CELEX: 51998PC0697
Language: de
Date: 1998-12-02
Title: Geänderter Vorschlag für einen Beschluß des Rates über die Durchführung der zweiten Phase des gemeinschaftlichen Aktionsprogramms in der Berufsbildung Leonardo da Vinci

19.1.1999          DE                 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                       C 14/9
                                                            II
                                                (Vorbereitende Rechtsakte)
                                                KOMMISSION
            Geänderter Vorschlag für einen Beschluß des Rates über die Durchführung der zweiten Phase
                 des gemeinschaftlichen Aktionsprogramms in der Berufsbildung Leonardo da VinciØ(Î)
                                                      (1999/C 14/07)
                                             (Text von Bedeutung für den EWR)
                                        KOM(1998) 697 endg. — 98/0196(SYN)
            (Gemäß Artikel 189a Absatz 2 des EG-Vertrags von der Kommission vorgelegt am 2. Dezember
                                                           1998)
            (Î)ÙABl. C 309 vom 9.10.1998, S. 9.
                                                                   GEÄNDERTER VORSCHLAG NACH STELLUNGNAHME DES
    URSPRÜNGLICHER VORSCHLAG DER KOMMISSION                         EUROPÄISCHEN PARLAMENTS VOM 5. NOVEMBER 1998
DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION —
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäi-               gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäi-
schen Gemeinschaft, insbesondere auf Artikel 127,                schen Gemeinschaft, insbesondere auf Artikel 127,
auf Vorschlag der Kommission,                                    auf Vorschlag der KommissionØ(Î),
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialaus-               nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialaus-
schusses,                                                        schussesØ(Ï),
gemäß dem Verfahren des Artikels 189c EG-Vertrag in              gemäß dem Verfahren des Artikels 189c EG-Vertrag in
Zusammenarbeit mit dem Europäischen Parlament,                   Zusammenarbeit mit dem Europäischen ParlamentØ(Ð),
in Erwägung nachstehender Gründe:                                in Erwägung nachstehender Gründe:
 (1)ÙDer Vertrag zur Gründung der Europäischen Ge-               Unverändert
     meinschaft legt fest, daß die Gemeinschaft unter
     anderem einen Beitrag zu einer qualitativ hochwer-
     tigen Bildung und Berufsbildung leistet. Dieses Ziel
     wurde im Vertrag von Amsterdam, unterzeichnet
     am 2. Oktober 1997, erweitert. Der Vertrag nennt
     auch die Förderung eines möglichst hohen Wissens-
     standes der Völker der Gemeinschaft durch umfas-
     senden Zugang zur Bildung und durch ständige
     Weiterbildung als Ziel der Gemeinschaft.
                                                                 (Î)ÙABl. C 309 vom 9.10.1998, S. 9.
                                                                 (Ï)ÙStellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses CES
                                                                     1308/98 vom 15.10.1998.
                                                                 (Ð)ÙStellungnahme des Europäischen Parlaments vom 5.11.1998.
 ---pagebreak--- C 14/10              DE                   Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                    19.1.1999
                                                                    GEÄNDERTER VORSCHLAG NACH STELLUNGNAHME DES
     URSPRÜNGLICHER VORSCHLAG DER KOMMISSION                         EUROPÄISCHEN PARLAMENTS VOM 5. NOVEMBER 1998
  (2)ÙMit dem Beschluß 94/819/EGØ(Î) des Rates wurde                (2)ÙMit dem Beschluß 94/819/EGØ(Î) des Rates wurde
      ein Aktionsprogramm zur Durchführung einer Be-                    ein Aktionsprogramm zur Durchführung einer Be-
      rufsbildungspolitik der Gemeinschaft eingerichtet.                rufsbildungspolitik der Gemeinschaft eingerichtet.
      Wo es zweckmäßig ist, werden auf Grundlage der                    Wo es zweckmäßig ist, werden auf Grundlage der
      positiven Erfahrungen mit dem Programm und im                     positiven Erfahrungen mit dem Programm und im
      Willen, diese weiterzuführen, die Ergebnisse dieses               Willen, diese weiterzuführen, die Ergebnisse dieses
      Programms berücksichtigt.                                         Programms berücksichtigt.
  (3)ÙBei der Sondertagung des Europäischen Rates über              (3)ÙBei der Sondertagung des Europäischen Rates über
      Beschäftigung in Luxemburg am 20. und 21. No-                     Beschäftigung in Luxemburg am 20. und 21. No-
      vember 1997 wurde eine koordinierte Beschäfti-                    vember 1997 wurde eine koordinierte Beschäfti-
      gungsstrategie angenommen, in deren Rahmen der                    gungsstrategie angenommen, in deren Rahmen der
      lebenslangen Bildung und Berufsbildung eine we-                   lebenslangen Bildung und Berufsbildung eine we-
      sentliche Rolle bei der Umsetzung der LeitlinienØ(Ï)              sentliche Rolle bei der Umsetzung der LeitlinienØ(Ï)
      für die Beschäftigungspolitik der Mitgliedstaaten                 für die Beschäftigungspolitik der Mitgliedstaaten
      zuerkannt wurde. Ziel ist, Beschäftigungs- und An-                zuerkannt wurde. Ziel ist, Beschäftigungs- und An-
      passungsfähigkeit, UnternehmergeistØ(Ð) und die                   passungsfähigkeit, UnternehmertumØ(Ð) und die
      Gleichbehandlung von Frau und Mann zu fördern.                    Gleichbehandlung von Frau und Mann zu fördern.
                                                                    (3a)ÙLebenslanges Lernen muß angesichts des technolo-
                                                                          gischen und demographischen Wandels Zielgrup-
                                                                          pen jeden Alters und aller Berufe ansprechen.
  (4)ÙIn der Mitteilung ,,Für ein Europa des Wissens‘‘Ø(Ñ)          (4)ÙIn der Mitteilung ,,Für ein Europa des Wissens‘‘Ø(Ñ)
      hat die Kommission Leitlinien zur Schaffung eines                 hat die Kommission Leitlinien zur Schaffung eines
      europäischen Bildungsraums festgelegt, der lebens-                europäischen Bildungsraums festgelegt, der lebens-
      langes Lernen in der Bildung und Berufsbildung                    langes Lernen in der Bildung und Berufsbildung
      verwirklichen helfen soll. Diese Leitlinien legen                 verwirklichen helfen soll. Diese Leitlinien legen
      sechs Arten von Maßnahmen fest, die auf Gemein-                   sechs Arten von Maßnahmen fest, die auf Gemein-
      schaftsebene zu entwickeln sind. Alle Maßnahmen                   schaftsebene zu entwickeln sind. Alle Maßnahmen
      zielen auf transnationale Zusammenarbeit und ver-                 zielen auf transnationale Zusammenarbeit und ver-
      bessern Maßnahmen der Mitgliedstaaten unter                       bessern Maßnahmen der Mitgliedstaaten unter
      Wahrung des Subsidiaritätsprinzips und im Hin-                    Wahrung des Subsidiaritätsprinzips. Um den Zu-
      blick auf eine Verfahrensvereinfachung.                           gang zum Programm für alle Zielgruppen zu er-
                                                                        leichtern, plant die Kommission eine Vereinfachung
                                                                        von Antrags- und Auswahlverfahren.
(Î)ÙABl. L 340 vom 29.12.1994, S. 8.                              (Î)ÙABl. L 340 vom 29.12.1994, S. 8.
(Ï)ÙABl. C 30 vom 28.1.1998, S. 1.                                (Ï)ÙABl. C 30 vom 28.1.1998, S. 1.
(Ð)ÙMitteilung der Kommission an den Rat: ,,Förderung von         (Ð)ÙMitteilung der Kommission an den Rat — Förderung von
    unternehmerischer Initiative in Europa: Prioritäten für die       unternehmerischer Initiative in Europa: Prioritäten für die
    Zukunft‘‘ (KOM(1998) 222 endg./2 vom 21. April 1998).             Zukunft (KOM(1998) 222 endg./2 vom 21.4.1998).
(Ñ)ÙMitteilung der Kommission an den Rat, das Europäische         (Ñ)ÙMitteilung der Kommission an den Rat, das Europäische
    Parlament, den Wirtschafts- und Sozialausschuß und den            Parlament, den Wirtschafts- und Sozialausschuß und den
    Ausschuß der Regionen — Für ein Europa des Wissens,               Ausschuß der Regionen — Für ein Europa des Wissens,
    KOM(97) 563 endg. vom 12. November 1997.                          KOM(97) 563 endg. vom 12.11.1997.
 ---pagebreak--- 19.1.1999             DE                   Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                      C 14/11
                                                                     GEÄNDERTER VORSCHLAG NACH STELLUNGNAHME DES
      URSPRÜNGLICHER VORSCHLAG DER KOMMISSION                         EUROPÄISCHEN PARLAMENTS VOM 5. NOVEMBER 1998
  (5)ÙIm Weißbuch ,,Lehren und Lernen — Auf dem                      (5)ÙIm Weißbuch ,,Lehren und Lernen — Auf dem
       Weg zur kognitiven Gesellschaft‘‘Ø(Î) wird erläutert,              Weg zur kognitiven Gesellschaft‘‘Ø(Î) wird erläutert,
       daß in der entstehenden Lerngesellschaft der Er-                   daß in der entstehenden Lerngesellschaft der Er-
       werb neuen Wissens gefördert und daher alle For-                   werb neuen Wissens gefördert und daher alle For-
       men von Lernanreizen entwickelt werden sollten.                    men von Lernanreizen entwickelt werden sollten.
       Im Grünbuch ,,Allgemeine und berufliche Bildung,                   Im Grünbuch ,,Allgemeine und berufliche Bildung,
       Forschung: Hindernisse für die grenzüberschrei-                    Forschung: Hindernisse für die grenzüberschrei-
       tende Mobilität‘‘Ø(Ï) wird der Nutzen der Mobilität                tende Mobilität‘‘Ø(Ï) wird der Nutzen der Mobilität
       für den einzelnen und für die Wettbewerbsfähigkeit                 für den einzelnen und für die Wettbewerbsfähigkeit
       der Gemeinschaft aufgezeigt.                                       der Gemeinschaft aufgezeigt.
  (6)ÙSchwerpunkte liegen auf der Förderung mündiger                 (6)ÙMaßnahmen dieses Programms sollten der Ent-
       und aktiver Bürgerinnen und Bürger und einer stär-                 wicklung der Qualität, der Förderung von Innova-
       keren Verbindung zwischen den Maßnahmen dieses                     tion und europäischer Dimension in den Berufsbil-
       Programms und dem Kampf gegen die verschiede-                      dungssystemen und Berufsbildungspraktiken die-
       nen Formen von Ausgrenzung, Rassismus und                          nen, mit dem Ziel der Förderung von lebenslangem
       Fremdenhaß. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf                   Lernen in Bildung und Berufsbildung. Bei der Pro-
       der Beseitigung aller Formen von Ungleichbehand-                   grammdurchführung liegt ein Hauptaugenmerk auf
       lung und auf der Förderung der Chancengleichheit                   dem Kampf gegen jede Form von Ausgrenzung
       von Frauen und Männern.                                            Rassismus und Fremdenhaß. Ein besonderer
                                                                          Schwerpunkt liegt auf der Beseitigung aller Formen
                                                                          von Diskriminierung und Ungleichbehandlung und
                                                                          auf der Förderung der Chancengleichheit von
                                                                          Frauen und Männern.
  (7)ÙDas Europäische Parlament und der Rat der Euro-                (7)ÙDas Europäische Parlament und der Rat der Euro-
       päischen Union haben mit ihren Beschlüssen ,,Bil-                  päischen Union haben mit ihren Beschlüssen ,,Bil-
       dung‘‘ und ,,Jugend‘‘ gemeinschaftliche Aktions-                   dung‘‘ und ,,Jugend‘‘ gemeinschaftliche Aktions-
       programme in den Bereichen Bildung bzw. Jugend                     programme in den Bereichen Bildung bzw. Jugend
       eingerichtet, die in Verbindung mit dem Programm                   eingerichtet, die in Verbindung mit dem Programm
       Leonardo da Vinci zur Umsetzung der Politik der                    Leonardo da Vinci zur Förderung eines Europas
       Wissensförderung beitragen.                                        des Wissens beitragen.
  (8)ÙZur Erreichung eines zusätzlichen Nutzens der Ge-              (8)ÙZur Erreichung eines zusätzlichen Nutzens der Ge-
       meinschaftsaktion ist es notwendig, Kohärenz und                   meinschaftsaktion ist es notwendig, daß die Kom-
       Komplementarität auf allen Ebenen herzustellen                     mission in Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten
       zwischen den Maßnahmen dieses Beschlusses und                      Kohärenz und Komplementarität auf allen Ebenen
       den Aktivitäten der Gemeinschaft, insbesondere in                  sicherstellt zwischen den Maßnahmen dieses Be-
       den Bereichen KulturØ(Ð), audiovisuelle Medien,                    schlusses und den Aktivitäten der Gemeinschaft,
                                                                          insbesondere in den Bereichen KulturØ(Ð), For-
(Î)ÙWeißbuch der Kommission zur Bildung und Berufsbildung          (Î)ÙWeißbuch der Kommission zur allgemeinen und beruflichen
    ,,Lehren und Lernen. Auf dem Weg zur kognitiven Gesell-            Bildung ,,Lehren und Lernen — Auf dem Weg zur kogniti-
    schaft‘‘, Luxemburg, Amt für amtliche Veröffentlichung der         ven Gesellschaft‘‘, Luxemburg, Amt für amtliche Veröffentli-
    Europäischen Gemeinschaften, 1996.                                 chungen der Europäischen Gemeinschaften, 1996.
(Ï)ÙGrünbuch der Kommission ,,Allgemeine und berufliche Bil-       (Ï)ÙGrünbuch der Kommission ,,Allgemeine und berufliche Bil-
    dung, Forschung: Hindernisse für die grenzüberschreitende          dung, Forschung: Hindernisse für die grenzüberschreitende
    Mobilität‘‘, KOM(96) 462 endg. vom 2.10.1996.                      Mobilität‘‘, KOM(96) 462 endg. vom 2.10.1996.
(Ð)ÙVorschlag für eine Beschluß des Europäischen Parlaments        (Ð)ÙVorschlag für einen Beschluß des Europäischen Parlaments
    und des Rates über ein einheitliches Finanzierungs- und Pla-       und des Rates über ein einheitliches Finanzierungs- und Pla-
    nungsinstrument für die Förderung der kulturellen Zusam-           nungsinstrument für die Förderung der kulturellen Zusam-
    menarbeit (Programm Kultur 2000) (ABl. C 211 vom                   menarbeit (Programm Kultur 2000) (ABl. C 211 vom
    7.7.1998, S. 18).                                                  7.7.1998, S. 18).
 ---pagebreak--- C 14/12              DE                  Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                  19.1.1999
                                                                   GEÄNDERTER VORSCHLAG NACH STELLUNGNAHME DES
     URSPRÜNGLICHER VORSCHLAG DER KOMMISSION                        EUROPÄISCHEN PARLAMENTS VOM 5. NOVEMBER 1998
      schung und Entwicklung, Vollendung des Binnen-                   audiovisuelle Medien, Vollendung des Binnen-
      markts, Umwelt, Verbraucherschutz, Informations-                 markts, Umwelt, Verbraucherschutz, Informations-
      gesellschaft, KMU, Sozialpolitik, Beschäftigung                  gesellschaft, KMU, Sozialpolitik, Beschäftigung
      und öffentliches Gesundheitswesen.                               und öffentliches Gesundheitswesen.
                                                                   (8a)ÙIn Anbetracht ihrer Rolle bei der Erhaltung und
                                                                         Schaffung von Arbeitsplätzen und der Weiterent-
                                                                         wicklung der Lehrlingsausbildung sind KMU und
                                                                         Handwerk stärker an der Durchführung des Pro-
                                                                         gramms zu beteiligen.
  (9)ÙDie Kommissionsvorschläge zur Reform der Struk-              (9)ÙDie Kommissionsvorschläge zur Reform der Struk-
      turfondsØ(Î), insbesondere des Europäischen Sozial-              turfondsØ(Î), insbesondere des Europäischen Sozial-
      fonds sowie die damit verbundenen Gemeinschafts-                 fonds sowie die damit verbundenen Gemeinschafts-
      initiativen, haben zum Ziel, die Anpassung und                   initiativen, haben zum Ziel, die Beschäftigungsfä-
      Modernisierung der Bildungs-, Berufsbildungs- und                higkeit zu verbessern und qualifizierte, gut ausge-
      Beschäftigungssysteme sowie der Politik in diesen                bildete und anpassungsfähige Arbeitskräfte zu för-
      Bereichen zu fördern.                                            dern.
(10)ÙDie Kommission ist bestrebt, in Zusammenarbeit              (10)ÙDie Kommission ist bestrebt, in Zusammenarbeit
      mit den Mitgliedstaaten die Kohärenz zwischen den                mit den Mitgliedstaaten die Kohärenz und Komple-
      Maßnahmen dieses Programms und den strukturel-                   mentarität zwischen den Maßnahmen dieses Pro-
      len Gemeinschaftsmaßnahmen sicherzustellen. Die                  gramms und den strukturellen Gemeinschaftsmaß-
      Kommission ist bemüht, in Partnerschaft mit den                  nahmen sicherzustellen, insbesondere dadurch, daß
      Sozialpartnern die Koordinierung zwischen diesem                 mit Hilfe der EU-Strukturfonds Transfer und Ver-
      Programm und den Aktivitäten des sozialen Dia-                   breitung von innovativen Ansätzen und Methoden,
      logs der Gemeinschaft weiterzuentwickeln.                        die im Rahmen des Programms entwickelt werden,
                                                                       in größerem Umfang erfolgen kann. Die Kommis-
                                                                       sion ist bemüht, in Partnerschaft mit Sozialpartnern
                                                                       die Koordinierung zwischen diesem Programm und
                                                                       den Aktivitäten des sozialen Dialogs der Gemein-
                                                                       schaft weiterzuentwickeln.
(11)ÙDieses Programm sollte für die Teilnahme der asso-          Unverändert
      ziierten Länder Mittel- und Osteuropas gemäß den
      Bedingungen in den relevanten Abkommen, insbe-
      sondere den Assoziierungsabkommen und deren
      Zusatzprotokollen, für die Teilnahme Zyperns ge-
      mäß den für die Länder der Europäischen Freihan-
      delszone, die am Europäischen Wirtschaftsraum
      teilnehmen, geltenden Verfahren sowie für die Teil-
      nahme der Türkei und Maltas gemäß Verfahren,
      die mit diesen Ländern noch vereinbart werden, of-
      fen stehen.
(Î)ÙVorschlag für eine Verordnung des Rates zur Reform der       (Î)ÙVorschlag für eine Verordnung des Rates zur Reform der
    Strukturfonds (ABl. C 176 vom 9.6.1998, S. 1).                   Strukturfonds (ABl. C 176 vom 9.6.1998, S. 1).
 ---pagebreak--- 19.1.1999           DE                 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                C 14/13
                                                                GEÄNDERTER VORSCHLAG NACH STELLUNGNAHME DES
     URSPRÜNGLICHER VORSCHLAG DER KOMMISSION                     EUROPÄISCHEN PARLAMENTS VOM 5. NOVEMBER 1998
(12)ÙDie Kommission sollte in Zusammenarbeit mit den           (12)ÙDie Kommission sollte in Zusammenarbeit mit den
      Mitgliedstaaten dafür sorgen, daß dieses Programm             Mitgliedstaaten dafür sorgen, daß dieses Programm
      kontinuierlich begleitet und evaluiert wird, damit            kontinuierlich begleitet und evaluiert wird, damit
      insbesondere bei den Prioritäten für die Umsetzung            insbesondere bei den Prioritäten für die Umsetzung
      der Maßnahmen Anpassungen vorgenommen wer-                    der Maßnahmen Anpassungen vorgenommen wer-
      den können.                                                   den können. Die Evaluierung sollte eine externe
                                                                    Evaluierung durch unabhängige Organisationen be-
                                                                    inhalten.
                                                               (12a)ÙInvestitionen in die Berufsbildung sind im Rahmen
                                                                     der Europäischen Beschäftigungsstrategie als we-
                                                                     sentlicher Beitrag zur globalen Wettbewerbsfähig-
                                                                     keit und zum sozialen Zusammenhalt der Gemein-
                                                                     schaft erkannt worden, da sie hochqualifizierte
                                                                     Arbeitskräfte und Beschäftigungsmöglichkeiten für
                                                                     alle schaffen.
                                                               (12b) Die politische Schwerpunktsetzung auf die Berufs-
                                                                     bildung sollte zu einer erheblichen Aufstockung
                                                                     der vorgesehenen Programmittel führen.
(13)ÙGemäß dem in Artikel 3b EG-Vertrag niedergeleg-           (13)ÙGemäß dem in Artikel 3b EG-Vertrag niedergeleg-
      ten Subsidiaritäts- und Verhältnismäßigkeitsprinzip           ten Subsidiaritäts- und Verhältnismäßigkeitsprinzip
      können die Ziele der Durchführung einer Berufsbil-            können die Ziele der Durchführung einer Berufsbil-
      dungspolitik auf Ebene der Gemeinschaft wegen                 dungspolitik auf Ebene der Gemeinschaft wegen
      der Komplexität von Berufsbildungspartnerschaften             der Komplexität von Berufsbildungspartnerschaften
      von den Mitgliedstaaten nicht ausreichend erreicht            von den Mitgliedstaaten nicht ausreichend erreicht
      werden. Aufgrund der transnationalen Dimension                werden. Aufgrund der transnationalen Dimension
      der Gemeinschaftsaktionen und -maßnahmen kön-                 der Gemeinschaftsaktionen und -maßnahmen kön-
      nen die Ziele besser auf Gemeinschaftsebene ver-              nen die Ziele besser auf Gemeinschaftsebene ver-
      wirklicht werden. Dieser Beschluß beschränkt sich             wirklicht werden. Dieser Beschluß beschränkt sich
      auf das zur Erreichung dieser Ziele notwendige                auf das zur Erreichung dieser Ziele notwendige
      Mindestmaß und geht nicht über das dafür Erfor-               Mindestmaß und geht nicht über das dafür Erfor-
      derliche hinaus —                                             derliche hinaus. Es obliegt den Mitgliedstaaten, die
                                                                    Maßnahmen für die Zielgruppen des Programms
                                                                    auszubauen und zu verstärken, um die Aktion der
                                                                    Europäischen Gemeinschaft wirksamer zu gestalten.
BESCHLIESST:
                          Artikel 1
                Einrichtung des Programms
(1)ÚÙMit diesem Beschluß wird die zweite Phase des             Unverändert
Aktionsprogramms Leonardo da Vinci, nachstehend
,,das Programm‘‘ genannt, für die Durchführung einer
Berufsbildungspolitik der Gemeinschaft festgelegt.
 ---pagebreak--- C 14/14            DE                 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                              19.1.1999
                                                                GEÄNDERTER VORSCHLAG NACH STELLUNGNAHME DES
     URSPRÜNGLICHER VORSCHLAG DER KOMMISSION                     EUROPÄISCHEN PARLAMENTS VOM 5. NOVEMBER 1998
(2)ÚÙDas Programm beginnt am 1. Januar 2000 und en-           Unverändert
det am 31. Dezember 2004.
(3)ÚÙDas Programm leistet durch Schaffung eines euro-         (3)ÚÙDas Programm trägt durch die Schaffung eines
päischen Bildungsraums, in dem lebenslange Bildung und        europäischen Bildungsraums zur Entwicklung eines Eu-
Berufsbildung gefördert werden, einen Beitrag zur Poli-       ropas des Wissens bei, indem es die Zusammenarbeit im
tik der Wissensförderung in der Gemeinschaft. Das Pro-        Bereich lebenslanger Bildung und Berufsbildung fördert.
gramm ermöglicht die Entwicklung von Wissen und               Das Programm ermöglicht die Entwicklung von Wissen
Kompetenzen, die den umfassend informierten, mündi-           und Kompetenzen zur Verbesserung der Beschäftigungs-
gen Staatsbürger ausmachen.                                   fähigkeit und zur aktiven Ausübung der Bürgerrechte.
(4)ÚÙDas Programm unterstützt und ergänzt Maßnah-             Unverändert
men, die in und von den Mitgliedstaaten durchgeführt
werden, unter strikter Beachtung der Verantwortung der
Mitgliedstaaten für Inhalt und Gestaltung der Berufsbil-
dung und unter Achtung ihrer kulturellen und sprach-
lichen Vielfalt.
                        Artikel 2
                     Programmziele
(1)ÚÙDas Programm hat folgende vorrangigen Ziele in           (1)ÚÙInnerhalb des politischen Rahmens gemäß Artikel
Ergänzung und zur Unterstützung von Politikbereichen          1 verfolgt dieses Programm die Ziele: Qualitätsverbesse-
und Maßnahmen, die von und in den Mitgliedstaaten             rung, Innovationsförderung und Stärkung der europäi-
verfolgt werden:                                              schen Dimension in den nationalen Berufsbildungssyste-
                                                              men und der einzelstaatlichen Praxis. Die Hauptziele
                                                              lauten:
a)ÙVerbesserung der sozialen und beruflichen Eingliede-       a)ÙVerbesserung der sozialen und beruflichen Eingliede-
    rung Jugendlicher, insbesondere durch alternierende           rung Jugendlicher und von Personen in Erstausbil-
    Ausbildung bzw. Lehrausbildung;                               dung durch Erwerb von und Zugang zu Kompeten-
                                                                  zen, die mit Hilfe alternierender Ausbildung bzw.
                                                                  Lehrausbildung Beschäftigungsfähigkeit verbessern.
                                                                  In diesem Kontext werden innovative Konzepte bei
                                                                  Beratung, Anleitung und Teamarbeit mit den Zielen
                                                                  Erwerb sozialer Kompetenz und bessere soziale und
                                                                  berufliche Eingliederung gefördert.
b) Ausbau und Weiterentwicklung des lebenslangen Zu-          b) Ausbau und Weiterentwicklung des lebenslangen Zu-
    gangs zu qualitativ hochwertiger Weiterbildung und            gangs zu qualitativ hochwertiger Weiterbildung und
    zu Kompetenzen, insbesondere in Begleitung techno-            zum Erwerb von Qualifikationen und Kompetenzen,
    logischer und organisatorischer Innovationen und zur          um die Anpassungsfähigkeit von Arbeitskräften und
    Stärkung von Investitionen in Berufsbildung. Gleich-          Unternehmen zu verbessern, mit dem Ziel der Förde-
    zeitig soll das Gleichgewicht zwischen Mann und               rung technologischer und (arbeits-)organisatorischer
    Frau über Berufe und Wirtschaftssektoren hinweg               Entwicklungen.
    verbessert werden;
 ---pagebreak--- 19.1.1999            DE                Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                C 14/15
                                                                 GEÄNDERTER VORSCHLAG NACH STELLUNGNAHME DES
      URSPRÜNGLICHER VORSCHLAG DER KOMMISSION                     EUROPÄISCHEN PARLAMENTS VOM 5. NOVEMBER 1998
c) Unterstützung für Berufsbildungssysteme zur Verste-         c) Förderung des Unternehmergeistes, insbesondere mit
    tigung des Prozesses der beruflichen Wiedereingliede-          Blick auf neue Beschäftigungsmöglichkeiten, durch
    rung und zur besseren Eingliederung in den Arbeits-            Verbesserung des Austauschs und Zusammenwirkens
    markt für Zielgruppen, die wegen mangelnder oder               von Bildungseinrichtungen (einschließlich Universitä-
    überholter Kompetenzen benachteiligt sind.                     ten) untereinander sowie zwischen ihnen und Unter-
                                                                   nehmen, insbesondere KMU.
                                                                   Vorrangig sind Maßnahmen zur Erkennung und Ent-
                                                                   wicklung von Systemen und Produkten, die den Zu-
                                                                   gang zu Berufsbildung für ausgrenzungsgefährdete
                                                                   Gruppen und Personen in schwierigen Lebensumstän-
                                                                   den verbessern.
(2)ÚÙBei der Umsetzung der Ziele tragen die Kommis-            (2)ÚÙBei der Umsetzung der Ziele tragen die Kommis-
sion und die Mitgliedstaaten dafür Sorge, daß die Aktio-       sion und die Mitgliedstaaten dafür Sorge, daß die Aktio-
nen des Programms auf die anderen Aktionen und Poli-           nen des Programms auf andere Aktionen und Politikfel-
tikfelder der Gemeinschaft, vor allem Beschäftigung, Be-       der der Gemeinschaft, vor allem Beschäftigung, Beseiti-
seitigung von Ungleichbehandlungen, Chancengleichheit          gung jeglicher Diskriminierung und sozialer Ungleichbe-
von Frauen und Männern sowie Soziales, abgestimmt              handlung, Chancengleichheit von Frauen und Männern
werden.                                                        (insbesondere durch Einbeziehung dieser Thematik in
                                                               alle Initiativen in Form ,,positiver Maßnahmen‘‘) sowie
                                                               Soziales, abgestimmt werden.
                          Artikel 3
               Maßnahmen der Gemeinschaft
Die Ziele des Programms werden durch folgende Ge-              Die Ziele des Programms gemäß Artikel 2 werden auf
meinschaftsmaßnahmen umgesetzt, deren Inhalt und               Grundlage folgender Gemeinschaftsmaßnahmen umge-
Durchführung in Anhang A beschrieben werden. Die               setzt, deren Inhalt und Durchführung im Anhang dieses
Ziele können durch eine Kombination mehrerer dieser            Beschlusses beschrieben werden:
Maßnahmen verfolgt werden:
a)ÙFörderung der Mobilität von Personen, die eine Be-          a)ÙFörderung der Mobilität von Personen in Erstausbil-
    rufsausbildung absolvieren;                                    dung oder Weiterbildung, von Ausbildern und Perso-
                                                                   nal- und Ausbildungsverantwortlichen, mit dem Ziel
                                                                   der Schaffung und Weiterentwicklung neuer Mög-
                                                                   lichkeiten der alternierenden Berufsbildung;
b) Förderung der ,,virtuellen Mobilität‘‘ in der Berufsbil-    b) Förderung der Nutzung von und des Zugangs zu In-
    dung, insbesondere durch Erleichterung des Zugangs             formations- und Kommunikationstechnologien in der
    zu multimedialen Lehr- und Lernmitteln;                        Berufsbildung;
c) Förderung der Netzwerkzusammenarbeit in Europa              c) Förderung der Netzwerkzusammenarbeit in Europa
    zum gegenseitigen Austausch von Erfahrungen und                zum gegenseitigen Austausch von Erfahrungen und
    beispielhaften Praktiken;                                      beispielhaften Praktiken;
d) Förderung der Sprachenkompetenz und des Ver-                d) Förderung der Sprachenkompetenz und des Ver-
    ständnisses für andere Kulturen;                               ständnisses für andere Kulturen;
 ---pagebreak--- C 14/16             DE                 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                               19.1.1999
                                                                 GEÄNDERTER VORSCHLAG NACH STELLUNGNAHME DES
    URSPRÜNGLICHER VORSCHLAG DER KOMMISSION                       EUROPÄISCHEN PARLAMENTS VOM 5. NOVEMBER 1998
e) Förderung innovativer Pilotprojekte auf Basis trans-        e) Förderung innovativer Pilotprojekte auf Basis trans-
   nationaler Partnerschaften mit den Zielen Innovation            nationaler Partnerschaften mit den Zielen Innovation
   und Qualitätssteigerung in der Berufsbildung, um Bil-           und Qualitätssteigerung in der Berufsbildung, um Bil-
   dungsprodukte und Instrumente zur Anerkennung                   dungsprodukte und Instrumente zur Anerkennung
   von Kompetenzen zu entwickeln bzw. um neue An-                  von Kompetenzen zu entwickeln bzw. um neue An-
   sätze jeder Art zu erproben;                                    sätze jeder Art zu erproben; Förderung und Ausbau
                                                                   der wissenschaftlichen Begleitforschung für Innovati-
                                                                   onsprojekte;
f) Verbesserung der gemeinschaftlichen Vergleichskrite-        f) kontinuierliche Verbesserung der gemeinschaftlichen
   rien durch Förderung der Verbreitung beispielhafter             Vergleichskriterien durch
   Praktiken und durch Beobachtung und Transfer von
   Innovationen.                                                   —ÙBeobachtung und Analyse einzelstaatlicher Maß-
                                                                       nahmen in der Berufsbildung,
                                                                   —ÙBeobachtung und Verbreitung beispielhafter Prak-
                                                                       tiken und von Innovationen,
                                                                   —Ùbreitangelegten Informationsaustausch,
                                                                   —ÙSammlung, Analyse, Bewertung und Verbreitung
                                                                       vergleichbarer statistischer Gemeinschaftsdaten
                                                                       zur Berufsbildung.
                                                                   Vorrangig sind Projekte mit Bezug zu zwei oder
                                                                   mehreren Maßnahmen. Grundsätzlich sollten alle
                                                                   Projekte mit Bezug zu den Maßnahmen a), b), c) und
                                                                   e) als Teil von Vorbereitung und Follow-up auch
                                                                   Maßnahmen unter d) mit einschließen.
                         Artikel 4
                 Teilnahme am Programm
Gemäß den Definitionen und Durchführungsbestimmun-             Unverändert
gen in den Anhängen sind alle öffentlichen und/oder
privaten Einrichtungen und Institutionen teilnahmebe-
rechtigt, die sich an Berufsbildungsaktionen gemäß An-
hang A beteiligen. Insbesondere sind dies:
a)ÙEinrichtungen, Zentren und Institutionen der Berufs-
   bildung auf allen Ebenen, einschließlich Universitäten
   und Hochschulen;
b) Forschungszentren und -institutionen;
c) Unternehmen und Unternehmensgruppen, insbeson-              c) Unternehmen und Unternehmensgruppen, insbeson-
   dere KMU sowie private und öffentliche Einrichtun-              dere KMU, das Handwerk sowie private und öffentli-
   gen, einschließlich der in der Berufsbildung tätigen;           che Einrichtungen, einschließlich Berufsbildungsein-
                                                                   richtungen;
 ---pagebreak--- 19.1.1999           DE                Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                               C 14/17
                                                               GEÄNDERTER VORSCHLAG NACH STELLUNGNAHME DES
     URSPRÜNGLICHER VORSCHLAG DER KOMMISSION                     EUROPÄISCHEN PARLAMENTS VOM 5. NOVEMBER 1998
d) Berufsverbände, einschließlich Kammern und sonsti-         Unverändert
    ger zuständiger Stellen;
e) Organisationen der Sozialpartner auf allen Ebenen;         e) Sozialpartner und deren Organisationen auf allen
                                                                  Ebenen;
f) Gebietskörperschaften;                                     Unverändert
g) Vereine und sonstige Vereinigungen.                        g) Vereine und sonstige Vereinigungen, einschließlich
                                                                  NRO.
                          Artikel 5
Programmdurchführung und Zusammenarbeit mit den
                      Mitgliedstaaten
(1)ÚÙDie Kommission gewährleistet die Durchführung            Unverändert
der Gemeinschaftsmaßnahmen dieses Programms gemäß
den Anhängen.
(2)ÚÙDie Kommission ergreift in Zusammenarbeit mit
den Mitgliedstaaten gemäß Punkt 8 des Anhangs A
Maßnahmen zur Nutzung der Ergebnisse der in der er-
sten Phase von Leonardo da Vinci durchgeführten Maß-
nahmen und der Gemeinschaftsinitiativen in der Berufs-
bildung.
(3)ÚÙDie Mitgliedstaaten ergreifen die zur Erreichung         (3)ÚÙDie Mitgliedstaaten ergreifen die zur Erreichung
der Ziele dieses Programms geeigneten Maßnahmen zur           der Ziele dieses Programms geeigneten Maßnahmen zur
Koordinierung, Durchführung und Begleitung auf ein-           Koordinierung, Durchführung und Begleitung in Form
zelstaatlicher Ebene. Sie beziehen alle an der Berufsbil-     von Kontrolle und Evaluierung auf einzelstaatlicher
dung Beteiligten gemäß nationaler Gepflogenheiten ein.        Ebene. Sie beziehen alle an der Berufsbildung Beteiligten
                                                              ein und ergreifen die erforderlichen Maßnahmen, um
                                                              potentielle Synergien mit anderen Gemeinschaftspro-
                                                              grammen umfassend zu nutzen.
Zu diesem Zweck errichten sie eine integrierte Verwal-        Zu diesem Zweck errichten sie eine integrierte Verwal-
tungsstelle zur Durchführung der Programmaßnahmen             tungsstelle zur Durchführung der Programmaßnahmen.
und sorgen für entsprechende Information und Öffent-          Ferner gewährleisten sie die entsprechende Informations-
lichkeitsarbeit über die kofinanzierten Programmaßnah-        und Öffentlichkeitsarbeit über kofinanzierte Programm-
men.                                                          maßnahmen.
(4)ÚÙJeder Mitgliedstaat ist bestrebt, die zum reibungs-      (4)ÚÙJeder Mitgliedstaat ist bestrebt, die zum reibungs-
losen Ablauf des Programms erforderlichen und zur Be-         losen Ablauf des Programms erforderlichen und zur Be-
seitigung aller Teilnahmehindernisse geeigneten Maß-          seitigung aller Teilnahmehindernisse geeigneten Maß-
nahmen zu ergreifen.                                          nahmen zu ergreifen, insbesondere zugunsten von be-
                                                              nachteiligten Personen.
(5)ÚÙDie Kommission gewährleistet in Zusammenarbeit           Unverändert
mit den Mitgliedstaaten den Übergang von den Aktionen
des vorangehenden Programms in der Berufsbildung
(Leonardo da Vinci) zu den Maßnahmen dieses Pro-
gramms.
 ---pagebreak--- C 14/18             DE                 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                              19.1.1999
                                                                GEÄNDERTER VORSCHLAG NACH STELLUNGNAHME DES
      URSPRÜNGLICHER VORSCHLAG DER KOMMISSION                    EUROPÄISCHEN PARLAMENTS VOM 5. NOVEMBER 1998
                         Artikel 6
                  Gemeinsame Aktionen
Zur Schaffung eines Europas des Wissens können die             Zur Schaffung eines Europas des Wissens und gemäß
Maßnahmen des Programms in Form gemeinsamer Ak-                Artikel 7 dieses Beschlusses können die Programmaßnah-
tionen durchgeführt werden. Dies sind Gemeinschaftsak-         men in Form gemeinsamer Aktionen mit anderen Pro-
tionen in Verbindung mit der Politik der Wissensförde-         grammen und Gemeinschaftsaktionen, insbesondere in
rung, insbesondere mit Gemeinschaftsprogrammen in              den Bereichen Bildung, Jugend, Forschung und neue
den Bereichen Bildung und Jugend.                              Technologien durchgeführt werden.
                         Artikel 7
                         Ausschuß
(1)ÚÙDie Kommission wird von einem Ausschuß unter-             Unverändert
stützt, der aus Vertretern der Mitgliedstaaten besteht
und in dem der Vertreter der Kommission den Vorsitz
führt.
(2)ÚÙDer Vertreter der Kommission unterbreitet dem
Ausschuß einen Entwurf der zu treffenden Maßnahmen
zu folgenden Punkten:
a)ÙDurchführungsbestimmungen zum Programm, gege-
    benenfalls ein jährlicher Arbeitsplan zur Durchfüh-
    rung der Programmaßnahmen;
b) Kriterien zur vorläufigen Aufschlüsselung der Mittel
    pro Mitgliedstaat im Rahmen der dezentralen Maß-
    nahmen;
c) Art und Weise der Programmevaluierung.
(3)ÚÙDer Ausschuß gibt seine Stellungnahme zu dem
Entwurf innerhalb einer Frist ab, die der Vorsitzende
entsprechend der Dringlichkeit der betreffenden Frage
festsetzen kann. Die Stellungnahme wird mit einer
Mehrheit gemäß Artikel 148 Absatz 2 EG-Vertrag für
die Annahme der vom Rat auf Vorschlag der Kommis-
sion zu fassenden Beschlüsse abgegeben. Bei der Abstim-
mung im Ausschuß werden die Stimmen der Vertreter
der Mitgliedstaaten gemäß dem vorgenannten Artikel ge-
wogen. Der Vorsitzende nimmt an der Abstimmung
nicht teil.
(4)ÚÙDie Kommission erläßt Maßnahmen, die unmittel-
bar gelten. Stimmen sie jedoch mit der Stellungnahme
des Ausschusses nicht überein, so werden diese Maßnah-
men unverzüglich von der Kommission dem Rat mitge-
teilt.
 ---pagebreak--- 19.1.1999           DE                 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                       C 14/19
                                                                GEÄNDERTER VORSCHLAG NACH STELLUNGNAHME DES
      URSPRÜNGLICHER VORSCHLAG DER KOMMISSION                    EUROPÄISCHEN PARLAMENTS VOM 5. NOVEMBER 1998
In diesem Fall
—Ùkann die Kommission die Durchführung der von ihr
     beschlossenen Maßnahmen um höchstens einen Mo-
     nat ab dem Datum dieser Mitteilung verschieben,
—Ùkann der Rat innerhalb des im ersten Gedankenstrich
     genannten Zeitraums mit qualifizierter Mehrheit ei-
     nen anderslautenden Beschluß fassen.
(5)ÚÙDie Kommission kann den Ausschluß zu allen
übrigen Fragen der Durchführung dieses Programms an-
hören.
In diesem Fall unterbreitet der Vertreter der Kommission
dem Ausschuß einen Entwurf der zu treffenden Maß-
nahmen. Der Ausschuß gibt — gegebenenfalls nach Ab-
stimmung — seine Stellungnahme zu diesem Plan inner-
halb einer Frist ab, die der Vorsitzende je nach Dring-
lichkeit der betreffenden Frage festsetzen kann.
Die Stellungnahme wird ins Protokoll aufgenommen;
darüber hinaus hat jeder Mitgliedstaat das Recht zu ver-
langen, daß sein Standpunkt im Protokoll festgehalten
wird.
Die Kommission berücksichtigt, soweit möglich, die Stel-
lungnahme des Ausschusses. Sie unterrichtet den Aus-
schuß darüber, inwieweit sie seine Stellungnahme be-
rücksichtigt hat.
                         Artikel 8
                       Sozialpartner
Unbeschadet des Durchführungsverfahrens gemäß Arti-            Unverändert
kel 7 Absätze 3 und 4 kann die Kommission den Aus-
schuß zu allen Fragen in bezug auf die Anwendung die-
ses Beschlusses anhören.
Bei einer solchen Anhörung nehmen Vertreter der Sozi-
alpartner, die von der Kommission auf Grundlage von
Vorschlägen der Sozialpartner auf Gemeinschaftsebene
ernannt werden, in gleicher Anzahl wie die Vertreter der
Mitgliedstaaten an der Ausschußtätigkeit als Beobachter
teil.
Sie können verlangen, daß ihr Standpunkt in die Sit-
zungsprotokolle des Ausschusses aufgenommen wird.
 ---pagebreak--- C 14/20             DE                 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                               19.1.1999
                                                                 GEÄNDERTER VORSCHLAG NACH STELLUNGNAHME DES
     URSPRÜNGLICHER VORSCHLAG DER KOMMISSION                      EUROPÄISCHEN PARLAMENTS VOM 5. NOVEMBER 1998
                         Artikel 9
             Kohärenz und Komplementarität
(1)ÚØØ Die Kommission gewährleistet in Zusammenar-             (1)ÚÙDie Kommission gewährleistet in Zusammenarbeit
beit mit den Mitgliedstaaten die Gesamtkohärenz mit an-        mit den Mitgliedstaaten und unter Wahrung der typi-
deren Gemeinschaftsaktionen und -politiken. Sie ge-            schen Merkmale und der Eigenart jedes Programms die
währleistet die Koordinierung zwischen den Maßnahmen           Gesamtkohärenz und -koordinierung der Maßnahmen
dieses Programms und den übrigen Gemeinschaftsaktio-           dieses Programms mit anderen Aktionen und Politikbe-
nen, insbesondere im Rahmen der Politik der Wissens-           reichen der Gemeinschaft — insbesondere mit jenen, die
förderung.                                                     in den Bereichen Bildung, Berufsbildung, Jugend, For-
                                                               schung und Entwicklung sowie Innovation zu einem Eu-
                                                               ropa des Wissens beitragen.
Die Kommission gewährleistet in Zusammenarbeit mit             Die Kommission gewährleistet in Zusammenarbeit mit
den Mitgliedstaaten die Kohärenz zwischen der Durch-           den Mitgliedstaaten die Kohärenz und Synergie zwi-
führung dieses Programms und den übrigen Gemein-               schen der Durchführung dieses Programms und den
schaftsmaßnahmen für Jugendliche in den Bereichen              übrigen Gemeinschaftsmaßnahmen für Jugendliche in
Kultur, audiovisuelle Medien, Vollendung des Binnen-           den Bereichen Kultur, Forschung und Entwicklung, au-
marktes, Informationsgesellschaft, Umwelt, Verbrau-            diovisuelle Medien, Vollendung des Binnenmarktes, In-
cherschutz, KMU, Sozialpolitik, Beschäftigung und Ge-          formationsgesellschaft,    Umwelt,     Verbraucherschutz,
sundheit.                                                      KMU, Sozialpolitik, Beschäftigung und Gesundheit.
Die Kommission gewährleistet eine effektive Verknüp-           Die Kommission gewährleistet mit Hilfe der Europäi-
fung dieses Programms mit den Programmen und Aktio-            schen Stiftung für Berufsbildung eine effektive Verknüp-
nen in der Berufsbildung, die im Rahmen der Außenbe-           fung dieses Programms mit den Programmen und Aktio-
ziehungen der Gemeinschaft durchgeführt werden.                nen in der Berufsbildung, die im Rahmen der Außenbe-
                                                               ziehungen der Gemeinschaft durchgeführt werden.
(2)ÚÙDie Kommission und die Mitgliedstaaten sorgen             (2)ÚÙDie Kommission und die Mitgliedstaaten sorgen
dafür, daß im Rahmen der koordinierten Beschäftigungs-         dafür, daß im Rahmen der koordinierten Beschäftigungs-
strategie die Maßnahmen des Programms in Überein-              strategie die Maßnahmen des Programms zur Erreichung
stimmung mit den jährlich definierten Zielen der Be-           der Ziele der Europäischen Beschäftigungspolitischen
schäftigungspolitischen Leitlinien und in Abstimmung mit       Leitlinien und zur Ausarbeitung der nationalen Aktions-
anderen Aktionen, die zur Umsetzung der Aktionspläne           pläne beitragen.
beitragen, durchgeführt werden.
(3)ÚÙDie Kommission und die Mitgliedstaaten sorgen             (3)ÚÙDie Kommission und die Mitgliedstaaten sorgen
dafür, daß sichergestellt ist, daß die Maßnahmen dieses        dafür, daß sichergestellt ist, daß die Maßnahmen dieses
Programms kohärent mit Strukturfondsmaßnahmen der              Programms kohärent mit Strukturfondsmaßnahmen der
Gemeinschaft sind und diese ergänzen.                          Gemeinschaft sind und diese ergänzen. Insbesondere sor-
                                                               gen sie mit Hilfe der Strukturfonds der Gemeinschaft für
                                                               einen besseren Transfer und eine größere Verbreitung
                                                               von innovativen Konzepten und Methoden, die im Rah-
                                                               men dieses Programms entwickelt werden.
(4)ÚÙDie Kommission ist bestrebt, bei der Durchfüh-            Unverändert
rung des Programms in enger Zusammenarbeit mit den
auf Gemeinschaftsebene vertretenen Sozialpartnern den
sozialen Dialog auf Gemeinschaftsebene weiterzuentwik-
keln, insbesondere durch Unterstützungsmaßnahmen auf
allen Ebenen, einschließlich der sektoralen, sowie durch
die Verbreitung der Ergebnisse.
 ---pagebreak--- 19.1.1999           DE               Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                              C 14/21
                                                              GEÄNDERTER VORSCHLAG NACH STELLUNGNAHME DES
     URSPRÜNGLICHER VORSCHLAG DER KOMMISSION                    EUROPÄISCHEN PARLAMENTS VOM 5. NOVEMBER 1998
(5)ÚÙDie Kommission versichert sich bei der Durchfüh-
rung des Programms der Mitwirkung des Europäischen
Zentrums für die Förderung der Berufsbildung (Cede-
fop) gemäß Verordnung (EWG) Nr. 337/75 des Ra-
tesØ(Î). Zu denselben Bedingungen und in den dafür ge-
eigneten Bereichen wird unter der Leitung der Kommis-
sion eine Koordinierung mit der Europäischen Stiftung
für Berufsbildung gemäß den Bedingungen der Verord-
nung (EWG) Nr. 1360/90 des RatesØ(Ï) durchgeführt.
(6)ÚÙDie Kommission informiert den Beratenden Aus-
schuß für Berufsbildung regelmäßig über den Ablauf des
Programms.
                         Artikel 10
Teilnahme der assoziierten Mittel- und Osteuropäischen       Teilnahme der assoziierten mittel- und osteuropäischen
          Länder Zyperns, der Türkei und Maltas              Länder, der EFTA-Mitglieder des EWR, Zyperns, der
                                                                                Türkei und Maltas
(1)ÚÙDieses Programm steht den assoziierten Ländern          (1)ÚÙDieses Programm steht den assoziierten Ländern
Mittel- und Osteuropas (MOEL) gemäß den Europaab-            Mittel- und Osteuropas (MOEL) gemäß den Europaab-
kommen oder den bereits abgeschlossenen oder noch ab-        kommen oder den bereits abgeschlossenen oder noch ab-
zuschließenden Zusatzprotokollen über die Teilnahme          zuschließenden Zusatzprotokollen über die Teilnahme
dieser Länder an den Gemeinschaftsprogrammen offen.          dieser Länder an den Gemeinschaftsprogrammen offen.
Zypern kann sich an diesem Programm beteiligen; diese        Am Programm teilnehmen können auch die Länder der
Teilnahme wird aus zusätzlichen Mitteln entsprechend         Europäischen Freihandelszone (EFTA), die Mitglieder
den Bestimmungen finanziert, die auch für die Länder         des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) sind. Zypern
der Europäischen Freihandelszone (EFTA) gelten, die          kann an diesem Programm teilnehmen. Diese Teilnahme
Mitglieder des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR)           wird aus zusätzlichen Mitteln entsprechend den Bestim-
sind. Das Programm steht ebenfalls für eine Teilnahme        mungen finanziert. Das Programm steht ebenfalls für
der Türkei entsprechend der mit diesem Land zu verein-       eine Teilnahme der Türkei entsprechend der mit diesem
barenden Teilnahmeverfahren offen.                           Land zu vereinbarenden Teilnahmeverfahren offen.
(2)ÚÙDas Programm steht zudem für eine Teilnahme             (2)ÚÙDas Programm steht zudem für eine Teilnahme
Maltas offen, entsprechend Verfahren, die mit diesem         Maltas offen, entsprechend Verfahren, die mit diesem
Land vereinbart werden.                                      Land vereinbart werden.
                         Artikel 11
              Internationale Zusammenarbeit
Die Kommission wird die Zusammenarbeit mit Drittlän-         Im Rahmen des Programms wird die Kommission die
dern und zuständigen internationalen Organisationen          Zusammenarbeit mit Drittländern und zuständigen inter-
verstärken.                                                  nationalen Organisationen verstärken. Die Aktivitäten in
                                                             Zusammenhang mit diesem Artikel sowie deren Finan-
                                                             zierung werden gemäß Artikel 7 dieses Beschlusses fest-
                                                             gelegt.
(Î)ÙABl. L 39 vom 13.2.1975, S. 1.
(Ï)ÙABl. L 131 vom 23.5.1990, S. 1.
 ---pagebreak--- C 14/22             DE               Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                               19.1.1999
                                                              GEÄNDERTER VORSCHLAG NACH STELLUNGNAHME DES
     URSPRÜNGLICHER VORSCHLAG DER KOMMISSION                    EUROPÄISCHEN PARLAMENTS VOM 5. NOVEMBER 1998
                         Artikel 12
                Begleitung und Bewertung
(1)ÚÙDie Kommission überwacht in Zusammenarbeit              (1)ÚÙDie Kommission überwacht in Zusammenarbeit
mit den Mitgliedstaaten laufend die Durchführung dieses      mit den Mitgliedstaaten laufend die Durchführung dieses
Programms.                                                   Programms.
Diese Überwachung erfolgt durch Berichte und beson-          Diese Überwachung erfolgt durch Berichte und beson-
dere Maßnahmen gemäß Absatz 3.                               dere Maßnahmen gemäß Absatz 3.
(2)ÚÙDas Programm unterliegt regelmäßiger Evaluie-           (2)ÚÙDas Programm unterliegt regelmäßiger Evaluie-
rung, die von der Kommission in Zusammenarbeit mit           rung, die von der Kommission in Zusammenarbeit mit
den Mitgliedstaaten durchgeführt wird. Ziel ist die Beur-    den Mitgliedstaaten durchgeführt wird. Ziel ist die Beur-
teilung der Effektivität der Maßnahmen in bezug auf die      teilung von Leistungsfähigkeit, Effektivität und Auswir-
Ziele gemäß Artikel 2.                                       kungen der Maßnahmen in bezug auf die Ziele gemäß
                                                             Artikel 2.
Diese Evaluierung erstreckt sich auch auf die Komple-        Diese Evaluierung erstreckt sich auch auf die Komple-
mentarität der Aktionen im Rahmen dieses Programms           mentarität der Aktionen im Rahmen dieses Programms
mit den Aktionen im Rahmen anderer Gemeinschafts-            mit den Aktionen im Rahmen anderer Gemeinschafts-
programme, insbesondere Aktionen, die vom Europäi-           programme, insbesondere Aktionen, die vom Europäi-
schen Sozialfonds unterstützt werden.                        schen Sozialfonds unterstützt werden.
Die Ergebnisse der Gemeinschaftsmaßnahmen unterlie-          Die Ergebnisse der Gemeinschaftsmaßnahmen unterlie-
gen regelmäßigen, externen Evaluierungen anhand von          gen regelmäßigen, externen Evaluierungen anhand von
Kriterien, die nach dem Verfahren gemäß Artikel 7 Ab-        Kriterien, die nach dem Verfahren gemäß Artikel 7 Ab-
satz 2 aufgestellt werden.                                   satz 2 aufgestellt werden.
(3)ÚÙDie Mitgliedstaaten übermitteln der Kommission          (3)ÚÙDie Mitgliedstaaten übermitteln der Kommission
bis 31. Dezember 2002 und bis 30. Juni 2005 Berichte         bis 31. Dezember 2002 und bis 30. Juni 2005 unter Be-
über die Durchführung und die Auswirkungen dieses            rücksichtigung der Ziele gemäß Artikel 2 Berichte über
Programms sowie über die bestehenden Berufsbildungs-         Durchführung, Auswirkungen und Leistungsfähigkeit
systeme und -instrumente in den Mitgliedstaaten.             dieses Programms sowie über die bestehenden Berufsbil-
                                                             dungssysteme und -instrumente in den Mitgliedstaaten.
                                                             Dabei wird besonders eingegangen auf Maßnahmen zur
                                                             Bekämpfung aller Formen von Diskriminierung und zur
                                                             Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Män-
                                                             nern sowie auf ihre Auswirkungen auf die Teilnahme am
                                                             Programm.
(4)ÚÙDie Kommission unterbreitet dem Europäischen            (4)ÚÙDie Kommission unterbreitet dem Europäischen
Parlament, dem Rat und dem Wirtschafts- und Sozial-          Parlament, dem Rat und dem Wirtschafts- und Sozial-
ausschuß                                                     ausschuß
—Ùbis 30. Juni 2003 einen Zwischenbericht über die           —Ùbis 30. Juni 2003 einen Zwischenbericht über die qua-
     Durchführung des Programms;                                  litativen und quantitativen Aspekte der Durchführung
                                                                  des Programms;
—Ùbis 31. Dezember 2005 einen Schlußbericht über die         —Ùbis 31. Dezember 2005 einen Schlußbericht über die
     Durchführung des Programms.                                  Durchführung des Programms.
 ---pagebreak--- 19.1.1999             DE                    Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                       C 14/23
                                                                     GEÄNDERTER VORSCHLAG NACH STELLUNGNAHME DES
     URSPRÜNGLICHER VORSCHLAG DER KOMMISSION                           EUROPÄISCHEN PARLAMENTS VOM 5. NOVEMBER 1998
                            Artikel 13
                          Inkrafttreten
Dieser Beschluß tritt am Tag seiner Veröffentlichung im             Unverändert
Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.
                           ANHANG A
          AKTIONEN UND MASSNAHMEN DER
                       GEMEINSCHAFT
Abschnitt l — Allgemeine Grundsätze
1.ÙDie in Artikel 2 definierten Ziele werden mit Hilfe transna-     Unverändert
   tionaler Partnerschaften umgesetzt, die auf der Grundlage
   der in Artikel 3 definierten Gemeinschaftsmaßnahmen An-
   träge für Aktionen unterbreiten.
2.ÙJeder von einer transnationalen Partnerschaft vorgelegte Pro-    2.ÙJeder von einer transnationalen Partnerschaft eingereichte
   jektantrag bezieht sich auf eines der Programmziele und gibt        Antrag bezieht sich auf eines der Programmziele und gibt die
   an, welche Maßnahme(n) zur Erreichung vorgeschlagen wird            Maßnahme(n) an, die zur Erreichung ihrer Ziele führen
   (werden).                                                           soll(en).
3.ÙEin Aufruf zur Einreichung von Projektanträgen bestimmt          3.ÙDer Aufruf zur Einreichung von Anträgen legt fest: die Prio-
   die Prioritäten hinsichtlich Zielen, Zeitplan, Antragsvoraus-       ritäten für jedes Ziel, den Zeitplan, die Antragsbedingungen
   setzungen und gemeinsamen Zulassungskriterien, insbeson-            und die gemeinsamen Zulassungskriterien, insbesondere in
   dere in bezug auf Transnationalität und Auswahl.                    bezug auf Transnationalität, Prüf- und Auswahlverfahren.
   Dieser Aufruf zur Einreichung von Projektanträgen hat wäh-          Dieser Aufruf zur Einreichung von Anträgen hat für den er-
   rend der ersten Phase des Programms eine Gültigkeit von             sten Programmabschnitt eine Gültigkeit von drei Jahren. Ein
   drei Jahren. Ein zweiter Aufruf zur Einreichung von Projekt-        zweiter Aufruf zur Einreichung von Anträgen wird zur Pro-
   anträgen wird zur Programmhälfte ergehen und sich auf den           grammhälfte ergehen und sich auf den Zwischenbericht ge-
   Zwischenbericht gemäß Artikel 12 Absatz 4 stützen.                  mäß Artikel 12 Absatz 4 stützen.
   Die Kommission veröffentlicht den Aufruf zur Einreichung            Die Kommission veröffentlicht den Aufruf zur Einreichung
   von Projektanträgen nach Anhörung des Programmausschus-             von Anträgen nach Anhörung des Programmausschusses.
   ses.
4.ÙDie Projektanträge nennen deutlich die gesteckten Ziele, die     4.ÙDie Projektanträge nennen deutlich die gesteckten Ziele, die
   erwarteten Ergebnisse, die beteiligten Partner aus anderen          erwarteten Ergebnisse, die Evaluierungsmethoden für die
   Mitgliedstaaten sowie die Art und Intensität der Beteiligung        konkreten Ergebnisse, die beteiligten Partner aus anderen
   dieser Partner, einschließlich ihres finanziellen Beitrags und      Mitgliedstaaten sowie die Art und Intensität der Beteiligung
   eines chronologischen Arbeitsplans.                                 dieser Partner, einschließlich ihres finanziellen Beitrags und
                                                                       eines chronologischen Arbeitsplans.
 ---pagebreak--- C 14/24              DE                   Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                      19.1.1999
                                                                   GEÄNDERTER VORSCHLAG NACH STELLUNGNAHME DES
     URSPRÜNGLICHER VORSCHLAG DER KOMMISSION                         EUROPÄISCHEN PARLAMENTS VOM 5. NOVEMBER 1998
5.ÙDie Anträge können zu jedem beliebigen Zeitpunkt innerhalb     Unverändert
   der Frist für den allgemeinen Aufruf zur Einreichung von
   Anträgen vorgelegt werden. Die Kommission führt minde-
   stens einmal pro Jahr eine Projektauswahl gemäß den unten
   festgelegten Verfahren durch.
                                                                  (5a)ÙNach Artikel 2 Absatz 2 müssen die ausgewählten Projekte
                                                                       den Grundsatz der Chancengleichheit beachten und jede
                                                                       Art von Ausgrenzung ausschließen. Gegebenenfalls können
                                                                       in bestimmten Bereichen ,,positive Maßnahmen‘‘ durchge-
                                                                       führt werden. Die besonderen Bedürfnisse von Behinderten
                                                                       werden bei der Festlegung der Zuschußhöhe berücksich-
                                                                       tigt.
                                                                  (5b) Projekte mit einer besonders ausgeprägten gemeinschaftli-
                                                                       chen Dimension, wie zum Beispiel
                                                                       a)ÙAnträge anerkannter europäischer Organisationen,
                                                                       b)ÙAnträge europäischer Netzwerke zur Nutzung und
                                                                           Verbreitung von Ergebnissen aus transnationalen Pilot-
                                                                           maßnahmen,
                                                                       c)ÙAnträge zur Erprobung von innovativen Themen, wie
                                                                           sie im Aufruf zur Einreichung von Anträgen genannt
                                                                           werden, in europäischer Zusammenarbeit und
                                                                       d)ÙAnträge, die zu Maßnahme 6 in Abschnitt II dieses An-
                                                                           hangs eingereicht werden (gemeinschaftliche Ver-
                                                                           gleichskriterien zur Berufsbildung),
                                                                       werden direkt von der Kommission nach dem Verfahren
                                                                       gemäß Abschnitt III B dieses Anhangs ausgewählt.
Abschnitt II — Maßnahmen
1. PHYSISCHE MOBILITÄT
Förderung transnationaler Programme zur physischen Mobilität
von Personen in Berufsbildung, Ausbildern und Ausbildungsver-
antwortlichen
Die Gemeinschaft unterstützt folgende Maßnahmen:                  Die Gemeinschaft unterstützt folgende Maßnahmen:
a)ÙVorbereitung und Durchführung transnationaler Vermitt-         a)ÙVorbereitung und Durchführung transnationaler Vermitt-
   lungs- und Austauschprogramme für Jugendliche in oder             lungs- und Austauschprogramme für Personen in oder nach
   nach beruflicher Erstausbildung, einschließlich Studierende,      beruflicher Ausbildung, einschließlich Beschäftigter oder Per-
   junge Graduierte, junge Arbeitnehmer oder junge Menschen,         sonen, die gemäß nationalen Vorschriften oder Gepflogen-
   die gemäß nationalen Vorschriften oder Gepflogenheiten            heiten dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, und Pro-
   dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, insbesondere Pro-          gramme im Zusammenhang mit ,,alternierenden europäi-
   gramme im Zusammenhang mit ,,dualen europäischen Be-              schen Berufsbildungswegen einschließlich der Lehrlingsaus-
   rufsbildungswegen einschließlich der Lehrlingsausbildung‘‘        bildung‘‘ im Sinne der Entscheidung 98/.Ø.Ø./EG des Rates
   im Sinne der Entscheidung 98/.Ø.Ø./EG.                            sowie Vorbereitung und Durchführung transnationaler Ver-
                                                                     mittlungs- und Austauschprogramme für oben nicht ge-
                                                                     nannte Zielgruppen in beruflicher Ausbildung, die an einem
                                                                     Programm zur lebenslangen Weiterbildung, beruflichen Um-
                                                                     schulung oder Wiedereingliederung teilnehmen.
 ---pagebreak--- 19.1.1999             DE                    Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                      C 14/25
                                                                      GEÄNDERTER VORSCHLAG NACH STELLUNGNAHME DES
     URSPRÜNGLICHER VORSCHLAG DER KOMMISSION                           EUROPÄISCHEN PARLAMENTS VOM 5. NOVEMBER 1998
   Es kann sich um eine Kurzzeitvermittlung Jugendlicher han-          Es kann sich je nach Zielsetzung eines Antrags um Kurzzeit-
   deln (zwei Wochen bis drei Monate), die im wesentlichen ein         vermittlungen (zwei Wochen bis drei Monate) oder Lang-
   Vertrautmachen mit dem beruflichen und kulturellen Umfeld           zeitvermittlungen (drei bis zwölf Monate) handeln. Langzeit-
   eines anderen Mitgliedstaats zum Ziel hat. Langzeitvermitt-         vermittlungen können auch in zwei oder mehr Abschnitten
   lungen (drei bis zwölf Monate) richten sich insbesondere an         durchgeführt werden. Die während einer solchen Auslands-
   Jugendliche, die bereits eine berufliche Erstausbildung absol-      erfahrung erworbenen Kompetenzen werden von der zustän-
   viert haben oder über Berufserfahrung verfügen. Langzeit-           digen Behörde auf der Grundlage einheitlicher und transpa-
   vermittlungen können auch in zwei oder mehr Abschnitten             renter Grundsätze anerkannt.
   durchgeführt werden.
   Transnationale Vermittlungsprogramme für Jugendliche in             Transnationale Vermittlungsprogramme für Personen in Be-
   Berufsbildung, in denen kleine und mittlere Unternehmen             rufsbildung, in denen kleine und mittlere Unternehmen und
   und Handwerksbetriebe als Gasteinrichtungen beteiligt sind,         Handwerksbetriebe als Gasteinrichtungen beteiligt sind, wer-
   werden entsprechend den unten beschriebenen Bedingungen             den entsprechend den unten beschriebenen Bedingungen be-
   bevorzugt behandelt.                                                vorzugt behandelt.
b) Durchführung transnationaler Austauschprogramme zwi-             b) Durchführung transnationaler Austauschprogramme zwi-
   schen Unternehmen einerseits und Ausbildungseinrichtungen           schen Unternehmen einerseits und Ausbildungseinrichtungen
   oder Universitäten andererseits zugunsten von Verantwortli-         oder Universitäten andererseits zugunsten von Verantwortli-
   chen für Humankapital in Unternehmen, Planern und Orga-             chen für Humankapital in Unternehmen, Planern und Orga-
   nisatoren von Berufsbildungsprogrammen (insbesondere Aus-           nisatoren von Berufsbildungsprogrammen (insbesondere Aus-
   bildern und Betreuern), Berufsberatern und Experten in den          bildern und Betreuern), Berufsberatern und Experten in den
   Bereichen Beratung und wirtschaftliches und soziales Um-            Bereichen Beratung und wirtschaftliches und soziales Um-
   feld. Gemäß Bedingungen, die nach Abgabe der Stellung-              feld. Gemäß Bedingungen, die nach Abgabe der Stellung-
   nahme des Programmausschusses festzulegen sind, kann das            nahme des Programmausschusses festzulegen sind, kann das
   Cedefop im Auftrag der Kommission Studienaufenthalte für            Cedefop im Auftrag der Kommission Studienaufenthalte für
   Berufsbildungsverantwortliche zu Themen durchführen, die            Berufsbildungsverantwortliche zu Themen durchführen, die
   von der Kommission bestimmt werden.                                 von der Kommission bestimmt werden.
   Die Dauer der Vermittlungen, Austausche und Studienauf-             Die Dauer der Vermittlungen, Austausche und Studienauf-
   enthalte für diesen Personenkreis beträgt im allgemeinen eine       enthalte für diesen Personenkreis beträgt im allgemeinen eine
   bis maximal sechs Wochen.                                           bis maximal sechs Wochen.
   Transnationale Vermittlungs- und Austauschprogramme                 Transnationale Vermittlungs- und Austauschprogramme
   können auch eine Laufzeit von mehreren Jahren haben                 können auch eine Laufzeit von mehreren Jahren haben
   (Höchstdauer: drei Jahre).                                          (Höchstdauer: drei Jahre). Sie beinhalten Vorkehrungen für
                                                                       eine uneingeschränkte Teilnahme von Behinderten.
Modellaktionen                                                      Unverändert
Im Rahmen der Maßnahme ,,Physische Mobilität‘‘ werden expe-
rimentelle Modellaktionen zu mehrjährigen, transnationalen Ver-
mittlungsprogrammen gefördert, die innerhalb eines europäi-
schen Netzes zur alternierenden Berufsbildung bzw. Lehrausbil-
dung auf regionaler und/oder sektoraler Ebene durchgeführt
werden.
Finanzieller Beitrag der Gemeinschaft
Der finanzielle Beitrag der Gemeinschaft zu transnationalen         Der finanzielle Beitrag der Gemeinschaft zu transnationalen
Vermittlungs- und Austauschprogrammen, die im Rahmen die-           Vermittlungs- und Austauschprogrammen, die im Rahmen die-
ser Maßnahme durchgeführt werden, beträgt höchstens 5Ø000           ser Maßnahme durchgeführt werden, beträgt höchstens 5Ø000
ECU pro Begünstigten je Vermittlung oder Austausch (der             EUR pro Begünstigten je Vermittlung oder Austausch (der
Höchstförderbetrag entspricht der obengenannten Höchst-             Höchstförderbetrag entspricht der obengenannten Höchst-
dauer).                                                             dauer).
Für diese Maßnahme weist die Kommission jedem Mitgliedstaat         Für diese Maßnahme weist die Kommission jedem Mitgliedstaat
einen jährlichen Globalzuschuß zu, dessen Höhe gemäß dem in         einen jährlichen Globalzuschuß zu, dessen Höhe gemäß dem in
Anhang C beschriebenen Verfahren festgelegt wird.                   Anhang C beschriebenen Verfahren festgelegt wird.
 ---pagebreak--- C 14/26                DE                  Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                     19.1.1999
                                                                     GEÄNDERTER VORSCHLAG NACH STELLUNGNAHME DES
      URSPRÜNGLICHER VORSCHLAG DER KOMMISSION                         EUROPÄISCHEN PARLAMENTS VOM 5. NOVEMBER 1998
Im Rahmen dieser Mittelausstattung werden 10Ø% gemäß den           Im Rahmen dieser Mittelausstattung werden bis zu (10Ø%) re-
mit der zuständigen Verwaltungsstelle übereingekommenen            serviert, um potentielle Projektträger, die über keine oder nur
Verfahren reserviert, um Projektträger bei der Antragstellung zu   sehr geringe Erfahrung mit Gemeinschaftsprogrammen verfü-
unterstützen. Pro Träger dürfen dafür nicht mehr als 500 ECU       gen, bei der Antragstellung zu unterstützen. Pro Träger dürfen
zugewiesen werden.                                                 dafür nicht mehr als 500 EUR zugewiesen werden.
                                                                   Die Verfahren für die Zuweisung dieser Art von Mitteln werden
                                                                   gemäß Artikel 7 Absatz 2 beschlossen.
Gemäß demselben Verfahren und im Rahmen derselben Mittel-          Gemäß demselben Verfahren und im Rahmen derselben Mittel-
ausstattung wird transnationalen Programmen, die in kleinen        ausstattung wird transnationalen Programmen, die in kleinen
und mittleren Unternehmen und in Handwerksbetrieben durch-         und mittleren Unternehmen und in Handwerksbetrieben durch-
geführt werden und mindestens (3 Wochen) dauern, eine Dotie-       geführt werden und mindestens (3 Wochen) dauern, eine Dotie-
rung zugewiesen. Die Höhe dieser Dotierung, die der pädago-        rung zugewiesen. Die Höhe dieser Dotierung, die der pädago-
gischen, kulturellen und sprachlichen Begleitung der Jugendli-     gischen, kulturellen und sprachlichen Begleitung der Personen
chen dient, die an ein Gastunternehmen in einem anderen Mit-       dient, die an ein Gastunternehmen in einem anderen Mitglied-
gliedstaat vermittelt werden, darf 250 ECU pro Vermittlung         staat vermittelt werden, darf 250 EUR pro Vermittlung und
und 25Ø000 ECU pro Unternehmen nicht übersteigen. Dieser           25Ø000 EUR pro Unternehmen nicht übersteigen. Dieser Betrag
Betrag wird dem Betrag hinzugerechnet, der für die Einrichtung     wird dem Betrag hinzugerechnet, der für die Einrichtung zur
zur Verwaltung und Betreuung der transnationalen Vermitt-          Verwaltung und Betreuung der transnationalen Vermittlungs-
lungsprogramme im Herkunftsmitgliedstaat vorgesehen ist.           programme im Herkunftsmitgliedstaat vorgesehen ist.
2.ÙVIRTUELLE MOBILITÄT                                             Unverändert
Förderung von Maßnahmen zur Unterstützung neuer Informati-
ons- und Kommunikationstechnologien (NIKT) mit dem Ziel
der Entwicklung der virtuellen Mobilität
Die Gemeinschaft fördert transnationale Maßnahmen zur Ent-
wicklung des Einsatzes von NIKT in Berufsbildungsmaßnahmen
und -produkten und insbesondere zur Verbesserung des Zu-
gangs von Personen in Berufsbildung zu NIKT-gestützten
neuen Instrumenten, Dienstleistungen und Produkten der Be-
rufsbildung, zur Förderung europäischer Netze für Fernlehre
mittels NIKT (Multimedia-Produkte, Websites, Datentransfer
über Netze usw.) und zur Erprobung neuer Ansätze in der Be-
rufsbildung in Verbindung mit neuen Arbeitsformen (z.ØB. Tele-
arbeit).
Die Höchstdauer dieser Projekte beträgt zwei Jahre.
Modellaktionen                                                     Unverändert
Im Rahmen der Maßnahmen ,,Virtuelle Mobilität‘‘ werden ge-
meinschaftliche Modellaktionen gefördert, die auf experimentel-
len ,,Signalaktionen‘‘ zur Förderung der neuen Informationstech-
nologien beruhen und ganz spezifisch auf die Entwicklung von
europäischen Beratungs-/Betreuungs-/Ausbildungsangeboten im
Bereich ,,unternehmensbezogene Dienstleistungen‘‘ ausgerichtet
sind, insbesondere im Hinblick auf die Errichtung eines europäi-
schen, virtuellen Raumes der Berufsbildung und Arbeitsuche.
Finanzieller Beitrag der Gemeinschaft
Der finanzielle Beitrag der Gemeinschaft zu transnationalen        Der finanzielle Beitrag der Gemeinschaft zu transnationalen
Projekten der virtuellen Mobilität kann bis zu 75Ø% der zu-        Projekten der virtuellen Mobilität kann bis zu 75Ø% der zu-
schußfähigen Kosten betragen (Höchstbetrag: 300Ø000 ECU pro        schußfähigen Kosten betragen (Höchstbetrag: 300Ø000 EUR pro
Jahr und Projekt).                                                 Jahr und Projekt).
 ---pagebreak--- 19.1.1999              DE                  Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                     C 14/27
                                                                     GEÄNDERTER VORSCHLAG NACH STELLUNGNAHME DES
      URSPRÜNGLICHER VORSCHLAG DER KOMMISSION                         EUROPÄISCHEN PARLAMENTS VOM 5. NOVEMBER 1998
Die Eigenmittel der Projektpartner dürfen keinesfalls aus ande-    Die Eigenmittel der Projektpartner dürfen keinesfalls aus ande-
ren Gemeinschaftsfinanzierungen stammen.                           ren Gemeinschaftsfinanzierungen stammen.
3.ÙINNOVATIVE PILOTPROJEKTE
Förderung transnationaler Pilotprojekte in der Berufsbildung zur   Förderung transnationaler Pilotprojekte zur Förderung von
Förderung der Fähigkeit zu Innovation, Wissenstransfer und un-     Innovation und Innovationstransfer in der Berufsbildung
ternehmerischem Handeln und zur Entwicklung von Innovation
und Transfer in der Berufsbildung
Die Gemeinschaft fördert die Planung, Umsetzung, Erprobung         Die Gemeinschaft fördert die Planung, Umsetzung, Erprobung
und Bewertung transnationaler europäischer Pilotprojekte zur       und Bewertung transnationaler europäischer Pilotprojekte zur
Entwicklung und/oder Verbreitung von Innovationen in der Be-       Entwicklung und/oder Verbreitung von Innovationen in der Be-
rufsbildung und zur Entwicklung der Fähigkeit zu Innovation        rufsbildung und zur Entwicklung der Fähigkeit zu Innovation
und Wissensvermittlung. Diese Projekte können zum Ziel ha-         und Wissensvermittlung. Diese Projekte können zum Ziel ha-
ben, die Ergebnisse innovativer Ansätze in der Berufsbildung,      ben, die Ergebnisse innovativer Ansätze in der Berufsbildung,
die in einem Mitgliedstaat entwickelt und anerkannt wurden, in     die in einem Mitgliedstaat entwickelt und anerkannt wurden, in
andere Mitgliedstaaten zu transferieren und dort zu verbreiten.    andere Mitgliedstaaten zu transferieren und dort zu verbreiten.
Sie können auch die Qualitätssteigerung in der Berufsbildung       Sie können auch die Qualitätssteigerung in der Berufsbildung
und in der Berufsberatung im Kontext des lebenslangen Lernens      und in der Berufsberatung im Kontext des lebenslangen Lernens
beinhalten. Sie können auch die Förderung neuer Ausbildungs-       beinhalten. Sie können auch die Förderung neuer Ausbildungs-
methoden im Rahmen neuer Formen der Arbeitsorganisation            methoden betreffen, die sich aus neuen Arbeitsformen und
und der Entwicklung neuer Arbeitsformen, z.ØB. Telearbeit,         neuen Formen der Arbeitsorganisation, z.ØB. Telearbeit, ergeben
beinhalten.                                                        und im Rahmen von Maßnahme 2 erprobt wurden.
Die Laufzeit von Projekten dieser Maßnahme darf zwei Jahre         Die Laufzeit von Projekten dieser Maßnahme darf zwei Jahre
nicht übersteigen.                                                 nicht übersteigen.
Modellaktionen                                                     Unverändert
Im Rahmen der Maßnahme ,,Innovative Pilotprojekte‘‘ werden
experimentelle Modellaktionen mit folgenden Inhalten geför-
dert:
—ÙEinführung neuer Formen der Anerkennung von Kompeten-
    zen auf europäischer Ebene, die eine Verwertung von Berufs-
    erfahrungen ermöglichen,
—ÙWeiterführung des Kampfes gegen Ausgrenzung mittels Bil-
    dungsangeboten der ,,Zweiten Chance‘‘ für bestimmte Ziel-
    gruppen, insbesondere in sozialen Brennpunkten städtischer
    Ballungsräumen, mit dem Ziel der Wiedereingliederung ju-
    gendlicher und erwachsener Arbeitsloser, insbesondere Lang-
    zeitarbeitsloser und Personen ohne Qualifikation.
Finanzieller Beitrag der Gemeinschaft
Der finanzielle Beitrag der Gemeinschaft zu transnationalen Pi-    Der finanzielle Beitrag der Gemeinschaft zu transnationalen Pi-
lotprojekten kann bis zu 75Ø% der zuschußfähigen Kosten be-        lotprojekten kan bis zu 75Ø% der zuschußfähigen Kosten betra-
tragen (Höchstbetrag: 200Ø000 ECU pro Jahr und Projekt).           gen (Höchstbetrag: 200Ø000 EUR pro Jahr und Projekt).
Die Eigenmittel der Projektpartner dürfen keinesfalls aus ande-    Die Eigenmittel der Projektpartner dürfen keinesfalls aus ande-
ren Gemeinschaftsfinanzierungen stammen.                           ren Gemeinschaftsfinanzierungen stammen.
 ---pagebreak--- C 14/28               DE                    Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                     19.1.1999
                                                                      GEÄNDERTER VORSCHLAG NACH STELLUNGNAHME DES
      URSPRÜNGLICHER VORSCHLAG DER KOMMISSION                          EUROPÄISCHEN PARLAMENTS VOM 5. NOVEMBER 1998
4.ÙGEMEINSCHAFTLICHE NETZE
Förderung von Netzen des Fachwissens und des Wissentransfers        Unverändert
in der Gemeinschaft
Die Gemeinschaft fördert den Aufbau und die Arbeit gemein-
schaftlicher Kooperationsnetze in der Berufsbildung, die öffent-
liche und private Akteure der Berufsbildung — einschließlich
Wissenschaftler — in den Mitgliedstaaten auf regionaler oder
sektoraler Ebene zusammenführen und folgende Ziele verfol-
gen: i) Zusammenführung, Systematisierung und Weiterent-
wicklung europäischen Fachwissens und innovativer Ansätze zu
einem vorrangigen Thema von gemeinsamem Interesse, ii) Ver-
besserung der Analyse und Bedarfsbestimmung von Kompeten-
zen, iii) Verbreitung der Ergebnisse an Interessierte unionsweit.
Die Höchstdauer dieser Projekte beträgt drei Jahre.
Modellaktionen                                                      Unverändert
Im Rahmen der Maßnahme ,,Europäische Netze‘‘ werden experi-
mentelle Modellaktionen zur Entwicklung und Vernetzung von
,,Ausbildungspartnerschaften‘‘ verschiedener Akteure der Berufs-
bildung auf regionaler und sektoraler Ebene gefördert. An die-
sen ,,Ausbildungspartnerschaften‘‘ beteiligen sich insbesondere
Gebietskörperschaften, Beratungseinrichtungen, Berufsverbände
von Arbeitgebern und Arbeitnehmern und Forschungs- und Aus-
bildungszentren — einschließlich Universitäten. Sie übernehmen
die Rolle von Dienstleistungs-, Beratungs- und Informationszen-
tren für den Zugang zu anerkannten Methoden und Produkten
der Berufsbildung.
Finanzieller Beitrag der Gemeinschaft
Der finanzielle Beitrag der Gemeinschaft zum Aufbau europäi-        Der finanzielle Beitrag der Gemeinschaft zum Aufbau europäi-
scher Netze kann bis zu 75Ø% der zuschußfähigen Ausgaben            scher Netze kann bis zu 75Ø% der zuschußfähigen Ausgaben
betragen, mit einem Mindestbetrag von 150Ø000 ECU und ei-           betragen, mit einem Mindestbetrag von 150Ø000 EUR und ei-
nem Höchstbetrag von 500Ø000 ECU pro Jahr und Netzwerk.             nem Höchstbetrag von 500Ø000 EUR pro Jahr und Netzwerk.
Der Höchstbetrag gilt nur für Projektanträge für transnationale     Der Höchstbetrag gilt nur für Projektanträge für transnationale
Netze, die zum Ziel haben, ein integrietes System experimentel-     Netze, die zum Ziel haben, ein integrietes System experimentel-
ler Methoden zu entwickeln, das zu anerkannten und für den          ler Methoden zu entwickeln, das zu anerkannten und für den
Transfer geeigneten Ausbildungsprodukten führt. Der finan-          Transfer geeigneten Ausbildungsprodukten führt. Der finan-
zielle Beitrag für ,,Ausbildungspartnerschaften‘‘ ist auf 50Ø000    zielle Beitrag für ,,Ausbildungspartnerschaften‘‘ ist auf 50Ø000
ECU pro Jahr und Vorhaben begrenzt und darf höchstens 50Ø%          EUR pro Jahr und Vorhaben begrenzt und darf höchstens 50Ø%
der zuschußfähigen Betriebskosten betragen.                         der zuschußfähigen Betriebskosten betragen.
Die Eigenmittel der Projektpartner dürfen keinesfalls aus ande-     Die Eigenmittel der Projektpartner dürfen keinesfalls aus ande-
ren Gemeinschaftsfinanzierungen stammen.                            ren Gemeinschaftsfinanzierungen stammen.
5.ÙSPRACHENKOMPETENZ
Förderung von Maßnahmen zur Förderung sprachlicher und kul-
tureller Kompetenz in der Berufsbildung.
Die Gemeinschaft fördert die Entwicklung transnationaler Pilot-     Die Gemeinschaft fördert die Entwicklung transnationaler Pilot-
projekte zur Entwicklung von Sprachkompetenz. Diese Projekte        projekte zur Entwicklung von Sprachkompetenz mit Berufsbil-
stehen in Verbindung mit der Verbesserung der sozialen und          dungsbezug. Sprachenkompetenz muß in einer Wissensgesell-
beruflichen Eingliederung Jugendlicher oder der Verbesserung        schaft als Schlüsselkompetenz betrachtet werden.
der Beschäftigungs- und Anpassungsfähigkeit von Beschäftigten.
Sprachenkompetenz muß in einer Wissensgesellschaft als
Schlüsselkompetenz betrachtet werden.
 ---pagebreak--- 19.1.1999             DE                   Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                      C 14/29
                                                                     GEÄNDERTER VORSCHLAG NACH STELLUNGNAHME DES
      URSPRÜNGLICHER VORSCHLAG DER KOMMISSION                         EUROPÄISCHEN PARLAMENTS VOM 5. NOVEMBER 1998
Diese Projekte beinhalten die Konzeption, Erprobung und An-        Diese Projekte beinhalten die Konzeption, Erprobung und An-
erkennung, Bewertung und Verbreitung von didaktischem Ma-          erkennung, Bewertung und Verbreitung von didaktischem Ma-
terial für die besonderen Bedürfnisse einzelner Berufsfelder und   terial für die besonderen Bedürfnisse einzelner Berufsfelder und
Wirtschaftssektoren — einschließlich Sprachenaudit — sowie         Wirtschaftssektoren — einschließlich Sprachenaudit — sowie
von innovativen pädagogischen Methoden zum Selbststudium           von innovativen pädagogischen Methoden zum Selbststudium
von Sprachen und die Verbreitung der Projektergebnisse.            von Sprachen und die Verbreitung der Projektergebnisse.
Projekte zur Förderung von Sprache und Kultur können auch          Projekte zur Förderung von Sprache und Kultur können auch
in anderen Aktionen und Maßnahmen eingereicht werden. Ins-         in anderen Aktionen und Maßnahmen eingereicht werden. Ins-
besondere können Projekte zur Verbesserung der sprachlichen        besondere können Projekte zur Verbesserung der sprachlichen
und kulturellen Kompetenz von Ausbildern und Beratern in der       und kulturellen Kompetenz von Ausbildern und Beratern in der
pädagogischen Begleitung Jugendlicher in transnationalen Maß-      pädagogischen Begleitung Jugendlicher in transnationalen Maß-
nahmen der physischen Mobilität eingereicht werden.                nahmen der physischen Mobilität eingereicht werden.
Die Gemeinschaft fördert auch transnationale Austauschpro-         Ferner wird die Entwicklung der Sprachenkompetenz und die
gramme zwischen Unternehmen einerseits und Fremdsprachen-          Vermittlung kultureller Kompetenzen im Rahmen eines transna-
instituten oder Berufsbildungseinrichtungen andererseits. Die      tionalen Austausches gefördert.
Austausche richten sich an Ausbilder und Tutoren im Bereich
Sprachenkompetenz.
Die Höchstdauer der Projekte in dieser Maßnahme beträgt nor-       Die Höchstdauer der Projekte in dieser Maßnahme beträgt nor-
malerweise zwei Jahre.                                             malerweise zwei Jahre.
Finanzieller Beitrag der Gemeinschaft
Der finanzielle Beitrag der Gemeinschaft kann bis zu 75Ø% der      Der finanzielle Beitrag der Gemeinschaft kann bis zu 75Ø% der
zuschußfähigen Ausgaben betragen (Höchstbetrag: 150Ø000            zuschußfähigen Ausgaben betragen (Höchstbetrag: 150Ø000
ECU pro Jahr und Projekt).                                         EUR pro Jahr und Projekt).
Die Eigenmittel der Projektpartner dürfen keinesfalls aus ande-    Die Eigenmittel der Projektpartner dürfen keinesfalls aus ande-
ren Gemeinschaftsfinanzierungen stammen.                           ren Gemeinschaftsfinanzierungen stammen.
6.ÙGEMEINSCHAFTLICHE VERGLEICHSKRITERIEN                           6.ÙGEMEINSCHAFTLICHE VERGLEICHSKRITERIEN
                                                                       ZUR BERUFSBILDUNG
Förderung von Maßnahmen zur Ermittlung, Aktualisierung und         Förderung von Maßnahmen zur Beobachtung und Analyse ein-
Verbreitung gemeinschaftlicher Vergleichskriterien mit dem Ziel    zelstaatlicher Berufsbildungspolitik, zur Verbreitung beispielhaf-
der Vergleichbarkeit von Ausbildungssystemen                       ter Praktiken und von Innovationen, zur Ermittlung, Aktualisie-
                                                                   rung und Verbreitung gemeinschaftlicher Vergleichsdaten in der
                                                                   Berufsbildung und für umfassenden Informationsaustausch
Die Gemeinschaft fördert transnationale Maßnahmen, die mit-        Unverändert
tels Umfragen, Analysen und/oder Studien zur Ermittlung ver-
gleichbarer Daten über Berufsbildungssysteme und -angebote
der Mitgliedstaaten beitragen oder quantitative und/oder quali-
tative Informationen zur Unterstützung politischer Maßnahmen
und zur Entwicklung einer Berufsbildungspraxis im Kontext le-
benslangen Lernens liefern können. Die Erarbeitung von Stati-
stiken erfolgt in enger Zusammenarbeit mit Eurostat und Cede-
fop unter Beachtung geltender Verfahren gemäß Verordnung
(EG) Nr. 322/97 des Rates über gemeinschaftliche Statistiken
und unter Berücksichtigung der Entscheidung des Rates über
Statistikprogramme 1998—2002. In diesem Zusammenhang för-
dert die Gemeinschaft, in enger Zusammenarbeit mit den So-
zialpartnern, den Aufbau von Beobachtungsstellen für innova-
tive Konzepte für lebenslanges Lernen, insbesondere beim Zu-
gang zur Weiterbildung.
 ---pagebreak--- C 14/30                DE                    Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                    19.1.1999
                                                                      GEÄNDERTER VORSCHLAG NACH STELLUNGNAHME DES
      URSPRÜNGLICHER VORSCHLAG DER KOMMISSION                           EUROPÄISCHEN PARLAMENTS VOM 5. NOVEMBER 1998
Die Höchstdauer der Projekte dieser Maßnahme beträgt drei
Jahre.
Die Kommission stellt die möglichst weite Verbreitung dieser
Vergleichskriterien in vielfältiger Weise sicher, insbesondere um
sie den öffentlichen und privaten Entscheidungsträgern in der
Berufsbildung zugänglich zu machen.
Modellaktionen
Im Rahmen der Maßnahme ,,Gemeinschaftliche Vergleichskrite-
rien‘‘ und der Folgearbeiten zum Kommissionsbericht über die
Umsetzung der Ratsempfehlung vom Juni 1993 über den Zugang
zur Weiterbildung schlägt die Kommission vor, in enger Zusam-
menarbeit mit den Sozialpartnern und dem Cedefop die Einrich-
tung einer Beobachtungsstelle für beispielhafte Praktiken in den
Bereichen Zugang zur Berufsbildung sowie Entwicklung und
Transparenz von Qualifikationen und Kompetenzen, insbeson-
dere auf Branchen- und Unternehmensebene, zu fördern.
Finanzieller Beitrag der Gemeinschaft
Der finanzielle Beitrag der Gemeinschaft schwankt zwischen 50        Der finanzielle Beitrag der Gemeinschaft schwankt zwischen 50
und 100Ø% der zuschußfähigen Ausgaben (Höchstbetrag:                 und 100Ø% der zuschußfähigen Ausgaben (Höchstbetrag:
500Ø000 ECU pro Jahr und Projekt).                                   500Ø000 EUR pro Jahr und Projekt).
Die Eigenmittel der Projektpartner dürfen keinesfalls aus ande-      Die Eigenmittel der Projektpartner dürfen keinesfalls aus ande-
ren Gemeinschaftsfinanzierungen stammen.                             ren Gemeinschaftsfinanzierungen stammen.
7.ÙGEMEINSAME AKTIONEN
1.ÙIm Rahmen der gemeinsamen Aktionen gemäß Artikel 6 die-           Unverändert
   ses Beschlusses fördert die Gemeinschaft Aktionen in Verbin-
   dung mit anderen Maßnahmen der Politik der Wissensförde-
   rung, insbesondere mit Gemeinschaftsprogrammen in den
   Bereichen Bildung und Jugend zur Verbesserung des Zu-
   gangs zu Wissen.
2.ÙDie Koordinierung zwischen den drei Programmen kann
   mittels gemeinsamer Aufrufe zur Einreichung von Projektan-
   trägen durchgeführt werden. Insbesondere beabsichtigt die
   Kommission, ein gemeinsames Informations- und Beobach-
   tungssystem für beispielhafte Praktiken in der Wissensförde-
   rung sowie gemeinsame Aktionen zu multimedialen Lehr-
   und Lernmitteln in Bildung und Berufsbildung zu entwickeln.
   Diese Projekte können eine Vielzahl von Aktionen aus meh-
   reren Bereichen umfassen, u.Øa. aus der Berufsbildung. Sie
   können durch andere Gemeinschaftsprogramme ergänzend
   gefördert werden.
3.ÙEs werden geeignete Maßnahmen getroffen zur Sicherstel-
   lung des Kontakts und der Zusammenarbeit zwischen den
   Beteiligten dieses Programms und den Bildungs- und Jugend-
   programmen auf regionaler und lokaler Ebene, insbesondere
   die Schaffung von ,,Europäischen Wissenszentren‘‘. Dadurch
   soll ein Beitrag zur Umsetzung der Politik lebenslangen Ler-
   nens auf regionaler und lokaler Ebene geleistet werden.
 ---pagebreak--- 19.1.1999              DE                  Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                     C 14/31
                                                                    GEÄNDERTER VORSCHLAG NACH STELLUNGNAHME DES
       URSPRÜNGLICHER VORSCHLAG DER KOMMISSION                        EUROPÄISCHEN PARLAMENTS VOM 5. NOVEMBER 1998
8.ÙFLANKIERENDE MASSNAHMEN
Zur Erreichung der Ziele in Artikel 2 fördert die Gemeinschaft     Zur Erreichung der Ziele in Artikel 2 fördert die Gemeinschaft
folgende Maßnahmen:                                                folgende Maßnahmen:
—ÙKoordinierungs- und Begleitmaßnahmen der Mitgliedstaaten         —ÙKoordinierungs-, Integrations-, Begleit- und Evaluierungs-
     gemäß Artikel 5;                                                  maßnahmen der Mitgliedstaaten gemäß den Artikeln 5, 9
                                                                       und 12;
—ÙInformations-, Begleit-, Ausgestaltungs-, Evaluierungs- und      —ÙInformations-, Begleit-, Ausgestaltungs-, Evaluierungs- und
     Verbreitungsmaßnahmen von Mitgliedstaaten und Kommis-             Verbreitungsmaßnahmen von Mitgliedstaaten und Kommis-
     sion zur Erleichterung der Teilnahme am Programm und              sion zur Erleichterung der Teilnahme am Programm und
     zur Förderung des Transfers von Methoden, Produkten, In-          zur Förderung des Transfers von Methoden, Produkten, In-
     strumenten sowie Ergebnissen der Gemeinschaftsmaßnah-             strumenten sowie Ergebnissen der Gemeinschaftsmaßnah-
     men, einschließlich der Einrichtung von Telekommunika-            men, einschließlich der Einrichtung von Telekommunika-
     tionsverbindungen und Datenbanken;                                tionsverbindungen und Datenbanken;
—Ùfür die Durchführung des Programms kann die Kommission           —Ùfür die Durchführung des Programms kann die Kommission
     auf Einrichtungen technischer Unterstützung zurückgreifen,        auf Einrichtungen technischer Unterstützung zurückgreifen,
     deren Finanzierung innerhalb des Gesamtbudgets des Pro-           deren Finanzierung innerhalb des Gesamtbudgets des Pro-
     gramms vorgesehen werden kann. Die Kommission kann zu             gramms vorgesehen werden kann. Die Kommission kann zu
     denselben Bedingungen auf Experten zurückgreifen. Außer-          denselben Bedingungen auf Experten zurückgreifen. Außer-
     dem kann die Kommission Seminare, Kolloquien und an-              dem kann die Kommission Seminare, Kolloquien und an-
     dere Expertentreffen zur Erleichterung der Programmumset-         dere Expertentreffen zur Erleichterung der Programmumset-
     zung durchführen. Die Kommission kann Maßnahmen zur               zung durchführen. Die Kommission kann Maßnahmen zur
     Information, Veröffentlichung und Verbreitung durchfüh-           Information, Veröffentlichung und Verbreitung durchfüh-
     ren.                                                              ren.
                                                                   Rolle und Aufgabe des Europäischen Büros zur Technischen
                                                                   Unterstützung und der nationalen Verwaltungsstellen müssen
                                                                   genau definiert sein.
Abschnitt III — Auswahlverfahren
IIIØA — Dezentrales Auswahlverfahren
1.ÙDas dezentrale Auswahlverfahren gilt für alle Aktionen und      1.ÙDas dezentrale Auswahlverfahren gilt für alle Aktionen und
    Maßnahmen der Gemeinschaft und umfaßt die folgenden               Maßnahmen der Gemeinschaft, mit Ausnahme der in Ab-
    Schritte:                                                         schnitt I Ziffer 5b dieses Anhangs genannten, und umfaßt die
                                                                      folgenden Schritte:
2.ÙUnter Einhaltung der im allgemeinen Aufruf zur Einreichung      Unverändert
    von Anträgen festgelegten Vorschriften reichen die Träger
    transnationaler Projekte ihre Anträge bei der von den Mit-
    gliedstaaten bestimmten Verwaltungsstelle ein.
3.ÙDie Verwaltungsstelle prüft die Anträge anhand einer Lei-
    stungsbeschreibung, die auf Gemeinschaftsebene im Rahmen
    der vorläufigen Mittelausstattung gemäß Anhang C erstellt
    wurde.
4.ÙAusgehend von dieser Prüfung legen die Mitgliedstaaten der      4.ÙAusgehend von dieser Prüfung legen die Mitgliedstaaten der
    Kommission jährlich zu einem von der Kommission nach              Kommission jährlich zu einem von der Kommission nach
    Anhörung des Ausschusses festzulegenden Termin (sowie             Anhörung des Ausschusses festzulegenden Termin (sowie
    den anderen Mitgliedstaaten zur Information) ihren gesam-         den anderen Mitgliedstaaten zur Information) ihren gesam-
    ten Vorschlag in Form eines Berichts vor. Der Bericht bein-       ten Vorschlag in Form eines Berichts vor. Der Bericht enthält
    haltet die Ergebnisse des allgemeinen Aufrufs zur Einrei-         Angaben zur Informations- und Öffentlichkeitsarbeit, die
    chung von Projektanträgen nach Zielen und Maßnahmen,              eine Erleichterung der Teilnahme am Programm zum Ziel
    eine Beschreibung des Prüfungsverfahrens und der techni-          hat, zu den Ergebnissen des allgemeinen Aufrufs zur Einrei-
    schen Unterstützung für Projektträger sowie eine beschrei-        chung von Anträgen nach Zielen und Maßnahmen, zum Prü-
    bende und begründende Liste von in Betracht kommenden             fungsverfahren und zu den Prüfungsbeteiligten, zur techni-
    Projektanträgen in Reihenfolge der zuerkannten Priorität.         schen Unterstützung für Projektträger sowie eine beschrei-
                                                                      bende und begründende Liste von in Betracht kommenden
                                                                      Projektanträgen in Reihenfolge der zuerkannten Priorität.
 ---pagebreak--- C 14/32                DE                    Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                      19.1.1999
                                                                       GEÄNDERTER VORSCHLAG NACH STELLUNGNAHME DES
      URSPRÜNGLICHER VORSCHLAG DER KOMMISSION                            EUROPÄISCHEN PARLAMENTS VOM 5. NOVEMBER 1998
5.ÙDie Kommission prüft jeden Bericht und führt eine Abstim-         5.ÙDie Kommission prüft jeden Bericht und führt eine Abstim-
    mung mit dem jeweiligen Mitgliedstaat durch.                         mung mit dem jeweiligen Mitgliedstaat durch, mit dem Ziel
                                                                         der Bewertung und Sicherstellung des transnationalen und
                                                                         innovativen Charakters der Projekte. Dazu kann sie unab-
                                                                         hängige Sachverständige heranziehen.
6.ÙNach Prüfung legt die Kommission dem Ausschuß einen               Unverändert
    Vorschlag zur Aufteilung der Finanzmittel für die dezentra-
    len Zuweisungen für das laufende Jahr nach Maßnahme und
    Mitgliedstaat gegliedert vor und holt dessen Stellungnahmen
    gemäß dem Verfahren in Artikel 7 dieses Beschlusses ein.
7.ÙNach Stellungnahme des Ausschusses bestimmt die Kommis-
    sion die endgültige Höhe der Mittelausstattung für jeden
    Mitgliedstaat und die Liste der ausgewählten Projektanträge
    nach Maßnahmen gegliedert.
8.ÙDas Verfahren für Schritte 5, 6 und 7 hat eine Höchstdauer
    von zwei Monaten.
IIIØB — Zentrales Auswahlverfahren
Das zentrale Auswahlverfahren gilt für die gemeinschaftlichen        Das zentrale Auswahlverfahren gilt für Aktionen mit ausgepräg-
Modellaktionen zu einzelnen Maßnahmen. Es betrifft insbeson-         ter gemeinschaftlicher Dimension, wie in Abschnitt I Ziffer 5b
dere Projektanträge von europäischen Organisationen, von             dieses Anhangs festgelegt.
Netzwerken zur Nutzung, Verbreitung und Umsetzung der Er-
gebnisse transnationaler Projekte zu einem Gemeinschaftsthema
sowie experimentelle Modellaktionen, -projekte oder -netz-
werke gemäß Abschnitt II.
  i)ÙIm Rahmen des allgemeinen Aufrufs zur Einreichung von             i)ÙIm Rahmen des allgemeinen Aufrufs zur Einreichung von
     Projektanträgen, in dem die Prioritäten festgelegt werden,           Anträgen, in dem die Prioritäten festgelegt werden, über-
     übermitteln die Projektkoordinatoren an die Kommission               mitteln die Projektkoordinatoren an die Kommission und —
     und — zur Information — an die Verwaltungsstelle des für             zur Information — an die Verwaltungsstelle des für sie zu-
     sie zuständigen Mitgliedstaats einen Erstvorschlag.                  ständigen Mitgliedstaats einen Erstvorschlag.
 ii)ÙDie Kommission prüft in Absprache mit dem Programmaus-           ii)ÙDie Kommission prüft in Absprache mit dem Programmaus-
     schuß alle Erstvorschläge und nimmt eine Auswahl vor. Die            schuß alle Erstvorschläge und nimmt eine Auswahl vor. Die
     Projektkoordinatoren werden über das Ergebnis dieser Vor-            Projektkoordinatoren werden über das Ergebnis dieser Vor-
     auswahl informiert.                                                  auswahl informiert.
iii)ÙDie Koordinatoren aller Projekte, die in dieser ersten Phase    iii)ÙDie Koordinatoren aller Projekte, die in dieser ersten Phase
     ausgewählt wurden, übermitteln der Kommission und —                  ausgewählt wurden, übermitteln der Kommission und —
     zur Information — der Verwaltungsstelle des zuständigen              zur Information — der Verwaltungsstelle des zuständigen
     Mitgliedstaats innerhalb von drei Monaten die endgültige             Mitgliedstaats innerhalb von drei Monaten die endgültige
     Fassung des Projektantrags.                                          Fassung des Projektantrags.
iv) die Kommission führt mit Hilfe einer Gruppe unabhängiger         iv) Die Kommission führt mit Hilfe einer Gruppe unabhängiger
     Experten, die von der Kommission nach Anhörung der Mit-              Experten, die von der Kommission nach Anhörung der Mit-
     gliedstaaten und interessierter Dritter, insbesondere Sozial-        gliedstaaten und interessierter Dritter, insbesondere Sozial-
     partner, ernannt werden, eine länderübergreifende Begut-             partner, ernannt werden, eine länderübergreifende Prüfung
     achtung der Projektanträge durch und erstellt einen Aus-             der Anträge durch und erstellt einen Auswahlvorschlag von
     wahlvorschlag von Maßnahmen, die in einem Europäischen               Maßnahmen, die in einem Europäischen Programm zur
     Programm zur Wissensförderung zusammengefaßt werden.                 Wissensförderung zusammengefaßt werden.
 ---pagebreak--- 19.1.1999             DE                   Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                    C 14/33
                                                                     GEÄNDERTER VORSCHLAG NACH STELLUNGNAHME DES
      URSPRÜNGLICHER VORSCHLAG DER KOMMISSION                         EUROPÄISCHEN PARLAMENTS VOM 5. NOVEMBER 1998
 v) Die Kommission holt die Stellungnahme des Ausschusses zu        v) Die Kommission holt die Stellungnahme des Ausschusses zu
     diesem Auswahlvorschlag ein und erstellt das Europäische          diesem Auswahlvorschlag ein und erstellt das Europäische
     Programm zur Wissensförderung gemäß den Verfahren in              Programm zur Wissensförderung gemäß den Verfahren in
     Artikel 7 des Beschlusses.                                        Artikel 7 des Beschlusses.
vi) Die Kommission erläßt die endgültige Liste der ausgewähl-      vi) Die Kommission erläßt die endgültige Liste der ausgewähl-
     ten Anträge und informiert den Ausschuß. Sie bestimmt die         ten Anträge und informiert den Ausschuß. Sie bestimmt die
     Bedingungen für die Begleitung dieser experimentellen Pro-        Bedingungen für die Begleitung dieser experimentellen Pro-
     jekte.                                                            jekte.
                           ANHANG B
Aufschlüsselung des Gesamtbudgets
1.ÙZu Beginn des Haushaltsjahres und bis zum 1. März jeden         Unverändert
   Jahres unterbreitet die Kommission dem Ausschuß eine
   Ex-ante-Aufschlüsselung der Finanzmittel nach Art der Maß-
   nahmen und nach Verfahren gegliedert und unter Berück-
   sichtigung der Ziele gemäß Artikel 2 und holt dessen Stel-
   lungnahme ein. Auf dieser Grundlage setzt die Kommission
   für jeden Mitgliedstaat eine vorläufige Mittelausstattung zur
   Durchführung der Maßnahmen im dezentralen Auswahlver-
   fahren fest.
2.ÙFür das erste Jahr der Programmlaufzeit und für die transna-
   tionale Vermittlungs- und Austauschprogramme gemäß der
   Maßnahme ,,Physische Mobilität‘‘, die vor dem 1. Oktober
   2000 beginnen sollen, legen die Mitgliedstaaten der Kommis-
   sion bis 31. März 2000 einen Durchführungsplan vor. Dar-
   aufhin weist die Kommission jedem Mitgliedstaat einen Be-
   trag zu, auf dessen Grundlage er mit der Durchführung der
   transnationalen Programme beginnt. Die bis zum 1. Septem-
   ber 2000 nicht aufgebrauchten Mittel werden dem Restbetrag
   der Gesamtmittelausstattung gemäß dem Verfahren in Ab-
   schnitt II zugeführt.
Verfahren zur Festsetzung der Mittelausstattung für transnatio-
nale Vermittlungs- und Austauschprogramme
Die transnationalen Vermittlungs- und Austauschprogramme           Transnationale Vermittlungs- und Austauschprogramme für
für Jugendliche in Erstausbildung werden der Kommission bis        Personen in beruflicher Erstausbildung, in Weiterbildung als
31. März jeden Jahres zur Prüfung und Annahme vorgelegt. In        Teil lebenslangen Lernens, in Umschulung oder in einer berufli-
den Programmen werden folgende Punkte für jede Begünstig-          chen oder sonstigen Wiedereingliederungsmaßnahme werden
tengruppe deutlich beschrieben:                                    der Kommission bis 31. März jeden Jahres zur Prüfung und An-
                                                                   nahme vorgelegt. In den Programmen werden folgende Punkte
                                                                   für jede Begünstigtengruppe deutlich beschrieben:
—ÙZielgruppen der Programme,                                       Unverändert
—ÙInhalt und Ziele von Kompetenzen und/oder Qualifikatio-
    nen,
—ÙDauer der Ausbildung und/oder der pädagogischen Arbeits-
    erfahrung in einer Ausbildungseinrichtung und/oder einem
    Unternehmen,
—ÙKooperationspartner im anderen Mitgliedstaat oder in den
    anderen Mitgliedstaaten, falls die Ausbildungsphasen nach-
    einander in mehreren Ländern stattfinden,
—ÙVerfahren der Zertifizierung oder Anerkennung der erwor-
    benen Kompetenzen und/oder Qualifikationen im Ausbil-
    dungssystem des Mitgliedstaats, in dem die Begünstigten
    ihre Ausbildung begonnen haben.
 ---pagebreak--- C 14/34               DE                   Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                  19.1.1999
                                                                    GEÄNDERTER VORSCHLAG NACH STELLUNGNAHME DES
      URSPRÜNGLICHER VORSCHLAG DER KOMMISSION                        EUROPÄISCHEN PARLAMENTS VOM 5. NOVEMBER 1998
Für jede Zielgruppe dieser Programme weist die Kommission
gemäß einer nach dem Verfahren des Artikels 7 festgelegten Be-
rechnungsweise dieses Betrags, unter Berücksichtigung folgen-
der Punkte, einen Globalzuschuß zu:
—ÙEinwohnerzahl,
—ÙPro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt jedes Mitgliedstaats nach
    Kaufkraftstandards,
—Ùgeographische Entfernung und Reisekosten,
—Ùsoweit möglich, Gewichtung der betroffenen Zielgruppe im
    Verhältnis zur Gesamtbevölkerung,
—ÙHöhe der Gesamtarbeitslosigkeit und der Langzeitarbeitslo-
    sigkeit.
Die Anwendung dieser Kriterien darf keinesfalls zum Ausschluß
eines Mitgliedstaats von der Finanzierung der genannten trans-
nationalen Vermittlungs- und Austauschprogramme führen.
Der Globalzuschuß wird jedem Mitgliedstaat auf Basis des ge-       Der Globalzuschuß wird jedem Mitgliedstaat auf Basis des ge-
nannten Durchführungsplans zugewiesen. Er enthält folgende         nannten Durchführungsplans zugewiesen. Er enthält folgende
Angaben:                                                           Angaben:
—ÙVerwaltungsverfahren für die finanzielle Förderung,              —ÙVerwaltungsverfahren für die finanzielle Förderung,
—ÙMaßnahmen zur Hilfe bei der Partnersuche für Träger von          —ÙMaßnahmen zur Hilfe bei der Partnersuche für Träger von
    Vermittlungs- und Austauschprogrammen,                            Vermittlungs- und Austauschprogrammen,
—ÙMaßnahmen zur Sicherstellung einer angemessenen Vorbe-           —ÙMaßnahmen zur Sicherstellung einer angemessenen Vorbe-
    reitung (insbesondere pädagogische und sprachliche Vorbe-         reitung (insbesondere pädagogische und sprachliche Vorbe-
    reitung), Durchführung und Begleitung der Vermittlungen           reitung), Durchführung und Begleitung der Vermittlungen
    und Austausche.                                                   und Austausche, einschließlich zugangsbezogene Maßnah-
                                                                      men zur Verbesserung der Chancengleichheit und zur Ver-
                                                                      meidung von Diskriminierungen.
                          ANHANG C
                        DEFINITIONEN
Für die Zwecke dieses Beschlusses und unter Berücksichtigung       Unverändert
der unterschiedlichen Systeme und Regelungen in den Mitglied-
staaten finden folgende Begriffsdefinitionen Anwendung:
a)ÙØ,,berufliche Erstausbildung‘‘: jede Form der beruflichen
    Erstausbildung, einschließlich der Ausbildung in technischen
    und beruflichen Schulen sowie Betrieben, die den Jugendli-
    chen den Zugang zu einer von den zuständigen Behörden
    des Mitgliedstaats, in dem diese Berufsqualifikation erwor-
    ben wird, anerkannten Berufsqualifikationen ermöglicht;
b) ,,alternierende Ausbildung‘‘: jede berufliche Bildung auf al-
    len Ebenen, einschließlich Hochschulbildung, die mit einem
    Diplom oder einer von den zuständigen Behörden des be-
    treffenden Mitgliedstaats anerkannten Qualifikation ab-
    schließt und strukturierte Ausbildungsphasen aufweist, die
    abwechselnd in der Bildungseinrichtung und dem Unterneh-
    men als von einander verschiedenen, aber sich gegenseitig
    ergänzenden Ausbildungsstätten durchlaufen werden;
 ---pagebreak--- 19.1.1999              DE                   Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                       C 14/35
                                                                     GEÄNDERTER VORSCHLAG NACH STELLUNGNAHME DES
     URSPRÜNGLICHER VORSCHLAG DER KOMMISSION                          EUROPÄISCHEN PARLAMENTS VOM 5. NOVEMBER 1998
c) ,,berufliche Weiterbildung‘‘: jede Form der beruflichen Bil-
   dung, an der ein Arbeitnehmer aus der Gemeinschaft im
   Laufe seines Arbeitslebens teilnimmt;
d) ,,lebenslanges Lernen‘‘: Bildungs- und Ausbildungsangebote,
   die einer Person das ganze Leben hindurch offenstehen, um
   ihr die Möglichkeit zu geben, ihre Kenntnisse und Kompe-
   tenzen laufend auf den neuesten Stand zu bringen;
e) ,,Berufsberatung‘‘: die Erteilung von Ratschlägen und Aus-
   künften zur Berufswahl und zur beruflichen Mobilität so-
   wohl im Rahmen des allgemeinen Bildungssystems und der
   beruflichen Bildung als auch in Form individueller Informa-
   tionsinitiativen;
f) ,,Unternehmen‘‘: alle Unternehmen im öffentlichen oder
   privaten Sektor, unabhängig von Größe, Rechtsform oder
   Wirtschaftsbereich, sowie jede Art von Wirtschaftstätigkeit,
   einschließlich der Sozialwirtschaft;
g) ,,Arbeitnehmer‘‘: alle Personen, die dem Arbeitsmarkt zur
   Verfügung stehen, einschließlich Selbständigen — unabhän-
   gig davon, ob sie sich in einem Beschäftigungsverhältnis be-
   finden;
h) i)Ù,,Sozialpartner auf nationaler Ebene‘‘: Arbeitgeberver-
       bände und Gewerkschaften gemäß den einzelstaatlichen
       Rechtsvorschriften und/oder Gepflogenheiten,
   ii)Ù,,Sozialpartner auf Gemeinschaftsebene‘‘: Arbeitgeber-
       verbände und Gewerkschaften, die am sozialen Dialog
       auf Gemeinschaftsebene teilnehmen;
i) ,,Berufsbildungseinrichtung‘‘: alle staatlichen, halbstaatlichen
   oder privaten Einrichtungen, die gemäß den einzelstaatli-
   chen Rechtsvorschriften und/oder Gepflogenheiten Maß-
   nahmen der Berufsbildung, der Weiterbildung, der Nach-
   schulung oder Umschulung entwickeln oder durchführen,
   ungeachtet ihrer jeweiligen Bezeichnung in den Mitglied-
   staaten;
j) ,,Universtität‘‘: alle Arten von Einrichtungen der Hoch-
   schulbildung, an denen gemäß einzelstaatlicher Rechtsvor-
   schriften und/oder Gepflogenheiten Hochschulqualifikatio-
   nen oder -grade erlangt werden können, ungeachtet ihrer
   jeweiligen Bezeichnung in den Mitgliedstaaten;
k) ,,Regionalpartner‘‘: alle Akteure des regionalen Lebens —
   Gebietskörperschaften, Vereinigungen, Kammern und Ver-
   bände, Unternehmensgruppen, Beratungsgremien, Medien
   usw. —, die an einem Kooperationsprozeß auf lokaler oder
   regionaler Ebene mitwirken, der Aktionen der Berufsbildung
   mit einschließt;
l) ,,offener Unterricht und Fernlehre‘‘: jede Form flexibler Bil-
   dung, die folgende Merkmale aufweist:
   —ÙEinsatz von Informations- und Kommunikationstechno-
        logien und -diensten in traditioneller oder fortgeschritte-
        ner Form,
   —ÙUnterstützung durch individuelle Beratung und Betreu-
        ung;
m) ,,europäischer Berufsbildungsweg‘‘: jeder Abschnitt der be-
   ruflichen Erstausbildung oder Weiterbildung, der in einem
   anderen Mitgliedstaat absolviert wird als dem, in dem die
   betreffende Person ihre Ausbildung erhält;
n) ,,gemeinschaftliche Vergleichskriterien‘‘: alle Analysen, Stu-
   dien, Umfragen oder Untersuchungen bewährter Verfahren,
   die — zu einem bestimmten Thema oder zu einem bestimm-
   ten Bereich — ermöglichen, die jeweilige Position der Mit-
   gliedstaaten und die erzielten Fortschritte auf Gemein-
   schaftsebene einzuschätzen.