CELEX: 51976PC0401
Language: de
Date: 1976-07-26
Title: VORSCHLAG FÜR EINE RICHTLINIE DES RATES ÜBER QUALITÄTSANFORDERUNGEN AN FÜR DEN FISCHBESTAND GEEIGNETES SÜSSWASSER (von der Kommission dem Rat vorgelegt)

ARCHIVES HISTORIQUES
DE LA COMMISSION
COLLECTION RELIEE DES
DOCUMENTS "COM"
COM (76) 401
Vol. 1976/0121
 ---pagebreak--- Disclaimer
Conformément au règlement (CEE, Euratom) n° 354/83 du Conseil du 1er février 1983
concernant l'ouverture au public des archives historiques de la Communauté économique
européenne et de la Communauté européenne de l'énergie atomique (JO L 43 du 15.2.1983,
p. 1), tel que modifié par le règlement (CE, Euratom) n° 1700/2003 du 22 septembre 2003
(JO L 243 du 27.9.2003, p. 1), ce dossier est ouvert au public. Le cas échéant, les documents
classifiés présents dans ce dossier ont été déclassifiés conformément à l'article 5 dudit
règlement.
In accordance with Council Regulation (EEC, Euratom) No 354/83 of 1 February 1983
concerning the opening to the public of the historical archives of the European Economic
Community and the European Atomic Energy Community (OJ L 43, 15.2.1983, p. 1), as
amended by Regulation (EC, Euratom) No 1700/2003 of 22 September 2003 (OJ L 243,
27.9.2003, p. 1), this file is open to the public. Where necessary, classified documents in this
file have been declassified in conformity with Article 5 of the aforementioned regulation.
In Übereinstimmung mit der Verordnung (EWG, Euratom) Nr. 354/83 des Rates vom 1.
Februar 1983 über die Freigabe der historischen Archive der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft (ABI. L 43 vom 15.2.1983,
S. 1), geändert durch die Verordnung (EG, Euratom) Nr. 1700/2003 vom 22. September 2003
(ABI. L 243 vom 27.9.2003, S. 1), ist diese Datei der Öffentlichkeit zugänglich. Soweit
erforderlich, wurden die Verschlusssachen in dieser Datei in Übereinstimmung mit Artikel 5
der genannten Verordnung freigegeben.
 ---pagebreak--- KOMMISSION DER EUROPAISCHEN GEMEINSCHAFTEN
                                           KOM(76)401 endg.
                                           Brüssel , den 26 . Juli 1976 .
                   VORSCHLAG FÜR EIME RICHTLINIE DES RATES
                          ÜBER QUALITÄTSANFORDERUNGEN Alf
                  FÜR DEN FISCHBESTAND GEEIGNETES SÜSSWASSER
                   (von der Kommission dem Rat vorgelegt )
  KOM(76 ) 401 endg.
 ---pagebreak---                                                        ENV/378/76 - D
iJJfeXrlïUJTPriNGF
Einleitung
Die durch dio Schadstoffeinleitung herbeigeführte Verschlechterung der Wasser–
 qualität hat für bestimmte Fischpopulationen unheilbringende Polgen, so vor
allem die zahlenmässige Verringerung und bisweilen sogar die AuslÖschung ho­
st immt er Arten»
Zur Wahrung des -Mischbestands und zum Schutz de3 Sücswassers gegen Verunreini­
gung ist in dem Aktionsprogramm der Europäischen Gemeischaften für den Umwelt­
schutz ( l ) die Aufstellung von Qualitätszielen ;für Wasser und insbesondere dio
Festlegung einer Reihe von Iieferenzparaaietern und nicht zu überschreitenden
Werten für die verschiedenen Anwendungen und Funktionen des Wassers und vor allem
 für das für den Fischbestand geeignete Süsswasser vorgesehen«
Zielsetzung
Mit den Qualitatszielen, die Gegenstand dieser Richtlinie sind , soll erreicht
 werden , dass einheimische Fischarten, die eine natürliche Vielfalt darstellen,
 oder Fischarten die wasserwirtschaftlich als wünschenswert erachtet werden,
 unter günstigen Bedingungen leben können» Bei der Festlegung der Parameter
 und Zahlenwerto , die die Wasserqualität bestimmen, sind soweit möglich die
 Auswirkungen jedes Parameters nicht nur in besiug auf das Überleben der Fische
 in verschiedenen Stadien ihres Lebenszyklus , sondern auch die Auswirkungen
 auf ihr Wachstum , ihre Vermehrung , ihre Funktionen sowie die Auswirkungen auf
  sonstige Komponenten des Ökosystems der Gewässer , die ihnen Schutz oder Nah­
 rung bieten können, berücksichtigt worden»
 Diese Qu&lit&tsziele sind nicht unvereinbar mit den Qualität sanforderungen
  für die Handels- oder Sportfischerei »
  Zur Berücksichtigung des unterschiedlichen Befindlichkeit sgrades dor Fische
  in bezug auf schädliche Stoffe sind die für den Bestand von Fischen bestimmten
  Gewässer in zwei Gruppen eingeteilt worden : Salmonidengewässer und Cypriniden-
  gewässer »                                                                       !
                                                                                  I
                                                                                  I
  ( 1 ) AB1 . Itr. C 112 vom 20.12.1973 .
 ---pagebreak---                                                                      - 2 ~      ENV/3 78/76 - D
   Im Ginne dieser Richtlinie bedeuten S
  - " Salmoniden- ewäsaer" : die Gewäscer , die das Leben von loschen solcher Arten
        wie Lachse-, Porellen, Asche und Schnepel zulassen oder zulassen können;
  – "Gyprinidengewäseer" i die Gewäscer die das Leben von Cyprin'iden oder Arten,
        die mit letzteren in normaler Gemeinschaft leben, wie Hechte , Barschfische
        und Aale zulassen oder zu' / .ssen können«
  Dieser Riclrfelinienvorsohlag berücksichtigt lediglich die Probleme betreffend
  die Qualitätsanforderungen an für den Bestand von Fischen geeignete Gewässer»
  Er zielt nicht ausdrücklich auf den Schutz der Öffentlichen Gesundheit oder
  der Verbraucher ab , der Gegenstand anderer Vorschriften der Gemeinschaften
  oder der Einzelstaaten ist »
  Bedingungen und bestehende Regelungen
  Eine Prüfung der Rechtslage in den Mitgliedstaaten hat ergeben , dass in den
  nationalen Gesetzgebungen keine Kriterien bestehon, die Qualitätsanforderungen
  an für den Bestand von Fischen geeignete Gewässer festlegen, sondern lediglich
  Vorschriften betreffend Einleitungen in die öffentlichen Gewässer .
  In Belgien wird durch einen Königlichen Erlacs zu dem Gesetz von 1971 über den
  Schutz der Oberflächengewa*st;er in bezug auf Abwässer festgelegt , dass der
  Schutz der Binnenfischerei sicherzustellen ist »                         Die erlassenen Vorschriften
  betreffen vor allem die Temperatur , den pH-Wert , den Sauerstoff, die Kohlen­
  wasserstoffe und die Detergentien«
: In Dänemark unterliegt jegliches Einleiten von Abwasser in die Gewässer aufgrund
  eines speziellen Umwelt Schutzgesetzes (Nr» 372 vom 13 « Juni 1973 ) dor Genehmigung
  durch die zuständige Behörde «
  Die französische Gesetzgebung enthält eine Reihe von Vorschriften, die den'Schutz
  » iiinmi  »i m 1 1 um <■ n * ■ ■ i » wi <– I »i ■ Jlw ■ » lim» n>»                       '
  verschiedener Verwendungsarten der Gewässer gestatten»
  Die wichtigsten sind folgende :
  - Gesetze von 1929 und 1949 über die Fischerei ( Code rural )
  - Gesetz vom 16 « Dezember 19^4 ( Einführung einer globalen WasoerwirtBchafts-
  . politik) •
   Letzteres sieht die . Festlegung von Qualitätszielen für die verschiedenen Nutzungen
  der Gextfässer einschliesslich der Fischzucht vor « ' Bisher sind die Qualitätsziele
   für Gewässer für die Fischzucht noch nicht aufgestellt worden« '
 ---pagebreak---                                      ~ 3 -                  EHV/378/76 - D
Im Vereinigten Königreich bestehen spesvi finoho Gccetze Über die Schadstoff-
kontrolle , soweit die Fisohoroi durch dio Veraohrautzung beeinträchtigt wird.
In England und Wales untersagt clor " Salmon and Freshaweter Pisheries Act . 1975"
das Einleiten von Stoffen, die der Fischerei schaden.
In England, Wales , Schottland und Nordirland sind unterschiedliche Behörden für
diese Fischerei zuständig. Trotz der Unterschiede in den Vorschriften und in
den Schadstoffkontrollvorfahren ist deren Wirkung weitgehend dieselbe»
In Italion zielen die Bestimmungen des Fiachereigosetzcs ("R.D»"I-Tr . 1604 vca 8 .
Oktober 1931 , geändert durch das "DPR" Kr . 987 vom 10 . Juni 1975 sowie Dekret
des Landwirt schafts- und Forstministeriuns vom 15 « Februar 1956 ) darauf ab,
jede Beeinträchtigung der im Wasser lebenden Fauna zu verhindern und sie gegen
Gefahren, vor allem durch etwaige Einleitungen von Industrieabwässern zu
schützen.
    /                                                                                ■
In Irland verfugt ein Gesetz ("Pisheries (Consolidation) Act , 1959 " §§ 171 und
172^ geändert durch den "Pisheries (.Amendment ) Act , 1962") dass keine Stoffe in
Gewässer eingeleitet werden dürfen, die für Fische schädlich oder giftig sein
können .
In Luxemburg verbiotet das Gesetz " Loi concernant le regime de la poche
( 21.3.1947 )"» dass Stoffe und Rückstände , die für Fische schädlich sein können
oder die Flora und Fauna der Gewässer zerstören können, in die War, 3er laufe ein­
geleitet werden* Ein weiteres Gesetz-vom l6.5»l929-verbietet das Einleiten aller
Stoffe , die unter anderem ®m Hinblick auf die Hutzung des Wassers für die Ernäh­
rung der Tiere , die Zucht oder für die Erhaltung von Fischen oder essbaren
Schalentieren Sohaden verursachen können»
In den Niederlanden wird mit dem Gesetz " Wet Verontreiniging Oppervlaktowateren"
( Gesetz zum Schutz der Oberflächengewässer) von 1969 eine Genehmigungoregelung
zum Schutz der Gewässerqualität eingeführt « Durch besondere Gesetze wird das
Einleiten verschiedener Stoffe geregelt : "Ilinderwet " ( Gesetz betreffend Be­
lästigungen, 1952), "Ontgrondingenwet " ( Gesetz betreffend die Bodenabträgung',
1965 ), " Bestri jdingsraid&elenwet " ( Gesetz betreffend Pestizide , 1962 ) t " Wet
Gevaarlijlce Stoffen" ( Gesetz betreffend gefährliche Stoffe , 1965 ), " Wet op de
Ii jkbezorging" ( Gesetz betreffend Bestattungen, 1896 ).
In der Bundesrepublik Deutschland sind in dem Entxvurf eines besonderen Gesetzes
betreffend die Bewirtschaftung der Wasserressourcen der Bundesrepublik Deutschland ,
dem " Wasserhaushaltsgesetz " , in seiner letzten Passung vom 2.3.1974 Mindestanforde­
rungen an die Wasserqualität vorgesehen, ferner werden darin bestimmte Stoffe ,
die nicht in das Wasser eingeleitet werden dürfen, sowie solche Stoffe aufgeführt ,
die die Qualität der Gewässer im ungunstigen Sinne verändern » Das " tfasserhaus–
haltsgesetz " aus dorn Jahre 1957 verbiotet das Einleiten von Schadstoffen ohne
Genehmigung.                                                 <
 ---pagebreak---                                    - 4 -                  ENV/378/76 - D
 . A^)15bf'acllt der Rechtslage in den Mitgliedstaaten sowie der Tatsache , das3
tter 13VP- /ertrag nicht alle Befugnisse vorsieht , die für die Verwirklichung
diesor ^ele erforderlich sind, ist auf Artikel 100 und 235 als Recht sgrundlage
 fur^tlen ttichulimenvorschlag zurückzugreifen»
Genäse den Vorschriften dieser Artikel müssen das Europaische Parlament und der
 Wxrt schafts- und Sozialausschuss gehört werden»
Kommentare zu dem Rieht linienvorschlag
Allgemeine Kommentare
Im Rahmen des Aktionsprogramms der Europäischen Gemeinschaften für den Umwelt­
schutz hat die Kommission eine Gruppe nationaler Sachverständiger zu ihrer
Unterstützung bei der Ausarbeitung der Richtlinie einberufen» Diese Gruppe
hat im Vorlauf von sechs Sitzungen Angaben über die Rechtslage in den Mitglied-
Staaken vorgelogt und die Dienststellen der Kommission bei der Festlegung der
Charakteristiken der betreffenden Gewässer unterstützt »
Bei diesen Arbeiten hat die Sachverständigengruppe die von der Beratenden Euro­
paischen Kommission für die Binnenfischerei ( FAO ) veröffentlichten technischen
Dokumente: .oowie die der Kommission von den verschiedenen Delegationen vorge­
legten technischen Berichte der Laboratorien der Ein^elstaaten berücksichtigt »
Diese Berichte sowie die Ergebnisse der Beratungen mit den Sachverständigen
sind in dem Arbeit sdokument ENV/330/75 enthalten»
Für zahlreiche Schadstoffe liegen noch keine Angaben vor » Forschungen in
diesem Bereich müssen durchgeführt werden, damit die Wasserqualität , was diese
Schadstoffe betrifft , festgelegt werden kann»
Anwendungsbereich
Der Rieht linionvorschlag betrifft alles stehende oder fliessenda Süsswasser , dass
durch Beschluss der zustandigen Behörden jedes Mitglied.staates als Wasser , das
geschützt werden muss , um das Leben von Fischen unter günstigen Bedingungen zu
ermöglichen, definiert ist oder definiert v/erden wird»
Der Rieht linienvorschlag ist nicht auf Wasser in natürlichen oder künstlichen
Becken anwendbar , die für die intensive Fischzucht zu kommerziellen Zwecken
verwendet werden»                                                 >
Parameter und ihre Zahlenwerte
Obwohl die im Anhang dieses Rieht linienvorschlags enthaltenen Parameter isoliert
betrachtet worden sind , ist in bestimmten Fallen die Wechselbeziehung zwischen
ihren Auswirkungen und anderen Qualitätsmerkmalen des Wassers angegeben und
mengenmass ig bestimmt worden »
Jedoch sind bei dieser Wechselbeziehung mit Faktoren wie pH-Wert , Temperatur und
Wasserharte die sonstigen synergetischen Auswirkungen infolge'.' der gleichzeitigen
Anwesenheit verschiedener schädlicher Stoffe nicht berücksichtigt worden»
In diesem Fall können sich die Parameterwerte im Vergleich zu den in dem Richt-
linienvorschlag genannten Werten erheblich verändern? Bestimmte schädliche
Stoffe können sogar bei Konzentrationen, die wesentlich unter denen liegen, die
als unmittelbar schädlich bekannt sind , subletalc Wirkung haben»
 ---pagebreak---                                     - 5 -                  ENV/3 78/76 - D
Dio zuständigen Behörden musncn dies borückcichtigon und in dioson besonderen
Fallen spezifische j->eStimmungen vorsehen»
Das Gemisch schädlicher Stoffe ist-wenn auch approximativ - berücksichtigt worden»
Es ist eine ^crechnungeart angenommen worden, die darin besteht , die Toxizität
eines Gemisches schädlicher Stoffe als gleich der Surine der Toxizitäten der ver­
schiedenen Stoffe zu betrachten«
Die Parameter für die Radioaktivität sind in der in dem Riehtlinienvorechlag
genannten Liste nicht enthalten» Sie müssen mit den in den Mitglicdstaaten
geltenden   Vorschriften, die in Anwendung der Grundnorrnen des Euratom–Vertrages
erlassen worden sind , übereinstimmen»
Die Liste der im Anhang aufgeführten Parameter kann nicht als erschöpfend be­
trachtet^werden» Für bestimmte Schadstoffe sind die verfügbaren Angaben zu
unvollständig, als dass Zahlenwerte vorgeschlagen worden könnten»
Wenn bestimmte Paramotcri nicht in der Liste aufgeführt sind , so bedeutet dies
daher nicht , dass sie für die Fische nicht schädlich sind»
Viia bereits erwä-int , sind die im Anhang dieses Richtlinienvorschlags aufgefuhr L en
.forte» nur in den Fallen anwendbar , in denen die Werte der anderen Umwelt falrtoren
günstig sind , was insbesondere impliziert , dass die Konzentrationen der schäd­
lichen Stoffe gleich Null oder aber sehr schwach, sind » Aus den genannten Gründen
sind die Vorschriften des Artikels 8 betreffend die Unzulässigkeit der Verschlech­
terung von Gewässern guter Qualität ausnahmelos mit gros st er Strenge anzuwenden.
Die im Anhang des Rieht linienvorSchlags vorwendet en Buchstaben haben folgende
Bedeutung :
I » Die Werte entsprechen guten Lebensbedingungen für Fische » Wenn ein ParamoxPr–
    wert in dur mit dem Buchstaben I bezeichneten Spalte aufgeführt ist , so ist
    er verbindlich » Die Kitgliedstaaten dürfen keinen weniger zwingenden Wort
    wohl aber strengere Werte festlegen»
G» Die Werte entsprechnn Lebensbedingungen, die im Gleichgewicht mit den biogeo-
    graphischen Merkmalen des Unweitmediums stehen« Die Parameterwerte in Spalt o :
    G werden lediglich zur Orientierung gegeben und sind als Leitlinien zu
    betrachten» Ist ein Wert sowohl in Spalte I als auch in Spalte G aufgeführt ,
    so können die Mitgliedstaaten an Hand des G–Werts strengere Werte festlegen»
    V/erden diese Leitlinien von den Mitgliedstaaten angenommen, so erhalten sie
    in den Ländern, Von denen sie angenommen werden, verbindlichen Charakter »
0 » Die durch 0 gekennzeichneten Paramet erwerte lassen bei aussergewöhnlichen
    meteorologischen und besonderen natürlichen Bedingungen bestimmte Abweichungen
    zu »
    Bas für den Fischbestand bestimmte Süsswasser entspricht den im Anhang fest­
    gelegten Parameterwerten(mit Ausnahme der für den gelösten Sauerstoff, den
    pH-,Wert und die Temperatur festgelegten Werte), wenn folgende Bedingungen
    erfüllt sind t
    - bei den in Spalto I genannten Parametern, wenn die an 95 i* der untersuchten
       Proben ermittelten l'Jerte den Vierten dieser Spalte gleich sind oder darunter
       liegen;                                                                   •
    - bei den in Spalte G genannten Parametern, wenn die an 90 $ der untersuchten
       Proben ermittelten Werte den Werten dieser Spalte glc.ch sind oder darunter
       liegen#
 ---pagebreak---                                                          ENV/373/7 6 - D
Bei den 5 oder 10 bp der Proben, die je nach Fall , nicht mit den obengenannten
Par am et erwerten ubereinstimmen ;
a.) dva-fen die im Wasser gemessenen Werte nicht nolir als 50 ^ von den Grenzwert
    der "betreffenden Parameter abweichen :
b ) dürfen nacheinander mit statistisch brauchbarer Zeitfolge entnommene
    Wasserproben nicht von den Werten der sich darauf beziehenden Parameter
    abweichen»
Was den gelösten Sauerstoff betrifft , so sind die zugrunde gelegten Worte in
Mindestkonzontrationen ausgedrüclct , die für 50 /&t 95 %, und 100 % der im
Laufe eines Jahres untersuchten Proben festgelegt sind kumulierte Häufigkeit «
Für den pH-Wert und die Temperatur sind die zulässigen Abweichungen ausdrück­
lich im Anhang festgelegt «
 ---pagebreak---                 Vorschlag für eine Richtlinie des Ratos
                      Uber Qualität Ballforderungen an
               für den FiscftbeutonA geeigtiotos Süßwasser
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GMEI1T5C HAFTEST
gestützt auf den Vortrag zur Gründung der Europaischen Wirtschafts­
gemeinschaft , insbesondere auf Artikel 100 und 235 ,
auf Vorschlag der Kommission,
nach Stellungnahme de3 Europaischen Parlaments ,
nach Stellungnahme des Wirtschaft s- und Sozialausschusseo ,
in Erwägung nachstehender Gründe :
Zum Schutz und zur Verbesserung der Umwelt sind konkrete Massnahmen erfor­
derlich, um die Gewässer , einschliesslich des für den Fischbestand geeigneten
Süoswassers , vor Verunreinigung zu bewahren«
Unter Ökologischen und wirt schaft liehen Gesichtspunkten ist es erforderlich,
die Fischpopulationen vor den unheilbringenden Folgen des Einleitend von
Schadstoffen in die Gewässer , so vor allem vor der zahlenmässigen Verringe­
rung und bisweilen sogar vor der Auslo'schung bestimmer Arten zu bewahren«
Das Aktionsprogramm der Europäischen Gemeinschaften für den Umwelt schütz
( l ) sieht die gemeinsame Aufstellung von Qualitätszielen zur Festlegung
verschiedenen Anforderungen , denen ein Umweltmedium entsprechen muss ,
sowie insbesondere die Definition der Parameter für VJas3er einschliesslich
des für den Fischbestand geeigneten Süsswassersvor «
Unterschiede zwischen den Rechtsvorschriften, die in den verschiedenen
Mitgliedstaaten in bezug auf Qualitätsanforderungen an für den Fischbestand
geeignetes Süsswasser , bereits anwendbar oder in Vorbereitung sind , können
zu ungleichen Wettbewerbsbedingungen führen und somit unmittelbare Aus­
wirkungen auf das Funktionieren des Gemeinsamen Marktes haben»
Daher ist für dieses Gebiet die Angleichung der Rechtsvorschriften gemäss
Artikel 100 des Vertrages vorzunehmen»
( 1) AD1 . Nr . C 112 vom 20.12,1973 S.
 ---pagebreak---                                          - 2 -           ENV/378/76 - D
E3 erscheint notwendig , die:-c Anjlcichung dor Recht ovorschrifton durch ein
Tätiffwäraon der Gcmeinr, chaft zu orgähzon, um durch cino vuafascondere Regelung-,
eines der Siele der Gemeinschaft im Bereich des Unweit Schutzes und der Ver­
besserung der Lebensqualität zu verwirklichen» Deshalb sind einige besondere
Post immunen vorzusehen. Da die hierfür erforderlichen Befugnisse im Vertrcg
nicht vorgesehen sind , ist auf Artikel 235 des Vortrages zurückzugreifen .
Zur Erreichung dieser Qualitätsziele sollen die Ilitgliedstaaten Grenzworte fest­
legen, die bestimmten Parametern entsprechen« Das für den Fischbestand geeignete
Süsswasser soll mit diesen Vierten binnen 5 Jahren nach Bekanntgabe dieser Richt­
linie in Einklang gebracht werden»
Es ist vorgesehen, dass das für den Fischbestand geeignete Süsswasser unter be­
stimmten Bedingungen als den Werten der sich auf sie beziehenden Parameter ent­
sprechend betrachtet wird , auch wenn ein bestimmter Anteil der entnommenen Proben
die im Anhang angegebenen Grenzwerte überschreitet «
Um die Überwachung der Qualität des für den Fischbestand geeigneten Süsswassers
sicherzustellen, sind regelmässig Proben zu entnehmen und die im Anhang angege­
benen Parmnetermossungen durchzuführen«
Da bei der Überwachung durch die Mitgliedsstaaten bestimmte Gegebenheiten unbe­
rücksichtigt bleiben, ist die Möglichkeit bestimmter Abweichungen vorzusehen«
Diese Abweichungen sind der Kommission mitzuteilen»
Die in dem Anhang zu dieser Richtlinie festgelegten technischen Vorschriften
müssen unverzüglich an den technischen Fortschritt angepasst werden können«
Um die dafür erforderlichen Massnahmen leichter durchführen zu können, ist ein
Verfahren zur engen Zusammenarbeit zwischen den Ilitgliedstaaten und der Kom­
mission innerhalb des gemäss der Richtlinie des Rates vom 8 « Dezember 1975 über
die Qualität der Badegewässer ( l ) errichteten Ausschusses zur Anpassung an den
technischen Fortschritt vorzusehen»
( 1) ABI . Mr. L 31 vom 5 . 2.1976 ( 76/ i 6O/EW3)«
 ---pagebreak---                                        - 3 -               ENV/378/76   D
    HAT FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN i
                                       Artikel 1
    Diese Richtlinie betrifft dio Qualitatsanforderungen an für den Fischbestand
    geeignetes Süsswasser »
    In Sinne dieser Richtlinie bedeutet t
    - " für den Fischbestand geeignetes Süsswasser" t jedes fließsende oder ste­
       hende Süsswasser , das das Leben von Fischen folgender Arten zulässt oder
       zulassen kann :
    - einheimische Arten, die eine natürliche Vielfalt darstellen;
    - Arter^ deren Vorkommen wasserwirt schaft lieh als wünschenswert gilt *
     Es umfasst nicht die für die intensive Fischzucht bestimmten Gewässer in
     natürlichen oder künstlichen Becken»
     - " Salmonidengewässer" : alle Gewässer , die das Leben von Fischen   solcher
        Arten wie Lachse , Forellen Äsche und Schnepel zulassen oder zulassen können«
     - "Cyprinidengewässer" i alle Gewässer , die das Leben von Cypriniden oder Arten,
        die mit letzteren in normaler Gemeinschaft loben, wie Hechte , Barschfische ,
        und Aale zulassen oder zulassen können»
                                        Artikel 2
i    Die chcmisch-physikalischen Parameter , die die Qual itutsanforderungen an das
      für den Fischbestand geeignete Süsswasser definieren, sind im Anhang, der
     Bestandteil dieser Richtlinie ist , aufgeführt «
)    Für die Anwendung dieser Parameter wird das Süsswasser in Salinonidengetilsser
     und Cyprinidengewässer eingeteilt »
                                        Artikel 3
)    Die Mitgliedstaaten legen für das für den Fischbestand geeignete Susswasser
      die in der Anlage angegebenen Parameterwerte fest »
  '   Die gemäss Absatz 1 festgelegten Werte dürfen nicht weniger streng sein als
      die in den Spalten I des Anhangs angegeben V/orte »
      Sind in den Spalten G des Anhangs Werte mit oder ohne entsprechenden Wert in den
      Spalten I desselben Anhangs aufgeführt , so bemühen sich lie Mitgliedstaaten, sie
      vorbehaltlich des Artikels 8 als Richtwerte einzuhalter.-»
 ---pagebreak---                                                             EW/37Û/7 6 - D
                                    Artikel 4
Für die Anwendung dieser Richtlinie bestimmen die Mitgliedstaaten das für
den Fischbestand geeignete Süsswasser »
                                    Artikel 5
Die Mitgliedstaaten treffen die notwendigen Massnahmen um sicherzustellen, dass
die Qualität de3 für den Fischbestand geeigneten Süßswassers binnen 5 Jahren nach
Bekanntgabe dieser Richtlinie mit den gemäss Artikel 3 festgelegten Parameter-
werten in Einklang gebracht wird »
                                    Artikel 6
Im Rahmen der Anwendung von Artikel 5 entspricht das für den Fischbestand ge­
eignete Süsswasser den Vorschriften dieser Richtlinie , wenn die diesem Wasser
mit der im Anhang vorgesehenen Häufigkeit an ein und derselben Schöpfstelle
über einen Zeitraum von 12 Monaten entnommenen Proben orgeben, dass sie den
Werten der Parameter für die betreffende Wasserqualität
- bei 95 i° der Proben im Falle, der Parameter , die mit den in Spalte I des
   Anhangs angegebenen Parametern übereinstimmen, mit Ausnahme der Temperatur
   des gelösten Sauerstoffs und des pH-Wertes , die mit den im Anhang angegebe­
   nen Prozentsätzen übereinstimmen müssen, bzw
- bei 90 i<> der Proben in allen anderen Fallen, mit Ausnahme des gelösten Sauer­
   stoffs , der mit den im Anhang genannten Prozentsätzen übereinstimmen muss ,
entsprechen, und wenn bei den 5 und 10 $ der Proben, die diesen nicht entsprechen,
- die im V/asser gemessenen Werte nicht mehr als 50 % von den Werten der be­
   treffenden Parameter abweichen ;
- aufeinanderfolgende Wasserproben, die in statistisch brauchbarer Zeitfolge
   entnommen werden, nicht von den betreffenden Parametern erweichen«
Ein Überschreiten der in Artikel 3 genannten Werte wird bei der Aufstellung der
in Absatz 1 genannten Prozentsätze nicht berücksichtigt t wenn eich die höheren
Werte aus Überschwemmungen oder Naturkatastrophen ergrben* ,     ;
                                    Artikel 7
Die zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten führen die Probenahmen durch,
deren Mindesthäufigkeit im Anhang festgelegt ist »
Der genaue Ort der Probenahme , die Entfernving dieses Ortes von der nachst-
gOegenen Einleitungsstelle sowie die Tiefe , in der die Proben zu entnehmen
 EJ d , werden von der zuständigen Dehorde jedes Mitgliedstaates vor allem unter
Berücksichtigung der Örtlichen Bedingungen des Unweitmediums festgelegt »
 ---pagebreak---                                     - 5-                ENV/378/76 - D
Die Analyseverfnhren (Referenzmethoden) für die betreffenden Parameter sind
in Anhang angegeben. Die MitgliedStaaten treffen die erforderlichen Mass-
nahmen, damit die Laboratorien, die andere Verfahren anwenden, der Kommission
den Nachweiß erbringen, dass die Ergebnisse den im Anhang angegebenen Ergeb­
nissen gleichwertig oder mit ihnen vergleichbar sind «
                              Artikel 8
Die Anwendung der aufgrund dieser Richtlinie getroffenen MassnaUan darf
keinesfalls zur Folge haben, dass sich die derzeitige Qualität des für den -
Fischbestand geeigneten Süsswassers verschlechtern kann»
Den Mitgliedstaaten ist es freigestellt , über die Werte dieser Richtlinie
hinausgehende Anforderungen an das für den Fischbestand geeignete Süsswasser
zu stellen«
                              Artikel 9
Im Falle dos für den Fisohbestond geeigneten grenzüberschreitenden Süsswaosers
legen die Anliegerstaaten in gemeinsamen Beratungen die Gesamtheit des grenz­
überschreitenden Süsswassers , auf das die Richtlinie" Anwendung findet , sowie
die Werte zur Definition gemeinsamer Qualitätsziele für dieses Wasser fest *
Die Kommission nimmt an diesen Beratungen teil «
                              Artikel 10
Abweichungen von dieser Richtlinie sind vorgesehen :
a) bei bestimmten Parametern, die im Anhang mit (0 ) gekennzeichnet sind , wenn
   aussergewöhnliche meteorologische oder geographische Bedingungen vorliegen,
b) wenn das für den Fischbestand geeignete Süsswasser eine natürliche Anrei­
   cherung mit bestimmten Stoffen über die im Anhang festgelegten Grenswerte
   hinaus erfahrt «
Unter natürlicher Anreicherung ist der Prözess zu verstehen, durch den ein be­
stimmtes Wasservolumen ohne Eingriff des Menschen gewisse im Boden enthaltene
Stoffe aufhimmt «
Wenn ein Mitgliedstaat eine Abweichung vornimmt , so teilt er der Kommission dies
unverzüglich unter Angabe der Gründe und der Dauer mit »
 ---pagebreak---                                                          ENV/37Q/T6 - D
                               Artikel 11
Die für die an die Anpassung an den technischen Portachritt notwendigen Ände­
rungen der im Anhang aufgeführten
- Parameter ,
- Parameterwerte G und I.
– Analyseverfahren
werden von dera gemäss Artikel 10 der Richtlinie des Rates vom 8 » Dezember 1975
über die Qualität der Badegew&sser eingesetzten Ausschuss nach dem Verfahren des
Artikels 11, derselben Richtlinie beschlossen ..
                               Artikel 12
Die Mitgliedstaaten setzen die erforderlichen Rechts- und Verwaltungsvorschrieben
in Kraft , um dieser Richtlinie binnen zwei Jahren nach ihrer Bekanntgabe nachzu­
kommen, und setzen die Kommission hiervon unverzüglich in Kenntnis «
Die Mitgliedstaaten übermitteln der Kommission den Wortlaut der wichtigsten inner­
staatlichen Rechtsvorschriften, die sie auf dem unter diese Richtlinie fallendem
Gebiet erlassen»
                               Artikel 13
Diese Richtlinie ist an alle Mitgliedstaaten gerichtet .
                                          Geschehen zu Brüssel am
                                          Im Namen des Rates
                                          Der Präsident
 ---pagebreak---                                                                            - 1 -                                     HN/lïZ/ lb - D
                                                                           AIïEAIJG
-llgcmeine Bemerkung     Die im folgenden, für jeden Parameter angegebenen Werte entsprechen jeweils den. Fällen, in denen die Werte für die
                         anderen in diesem Anhang in Betracht gezogenen bzw. nicht in Betracht gezogenen Parameter günstig sind , was ins­
                         besondere bedeutet , dass die Konzentrationen an schädlichen Stoffen sehr schwach oder gleich Null sind «                     .
                              Salmoniden            Cypriniden-                                            MI HDEST-
          PARAMETER           gewasser              gewasser                   LiSALYSE-ODER K01TR0LL      HÄUFIGKEIT
                                                                                                                             BH-IEEIKUIIGEN
                                                                                        VERFAHREIî"        DER PROBS-
                                                                                                           UAHME UKD
                                                                                                           MESSUNG
 l ) Temperatur      °C                /    *)                                                             Alle drei  1 Zu plötzliche Temperatur-
 - in der warnen Jahres­               ^20 (0 )                 420 ( 0 )                                  Monate     i erhöhungen sind zu vermeiden
     zeit                                                                                                  wöchentlich] damit die Portpflanzung der
 - in der kalten Jahres­               <10 (0)               .</vlO
                                                                  10 ( 0 )                                 wenn Abwär-| Fische nicht beeinträchtigt
     zeit                     x) Die angegebenen Temperaturen gelten              Temperaturmessung        me vermutet| wird»
                              für Gewässer in Zonen , die sich unter di­                                   wird
                              rektem Einfluss von Abwärme befinden . Wenn
                              die natürliche Wassertemperatur die I-'./er-
                              te hicht überschreitet , können in den Ab-
                              wärme-Mischbereichen Erhöhungen um 1,5°C
                              für Salmonidengewässer und um 3°C für Cy-
                              prinidengewässer in allen Jahreszeiten zu­
                              gelassen werden «
  2 ) Geloster      ng/l      5<# >9"                             505S >7                                 Monatlich     Um die jahreszeitlich beding­
  Sauerstoff        0Λ       100% >7     957^7    ioof0 >5        95fi>5           Elekt ro chemi s che : Änderung vor ten Schwankungen der Sauer-
                                        100/, >5                                  Verfahren -             Tag zu Tag stoffgehalte zu berücksichti­
                                                                                                          ( 24h), je­ gen,. sind die zugrunde zu le­
                                                                                                          doch mindes­ genden Werte in Mindestkonzen-
                                                                                                          tens eine     trationen für 5Q$r 95/ und
                                                                                                          Probenahme j 100/3 der im Laufe eines Jah­
                                                                                                          je Stunde     res untersuchten Proben aus­
                                                                                                                        gedrückt (kumulierte Häufig –
                                                                                                                        keit ) .
                                                                                                                        W$rt I : öi-e Zeiträume , in •
                                                                                                                        denen die Konzentration des
                                                                                                                        ge losten Sauerstoffs unter 7
                                                                                                                        ng/l (Salmonidengeivässer)oder
                                                                                                                        unter 5mg/l ( Cyprinidengewäs-
                                                                                                                        ser ) liegt , müssen genügend
                                                                                                                        kurz sein, damit die Fische
                                                                                                                        keinen Schaden erleiden»
 ---pagebreak---                                                                   - 2 -                                             ELÏ7/370/76 - D
                                                                  χ-ιΙΕ-ι ^.'Κ5
    P/JL'JEBTER           Salmoniden­                                                                 IIIITDEST
                                               Cypriniden-              ;j.TÀLY3E- ODER K0ITTR0LL
                         •Tewässer                                                                  HÄUFIGKEIT              :-IERKUiCî3T
                                               gewasser                           • VERFAKRS1T
                                                                                                    DER PR0LE-
                                                                                                    KA1EI3 UHD
                         G                     G                                                    liESSUlTG
3 ) pH -Vfert      pli                                                   Slektrometrie                  Alle 3
                                   6-9 (0 )              6-9 (0 )
                                    *)                                   Eichung mittels zweier     ι-οη^β
                                                           ÎE)          Pufferlösungen nit be­          ν/ό'οϊιεηΐ-
                        ä) Die kunst liehen Schwankun^en dos pH-         kanntem pH- Wert in der
                                                                                                  *
                        Wortes gegenüber den "natürlichen" Werten                                 j lieh, wenn
                        dürfen in Bereich zwischen 6,0 und 9»0          Nahe und vorzugsweise     | chemische
                        nicht mehr als + 0,5 pH-Einheiten betra­
                                                                        beiderseits des zu mes­   | Ableitungen
                        gen, vorausgesetzt , dass durch diese            senden pH-Werts »        j vermutet
                                                                                                  I werden
                        Schwankungen die Schädlichkeit anderer
                        in Wasser vorhandener Stoffe nicht erhöht
                        wird *-
4 ) Suspendierte       £5 (0)                425 (0)                     Filtration über poröser                        Die angegebenen Werte sind
    Stoffe      nrr/l                                                   Membran 0,45 /u oder                            durchschnittliche Konzentr?v-
                                                                         Zent ri fugi erxsn ;                           tionen und gelten nicht für
                                                                         Trocknen bei 105° und                          suspendierte Stoffe nit schäd­
                                                                         Wieden «                                       lichen chemischen Eigen­
                                                                                                                        schaft en »
 ---pagebreak---                                                                                             - 3 -                                              EiTV/378/76 - D
                                                                                            jlîIHi'JJG
""           111 ■ ■ ■ ■      <
      PARÛTISTER           . I     ^aLnoniden-               Cvpriniden–                              •JL1LYSZ-ODER KOïfTROLL           MII1DEST
                                   Cewasser      •           gewasse'r                                         VERR'iCOT                HiiUFIGKUT           BHERXUÏÏGEIT
                                1                                                                                                       DER PR033-
                                I G            - I           G                    I                                                     Ü;JEIE mro .
                                                                                                                                        EESSUHG
   5) BS3 m~/l 02                 /3                       is                                        Bestimmung des 0? nach
                                                                                                     der WIIIKLZR-Hethode vor
                                                                                                     und nach fünft Etiler In­
                                                                                                 | kubation bei Dunkelheit j                         •   \
                                                                                                                                                         I
                                                       I                                       1 }I bei 20° -+ 1°C                 ji                '   I
                                                   ;   1                 ,
                                                                                                  I                                 1                    I                   »
                                                                                                                                            1      1     I
                                           I
                                                                                                                                                           i
   6) Phosphate nr/l              /        I                                                   1                                    1
                                                                                                                                    1
                                  ^ °> 2   !
                                                                                              <
                                                                                               i
                                                                                                     ^bsorptionsspe^ctrophoto-j
                                                                                                                                    i                    j
                                                                                               1
                     pV                                                                  .    I
                                                                                              1
                                                                                                    raetrie nach Rcduirtion de :3
                                                                              '                ! Pho sphorno lybdan-Kon-                               .1
                                                                                               1
                                                                         i                     1    plexes .
                                                                       _i                      1                                    1                    I
   7) Citrate m,-/l           !                                                                I                                      j                   I
                                                                                                    ■ubsorpt ionsspelrtrophoto- !                        i
                                                                                              1                                       1
                                                               •   • '  I                     i     aetrie nit oder ohne                                          *
                                                                           -    ■   . -       1     vorangehender Reduktion
                                                                                              i
                                                                                                    der Hitrate zu Nitriten »
                                                                             :               j                                      II
   à) ITitr.it e mg/l             < 0,0ρ
                 110
                                                           < 0,5                                    •u-bsorpt ions spekt rophot o-
                                                                                                    metrie
                                             !         I                i
   9 ) iinnoniun aj/l             4.0,^4 ! <a ' I
                         +
                                                                        ]    •■<1          ■ !      absorptions spelctrophoto- Monatlich
                                             I     ■ -I                                             netrie nit Indophenol-
     insgesamt     NE         |                                                         ■     i
                       4
                             j
                              1
                              l»      .    r
                                             !
                                             I
                                                       I
                                                       1
                                                         1
                                                            L„   :
                                                                        I
                                                                        ι                         ,
                                                                                                    blau
                                                                                                               .                                        1
                                                                                                                                                                          j 1
 ---pagebreak---                                                                                                                                ΕΗν/378/7β - Ώ
                                                                                     ;JI:ukî
                                                                                                                          MI1IDE3T
                                                                  Cypriniden-                iilALYSE-ODER XDiŒROLL-
       PAR^I-IEÏTEa                        Saloniden-                                                                      HÄUFIGKEIT
                                                                  ^ewasser                             VERFAHRHtl                              BMERKUÎTGEN'
                                           .- ewasser                                                                      DSR FR0J3-
                                                                                                                          ITAHMS UHD
                                                                                                                          messuihj
  10 ) Phenolhalti^e                                   0,005 (o )          4'°»°°5 (0 )      ..bsorptionsspektrophoto-     Alle zwei      Bei den anje~ebenen Herten
          VerbindunA-en                                  «)          •         ») ..         metrie :                     Monat e         ist das Vorhandensein von
                                    (k ) Höhere: Gehalte können bei hohen natür- I           - Paranitranilinnethode                      Chi orpheno len beriicksicht i --t .
                   CgH-OH m, 2 / 1 Jüchen         Gehalten toleriert werden. Die Ab- ; - 4-Ainino-Antipvrin-                           ! Wenn kein freies Chlor vor
                                    !weiohun~ von den natürlichen Werten musc ]\ nethode                                                ihanden ist , können die Wer ue
                                    lunter 0^005 nj/l liefen. Die phenolhalti- ;i                                                      J höher liefen.
                                       j"en Verbindungen dürfen nicht in solchen j
                                        fönzentrationen vorhanden sein, dass sie !
                                       den Wohlgeschmack des Fische- beeinträchtig
                                         ven .                                           i
                                                                                                                                                                          ■~t
    li ) Olkohlenwasser-                                  Χ                    »/            Visuelle und Geschmacks-j    "lle zwei
           stoffe                                                                            prüfun,-                  '  llonate
                                                                                                                       II          .   i                                       )
                                        ser nicht in solchen Lienjen vorhanden sein,                                   i               I
                                                                                                                                                                               i
                                       dass sie :
                                       r an der Wasseroberfläche einen sichtbaren
                                            Film bilden und das 2ett der Wasserläufe
                                            und Seen mit einer Schicht überziehen ;
                                       - c'sn Fischen einen wahrnehmbaren Kohlen­
                                       | wass^r^toff-Geschnack jeben ;                     I
                                                                                           I
                                       i- bei den Fischen Schäden verursachen.               ■
                                                                                           I
                                                                                                                        i   ;          Ii
                                                                                                                                     • 1
    12 ) Nicht ionisier- ]|                         j ^ 0,005            i ^0,025            Nessler-Methode in Ver­      xille zwei   iI
           tes
           Armonium m^/l |      /_     i
                                       i
                                                  !
                                                  <
                                                    I
                                                    I
                                                                         i
                                                                         !
                                                                                             bindung mit der Lest im­
                                                                                             mun." des pH-Wert es
                                                                                                                          Monat e      <                          ■ ■
                                                                         I
                             ML      |                                   I
...  ■ ■■■■■■ ■■■«m ■    . i .i ...
    13 ) Chlor          nij/l        ]                4 0,004              < 0,004           Pr.lin-iiethode              ulle zwei
                    H0C1             |                                                                                    Monat e
           nicht ionisiert !
                                     |
                                                   I
 ---pagebreak---                                                                - 5 -                                    53^/378/ 76 - Ό
                                                               ■AML'JÎG   '
                                                                                               MIÎJDEST
                            Salnonidert-      Cypriniden-              /JL'JJYSE-ODSR KOHTROLL HÄUFIGKEIT
     PJvPJiïîETER                                                                                                  BHSSaiOM}
                                              /rev/asser
                                                                                VERP/aïasT
                            .-rewasser                                                         DSR PROiiB-
                                                                                               irâï.IE UHD
                               G           I    G            I                                 HESSUHG
                                                                                                      t
13 ) Zink
     1
     Uôrte des "as-
      ç c-rs
                   mg/ 1 Zn
                                                       i •!            ~tona"bscrDtion         xille zwei
                                                                                               IJonate
                                                                                                                 Die Konzentrationen, die i .
                                                                                                                 Härtegraden zwischen 10 und
                                                                                                                 500 UQ/ I entsprechen, sind
                                                                                                                 durch Interpolation erreeb-
                                                                                                               . net « Kir Härtegrade unter
       (ng/l CaCO^)                                                                                              10 n~/l CaCOs liefert die
                                                                                                                 Berechnung der Konzentra- v
               10                      < 0,03            4M                                                      tioneh durch Extrapolation'
             • 30                      40,2              < 0,7                                                   keine verlässlichen Ergeb­
             100                       £0,3              £1,0                                                    nisse »
           . 500 .                     < 0,5             £2,0
 ---pagebreak---                                                                                          - 6 -                            ΠΓν7378/76 - 2
                                                                                          AITGA1IG
             15) Sonstige schädliche Stoffe (I-Wert fSr Salnoniden- und Cjprinidengewasser)
                           s) Abbaubare Stoffe                           . '                          ,         '
                               Die Konzentration der aibaubaren Stoffe, deren halbe Lebensdauer weniger de 96 Stunden beträft , •an,/ .„.ci;r . -   -   χ.
>-£S«t taulativen SttM haben, darf ^ deinem Zeitpunkt und <a keinen Ort 0,1 der tödlichen ion2entrat1onEEc.n.v;e!-.i
                               überschreiten« '              J                                     --                            -
 -.»1, Y *»> I.y r     '                             __                        ___                          "
                           "b) Persistente Stoffe \              " .      .
                               mim - - I " -  ■ " ■"    ~                                % _
                               Die Konzentration der persistenten Stoffe und/oder Stoffe nit kumulativem Effekt muss ro sein, dass sie keine uner
                               wünschten 3io-iUckunulationen hervorruft . Für bestimmte Stoffe darf diese ivonscntration .zu -einen Zeitpunkt und an
                                vein«n Ort 0,05 der tödlichen Konzentrationsschwelle überschreiten. Ferner darf            - - – • - * .
                         •      durchschnittliche Konzentration dieser Stoffe binnen 24 Stunden 0,01 der todlichen konzentrationsschwelle nicht
                                überschreiten. Pur sonstige Stoffe nit hoher Persistenz nuss der '^vjendungsfaktor" (unter .inwenaungsfak.or
                                versteht man den Faktor , mit den die tödlichen Konzentrationswerte zu -multiplizieren sind ,    •              ' ,
                                uo die Sicherheitskonzentration zu erhalten) von Fall zu Fall festgelegt werden»               ^            r™**™
                                 So darf zun Beispiel die Kadniunkonzentraticn zu keinen Zeitpunkt und an keinen Ort 0,002 der tödlichen konzen-
                                trationssohwclle uberschreiten«             ..
                                Ueispiele percis*ten*ter ^ uoffo odcr Stofie ni"t kuDdj-S/tivcci              •
                                 - crgani'sche . ïïalogenverbindungen                                                        .
                                 - or~anischc. Phosphorverbindungen                              -
i'                   '                      °             -j   .       .                     -           °        '
                                      organische Zinnv^rbundungcn- 1                  ^
    *                             - Kanzerogene Stoffe                             . : .                                                              -
                   •              - Quecksilber                                                *        . '
                                  - Kadniun                      -   -
                                  2-Iindesthaufigkeit der Probenahme und Kessung : alle zwei llonate« _
 ---pagebreak---                                                                      - 7 -                              EKV/3 7 8/76 - D
Gemische schädlicher Stoffe (I -Wert für Salmoniden- und Cyprinidengewässer)                                      -
Die Stoffe mit sjmergetischem oder antagonistischen Effekt dürfen bei der folgenden Berechnung nicht berücksichtigt werden.
Lediglich der Fa^.1 der schädlichen Stoffe mit additivem Effekt wird hier berücksichtig •
Bezeichnung :
V V ••••••••• Z& = Konzentrationen der verschiedenen in Genisch vorhandenen Stoffe ,
      ua» •*•«••••• Z„ s* zulässige Konzentrationen * der verschiedenen Stoffe , wenn sie isoliert auftreten}.
Die Konzentrationen der verschiedenen in Gemisch vorhandenen schädlichen Stoffe v/erden als zulässig erachtet , wenn folgendes
Verhältnis gegeben. ist :
                              :             A -, lî :               Z      '        ' :               7                             ;■
           ^                                 S         S              S      ^^
                                              Λ        **                             . ν ·
                                       ~■-   '•*<* ■ . c#  . ~       av                     *-  *;                       ' "*' •  .
                                       ;                  .    X         ;■ ' •                y , •/ : ■       '     .        ;.
->.ur der Summe der obigen Bruche sind Brüche wie                zu eliminieren, deren Werte unter 0.2 liegen»
                                                               X
I-linde st kontr o 1 Ihaufigkeit : Jecten Konat .
s Diese Konzentrati inen sind im Anhang durch "bestimmte Parameter festgelegt , für anderen» die nicht einzeln aufgeführt
     sind , sind diese von Fall zu Fall festzulegen .