CELEX: 62012CA0216
Language: de
Date: 2013-09-19 00:00:00
Title: Verbundene Rechtssachen C-216/12 und C-217/12: Urteil des Gerichtshofs (Fünfte Kammer) vom 19. September 2013 (Vorabentscheidungsersuchen der Cour de cassation du Grand-Duché de Luxembourg — Luxemburg) — Caisse nationale des prestations familiales/Fjola Hliddal (C-216/12), Pierre-Louis Bornand (C-217/12) (Soziale Sicherheit — Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 — Abkommen zwischen der Europäischen Gemeinschaft und der Schweizerischen Eidgenossenschaft — Schweizer Staatsangehörige, die ihren Wohnsitz in der Schweiz haben und in Luxemburg arbeiten — Gewährung einer Ausgleichszahlung für Elternurlaub — Begriff der „Familienleistung“ )

23.11.2013   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 344/29
            
         Urteil des Gerichtshofs (Fünfte Kammer) vom 19. September 2013 (Vorabentscheidungsersuchen der Cour de cassation du Grand-Duché de Luxembourg — Luxemburg) — Caisse nationale des prestations familiales/Fjola Hliddal (C-216/12), Pierre-Louis Bornand (C-217/12)
   (Verbundene Rechtssachen C-216/12 und C-217/12) (1)
   
   (Soziale Sicherheit - Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 - Abkommen zwischen der Europäischen Gemeinschaft und der Schweizerischen Eidgenossenschaft - Schweizer Staatsangehörige, die ihren Wohnsitz in der Schweiz haben und in Luxemburg arbeiten - Gewährung einer Ausgleichszahlung für Elternurlaub - Begriff der „Familienleistung“)
   2013/C 344/49
   Verfahrenssprache: Französisch
   
      Vorlegendes Gericht
   
   Cour de cassation du Grand-Duché de Luxembourg
   
      Parteien des Ausgangsverfahrens
   
   
      Klägerin: Caisse nationale des prestations familiales
   
      Beklagte: Fjola Hliddal (C-216/12), Pierre-Louis Bornand (C-217/12)
   
      Gegenstand
   
   Vorabentscheidungsersuchen — Cour de Cassation (Luxemburg) — Auslegung von Art. 1 Buchst. u Ziff. i und Art. 4 Abs. 1 Buchst. h der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 zur Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern (ABl. L 149, S. 2) und des Anhangs II Abschnitt A Nr. 1 des am 21. Juni 1999 geschlossenen Abkommens zwischen der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten einerseits und der Schweizerischen Eidgenossenschaft andererseits über die Freizügigkeit (ABl. 2002, L 114, S. 6) — Begriff der „Familienleistung“ — Zulässigkeit einer nationalen Regelung, die Elternurlaubsgeld gewährt — Schweizer Staatsangehörige, die ihren Wohnsitz in der Schweiz hat und in Luxemburg arbeitet
   
      Tenor
   
   Art. 1 Buchst. u Ziff. i und Art. 4 Abs. 1 Buchst. h der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 über die Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern, geändert und aktualisiert durch die Verordnung (EG) Nr. 118/97 des Rates vom 2. Dezember 1996, in der durch die Verordnung (EG) Nr. 1606/98 des Rates vom 29. Juni 1998 geänderten Fassung, sind dahin auszulegen, dass eine Ausgleichszahlung für Elternurlaub wie die durch die luxemburgischen Rechtsvorschriften eingeführte eine Familienleistung im Sinne dieser Verordnung darstellt.
   
      (1)  ABl. C 235 vom 4.8.2012.