CELEX: 51988PC0388R(01)
Language: de
Date: 1988-08-09
Title: VORSCHLAG FÜR EINE ENTSCHEIDUNG DES RATES zur Festlegung eines spezifischen Programms für Forschung und technologische Entwicklung im Bereich der Energie - nichtnukleare Energien und rationelle Energienutzung - 1989 - 1992 "JOULE" (Joint Opportunities for Unconventional or Long-term Energy supply) (von der Kommission vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (88) 388
Vol. 1988/0141
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983 concernant
l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique européenne et de
la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983, p. 1) modifié en dernier
lieu par le règlement (UE) 2015/496 du Conseil du 17 mars 2015 (JO L79 du 25. 3.2015, p. 1), ce
dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents classifiés présents dans ce dossier
ont été déclassifiés conformément à l'article 5 dudit règlement ou sont considérés déclassifiés
conformément aux articles 26(3) et 59(2) de la décision (UE, Euratom) 2015/444 de la
Commission du 13 mars 2015 concernant les règles de sécurité aux fins de la protection des
informations classifiées de l'Union européenne.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983 concerning
the opening to the public of the historical archives of the European Economic Community and the
European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as last amended by Council
Regulation (EU) 2015/496 of 17 March 2015 (OJ L 79, 27.3.2015, p. 1), this file is open to the
public. Where necessary, classified documents in this file have been declassified in conformity
with Article 5 of the aforementioned regulation or are considered declassified in conformity with
Articles (26.3) and 59(2) of the Commission Decision (EU, Euratom) 2015/444 of 13 March 2015
on the security rules for protecting EU classified information.
In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1. Februar
1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und
der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983, S. 1), zuletzt geändert durch die
Verordnung (EU) Nr. 2015/496 vom 17. März 2015 (ABI. L 79 vom 25.3.2015, S. 1), ist dieser Akt
der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit erforderlich, wurden die Verschlusssachen in diesem Akt in
Übereinstimmung mit Artikel 5 der genannten Verordnung freigegeben; beziehungsweise werden
sie auf Grundlage von Artikel 26(3) und 59(2) der Entscheidung der Kommission (EU, Euratom)
2015/444 vom      13.   März 2015     über die   Sicherheitsvorschriften für den Schutz von  EU-
Verschlusssachen als herabgestuft angesehen.
 ---pagebreak--- KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                                      KOM ( 88 ) 388 endg. / 2 - SYN 143
                                                      Brüssel / den 9 . August 1988
 CORRIGENDUM    •
 Ce document annule et remplace
 le document C0M(88 ) 388 final - SYN 143
 du 20 jui l let 1988
 CONCERNE TOUTES LES VERSIONS LINGUISTIQUES
                      VORSCHLAG FÜR EINE ENTSCHEIDUNG DES RATES
          zur Festlegung eines spezifischen Programms für Forschung und
                  technologische Entwicklung im Bereich der Energie
              - nichtnukleare Energien und rationelle Energienutzung -
                                       1989 - 1992
                                         " JOULE "
      ( Joint Opportunities for Unconventional or Long-term Energy supply )
                            ( von der Kommission vorgelegt )
                      V
   I
 ---pagebreak---                                      ZUSAMMENFASSUNG
               Spezifisches Programm für Forschung und technologische                ■
                           Entwicklung im Bereich der Energie
                     - Nichtnukleare Energie und Energienutzung -                     :
                                        1989-1992                                      ■
                                         " JOULE "
     ( Joint Opportunities for Unconventional or Long-term Energy supply )
                                                                                      \
                                                                                         I
       Das Rahmenprogramm für Geineinschaftsaktionen im Bereich der Forschung
und technologischen Entwicklung ( 1987-1991 ) geht von der Notwendigkeit aus ,
die seit 1975 laufenden FuE-Aktionen im Bereich der Energie fortzusetzen und             !
zu aktualisieren ( Aktionslinie 5.3 ).
       Die Gemeinschaft hat sich für 1995 neue energiepolitsche Ziele gesetzt
und festgelegt , mit welchen Mitteln sie erreicht werden sollen .
       Die       Urmvelterfordernisse ,    insbesondere   die    Verringerung  der
Umweltverschmutzung , setzen ausgewogene Bemühungen im Hinblick auf die
umweit- und energiepolitischen Ziele voraus .
        Die Wettbewerbsfähigkeit der Gemeinschaftsindustrien , einschliesslich
der      KMU ,     muss     unter   anderem durch die         Entwicklung moderner
Energietechnologien gefördert und verbessert werden .
        Die Relation         zwischen   Energiebedarf   und Ressourcen in den
Entwicklungsländern erfordert die Bereitstellung geeigneter technologischer
Mittel .
        Daraus ergeben sich Ziele , die durch Fortschritte bei der Entwicklung
und Bereitstellung von Techniken , Verfahren und Produkten zur rationellen
Energienutzung , zum umweltfreundlichen Einsatz von festen Brennstoffen und
Kohlenwasserstoffen sowie zur effizienten und wirtschaftlichen Nutzung
emeuerbarer Energiequellen erreicht werden können .
        Diese Erwägungen rechtfertigen den Vorschlag eines spezifischen
vierjährigen FuE-Prograrms im Bereich der Energie - nichtnukleare Energien
und rationelle Energienutzung - ( 1989-1992 ), das die Kontinuität der
Arbeiten seit 1975 sowie die optimale Nutzung der bislang erzielten
 Ergebnisse und Fortschritte im Bereich der Energietechnologien gewährleisten
 soll .
        Hierzu sieht das Programm folgende Schwerpunkte vor :
               *     Energie und Umweltmodelle
               *     Rationelle Energienutzung
               *     Cptimierung der effizienten und sauberen Nutzung fossiler
                     Energiequellen
               *     Erschliessung emeuerbarer Energiequellen .
        Der Mittelbedarf für die Durchführung des spezifischen Programms gemäss
 Aktionslinie        5.3 des Rahmenprogramms ward auf 122 Millionen ECU
 veranschlagt .
                                                                                   2
 ---pagebreak---                                    INHALT
1 - EINLEITUNG
2 - WISSENSCHAFTLICH-TECHNISCHER INHALT
3 - FINANZIERUNG UND DURCHFÜHRUNG
4 - TEILPROGRAMME
    I.    ENERGIE- UMWELUCDELLE
    II .  RATIONELLE ENERGIENUTZUNG
    III . ENERGIE AUS FOSSILEN QUELLEN
    IV .  ERNEUERBARE ENERGIEN
                                          3
 ---pagebreak---                   VORSCHLAG FÜR EIN SPEZIFISCHES PROGRAMM
                FÜR FORSCHUNG UND TECHNOLOGISCHE ENTWICKLUNG
                            IM BEREICH DER ENERGIE
                - NICHTNUKLEARE ENERGIE UND ENERGIENUTZUNG -
                                    1989 - 1992
                                      " JOULE "
   ( Joint Opportunities for Unconventional or Long-term Energy supply )
1.   EINLEITUNG
     Dieser Vorschlag sieht ein mehrjähriges FuE-Programm im Bereich der
     Energie für den Zeitraum 1989-1992 vor und dient zur Durchfürhung der
     Linie 5.3 des Rahmenprogramms für FuE 1987-1991 . Er deckt nahezu alle
     FuE-Aspekte der Energieerzeugung und -nutzung ab, mit Ausnahme der
     nuklearen Sicherheit , der Beseitigung radioaktiver Abfälle , der
     Stillegung von Kernkraftwerken und der Fusionsenergie , für die es
     gesonderte Programme gibt .
     Das vorliegende Dokument enthält eine Kurzfassung des Vorschlags .
     Nähere Einzelheiten        zu den        jeweiligen Abschnitten sind dein
     Arbeitsdokument XII - 336 - 88 zu entnehmen .
     Das Programm soll dazu beitragen ,
     1)   die langfristige Sicherheit der Energieversorgung zu erhöhen , die
          Energieeinfuhren durch Diversifizierung der Quellen und Steigerung
          des Wirkungsgrads zu verringern und sonit technische Unterstützung
          im Hinblick auf die energiepolitischen Ziele der Gemeinschaft für
          1995 zu leisten ;
      2)  die Urnweltprobleme      im Zusammenhang mit der Energieumwandlung und
          -nutzung zu lösen ;
      3)  die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie a ) durch
          Senkung der Energiekosten und b ) durch Entwicklung von
           Energietechnologien zu steigern ;
      4)  den Binnenmarkt von 1992 im Bereich der Energie zu verwirklichen ,
           unter anderem durch Forschungsarbeiten zur Entwicklung von Normen
           und Standards ;
                                         - 1 -
                                                                                 4
 ---pagebreak--- 5)     technische Probleme der Energieversorgung und -nutzung in den
       Entwicklungsländern zu lösen .
Die öffentliche Finanzierung von FuE-Massnahmen im Bereich der Energie
ist angesichts ihrer strategischen Funktion gerechtfertigt . Die
Bereitstellung von Energie ist kein Ziel an sich , sondern ein Faktor
der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung . Energieinvestitionen
sind ein wichtiger Kostenfaktor ( etwa 70 Mrd . ECU pro Jahr in der EG ) .
In jüngster Zeit führte der Rückgang der ölpreise zu einer wesentlichen
Abnahme der FuE- Investitionen sowohl im privaten als auch im
öffentlichen Sektor . Dennoch müssen die bisherigen Forschungsarbeiten
fortgeführt werden , um mit der Entwicklung Schritt zu halten und zu
gewährleisten , dass geeignete Technologien zur Verfügung stehen , wenn
die VersorgungsSituation kritischer wird . Vor allem für emeuerbare
Energien gibt es noch keine breite industrielle Basis ; sie erfordern
langfristige FuE-Massnahmen und voraussichtlich ein politisches
Engagement , um diese Quellen trotz kurzfristigen Schwankungen der
Energiepreise zu erschliessen .
Energietechnologische      FuE     sowie    Demonstrationsvorhaben    auf
Gerosinschaftsebene sind notwendig , um wissenschaftlich-technische
Unterstützung für die energiepolitische Ziele des Rates und die
Umweltpolitik; der EG zu leisten , die der Energieerzeugung und -nutzung
gewisse Einschränkungen auferlegt . Derartige Projekte müssen zur
Verbilligung sauberer Energien beitragen , um die industrielle
Wettebewerbs fähigkeit insgesamt zu steigern und neue bzw. verbesserte
Energietechnologien zu entwickeln , mit denen die europäische Industrie
auf dem Weltmarkt bestehen kann . Die FuE kann auch zur Entwicklung
konsequenter Leistungs- und Qualitätsnormen und -Standards für den
Binnenmarkt von       1992   beitragen .  Sie kann     insbesondere die
grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Mitgliedstaaten fördern
und den Gesamtwert der staatlich finanzierten Forschungsarbeiten durch
Konzertierung umfangreicher einzelstaatlicher Projekte steigern .
 Zu beachten ist ferner , dass KMU ( kleine und mittlere Unternehmen )
massgeblich an der FuE im Bereich der nichtnuklearen Energie beteiligt
 sind , z.B. an Projekten für emeuerbare Energien und den Kohlenwasser¬
 stoffdienstleistungssektor ( über 50 % der Verträge mit der Industrie ).
                                 - 2 -
 ---pagebreak---    Die bisherigen energietechnologischen FuE-Progranme der EG ermöglichten
   beachtliche Fortschritte in den grundlegenden Energiewissenschaften und
   -technologien . Als Beispiele lassen sich so unterschiedliche Bereiche
   anführen wie die Senkung des spezifischen Energieverbrauchs in
   zahlreichen Industriezweigen , die Entwicklung von Wärmepumpen ,
   Wärmeaustauschern ,    fortgeschrittenen elektrischen Batterien und
   Brennstoffzellen ,    verbesserte und umweltgerechtere Verbrennung ,
   verbesserte Technologie zu niedrigen Kosten bei Windanlagen ,
   Entwicklung        von       Dünnschicht-Solarzellentechnologien     und
   photovoltaischen         Umwandlungssystonen ,        Festlegung     von
   Goneinschaftsnormen für aktive Solarsysteme , passive Solararchitektur,
   biologische lirwandlungsmethoden und Energiepflanzen zur Nutzung von
   Biomasse , Validierung von Erkundungstechniken und Lokalisierung
   geothermischer Ressourcen , verbesserte Techniken für Tiefbohrungen bei
   Wärmereservoirs ,    Fortschritte    in der Hot-Dry-Rock-Technologie,
   Weiterentwicklung und Verbesserung erprobter Energiemodelle und ihre
   Anwendung und schliesslich die Entwicklung neuer Modelle .
   Diese Fortschritte zeitigten brauchbare Ergebnisse und führten zu
   zahlreichen industriellen Anwendungen ,        wie aus der Bewertung
   hervorgeht , die kürzlich von einer Gruppe unabhängiger Sachverständiger
   erstellt wurde . Diese äusserten ihre Zufriedenheit über den Umfang und
   die Qualität der im Rahmen des dritten Programms geleisteten Arbeit und
   empfahlen die Einleitung eines neuen Programms . Hierzu gaben sie einige
   Anregungen , die bei der Erstellung dieses Vorschlags berücksichtigt -
   wurden .
2. WISSENSCHAFTLICH-TECHNISCHER INHALT
   Der Programminhalt wurde nach ausführlichen Beratungen mit den
   massgebenden Organisationen und Unternehmen des Energiesektors - d.h .
   nach Gesprächen mit Regierungen - ( insbesondere über den Beratenden
   Ausschuss - BVKA), Dienstleistungsbetrieben , Industrieunternehmen und
   Forschungsanstalten - sowie unter Berücksichtigung der Empfehlungen des
   Bewertungsausschusses      festgelegt .    Bei    der     Erstellung des
   Programmvorschlags wurden die allgemeinen Auswahlkriterien für Aktionen
   des Rahmenprogramms 1987-91 voll berücksichtigt .
                                    - 3 -
 ---pagebreak--- Eine     starke   Einschränkung    ergibt     sich   aus   den    begrenzten
Hochstfinanzierungsbetragen , die das Rahmenprogramm vorsieht und die
eine erhebliche Mittelkürzung gegenüber dem Programm 1985-1988
darstellen . Infolgedessen war eine kritische Auslese zu treffen ; manche
Forschungsgegenstände    mussten    zugunsten   der   Themen   ausgoklammert
werden , denen für die EG-Forschung höhere Priorität zuerkannt wurde . In
der Regel wurden zwei Arten von von Aktionen als vorrangig eingestuft :
kooperative     strategische    Forschungsvorhaben und       technologische
Projekte , die kurz - bis mittelfristig zu einem Durchbruch führen
dürften . Jedoch wurde die Möglichkeit offen gelassen , bis zu einer
gewissen Höhe auch Grundlagenforschung zu finanzieren .
Unter den gegenwärtigen Umständen kam man zu dem Schluss , dass
emeuerbare      Energien weiterhin        langfristig    unterstützt ,    der
Energiewirkungsgrad und fossile Brennstoffe dagegen in diesem Programm
bevorzugt behandelt werden sollten , da sich hier möglicherweise
kurzfristig praktische Ergebnisse erzielen lassen . Die Systemanalyse
( und Entwicklung von Energiemodellen ) sollte angesichts ihrer zentralen
Rolle für die Energie- und FuE-Planung fortgesetzt und diversifiziert
werden .
Sozioökoncmische Aspekte der Energieerzeugung und -nutzung werden
stärker berücksichtigt , da sie für die Verbreitung neuer Technologien
auf dem Markt sowie für Energiesparmassnahmen von entscheidender
Bedeutung sind .
Daher wird vorgeschlagen , das Programm in folgende Abschnitte zu
unterteilen ?
                                                                        t
I.    Entwicklung von Modellen für Energiesysteme unter besonderer
      Berücksichtigung der Wechselwirkungen zwischen Energie und Unweit
      bzw. Energie und Wirtschaft . Damit soll ein Betrag zur Festlegung
      erfolgversprechender Aktionslinien für die Energie- und
      Energieforschungspolitik geleistet werden , wobei auf die
      Verwirklichung des Europäischen Binnenmarktes hinzuarbeiten ist .
                                 - 4 -
                                                                              ?
 ---pagebreak--- II .  Steigerung des Wirkungsgrads der Energieerzeugung und -nutzung .
      Energiesparen ist in der Regel billiger als Energie erzeugen . In
      den Endverbrauchssektoren ( Gebäude , Industrie und Verkehrswesen )
      sind noch weitgehend Energieeinsparungen möglich . Darüber hinaus
      kann    voraussichtlich eine effizientere Energieumwandlung und
      -Speicherung durch den Einsatz von Brennstoffzellen , verbesserte
      Verbrennung und gegebenenfalls langfristig die Verwendung "warmer"
      Supraleiter u.a . erzielt werden .
III . Optimale und " saubere " Nutzung fossiler Brennstoffe insbesondere
      von Kohle , öl und Erdgas , die in den kennenden Jahren noch einen
      erheblichen Teil des Energiebedarfs der EG decken werden . Hier
      gilt es , die wissenschaftlich-technische Grundlage für die
      Entdeckung       und      effizientere        Erschliessung      neuer
      Kohlenwasserstof fvorkcnxnen  zu   schaffen .  Ferner  müssen  fossile
      Brennstoffe mit einem möglichst hohen Wirkungsgrad                 und
      umweltgerecht in nutzbare Energie umgesetzt werden .
IV .  Weitere Erschliessung emeuerbarer Energien ( einschliesslich
      geothermischer Energiequellen ) : Einige dieser Quellen liefern
      bereits     unter     bestimmten      Voraussetzungen      beachtliche
      Energiemengen . Weitere Arbeiten sind notwendig , um die Leistung zu
      steigern ,   die Kosten zu senken und die Zuverlässigkeit
      emeuerbarer Energiesysteme zu erhöhen .
In Abschnitt 4 ist der Programnainhalt im einzelnen erläutert .
FINANZIERUNG UND DURCHFÜHRUNG
Die Gesamtfinanzierung     soll nach den Bestimmungen des derzeitigen
Rahmenprogramms 122 Mio ECU für den entsprechenden Zeitraum nicht
überschreiten . Die endgültige Verteilung der Mittel auf die
verschiedenen Programmabschnitte soll erst festgelegt werden , wenn
 Bedeutung und Qualität der Vorschläge , die im Anschluss an die
entsprechenden Aufrufe eingehen , in Abstimmung mit dem BVKA beurteilt
wurden . Als Anhaltspunkt wird jedoch folgende Mittelzuweisung
vorgeschlagen :
 ---pagebreak---            I. Energie- und Umweltmodelle                    6 Mio ECU
          II . Rationelle Energienutzung                   35 Mio ECU
         III . Fossile Brennstoffe                         34 Mio ECU
          IV . Emeuerbare und geothermische Energien       47 Mio ECU
Die verfügbaren Mittel werden für folgende Zwecke eingesetzt werden :
a)   Finanzierung     der      kostenanteiligen     Forschungsverträge    für
     grenzüberschreitende Vorhaben , die im Anschluss an öffentliche
     Aufrufe vorgeschlagen werden . In der Regel wird ein EG-Beitrag in
     Höhe von 50 %     ( bzw .   100  % der Zusatzkosten für Universitäten )
     gewährt werden ; dieser Ansatz ist jedoch flexibel zu handhaben .
      Infolgedessen kann für Projekte , die so weit fortgeschritten sind ,
     dass über das derzeitige Programm hinaus keine öffentliche
     Finanzierung mehr notwendig sein würde ( und die gegebenenfalls auf
     der bislang finanzierten Forschung fussen ), durchaus ein niedriger
     Beitrag gewährt werden , während bei mehr grundlagenorientierten
     Forschungsvorhaben ein höherer Anteil Übernamen werden kann .
b)   Koordinierung staatlich finanzierter Vorhaben , insbesondere von
     Projekten , die komplette Energieerzeugungs- oder Umwandlungs ¬
      systeme betreffen .
c)   Grenzüberschreitende        energietechnologische    Weiterbildung   von
     Wissenschaftlern und Technikern .
d)    Studien und Bewertungen technischer Entwicklungen im gesamten
      Energiebereich und in begrenztem Umfang Unterstützung von
     Grundlagenforschung .
e)   Verbreitung von FuE-Ergebnissen und Förderung ihrer Anwendung .
Man wird bemüht sein , ein breites Spektrum von Teilnehmern in das
Prograirm einzubeziehen        ( Forschungsanstalten ,  Indus trieuntemehmen -
insbesondere KMU -, Hochschulen ); hierzu sind die Verteilung von
Informationspaketen , die Benennung staatlicher Kontaktstellen und die
Aufnahme von Verbindungen zu Berufsverbänden vorgesehen .                 Die
Veröffentlichung des ersten , allgemeinen Aufrufs zur Einreichung von
Vorschlägen ist für Dezember 1988 geplant . Spezifischere Aufrufe werden
                                    - 6
 ---pagebreak--- zu einem späteren Zeitpunkt folgen . Prioritäre Themen bzw. Projekte
werden in Abstimmung mit dem BVKA so genau wie möglich definiert
werden , um den Antragstellern die Erarbeitung ihrer Vorschläge zu
erleichtern und eine allzu hohe Ablehnungsquote zu vermeiden .      Die
Projekte müssen grundsätzlich grenzüberschreitend angelegt sein . Die
Vorschläge werden von unabhängigen Sachverständigen nach Qualität ,
Bedeutung für das Programm, Erfolgsaussichten und Möglichkeiten der
industriellen Anwendung beurteilt . Der Finanzierungsbeschluss wird von
der Kcnmission nach Anhörung des BVKA gefasst .
Die Assoziierung oder Einbeziehung europäischer Nichtmitgliedstaaten
ist gegebenenfalls über entsprechende projektbezogene Vereinbarungen
möglich .
Einige Aspekte der Energieforschung und technologischen Entwicklung
fallen in den Geltungsbereich anderer Ratsverordnungen und -beschlösse
 ( z.B. Kohleforschung der EGKS , technologische Entwicklung im Bereich
der Kohlenwasserstoffe ).  Darüber hinaus werden Demonstrationsvorhaben
nach einer gesonderten Verordnung finanziert . Die Koordinierung dieser
Aktivitäten wird durch gegenseitige Vertretungen in den jeweiligen
Beratenden Ausschüssen ,     regelmässigen Informationsaustausch usw .
gewährleistet , um Überschneidungen bzw. Lücken zu vermeiden .
 Besondere Aufmerksamkeit wird der Verbreitung der Ergebnisse über
Tagungen der Auftragnehmer , Symposien und Konferenzen sowie der
 Bereitstellung der Informationen über Datenbasen ( z.B. SESAME und
AMPERE ) zu widmen sein .
 Die Programmleitung übernimmt die Kommission mit Unterstützung des BVKA
Nr . 7 , der mit der Entschliessung des Rates vcm Juni 1984 eingesetzt
wurde .
 Es wird eine unabhängige Gesamtbewertung durchgeführt . Hierzu werden
 Berichte in Übereinstimmung mit der entsprechenden Ratsentschliessung ,
der Mitteilung der Kcrrmission und den Bestimmungen von Artikel 2 § 2
des Rahmenabkommens erstellt .
                                - 7 -
                                                                         \0
 ---pagebreak--- 4. TEILPROGRAMME
   I.   ENERGIE- UND UMWELTMODELLE
   I.1  Beqründunq
   Mit den bisherigen Programmen wurde eine beachtliche europäische
   Kapazität im Bereich der Modellentwicklung für energiepolitische
   Analysen entwickelt . Diese Werkzeuge werden von staatlichen und EG-
   Behörden weitgehend eingesetzt , und zwar nicht nur im Bereich der
   Energie ,   sondern auch bei der Analyse von umweltbezogenen ,
   makroökoncmischen und industriellen Fragen .
   1.2  Ziele
   Die Modelle sollen weiterentwickelt werden und breitere Anwendung
   finden , um ein zentrales Analysesystem zu schaffen , das die Ausrichtung
   der Politiken im Bereich der Energie und der Energie-FuE scwie die
   Festlegung der entsprechenden Prioritäten erleichtert .
   Hauptziele sind die Förderung und Entwicklung dieses Analysepotentials
   zum Einsatz in den Mitgliedstaaten sowie die Schaffung der
   Voraussetzungen für politische Analysen auf Gemeinschaftsebene .
   Der Schwerpunkt dieser Forschungsarbeit liegt auf der Beschreibung und
   Formalisierung der Energieversorgungs- und Nachfragesysteme und der
   Wechselwirkungen zwischen diesen Systonen einerseits und Umwelt bzw .
   Wirtschaft andererseits .
   Spezifische Themen :
        1.    Energiepotential und Energieversorgung ( EFCM-Modell )
         2.   Energienachfrage ( Modelle MIDAS , MEDEE und STEM ) unter
              Berücksichtigung der Brennstof fpreise , Verbrauchergewohn¬
              heiten , Strukturveränderungen der Wirtschaft , der Verbreitung
              neuer Technologien zur besseren Energieausnutzung und der
              Reaktionen auf Energiesparmassnahmen .
                                   - 8 -
 ---pagebreak---        3.   Energie und Unweit : Analyse und Entwicklung von Modellen der
            Wechselwirkungen zwischen Energie und Urwelt und ihrer
            Auswirkungen auf die Industriebranchen ( EFCM-Modell ) ;
            Entwicklung eines sektorbezogeneren Ansatzes und Beurteilung
            der Stremerzeugungsmöglichkeiten ;     bessere Informations -
            Verbreitung     über    das    vorhandene    Energiepotential ;
            Auswirkungen von Vorschriften auf die Energiekosten und
            mithin auf die Wettbewerbsfähigkeit .
       4.   Interaktion mit anderen sektoralen Politiken :
            Wechselwirkungen zwischen Energie und Wirtschaft , verstärkter
            Wettbewerb , Lockerung der Handelsschranken , Aufhebung von
            Beschränkungen und Auswirkungen auf die Einheitliche
            Europäische Akte ( Modell HERMES ).
       5.   Techno-ökoncmische Studien über Energietechnologien .
II .   RATIONELLE ENERGI ENUTZUNG
11 . 1 Begründung
39 % des Primärenergieverbrauchs der EG entfallen auf Gebäude , ( 24 %
für Heizung , 15 % für Strem ) , 36 % auf die Industrie und 25 % auf den
Verkehr .
In diesen Endverbrauchssektoren ist noch immer eine erhebliche Senkung
der Nachfrage nach Primärenergie durch Energiesparmassnahmen möglich ,
auch       sind     die     Energieversorgungs-     und    Speichersysteme
verbesserungs fähig . Energieeinsparungen von nur wenigen Prozent führen
zu Kosteneinsparungen von mehreren Milliarden ECU und gleichzeitig zu
einer Verringerung der umweltschädlichen Emissionen . Ferner können die
Bemühungen um eine rationellere Energienutzung zu technologischen
Fortschritten führen , die die Lage der europäischen Industrie gegenüber
dem Wettbewerb auf dem Weltmarkt verbessern kann .
11 . 2 Ziele
Ziel des Programms ist die Entwicklung von Energietechnologien und
-techniken für Energieverbraucher und -erzeuger , die eine wesentliche
Verbesserung des Energiewirkungsgrads und eine Verringerung der
Umweltverschmutzung ermöglichen .
                                  - 9 -
 ---pagebreak--- Nach Beratungen mit Vertretern der Industrie und Sachverständigen
wurden eine Reihe von Schlüsseltechnologien ausgewählt , von denen
einige mehr als einen Endverbrauchssektor betreffen . Nachfolgend werden
diese       Technologien     unter      zwei    Gesichtspunkten      aufgeführt :
Endverbrauchssektoren und Energieversorgung und -Speicherung .
11 . 2.1     Energieerhaltunq in Endverbrauchssektoren
11 . 2 . 1.1 Gebäude : Angestrebt wird die Einschränkung des Wärme- und
             Stromverbrauchs in Gebäuden . Geplant sind Gebäude mit
             leistungsfähigeren und wirtschaftlicheren Anlagen , die immer
             noch genügend Freiraum für regionale Abweichungen und
             architektonische      Kreativität      lassen .     Dabei    sollen
             Energieerhaltungstechniken        und      Solarenergieanwendungen
             kombiniert werden .
         a)  Energieerhaltung : Stromeinsparungen in Gebäuden durch
             effizientere Beleuchtung , Geräte u.a .; Luftzutritt , Belüftung
             und damit verbundene Probleme ; Energiehaushalten und
             Energiesteuerung ( z . B . über Gebäudeleitsysteme ) ; Entwicklung
             von grossen Absorptionswärmepumpen ( über 100 kW; auch zum
             Einsatz in der Industrie ).
         b)  Solarenergieanwendungen       in    Gebäuden :    Entwicklung von
             integrierten Entwurfswerkzeugen für passive Solarenergie und
             Energieerhaltung in Verbindung mit Leistungsbewertungs -
             methoden ; Entwicklung und Prüfung von passiven Solar- und
             Energiesparkorponenten ;         Informationstechnologie        zur
             Steuerung ; Förderung des Technologietransfers an die Benutzer
              ( Architekten und Bauherren ).
11 . 2 . 1.2 Verbrennunqstechnologie • : Forschung auf dem Gebiet der
             Verbrennung , die bei vielen Umwandlungsvorgängen eine Rolle
              spielt , kann einen wesentlichen Beitrag sowohl zur
              Energieerhaltung      als     auch     zur     Verringerung    der
             Umweltverschmutzung leisten . Seit 1985 arbeiten 50 Industrie¬
             land Kochschullaboratorien im der Gmndlagen-FuE auf dem
             Gebiet der Verbrennung zusammen ; diese Kooperation wird
             weiter ausgebaut werden .
                                   - 10 -
 ---pagebreak---              Schwerpunkte :
        a)   Entwicklung    von     Werkzeugen      und   Grundlagenforschung      im
             Hinblick        auf          die       Entwicklung        verschiedener
             Verbrennungssysteme :         Grundlagen FuE      im     Elfireich   der
             Verbrennung und der Turbulenzvorgänge ; Entwicklung von
             Diagnose-        ( Laser- ) techniken       für      Messungen       bei
             Verbrennungsvorgängen ; Entwicklung , Erprobung und Validierung
             von EDV-Simulationsmodellen ;
        b)   Entwicklung von energiesparenden , umweltfreundlichen und
             kostenrentablen Verbrennungsystemen für Verbrennungsmotoren ,
             Verbrennving in der Industrie ( z . B . Öfen ) , Verbrennung in
             Gasturbinen .
II . 2 . 1.3 Industrie : Schätzungen zufolge könnten durch den Einsatz
             neuer Energieerhaltungstechnologien langfristig bis zu 20 %
             des derzeitigen Energieverbrauchs der Industrie eingespart
             werden . Angestrebt wird die Entwicklung von Techniken und
             Technologien , mit denen sich grössere Energieeinsparungen und
             eine Reduzierung der Umweltverschmutzung durch die Industrie
             erreichen lassen . Dabei gibt es neben der Energieerhaltung
             noch zahlreiche andere Gründe für die Modifizierung
             industrieller        Verfahren ,     etwa     die     Steigerung     der
             Produktivität ,       Einsparungen       an   Rohstoffen ,     geringere
             Umweltverschmutzung und weniger Abfall . Derartige Projekte
             können finanziert werden , wenn die Energieerhaltving zu den
             wichtigsten Ergebnissen zählt , mit denen zu rechnen ist .
             Bei Beratungen mit Vertretern der Industrie zeichneten sich
             folgende prioritäre Bereiche ab : neue und verbesserte
             Grundoperationen und Verfahrensabläufe zur Energieerhaltung ;
             Komponenten         und        Systeme      wie      Wärmeaustauscher ,
              ( Hochtemperatur- )Absorptionswärmepumpen und Wärmeumwandler;
             Simulationsmodelle für energieintensive Verfahren ; Sensoren ,
              Instrumentierung und Steuerung .
                                     - 11 -
                                                                                      Ak
 ---pagebreak--- II . 2 . 2     Energieversorgung und -Speicherung
11 . 2 . 2.1   Brennstoffzellen : Brennstoffzellen ermöglichen umfangreiche
               Energieeinsparungen ( der Umwandlungsgrad kann um 50 %
               gesteigert werden ) und eine weitgehende Verringerung der
               Umweltverschmutzung ( hier ist eine stärkere Reduzierung
               möglich als bei unmittelbarem Einsatz des Brennstoffs ).
               Hauptziel    ist    die    Entwicklung   von    kostenrentablen
               Brennstoffzellen zur Stremerzeugung über Grossanlagen ( bis zu
               200 MW ), aber auch für kleinere Anlagen ( 1-50 kW ).
               Der Vorschlag sieht folgende Themen vor :
         a)    Brennstoffzellen zur Stromerzeugung über Grossanlagen : Der
               Schwerpunkt liegt auf festen Oxidbrennstoffzellen ( SOFC ).
               Grundlagenforschung an Elektroden , Elektrolyten und modernen
               Keramikstrukturen wird insbesondere bei Niedrigtemperaturen
               ( 700-800 °C ) betrieben werden . Entwicklung von 1-3 kW
               Pilotanlagen .    Integration    von   SOFC    und    Gas-     und
               Dampfturbinensystemen .          Grundlagenforschung            an
               Brennstoffzellen mit geschmolzenen Karbonaten             ( MCFC ),
               Nickelauflösung , Elektrolytsteuerung und internes Refonming .
         b)    Brennstoffzellen für kleinere Anwendungen : Grundlagen-FuE an
               neu   entwickelten   Brennstoffzellen  wie  direkten   Methanol¬
               zellen , alkalischen Zellen , Solid-Proton- und Solid-Polymer-
               Brennstoffzellen zur Stromerzeugung über kleinere Anlagen ( 1-
               50 kW ) .
11 . 2 . 2 . 2 Hoch-Tc-Supra leiter : Neuentwicklungen im Bereich der Hoch-
               Tc-Supraleiter könnten künftig zu erheblichen Energie¬
               einsparungen beim Stromverbrauch , bei der Stromerzeugung und
               -Speicherung führen . Im Rahmen einer gemeinsamen über¬
               bereichlichen EG-Aktion sollten zu gegebener Zeit Entwurfs¬
               studien und Versuche für verschiedene Anwendungen wie Kabel ,
               Generatoren , Motoren , Transformatoren und supraleitende
               Spulen zur Stromspeicherung und -Übertragung eingeleitet
               werden .
 ---pagebreak--- II . 2 . 2 . 3 Speicherung : Energiespeicherung ist ein wichtiger Faktor der
               Energiesteuerung und zur Anpassung der Versorgung an die
               Nachfrage erforderlich ( z.B. bei Anwendungen wie Wind- und
               Sonnenenergie , bei elektrischen Fahrzeugen und Kernenergie ).
               Hauptziele dieser Arbeiten sind :
                    Abschluss der bisherigen Forschungsarbeiten an Batterien
                    mit festem Lithium;
                    Systemstudien zur Untersuchung der Möglichkeiten der
                    WasserstoffSpeicherung .
III . FOSSILE ENERGIEQUETJ.EN ( 51 , Erdgas , Kohle )
Schätzungen zufolge werden im Jahr 2000 noch immer 80 % des gesamten
Energieverbrauchs der EG aus fossilen Brennstoffen gedeckt werden, und
zwar      zur   Hälfte  aus   Kohlenwasserstoffen . Diese Brennstoffe bieten
jedoch noch immer erhebliche FuE-Probleme in bezug auf die
Versorgungssicherheit ,         die wirtschaftlichere Erschliessung und
Förderung , die Diversifizierung der Quellen und die Umweltver¬
schmutzung . Zwar werden die bislang bekannten öl- und Gasreserven im
Laufe des kommenden Jahrhunderts erschöpft sein , jedoch können durch
den Einsatz neuer Techniken weitere Vorkommen erschlossen werden . Feste
Brennstoffe wird es noch mehrere Jahrhunderte lang geben . Daher werden
fossile Brennstoffe noch für geraume Zeit eine führende Rolle spielen .
Die Verbesserung der Förderung und Nutzung von fossilen Brennstoffen
ist daher von entscheidender Bedeutung .
III.l          Kohlenwasserstoffe ( öl und Erdgas )
III . 1.1      Begründung
Die optimale Nutzung von - importierten oder einheimischen - Kohlen¬
wasserstoffen ist für die Gemeinschaft von entscheidender Bedeutung und
erfordert weiterhin durchgreifende FuE-Massnahmen zur Entwicklung neuer
oder verbesserter Technologien , die eine Erweiterung der vorhandenen
Reserven sowie eine intensivere und saubere Nutzung von Kohlenwasser¬
 stoffen ermöglichen .
 ---pagebreak--- Die Kohl er;Wasserstoff Industrie verfügt bereits fixer umfangreiche
Forschunqsprocjran »- ne , die jedoch vor allem angesichts der dorzo i v i qi >n
niolri<j'>n ölpnoiso auf kurzf ri st.ige Ziele ausqericlUel sind und häufk ]
dem doschäf tsgohoima is unterliegen . Das Proyranm der Kommission d.ient
zur Förderung der Forschungsarbeiten unter relativ langfristigen
Aspekten . Vor allem sollen sich die Erdöl -Di enstl ei stungs Industrien ,
auf die etwa 25 % des Weltmarktes ( mit einem Volumen von 6 Mrd . US -
Dollar ) entfallen , aktiv an dem Programm beteiligen .
III . 1.2   Forschunqsziele
       a.   Erkundungs- und Sondierungstechniken : Sedimentologie des
            Quellgesteins , BeckenmodeIle , integrierte Verfahren u.a .
       b.   Entwicklung fortgeschrittener Technologien zur Durchführung
            von Bohrungen
        c.  Fördertechniken       :     Erforschung    des    Trägergesteins ,
            Strönungsmechanik , verbesserte Ölrückgewinnung u.a .
       d.   Zusatzstudien für Offshore-Technologien
        e.  Erschliessung und Umwandlung von Erdgas in flüssige
            Brennstoffe
        f.  Umwandlung von Schwerölen und Rückständen in Leichtölprodukte
            u.a .
Die hier aufgeführten FuE-Arbeiten dienen zur Vorbereitung und
Ergänzung     der       technologischen     Entwicklungsbestrebungen   gemäss
Verordnung des Rates 3639 /85 .
III . 2     Feste Brennstoffe
III . 2.1   Beqründung
Kohle wird - insbesondere angesichts der Zurückhaltung einiger
Mitgliedstaaten gegenüber dem weiteren Ausbau ihrer Kemenergie-
weiterhin eine wichtige Energiequelle für die Stremerzeugung bleiben .
Der Einsatz von Kohle muss effizienter und vor allem weniger
umweltschädlich gestaltet werden .
 ---pagebreak--- III . 2 . 2  Ziele
Spezifische Ziele sind die Steigerung des Umwandlungsgrads und die
Reduzierung der Umweltbelastung ( SO2 ,            . Der Schwerpunkt des
Programms liegt auf Zweikreistechnologien und grundsätzlich sauberen
Umwandlungsverfahren und nicht so sehr auf der Nachrüstung von Systemen
im Hinblick auf die Verringerung der Umweltverschmutzung . Angesichts
der beschränkten Haushaltsmittel sollen nach Möglichkeit vorhandene
Anlagen eingesetzt werden .
        a.    Druck-Wirbelschichtverbrennung        und        GuD         :
              Heissgasreinigungssysteme , Metallverschleiss an den Rohren
              der Wärmeaustauscher u.a .
        b.    Nachbrenner und GuD-Zyklus : Pyrolysestufe , Nachbrenner , mit
              Prüfungen in einem mittleren Bereich an einer vorhandenen
              Anlage
        c.    Zirkulierende Normaldruck-Wirbelschichtverbrennung und GuD-
              Zyklus :      Beständigkeit      der     Lufterwärmungsrohre ,
              Vorschaltbrennkammer u.a .
        d.    Kohlevergasung und GuD-Zyklus : Kohlevergasungsverfahren ,
              Entschwefelung , Heissgasreinigung .
        e.    Spezifische FuE : Kohle-Wassergemische , Entwicklung von
              Brennem u.a .
      4
Die vorgeschlagenen FuE-Arbeiten ergänzen die Kohleforschung der EGKS ,
die sich auf die Bergbautechnologie und die Veredlung von Produkten
konzentriert . Darüber hinaus werden Demonstrationsprojekte in diesem
Bereich unterstützt .
 IV .    ERNEUERBARE ENERGIEN
 IV . 1 Begründung
 Emeuerbare Energien ( Sonnen-, Wind-, Wellenergie , Energie aus Bio¬
 masse , Hydroelektrizität , geothermische Energie u.a .) spielen in der
 Energiestrategie der Europäischen Gemeinschaft weiterhin eine zentrale
 Rolle , wie unter anderem aus zahlreichen Entschliessungen und Emp¬
 fehlungen des Ministerrates und des Europäischen Parlaments hervorgeht .
                                   - 15 -
 ---pagebreak---  Diese Energieformen sind auch für andere Gomeinschaftspolitiken
interessant : die Regionalentwicklung , die Entwicklungshllfepolitik bzw .
die Agrarpolitik ( Biomasse ). Sie bieten teilweise die Ifisung des CO2 -
Problems .
Die Bestrebungen , diese Energien in effizienter und wirtschaftlicher
Form zu nutzen , müssen ungeachtet der Schwankungen der Energiepreise
fortgesetzt werden .
Dieses Programm sieht folgende FuE-Bereiche und Ziele vor :
IV . 2 Abqeleitete Solarenergieque 1 len
IV . 2 . 1  Windenergie
            Angestrebt werden die Senkung der Kosten für Windkraftanlagen
            und die Erhöhung ihrer Zuverlässigkeit . Der Schwerpunkt wird
            auf Anlagen im MW-Bereich liegen .
            Die wichtigsten FuE-Tätigkeiten umfassen :
                 1. Windmessungen und Modellentwicklungen
                 2. Versuche mit Windkraftanlagen und deren Einsatz
                 3. Entwicklung von Komponenten und EDV-Modellen
                 4. Windkraft-Grossanlagen .
IV . 2 . 2  Photovoltaische Solarenergieanlaqen und -système
            In den vergangenen Jahren wurden die Kosten der Photovoltaik
            erheblich gesenkt , und es ergaben sich eine Reihe von
            Marktlücken , beispielsweise bei Telekommunikationssystemen ,
            abgelegenen Häusern u.a . Angestrebt wird eine weitere Senkung
            der Kosten für photovoltaische Anlagen ,           die durch
            Verbesserungen des Zellenwirkungsgrads und Entwicklung neuer
            Produktionsverfahren sowie durch eine Optimierung der PV-
            Systeme erreicht werden soll .
                                  16
 ---pagebreak---            Forschungsgebiete :
                  1.   Kristallines Silizium : Spezifische Untersuchungen
                       an Solarzellen aus kristallinem Silizium
                  2.   Amorphes Silizium und andere Dünnschichtelemente
                  3. . Grundlagenstudien
                  4.   Pilotsysteme      : Lösung    spezifischer   Schlüssel-
                       problerne , wie Ausgleich der Leistungsschwankungen ,
                       Batteriesteuerung , Trägerstrukturen u.a .          Damit
                       sollen Entwurfswerkzeuge für optimierte Systeme
                       entwickelt werden .
IV . 2 . 3 Wasserkraft
           Im     Bereich    der     kleinen      Wasserkraftwerke   ( in    der
           Grössenordnung kW-MW ) soll die europäische Industrie bei
           Produktverbesserungen unterstützt und ein breiterer Einsatz
           gefördert werden . In bezug auf Wellen- und Gezeitenenergie
           wird die Beurteilung von Neuentwicklungen im Hinblick auf
           mögliche spätere Forschungsarbeiten vorgeschlagen .
IV . 2 . 4 Biomasse
           Uber    das  Jahr   2000   hinaus   könnte   die  Land- und    Forst¬
           wirtschaft der Gemeinschaft bis zu 10 % des Energiebedarfs in
           kostenrentabler , umweltgerechter Form decken . Fortschritte in
           dieser Richtung werden weitgehend von den Angebotspreisen für
           Biomasse und den Kosten der Umwandlungstechnologien abhängig
           sein .
           Hauptziel ist die Entwicklung von Techniken zur Erzeugung ,
           Umwandlung und Verwendung von Brennstoffen aus Biomasse in
           enger Zusammenarbeit mit anderen EG-Programmen wie ECLAIR ,
           Holz- und Agrarforschung .
                                     17
 ---pagebreak---             Prioritäre Bereiche :
                  1.   Anbau ,   Ernte    und  Lagerung     von    besonders
                       ertragreichen Energiepflanzen
                  2.   Biologische Umwandlung
                  3.   Thermische Umwandlung
                            Pyrolyse
                            Verbrennung von Abfällen ( Umweltkontrolle )
                            Katalyseverfahren
                  4.   Beteiligung an Pilotprojekten und integrierten
                       Grossprojekten .
IV . 3 Geothermische Energie und Tiefengeoloqie
Es gibt keine gesonderten geothermischen Forschungsprogramme auf
einzelstaatlicher Ebene ; die Arbeiten der verschiedenen Mitgliedstaaten
sind bereits in das Gemeinschaftsprogramm integriert . Hier sind jedoch
noch Weiterentwicklungen möglich , um die bereits festgestellten grossen
Vorkommen an heisser Salzlauge wirtschaftlich nutzbar zu machen und die
kommerzielle Durchführbarkeit des HDR-( Hot-Dry-Rock ) Konzepts unter
Beweis zu stellen . Forschungsschwerpunkte sind :
       .    Heisses Trockengestein      ( Hot Dry Rocks ):      Europäisches
            Pilotprojekt ( von der Bestimmung des Standorts bis hin zu
            ersten Bohrungen ) mit Zusatzstudien
       .    Hochenthalpieenergie : Verfahren zur Nutzung heisser Solen
       .    Korrosion und Ablagerungen an Hoch- und Niederenthalpie-
            systernen
       .    Tiefengeologie : Die Erforschung der strukturbedingten
            Entwicklung von Lagerstätten und der Sedimentierung von
            Mineralien ist langfristig für die Wissenschaft von
            Bedeutung . Die Finanzierung der Forschungsprojekte und
            Koordinierung der einzelstaatlichen Tätigkeiten dient zur
            Vervollständigung seismischer Profilnetze , zur Entwicklung
            von 3D-Modellen für bestimmte Bereiche und zur Herstellung
            von Korrelationen zu magneto-tellurischen und anderen
            geophysischen Vermessungen . Ferner sollen Messungen an
            Tie fbohrlöchern durchgeführt werden . Diese Forschungsarbeiten
            werden energiestrategisch ausgerichtet sein .
                                   18
 ---pagebreak---                           VORSCHLAG FÜR EINE ENTSCHEIDUNG DES RATES
                zur Festlegung eines spezifischen Programms für Forschung und
                      technologische Entwicklung im Bereich der Energie
                   - nichLnukleare Energien und rationelle Energienutzung -
                                          1989 - 1992
                                            " JOULE "
           ( Joint Opportunities for Unconventional or Long-term Energy supply )
      DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
      gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschafts¬
      gemeinschaft , insbesondere auf Artikel 130 Q Absatz 2 ,
      auf Vorschlag der Kommission ( 1 ) ,
      in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Parlament ( 2 ) ,
      nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses ( 3 ) ,
      in Erwägung nachstehender Gründe :
      Gemäss Artikel 130 K des Vertrages erfolgt die Durchführung des
      Rahmenprogramms im Wege spezifischer Programme , die innerhalb jeder einzelnen
      Aktion entwickelt werden .
      Mit seinem Beschluss 87 / 5 1 6 / EU R A TOM , EWG ( 4 )
      verabschiedete der Rat ein gemeinschaftliches Rahmenprogramm für Forschung
      und technologische Entwicklung ( 1987-1991 ), das die Aktionen im Bereich der
      Energie - nichtnukleare Energien und rationelle Energienutzung - festlegt .
      Die in diesem Rahmenprograrrm niedergelegten Bewertungskriterien für die
      jeweiligen        spezifischen     Programme die Auswahlkriterien für die
      Gemeinschaftsaktionen sehen unter anderem den Beitrag zur Verstärkung des
      wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts der Gemeinschaft bei gleich ¬
      zeitiger Wahrung der wissenschaftlichen und technischen Qualität vor .
      Am 16 . September 1986 verabschiedete der Rat die Entschliessung 36 /C241 / 01
      über neue energiepolitische Ziele der Ganeinschaft für 1995 und die
      Konvergenz der Politik der Mitgliedstaaten ( 5 ).
      Die Durchführuna einer Energiestrategie für die Gemeinschaft erfordert ver¬
      stärkte Anstrengungen auf dem Gebiet der Forschung , Entwicklung und
      Demonstration auf Gemeinschaftsebene .
(1 ) ABI . Nr .  C
(2 ) ABI . Nr . C
(3 ) ABI . Nr .  C
(4 ) ABI . Nr .  C  302 vcm 24.10.1987 , S. 1
(5 ) ABI . Nr .  C  241 vom 25.09.1986 , S. 1
 ---pagebreak---                                             2
Dio mit den Ratsbeschlüssen 75 / 510 / EWG ( 6 ), 79 / 785 / EWG ( 7 ) und 85 / 198 / EWG ( 8 )
verabschiedeten Forschungs - und Entwicklungsprogramme im Bereich der Energie
haben brauchbare Ergebnisse erbracht           und vielversprechende Perspektiven
hinsi cht l i ch der angestrebten Ziele eröffnet .
Die in dieser Entscheidung vorgesehenen Forschungs- und Entwicklungsaktionen
erscheinen notwendig und sind zur Fortsetzung der bereits unternommenen
Aktivitäten sowie zur Einleitung neuer Massnahmen im Hinblick auf die Verwirk ¬
 lichung der angestrebten Ziele geeignet .
Gemäss der Verordnung ( EWG ) Nr . 3640 / 85 des Rates ( 9 ) sind für Demonstrationsvorhaben auf
dan Gebiet der Nutzung alternativer Energiequellen , der Energieeinsparung
und    der     Substitution   von   Kohlenwasserstoffen     sowie     für  industrielle
Pilotvorhaben und Demonstrationsvorhaben im Bereich der Verflüssigung und
Vergasung fester Brennstoffe finanzielle Hilfen vorgesehen . Eine solche
Unterstützung darf jedoch nur Projekten zugute kommen , die sich auf
abgeschlossene Forschungs - und Entwicklungsarbeiten stützen .
Gemäss der Verordnung ( EWG ) Nr . 3639 / 85 des Rates ( 10 ) sind für die Durchführung von
gemeinschaftlichen technologischen Entwicklungsprojekten im Bereich der
Kohlenwasserstoffe finanzielle Hilfen vorgesehen . Sie werden jedoch nur für
Vorhaben gewährt , deren Forschungsphase abgeschlossen ist .
Am 26 . November 1986 verabschiedete der Rat die Ent Schliessung 86 /C316 /01
( 11 ) über einen Orientierungsrahmen der Gemeinschaft für die Weiterentwicklung der
neuen und emeuerbaren Energiequellen .
Am 19 . Oktober 1987 verabschiedete der Flat die Entschliessung 87 /C328 / 01
( 12 ) über die Fortschreibung und Durchführung einer Umweltpolitik und eines
Aktionsprogramms der Europäischen Gemeinschaften für den Umweltschutz ( 1987 –
1992 ).
Zu den Aufgaben der Umwe It po l i t i.k gehört      -_ zumal in Fällen
besonders umweltschäd l i eher Energiequellen -                 die Entwicklung sauberer
Technologien , unter anderem über entsprechende Forschungsprogramme .
Der Ausschuss für Wissenschaftliche und Technische Forschung ( CFIEST ) ist ge ¬
hört worden -
(6)    ABI .  L 231 vcm  02.09.1975 , S. 1
(7)    ABI .  L 231 vcm  13>09.1979 , S. 30
(8)    ABI .  L 83 vcm   25.03.1985 , S. 16
(9)    ABI .  L 350 vom  27.12.1985 , S. 29
( 10 ) ABI .  C 350  vcm 27.12.1985 , S. 25
( 11 ) ABI .  C 316  vcm 01.12.1986 , S. 1
( 12 ) ABI .  C 328  vcm 07.12.1987 , S. 1
                                                                                                50- '
 ---pagebreak---                                     - 3 -
HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN :
Artikel 1
Für die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft wird ein spezifisches Progranm
für Forschung und technologische Entwicklung im Bereich der Energie - nicht¬
nukleare Energien und rationelle Energienutzung - mit einer vierjährigen
Laufzeit , beginnend am 1 . Januar 1989 , beschlossen . Dieses Programm ist im
Anhang festgelegt .
Artikel 2
Der Mittelbedarf für die Durchführung des Programms wird auf 122 Mio ECU
veranschlagt . Darin sind die Kosten für einen Personalbestand von 34
Mitarbeitern enthalten .
Artikel 3
Die Einzelheiten der Durchführung des Programms und die Höhe des finanziellen
Beitrags der Gemeinschaft sind im Anhang festgelegt .
Artikel 4
Im dritten Jahr der Laufzeit des Programms nimmt die Kommission eine Überprüfung
vor und übermittelt dem Rat und dem Europäischen Parlament einen Bericht
über die Ergebnisse dieser Prüfung sowie gegebenenfalls Vorschläge zur
Revision oder Fortschreibung des Programms .
Die Kommission bewertet die Ergebnisse und legt dem Rat
und dan Europäischen Parlament einen entsprechenden Bericht vor .
Die genannten Berichte werden gemäss Artikel 2 Absatz 2 des Rahmenprogramms
erstellt .
                                                                                 &
 ---pagebreak---                                        - 4 -
Artikel 5
Die Kommission sorgt für die Durchführung des Programms und wird darin von
dem mit Beschluss 84 / 338 / EURATOM , EGKS , EWG des Rates ( 13 ) eingesetzten
Beratenden Verwaltungs - und Koordinierungsausschuss Nr . 7 unterstützt .
Die von der Kommission geschlossenen Verträge regeln die Rechte und
Pflichten aller Parteien und insbesondere die Verbreitung ,
den Schutz und die Verwertung der Forschungsergebnisse .
Artikel 6
In den Fällen , in denen zwischen europäischen Drittstaaten und den Europäischen
Gemeinschaften Rahmenabkommen über wissenschaftliche und technische Zusammen ¬
arbeit existieren , können sich Organisationen und Unternehmen aus diesen Län ¬
dern an den Vorhaben dieses Programms beteiligen .
Artikel 7
Diese Entscheidung ist an alle Mitgliedstaaten gerichtet .
Geschehen zu . am
                                                        Im Namen des Rates
                                                        Der Präsident
( 13 ) ABI . L 177 von 4.7.1984 , S. 25 .
                                                                                 0;
 ---pagebreak---                                         ANHANG
             SPEZIFISCHES PROGRAMM FÜR FORSCHUNG UND ENIWICKLUNG
                               IM BEREICH DER ENERGIE
           - NICHTNUKLEARE ENERGIEN UND RATIONELLE ENERGIENOTZUNG -
                                     1989 - 1992
                                        " JOULE "
    ( Joint Opportunities for Unconventional or Long-term Energy supply )
                                    ZIELSETZUNGEN
      Das     Ziel    dieses       Programms ,      d.h .   die     Entwicklung    von
Energietechnologien , steht in unmittelbarem Zusammenhang mit                      der
Energiestrategie      der      Gemeinschaft ,       die     darauf     abzielt ,   die
Versorgungssicherheit langfristig zu erhöhen und die Energieeinfuhren              bei
vertretbaren Kosten und unter Berücksichtigung der Umwelterfordernisse zu
reduzieren . In bezug auf die entsprechenden Technologien erfordert dieses
Ziel mittel- und langfristig die "verstärkte Nutzung von festen fossilen
Brennstoffen sowie der neuen und emeuerbaren Energiequellen sowie eine
erhebliche Steigerung des Energiewirkungsgrads .
      Gleichzeitig sind Forschungsarbeiten notwendig , um die mit der
Energieerzeugung und -nutzung verbundene Schädigung und Belastung der Umwelt
wesentlich zu verringern .
      Darüber hinaus muss die Entwicklung von modernen Energietechnologien
zur     Förderung      und      Steigerung        der     Wettbewerbsfähigkeit     der
Gemeinschaftsindustrien      -    einschliesslich      der   kleinen    und  mittleren
Unternehmen - beitragen .
      Diese   Ziele   können    erreicht     werden    durch   Fortschritte   bei  der
Entwicklung und Bereitstellung von Techniken , Verfahren und Produkten zur
rationellen Energienutzung , bei der umweltfreundlichen Nutzung von festen
Brennstoffen      und    Kohlenwasserstoffen ,        bei    der    effizienten    und
wirtschaftlichen Nutzung der emeuerbaren Energiequellen und bei der
Entwicklung von Energie- und Umweltmodellen .
 ---pagebreak---                                          INHAI ,T
Di.s l' nxjr.imn qli<xiort sich in vior Tei lpn xji < iniw > :
1.      ENERGIE - UND UMWELTMODEIJ E
2.     RATIONELLE ENERGI EN17TZUNG
        2.1   Energieeinsparung in den Endverbrauchssektoren
               2.1.1     Gebäude
                         a.    Energieeinsparung
                         b.    Solarenerg ieanwendungen
               2.1.2     Verbrennungstechnologie
               2.1.3      Industrie
        2.2   Energieumwandlung und -Speicherung
               2.2.1     Brennstoffzellen
                         a.    für Grossanwendungen
                         b.    für kleinere Anwendungen
               2.2.2     Hochtemperatur-Supraleiter
               2.2.3      Speicherung
3.      FOSSILE ENERGIEQUELLEN
        3.1   Kohlenwasserstoffe
               3.1.1      Erkundungs- und Sondierungstechniken
               3.1.2      Prüfung der Voraussetzungen für Bohrungen
               3.1.3      FôrdertechnLken
               3.1.4      Zusatzstudien für Offshore-Technologien
               3.1.5     Weiterentwicklung des Einsatzes und der Umwandlung von
                          Erdgas
               3.1.6      Umwandlung von Kohlenwasserstof fen
        3.2    Feste Brennstoffe
               Gas- und Danpfzyklus-Technologien ( GuD )
               3.2.1      Druck-Wirbelschichtverbronnung und GuD-Zyklus
               3.2.2      Nachbrenner und GuD- Zyklus
               3.2.3      Zirkulierende   Normaldruck-Wi rix?] schichtverbronnung und
                          GuD-Zyklus
               3.2.4      Kohlevergasung und GuD-Zyklus
               3.2.5      Spezifische FuE
4.      ERNEUERBARE ENERGIEN
        4 . 1 Abgeleitete Solarenergiequellen
               4.1.1      Windenergie
               4.1.2      Photovoltaische Solarenergieanlagen
               4.1.3      Wasserkraf t
               4.1.4      Biomasse
        4 . 2 Geothermische Energie und Tiefengeologie
               4.2.1      Geothermische Energie
               4.2.2      Tiefengeologie
 ---pagebreak---                          DURCHFUHRUNGSBESTIMMUNGEN
Das Progranm umfasst Tätigkeiten , die über Forschungsverträge auf
Kostenteilungsbasis     und     Studienverträge     durchgeführt     werden ,
Koordinierungsaktionen    sowie   die   Gewährung   von   Ausbildungs -  und
Mobilitätsstipendien .
Beteiligen können sich Industrieunternehmen - einschliesslich kleiner und
mittlerer Unternehmen -, Forschungsanstalten , Hochschulen , natürliche
Personen oder mehrere der genannten Einrichtungen , die in der Gemeinschaft
niedergelassen sind . Projekte müssen von Teilnehmern aus mehr als einem
Mitgliedstaat durchgeführt werden .
Bei Verträgen auf Kostenteilungsbasis beträgt die Beteiligung der
Gemeinschaft grundsätzlich etwa 50 % der Gesamtkosten ; die Festlegung des
genauen Anteils richtet sich jedoch danach , ob sich die unterstützten
Projekte bereits in einel Entwicklungstadium befinden , bei dem eine
öffentliche Finanzierung , über das derzeitige Programm hinaus , nicht mehr
erforderlich sein würde , oder ob sie im Gegenteil eher auf die Erarbeitung
wissenschaftlicher Grundlagen ausgerichtet sind .
 ---pagebreak---                             FINANZBOGEN
Haushaltslinie
Kapitel 73 - Artikel 735 - Posten 7356
Bezeichnung der Aktion
Spezifisches FuE-Progranm im Bereich der Energie           - nichtnukleare
Energien und rationelle Energienutzung -
Rechtsqrundlaqe
Artikel 130Q Abstz 2 des Vertrages zur Gründung der EWG
Beschreibung und Begründung der Aktion
Dieses spezifische Programm ist Teil des Rahmenprogramms für
Gemeinschaftsaktionen im Bereich der Forschung und technologischen
Entwicklung ( 1987-1991 ) und entspricht der Aktionslinie 5.3 ,
" Nichtnukleare Energien und rationelle Energienutzung " .
Das Programm soll in erster Linie zur Verwirklichung folgender Ziele
beitragen :
*     Gewährleistung der Versorgungssicherheit und Reduzierung der
      Abhängigkeit von Einfuhrenergie durch Diversifizierung der Quellen
      und Steigerung des Energiewirkungsgrads ;
*     Lösung der Probleme , die sich aus den Wechselwirkungen zwischen
      Energie und Umwelt ergeben ;
*     Steigerung der industriellen Wettbewerbsfähigkeit der Gemeinschaft
      durch    Senkung   der     Energiekosten    und   Entwicklung    von
      Energietechnologien ;
*     Errichtung des Binnenmarktes von 1992 im Bereich der Energie ,
      unter anderem durch Forschungsarbeiten zur Entwicklung von Normen
      und Standards ;
*     Lösung der Probleme der Energieversorgung und -nutzung in den
      Entwicklungsländern .
Hierzu sieht der Prograimtvorschlag folgende Schwerpunkte vor :
*     Rationelle Energienutzung ;
*     Optimierung der    effizienten    und   sauberen  Nutzung   fossiler
      Energiequellen ;
*     Erschliessung emeuerbarer Energiequellen ;
*     Systemanalyse und Modellentwicklung .
 ---pagebreak---                                                                     2.
Das Programm besteht aus vier Teilprogrammen :
     - Energie- und Urrweltmodelle
     - Rationelle Energienutzung
     - Energie aus fossilen Brennstoffen
     - Emeuerbare Energien und Géothermie .
Das Programm wurde in Form und Inhalt aktualisiert und schliesst sich
nahtlos an das vorherige Programm an , um einerseits die bisherigen
erfolgversprechenden Entwicklungen fortzuführen und andererseits die
gegenwärtigen Ziele zu erreichen .
Angestrebt werden sowohl die Erforschung der vorhandenen Möglichkeiten
und Durchführbarkeitsstudien als auch die Verbesserung der verfügbaren
Technologien , die Entwicklung von neuen Techniken , Verfahren und
Produkten und die Realisierung von Pilotsystemen und -projekten im
Hinblick auf die Demonstrations- und Kammerzialisierungsphase .
Dieses Programm richtet sich an die Industrien - einschliesslich der
KMU - ebenso wie an Hochschulen und öffentliche und private
Forschungsanstalten .
                          «
Es    umfasst     Forschungsarbeiten    auf   Kostenteilungsbasis      und
Studienverträge ,   Koordinierungsmassnahmen sowie Ausbildungs- und
Mobilitätsstipendien . Bei der Durchführung wird die Kommission von
Beratenden Verwaltungs- und Koordinierungsausschuss ( BVKA) Nr . 7 und
unabhängigen Sachverständigen unterstützt .        Projekte ,  an denen
unabhängige Teilnehmer aus mehr als einem Mitgliedstaat mitwirken ,
erhalten Priorität . Besondere Aufmerksamkeit ist der Einbeziehung von
KMU zu widmen . Gegebenenfalls ist eine Beteiligung bzw . Angliederung
von    Organisationen     oder   Unternehmen   aus     Drittstaaten    bei
Einzelprojekten möglich .
Die Verbreitung , Auswertung und Verwertung der Ergebnisse werden mit
allen Mitteln über die die Kommission verfügt , sichergestellt .
Das Programm wird im dritten Jahr seiner Laufzeit überprüft und
gegebenenfalls revidiert . Es erfolgt eine Bewertung nach den
geltenden Bestimmungen .
Die Kohärenz ,     Koordinierung und Komplementarität mit anderen
Geineinschaftsaktionen , die in unmittelbaren Zusammenhang mit dom
Programm stehen , sowie mit den einschlägigen einzelstaatlichen FuE-
Tätigkeiten ist über die entsprechenden Kanäle ( CREST , BVKA, . . . )
gewährleistet . Die Zusammenarbeit mit der IEA, der ISO und EUREKA sowie
die Kooperation im Rahmen der bilateralen Abkommen mit Drittstaaten
wird fortgesetzt und verstärkt .
 ---pagebreak---                                                                        3.
5. Finanzielle Auswirkungen
   5.1  Art der Ausqaben
        a)   Personalausgaben für 34 Bedienstete ( 18 A , 7 B und 9 0 ; dazu
             gehören insbesondere Di onstroiscn , Aufwendungen für die
             Mitwirkung von Forschem , die von den Mitgliedstaaten
             abgestellt werden , sowie Kosten für zusätzliches Personal .
        b)   Verwaltungsausgaben ,    insbesondere    für    Sitzungen    der
             Verwaltungsausschüsse und Arbeitsgruppen , Konsultation von
             Sachverständigen , Betriebskosten für etwaige Netze , Kosten im
             Zusammenhang mit der Veranstaltung von Konferenzen , der
             Teilnahme an externen Seminaren und Publikationen .
        c)   Ausgaben für den technischen Betrieb , insbesondere für den
             Erwerb bzw . die Miete und Wartung der EDV-Anlagen
             einschliesslich der entsprechenden Software .
        d)   Ausgaben im Zusammenhang mit Verträgen zur Durchführung des
             Programms und der obengenannten Projekte . Diese Aufwendungen
             betreffen insbesondere Forschungs -, Assoziierungs- und
             Studienverträge ;      Verträge      mit       Sachverständigen ,
             Projektleitem , Dienststellen ; Koordinierungsverträge sowie
             Stipendien und Zuschüsse für Ausbildung und Dienstreisen der
             Wissenschaftler , für die Beteiligung an internationalen
             Übereinkommen ,    die    Bereitstellung    von    Ausrüstungen ,
             Infrastrukturen und Geräten .
   5.2  Gesamtkosten
        Der Mittelbedarf für die Laufzeit des Programms ( 1989-1992 ) wird
        gemäss Aktionslinie 5.3 des Rahmenprogramms auf 122 Mio ECU
        veranschlagt .
   5.3  Berechnunqsweise
        a.   Personalausgaben
             Der    Mittelbedarf     wird    aufgrund    des    nachstehenden
             Personalsbestand veranschlagt :
                  18 Bedienstete der laufbahngruppe A
                   7 Bedienstete der laufbahngruppe B
                   9 Bedienstete der laufbahngruppe C.
             Die  Gehälter   werden   auf  der  Basis  von   1989  und  unter
             Zugrundelegung einer jährlichen Erhöhung von 4 % für die
             kommenden Haushaltsjahre errechnet . Diese Ausgaben werden für
             die Programmlaufzeit auf 12.242.000 ECU geschätzt .
                                                                               •1
 ---pagebreak---                                                                             4.
           b.   Verwa 1tungsausgaben
                Die Ausgaben werden aufgrund der statistischen Daten der
                früheren     Haushaltsjahre ,    d.h .    der   drei    bisherigen
                Vierjahresprograrrme , unter Berücksichtigung der Inflation und
                der voraussichtlichen Bedarfsentwicklung geschätzt .
                Diese Ausgaben werden für die Laufzeit des Prograirms mit
                4.920.000 ECU veranschlagt .
           c.   Vertragsausgaben
                Diese      Ausgaben     betreffen       Forschungsverträge      auf
                Kostenteilungsbais für Projekte , die aus den eingereichten
                Vorschlägen       ausgewählt       werden ,      Verträge       für
                Koordinierungsaktionen , Studienverträge , die nach Bedarf
                abgeschlossen werden , Sachverständigenverträge sowie die
                Gewährung von Ausbildungs- und Mobilitätsstipendien nach
                Bedarf .
                Diese Ausgaben sind im Rahmen der verfügbaren Mittel
                vorzusehen und werden mit 104.838.000 ECU veranschlagt .
      5.4  Mehrjahriqer Fâlliqkeitsplan
VERPFLICHTUNGS-       1989       1990       1991        1992      1993+    Insge¬
ERMÄCHTIGUNGEN                                                             samt
Personal              2.883      2.998      3.118       3.243              12.242
Verwaltung            1.125      1.170      1.287       1.338               4.920
Verträge              9.992     60.832    34.014             0            104.838
INSGESAMT            14.000     65.000    38.419        4.581             122.000
ZAHLUNGSER-           1989       1990       1991        1992      1993+    Insge-
MÄCHTIGUNGEN                                                               samt
Personal               2.883     2.998      3.118       3.243              12.242
Verwaltung             1.125     1.170      1.287       1.338               4.920
Verträge               2.392    21.832     28.595      20.419   31.600    104.838
 INSGESAMT             6.400    26.000     33.000      25.000   31.600    122.000
                                                                                    31
 ---pagebreak---                                                                            5.
6. Finanzierung der Ausqaben
   Die erforderlichen Mittel sind in den Haushaltsplänen der Jahre 1989 -
   1990 - 1991 - 1992 vorzusehen .
7. Kontrol le
   7.1  Finanzielle Kontrolle
              durch    die   GD " Finanzkontrolle ",  soweit   es   sich  um die
              Durchführung des Haushaltsplans        und   die    ordnungsgemässe
              Verwendung der Mittel handelt ;
              durch die für die         Verwaltung   der   Verträge    zuständige
              Abteilung der GD XII .
   7.2  Wissenchaftliche Kontrolle
              durch die zuständigen Beamten der GD XII ,
              durch die Projektleiter und Sachverständigen ,
              durch den Beratenden Verwaltungs - und Koordinierungsausschuss
              ( BVKA ) Nr . 7 .
 ---pagebreak---                    BEWERTUNG DER AUSWIRKUNGEN AUF DIE KMU
    Spezifisches FuE-Progranrn im Bereich der Energie - nichtnukleare
                  Einergien und rationelle Energienutzung -
1. Verwaltungs-Forschriften für die Unternehmen
   Das Programm soll unter anderem zur Verbesserung der Kapazität            und
   Wettbewerbsfähigkeit der Gemeinschaftsindustrien im Bereich               der
   Energietechnologien und -techniken beitragen . Die Beteiligung an         dem
   Programm bietet sich gerade für Industrieunternehmen an , da              die
   Entwicklung bestimmter Technologien eher in den Aufgabenbereich           der
   Industrien - einschliesslich der KMU - fällt als in den der Hochschulen
   und Forschungszentren . Im übrigen wird zur Durchführung spezifischer
   Projekte des Programms eine Zusammenarbeit der verschiedenen Organismen
   angestrebt .
   Zu beachten         sind     lediglich die Auswahlverfahren         für die
   Forschungsvorhaben        (Aufruf    zur    Einreichung   von    Vorschlägen ,
   Einreichung , Bevrertung , Auswahl . . . ) sowie die allgemeinen Grundsätze
   für FuE-Verträge der Gemeinschaft (Kostenteilung ,               Buchhaltung ,
   Kostenzurechnung , Fälligkeitsplan der Zahlungen , Vorlage der Berichte ,
   Teilnahme an Sitzungen , Verbreitung und Verwertung der Ergebnisse – ) .
2. Vorteile für die Unternehmen
   Da     das      Ziel     der     industriellen    Wettbewerbsfähigkeit    auf
   Gemeinschaftsebene angestrebt wird , bietet die Mitwirkung an dem
   Programm die Möglichkeit einer internationalen Zusammenarbeit , für die
   der Anstoss in der Regel bei der Projektauswahl erfolgt . Für die KMU
    führt dieser Anreiz zur Annäherung mit grösseren Unternehmen ,
   Universitäten und öffentlichen und privaten Forschungszentren .
   Auf personeller Ebene gewährleisten Verträge mit mehreren Partnern aus
   mehreren Ländern Kontakte zwischen Forschem , die auf demselben Gebiet
    tätig sind .
   Aufgrund ihrer Teilnahme an dem Gemeinschaftsprogramm erhalten die
   Vertragspartner auch Zugang zu den Ergebnissen und Anspruch auf deren
   Verwertung .
3.  Nachteile für die Unternehmen
    Schwierigkeiten können sich für die KMU in folgender Hinsicht ergeben :
         Beitrag des Vertragspartners zu den Forschungskosten ( in der Regel
         50 % ) . Der Auftragnehmer muss entweder über diese Mittel verfügen
         oder sie von offiziellen einzelstaatlichen Stellen erhalten .
 ---pagebreak---                                                                        2.
        Verwertung der Ergebnisse ( Patente , Lizenzen ...).
        Kosten im Zusammenhang mit der Erstellung von Vorschlägen , die
        dann bei der Auswahl nicht berücksichtigt verden .
4. Auswirkungen auf die Beschäftigung
   Da    die    Forschungsarbeiten    im    Rahmen    des    Programms    auf
   vorwettbewerblicher Eibene stattfinden , ist mit den Ergebnissen und
   ihrer industriellen Verwertung erst mittel- bis langfristig zu rechnen ;
   infolgedessen lassen sich die Auswirkungen auf die Beschäftigung
   - abgesehen von der Beibehaltung und Einstellung des unmittelbar
   beteiligten Forschungspersonals - nur schwär einschätzen .
5. Vorherige Abstimmung mit den Sozialpartnern
   Der Wirtschafts- und Sozialausschuss wird anlässlich der Vorlage des
   Programms an den Rat zu dem Vorschlag der Kommission gehört .
6. Alternative Ansätze
   In    EIrmangelung   eines   Gemeinschaftsprogramms     wäre    nur    ein
   einzelstaatlichee Vorgehen denkbar , das zweifellc« weniger straff
   organisiert wäre .
                                                                              15
 ---pagebreak---    Stellungnahme des Beratenden Verwaltungs - und Koordinierungsausschusses
                           für nichtnukleare Eneiqio
Nach eingehender Prüfung und Erörtemng des Entwurfs eines Vorschlags der
Kommission für ein neues Forschungs - und Entwicklungsprogramm im Bereich der
nichtnukloaren Energie ( 1989-1992 ),
nach Kenntnisnahme der ersten Schlussfolgerungen und Empfehlungen der Gruppe
externer Sachverständiger , die mit der Bewertung des derzeitigen Programms
( 1985-1988 ) beauftragt wurde -
gab der Beratende Verwaltungs- und Koordinierungsausschuss für nichtnukleare
Energie auf seiner Sitzung am 18 . / 19 April 1988 folgende Stellungnahmen und
Anregungen ab :
Der Ausschuss
      unterstützt den allgemeinen Ansatz des neuen Programms und erkennt die
      Relevanz der allgemeinen Zielsetzungen dieses Programms an ;
      billigt , angesichts der begrenzten Finanzmittel , den wissenschaftlichen
      und technischen Inhalt des neuen Programms , das vier Teilprogramme
      umfasst : Energie- und Ilmweltmodelle , rationelle Energienutzung ,
      fossile Brennstoffe und emeuerbare Energiequellen ;
      empfiehlt der Kommission , den Programmentwurf unter Berücksichtigung
      der Ergebnisse der obigen Bewertung und nach Einarbeitung der
      entsprechenden Revisionen umgehend zu genehmigen und zu verabschieden ,
      damit die Entscheidung des Rates rechtzeitig ergeht , um das Programm ab
      1 . Januar 1989 durchführen zu können ;
      empfiehlt dringend , bei der Revision des Rahmenprogramms den
      Finanzbeitrag für den Bereich nichtnukleare Energie zu erhöhen ( dieser
      Punkt wird von der britischen Delegation nicht unterstützt ) .