CELEX: C2003/055/10
Language: de
Date: 2003-03-08 00:00:00
Title: Rechtssache C-413/02: Ersuchen um Vorabentscheidung, vorgelegt durch Urteil des Hof van Cassatie van België (Belgien) vom 5. November 2002 in dem Rechtsstreit (I) F. M. Sips gegen Ministerie van Financiën und (II) 1. F. M. A. P. Vreĳsen, 2. Vreĳsen Zollspedition gegen Ministerie van Financiën

8.3.2003                DE                            Amtsblatt der Europäischen Union                                           C 55/5
Königreich Dänemark (Bevollmächtigte: J. Molde und J. Bering             Welche Tragweite hat die in Artikel 11a Absatz 1 der
Liisberg) wegen Feststellung, dass das Königreich Dänemark               Verordnung Nr. 1062/87 ( 1) der Kommission der Europäischen
dadurch gegen seine Verpflichtungen aus Artikel 4 Absatz 1               Gemeinschaften vom 27. März 1987 zur Durchführung
und Artikel 6 Absatz 1 der Richtlinie 76/160/EWG des Rates               und Vereinfachung des gemeinschaftlichen Versandverfahrens,
vom 8. Dezember 1975 über die Qualität der Badegewässer                  eingefügt durch Artikel 1 Absatz 1 der Verordnung Nr. 1429/
(ABl. 1976, L 31, S. 1) verstoßen hat, dass es nicht die                 90 (2) der Kommission der Europäischen Gemeinschaften vom
erforderlichen Maßnahmen getroffen hat, um die Qualität                  29. Mai 1990 zur Änderung der Verordnung Nr. 1062/87
der Badegewässer gemäß den Grenzwerten dieser Richtlinie                 zur Durchführung und Vereinfachung des gemeinschaftlichen
sicherzustellen, und dass es die Proben nicht so häufig                  Versandverfahrens (in der vor der Aufhebung der Verordnung
entnommen hat, wie in der Richtlinie als Minimum vorge-                  Nr. 1062/87 durch Artikel 127 Absatz 1 der Verordnung
schrieben, hat der Gerichtshof (Sechste Kammer) unter Mitwir-            Nr. 1214/92 ( 3) der Kommission der Europäischen Gemein-
kung des Kammerpräsidenten J.-P. Puissochet sowie der Richter            schaften vom 21. April 1992 mit Durchführungsvorschriften
R. Schintgen, C. Gulmann, V. Skouris und J. N. Cunha                     sowie Maßnahmen zur Vereinfachung des gemeinschaftlichen
Rodrigues (Berichterstatter) — Generalanwalt: J. Mischo; Kanz-           Versandverfahrens, ihrerseits aufgehoben durch Artikel 913
ler: H. von Holstein, Hilfskanzler — am 30. Januar 2003 ein              der Verordnung Nr. 2454/93 ( 4) der Kommission der Euro-
Urteil mit folgendem Tenor erlassen:                                     päischen Gemeinschaften vom 2. Juli 1993 mit Durchfüh-
                                                                         rungsvorschriften zu der Verordnung Nr. 2913/92 ( 5) des Rates
                                                                         zur Festlegung des Zollkodex der Gemeinschaften, geltenden
1.    Das Königreich Dänemark hat dadurch gegen seine Verpflich-         Fassung) vorgeschriebene Elfmonatsfrist genau?
      tungen aus Artikel 4 Absatz 1 und Artikel 6 Absatz 1 der
      Richtlinie 76/160/EWG des Rates vom 8. Dezember 1975
      über die Qualität der Badegewässer verstoßen, dass es in den
      Jahren 1995 bis 1998 nicht die erforderlichen Maßnahmen            Ist diese Bestimmung somit dahin auszulegen, dass der zustän-
      getroffen hat, um die Qualität der Badegewässer gemäß den          dige Mitgliedstaat nicht mehr berechtigt ist, die geschuldeten
      zwingenden Grenzwerten der Richtlinie sicherzustellen, und         Zölle vom Hauptverpflichteten zu fordern, wenn diese Frist
      dass es die Proben in diesen Jahren nicht so häufig entnommen      von elf Monaten nicht eingehalten wurde?
      hat, wie in der Richtlinie als Minimum vorgeschrieben.
2.    Das Königreich Dänemark trägt die Kosten des Verfahrens.           (1 ) ABl. L 107 vom 22.4.1987, S. 1.
                                                                         (2 ) ABl. L 137 vom 30.5.1990, S. 21.
                                                                         (3 ) ABl. L 132 vom 16.5.1992, S. 1.
                                                                         (4 ) ABl. L 253 vom 11.10.1993, S. 1.
( 1) ABl. C 212 vom 28.7.2001.                                           (5 ) ABl. L 302 vom 19.10.1992, S. 1.
Ersuchen um Vorabentscheidung, vorgelegt durch Urteil
des Hof van Cassatie (Belgien) vom 5. November 2002 in                   Ersuchen um Vorabentscheidung, vorgelegt durch Urteil
dem Rechtsstreit Belgian Refining Corporation,                           des Hof van Cassatie van België (Belgien) vom 5. Novem-
M. G. Sachs, A. A. M. Leysens, A. L. E. Schatteman,                      ber 2002 in dem Rechtsstreit (I) F. M. Sips gegen Ministerie
F. C. M. Devoght, G. T. M. F. Dias gegen Ministerie van                  van Financiën und (II) 1. F. M. A. P. Vreijsen, 2. Vreijsen
                              Financiën                                          Zollspedition gegen Ministerie van Financiën
                     (Rechtssache C-412/02)                                                  (Rechtssache C-413/02)
                          (2003/C 55/09)
                                                                                                  (2003/C 55/10)
Der Hof van Cassatie van België (Belgien) ersucht den Gerichts-
hof der Europäischen Gemeinschaften durch Urteil vom                     Der Hof van Cassatie van België (Belgien) ersucht den Gerichts-
5. November 2002, bei der Kanzlei des Gerichtshofes eingegan-            hof der Europäischen Gemeinschaften durch Urteil vom
gen am 19. November 2002, in dem Rechtsstreit Belgian                    5. November 2002, bei der Kanzlei des Gerichtshofes eingegan-
Refining Corporation, M. G. Sachs, A. A. M. Leysens,                     gen am 19. November 2002, in dem Rechtsstreit (I) F. M. Sips
A. L. E. Schatteman, F. C. M. Devoght, G. T. M. F. Dias gegen            gegen Ministerie van Financiën und (II) 1. F. M. A. P. Vreijsen,
Ministerie van Financiën um Vorabentscheidung über folgende              2. Vreijsen Zollspedition gegen Ministerie van Financiën um
Fragen:                                                                  Vorabentscheidung über folgende Fragen:
 ---pagebreak--- C 55/6                    DE                          Amtsblatt der Europäischen Union                                           8.3.2003
1.     Sind die Bestimmungen der Verordnung Nr. 2913/                    Ersuchen um Vorabentscheidung, vorgelegt aufgrund des
       92 ( 1) (Zollkodex) und der Verordnung Nr. 2454/93 (2)            Beschlusses des Bundesfinanzhofes vom 29. Oktober
       (Durchführungsverordnung), namentlich Artikel 379 Ab-             2002 in dem Rechtsstreit Hauptzollamt Hamburg-Jonas
       satz 1 der Durchführungsverordnung, dahin auszulegen,                           gegen Gouralnik & Partner GmbH
       dass die Abgangszollstelle die Zahlung einer Zollschuld,
       die durch eine Zuwiderhandlung im Rahmen eines exter-
       nen gemeinschaftlichen Versandverfahrens entstanden                                   (Rechtssache C-446/02)
       ist, vom Hauptverpflichteten nicht verlangen kann, wenn
       dieser erst nach Ablauf des elften Monats nach dem
       Zeitpunkt der Registrierung der Versandanmeldung die                                       (2003/C 55/12)
       in Artikel 379 der Durchführungsverordnung genannte
       Mitteilung erhalten hat?
2.     Ist es für die Beantwortung dieser Frage von Bedeutung,           Der Bundesfinanzhof ersucht den Gerichtshof der Euro-
       dass die Abgangszollstelle eine vom Ausschuss für den             päischen Gemeinschaften durch Beschluss vom 29. Oktober
       Zollkodex festgelegte verwaltungsinterne Regelung für die         2002, in der Kanzlei des Gerichtshofes eingegangen am
       Übersendung von Informationen (early warning system)              10. Dezember 2002, in dem Rechtsstreit Hauptzollamt Ham-
       nicht eingehalten hat oder dass dieser Stelle der Vorwurf         burg-Jonas gegen Gouralnik & Partner GmbH, um Vorabent-
       gemacht werden kann, dass eine rechtzeitige Mitteilung            scheidung über folgende Fragen:
       unterblieben ist?
                                                                         1.   Besteht ein Anspruch auf Zahlung der Ausfuhrerstattung
( 1) ABl. L 302 vom 19.10.1992, S. 1.                                         wenigstens nach dem für das tatsächlich ausgeführte
( 2) ABl. L 253 vom 11.10.1993, S. 1.
                                                                              Erzeugnis anwendbaren Erstattungssatz, wenn im Rah-
                                                                              men einer zollamtlichen Überprüfung festgestellt wird,
                                                                              dass die angemeldete und ausgeführte Sendung nicht
                                                                              vollständig aus dem angemeldeten Erzeugnis bestand,
                                                                              sondern zu einem bestimmten Teil ein anderes Erzeugnis
                                                                              enthielt, für das ein niedrigerer Erstattungssatz galt?
Ersuchen um Vorabentscheidung, vorgelegt durch
Beschluss des Vestre Landsret vom 15. November 2002
in dem Rechtsstreit Fonden Marselisborg Lystbådehavn                     2.   Ist es entscheidungserheblich, ob es sich bei dem unzutref-
                      gegen Skatteministeriet                                 fend angemeldeten Erzeugnis um eine ähnliche Ware wie
                                                                              die tatsächlich angemeldete handelt?
                       (Rechtssache C-428/02)
                                                                         3.   Falls die Frage 2 bejaht wird: Nach welchen Kriterien ist
                             (2003/C 55/11)                                   zu bestimmen, ob die Anmeldung auch die unzutreffend
                                                                              angemeldete Ware umfasst?
Das Vestre Landsret ersucht den Gerichtshof der Europäischen
Gemeinschaften durch Beschluss vom 15. November 2002, bei
der Kanzlei des Gerichtshofes eingegangen am 26. November
2002, in dem Rechtsstreit Fonden Marselisborg Lystbådehavn
gegen Skatteministeriet um Vorabentscheidung über folgende
Fragen:
1.     Ist Artikel 13 Teil B Buchstabe b der Sechsten Mehrwert-          Rechtsmittel der KWS SAAT AG gegen das Urteil des
       steuerrichtlinie (Richtlinie 77/388 des Rates (1) dahin           Gerichts erster Instanz der Europäischen Gemeinschaften
       auszulegen, dass der Begriff Vermietung und Verpachtung           (2. Kammer) vom 9. Oktober 2002 in der Rechtssache
       von Grundstücken die Vermietung eines Bootsplatzes                T-173/00, KWS SAAT AG gegen Harmonisierungsamt für
       umfasst, der aus einem Teil eines mit dem Land fest               den Binnenmarkt (Marken, Muster und Modelle), eingelegt
       verbundenen Hafenareals sowie einem abgegrenzten und                                  am 11. Dezember 2002
       identifizierbaren Areal im Wasser besteht?
2.     Ist Artikel 13 Teil B Buchstabe b Nummer 2 der Sechsten                              (Rechtssache C-447/02 P)
       Mehrwertsteuerrichtlinie (Richtlinie 77/388 des Rates)
       dahin auszulegen, dass der Begriff køretøjer (Fahrzeuge)
       Boote umfasst?                                                                             (2003/C 55/13)
( 1) Sechste Richtlinie 77/388/EWG des Rates vom 17. Mai 1977 zur
     Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über
     die Umsatzsteuern — Gemeinsames Mehrwertsteuersystem: ein-
     heitliche steuerpflichtige Bemessungsgrundlage (ABl. L 145 vom
                                                                         Die KWS SAAT AG hat am 11. Dezember 2002 beim
     13.6.1977, S. 1).                                                   Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften Rechtsmittel
                                                                         gegen das Urteil des Gerichts erster Instanz der Europäischen
                                                                         Gemeinschaften (2. Kammer) vom 9. Oktober 2002 in der