Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=LSG%20Th%C3%BCringen&Datum=06.03.2008&Aktenzeichen=L%206%20B%20198/07
Timestamp: 2020-02-26 00:36:37+00:00

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LSG Thüringen, 06.03.2008 - L 6 B 198/07 SF - dejure.org
LSG Thüringen, 06.03.2008 - L 6 B 198/07 SF
https://dejure.org/2008,4226
LSG Thüringen, 06.03.2008 - L 6 B 198/07 SF (https://dejure.org/2008,4226)
LSG Thüringen, Entscheidung vom 06.03.2008 - L 6 B 198/07 SF (https://dejure.org/2008,4226)
LSG Thüringen, Entscheidung vom 06. März 2008 - L 6 B 198/07 SF (https://dejure.org/2008,4226)
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Höhe der Rechtsanwaltsgebühren für ein Verfahren auf Gewährung von vorläufigem Rechtsschutz vor dem Sozialgericht bei unterdurchschnittlichem Umfang und Schwierigkeit der anwaltlichen Tätigkeit
SG Gotha, 10.09.2007 - S 29 SF 154/07
LSG Thüringen, 24.11.2010 - L 6 SF 653/10
Vergütung von Rechtsanwälten im sozialgerichtlichen Verfahren; Anwendbarkeit des …
Anzuwenden sei hier der Gebührenrahmen der Nr. 3103 VV RVG, der nach dem Beschluss des erkennenden Senats vom 6. März 2008 - Az.: L 6 B 198/07 SF auch in Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes gerechtfertigt sei.
Wie der Senat bereits entschieden hat (vgl. Beschluss vom 6. März 2008 - Az.: L 6 B 198/07 SF) findet die Sondervorschrift auch für die Gebühren eines Verfahrens des einstweiligen Rechtsschutzes nach § 86b SGG Anwendung.
Der Wortlaut setzt nicht voraus, dass es sich um "denselben Streitgegenstand" handelt, vielmehr ist die Tätigkeit in dem zeitlich früheren Widerspruchsverfahren ausreichend (vgl. Senatsbeschluss vom 6. März 2008 - Az.: L 6 B 198/07 SF).
Dass zusätzlich der Anordnungsgrund glaubhaft gemacht werden muss, steht dem nicht entgegen; dieser Aufwand tritt übli-cherweise gegenüber dem Aufwand für die Begründung des Anordnungsanspruchs erheblich zurück (vgl. Senatsbeschluss vom 6. März 2008 - Az.: L 6 B 198/07 SF).
Der 6. Senat des LSG Thüringen sieht bei einer Terminsdauer von 70 Minuten den Umfang der anwaltlichen Tätigkeit noch an der oberen Grenze eines durchschnittlichen Umfangs (LSG Thüringen, Beschluss vom 6. März 2008, L 6 B 198/07 SF, juris Rn. 29).
Zur Begründung hat es unter Hinweis auf den Beschluss des erkennenden Senats vom 6. März 2008 (Az.: L 6 B 198/07 SF) ausgeführt, die Nr. 3103 VV RVG sei auch für das hier gegenständliche Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes einschlägig, weil der Beschwerdeführer im Widerspruchsverfahren tätig geworden sei.
Wie der Senat bereits entschieden hat (vgl. Beschlüsse vom 24. November 2010 - Az.: L 6 SF 653/10 B und 6. März 2008 - Az.: L 6 B 198/07 SF), findet die Sondervorschrift auch für die Gebühren eines Verfahrens des einstweiligen Rechtsschutzes nach § 86b SGG Anwendung.
Wie der Senat bereits entschieden hat, ist es nach dem Wortlaut der Vorschrift nicht erforderlich, dass es sich bei beiden Verfahren um "denselben Streitgegenstand" handelt; eine Tätigkeit in einem zeitlich früheren Widerspruchsverfahren ist ausreichend (vgl. Beschluss vom 6. März 2008 - Az.: L 6 B 198/07 SF).
Die Dauer des Termins von ca. 30 Minuten liegt zwar deutlich unter dem vom LSG Schleswig-Holstein (Beschluss vom 12. September 2006, L 1 B 329/SF SK, erwähnt im Beschluss des LSG Thüringen vom 6. März 2008 - L 6 B 198/07 SF) ermittelten Durchschnittswert einer Terminsdauer von circa 50 Minuten.
Insbesondere ist es zur Überzeugung des Senats auch nicht notwendig, dass ein vorausgegangenes Verwaltungsverfahren abgeschlossen ist (offen gelassen vom Thüringischen LSG, Beschluss vom 06.03.2008 - L 6 B 198/07 SF - ablehnend SG Marburg, Beschluss vom 16.06.2008 - S 8 AS 17/07 ER -) oder das Verwaltungs- bzw. Widerspruchsverfahren in ein Klageverfahren eingemündet sein muss.
Dieser Gesichtspunkt trifft nicht nur auf Klageverfahren, sondern auch auf Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes zu, und zwar auch auf solche nach § 86 b Abs. 2 SGG (vgl. Thüringischen LSG, Beschluss vom 06.03.2008 - L 6 B 198/07 SF- mit weiteren Nachweisen;… für eine eingeschränkte Anwendbarkeit der Kostenziffer 3103 VV RVG nur bei vorläufigen Rechtschutzverfahren, in denen der Bevollmächtigte zuvor in einem behördlichen Eilverfahren nach § 86 a Abs. 3 SGG tätig war, wohl Müller-Rabe, in: Gerold/Schmidt/Müller-Rabe, RVG-Kommentar, 18. Aufl. 2008, 3103 VV RVG, Rn. 4).
Dies führt entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin nicht zu einer schematischen Erhöhung der Verfahrens-, Termins- und Einigungsgebühren "für zusätzliche Verfahren", denn dies widerspricht dem Grundgedanken des § 14 RVG und der Kompensationstheorie (vgl. Senatsbeschluss vom 6. März 2008 - L 6 B 198/07 SF;… Mayer in Gerold/Schmidt, RVG, 19. Auflage 2010, § 14 RVG Rdnr. 11).
SG Berlin, 10.06.2009 - S 165 SF 601/09
Einem Verfahren im einstweiligen Rechtsschutz geht regelmäßig ein Verwaltungs- oder Vorverfahren nicht voraus, zumindest ist dies keine zwingende Prozessvoraussetzung, weshalb schon der Wortlaut der Nr. 3103 VV RVG der Auslegung, bspw. durch das LSG Thüringen, Beschluss vom 06.03.2008, L 6 B 198/07 SF nicht entspricht.".
Bei der Beurteilung des Umfangs der anwaltlichen Tätigkeit ist der im gesamten Verfahren aufgewendete Arbeits- und Zeitaufwand zu würdigen, nicht nur der Arbeits- und Zeitaufwand nach dem Wirksamwerden der Beiordnung (…LSG Nordrhein-Westfalen vom 24.09.2008, L 19 B 21/08 AS, juris Rn. 29; OLG Oldenburg, 12.02.2007, 6 W 165/06; im Ergebnis auch LSG Thüringen vom 06.03.2008, L 6 B 198/07 SF).
LSG Thüringen, 16.08.2018 - L 1 SF 1493/16
SG Berlin, 06.08.2010 - S 180 SF 1761/09
Sozialgerichtliches Verfahren - Rechtsanwaltsvergütung - Eilverfahren - …
SG Berlin, 27.01.2010 - S 165 SF 2027/09
Sozialgerichtliches Verfahren - Rechtsanwaltsvergütung - durchscnittliche Dauer …
SG Berlin, 20.01.2010 - S 165 SF 2217/09
SG Berlin, 22.02.2010 - S 165 SF 949/09
Sozialgerichtliches Verfahren - anwaltliche Vergütung im Verfahren auf …

References: § 86
 § 86
 § 86
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 § 14
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