CELEX: 21983A1109(01)
Language: de
Date: 1983-09-26 00:00:00
Title: Internationales Kaffee-Übereinkommen von 1983

Avis juridique important

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21983A1109(01)

Internationales Kaffee-Übereinkommen von 1983  

Amtsblatt Nr. L 308 vom 09/11/1983 S. 0004 Spanische Sonderausgabe: Kapitel 11 Band 18 S. 0297  Portugiesische Sonderausgabe: Kapitel 11 Band 18 S. 0297 

++++  INTERNATIONALES KAFFEE-ÜBEREINKOMMEN VON 1983  PRÄAMBEL  DIE VERTRAGSREGIERUNGEN DIESES ÜBEREINKOMMEN  in Anerkennung der aussergewöhnlichen Bedeutung des Kaffees für die Wirtschaft vieler Länder , deren Ausfuhrerlöse - und damit die Fortführung ihrer Entwicklungsprogramme auf sozialem und wirtschaftlichem Gebiet - weitgehend von diesem Erzeugnis abhängig sind ,  in der Erwägung , daß eine enge internationale Zusammenarbeit im Bereich des Kaffeehandels die Diversifizierung und Entwicklung der Wirtschaft der Kaffee-Erzeugerländer fördern , die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Erzeugern und Verbrauchern verbessern und eine Steigerung des Kaffeeverbrauchs herbeiführen wird ,  in Anerkennung der Tatsache , daß es wünschenswert ist , ein Mißverhältnis zwischen Erzeugung und Verbrauch zu vermeiden , das zu ausgeprägten Preisschwankungen zum Nachteil sowohl der Erzeuger als auch der Verbraucher führen kann ,  in der Überzeugung , daß internationale Maßnahmen dazu beitragen können , die Auswirkungen eines solchen Mißverhältnisses auszugleichen und den Erzeugern durch angemessene Preise ausreichende Erlöse zu sichern ,  in Anbetracht der Vorteile , die aus der internationalen Zusammenarbeit aufgrund der Anwendung der internationalen Kaffee-Übereinkommen von 1962 , 1968 und 1976 erwachsen sind -  SIND WIE FOLGT ÜBEREINGEKOMMEN :  KAPITEL I  ZIELSETZUNG  Artikel 1  Zielsetzung  Ziel dieses Übereinkommens ist es ,  1 . einen vernünftigen Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage in der Welt zu erzielen , der den Verbrauchern eine ausreichende Versorgung mit Kaffee zu gerechten Preisen und den Erzeugern den Absatz von Kaffee zu angemessenen Preisen sichert und auf lange Sicht zu einem Gleichgewicht zwischen Erzeugung und Verbrauch führt ;  2 . übermässige Schwankungen bei Angebot , Vorräten und Preisen in der Welt zu vermeiden , die sowohl für die Erzeuger als auch für die Verbraucher schädlich sind ;  3 . zur Entwicklung der Produktivkräfte sowie zur Förderung und Aufrechterhaltung der Beschäftigung und der Einkünfte in den Mitgliedsländern beizutragen und dadurch gerechte Löhne , einen höheren Lebensstandard und bessere Arbeitsbedingungen herbeizuführen ;  4 . die Kaufkraft der Kaffee-Ausfuhrländer dadurch zu erhöhen , daß die Preise im Einklang mit Absatz 1 gehalten werden und der Verbrauch gesteigert wird ;  5 . den Kaffeeverbrauch auf jede mögliche Weise zu fördern und zu steigern ;  6 . angesichts der Beziehungen zwischen Kaffeehandel und wirtschaftlicher Stabilität der Märkte für industrielle Erzeugnisse die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Welt-Kaffeeprobleme allgemein zu fördern .  Artikel 2  Allgemeine Verpflichtungen der Mitglieder   ( 1 ) Die Mitglieder verpflichten sich , ihre Handelspolitik so zu betreiben , daß die in Artikel 1 genannten Ziele erreicht werden können . Sie verpflichten sich ferner , diese Ziele durch strikte Erfuellung der Pflichten aus dem Übereikommen und Einhaltung seiner Bestimmungen zu verwirklichen .   ( 2 ) Die Mitglieder erkennen die Notwendigkeit an , Maßnahmen zu beschließen , welche die Preise auf einem Niveau halten , das den Erzeugern eine angemessene Vergütung sichert , und sorgen dafür , daß die Kaffeepreise für die Verbraucher eine wünschenswerte Steigerung des Verbrauchs nicht behindern . Wenn diese Ziele erreicht werden , treffen die Mitglieder keine mehrseitigen Maßnahmen , die den Kaffeepreis berühren könnten .   ( 3 ) Die Ausfuhrmitglieder verpflichten sich , keine staatlichen Maßnahmen zu treffen oder aufrechtzuerhalten , die den Verkauf von Kaffee an Nichtmitglieder zu günstigeren Handelsbedingungen ermöglichen würden , als sie unter Berücksichtigung der üblichen Handelsgepflogenheiten den Einfuhrmitgliedern zur gleichen Zeit einzuräumen bereit sind .   ( 4 ) Der Rat prüft in regelmässigen Abständen die Einhaltung des Absatzes 3 und kann die Mitglieder auffordern , entsprechende Angaben nach Artikel 53 zur Verfügung zu stellen .   ( 5 ) Die Mitglieder erkennen an , daß Ursprungszeugnisse eine wichtige Quelle der Information über den Kaffeehandel darstellen . Während der Zeiten , in denen die Quoten ausgesetzt sind , obliegt es den Ausfuhrmitgliedern , die korrekte Verwendung der Ursprungszeugnisse zu gewährleisten . Obwohl die Einfuhrmitglieder nicht verpflichtet sind zu verlangen , daß die Kaffeelieferungen von Ursprungszeugnissen begleitet werden , solange keine Quoten in Kraft sind , arbeiten sie mit der Organisation bei der Sammlung und Nachprüfung der Zeugnisse für Kaffeesendungen aus den Ausfuhr-Mitgliedsländern uneingeschränkt zusammen , um zu gewährleisten , daß allen Mitgliedern ein Hoechstmaß an Informationen zur Verfügung steht .  KAPITEL II  BEGRIFFSBESTIMMUNGEN  Artikel 3  Begriffsbestimmungen  Im Sinne dieses Übereinkommens  1 . bedeutet " Kaffee " die Bohnen und Kirschen des Kaffeestrauchs , gleichgültig , ob nicht enthülst oder enthülst , roh oder geröstet , und einschließlich des gemahlenen , entkoffeinierten , fluessigen und löslichen Kaffees . Diese Begriffe haben folgende Bedeutung :  a ) als " Rohkaffee " wird jeglicher Kaffee in der Form einer blossen Bohne vor dem Rösten bezeichnet ;  b ) als " getrocknete Kaffeekirschen " werden die getrockneten Früchte des Kaffeestrauchs bezeichnet ; um den Gegenwert der getrockneten Kaffeekirschen zum Rohkaffee festzustellen , ist das Nettogewicht der getrockneten Kaffeekirschen mit 0,5 zu multiplizieren ;  c ) als " nichtenthülster Kaffee " wird die grüne Kaffeebohne in der Pergamenthülse bezeichnet ; um den Gegenwert des nichtenthülsten Kaffees zum Rohkaffee festzustellen , ist das Nettogewicht des nichtenthülsten Kaffees mit 0,8 zu multiplizieren ;  d ) als " Röstkaffee " wird schwach bis stark gerösteter Rohkaffee einschließlich des gemahlenen Kaffees bezeichnet ; um den Gegenwert des Röstkaffees zum Rohkaffee festzustellen , ist das Nettogewicht des Röstkaffees mit 1,19 zu multiplizieren ;  e ) als " entkoffeinierter Kaffee " wird roher , gerösteter oder löslicher Kaffee bezeichnet , dem Koffein entzogen ist ; um den Gegenwert des entkoffeinierten Kaffees zum Rohkaffee festzustellen , ist das Nettogewicht des entkoffeinierten Kaffees in roher , gerösteter oder löslicher Form mit 1 , 1,19 bzw . 2,6 zu multiplizieren ;  f ) als " fluessiger Kaffee " werden die wasserlöslichen festen Bestandteile bezeichnet , die aus Röstkaffee gewonnen und in fluessige Form gebracht sind ; um den Gegenwert des fluessigen Kaffees zum Rohkaffee festzustellen , ist das Nettogewicht der im fluessigen Kaffee enthaltenen getrockneten festen Kaffeebestandteile mit 2,6 zu multiplizieren , und  g ) als " löslicher Kaffee " werden die aus Röstkaffee gewonnenen getrockneten wasserlöslichen festen Bestandteile bezeichnet ; um den Gegenwert des löslichen Kaffees zum Rohkaffee festzustellen , ist das Nettogewicht des löslichen Kaffees mit 2,6 zu multiplizieren ;  2 . bedeutet " Sack " 60 kg oder 132,276 englische Pfund Rohkaffee , " Tonne " eine metrische Tonne von 1 000 kg oder 2 204,6 englische Pfund und " englische Pfund " = 453,597 Gramm ;  3 . bedeutet " Kaffeejahr " den Zeitabschnitt eines Jahres , gerechnet vom 1 . Oktober bis 30 . September ;  4 . bedeuten " Organisation " , " Rat " und " Direktorium " die Internationale Kaffee-Organisation , den Internationalen Kaffeerat und das Exekutivdirektorium ;  5 . bedeutet " Mitglied " eine Vertragspartei einschließlich einer zwischenstaatlichen Organisation nach Artikel 4 Absatz 3 , ein oder mehrere bezeichnete Hoheitsgebiete , für die eine getrennte Mitgliedschaft nach Artikel 5 erklärt worden ist , oder zwei oder mehr Vertragsparteien oder bezeichnete Hoheitsgebiete , die sich nach Artikel 6 oder 7 als Mitgliedergruppe an der Organisation beteiligen ;  6 . bedeutet " Ausfuhrmitglied " oder  " Ausfuhrland " ein Mitglied oder Land , das Reinexporteur von Kaffee ist , d.h . ein Mitglied oder Land , dessen Ausfuhren die Einfuhren übersteigen ;  7 . bedeutet " Einfuhrmitglied " oder " Einfuhrland " ein Mitglied oder Land , das Reinimporteur von Kaffee ist , d.h . ein Mitglied oder Land , dessen Einfuhren die Ausfuhren übersteigen ;  8 . bedeutet " Erzeugermitglied " oder " Erzeugerland " ein Mitglied oder Land , das Kaffee in wirtschaftlich bedeutenden Mengen erzeugt ;  9 . bedeutet " beiderseitige einfache Mehrheit " die Mehrheit der von den anwesenden und abstimmenden Ausfuhrmitgliedern und die Mehrheit der von den anwesenden und abstimmenden Einfuhrmitgliedern abgegebenen und getrennt gezählten Stimmen ;  10 . bedeutet " beiderseitige Zweidrittelmehrheit " die Zweidrittelmehrheit der von den anwesenden und abstimmenden Ausfuhrmitgliedern und die Zweidrittelmehrheit der von den anwesenden und abstimmenden Einfuhrmitgliedern abgegebenen und getrennt gezählten Stimmen ;  11 . bedeutet " Inkrafttreten " , sofern nichts anderes bestimmt ist , den Zeitpunkt , zu dem dieses Übereinkommen entweder vorläufig oder endgültig in Kraft tritt ;  12 . bedeutet " ausführbare Erzeugung " die gesamte Kaffee-Erzeugung eines Ausfuhrlands in einem Kaffee - oder Erntejahr abzueglich der in diesem Jahr für den Inlandsverbrauch bestimmten Mengen ;  13 . bedeutet " verfügbare Ausfuhrmenge " die ausführbare Erzeugung eines Ausfuhrlands in einem Kaffeejahr zuzueglich der angesammelten Vorräte aus früheren Jahren ;  14 . bedeutet " zustehende Ausfuhrmenge " die gesamte Kaffeemenge , die ein Mitglied nach den einzelnen Bestimmungen dieses Übereinkommens ausführen darf , jedoch ausschließlich der Ausfuhren , die nach Artikel 44 nicht auf die Quoten angerechnet werden ;  15 . bedeutet " Fehlmenge " die Menge , um welche die jährlich zustehende Ausfuhrmenge eines Ausfuhrmitglieds in einem bestimmten Kaffeejahr die innerhalb der ersten sechs Monate des Kaffeejahrs festgelegte Kaffeemenge überschreitet ,  a ) die dem Mitglied für die Ausfuhr zur Verfügung steht und die auf der Grundlage der Vorräte und der vorausgeschätzten Ernte errechnet wird oder  b ) die das Mitglied nach seinen Angaben in dem betreffenden Kaffeejahr nach Quotenmärkten auszuführen beabsichtigt ;  16 . bedeutet " Minderlieferung " die Differenz zwischen der jährlich zustehenden Ausfuhrmenge eines Ausfuhrmitglieds in einem bestimmten Kaffeejahr und der Kaffeemenge , die dieses Mitglied in diesem Kaffeejahr nach Quotenmärkten ausgeführt hat , sofern es sich bei dieser Differenz nicht um eine " Fehlmenge " im Sinne der Nummer 15 handelt .  KAPITEL III  MITGLIEDSCHAFT  Artikel 4  Mitgliedschaft in der Organisation   ( 1 ) Jede Vertragspartei , mit denjenigen Hoheitsgebieten , auf die sich dieses Übereinkommen nach Artikel 64 Absatz 1 erstreckt , bildet ein Einzelmitglied der Organisation , soweit in den Artikeln 5 , 6 und 7 nichts anderes bestimmt ist .   ( 2 ) Ein Mitglied kann seine Mitgliederkategorie unter mit dem Rat zu vereinbarenden Bedingungen wechseln .   ( 3 ) Eine Bezugnahme in diesem Übereinkommen auf eine Regierung ist so auszulegen , als umfasse sie eine Bezugnahme auf die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft oder jede zwischenstaatliche Organisation mit ähnlichen Aufgaben hinsichtlich der Aushandlung , des Abschlusses und der Anwendung internationaler Übereinkünfte , insbesondere von Grundstoffübereinkünften .   ( 4 ) Eine solche zwischenstaatliche Organisation hat selbst keine Stimmen ; bei einer Abstimmung über in ihre Zuständigkeit fallende Angelegenheiten ist sie jedoch berechtigt , die Stimmen ihrer Mitgliedstaaten gemeinsam abzugeben . In derartigen Fällen sind die Mitgliedstaaten der zwischenstaatlichen Organisation nicht berechtigt , ihr Einzelstimmrecht auszuüben .   ( 5 ) Artikel 16 Absatz 1 findet keine Anwendung auf eine solche zwischenstaatliche Organisation ; diese kann jedoch an Erörterungen über in ihre Zuständigkeit fallende Angelegenheiten durch das Exekutivdirektorium teilnehmen . Bei einer Abstimmung über in ihre Zuständigkeit fallende Angelegenheiten werden ungeachtet des Artikels 19 Absatz 1 die Stimmen , die ihre Mitgliedstaaten im Exekutivdirektorium abgeben können , gemeinsam von einem dieser Mitgliedstaaten abgegeben .  Artikel 5  Getrennte Mitgliedschaft bezeichneter Hoheitsgebiete  Jede Vertragspartei , die Reinimporteur von Kaffee ist , kann jederzeit durch eine entsprechende Notifikation nach Artikel 64 Absatz 2 erklären , daß sie sich für ein von ihr bezeichnetes Hoheitsgebiet , für dessen internationale Beziehungen sie verantwortlich ist und das Reinexporteur von Kaffee ist , getrennt an der Organisation beteiligt . In diesem Fall haben das Mutterland und seine nicht bezeichneten Hoheitsgebiete eine Einzelmitgliedschaft , während die bezeichneten Hoheitsgebiete entweder einzeln oder zusammen entsprechend der Notifikation getrennte Mitgliedschaft besitzen .  Artikel 6  Gruppenmitgliedschaft bei Eintritt in die Organisation   ( 1 ) Zwei oder mehr Vertragsparteien , die Reinexporteure von Kaffee sind , können durch eine bei Hinterlegung ihrer Genehmigungs - , Ratifikations - , Annahme - oder Beitrittsurkunde an den Rat sowie an den Generalsekretär der Vereinten Nationen gerichtete entsprechende Notifikation erklären , daß sie der Organisation als Mitgliedergruppe beitreten . Ein Hoheitsgebiet , auf welches dieses Übereinkommen nach Artikel 64 Absatz 1 erstreckt wird , kann einer solchen Mitgliedergruppe angehören , wenn die Regierung des für seine internationalen Beziehungen verantwortlichen Staates eine entsprechende Notifikation nach Artikel 64 Absatz 2 abgegeben hat . Diese Vertragsparteien und bezeichneten Hoheitsgebiete müssen folgende Voraussetzungen erfuellen :  a ) Sie müssen sich bereit erklären , die Verantwortung für die Pflichten der Gruppe sowohl einzeln als auch als Gruppe zu übernehmen , und  b ) sie müssen sodann dem Rat ausreichenden Nachweis darüber erbringen ,  i ) daß die Gruppe über die zur Durchführung einer gemeinsamen Kaffeepolitik notwendige Organisation verfügt und daß sie in der Lage sind , zusammen mit den anderen Gruppenangehörigen ihren Verpflichtungen aus diesem Übereinkommen nachzukommen , und  ii ) daß sie entweder bereits in einem früheren Internationalen Kaffee-Übereinkommen als Gruppe anerkannt worden sind oder  iii ) daß sie eine gemeinsame oder koordinierte Handels - und Wirtschaftspolitik in bezug auf Kaffee und eine koordinierte Währungs - und Finanzpolitik verfolgen sowie über die notwendigen Organe zur Durchführung dieser Politik verfügen , so daß der Rat die Überzeugung gewinnt , daß die Mitgliedergruppe die sich daraus ergebenden Gruppenverpflichtungen erfuellen kann .   ( 2 ) Die Mitgliedergruppe stellt ein Einzelmitglied der Organisation dar ; jedoch wird jeder einzelne Gruppenangehörige in bezug auf Angelegenheiten , die sich aus folgenden Bestimmungen ergeben , als Einzelmitglied behandelt :  a ) Artikel 11 und 12 und Artikel 20 Absatz 1 ;  b ) Artikel 50 und 51 sowie  c ) Artikel 67 .   ( 3 ) Die Vertragsparteien und bezeichneten Hoheitsgebiete , die als Mitgliedergruppe beitreten , bestimmen die Regierung oder Organisation , die sie im Rat in den Angelegenheiten dieses Übereinkommens mit Ausnahme der in Absatz 2 angegebenen vertritt .   ( 4 ) Die Mitgliedergruppe hat folgendes Stimmrecht :  a ) Die Gruppe hat dieselbe Anzahl Grundstimmen wie ein Mitgliedsland , das der Organisation einzeln beitritt . Diese Grundstimmen werden der Regierung oder Organisation , welche die Gruppe vertritt , zuerkannt und von ihr abgegeben ;  b ) bei einer Abstimmung über Angelegenheiten , die sich aus den in Absatz 2 genannten Bestimmungen ergeben , können die Angehörigen der Mitgliedergruppe das ihnen nach Artikel 13 Absätze 3 und 4 zuerkannte Stimmrecht einzeln so ausüben , als seien sie Einzelmitglieder der Organisation ; jedoch werden die Grundstimmen weiterhin nur der die Gruppe vertretenden Regierung oder Organisation zuerkannt .   ( 5 ) Jede Vertragspartei und jedes bezeichnete Hoheitsgebiet , die oder das einer Mitgliedergruppe angehört , kann durch eine an den Rat gerichtete Notifikation aus der Gruppe austreten und zu einem gesonderten Mitglied werden . Der Austritt wird mit dem Eingang der Notifikation beim Rat wirksam . Tritt ein Angehöriger einer Mitgliedergruppe aus dieser Gruppe aus oder scheidet er von der Teilnahme an der Organisation aus , so können die übrigen Gruppenangehörigen beim Rat die Beibehaltung der Gruppe beantragen ; die Gruppe besteht fort , sofern nicht der Rat den Antrag ablehnt . Wird die Mitgliedergruppe aufgelöst , so wird jeder frühere Gruppenangehörige zu einem gesonderten Mitglied . Ein Mitglied , dessen Gruppenzugehörigkeit beendet ist , kann sich während der Geltungsdauer dieses Übereinkommens nicht wieder einer Gruppe anschließen .  Artikel 7  Nachträgliche Gruppenmitgliedschaft  Zwei oder mehr Ausfuhrmitglieder können jederzeit , nachdem dieses Übereinkommen in Kraft getreten ist , beim Rat die Bildung einer Mitgliedergruppe beantragen . Der Rat genehmigt den Antrag , wenn er feststellt , daß die Mitglieder nach Artikel 6 Absatz 1 eine Erklärung abgegeben und ausreichenden Nachweis erbracht haben . Nach erteilter Genehmigung ist Artikel 6 Absätze 2 , 3 , 4 und 5 auf die Mitgliedergruppe anwendbar .  KAPITEL IV  ORGANISATION UND VERWALTUNG  Artikel 8  Sitz und Aufbau der Internationalen Kaffee-Organisation   ( 1 ) Die nach dem Übereinkommen von 1962 gegründete Internationale Kaffee-Organisation besteht zur Durchführung dieses Übereinkommens und zur Überwachung seiner Anwendung fort .   ( 2 ) Sitz der Organisation ist London , es sei denn , daß der Rat mit beiderseitiger Zweidrittelmehrheit etwas anderes beschließt .   ( 3 ) Die Organisation übt ihre Funktionen durch den Internationalen Kaffeerat , das Exekutivdirektorium , den Exekutivdirektor und das Personal aus .  Artikel 9  Zusammensetzung des Internationalen Kaffeerats   ( 1 ) Der Internationale Kaffeerat , der sich aus allen Mitgliedern der Organisation zusammensetzt , ist die höchste Instanz der Organisation .   ( 2 ) Jedes Mitglied ernennt einen Delegierten im Rat und gegebenenfalls einen oder mehrere Stellvertreter . Ein Mitglied kann ferner einen oder mehrere Berater für seinen Delegierten oder seine Stellvertreter benennen .  Artikel 10  Befugnisse und Aufgaben des Rates   ( 1 ) Alle durch dieses Übereinkommen besonders erteilten Befugnisse liegen beim Rat , der die zur Durchführung des Übereinkommens notwendigen Befugnisse und Aufgaben hat .   ( 2 ) Der Rat legt mit beiderseitiger Zweidrittelmehrheit die zur Durchführung dieses Übereinkommens notwendigen und mit diesem in Einklang stehenden Vorschriften und Regelungen fest , einschließlich seiner Geschäftsordnung und der Finanz - und Personalvorschriften der Organisation . Der Rat kann in seiner Geschäftsordnung Möglichkeiten vorsehen , wonach er bestimmte Fragen ohne Sitzung entscheiden kann .   ( 3 ) Der Rat führt ausserdem die Akten , die zur Wahrnehmung seiner Aufgaben nach diesem Übereinkommen erforderlich sind , sowie alle sonstigen Akten , die er für zweckdienlich hält .  Artikel 11  Wahl des Vorsitzenden und der stellvertretenden Vorsitzenden des Rates   ( 1 ) Der Rat wählt für jedes Kaffeejahr einen Vorsitzenden sowie einen ersten , zweiten und dritten stellvertretenden Vorsitzenden .   ( 2 ) Grundsätzlich werden der Vorsitzende und der erste stellvertretende Vorsitzende entweder aus den Vertretern der Ausfuhrmitglieder oder aus den Vertretern der Einfuhrmitglieder , der zweite und dritte stellvertretende Vorsitzende aus den Vertretern der anderen Mitgliederkategorie gewählt . Die Besetzung dieser Amter wechselt in jedem Kaffeejahr zwischen den beiden Mitgliederkategorien .   ( 3 ) Der Vorsitzende oder der den Vorsitz führende stellvertretende Vorsitzende ist nicht stimmberechtigt . In diesem Fall übt der stellvertretende Delegierte das Stimmrecht des Mitgliedes aus .  Artikel 12  Tagungen des Rates  Der Rat hält grundsätzlich zweimal im Jahr eine ordentliche Tagung ab . Er kann die Abhaltung ausserordentlicher Tagungen beschließen . Ausserordentliche Tagungen werden auch abgehalten , wenn das Exekutivdirektorium oder fünf Mitglieder oder ein oder mehrere Mitglieder , die mindestens 200 Stimmen innehaben , dies beantragen . Abgesehen von dringenden Fällen erfolgt die Einberufung von Tagungen mindestens 30 Tage im voraus . Sofern der Rat nichts anderes beschließt , finden die Tagungen am Sitz der Organisation statt .  Artikel 13  Stimmen   ( 1 ) Die Ausfuhrmitglieder und die Einfuhrmitglieder haben insgesamt jeweils 1 000 Stimmen , die innerhalb jeder Mitgliederkategorie - d.h . unter den Ausfuhr - und Einfuhrmitgliedern - nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen verteilt werden .   ( 2 ) Jedes Mitglied hat fünf Grundstimmen , sofern die Grundstimmen in jeder Mitgliederkategorie insgesamt 150 nicht übersteigen . Sind mehr als 30 Ausfuhrmitglieder oder mehr als 30 Einfuhrmitglieder vorhanden , so wird die Anzahl der Grundstimmen jedes Mitgliedes innerhalb der betreffenden Mitgliederkategorie so ausgeglichen , daß die Anzahl der Grundstimmen in jeder Mitgliederkategorie höchstens 150 beträgt .   ( 3 ) Die in Anlage 2 aufgeführten Ausfuhrmitglieder erhalten zusätzlich zu den Grundstimmen die ihnen in Spalte 2 jener Anlage zugewiesene Anzahl von Stimmen . Sollte sich ein Ausfuhrmitglied , das unter diesen Absatz fällt , für eine Grundquote nach Artikel 31 Absatz 3 entscheiden , so findet der vorliegende Absatz auf dieses Mitglied keine Anwendung mehr .   ( 4 ) Die übrigen Stimmen der Ausfuhrmitglieder werden auf diejenigen Mitglieder , die eine Grundquote haben , im Verhältnis der Durchschnittsmenge ihrer jeweiligen Kaffeeausfuhren nach Einfuhrmitgliedern während der vorangehenden vier Kalenderjahre verteilt .   ( 5 ) Die übrigen Stimmen der Einfuhrmitglieder werden auf diese Mitglieder im Verhältnis ihrer durchschnittlichen Kaffee-Einfuhrmenge während der vorangehenden vier Kalenderjahre verteilt .   ( 6 ) Die Verteilung der Stimmen wird vom Rat zu Beginn eines jeden Kaffeejahrs nach Maßgabe dieses Artikels festgelegt und gilt vorbehaltlich des Absatzes 7 für die Dauer dieses Jahres .   ( 7 ) Der Rat nimmt eine Neuverteilung der Stimmen nach Maßgabe dieses Artikels vor , sobald sich die Mitgliedschaft in der Organisation ändert oder wenn einem Mitglied nach Artikel 26 , 42 , 45 , 47 , 55 oder 58 das Stimmrecht entzogen oder zurückgegeben wurde .   ( 8 ) Ein Mitglied darf nicht mehr als 400 Stimmen haben .   ( 9 ) Teilstimmen sind nicht zulässig .  Artikel 14  Abstimmungsverfahren des Rates   ( 1 ) Jedes Mitglied ist berechtigt , die Anzahl der ihm zustehenden Stimmen abzugeben , kann aber die Stimmen nicht teilen . Mit den ihm nach Absatz 2 übertragenen Stimmen kann es jedoch anders abstimmen .   ( 2 ) Jedes Ausfuhrmitglied kann ein anderes Ausfuhrmitglied und jedes Einfuhrmitglied ein anderes Einfuhrmitglied ermächtigen , auf den Tagungen des Rates seine Interessen zu vertreten und sein Stimmrecht auszuüben . Die in Artikel 13 Absatz 8 vorgesehene Beschränkung findet in diesem Fall keine Anwendung .  Artikel 15  Beschlüsse des Rates   ( 1 ) Soweit in diesem Übereinkommen nichts anderes bestimmt ist , werden alle Beschlüsse des Rates mit beiderseitiger einfacher Mehrheit gefasst ; Empfehlungen werden in der gleichen Weise abgegeben .   ( 2 ) Bei Beschlüssen des Rates , für welche dieses Übereinkommen eine beiderseitige Zweidrittelmehrheit vorschreibt , wird folgendes Verfahren angewendet :  a ) Wird eine beiderseitige Zweidrittelmehrheit wegen der Ablehnung durch höchstens drei Ausfuhr - oder höchstens drei Einfuhrmitglieder nicht erzielt , so wird der Antrag aufgrund eines Ratsbeschlusses , für welchen die Mehrheit der anwesenden Mitglieder und die beiderseitige einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen erforderlich ist , binnen 48 Stunden erneut zur Abstimmung gestellt ;  b ) wird wiederum eine beiderseitige Zweidrittelmehrheit wegen der Ablehnung durch höchstens zwei Einfuhr - oder höchstens zwei Ausfuhrmitglieder nicht erzielt , so wird der Antrag aufgrund eines Ratsbeschlusses , in welchem die Mehrheit der anwesenden Mitglieder und die beiderseitige einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen erforderlich ist , binnen 24 Stunden erneut zur Abstimmung gestellt ;  c ) wird eine beiderseitige Zweidrittelmehrheit im dritten Wahlgang wegen der Ablehnung durch ein Ausfuhr - oder Einfuhrmitglied nicht erzielt , so gilt der Antrag als angenommen ;  d ) gelingt es dem Rat nicht , einen Antrag erneut zur Abstimmung zu stellen , so gilt der Antrag als abgelehnt .   ( 3 ) Die Mitglieder verpflichten sich , sämtliche aufgrund dieses Übereinkommens vom Rat gefassten Beschlüsse als bindend anzuerkennen .  Artikel 16  Zusammensetzung des Direktoriums   ( 1 ) Das Exekutivdirektorium setzt sich aus acht Ausfuhrmitgliedern und acht Einfuhrmitgliedern zusammen , die nach Artikel 17 für jeweils ein Kaffeejahr gewählt werden . Wiederwahl ist zulässig .   ( 2 ) Jedes Mitglied des Direktoriums ernennt einen Delegierten und gegebenenfalls einen oder mehrere Stellvertreter . Jedes Mitglied kann ferner einen oder mehrere Berater für seinen Delegierten oder seine Stellvertreter benennen .   ( 3 ) Das Exekutivdirektorium hat einen Vorsitzenden und einen stellvertretenden Vorsitzenden , die für jeweils ein Kaffeejahr vom Rat gewählt werden ; Wiederwahl ist zulässig . Der Vorsitzende oder ein den Vorsitz führender stellvertretender Vorsitzender ist nicht stimmberechtigt . Wird ein Delegierter zum Vorsitzenden gewählt oder führt ein stellvertretender Vorsitzender den Vorsitz , so kann sein Stellvertreter an seiner Stelle das Stimmrecht ausüben . In der Regel werden der Vorsitzende und der stellvertretende Vorsitzende für jeweils ein Kaffeejahr aus den Vertretern derselben Mitgliederkategorie gewählt .   ( 4 ) Das Direktorium tritt in der Regel am Sitz der Organisation zusammen ; es kann jedoch an einem anderen Ort zusammentreten .  Artikel 17  Wahl des Direktoriums   ( 1 ) Die Ausfuhr - und Einfuhrmitglieder im Direktorium werden im Rat von den Ausfuhr - und Einfuhrmitgliedern der Organisation gewählt . Die Wahl innerhalb jeder Mitgliederkategorie erfolgt nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen .   ( 2 ) Jedes Mitglied gibt alle Stimmen , die ihm nach Artikel 13 zustehen , für einen einzelnen Bewerber ab . Stimmen , die einem Mitglied nach Artikel 14 Absatz 2 übertragen worden sind , kann es auch für einen anderen Bewerber abgeben .   ( 3 ) Die acht Bewerber , welche die meisten Stimmen erhalten , gelten als gewählt ; ein Bewerber gilt jedoch im ersten Wahlgang nur dann als gewählt , wenn er mindestens 75 Stimmen erhält .   ( 4 ) Werden nach Absatz 3 im ersten Wahlgang weniger als acht Bewerber gewählt , so werden weitere Wahlgänge durchgeführt , an denen sich indessen nur Mitglieder beteiligen dürfen , die ihre Stimme nicht für einen der gewählten Bewerber abgegeben haben . In jedem folgenden Wahlgang wird die Mindestanzahl der für eine Wahl erforderlichen Stimmen nacheinander um je fünf herabgesetzt , bis acht Bewerber gewählt sind .   ( 5 ) Ein Mitglied , das seine Stimme nicht für eines der gewählten Mitglieder abgegeben hat , überträgt seine Stimmen einem dieser Mitglieder , die Absätzte 6 und 7 bleiben unberührt .   ( 6 ) Die bei der Wahl eines Mitgliedes abgegebenen Stimmen zuzueglich der ihm übertragenen Stimmen gelten als für dieses Mitglied abgegeben , sofern die Gesamtzahl der Stimmen für ein gewähltes Mitglied die Zahl 499 nicht übersteigt .   ( 7 ) Übersteigen die für ein gewähltes Mitglied als abgegeben geltenden Stimmen die Zahl 499 , so treffen die Mitglieder , die ihre Stimme für das betreffende Mitglied abgegeben oder ihm übertragen haben , untereinander eine Vereinbarung , derzufolge eines oder mehrere von ihnen ihre Stimmen diesem Mitglied entziehen und einem anderen gewählten Mitglied übertragen , so daß die auf jedes der gewählten Mitglieder vereinigten Stimmen die Hoechstzahl von 499 nicht übersteigen .  Artikel 18  Zuständigkeit des Direktoriums   ( 1 ) Das Direktorium ist dem Rat verantwortlich und arbeitet nach dessen allgemeinen Weisungen .   ( 2 ) Der Rat kann mit beiderseitiger Zweidrittelmehrheit dem Direktorium die Ausübung einiger oder aller seiner Befugnisse übertragen ; hiervon sind ausgenommen :  a ) die Annahme des Verwaltungs-Haushaltsplans und die Festsetzung der Beiträge nach Artikel 25 ;  b ) der zeitweilige Entzug des Stimmrechts eines Mitgliedes nach Artikel 45 oder 58 ;  c ) die Beschlüsse über Streitigkeiten nach Artikel 58 ;  d ) die Bestimmung der Voraussetzungen für den Beitritt nach Artikel 62 ;  e ) der Beschluß über den Ausschluß eines Mitgliedes nach Artikel 66 ;  f ) der Beschluß über Neuverhandlung , Verlängerung oder Ausserkraftsetzung dieses Übereinkommens nach Artikel 68 und  g ) die Empfehlung von Änderungen an die Mitglieder nach Artikel 69 .   ( 3 ) Der Rat kann jederzeit mit beiderseitiger einfacher Mehrheit eine Übertragung von Befugnissen an das Direktorium rückgängig machen .  Artikel 19  Abstimmungsverfahren des Direktoriums   ( 1 ) Jedes Mitglied des Direktoriums verfügt über die Anzahl von Stimmen , die es nach Artikel 17 Absätze 6 und 7 erhalten hat . Stimmabgabe durch Stellvertreter ist nicht zulässig . Ein Mitglied des Direktoriums darf seine Stimmen nicht teilen .   ( 2 ) Jeder Beschluß des Direktoriums bedarf der gleichen Stimmenmehrheit , deren er auch bei einer Abstimmung im Rat bedürfen wurde .  Artikel 20  Beschlußfähigkeit des Rates und des Direktoriums   ( 1 ) Der Rat ist beschlußfähig , wenn die Mehrheit derjenigen Mitglieder anwesend ist , auf die eine beiderseitige Zweidrittelmehrheit der Gesamtstimmen entfällt . Ist der Rat zu dem für den Beginn einer Ratssitzung festgesetzten Zeitpunkt nicht beschlußfähig , so kann der Ratsvorsitzende beschließen , den Zeitpunkt der Eröffnung der Sitzung um mindestens drei Stunden zu verschieben . Ist der Rat zu dem neu angesetzten Zeitpunkt nicht beschlußfähig , so kann der Vorsitzende wiederum den Zeitpunkt der Eröffnung der Ratssitzung um mindestens weitere drei Stunden verschieben . Dieses Verfahren kann so lange wiederholt werden , bis die Beschlußfähigkeit zu dem festgesetzten Zeitpunkt gegeben ist . Eine Vertretung im Sinne des Artikels 14 Absatz 2 gilt als Anwesenheit .   ( 2 ) Das Direktorium ist beschlußfähig , wenn eine Mehrheit derjenigen Mitglieder anwesend ist , auf die eine beiderseitige Zweidrittelmehrheit der Gesamtstimmen entfällt .  Artikel 21  Exekutivdirektor und Personal   ( 1 ) Der Rat ernennt den Exekutivdirektor auf Empfehlung des Direktoriums . Die Anstellungsbedingungen für den Exekutivdirektor werden vom Rat festgelegt und müssen den Bedingungen für vergleichbare Bedienstete ähnlicher zwischenstaatlicher Organisationen entsprechen .   ( 2 ) Der Exekutivdirektor ist der oberste Verwaltungsbeamte der Organisation ; er ist für die Erfuellung aller Aufgaben verantwortlich , die ihm bei der Durchführung dieses Übereinkommens zufallen .   ( 3 ) Der Exekutivdirektor ernennt das Personal nach den vom Rat festgesetzten Vorschriften .   ( 4 ) Der Exekutivdirektor und die Mitglieder des Personals dürfen an der Kaffeeindustrie , am Kaffeehandel oder an der Kaffeebeförderung nicht finanziell beteiligt sein .   ( 5 ) Bei der Erfuellung ihrer Aufgaben dürfen der Exekutivdirektor und das Personal von keinem Mitglied und keiner Stelle ausserhalb der Organisation Weisungen einholen oder entgegennehmen . Sie haben alle Handlungen zu unterlassen , die ihre Stellung als internationale Bedienstete , die nur der Organisation verantwortlich sind , beeinträchtigen könnten . Jedes Mitglied verpflichtet sich , den ausschließlich internationalen Charakter der Obliegenheiten des Exekutivdirektors und des Personals zu achten und nicht zu versuchen , sie bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben zu beeinflussen .  Artikel 22  Zusammenarbeit mit anderen Organisationen  Der Rat kann Abmachungen zur Konsultation und Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen und deren Sonderorganisationen sowie mit anderen in Betracht kommenden zwischenstaatlichen Organisationen treffen . Diese Abmachungen können finanzielle Abmachungen umfassen , die der Rat zur Erreichung der Ziele des Übereinkommens für zweckmässig hält . Der Rat kann diese Organisationen und jede Organisation , die sich mit Kaffee befasst , auffordern , Beobachter zu seinen Sitzungen zu entsenden .  KAPITEL V  VORRECHTE UND IMMUNITÄTEN  Artikel 23  Vorrechte und Immunitäten   ( 1 ) Die Organisation besitzt Rechtspersönlichkeit . Sie hat insbesondere die Fähigkeit , Verträge zu schließen , bewegliches und unbewegliches Vermögen zu erwerben und darüber zu verfügen sowie vor Gericht zu stehen .   ( 2 ) Die Rechtsstellung , die Vorrechte und Immunitäten der Organisation , ihres Exekutivdirektors , ihres Personals und ihrer Sachverständigen sowie der Vertreter der Mitglieder für die Zeit , in der sie sich in Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Hoheitsgebiet des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland aufhalten , werden weiterhin durch das am 28 . Mai 1969 zwischen der Regierung des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland ( im folgenden als Gastregierung bezeichnet ) und der Organisation geschlossene Sitzstaatabkommen geregelt .   ( 3 ) Das in Absatz 2 genannte Sitzstaatabkommen ist von diesem Übereinkommen unabhängig . Es tritt jedoch ausser Kraft ,  a ) wenn dies zwischen der Gastregierung und der Organisation vereinbart wird ;  b ) wenn der Sitz der Organisation aus dem Hoheitsgebiet der Gastregierung verlegt wird oder  c ) wenn die Organisation aufhört zu bestehen .   ( 4 ) Die Organisation kann mit einem oder mehreren anderen Mitgliedern vom Rat zu genehmigende Übereinkünfte über die Vorrechte und Immunitäten schließen , die für die ordnungsgemässe Durchführung dieses Übereinkommens erforderlich sind .   ( 5 ) Die Regierungen der Mitgliedsländer mit Ausnahme der Gastregierung gewähren der Organisation dieselben Erleichterungen hinsichtlich der Währungs - oder Devisenbeschränkungen , der Unterhaltung von Bankkonten und der Überweisung von Geldern , die den Sonderorganisationen der Vereinten Nationen gewährt werden .  KAPITEL VI  FINANZFRAGEN  Artikel 24  Finanzfragen   ( 1 ) Die Ausgaben für die Delegationen beim Rat sowie für die Vertreter im Direktorium und in den Ausschüssen des Rates oder des Direktoriums werden von den betreffenden Regierungen getragen .   ( 2 ) Die anderen Ausgaben für die Durchführung dieses Übereinkommens werden aus den nach Artikel 25 festgesetzten jährlichen Beiträgen der Mitglieder bestritten . Der Rat kann jedoch für bestimmte Dienstleistungen Gebühren erheben .   ( 3 ) Das Rechnungsjahr der Organisation entspricht dem Kaffeejahr .  Artikel 25  Annahme des Haushaltsplans und Festsetzung der Beiträge   ( 1 ) In der zweiten Hälfte jedes Rechnungsjahrs genehmigt der Rat den Verwaltungs-Haushaltsplan der Organisation für das folgende Rechnungsjahr und setzt den Beitrag jedes Mitgliedes zum Haushaltsplan fest .   ( 2 ) Der Beitrag jedes Mitgliedes zum Haushaltsplan für jedes Rechnungsjahr richtet sich nach dem Verhältnis seiner Stimmenzahl im Zeitpunkt der Genehmigung des Haushaltsplans für das betreffende Jahr zur Gesamtstimmenzahl aller Mitglieder . Tritt jedoch zu Beginn des Rechnungsjahrs , für das die Beiträge festgesetzt werden , eine Änderung in der Stimmenverteilung unter den Mitgliedern nach Artikel 13 Absatz 6 ein , so werden die Beiträge für das betreffende Jahr entsprechend angeglichen . Bei der Festsetzung der Beiträge werden die Stimmen jedes Mitgliedes so berechnet , daß der zeitweilige Entzug des Stimmrechts eines Mitgliedes oder die sich daraus ergebende Neuverteilung der Stimmen ausser Betracht bleibt .   ( 3 ) Den ersten Beitrag eines Mitgliedes , das der Organisation nach dem Inkrafttreten dieses Übereinkommens beitritt , setzt der Rat auf der Grundlage der diesem Mitglied zustehenden Stimmenzahl und des für das laufende Rechnungsjahr verbleibenden Zeitabschnitts fest , ohne jedoch die für das laufende Rechnungsjahr für die anderen Mitglieder festgesetzten Beiträge zu ändern .  Artikel 26  Beitragszahlung   ( 1 ) Die Beiträge zum Verwaltungs-Haushaltsplan für jedes Rechnungsjahr sind in frei konvertierbarer Währung am ersten Tag des betreffenden Rechnungsjahr zu zahlen .   ( 2 ) Kommt ein Mitglied seiner Verpflichtung zur Zahlung seines vollen Beitrages zum Verwaltungs-Haushaltsplan nicht binnen sechs Monaten nach Fälligkeit des Beitrages nach , so wird ihm sowohl sein Stimmrecht im Rat als auch das Recht , seine Stimme im Direktorium abzugeben oder für sich abgeben zu lassen , so lange entzogen , bis der Beitrag entrichtet ist . Jedoch werden dem Mitglied weder seine anderen Rechte entzogen , noch wird es von seinen Verpflichtungen aus diesem Übereinkommen befreit , es sei denn , daß der Rat dies mit beiderseitiger Zweidrittelmehrhelt beschließt .   ( 3 ) Ein Mitglied , dem sein Stimmrecht entweder nach Absatz 2 oder nach Artikel 42 , 45 , 47 , 55 , oder 58 zeitweilig entzogen worden ist , bleibt dennoch zur Zahlung seines Beitrages verpflichtet .  Artikel 27  Prüfung und Veröffentlichung der Rechnungslegung  Nach Abschluß jedes Rechnungsjahrs wird dem Rat so bald wie möglich eine von unabhängigen Rechnungsprüfern geprüfte Aufstellung über die Einnahmen und Ausgaben der Organisation während des betreffenden Rechnungsjahrs zur Genehmigung und Veröffentlichung vorgelegt .  KAPITEL VII  REGELUNG DER AUSFUHREN UND EINFUHREN  Artikel 28  Allgemeine Bestimmungen   ( 1 ) Alle Beschlüsse des Rates nach diesem Kapitel werden mit beiderseitiger Zweidrittelmehrheit gefasst .   ( 2 ) Der Ausdruck " jährlich " in diesem Kapitel bezeichnet einen beliebigen vom Rat bestimmter Zeitabschnitt von 12 Monaten . Der Rat kann jedoch Verfahren zur Anwendung der Bestimmungen dieses Kapitels während eines längeren Zeitabschnitts als 12 Monate beschließen .  Artikel 29  Märkte mit Quotenregelung  Für die Zwecke dieses Übereinkommens wird der Welt-Kaffeemarkt in Mitglieds-Quotenmärkte und Nichtmitglieds-Nichtquotenmärkte unterteilt .  Artikel 30  Grundquoten   ( 1 ) Jedem Ausfuhrmitglied steht vorbehaltlich der Artikel 31 und 32 eine Grundquote zu . Die Grundquoten werden vorbehaltlich des Artikels 35 Absatz 1 für die Aufteilung des festgelegten Teiles der jährlichen Quote nach Artikel 35 Absatz 2 verwendet .   ( 2 ) Bis zum 30 . September 1984 setzt der Rat die Grundquoten für einen Zeitabschnitt von mindestens zwei Jahren mit Wirkung vom 1 . Oktober 1984 fest . Vor Ablauf dieses Zeitabschnitts setzt der Rat erforderlichenfalls die Grundquoten für die restliche Geltungsdauer des Übereinkommens fest .   ( 3 ) Sofern der Rat keine Grundquoten nach Absatz 2 festsetzt und sofern er nichts anderes beschließt , werden die Quoten ungeachtet des Artikels 33 ausgesetzt .   ( 4 ) Die Quoten können nach ihrer Aussetzung gemäß Absatz 3 jederzeit wiedereingeführt werden , sobald der Rat die Grundquoten nach Absatz 2 festgesetzt hat , mit der Maßgabe , daß die in Artikel 33 genannten entsprechenden Preisbedingungen erfuellt sind .   ( 5 ) Dieser Artikel findet unter den in Anlage 1 genannten Bedingungen auf Angola Anwendung .  Artikel 31  Ausfuhrmitglieder ohne Grundquoten   ( 1 ) Die in Anlage 2 aufgeführten Mitglieder , mit Ausnahme von Burundi und Ruanda , haben zusammen eine Ausfuhrquote , die 4,2 v.H . der vom Rat nach Artikel 34 festgesetzten jährlichen Gesamtquote entspricht .   ( 2 ) Die in Absatz 1 genannte Quote wird auf die in Anlage 2 aufgeführten Mitglieder nach den in Spalte 1 der genannten Anlage ausgewiesenen Hundertsätzen aufgeteilt .   ( 3 ) Jedes in Anlage 2 aufgeführte Ausfuhrmitglied kann den Rat jederzeit ersuchen , ihm eine Grundquote zuzuteilen . Wird für eines dieser Länder eine Grundquote festgelegt , so wird der in Absatz 1 angegebene Hundertsatz entsprechend herabgesetzt .   ( 4 ) Tritt ein Ausfuhrland dem Übereinkommen bei und fällt es unter diesen Artikel , so teilt der Rat dem Mitglied eine Quote zu , und der in Absatz 1 angegebene Hundertsatz wird entsprechend erhöht .   ( 5 ) Von den in Anlage 2 aufgeführten Mitgliedern fallen nur diejenigen Mitglieder unter die Artikel 36 und 37 , deren jährliche Quoten 100 000 Sack überschreiten .   ( 6 ) Burundi und Ruanda haben jeweils die folgenden jährlichen Ausfuhrquoten :  a ) für das Kaffeejahr 1983/84 : 450 000 Sack ;  b ) für spätere Kaffeejahre während der Geltungsdauer dieses Übereinkommens : 470 000 Sack .   ( 7 ) Setzt der Rat nach Artikel 30 Absatz 2 Grundquoten fest , so werden der in Absatz 1 angegebene Hundertsatz und die in Absatz 6 Buchstabe b ) ausgewiesene Menge überprüft und gegebenenfalls geändert .   ( 8 ) Vorbehaltlich der Artikel 6 und 41 werden die Fehlmengen , die von den in Anlage 2 aufgeführten Ausfuhrmitgliedern angegeben wurden , entsprechend ihren jährlichen Quoten auf diejenigen anderen in Anlage 2 aufgeführten Mitglieder aufgeteilt , die in der Lage und bereit sind , die Fehlmenge auszuführen .  Artikel 32  Bestimmungen über die Bereinigung der Grundquoten   ( 1 ) Wird ein Einfuhrland , das weder Vertragspartei des Internationalen Kaffee-Übereinkommens von 1976 noch Vertragspartei des Internationalen Kaffee-Übereinkommens von 1976 in der Fassung der Verlängerung war , Mitglied der Organisation , so bereinigt der Rat die sich aus der Anwendung des Artikels 30 ergebenden Grundquoten .   ( 2 ) Die in Absatz 1 genannte Bereinigung berücksichtigt entweder die durchschnittlichen Ausfuhren der einzelnen Ausfuhrmitglieder in das betreffende Einfuhrland während des Zeitabschnitts 1976 bis 1982 oder den jeweiligen Anteil der einzelnen Ausfuhrmitglieder an den durchschnittlichen Einfuhren dieses Landes während desselben Zeitabschnitts .   ( 3 ) Der Rat genehmigt die Angaben , die den für die Bereinigung der Grundquoten notwendigen Berechnungen zugrunde gelegt werden , sowie die für die Anwendung dieses Artikels maßgebenden Kriterien .  Artikel 33  Bestimmungen über die Fortführung , Aussetzung und Wiedereinführung von Quoten   ( 1 ) Sofern der Rat die Bedingungen für die Anwendung des Quotensystems nach den entsprechenden Artikeln dieses Kapitels nicht festlegt und sofern er nichts anderes beschließt , bleiben die Quoten zu Beginn eines Kaffeejahrs in Kraft , wenn das gleitende 15-Tage-Mittel des Durchschnitts-Indikatorpreises bei oder unter dem Hoechstpreis für die Anpassung der Quoten nach oben innerhalb der vom Rat für das vorangehende Kaffeejahr nach Artikel 38 festgelegten Preisspanne liegt .   ( 2 ) Sofern der Rat nichts anderes beschließt , werden die Quoten ausgesetzt , sobald eine der folgenden Bedingungen erfuellt ist : a ) Das gleitende 15-Tage-Mittel des Durchschnitts-Indikatorpreises liegt während 30 aufeinanderfolgender Markttage mindestens 3,5 v.H . über dem Hoechstpreis für die Anpassung der Quoten nach oben innerhalb der geltenden Preisspanne , mit der Maßgabe , daß alle anteiligen Anpassungen nach oben an die vom Rat festgelegte jährliche Gesamtquote bereits vorgenommen wurden , oder  b ) das gleitende 15-Tage-Mittel des Durchschnitts-Indikatorpreises liegt während 45 aufeinanderfolgender Markttage mindestens 3,5 v.H . über dem Hoechstpreis für die Anpassung der Quoten nach oben innerhalb der geltenden Preisspanne , mit der Maßgabe , daß die übrigen Anpassungen nach oben an dem Tag vorgenommen werden , an dem das gleitende 15-Tage-Mittel diesen Preis erreicht .   ( 3 ) Werden Quoten nach Absatz 2 länger als 12 Monate ausgesetzt , so tritt der Rat zusammen , um die nach Artikel 38 festgesetzte Preisspanne oder festgesetzten Preisspannen zu überprüfen und möglicherweise zu ändern .   ( 4 ) Sofern der Rat nichts anderes beschließt , werden die Quoten nach Absatz 6 wiedereingeführt , wenn das gleitende 15-Tage-Mittel des Durchschnitts-Indikatorpreises bei oder unter einem Preis liegt , der dem um 3,5 v.H . erhöhten mittleren Wert zwischen dem Hoechstpreis für die Anpassung der Quoten nach oben und dem niedrigsten Preis für die Anpassung der Quoten nach unten innerhalb der jüngsten vom Rat festgelegten Preisspanne liegt .   ( 5 ) Bleiben die Quoten nach Absatz 1 weiterhin in Kraft , so setzt der Exekutivdirektor auf der Grundlage der für den Eigenverbrauch bestimmten Kaffee-Einfuhren nach Quotenmärkten ( disappearance ) , die gemäß den in Artikel 34 niedergelegten Kriterien geschätzt werden , umgehend eine jährliche Gesamtquote fest . Diese Quote wird den Ausfuhrmitgliedern nach Maßgabe der Artikel 31 und 35 zugeteilt . Sofern in diesem Übereinkommen nichts anderes bestimmt ist , werden die Quoten für einen Zeitabschnitt von vier Vierteljahren festgesetzt .   ( 6 ) Sobald die in Absatz 4 genannten entsprechenden Preisbedingungen erfuellt sind , treten die Quoten so rasch wie möglich , in jedem Fall nicht später als in dem auf die Erfuellung der entsprechenden Preisbedingungen folgenden Vierteljahr in Kraft . Sofern in diesem Übereinkommen nichts anderes bestimmt ist , werden die Quoten für einen Zeitabschnitt von vier Vierteljahren festgesetzt . Sind die jährlichen und vierteljährlichen Gesamtquoten vom Rat nicht vorher festgelegt worden , so setzt der Exekutivdirektor eine Quote nach Absatz 5 fest . Diese Quote wird den Ausfuhrmitgliedern nach Maßgabe der Artikel 31 und 35 zugeteilt .   ( 7 ) Der Rat wird einberufen .  a ) im ersten Vierteljahr des Kaffeejahrs , wenn die Quoten nach Absatz 1 in Kraft bleiben , und  b ) im ersten Vierteljahr nach der Wiedereinführung der Quoten nach Absatz 4 .  Der Rat legt eine Preisspanne oder Preisspannen fest und überprüft und - falls erforderlich - ändert die Quoten für einen von ihm für zweckmässig erachteten Zeitabschnitt , mit der Maßgade , daß dieser Zeitabschnitt höchstens 12 Monate vom ersten Tag des Kaffeejahrs an , falls die Quoten in Kraft bleiben , oder vom Datum der Wiedereinführung der Quoten an beträgt , je nachdem , welches Datum zutreffend ist . Legt der Rat im ersten Vierteljahr nach Anwendung der Absätze 1 und 2 keine Preisspanne oder Preisspannen fest und erzielt er keine Einigung über Quoten , so werden die vom Exekutivdirektor festgesetzten Quoten ausgesetzt .  Artikel 34  Festsetzung der jährlichen Gesamtquote  Vorbehaltlich des Artikels 33 setzt der Rat auf seiner letzten ordentlichen Tagung des Kaffeejahrs eine jährliche Gesamtquote fest , wobei er unter anderem folgende Punkte berücksichtigt :  a ) geschätzter Jahresverbrauch der Einfuhrmitglieder ;  b ) geschätzte Einfuhren der Mitglieder aus anderen Einfuhrmitgliedern und aus Nichtmitgliedsländern ;  c ) geschätzte Veränderungen des Umfanges der Bestände in Einfuhr-Mitgliedsländern und in Freihäfen ;  d ) Erfuellung der Bestimmungen des Artikels 40 über Fehlmengen und deren Neuverteilung sowie  e ) im Hinblick auf die Wiedereinführung von Quoten nach Artikel 33 Absatz 4 Ausfuhren von Ausfuhrmitgliedern nach Einfuhrmitgliedern und Nichtmitgliedern während eines Zeitabschnitts von 12 Monaten vor der Wiedereinführung von Quoten .  Artikel 35  Zuteilung von jährlichen Quoten   ( 1 ) Im Licht des nach Artikel 34 gefassten Beschlusses und nach Abzug der zur Einhaltung des Artikels 31 erforderlichen Kaffeemenge werden die jährlichen Quoten der Ausfuhrmitglieder , denen eine Grundquote für das Kaffeejahr 1983/84 zusteht , diesen Ausfuhrmitgliedern in dem in Anlage 3 angegebenen Verhältnis zugeteilt .   ( 2 ) Mit Wirkung vom 1 . Oktober 1984 werden den Ausfuhrmitgliedern , denen eine Grundquote zusteht , aus einem festgelegten und einem veränderlichen Teil bestehende jährliche Quoten im Licht des nach Artikel 34 gefassten Beschlusses und nach Abzug der für die Einhaltung des Artikels 31 erforderlichen Kaffeemenge zugeteilt . Der festgelegte Teil entspricht 70 v.H . der nach Maßgabe des Artikels 31 bereinigten jährlichen Gesamtquote und wird nach Artikel 30 auf die Ausfuhrmitglieder aufgeteilt . Der veränderliche Teil entspricht 30 v.H . der nach Maßgabe des Artikels 31 bereinigten jährlichen Gesamtquote . Der Rat kann dieses Verhältnis ändern , aber der festgelegte Teil darf nicht unter 70 v.H . liegen . Vorbehaltlich des Absatzes 3 wird der veränderliche Teil auf die Ausfuhrmitglieder in dem Verhältnis aufgeteilt , das die nachgeprüften Vorräte jedes Ausfuhrmitglieds zu den gesamten nachgeprüften Vorräten aller Ausfuhrmitglieder mit Grundquoten haben ; dabei darf , sofern der Rat nicht eine andere Grenze festlegt , der Anteil eines Mitgliedes am veränderlichen Teil der Quote 40 v.H . des Gesamtumfangs dieses veränderlichen Teiles nicht übersteigen .   ( 3 ) Die für die Zwecke dieses Artikels zu berücksichtigenden Vorräte sind solche Vorräte , die in Übereinstimmung mit den entsprechenden Vorschriften für die Nachprüfung von Vorräten nachgeprüft worden sind .  Artikel 36  Vierteljährliche Quoten   ( 1 ) Unmittelbar nach Zuteilung der jährlichen Quoten gemäß Artikel 35 Absätze 1 und 2 und vorbehaltlich des Artikels 31 teilt der Rat jedem Ausfuhrmitglied vierteljährliche Quoten zu , um eine geregelte Versorgung des Weltmarkts mit Kaffee während des gesamten Zeitabschnitts , für den Quoten festgesetzt sind , zu gewährleisten .   ( 2 ) Sofern der Rat nichts anderes beschließt , liegen diese Quoten in der Regel bei 25 v.H . der jährlichen Quote jedes Mitgliedes . Der Rat kann die Änderung der vierteljährlichen Quoten von zwei oder mehr Mitgliedern genehmigen , vorausgesetzt , daß dadurch die Gesamtquote für das Vierteljahr nicht geändert wird . Sind die Ausfuhren eines Mitgliedes in einem Vierteljahr niedriger als seine Quote für diesen Zeitabschnitt , so wird die nicht ausgenutzte Restmenge seiner Quote für das nächste Vierteljahr hinzugerechnet .   ( 3 ) Dieser Artikel gilt auch für die Durchführung des Artikels 33 Absätze 5 und 6 .   ( 4 ) Vertritt ein Ausfuhrmitglied aufgrund aussergewöhnlicher Umstände die Auffassung , daß die in Absatz 2 vorgesehene Beschränkung seine Wirtschaft voraussichtlich ernsthaft schädigen würde , so kann der Rat auf Ersuchen des betreffenden Mitgliedes geeignete Maßnahmen nach Artikel 56 ergreifen . Das betreffende Mitglied muß einen Nachweis über die Schädigung erbringen und angemessene Garantien für die Erhaltung der Preisstabilität vorlegen . Der Rat darf jedoch ein Mitglied keinesfalls ermächtigen , mehr als 35 v.H . seiner jährlichen Quote im ersten Vierteljahr , 65 v.H . im ersten Halbjahr und 85 v.H . im ersten Dreivierteljahr auszuführen .  Artikel 37  Bereinigung der jährlichen und vierteljährlichen Quoten   ( 1 ) Wenn die Marktlage es erfordert , kann der Rat die nach den Artikeln 33 , 35 und 36 zugeteilten jährlichen und vierteljährlichen Quoten ändern . Vorbehaltlich des Artikels 35 Absätze 1 und 2 und unter Berücksichtigung des Artikels 31 und des Artikels 39 Absatz 3 werden die Quoten der einzelnen Ausfuhrmitglieder um den gleichen Hundertsatz geändert .   ( 2 ) Ungeachtet des Absatzes 1 kann der Rat , wenn es die Marktlage nach seiner Ansicht erfordert , die laufenden und die noch verbleibenden vierteljährlichen Quoten der Ausfuhrmitglieder einander angleichen , ohne jedoch die jährlichen Quoten zu ändern .  Artikel 38  Maßnahmen in bezug auf die Preise   ( 1 ) Der Rat richtet ein System von Indikatorpreisen ein , das einen täglichen Durchschnitts-Indikatorpreis vorsieht .   ( 2 ) Auf der Grundlage eines solchen Systems kann der Rat Preisspannen und Preisabstufungen für die wichtigsten Kaffeegruppen sowie eine Durchschnitts-Preisspanne festsetzen .   ( 3 ) Bei der Festsetzung und Anpassung jeder Preisspanne im Sinne dieses Artikels berücksichtigt der Rat das gegenwärtige Niveau und die vorherrschende Tendenz der Kaffeepreise , einschließlich folgender Einflußfaktoren :   - Niveau und Tendenz des Verbrauches und der Erzeugung sowie der Vorräte in Einfuhr - und Ausfuhrländern ;   - Veränderungen innerhalb des Weltwährungssystems ;   - Entwicklung der weltweiten Inflation oder Deflation sowie   - alle sonstigen Faktoren , die einen Einfluß auf die Erreichung der in diesem Übereinkommen niedergelegten Ziele haben könnten .  Der Exekutivdirektor stellt die notwendigen Daten zur Verfügung , damit der Rat die vorstehenden Faktoren angemessen berücksichtigen kann .  Artikel 39  Zusätzliche Maßnahmen zur Bereinigung der Quoten   ( 1 ) Sind Quoten in Kraft , so tritt der Rat zusammen , um ein System für die anteilmässige Bereinigung der Quoten entsprechend den Bewegungen des Durchschnitts-Indikatorpreises nach Artikel 38 einzurichten .   ( 2 ) Ein solches System hat Bestimmungen über Preisspannen , die Zahl der Markttage , die erfasst werden sollen , sowie Zahl und Umfang der Bereinigungen zu enthalten .   ( 3 ) Der Rat kann ein System für die Bereinigung der Quoten entsprechend den Bewegungen der Preise der wichtigsten Kaffeegruppen einrichten . Der Rat führt eine Untersuchung der praktischen Durchführbarkeit eines solchen Systems durch . Der Rat entscheidet , ob ein solches System während des Kaffeejahrs 1983/84 angewandt werden soll . Ebenso entscheidet der Rat , ob ein solches System angewandt werden soll , wenn er eine Durchschnitts-Indikatorpreisspanne nach Absatz 1 festlegt .  Artikel 40  Fehlmengen und Minderlieferungen   ( 1 ) Sind Quoten zu Beginn eines Kaffeejahrs in Kraft , so meldet jedes Ausfuhrmitglied eine voraussichtliche Fehlmenge in der ihm zustehenden Ausfuhrmenge , um im gleichen Kaffeejahr eine Neuverteilung unter den Ausfuhrmitgliedern zu ermöglichen , die in der Lage und bereit sind , die den Fehlmengen entsprechenden Mengen auszuführen . Eine einer Fehlmenge entsprechende Menge , die bis zum Ablauf des sechsten Monats des Kaffeejahrs nicht gemeldet und daher während dieses Kaffeejahrs nicht neu verteilt wurde , wird der Quote für das folgende Jahr hinzugerechnet und nur auf diejenigen Mitglieder aufgeteilt , die keine nicht gemeldeten Fehlmengen hatten .   ( 2 ) Werden Quoten im Verlauf eines Kaffeejahrs eingeführt , so können Sonderbestimmungen festgelegt werden .   ( 3 ) Vor Ablauf des Kaffeejahrs 1983/84 erlässt der Rat Vorschriften für die Zwecke dieses Artikels , um die Meldung und Neuverteilung von Fehlmengen und die Feststellung von Minderlieferungen zu erzwingen .  Artikel 41  Einer Mitgliedergruppe zustehende Ausfuhrmenge  Bilden zwei oder mehr Mitglieder eine Mitgliedergruppe nach Artikel 6 oder 7 , so werden ihre Grundquoten bzw . die diesen Mitgliedern zustehenden Ausfuhrmengen addiert , und der Gesamtwert wird als eine einzige Grundquote oder eine einzige zustehende Ausfuhrmenge im Sinne dieses Kapitels angesehen .  Artikel 42  Einhaltung der Quoten   ( 1 ) Die Ausfuhrmitglieder treffen die Maßnahmen , die zur vollständigen Einhaltung aller Bestimmungen dieses Übereinkommens über Quoten erforderlich sind . Ergänzend zu etwaigen von dem Mitglied selbst getroffenen Maßnahmen kann der Rat dieses Mitglied auffordern , zusätzliche Maßnahmen zur wirksamen Anwendung des in diesem Übereinkommen vorgesehenen Quotensystems zu treffen .   ( 2 ) Die Ausfuhrmitglieder dürfen die ihnen zugeteilten jährlichen und vierteljährlichen Quoten nicht überschreiten .   ( 3 ) Überschreitet ein Ausfuhrmitglied in irgendeinem Vierteljahr seine Quote , so zieht der Rat von einer oder mehreren späteren Quoten dieses Mitgliedes eine Menge in Höhe von 110 v.H . der Überschreitung ab .   ( 4 ) Überschreitet ein Ausfuhrmitglied seine vierteljährliche Quote zum zweiten Mal , so nimmt der Rat den in Absatz 3 vorgesehenen Abzug vor .   ( 5 ) Überschreitet ein Ausfuhrmitglied seine vierteljährliche Quote zum dritten Mal oder öfter , so nimmt der Rat den in Absatz 3 vorgesehenen Abzug vor ; dem Mitglied wird das Stimmrecht so lange entzogen , bis der Rat darüber beschließt , ob er das betreffende Mitglied nach Artikel 66 aus der Organisation ausschließen soll .   ( 6 ) Die in den Absätzen 3 , 4 und 5 vorgesehenen Abzuege gelten als Fehlmengen im Sinne des Artikels 40 Absatz 1 .   ( 7 ) Der Rat wendet die Absätze 1 bis 5 an , sobald er die erforderlichen Auskünfte erhalten hat .  Artikel 43  Ursprungszeugnisse und andere Arten von Zeugnissen   ( 1 ) Jede Kaffeeausfuhr eines Mitgliedes muß von einem gültigen Ursprungszeugnis begleitet sein . Die Ursprungszeugnisse müssen nach Maßgabe der vom Rat erlassenen Vorschriften von einer von dem Mitglied gewählten und von der Organisation anerkannten Stelle ausgestellt sein .   ( 2 ) Sind Quoten in Kraft , so muß jede Kaffeewiederausfuhr eines Mitgliedes von einem gültigen Wiederausfuhrzeugnis begleitet sein . Die Wiederausfuhrzeugnisse müssen nach Maßgabe der vom Rat erlassenen Vorschriften von einer von dem Mitglied gewählten und von der Organisation anerkannten Stelle ausgestellt sein und bescheinigen , daß der betreffende Kaffee nach Maßgabe dieses Übereinkommens eingeführt wurde .   ( 3 ) Die in diesem Artikel bezeichneten Vorschriften müssen Bestimmungen enthalten , nach denen sie auf Gruppen von Einfuhrmitgliedern , die eine Zollunion bilden , Anwendung finden können .   ( 4 ) Der Rat kann Vorschriften für den Druck , die Gültigerklärung , die Ausgabe und die Verwendung von Zeugnissen erlassen sowie Maßnahmen zur Ausgabe von Kaffeeausfuhrmarken gegen Bezahlung einer vom Rat festzulegenden Gebühr treffen . Das Anbringen solcher Marken auf Ursprungszeugnissen kann eine der vorgeschriebenen Methoden zur Gültigerklärung solcher Zeugnisse darstellen . Der Rat kann für die Gültigerklärung anderer Arten von Zeugnissen und für die Ausgabe anderer Arten von Kaffeemarken zu von ihm festzulegenden Bedingungen ähnliche Regelungen treffen .   ( 5 ) Jedes Mitglied notifiziert der Organisation die staatliche oder nichtstaatliche Stelle , welche die in den Absätzen 1 und 2 genannten Aufgaben wahrnimmt . Die Organisation erkennt eine nichtstaatliche Stelle ausdrücklich an , nachdem das Mitglied ausreichende Beweise über deren Eignung und Bereitschaft erbracht hat , die Aufgaben des Mitgliedes nach den aufgrund dieses Übereinkommens erlassenen Vorschriften wahrzunehmen . Der Rat kann in begründeten Fällen jederzeit erklären , daß eine bestimmte nichtstaatliche Stelle für ihn nicht länger annehmbar ist . Der Rat leitet entweder unmittelbar oder durch eine international anerkannte weltweite Organisation alle erforderlichen Schritte ein , um sich jederzeit darüber unterrichten zu können , ob alle Arten von Zeugnissen ordnungsgemäß ausgestellt und verwendet werden , und um die Kaffeemengen festzustellen , die von jedem Mitglied ausgeführt worden sind .   ( 6 ) Die nach Absatz 5 als Beurkundungsstelle anerkannte nichtstaatliche Stelle bewahrt die Eintragungen über die ausgestellten Zeugnisse sowie die ihrer Ausstellung zugrunde liegenden Unterlagen mindestens vier Jahre lang auf . Bevor die nichtstaatliche Stelle als Beurkundungsstelle nach Absatz 5 anerkannt wird , muß sie sich bereit erklären , die genannten Eintragungen der Organisation zwecks Prüfung zur Verfügung zu stellen .   ( 7 ) Sind Quoten in Kraft , so verbieten die Mitglieder vorbehaltliche des Artikels 44 und des Artikels 45 Absätze 1 und 2 die Einfuhr von Kaffeesendungen , die nicht vom einem gültigen , nach Maßgabe der vom Rat erlassenen Vorschriften ausgestellten Zeugnis der entsprechenden Art begleitet sind .   ( 8 ) Auf kleine Kaffeemengen in einer Form , die der Rat gegebenenfalls bestimmt , oder auf Kaffee für den unmittelbaren Verbrauch auf Schiffen , in Luftfahrzeugen oder anderen internationalen Beförderungsmitteln finden die Absätze 1 und 2 keine Anwendung .   ( 9 ) Ungeachtet des Artikels 2 Absatz 5 und der Absätze 2 und 7 des vorliegenden Artikels kann der Rat die Mitglieder auffordern , die Bestimmungen dieser Absätze anzuwenden , wenn keine Quoten in Kraft sind .   ( 10 ) Der Rat erlässt Vorschriften in bezug auf die Auswirkung der Einführung oder Bereinigung von Quoten auf Verträge , die vor dieser Einführung oder Bereinigung geschlossen wurden .  Artikel 44  Ausfuhren , die nicht auf die Quoten angerechnet werden   ( 1 ) Nach Artikel 29 werden Ausfuhren in Länder , die nicht Vertragsparteien dieses Übereinkommens sind , nicht auf die Quoten angerechnet . Der Rat kann Vorschriften erlassen , die unter anderem die Abwicklung und Überwachung dieses Handels , die Behandlung und Bestrafung im Fall von Umleitungen und Wiederausfuhren aus Nichtmitgliedsländern in Mitgliedsländer sowie die Unterlagen , von denen Ausfuhren sowohl in Mitgliedsländer als auch in Nichtmitgliedsländer begleitet sein müssen , regeln .   ( 2 ) Die Ausfuhr von Kaffeebohnen als Rohstoff zur industriellen Verarbeitung für ein Erzeugnis , das nicht zum menschlichen Verzehr als Getränk oder Nahrungsmittel bestimmt ist , wird nicht auf die Quote angerechnet , sofern der Rat anhand von Mitteilungen des Ausfuhrmitglieds die Überzeugung gewonnen hat , daß die Kaffeebohnen tatsächlich zu diesem anderen Zweck verwendet werden .   ( 3 ) Der Rat kann auf Antrag eines Ausfuhrmitglieds beschließen , daß Kaffeeausfuhren , die dieses Mitglied zu humanitären oder sonstigen nicht kommerziellen Zwecken vornimmt , nicht auf seine Quote angerechnet werden .  Artikel 45  Regelung der Einfuhren   ( 1 ) Um zu verhindern , daß Nichtmitgliedsländer ihre Ausfuhren auf Kosten der Ausfuhrmitglieder erhöhen , beschränkt jedes Mitglied , wenn Quoten in Kraft sind , seine jährlichen Kaffee-Einfuhren aus Nichtmitgliedsländern , die nicht Vertragsparteien des Internationalen Kaffee-Übereinkommens von 1968 waren , auf eine Menge , die seinen durchschnittlichen jährlichen Kaffee-Einfuhren aus Nichtmitgliedsländern entweder vom Kalenderjahr 1971 bis zum Kalenderjahr 1974 oder vom Kalenderjahr 1972 bis zum Kalenderjahr 1974 entspricht . Wird ein Nichtmitgliedsland Vertragspartei des Übereinkommens , so wird die für jedes Mitglied im Hinblick auf die jährliche Beschränkung des Kaffees aus Nichtmitgliedsländern festgelegte Beschränkung entsprechend bereinigt . Die bereinigte Beschränkung findet ab dem folgenden Kaffeejahr Anwendung .   ( 2 ) Sind Quoten in Kraft , so beschränken die Mitglieder ferner ihre jährlichen Kaffee-Einfuhren aus jedem Nichtmitglied , das Vertragspartei des Internationalen Kaffee-Übereinkommens von 1976 oder des Internationalen Kaffee-Übereinkommens von 1976 in der Fassung der Verlängerung war , auf eine Menge , die nicht grösser ist als ein Hundertsatz der durchschnittlichen Jahreseinfuhren aus dem betreffenden Nichtmitglied in den Kaffeejahren 1976/77 bis 1981/82 . Im Kaffeejahr 1983/84 hat dieser Hundertsatz 70 v.H . zu betragen , und in den Kaffeejahren 1984/85 bis 1988/89 hat dieser Hundertsatz dem Verhältnis des festgelegten Teiles zur jährlichen Gesamtquote nach Artikel 35 Absatz 2 zu entsprechen .   ( 3 ) Der Rat ändert die sich der Anwendung des Absatzes 1 ergebenden Mengenbeschränkungen vor Ablauf des Kaffeejahrs 1983/84 unter Berücksichtigung von Bezugsjahren , die weniger weit zurückliegen als die in dem betreffenden Absatz angegebenen .   ( 4 ) Die in den Absätzen 1 bis 3 niedergelegten Verpflichtungen stehen keinen ihnen zuwiderlaufenden zwei - oder mehrseitigen Verpflichtungen entgegen , die ein Einfuhrmitglied vor Inkrafttreten dieses Übereinkommens mit Nichtmitgliedsländern eingegangen ist ; jedoch hat ein Einfuhrmitglied solche zuwiderlaufenden Verpflichtungen so zu erfuellen , daß der Widerspruch zu den in den Absätzen 1 bis 3 niedergelegten Verpflichtungen auf ein Mindestmaß beschränkt wird . Das Mitglied hat Maßnahmen zu treffen , um seine Verpflichtungen so bald wie möglich mit den Absätzen 1 und 2 in Einklang zu bringen , und dem Rat die Einzelheiten der zuwiderlaufenden Verpflichtungen sowie der zur Verminderung oder Beseitigung des Widerspruchs getroffenen Maßnahmen mitzuteilen .   ( 5 ) Kommt ein Einfuhrmitglied den Verpflichtungen dieses Artikels nicht nach , so kann ihm der Rat sowohl sein Stimmrecht im Rat als auch sein Recht , seine Stimme im Direktorium abzugeben oder abgeben zu lassen , zeitweilig entziehen .  KAPITEL VIII  ANDERE WIRTSCHAFTLICHE BESTIMMUNGEN  Artikel 46  Maßnahmen in bezug auf verarbeiteten Kaffee   ( 1 ) Die Mitglieder erkennen die für die Entwicklungsländer bestehende Notwendigkeit an , ihre wirtschaftlichen Grundlagen insbesondere durch Industrialisierung und Ausfuhr von Fertigwaren einschließlich der Verarbeitung von Kaffee und der Ausfuhr von verarbeitetem Kaffee zu erweitern .   ( 2 ) In diesem Zusammenhang sehen die Mitglieder von der Einführung staatlicher Maßnahmen ab , die den Kaffeesektor der anderen Mitglieder zerrütten könnten .   ( 3 ) Ist ein Mitglied der Auffassung , daß Absatz 2 nicht befolgt wird , so soll es unter gebührender Berücksichtigung des Artikels 57 mit den anderen betroffenen Mitgliedern Konsultationen führen . Die betroffenen Mitglieder bemühen sich nach Kräften , eine gütliche Regelung auf zweiseitiger Grundlage zu erreichen . Führen diese Konsultationen nicht zu einer alle Seiten befriedigenden Lösung , so kann jede Partei die Frage nach Artikel 58 dem Rat vorlegen .   ( 4 ) Dieses Übereinkommen lässt das Recht eines jeden Mitgliedes unberührt , Maßnahmen zur Verhütung oder Behebung einer Zerrüttung seines Kaffeesektors durch Einfuhren von verarbeitetem Kaffee zu ergreifen .  Artikel 47  Werbung   ( 1 ) Die Mitglieder verpflichten sich , mit allen nur möglichen Mitteln den Verbrauch von Kaffee zu fördern .   ( 2 ) Zu diesem Zweck übt der Werbefonds seine Tätigkeit weiterhin aus . Der Werbefonds wird durch einen Ausschuß verwaltet , der sich aus allen Ausfuhrmitgliedern zusammensetzt .   ( 3 ) Der Ausschuß genehmigt seine Satzung mit Zweidrittelmehrheit bis zum 31 . März 1984 . Alle Beschlüsse des Ausschusses werden mit Zweidrittelmehrheit gefasst .   ( 4 ) Der Ausschuß legt in seiner Satzung die Mittel und Wege fest , durch welche die Ausfuhrmitglieder bei der Anregung ihres Inlandsverbrauchs unterstützt werden .   ( 5 ) Der Ausschuß sieht in seiner Satzung ferner Konsultationen über geplante Werbetätigkeiten mit geeigneten Gesprächspartnern in den betreffenden Einfuhr-Mitgliedsländern vor .   ( 6 ) Der Ausschuß kann für Ausfuhrmitglieder eine Pflichtabgabe festlegen . Andere Mitglieder können sich zu vom Ausschuß zu genehmigenden Bedingungen ebenfalls an der Finanzierung des Fonds beteiligen .   ( 7 ) Die Mittel des Fonds werden ausschließlich zur Finanzierung von Werbeaktionen , zur Vergabe von Forschungsaufgaben und Untersuchungen über den Verbrauch von Kaffee und zur Deckung der durch die Durchführung dieser Tätigkeiten entstehenden Verwaltungskosten verwendet .   ( 8 ) Die in Absatz 6 bezeichnete Abgabe wird in US-Dollar gezahlt und auf ein dem Ausschuß zur Verfügung stehendes Sonderkonto mit der Bezeichnung  " Werbefondskonto " überwiesen .   ( 9 ) Die vom Ausschuß festgesetzten Abgaben werden zu den für diesen Zweck festgelegten Bedingungen gezahlt . Die wegen Nichtzahlung der Abgaben verhängten Sanktionen werden wie folgt angewandt :  a ) Bleibt ein Mitglied länger als drei Monate im Rückstand , so werden seine Stimmrechte im Ausschuß automatisch ausgesetzt ;  b ) wird die Abgabe sechs , Monate lang nicht gezahlt , so verliert das betreffende Mitgliedsland auch seine Stimmen im Exekutivdirektorium und im Rat , und  c ) wird die Abgabe länger als sechs Monate nicht gezahlt , so wird dem betreffenden Mitgliedsland zur Begleichung seiner Rückstände ein zusätzlicher Zeitabschnitt von 45 Tagen eingeräumt . Ist die Abgabe bei Ablauf dieses zusätzlichen Zeitabschnitts noch nicht gezahlt , so behält der Exekutivdirektor die Kaffeeausfuhrmarken ein , die der Kaffeemenge entsprechen , für welche die Abgabe noch nicht gezahlt ist , und setzt das betreffende Mitglied umgehend davon in Kenntnis . Der Exekutivdirektor meldet jeden solchen Fall dem Exekutivdirektorium , das die vom Exekutivdirektor getroffenen Maßnahmen ändern oder rückgängig machen kann . Der Exekutivdirektor gibt die Marken frei , sobald die entsprechende Zahlung erfolgt .   ( 10 ) Der Ausschuß genehmigt Werbepläne und -programme spätestens sechs Monate vor ihrer Durchführung . Ist dies nicht der Fall , so werden die nicht gebundenen Mittel den Mitgliedsländern zurückgegeben , sofern der Ausschuß nichts anderes beschließt .   ( 11 ) Vorsitzender des Ausschusses ist der Exekutivdirektor ; er erstattet dem Rat in regelmässigen Abständen über die Werbetätigkeit Bericht .  Artikel 48  Beseitigung von Verbrauchshindernissen   ( 1 ) Die Mitglieder erkennen die ausserordentliche Bedeutung einer möglichst schnellen und starken Erhöhung des Kaffeeverbrauchs an , insbesondere durch schrittweise Beseitigung der Hindernisse , die einer solchen Erhöhung im Wege stehen .   ( 2 ) Die Mitglieder erkennen an , daß zur Zeit Maßnahmen angewendet werden , die eine Erhöhung des Kafeeverbrauchs mehr oder weniger behindern können , so insbesondere  a ) Einfuhrregelungen für Kaffee , einschließlich der Vorzugs - und anderen Zölle , Kontingente , Anwendung staatlicher Monopole und Tätigkeit amtlicher Einkaufsstellen sowie sonstige Verwaltungsregelungen und Handelspraktiken ;  b ) Ausfuhrregelungen in bezug auf direkte oder indirekte Subventionen und sonstige Verwaltungsregelungen und Handelspraktiken und  c ) innerstaatliche Handelsbedingungen und inländische Gesetzes - und Verwaltungsvorschriften , die den Verbrauch beeinträchtigen können .   ( 3 ) Im Hinblick auf die vorgenannten Ziele und auf Absatz 4 werden die Mitglieder bestrebt sein , Zollsenkungen für Kaffee zu erreichen oder andere Maßnahmen zur Beseitigung von Hindernissen für eine Verbrauchssteigerung zu treffen .   ( 4 ) Die Mitglieder verpflichten sich unter Berücksichtigung ihrer gegenseitigen Interessen , Mittel und Wege zu finden , damit die in Absatz 2 genannten Hindernisse für eine Steigerung des Handels und des Verbrauchs schrittweise verringert und schließlich nach Möglichkeit beseitigt werden oder damit ihre Auswirkungen erheblich verringert werden können .   ( 5 ) Unter Berücksichtigung etwaiger nach Absatz 4 eingegangener Verpflichtungen unterrichten die Mitglieder den Rat jährlich über alle im Hinblick auf die Durchführung dieses Artikels getroffenen Maßnahmen .   ( 6 ) Der Exekutivdirektor verfasst in regelmässigen Abständen einen Bericht über Verbrauchshindernisse , den der Rat überprüft .   ( 7 ) Zur Erreichung der in diesem Artikel genannten Ziele kann der Rat Empfehlungen an die Mitglieder richten ; diese unterrichten den Rat so bald wie möglich über die im Hinblick auf die Durchführung dieser Empfehlungen getroffenen Maßnahmen .  Artikel 49  Mischungen und Substitute   ( 1 ) Die Mitglieder behalten keine Vorschriften bei , welche die Mischung , Verarbeitung oder Verwendung anderer Erzeugnisse mit Kaffee zum geweblichen Wiederverkauf als Kaffee erfordern . Die Mitglieder werden bestrebt sein , den Verkauf von Erzeugnissen oder die Werbung dafür unter dem Namen Kaffee zu untersagen , falls diese Erzeugnisse den Gegenwert von weniger als 90 v.H . Rohkaffee als Grundrohstoff enthalten .   ( 2 ) Der Rat kann jedes Mitglied auffordern , die notwendigen Maßnahmen zu treffen , um die Beachtung dieses Artikels zu gewährleisten .   ( 3 ) Der Exekutivdirektor erstattet dem Rat regelmässig Bericht über die Einhaltung dieses Artikels .  Artikel 50  Produktionspolitik   ( 1 ) Um die Verwirklichung der in Artikel 1 Absatz 1 niedergelegten Ziele zu erleichtern , verpflichten sich die Ausfuhrmitglieder , eine Produktionspolitik anzunehmen und durchzuführen .   ( 2 ) Der Rat setzt mit beiderseitiger Zweidrittelmehrheit Verfahren zur Koordinierung der in Absatz 1 bezeichneten Produktionspolitik fest . Dazu können geeignete Diversifizierungsmaßnahmen oder eine Förderung der Diversifizierung sowie Methoden gehören , durch welche die Mitglieder technische und finanzielle Hilfe erlangen können .   ( 3 ) Der Rat kann einen von den Ausfuhrmitgliedern zu zahlenden Beitrag festsetzen , mit dessen Hilfe die Organisation geeignete technische Untersuchungen durchführen kann , um die Ausfuhrmitglieder bei der Annahme der zur Verfolgung einer angemessenen Produktionspolitik erforderlichen Maßnahmen zu unterstützen . Der Beitrag darf 2 US-Cent für jeden nach einem Einfuhr-Mitgliedsland ausgeführten Sack nicht überschreiten und ist in konvertierbarer Währung zu zahlen .  Artikel 51  Politik in bezug auf Kaffeevorräte   ( 1 ) Der Rat legt zur Ergänzung des Kapitels VII und des Artikels 50 mit beiderseitiger Zweidrittelmehrheit eine Politik in bezug auf die Kaffeevorräte in den Erzeuger-Mitgliedsländern fest .   ( 2 ) Der Rat trifft Maßnahmen , um jährlich den Umfang der im Besitz der einzelnen Ausfuhrmitglieder befindlichen Kaffeevorräte nach Artikel 35 festzustellen . Die betreffenden Mitglieder werden diese jährliche Untersuchung erleichtern .   ( 3 ) Die Erzeugermitglieder gewährleisten , daß in ihren Ländern geeignete Einrichtungen zur ordnungsmässigen Kaffee-Lagerhaltung vorhanden sind .   ( 4 ) Der Rat führt eine Untersuchung durch über die Möglichkeit , die Ziele dieses Übereinkommens mit Hilfe einer internationalen Bevorratungsvereinbarung zu unterstützen .  Artikel 52  Konsultation und Zusammenarbeit mit dem Handel   ( 1 ) Die Organisation unterhält enge Verbindungen zu den einschlägigen nichtstaatlichen Organisationen , die mit dem internationalen Kaffeehandel befasst sind , sowie zu Kaffeesachverständigen .   ( 2 ) Die Mitglieder halten sich bei ihrer Tätigkeit im Rahmen dieses Übereinkommens an die herkömmlichen Handelswege und sehen von diskriminierenden Verkaufspraktiken ab . Bei dieser Tätigkeit werden sie bestrebt sein , die berechtigten Interessen des Kaffeehandels gebührend zu berücksichtigen .  Artikel 53  Information   ( 1 ) Die Organisation dient als Zentralstelle für die Sammlung , den Austausch und die Veröffentlichung von  a ) statistischen Angaben über Weltproduktion , Preise , Ausfuhren und Einfuhren , Verteilung und Verbrauch von Kaffee und  b ) technischen Angaben über Anbau , Verarbeitung und Verwendung von Kaffee , soweit dies für zweckdienlich erachtet wird .   ( 2 ) Der Rat kann die Mitglieder auffordern , ihm die für seine Tätigkeit notwendigen Angaben zu machen , einschließlich regelmässiger statistischer Berichte über die Kaffee-Erzeugung , Produktionstrends , über Ausfuhren und Einfuhren , Verteilung , Verbrauch , Vorräte , Preise und Besteuerung ; es werden jedoch keine Angaben veröffentlicht , welche die Tätigkeit von Personen oder Gesellschaften erkennen lassen , die Kaffee erzeugen , verarbeiten oder vertreiben . Die erbetenen Angaben sind von den Mitgliedern in möglichst ausführlicher und genauer Form vorzulegen .   ( 3 ) Unterlässt es ein Mitglied , die vom Rat zur ordnungsgemässen Tätigkeit der Organisation angeforderten statistischen und sonstigen Angaben in angemessener Zeit vorzulegen , oder trifft es dabei auf Schwierigkeiten , so kann der Rat das betreffende Mitglied ersuchen , die Gründe für die Unterlassung anzugeben . Falls in der Angelegenheit technische Hilfe benötigt wird , kann der Rat die notwendigen Maßnahmen treffen .   ( 4 ) Ergänzend zu den in Absatz 3 vorgesehenen Maßnahmen kann der Exekutivdirektor nach ordnungsgemässer Bekanntgabe und sofern der Rat nichts anderes beschließt , die Auslieferung von Kaffeemarken oder anderen entsprechenden Ausfuhrgenehmigungen nach Artikel 43 zurückstellen .  Artikel 54  Untersuchungen   ( 1 ) Der Rat kann Untersuchungen betreffend die Wirtschaftsfaktoren der Kaffee-Erzeugung und -verteilung , die Auswirkung von staatlichen Maßnahmen in den Erzeuger - und Verbraucherländern auf die Kaffee-Erzeugung und den Kaffeeverbrauch sowohl für die herkömmlichen Zwecke als auch gegebenenfalls für neue Verwendungsarten sowie die Auswirkungen der Durchführung dieses Übereinkommens auf Kaffee-Erzeuger und -verbraucher , einschließlich ihres Gesamtaustauschverhältnisses , fördern .   ( 2 ) . Die Organisation kann die Möglichkeit einer Festsetzung von Mindestnormen für Kaffeeausfuhren aus Erzeugermitgliedern untersuchen .  Artikel 55  Sonderfonds   ( 1 ) Es wird ein Sonderfonds errichtet , um der Organisation die Annahme und Finanzierung zusätzlicher Maßnahmen zu ermöglichen , die erforderlich sind , um die für die Wirkungsweise dieses Übereinkommens maßgeblichen Bestimmungen durchzuführen , insbesondere die in Artikel 51 Absatz 2 vorgesehene Nachprüfung der Vorräte .   ( 2 ) Die Zahlungen an den Fonds bestehen aus den von den Ausfuhrmitgliedern entsprechend ihren Ausfuhren nach Einfuhrmitgliedern zu leistenden Beiträgen .   ( 3 ) Der Exekutivdirektor legt zu dem Zeitpunkt , zu dem er den in Artikel 25 erwähnten Verwaltungs-Haushaltsplan vorlegt , einen Plan über die mit Mitteln des Fonds zu finanzierenden Tätigkeiten sowie den entsprechenden Haushaltsplan vor , der von den Ausfuhrmitgliedern mit Zweidrittelmehrheit genehmigt wird .   ( 4 ) Der von jedem Ausfuhrmitglied zu leistende Beitrag wird auf der Grundlage des Haushalts des Sonderfonds festgesetzt , ist in US-Dollar zu zahlen und wird an demselben Tag fällig wie die Beiträge zum Verwaltungshaushalt .   ( 5 ) Der Fonds wird von einem Ausschuß , der sich aus den Ausfuhrmitgliedern des Exekutivdirektoriums zusammensetzt , in Zusammenarbeit mit dem Exekutivdirektor geführt und verwaltet und unterliegt einer jährlichen Prüfung durch unabhängige Rechnungsprüfer , wie sie für die Rechnungslegung der Organisation in Artikel 27 vorgesehen ist .   ( 6 ) Die nach Absatz 4 festgesetzten Beiträge werden zu den vom Ausschuß für diesen Zweck festgelegten Bedingungen gezahlt . Die wegen Nichtzahlung der Beiträge verhängten Sanktionen werden wie folgt angewandt :  a ) Bleibt ein Mitglied länger als drei Monate im Rückstand , so werden seine Stimmrechte im Ausschuß automatisch ausgesetzt ;  b ) wird der Beitrag sechs Monate lang nicht gezahlt , so verliert das betreffende Mitglied auch seine Stimmen im Exekutivdirektorium und im Rat , und  c ) wird der Beitrag länger als sechs Monate nicht gezahlt , so wird dem betreffenden Mitglied zur Begleichung seiner Rückstände ein zusätzlicher Zeitabschnitt von 45 Tagen eingeräumt . Ist der Beitrag bei Ablauf dieses zusätzlichen Zeitabschnitts noch nicht gezahlt , so behält der Exekutivdirektor die Ausfuhrmarken ein , die der Kaffeemenge entsprechen , für die der Beitrag noch nicht gezahlt ist , und setzt das betreffende Mitglied umgehend davon in Kenntnis . Der Exekutivdirektor meldet jeden solchen Fall dem Exekutivdirektorium , das die vom Exekutivdirektor getroffenen Maßnahmen ändern oder rückgängig machen kann . Der Exekutivdirektor gibt die Marken frei , sobald die entsprechende Zahlung erfolgt ist .  Artikel 56  Befreiung von Verpflichtungen   ( 1 ) Der Rat kann bei Vorliegen von aussergewöhnlichen Umständen oder Notfällen , höherer Gewalt , verfassungsmässigen Verpflichtungen oder internationalen Verpflichtungen aus der Charta der Vereinten Nationen für Gebiete , die treuhandschaftlich verwaltet werden , mit beiderseitiger Zweidrittelmehrheit ein Mitglied von einer Verpflichtung befreien .   ( 2 ) Bei einer solchen Befreiung legt der Rat ausdrücklich die Voraussetzungen und Bedingungen fest , unter denen das Mitglied von der Verpflichtung entbunden ist , und bestimmt die Geltungsdauer der Befreiung .   ( 3 ) Sofern der Rat nichts anderes beschließt , werden , falls eine Befreiung zur Erhöhung der jährlich zustehenden Ausfuhrmenge des betreffenden Mitgliedes führt , die jährlichen Quoten aller anderen Ausfuhrmitglieder , denen eine Grundquote zusteht , anteilmässig bereinigt , so daß die jährliche Gesamtquote unverändert bleibt .   ( 4 ) Der Rat berücksichtigt keinen Antrag auf Befreiung von Verpflichtungen aus Quotenbestimmungen , der ausschließlich darauf beruht , daß in einem oder mehreren Jahren in dem den Antrag stellenden Mitgliedsland eine ausführbare Erzeugung vorhanden ist , welche die zulässigen Ausfuhren übersteigt oder sich daraus ergibt , daß ein Mitglied die Artikel 50 und 51 nicht eingehalten hat .   ( 5 ) Der Rat kann Vorschriften über die Verfahren für die Gewährung der Befreiung von Verpflichtungen und die dabei anwendbaren Maßstäbe erlassen .  KAPITEL IX  KONSULTATIONEN , STREITIGKEITEN UND BESCHWERDEN  Artikel 57  Konsultationen  Jedes Mitglied prüft wohlwollend die Möglichkeit einer Konsultation über Vorstellungen , die gegebenenfalls von einem anderen Mitglied über eine dieses Übereinkommen betreffende Angelegenheit erhoben werden , und bietet für eine solche Konsultation geeignete Gelegenheit . Der Exekutivdirektor setzt im Verlauf einer solchen Konsultation auf Antrag der einen und mit Zustimmung der anderen Partei eine unabhängige Kommission ein , die ihre guten Dienste für einen Vergleich zur Verfügung stellt . Die Kosten der Kommission gehen nicht zu Lasten der Organisation . Stimmt eine Partei der Einsetzung der Kommission durch den Exekutivdirektor nicht zu oder führt die Konsultation zu keiner Lösung , so kann die Angelegenheit nach Artikel 58 an den Rat verwiesen werden . Führt die Konsultation zu einer Lösung , so wird ein Bericht darüber dem Exekutivdirektor vorgelegt ; dieser leitet ihn allen Mitgliedern zu .  Artikel 58  Streitigkeiten und Beschwerden   ( 1 ) Jede Streitigkeit über die Auslegung oder Anwendung dieses Übereinkommens , die nicht durch Verhandlungen beigelegt werden kann , wird auf Antrag eines Mitgliedes , das in dieser Streitigkeit Partei ist , dem Rat zur Entscheidung vorgelegt .   ( 2 ) Ist eine Streitigkeit dem Rat nach Absatz 1 vorgelegt worden , so kann er von einer Mehrheit der Mitglieder oder von Mitgliedern , denen mindestens ein Drittel der Gesamtstimmenzahl zusteht , aufgefordert werden , nach Beratung ein Gutachten der in Absatz 3 genannten Beratungsgruppe über die strittigen Fragen einzuholen , bevor er seinen Beschluß fasst .   ( 3 ) a ) Wenn der Rat nicht einstimmig etwas anderes vereinbart , setzt sich die Beratungsgruppe wie folgt zusammen :  i ) aus zwei von den Ausfuhrmitgliedern benannten Personen , von denen die eine ausgedehnte Erfahrungen in Fragen der strittigen Art und die andere Ansehen und Erfahrung als Jurist besitzt ;  ii ) aus zwei von den Einfuhrmitgliedern benannten Personen , welche die gleichen Voraussetzungen erfuellen , und  iii ) aus einem Vorsitzenden , der einvernehmlich von den nach den Ziffern i ) und ii ) benannten vier Personen oder , falls diese zu keiner Einigung gelangen , von dem Vorsitzenden des Rates bestellt wird .  b ) Der Beratungsgruppe können Personen aus Ländern angehören , deren Regierungen Vertragsparteien dieses Übereinkommens sind .  c ) Die in die Beratungsgruppe berufenen Personen sind in persönlicher Eigenschaft und ohne Weisungen irgendeiner Regierung tätig .  d ) Die Ausgaben der Beratungsgruppe bestreitet die Organisation .   ( 4 ) Das Gutachten der Beratungsgruppe wird mit einer Begründung dem Rat vorgelegt ; dieser fasst nach Prüfung aller erheblichen Unterlagen einen Beschluß zur Entscheidung der Streitigkeit .   ( 5 ) Der Rat befindet über eine ihm unterbreitete Streitigkeit innerhalb von sechs Monaten nach Vorlage der Streitigkeit .   ( 6 ) Jede Beschwerde darüber , daß ein Mitglied seine Verpflichtungen aus diesem Übereinkommen nicht erfuellt hat , wird auf Antrag des beschwerdeführenden Mitgliedes dem Rat vorgelegt ; dieser fasst darüber einen Beschluß .   ( 7 ) Für die Feststellung , daß ein Mitglied seine Verpflichtungen aus diesem Übereinkommen verletzt hat , ist die beiderseitige einfache Mehrheit erforderlich . Im Schuldspruch ist die Art der Verletzung anzugeben .   ( 8 ) Stellt der Rat fest , daß ein Mitglied seine Verpflichtungen aus diesem Übereinkommen verletzt hat , so kann er unbeschadet sonstiger in anderen Artikeln des Übereinkommens vorgesehener Zwangsmaßnahmen mit beiderseitiger Zweidrittelmehrheit dem Mitglied sein Stimmrecht im Rat und sein Recht , seine Stimme im Direktorium abzugeben oder abgeben zu lassen , entziehen , bis es seinen Verpflichtungen nachgekommen ist , oder aber er kann beschließen , das Mitglied nach Artikel 66 aus der Organisation auszuschließen .   ( 9 ) Bevor die Angelegenheit vom Rat behandelt wird , kann ein Mitglied bei einer Streitigkeit oder Beschwerde ein vorheriges Gutachten des Exekutivdirektoriums einholen .  KAPITEL X  SCHLUSSBESTIMMUNGEN  Artikel 59  Unterzeichnung  Dieses Übereinkommen liegt vom 1 . Januar 1983 bis zum 30 . Juni 1983 am Sitz der Vereinten Nationen für die Vertragsparteien des Internationalen Kaffee-Übereinkommens von 1976 oder des Internationalen Kaffee-Übereinkommens von 1976 in der Fassung der Verlängerung und für die zu den Tagungen des Internationalen Kaffeerats , die zur Aushandlung dieses Übereinkommens anberaumt worden waren , eingeladenen Regierungen zur Unterzeichnung auf .  Artikel 60  Ratifikation , Annahme , Genehmigung   ( 1 ) Dieses Übereinkommen bedarf der Ratifikation , Annahme oder Genehmigung durch die Unterzeichnerregierungen nach Maßgabe ihrer verfassungsrechtlichen Verfahren .   ( 2 ) Abgesehen von dem in Artikel 61 vorgesehenen Fall sind die Ratifikations - , Annahme - oder Genehmigungsurkunden bis zum 30 . September 1983 beim Generalsekretär der Vereinten Nationen zu hinterlegen . Der Rat kann jedoch denjenigen Unterzeichnerregierungen , die ihre Urkunden bis zu diesem Tag nicht hinterlegen können , Fristverlängerungen gewähren .  Artikel 61  Inkrafttreten   ( 1 ) Dieses Übereinkommen tritt endgültig am 1 . Oktober 1983 in Kraft , wenn bis zu diesen Tag Regierungen , die mindestens 20 Ausfuhrmitglieder vertreten , die nach der am 30 . September 1983 erfolgten Berechnung über mindestens 80 v.H . der den Ausfuhrmitgliedern zustehenden Stimmen verfügen , sowie 10 Einfuhrmitglieder , die nach der am 30 . September 1983 erfolgten Berechnung über mindestens 80 v.H . der den Einfuhrmitgliedern zustehenden Stimmen verfügen , ihre Ratifikations - , Annahme - oder Genehmigungsurkunde hinterlegt haben . Im übrigen tritt das Übereinkommen jederzeit nach dem 1 . Oktober 1983 endgültig in Kraft , wenn es nach Absatz 2 vorläufig in Kraft ist und wenn die genannten Hundertsatzerfordernisse durch die Hinterlegung von Ratifikations - , Annahme - oder Genehmigungsurkunden erfuellt sind .   ( 2 ) Dieses Übereinkommen kann am 1 . Oktober 1983 vorläufig in Kraft treten . Zu diesem Zweck gilt eine bis zum 30 . September 1983 beim Generalsekretär der Vereinten Nationen eingegangene Notifikation einer Unterzeichnerregierung oder einer anderen Vertragspartei des Internationalen Kaffee-Übereinkommens von 1976 in der Fassung der Verlängerung , wonach diese zusagt , das Übereinkommen vorläufig anzuwenden und die Ratifikation , Annahme oder Genehmigung nach Maßgabe ihrer verfassungsrechtlichen Verfahren so bald wie möglich zu erwirken , als der Ratifikations - , Annahme - oder Genehmigungsurkunde gleichwertig . Eine Regierung , die sich verpflichtet , das Übereinkommen bis zur Hinterlegung einer Ratifikations - , Annahme - oder Genehmigungsurkunde vorlaufig anzuwenden , gilt bis zur Hinterlegung ihrer Ratifikations - , Annahme - oder Genehmigungsurkunde oder bis zum 31 . Dezember 1983 , je nachdem welcher Zeitpunkt früher liegt , als vorläufige Vertragspartei . Der Rat kann eine Verlängerung der Frist gewähren , innerhalb deren eine Regierung , welche dieses Übereinkommen vorläufig anwendet , ihre Ratifikations - , Annahme - oder Genehmigungsurkunde hinterlegen kann .   ( 3 ) Ist dieses Übereinkommen am 1 . Oktober 1983 nicht nach Absatz 1 oder 2 endgültig oder vorläufig in Kraft getreten , so können Regierungen die Ratifikations - , Genehmigungs - , Annahme - oder Beitrittsurkunden hinterlegt oder Notifikationen mit der Zusage übermittelt haben , das Übereinkommen vorläufig anzuwenden und die Ratifikation , Annahme oder Genehmigung zu erwirken , im gegenseitigen Einvernehmen beschließen , daß das Übereinkommen zwischen ihnen in Kraft tritt . Ist das Übereinkommen am 31 . Dezember 1983 vorläufig , aber nicht endgültig in Kraft getreten , so können Regierungen , die Ratifikations - , Annahme - , Genehmigungs - oder Beitrittsurkunden hinterlegt oder die in Absatz 2 genannten Notifikationen übermittelt haben , gleichfalls im gegenseitigen Einvernehmen beschließen , daß das Übereinkommen zwischen ihnen vorläufig in Kraft bleibt oder endgültig in Kraft tritt .  Artikel 62  Beitritt   ( 1 ) Die Regierung des Mitgliedstaats der Vereinten Nationen oder einer ihrer Sonderorganisationen kann diesem Übereinkommen unter den vom Rat festzusetzenden Bedingungen beitreten .   ( 2 ) Die Beitrittsurkunden sind beim Generalsekretär der Vereinten Nationen zu hinterlegen . Der Beitritt wird mit Hinterlegung der Urkunde wirksam .  Artikel 63  Vorbehalte  Vorbehalte zu diesem Übereinkommen sind nicht zulässig .  Artikel 64  Erstreckung auf bezeichnete Hoheitsgebiete   ( 1 ) Jede Regierung kann bei der Unterzeichnung oder bei der Hinterlegung einer Ratifikations - , Annahme - , Genehmigungs - oder Beitrittsurkunde oder zu einem späteren Zeitpunkt durch eine an den Generalsekretär der Vereinten Nationen gerichtete Notifikation erklären , daß sich dieses Übereinkommen auf Hoheitsgebiete erstreckt , für deren internationale Beziehungen sie verantwortlich ist ; das Übereinkommen wird vom Zeitpunkt der Notifikation an auf die darin genannten Hoheitsgebiete erstreckt .   ( 2 ) Jede Vertragspartei , die ihre Rechte aus Artikel 5 in bezug auf ein Hoheitsgebiet , für dessen internationale Beziehungen sie verantwortlich ist , ausüben will oder die ein solches Hoheitsgebiet ermächtigen will , sich an einer nach Artikel 6 oder 7 gebildeten Mitgliedergruppe zu beteiligen , kann dies durch eine entsprechende an den Generalsekretär der Vereinten Nationen gerichtete Notifikation im Zeitpunkt der Hinterlegung ihrer Ratifikations - , Annahme - , Genehmigungs - oder Beitrittsurkunde oder zu einem späteren Zeitpunkt tun .   ( 3 ) Jede Vertragspartei , die eine Erklärung nach Absatz 1 abgegeben hat , kann jederzeit danach durch eine an den Generalsekretär der Vereinten Nationen gerichtete Notifikation erklären , daß sich dieses Übereinkommen nicht mehr auf das in der Notifikation genannte Hoheitsgebiet erstrecken soll . Das Übereinkommen gilt vom Zeitpunkt der Notifikation an nicht mehr für das betreffende Hoheitsgebiet .   ( 4 ) Wird ein Hoheitsgebiet , auf das sich dieses Übereinkommen nach Absatz 1 erstreckt , in der Folge unabhängig , so kann die Regierung des neuen Staates binnen 90 Tagen nach Erlangung der Unabhängigkeit durch eine an den Generalsekretär der Vereinten Nationen gerichtete Notifikation erklären , daß sie die Rechte und Pflichten einer Vertragspartei des Übereinkommens übernimmt . Sie wird vom Zeitpunkt der Notifikation an Vertragspartei des Übereinkommens . Der Rat kann eine Verlängerung der Frist für eine solche Notifikation gewähren .  Artikel 65  Freiwilliger Rücktritt  Eine Vertragspartei kann durch eine an den Generalsekretär der Vereinten Nationen gerichtete schriftliche Rücktrittsanzeige jederzeit von diesem Übereinkommen zurücktreten . Der Rücktritt wird 90 Tage nach Eingang der Rücktrittsanzeige wirksam .  Artikel 66  Ausschluß  Stellt der Rat fest , daß ein Mitglied seine Verpflichtungen aus diesem Übereinkommen verletzt hat , und stellt er ferner fest , daß durch diese Verletzung die Durchführung des Übereinkommens erheblich beeinträchtigt wird , so kann er mit beiderseitiger Zweidrittelmehrheit dieses Mitglied aus der Organisation ausschließen . Der Rat notifiziert diesen Beschluß alsbald dem Generalsekretär der Vereinten Nationen . Das Mitglied verliert seine Mitgliedschaft in der Organisation und , wenn es Vertragspartei des Übereinkommens ist , diese Eigenschaft 90 Tage nach dem Beschluß des Rates .  Artikel 67Kontenabrechnung mit zurücktretenden oder ausgeschlossenen Mitgliedern   ( 1 ) Der Rat regelt die Kontenabrechnung mit einem zurücktretenden oder ausgeschlossenen Mitglied . Die Organisation behält die von einem zurücktretenden oder ausgeschlossenen Mitglied bereits eingezahlten Beträge ein , und das Mitglied bleibt zur Zahlung der bei Wirksamwerden des Rücktritts oder des Ausschlusses fälligen Beträge verpflichtet ; jedoch kann der Rat in Fällen , in denen eine Vertragspartei eine Änderung nicht annehmen kann und deshalb nach Artikel 69 Absatz 2 nicht länger an dem Übereinkommen teilnimmt , eine von ihm für angemessen erachtete Kontenabrechnung festlegen .   ( 2 ) Ein Mitglied , das an diesem Übereinkommen nicht mehr beteiligt ist , hat keinen Anspruch auf Beteiligung am Liquidationserlös oder an anderen Vermögenswerten der Organisation ; bei Ausserkraftsetzung dieses Übereinkommens ist es auch nicht zur Übernahme eines Teiles eines etwaigen Defizites der Organisation verpflichtet .  Artikel 68  Geltungsdauer und Ausserkraftsetzung   ( 1 ) Dieses Übereinkommen bleibt für einen Zeitabschnitt von sechs Jahren bis zum 30 . September 1989 in Kraft , sofern es nicht nach Absatz 2 verlängert oder nach Absatz 3 ausser Kraft gesetzt wird .   ( 2 ) Der Rat kann jederzeit nach dem 30 . September 1987 mit den Stimmen von 58 v.H . der Mitglieder , die mindestens eine beiderseitige Mehrheit von 70 v.H . der Gesamtstimmen auf sich vereinen , beschließen , daß dieses Übereinkommen entweder neu ausgehandelt oder mit oder ohne Änderungen für einen vom Rat zu bestimmenden Zeitabschnitt verlängert wird . Jede Vertragspartei , die bis zum Tag des Inkrafttretens des neu ausgehandelten oder verlängerten Übereinkommens dem Generalsekretär der Vereinten Nationen die Annahme des neu ausgehandelten oder verlängerten Übereinkommens nicht notifiziert hat , und jedes Hoheitsgebiet , das entweder ein Mitglied ist oder einer Mitgliedergruppe angehört , in dessen oder deren Namen bis zu diesem Tag eine entsprechende Notifikation nicht vorgenommen worden ist , scheidet mit diesem Zeitpunkt von der Teilnahme an dem Übereinkommen aus .   ( 3 ) Der Rat kann jederzeit mit der mindestens eine beiderseitige Zweidrittemehrheit der Gesamtstimmen auf sich vereinenden Mehrheit der Mitglieder die Ausserkraftsetzung dieses Übereinkommens beschließen . Es wird zu einem vom Rat zu beschließenden Zeitpunkt ausser Kraft gesetzt .   ( 4 ) Ungeachtet der Ausserkraftsetzung dieses Übereinkommens bleibt der Rat so lange weiter bestehen , wie es für die Durchführung der Liquidation der Organisation , die Abrechnung ihrer Konten und die Veräusserung ihrer Vermögenswerte notwendig ist ; er hat während dieser Zeit die für diesen Zweck notwendigen Aufgaben und Befugnisse .  Artikel 69  Änderung   ( 1 ) Der Rat kann mit beiderseitiger Zweidrittelmehrheit den Vertragsparteien eine Änderung dieses Übereinkommens empfehlen . Die Änderung wird 100 Tage nach dem Zeitpunkt wirksam , zu dem die Annahmenotifikationen von Vertragsparteien , die mindestens 75 v.H . der Ausfuhrländer mit mindestens 85 v.H . der den Ausfuhrmitgliedern zustehenden Stimmen vertreten , und von Vertragsparteien , die mindestens 75 v.H . der Einfuhrländer mit mindestens 80 v.H . der den Einfuhrmitgliedern zustehenden Stimmen vertreten , beim Generalsekretär der Vereinten Nationen eingegangen sind . Der Rat legt eine Frist fest , innerhalb deren die Vertragsparteien dem Generalsekretär der Vereinten Nationen die Annahme der Änderung zu notifizieren haben . Sind bei Ablauf dieser Frist die genannten Hundertsatzerfordernisse für das Inkrafttreten der Änderung nicht erfuellt worden , so gilt die Änderung als zurückgenommen .   ( 2 ) Jede Vertragspartei , die innerhalb der vom Rat festgesetzten Frist die Annahme einer Änderung nicht notifiziert hat , und jedes Hoheitsgebiet , das entweder ein Mitglied ist oder einer Mitgliedergruppe angehört , in dessen oder deren Namen bis zu diesem Zeitpunkt eine entsprechende Notifikation nicht vorgenommen worden ist , scheidet mit dem Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Änderung von der Teilnahme an diesem Übereinkommen aus .   ( 3 ) Dieser Artikel berührt nicht die dem Rat nach diesem Übereinkommen übertragene Befugnis zur Revision von Anlagen des Übereinkommens .  Artikel 70  Ergänzungs - und Übergangsbestimmungen   ( 1 ) Dieses Übereinkommen gilt als Fortsetzung des Internationalen Kaffee-Übereinkommens von 1976 in der Fassung der Verlängerung .   ( 2 ) Um die ununterbrochene Fortsetzung des Internationalen Kaffee-Übereinkommens von 1976 in der Fassung der Verlängerung zu erleichtern , gilt folgendes :  a ) Alle nach dem Internationalen Kaffee-Übereinkommen von 1976 in der Fassung der Verlängerung von der Organisation oder von einem ihrer Organe selbst oder in ihrem Namen getroffenen Maßnahmen , die am 30 . September 1983 in Kraft sind und bei denen nicht bestimmt ist , daß ihre Wirkung an diesem Tag endet , bleiben in Kraft , sofern sie nicht durch dieses Übereinkommen geändert werden , und  b ) alle Beschlüsse , die der Rat während des Kaffeejahrs 1982-83 zwecks Anwendung im Kaffeejahr 1983-84 zu fassen hat , werden vom Rat im Kaffeejahr 1982-83 gefasst und vorläufig so angewendet , als wäre dieses Übereinkommen schon in Kraft getreten .  Artikel 71  Verbindliche Wortlaute des Übereinkommens  Der englische , französische , portugiesische und spanische Wortlaut dieses Übereinkommens ist gleichermassen verbindlich . Die Urschriften werden beim Generalsekretär der Vereinten Nationen hinterlegt .  Zu Urkund dessen haben die von ihren Regierungen hierzu gehörig befugten Unterzeichneten dieses Übereinkommen an den neben ihrer Unterschrift vermerkten Tagen unterschrieben .  ANLAGE 1  Volksrepublik Angola  1 . Bis zum 31 . Juli eines jeden Jahres notifiziert Angola dem Exekutivdirektor die Kaffeemenge , die Angola erwartungsgemäß für die Ausfuhr in dem folgenden Kaffeejahr zur Verfügung steht . Die Quote Angolas für das betreffende Kaffeejahr ist die so angegebene Menge , sofern diese Menge die Angola zustehende Ausfuhrmenge , die aufgrund der Anwendung der Artikel 30 und 35 des Internationalen Kaffee-Übereinkommens von 1976 errechnet wird , nicht überschreitet und sofern die von dem Mitglied angegebene Menge vom Exekutivdirektor bestätigt wird .  2 . Die nach Absatz 1 dieser Anlage festgelegte jährliche Quote Angolas unterliegt nicht der Bereinigung nach oben oder unten und wird von der vom Rat nach Artikel 34 festgelegten jährlichen Gesamtquote abgezogen , bevor den Ausfuhrmitgliedern , denen nach Artikel 35 Absätze 1 und 2 eine Grundquote zusteht , jährliche Quoten zugeteilt werden .  3 . Überschreitet die Kaffeemenge , die von Angola als für die Ausfuhr in einem Kaffeejahr zur Verfügung stehend gemeldet wird , die Quote , die Angola nach den Artikeln 30 und 35 des Internationalen Kaffee-Übereinkommens von 1976 zugestanden hätte , so werden die in dieser Anlage vorgesehenen Verfahren ausgesetzt . Für Angola wird eine Grundquote festgesetzt , und es fällt unter alle Bestimmungen des Übereinkommens , die auf Ausfuhrmitglieder Anwendung finden , denen eine Grundquote zusteht .  ANLAGE 2  Ausfuhrmitglieder , die unter Artikel 31 fallen  Ausfuhrmitglied * Prozentualer Anteil ( 1 ) ( 1 ) * Zahl der den Grundstimmen hinzuzurechnenden Stimmen ( 2 ) ( 2 ) *  INSGESAMT * * *  a ) mit OAMCAF * 100,00 * 44 *  b ) ohne OAMCAF * 70,62 * 35 *  Bolivien * 4,65 * 2 *  Burundi ( 3 ) * * 7 *  Ghana * 2,14 * 0 *  Guinea * 4,25 * 2 *  Haiti * 16,99 * 7 *  Jamaika * 0,74 * 0 *  Liberia * 5,52 * 2 *  Malawi * 0,99 * 0 *  Nigeria * 3,11 * 0 *  Panama * 2,79 * 0 *  Paraguay * 4,61 * 2 *  Ruanda ( 3 ) * * 7 *  Sierra Leone * 9,94 * 4 *  Simbabwe * 3,31 * 0 *  Sri Lanka * 2,29 * 0 *  Thailand * 4,44 * 2 *  Trinidad und Tobago * 1,45 * 0 *  Venezuela * 3,40 * 0 *  OAMCAF * 29,38 * 9 *  Benin * 2,24 * 0 *  Gabun * 1,70 * 0 *  Kongo * 1,70 * 0 *  Togo * 12,42 * 5 *  Zentralafrikanische Republik * 11,32 * 4 *  ( 1 ) Bezieht sich auf Mitglieder , auf die Artikel 31 Absatz 2 Anwendung findet .  ( 2 ) Bezieht sich auf Artikel 13 Absatz 3 .  ( 3 ) Siehe Artikel 31 Absatz 6 .  ANLAGE 3  Anteil einzelner Mitglieder an der Gesamtquote für Ausfuhrmitglieder , denen im Kaffeejahr 1983/84 eine Grundquote zusteht  Ausfuhrmitglied * Prozentualer Anteil *  INSGESAMT * 100,00 *  Colombian Milds * 20,12 *  Kenia * 2,48 *  Kolumbien * 16,28 *  Tansania * 1,36 *  Other Milds * 23,36 *  Costa Rica * 2,16 *  Dominikanische Republik * 0,95 *  Ecuador * 2,17 *  El Salvador * 4,48 *  Guatemala * 3,47 *  Honduras * 1,49 *  Indien * 1,24 *  Mexiko * 3,65 *  Nicaragua * 1,28 *  Papua-Neuguinea * 1,16 *  Peru * 1,31 *  Brazilian and Other Arabicas * 33,45 *  Äthiopien * 2,62 *  Brasilien * 30,83 *  Robustas * 23,07 *  Indonesien * 4,55 *  OAMCAF * 11,96 *  Uganda * 4,44 *  Zaire * 2,12 *  Anmerkung : Die Philippinen als Ausfuhrmitglied , dem eine Grundquote zusteht , haben im Kaffeejahr 1983/84 eine jährliche Quote von 470 000 Sack , die allen Bereinigungen unterliegt , die auf Quoten von Ausfuhrmitgliedern Anwendung finden , denen nach dem Übereinkommen eine Grundquote zusteht .  Mitteilung über das Inkrafttreten des Internationalen Kaffee-Übereinkommens von 1983  Gemäß dem Beschluß des Rates vom 26 . September 1983 ( 1 ) hat die Gemeinschaft am 30 . September 1983 beim Generalsekretär der Vereinten Nationen die Notifikationsurkunde über die vorläufige Anwendung des Internationalen Kaffee-Übereinkommens von 1983 hinterlegt .  Dieses Übereinkommen ist am 1 . Oktober 1983 für sechs Jahre vorläufig in Kraft getreten .  Anmerkung : Es wird daran erinnert , daß die Gemeinschaft gemäß dem Beschluß des Rates vom 21 . Juni 1983 dieses Übereinkommen am 29 . Juni 1983 unterzeichnet hat .  ( 1 ) Siehe Seite 1 dieses Amtsblatts .