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Timestamp: 2019-09-22 11:26:35+00:00

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BAG, 25.03.2004 - 2 AZR 153/03 - dejure.org
https://dejure.org/2004,1433
BAG, 25.03.2004 - 2 AZR 153/03 (https://dejure.org/2004,1433)
BAG, Entscheidung vom 25.03.2004 - 2 AZR 153/03 (https://dejure.org/2004,1433)
BAG, Entscheidung vom 25. März 2004 - 2 AZR 153/03 (https://dejure.org/2004,1433)
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Wirksamkeit einer ordentlichen Kündigung - Kündigungsbeschränkung aufgrund einer Ergänzungsvereinbarung zum Arbeitsvertrag - Sittenwidrigkeit der Begründung einer Laufzeit des Arbeitsverhältnisses auf Lebenszeit - Voraussetzungen für eine außerordentliche Kündigung eines ...
BGB § 626 § 138 § 140
Arbeitsverträge mit einer längeren Bindung des Arbeitgebers als fünf Jahre
Arbeitsrecht - Einzelvertraglicher Kündigungsausschluss
Arbeitsverhältnis einer Pflegerin sollte erst mit dem Tod des Arbeitgebers enden
Kündigungsausschluss auf Lebenszeit möglich
ArbG Hamburg, 09.04.2002 - 25 Ca 444/01
LAG Hamburg, 25.09.2002 - 6 Sa 54/02
BB 2004, 2303
Die Norm ist verfassungsgemäß und auch unter dem Gesichtspunkt der freien Berufs- und Arbeitsplatzwahl, Art. 12 Abs. 1 GG, nicht zu beanstanden (vgl. BAG 24. Oktober 1996 - 2 AZR 845/95 - zu II 3 der Gründe, BAGE 84, 255 = AP ZPO 1977 § 256 Nr. 37 = EzA GG Art. 12 Nr. 29; iE auch BAG 25. März 2004 - 2 AZR 153/03 - zu B I 2 der Gründe, AP BGB § 138 Nr. 60 = EzA BGB 2002 § 626 Unkündbarkeit Nr. 3; ErfK/Müller-Glöge 13. Aufl. § 15 TzBfG Rn. 14; KR/Lipke 10. Aufl. § 15 TzBfG Rn. 24; Kelber NZA 2001, 11, 13; Oberthür Das Transfersystem im Lizenzfußball S. 86) .
Die Darlegungs- und Beweislast für die Tatsachen, aus denen sich die Sittenwidrigkeit ergeben soll, trägt derjenige, der sich darauf beruft (BAG 25. März 2004 - 2 AZR 153/03 - EzA BGB 2002 § 626 Unkündbarkeit Nr. 3).
Soweit es dabei um Sachverhalte geht, für die die Aufkündigungsmöglichkeit der Protokollnotiz zu § 11 Abs. 4 Bestandsschutz TV in Betracht kommt, geht diese Regelung vor (vgl. zur Verdrängung der Grundsätze über die Geschäftsgrundlage durch das Kündigungsrecht: BAG 25. März 2004 - 2 AZR 153/03 - EzA BGB 2002 § 626 Unkündbarkeit Nr. 3).
[171] S. dazu BAG 25.3.2004 - 2 AZR 153/03 - AP § 138 BGB Nr. 60 = EzA § 626 BGB 2002 Unkündbarkeit Nr. 3 = BB 2004, 2303 [Orientierungssatz 2.]: "Ein Arbeitsvertrag auf Lebenszeit des Arbeitgebers ist zulässig.
Selbst wenn dies überhaupt in Betracht käme (ablehnend BAG 12. September 1974 - 2 AZR 535/73 - zu III der Gründe, AP TVAL II § 44 Nr. 1 = EzA TVG § 1 Auslegung Nr. 3; diese Möglichkeit grundsätzlich bejahend: Bröhl Die außerordentliche Kündigung mit notwendiger Auslauffrist S. 251; ErfK/Müller-Glöge 10. Aufl. § 620 BGB Rn. 62; offengelassen von BAG 25. März 2004 - 2 AZR 153/03 - zu B II der Gründe, AP BGB § 138 Nr. 60 = EzA BGB 2002 § 626 Unkündbarkeit Nr. 3), ist doch im Streitfall ein wichtiger Grund iSv. § 626 Abs. 1 BGB nicht gegeben.
Darüber hinaus kann Sittenwidrigkeit einer vertraglichen Regelung gegeben sein, wenn die persönliche und wirtschaftliche Freiheit eines Beteiligten - etwa wegen langer Bindungsdauer ohne zumutbare Lösungsmöglichkeit (z.B. zur Sittenwidrigkeit eines lebenslangen Arbeitsverhältnisses, BAG Urt. v. 27.03.2004 - 2 AZR 153/03) übermäßig beschränkt wird.
Die außerordentliche betriebsbedingte Kündigung kann nur ausnahmsweise zulässig sein, denn zu dem vom Arbeitgeber zu tragenden Unternehmensrisiko zählt auch die Einhaltung der ordentlichen Kündigungsfrist (BAG, Urteil vom 24.01.2013 - 2 AZR 453/11 - NZA 2013, 959; Urteil vom 29.03.2007 - 8 AZR 538/06 - EZA § 626 BGB 2002 Unkündbarkeit Nr. 14; Urteil vom 25.03.2004 - 2 AZR 153/03 - EZA § 626 BGB 2002 Unkündbarkeit Nr. 3).
Die vollständige Einstellung der Betriebstätigkeit durch den Arbeitgeber ist bei ordentlich unkündbaren Arbeitnehmern ein wichtiger Grund, der eine außerordentliche Kündigung mit sozialer Auslauffrist rechtfertigen kann (BAG, Urteil vom 25.03.2004 - 2 AZR 153/03 - a.a.O.; Urteil vom 28.03.1985 - 2 AZR 113/84 - EZA § 626 BGB n.F. Nr. 96).
LAG Berlin-Brandenburg, 31.03.2017 - 8 Sa 1636/16
Berufung wegen Ruhegeldzahlungen an ehemalige stellvertretende Leiterin der …
Da die Stellung der Klägerin als Lebenszeitstellung ausgestaltet war (vgl. zur Zulässigkeit eines Arbeitsverhältnisses auf Lebenszeit das bereits vom Arbeitsgericht angeführte Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 25.03.2004 - 2 AZR 153/03 - BB 2004, 2303 ), wäre die Beklagte gehalten gewesen, als Vergleichsmaßstab die bei einer Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses zu den im Jahr 2005 geltenden Bedingungen an die Klägerin zu erbringenden Leistungen heranzuziehen.

References: § 626
 § 138
 § 140
 Art. 12
 § 256
 Art. 12
 § 138
 § 626
 § 15
 § 15
 § 626
 § 11
 § 626
 § 138
 § 626
 § 44
 § 1
 § 620
 § 138
 § 626
 § 626
 § 626
 § 626
 § 626