CELEX: 51989PC0235
Language: de
Date: 1989-05-29
Title: VORSCHLAG FUER EINEN BESCHLUSS DES RATES ZUR AENDERUNG DES BESCHLUSSES 87/327/EWG UEBER EIN GEMEINSCHAFTLICHES AKTIONSPROGRAMM ZUR FOERDERUNG DER MOBILITAET VON HOCHSCHULSTUDENTEN ( ERASMUS )

KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                              K0MC89) 235 endg.
                                              Brüssel, den 29. Mai 1989
                  MITTEILUNG DER KONMISSION AN DEN RAT
                             ERASMUS-PROGRAMM
                           Vorschlag för einen
                           BESCHLUSS DES RATES
            zur Änderung des Beschlusses 87/327/EWG Ober ein
     gemeinschaftliches Aktionsprogramm zur Förderung der Mobilität
                    von Hochschulstudenten    (ERASMUS)
 ---pagebreak--- MITTEILUNG DER KOMMISSION AN DEN RAT
ERASMUS-PROGRAMM
VORSCHLAG ZUR ANPASSUNG DES RATSBESCHLUSSES VOM 15.6.1987
I.   Einleitung
1.   Das ERASMUS-Programm wurde vom Rat am 15. Juni 1987 mit
     der Zielsetzung angenommen, die Mobilität von Studenten
     beträchtlich zu erhöhen und eine größere Kooperation
     zwischen den Hochschulen zu fördern. Hiermit sollte die
     Qualität und die europäische Dimension der Ausbildung
     verbessert    und   die    qualifizierten   Arbeitskräfte
     herangebildet werden, auf die die Gemeinschaft bei
      ihrer   wirtschaftlichen    und   sozialen   Entwicklung
     angewiesen sein wird. Seither hat es sich als äußerst
     erfolgreiches Mittel zum Erreichen dieser Ziele und zur
     Schaffung eines stärkeren Zusammengehörigkeitsgefühls
     und eines Geistes       der Partnerschaft zwischen den
     europäischen Hochschulen erwiesen.
2.   In den ersten zwei Jahren des Bestehens von ERASMUS
      (1987-9) haben ungefähr 16.000 Studenten im Rahmen von
     weit mehr als      1000 Hochschulkooperationsprogrammen
     Studienaufenthalte von drei Monaten bis zu einem Jahr
      in einem anderen Mitgliedstaat verbracht. Dies bedeutet
     schon einen beträchtlichen Anstieg der Mobilität und
     des Studentenaustausches innerhalb der Gemeinschaft
     seit der Einführung von ERASMUS im Jahre 1987. In
     quantitativer Hinsicht müssen jedoch noch beträchtliche
     Anstrengungen unternommen werden, um das erklärte Ziel
     der Kommission für das ERASMUS-Programm zu erreichen.
     Dieses Ziel, das vom Europäischen Parlament und dem
     Wirtschafts- und Sozialausschuß unterstützt wird, sieht
      vor, bis 1992 den Anteil der Studenten, die während
      ihres Hochschulstudiums einen      Studienaufenthalt in
      einem anderen Mitgliedstaat verbringen, auf rund 10%
     der    gesamten studentischen     Bevölkerung anzuheben.
      Angesichts einer durchschnittlichen Studiendauer von
      rund vier Jahren müßten folglich ab 1992 jedes Jahr
      mindestens 150.000 Studenten einen Studienaufenthalt in
      einem anderen Mitgliedstaat verbringen.
3.    Die Ergebnisse der      ersten zwei Durchführungsjähre
      dokumentieren ein ständig wachsendes Interesse der
      Hochschulen an einer umfassenderen Hochschulkooperation
      und   einer größeren     Mobilität   der Dozenten    und
      Studenten. Zugleich hat sich deutlich gezeigt, daß das
      Programm die von ihm geweckte Nachfrage angesichts des
      gegenwärtig zur Verfügung stehenden Budgets        nicht
      befriedigen kann.    Der Gesamtbetrag der 1987/88 und
      1988/89 beantragten Zuschüsse (137 Mio ECU) überstieg
      das verfügbare Budget (41,2 Mio ECO) um mehr als das
      Dreifache.
                                                               i
 ---pagebreak--- Die vorliegenden Vorschläge zielen somit darauf ab, die
Durchführung des      Programms im Hinblick         auf eine
beträchtliche Erhöhung der       Zahl der teilnehmenden
Studenten aus allen Mitgliedstaaten zu verbessern,
wobei gleichzeitig die Qualität des Programms insgesamt
erhöht werden     soll. Sie beruhen         sowohl auf den
Erfahrungen, die während der Anwendung des Programms in
den ersten zwei Durchführungsjähren gemacht wurden und
die detailliert      in den Jahresberichten         über die
Durchführung des Programms in den Jahren 1987 und 198t>
beschrieben sind, als auch auf den Lehren aus einer
Reihe      von     der      Kommission        durchgeführten
Evaluierungsmaßnahmen. In enger         Absprache mit dem
Beratenden Ausschuß      ERASMUS und nach        eingehenden
Gesprächen mit den entsprechenden Behörden aus jedem
Mitgliedstaat wurden alle Anstrengungen unternommen um
festzustellen,    in    wieweit    das    Programm      seine
Zielsetzungen erreicht, und um die wichtigsten der
bisher aufgetretenen Probleme zu bestimmen. Zu diesem
Zweck werden eine Reihe von unabhängigen              Studien
durchgeführt.    Darüber    hinaus     sind    systematische
Gespräche mit einem Querschnitt derjenigen geführt
worden, die am ERASMUS-Programm am stärksten beteiligt
sind, insbesondere Programm-Direktoren und Studenten.
Unter anderem wurden folgende Punkte untersucht:
      die Entwicklung des Europäischen Hochschulnetzes,
      insbesondere im Hinblick auf          die ausgewogene
      Beteiligung aller akademischen Disziplinen und
      Mitgliedstaaten;
      der zeitliche Rahmen für die Unterstützung der
      Hochschulkooperat ionsprogramme ;
      Vereinbarungen zur akademischen Anerkennung von im
      Ausland verbrachten Studienzeiten;
      die Verwaltung der Stipendien        für Studenten   im
      Rahmen des Programms;
      die kulturelle und    sprachliche Vorbereitung      der
      Studenten.
Die . Vorschläge      berücksichtigen     die     fortdauernde
Notwendigkeit      der      Komplementarität         zwischen
Unterstützung auf Gemeinschaftsebene und Unterstützung,
die ERASMUS von den Mitgliedstaaten gewährt wird. Soll
das erklärte Ziel der Kommission, die Mobilität auf 10%
zu steigern, bis 1992 erreicht werden, muß man nicht
nur auf Gemeinschaftsebene, sondern auch in jedem
einzelnen Mitgliedstaat      beträchtliche Anstrengungen
unternehmen. Diese Subsidiarität ist besonders wichtig
für eine erfolgreiche Durchführung von Aktion 2, für
die eine ständige Kooperation mit den zuständigen
Stellen    der   Mitgliedstaaten,      die    die    ERASMUS-
Studentenstipendien verwalten, ein wesentliches Merkmal
des ERASMUS-Programms ist.
                                                               I
 ---pagebreak--- 5.  Die künftige        Entwicklung von ERASMUS           darf nicht
    isoliert, sondern         muß    im     größeren     Rahmen    der
    Gemeinschaftsaktivitäten           im    Bildungsbereich       zur
    Vollendung       des      Binnenmarktes      gesehen      werden,
    insbesondere das vorgeschlagene LINGUA-Programm, das
    1990 beginnen soll. Die Kommission wird im Hinblick auf
    alle die Hochschulkooperation betreffenden Aspekte für
    die koordinierte Durchführung des ERASMUS- und LINGUA-
  r Programms sorgen.         Da    Lehrtätigkeiten       in    vielen
    Hochschulen eng mit Forschungsaktivitäten verknüpft
    sind, werden        darüber hinaus die         Aktivitäten zur
    Förderung der Kooperation und des Austausches zwischen
    europäischen Wissenschaftlern im Forschungsbereich, die
    im   Rahmen      einer     Anzahl      von   Forschungs-       und
    Entwicklungsprogrammen durchgeführt werden - insbe-
    sondere im Rahmen von SCIENCE und SPES - ebenfalls
    berücks i cht i gt.
II. Ziele und Struktur        der vorgeschlagenen      Anpassung des
    Ratsbeschlusses
    Aktion 1:       Schaffung      und    Aufrechterhaltung      eines
    Europäischen Hochschulnetzes
6.  Die Kommission geht davon aus, daß das Europäische
    Hochschulnetz (eingerichtet gemäß Aktion 1 des Anhangs
    zum Ratsbeschluß) die wesentliche Grundlage für die
    langfristige Entwicklung des ERASMUS-Programms bildet.
    Zum Zwecke der Konsolidierung und Verbesserung, der
    Funktionsweise dieses Netzes wurden einige Ergänzungen
    vorgeschlagen. Erstens sieht es die Kommission als
    notwendig     an,      die    langfristige     Einbindung      der
    beteiligten Hochschulen sicherzustellen, und erachtet
    es daher als notwendig, die ausgewählten Hochschulen
    von der Absicht der Kommission in Kenntnis zu setzen -
    abhängig von den zur Verfügung stehenden Krediten und
    einer zufriedenstellenden Entwicklung - Zuschüsse für
    mehrjährige Zeiträume zu geben. Zweitens, hinsichtlich
    der Aktivitäten, für die im Rahmen von Aktion 1
    Zuschüsse     gewährt      werden       können,     wird     jetzt
    ausdrücklich        ein      integrierter       Zeitraum       der
    fremdsprachlichen Vorbereitung erwähnt. Die Kommission
    betrachtet      die     gute sprachliche        und    kulturelle
    Vorbereitung      der ERASMUS-Studenten          als notwendige
    Voraussetzung        für   den     fortdauernden Erfolg        des
    Programms.
7.  Gleichzeitig      wurde der        Versuch unternommen,        die
    vielfältigen Aktivitäten, die als Teil des Europäischen
    Hochschulnetzes        betrachtet      werden    können, klarer
    zusammenzufassen. Daher wurden Projekte zur gemeinsamen
    Entwicklung von Lehrprogrammen, insbesondere bedeutsam
     im Hinblick       auf das Einbringen         der europäischen
    Dimension      in     den    Lehrinhalt     der     Kurse,     und
    Intensivprogramme (vorher Gegenstand von Aktion 3 bzw.
    Aktion 4) in Aktion 1 aufgenommen. In ähnlicher Weise
    wurden alle Studienbesuche, die im Rahmen von ERASMUS
    vorgesehen und gegenwärtig auf Aktion 1 und 4 verteilt
    sind, unter Aktion 1 neu zusammengefaßt.
 ---pagebreak---     Aktion 2: ERASMUS-Studentenstipendien
8.  Die Kommission hat erneut die Parameter durchgesehen,
    die zur Festlegung des Gesamtbetrages der Zuweisungen
    für   Studentenstipendien        an    jeden     Mitgliedstaat
    verwendet werden, und erachtet es als wichtig, daß
    zusätzlich     zu    den    bestehenden      Parametern      ein
    Mechanismus eingeführt wird, der das Durchführen von
    korrektiven        Maßnahmen      auf       Gemeinschaftsebene
    ermöglicht, um für alle Studenten, die in anderen
    Mitgliedstaaten studieren möchten, gleiche Chancen zu
    gewährleisten. Angesichts dieser Zielsetzung schlägt
    die   Kommission      vor,    einen kleinen       Betrag     des
    Gesamtbudgets für Studentenstipendien - nicht mehr als
    5% - beiseite zu legen. Dies würde es der Kommission
    gestatten,     Zuweisungen       an    Mitgliedstaaten      oder
    Disziplinen vorzunehmen, bei denen ein               besonderer
    Bedarf festgestellt wird.           Besondere Vereinbarungen
    werden auch im Hinblick auf die               Zuweisung eines
    Pauschalbetrages für Studentenstipendien für Luxemburg
    getroffen.
9.  Beträchtliche Schwierigkeiten wurden auf nationaler
    Ebene    bei    der    Anwendung      der    im   Beschlußtext
    niedergelegten      Kriterien     für     die Zuweisung      und
    Verteilung von Studentenstipendien beobachtet. Dies
    spiegelt sowohl die sehr unterschiedlichen Systeme zur
    Vergabe von Stipendien wider, die auf nationaler Ebene
    Anwendung finden, als auch die Schwierigkeiten bei der
    Sicherstellung der Komplementarität            von nationalen
    Stipendien        -      falls        vorhanden       -      und
    Gemeinschaftsunterstützung        durch ERASMUS-Stipendien.
    Die Gesamtbeträge, die den einzelnen Studenten gewährt
    wurden, waren oft unannehmbar niedrig. Die Kommission
    fordert daher die Mitgliedstaaten auf,im Bedarfsfalle
    ergänzende        Mittel        für       Studenten,       denen
    Mobilitätsstipendien gewährt wurden, zur Verfügung zu
    stellen.
10. Die Einbeziehung von Bestimmungen für Studenten in das
    ERASMUS-Programm, für die in anderen Mitgliedstaaten
    besondere Vorkehrungen         außerhalb des       Europäischen
    Hochschulnetzes getroffen wurden (häufig bezeichnet als
    Einzelbewerber), hat in einer Reihe von Mitgliedstaaten
    zu beträchtlichen Verwaltungsproblemen geführt. Daher,
    obgleich in diesem Entwicklungsstadium im Beschluß
    weiterhin vorgesehen wird, daß solche Studenten ein
    Auslandsstudium mit Hilfe           von ERASMUS absolvieren
    können - sofern sie die Kriterien für die Vergabe von
    ERASMUS-Stipendien       erfüllen     -,    beabsichtigt     die
    Kommission, die Beteiligung von Einzelbewerbern zu
    reduzieren, indem der für sie zur Verfügung stehende
    Prozentsatz des für Studentenstipendien              bestimmten
    Gesamtbudgets, das jedem Mitgliedstaat zugewiesen wird,
    begrenzt     wird. Die      Kommission vertritt         auf der
    Grundlage der bisher bei der Durchführung des Programms
    gesammelten Erfahrung die Ansicht, daß der organisierte
    Rahmen eines Hochschu lkooper at ionsprogr amines die besten
    Bedingungen für eine wesentliche Steigerung der
                                                                     s'
 ---pagebreak---     Studentenmobilität auf Gemeinschaftsebene bildet und
    daß bis 1994 alle Mitgliedstaaten die notwendigen
    Vorkehrungen getroffen haben sollten, um den Rückgriff
    auf die Einzelbewerbung zu vermeiden.
11. Die    Kommission    hat    eine     gewisse    Anzahl    von
    Studentenkategorien ausgewiesen, die gegenwärtig vom
    ERASMUS-Programm     ausgeschlossen       sind.    Dies   ist
    insbesondere der Fall bei Studenten, die in ihrem
    Heimatland ein Studium abgeschlossen haben und gerne in
    einem     anderen     Mitgliedstaat      eine     zusätzliche
    Qualifikation erwerben möchten. Diese Studenten sind
    häufig besonders stark motiviert, und man kann davon
    ausgehen, daß sie im Hinblick auf 1992 und hinsichtlich
    der      Notwendigkeit         eines      hochqualifizierten
    Arbeitskräftepotentials mit unmittelbaren Erfahrungen
    aus anderen Mitgliedstaaten einen besonders wichtigen
    Beitrag leisten werden. Die Kommission schlägt vor,
    diese besondere Kategorie in Ausnahmefällen und im
    Rahmen     von      Hochschulkooperationsprogrammen        zu
    unterstützen,     auf der      Grundlage, daß      die volle
    akademische Anerkennung nicht von der Heimathochschule,
    sondern von der das Diplom verleihenden Institution des
    Mitgliedstaates,     in     dem    die    Studenten     ihren
    Studienaufenthalt im Ausland verbringen, gewährt wird.
12. Die Kommissionsvorschläge        zielen    darauf ab,     die
    durchschnittliche Dauer für einen Studienaufenthalt in
    einem anderen      Mitgliedstaat zu verlängern.         Daher
    schlägt die Kommission vor, während sie weiterhin in
    Ausnahmefällen eine Mindestdauer von einem akademischen
    Semester (drei Monate) akzeptiert, sechs Monate als die
    normale Mindestdauer für einen Studienaufenthalt in
    einem anderen Mitgliedstaat, für den ein Stipendium
    vergeben werden kann, anzusehen. Außerdem beabsichtigt
    die Kommission, angesichts der gesteigerten Wirkung
    eines    längeren Studienaufenthaltes im          Ausland in
    kultureller,       sprachlicher,        akademischer      und
    insbesondere beruflicher        Hinsicht schrittweise die
    Normaldauer eines Studienaufenthaltes im Ausland auf
    ein Jahr anzuheben.
    Aktion 4: Flankierende Maßnahmen zur          Förderung   der
    Studentenmobilität in der Gemeinschaft
13. Im    Hinblick    auf die      Notwendigkeit,     zusätzliche
    Kooperationsformen innerhalb des ERASMUS-Programms auf
    einer    begrenzten      und    experimentellen     Grundlage
    bezuschussen zu können, selbst wenn diese nicht unter
    die Hauptaktivitäten des Programms fallen, schlägt die
    Kommission vor, den Bewegungsspielraum für flankierende
    Maßnahmen zur Förderung der Mobilität zu vergrößern,
    die in Aktion 4 vorgesehen sind. Diese sollen ERASMUS
    durch Informationen unterstützen und die gegenseitige
    Kenntnis    über     die     Hochschulsysteme     verbessern.
    Insbesondere angesichts der Bedeutung, die Verbreitung
 ---pagebreak---      von    Informationen      über das       ERASMUS-Programm    zu
     erleichtern, erachtet es die Kommission als notwendig,
     für Informationsmaßnahmen dieser Art im Beschlußtext
     besondere Vorkehrungen zu treffen.
III. Evaluierung
14.  Mit Unterstützung des Beratenden Ausschusses ERASMUS
     hat die Kommission dem Entwurf und der Durchführung von
     geeigneten Maßnahmen zur fortlaufenden Evaluierung und
     Begleitung        des        ERASMUS-Programms        besondere
     Aufmerksamkeit      gewidmet.      Um    die    Bedeutung   der
     Evaluierung zu unterstreichen, schlägt die Kommission
     vor, im Beschluß für solche Maßnahmen ausdrücklich
     Vorkehrungen zu treffen.
IV.  Budget
15.  Die Kommission schlägt vor, daß die zur Deckung des
     Gemeinschaftsbeitrages für die Durchführung der im
     Programm vorgesehenen Aktionen notwendigen jährlichen
     Kredite in       Übereinstimmung      mit den      gewöhnlichen
     jährlichen       Verfahren      zur      Verabschiedung     des
     Gemeinschaftsbudgets festgelegt werden. Die Abschätzung
     des Bedarfs bis 1992, festgestellt im Rahmen der
     heutigen finanziellen Vorausschätzungen 1988 - 1992,
     beträgt 192 Millionen ECU. Die Mittel, die dem Programm
     für die zwei folgenden Jahre zur Verfügung zu stellen
     sind, werden im Hinblick auf die Entwicklung der
     finanziellen Vorausschätzungen neu festgelegt.
16.  In dem Zeitraum bis 1992 wird das ERASMUS-Programm
     alleine das Ziel einer Studentenmobilität von 10% nicht
     erreichen. Die Kornission beabsichtigt, zusammen mit den
     Mitgliedstaaten        andere ergänzende Finanzierungsmöglichkeiten
     ausfindig zu machen, um dieses Ziel zu erreichen.
17.  Die Festlegung einer Obergrenze von 10% der jährlich
     bereitgestellten Mittel für Aktion 3 und 4 führte zu
     beträchtlichen operationellen Problemen. Diese Probleme
     werden in der Zukunft voraussichtlich weiterbestehen,
      insbesondere im Hinblick auf die künftige Entwicklung
     des    Europäischen       Systems      zur     Anrechnung   von
     Studienleistungen (ECTS). Die Kommission schlägt daher
     vor, diese Restriktion für Aktion 3 zu beseitigen. Die
     Beibehaltung einer Grenze von 5% für Aktion 4 wird als
     angemessen erachtet.
IV.   Schlußfolgerungen
18.  Diese Mitteilung wird von dem Vorschlag für einen
     Ratsbeschluß zur Änderung des Ratsbeschlusses vom 15.
     Juni 1987, mit dem das Aktionsprogramm der Europäischen
     Gemeinschaft       zur     Förderung     der    Mobilität   der
     Hochschulstudenten (ERASMUS) angenommen wurde, und von
     einem auf die Finanzen hinweisenden Anhang begleitet.
     Um einen reibungslosen Übergang zur zweiten Phase von
     ERASMUS zu ermöglichen, schlägt die Kommission vor, daß
     die Anpassungen ab dem 1. Januar 1991 durchgeführt
                                                                         N
 ---pagebreak---     werden, mit Ausnahme von Aktion 2, Paragraph 2, die ab
    dem 1. Juli 1990 durchgeführt wird. Dies wird eine
    gründliche   Vorausplanung   für   die   überarbeiteten
    Bedingungen ermöglichen, die im Hinblick auf        das
    akademische Jahr 1991-2 eingeführt werden.
19. Die Kommission ist davon überzeugt, daß das ERASMUS-
    Programm in seiner zweiten Phase und auf diese Weise
    modifiziert ein Instrument darstellt, das auf die
    verschiedenen Hochschulsysteme besser abgestimmt ist
    und auf die Anforderungen des Einheitlichen Marktes und
    auf das Entstehen eines Europas der Bürger besser
    reagieren kann.
 ---pagebreak---                                      - 1 -
                   Vorschlag für einen Beschluß des Rates
                  zur Änderung des Beschlusses 87/327/EWG
                über ein gemeinschaftliches Aktionsprogramm
       zur Förderung der Mobilität von Hochschulstudenten (ERASMUS)
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt     auf    den    Vertrag     zur    Gründung    der     Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft, Insbesondere auf Artikel 128,
gestützt auf den Beschluß 63/266/EWG des Rates vom 2. April 1963 über
die Aufstellung     allgemeiner   Grundsätze   für  die  Durchführung    einer
gemeinsamen Politik der Beruf sausbl Idungd),
auf Vorschlag der Kommission,
nach Stellungnahme des Europäischen Par laments*2*,
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozlalausschusses (3) ,
 In Erwägung nachstehender Gründe:
Die   im  zweiten   Grundsatz   des   Beschlusses   63/266/EWG    festgelegten
grundlegenden Ziele der gemeinsamen Politik der Berufsausbildung zielen
Insbesondere darauf ab, Jedem die Möglichkeit zu geben, den höchsten
Ausbildungsstand    zu erwerben, der      zur  Ausübung  seiner    beruflichen
Tätigkeit erforderlich Ist, und beziehen sich auch auf die Erweiterung
der    Berufsausbildung,    die    den    Erfordernissen    des    technischen
Fortschritts dadurch gerecht werden soll, daß sie die verschiedenen
Formen   der   Berufsausbildung    in  enge   Beziehung   zur   sozialen   und
wirtschaftlichen Entwicklung setzt.
(1) ABI. Nr. 63 vom 20.4.1963, S. 1368/63
(2)
(3)
 ---pagebreak---                                       - 2 -
Auf der Grundlage des sechsten Grundsatzes dieses Beschlusses obliegt
es der Kommission, den direkten Austausch von Fachleuten auf dem Gebiet
der  Berufsausbildung     zu   fördern,   damit   sie   bereits   verwirklichte
Vorhaben und Neuerungen anderer Länder der Gemeinschaft            kennenlernen
und studieren können.
Mit   Beschluß    87/327/EWG<4>     hat   der   Rat   ein    gemeinschaftliches
Aktionsprogramm    zur   Förderung   der   Mobilität   von   Hochschulstudenten
(ERASMUS) aufgestellt; nach Artikel 7 des Beschlusses kann der Beschluß
angepaßt werden.
Der Rat hat insbesondere durch den Beschluß 89/27/EWG vom 16. Dezember
1988 über die zweite Phase des Programms über Zusammenarbeit zwischen
Hochschule und Wirtschaft im Bereich der Aus- und Weiterbildung auf dem
Gebiet der Technologie (COMETT II 1990-1994)*5) Maßnahmen zur Stärkung
der   technischen     Zusammenarbeit     auf    Gemeinschaftsebene     und   zur
Bereitstellung der erforderlichen Humanressourcen ergriffen.
Der  Rat   hat   vor   allem   durch   die   Entscheidung    88/419/EWG<6)   zur
Aufstellung des SCIENCE-Programms und der Entscheidung 89/118/EWG(7)
zur  Aufstellung     des   SPES-Programms     Maßnahmen    zur   Förderung   der
Zusammenarbeit    und   des   Austauschs    zwischen   europäischen    Forschern
getroffen.
Die Kommission hat die Initiative des Europäischen Rates für das Europa
der Bürger aufgegriffen und sich zum Ziel gesetzt, daß 1992 nahezu 10 %
aller Studenten In der Gemeinschaft einen von Universitäten In mehr als
einem Mltglledstaat veranstalteten Unlverstitätskurs besuchen.
Die   Kommission    hat   dem   Rat   zwei   Vorschläge    für   Entscheidungen
unterbreitet,    die   zusammen   das   LINGUA-Programm     zur  Förderung   der
Ausbildung   in Fremdsprachen     und den     Fremdsprachenunterricht     in der
Gemeinschaft ausmachen.
(4) ABI.  Nr.  L 166 vom 25.6.1987, S. 20
(5) ABI.  Nr.  L 13 vom 17.1.1989, S. 28
(6) ABI.  Nr.  C 335 vom 30.12.1988, S. 3
(7) ABI.  Nr.  L 44 vom 16.2.1989, S. 43.
                                                                                 AO
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Auf seiner Tagung vom 21. Dezember 1988 hat der Rat die Richtlinie
89/48/EWG    über   eine     allgemeine   Regelung   zur   Anerkennung    der
Hochschul diplôme,   die    eine  mindestens  dreijährige   Berufsausbildung
                         8
abschließen, erlassen* *.
Die Jahresberichte über die Durchführung des ERASMUS-Programms In den
Jahren 1987 und 1988 sowie die Überprüfung des Programms bis heute
haben gezeigt, daß das Programm ein erfolgreiches Instrument         Ist, um
die Studentenmobilität durch eine wirksame HochschulkooperatIon In der
Gemeinschaft zu intensiv leren.
Die zur Finanzierung des ERASMUS-Programms benötigten Mittel für die
ersten drei    Jahre des FünfJahreszeitraums werden auf        192 Mio. ECU
geschätzt -
BESCHLIESST:
                                   Artikel 1
Der Beschluß 87/327/EWG wird wie folgt geändert:
1.  In Artikel 1 Absatz (2) wird folgender Unterabsatz angefügt:
    "Alle    Studenten,     die   diese   Einrichtungen   besuchen,    kommen
    ungeachtet    Ihres    Studienfachs  und  des  Studienniveaus   bis   zum
    Doktorat für eine Unterstützung aus dem ERASMUS-Programm In Frage."
(8) ABI. Nr. L 19 vom 24.1.1989, S. 16.
                                                                              A*
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2.   Artikel 4 erhält folgende Fassung:
     "Ab   1.   Januar    1990   werden   die   Jährlichen    Mittel    für   den
     Gemeinschaftsbeitrag      zu   den   Programmaktionen     Im   Rahmen    des
     Jährlichen Haushaltsverfahrens festgesetzt, wobei den Ergebnissen
     des Programms wie auch einem neuen Bedarf, der während                seiner
     Durchführung entstehen kann, Rechnung zu tragen           Ist. Mit diesen
     Mitteln sollen die Im Anhang aufgeführten Aktionen einschließlich
     geeigneter Maßnahmen zur Sicherung der technischen           Unterstützung
     auf Gemeinschaftsebene, der fortlaufenden Überwachung und Bewertung
     des Programms finanziert werden.
     Die als notwendig angesehenen Mittelansätze für die ersten drei
     Jahre des Programms sind Teil künftiger Haushaltspläne            Innerhalb
     der  von  den   drei   Organen   im Juni    1988 vereinbarten     aktuellen
     finanziellen Vorausschätzung 1988-1992 und Ihrer Entwicklung."
3.   In   Artikel    5  wird     der   Satzteil    "mit   den   sonstigen     auf
     Gemeinschaftsebene     bereits    vorgesehenen   Maßnahmen"    durch    "mit
     anderen Maßnahmen auf Gemeinschaftsebene" ersetzt.
4.   In Artikel 7 werden das In Zelle 2 genannte Datum des 31. Dezember
     1989 durch den 31. Dezember 1993 und das In Zelle 6 genannte Datum
     des 30. Juni 1990 durch den 30. Juni 1994 ersetzt.
5.   Der Anhang wird durch den Anhang dieses Beschlusses ersetzt.
                                    Artikel 2
Diese Aktionen gemäß dem Anhang werden ab 1. Januar 1991 durchgeführt;
eine   Ausnahme   bildet    Aktion   2   Ziffer   2,  die   ab   1.  Juli    1990
durchgeführt wird.
Geschehen zu ...                             Im Namen des Rates
                                                                                  AI
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                                ANHANG
                                'ANHANG
                               AKTION 1
   Aufbau und Unterhaltung eines Europäischen Hochschul netzes
1.   Die Gemeinschaft wird das Europäische Hochschul netz, das im
     Rahmen des ERASMUS-Programms errichtet wurde und mit dem der
     gemeinschaftsweite Austausch      von  Studenten     gefördert   werden
     soll, welter ausbauen.
     Das  Europäische    Hochschul netz   setzt    sich    aus   Hochschulen
     zusammen, die Im Rahmen des ERASMUS-Programms           Vereinbarungen
     getroffen und Programme veranstaltet haben, die den Studenten-
    und Dozentenaustausch mit Hochschulen anderer Mitgliedstaaten
     vorsehen und in deren Rahmen die außerhalb der Hochschule des
     Herkunftslandes zurückgelegten Studienzeiten anerkannt werden.
     Jede zwischen den Hochschulen getroffene Vereinbarung soll vor
    allem den Studenten einer Hochschule die Möglichkeit bieten,
    wenigstens   In einem weiteren Mitgliedsland eine            Studienzeit
     abzuleisten, die voll     als Bestandteil      ihrer   Abschlußprüfung
    oder    akademischen     Qualifikation      anerkannt      wird.   Diese
    gemeinsamen      Programme      sollten       gegebenenfalls       einen
    zusammenhängenden    Zeltraum der fremdsprachlichen Vorbereitung
    und    . die     Zusammenarbeit        zwischen        Dozenten      und
    Verwaltungspersonal       umfassen,      um     die      erforderlichen
    Voraussetzungen für den Studentenaustausch und die gegenseitige
    Anerkennung   von   Im Ausland    zurückgelegten     Studienzeiten    zu
    schaffen.
                                                                             AI
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        Programme,     die    einen     Integrierten      und   voll    anerkannten
        Studienaufenthalt       In   einem    anderen   Mltgiledstaat     vorsehen,
        werden bevorzugt behandelt. Für Jedes gemeinsame Programm wird
         jede teilnehmende Hochschule normalerweise zunächst für einen
        Drei Jahreszeitraum      einen    Zuschuß     bis   zu  einem    Jährlichen
        Höchstbetrag      von     25.000      ECU    erhalten     (wird    jährlich
        überprüft)."
    2.  Zuschüsse werden auch für den Austausch von Dozenten zu der
        Wahrnehmung         Integrierter         Lehraufgaben        In     anderen
        Mltglledstaaten gewährt.
    3.  Zuschüsse     werden       auch     für    Vorhaben     der     gemeinsamen
        CurrikulumentwIck lung        durch     Hochschulen     In    verschiedenen
        Mitgliedstaaten      gewährt,    um   die   akademische    Anerkennung   zu
        erleichtern     und    durch    den   Austausch     von   Erfahrungen   und
        Fachwissen zur Erneuerung und Verbesserung der Studiengänge auf
        gemeinschaftsweiter Grundlage beizutragen.
    4.  Außerdem    werden      Zuschüsse      an    Hochschulen     gewährt,   die
         Intensivkurse von kurzer Dauer für Studenten aus verschiedenen
        Mitgliedstaaten durchführen.
Die  Gemeinschaft   wird     auch   Mitglieder     des   Lehr- und     Verwaltungs-
personals    der    Hochschulen         unterstützen,       damit     sie    andere
Mitgliedstaaten besuchen, Programme           für   Integrierte Studiengänge an
Universitäten dieser Mitgliedstaaten ausarbeiten und Erfahrungen über
die neuesten Entwicklungen auf          Ihrem Fachgebiet      austauschen können.
                                                                                    A*
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                                  AKTION 2
       Stipendien für Studenten !• Rahmen des ERASMUS-Programms
1. Die Gemeinschaft wird ein System zur unmittelbaren finanziellen
   Unterstützung    von    Studenten   welter    ausbauen,    die   an   einer
   Hochschule   Im Sinne von Artikel       1 Absatz 2 des Ratsbeschlusses
   87/327/EWG    studieren    und  eine    Studienzeit    In   einem   anderen
   MitglIed8taat ableisten. Bei der Festsetzung der Gesamtausgaben für
   Aktion 1 bzw. Aktion 2 berücksichtigt die Gemeinschaft die Zahl der
    innerhalb  des   europäischen    Hochschulnetzes    im   Laufe   der  Zelt
   auszutauschenden Studenten.
2. Die Verwaltung der Gemeinschaftsstipendien wird normalerweise über
   die zuständigen Stellen der Mitgliedstaaten abgewickelt. Der jedem
   Mitgliedstaat zugewiesene Betrag wird sich nach der Gesamtzahl der
   Studenten an den Hochschulen Im Sinne von Artikel 1 Absatz 2 und
   der Gesamtzahl der Jugendlichen im Alter von 18 bis 25 Jahren in
   jedem MItglledstaat richten.
   Außerdem wird die Kommission die notwendigen Schritte unternehmen,
   um   eine   ausgewogene     Beteiligung    aller    Mitglledstaaten     und
   Fachgebiete zu gewährleisten, einen geringfügigen Anteil der für
   Stipendien für Studenten verfügbaren Mittel, jedoch nicht mehr als
   5 % der Jährlichen Gesamtmittel für Stipendien bereitstellen. Die
   Stipendienmittel    für bestimmte außergewöhnliche Programme, deren
   Struktur     keine     Verwaltung      der    Stipendien      durch     die
   élnzelStaat IIchen    Stellen   ermöglicht,    werden   direkt    von   der
   Kommission vergeben.
                                                                               AÎ
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3. Die eInzeI Staat 11chen Stellen für die Stipendienvergabe gewähren
   Stipendien bis höchstens 5.000 ECU Je Student für einen einjährigen
   Aufenthalt unter folgenden Bedingungen:
   a)  Die Stipendien sollen normalerweise nicht die vollen Kosten des
       Auslandsstudiums      decken,      sondern      durch     die      Mobilität
       entstehende     zusätzliche       Kosten      ausgleichen,       d.h.    die
       Reisekosten, erforderlichenfalls die Kosten der sprachlichen
       Vorbereitung    und    höhere    Lebenshaltungskosten         im    Gastland
       (gegebenenfalls     einschließlich         der   dadurch      entstehenden
       zusätzlichen    Kosten,    daß     der   Student     sein    Herkunftsland
       verläßt).    Die   Mltglledstaaten        sehen    im   Bedarfsfall      die
       zusätzliche finanzielle Unterstützung von Studenten vor, denen
       MoblIItätsstlpendien gewährt wurden.
   b)  Studenten, die an Studentenmobilitätsprogrammen Im Rahmen des
       Europäischen   Hochschul netzes gemäß Aktion          1 teilnehmen, und
       Studenten, die an dem Europäischen System zur Anrechnung von
       Studien le Istungen (European Community Course Credit               Transfer
       System - ECTS) gemäß Aktion 3 teilnehmen, werden                   vorrangig
       behandelt. Stipendien können auch Studenten gewährt werden, die
       an Studiengängen In einem anderen Mitgliedstaat teilnehmen, für
       die    Sondervereinbarungen        außerhalb      des     Hochschuinetzes
       getroffen   worden    sind,   sofern     sie   die   Stipendienkriterien
       erfüllen.
   c)  Normalerwelse werden Stipendien nur In Fällen gewährt, In denen
       die In einem anderen Mitgliedstaat abgeleistete Studienzeit von
       der Hochschule Im Herkunftsland des Studenten voll                 anerkannt
       wird. Jedoch    können   Zuschüsse ausnahmsweise auch             in Fällen
       gewährt   werden,   In denen     die Studienzeit       In einem      anderen
       Mitgliedstaat von der den Abschluß verleihenden Universität In
       diesem   Mitgliedstaat      voll     anerkannt    wird,     sofern     diese
       Vereinbarung     Teil    einer      nach     Aktion    1     unterstützten
       Vereinbarung zwischen Hochschulen ist.
                                                                                    4t
 ---pagebreak---                               - 9-
d) Die Gasthochschule erhebt von den aufgenommenen Studenten keine
   Studiengebühren;     gegebenenfalls    zahlen    die    Stipendiaten
   weiterhin    Studiengebühren    an   der    Hochschule    in    Ihrem
   Herkunftsland.
e) Zuschüsse werden für die Ableistung von Studienzelten In einem
   Mitgliedstaat mit einer Dauer von sechs Monaten bis zur Dauer
   eines    vollen    Studienjahres    gewährt;     Zuschüsse     können
   ausnahmsweise   für Studienzeiten von mindestens drei         Monaten
   oder von mehr als zwölf Monaten Im Falle von hoch Integrierten
   Programmen gewährt werden.
f) Alle   Zuschüsse    oder   Darlehen,   die    Studenten    In   Ihrem
   Herkunftsland gewährt werden, werden während der Studienzeit an
   der   Gastuniversität,    für  die   sie   ein   ERASMUS-Stipendlum
   erhalten, In vollem Umfang weitergezahlt.
                                                                         An
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                                     AKTION 3
 Maßnahmen zur Verbesserung der Mobilität durch akademische Anerkennung
                        von Diplomen und Studienzeiten
Die Gemeinschaft wird In Zusammenarbeit mit den zuständigen Stellen der
Mitgliedstaaten die nachstehenden Maßnahmen mit dem Ziel ergreifen, die
Mobilität    durch     akademische    Anerkennung      der    In    einem   anderen
Mitgliedstaat erworbenen Diplome bzw. abgeleisteten Studienzelten zu
verbessern:
1.  Maßnahmen zur versuchsweisen Förderung eines europäischen Systems
     zur  Anrechnung     von   Studien le Istung    (European    Community    Course
    Credit    Transfer     System   -   ECTS)    auf    freiwilliger     Basis,   um
     Studenten,    die   im   Rahmen   ihrer    theoretischen     und   praktischen
    Ausbildung      In    einem    anderen     Mitgliedstaat      studieren,     die
    Möglichkeit zu bieten, an Hochschulen            In anderen Mitgliedstaaten
    erbrachte     Stud Ion le Istungen    auf    Ihr   Studium     angerechnet    zu
    erhalten. Eine begrenzte Anzahl von Zuschüssen In Höhe von 20.000
     ECU pro Jahr wird an die am Pilotsystem teilnehmenden Hochschulen
    vergeben.
2.  Maßnahmen    zur   Förderung    des gemeinschaftsweiten Austauschs           von
     Informationen über die akademische Anerkennung der In einem anderen
    Mltglledstaat erworbenen Diplome und abgeleisteten Studienzelten
    vor   allem    durch   die   Weiterentwicklung      des   Gemeinschaftsnetzes
    nationaler      Informationszentren       für    Fragen     der    akademischen
    Anerkennung     der   Abschlußzeugnisse      und   Studienzeiten;     Zuschüsse
    werden   an   die    Zentren   vergeben,     um   den   Informationsaustausch
     Insbesondere    durch    ein   Datenaustauschsystem       auf   EDV-Basis    zu
    erleichtern.
                                                                                     À%
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                                 AKTION 4
     Flankierende Maßnahmen zur Förderung der StudentenmoblIItät
                           In der Gemeinschaft
1. Um das Programm Informationsmäßig zu untermauern und den Stand der
   gegenseitigen    Kenntnisse    über    die   Hochschulsysteme     In   der
   Gemeinschaft   zu   verbessern,    wird   das   ERASMUS-Programm    Mittel
   vorsehen für
       die  Unterstützung    von    Zusammenschlüssen   und   Verbänden   von
       Hochschuldozenten,     Verwaltungspersonal     oder   Studenten    auf
       europäischer Ebene, Insbesondere mit dem Ziel, Initiativen auf
       spezifischen Gebieten     in der Gemeinschaft besser bekannt zu
       machen;
       Veröffentlichungen, die darauf abzielen, auf Möglichkeiten zum
       Studium und zur Abhaltung von Lehrveranstaltungen          In anderen
       Mitgliedstaaten    sowie   auf   wichtige   Entwicklungen   und   neue
       Modelle    im   Bereich    der    Hochschul Zusammenarbeit    in   der
       Gemeinschaft aufmerksam zu machen;
       sonstige Initiativen zur Förderung der HochschulkooperatIon In
       der Gemeinschaft;
       Maßnahmen zur Erleichterung der Verbreitung von Informationen
       über das ERASMUS-Programm;
       ERASMUS-Prelse der     Europäischen Gemeinschaft      für  Studenten,
       Mitglieder    des   Lehrpersonals,     Hochschulen    oder   ERASMUS-
       Vorhaben, die einen besonderen Beitrag zur           Entwicklung der
       Zusammenarbeit    zwischen     Hochschulen    in  der    Gemeinschaft
       geleistet haben.
                                                                              a*
 ---pagebreak---                               - 12 -
2. Die Kosten der Maßnahmen Im Rahmen der Aktion 4 sollen höchstens
   5   %  der  Jährlichen  Mittelausstattung  des  ERASMUS-Programms
   betragen."
                                                                     7J>
 ---pagebreak---                                FINANZBOGEN
1.  Haushaltsposten und Titel
         B6320
         ERASMUS, d a s g e m e i n s c h a f t l i c h e Aktionsprogramm zur
         Förderung d e r M o b i l i t ä t von H o c h s c h u l s t u d e n t e n
2. Recht sgrund1age
         Ratsbeschluß        87/327/EWG vom 1 5 . Juni                  1987 zum
         ERASMUS-Programm (ABL. Nr. L 1 6 6 / 2 0 vom 2 5 . 6 . 1 9 8 7 ,
         S. 20)
         Vorschlag e i n e s R a t s b e s c h l u s s e s zur Anpassung d e s
         obengenannten B e s c h l u s s e s
         A r t i k e l 128
3. Einstufung der Ausgaben
         Nicht-obligatorische Ausgaben
         Nicht-dissoziierte Mittel Zuweisungen
4. Beschreibung
         Die         vier   Hauptziele             des      ERASMUS-Programms
         entsprechen den im Ratsbeschluß 87/327/EWG vom 15.
         Juni 1987 festgelegten.
         Das ERASMUS-Programm             beinhaltet         vier     Arten        von
         Maßnahmen
         *         die Entwicklung der Hochschulkooperation als
                   Grundlage          des                Austausches               von
                   Hochschulstudenten und                 Dozenten. Zusammen
                   bilden die im Rahmen von ERASMUS finanzierten
                   Hochschulkooperationsprogramme                                  das
                   Europäische Hochschul netz;
         *         ein Studentenstipendienprogramm, durch das
                   ERASMUS-Stipendien                die     während             eines
                   Studienaufenthaltes                 in    einen          anderen
                   Mitgliedstaat          entstehenden            zusätzlichen
                   Kosten decken          helfen: Reise, sprachliche
                   Vorbereitung, höhere Lebenshaltungskosten in
                   Gast 1and ;
         *         die Förderung des Europäischen Systems zur
                   Anrechnung von Studienleistungen (ECTS) und
                   der weitere Ausbau des Europäischen Netzes
                   Nationaler Informationszentren für Fragen der
                   Akademischen         Anerkennung             (NARIC)            zur
                   Förderung der Studentenmobilität durch die
                   Anerkennung von in anderen Mitgliedstaaten
                   erworbenen       Diplomen               und       verbrachten
                   Studienaufenthalten;
         *          ergänzende Maßnahmen zur Unterstützung von
                   ERASMUS     durch          Informationen           und          zur
                   Verstärkung der gegenseitigen Kenntnisse über
                   die Hochschulsysteme in der Gemeinschaft,
                                                                                       2(
 ---pagebreak---         die Evaluierung und ständige Begleitung der durch
        das ERASMUS-Programm finanzierten Aktionen und die
        Auswirkungen von ERASMUS auf die Gemeinschaft;
        die technische Unterstützung für         die Durchführung
        des Programms;
        die Personen, an die sich das ERASMUS-Programm in
        erster Linie richtet, sind Hochschulstudenten,
        Dozenten und Verwaltungspersonal.
5. Begründung
   Durch die Förderung eines hochqualifizierten Arbeits-
   kräftepotentials       trägt    das    ERASMUS-Programm       zur
   Vollendung des einheitlichen Marktes sowie zur Stärkung
   der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung                 der
   Gemeinschaft bei.
   Die Anpassung des ERASMUS-Programms, dem der Rat in
   seiner ursprünglichen Form am 15. Juni 1987 zustimmte,
   wird     den    Handlungsspielraum        für     die     nächste
   Entwicklungsphase schaffen, insbesondere im Hinblick
   darauf, beizutragen eine Studentenmobilität von 10% zu erlangen,
6. Finanzielle        Auswirkungen        der       operationellen
   Bewilligungen; Art der Ausgaben und Berechnungsmethoden
   6.1  Die erforderlichen Bewilligungen werden im Rahmen
        der finanziellen Perspektiven für 1988-1992 und
         ihrer Entwicklung, die gemeinsam von den drei
         Institutionen im Juni 1988 beschlossen wurden,
         Bestandteil der künftigen Budgets sein.
         Die Abschätzung des Bedarfs festgestellt
         im      Rahmen        der      heutigen       finanziellen
         Vorausschätzungen       1988 -      1992,     beträgt 192
         Millionen      ECU. Die Mittel, die dem Programm für
         die zwei folgenden Jahre zur Verfügung zu stellen
         sind, werden im Hinblick auf die Entwicklung der
         finanziellen Vorausschätzungen neu festgelegt.
    6.2  Die durchzuführenden Aktionen werden               aus   dem
         Budget der       Gemeinschaft Art.        6320    auf    der
         folgenden Grundlage finanziert:
         AKTION 1    -   Hochschulkooperationsprogramme (HKP1
         *     Jede teilnehmende Hochschule kann Zuschüsse
               bis     zu einer jährlichen         Obergrenze von
               maximal        25.000       ECU       für        jedes
               Hochschulkooperationsprogramm erhalten;
         *     Pro Hochschule können jährlich bis zu maximal
               5.000 ECO für die Durchführung von Programmen
               für     Dozentenmobilität       bewilligt      werden.
               Zusätzlich kann        ein     Dozent     für    einen
               dreimonatigen          Aus landsauf enthalt         ein
               Stipendium in Höhe von bis zu 4.000 ECU zur
               Deckung der Mobilitätskosten erhalten, und
                                                                       n
 ---pagebreak---           die         Kommission              kann    der     entsendenden
          Hochschule               eine           maximale     finanzielle
          Unterstützung von 3.000 ECU pro Monat und pro
           ersetzter Lehrkraft bewilligen.
*          Für Projekte zur Lehrprogrammentwicklung und
           für Intensivprogramme können 20.000 ECU pro
           Programm bewilligt werden.
*          Für          Auslandsauf enthalte              von    höchstens
           vierwöchiger Dauer können Stipendien in Höhe
           von        bis zu 2.000                 ECU pro     Person für
           Kurzzeitlehraufträge und Studienbesuche von
           Hochschulbediensteten bewilligt werden.
AKTION 2 - Mobi 1 itätsstipendien für Studenten
Um Studenten die Möglichkeit zu geben, einen
anerkannten Studienaufenthalt in einem anderen
Mitgliedstaat zu absolvieren, können bis zu 5000
ECU          pro         Person            (bei      einem    ganzjährigen
Studienaufenthalt) bewilligt werden.
AKTION 3                -    Anerkennung             von    Diplomen     und
Studienaufenthalten
*          Zuschüsse von jährlich bis zu 20.000 ECU
           können jenen Hochschulen bewilligt werden,
           die an der Versuchsphase des Europäischen
           Systems zur Anrechnung von Studienleistungen
            (ECTS) teilnehmen.
*           Das Netz der Europäischen Gemeinschaft der
           Nationalen Informationszentren für Fragen der
           Akademischen                Anerkennung:        Zuschüsse     von
            jährlich bis zu 20.000 ECU können jedem
           nationalen Zentrum bewilligt werden.
AKTION 4 - Ergänzende Maßnahmen
*           Vereinigungen
            Zuschüsse           an         Hochschul Vereinigungen       und
            Konsortien in Höhe von maximal 20.000                        ECU
           können b e w i l l i g t werden.
*           Veröf f e n t 1 i chungen
*           Preise               für            Studenten,        Dozenten,
            Verwaltungspersonal                  und    Universitäten     für
            hervorragende B e i t r ä g e zur Entwicklung des
            ERASMUS-Programms können v e r l i e h e n werden.
 *          Ergänzende Maßnahmen b e z ü g l i c h der w e i t e r e n
            Entwicklung d e s ERASMUS-Programms wie zum
            Beispiel Informationsaktionen.
Angemessene Vorkehrungen werden e b e n f a l l s für d i e
 f o r t l a u f e n d e E v a l u i e r u n g d e s Programms sowie für
die           technische Unterstützung                    durch    die die
 Kommission                unterstützende                Agentur      (siehe
 nachstehenden Punkt 10) g e t r o f f e n .
                                                                              21
 ---pagebreak---     6.3       Verteilung der erforderlichen Haushaltsmittel                (in
              Mio. ECU)
                                  1990         1991    1992    Insgesamt
              Aktion 1            15,0         17,0    19,0       51,0
              Aktion 2            31,0         34,3    37,5      102,8
              Aktion 3              2,0         2,0     2,0        6,0
              Aktion 4              2,9         3,2     3,5         9,6
              Evaluierung/
              Information/
              Technische            7,1         7,5     8,0       22,6
              Unterstützung
              Insgesamt           58,0         64,0 -~7ö7ö "       T § 2 7"
     Auswirkung auf die Einnahmen
     Es gibt keine Auswirkungen auf die Einnahmen.
8.   Art der Kontrolle
     8.1      Finanzielle Kontrolle: durch die Dienststellen der
              Kommission           hinsichtlich        der Richtigkeit     der
              Ausgaben und der Durchführung des Budgets;
     8.2      Wissenschaftliche und technische Kontrolle: die
               zuständigen           Dienststellen der         Kommission mit
              Unterstützung                des   durch      den   Ratsbeschluß
               eingerichteten Beratenden Ausschusses ERASMUS.
9.   Finanzielle Auswirkungen hinsichtlich des Personals
     Ab 1990 zusätzlich erforderliches Personal:
     1A
     2B
     2C
    Der oben angeführte Bedarf an Personal wird entweder durch eine
    interne Uabesetzung von Beamten oder im Raheen des 1990er
    Haushaltsverfahrens g e r e g e l t .
10.  Technische Unterstützung
     Die         Durchführung            des    ERASMUS-Programms erfordert
     q u a l i f i z i e r t e Sachkenntnisse über d i e Administration
     der Hochschulen und ermöglicht der Kommission, e i n e
     ausgewogene Entwicklung des Programms zu gewährleisten,
     d i e durch die v o l l e B e t e i l i g u n g a l l e r Mitgliedstaaten
     gekennzeichnet i s t . Die erforderlichen Sachkenntnisse
     bestehen vor allem darin:
              die            Weiterleitung         von     Informationen     an
              Hochschulen, Dozenten und Studenten
              die Bearbeitung von Anträgen für die Auswahl                  und
               das Einberufen von Beratungsguppen
               die F e r t i g s t e l l u n g     von    Verträgen   und   die
               Auszahlung von Zuschüssen                 sowie die    Kontrolle
               einzelner Projekte
                                                                                5V
 ---pagebreak--- die             technische                  Koordinierung                   Nationaler
S t i p e n d i e n s t e l l e n für ERASMUS-Studenten-stipendien
und Koordinierung mit n a t i o n a l e n Verfahren                                  der
Ausbildungsförderung in den M i t g l i e d s t a a t e n
d i e Vorbereitung von I n f o r m a t i o n s m a t e r i a l über das
ERASMUS-Programm für V e r ö f f e n t l i c h u n g e n und von
Beiträgen zu                     I n f o r m a t i o n s a k t i o n e n in     den 12
Mitgliedstaaten                               einschließlich                       aller
erforderlichen                       Ubersetzungsdienste                    für      e.*i
Verfahren in 9 Sprachen
t e c h n i s c h e K o o r d i n a t i o n und Unterstützung                        des
Europäischen                    Systems                zur           Anrechnung      von
Studienleistungen                         (ECTS)           und         des   EG-Netzes
Nationaler                I n f o r m a t i o n s z e n t r e n zu         Fragen der
Akademischen Anerkennung (ANRIC)
d i e s t ä n d i g e B e g l e i t u n g d e s ERASMUS-Programms
t e c h n i s c h e U n t e r s t ü t z u n g der Kommission b e z ü g l i c h
v o r b e r e i t e n d e r A r b e i t e n f ü r a l l e Ausschußsitzungen
und der Sitzungen s p e z i a l i s i e r t e r A r b e i t s g r u p p e n .
                                                                                          X
 ---pagebreak--- Kommission der Europäischen Gemeinschaften
KOM(89) 235 endg.
Mitteilung der
KOMMISSION AN DEN RAT
und Vorschlag für einen
BESCHLUSS DES RATES
zur Änderung des Beschlusses 87/327/EWG über ein gemeinschaftliches
Aktionsprogramm zur Förderung der Mobilität von Hochschulstudenten
(Erasmus)
29.5.1989
Amt für amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften
L - 2985 Luxemburg
Serie: DOKUMENTE
 1989 - 25 Seiten - Format 21,0 * 29,7 cm
DE
ISSN: 0254-1467
ISBN: 92-77-50549-4
Katalognummer: CB-CO-89-214-DE-C
 ---pagebreak---                                              ISSN 0254-1467
  KOM(89) 235 endg.
  DOKUMENTE
 Mitteilung der
 KOMMISSION AN DEN RAT
 und Vorschlag für einen
 BESCHLUSS DES RATES
 zur Änderung des Beschlusses 87/327/EWG
 über ein gemeinschaftliches Aktionsprogramm
 zur Förderung der Mobilität von
 Hochschulstudenten (Erasmus)
 17                                        29.5.1989
Katalognummer: CB-CO-89-214-DE-C
ISBN: 92-77-50549-4
€
KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN