CELEX: 31992D0445
Language: de
Date: 1992-07-03 00:00:00
Title: 92/445/EWG: Entscheidung der Kommission vom 3. Juli 1992 über die Tiergesundheitsanforderungen und die Veterinärbescheinigung für die Einfuhr von gefrorenem Rindersperma aus der Tschecoslowakei

Avis juridique important

|

31992D0445

92/445/EWG: Entscheidung der Kommission vom 3. Juli 1992 über die Tiergesundheitsanforderungen und die Veterinärbescheinigung für die Einfuhr von gefrorenem Rindersperma aus der Tschecoslowakei  

Amtsblatt Nr. L 247 vom 27/08/1992 S. 0001 - 0009 Finnische Sonderausgabe: Kapitel 3 Band 44 S. 0187  Schwedische Sonderausgabe: Kapitel 3 Band 44 S. 0187 

ENTSCHEIDUNG DER KOMMISSION vom 3. Juli 1992 über die Tiergesundheitsanforderungen und die Veterinärbescheinigung für die Einfuhr von gefrorenem Rindersperma aus der Tschechoslowakei (92/445/EWG)  DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN  GEMEINSCHAFTEN - gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft,  gestützt auf die Richtlinie 88/407/EWG des Rates vom 14. Juni 1988 zur Festlegung der tierseuchenrechtlichen Anforderungen an den innergemeinschaftlichen Handelsverkehr mit gefrorenem Samen von Rindern und an dessen Einfuhr(1) , zuletzt geändert durch  die Richtlinie 90/425/EWG(2) , insbesondere auf die Artikel 10 und 11,  in Erwägung nachstehender Gründe:  Die Tschechoslowakei ist im Anhang der Entscheidung 90/14/EWG der Kommission vom 20. Dezember 1989 über die Liste der Drittländer, aus denen die Mitgliedstaaten die Einfuhr von Rindersperma zulassen(3) , aufgeführt.  Die Tiergesundheitslage in diesem Land ist offensichtlich gut und wird in bezug auf Krankheiten, die durch Sperma übertragbar sind, von einwandfrei strukturierten und organisierten Veterinärdienststellen kontrolliert.  Die zuständigen Veterinärbehörden der Tschechoslowakei haben bestätigt, daß die Tschechoslowakei mindestens 12 Monate frei war von Rinderpest, Maul- und Klauenseuche, infektiöser Rinderpleuropneumonie und Blauzungenkrankheit und daß in diesem Zeitraum  gegen keine dieser Seuchen geimpft wurde, ausser gegen Maul- und Klauenseuche.  Die zuständigen tschechoslowakischen Veterinärbehörden haben sich verpflichtet, der Kommission und den Mitgliedstaaten über Telex oder Telefax innerhalb von 24 Stunden vom Auftreten einer der obenangeführten Erkrankungen oder eine Änderung der  Impfpolitik gegenüber diesen Krankheiten Mitteilung zu machen. Diese Mitteilung in angemessener Frist erfolgt auch, falls die Einfuhrbedingungen der Tschechoslowakei für lebende Tiere, Samen oder Embryonen geändert werden.  Die zuständigen tschechoslowakischen Veterinärbehörden schreiben bezueglich der bovinen Tuberkulose und Brucellose Tiergesundheitsgarantien vor, die den innerhalb der Gemeinschaft anwendbaren entsprechen.  Sie haben sich verpflichtet, die Ausstellung der in dieser Entscheidung vorgesehenen Bescheinigungen amtlich zu überwachen und dafür Sorge zu tragen, daß alle wesentlichen, der Bescheinigung zugrundeliegenden Atteste, Abweichungen und Laborergebnisse  nach dem Versand des entsprechenden Spermas noch mindestens 12 Monate lang amtlich verwahrt werden.  Sie haben sich ferner verpflichtet, Besamungsstationen für die Ausfuhr von Rindersperma in die Gemeinschaft gemäß Artikel 9 der Richtlinie 88/407/EWG amtlich zuzulassen.  Die Tiergesundheitsanforderungen und die entsprechende Veterinärbescheinigung sind der Tiergesundheitslage des genannten Drittlandes anzupassen.  Die in dieser Entscheidung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Ständigen Veterinärausschusses - HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:  Artikel 1  (1)  Ein Mitgliedstaat, in dem nicht gegen die Maul- und Klauenseuche geimpft wird, lässt die Einfuhr aus der Tschechoslowakei von Sperma von Bullen einer zugelassenen Besamungsstation zu, in der sich keine Bullen befinden, die gegen diese  Krankheit geimpft sind, oder in der alle Bullen gemäß Absatz 1 im Anhang C der Richtlinie 88/407/EWG geimpft sind. Im letztgenannten Fall kann verlangt werden, daß eine Stichprobe von maximal 10 % aller Spermaportionen einer Samenentnahme, mindestens  jedoch 5 Portionen, in einem vom importierenden Mitgliedstaat benannten Laboratorium untersucht wird und dabei im Virusisolationstest auf Maul- und Klauenseuche-Virus negativ reagiert.  (2)  Die Mitgliedstaaten genehmigen die Einfuhr von Bullensperma, das den Anforderungen nach Anhang 1A und gegebenenfalls Anhang 1B dieser Entscheidung entspricht, aus der Tschechoslowakei.  Artikel 2  Diese Entscheidung wird am 14. Tag nach ihrer Bekanntgabe an die Mitgliedstaaten wirksam.  Artikel 3  Diese Entscheidung ist an alle Mitgliedstaaten gerichtet.  Brüssel, den 3. Juli 1992 Für die Kommission Ray MAC SHARRY Mitglied der Kommission    (1) ABl. Nr. L 194 vom 22. 7. 1988, S. 10.  (2) ABl. Nr. L 224 vom 18. 8. 1990, S. 29.  (3) ABl. Nr. L 8 vom 11. 1. 1990, S. 71.    ANHANG IA   TIERGESUNDHEITSBESCHEINIGUNG für die Einfuhr von Rindersperma aus der Tschechoslowakei  Bescheinigung Nr.: .  Land, in dem das Sperma gewonnen wurde: Die Tschechoslowakei Zuständige Behörde:  I. Identifizierung des Spermas:   Kennummer der Besamungsstation: .  Zulassungsnummer der Besamungsstation: .  Name des SpenderbullenRasseKennummerGeburts- datumSperma gewonnen amAnzahl Dosen(Nicht zutreffende Rubriken mit  "entfällt" kennzeichnen. Diese Bescheinigung darf nur für Sperma aus ein- und derselben zugelassenen Besamungsstation ausgestellt werden.) Markierungen der Plombe am Transportbehältnis: .   II. Herkunft des Spermas:   Anschrift der Besamungsstation: .  .   III. Bestimmungsort des Spermas:   Das Sperma wird von.  (Ort der Verplombung und Verladung) Das Sperma wird nach.  (Bestimmungsland und -ort) Das Sperma wird mit.  (Transportmittel/Kennzeichen) versandt.  Name und Anschrift des Versenders: .  .  Name und Anschrift des Empfängers: .  .   IV. Angaben zum Gesundheitszustand:  Ich, der unterzeichnete amtliche Tierarzt, bescheinige, daß folgende Anforderungen erfuellt sind:  1. Die Tschechoslowakei war während eines Zeitraums von mindestens 12 Monaten vor der ersten bis einschließlich 30 Tage nach der letzten Gewinnung oben bezeichneter Spermaportionen nachweislich frei von Rinderpest.  2. Die zugelassene Besamungsstation, in der das vorgenannte Sperma gewonnen wurde, erfuellt folgende Anforderungen:  a) Die Zulassung für den Export von Rindersperma in die Europäische Gemeinschaft wurde von der Veterinärbehörde der Tschechoslowakei in Übereinstimmung mit allen Anforderungen dieser Nummer erteilt;  b) sie liegt im Mittelpunkt eines Gebiets mit einem Radius von 50 km, in dem während eines Zeitraums, der mindestens 3 Monate vor der ersten Gewinnung des vorgenannten Spermas beginnt und 30 Tage nach der letzten Gewinnung endet, kein Fall von Maul- und  Klauenseuche, infektiöser Rinderpleuropneumonie und vesikulärer Stomatitis aufgetreten ist;  c) sie war während eines Zeitraums, der mindestens 3 Monate vor der ersten Gewinnung des vorgenannten Spermas beginnt und 30 Tage nach der letzten Gewinnung endet, nachweislich frei von Maul- und Klauenseuche und Brucellose;  d) sie war während eines Zeitraums, der mindestens 30 Tage vor der ersten Gewinnung des vorgenannten Spermas beginnt und 30 Tage nach der letzten Gewinnung endet, frei von Tollwut, Milzbrand, Tuberkulose, enzootischer Rinderleukose sowie frei von  Symptomen einer Infektion durch Trichomonas fötus, Campylobacter fötus und Leptospiren der Serotypen canicola, grippotyphosa, pomona, hardjo und icterohämorrhagica;  e) sie wird von einem amtlichen Tierarzt mindestens zweimal jährlich kontrolliert; dabei werden sämtliche Umstände in bezug auf die in dieser Bescheinigung gestellten Anforderungen geprüft und bestätigt;  f) sie unterliegt der ständigen Überwachung durch einen Stationstierarzt, insbesondere bezueglich nachstehender Anforderungen:    i) Die Tiere dürfen nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Stationstierarztes in die Station eingestellt werden; sämtliche Ein- und Abgänge sind zu registrieren;   ii) es ist ein Register mit Angaben über die Rasse, das Geburtsdatum, die Identifizierung und den Gesundheitszustand aller in der Station befindlichen Rinder sowie über alle in der Station durchgeführten diagnostischen Untersuchungen und deren  Ergebnisse, Behandlungen und Vakzinierungen zu führen;  iii) der Zugang Unbefugter ist zu verhindern; Besucher müssen die vom Stationstierarzt festgelegten Bedingungen einhalten;  iv) es sind technisch qualifizierte Fachkräfte mit entsprechender Ausbildung in den zur Verhütung der Verbreitung von Seuchen unerläßlichen Desinfektionstechniken und hygienischen Arbeitsmethoden beschäftigt;  g) die Station darf ausser Rindern nur solche Nutztiere aufnehmen, die für den planmässigen Betrieb unbedingt erforderlich sind, keine Infektionsgefahr für die Rinder darstellen und den vom Stationstierarzt festgelegten Anforderungen entsprechen;  h) die Station genügt folgenden baulichen Anforderungen:    i) Die Stallungen sind von den Spermaaufbereitungs- und -lagerräumen räumlich getrennt, die ihrerseits ebenfalls räumlich voneinander abgegrenzt sind;   ii) es ist eine Isolierstation vorhanden für kranke Tiere;  iii) es sind Räumlichkeiten für die Spermagewinnung, einschließlich eines separaten Raums für das Reinigen und Desinfizieren bzw. Sterilisieren des Arbeitsgeräts, vorhanden;  iv) es sind ein Raum für die Spermaaufbereitung (Spermalabor) und ein Raum für die Spermalagerung (Spermadepot) vorhanden (die sich nicht unbedingt am gleichen Ort befinden müssen);   v) jeglicher Kontakt mit externen Viehbeständen ist ausgeschlossen;  vi) die Besamungsstation ist insgesamt leicht zu reinigen und zu desinfizieren.  Sind die vorgenannten Anforderungen erfuellt, so kann eine zugelassene Besamungsstation ein Betriebsgelände mit einer oder mehreren anderen Besamungsstationen teilen.  3. Die während des Zeitraums der Spermagewinnung und -lagerung in der zugelassenen Besamungsstation eingestellten Bullen einschließlich der für Stimulationszwecke gehaltenen Rinder erfuellen folgende Voraussetzungen:  a) Sie befinden sich seit dem 1. Januar 1991 ununterbrochen in der Station. Nach ihrer Ankunft sind bei ihnen alle vorgeschriebenen Tests wie unter dem nachstehenden Buchstaben d) beschrieben ausgefallen; die Untersuchung auf Virusdiarrhö des Rindes  ist gemäß Buchstabe c) Unterbuchstabe iv) und auf Trichomonas gemäß Buchstabe c) Unterbuchstabe v) mit negativem Ergebnis durchgeführt worden, oder b) sie wurden aus einer zugelassenen Besamungsstation - in einem zuvor gründlich gereinigten und desinfizierten Transportmittel - transportiert, ohne mit Tieren mit niedrigerem Gesundheitsstatus in Berührung gekommen zu sein, oder c) sie wurden auf Anordnung des Stationstierarztes in die Station aufgenommen und zeigen keine klinischen Krankheitssymptome,    i) sie stammen aus Beständen, die nach dem nationalen Programm zur Tilgung der Rindertuberkulose in der Tschechoslowakei als tuberkulosefrei bezeichnet werden und wurden zu keiner Zeit in Beständen mit niedrigerem Gesundheitsstatus gehalten;   ii) sie stammen aus Beständen, die nach dem nationalen Programm zur Tilgung der Rinderbrucellose in der Tschechoslowakei als brucellosefrei bezeichnet werden und wurden zu keiner Zeit in Beständen mit niedrigerem Gesundheitsstatus gehalten;  iii) - sie stammen aus Beständen, die seit mindestens drei Jahren frei von enzootischer Rinderleukose waren, oder - sie stammen von Mutterkühen, die binnen 30 Tagen vor der Einstellung ihrer Nachkommen in die Isolierstation auf eine serologische Untersuchung gemäß Anhang G der Richtlinie 64/432/EWG des Rates auf enzootische Rinderleukose negativ reagiert haben,  oder - sie wurden im Alter von unter zwei Jahren in die zugelassene Besamungsstation eingestellt und haben bei einer nach Erreichen des zweiten Lebensjahres gemäß Anhang G der Richtlinie 64/432/EWG durchgeführten serologischen Untersuchung auf Rinderleukose  negativ reagiert;  iv) sie wurden innerhalb von 30 Tagen vor der Einstellung in die zugelassene Isolierstation folgenden Untersuchungen mit jeweils negativem Testergebnis unterzogen:  - einem amtlich anerkannten Tuberkulintest,  - einem amtlich anerkannten Agglutinationstest auf Brucellose mit negativem Ergebnis von weniger als 30 IE Agglutination/ml sowie einem Komplementbindungstest (CFT) mit einem Brucella-Ergebnis von weniger als 20 EG-Einheiten/ml (20 ICFT-Einheiten),  - einer serologischen Untersuchung auf enzootische Rinderleukose nach dem Verfahren des Anhangs G der Richtlinie 64/432/EWG,  - einem Serumneutralisationstest oder ELISA zum Nachweis von infektiöser boviner Rhinotracheitis/infektiöser pustulöser Vulvovaginitis,  - einem Virusisolationstest auf bovine Virusdiarrhö mittels Blutproben in empfänglichen Zellkulturen mit anschließendem Fluoreszenzantikörpertest bzw. Immunperoxidasetest, wobei der Test bei Bullen, die bei ihrer Einstellung in die Besamungsstation  unter sechs Monate alt waren, erst nach Erreichen des sechsten Lebensmonats durchgeführt wurde.  Dabei wird davon ausgegangen, daß die vorgenannten Untersuchungen ganz oder teilweise während des Aufenthalts des Tieres in der amtlich zugelassenen Isolierstation durchgeführt werden konnten und daß im Fall eines nicht negativen Testergebnisses die  Isolationsfrist von 30 Tagen für die anderen Tiere in der Isolierstation erst zu laufen beginnt, nachdem das betroffene Tier die Station verlassen hat und der Status der Tuberkulose- bzw. Brucellosefreiheit der Station gegebenenfalls wiederhergestellt  wurde;   v) die Bullen haben, nach Beendigung der Gesundheitstests gemäß Unterbuchstabe iv), mindestens 30 Tage in einer amtlich zugelassenen Isolierstation verbracht, die sich im Mittelpunkt eines Gebiets mit einem Radius von 10 km befindet, in dem es am Tag  ihrer Aufnahme keinen Fall von Maul- und Klauenseuche, Rinderpest, infektiöser Pleuropneumonie der Rinder und vesikulärer Stomatitis gab und die zu diesem Zeitpunkt seit mindestens drei Monaten frei von Maul- und Klauenseuche und Brucellose sowie seit  mindestens 30 Tagen frei von Tollwut, Milzbrand, Tuberkulose und enzootischer Rinderleukose war; in der Isolierstation wurden sie den folgenden Untersuchungen mit jeweils negativem Testergebnis unterzogen:  - einem amtlich anerkannten serologischen Agglutinationstest auf Brucellose mit negativem Testergebnis bei weniger als 30 IE Agglutination/ml sowie einem Komplementbindungstest mit einem Brucella-Ergebnis von weniger als 20 EG-Einheiten/ml (20  ICFT-Einheiten),  - entweder einem Immunofluoreszenzantikörpertest zum Antigennachweis oder einem direkten Erregernachweis durch Kultur von Campylobacter fötus aus Präputialspülproben oder aus Spülproben der künstlichen Vagina oder, bei weiblichen Tieren, einem  Scheidenschleim-Agglutinationstest,  - mikroskopischen Untersuchungen und einem Kulturtest auf Trichomonas-fötus-Infektion aus Präputialspülproben oder, bei weiblichen Tieren, einem Scheidenschleim-Agglutinationstest,  - einem Serumneutralisationstest oder ELISA zum Nachweis von Antikörpern gegen das Virus der infektiösen bovinen Rhinotracheitis/infektiösen pustulösen Vulvovaginitis.  Bei einem nicht negativen Ergebnis beginnt die Isolationsfrist von 30 Tagen erst dann, wenn das fragliche Tier die Station verlassen hat und, wenn beeinträchtigt, der Brucellosestatus der Einrichtung wiederhergestellt ist.  Zusätzlich müssen die Tiere in der Station im Abstand von vierzehn Tagen zweimal durch Injektion von 25 mg je kg Lebendgewicht Streptomyzin oder Dihydrostreptomyzin oder einer Mischung dieser beiden Stoffe gegen Leptospirose behandelt worden sein;  d) die Bullen wurden mindestens einmal jährlich - mit jeweils negativem Ergebnis - folgenden Untersuchungen unterzogen:    i) einem amtlich anerkannten Tuberkulintest;   ii) einem amtlich anerkannten Agglutinationstest auf Brucellose mit negativem Testergebnis bei weniger als 30 IE Agglutination/ml sowie einem Komplementbindungstest mit einem Brucella-Ergebnis von weniger als 20 EG-Einheiten/ml (20 ICFT-Einheiten);  iii) einer serologischen Untersuchung auf enzootische Rinderleukose nach dem Verfahren des Anhangs G der Richtlinie 64/432/EWG;  iv) einem Serumneutralisationstest oder ELISA zum Ausschluß der infektiösen bovinen Rhinotracheitis/infektiösen pustulösen Vulvovaginitis, sofern die zuständige Behörde des Einfuhrmitgliedstaats schriftlich bestätigt hat, daß vor dem 31. Dezember 1992  gewonnenes Sperma von Bullen, die auf einen dieser Tests positiv reagiert haben, akzeptiert werden kann, wenn es bei einem Virusisolations- und/oder einem Inokulationstest in bezug auf die vorgenannten Krankheiten negativ reagiert hat, in welchem Fall  der Test am .......... im .......... Laboratorium durchgeführt wurde;   v) entweder einem Immunofluoreszenzantikörpertest zum Antigennachweis oder einem direkten Erregernachweis durch Kultur von Campylobacter fötus aus Präputialspülproben oder aus Spülproben der künstlichen Vagina; davon ausgenommen sind Bullen, die nicht  zur Spermagewinnung genutzt werden, sofern der Test vor Aufnahme der Spermagewinnung für diese Tiere nachgeholt wird;  vi) einer serologischen Untersuchung auf Leptospiren der Serotypen canicola, pomona, grippotyphosa, hardjo und icterohämorrhagica.  Diese Untersuchungen (mit Ausnahme der Tuberkulinprobe) werden in einem von der Bundesveterinärbehörde der Tschechoslowakei zu diesem Zweck zugelassenen Laboratorium durchgeführt.  4. Das vorgenannte Sperma wurde a) ohne Anwendung des Verfahrens der Elektro-Ejakulation bzw. Elektro-Stimulation von in einer zugelassenen Besamungsstation eingestellten Bullen gewonnen,    i) die sich während eines Zeitraums, der mindestens sechs Monate vor der ersten Gewinnung des Spermas beginnt und mit dem Versandtag endet, ununterbrochen im Hoheitsgebiet der Tschechoslowakei befanden;   ii) die ausser in dem schriftlich bestätigten Ausnahmefall gemäß Punkt 3 Buchstabe d) Unterbuchstabe iv) auf keinen der in dieser Bescheinigung genannten Tests positiv reagiert haben;  iii) die während ihres Aufenthalts in der zugelassenen Besamungsstation nicht zum natürlichen Sprung eingesetzt wurden;  iv) die vor der Spermagewinnung seit mindestens 30 Tagen ununterbrochen in der zugelassenen Besamungsstation gehalten wurden;   v) die während dieser Zeit keine klinischen Krankheitssymptome gezeigt haben;  vi) - die in einer zugelassenen Besamungsstation gehalten wurden, in der sich keine gegen Maul- und Klauenseuche geimpften Tiere befanden (*), oder - die in einer zugelassenen Besamungsstation gehalten wurden, in der alle für die Maul- und Klauenseuche empfänglichen Tiere gemäß Absatz 1 Buchstabe b) Unterbuchstabe ii) im Anhang C der Richtlinie 88/407/EWG des Rates gegen diese Seuche geschützt  wurden (*).  b) es wurde in einer zugelassenen Besamungsstation aufbereitet,    i) in der während des vorgenannten Zeitraums der Spermagewinnung nur Sperma von Bullen aus zugelassenen Besamungsstationen oder von Bullen mit gleichem Gesundheitsstatus wie Bullen aus zugelassenen Besamungsstationen aufbereitet wurde. Im zweiten Fall  sind folgende Anforderungen zu erfuellen: Das Sperma wurde mit anderem Gerät und einer separaten Ausrüstung und zu anderen Zeiten als das Sperma aus zugelassenen Besamungsstationen aufbereitet. Die Aufbereitungsanlage wurde vor ihrer Wiederverwendung zur  Aufbereitung von Sperma von Bullen in zugelassenen Besamungsstationen gründlich gereinigt und desinfiziert;   ii) es wurde aufbereitet unter hygienisch einwandfreien Bedingungen, wobei alle mit den Spenderbullen oder ihrem Sperma in Berührung gekommenen Gegenstände und Geräte vor ihrer Wiederverwendung sachgemäß desinfiziert bzw. sterilisiert wurden;  iii) unter Verwendung von Zusatzstoffen, Verdünnungsmitteln und Streckmitteln, in denen jegliches Material tierischer Herkunft aus Quellen bezogen wurde, die kein Gesundheitsrisiko für Tiere darstellen oder vor Verwendung so behandelt wurden, daß ein  derartiges Risiko ausgeschlossen wurde.  c) ihm wurden folgende Antibiotika in den für die richtige Spermakonzentration erforderlichen Mengen zugefügt:  nicht weniger als:  - 500 IE/ml Streptomyzin,  - 500 IE/ml Penizillin,  - 150 ìg/ml Linkomyzin,  - 300 ìg/ml Spektinomyzin,  wobei es unmittelbar danach für mindestens 45 Minuten auf einer Temperatur von nicht weniger als 5 °C gehalten wurde,  oder nicht weniger als:  -  50 ìg/ml Tylosin,  - 250 ìg/ml Gentamyzin,  - 150 ìg/ml Linkomyzin,  - 300 ìg/ml Spektinomyzin,  wobei der Kontakt zwischen dem Antibiotikum und dem unverdünnten Sperma mindestens 3 Minuten auf der Mischtemperatur gehalten und das Sperma und die glycerinfreie Fraktion des Verdünnungsmittels für mindestens zwei Stunden auf nicht weniger als 5 °C  (41° Fahrenheit) gehalten wurden.  d) Das Sperma wurde in Einzelbehältnisse (Kunststoffröhrchen) gefuellt, auf denen jeweils der Tag der Spermagewinnung, die Rasse und die Identität des Spenderbullen sowie Name und Anschrift der zugelassenen Besamungsstation angegeben sind, wobei diese  Informationen ganz oder teilweise in Codeform angegeben werden können, wenn der zuständigen Behörde des Einfuhrmitgliedstaats der Schlüssel zu diesem Code mitgeteilt wurde und die Kennzeichnung der einzelnen Behältnisse mit den entsprechenden Angaben in  dieser Bescheinigung eindeutig übereinstimmen.  e) Das Sperma wurde gemäß Artikel 1 der Kommissionsentscheidung 92/445/EWG im Laboratorium ...................................... einem Virusisolationstest zum Ausschluß der Maul- und Klauenseuche unterzogen (streichen, wenn nicht zutreffend).  f) Das Sperma wurde unter Verwendung von Kühlmitteln, die zuvor für kein anderes Erzeugnis tierischen Ursprungs benutzt wurden, und unter stationstierärztlicher Überwachung in der zugelassenen Besamungsstation mindestens 30 Tage vor dem Versand in  Behältnissen gelagert, die zuvor gründlich gereinigt und desinfiziert bzw. sterilisiert wurden.  g) Ist bei einem beliebigen Bullen der Station ein positives Ergebnis bei einer anderen Untersuchung als der auf infektiöse bovine Rhinotracheitis/infektiöse pustulöse Vulvovaginitis, wofür eine schriftliche Ausnahmegenehmigung gemäß Punkt 3 Buchstabe  d) Unterbuchstabe iv) vorausgesetzt wird, festgestellt worden, wird das Sperma vom Export ausgeschlossen, solange der Gesundheitszustand der Station nicht wiederhergestellt ist.  (*) Unzutreffendes bitte streichen.  h) Das Sperma wurde unter Verwendung von Kühlmitteln, die zuvor für kein anderes Erzeugnis tierischen Ursprungs benutzt wurden, in zuvor gründlich gereinigten und desinfizierten bzw. sterilisierten Behältnissen versandt, die vor ihrem Versand aus der  zugelassenen Besamungsstation unter amtstierärztlicher Überwachung verplombt wurden.  Angefertigt in.,  am.  (Ort) (Datum) Unterschrift: .  Name in Druckbuchstaben: .  Amtsbezeichnung: .    ANHANG IB   ZUSATZBESCHEINIGUNG für das Umlagern von Sperma aus einem Behältnis in ein anderes für den Versand aus der Tschechoslowakei in die Europäische Gemeinschaft  Ich, der unterzeichnete amtliche Tierarzt, bestätige, daß das Sperma, auf welches sich die  Bescheinigungen und Plomben, die unten angegeben werden, beziehen, in einer zugelassenen Besamungsstation in verplombten Behältnissen empfangen und unter meiner direkten Aufsicht in Behältnisse umgelagert wurde, in welchen es in die Europäische  Gemeinschaft weitergeleitet wird.  HerkunftsortNummer der BescheinigungNummer der PlombeDie Umlagerung erfolgte in: .  .  Zulassungsnummer: .  Die Plombe am Versandbehältnis trägt die Bezeichnung: .  Die Bescheinigungen für alle im Behältnis befindlichen Spermaportionen sind beigefügt.  Ausgestellt in.,  am.  (Ort) (Datum)  Unterschrift: .  Name in Druckbuchstaben: .  Amtsbezeichnung: .