CELEX: C1998/278/81
Language: de
Date: 1998-09-05 00:00:00
Title: BESCHLUSS DES GERICHTS ERSTER INSTANZ vom 25. Juni 1998 in den verbundenen Rechtssachen T-14/97 und T-15/97: Sofivo SAS u. a. gegen Rat der Europäischen Union (Landwirtschaft - Gemeinsame Marktorganisation - Rindfleisch - Interventionsmechanismen - Frühvermarktungsprämie für Kälber - Durchschnittliches Schlachtkörpergewicht - Festsetzungskriterien - Nichtigkeitsklage - Unzulässigkeit)

C 278/36             DE                  Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                    5.9.98
Myson, 30, rue de Cessange, Luxemburg, gegen Rat der             festsetzung im Anschluû an die Urteile des Gerichts vom
Europäischen Union (Bevollmächtigte: Diego Canga Fano            12. Dezember 1996 in den Rechtssachen T-177/94 und
und Marie-Jeanne Vernier) wegen Aufhebung der dem Klä-           T-377/94 (Altmann u. a./Kommission, Slg. 1996, II-2041)
ger mit Note vom 25. Oktober 1995 mitgeteilten Entschei-         und T-99/95 (Stott/Kommission, Slg. 1996, II-2227), hat
dung des Rates, daû wegen unbefugten Fernbleibens vom            das Gericht (Zweite Kammer) unter Mitwirkung des Präsi-
Dienst in der Zeit vom 9. März 1994 bis 15. Februar              denten A. Kalogeropoulos sowie der Richter C. W. Bel-
1995 vom Gehalt des Klägers ein Betrag einbehalten wird,         lamy und J. Pirrung Ð Kanzler: H. Jung Ð am 25. Juni
der 91 Arbeitstagen entspricht, hat das Gericht (Erste           1998 einen Beschluû mit folgendem Tenor erlassen:
Kammer) unter Mitwirkung des Präsidenten B. Vesterdorf
sowie der Richter A. Kalogeropoulos und R. M. Moura
Ramos Ð Kanzler: B. Pastor, Hauptverwaltungsrätin Ð              Der Gesamtbetrag der Kosten, die die Kommission den
am 8. Juli 1998 ein Urteil mit folgendem Tenor erlassen:         Klägern zu erstatten hat, wird auf 15 000 UKL, gegebe-
                                                                 nenfalls zuzüglich Mehrwertsteuer, festgesetzt.
1. Die Entscheidung des Rates vom 25. Oktober 1995,
     daû wegen unbefugten Fernbleibens vom Dienst in der         (1) ABl. C 188 vom 9.7.1994, C 392 vom 31.12.1994 und C 286
     Zeit vom 9. März 1994 bis 15. Februar 1995 vom                   vom 28.10.1995.
     Gehalt des Klägers ein Betrag einbehalten wird, der 91
     Arbeitstagen entspricht, wird insoweit aufgehoben, als
     sie 58 Tage des in der Zeit vom 9. März bis 20. Sep-
     tember 1994 registrierten, angeblich unbefugten Fern-
     bleibens vom Dienst betrifft.
                                                                       BESCHLUSS DES GERICHTS ERSTER INSTANZ
2. Der Rat wird verurteilt, dem Kläger die zu Unrecht
     von seinem Gehalt einbehaltenen Beträge in der Höhe                               vom 25. Juni 1998
     zu erstatten, die 58 Arbeitstagen entspricht. Diese         in den verbundenen Rechtssachen T-14/97 und T-15/97:
     Beträge erhöhen sich vom Tag der Einbehaltung an                Sofivo SAS u. a. gegen Rat der Europäischen Union (1)
     um Verzugszinsen in Höhe von 5 % pro Jahr.
                                                                 (Landwirtschaft Ð Gemeinsame Marktorganisation Ð
3. Im übrigen wird die Klage abgewiesen.                         Rindfleisch Ð Interventionsmechanismen Ð Frühver-
                                                                 marktungsprämie für Kälber Ð Durchschnittliches
                                                                 Schlachtkörpergewicht Ð Festsetzungskriterien Ð Nichtig-
4. Der Rat trägt seine eigenen Kosten sowie zwei Drittel
                                                                                  keitsklage Ð Unzulässigkeit)
     der Kosten des Klägers.
                                                                                          (98/C 278/81)
5. Der Kläger trägt seine eigenen Kosten zu einem Drit-
     tel.
                                                                                (Verfahrenssprache: Französisch)
(1) ABl. C 318 vom 26.10.1996.
                                                                 In den verbundenen Rechtssachen T-14/97 und T-15/97,
                                                                 Sofivo SAS, CondeÂ-sur-Vire (Frankreich), Sofivo Produc-
                                                                 tion SAS, BreÂceÂ (Frankreich), Sovinor SAS, CondeÂ-sur-Vire
                                                                 (Frankreich), Denkavit France SARL, Montreuil-Bellay
                                                                 (Frankreich), Sobeval viande SA, PeÂrigueux (Frankreich),
    BESCHLUSS DES GERICHTS ERSTER INSTANZ                        Serval SA, Sainte-Eanne (Frankreich), Besnier industrie
                                                                 SNC, Bourgbarre (Frankreich), Sovida SA, ChaÃteaubriand
                     vom 25. Juni 1998
                                                                 (Frankreich), Ouest eÂlevage SICA, Ploudaniel (Frankreich),
in den verbundenen Rechtssachen T-177/94 (92) und                Guinde SA, Montauban (Frankreich), Tarbouriech SA, Vil-
T-377/94 (92) und in der Rechtssache T-99/95 (92): Henk          leneuve-sur-Lot (Frankreich), Mamellor SARL, Charnay-
Altmann u. a. und Peter Edmond Stott gegen Kommission            leÁs-MaÃcon (Frankreich), Coopagri Bretagne, Landerneau
            der Europäischen Gemeinschaften (1)                  (Frankreich), Collet et compagnie SA, ChaÃteaubourg
                     (Kostenfestsetzung)                         (Frankreich), KermeneÂ SA, Saint-Jacut-du-MeneÂ (Frank-
                                                                 reich) und Vals SA, Champagne (Frankreich) (Prozeûbe-
                       (98/C 278/80)                             vollmächtigte: zunächst Rechtsanwältin Deborah Kryvian,
                                                                 sodann Rechtsanwalt Philippe Denesle, Rouen; Zustel-
                (Verfahrenssprache: Englisch)                    lungsanschrift: Kanzlei des Rechtsanwalts Marc Loesch,
                                                                 11, rue Goethe, Luxemburg), gegen Rat der Europäischen
In den verbundenen Rechtssachen T-177/94 (92) und                Union (Bevollmächtigte: John Carbery und Moyra Sims-
T-377/94 (92), Henk Altmann u. a. und Margaret Casson            Robertson), unterstützt durch Kommission der Europäi-
u. a., Prozeûbevollmächtigter: Barrister Rhodri Thompson,        schen Gemeinschaften (Bevollmächtigter: GeÂrard Ber-
4, Raymond Buildings, Gray's Inn, London, gegen Kom-             scheid), wegen Nichtigerklärung des Artikels 1 Nummer 4
mission der Europäischen Gemeinschaften (Bevollmächtig-          der Verordnung (EG) Nr. 2222/96 des Rates vom
ter: Julian Currall) und in der Rechtssache T-99/95 (92),        18. November 1996 zur ¾nderung der Verordnung (EWG)
Peter Edmond Stott, Prozeûbevollmächtigter: Barrister            Nr. 805/68 über die gemeinsame Marktorganisation für
Rhodri Thompson, 4, Raymond Buildings, Gray's Inn,               Rindfleisch (ABl. L 296 vom 21.11.1996, S. 50) hat das
London, gegen Kommission der Europäischen Gemein-                Gericht (Fünfte Kammer) unter Mitwirkung des Präsiden-
schaften (Bevollmächtigter: Julian Currall), wegen Kosten-       ten J. Azizi sowie der Richter R. García-Valdecasas und
 ---pagebreak--- 5.9.98                DE                  Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                 C 278/37
M. Jaeger Ð Kanzler: H. Jung Ð am 25. Juni 1998 einen             der Europäischen Gemeinschaften eingereicht. Prozeûbe-
Beschluû mit folgendem Tenor erlassen:                            vollmächtigter der Klägerin ist Rechtsanwalt Bolota
                                                                  Belchior, Vila Nova de Gaia, Zustellungsanschrift: Kanzlei
1. Die Klagen werden als unzulässig abgewiesen.                   der Rechtsanwälte Faltz & AssocieÂs, 6, rue Heine, Luxem-
                                                                  burg.
2. Die Klägerinnen tragen die Kosten des Verfahrens und
     als Gesamtschuldner die Kosten des Rates. Die Kom-           Die Klägerin beantragt,
     mission trägt ihre eigenen Kosten.
(1) ABl. C 94 vom 22.3.1997.                                      1. die Entscheidung der Kommission der Europäischen
                                                                      Gemeinschaften vom 17. Februar 1998, die der Kläge-
                                                                      rin am 17. März 1998 mit Schreiben des DAFSE
                                                                      (Departamento para os Assuntos do Fundo Social
                                                                      Europeu) vom 16. März 1998 mitgeteilt wurde und
                                                                      mit der der Zuschuû des Europäischen Sozialfonds hin-
    BESCHLUSS DES GERICHTS ERSTER INSTANZ                             sichtlich der Vorgänge 87301 P1 (43 550 366 ESC)
                                                                      und 870302 P3 (5 809 712 ESC), der der Klägerin mit
                      vom 11. Juni 1998
                                                                      Entscheidung der Kommission C(87) 860 vom
in der Rechtssache T-173/97: Augusto Fichtner gegen                   30. April 1987 gewährt worden war, ausgesetzt wird,
      Kommission der Europäischen Gemeinschaften (1)                  für nichtig zu erklären;
(Beamte Ð Verspätete Beurteilung Ð Beförderung Ð
Abwägung der Verdienste Ð Schadensersatz Ð Offensicht-            2. der Kommission die Kosten des Verfahrens aufzuerle-
lich unzulässige oder jeder rechtlichen Grundlage entbeh-             gen.
                       renden Anträge)
                        (98/C 278/82)                             Klagegründe und wesentliche Argumente
               (Verfahrenssprache: Italienisch)                   Ð Verstoû gegen die Grundsätze des berechtigten Ver-
                                                                      trauens und der Rechtssicherheit
In der Rechtssache T-173/97, Augusto Fichtner, Beamter
der Kommission der Europäischen Gemeinschaften, wohn-
haft in Besozzo (Va) (Italien) (Prozeûbevollmächtigter:               Auch wenn die Entscheidung der Kommission nicht
Rechtsanwalt Vincenzo Salvatore, Pavia), gegen Kommis-                innerhalb einer bestimmten Frist zu erfolgen habe,
sion der Europäischen Gemeinschaften (Bevollmächtigter:               müsse sie doch innerhalb einer angemessenen Frist
Gianluigi Valsesia) wegen Aufhebung der am 13. Septem-                erfolgen.
ber 1996 veröffentlichten Entscheidung der Kommission,
soweit mit ihr die Aufnahme des Klägers in das Verzeich-              Es sei offensichtlich, daû die Frist von 10 Jahren, die
nis der aufgrund ihrer Verdienste für eine Beförderung im             seit Erlaû der ursprünglichen Entscheidung bis heute
Haushaltsjahr 1996 in Betracht kommenden Beamten                      vergangen sei, zu lang sei und die Grenzen dessen, was
abgelehnt wird, und Schadensersatz, hat das Gericht                   als vernünftig und normal anzusehen sei, überschreite.
(Vierte Kammer) unter Mitwirkung der Präsidentin P.
Lindh sowie der Richter K. Lenaerts und J. D. Cooke Ð
                                                                      Durch diesen Zeitablauf sei bei der Klägerin das
Kanzler: H. Jung Ð am 11. Juni 1998 einen Beschluû mit
                                                                      berechtigte Vertrauen dahin gehend geweckt und ver-
folgendem Tenor erlassen:
                                                                      stärkt worden, daû die Kommission ihre Entscheidung
                                                                      in Übereinstimmung mit der Mitteilung des DAFSE
1. Die Klage wird abgewiesen.
                                                                      treffen würde, daû dem von der Klägerin gestellten
                                                                      Antrag auf Restzahlung stattgegeben werde.
2. Jede Partei trägt ihre eigenen Kosten.
(1) ABl. C 271 vom 6.9.1997.                                          Ausgehend davon, daû die Kommission ihre Entschei-
                                                                      dung unmittelbar nach Kenntnisnahme der Mitteilung
                                                                      des DAFSE hätte erlassen müssen, sei es offensichtlich,
                                                                      daû die Frist von 10 Jahren (1988Ð1998) zu lang sei
                                                                      und die Grenzen dessen, was als vernünftig und nor-
                                                                      mal anzusehen sei, überschreite.
Klage der EugeÂnio Branco Lda gegen die Kommission der
Europäischen Gemeinschaften, eingereicht am 26. Mai                   Die Kommission habe die Grundsätze einer ordnungs-
                             1998                                     gemäûen Verwaltung miûachtet.
                    (Rechtssache T-83/98)
                        (98/C 278/83)                                 Wenn der Mitgliedstaat der Kommission die Anträge
                                                                      auf Restzahlung innerhalb der Frist von 10 Monaten
              (Verfahrenssprache: Portugiesisch)                      ab Abschluû der Vorhaben zukommen lassen müsse
                                                                      und anderenfalls die Zahlung des betreffenden
Die EugeÂnio Branco Lda mit Sitz in Lissabon (Portugal) hat           Zuschusses ausgeschlossen sei, so müsse die Kommis-
am 26. Mai 1998 eine Klage gegen die Kommission der                   sion zumindest die Entscheidung über diesen Antrag
Europäischen Gemeinschaften beim Gericht erster Instanz               auf Restzahlung innerhalb derselben Frist treffen.