CELEX: 52000PC0195
Language: de
Date: 2000-04-07
Title: Vorschlag für eine Verordnung des Rates zur Einführung eines endgültigen Antidumpingzolls auf die Einfuhren bestimmter Teile von Fernsehkamerasystemen mit Ursprung in Japan

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52000PC0195

Vorschlag für eine Verordnung des Rates zur Einführung eines endgültigen Antidumpingzolls auf die Einfuhren bestimmter Teile von Fernsehkamerasystemen mit Ursprung in Japan  /* KOM/2000/0195 endg. */  

Vorschlag für eine VERORDNUNG DES RATES zur Einführung eines endgültigen Antidumpingzolls auf die Einfuhren bestimmter Teile von Fernsehkamerasystemen mit Ursprung in Japan(von der Kommission vorgelegt)BEGRÜNDUNG1. Am 12. Februar 1999 leitete die Kommission ein Antidumpingverfahren betreffend die Einfuhren bestimmter Teile von Fernsehkamerasystemen mit Ursprung in Japan ein.2. Bei der betroffenen Ware handelt es sich um drei wesentliche Teile von Fernsehkamerasystemen. Die in der Bekanntmachung über die Verfahrenseinleitung veröffentlichte Warendefinition wurde aufgrund der Untersuchungsergebnisse enger gefaßt.3. Zwar wurden keine vorläufigen Maßnahmen eingeführt, doch wurde beschlossen, die Untersuchung fortzuführen, um endgültige Maßnahmen vorzuschlagen.4. Der beiliegende Vorschlag für eine Verordnung des Rates stützt sich auf die endgültigen Feststellungen zum Dumping, zur Schädigung, zur Schadensursache und zum Interesse der Gemeinschaft, denen zufolge die Einführung endgültiger Antidumpingmaßnahmen gerechtfertigt ist.5. Daher wird der Rat ersucht, den beiliegenden Vorschlag für eine Verordnung anzunehmen, die spätestens am 12. Mai 2000 im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften veröffentlicht werden sollte.Vorschlag für eine VERORDNUNG DES RATES zur Einführung eines endgültigen Antidumpingzolls auf die Einfuhren bestimmter Teile von Fernsehkamerasystemen mit Ursprung in JapanDER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION -gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 384/96 des Rates vom 22. Dezember 1995 über den Schutz gegen gedumpte Einfuhren aus nicht zur Europäischen Gemeinschaft gehörenden Ländern [1], insbesondere auf Artikel 9,[1] ABl. L 56 vom 6.3.1996, S. 1, zuletzt geändert durch Verordnung (EG) Nr. 905/98 vom 27. April 1998 (ABl. L 128 vom 30. 4. 1998, S.18).auf Vorschlag der Kommission nach Konsultationen im Beratenden Ausschuß,in Erwägung nachstehender Gründe:A. ALLGEMEINES1. Hintergrund und Verfahrenseinleitung(1) Im April 1994 führte der Rat mit Verordnung (EG) Nr. 1015/94 [2] einen endgültigen Antidumpingzoll auf die Einfuhren von Fernsehkamerasystemen (nachstehend "FKS" genannt) mit Ursprung in Japan ein. Der endgültige Antidumpingzoll belief sich für Sony Corporation (nachstehend "Sony" genannt) auf 62,6 %, für Ikegami Tsushinki Co Ltd (nachstehend "Ikegami" genannt) auf 82,9 %, für Hitachi Denshi Ltd auf 52,7 % und für alle übrigen Hersteller auf 96,8 %.[2] ABl. L 111 vom 30.4.1994, S.106, zuletzt geändert durch Verordnung (EG) Nr. 1952 (ABl. L 276 vom 9.10.1997, S.20).(2) Nach einer Untersuchung gemäß Artikel 12 der Verordnung (EG) Nr. 384/96 des Rates [3] (nachstehend "Grundverordnung" genannt) zur Prüfung der Auswirkungen der Antidumpingmaßnahmen auf die Preise änderte der Rat im Oktober 1997 mit Verordnung (EG) Nr. 1952/97 [4] die Verordnung (EG) Nr. 1015/94 und erhöhte den endgültigen Antidumpingzoll für Sony auf 108,3 % und für Ikegami auf 200,3 %.[3] ABl. L 56 vom 06.03.96, S.1, zuletzt geändert durch Verordnung (EG) Nr. 905/98 (ABl. L 128 vom 30.04.1998, S.18).[4] ABl. L 276 vom 9.10.1997, S.20.(3) Im Juni 1998 wurde eine Untersuchung zur Prüfung der Frage eingeleitet, ob der vorgenannte endgültige Antidumpingzoll durch die Einfuhren von Modulen, Bausätzen, Teilen von Baugruppen und Teilen von FKS mit Ursprung in Japan umgangen wurde, die angeblich zur Montage von FKS in der Gemeinschaft verwendet wurden. Diese Untersuchung war auf zwei japanische ausführende Hersteller, nämlich auf Sony und Ikegami, beschränkt, da der Antragsteller lediglich für diese beiden Unternehmen Beweise für die Umgehung vorlegte.(4) Im Januar 1999 leitete die Kommission ein Antidumpingverfahren betreffend die Einfuhren von FKS mit Ursprung in den USA in die Gemeinschaft ein. Allerdings beschloß der einzige betroffene ausführende Hersteller, Sony, nach der Einleitung des Verfahrens, seine FKS-Herstellung in den USA einzustellen. Da es in den USA keine anderen FKS-Hersteller gab, wurde das Verfahren im Februar 2000 ohne die Einführung von Maßnahmen eingestellt.(5) Im Februar 1999 wurde die Untersuchung zur Prüfung des Tatbestandes der Umgehung ohne die Einführung von Maßnahmen eingestellt, da der einschlägige Antrag zurückgezogen wurde; gleichzeitig leitete die Kommission mit einer im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaft veröffentlichten Bekanntmachung [5] (nachstehend "Bekanntmachung über die Verfahrenseinleitung" genannt) von Amts wegen gemäß Artikel 5 Absatz 6 der Grundverordnung dieses Antidumpingverfahren betreffend die Einfuhren bestimmter Teile von FKS ein. Die Kommission stützte sich dabei auf die Beweise für das Vorliegen von Dumping, die ihr im Rahmen der vorgenannten Untersuchung zur Prüfung des Tatbestandes der Umgehung übermittelt worden waren, kombiniert mit den Beweisen für das Vorliegen einer bedeutenden Schädigung und eines ursächlichen Zusammenhangs, die vor der Einleitung des Verfahrens von einem Gemeinschaftshersteller vorgelegt worden waren, auf den ein erheblicher Teil der gesamten Gemeinschaftsproduktion von FKS und von den drei Teilen entfällt, auf die sich dieses Verfahren erstreckt. Die Beweise wurden als ausreichend angesehen, um die Einleitung eines Verfahrens zu rechtfertigen.[5] ABl. C 38 vom 12.2.1999, S. 2.2. Argumente der interessierten Parteien zur Einleitung des Verfahrens2.1. Verwendung der in einem anderen Antidumpingverfahren eingeholten Informationen für die Einleitung dieses Verfahrens(6) Mehrere ausführende Hersteller warfen die Frage auf, ob die Informationen, die in der vorgenannten Untersuchung zur Prüfung des Tatbestandes der Umgehung eingeholt worden waren, als Beweise herangezogen werden können, um die Einleitung eines neuen Verfahrens betreffend die Einfuhren bestimmter Teile von FKS mit Ursprung in Japan zu rechtfertigen.(7) Die Grundverordnung schließt nicht aus, daß die in einem Antidumpingverfahren eingeholten Informationen für andere Verfahren verwendet werden. Gemäß Artikel 19 Absatz 6 der Grundverordnung ist es lediglich verboten, die Informationen für andere Zwecke zu verwenden als für diejenige, für die sie eingeholt wurden. Die Kommission ist in diesem Zusammenhang der Auffassung, dass es zulässig ist, auf der Grundlage der Informationen, die in einem Antidumpingverfahren eingeholt und überprüft wurden, ein anderes Antidumpingverfahren einzuleiten, welches im wesentlichen dieselben Hersteller betrifft.(6) 2.2 Ausreichende Beweise für schadensverursachendes Dumping, um dieses Verfahrens einzuleiten(8) Nach der Einleitung dieses Antidumpingverfahrens stellten einige interessierte Parteien in Frage, daß genügend Beweise für Dumping, Schädigung und Schadensursache vorlagen, um die Einleitung der Untersuchung zu rechtfertigen.(9) In diesem Zusammenhang wird auf die verschiedenen vorgenannten Untersuchungen betreffend FKS verwiesen. Ab 1992 wurden mehrere Untersuchungen gegenüber ausführenden FKS-Herstellern in Japan eingeleitet. Nachdem zunächst erhebliches Dumping und in der Folge auch eine unzureichende Erhöhung der Preise festgestellt worden waren, wurde schließlich auch eine Untersuchung gemäß Artikel 13 der Grundverordnung zur Prüfung des Tatbestandes der Umgehung eingeleitet.(10) Dieses Verfahren wurde auf der Grundlage der Informationen über Dumping eingeleitet, die in der vorausgegangenen Untersuchung zur Prüfung des Tatbestandes der Umgehung eingeholt worden waren, von der weitgehend dieselben japanischen ausführenden Hersteller betroffen waren wie in diesem Verfahren.(11) Zudem hatte ein Gemeinschaftshersteller, auf den ein erheblicher Teil der gesamten Gemeinschaftsproduktion von FKS-Teilen entfällt, vor der Einleitung des Verfahrens ausreichende Beweise für das Vorliegen einer Schädigung und eines ursächlichen Zusammenhangs vorgelegt (siehe Bekanntmachung über die Verfahrenseinleitung). Deshalb gelangte die Kommission zu der überzeugung, dass hinreichende Beweise für Dumping, Schädigung und Kausalität vorlagen, um die Einleitung eines Verfahrens zu rechtfertigen.3. Untersuchungszeitraum(12) Die Dumping- und die Schadensuntersuchung betraf den Zeitraum vom 1. Januar 1998 bis zum 31. Dezember 1998 (nachstehend "Untersuchungszeitraum" genannt). Die Untersuchung der Trends im Rahmen der Schadensermittlung betraf den Zeitraum vom 1. Januar 1995 bis zum 31. Dezember 1998.4. Vom Verfahren betroffene Parteien(13) Die Kommission sandte den ihr bekannten Gemeinschaftsherstellern und den ihr bekannten ausführenden Herstellern Fragebogen zu. Antworten gingen von zwei Gemeinschaftsherstellern und zwei ausführenden Herstellern in Japan ein.(14) Die Kommission holte alle Informationen ein, die sie für die Dumping- und Schadensuntersuchung sowie die Ermittlung des Interesses der Gemeinschaft als erforderlich erachtete, prüfte sie und führte Kontrollbesuche in den Betrieben der folgenden Unternehmen durch:-Gemeinschaftshersteller- Philips BTS Broadcast Television Systems b.v., (nachstehend "Philips" genannt)- Thomson Broadcast Systems, (nachstehend "Thomson" genannt)-Ausführende Hersteller in Japan- Matsushita Electronics Corporation, Kyoto- Sony Corporation, Tokio (geschäftlich mit dem Einführer Sony UK (Basingstoke) verbundenes Unternehmen).Die anderen bekannten ausführenden Hersteller in Japan arbeiteten an diesem Verfahren nicht mit.(15) Alle interessierten Parteien wurden über die wesentlichen Tatsachen und Erwägungen unterrichtet, auf deren Grundlage beabsichtigt wurde, die Einführung endgültiger Maßnahmen gegenüber den Einfuhren mit Ursprung in Japan zu empfehlen. Nach dieser Unterrichtung wurde ihnen ferner eine Frist zur Stellungnahme eingeräumt. Nach Prüfung dieser Stellungnahmen wurden die Feststellungen gegebenenfalls entsprechend geändert.5. Umfang der Mitarbeit(16) Bei der Dumpinguntersuchung war der Umfang der Mitarbeit der ausführenden Hersteller ausgesprochen gering, da nur ein einziges japanisches Unternehmen uneingeschränkt kooperierte. Ein zweites Unternehmen übermittelte zwar ebenfalls Informationen, die bei der Dumpinguntersuchung berücksichtigt wurden. Doch machte es auch andere Angaben, die nicht verwendet werden konnten, weil die entsprechenden Beweise fehlten. Mehrere andere bekannte japanische Hersteller waren überhaupt nicht zur Mitarbeit bereit. Daher mußte die Kommission ihre endgültigen Feststellungen gemäß Artikel 18 der Grundverordnung ganz oder teilweise auf der Grundlage der verfügbaren Informationen treffen.(17) Auch bei der Schadensuntersuchung war der Umfang der Mitarbeit der japanischen ausführenden Hersteller sehr gering. Wie weiter unten dargelegt, machte ein japanisches Unternehmen nur begrenzte Angaben zu einigen Schadensaspekten. Dieser kooperierende ausführende Hersteller wurde über die Gründe unterrichtet, aus denen solche begrenzten Angaben nicht akzeptiert werden konnten, und erhielt Gelegenheit, weitere Erläuterungen zu geben. Da diese Erläuterungen ebenfalls als unzureichend angesehen wurden, mußte sich die Kommission gemäß Artikel 18 der Grundverordnung auf die verfügbaren Informationen stützen. Mehrere andere bekannte japanische Hersteller waren überhaupt nicht zur Mitarbeit bereit, so daß die Kommission auch für sie gemäß Artikel 18 der Grundverordnung die verfügbaren Informationen zugrunde legen mußte. B. WARE UND GLEICHARTIGE WARE1. Warenbeschreibung in der Bekanntmachung über die Verfahrenseinleitung(18) Bei der betroffenen Ware handelt es sich um bestimmte wesentliche Teile von FKS im Sinne der Verordnung (EG) Nr. 1015/94 des Rates [6], geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 2474/95 des Rates [7] und die Verordnung (EG) Nr. 193/99 des Rates [8].[6] ABl. L 111 vom 30.4.1994, S. 106.[7] ABl. L 255 vom 25.10.1995, S. 11.[8] ABl. L 22 vom 29.01.1999, S. 10.(19) Die von diesem Verfahren betroffene Ware wurde in der Bekanntmachung über die Verfahrenseinleitung wie folgt definiert:- zusammen oder getrennt eingeführte Farbteiler mit drei oder mehr CCD-Sensoren, einschließlich zusammengesetzte elektronische (Teile von) Baugruppen mit oder ohne Filterrevolver (nachstehend "CCD-Block" genannt),- Application Specific Integrated Circuits (nachstehend "ASIC" genannt), die ausschließlich für Fernsehkameraköpfe, Betriebskontrollpulte, Endkontrollpunkte und Fernsehkamerabasisstationen verwendet werden, - gedruckte Schaltplatten mit den vorgenannten ASIC (nachstehend "GSP" genannt).(20) Obwohl die einzelnen vorgenannten Teile der betroffenen Ware jeweils unterschiedliche materielle Eigenschaften haben, wurde für die Zwecke dieser Untersuchung der Schluß gezogen, daß sie eine einzige Ware darstellen, da sie zur Verwendung in FKS bestimmt sind und zusammen das technische Kernstück eines Fernsehkamerakopfes und damit eines FKS bilden. Sie bestimmen auch die wesentlichen Spezifikationen eines FKS und üben zusammen die grundlegende Funktion eines FKS aus. Diese drei Teile werden zwar nicht immer zusammen verwendet, doch sie sind ausschließlich in FKS verwendbar, und sogar nur in FKS des bestimmten Herstellers, für den sie hergestellt wurden. Selbst wenn diese drei Teile der betroffenen Ware separat untersucht worden wären, wäre das Gesamtergebnis nicht nennenswert anders ausgefallen, da die Feststellungen zu jedem einzelnen Teil insgesamt die Feststellungen zur betroffenen Ware ergeben hätten.(21) Diese Teile werden derzeit den KN-Codes ex 8529 90 72, ex 8538 90 91, ex 8529 90 81, ex 8529 90 88 und ex 8542 13 80 zugewiesen.2. Erläuterungen zur Warendefinition(22) Aufgrund der Komplexität der vorstehenden Warendefinition wurde geprüft, ob sich die Untersuchung auf die drei wesentlichen Teile der betroffenen Ware ohne Berücksichtigung der einzelnen Bauteile beschränken sollte.2.1 CCD-Block(23) Wie oben dargelegt, wurde die Untersuchung im Falle eines der drei Teile der betroffenen Ware, d.h. des CCD-Blocks, für den CCD-Block selbst wie auch für dessen Bauteile eingeleitet, die entweder zusammen oder getrennt eingeführt werden.(24) Der CCD-Block besteht aus einem Farbteiler, drei oder mehr CCD-Sensoren, einigen Zwischenteilen, die zur Befestigung der CCD-Sensoren auf dem Farbteiler erforderlich sind, und einigen anderen elektronischen Bauteilen.(25) Die Untersuchung ergab, daß keines der Bauteile eines CCD-Blocks für sich genommen die materiellen Eigenschaften, d.h. die wesentlichen optischen und elektrischen Eigenschaften, besitzt, die für einen CCD-Block und damit auch für die betroffene Ware kennzeichnend sind, d.h. einzeln sind sie nicht in der Lage, Licht- in Videosignale umzuwandeln. Zudem muß bei der Herstellung eines CCD-Blocks und damit auch der betroffenen Ware unter Verwendung dieser Bauteile noch ein erheblicher Mehrwert erwirtschaftet werden.(26) Die Untersuchung ergab auch, daß einige Bauteile des CCD-Blocks nicht ausschließlich für FKS bestimmt sind und nicht von denselben Unternehmen hergestellt werden, die FKS produzieren. Aufgrund der Vielzahl der Bauteile eines CCD-Blocks sowie der Tatsache, daß es schwierig gewesen wäre, diese Bauteile zusammen oder einzeln zu untersuchen, wurde der Schluß gezogen, daß ein solcher Ansatz die Untersuchung über Gebühr erschwert hätte. Daher wurde festgestellt, daß ein CCD-Block und seinen Bauteilen im Hinblick auf die materiellen Eigenschaften als unterschiedliche Waren anzusehen sind. Sie können daher nicht als eine einzige Ware angesehen werden. Demnach erstreckt sich die Untersuchung nicht auf separat eingeführte Bauteile von CCD-Blocks.(27) Ein Farbteiler, auf dem drei oder mehr CCD-Sensoren befestigt sind, besitzt dagegen bereits die wesentlichen Eigenschaften eines der drei Teile der betroffenen Ware, nämlich eines vollständigen CCD-Blocks, da er die grundlegenden optischen und elektrischen Funktionen des CCD-Blocks ausübt. Daher wird die Auffassung vertreten, daß ein solcher halbfertiger CCD-Block und ein fertiger CCD-Block eine einzige Ware darstellen, so daß sich die Untersuchung auch auf solche halbfertigen CCD-Blocks erstreckt.2.2. ASIC und GSP(28) Im Falle der beiden anderen Teile der betroffenen Ware, d.h. ASIC und GSP, wurde im Verlauf der Untersuchung die Warendefinition in der Bekanntmachung über die Verfahrenseinleitung bestätigt.3. Schlußfolgerung zur Warendefinition(29) Daher wurde der Schluß gezogen, daß die drei vorgenannten Teile (d.h. CCD-Block, ASIC und GSP) unabhängig davon, ob sie zusammen oder getrennt eingeführt werden, für die Zwecke dieser Untersuchung eine einzige Ware und damit die von dieser Untersuchung betroffene Ware darstellen.4. Gleichartige Ware(30) Die Untersuchung ergab, daß die betroffene Ware, die in Japan hergestellt und entweder dort auf dem Inlandsmarkt verkauft oder in die Gemeinschaft ausgeführt wird, sowie die vom Wirtschaftszweig der Gemeinschaft hergestellte und auf dem Gemeinschaftsmarkt verkaufte betroffene Ware die gleichen grundlegenden materiellen und technischen Eigenschaften sowie Verwendungen haben. Daher handelt es sich bei ihnen um gleichartige Waren im Sinne des Artikels 1 Absatz 4 der Grundverordnung.C. DUMPING1. Vorbemerkungen(31) Da die kooperierenden Hersteller die betroffene Ware als solche nicht auf dem japanischen Inlandsmarkt verkauften, erschien es angemessen, die Dumpingspannen anhand der Transaktionen zu berechnen, bei denen die drei betroffenen Teile einzeln verkauft wurden. Aus diesen Dumpingspannen wurde dann ein Mittelwert gebildet, um eine Dumpingspanne für die betroffene Ware zu ermitteln.2. Normalwert(32) Bei der Ermittlung des Normalwertes prüfte die Kommission zunächst, ob die einzelnen ausführenden Hersteller die betroffene Ware auf dem Inlandsmarkt insgesamt in Mengen verkauften, die gemäß Artikel 2 Absatz 2 der Grundverordnung für ihre gesamten Exportverkäufe in die Gemeinschaft repräsentativ waren, das heißt, ob sie 5 % oder mehr der gesamten Exportverkäufe in die Gemeinschaft ausmachten. Dies war bei beiden ausführenden Herstellern der Fall.(33) Bei allen Modellen der betroffenen Ware (d.h. CCD-Block, ASIC und GSP), die die ausführenden Hersteller auf dem Inlandsmarkt verkauften und die nach den Feststellungen der Kommission mit den zur Ausfuhr in die Gemeinschaft verkauften Modellen vergleichbar waren, prüfte die Kommission anschließend, ob die im Inland verkauften Mengen gemäß Artikel 2 Absatz 2 der Grundverordnung jeweils repräsentativ waren, das heißt, ob sie im Untersuchungszeitraum 5 % oder mehr der zur Ausfuhr in die Gemeinschaft verkauften Mengen des direkt vergleichbaren Modells ausmachten.(34) Schließlich prüfte die Kommission auf Modellgrundlage, ob die mit unabhängigen Kunden abgewickelten Inlandsverkäufe als Geschäfte im normalen Handelsverkehr angesehen werden konnten, und ermittelte dazu den Anteil der gewinnbringenden Inlandsverkäufe an den gesamten Inlandsverkäufen der einzelnen Modelle. Entfielen auf die Teile, deren Nettoverkaufspreis mindestens den Produktionskosten entsprach (gewinnbringende Verkäufe), 80 % oder mehr der gesamten Verkaufsmengen, so wurde der Normalwert anhand des gewogenen Durchschnitts der tatsächlichen Preise aller Inlandsverkäufe im Untersuchungszeitraum ermittelt. Entfielen auf die gewinnbringenden Verkäufe der einzelnen Teile weniger als 80 %, aber mindestens 10 % der gesamten Verkaufsmengen, so wurde der Normalwert ausschließlich anhand des gewogenen Durchschnitts der tatsächlichen Inlandspreise der gewinnbringenden Verkäufe ermittelt.(35) In den Fällen, in denen die Inlandspreise keine angemessene Grundlage für die Bestimmung des Normalwertes bildeten, wurde geprüft, ob der Normalwert anhand der Inlandspreise des anderen japanischen ausführenden Herstellers ermittelt werden konnte.(36) Wegen der unterschiedlichen technischen Spezifikationen der einzelnen Modelle war es jedoch nicht möglich, identische oder ähnliche Modelle zu finden, die der andere japanische ausführende Hersteller verkaufte. Daher wurde der Normalwert in diesen Fällen rechnerisch ermittelt.(37) Die rechnerische Ermittlung des Normalwertes erfolgte durch Addition der Herstellkosten der Exportmodelle, eines angemessenen Betrags für Vertriebs-, Verwaltungs- und Gemeinkosten (VVG-Kosten) sowie einer angemessenen Gewinnspanne. Dabei prüfte die Kommission bei beiden betroffenen ausführenden Herstellern, ob ihre tatsächlichen VVG-Kosten und Gewinne bei den Inlandsverkäufen eine zuverlässige Berechnungsgrundlage lieferten. Da beide ausführenden Hersteller repräsentative Mengen auf dem Inlandsmarkt verkauften (siehe oben), konnten ihre tatsächlichen VVG-Kosten bei den Inlandsverkäufen zugrunde gelegt werden. Die Gewinnspanne wurde bei beiden ausführenden Herstellern anhand der repräsentativen Inlandsverkäufe im normalen Handelsverkehr ermittelt.(38) Bei einem der ausführenden Hersteller wurde festgestellt, daß die Angaben über die Inlandsverkäufe in wesentlichen Punkten unvollständig waren. Da die Kommission nicht abschätzen konnte, in welchem Umfang Informationen fehlten, wurde beschlossen, die Feststellungen gemäß Artikel 18 der Grundverordnung auf der Grundlage der verfügbaren Informationen zu treffen. In Ermangelung anderer überprüfbarer Informationen wurden die von dem Unternehmen angegebenen inländischen Verkaufspreise aller auf dem Inlandsmarkt verkauften Modelle zugrunde gelegt, unabhängig davon, ob die angegebenen Verkaufsmengen für die Ausfuhren des vergleichbaren Modells repräsentativ waren oder nicht.3. Ausfuhrpreis(39) Wurde die betroffene Ware an unabhängige Kunden in der Gemeinschaft verkauft, so wurde der Ausfuhrpreis gemäß Artikel 2 Absatz 8 der Grundverordnung anhand der tatsächlich gezahlten oder zu zahlenden Ausfuhrpreise ermittelt.(40) Im Falle eines ausführenden Herstellers gingen die Exportverkäufe jedoch an ein geschäftlich verbundenes Unternehmen. In diesem Fall wurde der Ausfuhrpreis gemäß Artikel 2 Absatz 9 der Grundverordnung anhand des Preises errechnet, zu dem die eingeführten Waren erstmals an einen unabhängigen Käufer weiterverkauft wurden. Dabei wurden Berichtigungen für alle zwischen der Einfuhr und dem Wiederverkauf entstandenen Kosten sowie für Gewinne vorgenommen, um einen zuverlässigen Ausfuhrpreis frei Grenze der Gemeinschaft zu ermitteln. In Ermangelung von Angaben unabhängiger Einführer in der Gemeinschaft erschien es der Kommission angemessen, eine Umsatzrentabilität von 5 % zugrunde zu legen.4. Vergleich(41) Im Interesse eines fairen Vergleichs des Normalwertes mit dem Ausfuhrpreis wurden gemäß Artikel 2 Absatz 10 der Grundverordnung gebührende Berichtigungen für die die Vergleichbarkeit der Preise beeinflussenden Unterschiede vorgenommen.(42) Diese Berichtigungen betrafen Unterschiede bei den materiellen Eigenschaften, den Transport-, Bereitstellungs-, Verpackungs- und Kreditkosten sowie den Rabatten und wurden zugestanden, sofern nachgewiesen wurde, daß diese Unterschiede die Preise und die Vergleichbarkeit der Preise beeinflußten.(43) Ein ausführender Hersteller beantragte eine Berichtigung für Unterschiede bei den Handelsstufen, da die unterschiedlichen Funktionen der Käufer auf dem Inlands- und dem Exportmarkt die Vergleichbarkeit der Preise beeinflussen würden. Da es jedoch keine nennenswerten Unterschiede bei den Verkaufspreisen auf den angeblich unterschiedlichen Handelsstufen gab, wurde keine diesbezügliche Berichtigung vorgenommen.(44) Ein ausführender Hersteller beantragte eine Berichtigung für Rabatte. Die Kommission stellte jedoch fest, daß die betreffenden Beträge weder angemessen berechnet worden waren noch direkt mit den betroffenen Verkäufen zusammenhingen. Daher wurde der Antrag abgelehnt.(45) Ein ausführender Hersteller beantragte eine Berichtigung für Unterschiede bei den Garantiekosten. Der Kontrollbesuch im Betrieb ergab jedoch, daß die angegebenen Garantiekosten größtenteils nicht mit den Verkäufen der betroffenen Ware zusammenhingen. Daher konnte dem Antrag nur teilweise stattgegeben werden.5. Dumpingspanne5.1. Dumpingspanne für die kooperierenden Unternehmen(46) Gemäß Artikel 2 Absatz 11 der Grundverordnung wurde der gewogene durchschnittliche Normalwert auf Modellgrundlage mit dem gewogenen durchschnittlichen Ausfuhrpreis verglichen.(47) Dieser Vergleich ergab das Vorliegen von Dumping. Die Dumpingspannen, ausgedrückt als Prozentsatz des cif-Einfuhrpreises frei Grenze der Gemeinschaft, erreichen folgende Werte:- Matsushita Electronics Corporation: 0,2 % (geringfügig)- Sony Corporation: 17,6 %5.2. Dumpingspanne für die nichtkooperierenden Unternehmen(48) Die Dumpingspanne für die nichtkooperierenden Unternehmen wurde anhand der verfügbaren Informationen ermittelt.(49) Aufgrund des geringen Umfangs der Mitarbeit der ausführenden Hersteller in Japan erschien es angemessen, für die nichtkooperierenden Unternehmen eine Dumpingspanne zugrunde zu legen, die die höchste für ein kooperierendes Unternehmen insgesamt ermittelte Dumpingspanne übersteigt. Daher wurde für die nichtkooperierenden Unternehmen die höchste Dumpingspanne herangezogen, die für einen kooperierenden Hersteller bei einem unter repräsentativen Bedingungen verkauften repräsentativen Modell ermittelt worden war. Dies erschien notwendig, um die nichtkooperierenden ausführenden Hersteller für ihr Verhalten nicht zu belohnen.(50) Diese Dumpingspanne, ausgedrückt als Prozentsatz des cif-Einfuhrpreises frei Grenze der Gemeinschaft, beläuft sich auf 40,2 %D. DEFINITION DES WIRTSCHAFTSZWEIGS DER GEMEINSCHAFT(51) In der Gemeinschaft wird die betroffene Ware von Philips und Thomson hergestellt. Die Kommission prüfte, ob Philips und Thomson im Sinne der Grundverordnung als Gemeinschaftshersteller angesehen werden konnten, da einige Bauteile der betroffenen Ware aus dem betroffenen Ausfuhrland eingeführt und daher nicht von Philips und/oder Thomson hergestellt wurden.(52) Die Untersuchung ergab jedoch, daß beide Unternehmen die betroffene Ware in der Gemeinschaft herstellen und daß sich ihre zentralen Planungs- und Verwaltungsabteilungen sowie ihre FuE-Abteilungen für FKS in der Gemeinschaft befinden. Im Einklang mit der üblichen Praxis der Organe der Gemeinschaft erschien es daher irrelevant, daß bestimmte Bauteile der betroffenen Ware nicht in der Gemeinschaft hergestellt werden. Daher sind Philips und Thomson als Gemeinschaftshersteller anzusehen.(53) Diese beiden Gemeinschaftshersteller sind zudem eindeutig repräsentativ im Sinne des Artikels 5 Absatz 4 der Grundverordnung, da auf sie die gesamte Gemeinschaftsproduktion der betroffenen Ware entfällt, so daß sie den Wirtschaftszweig der Gemeinschaft im Sinne des Artikels 4 Absatz 1 der Grundverordnung bilden. E. SCHÄDIGUNG [9][9] Angesichts der geringen Anzahl von Marktteilnehmern konnten keine genauen Angaben über sie gemacht werden; aus Gründen der Vertraulichkeit wurden die Entwicklungen zum Teil auf Indexgrundlage beschrieben.1. Vorbemerkungen(54) Die Untersuchung ergab, daß die betroffene Ware in der Gemeinschaft nicht auf dem freien Markt (d.h. nicht an unabhängige Parteien) verkauft wird, abgesehen von geringfügigen Mengen im Rahmen von Ersatzteilverkäufen. Diese Feststellung steht mit der Natur der betroffenen Ware im Einklang, die vom Wirtschaftszweig der Gemeinschaft und den ausführenden Herstellern ausschließlich zur Montage in FKS verwendet wird. Daher war es in den meisten Fällen nicht möglich, separate Daten für die betroffene Ware einzuholen.(55) Daher wurde bei der Schadensermittlung gemäß Artikel 3 Absatz 8 der Grundverordnung die kleinste die gleichartige Ware mit einschließende Gruppe von Waren zugrunde gelegt, für die alle erforderlichen Informationen erhältlich waren.(56) Die Untersuchung ergab, daß es am besten war, bei der Schadensermittlung die Angaben über Fernsehkameraköpfe (nachstehend "FK" genannt) [10] zugrunde zu legen, da FK die kleinste die betroffene Ware enthaltende Kategorie von Waren bilden, die auf dem freien Markt verkauft werden. Zudem besteht ein direkter Zusammenhang zwischen der betroffenen Ware und einem FK, da ein FK stets einen CCD-Block, einen ASIC und zumindest eine GSP im obengenannten Sinne enthält. Da die betroffene Ware sowohl vom Wirtschaftszweig der Gemeinschaft als auch von den ausführenden Herstellern auf dem Gemeinschaftsmarkt nur in geringfügigen Mengen als Ersatzteil verkauft wird, können ein CCD-Block, ein ASIC und ein oder mehrere GSP mit einem FK gleichgesetzt werden. Da zudem sowohl im Wirtschaftszweig der Gemeinschaft als auch bei den ausführenden Herstellern auf die betroffene Ware bis zu 65 % der Produktionskosten eines FK entfallen, können die auf der Grundlage von FK getroffenen Schadensfeststellungen als repräsentativ für die Ware angesehen werden, die Gegenstand dieser Untersuchung ist.[10] Fernsehkameraköpfe sind entweder mit einer Aufzeichnungseinheit verbunden, ohne sich im selben Gehäuse zu befinden (z.B. Camcorder), oder an einen Triaxadapter angeschlossen.2. Gemeinschaftsverbrauch(57) Wie oben dargelegt, war der Umfang der Mitarbeit der ausführenden Hersteller in Japan gering. Zudem übermittelte Sony, der einzige kooperierende ausführende Hersteller, für den eine unternehmensspezifische Dumpingspanne festgesetzt wurde (nachstehend "kooperierender ausführender Hersteller" genannt) nur begrenzte Angaben zum Umfang der FK-Einfuhren. Dieser kooperierende ausführende Hersteller wurde über die Gründe unterrichtet, aus denen solche begrenzten Angaben nicht akzeptiert werden konnten, und erhielt Gelegenheit, weitere Erläuterungen zu geben. Da diese Erläuterungen ebenfalls als unzureichend angesehen wurden, mußte die Kommission gemäß Artikel 18 der Grundverordnung die verfügbaren Informationen zugrunde legen.(58) Daher wurde der FK-Verbrauch in der Gemeinschaft anhand folgender Faktoren ermittelt:- Verkaufsmengen in der Gemeinschaft, die vom Wirtschaftszweig der Gemeinschaft angegeben wurden, und- Angaben über die Verkaufsmengen der japanischen ausführenden Hersteller in der Gemeinschaft, die der Wirtschaftszweig der Gemeinschaft übermittelte und die anhand der Verträge und Ausschreibungen ermittelt wurden, die die japanischen ausführenden Hersteller auf dem Gemeinschaftsmarkt zu Lasten des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft abschließen bzw. gewinnen konnten. Diese Informationen können als zuverlässig angesehen werden, da der Markt im Hinblick auf Größe und Anzahl der Marktteilnehmer transparent ist und die Lieferungen weitgehend nach Ausschreibung erfolgen. Die Angaben der Verwender bestätigten die Informationen, die der Wirtschaftszweig der Gemeinschaft über die japanischen ausführenden Hersteller vorlegte.(59) Danach blieb der Verbrauch 1995 und 1996 stabil, erhöhte sich dann 1997 und stieg auch im Untersuchungszeitraum weiter an. Zurückzuführen war dies u.a. auf die Verkäufe von FK für die Übertragung der Fußballweltmeisterschaft in Frankreich im Jahr 1998 sowie auf die Markteinführung eines neuen FK-Typs, und zwar von Camcordern, ab 1997. Zwischen 1995 und dem Untersuchungszeitraum erhöhte sich der FK-Verbrauch in der Gemeinschaft insgesamt um 54 % auf rund 1.500 Stück im Untersuchungszeitraum.3. Betroffene Einfuhren(60) Nach der Einführung von Antidumpingmaßnahmen im Jahre 1994 verringerten sich die FK-Einfuhren beträchtlich. Sie wurden durch die Einfuhren von Teilen davon, und zwar insbesondere durch die Einfuhren der von dieser Untersuchung betroffenen Ware ersetzt. Im Einklang mit Artikel 3 Absatz 8 der Grundverordnung wurden die folgenden Feststellungen für FK getroffen, die die betroffene Ware mit Ursprung in Japan enthielten. Dabei wurden die halbfertigen FK berücksichtigt, die aus den USA eingeführt wurden und in die CCD-Blocks mit Ursprung in Japan eingebaut waren.3.1. Volumen der gedumpten Einfuhren(61) Die Einfuhren erhöhten sich zwischen 1995 und dem Untersuchungszeitraum mengenmäßig beträchtlich, und zwar um 157 %, so daß sie im Untersuchungszeitraum 600 Stück erreichten.3.2. Marktanteile der gedumpten Einfuhren(62) Bei den Marktanteilen läßt sich zwischen 1995 und dem Untersuchungszeitraum insgesamt ein anhaltender, beträchtlicher Anstieg feststellen: Sie erhöhten um 16 Prozentpunkte auf rund 40 % im Untersuchungszeitraum.3.3. Preise der gedumpten Einfuhren: Preisunterbietung(63) Auf die Verkäufe im Rahmen von Ausschreibungen entfiel im Bezugszeitraum ein beträchtlicher Teil der Gesamtverkäufe (nämlich rund 40 %). Sowohl der Wirtschaftszweig der Gemeinschaft als auch die japanischen ausführenden Hersteller verkauften ihre Waren im Rahmen solcher Ausschreibungen. Unter diesen Umständen wurde beschlossen, auf die Ermittlung des Trends bei den Verkaufspreisen im Bezugszeitraum zu verzichten und stattdessen das Preisverhalten der japanischen ausführenden Hersteller im Untersuchungszeitraum zu untersuchen.(64) Die Preisunterbietungsspannen wurden demnach durch eine Analyse der verfügbaren Informationen über die Preisangebote bei Ausschreibungen und durch einen Vergleich der tatsächlichen Verkaufspreise des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft mit den tatsächlichen Verkaufspreisen der ausführenden Hersteller ermittelt (siehe unten).3.3.1 Ermittlung der Preisunterbietungsspannen anhand der Preisangebote bei Ausschreibungen(65) Damit die Preisangebote bei Ausschreibungen umfassend ausgewertet werden konnten, forderte die Kommission den Wirtschaftszweig der Gemeinschaft, die betroffenen ausführenden Hersteller und die Verwender zur Übermittlung von Informationen auf. Trotz wiederholter Aufforderungen erhielt die Kommission nur minimale Angaben von dem kooperierenden ausführenden Hersteller, der nur begrenzte Informationen über zwei der insgesamt mehr als 30 Ausschreibungen im Untersuchungszeitraum übermittelte. Dieser kooperierende ausführende Hersteller wurde über die Gründe unterrichtet, aus denen solche begrenzten Angaben nicht akzeptiert werden konnten, und erhielt Gelegenheit, weitere Erläuterungen zu geben. Da diese Erläuterungen ebenfalls als unzureichend angesehen wurden, mußte die Kommission gemäß Artikel 18 der Grundverordnung die verfügbaren Informationen zugrunde legen.(66) Den Angaben des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft und der kooperierenden Verwender war zu entnehmen, daß die Preisangebote der ausführenden Hersteller im allgemeinen unter den Preisangeboten des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft lagen, und zwar sowohl im Hinblick auf das Gesamtangebot [11] als auch lediglich im Hinblick auf FK. Bei einer der untersuchten Ausschreibungen war der von einem japanischen ausführenden Hersteller angebotene Gesamtpreis 37 % niedriger als der Preis des Gemeinschaftsherstellers, der sich ebenfalls an der Ausschreibung beteiligte. Bei dieser Ausschreibung mußte der Gemeinschaftshersteller einen zusätzlichen Preisnachlaß von mehr als 40 % einräumen, damit ihm der Zuschlag erteilt wurde. Die Prüfung einer Ausschreibung in einem anderen Mitgliedstaat ergab, daß zwischen der ersten und der zweiten Verhandlungsrunde zwar erhebliche Preisnachlässe eingeräumt wurden, daß aber das Preisangebot des japanischen ausführenden Herstellers letztlich immer noch rund 20 % unter dem Angebot des Gemeinschaftsherstellers lag. Unter diesen Umständen wurde diesem Gemeinschaftshersteller der Zuschlag nicht erteilt.[11] Ausschreibungen betreffen im allgemeinen vollständige FKS und nicht nur FK.(67) Die Analyse der Ausschreibungen zeigte somit zum einen, in welchem Maße die vom Wirtschaftszweig der Gemeinschaft angebotenen Preise durch die von den ausführenden Herstellern angebotenen Preise unterboten wurden (um bis zu 37 %), und machte zum anderen deutlich, daß die gedumpten Einfuhren Druck auf die Verkaufspreise des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft ausübten. Denn die Untersuchung ergab, daß die niedrigen Preise, die im Rahmen einer Ausschreibung angeboten werden, zwangsläufig alle Preise beeinflussen, die bei darauffolgenden Transaktionen oder in späteren Ausschreibungen im selben Mitgliedstaat ausgehandelt werden. Daher wirkte sich das Preisverhalten bei den Ausschreibungen in Wirklichkeit auf einen sehr viel größeren Teil des Gemeinschaftsmarktes als nur auf die 40 % aus, die direkt von Ausschreibungen betroffen sind.3.3.2 Ermittlung der Preisunterbietungsspannen anhand der tatsächlichen VerkaufspreiseMethode(68) Vor diesem Hintergrund wurde auch geprüft, in welchem Maße die tatsächlichen Verkaufspreise des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft durch die tatsächlichen Verkaufspreise der ausführenden Hersteller unterboten wurden. Zu diesem Zweck wurden die Ausfuhrpreise, die der kooperierende ausführende Hersteller den ersten unabhängigen Kunden in der Gemeinschaft in Rechnung stellte, mit den Verkaufspreisen des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft auf der gleichen Handelsstufe verglichen. Dieser Vergleich betraf FK.(69) Da sowohl der Wirtschaftszweig der Gemeinschaft als auch der kooperierende ausführende Hersteller genaue Angaben zu einzelnen FK-Verkäufen machte, konnte die Kommission einzelne Verkaufspreise vergleichen. Da die FK-Verkäufe im Rahmen von Ausschreibungen sowohl beim Wirtschaftszweig der Gemeinschaft als auch bei den kooperierenden ausführenden Herstellern einen ähnlichen Teil der Gesamtverkäufe ausmachten, wurde die Auffassung vertreten, daß die so ermittelten Preise die tatsächlichen Umstände und Bedingungen auf dem Markt widerspiegelten.(70) Die durchschnittlichen Verkaufspreise des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft für die einzelnen FK-Modelle wurden mit den durchschnittlichen Verkaufspreisen des ausführenden Herstellers für vergleichbare Modelle verglichen. Zu diesem Zweck wurden die FK in mehrere Gruppen eingeteilt (tragbare FK oder Studio-FK) und dann anhand der im CCD-Block angewandten Bildtechnologie weiter unterteilt. Bei diesem Ansatz wurde ein repräsentativer Teil sowohl der Verkäufe des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft als auch der Verkäufe des ausführenden Herstellers erfaßt.(71) Der kooperierende ausführende Hersteller machte geltend, daß die Ausschreibungen zur Folge hätten, daß die Preise, die zur Berechnung der Preisunterbietungsspannen anhand der tatsächlichen Verkaufspreise herangezogen wurden, nicht zuverlässig seien, da sich die Ausschreibungen üblicherweise auf vollständige FKS einschließlich Kundendienstleistungen erstreckten.(72) In dieser Hinsicht zeigte sich, daß die Kommission anhand der Angaben des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft die tatsächlichen Verkaufspreise einzelner FK auf dem Gemeinschaftsmarkt ermitteln und mit den tatsächlichen Verkaufspreisen vergleichen konnte, die der kooperierende ausführende Hersteller auf derselben Handelsstufe für einzelne FK in Rechnung stellte.Quantifizierung(73) Die Differenzbeträge, die sich beim Vergleich der tatsächlichen Verkaufspreise für den kooperierenden ausführenden Hersteller ergaben, wurden als Prozentsatz des durchschnittlichen Verkaufspreises des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft je Modell ausgedrückt. Dabei ergaben sich Preisunterbietungsspannen, die zwischen 0 % und 24 % lagen und sich im gewogenen Durchschnitt auf 3,4 % beliefen.(74) Diese Preisunterbietungsspanne mag gering erscheinen, ist jedoch auf den Preisdruck zurückzuführen, der von den Preisangeboten bei Ausschreibungen auf einem preisempfindlichen und transparenten Markt mit einer geringen Anzahl von Marktteilnehmern ausging (siehe oben). Dieser Preisdruck spiegelt sich auch eindeutig in dem Umstand wider, daß der Wirtschaftszweig der Gemeinschaft, wie unten dargelegt, in einem Hochtechnologiesektor, in dem Gewinne von rund 15 % zur Tätigung der erforderlichen Investitionen erwirtschaftet werden müssen, Verluste von rund 10 % verzeichnete.3.3.3 Preisunterbietungsspannen der nichtkooperierenden ausführenden Hersteller(75) Aufgrund des geringen Umfangs der Mitarbeit der ausführenden Hersteller erschien es angemessen, für die nichtkooperierenden Unternehmen die höchste Preisunterbietungsspanne zugrunde zu legen, die für den kooperierenden Hersteller überhaupt ermittelt wurde. Diese belief sich auf 37 %. Dies erschien erforderlich, um die bekannten ausführenden Hersteller, die willentlich nicht an der Untersuchung mitarbeiteten, für ihr Verhalten nicht zu belohnen.3.3.4 Schlußfolgerung(76) Die Auswertung der Angaben über die Ausschreibungen im Untersuchungszeitraum ergab, daß die Preisangebote des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft um 20 bis 37 % von den japanischen ausführenden Herstellern unterboten wurden.(77) Der Vergleich der tatsächlichen Verkaufspreise, die den genauen Angaben des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft und des kooperierenden ausführenden Herstellers über die einzelnen Verkaufsgeschäfte entnommen wurden, ergab für diesen ausführenden Hersteller Preisunterbietungsspannen zwischen 0 und 24 % mit einem Durchschnitt von 3,4 %. Hier ist daran zu erinnern, daß sich die anhand der Ausschreibungen ermittelten Preisunterbietungsspannen dieses kooperierenden ausführenden Herstellers auf bis zu 37 % beliefen. Daher ist davon auszugehen, daß es sich bei der vorgenannten durchschnittlichen Preisunterbietungsspanne von 3,4 % um die Mindestspanne bei diesem kooperierenden ausführenden Hersteller handelt.(78) Angesichts des geringen Umfangs der Mitarbeit wurde für die nichtkooperierenden ausführenden Hersteller die höchste Preisunterbietungsspanne zugrunde gelegt, die für den kooperierenden ausführenden Hersteller ermittelt wurde, um die bekannten ausführenden Hersteller, die willentlich nicht mitarbeiteten, für ihr Verhalten nicht zu belohnen. Diese Spanne belief sich auf 37 %.4. Lage des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft(79) Gemäß Artikel 3 Absatz 5 der Grundverordnung prüfte die Kommission alle relevanten Wirtschaftsfaktoren und -indizes, die die Lage des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft beeinflussen.(80) Die wirtschaftlichen Indikatoren für die Lage des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft müssen vor dem Hintergrund der vorausgegangenen Untersuchungen betreffend FKS mit Ursprung in Japan analysiert werden, die zur Einführung eines endgültigen Antidumpingzolls im Jahre 1994 und zur Erhöhung dieses Zolls ab 1997 (nach der Untersuchung zur Prüfung der Auswirkungen der Maßnahmen auf die Preise) führten. Die Untersuchung ergab, daß sich die höheren Zölle positiv auf die Lage des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft auswirkten. Zusätzlich beeinflußten zwei andere Faktoren im Zusammenhang mit der technologischen Entwicklung einige der nachstehenden Indikatoren, und zwar die Markteinführung eines neuen FK-Typs, der sogenannten Camcorder, ab 1997 sowie die Entwicklung einer neuen Generation digitaler FK ebenfalls ab 1997.4.1. Produktion(81) Die Gesamtproduktion von FK ging zwischen 1995 und 1996 im Wirtschaftszweig der Gemeinschaft erheblich zurück, nämlich um 32 %, während sie zwischen 1997 und dem Untersuchungszeitraum kontinuierlich stieg, ohne jedoch wieder das Niveau von 1995 zu erreichen. In dieser Hinsicht folgte die Produktion der Entwicklung des Gemeinschaftsmarktes seit 1997.4.2. Kapazitätsauslastung(82) Die Kapazitätsauslastung im FK-Bereich verringerte sich zwischen 1995 und 1996 um 32 %, erhöhte sich dann aber wieder bis zum Untersuchungszeitraum. Diese Entwicklung spiegelt somit den vorgenannten Anstieg der Produktion ab 1997 wider.4.3. Verkaufsmengen(83) Die Verkäufe des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft verringerten sich zwischen 1995 und 1996 um 10 %, erhöhten sich dann aber zwischen 1997 und dem Untersuchungszeitraum, so daß sie zwischen 1995 und dem Untersuchungszeitraum insgesamt um 21 % auf rund 850 Stück stiegen, womit sie jedoch hinter dem Anstieg des Verbrauchs in der Gemeinschaft zurückblieben, der sich im gleichen Zeitraum um 54 % erhöhte.4.4. Marktanteile(84) Der Marktanteil des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft ging zwischen 1995 und dem Untersuchungszeitraum beständig zurück und verringerte sich insgesamt um mehr als 16 Prozentpunkte auf rund 60 % im Untersuchungszeitraum, was deutlich macht, daß der Wirtschaftszweig der Gemeinschaft keinen Nutzen aus dem Anstieg des Gemeinschaftsverbrauchs und den günstigen Bedingungen zog, die nach dem Abschluß der Untersuchung zur Prüfung der Auswirkungen der Antidumpingmaßnahmen auf die Preise ab 1997 auf dem Markt herrschten.4.5. Beschäftigung(85) Die Zahl der Beschäftigten stieg 1996 infolge der Einführung von Camcordern und der neuen Generation digitaler FK um 20 % an und blieb danach konstant.4.6. Investitionen(86) Im Zuge des Rückgangs der Produktion und der Verkäufe im Wirtschaftszweig der Gemeinschaft verringerten sich die Investitionen zwischen 1995 und 1996 erheblich, und zwar um 21 %. 1997 stiegen sie dann um rund 100 %, was unter anderem mit den FuE-Investitionen zur Entwicklung der neuen Generation digitaler Produkte zusammenhing; im Untersuchungszeitraum war jedoch erneut ein deutlicher Investitionsrückgang zu beobachten.4.7. Rentabilität(87) 1995 und insbesondere 1996 verzeichnete der Wirtschaftszweig der Gemeinschaft hohe Verluste, die sich erst 1997 verringerten, was unter anderem auf die vorgenannte Erhöhung des Antidumpingzolls auf die Einfuhren von FKS mit Ursprung in Japan in diesem Jahr und auf die erfolgreiche Markteinführung der Camcorder zurückzuführen war. Allerdings brachten die Verkäufe des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft in dieser Zeit weiterhin Verluste, die sich im Untersuchungszeitraum, bezogen auf die Nettoverkäufe, immer noch auf rund 10 % beliefen.5. Schlußfolgerung zur Schädigung(88) Zwischen 1995 und dem Untersuchungszeitraum folgte die Entwicklung der Verkaufsmengen und des Marktanteils des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft im FK-Bereich nicht dem Anstieg des Verbrauchs. So ging der Marktanteil des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft um 16 Prozentpunkte zurück. Der absolute Anstieg der Verkaufsmengen um 21 % blieb hinter dem gleichzeitigen Anstieg des Gemeinschaftsverbrauchs um 54 % zurück. Zudem verzeichnete der Wirtschaftszweig der Gemeinschaft Verluste von rund 10 %, obwohl eigentlich Gewinne in Höhe von 15 % zur Finanzierung der Investitionen erwirtschaftet werden müssen, die erforderlich sind, um mit der technologischen Entwicklung Schritt zu halten.(89) Der Anstieg der Investitionen und des Produktionsvolumens ab 1997 zeugt von den Bemühungen des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft, mit der technologischen Entwicklung Schritt zu halten und damit seine Position auf einem stark expandierenden Markt zu behaupten. Dennoch verzeichnete der Wirtschaftszweig der Gemeinschaft zwischen 1995 und dem Untersuchungszeitraum kontinuierlich finanzielle Verluste. Diese Verluste verringerten sich zwar bis zum Untersuchungszeitraum, sind jedoch insbesondere in Anbetracht der Tatsache, daß in dieser Hightech-Branche umfangreiche FuE-Investitionen erforderlich sind, weiterhin als hoch einzustufen.(90) Die gedumpten Einfuhren erhöhten sich zwischen 1995 und dem Untersuchungszeitraum mengenmäßig beträchtlich, und zwar um 157 %, so daß ihr Marktanteil um 16 Prozentpunkte stieg. Gleichzeitig ergab die Untersuchung, daß die Preise des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft durch diese Einfuhren um bis zu 37 % unterboten wurden.(91) Daher wird der Schluß gezogen, daß dem Wirtschaftszweig der Gemeinschaft eine bedeutende Schädigung verursacht wurde.F. SCHADENSURSACHE1. Vorbemerkungen(92) Gemäß Artikel 3 Absätze 6 und 7 der Grundverordnung wurde geprüft, ob die bedeutende Schädigung des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft durch die gedumpten Einfuhren verursacht wurde oder ob möglicherweise andere Faktoren für diese Schädigung ursächlich waren oder zu ihr beigetragen hatten, damit diese durch andere Faktoren verursachte Schädigung nicht den gedumpten Einfuhren zugerechnet wurde.2. Auswirkungen der gedumpten Einfuhren(93) Um zu ermitteln, ob die gedumpten Einfuhren die Ursache der bedeutenden Schädigung des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft waren, prüfte die Kommission, ob diese Schädigung auf die FK zurückzuführen war, in die die betroffene Ware mit Ursprung in Japan eingebaut war.(94) Die deutliche mengenmäßige Zunahme der gedumpten Einfuhren um 157 %, der Anstieg ihres Marktanteils zwischen 1995 und dem Untersuchungszeitraum um 16 Prozentpunkte sowie die Preisunterbietung um bis zu 37 % fielen zeitlich zusammen mit der Verschlechterung der Lage des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft, die sich in Marktanteileinbußen, einer Verhinderung von Preiserhöhungen und einer negativen Rentabilität zeigte.(95) Die Verkaufsmengen stiegen im Wirtschaftszweig der Gemeinschaft nach einem Rückgang zwischen 1995 und 1996 ab 1997 stetig und erhöhten sich zwischen 1995 und dem Untersuchungszeitraum um insgesamt 21 %. Obwohl der Wirtschaftszweig der Gemeinschaft in begrenztem Umfang von den Ergebnissen der Untersuchung zur Prüfung der Auswirkungen der Antidumpingmaßnahmen auf die Preise und der Einführung neu entwickelter Waren auf dem Gemeinschaftsmarkt profitierte, konnte er sich den beträchtlichen Anstieg des Gemeinschaftsverbrauchs um 54 % nicht zunutze machen, sondern mußte vielmehr einen Rückgang seines Marktanteils um mehr 16 Prozentpunkte hinnehmen.(96) Zudem ergab die Analyse der Ausschreibungen, daß die Preise des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft durch die Preise der japanischen ausführenden Hersteller erheblich unterboten wurden (um bis zu 37 %) und daß die Verkaufspreise der japanischen ausführenden Hersteller Druck auf die Verkaufspreise des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft ausübten.(97) Angesichts der Preisempfindlichkeit des FK-Marktes, der geringen Anzahl der Marktteilnehmer und der relativ geringen Zahl der pro Jahr verkauften Geräte liegen die Preise der verschiedenen Anbieter niemals weit auseinander und beeinflussen sich stets gegenseitig. Die Tatsache, daß auf einem Markt, auf dem die Verkaufspreise des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft bereits gesenkt werden mußten, eine Preisunterbietung festgestellt wurde, zeugt von der aggressiven Preispolitik der japanischen ausführenden Hersteller auf dem Gemeinschaftsmarkt.3. Andere Faktoren(98) Gemäß Artikel 3 Absatz 7 der Grundverordnung wurde geprüft, ob andere Faktoren als die gedumpten Einfuhren aus dem betroffenen Land möglicherweise zur Schädigung des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft beigetragen hatten; das sind insbesondere die Einfuhren aus anderen Drittländern, die technologischen Entwicklungen wie auch die Ausfuhren und die Produktivität des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft.Einfuhren aus anderen Drittländern(99) Während des Untersuchungszeitraums war der Gemeinschaftsmarkt für FK zwischen den japanischen ausführenden Herstellern und dem Wirtschaftszweig der Gemeinschaft aufgeteilt. In alle FK, die der kooperierende ausführende Hersteller auf dem Gemeinschaftsmarkt verkaufte, war die betroffene Ware mit Ursprung in Japan (d.h. CCD-Blocks) eingebaut. Zwar waren im Falle dieses ausführenden Herstellers Einfuhren halbfertiger FK aus den USA zu verzeichnen, doch bestätigte die Untersuchung, daß es sich um halbfertige FK handelte, bei denen somit davon ausgegangen werden konnte, daß sie nur ASIC und GSP umfaßten, während die in diesen FK verwendeten CCD-Blocks ihren Ursprung in Japan hatten. Der Wert von ASIC und GSP ist deutlich geringer als der von CCD-Blocks, und ihr Ursprung konnte nie ermittelt werden. Da der ausführende Hersteller, der in dieser Untersuchung mitarbeitete, in dieser Hinsicht in dem parallelen Antidumpingverfahren betreffend die Einfuhren von FKS mit Ursprung in den USA nicht zur Mitarbeit bereit war, konnten keine diesbezüglichen Feststellungen getroffen werden.(100) Daher wird davon ausgegangen, daß die FK-Einfuhren aus den USA für diese Untersuchung irrelevant sind, so daß der Schluß gezogen wird, daß sie nicht in einem Maße zur Schädigung des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft beitrugen, das den ursächlichen Zusammenhang zwischen den betroffenen Einfuhren und der bedeutenden Schädigung des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft in Frage stellen könnte.Wettbewerbsfähigkeit und Ausfuhren des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft(101) Im Zusammenhang mit den technologischen Entwicklungen und der Produktivität ist darauf hinzuweisen, daß das Produktionsvolumen und die Verkaufsmengen im Wirtschaftszweig der Gemeinschaft zwischen 1995 und dem Untersuchungszeitraum konstant blieben und daß dieser Wirtschaftszweig sogar seine Investitionen steigerte und eine neue Palette digitaler Produkte entwickelte, um seinen Marktanteil zu verteidigen und seine Wettbewerbsfähigkeit zu wahren.(102) Während des Bezugszeitraums konnte der Wirtschaftszweig der Gemeinschaft sein Verkaufsvolumen auf den Exportmärkten, wo er ebenfalls direkt mit den betroffenen ausführenden Herstellern konkurrierte, konstant halten. Der Wirtschaftszweig der Gemeinschaft ist nicht nur ein wichtiger Marktteilnehmer in den USA, sondern verkauft seine Waren auch in andere Drittländer.(103) Somit kann weder eine schwache Exportleistung noch eine mangelnde Wettbewerbsfähigkeit zur Schädigung des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft beigetragen haben.4. Schlußfolgerung zur Schadensursache(104) Daher wurde der Schluß gezogen, daß die gedumpten Einfuhren die Ursache der bedeutenden Schädigung des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft sind.(105) Für FK mit Ursprung in Japan gelten schon seit 1994 Antidumpingmaßnahmen. Dennoch wurde eine bedeutende Schädigung des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft festgestellt, der sowohl FK als auch die betroffene Ware herstellt. Angesichts der Tatsache, daß auf die betroffene Ware bis zu 65 % der Produktionskosten eines FK entfallen, daß sowohl FK als auch die betroffene Ware ausschließlich von japanischen Unternehmen und vom Wirtschaftszweig der Gemeinschaft hergestellt werden und daß keine anderen Faktoren ermittelt wurden, die zur bedeutenden Schädigung des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft beigetragen haben könnten, wird der Schluß gezogen, daß die bedeutende Schädigung des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft durch die Einfuhren der betroffenen Ware mit Ursprung in Japan verursacht wurde.G. INTERESSE DER GEMEINSCHAFT1. Vorbemerkung(106) Die Kommission prüfte die möglichen Auswirkungen der Einführung von Maßnahmen und des Verzichts auf Maßnahmen. Dabei berücksichtigte sie insbesondere die Auswirkungen etwaiger Antidumpingmaßnahmen auf den Wirtschaftszweig der Gemeinschaft und auf die Verwender.(107) Da es sich bei den direkten Verwendern der betroffenen Ware um den Wirtschaftszweig der Gemeinschaft selbst handelt, wurde beschlossen, die Auswirkungen eines Antidumpingzolls auf die Verwender von FKS (d.h. die Verwender von FK) zu prüfen, die auf der nächsttieferen Stufe tätig sind.2. Wirtschaftszweig der Gemeinschaft und andere Gemeinschaftshersteller2.1. Allgemeines(108) Auf den Wirtschaftszweig der Gemeinschaft entfallen 100 % der gesamten Gemeinschaftsproduktion der betroffenen Ware. Die Produktion ist zwar automatisiert, aber dennoch werden sowohl für die Herstellung als auch für FuE in beträchtlichem Maße qualifizierte Mitarbeiter benötigt.(109) Der Wirtschaftszweig der Gemeinschaft hat bewiesen, daß er strukturell lebensfähig ist, erfolgreich arbeitet und in der Lage ist, seine Produktpalette an die Veränderung der Wettbewerbsbedingungen auf dem Markt anzupassen und sogar bei der Entwicklung digitaler Technologie eine gewisse Spitzenstellung einzunehmen.(110) Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, daß der Wirtschaftszweig der Gemeinschaft seine Produktion der betroffenen Ware in der Gemeinschaft verringert, wenn keine Antidumpingzölle auf die gedumpten Einfuhren eingeführt werden. Diese Schlußfolgerung ist angesichts der jahrelangen Dumpingpraktiken in dem betroffenen Sektor und der damit einhergehenden negativen Rentabilität gerechtfertigt. Im Falle des Verzichts auf Maßnahmen würde der Preisdruck, der von den gedumpten Einfuhren ausgeht, weiterhin alle Bemühungen des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft zunichte machen, einen angemessenen Gewinn zu erzielen, der von entscheidender Bedeutung ist, um mit der technologischen Entwicklung hin zu leichteren, leistungsstarken Digitalkameras Schritt zu halten. Da zudem einige Vorgänge bei der FKS-Herstellung arbeitsintensiv sind, ist es sehr wahrscheinlich, daß diese Produktionsbereiche in dem Bemühen um Kostensenkungen in Länder mit niedrigen Arbeitskosten verlagert würden.2.2. Beschäftigung(111) Die wirtschaftliche Lage des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft verschlechterte sich ab 1996 immer mehr. Sollte diese Entwicklung anhalten, könnte der Wirtschaftszweig der Gemeinschaft gezwungen sein, seine Produktion in der Gemeinschaft zu verringern, so daß in der Gemeinschaft rund 250 Arbeitsplätze gefährdet wären, die direkt mit der betroffenen Ware und damit mit FKS zusammenhängen. Dagegen würde die Einführung von Maßnahmen diesen Wirtschaftszweig in die Lage versetzen, seine Produktion in der Gemeinschaft aufrechtzuerhalten und auszubauen. Zugleich würde die Einführung von Antidumpingmaßnahmen zur Sicherung einer gewissen Anzahl von Arbeitsplätzen in der Gemeinschaft beitragen, die indirekt mit der FKS-Produktion zusammenhängen, und zwar insbesondere im FuE-Bereich. Somit könnte die Gesamtzahl der Beschäftigten im FKS-Bereich in der Gemeinschaft konstant gehalten und möglicherweise sogar erhöht werden.2.3. FuE(112) Die FKS-Herstellung hat Nebeneffekte, die hauptsächlich mit der Entwicklung des CCD-Blocks zusammenhängen, da dessen Bauteile auch für andere Geräte wie medizinische Geräte und Sicherheitssysteme verwendet werden.(113) Die Tatsache, daß es einen Wirtschaftszweig der Gemeinschaft gibt, der die betroffene Ware und gleichzeitig auch FKS herstellt, hat nicht nur Auswirkungen auf die gesamte Fernsehwirtschaft von der Entwicklung und Herstellung von Sendegeräten bis hin zur Herstellung von Fernseh- und Aufzeichnungsgeräten, sondern kann auch die künftigen Standards für den Fernsehsektor in der EU beeinflussen.3. Geschäftlich verbundene Einführer und Wirtschaftsbeteiligte in der Gemeinschaft(114) Im Falle der Einführer und Wirtschaftsbeteiligten in der Gemeinschaft, die mit den ausführenden Herstellern in den betroffenen Ländern geschäftlich verbunden sind, dürfte sich die Einführung von Maßnahmen positiv auf die Produktion und die Beschäftigung in der EU auswirken, da einige FKS-Fertigungsvorgänge, die im Untersuchungszeitraum in Japan durchgeführt wurden, in die Gemeinschaft verlagert und die in der Gemeinschaft bereits bestehenden Produktionsbereiche ausgebaut werden könnten, wie dies nach der Einleitung des Antidumpingverfahrens betreffend die Einfuhren von FKS mit Ursprung in den USA der Fall war.4. Verwender(115) Bei den direkten Verwendern der betroffenen Ware handelt es sich um den Wirtschaftszweig der Gemeinschaft. Aufgrund der oben beschriebenen Natur des Marktes war es jedoch erforderlich, die potentiellen Auswirkungen von Antidumpingmaßnahmen auf die Verwender von FKS (die gleichzeitig auch Verwender von FK sind) zu prüfen. FKS werden im wesentlichen von zugelassenen Sendeanstalten verwendet, die mit ihren eigenen Geräten, die sie in der Regel direkt von den FKS-Herstellern kaufen, ihre eigenen Programme senden. Allerdings gibt es auch zugelassene Sendeanstalten, die keine eigenen Programme ausstrahlen; außerdem gibt es Dienstleistungsunternehmen, die ihren Kunden die Geräte einschließlich Kamerasystemen sowie Personal zur Verfügung stellen, sowie Unternehmen, die Kameras und andere Geräte an verschiedene Kunden vermieten.(116) Der Fragebogen zum Interesse der Gemeinschaft wurde mehr als 60 Verwender zugesandt. 15 von ihnen beantworteten den Fragebogen und arbeiteten teilweise an der Untersuchung mit. Der Umfang der Mitarbeit war insofern begrenzt, als die meisten Unternehmen, die Antworten zusandten, entweder die ursprünglich oder die zusätzlich erbetenen Informationen nicht übermittelten. Einige Antworten wurden von der Kommission überprüft, während dies in anderen Fällen nicht möglich war, weil die Verwender keine Kontrollbesuche in ihren Betrieben zuließen.(117) Diese mangelnde Bereitschaft zur Mitarbeit sowie die Tatsache, daß sich keiner der Verwender nach der Veröffentlichung der Bekanntmachung über die Verfahrenseinleitung bei der Kommission meldete, rechtfertigt die Schlußfolgerung, daß Antidumpingmaßnahmen aller Voraussicht nach keine nennenswerten Auswirkungen auf die Verwender von FKS haben werden. Diese Schlußfolgerung steht mit den Ergebnissen in früheren Untersuchungen betreffend FKS im Einklang, in denen festgestellt wurde, daß FKS keinen nennenswerten Kostenfaktor für die Verwender darstellen, da auf sie nur ein geringer Teil der Gesamtkosten der Fernsehproduktionen entfällt. Werden nur die Gerätekosten der Verwender berücksichtigt, so machen die FKS-Kosten in einem Studio rund 10 % und in einem kleinen Sendefahrzeug bis zu 20 % der Kosten aus. Zudem entfallen auf die betroffene Ware nur rund 15 % der Gesamtkosten eines FKS. Werden dagegen nicht nur die Gerätekosten, sondern die Gesamtkosten einer Fernsehanstalt zugrunde gelegt, verringert sich dieser Kostenanteil, da beispielsweise die Kosten für Programmproduktion und Personal sowie die Gemeinkosten deutlich höher sind als die reinen FKS-Kosten.(118) Gemessen am Umfang der Tätigkeit von Sendeanstalten und Unternehmen, die mit FKS handeln, sind die Auswirkungen auf die einzelnen Kategorien mit rund 0,1 % für Sendeanstalten und rund 1 % für Produktions- und Mietgesellschaften im allgemeinen ebenfalls begrenzt.(119) Die Untersuchung ergab ebenfalls, daß sich die FKS-Preise in der Gemeinschaft nach der vorgenannten Einführung von Antidumpingzöllen auf die Einfuhren von FKS mit Ursprung in Japan nicht nennenswert erhöhten.(120) Angesichts der Höhe der für die betroffenen ausführenden Hersteller vorgeschlagenen Antidumpingzölle und der Tatsache, daß es in der Gemeinschaft mehrere FKS-Hersteller gibt, dürften die Maßnahmen nicht zu einem nennenswerten allgemeinen Preisanstieg bei FKS in der Gemeinschaft führen. Die Einführung eines Antidumpingzolls auf die betroffene Ware hätte somit nur unerhebliche Auswirkungen auf die Verwender. Einige von ihnen deckten trotz des seit 1994 geltenden Antidumpingzolls auf die FKS mit Ursprung in Japan (der 1997 sogar erhöht wurde) ihren Bedarf weiterhin bei den betroffenen ausführenden Herstellern, und werden dies auch weiterhin tun.5. Wettbewerb und handelsverzerrende Auswirkungen(121) Der Wirtschaftszweig der Gemeinschaft führt zwar FKS in Drittländer aus, nicht jedoch nach Japan.(122) Im Zusammenhang mit den Auswirkungen etwaiger Maßnahmen auf den Wettbewerb in der Gemeinschaft machten einige interessierte Parteien geltend, daß die betroffenen ausführenden Hersteller aufgrund der Zölle vom Gemeinschaftsmarkt verdrängt würden, was zu einer beträchtlichen Schmälerung des Wettbewerbs und zu einem Anstieg der FKS-Preise führen würde.(123) In Wirklichkeit ist es jedoch wahrscheinlicher, daß die japanischen ausführenden Hersteller weiterhin FK verkaufen werden, wenn auch zu Preisen, die keine Schädigung verursachen, denn sie verfügen über eine solide technologische Basis, eine starke Marktposition sowie Fertigungsstätten in der Gemeinschaft. Diese Schlußfolgerung wird durch die Entwicklungen nach der Einführung des Antidumpingzolls im Jahre 1994 und der Erhöhung dieses Antidumpingzolls im Jahre 1997 bestätigt, die sich nicht nachteilig auf den Gemeinschaftsmarkt auswirkten.(124) Aufgrund der rapiden technologischen Entwicklung in diesem Sektor wird auch nach der Einführung von Antidumpingmaßnahmen zweifelsohne weiterhin ein scharfer Wettbewerb herrschen. Da mehrere Marktteilnehmer inzwischen Fertigungsstätten zur Herstellung von FKS in der Gemeinschaft gegründet haben, dürften diese Wirtschaftsbeteiligten in der Lage sein, den Bedarf der Verwender zu decken und eine breite Palette von Modellen anzubieten. Die Einführung von Antidumpingzöllen wird daher nicht zu einer Begrenzung des Angebots für die Verwender oder zu einer Schmälerung des Wettbewerbs führen.6. Schlußfolgerung zum Interesse der Gemeinschaft(125) Daher wird die Auffassung vertreten, daß keine zwingenden Gründe gegen die Einführung von Antidumpingzöllen sprechen.H. VORGESCHLAGENE MASSNAHMEN1. Schadensbeseitigungsschwelle(126) Auf der Grundlage der vorgenannten Schlußfolgerungen zum Dumping, zur Schädigung, zur Schadensursache und zum Interesse der Gemeinschaft, die für die Einführung endgültiger Maßnahmen sprechen, wurde geprüft, welche Art von Antidumpingzöllen in welchem Umfang am besten geeignet wäre, um die handelsverzerrenden Auswirkungen des schadensverursachenden Dumpings zu beseitigen und zur Wiederherstellung eines fairen Wettbewerbs auf dem Gemeinschaftsmarkt beizutragen.(127) Bei der Festsetzung des Zollsatzes wurden die ermittelten Dumpingspannen und der Zollbetrag berücksichtigt, der zur Beseitigung der Schädigung des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft erforderlich ist. Angesichts der unzureichenden Mitarbeit bei der Schadensuntersuchung wurde die erforderliche Preiserhöhung ermittelt, indem zu dem Betrag, um den die Preise des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft tatsächlich unterboten wurden, die Verluste des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft und eine Umsatzrentabilität von 15 % hinzugerechnet wurden. Diese Gewinnspanne entspricht dem Prozentsatz, der in früheren Verfahren für Wirtschaftszweige, die insbesondere bei der Entwicklung einer neuen Palette von Produkten umfangreiche FuE-Maßnahmen durchführen müssen, als Minimum angesehen wurde, und der ohne das schadensverursachende Dumping angemessenerweise erzielt werden könnte. Etwaige Differenzbeträge wurden sodann als Prozentsatz des gesamten cif-Einfuhrwertes ausgedrückt.(128) Bei den nichtkooperierenden Unternehmen wurde die folgende Methode angewandt. Zur Ermittlung der Schadensspanne wurden zu dem höchsten festgestellten Preisunterbietungsbetrag die Verluste sowie eine angemessene Gewinnspanne (siehe oben) hinzugerechnet. Dies erschien erforderlich, um die bekannten ausführenden Hersteller, die willentlich nicht an der Untersuchung mitarbeiteten, für ihr Verhalten nicht zu belohnen. Der Residualzoll wurde sodann im Einklang mit der Regel des niedrigeren Zolls festgesetzt (siehe folgende Randnummer).(129) Da die Dumpingspannen in allen Fällen niedriger waren als die vorgenannten Schadensspannen, sollten die endgültigen Zölle auf der Höhe der Dumpingspannen festgesetzt werden.2. Vorgeschlagener Antidumpingzoll(130) Daher wird die Auffassung vertreten, daß die endgültigen Antidumpingzölle gemäß Artikel 9 Absatz 2 der Grundverordnung auf der Höhe der Dumpingspannen festgesetzt werden sollten, da diese niedriger sind als die Schadensspannen.(131) Daher werden folgende endgültige Zölle vorgeschlagen, ausgedrückt als Prozentsatz des cif-Preises frei Grenze der Gemeinschaft, unverzollt:Unternehmen  //  AD-Zollin %Matsushita  //  0 %Sony Corporation  //  17,6 %Alle übrigen japanischen Unternehmen  //  40,2 %(132) Für die nichtkooperierenden Unternehmen wurde der Zoll im Einklang mit der vorstehend beschriebenen Methode auf 40,2 % festgesetzt.(133) Die in dieser Verordnung angegebenen unternehmensspezifischen Antidumpingzölle wurden anhand der Feststellungen in dieser Untersuchung festgesetzt. Sie spiegeln damit die Lage der betreffenden Unternehmen während dieser Untersuchung wider. Im Gegensatz zu den landesweiten Zöllen für "alle übrigen Unternehmen" gelten diese Zölle daher ausschließlich für die Einfuhren der Waren, die ihren Ursprung in dem betroffenen Land haben und von den namentlich genannten juristischen Personen hergestellt werden. Eingeführte Waren, die andere, nicht mit Name und Anschrift im verfügenden Teil dieser Verordnung genannte Unternehmen einschließlich der mit den ausdrücklich genannten Unternehmen geschäftlich verbundenen Unternehmen herstellen, unterliegen nicht diesen individuellen Zöllen, sondern dem für "alle übrigen japanischen Unternehmen" geltenden Zoll.(134) Anträge auf Anwendung dieser unternehmensspezifischen Antidumpingzölle (z.B. infolge einer Änderung des Firmennamens oder infolge der Errichtung neuer Produktions- oder Verkaufsstätten) sind unverzüglich bei der Kommission [12] einzureichen, und zwar zusammen mit allen sachdienlichen Informationen, insbesondere über eine mit der Namensänderung oder den neuen Produktions- oder Verkaufsstätten in Verbindung stehende Änderung der Tätigkeit des Unternehmens im Bereich der Produktion und der Inlands- und Exportverkäufe. Die Kommission wird die Verordnung nach Konsultationen im Beratenden Ausschuß gegebenenfalls ändern und die Liste der Unternehmen, für die individuelle Zölle gelten, entsprechend aktualisieren -[12] Europäische KommissionHAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:Artikel 11. Auf die Einfuhren bestimmter Teile von Fernsehkamerasystemen (FKS) der KN-Codes ex 8529 90 72, ex 8538 90 91, ex 8529 90 81, ex 8529 90 88 und ex 8542 13 80 (Taric-Codes ........ ) mit Ursprung in Japan wird ein endgültiger Antidumpingzoll eingeführt. Diese Teile sind wie folgt definiert:- Farbteiler mit drei oder mehr CCD-Sensoren, mit oder ohne zusammengesetzten elektronischen (Teilen von) Baugruppen, mit oder ohne Filterrevolver,- Application Specific Integrated Circuits (ASICs), die ausschließlich in Fernsehkamerasystemen verwendet werden, und zwar für Fernsehkameraköpfe, Betriebskontrollpulte, Endkontrollpunkte und Fernsehkamerabasisstationen, - gedruckte Schaltplatten mit den vorgenannten ASIC.2. Es gelten folgende Zollsätze auf den Nettopreis frei Grenze der Gemeinschaft, unverzollt:&gt;PLATZ FÜR EINE TABELLE&gt;3. Sofern nicht anderes bestimmt ist, finden die geltenden Zollbestimmungen Anwendung.Artikel 2Diese Verordnung tritt am Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.Geschehen zu Brüssel am [...] Im Namen des Rates Der Präsident [...]