CELEX: 31989R1038
Language: de
Date: 1989-04-21
Title: Verordnung (EWG) Nr. 1038/89 der Kommission vom 20. April 1989 zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Tomaten mit Ursprung in Spanien (ausgenommen den Kanarischen Inseln)

21 . 4. 89                               Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                             Nr. L 110/43 .
                              VERORDNUNG (EWG) Nr. 1038/89 DER KOMMISSION
                                                    vom 20. April 1989
                  zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Tomaten mit
                          Ursprung in Spanien (ausgenommen den Kanarischen Inseln)
DIE KOMMISSION DER EUROPAISCHEN                                  mit dem Koeffizienten multipliziert werden, der in
GEMEINSCHAFTEN —                                                 Artikel 1 Absatz 2 Buchstabe a), ester Gedankenstrich der
                                                                 Verordnung (EWG) Nr. 674/89 festgesetzt worden ist.
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft,                                         Der hieraus berechnete Einfuhrpreis hat für Tomaten mit
                                                                 Ursprung in Spanien (ausgenommen den Kanarischen
gestützt auf die Akte über den Beitritt Spaniens und             Inseln) an zwei aufeinanderfolgenden Markttagen um
Portugals,                                                       mindestens 0,6 ECU unter dem Referenzpreis gelegen.
                                                                 Daher muß eine Ausgleichsabgabe für diese Tomaten
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 des Rates          erhoben werden .
vom 18 . Mai 1972 über eine gemeinsame Marktorganisa­
tion für Obst und Gemüse ('), zuletzt geändert durch die         Um ein normales Funktionieren der Regelung zu
Verordnung (EWG) Nr. 1010/89 (2), insbesondere auf               erlauben, ist bei der Berechnung des Einfuhrpreises
Artikel 27 Absatz 2 zweiter Unterabsatz,                         zugrunde zu legen :
in Erwägung nachstehender Gründe :                               — für Währungen, die untereinander zu jedem Zeit­
                                                                      punkt innerhalb einer maximalen Abweichung in ■
Artikel 25 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72                  Höhe von 2,25 v. H. gehalten werden, ein Umrech­
schreibt vor, daß wenn der Einfuhrpreis bei der Einfuhr               nungssatz, der sich auf den Leitkurs dieser
eines Erzeugnisses aus einem Drittland an zwei aufeinan­              Währungen stützt, multipliziert mit dem Berichti­
derfolgenden Markttagen um mindestens 0,6 ECU unter                   gungskoeffizienten gemäß Artikel 3 Absatz 1 zweiter
dem Referenzpreis liegt, bei der Einfuhr dieses Erzeug­               Unterabsatz letzter Gedankenstrich der Verordnung
nisses aus dem betreffenden Herkunftsland außer in                    (EWG) Nr. 1676/85 des Rates (6), zuletzt geändert
Ausnahmefällen eine Ausgleichsabgabe erhoben wird. Die                durch die Verordnung (EWG) Nr. 1636/87 Q,
Ausgleichsabgabe muß gleich der Differenz zwischen               — für die übrigen Währungen ein Umrechnungssatz, der
dem Referenzpreis und dem arithmetischen Mittel der                   sich auf das arithmetische Mittel der Kassa-Wechsel­
beiden letzten, für das betreffende Herkunftsland verfüg­             kurse in Höhe jeder dieser Währungen stützt und der
baren Einfuhrpreise sein.                                             während     eines  bestimmten     Zeitraums   für  die
In der Verordnung (EWG) Nr. 674/89 der Kommission                     Währungen der Gemeinschaft entsprechend vorherge­
vom 16. März 1989 zur Festsetzung der Referenzpreise für              hendem Gedankenstrich und nach Maßgabe des
Tomaten für das Wirtschaftsjahr 1989 (3) wurde der Refe­              vorgenannten Koeffizienten festgestellt wird.
renzpreis für diese Erzeugnisse der Güteklasse I auf             Nach Artikel 136 Absatz 2 der Beitrittsakte wird während
 197,27 ECU je 100 kg Eigengewicht für den Monat April           der ersten Ubergangsstufe im Handel zwischen dem
 1989 festgesetzt.                                               neuen Mitgliedstaat und der Gemeinschaft in ihrer
                                                                 Zusammensetzung am 31 . Dezember 1985 die vor dem
Der Einfuhrpreis für ein bestimmtes Herkunftsland ist
gleich der niedrigsten repräsentativen Notierung oder            Beitritt geltende Regelung angewandt.
dem Mittel der niedrigsten repräsentativen Notierungen           Nach Artikel 140 Absatz 1 der Beitrittsakte werden die
für mindestens 30 v. H. der auf allen repräsentativen            Ausgleichsabgaben aus der Anwendung der Verordnung
Märkten, für welche Notierungen vorliegen, vermarkteten          (EWG) Nr. 1035/72 im vierten Jahr nach dem Beitritt um
Mengen aus dem betreffenden Herkunftsland, wobei diese           8 v. H. gesenkt —
Notierung oder Notierungen um die in Artikel 24 Absatz
3 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 genannten Zölle
und Abgaben verringert werden. Der Begriff repräsenta­
                                                                 HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
tive Notierung ist in Artikel 24 Absatz 2 der Verordnung
(EWG) Nr. 1035/72 festgelegt.
                                                                                          Artikel 1
Nach Artikel 3 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.
2118/74 der Kommission (4), zuletzt geändert durch die           Auf Einfuhren von Tomaten (KN-Code 0702 00) mit
Verordnung (EWG) Nr. 381 1 /85 (5), müssen die zu                Ursprung in Spanien (ausgenommen den Kanarischen
berücksichtigenden Notierungen auf den repräsentativen           Inseln) wird eine Ausgleichsabgabe in Höhe von 19,51
Märkten und unter bestimmten Voraussetzungen auf                 ECU je 100 kg Eigengewicht angewandt.
anderen Märkten festgestellt werden und gegebenenfalls
                                                                                          Artikel 2
(') ABl.  Nr. L 118 vom 20. 5. 1972, S. 1 .                      Diese Verordnung tritt am 22. April 1989 in Kraft.
(2) ABl.  Nr. L 109 vom 20. 4. 1989, S. 3.
O   ABl.  Nr. L 73 vom 17. 3 . 1989, S. 14.
(<) ABl . Nr. L 220 vom 10. 8 . 1974, S. 20 .                    («) ABl . Nr. L 164 vom 24. 6. 1985, S. 1 .
O   ABl.  Nr. L 368 vom 31 . 12. 1985, S. 1                      F) ABl. Nr. L 153 vom 13. 6. 1987, S. 1 .
 ---pagebreak--- Nr. L 110/44                       Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                      21 . 4. 89
             Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
             Mitgliedstaat.
             Brüssel, den 20 . April 1989
                                                                   Für die Kommission
                                                                    Ray MAC SHARRY
                                                                Mitglied der Kommission