Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BauR%201991,%20638
Timestamp: 2019-10-16 06:03:28+00:00

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Rechtsprechung: BauR 1991, 638 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 02.05.1991
BGH, 02.05.1991 - I ZR 227/89
https://dejure.org/1991,283
BGH, 02.05.1991 - I ZR 227/89 (https://dejure.org/1991,283)
BGH, Entscheidung vom 02.05.1991 - I ZR 227/89 (https://dejure.org/1991,283)
BGH, Entscheidung vom 02. Mai 1991 - I ZR 227/89 (https://dejure.org/1991,283)
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Auftragsvergabe - Wettbewerbswidrige Unterbietung - Unterbietung - Honoraranfrage - Unterlassung - Baugebietserschließung
UWG § 1; BGB § 1004; HOAI § 4
Vorsprung durch Rechtsbruch; BGB - Störerhaftung
BGB § 1004; HOAI § 4; UWG § 1
"Honoraranfrage"; Zulässigkeit von zu einer Unterbietung der Mindestsätze der HOAI führenden Honoraranfragen einer Kommune an Ingenieure im Zusammenhang mit der Erschließung eines Baugebiets
Ausschreibung von Architekten- und Ingenieurleistungen (IBR 1991, 497)
NJW-RR 1991, 1258
MDR 1992, 366
GRUR 1991, 769
DÖV 1992, 228
BauR 1991, 638
Ebenso ist Verschulden nicht erforderlich (vgl. Senat, Urteil vom 3. Februar 1976 - VI ZR 23/72 - NJW 1976, 799, 800; BGH, Urteil vom 3. Februar 1994 - I ZR 321/91 - NJW-RR 1994, 872, 873; BGH, Urteil vom 2. Mai 1991 - I ZR 227/89 - NJW-RR 1991, 1258, 1259).
Dabei kann als Mitwirkung auch die Unterstützung oder Ausnutzung der Handlung eines eigenverantwortlich handelnden Dritten genügen, sofern der Inanspruchgenommene die rechtliche Möglichkeit zur Verhinderung dieser Handlung hatte (…vgl. BGH, Urt. v. 12.10.1989 - I ZR 29/88, GRUR 1990, 373, 374 = WRP 1990, 270 - Schönheits-Chirurgie; GRUR 1991, 540, 541 - Gebührenausschreibung; Urt. v. 2.5.1991 - I ZR 227/89, GRUR 1991, 769, 770 Honoraranfrage;… Urt. v. 3.2.1994 - I ZR 321/91, GRUR 1994, 441, 443 = WRP 1994, 398 - Kosmetikstudio;… Urt. v. 14.4.1994 - I ZR 12/92, GRUR 1996, 905, 907 = WRP 1994, 859 - GmbH-Werbung für ambulante ärztliche Leistungen;… Urt. v. 3.11.1994 - I ZR 122/92, GRUR 1995, 62, 64 - Betonerhaltung;… Urt. v. 1.12.1994 - I ZR 139/92, GRUR 1995, 167, 168 = WRP 1995, 300 - Kosten bei unbegründeter Abmahnung).
Da im Streitfall - anders als in den Senatsentscheidungen "Gebührenausschreibung" und "Honoraranfrage" (BGH GRUR 1991, 540 und GRUR 1991, 769) - eine systematische Gebührenunterschreitung nicht in Rede steht, stößt die Verantwortlichkeit als Störer an Grenzen, die sich daraus ergeben, daß die Beachtung der Mindestsätze der HOAI zunächst und in erster Linie Angelegenheit der Architekten und Ingenieure und nicht der Auftraggeber ist:.
Etwas anderes gilt auch dann nicht, wenn sich der Unterlassungsanspruch gegen eine am privaten Geschäftsverkehr teilnehmende Körperschaft des öffentlichen Rechts richtet (BGH, Urteil vom 2. Mai 1991 - I ZR 227/89, GRUR 1991, 769, 771 - Honoraranfrage; Urteil vom 24. Februar 1994 - I ZR 59/92, GRUR 1994, 516, 517 = WRP 1994, 506 - Auskunft über Notdienste).
cc) Zwar wäre die Beklagte nicht berechtigt, die angeschriebenen Ingenieure durch gezielte, von dem zwingenden Preisrecht der HOAI abweichende oder unvollständige Vorgaben zur Preisermittlung, die diese nicht mehr als ein Versehen ansehen könnten, zu einer Unterschreitung der Mindestsätze der Honorarordnung aufzufordern (vgl. BGH, Urt. v. 2.5.1991 - I ZR 227/89, GRUR 1991, 769, 770 f. - Honoraranfrage).
Diese Grundsätze gelten ebenso, wenn sich der Unterlassungsanspruch gegen eine Körperschaft des öffentlichen Rechts richtet (BGH, GRUR 1991, 769 - Honoraranfrage; BGH, WRP 1994, 506 - Auskunft über Notdienste; BGH, WRP 2014, 1304 - Betriebskrankenkasse II).
Für die Beseitigung einer wettbewerbswidrigen Beeinträchtigung ist daher auch von einer öffentlich-rechtlichen Gebietskörperschaft die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung zu fordern (BGH, GRUR 1991, 769 - Honoraranfrage; vgl. OLG Düsseldorf, NJW-RR 1986, 1230).
Als wettbewerbsrechtlicher Störer haftet jeder, der in irgendeiner Weise willentlich und adäquat-kausal an der Herbeiführung einer rechtswidrigen Beeinträchtigung mitwirkt, wobei es auf ein Verschulden insoweit nicht ankommt (…BGH, Urt. v. 5.12.1975 - I ZR 122/74, GRUR 1976, 256, 258 = WRP 1976, 162, 165 - Rechenscheibe; Urt. v. 2.5.1991 - I ZR 227/89, GRUR 1991, 769, 770 - Honoraranfrage;… Urt. v. 14.4.1994 - I ZR 12/92, WRP 1994, 859, 861 - GmbH-Werbung für ambulante ärztliche Leistungen).
Etwas anderes gilt auch nicht, wenn sich der Unterlassungsanspruch gegen eine am privaten Geschäftsverkehr teilnehmende Körperschaft des öffentlichen Rechts richtet (BGH, Urteile vom 2. Mai 1991 - I ZR 227/89, GRUR 1991, 769, 771 - Honorarfrage und vom 24. Februar 1994 - I ZR 59/92, GRUR 1994, 516, 517 - Auskunft über Notdienste m. w. N.).
OLG Düsseldorf, 24.05.2006 - 15 U 45/06
Unterlassunganspruch bei Versendung von E-Mails an eine Vielzahl von Adressaten …
Ausreichend für die Haftung als mittelbarer Störer ist, dass dieser willentlich und adäquat kausal an der Herbeiführung der rechtswidrigen Beeinträchtigung mitgewirkt hat, wobei als Mitwirkung auch die Unterstützung oder das Ausnutzen der Handlung eines eigenverantwortlich handelnden Dritten genügt, sofern der in Anspruch Genommene die rechtliche Möglichkeit zur Verhinderung dieser Handlung hatte (vgl. BGH, Urteil vom 2. Mai 1991 - I ZR 227/89 GRUR 1991, 769, 770 - Honorarfrage; BGH, Urteil vom 10. Oktober 1996 - I ZR 129/94 NJW 1997, 2180-2182, - Architektenwettbewerb; Beschluss vom 10. Dezember 2002 - VI ZR 171/02, NJW 2004, 1040, 1041).
Als (Mit-) Störer haftet - grundsätzlich unabhängig von Art und Umfang seines eigenen Tatbeitrags - aber auch jeder, der in irgendeiner Weise willentlich und adäquat kausal an der Herbeiführung der rechtswidrigen Beeinträchtigung mitgewirkt hat, wobei als Mitwirkung auch die Unterstützung oder die Ausnutzung der Handlung eines eigenverantwortlich handelnden Dritten genügt, sofern der in Anspruch Genommene die rechtliche Möglichkeit zur Verhinderung dieser Handlung hatte (st. Rspr., vgl. BGH, Urt. v. 2.5.1991 - I ZR 227/89, GRUR 1991, 769, 770 - Honoraranfrage m.w.N.).
BGH, 14.04.1994 - I ZR 12/92
GmbH-Werbung für ambulante ärztliche Leistungen - Berufswidrige Werbung
Als wettbewerbsrechtlicher Störer haftet jeder, der in irgendeiner Weise willentlich und adäquat kausal an der Herbeiführung einer rechtswidrigen Beeinträchtigung mitwirkt (…BGH, Urt. v. 12.10.1989 - I ZR 29/88, GRUR 1990, 373, 374 = WRP 1990, 270 - Schönheits-Chirurgie;… Urt. v. 4.10.1990 - I ZR 299/88, GRUR 1991, 540, 541 = WRP 1991, 157 - Gebührenausschreibung; Urt. v. 2.5.1991 - I ZR 227/89, GRUR 1991, 769, 770 - Honoraranfrage).
OLG Hamburg, 04.11.1999 - 3 U 274/98
Rechtstellung des Betreibers eines "Domain-Name-Servers"; Inanspruchnahme auf …
BGH, 29.04.1993 - I ZR 92/91
Hotelgutschein - übertriebenes Anlocken; Normalpreis; verbotene Nebenleistung
BGH, 24.02.1994 - I ZR 59/92
Auskunft über Notdienste - Mißbrauch einer Vertrauensstellung
Sittenwidriger Wettbewerbsverstoß bei Internetwerbung eines deutschen …
BGH, 03.11.1994 - I ZR 82/92
Fahrtkostenerstattung I - Handelsübliche Nebenleistung
OLG Düsseldorf, 25.04.2000 - 20 U 113/99
Honoraranfrage an einen Statiker durch eine Gemeinde)
BGH, 03.11.1994 - I ZR 122/92
Betonerhaltung - Irreführung/Beschaffenheit
AG Rostock, 28.01.2003 - 43 C 68/02
E-Cards im Wahlkampf
LG Braunschweig, 06.09.2000 - 9 O 188/00
Feststellungsklage auf Erlaubnis Linksetzung auf FTP-Explorer abgewiesen
OLG München, 04.09.2003 - 6 U 3170/03
LG München I, 05.11.2002 - 33 O 17030/02
OLG Hamburg, 13.09.2001 - 3 U 101/01
Unlauterer Wettbewerb; Werbung; Kenntnis; Strafbewehrte Unterlassungserklärung; …
OLG Karlsruhe, 19.04.2001 - 4 U 143/00
Adressenhandel - Versand wettbewerbswidriger Werbung durch Erwerber
AG Bad Homburg, 23.07.2003 - 2 C 3419/02
Unverlagte Emails ist Eingriff in Gewerbebetrieb
KG, 09.10.2001 - 5 U 3550/00
Telefonische Steuerberatungs-Hotline
OLG Dresden, 28.10.1997 - 14 U 1906/96
Wettbewerbswidrigkeit eines Verstoßes gegen die KäseVO
OLG Bremen, 14.11.1996 - 2 U 75/96
Wann sind Honoraranfragen unzulässig?
VK Brandenburg, 13.02.2003 - VK 74/02
VOF-Verfahren: Kein Ausschluss wegen Mindestsatzunterschreitung
VK Baden-Württemberg, 09.09.2002 - 1 VK 47/02
Nachverhandlung über den Preis
OLG Braunschweig, 01.06.1995 - 2 U 17/95
Grenzen bei Ausschreibung von Ingenieurleistungen zu einem Pauschalfestpreis
OLG Koblenz, 11.05.1994 - 6 U 1831/92
Unterliegt Teilnahme an privatem Wettbewerb Preisrecht der HOAI?
LG München I, 14.01.1999 - 4 HKO 16788/98
LG Düsseldorf, 28.03.2002 - 4 O 762/00
LG Freiburg, 17.05.2002 - 12 O 29/02
Einhaltung der Mindestsätze der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure …
LG Düsseldorf, 29.11.2001 - 4 O 764/00
Voraussetzungen für das Vorliegen einer mittelbaren Patentverletzung gem. § 10 …
KG, 31.01.1995 - 5 U 7085/94
Beteiligung Privater an der Erfüllung hoheitlicher Aufgaben als Besorgung fremder …
BGH, 14.10.1993 - I ZR 146/92
Verschaffung eines Wettbewerbsvorteils wegen Irreführender Zeitungswerbung eines …
OLG Düsseldorf, 22.10.1998 - 2 U 65/98
BGH, 02.05.1991 - VII ZR 227/89
https://dejure.org/1991,10248
BGH, 02.05.1991 - VII ZR 227/89 (https://dejure.org/1991,10248)
BGH, Entscheidung vom 02.05.1991 - VII ZR 227/89 (https://dejure.org/1991,10248)
BGH, Entscheidung vom 02. Mai 1991 - VII ZR 227/89 (https://dejure.org/1991,10248)
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§ 4 HOAI, § 1 UWG, § 1004 Abs. 1 S. 2 BGB
Wettbewerbsverstoß einer Gebietskörperschaft durch Honoraranfragen an Ingenieure

References: § 1
 § 1004
 § 4
 § 1004
 § 4
 § 1
 § 10

§ 4
 § 1
 § 1004