CELEX: 51987PC0090
Language: de
Date: 1987-03-18
Title: VORSCHLAG FUER EINEN BESCHLUSS DES RATES UEBER EIN AKTIONSPROGRAMM ZUR AUSBILDUNG UND VORBEREITUNG DER JUGENDLICHEN AUF DAS ERWACHSENEN- UND ERWERBSLEBEN

Nr. C 90/4                                 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                     4.4.87
 Mitgliedstaat ein solches Verbot einführt, soll er dieses           (2)    Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission den
 wenigstens sechs Monate vorher der Öffentlichkeit be-               Wortlaut der innerstaatlichen Rechtsvorschriften mit, die
 kanntmachen."                                                       sie auf dem unter diese Richtlinie fallenden Gebiet erlas-
                                                                     sen.
                            Artikel 2
 (1)    Die Mitgliedstaaten informieren im voraus über
                                                                                               Artikel 3
 alle Maßnahmen, die sie gemäß dieser Richtlinie ergrei-
 fen wollen.                                                         Die Richtlinie ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.
               Vorschlag für einen Beschluß des Rates über ein Aktionsprogramm zur Ausbildung und Vor-
                              bereitung der Jugendlichen auf das Erwachsenen- und Erwerbsleben
                                                        KOM(87) 90 endg.
                                    (Von der Kommission dem Rat vorgelegt am 20. März 1987)
                                                           (87/C 90/04)
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN —                           platz gewonnenen Erfahrung und die Aufstellung koor-
                                                                    dinierter Programme und Strukturen, die eine Zusam-
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Euro-                     menarbeit zwischen den betreffenden Verantwortlichen
päischen Wirtschaftsgemeinschaft, insbesondere auf Arti-            ermöglichen, weiterhin erforderlich ist.
kel 128,
gestützt auf den Beschluß 63/266/EWG des Rates vom                  Es ist ein vorrangiges Ziel, die Jugendlichen angemessen
2. April 1963 über die Aufstellung allgemeiner Grund-               auf das Erwerbsleben und ihre Verantwortung als Er-
sätze für die Durchführung einer gemeinsamen Politik                wachsene sowie auf Maßnahmen vorzubereiten, die zur
der Berufsausbildung ( l ), insbesondere auf den zweiten            Verbesserung des Übergangs der Jugendlichen von der
und zehnten Grundsatz,                                              Schule in das Erwachsenen- und Erwerbsleben zu ent-
                                                                    wickeln sind.
auf Vorschlag der Kommission,
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments,                     Alle Jugendlichen, die dies wünschen, sollen im Anschluß
                                                                    an ihre Vollzeitschulpflicht für die Dauer von einem Jahr
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialaus-                  oder, soweit möglich, zwei Jahren an einer beruflichen
schusses,                                                           Bildungsmaßnahme teilnehmen können, wie es der Euro-
                                                                    päische Rat auf seiner Tagung vom Juni 1985 beschloß,
in Erwägung nachstehender Gründe:                                   als er den Bericht des Ad-hoc-Ausschusses für das
                                                                    Europa der Bürger genehmigte, und die Kommission
Die im zweiten Grundsatz des Beschlusses 63/266/EWG                 und den Rat beauftragte, im Rahmen ihrer jeweiligen
festgelegten grundlegenden Ziele der gemeinsamen Poli-              Zuständigkeiten die Durchführung der darin enthaltenen
tik der Berufsausbildung unterstreichen insbesondere die           Vorschläge zu gewährleisten.
Notwendigkeit, jedem die Gelegenheit zu geben, eine
angemessene Berufsausbildung zu erwerben und jede
nachteilige Unterbrechung zwischen dem Abschluß der                 Es ist erforderlich, weitere Maßnahmen zu fördern und
allgemeinen Schulbildung und dem Beginn der Berufs-                 auf bisher Erreichtes sowie auf früher ergriffene Maß-
ausbildung zu vermeiden.                                            nahmen auf Gemeinschaftsebene betreffend die Berufs-
                                                                    ausbildung aufzubauen und die gegenwärtig im Rahmen
Dem zehnten Grundsatz des Beschlusses 63/266/EWG                    des Europäischen Sozialfonds gewährten Zuschüsse zur
zufolge können besondere Maßnahmen eingeleitet wer-                 Unterstützung der Ausbildung von Jugendlichen zu er-
den, um die Sonderprobleme bestimmter Tätigkeitsbe-                 gänzen.
reiche oder Personengruppen zu berücksichtigen.
Der Rat bekräftigt in seiner Entschließung vom        18. De-       Es ist erforderlich, den verschiedenen Maßnahmen zur
zember 1979 über die alternierende Ausbildung         von Ju-       Anhebung des Niveaus der Berufsbildung für Jugend-
gendlichen (2), daß die Entwicklung effektiver        Verbin-       liche in der gesamten Gemeinschaft eine sichtbare euro-
dungen zwischen der Ausbildung und der am             Arbeits-      päische Dimension zu verleihen und ein stärkeres Ge-
                                                                   wicht auf eine gründlichere Information der Jugendli-
(') ABl. Nr. 63 vom 20. 4. 1963, S. 1338/63.                        chen, auf ihre aktive Beteiligung und die Förderung ihrer
(2) ABl. Nr. C 1 vom 3. 1. 1980, S. 1.                              unternehmerischen Fähigkeiten zu legen.
 ---pagebreak--- 4.4.87                                  Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                Nr. C 90/5
Es ist erforderlich, den verschiedenen Ausbildungsmaß-              Verantwortung für die gesellschaftliche und berufliche
nahmen eine europäische Dimension zu verleihen und                  Eingliederung von Jugendlichen fußen und die Koor-
den Erfahrungsaustausch zwischen den Mitgliedstaaten                dinierung und kosteneffiziente Durchführung aller
als Beitrag zur Verwirklichung des Binnenmarktes und                Dienstleistungen und Maßnahmen für Jugendliche
zur Beseitigung der Hemmnisse für die Freizügigkeit in              durch folgendes erleichtern:
der Gemeinschaft zu fördern —
                                                                    — eine Diversifizierung des beruflichen Bildungsan-
BESCHLIESST:                                                             gebots, um Jugendlichen mit unterschiedlichen Fä-
                                                                         higkeiten echte Wahlmöglichkeiten zu bieten, die
                          Artikel 1                                      zu anerkannten beruflichen Bildungsabschlüssen
                                                                         führen,
Es wird ein Programm zur Förderung von Verbesserun-
gen der Ausbildung und der Vorbereitung von Jugendli-               — flexible Ansätze im Hinblick auf eine größere
chen auf das Erwachsenen- und Erwerbsleben in der Ge-                    Ausgewogenheit zwischen dem Bedarf an mehr
meinschaft für einen Zeitraum von fünf Jahren ab dem                     Breite in den angebotenen Programmen und den
1. Juli 1987 festgelegt.                                                 Erfordernissen einer notwendigen beruflichen Spe-
                                                                         zialisierung;
Dieses Programm soll in Anwendung der Gemeinschafts-
politik auf dem Gebiet der Berufsausbildung die Mit-            3. mit Rücksicht auf die vorgenannten Ziele Partner-
gliedstaaten dabei unterstützen, allen Jugendlichen in der          schaftsinitiativen zu fördern, die auf ein besser inte-
Europäischen Gemeinschaft, die dies wünschen, die                   griertes Vorgehen auf dem Gebiet der beruflichen Bil-
Möglichkeit zu geben, im Anschluß an die Vollzeitschul-             dung und Beratung für Jugendliche als Teil der akti-
pflicht für eine Dauer von einem oder, soweit möglich,              ven Beschäftigungspolitik der Gemeinschaft abzielen
zwei Jahren an einer beruflichen Bildungsmaßnahme teil-             und die Sozialpartner an dem Dialog über die Festle-
zunehmen.                                                           gung des Ausbildungsniveaus beteiligen;
                          Artikel 2                             4. eine stärkere Nutzung der Möglichkeiten zu fördern,
                                                                    die außerhalb der herkömmlichen Systeme im Hin-
Zur Erhöhung des Niveaus und der Qualität der berufli-              blick auf eine stärker diversifizierte Beratung und
chen Bildung in der gesamten Gemeinschaft verfolgt das              Begleitung geschaffen wurden, und darüber hinaus
Programm die nachstehenden Ziele:                                   die koordinierte Beratung in den letzten Jahren der
                                                                    Pflichtschulzeit und danach kontinuierlich unter Be-
1. in Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten und den                rücksichtigung der Bedürfnisse der Jugendlichen, ins-
    Sozialpartnern die Entwicklung und Einleitung von               besondere der jungen Frauen, zu fördern;
    Maßnahmen zu unterstützen, um die Verbindung und
    Zusammenarbeit auf allen Ebenen innerhalb der Be-
                                                                5. die Chancengleichheit zu fördern und Jugendlichen,
    rufsbildungssysteme und mit allen öffentlichen und
                                                                    die sei es wegen ihrer Kultur oder Rasse, ihrer geisti-
    privaten Wirtschaftsbereichen zu verstärken, mit dem
                                                                    gen oder körperlichen Behinderung, aufgrund sozialer
    Ziel:
                                                                    oder wirtschaftlicher Schwierigkeiten oder wegen ih-
    — die Lehrpläne anzupassen, um die Fähigkeit der                res niedrigen Ausbildungsniveaus als Schulabbrecher
         Jugendlichen zur vollen Selbstentfaltung zu stär-          benachteiligt sind, eine besondere Unterstützung zu-
         ken und dem wirtschaftlichen, technologischen              teil werden zu lassen, insbesondere durch:
         und sozialen Wandel Rechnung zu tragen,
                                                                    — Ausbildungsprogramme zur Bekämpfung der
    — eine Vielfalt von Lernmöglichkeiten anzubieten                     Langzeitarbeitslosigkeit unter den Jugendlichen,
         und zu entwickeln, die die Realitäten und prakti-
         schen Bedürfnisse der Wirtschaft widerspiegeln             — Maßnahmen, die in den letzten Jahren der Pflicht-
         und                                                             schulzeit ergriffen werden, um den Erwerb von
                                                                         Grundfertigkeiten zu gewährleisten,
    — den Jugendlichen soweit wie möglich zu helfen,
         fundierte Kenntnisse über die Entwicklungen in             — Maßnahmen, um junge Frauen in die Lage zu ver-
         Industrie und Handwerk, Handel, Dienstleistun-                  setzen, auf gleicher Basis an Berufsausbildungs-
         gen und Landwirtschaft sowie über die für sie da-               programmen teilzunehmen;
         mit verbundenen Auswirkungen und Möglichkei-
         ten für Ausbildung und Beschäftigung zu erwer-          6. die Entfaltung von Kreativität, Eigeninitiative und
         ben;                                                       Unternehmungsgeist zu fördern, um die Jugendlichen
                                                                    in die Lage zu versetzen, die Planung und Gestaltung
 2. eine engere Zusammenarbeit und eine Überbrückung                ihrer eigenen Zukunft aktiv mitzubestimmen, und ih-
    der Kluft zwischen den verschiedenen an der Berufs-             nen zu helfen, sich die Fähigkeiten und das erforder-
    bildung und -beratung der Jugendlichen beteiligten               liche Selbstvertrauen anzueignen, um an beruflichen
     Stellen zu unterstützen, je nach Zweckmäßigkeit un-             Bildungsprogrammen teilzunehmen und/oder Zugang
    ter Einschluß von öffentlichen Stellen, privaten und             zum Arbeitsmarkt zu erhalten, wobei der für Arbeit-
     freien Verbänden und Jugendorganisationen auf na-               nehmer in kleineren und mittleren Unternehmen er-
    tionaler, regionaler und lokaler Ebene. Eine derartige           forderlichen Initiative und Anpassungsfähigkeit be-
     Kooperation sollte auf dem Gedanken gemeinsamer                 sonders Rechnung zu tragen ist;
 ---pagebreak---  Nr. C 90/6                                Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                     4.4.87
7. die gemeinschaftliche Dimension in der Planung und                  Die Arbeit des Ausschusses ist vertraulich.
    praktischen Umsetzung von Strategien zur beruflichen
                                                                       Der Ausschuß gibt sich eine Geschäftsordnung. Die
    Bildung zu stärken, damit die Ausbildungssysteme fle-
                                                                       Sekretariatsgeschäfte werden von der Kommission wahr-
    xibler auf die vielfältigen Herausforderungen reagie-
                                                                       genommen.
    ren können, die sich mit dem raschen wirtschaftli-
    chen, technologischen und sozialen Wandel stellen                  (3)   Die Kommission kann den Ausschuß zu allen Fra-
    und damit die Ausbildung zu einem lebenswichtigen                 gen anhören, die die Durchführung des Programms bzw.
    und integrierenden Bestandteil der wirtschaftlichen                seine Übereinstimmung mit einzelstaatlichen Politiken
    und sozialen Entwicklung wird.                                    betreffen.
                                                                      Ersucht die Kommission den Ausschuß um seine Stel-
                           Artikel 3
                                                                      lungnahme, so kann sie eine Frist setzen, bis zu der diese
(1)     Zur Verwirklichung der in Artikel 2 genannten                 Stellungnahme erfolgen soll.
Ziele und zur Unterstützung und Ergänzung der Tätig-
                                                                      Bei den Erörterungen im Ausschuß ist eine Abstimmung
keit der Mitgliedstaaten wird die Kommission gezielte
                                                                      nicht vorgesehen. Jedes Ausschußmitglied kann jedoch
Anreize geben und ergänzende Maßnahmen im Sinne
                                                                      verlangen, daß seine Stellungnahme zu Protokoll ge-
des Anhangs ergreifen.
                                                                      nommen wird.
(2)     In der Wahrnehmung dieser Aufgabe steht der
Kommission ein Ausschuß zur Seite. Der Ausschuß be-                                              Artikel 4
steht aus 26 Mitgliedern und zwar aus:                                (1)    Dem gemäß Beschluß 63/688/EWG des Rates (»)
a) zwei Beauftragten je Mitgliedstaat, die die entspre-               eingesetzten Beratenden Ausschuß für die Berufsausbil-
    chenden Bildungs- und Ausbildungsbehörden vertre-                 dung und dem in Anwendung der Entschließung des Ra-
    ten. Diese Ausschußmitglieder werden von der Kom-                 tes und der im Rat vereinigten Minister für Bildungsfra-
    mission auf Vorschlag der Mitgliedstaaten berufen;                gen vom 9. Februar 1976 (2) eingesetzten Ausschuß für
                                                                      Bildungsfragen wird regelmäßig Bericht über die Durch-
b) zwei Beauftragten der Sozialpartner, die von der                   führung des Aktionsprogramms erstattet.
    Kommission auf Vorschlag der die Sozialpartner auf
    Gemeinschaftsebene vertretenden Verbände berufen                  (2)    Die Mitgliedstaaten und die Kommission legen
    werden.                                                           dem Rat und dem Europäischen Parlament vor Ende
                                                                      1989 einen Zwischenbericht über die Durchführung die-
Die Mitglieder des Ausschusses können sich von Sach-                  ses Aktionsprogramms vor, sowie einen Abschlußbericht
verständigen oder Beratern unterstützen lassen.                       vor Ende 1992.
Ein Beauftragter des Jugendforums nimmt als Beobach-
ter an der Arbeit des Ausschusses teil.
                                                                      O ABl. Nr. 190 vom 30. 12. 1963, S. 3090/63.
Ein Vertreter der Kommission führt den Vorsitz.                       O ABl. Nr. C 38 vom 19. 2. 1976, S. 1.
                                                              ANHANG
              Zum Entwurf des Beschlusses über ein Aktionsprogramm zur Ausbildung und Vorbereitung der Jugend-
                                            lichen auf das Erwachsenen- und Erwerbsleben
              1. Dieses Aktionsprogramm enthält verschiedene Anreize und ergänzende Maßnahmen, die von der Kom-
                 mission in Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten und den Sozialpartnern zu ergreifen sind, um die
                 Innovation und die qualitative Verbesserung der beruflichen Bildungssysteme in der Europäischen Ge-
                 meinschaft zu fördern.
              2. Während der Dauer des Programms von 1987 bis 1992 können folgende Maßnahmen unterstützt
                 werden:
                 a) Unterstützung von Partnerschaftsinitiativen auf dem Gebiet der beruflichen Bildung und Ausbildung,
                    die:
                    — sich ausdrücklich um die Mobilisierung aller kollektiven Ressourcen des öffentlichen, privaten
                        und freien Sektors bemühen, um den Bedürfnissen der Jugendlichen in Hinblick auf berufliche
                        Bildung und Beratung durch ein kooperatives oder integriertes Vorgehen zu entsprechen;
                    — Bereitschaft zu Verbindungen mit ähnlichen Initiativen in anderen Mitgliedstaaten zeigen, z. B.
                        durch Kooperationsvereinbarungen, und eine aktive Rolle in einem gemeinschaftsweiten Verbund
                        zur fachlichen Unterstützung, Überwachung und Evaluierung übernehmen.
 ---pagebreak--- 4.4.87                               Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                   Nr. C 90/7
           Der finanzielle Beitrag der Gemeinschaft wird auf die Durchführungskosten von Maßnahmen mit
           einer Europäischen Dimension begrenzt und ist an die Mitwirkung in dem Europäischen Verbund-
           netz gebunden, mit einem Höchstbetrag von 30 000 ECU pro Partnerschaftsinitiative und für einen
           Zeitraum von höchstens zwei Jahren. Förderung bis zu 50 % der Kosten wird ebenfalls für spezifi-
           sche Projekte gewährt, die dem Erfahrungsaustausch dienen;
       b) fachliche Unterstützung bestehend in:
           — besonderen Maßnahmen, einschließlich der Entsendung von Sachverständigenteams zur Beratung
                oder Unterstützung bei der Bewältigung von Ausbildungsproblemen in spezifischen Bereichen
                oder Gebieten;
           — einem finanziellen Zuschuß zum Aufbau und zur weiteren Entwicklung der unter a) genannten
                Ausbildungspartnerschaften.
           Der finanzielle Beitrag der Gemeinschaft beträgt höchstens 50 000 ECU pro Projekt;
       c) Unterstützung vergleichender Forschungsprojekte einschließlich fachlicher Unterstützung für die Zu-
           sammenarbeit zwischen benannten Stellen, die sich an dem kooperativen Programm beteiligen.
           Ein Zuschuß wird außerdem für die Zusammenführung von Ergebnissen der kooperativen Forschung
           gewährt, sowie für Konferenzen auf einzelstaatlicher und Gemeinschaftsebene zur Weiterverbreitung
           der Ergebnisse.
           Der finanzielle Beitrag der Gemeinschaft beträgt im Höchstfall 40 000 ECU für jedes vergleichende
           Forschungsprojekt. Der Zuschuß zur Zusammenführung der Ergebnisse und für Konferenzen zu
           ihrer Weiterverbreitung beträgt im Einzelfall 50 % der Konferenzkosten, höchstens jedoch 50 000
           ECU;
       d) gemeinsame Förderung von Erhebungen zur Erfassung von Ausbildungsmaßnahmen für Jugendliche,
           die
           — Tendenzen der Bewegungen von Jugendlichen in und zwischen den Systemen der allgemeinen
                und beruflichen Bildung erfassen;
           — das Augenmerk auf spezifische Fragen im Zusammenhang mit dem Angebot für Jugendliche,
                insbesondere für Schulabbrecher, Jugendliche in ländlichen und Randgebieten der Gemeinschaft
                und in den besonders strukturschwachen Gebieten richten;
           — die Ergebnisse nach Geschlecht aufschlüsseln.
           Der Finanzzuschuß der Gemeinschaft beträgt höchsten 50 000 ECU pro Erhebungsprojekt;
       e) Unterstützung und fachliche Hilfe zur Schaffung der Voraussetzungen für eine regelmäßige Über-
           prüfung der Entwicklung der beruflichen Qualifikationen und die Zusammenführung von Erfahrun-
           gen in diesem Bereich;
       f) Unterstützung für Jugendinformationsprojekte, die
           — die Schaffung effizienter Informationsquellen zur Erleichterung des Übergangs der Jugendlichen
                ins Erwachsenen- und Erwerbsleben beinhalten und Jugendliche aktiv an der Sammlung und Auf-
                bereitung der Information beteiligen;
           — die bestehenden Stellen darin unterstützen, ihre Dienste Jugendlichen besser zugänglich zu ma-
                 chen, insbesondere solchen Jugendlichen, die normalerweise nicht erreicht werden;
           — die Verpflichtung beinhalten, Erfahrungen auszutauschen und gegenseitige Informationen auf
                 einzelstaatlicher und Gemeinschaftsebene zu liefern.
            Der Finanzzuschuß der Gemeinschaft beträgt höchstens 10 000 ECU pro Projekt, jedoch nicht mehr
            als 50 % der Projektkosten;
        g) Unterstützung für Jugendinitiativen, die
            — Jugendliche in die Lage versetzen, durch Ausbildung, Einsatz von Medien und neue Technolo-
                 gien sowie durch freiwillige Arbeiten und Gemeinwesenprojekte Fähigkeiten, Initiativen und Ver-
                 antwortung zu entwickeln;
                 benachteiligte Jugendliche und die Entwicklung von Fördermaßnahmen für diese Jugendliche un-
                 terstützen;
            — eine Verpflichtung zum Erfahrungsaustausch und zur gegenseitigen Information auf einzelstaatli-
                 cher und Gemeinschaftsebene beinhalten.
 ---pagebreak--- Nr. C 90/8                               Amtsblatt d e r Europäischen Gemeinschaften                                    4.4.87
                 Der Finanzzuschuß beträgt höchstens 10 000 ECU pro Initiative und im allgemeinen nicht mehr als
                 50 % der Gesamtkosten der Initiative; bei ausschließlich von Jugendlichen selbst organisierten Initia-
                 tiven kann der Zuschuß jedoch bis zu 80 % im Rahmen der Höchstgrenze betragen;
              h) der Ausbau des bestehenden Programms für den Austausch von Ausbildungsfachleuten, das gegen-
                 wärtig mit fachlicher Unterstützung des CEDEFOP durchgeführt wird, wobei besonderes Augen-
                 merk auf die Auswahl solcher Ausbildungsfachleute zu richten ist, die an der Verwirklichung der
                 Ziele des Beschlusses beteiligt sind;
              i) Unterstützung eines regelmäßigen Dialogs zur Überwachung der Durchführung des Ratsbeschlusses
                 und des entsprechenden Aktionsprogramms durch finanzielle Zuschüsse für verschiedene Konferen-
                 zen auf hoher europäischer Ebene.
                 Der Zuschuß der Gemeinschaft beträgt 50 % der Konferenzkosten, höchstens jedoch 100 000 ECU
                 pro Konferenz.
           3. Die Kommission kann ergänzende Maßnahmen ergreifen, die folgendes einschließen:
              — die Verbreitung von Information und einen Erfahrungsaustausch;
              — Vorkehrungen für die Einbindung von Partnerschaftsinitiativen, Jugendinformationsvorhaben und
                 Jugendinitiativen in ein Verbundnetz;
              — eine Kontrolle und Analyse auf Gemeinschaftsebene;
              — Hilfestellung bei der Veranstaltung von Seminaren, Konferenzen und bei gezielten Kooperationsvor-
                  haben.