CELEX: C1999/020/04
Language: de
Date: 1999-01-23 00:00:00
Title: URTEIL DES GERICHTSHOFES (Sechste Kammer) vom 19. November 1998 in der Rechtssache C-66/96 (Ersuchen um Vorabentscheidung des Sø- og Handelsret): Handels- og Kontorfunktionærernes Forbund i Danmark gegen Fællesforeningen for Danmarks Brugsforeninger u. a. (Gleichbehandlung von Männern und Frauen - Entgelt - Arbeitsbedingungen für schwangere Frauen)

23.1.1999             DE                  Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                   C 20/3
              URTEIL DES GERICHTSHOFES                            3. Die Bundesrepublik Deutschland, das Königreich Spa-
                                                                       nien und die Kommission der Europäischen Gemein-
                       (Sechste Kammer)                                schaften tragen ihre eigenen Kosten.
                   vom 19. November 1998
                                                                  (1) ABl. C 202 vom 23.7.1994.
in der Rechtssache C-150/94: Vereinigtes Königreich Groû-
britannien und Nordirland, unterstützt durch Bundesrepu-
blik Deutschland gegen Rat der Europäischen Union,
unterstützt durch Königreich Spanien und Kommission der
               Europäischen Gemeinschaften (1)
(Nichtigkeitsklage Ð Gemeinsame Handelspolitik Ð Ver-
ordnung (EG) Nr. 519/94 Ð Einfuhrkontingente für                                URTEIL DES GERICHTSHOFES
     bestimmtes Spielzeug aus der Volksrepublik China)
                                                                                         (Sechste Kammer)
                        (1999/C 20/03)                                               vom 19. November 1998
                                                                  in der Rechtssache C-66/96 (Ersuchen um Vorabentschei-
                                                                  dung des Sù- og Handelsret): Handels- og Kontorfunktio-
                                                                  nñrernes Forbund i Danmark gegen Fñllesforeningen for
                 (Verfahrenssprache: Englisch)                                 Danmarks Brugsforeninger u. a. (1)
                                                                  (Gleichbehandlung von Männern und Frauen Ð Entgelt
                                                                         Ð Arbeitsbedingungen für schwangere Frauen)
                                                                                          (1999/C 20/04)
    (Vorläufige Übersetzung; die endgültige Übersetzung
     erscheint in der Sammlung der Rechtsprechung des
                         Gerichtshofes)                                            (Verfahrenssprache: Dänisch)
In der Rechtssache C-150/94, Vereinigtes Königreich                   (Vorläufige Übersetzung; die endgültige Übersetzung
Groûbritannien und Nordirland (Bevollmächtigter: John E.               erscheint in der Sammlung der Rechtsprechung des
Collins im Beistand von Christopher Vajda), unterstützt                                    Gerichtshofes)
durch Bundesrepublik Deutschland (Bevollmächtigte: Ernst
Röder und Gereon Thiele) gegen Rat der Europäischen
Union (Bevollmächtigte: Bjarne Hoff-Nielsen und Guus
                                                                  In der Rechtssache C-66/96 betreffend ein dem Gericht
Houttuin), unterstützt durch Königreich Spanien (Bevoll-
                                                                  nach Artikel 177 EG-Vertrag vom Sù- og Handelsret (Dä-
mächtigte: Alberto Navarro GonzaÂlez und Gloria Calvo
                                                                  nemark) in den bei diesem anhängigen Rechtsstreitigkeiten
Díaz) und Kommission der Europäischen Gemeinschaften
                                                                  Handels- og Kontorfunktionñrernes Forbund i Danmark,
(Bevollmächtigte: Eric L. White und Patrick Hetsch)
                                                                  handelnd für Berit Hùj Pedersen, gegen Fñllesforeningen
wegen Nichtigerklärung der Verordnung (EG) Nr. 519/94
                                                                  for Danmarks Brugsforeninger, handelnd für Kvickly Ski-
des Rates vom 7. März 1994 über die gemeinsame Rege-
                                                                  ve, Handels- og Kontorfunktionñrernes Forbund i Dan-
lung der Einfuhren aus bestimmten Drittländern und zur
                                                                  mark, handelnd für Bettina Andresen, gegen Dansk Tand-
Aufhebung der Verordnungen (EWG) Nrn. 1765/82,
                                                                  lñgeforening, handelnd für Jùrgen Bagner, Handels- og
1766/82 und 3420/83 (ABl. L 67 vom 10.3.1994, S. 89),
                                                                  Kontorfunktionñrernes Forbund i Danmark, handelnd für
soweit sie für Spielzeug der HS/KN-Codes 9503 41,
                                                                  Tina Pedersen, gegen Dansk Tandlñgeforening, handelnd
9503 49 und 9503 90 gilt, hat der Gerichtshof (Sechste
                                                                  für Jùrgen Rasmussen, und Kristelig Funktionñr-Organisa-
Kammer) unter Mitwirkung des Kammerpräsidenten P. J. G.
                                                                  tion, handelnd für Pia Sùrensen, gegen Dansk Handel &
Kapteyn sowie der Richter G. F. Mancini (Berichterstatter)
                                                                  Service, handelnd für die Hvitfeldt Guld og Sùlv ApS, vor-
und J. L. Murray Ð Generalanwalt: P. LeÂger, Kanzler: H.
                                                                  gelegtes Ersuchen um Vorabentscheidung über die Aus-
von Holstein, Hilfskanzler Ð am 19. November 1998 ein
                                                                  legung des Artikels 119 EG-Vertrag, der Richtlinie
Urteil mit folgendem Tenor erlassen:
                                                                  75/117/EWG des Rates vom 10. Februar 1975 zur Anglei-
                                                                  chung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die
                                                                  Anwendung des Grundsatzes des gleichen Entgelts für
                                                                  Männer und Frauen (ABl. L 45 vom 19.2.1975, S. 19),
1. Die Klage wird abgewiesen.                                     der Richtlinie 76/207/EWG des Rates vom 9. Februar
                                                                  1976 zur Verwirklichung des Grundsatzes der Gleichbe-
                                                                  handlung von Männern und Frauen hinsichtlich des
                                                                  Zugangs zur Beschäftigung, zur Berufsbildung und zum
                                                                  beruflichen Aufstieg sowie in bezug auf die Arbeitsbedin-
2. Das Vereinigte Königreich Groûbritannien und Nord-             gungen (ABl. L 39 vom 14.2.1976, S. 40) und der Richt-
     irland trägt die Kosten des Verfahrens.                      linie 92/85/EWG des Rates vom 19. Oktober 1992 über
 ---pagebreak--- C 20/4                DE                 Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                                  23.1.1999
die Durchführung von Maûnahmen zur Verbesserung der                   Gehalt zu zahlen, wenn er meint, sie nicht beschäftigen
Sicherheit und des Gesundheitsschutzes von schwangeren                zu können, obwohl sie nicht arbeitsunfähig ist.
Arbeitnehmerinnen, Wöchnerinnen und stillenden Arbeit-
nehmerinnen am Arbeitsplatz (zehnte Einzelrichtlinie im
                                                                 (1) ABl. C 133 vom 4.5.1996.
Sinne des Artikels 16 Absatz 1 Richtlinie 89/391/EWG)
(ABl. L 348 vom 28.11.1992, S. 1), hat der Gerichtshof
(Sechste Kammer) unter Mitwirkung des Kammerpräsiden-
ten P. J. G. Kapteyn sowie der Richter G. Hirsch, G. F.
Mancini, J. L. Murray (Berichterstatter) und R. Schintgen
Ð Generalanwalt: Ruiz-Jarabo Colomer; Kanzler: H. von
Holstein, Hilfskanzler Ð am 19. November 1998 ein
Urteil mit folgendem Tenor erlassen:                                           URTEIL DES GERICHTSHOFES
                                                                                        (Erste Kammer)
                                                                                    vom 19. November 1998
1. Artikel 119 EG-Vertrag und die Richtlinie 75/117/EWG
    des Rates vom 10. Februar 1975 zur Angleichung der           in der Rechtssache C-252/96 P: Europäisches Parlament
    Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Anwen-              gegen Enrique GutieÂrrez de Quijano y LloreÂns (1)
    dung des Grundsatzes des gleichen Entgelts für Männer
    und Frauen stehen nationalen Rechtsvorschriften ent-         (Rechtsmittel Ð Verfahren vor dem Gericht Ð Verbot
    gegen, nach denen eine schwangere Frau, die vor Beginn       neuer Angriffs- und Verteidigungsmittel Ð Geltung für das
    ihres Mutterschaftsurlaubs aufgrund eines mit der                Gericht Ð Beamte Ð Interinstitutionelle Übernahme)
    Schwangerschaft zusammenhängenden krankhaften                                       (1999/C 20/05)
    Zustands arbeitsunfähig wird und hierüber eine ärztliche
    Bescheinigung vorlegt, keinen Anspruch auf Fortzahlung
    ihres vollen Gehalts durch ihren Arbeitgeber hat, sondern
                                                                                 (Verfahrenssprache: Spanisch)
    lediglich auf die Zahlung von Tagegeld durch eine örtli-
    che Behörde, während Arbeitnehmer bei ärztlich beschei-
    nigter Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit grundsätzlich
    Anspruch auf Fortzahlung ihres vollen Gehalts durch den
                                                                     (Vorläufige Übersetzung; die endgültige Übersetzung
    Arbeitgeber haben.
                                                                      erscheint in der Sammlung der Rechtsprechung des
                                                                                         Gerichtshofes)
2. Artikel 119 EG-Vertrag und die Richtlinie 75/117/EWG
    stehen der Anwendung nationaler Rechtsvorschriften           In der Rechtssache C-252/96 P, Europäisches Parlament
    nicht entgegen, nach denen eine schwangere Frau keinen       (Bevollmächtigte: Manfred Peter und JoseÂ Luis Rufas
    Anspruch auf die Fortzahlung ihres Gehalts durch den         Quintana) betreffend ein Rechtsmittel gegen das Urteil des
    Arbeitgeber hat, wenn sie der Arbeit vor Beginn ihres        Gerichts erster Instanz der Europäischen Gemeinschaften
    Mutterschaftsurlaubs wegen gewöhnlicher Schwanger-           (Zweite Kammer) vom 22. Mai 1996 in der Rechtssache
    schaftsbeschwerden fernbleibt, ohne im übrigen               T-140/94 (GutieÂrrez de Quijano y LloreÂns/Parlament, Slg.
    arbeitsunfähig zu sein, oder wegen einer ärztlichen          ÖD 1996, II-689) wegen Aufhebung dieses Urteils, anderer
    Empfehlung, das ungeborene Kind zu schonen, die              Verfahrensbeteiligter: Enrique GutieÂrrez de Quijano y Llo-
    nicht mit einem krankhaften Zustand im eigentlichen          reÂns, Beamter des Gerichtshofes der Europäischen Gemein-
    Sinne oder mit besonderen Risiken für das ungeborene         schaften, wohnhaft in Luxemburg, 53, rue de Beggen (Pro-
    Kind begründet worden ist, während Arbeitnehmer,             zeûbevollmächtigte: Rechtsanwältin Sonia Sequero Mar-
    die wegen Krankheit arbeitsunfähig sind, grundsätzlich       cos, MaÂlaga, Zustellungsanschrift: wie vorstehend), hat
    einen solchen Anspruch besitzen.                             der Gerichtshof (Erste Kammer) unter Mitwirkung des
                                                                 Richters D. A. O. Edward in Wahrnehmung der Aufgaben
                                                                 des Präsidenten der Ersten Kammer sowie der Richter L.
                                                                 Sevón (Berichterstatter) und M. Wathelet Ð General-
3. Die Richtlinie 76/207/EWG des Rates vom 9. Februar            anwalt: P. LeÂger; Kanzler: R. Grass Ð am 19. November
    1976 zur Verwirklichung des Grundsatzes der Gleich-          1998 ein Urteil mit folgendem Tenor erlassen:
    behandlung von Männern und Frauen hinsichtlich des
    Zugangs zur Beschäftigung, zur Berufsbildung und
    zum beruflichen Aufstieg sowie in bezug auf die              1. Das Rechtsmittel wird zurückgewiesen.
    Arbeitsbedingungen und die Richtlinie 92/85/EWG des
    Rates vom 19. Oktober 1992 über die Durchführung
    von Maûnahmen zur Verbesserung der Sicherheit und
                                                                 2. Das Europäische Parlament trägt die Kosten des Ver-
    des Gesundheitsschutzes von schwangeren Arbeitneh-
                                                                      fahrens.
    merinnen, Wöchnerinnen und stillenden Arbeitnehme-
    rinnen am Arbeitsplatz (zehnte Einzelrichtlinie im
    Sinne des Artikels 6 Absatz 1 der Richtlinie                 (1) ABl. C 269 vom 14.9.1996.
    89/391/EWG) stehen nationalen Rechtsvorschriften
    entgegen, nach denen ein Arbeitgeber eine schwangere
    Frau von der Arbeit freistellen kann, ohne ihr das volle