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Timestamp: 2016-10-27 15:04:59+00:00

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1P.473/2001 (28.11.2001)
1P.473/2001/sta
A.________, Beschwerdef�hrer, vertreten durch F�rsprecher Beat Z�rcher, Schmiedenplatz 5, Postfach 333, 3000 Bern 7,
Art. 9 und 32 Abs. 1 BV, Art. 6 Ziff. 2 EMRK (Strafverfahren; willk�rliche Beweisw�rdigung)
(Staatsrechtliche Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern, 2. Strafkammer, vom 8. Dezember 2000)
Am 3. Februar 2000 verurteilte das Kreisgericht VIII Bern-Laupen A.________ wegen qualifizierten Drogendelikten und Geldw�scherei zu 2� Jahren Zuchthaus. Gleichzeitig widerrief es den mit Urteil des Amtsgerichtsstatthalters Olten- G�sgen vom 11. September 1997 gew�hrten bedingten Strafvollzug bez�glich einer Gef�ngnisstrafe von zwei Wochen.
Auf Appellation hin best�tigte das Obergericht (II. Strafkammer) des Kantons Bern mit Entscheid vom 8. Dezember 2000 die Verurteilung im Straf- und Schuldpunkt. Die Widerrufsverf�gung war bereits vorher in Rechtskraft erwachsen.
Gegen den Entscheid des Obergerichtes vom 8. Dezember 2000 gelangte A.________ mit staatsrechtlicher Beschwerde vom 11. Juli 2001 an das Bundesgericht. Er r�gt eine Verletzung von Art. 9 und Art. 32 Abs. 1 BV sowie Art. 6 Ziff. 2 EMRK, und er beantragt die Aufhebung des angefochtenen Entscheides.
Eine von A.________ am 22. Dezember 2000 angemeldete eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde wurde innert Frist nicht begr�ndet, weshalb das betreffende Verfahren (6S.21/2001) mit Verf�gung des Kassationshofes des Bundesgerichtes vom 16. Juli 2001 am Gesch�ftsverzeichnis abgeschrieben wurde.
Das Obergericht und der Generalprokurator (vertreten durch die Staatsanw�ltin f�r Wirtschafts-, Drogen- und organisierte Kriminalit�t) des Kantons Bern beantragen mit Vernehmlassungen vom 27. bzw. 30 August 2001 je die Abweisung der staatsrechtlichen Beschwerde.
Mit Verf�gung vom 4. September 2001 bewilligte der Pr�sident der I. �ffentlichrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes das Gesuch des Beschwerdef�hrers um aufschiebende Wirkung.
Das Strafurteil des Kreisgerichtes VIII Bern-Laupen vom 3. Februar 2000 ist in zwei Anklagepunkten in Rechtskraft erwachsen (Verkauf von 500 g Heroingemisch anfangs Februar 1999 sowie von 250 g Heroingemisch am 9. Februar 1999, jeweils an B.________ in Olten/Oberg�sgen). Streitig waren im Appellationsverfahren noch die Anklagepunkte "Anstaltentreffen zum Verkauf von 250 g Heroingemisch an B.________ und C.________ am 15. Februar 1999 in Olten/Oberg�sgen" sowie "Geldw�scherei im Deliktsbetrag von Fr. 20'000.--, begangen (gemeinsam mit B.________) am 19. Februar 1999 in Z�rich-Kloten".
Im angefochtenen Entscheid wird in tats�chlicher Hinsicht Folgendes erwogen: Umfangreiche polizeiliche Ermittlungen (im Rahmen der Aktion "Jetta") gegen die albanischen Drogenh�ndler X.D.________ und Y.D.________ h�tten zum dringenden Verdacht gef�hrt, dass auch der Beschwerdef�hrer sowie B.________ und C.________ umfangreichen Drogenhandel betrieben h�tten. Bei der Verhaftung C.________s am 22. Februar 1999 im Bahnhof Bern seien � kg Heroin und 1 kg Streckmittel sichergestellt worden. Der Beschwerdef�hrer habe bei der Verhaftung an seinem Arbeitsplatz am 30. M�rz 1999 eine Schachtel Munition "Para 9 mm" auf sich getragen. W�hrend B.________ und C.________ im Verlauf des Strafverfahrens Teilgest�ndnisse abgelegt h�tten, habe der Beschwerdef�hrer jeglichen Drogenhandel und jegliche Kontakte mit Bet�ubungsmittel bis zum erstinstanzlichen Urteil vehement bestritten. Er sei jedoch durch B.________s und C.________s Aussagen und die Ergebnisse der Telefonkontrolle schwer belastet worden.
2.1 Im Appellationsverfahren sei vom Beschwerdef�hrer nicht mehr bestritten worden, dass er anfangs Februar (vermutlich am 4. Februar) 1999 in Olten/Oberg�sgen 500 g Heroingemisch f�r Fr. 10'000.-- an B.________ verkauft habe. B.________ habe die Drogen an E.________ weiterverkauft und sei deswegen rechtskr�ftig verurteilt worden. Unbestritten sei sodann, dass der Beschwerdef�hrer am 9. Februar 1999 nochmals 250 g Heroingemisch f�r Fr. 5'000.-- an B.________ verkauft habe, welcher die Drogen (gem�ss rechtskr�ftigem Schuldspruch) an F.________ weitergegeben habe.
2.2 Im streitigen Anklagepunkt bez�glich Widerhandlung gegen das Bet�ubungsmittelgesetz habe das Kreisgericht es als erwiesen angenommen, dass C.________ am 15. Februar 1999 zusammen mit B.________ und im Auftrag von F.________ nach Olten/Oberg�sgen gefahren sei, wo B.________ beim Beschwerdef�hrer 250 g Heroingemisch habe erwerben wollen. Dieses Gesch�ft sei jedoch schliesslich nicht zustande gekommen. Die Ergebnisse der Telefonkontrolle belegten die Fahrt von C.________ und B.________ nach Olten/Oberg�sgen, welche im �brigen unbestritten sei. Auch der Beschwerdef�hrer habe immerhin einger�umt, B.________ am 15. Februar 1999 kurz getroffen zu haben. C.________ und B.________ seien diesbez�glich wegen Anstaltentreffens zum Kauf von 250 g Heroingemisch rechtskr�ftig verurteilt worden.
Der Beschwerdef�hrer habe bis zum erstinstanzlichen Urteil jeglichen Kontakt mit Drogen vollumf�nglich bestritten. Angesichts der von ihm im Appellationsverfahren akzeptierten Schuldspr�che (bez�glich des Verkaufes von einmal 500 g und einmal 250 g Heroingemisch an B.________) m�ssten seine diesbez�glichen pauschalen Bestreitungen bis zum erstinstanzlichen Urteil als unwahr und l�genhaft qualifiziert werden. Dadurch werde grunds�tzlich auch die Glaubw�rdigkeit seiner Sachdarstellung zu den verbliebenen Anklagepunkten ersch�ttert.
Unbestrittenermassen habe der Beschwerdef�hrer B.________ am fraglichen 15. Februar 1999 getroffen. Weder habe er einen plausiblen (rechtm�ssigen) Grund f�r dieses Treffen angeben k�nnen, noch sei es ihm gelungen, die belastenden Aussagen von B.________ und C.________ zu entkr�ften. Ebenso habe er es an einer Erkl�rung fehlen lassen, weshalb am Telefon - zur Verabredung eines Treffens mit angeblich rechtm�ssigem Hintergrund - verschl�sselt gesprochen worden sei. Mit den Aussagen C.________s, wonach er vom Beschwerdef�hrer f�r F.________ 250 g Heroingemisch habe erwerben wollen, habe sich C.________ selbst belastet.
Das geplante Drogengesch�ft vom 15. Februar 1999 erscheine als Fortsetzung der unstreitigen Dealert�tigkeit des Beschwerdef�hrers von Anfang Februar 1999, zumal unter den Beteiligten von insgesamt 1 kg Drogen die Rede gewesen sei, zu denen er Zugang gehabt habe. Dabei seien auch die �bereinstimmungen in der Vorgehensweise zu w�rdigen, namentlich im Hinblick auf die telefonischen Kontaktnahmen, den Ort der Drogen�bergabe und den beteiligten Personenkreis.
2.3 Was den Vorwurf der Geldw�scherei betrifft, habe das Kreisgericht es als erwiesen erachtet, dass der Beschwerdef�hrer am 19. Februar 1999 nicht nur (wie von ihm behauptet) B.________ zum Flughafen Z�rich-Kloten chauffiert habe, wo B.________ nach Skopje/Mazedonien abgeflogen sei. Zudem habe der Beschwerdef�hrer B.________ einen Briefumschlag mit ca. Fr. 20'000.-- Drogenerl�s �bergeben, welchen B.________ dann auftragsgem�ss am Flughafen Skopje am Schalter "Ohrid" abgeliefert habe.
Nach anf�nglichem Bestreiten und Ausweichen habe B.________ diesen Anklagesachverhalt best�tigt und den Ablauf detailliert geschildert. Ein Motiv, weshalb (der mit vier Jahren Zuchthaus bestrafte) B.________ sich selbst und den Beschwerdef�hrer zu Unrecht h�tte belasten sollen, sei nicht ersichtlich und werde auch vom Beschwerdef�hrer nicht dargetan. Demgegen�ber habe sich der Beschwerdef�hrer mit pauschalen Bestreitungen begn�gt. Wiederum habe er nicht erkl�ren k�nnen, weshalb er mit B.________ in der Zeit vom 16. - 19. Februar 1999 mehrfach am Telefon verschl�sselt kommuniziert habe. Dabei sei unter anderem von einer �bergabe von "20" gesprochen worden. Der Beschwerdef�hrer bestreite auch nicht, dass B.________ jedenfalls Geld nach Mazedonien gebracht habe. Angesichts der bescheidenen finanziellen Verh�ltnisse bzw. Schulden des Beschwerdef�hrers bleibe (vor dem Hintergrund der Aussagen B.________s) ungekl�rt, woher der Beschwerdef�hrer "pl�tzlich einen Betrag von nicht weniger als 20'000 Franken h�tte zur Hand haben k�nnen", und aus welchem Grund er diesen Betrag B.________ h�tte �bergeben sollen. Der betreffende Anklagesachverhalt erscheine als "stimmige Erg�nzung und Abrundung der bisherigen Dealert�tigkeit" des Beschwerdef�hrers.
Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die Beweisw�rdigung der kantonalen Instanzen zum Anklagepunkt des Anstaltentreffens zum Verkauf von 250 g Heroingemisch am 15. Februar 1999 sei "nachweislich falsch". Weder aus den Telefonabh�rungsprotokollen noch aus den Aussagen der Mitangeschuldigten lasse sich ableiten, dass der Beschwerdef�hrer konkrete Anstalten zum Drogenverkauf getroffen h�tte. Aus dem blossen Umstand, dass C.________ und B.________ f�r ihr eigenes Verhalten wegen Anstaltentreffens zum Drogenkauf verurteilt worden seien, folge noch kein Schuldnachweis zum Nachteil des Beschwerdef�hrers.
Was den Geldw�schereivorwurf betrifft, h�tten die kantonalen Instanzen "h�chst unklare und in sich widerspr�chliche Aussagen" des Mitangeschuldigten B.________ "als im Kerngehalt klar, wiederholt und detailliert" bezeichnet. Allein aus dem Inhalt der abgeh�rten Telefongespr�che ergebe sich "kein Hinweis darauf, ob tats�chlich Fr. 20'000.-- ausser Landes gebracht worden sind und woher dieser Betrag allenfalls stammt". Der Umstand, dass Telefongespr�che verschl�sselt gef�hrt worden seien, d�rfe, sofern keine konkreten Hinweise vorliegen, nicht als Beweis daf�r herangezogen werden, dass sich die Gespr�chspartner �ber kriminelle Gesch�fte unterhielten.
Das Obergericht habe sich trotz erheblichen und nicht zu unterdr�ckenden Zweifeln von der Existenz eines f�r den Beschwerdef�hrer ung�nstigen Sachverhalts �berzeugt erkl�rt. Die beiden fraglichen Vorf�lle vom 15. und 19. Februar 1999 k�nnten sich genauso gut anders abgespielt haben als von den kantonalen Instanzen angenommen, "und zwar derart anders, dass die Erf�llung eines Straftatbestandes durch den Beschwerdef�hrer ausser Betracht fallen w�rde". "Einem Verstoss gegen die Beweislastregel der Unschuldsvermutung nahe" komme die wiederholte Forderung des Obergerichtes, dass der Beschwerdef�hrer "eine Alternative f�r sein schuldloses Verhalten aufzeigen soll". Das Obergericht habe einen Schuldnachweis im blossen Umstand erkannt, dass der Beschwerdef�hrer (nach anf�nglicher vollst�ndiger Bestreitung der Anklagepunkte) nur teilweise Appellation gegen das Strafurteil erhob.
Gem�ss Art. 32 Abs. 1 BV sowie Art. 6 Ziff. 2 EMRK gilt jede angeschuldigte Person bis zur rechtskr�ftigen Verurteilung als unschuldig. Nach st�ndiger Praxis wurde die auf die Unschuldsvermutung gest�tzte Maxime "in dubio pro reo" bisher auch direkt aus Art. 4 der Bundesverfassung vom 29. Mai 1874 (aBV) abgeleitet (BGE 127 I 38 E. 2a S. 40; 124 IV 86 E. 2a S. 87 f.; 120 Ia 31 E. 2b S. 35, je mit Hinweisen).
4.1 Als Beweisw�rdigungsregel besagt die Maxime, dass sich der Strafrichter nicht von der Existenz eines f�r den Angeklagten ung�nstigen Sachverhalts �berzeugt erkl�ren darf, wenn bei objektiver Betrachtung Zweifel bestehen, ob sich der Sachverhalt so verwirklicht hat. Die Beweisw�rdigungsregel ist verletzt, wenn der Strafrichter an der Schuld des Angeklagten h�tte zweifeln m�ssen. Dabei sind bloss abstrakte und theoretische Zweifel nicht massgebend, weil solche immer m�glich sind und absolute Gewissheit nicht verlangt werden kann. Es muss sich um erhebliche und nicht zu unterdr�ckende Zweifel handeln, d.h. um solche, die sich nach der objektiven Sachlage aufdr�ngen (BGE 127 I 38 E. 2a S. 41; 124 IV 86 E. 2a S. 88; 120 Ia 31 E. 2c S. 37, je mit Hinweisen).
4.2 Als Beweislastregel bedeutet die Maxime, dass es Sache der Anklagebeh�rde ist, die Schuld des Angeklagten zu beweisen, und nicht dieser seine Unschuld nachweisen muss. Der Grundsatz "in dubio pro reo" ist verletzt, wenn der Strafrichter einen Angeklagten (einzig) mit der Begr�ndung verurteilt, er habe seine Unschuld nicht nachgewiesen. Ebenso ist die Maxime verletzt, wenn sich aus den Urteilsgr�nden ergibt, dass der Strafrichter von der falschen Meinung ausging, der Angeklagte habe seine Unschuld zu beweisen, und dass er ihn verurteilte, weil ihm dieser Beweis misslang (BGE 127 I 38 E. 2a S. 40; 120 Ia 31 E. 2c S. 37, je mit Hinweisen).
4.3 Bei der Beurteilung von Fragen der Beweisw�rdigung beschr�nkt sich das Bundesgericht auf eine Willk�rpr�fung. Es kann demnach nur eingreifen, wenn der Sachrichter den Angeklagten verurteilte, obgleich bei objektiver W�rdigung des ganzen Beweisergebnisses offensichtlich erhebliche und schlechterdings nicht zu unterdr�ckende Zweifel an dessen Schuld fortbestanden (BGE 127 I 38 E. 2a S. 41; 120 Ia 31 E. 2d S. 38, je mit Hinweisen). Wird mit staatsrechtlicher Beschwerde eine willk�rliche Beweisw�rdigung ger�gt, reicht es nicht aus, wenn der Beschwerdef�hrer zum Beweisergebnis frei pl�diert und darlegt, wie seiner Auffassung nach die vorhandenen Beweise richtigerweise zu w�rdigen gewesen w�ren, wie er dies in einem appellatorischen Verfahren mit freier Rechts- und Tatsachen�berpr�fung tun k�nnte. Er muss gem�ss st�ndiger Rechtsprechung zu Art. 90 Abs. 1 lit. b OG vielmehr aufzeigen, inwiefern die angefochtene Beweisw�rdigung die Verfassung dadurch verletzen sollte, dass sie im Ergebnis offensichtlich unhaltbar w�re (vgl. BGE 127 I 38 E. 3c S. 43; 125 I 71 E. 1c S. 76; 124 I 208 E. 4a in fine S. 211, je mit Hinweisen). Willk�r im Sinne von Art. 9 BV bzw. der bisherigen Praxis zu Art. 4 aBV liegt nach st�ndiger Rechtsprechung des Bundesgerichtes vor, wenn der angefochtene kantonale Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft (BGE 127 I 38 E. 2a S. 41; 125 II 10 E. 3a S. 15, 129 E. 5b S. 134; 124 I 208 E. 4a S. 211; 124 IV 86 E. 2a S. 88, je mit Hinweisen).
Soweit der Beschwerdef�hrer einen Verstoss gegen den Grundsatz "in dubio pro reo" als Beweislastregel beanstandet, erweist sich die R�ge als offensichtlich unbegr�ndet (Art. 36a Abs. 1 lit. b OG). In den Erw�gungen, wonach zwei Mitangeschuldigte im Rahmen von konnexen Anklagesachverhalten bereits rechtskr�ftig verurteilt worden seien, dass der Beschwerdef�hrer nur gegen einen Teil der erstinstanzlichen Verurteilung Appellation erhoben habe, und dass er es vers�umt habe, gewisse belastende Beweisergebnisse plausibel zu entkr�ften, liegt keine Verletzung der Unschuldsvermutung. Wie den obigen Erw�gungen (2.1-2.3) zu entnehmen ist, haben die kantonalen Gerichte den Beschwerdef�hrer keineswegs (einzig) mit der Begr�ndung verurteilt, er habe seine Unschuld nicht nachgewiesen.
Nachfolgend wird zun�chst untersucht, ob die der Verurteilung zugrunde gelegten einzelnen Beweiselemente (soweit in der Beschwerde substanziert beanstandet) willk�rfrei gew�rdigt worden sind. Sodann ist zu pr�fen, ob bei objektiver Betrachtung aller relevanten Beweiselemente offensichtlich erhebliche und schlechterdings nicht zu unterdr�ckende Zweifel an der Schuld des Angeklagten fortbestehen.
6.1 Was den streitigen Anklagepunkt der Widerhandlung gegen das Bet�ubungsmittelgesetz betrifft (Anstaltentreffen zum Verkauf von 250 g Heroingemisch), r�umt der Beschwerdef�hrer ein, B.________ sei am 15. Februar 1999 "zwecks Kaufs von Bet�ubungsmitteln" zu ihm nach Olten/Oberg�sgen gefahren. Den Telefonprotokollen lasse sich jedoch nicht entnehmen, wer damals "wen getroffen und mit wem verhandelt hat, oder ob auf der Seite des Beschwerdef�hrers zu diesem Zeitpunkt �berhaupt der Wille oder die M�glichkeit bestand, Gesch�fte mit Bet�ubungsmitteln abzuwickeln". Allein aus der sprachlichen Verschl�sselung der Telefongespr�che d�rfe nicht auf strafbare Handlungen geschlossen werden. Ebenso wenig seien die Aussagen des Mitangeschuldigten C.________ dazu geeignet, den Beschwerdef�hrer zu belasten.
6.2 Diese Vorbringen sind grossteils appellatorischer Natur (vgl. E. 4.3) und rechtfertigen jedenfalls keinen Vorwurf der willk�rlichen Beweisw�rdigung zulasten der kantonalen Instanzen.
Zun�chst geht aus den Akten hervor, dass der Beschwerdef�hrer am 15. Februar 1999 (um 14.47 Uhr) mit B.________ telefonierte. B.________ teilte ihm mit, dass er "noch auf die Jungs warten" m�sse. "Ein weniger sp�ter" bzw. "um 18.30 Uhr" w�rden sie dann direkt zum Beschwerdef�hrer kommen und "dort alles machen". Bei weiteren Gespr�chen (um 17.46 bzw. 18.43 Uhr) mit einem Dritten Teilnehmer wurde B.________ mitgeteilt, dass man "etwas" habe, "aber nicht alles". Auf B.________s Frage: "wieviel?" lautete die Antwort: "fast wie letztes Mal". "Geld" habe B.________ "ca. 7...". Um 19.13 Uhr sagte B.________ dem Beschwerdef�hrer, er solle sich bereit halten, er habe "nicht so viel Zeit".
Das Obergericht st�tzt seine Beweisw�rdigung (oben, E. 2.2) nicht allein auf die genannten Telefonabh�rungsprotokolle, sondern zus�tzlich auf die belastenden Aussagen von C.________ und B.________. Anl�sslich der Hauptverhandlung vor dem Kreisgericht sagte C.________ aus, er und B.________ seien "mit der Absicht gefahren, Ware zu holen". Es sei vereinbart gewesen, dass C.________ anschliessend "mit den Drogen alleine und im Zug zur�ckfahren" w�rde. Das in eine Zeitung eingewickelte Geld f�r den Drogenkauf h�tte er B.________ �bergeben sollen. Er selbst habe in einem Restaurant auf B.________ gewartet und den Beschwerdef�hrer bzw. den Anbieter des Heroins nicht zu Gesicht bekommen. Das Drogengesch�ft sei schliesslich nicht abgewickelt worden, sodass er das Geld seinem Auftraggeber retourniert habe. Auf Nachfrage hin best�tigte C.________, "dass dies am 15.2.1999 gewesen" sei.
Soweit der Beschwerdef�hrer den kantonalen Instanzen keine willk�rliche Beweisw�rdigung vorwirft, sondern geltend macht, er habe nichts unternommen, was "unter den Begriff des Anstaltentreffens zum Verkauf von Bet�ubungsmitteln subsumiert werden k�nnte", kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden. Die Subsumtion unter den Tatbestand des Anstaltenmachens gem�ss Art. 19 Ziff. 1 (alinea 6) BetmG stellt eine Frage des materiellen Strafrechts dar, welche mit eidgen�ssischer Nichtigkeitsbeschwerde in Strafsachen aufzuwerfen gewesen w�re (Art. 84 Abs. 2 OG i.V.m. Art. 269 BStP).
6.3 Zum Anklagepunkt der Geldw�scherei macht der Beschwerdef�hrer geltend, der Mitangeschuldigte B.________ habe seine Aussagen st�ndig modifiziert. Diese seien teilweise widerspr�chlich und k�nnten entgegen der Auffassung der kantonalen Instanzen nicht als im Kerngehalt klar bezeichnet werden. Mit seinen Aussagen habe sich B.________ nicht bewusst selber belastet, sondern "auf Druck der Untersuchungsbeh�rde und Vorhalt der abgeh�rten Telefongespr�che hin eine Version von sich gegeben, welche ihn nach seinem Verst�ndnis m�glichst entlasten w�rde". N�here Angaben, etwa �ber die Zusammensetzung des Geldbetrages von Fr. 20'000.--, habe B.________ nicht gemacht. Allein aus dem Inhalt der abgeh�rten Telefongespr�che ergebe sich "kein Hinweis darauf, ob tats�chlich Fr. 20'000.-- ausser Landes gebracht worden sind und woher dieser Betrag allenfalls stammt".
6.4 Diese Vorbringen lassen die Beweisw�rdigung der kantonalen Instanzen (oben, E. 2.3) ebenfalls nicht als willk�rlich erscheinen. Im angefochtenen Entscheid wird darauf hingewiesen, dass B.________ anf�nglich ausweichend geantwortet bzw. den Anklagesachverhalt bestritten habe. Anschliessend habe er jedoch im Kerngehalt klare und detaillierte Aussagen gemacht, mit denen er sich selbst und den Beschwerdef�hrer belastete. Wie den Akten zu entnehmen ist, gab B.________ w�hrend der untersuchungsrichterlichen Einvernahme vom 3. Juni 1999 zu Protokoll, dass ihm der Beschwerdef�hrer "ein Couvert mit ca. Fr. 20'000.--" anvertraut und ihn beauftragt habe, das Couvert "am Schalter von Ochrit" abzugeben. Er habe das Geld f�r den Beschwerdef�hrer "nach Mazedonien gebracht" und in dessen Namen am fraglichen Schalter abgegeben. Der Beschwerdef�hrer habe ihm auch gesagt, wieviel Geld sich im Couvert befand. Anl�sslich der Hauptverhandlung vor dem Kreisgericht best�tigte B.________ diese Aussagen. Er pr�zisierte, das Couvert sei mit einem Isolierklebeband verschlossen gewesen, und an der Stelle, wo das Klebeband angebracht war, habe sich die Aufschrift "20'000" befunden. Diesen Betrag habe ihm auch der Beschwerdef�hrer genannt. Der Schalter "Ochrit" (bzw. auf mazedonisch "Ohrid", auf albanisch "Oher") befinde sich im Flughafengeb�ude von Skopje. Bei "Ohrid" handle es sich um eine Stadt. W�chentlich gebe es einen Flug von Skopje nach Ohrid. Wer ein Ticket kaufen wolle, m�sse den genannten Schalter benutzen.
Die Behauptung des Beschwerdef�hrers, f�r diese Aussagen sei B.________ von der Untersuchungsbeh�rde unter Druck gesetzt worden, findet in den Akten keine St�tze. Der Beschwerdef�hrer macht zwar geltend, ein Motiv f�r eine allf�llige Falschbezichtigung durch B.________, "n�mlich die strafrechtliche Verantwortung von sich zu schieben", liege "auf der Hand". Er legt aber nicht dar, inwiefern es f�r diesen Zweck notwendig (oder auch nur sinnvoll) gewesen w�re, dass B.________ sich selbst und den Beschwerdef�hrer in der genannten Weise f�lschlich belastet h�tte.
Auch die W�rdigung der Telefonabh�rungsprotokolle durch die kantonalen Gerichte erweist sich als willk�rfrei. Am 17. Februar 1999 �usserte sich der Beschwerdef�hrer gegen�ber B.________ wie folgt: "Ich wollte ca. 20 machen und ihm" (einem Dritten) "das geben". Am 18. Februar 1999 (16.57 Uhr) teilte ihm B.________ Folgendes mit: "Wir m�ssen die 20'000.--, so hast du mir gesagt, f�r die Kompanie machen..., ich habe das vorbereitet". Wenn der Beschwerdef�hrer selber fliege, komme B.________ nicht mit, da dies zu teuer w�re. Gleichentags (um 23.51 Uhr) fragte der Beschwerdef�hrer B.________: "Was machen wir f�r das Geld?" Dieser antwortete: "Du wirst mich morgen zum Flughafen fahren?" Aus den Telefonprotokollen vom 19. Februar 1999 geht hervor, dass die beiden sich an diesem Tag trafen und der Beschwerdef�hrer dem B.________ eine gute Reise w�nschte.
Bei objektiver W�rdigung der gesamten Beweisergebnisse dr�ngen sich keine offensichtlich erheblichen und schlechterdings nicht zu unterdr�ckenden Zweifel daran auf, dass der Beschwerdef�hrer am 15. Februar 1999 Anstalten traf zum Verkauf von 250 g Heroingemisch an B.________ bzw. C.________, und dass er am 19. Februar 1999 ca. Fr. 20'000.-- Drogenerl�s mit dem Auftrag an B.________ �bergab, diesen Geldbetrag nach Skopje/Mazedonien auszuf�hren.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer sowie dem Generalprokurator und dem Obergericht des Kantons Bern, 2. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 28. November 2001

References: Art. 9
 Art. 6
 Art. 9
 Art. 32
 Art. 6
 Art. 32
 Art. 6
in dubio
 Art. 4
in dubio
 Art. 90
 BGE 
in fine
 Art. 9
 Art. 4
in dubio
 Art. 19
 Art. 269