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Timestamp: 2020-02-23 13:40:29+00:00

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Strafverteidigung und der in dubio pro reo-Grundsatz in Ferdinand ... | Hausarbeiten publizieren
2. Suggestion durch Erzählperspektiven
2.1 Die Verlässlichkeit der Erzählinstanzen
2.2 Die Funktion des Perspektivwechsels vom personalen zum Ich-Erzähler
2.3 „Verteidigung ist Kampf“ - Darstellung der Strafverteidigung innerhalb des Plots
2.4 Opfer- und Täterinszenierung als stilistisches Mittel: Attribuierungen im Kontext der Suggestion
3. Suggestion durch Verwirrung
3.1 Der „eine Unschuldige“ als Rechtfertigung des in dubio pro reo-Verifizierung des Nichtverifizierten
3.2 „[…]dass wir unsere Unschuld verloren hatten“- Alles für das Parteiinteresse?
3.3 „Alles strahlte […] vor Würde und Rechtschaffenheit“ - Die Suggestion eines richterlichen Urteils
Mit Suggestion zum Erfolg? lautet der erste Teil meiner Fragestellung, da Suggestion einer der wesentlichen Gründe zu sein scheint, weshalb von Schirach seinen großen Erfolg sowohl in der Literaturkritik als auch in der breiten Leserschaft selbst zu generieren vermag. Suggestion ist ein wirksames psychologisches Mittel und zudem ein interessanter Effekt, der vor allem in der Literatur die Möglichkeit bietet, bestimmte perspektivische Einstellungen vorzunehmen und stets nur das aufzuzeigen, was man aufzuzeigen bereit ist. Das Spiel zwischen Illusion und Manipulation ist keine neue Erscheinung in der Literatur, insbesondere in fiktionaler, und ebenso wenig verwerflich, da ihm ein gewisser psychologischer Reiz innewohnt und der Leser sich auch sehr gern solchen Reizen hingibt. Da von Schirach dem Leser jedoch in einer Sonderrolle gegenübertritt, als erfolgreicher Berliner Strafverteidiger einerseits und in zunehmendem Maße auch höchst erfolgreicher Schriftsteller, mit dem Anspruch, wahre und echte Fälle in seinen Werken zu verarbeiten1, stellt sich die Frage neu, welche Eindrücke er dem Lesepublikum über die Rolle des Strafverteidigers, das Rechtssystem und/oder diverse Rechtsgrundsätze vermittelt und wie sich diese hierbei zu den echten juristischen Hintergründen verhalten.
Suggestion mag ein legitimer Weg zum literarischen Erfolg sein, lässt jedoch auch genügend Räume offen, Eindrücke zu generieren, die dem Leser jene möglicherweise verfehlt vermitteln, mindestens jedoch simplifizierend, insbesondere dann, wenn man sie weniger als Fiktion, denn mehr als Fakten offenbaren möchte. Daher geht meine Fragestellung über die Suggestion Schirachs hinaus, um etwaige Verzerrungen rechtsstaatlicher Ansichten herauszustellen.
„ Schirach-Leser lernen weder etwas über Gerechtigkeit noch über Justiz noch über Strafe, erst recht nichts Neues über sich selbst“ 2. Mit diesen Worten beschreibt Thomas Fischer, ehemals Vorsitzender Richter des 2. Strafsenats am BGH3 in Karlsruhe, in einer sehr scharfen Auseinandersetzung mit Schirachs Werk Strafe das, was Schirach in seinen Werken vermeintlich versucht darzustellen: eine authentische Abbildung der Justiz und vor allen Dingen die selbst erlebte Realität der anwaltlichen Praxis eines Strafverteidigers und dessen Sichtweise auf das bundesdeutsche Rechtssystem.
Wie sehr die Realität des deutschen Strafrechts mit der literarischen Darstellung Schirachs divergiert, welchen Beitrag von Schirach zur Debatte über Strafverteidigung leistet bzw. welche Ansichten er hierzu in seinen Werken offenbart, wie evident oder subtil dies geschieht, kann exemplarisch an der Erzählung Volksfest aus seinem Buch Schuld nachvollzogen werden. Hierzu liegt mein Fokus der Betrachtung vordergründig auf zwei Aspekten, die die Erzählung aufgreift: einerseits spricht von Schirach indirekt den in dubio pro reo 4 - Grundsatz unserer Rechtsordnung an, andererseits lässt sich ein spezifisches Verständnis von Strafverteidigung erkennen, welches durch die Figur des Strafverteidigers und einzelne, herausgehobene Erklärungen zum Rechtssystem repräsentiert werden. Die vielfältigen Ebenen, die von Schirach zur Suggestion nutzt, sind Anliegen des Hauptteils, in denen versucht werden soll, nachzuweisen, wie von Schirach erzählerisch Position bekennt bzw. welche Mechanismen er anwendet, um den Leser5 zu führen und wie dies im Text deutlich wird. Hierbei sind insbesondere die Erzählperspektive von Bedeutung und mithin das Zusammenspiel der unterschiedlichen Erzählinstanzen mit denen der Autor Einfluss auf den Blickwinkel der Leserschaft nehmen kann und die Attribuierungen, die vor allem in der Beschreibung der Figuren verwandt werden und deren rein denotativer Charakter hinterfragt werden muss. Unter dem Kapitel Suggestion durch Verwirrung möchte ich der Frage nachgehen, welche Inszenierungen er darüber hinaus vornimmt, um etwaige „falsche Fährten“ zu legen.
In der Reflexion gilt es, sich noch einmal mit der an den Anfang gestellten Frage auseinanderzusetzten, indem die Ergebnisse der Analyse interpretiert werden, um eine Antwort auf die These des Anfangs zu finden.
2.Suggestion durch Erzählperspektiven
2.1 Die Verlässlichkeit der Erzählinstanz
Das Zusammenspiel unterschiedlicher Erzählinstanzen (personaler, Ich- und auktorialer Erzähler) bildet zunächst das Potential, eine Erzählsituation sehr umfassend und reflektiert zu schildern und dem Leser damit eine Vielzahl von Informationen an die Hand zu geben, die ein breites und umsichtiges Bild erzeugen können. Alle drei Perspektiven sind für die Erzählung nachweisbar6. Interessanterweise arbeitet von Schirach mit diesen Erzählperspektiven so geschickt, dass nahezu alle zu einem Gleichklang zusammengeführt werden. Sie manifestieren eine subjektive Wahrnehmung der Geschichte. Der personale Erzähler, der vermeintlich beobachtend alles wiedergibt, was er auf Protokollanten-Ebene erfahren kann, erzeugt mit der Täterinszenierung als „ ordentliche Männer, mit ordentlichen Berufen“, „verheiratet“ und mit „Kindern“ (S.7/8) bereits ein Täterbild, welches den Verdacht nahe läge, dass sie entweder nur aufgrund einer absolut folgerichtigen Verstrickung ungünstiger Umstände schuldig geworden seien oder vielmehr nur unter dem Verdachtsmoment stünden. Der Ich- Erzähler setzt fort, was der personale Erzähler begonnen hat: er setzt die Verteidigung als „ Kampf um die Rechte des Beschuldigten“ an den Anfang seines Auftritts, bevor der auktoriale Erzähler konstatiert, welche Verteidigungsstrategie gewählt wird und um welche Rechte des Beschuldigten es ginge (S.12). Die Erzählinstanzen sind somit durch und durch verlässlich7. Sie alle führen den Leser einer Kernperspektive zu.
Es mag Zufall sein oder nicht, dass in der auktorialen Erzählpassage „niemand muss seine Unschuld beweisen“ das Nomen Unschuld eingesetzt wurde. Alternativ hätte man auch formulieren können, dass „jedem individuell seine Schuld nachgewiesen werden muss“. Mit U nschuld könnte jedoch das bloße Verdachtsmoment ordentlicher Männer schuldig zu sein, in einer Linie mit faktischer Unschuld zusammengeführt werden. Ein möglicher psychologischer Kunstgriff, wenn wir ihn durch die Augen der Framesemantik sehen möchten, da wir bei abweichender Formulierung (Schuld statt Unschuld) womöglich die vermeintlichen Täter bereits mit Schuld zusammengedacht hätten. Es lässt sich der Verdacht nicht beseitigen, dass von Schirach über diese Erzählstrategie(n) dem Leser seine persönliche Mindermeinung in Fragen des Verständnisses von Strafverteidigung aufzwingen möchte: als wohl überzeugter Vertreter der Parteiinteressentheorie8 setzt er diese erzählerisch gegenüber der Organtheorie, die den Verteidiger in erster Linie als Organ der Rechtspflege betrachtet9, durch, und bedient damit das gesellschaftliche Klischee, der Verteidiger sei ein Mitschuldiger, in dem er nicht nur die Rechte des Beschuldigten vertrete, sondern jedwede Strategie zulässig sei, den eigenen Mandanten zu exkulpieren. Dies ist keine Frage der tatsächlichen Ansprache in den Textpassagen, lediglich eine Frage erfolgreicher Suggestion, wie sie von Schirach beherrscht. Es sind nicht allein konkrete Aussagen, mit denen er seine Lenkungs- bzw. Überzeugungsversuche zu vollziehen sucht, es ist die absolut durchdachte Struktur des Textes, der Aufbau und Einsatz des Wechsels der Erzählperspektiven, in deren Passagen suggestive Formulierungen und psychologisches Kalkül miteinander verbunden werden. Hierdurch gibt es für den Leser am Ende entweder den vollständigen (moralischen) Freispruch (vgl. bspw. die Erzählung Fähner aus dem Erzählkomplex Verbrechen) oder eine Relativierung des Verbrechens aufgrund der ungünstigen Umstände (Volksfest). Nichts bleibt jedoch vom Opfer, auf welches sich die Erzählungen in der Regel nicht konzentrieren. Sie handeln entweder schuldhaft (Fähner) oder tragen zumindest in einem Maß dazu bei, dass sich Täter zur Tat provoziert fühlen (Volksfest). In der Erzählung Volksfest führt diese Erzählsystematik sogar noch weiter: nicht nur das Opfer spielt eine geringfügige Rolle, selbst die Täter sind irrelevant. Die zentrale Figur ist der Strafverteidiger, der sich selbst inszeniert, seine Strategie vorstellt, die letztlich aufgeht und den Leser damit zurücklässt, dass sie „r ichtig gewesen“ (S.17) sei.
Der Wechsel vom personalen zum Ich-Erzähler10 ist nicht nur erzählerisch brüchig, sondern auch, wie bereits die inhaltliche Formulierung Verteidigung ist Kampf, direkt nach der Passage angeordnet, die den Zustand des Mädchens nach Auffinden durch die Polizei- sehr eindrücklich- beschreibt. Jener Wechsel, der sowohl einen strukturellen wie einen inhaltlichen Bruch beim Lesen bewirkt, erweckt den Eindruck, dass nun die Stunde des Strafverteidigers beginne und sich der Fokus des Lesers verschieben solle:
„ ‚Verteidigung ist Kampf, Kampf um die Rechte des Beschuldigten‘. Der Satz stand in dem kleinen Buch mit rotem Plastikumschlag, das ich damals immer mit mir herumtrug. Es war das ‚Taschenbuch des Strafverteidigers‘“ 11.
Nicht mehr das Opfer dieser grausamen Straftat steht nunmehr im Fokus der Betrachtung, sondern die Verteidigung der Täter. Doch noch vielmehr als die Täter rückt der Verteidiger als zentrale Figur in den Vordergrund. Mit der Einführung des Ich-Erzählers wird auch der Leser vollständig auf die Figur des Verteidigers gelenkt. Wir erfahren als Leser, welche Bücher er bei sich trägt, dass er soeben erst sein zweites Staatsexamen und seine Zulassung zur Anwaltschaft erhalten habe12. Der Ich-Erzähler in Gestalt des Strafverteidigers spricht darüber, dass er wüsste, was Strafverteidigung bedeute und dass ein ehemaliger Studienfreund ihm diese Verteidigung angetragen habe, auf dessen Frage er lediglich mit den Worten „Natürlich wollte ich, es war ein erster großer Fall, die Zeitungen waren voll davon […]“ antwortete.
Verstörend ist die Art der Erzählweise in mehrfacher Hinsicht: der Ich-Erzähler verschiebt den Fokus von einer beschreibenden Darstellung der Geschehnisse als personaler Erzähler zur Person des Strafverteidigers. Der Anschein wird erweckt, dass es nun endlich um den Protagonisten ginge, auf den die Leserschaft insgeheim gewartet hat. Das Schicksal des Mädchens spielt allein aufgrund des Perspektivwechsels keine Rolle mehr, ebenso erhalten aber auch die Täter keine nennenswerte Beachtung mehr.
Der Strafverteidiger, der „nicht Vertreter, sondern Beistand“ 13 ist, wird zu einer Hauptfigur, die er jedoch innerhalb eines Verfahrens per se so nie einnehmen würde. Zudem ist die Darstellung des Strafverteidigers, der, gierig nach Aufmerksamkeit und Selbstinszenierung, schier jeden Fall annehme, ebenso problematisch, da er die faktische Lage der Strafverteidiger in Deutschland verkennt: verfolgt man die Aufstellung der anwaltlichen Praxis in Deutschland, so bieten nur wenige Kanzleien überhaupt die Verteidigung in Sexualdelikten an, insofern sie nicht als Pflichtverteidiger agieren müssen.
Die auktorial eingesetzte Passage, die sich an die Einführungssequenz des Strafverteidigers anschließt, ist textlich leicht herausgehoben:
„ In einem Strafverfahren muss niemand seine Unschuld beweisen. Niemand muss reden, um sich zu verteidigen, nur der Ankläger muss Beweise vorlegen. Und das was auch unsere Strategie: Alle sollten einfach nur schweigen. Mehr mussten wir nicht tun.“ 14 Auf den ersten Blick gibt es rechtswissenschaftlich wenig zu beanstanden, da ein Beschuldigter selbstverständlich von seinem Recht zu schweigen, auch in Absprache mit seinem Verteidiger, Gebrauch machen kann. Allerdings gibt es bei genauerer Analyse dieser Textpassage gleich mehrere Dinge, die ins Auge fallen:
„ Nur der Ankläger muss Beweise vorlegen“ (S.12) ist formell korrekt. Doch muss man hierbei zwischen zwei Dimensionen einer Aussage unterscheiden, die inhaltlich wie in effectu divergieren können: Der Leserschaft wird etwas Grundlegendes suggeriert; der Strafverteidiger sei, obwohl Organ der Rechtspflege, nicht daran gebunden, der Wahrheitsfindung zu dienen15, insbesondere da er ebenso zur eigenständigen Ermittlungstätigkeit bestimmt ist16. Indem er weiter aussagt, dass es eine gemeinsame Strategie gab, die mit Pronomen der Verbrüderung („UNSERE Strategie“, „mehr mussten WIR nicht tun“) einhergeht, schafft eine eindeutige Distanz zum Rechtssystem und stellt das Verteidigerinnenverhältnis17 mithin über seine Funktion als Rechtspflegeorgan, die entsprechend der (juristischen) Hauptmeinung die wesent liche Position des Verteidigers definiert18. Dass diese Figur des Strafverteidigers in besonderer Weise inszeniert und diese, mithilfe der Ich-Perspektive, mit einer Art Authentizität und Integrität ausgestattet wird, sodass Zweifel an deren Wahrhaftigkeit in Wort und Tat kaum hervortreten können, ist nicht willkürlich entwickelt worden. Die Autorität der Rechtsstaatlichkeit, verkörpert im Strafverteidiger der Geschichte, wiederum unweigerlich rückgekoppelt an den Autor selbst, verschafft der Geschichte mehr den Anschein eines Tatsachenberichtes, als einer fiktiven Erzählung. Hierin läge eine Chance, doch auch die Möglichkeit zur Manipulation. Insbesondere die Überschneidungen zwischen Figur der Erzählung und Autor sollen nicht nur erkannt, sondern bewusst gezogen werden. Sie sollen der Geschichte eine Glaubwürdigkeit verleihen, wie wir sie - im Gegensatz zu anderen Kriminalgeschichten- sonst nur schwer erzeugen könnten. Es ist sowohl für den geübten als auch für den ungeübten Leser nur schwer möglich, eine kontinuierliche Grenze zwischen der Figur des Strafverteidigers in der Geschichte und der biographischen Kenntnisse über den Autor von Schirach zu ziehen19.
1 Fischer, Thomas: Strafe, für was auch immer: die mörderisch triviale Gebrauchsliteratur des Ferdinand von Schirach. In: Strafverteidiger (StV) 06 (2018), S.393.
2 Ebenda, S.396.
3 Bundesgerichtshof.
4 Eig. Anm: Im weiteren Verlauf der Arbeit werde ich den in dubio pro reo- Grundsatz zumeist mit idpr bzw idpr- Grundsatz abkürzen.
5 Eig. Anm.: Die Nennung des grammatischen Geschlechts durch die Verwendung von „Leser“ u.a. soll im Verlauf der Arbeit keinen Hinweis auf das biologische Geschlecht geben. Ich möchte nur anmerken, dass ich aus Praktikabilitätsgründen (Schreibfluss) „Leser“ als Terminus beibehalte. Dem „Leser“ implizit ist natürlich, dass dieser männlich, weiblich und divers sein kann. Die Verwendung erfolgt ausschließlich geschlechtsneutral. Gleiches gilt für die Verwendung des grammatisch männlichen Nomens „Strafverteidiger“/ „Verteidiger“/ „Rechtsanwalt“ etc., die im Verlauf des Textes noch folgen können.
6 Künzel, Christine: „Pimp my Krimi“: Anmerkungen zu den etwas zu perfekten Erzählungen Ferdinand von Schirachs. In: Stürmer, Franziska/ Meier, Patrick (Hgg.): Recht populär. Populärkulturelle Rechtsdarstellungen in aktuellen Texten und Medien. Baden-Baden: Nomos 2016, S.62.
7 Vgl. ebenda, S.68.
8 Roxin, Claus/ Schünemann, Bernd: Strafverfahrensrecht – Ein Studienbuch. München: C.H.Beck 28 2014, §19, Rn.4.
9 Beulke, Werner: Strafprozessrecht. Heidelberg: C.F.Müller 13 2016, S.101, Rn. 152; vgl. auch: BGH 13, S.337 (343).
10 Schirach, Ferdinand von: Schuld. München/ Zürich: Piper 32010, S.11.
13 OLG Celle, NStZ (1988), S.426.
14 Schirach, Ferdinand von: Schuld. München/ Zürich: Piper 32010, S.12.
15 Beulke, Werner/ Swoboda, Sabine (Hgg.): Strafprozessrecht. Heidelberg: C.F.Müller 13 2016, S.101, Rn. 147.
17 Barton, Stefan: Einführung in die Strafverteidigung. München: Verlag C.H. Beck 2007, S.34.
18 Roxin, Claus/ Schünemann, Bernd: Strafverfahrensrecht- Ein Studienbuch. München: Verlag C.H. Beck 28 2014, §19, Rn. 3ff.
19 Heribert Prantl hierzu in der Süddeutschen Zeitung: „Man kann dann das Gefühl haben, nicht mehr eine faszinierende Kriminalgeschichte, sondern eine Werbeschrift für die Kanzlei Schirach in der Hand zu halten […]zum anderen kann man das unbehagliche Gefühl haben, dass da ein Anwalt zur Gewinnung neuer Mandate seine alten ausschlachtet. Früher hätte man gesagt: Das ist standeswidrig. Heute sagt man: Das ist Literatur.“ Vgl. siehe: Prantl, Heribert: Vom Elend des Menschen. Das neue Buch des Strafverteidigers von Schirach heißt „Schuld“- aber es gibt keine Schuldigen. In: SZ (13.08.2010); vgl. auch: Tobias Kniebe in der Süddeutschen Zeitung: „Das Problem ist dies: Schirach, geboren 1964 in München, ist ein bekannter Strafverteidiger mit Kanzlei in Berlin, und sein Ich- Erzähler ist ebenfalls ein bekannter Strafverteidiger mit Sitz in Berlin […]; vgl. siehe Kniebe, Tobias: So riecht ein Polizeirevier. In: SZ (02.09.2009). Auf: https://archiv.szarchiv.de/Portal/restricted/Fulltext.act?index=0&variantIndex=2307057198852741577&parentAction =ExtendedResultList [letzter Zugriff: 13.03.2019]; der Focus hierzu: „Es ist ja so: Man hat die Bücher gelesen, die Bestseller über einen Berliner Anwalt und dessen schaurige Fälle, die tief hineinführen in die Abgründe des Menschen. Und nun, plötzlich, sitzt man ihm gegenüber, dem Anwalt aus den Büchern.“ Vgl. auch: Opitz, Mareike/ Neumann-Delbarre, Alexander: „Beim Sex wird relativ wenig getötet, meistens aus Versehen“. Interview mit
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Julia Eydt (Autor)
V520566
9783346112095
9783346112101
Kriminalistik Literatur und Recht Kriminalliteratur Ferdinand von Schirach
Julia Eydt (Autor), 2019, Strafverteidigung und der in dubio pro reo-Grundsatz in Ferdinand von Schirachs Erzählung "Volksfest", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/520566
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 §19
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