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Timestamp: 2018-04-22 13:04:52+00:00

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Zwangsarbeit - WikiVisually
Als Zwangsarbeit werden Arbeiten bezeichnet, zu denen Menschen unter Androhung einer Strafe oder eines sonstigen empfindlichen Übels gegen ihren Willen gezwungen werden. Sie ist – mit verschwimmenden Übergängen – die schärfste Form der „Arbeitspflicht“, die Sklaverei und die Leibeigenschaft beschreiben ähnliche Abhängigkeitsverhältnisse, bei denen allerdings Menschen als Eigentum bzw. Objekte des Menschenhandels im Vordergrund stehen. Zwangsprostitution ist eine der aktuell verbreitetsten Formen von Zwangsarbeit.[1][2]
1 Definition und internationale Vereinbarungen
2 Aktuelle Zahlen
3 Historie Deutschland
3.3 Zweiter Weltkrieg
3.3.1 Aufarbeitung nach 1945
4 Historie Österreich
5 Historie weitere Länder
5.2 Kambodscha
5.3 Rumänien
5.4 Sowjetunion
6.1 Moderne Erscheinungen
6.2 Strafrecht
7.1 Zwangsarbeit im Krieg
7.1.1 Sekundärliteratur
7.1.2 Sekundärliteratur mit regionalem Bezug
7.2 Zwangsarbeit nach 1945
7.2.1 Zwangsarbeit in der Tschechoslowakei
7.2.2 Zwangsarbeit in der DDR
7.3 Belletristik
9 Rundfunkbeiträge
Definition und internationale Vereinbarungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Unterzeichnerstaaten der ILO-Konvention zur Abschaffung der Zwangsarbeit von 1957
Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) definierte im Jahr 1930 in Art. 2 Abs. 1 des Übereinkommens über Zwangs- und Pflichtarbeit die Zwangsarbeit als unfreiwillige Arbeit oder Dienstleistung, die unter Androhung einer Strafe ausgeübt wird. Die Zwangsarbeit sollte bis auf die in Abs. 2 des Übereinkommens aufgeführten folgenden Tatbestände abgeschafft werden: Militärdienst, übliche Bürgerpflichten, Arbeit im Strafvollzug, notwendige Arbeit in Fällen höherer Gewalt und Arbeit, die dem unmittelbaren Wohl der Gemeinschaft dient.[3]
Die ILO verbietet den Einsatz von Zwangsarbeit
als Mittel politischen Zwanges oder politischer Erziehung oder als Strafe gegenüber Personen, die gewisse politische Ansichten haben oder äußern oder die ihre ideologische Gegnerschaft gegen die bestehende politische, soziale oder wirtschaftliche Ordnung bekunden;
als Methode der Rekrutierung und Verwendung von Arbeitskräften für Zwecke der wirtschaftlichen Entwicklung;
als Maßnahme der Arbeitsdisziplin;
als Strafe für die Teilnahme an Streiks;
als Maßnahme rassischer, sozialer, nationaler oder religiöser Diskriminierung.[4]
Daneben gibt es eine Reihe weiterer Abkommen, die sich mit verschiedenen Ausprägungen der Zwangsarbeit befassen:
UN-Menschenrechtsabkommen, Pakt II, Artikel 8
Kinderrechtskonvention, Art. 32 ff. und Fakultativprotokolle zur Verhinderung von Kinderhandel, Kinderprostitution, Kinder- und Zwangsarbeit
Wanderarbeiterkonvention
Internationale Abkommen gegen Menschenhandel
Haager Landkriegsordnung und Genfer Konvention regeln die Rechte von Kriegsgefangenen und Zivilisten im Kriegsfall
Aktuelle Zahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Es existieren nur Schätzungen über das Ausmaß der Zwangsarbeit, wobei die Systematik und jeweilige Definition zu beachten ist.
Die ILO veröffentlichte im Mai 2014 den Bericht Profite und Armut, wonach
weltweit etwa 21 Mio. Menschen unter Zwang arbeiteten, darunter ca. 55 Prozent Frauen und 5,5 Mio. Kinder,
die Auftraggeber dieser Zwangsarbeit ca. 150 Mrd. Dollar Einnahmen erzielten, davon 99 Mrd. Dollar aus Zwangsprostitution, 9 Mrd. in der Land- und Forstwirtschaft, 8 Mrd. in privaten Haushalten sowie 33 Mrd. aus anderen Branchen wie Bauwesen, verarbeitendes Gewerbe oder Bergbau.
90 Prozent aller Zwangsarbeit werde in der Privatwirtschaft verrichtet, 2,2 Mio Menschen würden von staatlicher Seite z. B. als Gefängnisinsassen und Soldaten zur Arbeit gezwungen.[5]
Historie Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
→ Hauptartikel: Zwangsarbeit im Ersten Weltkrieg
Zwangsarbeit gab es bereits während des Ersten Weltkrieges. Neben Kriegsgefangenen waren es belgische und polnische bzw. litauische Zivilisten, die zur Zwangsarbeit in Industrie, Bergbau und Landwirtschaft nach Deutschland deportiert wurden. Die zwangsweise Aushebung vor allem von ca. 61.000 belgischen Arbeitern war für das Ansehen des Kaiserreiches katastrophal und führte zu zahlreichen Protesten neutraler Staaten. Die polnischen Zwangsarbeiter wurden deutlich diskriminiert.[6]
Zeit des Nationalsozialismus [Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Schutzhaftlager Dachau Häftlinge bei der Zwangsarbeit, 24. Mai 1933
Die Nationalsozialisten inhaftierten beginnend ab 1933 willkürlich politische Gegner und später auch „Asoziale“, Landfahrer, Homosexuelle und angeblich „rassisch minderwertige“ Juden, Sinti und Roma (sogenannte „Zigeuner“) und Zeugen Jehovas (sogenannte Bibelforscher) in Arbeitslagern. Die Bezeichnungen der Lager waren euphemistisch und je nach Zweck und Zuständigkeit auch im Zeitablauf unterschiedlich,[7] die ersten größeren Konzentrationslager wie das KZ Dachau und das KZ Oranienburg wurden ursprünglich „Schutzhaftlager“ genannt. In fast allen Konzentrationslagern, Arbeitslagern und Umerziehungslagern war harte Zwangsarbeit, willkürliche Misshandlung und teilweise auch Vernichtung durch Arbeit an der Tagesordnung.
Bereits am 28. November 1933 befürchtete die lokale Handwerkskammer eine unerträgliche Konkurrenz für die örtlichen Handwerksbetriebe durch die Zwangsarbeit in Dachau.[8]
U-Boot-Bunker Valentin (Bremen)
Bei seinem Bau 1943 bis April 1945 kamen mindestens 1600 der insgesamt dort eingesetzten 13.000 Zwangsarbeiter um.
→ Hauptartikel: NS-Zwangsarbeit, Organisation Todt, Vernichtung durch Arbeit, Polenstrafrechtsverordnung, Polen-Erlasse
Während des Zweiten Weltkrieges wurden im Deutschen Reich mehrere Millionen Menschen zur Zwangsarbeit gezwungen, meist Kriegsgefangene, KZ-Häftlinge und Zivilpersonen der besetzten Gebiete; ab 1940 wurden zudem deutsche Juden, später auch so genannte Mischlinge ersten Grades zwangsverpflichtet. Sie mussten die fehlenden Arbeiter, die im Krieg waren, ersetzen und vor allem die Kriegsproduktion aufrechterhalten. Besonders in Osteuropa wurden sie großenteils mittels Razzien rekrutiert, die Zwangsarbeiter wurden als Fremdarbeiter oder, sofern sie aus der Sowjetunion (meist Ukraine oder Russland) stammten, als Ostarbeiter bezeichnet. Unter den Zwangsarbeitern waren auch Jugendliche oder Kinder, die häufig ihren Eltern entrissen oder verschleppt wurden. Zwangsarbeiter wurden in der Landwirtschaft und (Rüstungs-)Industrie eingesetzt, aber auch öffentliche Einrichtungen, die Kirche und Privatpersonen forderten Zwangsarbeiter an. Zwangsarbeiter wurden häufig demütigend behandelt, schlecht ernährt und erhielten oft keinen Lohn, sie mussten schwerste Arbeit verrichten. Die Unterbringung erfolgte in Zwangsarbeiterlagern, den Stammlagern (im nationalsozialistischen Sprachgebrauch als Stalag bezeichnet), oft Barackenlager, mit Stacheldraht eingezäunt. Die sanitären und hygienischen Bedingungen in diesen Baracken waren äußerst schlecht, wie auch die Bekleidung, so lebten besonders die Ostarbeiter in notdürftig selbstgebauten Baracken und waren gezwungen, „auch im Winter unbeschuht zur Arbeit zu gehen“. Außerdem wurden sie häufig von den Deutschen misshandelt: „Die Leute wälzten sich oft vor Schmerzen wegen des dauernden Schlagens mit Gummiknüppeln und Ochsenziemern“. Für Zwangsarbeiter galt kein Arbeitsschutz, so dass sie am Arbeitsplatz allen gesundheitlichen Gefahren ausgesetzt waren, sie durften bei Bombenalarm keine Schutzräume aufsuchen. Bei Verstößen gegen die Anordnungen und Befehle der Deutschen drohte ihnen eine Einweisung in ein „Arbeitserziehungslager“, in denen KZ-ähnliche Zustände herrschten.
Schwangere Zwangsarbeiterinnen, insbesondere solche aus Osteuropa, wurden häufig zur Abtreibung gezwungen. Kinder solcher Frauen wurden in Ausländerkinder-Pflegestätten untergebracht, die keinen anderen Zweck hatten, als diese unerwünschten Kinder unbemerkt von der Öffentlichkeit verhungern zu lassen.
Polnische und sowjetische Zwangsarbeiter wurden noch schlechter behandelt als die italienischen sogenannten Militärinternierten oder auch französischen u. a. westlichen Kriegsgefangenen und Zivilarbeiter, da sie in der NS-Rassenideologie als slawische Untermenschen galten. Für sie galten besondere Polen- und Ostarbeitererlasse, durch die sie weitestgehend entrechtet wurden, so war zum Beispiel der Besitz von Geld, Wertsachen, Fahrrädern und Feuerzeugen und der Erwerb von Fahrkarten verboten. Verkehr mit Deutschen wurde streng bestraft, teilweise sogar mit der Todesstrafe. Für die Zwangsarbeiter war der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz, Fritz Sauckel zuständig, während der Generalgouverneur des besetzten Polens, Hans Frank und die Reichskommissare Hinrich Lohse (Ostland) und Erich Koch (Ukraine) die Razzien organisierten, um genügend Zwangsarbeiter zusammenzutreiben. Das Programm der Zwangsarbeit fügte sich in das Programm Heinrich (Himmler) zur Dezimierung der slawischen Völker um circa 30 Millionen.
Da die Zwangsarbeiter vielen Vorschriften (zum Beispiel über Sicherheit am Arbeitsplatz) nicht unterlagen, waren sie häufig so begehrt, dass das Deutsche Reich eine Ostarbeiterabgabe einführen musste, um die vollständige Verdrängung von deutschen Arbeitern durch Zwangsarbeiter zu vermeiden. Einen Sonderverlauf nahm die Zwangsarbeit in den Grenzzonen, wo beispielsweise spezifische Traditionen der Grenzgängerbeschäftigung wirksam blieben, der Einsatz von Kriegsgefangenen erst zeitlich versetzt begann und grenzspezifische Eigenheiten in Form von Repression bestanden.
Plakat zur Anwerbung polnischer Arbeiter, 1940–1941
Willkürliche Verhaftung zur Zwangsarbeit, Warschau 1941
Merkblatt für Ostarbeiter aus der Sowjetunion, 1942
Ostarbeiterinnen in Osnabrück, vor der Ermordung gerettet, 7. April 1945
Werksausweis eines 16-jährigen polnischen Zwangsarbeiters bei Kienzle Uhren
Kennzeichnung für Ostarbeiter
Polen-Erlasse
NS-Zwangsarbeit im Bereich Büdingen
NS-Zwangsarbeit im Münsterland
„Sklaven der Kirche“ in der Berliner Hermannstraße
Online-Archiv Zwangsarbeit 1939–1945
Aufarbeitung nach 1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Angeklagte im Krupp-Prozess: Alfried Krupp von Bohlen und Halbach, Ewald Löser, Eduard Houdremont, Erich Müller, Friedrich Janssen, Karl Pfirsch, Karl Eberhardt und Heinrich Korschan (von links), Dezember 1947
Nach dem Krieg wurden exemplarische Prozesse gegen das Wirtschafts- und Verwaltungshauptamt der SS (es hatte Zwangsarbeiter gegen Prämien an Firmen vermietet) und die Firmenverantwortlichen von Flick, I.G.-Farben und Krupp (sie hatten die Zwangsarbeiter zu tausenden von der SS gemietet) durchgeführt. Es kam in den Nürnberger Nachfolgeprozessen zu Verurteilungen wegen Versklavung, Misshandlung, Einschüchterung, Folterung und Ermordung der Zivilbevölkerung und dem planmäßigen Einsatz von Zwangsarbeitern.
Im Zuge des Kalten Krieges ebbte das Interesse an einer koordinierten Strafverfolgung ab und es kam hauptsächlich in den am meisten ausgebeuteten also osteuropäischen Ländern, zu weiteren Prozessen.
Klagen ehemaliger Zwangsarbeiter in den USA gegen deutsche Unternehmen, die sie beschäftigt hatten, führten zur Gründung der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“. Bund und Wirtschaft brachten je zur Hälfte 10 Milliarden D-Mark (circa 5,1 Milliarden Euro) ein, im Gegenzug sind in den USA solche Klagen gegen einzelne Unternehmen jetzt ausgeschlossen. Die Auszahlungen begannen am 15. Juni 2001 und endeten im Juni 2007. 1,66 Millionen Zwangsarbeiter oder ihre Erben erhielten jeweils bis zu 7.500 Euro. Insgesamt wurden 4,37 Milliarden Euro ausgezahlt, die Stiftung will mit dem Restkapital von 400 Millionen Euro Bildungs- und Verständigungsprojekte fördern. Damit ist die finanzielle Entschädigung ehemaliger Zwangsarbeiter in Deutschland abgeschlossen. Kriegsgefangene, die im Deutschen Reich Zwangsarbeit verrichten mussten, wurden jedoch nicht entschädigt.
→ Hauptartikel: Deutsche Zwangsarbeiter nach 1945
Eine der unmittelbaren Folgen des Zweiten Weltkrieges war die Verpflichtung deutscher Kriegsgefangener und Zivilisten zur Zwangsarbeit; in erster Linie sollten sie Wiedergutmachung leisten. Dabei gestaltete sich das Schicksal der Betroffenen unter den einzelnen Siegermächten recht unterschiedlich.
In der Bundesrepublik Deutschland wurde 1949 im Grundgesetz in Art. 12 Abs. 2 ausdrücklich geregelt, dass niemand zu einer bestimmten Arbeit gezwungen werden darf; als auch in Abs. 3, dass Zwangsarbeit nur bei einer gerichtlich angeordneten Freiheitsentziehung zulässig ist.
Die DDR gewann in den 1980er Jahren zur Stützung ihres maroden Staatshaushalts in erheblichem Umfang West-Devisen mit der Zwangsarbeit von Häftlingen in der Produktion von Waren für westliche („kapitalistische“) Firmen sowie z. B. mit von Häftlingen erzwungenen Blutspenden, welche z. B. vom bayrischen Roten Kreuz über einen Schweizer Zwischenhändler angekauft wurden.[9][10][11][12]
§ 232b StGB stellt Zwangsarbeit im Zusammenhang mit Menschenhandel unter Strafe.[13]
Historie Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
In der Ostmark, offiziell Alpen- und Donau-Reichsgaue, waren im Herbst 1944 fast eine Million Zwangsarbeiter eingesetzt, während die Zahl der inländischen Arbeitskräfte bei 1,7 Millionen lag.[14] Siehe hierzu Liste der Außenlager des KZ Mauthausen.
Der Österreichische Fonds für Versöhnung, Frieden und Zusammenarbeit (kurz auch Versöhnungsfonds) besteht seit dem Jahr 2000 und leistete bis 2005 freiwillige Zahlungen an Zwangsarbeiter in Österreich während der Zeit des Nationalsozialismus. Bisher haben rund 132.000 Menschen weltweit Leistung aus diesem Fonds erhalten. Es wurde eine Gesamtsumme von 439.254.087 Euro in den Fonds gespeist. Bei einigen Firmen wie beispielsweise Swarovski, Österreichische Bundesbahnen und Steyr Daimler Puch ist die Rolle während der NS-Zeit großteils noch unerforscht und Gegenstand aktueller historischer Forschung.[15]
Historie weitere Länder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Befragung einer chinesischen "Trostfrau", Rangoon, 8. August 1945
Auch in Japan wurden während des Zweiten Weltkrieges Zivilpersonen der besetzten Gebiete zur Zwangsarbeit gezwungen, so wurden Hunderttausende Koreaner nach Japan verschleppt und mussten in japanischen Minen und Fabriken arbeiten. Viele Männer aus den damaligen japanischen Kolonien Korea und Taiwan wurden ins japanische Militär zwangsrekrutiert, während viele Frauen in den besetzten Gebieten zur Zwangsprostitution beziehungsweise zur sexuellen Sklaverei gezwungen wurden und als so genannte Trostfrauen japanischen Soldaten dienen mussten. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg wurden in Japan – und zwar mit stillschweigender Billigung der Siegermacht USA – koreanische Zwangsarbeiter in den Kohlebergwerken eingesetzt. Siehe auch: Death Railway
Unter den Roten Khmer Pol Pots starben Millionen Kambodschaner durch Folter, Hinrichtungen und Zwangsarbeit.
Beim Bau des Donau-Schwarzmeer-Kanals in Rumänien wurden zwischen 1949 und 1954 mehrere zehntausend Häftlinge zur Zwangsarbeit herangezogen. Erst zwischen 1976 und 1984 wurde der Kanal ohne Zwangsarbeit fertiggestellt.
Sowjetunion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Zwangsarbeiter beim Bau des Weißmeer-Ostsee-Kanals, 1932
Bereits vor der Gründung der Sowjetunion bestand zwischen 1696 und 1917 im russischen Kaiserreich das System der Katorga, das gewissermaßen als Vorläufer des Gulag-Systems betrachtet werden kann: Hier wurden Menschen nach Sibirien zum Leisten von Zwangsarbeit verbannt. Allerdings war die Zahl der Betroffenen deutlich geringer als in der Sowjetunion.
In die sowjetischen Zwangsarbeitslager des Gulag wurden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Millionen sowjetischer Bürger deportiert: Politische Oppositionelle, Gegner des kommunistischen Systems, Angehörige von Gruppen, die in Misskredit geraten waren („Klassenfeinde“) sowie Teile besiegter Volksgruppen wie beispielsweise zwischen 1939 und 1941 die Polen im Zweiten Weltkrieg und ganze Völkerschaften wurden nach Kolyma, Workuta und zum Weißmeer-Ostsee-Kanal verschleppt.[16] Aus diesen Orten sind große Städte und Industriezentren entstanden.[17]
Nach dem Ende des 2. Weltkriegs wurden Tausende deutsche Kriegsgefangene und Zivilisten zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion verschleppt; viele von ihnen starben in den Arbeitslagern; tausende ostdeutsche Wissenschaftler wurden zur geistigen Zwangsarbeit in die Sowjetunion verbracht („Aktion Ossawakim“). In der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) wurde ebenfalls Zwangsarbeit angewandt.
Moderne Erscheinungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Die Autorin Gisela Burckhardt, Leiterin der Frauenrechtskampagne Femnet, vergleicht auch die zeitgenössische Arbeitssituation von Textilarbeiterinnen z. B. in Bangladesch mit Zwangsarbeit.[18][19]
Betroffene berichten von Häftlingen, die aus Strafgefangenenlagern im von pro-russischen Separatisten besetzten ostukrainischen Donbass heraus zu Zwangsarbeiten eingesetzt werden.[20]
Grundsätzlich sind Gefangene verpflichtet, Arbeit, die ihren körperlichen Fähigkeiten angemessen sind, auszuüben, sofern sie dazu in der Lage sind, das deutsche Grundgesetz erklärt bei Freiheitsentziehung explizit Zwangsarbeit als zulässig.
Die Verpflichtung zu Arbeitsleistungen im Jugendstrafrecht als Auflage hat Strafcharakter, und bleibt im Rahmen des Art. 12 Abs. 2 und 3 GG verfassungsgemäß, so wie auch die Arbeitspflichten gemäß § 56b StGB nicht gegen Verfassung und Menschenwürde verstoßen.
Im IAO-Abkommen heißt es dazu: 2. Als „Zwangs- oder Pflichtarbeit“ im Sinne dieses Übereinkommens gelten jedoch nicht […] c) jede Arbeit oder Dienstleistung, die von einer Person auf Grund einer gerichtlichen Verurteilung verlangt wird, jedoch unter der Bedingung, dass diese Arbeit oder Dienstleistung unter Überwachung und Aufsicht der öffentlichen Behörden ausgeführt wird und dass der Verurteilte nicht an Einzelpersonen oder privaten Gesellschaften und Vereinigungen verdingt oder ihnen sonst zur Verfügung gestellt wird.
Siehe auch: Ziviles Häftlingsarbeitsprogramm der US Army
Zwangsarbeit im Krieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Christian Westerhoff: Zwangsarbeit im ersten Weltkrieg. Deutsche Arbeitskräftepolitik im besetzten Polen und Litauen 1914–1918. (= Studien zur historischen Migrationsforschung. Band 25). Dissertation. Schöningh, Paderborn/ München/ Wien/ Zürich 2012, ISBN 978-3-506-77335-7.
Ulrich Herbert: Fremdarbeiter. Politik und Praxis des "Ausländer-Einsatzes" in der Kriegswirtschaft des Dritten Reiches. Dissertation. 2. Auflage. Dietz, Bonn 1999, ISBN 3-8012-5028-8.
Mark Spoerer: Zwangsarbeit unter dem Hakenkreuz. Ausländische Zivilarbeiter, Kriegsgefangene und Häftlinge im Dritten Reich und im besetzten Europa 1939–1945. DVA, Stuttgart/ München 2001, ISBN 3-421-05464-9.
Wolf Gruner: Jewish Forced Labor Under the Nazis: Economic Needs and Racial Aims, 1938–1944 (Originaltitel: Der geschlossene Arbeitseinsatz deutscher Juden übersetzt von Kathleen M. Dell'Orto), Cambridge University Press, New York, NY 2006, ISBN 0-521-74357-5 (Published in association with the United States Holocaust Memorial Museum).
Christian Ruch, Myriam Rais-Liechti, Roland Peter: Geschäfte und Zwangsarbeit: Schweizer Industrieunternehmen im „Dritten Reich“. Herausgegeben von der Unabhängigen Expertenkommission Schweiz - Zweiter Weltkrieg. Chronos, Zürich 2001, ISBN 3-0340-0606-3.
Christine Glauning, Andreas Nachama: Alltag Zwangsarbeit 1938-1945. Herausgegeben vom Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit. Berlin 2017, ISBN 978-3-941772-31-1
Fred Dorn, Klaus Heuer (Hrsg.): „Ich war immer gut zu meiner Russin.“ Struktur und Praxis des NS-Zwangsarbeitssystems. (= Studien und Materialien zum Rechtsextremismus. Band 1). Centaurus, Pfaffenweiler 1991, ISBN 3-89085-596-2.
Hans Schafranek, Robert Streibel (Hrsg.): Strategie des Überlebens. Häftlingsgesellschaften in KZ und GULAG. Picus, Wien 1996, ISBN 3-85452-401-3.
Karl-Joseph Hummel, Christoph Kösters, „Kommission für Zeitgeschichte“ (Hrsg.): Zwangsarbeit und katholische Kirche 1939–1945. Geschichte und Erinnerung, Entschädigung und Versöhnung, eine Dokumentation. (= Veröffentlichungen der Kommission für Zeitgeschichte, Reihe B: Forschungen. Band 10). herausgegeben im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz. Schöningh, Paderborn 2008, ISBN 978-3-506-75689-3.[21]
Sekundärliteratur mit regionalem Bezug[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Ralf Dünhöft: Fremdarbeiter in Delmenhorst während des Zweiten Weltkrieges. Isensee, Oldenburg 1995, ISBN 3-89598-306-3.
Johannes Grabler: Das Schicksal eines Zwangsarbeiters in Aulzhausen (Affing). Arbeit zum Hauptseminar „Zweimal 'Vergangenheitsbewältigung' – nach 1945, nach 1989“ an der Kath. Universität Eichstätt. Eichstätt 1993. (Download-Version .doc)
Gerhard Hausen: Zwangsarbeit im Kreis Olpe. (= Schriftenreihe des Kreises Olpe. Band 32). Selbstverlag, 2007, ISSN 0177-8153. Landrat dankte Autor für Engagement. auf: derwesten.de, 10. Dezember 2007.
Ulrich Herbert: Geschichte der Ausländerpolitik in Deutschland. Saisonarbeiter, Zwangsarbeiter, Gastarbeiter, Flüchtlinge. Beck, München 2001, ISBN 3-406-47477-2.
Andreas Heusler: Zwangsarbeit in der Münchner Kriegswirtschaft 1939–1945. 2. Auflage. München-Verlag, München 2000, ISBN 3-927984-07-8.
Rolf Keller: Sowjetische Kriegsgefangene im Deutschen Reich 1941/42. Behandlung und Arbeitseinsatz zwischen Vernichtungspolitik und kriegswirtschaftlichen Erfordernissen. Göttingen 2011, ISBN 978-3-8353-0989-0. Rezensionen: H-Soz-u-Kult 9. Februar 2012, www.kulturthemen.de 9. Februar 2012
Nils Köhler: Zwangsarbeit in der Lüneburger Heide – Organisation und Alltag des „Ausländereinsatzes“ 1939–1945. 2. Auflage. Verlag für Regionalgeschichte, Gütersloh 2004, ISBN 3-89534-537-7.
Arne Martius: Zwangsarbeiter in Ilmenau. Escher, Ilmenau 2004, ISBN 3-00-016747-1.
Michael Matheus, Hedwig Brüchert (Hrsg.): Zwangsarbeit in Rheinland-Pfalz während des Zweiten Weltkriegs. (= Geschichtliche Landeskunde. 57). Steiner, Stuttgart 2004, ISBN 3-515-08279-4.
Stefan Karner, Peter Ruggenthaler: Zwangsarbeit in der Land- und Forstwirtschaft auf dem Gebiete Österreichs 1939–1945. Oldenbourg, Wien 2004, ISBN 3-486-56800-0.
Stephan Jegielka: Das KZ-Aussenlager Genshagen. Struktur und Wahrnehmung der Zwangsarbeit in einem Rüstungsbetrieb 1944/45. Tectum, Marburg 2005, ISBN 3-8288-8895-X.
Thomas Irmer, Zwangsarbeit erinnern e.V.: … warum es lebenswichtig ist, die Erinnerung wachzuhalten. Zwangsarbeit für Siemens in Auschwitz und Berlin. Dokumentation einer Begegnung mit ehemaligen KZ-Häftlingen. Berlin 2006, ISBN 3-938690-47-X.
Thomas Müller: Zwangsarbeit in der Grenzzone. Der Kreis Aachen im Zweiten Weltkrieg. Shaker, Aachen 2003, ISBN 3-8322-1301-5.
Cord Pagenstecher: Ausländischer Widerstand in Berlin. Spielräume des Widerstehens von Zwangsarbeitern. In: Hans Coppi, Stefan Heinz (Hrsg.): Der vergessene Widerstand der Arbeiter. Gewerkschafter, Kommunisten, Sozialdemokraten, Trotzkisten, Anarchisten und Zwangsarbeiter. Dietz, Berlin 2012, ISBN 978-3-320-02264-8, S. 229–247.
Hermann Rafetseder: NS-Zwangsarbeits-Schicksale. Erkenntnisse zu Erscheinungsformen der Oppression und zum NS-Lagersystem aus der Arbeit des Österreichischen Versöhnungsfonds. Eine Dokumentation im Auftrag des Zukunftsfonds der Republik Österreich. – Bremen 2014, ISBN 978-3-944690-28-5; korrigierte Druckfassung eines 2007 aus Datenschutzgründen unveröffentlicht gebliebenen Textes, weiterhin auch online zu finden im "forum oö geschichte" (PDF).
Peter Rugenthaler: Ein Geschenk für den Führer: Sowjetische Zwangsarbeiter in Kärnten und der Steiermark 1942–1945. Verein zur Förderung der Forschung von Folgen nach Konflikten und Kriegen, Graz 2001, ISBN 3-901661-06-9.
Roman Smolorz: Zwangsarbeit im „Dritten Reich“ am Beispiel Regensburgs. Stadtarchiv Regensburg, Regensburg 2003, ISBN 3-935052-30-8.
Mark Spoerer: Zwangsarbeitsregimes im Vergleich: Deutschland und Japan im Ersten und Zweiten Weltkrieg. In: Klaus Tenfelde, Hans-Christoph Seidel (Hrsg.): Zwangsarbeit im Europa des 20. Jahrhunderts. Vergleichende Aspekte und gesellschaftliche Auseinandersetzung. Klartext, Essen 2007, S. 187–226.
Claus Heinrich Gattermann: Der Ausländereinsatz im Landkreis Osterode 1939–1945. Wernigerode/ Berlin 2003, ISBN 3-936872-13-9.
Thorsten Wiederhold: Gerhard Fieseler – eine Karriere. Ein Wirtschaftsführer im Dienste des Nationalsozialismus. (= Nationalsozialismus in Nordhessen, Schriften zur regionalen Zeitgeschichte. Band 20). Kassel 2003, ISBN 3-934377-98-X. Darin: Zwangsarbeiter im Fieseler-Werk. S. 169–219.
Roland Maier: Haupttätigkeitsfeld im Krieg: Überwachung und Repression der ausländischen Zwangsarbeiterinnen und -arbeiter, in: Ingrid Bauz, Sigrid Brüggemann, Roland Maier (Hg.): Die Geheime Staatspolizei in Württemberg und Hohenzollern. Schmetterling-Verlag Stuttgart 2013, ISBN 3-89657-145-1, S. 338–380.
Zwangsarbeit nach 1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Zwangsarbeit in der Tschechoslowakei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Tomáš Staněk: Internierung und Zwangsarbeit: das Lagersystem in den böhmischen Ländern 1945–1948 (Originaltitel: Tábory v českých zemích 1945–1948, übersetzt von Eliška und Ralph Melville, ergänzt und aktualisiert vom Autor, mit einer Einführung von Andreas R. Hofmann) (= Veröffentlichungen des Collegium Carolinum. Band 92). Oldenbourg/ Collegium Carolinum, München 2007, ISBN 978-3-486-56519-5.
Zwangsarbeit in der DDR[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Uwe Bastian, Hildigund Neubert: Schamlos ausgebeutet. Das System der Haftzwangsarbeit politischer Gefangener des SED-Staates. herausgegeben vom Bürgerbüro. Berlin 2003, DNB 970199368.
Karin Schmidt: Zur Frage der Zwangsarbeit im Strafvollzug der DDR. Olms, Hildesheim u. a. 2011, ISBN 978-3-487-14571-6.
Marcus Sonntag: Die Arbeitslager in der DDR. Klartext, Essen 2011, ISBN 978-3-8375-0477-4. (PDF-Download)
Tobias Wunschik: Knastware für den Klassenfeind. Häftlingsarbeit in der DDR, der Ost-West-Handel und die Staatssicherheit (1970–1989). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2014, ISBN 978-3-525-35080-5[22]
Christian Sachse: Das System der Zwangsarbeit in der SED-Diktatur. Die wirtschaftliche und politische Dimension. Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 2014, ISBN 978-3-86583-884-1.
Jan Philipp Wölbern: Haftarbeit in der DDR. Eine Zwischenbilanz, in: Zeithistorische Forschungen 13 (2016), S. 86–107.
Susanne Kill, Christopher Kopper, Jan-Henrik Peters: Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR Häftlingszwangsarbeit und Gefangenentransporte in der SED-Diktatur, Klartext Verlag, 2016, ISBN 978-3-8375-1436-0[23]
Natascha Wodin: Sie kam aus Mariupol.[24]
Esclaves d'Hitler / Hitlers Sklaven: Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene in Schweizer Fabriken. (Frédéric Gonseth Schweiz 1997)
Zwangsarbeit! Travail force! Französische Zwangsarbeiter in Österreich. (Siegfried Steinlechner und Wolfgang Peschl, Österreich 2008)[25]
Rundfunkbeiträge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Isabell Fannrich-Lautenschläger: DDR-ZWANGSARBEITER – Ausbeutung nach Plan, Deutschlandfunk „Hintergrund“ vom 15. Juni 2014
Commons: Zwangsarbeit – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Zwangsarbeit – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wiktionary: Zwangsarbeiter – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Rechtsprechungsdatenbank des Projektes Zwangsarbeit heute am Deutschen Institut für Menschenrechte
Deutsche Zwangsarbeiter in der Sowjetunion. In: FAZ. 8. Juli 2006.
Zwangsarbeit Europäisch erinnern
Zu Zwangsarbeit in deutschen Heimen von 1945–1975 siehe: Homepage des Vereins ehemaliger Heimkinder e. V.
Zeitzeugen-App der Berliner Geschichtswerkstatt e. V.
Zeitzeugenarchiv des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit
↑ EU-Studie zu Menschenhandel - Prostitution und Zwangsarbeit steigen sprunghaft an in Europa, FOCUS 14.04.2013
↑ Menschenhandel gibt es auch in Europa, Zeit 04.06.2014
↑ Übereinkommen 29 der ILO über Zwangs-und Pflichtarbeit 1930 (Memento des Originals vom 4. Juni 2011 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ilo.org
↑ Übereinkommen 105 der ILO über die Abschaffung der Zwangsarbeit 1957 (Memento des Originals vom 11. Dezember 2011 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ilo.org
↑ badische-zeitung.de, 21. Mai 2014: badische-zeitung.de: Weltweit gibt es 21 Millionen Zwangsarbeiter (24. Mai 2014)
↑ Bundesarchiv: Historischer Überblick der Zwangsarbeit im Deutschen Reich abgerufen 15. September 2014.
↑ „Zwangsarbeit im NS-Staat: Haftstättenverzeichnis - Lagerarten“. In: Bundesarchiv. 2010, abgerufen am 17. September 2014.
↑ Wolfgang Benz, Barbara Distel: Der Ort des Terrors: Frühe Lager, Dachau, Emslandlager. C.H. Beck 2005, ISBN 3-406-52962-3, S. 241.
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Normdaten (Sachbegriff): GND: 4139439-2 (AKS)
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1. Strafe – Punishment may be self-inflicted as with self-flagellation and mortification of the flesh in the religious setting, but is most often a form of social coercion. The unpleasant imposition may include a fine, penalty, or confinement, the individual may be a person, or even an animal. The authority may be either a group or a single person, negative consequences that are not authorized or that are administered without a breach of rules are not considered to be punishment as defined here. Research into punishment often includes similar research into prevention, justifications for punishment include retribution, deterrence, rehabilitation, and incapacitation. The last could include such measures as isolation, in order to prevent the wrongdoers having contact with potential victims, if only some of the conditions included in the definition of punishment are present, descriptions other than punishment may be considered more accurate. Inflicting something negative, or unpleasant, on a person or animal, in addition, the word punishment is used as a metaphor, as when a boxer experiences punishment during a fight. In other situations, breaking a rule may be rewarded, finally the condition of breaking the rules must be satisfied for consequences to be considered punishment. Corporal punishment refers to punishments in which pain is intended to be inflicted upon the transgressor. Punishments may be judged as fair or unfair in terms of their degree of reciprocity and proportionality to the offense, Punishment can be an integral part of socialization, and punishing unwanted behaviour is often part of a system of pedagogy or behavioral modification which also includes rewards. Various philosophers have presented definitions of punishment, introduced by B. F. Skinner, punishment has a more restrictive and technical definition. Along with reinforcement it belongs under the operant conditioning category, operant conditioning refers to learning with either punishment as a negative rienforcer or a reward that serves as a positive reinforcement of the lesson to be learned. In psychology, punishment is the reduction of a behavior via application of an unpleasant stimulus or removal of a pleasant stimulus, extra chores or spanking are examples of positive punishment, while removing an offending students recess or play privileges are examples of negative punishment. The definition requires that punishment is only determined after the fact by the reduction in behavior, if the behavior of the subject does not decrease. There is some conflation of punishment and aversives, though an aversion that does not decrease behavior is not considered punishment in psychology, additionally, aversive stimulus is a label behaviorists generally apply to negative reinforcers, rather than punishers. During a period of heavy fishing and tourism that encroached on their territory, they started to live in groups, learning from each other, especially hunting techniques. Small, younger octopuses could be near the fully grown octopuses without being eaten by them, even though they, the authors also note that the octopuses adopted observational learning without any evolutionary history of specialized adaptation for it. There are also arguments against the notion of punishment requiring intelligence, there is proof of honey bee workers with mutations that makes them fertile laying eggs only when other honey bees are not observing them, and that the few that are caught in the act are killed. The authors argue that this falsifies the claim that punishment evolved as a strategy to deal with individuals capable of knowing what they are doing, certain scientists argue that this disproves the notion of humans having a biological feeling of intentional transgressions deserving to be punished
2. Sklaverei – A slave is unable to withdraw unilaterally from such an arrangement and works without remuneration. Many scholars now use the chattel slavery to refer to this specific sense of legalised. In a broader sense, however, the word slavery may also refer to any situation in which an individual is de facto forced to work against his or her will. Scholars also use the generic terms such as unfree labour or forced labour. However – and especially under slavery in broader senses of the word – slaves may have some rights and/or protections, Slavery began to exist before written history, in many cultures. A person could become a slave from the time of their birth, capture, while slavery was institutionally recognized by most societies, it has now been outlawed in all recognized countries, the last being Mauritania in 2007. Nevertheless, there are still more slaves today than at any point in history. The most common form of the trade is now commonly referred to as human trafficking. Chattel slavery is still practiced by the Islamic State of Iraq. An older interpretation connected it to the Greek verb skyleúo to strip a slain enemy, there is a dispute among historians about whether terms such as unfree labourer or enslaved person, rather than slave, should be used when describing the victims of slavery. Chattel slavery, also called traditional slavery, is so named because people are treated as the chattel of the owner and are bought, although it dominated many societies in the past, this form of slavery has been formally abolished and is very rare today. Even when it can be said to survive, it is not upheld by the system of any internationally recognized government. Indenture, otherwise known as bonded labour or debt bondage is a form of labour under which a person pledges himself or herself against a loan. The services required to repay the debt, and their duration, debt bondage can be passed on from generation to generation, with children required to pay off their parents debt. It is the most widespread form of slavery today, debt bondage is most prevalent in South Asia. This may also include institutions not commonly classified as slavery, such as serfdom, conscription, Human trafficking primarily involves women and children forced into prostitution. And is the fastest growing form of forced labour, with Thailand, Cambodia, India, Brazil, in 2007, Human Rights Watch estimated that 200,000 to 300,000 children served as soldiers in current conflicts. A forced marriage may be regarded as a form of slavery by one or more of the involved in the marriage
3. Leibeigenschaft – Serfdom is the status of many peasants under feudalism, specifically relating to manorialism. It was a condition of bondage, which developed primarily during the High Middle Ages in Europe, serfs were often required not only to work on the lords fields, but also his mines, forests and roads. The decline of serfdom in Western Europe has sometimes been attributed to the Black Death, Serfdom became increasingly rare in most of Western Europe after the Renaissance, but conversely, it grew strong in Central and Eastern Europe, where it had previously been less common. In Eastern Europe the institution persisted until the mid-19th century, in the Austrian Empire serfdom was abolished by the 1781 Serfdom Patent, corvée continued to exist until 1848. Serfdom was abolished in Russia in the 1860s, in Finland, Norway and Sweden, feudalism was never fully established, and serfdom did not exist, however, serfdom-like institutions did exist in both Denmark and its vassal Iceland. According to Joseph R. Strayer, the concept of feudalism can also be applied to the societies of ancient Persia, ancient Mesopotamia, Egypt, Muslim India, China, james Lee and Cameron Campbell describe the Chinese Qing dynasty as also maintaining a form of serfdom. Tibet is described by Melvyn Goldstein to have had serfdom until 1959, bhutan is described by Tashi Wangchuk, a Bhutanese civil servant, as abolishing serfdom officially by 1959, but Wangchuk believes less than or about 10% of poor peasants were in copyhold situations. The United Nations 1956 Supplementary Convention on the Abolition of Slavery also prohibits serfdom as a form of slavery, the word serf originated from the Middle French serf and can be traced further back to the Latin servus. In Late Antiquity and most of the Middle Ages, what are now called serfs were usually designated in Latin as coloni. As slavery gradually disappeared and the status of servi became nearly identical to that of the coloni. Serfs had a place in feudal society, as did barons and knights, in return for protection. Thus the manorial system exhibited a degree of reciprocity, one rationale held that a serf worked for all while a knight or baron fought for all and a churchman prayed for all, thus everyone had a place. The serf was the worst fed and rewarded, but at least he had his place and, unlike slaves, had rights in land. A lord of the manor could not sell his serfs as a Roman might sell his slaves and this unified system preserved for the lord long-acquired knowledge of practices suited to the land. Further, a serf could not abandon his lands without permission, a freeman became a serf usually through force or necessity. Sometimes the greater physical and legal force of a local magnate intimidated freeholders or allodial owners into dependency, often a few years of crop failure, a war, or brigandage might leave a person unable to make his own way. In such a case he could strike a bargain with a lord of a manor, in exchange for protection, service was required, in cash, produce or labour, or a combination of all. These oaths bound the lord and his new serf in a feudal contract, to become a serf was a commitment that encompassed all aspects of the serfs life
4. Menschenhandel – Human trafficking is the trade of humans, most commonly for the purpose of forced labor, sexual slavery, or commercial sexual exploitation for the trafficker or others. This may encompass providing a spouse in the context of forced marriage, or the extraction of organs or tissues, including for surrogacy, Human trafficking can occur within a country or trans-nationally. Human trafficking is a crime against the person because of the violation of the rights of movement through coercion. Human trafficking is the trade in people, and does not necessarily involve the movement of the person from one place to another, according to the International Labour Organization, forced labor alone generates an estimated $150 billion in profits per annum as of 2014. Estimated that 21 million victims are trapped in modern-day slavery, of these,14.2 million were exploited for labor,4.5 million were sexually exploited, and 2.2 million were exploited in state-imposed forced labor. Human trafficking is thought to be one of the activities of trans-national criminal organizations. Human trafficking is condemned as a violation of rights by international conventions. In addition, human trafficking is subject to a directive in the European Union, the protocol is one of three which supplement the CTOC. The Trafficking Protocol is the first global, legally binding instrument on trafficking in over half a century, one of its purposes is to facilitate international cooperation in investigating and prosecuting such trafficking. Another is to protect and assist human traffickings victims with full respect for their rights as established in the Universal Declaration of Human Rights, in 2014, the International Labour Organization estimated $150 billion in annual profit is generated from forced labor alone. The average cost of a trafficking victim today is USD $90,000 which. The average slave in 1800 America was the equivalent to USD $40,000, though illegal, there may be no deception or coercion involved. After entry into the country and arrival at their ultimate destination, Human trafficking, on the other hand, is a crime against a person because of the violation of the victims rights through coercion and exploitation. Unlike most cases of smuggling, victims of human trafficking are not permitted to leave upon arrival at their destination. While smuggling requires travel, trafficking does not, trafficked people are held against their will through acts of coercion, and forced to work for or provide services to the trafficker or others. The work or services may include anything from bonded or forced labor to commercial sexual exploitation, the arrangement may be structured as a work contract, but with no or low payment, or on terms which are highly exploitative. Sometimes the arrangement is structured as debt bondage, with the not being permitted or able to pay off the debt. Bonded labor, or debt bondage, is probably the least known form of labor trafficking today, generally, the value of their work is greater than the original sum of money borrowed
5. Internationale Arbeitsorganisation – The International Labour Organization is a United Nations agency dealing with labour problems, particularly international labour standards, social protection, and work opportunities for all. The ILO has 187 member states,186 of the 193 UN member states plus the Cook Islands are members of the ILO, the ILO registers complaints against entities that are violating international rules, however, it does not impose sanctions on governments. Unlike other United Nations specialized agencies, the International Labour Organization has a governing structure – representing governments, employers. The rationale behind the structure is the creation of free and open debate among governments. The ILO secretariat is referred to as the International Labour Office, juan Somavía was the ILOs director-general from 1999 until October 2012, when Guy Ryder was elected as his replacement. This governing body is composed of 28 government representatives,14 workers representatives, ten of the government seats are held by member states that are nations of chief industrial importance, as first considered by an impartial committee. The nations are Brazil, China, France, Germany, India, Italy, Japan, the Russian Federation, the United Kingdom, the terms of office are three years. The ILO organizes the International Labour Conference in Geneva every year in June, also known as the parliament of labour, the conference also makes decisions about the ILOs general policy, work programme and budget. Each member state has four representatives at the conference, two government delegates, a delegate and a worker delegate. All of them have individual voting rights, and all votes are equal, the employer and worker delegates are normally chosen in agreement with the most representative national organizations of employers and workers. Usually, the workers delegates coordinate their voting, as do the employers delegates, all delegate have the same rights, and are not required to vote in blocs. Through July 2011, the ILO has adopted 189 conventions, if these conventions are ratified by enough governments, they become in force. However, ILO conventions are considered international labour standards regardless of ratification, when a convention comes into force, it creates a legal obligation for ratifying nations to apply its provisions. Every year the International Labour Conferences Committee on the Application of Standards examines a number of alleged breaches of international labour standards, governments are required to submit reports detailing their compliance with the obligations of the conventions they have ratified. Conventions that have not been ratified by member states have the legal force as do recommendations. In 1998, the 86th International Labour Conference adopted the Declaration on Fundamental Principles, the ILO asserts that its members have an obligation to work towards fully respecting these principles, embodied in relevant ILO Conventions. The ILO Conventions which embody the principles have now been ratified by most member states. Recommendations do not have the force of conventions and are not subject to ratification
6. Dienstleistung – In economics, a service is a transaction in which no physical goods is transferred from the seller to the buyer. The benefits of such a service are held to be demonstrated by the willingness to make the exchange. Public services are those that society as a whole pays for, using resources, skill, ingenuity, and experience, service providers benefit service consumers. Services can be described in terms of their key characteristics, sometimes called the Five Is of Services and they are not manufactured, transported or stocked. Services cannot be stored for a future use and they are produced and consumed simultaneously. Services are perishable in two regards, Service-relevant resources, processes and systems are assigned for delivery during a specific period in time. If the service consumer does not request and consume the service during this period, from the perspective of the service provider, this is a lost business opportunity if no other use for those resources is available. Examples, A hairdresser serves another client, an empty seat on an airplane cannot be filled after departure. When the service has been rendered to the consumer, this particular service irreversibly vanishes. Example, a passenger has been transported to the destination and the flight is over, the service provider must deliver the service at the time of service consumption. The service is not manifested in an object that is independent of the provider. The service consumer is also inseparable from service delivery, examples, The service consumer must sit in the hairdressers chair, or in the airplane seat. Correspondingly, the hairdresser or the pilot must be in the shop or plane, respectively, many services are regarded as heterogeneous and are typically modified for each service consumer or each service context. Another and more common term for this is heterogeneity, both service provider and service consumer participate in the service provision. Mass generation and delivery of services must be mastered for a provider to expand. This can be seen as a problem of service quality, both inputs and outputs to the processes involved providing services are highly variable, as are the relationships between these processes, making it difficult to maintain consistent service quality. Many services involve variable human activity, rather than a precisely determined process, the human factor is often the key success factor in service provision. Demand can vary by season, time of day, business cycle, consistency is necessary to create enduring business relationships
7. Streik – Strike action, also called labor strike, labour strike, or simply strike, is a work stoppage caused by the mass refusal of employees to work. A strike usually takes place in response to employee grievances, Strikes became common during the Industrial Revolution, when mass labor became important in factories and mines. In most countries, strike actions were made illegal, as factory owners had far more power than workers. Most Western countries partially legalized striking in the late 19th or early 20th centuries, Strikes are sometimes used to pressure governments to change policies. Notable examples are the 1980 Gdańsk Shipyard or 1981 Warning Strike, official publications have typically used the more neutral words work stoppage or industrial dispute. The first historically certain account of action was towards the end of the 20th dynasty. The artisans of the Royal Necropolis at Deir el-Medina walked off their jobs because they had not been paid, the Egyptian authorities raised the wages. An early predecessor of the strike may have been the secessio plebis in ancient Rome. In the Outline Of History, H. G. Wells characterized this event as the strike of the plebeians, the plebeians seem to have invented the strike. The strike action became a feature of the political landscape with the onset of the Industrial Revolution. For the first time in history, large numbers of people were members of the working class, they lived in cities. By the 1830s, when the Chartist movement was at its peak, in 1842 the demands for fairer wages and conditions across many different industries finally exploded into the first modern general strike. Instead of being a spontaneous uprising of the masses, the strike was politically motivated and was driven by an agenda to win concessions. Probably as much as half of the industrial work force were on strike at its peak – over 500,000 men. The local leadership marshalled a growing working class tradition to organize their followers to mount an articulate challenge to the capitalist. Friedrich Engels, an observer in London at the time, wrote, by its numbers, this class has become the most powerful in England, the English proletarian is only just becoming aware of his power, and the fruits of this awareness were the disturbances of last summer. Karl Marx has condemned the theory of Proudhon criminalizing strike action in his work The Poverty of Philosophy, in 1937 there were 4,740 strikes in the United States. This was the greatest strike wave in American labor history, the number of major strikes and lockouts in the U. S. fell by 97% from 381 in 1970 to 187 in 1980 to only 11 in 2010
8. Allgemeine Erklärung der Menschenrechte – The Universal Declaration of Human Rights is a declaration adopted by the United Nations General Assembly on 10 December 1948 at the Palais de Chaillot, Paris. The full text is available on the United Nations website, in 1966, the General Assembly adopted the two detailed Covenants, which complete the International Bill of Human Rights. In 1976, after the Covenants had been ratified by a sufficient number of individual nations, during World War II, the Allies adopted the Four Freedoms—freedom of speech, freedom of religion, freedom from fear, and freedom from want—as their basic war aims. A universal declaration that specified the rights of individuals was necessary to effect to the Charters provisions on human rights. In June 1946, the UN Economic and Social Council established the Commission on Human Rights, the Commission on Human Rights, a standing body of the United Nations, was constituted to undertake the work of preparing what was initially conceived as an International Bill of Rights. The commission established a special Universal Declaration of Human Rights Drafting Committee, chaired by Eleanor Roosevelt, the committee met in two sessions over the course of two years. At the time, Humphrey was newly appointed as Director of the Division of Human Rights within the United Nations Secretariat, other well-known members of the drafting committee included René Cassin of France, Charles Malik of Lebanon, P. C. Chang of the Republic of China, Humphrey provided the initial draft which became the working text of the Commission. According to Allan Carlson in Globalizing Family Values, the Declarations pro-family phrases were the result of the Christian Democratic movements influence on Cassin, during these discussions many amendments and propositions were made by UN Member States. British representatives were extremely frustrated that the proposal had moral but no legal obligation, a On 10 December 1948, the Universal Declaration was adopted by the General Assembly by a vote of 48 in favor, none against, and eight abstentions. Honduras and Yemen—both members of UN at the time—failed to vote or abstain, south Africas position can be seen as an attempt to protect its system of apartheid, which clearly violated any number of articles in the Declaration. The six communist nations abstentions centred around the view that the Declaration did not go far enough in condemning fascism and Nazism, Eleanor Roosevelt attributed the abstention of the Soviet bloc nations to Article 13, which provided the right of citizens to leave their countries. 48 countries voted in favour of the Declaration, a.8 countries abstained, Later on, the underlying structure of the Universal Declaration was introduced in its second draft, which was prepared by René Cassin. Cassin worked from a first draft, which was prepared by John Peters Humphrey, the structure was influenced by the Code Napoléon, including a preamble and introductory general principles. Cassin compared the Declaration to the portico of a Greek temple, with a foundation, steps, four columns, articles 1 and 2 are the foundation blocks, with their principles of dignity, liberty, equality, and brotherhood. The seven paragraphs of the out the reasons for the Declaration—represent the steps. The main body of the Declaration forms the four columns, the first column constitutes rights of the individual such as the right to life and the prohibition of slavery. Articles 6 through 11 refer to the legality of human rights with specific remedies cited for their defense when violated
9. UN-Kinderrechtskonvention – The United Nations Convention on the Rights of the Child is a human rights treaty which sets out the civil, political, economic, social, health and cultural rights of children. The Convention defines a child as any human being under the age of eighteen, Nations that ratify this convention are bound to it by international law. Compliance is monitored by the UN Committee on the Rights of the Child and their reports and the committees written views and concerns are available on the committees website. The UN General Assembly adopted the Convention and opened it for signature on 20 November 1989 and it came into force on 2 September 1990, after it was ratified by the required number of nations. Currently,196 countries are party to it, including member of the United Nations except the United States. Two optional protocols were adopted on 25 May 2000, the First Optional Protocol restricts the involvement of children in military conflicts, and the Second Optional Protocol prohibits the sale of children, child prostitution and child pornography. Both protocols have been ratified by more than 160 states, a third optional protocol relating to communication of complaints was adopted in December 2011 and opened for signature on 28 February 2012. It came into effect on 14 April 2014, the Convention deals with the child-specific needs and rights. It requires that the nations that ratify this convention are bound to it by international law, ratifying states must act in the best interests of the child. The Convention obliges states to allow parents to exercise their parental responsibilities, the Convention forbids capital punishment for children. The European Court of Human Rights has referred to the Convention when interpreting the European Convention on Human Rights, global human rights standards were challenged at the World Conference on Human Rights in Vienna when a number of governments raised serious objections to the idea of universal human rights. Some scholars link slavery and slavery-like practices for many child marriages, Child marriage as slavery is not directly addressed by the Convention on the Rights of the Child. Currently 196 countries are parties to the treaty and this includes every member of the United Nations, plus the Cook Islands, Niue, the State of Palestine, and the Holy See. The United States has not ratified it, somalias domestic ratification finished in January 2015 and the instrument was deposited with the United Nations in October 2015. All successor states of Czechoslovakia and Yugoslavia made declarations of succession to the treaty, the convention does not apply in the territories of Akrotiri and Dhekelia, Gibraltar, Guernsey and Tokelau. Canada became a signatory to the Convention on 28 May 1990, Youth criminal laws in Canada underwent major changes resulting in the Youth Criminal Justice Act which went into effect on 1 April 2003. The Act specifically references Canadas different commitments under the Convention, the convention was influential in the administrative Law decision of Baker v Canada. India ratified UNCRC on 11 December 1992, agreeing in principles all articles except with certain reservations on issues relating to child labor
Strafe [videos]
A punishment is the imposition of an undesirable or unpleasant outcome upon a group or individual, meted out by an …
The old village stocks in Chapeltown, Lancashire, England
Barbed tape is a feature of prisons.
A modern jail cell.
Hester Prynne at the Stocks - an engraved illustration from an 1878 edition of The Scarlet Letter
Internationale Arbeitsorganisation [videos]
The International Labour Organization (ILO) is a United Nations agency dealing with labour problems, particularly …
ILO headquarters in Geneva
Interpreting booth ready for an ILO meeting
ILO building in Geneva with Salève in the background
Samuel Gompers (right) with Albert Thomas, 1918
Streik [videos]
Verarbeitendes Gewerbe [videos]
Bergbau [videos]
Mining is the extraction of valuable minerals or other geological materials from the earth usually from an orebody, …
Kriegsgefangener [videos]
Belgien [videos]
Polen [videos]
Litauen [videos]
Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei [videos]
Fahrendes Volk [videos]
A vagrant or a vagabond is a person, often in poverty, who wanders from place to place without a home or regular …
John Everett Millais The Blind Girl, depicting vagrant musicians
Caricature of a tramp
A woodcut from c. 1536 depicting a vagrant being punished in the streets in Tudor England.
The Pass Room at Bridewell, c. 1808. At this time paupers from outside London apprehended by the authorities could be imprisoned for seven days before being sent back to their own parish.
Juden [videos]
Zeugen Jehovas [videos]
Jehovah's Witnesses is a millenarian restorationist Christian denomination with nontrinitarian beliefs distinct from …
International headquarters in Warwick, New York
Worship at a Kingdom Hall.
Jehovah's Witnesses outside the British Museum, 2017.
KZ Dachau [videos]
Dachau concentration camp (German: Konzentrationslager (KZ) Dachau, IPA: [ˈdaxaʊ]) was the first of the Nazi …
Heinrich Himmler (front right, beside prisoner) inspecting Dachau Concentration Camp on 8 May 1936.
Vernichtung durch Arbeit [videos]
Extermination through labour is a term sometimes used to describe the operation of concentration camp, death camp and …
The Todesstiege ("Stairs of Death") at the Mauthausen concentration camp quarry in Upper Austria. Inmates were forced to carry heavy rocks up the stairs. In their severely weakened state, few prisoners could cope with this back-breaking labour for long.
Commemorative plaque in Hamburg-Neugraben
Jewish forced labourers, marching with shovels, Mogilev, 1941
Gate in the Dachau concentration camp memorial.
U-Boot-Bunker Valentin [videos]
The Valentin submarine factory is a protective shelter on the Weser River at the Bremen suburb of Rekum, built to …
A roof truss of U-bootbunker "Valentin" is lifted into place (1944)
The partially completed Valentin bunker and some of its prisoner work–force (1944)
An RAF officer examines the crater produced by the March 1945 Grand Slam bomb strike
Bremen [videos]
The City Municipality of Bremen (German: Stadtgemeinde Bremen, IPA: [ˈbʁeːmən] (listen)) is a Hanseatic city in …
Clockwise from top: Bremer Marktplatz, Bremen Hauptbahnhof, the Werdersee and the Town Musicians statue.
NS-Zwangsarbeit [videos]
The use of forced labour in Nazi Germany and throughout German-occupied Europe during World War II took place on an …
Organisation Todt [videos]
The Todt Organisation (German: Organisation Todt, OT) was a civil and military engineering group in the Third Reich …
German soldier in front of part of the OT-built Atlantic Wall at Cap Gris Nez, France
Eduard Dietl and Albert Speer, at Rovaniemi Airport in Finland, in December 1943
Albert Speer (right) in Finland in the winter of 1943–1944
Deutsches Reich 1933 bis 1945 [videos]
Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik [videos]
Landwirtschaft [videos]
Rüstung [videos]
Body armor or body armour, or personal armor/armour is protective clothing, designed to absorb and/or deflect slashing, …
United States Marines in July 2010 assist a Sri Lankan Navy sailor in trying on a Modular Tactical Vest.
Japanese warrior in armor.
Greek Mycenaean armor, c. 1400 BC
Bronze lamellae- Vietnam, 300 BC - 100 BC
Arbeitslager [videos]
A labor camp (or labour, see spelling differences) or work camp is a simplified detention facility where inmates are …
A convict ploughing team breaking up new ground at the farm Port Arthur, early 20th century
Sklaverei [videos]
Leibeigenschaft [videos]
Serfdom is the status of many peasants under feudalism, specifically relating to manorialism. It was a condition of …
Costumes of slaves or serfs, from the sixth to the twelfth centuries, collected by H. de Vielcastel from original documents in European libraries
Reeve and serfs in feudal England, c. 1310
The proclamation by count Josip Jelačić abolishing serfdom in the Kingdom of Croatia, dated 25 April 1848
Menschenhandel [videos]
Human trafficking is the trade of humans for the purpose of forced labour, sexual slavery, or commercial sexual …
A schematic showing global human trafficking from countries of origin and destination
Zweiter Weltkrieg [videos]
Konzentrationslager [videos]
Nazi Germany maintained concentration camps (German: Konzentrationslager, KZ or KL) throughout the territories it …
The Dachau concentration camp was created for the purpose of holding political opponents. In time for Christmas of 1933, roughly 600 of the inmates were released as part of a pardoning action. The picture above depicts a speech by camp commander Theodor Eicke to prisoners who were about to be released.
Jewish prisoners are issued food on a building site at Salaspils concentration camp, Latvia, in 1941.
American soldiers view a pile of corpses found in the newly liberated Buchenwald concentration camp in April 1945
Ostarbeiter [videos]
Ostarbeiter (meaning "Eastern worker") was a Nazi German designation for foreign slave workers gathered from occupied …
A Russian-language Nazi poster reading "I live with a German family and feel just fine. Come to Germany to help with household chores."
Ukrainians from Cherkashchyna depart to Nazi Germany to serve as labor force, 1942
Bauwesen [videos]
Architectural engineering, also known as building engineering, is the application of engineering principles and …
MEP room in a building
An air handling unit is used for the heating and cooling of air in a central location (click on image for legend). Bringing together knowledge of acoustic engineering and HVAC is one example of the multi-disciplined nature of architectural engineering
Jüdischer Mischling [videos]
Mischling ("mixed-blood" in German, plural: Mischlinge) was the German legal term used in Nazi Germany to denote …
The diagram shows the pseudoscientific racial division, according to the Nuremberg Laws, which was the basis of the racial policies of Nazi Germany. Only people with four German grandparents (four white circles – leftmost column) were considered to be "full-blooded" Germans. German nationals with three or four Jewish ancestors (at rightmost) were considered Jews. The center column shows the ''Mischling'' grade, either 1 or 2, depending on the number of one's Jewish ancestors. All Jewish grandparents were automatically defined as members of the Jewish religious community (regardless of whether they actually identified their religion as such.)
Hermine and Fanny Wittgenstein (sisters of Ludwig Wittgenstein) were re-classified as "Aryan" after paying an undisclosed fortune to the Nazi party.
Erhard Milch (at right), whose father was Jewish

References: Art. 2
 Art. 32
 Art. 12

§ 232
 Art. 12
 § 56