CELEX: 51989PC0353
Language: de
Date: 1989-09-12
Title: VORSCHLAG FUER EINE VERORDNUNG ( EWG ) DES RATES ZUR AENDERUNG DER VERORDNUNG ( EWG ) NR. 797/85 HINSICHTLICH DER ERSTATTUNGSSAETZE FUER DIE BEI DER STILLEGUNG VON ACKERFLAECHEN GEWAEHRTEN BEIHILFEN

KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                                   K0MC89) 353 endg.
                                                   Brüssel, den 12. September 1989
             Bericht über die Anwendung der Gemeinschaftsregelung
                        zur Stillegung von Ackerflächen
                                       und
                               Vorschlag für eine
                           VERORDNUNG (EWG) DES RATES
        zur Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 797/85 hinsichtlich der
         Erstattungssätze für die bei der Stillegung von Ackerflächen
                               gewährten Beihilfen
M
 I
                         (von der Kommission vorgelegt)
<*
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          Bericht über die Anwendung der Gemeinschaftsregelung zur
                         Stillegung von Ackerflächen
Auf der Ratstagung der Landwirtschaftsminister vom 21. April 1989 wurden
folgende Erklärungen abgegeben:
"Der Rat bittet die Mitglledstaaten unter Hinwels auf die Beschlüsse des
Europäischen Rates vom Februar 1988, zur Ergänzung der Stabilisatoren eine
Flächenstillegungsregelung einzuführen der Kommission bis zum 10. Juni 1989
über die Anwendung der Flächenstillegungsregelung zu berichten.
Die Kommission bebundet Ihre Absicht sicherzustellen, dass die von Rat am
25. April 1988 beschlossenen FlächenstIIlegungsmassnahmen In den
Mitglledstaaten wirksam und ausgewogen angewandt werden; Sie berichtet dem
Rat bis zum 15. Juli über die Regelung.
Der Rat fordert die Kommission auf, auf der Grundlage dieses Berichts zu
prüfen, welche etwaigen Anpassungen an den Welse die bestehenden Regelungen
erforderlich sind und dem Rat gegebenenfalls entsprechende Vorschläge
vorzulegen."
In einer EntschlIessung vom 13. Dezember 1988 hat das Europäische Parlament
die Kommission um Vorlage eines ausführlichen Berichts über die
Durchführung aller Aspekte der Flächenstillegungsverordnungen durch die
Mitglledstaaten ersucht.
Der vorliegende Bericht entspricht diesen beiden Forderungen.
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                                       INHALT
1. Hintergrund
2. Die Flächenstillegungsregelung
3. Anwendung der Flächenstillegungsregelung In den Mitgliedstaaten
4. Massnahmen der Kommission zur Gewährleistung der Anwendung der Regelung
5. Ergebnisse der Anwendung der Flächenstillegungsregelung Im Wirtschafts-
    Jahr 1988/89
6. Beurteilung der Ergebnisse
7. Beurteilung der von den Mltglledstaaten festgesetzten Beihilfesätze
8. Schluss
Tabellen
- Tabellen
1. Kenndaten der einzelStaat IIchen Regelungen,
2. Bewertung der BelhlIfesätze
3. Stillgelegte Flächen, Zahl der beteiligten Betriebe und
    Bodennutzung nach Mitgliedstaaten
4 .1 . FlachenstI llegung IIn der Bundesrepublik Deutschland
4 2. FlächenstI I legung inI  Italien
4 .3. FlächenstI I legung Im
                           I  Vereinigten Königreich
4 .4. FlächenstI IIegung IIn  Spanien
4 5. FlächenstI I legung InI  Frankreich
4 6. FlächenstI I legung InI  den Nieder landen
4 7. FlächenstI I legung InI  Belgien
5. Zahl der beteiligten Betriebe, aufgeschlüsselt nach dem Prozentsatz der
    stillgelegten Fläche Je Betrieb
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             Bericht über die Anwendung der Gemeinschaftsrege lung
                        zur Stillegung von Ackerflächen
1. Hintergrund
    Am 25. April 1988 hat der Rat die Verordnung (EWG) Nr. 1094/88< 1 ) zur
    Änderung der Verordnungen (EWG) Nr. 797/85<2> und (EWG) Nr. 1760/87<3)
    hinsichtlich der Stillegung von Ackerflächen erfassen. Diese Verordnung
    hält auch Bestimmungen über die Extenslvierung und Umstellung der
    Agrarproduktion.
    Das Europäische Parlament hat   am 11. März 1988* 4 ) seine Stellungnahme
    abgegeben.
2. Die Flächenstillegungsregelung
   Die FlächenstIIlegungsregelung soll das Gleichgewicht zwischen Ertrag
   und Aufnahmefähigkeit des Marktes fördern und Insofern die vom Rat Im
   Rahmen der verschiedenen Marktoroganlsat Ionen erlassenen Massnahmen zur
    Stabilisierung der Agrarmärkte ergänzen. So bietet die
    FlächenstlIlegungsregelung den Landwirten vor allem eine alternative
    Einkommensgarantie für die Zelt der Anpassung an die neuen
   Marktgegebenheiten und hilft Ihnen gleichzeitig, ihre Erträge zu
   drosseln. In diesem Sinne fördert die Regelung die direkte
   Marktverwaltung. Die Bindung an die Marktpolitik ist wichtig und wird
   dadurch unterstrichen, dass der finanzielle Beitrag des EAGFL zu
   gleichen Teilen von den Abteilungen Ausrichtung und Garantie getragen
   wird.
Die Stillegungsregelung betrifft sämtliche Ackerflächen, mit Ausnahme der
Nutzflächen für Erzeugungen, die nicht unter eine gemeinsame
Marktorganisation fallen. Um greifbare Ergebnisse In Form einer
Angebotsstabilisierung zu erreichen, müssen mindestens 20X der Ackerflächen
eines Betriebs für eine Mindestdauer von fünf Jahren unbestellt bleiben.
Der Landwirt hat Jedoch Kündigungsmöglichkeit nach drei Jahren.
(1)     ABL. Nr. C
(2)     ABL. Nr. C
(3)     ABL. Nr. C
(4)     ABL. Nr. L 93 vom 30.03.1985, S. 1
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   Die stillgelegten Nutzflächen können brachgelegt (Dauerbrache oder
   Rotationsbrache), aufgeforstet oder für nicht landwirtschaftliche Zwecke
   genutzt werden. Der Beihilfeempfänger muss sich verpflichten, das Land zum
   Schutz der Umwelt und der natürlichen Ressourcen In zufriedenstellendem
   agronomischen Zustand zu halten. Im Interesse einer rationellen Nutzung der
    landwirtschaftlichen Ressourcen der Gemeinschaft können die Mitglledstaaten
   genehmigen, dass die stillgelegten Flächen für eine Dauer von drei Jahren
   versuchsweise In extensiv zu nutzenden Grünland umgewandelt oder für den
   Anbau bestimmter ElnweIsspflanzen (Linsen, Kichererbsen und Wicken) genutzt
   werden. In beiden Fällen soll die Beihilfe die Einkommensverluste
   verrIngern.
   Begünstigt Im Rahmen der Flächenstillegungsregelung Ist die Person, die das
   Land bestellt hat und befugt ist, es auch während des
   Verpflichtungszeitraums zu bewirtschaften.
   Die Mitglledstaaten bestimmen den BelhlIfebetrag Je Hektar stillgelegte
   Fläche nach den tatsächlichen Einkommensverlusten. Das BelhlIfeniveau muss
   hoch genug ausgesetzt sein, um den Landwirten einen echten Anreiz zur
   Flächenstillegung zu geben, sollte Jedoch nicht über dem Betrag liegen, der
   zum Ausgleich des Einkommensverlustes Erfolge der Flächenstillegung
   notwendig ist. Der Höchstsatz der Beihilfe Je Hektar und Jahr wird auf 600
   ECU, der Mindestsatz auf 100 ECU festgesetzt. In Ausnahmefällen kann ihn
   die Kommission auf 700 ECU Je Hektar und Jahr anheben.
   Die Erzeuger, die einen beträchtlichen Anteil ihrer Ackerflächen
   (mindestens 30%) stillegen, können einen zusätzlichen Anreiz In Form einer
   Freistellung (für eine Menge für 20 Tonnen Getreide) von der
   Mitverantwortungsabgabe gemäss Artikel 4 der Verordnung (EWG) Nr. 2727/75
   (5) und von der zusätzlichen Mitverantwortungsabgabe gemäss Artikel 4b
   Absatz 2 der gleichen Verordnung erhalten.
*   Stillgelegte  Flächen, die für nicht landwirtschaftliche Zwecke genutzt
   werden, dürfen weder für tierische noch für pflanzliche Erzeugungen
   genutzt werden, d.h., auch nicht für die Erzeugung von
    landwirtschaftlichen Rohstoffen zur Verwendung l§ Hlchtnahrungsberelch
    (z.B. zur Gewinnung von Bioäthanol). Diese Frage wird In de»
   vorliegenden Bericht nicht behandelt, sondern erst in de» Bericht über
   die Mögt lenke it en der Förderung der Verwendung ven landwirtschaftlichen
   Rohstoffen I» Hlchtnahrungsberelch.
(5) ABL. Nr. L 281 vo» 1.11.1975, S.1
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Den Mitglledstaaten werden folgende Sätze erstattet:
- 50% der Tranche zwischen 100 und 200 ECU/ha/Jahr
- 25% der Tranche zwischen 200 und 400 ECU/ha/Jahr
- 15% der Tranche zwischen 400 und 600 ECU/ha/Jahr.
Wurde die Umwandlung Inextensiv zu nutzendes Grünland bzw. der Anbau von
Kichererbsen, Linsen und Wicken genehmigt, gelten folgende
Erstattungssätze:
- 50% der Tranche bis zu 100 ECU/ha/Jahr
- 25% der Tranche zwischen 100 und 200 ECU/ha/Jahr ;
- 1 5 % der Tranche zwischen 200 und 300 ECU/ha/Jahr.
Die Kommission kann den Mitglledstaaten gestatten, Regionen oder Gebiete,
 in denen die Erzeugung aufgrund natürlicher Gegebenheiten oder drohender
Entvölkerung nicht gedrosselt werden sollte, von der Regelung auszunehmen.
 Im Falle Spaniens können nach der Regelung Ausnahmen auch auf Grundlage der
besonderen sozloökonomIschen Lage In bestimmten Regionen und Gebieten
genehmigt werden. Portugal Ist bis Ende 1994 von der Anwendung der Regelung
ausgenommen.
3. Anwendung der FlächenstIIlegungsregelung In den Mitgliedstaaten
     (a) Zeltpunkt der Anwendung
Am 29. April 1988 er M e s s die Kommission die Verordnung (EWG) Nr.
1272/88(6) mit Durchführungsbestimmungen zur BelhlIferegelung für die
Förderung der Stillegung von Anbauflächen. Die Regelung hätte In den
Mitglledstaaten bis zum 14. Juli 1988, also zwei Monate nach Er lass der
Durchführungsbestimmungen der Kommission, eingeführt werden sollen, um
sich im Wlrbehaftsjahr 1988/89 auszuwirken.
Kein Mitgliedstaat ist dieser Verpflichtung bis zu dem genannten Termin
nachgekommen, allerdings haben das Vereinigte Königreich, die Niederlande
und die Bundesrepublik Deutschland die FlächenstIIlegungsregelung bis
Mitte August 1988 eingeführt, also noch rechtzeitig vor der Herbstausaat.
(6)      ABL. Nr. L 281 vom 01.11.1975, S. 1
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Zum 31. März 1989 hatten die folgenden neun Mitgliedstaaten die Regelung
eingeführt (Einführungsdatum in Klammer):
Vereinigtes Königreich                  (29. Juli 1988)
Bundesrepublik Deutschland              (12. August 1988)
Nieder lande                            (16. August 1988)
Belgien                                 (18. Oktober 1988)
Frankreich                              (19. November 1988)
 Irland                                 (9. Dezember 1988)
Spanien                                 (12. Dezember 1988)
Gr lechenland                           (13. Dezember 1988)
Itallen                                 (6. Februar 1989)
Luxemburg er I less am 12. April 1989 ein entsprechendes Gesetz.
Die tatsächliche Anwendung erfolgte In einigen Fällen allerdings noch
wesentlich später; so wurden beispielsweise in Frankreich die "arrêtés
préfectoraux" erst zwischen Januar und März erlassen, während in
Griechenland die Anwendung nicht vor Juli erfolgen kann.
Für die Kenndaten der elnzelStaatIIchen Regelungen siehe Tabelle I.
(b)     BelhiIfebeträge
Die Beihilfe liegt zwischen 100 ECU Je Hektar In den benachteiligten
Regionen Spaniens und Griechenlands und 600 ECU Je Hektar In den
Niederlanden und für die Qualitätsböden der Bundesrepublik Deutschland.
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Der Belhllfesatz Ist nach Regionen zu staffeln, wenn agronomische und
wirtschaftliche Bedingungen dies erfordern. Dies Staffelung richtet sich
nach der Ackerbodenqualität In der Bundesrepublik Deutschland (wobei Je
nach Land der durchschnittliche QualItätsIndex des Betriebs oder der
Gemeinde oder der Region zugrunde gelegt wird), nach den Möglichkeiten der
künstlichen Bewässerung in Spanien und Griechenland, nach
Departementsgruppen In Frankreich und nach der Einstufung In Berg- und
benachteiligte Gebiete In Teilen Spaniens und Griechenlands, Im Vereinigten
Königreich, sowar in Teilen Belgiens und Italiens. Die Niederlande, Irland
und Luxemburg haben einen Pauschsatz für Ihr gesamtes Hoheitsgebiet.
Die BelhlIfebeträge liegen unter oder bei 300 ECU Im Vereinigten Königreich
und in Belgien (mit Ausnahme der produktivsten Regionen), Luxemburg,
Spanien und Frankreich (mit Ausnahme einiger Regionen) sowie In Irland und
 In Griechenland. Die Beihilfe liegt über 300 ECU In der Bundesrepublik
Deutschland, den Niederlanden und Italien. Im Vereinigten Königreich, In
den Niederlanden und in Frankreich wurde die Umwandlung stillgelegter
Flächen In extensiv zu nutzendes Grünland (Grünbrache) nicht genehmigt.
Andererseits gestatten nur Spanien, Griechenland und Italien den Anbau
bestimmter Elwe isspflanzen (Linsen, Kichererbsen und Wicken) auf diesen
Flächen.
(c)     Ausnahmen
Die Kommission gestattete Spanien, 29,5% seiner Ackerflächen In den
"Comunldades Autonomas" Cast 11Ia-La-Macha, Cast 11 la-Leon, Aragon,
Estremadura und Andalusia aus sozioökonomisehen Gründen von der Anwendung
der Flächenst11legungsrege lung auszunehmen.
Frankreich durfte ein Gebiet, das rund 2% seiner Gesamtackerfläche
entspricht und stark brandgefährdet Ist, von der Regelung freistellen.
Italien durfte die Provinz Trento (0,05% der Gesamtackerfläche) wegen der
Gefahr der Entvölkerung In dieser Region von der Regelung ausnehmen.
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 (d)    Die Mitverantwortungsabgaben Im Getreidesektor
 Die Flächenstillegungsregelung sieht für Erzeuger, die mindestens 30% Ihrer
Ackerflächen aus der Produktion nehmen, einen besonderen Anreiz In Form
einer Freistellung von den Mitverantwortungsabgaben für maximal 20 Tonnen
Getreide vor. Diese Bestimmung betrifft die Mitverantwortungsabgabe gemäss
Artikel 4 der Verordnung (EWG) Nr. 2727/75 (die zur Zelt auf 3% festgesetzt
 Ist) sowie die zusätzliche Mitverantwortungsabgabe von maximal 3% gemäss
Artikel 4 Absatz 2 der vorgenannten Verordnung.
Dieser Aspekt der BeihlIfemassnahme Ist besonders für Erzeuger von
 Interesse, die nicht unter die Verordnung für Kleinerzeuger fallen. Doch
könnte auch ein Erzeuger, der von dieser Verordnung erfasst wird und der
über 25 Tonnen verkauft, für die über 25 Tonnen hinaus verkaufte
Getreidemenge für die Freistellungen von den Mitverantwortungsabgaben Im
Rahmen der Flächenstillegungsregelung In Frage kommen.
Diese Ausnahme wird erstmals im Wirtschaftsjahr 1989/90 angewendet, well
Landwirte, die Ihre Flächen 1988 oder Im Frühjahr 1989 stillgelegt haben,
erst dann geringere Erträge erzielen werden. Nach den eingegangenen
 Informationen haben nur 28% der Empfänger in VK, SP, F, IRL, NL und B
weniger als 30% Ihrer Fläche stillgelegt. In 47% der Fälle wurden mehr als
30% aber weniger als 100% der Flächen stillgelegt, diese Landwirte kommen
somit für eine Befreiung von den Mitverantwortungsabgaben, In Betracht. Es
 lässt sich noch nicht absehen, wieviele der teilnehmenden Landwirte eine
solche Befreiung beantragen werden. Die Tatsache Jedoch, dass ein Grossteil
von Ihnen mehr als 30% der Flächen stillgelegt hat, könnte ein Indiz dafür
sein, dass von dieser Freistellung In grossen Umfang Gebrauch gemacht
werden wird.
4. Massnahmen der Kommission zur Gewährleistung der Anwendung der Regelung
Im Rahmen des Ständigen Agrarstrukturausschusses (seit dem 1.1.1989
Ausschuss für Agrarstrukturen und ländliche Entwicklung) hat die Kommission
die einzelstaatIichen Regelungen sorgfältig auf Ihre Übereinstimmung mit
der Gemeinschaftsverordnung hin überprüft und entsprechende Stellungnahmen
und Entscheidungen an die Mitgliedstaaten gerichtet.
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Unter Berücksichtigung der Stellungnahme des Europäischen Parlaments und
der Bedeutung einer effektiven Anwendung der Flächenstillegungsregelung hat
die Kommission am 7.Dezember 1988 beschlossen, gegen die Mitgliedstaaten,
die die FlächenstIllegungsregelung noch nicht eingeführt hatten, das
Verstossverfahren einzuleiten. Diesem Beschluss zufolge wurden gegen
 Italien, Luxemburg und Dänemark das Verstossverfahren eröffnet. Nachdem
 Italien und Luxemburg In der Folge die Regelung eingeführt haben, Ist nun
Dänemark der einzige Mitgliedstaat, In dem die erforderlichen Massnahmen
zur Durchführung der FlächenstIIlegungsregelung noch nicht getroffen
wurden. Daher wurde am 16. Januar 1989 das Verfahren des Artikels 169 des
EWG-Vertrags gegen Dänemark eröffnet. Dem Mitgliedstaat wurde am 12. Juni
1989 eine mit Gründen versehene Stellungnahme übermittelt, nachdem er zu
seiner Rechtfertigung nur Argumente Im Zusammenhang mit Internen
Schwierigkelten des Rechtssetzungsprozesses angeführt hatte, was nach der
ständigen Rechtsprechung des Gerichtshofs kein hinreichender Grund für die
nicht erfolgte Umsetzung von Gemeinschaftsvorschriften Ist. Dem
Mitgliedstaat wurde eine Frist von einem Monat gesetzt, um seinen
Verpflichtungen nachzukommen.
5. Ergebnisse der Anwendung der FlächenstIIlegungsregelung Im
    Wirtschaftsjahr 1988/89
Gemäss Artikel 16 der Verordnung (EWG) Nr. 1272/88 der Kommission mit
Durchführungsbestimmungen zur Beihilferegelung für die Förderung der
Stillegung von Anbauflächen haben die Mltglledstaaten der Kommission
Jährlich bis zum 1. Juli einen Bericht über die Durchführung der Regelung
zu übermitteln.
Dieser Bericht muss Insbesondere folgendes enthalten: eine Zusammenfassung
der Ergebnisse der Kontrolleberichte, die Im Falle der Nichteinhaltung der
Verpflichtungen getroffenen Massnahmen, die Aufschlüsselung der Empfänger
und der Insgesamt st 11 Ige legten Fläche nach der Art der Flächennutzung, der
betriebswirtschaftliche Ausrichtung und Grösse der Betriebe, dem Anteil der
stillgelegten Fläche an der Gesamtfläche des Betriebs und den
Besitzverhältnisse der Parzellen sowie eine Beurteilung des Beitrags der
Regelung zur Anpassung der Erzeugung an den Marktbedarf.
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Auf seiner Tagung vom 21. April hat der Rat die Mltglledstaaten gebeten
 ihre Berichte bis 10. Juni 1989 vorzulegen. Bei Redaktionsschluss dieses
Berichts (16. Juni) hatte noch kein Mitgliedstaat einen ausführlichen
Bericht mit allen vorgenannten Angaben übermittelt. Die Kommission hat
deshalb die Jeweils neuesten verfügbaren Informationen verwendet, die In
einigen Fällen Jedoch sehr bruchstückhaft sind. Diese Informationen wurden
an folgenden Daten übermittelt:
Niederlande                     15. Juni 1989
Vereinigtes Königreich          14. Juni 1989
Belgien                         13. Juni 1989
Frankreich                      13. Juni 1989
 Italien                        12. Juni 1989
Bundesrepublik Deutschland       9. Juni 1989
 Irland                          9. Juni 1989
Spanien                          9. Juni 1989
Ausserdem ging ein Fernschreiben Griechenlands bei der Kommission ein,
wonach mit einer Anwendung der Flächenstillegungsregelung erst im Juli 1989
zu rechnen ist. Keine Informationen haben Dänemark und Luxemburg
übermittelt.
In der Gemeinschaft insgesamt haben im Wirtschaftsjahr 1988/89 38.164
Landwirte mit Insgesamt 434.310 ha an der FlächenstIIlegungsregelung
teilgenommen, dies entspricht 0,9% der Gesamtanbaufläche und 1,3% der
Getreidefläche der Gemeinschaft.
Von den Mitgliedstaaten, die die Flächenstillegungsregelung rechtzeitig für
das Wirtschaftsjahr 1988/89 angeboten haben, entfällt der Haupttell mit
169.729 ha auf die Bundesrepublik Deutschland, gefolgt vom Vereinigten
Königreich mit 54.779 ha.
Von den Mltglledstaaten, die die Regelung erst später anboten, gingen die
meisten Anträge aus Italien ein, wo insgesamt 155.606 ha aus der Produktion
genommen wurden, gefolgt von Spanien mit 34.229 ha. In den anderen
Mitgliedstaaten, die die Massnahme verspätet eingeführt haben, fielen die
Flächenstillegungen kaum Ins Gewicht.
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Die Im Durchschnitt stillgelegte Fläche war mit 66,1 ha in Spanien aus
grossen gefolgt vom Vereinigten Königreich mit 31,3 ha. In Italien,
Frankreich, Irland und den Niederlanden lag der Durchschnitt bei etwa 16
ha. Der Durchschnitt für Italien Ist besonders bemerkenswert, da die
durchschnittliche Betriebsfläche In diesem Mitgliedstaat bei nur 7,4 ha
 liegt.
Hauptsächlich wurde das stillgelegte Land In Brache überführt. In Italien,
dem Vereinigten Königreich, Spanien, Frankreich, Irland und Belgien wurde
das stillgelegte Land vorwiegend In Dauerbrache überführt, während In der
Bundesrepublik Deutschland Dauerbrache und Rotationsbrache glelchermassen
attraktiv erschienen.
Bemerkenswert ist, dass In Irland mehr als die Hälfte der stillgelegten
Fläche für die extensive Weidenutzung umgewidmet wurde. Auch in Italien
bestand einiges Interesse an der Umwandlung in extensiv zu nutzendes
Grünland (rund 25% der stillgelegten Flächen).
Nur In sehr geringem Umfang wurden die stillgelegten Flächen für
nichtlandwlrtschaftIIche Zwecke umgewidmet, ein noch geringeres Interesse
bestand an der Aufforstung. Einer der Gründe für diesen offenkundigen
Mangel an Interesse könnte sein, dass für beide Tätigkeiten eine gewisse
Vorausplanung erforderlich Ist. Es sind aber auch noch andere Erklärungen
denkbar, etwa die Höhe der Zuwendungen oder Schwierigkeiten, die
entsprechenden Planungsgenehmigungen zu erhalten. Nur In Spanien bestand
ein gewisses Interesse am Anbau von Kichererbsen und Linsen (20% der
stillgelegten Flächen).
Die folgenden Absätze geben Auskunft über die Ergebnisse In den einzelnen
Mitgliedstaaten. Siehe hierzu nach die Tabellen 4.1 bis 4.7.
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Bundesrepublik Deutschland
 in der Bundesrepublik Deutschland beteiligten sich 25.289 Landwirte mit
 Insgesamt 169.729 ha Land an der Regelung. 99% der stillgelegten Flächen
wurden brachgelegt, und zwar Je nur Hälfte als Dauerbrache und als
Rotationsbrache. Wie aus Tabelle 4.1 erstehen Ich wurden durchschnittlich
6,7 ha pro Betrieb stillgelegt, wobei NiederSachsen führend war, gefolgt
von Bayern, Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen,
Hessen und Rhelnland-Pflaz. Setzt man diese Daten Jedoch In bezug zu der
Gesamtackerfläche, so haben die Länder In Norddeutschland wie
NiederSachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg das grösste Interesse gezeigt
(Stillegung von mehr als 3% der Ackerflächen), gefolgt von Baden-
Württemberg (2,7%) sowie Rhelnland-Pflaz und Hessen (Je 2,6%). Die
Beteiligung In Nordrhein-Westfalen und Bayern war wesentlich geringer.
 Itailen
 In Italien wurden In einer ersten Phase 9.301 Landwirte als
beihilfebegünstigt eingestuft, die insgesamt 155.606 ha stillgelegt haben.
Die Kommissionsdienststellen haben um zusätzliche Informationen gebeten, um
die bereits vorliegenden Informationen besser verstehen zu können. Die
durchschnittlich Je Betrieb stillgelegte Fläche beläuft sich auf 16,7 ha.
44% wurden in Dauerbrache, 25% In Rotationsbrache überführt. Interessant
Ist, dass die Anträge vor allem aus Italien stammen. Die
Produktionskapazität Ist in den Regionen des Mezzoglorno niedriger als in
Nordl ta M e n , und Im Mezzogrlorno fand die Flächenstillegungsregelung den
stärksten Anklang. In MittelItallen, vor allem In der Toskana, entschieden
sich die Teilnehmer vorwiegend für die teilweise Flächenstillegung, das
helsst, in den meisten Fällen werden 20% der Betriebsfläche stillgelegt,
während In anderen Regionen FlächenstiI legungen von 50 bis 100% sehr viel
häufiger sind.
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Vereinigtes Königreich
 Im Vereinigten Königreich wurde die Regelung von 1.750 Landwirten für
 Insgesamt 54.779 ha In Anspruch genommen. Fast 80% der stillgelegten
Flächen wurden In Dauerbrache überführt. Die Anträge verteilten sich mehr
oder weniger glelchmässig auf alle Landesteile, mit Ausnahme von Nordirland
mit sehr wenigen und von Schottland mit überdurchschnittlich vielen
Anträgen. Die stillgelegten Flächen In Schottland liegen hauptsächlich In
Gebieten, die als benachteiligt eingestuft sind, das helsst, das Land Ist
weniger eertragreich als in anderen Landesteilen, was die Attraktivität der
Regelung erklären könnte.
Spanien
 In Spanien wurde die Regelung verspätet eingeführt, was vielleicht erklärt,
warum sie nur von 518 Landwirten für Insgesamt 34.229 ha In Anspruch
genommen wurde. Im Durchschnitt wurden Je Betrieb 66.1 ha stillgelegt. 20%
der stillgelegten Flächen wurden für den Eiweisspflanzenanbau genutzt, 41%
 In Dauerbrache und 29% In Rotationsbrache überführt. Die Anträge stammen
hauptsächlich aus den Regionen Cast 11la-la-Mancha, Aragon und Cast II la y
Leon, die zusammen 58% des spanischen Getreides erzeugen. Die anderswo
stillgelegten Flächen fallen hingegen kaum Ins Gewicht.
Frankreich
Die Reaktion in Frankreich war wenig enthusiastisch: 1.002 Landwirte haben
insgesamt 15.707 ha stillgelegt. Der Durchschnittswert Je Betrieb liegt bei
15,6 ha. Ein Grund für die geringe Anzahl von Anträgen Ist die späte
Einführung der Regelung; so wurde etwa der letzte "arrêté préfectoral" am
24. März 1989 erlassen. Ein weiterer Grund könnten die niedrige
französischen Beihilfesätze sein (siehe welter unten).
Bemerkenswert Ist Jedoch, dass In der Region "Centre", dem grössten
Getreideerzeugungsgebiet Frankreichs (15% der Gesamtgetreideerzeugung),
2,5% der Getreideflächen stillgelegt wurden, gegenüber durchschnitt I Ich
1,3% In anderen Teilen der Gemeinschaft. Vorwiegend wurden die
stillgelegten Flächen In Dauerbrache überführt (62%); obwohl hierfür die
niedrigsten Beihilfen gewährt werden).
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 Nieder lande
  Inden Niederlanden wurde die Regelung von 195 Landwirten für 2.621 ha In
Anspruch genommen. Durchschnittlich wurden Je Betrieb 13,4 ha stillgelegt.
 In 95,2% der Fälle erfolgte Brachlegung.
 Sonstige Mitgliedstaaten
Sowohl In Irland als auch In Belgien wurde die Regelung verhältnismässig
spät eingeführt, die bisherigen Ergebnisse sind eher unbedeutend.
6.    Bewertung der Ergebnisse
Die Teilnahme an der Flächenstillegungsregelung Ist für die Landwirte
freiwillig: der Landwirt entscheidet selbst (hauptsächlich anhand des
Beihilfebetrags), ob er sich an der Regelung beteiligen will oder nicht.
Dabei berücksichtigt er auch die Preispolitik Im allgemeinen und ihre
wahrscheinliche Entwicklung sowie die möglichen Auswirkungen der
Flächenst11 legung auf die Betriebsorganisation.
 Insgesamt sind die Ergebnisse Im ersten Anwendungsjahr eher bescheiden. In
den Mitglledstaaten, In denen die Regelung rechtzeitig eingeführt wurde und
die Beihilfesätze attraktiv genug waren, haben die Landwirte aber durchaus
 Interesse gezeigt. Diee Bundesrepublik Deutschland hat die Massnahme
rechtzeitig genug für die Herbstaussaat 1988 und die Frühjahrsaussaat 1989
eingeführt, und hier traf die Massnahme auch auf das grösste Echo. Das
Vereinigte Königreich hat die Massnahme ebenfalls rechtzeitig eingeführt,
allerdings war die Reaktion hier möglicherweise wegen der niedrigen Sätze
nicht so günstig wie In der Bundesrepublik Deutschland. In Italien wurde
die Regelung verspätet eingeführt, ersten Angaben zufolge dürfte dort
Jedoch ungefähr die gleiche Fläche aus der Produktion genommen werden wie
 in der Bundesrepublik Deutschland. Bei einem Vergleich der stillgelegten
Fläche mit der Gesamtackerfläche zeigt sich, dass die Regelung vor allem In
der Bundesrepublik Deutschland erfolgreich war: Hier wurden 2,4% der
Ackerflächen aus der Produktion genommen, gegenüber einem
Gemeinschaftsdurchschnitt von 1,3%.
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Einer der Gründe für die günstigen Ergebnisse In der Bundesrepublik
Deutschland Ist wahrscheinlich darin zu suchen, dass die Flächenstillegung
 In Niedersachsen bereits zwei Jahre zuvor im Rahmen eines Grossversuchs
angeboten wurde, die Landwirte also damit vertraut waren, sie als
Alternative in ihre Betriebsplanung elnzubezlehen.
Die geringe Akzeptanz In allen übrigen Mitgliedstaaten Ist wahrscheinlich
auf die späte Einführung der Regelung, In einigen Fällen kombiniert mit
niedrigen BeIh11fesätzen, zurückzuführen.
Auswirkungen auf die Erzeugung
Es lässt sich zwar nicht genau abschätzen, welches Produktionsvolumen der
1988/89 stillgelegten Fläche entspricht, die Verringerung lässt sich Jedoch
approximativ wie folgt berechnen: Wäre auf der gesamten stillgelegten
Fläche Getreideanbau mit einem durchschnittlichen Hektarertrag von 4.6 t
(durchschnittlicher EWG-Ertrag 1985) betrieben worden, so wurden
schätzungsweise 2 Millionen Tonnen Getreide weniger erzeugt als ohne
Flächenstillegungsregelung. Berücksichtigt man Jedoch dass sogenannte
"slippage" (Eine Verringerung der Anbaufläche hat nicht unbedingt eine
entsprechende Produktlonsverringerung zur Folge. Diese häufig als
"slippage" bezeichnete Diskrepanz ist damit zurückzuführen dass die am
wenigsten produktiven Böden stillgelegt werden und die verbleibenden
Flächen intensiver genutzt werden können), das unter Umständen bis zu 50%
ausmacht, ergibt sich eine Menge an nlchterzeugtem Getreide zwischen 1 und
2 Mlo.t.
Die stillgelegten Flächen (Insgesamt 500.000 ha) müssen mit der
Gesamtackerfläche von 70 Millionen ha verglichen werden, von denen
schätzungsweise 47 Millionen ha für eine Stillegung In Frage kommen. Die
geschätzte M indererzugung von 1 bis 2 Mlo.t ist zu der
Gesamtgetreideerzeugung In Bezug zu setzen: sie belief sich 1986 auf 154
Mio.t, 1987 auf ebenfalls 154 Mlo.t und 1988 auf 163 Mio.t, wobei die
garantierte Höchstmenge bei 160 Mlo.t lag. Ausserdem zeigen Trendanalysen,
dass die Jährliche Getreideerzeugung allein aufgrund höherer Erträge
Jährlich um 3 bis 4 Mlo.t zunehmen wird.
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Was die budgetare Seite der Regelung angeht, so wird auf der Grundlage der
bisher eingegangenen Bericht davon ausgegangen, dass die 1988/89 für
mindestens drei Jahre stillgelegten Fläche im Jahr 1989 Kosten von rund 40
Mio. ECU verursachen werden, die bis 1990 oder 1991 auf 60 bis 70 Mio. ECU
steigen dürften. Falls 1989/90 und In den folgenden Jahren mehr Landwirte
die Regelung In Anspruch nehmen, werden diese Beträge natürlich höher
 liegen.
7. Bewertung der elnzeiStaatIIchen Belhllfesätze
Gemäss Artikel 25 der Verordnung (EWG) Nr. 797/85 des Rates hat die
Kommission die von den Mitgliedstaaten vorgeschlagenen Beihilfesätze
bewertet und zu diesem Zweck die Daten des Informationsnetzes
 landwirtschaftlicher Buchführungen (INLB) über die Deckungsbeiträge bei
Getreide herangezogen. Diese Angaben stammen aus der Erhebung
 landwirtschaftlicher Haupterwerbsbetriebe, die sich auf Getreide
(ausgenommen Mais und Reis) spezialisieren. Diese Methode ergibt einen
annähernden Rentabi Iitätswert der Getreideerzeugung.
In Tabelle 2 werden die einzelnen Beihilfesätze einander gegenüberstellen.
Obwohl diese Angaben mit einiger Vorsicht zu behandein sind, zeigt sich,
dass die Beihilfe in den Fällen, In denen das Verhältnis zwischen dem
Beihilfebetrag und den INLB-Angaben weniger als 1 beträgt, möglicherweise
nicht ausreicht, um den Einkommensver lust infolge der Flächenst11 legung
auszugleichen. Obwohl die Kommission In mehreren Stellungnahmen geklärt
hat, dass die von den Mitglledstaaten festgesetzten Beihilfen vom EAGFL
teilweise erstattet werden, behält sie sich bis zum 31. Dezember 1989 das
Recht vor, Ihren Standpunkt Im Lichte der Im ersten Anwendungsjahr
gewonnenen Ergebnisse zu überprüfen.
8. Schluss
a) Die Flächenstillegungsregelung ist eine neue Massnahme, die In der
    Europäischen Gemeinschaft erst kürzlich eingeführt worden Ist. Kein
   Mitgliedstaat hat die Massnahme zu dem vom Rat festgesetzten Zeitpunkt
    (15. Juli 1988) eingeführt, die Mehrzahl der Mitglledstaaten bot sie
   erst Im Herbst 1988 oder Im Frühjahr 19
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Obwohl Griechenland und Luxemburg die entsprechenden Rechtsvorschriften In
der Zwischenzeit blassen haben, scheint die Massnahme noch nicht angewendet
zu werden. In Dänemark fehlen entsprechende Vorschriften ganz. Die
Ergebnisse Im ersten Anwendungsjahr sind daher insgesamt bescheiden: Bei
eineer Ackerfläche von 70 Mio. ha In der Gemeinschaft wurden nur rund
500.000 ha st 11(gelegt.
b) Bereits In diesem ersten Jahr lassen sich Jedoch die grossen
   Möglichkeiten der Flächenstillegungsregelung als Ergänzung anderer
   Massnahmen der Gemeinschaft zur Reform der gemeinsamen Agrarpolitik
   erkennen. Auch die finanziellen Ergebnisse für den Gemeinschaftshaushalt
   sind zufrlendenstellend.
c) Die Gemeinschaft hält die Flächenstillegungsregelung nicht nur als
   Ergänzung zu den AgrarstabiI Isatoren sondern auch als Chance für die
   Landwirte für wichtig:
   - zum Schutz ihrer Einkommen vor den Auswirkungen der neuen Makrt-
     und PreispolItlk;
   - zur Neuorganisation Ihrer Produktionssysteme, so dass sie Ihr Land
      In gutem Zustand halten und zum Schutz der Umwelt beitragen können.
Die Kommission hält es daher für dringend erforderlich, dass die
Flächenstillegungsregelung 1989/90 in allen Mitgliedstaaten wirksamer
durchgeführt wird.
d) Obwohl die auf Gemeinschaftsebene verfügbaren Informationen über die
   Ergebnisse Im ersten Wirtschaftsjahr nicht auszeigend detailliert sind,
   lassen sich doch einige erste Schlüsse ziehen. Danach scheint es dass
   die geringen Erfolge In den meisten Mitgliedstaaten auf eine Kombinat ion
   mehrerer Faktoren zurückzuführen sind:
   - die verspätete Einführung der Regelung-,
   - die unzureichenden Bemühungen der Mltglledstaaten, die Landwirte über
     die Regelung und Ihren Sinn unter wirtschaftlichen und agronomischen
     Gesichtspunkten zu informieren;
   - in einigen Fällen die niedrigen Beihilfesätze.
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e) Die Kommission Ist der Meinung, dass alles getan werden sollte, um die
   effektive und ausgewogene Durchführung der Regelung In allen
   Mltglledstaaten zu gewährleisten. Hierzu schlägt sie dem Rat eine
   Anpassung der Verordnung (EWG) Nr. 797/85 vom 12. März 1985 in bezug auf
   die Erstattungssätze vor. Durch diese Anpassung würden die
   Erstattungssätze des EAGFL für Ausgaben Im Zusammenhang mit
   Flächenstillegungen ab 1. Juli 1989 angehoben. Anders gesagt, die
   Ausgaben für Flächenstillegungen Im Herbst 1988 und Frühjahr 1989,
   würden erst ab dem zweiten Anwendungsjahr zu den neuen Sätzen erstattet.
   Für die finanziellen Auswirkungen der vorgeschlagenen Anpassung siehe
   den zu dem Verordnungsentwurf gehörenden Finanzbogen. Die neuen Sätze
   sollten sich auf 50% für die Tranche bis zu 300 ECU/ha/Jahr und auf 30%
   für die Tranche zwischen 300 ECU und 600 ECU/ha/Jahr belaufen. Auch die
   Erstattungssätze für Flächen, die In extensiv zu nutzendes Grünland
   umgewandelt oder zum Anbau von Kichererbsen, Linsen und Wicken genutzt
   werden, sollen entsprechend angehoben werden:
   - 5 ° % für die Tranche bis zu 150 ECU/ha/Jahr;
   - 30% für die Tranche zwischen 150 und 300 ECU/ha/Jahr
f) In bezug auf die von den Mltglledstaaten festgesetzten BelhlIfesätze
   erinnert die Kommission daran, dass "der Beihilfebetrag Je Hektar auf
   der Grundlage des Elnkommensverlusts festgesetzt werden sollte, der sich
   aus der Flächenstillegung ergibt, wobei sicherzustellen Ist, dass der
   Beihilfebetrag ausreicht, um dies zu gewährleisten, andererseits aber
   auch keinen Überausgleich darstellt". Nach der Bewertung der von den
   Mltglledstaaten für das erste Anwendungsjahr festgesetzten
   Beihilfebeträge sollten nach Auffassung der Kommission In einigen Fällen
   die Beihilfesätze für das zweite Anwendungsjahr so angehoben werden,
   dass grösserer Anreiz für eine effektive und ausgewogene Anwendung der
   Regelung gegeben ist.
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g) Nach Auffassung der Kommission müssen alle Mltglledstaaten ausserdem die
   Landwirte so ausführlich wie möglich über die technlsen und
   wirtschaftlichen MöglIchkelten der Flächenstillegung informieren, und
   zwar durch entsprechende Publizität und gegebenenfalls durch die
   Beratung der Landwirte, ausserdem sollten sie auf der Ebene der
   Verwaltung alle Massnahmen treffen, um den Zugang potentieller Empfänger
   zu der Massnahme zu erleichtern.
   Hierzu schlägt die Kommission eine weitere Anpassung der Verdordnung
   (EWG) Nr. 797/85 des Rates vor, um der Massnahme ausreichende Publizität
   zu sichern.
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                                                  TABELLE I
                                 Kenndaten dar «trueI staatlichen RapeI unpen
                                                                     : Genehmigui*g er-
: Mltglled-        Tag der                  Beihilfesatz                   tellt fOr          Regionale
: staat       : DurchfOhrung                 (ECU/ha/Jahr)           sextanIve : Kicher-      Ausnahmen
                                                                     : Velde- : erbsen,
                                                                     twlrtschaft ; Llnsen
: VK          : 29. Juli 1988      : 270 Benachteiligt« Gebiete      : Nein        Nein      Nein
                                   ! 300 normal entwickelte Gebiete
: BRO         ! 12. August 1988      300-600 Je nach Bodenqualität   : Ja          Nein      Nein
: Niederlande    16. August 1988     600                             : Nein        Nein      Nein
: Belgian        18. Oktober 1988    170 benachteiligte Gebiete in i Ja            Nein      Nein
                                         den Ardennen
                                     230 benachteiligte Gebiete in
                                         den Famennen und Im Fenn
                                     290 Gebiete mit Sandböden
                                     420 Geb. mit Sand-/Sch1ammböden
: Frankrelch    19. November 1988. Kat.      1 130-230  ) nach       • Nein        Nein      Ja - 2 % der :
                                     Kat. 11 160-270    ) Geblets-                           Ackerflachen :
                                     Kat. III 200-310   ) gruppen
                                     Kat. IV 240-350    )
: Irland        9. Dezember 1988 : 220                                 Ja          Nein      Nein
: Span Ian      12. Oezember 1988: 100 benachteiligte Gebiete          Ja          Ja        Ja - 29,48 % :
                                     120 normal entwickelte Gebiete                          der Acker-
                                     170 weniger intensiv bewässerte                         fliche        :
                                         Gebiete
                                     220 gemäßigt bewässerte Gebiete
                                     300 intensiv bewässerte Gebiete
: Griechenland: 13. Dezember 1988: Benachtel 1 igte Gebiete            Ja          Ja        Nein
                                     100 nicht bewässerte Gebtete
:             i                      200 bewässerte Gebiete
                                     Sonstige Gebiete
                                     120 nicht bewässerte Gebiete
                                     250 bewässerte Gebiete
: Italien       6. Februar 1989 : 380 Betriebe In benachteiligten Ja               Ja        Nein
                                         Berg- u. Hügelgebieten
                                     400 Betriebe in normal ent-
                                         wickelten Högelgebieten
                                     440 sonstige Betriebe in den
                                         Ebenen
                                     550 Betriebe in der Poebene
: Luxemburg     12. April 1989       220                               Nein        Nein      Nein
                (Verabschiedung
                des Gesetzes)
                                                                                 Stand am 21.03.89
                                                                                                        '11
 ---pagebreak---    ( r                                                  T/8ELLE II
          /;
                                 Vorläufige Bewertung der Beihilfebeträge
     Beihilfebeträge für Flächenstillegungen verglichen mit der Hektarrentabilität
      von Getreide (Betriebseinkommen)(1). Spalte 5 zeigt die Beziehung zwischen
     Beihilfebetrag (Spalte 3 ) und                 Betriebseinkommen (Spalte 4 )
      Falls nichts anderes angegeben, handelt es sich bei den rechten Zahlen in
      Spalte 3 um das arithmetische Mittel. Dänemark und Portugal wurden nicht erfaßt.
  MITGLIED-           STAFFELUNG               BEIHILFEBETRAG                BETRIEBSEINNAH- BEIHILFEBETRAG -
                                                  ( i n ECU/ha)              MEN ( i n ECU/ha) BETRIffiSEIMCOrWEN
     BRD      MITTLERER SATZ                       450                            356              1,26
              HÖCHSTSATZ                            600                           585     (2)      1,02
              BEMCHTEILIGTE GEBIETE                2701285                      346(3)            0,82
     VK       NORMAL ENTWICKELTE GEBIETE           300]
    S?        ËëAŒtEiagfE'GÔIÊTE                   100]                            ]
              NORMAL ENTWICKELTE NICHT             120]                            ]
              BEWASSERTE GEBIETE                          ]182                     ]179            1.01
              WENIG BEWÄSSERTE GEBIETE             170]                            ]
              GEMÄSSIGT BEWASSERTE GEBIETE         220]                            ]
              INTENSIV BEWASSERTE GEBIETE          300]                           ]
    FR        KAT.     I  )rach Gebietsgruppen 1 3 0 - 2 3 0 ( 1 4 8 ) ( 4 )      307              0,48
              KAT.     II )auf der Grundlage   160-270(179X4)                     280              0,64
              KAT.   III  )des Bruttogewinns   200-310(218X4)                    334               0,65
              KAT     IV  )und der festen      240-350(279X4)                    335               0,83
                          )VorLeistungen
                          )
   IRL        EIWEITLICHER BEIHILFESATZ            220                           272               0,80
   NL         EINHEITLICHER BEIHILFESATZ           600                           395              "Î7ÏÎ"
              BEWCHTEILIGTE GEBIETE
    ;R        - NICHTBEWÄSSERT                    100] 150                       265    (5)        0,56
              -BEWASSERT                          200]
              SONSTIGE GEBIETE
              - NICHTBEWÄSSERT                    120] 185                       265    (5)        0,69
                                                  250]
              - BEWASSERT
              BENACHT.GEB. - ARDEWEN              170                                NA            NA
              BEMCHT.GEB. - FMENENtFEW            230                                M             NV\
              NORMAL ENTWICKELTE GEBIETE          290]                       1                  ]
              MITSAM3B0DEN                               ] 355               ] 605              ] 0,58
              NORMAL ENTWICKELTE GEBIETE          420]                       ]                  1
              MIT SAN-/SCHUWBÖDEN
   i ~        BERGGEBIETE                         380]                           Î                 ]
              BENACHTEILIGTE HÜGELGEBIETE         380]                        . ]     346          ]     1.15
              NORMAL ENTW. HÜGELGEBIETE           4 0 0 ] 400                i )                Ï  ]
              EBENEN
              POEBENE
                                                  440]
                                                  550 •
                                                        ]
                                                                             M  473     (6)
                                                                                                \i         1.16
   LUX        EIM€ITLICHER BEIHILFESATZ           220                           215               1,02
(1) Drei Jahresdurchschnitt (1985 bis 1987), ausgenommen Mais und Reis, berechnet auf der Grundlage der
      Daten des Informationsnetzes landwirtschaftlicher Buchführungen (1MB); für Griechenland, die BRD
      und die Niederlande wurde der Durchschnitt 1984 1986 zugrunde gelegt, für Spanien die Zahlen des
     'Jahres 1986, für Luxemburg der Durchschnitt der Jahre 198>85.
 (2) Hoher Drei Jahresdurchschnitt, das heißt für Betriebe mit Bestleistung.
 (3) Durchschnittliches Betriebseinkcmmen des betreffenden Mitgliedstaats. In den Daten für 1985 bis 1987
      wird nicht zwischen benachteiligten und sonstigen Gebieten unterschieden; für den Zeitraum 1983 bis
      1985 belief sich das Betriebseinkaimen in den benachteiligten Gebieten auf 135 ECU und in den übrigen
      Gebieten auf 450 ECU. Dies ergibt eine Beziehung zwischen Beihilfebetrag und Betriebseinkcmmen von
      2,00 bzw. 0,66.
 (4) Gewichteter Durchschnitt, der berücksichtigt, daß für 65 X der stillgelegten Fläche der niedrigste Sat
      je KAT. und für 35 X der arithmetische Durchschnitt je KAT. gewährt wurde.
 (5) Siehe Fußnote 3. Für den Zeitraum 1983-1985 belief sich das Betriebseinkanmen in den benachteiligten
      Gebieten auf 250 ECU, in den übrigen Gebieten auf 350 ECU: Dies ergibt eine Beziehung zwischen dem
      Beihilfebetrag und den Betriebseinkaimen von 0,60 bzw. 0,52.
 (6) Durchschnitt für das gesamte Gebiet der Regionen Lombardei, Piémont, Venetien und Emilia Rcmagna.
 ---pagebreak---                                                                                                                                      (P6EN/836-I6)
                                                                       TABELLE III
                                Stillgelegte Flachen. Zahl der beteiligten Betriebe und Nutzung der stillgelegten Flachen
                                                                                                                  Anteil der still- i  Ourchschnitt- :
                        Zahl                                                                                        gelegten Flache    Nch stillge-  :
    : Mitgliedstaat:    der                                                                      Nicht-                  an der      i legte Flache
                      Antrage       in ha      Rotations-:   Dauer-   Aufforstung   Extens i ve iand- Kicher- Gesamt- : Getreide-      jeBeihllfe-   :
                                                 brache      brache                 Weidewirt- wirtsch. erbsen ackerflSche : flache      empfanger
                                                                                      schaft     Zwecke         (In %)(l) :(in %)(2)      (in ha)    :
    : BRO             25.289       169.729       46,3        52,8         0,5          1,1        0,3            2,4            3,6         6,7      :
    : IT               9.301(3)    155.606(3)    25,4        44,4         3,40        23,7        0,7    2,2     1,8       t    3,1        16,7      :
    : VK               1.750        54.779       11,0        79,6         1.4           -         7,7     -      0,9            1.3        31,3      :
    : E                  518        34.229       29          41,3         4,1          5,1     .   0,9  19,8     0,3*          0,4         66,1      :
    : FR               1.002        15.707       28,8        62,6         4,9     .               3,6     -     (4)«           0,1         15,6      :
    : IRL                  77        1.310        2,5        23.5         3,1         64,5     i  6,2     -      0,1           0,3         17,0      :
    : NL                  195        2.621       63,5     .   31,7        4,0           -         0,4     -      0,3            1,3        13,4
    : GR                 NV           NV          NV            NV        NV           NV          NV    NV      NV            NV          NV
    : BE                   32          329       18,1     .  42,5        10,1          7,4       21,6     -      (4)            (4)        10,2      :
    : INSGESAMT    - 38.164        434.310       32,4        52           2,1          9,4        1,6    2,3     0,9            1.3        11,3      :
    Quelle : Von den Mitgliedstaaten bis 16. Juni 1989 übermittelte Informationen. In Dänemark und Luxemburg wurde die Regelung im Wirtschaftsjahr
             1988/89 noch nicht angewendet. Portugal ist bis auf weiteres freigestellt.
    ND = Nicht verfügbar
    (1) Bei Ländern, die mit einem Sternchen versehen sind, erfolgten die Berechnungen auf der Grundlage der von den Mitgliedstaaten übermittelten
         Daten. Für die übrigen Länder basieren die Berechnungen auf den neuesten EUROSTAT-Statistiken für landwirtschaftliche Ackerflächen (1987
         oder 1988).
    (2) Berechnungen auf der Grundlage der EUROSTAT-Statistiken für Getreideanbauflächen 1985.
i 3
    (3) Bis auf weiteres als beihilfefähig angesehene Anträge.
    (4) Unter a 0,I %.
 ---pagebreak---                                                                                                                                (PGEN/836-17)
                                                               TABELLE IV(1)
                                           FlachenstilleRunR in der Bundesrepublik Deutschland
                                               Vorläufige Ergebnisse (Stand vom 21.. 12.1988)
                                                            Sti llfteleRte Flache                        Anteil der still-       Durchschnitt-
                     Zahl                                        davon (in X)                              gelegten Flache       lich stillge- :
:    Region    :     der                                                                       Nicht- :        an der            legte Flache
                  Anträge       in ha      Rotations-:   Dauer-    Aufforstung: Extensive : land-         Gesamt-     Getreide-: je Beihilfe- :
                                             brache      brache                   Weidewirt-:wirtsch.: ackerflache: flache         empfanger
                                                                                    schaft     Zwecke : (in %><1> : (in X)(2) :     (in ha)    :
: Schleswig-       1.265        18.695       14,7        83,2           0,6          1,6                  3.1           5.1          14.7      :
: Holstein
: Hamburg              29           349      19,0        81,0                  :            :          : 5.4            9.2          12,0      :
: Niedersachsen    5.272        55.346       37,0        61,6           0,3          1,0        0,1   - 3,3             5,3          10,5
: Bremen                 2           12      42,0        58,0            -                  :    -    : 0.6             1.0           6,0
: Nordrhein-       2.037        15.894       27,4        71,4           0.2          0.9        0,1       1.5           2,1           7,8
: Westphalen
: Hessen           2.996        13.243       36,8        60,2           0,5          2,1        0,4       2.6           3.6           4,4
: Rheinland-        1.864       11.085       34,1        61,0           0,7          X.5        2,7       2.6           3,5           5,9
: Pfalz
: Saarland             67           752      33,2        62,3           0,4          5,0         -     .   2.1          2.7          11,2
: Baden-            4.955  :     22.012      46,0        52,0           0,4          1,8     .  0,0       2.7           4.0           4,4
: Wiirttemberg
: Bayern            6.800        32.337      99,0(1) :                  0.9     :            : 0.1     :   1.6          2.5           4,8
: Berlin        :        2            4  :      -     :   —        :      —     :      -     : 75.0    :   0.5          0.7           2.0      :
: INSGESAMT
:Bundesrepublik :  25.289  :    169.729      46,3        52,8           0,5     :     1.1    :   0.3   :   2.4          3.6           6.7
:Deutschland
(1) In den Daten für Bayern wurde nicht zwischen Dauer- und Rotationsbrache unterschieden, die gesamte brachgelegte Fläche findet
    sich in der Spalte Rotationsbrache.
Quelle : Von dem Mitgliedstaat bis 16. Juni 1989 übermittelte Informationen
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                                                                  TABELLE 4.2.
                                                         FlächenstilleRung in Italien
                                                               StillfceleRte F l a c h e                             Anteil der still-         Durchschnitt- :
                     Zahl                                          davon (in X)                                   :     gelegten Flache     :  lich stillge- :
:      Region        der    :                                                                              Nicht- :         an der          :  legte Flache  :
                  Anträge        in ha    : Rotations-:    Dauer-   :A u f f o r s t u n g : Extensive : land- : Ge saint- : Getreide-:        je Beihilfe-  :
                                              brache  :    brache   :                         Weidewirt-:wirtsch.:ackerflache: flache :          empfanger
                                                                                                schaft : Zwecke : (in %)(1) : (in %)(2) :         (in ha)
:  Valle d*Aosta:     0     :       0           0     :       0                0           :       0           0  :     0       :     0               0      :
:  Piemonte           450   :     3.246        8,3         42,0            23,7            :    18,8        6.9       0,5       :   0,7             7,2
:  Lombardia          195         2.156        8,8         37,1     :      36,8                 13,8        3,3   :   0,2           0,4            11,1      :
:  Trentino A.
     Adige            0             0           0             0                0                   0           0        0             0               0      :
:  Veneto             123         1.105        6,1         40,8            38,6                   5,0       8.1       0,1           0,2              9,0     :
:  Friuli V.G.        149         1.199        2,2         57,3            38,2                   1.9       0,3       0,6           0,9              8,0
:  Liguria                1             4       0            100               0                   0           0        0             0              3,8     :
:  Emil.Romagna       315         4.135       24.7         43,8              9,5                18,8        2,8       0,4            1.1           13,1      :
:  Toscana          1.035        26.829       30,5         35,0              2,2                30,5        1,20      A,5            8.1           25,9
:  Umbria             346          5.272      12,0         50,5              3,7                31,9     :   0,81  .   2,1           3,6           15,2      :
:  Marche               NA             NA       NA            NA               NA                  NA          NA       NA            NA              NA
:  Lazio               399        9.005       27,3         39,3              1.9                30,2     :   0,4   .   2,0           4,3           22,6
:   Abruzzo            128         1.185       9,7          73,0           10,4                 12,2          0    :   0,4           0,9            9,3      :
:  Molise       :       60            475     54,6         41,7              1.9                  1,6         0    :   0.2           0,3             7.9
:   Campania    :        72        1.163      11,4          51,7     :        3,5               33,3          0    ;   0,3           0,6           16,2
:  Puglia              908   :    12.990      33,6     :    55,9     :        1,3                 6.2    :   0,2   :   1.7           2.4           14,3
:  Basilicata   :    1.193       16.769    :  47,2          46,0             0,9            :      3.8   :   0,6   :   4,3           5.4           14,1
:  Calabria            414         7.816   :  14,3     :    73,3     :        2,2                 9.9         0    :   3,0           4,8           18,9
:  Sicilia          3.309    :    57.832   :  19,6     :   43,0      :        0,9           :    31,5    :   0,2   :   6,5       :  11,1           17,5      :
:  Sardegna     :      204         4.424   :  32,6     :    24,6     :        5,2           :    36,6    :   0,5   :   1.1           2,4     :      21,7      :
: INSGESAMT
: ITALIEN           9.301       155.606    :  25,4          44,40    :        3,4           :    23,7    :   0,7   : 1,8 (2)     :  3,1 (2)        16,7
Quelle : Von dem Mitgliedstaat bis 16. Juni 1989 übermittelte Informationen
 (1) Bis auf weiteres als beihilfefähig angesehen
  2) Berechnungen auf der Grundlage der EUROSTAT-Daten 1985 für Ackerflächen und Getreideflächen nach Regionen
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                                                             TABELLE 4.3.
                                             FlächenstilleRunR im Vereinigten Königreich
                                                            Sti LlReleRte Flache                           Anteil der still-  :  Durchschnitt- :
                    Zahl                                         d a v o n (in %)                       :    gelegten Flache  :  lich stillge- :
:    Region         der    :                                                                     Nicht- :        an der       :  legte Flache
                  Anträge       in ha    : Rotations-:   Dauer-      Aufforstung: Extensive : land- : Gesamt- : Getreide-:       je Beihilfe- :
                                             brache  :   brache                     Veidewirt-:wirtsch.:ackerflache: flache :      empfanger
                                                                                      schaft : Zwecke : (in X)(l) : (in %)(2) :     (in ha)
: North              47    :     1.947       10,5        79,2              4,4                : 6,5     :   1,0      :   1.2  :       41.4
: Yorkshire &
: Humberside        107          3.079       15,6        74,8              1.9                : 7,5     :   0,5          0.7          28.7     :
: East Midlands     134          4.532         5,1       85,1              1,0                : 7,7     :   0,5          0.7          38.8
: East Anglia       177          5.089       20,4        70,3              1.7          -         7,4       0,6          0.8          28,7
: South East        489         16.949         8,6       81,3              0,8    .               9,9       1,6          2.1          34,6
: South Vest    :    239          6.529      12,7        77,5              1.7    .            .   6,5   .   1.2         1.5          27,3     :
: Vest Midlands       96          2.346        8,3       75,3              0,7    :            : 12,3    .   0,5         0.8          24,4
: North Vest          38            704      13,9        61,2              2,3    :            : 23,8    :   0,7         1.1          18,5     :
: Vales         :     31            701   :  25,4        67,3              0,9    :            :   6,4   :   0,2         1.0          22,6     :
: Scotland      :    377        12.726    :   33      :   34,8             6      :            : 12,9    :   1.1         2.4          33,7     :
: North.Irel. :       15    :        177  :    8,5       38,1              1.9    :            : 51,4    :   0,2         0.3   :       11,8
: INSGESAMT
: VEREINIGTES
: K01IIGREICH   :  1.750    :    54.779       11,0    :   79,6      :       1.4                :   7,7   :   0.9      :   1.3  :       31,3     :
Quelle : Von dem Mitgliedstaat bis 16. Juni 1989 übermittelte Informationen
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                                                                TABELLE 4.4.
                                                        FlächenstilleRung in Spanien
                                                             StillfceleRte Flache                        Anteil der still-    :  Durchschnitt- :
                    Zahl   :                                     davon (in %)                               gelegten Flache   :  lich stillge- :
:       Region  :   der    :                                                                   Nicht- :         an der           legte Flache  :
                  Anträge  :    in ha    : Rotations-:    Dauer-  :Aufforstung: Extensive : land- : Gesamt- : Getreide-:         je Beihilfe-  :
                                             brache       brache                  Veidewirt-: wirtsch.: ackerflache: flache :      empfanger   :
                                                                                    schaft     Zwecke : (in %)(1) : (in %)(2) :     (in ha)    :
:   Andalucia       42     :    3.311         10.7         84,2         5,1    :      0          0     :  0,2       :  0,3    :      78,8      :
:   Aragon         177     :   10.313         32.7   :      8.9         6,6           0         2,9       0,9       :  1.1    :      58,2
:   Asturias         0               0               :             :           :      -                :     -      :         :       0        :
:   Baleares        11            264         18,6         69,7          0           10,6        0        0,5          0,5           23,9      :
:   Canaries          0              0         -            -            -            -                :            :         :       0
:   Cantabria         0              0         -            -            -            -                :            :         :       0        :
:   Castilla La
:   Mancha          95         11.284         24,6         54,6         1.4          11,0         0       0,5          0,7          118
:   Castilla y
:   Leon           134          6.830         44           40,2         5,4           5,8         0       0,2          0,3           51        :
:   Cataluna        21            683         29,9          8,3         4,4           6,3    .   0,4      0,1          0,1           32,5      :
:   Extremadura :     2           147           0         100           0             0           0       0,0          0,0           73,5      :
:   Galicia     :     0              0    :     -     :      -     :            :            :         .             .                0        :
:   Madrid      :     5           460           0         100           0             0           0       0.4          0,4           92        :
:   Murcia            6     :      568        18,7         81,3         0             0           0    .   0.3       .  0,5          94.6
:   Navarra     :    24     :      349        13,6         60,6    :     1.7         16           0    .   0,1         0,1           14,5
:   La Rioja    :     0     :        0    :           :            :            :            :         :             .                0        :
:   Com. Valen-
:   ciana       :     1     :       20       100            0      :      0     :      0     :    0       0,0          0,0           20        :
:    Pais Vasco :     0     :        0    :     -     :      -     :      -     :      -     :      -  :      —      :    -    :       0        :
: INSGESAMT
: SPANIEN          518         34.229     :    29,0        41,3         4,1     :      5,1   :     0,9 :   0,3       :  0,4          66,1      :
Quelle : Von dem Mitgliedstaat bis 16. Juli 1989 übermittelte Informationen
(1) Berechnung auf der Grundlage der EUROSTAT-Zahlen 1985
  t
    <
 ---pagebreak---                                                                                                                                     (PGEN/836-21)
                                                                   TABELLE 4.5.
                                                         Flächenstillegunn in Frankreich
                                                               StillgeleRte Flache                    : Anteil der still-        :  Durchschnitt- :
                    Zahl   :                                       davon (in TL)                           gelegten Flache          lich stillge- :
     Region         der    :                                                                   Nicht- :          an der             legte Flacne
                  Anträge       in ha     : Rotations-:    Dauer-    Aufforstung: Extensive : land-       Ge saint-     Getreide-:  je Beihilfe- :
                                              brache       brache                : Veidewirt-:wirtsch.: ackerflache: flache           empfanger
                                                                                 :   schaft : Zwecke : (in *)(1) : (in X)(2) :         (in ha)
: lie de France:      11   :     558,80   :    1,5    j    98,5          0,0     :              0,0                      0,1            50,8      :
: Champagne-
:   Ardenne           29         688,00 i     22,8          70,3         0,0     :              6,8                      0,1            23,7      :
: Picardie            12         417,00 :     18,4          53,0        28,5                    0,0                          (2)        34,7      :
: Haute-Norman.:        4          74,00 :     2,7           4,0         0,0     :             93,2                          (2)        18,5      :
: Centre             177       3.698,60 :     33,0          54,2         5,9     :              6,7                      2,5            20,9      :
: Basse-Norman.:        5          80,40      43,4          56,6         0,0     :              0,0                          (2)        16,0
: Bourgogne           40          514,00      72,3          24,5         2,8     :              0,4                          (2)        12,8
: Nord Pas-de- •
   Calais               6          41,20      14,5          57,5        26,7     :              1.2                          (2)          6,8     :
:
:
:
  Lorraine
  Alsace
  Franche-Comte
                      41
                        0
                        8
                                  730,00
                                    0,00
                                  100,70
                                              58,5
                                               0,0
                                              53,1
                                                            40,5
                                                             0,0
                                                            42,0
                                                                         0,9
                                                                         0,0
                                                                         4,8
                                                                                 :           .
                                                                                                0,0
                                                                                                0,0
                                                                                                0,0
                                                                                                                         V
                                                                                                                         0, (2)
                                                                                                                                        17,8
                                                                                                                                          0,0
                                                                                                                                        12,6
                                                                                                                                                  :
                                                                                                                                                  :
                                                                                                                                                  :
: Pays de Loire       66          876,00      35,6          48,2        14,4     :           .   1.7                     0,1            13,2      :
: Bretagne      :     51          612,60      28,7          67,4         3,6     :           :  0,1                   .   0,1     :      12,0     :
:  Poitou-Char. :     76       1.581,20       25,5          68,2         2,2                 :  3,9                   .   0,2           20,8      :
: Aquitaine     :    234    :   2.713,50      13,5          78,0         5,7                 .  2,6                      0,4            11,6      :
:  Midi-Pyrenees:    135       1.508,40    :  23,5          72,5         0,8                 :   3,0                  .   0,1           11,1      :
:  Limousin     :      12   :      156,40     34,6          65,3         0,0                 :  0,00                  .   0,1           13,0      :
: Rhone-Alpes :       25          225,50      35,0          50,9        13,9     :           :  0,00                     0,0              9,0     :
:  Auvergne     :      17         278,90      39,3          60,6         0,0     :           :  0,00                  ;   0,1           16,4
: Langedoc-
:   Roussilion :       20         360,00   :  24,1          75,8         0,0     :           :  0,00                  i  0,3            18,0
:  Provence
:   Alpes Cote
:   d*Azur      :      33         492,50      45,6          50,9         3,4      ;          :  0,00                  i  0,3            14,9
: Corse         :      —    :        —     :     —     :      —      :     —      :          :    —                   :    —      :        —      :
: INSGESAMT
                                                                         49
: FRANKREICH    :  1.002    :  15.707,70   :  28,8          62,6
                                                                     1    '      i           :   3,6   1 (2)          i  0,1            15,6      :
Quelle : Von dem Mitgliedstaat bis 16. Juni 1989 übermittelte Informationen
(1) Berechnungen auf der Grundlage der EUROSTAT-Daten für Getreideflächen 1985, aufgeschlüsselt nach Regionen
(2) Unter 0,1 X.
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                                                                  TABELLE 4.6.
                                                    FlächenstilleRunft in den Niederlanden
                                                               StillRelegte Flache                        Anteil der still-      :  Durchschnitt-  :
                     Zahl                                          davon (in X)                             gelegten Flache      :  lich stillge-  :
:     Region    :    der    :                                                                   Nicht- :         an der             legte Flache   :
                   Anträge  :     in ha  : Rotations-:     Dauer-   :Aufforstung: Extensive : land-        Ge saint-    Getreide-:  je Beihilfe-   :
                                             brache        brache   :              Veidewirt-:wirtsch.:ackerflache: flache :          empfanger
                                                                                     schaft     Zwecke : (in X)(l) : (in X)(2) :       (in ha)
: Groningen           109      1.772,91  :    60,6         36,5     :     2,1   :            :    0,7  :                                16,2
: Friesland              7  :     63,25      100       :             :          :            :         :                                 9,0      ':
                                                                          9
: Drenthe              55   :    643,74       70           21       :                        :         :                                11,7      ':
: Overijssel             5        46,27        40          37            23            -          -                                      9.2      i
 : Flevoland             2        17,72        64            -            -            -          -                                      8.8
 : Gelderland            4        21,05        25,2         70            4,8    .                -                                      5.2      ':
 : Utrecht       :           :            :             :            :           :            :                                   :      -         :
 : Noord-Holland         4        14,36        65       :   35       :           :            :                                          3.6       :
 : Zuid-Holland :            :            :             :            :           :            :                                   :
 : Zeeland               4   :     29,40  :     92,5    :     7,5    :           :            :                                          7.3       :
 : Noord-Brabant:         3  :     10,67       23       :   77       :           :            :                                   :       3,5       :
 : Limburg       :        2  :      2,00  :             :  100       :           :            :                                          1         :
 : INSGESAMT
 : NIEDERLANDEN :      195   : 2.621,37        63,5         31,7           4,0   :            :    0,4  :      0,3    :     1,3         13,4       :
 Quelle : Von dem Mitgliedstaat bis 16. Juni 1989 übermittelte Informationen
 (1) Unter 0,1 X
<^c
 ---pagebreak---                                                                                                                                (PGEN/836-22)
                                                                TABELLE 4.7.
                                                        FlächenstillegunR in Belgien
                                                            Stillftelegte Flache                        Anteil der still-   :  Durchschnitt-  :
                    Zahl                                        davon (in X)                              gelegten Flache      lich stillge-  :
:     Region    :   der    :                                                                  Nicht- :        an der           legte Flache   :
                  Anträge  :    in ha    : Rotations-:   Dauer-  :Aufforstung: Extensive : land-         Gesamt- : Getreide-:  je Beihilfe-   :
                                             brache :    brache                  Veidewirt-:wirtsch.: ackerflache: flache :      empfanger    :
                                                                                   schaft : Zwecke : (in X)(l) : (in X)(2) :      (in ha)     :
: Antwerpen          4           21,6    :           :    25,9   :            :     64,8        9,2  :                               5,4     ':
: Brabant            9          159,14        2,2         46,9        16,3           0,9   •   33,6                                17,6
: Vest-              3             5,65      17,7         82,3           -            -           -                                  1,8
: Vlaanderen
: Oost-         :     3          20,54       14,1         70,1           -            -        15,7                                  6,8
: Vlaanderen
: Hainaut             1            7,00   :           :                  -         100,0          -                                  7,00
: Liege         :           :             :           :           .            :            .                                .
: Limbourg            4     :     21,16      50,9         18,7        30,2     :            :                                        5,3      :
: Luxembourg    :     3     :     22,43   :               86,5          4,5          8,9    :                                        7,4      :
: Namur         :     5          71,44       58,0         24,4    :            :            :   17.5                         :      14,3
: INSGESAMT
: BELGIEN       :    32         328,96       18,1     :    42,5   :    10,1    :      7,4   :   21,6  :   (1)      :   (1)   :      10,2       :
Quelle : Von dem Mitgliedstaat bis 16. Juni 1989 übermittelte Informationen
 (1) Unter 0,1 X.
 ---pagebreak---                                                               TABELLE 5
                         Anzahl der beteiligten Betriebe und durchschnittlich je Betrieb stillgelegte Flache
                    (in % ) , für die Mitgliedstaaten, in denen sich mehr als 200 Betriebe beteiligt haben (1)
   Betriebe                                     Betrie be
    /  \J \J — i                     ;           700-
               I            I          I
    600-I                        I     I    I    600-
               I                 I      I   I
    500-I                   I          I    I    500-
               I            I          I    !
    400-I           I     I               I I    400-
                I   I       I      I         I
    300-I           I     I               I I    300-
                I I    I                  I I
    200-I           I       I      I        I    200-
                I    I       I         I     I
      100-1         I I                   I I    100-
                I    I       I     I         I
                    20      30         100                  20    30       100                   20   30
                             VK                                    SP
      Quelle : Von den Mitgliedstaaten bis 16. Juni 1989 übermittelte Informationen
        (1) Diese Aufschlüsselung ist für Deutschland und Italien noch nicht verfügbar,
"O
 ---pagebreak---                                          BEGRÜNDUNG
Am 25. April 1988 hat der Rat die Verordnung (EWG) Nr. 1094/88 (1) zur Änderung
der Verordnungen (EWG) Nr. 797/85 (2) und (EWG) Nr. 1760/87 (3) hinsichtlich der
Stillegung von Ackerflächen erlassen.
Auf  der Tagung    der Landwirtschaftsminister       am 21. April     1989 hat   der  Rat die
Kommission aufgefordert, anhand der von den Mitgliedstaaten vorgelegten Berichte
zu   prüfen,    ob    und   gegebenfalls     wie   die    bestehenden     Vorschriften   über
Flächenstillegungen angepasst werden sollen, und           Ihm entsprechende Vorschläge zu
übermitteln.
Die   Berichte    der    Mitgliedstaaten     lassen    erkenne,    dass    die  Erfolge   der
Flächenstillegungsregelung In der Gemeinschaft          Insgesamt   Im ersten Anwendungsjahr
eher bescheiden waren. Die Kommission        Ist der Auffassung, dass alles getan werden
sollte,   um  die   effektive   und  ausgewogene    Durchführung     der  Regelung   In alien
Mitgliedstaaten zu gewährleisten. Dies lässt sich unter anderem dadurch erreichen,
dass die Erstattungssätze für Ausgaben im Zusammenhang mit Flächenstillegungen ab
1.   Juli    1989   angehoben    werden.    Dies    bedeutet,     dass   die   Ausgaben   für
Flächenstillegungen, die Im Herbst 1988 oder          Im Frühjahr 1989 erfolgt sind, erst
ab dem zweiten Anwendungsjahr zu den neuen Sätzen erstattet werden.
(1) ABL. Nr. L 106 vom 27.4.1988, S.28
(2) ABL. Nr. L    93 vom 30.3.1985, S. 1
(3) ABL. Nr. L    67 vom 26.6.1987, S.     1
                                                                                           TL
 ---pagebreak--- Die Kommission hat Im Zusammenhang mit dem Vorschlag betreffend die Anpassung der
Agrarstrukturpol it Ik (Ziel Nr. 5 a der Reform der Strukturfonds) angeregt, dass
die    Sätze     der   EG-KofInanzlerung    für    die    verschiedenen    Massnahmen    In
Übereinstimmung mit den Kriterien      In Artikel 13 der Verordnung (EWG) Nr. 2052/88
des Rates vom 24. Juni 1988 über Aufgaben und Effizienz der Strukturfonds und über
die   Koordinierung     Ihrer   Interventionen   untereinander     sowie  mit   denen  der
Europäischen Investitionsbank und der anderen vorhanden Finanz Instrumente (4) nach
dem Verfahren des Artikels 29 der Verordnung         (EWG) Nr. 4253/88 vom 19. Dezember
1988 zur    Durchführung    der Verordnung   (EWG) Nr. 2052/88      (5) festgelegt  werden
sollen.
Da dieser Vorschlag Jedoch noch nicht genehmigt worden Ist, andererseits aber die
Anwendung    der   Flächenstillegungsregelung    dringend    verbesserungsbedürftig   Ist,
scheint es angebracht, die      In der Verordnung (EWG) Nr. 797/35 vom 12. März 1985
über die Verbesserung der Effizienz der Agrarstruktur genannten           Erstattungssätze
zu ändern.
Infolgedessen wird vorgeschlagen, die Erstattungssätze für FlächenstII legungen wie
folgt anzuheben:
Für beihilfefähige Ausgaben Im Zusammenhang mit stillgelegten Ackerflächen:
- 50% für die Tranche bis zu 300 ECU/ha/Jahr;
- 30% für die Tranche zwischen 300 und 600 ECU/ha/Jahr.
Bei der Umwandlung     der stillgelegten Flächen zu extensiv        zu nutzendes Grünland
oder beim Anbau von Kichererbsen, Linsen und Wicken belaufen sich
Erstattungssätze auf:
- 50% für die Tranche bis 150 ECU/ha/Jahr;
- 30% für die Tranche zwischen 150 und 300 ECU/ha/Jahr.
Durch   die   höheren    Sätze  ergeben   sich   zusätzliche    Ausgaben   zu  Lasten  des
Gemeinschaftshaushalts von 32 Mio. ECI Im Jahr 1990.
(4) ABL. Nr. L 185 vom 15.7.1988, S.9
(5) ABL. Nr. L 374 vom 31.12.1988, S.1
                                                                                        •?*
 ---pagebreak---                                                               _1_
                                        Vorschlag für eine
                                   VERORDNUNG (EWG) DES RATES
              zur Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 797/85 hinsichtlich der
        Erstattungssätze für die bei der Stillegung von Ackerflächen gewährten
                                               BeihlIfen
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt    auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft,
Insbesondere auf die Artikel 42 und 43,
auf Vorschlag der Kommission (1),
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments (2),
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses (3),
In Erwägung nachstehender Gründe:
Die    Möglichkeiten       der   Flächenst I I iegung r.üssen den Landwirten auf
angemessenem Wege bekannt gemacht werden.
Es ist sicherzustellen, dass die Flächenstillegungsregelung In den Mitgliedstaaten
 In effektiver und ausgewogener Weise durchgeführt wird.
Dies    lässt sich sinnvollerweise dadurch             erreichen, dass die        In der Verordnung
(EWG) Nr. 797/85 des Rates vom 12. März 1985 über die Verbesserung der Effizienz
der Agrarstruktur (4) , zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 1609/89 (5), genannten Erstat-
 tungssätze für Ausgaben im Zusammenhang mit stillgelegten Ackerflächen ab 1. Juli 1989 angepasst werden.
 Für bereits 1988/89 stillgelegte Flächen sollten die neuen Sätze erst für die im zweiten
AnwendungsJa.hr anfallenden Ausgaben gelten -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
(1) ABL. Nr. C
(2) ABL. Nr. C
(3) ABL. Nr. C
(4) ABL. Nr. L 93 vom 30.3.1985, S.1
 (5) ABl. Nr. L 165 vom 15.6.1989, S. 1
                                                                                                      %
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                                         Artlkel 1
Die Verordnung (EWG) Nr. 797/85 wird wie folgt geändert:
1.     Dem   Artikel 1a wird folgender Absatz angefügt:
 M
   8.  Die Mitgliedstaaten treffen die erforderlichen Massnahmen, um die           Regelung
 ausreichend bekannt zu machen und die potentiellen Empfänger umfassend über             Ihre
 Möglichkeiten zu Informieren".
2.      In   Artikel 26 Absatz 2 wird folgender Unterabsatz angefügt:
 "Für Ausgaben Im Zusammenhang mit Flächen, die ab 1. Juli 1989 stillgelegt werden,
 sowie    mit  Flächen,  für  die  bereits   Im  letzten  Wirtschaftsjahr   eine   Beihilfe
 gewährt wurde, gelten hingegen folgende Sätze:
 - 5 0 % für den Teil der Beihilfe, der 300 ECU Je Hektar und Jahr nicht
      überschreitet;
 - 3 0 % für den Teil der Beihilfe, der 300 ECU Je Hektar und Jahr über-
      schreitet, Jedoch nicht mehr als 600 ECU Je Hektar und Jahr beträgt;
 im Falle der Genehmigung nach Artikel       1a Absatz 3 dritter Ihterabsatz gelten folgende
 Sätze:
 - 5 0 % für den Teil der Beihilfe, der 150 ECU Je Hektar und Jahr nicht
      überschreitet;
 - 3 0 % für den Teil der Beihilfe, der 150 ECU Je Hektar und Jahr über-
      schreitet, Jedoch nicht mehr als 300 ECU Je Hektar und Jahr beträgt."
                                         Artikel 2
Diese    Verordnung    tritt   am  Tag     Ihrer  Veröffentlichung    Im   Amtsblatt      der
Europäischen Gemeinschaften In Kraft.
Diese Verordnung     (st  In allen  Ihren Tellen verblndlIch und gilt      unmittelbar     in
Jedem Mitgliedstaat.
Geschehen zu Brüssel,                    Im Namen des Rates
                                        Der Präsident.
                                                                                          ?>'
 ---pagebreak---    F I N A N Z BOG EN                         B e t r i f f t : V o r s c h l a g f ü r e i n e Änderung der Verordnung
                 (EWG) N r . 7 9 7 / 8 5 des R a t e s h i n s i c h t l i c h d e r E r s t a t t u n g s s ä t z e f ü r
                d i e S t i l l e g u n g e n von A c k e r f l ä c h e n
  I.Haushaltsposten:            HIB            j j Artikel : 3900                      Bezeichnung:   Überführung     in    Brachland
 2. Rechtsgrundlage :           A r t i k e l   43     E
                                                           WGV
 3. Klassifizierung :                              Obligatorische Ausgaben/ftfefttWt^tdtf *rt»XjHj*$äben
 4. Ziele des Vorhabens und Beschreibung der Massnahme :
                Anhebung d e r f i n a n z i e l l e n B e t e i l i g u n g d e r G e m e i n s c h a f t      im    Hinblick
                auf e i n e v e r s t ä r k t e Inanspruchnahme der Regelung
 5.    8erachnungsweise
 5.1   Ausgabenart : K o f i n a n z i e r u n g e i n e r B e i h i I f e r e g e l u n g
 5.2   Anteil der Geaeinschaftsfinanzierung :                      50% bzw. 30% j e nach Höhe d e r            Beihilfe
 5.3   Berechnung:         im V o r e n t w u r f des H a u s h a l t s p l a n s 1990 w i r d v o n e i n e r
                s t i l l g e l e g t e n F l ä c h e v o n 1 . 0 0 0 . 0 0 0 ha und e i n e r d u r c h s c h n i t t l i c h e n
                P r ä m i e von 400 ECU/ha im . W i r t s c h a f t s j a h r 1 9 8 9 / 9 0 a u s g e g a n g e n .
                E i n e Anhebung d e r d u r c h s c h n i t t l i c h e n G e m e i n s c h a f t s b e t e i l i g u n g
                von 35 a u f 43% würde f o l g e n d e z u s ä t z l i c h e n Ausgaben v e r u r s a c h e n :
                1 M i o . ha x 400                   ECH/ha x ( 4 3 - 3 5 )            % = 32 M i o . ECU
6.     Finanzielle Auswirkungen auf die Haushaltsmittel
6.1    Falligkeitsplan der Mittelbindungen und Zahlungen (HioECU)
                            Haushaltsjahr                                          V.H.                 ZM
                                                                                                         .
                            19 89
                            19 90                                             +32      (1)
                            19 91                                                 pm   (2)
                            19 92                                                 pm   (2)
                            19 93                                                 pm   (2)
                            SpStere Haushaltsjahre
                            Insgesamt                                           .    .
6.2 Finanzierung wahrend des laufenden Haushaltsjahres :
               entfällt
7. Anmerkungen : (<| ) n e u e Schätzung (durchschnittlicher Satz 43%) 172 Mio. ECU
                              aLte
        abzüglich                        Schätzung               "                             "      35%) 140 Mio. ECU
                                                                                                              32 Mio. ECU
                          (2) Für diese Jahre muss der Erstattungssatz noch fest-
                                 gelegt werden.
                                                                                                                                    iL
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                              ANHANG ZUM FINANZBOGEN
BetrIfft: Stillegung von Ackerflächen      aufgrund   der   vorgeschlagenen   Anhebung
der Erstattungssätze geänderte Schätzung
Für die Ausgabenschätzungen wurde von einem durchschnittlichen Prämienbetrag von
400 ECU/ha ausgegangen. Dieser Betrag stützt sich auf den Nettoeinkommensverlust,
der sich für den Erzeuger aus der Verringerung der Erzeugung ergibt, sowie auf die
Kosten für die Pflege der brachgelegten Flächen.
Hypothese: Stillgelegte Fläche • 1 Mio, ha
GESAMTKOSTEN der Prämie    -  1.000.000  ha   x  400  ECU/ha  -  400   Mio.ECU,  davon
Beteiligung des EAGFL:
- 50% bis zu 300 ECU/ha            )  durchschnittlicher Satz: etwa 43%
- 30% zwischen 300 und 600 ECU/ha )   - 172 Mio. ECU
FREISTELLUNG VON DER MITVERANTWORTUNGSABGABE für 20 Tonnen Getreide für Landwirte,
die mindestens    30% Ihrer Ackerfläche       stillegen. Diese     Freistellung wird
schätzungsweise für 600.000 t Getreide beantragt werden. Bei einem Abgabesatz von
6% (1) («11,58 ECU/t) ergibt sich folgende Berechnung:
600.000 t x 11758 - 7 Mio. ECU.
Eine VERRINGERUNG DER ERZEUGUNG ergibt sich wegen der HektarrentabilItät vor allem
bei Getreide. Der durchschnittliche Ertrag beläuft sich hier auf 4,6 t/ha,
aufgrund des "Slippage" von 50% Jedoch wird die Verringerung nur wie folgt
angesetzt:
1.000.000 ha x 4,6 t/ha x 50% - 2,3 Mio.t.
Die MINDERAUSGABEN für den EAGFL-Garantle, belaufen sich ausgehend von den Kosten
bei der Ausfuhr und nach einjähriger Intervent Ionslagerung auf 149 ECU/t; daraus
ergibt sich: 2,3 Mio. t x 149 ECU/t - 343 Mio. ECU.
So ergibt  sich bei einer stillgelegten Getreidefläche von 1 Mio. ha         folgenden
Rechnung:
                                          MIo. ECU
- Gesamtkosten der Prämie                  400
- Kosten zu Lasten des EAGFL                172
- Mindereinnahmen des EAGFL wegen
  der Freistellung von der Mit-
  verantwortungsabgabe                        7
- Minderausgaben für den Absatz der        343
  Erzeugnisse
(1)        eigentliche       und          isatzlIche
                                        zusatzliche          Mitverantwortungsabgabe.
                                                                                      ?
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                                                           KOM(89) 353 endg.
                                                      DOKUMENTE
DE                                                                             03
                                 Katalognummer : CB-CÖ-89-401-DE-C
                                                           ISBN 92-77-52865-6
Amt für amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften
L-2985 Luxemburg