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Timestamp: 2019-07-23 10:26:14+00:00

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Rechtsprechung: 3 U 9/10 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: LSG Berlin-Brandenburg, 25.11.2010 | OLG Celle, 07.04.2010 | OLG Hamm, 30.06.2010
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OLG Celle, 04.03.2010 - 3 U 9/10 (https://dejure.org/2010,1811)
OLG Celle, Entscheidung vom 04.03.2010 - 3 U 9/10 (https://dejure.org/2010,1811)
OLG Celle, Entscheidung vom 04. März 2010 - 3 U 9/10 (https://dejure.org/2010,1811)
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Beratungsvertrag: Beratungs- bzw. Aufklärungspflicht einer Bank hinsichtlich eines ihr von einem Emittenten gewährten Rabatts
Mögliche Aufklärungspflichten einer Bank über Rabatte beim Wertpapiereigengeschäft
Zu den Aufklärungspflichten einer Bank bei der Empfehlung von Investmentzertifikaten ("Lehman Brothers")
Zu den Aufklärungspflichten einer Bank bei der Beratung über Investmentzertifikate ("Lehman-Brothers")
LG Hannover, 09.12.2009 - 11 O 110/09
OLG Celle, 07.04.2010 - 3 U 9/10
ZIP 2010, 876
a) Es kann offen bleiben, ob eine Bank, wenn sie Wertpapiere, die sie zuvor für sich zu einem günstigeren Preis erworben hat, aus ihrem eigenen Bestand zu einem höheren Betrag an den Kunden weiterverkauft (sogenanntes Eigengeschäft, vgl. die Legaldefinition in § 2 Abs. 3 Satz 2 WPHG), über ihren auf diese Weise erzielten Gewinn aufklären muss oder ob der Kunde in Kenntnis eines solchen Eigengeschäfts ohnehin mit Handelsspannen und Gewinnmargen rechnet (vgl. etwa OLG Celle, Beschluss vom 4.3.2010 - 3 U 9/10; OLG Karlsruhe, Urteil vom 2.11.2010 - 17 U 62/10; vgl. auch OLG Frankfurt - Urteil vom 16.3.2011 - 23 U 55/10 - jeweils juris).
Der Senat hat mit Blick auf abweichende Entscheidungen anderer Oberlandesgerichte (etwa OLG Frankfurt, Urteil vom 16.3.2011 - 23 U 55/10; OLG Bamberg, Urteil vom 7.6.2010 - 4 U 241/09; OLG Celle, Beschluss vom 4.3.2010 - 3 U 9/10 - jeweils juris; OLG Dresden, Beschluss vom 27.9.2010 - 8 U 0713/10) die Revision gemäß § 543 ZPO zugelassen.
Es kann offen bleiben, ob eine Bank, wenn sie Wertpapiere aus ihrem eigenen Bestand an ihren Kunden veräußert (sog. Eigengeschäft , vgl. die in § 2 Abs. 3, Satz 2 WpHG niedergelegte Definition), über ihre Gewinnmarge aufklären muss oder ob der Kunde bei Kenntnis von einem solchen Eigengeschäft ohnehin mit Handelsspannen und Gewinnmargen rechnet (vgl. etwa OLG Celle, Beschluss vom 4.3.2010 - 3 U 9/10; OLG Karlsruhe, Urteil vom 2.11.2010 - 17 U 62/10; vgl. auch OLG Frankfurt -Urteil vom 16.3.2011 - 23 U 55/10- jeweils juris).
Der Senat hat mit Blick auf abweichende Entscheidungen anderer Oberlandesgerichte (etwa OLG Frankfurt, Urteil vom 16.3.2011 - 23 U 55/10; OLG Bamberg, Urteil vom 7.6.2010 - 4 U 241/09; OLG Celle, Beschluss vom 4.3.2010 - 3 U 9/10- jeweils juris; OLG Dresden, Beschluss vom 27.9.2010 - 8 U 0713/10) die Revision gemäß § 543 ZPO zugelassen.
Es kann offen bleiben, ob eine Bank, wenn sie Wertpapiere aus ihrem eigenen Bestand an ihren Kunden veräußert (sog. Eigengeschäft , vgl. die in § 2 Abs. 3, Satz 2 WpHG niedergelegte Definition), über ihre Gewinnmarge aufklären muss oder ob der Kunde bei Kenntnis von einem solchen Eigengeschäft ohnehin mit Handelsspannen und Gewinnmargen rechnet (vgl. etwa OLG Celle, Beschluss vom 4.3.2010 - 3 U 9/10; OLG Karlsruhe, Urteil vom 2.11.2010 - 17 U 62/10; vgl. auch OLG Frankfurt - Urteil vom 16.3.2011 - 23 U 55/10 - jeweils juris).
Abgesehen davon, dass in dem Flyer ein entsprechender Hinweis enthalten ist, war die Gefahr einer Insolvenz der Emittentin im Februar bzw. März 2007 derart fernliegend, dass es einer gesonderten Aufklärung über das mit der Übernahme des Emittentenrisikos verbundene Totalverlustrisiko im Falle einer Insolvenz der Emittentin, einer Landesbank, nicht bedurfte (vgl. für Papiere von Lehman Brothers auch OLG Düsseldorf WM 2010, 1943, 1944; OLG Frankfurt…, Urteil vom 17.02.2010, 17 U 207/09, Juris Rz. 64 ff.; OLG Dresden…, Urteil vom 11.05.2010, 5 U 1178/09, Juris Rz. 32; OLG Hamburg…, Urteil vom 23.04.2010, 13 U 117/09, Juris Rz. 91; OLG Celle, Beschluss vom 04.03.2010, 3 U 9/10, ZIP 2010, 876, 878).
Dies ist in Rechtsprechung und Lehre allgemein anerkannt (OLG Karlsruhe…, Urteil vom 02.11.2010, 17 U 62/10, Rz. 19 ff.; OLG Düsseldorf…, Urteil vom 30.07.2010, I-9 236/09, Rz. 17; OLG Karlsruhe, Beschluss vom 14.07.2010, 17 U 82/10, BeckRS 2010, 24148; OLG Bamberg…, Urteil vom 07.06.2010, 4 U 241/09, Rz. 55 ff.; OLG Dresden…, Urteil vom 11.05.2010, 5 U 1178/09, Rz. 33; Hanseatisches Oberlandesgericht…, Urteil vom 23.04.2010, 13 U 117/09, Rz. 41 ff.; OLG Celle, Urteil vom 04.03.2010, 3 U 9/10, Rz. 19 ff.; OLG Düsseldorf…, Urteil vom 29.06.2009, I-9 U 187/08, Rz. 22 ff.).
39 Soweit die Beklagte im vorliegenden Fall für die Veräußerung des Fremdzertifikats zu einem Festpreis eine einmalige Vertriebsprovision von 3, 5 % aus dem Ertrag der Emittentin, also quasi einen Rabatt auf den Einkaufspreis des Finanzprodukts, erhalten hat, fehlt es bereits an vom Anleger gezahlten Ausgabeaufschlägen und Verwaltungsgebühren, die er aus seiner Sicht zunächst an die Emittentin geleistet hat und die sodann zumindest zum Teil hinter seinem Rücken, also durch einen zweiten Zahlungsfluss, an die beklagte Bank zurückgeflossen sind (OLG Celle, Beschl. v. 04.03.2010, 3 U 9/10, Rn. 21).
Dies ist in Sachverhaltskonstellationen der vorliegenden Art, in denen der Anleger das Anlageprodukt direkt von der beratenden Bank zu einem Festpreis erwirbt, indes nicht der Fall (OLG Hamburg…, Urteil vom 23.04.2010, 13 U 177/09, Juris Rz. 45 ff.; OLG Frankfurt…, Urteil vom 21.09.2010, 9 U 151/09, Juris Rz. 42 ff.; OLG Dresden…, Urteil vom 11.05.2010, 5 U 1178/09, Juris Rz. 33; OLG Bamberg, Urteil vom 17.05.2010, 4 U 241/09, ZIP 2010, 1225, 1229; OLG Celle, Beschluss vom 04.03.2010, 3 U 9/10, ZIP 2010, 876, 878; OLG Düsseldorf, Urteil vom 16.12.2010, 6 U 200/09, BKR 2011, 25, 31 f.).
Über eine solchermaßen erzielte Gewinnmarge musste die Beklagte den Zedenten jedoch nicht gesondert aufklären (im Ergebnis ebenso: OLG Karlsruhe…, Urteil vom 02.11.2010, 17 U 62/10, Rz. 19 ff.; OLG Düsseldorf…, Urteil vom 30.07.2010, I-9 236/09, Rz. 17; OLG Karlsruhe, Beschluss vom 14.07.2010, 17 U 82/10, BeckRS 2010, 24148; OLG Bamberg…, Urteil vom 07.06.2010, 4 U 241/09, Rz. 55 ff.; OLG Dresden…, Urteil vom 11.05.2010, 5 U 1178/09, Rz. 33; Hanseatisches Oberlandesgericht…, Urteil vom 23.04.2010, 13 U 117/09, Rz. 41 ff.; OLG Celle, Urteil vom 04.03.2010, 3 U 9/10, Rz. 19 ff.; OLG Düsseldorf…, Urteil vom 29.06.2009, I-9 U 187/08, Rz. 22 ff.; alle zitiert nach juris).
https://dejure.org/2010,23136
LSG Berlin-Brandenburg, 25.11.2010 - L 3 U 9/10 (https://dejure.org/2010,23136)
LSG Berlin-Brandenburg, Entscheidung vom 25.11.2010 - L 3 U 9/10 (https://dejure.org/2010,23136)
LSG Berlin-Brandenburg, Entscheidung vom 25. November 2010 - L 3 U 9/10 (https://dejure.org/2010,23136)
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§ 7 SGB 7, § 8 SGB 7, § 3 BKV
SG Potsdam, 27.11.2009 - S 12 U 51/04
https://dejure.org/2010,27503
OLG Celle, 07.04.2010 - 3 U 9/10 (https://dejure.org/2010,27503)
OLG Celle, Entscheidung vom 07.04.2010 - 3 U 9/10 (https://dejure.org/2010,27503)
OLG Celle, Entscheidung vom 07. April 2010 - 3 U 9/10 (https://dejure.org/2010,27503)
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OLG Hamm, 30.06.2010 - I-3 U 9/10
https://dejure.org/2010,76579
OLG Hamm, 30.06.2010 - I-3 U 9/10 (https://dejure.org/2010,76579)
OLG Hamm, Entscheidung vom 30.06.2010 - I-3 U 9/10 (https://dejure.org/2010,76579)
OLG Hamm, Entscheidung vom 30. Juni 2010 - I-3 U 9/10 (https://dejure.org/2010,76579)
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Bemessung der Ausgleichsquote unter Gesamtschuldnern nach Verurteilung eines Schuldners auf Zahlung von Schadensersatz wegen verursachter Gesundheitsschäden
LG Münster, 29.10.2009 - 111 O 1186/08
Soweit die behaupteten Fehler im Rahmen seiner niedergelassenen Tätigkeit begangen (fehlerhaft gestellte Indikation, unzureichende Aufklärung) und mitursächlich für den später durch die im Rahmen des honorarärztlichen Verhältnisses erfolgte fehlerhafte Operation eingetretenen Schaden des Patienten geworden sein sollten, der Beklagte dem Patienten daher schon aus diesem vorgelagerten Fehlverhalten in grundsätzlich voller Höhe haftete (vgl. Senatsurteil vom 27. Juni 2000 - VI ZR 201/99, VersR 2000, 1282, 1283; OLG Hamm, Urteil vom 30. Juni 2010 - 3 U 9/10, juris Rn. 21; Deutsch, VersR 2007, 40, 43), wäre sein Haftungsrisiko folglich bei der H. Versicherung AG versichert.

References: § 2
 § 543
 § 2
 § 543
 § 2

§ 7
 § 8
 § 3