CELEX: 52008PC0488
Language: de
Date: 2008-07-29
Title: Vorschlag für eine Verordnung des Rates über die gemeinsame Handelsregelung für Eieralbumin und Milchalbumin (kodifizierte Fassung)

Wichtiger rechtlicher Hinweis

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52008PC0488

Vorschlag für eine Verordnung des Rates über die gemeinsame Handelsregelung für Eieralbumin und Milchalbumin (kodifizierte Fassung)  /* KOM/2008/0488 endg. - CNS 2008/0155 */  

	[pic] | KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN |Brüssel, den 29.7.2008KOM(2008) 488 endgültig2008/0155 (CNS)Vorschlag für eineVERORDNUNG DES RATESüber die gemeinsame Handelsregelung für Eieralbumin und Milchalbumin (kodifizierte Fassung)(von der Kommission vorgelegt)BEGRÜNDUNG1. Im Zusammenhang mit dem "Europa der Bürger" ist es ein wichtiges Anliegen der Kommission, das Gemeinschaftsrecht zu vereinfachen und klarer zu gestalten, damit es für den Bürger besser verständlich und zugänglich wird und er die spezifischen Rechte, die es ihm zuerkennt, besser in Anspruch nehmen kann.Dieses Ziel lässt sich so lange nicht erreichen, wie zahlreiche Vorschriften, die mehrfach und oftmals in wesentlichen Punkten geändert wurden, in verschiedenen Rechtsakten, vom ursprünglichen Rechtsakt bis zu dessen letzter geänderter Fassung, verstreut sind und es einer aufwendigen Suche und eines Vergleichs vieler Rechtsakte bedarf, um die jeweils geltenden Vorschriften zu ermitteln.Soll das Gemeinschaftsrecht verständlich und transparent sein, müssen häufig geänderte Rechtsakte also kodifiziert werden.2. Die Kommission hat daher mit Beschluss vom 1. April 1987[1] ihre Dienststellen angewiesen, alle Rechtsakte spätestens nach der zehnten Änderung zu kodifizieren . Dabei hat sie jedoch betont, dass es sich um eine Mindestanforderung handelt, denn im Interesse der Klarheit und des guten Verständnisses der Gemeinschaftsvorschriften sollten die Dienststellen bemüht sein, die in ihre Zuständigkeit fallenden Rechtsakte in kürzeren Abständen zu kodifizieren.3. Der Europäische Rat von Edinburgh hat sich im Dezember 1992 in seinen Schlussfolgerungen ebenfalls in diesem Sinne geäußert[2] und die Bedeutung der Kodifizierung unterstrichen, da sie hinsichtlich der Frage, welches Recht zu einem bestimmten Zeitpunkt auf einen spezifischen Gegenstand anwendbar ist, Rechtssicherheit biete.Bei der Kodifizierung ist das übliche Rechtsetzungsverfahren der Gemeinschaft uneingeschränkt einzuhalten.Da an den zu kodifizierenden Rechtsakten keine materiell-inhaltlichen Änderungen vorgenommen werden dürfen, haben sich das Europäische Parlament, der Rat und die Kommission in einer Interinstitutionellen Vereinbarung vom 20. Dezember 1994 auf ein beschleunigtes Verfahren für die rasche Annahme kodifizierter Rechtsakte geeinigt.4. Mit dem vorliegenden Vorschlag soll die Verordnung (EWG) Nr. 2783/75 des Rates vom 29. Oktober 1975 über die gemeinsame Handelsregelung für Eieralbumin und Milchalbumin[3] kodifiziert werden. Die neue Verordnung ersetzt die verschiedenen Rechtsakte, die Gegenstand der Kodifizierung sind[4]. Der Vorschlag behält den materiellen Inhalt der kodifizierten Rechtsakte vollständig bei und beschränkt sich darauf, sie in einem Rechtsakt zu vereinen, wobei nur insoweit formale Änderungen vorgenommen werden, als diese aufgrund der Kodifizierung selbst erforderlich sind.5. Der Kodifizierungsvorschlag wurde auf der Grundlage einer vorläufigen konsolidierten Fassung der Verordnung (EWG) Nr. 2783/75 und der sie ändernden Rechtsakte ausgearbeitet. Diese konsolidierte Fassung war zuvor vom Amt für amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften mit Hilfe eines Datenverarbeitungssystems in allen Amtssprachen erstellt worden. Sofern die Artikel neu nummeriert wurden, werden die alte und die neue Nummerierung einander in der Entsprechungstabelle in Anhang II der kodifizierten Verordnung gegenübergestellt.ê 2783/75 (angepasst)2008/0155 (CNS)Vorschlag für eineVERORDNUNG DES RATESüber die gemeinsame Handelsregelung für Eieralbumin und MilchalbuminDER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION —gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, insbesondere auf die Artikel Ö 26 Õ , Ö 87 Õ bis Ö 89 Õ , Ö 132 Õ ff. und Ö 308 Õ ,auf Vorschlag der Kommission,nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments[5],nach Stellungnahme des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses[6],in Erwägung nachstehender Gründe:ê(1) Die (EWG) Nr. 2783/75 des Rates vom 29. Oktober 1975 über die gemeinsame Handelsregelung für Eieralbumin und Milchalbumin[7] ist mehrfach und in wesentlichen Punkten geändert worden[8]. Aus Gründen der Übersichtlichkeit und Klarheit empfiehlt es sich, die genannte Verordnung zu kodifizieren.ê 2783/75 Erwägungsgrund (1) (angepasst)(2) Eieralbumin, das in Anhang Ö I des Õ EG-Vertrag nicht aufgeführt ist, unterliegt - im Unterschied zu Eigelb - nicht den Agrarvorschriften des EG-Vertrag.ê 2783/75 Erwägungsgrund (2)(3) Hieraus ergibt sich eine Lage, die die Wirksamkeit der gemeinsamen Agrarpolitik auf dem Eiersektor gefährden kann.ê 2783/75 Erwägungsgrund (3)(4) Um zu einer ausgewogenen Lösung zu gelangen, ist es angebracht, für Eieralbumin eine ähnliche Handelsregelung wie für Eier einzuführen. Diese Regelung sollte auch auf Milchalbumin Anwendung finden, da dieses weitgehend an die Stelle des Eieralbumins treten kann.ê 2783/75 Erwägungsgrund (4) (angepasst)(5) Durch die Verordnung (EG) Nr. Ö 1234/2007 Õ des Rates vom Ö 22. Oktober 2007 über eine gemeinsame Organisation der Agrarmärkte und mit Sondervorschriften für bestimmte landwirtschaftliche Erzeugnisse (Verordnung über die einheitliche GMO)[9] Õ wird eine Regelung über einen einheitlichen Eiermarkt in der Gemeinschaft Ö errichtet Õ.ê 2783/75 Erwägungsgrund (5) (angepasst)(6) Die Handelsregelung für Albumine Ö sollte Õ der Regelung für Eier folgen, da jene Erzeugnisse von diesen abhängen.ê 3290/94 Erwägungsgrund (2) (angepasst)(7) Im Rahmen der multilateralen Handelsverhandlungen der Uruguay-Runde hat die Gemeinschaft eine Reihe von Übereinkünften geschlossen. Mehrere dieser Übereinkünfte namentlich das Übereinkommen über die Landwirtschaft Ö [10] Õ betreffen den Agrarsektor.ê 3290/94 Erwägungsgrund (3) (angepasst)(8) Das Übereinkommen Ö über die Landwirtschaft Õ erfordert die Aufhebung der variablen Einfuhrabschöpfungen sowie aller sonstigen Maßnahmen und Belastungen bei der Einfuhr. Die entsprechend dem Übereinkommen Ö über die Landwirtschaft Õ auf landwirtschaftliche Erzeugnisse anwendbaren Zollsätze Ö sind Õ im Gemeinsamen Zolltarif Ö festzulegen Õ.ê 2783/75 Erwägungsgründe (6) und (8) (angepasst)è1 3290/94 Erwägungsgrund (4) (angepasst)(9) Die Preisbildung bei Eieralbumin erfolgt grundsätzlich nach Maßgabe der Eierpreise, die in der Gemeinschaft und auf dem Weltmarkt verschieden sind. Auf dem Weltmarkt ist der Eierpreis nicht der einzige Faktor, der - neben den Verarbeitungskosten - den Albuminpreis beeinflusst. è1 Zur Aufrechterhaltung eines Mindestschutzes vor Nachteilen, die sich aus der Tarifizierung auf dem Markt ergeben können, gestattet das Übereinkommen Ö über die Landwirtschaft Õ die Anwendung zusätzlicher Zölle unter genau festgelegten Bedingungen, die ausschließlich für die unter die Tarifizierung fallenden Erzeugnisse gelten. çê 3290/94 Erwägungsgrund (5) (angepasst)(10) Das Übereinkommen Ö über die Landwirtschaft Õ sieht zahlreiche Zollkontingente zu den Bedingungen des "üblichen Zugangs" und des "Mindestzugangs" vor. Die auf diese Kontingente anwendbaren Bedingungen sind im Übereinkommen Ö über die Landwirtschaft Õ ausführlich dargelegt. In Anbetracht der zahlreichen Kontingente und im Interesse einer möglichst effizienten Anwendung sollte die Kommission die Befugnis erhalten, sie unter Anwendung des Verwaltungsverfahren zu eröffnen und zu verwalten.ê 2783/75 Erwägungsgrund (9) (angepasst)(11) Auf Grund des engen wirtschaftlichen Zusammenhangs zwischen den verschiedenen Eiererzeugnissen ist es erforderlich, bei Eieralbumin und Milchalbumin die Möglichkeit vorzusehen, Vermarktungsnormen zu erlassen, die denen für die in Artikel 1 Absatz 1 Buchstabe Ö s Õ der Verordnung (EG) Nr. Ö 1234/2007 Õ genannten Erzeugnisse so weit wie möglich entsprechen.ê 3290/94 Erwägungsgrund (12) (angepasst)(12) Nach Ö der Õ gemeinsamen Marktordnung Ö für Eier Õ fällt es in die alleinige Zuständigkeit des Rates, den Rückgriff auf die Regelung des aktiven Veredelungsverkehrs auszuschließen. Bei den sich aus dem Übereinkommen Ö über die Landwirtschaft Õ ergebenden wirtschaftlichen Bedingungen könnte es sich als erforderlich erweisen, schnell auf Probleme des Marktes zu reagieren, die sich aus der Anwendung der genannten Regelung ergeben. Daher ist der Kommission die Zuständigkeit zu übertragen, befristete Sofortmaßnahmen zu treffen —ê 2783/75HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:ê 2783/75 (angepasst)Ö KAPITEL I Õ Ö Anwendungsbereich Õê 2916/95 Art. 1 Nr. 6Artikel 1Vorbehaltlich anderslautender Bestimmungen dieser Verordnung finden die Zollsätze des Gemeinsamen Zolltarifs auf folgende Erzeugnisse Anwendung:ê 2916/95 Art. 1 Nr. 6 (angepasst)KN-Code | Warenbezeichnung |3502 | Albumine (einschließlich Konzentrate aus zwei oder mehr Molkenproteinen, die mehr als 80 GHT Molkenproteine, bezogen auf die Trockenmasse, enthalten), Albuminate und andere Albuminderivate: |– Eieralbumin: |ex | 3502 11 | – – getrocknet: |Ö 3502 11 10 Õ | --- Ö ungenießbar oder ungenießbar gemacht Õ |3502 11 90 | – – – anderes |ex | 3502 19 | – – anderes: |Ö 3502 19 10 Õ | --- Ö ungenießbar oder ungenießbar gemacht Õ |3502 19 90 | – – – anderes |ex | 3502 20 | – Molkenproteine, einschließlich Konzentrate aus zwei oder mehr Molkenproteinen: |Ö 3502 20 10 Õ | --- Ö ungenießbar oder ungenießbar gemacht Õ |– – andere |3502 20 91 | – – – getrocknet (in Blättern, Flocken, Kristallen, Pulver usw.) |3502 20 99 | – – – andere |ê 3290/94 Art. 2 und Anhang XII Teil B Nr. 2 (angepasst)Ö KAPITEL II Õ Ö Handel mit Drittländern Õê 3290/94 Art. 2 und Anhang XII Teil B Nr. 2 (angepasst)Artikel 2(1) Für alle Einfuhren der in Artikel 1 genannten Erzeugnisse in die Gemeinschaft kann die Vorlage einer Einfuhrlizenz gefordert werden.Ö (2) Õ Die Lizenz wird unbeschadet der Bestimmungen über die Anwendung des Artikels 4 von den Mitgliedstaaten jedem Antragsteller unabhängig vom Ort seiner Niederlassung in der Gemeinschaft erteilt.Ö (3) Õ Die Einfuhrlizenz gilt in der gesamten Gemeinschaft. Die Erteilung der Lizenzen kann von der Stellung einer Sicherheit abhängig gemacht werden, die die Erfüllung der Verpflichtung gewährleisten soll, die Einfuhr während der Geltungsdauer der Lizenz durchzuführen. Außer in Fällen höherer Gewalt verfällt die Sicherheit ganz oder teilweise, wenn die Einfuhr innerhalb dieser Frist nicht oder nur teilweise erfolgt ist.ê 3290/94 Art. 2 und Anhang XII Teil B Nr. 2 (angepasst)Ö (4) Õ Die Gültigkeitsdauer der Ö Einfuhrlizenzen Õ und die sonstigen Durchführungsbestimmungen zu Ö Absatz 1 Õ werden nach dem Ö in Artikel 195 Absatz 2 Õ der Verordnung (EG) Nr. Ö 1234/2007 genannten Verfahren Õ festgelegt.ê 3290/94 Art. 2 und Anhang XII Teil B Nr. 3 (angepasst)Artikel 3(1) Zur Vermeidung oder Behebung von Nachteilen, die sich aus der Einfuhr bestimmter in Artikel 1 genannter Erzeugnisse für den Markt in der Gemeinschaft ergeben können, wird für die Einfuhr eines oder mehrerer dieser Erzeugnisse zu dem im Gemeinsamen Zolltarif vorgesehenen Zollsatz ein zusätzlicher Einfuhrzoll erhoben, wenn die Bedingungen des Artikels 5 des Übereinkommens über die Landwirtschaft erfüllt sind, es sei denn, die Einfuhren können keine Störung des Gemeinschaftsmarkts verursachen, oder die Auswirkungen stehen in keinem Verhältnis zum angestrebten Ziel.ê 3290/94 Art. 2 und Anhang XII Teil B Nr. 3(2) Die Preise, deren Unterschreitung die Erhebung eines zusätzlichen Einfuhrzolls auslösen kann, sind die Preise, die der Welthandelsorganisation von der Gemeinschaft mitgeteilt werden.Die Mengen, deren Überschreitung die Erhebung eines zusätzlichen Einfuhrzolls auslöst, werden insbesondere auf der Grundlage der Einfuhren in die Gemeinschaft festgelegt, die in den drei Jahren vor dem Jahr erfolgt sind, in dem die in Absatz 1 genannten Nachteile auftreten oder aufzutreten drohen.(3) Die zur Erhebung eines zusätzlichen Einfuhrzolls zu berücksichtigenden Einfuhrpreise werden anhand der cif-Einfuhrpreise der betreffenden Sendung bestimmt.Die cif-Einfuhrpreise werden zu diesem Zweck unter Zugrundelegung der repräsentativen Preise des betreffenden Erzeugnisses auf dem Weltmarkt oder auf dem gemeinschaftlichen Einfuhrmarkt überprüft.ê 3290/94 Art. 2 und Anhang XII Teil B Nr. 3 (angepasst)(4) Die Kommission erlässt die Durchführungsbestimmungen zu Ö den Absätzen 1, 2 und 3 Õ nach dem Ö in Artikel 195 Absatz 2 Õ der Verordnung (EG) Nr. Ö 1234/2007 genannten Verfahren Õ. Sie betreffen unter anderem:ê 3290/94 Art. 2 und Anhang XII Teil B Nr. 3a) die Erzeugnisse, auf die zusätzliche Einfuhrzölle gemäß Artikel 5 des Übereinkommens über die Landwirtschaft erhoben werden;b) die sonstigen Kriterien, die erforderlich sind, um sicherzustellen, dass Absatz 1 im Einklang mit Artikel 5 des genannten Übereinkommens angewandt wird.ê 3290/94 Art. 2 und Anhang XII Teil B Nr. 4 (angepasst)Artikel 4(1) Die Zollkontingente für die in Artikel 1 Absatz 1 genannten Erzeugnisse, die sich aus den im Rahmen der multilateralen Handelsverhandlungen der Uruguay-Runde geschlossenen Übereinkünften ergeben, werden nach den gemäß dem Ö in Artikel 195 Absatz 2 Õ der Verordnung (EG) Nr. Ö 1234/2007 genannten Verfahren Õ festgelegten Bestimmungen eröffnet und verwaltet.ê 3290/94 Art. 2 und Anhang XII Teil B Nr. 4(2) Zur Verwaltung der Kontingente kann eines der nachstehenden Verfahren oder eine Kombination dieser Verfahren angewandt werden:ê 3290/94 Art. 2 und Anhang XII Teil B Nr. 4 (angepasst)Ö a) Õ Berücksichtigung der Anträge nach der Reihenfolge ihres Eingangs («Windhund-Verfahren»);Ö b) Õ Aufteilung proportional zu den bei der Antragstellung beantragten Mengen (so genanntes «Verfahren der gleichzeitigen Prüfung»);Ö c) Õ Berücksichtigung der traditionellen Handelsströme (so genanntes «Verfahren traditionelle/neue Antragsteller»).Weitere geeignete Verfahren können festgelegt werden.Bei den Verfahren muss jegliche Diskriminierung zwischen den betreffenden Wirtschaftsteilnehmern verhindert werden.(3) Mit dem festgelegten Verwaltungsverfahren wird, wo dies zweckdienlich ist, dem Versorgungsbedarf des Gemeinschaftsmarkts und dem Erfordernis der Erhaltung des Gleichgewichts auf dem Gemeinschaftsmarkt Rechnung getragen, wobei gleichzeitig die Verfahren zugrunde gelegt werden können, die gegebenenfalls in der Vergangenheit auf die Kontingente angewandt wurden, die den in Absatz 1 genannten Kontingenten entsprechen, und zwar unbeschadet der Rechte, die sich aus den im Rahmen der multilateralen Handelsverhandlungen der Uruguay-Runde geschlossenen Übereinkünften ergeben.(4) Die Ö in Absatz 1 genannten Õ Bestimmungen sehen vor, dass die Kontingente auf einer jährlichen Basis und erforderlichenfalls mit einer geeigneten Staffelung eröffnet werden; gegebenenfalls betreffen sie auch:a) Bestimmungen zum Nachweis der Art, der Herkunft und des Ursprungs des Erzeugnisses;b) Bestimmungen betreffend die Anerkennung des Dokuments zur Überprüfung der unter Buchstabe a genannten Nachweise; undc) die Bedingungen der Ausstellung der Einfuhrlizenzen und die Gültigkeitsdauer derselben.ê 3290/94 Art. 2 und Anhang XII Teil B Nr. 5Artikel 5Ist auf dem Markt der Gemeinschaft ein spürbarer Anstieg der Preise festzustellen, so können für den Fall, dass diese Lage andauert und der Markt der Gemeinschaft dadurch gestört wird oder gestört zu werden droht, die erforderlichen Maßnahmen ergriffen werden.ê 3290/94 Art. 2 und Anhang XII Teil B Nr. 5 (angepasst)Der Rat erlässt auf Vorschlag der Kommission nach dem Abstimmungsverfahren des Artikels Ö 37 Õ Absatz 2 EG-Vertrag die allgemeinen Durchführungsbestimmungen zu diesem Artikel.ê 2783/75 (angepasst)Artikel 6Für die in Artikel 1 genannten Erzeugnisse können Vermarktungsnormen erlassen werden, die vorbehaltlich der hierbei zu berücksichtigenden Besonderheiten dieser Erzeugnisse den in Artikel Ö 116 Õ der Verordnung (EG) Nr. Ö 1234/2007 Õ vorgesehenen Vermarktungsnormen für die in Ö Anhang I Teil XIX Õ derselben Verordnung genannten Erzeugnisse entsprechen. Die Normen können insbesondere die Einteilung nach Güteklassen, die Verpackung, die Einlagerung, die Beförderung, die Aufmachung und die Kennzeichnung betreffen.Die Normen, ihr Anwendungsbereich sowie die Grundregeln für ihre Anwendung werden vom Rat auf Vorschlag der Kommission mit qualifizierter Mehrheit festgelegt.ê 3290/94 Art. 2 und Anhang XII Teil B Nr. 6 (angepasst)Artikel 7(1) Soweit es für das reibungslose Funktionieren der gemeinsamen Marktorganisation für Eier und dieser Verordnung erforderlich ist, kann der Rat auf Vorschlag der Kommission nach dem Abstimmungsverfahren des Artikels Ö 37 Õ Absatz 2 EG-Vertrag in besonderen Fällen die Inanspruchnahme der Regelung des aktiven Veredelungsverkehrs für die in Artikel 1 genannten Erzeugnisse, die zur Herstellung von in Artikel 1 Ö der vorliegenden Verordnung Õ aufgeführten Erzeugnissen bestimmt sind, ganz oder teilweise ausschließen.ê 3290/94 Art. 2 und Anhang XII Teil B Nr. 6(2) In Abweichung von Absatz 1 beschließt die Kommission in den Fällen, in denen die in Absatz 1 aufgezeigte Situation ein äußerst dringendes Eingreifen erfordert und der Gemeinschaftsmarkt aufgrund der Regelung des aktiven Veredelungsverkehrs gestört wird oder gestört zu werden droht, auf Antrag eines Mitgliedstaats oder von sich aus die erforderlichen Maßnahmen, die dem Rat und den Mitgliedstaaten mitgeteilt werden, deren Geltungsdauer sechs Monate nicht überschreiten darf und die sofort anwendbar sind. Wird die Kommission mit einem Antrag eines Mitgliedstaats befasst, fasst sie innerhalb einer Frist von einer Woche nach Eingang des Antrags einen Beschluss.(3) Jeder Mitgliedstaat kann den Rat innerhalb einer Frist von einer Woche, die ab dem Tag der Übermittlung des Beschlusses läuft, mit dem Beschluss der Kommission befassen. Der Rat kann mit qualifizierter Mehrheit den Beschluss der Kommission bestätigen, ändern oder aufheben. Fasst der Rat binnen einer Frist von drei Monaten keinen Beschluss, so gilt der Beschluss der Kommission als aufgehoben.ê 3290/94 Art. 2 und Anhang XII Teil B Nr. 7 (angepasst)Artikel 8(1) Die allgemeinen Regeln zur Auslegung der Kombinierten Nomenklatur und die besonderen Regeln zu deren Anwendung finden auf die Einreihung der Erzeugnisse Anwendung, die unter diese Verordnung fallen. Das Zolltarifschema, das sich aus der Anwendung dieser Verordnung ergibt, wird in den Gemeinsamen Zolltarif übernommen.(2) Vorbehaltlich anders lautender Bestimmungen dieser Verordnung oder vorbehaltlich der Bestimmungen, die aufgrund dieser Verordnung erlassen werden, ist im Handel mit dritten Ländern folgendes untersagt:Ö a) Õ die Erhebung von Abgaben mit gleicher Wirkung wie Zölle,Ö b) Õ die Anwendung von mengenmäßigen Beschränkungen oder Maßnahmen gleicher Wirkung.ê 2783/75 (angepasst)Ö KAPITEL III Õ Ö Allgemeine Bestimmungen ÕArtikel 9Zum freien Warenverkehr in der Gemeinschaft werden diejenigen der in Artikel 1 genannten Waren nicht zugelassen, zu deren Herstellung oder Bearbeitung Erzeugnisse verwendet worden sind, welche nicht unter Artikel Ö 23 Absatz 2 und Artikel 24 EG-Vertrag Õ fallen.Artikel 10Die Mitgliedstaaten und die Kommission teilen sich gegenseitig die zur Durchführung dieser Verordnung erforderlichen Angaben mit. Die Einzelheiten der Mitteilung und der Bekanntgabe dieser Angaben werden nach dem Ö in Artikel 195 Absatz 2 Õ der Verordnung (EWG) Nr. Ö 1234/2007 genannten Verfahren Õ festgelegt.êArtikel 11Die Verordnung ( EG) Nr. 2783/75 wird aufgehoben.Bezugnahmen auf die aufgehobene Verordnung gelten als Bezugnahmen auf die vorliegende Verordnung und sind nach Maßgabe der Entsprechungstabelle in Anhang II zu lesen.Artikel 12Diese Verordnung tritt am zwanzigsten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.ê 2783/75Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.Geschehen zu Brüssel am [...]Im Namen des RatesDer Präsident[...]éANHANG IAufgehobene Verordnung mit Liste ihrer nachfolgenden ÄnderungenVerordnung (EWG) Nr. 2783/75 des Rates (ABl. L 282 vom 1.11.1975, S. 104) |Verordnung (EWG) Nr. 4001/87 der Kommission (ABl. L 377 vom 31.12.1987, S. 44) |Verordnung (EG) Nr. 3290/94 des Rates (ABl. L 349 vom 31.12.1994, S. 105) | Nur Anhang XII B |Verordnung (EG) Nr. 2916/95 der Kommission (ABl. L 305 vom 19.12.1995, S. 49) | Nur Artikel 1 Nr. 6 |_____________ANHANG IIEntsprechungstabelleVerordnung (EWG) Nr. 2783/75 | Vorliegende Verordnung |Artikel 1 | Artikel 1 |Artikel 2 Absatz 1 Unterabsatz 1 | Artikel 2 Absatz 1 |Artikel 2 Absatz 1 Unterabsatz 2 | Artikel 2 Absatz 2 |Artikel 2 Absatz 1 Unterabsatz 3 | Artikel 2 Absatz 3 |Artikel 2 Absatz 2 | Artikel 2 Absatz 4 |Artikel 3 | Artikel 3 |Artikel 4 Absatz 1 | Artikel 4 Absatz 1 |Artikel 4 Absatz 2 einleitende Worte | Artikel 4 Absatz 2 einleitende Worte |Artikel 4 Absatz 2 erster, zweiter und dritter Gedankenstrich | Artikel 4 Absatz 2 Buchstaben a, b und c |Artikel 4 Absätze 3 und 4 | Artikel 4 Absätze 3 und 4 |Artikel 5 bis 7 | Artikel 5 bis 7 |Artikel 8 Absatz 1 | Artikel 8 Absatz 1 |Artikel 8 Absatz 2 einleitende Worte | Artikel 8 Absatz 2 einleitende Worte |Artikel 8 Absatz 2 erster und zweiter Gedankenstrich | Artikel 8 Absatz 2 Buchstaben a und b |Artikel 9 und 10 | Artikel 9 und 10 |Artikel 11 | — |Artikel 12 | — |— | Artikel 11 |— | Artikel 12 |Anhang | — |— | Anhang I |— | Anhang II |_____________[1] KOM(87) 868 PV.[2] Siehe Anhang 3 zu Teil A dieser Schlussfolgerungen.[3] Durchgeführt im Einklang mit der Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament und den Rat — Kodifizierung des Acquis communautaire, KOM(2001) 645 endgültig.[4] Anhang I dieses Vorschlags.[5] ABl. C [...] vom [...], S. [...].[6] ABl. C [...] vom [...], S. [...].[7] ABl. L 282 vom 1.11.1975, S. 104. Zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 2916/95 der Kommission (ABl. L 305 vom 19.12.1995, S. 49).[8] Siehe Anhang I.[9] ABl. L 299 vom 16.11.2007, S. 1. Zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 248/2008 (ABl. L 76 vom 19.3.2008, S. 6).[10] ABl. L 336 vom 23.12.1994, S. 22.