CELEX: 62020CB0691
Language: de
Date: 2021-10-22 00:00:00
Title: Rechtssache C-691/20: Beschluss des Gerichtshofs (Neunte Kammer) vom 22. Oktober 2021 (Vorabentscheidungsersuchen des Tribunal Judicial da Comarca do Porto Este — Penafiel — Juízo Trabalho — Portugal) — B/O, P, OP, G, N (Vorlage zur Vorabentscheidung – Recht der Europäischen Union – Grundsätze – Art. 18 AEUV – Gleichbehandlung – Diskriminierung wegen der Staatsangehörigkeit – Verbot – Art. 49 AEUV – Niederlassungsfreiheit – Gesamtschuldnerische Haftung der Gesellschaften einer Gruppe für Forderungen aus einem von einer der Gesellschaften geschlossenen Arbeitsvertrag – Ausschluss von Gesellschaften mit Sitz in einem anderen Mitgliedstaat durch die Regelungen des betreffenden Mitgliedstaats)

7.2.2022   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 64/3
            
         
      Beschluss des Gerichtshofs (Neunte Kammer) vom 22. Oktober 2021 (Vorabentscheidungsersuchen des Tribunal Judicial da Comarca do Porto Este — Penafiel — Juízo Trabalho — Portugal) — B/O, P, OP, G, N
      (Rechtssache C-691/20) (1)
      
      (Vorlage zur Vorabentscheidung - Recht der Europäischen Union - Grundsätze - Art. 18 AEUV - Gleichbehandlung - Diskriminierung wegen der Staatsangehörigkeit - Verbot - Art. 49 AEUV - Niederlassungsfreiheit - Gesamtschuldnerische Haftung der Gesellschaften einer Gruppe für Forderungen aus einem von einer der Gesellschaften geschlossenen Arbeitsvertrag - Ausschluss von Gesellschaften mit Sitz in einem anderen Mitgliedstaat durch die Regelungen des betreffenden Mitgliedstaats)
      (2022/C 64/04)
      Verfahrenssprache: Portugiesisch
      
         Vorlegendes Gericht
      
      Tribunal Judicial da Comarca do Porto Este — Penafiel — Juízo Trabalho
      
         Parteien des Ausgangsverfahrens
      
      
         Kläger: B
      
         Beklagte: O, P, OP, G, N
      
         Tenor
      
      Der Grundsatz der Nichtdiskriminierung, der durch Art. 49 AEUV umgesetzt wird, ist dahin auszulegen, dass er einer nationalen Regelung nicht entgegensteht, nach der eine Gesellschaft, die in einem anderen Mitgliedstaat ansässig ist als die von ihr kontrollierte Gesellschaft, nicht gesamtschuldnerisch für die Schulden der letztgenannten Gesellschaft aus einem Arbeitsvertrag haftbar gemacht werden kann.
      
         (1)  ABl. C 110 vom 29.3.2021.