Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BFH/NV%201998,%20592
Timestamp: 2020-04-01 12:23:55+00:00

Document:
Rechtsprechung: BFH/NV 1998, 592 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BFH, 20.10.1997
https://dejure.org/1997,4707
BFH, 19.09.1997 - VI R 273/94 (https://dejure.org/1997,4707)
BFH, Entscheidung vom 19.09.1997 - VI R 273/94 (https://dejure.org/1997,4707)
BFH, Entscheidung vom 19. September 1997 - VI R 273/94 (https://dejure.org/1997,4707)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1997,4707) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Schutz eines Betroffenen bei unterbliebener oder unrichtiger Belehrung über eine einzuhaltende Frist
AO § 119, BGB § 133
FG Nürnberg, 20.04.1994 - VI 156/92
BFH/NV 1998, 592
Dieser Antrag ist rechtzeitig gestellt worden, weil die der Klägerin zu dieser Vorschrift erteilte Rechtsbehelfsbelehrung unzutreffend war (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 19. September 1997 VI R 273/94, BFH/NV 1998, 592).
BFH, 12.03.2003 - X R 33/00
Die Überschreitung der Monatsfrist des § 68 Satz 2 der Finanzgerichtsordnung in der vor dem 1. Januar 2001 geltenden Fassung (FGO a.F.) sei unbeachtlich, weil die dem Änderungsbescheid beigefügte Rechtsbehelfsbelehrung irreführend und unzutreffend sei (s. BFH-Urteil vom 19. September 1997 VI R 273/94, BFH/NV 1998, 592).
Zur näheren Begründung verweist der erkennende Senat zwecks Vermeidung von Wiederholungen auf die zutreffenden Erwägungen in dem einen vergleichbaren Sachverhalt betreffenden BFH-Urteil in BFH/NV 1998, 592 (unter 1. der Gründe, m.w.N.).
Es galt also nicht etwa in Analogie zu § 356 Abs. 2 AO 1977 und § 55 Abs. 2 FGO (s. dazu: BFH-Urteile vom 24. Januar 1995 IX R 22/94, BFHE 176, 315, BStBl II 1995, 328;… vom 17. April 1996 X R 98/95, BFH/NV 1996, 900, und vom 19. September 1997 VI R 273/94, BFH/NV 1998, 592;… Gräber, a.a.O., § 68 Rz. 6) eine Jahresfrist, sondern die in § 68 Satz 2 FGO bestimmte Monatsfrist.
Denn es wäre der Eindruck erweckt worden, die Klägerin könne untätig bleiben, ohne Rechtsnachteile befürchten zu müssen (BFH-Urteil vom 19. September 1997 VI R 273/94, Deutsches Steuerrecht Entscheidungsdienst --DStRE-- 1998, 374).
Denn es wäre damit der Eindruck erweckt worden, der Kläger könne untätig bleiben, ohne Rechtsnachteile befürchten zu müssen (BFH-Urteil vom vom 1. März 2000, Az: VI R 32/99, BFH/NV 2000, 1083 und BFH-Urteil vom 19. September 1997 VI R 273/94, BFH/NV 1998, 592).
https://dejure.org/1997,6840
BFH, 20.10.1997 - V B 80/97 (https://dejure.org/1997,6840)
BFH, Entscheidung vom 20.10.1997 - V B 80/97 (https://dejure.org/1997,6840)
BFH, Entscheidung vom 20. Januar 1997 - V B 80/97 (https://dejure.org/1997,6840)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1997,6840) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Nach Aufhebung dieser Entscheidung durch den BFH (Beschluss vom 20. Oktober 1997 V B 80/97, BFH/NV 1998, 592) hat das FG im zweiten Rechtsgang die (zweite) Klage nach Rücknahme der ersten Klage für zulässig gehalten (Urteil vom 21. Februar 2001 II 1384/98, EFG 2001, 662).
Eine solche Anregung oder Anfrage kann die Annahme von Befangenheit ausnahmsweise nur dann nahe legen, wenn sie erkennen lässt, es sei dem Richter an einer Beendigung des Verfahrens "um jeden Preis" gelegen und wenn Zweifel aufkommen, ob der Richter weiterhin Gründen gegen seine eigene Rechtsauffassung überhaupt noch zugänglich ist (vgl. BFH-Beschlüsse vom 4. Juli 1985 V B 3/85, BFHE 144, 144, BStBl II 1985, 555; vom 20. Oktober 1997 V B 80/97, BFH/NV 1998, 592; ferner vom 5. März 1971 VI B 64/70, BFHE 102, 10, BStBl II 1971, 527).
BFH, 24.09.1998 - V R 82/97
Diesen Beschluß hob der Bundesfinanzhof (BFH) mit Beschluß vom 20. Oktober 1997 V B 80/97 (BFH/NV 1998, 592) auf und erklärte die Ablehnung des Richters für begründet.
Aufgrund des Senatsbeschlusses in BFH/NV 1998, 592 hat das Ablehnungsgesuch der Klägerin gegen den Berichterstatter des FG Erfolg gehabt.
Der Beschluß des Senats vom 20. Oktober 1997 V B 80/97 ist der Klägerin am 20. November 1997 zugestellt worden.
BFH, 27.03.2001 - I B 25/00
So kann es sich gerade auch dann verhalten, wenn ein Richter mit eindeutiger Gewissheit von der Unzulässigkeit der Klage ausgeht (vgl. z.B. Beschlüsse des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 4. Juli 1985 V B 3/85, BFHE 144, 144, BStBl II 1985, 555;… vom 9. Dezember 1987 III B 40/86, BFH/NV 1988, 251;… vom 29. April 1988 VI B 47/87, BFH/NV 1988, 794; vom 20. Oktober 1997 V B 80/97, BFH/NV 1998, 592).
Dass ein Richter während einer mündlichen Verhandlung seine Rechtsauffassung --ungeachtet dessen, ob dieser zu folgen ist oder nicht-- klar äußert, ist nicht nur unschädlich, vielmehr in einem offenen Rechtsgespräch mit den Beteiligten erwünscht (vgl. BFH-Beschlüsse in BFHE 144, 144, BStBl II 1985, 555;… in BFH/NV 1988, 251; in BFH/NV 1998, 592).
Er darf dies nur nicht in einer Art und Weise tun, die befürchten lässt, dass er das weitere Verfahren nicht nur vorläufig, sondern endgültig beurteilen werde (…BFH-Beschlüsse in BFH/NV 1988, 794; in BFH/NV 1998, 592).
Die gebotene Auslegung (vgl. BFH, Beschluss vom 20. Oktober 1997 - V B 80/97, BFH/NV 1998, 592, juris-Rz. 22) ergibt aufgrund des identischen Klageantrags und Streitgegenstands, dass es sich in der Sache um eine einheitliche Klage handelt, auch wenn die Klägerin zwei als "Klageschriften" bezeichnete Schriftsätze eingereicht hat.

References: § 119
 § 133
 § 68
 § 356
 § 55
 § 68
 § 68