei
Landschaftsgärtner, -gestaltung
Lebensmittel, Eh.
Nahrungs- und Genussmittel versch. Art
einschl. Reformwaren (Naturkost)
Lederwaren und Reisegepäck, Eh.
Leuchten, Eh.
Metallwaren, Eh.
Meterwaren, Eh.
Mützen, Eh.
Naturkost, Eh.
Papierwaren, Eh.
Schreib- und Papierwaren, Schul- und
Personenbeförderung mit Personenkraftfahrzeugen
Pflanzen, Eh.
Polsterwaren, Eh.
Porzellanwaren, Eh.
Radiogeräte, Eh.
Reformwaren, Eh.
Reisegepäck, Eh.
Restaurants mit asiatischem Speiseangebot
Rundfunkgeräte, Eh.
Säuglingsbekleidung, Eh.
Scanner, Eh.
Schallplatten, Eh.
Schirme, Eh.
Schmuckwaren, Eh.
Schneidereibedarf, Eh.
Schuhe und Schuhwaren, Eh.
Schuhwaren, Eh.
Schulartikel, Eh.
Silberwaren, Eh.
Speisewirtschaft
Spielwaren, Eh.
Spirituosen, Eh.
Strickwaren, Eh.
Südfrüchte, Eh.
Tabakwaren und Zeitschriften, Eh.
Tapeten, Eh.
Täschnerwaren, Eh.
Telekommunikationsgeräte und Mobiltelefone, Eh.
Tüncher
Unterhaltungszeitschriften, Eh.
Versicherungsmakler (inkl. Versicherungsvertreter)
Versicherungsmakler (inkl.
Versicherungsvertreter)
Wäsche, Eh.
Wein, Eh.
Weißbinder
Weißwaren, Eh.
Wirkwaren, Eh. Textilwaren verschiedener Art und
Wollwaren, Eh.
Zeitschriften, Eh.
Zeitungen, Eh.
Zigarren und Zigaretten, Eh.
Umrechnung der Rohgewinnsätze in Rohgewinnaufschlagsätze
Es entspricht
ein Rohgewinnsatz in v. H. des Umsatzes von
einem Rohgewinnaufschlagsatz in v. H. des Wareneinsatzes bzw. Waren- und Materialeins. von
203,03
222,58
58,73
244,83
270,37
284,62
72,41
75,44
316,67
334,78
354,55
376,19
426,32
488,24
108,33
566,67
112,77
614,29
669,23
122,22
733,33
809,09
1.011,11
1.328,57
156,41
1.566,67
163,16
177,78
3.233,33
47,06
4.900,00
Umrechnung der Rohgewinnaufschlagsätze in Rohgewinnsätze
ein Rohgewinnaufschlagsatz in v. H. des Wareneinsatzes bzw. Waren- und Materialeins. von
einem Rohgewinnsatz in v. H. des Umsatzes von
47,09
39,39
40,48
Bezeichnung der Gewerbeklassen in alphabetischer Reihenfolge
Gewerbekennzahl lt. Verzeichnis der Wirtschaftszweige
Rohgewinnaufschlag auf den Wareneinsatz bzw. Waren- und Materialeinsatz (Umrechn. Rohgew. I der Sp. 4)
Rohgewinn I
Rohgewinn II
Halbreingewinn
(vgl. Nr. 5 der Vorbemerkungen)
in v. H. des wirtsch. Umsatzes
88101.2
Wirtsch. Umsatz:
55 – 84
13 – 71
47730.0
28 – 41
22 – 29
15 – 23
5 – 12
10710.0
Brot- und Feinbäckerei
47240.0
36 – 61
9 – 33
4 – 22
47523.0
47530.0
41 – 178
29 – 64
6 – 27
32 – 113
24 – 53
15 – 32
(mit Materiallieferung)
41201.0
43999.0
52 – 89
25 – 65
18 – 64
32 – 66
12 – 35
8 – 33
8 – 26
3 – 21
Hotels, Gasthöfe und Pensionen mit Halb- und Vollpension
55101.0
55103.0
55104.0
257 – 1567
72 – 94
33 – 66
11 – 38
Hotels garnis, Gasthöfe und Pensionen mit Frühstück
55102.0
41 – 75
8 – 36
96031.0
Vermittlungsprovisionen sind einbezogen
203 – 1150
67 – 92
37 – 69
25 – 56
270 – 1329
73 – 93
40 – 67
12 – 49
(ohne Gärtnerei)
47761.0
67 – 178
40 – 64
24 – 48
9 – 35
7 – 25
47991.0
14 – 223
12 – 69
7 – 35
4 – 26
8 – 35
(auch in Verbindung mit Schreibwaren)
47610.0
30 – 67
14 – 31
56104.0
186 – 400
65 – 80
35 – 60
9 – 39
194 – 376
66 – 79
43 – 61
96010.0
42 – 79
13 – 54
37 – 72
8 – 30
47410.0
45 – 270
31 – 73
11 – 54
32 – 186
24 – 65
3 – 31
43911.0
38 – 74
15 – 47
30 – 51
9 – 28
4 – 25
47750.0
49 – 257
33 – 72
19 – 48
7 – 37
47 – 122
32 – 55
19 – 45
18120.0
45 – 86
20 – 53
7 – 47
40 – 71
16 – 46
9 – 34
37 – 64
3 – 28
56105.0
233 – 488
70 – 83
39 – 69
11 – 43
(auch mit Einzelhandel)
43210.0
42 – 80
17 – 52
33 – 59
16 – 41
26 – 53
10 – 32
6 – 25
(auch mit Reparatur- und Installationsarbeiten)
47540.0
45 – 203
31 – 67
16 – 48
33 – 144
25 – 59
13 – 40
(auch mit Reparaturen und Einzelhandel mit Ersatzteilen und Zubehör)
47641.0
39 – 122
28 – 55
17 – 43
8 – 25
35 – 85
26 – 46
17 – 34
5 – 20
85530.2
39 – 73
20 – 55
Fische, Fischerzeugnisse, Eh.
47230.0
52 – 133
34 – 57
16 – 43
5 – 31
93130.0
8 – 39
(auch mit Fleisch- und Handelswarenzukauf)
10130.0
47220.0
75 – 178
43 – 64
25 – 46
6 – 28
74201.2
43 – 75
22 – 69
30 – 73
14 – 60
96021.0
43 – 92
24 – 71
42 – 65
22 – 45
13 – 37
Fuhrgewerbe (Straßenverkehr)
49410.0
16 – 50
17 – 56
9 – 37
11 – 52
Taxigewerbe und Mietwagen mit Fahrer
49320.0
33 – 67
28 – 63
30 – 70
21 – 56
27 – 71
9 – 41
49310.0
49391.0
49392.0
17 – 53
5 – 22
43331.0
49 – 85
24 – 63
23 – 61
37 – 74
18 – 49
16 – 45
31 – 55
12 – 33
7 – 30
81301.0
44 – 82
18 – 59
14 – 54
38 – 70
13 – 38
9 – 36
33 – 62
5 – 29
Gast-, Speise- und Schankwirtschaften
56101.0
56301.0
186 – 355
65 – 78
30 – 62
9 – 38
56106.0
Überwiegend Pizzagerichte und Teigwaren im Warenangebot
186 – 488
65 – 83
35 – 64
12 – 45
213 – 400
68 – 80
31 – 64
10 – 44
56107.0
194 – 456
66 – 82
38 – 68
43991.0
58 – 88
22 – 52
13 – 46
51 – 82
13 – 47
6 – 41
(auch Wein und Spirituosen)
20 – 46
12 – 34
4 – 21
43342.0
45 – 77
22 – 54
39 – 67
14 – 39
81210.0
81229.0
59 – 97
27 – 77
21 – 69
43 – 84
14 – 49
12 – 44
6 – 35
47521.0
47592.0
47599.0
54 – 163
35 – 62
6 – 31
43220.0
37 – 71
30 – 55
12 – 38
9 – 32
27 – 48
11 – 30
Imbissstuben u. Ä.
56103.0
56109.0
133 – 355
57 – 78
31 – 62
15 – 51
144 – 317
59 – 76
34 – 63
56108.0
194 – 488
41 – 72
20 – 51
194 – 400
66 – 80
45110.0
45190.0
12 – 104
11 – 51
4 – 24
10 – 47
5 – 19
45201.0
50 – 84
24 – 60
13 – 52
41 – 67
18 – 46
8 – 34
37 – 60
14 – 36
5 – 28
(ohne Tankstelle, Garagenvermietung und Fahrschule)
45203.0
45204.0
38 – 66
18 – 48
32 – 56
7 – 29
(Einzelhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehör)
45320.0
35 – 178
26 – 64
14 – 45
7 – 32
28 – 108
3 – 20
56309.0
47260.0
47621.0
47110.0
Je nach überwiegendem Warensortiment:
Nahrungs- und Genussmittel, Eh.
96022.0
194 – 1150
66 – 92
36 – 79
21 – 62
17 – 55
47783.0
61 – 245
38 – 71
19 – 52
7 – 36
47722.0
67 – 163
40 – 62
22 – 46
43341.0
55 – 90
28 – 70
22 – 66
46 – 81
18 – 51
37 – 67
15 – 44
11 – 39
29 – 57
11 – 31
6 – 24
47591.0
47 – 127
16 – 40
4 – 23
Nahrungs- und Genussmittel versch. Art einschl. Reformwaren (Naturkost), Eh.
47290.0
28 – 127
22 – 56
12 – 40
6 – 22
23 – 79
19 – 44
47210.0
37 – 122
27 – 55
16 – 42
7 – 31
33 – 85
16 – 36
5 – 25
47781.0
163 – 317
62 – 76
37 – 61
13 – 43
170 – 285
40 – 59
10 – 39
43332.0
45 – 81
13 – 53
35 – 56
10 – 33
24 – 47
7 – 24
3 – 17
25620.0
46 – 89
21 – 64
10 – 60
36 – 67
11 – 37
31 – 63
12 – 37
5 – 30
47622.0
35 – 108
26 – 52
17 – 41
(auch Bautischlerei und Bauschlosserei)
16230.0
31099.0
43320.0
20 – 54
33 – 63
Schuhe und Schuhwaren, Eh. (auch mit Reparaturen)
47721.0
54 – 170
35 – 63
20 – 48
5 – 33
67 – 108
96040.0
35 – 75
6 – 36
92001.0
20 – 63
47650.0
41 – 113
29 – 53
14 – 38
47642.0
45 – 100
15 – 37
23700.0
48 – 78
16 – 44
15 – 39
13 – 28
Hinweis auf Tz. 8.1.1 der Vorbemerkungen
47420.0
Vermittlungsprovisionen sind einbezogen.
54 – 1329
35 – 93
22 – 73
45 – 1567
31 – 94
17 – 66
5 – 34
47510.0
47710.0
54 – 194
35 – 66
22 – 50
6 – 33
59 – 127
37 – 56
23 – 43
(auch mit Reparaturen)
47770.0
79 – 233
44 – 70
25 – 53
12 – 36
49 – 178
33 – 64
19 – 51
6 – 29
(auch mit Reparaturen und Eh. mit sonstigen elektrotechnischen Erzeugnissen in geringem Umfang)
47430.0
47 – 163
32 – 62
14 – 40
6 – 30
39 – 100
28 – 50
15 – 36
66220.0
54 – 84
36 – 74
30 – 65
43912.0
15 – 52
33 – 58
28 – 49
9 – 29
Pauschbeträge für unentgeltliche Wertabgaben (Sachentnahmen) für das Kalenderjahr 2018
Die Pauschbeträge für unentgeltliche Wertabgaben werden auf der Grundlage der vom Statistischen Bundesamt ermittelten Aufwendungen privater Haushalte für Nahrungsmittel und Getränke festgesetzt.
Sie beruhen auf Erfahrungswerten und bieten dem Steuerpflichtigen die Möglichkeit, die Warenentnahmen monatlich pauschal zu verbuchen. Sie entbinden ihn damit von der Aufzeichnung einer Vielzahl von Einzelentnahmen (§ 148 Satz 1 Abgabenordnung).
Diese Regelung dient der Vereinfachung und lässt keine Zu- und Abschläge zur Anpassung an die individuellen Verhältnisse (z. B. individuelle persönliche Ess- oder Trinkgewohnheiten, Krankheit oder Urlaub) zu.
Der jeweilige Pauschbetrag stellt einen Jahreswert für eine Person dar. Für Kinder bis zum vollendeten 2. Lebensjahr entfällt der Ansatz eines Pauschbetrages. Bis zum vollendeten 12. Lebensjahr ist die Hälfte des jeweiligen Wertes anzusetzen. Tabakwaren sind in den Pauschbeträgen nicht enthalten. Soweit diese entnommen werden, sind die Pauschbeträge entsprechend zu erhöhen (Schätzung).
Die pauschalen Werte berücksichtigen im jeweiligen Gewerbezweig das allgemein übliche Warensortiment.
Bei gemischten Betrieben (Fleischerei/Metzgerei oder Bäckerei mit Lebensmittelangebot oder Gaststätten) ist nur der jeweils höhere Pauschbetrag der entsprechenden Gewerbeklasse anzusetzen.
Gewerbezweig
Jahreswert für eine Person ohne Umsatzsteuer
ermäßigter
Fleischerei/Metzgerei
Gaststätten aller Art
a) mit Abgabe von kalten Speisen
b) mit Abgabe von kalten und warmen Speisen
Milch, Milcherzeugnisse, Fettwaren und Eier (Eh.)
Nahrungs- und Genussmittel (Eh.)
Obst, Gemüse, Südfrüchte und Kartoffeln (Eh.)
Pauschbeträge für unentgeltliche Wertabgaben (Sachentnahmen) für das Kalenderjahr 2019
BMF v. 08.07.2019 - GZ IV A 4 - S 1544/09/10001-11
Oberste Finanzbehörden der Länder 11.3.2020 - O 2000
BMF 11.3.2020 - O 2000
BStBl 2019 I Seite 605
DAAAH-22928

References: § 5
 § 4
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 § 4
 § 3
 § 6
 § 3
 § 7
 § 4
 § 8