CELEX: 31977R1986
Language: de
Date: 1977-09-03 00:00:00
Title: Verordnung (EWG) Nr. 1986/77 der Kommission vom 2. September 1977 zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Pfirsichen mit Ursprung in Griechenland

3. 9 . 77                            Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften                           Nr. L 225/ 15
                           VERORDNUNG (EWG) Nr. 1986/77 DER KOMMISSION
                                               vom 2. September 1977
               zur Einführung einer Ausgleichsabgabe auf die Einfuhr von Pfirsichen mit Ur­
                                               sprung in Griechenland
 DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN                               Nach Artikel 3 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.
 GEMEINSCHAFTEN —                                              21 18/74 (4), geändert durch die Verordnung (EWG)
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europä­              Nr. 385/75 (5), müssen die zu berücksichtigenden No­
 ischen Wirtschaftsgemeinschaft,                               tierungen auf den repräsentativen Märkten und unter
                                                              bestimmten Voraussetzungen auf anderen Märkten
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 des              festgestellt werden.
 Rates vom 18 . Mai 1972 über eine gemeinsame Markt­
 organisation für Obst und Gemüse (!), zuletzt geändert        Der hieraus berechnete Einfuhrpreis hat für die aus
 durch die Verordnung (EWG) Nr. 1 034/77 (2), insbe­           Griechenland eingeführten Pfirsiche an zwei aufeinan­
 sondere auf Artikel 27 Absatz 2 zweiter Unterabsatz,         derfolgenden Markttagen um mindestens 0,5 Rech­
                                                               nungseinheiten unter dem Referenzpreis gelegen. Da­
 in Erwägung nachstehender Gründe :                            her muß eine Ausgleichsabgabe für Pfirsiche aus Grie­
Artikel 25 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr.                   chenland erhoben werden .
 1035/72 schreibt vor, daß wenn der Einfuhrpreis bei           Um ein normales Funktionieren der Regelung zu er­
 der Einfuhr eines Erzeugnisses aus einem Drittland an         lauben, ist bei der Berechnung des Einfuhrpreises zu­
 zwei aufeinanderfolgenden Markttagen um minde­               grunde zu legen :
 stens 0,5 Rechnungseinheiten unter dem Referenz­
 preis liegt, bei der Einfuhr dieses Erzeugnisses aus         — für die Währungen, die untereinander zu jedem
 dem betreffenden Herkunftsland außer in Ausnahme­                 Zeitpunkt innerhalb einer maximalen Abwei­
 fällen eine Ausgleichsabgabe erhoben wird. Die Aus­               chung in Höhe von 2,25 v.H. gehalten werden, ein
gleichsabgabe muß gleich der Differenz zwischen                    Umrechnungssatz, der sich auf die tatsächliche Pa­
dem Referenzpreis und dem arithmetischen Mittel der                rität dieser Währungen stützt,
beiden letzten, für das betreffende Herkunftsland ver­        — für die übrigen Währungen ein Umrechnungssatz,
 fügbaren Einfuhrpreise sein.                                      der sich auf das arithmetische Mittel der Wechsel­
 In der Verordnung (EWG) Nr. 1214/77 der Kommis­                   kurse in Höhe jeder dieser Währungen stützt und
sion vom 7. Juni (1 977 zur Festsetzung der Referenz­              der während des fortgesetzten Zeitraums für die
 preise für Pfirsiche für das Wirtschaftsjahr 1977 (3)             Währungen der Gemeinschaft entsprechend vorge­
wurde der Referenzpreis für diese Erzeugnisse der Gü­              hendem Absatz festgestellt wird —
teklasse I für die Monate August und September 1977
                                                                                                  \
auf 33,88 Rechnungseinheiten pro Doppelzentner                 HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN :
 Eigengewicht festgesetzt.
Der Einfuhrpreis für ein bestimmtes Herkunftsland ist                                 Artikel 1
gleich der niedrigsten repräsentativen Notierung oder
dem Mittel der niedrigsten repräsentativen Notierun­          Auf Einfuhren von Pfirsichen (Zolltarifstelle 08.07 B
gen für mindestens 30 v.H. der auf allen repräsentati­        des Gemeinsamen Zolltarifs) mit Ursprung in Grie­
ven Märkten, für welche Notierungen vorliegen, ver­           chenland wird eine Ausgleichsabgabe in Höhe von
markteten Mengen aus dem betreffenden Herkunfts­               1,06 Rechnungseinheiten je 100 kg Eigengewicht an­
land, wobei diese Notierung oder Notierungen um die           gewandt.
in Artikel 24 Absatz 3 der Verordnung (EWG) Nr.
 1 035/72 genannten Zölle und Abgaben verringert wer­                                 Artikel 2
den. Der Begriff repräsentative Notierung ist in Arti­
kel 24 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72              Diese Verordnung tritt am 6. September 1977 in
festgelegt.                                                   Kraft.
              Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem
              Mitgliedstaat.
              Brüssel, den 2. September 1977
                                                                         Für die Kommission
                                                                          Der Vizepräsident
                                                                          Finn GUNDELACH
(1) ABl. Nr. L 118 vom 20. 5. 1972, S. 1 .
(2) ABl. Nr. L 125 vom 19. 5. 1977, S. 1 .                    (4) ABl . Nr. L 220 vom 10. 8. 1974, S. 20.
(3) ABl. Nr. L 140 vom 8 . 6. 1977, S. 13.                    (5) ABl. Nr. L 44 vom 18 . 2. 1975, S. 8 .