Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=XII%20ZB%20104/01
Timestamp: 2019-12-16 00:17:22+00:00

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BGH, 13.11.2002 - XII ZB 104/01 - dejure.org
https://dejure.org/2002,2906
BGH, 13.11.2002 - XII ZB 104/01 (https://dejure.org/2002,2906)
BGH, Entscheidung vom 13.11.2002 - XII ZB 104/01 (https://dejure.org/2002,2906)
BGH, Entscheidung vom 13. November 2002 - XII ZB 104/01 (https://dejure.org/2002,2906)
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Wiedereinsetzung in den vorigen Stand - Schuldhafte Versäumung der Berufungsbegründungsfrist - Fehlerhafte Postausgangskontrolle eines Rechtsanwaltes
ZPO § 85 Abs. 2 § 233 § 519 Abs. 2 S. 2
Verfahrensrecht - anwaltliche Fristenkontrolle
NJW 2003, 1530 (Ls.)
NJW-RR 2003, 490
FamRZ 2003, 231
Deshalb muss ein Rechtsanwalt, der im Postausgangsfach der Sozietät vergessene Post zur Post aufgeben will, prüfen, ob sich darunter eilige Sachen befinden, die schneller befördert werden müssen (BGH, Beschl. v. 13. November 2002, XII ZB 104/01, NJW-RR 2003, 490, 491), und mitgenommene Sendungen rechtzeitig in den Postkasten einwerfen, auch wenn er sie nicht bearbeitet hat (…BGH, Urt. v. 19. Januar 1995, III ZR 107/94, NJW 1995, 1841).
Diese Grundsätze gelten auch für neue Scheinsozien (vgl. Zum Ganzen BGH NJW 1994, 257; FamRZ 2003, 231; NJW 1990, 827; OLG Köln NJW-RR 1994, 279; OLG Düsseldorf OLGR 2002, 78).
BGH, 12.09.2012 - XII ZB 528/11
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand: Pflichtenumfang des Rechtsanwalts bei der …
Allerdings können besondere Umstände dem Rechtsanwalt Veranlassung dazu geben, die Einhaltung von Fristen und den Postausgang selbst zu kontrollieren, wenn ihm diesbezügliche Fehler seiner Angestellten offenbar werden (vgl. Senatsbeschluss vom 13. November 2002 - XII ZB 104/01 NJW-RR 2003, 490 betreffend den Postausgang).
d) Das Berufungsgericht hat schließlich zutreffend und von der Rechtsbeschwerde nicht angegriffen angenommen, dass der Beklagten das Verschulden von Rechtsanwalt S. zuzurechnen ist, auch wenn im Innenverhältnis primär Rechtsanwalt W. für die Bearbeitung der Sache (als Sachbearbeiter) zuständig war, weil Rechtsanwalt S. als Sozius mitmandatiert war (vgl. BGH, Urteil vom 5. November 1993 - V ZR 1/93, BGHZ 124, 47, 48 f.; Beschluss vom 13. November 2002 - XII ZB 104/01, NJW-RR 2003, 490 f.).
Ist der für den Vertragsschluss angesprochene Anwalt Mitglied einer Sozietät, ist im Zweifel davon auszugehen, dass die Anwaltssozietät beauftragt wird; das gilt auch, wenn zwischen den Anwälten nur eine Scheinsozietät besteht (st. Rspr. des BGH; vgl. BGHZ 124, 47, 48 f. = NJW 1994, 257; BGH NJW 1995, 1841; BGH NJW-RR 2003, 490;… Rinsche/Fahrendorf/Terbille, a.a.O., Rn. 112 f.).
OLG Koblenz, 17.02.2003 - 11 UF 638/02
mit Rechtsanwältin G...... zurechnen lassen (siehe Beschluss des XII. Senats des BGH vom 13.11.2002, XII ZB 104/01).

References: § 85
 § 233
 § 519
 BGH 
 BGH 
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