CELEX: 51989PC0653(01)
Language: de
Date: 1990-01-31
Title: VORSCHLAG FUER EINE RICHTLINIE DES RATES UEBER SICHERHEITSSCHEIBEN UND WERKSTOFFE FUER WINDSCHUTZSCHEIBEN IN KRAFTFAHRZEUGEN UND KRAFTFAHRZEUGANHAENGERN

12. 4. 90                                 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                Nr. C 95/1
                                                                II
                                                   (Vorbereitende  Rechtsakte)
                                                   KOMMISSION
                Vorschlag für eine Richtlinie des Rates über Sicherheitsscheiben und Werkstoffe für Windschutz-
                                    scheiben in Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeuganhängern
                                                KOM(89) 653 endg. — SYN 236
                                     (Von der Kommission vorgelegt am 12. Februar 1990)
                                                           (90/ 95/01)
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN —                           Eine Regelung über Sicherheitsscheiben enthält nicht nur
                                                                    Vorschriften, die ihre Herstellung betreffen, sondern auch
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen              solche über ihren Einbau in die Fahrzeuge.
Wirtschaftsgemeinschaft, insbesondere auf Artikel 100a,
                                                                    Durch ein harmonisiertes Bauartgenehmigungsverfahren für
                                                                    Sicherheitsscheiben kann jeder Mitgliedstaat feststellen, ob
auf Vorschlag der Kommission,
                                                                    die gemeinsamen Vorschriften für die Herstellung und die
                                                                    Prüfung eingehalten worden sind, und die übrigen Mitglied-
in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Parlament,                   staaten von dieser Feststellung durch Übersendung eines
                                                                   Exemplars des für jeden Typ von Sicherheitsscheiben ausge-
nach Stellungnahme       des Wirtschafts-     und  Sozialaus-       stellten Bauartgenehmigungsbogens unterrichten; mit der
schusses,                                                          Anbringung des EWG-Prüfzeichens auf jeder Sicherheits-
                                                                    scheibe, die dem genehmigten Typ entspricht, ist eine
                                                                   technische Überwachung dieser Scheiben in den übrigen
in Erwägung nachstehender Gründe:                                  Mitgliedstaaten nicht mehr gerechtfertigt.
Es sind Maßnahmen zu ergreifen, um bis zum 31. Dezember            Der Sicherheitsaspekt ist insbesondere bei den Winschutz-
1992 den Binnenmarkt schrittweise zu verwirklichen. Der            scheiben von größter Wichtigkeit, da diese mehr als die
Binnenmarkt ist ein Raum ohne Binnengrenzen, in dem der            anderen Scheiben heftigen Stößen durch Aufprallen auf
freie Verkehr von Waren, Personen, Dienstleistungen und            andere Fahrzeuge oder sonstige Gegenstände ausgesetzt sind
Kapital gewährleistet ist.                                         und Ursache für schwere Körperverletzungen sein können.
                                                                   Bei den in Frage kommenden Lösungen sind sowohl die
Die Vorschriften über Sicherheitsscheiben sind von Mitglied-       Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten
staat zu Mitgliedstaat verschieden; daraus ergibt sich die         anzustreben, die durch ihre Unterschiedlichkeit zu Handels-
Notwendigkeit, entweder als Ergänzung oder anstelle der            hemmnissen führen, als auch die Sicherheitserfordernisse des
gegenwärtigen Regelungen in allen Mitgliedstaaten die glei-        Straßenverkehrs und die Notwendigkeit ihrer Erhöhung zu
chen Vorschriften einzuführen, um insbesondere für jeden           berücksichtigen.
Fahrzeugtyp die Anwendung des EWG-Betriebserlaubnis-
verfahrens zu ermöglichen, das in der Richtlinie 70/156/           In Artikel 13 der Richtlinie 70/156/EWG ist das Verfahren
EWG des Rates vom 6. Februar 1970 zur Angleichung der              festgelegt, wonach die in den Anhängen dieser Richtlinie
Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Betriebser-        enthaltenen Bestimmungen an den technischen Fortschritt
laubnis für Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeuganhänger (*),          angepaßt werden; der technische Fortschritt macht es jedoch
zuletzt geändert durch die Richtlinie 87/403/EWG ( 2 ),            erforderlich, daß die Anpassung der technischen Vorschrif-
festgelegt ist.                                                    ten der Einzelrichtlinien rasch erfolgt; diese Aufgabe sollte
                                                                   daher mit dem Ziel, das Verfahren zu vereinfachen und zu
H ABl. Nr. L 42 vom 23. 2. 1970, S. 1.                             beschleunigen, der Kommission zufallen; in allen Fällen, in
(2) ABl. Nr. L 220 vom 8. 8. 1987, S. 44.                          denen der Rat der Kommission die Befugnis zur Ausführung
 ---pagebreak--- Nr. C 95/2                                   Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                  12. 4. 90
von Regeln für den Kraftfahrzeugbereich überträgt, ist es            mung der Fertigung mit dem genehmigten Typ sicherzustel-
zweckmäßig, ein Verfahren zur vorherigen Konsultation                len. Die zuständigen Behörden dieses Mitgliedstaats unter-
zwischen Kommission und Mitgliedstaaten im Rahmen eines              richten die zuständigen Behörden der übrigen Mitgliedstaa-
beratenden Ausschusses vorzusehen —                                  ten von den getroffenen Maßnahmen, die erforderlichenfalls
                                                                     bis zum Entzug der EWG-Bauartgenehmigung gehen kön-
                                                                     nen. Diese Behörden treffen die gleichen Maßnahmen, wenn
                                                                     sie von den zuständigen Behörden eines anderen Mitglied-
HAT FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN:                                    staats von einer derartigen Nichtübereinstimmung unterrich-
                                                                     tet werden.
                             Artikel 1                               (2)     Die zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten unter-
                                                                     richten sich gegenseitig binnen eines Monats unter Angabe
(1)      Die Mitgliedstaaten erteilen die EWG-Bauartgeneh-           der Gründe über den Entzug einer erteilten EWG-Bauartge-
migung für jeden Typ von Sicherheitsscheiben, der mit den            nehmigung.
Herstell- und Erprobungsvorschriften nach Ziffer 1 des
Anhangs II übereinstimmt.                                            (3)     Bestreitet der Mitgliedstaat, der die EWG-Bauartge-
                                                                     nehmigung erteilt hat, die ihm gemeldete Nichtübereinstim-
(2)      Der Mitgliedstaat, der die Bauartgenehmigung erteilt
                                                                     mung, so bemühen sich die betreffenden Mitgliedstaaten um
hat, trifft — erforderlichenfalls in Zusammenarbeit mit den
                                                                     eine Beilegung des Streitfalls. Die Kommission wird laufend
zuständigen Behörden der übrigen Mitgliedstaaten — die
                                                                     darüber unterrichtet. Erforderlichenfalls führt sie Konsul-
notwendigen Maßnahmen, um die Übereinstimmung der
                                                                     tationen durch, die geeignet sind, eine Lösung herbeizu-
Fertigung mit dem genehmigten Typ zu überwachen.
                                                                     führen.
                             Artikel 2
                                                                                                Artikel 6
Anträge auf EWG-Bauartgenehmigung werden vom Herstel-
ler oder seinem Beauftragten bei einem Mitgliedstaat einge-          Jede Verfügung aufgrund der zur Durchführung dieser
                                                                     Richtlinie erlassenen Vorschriften, durch die eine Bauartge-
reicht. Dieser Mitgliedstaat teilt dem Hersteller oder seinem
                                                                     nehmigung versagt oder entzogen oder das Inverkehrbringen
Beauftragten für jeden Typ von Sicherheitsglas, dem er nach
                                                                     bzw. die Benutzung verboten wird, ist genau zu begründen.
Artikel 1 die Bauartgenehmigung erteilt hat, ein EWG-Prüf-
                                                                     Sie ist dem Beteiligten unter Angabe der in den Mitgliedstaa-
zeichen gemäß den Vorschriften der Ziffern 4.4 bis 4.7 des
                                                                     ten nach geltendem Recht vorgesehenen Rechtsbehelfe und
Anhangs II zu.
                                                                     Rechtsbehelfsfristen zuzustellen.
Die Mitgliedstaaten ergreifen alle erforderlichen Maßnah-
men, um die Verwendung von Prüfzeichen zu verhindern, die
zu Verwechslungen zwischen Sicherheitsscheiben, deren Typ                                       Artikel 7
nach Artikel 1 genehmigt worden ist, und anderen Bauteilen
führen könnten.                                                      Die Mitgliedstaaten dürfen weder die EWG-Betriebserlaub-
                                                                     nis bzw. die Betriebserlaubnis mit nationaler Geltung für
                                                                     einen Fahrzeugtyp verweigern noch den Verkauf, die Zulas-
                             Artikel 3                               sung oder die Benutzung der Fahrzeuge aus Gründen unter-
                                                                     sagen oder verweigern, die die Sicherheitsscheiben betreffen,
Die zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten senden den              wenn diese das EWG-Prüfzeichen tragen und nach den
zuständigen Behörden der übrigen Mitgliedstaaten binnen              Vorschriften des Anhangs III eingebaut worden sind.
einem Monat nach Erteilung des EWG-Bauartgenehmi-
guhgsbogens ein Exemplar des Bauartgenehmigungsbogens
für jeden Typ von Sicherheitsscheiben, für die sie die                                          Artikel 8
Bauartgenehmigung erteilen oder versagen.
                                                                     Fahrzeuge im Sinne dieser Richtlinie sind — mit Ausnahme
                                                                     von Schienenfahrzeugen, land- und forstwirtschaftlichen
                             Artikel 4                               Zugmaschinen sowie anderen Baustellenfahrzeugen — alle
                                                                     zur Teilnahme am Straßenverkehr bestimmten Kraftfahrzeu-
Die Mitgliedstaaten dürfen das Inverkehrbringen von Sicher-          ge mit mindestens vier Rädern und einer bauartbedingten
heitsscheiben nicht wegen ihrer Bau- oder Wirkungsweise              Höchstgeschwindigkeit von mehr als 25 km/h.
verbieten, wenn diese Scheiben mit dem EWG-Prüfzeichen
versehen sind.                                                       Die internationale Klasseneinteilung dieser Fahrzeuge ent-
                                                                     spricht der Bemerkung (b) des Anhangs I der Richtlinie
                                                                     70/156/EWG.
                             Artikel 5
(1)      Stellt der Mitgliedstaat, der die EWG-Bauartgenehmi-                                   Artikel 9
gung erteilt hat, fest, daß mehrere mit demselben Prüfzeichen
versehene Sicherheitsscheiben nicht mit dem Typ überein-             Die erforderlichen Änderungen zur Anpassung der Anhänge
stimmen, für den er die Bauartgenehmigung erteilt hat, so            an den technischen Fortschritt erfolgen nach dem Verfahren
trifft er die erforderlichen Maßnahmen, um die Übereinstim-          des Artikels 10.
 ---pagebreak--- 12. 4. 90                               Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                Nr. C 95/3
                         Artikel 10                                                       Artikel 11
Die Kommission wird von einem Ausschuß mit beratender           (1)    Die Mitgliedstaaten erlassen und veröffentlichen die
Funktion unterstützt, der sich aus den Vertretern der Mit-      erforderlichen Rechtsvorschriften, um dieser Richtlinie bis
gliedstaaten zusammensetzt und in dem der Vertreter der         zum 1. Januar 1992 nachzukommen. Sie setzen die Kommis-
Kommission den Vorsitz führt.                                   sion hiervon unverzüglich in Kenntnis.
                                                                Sie wenden diese Vorschriften ab dem 1. Oktober 1992
Der Vertreter der Kommission unterbreitet dem Ausschuß
                                                                an.
einen Entwurf der zu treffenden Maßnahmen. Der Ausschuß
gibt eine Stellungnahme zu diesem Entwurf innerhalb einer
                                                                Die aufgrund des ersten Unterabsatzes erlassenen Vorschrif-
Frist ab, die der Vorsitzende unter Berücksichtigung der
                                                                ten enthalten eine ausdrückliche Verweisung auf diese
Dringlichkeit der betreffenden Frage — erforderlichenfalls
                                                                Richtlinie.
durch eine Abstimmung — festsetzen kann.
                                                                (2)    Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission den Wort-
Die Stellungnahme wird in das Protokoll aufgenommen;            laut der wichtigsten innerstaadichen Rechtsvorschriften mit,
darüber hinaus hat jeder Mitgliedstaat das Recht zu verlan-     die sie auf dem unter diese Richdinie fallenden Gebiet
gen, daß sein Standpunkt im Protokoll festgehalten wird.        erlassen.
Die Kommission berücksichtigt soweit wie möglich die
Stellungnahme des Ausschusses. Sie unterrichtet den Aus-                                  Artikel 12
schuß darüber, inwieweit sie seine Stellungnahme berück-
sichtigt hat.                                                   Diese Richtlinie ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.
 ---pagebreak--- Nr. C 95/4                      Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                   12. 4 . 9 0
                                        VERZEICHNIS DER ANHÄNGE
           ANHANG I    Anwendungsbereich und Begriffsbestimmungen
           ANHANG II   Scheiben — Konstruktions- und Prüfvorschriften, Antrag auf EWG-Bauartgenehmigung,
                       Kennzeichen, EWG-Bauartgenehmigung, Änderung oder Erweiterung der EWG-Bauart-
                       genehmigung, Übereinstimmung der Produktion und Sanktionen bei Nichtübereinstim-
                       mung der Produktion
           ANHANG II A Allgemeine Prüfbedingungen
           ANHANG II B Windschutzscheibe aus normalem Verbundglas
           ANHANG II C Windschutzscheibe aus vorbehandeltem Verbundglas
           ANHANG II D Windschutzscheibe aus Glas-Kunststoff
           ANHANG II E Gruppierung der Windschutzscheiben für die EWG-Bauartgenehmigungsprüfung
           ANHANG II F Verfahren zur Bestimmung der Prüfzonen auf den Windschutzscheiben der Kraftfahrzeuge
                       der Klasse Mi in bezug auf die V-Punkte
           ANHANG ü G  Verfahren zur Bestimmung der Lage des H-Punktes und des tatsächlichen Oberkörperwin-
                       kels für die Sitzplätze der Kraftfahrzeuge der Klasse Mt
           Anlage 1    Beschreibung der dreidimensionalen Meßmaschine zur Bestimmung der Lage des gemes-
                       senen H-Punktes
           Anlage 2    Dreidimensionales Bezugssystem
           Anlage 3    Bezugsparameter der Sitzplätze
           ANHANG II H Glasscheiben aus gleichmäßig vorgespanntem Glas
           ANHANG III  Glasscheiben aus Verbundglas außer Windschutzscheiben
           ANHANG II J Glas-Kunststoff-Scheiben außer Windschutzscheiben
           ANHANG II K Sicherheitsglasscheiben mit Kunststoffbeschichtung (auf Scheibeninnenseite)
           ANHANG II L Doppelglas-Einheiten
           ANHANG II M Messung der Segmenthöhe und Lage der Aufschlagpunkte
           ANHANG II N Beispiele für EWG-Bauartgenehmigungszeichen
           ANHANG II O Überwachung der Produktion
           ANHANG II P Mitteilung über die Erteilung, die Erweiterung, die Versagung, den Widerruf der
                       EWG-Bauartgenehmigung oder die endgültige Produktionseinstellung für einen Sicher-
                       heitsglasscheibentyp
           Anlage 1    Windschutzscheiben aus Verbundglas
           Anlage 2    Glas-Kunststoff-Windschutzscheiben
           Anlage 3    Scheiben aus gleichmäßig vorgespanntem Glas
           Anlage 4    Verbundglasscheiben außer Windschutzscheiben
           Anlage 5    Glas-Kunststoff-Scheiben außer Windschutzscheiben
           Anlage 6    Doppelglas-Einheiten
           Anlage 7    Inhalt der Windschutzscheibenliste
           ANHANG III  Kraftfahrzeuge — Vorschriften für den Einbau von Windschutzscheiben und anderen
                       Scheiben in Kraftfahrzeuge
           Anlage      Anhang zum EWG-Betriebserlaubnisbogen für einen Fahrzeugtyp betreffend den Einbau
                       von Sicherheitsglasscheiben
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                                                            ANHANG I
                                 ANWENDUNGSBEREICH UND BEGRIFFSBESTIMMUNGEN
       1.     ANWENDUNGSBEREICH
              Diese Richtlinie findet auf Sicherheitsscheiben und Werkstoffe für Scheiben Anwendung, die zum Einbau als
              Windschutzscheiben oder sonstige Scheiben oder Trennwände in Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeuganhängern
              bestimmt sind, mit Ausnahme von Glasarten für Beleuchtungs- und Lichtsignalanlagen, für die Ausstattung von
              Armaturenbrettern, sowie von Spezialglas für aggressionssichere Scheiben.
       2.      BEGRIFFSBESTIMMUNGEN
              Im Sinne dieser Richtlinie sind:
       2.1.   Scheiben aus vorgespanntem Glas Scheiben aus einer einzigen Glasschicht, die einer speziellen Behandlung
              unterworfen wurden, um die mechanische Festigkeit zu erhöhen und eine bestimmte Splitterbildung nach Bruch zu
              erzielen;
       2.2.   Scheiben aus Verbundglas (Mehrscheibensicherheitsglas, MSG) Scheiben, die aus zwei oder mehreren Glasschichten
              bestehen, welche durch eine oder mehrere Zwischenschichten aus Kunststoff zusammengehalten werden; man
              unterscheidet:
       2.2.1. normales Verbundglas, bei dem keine der Glasschichten besonders vorbehandelt ist,
       2.2.2. vorbehandeltes Verbundglas, bei dem mindestens eine Glasschicht eine Spezialbehandlung zur Erhöhung der
              mechanischen Festigkeit und zur Erzielung einer bestimmten Splitterbildung nach Bruch erhalten hat;
       2.3.   Scheiben aus kunststoffbeschichtetem Sicherheitsglas Scheiben gemäß der Begriffsbestimmung nach 2.1 oder 2.2, die
              auf der Innenseite mit Kunststoff beschichtet sind;
       2.4.   Glas/Kunststoffsicherheitsscheiben Scheiben, die aus einer Glasschicht und einer oder mehreren übereinandergelegten
              Kunststoffschichten bestehen. Die Kunststoffschicht(en) befindet (befinden) sich auf der Innenseite des Kraftfahr-
              zeugs;
       2.5.   Windschutzscheibengruppe eine Gruppe von Windschutzscheiben verschiedener Abmessungen und Formen, deren
              mechanische Eigenschaften, Bruchverhalten und Verhalten gegen äußere Einwirkungen geprüft werden;
       2.5.1. plane Windschutzscheibe eine Windschutzscheibe ohne Nennbiegung mit einer Segmenthöhe von mehr als 2 mm pro
              Linearmeter,
       2.5.2. gebogene Windschutzscheibe eine Windschutzscheibe mit einer Nennbiegung mit Segmenthöhe von mehr als 10 mm
              pro Linearmeter;
       2.6.   Doppelfenster eine Einheit aus zwei Scheiben, die in derselben Öffnung des Fahrzeugs getrennt installiert sind;
       2.7.   Doppelglas eine Einheit aus zwei Scheiben, die im Werk permanent und durch einen gleichbleibenden Abstand
              getrennt montiert sind;
       2.7.1. symmetrisches Doppelglas eine Doppelscheibe, bei der beide Gläser zum gleichen Typ gehören (vorgespannt,
              Verbundglas usw.) und die dieselben Hauptmerkmale und sekundären Merkmale haben,
       2.7.2. asymmetrisches Doppelglas eine Doppelscheibe aus zwei verschiedenen Glastypen (vorgespanntes Glas, Verbundglas
              usw.) oder mit unterschiedlichen Haupt- und /oder sekundären Merkmalen;
       2.8.   Hauptmerkmal ein Merkmal, das die optischen und/oder mechanischen Eigenschaften hinsichtlich ihrer Funktion im
              Fahrzeug wesentlich verändert. Dieser Begriff umfaßt auch die Fabrik- oder Handelsmarke;
       2.9.   sekundäres Merkmal ein Merkmal, das die optischen und/oder mechanischen Eigenschaften einer Glasscheibe
              hinsichtlich ihrer Funktion, die sie im Fahrzeug erfüllen soll, signifikant verändern kann. Die Bedeutung der
              Veränderung wird mit Hilfe einer Einstufung in Schwierigkeitsgrade ermittelt;
       2.10.  Schwierigkeitsgrade ein System, das die Einstufung der von den einzelnen sekundären Merkmalen hervorgerufenen
              Veränderungen in zwei Kategorien ermöglicht. Der Übergang von der Kategorie 1 nach Kategorie 2 weist auf die
              Notwendigkeit weiterer Prüfungen hin;
       2.11.  umschriebene Fläche einer Windschutzscheibe die Fläche des kleinsten Rechtecks, aus dem eine Windschutzscheibe
              gefertigt werden kann;
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      2.12.   Neigungswinkel einer Windschutzscheibe der Winkel zwischen der Vertikalen und der Geraden, die die obere und die
              untere Kante der Windschutzscheibe verbindet; beide verlaufen in der durch die Längsachse des Fahrzeugs
              hindurchgehenden Vertikalebene;
      2.12.1. die Messung des Neigungswinkels erfolgt an einem auf einer waagerechten Ebene befindlichen und, wenn es sich um
              ein Fahrzeug zur Personenbeförderung handelt, fahrbereiten, vollgetankten, mit Kühlflüssigkeit, Schmieröl,
              Reparaturwerkzeug und Reserverad (wenn diese Teile vom Fahrzeughersteller als Standardausrüstung mitgeliefert
              werden) versehenen Fahrzeug. Die Masse des Fahrzeugführers und bei Fahrzeugen zur Personenbeförderung, die eines
              Beifahrers auf dem Vordersitz ist mit je 75 kg ± 1 kg zu berücksichtigen,
      2.12.2. Fahrzeuge mit einer hydropneumatischen, hydraulischen oder pneumatischen Federung oder mit einer automatischen
              Einrichtung zur Einstellung der Bodenfreiheit in Abhängigkeit von der Belastung werden unter normalen
              Betriebsbedingungen nach Angaben des Herstellers geprüft;
     2.13.    Segmenthöhe h der größte Abstand der Innenfläche der Glasscheibe von einer Ebene, die die äußersten Kanten
              des Glases berührt. Dieser Abstand wird praktisch senkrecht zur Glasoberfläche bestimmt (vgl. Anhang II M Abbil-
              dung 1);
     2.14.    Glasscheibentyp Glasscheiben nach 2.1 bis 2.4, die sich insbesondere hinsichtlich der in den Anhängen I I B , H C , H D ,
              II H, II I, II J, II K und II L aufgeführten Haupt- und Sekundärmerkmale nicht wesentlich voneinander
              unterscheiden;
     2.14.1.  die Änderung eines Hauptmerkmals bedeutet zwar, daß es sich um einen neuen Produkttyp handelt, doch erfordert
              eine Änderung der Form und Abmessungen nicht notwendigerweise eine vollständige Prüfung. Für einige in den
              einzelnen Anhängen beschriebene Prüfungen können Glasscheiben in Gruppen zusammengefaßt werden, wenn
              eindeutig feststeht, daß sie ähnliche Hauptmerkmale aufweisen,
     2.14.2.  Glasscheiben, die nur Unterschiede in ihren sekundären Merkmalen aufweisen, können als zum gleichen Typ gehörig
              betrachtet werden. Es können auch bestimmte Versuche mit Prüfmustern dieser Glasscheiben vorgenommen werden,
              wenn die Durchführung dieser Prüfungen ausdrücklich in den Prüfbedingungen festgelegt ist;
     2.15.    Krümmung r der ungefähre Zahlenwert des kleinsten Radius der Windschutzscheibe, gemessen im Bereich mit der
              stärksten Biegung.
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                                                                ANHANG 11
       SCHEIBEN — KONSTRUKTIONS- UND PRÜFVORSCHRIFTEN, ANTRAG AUF EWG-BAUARTGENEHMIGUNG,
       KENNZEICHEN, EWG-BAUARTGENEHMIGUNG, ÄNDERUNG ODER ERWEITERUNG DER EWG-BAUARTGE-
       NEHMIGUNG, ÜBEREINSTIMMUNG DER PRODUKTION UND SANKTIONEN BEI NICHTÜBEREINSTIMMUNG
                                                           DER PRODUKTION
       1.          KONSTRUKTIONS- UND PRÜFVORSCHRIFTEN
       1.1.        Allgemeine Anforderungen
       1.1.1.      Alle insbesondere zur Herstellung von Windschutzscheiben bestimmten Glasarten müssen von einer solchen
                   Qualität sein, daß die Gefahr von Körperverletzungen bei Bruch so stark wie möglich reduziert wird. Das Glas muß
                   eine geeignere Festigkeit gegenüber Beanspruchungen aufgrund von Unfällen, die im normalen Straßenverkehr
                   eintreten können, sowie gegenüber atmosphärischen und thermischen Faktoren, chemischen Einflüssen, Feuer
                   und Abrieb bieten.
       1.1.2.      Sicherheitsglas muß ferner hinreichend transparent sein und darf die durch die Windschutzscheibe wahrgenom-
                   menen Gegenstände weder nennenswert verzerren noch zu einer Verwechslung der Farben der Verkehrszeichen
                   führen. Bei Bruch der Windschutzscheibe muß der Fahrzeugführer die Fahrbahn noch so deutlich sehen, daß er das
                   Fahrzeug abbremsen und sicher zum Stillstand bringen kann.
       1.2.        Besondere Anforderungen
                   Alle Sicherheitsglastypen müssen je nach der Kategorie, zu der sie gehören, folgende besondere Anforderungen
                   erfüllen:
       1.2.1.      für Scheiben aus vorgespanntem Glas die Vorschriften nach Anhang II H,
       1.2.2.      für Windschutzscheiben aus normalem Verbundglas die Anforderungen nach Anhang II B,
       1.2.3.      für Scheiben aus normalem Verbundglas, außer Windschutzscheiben, die Anforderungen nach Anhang I I I ,
       1.2.4.      für Windschutzscheiben aus vorbehandeltem Verbundglas die Anforderungen nach Anhang II C,
       1.2.5.      für Scheiben aus kunststoffbeschichtetem Sicherheitsglas, außer den obengenannten einschlägigen Vorschriften,
                   die Anforderungen nach Anhang II K,
       1.2.6.      für Windschutzscheiben aus Kunststoffsicherheitsglas die Anforderungen nach Anhang II D,
       1.2.7.      für Scheiben aus Kunststoff Sicherheitsglas, außer Windschutzscheiben, die Anforderungen nach Anhang IIJ,
       1.2.8.      für Doppelscheiben die Anforderungen nach Anhang II L.
       1.3.        Prüfungen
      1.3.1.       Folgende Prüfungen sind vorgeschrieben:
      1.3.1.1.      Bruchprüfung
                   Zweck der Prüfung ist es,
      1.3.1.1.1.   nachzuweisen, daß die Bruchstücke und Splitter nach Bruch der Glasscheibe so beschaffen sind, daß das
                   Verletzungsrisiko auf ein Minimum beschränkt ist,
      1.3.1.1.2.   bei Windschutzscheiben aus vorbehandeltem Verbundglas die verbleibende Sicht nach Bruch festzustellen.
      1.3.1.2.     Prüfung der mechanischen Festigkeit
      1.3.1.2.1.    Kugelfallprüfung
                   Diese Prüfung zerfällt in zwei Teile; sie wird einmal mit einer Kugel von 227 Gramm und einmal mit einer Kugel
                   von 2 260 Gramm vorgenommen.
      1.3.1.2.1.1. Prüfung mit der 227-g-Kugel. Diese Prüfung dient dazu, die Adhäsion der Zwischenschicht des Verbundglases und
                   die mechanische Festigkeit vorgespannter Glasscheiben festzustellen.
      1.3.1.2.1.2. Prüfung mit der 2 260-g-Kugel. Diese Prüfung dient dazu, die Durchschlagsfestigkeit des Verbundglases zu
                   beurteilen.
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      1.3.1.2.2.   Phantomfallprüfung
                  Mit dieser Prüfung soll festgestellt werden, ob die Scheibe den Anforderungen hinsichtlich der Begrenzung des
                  Verletzungsrisikos beim Aufprall des Kopfes gegen die Windschutzscheibe, gegen andere Verbundglasscheiben
                  und Glas-/Kunststoffscheiben sowie gegen Doppelglaseinheiten, die als Seitenscheiben Verwendung finden,
                  genügt.
      1.3.1.3.    Prüfung der Beständigkeit gegen äußere Einwirkungen
      1.3.1.3.1.  Prüfung der Abriebfestigkeit
                  Mit dieser Prüfung soll festgestellt werden, ob die Festigkeit einer Sicherheitsglasscheibe gegen Abrieb größer ist als
                  ein vorgegebener Wert.
      1.3.1.3.2.  Prüfung der Hochtemperaturfestigkeit
                  Mit dieser Prüfung soll nachgewiesen werden, daß bei längerer Einwirkung von erhöhten Temperaturen keine
                  Blasen oder andere Fehler in der Zwischenschicht des Verbundglases (MSG) und der Glas-/Kunststoffscheibe
                  entstehen.
      1.3.1.3.3.  Prüfung der Bestrahlungsbeständigkeit
                  Mit dieser Prüfung soll festgestellt werden, ob die Lichtdurchlässigkeit der Verbundglasscheiben, Glas-/
                  Kunststoffscheiben und der mit Kunststoff beschichteten Scheiben bei längerer Strahlungseinwirkung wesentlich
                  vermindert wird oder ob das Glas eine deutliche Verfärbung erfährt.
     1.3.1.3.4.   Prüfung der F e u c h t i g k e i t s b e s t ä n d i g k e i t
                  Mit dieser Prüfung soll festgestellt werden, ob eine Verbundglasscheibe, Glas-/Kunststoffscheibe oder kunst-
                  stoffbeschichtete Scheibe einer längeren Einwirkung atmosphärischer Feuchtigkeit widersteht, ohne wesentliche
                  Veränderungen zu zeigen.
     1.3.1.3.5.   Prüfung der Festigkeit gegen T e m p e r a t u r s c h w a n k u n g e n
                  Mit dieser Prüfung soll festgestellt werden, ob der (die) in einer Sicherheitsglasscheibe verwendeten) Kunststoffe),
                  wie er (sie) in den Nummern 2.3 und 2.4 des Anhangs I definiert ist (sind), bei einer längeren Einwirkung extremer
                  Temperaturen keine wesentlichen Veränderungen zeigt (zeigen).
     1.3.1.4.    Optische Eigenschaften
     1.3.1.4.1.  Prüfung der Lichtdurchlässigkeit
                 Mit dieser Prüfung soll festgestellt werden, ob die normale Durchlässigkeit der Sicherheitsglasscheibe größer ist als
                 ein vorgegebener Wert.
     1.3.1.4.2.  Prüfung der optischen Verzerrung
                 Mit dieser Prüfung soll festgestellt werden, ob die Verzerrung von Gegenständen beim Blick durch die
                 Windschutzscheibe Ausmaße annimmt, die den Fahrzeugführer behindern könnten.
     1.3.1.4.3.  Prüfung auf D o p p e l b i l d e r
                 Mit dieser Prüfung soll nachgewiesen werden, daß die Winkelabweichung zwischen dem direkten Bild und dem
                 Doppelbild einen vorgegebenen Wert nicht übersteigt.
     1.3.1.4.4.  Prüfung der Farberkennung
                 Mit dieser Prüfung soll sichergestellt werden, daß beim Blick durch eine Windschutzscheibe keine Farbverwechs-
                 lungen entstehen können.
     1.3.1.4.5.  Prüfung des Brennverhaltens
                 Mit dieser Prüfung soll festgestellt werden, ob die Innenseite einer Sicherheitsscheibe gemäß der Definition in den
                 Nummern 2.3 und 2.4 des Anhangs I eine hinreichend geringe Brenngeschwindigkeit aufweist.
     1.3.1.5.    Prüfung der Beständigkeit gegen Chemikalien
                 Mit dieser Prüfung soll festgestellt werden, ob die Innenseite einer Sicherheitsscheibe gemäß der Definition in den
                 Nummern 2.3 und 2.4 des Anhangs I der Einwirkung von Chemikalien widersteht, die in einem Fahrzeug
                 vorhanden sind oder verwendet werden können (beispielsweise Reinigungsprodukte), ohne eine Veränderung zu
                 zeigen.
     1.3.2.      Prüfungen für Glasscheiben nach 2.1 bis 2.4 des Anhangs I
     1.3.2.1.    Die Sicherheitsglasscheiben sind den in nachstehender Tabelle aufgeführten Prüfungen zu unterziehen:
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                                                                    Windschutzscheibe                                 Andere Scheiben
                                                       Normales            Vorbehandeltes          Glas/      Vor-
                                                     Verbundglas             Verbundglas        Kunststoff gespanntes    Verbund-       Glas/
                                                                                                              Glas          glas     Kunststoff
                                                    II          IIP         III        IUP          IV
                  Bruchstruktur:                   —           —        HC/4         IIC/4         _       II H / 2        —            —
                  Mechanische Festigkeit:
                  — 227-g-Kugel:                IIB/4.3     IIB/4.3 IIB/4.3 H B/4.3 U B/4.3                II H/3.1     HI/4          HI/4
                  — 2 260-g-Kugel:              IIB/4.2     II B/4.2 D B/4.2 HB/4.2 II B/4.2                  —            —            —
                  Phantomfallprüfung (a)        HB/3        IIB/3       OB/3         HB/3       HD/3          —         HI/3          HB/3
                  Abrieb:
                  — außen                       IIB/5.1     HB/5.1      HB/5.1       nB/5.1     UB/5.1        —         nB/5.1        IIB/5.1
                  — innen                          —        OK/2           —         HK/2       nK/2       HK/2( 2 )    HK/2( 2 )     HK/2
                  Erhöhte Temperatur            HA/5        HA/5        HA/5         IIA/5      HA/5          —         HA/5          IIA/5
                  Bestrahlungs-
                  beständigkeit                 IIA/6       IIA/6       UA/6         IIA/6      HA/6          —         HA/6          HA/6
                  Feuchtigkeits-
                  beständigkeit                 IIA/7       HA/7        nA/7         HA/7       IIA/7      HA/7( 2 )    HA/7          HA/7
                  Lichtdurchlässigkeit          IIA/9.1     HA/9.1      HA/9.1       HA/9.1     UA/9.1     HA/9.1       HA/9.1        IIA/9.1
                  Optische Verzerrung           IIA/9.2     HA/9.2      HA/9.2       HA/9.2     IIA/9.2                    —            —
                  Doppelbilder                  IIA/9.3     IIA/9.3     nA/9.3       HA/9.3     IIA/9.3                    —            —
                  Farberkennung                 IIA/9.4     II A/9.4 HA/9.4          n A/9.4 HA/9.4          —            —             —
                  Temperaturänderungs-
                  beständigkeit                    —        DA/8          —          IIA/8      UA/8       HA/8( 2 )    HA/8( 2 )     HA/8
                                                                                                                    2            2
                  Brennverhalten                   —        IIA/10        —          IIA/10     HA/10      HA/10( ) HA/10( ) IIA/10
                  Beständigkeit gegen
                  Chemikalien                      —        HA/11         —          UA/11      HA/11      HA/11( 2 ) HA/11( 2 ) HA/11
                  (') Diese Prüfung ist darüber hinaus bei Doppelglasscheiben nach Anhang II L Nummer 3 (II L/3) durchzuführen.
                  (2) Soweit auf der Innenseite mit Kunststoffschicht (Plastschicht) ausgekleidet.
                 Anmerkung: Ein Verweis wie JH C/4" in der Tabelle bedeutet, daß die Beschreibung der in Frage kommenden
                                 Prüfung und die Annahmebedingungen in Anhang II C Nr. 4 zu finden sind.
       1.3.2.2.  Eine Sicherheitsscheibe erhält die Bauartgenehmigung, wenn sie den einschlägigen Bestimmungen der vorstehen-
                 den Tabelle in allen Einzelheiten genügt.
      2.         ANTRAG AUF BAUARTGENEHMIGUNG
      2.1.       Der Antrag auf Erteilung einer Bauartgenehmigung für einen Glasscheibentyp wird vom Hersteller des
                 Sicherheitsglases oder seinem Beauftragten gestellt.
      2.2.       Für jeden Sicherheitsglastyp sind dem Antrag die nachstehend aufgeführten Unterlagen in dreifacher Ausfertigung
                 beizufügen:
      2.2.1.     eine technische Beschreibung mit allen Haupt- und sekundären Merkmalen, und zwar:
      2.2.1.1.   für Scheiben, außer Windschutzscheiben, Pläne im Format A 4 oder auf Format A 4 gefaltet, mit folgenden
                 Angaben:
                 — maximale Oberfläche,
                 — kleinster Winkel zwischen zwei angrenzenden Seiten der Scheibe,
                 — gegebenenfalls die größte Segmenthöhe;
      2.2.1.2.   für Windschutzscheiben:
      2.2.1.2.1. eine Liste der Windschutzscheibenmodelle, für die die Bauartgenehmigung beantragt wird, mit Angabe des
                 Namens des Fahrzeugherstellers sowie des Typs und der Klasse der Fahrzeuge;
 ---pagebreak--- Nr. C 95/10                                     Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                                              12. 4 . 90
      2.2.1.2.2.       Zeichnungen im Maßstab 1:1 für die Klasse Mi und im Maßstab 1:1 oder 1:10 für alle übrigen Klassen sowie
                       Diagramme der Windschutzscheiben und ihrer Positionierung im Fahrzeug sind hinreichend genau auszuführen,
                       damit aus ihnen ersichtlich ist:
      2.2.1.2.2.1.     erforderlichenfalls die Positionierung der Windschutzscheibe gegenüber dem „R"-Punkt des Fahrzeugführer-
                       sitzes,
      2.2.1.2.2.2.     der Neigungswinkel der Windschutzscheibe,
      2.2.1.2.2.3.     der Neigungswinkel der Sitzlehne,
      2.2.1.2.2.4.     Position und Abmessungen der Bereiche, deren optische Eigenschaften geprüft werden,
      2.2.1.2.2.5.     die umschriebene Fläche der Windschutzscheibe,
      2.2.1.2.2.6.     die maximale Segmenthöhe der Windschutzscheibe,
      2.2.1.2.2.7.     die Krümmung der Windschutzscheibe (nur zum Zweck der Zuordnung der Windschutzscheiben);
      2.2.1.3.         bei Doppelglasscheiben die Pläne im Format A4 oder auf A4 gefaltet, aus denen zusätzlich zu den in 2.2.1.1
                       genannten folgende Informationen entnommen werden können:
                       — der Typ der einzelnen Scheiben,
                       — die Art der Verschmelzung (organisch, Glas-Glas oder Glas-Metall),
                       — der Nominalwert des Abstandes zwischen den beiden Scheiben.
      2.3.             Ferner muß der Antragsteller eine hinreichende Anzahl von Proben und Mustern der fertigen Glasscheiben der
                       betreffenden Typen zur Verfügung stellen, die — soweit erforderlich — in Zusammenarbeit mit der Prüfstelle
                       festgelegt wird.
      2.4.             Ehe die Bauartgenehmigung erteilt wird, prüft die zuständige Behörde, ob die Bestimmungen zur Gewährleistung
                       einer wirksamen Überwachung der Übereinstimmung der Produktion ausreichend sind.
      3.               KENNZEICHEN
      3.1.            Alle für die Erteilung einer Bauartgenehmigung eingereichten Sicherheitsglasscheiben einschließlich der Proben
                       und Muster, für die die Genehmigung beantragt wird, müssen mit der Fabrik- oder Handelsmarke des Herstellers
                       versehen sein. Diese Kennzeichnung muß deutlich lesbar und dauerhaft sein.
     4.                EWG-BAUARTGENEHMIGUNG
     4.1.             Erfüllen die für die Bauartgenehmigung eingereichten Prüfmuster die Vorschriften der Nummern 1.1 bis 1.3, wird
                      die Bauartgenehmigung für den entsprechenden Sicherheitsscheibentyp erteilt.
     4.2.             Jedem Typ entsprechend den Anhängen II H, III, IIJ und IIL oder, bei Windschutzscheiben, jeder genehmigten
                      Gruppe, wird eine Bauartgenehmigungsnummer zugeteilt. Die beiden ersten Ziffern (derzeit 00 für die Richtlinie in
                      ihrer ursprünglichen Fassung) geben die laufende Nummer der jüngsten größeren technischen Änderungen der
                      Richtlinie an, die zum Zeitpunkt der Bauartgenehmigung in Kraft sind. Ein Mitgliedstaat darf die auf diese Weise
                      zugeteilte Nummer keinem anderen Typ oder keiner anderen Gruppe von Sicherheitsglasscheiben zuteilen.
     4.3.             Die Erteilung, Erweiterung oder Versagung einer Bauartgenehmigung für einen Windschutzscheibentyp aufgrund
                      dieser Richdinie wird den Mitgliedstaaten auf einem Formblatt mitgeteilt, das dem Muster in Anhang II P und
                      seinen Anlagen entspricht.
     4.3.1.           Bei Windschutzscheiben ist dieser Mitteilung über die Bauartgenehmigung außerdem eine Liste der Wind-
                      schutzscheiben der genehmigten Gruppe sowie der Merkmale der Gruppe gemäß Anlage 7 des Anhangs II P
                      beizufügen.
     4.4.             Auf jeder Sicherheits- oder jeder Doppelscheibe, die einem nach dieser Richtlinie genehmigten Typ entspricht, wird
                      zusätzlich zu der Kennzeichnung nach 3.1 das EWG-Bauartgenehmigungszeichen sichtbar angebracht. Daneben
                      kann jedes Einzelgenehmigungszeichen angebracht werden, das den einzelnen Scheiben einer Doppelverglasung
                      zugeteilt wird.
                      Dieses Genehmigungszeichen setzt sich wie folgt zusammen:
     4.4.1.           aus einem Rechteck, in dem der kleine Buchstabe „e u , gefolgt von der Kennummer oder den Kennbuchstaben des
                      Mitgliedstaats steht, der die Bauartgenehmigung erteilt hat ( J ),
     4.4.2.           der Genehmigungsnummer, die rechts neben dem Rechteck nach 4.4.1 steht.
         1 für die Bundesrepublik Deutschland, 2 für Frankreich, 3 für Italien, 4 für die Niederlande, 6 für Belgien, 9 für Spanien, 11 für das Vereinigte
         Königreich, 13 für Luxemburg, 18 für Dänemark, 21 für Portugal, IRL für Irland und EL für Griechenland.
 ---pagebreak--- 12. 4 . 90                                       Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                            Nr. C 95/11
        4.5.            Die nachstehenden Zusatzzeichen sind in der Nähe des obengenannten Genehmigungszeichens anzubringen:
        4.5.1.          bei einer Windschutzscheibe:
                          II: wenn es sich um normales Verbundglas handelt (H/P für den Fall, daß es beschichtet ist) {l),
                        III: wenn es sich um vorbehandeltes Verbundglas handelt (HI/P für den Fall, daß es beschichtet ist) ('),
                        IV: wenn es sich um Glas-Kunststoff handelt;
        4.5.2.            V: wenn es sich um eine andere als eine Windschutzscheibe handelt, für die Nr. 9.1.4.2 des Anhangs IIA
                              gilt;
        4.5.3.          VI: wenn es sich um eine Doppelscheibe handelt.
        4.6.            Das Genehmigungszeichen und das Zusatzzeichen müssen deutlich lesbar und dauerhaft sein.
        4.7.            Beispiele für Genehmigungszeichen stehen in Anhang II N.
        5.              ÄNDERUNG ODER ERWEITERUNG DER BAUARTGENEHMIGUNG FÜR EINEN SICHERHEITS-
                        SCHEIBENTYP
        5.1.            Jede Änderung eines Sicherheitsscheibenryps oder, bei Windschutzscheiben, jede Erweiterung der Windschutz-
                        scheibengruppe ist der Behörde mitzuteilen, die diesen Sicherheitsscheibentyp genehmigt hat. Die Behörde kann
                        dann
        5.1.1.          entweder die Auffassung vertreten, daß die vorgenommenen Änderungen keine nennenswerte nachteilige Wirkung
                        haben und sich dieser neue Typ im Fall von Windschutzscheiben in die genehmigte Gruppe einordnen läßt und die
                        Sicherheitsscheibe auf jeden Fall noch die Vorschriften erfüllt oder
        5.1.2.          ein neues Protokoll der mit der Durchführung der Prüfung beauftragten Prüfstelle verlangen.
        5.2.             Mitteilung
        5.2.1.          Die Bestätigung oder Versagung (oder die Erweiterung) der Genehmigung ist den Mitgliedstaaten nach dem in 4.3
                        erwähnten Verfahren mitzuteilen.
        5.2.2.          Die zuständige Behörde, die eine Erweiterung der Genehmigung erteilt hat, versieht jede Mitteilung über die
                        Erweiterung mit einer laufenden Nummer.
        6.              ÜBEREINSTIMMUNG DER PRODUKTION
        6.1.            Jede Sicherheitsscheibe, die in Anwendung dieser Richtlinie genehmigt worden ist, muß so hergestellt werden, daß
                        sie mit dem genehmigten Typ übereinstimmt und die Vorschriften nach Nummer 1 erfüllt.
        6.2.            Zur Gewährleistung der Einhaltung der Vorschriften nach 6.1 ist die Produktion ständig zu überwachen.
        6.3.            Der Inhaber einer Bauartgenehmigung muß insbesondere
        6.3.1.-          für die Anwendung von Verfahren zur Überwachung der Produktqualität sorgen,
        6.3.2.          Zugang zu den Einrichtungen haben, die zur Überwachung der Übereinstimmung der Produktion mit dem jeweils
                        genehmigten Typ eingesetzt werden,
        6.3.3.           die Daten über die Prüfungsergebnisse und die beigefügten Dokumente (2) aufzeichnen, die für einen in Absprache
                        mit der Prüfstelle festgelegten Zeitraum zur Verfügung zu halten sind,
        6.3.4.          die Ergebnisse jeder Prüfungsart analysieren, um die Beständigkeit der Merkmale des Erzeugnisses in Anbetracht
                        der bei der industriellen Fertigung zulässigen Abweichungen zu überwachen und zu gewährleisten,
        6.3.5.          sich zumindest vergewissern, daß für jeden Produkttyp die Prüfungen nach Anhang H O dieser Richtlinie
                        durchgeführt werden,
        6.3.6.          sich vergewissern, daß bei jeder Muster- oder Probenahme, aus der sich eine Nichtübereinstimmung mit dem
                        entsprechenden Prüfungstyp ergibt, eine neue Probenahme und Prüfung erfolgt. Alle erforderlichen Maßnahmen
                        sind zu ergreifen, damit die Übereinstimmung der entsprechenden Produktion wieder herbeigeführt wird.
        6.4.            Die zuständige Behörde kann jederzeit die bei den jeweiligen Produktionseinheiten anzuwendenden Verfahren zur
                        Überwachung der Übereinstimmung verifizieren (vgl. Ziffer 1.3 des Anhangs II O).
        (') Gemäß der Begriffsbestimmung von Ziffer 2.3 des Anhangs I.
        (2) Die Ergebnisse der Prüfung der Bruchstruktur werden aufgezeichnet, auch wenn kein fotografischer Nachweis gefordert wird.
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      6.4.1. Bei jeder Inspektion sind die Register über die Prüfung und die Überwachung der Produktion dem Inspektor
             vorzulegen.
      6.4.2. Dieser kann Stichproben entnehmen, die im Labor des Herstellers geprüft werden. Die Mindestanzahl der Proben
             kann in Abhängigkeit der Ergebnisse der herstellereigenen Kontrollen festgelegt werden.
      6.4.3. Scheint das Qualitätsniveau nicht auszureichen oder ist der Aussagewert der nach Nummer 6.4.2 durchgefühlten
             Prüfungen zu verifizieren, kann der Inspektor Proben entnehmen, die der Prüfstelle zugeschickt werden, die die
             Bauartgenehmigungsprüfungen durchgeführt hat.
      6.4.4. Die zuständige Behörde kann jede in dieser Richtlinie vorgeschriebene Prüfung durchführen.
      6.4.5. Die zuständigen Behörden genehmigen in der Regel zwei Inspektionen jährlich. Kommt es bei einer dieser
             Inspektionen zu negativen Ergebnissen, sorgt die zuständige Behörde dafür, daß die erforderlichen Maßnahmen
             ergriffen werden, damit die Übereinstimmung der Produktion so schnell wie möglich wieder herbeigeführt
             wird.
     7.      SANKTIONEN BEI NICHTÜBEREINSTIMMUNG DER PRODUKTION
     7.1.    Die nach dieser Richtlinie für einen Sicherheitsscheibentyp erteilte Genehmigung kann zurückgezogen werden,
             wenn die Bestimmung nach 6.1 nicht erfüllt wird.
     7.2.    Zieht ein Mitgliedstaat eine von ihm erteilte Bauartgenehmigung zurück, unterrichtet er hiervon unverzüglich die
             anderen Mitgliedstaaten anhand eines Exemplars des in Anhang II P im Muster wiedergegebenen Bauartgeneh-
             migungsbogens.
 ---pagebreak--- 12. 4. 90                                 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                         Nr. C 95/13
                                                           ANHANG IIA
                                               ALLGEMEINE PRÜFBEDINGUNGEN
       1.          BRUCHSTRUKTURPRÜFUNG
       1.1.        Die zu prüfende Glasscheibe darf nicht fest eingespannt sein; sie kann jedoch auf einer gleichgroßen Glasscheibe
                   mit einem Klebeband befestigt werden, das um den gesamten Rand geführt ist.
       1.2.        Zur Bruchauslösung wird ein Hammer von ca. 75 g oder ein anderes Werkzeug mit gleicher Wirkung benutzt. Der
                   Krümmungsradius der Spitze muß 0,2 mm ± 0,05 mm betragen.
       1.3.        Es muß bei jedem der vorgeschriebenen Anschlagpunkte eine Prüfung durchgeführt werden.
       1.4.        Die Splitterbildung wird anhand einer Lichtpause (Kontaktfotopapier) untersucht, deren Belichtung nicht später
                   als 10 Sekunden nach dem Anschlag beginnt und nicht länger als 3 Minuten danach endet. Es sind nur die
                   dunkelsten Linien, die die anfängliche Bruchstruktur darstellen, zu berücksichtigen. Die Prüfstelle muß die
                   fotografischen Wiedergaben der Bruchstruktur aufbewahren.
       2.          KUGELFALLPRÜFUNG
       2.1.        Prüfung mit der 227-g-Kugel
       2.1.1.      Prüfeinrichtung
       2.1.1.1.    Gehärtete Stahlkugel mit einer Masse von 227 g ± 2 g und einem Durchmesser von ungefähr 38 mm;
       2.1.1.2.    eine Einrichtung, die eine Kugel im freien Fall aus einer bestimmten Höhe fallen läßt oder diese auf eine
                   Geschwindigkeit beschleunigt, die sie im freien Fall erreichen würde. Wird eine Einrichtung zum Schießen der
                   Kugel benutzt, darf die Abweichung nicht mehr als ± 1 % der entsprechenden Geschwindigkeit im freien Fall
                   betragen;
       2.1.1.3.    Halteeinrichtung nach Abbildung 1, bestehend aus zwei Stahlrahmen mit aufeinanderpassend bearbeiteten 15 mm
                   breiten Auflageflächen, die mit 3 mm dicken und 15 mm breiten Gummistreifen der Härte von 50 IRHD belegt
                   sind.
                   Der untere Rahmen liegt auf einem etwa 150 mm hohen Stahlkasten. Die zu prüfende Scheibe wird durch den
                   oberen Rahmen festgehalten, dessen Gewicht ungefähr 3 kg beträgt. Der Stahlkasten ist auf eine Stahlplatte von
                   ungefähr 12 mm Dicke aufgeschweißt, die als Bodenplatte dient; unter dieser befindet sich eine ungefähr 3 mm
                   dicke Gummiunterlage der Härte 50 IRHD.
                                                                                            Abmessungen in Millimetern
                                                                    D290
                                                                    D260
                     Prüfmuster
                                                                                                   3
                                                         H H M ft     W W W <l 11 •• W II II •     <lf,
                                                                                                  ^
                                                                                                     1
                   Gummistreifen
                            10 min.
                                           I                                         ,
                                     |SS SSSSSSSSS^"""A AVA"WM                                                    -:
                Gummiplatte *^                                      D 350 min.
                                                             Abbildung 1
                                             Halteeinrichtung für die Kugelfallprüfungen
 ---pagebreak--- Nr. C 95/14                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                              12. 4 . 9 0
      2.1.2.    Prüfbedingungen
               — Temperatur: 20 °C ± 5 °C,
               — Druck: 860 mbar bis 1 060 mbar,
               — relative Luftfeuchtigkeit: 6 0 % ± 2 0 % .
      2.1.3.    Prüfmuster
               Das Prüfmuster muß ein ebenes Quadrat mit 300 mm + 10 mm/ - 0 mm Seitenlänge sein.
      2.1.4.   Durchführung der Prüfung
               Das Prüfmuster ist vor der Prüfung mindestens vier Stunden lang bei der Prüftemperatur zu lagern. Sodann ist es in
               die Halteeinrichtung (2.1.1.3) einzulegen. Die Ebene des Prüfmusters ist mit einer Genauigkeit von ± 3°
               rechtwinklig zur AufSchlagsrichtung der Kugel auszurichten.
               Der Aufschlagpunkt der Kugel darf vom geometrischen Mittelpunkt des Prüfmusters bei einer Fallhöhe von < 6 m
               nicht weiter als 25 mm und bei einer Fallhöhe von > 6 m nicht weiter als 50 mm entfernt liegen. Die Kugel muß auf
               die Seite des Prüfmusters aufschlagen, die der Außenseite der im Fahrzeug eingebauten Sicherheitsglasscheibe
               entspricht. Die Kugel darf jeweils nur einmal aufschlagen.
     2.2.      Prüfung mit der 2 260-g-Kugel
     2.2.1.     Prüfeinrichtung
     2.2.1.1.  Gehärtete Stahlkugel mit einer Masse von 2 260 g ± 20 g und einem Durchmesser von ungefähr 82 mm,
     2.2.1.2.  eine Einrichtung, die eine Kugel im freien Fall aus einer bestimmten Höhe fallen läßt oder diese auf eine
              Geschwindigkeit beschleunigt, die sie im freien Fall erreichen würde. Wird eine Einrichtung zum Schießen der
              Kugel benutzt, darf die Abweichung nicht mehr als ± 1 % der entsprechenden Geschwindigkeit im freien Fall
              betragen;
     2.2.1.3. Halteeinrichtung nach Abbildung 1 und Darstellung unter Nummer 2.1.1.3.
     2.2.2.     Prüfbedingungen
              — Temperatur: 20 °C ± 5 °C,
              — Druck: 860 mbar bis 1 060 mbar,
              — relative Luftfeuchtigkeit: 6 0 % ± 2 0 % .
     2.2.3.    Prüfmuster
              Das Prüfmuster muß ein ebenes Quadrat mit 300 mm + 10 mm/ - 0 mm Seitenlänge oder aus dem plansten Teil
              einer Windschutzscheibe oder einer anderen gebogenen Sicherheitsglasscheibe herausgeschnitten sein.
              Wahlweise kann auch die ganze Windschutzscheibe oder eine andere gebogene Sicherheitsglasscheibe geprüft
              werden. In diesem Fall ist darauf zu achten, daß ein ausreichender Kontakt zwischen der Sicherheitsglasscheibe
              und dem Rahmen besteht.
     2.2.4.   Durchführung der Prüfung
              Das Prüfmuster ist vor der Prüfung mindestens vier Stunden lang bei der Prüftemperatur zu lagern. Sodann ist es in
              die Halteeinrichtung (2.1.1.3) einzulegen. Die Ebene des Prüfmusters ist mit einer Genauigkeit von ± 3° zur
              Aufschlagsrichtung der Kugel auszurichten.
              Im Falle von Glas-Kunststoff-Scheiben ist das Prüfmuster mit geeigneten Vorrichtungen auf der Halteeinrichtung
              festzuklemmen.
              Der Aufschlagpunkt der Kugel darf vom Mittelpunkt des Prüfmusters nicht weiter als 25 mm entfernt liegen. Die
              Kugel muß auf die Seite des Prüfmusters aufschlagen, die der Innenseite der in dem Fahrzeug eingebauten
              Sicherheitsglasscheibe entspricht. Die Kugel darf jeweils nur einmal aufschlagen.
     3.        PHANTOMFALLPRÜFUNGEN
     3.1.     Prüfeinrichtung
     3.1.1.   Phantomfallkörper, bestehend aus einem kugelförmigen oder halbkugelförmigen Kopf aus Hartholz und einem
              auswechselbaren Filzbelag mit oder ohne Holzquerträger. Zwischen dem kugelförmigen Teil und dem Querträger
              befindet sich ein halsförmiges Zwischenstück und auf der anderen Seite des Querträgers eine Halterungs-
              stange.
              Die Abmessungen sind in Abbildung 2 angegeben.
              Die Gesamtmasse des Phantomfallkörpers muß 10 kg ± 0,2 kg betragen.
 ---pagebreak--- 12. 4. 90                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                           Nr. C 95/15
                     Abmessungen in Millimetern
                                       Halterungs
                                        Stange
                   Querträger
                   (wahlweise)
              Zwischenstück
                        Kopf
                   Filzbelag
                   5 mm dick
                                                        Abbildung 2
                                                     Phantomfallkörper
       3.1.2.  Eine Einrichtung, die den Phantomfallkörper im freien Fall aus einer festgelegten Höhe fallen läßt oder ihn auf eine
               Geschwindigkeit beschleunigt, die er im freien Fall erreichen würde.
               Wird eine Einrichtung zum Schießen des Phantomfallkörpers benutzt, so darf die Abweichung nicht mehr als
                ± 1 % der Geschwindigkeit im freien Fall betragen;
       3.1.3.  Halteeinrichtung nach Abbildung 3 zur Prüfung ebener Prüfmuster. Die Halteeinrichtung besteht aus zwei
                Stahlrahmen mit aufeinanderpassend bearbeiteten, 50 mm breiten Auflageflächen, die mit etwa 3 mm dicken und
                15 mm ± 1 mm breiten Gummistreifen der Härte 70IRHD belegt sind. Der obere Rahmen wird mit dem unteren
                mit mindestens acht Schrauben fest verschraubt.
        3.2.     Prüfbedingungen
                — Temperatur: 20 °C ± 5 °C,
                — Druck: 860 mbar bis 1 060 mbar,
                — relative Luftfeuchtigkeit: 6 0 % ± 2 0 % .
 ---pagebreak--- Nr. C 95/16                                    Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                                12. 4 . 9 0
                                                 Gummi-                                    Abmessungen in Millimetern
                                                 streifen
                                                                                               Schraube (*)
                         4                                                                         b
                                     w                         xF                     "W
                                                                                           105
                                                               1070
                                                               1 170
                                                                   Abbildung 3
                                                    Halteeinrichtung für Phantomfallprüfungen
      3.3.            Durchführung der Prüfungen
      3.3.1.           Prüfung an einem ebenen Prüfmuster
                       Das ebene Prüfmuster mit einer Länge von 1 100 mm + 5 mm/ - 2 mm und einer Breite von 500 mm
                       + 5 mm/ - 2 mm ist vor der Prüfung mindestens vier Stunden lang bei einer Temperatur von 20 °C ± 5 °C zu
                      lagern.
                       Das Prüfmuster ist in die Halteeinrichtung (3.1.3) einzulegen; die Schrauben sind mit einem solchen Drehmoment
                       anzuziehen, daß sich das Prüfmuster während der Prüfung um nicht mehr als 2 mm verschiebt. Die Ebene des
                      Prüfmusters muß rechtwinklig zur Aufschlagsrichtung des Fallkörpers liegen. Der Fallkörper darf nicht weiter als
                      40 mm vom Mittelpunkt des Prüfmusters auf die Seite aufschlagen, die der Innenseite der im Fahrzeug eingebauten
                      Sicherheitsglasscheibe entspricht. Er darf nur einmal aufschlagen.
                      Die Aufschlagfläche des Filzbelages muß nach der Durchführung von zwölf Phantomfallprüfungen erneuert
                      werden.
      3.3.2.           Prüfungen an einer kompletten Windschutzscheibe (nur bei Fallhöhen bis maximal 1,5 m)
                       Die Windschutzscheibe wird lose auf einen Prüfrahmen aufgelegt, so daß sie auf ihrem ganzen Umfang in einer
                      Breite von 15 mm auf etwa 3 mm dicken Gummistreifen der Härte 70 IRHD aufliegt. Der Prüfrahmen muß aus
                      einem formsteifen Stück bestehen und der Form der Windschutzscheibe entsprechend so ausgebildet sein, daß der
                      Phantomfallkörper auf die Innenfläche der Windschutzscheibe aufschlägt.
                      Falls erforderlich, ist die Windschutzscheibe mit geeigneten Vorrichtungen am Prüfrahmen festzuklemmen.
                      Der Prüfrahmen muß auf einem festen Untergrund und auf einer Unterlage aus etwa 3 mm dickem Gummi der
                      Härte 70 IRHD stehen. Die Aufschlagsrichtung des Phantomfallkörpers muß mit der Oberfläche der
                      Windschutzscheibe exakt einen rechten Winkel bilden.
                      Der Phantomfallkörper darf nicht weiter als 40 mm vom geometrischen Mittelpunkt der Windschutzscheibe auf
                      die Seite aufschlagen, die der Innenseite der im Fahrzeug eingebauten Sicherheitsglasscheibe entspricht. Er darf nur
                      einmal aufschlagen.
                      Die Aufschlagfläche des Filzbelages muß nach der Durchführung von zwölf Phantomfallprüfungen erneuert
                      werden.
     4.               ABRIEBPRÜFUNGEN
     4.1.              Prüfeinrichtungen
     4.1.1.           Abriebgerät ('), schematisch dargestellt in Abbildung 4, bestehend aus:
                      — einer mit einer zentralen Aufspann Vorrichtung versehenen horizontalen Drehscheibe, die sich gegen den
                          Uhrzeigersinn mit 65 min "* bis 75 min "* dreht, und
      ') Ein geeignetes Abriebgerät wird von Teledyne Taber (USA) geliefert.
 ---pagebreak--- 12. 4. 90                                      Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                           Nr. C 95/17
                                                                   Abbildung 4
                                                            Schema eines Abriebgeräts
                       — zwei belasteten parallelen Auslegern, von denen jeder ein spezielles Abriebrad trägt, das sich frei auf einer
                           kugelgelagerten horizontalen Achse dreht; jedes Abriebrad liegt mit einer Kraft entsprechend einer Masse von
                           500 g auf dem Prüfmuster auf.
                       Die Drehscheibe des Abriebgeräts muß sich gleichmäßig und ungefähr in einer Ebene drehen (die Abweichung von
                       dieser Ebene darf nicht größer als ± 0,05 mm sein, gemessen in einem Abstand von 1,6 mm vom Außenrand der
                       Drehscheibe). Die Räder sind so befestigt, daß sie sich bei Berührung mit dem drehenden Prüfmuster
                       entgegengesetzt drehen; dadurch werden bei jeder Umdrehung des Prüfmusters zwei Druck- und Abriebvorgänge
                       entlang gekrümmter Linien auf einer Ringfläche von ungefähr 30 "cm2 ausgeübt;
       4.1.2.          Abriebräder {*) mit einem Durchmesser von 45 mm bis 50 mm und einer Breite von 12,5 mm, hergestellt aus einem
                       speziellen feingesiebten Schleifmittel und in einem Gummi eingelagert. Die Abriebräder müssen eine Härte von
                       72 IRHD ± 5 IRHD aufweisen, die an vier gleich weit voneinander entfernten Punkten auf einer Mittellinie der
                       Abrieboberfläche gemessen wird, wobei der Druck in senkrechter Richtung entlang eines Abriebraddurchmessers
                       angesetzt wird; die Ablesung der Meßergebnisse erfolgt zehn Sekunden nach der vollen Einwirkung der
                       Kraft.
                       Um eine vollkommen plane Schleiffläche der Abriebräder zu erhalten, sind diese bei sehr langsamer Geschwin-
                       digkeit gegen eine Glasscheibe einzuschleifen;
       4.1.3.          Lichtquelle, bestehend aus einer Glühlampe mit einem Glühfaden, der sich innerhalb eines Parallelepipedes von
                       1,5 mm x 1,5 mm x 3 mm befindet. Die angelegte Spannung muß so groß sein, daß die Farbtemperatur 2 856 K
                        ± 50 K beträgt. Diese Spannung muß auf ± 1/1000 stabilisiert sein. Der Spannungsmesser muß eine
                       entsprechende Genauigkeit besitzen;
       4.1.4.          optisches System, bestehend aus einer Linse mit einer Mindestbrennweite f von 500 mm und korrigierter
                       chromatischer Aberration. Die größte Apertur darf f/20 nicht überschreiten. Der Abstand zwischen Linse und
                       Lichtquelle ist so einzustellen, daß ein möglichst paralleler Lichtstrahl erreicht wird.
                       Zur Begrenzung des Lichtstrahldurchmessers auf 7 mm ± 1 mm ist eine Blende einzufügen. Diese Blende ist in
                       einer Entfernung von 100 mm ± 50 mm auf der der Lichtquelle entgegengesetzten Seite der Linse anzu-
                       bringen;
       4.1.5.          Einrichtung zur Streulichtmessung (siehe Abbildung 5), bestehend aus einer Fotozelle (Fotoelement) mit
                       integrierender Kugel von 200 mm bis 250 mm Durchmesser. Die Kugel muß mit einer Lichtein- und
                       -austrittsöffhung versehen sein. Die Eintrittsöffnung muß rund sein und einen Durchmesser von doppelter Größe
                       des Lichtstrahldurchmessers haben. Die Austrittsöffhung der Kugel muß nach dem Verfahren in 4.4.3 entweder
                       mit einer Lichtfalle oder einem Reflexionsstandard versehen sein. Die Lichtfalle muß das gesamte Licht
                       absorbieren, wenn sich kein Prüfmuster im Lichtstrahl befindet.
                       Die Lichtstrahlachse muß durch die Mittelpunkte der Ein- und Austrittsöffhung laufen. Der Durchmesser b der
                       Lichtaustrittsöffnung erhält den Wert b = 2.a.tan 4°, wobei a der Kugeldurchmesser ist.
                       Die Fotozelle ist so zu montieren, daß sie nicht durch das Licht, das direkt von der Eintrittsöffnung oder von dem
                       Reflexionsstandard kommt, getroffen wird.
                       Die Innenflächen der integrierenden Kugel und des Reflexionsstandards müssen möglichst gleichmäßig reflektieren
                       und matt und nichtselektiv sein.
       (') Geeignete Abhebräder können bezogen werden von Teledyne Taber (USA).
 ---pagebreak--- Nr. C 95/18                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                              12. 4 . 90
                 Der Meßwert der Fotozelle muß im benutzten Lichtstärkenbereich innerhalb ± 2 % linear sein. Die Einrichtung
                zur Streulichtmessung muß so beschaffen sein, daß das Galvanometer bei dunkler Kugel keinen Ausschlag
                liefert.
                 Die gesamte Einrichtung ist in regelmäßigen Abständen durch Standards bestimmter Streuung zu kontrollieren.
                 Werden Streulichtmessungen mit anderen Einrichtungen oder abweichenden Verfahren durchgeführt, so sind die
                 Ergebnisse gegebenenfalls zu korrigieren, um Übereinstimmung mit den Ergebnissen der vorstehend beschriebe-
                 nen Einrichtungen zu erhalten.
                                                                               Fotozelle
                                                                                          Abdeckschirm
                                                    Integrierende
                                                    Kugel
                                                                                                             Lichtfalle
             Lampe
                                                           Abbildung 5
                                                Einrichtung zur Streulichtmessung
      4.2.       Prüfbedingungen
                — Temperatur: 20 °C ± 5 °C,
                — Druck: 860 mbar bis 1 060 mbar,
                — relative Luftfeuchtigkeit: 6 0 % ± 2 0 % .
      4.3.       Prüfmuster
                Die Prüfmuster müssen ebene Quadrate mit einer Seitenlänge von 100 mm sein, deren beide Oberflächen möglichst
                plan und parallel sind und in der Mitte erforderlichenfalls ein Loch mit einem Durchmesser von 6,4 mm
                 + 0,2 mm/ - 0 mm zum Einspannen haben.
      4.4.      Durchführung der Prüfung
                Die Abriebprüfung wird nur an der Oberfläche des Prüfmusters ausgeführt, die der Außenseite der in dem Fahrzeug
                eingebauten Sicherheitsglasscheibe entspricht, bei kunststoffbeschichteten Sicherheitsgläsern an der der Innenseite
                entsprechenden Oberfläche.
      4.4.1.    Die Prüfmuster sind unmittelbar vor und nach dem Abrieb wie folgt zu reinigen:
                a) mit einem Leinentuch unter klarem fließendem Wasser abwischen;
                b) mit destilliertem oder entmineralisiertem Wasser spülen;
                c) mit Sauerstoff oder Stickstoff trockenblasen;
                d) mögliche Wasserspuren durch leichtes Betupfen mit einem feuchten Leinentuch entfernen. Gegebenenfalls
                     durch leichtes Pressen zwischen zwei Leinentüchern trocknen.
                Jede Ultraschallbehandlung ist zu vermeiden. Nach der Reinigung dürfen die Prüfmuster nur an ihren Kanten
                angefaßt werden und sind geschützt vor Beschädigung und Verschmutzung ihrer Oberfläche aufzubewahren.
      4.4.2.    Die Prüfmuster sind vor der Prüfung mindestens 48 Stunden lang bei 20 °C und ± 5 °C und 6 0 % ± 2 0 %
                relativer Luftfeuchtigkeit zu lagern.
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       4.4.3.  Das Prüfmuster ist unmittelbar an der Eintrittsöffnung der integrierenden Kugel anzubringen. Der Winkel
               zwischen der Senkrechten zur Oberfläche des Prüfmusters und der Lichtstrahlachse darf 8° nicht überschrei-
               ten.
               Sodann sind die in der folgenden Tabelle aufgezeigten vier Messungen durchzuführen:
                                                                                       Mit
                      Messung           Mit Prüfmuster      Mit Lichtfalle                             Dargestellte Größe
                                                                               Reflexionsstandard
                       T,                   Nein                Nein                  Ja            Einfallendes Licht
                       T2                   Ja                  Nein                  Ja            Gesamtes vom Prüfmuster
                                                                                                    durchgelassenes Licht
                       T3                   Nein               Ja                     Nein          Durch die Einrichtung
                                                                                                    gestreutes Licht
                       T4                   Ja                 Ja                     Nein          Durch das Instrument und
                                                                                                    Prüfmuster gestreutes Licht
               Die Messungen Ti, T 2 , T 3 und T 4 sind in anderen spezifischen Stellungen des Prüfmusters zu wiederholen, um
               dessen Gleichförmigkeit zu ermitteln.
               Die Gesamtdurchlässigkeit wird bestimmt nach T t = T 2 / T j .
               Der Durchlässigkeitsfaktor für diffuses Licht wird berechnet nach:
                                                                     T 4 - T 3 (T 2 /T,)
               Zu berechnen ist die gestreute prozentuale Trübung oder das gestreute Licht oder beides:
                                                                 —     x 100%.
               Die anfängliche Trübung des Prüfmusters wird an mindestens vier gleich weit voneinander entfernten Punkten der
               nicht dem Abrieb unterworfenen Fläche unter Anwendung obiger Formel ermittelt. Die Ergebnisse sind für jedes
               Prüfmuster zu mittein. Anstelle der vier Punktmessungen kann man einen Mittelwert erhalten, indem das
               Prüfmuster mit einer konstanten Drehzahl von mindestens drei Umdrehungen/Sekunde gedreht wird.
               Für jede Sicherheitsglasscheibe sind drei Prüfungen mit derselben Belastung durchzuführen. Die Trübung dient als
               Maß des Oberflächenabriebs nach der Abriebprüfung.
               Das gestreute Licht durch die abgeriebene Bahn wird an mindestens vier gleich weit voneinander entfernten
               Punkten nach obiger Formel gemessen. Die Ergebnisse für jedes Prüfmuster sind zu mittein. Anstelle der vier
              Punktmessungen kann man einen Mittelwert erhalten, indem das Prüfmuster mit einer konstanten Drehzahl von
              mindestens drei Umdrehungen/Sekunde gedreht wird.
       4.5.   Die Abriebprüfung wird nur dann durchgeführt, wenn die Prüfstelle dies aufgrund ihr vorliegender Information für
              notwendig erachtet; Änderungen der Zwischenschicht oder der Glasdicke zum Beispiel bedürfen, außer bei
              Glas-Kunststoff-Material, in der Regel keiner weiteren Prüfung.
       4.6.   Schwierigkeiten der sekundären Merkmale
              Die sekundären Merkmale bleiben unberücksichtigt.
       5.     PRÜFUNG BEI ERHÖHTER TEMPERATUR
       5.1.   Durchführung der Prüfung
              Drei quadratische Proben oder drei Prüfmuster mit einer Größe von mindestens 300 mm x 300 mm, die die
              Prüfstelle je nach Fall an drei Windschutzscheiben oder drei anderen Glasscheiben entnommen hat, und von denen
              eine Seite der Oberkante der Glasscheibe entspricht, werden auf 100° C erhitzt.
              Diese Temperatur wird zwei Stunden aufrechterhalten; danach läßt man die Prüfmuster auf Raumtemperatur
              abkühlen. Bestehen die beiden äußeren Oberflächen der Sicherheitsglasscheibe aus anorganischen Werkstoffen, so
              erfolgt die Prüfung durch senkrechtes Eintauchen des Prüfmusters in siedendes Wasser während der vorgeschrie-
              benen Dauer; dabei ist ein unzulässiger thermischer Schock zu vermeiden. Werden die Prüfmuster aus
              Windschutzscheiben herausgeschnitten, dann muß ein Rand des Prüfmusters Teil des Randes der Windschutz-
              scheibe sein.
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      5.2.     Schwierigkeitsgrade der sekundären Merkmale
                                                            Farblos                Getönt
                Färbung der Zwischenschicht                     1                     2
                Die anderen sekundären Merkmale bleiben unberücksichtigt.
      5.3.      Ausweitung der Ergebnisse
      5.3.1.    Die Prüfung der Widerstandsfähigkeit gegen erhöhte Temperatur gilt dann als bestanden, wenn keine Blasen oder
                andere Fehler außerhalb von 15 mm von einem nichtgeschnittenen Rand oder von 25 mm von einem geschnittenen
                Rand des Prüfmusters oder der Probe oder außerhalb von 10 mm entlang jeder während der Prüfung aufgetretenen
                Bruchstelle entstehen.
      5.3.2.    Ein Satz von Prüfmustern oder Proben, der für die Erteilung einer Genehmigung vorgelegt wurde, wird hinsichtlich
                des Verhaltens bei erhöhter Temperatur als zufriedenstellend betrachtet, wenn eine der folgenden Bedingungen
                erfüllt ist:
      5.3.2.1.  Alle Prüfungen ergeben ein zufriedenstellendes Ergebnis.
      5.3.2.2.  Eine Prüfung hat ein negatives Ergebnis erbracht, jedoch hat eine Wiederholungsprüfung an einem neuen Satz von
                Prüfmustern zufriedenstellende Ergebnisse erbracht.
      6.       PRÜFUNG DER BESTRAHLUNGSBESTÄNDIGKEIT
      6.1.      Prüfmethode
      6.1.1.     Prüfeinrichtung
      6.1.1.1.  Strahlungsquelle, bestehend aus einer Mitteldruck-Hg-Lampe aus einem senkrecht montierten Quarzrohr
                (ozonfreier Typ). Nennabmessungen der Lampe: Länge 360 mm, Durchmesser 9,5 mm, Bogenlänge
                300 mm ± 4 mm, Lampe 750 W ± 5 0 W. Jede andere Strahlungsquelle, die dieselbe Wirkung wie die obenge-
               nannte erzielt, kann verwendet werden. Zum Nachweis derselben Wirkung anderer Lampen ist ein Vergleich
               durch Messung der im Wellenlängenbereich von 300 bis 450 Nm emittierten Energiemenge vorzunehmen; alle
                anderen Wellenlängen werden durch geeignete Filter eliminiert. Die Ersatzlampe muß mit diesen Filtern benutzt
               werden.
               Bei Sicherheitsglasscheiben, für die keine zufriedenstellende Korrelation zwischen dieser Prüfung und den
               Verwendungsbedingungen besteht, sind die Prüfungsbedingungen entsprechend anzupassen;
      6.1.1.2. Stromversorgungs- und Zündgerät, die der Lampe (6.1.1.1) eine Zündspannung von mindestens 1 100 V und eine
               Betriebsspannung von 500 V ± 5 0 V liefern;
     6.1.1.3.  Einrichtung zum Befestigen und Drehen der Prüfmuster mit 1 bis 5 Umdrehungen/min um die zentral angeordnete
               Strahlungsquelle, um eine gleichmäßige Bestrahlung sicherzustellen.
     6.1.2.     Prüfmuster
     6.1.2.1.  Die Größe der Prüfmuster muß 76 mm x 300 mm betragen.
     6.1.2.2.  Die Prüfmuster werden von der Prüfstelle aus dem oberen Teil der Glasscheibe so ausgeschnitten, daß:
               — bei anderen Scheiben als Windschutzscheiben der obere Rand der Prüfmuster dem oberen Rand der
                    Glasscheiben entspricht;
               — bei Windschutzscheiben der obere Rand der Prüfmuster der oberen Grenze des Bereichs entspricht, in dem die
                    reguläre Durchlässigkeit gemäß Punkt 9.1.2.2 dieses Anhangs zu kontrollieren und festzustellen ist.
     6.1.3.    Durchführung der Prüfung
               Die Lichtdurchlässigkeit nach 9.1.1 bis 9.1.2 dieses Anhangs ist an drei Prüfmustern vor der Bestrahlung zu
               messen. Ein Teil eines jeden Prüfmusters ist vor Strahlung zu schützen; dann ist es mit seiner Länge parallel zur
               Lampenachse in einem Abstand von 239 mm zu dieser in die Prüfeinrichtung zu stellen. Die Prüfmustertemperatur
               muß während der Prüfung auf 45 °C ± 5 °C gehalten werden. Diejenige Fläche eines jeden Prüfmusters, welche
               den verglasten äußeren Teil des Fahrzeuges darstellt, muß der Lampe zugewandt sein. Für den in 6.1.1.1
               beschriebenen Lampentyp beträgt die Strahlungszeit 100 Stunden.
               Nach der Bestrahlung ist nochmals die Lichtdurchlässigkeit der bestrahlten Fläche eines jeden Prüfmusters zu
               messen.
     6.1.4.    Jedes Prüfmuster oder jede Probe (insgesamt drei Stück) ist wie oben beschrieben so der Strahlung auszusetzen, daß
               sie in jedem Punkt des Prüfmusters oder der Probe auf die Zwischenschicht dieselbe Wirkung hervorruft wie eine
               100 Stunden dauernde Sonnenstrahlung von 1 400 W/m 2 .
     6.2.      Schwierigkeitsgrade der sekundären Merkmale
                                                            Farblos                Getönt
               Färbung des Glases                              2•                    1
               Färbung der Zwischenschicht                     1                     2
               Die anderen sekundären Merkmale bleiben unberücksichtigt.
 ---pagebreak--- 12. 4. 90                                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                         Nr. C 95/21
       6.3.            Auswertung der Ergebnisse
       6.3.1.           Die Prüfung der Bestrahlungsbeständigkeit gilt als bestanden,
       6.3.1.1.         wenn die Lichtdurchlässigkeit, wie nach 9.1.1 und 9.1.2 dieses Anhangs gemessen, nicht unter 9 5 % des Wertes
                        vor der Bestrahlung sinkt und in keinem Fall die folgenden Werte unterschreitet:
       6.3.1.1.1.       70 % bei allen anderen Scheiben als Windschutzscheiben, die den Vorschriften für das Sichtfeld des Fahrers in allen
                        Richtungen entsprechen müssen,
       6.3.2.1.2.       7 5 % für Windschutzscheiben in dem Bereich, in dem die reguläre Durchlässigkeit gemäß Definition in 9.1.2.2
                        unten kontrolliert werden muß.
       6.3.1.2.         Eine leichte Färbung beim Betrachten der Probe oder des Prüfmusters gegen einen weißen Hintergrund nach der
                        Bestrahlung ist jedoch zulässig.
       6.3.2.          Ein Satz von Prüfmustern oder Proben, der für die Erteilung einer Genehmigung eingereicht wurde, wird
                        hinsichtlich der Bestrahlungsbeständigkeit als zufriedenstellend betrachtet, wenn eine der folgenden Bedingungen
                       erfüllt ist:
       6.3.2.1.        Alle Prüfungen ergeben ein zufriedenstellendes Ergebnis.
       6.3.2.2.        Eine Prüfung hat ein negatives Ergebnis erbracht, jedoch hat eine Wiederholungsprüfung an einem neuen Satz von
                       Prüfmustern oder Proben zufriedenstellende Ergebnisse erbracht.
       7.              PRÜFUNG DER FEUCHTIGKEITSBESTÄNDIGKEIT
       7.1.            Durchführung der Prüfung
                       Drei quadratische Prüfmuster oder Proben von mindestens 300 mm x 300 mm sind zwei Wochen lang vertikal in
                       einem geschlossenen Behälter bei einer Temperatur von 50 °C ± 2 °C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von
                       9 5 % ± 4 % (') aufzubewahren.
                       Die Prüfmuster werden so vorbereitet, daß:
                       — zumindest eine Kante der Prüfmuster einer Kante der ursprünglichen Glasscheibe entspricht;
                       — werden mehrere Prüfmuster gleichzeitig untersucht, ist für einen ausreichenden Zwischenraum zwischen den
                            Prüfmustern zu sorgen.
                       Es müssen Vorbereitungen getroffen werden, damit von den Wänden und dem Deckel der Prüfkammer
                       heraustropfendes Kondenswasser von den Prüfmustern ferngehalten wird.
       7.2.            Schwierigkeitsgrade der sekundären Merkmale
                                                                       Farblos                Getönt
                       Färbung der Zwischenschicht                         1                     2
                       Die anderen sekundären Merkmale bleiben unberücksichtigt.
       7.3.            Auswertung der Ergebnisse
       7.3.1.          Sicherheitsglas wird hinsichtlich der Feuchtigkeitsbeständigkeit als zufriedenstellend angesehen, wenn keine
                       deutliche Veränderung außerhalb von 10 mm von den ungeschnittenen Kanten oder von 15 mm vor den
                       geschnittenen Kanten festgestellt wird, nachdem normale und vorbehandelte Verbundglasscheiben zwei Stunden
                       und mit Kunststoff beschichtete Glasscheiben und Kunststoff-Glasscheiben 48 Stunden bei Raumtemperatur
                       gelagert worden sind.
       7.3.2.          Ein Satz von Prüfmustern der Proben, der für die Erteilung einer Genehmigung eingereicht wurde, wird
                       hinsichtlich der Feuchtigkeitsbeständigkeit als zufriedenstellend betrachtet, wenn eine der folgenden Bedingungen
                       erfüllt ist:
       7.3.2.1.        Alle Prüfungen ergeben ein zufriedenstellendes Ergebnis.
      7.3.2.2.         Nachdem eine Prüfung ein negatives Ergebnis erbracht hat, werden bei einer Wiederholungsprüfung mit einem
                       neuen Satz von Prüfmustern zufriedenstellende Ergebnisse erzielt.
      8.               PRÜFUNG DER TEMPERATURWECHSELBESTÄNDIGKEIT
      8.1.             Prüfverfahren
                       Zwei Prüfmuster der Größe 300 mm x 300 mm werden sechs Stunden lang in einem Behälter bei einer Temperatur
                       von - 4 0 °C ± 5 °C gelagert; anschließend werden sie eine Stunde lang oder bis zu ihrer Angleichung an die
                       Außentemperatur (23 °C ± 2 °C) der Raumluft ausgesetzt. Dann werden sie drei Stunden lang in einen Luftstrom
                       von 72 °C ± 2 °C gestellt. Nach erneuter Lagerung bei 23 °C ± 2 °C und Abkühlung auf diese Temperatur
                       werden die Prüfmuster untersucht.
      (') Diese Prüfbedingungen schließen jegliche Kondensationen an den Prüfmustern aus.
 ---pagebreak--- Nr. C 95/22                                     Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                              12. 4 . 90
       8.2.             Schwierigkeitsgrade der sekundären Merkmale
                                                                                                   Farblos           Getönt
                        Färbung der Zwischenschicht oder Kunststoffbeschichtung                       1                2
                        Die anderen sekundären Merkmale bleiben unberücksichtigt.
       8.3.             Ausweitung der Ergebnisse
                        Die Prüfung der Temperaturwechselbeständigkeit gilt dann als bestanden, wenn die Prüfmuster keine Risse,
                        Trübungen, Abblätterungen oder andere erkennbare Verschlechterungen ausweisen.
       9.               OPTISCHE EIGENSCHAFTEN
       9.1.             Prüfung der Lichtdurchlässigkeit
       9.1.1.            Prüfeinrichtung
       9.1.1.1.         Lichtquelle, bestehend aus einer Glühlampe mit einem Glühfaden, der sich innerhalb eines Parallelepipedes
                        von 1,5 m m x 1,5 m m x 3 mm befindet. Die angelegte Spannung muß so groß sein, daß die Farbtemperatur
                        2 856 K ± 50 K beträgt. Diese Spännung muß auf ± 1/1000 stabilisiert sein. Der Spannungsmesser muß eine
                        entsprechende Genauigkeit besitzen;
       9.1.1.2.         optisches System, bestehend aus einer Linse mit einer Mindestbrennweite f von 500 mm und korrigierter
                        chromatischer Aberration. Die größte Apertur darf f/20 nicht überschreiten. Der Abstand zwischen Linse und
                        Lichtquelle ist so einzustellen, daß ein möglichst paralleler Lichtstrahl erreicht wird. Zur Begrenzung des
                        Lichtstrahldurchmessers auf 7 mm ± 1 mm ist eine Blende einzufügen. Diese Blende ist in einer Entfernung von
                        100 mm ± 50 mm auf der der Lichtquelle entgegengesetzten Seite der Linse anzubringen. Der Meßpunkt muß in
                        der Mitte des Lichtstrahls liegen.
      9.1.1.3.          Meßeinrichtung
                        Der Empfänger muß hinsichtlich der relativen spektralen Empfindlichkeit mit der relativen spektralen
                        Lichtempfindlichkeit des photometrischen Normalbeobachters nach der CIE (*) für lichtoptisches Sehen im
                        wesentlichen übereinstimmen. Die lichtempfindliche Oberfläche des Empfängers muß mit einem lichtstreuenden
                        Mittel bedeckt sein und einen mindestens doppelt so großen Querschnitt wie der durch das optische System
                       emittierte Lichtstrahl haben. Bei einer integrierenden Kugel muß ihre Apertur mindestens zweimal so groß wie der
                        Querschnitt des parallelen Teils der Strahlen sein.
                       Die Linearität des Empfängers und des zugehörigen Anzeigeinstruments muß besser als 2 % des nutzbaren
                       Skalenbereichs sein.
                       Der Empfänger muß in der Lichtstrahlachse liegen.
      9.1.2.           Durchführung der Prüfung
                       Die Empfindlichkeit des Empfängers muß so eingestellt werden, daß das Anzeigeinstrument einen Ausschlag von
                       100 Skalenteilen aufweist, wenn sich keine Sicherheitsglasscheibe im Strahlengang befindet.
                       Ohne Lichteinfall muß das Instrument Null anzeigen.
                       Die Sicherheitsglasscheibe ist in einem Abstand vom Empfänger anzuordnen, der ungefähr dem fünffachen
                       Durchmesser des Empfängers entspricht. Die Sicherheitsglasscheibe ist zwischen die Blende und den Empfänger
                       einzubringen und so auszurichten, daß der Winkel des einfallenden Lichtstrahls 0° ± 5° beträgt. Die
                       Lichtdurchlässigkeit der Sicherheitsglasscheibe ist zu messen, wobei für jeden Meßpunkt die Anzahl der Teilstriche
                       n auf dem Anzeigeinstrument abzulesen ist. Die Lichtdurchlässigkeit Z ist dann n/100.
      9.1.2.1.         Wird das Prüfverfahren bei Windschutzscheiben angewandt, dann dürfen wahlweise entweder ein aus dem flachen
                       Teil der Windschutzscheibe herausgeschnittenes Prüfmuster oder ein speziell hergestelltes flaches Quadrat aus dem
                       gleichen Werkstoff und gleicher Dicke der betreffenden Windschutzscheibe verwendet werden, wobei die Messung
                       rechtwinklig zum Glas erfolgt.
     9.1.2.2.          Die Prüfung von Windschutzscheiben, die für Fahrzeuge der Klasse M i bestimmt sind, erfolgt in der Zone I gemäß
                       Anhang II F.
                       Die Prüfung von Windschutzscheiben für alle anderen Fahrzeuge erfolgt in der Zone I nach 9.2.5.2. dieses
                       Anhangs.
     9.1.3.            Schwierigkeitsgrade der sekundären Merkmale
                                                                                                          Farblos          Getönt
                       Färbung des Glases                                                                    1               2
                       Färbung der Zwischenschicht (bei Verbundglaswindschutzscheiben)                       1              2
     (') Internationale Beleuchtungskommission.
 ---pagebreak--- 12. 4. 90                               Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                         Nr. C 95/23
                                                               Nicht enthalten       Enthalten
                  Farbkeil und/oder Abdeckstreifen                    1                  2
                  Die anderen sekundären Merkmale bleiben unberücksichtigt.
       9.1.4.     Auswertung der Ergebnisse
       9.1.4.1.   Die bei Windschutzscheiben nach 9.1.2 gemessene Lichtdurchlässigkeit darf 75 % nicht unterschreiten und bei
                  anderen Scheiben als Windschutzscheiben nicht weniger als 7 0 % betragen.
       9.1.4.2.   Bei Verglasungen, die keine wesentliche Rolle für die Sichtverhältnisse des Fahrzeugführers (z. B. Glasdach)
                  spielen, kann der Lichtdurchlässigkeitsfaktor unter 7 0 % liegen. Scheiben mit einem Lichtdurchlässigkeitsfaktor
                  von weniger als 7 0 % müssen mit dem entsprechenden Symbol gekennzeichnet sein.
       9.2.       Prüfung der optischen Verzerrung
       9.2.1.      Anwendungsbereich
                  Das beschriebene Verfahren ist ein Projektionsverfahren zur Bestimmung der durch die Sicherheitsglasscheibe
                  verursachten optischen Verzerrung.
       9.2.1.1.    Begriffsbestimmungen
       9.2.1.1.1. Optische Ablenkung: Der Winkel zwischen der virtuellen und reellen Richtung eines durch die Sicherheitsglas-
                  scheibe gesehenen Punktes. Die Größe der Ablenkung ist eine Funktion des Einfallwinkels der Sehlinie, der Dicke
                  und Neigung der Glasscheibe und des Krümmungsradius am Einfallsort.
       9.2.1.1.2. Optische Verzerrung in einer Richtung MM': die algebraische Differenz A a zwischen den Ablenkwinkeln,
                  gemessen zwischen zwei Punkten M und M' auf der Glasoberfläche; die Entfernung dieser beiden Punkte
                  voneinander ist so zu wählen, daß ihre Projektionen in einer Ebene rechtwinklig zur Blickrichtung im
                  vorgegebenen Abstand Ax zueinander stehen (siehe Abbildung 6).
                  Eine Ablenkung gegen den Uhrzeigersinn wird als positiv und im Uhrzeigersinn als negativ bewertet.
       9.2.1.1.3. Optische Verzerrung in einem Punkt M: Maximum der optischen Verzerrung für alle Richtungen MM' ausgehend
                  von Punkt M.
       9.2.1.2.    Prüfeinrichtung
                  Dieses Verfahren beinhaltet die Projektion eines geeigneten Rasters durch die zu prüfende Sicherheitsglasscheibe
                  auf einen Bildschirm. Die Änderung der Form des projizierten Rasters durch das Einfügen der Sicherheitsglas-
                  scheibe muß aus folgenden Teilen bestehen, deren Anordnung aus Abbildung 9 ersichtlich ist.
                  Anmerkung:    A a = at - a 2 ist die optische Verzerrung in Richtung M M ' .
                                A x = MC ist der Abstand zwischen zwei Geraden durch die Punkte M und M ' parallel zur
                                       Blickrichtung.
                                                             Abbildung 6
                                          Grafische Darstellung der optischen Verzerrung
 ---pagebreak--- Nr. C 95/24                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                          12. 4. 90
                              Rasterdiapositiv                                                      Blende
                       Lichtquelle                  Kondensorlinse                     Linse
                                                           Abbildung 7
                                                Optische Einrichtung des Projektors
      9.2.1.2.1.  Projektor hoher Qualität mit starker Punktlichtquelle und beispielsweise folgenden Eigenschaften:
                  —  Brennweite von mindestens 90 mm,
                  —  Apertur von etwa 1/2,5,
                  —   150-W-Halogenquarzlampe (bei Verwendung ohne Filter),
                  —  250-W-Quarzlampe (bei Verwendung eines Grünfilters).
                                                           Abbildung 8
                                               Vergrößerter Ausschnitt des Rasters
                 Der Projektor ist schematisch in Abbildung 7 dargestellt. Eine Lochblende von 8 mm Durchmesser wird etwa
                 10 mm vor der Frontlinse des Objektivs angebracht.
     9.2.1.2.2.  Rasterdiapositive, bestehend z . B . aus einer Anordnung runder heller Felder auf dunklem Grund (siehe
                 Abbildung 8). Qualität und Kontrast des Rasters müssen es erlauben, die Abmessungen mit einer Toleranz < 5 %
                 durchzuführen. Die Messungen der runden Felder sind so zu wählen, daß sie bei der Projektion ohne die zu
                 prüfende Sicherheitsglasscheibe ein Muster von Kreisen mit dem Durchmesser
                 Ri + R2
                 —         Ax bilden, wobei Ax = 4 mm (siehe Abbildungen 6 und 9).
                    Ri
 ---pagebreak--- 12. 4. 90                                    Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                          Nr. C 95/25
                                                                        Sicherheitsglasscheibe
                  z
                        Projektor
                                                                                                               '^      Bildschirm
                                                                                        R2
                       >z                      R,
               Blende / •                       Neigungswinkel
                                                                                                        Beobachtungs-
                                                                                                        richtung
              R, = 4 m
              R2 = 2 m bis 4 m (4 m bevorzugt)
                                                                 Abbildung 9
                                 Anordnung der Prüfeinrichtung zur Bestimmung der optischen Verzerrung
       9.2.1.2.3.     Scheibenhalterung, die wenn möglich, ein vertikales und horizontales Abtasten sowie das Drehen der
                      Sicherheitsglasscheibe ermöglichen soll.
       9.2.1.2.4.     Schablone, die eine rasche Messung der von der Scheibe verursachten Maßverzerrungen gestattet. Eine geeignete
                      Ausführung zeigt Abbildung 10.
                                                                Abbildung 10
                                                   Ausführung einer geeigneten Schablone
       9.2.1.3.       Durchführung der Prüfung
       9.2.1.3.1.    Allgemeines
                     Die Sicherheitsscheibe ist auf der Scheibenhalterung (9.2.1.2.3) unter dem vorgegebenen Neigungswinkel
                     aufzustellen. Der Raster ist durch die zu prüfende Fläche der Scheibe zu projizieren. Die Sicherheitsglasscheibe ist
                     zu drehen oder entweder horizontal oder vertikal zu verschieben, damit die ganze definierte Fläche geprüft werden
                     kann.
       9.2.1.3.2.    Abschätzung mit Hilfe der Schablone
                     Reicht eine schnelle Abschätzung mit einer Meßgenauigkeit von höchstens 20 % aus, ist der Wert A (siehe
                     Abbildung 10) aus dem Grenzwert AaL für die Änderung der Ablenkung und dem Wert R2 für den Abstand
                     zwischen der Sicherheitsglasscheibe und der Bildwand wie folgt zu berechnen:
                                                                    A = 0,145 AaL • K2
 ---pagebreak--- Nr. C 95/26                                Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                            12. 4. 90
                  Das Verhältnis zwischen der Durchmesseränderung des projizierten Bildes Ad und der Änderung des
                  Ablenkungswinkels Aa ist gegeben durch:
                                                                 Ad = 0,29 Aa • R2
                  Ad     in Millimetern,
                  A      in Millimetern,
                  Aa L   in Bogenminuten,
                  Aa     in Bogenminuten,
                  R2     in Metern.
      9.2.1.3.3.  Messung mit photoelektrischer Einrichtung
                  Wird eine Messung mit einer Meßungenauigkeit des Grenzwertes von weniger als 10 % gefordert, so ist Ad auf der
                  Projektionsachse zu messen, wobei die Lichtfleckbreite an dem Punkt gemessen wird, wo die Lichtintensität die
                  Hälfte der Maximalintensität beträgt.
      9.2.1.4.     Ergebnisse
                  Die optische Verzerrung der Sicherheitsglasscheibe ist durch Messung von Ad in jedem Punkt der Oberfläche und
                  in allen Richtungen zur Ermittlung von Ad max. zu bestimmen.
      9.2.1.5.     Alternativ-Verfahren
                  Zusätzlich ist als Alternative zum Projektionsverfahren ein strioskopisches Verfahren erlaubt, vorausgesetzt, die
                  Meßgenauigkeit nach 9.2.1.3.2 und 9.2.1.3.3 gewahrt.
      9.2.1.6.    Der Abstand Ax muß 4 mm betragen.
      9.2.1.7.    Die Windschutzscheibe ist unter dem Neigungswinkel aufzustellen, der der Einbaulage in dem Fahrzeug
                 entspricht.
      9.2.1.8.    Die Projektionsachse in der horizontalen Ebene muß ungefähr rechtwinklig zur Spur der Windschutzscheibe in
                 dieser Ebene sein.
     9.2.2.      Die Messungen sind wie folgt       vorzunehmen:
      9.2.2.1.   bei Fahrzeugen der Klasse M t zum einen in der Zone A, die sich bis zur mittleren Ebene des Fahrzeuges erstreckt
                 und in dem Teil der Windschutzscheibe, die der Symmetrie der vorhergehenden Zone in bezug auf die mittlere
                 Längsebene des Fahrzeugs entspricht, zum anderen in der Zone B;
     9.2.2.2.    bei Fahrzeugen der Klassen M und N, die nicht der Klasse M t angehören, in der Zone I nach Absatz 9.2.5.2 dieses
                 Anhangs.
     9.2.2.3.      Fahrzeugtyp
                 Die Prüfung muß wiederholt werden, wenn die Windschutzscheibe in einen Fahrzeugtyp eingebaut werden soll,
                 der ein anderes Sichtfeld nach vorne hat als ein Fahrzeug, dessen Windschutzscheibe bereits genehmigt
                 wurde.
     9.2.3.      Schwierigkeiten der sekundären Merkmale
     9.2.3.1.    Art des Materials (Werkstoffs)
                                                Spiegelglas         Floatglas           Maschinenglas
                                                     1                  1                     2
     9.2.3.2.    Andere sekundäre Merkmale
                 Andere sekundäre Merkmale bleiben unberücksichtigt.
     9.2.4.      Anzahl der Prüfmuster
                 Für die Prüfung sind vier Prüfmuster vorzulegen.
     9.2.5.      Definition der Sichtzonen
     9.2.5.1.    Bei Windschutzscheiben für Fahrzeuge der Klasse Mi entsprechen die Zonen A und B den Definitionen in
                 Anhang II F.
     9.2.5.2.    Die Definition der Zonen der Windschutzscheiben für Fahrzeuge der Klassen M und N , die nicht der Klasse Mi
                 angehören, erfolgt ausgehend von:
     9.2.5.2.1.  einem Augenpunkt, der auf der Senkrechten durch den Punkt R des Fahrersitzes 625 mm über diesem Punkt in der
                 vertikalen Ebene liegt, die parallel zur Längsmittelebene des Fahrzeugs, für das die Windschutzscheibe bestimmt
                 ist, und durch die Achse des Lenkrads verläuft. Dieser Punkt wird nachstehend als Punkt 0 bezeichnet;
     9.2.5.2.2.  einer Geraden 0Q, die als horizontale Gerade durch den Punkt 0 und senkrecht zur Längsmittelebene des
                 Fahrzeuges bestimmt ist.
     9.2.5.2.3.  Zone I — die Zone der Windschutzscheibe, die durch die Schnittlinie der vier nachstehend definierten Ebenen auf
                 der Windschutzscheibe begrenzt wird:
                 P i — eine vertikale Ebene, die durch den Punkt 0 geht und einen Winkel von 15° nach links mit der
                         Längsmittelebene des Fahrzeugs bildet;
 ---pagebreak--- 12. 4 . 90                                  Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                          Nr. C 9 5 / 2 7
                   P2 — eine vertikale Ebene symmetrisch zu Pi rechts von der Längsmittelebene des Fahrzeugs.
                          Wenn dies nicht möglich ist (z. B. bei Fehlen einer Längsmittelebene), wird Punkt P 2 eine Ebene
                          symmetrisch zu Pi in bezug auf die Längsebene des Fahrzeugs durch Punkt 0;
                   P 3 — eine Ebene, die durch die Gerade 0Q geht und einen Winkel von 10° nach oben mit der horizontalen Ebene
                          bildet;
                   P 4 — eine Ebene, die durch die Gerade 0Q geht und einen Winkel von 8° nach unten mit der horizontalen Ebene
                          bildet.
        9.2.6.     Auswertung der Ergebnisse
                   Ein Windschutzscheibentyp wird hinsichtlich der optischen Verzerrung als zufriedenstellend angesehen, wenn bei
                   den vier zur Prüfung vorgestellten Prüfmustern die optische Verzerrung in jeder Zone die nachstehend genannten
                   Maximalwerte nicht überschreitet:
                                                                                                           Maximalwerte
                                Fahrzeugklasse                           Zone
                                                                                                      der optischen Verzerrung
                   M,                                        A — Bereich gemäß 9.2.2.1                   2 Bogenminuten
                                                             B                                           6 Bogenminuten
                   Klassen M von der Klasse Mi               I                                           2 Bogenminuten
                   abweichend und Klassen N
        9.2.6.1.   Für die Fahrzeuge der Klassen M und N wird in einer Umfangszone von 25 mm Breite keine Messung
                   durchgeführt.
       9.2.6.2.    Im Falle einer zweiteiligen Windschutzscheibe wird über einen Streifen von 35 mm ab dem Rand der Scheibe, der
                   an eine Trennungsstütze angrenzen kann, keinerlei Messung vorgenommen.
       9.2.6.3.   Eine Toleranz bis zu 6 Bogenminuten ist für alle Teile der Zonen I oder der Zone A zulässig, die sich wenigstens
                   100 mm von den Rändern der Windschutzscheibe entfernt befinden.
       9.2.6.4.   Geringe Abweichungen in der Zone B von den vorgeschriebenen Werten sind zulässig, vorausgesetzt, daß sie
                  lokalisiert und in dem Prüfprotokoll erwähnt sind.
       9.3.       Prüfung auf Doppelbilder
       9.3.1.       Anwendungsbereich
                  Zwei Prüfungsverfahren sind zugelassen:
                  — Prüfung mit einer Ring-Loch-Platte,
                  — Prüfung mit Kollimationsfernrohr.
                  Diese Prüfungen können für die Genehmigung, Qualitäts- oder Produktkontrolle verwendet werden.
       9.3.1.1.   Prüfung mit einer R i n g - L o c h - P l a t t e
       9.3.1.1.1.  Prüfeinrichtung
                  Bei diesem Verfahren wird eine beleuchtete Platte durch eine Sicherheitsglasscheibe betrachtet. Die Platte kann so
                  ausgelegt sein, daß sich das Prüfergebnis auf „annehmbar" oder „nicht annehmbar" beschränkt. Diese Platte muß,
                  wenn möglich, eine der beiden folgenden Formen aufweisen:
                  a) beleuchtete Ringplatte, bei der der äußere Durchmesser D in einem in x Metern Entfernung gelegenen Punkt
                       einen Winkel von A Bogenminuten einschließt (Abbildung I I a ) , oder
                  b) beleuchtete Ring-Loch-Platte mit solchen Abmessungen, daß der Abstand D zwischen Lochrand und
                       Innenrand des Ringes mit einem in x Metern Entfernung gelegenen Punkt einen Winkel von A Bogenminuten
                       einschließt (Abbildung IIb).
                  Dabei bedeuten
                  n    Grenzwert des Doppelbildwinkels;
                  x    Abstand von der Sicherheitsglasscheibe zur Platte (mindestens 7 m);
                  D wird berechnet nach der Gleichung
                                                                     D = x.tan n
                  Die beleuchtete Platte besteht aus einem Lichtkasten von ungefähr 300 m x 150 mm, dessen Vorderseite
                  zweckmäßigerweise aus Glas besteht, mit undurchsichtigem schwarzem Papier abgedeckt oder mit einem matten
                  schwarzen Anstrich versehen ist. Der Kasten ist mit einer geeigneten Lichtquelle zu beleuchten. Die Innenseite des
                  Kastens ist mit einem mattweißen Anstrich zu versehen.
                  Andere Platten sind zulässig, wie z. B. die in Abbildung 14 gezeigte. Anstelle der Platte kann auch ein
                  Projektionssystem verwendet werden, bei dem die auf einem Bildschirm projizierten Bilder geprüft werden.
 ---pagebreak--- Nr. C 95/28                                  Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                               12. 4. 90
      9.3.1.1.2..   Durchführung der Prüfung
                    Die Sicherheitsglasscheibe ist unter dem vorgegebenen Neigungswinkel auf einer geeigneten Halterung so
                    aufzustellen, daß die Beobachtung in der horizontalen Ebene durch den Mittelpunkt der Platte erfolgt.
                    Der Lichtkasten ist in einem dunklen oder halbdunklen Raum durch jeden Teil der zu prüfenden Fläche zu
                    betrachten, um das Vorhandensein irgendeines mit der beleuchteten Platte zusammenhängenden Doppelbildes
                    festzustellen. Die Sicherheitsglasscheibe ist so weit zu drehen, bis die genaue Beobachtungsrichtung erreicht ist. Es
                    darf ein Monokular verwendet werden.
      9.3.1.1.3.    Ergebnisse
                    Es ist festzustellen, ob
                    — bei Verwendung der Platte a) (siehe Abbildung IIa) sich die Primär- und Sekundärbilder des Kreises trennen
                        lassen, d. h. ob der Grenzwert von n überschritten wird, oder
                    — bei Verwendung der Platte b) (siehe Abbildung IIb) sich das Sekundärbild des Loches über den Innenrand des
                        Ringes hinaus verschiebt, d. h. ob der Grenzwert von n überschritten wird.
                                                                                                                       Loch-
                                                                                                                       durchmesser
                                                                                                                       12 mm
                                                          Ringbreite
                                                          2 mm
                                                                                           D
                                                                                                               b)
                                                                                              *"
                                                               Abbildung 11
                                                          Abmessungen der Platten
                                       Sicherheitsglasscheibe                            Platte
                                                                                                                         Geeignete
      Beobachtungs-                                                                                                      Lichtquelle
      standort     ^
             Neigungswinkel
                                                               Abbildung 12
                                                        Aufbau der Prüfeinrichtung
 ---pagebreak--- 12. 4. 90                                 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                    Nr. C 95/29
                                 Kollimatorfernrohr                                   Beobachtungsfernrohr
                                                                               Sicherheits-
                                                                               glasscheibe
                   1. Glühlampe
                   2. Kondensor, Apertur > 8,6 m
                   3. Projektionsmattscheibe, Apertur > Kondensorapertur
                   4. Farbfilter mit Mittelpunktöffnung von ungefähr 0,3 mm Durchmesser; Durchmesser >8,6 mm
                   5. Polarkoordinatenplatte, Durchmesser > 8,6 mm
                   6. Achromatische Linse, f > 86 nun, Apertur = 10 mm
                   7. Achromatische Linse, f > 86 mm, Apertur = 10 mm
                   8. Schwarzer Fleck, Durchmesser ungefähr 0,3 mm
                   9. Achromatische Linse, f = 20 mm, Apertur s 10 mm
                                                             Abbildung 13
                                    Prüfeinrichtung für die Prüfung mit dem Kollünationsfernrohr
       9.3.1.2.   Prüfung mit Kollimationsfernrohr
                  Wenn nötig, ist das in diesem Absatz beschriebene Verfahren anzuwenden.
       9.3.1.2.1.  Prüfeinrichtung
                  Die Prüfeinrichtung besteht aus einem Kollimationsfernrohr und einem Beobachtungsfernrohr, wie in Abbil-
                  dung 13 zusammengebaut. Jedes andere gleichwertige optische System kann verwendet werden.
      9.3.1.2.2.  Durchführung der Prüfung
                  Das Kollimationsfernrohr bildet im Unendlichen ein Polarkoordinatensystem mit einem hellen Punkt im
                  Mittelpunkt (siehe Abbildung 41).
                  In der Brennebene des Beobachtungsfernrohrs befindet sich auf der optischen Achse ein dunkler Punkt mit
                  einem Durchmesser, der etwas größer als der des projizierten hellen Punktes ist, um den hellen Punkt zu
                  überdecken.
                  Wird ein Prüfmuster, das ein Doppelbild aufweist, zwischen das Beobachtungsfernrohr und das Kollimations-
                  fernrohr gebracht, entsteht ein zweiter, weniger hell aufleuchtender Punkt in einem bestimmten Abstand vom
                  Mittelpunkt des Polarkoordinatensystems. Der Doppelbildwinkel kann als Abstand zwischen den durch das
                  Beobachtungsfernrohr gesehenen Punkten abgelesen werden (siehe Abbildung 14). (Der Abstand zwischen dem
                  dunklen Punkt und dem hellen Punkt im Mittelpunkt des Polarkoordinatensystems gibt die optische Abweichung
                  wieder.)
      9.3.1.2.3.  Ergebnisse
                  Die Sicherheitsglasscheibe ist zunächst durch einfaches Absuchen zu prüfen, um die Fläche mit dem größten
                  Doppelbild zu finden.
                  Diese Fläche ist dann mit dem Kollimationsfernrohr unter dem vorgegebenen Einfallwinkel zu prüfen. Der
                  maximale Doppelbildwinkel ist zu messen.
 ---pagebreak--- Nr. C 9 5 / 3 0                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                        12. 4 . 90
                                                         Abbildung 14
                              Beobachtungsbeispiel bei der Prüfung mit dem Kollimationsfernrohr
     9.3.1.3.   Die Beobachtungsrichtung in der Horizontalebene muß ungefähr rechtwinklig zur Spur der Windschutzscheibe in
                dieser Ebene sein.
      9.3.2.    Die Messungen sind je nach Art des Fahrzeugs in den Zonen nach 9.2.2 vorzunehmen.
      9.3.2.1.   Fahrzeugtyp
                Die Prüfung ist zu wiederholen, wenn die Windschutzscheibe in einen Fahrzeugtyp-eingebaut werden soll, der ein
                anderes Sichtfeld nach vorn hat als ein Fahrzeug, für das die Windschutzscheibe bereits genehmigt wurde.
     9.3.3.     Schwierigkeitsgrade der sekundären Merkmale
     9.3.3.1.   Art des W e r k s t o f f s
                                             Spiegelglas         Floatglas          Maschinenglas
                                                  1                  1                    2
     9.3.3.2.   Andere sekundäre Merkmale
                Andere sekundäre Merkmale bleiben unberücksichtigt.
     9.3.4.     Anzahl der Prüfmuster
                Für die Prüfung sind vier Prüfmuster vorzulegen.
 ---pagebreak--- 12. 4. 90                                Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                        Nr. C 95/31
      9.3.5.    Auswertung der Ergebnisse
                Ein Windschutzscheibentyp wird hinsichtlich der Entstehung von Doppelbildern als zufriedenstellend angesehen,
                wenn bei den vier zur Prüfung vorgestellten Prüfmustern die Trennung des Primär- und Sekundärbildes die
                nachstehend genannten Maximalwerte nicht überschreitet:
                                                                                               Maximalwerte der Trennung des
                             Fahrzeugklasse                           Zone
                                                                                               Primärbildes und Sekundärbildes
                M,                                       A — Bereich gemäß 9.2.2.1                   15 Bogenminuten
                                                         B                                           25 Bogenminuten
                Klasse M von der Klasse M!               I                                           15 Bogenminuten
                abweichend und Klassen N
      9.3.5.1.  Für die Fahrzeuge der Klassen M und N wird in einer Umfangzone von 25 mm Breite keine Messung
                durchgeführt.
      9.3.5.2.  Im Falle einer zweiteiligen Windschutzscheibe wird über einen Streifen von 35 mm ab dem Rand der Scheibe, der
                an eine Trennstütze angrenzen kann, keine Messung vorgenommen.
      9.3.5.3.  Eine Toleranz bis zu 25 Bogenminuten ist für alle Teile der Zonen I oder der Zone A zulässig, die sich wenigstens
                100 mm von den Rändern der Windschutzscheibe entfernt befinden.
      9.3.5.4.  Geringe Abweichungen in der Zone B von den vorgeschriebenen Werten sind zulässig, vorausgesetzt, daß sie
                lokalisiert und in dem Prüfungsprotokoll erwähnt sind.
      9.4.      Prüfung der Farbkennung
                Ist die Windschutzscheibe in den Zonen nach 9.2.5.2 oder 9.2.5.3 getönt, dann sind vier Windschutzscheiben zur
                Identifizierung der folgenden Farben zu untersuchen:
                Weiß,
                Selektivgelb,
                Rot,
                Grün,
                Blau,
                Rückstrahlergelb.
      10.       PRÜFUNG DES BRENNVERHALTENS
      10.1.     Zweck und Anwendungsbereich
               Dieses Verfahren ermöglicht die Bestimmung der horizontalen Brenngeschwindigkeit der Werkstoffe im
               Fahrzeuginnenraum (Spezialfahrzeuge, Lastkraftwagen, Kombiwagen, Autobusse), nachdem sie einer kleinen
               Flamme ausgesetzt wurden.
               Dieses Verfahren ermöglicht die Untersuchung von Werkstoffen und Teilen der Innenausstattung der Fahrzeuge
               einzeln oder in Kombination bis zu einer Dicke von 13 mm. Es dient dazu, die Einheitlichkeit der Serienfertigung
               dieser Werkstoffe hinsichtlich ihres Brenn Verhaltens zu beurteilen.
               Wegen der vielen Unterschiede zwischen der wirklichen Situation (Anbringung und Ausrichtung im Innern des
               Fahrzeuges, Verwendungsbedingungen, Art der Entzündung usw.) und den vorgeschriebenen Prüfbedingungen
               ermöglicht dieses Verfahren keine genaue Ermittlung der tatsächlichen Brenneigenschaften.
      10.2.     Begriffsbestimmungen
      10.2.1.  Brenngeschwindigkeit: Quotient aus der nach diesem Verfahren gemessenen Brennstrecke und der dazu benötigten
               Zeit.
               Sie wird in Millimetern pro Minute angegeben.
      10.2.2.  Verbundwerkstoff: ein Werkstoff aus mehreren Schichten ähnlicher oder verschiedener Stoffe, die durch
               Verkitten, Kleben, Ummanteln, Veschweißen usw. innig zusammengehalten werden.
               Werkstoffe, die nur stellenweise miteinander verbunden sind (z. B. durch Vernähen, Nieten usw.), so daß eine
               Probenahme nach 10.5 möglich ist, werden nicht als Verbundwerkstoffe betrachtet.
      10.2.3.  Freiliegende Seite: die dem Fahrzeuginnenraum zugewandte Seite, wenn der Werkstoff in dem Fahrzeug eingebaut
               ist.
 ---pagebreak--- Nr. C 95/32                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                          12. 4. 90
      10.3.   Verfahrensprinzip
              Ein Prüfmuster wird horizontal in einen U-förmigen Halter eingespannt und in einer Brennkammer 15 Sekunden
              lang einer definierten schwachen Flamme ausgesetzt; die Flamme wirkt auf den freien Rand des Prüfmusters ein.
              Die Prüfung zeigt, ob und wann die Flamme erlischt oder in welcher Zeit sie die vorgegebene Strecke
              zurücklegt.
      10.4.   Prüfeinrichtung
      10.4.1. Brennkammer (Abbildung 15) vorzugsweise aus rostfreiem Stahl mit den in Abbildung 16 angegebenen
              Abmessungen.
              Die Vorderseite der Kammer enthält ein feuerbeständiges Beobachtungsfenster, das die gesamte Vorderseite bildet
              und als Beschickungsöffnung konstruiert sein kann.
              Der Boden der Kammer hat Luftlöcher; der Deckel weist an seinem Umfang einen durchgehenden Luftschlitz
              auf.
              Die Brennkammer steht auf vier 10 mm hohen Füßen. Die Kammer kann an einer Seite eine Öffnung zur
              Einführung des Prüfmusterhalters mit Prüfmuster haben; in der gegenüberliegenden Seite ist eine Öffnung für die
              Gasleitung vorzusehen. Abtropfendes Material wird in einer Schale aufgefangen (siehe Abbildung 17), die sich am
              Kammerboden zwischen den Luftlöchern befindet, ohne diese zu verdecken.
                                                       Abbildung 15
                              Beispiel einer Brennkammer mit Prüfmusterhalter und Tropfschale
 ---pagebreak--- 12. 4. 90                               Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                        Nr. C 95/33
                                    Abmessungen in Millimetern — Toleranzen nach ISO 2768
                                                          Abbildung 16
                                                  Beispiel einer Brennkammer
                                  Abmessungen in Millimetern — Toleranzen nach ISO 2768
                                                336                                          16
                                                                                                       1
                                                                                            "-T-
                                                         Abbildung 17
                                                   Beispiel einer Tropfschale
      10.4.2. Der Prüfmusterhalter besteht aus zwei U-förmigen Metallplatten oder Rahmen aus korrosionsbeständigem
              Werkstoff. Die Abmessungen sind in Abbildung 18 angegeben.
              Die untere Platte ist mit Bolzen versehen, die obere Platte mit Löchern an den entsprechenden Stellen, um eine feste
              Einspannung des Prüfmusters zu ermöglichen. Die Bolzen dienen auch als Meßmarken für Anfang und Ende der
              Brennstrecke.
              Ein Träger aus hitzebeständigen Drähten von 0,25 mm Durchmesser, die in Abständen von 25 mm über die untere
              Platte des Probehalters gespannt sind (siehe Abbildung 19), ist mitzuliefern.
              Die Unterseite des Prüfmusters muß 178 mm über der Bodenplatte hegen. Der Abstand der Vorderkante des
              Prüfmusters zur Seitenwand der Kammer muß 22 mm, der Abstand der Längsseiten des Prüfmusterhalters zu den
              Seitenwänden der Kammer 50 mm betragen (alles Innenabmessungen) (siehe Abbildungen 15 und 16).
 ---pagebreak--- Nr. C 95/34                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                         12. 4 . 90
                                   Abmessungen in Millimetern — Toleranzen nach ISO 2768
                                                                                                5x45°
                                                                    04                                        Deckplatte
                                                                                                       /
                ;-+                                                                       ,mi
                                                                                          ^_
                                                                                                 i ,n.'
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                •,r                              330
                                                                                          V__<   V
                                                                                           3MI*ObMMM
                                                                                                 I   1 I
                                                                                       Prüfmuster
                                                                                —\
                   o
              IT             38
                                    127 ± 0,2
                                               254 ± 0,2
                                                (356)
                                                 361
                                                            Abbildung 18
                                                  Beispiel eines Prüfmusterhalters
                                    Abmessungen in Millimetern — Toleranzen nach ISO 2768
                                                                   Nuten 0,5 x 0,5
                         Seite des
                         Außenrahmens
                                   Nuten 2 x 2
                                                            Abbildung 19
                       Beispiel eines Ausschnitts des unteren U-Rahmens mit Aussparungen für die Drähte
      10.4.3.    Gasbrenner
                 Die kleine Flamme wird durch einen Bunsenbrenner mit einem Innendurchmesser von 9,5 mm erzeugt. Er ist so in
                 der Prüfkammer angeordnet, daß der Düsenmittelpunkt sich 19 mm unterhalb der Mitte der freien Unterkante des
                 Prüfmusters befindet (siehe Abbildung 16).
      10.4.4.    Gas für die Prüfung
                 Das dem Bunsenbrenner zuzuführende Gas muß einen Heizwert von etwa 38 MJ/m 3 haben (z. B. Erdgas).
      10.4.5.    Metallkamm von mindestens 110 mm Länge und mit 7 bis 8 leicht abgerundeten Zähnen pro 25 mm Länge.
      10.4.6.    Stoppuhr mit 0,5 s Genauigkeit.
 ---pagebreak--- 12. 4 . 9 0                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                        Nr. C 95/35
        10.4.7.  Rauchabzug
                Die Brennkammer kann in den Abzug gestellt werden, wenn dessen Volumen mindestens 20- und höchstens
                11 Omal dasjenige der Brennkammer beträgt und keine seiner Abmessungen (Höhe, Breite oder Länge) das 2,5fache
                einer der anderen beiden Dimensionen übersteigt.
                Vor der Prüfung wird die vertikale Luftgeschwindigkeit durch den Abzug 100 mm vor und hinter der vorgesehenen
                Lage der Brennkammer gemessen. Sie muß zwischen 0,10 m/s und 0,30 m/s liegen, um den Prüfer vor
                Belästigungen durch Verbrennungsprodukte zu schützen. Es darf ein Abzug mit natürlicher Lüftung und
                entsprechender Luftgeschwindigkeit verwendet werden.
        10.5.    Prüfmuster
        10.5.1. Form und Abmessungen
                Die Form und die Abmessungen des Prüfmusters sind in Abbildung 20 angegeben. Die Prüfmusterdicke muß der
                Dicke des zu prüfenden Produkts entsprechen. Sie darf jedoch nicht größer als 13 mm sein. Erlaubt es die
                Probenentnahme, so muß das Prüfmuster einen konstanten Querschnitt über seine gesamte Länge haben. Erlauben
                die Form und die Abmessungen eines Produkts nicht die Entnahme des Prüfmusters der angegebenen Größe, so
                müssen die folgenden Mindestabmessungen eingehalten werden:
                a) Prüfmuster mit einer Breite von 3 mm bis 60 mm müssen 356 mm lang sein. In diesem Fall wird der Werkstoff
                    über die Breite geprüft;
                b) Prüfmuster mit einer Breite von 60 mm bis 100 mm müssen mindestens 138 mm lang sein. In diesem Fall
                    entspricht die mögliche Brennstrecke der Länge der Prüfmuster, wobei die Messung beim ersten Meßpunkt
                    beginnt;
                c) Prüfmuster von weniger als 60 mm Breite und weniger als 356 mm Länge, Prüfmuster mit einer Breite von
                    60 mm bis 100 mm und weniger als 138 mm Länge und solche mit weniger als 3 mm Breite können nach
                    diesem Verfahren nicht geprüft werden.
        10.5.2.   Prüfmusterentnahme
                Von dem zu prüfenden Werkstoff müssen mindestens fünf Prüfmuster entnommen werden. Bei Werkstoffen mit
                unterschiedlichen Brenngeschwindigkeiten je nach Richtung des Werkstoffs (bei den Vorprüfungen festgestellt)
                werden die fünf (oder mehr) Prüfmuster so entnommen und in die Prüfeinrichtung gelegt, daß die höchste
                Brenngeschwindigkeit gemessen wird. Wird der Werkstoff in bestimmte Breiten geschnitten geliefert, so muß von
                der gesamten Breite mindestens ein 500 mm langes Stück herausgeschnitten werden. Von diesem herausgeschnit-
                tenen Stück sind in einem Mindestabstand von 100 mm von der Kante des Werkstoffs und in den gleichen
                Abständen voneinander Prüfmuster zu entnehmen.
                Erlaubt es die Form der Produkte, so sind in der gleichen Weise Prüfmuster von den Fertigprodukten zu
                entnehmen. Beträgt die Dicke des Prüfmusters mehr als 13 mm, so muß sie mechanisch auf der Seite, die nicht dem
                Insassenraum zugewandt ist, auf 13 mm reduziert werden.
                Verbundwerkstoffe (siehe 10.2.2) sind wie gleichförmige Stoffe zu prüfen.
                Bei Werkstoffen aus überlagerten Schichten verschiedener Zusammensetzung, die nicht als Verbundwerkstoffe
                gelten, werden alle Werkstoff schichten bis zu einer Tiefe von 13 mm von der dem Fahrzeuginnenraum
                zugewandten Fläche einzeln geprüft.
                                                   Abmessungen in Millimetern
                                       38                   254
                                                  127
                                                                                              o
                            o
                            ~
                               1
                                                             j                  H
                                                                                              o
                                                                                              00
                                                                                                 1.
                              1          +                   -f                 H
                                                             356
                                                          Abbildung 20
                                                           Prüfmuster
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      10.5.3.  Konditionierung
              Die Prüfmuster sind unmittelbar vor der Prüfung mindestens 24 Stunden und höchstens sieben Tage lang bei einer
               Temperatur von 23 °C ± 2 °C und einer relativen Feuchtigkeit von 50 % ± 5 % zu lagern.
      10.6     Durchführung der Prüfung
      10.6.1.  Prüfmuster mit aufgerauhten oder buschigen Oberflächen sind auf eine flache Oberfläche zu legen und zweimal mit
               einem Kamm gegen den Flor zu kämmen (siehe 10.4.5).
      10.6.2.  Das Prüfmuster ist mit der zu prüfenden Seite nach unten zur Flamme in den Prüfmusterhalter (siehe 10.4.2) zu
               legen.
      10.6.3.  Die Gasflamme ist bei geschlossener Lufteinlaßöffnung des Brenners mit Hilfe der in der Kammer angegebenen
               Marke auf eine Höhe von 38 mm einzustellen. Vor der ersten Prüfung muß die Flamme zur Stabilisierung
               mindestens eine Minute lang brennen.
      10.6.4.  Der Prüfmusterhalter ist so in die Brennkammer zu schieben, daß das Ende des Prüfmusters der Flamme ausgesetzt
               ist; nach 15 Sekunden ist die Gaszufuhr zu unterbrechen.
      10.6.5.  Die Messung der Brenndauer beginnt zu dem Zeitpunkt, da der Angriffspunkt der Flamme den ersten Meßpunkt
               überschreitet. Die Ausbreitung der Flamme auf der schneller brennenden Seite ist zu beobachten (Ober- oder
               Unterseite).
     10.6.6.  Die Messung der Brenndauer ist beendet, wenn die Flamme den letzten Meßpunkt erreicht hat oder die Flamme
              erlischt, bevor sie den letzten Meßpunkt erreicht hat. Erreicht die Flamme den letzten Meßpunkt nicht, so wird die
              Brennstecke bis zum Punkt des Erlöschens der Flamme gemessen. Die Brennstrecke ist der Teil des Prüfmusters, der
               auf seiner Oberfläche oder im Inneren durch Verbrennen zerstört wurde.
     10.6.7.  Entzündet sich das Prüfmuster nicht oder brennt es nach Abschalten des Brenners nicht weiter oder erlischt die
              Flamme, bevor der erste Meßpunkt erreicht wird, so daß keine Brennstrecke gemessen werden kann, so ist die
              Brenngeschwindigkeit im Protokoll mit 0 mm/min zu bewerten.
     10.6.8.  Bei Durchführung einer Serie von Prüfungen oder Wiederholungsprüfungen ist sicherzustellen, daß die
              Temperatur der Brennkammer und des Prüfmusterhalters vor dem Beginn der nächsten Prüfung höchstens 30 °C
              beträgt.
     10.7.    Berechnung
              Die Brenngeschwindigkeit in Millimetern pro Minute ergibt sich aus der Formel:
                                                                B = - x 60
                                                                       t
              Dabei bedeuten:
              s = die Brennstrecke in Millimetern,
              t = die Zeit, in der der Brand die Strecke s zurücklegt, in Sekunden.
     10.8.    Schwierigkeitsgrade der sekundäretf Merkmale
              Die sekundären Merkmale bleiben unberücksichtigt.
     10.9.    Ausweitung der Ergebnisse
              Kunststoffbeschichtetes Sicherheitsglas (Absatz 2.3 von Anhang I) und Glas-Kunststoff-Sicherheitsscheiben
              (Absatz 2.4 von Anhang I) gelten hinsichtlich des Brennverhaltens als zufriedenstellend, wenn die Brenngeschwin-
              digkeit 250 mm/min nicht überschreitet.
     11.      PRÜFUNG DER BESTÄNDIGKEIT GEGEN CHEMIKALIEN
     11.1.    Zu verwendende Chemikalien
     11.1.1.  Nichtscheuernde Seifenlösung: 1 Gewichtsprozent Kaliümoleat in entionisiertem Wasser;
     11.1.2.  Scheibenreinigungsprodukt: Wäßrige Lösung aus Isopanol und Dipropylenglykol-Monomethyläther, jeweils in
              einer Konzentration zwischen 5 und 10 Gewichtsprozent, und aus Ammoniumhydroxid in einer Konzentration
              von 1 bis 5 Gewichtsprozent;
     11.1.3.  nichtverdünnter, denaturierter Alkohol: 1 Volumenteil Methylalkohol auf 10 Volumenteile Äthylalkohol;
     11.1.4.  Bezugsessenz: Mischung aus 50 Volumenprozent Toluol, 30 Volumenprozent 2,2,4 Trimethylpentan, 15 Volu-
              menprozent 2,4,4 Trimethyl-1-Pentan und 5 Volumenprozent Äthylalkohol;
     11.1.5.  Bezugskerosin: Mischung aus 50 Volumenprozent n-Oktan und 50 Volumenprozent n-Dekan.
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       11.2.     Prüfverfahren
                 Zwei Prüfmuster der Größe 180 mm x 25 mm werden mit jeder der in 11.1 angegebenen Chemikalien geprüft,
                 wobei für jede Prüfung und jedes Produkt ein neues Prüfmuster verwendet wird. Vor jeder Prüfung werden die
                 Prüfmuster nach den Anweisungen des Herstellers gereinigt und anschließend 48 Stunden lang bei einer
                 Temperatur von 23 °C ± 2 °C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 50% ± 5% konditioniert. Diese
                 Bedingungen werden während der Prüfungen beibehalten.
                 Die Prüfmuster werden eine Minute lang vollständig in die Prüfflüssigkeit eingetaucht, wieder herausgezogen und
                 sofort mit einem saugfähigen sauberen Leintuch getrocknet.
       11.3.     Schwierigkeitsgrade der sekundären Merkmale
                                                                                      Farblos           Getönt
                 Färbimg der Zwischenschicht oder Kunststoffbeschichtung                 1                 2
                 Die anderen sekundären Merkmale bleiben unberücksichtigt.
       11.4.     Ausweitung der Ergebnisse
       11.4.1.   Die Prüfung der Chemikalienbeständigkeit wird als zufriedenstellend angesehen, wenn das Prüfmuster keine
                 Erweichung, Klebrigkeit, Oberflächenrisse oder deutliche Transparenzverluste aufweist. .
       11.4.2.   Ein Satz von Prüfmustern, der zur Erteilung der Genehmigung vorgelegt wurde, wird im Hinblick auf die
                 Chemikalienbeständigkeit als zufriedenstellend angesehen, wenn eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:
       11.4.2.1. Alle Prüfungen haben ein zufriedenstellendes Ergebnis erbracht;
       11.4.2.2. eine Wiederholungsprüfung an einem neuen Satz von Prüfmustern ergibt, nachdem vorher ein negatives Ergebnis
                 erbracht wurde, zufriedenstellende Ergebnisse.
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                                                        ANHANG     II B
                          WINDSCHUTZSCHEIBEN AUS NORMALEM VERBUNDGLAS (MSG)
      1.       BESTIMMUNG DES TYPS
               Windschutzscheiben aus normalem Verbundglas (MSG) gehören zu verschiedenen Typen, wenn sie sich in
               wenigstens einem der folgenden Hauptmerkmale oder sekundären Merkmale unterscheiden.
      1.1.     Hauptmerkmale
      1.1.1.   Fabrik- oder Handelsmarke
      1.1.2.   Form und Abmessungen
               Windschutzscheiben aus normalem Verbundglas (MSG) gehören hinsichtlich der Prüfungen zur Bestimmung der
               mechanischen Eigenschaften und der Beständigkeit gegen äußere Erscheinungen einer Gruppe an.
      1.1.3.  Anzahl der Glasscheiben
      1.1.4.  Nenndicke „e" der Windschutzscheibe (zulässige Herstellungstoleranz ± 0,2 n mm, wobei n die Anzahl der
               Glasscheiben der Windschutzscheibe ist).
      1.1.5.  Nenndicke der Zwischenschicht(en)
      1.1.6.  Art und Typ der Zwischenschicht^en) (z. B. PVB oder andere Zwischenschichten aus Kunststoff)
      1.2.    Sekundäre Merkmale
     1.2.1.   Art des Werkstoffs (Spiegelglas, Floatglas, Maschinenglas)
      1.2.2.  Färbung der Zwischenschichten) (farblos oder vollständig bzw. teilweise getönt)
      1.2.3.  Färbung des Glases (farblos oder getönt)
     1.2.4.   Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von elektrischen Leitern
     1.2.5.   Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von Abdeckstreifen
     2.       ALLGEMEINES
     2.1.     Bei Windschutzscheiben aus normalem Verbundglas (MSG) sind die Prüfungen, ausgenommen die Phantomfall-
              prüfung nach 3.2 und die Prüfungen der optischen Eigenschaften, an planen Prüfmustern durchzuführen, die
              entweder aus Originalwindschutzscheiben herausgeschnitten oder speziell zu diesem Zweck angefertigt wurden. In
              beiden Fällen müssen die Prüfmuster in jeder Beziehung repräsentativ für die Windschutzscheiben sein, die in Serie
              hergestellt werden und für die eine Genehmigung beantragt ist.
     2.2.     Vor jeder Prüfung sind die Prüfmuster mindestens vier Stunden lang bei einer Temperatur von 23 °C ± 2 °C zu
              lagern. Die Prüfungen sind so schnell wie möglich nach der Entnahme der Prüfmuster aus dem Raum, in dem sie
              gelagert waren, zu beginnen.
     3.       PHANTOMFALLPRÜFUNG
     3.1.     Schwierigkeitsgrade der sekundären Merkmale
              Die sekundären Merkmale bleiben unberücksichtigt.
     3.2.     Phantomfallprüfung an kompletten Windschutzscheiben
     3.2.1.   Anzahl der Prüfmuster
              Es sind vier Muster aus der Serie mit der kleinsten umschriebenen Fläche und vier Muster aus der Serie mit der
              größten umschriebenen Fläche nach Anhang II E auszuwählen und dann zu prüfen.
     3.2.2.   Prüfverfahren
     3.2.2.1. Das anzuwendende Prüfverfahren ist im Anhang II A, Absatz 3.3.2 beschrieben.
     3.2.2.2. Die Fallhöhe muß 1,50 m + 0 mm/ - 5 mm betragen.
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       3.2.3.        Auswertung der Ergebnisse
       3.2.3.1.      Die Prüfung wird als zufriedenstellend angesehen, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:
       3.2.3.1.1.    Das Muster bricht unter Bildung zahlreicher kreisförmiger, nahezu um den Aufschlagpunkt zentrierter Risse,
                     wobei die dem Aufschlagpunkt am nächsten gelegenen Risse höchstens 80 mm von diesem entfernt sein
                     dürfen.
       3.2.3.1.2.    Die Glasbruchstücke müssen an der Kunststoff-Folie haften bleiben. Die Ablösung eines Bruchstücks oder
                     mehrerer Bruchstücke mit einer Breite von weniger als 4 mm ist auf jeder Seite der Bruchstelle außerhalb des Kreises
                     mit einem Durchmesser von 60 mm um den Aufschlagpunkt zulässig.
       3.2.3.1.3.    Auf der Aufschlagseite:
       3.2.3.1.3.1.  darf die Folie nicht auf einer Fläche von mehr als 20 cm2 freigelegt sein;
       3.2.3.1.3.2.  ist ein Riß in der Folie bis zu einer Länge von 35 mm zulässig.
       3.2.3.2.      Ein zur Genehmigung vorgelegter Satz von Prüfmustern wird hinsichtlich der Phantomfallprüfung als zufrieden-
                     stellend angesehen, wenn eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:
       3.2.3.2.1.   Alle Prüfungen haben zufriedenstellende Ergebnisse erbracht;
       3.2.3.2.2.    eine Prüfung hat ein negatives Ergebnis erbracht, jedoch hat eine Wiederholungsprüfung an einem neuen Satz von
                     Mustern zufriedenstellende Ergebnisse erbracht.
       3.3.         Phantomfallprüfung an planen Prüfmustern
       3.3.1.       Anzahl der Prüfmuster
                     Es sind sechs plane Prüfmuster mit den Abmessungen (1 100 mm + 5 mm/ - 2 mm) x (500 mm + 5 mm/ - 2
                    mm) zu prüfen.
       3.3.2.         Prüfverfahren
       3.3.2.1.     Das anzuwendende Prüfverfahren ist in Anhang II A Absatz 3.3.1 beschrieben.
       3.3.2.2.     Die Fallhöhe muß 4 m + 25 mm/ - 0 mm betragen.
      3.33.         Auswertung der Ergebnisse
      3.3.3.1.      Die Prüfung wird als zufriedenstellend angesehen, wenn die folgenden Bedingungen erfüllt sind:
      3.3.3.1.1.    Das Prüfmuster gibt nach und bricht unter Bildung zahlreicher kreisförmiger, nahezu um den Aufschlagpunkt
                    zentrierter Risse;
      3.3.3.1.2.    Risse in der Folie sind zulässig, jedoch darf der Phantomkopf die Scheibe nicht durchdringen;
      3.3.3.1.3.    es dürfen sich keine größeren Glasbruchstücke von der Folie ablösen.
      3.3.3.2.      Ein zur Genehmigung vorgelegter Satz von Prüfmustern wird hinsichtlich der Phantomfallprüfung als zufrieden-
                    stellend angesehen, wenn eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:
      3.3.3.2.1.    Alle Prüfungen haben zufriedenstellende Ergebnisse erbracht;
      3.3.3.2.2.    eine Prüfung hat ein negatives Ergebnis erbracht, jedoch hat eine Wiederholungsprüfung an einem neuen Satz von
                    Mustern zufriedenstellende Ergebnisse erbracht.
      4.            MECHANISCHE FESTIGKEIT
      4.1.          Schwierigkeitsgrade der sekundären Merkmale
                    Die sekundären Merkmale bleiben unberücksichtigt.
      4.2.          Kugelfallprüfung mit der 2 260-g-Kugel
      4.2.1.        Anzahl der Prüfmuster
                    Es sind sechs quadratische Prüfmuster mit einer Seitenlänge von 300 mm x 300 mm (+ 10 mm/ - 0 mm) zu
                    prüfen.
      4.2.2.         Prüfverfahren
      4.2.2.1.      Das anzuwendende Prüfverfahren ist in Anhang II A Absatz 2.2 beschrieben.
      4.2.2.2.      Die Fallhöhe (von der Unterseite der Kugel bis zur Oberfläche des Prüfmusters gemessen) muß 4 m + 25 mm/
                    - 0 mm betragen.
      4.2.3.        Auswertung der Ergebnisse
      4.2.3.1.      Die Kugelfallprüfung wird als zufriedenstellend angesehen, wenn die Kugel die Scheibe innerhalb von fünf
                    Sekunden nach dem Aufschlag nicht durchdringt.
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      4.2.3.2.    Ein zur Genehmigung vorgelegter Satz von Prüfmustern wird hinsichtlich der mechanischen Festigkeit als
                  zufriedenstellend angesehen, wenn eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:
      4.2.3.2.1.  Alle Prüfungen haben zufriedenstellende Ergebnisse erbracht;
      4.2.3.2.2.  eine Prüfung hat ein negatives Ergebnis erbracht, jedoch hat eine Wiederholungsprüfung an einem neuen Satz von
                   Prüfmustern zufriedenstellende Ergebnisse erbracht.
      4.3.        Kugelfallprüfung mit der 227-g-Kugel
      4.3.1.      Schwierigkeitsgrade der sekundären Merkmale
                   Die sekundären Merkmale bleiben unberücksichtigt.
      4.3.2.      Anzahl der Prüfmuster
                  Es sind 20 quadratische Prüfmuster mit einer Seitenlänge von 300 mm x 300 mm ( + 10 m m / - 0 mm) zu
                  prüfen.
      4.3.3.       Prüfverfahren
      4.3.3.1.    Das anzuwendende Prüfverfahren ist in Anhang II A Absatz 2.2 beschrieben. Es sind zehn Prüfmuster bei einer
                  Temperatur von 40 °C ± 2 °C und zehn Prüfmuster bei einer Temperatur von - 20 °C ± 2 °C zu prüfen.
      4.3.3.2.    Die Fallhöhe für die verschiedenen Dickenkategorien und die Masse der abgelösten Bruchstücke sind der folgenden
                  Tabelle zu entnehmen:
                                                                + 40 °C                                   -20°C
                    Dicke der Prüfmuster                                Größte zulässige                         Größte zulässige
                                                    Fallhöhe               Masse der            Fallhöhe            Masse der
                                                                          Bruchstücke                              Bruchstücke
                             mm                       «('!                     g                 mH                     g
                             e < 4,5                    8                     12                   8,5                  12
                      4,5 < e < 5,5                    10                     15                   9                    15
                      5,5 < e s 6,5                    11                     20                   9,5                 20
                             e > 6,5                   12                     25                  10                   25
                  (*) Für die Fallhöhe ist eine Toleranz von + 25 mm/ - 0 mm zulässig.
      4.3.4.     Auswertung der Ergebnisse
     4.3.4.1.    Die Kugelfallprüfung wird als zufriedenstellend angesehen, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:
                 — Die Kugel durchdringt das Prüfmuster nicht.
                 — Das Prüfmuster zerbricht nicht in einzelne Stücke.
                 — Falls die Folie nicht reißt, darf die Masse der Bruchstücke, die sich auf der stoßabgewandten Seite ablösen, die
                      Werte nach 4.3.3.2 nicht überschreiten.
     4.3.4.2.    Ein zur Genehmigung vorgelegter Satz von Prüfmustern wird hinsichtlich der mechanischen Festigkeit als
                 zufriedenstellend angesehen, wenn eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:
     4.3.4.2.1.  Mindestens acht Prüfungen haben bei jeder der Prüftemperaturen zufriedenstellende Ergebnisse erbracht;
     4.3.4.2.2.  mehr als zwei Prüfungen haben bei jedei Prüftemperatur ein negatives Ergebnis erbracht, jedoch hat eine
                 Wiederholungsprüfung an einem neuen Satz von Prüfmustern zufriedenstellende Ergebnisse erbracht.
     5.          BESTÄNDIGKEIT GEGEN ÄUSSERE EINWIRKUNGEN
     5.1.         Abriebprüfung
     5.1.1.      Schwierigkeitsgrade und Prüfverfahren
                 Es gelten die Vorschriften nach Anhang II A Absatz 4; die Prüfung muß sich über 1 000 Umdrehungen
                 erstrecken.
     5.1.2.      Auswertung der Ergebnisse
                 Das Sicherheitsglas wird hinsichtlich der Abriebfestigkeit als zufriedenstellend angesehen, wenn die Lichtstreuung
                 infolge des Abriebs des Prüfmusters nicht mehr als 2 % beträgt.
     5.2.        Prüfung bei erhöhter Temperatur
                 Es gelten die Vorschriften nach Anhang II A Absatz 5.
 ---pagebreak--- 12. 4. 90                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                      Nr. C 95/41
       5.3.   Prüfung der Bestrahlungsbeständigkeit
       5.3.1. Allgemeine Vorschriften
              Diese Prüfung ist nur dann durchzuführen, wenn sie dieiPrüfstelle aufgrund der ihr vorliegenden Informationen
              über die Zwischenschicht für erforderlich hält.
       5.3.2. Es gelten die Vorschriften nach Anhang II A Absatz 6.
       5.4.   Prüfung der Feuchtigkeitsbeständigkeit
              Es gelten die Vorschriften nach Anhang II A Absatz 7.
       6.     OPTISCHE EIGENSCHAFTEN
              Die Vorschriften hinsichtlich der optischen Eigenschaften nach Anhang II A Absatz 9 gelten für jeden Wind-
              schutzscheibentyp .
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                                                         ANHANG      II C
                        WINDSCHUTZSCHEIBEN AUS VORBEHANDELTEM VERBUNDGLAS
      1.      BESTIMMUNG DES TYPS
              Windschutzscheiben aus vorbehandeltem Verbundglas gehören zu verschiedenen Typen, wenn sie sich in
              wenigstens einem der folgenden Hauptmerkmale unterscheiden.
      1.1.    Hauptmerkmale
      1.1.1.  Fabrik- oder Handelsmarke
      1.1.2.  Form und Abmessungen
              Windschutzscheiben aus vorbehandeltem Verbundglas (MSG) gehören hinsichtlich der Prüfungen der Bruch-
              struktur, der mechanischen Eigenschaften und der Beständigkeit gegen äußere Einwirkungen einer Gruppe
              an.
      1.1.3.  Anzahl der Glasscheiben
      1.1.4.  Nenndicke „e" der Windschutzscheibe (zulässige Herstellungstoleranz ± 0,2 n mm, wobei n die Anzahl der
              Glasscheiben der Windschutzscheibe ist).
      1.1.5.  Spezialvorbehandlung, die eine oder mehrere der Glasscheiben erhalten haben
      1.1.6. Nenndicke der Zwischenschicht^ en)
      1.1.7. Art und Typ der Zwischenschichten), z. B. PVC oder andere Zwischenschicht aus Kunststoff
      1.2.   Sekundäre Merkmale
      1.2.1. Art des Werktoffs (Spiegelglas, Floatglas, Maschinenglas)
      1.2.2. Färbung der Zwischenschicht(en) (farblos oder vollständig bzw. teilweise getönt)
      1.2.3. Färbung des Glases (farblos oder getönt)
     1.2.4.  Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von elektrischen Leitern
      1.2.5. Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von Abdeckstreifen
     2.      ALLGEMEINES
     2.1.    Bei Windschutzscheiben aus vorbehandeltem Verbundglas (MSG) sind die Prüfungen bezüglich des Verhaltens bei
             Aufprall des Phantomkopfes auf die komplette Windschutzscheibe und bezüglich der optischen Eigenschaften an
             Prüfmustern und/oder speziell zu diesem Zweck hergestellten flachen Proben durchzuführen. Die Proben müssen
             jedoch in jeder Hinsicht den in Serie hergestellten Windschutzscheiben, für die die Bauartgenehmigung angefordert
             wurde, genau entsprechen.
     2.2.    Vor jeder Prüfung sind die Proben oder Prüfmuster mindestens vier Stunden lang bei einer Temperatur von 23 °C
              ± 2 °C zu lagern. Die Prüfungen sind so schnell wie möglich nach der Entnahme der Proben oder Prüfmuster aus
             dem Raum, in dem sie gelagert waren, zu beginnen.
     3.      VORGESCHRIEBENE PRÜFUNGEN
             An Windschutzscheiben aus vorbehandeltem Verbundglas sind durchzuführen:
     3.1.    Prüfungen für Windschutzscheiben aus normalem Verbundglas nach Anhang II B
     3.2.    Prüfung der Bruchstrucktur nach Absatz 4
     4.      BRUCHSTRUKTUR
     4.1.    Schwierigkeitsgrade der sekundären Merkmalen
                         Material                      Schwierigkeitsgrad
             Spiegelglas                                        2
             Floatglas                                          1
             Maschinenglas                                      1
 ---pagebreak--- 12. 4. 90                                 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                          Nr. C 95/43
      4.2.         Anzahl der Proben oder Prüfmuster
                   Für jeden Anschlagpunkt ist ein Prüfmuster oder eine Probe mit den Abmessungen 1 100 x 500 mm + 5 mm/
                   - 2 mm zu prüfen.
       4.3.        Prüfverfahren
                   Das anzuwendende Prüfverfahren ist im Anhang II A Absatz 1 beschrieben.
      4.4.         Anschlagpunkt(e)
                  Das Glas ist im Mittelpunkt des Prüfmusters oder der Probe auf jeder der äußeren vorbehandelten Scheiben
                  anzuschlagen.
      4.5.        Auswertung der Ergebnisse
      4.5.1       Die Prüfung der Bruchstruktur wird für jeden Anschlagpunkt als zufriedenstellend angesehen, wenn die
                  Flächensumme der Bruchstücke von 2 cm2 und mehr mindestens 15 % der Fläche des Rechtecks des Sichtfeldes mit
                  mindestens 20 cm Höhe und 50 cm Breite ausmacht.
      4.5.1..1.   Im Fall eines Prüfmusters
      4.5.1.1.1   Bei Fahrzeugen der Klasse Mi befindet sich der Mittelpunkt des Rechtecks in einem Strahlenkreis von 10 cm,
                  zentriert auf die Projektion des Mittelpunkts des Segmentes V, V 2 .
      4.5.1..1.2. Bei Fahrzeugen der Klasse M und N , die nicht der Klasse M t angehören, befindet sich der Mittelpunkt des
                  Rechtecks in einem Strahlenkreis von 10 cm, zentriert auf die Projektion des 0-Punktes.
      4.5.1..1.3. Die Höhe des obengenannten Rechtecks kann bei Windschutzscheiben, die eine Höhe von weniger als 44 cm haben
                  oder deren Einbauwinkel zur Vertikalen weniger als 15° beträgt, auf 15 cm reduziert werden; der Sichtanteil muß
                  mindestens 10% der Fläche des entsprechenden Rechtecks betragen.
      4.5.1.2.    Im Fall eines Prüfmusters befindet sich der Mittelpunkt des Rechtecks auf der Längsachse des Prüfmusters in einem
                  Abstand von 450 mm vom Rand.
      4.5.2.      Die zur Genehmigung vorgestellten Prüfmuster oder Proben werden hinsichtlich der Bruchstruktur als
                  zufriedenstellend angesehen, wenn eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:
      4.5.2.1.    Die Prüfung ergibt für jeden Anschlagpunkt ein zufriedenstellendes Ergebnis;
      4.5.2.2.    eine Wiederholungsprüfung an einem neuen Satz von vier Prüfmustern mit den Anschlagpunkten, die vorher ein
                  negatives Ergebnis erbracht haben, ergibt für alle vier Prüfungen zufriedenstellende Ergebnisse.
 ---pagebreak--- Nr. C 95/44                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                           12. 4 . 90
                                                       ANHANG     II D
                                    GLAS-KUNSTSTOFF-WINDSCHUTZSCHEIBEN
      1.      BESTIMMUNG DES TYPS
              Windschutzscheiben aus Glas-Kunststoff gehören zu verschiedenen Typen, wenn sie sich in wenigstens einem der
              folgenden Hauptmerkmale unterscheiden.
      1.1.    Hauptmerkmale
      1.1.1.  Fabrik- oder Handelsmarke
      1.1.2.  Form und Abmessungen
              Windschutzscheiben aus Glas-Kunststoff gehören hinsichtlich der Prüfungen der mechanischen Festigkeit, der
              Beständigkeit gegen äußere Einwirkungen, der Prüfung der Temperaturwechselbeständigkeit und der Prüfung der
              Beständigkeit gegen Chemikalien einer Gruppe an.
      1.1.3.  Anzahl der Kunststoff schichten
      1.1.4.  Nenndicke „e" der Windschutzscheibe (zulässige Herstellungstoleranz ± 0,2 mm)
      1.1.5. Nenndicke der Glasscheibe
      1.1.6.  Nenndicke der Zwischenschichten)
      1.1.7. Art und Typ der Zwischenschichten) (z. B. PVB oder anderes Material) und der Kunststoffschicht auf der
              Innenseite
      1.1.8. E ventuelle Spezialbehandlung der Glasscheibe
      1.2.   Sekundäre Merkmale
      1.2.1. Art des Werkstoffs (Spiegelglas, Floatglas, Maschinenglas)
      1.2.2. Färbung der Zwischenschicht(en) (farblos oder vollständig bzw. teilweise getönt)
      1.2.3. Färbung des Glases (farblos oder getönt)
      1.2.4. Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von elektrischen Leitern
      1.2.5. Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von Abdeckstreifen
     2.      ALLGEMEINES
     2.1.    Bei Windschutzscheiben aus Glas-Kunststoff sind die Prüfungen, ausgenommen die Phantomfallprüfung
             (Absatz 3.2) und die Prüfungen der optischen Eigenschaften, an planen Prüfmustern durchzuführen, die entweder
             aus Original Windschutzscheiben herausgeschnitten oder speziell zu diesem Zweck angefertigt wurden. In beiden
             Fällen müssen die Prüfmuster in jeder Beziehung repräsentativ für die Windschutzscheiben sein, die in Serie
             hergestellt werden und für die eine Genehmigung beantragt ist.
     2.2.    Vor jeder Prüfung sind die Prüfmuster mindestens vier Stunden lang bei einer Temperatur von 23 °C ± 2 °C zu
             lagern. Die Prüfungen sind so schnell wie möglich nach der Entnahme der Prüfmuster aus dem Raum, in dem sie
             gelagert waren, zu beginnen.
     3.      PHANTOMFALLPRÜFUNG
     3.1.    Schwierigkeitsgrade der sekundären Merkmale
             Die sekundären Merkmale bleiben unberücksichtigt.
     3.2.    Phantomfallprüfung an kompletten Windschutzscheiben
     3.2.1.  A nzahl der Prüfmuster
             Es sind vier Muster aus der Serie mit der kleinsten umschriebenen Fläche und vier Muster aus der Serie mit der
             größten umschriebenen Fläche nach Anhang II E auszuwählen und dann zu prüfen.
 ---pagebreak--- 12. 4 . 90                                 Amtsblatt der Europäischen Gemeinscharten                                        Nr. C 95/45
        3.2.2.      Prüfverfahren
        3.2.2.1.   Das anzuwendende Prüfverfahren ist in Anhang IIA Absatz 3.3.2 beschrieben.
        3.2.2.2.   Die Fallhöhe muß 1,50 m + 0 mm/ - 5 mm betragen.
        3.2.3.     Auswertung der Ergebnisse
        3.2.3.1.   Die Prüfung wird als zufriedenstellend angesehen, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:
        3.2.3.1.1. Die Glasscheibe bricht unter Bildung zahlreicher kreisförmiger, nahezu um den Aufschlagpunkt zentrierter Risse,
                   wobei die dem Aufschlagpunkt am nächsten gelegenen Risse höchstens 80 mm von diesem entfernt sein
                   dürfen;
        3.2.3.1.2. die Glasschicht muß an der Zwischenschicht haften bleiben. Eine oder mehrere Abtrennungen von der
                   Zwischenschicht in einer Breite von weniger als 4 mm auf jeder Seite der Bruchstelle außerhalb eines Kreises mit
                   einem Durchmesser von 60 mm um den Aufschlagpunkt ist zulässig;
        3.2.3.1.3. ein Riß in der Zwischenschicht bis zu einer Länge von 35 mm ist an der Aufschlagseite zulässig.
        3.2.3.2.   Ein zur Genehmigung vorgelegter Satz von Prüfmustern wird hinsichtlich der Phantomfallprüfung als zufrieden-
                   stellend angesehen, wenn eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:
        3.2.3.2.1. Alle Prüfungen haben zufriedenstellende Ergebnisse erbracht;
        3.2.3.2.2. eine Prüfung hat ein negatives Ergebnis erbracht, jedoch hat eine Wiederholungsprüfung an einem neuen Satz von
                   Mustern zufriedenstellende Ergebnisse erbracht.
        3.3.       Phantomfallprüfung an planen Prüfmustern
        3.3.1.     Anzahl der Prüfmuster
                   Es sind sechs plane Prüfmuster mit den Abmessungen (1 100 mm x 500 mm) + 5 mm/ - 2 mm zu prüfen.
        3.3.2.      Prüfverfahren
        3.3.2.1.   Das anzuwendende Prüfverfahren ist in Anhang II A Absatz 3.3.1 beschrieben.
        3.3.2.2.   Die Fallhöhe muß 4 m + 25 mm/ - 0 mm betragen.
        3.3.3.     Auswertung der Ergebnisse
        3.3.3.1.   Die Prüfung wird als zufriedenstellend angesehen, wenn die folgenden Bedingungen erfüllt sind:
        3.3.3.1.1. Das Prüfmuster gibt nach und bricht unter Bildung zahlreicher kreisförmiger, ungefähr um den Aufschlagpunkt
                   zentrierter Risse;
        3.3.3.1.2. Risse in der Zwischenschicht sind zulässig, jedoch darf der Phantomkopf die Scheibe nicht durchdringen;
       3.3.3.1.3.  es lösen sich keine größeren Glasbruchstücke von der Zwischenschicht ab.
        3.3.3.2.   Ein zur Genehmigung vorgelegter Satz von Prüfmustern wird hinsichtlich der Phantomfallprüfung als zufrieden-
                   stellend angesehen, wenn eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:
       3.3.3.2.1.  Alle Prüfungen haben zufriedenstellende Ergebnisse erbracht;
       3.3.3.2.2.  eine Prüfung hat ein negatives Ergebnis erbracht, jedoch hat eine Wiederholungsprüfung an einem neuen Satz von
                   Mustern zufriedenstellende Ergebnisse erbracht.
       4.          MECHANISCHE FESTIGKEIT
       4.1.        Schwierigkeitsgrad, Prüfverfahren und Auswertung der Ergebnisse
                   Es gelten die Vorschriften nach Anhang II B Absatz 4.
       4.2.        Die dritte Bedingung in Anhang II B Absatz 4.3.4.1 gilt jedoch nicht.
       5.          BESTÄNDIGKEIT GEGEN ÄUSSERE EINWIRKUNGEN
       5.1.        Abriebprüfung
       5.1.1.      Abriebprüfung an der Außenseite
       5.1.1.1.    Es gelten die Vorschriften nach Anhang II B Absatz 5.1.
       5.1.2.      Abriebprüfung an der Innenseite
       5.1.2.1.    Es gelten die Vorschriften nach Anhang II K Absatz 2.
       5.2.        Prüfung bei erhöhter Temperatur
                   Es gelten die Vorschriften nach Anhang IIA Absatz 5.
 ---pagebreak--- Nr. C 95/46                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                         12. 4. 90
      5.3.  Prüfung der Bestrahlungsbeständigkeit
            Es gelten die Vorschriften nach Anhang II A Absatz 6.
      5.4.  Prüfung der Feuchtigkeitsbeständigkeit
            Es gelten die Vorschriften nach Anhang IIA Absatz 7.
      5.5.  Prüfung der Temperaturwechselbeständigkeit
            Es gelten die Vorschriften nach Anhang II A Absatz 8.
      6.    OPTISCHE EIGENSCHAFTEN
            Die Vorschriften hinsichtlich optischer Eigenschaften nach Anhang II A Absatz 9 gelten für jeden Windschutz-
            scheibentyp.
     7.     PRÜFUNG DES BRENNVERHALTENS
            Es gelten die Vorschriften nach Anhang II A Absatz 10.
      8.    PRÜFUNG DER BESTÄNDIGKEIT GEGEN CHEMIKALIEN
            Es gelten die Vorschriften nach Anhang II A Absatz 11.
 ---pagebreak--- 12. 4. 90                                Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                          Nr. C 9 5 / 4 7
                                                            ANHANG II E
            GRUPPIERUNG DER WINDSCHUTZSCHEIBEN FÜR DIE EWG-BAUARTGENEHMIGUNGSPRÜFUNG
       1.        FOLGENDE MERKMALE SIND ZU BERÜCKSICHTIGEN
       1.1.      Umschriebene Fläche der Windschutzscheibe
       1.2.      Segmenthöhe
       1.3.      Krümmung
       2.        EINE GRUPPE WIRD INNERHALB EINER DICKENKATEGORIE GEBILDET.
       3.        DIE EINTEILUNG ERFOLGT IN DER REIHENFOLGE DER WERTE DER UMSCHRIEBENEN
                 FLÄCHE.
                 Die fünf größten und die fünf kleinsten sind auszuwählen und wie folgt zu numerieren:
                 1 für die größte                                             1 für die kleinste
                 2 für die nächstkleinere nach 1                              2 für die nächstgrößere nach 1
                 3 für die nächstkleinere nach 2                              3 für die nächstgrößere nach 2
                 4 für die nächstkleinere nach 3                              4 für die nächstgrößere nach 3
                 5 für die nächstkleinere nach 4                              5 für die nächstgrößere nach 4
       4.        INNERHALB JEDER DER ZWEI IN ABSATZ 3 DEFINIERTEN SERIEN SIND DIE WERTE DER
                 SEGMENTHÖHE WIE FOLGT ZU BEZEICHNEN:
                 1 für die größte Segmenthöhe,
                 2 für die nächstkleinere,
                 3 für die nächstkleinere nach dem vorhergehenden Wert usw.
       5.        INNERHALB JEDER DER ZWEI IN ABSATZ 3 DEFINIERTEN SERIEN SIND DIE WERTE DER
                 KRÜMMUNGSRADIEN WIE FOLGT ZU BEZEICHNEN:
                 1 für den kleinsten Krümmungsradius,
                 2 für den nächstgrößeren,
                 3 für den nächstgrößeren nach dem vorhergehenden Wert usw.
       6.        DIE BEWERTUNGSZIFFERN JEDER WINDSCHUTZSCHEIBE DER BEIDEN IN ABSATZ 3 DEFINIER-
                 TEN SERIEN SIND ZU ADDIEREN.
       6.1.      Die Windschutzscheibe unter den fünf größten und die Windschutzscheibe unter den fünf kleinsten mit der jeweils
                 kleinsten Ziffernsumme sind einer vollständigen Prüfung nach Anhang II B, II C, II D oder II K zu
                 unterziehen.
       6.2.      Die anderen Windschutzscheiben der gleichen Serien sind zur Kontrolle der optischen Eigenschaften nach Anhang
                 II A Absatz 9 zu prüfen.
       7.        Windschutzscheiben, die hinsichtlich Form und/oder Krümmungsradius von den Extremwerten der ausgewählten
                 Gruppen erheblich abweichen, können geprüft werden, falls die Prüfstelle der Meinung ist, daß von diesen
                 Merkmalen eine nennenswerte nachteilige Wirkung ausgeht.
       8.        Die Abgrenzung der Gruppe ist durch die umschriebene Fläche der Windschutzscheibe bestimmt. Hat eine zur
                 Genehmigung vorgestellte Windschutzscheibe eine umschriebene Fläche, die außerhalb der genehmigten
                 Grenzwerte liegt, und/oder ist ihre Segmenthöhe deutlich größer oder ihr Krümmungsradius deutlich kleiner,
                 dann ist die Windschutzscheibe als neuer Typ anzusehen; zusätzliche Prüfungen sind dann erforderlich, falls die
                 Prüfstelle dies aufgrund bereits vorliegender Informationen über dieses Produkt und diesen Werkstoff für technisch
                 erforderlich erachtet.
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      9.         Beabsichtigt der Inhaber einer Genehmigung, später ein anderes Windschutzscheibenmodell zu produzieren, das
                 bereits zu einer genehmigten Dickenkategorie gehört, dann:
      9.1.       ist zu prüfen, ob das neue Modell in die fünf größten oder die fünf kleinsten der für die Genehmigung ausgewählten
                 Scheiben der betreffenden Gruppe eingeordnet werden kann;
      9.2.       ist die Bewertung mit Ziffern nach den Absätzen 3, 4 und 5 erneut durchzuführen.
      9.3.       Ist die Summe der Bewertungsziffern dieser hinzugekommenen Windschutzscheibe im Vergleich mit den fünf
                 größten oder den fünf kleinsten Scheiben
      9.3.1.     die niedrigste, so sind die folgenden Prüfungen durchzuführen:
      9.3.1.1.   Bei Windschutzscheiben aus normalem Verbundglas oder aus Verbundglas mit Kunststoffbeschichtung oder aus
                 Glas-Kunststoff:
      9.3.1.1.1.  Phantomfallprüfung
      9.3.1.1.2. Optische Verzerrung
      9.3.1.1.3. Prüfung auf Doppelbilder
      9.3.1.1.4. Lichtdurchlässigkeit
      9.3.1.2.   Bei Windschutzscheiben aus vorbehandeltem Verbundglas sind die Prüfungen nach 9.3.1.1.1, 9.3.1.1.2,
                 9.3.1.1.3 und 9.3.1.1.4 sowie die Bruchstrukturprüfung nach Anhang II C Absatz 4 durchzuführen.
      9.3.2.     Wenn nicht, sind nur die Prüfungen durchzuführen, die zur Verifizierung der in Anhang IIA Absatz 9 definierten
                 optischen Eigenschaften vorgesehen sind.
 ---pagebreak--- 12. 4. 90                                Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                      Nr. C 95/49
                                                           ANHANG II F
       VERFAHREN ZUR BESTIMMUNG DER PRÜFZONEN AUF DEN WINDSCHUTZSCHEIBEN DER FAHRZEUGE DER
                                        KLASSE M, IN BEZUG AUF DIE „V"-PUNKTE
       1/       LAGE DER „V-PUNKTE
       1.1.     Die Tabellen 1 und 2 zeigen die Lage der „V-Punkte in bezug auf den „R*-Punkt (siehe Anhang HG), wie sie sich
                aus ihren x-, y- und z-Koordinaten in dem dreidimensionalen Bezugssystem ergibt.
       1.2      Die Tabelle 1 gibt die Basiskoordinaten für einen angenommenen Neigungswinkel der Sitzlehne von 25° an. Die
                positive Richtung der Koordinaten ist in Abbildung 3 des vorliegenden Anhangs angegeben.
                                                                     TABELLE 1
                                                   „V-Punkt          X          Y            Z
                                                                  68 mm     - 5 mm        665 mm
                                                v2                68 mm     - 5 mm        589 mm
       1.3.     Korrekturwerte für angenommene Rückenlehnenwinkel, die von dem Neigungswinkel von 25° abweichen
       1.3.1.   Die Tabelle 2 gibt die ergänzenden Korrekturwerte für die x- und z-Koordinaten eines jeden „V"-Punktes für den
                Fall an, daß der angenommene Neigungswinkel der Sitzlehne von 25° abweicht. Die positive Richtung der
                Koordinaten ist in Abbildung 3 des vorliegenden Anhangs angegeben.
                                                                     TABELLE 2
                   Neigungswinkel       Horizontal-          Vertikal-     Neigungswinkel      Horizontal-       Vertikal-
                    der Sitzlehne      Koordinaten          Koordinaten     der Sitzlehne      Koordinaten     Koordinaten
                       (Grad)                 X                 Z              (Grad)              X                 Z
                           5            - 1 8 6 mm           28 mm               23            -  17 mm              5 mm
                           6            - 1 7 6 mm           27 mm               24            -    9 mm             2 mm
                           7            - 1 6 7 mm           27 mm               25                 0 mm            0 mm
                           8            - 1 5 7 mm           26 mm               26                 9 mm        -    3 mm
                           9            - 1 4 7 mm           26 mm               27               17 mm         -    5 mm
                         10             - 1 3 7 mm           25 mm               28               26 mm         -    8 mm
                         11             - 1 2 8 mm           24 mm               29               34 mm         - 1 1 mm
                         12             - 1 1 8 mm           23 mm               30               43 mm         - 1 4 mm
                         13             - 1 0 9 mm           22 mm               31               51 mm         - 1 7 mm
                         14             -    99 mm           21 mm               32               59 mm         - 2 1 mm
                         15             -    90 mm           20 mm               33               67 mm         - 2 4 mm
                         16             -    81 mm           18 mm               34               76 mm         - 2 8 mm
                         17             -   71 mm            17 mm               35               84 mm         - 3 1 mm
                         18             -    62 mm           15 mm               36               92 mm         - 3 5 mm
                         19             -    53 mm           13 mm               37              100 mm         - 3 9 mm
                         20             -   44 mm            11 mm               38              107 mm         - 4 3 mm
                         21             -    35 mm            9 mm               39              115 mm         - 4 7 mm
                         22             -   26 mm             7 nun              40              123 mm         - 5 2 mm
      2.        PRÜFZONEN
      2.1.      Ausgehend von den „V-Punkten werden zwei Prüfzonen festgelegt.
      2.2.      Die Prüfzone A ist die Zone der sichtbaren Windschutzscheibenaußenseite, die durch die vier nachstehend
                definierten Ebenen begrenzt wird, die von den „V-Punkten aus nach vorne verlaufen (siehe Abbildung 1):
 ---pagebreak--- Nr. C 95/50                        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                              12. 4. 90
            — eine vertikale Ebene, die durch die Punkte Vj und V 2 geht und mit der x-Achse einen Winkel von 13° nach links
                bei Fahrzeugen mit Linkssteuerung und nach rechts bei Fahrzeugen mit Rechtssteuerung bildet;
            — eine parallel zur y-Achse verlaufende Ebene, die durch V] geht und einen Winkel von 3° nach oben mit der
                x-Achse bildet;
            — eine parallel zur y-Achse verlaufende Ebene, die durch V2 geht und einen Winkel von 1 ° nach unten mit der
                x-Achse bildet;
            — eine vertikale Ebene, die durch die Punkte Vi und V2 geht und mit der x-Achse einen Winkel von 20° nach links
                bei Fahrzeugen mit Linkssteuerung und nach rechts bei Fahrzeugen mit Rechtssteuerung bildet.
      2.3.  Die Prüfzone B ist die Zone der Windschutzscheibenaußenseite, die sich über 25 mm vom Seitenrand der
            transparenten Fläche befindet und durch die Schnittlinien der vier nachstehend definierten Ebenen mit der
            Windschutzscheibe begrenzt ist (siehe Abbildung 2):
            — eine Ebene, die um 7° nach oben in bezug auf die x-Achse ausgerichtet ist und durch den Punkt V! und parallel
                zur y-Achse verläuft;
            — eine Ebene, die um 5° nach unten in bezug auf die x-Achse ausgerichtet ist und durch den Punkt V 2 und parallel
                zur x-Achse verläuft;
            — eine vertikale Ebene, die durch die Punkte V, und V2 geht und mit der x-Achse einen Winkel von 17° nach links
                bei Fahrzeugen mit Linkssteuerung und nach rechts bei Fahrzeugen mit Rechtssteuerung bildet;
            — eine Ebene, die symmetrisch zur vertikalen Ebene in bezug auf die Längsmittelebene des Fahrzeugs
                verläuft.
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 ---pagebreak--- 12. 4. 90        Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                   Nr. C 95/53
          \    W                                            ESSE
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                                                                                       CO
                                                                                   ^5
                                                                                   -©
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                                                                                e3
                                  x                                      i n
                                                                        1/3
                                                                            c c
                                                                         g _o _o
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                                                                        .See
                                                                        "3 Ji  Jü
                                                                        2-« CS
                                                                         60C 'S
                                                                         Q  «3 «
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                                                                        j j j
                                                                                       £
                              \ \
 ---pagebreak--- Nr. C 95/54                                    Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                                      12. 4 . 90
                                                                   ANHANG       II G
      VERFAHREN ZUR BESTIMMUNG DER LAGE DES HÜFTPUNKTES (H-PUNKT) UND DES TATSÄCHLICHEN
                                   OBERKÖRPERWINKELS FÜR DIE SITZPLÄTZE DER FAHRZEUGE
      1.               ZWECK
                       Das in diesem Anhang beschriebene Verfahren dient zur Bestimmung der Lage des H-Punktes und des
                       tatsächlichen Oberkörperwinkels für ein oder mehrere Sitzplätze eines Fahrzeugs der Klasse M] und zur
                       Überprüfung der Beziehung zwischen den gemessenen Werten und den von dem Fahrzeughersteller vorgelegten
                       Konstruktionswerten (*).
      2.               BEGRIFFSBESTIMMUNGEN
                       Im Sinne dieses Anhangs sind:
      2.1.            „Bezugsparameter": eines oder mehrere der folgenden Merkmale eines Sitzplatzes:
      2.1.1.           der H-Punkt und der R-Punkt sowie ihre Beziehung zueinander,
      2.1.2.           der tatsächliche Oberkörperwinkel und der angenommene Oberkörperwinkel sowie ihre Beziehung zueinan-
                       der;
      2.2.            „Dreidimensionale Meßmaschine zur Überprüfung der Lage des H-Punktes": die Einrichtung zur Bestimmung
                       des H-Punktes und des tatsächlichen Oberkörperwinkels. Diese Einrichtung ist in Anlage 1 dieses Anhangs
                       beschrieben;
      2.3.            „H-Punkt": der Gelenkpunkt zwischen dem Oberkörper und dem Oberschenkel der dreidimensionalen
                      Meßmaschine, die gemäß dem Verfahren nach Abschnitt 4 auf einem Sitz des Fahrzeugs plaziert ist. Der H-Punkt
                      befindet sich in der Mitte der Achse der Vorrichtung, die die Ableseknöpfe des H-Punktes auf beiden Seiten der
                      dreidimensionalen Meßmaschine verbindet. Der H-Punkt entspricht theoretisch dem R-Punkt (Toleranzen siehe
                      3.2.2). Ist die Lage des H-Punktes einmal nach dem in Abschnitt 4 beschriebenen Verfahren bestimmt, so wird
                      dieser Punkt als fest in bezug auf die Struktur der Sitzauflage angesehen und als Begleitpunkt, wenn sich diese
                      verlagert;
      2.4.            „R-Punkt" oder „Sitzbezugspunkt": ein in den Plänen des Herstellers definierter Punkt für jeden Sitzplatz und
                      Bezugspunkt in bezug auf das dreidimensionale Bezugssystem;
      2.5.            „Torso-Linie": die Achse der Stange der dreidimensionalen Meßmaschine, wenn die Stange völlig nach hinten
                      gelehnt ist;
      2.6.            „Tatsächlicher Oberkörperwinkel": der gemessene Winkel zwischen der Senkrechten durch den H-Punkt und
                      der Torso-Linie, gemessen anhand des Rückenwinkelausschnitts der dreidimensionalen Meßmaschine. Der
                      gemessene Körperwinkel entspricht theoretisch dem angenommenen Oberkörperwinkel (Toleranzen siehe
                      Abschnitt 3.2.2);
     2.7.             „Angenommener Oberkörperwinkel": der gemessene Winkel zwischen der Senkrechten durch den R-Punkt und
                      der Torsolinie in der vom Fahrzeughersteller angenommenen Rückenlehnenstellung;
     2.8.             „Mittlere Ebene des Insassen": die mittlere Ebene der dreidimensionalen Meßmaschine auf jedem benannten
                      Sitzplatz; sie wird durch die Koordinaten des H-Punktes auf der y-Achse angegeben. Bei Einzelsitzen fällt die
                      mittlere Ebene des Sitzes mit der mittleren Ebene des Insassen zusammen. Für die anderen Sitze wird die mittlere
                      Ebene vom Hersteller angegeben;
     2.9.             „Dreidimensionales Bezugssystem": das in der Anlage 2 dieses Anhangs beschriebene System;
     2.10.            „Bezugspunkte": die vom Hersteller auf der Fahrzeugoberfläche definierten materiellen Bezugspunkte (Bohrun-
                      gen, Flächen, Markierungen oder Einkerbungen);
     2.11.            „Konfiguration des Fahrzeugs für die Messung": die durch die Koordinaten der Bezugspunkte in dem
                      dreidimensionalen Bezugssystem definierte Lage des Fahrzeugs.
     (') Für jede von den Vordersitzen abweichende Sitzposition können die zuständigen Behörden, wenn sie dies für angemessen erachten, den vom
         Hersteller angegebenen Punkt R als Bezugspunkt heranziehen, wenn die Bestimmung des H-Punktes nicht mit der dreidimensionalen
         Meßmaschine oder auf andere Weise möglich ist.
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        3.             VORSCHRIFTEN
        3.1.           Vorlage der Ergebnisse
                       Für jeden Sitzplatz, dessen Bezugsparameter zur Demonstration der Übereinstimmung mit den Vorschriften der
                       vorliegenden Richtlinie dienen, ist eine komplette Übersicht oder eine geeignete Auswahl der folgenden Parameter
                       in der in Anlage 3 dieses Anhangs dargelegten Form vorzulegen:
        3.1.1.         die Koordinaten des R-Punktes in bezug auf das dreidimensionale Bezugssystem;
        3.1.2.         der angenommene Oberkörperwinkel;
        3.1.3.         alle erforderlichen Angaben zur Sitzeinstellung (bei verstellbaren Sitzen) in bezug auf die in Abschnitt 4.3 definierte
                       Meßposition.
        3.2.           Verhältnis zwischen den gemessenen Weiten und den Konstruktionswerten
        3.2.1.         Die Koordinaten des H-Punktes und der nach dem in Abschnitt 4 definierten Verfahren gemessene Oberkörper-
                       winkel werden mit den vom Fahrzeughersteller angegebenen Koordinaten des R-Punktes bzw. dem vom Hersteller
                       angegebenen Oberkörperwinkel verglichen.
        3.2.2.         Die relativen Positionen des R-Punktes und des H-Punktes und der Unterschied zwischen dem angenommenen
                       Oberkörperwinkel und dem gemessenen Oberkörperwinkel werden für den betrachteten Sitzplatz als zufrieden-
                       stellend angesehen, wenn der H-Punkt, so wie er durch seine Koordinaten definiert ist, sich innerhalb eines
                       Quadrates mit einer Seitenlänge von 50 mm befindet, dessen Seiten horizontal und vertikal sind und dessen
                       Diagonalen sich im Punkt R schneiden, und wenn der gemessene Körperwinkel um nicht mehr als 5° von dem
                       angenommenen Körperwinkel abweicht.
        3.2.3.         Sind diese Bedingungen erfüllt, so werden der R-Punkt und der angenommene Oberkörperwinkel zur Feststellung
                       der Übereinstimmung mit den Bestimmungen der vorliegenden Richtlinie herangezogen.
        3.2.4.         Wenn der H-Punkt oder der gemessene Oberkörperwinkel die Vorschriften aus 3.2.2 nicht erfüllt, sind der
                       H-Punkt und der tatsächliche Oberkörperwinkel erneut zweimal zu bestimmen (insgesamt also dreimal). Erfüllen
                       die Ergebnisse dieser drei Messungen die Vorschriften, so gelten die Bestimmungen aus Abschnitt 3.2.3.
        3.2.5.         Für den Fall, daß nach Durchführung der drei Messungen nach Abschnitt 3.2.4 wenigstens zwei Ergebnisse die
                       Vorschriften aus Abschnitt 3.2.2 nicht erfüllen, oder für den Fall, daß eine Überprüfung nicht stattfinden kann,
                       weil der Fahrzeughersteller die Informationen zur Lage des R-Punktes oder zum angenommenen Oberkörper-
                       winkel nicht vorgelegt hat, ist der Schwerpunkt der drei gemessenen Punkte bzw. der Mittelwert der gemessenen
                       Winkel immer dann als Bezugswert anstelle des R-Punktes bzw. der angenommenen Oberkörperwinkel
                       heranzuziehen, wenn auf diese in der vorliegenden Richtlinie Bezug genommen wird.
        4.             VERFAHREN ZUR BESTIMMUNG DER LAGE DES H-PUNKTES UND DES TATSÄCHLICHEN
                       OBERKÖRPERWINKELS
        4.1.           Das Fahrzeug ist auf eine Temperatur von 20° C ± 10° C nach Ermessen des Fahrzeugherstellers zu
                       konditionieren, damit das Material des Sitzes die Raumtemperatur annimmt. Für den Fall, daß der Sitz noch
                       niemals benutzt worden ist, ist dieser durch eine Person oder eine Vorrichtung mit einem Gewicht von 70 bis 80 kg
                       zweimal über jeweils eine Minute zu belasten, um das Sitzkissen und die Lehne einzudrücken. Auf Anforderung des
                       Herstellers sind alle Sitze über mindestens 30 Minuten vor Einbau der dreidimensionalen Meßmaschine zur
                       Bestimmung des H-Punktes unbelastet zu lassen.
        4.2.           Das Fahrzeug muß die in Abschnitt 2.11 definierte Konfiguration für die Messung aufweisen.
        4.3.           Der Sitz, sofern verstellbar, ist als erstes in die hinterste normale Sitzposition des Fahrers einzustellen, so wie sie der
                       Fahrzeughersteller in Abhängigkeit von der einzigen Längsverstellung des Sitzes vorschreibt, unter Ausschluß aller
                       Sitzpositionen, die zu anderen Zwecken als zur Führung oder normalen Benutzung eingenommen werden. Sitze,
                       die darüber hinaus über weitere EinStellvorrichtungen verfügen (Höhe, Neigung, Neigung der Rückenlehne, usw.)
                       sind in die vom Hersteller vorgeschriebene Position einzustellen. Aufgehängte Sitze sind in ihrer Höhe fest
                       einzustellen, so daß sie der vom Fahrzeughersteller spezifizierten normalen Sitzposition des Fahrers entspre-
                       chen.
        4.4.           Die Oberfläche des Sitzes, auf dem die dreidimensionale Meßmaschine plaziert wird, ist mit einem Tuch aus
                       Baumwollmousseline ausreichender Größe und geeigneter Textur abzudecken; als Stoff eignet sich ein
                       gleichförmiger Kattun mit 18,9 Fäden/cm 2 und 0,228 kg/m 2 oder ein Trikotgewebe oder ein nichtgewebter Stoff
                       mit entsprechenden Eigenschaften. Findet die Prüfung außerhalb des Fahrzeugs statt, so muß der Sitzunterbau
                       dieselben wesentlichen Eigenschaften (') wie der Boden des Fahrzeugs aufweisen, in dem der Sitz benutzt
                       wird.
        (') Neigungswinkel, Höhenunterschied bei Montage auf Sockel, Oberflächentextur, usw.
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      4.5.     Die Einheit Sitzfläche-Rücken der dreidimensionalen Meßmaschine ist so zu positionieren, daß die mittlere Ebene
               des Insassen (PMO) mit der mittleren Ebene der dreidimensionalen Meßmaschine zusammenfällt. Auf
               Anforderung des Herstellers kann die dreidimensionale Meßmaschine nach innen hin in Relation zur vorgesehenen
               PMO versetzt werden, wenn die dreidimensionale Maschine zu sehr nach außen plaziert ist und der Rand des Sitzes
               eine neue Positionierung nicht zuläßt.
      4.6.     Die Füße und Unterschenkel sind an der Sitzfläche der Maschine entweder einzeln oder unter Benutzung der
               Einheit aus T-Glied und Unterschenkel zu befestigen. Die Gerade, die durch die Meßknöpfe des H-Punktes geht,
               muß parallel zum Boden und senkrecht zur Längsmittelebene des Sitzes verlaufen.
      4.7.     Die Füße und die Unterschenkel der dreidimensionalen Meßmaschine sind wie folgt einzustellen:
      4.7.1.   Fahrersitz und äußerer Beifahrersitz
      4.7.1.1. Die beiden Unterschenkel-Fuß-Einheiten sind so nach vorne auszurichten, daß die Position der Füße der
               natürlichen Position auf dem Boden entspricht, gegebenenfalls zwischen den Pedalen. Der linke Fuß ist möglichst
               so zu positionieren, daß sich die beiden Füße ungefähr im gleichen Abstand zur mittleren Ebene der
               dreidimensionalen Meßmaschine befinden. Die Höhe, die die transversale Ausrichtung der dreidimensionalen
               Meßmaschine anzeigt, ist auf die Waagerechte einzustellen, gegebenenfalls durch Korrektur der Position der
               Sitzfläche der Meßmaschine oder durch korrigierende Verschiebung der Schenkel-Fuß-Einheit nach hinten. Die
               Gerade, die durch die Meßknöpfe des H-Punktes geht, muß senkrecht zur Längsmittelebene des Sitzes
               bleiben;
      4.7.1.2. läßt sich der linke Unterschenkel nicht parallel zum rechten Unterschenkel halten, und kann der linke Fuß nicht
               von der Struktur gestützt werden, so ist die Position des linken Fußes so lange zu variieren, bis er einen Halt findet.
               Die Ausrichtung der Meßknöpfe ist beizubehalten.
      4.7.2.   Äußere Fondsitze
               Bezüglich der Fondsitze oder Notsitze sind die Unterschenkel den Angaben des Herstellers entsprechend
               einzustellen. Für den Fall, daß hier die Füße auf Bodenteilen unterschiedlicher Höhe plaziert sind, ist der erste Fuß,
               der den Vordersitz berührt, als Bezug heranzuziehen und der andere Fuß so auszurichten, daß die Höhe, die die
               transversale Ausrichtung des Sitzes der Vorrichtung angibt, die Waagerechte anzeigt.
      4.7.3.   Andere Sitze
               Es ist nach dem allgemeinen Verfahren nach 4.7.1 vorzugehen mit der Ausnahme, daß die Füße nach den Angaben
               des Herstellers zu plazieren sind.
      4.8.     Die Oberschenkel- und Unterschenkelgewichte anbringen und die dreidimensionale Meßmaschine in der Höhe
               einstellen.
      4.9.     Das Rückenteil nach vorne gegen den vorderen Anschlag neigen und die dreidimensionale Meßmaschine vom Sitz
               unter Benutzung des T-Gliedes entfernen. Die Maschine nach einer der folgenden Methoden neu plazieren:
      4.9.1.   Wenn die dreidimensionale Meßmaschine dazu neigt, nach hinten zu rutschen, ist wie folgt zu verfahren: die
               Meßmaschine so lange nach hinten rutschen lassen, bis keine horizontale Belastung nach vorne an dem T-Glied
               mehr erforderlich ist, um die Bewegung zu verhindern, d. h. bis die Sitzfläche der Maschine die Rückenlehne
               berührt. Falls erforderlich, ist die Position des Unterschenkels zu korrigieren.
      4.9.2.   Wenn die dreidimensionale Meßmaschine nicht dazu neigt, nach hinten zu rutschen, ist wie folgt zu verfahren:
               die Meßmaschine durch Ausübung einer nach hinten gerichteten horizontalen Kraft auf das T-Glied so lange
               nach hinten rutschen lassen, bis die Sitzfläche der Maschine die Rückenlehne berührt (siehe Anlage 1 Abbil-
               dung 2).
     4.10.     Eine Belastung von 100 N ± 10 N auf die Sitzfläche-Rücken-Einheit der dreidimensionalen Meßmaschine an der
               Schnittstelle der Kreisausschnitte der Hüfte und der Aufnahme des T-Gliedes aufbringen. Die Richtung der Kraft
               ist in Übereinstimmung mit einer Linie zu halten, die durch die obengenannte Schnittstelle und einen Punkt geht,
               der sich genau oberhalb der Aufnahme des Oberschenkelgliedes befindet (siehe Anlage 1 der vorliegenden
               Richtlinie, Abbildung 2). Den Rücken der Maschine behutsam gegen die Rückenlehne lehnen. Bei allen weiteren
               Schritten sind Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen, um ein Verrutschen der dreidimensionalen Meßmaschine nach
               vorne zu vermeiden.
     4.11.     Die Gewichte für die linke und rechte Gesäßhälfte und anschließend wechselweise die acht Oberkörpergewichte
               anbringen. Die dreidimensionale Meßmaschine in der eingestellten Höhe halten.
     4.12.     Das Rückenteil der dreidimensionalen Meßmaschine nach vorne beugen, um die auf die Rückenlehne einwirkende
               Belastung aufzuheben. Die Maschine in einem Bogen von 10° (5° nach jeder Seite der mittleren vertikalen Ebene)
               dreimal hin- und herbewegen, um jede Spannung zwischen der Maschine und dem Sitz aufzuheben.
               Während dieser Bewegung kann das T-Glied der dreidimensionalen Meßmaschine dazu neigen, von den
               spezifizierten vertikalen und horizontalen Ausrichtungen abzuweichen. Es muß daher durch Anbringung einer
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               geeigneten seitlichen Belastung während der Pendelbewegungen in Position gehalten werden. Beim Festhalten des
               T-Gliedes und Drehen der dreidimensionalen Meßmaschine ist sicherzustellen, daß keine äußere senkrechte Kraft
               oder eine von vorne nach hinten wirkende Kraft durch Unachtsamkeit aufgebracht wird.
               Die Füße der Meßmaschine dürfen nicht angehalten oder blockiert werden. Sollte sich die Position der Füße
               ändern, so sind diese in der gegenwärtigen Stellung zu belassen.
               Das Rückenteil der Maschine ist behutsam gegen die Rückenlehne zu lehnen und die beiden Alkoholpegel sind zu
               prüfen. Die durch die Pendelbewegung der Meßmaschine verlagerten Füße müssen wie folgt neu ausgerichtet
               werden:
               Abwechselnd jeden Fuß in dem erforderlichen Mindestmaß anheben, um jede weitere Bewegung des Fußes zu
               vermeiden. Während des Anhebens müssen die Füße frei drehbar sein; außerdem darf keine seitliche oder nach
               vorne gerichtete Kraft aufgebracht werden. Wenn jeder Fuß in die abgesenkte Stellung gebracht ist, muß die Ferse
               die zu diesem Zweck vorgesehene Struktur berühren.
               Die seitliche Höhe ist mit der Alkoholwaage zu überprüfen; falls erforderlich, ist auf das Oberteil des Rückens eine
               ausreichende seitliche Kraft auszuüben, um die Sitzfläche der dreidimensionalen Meßmaschine auf dem Sitz in die
               richtige Höhe zu bringen.
       4.13.   Das T-Glied festhalten, um ein Verrutschen der dreidimensionalen Meßmaschine auf dem Sitzkissen nach vorne zu
               vermeiden, und wie folgt verfahren:
               a) das Rückenteil der Maschine gegen die Rückenlehne lehnen;
               b) mehrmals eine horizontale Kraft von kleiner oder gleich 25 N nach hinten auf die T-Glied-Rückenwinkel-Ein-
                    heit in einer Höhe ausüben, die ungefähr der Schwerpunktslage des Oberkörpers entspricht, bis der
                    Kreisausschnitt der Hüfte anzeigt, daß eine stabile Position nach Aufhebung der Kraft erreicht wurde. Es ist
                    besonders darauf zu achten, daß keine seitliche äußere Kraft oder nach unten gerichtete Kraft auf die
                    dreidimensionale Meßmaschine wirkt. Sollte eine Neueinstellung der Höhe der Meßmaschine erforderlich
                    sein, so sind das Rückenteil der Maschine nach vorne zu beugen, die Höhe neu einzustellen und die Schritte
                    gemäß Abschnitt 4.12 ff. zu wiederholen.
       4.14.   Folgende Messungen sind durchzuführen:
       4.14.1. Die Koordinaten des H-Punktes sind in dem dreidimensionalen Bezugssystem zu messen.
       4.14.2. Der tatsächliche Körperwinkel ist an dem Winkelabschnitt des Rückens der Meßmaschine abzulesen, wenn sich die
               Stange in zurückgelehnter Position befindet.
       4.15.   Ist eine erneute Plazierung der dreidimensionalen Meßmaschine beabsichtigt, so muß der komplette Sitz für
               mindestens 30 Minuten unbelastet bleiben, bevor mit der Neueinstellung begonnen werden kann. Die
               Meßmaschine darf nur für den zur Durchführung der Prüfung erforderlichen Zeitraum auf dem Sitz belassen
               werden.
       4.16.   Wenn die Sitze ein und derselben Reihe als gleich angesehen werden können (Sitzbank, identische Sitze, usw.), so
               ist nur ein H-Punkt und ein tatsächlicher Körperwinkel pro Sitzbereich zu bestimmen, wobei die in Anlage 1 dieses
               Anhangs beschriebene dreidimensionale Meßmaschine auf einem Platz in die Sitzposition gebracht werden muß,
               der als repräsentativ für die Reihe gilt. Hierbei handelt es sich um die folgenden Sitze:
       4.16.1. für die vordere Reihe der Fahrerplatz;
       4.16.2. für die hintere(n) Reihe(n) ein Außenplatz.
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                                                                    Anlage 1
               BESCHREIBUNG DER DREIDIMENSIONALEN MESSMASCHINE ZUR BESTIMMUNG DER LAGE
                                                             DES H-PUNKTES( 1 )
      1.              RÜCKENTEIL UND SITZFLÄCHE
                      Das Rückenteil und die Sitzfläche sind aus verstärktem Kunststoff und aus Metall gefertigt; sie simulieren den
                      menschlichen Torso und die Oberschenkel und sind im H-Punkt mit einem Gelenk verbunden. Ein Kreisausschnitt
                      ist an der Stange angebracht, die im H-Punkt beweglich gelagert ist, um den tatsächlichen Körperwinkel zu messen.
                      Eine verstellbare Oberschenkelstange, die an der Sitzfläche der Maschine angebracht ist, stellt die Oberschen-
                      kel-Mittellinie dar und dient als Bezugslinie für den Kreisausschnitt des Hüftwinkels.
      2.              KÖRPERTEILE UND BEINTEILE
                      Die Unterschenkel sind mit der Sitzfläche der Maschine in Höhe des T-Gliedes verbunden, das die Knie verbindet
                      und selbst eine seitliche Verlängerung der verstellbaren Oberschenkelstange ist. Die Kreisausschnitte sind in die
                      Unterschenkel integriert, um die Kniewinkel messen zu können. Die Fuß-Schuh-Einheiten sind zur Messung des
                      Fußwinkels mit einer Skala versehen. Zwei Alkoholwaagen erlauben die Ausrichtung der Vorrichtung im Raum.
                      Die Körpergewichte sind an den entsprechenden Schwerpunkten angebracht, um eine Belastung des Sitzes zu
                      erzielen, die derjenigen eines erwachsenen Mannes mit 76 kg Körpergewicht entspricht. Es ist sicherzustellen, daß
                      sich alle Gelenke der dreidimensionalen Meßmaschine frei und ohne nennenswerte Reibung bewegen lassen.
      (') Diese Maschine entspricht der in der ISO-Norm 6549-1980 beschriebenen Meßmaschine.
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                             Rückenteil                                                                         Stab der
                                                                                                                Torsomittellinie
          Halterung für die Gewichte des Torsos
 Winkelmesser für den Winkel in Rückenhöhe
                                                                                                                    Kreisausschnitt
                  Kreisausschnitt des Hüftwinkels                                                                   des Rückenwinkels
                                   Sitzfläche
   Befestigung der Gewichte der Oberschenkel
                                                                                                             Meßknopf des
                                                                                                             H-Punktes
             T-Glied zur Verbindung der Knie
                                                                                                         Drehpunkt des
                                                                                                         H-Punktes
                                                                                                  Seitliche Höhe
                                                                                             Oberschenkelstab
                                                                                       Kreisausschnitt des Kniewinkels
                                                                           Kreisausschnitt des Fußwinkels
                                                              Abbildung 1
                                       Bezeichnung der Elemente der dreidimensionalen Meßmaschine
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                                                                                               Gewichte des Torsos
                Richtung und Auftreffpunkt
                der Kraft
                                                                                               Gewichte des Gesäßes
                                                                                               Gewichte der
                                                                                               Oberschenkel
                                                          rp            *
                                                                          Gewichte der Unterschenke]
                                                           Abbildung 2
                     Abmessungen der Elemente der dreidimensionalen Meßmaschine und Positionierung der Massen
 ---pagebreak--- 12. 4. 90                                      Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                    Nr. C 95/61
                                                                  Anlage 2
                                                  DREIDIMENSIONALES BEZUGSSYSTEM
       1.             Das dreidimensionale Bezugssystem ist durch drei senkrecht zueinander stehende Ebenen definiert, die von dem
                      Fahrzeughersteller ausgewählt werden (siehe Abbildung) (').
       2.             Die Konfiguration des Fahrzeugs für die Messung ergibt sich aus der Positionierung des Fahrzeugs auf einem
                      Träger, so daß die Koordinaten der Bezugspunkte den vom Hersteller angegebenen Werten entsprechen.
       3.             Die Koordinaten des R-Punktes und des H-Punktes ergeben sich durch Bezug mit den vom Fahrzeughersteller
                      definierten Bezugspunkten.
                                                                 Abbildung
                                                       Dreidimensionales Bezugssystem
      (') Das Bezugssystem entspricht der ISO-Norm 4130-1978.
 ---pagebreak--- Nr. C 95/62                                     Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                              12. 4 . 90
                                                                     Anlage 3
                                                  BEZUGSPARAMETER DER SITZPLÄTZE
      1.               KODIFIZIERUNG DER BEZUGSPARAMETER
                       Die Bezugsparameter sind für jeden Sitzplatz in Form einer Liste zusammengestellt. Die Sitzplätze sind durch einen
                       Schlüssel aus zwei Zeichen gekennzeichnet. Das erste Zeichen ist eine arabische Zahl, die den Bereich des Sitzes
                       angibt, von vorne nach hinten gesehen. Das zweite Zeichen ist ein Großbuchstabe, der die Anordnung des Sitzes in
                       einem Bereich angibt, von vorne nach hinten gesehen; die nachstehend genannten Buchstaben bedeuten:
                       L = links,
                       C = Mine,
                       R = rechts.
      2.               DEFINITION DER KONFIGURATION DES FAHRZEUGS FÜR DIE MESSUNG
      2.1.             Koordinaten der Bezugspunkte
                       x
                       y
                       z
      3.               LISTE DER BEZUGSPARTNER
      3.1.             Sitzplatz:
      3.1.1.           Koordinaten des R-Punktes
                       x
                       y
                       z
      3.1.2.           Angenommener Körperwinkel:
      3.1.3.          Angaben zur Sitzverstellung (')
                       Horizontal:
                       Vertikal:
                       Sitzneigung:
                       Körperwinkel:
                      Anmerkung:      In dieser Liste sind die Bezugsparameter der anderen Sitzplätze durch Verwendung der folgenden
                                      Benummerung aufzuführen: 3.2, 3.3, usw.
     (') Nichtzutreffendes streichen.
 ---pagebreak--- 12. 4 . 90                                 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                    Nr. C 95/63
                                                          ANHANG        II H
                               GLASSCHEIBEN AUS GLEICHMÄSSIG VORGESPANNTEM GLAS
                  BESTIMMUNG DES TYPS
                  Scheiben aus gleichmäßig vorgespanntem Glas gehören zu verschiedenen Typen, wenn sie sich in wenigstens einem
                  der folgenden Haupt- und sekundären Merkmalen unterscheiden:
          1.       Hauptmerkmale
          1.1.    Fabrik- oder Handelsmarke
          1.2.    Art der Vorspannung (thermisch oder chemisch)
          1.3.    Formkategorie: man unterscheidet zwei Kategorien:
          1.3.1.  plane Glasscheiben,
          1.3.2.  plane und gebogene Glasscheiben.
          1.4.    Dickenkategorie, in der die Nenndicke „e" liegt (zulässige Herstellungstoleranz ± 2 mm):
                  Kategorie   I                 e < 3,5 mm,
                  Kategorie II         3,5 mm < e < 4,5 mm,
                  Kategorie III       4,5 mm < e < 6,5 mm,
                  Kategorie IV        6,5 mm < e.
        1.2.      Sekundäre Merkmale
        1.2.1.    Art des Werkstoffs (Spiegelglas, Floatglas, Maschinenglas)
        1.2.2.    Färbung des Glases (farblos oder getönt)
        1.2.3.    Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von elektrischen Leitern
       2.          BRUCHSTRUKTUR
       2.1.       Schwierigkeitsgrad der sekundären Merkmale
                             Werkstoff                    Schwierigkeitsgrad
                  Spiegelglas                                     2
                  Floatglas                                       1
                  Maschinenglas                                   1
                  Die anderen sekundären Merkmale bleiben unberücksichtigt.
       2.2.       Auswahl der Prüfmuster
       2.2.1.     Schwierig herzustellende Prüfmuster jeder Form- oder Dickenkategorie sind für die Prüfung nach folgenden
                  Kriterien auszuwählen:
       2.2.1.1.   Für plane .Glasscheiben sind zwei Serien von Prüfmustern anzuliefern, und zwar mit:
       2.2.1.1.1. der größten umschriebenen Fläche;
       2.2.1.1.2. dem kleinsten Winkel zwischen zwei benachbarten Kanten.
       2.2.1.2.   Für plane und gebogene Glasscheiben sind drei Serien von Prüfmustern anzuliefern, und zwar mit:
       2.2.1.2.1. der größten umschriebenen Fläche;
       2.2.1.2.2. dem kleinsten Winkel zwischen zwei benachbarten Kanten;
       2.2.1.2.3. der größten Segmenthöhe.
       2.2.2.     Die Prüfungen, die an Prüfmustern mit der größten Scheibenfläche „S" durchgeführt werden, gelten auch für alle
                  anderen Flächen, die unter S + 5 % liegen.
 ---pagebreak--- Nr. C 95/64                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                            12. 4. 90
      2.2.3.   Ist der Winkel y der vorgelegten Prüfmuster kleiner als 30°, gelten die Prüfungen auch für alle Glasscheiben mit
               einem Winkel von mehr als - 5 ° .
               Haben die vorgelegten Prüfmuster einen Winkel y von mehr als 30 °, gelten die Prüfungen auch für alle Scheiben mit
               einem Winkel von größer oder gleich 30°.
      2.2.4.   Beträgt die Segmenthöhe h der vorgelegten Prüfmuster mehr als 100 mm, gelten die Prüfungen auch für alle
               Glasscheiben mit einer Segmenthöhe von weniger als h + 30 mm.
               Beträgt die Segmenthöhe der vorgelegten Prüfmuster weniger als oder genau 100 mm, gelten die Prüfungen auch
               für alle Glasscheiben mit einer Segmenthöhe, die kleiner oder gleich 100 mm ist.
      2.3.     Anzahl der Prüfmuster pro Serie
               Die Anzahl der Prüfmuster in der Gruppe muß entsprechend der Formkategorie nach 1.1.3 betragen:
                       Form der Scheibe            Anzahl der Prüfmuster je Satz
               plan (2 Sätze)                                   4
               plan und gebogen (3 Sätze)                       5
      2.4.     Durchführung der Prüfung
      2.4.1.   Das anzuwendende Prüfverfahren ist in Anhang II A Absatz 1 beschrieben.
      2.5.     Anschlagpunkte (siehe Anhang II M Abbildung 2)
      2.5.1.   Für plane und gebogene Glasscheiben sind die Anschlagpunkte nach Anhang II M Abbildungen 2 a) und 2 b) und
               Anhang II N Abbildung 2 c) wie folgt zu wählen:
               Punkt 1: in 3 cm Abstand vom Scheibenrand in dem Bereich, wo der Krümmungsradius der Scheibenkontur am
                          kleinsten ist;
               Punkt 2: in 3 cm Abstand vom Rand auf einer der Mittellinien, wobei die Seite genommen werden muß, die
                          eventuell vorhandene Zangeneindrücke aufweist;
               Punkt 3: im geometrischen Mittelpunkt der Scheibe;
               Punkt 4: nur für gebogene Scheiben; auf der längsten Mittellinie im Bereich des kleinsten Krümmungsradius der
                          Scheibe.
      2.5.2.   Je Anschlagpunkt ist nur eine Prüfung durchzuführen.
      2.6.     Auswertung der Ergebnisse
      2.6.1.   Eine Prüfung wird als zufriedenstellend angesehen, wenn die Bruchstruktur folgende Bedingungen erfüllt:
      2.6.1.1. Innerhalb eines Quadrats von 5 cm x 5 cm dürfen nicht weniger als 40 und nicht mehr als 400 bzw. im Falle von
               Glasscheiben mit einer Dicke von höchstens 3,5 mm 450 Bruchstücke entstehen.
      2.6.1.2. Hierbei sind die auf der Umrißlinie des Quadrats liegenden Bruchstücke als halbe Bruchstücke zu werten.
      2.6.1.3. Innerhalb eines 2 cm breiten Streifens entlang des Randes des Musters ist die Struktur der Bruchstücke nicht zu
               bewerten; dies gilt auch in einem Umkreis von 7,5 cm um den Anschlagpunkt.
      2.6.1.4. Bruchstücke mit mehr als 3 cm2 Fläche sind nicht zulässig, außer in den Bereichen 2.6.1.3.
      2.6.1.5. Einige wenige langgestreckte Bruchstücke sind zulässig, sofern
               — ihre Enden nicht wie eine Messerklinge geformt sind,
               — sie keinen Winkel von 45° mit dem Rand der Scheibe bilden, wenn sie an diesen reichen,
               — und wenn, mit Ausnahme des Falles nach 2.6.6.2, ihre Länge 7,5 cm nicht überschreitet.
      2.6.2.   Ein zur Genehmigung vorgelegter Satz von Prüfmustern wird hinsichtlich der Bruchstruktur als zufriedenstellend
               angesehen, wenn mindestens eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:
      2.6.2.1. Alle Prüfungen mit den Anschlagpunkten nach 2.5.1 haben ein zufriedenstellendes Ergebnis erbracht;
      2.6.2.2. eine einzige von allen durchgeführten Prüfungen mit den Anschlagpunkten nach 2.5.1 hat ein negatives Ergebnis
               erbracht, wobei jedoch folgende Grenzen nicht überschritten wurden:
               — maximal 5 Bruchstücke mit einer Länge von 6 bis 7,5 cm,
               — maximal 4 Bruchstücke mit einer Länge von 7,5 bis 10 cm;
               bei einer Wiederholungsprüfung an einem neuen Prüfmuster werden entweder die Vorschriften nach 2.6.1 erfüllt
               oder nur Abweichungen innerhalb der obigen Grenzen festgestellt;
 ---pagebreak--- 12. 4 . 90                                Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                          Nr. C 95/65
        2.6.2.3.  zwei von allen durchgeführten Prüfungen mit den Anschlagpunkten nach 2.5.1 erbrachten ein negatives Ergebnis,
                  wobei die in 2.6.2.2 festgelegten Grenzen jedoch nicht überschritten wurden; bei einer Wiederholungsprüfung mit
                  einem neuen Satz von Prüfmustern wurden die Vorschriften nach 2.6.1 erfüllt oder nicht mehr als zwei Prüfmuster
                  des neuen Satzes wiesen Abweichungen innerhalb der in 2.6.2.2 festgelegten Grenzen auf.
        2.6.3.    Werden oben beschriebene Abweichungen festgestellt, sind sie im Prüfbericht anzugeben; Fotografien der
                  betreffenden Teile der Scheibe sind beizufügen.
                  MECHANISCHE FESTIGKEIT
        3.1.      Kugelfallprüfung mit der 227-g-KugeI
        3.1.1.    Schwierigkeitsgrade der sekundären Merkmale
                            Werkstoff                Schwierigkeitsgrad               Färbung               Schwierigkeitsgrad
                  Spiegelglas                                2                        Farblos                       1
                  Floatglas                                  1                        Getönt                        2
                  Maschinenglas                              1
                  Das andere sekundäre Merkmal (Vorhandensein von Leitern) bleibt unberücksichtigt.
        3.1.2.    Anzahl der Prüfmuster                                                                                      >
                  Für jede Dickenkategorie nach 1.1.4 sind sechs Prüfmuster zu prüfen.
        3.1.3.    Prüfverfahren
        3.1.3.1.  Das anzuwendende Prüfverfahren ist in Anhang II A Absatz 2.1 beschrieben.
        3.1.3.2.  Die Fallhöhe (von der Unterseite der Kugel bis zur Oberfläche des Prüfmusters gemessen) in Abhängigkeit von der
                  Dicke der Glasscheibe ist folgender Tabelle zu entnehmen:
                      Nenndicke e der Glasscheibe                  Fallhöhe
                                   e < 3,5 mm              2,0 m + 5/ - 0 mm
                       3,5 mm < e                          2,5 m + 5 / - 0 mm
        3.1.4.    Auswertung der Ergebnisse
        3.1.4.1.  Die Kugelfallprüfung wird als zufriedenstellend angesehen, wenn das Prüfmuster nicht bricht.
        3.1.4.2.  Ein zur Genehmigung vorgelegter Satz von Prüfmustern wird hinsichtlich der mechanischen Festigkeit als
                  zufriedenstellend angesehen, wenn mindestens eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:
        3.1.4.2.1 höchstens eine Prüfung hat ein negatives Ergebnis erbracht;
        3.1.4.2.2 zwei Prüfungen haben negative Ergebnisse erbracht, jedoch hat eine Wiederholungsprüfung mit einem neuen Satz
                  von sechs Prüfmustern zufriedenstellende Ergebnisse erbracht.
                  OPTISCHE EIGENSCHAFTEN
        4.1.      Die Vorschriften hinsichtlich der Lichtdurchlässigkeit nach Anhang IIA Absatz 9.1 gelten für Glasscheiben oder
                  Teile von Glasscheiben, die sich an Stellen befinden, die für die Sicht des Fahrzeugführers wichtig sind.
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                                                         ANHANG       III
                   GLASSCHEIBEN AUS VERBUNDGLAS (MSG) AUSSER WINDSCHUTZSCHEIBEN
      1.       BESTIMMUNG DES TYPS
               Glasscheiben aus Verbundglas (MSG) außer Windschutzscheiben gehören zu verschiedenen Typen, wenn sie sich
               in wenigstens einem der folgenden Hauptmerkmale oder sekundären Merkmale unterscheiden.
      1.1.     Hauptmerkmale
      1.1.1.   Fabrik- oder Handelsmarke
      1.1.2.   Dickenkategorie der Glasscheibe, in der die Nenndicke „eu liegt (zulässige Herstellungstoleranz ± 0,2 n mm,
               wobei „n" die Anzahl der Glasschichten ist):
               — Kategorie      I:              < e < 5 mm
               — Kategorie II:         5,5 mm < e < 6,5 mm
               — Kategone III:         6,5 mm < e
      1.1.3.   Nenndicke der Zwischenschichten)
      1.1.4.   Art und Typ der Zwischenschicht(en), z. B. PVB oder andere Zwischenschichten aus Kunststoff
      1.1.5.   Jede Vorbehandlung, der eine der Glasschichten möglicherweise bereits unterzogen wurde
      1.2.     Sekundäre Merkmale
      1.2.1.   Art des Werkstoffs (Spiegelglas, Floatglas, Maschinenglas)
      1.2.2.   Färbung der Zwischenschicht (farblos oder vollständig bzw. teilweise getönt)
      1.2.3.   Färbung des Glases (farblos oder getönt)
      2.        ALLGEMEINES
      2.1.     Bei Glasscheiben aus normalem Verbundglas (MSG) außer Windschutzscheiben sind die Prüfungen an planen
               Prüfmustern durchzuführen, die entweder aus Originalscheiben herausgeschnitten oder speziell zu diesem Zweck
               angefertigt wurden. In beiden Fällen müssen die Prüfmuster in jeder Beziehung repräsentativ für die Glasscheiben
               sein, die in Serie hergestellt werden und für die eine Genehmigung beantragt wird.
      2.2.     Vor jeder Prüfung sind die Prüfmuster aus Verbundglas mindestens vier Stunden lang bei einer Temperatur von
               23° C ± 2° C zu lagern. Die Prüfungen sind so schnell wie möglich nach der Entnahme der Prüfmuster aus dem
               Raum, in dem sie gelagert waren, zu beginnen.
      2.3.     Es wird davon ausgegangen, daß die zur Genehmigung vorgelegte Glasscheibe den Vorschriften dieses Anhangs
               entspricht, wenn sie die gleiche Zusammensetzung aufweist wie eine Windschutzscheibe, die bereits gemäß
               Anhang II B oder Anhang II C oder Anhang II K genehmigt wurde.
      3.        PHANTOMFALLPRÜFUNG
      3.1.     Schwierigkeitsgrade der sekundären Merkmale
               Die sekundären Merkmale bleiben unberücksichtigt.
      3.2.     Anzahl der Prüfmuster
               Es sind sechs plane Prüfmuster der Größe 1 100 mm x 500 mm ( + 25 mm/ - 0 mm) zu prüfen.
      3.3.      Prüfverfahren
      3.3.1.   Das anzuwendende Prüfverfahren ist im Anhang II A Absatz 3 beschrieben.
      3.3.2.   Die Fallhöhe muß 1,50 mm + 0 mm/ - 5 mm betragen.
      3.4.     Auswertung der Ergebnisse
      3.4.1.   Die Prüfung wird als zufriedenstellend angesehen, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:
      3.4.1.1. Das Prüfmuster gibt nach und bricht unter Bildung zahlreicher kreisförmiger, nahezu um den Aufschlagpunkt
               zentrierter Risse;
 ---pagebreak--- 12. 4 . 90                               Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                           Nr. C 95/67
        3.4.1.2. die Zwischenschicht darf gerissen sein, aber der Phantomkopf dä*rf die Scheibe nicht durchdringen;
        3.4.1.3. es dürfen sich keine größeren Glasbruchstücke von der Zwischenschicht lösen.
        3.4.2.    Ein zur Genehmigung vorgelegter Satz von Prüfmustern wird hinsichtlich der Phantomfallprüfung als zufrieden-
                  stellend angesehen, wenn eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:
        3.4.2.1.  Alle Prüfungen haben zufriedenstellende Ergebnisse erbracht;
        3.4.2.2.  eine Prüfung hat ein negatives Ergebnis erbracht, jedoch hat eine Wiederholungsprüfung an einem neuen Satz von
                  Prüfmustern zufriedenstellende Ergebnisse erbracht.
        4.        MECHANISCHE FESTIGKEIT — KUGELFALLPRÜFUNG MIT DER 227-G-KUGEL
        4.1.      Schwierigkeitsgrade der sekundären Merkmale
                  Die sekundären Merkmale bleiben unberücksichtigt.
        4.2.      Anzahl der Prüfmuster
                  Es sind vier quadratische Prüfmuster mit einer Seitenlänge von 300 mm x 300 mm ( + 10 mm/ - 0 mm) zu
                  prüfen.
        4.3.       Prüfverfahren
        4.3.1.    Das anzuwendende Prüfverfahren ist in Anhang II A Absatz 2.1 beschrieben.
        4.3.2.    Die Fallhöhe (von der Unterseite der Kugel bis zur Oberfläche des Prüfmusters gemessen) für die jeweilige
                  Nenndicke ist der folgenden Tabelle zu entnehmen:
                              Nenndicke                            Fallhöhe
                                  e < 5,5 mm            5m
                                                               ]
                        5,5 mm < e < 6,5 mm             6m      l   +25 mm/ - 0 mm
                        6,5 mm < e                      7m     J
        4.4.     Auswertung der Ergebnisse
       4.4.1.    Die Kugelfallprüfung wird als zufriedenstellend angesehen, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:
                 — Die Kugel durchdringt das Prüfmuster nicht;
                 — das Prüfmuster zerbricht nicht in einzelne Stücke;
                 — das Gesamtgewicht der wenigen Bruchstücke, die sich auf der stoßabgewandten Seite ablösen, überschreitet
                      15 g nicht.
       4.4.2.    Ein zur Genehmigung vorgelegter Satz von Prüfmustern wird hinsichtlich der mechanischen Festigkeit als
                 zufriedenstellend angesehen, wenn eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:
       4.4.2.1.  Alle Prüfungen haben ein positives Ergebnis erbracht;
       4.4.2.2.  maximal zwei Prüfungen haben ein negatives Ergebnis erbracht, jedoch hat eine Wiederholungsprüfung an einem
                 neuen Satz von Prüfmustern zufriedenstellende Ergebnisse erbracht.
       5.        BESTÄNDIGKEIT GEGEN ÄUSSERE EINWIRKUNGEN
       5.1.       Abriebprüfung
       5.1.1.    Schwierigkeitsgrade und Prüfverfahren
                 Es gelten die Vorschriften nach Anhang II A Absatz 4; die Prüfung muß sich über 1 000 Umdrehungen
                 erstrecken.
       5.1.2.    Auswertung der Ergebnisse
                 Das Sicherheitsglas wird hinsichtlich der Abriebfestigkeit als zufriedenstellend angesehen, wenn die Lichtstreuung
                 infolge des Abriebs des Prüfmusters nicht mehr als 2 % beträgt.
 ---pagebreak--- Nr. C 95/68                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                            12. 4 . 90
      5.2.   Prüfung bei erhöhter Temperatur
             Es gelten die Vorschriften nach Anhang II A Absatz 5.
      5.3.   Prüfung der Bestrahlungsbeständigkeit
      5.3.1. Allgemeine Vorschriften
             Diese Prüfung ist nur dann durchzuführen, wenn sie die Prüfstelle aufgrund der ihr vorliegenden Informationen
             über die Zwischenschicht für erforderlich hält.
      5.3.2. Es gelten die Vorschriften nach Anhang II A Absatz 6.
      5.4.   Prüfung der Feuchtigkeitsbeständigkeit
             Es gelten die Vorschriften nach Anhang II A Absatz 7.
      6.     OPTISCHE EIGENSCHAFTEN
             Die Vorschriften hinsichtlich der Lichtdurchlässigkeit nach Anhang II A Absatz 9.1 gelten für Glasscheiben oder
             Teile von Glasscheiben, die sich an Stellen befinden, die für die Sicht des Fahrzeugführers wichtig sind.
 ---pagebreak--- 12. 4. 90                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                        Nr. C 95/69
                                                       ANHANG      IIJ
                          GLAS-KUNSTSTOFF-SCHEIBEN AUSSER WINDSCHUTZSCHEIBEN
       1.     BESTIMMUNG DES TYPS
              Glas-Kunststoff-Scheiben außer Windschutzscheiben gehören zu verschiedenen Typen, wenn sie sich in wenigstens
              einem der folgenden Hauptmerkmale oder sekundären Merkmale -unterscheiden.
       1.1.   Hauptmerkmale
       1.1.1. Fabrik- oder Handelsmarke
       1.1.2. Dickenkategorie der Glasscheibe, die die Nenndicke „e" umfaßt (zulässige Herstellungstoleranz ± 0,2 mm):
              — Kategorie I                     e < 3,5 mm
              — Kategorie II         3,5 mm < e < 4,5 mm
              — Kategorie III        4,5 mm < e
       1.1.3. Nenndicke der Kunststoffolie(n), die als Zwischenschicht dient (dienen)
       1.1.4. Nenndicke der Scheibe
       1.1.5. Typ der als Zwischenschicht dienenden Kunststoffolie(n) (z. B. PVB oder andere Kunststoffe) und der auf der
              Innenseite befindlichen Kunststoffolie
       1.1.6. Jede Spezialbehandlung, der die Glasschicht möglicherweise bereits unterzogen wurde
       1.2.   Sekundäre Merkmale
       1.2.1. Art des Werkstoffs (Spiegelglas, Floatglas, Maschinenglas)
       1.2.2. Färbung der Kunststoffolie(n) (farblos oder vollständig bzw. teilweise getönt)
       1.2.3. Färbung des Glases (farblos oder getönt)
       2.     ALLGEMEINES
       2.1.   Bei Glas-Kunststoff-Scheiben außer Windschutzscheiben sind die Prüfungen an planen Prüfmustern durchzufüh-
              ren, die entweder aus normalen Scheiben herausgeschnitten oder speziell zu diesem Zweck angefertigt wurden. In
              beiden Fällen müssen die Prüfmuster in jeder Beziehung repräsentativ für die Glasscheiben sein, für die eine
              Genehmigung beantragt wird.
       2.2.   Vor jeder Prüfung sind die Prüfmuster aus Glas-Kunststoff mindestens vier Stunden lang bei einer Temperatur von
              23° C ± 2° C zu lagern. Die Prüfungen sind sofort nach der Entnahme der Prüfmuster aus dem Raum, in dem sie
              gelagert waren, zu beginnen.
       2.3.   Es wird davon ausgegangen, daß die zur Genehmigung eingereichte Glasscheibe den Vorschriften dieses Anhangs
              entspricht, wenn sie die gleiche Zusammensetzung aufweist wie eine gemäß Anhang II D bereits genehmigte
              Windschutzscheibe.
       3.      PHANTOMFALLPRÜFUNG
       3.1.   Schwierigkeitsgrade der sekundären Merkmale
              Die sekundären Merkmale bleiben unberücksichtigt.
       3.2.   Anzahl der Prüfmuster
              Es sind sechs plane Prüfmuster der Größe 1 100 mm x 500 mm (+ 5 mm/ - 2 mm) zu prüfen.
                                                                               s
       3.3.   Prüfverfahren
       3.3.1. Das anzuwendende Prüfverfahren ist im Anhang II A Absatz 3 beschrieben.
       3.3.2. Die Fallhöhe muß 1,50 m + 0 mm/ - 5 mm betragen.
 ---pagebreak--- Nr. C 95/70                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                          12. 4. 90
      3.4.      Auswertung der Ergebnisse
      3.4.1.    Die Prüfung wird als zufriedenstellend angesehen, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:
      3.4.1.1.  Das Glas bricht unter Bildung zahlreicher Risse;
      3.4.1.2.  Risse in der Zwischenschicht sind zulässig, jedoch darf der Phantomkopf die Scheibe nicht durchdringen;
      3.4.1.3.  es dürfen sich keine größeren Glasbruchstücke von der Zwischenschicht ablösen.
      3.4.2.    Ein zur Genehmigung vorgestellter Satz von Prüfmustern wird hinsichtlich der Phantomfallprüfung als
                zufriedenstellend angesehen, wenn eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:
      3.4.2.1.  Alle Prüfungen haben ein positives Ergebnis erbracht;
      3.4.2.2.  eine Prüfung hat ein negatives Ergebnis erbracht, jedoch hat eine Wiederholungsprüfung an einem neuen Satz von
                Prüfmustern zufriedenstellende Ergebnisse erbracht.
      4.        MECHANISCHE FESTIGKEIT — KUGELFALLPRÜFUNG MIT DER 227-G-KUGEL
     4.1.       Es gelten die Vorschriften in Anhang III Absatz 4 mit Ausnahme der Tabelle in Absatz 4.3.2, die durch folgende
                Tabelle zu ersetzen ist:
                             Nenndicke                           Fallhöhe
                                 e < 3,5 mm          5m
                                                             1
                     3,5 mm < e < 4,5 mm             6m       l   +25 mm/ - 0 mm
                                 e > 4,5 mm          7m
                                                             J
     4.2.      Die Vorschrift in Anhang III Absatz 4.4.1.2 gilt nicht.
     5.        BESTÄNDIGKEIT GEGEN ÄUSSERE EINWIRKUNGEN
     5.1.       Abriebprüfung
     5.1.1.    Abriebprüfung an der Außenseite
               Es gelten die Vorschriften nach Anhang III Absatz 5.1.
     5.1.2.    Abriebprüfung an der Innenseite
               Es gelten die Vorschriften nach Anhang II K Absatz 2.1.
     5.2.      Prüfung bei erhöhter Temperatur
               Es gelten die Vorschriften nach Anhang II A Absatz 5.
     5.3.      Prüfung der Bestrahlungsbeständigkeit
               Es gelten die Vorschriften nach Anhang II A Absatz 6.
     5.4.      Prüfung der Feuchtigkeitsbeständigkeit
               Es gelten die Vorschriften nach Anhang II A Absatz 7.
     5.5.      Prüfung der Temperaturwechselbeständigkeit
               Es gelten die Vorschriften nach Anhang II A Absatz 8.
     6.        OPTISCHE EIGENSCHAFTEN
               Die Vorschriften hinsichtlich der Lichtdurchlässigkeit nach Anhang II A Absatz 9.1 gelten für Glasscheiben oder
               Teile von Glasscheiben, die sich an Stellen befinden, die für die Sicht des Fahrzeugführers wichtig sind.
     7.        PRÜFUNG DES BRENNVERHALTENS
               Es gelten die Vorschriften nach Anhang II A Absatz 10.
     8.        PRÜFUNG DER BESTÄNDIGKEIT GEGEN CHEMIKALIEN
               Es gelten die Vorschriften nach Anhang II A Absatz 11.
 ---pagebreak--- 12. 4 . 90                           Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                       Nr. C 95/71
                                                      ANHANG II K
                        SICHERHEITSGLASSCHEIBEN MIT KUNSTSTOFFBESCHICHTUNG
                                                    (auf der Innenseite)
        1.   BESTIMMUNG DES TYPS
             Die Werkstoffe für Sicherheitsglasscheiben nach den Anhängen IIB, IIC, IIH und III müssen, soweit sie auf der
             Innenseite mit Kunststoffbeschichtet sind, nicht nur den Vorschriften der entsprechenden Anhänge, sondern auch
             den folgenden zusätzlichen Anforderungen genügen.
        2.   ABRIEBPRÜFUNG
        2.1. Schwierigkeitsgrade und Prüfverfahren
             Die Kunststoffbeschichtung ist in Übereinstimmung mit dem in Anhang IIA Absatz 4 angegebenen Verfahren zu
             prüfen; die Prüfung muß sich über 100 Umdrehungen erstrecken.
       2.2.  Auswertung der Ergebnisse
             Die Kunststoffbeschichtung wird hinsichtlich der Abriebfestigkeit als zufriedenstellend angesehen, wenn die
             Lichtstreuung infolge des Abriebs des Prüfmusters nicht mehr als 4 % beträgt.
       3.    PRÜFUNG DER FEUCHTIGKEITSBESTÄNDIGKEIT
       3.1.  Bei kunststoffbeschichtetem vorgespanntem Sicherheitsglas ist die Feuchtigkeitsbeständigkeit zu prüfen.
       3.2.  Es gelten die Vorschriften nach Anhang II A Absatz 7.
       4.    PRÜFUNG DER TEMPERATURWECHSELBESTÄNDIGKEIT
             Es gelten die Vorschriften nach Anhang II A Absatz 8.
       5.    PRÜFUNG DES BRENNVERHALTENS
             Es gelten die Vorschriften nach Anhang II A Absatz 10.
       6.    PRÜFUNG DER BESTÄNDIGKEIT GEGEN CHEMIKALIEN
             Es gelten die Vorschriften nach Anhang II A Absatz 11.
 ---pagebreak--- Nr. C 95/72                          Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                         12. 4. 90
                                                      ANHANG       IIL
                                               DOPPELGLAS-EINHEITEN
      1.     BESTIMMUNG DES TYPS
             Doppelglas-Einheiten gehören zu verschiedenen Typen, wenn sie sich in wenigstens einem der folgenden
             Hauptmerkmale oder sekundären Merkmale unterscheiden.
      1.1.    Hauptmerkmale
      1.1.1. Fabrik- oder Handelsmarke
      1.1.2. Aufbau der Doppelglas-Einheit (symmetrisch, asymmetrisch)
      1.1.3. Typ der Einzelscheibe, wie in Absatz 1 der Anhänge II H, I I I oder II J beschrieben
      1.1.4. Nenndicke des Scheibenzwischenraums
      1.1.5. Typ der Versiegelung (organisch, Glas-Glas oder Glas-Metall)
      1.2.   Sekundäre Merkmale
      1.2.1. Sekundäre Merkmale jeder Einzelscheibe, wie in Absatz 1.2 der Anhänge II H, III oder II J beschrieben.
     2.      ALLGEMEINES
     2.1.    Jede der Scheiben, die die Doppelglas-Einheit bilden, muß entweder die Bauartgenehmigung erhalten haben oder
             den Anforderungen des betreffenden Anhangs entsprechen (Anhang II H, III oder IIJ).
     2.2.    Die Prüfungen von Doppelglas-Einheiten mit einer Nenndicke des Scheibenzwischenraums „e" gelten für alle
             Doppelglas-Einheiten mit den gleichen Merkmalen und einer Nenndicke des Zwischenraums e ± 3 mm. Der
             Antragsteller kann zur Genehmigung jedoch das Muster mit dem kleinsten Zwischenraum und das Muster mit dem
             größten Zwischenraum vorlegen.
     2.3.    Im Falle von Doppelglas-Einheiten mit mindestens einer Verbundglas- oder Glas-Kunststoff-Scheibe werden die
             Prüfmuster vor der Prüfung mindestens vier Stunden lang bei einer Temperatur von 25° C ± 2° C gelagert. Die
             Prüfungen erfolgen sofort nach Entnahme der Prüfmuster aus dem Raum, in dem sie gelagert waren.
     3.      PHANTOMFALLPRÜFUNG
     3.1.    Schwierigkeitsgrade der sekundären Merkmale
             Die sekundären Merkmale bleiben unberücksichtigt.
     3.2.    Anzahl der Prüfmuster
             Sechs Prüfmuster der Größe 1 100 mm x 500 mm (+ 5 mm/ - 2 mm) werden für jede Dickenkategorie der
             Einzelscheiben und jede Dicke des Scheibenzwischenraums gemäß Absatz 1.1.4 geprüft.
     3.3.    Prüfverfahren
     3.3.1.  Das Prüfverfahren ist in Anhang II A Absatz 3 beschrieben.
     3.3.2.  Die Fallhöhe beträgt 1,50 m + 0 mm/ - 5 mm.
     3.3.3.  Bei asymmetrischen Doppelglas-Einheiten erfolgen drei Prüfungen auf jeder Seite.
     3.4.    Ausweitung der Ergebnisse
     3.4.1.  Doppelglas-Einheiten aus zwei gleichmäßig vorgespannten Glasscheiben:
             Die Phantomfallprüfung wird als zufriedenstellend angesehen, wenn beide Komponenten brechen.
     3.4.2.  Doppelglas-Einheiten aus zwei Verbundglasscheiben, bei denen es sich nicht um Windschutzscheiben handelt:
             Die Phantomfallprüfung wird als zufriedenstellend angesehen, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:
 ---pagebreak--- 12. 4. 90                               Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                       Nr. C 95/73
       3.4.2.1. Beide Komponenten des Prüfmusters geben nach und brechen unter Bildung zahlreicher kreisförmiger, ungefähr
                um den Aufschlagpunkt zentrierter Risse.
       3.4.2.2. Risse in der (den) Zwischenschicht(en) sind zulässig, aber der Phantomkopf darf das Prüfmuster nicht
                durchdringen;
       3.4.2.3. es dürfen sich keine größeren Glasbruchstücke von der Zwischenschicht ablösen.
       3.4.3.   Doppelglas-Einheiten aus einer gleichmäßig vorgespannten Glasscheibe und einer Verbundglasscheibe oder
                Glas-Kunststoff-Scheibe, bei der es sich nicht um eine Windschutzscheibe handelt:
                Die Prüfung wird als zufriedenstellend angesehen, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:
       3.4.3.1. Die vorgespannte Glasscheibe bricht.
       3.4.3.2. Die Verbundglasscheibe oder Glas-Kunststoff-Scheibe gibt nach und bricht unter Bildung zahlreicher kreisför-
                miger, ungefähr um den Aufschlagpunkt zentrierter Risse.
       3.4.3.3. Die Zwischenschicht(en) kann (können) Risse aufweisen, aber der Phantomkopf darf das Prüfmuster nicht
                durchdringen.
       3.4.3.4. Es dürfen sich keine größeren Glasbruchstücke von der Zwischenschicht ablösen.
       3.4.4.   Ein zur Genehmigung vorgestellter Satz von Prüfmustern wird hinsichtlich der Phantomfallprüfung als
                zufriedenstellend angesehen, wenn eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:
       3.4.4.1. Alle Prüfungen haben zufriedenstellende Ergebnisse erbracht;
       3.4.2.2. eine Prüfung hat ein negatives Ergebnis erbracht, jedoch hat eine Wiederholungsprüfung an einem neuen Satz von
                Prüfmustern zufriedenstellende Ergebnisse erbracht.
      4.        OPTISCHE EIGENSCHAFTEN
                Die Vorschriften hinsichtlich der Lichtdurchlässigkeit nach Anhang II A Absatz 9.1 gelten für Doppelglas-Ein-
                heiten oder Teile von Doppelglas-Einheiten, die sich an Stellen befinden, die für die Sicht des Fahrzeugführers
                wichtig sind.
 ---pagebreak--- Nr. C 9 5 / 7 4                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften              12. 4 . 9 0
                                                             ANHANG    II M
                              MESSUNG DER SEGMENTHÖHE UND LAGE DER AUFSCHLAGPUNKTE
                                                                            V"—nA
                                                              Abbildung 1:
                                                   Bestimmung der Segmenthöhe „h"
                Bei Scheiben mit einfacher Krümmung ist die Segmenthöhe gleich 1^ (Maximum).
                Bei Scheiben mit doppelter Krümmung ist die Segmenthöhe gleich h t + h 2 (Maximum).
 ---pagebreak--- 12. 4 . 9 0                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                       Nr. C 9 5 / 7 5
                                                                                30 mm
                                                                  JÜJ r
             2 a) plane Glasscheibe
             2 b) plane Glasscheibe
            2 c) gebogene Glasscheibe
                                                 Abbildungen 2 a), 2 b) und 2 c):
                            Vorgeschriebene Aufschlagpunkte für gleichmäßig vorgespannte Glasscheiben
            Die Punkte „2" in den Abbildungen 2 a), 2 b) und 2 c) sind Beispiele für die Anordnung des Punktes „2" gemäß
            Anhang II H Absatz 2.5.
 ---pagebreak--- Nr. C 95/76                               Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                         12. 4. 90
                                                            ANHANG II N
                                  BEISPIELE FÜR EWG-BAUARTGENEHMIGUNGSZEICHEN
                                                     (siehe Anhang II Absatz 4.7)
            Windschutzscheibe aus normalem Verbundglas:
                                                                                a^6mm
                                                                       001241                               \
            Das vorstehend abgebildete Bauartgenehmigungszeichen auf einer Windschutzscheibe aus normalem Verbundglas
            besagt, daß dieses Bauteil in Frankreich (e2) gemäß dieser Richtlinie unter der Bauartgenehmigungsnummer
            001241 genehmigt wurde.
            Windschutzscheibe aus normalem Verbundglas mit Kunststoffbeschichtung:
                    t 1
                                          m*                                    a*6mm
                                                                                                       1
            2i         %•                  e2                       001242
            Das vorstehend abgebildete Bauartgenehmigungszeichen auf einer Windschutzscheibe aus normalem Verbundglas
            mit Kunststoffbeschichtung besagt, daß dieses Bauteil in Frankreich (e2) gemäß dieser Richtlinie unter der
            Bauartgenehmigungsnummer 001242 genehmigt wurde.
            Windschutzscheibe aus vorbehandeltem Verbundglas:
                                                                                a*6mm
                                              IIIH
                                                                       001243                              3
            Das vorstehend abgebildete Bauartgenehmigungszeichen auf einer Windschutzscheibe aus vorbehandeltem
            Verbundglas besagt, daß dieses Bauteil in Frankreich (e2) gemäß dieser Richtlinie unter der Bauartgenehmigungs-
            nummer 001243 genehmigt wurde.
 ---pagebreak--- 12. 4 . 90                               Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                         Nr. C 95111
           Glas-Kunststoff-Windschutzscheibe:
                                                                               a£6mm
                                            IV 3
                    fa-L-
             3 .         3
                           nf—
                                          e2                       001244                                  i
                                                                                                  1
           Das vorstehend abgebildete Bauartgenehmigungszeichen auf einer Glas-Kunststoff-Windschutzscheibe besagt,
           daß dieses Bauteil in Frankreich (e2) gemäß dieser Richtlinie unter der Bauartgenehmigungsnummer 001244
           genehmigt wurde.
           Scheiben, außer Windschutzscheiben, mit einer normalen Lichtdurchlässigkeit von weniger als 70 %:
                                                                               a^6mm
           Das vorstehend abgebildete Bauartgenehmigungszeichen auf einer Scheibe gemäß Anhang IIA Absatz 9.1.4.2, bei
           der es sich nicht um eine Windschutzscheibe handelt, besagt, daß dieses Bauteil in Frankreich (e2) gemäß dieser
           Richtlinie unter der Bauartgenehmigungsnummer 001245 genehmigt wurde.
           Doppelglas-Einheiten mit einer normalen Lichtdurchlässigkeit von weniger als 70 %:
                                                   Ja
                                     VA/LT                                     "6mm
           Das vorstehend abgebildete Bauartgenehmigungszeichen auf einer Doppelglas-Einheit besagt, daß dieses Bauteil in
           Frankreich (e2) gemäß dieser Richtlinie unter der Bauartgenehmigungsnummer 001246 genehmigt wurde.
 ---pagebreak--- Nr. C 95/78                               Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                         12. 4. 90
            Scheiben, außer Windschutzsdieiben, mit einer normalen Lichtdurchlässigkeit von 70 % oder mehr:
                                                                                 a^6mm
           2*.
              3
                         .»
                        iL
                                           e 2                         0 0 1 2 4 7                        7
                             f
                         •
            Das vorstehend abgebildete Bauartgenehmigungszeichen auf einer Scheibe gemäß Anhang II A Absatz 9.1.4.1, bei
            der es sich nicht um eine Windschutzscheibe handelt, besagt, daß dieses Bauteil in Frankreich (e2) gemäß dieser
            Richtlinie unter der Bauartgenehmigungsnummer 001247 genehmigt wurde.
 ---pagebreak--- 12. 4. 90                               Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                      Nr. C 95/79
                                                         ANHANG      II O
                                           ÜBERWACHUNG DER PRODUKTION
       1.        BEGRIFFSBESTIMMUNGEN
                Im Sinne dieses Anhangs bedeuten:
       1.1.     Produkttyp: alle Scheiben mit den gleichen Hauptmerkmalen;
       1.2.     Dickenkategorie: alle Scheiben, deren verschiedene Bestandteile innerhalb der zulässigen Toleranzen die gleiche
                Dicke haben;
       1.3.     Produktionseinheit: die Gesamtheit der Produktionsmittel für einen oder mehrere Scheibentypen, die sich am
                gleichen Ort befinden; sie kann mehrere Fließbänder umfassen;
       1.4.     Schicht: ein Produktionszeitraum eines Fließbandes während der täglichen Arbeitszeit;
       1.5.     Produktionsbetriebszeit: ein fortgesetzter Fertigungszeitraum des gleichen Produkttyps am gleichen Fließband;
       1.6.     St: die Anzahl der Scheiben des gleichen Produkttyps, die in der gleichen Schicht gefertigt werden;
       1.7.     Bzst: die Anzahl der Scheiben des gleichen Produkttyps aus der Fertigung in einer Produktionsbetriebszeit.
       2.       PRÜFUNGEN
                Die Scheiben werden folgenden Prüfungen unterzogen:
       2.1.     Scheiben aus gleichmäßig vorgespanntem Glas
      2.1.1.    Prüfung der Bruchstruktur gemäß Anhang II H Absatz 2;
      2.1.2.   Prüfung der Lichtdurchlässigkeit gemäß Anhang II A Absatz 9.1.
      2.2.     Windschutzscheiben aus normalem Verbundglas und aus Glas-Kunststoff
      2.2.1.   Phantomfallprüfung gemäß Anhang II B Absatz 3;
      2.2.2.    Kugelfallprüfung mit der 2 260-g-Kugel gemäß Anhang II B Absatz 4.2 und Anhang II A Absatz 2.2;
      2.2.3.   Prüfung bei erhöhter Temperatur gemäß Anhang II A Absatz 5;
      2.2.4.   Lichtdurchlässigkeit gemäß Anhang II A Absatz 9.1;
      2.2.5.   optische Verzerrung gemäß Anhang II A Absatz 9.2;
      2.2.6.   Prüfung auf Doppelbilder gemäß Anhang II A Absatz 9.3;
      2.2.7'.  nur bei Windschutzscheiben aus Glas-Kunststoff:
      2.2.7.1. Abriebprüfung gemäß Anhang II K Absatz 2.1;
      2.2.7.2. Prüfung der Feuchtigkeitsbeständigkeit gemäß Anhang II K Absatz 3;
      2.2.7.3. Prüfung der Beständigkeit gegen Chemikalien gemäß Anhang II A Absatz 11.
      2.3.     Scheiben aus normalem Verbundglas und Glas-Kunststoff-Scheiben mit Ausnahme von Windschutzscheiben
      2.3.1.   Kugelfallprüfung mit der 227-g-Kugel gemäß Anhang II I Absatz 4;
      2.3.2.   Prüfung bei erhöhter Temperatur gemäß Anhang II A Absatz 5;
      2.3.3.   Lichtdurchlässigkeit gemäß Anhang II A Absatz 9.1;
      2.3.4.   nur bei Scheiben aus Glas-Kunststoff:
      2.3.4.1. Abriebprüfung gemäß Anhang II K Absatz 2.1;
      2.3.4.2. Prüfung der Feuchtigkeitsbeständigkeit gemäß Anhang II K Absatz 3;
      2.3.4.3. Prüfung der Beständigkeit gegen Chemikalien gemäß Anhang II A Absatz 11.
      2.3.5.   Obige Voraussetzungen werden als erfüllt angesehen, wenn die entsprechenden Prüfungen an einer Windschutz-
               scheibe dieser Zuwendung durchgeführt worden sind.
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      2.4.     Windschutzscheiben aus vorbehandeltem Verbundglas
      2.4.1.   Zusätzlich zu den unter Absatz 2.3 dieses Anhangs vorgesehenen Prüfungen ist eine Prüfung der Bruchstruktur
               gemäß Anhang II C Absatz 4 durchzufuhren.
      2.5.     Kunststoffbeschichtete Glasscheiben
               Zusätzlich zu den in diesem Anhang vorgesehenen Prüfungen werden folgende Prüfungen durchgeführt:
      2.5.1.   Abriebprüfung gemäß Anhang II K Absatz 2.1;
      2.5.2.   Prüfung der Feuchtigkeitsbeständigkeit gemäß Anhang II K Absatz 3;
      2.5.3.   Prüfung der Beständigkeit gegen Chemikalien gemäß Anhang II A Absatz 11.
      2.6.      Doppelglas-Einheiten
               An jeder Einzelscheibe der Doppelglas-Einheit sind die entsprechenden in diesem Anhang vorgesehenen Prüfungen
               mit der gleichen Häufigkeit und den gleichen Anforderungen durchzuführen.
     3.        HÄUFIGKEIT UND ERGEBNISSE DER PRÜFUNGEN
     3.1.      Bruchstruktur
     3.1.1.     Prüfungen
     3.1.1.1.  Eine erste Prüfserie mit einem Bruch an jedem Aufschlagpunkt gemäß dieser Richdinie erfolgt mit fotografischen
               Aufzeichnungen zu Beginn der Produktion jedes neuen Scheibentyps, um den wichtigsten Bruchpunkt zu
               ermitteln.
     3.1.1.2.  Während der Produktionsbetriebszeit erfolgt die Kontrollprüfung an dem nach Absatz 3.1.1.1 ermittelten
               Bruchpunkt.
     3.1.1.3.  Zu Beginn jeder Produktionsbetriebszeit oder nach einer Änderung der Tönung muß eine Kontrollprüfung
               erfolgen.
     3.1.1.4.  Während der Produktionsbetriebszeit sind Kontrollprüfungen mit folgender Mindesthäufigkeit durchzu-
               führen:
                       Scheiben aus gleichmäßig             Windschutzscheiben aus
                         vorgespanntem Glas               vorbehandeltem Verbundglas
              St < 500: eine pro Schicht                       0,1 % pro Typ
              St > 500: zwei pro Schicht
     3.1.1.5. Am Ende der Produktionsbetriebszeit ist eine Kontrollprüfung an einer der zuletzt gefertigten Scheiben
              durchzuführen.
     3.1.1.6. Wenn Bzst < 20 ist, erfolgt nur eine Bruchstrukturprüfung pro Produktionsbetriebszeit.
     3.1.2.    Ergebnisse
              Alle Ergebnisse einschließlich derjenigen, für die kein fotografischer Nachweis geführt wird, sind aufzu-
              zeichnen.
              Darüber hinaus wird pro Schicht eine Kontaktfotografie angefertigt, ausgenommen bei Bzst < 500; in diesem Fall
              wird pro Produktionsbetriebszeit eine einzige Kontaktfotografie angefertigt.
     3.2.      Phantomfallprüfung
     3.2.1.    Prüfungen
              Die Kontrolle wird an einer Mustermenge durchgeführt, die mindestens 0 , 5 % der Tagesproduktion an
              Verbundglas-Windschutzscheiben eines Fließbandes entspricht, bei einem Maximum von 15 Windschutzscheiben
              täglich.
              Die Auswahl der Prüfmuster muß für die Produktion der verschiedenen Windschutzscheibentypen repräsentativ
              sein.
              In Abstimmung mit der Behörde können diese Prüfungen durch die Prüfung mit der 2 260-g-Kugel (siehe Absatz
              3.3) ersetzt werden. In jedem Fall erfolgt die Phantomfallprüfung an mindestens zwei Prüfmustern pro
              Dickenkategorie und Jahr.
     3.2.2.   Ergebnisse
              Alle Ergebnisse sind aufzuzeichnen
 ---pagebreak--- 12. 4 . 90                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                     Nr. C 95/81
        3.3.   Kugelfallprüfung mit der 2 260-g-Kugel
        3.3.1. Prüfungen
               Die Kontrolle ist für jede Dickenkategohe mindestens einmal pro Monat durchzuführen.
        3.3.2. Ergebnisse
               Alle Ergebnisse sind aufzuzeichnen.
        3.4.   Kugelfallprüfung mit der 227-g-Kugel
        3.4.1  Prüfungen
               Die Prüfmuster werden aus Proben ausgeschnitten. Aus praktischen Gründen können die Prüfungen jedoch auch
               an fertigen Produkten oder Teilen davon durchgefühlt werden.
               Die Kontrolle erfolgt an einer Mustermenge, die mindestens 0,5 % der Produktion einer Schicht entspricht, bei
               einem Maximum von zehn Proben täglich.
        3.4.2. Ergebnisse
               Alle Ergebnisse sind aufzuzeichnen.
        3.5.   Prüfung bei erhöhter Temperatur
        3.5.1.  Prüfungen
               Die Prüfmuster werden aus Proben ausgeschnitten. Aus praktischen Gründen können die Prüfungen jedoch auch
               an fertigen Produkten oder Teilen davon durchgeführt werden. Letztere werden so ausgewählt, daß alle
               Zwischenschichten anteilsmäßig zu ihrer Verwendung geprüft werden.
               Die Kontrolle erfolgt an mindestens drei Proben der täglichen Produktion pro Zwischenschichtfärbung.
        3.5.2. Ergebnisse
               Alle Ergebnisse sind aufzuzeichnen.
        3.6.   Prüfung der Lichtdurchlässigkeit
        3.6.1.  Prüfungen
               Dieser Prüfung werden Proben unterzogen, die für die getönten Endprodukte repräsentativ sind.
               Die Kontrolle erfolgt mindestens zu Anfang jeder Produktionsbetriebszeit, wenn sich eine Änderung der
               Eigenschaften der Glasscheibe auf die Prüfergebnisse auswirkt.
               Glasscheiben mit einer bei der Bauartgenehmigungsprüfung gemessenen normalen Lichtdurchlässigkeit von
               größer oder gleich 80 % im Falle von Windschutzscheiben und größer oder gleich 75 % im Falle von anderen
               Glasscheiben als Windschutzscheiben oder Scheiben der Kategorie V (siehe Anhang II Absatz 4.5.2) werden dieser
               Prüfung nicht unterzogen.
               Anstelle dieser Prüfung kann der Scheibenlieferant im Falle von vorgespannten Glasscheiben eine Bescheinigung
               vorlegen, aus der hervorgeht, daß obige Vorschriften erfüllt sind.
        3.6.2. Ergebnisse
               Der Wert der Lichtdurchlässigkeit ist aufzuzeichnen. Darüber hinaus ist bei Windschutzscheiben mit Abdeck-
               streifen oder Farbkeil anhand der in Anhang II unter 2.2.1.2.2.4 erwähnten Zeichnungen zu überprüfen, ob sich
               diese Streifen außerhalb der Zone B oder der Zone I, je nach Kategorie des Fahrzeugs, für das die
               Windschutzscheibe bestimmt ist, befinden.
        3.7.   Prüfung auf optische Verzerrung und Doppelbilder
        3.7.1.  Prüfungen
               Jede Windschutzscheibe wird auf Mängel im Aussehen geprüft. Darüber hinaus erfolgen Messungen in den
               verschiedenen Sichtzonen nach den in dieser Richtlinie vorgeschriebenen Verfahren oder anderen Verfahren, die
               zu ähnlichen Ergebnissen führen, mit folgender Mindeshäufigkeit:
               — bei St < 200 eine Probe pro Schicht,
               — bei St > 200 zwei Proben pro Schicht,
               — oder 1 % der Produktion, wobei die entnommenen Proben für die gesamte Produktion repräsentativ sein
                   müssen.
        3.7.2.  Ergebnisse
               Alle Ergebnisse sind aufzuzeichnen.
        3.8.    Abriebprüfung
        3.8.1.  Prüfungen
               Dieser Prüfung werden nur kunststoffbeschichtete Scheiben und Glas-Kunststoff-Scheiben unterzogen. Die
               Kontrolle erfolgt mindestens einmal monatlich für jeden Materialtyp der Kunststoffbeschichtung oder der
               Zwischenschicht.
 ---pagebreak--- Nr. C 95/82                         Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                     12. 4. 90
      3.8.2.  Ergebnisse
              Die gemessene Lichtdurchlässigkeit ist aufzuzeichnen.
      3.9.    Prüfung der Feuchtigkeitsbeständigkeit
      3.9.1.  Prüfungen
              Dieser Prüfung werden nur kunststoffbeschichtete Scheiben oder Glas-Kunststoff-Scheiben unterzogen. Die
              Kontrolle erfolgt mindestens einmal monatlich für jeden Materialtyp der Kunststoffbeschichtung oder der
              Zwischenschicht.
      3.9.2.  Ergebnisse
              Alle Ergebnisse sind aufzuzeichnen.
      3.10.   Prüfung der Beständigkeit gegen Chemikalien
      3.10.1. Prüfungen
              Dieser Prüfung werden nur kunststoffbeschichtete Scheiben und Glas-Kunststoff-Scheiben unterzogen. Die
              Kontrolle erfolgt mindestens einmal monatlich für jeden Materialtyp der Kunststoffbeschichtung oder der
              Zwischenschicht.
      3.10.2. Ergebnisse
              Alle Ergebnisse sind aufzuzeichnen.
 ---pagebreak--- 12. 4. 90                                     Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                            Nr. C 95/83
                                                             ANHANG II P
           MITTEILUNG ÜBER DIE ERTEILUNG, DIE ERWEITERUNG, DIE VERSAGUNG, DIE ZURÜCKNAH-
           ME DER EWG-BAUARTGENEHMIGUNG ODER DIE ENDGÜLTIGE PRODUKTIONSEINSTELLUNG
                                             FÜR EINEN SICHERHEITSGLASSCHEIBENTYP
                                                                    D
                                                (Höchstformat: A4 (210 mm x 297 mm)
           Bauartgenehmigung Nr                                                                     Erweiterung Nr.
             1. Art des Sicherheitsglases:
             2. Beschreibung der Scheibe: siehe Anlagen 1 , 2 , 3 , 4 , 5 , 6 ( 2 ) und im Falle einer Windschutzscheibe die Liste
                gemäß Anlage 7.
             3. Fabrik- oder Handelsmarke:
             4. Name und Anschrift des Herstellers:
             5. (Gegebenenfalls) Name und Anschrift des Beauftragten:
             6. Zur Genehmigung vorgelegt am:
             7. Prüfstelle:
             8. Datum des Prüfberichts:
             9. Nummer des Prüfberichts:
           10.  Die Genehmigung wird erteilt/versagt/erweitert/zurückgenommen (2):
           11.  Grund (Gründe) für die Erweiterung der Genehmigung:
           12.  Bemerkungen:
           13.  Ort:                                                                       ..                          :
           14.  Datum:
           15.  Unterschrift:
           16.  Dieser Mitteilung ist die Liste der Unterlagen beigefügt, welche die bei der Behörde, die die Genehmigung
                erteilt hat, hinterlegte Bauartgenehmigungsakte bilden; diese Unterlagen sind auf Anfrage erhältlich.
          (') Name der Verwaltung.
          (2) Unzutreffendes bitte streichen.
 ---pagebreak--- Nr. C 95/84                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                      12. 4. 90
                                                            Anlage 1
                                      WINDSCHUTZSCHEIBEN AUS VERBUNDGLAS
                              (normales, vorbehandeltes oder kunststoffbeschichtetes Verbundglas)
                           (Haupt- und sekundäre Merkmale nach Anhang II B, II C oder Anhang II K)
            Bauartgenehmigung Nr                                                       Erweiterung Nr.
            Hauptmerkmale
            — Anzahl der Glasscheiben:
            — Anzahl der Zwischenschichten:
            — Nenndicke der Windschutzscheibe:
            — Nenndicke der Zwischenschicht(en):
            — Spezielle Behandlung des Glases:
            — Art und Typ der Zwischenschichten)
            — Art und Typ der Kunststoffbeschichtung(en)
           Sekundäre Merkmale
            — Art des Werkstoffs (Spiegelglas/Floatglas/Maschinenglas):
           — Färbung des Glases (farblos/getönt):
           — Färbung der Zwischenschicht (vollständig/ teilweise):
           — Färbung der Kunststoffbeschichtungen:
           — Elektrische Leiter integriert (JA/NEIN):
           — Abdeckstreifen integriert (JA/NEIN):
           Bemerkungen
           Anlagen: Windschutzscheibenliste (siehe Anlage 7).
 ---pagebreak--- 12. 4. 90                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                  Nr. C 95/85
                                                           Anlage 2
                                      GLAS-KUNSTSTOFF-WINDSCHUTZSCHEIBEN
                                    (Haupt- und sekundäre Merkmale nach Anhang II D)
          Bauartgenehmigung Nr                                                    Erweiterung Nr.
          Hauptmerkmale
          — Art der Form:
          — Anzahl der Kunststoffschichten:
          — Nenndicke des Glases:
          — Spezielle Behandlung des Glases (JA/NEIN):
          — Nenndicke der Windschutzscheibe:
          — Nenndicke der Kunststoffzwischenschicht(en):
          — Art und Typ der Kunststoffzwischenschicht(en):
          — Art und Typ der äußeren Kunststoffschicht:
          Sekundäre Merkmale
          — Art des Werkstoffs (Spiegelglas/Floatglas/Maschinenglas):
          — Färbung des Glases (farblos/getönt):
          — Färbung der Kunststoffschichten (vollständig/teilweise): ...
          — Elektrische Leiter integriert (JA/NEIN):
          — Abdeckstreifen integriert (JA/NEIN): ....
          Bemerkungen
          Anlagen: Windschutzscheibenliste (siehe Anlage 7).
 ---pagebreak--- Nr. C95/S6                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                 12. 4. 90
                                                           Anlage 3
                               SCHEIBEN AUS GLEICHMÄSSIG VORGESPANNTEM GLAS
                           (Haupt- und sekundäre Merkmale nach Anhang II H oder Anhang II K)
           Bauartgenehmigung Nr                                                  Erweiterung Nr.
           Hauptmerkmale
           — Art der Form:
           — Art der Vorspannung:
           — Dickenkategorie:
           — Art und Typ der Kunststofrbeschichtung(en):
           Sekundäre Merkmale
           — Art des Werkstoffs (Spiegelglas /Floatglas/ Maschinenglas):
           — Färbung des Glases:
           — Färbung der Kunststoffbeschichrung(en):
           — Elektrische Leiter integriert (JA/NEIN):
           — Abdeckstreifen integriert (JA/NEIN):
           Genehmigte Merkmale
           — Größte Fläche (Flachglas):
           — Kleinster Winkel:
           — Größte umschriebene Fläche (gebogenes Glas):
           — Größte Segmenthöhe:
           Bemerkungen
 ---pagebreak--- 12. 4. 90                              Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                Nr. C 95/87
                                                         Anlage 4
                             VERBUNDGLASSCHEIBEN AUSSER WINDSCHUTZSCHEIBEN
                           (Haupt- und sekundäre Merkmale nach Anhang III oder Anhang II K)
          Bauartgenehmigung Nr                                                  Erweiterung Nr.
          Hauptmerkmale
          — Anzahl der Glasscheiben:
          — Anzahl der Zwischenschichten:
          — Dickenkategorie:
          — Nenndicke der Zwischenschichten):
          — Spezielle Behandlung des Glases:
          — Art und Typ der Zwischenschicht(en):
          — Art und Typ der Kunststoffbeschichtung(en):
          — Dicke der Kunststoffbeschichtung(en):
          Sekundäre Merkmale
          — Art des Werkstoffs (Spiegelglas/Floatglas/Maschinenglas):
          — Färbung der Zwischenschicht (vollständig/teilweise):
          — Färbung des Glases (farblos/getönt):
          — Färbung der Kunststoffbeschichtung(en):
          — Elektrische Leiter integriert (JA/NEIN):
          — Abdeckstreifen integriert (JA/NEIN):
          Bemerkungen
 ---pagebreak--- Nr. C 95/88                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                 12. 4. 90
                                                           Anlage 5
                            GLAS-KUNSTSTOFF-SCHEIBEN AUSSER WINDSCHUTZSCHEIBEN
                                      (Haupt- und sekundäre Merkmale nach Anhang IIJ)
            Bauartgenehmigung Nr                                                   Erweiterung Nr
            Hauptmerkmale
            — Anzahl der Kunststoffschichten:
            — Dicke des Glases:
            — Spezielle Behandlung des Glases (JA/NEIN):
            — Nenndicke der Scheibe:
            — Nenndicke der Kunststoffzwischenschicht(en):
            — Art und Typ der Kunststoffzwischenschicht(en):
            — Art und Typ der äußeren Kunststoffschicht:
           Sekundäre Merkmale
           — Art des Werkstoffs (Spiegelglas/Floatglas/Maschinenglas):
           — Färbung des Glases (farblos/getönt):
           — Färbung der Kunststoffscbicht(en) (vollständig/teilweise): .
           — Elektrische Leiter integriert (JA/NEIN):
           — Abdeckstreifen integriert (JA/NEIN):
           Bemerkungen
 ---pagebreak--- 12. 4. 90                                Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                    Nr. C 95/89
                                                             Anlage 6
                                                   DOPPELGLAS-EINHEITEN
                                       (Haupt- und sekundäre Merkmale nach Anhang 0 L)
          Bauartgenehmigung Nr                                                           Erweiterung Nr.
          Hauptmerkmale
          — Aufbau der Doppelglas-Einheiten (symmetrisch/asymmetrisch):
          — Nenndicke des Zwischenraums:
          — Montage verfahren:
          — Typ jedes Einzelglases nach den Anhängen II H, III, II K oder II J:
          Anlagen
          Ein Bogen für die beiden Glasscheiben einer symmetrischen Doppelglas-Einheit entsprechend dem Anhang, nach
          dem diese Scheiben geprüft oder genehmigt wurden.
          Ein Bogen für jede Glasscheibe einer asymmetrischen Doppelglas-Einheit entsprechend den Anhängen, nach denen
          diese Scheiben geprüft oder genehmigt wurden.
          Bemerkungen
 ---pagebreak--- Nr. C 95/90                                    Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                           12. 4. 90
                                                                     Anlage 7
                                            INHALT DER WnSTOSCHUTZSCHEIBENLISTE (*
            Zu jeder Windschutzscheibe, die Gegenstand dieser Bauartgenehmigung ist, sind zumindest die folgenden
            Angaben zu machen:
            —    Fahrzeughersteller:
            —    Fahrzeugtyp:
            —    Fahrzeugklasse:
            —    Umschriebene Fläche (F):
            —    Segmenthöhe (F):
            —    Krümmungsradius (r):
            —    Einbauwinkel (a):
            —    Neigungswinkel der Sitzlehne (ß):
            —    Koordinaten des Bezugspunktes R (A, B, C) in bezug auf die Mitte der oberen Kante der Windschutzscheibe:
                                             Beschreibung des Parameters F der Windschutzscheibe
                                   Lage der Windschutzscheibe zum Bezugspunkt
                                                             +Z
                                                              1
                                                                           Beschreibung der Parameter r und h der Windschutzscheibe
                                                                                    Krümmungsradius r              Segmenthöhe h
                                                                                                                  Z.
                                                                                              <=£
            (') Diese Liste ist den Anlagen 1 und 2 des Anhangs II P beizufügen.
 ---pagebreak--- 12. 4 . 9 0                                 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                          Nr. C 95/91
                                                               ANHANG III
            FAHRZEUGE — VORSCHRIFTEN FÜR DEN EINBAU VON WINDSCHUTZSCHEIBEN UND ANDEREN
                                                     SCHEIBEN IN FAHRZEUGEN
             1.   Alle Kraftfahrzeuge der Klassen M und N sind nach Wahl des Herstellers auszustatten mit:
             1.1. einer Windschutzscheibe, die das EWG-Bauartgenehmigungszeichen wie in den Absätzen 4.4 bis 4.7 von
                   Anhang II beschrieben trägt und die den in Anhang IIB (mit oder ohne IIK) oder IIC (mit oder ohne IIK) oder
                   II D enthaltenen Vorschriften genügt;
             1.2. anderen Scheiben, die das EWG-Bauartgenehmigungszeichen wie in den Absätzen 4.4 bis 4.7 von Anhang II
                  beschrieben tragen und die den in Anhang II H, III, IIJ, II K oder Anhang II L enthaltenen Vorschriften
                  genügen.
            2.    Fahrzeuge der Klasse 0 müssen, wenn sie Glasflächen aufweisen, nach Wahl des Herstellers mit Glasscheiben
                  ausgestattet sein, die das EWG-Bauartgenehmigungszeichen wie in den Absätzen 4.4 bis 4.7 beschrieben
                  tragen und die den in Anhang II H, I I I , IIJ, II K oder Anhang II L enthaltenen Vorschriften genügen.
            3.    Die Windschutzscheibe und die anderen Scheiben müssen so eingebaut sein, daß sie unter allen
                  Beanspruchungen, denen das Fahrzeug unter normalen Verkehrsbedingungen ausgesetzt sein kann, ihre
                  Einbaulage beibehalten und stets eine ausreichende Sicht und die Sicherheit der Fahrzeuginsassen
                  gewährleisten.
                                                                     Anlage
            ANHANG ZUM EWG-BETRIEBSERLAUBNISBOGEN FÜR EINEN FAHRZEUGTYP BETREFFEND DEN
                                            EINBAU VON SICHERHEITSGLASSCHEIBEN
            (Artikel 4 Absatz 2 und Artikel 10 der Richtlinie 70/ 156/EWG des Rates vom 4. Februar 1970 zur Angleichung
            der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die EWG-Betriebserlaubnis für Kraftfahrzeuge und Kraftfahr-
                                                               zeuganhänger)
                                                                      Name der Behörde:
            Nr. der EWG-Betriebserlaubnis                                          Erweiterung Nr.
              1.  Marke (Firmenname) des Fahrzeugs:
              2.  Gegebenenfalls Typ und Handelsbezeichnung des Fahrzeugs:
              3.  Name und Anschrift des Herstellers:
             4.   Gegebenenfalls Name und Anschrift des Beauftragten:
              5.  Beschreibung des Typs
                  5.1. der Windschutzscheibe:
                  5.2. der anderen Scheiben:
             6.   EWG-Bauartgenehmigungszeichen der Windschutzscheibe:
             7.   EWG-Bauartgenehmigungszeichen der anderen Scheiben: ..
 ---pagebreak--- Nr. C 95/92                                   Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                  12. 4. 90
               8. Die Einbauvorschriften wurden beachtet /nicht beachtet (*).
               9. Fahrzeug zur EWG-Betriebserlaubnisprüfung vorgeführt am:
              10. Prüfstelle:
              11. Datum des von der Prüfstelle ausgefertigten Protokolls:
              12. Nummer des von der Prüfstelle ausgefertigten Protokolls:
              13. Die EWG-Betriebserlaubnis betreffend den Einbau der Sicherheitsglasscheiben wird erteilt/versagt (').
              14. Ort:
              15. Datum:
              16. Unterschrift:
              17. Folgende Unterlagen wurden der Behörde des Mitgliedstaats, die die EWG-Betriebserlaubnis erteilt hat,
                   vorglegt.
                   Diese Unterlagen sind den zuständigen Behörden der anderen Mitgliedstaaten auf deren ausdrücklichen
                   Wunsch zu übermitteln.
              18. Etwaige Bemerkungen:
                 Nichtzutreffendes streichen.
             Vorschlag für eine Richtlinie des Rates über Massen und Abmessungen von Kraftfahrzeugen der
                                                              Klasse M  t
                                                   KOM(89) 653 endg. — SYN 237
                                         (Von der Kommission vorgelegt am 12. Februar 1990)
                                                            (90/C 95/02)
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -                             in Erwägung nachstehender Gründe:
                                                                      U m bis z u m 3 L
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen                                   Dezember 1992 den Binnenmarkt schritt-
                                                                      weise
Wirtschaftsgemeinschaft, insbesondere auf Artikel 100a,                       verwirklichen zu können, müssen geeignete Maßnah-
                                                                      men getroffen werden. Der Binnenmarkt umfaßt einen Raum
auf Vorschlag der Kommission,                                         ° h n e Binnengrenzen, in dem der freie Verkehr von Waren,
                                                                      Personen, Dienstleistungen und Kapital gewährleistet ist.
in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Parlament,                     Die technischen Vorschriften, denen Kraftfahrzeuge gemäß
                                                                      den einzelstaatlichen Rechtsvorschriften genügen müssen,
nach Stellungnahme des Wirtschafts-             und   Sozialaus-      betreffen unter anderem die Massen und Abmessungen der
Schusses,                                                              Kraftfahrzeuge.