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Timestamp: 2020-02-17 03:32:01+00:00

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BGH, 09.11.2010 - VI ZR 300/08 - dejure.org
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BGH, 09.11.2010 - VI ZR 300/08 (https://dejure.org/2010,1300)
BGH, Entscheidung vom 09.11.2010 - VI ZR 300/08 (https://dejure.org/2010,1300)
BGH, Entscheidung vom 09. November 2010 - VI ZR 300/08 (https://dejure.org/2010,1300)
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§ 252 BGB, § 833 BGB, § 287 ZPO, § 7 StVG, § 11 StVG
Zur Prognosebildung für späteren Erwerbsschaden durch tatrichterliche Schätzung der Einkommensentwicklung
Prognose der für die Bemessung des Erwerbsschadens erforderlichen hypothetischen Einkommensentwicklung bei der durch den Schädiger aufgestellten Behauptung einer ohne den Schadensfall eingetretenen Erlangung einer gut bezahlten Festanstellung in fortgeschrittenem Alter ...
Bemessung des Erwerbsschadens - Prognose der hypothetischen Einkommensentwicklung - Lage am Arbeitsmarkt
Schadensrecht - Schadensbemessung bei Anstellungsprognose
Schätzng des zukünftigen Erwerbschadens
Prognose der hypothetischen Einkommensentwicklung
Hilfe annehmen beim Verladen eines Pferdes kann teuer werden
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 09.11.2010, Az.: VI ZR 300/08 (Prognose des Erwerbsschadens bei zweitem Bildungsweg)" von RiLG Dr. Jan Luckey, LL.M., original erschienen in: VRR 2011, 143 - 144.
NJW 2011, 1145
NJW 2011, 1146
MDR 2011, 29
NZV 2011, 241
NJ 2011, 289
VersR 2011, 229
AnwBl 2011, 98
Sie ist revisionsrechtlich nur daraufhin überprüfbar, ob der Richter Rechtsgrundsätze der Schadensbemessung verkannt, wesentliche Bemessungsfaktoren außer Betracht gelassen oder seiner Schätzung unrichtige Maßstäbe zugrunde gelegt hat (Senat, Urteil vom 9. November 2010 - VI ZR 300/08, VersR 2011, 229 Rn. 16 mwN; BGH…, Urteil vom 6. Dezember 2012 - VII ZR 84/10, NJW 2013, 525 Rn. 17 mwN).
Sofern sich keine Anhaltspunkte ergeben, die überwiegend für einen Erfolg oder einen Misserfolg sprechen, liegt es nahe, nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge von einem voraussichtlich durchschnittlichen Erfolg des Geschädigten in seiner Tätigkeit auszugehen und auf dieser Grundlage die weitere Prognose der entgangenen Einnahmen anzustellen und den Schaden gemäß § 287 ZPO zu schätzen (BGH, Urteil vom 9. November 2010, VI ZR 300/08, Rnrn. 17, 18, m.w.N.; juris).
Eine vom Tatrichter gemäß § 287 Abs. 1 ZPO nach freiem Ermessen vorzunehmende Schadensschätzung unterliegt der beschränkten Nachprüfung durch das Revisionsgericht dahin, ob der Richter Rechtsgrundsätze der Schadensbemessung verkannt, wesentliche Bemessungsfaktoren außer Betracht gelassen oder seiner Schätzung unrichtige Maßstäbe zugrunde gelegt hat (Senat, Urteil vom 9. November 2010 - VI ZR 300/08, VersR 2011, 229 Rn. 6 mwN).
In derartigen Fällen darf sich der Tatrichter seiner Aufgabe, auf der Grundlage der §§ 252 BGB und 287 ZPO eine Schadensermittlung vorzunehmen, nicht vorschnell unter Hinweis auf die Unsicherheit möglicher Prognosen entziehen (Senat, Urteile vom 17. Februar 1998 - VI ZR 342/96, NJW 1998, 1633 unter II B 1; vom 3. März 1998 - VI ZR 385/96, NJW 1998, 1634 unter II 1 c; vom 20. April 1999 - VI ZR 65/98, NJW-RR 1999, 1039 unter II 1; vom 9. November 2010 - VI ZR 300/08, NJW 2011, 1146 Rn. 17).
Insbesondere darf er sich nicht über Vorbringen des Schädigers, das für die Schadensschätzung von Bedeutung ist, ohne weiteres hinwegsetzen oder dies ohne den Ausweis eigener Sachkunde und die Hinzuziehung sachverständiger Hilfe als unerheblich oder widerlegt ansehen (Senat, Urteil vom 9. November 2010 - VI ZR 300/08, NJW 2011, 1146 Rn. 18 f. mwN).
a) Für die Schätzung des Schadens ist von diesen Grundsätzen auszugehen (nach BGH, Urt. v. 09.11.2010 - VI ZR 300/08, VersR 2011, 229):.
Zutreffend ist, dass der Anspruch der Klägerin, soweit er gemäß §§ 11, 13 Abs. 1, Abs. 2 StVG i.V.m. § 843 Abs. 2 bis 4 BGB analog auf Zahlung einer Geldrente wegen ihres Erwerbsausfallschadens gerichtet ist, nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs auf die Dauer ihrer (hypothetischen) Erwerbstätigkeit zu beschränken ist, wobei bei nicht selbständig Tätigen grundsätzlich von einem Ende der Erwerbstätigkeit mit Erreichen des gesetzlichen Ruhestands auszugehen ist (…vgl. BGH, Urt. v. 26.11.1953 - III ZR 26/52, BGHZ 11, 181, juris Tz. 8;… Urt. v. 27.06.1995 - VI ZR 165/94, NJW-RR 1995, 1272, juris Tz.6;… Urt. v. 26.09.1995 - VI ZR 245/94, NJW 1995, 3313, juris Tz. 5; Urt. v. 09.11.2010 - VI ZR 300/08, NJW 2011, 1146, juris Tz. 14;… Urt. v. 27.01.2004 - VI 342/02, VersR 2004, 653, juris Tz. 5).
(BGH vom 9. November 2010, VI ZR 300/08, NJW 2011, 1146, zitiert nach juris RN 18).
(1) Es ist anerkannt (BGH, Urt. v. 09.11.2010, -VI ZR 300/08-;… KG Berlin, a.a.O.; beide zitiert nach juris), dass bei Unfällen vor Eintritt in das Berufsleben gemäß § 287 ZPO zu schätzen ist, wie der berufliche Weg des Geschädigten voraussichtlich verlaufen wäre, wobei die Anforderungen an die Schätzgrundlagen nicht überspannt werden dürfen.
LG Freiburg, 23.03.2016 - 14 O 435/12
Volle Haftung wegen einer über einen Radweg gespannten Slackline

References: § 252
 § 833
 § 287
 § 7
 § 11
 BGH 
 § 287
 § 287
 § 843
 § 287