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Timestamp: 2019-10-17 04:31:36+00:00

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BAG, 25.04.1995 - 3 AZR 446/94 - dejure.org
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BAG, 25.04.1995 - 3 AZR 446/94 (https://dejure.org/1995,501)
BAG, Entscheidung vom 25.04.1995 - 3 AZR 446/94 (https://dejure.org/1995,501)
BAG, Entscheidung vom 25. April 1995 - 3 AZR 446/94 (https://dejure.org/1995,501)
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Anspruch auf Verschaffung einer Altersversorgung - Arbeitsrechtlicher Gleichbehandlungsgrundsatz - Mangelnde Tarifbindung des Arbeitgebers - Funktionale Nähe der Tätigkeit zur öffentlich-rechtlichen Aufgabenerfüllung - Hausmeister bei Anstalt öffentlichen Rechts
ArbG Elmshorn, 11.05.1993 - 3a Ca 1607/92
LAG Schleswig-Holstein, 02.02.1994 - 2 (5) Sa 267/93
LAG Schleswig-Holstein, 02.09.1994 - 2 (5) Sa 267/93
NZA 1996, 84
BB 1995, 1804
BB 1995, 2009
DB 1995, 1868
als einheitlicher Antrag anzusehen, mit dem lediglich ein Verschaffungsanspruch durchgesetzt werden soll (zur Annahme eines einheitlichen, auf die Durchsetzung eines Verschaffungsanspruchs gerichteten Antrags vgl. BAG 12. Dezember 2006 - 3 AZR 388/05 - Rn. 12; 25. April 1995 - 3 AZR 446/94 - zu A I der Gründe) .
Bildet der Arbeitgeber Gruppen von begünstigten und benachteiligten Arbeitnehmern, muß diese Gruppenbildung sachlichen Kriterien entsprechen (vgl. BAG Urteil vom 25. April 1995 - 3 AZR 446/94 - AP Nr. 25 zu § 1 BetrAVG Gleichbehandlung, zu B II 2 der Gründe; BAG Urteil vom 19. April 1995 - 10 AZR 136/94 - AP Nr. 172 zu § 611 BGB Gratifikation, zu II 2 a der Gründe).
Aus dem Klagevorbringen und insbesondere aus der Verweisung auf das Urteil des Senats vom 25. April 1995 (- 3 AZR 446/94 - AP BetrAVG § 1 Gleichbehandlung Nr. 25 = EzA BetrAVG § 1 Gleichbehandlung Nr. 8) ergibt sich, daß der Antrag der Klägerin auf Feststellung eines Verschaffungsanspruchs gerichtet ist.
Im Recht der betrieblichen Altersversorgung ist zwar der arbeitsrechtliche Gleichbehandlungsgrundsatz eine selbständige Anspruchsgrundlage (§ 1 Abs. 1 Satz 4 BetrAVG), wenn der Verstoß gegen diesen Grundsatz nur durch Zahlung einer Betriebsrente an die ohne sachlichen Grund ausgeschlossenen Arbeitnehmer zu beseitigen ist (vgl. ua. BAG 25. April 1995 - 3 AZR 446/94 - aaO, zu B II 1 der Gründe mwN).
Darin unterscheidet sich der vorliegende Fall von dem Sachverhalt, den der Senat im Urteil vom 25. April 1995 (- 3 AZR 446/94 -, zur Veröffentlichung in der Fachpresse vorgesehen) zu beurteilen hatte.
Auch wenn der Hauptantrag auf Nachversicherung und der Hilfsantrag auf unmittelbare Rentenzahlung durch den Arbeitgeber gerichtet ist, kann die Klage insgesamt als Einheit anzusehen sein und der Durchsetzung eines Verschaffungsanspruchs dienen (vgl. ua. BAG 25. April 1995 - 3 AZR 446/94 - AP BetrAVG § 1 Gleichbehandlung Nr. 25 = EzA BetrAVG § 1 Gleichbehandlung Nr. 8, zu A I der Gründe).
Der arbeitsrechtliche Gleichbehandlungsgrundsatz ist daher verletzt, wenn der Arbeitgeber einzelne Arbeitnehmer gegenüber anderen Arbeitnehmern in vergleichbarer Lage sachfremd schlechter stellt; bildet der Arbeitgeber Gruppen von begünstigten und benachteiligten Arbeitnehmern, muß diese Gruppenbildung sachlichen Kriterien entsprechen (BAG Urteil vom 25. April 1995 - 3 AZR 446/94 - AP Nr. 25 zu § 1 BetrAVG Gleichbehandlung).
Aus der Verletzung des arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatzes ergibt sich somit ein Erfüllungsanspruch für die Klägerin (BAG Urteil vom 25. April 1995 - 3 AZR 446/94 - aaO.).
Nach § 1 Abs. 1 Satz 4 BetrAVG in der bis zum 31. Dezember 2000 geltenden Fassung (ebenso § 1 b Abs. 1 Satz 4 BetrAVG nF) ist der Gleichbehandlungsgrundsatz eine selbständige, betriebsrentenrechtliche Anspruchsgrundlage, wenn der Verstoß gegen diesen Grundsatz nur dadurch zu beseitigen ist, daß die begünstigende Regelung auch auf die benachteiligten Arbeitnehmer angewandt wird (vgl. ua. BAG 25. April 1995 - 3 AZR 446/94 - AP BetrAVG § 1 Gleichbehandlung Nr. 25 = EzA BetrAVG § 1 Gleichbehandlung Nr. 8, zu B II 1 der Gründe; 19. Juni 2001 - 3 AZR 557/00 - AP BetrAVG § 1 Gleichbehandlung Nr. 50 = EzA BetrAVG § 1 Gleichbehandlung Nr. 23, zu II der Gründe).
Bildet er Gruppen von begünstigten und benachteiligten Arbeitnehmern, muß die Gruppenbildung sachlichen Kriterien entsprechen (BAGE 78, 288 = AP Nr. 24 zu § 1 BetrAVG Gleichbehandlung; Senatsurteil vom 25. April 1995 - 3 AZR 446/94 - AP Nr. 25 zu § 1 BetrAVG Gleichbehandlung).
Hier geht es um die Kontrolle der Rechtsetzung der Tarifvertragsparteien selbst (vgl. Senatsurteile vom 25. April 1995 - 3 AZR 446/94 - AP Nr. 25 zu § 1 BetrAVG Gleichbehandlung, zu B II 3 a der Gründe; vom 7. März 1995 - 3 AZR 282/94 - BAGE 79, 236, 241 f. = AP Nr. 26 zu § 1 BetrAVG Gleichbehandlung, zu B II 1 der Gründe).
Ein Verstoß gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz liegt mithin dann vor, wenn der Arbeitgeber einzelne Arbeitnehmer oder Arbeitnehmergruppen aus sachfremden Gründen ungünstiger behandelt als andere Arbeitnehmer in vergleichbarer Lage (statt vieler BAG Urteile vom 14.02.1984, DB 84, 1527 und 25.04.1995, DB 95, 1868).Der Gleichbehandlungsgrundsatz gebietet es dem Arbeitgeber, bei freiwilligen Leistungen die Voraussetzungen für die Leistungsgewährung so abzugrenzen, dass nicht sachwidrig oder willkürlich ein Teil der Arbeitnehmer von den Vergünstigungen ausgeschlossen bleibt.
Ein Verstoß gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz liegt nämlich (nur) dann vor, wenn der Arbeitgeber einzelne Arbeitnehmer oder Arbeitnehmergruppen aus sachfremden Gründen ungünstiger behandelt als andere Arbeitnehmer in vergleichbarer Lage (statt vieler BAG Urteile vom 14.02.1984, DB 84, 1527 und 25.04.1995, DB 95, 1868).
LAG Rheinland-Pfalz, 05.06.2008 - 2 Sa 84/08
Zusatzversorgung für eine Lektorin - Auslegung einer Verweisungsklausel - …
LAG Düsseldorf, 22.02.2000 - 3 Sa 2057/99
LAG Düsseldorf, 04.06.1996 - 16 Sa 88/96
Betriebliche Altersversorgung: ZVK-Rente im öffentlichen Dienst an vorzeitig …

References: § 1
 § 611
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