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Timestamp: 2017-11-25 02:04:35+00:00

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DAS URANTIA BUCH, Schrift 8. Der Unendliche Geist
DAS URANTIA BUCH - Schrift 8. Der Unendliche Geist
Schrift 8. Der Unendliche Geist
§ 1. Der Gott der Aktion
§ 2. Die Natur des Unendlichen Geistes
§ 3. Beziehung des Geistes zu Vater und Sohn
§ 4. Der Geist göttlicher Zuwendung
§ 5. Die Gegenwart Gottes
§ 6. Persönlichkeit des Unendlichen Geistes
8:0.1 (90.1) ALS in ewiger Vergangenheit der „erste“ unendliche und absolute Gedanke des Universalen Vaters im Ewigen Sohn ein so vollkommenes und angemessenes Wort für seinen göttlichen Ausdruck fand, erwachte in beiden, dem Gedanken-Gott und dem Wort-Gott, höchstes Verlangen nach einem universalen und unendlichen Organ gemeinsamen Ausdrucks und kombinierter Aktion.
8:0.3 (90.3) Wir stehen jetzt unmittelbar vor dem Ewigkeitsursprung des Unendlichen Geistes, der Dritten Person der Gottheit. In dem Augenblick, da Gott der Vater und Gott der Sohn gemeinsam eine identische und unendliche Handlung konzipieren — die Ausführung eines absoluten Gedankenplanes — genau in diesem Moment tritt der Unendliche Geist voll entwickelt ins Dasein.
8:1.1 (90.5) Nach der Personifizierung des Unendlichen Geistes in ewiger Vergangenheit ist der göttliche Persönlichkeitskreis vollkommen und vollständig geworden. Der Gott der Aktion existiert, und die gewaltige Bühne des Raums ist aufgebaut für das staunenerregende Drama der Schöpfung — das universale Abenteuer — das göttliche Panorama der ewigen Zeitalter.
8:1.3 (90.7) Es liegt im Wesen dieses Vorgangs und in der wechselseitigen Anerkennung der persönlichen Unabhängigkeit jedes einzelnen bei gleichzeitiger Vereinigung aller drei im Handeln, dass der Kreis der Ewigkeit begründet ist. Die Paradies-Trinität existiert. Der Schauplatz des universalen Raums ist bereit für das mannigfaltige, nie endende Panorama schöpferischer Entfaltung des Plans des Universalen Vaters durch die Persönlichkeit des Ewigen Sohnes und dank der Ausführung durch den Gott der Aktion, das ausführende Organ der Realitäts-Vollbringungen der schöpferischen Vater-Sohn-Partnerschaft.
8:1.4 (91.1) Der Gott der Aktion wird tätig, und die toten Himmelsgewölbe des Raums geraten in Bewegung. Eine Milliarde vollkommener Himmelskörper tritt blitzartig ins Dasein. Bereits vor diesem hypothetischen Augenblick der Ewigkeit existieren die dem Paradies innewohnenden Raum-Energien und sind potentiell wirksam, aber sie haben kein verwirklichtes Dasein; ebenso wenig lässt sich physikalische Gravitation messen außer durch die Reaktion materieller Realitäten auf ihre unablässige Anziehungskraft. Zu diesem (hypothetischen) Zeitpunkt ewiger Vergangenheit gibt es kein materielles Universum, aber in dem Augenblick, da sich eine Milliarde Welten materialisiert, ist ganz offensichtlich ausreichende und angemessene Gravitation vorhanden, um diese Welten auf ewig im Griff des Paradieses zu halten.
8:1.8 (91.5) Das sind die großen und erhabenen Zeiten schöpferischer Expansion des Vaters und des Sohnes durch das Handeln und im Handeln ihres gemeinsamen Mitarbeiters und ausschließlichen Vollstreckers, des Dritten Zentralen Ursprungs. Es gibt keinen Bericht von diesen erregenden Zeiten. Um diese machtvollen Vorgänge zu beweisen, besitzen wir nur die kärglichen Enthüllungen des Unendlichen Geistes. Er bestätigt einzig die Tatsache, dass das Zentraluniversum mit allem, was sich darauf bezieht, in demselben Augenblick ewig wurde, als er selbst Persönlichkeit und bewusste Existenz erlangte.
8:1.9 (91.6) Kurz gesagt: Der Unendliche Geist bezeugt, dass, da er ewig ist, auch das Zentraluniversum ewig ist. Und das ist der traditionelle Ausgangspunkt der Geschichte des Universums der Universen. Es ist absolut nichts bekannt und es existieren keine Dokumente über irgendein Ereignis oder Geschehen vor diesem staunenerregenden Ausbruch schöpferischer Energie und verwalterischer Weisheit, der dem gewaltigen, in der Mitte aller Dinge existierenden und so wunderbar funktionierenden Universum eine feste Form gegeben hat. Jenseits dieses Ereignisses liegen die unergründlichen Vorgänge der Ewigkeit und die Tiefen der Unendlichkeit — liegt absolutes Geheimnis.
2. Die Natur des Unendlichen Geistes
8:2.1 (92.2) Der Mitschöpfer existiert von Ewigkeit her und ist gänzlich und ohne Einschränkung eins mit dem Universalen Vater und mit dem Ewigen Sohn. Der Unendliche Geist spiegelt in Vollkommenheit nicht nur die Natur des Paradies Vaters wider, sondern auch die Natur des Ursprünglichen Sohnes.
8:2.4 (92.5) Der Unendliche Geist als eine universale Offenbarung der Göttlichkeit ist unerforschlich und liegt ganz und gar außerhalb des menschlichen Verständnisses. Um die Absolutheit des Geistes zu empfinden, braucht ihr nur über die Unendlichkeit des Universalen Vaters nachzusinnen und in Ehrfurcht vor der Ewigkeit des Ursprünglichen Sohnes zu stehen.
8:2.5 (92.6) Die Person des Unendlichen Geistes ist tatsächlich geheimnisvoll, aber nicht ebenso sehr wie diejenige des Vaters oder des Sohnes. Von allen Wesenszügen des Vaters bringt der Mitschöpfer am auffallendsten dessen Unendlichkeit zum Ausdruck. Selbst wenn das Alluniversum sich schließlich bis in die Unendlichkeit ausdehnen sollte, wären Geist-Gegenwart, Energiekontrolle und Verstandespotential des Mit-Vollziehers durchaus in der Lage, den Anforderungen einer derartigen grenzenlosen Schöpfung zu genügen.
8:2.6 (92.7) Obwohl der Unendliche Geist in jeder Weise die Vollkommenheit, Rechtschaffenheit und Liebe des Universalen Vaters teilt, neigt er stärker den barmherzigen Wesenszügen des Ewigen Sohnes zu und wird so zum Barmherzigkeitsspender der Paradies-Gottheiten für das Große Universum. Überall und immer — universal und ewig — ist der Geist ein barmherziger Helfer, denn so wie die göttlichen Söhne die Liebe Gottes offenbaren, so veranschaulicht der göttliche Geist Gottes Barmherzigkeit.
8:2.7 (93.1) Es ist unmöglich, dass der Geist mehr Güte besäße als der Vater, da alle Güte ihren Ursprung im Vater hat, aber in den Handlungen des Geistes können wir diese Güte besser verstehen. Des Vaters Treue und des Sohnes Beständigkeit werden durch das liebevolle Wirken und den unablässigen Dienst der Persönlichkeiten des Unendlichen Geistes für die geistigen Wesen und die materiellen Geschöpfe der Planeten sehr wirklich gemacht.
8:3.1 (93.3) So wie der Ewige Sohn der Wort-Ausdruck des „ersten“ absoluten und unendlichen Gedankens des Universalen Vaters ist, so ist der Mit-Vollzieher die vollkommene Ausführung des „ersten“ vollendeten schöpferischen Konzeptes oder Plans für gemeinsames Handeln der Vater-Sohn-Persönlichkeitspartnerschaft absoluter Gedanken-Wort-Einheit. Der Dritte Zentrale Ursprung wird zugleich mit der zentralen oder Fiat-Schöpfung ewig, und von allen Universen hat einzig diese zentrale Schöpfung ewige Existenz.
8:3.3 (93.5) Der Ewige Sohn und der Mitschöpfer haben als Partner und durch ihre beigeordneten Persönlichkeiten jedes Universum geplant und gestaltet, das nach Havona zum Existieren kam. Der Geist unterhält mit dem Sohn bei allen späteren Schöpfungen dieselbe Beziehung wie der Sohn mit dem Vater bei der ersten und zentralen Schöpfung.
8:3.8 (94.1) In der Mitte aller Dinge ist der Unendliche Geist die erste der Paradies-Gottheiten, die von den aufsteigenden Pilgern erreicht wird. Die Dritte Person umhüllt die Zweite und die Erste Person und muss deshalb von allen Anwärtern, die vor den Sohn und seinen Vater treten möchten, immer zuerst erkannt werden.
8:4.2 (94.4) Gott ist Liebe, der Sohn ist Barmherzigkeit, der Geist ist Dienen — Spenden göttlicher Liebe und endloser Barmherzigkeit an die ganze intelligente Schöpfung. Der Geist ist die Personifizierung der Liebe des Vaters und der Barmherzigkeit des Sohnes; in ihm sind sie auf ewig vereint zum universalen Dienst. Der Geist ist auf die kreatürliche Schöpfung angewandte Liebe, die kombinierte Liebe des Vaters und des Sohnes.
8:4.7 (95.2) Der Mitschöpfer ist wahrhaftig und für immer die große dienende Persönlichkeit, der universale Barmherzigkeitsspender. Um das dienende Amt des Geistes zu verstehen, sinnt über die Wahrheit nach, dass er das kombinierte Abbild der unendlichen Liebe des Vaters und der ewigen Barmherzigkeit des Sohnes ist. Das Wirken des Geistes beschränkt sich indessen nicht nur auf die Repräsentation des Ewigen Sohnes und des Universalen Vaters. Der Unendliche Geist besitzt auch die Macht, die Geschöpfe der Welt in seinem eigenen Namen und Recht zu betreuen; die Dritte Person hat göttliche Würde und waltet ihres universalen Amtes der Barmherzigkeit in ihrem eigenen Namen.
8:5.3 (95.6) In euren heiligen Schriften scheint der Ausdruck Geist Gottes austauschbar verwendet zu werden, um sowohl den Unendlichen Geist des Paradieses als auch den Schöpferischen Geist eures Lokaluniversums zu bezeichnen. Der Heilige Geist ist der geistige Kreislauf dieser Schöpferischen Tochter des Unendlichen Geistes des Paradieses. Der Heilige Geist ist ein jedem Lokaluniversum eigentümlicher Kreislauf und wirkt nur innerhalb der Grenzen des geistigen Bereichs dieser Schöpfung; der Unendliche Geist hingegen ist allgegenwärtig.
8:5.6 (95.2) Es wäre auch folgerichtig, vom Zusammenspiel sämtlicher geistiger Einflüsse als vom Geist Gottes zu sprechen, denn dieses Zusammenspiel ist wahrhaftig die Vereinigung der Geiste Gottes des Vaters, Gottes des Sohnes, Gottes des Geistes und des Siebenfachen Gottes — eben der Geist des Supremen Gottes.

References: § 1

§ 2

§ 3

§ 4

§ 5

§ 6