Source: http://www.jurablogs.com/2011/01/26/steuerliche-konsequenzen-verhaeltniswahrenden-verschmelzung-anteilseignerebene
Timestamp: 2017-02-26 15:06:21+00:00

Document:
Steuerliche Konsequenzen einer nicht verhältniswahrenden Verschmelzung auf Anteilseignerebene
BlogsRechtslupeJanuar 2011Steuerliche Konsequenzen einer nicht verhältniswahrenden Verschmelzung auf AnteilseignerebeneEine nicht den realen Wertverhältnissen entsprechende Verschmelzung, zu deren Durchführung das Kapital der aufnehmenden Kapitalgesellschaft um den Nominalwert der Anteile der übertragenden Kapitalgesellschaft erhöht wird, kann –anteilig– zu einer nach § 17 Abs. 1 Satz 2 EStG steuerbaren verdeckten Einlage des Wirtschaftsguts “Geschäftsanteil” zugunsten neuer, im Zuge der Verschmelzung gewährter Geschäftsanteile führen, wenn die steuerpflichtige natürliche Person sowohl am Übernehmenden wie auch an der Anteilseignerin der übertragenden Kapitalgesellschaft maßgebend beteiligt ist.Nach § 17 Abs. 1 Satz 1 EStG gehört zu den Einkünften aus Gewerbebetrieb unter weiteren, hier nicht problematischen Voraussetzungen, auch der Gewinn aus der Veräußerung von Anteilen an einer Kapitalgesellschaft, wobei nach § 17 Abs. 1 Satz 2 EStG die verdeckte Einlage von Anteilen an einer Kapitalgesellschaft in eine Kapitalgesellschaft der Veräußerung von Anteilen gleich steht. Zu den Anteilen an einer Kapitalgesellschaft gehören gemäß § 17 Abs. 1 Satz 3 EStG neben Anteilen an einer GmbH auch Anwartschaften auf solche Beteiligungen. Anwartschaften in diesem Sinne sind –im hier gegebenen Kontext– Bezugsrechte, die aufgrund einer Kapitalerhöhung entstehen können. Anteile an einer Kapitalgesellschaft im Sinne dieser Vorschrift sind auch abspaltbare Teile des Wirtschaftsguts “Geschäftsanteil”.Wird das Kapital der aufnehmenden Kapitalgesellschaft zur Durchführung der Verschmelzung gemäß § 55 Abs. 1 UmwG erhöht, so entstehen keine Bezugsrechte. Denn eine Kapitalerhöhung nach § 55 UmwG zur Durchführung der Verschmelzung ist nur zulässig, soweit neue Anteile benötigt werden, um sie den Anteilsinhabern des übertragenden Rechtsträgers zu gewähren. Der verschmelzungsdurchführenden Kapitalerhöhung ist mithin ein Bezugsrechtsausschluss immanent (vgl. § 69 Abs. 1 UmwG i.V.m. § 186 AktG).Der Verweis auf § 57j GmbHG führt zu keinem gegenteiligen Ergebnis ...Zum vollständigen Artikel10 verwandte ArtikelUnentgeltlicher Erwerb von Anteilen an einer KapitalgesellschaftAnschaffungskosten nach Umwandlung einer Kapitalgesellschaft in eine PersonengesellschaftGrenzüberschreitende Verschmelzung ("Importverschmelzung") einer deutschen GmbH auf eine österreichische GmbH - ein ausführliches
PraxisbeispielHinzurechnung einer früheren Teilwertabschreibung bei einer späteren VerschmelzungEU-Verschmelzung: Deutsche GmbH verschmilzt grenzüberschreitend auf ihre österreichische AlleingesellschafterinRechtmäßigkeitsbescheinigung gemäß § 15 Abs 2 EU-VerschGNachträgliche Anschaffungskosten auf eine wesentliche BeteiligungUmwandlungsgesetz: BR stimmt zuBehandlung nicht voll geleisteter Stammeinlagen bei Verschmelzungsvorgängen (§§ 99 GmbHG, 224, 225a AktG)Steuerfreies Übernahmeergebnis bei Abwärtsabspaltungen und SeitwärtsabspaltungenÜber den ArtikelVeröffentlicht January 26, 2011 9:17am im Blog Rechtslupe.ThemenUmwandlung, Einkommensteuer (Betrieb), Verschmelzung, Disquotale EinlageTäglich juristische Top-MeldundenMehr Informationen zum NewsletterTop-MeldungenWeiteresMache ich mich jetzt strafbar?von Strafprozesse und andere UngereimtheitenMöge die Gerechtigkeit siegenvon Carsten R. Hoenig / kanzlei-hoenig.deEinwurf-Einschreiben in GmbH-Angelegenheitenvon Udo Schwerd / blogmbh.deGrundstücksschenkung der Eltern an Minderjährigenvon Zivilrecht-VerstehenNochmals Parkplatzunfall, oder: Anscheinsbeweis beim Rückwärtsfahrenvon Detlef Burhoff / Burhoff online BlogAls nächstes lesen - bislang 69 Leser:Ordnungsgemäße Erbringung der Stammeinlagen

References: § 17
 § 17
 § 17
 § 17
 § 55
 § 55
 § 69
 § 186
 § 57
 § 15