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Neue Entgeltgruppe 9abc / Höhergruppierungsantrag
von Stefan G. am 29.11.2017, 15:19
Ein herzliches "Hallo" an alle Leser,
aufgrund der neuen Entgeltgruppe 9 (a, b, c) habe ich einige Fragen und hoffe jemand kann helfen.
Per 1.1.17 war ich in der 9a Stufe 2
Per 1.4.17 wurde ich gemäß Erfahrungslaufzeit in die 9a Stufe 3 eingeordnet.
Bis zum 31.12.17 wäre es möglich eine Neubewertung der Stelle zu beantragen und/oder eine Höhergruppierung aufgrund höherwertiger Tätigkeiten zu stellen.
Angenommen eine Höhergruppierung (in 9b) wird genehmigt, welche rückwirkend zum 1.1.17 greift, welche Stufe wird nun übernommen?
Eine 9b Stufe 2 hätte die Auswirkung, dass das Gehalt um ca. 150 Euro Brutto sinken würde. Ist das in dieser Form möglich? Oder wird mindestens die 9b Stufe 3 vergeben, welche eine neutrale Bruttoauswirkung ergibt?
Registriert: 29.11.2017, 14:23
Re: Neue Entgeltgruppe 9abc / Höhergruppierungsantrag
von TV-Ler am 29.11.2017, 15:27
Stefan G. hat geschrieben: Bis zum 31.12.17 wäre es möglich eine Neubewertung der Stelle zu beantragen und/oder eine Höhergruppierung aufgrund höherwertiger Tätigkeiten zu stellen.
Stefan G. hat geschrieben: Angenommen eine Höhergruppierung (in 9b) wird genehmigt, welche rückwirkend zum 1.1.17 greift, welche Stufe wird nun übernommen?
Es wird keine Stufe "übernommen".
Gemäß den am 01.01.17 gültigen Regeln (§ 17 Abs. 4 TVöD) erfolgt die Höhergruppierung in EG 9b Stufe 2.
von Stefan G. am 29.11.2017, 16:22
Vielen Dank TV-ler,
gem. § 17 Abs. 4 Satz 3 wird die zurückgelegte Stufenlaufzeit auf die Entgeltgruppe 9b angerechnet. Dies müsste doch konkret bedeuten:
Rückwirkend zum 1.1.17 9b Stufe 2
Rückwirkend ab 1.4.17 9b Stufe 3
Ist dies richtig, oder unterliege ich einem Denkfehler?
von Spid am 29.11.2017, 16:54
Der Denkfehler besteht darin, den §17 Abs. 4 TVÖD nicht in der am 01.01.17 gültigen Fassung gelesen zu haben.
von Stefan G. am 29.11.2017, 17:25
Spid hat geschrieben: Der Denkfehler besteht darin, den §17 Abs. 4 TVÖD nicht in der am 01.01.17 gültigen Fassung gelesen zu haben.
Vielen Dank für den Hinweis Spid. Leider kann ich nur auf die letzte Fassung per 01.03.2017 zugreifen. Könntest du mir einen Link oder gar §17 in deiner genannten Fassung hier zur Verfügung stellen?
von Spid am 29.11.2017, 17:47
Auf der Website der VKA sind die durchgeschriebenen Fassungen des TVÖD mit dem §17 Abs. 4 in allen drei in diesem Jahr gültig gewesenen Fassungen verfügbar.
von Stefan G. am 29.11.2017, 18:03
Gemäß der Fassung bis zum 31.1 gilt also in meinem konkreten Fall:
- Rückwirkend zum 1.1.17 ergibt sich 9b Stufe 2
- Stufenlaufzeiten beginnen neu ab der Höhergruppierung (1.1.17)
- Erhalt des Garantiebetrags in Höhe von 92,22 Euro, da jetziges Tabellenentgelt 9a Stufe 3 mit 9b Stufe 2 verglichen wird (ca. 150 Euro brutto weniger) = eff. 60 Euro brutto weniger?
1. Stimmen die oben genannten Annahmen?
2. Wenn sich nachträglich Änderungen im §17 ergaben wird nicht die letzte Fassung genutzt für meinen Sachverhalt?
3. Wann käme die Fassung per März in Frage? Schließlich kann ich doch keine Höhergruppierung per 01.03.2017 beantragen?
von Spid am 29.11.2017, 18:20
1. Es ist nicht eindeutig geklärt, ob ab März 2017 noch Anspruch auf den Garantiebetrag besteht. Ansonsten scheinen die Annahmen zutreffend.
2. Nein. Der Antrag nach §29b TVÜ-VKA wirkt auf den 01.01.17 zurück. Mithin ist auf die tatsächlichen und rechtlichen Umstände zu diesem Zeitpunkt abzuheben.
3. Für den Regelfall einer Höhergruppierung: der Übertragung einer höherwertigen auszuübenden Tätigkeit - sofern sie nach dem 28.02.17 stattfand, stattfindet oder stattfinden wird.
von Stefan G. am 29.11.2017, 18:56
Für alle die in einer ähnlichen Situation sind konnte ich folgendes errechnen:
- Stufenlaufzeiten beginnen von neu
d.h. spätere Aufstiege und hierdurch verspätete Erhöhung des Bruttoentgelts
In meinem Fall habe ich bis zum 31.12.2026 einen Bruttoverlust von ca. -17.086,86 Euro* generiert. Dieser wird durch die höheren Bruttoentgelte der 9b Entwicklungsstufen erst am 31.07.2035 wieder ins positive gerückt. (d.h. ca. 17,8 Jahre bis zur Aufholung der Entwicklungsstufenverluste von durchschnittlich 3 Jahren)
Besonders wirken die Jahre 2020 bis 2024 durch die eigentliche 9a Stufe 4 (400 Euro Bruttoverlust monatlich).
*12 Gehälter, ohne weitere Tarifanpassungen, Weihnachtsgeld u.ä. Leistungen
Alle Berechnungen ohne Gewähr und natürlich speziell auf meinen Fall bezogen.

References: § 17
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 §29