CELEX: C2005/330/20
Language: de
Date: 2005-12-24 00:00:00
Title: Rechtssache C-385/05: Ersuchen um Vorabentscheidung, vorgelegt durch Beschluss des Conseil d'Etat (Frankreich) vom  19. Oktober 2005  in dem Rechtsstreit Confédération Générale du Travail, Confédération Française Démocratique du Travail (CFDT), Confédération Française de l'Encadrement C.G.C. (C.F.E.-C.G.C.), Confédération Française des Travailleurs Chrétiens (C.F.T.C.) und Confédération Générale du Travail — Force Ouvrière gegen Premier ministre und Ministre de l'Emploi, de la Cohésion sociale et du Logement

24.12.2005   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 330/10
            
         Ersuchen um Vorabentscheidung, vorgelegt durch Beschluss des Conseil d'Etat (Frankreich) vom 19. Oktober 2005 in dem Rechtsstreit Confédération Générale du Travail, Confédération Française Démocratique du Travail (CFDT), Confédération Française de l'Encadrement C.G.C. (C.F.E.-C.G.C.), Confédération Française des Travailleurs Chrétiens (C.F.T.C.) und Confédération Générale du Travail — Force Ouvrière gegen Premier ministre und Ministre de l'Emploi, de la Cohésion sociale et du Logement
   (Rechtssache C-385/05)
   (2005/C 330/20)
   Verfahrenssprache: Französisch
   Der Conseil d'Etat (Frankreich) ersucht den Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften durch Beschluss vom 19. Oktober 2005, bei der Kanzlei des Gerichtshofes eingegangen am 24. Oktober 2005, in dem Rechtsstreit Confédération Générale du Travail, Confédération Française Démocratique du Travail (CFDT), Confédération Française de l'Encadrement C.G.C. (C.F.E.-C.G.C.), Confédération Française des Travailleurs Chrétiens (C.F.T.C.) und Confédération Générale du Travail — Force Ouvrière gegen Premier ministre und Ministre de l'Emploi, de la Cohésion sociale et du Logement um Vorabentscheidung über folgende Fragen:
   
               1.
            
            
               Ist unter Berücksichtigung des Zieles der Richtlinie 2002/14/EG vom 11. März 2002 (1), das nach deren Artikel 1 Absatz 1 in der Festlegung eines allgemeinen Rahmens mit Mindestvorschriften für das Recht auf Unterrichtung und Anhörung der Arbeitnehmer von in der Gemeinschaft ansässigen Unternehmen oder Betrieben besteht, die Betrauung der Mitgliedstaaten mit der Bestimmung der Berechnungsmethode für die in dieser Richtlinie genannten Schwellenwerte für die Beschäftigtenzahl so zu sehen, dass diesen Staaten damit erlaubt wird, für die Anwendung dieser Schwellenwerte bestimmte Gruppen von Arbeitnehmern unterschiedlich zu berücksichtigen?
            
         
               2.
            
            
               Inwieweit kann die Richtlinie 98/59/EG vom 20. Juli 1998 (2) dahin ausgelegt werden, dass sie eine Regelung mit der Folge zulässt, dass einzelne Betriebe mit in der Regel mehr als 20 Arbeitnehmern von der Verpflichtung zur Schaffung einer Arbeitnehmervertretungsstruktur — wenn auch vorübergehend — dadurch befreit sind, dass Vorschriften über die Berechnung der Beschäftigtenzahl die Berücksichtigung bestimmter Gruppen von Beschäftigten für die Anwendung der Bestimmungen über die Arbeitnehmervertretung ausschließen?
            
         
      (1)  Richtlinie 2002/14/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. März 2002 zur Festlegung eines allgemeinen Rahmens für die Unterrichtung und Anhörung der Arbeitnehmer in der Europäischen Gemeinschaft – Gemeinsame Erklärung des Europäischen Parlaments, des Rates und der Kommission zur Vertretung der Arbeitnehmer (ABl. L 80, S. 29).
   
      (2)  Richtlinie 98/59/EG des Rates vom 20. Juli 1998 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Massenentlassungen (ABl. L 225, S. 16).