CELEX: 31985R3153
Language: de
Date: 1985-11-11
Title: Verordnung (EWG) Nr. 3153/85 der Kommission vom 11. November 1985 über die Berechnung der Währungsausgleichsbeträge

Avis juridique important

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31985R3153

Verordnung (EWG) Nr. 3153/85 der Kommission vom 11. November 1985 über die Berechnung der Währungsausgleichsbeträge  

Amtsblatt Nr. L 310 vom 21/11/1985 S. 0004 - 0008 Spanische Sonderausgabe: Kapitel 03 Band 38 S. 0233  Portugiesische Sonderausgabe: Kapitel 03 Band 38 S. 0233 

VERORDNUNG (EWG) Nr. 3153/85 DER KOMMISSION vom 11.  November 1985 über die Berechnung der Währungsausgleichsbeträge DIE KOMMISSION DER  EUROPÄISCHENGEMEINSCHAFTEN - gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen  Wirtschaftsgemeinschaft, gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1677/85 des Rates vom 11. Juni 1985  über die Währungsausgleichsbeträge im Agrarsektor (1), insbesondere auf Artikel 12, in Erwägung  nachstehender Gründe: Die Einzelheiten für die Berechnung der Währungsausgleichsbeträge wurden in  der Verordnung (EWG) Nr. 1372/81 der Kommission (2), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG)  Nr. 766/83 (3), geregelt. Der Rat hat am 11. Juni 1985 eine zusammenfassende Regelung mit den  Bestimmungen erlassen, die auf Währungsfragen in der Landwirtschaft anzuwenden sind. Infolgedessen  sind die Einzelheiten für die Berechnung der Währungsausgleichsbeträge anzupassen, wobei auf der  Grundlage der bisherigen Erfahrungen bestimmte Änderungen vorzunehmen sind. Gemäß Artikel 1 Absatz  1 der Verordnung (EWG) Nr. 1677/85 sind für den Fall, daß bei der Währung eines Mitgliedstaats ein  Unterschied zwischen dem landwirtschaftlichen Umrechnungkurs und dem Leitkurs oder gegebenenfalls  dem Marktkurs für die in Artikel 4 der Verordnung (EWG) Nr. 1677/85 genannten Erzeugnisse besteht,  im innergemeinschaftlichen Handel und im Handel mit Drittländern:a)  von dem Mitgliedstaat, dessen  Wert der Währung in ECU über dem landwirtschaftlichen Umrechnungskurs liegt,  Währungsausgleichsbeträge bei der Einfuhr zu erheben und bei der Ausfuhr zu gewähren;b)von dem  Mitgliedstaat, dessen Wert der Währung in ECU unter dem landwirtschaftlichen Umrechnungskurs liegt,  Währungsausgleichsbeträge bei der Ausfuhr zu erheben und bei der Einfuhr zu gewähren. Für die  Anwendung von Artikel 5 Absatz 2 Buchstabe b) und Artikel 10 der Verordnung (EWG) Nr. 1677/85 ist  es erforderlich, den Zeitraum festzulegen, in welchem die Kassawechselkurse festgestellt werden,  deren arithmetisches Mittel insbesondere zur Berechnung der Währungsausgleichsbeträge dient. Dieser  Zeitraum muß für die Kursentwicklung hinreichend repräsentativ sein und es gleichzeitig  ermöglichen, diese Kurse bei der Festsetzung der Währungsausgleichsbeträge so rasch wie möglich zu  berücksichtigen. Es ist daher angebracht, grundsätzlich einen Zeitraum von sieben Tagen zugrunde zu  legen, der sich nach den Verwaltungserfordernissen be misst, und das Datum des Anwendungsbeginns der  geänderten Festsetzung genau anzugeben. Es empfiehlt sich, bei der Berechnung der  Währungsausgleichsbeträge die von der Kommission täglich berechneten und veröffentlichten ECU-Kurse  zugrunde zu legen. Die Kurse werden anhand von Angaben der Zentralbanken der Mitgliedstaaten  ermittelt, die sich auf in jedem Mitgliedstaat gleichzeitig festgestellte Kurse beziehen. Der  zwischen den Währungen von zwei Mitgliedstaaten geltende Wechselkurs kann somit unter  Zugrundelegung des Verhältnisses zwischen den in diesen Währungen ausgedrückten Gegenwerten der ECU  ermittelt werden. Ist ein Devisenmarkt geschlossen, so legen die Zentralbanken im gemeinsamen  Einvernehmen einen Satz fest, der für den Wert der betreffenden Währung repräsentativ ist. In  diesem Fall empfiehlt es sich, diesen Satz auch bei der Berechnung der Währungsausgleichsbeträge  zugrunde zu legen. Bei der Berechnung der Währungsausgleichsbeträge empfiehlt es sich, von dem  gemeinsamen Preisniveau auszugehen, wobei jedoch im Falle des Beitritts neuer Mitgliedstaaten die  Tatsache berücksichtigt werden muß, daß diese den gemeinsamen Preis für bestimmte Erzeugnisse noch  nicht anwenden und daß der Unterschied zwischen den beiden Preisen durch den  Beitrittsausgleichsbetrag ausgedrückt wird. Die Beitrittsausgleichsbeträge sowie die festen  Teilbeträge im Sinne der Artikel 78, 273, 279 und 287 der Akte über den Beitritt Spaniens und  Portugals, die Einfuhrbelastungen, die Erstattungen und alle sonstigen im Handel mit Drittländern  zu erhebenden oder zu gewährenden Beträge, die in ECU festgesetzt sind, werden wie die Preise in  den betreffenden Mitgliedstaaten mit Hilfe der landwirtschaftlichen Umrechnungskurse in die  Währungen dieser Mitgliedstaaten umgerechnet. Infolgedessen ist für die Berechnung des  Währungsausgleichsbetrages nur der Unterschied zwischen dem Preisniveau und dem betreffenden in ECU  ausgedrückten Betrag zugrunde zu legen. Um die Regelung im Hinblick auf die Anwendung eines  einheitlichen Ausgleichsbetrags im Handel eines bestimmten Mitgliedstaats mit den übrigen  Mitgliedstaaten und mit Drittländern zu vereinfachen, empfiehlt es sich, die  Beitrittsausgleichsbeträge, die festen Teilbeträge, die Einfuhrbelastungen, die Erstattungen und  alle sonstigen im Handel mit Drittländern zu erhebenden oder zu gewährenden Beträge mit Hilfe eines  Währungsköffizienten zu berichtigen, der die Währungslage des Mitgliedstaats zum Ausdruck bringt,  der den Währungsausgleichsbetrag anzuwenden hat. Waren, die von einem Mitgliedstaat in einen  anderen versandt und sodann nach einem Drittland wiederausgeführt werden, ohne in dem  wiederausführenden Mitgliedstaat zum freien Verkehr abgefertigt worden zu      sein, sind in bezug  auf die Währungsausgleichsbeträge in einer neutralen Lage. In solchen Fällen ist der im vorherigen  Absatz genannte Währungsköffizient auf Ausfuhrerstattungen und Ausfuhrabschöpfungen anzuwenden. In  der gleichen Lage sind:-  Waren, die gemäß der Richtlinie 76/119/EWG des Rates vom 18. Dezember  1975 zur Harmonisierung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften über den passiven  Veredelungsverkehr (1) ausgeführt worden sind,-Waren, die gemäß den Vorschriften der Richtlinie  69/73/EWG des Rates vom 4. März 1969 zur Harmonisierung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften  über den aktiven Veredelungsverkehr (2), zuletzt geändert durch die Richtlinie 84/444/EWG (3),  veredelt und anschließend in den zollrechtlich freien Verkehr eines anderen Mitgliedstaats  überführt worden sind als den, in dem die Waren veredelt wurden. Der erwähnte Koeffizient ist  demnach anwendbar:-auf die in ECU festgesetzte Einfuhrbelastung, die gemäß Artikel 10 der  Richtlinie 76/119/EWG abzuziehen ist,-auf die in ECU festgesetzte Einfuhrbelastung, die gemäß  Artikel 4 der Richtlinie 73/95/EWG des Rates vom 26. März 1973 über Methoden der Anwendung des  aktiven Veredelungsverkehrs (4), zuletzt geändert durch die Richtlinie 75/681/EWG (5), festgesetzt  wird. Der Währungsköffizient sollte auch auf die Erzeugnisse angewendet werden, die gleichzeitig  zur Einfuhr und zur Wiederausfuhr angemeldet werden und für die kein Währungsausgleichsbetrag  angewendet wird. Eine wirtschaftlich befriedigende Anwendung des Systems der  Währungsausgleichsbeträge erfordert, daß im Rahmen einer den Handel mit Drittländern betreffenden  Ausschreibung der Währungsköffizient auch auf die Beträge Anwendung findet, die in der  Zuschlagserklärung für einen Bieter in nationaler Währung enthalten sind. Im Hinblick auf eine  Parallelität zwischen der Regelung der Ausfuhrerstattungen und der Regelung der  Währungsausgleichsbeträge für Waren, die unter die Verordnung (EWG) Nr. 3033/80 des Rates vom 11.  November 1980 zur Festlegung der Handelsregelung für bestimmte aus landwirtschaftlichen  Erzeugnissen hergestellte Waren (6) fallen, ist vorzusehen, daß für die Umrechnung der  Ausfuhrerstattungen in Landeswährung als landwirtschaftliche Umrechnungskurse und  Währungsköffizien- ten jeweils diejenigen anzuwenden sind, die für die entsprechenden  Grunderzeugnisse gelten, die in der betreffenden Ware enthalten sind. Der Währungsköffizient, der  auf die für den Handel mit Drittländern festgesetzten Abschöpfungen und Erstattungen anzuwenden  ist, ist ein Teil des Währungsausgleichs. Er wird von dem Prozentsatz abgeleitet, anhand dessen der  Währungsausgleichsbetrag berechnet wurde, und wird von der Kommission gleichzeitig mit diesem  Betrag festgesetzt. Es ist klarzustellen, daß der heranzuziehende Prozentsatz derjenige ist, der  dem tatsächlich angewandten Währungsausgleichsbetrag entspricht. Bei der Berechnung der  Währungsausgleichsbeträge, die auf die Waren anwendbar sind, welche unter die Verordnung (EWG) Nr.  3033/80 fallen, ist zu berücksichtigen, daß der Preis dieser Waren nicht nur vom Wert der  landwirtschaftlichen Grunderzeugnisse, sondern auch von den Verarbeitungskosten abhängt.  Infolgedessen empfiehlt es sich, bestimmte Pauschalgrenzen festzusetzen, um zu einer  Verwaltungsvereinfachung beizutragen. Es erscheint daher zweckmässig, die Währungsausgleichsbeträge  nicht anzuwenden, wenn die Auswirkung des höchsten Währungsausgleichsbetrags auf den Wert der  betreffenden Ware unter 2,5 % liegt. Es ist jedoch erforderlich, die Entwicklung der als  Berechnungsgrundlage dienenden Daten zu verfolgen und den Währungsausgleichsbetrag  wiedereinzuführen, wenn die vorgenannte Auswirkung eine maßgebliche Zeit lang 3 % übersteigt.  Schließlich ist es nicht notwendig, den Währungsausgleichsbetrag anzuwenden, wenn sein Gegenwert  unter 1 ECU je 100 kg Ware liegt. Es sind Regeln zu erlassen, die anzuwenden sind, wenn je nach  Erzeugnissen unterschiedliche tatsächliche Währungsabweichungen bestehen und der Unterschied von 1  Punkt, der eine Änderung der Ausgleichsbeträge zur Folge hat, nur für eine dieser Abweichungen  erreicht ist. Damit die Ausgleichsbeträge nicht zu häufig geändert werden müssen und das  Preisverhältnis zwischen den jeweiligen Erzeugnissen, das sich aus der Anwendung unterschiedlicher  Kurse ergibt, in dem betreffenden Mitgliedstaat aufrechterhalten wird, müssen alle  Währungsausgleichsbeträge des betreffenden Mitgliedstaats grundsätzlich gleichzeitig geändert  werden. Die Währungsausgleichsbeträge sollten nach der genannten Vorschrift nur angepasst werden,  wenn der Unterschied von 1 Punkt für den Sektor erreicht wird, in dem die tatsächliche  Währungsabweichung dem tatsächlichen Wert der betreffenden Währung am nächsten kommt. Bei der  Einfuhr bestimmter landwirtschaftlicher Erzeugnisse, für die Währungsausgleichsbeträge erhoben  werden, hat die Nichteinhaltung einer unteren Preisgrenze die Erhöhung der Einfuhrbelastung zur  Folge. Diese Regelung führt im Fall einer höheren Bewertung der Währung aufgrund der  obligatorischen Anwendung der im Rahmen der gemeinsamen Agrarpolitik festgesetzten Wechselkurse zu  einer Verteuerung der betreffenden Erzeugnisse. Der Wert des betreffenden Preises in der Währung  der Mitgliedstaaten, die die betreffenden währungspolitischen Maßnahmen ergriffen haben, erhöht       sich nämlich gegenüber dem in der Währung der Drittländer ausgedrückten Wert; ausserdem wird der  Ausgleichsbetrag bei der Einfuhr erhoben. Dagegen besteht im Fall einer niedrigeren Bewertung der  Währung die Gefahr, daß die Untergrenze nicht eingehalten werden kann. Dem kann durch eine Regelung  vorgebeugt werden, bei der die betreffende Grenze dann als eingehalten gilt, wenn der Angebotspreis  des gelieferten Erzeugnisses zuzueglich oder abzueglich eines Betrages, der die Inzidenz der  Währungssituation auf die betreffende Grenze zum Ausdruck bringt, nicht unter dieser Grenze liegt.  Die Verordnung (EWG) Nr. 1260/77 der Kommission vom 13. Juni 1977 zur Aussetzung der  Währungsausgleichsbeträge im Handel mit lebenden Tieren des Rindfleischsektors zwischen Irland und  Nordirland (1), die Verordnung (EWG) Nr. 1837/78 der Kommission vom 31. Juli 1978 zur Festlegung  der Anwendungsgebiete von Artikel 4 Absatz 5 der Verordnung (EWG) Nr. 1380/75 über  Durchführungsvorschriften für die Währungsausgleichsbeträge (2) und die Verordnung (EWG) Nr. 706/79  der Kommission vom 9. April 1979 zur Festlegung der Durchführungsvorschriften für die Verordnung  (EWG) Nr. 652/79 über die Auswirkungen des Europäischen Währungssystems im Rahmen der gemeinsamen  Agrarpolitik (3) sind hinfällig geworden. Die Bestimmungen der Verordnung (EWG) Nr. 897/84 der  Kommission vom 31. März 1984 über die Währungsausgleichsbeträge für Rindfleisch (4), der Verordnung  (EWG) Nr. 3092/76 der Kommission vom 17. Dezember 1976 zur Anwendung von Währungsausgleichsbeträgen  auf einige Rindfleischerzeugnisse (5) und der Verordnung (EWG) Nr. 1090/84 der Kommission vom 18.  April 1984 über die für Wein anwendbaren Währungsausgleichsbeträge (6) können in diese Verordnung  übernommen werden. Die genannten Verordnungen sind daher aufzuheben. Die in dieser Verordnung  vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme sämtlicher zuständigen Verwaltungsausschüsse -  HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN: Artikel 1Diese Verordnung regelt die  Berechnung der in Artikel 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1677/85 genannten Währungsausgleichsbeträge.  Artikel 2(1)    Der Zeitraum im Sinne des Artikels 5 Absatz 2 Buchstabe b) zweiter Gedankenstrich  und des Artikels 10 der Verordnung (EWG) Nr. 1677/85 dauert vom Mittwoch einer Woche bis zum  Dienstag der folgenden Woche.  (2)    Etwaige Änderungen der Währungsausgleichsbeträge, die sich  aus den Feststellungen im Laufe des in Absatz 1 genannten Bezugszeitraums ergeben, sind  grundsätzlich ab dem auf diesen Zeitraum folgenden Montag anzuwenden. Artikel 3Die  Kassawechselkurse der anderen Mitgliedstaaten gegenüber den einzelnen Währungen der  Mitgliedstaaten, die untereinander jeweils einen Hoechstabstand im Kassageschäft von 2,25 %  beibehalten, werden von den in den betreffenden Währungen ausgedrückten Kursen der ECU abgeleitet,  die von der Kommission täglich ermittelt und im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften, Ausgabe  C, veröffentlicht werden. Artikel 4(1)    Für jeden Mitgliedstaat und für jedes Erzeugnis, für  welche die Voraussetzungen für die Anwendung der Währungsausgleichsbeträge erfuellt sind, wird ein  Währungsausgleichsbetrag festgesetzt. (2)    Der Währungsausgleichsbetrag wird auf der Grundlage  der gegebenenfalls nach Maßgabe der Bestimmungen für den Beitritt neuer Mitgliedstaaten  berichtigten Preise errechnet. (3)    Abweichend von Absatz 2a)  wird für den Zuckersektor der  Währungsausgleichsbetrag auf der Grundlage des Interventionspreises berechnet, erhöht um die im  Rahmen der Regelung des Ausgleichs der Lagerkosten auf Zucker gemeinschaftlichen Ursprungs erhobene  Abgabe;b)wird der Währungsausgleichsbetrag für den Rindfleischsektor auf der Grundlage des  Interventionspreises berechnet, der im betreffenden Mitgliedstaat für ausgewachsene Rinder gilt,  vermindert um 15  %;c)werden für den Sektor Milch und Milcherzeugnisse die  Währungsausgleichsbeträge für alle Erzeugnisse mit Ausnahme von Magermilchpulver, Butter und  Erzeugnissen der Tarifstelle 04.03  B des Gemeinsamen Zolltarifs ohne Berücksichtigung der im  Interventionspreis für Butter und für Magermilchpulver enthaltenen Verarbeitungskosten  berechnet;d)wird der Währungsausgleichsbetrag für den Weinsektor berechnet auf der Grundlage -  des  garantierten Mindestpreises gemäß Artikel 3a der Verordnung (EWG) Nr. 337/79 des Rates  (7), -der  tatsächlichen Währungsabweichung, vermindert um eine Freimarge von 5 Punkten. Artikel 5(1)    Die  gemäß Artikel 4 festgesetzten Währungsausgleichsbeträge sind auf die unter die Verordnung (EWG)        Nr. 3033/80 fallenden Waren nicht anwendbar, wenn die Auswirkung des höchsten  Währungsausgleichsbetrags auf den Wert der betreffenden Ware unter 2,5  % liegt.Diese Auswirkung  wird jeweils für die im Gemeinsamen Zolltarif angegebenen Warengruppen berechnet. Die  Berechnungsgrundlagen werden jedoch zweimal jährlich überprüft, um die Entwicklung zu  kontrollieren. Übersteigt die Auswirkung eine maßgebliche Zeit lang 3  %, so wird der  Währungsausgleichsbetrag für die betreffende Ware wiedereingeführt. (2)    Die Prüfungen finden  statt:-  im Juni, wobei eine etwaige Wiedereinführung oder Aufhebung im August wirksam wird, -im  Dezember, wobei eine etwaige Wiedereinführung oder Aufhebung im Februar wirksam wird.In  Ausnahmefällen findet auch zwischenzeitlich eine Prüfung der Lage und die Wiedereinführung der  Währungsausgleichsbeträge statt. (3)    Liegt der Währungsausgleichsbetrag unter 1 ECU je 100 kg  Ware, so wird er nicht angewandt. Artikel 6(1)    Der nach Artikel 4 festgesetzte Betrag gilt im  Handel zwischen den Mitgliedstaaten und mit Drittländern. (2)    Jedoch werdena)  im Handel mit  einem neuen Mitgliedstaat die Beitrittsausgleichsbeträge sowie die festen Teilbeträge,b)im Handel  mit Drittländern die Einfuhrbelastungen oder Teile davon, die Einfuhrsubventionen sowie die  Erstattungen und Abschöpfungen bei der Ausfuhr,die in ECU festgesetzt sind und für Erzeugnisse, für  die Währungsausgleichsbeträge angewendet werden, gelten, mit einem Koeffizienten, nachstehend  ,,Währungsköffizient'' genannt, multipliziert. (3)    Der Währungsköffizient wird von dem  Prozentsatz abgeleitet, anhand dessen der Währungsausgleichsbetrag berechnet wurde, und wird von  der Kommission gleichzeitig mit diesem festgesetzt. (4)    Müssen Abschöpfungen oder Erstattungen  um Beitrittsausgleichsbeträge und Währungsausgleichsbeträge erhöht bzw. vermindert und gleichzeitig  mit dem Währungsköffizienten multipliziert werden, so ist wie folgt zu verfahren:a)  die  Abschöpfung oder die Erstattung wird um den Beitrittsausgleichsbetrag vermindert bzw. erhöht;b)das  Ergebnis für den in ECU ausgedrückten Teil wird mit dem Währungsköffizienten multipliziert;c)der  so errechnete Betrag wird nach Umrechnung in die Landeswährung um den Währungsausgleichsbetrag  verringert bzw. erhöht. (5)    Um die Erstattungen für landwirtschaftliche Erzeugnisse in Form von  nicht unter Anhang II des Vertrages fallenden Waren in Landeswährung umzurechnen, sind als  Umrechnungskurse und Währungsköffizienten diejenigen anzuwenden, die für die jeweiligen  landwirtschaftlichen Grunderzeugnisse gelten. Artikel 7(1)    Der Währungsköffizient wird ferner  angewandt:a)  auf in ECU festgesetzte Ausfuhrerstattungen und Ausfuhrabschöpfungen: -  wenn die  auszuführenden Erzeugnisse aus einem anderen Mitgliedstaat stammen, jedoch nicht in den  Mitgliedstaat eingeführt worden sind, in dem die Ausfuhrzollförmlichkeiten für die Ausfuhr in ein  Drittland erfuellt werden, -wenn Artikel 20 der Verordnung (EWG) Nr. 3154/85 der Kommission  (1)  Anwendung findet;b)auf in ECU festgesetzte Einfuhrabschöpfungen und sonstige Einfuhrabgaben: -für  die gemäß der Richtlinie 69/73/EWG Befreiung gewährt worden ist, jedoch später zu erheben sind,  -die gemäß Artikel 10 der Richtlinie 76/119/EWG von den Einfuhrabgaben auf die wiedereingeführten  Erzeugnisse abzuziehen sind, -wenn Artikel 20 der Verordnung (EWG) Nr. 3154/85 Anwendung  findet;c)auf die im Rahmen einer Ausschreibung in Landeswährung zugeschlagenen Erstattungen oder  Abschöpfungen. (2)    Der in Absatz 1 genannte Währungsköffizient ist derjenige des  Mitgliedstaats, in dem die zu erhebenden oder zu erstattenden Währungsausgleichsbeträge festgesetzt  werden. (3)    Auf die Begriffe Einfuhr und Ausfuhr finden die Begriffsbestimmungen in Artikel 1  Absatz 2 Buchstaben b) und c) der Verordnung (EWG) Nr. 3154/85 Anwendung. Artikel 8(1)    In dem  Zeitraum, in dem nach Erzeugnissen unterschiedliche tatsächliche Währungsabweichungen für einen  Mitgliedstaat gelten, werden die Währungsausgleichsbeträge gemäß Artikel 9 Absatz 2 erster  Gedankenstrich der Verordnung (EWG) Nr. 1677/85 nur geändert, wenn der Unterschied von 1 Punkt für  die niedrigste Währungsabweichung im betreffenden Mitgliedstaat erreicht ist. In diesem Fall werden  die Währungsausgleichsbeträge für alle Erzeugnisse nach Maßgabe der Entwicklung der jeweils  festgestellten Abweichungen geändert.       (2)    Tritt während des Zeitraums, in dem nach  Erzeugnissen unterschiedliche Währungsabweichungen für einen Mitgliedstaat gelten, im Rahmen von  Artikel 5 Absatz 3 Buchstabe a) der Verordnung (EWG) Nr. 1677/85 eine Änderung bei den auf  diejenigen Erzeugnisse anwendbaren Währungsausgleichsbeträgen ein, bei denen die Währungsabweichung  am niedrigsten im betreffenden Mitgliedstaat ist, so werden die Währungsausgleichsbeträge auch für  die übrigen Erzeugnisse nach Maßgabe der Entwicklung der jeweils festgestellten Abweichungen  geändert. Artikel 9Zum Zeitpunkt der Einfuhr von Erzeugnissen aus Drittländern geltena)  im  Sektor Schweinefleisch: die Einschleusungspreise als eingehalten, wenn für das betreffende  Erzeugnis der Angebotspreis   i)  bei Anwendung positiver Währungsausgleichsbeträge durch den  einführenden Mitgliedstaat zuzueglich und ii)bei Anwendung negativer Währungsausgleichsbeträge durch  den einführenden Mitgliedstaat abzueglichdes im folgenden Unterabsatz genannten Betrages nicht  geringer ist als der Einschleusungspreis.Der genannte Betrag errechnet sich durch Multiplikation  des Einschleusungspreises mit einem Koeffizienten, der dem Prozentsatz der höheren oder der  geringeren Bewertung der Währung des einführenden Mitgliedstaats entspricht;b)in den Sektoren -   Eier, Gefluegelfleisch und Albumin: die Einschleusungspreise, -Wein: die  Frei-Grenze-Referenzpreiseals eingehalten, wenn für das betreffende Erzeugnis der Angebotspreis    i)zuzueglich des positiven Währungsausgleichsbetrags, ii)abzueglich des negativen  Währungsausgleichsbetragsnicht geringer ist als der Einschleusungspreis oder der  Frei-Grenze-Referenzpreis. Artikel 10(1)    Die Verordnungen (EWG) Nr. 3092/76, (EWG) Nr.  1260/77, (EWG) Nr. 1837/78, (EWG) Nr. 706/79, (EWG) Nr. 1372/81, (EWG) Nr. 897/84 und (EWG) Nr.  1090/84 werden aufgehoben. (2)    Verweisungen in Rechtsakten der Gemeinschaft auf die Verordnung  (EWG) Nr. 1372/81 gelten als Verweisungen auf die entsprechenden Artikel der vorliegenden  Verordnung. Artikel 11Diese Verordnung tritt am 1. Januar 1986 in Kraft. Diese  Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.  Brüssel, den 11. November 1985 Für die Kommission Frans ANDRIESSEN Vizepräsident                                                  (1)  ABl. Nr. L 164 vom 24. 6. 1985, S. 6. (2)  ABl. Nr. L 138 vom 19. 5. 1981, S. 14. (3)  ABl. Nr. L 85 vom 31. 3. 1983, S. 84. (1)  ABl. Nr. L 24 vom 30. 1. 1976, S. 58. (2)  ABl. Nr. L 58 vom 8. 3. 1969, S. 1. (3)  ABl. Nr. L 245 vom 14. 9. 1984, S. 28. (4)  ABl. Nr. L 120 vom 7. 5. 1973, S. 17. (5)  ABl. Nr. L 301 vom 20. 11. 1975, S. 1. (6)  ABl. Nr. L 323 vom 29. 11. 1980, S. 1. (1)  ABl. Nr. L 146 vom 14. 6. 1977, S. 30. (2)  ABl. Nr. L 210 vom 1. 8. 1978, S. 51. (3)  ABl. Nr. L 89 vom 9. 4. 1979, S. 3. (4)  ABl. Nr. L 91 vom 31. 3. 1984, S. 73. (5)  ABl. Nr. L 348 vom 18. 12. 1976, S. 18. (6)  ABl. Nr. L 106 vom 19. 4. 1984, S. 43. (7)  ABl. Nr. L 54 vom 5. 3. 1979, S. 1. (1)  Siehe Seite 9 dieses Amtsblatts.