CELEX: 62019CN0481
Language: de
Date: 2019-06-21 00:00:00
Title: Rechtssache C-481/19: Vorabentscheidungsersuchen der Corte costituzionale (Italien), eingereicht am 21. Juni 2019 – DB/Commissione Nazionale per le Società e la Borsa (Consob)

21.10.2019   
            
            
               DE
            
            
               Amtsblatt der Europäischen Union
            
            
               C 357/10
            
         
      Vorabentscheidungsersuchen der Corte costituzionale (Italien), eingereicht am 21. Juni 2019 – DB/Commissione Nazionale per le Società e la Borsa (Consob)
      (Rechtssache C-481/19)
      (2019/C 357/14)
      Verfahrenssprache: Italienisch
      
         Vorlegendes Gericht
      
      Corte costituzionale
      
         Parteien des Ausgangsverfahrens
      
      
         Kassationsbeschwerdeführer: DB
      
         Kassationsbeschwerdegegnerin: Commissione Nazionale per le Società e la Borsa (Consob)
      
         Vorlagefragen
      
      
                  1.
               
               
                  Sind Art. 14 Abs. 3 der Richtlinie 2003/6/EG (1), soweit er zeitlich noch anwendbar ist, und Art. 30 Abs. 1 Buchst. b der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 (2) dahin auszulegen, dass sie es den Mitgliedstaaten gestatten, denjenigen nicht mit einer Sanktion zu belegen, der sich weigert, auf Fragen der zuständigen Behörde zu antworten, aus denen sich seine Verantwortlichkeit für eine mit Verwaltungssanktionen „strafrechtlicher“ Natur belegte Zuwiderhandlung ergeben kann?
               
            
                  2.
               
               
                  Sind im Fall der Verneinung der ersten Frage Art. 14 Abs. 3 der Richtlinie 2003/6/EG, soweit er zeitlich noch anwendbar ist, und Art. 30 Abs. 1 Buchst. b der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 mit den Art. 47 und 48 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union, auch im Licht der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte zu Art. 6 EMRK und der gemeinsamen Verfassungsüberlieferungen der Mitgliedstaaten, vereinbar, soweit sie vorschreiben, denjenigen mit einer Sanktion zu belegen, der sich weigert, auf Fragen der zuständigen Behörde zu antworten, aus denen sich seine Verantwortlichkeit für eine mit Verwaltungssanktionen „strafrechtlicher“ Natur belegte Zuwiderhandlung ergeben kann?
               
            
         (1)  Richtlinie 2003/6/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 28. Januar 2003 über Insider-Geschäfte und Marktmanipulation (Marktmissbrauch) (ABl. 2003, L 96, S. 16).
      
         (2)  Verordnung (EU) Nr. 596/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. April 2014 über Marktmissbrauch (Marktmissbrauchsverordnung) und zur Aufhebung der Richtlinie 2003/6/EG des Europäischen Parlaments und des Rates und der Richtlinien 2003/124/EG, 2003/125/EG und 2004/72/EG der Kommission (ABl. 2014, L 173, S. 1).