CELEX: 31999D0807
Language: de
Date: 1999-11-17 00:00:00
Title: 1999/807/EG: Entscheidung der Kommission vom 17. November 1999 über die finanzielle Beteiligung der Gemeinschaft an einem Programm zur Bekämpfung von Schadorganismen der Pflanzen und pflanzlichen Erzeugnisse in den französischen überseeischen Departements im Jahre 1999 (Bekanntgegeben unter Aktenzeichen K(1999) 3772) (Nur der französische Text ist verbindlich)

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31999D0807

1999/807/EG: Entscheidung der Kommission vom 17. November 1999 über die finanzielle Beteiligung der Gemeinschaft an einem Programm zur Bekämpfung von Schadorganismen der Pflanzen und pflanzlichen Erzeugnisse in den französischen überseeischen Departements im Jahre 1999 (Bekanntgegeben unter Aktenzeichen K(1999) 3772) (Nur der französische Text ist verbindlich)  

Amtsblatt Nr. L 313 vom 07/12/1999 S. 0012 - 0018

ENTSCHEIDUNG DER KOMMISSIONvom 17. November 1999über die finanzielle Beteiligung der Gemeinschaft an einem Programm zur Bekämpfung von Schadorganismen der Pflanzen und pflanzlichen Erzeugnisse in den französischen überseeischen Departements im Jahre 1999(Bekanntgegeben unter Aktenzeichen K(1999) 3772)(Nur der französische Text ist verbindlich)(1999/807/EG)DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 3763/91 des Rates vom 16. Dezember 1991 mit Sondermaßnahmen für bestimmte Agrarerzeugnisse zugunsten der französischen überseeischen Departements(1), geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 1257/1999(2) des Rates, insbesondere auf Artikel 11 Absatz 3,in Erwägung nachstehender Gründe:(1) In der Entscheidung 93/522/EWG der Kommission(3), zuletzt geändert durch die Entscheidung 96/633/EG(4) sind die Maßnahmen festgelegt, die für eine gemeinschaftliche Finanzierung im Rahmen von Programmen zur Bekämpfung von Schadorganismen der Pflanzen und pflanzlichen Erzeugnissen in den französischen überseeischen Departements sowie auf den Azoren und Madeira in Betracht kommen.(2) Die spezifischen Anbaubedingungen in den französischen überseeischen Departements erfordern besondere Berücksichtigung. Maßnahmen im Bereich der pflanzlichen Erzeugung, insbesondere Maßnahmen für die Pflanzengesundheit, müssen in diesen Regionen getroffen oder verstärkt werden.(3) Die für die Pflanzengesundheit zu treffenden oder zu verstärkenden Maßnahmen sind sehr kostenintensiv.(4) Die zuständigen französischen Behörden haben der Kommission ein Maßnahmenprogramm vorgelegt. Darin sind die Zielvorhaben, die geplanten Maßnahmen sowie deren Dauer und Kosten im Hinblick auf einen möglichen finanziellen Beitrag der Gemeinschaft angeführt.(5) Die finanzielle Beteiligung der Gemeinschaft kann bis zu 60 % der förderfähigen Ausgaben betragen, sie darf sich jedoch nicht auf Schutzmaßnahmen für Bananen erstrecken.(6) Die in diesem Programm für die französischen überseeischen Departements geplanten Maßnahmen decken sich nicht mit den Pflanzenschutzmaßnahmen, die in den einheitlichen Programmplanungsdokumenten für den Zeitraum 1994-1999 vorgesehen sind und aus den Strukturfonds finanziert werden.(7) Die geplanten Maßnahmen decken sich nicht mit den Maßnahmen, die im Rahmenprogramm der Europäischen Gemeinschaft für Forschung und technische Entwicklung vorgesehen sind.(8) Aufgrund der von Frankreich vorgelegten fachlichen Angaben war es dem Ständigen Ausschuß für Pflanzenschutz möglich, eine genaue und umfassende Bewertung durchzuführen.(9) Die in dieser Entscheidung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Ständigen Ausschusses für Pflanzenschutz -HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:Artikel 1Die finanzielle Beteiligung der Gemeinschaft an dem amtlichen Programm zur Bekämpfung von Schadorganismen der Pflanzen und pflanzlichen Erzeugnisse in den französischen überseeischen Departements, das von Frankreich für das Jahr 1999 vorgelegt wurde, wird genehmigt.Artikel 2Das amtliche Programm umfaßt vier Teilprogramme:1. Teilprogramm für das Departement Guadeloupe mit folgenden vier Maßnahmen:- Bewertungsstrukturen, Analyse und Diagnose phytosanitärer Risiken;- Bekämpfung der wichtigsten Schadorganismen;- "labo vert";- regionale Struktur der Erprobung und Anwendung von Verfahren des Pflanzenschutzes.2. Teilprogramm für das Departement Guyana mit folgenden drei Maßnahmen:- Bewertungsstrukturen, Analyse und Diagnose phytosanitärer Risiken;- Anwendung von Methoden zur Bekämpfung der wichtigsten Schadorganismen;- Entwicklung von Methoden des biologischen Pflanzenschutzes.3. Teilprogramm für das Departement Réunion mit folgenden drei Maßnahmen:- Bewertungsstrukturen, Analyse und Diagnose phytosanitärer Risiken;- Entwicklung von Methoden zur Bekämpfung der wichtigsten Schadorganismen;- angewandte Schadorganismenforschung.4. Teilprogramm für das Departement Martinique mit folgenden drei Maßnahmen:- Ausbau von Techniken für die Erkennung von Schadorganismen;- Bekämpfung der wichtigsten Schadorganismen;- biologischer und integrierter Pflanzenschutz.Artikel 3Die finanzielle Beteiligung der Gemeinschaft an dem von Frankreich für 1999 vorgelegten Programm beträgt 60 % der Ausgaben, die gemäß der Entscheidung 93/522/EWG der Kommission förderfähig sind, und beläuft sich auf höchstens 700000 EUR (ohne MwSt.).Der Kosten- und Finanzplan des Programms ist in Anhang I enthalten.Artikel 4Frankreich erhält einen Vorschuß von 300000 EUR.Artikel 5Die finanzielle Beteiligung der Gemeinschaft bezieht sich auf Ausgaben für förderfähige Maßnahmen dieses Programms, für das Frankreich Vorschriften erläßt und für das die erforderlichen Mittelbindungen zwischen dem 1. Oktober und 31. Oktober 1999 vorgenommen werden. Die Frist für Zahlungen im Zusammenhang mit den Maßnahmen endet am 30. September 2000; bei ungerechtfertigten Verzögerungen erlischt der Anspruch auf die Gemeinschaftsfinanzierung.Sollte eine Verlängerung der Zahlungsfrist erforderlich werden, so stellen die zuständigen Behörden vor Ablauf der Frist einen entsprechend begründeten Antrag.Artikel 6Anhang II enthält die Bestimmungen bezüglich der Finanzierung des Programms, der Beachtung der Gemeinschaftspolitiken und der Informationen, die Frankreich der Kommission übermitteln muß.Artikel 7Alle öffentlichen Aufträge für Investitionen im Rahmen dieser Entscheidung unterliegen dem Gemeinschaftsrecht.Artikel 8Diese Entscheidung ist an die Französische Republik gerichtet.Brüssel, den 17. November 1999.Für die KommissionDavid BYRNEMitglied der Kommission(1) ABl. L 356 vom 24.12.1991, S. 1.(2) ABl. L 160 vom 26.6.1999, S. 80.(3) ABl. L 251 vom 8.10.1993, S. 35.(4) ABl. L 283 vom 5.11.1996, S. 58.ANHANG IFINANZPLAN FÜR 1999>PLATZ FÜR EINE TABELLE>ANHANG III. BESTIMMUNGEN FÜR DIE DURCHFÜHRUNG DES PROGRAMMSA. Durchführungsbestimmungen für die Finanzierung1. Die Kommission beabsichtigt, das Programm in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden durchzuführen. In Übereinstimmung mit dem Programm sind die nachstehend angeführten Behörden zuständig.Mittelbindung und Zahlungen2. Frankreich stellt sicher, daß alle öffentlichen und privaten Einrichtungen, die an der Verwaltung und der Durchführung der von der Gemeinschaft kofinanzierten Maßnahmen beteiligt sind, über alle Transaktionen in geeigneter Weise Buch führen, um die Überprüfung der Ausgaben durch die Gemeinschaft und die nationalen Kontrollbehörden zu erleichtern.3. Die erste Mittelbindung erfolgt auf der Grundlage eines indikativen Finanzierungsplans für die Dauer eines Jahres.4. Die Mittel werden gebunden, sobald die Kommission die Entscheidung über die Genehmigung der Finanzhilfe gemäß dem Verfahren des Artikels 16a der Richtlinie 77/93/EWG des Rates(1), zuletzt geändert durch die Richtlinie 1999/53/EG der Kommission(2), erlassen hat.5. Nach der Mittelbindung wird ein erster Vorschuß in Höhe von 300000 EUR ausgezahlt.6. Der Restbetrag der gebundenen Mittel wird in zwei Teilen zu je 200000 EUR ausgezahlt. Der erste Teil wird überwiesen, nachdem die Kommission einen Zwischenbericht erhalten und genehmigt hat. Der zweite und letzte Teil wird gezahlt, nachdem die Kommission einen Abschlußbericht und eine genaue Aufstellung der entstandenen Gesamtkosten erhalten und genehmigt hat.Für die Programmdurchführung zuständige Behörden:- Für die Zentralverwaltung:Ministère de l'Agriculture et de la PêcheSous-Direction de la Protection des Végétaux175, rue du Vaugirard F - 75732 Paris Cedex 15- Für die örtlichen Verwaltungen:- Guadeloupe:Ministère de l'Agriculture et de la PêcheDirection de l'Agriculture et de la ForêtJardin Botanique F - 97109 Basse Terre Cedex- Martinique:Ministère de l'Agriculture et de la PêcheDirection de l'Agriculture et de la ForêtJardin Desclieux B.P. 642 F - 97262 Fort de France Cedex- Guyana:Ministère de l'Agriculture et de la PêcheDirection de l'Agriculture et de la ForêtCité RebardRoute de BaduelB.P. 746 F - 97305 Cayenne Cedex- Réunion:Ministère de l'Agriculture et de la PêcheDirection de l'Agriculture et de la ForêtParc de la Providence F - 97489 Saint Denis de la Réunion7. Der Kommission ist eine Aufstellung der tatsächlich getätigten Ausgaben vorzulegen, die nach Art der Maßnahmen oder Teilprogrammen aufgeschlüsselt ist, so daß der Zusammenhang zwischen dem indikativen Finanzierungsplan und den tatsächlich getätigten Ausgaben ersichtlich ist. Wenn Frankreich eine geeignete EDV-Buchführung unterhält, wird diese anerkannt.8. Alle von der Gemeinschaft im Rahmen dieser Entscheidung gewährten Beihilfezahlungen werden an die von Frankreich benannte Behörde, die gegebenenfalls auch für die Rückzahlung von zuviel gezahlten Bettägen an die Gemeinschaft verantwortlich ist, überwiesen.9. Alle Mittelbindungen und Zahlungen werden in EUR vorgenommen.Die Finanzierungspläne der Gemeinschaftlichen Förderkonzepte und die Beträge der gemeinschaftlichen Beihilfezahlungen werden in EUR ausgedrückt. Die Zahlungen werden auf das folgende Konto überwiesen: Ministère du BudgetDirection de la Comptabilité PubliqueAgence Comptable Centrale du Trésor139, rue de Bercy F - 75572 Paris Cedex 12 N° E 478 98 DiversFinanzkontrolle10. Die Kommission oder der Rechnungshof können Kontrollen durchführen, falls sie dies für erforderlich erachten. Frankreich und die Kommission übermitteln einander unverzüglich alle sachdienlichen Informationen über die Ergebnisse etwaiger Kontrollen.11. Nach der letzten Zahlung für Maßnahmen, für die eine Gemeinschaftsbeteiligung gewährt wurde, hält die für die Durchführung zuständige Behörde sämtliche Belege über Ausgaben im Zusammenhang mit diesen Maßnahmen drei Jahre lang für die Kommission zur Verfügung.12. Bei der Einreichung von Zahlungsanträgen stellt Frankreich der Kommission alle amtlichen Kontrollberichte zu den betreffenden Maßnahmen zur Verfügung.Kürzung, Aussetzung und Streichung der Gemeinschaftsbeteiligung13. Frankreich erklärt, daß die Gemeinschaftsmittel für die vorgesehenen Zwecke verwendet werden. Wird eine Maßnahme so ausgeführt, daß nur ein Teil der gewährten finanziellen Beteiligung gerechtfertigt erscheint, so fordert die Kommission den fälligen Betrag unverzüglich zurück. In Streitfällen prüft die Kommission den Fall und fordert Frankreich oder die von Frankreich für die Programmdurchführung benannten Behörden auf, sich innerhalb von zwei Monaten zu äußern.14. Die Kommission kann die Gemeinschaftsbeteiligung an einer Maßnahme kürzen oder aussetzen, wenn durch die Prüfung bestätigt wird, daß eine Unregelmäßigkeit, insbesondere eine erhebliche Änderung der Art oder der Durchführungsbedingungen der Maßnahme vorliegt und diese Änderung der Kommission nicht zur Genehmigung unterbreitet wurde.Rückforderun unrechtmäßig gezahlter Beträge15. Alle ungerechtfertigt gezahlten Beträge sind von der unter Nummer 8 genannten Behörde an die Gemeinschaft zurückzuzahlen. Auf Beträge, die nicht zurückgezahlt werden, können Verzugszinsen erhoben werden. Zahlt die unter Nummer 8 genannte Behörde einen fälligen Betrag aus irgendeinem Grund nicht an die Gemeinschaft zurück, so ist Frankreich zur Rückzahlung an die Kommission verpflichtet.Verhinderung und Aufdeckung von Unregelmäßigkeiten16. Die Partner halten sich an einen von Frankreich erstellten Verhaltenskodex, um sicherzustellen, daß Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit der Gemeinschaftsbeteiligung an dem Programm aufgedeckt werden. Frankreich trägt Sorge, daß:- geeignete Vorkehrungen getroffen werden,- Beträge, die aufgrund von Unregelmäßigkeiten unrechtmäßig gezahlt wurden, zurückgezahlt werden,- Maßnahmen zur Verhinderung von Unregelmäßigkeiten getroffen werden.B. Begleitung und BewertungI. Begleitausschuß1. EinsetzungUnabhängig von der Finanzierung dieser Maßnahmen wird ein Begleitausschuß für das Programm eingesetzt, der aus Vertretern Frankreichs und der Kommission besteht. Er überprüft regelmäßig die Durchführung des Programms und schlägt gegebenenfalls die notwendigen Anpassungen vor.2. Der Begleitausschuß gibt sich spätestens einen Monat, nachdem Frankreich die vorliegende Entscheidung bekanntgegeben wurde, eine eigene Geschäftsordnung.3. Zuständigkeit des BegleitausschussesDer Ausschuß- überprüft allgemein, ob das Programm unter besonderer Berücksichtigung der angestrebten Ziele zufriedenstellend abgewickelt wird. Seine Zuständigkeit erstreckt sich auf die Maßnahmen, für die Gemeinschaftsmittel gewährt werden. Er überwacht die Einhaltung der Rechtsvorschriften und der Vorschriften, die die Förderfähigkeit von Maßnahmen und Vorhaben betreffen;- äußert sich aufgrund von Informationen über die Auswahl bereits genehmigter und durchgeführter Vorhaben zu den im Programm vorgesehenen Auswahlkriterien;- schlägt Maßnahmen für eine schnellere Programmdurchführung vor, wenn die zwischenzeitlichen Indikatoren für die Begleitung und Bewertung auf Verzögerungen schließen lassen;- kann in Abstimmung mit dem (den) Vertreter(n) der Kommission Anpassungen der Finanzierungspläne vornehmen, die je Teilprogramm oder Maßnahme 15 % der Gemeinschaftsbeteiligung für den gesamten Zeitraum bzw. 20 % für das Haushaltsjahr und den im Programm vorgesehenen Gesamtbetrag nicht überschreiten. Die wichtigsten Ziele des Programms dürfen damit nicht in Frage gestellt werden;- nimmt zu den Anpassungen, die der Kommission vorgeschlagen werden, Stellung;- gibt zu den im Programm vorgesehenen Vorhaben über technische Hilfe eine Stellungnahme ab;- erarbeitet eine Stellungnahme zum Entwurf des Abschlußberichtes;- informiert den Ständigen Ausschuß für Pflanzenschutz regelmäßig, d. h. mindestens zweimal während des entsprechenden Zeitraums, über den Programmfortgang und den Stand der Ausgaben.II. Begleitung und Bewertung des Programms während der Durchführung (laufende Begleitung und Bewertung)1. Die für die Durchführung zuständige nationale Stelle wird außerdem mit der laufenden Begleitung und Bewertung des Programms beauftragt.2. Die laufende Begleitung betrifft eine systematische Information über den Programmfortgang und bezieht sich auf die im Programm enthaltenen Maßnahmen. Sie erfolgt aufgrund finanzieller und materieller Indikatoren, die den Abgleich der Ausgaben für eine Maßnahme und der zuvor festgelegten materiellen Indikatoren ermöglichen, und macht so den Stand der Maßnahmendurchführung ersichtlich.3. Die laufende Bewertung umfaßt die Analyse der quantitativen Ergebnisse der Durchführung aufgrund von operationellen, rechtlichen und verfahrenstechnischen Erwägungen. Damit soll sichergestellt werden, daß die Maßnahmen mit den Zielen des Programms übereinstimmen.Durchführungsbericht und Programmbewertung4. Frankreich teilt der Kommission spätestens einen Monat nach Annahme des Programms die Bezeichnung der für die Ausarbeitung und Vorlage des Abschlußberichts zuständigen Behörde mit.Der Abschlußbericht enthält eine kurzgefaßte Bewertung des gesamten Programms (Erreichung der materiellen und qualitativen Ziele und Fortschritte) und eine Beurteilung der direkten Auswirkungen des Programms auf die Pflanzengesundheit und Wirtschaft.Die zuständige Behörde legt der Kommission den Abschlußbericht über dieses Programm spätestens am 31. Dezember 2000 vor. Anschließend wird er so schnell wie möglich dem Ständigen Ausschuß für Pflanzenschutz unterbreitet.5. Die Kommission kann gemeinsam mit Frankreich einen unabhängigen Bewerter bestellen, der auf der Grundlage der laufenden Begleitung die unter Nummer 3 beschriebene laufende Bewertung vornimmt. Er kann, ausgehend von den Schwierigkeiten, die sich bei der Durchführung ergeben, Vorschläge zur Anpassung der Teilprogramme und/oder Maßnahmen sowie Änderungen der Auswahlkriterien vorschlagen. Auf der Grundlage der Begleitung der Programmverwaltung nimmt er Stellung zu den zu treffenden Verwaltungsmaßnahmen.C. Information und ÖffentlichkeitsarbeitDie für das Programm zuständige Stelle sorgt dafür, daß bezüglich der einschlägigen Maßnahmen eine angemessene Öffentlichkeitsarbeit geleistet wird.Dazu gehören insbesondere:- Information der möglichen Begünstigten und der Berufsverbände über die Möglichkeiten, die sich aus diesen Maßnahmen ergeben;- Sensibilisierung der Öffentlichkeit zur Rolle der Gemeinschaft im Zusammenhang mit diesem Programm.Frankreich und die für die Durchführung zuständige Stelle teilen der Kommission, eventuell über den Begleitausschuß, die diesbezüglich geplanten Maßnahmen mit. Sie unterrichten die Kommission regelmäßig über alle zur Information und Öffentlichkeitsarbeit getroffenen Maßnahmen entweder durch einen abschließenden Bericht oder über den Begleitausschuß.Die nationalen Rechtsvorschriften in bezug auf Vertraulichkeit der Daten werden eingehalten.II. ÜBEREINSTIMMUNG MIT DEN GEMEINSCHAFTSPOLITIKENDie Gemeinschaftspolitiken in diesem Bereich müssen eingehalten werden.Das Programm wird gemäß den Bestimmungen über die Koordinierung und die Einhaltung der Gemeinschaftspolitiken durchgeführt. Frankreich stellt die folgenden Informationen zur Verfügung:1. Vergabe von öffentlichen AufträgenDer Fragebogen "öffentliche Aufträge"(3) muß für folgende Aufträge ausgefuellt werden:- alle öffentlichen Aufträge, die die in den Richtlinien "öffentliche Lieferaufträge" und "öffentliche Bauaufträge" genannten Schwellenwerte überschreiten und von den öffentlichen Auftraggebern im Sinne dieser Richtlinien vergeben werden und nicht unter eine der darin vorgesehenen Befreiungen fallen;- alle öffentlichen Aufträge, die diese Schwellenwerte nicht überschreiten, wenn sie Lose für ein einziges Bauwerk oder gleichartige Lieferungen betreffen, deren Wert oberhalb der jeweiligen Schwelle liegt. Ein "Bauwerk" ist das Ergebnis einer Gesamtheit von Hoch- und Tiefbauarbeiten und erfuellt als solches eine wirtschaftliche oder technische Funktion.Es gelten die Schwellenwerte, die am Tag der Notifizierung dieser Entscheidung bestehen.2. Umweltschutza) Allgemeine Informationen- Beschreibung der wichtigsten Umweltgegebenheiten und -probleme der betreffenden Region, unter anderem mit Beschreibung der wichtigen Schutzgebiete (Gebiete mit empfindlicher Umwelt);- umfassende Beschreibung der wichtigsten positiven und negativen Auswirkungen, die das Programm angesichts der geplanten Investitionen auf die Umwelt haben kann;- Beschreibung der geplanten Maßnahmen, durch die mögliche negative Auswirkungen auf die Umwelt verhindert, gemildert oder ausgeglichen werden können;- Bericht über die Ergebnisse von Beratungen mit den zuständigen Umweltbehörden (Stellungnahme des Umweltministeriums oder des zuständigen Ministeriums) und etwaiger Anhörungen der betroffenen Öffentlichkeit.b) Beschreibung der geplanten MaßnahmenBei Maßnahmen des Programms, die wesentliche negative Auswirkungen auf die Umwelt haben können:- sind die Verfahren zu nennen, nach denen die einzelnen Vorhaben bei der Programmdurchführung bewertet werden;- sind die Vorkehrungen zu beschreiben, die zur Überwachung der bei der Programmdurchführung entstehenden Auswirkungen auf die Umwelt, zur Bewertung der Ergebnisse, Verhinderung, Eindämmung oder Behebung negativer Auswirkungen geplant werden.(1) ABl. L 26 vom 31.1.1977, S. 20.(2) ABl. L 142 vom 5.6.1999, S. 29.(3) Mitteilung (88) 2510 der Kommission an die Mitgliedstaaten über die Kontrolle der Befolgung der Vorschriften über öffentliche Aufträge bei Projekten und Programmen, die über die Strukturfonds und Finanzierungsinstrumente finanziert werden (ABl. C 22 vom 28.1.1989, S. 3).