Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=I%20ZR%20215/94
Timestamp: 2019-04-24 09:15:28+00:00

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BGH, 13.03.1997 - I ZR 215/94 - dejure.org
Verfahrensunterbrechung durch Konkurseröffnung gegen den Zessionar einer nach Rechtshängigkeit abgetretenen Forderung - Unbegründetheit der Klage bei Wegfall der Sachlegitimation nach Eintritt der Rechtshängigkeit - Umdeutung einer Vertragsübernahme in die Abtretung von Schadensersatzansprüchen - Verstoß gegen die guten Sitten durch Tankstellenbelieferungsverträge mit hoher Laufzeit in den neuen Bundesländern kurz nach der Wende - Rechtserwerb von rechtshängigen Forderungen mit notwendigem letzten Teilakt (Genehmigung)
Verfahrensunterbrechung nur durch Konkurseröffnung über das Vermögen der formell beteiligten Prozesspartei
BGB § 138 Abs. 1; ZPO § 240, § 265 Abs. 2 S. 1
Unterbrechung des Verfahrens durch Eröffnung des Konkursverfahrens über das Vermögen einer am Rechtstreit formell beteiligten Partei; Abtretung des geltend gemachten Anspruchs; Sittenwidrigkeit eines langfristigen Tankstellenbelieferungsvertrages
Keine Verfahrensunterbrechung bei Abtretung der streitbefangenen Forderung an den Gemeinschuldner nach Rechtshängigkeit
NJW 1998, 156
ZIP 1997, 1356
MDR 1997, 1057
WM 1997, 1403
DB 1997, 1768
Über die Revision der Beklagten ist, obwohl die Klägerin im Verhandlungstermin vor dem Senat nicht vertreten war, durch streitiges Endurteil (unechtes Versäumnisurteil), nicht durch Versäumnisurteil, zu entscheiden, da sich die Revision auf der Grundlage des von dem Berufungsgericht festgestellten Sachverhalts als unbegründet erweist (vgl. BGH…, Urteil vom 16. April 2013 - II ZR 118/11, ZIP 2013, 1174 Rn. 5;… Urteil vom 12. Juli 2011 - II ZR 28/10, BGHZ 190, 242 Rn. 6; Urteil vom 13. März 1997 - I ZR 215/94, NJW 1998, 156, 157; Urteil vom 10. Februar 1993 - XII ZR 239/91, NJW 1993, 1788).
Über die Revision der Klägerin ist, obwohl die Beklagte im Verhandlungstermin vor dem Senat nicht vertreten war, durch streitiges Endurteil (unechtes Versäumnisurteil) und nicht durch Versäumnisurteil zu entscheiden, weil die Revision sich auf der Grundlage des vom Berufungsgericht festgestellten Sachverhalts als unbegründet erweist (vgl. BGH, Urteil vom 10. Februar 1993 - XII ZR 239/91, NJW 1993, 1788; Urteil vom 13. März 1997 - I ZR 215/94, NJW 1998, 156, 157;… Urteil vom 29. April 2014 - II ZR 216/13, BGHZ 201, 65 Rn. 5).
Auch die neuere Rechtsprechung zur zulässigen Laufzeit von Tankstellenbelieferungsverträgen stellt entscheidend darauf ab, in welchem Umfang das Mineralölunternehmen eine vertragliche Verpflichtung übernommen hat, Kapital für den Ausbau und Betrieb der Tankstelle zur Verfügung zu stellen (BGH, Urteil vom 13. März 1997 - I ZR 215/94, WM 1997, 1403 unter III 4 d).
Zeitlicher Bezugspunkt für die Prüfung, ob die Optionsklausel die Beklagte unangemessen benachteiligt, ist der Zeitpunkt des Vertragsabschlusses; wurde die Beklagte durch die Optionsklausel nach dem ursprünglichen Vertragsinhalt unangemessen benachteiligt, so ist die Klausel von Anfang an unwirksam und kann nicht durch eine nachträgliche freiwillige Erhöhung der Gegenleistungen der Klägerin Wirksamkeit erlangt haben (…vgl. BGH, Urteile vom 23. November 1983 aaO und vom 13. März 1997 aaO unter III 4 d dd jeweils für die gleichgelagerte Frage im Rahmen der Prüfung des § 138 Abs. 1 BGB).
Über die Revision des Klägers ist, obwohl die Beklagte im Verhandlungstermin vor dem Senat nicht vertreten war, durch streitiges Endurteil (unechtes Versäumnisurteil), nicht durch Versäumnisurteil, zu entscheiden, da sich die Revision auf der Grundlage des von dem Berufungsgericht festgestellten Sachverhalts als unbegründet erweist (vgl. BGH, Urteil vom 10. Februar 1993 - XII ZR 239/91, NJW 1993, 1788; Urteil vom 13. März 1997 - I ZR 215/94, NJW 1998, 156, 157;… Musielak/Ball, ZPO, 8. Aufl., § 555 Rn. 6).
Über die Revision des Beklagten ist, obwohl der Kläger im Verhandlungstermin vor dem Senat nicht vertreten war, durch streitiges Endurteil (unechtes Versäumnisurteil), nicht durch Versäumnisurteil zu entscheiden, da sich die Revision auf der Grundlage des vom Berufungsgericht festgestellten Sachverhalts als unbegründet erweist (vgl. BGH…, Urteil vom 29. April 2014 - II ZR 216/13, juris Rn. 5, insoweit nicht abgedruckt in BGHZ 201, 65;… Urteil vom 16. April 2013 - II ZR 118/11, ZIP 2013, 1174 Rn. 5;… Urteil vom 12. Juli 2011 - II ZR 28/10, BGHZ 190, 242 Rn. 6; Urteil vom 13. März 1997 - I ZR 215/94, NJW 1998, 156, 157; Urteil vom 10. Februar 1993 - XII ZR 239/91, NJW 1993, 1788).
Darüber hinaus wird ganz allgemein das beiderseitige Interesse der Parteien daran, den Prozess mit der Partei zu Ende zu führen, mit der er begonnen wurde, geschützt (BGH 13. März 1997 - I ZR 215/94 - zu III 1 b der Gründe) .
Über die Revision des Klägers ist, obwohl der Beklagte im Verhandlungstermin vor dem Senat nicht vertreten war, durch streitiges Endurteil (unechtes Versäumnisurteil), nicht durch Versäumnisurteil, zu entscheiden, da sich die Revision auf der Grundlage des von dem Berufungsgericht festgestellten Sachverhalts als unbegründet erweist (vgl. BGH, Urteil vom 10. Februar 1993 - XII ZR 239/91, NJW 1993, 1788; Urteil vom 13. März 1997 - I ZR 215/94, NJW 1998, 156, 157;… Urteil vom 12. Juli 2011 - II ZR 28/10, BGHZ 190, 242 Rn. 6).
aa) Zutreffend hat das Berufungsgericht allerdings gesehen, dass die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs bei § 240 ZPO grundsätzlich den formellen Parteibegriff zugrunde legt (BGH, Urteil vom 13. März 1997 - I ZR 215/94, NJW 1998, 156, 157;… Zöller/Greger, ZPO, 30. Aufl., § 240 Rn. 7).
Über die Revision der Klägerin ist, obwohl die Revisionsbeklagte im Verhandlungstermin vor dem Senat nicht vertreten war, nicht durch Versäumnisurteil, sondern durch streitiges Urteil (unechtes Versäumnisurteil) zu entscheiden, da sie sich auf der Grundlage des vom Berufungsgericht festgestellten Sachverhalts auch unter Berücksichtigung des Revisionsvorbringens als unbegründet erweist (…vgl. BGH, Urt. v. 10.2.1993 - XII ZR 239/91, NJW 1993, 1788; Urt. v. 13.3.1997 - I ZR 215/94, NJW 1998, 156, 157).
Zu prüfen ist, ob der Klagegrund bei einem neuen Prozess des Rechtsnachfolgers oder gegen den Rechtsnachfolger identisch wäre (…MünchKomm-ZPO/Becker-Eberhard, 4. Aufl., § 265 Rn. 18); denn Ziel des § 265 ZPO ist - neben dem Schutz des wechselseitigen Interesses der Parteien daran, den Prozess mit derjenigen Partei zu Ende zu führen, mit der er begonnen wurde (vgl. BGH, Urteil vom 13. März 1997 - I ZR 215/94, NJW 1998, 156, 158) - die Vermeidung unnötiger Doppelprozesse (…MünchKomm-ZPO/Becker-Eberhard, aaO Rn. 3).
BGH, 22.02.2008 - V ZR 87/07
BGH, 22.02.2008 - V ZR 88/07
OLG Hamburg, 13.04.2000 - 3 U 285/98
Rechtsnatur eines Tankstellenverwaltervertrages; Vereinbarung einer Bezugsbindung
OLG Oldenburg, 03.02.1998 - 5 U 88/97
Kündigung, Kündigung, außerordentliche, Kündigungsfrist, Kündigung, fristlose, …
BGH, 15.11.2001 - I ZR 75/99
OLG München, 21.02.2000 - 7 W 2013/98
Zustimmung des streitgenössischen Nebenintervenienten zur Erledigungserklärung
LAG München, 15.03.2007 - 4 Sa 54/07
OLG Frankfurt, 15.08.2003 - 2 U 139/02
Berufungsentscheidung: Teilversäumnis- und Teilurteil gegen den säumigen …
OLG Köln, 30.10.2015 - 19 U 52/15
GÜ bezahlt und Mängelansprüche verjährt: Keine Aufrechnung mit …

References: § 138
 § 240
 § 265
 § 138
 § 555
 § 240
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 § 265
 § 265