CELEX: 
Language: de
Date: 1003-03-03
Title: Vorschlag für eine Entscheidung des RATES über ein spezifisches Programm 2002-2006 im Bereich der Forschung, technologischen Entwicklung und Demonstration als Beitrag zur Integration und Stärkung des Europäischen Forschungsraums # Vorschlag für eine Entscheidung des RATES über ein spezifisches Programm 2002-2006 im Bereich der Forschung, technologischen Entwicklung und Demonstration als Beitrag zur Ausgestaltung des Europäischen Forschungsraums # Vorschlag für eine Entscheidung des RATES über ein von der Gemeinsamen Forschungsstelle durch direkte Aktionen durchzuführendes spezifisches Programm für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration (2002-2006) # Vorschlag für eine Entscheidung des RATES über ein spezifisches Programm 2002-2006 (Euratom) für Forschung und Ausbildung auf dem Gebiet der Kernenergie # Vorschlag für eine Entscheidung des RATES über ein von der Gemeinsamen Forschungsstelle durch direkte Aktionen für die Europäische Atomgemeinschaft durchzuführendes spezifisches Programm 2002-2006 für Forschung und Ausbildung

Avis juridique important

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52001PC0279(01)

Vorschlag für eine Entscheidung des Rates über ein spezifisches Programm 2002-2006 im Bereich der Forschung, technologischen Entwicklung und Demonstration als Beitrag zur Integration und Stärkung des Europäischen Forschungsraums  /* KOM/2001/0279 endg. - CNS 2001/0122 */  

Amtsblatt Nr. 240 E vom 28/08/2001 S. 0194 - 0226

Vorschlag für eine ENTSCHEIDUNG DES RATES über ein spezifisches Programm 2002-2006 im Bereich der Forschung, technologischen Entwicklung und Demonstration als Beitrag zur Integration und Stärkung des Europäischen ForschungsraumsBEGRÜNDUNGAuf seiner Tagung am 23. und 24. März 2001 ersuchte der Europäische Rat den Rat und das Parlament, das von der Kommission vorgeschlagene Forschungsrahmenprogramm 2002-2006 bis Juni 2002 zu verabschieden. Damit knüpfte er an seine bereits in Lissabon, Feira und Nizza geäußerte Unterstützung für das Vorhaben ,Europäischer Forschungsraum" an. Insbesondere ersuchte darum, innerhalb genau festgelegter Prioritäten die neuen Instrumente, die dem neuen Rahmenprogramm die Mittel für die Verwirklichung des Europäischen Forschungsraums an die Hand geben sollen, entsprechend seiner Zielsetzung in vollem Umfang zu nutzen. Die Kommission hat ihren Vorschlag für das Rahmenprogramm am 21. Februar 2001 [1] vorgelegt. Ab diesem Zeitpunkt konnten Rat und Parlament mit der Prüfung und Erörterung des Vorschlags beginnen. Am 2. und 3. März hielten die Forschungsminister auf ihrer informellen Tagung in Uppsala einen ersten Meinungsaustausch über dieses Thema ab, und die Gremien des Rates haben mit der Prüfung begonnen. [1]  KOM (2001) 94Das Europäische Parlament hat bereits dreimal die Gelegenheit gehabt, diesen Vorschlag zu erörtern, zuletzt ausgehend von Antworten der Kommission auf einen detaillierten Fragebogen zu diesem Thema.Durch die Vorlage ihrer Vorschläge für die spezifischen Programme, mit denen das Rahmenprogramm umgesetzt werden soll, möchte die Kommission die von den Organen bereits aufgenommene Debatte vereinfachen, indem sie soviel Informationen wie möglich gibt.Mit derselben Absicht legt die Kommission gleichzeitig eine Mitteilung über die möglichen Bedingungen für die Umsetzung des Artikels 169 EG-Vertrag vor, um im allgemeinen Kontext der Vernetzung der einzelstaatlichen Forschungsprogramme eine Beteiligung der Gemeinschaft an gemeinsam von mehreren Mitgliedstaaten durchgeführten Programmen zu ermöglichen. Darüber hinaus wird die Kommission in Kürze Vorschläge für die ,Beteiligungs- und Verbreitungsregeln" für das Rahmenprogramm vorlegen.Aufbau, Inhalt und Durchführungsbestimmungen des neuen Rahmenprogramms werden insbesondere durch folgende Elemente der hier vorliegenden Vorschläge deutlich:- die Gliederung in spezifische Programme- die neuen Instrumente und ihre Anwendung- den geplanten wissenschaftlich-technischen Inhalt- die speziell im EURATOM-Bereich geplanten Tätigkeiten.Der AufbauFür die Durchführung des Rahmenprogramms wird eine Gliederung in fünf spezifische Programme vorgeschlagen:- Für das EG-Rahmenprogramm:- ein spezifisches Programm ,Integration und Stärkung des Europäischen Forschungsraums" für die zwei Handlungsblöcke: ,Bündelung der Forschung" und ,Stärkung der Grundpfeiler des Europäischen Forschungsraums" im Vorschlag für das Rahmenprogramm- ein spezifisches Programm ,Ausgestaltung des Europäischen Forschungsraums"- ein spezifisches Programm für die Tätigkeiten der Gemeinsamen Forschungsstelle.- Für das EURATOM-Rahmenprogramm:- ein spezifisches Programm für sämtliche ,indirekten" Tätigkeiten in den Bereichen Kernspaltung und -fusion - ein spezifisches Programm für die Tätigkeiten der Gemeinsamen Forschungsstelle.Dieser Aufbau geht unmittelbar auf das Rahmenprogramm zurück; er spiegelt genau die politischen Ziele wider, die ihm zugrunde liegen. Da er einfach und verständlich ist, ermöglicht er die kohärente Durchführung der verschiedenen geplanten Maßnahmenarten, wobei das ihnen allen gemeinsame Ziel - die Verwirklichung des Europäischen Forschungsraums - wie auch ihre jeweiligen Besonderheiten gleichermaßen berücksichtigt werden können.Der Aufbau umfaßt auf der einen Seite sämtliche Tätigkeiten der Forschung und Forschungskoordinierungund auf der anderen Seite die Tätigkeiten, die der Strukturierung mehrerer Schlüsselaspekte der Forschungstätigkeiten auf europäischer Ebene dienen. In jedem Fall kann die Durchführung insbesondere dadurch kohärent gehalten werden, dass ein einheitlicher Programmausschuss eingerichtet wird, der je nach Themengebiet in unterschiedlicher Zusammensetzung zusammentritt.Die besondere Art der Tätigkeiten der GFS rechtfertigt ein gesondertes spezifisches Programm - für den EG- wie auch den Euratom-Bereich.Mit Hilfe der Angaben in Anhang II des Vorschlags für das Rahmenprogramm lässt sich die Verbindung zu den einzelnen im EG-Vertrag vorgesehenen Maßnahmen herstellen, sowohl was den Inhalt als auch was die haushaltstechnischen Aspekte angeht.Die neuen InstrumenteDer Beitrag des neuen Rahmenprogramms zur Verwirklichung des Europäischen Forschungsraums beruht entscheidend auf den neuen Förderformen, die für seine Durchführung geplant sind, insbesondere den drei neuen Instrumenten: Exzellennetzen, integrierten Projekten und der Beteiligung der Gemeinschaft an gemeinsam durchgeführten nationalen Programmen. Mit der Einführung dieser neuen Instrumente, die der Rat und das Europäische Parlament in ihren Entschließungen zum Europäischen Forschungsraum begrüßt haben, wird der Notwendigkeit Rechnung getragen, die Förderformen der Gemeinschaft auf dem Gebiet der Forschung weiterzuentwickeln, was in verschiedenen Berichten über die Forschungspolitik der Gemeinschaft gefordert wurde, insbesondere in der jüngsten Fünfjahresbewertung des Rahmenprogramms.Die Überlegungen zu diesen Instrumenten begannen mit der Vorlage desVorschlags für das Rahmenprogramm. Zwischen den Dienststellen der Kommission, den nationalen Behörden und den Nutzern der Programme - Verantwortlichen in Forschungseinrichtungen, in Hochschulen und Unternehmen - fanden zahlreiche Kontakte und tief gehende Diskussionen über ihre konkrete Funktionsweise statt. Speziell zu diesem Thema wurden zwei Seminare abgehalten: am 19. und am 20. April 2001 [2].[2]  Arbeitsunterlagen zu diesem Thema finden sie unter folgender Internetadresse: www.http://europa.eu.int/comm/research/Anhand der Ergebnisse dieser vertiefenden Arbeiten und dieses Austauschs wurden die Grundprinzipien und die allgemeinen Bedingungen für die Funktionsweise dieser neuen Instrumente aufgestellt. Sie sind jeweils in Anhang III der Vorschläge für die spezifischen Programme zusammengefasst und betreffen insbesondere - die speziell mit den einzelnen Instrumenten verfolgten Ziele, - die Art der mit ihnen verbundenen Tätigkeiten,- die allgemeinen Bedingungen der Bildung, der Arbeitsweise und Entwicklung der Partnerschaften,- die allgemeinen Bedingungen für die Förderung durch die Gemeinschaft.Diese Prinzipien und diese Bedingungen sollen bewirken, dass die neuen Instrumente wirkungsvoll dazu beitragen, das Ziel der tief greifenden Integration der Forschungs- und Innovationstätigkeiten in Europa zu erreichen und dabei gleichzeitig Selbständigkeit in der Arbeitsweise sowie Flexibilität zu sichern, was die für das neue Rahmenprogramm vorgesehenen Förderformen auszeichnet.Parallel dazu wird es Maßnahmen geben, mit denen das ganze Forschungs- und Innovationspotenzial Europas in vollem Umfang ausgeschöpft werden kann, insbesondere durch die Förderung der Mitwirkung von KMU an den jeweiligen Tätigkeiten.Diese Bemerkungen gelten im Wesentlichen für die Exzellenznetze und integrierten Projekte. Die Beteiligung der Gemeinschaft an gemeinsam durchgeführten nationalen Programmen gemäß Artikel 169 EG-Vertrag ist anderer Art, was eine gesonderte Behandlung erforderlich macht und begründet. Mit der Mitteilung, die die Kommission parallel zu diesen Vorschlägen vorlegt, soll die unverzichtbare politische Debatte über dieses Durchführungsmittel des Rahmenprogramms eröffnet werden. Der wissenschaftlich-technische InhaltNeben seinem Aufbau, der eine strukturierende Wirkung haben soll und auf die Bündelung der Forschungsanstrengungen abzielt, besteht ein Grundmerkmal des neuen Rahmenprogramms in der Konzentration der Mittel auf eine begrenzte Anzahl genau festgelegter Schwerpunkte. Diesen Aspekt hat auch der Europäische Rat von Stockholm unterstrichen.Er spiegelt sich in den Vorschlägen für die spezifischen Programme wider, die die Vorgaben aus dem Vorschlag für das Rahmenprogramm in Bezug auf die Zielsetzungen, die Forschungsbereiche und die Einzelthemen der einzelnen Bereiche erläutern, weiterentwickeln und präzisieren.Zu welchen Forschungsthemen im Einzelnen Tätigkeiten durchgeführt werden sollen, wird bei der Aufstellung der Arbeitsprogramme für die spezifischen Programme und der Festlegung der Arbeitsprogramme der Exzellenznetze und der integrierten Projekte bestimmt werden.Die Ziele, der Inhalt und die Regeln für die Durchführung der Tätigkeiten, die im Rahmen der spezifischen Programme verwirklicht werden sollen, wurden einer Ex-ante-Bewertung unterzogen. In diesem Zusammenhang wurde besonders darauf geachtet, entsprechend den Aussagen im Vorschlag für das Rahmenprogramm dort, wo es möglich und sinnvoll ist, nachprüfbare, messbare Ziele festzulegen.Neben den Tätigkeiten, die zu den großen vorrangigen Themenbereichen durchgeführt werden, fallen unter das spezifische Programm ,Integration und Stärkung des Europäischen Forschungsraums" mehrere neue oder in neuer Form durchzuführende Maßnahmenarten. Dabei handelt es sich um- Maßnahmen unter der Überschrift ,Planung im Vorgriff auf den künftigen Wissenschafts- und Technologiebedarf der Europäischen Union", mit denen dem Bedarf im Zusammenhang mit den Politiken der Gemeinschaft, der Forschung in den Pionierbereichen des Wissens und neuen, unvorhergesehenen Erfordernissen, nachgekommen werden soll.Diese Maßnahmen werden auf einem mehrjährigen Planungsverfahren beruhen, in das unter anderem eine jährliche Bewertung und eine jährliche Auswahl der Forschungsthemen einfließt.- Maßnahmen zur Unterstützung der Vernetzung der einzelstaatlichen Forschungsprogramme und der Koordinierung der Forschungs- und Innovationstätigkeiten und -politiken. Hier werden einfache, flexible Verfahren angewandt.Die internationale Zusammenarbeit ist eine besonders wichtige Dimension des Rahmenprogramms. In diesem Bereich werden Tätigkeiten in unterschiedlichen Formen durchgeführt: im spezifischen Programm ,Integration und Stärkung des Europäischen Forschungsraums"zum einen durch Öffnung der Exzellenznetze und der integrierten Projekte für Wissenschaftler und Einrichtungen aus Drittländern und zum anderen durch gewisse spezielle Maßnahmen; im Programm ,Ausgestaltung des Europäischen Forschungsraums"durch Fördermaßnahmen für die internationale Mobilität europäischer Wissenschaftler und von Wissenschaftlern aus Drittländern.Im Hinblick auf die Stärkung der Grundpfeiler des Europäischen Forschungsraums werden Maßnahmen zur Förderung der Zusammenarbeit mit und zwischen den Einrichtungen der europäischen wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit durchgeführt. Diese Einrichtungen erhalten zudem uneingeschränkten Zugang zu sämtlichen Tätigkeiten des Programms.In der Beschreibung des Inhalts des Programms ,Ausgestaltung des Europäischen Forschungsraums" werden die Einzelheiten der Durchführung und die möglichen Themen der strukturierend wirkenden Tätigkeiten präzisiert, darunter die stärkere Vernetzung der Innovationsakteure, die neuen Förderformen für die Mobilität, die ,integrierten Initiativen" auf dem Gebiet der Infrastrukturen und die Themen und Einzelheiten der Maßnahmen im Bereich des Verhältnisses Wissenschaft-Gesellschaft.Bei der Durchführung der spezifischen Programme werden die verschiedenen Aspekte der regionalen Dimension der europäischen Forschung in vollem Umfang berücksichtigt wie auch die anerkannte Rolle der Regionen beim Innovationsprozess.Die EURATOM-TätigkeitenIhrem Wesen nach und durch die eigen Rechtsgrundlage haben die Tätigkeiten, die auf dem Gebiet von EURATOM durchgeführt werden, einen besonderen Charakter. Im Kerntechnikbereich stellt sich die Problematik des Europäischen Forschungsraums zudem in spezieller Form.Auf dem Gebiet der Kernspaltung mag der Europäische Forschungsraum einfacher zu verwirklichen sein als in den übrigen wissenschaftlichen und technologischen Bereichen, da die beteiligten Wissenschafts- und Industriekreise nicht so groß sind und es unter ihnen schon seit jeher funktionierende Kooperationsverbindungen gibt.Auf dem Gebiet der kontrollierten Kernfusion ist der Europäische Forschungsraum dank eines integrierten europäischen Forschungsprogramms zur Fusion durch magnetischen Einschluss bereits weitgehend verwirklicht.Im Vorschlag für das spezifische Programm für indirekte Forschungstätigkeiten auf dem Gebiet der Kerntechnik werden die Vorgaben aus dem entsprechenden Teil des Vorschlags für das EURATOM-Rahmenprogramm weiter ausgeführt und präzisiert.Aus dem Gebiet der Kernspaltung greift der Vorschlag für das Rahmenprogramm einen Themenbereich heraus: die Behandlung und Lagerung von Abfällen. In diesem Bereich können zwei der neuen Instrumente eingesetzt werden, die in den vorrangigen Themenbereichen des Programms ,Integration und Stärkung des Europäischen Forschungsraums" des EG-Rahmenprogramms zur Anwendung kommen: Exzellenznetze und integrierte Projekte.Die übrigen Tätigkeiten auf dem Gebiet der Kernspaltung betreffen andere Aspekte der nuklearen Sicherheit: Strahlenschutz, Untersuchung innovativer Konzepte und Aus- und Weiterbildung auf dem Gebiet der Kerntechnik. Diese Tätigkeiten können in Form von kleineren Projekten und im Wege der Vernetzung nationaler Maßnahmen in die Praxis umgesetzt werden - im Bedarfsfall mit der Möglichkeit, auch auf die neuen Instrumente zurückzugreifen.Auf dem Gebiet der kontrollierten Kernfusion werden im Vorschlag für das spezifische Programm die Grundvorstellungen aus dem Vorschlag für das EURATOM-Rahmenprogramm weiterentwickelt und präzisiert, wobei an die Ergebnisse des Ministertreffens vom 19. Januar 2001 angeknüpft wird, dessen Grundlage insbesondere eine Arbeitsunterlage der Kommissionsdienststellen war [3]. [3]  SEK (2001)385Der hier vorliegende Vorschlag erläutert die Schwerpunktthemen und die Tätigkeiten für die Jahre 2002-2006 näher und geht dabei von einer ,Reaktororientiertheit" der einschlägigen Gemeinschaftsarbeiten aus, deren Weiterführung für wünschenswert erachtet wird: Beteiligung am ,Next Step" und Nutzung der JET-Anlagen. Will man diese Idee in die Praxis umsetzen, müssen Entscheidungen getroffen werden. Zur Erhöhung der Wirkungskraft der Gemeinschaftsanstrengungen auf diesem Gebiet und im Geiste des Europäischen Forschungsraums wird vorgeschlagen, die Mittel auf die multilateralen Maßnahmen zu konzentrieren, bei denen Akteure der europäischen Forschung in gemeinsamen Projekten zusammenarbeiten: Dies wäre z.B. heute der JET und morgen der ITER, falls eine Entscheidung für den Bau dieser neuen Anlage getroffen wird. Die europaweite Gesamtkoordinierung, die sich als nützlich erwiesen hat, würde beibehalten, allerdings übernähmen die Mitgliedstaaten einen größeren Teil als bisher von denTätigkeiten, für welche die ,Reaktor"ausrichtung und der Bezug zum ,Next Step"weniger stark ausgeprägt sind.Die Jahre 2002 bis 2006 dürften ein Zeitraum des Übergangs zu einem Programm sein, das von den mit dem ,Next Step" verbundenen Verpflichtungen beherrscht werden wird. Von den für sämtliche Fusionsforschungsarbeiten veranschlagten 700 Millionen EUR sind 200 Millionen EUR für die Beteiligung am Bau von ITER vorgesehen, der in der zweiten Hälfte des Durchführungszeitraums des Rahmenprogramms, d.h. 2005-2006, anlaufen könnte, und für den eine gesonderte Entscheidung gefällt werden muss.Zum Großteil sollen die gemeinschaftlichen Tätigkeiten auf dem Gebiet der Fusionsforschung in den Jahren 2002-2006 den Übergang bilden zwischen den derzeit in den Arbeitsgemeinschaften geführten Arbeiten und dem künftigen Begleitprogramm zur Fusionsphysik und -technologie, sobald das ITER-Projekt nach 2006 ,auf vollen Touren" läuft, falls beschlossen wird, daran weiter zu machen und mit dem Bau zu beginnen.Eine effiziente DurchführungDas Rahmenprogramm 2002-2006, das zur Verwirklichung des Europäischen Forschungsraums beitragen soll, beruht auf drei Grundprinzipien: Konzentration auf eine bestimmte Zahl vorrangiger Bereiche, strukturierende Wirkung dank einer engen Verbindung mit den einzelstaatlichen Anstrengungen, Vereinfachung und Straffung der Durchführungsbedingungen.Dass eine dahingehende Verbesserung der Durchführungsbedingungen des Rahmenprogramms und der spezifischen Programme notwendig ist, wurde mehrfach unterstrichen: vom Rat und vom Europäischen Parlament, vom Gremium für die Fünfjahresbewertung des Rahmenprogramms, vom Rechnungshof.Im Wesentlichen wird die Verbesserung der Durchführungsbedingungen durch die neuen Förderformen und die neuen Instrumente erreicht werden, die so gestaltet wurden, dass die beiden Ziele Konzentration und Ausbau der Verbindungen zwischen den auf den unterschiedlichen Ebenen unternommenen Anstrengungen Wirklichkeit werden.Die Exzellenznetze und die integrierten Projekte wurden in diesem Sinne konzipiert: Sie basieren auf einem stärker dezentralisierten Ansatz, wodurch den Teilnehmern eine größere Selbständigkeit in den Arbeitsabläufen sowie die für die Durchführung erforderliche Flexibilität eingeräumt wird. Die Partnerschaften sind in besonderem Maße auf Weiterentwicklung angelegt: Während ihrer gesamten Laufzeit können sich neue Partner anschließen und anfängliche Teilnehmer zurückziehen. Die Grundprinzipien der neuen Instrumente sind jeweils in Anhang III der Vorschläge für die spezifischen Programme beschrieben. Die Einzelheiten ihrer Durchführung werden in den ,Beteiligungs- und Verbreitungsregeln" festgelegt, wobei die Ziele des Schutzes der finanziellen Interessen der Gemeinschaft beachtet werden.Ferner werden weitere Aspekte der Verwaltung der Tätigkeiten der Programme ,externalisiert", insbesondere bestimmte Aspekte bei der Verwaltung der Forschungstätigkeiten für die KMU und der Maßnahmen zur Mobilitätsförderung.Eine unverzichtbare DebatteImmer, wenn die Kommission einen Vorschlag für ein neues Forschungsrahmenprogramm vorlegt, wird eine weit reichende und intensive Debatte geführt.Diese Debatte, die zu einem großen Teil bereits begonnen hat, müsste über die Erörterung der Schwerpunkte und Bereiche hinausgehen, auf die sie sich oftmals beschränkt, und zwar aus zwei Gründen:- weil sich das Rahmenprogramm 2002-2006 im Wesentlichen durch die Einführung neuer Förderformen mit beträchtlichem Potenzial für positive Auswirkungen auf die europäische Forschung auszeichnet, die es unter den bestmöglichen Bedingungen umzusetzen gilt,- weil seine Umsetzung aus diesem Grund eine stärkere Mitwirkung der Verantwortlichen für Forschung sowohl auf der Ebene grundlegender Entscheidungen als auch in den nationalen Forschungseinrichtungen, den Hochschulen und der Industrie in Europa an Entscheidungsprozessen sowie mehr Initiative und Übernahme von Verantwortung auf Seiten der Teilnehmer verlangt.2001/0122 (CNS) Vorschlag für eine ENTSCHEIDUNG DES RATES über ein spezifisches Programm 2002-2006 im Bereich der Forschung, technologischen Entwicklung und Demonstration als Beitrag zur Integration und Stärkung des Europäischen ForschungsraumsDER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION -gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, insbesondere auf Artikel 166,auf Vorschlag der Kommission [4],[4]  ABl. ...nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments [5],[5]  ABl. ...nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses [6],[6]  ABl. ...in Erwägung nachstehender Gründe:(1) Gemäß Artikel 166 Absatz 3 EG-Vertrag erfolgt die Durchführung des Beschlusses Nr. .../../EG [7] des Europäischen Parlaments und des Rates über das mehrjährige Rahmenprogramm 2002-2006 der Europäischen Gemeinschaft im Bereich der Forschung, technologischen Entwicklung und Demonstration als Beitrag zur Verwirklichung des Europäischen Forschungsraums (nachstehend ,das Rahmenprogramm" genannt) durch spezifische Programme, in denen die Einzelheiten der Durchführung, ihre Laufzeit und die für notwendig erachteten Mittel festgelegt werden.[7]  ABl. ...(2) Das Rahmenprogramm ist in die drei großen Handlungsblöcke ,Bündelung der Forschung", ,Ausgestaltung des Europäischen Forschungsraums" und ,Stärkung der Grundpfeiler des Europäischen Forschungsraums" unterteilt, wobei der erste und dritte Maßnahmenblock hinsichtlich indirekter Aktionen durch dieses spezifische Programm durchgeführt werden sollen.(3) Für dieses Programm gelten die Regeln für die Beteiligung von Unternehmen, Forschungszentren und Hochschulen sowie für die Verbreitung der Forschungsergebnisse für das Rahmenprogramm 2002-2006, die das Europäische Parlament und der Rat mit dem Beschluss .../../EG [8] verabschiedet haben (nachstehend ,Beteiligungs- und Verbreitungsregeln" genannt).[8]  ABl. ...(4) Neue Instrumente mit vereinfachten, dezentralisierten Verwaltungsverfahren sowie externer technische Unterstützung sollten- sofern davon im Programm umfassend Gebrauch gemacht wird - es ermöglichen, die Personal- und Verwaltungsausgaben auf höchstens 5,5 % des zur Durchführung des spezifischen Programms für notwendig erachteten Gesamtbetrags zu verringern.(5) Bei der Durchführung dieses Programms sollten die Förderung der Mobilität der Wissenschaftler und der Innovation in der Gemeinschaft sowie die Beteiligung von KMU sowie die internationale Zusammenarbeit mit Drittländern und internationalen Organisationen einen Schwerpunkt bilden. Besondere Aufmerksamkeit sollte den Beitrittsländern gelten.(6) Bei den im Rahmen dieses Programms durchgeführten Forschungstätigkeiten sollten die wesentlichen ethischen Grundsätze, insbesondere die in der Charta der Grundrechte der Europäischen Union festgelegten, beachtet werden.(7) Anknüpfend an die Kommissionsmitteilung ,Frauen und Wissenschaft" [9] und die Entschließungen des Rates [10] und des Europäischen Parlaments [11] zu diesem Thema wird ein Aktionsplan durchgeführt, mit dem die Stellung und die Rolle der Frauen in Wissenschaft und Forschung gestärkt werden sollen. Den Geschlechteraspekten der Forschung wird bei der Durchführung dieses Programms Rechnung getragen.[9]  KOM (1999) 76.[10]  Entschließung vom 20. Mai 1999, ABl. C 201 vom 16. Juli 1999.[11]  Entschließung vom 3. Februar 2000, PE 284.656.(8) Um das Potenzial des Programms voll auszuschöpfen, sollte das aktive Engagement aller maßgeblich Beteiligten, besonders der Mitgliedstaaten und der assoziierten Staaten, in dem gemeinsamen Bestreben bestärkt werden, die in Europa durchgeführten Forschungs arbeiten stärker zu koordinieren, wozu auch die Öffnung und Vernetzung nationaler Programme und der ungehinderte Austausch von Informationen über Forschungs tätigkeiten auf allen Ebenen gehören.(9) Das Programm sollte auf flexible, effiziente und transparente Weise durchgeführt werden, wobei die einschlägigen Interessen, besonders die der wissenschaftlichen, industriellen und politischen Kreise sowie der Nutzer, berücksichtigt werden. Die im Rahmen des Programms durchgeführten Forschungstätigkeiten sollten gegebenenfalls den Erfordernissen der Gemeinschaftspolitik und den wissenschaftlichen und technischen Entwicklungen angepasst werden.(10) Da die zur Durchführung dieser Entscheidung erforderlichen Maßnahmen Verwaltungsmaßnahmen im Sinne des Artikels 2 des Beschlusses 1999/468/EG des Rates vom 28. Juni 1999 zur Festlegung der Modalitäten für die Ausübung der der Kommission übertragenen Durchführungsbefugnisse [12] sind, sollten sie nach dem Verwaltungsverfahren des Artikels 4 des Beschlusses erlassen werden.[12]  ABl. L 184 vom 17.7.1999, S. 23.(11) Die Kommission sollte zu gegebener Zeit eine unabhängige Bewertung der Tätigkeiten veranlassen, die auf den unter dieses Programm fallenden Gebieten erfolgt sind.(12) Innerhalb des Programms sollten vorrangige Forschungsthemenbereiche ausschließlich mit drei Instrumenten umgesetzt werden: Exzellenznetzen, integrierten Projekten und der Beteiligung der Gemeinschaft an gemeinsam von mehreren Mitgliedstaaten durchgeführten Forschungsprogrammen im Sinne von Artikel 169 EG-Vertrag -HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:Artikel 11. In Übereinstimmung mit dem Rahmenprogramm wird ein spezifisches Programm zur Integration und Stärkung des Europäischen Forschungsraums (nachstehend ,spezifisches Programm" genannt) für den Zeitraum vom [...] bis zum 31. Dezember 2006 verabschiedet.2. Die Ziele und wissenschaftlich-technologischen Schwerpunkte des spezifischen Programms sind in Anhang I beschrieben.Artikel 2In Übereinstimmung mit Anhang II des Rahmenprogramms betragen die zur Durchführung des spezifischen Programms für notwendig erachteten Mittel 12,505 Mrd. Euro, wovon höchsten 5,5 % für die Verwaltungsausgaben der Kommission vorgesehen sind. Anhang II enthält eine unverbindliche Aufschlüsselung dieses Betrags.Artikel 31. Die Einzelheiten der finanziellen Beteiligung der Gemeinschaft am spezifischen Programm sind in den in Artikel 2 Absatz 2 des Rahmenprogramms genannten Regeln festgelegt.2. Das spezifische Programm wird mittels der in den Anhängen I und III des Rahmenprogramms festgelegten und in Anhang III beschriebenen Instrumente durchgeführt.3. Für das spezifische Programm gelten die Beteiligungs- und Verbreitungsregeln.Artikel 41. Die Kommission stellt ein Arbeitsprogramm zur Durchführung des spezifischen Programms auf, das die in Anhang I aufgeführten Ziele und wissenschaftlich-technologischen Schwerpunkte genauer darlegt, sowie den Zeitplan für die Durchführung.2. Das Arbeitsprogramm trägt den relevanten Forschungstätigkeiten der Mitgliedstaaten, der assoziierten Staaten und europäischer und internationaler Organisationen Rechnung. Es wird gegebenenfalls aktualisiert.Artikel 51. Die Kommission ist für die Durchführung des spezifischen Programms verantwortlich.2. Auf den Beschluss der folgenden Maßnahmen findet das Verfahren des Artikels 6 Anwendung:- Aufstellung und Aktualisierung des in Artikel 4 Absatz 1 genannten Arbeitsprogramms,- Anpassung der unverbindlichen Aufschlüsselung des in Anhang II angegebenen Betrags.Artikel 61. Die Kommission wird von einem Ausschuss unterstützt, der sich aus Vertretern der Mitgliedstaaten zusammensetzt und in dem der Vertreter der Kommission den Vorsitz führt.2. Wird auf diesen Absatz Bezug genommen, so ist das Verwaltungsverfahren nach Artikel 4 des Beschlusses 1999/468/EG [13] unter Beachtung von dessen Artikel 7 Absatz 3 anzuwenden.[13]  ABl. L 184 vom 17.7.1999, S. 23.3. Der in Artikel 4 Absatz 3 des Beschlusses 1999/468/EG vorgesehene Zeitraum wird auf zwei Monate festgesetzt.Artikel 71. Die Kommission berichtet gemäß Artikel 4 des Rahmenprogramms regelmäßig über den Stand der Durchführung des spezifischen Programms.2. Die Kommission veranlasst die in Artikel 5 des Rahmenprogramms vorgesehene unabhängige Bewertung der Tätigkeiten, die auf den unter das spezifische Programm fallenden Gebieten erfolgt sind.Artikel 8Diese Entscheidung ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.  Geschehen zu Brüssel am [...] Im Namen des Rates Der Präsident  [...]ANHANG IWissenschaftliche und technologische Ziele sowie Grundzüge der MaßnahmenEinleitungDieses Programm dient der Förderung der Spitzenforschung in Schlüsselbereichen, die im Rahmenprogramm 2002-2006 als Bereiche von außerordentlichem Interesse und mit europäischem Mehrwert beschrieben sind, sowie der Förderung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie und der Förderung von Forschungstätigkeiten in Bereichen, denen bei der Umsetzung des Rahmenprogramms angesichts der politischen Notwendigkeiten der EU und angesichts der Möglichkeiten, die die neuen Spitzenforschungsbereiche bieten, hohe Priorität zuerkannt wurde.Das Programm dient ferner einer stärkeren Bündelung der europäischen Forschung dank- des Schwerpunkts auf vorrangigen Themenbereichen der Forschung unter Einsatz leistungsfähiger Finanzierungsinstrumente (integrierte Projekte und Exzellenznetze) mit dem Ziel, zum einen einen Rahmen zu schaffen, der den neuen Herausforderungen, die sich auf diesen vorrangigen Forschungsbereichen ergeben, angemessen ist, und zum anderen die erforderliche kritische Masse zu ermöglichen;- der Förderung der Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen nationalen und europäischen Initiativen für Forschung und Innovation sowie der Öffnung nationaler Programme in den vorrangigen Bereichen - einschließlich Maßnahmen gemäß Artikel 169 des Vertrags, sofern dies sinnvoll ist - sowie in anderen Bereichen, wo solche Maßnahmen der europäischen Forschung zugute kämen;Das Programm ergänzt das Programm "Ausgestaltung des Europäischen Forschungsraums" und das spezifische Programm für die GFS; die Umsetzung wird gemeinsam abgestimmt. 1. Bündelung der Forschung1.1. Vorrangige Themenbereiche der ForschungDer größte Anteil der im Rahmenprogramm 2002-2006 vorgesehenen Mittel fließt in die vorrangigen Themenbereiche. Durch eine schwerpunktorientierte Gemeinschaftsforschung soll ein deutlicher Hebeleffekt erzielt werden, der zusammen mit Maßnahmen in anderen Bereichen des Rahmenprogramms 2002-2006 sowie durch die offene Koordinierung mit sonstigen - regionalen, nationalen, europäischen und internationalen - Einrichtungen dazu führen soll, dass die Gesamtziele dank kohärenter und hocheffizienter gemeinsamer Anstrengungen erreicht werden.Die vorrangigen Themenbereiche der Forschung sind:- Genomik und Biotechnologie im Dienste der Medizin- Technologien für die Informationsgesellschaft- Nanotechnologien, intelligente Werkstoffe, neue Produktionsverfahren- Luft- und Raumfahrt- Lebensmittelsicherheit und Gesundheitsrisiken- Nachhaltige Entwicklung und globale Veränderungen- Bürger und modernes Regieren in der WissensgesellschaftDie Maßnahmen werden wie folgt beschrieben:- Gesamtziele und erwartete Leistungen in jedem vorrangigen Themenbereich;- Forschungsprioritäten der Gemeinschaftsmaßnahmen.Zur Beschreibung der vorrangigen Themenbereiche der Forschung werden die Gesamtziele und Forschungsschwerpunkte angegeben. Eine detaillierte Beschreibung der Forschungsinhalte erfolgt im dazu gehörigen Arbeitsprogramm.Gemeinschaftsmaßnahmen in den einzelnen vorrangigen Bereichen erfolgen im Rahmen von integrierten Projekten und Exzellenznetzen, die - sofern relevant - neben der Forschung und technologischen Entwicklung folgende Tätigkeiten betreffen können: Demonstration, Verbreitung und Verwertung; Zusammenarbeit mit Forschern und Forschungsteams aus Drittländern; Förderung der Humanressourcen, einschließlich der Förderung der Ausbildung von Wissenschaftlern; Entwicklung von Forschungseinrichtungen und -infrastrukturen von spezifischer Bedeutung für die betreffenden Forschungstätigkeiten; Verbesserung der Verbindungen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft, einschließlich der Rolle von Frauen in der Wissenschaft.Um die Ziele der vorrangigen Themenbereiche zu erfuellen, kommen auch Forschungstätigkeiten im Rahmen von Artikel 169 des Vertrags in Frage. Die Einbeziehung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) wird gefördert, und die Gleichbehandlung der Geschlechter wird bei der Umsetzung der Tätigkeiten generell gewährleistet.Die Innovation ist ein wichtiger Aspekt, der bei Planung und Umsetzung von FTE-Tätigkeiten zu berücksichtigen ist. Insbesondere Exzellenznetze und integrierte Projekte werden Tätigkeiten zur Verbreitung und Nutzung von Kenntnissen umfassen, um einen Technologietransfer zu gewährleisten und die Nutzung der Ergebnisse zu vereinfachen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Technologietransfer hin zu den KMU und der Nutzung der Forschungsergebnisse durch Schaffung forschungsgestützter Unternehmen.Die Beteiligung von Beitrittsländern an diesem Programm wird begrüßt.Auch die internationale Zusammenarbeit ist ein wichtiger Aspekt des Rahmenprogramms. Im spezifischen Programm "Bündelung der Forschung" sind diesbezüglich zwei Möglichkeiten vorgesehen:- Beteiligung von Forschern, Forschungsteams und Institutionen aus Drittländern an Exzellenznetzen und integrierten Projekten, die sich insbesondere im Rahmen der vorrangigen Themenbereichen mit Fragen globaler Bedeutung befassen und Gegenstand internationaler Bemühungen sind;- internationale Zusammenarbeit mit bestimmten Ländergruppen zur Förderung der Außenbeziehungen und der Entwicklungspolitik der Gemeinschaft.Ziele und Form der internationalen Zusammenarbeit im Rahmenprogramm sind im Kapitel "Planung im Vorgriff auf den künftigen Wissenschafts- und Technologiebedarf der Europäischen Union" beschrieben. Die vorrangigen Themenbereiche können auch Forschungstätigkeiten an der Grenze traditioneller Disziplinen umfassen, wo Fortschritte ein inter- und multidisziplinäres Vorgehen erfordern. In solchen Fällen wird bei der Durchführung des Programms insbesondere darauf geachtet, dass eine Koordinierung zwischen den vorrangigen Themenbereichen sowie zwischen den vorrangigen Themenbereichen und Maßnahmen im Rahmen des Programms "Planung im Vorgriff auf den künftigen Wissenschafts- und Technologiebedarf der Europäischen Union" gewährleistet ist.Sofern relevant, werden Forschungstätigkeiten sowie mögliche Anwendungen, die im Rahmen dieses Kapitels durchgeführt werden sollen, auch aus ethischer Sicht im Hinblick auf ihre gesellschaftlichen und rechtlichen Aspekte geprüft und werden sozioökonomische Auswirkungen wissenschaftlicher und technologischer Entwicklungen bewertet. Diese ethische Prüfung wissenschaftlicher und technischer Entwicklungen erfolgt im Rahmen des Programms "Ausgestaltung des Europäischen Forschungsraums".Bei der Umsetzung dieses Programms und den entsprechenden Forschungstätigkeiten sind bestimmte ethische Grundprinzipien zu berücksichtigen wie der Schutz der menschlichen Würde, von Daten und Privatsphäre sowie von Tieren und der Umwelt. Den Rahmen hierfür bieten das Gemeinschaftsrecht, einschlägige internationale Übereinkommen und Verhaltensregeln wie die Erklärung von Helsinki, das Übereinkommen des Europarates über Menschenrechte und Biomedizin, die Allgemeine Erklärung über das menschliche Genom und die Menschenrechte der UNESCO sowie Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Länder, in denen die Forschungstätigkeiten durchgeführt werden. Gegebenenfalls müssen die Teilnehmer an Forschungsprojekten vor der Aufnahme von FTE-Tätigkeiten Genehmigungen der zuständigen Ethikausschüsse einholen. Bei Vorschlägen zu sensiblen Themen werden systematisch ethische Prüfungen durchgeführt. In Einzelfällen kann die ethische Prüfung auch während der Durchführung des Projektes erfolgen.1.1.1 Genomik und Biotechnologie im Dienste der Medizin [14][14]  Das Klonen vom Menschen zu Zwecken der Reproduktion wird weder in diesem noch anderen Bereichen des Rahmenprogramms gefördert. Es werden keine Forschungstätigkeiten durchgeführt, die zu einer Änderung des genetischen Erbguts des Menschen führen oder eine solche Änderung anstreben; das Gleiche gilt für jegliche Forschungstätigkeiten, bei denen ein menschlicher Embryo zu Forschungs- oder Therapiezwecken gezüchtet werden soll. Tierversuche sind so weit wie möglich durch In-vitro-Versuche oder andere Alternativen zu ersetzen. Ein Leiden von Tieren ist zu vermeiden oder auf das Minimum zu beschränken; dies gilt (gemäß der Richtlinie 86/609/EWG) insbesondere für Tierversuche mit Arten, die dem Menschen besonders nahe stehen. Die Änderung des genetischen Erbguts von Tieren und das Klonen von Tieren können nur in Erwägung gezogen werden, wenn die Ziele aus ethischer Sicht gerechtfertigt sind und Bedingungen gegeben sind, unter denen das Wohlbefinden der Tiere gewährleistet und die Prinzipien der genetischen Vielfalt gewährt sind.Die Sequenzierung des menschlichen Genoms und zahlreicher anderer Genome läutet ein neues Zeitalter in der Humanbiologie ein und bietet nie dagewesene Möglichkeiten zur Verbesserung der menschlichen Gesundheit und zur Stimulierung von Industrie und Wirtschaft. Deshalb wird in diesem Bereich der Schwerpunkt darauf gelegt, die post-genomische Forschung in die besser etablierten Disziplinen Biomedizin und Biotechnologie einzubinden und die (privaten und öffentlichen) Forschungskapazitäten in ganz Europa besser zu bündeln, damit mehr Kohärenz gewährleistet ist und eine kritische Masse erreicht werden kann. Ein weiteres wichtiges Element ist die Einbeziehung der verschiedenen Akteure, d.h. Industrie, Gesundheitswesen und Heilberufe, Politik, Verwaltung und Patienten. Bei den Forschungstätigkeiten wird für eine Gleichbehandlung der Geschlechter gesorgt [15].[15]  Häufig gibt es sowohl bei den Ursachen als auch den klinischen Auswirkungen, den Folgen und der Behandlung von Krankheiten und Gesundheitsstörungen Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Deshalb muss bei allen Tätigkeiten, die im Rahmen dieses vorrangigen Themenbereichs gefördert werden, bei den Forschungsprotokollen, den Verfahren und der Analyse der Ergebnisse geschlechtsspezifische Unterschiede berücksichtigt werden.In diesem vorrangigen Themenbereich wird die multidisziplinäre Grundlagenforschung gefördert, um das Potenzial von Genominformationen bei Gesundheitsanwendungen optimal nutzen zu können.Dies fügt sich in die Gesamtstrategie der Europäischen Gemeinschaft zur Förderung der Biotechnologie in Europa gemäß den Schlussfolgerungen des Rates von Stockholm ein. Ziel ist eine enge Abstimmung mit Maßnahmen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für biotechnologische Innovationen im Gesundheitsbereich, insbesondere in KMU, einschließlich der Förderung des Unternehmertums und der Schaffung neuer Investitionsmöglichkeiten durch Risikokapital und Maßnahmen der Europäischen Investitionsbank. Dabei wird das Augenmerk auch darauf gerichtet, wo bei der Entwicklung neuer Genomikanwendungen ordnungspolitische Engpässe entstehen, wie ethische Aspekte frühestmöglich berücksichtigt werden können und welche umfassenderen Auswirkungen Entwicklungen in der Genomikforschung auf Gesellschaft und Bürger haben können.Ein weiterer Schwerpunkt dieses vorrangigen Themenbereichs ist die Entwicklung und Umsetzung der Gesundheitsstrategie der Europäischen Gemeinschaft.Die internationale Zusammenarbeit wird bei allen Maßnahmen in diesem Themenbereich gefördert. Weitere wichtige Aspekte sind - im Einklang mit Artikel 177 des Vertrags und den Dringlichkeitsmaßnahmen der Europäischen Gemeinschaft zur Bekämpfung von HIV/AIDS, Malaria und Tuberkulose - der Wille der Europäischen Gemeinschaft, die Armut in Entwicklungsländern zurückzudrängen, und die Bedeutung, die eine verbesserte Gesundheitsfürsorge in diesem Zusammenhang haben kann.Forschungsschwerpunktei) Grundlagenkenntnisse und Basisinstrumente der funktionellen Genomik:Strategisches Ziel dieser Forschungsschwerpunkts ist es, ein grundlegendes Verständnis der Genominformationen zu gewinnen. Zu diesem Zweck sollen Grundlagenkenntnisse erworben und Instrumente und Ressourcen geschaffen werden, die es ermöglichen, die Funktion von Genen und Genprodukten mit Bedeutung für die menschliche Gesundheit (einschließlich Genomen von Tieren und Pflanzenmodellen sowie mikrobielle Genome) zu entschlüsseln und gegenseitige Wechselwirkungen sowie Wechselwirkungen mit der Umwelt zu erforschen. Forschungsthemen und -ziele sind:- Genexpression und Proteomik: Ziel ist die weitere Entschlüsselung der Funktion von Genen und Genprodukten und Beschreibung der komplexen Regelnetze (Biokomplexität), die fundamentale biologische Prozesse steuern.Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten werden stehen: Entwicklung von "high throughput"-Instrumenten und -Konzepten für die Kontrolle von Genexpression und Proteinprofilen sowie für die Bestimmung der Proteinfunktionen und der Wechselwirkungen zwischen Proteinen.- Strukturelle Genomik: Ziel ist die effizientere und raschere Beschreibung der 3-D-Struktur von Proteinen und anderen Makromolekülen, die eine wichtige Rolle für die Klärung der Proteinfunktionen und für die Entwicklung von Arzneimitteln spielt. Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten werden stehen: Entwicklung von "high throughput"-Konzepten für die Beschreibung der 3-D-Strukturen von Makromolekülen in hochaufgelöster Darstellung.- Vergleichende Genomik und Populationsgenetik: Ziel ist die Verwendung genau beschriebener Modellorganismen für die Vorhersage und Prüfung der Genfunktion; optimale Nutzung bestimmter europäischer Populationskohorten zur Bestimmung des Verhältnisses zwischen Genfunktion und Gesundheit bzw. Krankheit. Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten werden stehen: Entwicklung von Modellorganismen und transgenen Instrumenten; Entwicklung genetischer epidemiologischer Instrumente und harmonisierter Gentypprotokolle.- Bioinformatik: Ziel ist die Ermöglichung des Zugriffs auf effiziente Instrumente für Verwaltung und Auslegung der ständig wachsenden Menge an Genomdaten und Bereitstellung für die Forschergemeinschaft in zugänglicher und brauchbarer Form.Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten werden stehen: Entwicklung von Bioinformatikwerkzeugen und -ressourcen für die Datenspeicherung, die gezielte Datensuche und die Datenverarbeitung; Entwicklung von Konzepten der algorithmischen Biologie für in silico-Vorhersagen von Genfunktionen und für die Simulierung komplexer Regelnetze.ii) Genomik- und Biotechnologieanwendungen im Dienste der MedizinStrategisches Ziel dieses Forschungsschwerpunkts ist die Förderung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Biotechnologieindustrie durch Nutzung der reichlich vorhandenen biologischen Daten aus der Genomik und der Biotechnologie. Forschungsthemen und -ziele sind:- Technologieplattformen zur Entwicklung neuer Instrumente für Diagnose, Prävention und Therapie: Ziel ist die Förderung der Zusammenarbeit in Wissenschaft und Industrie durch sogenannte Technologieplattformen, wobei multidisziplinäre Konzepte zur Anwendung kommen und die neuesten Techniken aus der Genomforschung (z.B. Pharmakogenomik) genutzt werden. Ziel ist die Verbesserung der Gesundheitspflege und eine Verringerung der Kosten durch präzisere Diagnosen, eine auf die Einzelperson abgestimmte Behandlung, eine effizientere Entwicklung neuer Arzneimittel und Therapien sowie andere neuartige Produkte der neuen Technologien.Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten werden stehen: rationelle und beschleunigte Entwicklung neuer, sicherer und wirksamerer Arzneimittel; Entwicklung neuer Diagnoseverfahren; Entwicklung neuer in vitro-Tests als Alternative zu Tierversuchen; Entwicklung und Test neuer präventiver und therapeutischer Werkzeuge wie somatische Gene, Zelltherapien (einschließlich Stammzelltherapie) und Immuntherapie.- Förderung der innovativen Forschung in neu gegründeten Genomikunternehmen: Ziel ist die Erleichterung der Gründung forschungsgestützter Unternehmen in Europa, Förderung des ersten Wachstums und der weiteren Entwicklung dieser Unternehmen in einem internationalen Umfeld.Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten werden stehen: innovative Aspekte der Post-Genomik mit hohem Potenzial für Anwendungen im Gesundheitsbereich, die zudem zu unternehmerischen Initiativen in Unternehmensneugründungen führen dürften.Um gesellschaftlich verantwortliche Entscheidungen treffen zu können, die Zustimmung der Öffentlichkeit zu finden und eine effiziente Entwicklung dieser neuen Techniken zu gewährleisten, müssen Ordnungsbehörden, Patienten und die Gesellschaft bereits in einem frühen Stadium einbezogen werden.iii) Anwendungen in Medizin und GesundheitswesenStrategisches Ziel dieses Forschungsschwerpunkts ist es, bessere Strategien für Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten zu entwickeln und damit ein Leben und Altern in guter Gesundheit zu ermöglichen. In diesem Bereich wird der Schwerpunkt ausschließlich darauf gelegt, die Genomik in besser etablierte Disziplinen der Erforschung von Krankheiten und Gesundheitsfaktoren einzubinden. Forschungsthemen und -ziele sind:- Bekämpfung von Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und seltenen Krankheiten: Ziel ist die Vorbeugung und Behandlung der beiden wichtigsten Krankheits- und Sterblichkeitsursachen in Europa und Bündelung der Forschungsressourcen Europas zur Bekämpfung seltener Krankheiten.Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten werden stehen: Einbeziehung klinischen Fachwissens und klinischer Ressourcen in Modellsysteme und moderne Werkzeuge der funktionellen Genomik mit dem Ziel, einen Durchbruch bei der Vorbeugung und Behandlung dieser Krankheiten zu erzielen.- Bekämpfung der Arzneimittelresistenz: Ziel ist der Schutz der Volksgesundheit vor der Bedrohung durch arzneimittelresistente Krankheitserreger.Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten werden stehen: Nutzung der Kenntnisse über mikrobielle Genome und die Wirt-Erreger-Beziehungen im Hinblick auf die Entwicklung von Impfstoffen und alternativen therapeutischen Strategien zur Lösung des Problems antimikrobieller Arzneimittelresistenzen; Entwicklung von Strategien für eine optimale Nutzung antimikrobieller Stoffe; Förderung des Netzes der Europäischen Gemeinschaft für die epidemiologische Überwachung und Kontrolle übertragbarer Krankheiten. - Erforschung des Gehirns und Bekämpfung von Krankheiten des Nervensystems: Ziel ist die Nutzung genomischer Informationen zur Verbesserung des Verständnisses von Funktionsweise und Funktionsstörungen des Gehirns mit dem Ziel, neue Erkenntnisse über mentale Prozesse zu gewinnen, neurologische Störungen und Krankheiten zu bekämpfen und die Möglichkeiten zur Heilung des Gehirns zu verbessern.Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten werden stehen: Verständnis der molekularen und zellulären Grundlagen von Funktion, Schäden, Plastizität und Heilung des Gehirns; Lernen, Gedächtnis und Erkenntnis; Entwicklung von Strategien für die Vorbeugung und Behandlung neurologischer Störungen und Krankheiten. - Erforschung der Entwicklung des Menschen und des Alterns: Ziel ist das bessere Verständnis der menschlichen Entwicklung mit besonderem Schwerpunkt auf dem Alterungsprozess; Ziel ist der Erwerb von Wissen als Grundlage für einen besseren Schutz der Volksgesundheit, um ein Leben und Altern in guter Gesundheit zu ermöglichen. Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten werden stehen: Verständnis der Entwicklung des Menschen von der Empfängnis bis zur Adoleszenz; Erforschung der molekularen und zellulären Determinanten eines gesunden Alterns unter Berücksichtigung der Wechselwirkungen mit Umwelt-, Verhaltens- und Geschlechtsfaktoren.iv) Bekämpfung der großen übertragbaren Krankheiten in Verbindung mit ArmutStrategisches Ziel dieses Forschungsschwerpunkts ist die Lösung globaler Probleme im Zusammenhang mit den drei großen übertragbaren Krankheiten (HIV/AIDS, Malaria und Tuberkulose) durch Entwicklung einer wirksamen Krankheitsbekämpfung, insbesondere zum Einsatz in Entwicklungsländern. Bei diesem Forschungsschwerpunkt sollen die Entwicklungsländer - insbesondere im Rahmen der Europäischen Plattform für klinische Versuche - zu einem wichtigen Partner werden.Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten werden stehen: Weiterentwicklung viel versprechender Kandidaten (Impfstoffe, Therapien und HIV-Mikrobizide) zur Bekämpfung der genannten Krankheiten durch Förderung der Forschung im gesamten Spektrum der molekularen Grundlagenforschung, einschließlich der mikrobiellen Genomik, bis zu vorklinischen Versuchen und Grundsatzbeweisen; Schaffung einer Europäischen Plattform für klinische Versuche zur Bündelung und Förderung klinischer Versuche in Europa für auf die Entwicklungsländer abgestimmte Maßnahmen; Schaffung eines Europäischen Netzes für AIDS-Therapieversuche mit dem Ziel, Kohärenz und Komplementarität klinischer Versuche für AIDS-Therapien zum Einsatz in Europa zu verbessern.1.1.2 Technologien für die InformationsgesellschaftDie Technologien für die Informationsgesellschaft (TIG) verändern Wirtschaft und Gesellschaft. Sie lassen nicht nur neue Formen des Arbeitens und neue Arten von Unternehmen entstehen, sondern bieten Lösungen für wichtige gesellschaftliche Herausforderungen, die sich in Bereichen wie Gesundheitsfürsorge, Umwelt, Sicherheit, Mobilität und Beschäftigung stellen, und haben weitreichende Auswirkungen auf unser Alltagsleben. Die Branche der Technologien für die Informationsgesellschaft ist mit einem jährlichen Umsatz von 2 Bill. EUR zu einem der größten Wirtschaftszweige geworden, der in Europa mehr als 12 Mio. Menschen Beschäftigung bietet.Der vorrangige Themenbereich TIG wird unmittelbar zur Verwirklichung der europäischen politischen Ziele für die Informationsgesellschaft beitragen, die 2000 auf dem Rat von Lissabon und 2001 auf dem Rat von Stockholm vereinbart wurden und sich im Aktionsplan eEurope widerspiegeln. Er wird Europas Führungsrolle bei den Querschnitts- und den angewandten Technologien sicherstellen, die den Kern der Wissensgesellschaft ausmachen. Er soll die innovative Kraft und Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen und Industrien stärken und zu größerem Nutzen für alle Bürger Europas beitragen.Erfolge wie die, die Europa bei der Mobilkommunikation oder der Unterhaltungselektronik erzielt hat, lassen sich nur dann wiederholen, wenn echte Anstrengungen unternommen werden, um in Schlüsselbereichen der TIG-Forschung eine kritische Masse u erreichen. Daher werden die Maßnahmen die Forschergemeinde auf mittel- bis langfristige Ziele hin orientieren und so die europaweite Zusammenführung öffentlicher und privater Anstrengungen zum Aufbau der wesentlichen Qualifikationen und zur Stärkung der Innovation erleichtern. Sie werden risikoreiche und langfristige FTE - etwa zur nächsten Generation mobiler und drahtloser Systeme über 3G hinaus - beinhalten sowie grundlegende Forschungsarbeiten umfassen, um künftige und in der Entstehung begriffene Technologien im Zusammenhang mit den angegebenen vorrangigen Forschungsgebieten zu untersuchen und damit zu experimentieren.Zwar wurden bereits wesentliche Fortschritte erzielt, doch sind wir noch weit davon entfernt, das Potenzial wissensgestützter Dienste im Alltagsleben voll auszuschöpfen. Produkte und Dienste sind immer noch nur schwer nutzbar und vielen Menschen unzugänglich, und die ,digitale Kluft" wird in Europa wie auch weltweit immer breiter. Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten wird die folgende Generation der Technologien stehen, bei denen Computer und Netze in die alltägliche Umgebung einbezogen sind und einfach nutzbare Schnittstellen eine Vielzahl von Diensten und Anwendungen erschließen werden. Bei dieser angestrebten ,intelligenten Umgebung" steht der Nutzer, der einzelne Mensch, im Zentrum der künftigen Entwicklungen im Hinblick auf eine integrierende Wissensgesellschaft für alle.Der vorrangige Bereich TIG zur Förderung des Aktionsplans eEuropa dient der Schaffung einer informations- und wissensgestützten Gesellschaft in ganz Europa, wobei eine Beteiligung der am wenigsten entwickelten Regionen besonders gefördert wird. Der vorrangige Bereich wird auch Maßnahmen umfassen, die die Bemühungen der EU international einbinden. Ziel ist es, innerhalb des Themenbereichs ggf. einen allgemeinen Konsens zu erreichen - z.B. im Rahmen der Initiative ,Intelligent Manufacturing Systems" (IMS) oder des Dialogs über Fragen der Zuverlässigkeit -, die Forschungsarbeiten der neu assoziierten Staaten in die Anstrengungen der EU einzubeziehen und die Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern zu erleichtern.Forschungsschwerpunktei) Angewandte TIG-Forschung zur Bewältigung wichtiger gesellschaftlicher und wirtschaftlicher HerausforderungenEs soll dafür gesorgt werden, mehr und effizientere, auf TIG beruhende Lösungen für wichtige gesellschaftliche und wirtschaftliche Herausforderungen zu finden. Weiter kommt es darauf an, sie Bürgern, Unternehmen und Organisationen auf möglichst natürliche und Vertrauen erweckende Weise jederzeit und überall zugänglich zu machen.- Forschungsarbeiten über Vertrauen fördernde Technologien: Ziel ist die Entwicklung von Technologien für wichtige Sicherheitsfragen , die sich in einer ,voll digitalen" Welt und durch die Notwendigkeit stellen, die Rechte von Einzelpersonen und Gemeinschaften zu wahren. Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten werden folgende Themen stehen: grundlegende Sicherheitsmechanismen und ihre Interoperabilität, dynamische Sicherheitsprozesse, fortgeschrittene Verschlüsselungsverfahren, Technologien zum besseren Schutz der Privatsphäre, Technologien zur Behandlung digitaler Güter und zuverlässige Technologien zur Unterstützung von Geschäfts- und organisatorischen Abläufen in dynamischen und mobilen Systemen.- Forschungsarbeiten zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen: Der Schwerpunkt liegt auf einer ,intelligenten Umgebung", damit mehr Bürger in die Informationsgesellschaft einbezogen werden, Systeme zur Verwaltung und Unterstützung der Gesundheitsfürsorge, der Sicherheit, der Mobilität und der Umwelt effizienter werden und das kulturelle Erbe besser bewahrt werden kann. Auch gefördert wird die Integration bereichsübergreifender Funktionen.Schwerpunkte der Forschungsarbeiten zur ,informationstechnologischen Einbeziehung" werden Technologien ohne Hindernisse sein, die Allen die uneingeschränkte Teilnahme an der Informationsgesellschaft ermöglichen, sowie Hilfssysteme zur Wiederherstellung ausgefallener Funktionen oder Kompensation von Behinderungen, die Bürgern mit besonderen Bedürfnissen eine höhere Lebensqualität und bessere Möglichkeiten der Berufsausübung bieten. Im Bereich Gesundheit wird der Schwerpunkt der Arbeiten auf intelligenten Systemen liegen, die die im Gesundheitswesen Tätigen unterstützen, den Patienten persönliche Gesundheitsfürsorge und Informationen bieten und allgemein gesundes Verhalten und Krankheitsverhütung bei der Bevölkerung fördern helfen. Weitere Forschungsarbeiten sollen intelligenten Systemen gelten, die den Schutz von Personen und Eigentum verbessern, sowie der sicheren Erhaltung und dem Schutz ziviler Infrastruktur.Im Bereich der Mobilität wird der Schwerpunkt der Forschungsarbeiten auf Fahrzeuginfrastruktur und tragbaren Systemen liegen, die für integrierte Sicherheit, Bequemlichkeit und Effizienz sorgen und fortgeschrittene Logistik, Verkehrsinformationen, vor allem auch unterwegs, und auf Standortdaten gestützte Dienste ermöglichen. Im Bereich Umwelt wird der Schwerpunkt der Forschungsarbeiten auf wissensgestützten Systemen für das Management natürlicher Ressourcen, die Gefahrenverhütung und die Krisenbewältigung liegen. Forschungsarbeiten im Bereich Freizeit werden sich auf intelligente und mobile Systeme und Anwendungen für die Unterhaltung und den Fremdenverkehr konzentrieren. Anstrengungen im Bereich kulturelles Erbe werden vor allem intelligenten Systemen für den dynamischen Zugang zu greifbaren und immateriellen kulturellen und wissenschaftlichen Ressourcen und deren Erhaltung gelten.- Forschungsarbeiten zu Herausforderungen bei der Arbeit und in Unternehmen: Ziel ist es, daß Unternehmen, Einzelpersonen, öffentliche Verwaltungen und Organisationen uneingeschränkt zur Entwicklung einer auf Vertrauen und Wissen gestützten Wirtschaft beitragen und Nutzen aus dieser ziehen können. Gleichzeitig sollen die Arbeitsqualität und das Arbeitsleben verbessert und lebenslanges, ständiges Lernen zur Förderung der fachlichen Qualifikation unterstützt werden. Außerdem soll ein besseres Verständnis der sozioökonomischen Antriebskräfte und Auswirkungen der Entwicklung von Technologien der Informationsgesellschaft gewonnen werden.Hauptziel der Forschungsarbeiten zu elektronischem Geschäftsverkehr und elektronischen Behördendiensten wird es sein, privaten und öffentlichen Organisationen, insbesondere KMU, interoperable Systeme und Dienste anzubieten, die die Innovationsfähigkeit, Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit in der wissensgestützten Wirtschaft fördern. Auch soll die Herausbildung neuer Umgebungen für unternehmerische Tätigkeiten angeregt werden. Die Forschungsarbeiten zum Wissensmanagement in Unternehmen sollen innovatives Verhalten und Reaktionsschnelligkeit von Organisationen durch das Herausziehen, Teilen und Liefern von Wissen und das Handeln damit unterstützen. Die Arbeiten zu (auch mobilem) elektronischem Geschäftsverkehr werden interoperablen, multimodalen Anwendungen und Diensten über heterogene Netze hinweg gelten. Dazu gehören das Handeln jederzeit und überall, Zusammenarbeit, Arbeitsfluss und elektronische Dienste, die den gesamten Wertschöpfungszyklus im Zusammenhang mit Produkten und Diensten abdecken.Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten zu Systemen für die IKT-gestützte Arbeit wird die Gestaltung von Arbeitsplätzen unter Einbeziehung innovativer Technologien zur Erleichterung der Kreativität und Zusammenarbeit stehen, sowie die effizientere Ressourcennutzung und die Erweiterung des Arbeitsangebots auf alle Mitglieder örtlicher Gemeinschaften. Arbeiten zum IKT-gestützten Lernen werden vor allem einen persönlichen Zugang zum Lernen ermöglichen und zum Aufbau fortgeschrittener Lernumgebungen in der Schule, der Universität und am Arbeitsplatz führen, die die Entwicklung intelligenter Umgebungen nutzen. - Lösung komplexer Probleme in den Bereichen Wissenschaft, Technik, Wirtschaft und Gesellschaft: Ziel ist die Entwicklung von Technologien zur Erschließung geografisch weit verstreut vorhandener Rechen- und Speicherkapazitäten, um sie für die Lösung komplexer Probleme in den Bereichen Wissenschaft, Technik, Wirtschaft und Gesellschaft nahtlos zugänglich zu machen. Anwendungsfelder sind u.a. die Bereiche Umwelt, Energie, Gesundheit, Verkehr, Produktionstechnik, Finanzwesen und neue Medien.Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten werden neue Modelle von Rechnersystemen stehen. Dazu zählen Gitter (so genannte GRIDs) für Berechnungen und zur Bereitstellung von Informationen sowie ,Peer-to-Peer"-Technologien einschließlich der zugehörigen Middleware, die es ermöglichen, umfangreiche, hochgradig verteilte Rechen- und Speicherkapazitäten zu nutzen und skalierbare, zuverlässige und sichere Plattformen zu entwickeln. Weiter gehören dazu neuartige, die Zusammenarbeit unterstützende Instrumente, Programmierverfahren zur Förderung der Interoperabilität von Anwendungen und bessere Simulations-, Visualisierungs- und Datenschürfverfahren.ii) Kommunikations- und InformationsverarbeitungsinfrastrukturenEs sollen die Stärken Europas in Bereichen wie Mobilkommunikation, Unterhaltungselektronik und eingebettete Software untermauert und weiterentwickelt und die Leistung, Kostenwirksamkeit, Funktionalität und Anpassbarkeit von Kommunikations- und Datenverarbeitungstechnologien verbessert werden. - Kommunikations- und Netztechnologien: Ziel ist die Entwicklung mobiler und drahtloser Systeme und Netze in Nachfolge der heutigen Generation, die überall eine optimale Verbindung zu den Diensten ermöglichen, rein optischer Netze zur Erhöhung der Netztransparenz und -kapazität, von Lösungen zur Verbesserung des Zusammenwirkens mehrerer Netze und ihrer Anpassbarkeit, sowie von Technologien für den personalisierten Zugang zu vernetzten audiovisuellen Systemen.Im Mittelpunkt der Arbeiten zu terrestrischen und satellitengestützten [16], mobilen und drahtlosen Systemen und Netzen über 3G hinaus wird die nächste Technologiegeneration stehen, die die Zusammenarbeit und das nahtlose Zusammenwirken vielerlei drahtloser Technologien über eine gemeinsame IP (Internet-Protokoll)-Plattform auf Dienst- und Steuerungsebene gewährleistet, sowie neuartige, effizient das Frequenzspektrum nutzende Protokolle, Werkzeuge und Technologien, um drahtlose, rekonfigurierbare, IP-fähige Geräte, Systeme und Netze zu bauen. [16]  Die Maßnahme bezüglich der Satellitenkommunikation wird koordiniert mit den Maßnahmen des vorrangigen Bereichs 4, ,Luft- und Raumfahrt", durchgeführt.Der Schwerpunkt der Forschungsarbeiten zu rein optischen Netzen wird bei der Verwaltung von Übertragungskanälen im Lichtwellenbereich liegen, die für Flexibilität und Schnelligkeit beim Aufbau und der Bereitstellung von Diensten sorgen, und bei Verwendungsmöglichkeiten optischer Übertragungstechniken in LAN. Forschungen zu interoperablen Netzlösungen einschließlich eines durchgängigen Netzmanagements sollen die Bereitstellung grundlegender Dienste, deren Zusammenwirken und das Zusammenspiel zwischen heterogenen Netzen und Plattformen unterstützen. Weiter soll zu programmierbaren Netzen mit dem Ziel einer anpassungsfähigen Zuteilung von Netzressourcen in Echtzeit und besseren Möglichkeiten für den Kunden zur Steuerung der Dienste geforscht werden. Ein weiteres Ziel der Forschungsarbeiten sind grundlegende Technologien für den personalisierten Zugang zu vernetzten audiovisuellen Systemen und Anwendungen sowie medienübergreifende Diensteplattformen und Netze, Vertrauen erweckende Digitalfernseharchitekturen und Geräte, die hybride multimediale 3D-Signale und Objekte verarbeiten, codieren, speichern, erkennen und darstellen können. - Softwaretechnologien und -dienste, verteilte Systeme: Ziel ist die Entwicklungneuer Softwaretechnologien, Umgebungen zur Schaffung vielerlei unterschiedlicher Dienste sowie Werkzeuge für die Steuerung komplexer verteilter Systeme für die Verwirklichung einer intelligenten Umgebung, die mit dem erwarteten Wachstum und der Ausbreitung von Anwendungen und Diensten Schritt halten können. Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten werden neue Technologien für Software, Systeme und Dienste stehen, für die Zusammensetzbarkeit, Skalierbarkeit, Zuverlässigkeit und Stabilität sowie selbständige Anpassung kennzeichnend sein werden. Weiteres Thema ist Middleware für die Verwaltung, Steuerung und Nutzung vollständig verteilter Ressourcen. Arbeiten zu Umgebungen zur Schaffung vielerlei unterschiedlicher Dienste und zu neuen Bausteinsystemen werden die Entwicklung von Dienstfunktionalität, (einschließlich Metainformation), Bedeutung und Systematik der Bausteine zum Ziel haben. Neue Strategien, Algorithmen und Werkzeuge für den systematischen und genauen Entwurf, die Prototyp-Entwicklung und die Überwachung komplexer verteilter Systeme werden z.B. zusammen mit eingebetteten Controllern und überall vorhandenen Datenverarbeitungsressourcen angepackt. Die Arbeiten werden auch kognitive Techniken für die allgemeine Erkennung von Objekten und Ereignissen umfassen.iii) Komponenten und Mikrosysteme- Mikro-, Nano- und Optoelektronik: Ziel ist es, die Kosten von mikro-, nano- und optoelektronischen Komponenten und Ein-Chip-Systemen zu verringern, ihre Leistung zu erhöhen und ihre Rekonfigurierbarkeit, Skalierbarkeit, Anpassbarkeit und Fähigkeit zur selbständigen Anpassung zu verbessern.Die Forschungsarbeiten werden sich darauf konzentrieren, die Grenzen der CMOS-Technologie und damit ausgestatteter Geräte zu verlegen und die Funktionalität der Geräte, deren Leistung und die Integration von Funktionen zu verbessern. Themen sind alternative Verfahrenstechnologien, Gerätearten, Werkstoffe und Architekturen für Zwecke der Kommunikation und Datenverarbeitung. Dabei wird der Schwerpunkt auf Entwürfen liegen, die wenig Leistung aufnehmen und Funkfrequenzen oder Mischsignale nutzen. Die Arbeiten zu optischen, optoelektronischen und fotonischen funktionellen Bausteinen werden Geräten und Systemen für die Informationsverarbeitung, Kommunikation, Vermittlung, Speicherung, Wahrnehmung und Bildgebung gelten. Die Forschungsarbeiten zu Nanobauteilen auf der Grundlage von Elektronen ebenso wie zu molekularelektronischen Bauteilen und Technologien werden sich auf jene richten, die breite Funktionalität versprechen und sich wahrscheinlich integrieren und in Massenfertigung herstellen lassen.- Mikro- und Nanotechnologien, Mikrosysteme, Bildschirme: Ziel ist eine bessere Kostenwirksamkeit, Leistung und Funktionalität von Unter- und Mikrosystemen und eine höhere Integration und Miniaturisierung, die eine bessere Einbindung in die Umgebung und in vernetzte Dienste und Systeme ermöglichen. Der Schwerpunkt der Forschungsarbeiten wird auf neuen Anwendungen und Funktionen liegen, die Wechselwirkungen aus den Bereichen Elektronik, Mechanik, Chemie, Biologie u.a. sowie Mikro- und Nanostrukturen und neue Werkstoffe nutzen. Ziel ist die Entwicklung neuartiger, kostengünstiger und zuverlässiger Mikrosysteme und rekonfigurierbarer, miniaturisierter Teilsystemmodule. Die Arbeiten werden auch preiswerten hochauflösenden Bildschirmen, die sehr viel Information darstellen können, und fortgeschrittenen Sensoren gelten, worunter preiswerte optische und biometrische Sensoren und haptische Geräte fallen. Forschungsarbeiten zu Nanogeräten und Nanosystemen werden sich auf die Nutzung von grundlegenden Phänomenen, Prozessen und Strukturen richten, die neuartige oder verbesserte Abtast- oder Stellfunktionen versprechen, sowie auf ihre Integration und Herstellung.iv) Wissens- und SchnittstellentechnologienZiel ist eine Verbesserung der Nutzbarkeit von Anwendungen und Diensten von TIG und des Zugangs zum Wissen, das sie verkörpern, damit sie von mehr Menschen genutzt werden und schnellere Verbreitung finden.- Wissenstechnologien und digitaler Inhalt: Ziel ist es, daß automatische Verfahren für die Erzeugung und Organisation virtueller Wissensräume (z.B. gemeinsamer Speicher) angeboten werden, um radikal neue Dienste und Anwendungen in Verbindung mit Inhalten und Medien zu fördern.Die Arbeiten werden sich auf Technologien zur Unterstützung des Erwerbs, der Modellierung, der (auch bildlichen) Darstellung, der Interpretation und der gemeinsamen Nutzung von Wissen richten. Diese Funktionen werden in neue semantikgestützte und kontextbewusste Systeme integriert, die auch kognitive Werkzeuge und intelligente Agenten umfassen. Die Arbeiten werden sich auf ausbaufähige Wissensressourcen und Ontologien stützen, um die Interoperabilität von Diensten zu erleichtern und Anwendungen von semantischen Netzen der nächsten Generation zu ermöglichen. Außerdem werden die Forschungsarbeiten Technologien zur Unterstützung des Entwurfs, der Schaffung, Verwaltung und Veröffentlichung multimedialer Inhalte gelten, die über feste und mobile Netze und Geräte angeboten werden und sich selbständig an die Erwartungen des Nutzers anpassen können. Es sollen die Schaffung reicher interaktiver Inhalte für eine personalisierte Übermittlung und fortgeschrittene, vertrauenswürdige Anwendungen in den Bereichen Medien und Unterhaltung gefördert werden.- Intelligente Schnittstellen und Oberflächen: Ziel ist es, effizientere Zugriffsmöglichkeiten auf überall vorhandene Informationen und einfachere, natürliche Formen der Interaktion mit uns umgebender Intelligenz zur Verfüngung zu stellen.Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten werden natürliche, anpassungsfähige und mit vielfachen Sensoren ausgestattete Schnittstellen und interaktive Oberflächen stehen, wodurch eine Umgebung entstehen kann, die unsere Anwesenheit wahrnimmt, unsere Persönlichkeit und Bedürfnisse erkennt und intelligent auf unsere Sprache oder unsere Gesten reagieren kann. Die Komplexität der Technologie soll dadurch verborgen werden, dass eine nahtlose Interaktion des Einzelnen mit Geräten, virtuellen und wirklichen Objekten und dem in der Alltagsumgebung vorhandenen Wissen unterstützt wird. Außerdem werden die Arbeiten Technologien für den mehrsprachigen und multikulturellen Zugang und die entsprechende Kommunikation gelten, wodurch zeitgerechte und kostengünstige Informationsdienste möglich werden, die die persönlichen, beruflichen und geschäftlichen Anforderungen aller Mitglieder sprachlich und kulturell unterschiedlicher Gemeinschaften erfuellen.1.1.3 Nanotechnologien, intelligente Werkstoffe, neue ProduktionsverfahrenDer Übergang zu einer Wissensgesellschaft und einer nachhaltigen Entwicklung erfordert neue Produktionsmuster und neue Konzepte von Produkt-Dienstleistungs-Kombinationen. Das gesamte produzierende Gewerbe Europas muss sich von ressourcengestützten auf wissensgestützte Konzepte umstellen, von Quantität auf Qualität, von in Massenfertigung hergestellten Produkten zur einmaligen Nutzung auf aufrüstbare und auf Bestellung produzierte Produkt-Dienstleistungs-Kombinationen mit mehrfacher Nutzung, von ,materiellen und greifbaren" auf ,immaterielle" Produkte, Verfahren und Dienste mit zugefügtem Nutzen.Diese Änderungen gehen mit radikalen Verschiebungen in industriellen Strukturen einher und erfordern zahlreichere innovative Unternehmen, die sich mit Netzen auskennen und neue Hybridtechnologien beherrschen, in die Nanotechnologie, Werkstoffwissenschaften, Ingenieurwesen, Informationstechnologie, Bio- und Umweltwissenschaften einfließen. Eine solche Entwicklung macht eine intensive Zusammenarbeit über herkömmliche Grenzen zwischen Einzelwissenschaften hinweg notwendig. Industrielle Entwicklungen an vorderster Front erfordern außerdem bedeutende Synergien zwischen den Bereichen Technologie und Organisation, die wiederum stark von neuen Qualifikationen abhängen.Erfolgreiche technologische Lösungen müssen viel früher in der Entwurfs- und Herstellungskette gesucht werden. Neue Werkstoffe und Nanotechnologie spielen dabei als Antriebskräfte der Innovation eine bedeutende Rolle. Daher muss die Forschungspolitik der Gemeinschaft von kurz- auf längerfristige Arbeiten ausgerichtet werden mit dem Ziel, von einer Innovation in kleinen Schritten zu einer in Sprüngen zu gelangen. Die Gemeinschaftsforschung kann aus internationaler Zusammenarbeit großen Nutzen ziehen.Forschungsschwerpunktei) NanotechnologieDie Nanotechnologie stellt ein neues Konzept in den Werkstoff- und Ingenieurwissenschaften dar. Europa hat auf dem Gebiet der Nanowissenschaften eine starke Stellung, die in einen echten Wettbewerbsvorteil für die europäische Industrie umgesetzt werden muss. Zum einen muss eine FTE-intensive europäische nanotechnologische Industrie aufgebaut werden, zum anderen muss die Übernahme von Nanotechnologien durch bestehende Wirtschaftszweige gefördert werden. Auch wenn die Forschung langfristig angelegt und mit hohem Risiko behaftet sein sollte, müssen die Forschungsarbeiten auf eine industrielle Anwendung hin ausgerichtet sein. Es wird eine aktive Politik der Förderung industrieller Unternehmen und KMU einschließlich neugegründeter Firmen verfolgt, so etwa durch die Unterstützung von Konsortien, in denen Industrie und Forschung gemeinsam Projekte durchführen, die einen bestimmten kritischen Umfang erreichen.- Langfristig angelegte interdisziplinäre Forschung zur Erweiterung des Kenntnisstands, Prozesssteuerung und Entwicklung von Forschungsinstrumenten: Es sollen die Wissensgrundlage für anwendungsorientierte Nanowissenschaft und Nanotechnologie erweitert und hochwertige Forschungsinstrumente und -techniken entwickelt werden.Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten werden folgende Themen stehen: Erscheinungen auf molekularer und mesoskopischer Ebene; selbstorganisierende Werkstoffe und Strukturen; molekulare und biomolekulare Mechanismen und Maschinen; multidisziplinäre und neue Konzepte für die integrierte Entwicklung im Bereich inorganischer, organischer und biologischer Werkstoffe und Prozesse.- Nanobiotechnologie: Ziel ist die Unterstützung von Forschungsarbeiten zur Integration biologischer und nicht biologischer Einheiten, wodurch sich für viele Anwendungen, wie für die Datenverarbeitung und für analytische Systeme in den Bereichen Medizin und Umwelt, neue Horizonte öffnen.Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten werden folgende Themen stehen: ,Ein-Chip-Labors", Schnittstellen zu biologischen Einheiten, Nanopartikel mit veränderter Oberflächenstruktur, neuartige Verabreichung von Arzneimitteln und weitere Bereiche der Integration von Nanosystemen oder Nanoelektronik mit biologischen Einheiten; Verarbeitung, Behandlung und Aufspürung biologischer Moleküle oder Komplexe, elektronische Aufspürung biologischer Einheiten, Mikrofluidik, Förderung und Kontrolle des Zellwachstums auf Substraten.- Ingenieurtechniken im Nanomaßstab zur Entwicklung von Werkstoffen und Komponenten: Ziel ist es, durch Eingriff in die Nanostruktur neuartige, leistungsfähige, funktionelle und strukturelle Werkstoffe zu entwickeln. Dies umfasst auch Technologien für ihre Fertigung und Verarbeitung.Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten werden folgende Themen stehen: Nanostruktur-Legierungen und -Verbundwerkstoffe, hoch entwickelte funktionelle polymere Werkstoffe und nanostrukturierte funktionelle Werkstoffe.- Entwicklung von Steuer- und Kontrollgeräten und -instrumenten: Ziel ist die Entwicklung einer neuen Generation von Instrumenten für die Analyse und Fertigung im Nanomaßstab. Als Leitlinie kann eine Strukturabmessung oder Auflösung von 10 nm gelten.Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten werden folgende Themen stehen: verschiedenerlei fortgeschrittene Fertigungstechniken im Nanomaßstab (Lithografie oder auf Mikroskopie gestützte Techniken); revolutionär neue Techniken, Verfahren oder Instrumente, die die selbstorganisierenden Eigenschaften der Materie nutzen, und Entwicklung von Maschinen im Nanomaßstab.- Anwendungen in Bereichen wie Medizin, Chemie, Energietechnik, Optik, Umwelttechnik: Ziel ist es, Forschungsergebnisse auf Werkstoffe und technologische Geräte anzuwenden, um so das Potenzial der Nanotechnologie in revolutionär neuen Anwendungen im industriellem Umfeld nutzen zu können.Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten werden folgende Themen stehen: Modellrechnungen, fortgeschrittene Fertigungsverfahren; Entwicklung neuartiger Materialien mit besseren Eigenschaften.ii) Intelligente WerkstoffeNeue, Wissen enthaltende Materialien mit neuen Funktionen und besserer Leistung werden entscheidend zur Innovation bei Technologien, Geräten und Systemen und zur nachhaltigen Entwicklung und Wettbewerbsfähigkeit in Branchen wie Verkehr, Energie, Medizin, Elektronik und Bau beitragen. Um Europas starke Stellung in aufblühenden technologischen Märkten - die innerhalb dieses Jahrzehnts um ein bis zwei Größenordnungen wachsen dürften - zu sichern, müssen die verschiedenen Akteure mobilisiert werden durch hochwertige FTE-Partnerschaften, die auch risikoreiche Forschungen umfassen, sowie durch die Verbindung von Forschungsarbeiten über Werkstoffe mit solchen zu industriellen Anwendungen. - Aufbau von Grundlagenkenntnissen: Ziel ist es, unter Einsatz von Experimenten, Theorien und Modellen die komplexen physikalisch-chemischen und biologischen Erscheinungen verstehen zu lernen, die für die Beherrschung und Verarbeitung intelligenter Werkstoffe wichtig sind. So kann die Grundlage für die Synthese größerer komplexer oder selbstorganisierender Strukturen mit vorbestimmten physikalischen, chemischen oder biologischen Eigenschaften gelegt werden.Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten werden folgende Themen stehen: langfristig angelegte, multidisziplinäre, mit hohem industriellem Risiko behaftete Maßnahmen zum Entwurf und zur Entwicklung neuer Strukturen mit vorbestimmten Eigenschaften; Entwicklung supramolekularer und makromolekularer Techniken, die sich auf die Synthese, Nutzung und potenzielle Anwendung neuartiger, hochkomplexer Moleküle und ihrer Verbindungen richten.- Technologien für die Produktion und Verarbeitung neuer Materialien: Ziel ist die nachhaltige Fertigung neuer ,schlauer" Werkstoffe mit maßgeschneideter Funktionalität und für den Aufbau von Makrostrukturen. Diese neuen Werkstoffe, die in vielen Branchen Anwendung finden, sollten eingebaute Eigenschaften besitzen, die unter vorbestimmten Umständen genutzt werden können, sowie verbesserte Volumeneigenschaften oder Grenz- und Oberflächeneigenschaften, um sie noch einsetzbarer zu machen.Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten werden folgende Themen stehen: neue Werkstoffe; technische und sich selbst reparierende Werkstoffe; Querschnittstechnologien einschließlich Oberflächenwissenschaften und -technik.- Technische Hilfe bei der Werkstoffentwicklung: Ziel ist die Überwindung der Kluft zwischen der Wissenserzeugung und der Wissensnutzung, um die Schwächen der europäischen Industrie bei der Integration von Werkstoffen in die Fertigung auszuräumen. Dazu sollen neue Werkzeuge entwickelt werden, die die Herstellung neuer Werkstoffe unter Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit ermöglichen. Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten werden folgende Themen stehen: Aspekte, die der Optimierung des Entwurfs und der Verarbeitung von Werkstoffen sowie der Werkzeuge dafür eigen sind; Prüfung, Validierung und Maßstabsvergrößerung mechanischer Bauteile; Einbeziehung von Lebenszyklus-Konzepten, Veralterung, Biokompatibilität und Ökoeffizienz. iii) Neue ProduktionsverfahrenNeue Konzepte der Produktion, die flexibler, integriert, sicher und sauber sind, werden von revolutionär neuen organisatorischen und technologischen Entwicklungen zur Unterstützung neuer Produkte, Verfahren und Dienste abhängen, aber auch von abnehmenden (internen und externen) Kosten. Ziel ist es, die industriellen Systeme der Zukunft mit den erforderlichen Instrumenten für einen effizienten Lebenszyklus-Entwurf, eine effiziente Produktion, Nutzung und Wiederverwertung sowie geeigneten organisatorischen Modellen und besserem Wissensmanagement zu versorgen. - Entwicklung flexibler und intelligenter Fertigungssysteme: Es soll der Übergang der Industrie zu einer stärker wissensgestützten Organisation der Produktion und der Systeme gefördert werden. Die Industrie sollte die Produktion mehr aus ganzheitlicher Sicht betrachten und nicht nur die Hard- und Software, sondern auch die Menschen und die Art, in der sie lernen und Wissen miteinander teilen, im Auge behalten. Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten werden folgende Themen stehen: innovative, zuverlässige, intelligente und kostengünstige Fertigungsverfahren und -systeme und ihre Einbeziehung in die Fabrik der Zukunft, unter Nutzung von auf neue Werkstoffe und ihre Verarbeitung gestützten Hybridtechnologien, Mikrosystemen und Automatisierung, äußerst präzisen Produktionseinrichtungen sowie der Einbeziehung von IKT wie auch Abtast- und Kontrolltechnologien. - Systemforschung und Risikobewältigung: Ziel ist es, durch neue industrielle Konzepte sowie durch effizientere Ressourcennutzung zu einer stärkeren Nachhaltigkeit industrieller Systeme und einer wesentlichen und messbaren Verringerung der Auswirkungen auf die Umwelt und die Gesundheit beizutragen. Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten werden folgende Themen stehen: Entwicklung neuer Geräte und Systeme für eine saubere, sichere und weniger kohlenstoffintensive Produktion; Übertragung der Verantwortung für Produkte, Ressourcenverbrauch und industrielle Abfallwirtschaft auf die Unternehmen; Erforschung der Wechselwirkungen zwischen Herstellung, Nutzung und Verbrauch sowie sozioökonomische Auswirkungen.- Optimierung des Lebenszyklus von Systemen, Produkten und Diensten der Industrie: Produkte und die Produktion sollten nicht nur intelligent, kostengünstig, sicher und sauber sein, sondern sich auch zunehmend am Lebenszyklus und an Dienstleistungen ausrichten. Die wichtigste Herausforderung bilden daher neue industrielle Konzepte, die sich am Lebenszyklus orientieren und die neue Produkte, eine neuartige Organisation und die effiziente Verwaltung von Information sowie ihre Umformung in nutzbares Wissens innerhalb der Wertschöpfungskette ermöglichen müssen. Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten werden folgende Themen stehen: innovative Systeme für Produkt-Dienstleistungs-Kombinationen, die die Wertkette ,Entwurf-Herstellung-Dienstleistung-Ende der Nutzung" durch die Entwicklung und Nutzung von Hybridtechnologien optimieren; neue organisatorische Strukturen.1.1.4 Luft- und RaumfahrtIm Laufe der letzten Jahrzehnte haben die herausragenden technologischen und industriellen Fähigkeiten Europas im Bereich der Luftfahrt und Weltraumnutzung auf vielfältige Weise zur Erhöhung des Lebensstandards der Europäer und zu Entwicklung und Wachstum der europäischen und außereuropäischen Volkswirtschaften beigetragen. Der daraus resultierende wirtschaftliche Nutzen schlägt sich in hochqualifizierten Arbeitsplätzen und einem Handelsbilanzüberschuss nieder und wirkt sich überproportional auch auf die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit damit zusammenhängender Wirtschaftszweige aus.Zwar sind Luftfahrt und Raumfahrt unterschiedliche Gebiete, doch weisen sie einige Gemeinsamkeiten auf, da beide äußerst forschungs- und entwicklungsintensiv und von langen Vorlaufzeiten und umfangreichen Investitionserfordernissen gekennzeichnet sind. Ein reger Wettbewerb, die strategische Bedeutung und zunehmend strengere Umwelt anforderungen machen es erforderlich, durch Bündelung und Konzentration der FTE-Anstrengungen in Europa ein immer höheres technologisches Niveau anzustreben, um damit der Gesellschaft besser zu dienen.Die Luftfahrtforschung wird auf der Grundlage eines strategischen Forschungsplans durchgeführt, der von allen Beteiligten auf europäischer Ebene im Rahmen des neuen Beratungsgremiums für Luftfahrtforschung in Europa (Advisory Council for Aeronautics Research in Europe) vereinbart wurde und auch die Planungsgrundlage für einzelstaatliche Programme bilden wird. Dies wird dazu führen, dass sich die einzelstaatlichen und gemeinschaftlichen Maßnahmen auf diesem Gebiet besser ergänzen und effizienter zusammengearbeitet wird. Die europäische Weltraumstrategie wird Maßstab für die Planung der Raumforschung sein und das Ziel verfolgen, Schlüsselbeteiligte bei Vorhaben von gemeinsamem Interesse zusammenzubringen, und es wird eine enge Verbindung zu FTE-Aktivitäten anderer Akteure, wie den Raumfahrtorganisationen, EUROCONTROL und der Industrie, sichergestellt werden. Außerdem wird die Anwendung einschlägiger Artikel des EG-Vertrags sondiert, um diese Initiativen gegebenenfalls zu unterstützen.Forschungsschwerpunktei) LuftfahrtIn ihrem Bericht ,Vision 2020" haben führende europäische Unternehmen der Luftfahrt technik die Notwendigkeit hervorgehoben, die gemeinschaftlichen und einzelstaatlichen Forschungsanstrengungen an einer gemeinsamen Vision und einem strategischen Forschungsplan auszurichten. Im Einklang damit wird sich die Forschung auf die folgenden vier Hauptbereiche konzentrieren. Der Anwendungsbereich der Forschungsaktionen wird mittlere und große Verkehrsflugzeuge einschließlich ihrer Systeme und Komponenten sowie bordeigene und bodengestützte Elemente von Flugverkehrsmanagementsystemen umfassen.- Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit: Ziel ist es, die drei Sektoren der herstellenden Industrie (Zelle, Triebwerke und Ausrüstung) in die Lage zu versetzen, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen, indem kurz- bzw. langfristig die Kosten für die Flugzeugentwicklung um 20 bzw. 50 % sowie die direkten Betriebskosten der Flugzeuge um 20 % bzw. 50 % gesenkt werden und gleichzeitig der Fluggastkomfort erhöht wird.Im Mittelpunkt der Forschung werden folgende Themen stehen: Integrierte Entwurfssysteme und -verfahren zur Verwirklichung des Konzepts eines ausgedehnten, an mehreren Standorten tätigen Unternehmens, sowie intelligente Produktionstechniken; neue Flugzeugkonfigurationen, fortgeschrittene Aerodynamik, Werkstoffe und Strukturen, Triebswerkstechnologien; mechanische, elektrische und Hydrauliksysteme; verbesserte Kabinenbedingungen und Nutzung von Multimedia-Diensten für die Fluggäste.- Verbesserung der Umweltfreundlichkeit durch Verringerung der Triebwerks- und Lärmemissionen. Bei den Triebwerks emissionen sollen die Kyoto-Ziele erreicht und das künftige Wachstum des Luftverkehrs kompensiert werden, indem der CO2-Ausstoß langfristig um 50 % und der NOx-Ausstoß kurzfristig um 20 % und langfristig um 80 % gesenkt wird. Beim Lärmschutz sollen die Immissionen außerhalb der Flughafengrenzen durch eine Absenkung der Lärmwerte kurzfristig um 4-5 dB und langfristig um 10 dB verringert werden.Im Mittelpunkt der Forschung werden folgende Themen stehen: Konzepte zur emissionsarmen Verbrennung und Antriebstechnik, Triebwerkstechnologien und zugehörige Steuersysteme, widerstandsreduzierte Aerodynamik, leichte Zellenstrukturen und Hochtemperatur werkstoffe sowie verbesserte Flugbetriebsverfahren; Triebwerks- und Antriebstechnologien, Aeroakustik zur Lärmminderung an der Zelle, fortgeschrittene Lärmschutzsysteme sowie neuartige Flugbetriebsverfahren im Flughafennahbereich.- Erhöhung der Sicherheit von Flugzeugen. Erreicht werden soll eine kurzfristige Verringerung der Unfallrate auf die Hälfte und langfristig auf ein Fünftel, um den Anstieg bei den Flugbewegungen zu kompensieren.Im Mittelpunkt der Forschung zur vorbeugenden Sicherheit werden folgende Themen stehen: Untersuchung systemischer Sicherheits modelle, Verbesserung fehlertoleranter System und eine auf den Piloten ausgerichtete Cockpitauslegung, die der Flugbesatzung eine kontrollierbare Situationswahrnehmung ermöglicht. Forschungsarbeiten zur Unfallfolgenminderung werden sich auf verbesserte Werkstoffe und Strukturen sowie fortgeschrittene Sicherheitssysteme konzentrieren.- Erhöhung der Kapazität und der Sicherheit des Luftverkehrssystems. Ziel ist die Optimierung der Nutzung von Luftraum und Flughäfen und die damit verbundene Verringerung von Flugverspätungen durch ein nahtlos integriertes europäisches Flugverkehrsmanagementsystem, das die Verwirklichung des angestrebten ,einheitlichen europäischen Luftraums" erleichtert.Im Mittelpunkt der Forschung werden folgende Themen stehen: bord- und bodengestützte Automatisierungs-, Kommunikations-, Navigations- und Überwachungssysteme sowie Flugbetriebsverfahren, die die Einführung neuer Konzepte, einschließlich der Flächennavigation (,Free Flight"), im künftigen europäischen Flugverkehrsmanagementsystem ermöglichen.ii) RaumfahrtEs soll ein Beitrag zur Umsetzung der europäischen Weltraumstrategie geleistet werden, insbesondere durch die Ausrichtung und Fokussierung der zusammen mit der ESA und Mitgliedstaaten unternommenen Anstrengungen bei einer kleinen Zahl gemeinsamer Maßnahmen von gemeinsamem Interesse. Der Schwerpunkt wird auf Tätigkeiten liegen, die Projekte der Weltraumorganisationen ergänzen (Integration von terrestrischen und Weltraum-Systemen/Diensten und Demonstration von Ende-zu-Ende-Diensten). Dazu gehören folgende Tätigkeitsbereiche:- GALILEO: Das in enger Zusammenarbeit mit der Europäischen Weltraumagentur entwickelte Europäische Satellitennavigationssystem GALILEO wird 2008 voll einsatzfähig sein. Die von dieser Infrastruktur geboteten Dienste werden weite Teile der europäischen Gesellschaft betreffen. Die zur Verfügung gestellten präzisen Navigations- und Zeitdienste werden in vielen Bereichen tief greifende Auswirkungen haben. Es ist wichtig, dass in Europa die Sachkenntnis und das Fachwissen aufgebaut wird, die notwendig sind,  um diese neu entstehende Technologie auf möglichst effiziente Weise auszunutzen.Im Mittelpunkt der Forschung werden folgende Themen stehen: Entwicklung von Sektor übergreifenden Konzepten, Systemen und Werkzeugen, die präzise Navigations- und Zeitdienste nutzen; Verbreitung hochwertiger, kohärenter und übergangsloser Qualitätsdienste in jedem Umfeld (Städte, in Gebäuden und im Freien, zu Land, zu Wasser, in der Luft usw.), die Synergien mit anderen Diensten ermöglichen (Telekommunikation, Überwachung, Beobachtung usw.).- GMES: Ziel ist die Förderung der Marktentwicklung für satellitengestützte Informationsdienste durch die Entwicklung von Technologien, mit denen die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage überbrückt werden kann.Im Mittelpunkt der Forschung werden folgende Themen stehen: Sensoren, Daten und Informationsmodelle, die in Europa oder andernorts entwickelt werden, sowie die Entwicklung von Prototypen einsatzfähiger Dienste für bestimmte Arten der Nachfrage (z. B. weltweites Umwelt management, Flächennutzung, Desertifizierung, Katastrophenschutz). Bei den Forschungsarbeiten, einschließlich der Datengewinnung, Zusammenstellung und Qualifizierung von Modellen, in denen Raum- und Flächeninformationen in einem integrierten operationellen Informationssystem kombiniert werden, würden vorhandene Satellitendaten genutzt werden, z. B. die Daten von Envisat, künftiger EarthWatch-Projekte und anderer Systeme. - Satellitengestützte Telekommunikation: Ziel ist es, die Satellitenkommunikation in das umfassendere Gebiet der Telekommunikationssysteme, und insbesondere in terrestrische Systeme [17], einzubinden.[17]  Angesichts der engen Verbindung zwischen Kommunikationssatelliten und terrestrischen Technologien werden die entsprechenden Arbeiten im Zusammenhang mit relevanten Maßnahmen des vorrangigen Themenbereichs "Technologien für die Informationsgesellschaft" vorgelegt. 1.1.5 Lebensmittelsicherheit und GesundheitsrisikenDieser Schwerpunktbereich zielt darauf ab, die Gesundheit und das Wohlergehen der Bürger Europas durch ein besseres Verständnis der Auswirkungen von Ernährung und Umwelt auf die menschliche Gesundheit zu gewährleisten und sicherere, der Gesundheit förderliche Lebensmittel (einschließlich Meeresfrüchte) zu bieten, wobei auf umfassend überwachte und integrierte Produktionssysteme aus Landwirtschaft und Fischerei zurückgegriffen wird. Indem der klassische Ansatz ,vom Bauernhof bis auf den Tisch" neu aufgegriffen wird, soll mit diesem Schwerpunktbereich sichergestellt werden, dass der Verbraucherschutz die Triebfeder für die Entwicklung neuer und sicherer Lebensmittel- und Futtermittel-Produktionsketten ,vom Tisch bis zum Bauernhof" ist. Dieser vom Endverbraucher ausgehende Ansatz spiegelt sich in den sieben spezifischen Forschungszielen wider. Vorrang werden die integrierten Forschungsansätze haben, die mehrere spezifische Ziele abdecken.Forschungsschwerpunkte- Epidemiologie ernährungsbedingter Erkrankungen und der genetisch bedingten Anfälligkeit: Ziel ist die Untersuchung komplexer Interaktionen zwischen Ernährung und Stoffwechsel, Immunsystem, genetischem Hintergrund und Umweltfaktoren, um wesentliche Risikofaktoren zu ermitteln und einheitliche europäische Datenbanken aufbauen zu können. Im Mittelpunkt der Forschung werden folgende Themen stehen: epidemiologische Studien zu den Auswirkungen der Ernährung, der Lebensmittelzusammensetzung und des Lebensstils auf die Gesundheit und die Vorbeugung vor oder Verursachung spezifischer Krankheiten, Allergien und Störungen; Methoden zur Messung und Analyse der Nahrungsmittelzusammensetzung und Nahrungsaufnahme, Risikobewertung, epidemiologische und Interventionsmodelle; Einfluesse der genetischen Variabilität unter Nutzung der Fortschritte in der funktionellen Genomik. - Auswirkungen von Lebensmitteln, insbesondere von Erzeugnissen mit genetisch veränderten Organismen, auf die Gesundheit: Ziel ist es, eine wissenschaftliche Grundlage für eine gesundheitsbewusste Ernährung und die Entwicklung neuer der Gesundheit förderlicher Lebensmittel durch ein besseres Verständnis des Lebensmittelstoffwechsels und durch eine Nutzbarmachung der Möglichkeiten von Proteomik und Biotechnologie zu schaffen. Im Mittelpunkt der Forschung werden folgende Themen stehen: Beziehung zwischen Ernährung und Gesundheit, Lebensmittelbestandteilen, Auswirkungen von Krankheits erregern, chemischer Verunreinigungen und neuer Erreger wie Prionen auf die Körperfunktionen; Krankheitsvorbeugung; Nährstoffbedarf und Strategien für den Gesundheitsschutz; Bestimmungsfaktoren der Verbrauchereinstellung zu Lebensmitteln und ihrer Erzeugung; gesundheitsfördernde Eigenschaften von Lebensmitteln; Methoden zur Risiko-Nutzen-Analyse von Nährstoffen und bioaktiven Stoffen; Besonderheiten unterschiedlicher Altersgruppen, besonders älterer Menschen.- Verfahren zur Sicherstellung der Rückverfolgbarkeit, insbesondere für genetisch veränderte Organismen, darunter solchen, die aus jüngsten biotechnologischen Entwicklungen hervorgegangen sind: Ziel ist die Stärkung der wissenschaftlichen und technologischen Basis zur Sicherstellung der lückenlosen Rückverfolgbarkeit vom rohstofflichen Ausgangsprodukt bis zum gekauften Lebensmittelerzeugnis, um auf diese Weise das Vertrauen der Verbraucher in die Lebensmittelversorgung zu stärken.Im Mittelpunkt der Forschung werden folgende Themen stehen: Entwicklung, Validierung und Harmonisierung der Technologien und Methoden zur Sicherstellung einer lückenlosen Rückverfolgbarkeit über die gesamte Lebensmittelkette; Skalierung, Implementierung und Validierung von Methoden für die gesamte Lebensmittelkette; Sicherstellung der Unverfälschtheit; Geltung von Kennzeichnungen und neuer HACCP-Kriterien.- Methoden zur Analyse und Erkennung chemischer Verunreinigungen und pathogener Mikroorganismen (Viren, Bakterien, Parasiten und neue Erreger wie Prionen): Ziel ist es, zur Entwicklung, Verbesserung, Validierung und Harmonisierung zuverlässiger und kostengünstiger Probenahme- und Messstrategien für die Kontrolle der Sicherheit der Lebens- und Futtermittelversorgung beizutragen und präzise Daten für die Risikoanalyse zu gewinnen.Im Mittelpunkt der Forschung werden folgende Themen stehen: Methoden und Standards für die Analyse und Erkennung von Krankheitserregern und chemischer Verunreinigungen in Lebensmitteln, einschließlich pränormativer Aspekte; Modelle und Ansätze zur Verbesserung der bestehenden Strategien für die Vorbeugung, Messung und Kontrolle; Tests zum Nachweis und zur geografischen Zuordnung von Prionen; materielle Übertragung von Prionen und Umwelteinfluesse.- Sichere Herstellungsverfahren und gesündere Lebensmittel auf der Grundlage von Biotechnologie oder von Methoden der biologischen Landwirtschaft: Ziel ist die Entwicklung landwirtschaftlicher Systeme mit geringeren Inputs und verbesserten Transformationsverfahren im Hinblick auf die Erzeugung sicherer und der Gesundheit förderlicher Lebens- und Futtermittel und die Verbesserung der Qualität von Lebens- und Futtermitteln durch innovative Technologien. Im Mittelpunkt der Forschung werden folgende Themen stehen: individuelle und vergleichende Bewertung der Sicherheit, Qualität und Wettbewerbsfähigkeit konventioneller, organischer und auf genetisch veränderten Organismen beruhender Erzeugung, Verarbeitung und Erzeugnisse sowie deren Verbesserung durch bessere Tierfürsorge, Tierhaltung und Abfallentsorgung; veränderte Erzeugungsweisen und innovative Technologien. - Auswirkungen von Futtermitteln und der Verwendung von Abfallprodukten unterschiedlicher Herkunft in Futtermitteln auf die menschliche Gesundheit: Ziel ist es, die Rolle der Futtermittel in der Lebensmittelsicherheit zu klären, die Verwendung unerwünschter Rohstoffe zu verringern und alternative neue Futtermittelquellen zu erschließen. Im Mittelpunkt der Forschung werden folgende Themen stehen: epidemiologische Studien von lebensmittelbedingten Krankheiten, die durch Futtermittel ausgelöst werden; Auswirkungen von Rohstoffen, einschließlich Abfallprodukten und Nebenerzeugnissen unterschiedlicher Herkunft, Verarbeitungsmethoden, Zusatzstoffen und Tierarzneimitteln, in Futtermitteln auf die Gesundheit von Mensch und Tier; verbesserte Abfallentsorgung für den Ausschluss bestimmter hochriskanter und nicht zu verarbeitender Materialien aus der Futtermittelkette; neuartige Protein-, Fett- und Energiequellen außer Fleisch und Knochenmehl zur Gewährleistung eines optimalen Tierwachstums und Reproduktionspotenzials sowie einer optimalen Lebensmittelqualität.- Umweltbedingte Gesundheitsrisiken: Ziele sind die Ermittlung gesundheitsschädlicher Umweltfaktoren, die Beschreibung der beteiligten Mechanismen sowie die Suche nach Möglichkeiten, diese Auswirkungen und Risiken zu verhindern oder zu minimieren. Im Mittelpunkt der Forschung werden folgende Themen stehen: Ermittlung der Ursachen, einschließlich Kontaminanten, und physiologischen Mechanismen umweltbedingter Gesundheitsstörungen; Verständnis der Übertragungswege, Ermittlung der kumulativen, niederdosigen und kombinierten Exposition; langfristige Auswirkungen; Beschreibung und Schutz von Risikogruppen; Umweltursachen und Mechanismen der Zunahme von Allergieerkrankungen; Erforschung von Stoffen mit endokriner Wirkung; chronische chemische Verschmutzung und kombinierte Umweltexposition; Übertragung von Krankheiten über Wasser (Parasiten, Viren, Bakterien usw.). 1.1.6 Nachhaltige Entwicklung und globale VeränderungenIm EG-Vertrag wird die nachhaltige Entwicklung als zentrales Ziel der Europäischen Gemeinschaft bestätigt. Klimaänderung, Energieversorgungssicherheit, Nachhaltigkeit im Verkehr, Naturschutz und die Wechselwirkungen mit menschlichen Tätigkeiten liegen dieser Forschungsaktion zugrunde. Ziel der Maßnahmen in diesem vorrangigen Bereich ist es, die für die Verwirklichung einer nachhaltigen Entwicklung erforderlichen wissenschaftlichen und technologischen Kapazitäten in Europa auszubauen und einen umfassenden Beitrag zur internationalen wissenschaftlichen Erforschung und Beherrschung der globalen Veränderungen und zum Erhalt des ökologischen Gleichgewichts zu leisten.1.1.6.1 Technologien für die nachhaltige EntwicklungDie strategischen Ziele betreffen die Verringerung der Treibhausgas- und Schadstoff emissionen, die Sicherheit der Energieversorgung, die gleichgewichtige Nutzung der verschiedenen Verkehrsträger sowie die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie. Wenn diese Ziele kurzfristig erreicht werden sollen, muss der Einsatz von bereits in der Entwicklung befindlichen Technologien durch Forschungsanstrengungen in großem Maßstab gefördert und ein Beitrag dazu geleistet werden, Änderungen beim Energieverbrauch und der Verkehrsnachfrage herbeizuführen. Die längerfristige Verwirklichung einer nachhaltigen Entwicklung erfordert ebenso intensive FTE-Bemühungen, um die wirtschaftlich attraktive Verfügbarkeit erneuerbarer Energiequellen, von Wasserstoff und Brennstoffzellen, die von sich aus umweltfreundlich sind, zu gewährleisten und die möglichen Hindernisse, die ihrer Einführung entgegenstehen, auszuräumen. Forschungsschwerpunktei) Forschungsaktivitäten mit kurz- und mittelfristigen AuswirkungenDie FTE-Tätigkeit der Gemeinschaft ist eines der Hauptinstrumente, mit dem die jetzigen nicht nachhaltigen Entwicklungsmuster maßgeblich geändert werden können, die durch eine zunehmende Abhängigkeit von der Einfuhr fossiler Brennstoffe, eine ständig wachsende Energienachfrage, die zunehmende Überlastung des Verkehrssystems und ansteigende CO2-Emissionen gekennzeichnet sind. Dazu müssen neue technische Lösungen angeboten werden, die das Verbraucher- und Nutzerverhalten kurz- und mittelfristig positiv beeinflussen könnten. Es ist davon auszugehen, dass sich Vorschläge für technische Lösungen aus Pilotumgebungen für Verbraucher/Nutzer ergeben und dort auch demonstriert werden und sowohl auf technische als auch organisatorische, institutionelle, finanzielle und gesellschaftliche Fragen eingehen werden.- Erneuerbare Energiequellen, ein effizienterer und umweltfreundlicherer Energieeinsatz, insbesondere in Städten, neue Konzepte eines energieeffizienten und umweltfreundlicheren Verkehrs: Ziel ist es, energieeffiziente Technologien zu entwickeln, mit denen die Nachfrage nach fossilen Brennstoffen dank der Förderung eines energiebewussten Verhaltens bei den unterschiedlichsten Verbrauchergemeinschaften verringert wird und bis zum Jahr 2010 Energieeinsparungen in Höhe von 12 % ermöglicht werden, ferner mehr Gewicht auf nachhaltigeren Energiesysteme mit Kraft-Wärme-Kopplung sowie neuen und erneuerbaren Energieträgern, deren Anteil bis zum Jahr 2010 bei 6 % bis 12 % liegen soll. Im Mittelpunkt der Forschung werden folgende Themen stehen: erhöhte Kosteneffizienz und Zuverlässigkeit der wesentlichen neuen und erneuerbaren Energiequellen und ihre Kombination mit der konventionellen großtechnischen und dezentralen Energieerzeugung; Energieeffizienz von Gebäuden, Fernwärmesystemen und Kraft- und Heizwerken; nachfrageorientierte Maßnahmen zur Verringerung des Gas- und Stromverbrauchs; neue Formen des umweltfreundlichen Stadtverkehrs; rationellere Nutzung von Privatfahrzeugen; Integration neuer Konzepte für energieeffiziente Fahrzeuge und neue/alternative Kraftstoffe.- Nachhaltiger Verkehr: Bei der gemeinsamen Verkehrspolitik wird in der Europäischen Union bis 2010 von einem Nachfragewachstum von 38 % im Güter- und 24 % im Personenverkehr ausgegangen (Basisjahr 1998). Dieses zusätzliche Verkehrsaufkommen muss von den bereits überlasteten Verkehrsnetzen bewältigt werden, und eine Trendanalyse lässt darauf schließen, dass der diesbezügliche Anteil der weniger nachhaltigen Verkehrsträger noch wachsen dürfte. Ziel ist es deshalb, die Überlastung der Verkehrsnetze zu bekämpfen und die vorhandenen Trends durch eine Umgewichtung zwischen den einzelnen Verkehrsträgern abzubremsen oder sogar umzukehren. Kurz- und mittelfristige Maßnahmen werden neue Konzepte und Technologien für das Verkehrssystem entwickeln und in dieses einbinden.Im Mittelpunkt der Forschung werden folgende Themen stehen: sicherer und umweltfreundlicher Verkehr, insbesondere Straßen- und Seeverkehr; Integration intelligenter Verkehrssysteme zur effizienten Verwaltung der Infrastruktur; Ermöglichung der Interoperabilität der Eisenbahnen; Schaffung eines intermodalen Güter- und Personenverkehrs, insbesondere durch eine bessere Verwaltung der Logistikketten; Normung der Ladeeinheitenii) Forschungsmaßnahmen mit längerfristigen AuswirkungenLängerfristig lautet das Ziel, erneuerbare Energiequellen, Wasserstofftechnologien und Brennstoffzellen zu entwickeln, die von sich aus umweltfreundlich sind und gut in einen nachhaltigen Energiemix sowohl für stationäre als auch Verkehrsanwendungen eingebunden werden können. Damit sollen weitere Verminderungen der Treibhausgasemissionen über die Kyoto-Frist 2010 hinaus erreicht werden. Die künftige großtechnische Entwicklung dieser Technologien wird von wesentlichen Kostensenkungen und anderen Aspekten der Wettbewerbsfähigkeit gegenüber konventionellen Energiequellen abhängen. - Brennstoffzellen: Diese sich anbahnende Technologie dürfte längerfristig einen Großteil der jetzigen Verbrennungssysteme in der Industrie, in Gebäuden und im Straßenverkehr ersetzen, da sie eine bessere Energieausbeute, einen niedrigeren Schadstoffausstoß und das Potenzial zu Kosteneinsparungen bietet. Langfristig wird ein Kostenziel von 50 EUR/kW im Straßenverkehr und 300 EUR/kW in stationären Anwendungen langer Lebensdauer und Brennstoffzellen-/Elektrolyse anlagen angestrebt.Im Mittelpunkt der Forschung werden folgende Themen stehen: Kostenreduzierung bei der Brennstoffzellenfertigung und bei Anwendungen für Gebäude, Verkehr und dezentrale Stromerzeugung; fortgeschrittene Werkstoffe für Nieder- und Hochtemperatur-Brennstoffzellen für die oben genannten Einsatzbereiche.- Wasserstoff: Das Ziel, Wasserstoff als Energieträger zu etablieren, ist für eine künftige nachhaltige Energiewirtschaft von vorrangiger Bedeutung. Langfristig werden Energiekosten angestrebt, die denen von konventionellen Brennstoffen (ohne Steuern) entsprechen.Im Mittelpunkt der Forschung werden folgende Themen stehen: umweltfreundliche kostengünstige Wasserstofferzeugung aus fossilen Brennstoffen (einschließlich CO2-Bindung und unterirdischer Speicherung); kostengünstige Wasserstofferzeugung durch Elektrolyse unter Einsatz von erneuerbarer Energie und Kernenergie; Wasserstoffinfrastruktur einschließlich Transport, Verteilung, Speicherung und Nutzung.- Fotovoltaiktechnologien und Biomasse: Die Fotovoltaik kann langfristig einen erheblichen Beitrag zur weltweiten und EU-weiten Energieversorgung leisten. Ziel ist es, den Engpass des hohen Investitionsaufwands zu überwinden, der auf ein Viertel verringert werden sollte. Gesamtziel für den Einsatz von Biomasse ist es, die Bioenergie gegenüber konventionellen Brennstoffen wettbewerbsfähig zu machen.Im Mittelpunkt der Forschung werden folgende Themen stehen: (Fotovoltaik) gesamte Fertigungskette vom Ausgangsmaterial bis zum Fotovoltaiksystem sowie Integration der Fotovoltaik in den Wohnbereich und großtechnische Fotovoltaik systeme im MW-Bereich zur Stromerzeugung; (Biomasse) Barrieren in der Kette zwischen Angebot und Nutzung von Biomasse in den folgenden Bereichen: Verbrennungstechnik, Gasifizierungstechniken für die Strom- und Wasserstoff-/Synthesegas-Erzeugung und Biokraftstoffe für den Verkehr.1.1.6.2 Globale VeränderungenDer Begriff globale Veränderungen bezeichnet die komplexen dynamischen Veränderungen der physikalischen, chemischen und biologischen Komponenten des Systems Erde (d. h. Atmosphäre, Ozeane und Land) innerhalb unterschiedlicher Zeiträume, insbesondere die durch menschliche Tätigkeiten beeinflussten Veränderungen. Das Ziel dieses vorrangigen Themenbereichs besteht darin, die Kapazitäten für das Verstehen, das Erkennen und die Vorhersage globaler Veränderungen auszubauen und in enger Abstimmung mit den einschlägigen internationalen Forschungsprogrammen sowie im Rahmen der einschlägigen Übereinkommen (z. B. Kyoto-Protokoll) Strategien für Verhütung, Abschwächung und Anpassung zu entwickeln, die insbesondere auf alle Arten von Treibhausgasen abgestimmt sind. Dies lässt sich am besten erreichen durch Maßnahmen zur Entwicklung gemeinsamer und integrierter Ansätze, wie sie auch zur Verwirklichung einer nachhaltigen Entwicklung erforderlich sind und bei denen die ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Aspekte der nachhaltigen Entwicklung ebenso zu berücksichtigen sind wie die Auswirkungen der globalen Veränderungen auf alle Länder und Regionen der Erde. Gleichzeitig wird auch die Konvergenz der europäischen und nationalen Forschungsbemühungen um eine einvernehmliche Festlegung der wissenschaftlichen Schwellenwerte für Nachhaltigkeit und der Bewertungsverfahren gefördert und die internationale Zusammenarbeit im Bereich der Entwicklung gemeinsamer Strategien für die Problematik der globalen Veränderungen unterstützt.Forschungsschwerpunkte- Auswirkungen der Treibhausgasemissionen auf das Klima und Emissionsmechanismen sowie Wirkung der Kohlenstoffsenken (Meere, Wälder, Böden): Ziel ist die Erkennung und Beschreibung von Prozessen globaler Veränderungen, die Verbesserung der Vorhersage ihrer globalen und regionalen Auswirkungen, die Bewertung verschiedener Optionen der Schadensbegrenzung und die Verbesserung des Zugangs europäischer Wissenschaftler zu Einrichtungen und Plattformen für Forschungen über globale Veränderungen.Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten werden stehen: das Verständnis und die Quantifizierung von Veränderungen im Kohlenstoff- und im Stickstoffzyklus, die Rolle von Quellen aller Treibhausgase sowie Senken in der terrestrischen und der ozeanischen Biosphäre; Einfluss und Auswirkungen von Klimadynamik und -variabilität, Ozean- und Atmosphärenchemie und ihre Wechselwirkungen; Verständnis und Vorhersage globaler Veränderungen; damit verbundene Phänomene (z. B. El Niño, Abbau der Ozonschicht, Veränderungen des Meeresspiegels und der Meeresströmungen) und Auswirkungen.- Wasserkreislauf: Ziel ist die Bewertung der Auswirkungen globaler Veränderungen und insbesondere der Klimaänderung auf Wasserkreislauf, -qualität und -verfügbarkeit, um Grundlagen für Werkzeuge zur Abschwächung dieser Auswirkungen zu schaffen.Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten werden stehen: Auswirkungen der Klimaänderung auf hydrologische Parameter, Verteilung von Grundwasser/Oberflächenwasser, Süßwasser, Feuchtgebiete und Wasserqualität; Antriebsfunktion der Ozeane im globalen Wasserkreislauf; Managementstrategien und ihre Auswirkungen; Szenarien für Wasserbedarf und -angebot.- Biologische Vielfalt, Schutz der genetischen Ressourcen, Funktionsweise der terrestrischen und marinen Ökosysteme und Interaktionen zwischen diesen und menschlichen Tätigkeiten: Ziele sind die Verbesserung der Kenntnisse über die biologische Vielfalt von marinen und terrestrischen Gebieten und über die Funktionsweise von Ökosystemen, besseres Verständnis und Minimierung der Auswirkungen menschlicher Tätigkeiten und die Gewährleistung der Nachhaltigkeit natürlicher Ressourcen.Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten werden stehen: Bewertung und Vorhersage von Veränderungen der biologischen Vielfalt, des Aufbaus, der Funktionsweise und der Dynamik von Ökosystemen und ihren Leistungen; Wechselbeziehungen zwischen Gesellschaft, Wirtschaft, biologischer Vielfalt und Lebensräumen; integrierte Bewertung von Faktoren, die sich auf die biologische Vielfalt auswirken, und Eindämmung von Verlusten an biologischer Vielfalt; Risikobewertung, -management, Erhaltungsmaßnahmen und Sanierungs möglichkeiten.- Mechanismen der durch den Klimawandel bedingten Wüstenbildung und Naturkatastrophen: Ziel ist die Klärung der Zusammenhänge zwischen Klimaänderung und Mechanismen von Wüstenbildung und Naturkatastrophen mit Blick auf Verbesserungen bei der Bewertung von Risiken und Auswirkungen sowie bei der Vorhersage, bei den Entscheidungshilfemethoden und den Strategien für eine nachhaltige Nutzung von Land und von Küstengebieten.Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten werden stehen: großmaßstäbliche integrierte Bewertung von Land-/Bodendegradation und Wüstenbildung in Europa sowie diesbezügliche Vorbeuge- und Abhilfestrategien; Langzeitvorhersage hydrogeologischer Gefahren durch die globale Klimaänderung; Beobachtung von Naturgefahren, Kartierungs- und Managementstrategien; bessere Vorbereitung auf den Katastrophenfall und bessere Maßnahmen zur Schadensbegrenzung.- Systeme zur Beobachtung der globalen Klimaänderung: Ziel ist die systematische Beobachtung von Klimaparametern, um die Forschung über Klimaänderung zu stärken, langfristige Beobachtungen für die Modellierung und Vorhersage der marinen, terrestrischen und atmosphärischen Rahmenbedingungen zu konsolidieren, gemeinsame europäische Datenbanken aufzubauen und zu internationalen Programmen beizutragen.Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten werden stehen: Beobachtungen grundlegender mariner, terrestrischer und atmosphärischer Parameter, die für Forschungen zur globalen Klimaänderung und für Managementstrategien benötigt werden, sowie von Parametern extremer Ereignisse; große Netze für Beobachtung/Überwachung/Erfassung (unter Berücksichtigung der Entwicklungen von GMES und Bereitstellung der europäischen Dimension für G3OS).1.1.7 Bürger und modernes Regieren (Governance) in der WissensgesellschaftDer Europäische Rat von Lissabon hat anerkannt, dass sich die Entwicklung zu einer europäischen Wissensgesellschaft auf alle Aspekte des Alltagslebens der Menschen auswirken wird. Wichtigstes Ziel ist die Schaffung einer soliden Grundlage für den erfolgreichen Verlauf dieser Entwicklung, der von nationalen, regionalen und lokalen Politikkonzepten, Programmen und Maßnahmen sowie fundierten Entscheidungen einzelner Bürger, Familien und anderer Teile der Gesellschaft abhängen wird.Angesichts der Komplexität, des Umfangs und der Verflechtung der Aufgaben und damit verbundenen Fragen muss der Forschungsansatz zur Lösung dieser Aufgaben auf einer wesentlich stärker gebündelten Forschung, einer multi- und transdisziplinären Zusammenarbeit und der Einbeziehung von Beiträgen der europäischen Sozial- und Geisteswissenschaften basieren. Die Tätigkeiten werden außerdem die Formulierung mittel- bis langfristiger gesellschaftlicher Aufgabenstellungen erleichtern, die sich aus Forschungen in den Sozial- und Geisteswissenschaften ergeben, und die aktive Beteiligung der wichtigsten gesellschaftlichen Interessengruppen sowie die gezielte Verbreitung der Arbeitsergebnisse gewährleisten. Um die vergleichende transnationale und interdisziplinäre Forschung zu unterstützen und gleichzeitig die Vielfalt der Forschungsmethoden in Europa zu erhalten, ist die Sammlung und Analyse besserer und tatsächlich vergleichbarer Daten und eine koordinierte Entwicklung von Statistiken sowie qualitativen und quantitativen Indikatoren insbesondere im Kontext der entstehenden Wissensgesellschaft auf europäischer Ebene unerlässlich.Eine angemessene Koordinierung der sozioökonomischen Forschung und der Elemente der Zukunftsforschung bei allen Prioritäten dieses Programms werden gewährleistet.Forschungsschwerpunktei) Europäische WissensgesellschaftDer Aufbau einer europäischen Wissensgesellschaft ist ein erklärtes politisches Ziel der Europäischen Gemeinschaft. Die Forschung soll die Verständnisgrundlage liefern, um eine Erfuellung dieser Aufgabe gemäß den spezifischen Verhältnissen und Erwartungen in Europa zu ermöglichen.- Verbesserung der Entwicklung, Verbreitung und Nutzung von Wissen und seine Auswirkungen auf die wirtschaftliche und soziale Entwicklung. Ziel ist die wesentliche Verbesserung der Kenntnisse über die Merkmale des Wissens und seiner Funktionsweise als öffentliches und privates Gut sowie die Bereitstellung der Grundlagen für Politikkonzeption und Entscheidungsfindung.Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten werden stehen: Merkmale des Wissens und seine Funktionsweise im Hinblick auf Wirtschaft, Gesellschaft und Innovation; Wandel der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Institutionen; Dynamik der Wissensentwicklung, -verteilung und -nutzung, Rolle der Wissenskodifizierung und Auswirkungen auf die Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) Bedeutung territorialer Strukturen und sozialer Netze bei diesen Prozessen;- Möglichkeiten und Alternativen für den Aufbau einer Wissensgesellschaft in Einklang mit den beim Gipfel von Lissabon festgelegten Zielen der EU: Ziel ist die Entwicklung integrierter Kenntnisse über den möglichen Beitrag der Wissensgesellschaft zur Erreichung der gesellschaftlichen Ziele der nachhaltigen Entwicklung, des sozialen und territorialen Zusammenhalts und der Verbesserung der Lebensqualität unter gebührender Berücksichtigung der Vielfalt der Gesellschaftsmodelle in Europa.Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten werden stehen: Merkmale einer Wissensgesellschaft in Übereinstimmung mit europäischen Gesellschaftsmodellen und der Notwendigkeit einer Verbesserung der Lebensqualität; sozialer und territorialer Zusammenhalt, Beziehungen zwischen den Geschlechtern und den Generationen und soziale Netze; Auswirkungen von Veränderungen im Bereich Arbeit und Beschäftigung; Zugang zu Aus- und Weiterbildung sowie lebensbegleitendem Lernen.- Vielfalt der Wege zu einer Wissensgesellschaft. Ziel ist die Ausarbeitung europaweiter komparativer Perspektiven und damit einer besseren Grundlage für die Formulierung und Umsetzung von Strategien für den Übergang zu einer Wissensgesellschaft auf nationaler und regionaler Ebene.Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten werden stehen: Globalisierung im Hinblick auf Konvergenztendenzen; Folgen für die regionale Vielfalt; Herausforderungen für die europäischen Gesellschaften aufgrund der kulturellen Vielfalt und der wachsenden Zahl von Wissensquellen; Rolle der Medien in diesem Kontext.ii) Bürger, Demokratie und neue Formen des RegierensZiel der Arbeit ist die Identifizierung der wichtigsten Einflussfaktoren für Veränderungen bei Formen des Regierens und der Bürgerschaft sowie der Auswirkungen dieser Veränderungen und Möglichkeiten zur Stärkung von Konzepten für demokratisches Regieren, Konfliktbewältigung, Schutz der Menschenrechte und Berücksichtigung der Vielfalt von Kulturen und Identitäten.- Auswirkung der europäischen Integration und der Erweiterung auf das Regieren und auf die Bürger: Ziel ist die Analyse der wichtigsten Wechselwirkungen zwischen europäischer Integration und Erweiterung und Fragen der Demokratie, des institutionellen Aufbaus und des Wohlergehens der Bürger.Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten werden stehen: Beziehungen zwischen Integration, Erweiterung und institutionellem Wandel im Rahmen einer historischen und vergleichenden Perspektive; Auswirkungen des im Wandel begriffenen globalen Kontexts und der Rolle Europas; Auswirkungen einer Erweiterung der Europäischen Union auf die Lebensqualität ihrer Bürger.- Verteilung von Verantwortungsbereichen und neue Formen des Regierens: Ziel ist die Förderung der Entwicklung von Formen des Regierens auf verschiedenen Verantwortungsebenen, die sich durch ausreichende Zuständigkeit, Legitimität sowie Robustheit und Flexibilität auszeichnen, um Aufgaben des gesellschaftlichen Wandels, einschließlich Integration und Erweiterung, zu lösen und die Wirksamkeit und Rechtmäßigkeit politischen Handelns zu gewährleisten.Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten werden stehen: Verteilung der Verantwortung auf verschiedene territoriale Zuständigkeitsebenen und öffentliche und private Bereiche; demokratisches Regieren, repräsentative Institutionen und Rolle von gesellschaftlichen Organisationen; Privatisierung, Gemeinwohl, neue Konzepte der Rechtssetzung, Unternehmensführung; Auswirkungen für die Rechtssysteme.- Sicherheitsfragen im Zusammenhang mit der Bewältigung von Konflikten und der Wiederherstellung von Frieden und Recht: Ziel ist die Förderung der Entwicklung institutioneller und gesellschaftlicher Kapazitäten im Bereich der Konfliktlösung, der Identifizierung von Schlüsselfaktoren für Erfolg oder Misserfolg der Konfliktvermeidung und Entwicklung besserer Möglichkeiten für die Schlichtung von Konflikten.Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten werden stehen: Früherkennung konfliktauslösender Faktoren innerhalb von und zwischen Ländern; vergleichende Analyse von Verfahren zur Verhinderung und Schlichtung von Konflikten und Herstellung des Rechts in verschiedenen Bereichen; diesbezügliche Rolle Europas in regionalen und internationalen Kontexten.- Neue Formen der Bürgerschaft und der Identität: Ziel ist die Förderung des Engagements und der Beteiligung der Bürger an der Politikgestaltung in Europa sowie des Verständnisses der Wahrnehmung und Wirkung von europäischer Bürgerschaft, Menschenrechtsbestimmungen und Faktoren, die Mobilität und die Koexistenz vieler verschiedener Identitäten begünstigen.Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten werden stehen: Beziehungen zwischen neuen Formen der Bürgerschaft, einschließlich der Rechte von Nicht-EU-Bürgern; Toleranz, Menschenrechte, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit; Rolle der Medien bei der Schaffung eines europäischen öffentlichen Raumes; Entwicklung von Bürgerschaft und Identität in einem Kontext kultureller und anderweitiger Vielfalt sowie zunehmender Bevölkerungsbewegungen; Auswirkungen für die Schaffung einer europäischen Wissensgesellschaft.1.2. Planung im Vorgriff auf den künftigen Wissenschafts- und Technologiebedarf der Europäischen UnionDie Tätigkeiten in diesem Bereich stehen im Zeichen folgender Hauptziele:- Unterstützung der Politik in Bereichen von hohem Interesse für die EU und in Bereichen mit Bedarf an spezifischen Forschungstätigkeiten oder ergänzenden Forschungen zu den Arbeiten in den vorrangigen Themenbereichen- Erforschung neuer und sich abzeichnender wissenschaftlicher und technologischer Probleme und Möglichkeiten, vor allem auch in inter- und multidisziplinären Forschungsbereichen, wo Maßnahmen auf europäischer Ebene angesichts des Potentials für die Entwicklung strategischer Positionen an der Spitze des Know-how und auf neuen Märkten oder zur frühzeitigen Erkennung von Schlüsselfragen für die europäische Gesellschaft angebracht sind.Ein gemeinsames Merkmal dieser Tätigkeiten liegt darin, dass sie innerhalb eines Mehrjahresrahmens stattfinden, bei dem die Anforderungen und Auffassungen der wichtigsten beteiligten Akteure (politische Entscheidungsträger, industrielle Nutzer, Spitzenforschungsgruppen, usw.) unmittelbar Berücksichtigung finden.Die Gemeinsame Forschungsstelle wird entsprechend ihrer Aufgabe zur Unterstützung der Entwicklung der EU-Politik im Rahmen ihres eigenen Programms zu den Zielen dieses Teiles des spezifischen Programms beitragen. i) Politikorientierte Forschung und SpitzenforschungsbereicheDiese Tätigkeiten erstrecken sich auf zwei Forschungsarten:- Forschung, die zur Formulierung, Durchführung und Überwachung der Gemeinschaftspolitik unter Berücksichtigung der Interessen der jetzigen und möglicher künftiger Mitgliedstaaten der Union erforderlich ist und sich wie folgt beschreiben lässt (diese Beschreibung ist nicht erschöpfend): - Forschung zur Förderung der Umsetzung von gemeinsamen Politiken wie der Gemeinsamen Agrar- oder Fischereipolitik;- Forschung zur Unterstützung der politischen Ziele der EU, einschließlich derer des 6. Umweltaktionsprogramms [18] oder des Grünbuchs ,Hin zu einer europäischen Strategie für Energieversorgungssicherheit" [19] und der Ziele der gemeinschaftlichen Verkehrspolitik;[18]  KOM(2001) 31 [19]  KOM(2001)769 - Forschung im Hinblick auf zentrale Ziele der EU, wie sie zum Beispiel von der Europäischen Kommission für ihre fünfjährige Amtszeit festgelegt wurden oder wie sie sich aus den politischen Leitlinien des Europäischen Rates ergeben, z. B. aus der Lissabonner Strategie im Hinblick auf die Wirtschaftspolitik, die Bereiche Informationsgesellschaft und eEuropa, die Unternehmens-, Sozial- und Beschäftigungspolitik und den Bereich der Erziehung und Kultur, einschließlich der erforderlichen Statistikinstrumente und -methoden;- Forschungen für andere Bereiche der Gemeinschaftspolitik, einschließlich der Bereiche Gesundheit, insbesondere Public Health, Regionalentwicklung, Handel, auswärtige Beziehungen und Entwicklungshilfe oder Justiz und Inneres.- Forschungen für den Bedarf in neuen interdisziplinären und multidisziplinären Bereichen oder Spitzenforschungsbereichen, um die europäische Forschung bei der Bewältigung spezifischer und vorhergesehener Ereignisse von großer Tragweite zu unterstützen, auch auf Gebieten im Zusammenhang mit vorrangigen Themenbereichen.Die Tätigkeiten erfolgen auf der Grundlage einer mehrjährigen Programmierung für die einzelnen Politikbereiche und die zur Priorität erklärten Spitzenforschungsbereiche. Die mehrjährige Programmierung wird von Anfang an für den bereits absehbaren Forschungsbedarf erstellt und ergänzt im Rahmen jährlicher Bewertungen, insbesondere für den noch nicht absehbaren Bedarf (für die jeweilige Forschungskategorie).- Für Tätigkeiten zur Unterstützung der Gemeinschaftspolitik wird die Bewertung durch eine Nutzergruppe vorgenommen, in der verschiedene Dienststellen der Kommission vertreten sind, gestützt durch die Stellungnahmen wissenschaftlicher Ausschüsse für die relevanten Fachbereiche und eine unabhängige Konsultationsinstanz, der hochrangige Experten aus Wissenschaft und Industrie angehören. Die Bedarfsermittlung wird außerdem gestützt durch eine breit angelegte Konsultation der interessierten Kreise in der EU und in den mit dem Rahmenprogramm assoziierten Ländern.- Die Bewertung durch die Nutzergruppe stützt sich auf den Beitrag der vorgeschlagenen Forschungsthemen zur Formulierung und Entwicklung der Politik (z. B. Bezug zu Vorschlägen für Rechtsakte, die sich in Vorbereitung befinden, oder zu wichtigen Fristen in dem jeweiligen Bereich), sowie auf die nachstehend beschriebenen allgemeinen Kriterien.- Die Bewertung von Tätigkeiten in Spitzenforschungsbereichen erfolgt mit Unterstützung einer unabhängigen Konsultationsinstanz, der hochrangige Experten aus Wissenschaft und Industrie angehören.- Für beide Arten von Tätigkeiten stützt sich die Bewertung auf folgende Kriterien:- potenzieller Beitrag der Themen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Union, ihrer wissenschaftlichen und technologischen Grundlagen und zur Schaffung des europäischen Forschungsraums;- wissenschaftliche Relevanz und Realisierbarkeit der vorgeschlagenen Forschungsthemen und Konzepte.Wenn bei Krisen dringender und unvorhergesehener Forschungsbedarf entsteht, kann die Programmierung mit Hilfe eines Dringlichkeitsverfahrens geändert werden, für das die gleichen Bewertungskriterien gelten.Die programmierten Tätigkeiten werden mit Hilfe von Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen durchgeführt. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um:- spezielle gezielte Projekte von im allgemeinen begrenztem Umfang, die von Partnerschaften durchgeführt werden, deren Größe an den Bedarf angepasst ist;- Vernetzung von Forschungstätigkeiten auf nationaler Ebene, in denen die Erreichung der Ziele eine Mobilisierung der in den Mitgliedstaaten vorhandenen Kapazitäten erfordert.In bestimmten begründeten Fällen, wenn sich die angestrebten Ziele am besten auf diese Weise erreichen lassen, kann in begrenztem Umfang auf die in den vorrangigen Themenbereichen verwendeten Instrumente zurückgegriffen werden.Die Vorschläge werden von der Kommission nach einer Bewertung durch unabhängige Sachverständige ausgewählt.ii) KMU-spezifische ForschungstätigkeitenZieleKleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind von zentraler Bedeutung für die europäische Wettbewerbsfähigkeit und die Schaffung von Arbeitsplätzen, da sie nicht nur die überwiegende Mehrheit der europäischen Unternehmen darstellen, sondern da von ihnen auch die Dynamik und die Veränderungen an den neuen Märkten ausgehen, insbesondere bei den Spitzentechnologien. Trotz ihrer heterogenen Struktur sehen sich alle KMU mit einem immer schärferen Wettbewerb durch die Vollendung des Binnenmarktes und mit der Notwendigkeit konfrontiert, ständig Innovationen durchzuführen und dem technologischen Fortschritt zu folgen. Außerdem müssen und wollen sich immer mehr KMU auf der Suche nach neuen Märkten und wirtschaftlichen Möglichkeiten internationalisieren.Die KMU werden sich zum größten Teil über Exzellenznetze und integrierte Projekte an den Tätigkeiten im Rahmen der vorrangigen Themenbereiche beteiligen. Zudem sind für KMU spezifische Maßnahmen im Bereich der Kollektiv- und der Kooperationsforschung vorgesehen. Diese werden sich in erster Linie an die große Gruppe von KMU richten, die zwar über Innovationspotenziale, aber nur begrenzte Forschungskapazitäten verfügen. Die Kooperationsforschung soll jedoch ausgeweitet werden, um neue KMU der Hochtechnologiebranche durch speziell auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Angebote zu unterstützen.Insgesamt sollen mindestens 15% des Haushalts für den Programmbereich ,Bündelung der Forschung" für KMU bereitgestellt werden.VerbundforschungBei der Verbundforschung führen FTE-Akteure im Namen von Industrieverbänden oder -gruppierungen Forschungsarbeiten durch, um die Wissensbasis großer Gruppen von KMU zu erweitern und dadurch ihre Wettbewerbsfähigkeit allgemein zu verbessern. Werden diese Maßnahmen im europäischen Maßstab und über größere Projekte mit mehrjähriger Laufzeit durchgeführt, können auf diese Weise die technologischen Bedürfnisse großer Bereiche der Industrie abgedeckt werden.Über Strukturen, die in vielen Mitgliedstaaten vorhanden sind, soll diese Maßnahme industriellen Gruppierungen die Möglichkeit geben, den gemeinsamen Forschungsbedarf einer Vielzahl von KMU auf europäischer Ebene zu ermitteln und zu formulieren. Sie dürfte insgesamt zur Verbesserung der technologischen Grundlagen ganzer Industriebranchen in Europa beitragen. Durch die Herstellung von Kontakten zwischen industriellen Gruppierungen in verschiedenen Ländern und die Finanzierung größerer Projekte mit mehr Verantwortung für Projektkoordinatoren wird sie außerdem zur Strukturierung der Kollektivforschung im Hinblick auf die Ziele des europäischen Forschungsraumes beitragen.Projekte der Kollektivforschung könnten z. B. folgende Themen abdecken:- Forschung zur Lösung gemeinsamer Probleme/Aufgaben (z. B. zur Erfuellung rechtlicher Auflagen, Umweltleistung)- Pränormative Forschung (d. h. Forschung zur Entwicklung einer wissenschaftlichen Grundlage für europäische Normen)- Forschung zur Stärkung der technologischen Grundlagen bestimmter Bereiche- Entwicklung ,technologischer Werkzeuge" (z. B. Diagnose, Sicherheitsausrüstung)Die Projekte werden auf der Grundlage sorgfältig definierter Leitlinien von Industrieverbänden oder anderen auf europäischer Ebene gebildeten Gruppierungen oder von mindestens 2 einzelstaatlichen Industrieverbänden/industriellen Gruppierungen aus verschiedenen europäischen Ländern durchgeführt. Auch europäische wirtschaftliche Interessenvereinigungen, die die Interessen von KMU vertreten, sind zulässig. Eine ,Kerngruppe" der an den einzelnen Projekten beteiligten KMU wird jeweils die Fortschritte von der Definitionsphase der Forschung bis zur Verbreitung der Ergebnisse überwachen.Für die Festlegung von Bereichen und die Auswahl der Vorschläge ist ein zweistufiges Verfahren vorgesehen (Aufforderung zur Einreichung von Projektskizzen und nach der Weiterentwicklung der in der ersten Runde ausgewählten Skizzen zu vollständigen Vorschlägen Bewertung und Auswahl anhand dieser Vorschläge). Der Umfang der Mittel und die vertraglichen Bestimmungen für Projekte der Kollektivforschung hängen von den jeweiligen Zielen ab:- Projekte, die auf die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit eines bestimmten industriellen Sektors abzielen, können maximal einen Gemeinschaftsbeitrag in Höhe von 50% der gesamten erstattungsfähigen Kosten erhalten. In diesen Fällen wird der Vertragspartner (die industriellen Gruppierungen) Eigentümer der Ergebnisse.- Projekte mit starker legislativer oder ,Gemeinwohl-" Komponente (z. B. Umweltschutz, Verbesserungen im Bereich Public Health) könnten mehr Mittel erhalten. In diesen Fällen wird der Schwerpunkt auf einer europaweiten Verbreitung der Forschungsergebnisse liegen.In allen Fällen soll die Verbreitung der Ergebnisse unter den KMU z. B. durch besondere Ausbildungs- und Demonstrationsmaßnahmen (,Übernahmemaßnahmen") erfolgen.KooperationsforschungBei der Kooperationsforschung beauftragt eine begrenzte Zahl von KMU aus verschiedenen Ländern und mit spezifischen Problemen oder Anforderungen einen außenstehenden FTE-Akteur mit der Durchführung der jeweiligen Forschung, ist aber Eigentümer der Ergebnisse. Die Projekte sind relativ kurzfristig und können je nach den spezifischen Anforderungen und Problemen der betreffenden KMU jeden Forschungsbereich oder -sektor betreffen. Andere Unternehmen (d. h. keine KMU) und Endnutzer können sich ebenfalls an Projekten der Kooperationsforschung beteiligen, so lange sie keine beherrschende Rolle spielen und nur beschränkten Zugang zu den Ergebnissen haben.Junge KMU der Hochtechnologiebranche, einschließlich ,Start-up-Unternehmen" müssen unter Umständen bestimmte Grundlagenforschungen extern durchführen lassen, um die Wissensbasis für ihre eigenen Forschungstätigkeiten auszubauen oder zu erneuern. In solchen Fällen kann ein einzelnes KMU das System der Kooperationsforschung nutzen, wenn es auf die Zusammenarbeit mit einem FTE-Akteur aus einem anderen Land angewiesen ist, der über die erforderlichen ergänzenden Forschungskompetenzen verfügt. In solchen Fällen gelten für den Zugang zu den Ergebnissen besondere Bestimmungen.Die Kooperationsforschung wird über unbefristet geltende Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen durchgeführt. Innerhalb dieses Tätigkeitsbereichs erfolgt auch die Koordinierung eines speziellen Netzes von KMU-Kontaktstellen in den Mitgliedstaaten und in den assoziierten Ländern, um die KMU auf regionaler und nationaler Ebene mit Informationen zu versorgen und ihnen bei der Beteiligung am Rahmenprogramm (einschließlich Exzellenznetze und integrierte Projekte) Unterstützung anzubieten. Eine enge Koordinierung mit den Maßnahmen im Bereich des wirtschaftlichen und technologischen Wissens und den Innovationsförderungsdiensten unter dem Titel ,Forschung und Innovation" wird sicherstellen, dass die KMU von allen vorgesehenen Instrumenten und Tätigkeiten profitieren.iii) spezielle Tätigkeiten der internationalen ZusammenarbeitAllgemeines Ziel der Tätigkeiten im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit beim Rahmenprogramm ist die Öffnung des Europäischen Forschungsraums gegenüber der Welt. Diese Tätigkeiten bilden den besonderen Beitrag des Rahmenprogramms zu diesem Öffnungsprozess, für den eine gemeinsame Anstrengung der Gemeinschaft und der Mitgliedstaaten erforderlich ist.Die Tätigkeiten in diesem Bereich stehen insbesondere im Zeichen folgender Ziele:- Ermöglichung des Zugangs zu andernorts auf der Welt vorhandenen Kenntnissen und Fertigkeiten für europäische Wissenschaftler, Unternehmen und Forschungseinrichtungen in der Union und in den mit dem Rahmenprogramm assoziierten Ländern- Beitrag zu einer starken und kohärenten Beteiligung Europas an internationalen Forschungsinitiativen, um Wissensfortschritte zu ermöglichen oder zur Lösung der großen globalen Probleme beizutragen, z. B. in den Bereichen Gesundheit oder Umwelt- wissenschaftliche und technologische Unterstützung für die Durchführung der Außen- und der Entwicklungspolitik der Gemeinschaft.Neben der Öffnung der Exzellenznetze und integrierten Projekte für die Beteiligung von Forschern und Einrichtungen aus Drittländern findet die internationale Zusammenarbeit im Rahmen spezifischer Tätigkeiten statt.Diese spezifischen Tätigkeiten zur Unterstützung der Außen- und der Entwicklungspolitik der Gemeinschaft betreffen drei Gruppen von Ländern: Drittländer im Mittelmeerraum, Russland und die GUS-Länder, Entwicklungsländer.Die Tätigkeiten erfolgen ergänzend zur Beteiligung von Forschern und Einrichtungen aus diesen Ländern an den Exzellenznetzen und an den integrierten Projekten, die ihnen offen stehen und an denen sie sich je nach Thema und Land auf unterschiedliche Weise beteiligen dürften.Die Festlegung der Forschungsprioritäten dieser Kategorie von Tätigkeiten erfolgt entsprechend den Interessen und Zielen der politischen Partnerschaft der Gemeinschaft mit den einzelnen Ländergruppen sowie unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen und sozialen Bedürfnisse dieser Ländergruppen.Sie werden daher insbesondere folgende Bereiche abdecken:- Im Falle der Mittelmeerländer, zur Förderung der Partnerschaft Europa-Mittelmeer: Probleme in den Bereichen Umwelt, Gesundheit, Gewässer sowie Schutz des Kulturerbes.- Im Falle Russlands und der GUS-Länder: Fragen im Zusammenhang mit der Umstellung der industriellen Produktion, mit dem Umwelt- und -gesundheitsschutz und verschiedenen Sicherheitsaspekten.- Im Falle der Entwicklungsländer: Probleme in den Bereichen Gesundheit und Public Health, Lebensmittelsicherheit, rationelle Nutzung der Ressourcen.Die Durchführung dieser Tätigkeiten erfolgt über Projekte im Bereich der Forschung, technologischen Entwicklung und Demonstration von begrenztem Umfang, Maßnahmen zur Koordinierung nationaler Initiativen und ggf. spezifische Unterstützungsmaßnahmen.Bei Kooperationsmaßnahmen mit Russland und der GUS erfolgen die Tätigkeiten über INTAS, eine von der Gemeinschaft und den Mitgliedstaaten gemeinsam geschaffene Struktur.In allen drei Fällen besteht eines der Hauptziele darin, die lokalen Forschungssysteme zu stärken, zu stabilisieren und zu entwickeln oder anzupassen.Dementsprechend sind die Tätigkeiten des Rahmenprogramms darauf ausgerichtet, die Koordinierung und die Komplementarität mit den Maßnahmen im Rahmen anderer Finanzinstrumente, z. B. MEDA-Programm für die Mittelmeerländer, TACIS-Programm für Russland und die GUS-Länder, EEF (Europäischer Entwicklungsfonds) für die Entwicklungsländer und ALA für Lateinamerika/Asien, zu stärken. Diese Tätigkeiten können auch dazu beitragen, in den betreffenden Ländern die benötigten Personalressourcen für die Forschung, die Forschungsinfrastrukturen und die Kapazitäten für Innovation und Nutzung der Ergebnisse aufzubauen. 2. Stärkung der Grundpfeiler des Europäischen ForschungsraumsDie Verwirklichung des Europäischen Forschungsraums erfordert eine bessere Kohärenz und Koordinierung der Forschungs- und Innovationstätigkeiten und -politiken auf einzelstaatlicher, regionaler und europäischer Ebene.Die Ziele der Gemeinschaft in diesem Bereich sind die Stimulierung und Unterstützung der Programmkoordinierung und gemeinsamen Aktionen unter den Mitgliedstaaten sowie europäischen Organisationen und die Entwicklung der erforderlichen gemeinsamen Wissensbasis für eine kohärente Entwicklung politischer Konzepte. Die Tätigkeiten können in sämtlichen wissenschaftlichen und technologischen Bereichen, einschließlich den vorrangigen Themenbereichen, durchgeführt werden.2.1 Koordinierung der ForschungstätigkeitenKoordinierung einzelstaatlicher TätigkeitenZiel ist es, gemeinsame Initiativen mehrerer Länder in Bereichen von gemeinsamem strategischem Interesse anzuregen und zu unterstützen, um durch Koordinierung ihrer Durchführung, gegenseitige Öffnung und wechselseitigen Zugang zu den Forschungs ergebnissen Synergien zwischen den bestehenden Tätigkeiten aufzubauen und gemeinsame Tätigkeiten zu definieren und durchzuführen.Bei den betreffenden Tätigkeiten handelt es sich um Programme oder Teile davon, Instrumente, Pläne oder andere Initiativen auf nationaler oder regionaler Ebene, bei denen FTE-Arbeiten, die Entwicklung von Forschungskapazitäten und die Innovationsförderung durch öffentliche Mittel unterstützt werden. Die Tätigkeiten können direkt von den öffentlichen Behörden oder Forschungseinrichtungen auf nationaler oder regionaler Ebene oder durch europäische Kooperationsstrukturen wie die Europäische Wissenschaftsstiftung (z. B. Kooperationskonzept EUROCORES) durchgeführt werden.Die Gemeinschaft fördert Initiativen zur Vernetzung nationaler und regionaler Tätigkeiten und Programme insbesondere durch:- Koordinierung unabhängiger Tätigkeiten sowie ihrer gegenseitigen Öffnung;- Vorbereitung und Verwaltung gemeinsamer Tätigkeiten.Zu diesem Zweck wird die Gemeinschaft:- Vorschläge unterstützen, die nach ihrer Einreichung im Rahmen einer offenen Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen (2 Bewertungen pro Jahr) ausgewählt wurden. Bei Bedarf können Aufforderungen zur Interessenbekundung und anschließend gezielte Aufforderungen veröffentlicht werden.Vorschläge können z. B. umfassen: strategische Studien und Planung, Konsultation der Forschungs- und Innovationsgemeinschaft, gemeinsame Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen und Gremien für Sachverständigengutachten (peer review), Austausch und Verbreitung von Informationen und Ergebnissen, Überwachung und Bewertung der Programme, Austausch von Personal.Die Vorschläge werden vor allem im Hinblick auf folgende Aspekte geprüft: Umfang der mobilisierten Ressourcen, wissenschaftliche und technologische Relevanz und Wirkung, erwartete Verbesserung bei der Nutzung der Forschungs ressourcen auf europäischer Ebene und ggf. ihr Beitrag zur Förderung der Innovation.- Entwicklung eines integrierten Informationssystems, das leicht zugänglich und nutzerfreundlich ist, regelmäßig aktualisiert wird und einschlägige Informationen liefert für:- politisch Verantwortliche und Programmverwalter: Informationen über nationale Forschungsprogramme, Instrumente, Forschungstätigkeiten und Pläne, um die Erkennung von Möglichkeiten für Koordinierung, Vernetzung oder gemeinsame Initiativen zu erleichtern;- die Forschungsgemeinschaft: Informationen über nationale oder gemeinsame Programme, an denen eine Beteiligung möglich ist.Koordinierung auf europäischer EbeneZiel ist die Verbesserung der Komplementarität und der Synergien zwischen gemeinschaftlichen Maßnahmen innerhalb des Rahmenprogramms und unter der Regie anderer europäischer Organisationen für wissenschaftliche Zusammenarbeit, sowie zwischen diesen Organisationen. Durch bessere Koordinierung und Zusammenarbeit werden die verschiedenen europäischen Kooperationsinitiativen einen effizienteren Beitrag zur Gesamtkohärenz der europäischen Forschungsanstrengungen und zur Entwicklung eines Europäischen Forschungsraums leisten. Die Beteiligung der Gemeinschaft an internationalen Aktivitäten kann in ausreichend gerechtfertigten Fällen unterstützt werden.- Wissenschaftliche und technologische Kooperation innerhalb anderer europäischer KooperationsmechanismenCOST ist ein bereits lange bestehender Bottom-up-Mechanismus zur Erleichterung von Koordinierung und Austausch zwischen Wissenschaftlern und Forschungsteams, die ihre Mittel aus einzelstaatlichen Quellen erhalten, in verschiedenen Bereichen. Damit COST auch weiterhin einen kostenwirksamen Beitrag zur Forschungs koordinierung im Europäischen Forschungsraum leisten kann, müssen seine Verwaltungsmodalitäten an den neuen Kontext angepasst werden. Dazu müssen die COST-Mitgliedstaaten einen geeigneten Organisationsrahmen schaffen, für den innerhalb dieses Programms finanzielle Mittel gewährt werden können.Die Koordinierung mit EUREKA soll gestärkt werden, um die strategische Kohärenz und Komplementarität der Mittel zu verbessern, insbesondere in den vorrangigen Themenbereichen. Bei Bedarf finden auch gemeinsame Informations- und Kommunikationsaktionen statt.- Zusammenarbeit und gemeinsame Initiativen spezialisierter europäischer Organisationen im Bereich der wissenschaftlichen ZusammenarbeitIm Bereich thematischer europäischer Organisationen wie z. B. CERN, ESA, ESO, EMBL, ESRF und ILL wird die Gemeinschaft spezifische Initiativen anregen und unterstützen, die auf die Stärkung der Kohärenz und der Synergien zwischen den Tätigkeiten dieser Organisationen sowie zwischen ihren Tätigkeiten und denen der Gemeinschaft abzielen, insbesondere durch Entwicklung gemeinsamer Ansätze und Maßnahmen zu Fragen von gemeinsamem Interesse.2.2 Kohärente Entwicklung der Forschungs- und InnovationspolitikZiel der Tätigkeiten in diesem Bereich ist die Förderung der kohärenten Entwicklung forschungs- und innovationspolitischer Konzepte in Europa durch frühzeitige Erkennung von Aufgaben und Bereichen von gemeinsamem Interesse sowie durch Bereitstellung von Kenntnissen und Entscheidungshilfen für die politisch Verantwortlichen auf einzelstaatlicher und gemeinschaftlicher Ebene, um diesen die Festlegung der vorgenannten Konzepte zu erleichtern.Die diesbezüglichen Tätigkeiten werden in folgenden Bereichen stattfinden:- Analysen und Studien, Prospektiven, Statistiken sowie wissenschaftliche und technologische IndikatorenDiese Tätigkeiten umfassen Studien, Analysen sowie die Beobachtung wissenschaftlicher und technologischer Aktivitäten und forschungs- und innovationspolitischer Konzepte im Kontext der Schaffung des Europäischen Forschungsraums.Im Prospektivbereich umfassen die Tätigkeiten insbesondere die Entwicklung von thematischen Dialogplattformen und einer Wissensbasis für die Nutzer und Autoren vorausschauender Analysen, die Nutzung guter Praktiken sowie die Erarbeitung von mittel- und langfristigen Szenarien für Wissenschaft und Technologie in Europa.Die Arbeiten im Bereich der Indikatoren betreffen die Weiterentwicklung relevanter und harmonisierter Indikatoren, z. B. für den Vergleich der wissenschaftlichen und technologischen Leistung der Mitgliedstaaten und Regionen, wobei die verschiedenen Dimensionen von Forschung und Innovation und ihre Wirkung auf Wirtschaft und Gesellschaft zu berücksichtigen sind.- Benchmarking der Forschungs- und Innovationspolitik auf nationaler, regionaler und europäischer EbeneDie erste Phase des Benchmarking der Forschungs- und Innovationspolitik auf nationaler Ebene, die im Jahr 2000 begonnen hat, wird Mitte 2002 abgeschlossen. Anhand der Erfahrungen aus dieser Phase erfolgt eine Anpassung der Methoden für die nächsten Benchmarking-Phasen, einschließlich der Indikatoren, sowie eine geographische Ausweitung des Prozesses mit der Öffnung für die Beitrittsländer und die assoziierten Länder und eine thematische Erweiterung. Besonderer Schwerpunkt ist die Verbreitung der besten Praktiken und die Überwachung ihrer Anwendung in enger Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten und den Forschungsakteuren.Das laufende Benchmarking im Bereich Innovation (Sammlung von Informationen über die Innovationspolitik in Europa, die Entwicklung der «Übersicht über die Innovationsleistung» und die Erstellung von «Sachverständigengutachten» zur Innovationspolitik durch «thematische Gruppen» politischer Entscheidungsträger) wird sowohl geographisch wie auch ,sozial" (durch Einbeziehung der Akteure aus dem Bereich Innovation) und regional ausgeweitet.- Kartierung der herausragenden wissenschaftlichen und technologischen Kapazitäten in EuropaDiese Kartierung wird gemäß folgenden Leitlinien ausgeweitet: Erweiterung der abgedeckten Themen und regelmäßige Aktualisierung der Ergebnisse.Besonderer Schwerpunkt ist eine möglichst weite Verbreitung der verfügbaren Informationen sowie die Koordinierung der Kartierung mit den Tätigkeiten zur Förderung der Bündelung der Forschungsanstrengungen in Europa.- Verbesserung der rechtlichen und administrativen Rahmenbedingungen für Forschung und Innovation in EuropaZiel in diesem Bereich sind Untersuchung und Analyse rechtlicher und administrativer Hindernisse, die Ermittlung und Verbreitung guter Verwaltungspraktiken und Beiträge zur Ausarbeitung neuer Ansätze. Unter anderem sind folgende Bereiche betroffen: geistiges und industrielles Eigentum; öffentlich-private Beziehungen im Bereich Forschung und Innovation; Nutzung und Verbreitung von Kenntnissen; Regeln für den Zugang zu neuen Produkten oder Dienstleistungen auf den Märkten; Mechanismen für die Finanzierung von Forschung und Innovation und Investitionsanreize, insbesondere durch den Privatsektor.ANHANG IIUNVERBINDLICHE AUFSCHLÜSSELUNG DES BETRAGS&gt;PLATZ FÜR EINE TABELLE&gt;ANHANG III - INSTRUMENTE FÜR DIE DURCHFÜHRUNG DES PROGRAMMSZur Durchführung des spezifischen Programms bedient sich die Gemeinschaft gemäß dem Beschluss des Europäischen Parlaments und des Rates über das mehrjährige Rahmenprogramm (2002-2006) der Europäischen Gemeinschaft im Bereich der Forschung, technologischen Entwicklung und Demonstration als Beitrag zur Verwirklichung des Europäischen Forschungsraums (2002/.../EG) und dem Beschluss über Regeln für die Beteiligung von Unternehmen, Forschungszentren und Hochschulen sowie für die Verbreitung der Forschungsergebnisse (2002/.../EG) verschiedener Instrumente.Die Kommission wird die Vorschläge anhand der in den genannten Beschlüssen festgelegten Bewertungskriterien bewerten und dabei auf die Relevanz der Vorschläge für die Ziele des spezifischen Programms, ihre wissenschaftliche und technologische Exzellenz, den europäischen Mehrwert sowie die Verwaltungskapazitäten der Teilnehmer achten.Der Beitrag der Gemeinschaft wird gemäß den oben genannten Beschlüssen gewährt. Bei Beteiligung von Stellen aus weniger entwickelten Regionen besteht die Möglichkeit einer ergänzenden Finanzierung aus den Strukturfonds innerhalb der im Gemeinschaftsrahmen für Forschungsbeihilfen festgelegten Grenzen.A. Neue Instrumente [22][22]  umfasst auch die Finanzierung nationaler Programme, die von mehreren Mitgliedstaaten gemäß Artikel 169 EG-Vertrag durchgeführt werden.A.1 ExzellenznetzeExzellenznetze sind in den sieben vorrangigen Themenbereichen des Rahmenprogramms und in begründeten Fällen in Forschungsbereichen, in denen im Zusammenhang mit der Gemeinschaftspolitik ein Bedarf besteht, sowie in Bereichen, in denen ein Bedarf neu entstanden ist oder sich ein Forschungsbedarf abzeichnet, vorgesehen.Mit diesem Instrument sollen die herausragenden wissenschaftlichen und technologischen Kapazitäten in Europa durch eine schrittweise und dauerhafte Bündelung der auf nationaler wie auch auf regionaler Ebene vorhandenen oder entstehenden Forschungskapazitäten ausgebaut werden. Ziel jedes Netzes wird es sein, den Wissensstand in einem bestimmten Bereich zu verbessern, indem eine kritische Masse an Fähigkeiten aufgebaut wird.Im Allgemeinen besteht ein Netz aus einem festen Kern von Teilnehmern, denen sich auch weitere Teilnehmer anschließen können. Um ein virtuelles Exzellenzzentrum aufzubauen, bündeln sie einen maßgeblichen Teil oder sogar die Gesamtheit ihrer Forschungstätigkeiten in dem betreffenden Bereich. Diese oft multidisziplinären Tätigkeiten sind auf langfristige Ziele ausgerichtet und nicht auf im Voraus festgelegte, konkrete Ergebnisse in Form von Produkten, Verfahren oder Dienstleistungen.Neben diesen integrierten Forschungstätigkeiten sieht das gemeinsame Arbeitsprogramm des Netzes auch Tätigkeiten zur Stärkung des Netzverbunds sowie Tätigkeiten zur Verbreitung der herausragenden wissenschaftlichen Leistungen über das Netz hinaus vor.Zur Erreichung seiner Ziele werden im Netz durchgeführt:- integrierte Forschungstätigkeiten der Teilnehmer;- Tätigkeiten zur Stärkung des Netzverbunds, die insbesondere Folgendes umfassen:- Abstimmung der Forschungstätigkeiten der Teilnehmer aufeinander, damit sich diese stärker ergänzen;- Entwicklung und Verwendung von elektronischen Informations- und Kommunikationsmitteln sowie die Entwicklung von virtuellen und interaktiven Arbeitsmethoden;- Austausch von Personal für kurze, längere und lange Zeit, Schaffung der Möglichkeit der Besetzung von Stellen mit Wissenschaftlern der anderen Netzteilnehmer oder deren Ausbildung;- Entwicklung und Verwendung gemeinsamer Forschungsinfrastrukturen und Anpassung der vorhandenen Anlagen, so dass sie gemeinsam genutzt werden können;- gemeinsame Verwaltung und Verwertung der erzielten Erkenntnisse sowie Innovationsförderungsmaßnahmen.- Tätigkeiten zur Verbreitung der herausragenden wissenschaftlichen Leistungen, die gegebenenfalls Folgendes umfassen können:- Ausbildung von Wissenschaftlern;- Berichterstattung über die Erfolge der Netztätigkeit und Verbreitung von Erkenntnissen;- in erster Linie auf neue Technologien ausgerichtete Dienste zur Förderung der technologischen Innovation in KMU;- Analysen der Fragen zu Wissenschaft und Gesellschaft, die mit den Forschungstätigkeiten des Netzes verbunden sind.Bei der Durchführung bestimmter Tätigkeiten (wie der Ausbildung von Wissenschaftlern) sorgt das Netz für deren Bekanntgabe durch die Veröffentlichung von Ausschreibungen.Die Größe eines Netzes kann sich je nach Tätigkeitsbereichen und Themen unterscheiden. Als Richtschnur gilt, dass ein Netz mindestens 6 Teilnehmer umfassen sollte. Der Finanzbeitrag der Gemeinschaft für ein Exzellenznetz kann im Durchschnitt mehrere Millionen Euro pro Jahr ausmachen.In den Vorschlägen zum Aufbau des Netzes sind folgende Angaben zu machen:- die Grundzüge des gemeinsamen Arbeitsprogramms und dessen Inhalt für das erste Jahr sowohl hinsichtlich der Forschungstätigkeiten als auch hinsichtlich der Tätigkeiten zur Stärkung des Netzverbunds und der Tätigkeiten zur Verbreitung herausragender Leistungen;- die Aufgaben der Beteiligten unter Angabe der Tätigkeiten und Ressourcen, die sie zum Netz beisteuern;- die Funktionsweise des Netzes (Koordinierung und Verwaltung der Tätigkeiten);- die Pläne zur Verbreitung der Erkenntnisse und die Aussichten hinsichtlich der Verwertung der Ergebnisse.Gegebenenfalls können Teilnehmer innerhalb der Grenzen des ursprünglichen Gemeinschaftsbeitrags durch neue Partner ersetzt werden oder neue Partner hinzukommen. In den meisten Fällen wird dafür eine Bewerbungsaufforderung veröffentlicht.Das Arbeitsprogramm soll jedes Jahr überarbeitet werden, wobei u.a. bestimmte Tätigkeiten neu ausgerichtet oder neue, ursprünglich nicht vorgesehene Maßnahmen eingeführt werden, an denen neue Teilnehmer mitwirken können. Die Kommission wird gegebenenfalls Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen zur Vergabe zusätzlicher Mittel veröffentlichen, die beispielsweise dazu bestimmt sind, die integrierten Tätigkeiten des Netzes gegebenenfalls auszudehnen oder neue Teilnehmer aufzunehmen.Der Finanzbeitrag der Gemeinschaft besteht aus einem bestimmten Betrag, dessen Zahlung an die Durchführung von Arbeiten gebunden ist und der sich zunächst danach berechnet, welche Ressourcen zur Durchführung des Arbeitsprogramms aufgewendet werden. Er wird auf Jahresbasis ausgezahlt, wobei Tätigkeiten und Finanzberichte berücksichtigt werden. Der Finanzbeitrag, der die von den Teilnehmern zur Verfügung gestellten Mittel ergänzt, sollte hoch genug sein, um einen Anreiz zur Bündelung der Tätigkeiten zu geben, jedoch nicht zu einer finanziellen Abhängigkeit führen, die den Bestand des Netzes gefährden könnte.A.2 Integrierte ProjekteIntegrierte Projekte sind in den sieben vorrangigen Themenbereichen des Rahmenprogramms und in begründeten Fällen in Forschungsbereichen, in denen im Zusammenhang mit der Gemeinschaftspolitik ein Bedarf besteht, sowie in Bereichen, in denen ein Bedarf neu entstanden ist oder sich ein Forschungsbedarf abzeichnet, vorgesehen.Mit diesem Instrument soll durch die Mobilisierung einer kritischen Masse der in Europa vorhandenen Ressourcen und Kompetenzen in Forschung und technologischer Entwicklung die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie gestärkt oder ein Beitrag zur Lösung wichtiger gesellschaftlicher Probleme geleistet werden. Im Hinblick darauf sind sämtliche integrierten Projekte auf konkrete wissenschaftliche und technologische Ergebnisse ausgelegt, die auf Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen angewandt werden können. Die im Rahmen integrierter Projekte durchgeführten Tätigkeiten haben - auch im Falle von ,risikoreichen" Forschungsarbeiten - grundsätzlich genau festgelegte Ziele.Im Allgemeinen schließen sich die Projektteilnehmer um eine Kerngruppe herum zusammen, die aus den Hauptteilnehmern besteht. Sämtliche Tätigkeiten eines integrierten Projekts werden in einem allgemeinen ,Durchführungsplan" festgelegt, der folgende Tätigkeiten vorsieht:- Forschung, technologische Entwicklung und/oder Demonstration;- Verwaltung, Verbreitung und Weitergabe von Kenntnissen zur Förderung der Innovation;- Analyse und Bewertung der betreffenden Technologien und der Faktoren, die zu ihrem Erfolg beitragen.Je nach Zielsetzung kann der Plan auch folgende Tätigkeiten umfassen:- die Ausbildung von Wissenschaftlern, Studenten, Ingenieuren und Führungskräften aus der Wirtschaft, vor allem aus KMU;- Unterstützung für den Einsatz neuer Technologien;- die Information und Berichterstattung, den Dialog mit der Öffentlichkeit über die die Wissenschaft und Gesellschaft betreffenden Aspekte der mit dem Projekt durchgeführten Forschungsarbeiten;Der Umfang eines integrierten Projekts kann sich je nach Bereich und Thema unterscheiden, was von der kritischen Masse abhängig ist, die zur Erreichung der erwarteten Ziele unter den besten Bedingungen notwendig ist.Das für die Tätigkeiten eines integrierten Projekts erforderliche Finanzvolumen kann sich insgesamt auf mehrere Mio. EUR belaufen und gegebenenfalls zweistellige Millionenbeträge erreichen.In den meisten Fällen wird sich ein integriertes Projekt aus einem Paket von spezifischen Maßnahmen zusammensetzen, welche bestimmte, im Hinblick auf die Ziele erforderliche Forschungsaspekte zum Gegenstand haben. Diese Maßnahmen werden sich in Abhängigkeit von den durchzuführenden Aufgaben in ihrem Umfang und ihrer Struktur unterscheiden und eng miteinander koordiniert werden. In bestimmten Fällen kann ein Projekt jedoch aus einem einzelnen Großprojekt mit nur einem Arbeitsschwerpunkt bestehen.In den Vorschlägen zu einem integrierten Projekt sind folgende Angaben zu machen:- die wissenschaftlichen und technologischen Ziele des Projekts;- die Grundzüge und Fristen des Durchführungsplans, wobei aufzuzeigen ist, wie die einzelnen Bestandteile ineinander greifen;- die Durchführungsetappen und die von jeder Etappe erwarteten Ergebnisse;- die Aufgaben der Beteiligten im Konsortium und deren jeweilige Fachkompetenzen;- der Projektaufbau und die Projektverwaltung;- der Plan zur Verbreitung der Erkenntnisse und zur Ergebnisverwertung;- das veranschlagte Gesamtbudget und die Budgets für die einzelnen Tätigkeiten, einschließlich eines Finanzierungsplans, aus dem die einzelnen Finanzbeiträge und ihre Quellen hervorgehen.Gegebenenfalls können innerhalb der Grenzen des ursprünglichen Gemeinschaftsbeitrags Teilnehmer durch neue Partner ersetzt werden oder neue Partner hinzukommen. In den meisten Fällen wird dafür eine Bewerbungsaufforderung veröffentlicht.Der Durchführungsplan wird jedes Jahr überarbeitet. Dabei können u.a. bestimmte Tätigkeiten neu ausgerichtet oder neue Maßnahmen vorgesehen werden. In letzterem Fall und sofern ein zusätzlicher Finanzbeitrag der Gemeinschaft erforderlich wird, wird die Kommission diese Tätigkeiten und die für deren Durchführung zuständigen Teilnehmer im Rahmen von Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen auswählen.Der Finanzbeitrag der Gemeinschaft gehört zu einem Finanzierungsplan, der gegebenenfalls auch andere Finanzierungsquellen, darunter die Instrumente der EIB oder des EIF, vorsehen kann. Er kann bis zu 50 % des Gesamtbudgets des Projekts betragen, in dem die Budgets für die verschiedenen Tätigkeiten getrennt aufgeführt sind. Der Finanzbeitrag wird nach dem vorgeschlagenen Durchführungsplan jährlich unter Berücksichtigung der durchgeführten Tätigkeiten und der Finanzberichte ausgezahlt.A.3 KollektivforschungsprojekteDiese Projekte, die für sämtliche wissenschaftliche und technologische Bereiche vorgesehen sind, werden von Forschungseinrichtungen für Industrieverbände oder Unternehmensgruppen in Bereichen und zu Themen durchgeführt, die für zahlreiche KMU mit gleich gelagerten Problemen von Interesse sind.B Weitere InstrumenteBei der Durchführung des Programms kann die Kommission auch auf folgende Maßnahmen zurückgreifen:- gezielte spezielle Projekte zur Durchführung von Forschungs- und Demonstrationstätigkeiten in Bereichen, in denen im Zusammenhang mit der Gemeinschaftspolitik ein Bedarf besteht, in Bereichen, in denen ein Bedarf neu entstanden ist oder in denen sich ein Forschungsbedarf abzeichnet, sowie bei speziellen Tätigkeiten der internationalen Zusammenarbeit.- Kooperationsforschungsprojekte in sämtlichen wissenschaftlichen und technologischen Bereichen, die es KMU ermöglichen, sich zur Durchführung spezieller Forschungstätigkeiten an Einrichtungen zu wenden, die über die geeigneten Forschungskapazitäten verfügen.- Koordinierungsmaßnahmen und spezifische Unterstützungsmaßnahmen, die auf die Ziele des spezifischen Programms ausgelegt sind, die den Bedarf im Zusammenhang mit der Gemeinschaftspolitik, einen neuen oder sich abzeichnenden Bedarf, spezielle Tätigkeiten der internationalen Zusammenarbeit sowie die Stärkung der Grundpfeiler des Europäischen Forschungsraums betreffen.- Begleitmaßnahmen durch zusätzliche Maßnahmen zur Erreichung der Programmziele oder zur Vorbereitung künftiger Tätigkeiten der Forschungs- und Technologieentwicklungspolitik der Gemeinschaft.FINANZBOGEN ZU RECHTSAKTEN Politikbereich(e): ForschungTätigkeit(en): Forschungsmaßnahmen gemäß dem EG-Vertrag Bezeichnung der massnahmeVorschlag für eine Entscheidung des Rates über ein spezifisches Programm im Bereich der Forschung, technologischen Entwicklung und Demonstration ,Integration und Stärkung des Europäischen Forschungsraums" 1. HAUSHALTSLINIE(N) + BEZEICHNUNG(EN)Teileinzelplan B6 - 6, indirekte Aktionen; die Haushaltslinien werden zu Beginn des Haushaltsverfahrens 2003 unter Berücksichtigung der ABB-Nomenklatur, die derzeit erarbeitet wird, genauer angegeben.2. ALLGEMEINE ANGABEN2.1. Gesamtmittelausstattung der Maßnahme (Teil B): 12 505 Mio. EUR (VE)2.2. Geltungsdauer:2002-2006 2.3. Mehrjährige Gesamtvorausschätzung der Ausgabena) Fälligkeitsplan für Verpflichtungsermächtigungen/Zahlungsermächtigungen (finanzielle Intervention) (vgl. Ziffer 6.1.1) in Mio. EUR (bis zur 3. Dezimalstelle)&gt;PLATZ FÜR EINE TABELLE&gt;b) Technische und administrative Hilfe und Unterstützungsausgaben (vgl. Ziff. 6.1.2)Diese Ausgabenart kommt im genannten Bereich nicht vor. c) Gesamtausgaben für Humanressourcen und Verwaltung(vgl. Ziff. 7.2 und 7.3)&gt;PLATZ FÜR EINE TABELLE&gt;&gt;PLATZ FÜR EINE TABELLE&gt;2.4. Vereinbarkeit mit der Finanzplanung und der Finanziellen Vorausschau|X| Der Vorschlag ist mit der vorhandenen Finanzplanung vereinbar| | Der Vorschlag macht eine Anpassung der betreffenden Rubrik der Finanziellen Vorausschau| | sowie gegebenenfalls eine Anwendung der Interinstitutionellen Vereinbarung erforderlich.2.5 Finanzielle Auswirkungen auf die Einnahmen| | Keinerlei finanzielle Auswirkungen (betrifft die technischen Aspekte der Durchführung der Maßnahme)ODER|X| Folgende finanzielle Auswirkungen auf die Einnahmen sind zu erwarten:Einige der assoziierten Staaten beteiligen sich an der Finanzierung des spezifischen Programms.Die Assoziationsverträge sind jeweils an ein Rahmenprogramm gebunden. Über ihre Verlängerung wird nach der Verabschiedung eines neuen Rahmenprogramms verhandelt. Daher ist die Höhe dieser Einnahmen nicht im voraus zu bestimmen.Nach Artikel 27 der Haushaltsordnung können bestimmte Einnahmen wieder verwendet werden.3. HAUSHALTSTECHNISCHE MERKMALE&gt;PLATZ FÜR EINE TABELLE&gt; 4. RECHTSGRUNDLAGEArt. 166 EG-VertragVorschlag für einen Beschluss des Europäischen Parlaments und des Rates über das mehrjährige Rahmenprogramm (2002-2006) der Europäischen Gemeinschaft im Bereich der Forschung, technologischen Entwicklung und Demonstration als Beitrag zur Verwirklichung des Europäischen Forschungsraums5. BESCHREIBUNG UND BEGRÜNDUNG5.1. Notwendigkeit einer Maßnahme der Gemeinschaft5.1.1 ZieleWie anlässlich der Ratstagungen von Lissabon, Feira, Nizza und kürzlich in Stockholm auf höchster politischer Ebene anerkannt wurde, kommt der Forschung in der weltweit voranschreitenden Wissenswirtschaft und Wissensgesellschaft ein zentraler Stellenwert zu. Der Rat von Lissabon setzte sich für dieses Jahrzehnt das Ziel, "die Union zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt zu machen - einem Wirtschaftsraum, der fähig ist, ein dauerhaftes Wirtschaftswachstum mit mehr und besseren Arbeitsplätzen und einem größeren sozialen Zusammenhalt zu erzielen." Mehr denn je stellt sie eine Triebkraft des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritts dar, einen Schlüsselfaktor für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, für Beschäftigung und Lebensqualität. Wissenschaft und Technik sind darüber hinaus zentrale Elemente des politischen Entscheidungsprozesses auf Unions- wie auch auf nationaler Ebene.Die strukturellen Schwächen Europas im Bereich der Forschung sind jedoch noch immer nicht behoben. Sie liegen in vier wesentlichen Punkten:I. Zu niedrige und verzettelte Investitionen in Forschung und technologische Entwicklung sowie in die Wissenswirtschaft allgemein (FTE, Ausbildung und Software) setzen uns gegenüber unseren Mitbewerbern in Verzug. 1999 investierte die Europäische Union 76 Mrd. Euro weniger in Forschung und Entwicklung als die USA. Gemessen am Anteil der Forschungsausgaben am BIP rangiert die EU heute hinter ihren Konkurrenten (dieser Anteil betrug 1999 1,9 % in der Union, gegenüber 2,6 % in den Vereinigten Staaten und 2,9% in Japan [23]). Die Vereinigten Staaten investierten 1999 ca. 9 % in die Wissenswirtschaft, gefolgt von der Europäischen Union mit 7,6 % und Japan mit 6,9 %. Überdies vergrößert sich die Kluft.[23]  Zahl aus dem Jahr 1998 II. Unzureichende menschliche Ressourcen im Bereich der Forschung. Der Anteil der Forscher an der arbeitenden Bevölkerung betrug 5,3/1000 in der Union (1998), 7,4/1000 in den Vereinigten Staaten (1993) und 8,9/1000 in Japan (1998), wo es doppelt so viele Forscher in den Unternehmen gibt. Die öffentlichen Ausgaben für Hochschulbildung entsprechen in der Europäischen Union 0,9 %, in den Vereinigten Staaten 1,4 % und in Japan 0,5 % des BIP (1997).III. Begrenzte Fähigkeit zur Umwandlung wissenschaftlicher Entdeckungen in innovative und wettbewerbsfähige Produkte und Dienste, trotz hoher wissenschaftlicher Leistung. Die Zahl der von den drei Patentämtern erteilten Patente pro Million Einwohner beträgt 32 in der Union, 49 in den Vereinigten Staaten und 88 in Japan. 1998 wies die Handelsbilanz für High-Tech-Produkte in der Europäischen Union ein Defizit von 28 Milliarden Euro auf (diese Tendenz bestätigte sich während des gesamten Jahrzehnts), während die Vereinigten Staaten im selben Jahr ein Defizit von 8 Milliarden Euro und Japan einen Überschuss von 39 Milliarden Euro verzeichneten. Risikokapitalinvestitionen in innovative Bereiche belaufen sich in den Vereinigten Staaten auf 80 %, in der Union trotz eines Anstiegs hingegen auf lediglich 26 % und in Japan auf 23 %.IV. Aufsplitterung der europäischen Forschungspolitik Bislang hat die Union keine eigentliche Forschungspolitik in die Wege geleitet. Die Politiken der fünfzehn Mitgliedstaaten existieren parallel zueinander und zum Rahmenprogramm der Gemeinschaft ohne hinreichende Koordinierung im Hinblick auf eine effiziente Organisation und Verwertung. Dieser Mangel an Koordinierung wird auch bei der Einrichtung und effizienten Nutzung von Forschungsinfrastrukturen spürbar. Aus diesem Grund hat die Kommission die Schaffung eines "Europäischen Forschungsraums" vorgeschlagen, die vom Rat und vom Parlament gebilligt wurde. Bei seiner Verwirklichung müssen die Gemeinschaft, die Mitgliedstaaten und die Akteure der Forschung zusammenarbeiten. Die Forschungsrahmenprogramme der Gemeinschaft (2002-2006) und die spezifischen Programme werden dazu vor allem durch die bedeutende Hebelwirkung beitragen, die sie bei der Integration, Koordinierung und Strukturierung der Forschung in der Union und beim Ausbau der Grundlagen des Europäischen Forschungsraums erzielen.Eine strukturelle Veränderung des wissenschaftlich-technischen Gefüges der Union, die die aufgezeigten Schwachstellen beseitigt, erfordert Mittel in einer der Zielsetzung angemessenen Höhe. Die Kommission hat für das Rahmenprogramm eine Mittelausstattung in Höhe von 17,5 Milliarden Euro vorgeschlagen. Dies entspricht der vorherigen Mittelausstattung nach Anpassung an Inflations- und Wachstumsrate (aber nach wie vor nur 5 - 6 % der öffentlichen FTE-Ausgaben). Nach Auffassung der Kommission könnte sich ein solcher Betrag wesentlich auf das Forschungssystem als solches auswirken, zumindest einige globale Forschungs indikatoren verbessern und in den prioritären Bereichen des Rahmenprogramms, die das Wachstum der Union tragen, eine nachhaltige Wirkung erzielen. Generell ließe sich hiermit die finanzielle Unterstützung der FTE durch die Gemeinschaft, ausgedrückt in Prozent des BIP, im Zeitraum 2003-2006 auf ihrem derzeitigen Stand weiterführen.Die Rahmenprogramme sollen über fünf spezifische Programme durchgeführt werden, von denen drei dem EG-Vertrag und zwei dem Euratom-Vertrag unterliegen. Jedes spezifische Programm wird durch die Art der eingesetzten Instrumente identifiziert, die den Zielen und der Organisation des jeweiligen Rahmenprogramms entsprechen:- ein spezifisches Programm ,Integration und Stärkung des Europäischen Forschungsraums" mit den zwei indirekten Aktionen: ,Bündelung der Forschung" und ,Stärkung der Grundpfeiler des Europäischen Forschungsraums", in dem somit die Forschungs- und Koordinierungstätigkeiten zusammengefasst werden.- ein Programm "Ausgestaltung des Europäischen Forschungsraums" mit horizontalen Tätigkeiten, Unterstützungsmaßnahmen und strukturierend wirkenden Tätigkeiten.- Zwei Programme "Gemeinsame Forschungsstelle (GFS)" mit direkten Aktionen der GFS im nichtnuklearen bzw. kerntechnischen Bereich.- Ein Programm "Kernenergie" mit indirekten Aktionen im Bereich der Kerntechnik.Zwischen den beiden ersten Programmen und den vier in Artikel 164 des EG-Vertrags genannten Maßnahmen ist ein eindeutiger Zusammenhang zu sehen. Die für diese spezifischen Programme für erforderlich erachteten Mittel ergeben sich aus der in Anhang II des Vorschlags für das Rahmenprogramm hergestellten Verbindung, zum einen aus den Anteilen der einzelnen Maßnahmen, zum anderen aus der vorläufigen Aufteilung des Gesamthöchstbetrags auf die Handlungsblocks und Maßnahmenkategorien.Da die drei neuen Instrumente zur Integration der Forschungstätigkeit in Europa einheitlich eingesetzt werden müssen, sind die in den vorrangigen Themenbereichen vorgesehenen Maßnahmen im Rahmen eines einzigen spezifischen Programms durchzuführen. Da ein großer Teil der internationalen Zusammenarbeit dadurch stattfindet, dass Netze und Projekte für die Teilnahme von Forschern und Einrichtungen aus Drittländern geöffnet werden, müssen auch hier die diesbezüglichen Tätigkeiten und die Forschungstätigkeiten in einem einzigen Programm zusammengefasst werden.Schließlich sind aufgrund der Besonderheit der Arbeit der GFS sowie aufgrund der Notwendigkeit, der GFS eine ausreichende finanzielle Autonomie zu sichern, eigene spezifische Programme (sowohl für den Bereich EG als auch für den Bereich Euratom) gerechtfertigt.Die Ziele des spezifischen Programms "Integration und Stärkung des Europäischen Forschungsraums" sind nachstehend nach Aktionsbereichen aufgeführt, wobei jeweils ihre Begründung und der europäische Mehrwert, den sie bewirken können, erläutert werden.1. Integration des Europäischen Forschungsraums1.1. Vorrangige Themenbereiche1.1.1. Genomik und Biotechnologie im Dienste der MedizinZiel der Maßnahmen in diesem Bereich ist es, Europa durch vereinte Forschungsanstrengungen dabei zu unterstützen, die Ergebnisse des Durchbruchs bei der Entschlüsselung der Genome lebender Organismen zugunsten der Gesundheit und der Bürger und zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Biotechnologiebranche in Europa zu nutzen.Begründung und europäischer Mehrwert- Es müssen Grundlagenkenntnisse erworben und Instrumente und Ressourcen geschaffen werden, die es ermöglichen, das Potential der für Anwendungen genutzten Genominformationen voll zu nutzen, indem die Forschungskapazitäten europaweit zusammengefasst werden, um so Kohärenz und eine kritische Masse zu erreichen.- Im Bereich der Postgenomik werden bei der Entwicklung neuer Produkte, Verfahren und Dienstleistungen für Gesundheitswesen und Medizin bedeutende Innovationen erwartet.- Die drei wichtigsten übertragbaren Krankheiten (HIV/AIDS, Malaria und Tuberkulose) bilden zusammen einen ,weltweiten Notfall"; sie verursachen in den Entwicklungsländern 60 % der medizinischen Kosten insgesamt.1.1.2. Technologien für die InformationsgesellschaftZiel der Maßnahmen in diesem Bereich ist es, im Einklang mit den Schlussfolgerungen des Europäischen Rats von Lissabon und den Zielen der Initiative eEurope die Entwicklung der Technologien und Anwendungen für den Aufbau der Informationsgesellschaft in Europa zu fördern, um die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie zu stärken und es den Bürgern aller Regionen der Union zu ermöglichen, uneingeschränkten Nutzen aus der Entwicklung der Wissensgesellschaft zu ziehen.Begründung und europäischer Mehrwert- Sie sind Voraussetzung für die Entstehung der europäischen Wissenswirtschaft und -gesellschaft, im Einklang mit der Ratstagung von Lissabon. Europa muss seine Forschungsbemühungen im Bereich der Technologien für die Informationsgesellschaft intensivieren, denn 50% der diesbezüglichen FTE der OECD-Länder findet in den USA statt, 25 % in Japan und nur 15 % in Europa.- Der öffentliche Sektor spielt bei der Unterstützung risikoreicher und/oder langfristiger TIG-Forschungsarbeiten sowie bei der Zusammenführung der wichtigen Akteure aus Industrie und Wissenschaft eine wesentliche Rolle (dies dient der Weiterentwicklung von Schlüsseltechnologien und ihrer Anwendungen, der Ermittlung bahnbrechender Ideen und einer Steigerung von Effizienz und Wirkung der Forschungsinvestitionen).- Die FTE-Bemühungen der Gemeinschaft in diesem Bereich sind eine einmalige Gelegenheit, die getrennten Forschungsanstrengungen der Mitgliedstaaten zusammenzuführen und Lösungen zu finden, die kompatibel und in allen Mitgliedstaaten implementierbar sind.- Die Erfahrung hat gezeigt, dass nur fortgesetzte und angemessene Forschungsanstrengungen im Bereich der Technologien für die Informationsgesellschaft das gewünschte Ergebnis bringen können. In Europa zeigt sich z.B. in Finnland der unmittelbare Erfolg von FTE-Investitionen in TIG. Diese Technologien sind seit über 30 Jahren ein Forschungsschwerpunkt und die einschlägigen FTE-Investitionen sind anteilsmäßig - gemessen am BIP weltweit - die höchsten. - Der Jahresumsatz im TIG-Sektor beträgt weltweit 2 Billionen EUR; in Europa stellt dieser Sektor über 12 Mio. Arbeitsplätze. Europa muss seine Rolle als Hersteller noch ausbauen. Das Handelsdefizit der EU im Bereich der Technologien für die Informationsgesellschaft beträgt etwa 28 Milliarden Euro (EU-Markt insgesamt: 500 Milliarden Euro). Dieses Defizit nimmt trotz der führenden Stellung Europas in der Mobilkommunikation jährlich um 12 % zu.- Die TIG sind aufgrund der Expansion dieser Technologien und der zunehmenden Integration in andere Sektoren eine Antriebskraft für das Wirtschaftswachstum insgesamt. Die Forschung im Bereich der angewandten Technologien für die Informationsgesellschaft (für Unternehmen, den elektronischen Geschäftsverkehr und die Telearbeit) eröffnet neue Möglichkeiten am Markt und führt zu einer beträchtlichen Steigerung von Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit in allen Industriebranchen. Die Lebensdauer von Produkten und Dienstleistungen, die sich auf diese Technologien stützen, wird immer kürzer und die Technologieübernahme findet rascher statt, was die Beschleunigung des technologischen Wandels aufzeigt.- Bei der kommenden TIG-Generation wird ein radikaler Wechsel von den derzeitigen PC-Systemen mit Tastatur, Maus und Bildschirm zu Systemen mit einer ,intelligenten Umgebung" stattfinden, die es allen Bürgern ermöglicht, von den Diensten der Informationsgesellschaft zu profitieren.- Innovationen im Bereich der TIG bieten überzeugende Lösungen für wichtige gesellschaftliche Herausforderungen, die sich in Bereichen wie Gesundheitsfürsorge, Umwelt, Bildung/Ausbildung, Sicherheit, Mobilität, Erhaltung des kulturellen Erbes und Beschäftigung stellen.- Die Weiterentwicklung der Technologien für die Informationsgesellschaft ist die Voraussetzung für Fortschritte auf allen wichtigen Gebieten der Forschung (Biotechnologie, Physik, Energie usw.).1.1.3. Nanotechnologien, intelligente Materialien, neue ProduktionsverfahrenZiel der Maßnahmen in diesem Bereich ist es, Europa dabei zu unterstützen, eine kritische Masse an Kapazitäten aufzubauen, die für die insbesondere im Hinblick auf die Umweltwirksamkeit erfolgende Entwicklung und Verwendung von Spitzentechnologien für im Wesentlichen auf Wissen und Intelligenz beruhende Produkte, Dienstleistungen und Herstellungsverfahren in den nächsten Jahren notwendig sind.Begründung und europäischer Mehrwert- Europa muss auf diesen neuen Märkten eine starke Position bewahren.- Mittelfristig wird der Markt für Nanomaterialien auf über 6 Milliarden EUR geschätzt (medizinische Ausrüstung), der Markt für intelligente Materialien auf mehrere Hundert Milliarden EUR.- ,Intelligente" Materialien wirken sich auf die Entwicklung von Industrietechnologien und -systemen sowie indirekt auf die Sektoren Energie, Medizin, Elektronik, Verkehr und Bauwesen aus.- Der Verarbeitungssektor hat in Europa große Bedeutung (40 Mio. Arbeitsplätze, Umsatz von 4 Billionen EUR).- Die Investitionen in neue Herstellungsverfahren sind zu erhöhen (derzeit belaufen sie sich auf etwa 1000 EUR/Einwohner gegenüber 2000 EUR/Einwohner in den USA). 1.1.4. Luft- und RaumfahrtDie beiden Ziele der Maßnahmen in diesem Bereich sind: durch die Bündelung der Forschungsanstrengungen die Position der europäischen Industrie in der Raumfahrt gegenüber einer immer stärker werdenden Konkurrenz auf dem Weltmarkt auszubauen; einen Beitrag dazu zu leisten, dass das Potenzial der europäischen Forschung in diesem Bereich zugunsten der Verbesserung der Sicherheit und des Umweltschutzes genutzt wird.Begründung und europäischer Mehrwert- Umfangreiche Investitionen sind erforderlich (die amerikanischen FTE-Investitionen liegen je nach Sektor drei- bis sechsmal höher als die europäischen).- Im Luftverkehr werden in den nächsten 15 Jahren voraussichtlich weltweit rund 14 000 neue Flugzeuge erforderlich sein, was einem Auftragsvolumen von 1000 Mrd. EUR entspricht. Der Luftverkehr wird in den nächsten Jahrzehnten um 5 % jährlich zunehmen (Verdoppelung in 20 Jahren).- Der Markt im Zusammenhang mit Satelliten ist beträchtlich (Jahresumsatz für Satelliten und Trägerraketen weltweit etwa 40 Milliarden EUR).- Die Politik des ,einheitlichen europäischen Luftraums" ist zu unterstützen.1.1.5. Lebensmittelsicherheit und GesundheitsrisikenZiel der Maßnahmen in diesem Bereich ist es, zu integrierten wissenschaftlichen und technologischen Grundlagen für ein System der Herstellung und des Vertriebs unbedenklicher, gesunder Lebensmittel und zur Bewältigung der ernährungs bedingten Risiken durch den Einsatz der Biotechnologie sowie zur Bewältigung der Gesundheitsrisiken beizutragen, die auf Veränderungen der Umwelt zurückzuführen sind.Begründung und europäischer Mehrwert- Die jüngsten Lebensmittelkrisen haben deren grenzüberschreitenden Charakter aufgezeigt und verdeutlicht, wie viele Faktoren mitspielen.- Für die Entwicklung leistungsfähiger, validierter Risikobewertungsverfahren sind breitgefächerte Kompetenzen erforderlich.- Die europäische Land- und Ernährungswirtschaft stellt eine große Zahl von Arbeitsplätzen (über 10 Mio.).- Umweltfaktoren tragen beträchtlich zum verstärkten Auftreten von Krebserkrankungen, Allergien und Asthma bei.- Die Verbraucher fordern immer mehr die Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln. 1.1.6. Nachhaltige Entwicklung und globale Veränderungen;Ziel der Maßnahmen in diesem Bereich ist es, die für die Verwirklichung einer nachhaltigen Entwicklung erforderlichen wissenschaftlichen und technologischen Kapazitäten in Europa auszubauen und einen signifikanten Beitrag zur Erforschung und Beherrschung der globalen Veränderungen auf internationaler Ebene und zum Erhalt des Gleichgewichts der Ökosysteme zu leisten.1.1.6.1. Technologien für die nachhaltige EntwicklungBegründung und europäischer Mehrwert- Unsicherheit, Unterbrechung bzw. Einschränkung der Energieversorgung, sogar schwankende Energiepreise, können Wirtschaft und Gesellschaft schweren Schaden zufügen.- Die Wahrscheinlichkeit bedeutender Klimaveränderungen nimmt aufgrund der beträchtlichen - und steigenden - CO2-Emissionen infolge von Energie produktion und -verbrauch stark zu.- Die Abhängigkeit der EU von Energieimporten beträgt bereits 50 %. Sie wird in den nächsten Jahren (sofern keine Maßnahmen ergriffen werden) noch zunehmen (bis zu 70 % im Jahr 2020).- Technologien für erneuerbare Energien sind relativ gesehen teurer als herkömmliche Technologien für fossile Brennstoffe.1.1.6.2. Globale VeränderungenBegründung und europäischer Mehrwert- Europa muss seine Fähigkeit zur Vorhersage, Überwachung und Anpassung an die globalen Veränderungen rascher weiterentwickeln, damit die Lebensqualität der EU-Bürger aufrechterhalten bzw. verbessert wird und ein Beitrag zu den internationalen Übereinkommen (Kyoto-Protokoll) geleistet werden kann.- Das Prinzip der nachhaltigen Entwicklung muss in die EU-Politik integriert werden, insbesondere in den Bereichen Energie, Verkehr, Umwelt und Unternehmen.- Über Europa wird mit einem Abbau der Ozonschicht um 7 % pro Jahrzehnt und einer Zunahme der UV-Strahlung gerechnet.- Der Klimawandel wirkt sich auf die natürlichen Ressourcen aus, insbesondere auf die Verfügbarkeit und Qualität von Wasser und die biologische Vielfalt.- Es wird mit einer zunehmenden Erderwärmung gerechnet, deren Folgen für Europa und seine Regionen noch nicht abgeschätzt werden können.- Die jährliche Mittelausstattung dieses Forschungsbereichs wird auf 2 Milliarden EUR weltweit und auf 500 Mio. EUR für Europa veranschlagt (RP: 20 % des Gesamtbeitrags der EU).1.1.7. Bürger und modernes Regieren in der WissensgesellschaftZiel der Maßnahmen in diesem Bereich ist es, die gesamte Vielfalt der europäischen Forschungskapazitäten im Bereich der Wirtschafts-, Sozial- und Humanwissenschaften zu mobilisieren, um mit koordinierten Arbeiten die Fragen und Probleme im Zusammenhang mit der Entstehung der Wissensgesellschaft und neuer Formen der Beziehungen zwischen Bürgern und Institutionen genauer zu erforschen und zu bewältigen.Begründung und europäischer Mehrwert- Es müssen die Fragen und Möglichkeiten im Zusammenhang mit dem Ziel verstanden werden, "die Union zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt zu machen - einem Wirtschaftsraum, der fähig ist, ein dauerhaftes Wirtschaftswachstum mit mehr und besseren Arbeitsplätzen und einem größeren sozialen Zusammenhalt zu erzielen", indem eine europäische Wissensgesellschaft geschaffen wird.- Fragen und Möglichkeiten im Zusammenhang mit der Entwicklung und Weiterentwicklung neuer Formen des Regierens in einem erweiterten Europa und ihrer Bedeutung für die Bürger Europas müssen ebenfalls verstanden und erörtert werden.1.2. Planung im Vorgriff auf den künftigen Wissenschafts- und Technologiebedarf der Europäischen Union1.2.1. Politikorientierte Forschung und SpitzenforschungsbereicheEs sollen Forschungsarbeiten zur Unterstützung der anderen Politikbereiche der Gemeinschaft durchgeführt werden; ferner soll bei neu entstehendem Bedarf an wissenschaftlichen und technologischen Aktivitäten schnelles Handeln ermöglicht werden.Begründung und europäischer Mehrwert- Es müssen Forschungsarbeiten zur Unterstützung der anderen Politikbereiche der Gemeinschaft durchgeführt werden. Dies wurde von allen Kommissionsdienststellen, die mit der Umsetzung der Gemeinschaftspolitik betraut sind, bestätigt.- Ferner muss bei einem neu entstehenden Bedarf an wissenschaftlichen und technologischen Aktivitäten schnelles Handeln möglich sein. Diese Notwendigkeit wurde bereits durch das plötzliche Auftreten eines solchen Bedarfs (BSE) aufgezeigt. 1.2.2. spezifische Forschungsmaßnahmen für KMUDiese KMU-spezifischen Maßnahmen, die zur Förderung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit und der Unternehmens- und Innovationspolitik durchgeführt werden, sollten den traditionellen oder neuen europäischen KMU helfen, ihre technologischen Kapazitäten auszubauen und ihre Fähigkeit, auf europäischen und internationalen Märkten tätig zu werden, stärken.Begründung und europäischer Mehrwert- 99,8 % der europäischen Unternehmen sind KMU. Diese stellen 66 % der Arbeitsplätze und realisieren 55 % des privatwirtschaftlichen Umsatzes in der Union.- Man schätzt, dass die KMU als Lieferanten bzw. Unterauftragnehmer zu etwa 50 % zur Wettbewerbsfähigkeit der größeren Unternehmen beitragen.- Die KMU der Hochtechnologiebranche leisten einen immer größeren Beitrag zur Forschung in Bereichen wie Informatik, Multimediatechnologien und Biotechnologie.- Das Rahmenprogramm für Forschung und technologische Entwicklung (FTE) ist ein wichtiges Instrument: in den vergangenen fünf Jahren (1994-1999) haben über 20 000 KMU in Europa davon profitiert, und in einer Umfrage haben 96 % davon ihre Zufriedenheit zum Ausdruck gebracht.1.2.3. Spezielle Tätigkeiten der internationalen ZusammenarbeitHauptziel der Tätigkeiten im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit beim Rahmenprogramm ist die Öffnung des Europäischen Forschungsraums gegenüber der Welt.Für drei Ländergruppen werden spezielle Tätigkeiten durchgeführt: Drittländer des Mittelmeerraums, Russland und die GUS-Staaten und Entwicklungsländer.Begründung und europäischer Mehrwert- Bestimmte Fragen globaler Natur (Klimawandel, biologische Vielfalt u.a.) können nur gemeinsam mit Drittländern behandelt werden.- Europa zieht in Erwägung, zu bestimmten Gruppen von Ländern (NUS, Mittelmeerländer u.a.) besondere Beziehungen aufzubauen. Die Partnerschaft mit diesen Ländern im Bereich der Wissenschaft wird dies (und den Ausbau solcher Beziehungen) erleichtern.- Einige Länder (z.B. die Entwicklungsländer) haben besondere Probleme, die koordinierte Maßnahmen erfordern.- Die andernorts auf der Welt vorhandenen Kenntnisse und Fertigkeiten sind für die europäischen Wissenschaftler von Interesse. Sie müssen daher Zugang dazu haben.2. Stärkung der Grundpfeiler des Europäischen Forschungsraums2.1. Koordinierung der ForschungstätigkeitenZiel ist es, gemeinsame Initiativen mehrerer Länder in Bereichen von gemeinsamem strategischem Interesse anzuregen und zu unterstützen, um durch Koordinierung ihrer Durchführung Synergien zwischen den bestehenden Tätigkeiten aufzubauen. Ferner wird die Verbesserung der Komplementarität und der Synergien zwischen gemeinschaftlichen Maßnahmen innerhalb des Rahmenprogramms und unter der Regie anderer europäischer Organisationen für wissenschaftliche Zusammenarbeit sowie zwischen diesen Organisationen angestrebt.Begründung und europäischer Mehrwert- Doppelarbeit und Aufsplitterung der Bemühungen sind zu vermeiden.- Die Entwicklungsdiskrepanzen zwischen europäischen Regionen sind abzubauen.- Bereits ergriffene Maßnahmen im Hinblick auf die Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten sind zu nutzen.2.2. Kohärente Entwicklung der Forschungs- und InnovationspolitikZiel der Tätigkeiten in diesem Bereich ist die Förderung der kohärenten Entwicklung forschungs- und innovationspolitischer Konzepte in Europa durch frühzeitige Erkennung von Aufgaben und Bereichen von gemeinsamem Interesse sowie durch Bereitstellung von Kenntnissen und Entscheidungshilfen für die politisch Verantwortlichen, um diesen die Festlegung der vorgenannten Konzepte zu erleichtern.Begründung und europäischer Mehrwert- Die Ergebnisse der Zukunftsforschung sind systematischer zu nutzen, um für Europa wichtige wissenschaftlich-technische Herausforderungen besser vorhersehen zu können, gemeinsame Positionen zu solchen Fragen zu entwickeln und insgesamt für die europäische Wissenschafts- und Technologiepolitik eine strategische Basis zu schaffen.- Der verstärkte Bedarf der für diese Politik Verantwortlichen an einschlägigen vergleichbaren Indikatoren als gemeinsame Grundlage ist zu berücksichtigen.- Als strategisches Instrument zur Verbesserung von Qualität und Effizienz der Forschungspolitik ist das Benchmarking der Politik der Mitgliedstaaten einzuführen.- Akteure und Nutzer der Forschung müssen im Rahmen ihrer Tätigkeit spezifische Kompetenzen leicht lokalisieren können.5.1.2 Maßnahmen im Zusammenhang mit der Ex-ante-BewertungBei der Abfassung der Vorschläge für die spezifischen Programme haben die Kommissionsdienststellen eine Ex-ante-Bewertung vorgenommen, die vor allem Folgendes ergab:- Empfehlungen der von unabhängigen Sachverständigen im Laufe des Jahres 2000 vorgenommenen Fünfjahresbewertung der Rahmenprogramme und der spezifischen Programme,- Halbzeitbewertung des fünften Rahmenprogramms (1998-2002) der Kommission, über die in der Mitteilung KOM (2000) 612 vom 4.10.2000 berichtet wurde und die im Arbeitsdokument der Kommissionsdienststellen SEK (2001) 1780 vom 23.10.2000 ausführlich beschrieben ist,- umfassende Konsultationen der Akteure zu den beiden Mitteilungen über den europäischen Forschungsraum (2000 [24]) und zum Vorschlag für das Rahmenprogramm (Anfang 2001).[24]  KOM(2000) 6 vom 18. Januar 2000; KOM (2000)612 vom 4. Oktober 2000 - Mehrere interne und externe Studien der Kommission über Wirtschaft, Politik, Zukunftsforschung und Auswirkungen der FTE-Tätigkeiten.Die Ergebnisse der Ex-ante-Bewertung schlagen sich vor allem in der Wahl der Programmstruktur, der Ziele und Prioritäten und der Durchführungsinstrumente nieder.Bei der Festlegung der Ziele und Prioritäten wurde konsequent das Kriterium des europäischen Mehrwerts zugrunde gelegt.Es beinhaltet folgende Aspekte der vorrangigen Themenbereiche und ausgewählten Tätigkeiten, deren Begründung und europäischer Mehrwert unter Punkt 5.1 und deren voraussichtliche Ergebnisse unter Punkt 5.2 erläutert sind.- Kosten und Ausmaß der Forschungsmaßnahmen übersteigen die Möglichkeiten eines einzigen Mitgliedstaates, und es muss eine "kritische Masse" finanzieller und personeller Mittel zusammengeführt werden (Genomik, Nanotechnologien, Luftfahrt); - eine Zusammenarbeit ist unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten (Größenvorteile) und auf Grund vorteilhafter Auswirkungen auf die private Forschungstätigkeit und die industrielle Wettbewerbsfähigkeit von Interesse (Technologien für die Informationsgesellschaft, Nanotechnologien, intelligente Materialien, neue Herstel lungsverfahren, Luft- und Raumfahrt und spezifische Forschungstätigkeiten für KMU);- die Stellung der Union in strategischen FTE-Bereichen ist aufrecht zu erhalten bzw. zu entwickeln (so ist die starke Position in der Luftfahrt und im Mobilfunkbereich aufrecht zu erhalten, im Bereich der photovoltaischen Solarenergie ist das derzeit gering genutzte Potential auszubauen);- einander ergänzende Fähigkeiten, die in verschiedenen Mitgliedstaaten vorhanden sind, müssen zusammengebracht werden, besonders bei interdisziplinären Problemen (Lebensmittelsicherheit und Gesundheitsrisiken, nachhaltige Entwicklung und globale Veränderungen, Unterstützung der Koordinierung der Forschungs- und Innovationstätigkeiten, kohärente Entwicklung der Forschungspolitik);- es bestehen Zusammenhänge mit Prioritäten und Interessen der Europäischen Union sowie mit gemeinschaftlichen Rechtsvorschriften und Politiken (Luft- und Raumfahrt, Lebensmittelsicherheit und Gesundheitsrisiken, nachhaltige Entwicklung und globale Veränderungen, Bürger und modernes Regieren in der Wissensgesellschaft, internationale Zusammenarbeit, Planung im Vorgriff auf den künftigen Wissenschafts- und Technologiebedarf der Europäischen Union)- die Forschungsmaßnahmen sind notwendigerweise grenzüberschreitender Art, sei es auf Grund des Ausmaßes der zu lösenden Probleme oder aus wissenschaftlichen Gründen (Lebensmittelsicherheit und Gesundheitsrisiken, nachhaltige Entwicklung und globale Veränderungen, Bürger und modernes Regieren in der Wissensgesellschaft, internationale Zusammenarbeit, Unterstützung der Koordinierung der Forschungs- und Innovationstätigkeiten; kohärente Entwicklung der Forschungspolitik).Es wurden drei neue Durchführungsinstrumente entwickelt, die sich naturgemäß nur auf Gemeinschaftsebene einsetzen lassen, um einen Beitrag zu leisten zu(r)- Bildung der erforderlichen kritischen Masse und der Integration der Forschung- einer engeren Verbindung zwischen den Programmen und Tätigkeiten der Mitgliedstaaten und zur Koordinierung der nationalen Programme- Zusammenarbeit in den für die Union strategisch wichtigen Bereichen und zu Lösungen für die großen Aufgaben der Union- zu wissenschaftlich-technischen Spitzenleistungen und zur Attraktivität von Wissenschaft und Technologie in Europa- Verbreitung und Nutzung der wissenschaftlich-technischen Ergebnisse in der gesamten Union.Um die Wirkung der Bemühungen der Gemeinschaft in den sieben vorrangigen Themen bereichen des Rahmenprogramms sicherzustellen, werden ausschließlich die folgenden drei Instrumente eingesetzt:a) ExzellenznetzeMit diesem Instrument sollen wissenschaftliche und technologische Spitzenleistungen in Europa gefördert werden. Ziel jedes Netzes ist es, den Wissensstand in einem bestimmten Bereich zu verbessern, indem eine kritische Masse an Kompetenzen aufgebaut wird. Die auf langfristige Ziele ausgerichteten, oft multidisziplinären Tätigkeiten sind nicht darauf angelegt, genau festgelegte Ergebnisse in Form von Produkten, Verfahren oder Leistungen zu erbringen, sondern auf eine allmähliche und dauerhafte Integration der bestehenden bzw. entstehenden europäischen Forschungskapazitäten auf nationaler und regionaler Ebene. Um im Hinblick darauf ein virtuelles Exzellenzzentrum aufzubauen, führen die am Netz Beteiligten ein gemeinsames Arbeitsprogramm durch, das einen Großteil - wenn nicht die Gesamtheit - ihrer Tätigkeiten in dem jeweiligen Bereich umfasst. b) Integrierte ProjekteMit diesem Instrument soll durch die Mobilisierung einer kritischen Masse der in Europa vorhandenen Ressourcen und Kompetenzen in Forschung und technologischer Entwicklung die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie gestärkt bzw. ein Beitrag zur Lösung wichtiger gesellschaftlicher Probleme geleistet werden. Im Hinblick darauf sind alle integrierten Projekte darauf angelegt, konkrete Ergebnisse in Form von Produkten, Verfahren oder Leistungen zu erbringen. Die im Rahmen integrierter Projekte durchgeführten Tätigkeiten sind, auch im Falle von "risikoreichen" Forschungsarbeiten, grundsätzlich auf genau festgelegte Ziele ausgelegt. Sämtliche Tätigkeiten eines integrierten Projekts werden nach einem allgemeinen "Durchführungsplan" ausgeführt.c) Finanzielle Beteiligung an gemeinsam durchgeführten nationalen Programmen (gemäß Artikel 169 EG-Vertrag)Mit diesem Instrument soll eine einheitliche und koordinierte Mobilisierung der organisierten Bemühungen (Programme) der Mitgliedstaaten in Bereichen von gemeinsamem und vorrangigem Interesse für die Union angeregt und unterstützt werden, was der Union insgesamt zugute kommen soll. Ferner soll in Fragen, die für mehrere Mitgliedstaaten von Interesse sind, die Wirkung einzelstaatlicher Maßnahmen auf Unionsebene erhöht werden. Die Maßnahme gilt für Programme der Mitgliedstaaten in vorrangigen Bereichen des Rahmenprogramms, die von Regierungen, regionalen Behörden oder nationalen Forschungseinrichtungen durchgeführt werden. Die gemeinsame Durchführung soll die Erstellung harmonisierter Arbeitsprogramme, die Koordinierung der Mittelzuweisung, eine Neuorientierung bestimmter Maßnahmen im Interesse einer erhöhten Komplementarität und die Veröffentlichung gemeinsamer Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen umfassen. Dieses Instrument wurde bisher noch nicht eingesetzt, denn es setzt die Bereitschaft der Mitgliedstaaten zur Koordinierung voraus und erfordert eine längere Vorbereitung als herkömmliche Projekte. Vor allem im Anschluss an den Gipfel von Lissabon und angesichts der Unterstützung für das Konzept der ,offenen Koordinierung" geht man jedoch nun davon aus, dass dieses Instrument erfolgreich sein kann.5.1.3 Maßnahmen infolge der Ex-post-BewertungDie Empfehlungen der im Laufe des Jahres 2000 angestellten Fünfjahresbewertung der Rahmenprogramme und spezifischen Programme wurden bei der Ausarbeitung des Vorschlags für die spezifischen Programme berücksichtigt. Dabei wurde insbesondere folgenden Aspekten Rechnung getragen:- Der Rückstand Europas im Bereich der FTE gegenüber seinen Konkurrenten muss ausgeglichen werden.- Die nationalen und gemeinschaftlichen FTE-Politiken sind komplementär und kohärent zu gestalten. Bei der Verwirklichung dieses Ziels spielt die Kommission eine entscheidende Rolle.- Das Rahmenprogramm hat sich positiv ausgewirkt und eine Lücke in Europa geschlossen, indem es Forschern der Hochschulen und der Industrie die gemeinsame Durchführung anwendungsbezogener Arbeiten ermöglichte.- Die Verfahren des Programms 1998-2002 sind zu vereinfachen und "die Strukturen und Verfahren für das Management des Rahmenprogramms zu überdenken".- Die Forschungsmaßnahmen der Union sind in den umfassenderen Kontext einer echten europäischen Forschungspolitik einzubinden.- Die Programme sind stärker zu konzentrieren.- Die zur Erreichung der Ziele der EU-Politik notwendigen Forschungsarbeiten sind fortzusetzen.- Es wird angestrebt, eine angemessene Palette flexiblerer Instrumente zu entwickeln, unter Berücksichtigung sämtlicher Möglichkeiten, die der EG-Vertrag bietet.Darüber hinaus wurden die jährlichen Arbeitsprogramme für die spezifischen Programme infolge der Halbzeitbewertung des fünften Rahmenprogramms im Hinblick darauf geändert, dass die Tätigkeiten stärker konzentriert und für die im folgenden Rahmenprogramm anvisierten Maßnahmen Pilotprojekte durchgeführt werden können (Netze, "Cluster", Industrieplattformen, größere Projekte u.a.). 5.2. Geplante Maßnahmen und Modalitäten der Intervention zu Lasten des GemeinschaftshaushaltsDie geplanten Maßnahmen für das spezifische Programm "Integration und Stärkung des Europäischen Forschungsraums" werden nachstehend nach Aktionsbereichen erläutert. So lassen sich die voraussichtlichen Ergebnisse, die Beiträge zu übergeordneten Zielen des Rahmenprogramms oder der Gemeinschaft sowie entsprechende Leistungsparameter hervorheben. Diese Angaben sind als Anhaltspunkte, nicht aber als endgültige Ziele zu verstehen.Das Verhältnis zwischen den Aktionsbereichen und Arten der verwendeten Instrumente ist nachstehend in Tabellenform dargestellt.1. Integration des Europäischen Forschungsraums1.1. Vorrangige Themenbereiche1.1.1. Genomik und Biotechnologie im Dienste der Medizini) Grundlagenkenntnisse und Basisinstrumente der funktionellen Genomik:(Genexpression und Proteomik, strukturelle Genomik, vergleichende Genomik und Populationsgenetik, Bioinformatik)ii) Genomik- und Biotechnologieanwendungen im Dienste der Medizin(Technologie-Plattformen zur Entwicklung neuer Instrumente für Diagnose, Prävention und Therapie, Förderung der innovativen Forschung in neu gegründeten Genomikunternehmen)iii) Anwendungen in Medizin und Gesundheitswesen(Bekämpfung von Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und seltenen Krankheiten sowie der Arzneimittelresistenz, Erforschung des Gehirns und Bekämpfung degenerativer Krankheiten des Nervensystems, Erforschung der Entwicklung des Menschen und des Alterns)iv) Bekämpfung der großen übertragbaren Krankheiten in Verbindung mit ArmutVoraussichtliche Ergebnisse, Beiträge zu übergeordneten Zielen oder mögliche Leistungsparameter- bessere Qualität und Leistung der Instrumente zur Auswertung der Genom informationen (hocheffiziente Instrumente, geeignete Modellorganismen, Bioinformatik); - umfassendere Informationen über für Gesundheit und Krankheit bestimmende Gene;- geringere Kosten in der Gesundheitsfürsorge durch genauere Diagnosen und gezieltere Behandlung;- kostengünstigere, beschleunigte Entwicklung neuer Arzneimittel (raschere Marktreife)- Förderung der Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Biotechnologiesektors;- Entwicklung neuer In-vitro-Prüfverfahren als Alternative zu Tierversuchen;- größere Zahl neuer, effizienter Impfstoffe und neuer Therapien, insbesondere für nosokomiale Infektionen;- höhere öffentliche und private Investitionen in die Gesundheitsforschung für Entwicklungsländer;- Erhöhung der Anzahl der Partnerschaften zwischen Europa und den Entwick lungsländern.1.1.2. Technologien für die Informationsgesellschafti) Angewandte TIG-Forschung zur Lösung wichtiger gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Herausforderungen(Forschungsarbeiten über Vertrauen fördernde Technologien, gesellschaftliche Probleme, Herausforderungen bei der Arbeit und in Unternehmen, die Lösung komplexer Probleme in Wissenschaft, Technik, Wirtschaft und Gesellschaft) ii) Kommunikations- und Informationsverarbeitungsinfrastrukturen(Kommunikations- und Netztechnologien, Software-Technologien, Dienste und dezentrale Systeme)iii) Komponenten und Mikrosysteme(Mikro-, Nano- und Optoelektronik, Mikro- und Nanotechnologien, Mikrosysteme, Bildschirme)iv) Wissens- und Schnittstellentechnologien(Wissenstechnologien und digitale Inhalte, intelligente Oberflächen und Schnittstellen)Voraussichtliche Ergebnisse, Beiträge zu übergeordneten Zielen oder mögliche Leistungsparameter- Stärkung und Ausbau der führenden Stellung Europas im Bereich der Technologien für die Informationsgesellschaft; weitere Förderung erfolgreicher Bereiche der europäischen Forschung (Mobilkommunikation, Netzinfra struktur, Unterhaltungselektronik, Mikroelektronik, eingebettete Software); Indikatoren: makroökonomische Indikatoren für das TIG-Angebot und den Anteil von TIG am BIP sind für die Einschätzung geeignet;- Entwicklung der nächsten Generation terrestrischer und satellitengestützter mobiler und drahtloser Systeme über 3G hinaus in Europa und Integration der Netzinfrastrukturen auf der Grundlage des Internets der nächsten Generation; Indikatoren: Marktanteil, Technologieübernahmerate;- Entwicklung von Lösungen des elektronischen und mobilen Geschäftsverkehrs für den Handel jederzeit und überall, die den gesamten Wertschöpfungszyklus im Zusammenhang mit Produkten und Diensten abdecken; Indikatoren: Produktionsergebnis der betroffenen Branchen, einschließlich des Dienstlei stungssektors; - höhere Sicherheit elektronischer Transaktionen, besserer Datenschutz bei TIG-Anwendungen und -Diensten, Instrumente zur Bekämpfung der Internet-Kriminalität; Indikatoren: Statistiken zur Wirtschaftskriminalität- umfassendere Einbeziehung der Bürger in die Informationsgesellschaft, effizientere Systeme zur Verwaltung und Unterstützung von Gesundheits fürsorge, Sicherheit, Mobilität und Umwelt; Konzipierung von Hilfssystemen zur Wiederherstellung ausgefallener Funktionen oder Kompensation von Behinderungen; Indikatoren: Zufriedenheit der Nutzer nach den Umfragen (z.B. mit der Verbesserung der Diagnoseverfahren), Gesundheits- und Sicherheitsstatistiken;- Lösungen, die es dem Bürger ermöglichen, jederzeit, an jedem Ort und in der geeignetsten Weise zu lernen; Entwicklung von Lösungen für das Heraus locken, Teilen und Liefern von organisatorischem Wissen und den Handel damit; Indikatoren: Nutzerumfragen, Fragebögen.1.1.3. Nanotechnologien, intelligente Materialien, neue Produktionsverfahreni) Nanotechnologien:(Langfristig angelegte interdisziplinäre Forschung zur Erweiterung des Kenntnisstands, Prozesssteuerung und Entwicklung von Forschungsinstrumenten, Nanobiotechnologie, Ingenieurtechniken im Nanomaßstab zur Entwicklung von Materialien und Komponenten, Entwicklung von Steuer- und Kontrollgeräten und -instrumenten, Anwendungen in Bereichen wie Medizin, Chemie, Energietechnik, Optik, Umwelttechnik).ii) Intelligente Materialien(Aufbau von Grundlagenkenntnissen, Technologien für die Produktion und Verarbeitung neuer Materialien, Hilfstechnik für die Entwicklung von Materialien) iii) Neue Produktionsverfahren(Entwicklung flexibler und intelligenter Fertigungssysteme, Systemforschung für die Risikobewältigung, Optimierung des Lebenszyklus von Systemen, Produkten und Diensten der Industrie)Voraussichtliche Ergebnisse, Beiträge zu übergeordneten Zielen oder mögliche Leistungsparameter- Aufstockung der personellen und finanziellen Ressourcen der Forschung im Privatsektor, Erreichung der kritischen Masse in diesem industrieorientierten Bereich;- verstärkte Entwicklung und Übernahme von Nanotechnologien, intelligenten Materialien sowie neuen Produkten und Verfahren in KMU durch deren signifikante Teilnahme (&gt; 20%) an diesen Tätigkeiten;- Minimierung der Verwendung natürlicher Ressourcen, der Emissionen und der Abfälle im Rahmen eines den gesamten Lebenszyklus eines Produktes umfassenden Konzepts;- Erweiterung und Integration von Fähigkeiten und Kompetenzen in allen wissenschaftlich-technischen Bereichen und bei allen Akteuren, auch in den Beitrittsländern.1.1.4. Luft- und Raumfahrti) Luftfahrt(Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit, geringere Umweltauswirkungen (Triebwerks- und Lärmemissionen), erhöhte Sicherheit des Fluggeräts, Erhöhung der Kapazität und der Sicherheit der Luftverkehrssysteme)ii) Raumfahrt(Galileo, GMES, satellitengestützte Telekommunikation)Voraussichtliche Ergebnisse, Beiträge zu übergeordneten Zielen oder mögliche Leistungsparameter- Aufrechterhaltung der führenden Stellung Europas in der Luftfahrt- Senkung der direkten Betriebskosten der Flugzeuge um 20 % (kurzfristig) bzw. 50 % (langfristig);- eine kurzfristige Verringerung der Unfallrate auf die Hälfte und langfristig auf ein Fünftel- Voraussetzungen für die Abfertigung von 16 Millionen Flügen jährlich in zehn Jahren. 1.1.5. Lebensmittelsicherheit und GesundheitsrisikenEpidemiologie ernährungsbedingter Erkrankungen und der genetisch bedingten AnfälligkeitUmweltbedingte GesundheitsrisikenAuswirkungen der Ernährung auf die Gesundheit (vor allem im Zusammenhang mit Erzeugnissen, die GVO enthalten)Verfahren zur Sicherstellung der Rückverfolgbarkeit, insbesondere für genetisch veränderte Organismen, darunter solche, die aus jüngsten biotechnologischen Entwicklungen hervorgegangen sind;Methoden zur Analyse und zum Nachweis chemischer Kontaminanten und pathogener Mikroorganismen (Viren, Bakterien, Parasiten, neue Erreger wie Prionen)sicherere Herstellungsverfahren und gesündere Lebensmittel, darunter solche, die auf Biotechnologie und auf Methoden der biologischen Landwirtschaft beruhen;Auswirkungen der Tiernahrung und der Verwendung von Abfallprodukten unterschiedlicher Herkunft in der Tiernahrung auf die menschliche Gesundheit;Voraussichtliche Ergebnisse, Beiträge zu übergeordneten Zielen oder mögliche Leistungsparameter- validierte Biomarker für Exposition und Wirkung (menschliche Gesundheit)- höhere Anzahl von Kontrollanalysen in der Lebensmittelkette- höhere Anzahl von Pflanzenarten und Tierrassen (bzw. Stämmen) zur Lebensmittelgewinnung- höhere Anzahl sicherer Herstellungsverfahren- Verringerung der bakteriellen Gesamtbelastung von vermarkteten Lebens mitteln1.1.6 Nachhaltige Entwicklung und globale Veränderungen;1.1.6.1.Technologien für die nachhaltige Entwicklungi) Forschungsaktivitäten mit kurz- und mittelfristigen Auswirkungen(Erneuerbare Energiequellen, effizienterer und umweltfreundlicherer Energieeinsatz, insbesondere in Städten, neue Konzepte eines energieeffizienten und umwelt freundlicheren Verkehrs, intelligenter Verkehr, Wiederherstellung des Gleich gewichts und Verbindung der verschiedenen Verkehrsmittel)ii) Forschungsmaßnahmen mit längerfristigen Auswirkungen(Brennstoffzellen, Wasserstoff, Solar-Photovoltaiktechnologien und Biomasse)Voraussichtliche Ergebnisse, Beiträge zu übergeordneten Zielen oder mögliche Leistungsparameter- Beitrag zu dem politischen Ziel der Verminderung der Treibhausgasemissionen bis 2010 auf ein Niveau, das um 8 % unter dem des Jahres 1990 liegt; Aufrechterhaltung der entsprechenden Bemühungen über 2010 hinaus (Kyoto-Protokoll);- Beitrag zur Verdoppelung des Anteils der erneuerbaren Energiequellen (von 6 % auf 12 %) bis zum Jahr 2010 (Weißbuch über erneuerbare Energiequellen); Energieeinsparungen (12 %) durch rationelle Energienutzung und Reduzierung der Nachfrage bis 2010; Umkehr der Tendenz zur wachsenden Abhängigkeit (von 50 % auf 70 %) von Energieeinfuhren;- Beitrag zur längerfristigen Verringerung der Kosten neuer und erneuerbarer Energiequellen auf ein Niveau, das gegenüber der Energie aus fossilen Brennstoffen konkurrenzfähig ist.1.1.6.2. Globale VeränderungenAuswirkungen der Treibhausgasemissionen auf das Klima und Kohlenstoffsenken (Meere, Wälder, Böden), Wasserkreislaufbiologische Vielfalt, Schutz der genetischen Ressourcen und Funktionieren der terrestrischen und aquatischen Ökosysteme, Wechselwirkungen zwischen den Tätigkeiten der Menschen und den Ökosystemen;Mechanismen der durch den Klimawandel bedingten Wüstenbildung und Naturkatastrophen,Weltweite KlimabeobachtungssystemeVoraussichtliche Ergebnisse, Beiträge zu übergeordneten Zielen oder mögliche Leistungsparameter- Entwicklung von Instrumenten zur Vorhersage regionaler Klimaverän derungen;- Entwicklung von Managementinstrumenten zur Eindämmung der Folgen für die Wasserversorgung;- Erhöhung des Beitrags der europäischen Wissenschaft zu den einschlägigen Übereinkommen und zur politischen Entscheidungsfindung, größere Kohärenz der europäischen Forschungsbemühungen auf internationaler Ebene; - Evaluierung der indirekten klimatischen Auswirkungen von Nicht-Treibhaus gasen;- Bildung eines Netzes zur Überwachung der biologischen Vielfalt, Wieder herstellungsoptionen;- Erforschung der Zusammenhänge zwischen Klimawandel und Naturkata strophen;- Entwicklung von Instrumenten zur besseren Vorhersage und Eindämmung der Folgen von Naturkatastrophen (Überschwemmungen, Stürme, Brände, Lawinen, Erdrutsche);- Entwicklung gemeinsamer europäischer Datenbanken für Parameter der globalen Veränderungen.1.1.7. Bürger und modernes Regieren in der Wissensgesellschafti) Europäische Wissensgesellschaft(Verbesserung der Entwicklung, Verbreitung und Nutzung von Wissen und seine Auswirkungen auf die wirtschaftliche und soziale Entwicklung, Möglichkeiten und Alternativen für den Aufbau einer Wissensgesellschaft mit Blick auf die beim Gipfel von Lissabon festgelegten Ziele der EU, Vielfalt der Wege zu einer Wissensgesellschaft)ii) Bürgerschaft, Demokratie und neue Formen des Regierens(Auswirkung der europäischen Integration und der Erweiterung auf das Regieren und auf die Bürger, Gliederung von Verantwortungsbereichen und neue Formen des Regierens, Konfliktbewältigung, Sicherheit, Frieden und Recht, neue Formen der Bürgerschaft und der Identität)Voraussichtliche Ergebnisse, Beiträge zu übergeordneten Zielen oder mögliche Leistungsparameter- vergleichende Studien, einschließlich Datensammlung und Entwicklung von Verfahren, für den Übergang zur europäischen Wissensgesellschaft in verschiedenen Wirtschafts- und Gesellschaftsbereichen;1.2. Planung im Vorgriff auf den künftigen Wissenschafts- und Technologie bedarf der Europäischen Union1.2.1.Politikorientierte Forschung und Spitzenforschungsbereichedie für die Konzipierung, Umsetzung und Überwachung der Anwendung der Politik der Gemeinschaft erforderliche Forschung; Forschung zur Lösung von Aufgaben in bestimmten neuen Bereichen mit inter- bzw. multidisziplinärem Charakter oder in SpitzenforschungsbereichenVoraussichtliche Ergebnisse, Beiträge zu übergeordneten Zielen oder mögliche Leistungsparameter- Erweiterter, aufgewerteter Beitrag zur Gemeinschaftspolitik: Ziele und voraussichtliche Ergebnisse sind von den zuständigen Generaldirektionen für die einzelnen Politikbereiche festzulegen;- Verringerung der Reaktionszeiten und größere Handlungsflexibilität angesichts wissenschaftlicher, technologischer oder sozioökonomischer Ereignisse. 1.2.2. Spezifische Forschungsmaßnahmen für KMUVerbundforschung(Forschung zur Lösung gemeinsamer Probleme/Aufgaben, pränormative Forschung, Forschung zur Stärkung der technologischen Grundlagen bestimmter Bereiche, Entwicklung technologischer Instrumente)KooperationsforschungVoraussichtliche Ergebnisse, Beiträge zu übergeordneten Zielen oder mögliche Leistungsparameter- große Beteiligung der KMU am spezifischen Programm (&gt; 15% der finanziellen Unterstützung für die ,Integration der Forschung") mit folgenden Ergebnissen: Personalaufstockung und -weiterbildung im Bereich FTE, technologische Entwicklung, Nutzung der Ergebnisse - Beteiligungsindikatoren wurden entwickelt und sollen bei der Verfolgung der Beteiligung der KMU am Rahmenprogramm eingesetzt werden (Anteil der Beteiligung an den einzelnen thematischen Programmen, nach Ländern aufgeschlüsselte Beteiligung, Erstbeteiligungen, Unternehmensgröße, Alter der Beschäftigten, Leitung durch eine Unternehmerin usw.)1.2.3.Spezielle Tätigkeiten der internationalen ZusammenarbeitErmöglichung des Zugangs zu andernorts auf der Welt vorhandenen Kenntnissen und Fertigkeiten für die europäischen Wissenschaftler, für Unternehmen und Forschungseinrichtungen in der Union und in den mit dem Rahmenprogramm assoziierten Ländern; Beitrag zu einer starken und kohärenten Beteiligung Europas an internationalen Forschungsinitiativen;wissenschaftliche und technologische Unterstützung für die Durchführung der Außen- und der Entwicklungspolitik der Gemeinschaft; Spezielle Tätigkeiten für drei Ländergruppen: Drittländer des Mittelmeerraums, Russland und die GUS-Staaten und Entwicklungsländer.Voraussichtliche Ergebnisse, Beiträge zu übergeordneten Zielen oder mögliche Leistungsparameter- erweiterte und verstärkte Beteiligung von Drittländern an Forschungs tätigkeiten der Gemeinschaft;- umfassenderer, sichtbarer Beitrag zu den internationalen Bemühungen um eine Lösung der großen weltweiten Probleme;- größere wissenschaftliche und technologische Unterstützung für die Durchfüh rung der Außen- und der Entwicklungspolitik der Gemeinschaft. 2. Stärkung der Grundpfeiler des Europäischen Forschungsraums2.1. Koordinierung der ForschungstätigkeitenKoordinierung einzelstaatlicher Tätigkeiten(Vorschläge zur Unterstützung von Koordinierung, Vernetzung, Konzipierung und Durchführung gemeinsamer Initiativen, Entwicklung eines integrierten Informationssystems)Koordinierung auf europäischer Ebene(wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit im Rahmen anderer europäischer Kooperationsstrukturen, Zusammenarbeit und gemeinsame Initiativen spezialisierter europäischer Organisationen im Bereich der wissenschaftlichen Zusammenarbeit)Voraussichtliche Ergebnisse, Beiträge zu übergeordneten Zielen oder mögliche Leistungsparameter- Schaffung von Netzen nationaler Programme- Evaluierung der Ergebnisse der Mitgliedstaaten im Bereich Innovation, beobachtete Unterschiede2.2. Kohärente Entwicklung der Forschungs- und InnovationspolitikAnalysen und Studien (Arbeiten auf dem Gebiet der Zukunftsforschung, Statistik und der wissenschaftlichen und technologischen Indikatoren);Benchmarking der Forschungs- und Innovationspolitik auf nationaler, regionaler und europäischer Ebene;Kartierung der herausragenden wissenschaftlichen und technologischen Kapazitäten in Europa;Verbesserung des rechtlichen und administrativen Umfelds der Forschung und Innovation in Europa.Voraussichtliche Ergebnisse, Beiträge zu übergeordneten Zielen oder mögliche Leistungsparameter- Entscheidungsfindung im Bereich der Prioritätensetzung und der Umsetzung der Wissenschafts- und Technologiepolitik (sowie der übrigen Politik) der EU anhand besserer Informationen;- hohe Beteiligung der Entscheidungsträger und politischen Institute im Bereich Wissenschaft und Technologie an den auf die Zukunftsforschung gestützten Tätigkeiten der EU zur Unterstützung der Entscheidungsfindung;- Veröffentlichung eines Jahresberichts zu Wissenschaft und Technologie in Europa, einschließlich wichtiger Zahlen zum Europäischen Forschungsraum;- Studien zur Entwicklung neuer, verbesserter Indikatoren in Bereichen von politischem Interesse sowie neuer statistischer Datenbanken;- Bereitstellung der Ergebnisse der ersten Benchmarking-Phase;- Erstellung der ersten ,Karten" herausragender wissenschaftlich-technologischer Kapazitäten. Interventionsmodalitäten und finanzielle Beteiligung des Rahmenprogramms (je nach Ziel):&gt;PLATZ FÜR EINE TABELLE&gt;(1) Daneben können im gesamten spezifischen Programm Begleitmaßnahmen durchgeführt werden.Die Zielgruppe des Beitrags aus dem Gemeinschaftshaushalt sind die Unternehmen (insbesondere KMU), Forschungszentren, Hochschulen und nationalen oder europäischen Einrichtungen, die Forschungstätigkeiten finanzieren. Letztere können auch als zwischen geschaltete Stelle für den Beitrag aus dem Gemeinschaftshaushalt dienen.5.3. DurchführungsmodalitätenDie Maßnahmen werden von der Kommission durchgeführt. In begründeten Fällen kann auf externe Einrichtungen zurückgegriffen werden.6. FINANZIELLE AUSWIRKUNGEN6.1. Finanzielle Gesamtbelastung für Teil B des Haushalts (während des gesamten Planungszeitraums)Die vorläufige Gesamtmittelausstattung des EG-Rahmenprogramms beträgt 16 275 Mio. EUR. Die Rahmenprogramme 2002-2006 insgesamt verfügen über 17 500 Mio. EUR.6.1.1 Finanzielle Intervention in Mio. EUR (bis zur 3. Dezimalstelle)Aufschlüsselung nach Zielen  //  insgesamt1) Integration der Forschung  //  12 055 Genomik und Biotechnologie im Dienste der Medizin  //  2 000 Technologien für die Informationsgesellschaft;  //  3 600 Nanotechnologien, intelligente Materialien, neue Produktionsverfahren  //  1 300 Luft- und Raumfahrt  //  1 000 Lebensmittelsicherheit und Gesundheitsrisiken  //  600 Nachhaltige Entwicklung und globale Veränderungen;  //  1 700 Bürger und modernes Regieren in der Wissensgesellschaft  //  225Planung im Vorgriff auf den künftigen Wissenschafts- und Technologie bedarf der Europäischen Union  //  1 630 Politikorientierte Forschung und Spitzenforschungsbereiche  //  880 Spezifische Forschungsmaßnahmen für KMU  //  450 spezielle Tätigkeiten der internationalen Zusammenarbeit  //  3002) Stärkung der Grundpfeiler des Europäischen Forschungsraums  //  450Unterstützung der Koordinierung der Tätigkeiten  //  400Unterstützung der kohärenten Entwicklung der Politik.  //  50insgesamt  //  12 505Ein jährlicher Fälligkeitsplan für jedes der genannten Ziele ist hier nicht sinnvoll, er könnte nur streng proportionell zu dem des spezifischen Programms insgesamt festgelegt werden, der seinerseits dem Fälligkeitsplan für das Rahmenprogramm entspricht. Die interne jährliche Aufteilung wird zu einem späteren Zeitpunkt im Rahmen der Festlegung der Arbeitsprogramme stattfinden.6.1.2 Technische und administrative Hilfe, Unterstützungsausgaben und IT-Ausgaben (Verpflichtungsermächtigungen)Diese Ausgabenart kommt im genannten Bereich nicht vor.6.2. Berechnung der Kosten für jede zu Lasten von Teil B vorgesehene Einzelaktion (während des gesamten Planungszeitraums)Die indirekten Aktionen des Fünften Rahmenprogramms der Europäischen Gemeinschaft (1998-2002) umfassen jährlich etwa 3500 neu abgeschlossene Verträge (alle Kategorien zusammengenommen); die jährliche Mittelausstattung beläuft sich auf 3 Milliarden EUR.Die jährlich für die indirekten Aktionen des Rahmenprogramms 2002-2006 zur Verfügung stehenden Mittel belaufen sich auf etwa 3,7 Milliarden EUR (realer Zuwachs von 13%).Wie unter Punkt 5.1.2 angeführt, wurden drei neue Instrumente für die Durchführung dieses Rahmenprogramms entwickelt: Exzellenznetze, integrierte Projekte und die Beteiligung an gemeinsam durchgeführten nationalen Programmen (gemäß Art. 169 des EG-Vertrags).Im Vergleich zu früheren Rahmenprogrammen gehen diese Instrumente über rein wissenschaftliche Projekte hinaus; das Konzept der Forschungsintegration wird eingeführt, zu erreichen insbesondere durch eine kritischen Masse an Kompetenzen und Ressourcen in bestimmten Bereichen.Bei der Verwaltung des Rahmenprogramms 2002-2006 wird sich das Konzept der kritischen Masse in einer beträchtlichen Steigerung des durchschnittlichen Finanzbeitrags zu den Projekten zeigen. Es wird erwartet, dass jährlich eine wesentlich geringere Anzahl von Verträgen abgeschlossen wird. 7. AUSWIRKUNGEN AUF PERSONAL- UND VERWALTUNGSAUSGABENDie Kommission strebt eine grundlegend neue Durchführung des Rahmenprogramms an und schlägt daher einer Herabsetzung des Gesamthöchstbetrags für Personal- und Verwaltungsausgaben auf 5,5% für die beiden indirekten Forschungsprogramme im nicht-nuklearen Bereich an.Für die Teile des 5. Rahmenprogramms, die sich auf indirekte, nicht-nukleare Forschungsaktionen beziehen, liegt die Hoechstgrenze für Personal- und Verwaltungsausgaben insgesamt bei 7,0 %.Legt man den derzeitigen Trend zugrunde, werden die tatsächlichen Ausgaben des 5. Rahmenprogramms wahrscheinlich in diesem Bereich liegen, möglicherweise geringfügig darunter.Unter der Voraussetzung, dass die Methoden der Durchführung des Rahmenprogramms die gleichen bleiben und unter Berücksichtigung der Notwendigkeit, bei dieser Ausgabenart einen gewissen Spielraum vorzusehen, bestuende für die Kommission kein Grund, die globale Hoechstgrenze von 7 % zu ändern. Die für das nächste Rahmenprogramm vorgeschlagene Mittelausstattung wurde der Inflation entsprechend erhöht - eine leichte Zunahme im Einklang mit dem Wirtschaftswachstum. Eine Herabsetzung der Hoechstgrenze wäre nur dann möglich, wenn von einer signifikanten Produktivitätssteigerung ausgegangen wird, die u.a. beträchtliche Änderungen bei der Programmverwaltung voraussetzen würde. Folgende relativ drastischen Maßnah men/Voraussetzungen müssten gegeben sein:- ein Einfrieren der Gesamtzahl der Statutsbediensteten auf dem Niveau des Jahres 2002 (1654 Stellen), was eine Produktivitätssteigerung von 2 % jährlich voraussetzt, um die Zunahme des realen Programmvolumens auszugleichen;- eine Inflationsrate von 2 % (obwohl die Personalausgaben normalerweise etwas rascher ansteigen);- ein Einfrieren der Ausgaben für externes Personal auf dem Niveau des Jahres 2002.Setzt man dieses Szenario voraus, könnte die Kommission eine Herabsetzung der Hoechstgrenze auf etwa 6,3% vorschlagen. Die Kommission ist zur einer wesentlich weiter gehenden Herabsetzung der Hoechstgrenze von 7,0 % auf 5,5 % bereit. So könnte ein beträchtlicher zusätzlicher Betrag - rund 230 Mio. EUR - unmittelbar für Forschungsprojekte bereitgestellt werden.Dies erfordert ausgeglichene Bemühungen um Produktivitätssteigerungen in allen Forschungsaktivitäten. Der für Verwaltungsausgaben vorgeschlagene Hoechstbetrag von 5,5% ist ein globaler Betrag, der die spezifischen Programme ,Integration und Stärkung des Europäischen Forschungsraums" und ,Ausgestaltung des Europäischen Forschungsraums" umfasst. Die Kommission wird bei der Durchführung der Programme sicherstellen, dass eine entsprechende Aufteilung der Verwaltungsausgaben zwischen den zuständigen Dienststellen stattfindet. Hierbei werden der zu verwaltende Gesamtbetrag, der Grad der Nutzung der drei neuen Instrumente, die Arbeitsintensität und die jüngsten technologischen Entwicklungen im Rahmen der Forschungstätigkeiten in deren einzelnen Phasen berücksichtigt, sowie ihre Dauer und die Notwendigkeit einer effizienten Verwaltung der Verträge, die unter früheren Rahmenprogrammen abgeschlossen wurden.Dies kann vor allem durch die breit angelegte Einführung der im 6. Rahmenprogramm vorgeschlagenen neuen Instrumente erreicht werden, vor allem durch integrierte Projekte, Exzellenznetze und die gemeinsame Durchführung nationaler Forschungsprogramme gemäß Artikel 169 EG-Vertrag. Hierdurch ist eine Nettosenkung der Verwaltungskosten des Programms möglich.Anders ausgedrückt, mit einer Hoechstgrenze von 5,5 % zeigt die Kommission ihre Entschlossenheit, die Durchführung des Rahmenprogramms grundlegend zu modifizieren.- Es ist jedoch zu beachten, dass die Wirkung der neuen Instrumente auf die Verwaltungskosten - auch wenn sie in voller Übereinstimmung mit dem Kommissionsvorschlag eingesetzt werden - progressiv sein wird. Zwischen 2003 und 2006 wird ein Großteil der Verwaltungstätigkeit der Kommission noch immer der Durchführung und dem Abschluss früherer Rahmenprogramme gelten.Da die Laufzeit der Verträge für indirekte Forschungsaktionen im Durchschnitt vier Jahre beträgt, dürfte sich sich zu Beginn 2003 eine Zahl von 13 000 nicht abgeschlossenen Verträgen mit einem Finanzvolumen von 6,6 Mrd. EUR ergeben.Um eine Hoechstgrenze von 5,5 % für Personal- und Verwaltungsausgaben für indirekte, nicht-nukleare Tätigkeiten möglich zu machen, ist daher das Potential des neuen Managementkonzepts für das 6. RP voll zu nutzen:- Die neuen Instrumente sind voll zu nutzen, um die Anzahl der von der Kommission zu verwaltenden Einzelprojekte und -verträge zu reduzieren.- Deren Verwaltung muss stark vereinfacht und dezentralisiert werden.- Alle Möglichkeiten der Externalisierung der technischen Unterstützungstätigkeit sowie einiger Verwaltungsaspekte bei bestimmten Arten von Tätigkeiten sind voll zu nutzen, wenn dadurch die Verwaltungsausgaben insgesamt reduziert werden können.Ferner sind effiziente Programm- und Haushaltsstrukturen erforderlich, und die Hoechstgrenze von 5,5 % für die beiden indirekten, nicht nuklearen Forschungsprogramme gemeinsam gelten.Dieser Vorschlag hängt vollständig von der Einführung der neuen Instrumente gemäß dem Kommissionsvorschlag ab. Jede diesbezügliche Änderung würde zu einer Änderung der Hoechstgrenze für Verwaltungskosten führen.7.1. Auswirkungen im Bereich der Humanressourcen&gt;PLATZ FÜR EINE TABELLE&gt;Die indirekten Forschungsaktionen verfügen über einen eigenen Stellenplan mit 954 A-Stellen, 273 B-Stellen und 427 C-Stellen (1654 Stellen insgesamt, EG und Euratom, einschließlich BNH 3/2001).Hierzu kommen 166 Stellen aus dem Verwaltungshaushalt ohne finanzielle Auswirkungen auf den Haushalt der Programme im Rahmen der Beteiligung an der Festlegung und Durchführung der Forschungspolitik.7.2 Finanzielle Gesamtbelastung durch die Humanressourcen&gt;PLATZ FÜR EINE TABELLE&gt;Es handelt sich jeweils um die Ausgaben für die gesamte Programmdauer.7.3 Sonstige Verwaltungsausgaben im Zusammenhang mit der Maßnahme&gt;PLATZ FÜR EINE TABELLE&gt;Es handelt sich jeweils um die Gesamtausgaben für die Maßnahme während der vier Jahre der Durchführung des spezifischen Programms, d.h. insgesamt belaufen sich die Ausgaben auf 172 Mio. EUR jährlich. &gt;PLATZ FÜR EINE TABELLE&gt;8. ÜBERWACHUNG UND BEWERTUNG8.1 ÜberwachungssystemDie spezifischen Programme sollen die Schaffung des Europäischen Forschungsraums unterstützen und werden parallel zu anderen Maßnahmen der Gemeinschaft und der Mitgliedstaaten und in enger Zusammenarbeit mit diesen im Hinblick auf die Erreichung gemeinsamer Ziele durchgeführt. Die besonderen Merkmale der Forschung und die verschiedenen Arten von Maßnahmen und Beteiligten auf unterschiedlichen Ebenen erschweren die Feststellung von Ursache und Wirkung und machen Überwachung und Bewertung von Ergebnissen und Folgen zu einer komplexen Aufgabe.Gestützt auf die Erfahrung mit früheren Programmen und laufende methodologische Studien wurden Instrumente bereits entwickelt bzw. befinden sich in der Entwicklung, anhand derer die Ziele des Rahmenprogramms und der Programme zu seiner Durchführung umgesetzt und Ergebnisse und Folgen überwacht und bewertet werden sollen, ebenso wie die Maßnahmen zur Schaffung des EFR. Die Kommission wird sich rechtzeitig vor der Durchführung der Programme zum Stand der Entwicklung dieser Instrumente äußern.So soll schrittweise ein gut strukturiertes System für Informationssammlung und Statistik eingeführt werden. Es sollen allgemeine, den Besonderheiten des Rahmenprogramms angepasste Indikatoren entwickelt werden, anhand derer insbesondere der Beitrag der Programme zur Bewältigung der Herausforderungen beurteilt werden soll, denen die Union gegenübersteht (s. 5.1: Investitionen in FTE und die Schaffung von Wissen (generell und in den für die Union vorrangigen Bereichen), Humanressourcen in der FTE, Nutzung der Ergebnisse, Kohärenz der Forschungspolitik der Mitgliedstaaten und der Gemeinschaft und Kohärenz auf dem Gebiet der Forschungsinfrastruktur).Es soll eine Reihe präziserer Indikatoren für die Einzelziele der Programme entwickelt werden, insbesondere für die Produktion, die Verwaltung und Vernetzung sowie die Nutzung und die Wirkung der Kenntnisse, die bei der Durchführung der Programme gewonnen werden. Punkt 5.2 (erwartete Ergebnisse, Beitrag zu allgemeinen Zielen, potenzielle Leistungsparameter) enthält bereits erste Orientierungen in diesem Zusammenhang.8.2 Modalitäten und Periodizität der vorgesehenen Bewertung- Jährliche Bewertung: Die Kommission verfolgt, ggf. mit geeigneter fachlicher Unterstützung, ständig die Durchführung des Rahmenprogramms und der spezifischen Programme anhand der gesetzten Ziele. Sie prüft dabei insbesondere, ob Ziele, Prioritäten, Instrumente, Finanzmittel und Verwaltung dem jeweiligen Stand angemessen sind.Die systematische Sammlung, die Einheitlichkeit und die Qualität der Ausgangsinformationen sollen verbessert werden, so dass eine entsprechende Qualität von Analyse und Überwachung möglich ist und ein signifikanter Beitrag zur fünfjährigen Evaluierung geleistet werden kann. Um die für die Verwaltung der Gemeinschaftsforschung Zuständigen stärker für Fragen der Überwachung, der Nutzung der Ergebnisse und der Wirkung der Programme zu sensibilisieren, wird erwogen, ein gemeinsames Format für die Selbstbeurteilung zu erstellen. Ferner sind Maßnahmen zur Sicherstellung einer größeren Einheitlichkeit der Überwachung des Rahmenprogramms, der spezifischen Programme und der Schaffung des Europäischen Forschungsraums geplant.Jahresbericht: Die Fortschritte bei der Durchführung des Rahmenprogramms und der spezifischen Programme werden im Jahresbericht gemäß Artikel 173 des EG-Vertrags dem Europäischen Parlament und dem Rat unterbreitet. Der Bericht enthält insbesondere die Ergebnisse der jährlichen Bewertung, eine Beschreibung der FTE-Tätigkeiten, der Maßnahmen zur Schaffung des Europäischen Forschungsraums und der Initiativen zur Verbreitung der Ergebnisse im Vorjahr sowie das Arbeitsprogramm des laufenden Jahres.- Fünfjahresbewertung: Bevor sie ihren Vorschlag für das nächste Rahmenprogramm und die spezifischen Programme vorlegt, beauftragt die Kommission unabhängige hochrangige Sachverständige mit der Bewertung der gemeinschaftlichen Maßnahmen in den fünf Jahren vor dem Zeitpunkt der Bewertung - des Erfolgs bei der Erreichung von Zielen und der Wirkung der Maßnahmen - im Hinblick auf die jeweiligen Zielsetzungen. Sie übermittelt die Schlussfolgerungen dieser Bewertung zusammen mit ihren Bemerkungen dem Europäischen Parlament, dem Rat, dem Wirtschafts- und Sozialausschuss und dem Ausschuss der Regionen.9. BETRUGSBEKÄMPFUNGSMASSNAHMENBei der Vorlage der Berichte, die zur Konsolidierung der Einnahmen in der Buchführung der Teilnehmer führen können, stellt der Finanzkoordinator der Kommission unter Angabe des Zeitplans und der konsolidierten Abschlüsse der Teilnehmer alle finanziellen Unterlagen zur Verfügung, die sie für die Rechnungsprüfung benötigt.Die Kommission nimmt gegebenenfalls derartige Rechnungsprüfungen vor, insbesondere wenn sie begründete Zweifel an der Übereinstimmung der Rechnungsführung mit dem im Tätigkeitsbericht beschriebenen Stand der Arbeiten hat.Die Rechnungsprüfungen der Gemeinschaft werden entweder von ihren eigenen Bediensteten oder von nach dem nationalen Recht des Teilnehmers zugelassenen Buchprüfern durchge führt. Diese werden von der Gemeinschaft frei gewählt, wobei mögliche Interessenkonflikte, auf die der Teilnehmer u.U. hingewiesen hat, zu vermeiden sind.Ferner stellt die Kommission bei der Durchführung der Forschungstätigkeiten den Schutz der finanziellen Interessen der Gemeinschaft sicher, indem sie wirksame Kontrollen vornimmt und, falls sie Unregelmäßigkeiten feststellt, Maßnahmen ergreift und abschreckende, verhält nismäßige Sanktionen verhängt.Hierzu werden Bestimmungen über Kontrollen, Maßnahmen und Sanktionen im Sinne der Verordnungen Nr. 2988/95, 2185/96, 1073/99 und 1074/99 in alle Rechtsinstrumente aufge nommen, die bei der Durchführung der Programme angewandt werden, einschließlich der Einzelverträge und Musterverträge.Die Verträge müssen insbesondere folgende Punkte enthalten:- eigene Vertragsklauseln zum Schutz der finanziellen Interessen der EG durch Kontrollen im Zusammenhang mit der Auftragsvergabe;- Teilnahme an administrativen Kontrollen zur Betrugsbekämpfung gemäß den Verord nungen Nr. 2185/96, 1073/99 und 1074/99;- administrative Sanktionen bei allen vorsätzlich oder fahrlässig verursachten Unregel mäßigkeiten bei der Durchführung der Verträge gemäß der Rahmenverordnung Nr. 2988/95 (einschließlich schwarzer Listen).- den Hinweis darauf, dass etwaige Einziehungsanordnungen bei Unregelmäßigkeiten oder Betrug gemäß Artikel 256 EG-Vertrag durchsetzbar sind.