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Ich arbeite in der Schweiz und zahle Steuern
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1 Ich arbeite in der Schweiz und zahle Steuern Grenzgänger I N F O e.v. und Aufenthalter I N F O e.v. Zentrale Lörracher Strasse 50 c Lörrach Brombach Tel: Fax: Romanshornerstrasse 70 CH-8280 Kreuzlingen Tel: Aus Deutschland Die Vereine Grenzgänger INFO e.v und Aufenthalter INFO e.v. sind nicht steuerberatend tätig. Wenden Sie sich in steuerlichen Fragen an Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Steuerbehörden oder andere nach 4 Steuerberatergesetz zugelassene Berufe! 01. Auflage aus 08 / 2013 Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers Copyright des Grenzgänger I N F O e.v. Copyright des Aufenthalter I N F O e.v. ISBN ,902 23 3 Inhaltsverzeichnis Seite 4 Vorwort von Dr. Gössler, Berlin und Zürich Seite 8 Definition Grenzgänger, Aufenthalter Wochenaufenthalter Seite 9 Grundsätzliches zur Besteuerung Seite 10 Grenzgänger-Besteuerung im Verhältnis D - CH Seite Tage Regelung Seite 13 Überblick zur Grenzgängereigenschaft Seite 14 Ablauf Grenzgänger Seite 16 Ablauf 60 Tage Regelung Seite 18 Wochenaufenthalter Seite 19 Deutsche Besteuerung Ansässigkeit Seite 22 Doppelwohnsitz Deutschland und Schweiz Seite 23 Konkurrierende / überlagernde Besteuerung Seite 25 Wegzug in die Schweiz Seite 26 Besteuerung in der Schweiz Seite 28 Quellensteuertabelle Seite 31 Besteuerung Schweiz im Anschluss an die Quellensteuer Seite 33 Typische Fragestellungen Seite 39 Wie sieht die Lohnsteuerkarte Schweiz aus Seite 43 Fallbeispiel Die Broschüre wurde mit größter Sorgfalt unter Einbezug moderner Technik erstellt. Eine Haftung für die Texte und Muster kann dennoch nicht übernommen werden. Die Vereine Grenzgänger INFO e.v und Aufenthalter INFO e.v. sind nicht steuerberatend tätig. Wenden Sie sich in steuerlichen Fragen an Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Steuerbehörden oder andere nach 4 Steuerberatergesetz zugelassene Berufe! Weitere Fragen aus oder zu dieser Broschüre können die Vereine nicht beantworten. Wir geben keine Gewähr für die Richtigkeit der Fundstellen, der Gerichtsurteile, der erwähnten Artikel, Paragraphen oder sonstige Benennungen oder Bezeichnungen. Die Broschüre wurde mit größter Sorgfalt unter Einbezug moderner Technik erstellt. Eine Haftung für die Texte und Muster kann dennoch nicht übernommen werden.4 4 Vorwort von Rechtsanwalt Dr. Jörg Gössler, Berlin und Zürich Die Schweiz ist nicht nur aufgrund ihres hohen Lebensstandards eines der beliebtesten Auswanderungsziele der Deutschen und nimmt dabei einen Spitzenplatz ein. Wenn man die Berichterstattung in den Medien verfolgt, sind vor allem steuerliche Aspekte dafür verantwortlich. Welche steuerlichen Folgen eines Wegzugs in die Schweiz sind hier zu bedenken? Was ist dran an dem Steuerparadies Schweiz? Die nachfolgenden Ausführungen sollen die steuerlichen Folgen eines Wegzugs in die Schweiz skizzieren und einen Überblick verschaffen. Jeder mag seinen eigenen Grund dafür haben, in das beliebte Auswanderungsland Schweiz zu ziehen. Auch das Lohnniveau zieht viele Deutsche in die Schweiz. Dieser Leitfaden möchte allen denjenigen, die sich mit einem Wohnungs- bzw. Arbeitswechsel Richtung Schweiz beschäftigen, eine Hilfestellung geben, wobei der Schwerpunkt im Steuerrecht liegen soll. Arbeits-, ausländerrechtliche sowie sozialrechtliche Unterschiede werden in den anderen Broschüren der Vereine Grenzgänger I N F O e.v. Copyright des Aufenthalter I N F O e.v. weiter ausgeführt und sollen hier nicht dargestellt werden. Dieser Leitfaden richtet sich an diejenigen, die grenzüberschreitend zwischen Deutschland und der Schweiz tätig sind. Der Schwerpunkt ist eindeutig aus der Sicht des deutschen Steuerzahlers dargestellt, denn letztlich sind steuerliche Fragestellungen diejenigen, die in der Praxis am meisten interessieren. Dr. Jörg Gössler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Steuerrecht Roh Rechtsanwälte AG (Schweiz) D Berlin, Kurfürstendamm 21 CH 8001 Zürich, Seidengasse Wir danken Herrn Dr. Gössler für seine tatkräftige Mitarbeit an dieser Broschüre, ohne ihn wäre sie nicht zustande gekommen. Rolf Eichin Wichtig: Die Belange der Grenzgänger in die Schweiz sind in Arial geschrieben. Die Belange der Aufenthalter in der Schweiz sind in Arial kursiv geschrieben. Begriffe, die eine weibliche und eine männliche Form aufweisen können, werden grundsätzlich nicht unterschieden, sondern jeweils in der einen oder anderen Form verwendet. Sie sind somit als gleichwertig zu betrachten. Fragen und Probleme sind stets an die Vereine zu richten. Für Verbesserungsvorschläge, Hinweise, Fehler oder aktuelle Änderungen bitten die Vereine um Mitteilung. Die Vereine Grenzgänger I N F O e. V., eingetragen beim Vereinsregister des Amtsgerichts Lörrach, VR Nummer Aufenthalter I N F O e. V., eingetragen beim Vereinsregister des Amtsgerichts Lörrach, VR Nummer Die Vereine Grenzgänger I N F O e. V. und Aufenthalter I N F O e. V. für Grenzgänger und Aufenthalter in der Schweiz wurden gegründet, weil keine Anlaufstellen bestanden, die zentral über die Probleme des Arbeitens in der Schweiz beraten und informiert haben. Dank der vernetzten Arbeit mit anderen Organisationen, eines engagierten Teams und der Kontakte zu Steuerberatern, Rechtsanwälten und Versicherungsfachleuten konnten die Vereine erheblich von deren Kompetenz und jahrelanger Erfahrung profitieren. Die Vereine leisten jährlich über Beratungen telefonisch, schriftlich, per oder persönlich. Die Beratung, die Hilfe und Unterstützung sind kostenlos, von einer Vereinsmitgliedschaft nicht abhängig und verpflichten den Interessenten in keiner Weise. Somit sind die Vereine auf Spenden, Gönner und Fördermitglieder angewiesen. Die Vereine sind weder versicherungsberatend, noch rentenberatend oder steuerberatend tätig. Auch arbeiten die Vereine nicht gemeinnützig. Versicherungsfragen werden weitergeleitet an RE Dienstleistungen für Grenzgänger I N F O e. V. und Aufenthalter I N F O e. V.. Wichtige Broschüre Versicherungen für Grenzgänger und Aufenthalter in der Schweiz5 5 Der Werdegang der Vereine 1991 Gründung des Grenzgänger I N F O Verein 1992 Broschüre: Ich bin Grenzgänger in der Schweiz 1993 Entwicklung D-CH Krankenversicherungsmodell 1994 Zusammenarbeit mit Steuerberatern 1995 Eintragung im Vereinsregister 1996 Nettolohnberechnung computergestützt 1998 Erste Webseite im Internet Broschüre: Ich arbeite in der Schweiz und werde Mutter 1999 Differenzkindergeld 1999 Broschüre: 60 Tage Regelung Doppelbesteuerungsabkommen Deutschland - Schweiz 2000 Broschüre: Ich bin Aufenthalter in der Schweiz 2001 Entwicklung D-CH Krankenversicherungsmodell für Aufenthalter 2001 Gründung Aufenthalter I N F O Verein Broschüre: Ich arbeite in der Schweiz und werde Rentner 2002 Broschüre: Ich suche einen Job in der Schweiz 2002 Enge Zusammenarbeit mit Behörden zur Einführung der bilateralen Verträge z. B. Arbeitsamt, KVG Schweiz 2003 Enge Zusammenarbeit mit den EURES-Beratern 2003 Computergestützte Vorsorgeberechnung 2004 Zusammenarbeit RE Dienstleistungen für Grenzgänger I N F O e.v. und Aufenthalter I N F O e.v Broschüre: Versicherungen für Grenzgänger und Aufenthalter in der Schweiz Broschüre: Ich bin Grenzgänger andersherum, von der Schweiz nach Deutschland, 2005 Broschüre: Immobilienerwerb durch Grenzgänger und Aufenthalter in der Schweiz Entwicklung D-CH Krankenversicherungsmodell EU für Aufenthalter 2006 Broschüre: Ich bin Niedergelassener in der Schweiz Schutz Marken Grenzgänger I N F O e.v. und Aufenthalter I N F O e.v. durch das Europäische Markenamt Broschüre: Ich bin Student in der Schweiz 2008 Broschüre: Grenzgänger in die Schweiz und die steuerlichen Konsequenzen von Einmalauszahlungen aus der Schweizer Pensionskasse Copyright StB Dipl.-Kfm. G. Miessl, Konstanz Was kann ich in der Schweiz verlangen? Richtwertesammlung Broschüre: Steuererklärung erstellen als Grenzgänger 2013 Broschüre: Ich arbeite in der Schweiz und zahle Steuern" 2013 Broschüre: Ich bin Rückzüger, aus der Schweiz nach Deutschland 2013 Broschüre: Ich bin Grenzgänger mit Wochenaufenthalt in der Schweiz Expertenforum: Fragen Sie uns, wir antworten schnell und kompetent: Mitgliedsbeitrag und Gönnerbeitrag Der Mitgliedsbeitrag beträgt EUR 24 pro Jahr. Einmalige Aufnahmegebühr EUR 10. Der Mitgliedsantrag steht im Internet zum Download bereit: Ein Gönnerbeitrag ist möglich: Deutsche Bank Lörrach, Konto , BLZ , Kontoinhaber: Grenzgänger I N F O e. V. oder Deutsche Bank Lörrach, Konto , BLZ , Kontoinhaber: Aufenthalter I N F O e. V. Mitgliedsbeiträge sowie Gönnerbeiträge können gemäß 9 Absatz 1 Nummer 3 Einkommenssteuergesetz Deutschland als Werbungskosten angesetzt werden: Werbungskosten sind auch Beiträge zu Berufsständen und sonstigen Berufsverbänden, deren Zweck nicht auf einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb gerichtet ist.6 6 Datenschutz und Beratungskosten Die Vereine sind berechtigt, Beratungen gegen Honorar zu leisten; dies geschieht nach vorheriger Anzeige. Es wird dem Interessenten mitgeteilt und er willigt ein, dass personenbezogene Daten gespeichert werden, deren Löschung er jederzeit beantragen kann. Die Vereine Grenzgänger I N F O e.v. und Aufenthalter I N F O e.v. sowie RE Dienstleistungen für Grenzgänger I N F O e.v. und Aufenthalter I N F O e.v. verpflichten sich, alle Vorkehrungen zur Einhaltung der massgebenden gesetzlichen Vorschriften des Datenschutzes zu treffen. Die Daten werden absolut vertraulich behandelt. Personendaten werden in der Regel in elektronischer Form aufbewahrt. Zugleich werden sämtliche Angaben nur mit ausdrücklichem Einverständnis an Drittpersonen weitergeleitet. Ebenso stimmt der Interessent einer Kontaktaufnahme - persönlich, telefonisch, schriftlich, elektronisch - und der Betreuung durch die Aktiv-Mitglieder bzw. Berater der Vereine zu, bzw. der Kontaktaufnahme durch RE Dienstleistungen für Grenzgänger I N F O e. V. und Aufenthalter I N F O e. V.. Haftung Die Umsetzung der Ergebnisse aus den hier vorliegenden Informationen und den persönlichen Beratungen liegen außerhalb des Einflussbereiches des Grenzgänger I N F O e. V. und des Aufenthalter I N F O e. V., weshalb hierfür auch keine Haftung übernommen werden kann. Dies gilt sowohl für die Inhalte der veröffentlichten eigenen Broschüren und Websites als auch für die empfohlenen Broschüren und Websites. Gleiches gilt für die Beratungen persönlicher, elektronischer, schriftlicher oder telefonischer Artikel Für die Inhalte und die Richtigkeit der in der Broschüre genannten Websites, Zeitungen, Zeitschriften, Adressen, Hotels, Pensionen, der Bahn-, Bus-, und Verkehrsverbindungen, einschließlich der hier genannten Preise, Öffnungszeiten, Telefonnummern, Faxnummern, E- Mail- und Websiteadressen sowie der Wohn- und Geschäftsadressen etc., kann keine Haftung übernommen werden. Broschüren Die Broschüren wurden mit größter Sorgfalt und unter Einbezug moderner Technik erstellt. Sie gehen vertieft auf besondere Fragen ein, die sich bei einem Arbeitsverhältnis in der Schweiz oder bei einem Wohnsitzwechsel in die Schweiz (mit oder ohne Arbeitsaufnahme) stellen können. Gesetzliche oder sonstige Änderungen werden schnellstmöglich übernommen. Die Angaben sollen aber lediglich Informationen der allgemeinen Art darstellen, die nicht auf die besonderen Bedürfnisse bestimmter Personen innerhalb der Personengruppe Grenzgänger, Aufenthalter oder sonstiger Einrichtungen abgestimmt sind. Eine Haftung für die Texte und Muster kann dennoch nicht übernommen werden. Weitere Broschüren und Homepages ISBN Ich bin Grenzgänger in der Schweiz Ich bin Aufenthalter in der Schweiz Ich bin Niedergelassener in der Schweiz Ich arbeite in der Schweiz und werde Rentner Ich arbeite in der Schweiz und werde Mutter Ich suche einen Job in der Schweiz Tage Regelung Doppelbesteuerungsabkommen Deutschland - Schweiz Immobilienerwerb durch Grenzgänger und Aufenthalter in der Schweiz Versicherungen für Grenzgänger und Aufenthalter in der Schweiz Ich bin Student in der Schweiz Ich arbeite in der Schweiz und zahle Steuern Ich bin Rückzüger, aus der Schweiz nach Deutschland Ich bin Grenzgänger mit Wochenaufenthalt in der Schweiz xxx7 7 Unsere Dienstleistungen Persönliche Beratungsgespräche z. B. Bewilligung, Sozialversicherung, Umzug und Zoll, Krankenversicherungspflicht, Quellensteuer, Kindergeld Beratung Direktversicherung für Grenzgänger, Beratung 3te Säule für Aufenthalter elektronische Nettolohnberechnung für Grenzgänger und Aufenthalter günstige Versicherungsprämien durch Gruppen- oder Kollektivverträge über RE Dienstleistungen für Grenzgänger I N F O e.v. und Aufenthalter I N F O e.v Erfindung des D CH Krankenversicherungsmodell für Grenzgänger Günstige Versicherungsprämien für schweizerische Sach- und Personenversicherungen (Kfz, Hausrat-, Haftpflicht-, Rechtsschutzversicherung) in der Schweiz. Empfehlung Schweizer Jobvermittler 13 verschiedene Broschüren 17 Homepages mit verschiedenen Themen und für unterschiedliche Probleme 100 MegaBite Formulare, I N F O Blätter, Merkblätter, E-Formulare, amtliche Bekanntmachungen, Gesetzestexte, Broschüren, Kommentare etc. auf unserer Homepage zum herunterladen. Expertenforum im Internet Fragen und Antworten Regelmäßige Newsletter per Individuelle Vorsorgeberechnung Vorsorgeberatung Steuerberaterempfehlungen Schweizer Rechtsanwälte für Arbeitsrecht Drei Beratungsstandorte: Zentrale Lörrach-Brombach bei Basel, Stuttgart, CH Kreuzlingen am Bodensee täglich bis 19 Uhr zu erreichen Wissen und Know how seit 1980 Grenzgänger I N F O e.v und Aufenthalter I N F O e.v sind eingetragene Marken beim Europäischen Markenamt Immobilien für Grenzgänger im Grossraum Basel Was kann ich in der Schweiz verlangen? Richtwertesammlung, Quellennachweis: Länderinformationsschrift Schweiz, Bundesverwaltungsamt Köln, Deutschland, Eidgenössische Finanzverwaltung, Bern, Schweiz, Eidgenössische Steuerverwaltung, Bern, Schweiz, Eidgenössische Zollverwaltung, Bern, Schweiz, Bundesamt für Sozialversicherung, Bern, Schweiz, Bundesamt für Gesundheit, Bern, Schweiz, Bundesministerium der Finanzen, Berlin, Deutschland, Fachschriften Chambre de Commerce Allemagne - Suisse, Zürich, Schweiz, Basler Volkswirtschaftsbund, Basel, Schweiz, Bundesamt für Migration, Bern, Schweiz Bundesamt für Ausländerfragen, Bern, Schweiz, Bundesamt für Landestopographie, Bern, Schweiz, Bundesamt für Statistik, Bern, Schweiz, Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten, Bern, Schweiz, Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren, Bern, Schweiz, Bundesamt für Berufsbildung und Technologie, Bern, Schweiz, Bundesamt für Bildung und Wissenschaft, Bern, Schweiz, Bundesfinanzhof München, Deutschland Fachschriften der Regio Basiliensis, Basel, Schweiz, Kanton Basel-Stadt, Schweiz, Kanton Basel-Land, Schweiz, Kanton Zürich, Schweiz Kanton St. Gallen, Schweiz Kanton Thurgau, Schweiz Kanton Aargau, Schweiz Oberfinanzdirektion Karlsruhe, Deutschland Bei Rückfragen stehen die Vereine zur Verfügung: Grenzgänger I N F O e.v. und Aufenthalter I N F O e.v. Lörracher Strasse 50 c Romanshornerstrasse Lörrach-Brombach CH 8280 Kreuzlingen Telefon Telefon Telefax aus Deutschland8 8 Definition Grenzgänger, Aufenthalter und Wochenaufenthalter Grenzgänger Der Begriff Grenzgänger wird wie folgt definiert: Grenzgänger sind Staatsangehörige, die im Gebiet der einen Vertragspartei wohnen und im Gebiet der anderen Vertragspartei einer regelmäßigen Erwerbstätigkeit nachgehen. Diese Umschreibung des Grenzgängerbegriffs deckt sich nicht mit derjenigen, der für die Besteuerung zugrund liegt. In der Definition des Grenzgängers aus der Sicht des Doppelbesteuerungsabkommens Deutschland - Schweiz (gültig seit 01. Januar 1994) wird auf das Erfordernis der regelmässigen Rückkehr nach der Arbeit an den Wohnort hingewiesen. Es ist somit zu beachten, dass die Grenzgängerbestimmungen des Sozialversicherungsrechts auch auf Personen Anwendung finden können, die nach den ausländerrechtlichen Vorschriften keine Grenzgänger-Bewilligung erhalten müssen. Oder ein Sozialversicherungsrechtlicher Grenzgänger muss keine Steuerrechtlicher Grenzgänger sind. Aufenthalter Der Begriff Aufenthalter wird wie folgt definiert: Aufenthalter sind Staatsangehörige, die im Gebiet der anderen Vertragspartei wohnen und dort einer regelmäßigen Erwerbstätigkeit nachgehen, aber nicht dessen Staatsangehörigkeit tragen. Woher kommt der Begriff Wochenaufenthalt im Verhältnis zum Europäischen Ausland Der Begriff Wochenaufenthalter ist im Verhältnis zum Freizügigkeitsabkommen Schweiz EU entstanden. Zum 01.Juni 2007 wurde der Begriff Grenzgänger durch das Freizügigkeitsabkommen erweiter. Bis zu diesem Zeitpunkt musste der Grenzgänger gemäss den Regeln zur Erlangung einer Grenzgängerbewilligung im Grenzgebiet zur Schweiz wohnen und täglich in seinen Heimatstaat zurückkehren. Diese Regelung wurde erweiter das der Grenzgänger nun nicht mehr aus dem Grenzgebiet kommen muss und nicht mehr täglich an seinen Wohnsitz zurückkehren muss. Es genügt die wöchentliche Rückkehr an den Wohnsitz in der EU. Wochenaufenthalter, richig müsste es heissen Wochengrenzgänger Der Begriff Wochenaufenthalter entspringt dem schweizer Sprachgebrauch. Leider führte das zur Benutzung des Begriffs Wochenaufenthalter, der richtig Wochengrenzgänger heissen sollte, damit keine Verwechslung zum Aufenthalter entsteht. Der Aufenthalter wohnt dauerhaft in der Schweiz und pendelt in der Regel nicht. Schweizer Bürger als Grenzgänger Deutschland Schweiz Schweizer Bürger welche In Deutschland wohnen und täglich oder wöchentlich in die Schweiz zur Arbeit gehen, benötigt keine Genehmigung. Aufenthalter Der Begriff Aufenthalter wird wie folgt definiert: Aufenthalter sind Staatsangehörige, die im Gebiet der anderen Vertragspartei wohnen und dort einer regelmäßigen Erwerbstätigkeit nachgehen, aber nicht dessen Staatsangehörigkeit tragen.9 9 Grundsätzliches zur Besteuerung Es besteht die falsche Meinung, das die bilateralen Verträge Schweiz Europäische Union auch Auswirkungen auf das Steuerrecht haben. Im Wortlaut der Verträge heißt es unter Artikel 21 (1): Die Bestimmungen der bilateralen Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Schweiz und den Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft bleiben von den Bestimmungen dieses Abkommens unberührt. Insbesondere lassen die Bestimmungen dieses Abkommens die in den Doppelbesteuerungsabkommen festgelegte Begriffsbestimmung des Grenzgängers unberührt. Der Hinweis auf die Begriffsbestimmung des Grenzgängers zielt darauf ab, dass z. B. im Doppelbesteuerungsabkommen Deutschland - Schweiz von einer täglichen Rückkehr gesprochen wird, während in den bilateralen Verträgen immer wieder von einer wöchentlichen Rückkehr die Rede ist. In beiden Fällen handelt es sich aber immer um ein und denselben Grenzgänger. Doppelbesteuerungsabkommen Schweiz Deutschland, kurz DBA Nach dem oben genannten Abkommen bestimmt sich die Besteuerung zwischen beiden Staaten. Zum Verständnis des Doppelbesteuerungsabkommens muss gesagt werden, dass es nur das Verhältnis eines Steuersubjektes zur Schweiz und zu Deutschland hin regelt. Das Doppelbesteuerungsabkommen ist nicht gültig für die Regelung von zwei oder mehreren Steuersubjekten untereinander. Die grenzüberschreitende Tätigkeit eines Inländers in der Schweiz kann steuerrechtlich vielfältig zu beurteilen sein. Das Doppelbesteuerungsabkommen mit der Schweiz (DBA CH D) kennt vielfältige Fallgruppen Alle Doppelbesteuerungsabkommen der Schweiz mit den angrenzenden Nachbarländern Für Grenzgänger mit Wohnsitz direkt an die Schweiz angrenzenden Staaten finden nachfolgende Regeln Anwendung: Besteuerung durch Tätigkeitsstaat (Schweiz) Ausländischer Wohnsitzstaat Deutschland X (1) 4,5 % Quellensteuer X (2) Österreich X (3) 3 % Quellensteuer X (2) Frankreich X (4) (4) Italien X Liechtenstein X (5) (1) Der Schweiz steht ein prozentual limitierter Quellensteuerabzug von 4,5% der Bruttoeinkünfte zu. (2) Die in der Schweiz erhobene Quellensteuer wird vom ausländischen Wohnsitzstaat angerechnet. (3) Der Schweiz steht ein prozentual limitierter Quellensteuerabzug von 3 % der Bruttoeinkünfte zu. (4) Bei einer Tätigkeit in den Kantonen BL, BS, BE, NE, JU, SO, VS, VD erfolgt die Besteuerung durch Wohnsitzstaat; bei den anderen Kantonen durch Tätigkeitsstaat (5) Besteuerung im Tätigkeitsstaat Generell sind bei öffentlich rechtlichen Arbeitgebern andere Besteuerungen möglich.10 10 Grenzgänger-Besteuerung im Verhältnis Deutschland - Schweiz Art. 15a Doppelbesteuerungsabkommen DBA Schweiz - Deutschland Gehälter, Löhne und ähnliche Vergütungen, die aus nichtselbstständiger Arbeit bezogen werden, werden in dem Vertragsstaat besteuert, in dem der Grenzgänger ansässig ist. Es gilt also das Wohnsitzstaatprinzip. a) Arbeitnehmer in privaten Arbeitsverhältnissen Regelfall: Tätigkeitsprinzip (Besteuerung in der CH) Ausnahme 1: Wohnsitzbesteuerung bei kurzfristiger Tätigkeit in der Schweiz (Besteuerung D) Ausnahme 2: Grenzgängerbesteuerung (Aufteilung des Besteuerungsrechts: Wohnsitzbesteuerung mit Anrechnung einer Quellensteuer von 4,5%) b) Künstler, Musiker, Sportler und Artisten (Art. 17 DBA): Tätigkeitsprinzip (Besteuerung CH) c) öffentlicher Dienst (Art. 19 DBA): Kassenstaatsprinzip (Besteuerung CH) d) Ruhegehälter aus öffentlichen Kassen (Art 19 oder Art.21 DBA): Wohnsitz- oder Kassenstaatsprinzip (Besteuerung D oder CH ) e) Tätigkeitsvergütungen für Gesellschafter einer Personengesellschaft (Art 7 Abs. 7 DBA): Betriebsstättenprinzip (Besteuerung im Regelfall CH) Grenzgänger Regelung im Doppelbesteuerungsabkommen DBA Schweiz Deutschland Das Verhältnis der Vorschriften zur Besteuerung des Arbeitslohns selbst ergibt sich unmittelbar aus Art. 15a Abs. 1 DBA-Schweiz Deutschland Text aus dem DBA: (1) Ungeachtet des Artikels 15 können Gehälter, Löhne und ähnliche Vergütungen, die ein Grenzgänger aus unselbständiger Arbeit bezieht, in dem Vertragsstaat besteuert werden, in dem dieser ansässig ist. Zum Ausgleich kann der Vertragsstaat, in dem die Arbeit ausgeübt wird, von diesen Vergütungen eine Steuer im Abzugsweg erheben. Diese Steuer darf 4,5 vom Hundert des Bruttobetrages der Vergütungen nicht übersteigen, wenn die Ansässigkeit durch eine amtliche Bescheinigung der zuständigen Finanzbehörde des Vertragsstaates, im der der Steuerpflichtige ansässig ist, nachgewiesen wird. Artikel 4 Absatz 4 bleibt vorbehalten. Damit ist eindeutig, dass die Grenzgänger-Regelung den allgemeinen Grundsätzen der Anwendung der Doppelbesteuerungsabkommen vorgeht. Allerdings kann sich auch im Rahmen der Grenzgänger-Besteuerung die Frage der Anwendung des Art. 15 DBA (Schweiz oder Drittstaaten) stellen: a. bei Wegfall der Grenzgängereigenschaft (z.b. Wechsel der Tätigkeit, Aufnahme einer Reisetätigkeit, über 60 Nichtrückkehrtage) b. bei Tätigkeiten in Drittstaaten c. bei unterjährigem Wechsel zu einem deutschen Arbeitgeber und weiterer Tätigkeit in der Schweiz Für den Bereich der eigentlichen Grenzgängerbesteuerung gibt es folgende Prüfungsübersicht 1. Schritt Sachverhaltsermittlung: Welche Tätigkeit liegt vor Prüfung der Tätigkeit, des Arbeitgebers, ggf. des Anstellungsvertrages 2. Schritt Prüfung der Grenzgängereigenschaft liegen schädliche oder unschädliche Nichtrückkehrtage vor. 3. Schritt Ermittlung der Bemessungsgrundlage welche Einnahmen sind zu erfassen (z. B. Problemebereiche der Lohnersatzleistungen. Leistungen für die betriebliche Altersversorgung) welche Werbungskosten sind aufgrund der Besonderheit der Grenzgänger abzugsfähig Währungsumrechnungsfragen Besonderheiten bei den Sonderausgaben und ggf. aussergewöhnlichen Belastungen11 11 Art. 15a Abs 2 DBA Schweiz Deutschland definiert den Grenzgänger wie folgt Text aus dem DBA: Grenzgänger im Sinne des Absatzes 1 ist jede in einem Vertragsstaat ansässige Person, die in dem anderen Vertragsstaat ihren Arbeitsort hat und von dort regeimäßig an ihren Wohnsitz zurückkehrt... Die Besteuerung des Grenzgängers findet somit grundsätzlich in dem Vertragsstaat statt, in dem der Grenzgänger ansässig ist, was im Falle eines deutschen Grenzgängers in die Schweiz Deutschland ist. Wichtig, das Verhältnis zur Bewilligung Die Besteuerung in Deutschland ist nicht davon abhängig, ob für die Erwerbstätigkeit in der Schweiz eine Grenzgänger- oder Aufenthaltsbewilligung vorliegt, sondern richtet sich allein nach den tatsächlichen Verhältnissen und den allgemeinen Vorschriften des Einkommensteuerrechts.12 12 60 Tage Regelung Satz 2 des Art 15a Abs.2 DBA Text aus dem DBA:...Kehrt diese Person nicht jeweils nach Arbeitsende an ihren Wohnsitz zurück, entfällt die Grenzgängereigenschaft nur dann, wenn die Person bei einer Beschäftigung während des gesamten Kalenderjahres an mehr als 60 Arbeitstagen auf Grund ihrer Arbeitsausübung nicht an ihren Wohnsitz zurückkehrt. Broschüre 60 Tage Regelung Doppelbesteuerungsabkommen Deutschland Schweiz Regelmässig Rückkehr Die Grenzgängereigenschaft als Sonderregelung, die der üblichen Tätigkeitsbesteuerung vorgeht, beruht gedanklich auf der "Verwurzelung" des Grenzgängers in einer faktischen Grenzzone von rund 110 km dies und jenseits der Grenze. Daher wird ein regelmäßiges Pendeln zwischen Arbeitsort und Wohnort (Ansässigkeit) gefordert. Aus dem Einführungsschreiben zum DBA Deutschland Schweiz vom zum Arbeitsort:...Arbeitsort ist regelmäßig der Ort, an dem der Arbeitnehmer in den Betrieb seines Arbeitgebers eingegliedert ist. Übt der Arbeitnehmer nicht nur an diesem Ort seine Tätigkeit aus (z. B. Berufskraftfahrer, Außendienstmitarbeiter), sind die Tage der auswärtigen Tätigkeit als Geschäftsreisen im Rahmen der Ermittlung der Nichtrückkehrtage zu würdigen Ist der Arbeitnehmer nach seinem Arbeitsvertrag in mehr als einem Betrieb seines Arbeitgebers eingegliedert, so ist Arbeitsort der Ort, an dem er seine Arbeit überwiegend auszuüben hat... Beispiel: Ein in Deutschland ansässiger Arbeitnehmer ist nach seinem Arbeitsvertrag verpflichtet, seine Arbeit an drei Wochen pro Monat in der Schweiz und eine Woche pro Monat in Deutschland/in einem Drittstaat auszuüben. Sein Arbeitsort ist in der Schweiz. Liegt eine regelmäßige Rückkehr vor, sind die Arbeitstage außerhalb der Schweiz als Geschäftsreisen im Rahmen der Nichtrückkehrtage zu würdigen.13 13 Überblick zur Grenzgängereigenschaft Liegt die Grenzgängereigenschaft vor? nein ja Anrechnung der schweizerischen Steuer gem. Art. 15a Abs. 3 Buchstabe a) begrenzt auf 4,5 % des schweizerischen Bruttoarbeitslohns Anrechnung wie Einkommensteuervorausza hlungen ohne Anwendung des 34 c EStG Liegt die Eigenschaft als leitender Angestellter isd Art. 15 Abs. 4 oder als Bordpersonal isd Art. 15 Abs. 3 vor? ja Wird die Tätigkeit in der Schweiz ausgeübt? ja nein nein Freistellung unter Progressionsvorbehal t nach Art. 24 Abs. 1 Nr. 1 Buchstabe d) Anwendung der Anrechnungsmethode nach Art. 24 Abs. 2 unter Berücksichtigung des 34 c EStG Greift die 183-Tage- Regelung des Art. 15 Abs. 2? nein ja Die Voraussetzungen des Art. 15 Abs. 2 liegen bei Grenzgänger regelmäßig nicht vor, da der Arbeitgeber in der Schweiz ansässig ist (vgl. Art. 15 Abs. 2 Buchstabe b) Wird die Tätigkeit in der Schweiz ausgeübt? ja Freistellung unter Progressionsvorbehalt nach Art. 24 Abs. 1 Nr. 1 Buchstabe d) nein Deutschland hat nach Art. 15 Abs. 1 Satz 1 das Besteuerungsrecht für die Tätigkeit in Deutschland und Drittstaaten keine Berücksichtigung der schweizerischen Steuern14 14 Ablauf Grenzgänger Deutsche Grenzgänger im Sinne des DBA haben ihre Steuern in Deutschland zu entrichten, wobei 4,5 % des Bruttolohnes, genannt Quellensteuer, als Vorauszahlung auf die deutsche Steuer durch den Arbeitgeber in der Schweiz einbehalten werden. Diese Quellensteuer verbleibt dem Schweizer Staat. Quellensteuer Die einbehaltene Quellensteuer in Höhe von 4,5% wird an der deutschen Einkommenssteuer angerechnet. Niedriges Einkommen in der Schweiz Sofern nach dem internen Recht eines der Vertragsstaaten ein niedrigerer Steuersatz zur Anwendung gelangt, so gilt dieser niedrigere Satz. Gre1 Es muss eine Meldung beim Wohnsitz-Finanzamt erfolgen. Dort wird die Ansässigkeitsbescheinigung ausgehändigt, Formular Gre1, das unterschrieben und ausgefüllt an das Finanzamt zurückzugeben ist. Das Finanzamt bestätigt, dass der Wohnsitz in Deutschland ist. Der Grenzgänger erhält zwei Ausfertigungen zurück, wobei eine für den Arbeitgeber bestimmt ist. Die Ansässigkeitsbescheinigung wird nach einem Jahr mit Formular Gre2 verlängert.15 15 S 2-76 Gleichzeitig wird der Fragebogen S 2-76 zur Ermittlung der Steuervorauszahlung, unter Anrechnung der Quellensteuer in der Schweiz, vom Finanzamt verlangt. Dem Fragebogen S 2-76 ist auch eine Kopie des ersten Lohnausweises beizulegen. Nach Abgabe des Fragebogens erhält der Grenzgänger einen Vorauszahlungsbescheid. Steuerzahlung wann? Auf die Jahressteuer sind vierteljährlich Vorauszahlungen zu leisten: am 10. März, 10. Juni, 10. September und 10. Dezember. Kein Gre1 Sofern eine solche Bescheinigung nicht vorliegt, wird die volle Steuer des Arbeitsortstaates in Abzug gebracht. Auf diese Weise soll insbesondere vermieden werden, dass Grenzgänger in keinem der beiden Staaten die Einkünfte versteuern. Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer Auch für den Grenzgänger ist der Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5 % aus der Steuerlast fällig, sowie die Kirchensteuer. Firmenwagen Ein vom schweizerischen Arbeitgeber auch für den privaten Zweck zur Verfügung gestellter Firmenwagen unterliegt in Deutschland der Besteuerung und zwar in der Regel nach der sogenannten 1%-Regelung vom Bruttoneuwert des Kfz. Geldwerter Vorteil Pauschalierte Spesen und andere pauschal ersetzten Zuschüsse (z. B. Fahrtkosten, Berufskleidung) sind als "Geldwerter Vorteil" zu versteuern. Pensionskassenbeiträge Die Regelungen des Alterseinkünftegesetzes sind auch im Zusammenhang mit der Pensionskasse (BVG) zu beachten. Dies gilt sowohl für die Einzahlung der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteile, für freiwillige Einzahlungen in die Pensionskasse, als auch für die Auszahlungen aus der Pensionskasse, bei Eintritt in die Rente oder bei Vorbezug, auch bei Immobilienerwerb. Aktien und Bezugsrechte Vom Arbeitgeber überlassene Aktien oder Bezugsanrechte sind in dem Kalenderjahr anzusetzen, in dem die Aktie erworben wurde. Ein Verfügungsrecht ist hierbei ohne Bedeutung. Mögliche Minderung vom Bruttoeinkommen nach dem Recht des Wohnlandes Werbungskosten (z.b. Mitgliedsbeitrag beim Grenzgänger I N F O e. V.), Sonderausgaben, außergewöhliche Belastungen, Vorsorgeaufwendungen, Pauschbeträge oder andere nachgewiesene Ausgaben, welche nach dem geltenden Steuerrecht des Wohnlandes das zu versteuernde Einkommen reduzieren können. Nettolohnberechnung für Grenzgänger Nettolohnberechnung:16 16 Ablauf 60-Tage-Regelung Wird festgestellt, dass der Arbeitnehmer an mehr als 60 Tagen aus beruflichen Gründen nicht an seinen Wohnsitz zurückkehren konnte, fällt das Steuerrecht an den Schweizer Staat. Es ist dann in der Schweiz eine monatliche Quellensteuer zu entrichten, die in der Regel höher ist als 4,5% Quellensteuer für Grenzgänger. Der Nachweis dieser Nichtrückkehrtage erfolgt mit dem Formular Gre3. Jene Arbeitnehmer, deren Einkommen im betreffenden Jahr nur um die fixe Steuer von 4,5 % gekürzt worden sind, erhalten eine durch das kantonale Steueramt gemäß Quellensteuertarif berechnete Steuernachforderung. Weitere Informationen im Verlauf dieser Broschüre oder Broschüre: 60 Tage Regelung Doppelbesteuerungsabkommen Deutschland - Schweiz Quellensteuertarif von verschiedenen Kantonen in der Schweiz (keine Kinder, mit Kirchensteuer) Kanton: CHF 5000 mtl. ledig CHF 5000 mtl. verheiratet CHF mtl. ledig CHF mtl. verheiratet Aargau 390 CHF 180 CHF CHF 980 CHF 7,8 % 3,6 % 14,6 % 9,8 % Basel-Land 412 CHF 116 CHF CHF 996 CHF 8,24 % 2,31 % 16,60 % 9,96 % Basel-Stadt 601 CHF 217 CHF CHF CHF 12,01 % 4,34% 18,24 % 13,73 % Bern 550 CHF 360 CHF CHF CHF 10,99 % 7,19 % 17,56 % 13,39 % Graubünden 453 CHF 178 CHF CHF CHF 9,05 % 3,55 % 15,24 % 10,63 % Luzern 429 CHF 245 CHF CHF 972 CHF 8,58 % 4,90 % 13,12 % 9,72 % Schaffhausen 497 CHF 275 CHF CHF CHF 9,93 % 5,49 % 16,44 % 11,21 % Schwyz 262 CHF 161 CHF 917 CHF 670 CHF 5,23 % 3,22 % 9,17 % 6,7 % Solothurn 550 CHF 305 CHF CHF CHF 10,99 % 6,09 % 16,74 % 12,31 % St. Gallen 483 CHF 249 CHF CHF CHF 9,65 % 4,98 % 15,59 % 10,80 % Thurgau 568 CHF 266 CHF CHF CHF 11,36 % 5,31 % 16,93 % 12,34 % Zug 189 CHF 94 CHF 950 CHF 516 CHF 3,78 % 1,87 % 9,5 % 5,16 % Zürich 310 CHF 179 CHF CHF 801 CHF 6,19 % 3,58 % 11,34 % 8,01 % Die einzelnen Kantone haben unterschiedliche Quellensteuertarife Der Arbeitgeber Ist für den Arbeitgeber voraussehbar, dass der Grenzgänger bei ganzjähriger Beschäftigung an mehr als 60 Tagen pro Kalenderjahr bei zeitweiser Beschäftigung während des Kalenderjahres nach entsprechender Kürzung aus beruflichen Gründen nicht an seinen Wohnsitz zurückkehren wird, ist der Tätigkeitsstaat vorläufig berechtigt, Quellensteuern entsprechend seinem nationalen Recht zu erheben. Der Arbeitgeber hat dies dem Grenzgänger formlos zu bescheinigen mit dem Hinweis, dass die detaillierte Aufstellung der Tage der Nichtrückkehr nach Ablauf des Kalenderjahrs oder, wenn das Arbeitsverhältnis früher beendet wird, zum Ende des Arbeitsverhältnisses mit dem Vordruck Gre-3 zur Vorlage bei der Steuerbehörde bescheinigt wird.17 17 Nachweis der Nichtrückkehrtage Stellt der Arbeitgeber am Ende des Jahres oder bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses während des Kalenderjahres fest, dass die Grenzgänger-Eigenschaft aufgrund der entsprechenden Nichtrückkehrtage entfällt, hat er die Nichtrückkehrtage zu bescheinigen. Das Formular Gre-3 ist vierfach und beiden Steuerbehörden einzureichen.18 18 Wochenaufenthalter Wie ist der Begriff Wochenaufenthalter ursprünglich entstanden Es finden sich viele Internetseiten und auch Gerichtsurteile die über den Wochenaufenthalt berichten. Dies bezieht sich alles auf das Innerschweizer Verhältnis das man in einem Kanton Wohnhaft ist und in einem anderen Kanton arbeitet und während der Arbeitswoche dort wohnt, also in der Regel während der Woche in dem einem Kanton wohnt, wo die Arbeit ist und am Wochenende in einen anderen Kanton geht, dort wo die Familie zu Hause ist. Da die steuerlichen Regelungen in der Schweiz auch auf die Gemeinden und den Kantone ausgerichtet sind, kommt es dann darüber zum Streit, wo die Steuern innerhalb der Schweiz zu bezahlen sind. Man muss bedenken dass es in der Schweiz rund Gemeinden gibt, und jede Gemeinde erhebt einen anderen Steuersatz. Und es gibt 26 Kantone gibt, die verschiedene Steuern erheben. Dies ist alles in Deutschland kein Problem, weil in ganz Deutschland, trotz der 16 Bundesländer, der gleiche Steuertarif gilt. Woher kommt der Begriff Wochenaufenthalt im Verhältnis zum Europäischen Ausland Der Begriff Wochenaufenthalter ist im Verhältnis zum Freuzügigkeitsabkommen Schweiz EU entstanden. Zum 01.Juni 2007 wurde der Begriff Grenzgänger durch das Freizügigkeitsabkommen erweiter. Bis zu diesem Zeitpunkt musste der Grenzgänger gemäss den Regeln zur Erlangung einer Grenzgängerbewilligung im Grenzgebiet zur Schweiz wohnen und täglich in seinen Heimatstaat zurückkehren. Diese Regelung wurde erweiter das der Grenzgänger nun nicht mehr aus dem Grenzgebiet kommen muss und nicht mehr täglich an seinen Wohnsitz zurückkehren muss. Es genügt die wöchentliche Rückkehr an den Wohnsitz in der EU. Wochengrenzgänger Leider führte das zur Benutzung des Begriffs Wochenaufenthalter, der richtig Wochengrenzgänger heissen sollte, damit keine Verwechslung zum Aufenthalter entsteht. Der Aufenthalter wohnt dauerhaft in der Schweiz und pendelt in der Regel nicht. Wochenaufenthalter im internationalen Verhältnis bei der Besteuerung Bei einem Wochenaufenthalter handelt es sich um einen Arbeitnehmer, der während der Arbeitswoche in der Schweiz wohnt und am Wochenende zu seinem Wohnsitz in Deutschland zurückkehrt. Steuerliche Folge ist die Besteuerung der schweizer Lohneinkünfte in der Schweiz zum vollen Quellensteuertarif bei gleichzeitigem Progressionsvorbehalt in Deutschland. Das wiederum bedeutet, dass auf das deutsche Einkommen ein höherer Steuersatz angewendet wird als es ohne die schweizer Lohneinkünfte der Fall wäre. Vorbehalt des Doppelbesteuerungsabkommen bedeutet, dass es von diesem Grundsatz abweichende Bestimmungen geben kann. Dies gilt insbesondere dann, wenn dem Wochenaufenthalter, der während der Arbeitswoche in der Schweiz wohnt, eine tägliche Rückkehr an seinen deutschen Wohnsitz zumutbar ist. Für diesen Fall unterliegt der Wochenaufenthalter der Grenzgängerregelung: Die schweizer Quellensteuer ihv 4,5 % wird auf die deutsche Einkommensteuer angerechnet. Eine tägliche Rückkehr wird dann als zumutbar erachtet, wenn für den Arbeitnehmer keine Wohnsitzpflicht in der Schweiz besteht, die Entfernung zwischen Wohn- und Arbeitsort maximal 110 km beträgt oder die Fahrtzeit (hin und zurück) höchstens 3 Stunden dauert. Kommentar von Hr. Dr. Gössler: Es könnte sich leicht jemand im grenznahen Raum in Sicherheit wiegen als Wochenaufenthalter zu gelten und dann vom Finanzamt böse geweckt werden.19 19 Deutsche Besteuerung Ansässigkeit Die Ansässigkeit natürlicher Personen nach Art. 4 DBA CH-D Art. 4 Ansässigkeit DBA Deutschland Schweiz (1) Im Sinne dieses Abkommens bedeutet der Ausdruck «eine in einem Vertragsstaat ansässige Person» eine Person, die nach dem in diesem Staat geltendem Recht dort unbeschränkt steuerpflichtig ist. Beibehaltung der deutschen Steuerpflicht Sofern der bislang in Deutschland lebende Auswandernde einen Anknüpfungspunkte (Wohnsitz oder Familie) in Deutschland beibehält, wird dies in steuerlicher Hinsicht nachteilige Folgen haben: nämlich die doppelte unbeschränkte Steuerpflicht. Sofern weder Wohnsitz noch gewöhnlicher Aufenthalt in Deutschland vorliegen, endet die unbeschränkte Steuerpflicht in Deutschland. Dann ist der Auswandernde in Deutschland grundsätzlich nur noch beschränkt steuerpflichtig. Anknüpfungspunkt Wohnsitz Nach dem deutschen Abgabenrecht hat jemand seinen Wohnsitz dort, wo er eine Wohnung unter Umständen innehat, die darauf schließen lassen, dass er die Wohnung beibehalten und benutzen wird. Es spielt keine Rolle, ob die Räumlichkeiten angemessen oder standesgemäß sind. Als Wohnung kommen auch Baracken, Hotels bei Dauernutzung, Wohnwagen eines Dauercampers, Wochenendhäuser, Jagdhäuser oder Gartenhäuschen in Betracht. Ebenso ist es ohne Bedeutung, ob die Wohnung möbliert ist. Er muss auch über die Wohnung tatsächlich verfügen können. Die Verfügungsmacht wird verneint, wenn sich jemand lediglich zu Besuchszwecken bei einer anderen Person oder vorübergehend in einem Hotel aufhält. Die Umstände des Innehabens müssen darauf schließen lassen, dass die Wohnung beibehalten und benutzt wird. Auch eine jährlich sehr kurze Nutzung der Wohnung durch den Auswanderer ist ausreichend. Die bloße Absicht, einen Wohnsitz zu begründen oder aufzugeben bzw. die An- und Abmeldung bei der Ordnungsbehörde entfalten keine steuerliche Wirkung und gelten lediglich als Indizien. Nach der Lebenserfahrung spricht es für die Beibehaltung eines Wohnsitzes, wenn jemand eine Wohnung, die er vor und nach einem Auslandsaufenthalt als einzige ständig nutzt, während desselben unverändert und in einem ständig nutzungsbereiten Zustand beibehält. Der Wohnsitz wird also erst dann aufgegeben, wenn die Wohnung aufgelöst wird. Anknüpfungspunkt Familie Auch ein Ehegatte, der nicht dauernd von seiner Familie getrennt lebt, hat seinen Wohnsitz regelmäßig dort, wo sich seine Familie befindet. Wenn sich der Auswandernde nicht von seiner Familie losgesagt hat, ist davon auszugehen, dass er einen Wohnsitz in Deutschland hat und auch weiterhin unbeschränkt steuerpflichtig ist. Bei intakter Ehe erfordert der steuerlich wirksame Wegzug in die Schweiz also die Mitnahme der Familie. Auch in einem Übergangszeitraum, in dem die Familie zunächst zurückbleibt, aber beabsichtigt ist, die Familie nachzuholen, verbleibt es bei der Annahme des deutschen Wohnsitzes, bis der vollständige Umzug tatsächlich erfolgt ist. Ein unverheirateter Steuerpflichtiger mit Wohnrecht in der elterlichen Wohnung behält seinen Wohnsitz, wenn ihm sein Zimmer oder eine Mehrzahl von Zimmern unverändert zur Verfügung steht.20 20 Anknüpfungspunkt Lebensinteresse Die unbeschränkte Steuerpflicht in Deutschland kann auch über einen gewöhnlichen Aufenthalt begründet werden. Einen gewöhnlichen Aufenthalt hat eine Person regelmäßig dort, wo sie sich unter Umständen aufhält, die erkennen lassen, dass sie an diesen Ort oder in diesem Gebiet nicht nur vorübergehend verweilt. Ein gewöhnlicher Aufenthalt wird angenommen, wenn sich die Person an insgesamt mehr als 183 Tagen im Jahr in Deutschland aufhält, die eine unbeschränkte inländische Steuerpflicht begründet. Von praktischer Bedeutung ist die Rechtsprechung, die besagt, dass der gewöhnliche Aufenthalt eines Pendlers, der im Ausland wohnt, aber in Deutschland arbeitet, trotz täglicher Anwesenheit im Inland keinen gewöhnlichen Aufenthalt begründet. Anders ist es, wenn er während der Woche am Arbeitsort bleibt und nur an Wochenenden an den ausländischen Wohnort zurückkehrt. Steuerpflicht in Deutschland und Schweiz Sofern der Auswanderer einen Anknüpfungspunkt in Deutschland hat, führt dies zur unbeschränkten Einkommensteuerpflicht in zwei Staaten und damit zur Doppelbesteuerung. Auf deutscher Seite wird dies dadurch gemildert, dass die schweizerische Steuer auf Auslandseinkünfte auf die deutsche Einkommensteuer angerechnet wird. Vermeidung der Doppelbesteuerung Die doppelte Steuerpflichtigkeit soll das DBA vermeiden helfen. Im Falle der Doppelansässigkeit gilt derjenige Staat als Ansässigkeitsstaat, in dem der Steuerpflichtige über eine ständige Wohnstätte verfügt und hilfsweise, in dem er seinen persönlichen Mittelpunkt der Lebensinteressen hat. Bei einem in die Schweiz Ziehenden ist somit grundsätzlich die Schweiz das Land, dessen Anknüpfungspunkt sich durchsetzt, da dort der Lebensmittelpunkt begründet wird und schließlich der in die Schweiz Ziehende zu dieser auch die stärkeren persönlichen und wirtschaftlichen Beziehungen begründen wird. Ständige Wohnstätte Ständige Wohnstätte stellt eine qualifizierte Form des Wohnsitzes dar und ist spezifisch abkommensrechtlich auszulegen. Der Begriff des Wohnsitzes ist weiter als der der ständigen Wohnstätte. Hinzukommen muss vielmehr eine ständige Nutzung durch den Steuerpflichtigen. Besteuerung der einzelnen Einkunftsquellen nach DBA Deutschland hat nach dem Wegzug aufgrund des DBA das Besteuerungsrecht grundsätzlich nur noch für Einkünfte aus deutschen Quellen. Ein Zugriff auf die in der Schweiz bzw. in Drittstaaten erwirtschafteten Einkünfte des Auswanderers bleibt der Schweiz vorbehalten. Mehr anzeigen
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