CELEX: 31987R1669
Language: de
Date: 1987-06-16 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 1669/87 der Kommission vom 15. Juni 1987 zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Äpfeln mit Ursprung in Chile

16. 6. 87                             Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                           Nr. L 155/ 17
                            VERORDNUNG (EWG) Nr. 1669/87 DER KOMMISSION
                                                  vom 15 . Juni 1987
                 zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Äpfeln mit
                                                  Ursprung in Chile
DIE KOMMISSION DER EUROPAISCHEN                               Verordnung (EWG) Nr. 381 1 /85 (^ müssen die zu
GEMEINSCHAFTEN —                                              berücksichtigenden Notierungen auf den repräsentativen
                                                              Märkten und unter bestimmten Voraussetzungen auf
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen        anderen Märkten festgestellt werden.
Wirtschaftsgemeinschaft,
                                                              Die hieraus berechneten Einfuhrpreise für Äpfel aus
gestützt auf die Akte über den Beitritt Spaniens und          Chile lagen an sechs aufeinanderfolgenden Markttagen
Portugals,                                                    abwechselnd unter und über dem Referenzpreis. Drei
                                                              dieser Einfuhrpreise liegen um wenigstens 0,6 ECU unter
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 des Rates       dem Referenzpreis ; daher muß eine Ausgleichsgabe für
vom 18 . Mai 1972 über eine gemeinsame Marktorganisa­         diese Äpfel mit Ursprung in Chile erhoben werden.
tion für Obst und Gemüse ('), zuletzt geändert durch die
Verordnung (EWG) Nr. 1351 /86 (2), insbesondere auf           Um ein normales Funktionieren der Regelung zu
Artikel 27 Absatz 2 zweiter Unterabsatz,                      erlauben ist bei der Berechnung des Einfuhrpreises
                                                              zugrunde zu legen :
in Erwägung nachstehender Gründe :
                                                              — für Währungen, die untereinander zu jedem Zeit­
Artikel 25a Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72             punkt innerhalb einer maximalen Abweichung in
schreibt vor, daß wenn die Einfuhrpreise bei der Einfuhr          Höhe von 2,25 v. H. gehalten werden, ein Umrech­
eines Erzeugnisses aus einem Drittland an fünf bis sieben         nungssatz, der sich auf den Leitkurs dieser
aufeinanderfolgenden Markttagen abwechselnd unter und             Währungen stützt, multipliziert mit dem Berichti­
über dem Referenzpreis liegen, außer in Ausnahmefällen,           gungskoeffizienten gemäß Artikel 3 Absatz 1 letzter
eine Ausgleichsabgabe für das betreffende Herkunftsland           Unterabsatz der Verordnung (EWG) Nr. 1676/85 des
erhoben wird. Diese Abgabe wird erhoben, wenn drei                Rates (*),
Einfuhrpreise unter dem Referenzpreis lagen und einer
dieser Einfuhrpreise wenigstens 0,6 ECU unter dem Refe­       — für die übrigen Währungen ein Umrechnungssatz der
renzpreis liegt. Die Abgabe ist gleich dem Unterschied            sich auf das arithmetische Mittel der Kassa-Wechsel­
zwischen dem Referenzpreis und dem letzten, um wenig­             kurse in Höhe jeder dieser .Währungen stützt und der
stens 0,6 ECU unter dem Referenzpreis liegenden                   während    des    bestimmten    Zeitraums    für die
Einfuhrpreis.                                                     Währungen der Gemeinschaft entsprechend vorherge­
                                                                  hendem Gedankenstrich und nach Maßgabe des
In der Verordnung (EWG) Nr. 2034/86 der Kommission                vorgenannten Koeffizienten festgestellt wird —
vom 30. Juni 1986 zur Festsetzung der Referenzpreise für
Äpfel für das Wirtschaftsjahr 1986/87 (3) wurde der Refe­
renzpreis für diese Erzeugnisse der Güteklasse I für den
Monat Juni 1987 auf 56,82 ECU je 100 kg Eigengewicht          HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
festgesetzt.
Der Einfuhrpreis für ein bestimmtes Herkunftsland ist                                  Artikel 1
gleich der niedrigsten repräsentativen Notierung oder
dem Mittel der niedrigsten repräsentativen Notierungen        Auf Einfuhren von Äpfeln (Zolltarifstelle 08.06 A II des
für mindestens 30 v. H. der auf allen repräsentativen         Gemeinsamen Zolltarifs) mit Ursprung in Chile wird eine
Märkten, für welche Notierungen vorliegen, vermarkteten       Ausgleichsabgabe in Höhe von 0,81 ECU je 100 kg
Mengen aus dem betreffenden Herkunftsland, wobei diese        Eigengewicht angewandt.
Notierung oder Notierungen um die in Artikel 24 Absatz
3 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 genannten Zölle
und Abgaben verringert werden. Der Begriff repräsenta­                                 Artikel 2
tive Notierung ist in Artikel 24 Absatz 2 der Verordnung
(EWG) Nr. 1035/72 festgelegt.
                                                              Diese Verordnung tritt am 17. Juni 1987 in Kraft.
Nach Artikel 3 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.
2118/74 der Kommission (4), zuletzt geändert durch die        Vorbehaltlich der Bestimmung von Artikel 26 Absatz 2
                                                              Unterabsatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 gilt
                                                              diese Verordnung bis zum 22. Juni 1987.
O ABl. Nr. L 118 vom 20. 5. 1972, S. 1 .
O ABl. Nr. L 119 vom 8 . 5. 1986, S. 46.
$ ABl. Nr. L 173 vom 1 . 7. 1986, S. 52.                      O ABl. Nr. L 368 vom 31 . 12. 1985, S. 1 .
O ABl. Nr. L 220 vom 10. 8 . 1974, S. 20.                     ¥) ABl. Nr. L 164 vom 24. 6. 1985, S. 1 .
 ---pagebreak--- Nr. L 155/ 18                      Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                       16. 6. 87
              Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
              Mitgliedstaat.
              Brüssel, den 15. Juni 1987
                                                                    Für die Kommission
                                                                     Frans ANDRIESSEN
                                                                        Vizepräsident