Source: https://issuu.com/zukunfthaus/docs/leitfaden_energieliefer-contracting_2157
Timestamp: 2017-02-28 07:00:09+00:00

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Leitfaden Energieliefer-Contracting 2157 by Deutsche Energie-Agentur (dena) - issuu
Arbeitshilfe f端r die Vorbereitung und Vergabe
von Energieliefer-Contracting.
Vorwort......................................................................................................................................................................................... 5
Teil 1: Durchführung von Energieliefer-Contracting.
Einführung............................................................................................................................................................................... 8
2.1	Ein Beitrag zu Energieeffizienz und Klimaschutz.. ............................................................ 8
2.2	Das Energieliefer-Contracting-Modell.. ......................................................................................... 9
2.3	Preisgestaltung des Energieliefer-Contractings................................................................ 10
2.4	Drei Praxisbeispiele für Energieliefer-Contracting......................................................... 13
2.4.1	Wärmelieferung für die Heide-Grundschule in Berlin-Adlershof.................. 13
2.4.2	Wärmelieferung für die Sportschule der Bundeswehr in Warendorf.. ..... 15
2.4.3	Dezentrale Kraft-Wärme-Kopplung im
Jugendausbildungszentrum in Berlin-Zehlendorf......................................................... 16
Vorbereitung eines Energieliefer-Conractings...........................................................................18
3.1	Eignungsprüfung und Vorentscheidung.................................................................................. 18
3.2	Wirtschaftliche Vorbewertung der Beschaffungsvarianten.. ............................ 23
3.3	Weiteres Vorgehen........................................................................................................................................... 24
Vergabeverfahren und Verfahrensablauf......................................................................................... 25
4.1	Wahl des Vergabeverfahrens.. .............................................................................................................. 25
4.2	Zeitlicher Ablauf des Vergabeverfahrens................................................................................. 28
4.3	Erstellung der Vergabeunterlagen.................................................................................................. 32
4.4	Begründung und Dokumentation der Vergabeentscheidung......................... 33
Angebotsbewertung: wirtschaftlicher Variantenvergleich........................................ 34
5.1	Methodische Hinweise.................................................................................................................................. 34
5.2	Hinweise zur Anwendung des Rechenwerkzeugs.......................................................... 35
5.3	Ergebnisse des Wirtschaftlichkeitsvergleichs zwischen Contracting	Angeboten und Eigenrealisierung.................................................................................................. 36
5.4	Preisanpassungen während der Vertragslaufzeit........................................................... 38
5.5	Nutzwertanalyse................................................................................................................................................... 41
5.6	Sensitivitätsanalyse........................................................................................................................................... 43
Erläuterungen zum dena-Vertragsmuster Energieliefer-Contracting.......... 45
6.1	Übersicht über das Vertragsmuster.. .............................................................................................. 45
6.2	Rechte und Pflichten der Vertragsparteien........................................................................... 47
6.3	Leistungsgrenzen der Energielieferung.................................................................................... 48
6.4	Vertragslaufzeiten............................................................................................................................................. 48
6.5	Dienstbarkeiten.................................................................................................................................................... 48
6.6	Außerordentliche Kündigung..............................................................................................................49
6.7	Endschaftsregelung.........................................................................................................................................49
Controlling............................................................................................................................................................................50
dena-Leitfaden Energieliefer-Contracting
Teil 2: Musterdokumente und Berechnungswerkzeuge.
Bekanntmachung der Vergabe.
Bekanntmachung................................................................................................................................................ 54
Ausf체llhinweise zur Vergabebekanntmachung..............................................................................66
Abgabe der Angebote.
Aufforderung zur Abgabe eines Angebots.................................................................................. 72
Angebot.	........................................................................................................................................................................ 76
Technische, wirtschaftliche und organisatorische
Beschreibung der Versorgungsaufgabe........................................................................................ 79
Preisbl채tter (Angebot)..................................................................................................................................... 95
Preisblatt W채rme (Angebot)...................................................................................................................95
Preisblatt alle Medien (Angebot)........................................................................................................96
Preisblatt Strom (Angebot).. ..................................................................................................................... 97
W채rmelieferungsvertrag.................................................................................................................................. 100
Stromlieferungsvertrag...................................................................................................................................... 126
Glossar...................................................................................................................................................................................... 136
Literaturhinweise....................................................................................................................................................... 138
Impressum.......................................................................................................................................................................... 140
Seit dem Jahr 2002 unterstützt die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)
im Rahmen des Pilotprojekts „Contracting für Bundesliegenschaften“ die
Bundesbauverwaltungen bei der Vergabe von Energie-Contracting. Mit der
Entwicklung von standardisierten Musterdokumenten und Berechnungswerkzeugen konnte in der Vergangenheit eine rechtssichere und beschleunigte Vergabe von Leistungen zum Energie-Contracting erfolgen. Der Leitfaden
zum Energiespar-Contracting hat sich zum Standard für die Anwendung bei
der öffentlichen Hand, auch über den Anwendungsbereich der Bundesliegenschaften hinaus, entwickelt. Ebenso finden die Musterverträge zum Energieliefer-Contracting eine breite Anwendung bei öffentlichen Vergaben.
In dem vorliegenden Leitfaden wird das Vorgehen bei der Umsetzung von
Energieliefer-Contracting von der Projektentwicklung und Durchführung der
Vergabe bis zum Vertragsabschluss praxisnah dargestellt.
Teil 1 vermittelt Erfahrungen bei durchgeführten Vergaben in Bundesliegenschaften und gibt Antworten auf typische Fragen der Bauverwaltungen:
Wann kann Energieliefer-Contracting sinnvoll angewendet werden?
Was sind die Leistungen des Contractors?
Wie funktioniert die Vergütung beim Energieliefer-Contracting?
Welche Liegenschaften und welche Maßnahmen sind geeignet?
Wie wird die Entscheidung über die Beschaffungsvariante vorbereitet?
Wie wird vergaberechtlich konform ausgeschrieben und vergeben?
Wie werden die Angebote bewertet und wie wird der Vergleich mit der
Eigenrealisierung durchgeführt?
Was steht im Mustervertrag?
Die CD-ROM dieses Leitfadens
enthält ein Excel-basiertes
Berechnungstool zur Angebotsbewertung und alle Arbeitsmaterialien als Word-Dokumente.
Teil 2 enthält umfangreiche Arbeitsmaterialien zur rechtssicheren Vergabe von
Energieliefer-Contracting, die auch in elektronischer Form vorliegen. Für die
Angebotsbewertung und den Vergleich mit den Kosten der Eigenrealisierung
steht ein umfangreiches Rechenwerkzeug auf CD-ROM zur Verfügung.
Die Musterverträge zur Wärme- und Stromlieferung wurden unter Verwendung von Bausteinen des Berliner Energiedienstleistungsstandards B.E.ST.
(Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin, Entwicklung: Arbeitsgemeinschaft B.E.ST. – EUMB Pöschk, S.T.E.R.N. GmbH und RA Prof. Dr. Clemens Arzt)
entwickelt und durch die Rechtsanwälte Wolfgang Trautner und Dr. Christof
Schwabe der Schlawien Naab Partnerschaft, Frankfurt am Main, überarbeitet.
Der vorliegende Leitfaden wurde durch die dena im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) für die Umsetzung
von Contracting-Vorhaben in Bundesliegenschaften entwickelt. Eine Anwendung des Leitfadens über die Bundesliegenschaften hinaus bei kommunalen
und landeseigenen Liegenschaften ist ausdrücklich erwünscht.
Durchf端hrung von
2.1 Ein Beitrag zu Energieeffizienz und Klimaschutz.
Die Bundesregierung hat in ihrer Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie das
Energie-Contracting als eine geeignete Beschaffungsvariante identifiziert, um
Energieeffizienzpotenziale auszuschöpfen. Durch die Anwendung von EnergieContracting sollen Kosten für die öffentliche Hand gesenkt werden und es soll
ein relevanter Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden: Für die öffentliche
Hand bietet Energie-Contracting die Chance, Investitionsstaus und Finanzierungshemmnisse abzubauen.
Lieferung von Wärme, Strom
oder Kälte
Beim Energieliefer-Contracting investiert ein Energiedienstleister (Contractor)
in eine moderne und energieeffiziente Energieversorgungsanlage und liefert
Wärme, Strom oder Kälte. Die Vergütung dieser Lieferung erfolgt aus dem
laufenden Verwaltungshaushalt. Der Investitionshaushalt des öffentlichen
Auftraggebers wird entlastet.
Der Energiedienstleister bringt spezialisiertes Know-how und eigenes Fachpersonal in das Projekt mit ein und kann deshalb besonders innovative und
energiesparende Technologien einsetzen. Das technische und wirtschaftliche
Risiko für den Betrieb der Anlagen liegt dabei voll beim Energiedienstleister.
Die zu erbringende Energiedienstleistung (z. B. Wärmelieferung) wird durch
den Contractor vertraglich garantiert.
Durch den Full-Service-Ansatz beim Energieliefer-Contracting wird der öffentliche Auftraggeber organisatorisch entlastet, indem der Contractor für die
komplette Planung, Finanzierung und Errichtung sowie den störungsfreien
Betrieb der technischen Anlagen verantwortlich ist. Hinzu kommt die langfristige Planbarkeit der Zahlungen, die an den Contractor für seine Energiedienstleistung zu entrichten sind.
Für Energiedienstleister stellen Energieliefer-Contracting-Projekte eine Verlängerung der eigenen Wertschöpfungskette dar. Statt beispielsweise als
Anlagenbauer nur technische Anlagen zu errichten, werden langjährige
Verpflichtungen gegenüber den Kunden eingegangen. Dies führt zum Einsatz besonders hochwertiger und wartungsfreundlicher Technik und zu einer
besseren Kalkulierbarkeit der langfristigen Einnahmesituation. Die öffentliche Hand wird dabei als verlässlicher Vertragspartner geschätzt.
Der Energiedienstleister hat ein unmittelbares Interesse daran, die zu liefernde
Energie möglichst effizient zu erzeugen. Da er nur für die gelieferte Nutzenergie (z. B. Heizwärme) vergütet wird, nicht aber für die von ihm aufgewendeten
Brennstoffe, errichtet und betreibt er die Energieerzeugungsanlagen sehr
energieeffizient. Davon profitiert nicht zuletzt die Umwelt. Durch den geringeren Energieeinsatz werden klimaschädliche CO2- und Schadstoffemissionen
spürbar gesenkt.
Das Ziel von Energie-Contracting muss sein, dass alle Beteiligten davon profitieren: der Gebäudeeigentümer, der Energiedienstleister und die Umwelt.
Die Europäische Kommission und das Europäische Parlament sehen in der
Anwendung von Energiedienstleistungen ebenfalls die Chance zur Steigerung der Energieeffizienz. Im Rahmen der Richtlinie 2006/32/EG vom
5. April 2006 über „Endenergieeffizienz und Energiedienstleistungen“ wird
vom öffentlichen Sektor eine besondere Vorbildfunktion bei der energieeffizienten Beschaffung erwartet.
des öffentlichen Sektors
2.2 Das Energieliefer-Contracting-Modell.
Energieliefer-Contracting (ELC), auch „Anlagen-Contracting“, „Wärme-Contracting“ oder „Betreibermodell“ genannt, ist ein in Deutschland seit mindestens 15 Jahren bewährtes Instrument, um Energieeffizienzmaßnahmen in
Energieversorgungsanlagen sowie innovative und umweltschonende Technologien wie z. B. Kraft-Wärme-Kopplungs-, Biomasse- oder Geothermieanlagen
Der Energiedienstleistungsansatz verschiebt die Aufmerksamkeit von der
reinen Endenergielieferung von beispielsweise Gas oder Heizöl hin zur Nutzenergielieferung. Dies können z. B. exakt temperiertes Heißwasser für die
effiziente Gebäudebeheizung, dezentral erzeugter Strom aus einer Kraft-Wärme-Kopplungsanlage oder eine definierte Lichtstärke zur Straßenbeleuchtung sein. Die Vergütung des Energiedienstleisters erfolgt über die gelieferte
Nutzenergie, nicht über dessen Endenergieeinsatz.
Eine Abgrenzung zum Energiespar-Contracting und zur klassischen Lieferung
von Endenergie durch ein Energieversorgungsunternehmen (EVU) bietet
nebenstehendes Schaubild.
Während beim ELC die effiziente Energieumwandlung von Endenergie z. B.
in Wärme im Vordergrund steht, geht es beim Energiespar-Contracting (ESC)
um die ganzheitliche Optimierung der gesamten technischen Gebäudeausrüstung. Nähere Hinweise zur Durchführung von ESC-Projekten gibt der Leitfaden „Energiespar-Contracting“ der dena.
Grundsätzlich ist es auch möglich, Energiesparmaßnahmen in den Gebäuden
in ELC-Modelle zu integrieren. Dieser Ansatz wird derzeit bei der Entwicklung
von neuen Contracting-Modellen verfolgt. Das sogenannte EnergiebudgetContracting (EBC) verbindet die Modelle ELC und ESC zu einer Energielieferung mit einem vertraglich begrenzten Energieverbrauchsbudget und einem
Anreiz, möglichst wenig Energie im Gebäude zu verbrauchen.
Abb. 1: Leistungsgrenzen bei Contracting und
Neue Contracting-Modelle
Vor jeder Modernisierung der Energie- und Medienversorgung wird empfohlen, zunächst alle Einsparmaßnahmen auf der Verbrauchsseite zu überprüfen
und umzusetzen, um den Bedarf zu minimieren. Erst im zweiten Schritt sollte
dann der verbleibende Bedarf möglichst effizient bereitgestellt werden.
Aufgaben beim Energie-Contracting
Controlling +
Abb. 2: Contracting als kontinuierlicher
Einbindung eigenen Personals
Die zentralen Aufgaben, die ein Energiedienstleistungsunternehmen beim
Energie-Contracting übernimmt, beschreibt die nebenstehende Grafik.
Aus der Sicht des Kunden besteht die Dienstleistung des Energieliefer-Contractors vor allem in der sicheren und effizienten Bereitstellung der Nutzenergie. Um diese zu gewährleisten, übernimmt der Contractor eine Reihe von
Der Contractor identifiziert die effizienteste Versorgungsvariante. Er übernimmt die ingenieurtechnische Planung, ermittelt die Investitionskosten und
übernimmt deren Finanzierung. Mit eigenem Personal oder durch ihn beauftragte Anlagenbauer setzt der Contractor die Maßnahmen um und beginnt
zum vertraglich vereinbarten Zeitpunkt mit der Energielieferung. Während
der Laufzeit des Energielieferungsvertrags übernimmt er die Betriebsführung
der Anlagen sowie die kontinuierliche Wartung und Instandhaltung. Da er
unmittelbare wirtschaftliche Vorteile aus hocheffizient arbeitender und wartungsarmer Anlagentechnik zieht, wird der Contractor qualitativ hochwertige Technik einsetzen und die Anlagen stets optimal betreiben. Durch ein
kontinuierliches Energie-Controlling, das beispielsweise mit einer Fernüberwachung realisiert wird, kann er den Anlagenbetrieb weiter optimieren und
an den jeweiligen Bedarf des Nutzers anpassen.
Andere Teilaufgaben, wie z. B. die Betriebsführung oder der Störungsdienst,
können vom Gebäudeeigentümer selbst übernommen werden. Steht dem
Gebäudeeigentümer z. B. eigenes technisches Personal zur Verfügung, so
kann dies auch nach der Übernahme der Energieversorgungsanlagen durch
den Contractor weiter eingesetzt werden.
2.3 Preisgestaltung des Energieliefer-Contractings.
Die Leistungen des Contractors werden beim Energieliefer-Contracting über
die Energiepreise abgegolten. Das Geschäftsmodell weist in der Preisgestaltung Parallelen zum Fernwärmebezug auf. Die nachfolgende Tabelle gibt
einen Überblick über die der Preisgestaltung zugrunde liegenden Kosten des
Musterdokumente und
Berechnungswerkzeuge.
W채rmelieferungsvertrag...............................................................................................100
Stromlieferungsvertrag.......................................................................................................... 126
Wärmelieferungsvertrag.
14 W ärme liefe rungsvert rag .
vertreten durch das:
(nachstehend als „K unde“ bezeichnet)
(nachstehend als „W ärmel ief erant“ bezeichnet)
geschäftsansässig in:
schließen zur Versorgung des Grundstücks / der Grundstücke
(nachfolgend als „Gr unds tück“ bezeichnet)
Straße, Hausnummer, PLZ und Ort:
(Gebäude bezeichnen, sofern nicht das gesamte Grundstück versorgt wird)
folgenden Wärmelieferungsvertrag:
© Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) / Schlawien Naab Partnerschaft
(Entwickelt auf der Grundlage des Berliner Energiedienstleistungsstandards B.E.S.T.)
14 Wärme li e f e r u n gsve rtrag.
Präambel....................................................................................................................................................................................... 102
Vertragsgegenstand und Vertragslaufzeit............................................................................................................................... 102
Umfang der Wärmeversorgung................................................................................................................................................ 103
Anlagen und Pflichten des Wärmelieferanten, Eigentumsgrenzen. ..................................................................................... 104
Rechte und Pflichten des Kunden. ............................................................................................................................................ 105
Endschaftsregelungen. .............................................................................................................................................................. 106
Bauliche Anlagen. ....................................................................................................................................................................... 106
Dienstbarkeiten. ...........................................................................................................................................................................107
Anschlusskostenbeitrag. .............................................................................................................................................................107
Preise – Definition. ...................................................................................................................................................................... 108
§ 10 Preisanpassung. ........................................................................................................................................................................... 109
Messungen und Rechnungslegung. .......................................................................................................................................... 111
Versorgungsstörungen, Notdienst und Vertragsstrafe. ......................................................................................................... 112
Haftung und Schadenersatz....................................................................................................................................................... 113
Zutrittsrechte, Eingriffsrechte in die Anlage des Wärmelieferanten. ..................................................................................... 113
Wirtschaftsklausel und Kündigungsrechte. ............................................................................................................................. 114
Rechtsnachfolge. ......................................................................................................................................................................... 115
Schlussbestimmungen. ............................................................................................................................................................... 115
Anlagen. ........................................................................................................................................................................................ 116
Anlage W1:
Technische Anforderungen an die Anlage und die Messeinrichtungen. ................................................................117
Anlage W2:
Bauliche Maßnahmen. ..................................................................................................................................................117
Anlage W3:
Eigentumsgrenzen / Übergabestellen / Mess- und Abrechnungsstellen. ................................................................117
Anlage W4:
Dienstbarkeit (Muster).................................................................................................................................................. 118
Anlage W5:
Preisblätter. ...................................................................................................................................................................120
Anlage W6:
AVBFernwärmeV. .........................................................................................................................................................122
Anlage W7:
Technische, wirtschaftliche und organisatorische Beschreibung der Versorgungsaufgabe. ............................122
Anlage W8:
Vereinbarung über ein Drittbenennungsrecht (sofern vereinbart). ......................................................................123
§0-1
Die Versorgung des Grundstücks mit Wärme und ggf. mit Strom durch den Wärmelieferanten soll über moderne
und energiesparende Wärme- und ggf. Stromerzeugungsanlagen mit geringen Umweltbelastungen und mit hoher
Versorgungssicherheit erfolgen.
§ 0 - 2 Die Dienstleistung des Wärmelieferanten soll aufseiten des Kunden gegenüber einer Eigenversorgung zu einer
Gesamtkostenentlastung führen. Des Weiteren sind sich die Parteien einig, dass eine Wärmeversorgung mit einer
umfangreichen Modernisierung der Heizzentrale und ggf. der Einbau eines Blockheizkraftwerks (BHKW) aufgrund
der damit verbundenen notwendigen investiven Maßnahmen eine langfristig angelegte Zusammenarbeit erfordern. Vor Abschluss dieses Vertrags wurde die voraussichtliche Kostensituation für die Vertragslaufzeit überprüft.
Zwischen dem Kunden und dem Wärmelieferanten besteht Einigkeit, dass mit der nun vereinbarten Vergütung das
in Satz 1 genannte Ziel erreicht werden kann.
§ 0 - 3 Es besteht die Möglichkeit, das versorgte Grundstück in einen grundstücksübergreifenden Energieverbund zu integrieren. Durch die Schaffung, Erhaltung und Erweiterung eines Energieverbundsystems soll die Möglichkeit eines
frühzeitigen wirtschaftlichen Einsatzes umweltentlastender Heizungssysteme wie Solarthermie oder Kraft-WärmeKopplung hergestellt werden.
Vertragsgegenstand und Vertragslaufzeit.
Der Wärmelieferant verpflichtet sich, den Kunden in Bezug auf das Grundstück mit Wärme für *
Raumheizung und
gemäß § 1 - 4 dieses Vertrags und mit
Elektrizität nach Maßgabe eines gesondert zu schließenden Stromlieferungsvertrags
zu versorgen. Der Kunde verpflichtet sich, seinen Bedarf im vereinbarten Umfang ausschließlich aus der Anlage des
Wärmelieferanten zu decken.
Soweit der Wärmelieferant den Kunden auch mit Elektrizität versorgt, wird er zu diesem Zweck ein mit Erdgas oder
Heizöl betriebenes BHKW errichten und eine mit Erdgas oder Heizöl betriebene Heizungsanlage einbauen oder –
soweit technisch möglich – eine bestehende Anlage modernisieren. Das BHKW muss einen Jahresnutzungsgrad von
Prozent der benötigten Jahreswärmemenge erreichen. Die mit dem BHKW erzeugte Wärmemenge muss mindestens
Prozent der insgesamt benötigten Jahreswärmemenge betragen. Der Nachweis über die Erreichung der vorgenannten Anforderungen muss durch den Wärmelieferanten mit der Jahresabrechnung geführt werden. Das Nähere ist im Stromlieferungsvertrag gesondert geregelt.
Der Wärmelieferant ist berechtigt, nicht aber verpflichtet, Wärme und Elektrizität an Dritte weiterzuliefern.
Dieser Vertrag tritt zum
in Kraft und läuft für die Dauer von
Der Vertrag verlängert sich stillschweigend um fünf Jahre, wenn er nicht von einer der beiden Parteien mit einer
Frist von neun Monaten vor Ablauf der Vertragsdauer gemäß § 15 dieses Vertrags gekündigt wird.
Die Versorgung beginnt am
. Die Bau- und/oder Modernisierungsmaßnahmen sind bis zum
abzuschließen. Bei Verzögerungen, die der Wärmelieferant nicht
zu vertreten hat, verschiebt sich der Beginn der Versorgung bzw. der Abschluss der Bau- und/oder Modernisierungsmaßnahmen bis zu dem Zeitpunkt, an dem der Grund der Verzögerung entfallen ist. Für den Fall, dass der Wärmelieferant den Grund der Verzögerung zu vertreten hat, gilt § 12 dieses Vertrags.
Tel.: +49 (0)30 72 61 65-660
Im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
Petra Bühner, dena
Daniel Holz, dena
Jan W. Bleyl, Energetic Solutions, Graz
SNP Schlawien Naab Partnerschaft, Frankfurt am Main / Berlin
neues Handeln, Berlin
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Informationen unmittelbar oder mittelbar verursacht werden, haftet die dena nicht, sofern ihr nicht
nachweislich vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verschulden zur Last gelegt werden kann.
© 2010 Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)
Stand: 1. Auflage, Oktober 2010
Leitfaden Energieliefer-Contracting 2157
2157 Leitfaden Energieliefer-Contracting mit CD-ROM Leitfaden für öffentliche Liegenschaftsverwaltungen und Contractoren zur Vorbereitung und Durchführung von Energieliefer-Contracting von der Projektentwicklung bis zum Vertragsabschluss. Mit CD-ROM.

References: § 10

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 § 1
 § 15
 § 12