# Verordnung über das Befahren der Bundeswasserstraßen in Nationalparken im Bereich der Nordsee  (Nordsee-Befahrensverordnung - NordSBefV)
Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis
NordSBefV
Ausfertigungsdatum: 25.04.2023
Vollzitat:
"Nordsee-Befahrensverordnung vom 25. April 2023 (BGBl. 2023 I Nr. 113)"
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Hinweise
Fußnote
(+++ Textnachweis ab: 28.4.2023 +++)
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Eingangsformel
Auf Grund des § 5 Satz 3 des Bundeswasserstraßengesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 23. Mai 2007 (BGBl. I S. 962; 2008 I S. 1980), der durch Artikel 335 der Verordnung vom 19. Juni 2020 (BGBl. I S. 1328) geändert worden ist, in Verbindung mit § 1 Absatz 2 des Zuständigkeitsanpassungsgesetzes vom 16. August 2002 (BGBl. I S. 3165) sowie dem Organisationserlass vom 8. Dezember 2021 (BGBl. I S. 5176) verordnet das Bundesministerium für Digitales und Verkehr im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz:
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§ 1 Zweck
Diese Verordnung regelt zum Schutz der Natur und Landschaft und der Tier- und Pflanzenwelt das Befahren der Bundeswasserstraßen in den nach Landesrecht in der Nordsee ausgewiesenen Nationalparken, um zur Erreichung der Schutzzwecke dieser Nationalparke beizutragen.
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§ 2 Sachlicher Geltungsbereich
Diese Verordnung regelt das Befahren der in den Nationalparken 
„Hamburgisches Wattenmeer“, entsprechend dem Gesetz über den Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer in der Fassung vom 9. April 1990 (HmbGVBl. S. 63), das zuletzt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 7. Februar 2017 (HmbGVBl. S. 43) geändert worden ist,
„Niedersächsisches Wattenmeer“, entsprechend dem Gesetz über den Nationalpark „Niedersächsisches Wattenmeer“ vom 11. Juli 2001 (Nds. GVBl. S. 443), das zuletzt durch Gesetz vom 22. September 2022 (Nds. GVBl. S. 578) geändert worden ist,
„Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer“, entsprechend dem Gesetz zum Schutze des schleswig-holsteinischen Wattenmeeres vom 17. Dezember 1999 (GVOBl. Schl.-H. S. 518), das zuletzt durch Artikel 19 der Verordnung vom 16. Januar 2019 (GVOBl. Schl.-H. S. 30, 36) geändert worden ist,
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§ 3 Räumlicher Geltungsbereich, Gebietsbestimmungen
(1) Der Geltungsbereich dieser Verordnung, die Allgemeinen Schutzgebiete, die Besonderen Schutzgebiete, die Schnellfahrkorridore, die Trennlinie für die allgemeine Geschwindigkeitsbegrenzung, die Erlaubniszonen, Schutzgebiets-Routen und Schutzgebiets-Wasserwanderwege werden in Übersichtskarten in Anlage 1
(2) Diese Verordnung gilt auf in den nach § 2 bezeichneten Nationalparken gelegenen Bundeswasserstraßen im Sinne des Bundeswasserstraßengesetzes. Der räumliche Geltungsbereich dieser Verordnung, die Allgemeinen Schutzgebiete und die Besonderen Schutzgebiete bestimmen sich entsprechend nach Anlage 2. Von dem räumlichen Geltungsbereich dieser Verordnung ist der Geltungsbereich des Abkommens zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung des Königreichs der Niederlande über die Schifffahrtsordnung in der Emsmündung vom 22. Dezember 1986 (BGBl. 1987 II S. 142) ausgenommen.
(3) Erlaubniszonen und Routen sind vorbehaltlich schifffahrtspolizeilicher Anordnungen im Einzelfall in Anlage 3 bestimmt.
(4) Der räumliche Geltungsbereich dieser Verordnung, die Allgemeinen Schutzgebiete und deren landesrechtliche Entsprechungen sowie die Besonderen Schutzgebiete mit den Schutzzeiten sind in den amtlichen Seekarten des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie dargestellt. Die Darstellung in den Seekarten soll innerhalb von zwölf Monaten nach Inkrafttreten dieser Verordnung erfolgen.
Die Anlagen 1 bis 3 werden als Anlageband zu dieser Ausgabe des Bundesgesetzblattes ausgegeben.
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§ 4 Begriffsbestimmungen
Im Sinne dieser Verordnung bedeutet 
Wasserfahrzeug: jedes Fortbewegungsmittel zu Wasser mit oder ohne Maschinenantrieb, insbesondere Boote, Schiffe und Sportgeräte, einschließlich nicht wasserverdrängender Fahrzeuge, Bodeneffektfahrzeuge und Wasserflugzeuge;
Fahrwasser: ein Fahrwasser im Sinne des § 2 Absatz 1 Nummer 1 der Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung oder des Artikels 1 Absatz 1 Nummer 2 der Schifffahrtsordnung Emsmündung;
Allgemeines Schutzgebiet: Teile der Bundeswasserstraße, die der „Schutzzone I“, „Ruhezone (Zone I)“ oder „Zone I“ der jeweils in § 2 Nummer 1 bis 3 genannten landesrechtlichen Vorschriften entsprechen und in Anlage 2 Abschnitt 2 bestimmt sind;
Besonderes Schutzgebiet: Teile der Bundeswasserstraße, die nach Anlage 2 Abschnitt 3 bestimmt sind;
Schutzzeiten: Kalendermäßig festgelegte Zeiten, die in Anlage 2 Abschnitt 3 bestimmt sind;
Schutzgebiets-Wasserwanderweg: eine Route für muskelkraftbetriebene Wasserfahrzeuge zum Befahren der Besonderen Schutzgebiete außerhalb der Fahrwasser, die in Anlage 3 Abschnitt C bestimmt ist;
Schutzgebiets-Route: eine Route zum Befahren der Besonderen Schutzgebiete außerhalb der Fahrwasser, die in Anlage 3 Abschnitt D bestimmt ist;
Schnellfahrkorridore: für den gewerblichen Verkehr zum Transport von Gütern und zur Beförderung von Personen in Anlage 3 Abschnitt E ausgewiesene Korridore;
Beste verfügbare Technik: ein technischer Entwicklungsstand, der entsprechend der Maßstäbe des Artikels 3 Nummer 10 der Richtlinie 2010/75/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 24. November 2010 über Industrieemissionen (integrierte Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung) (ABl. L 334 vom 17.12.2010, S. 17) auf Wasserfahrzeuge anzuwenden ist.
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§ 5 Allgemeine Pflichten der Verkehrsteilnehmer, Anordnungsbefugnis
(1) Die Verkehrsteilnehmer haben sich auf den Bundeswasserstraßen im Geltungsbereich dieser Verordnung so zu verhalten, dass Natur und Landschaft sowie Tier- und Pflanzenwelt nicht geschädigt oder mehr als nach den Umständen unvermeidbar gestört oder beeinträchtigt werden.
(2) Zur Wahrung der Schutzzwecke dieser Verordnung kann die Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt auf Antrag der örtlich zuständigen Naturschutzbehörde zur Abwehr einer konkreten Gefahr besondere Anordnungen im Einzelfall für Verkehrsteilnehmer in Allgemeinen Schutzgebieten und Besonderen Schutzgebieten treffen, nach denen ein bestimmtes Gebiet nicht zu befahren oder in einem bestimmten Gebiet eine Geschwindigkeit nicht zu überschreiten ist.
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§ 6 Verbote und Verkehrsführung
(1) Es ist untersagt, die Bundeswasserstraßen im Geltungsbereich dieser Verordnung mit Bodeneffekt- oder Luftkissenfahrzeugen und Wasserflugzeugen zu befahren.
(2) Es ist untersagt, die Bundeswasserstraßen im Geltungsbereich dieser Verordnung 
mit Wasserfahrzeugen, die von einem Drachen oder Flügel gezogen werden, insbesondere Kitesurfen, Wingsurfen,
mit maschinenangetriebenen Wassersportgeräten, insbesondere Wasserbobs, Wassermotorrädern oder angetriebenen Surfbrettern,
mit maschinenangetriebenen Wasserfahrzeugen, die für Sport- und Freizeitzwecke Wasserski oder sonstige Schwimmkörper ziehen,
mit Wasserfahrzeugen, die einen Drachen oder einen Fallschirm ziehen,
(3) Ferner ist es untersagt, 
sich in den Allgemeinen Schutzgebieten oder in den Besonderen Schutzgebieten mit Wasserfahrzeugen trockenfallen zu lassen oder
Besondere Schutzgebiete während der jeweiligen Schutzzeiten für Robben, Vögel oder Seegraswiesen außerhalb der Fahrwasser
(4) Die Absätze 1 bis 3 berühren nicht die weitergehenden Verkehrsregelungen der Seeschifffahrtstraßen-Ordnung oder der Schifffahrtsordnung Emsmündung. Satz 1 gilt nicht für diejenigen Regelungen der Seeschifffahrtstraßen-Ordnung oder der Schifffahrtsordnung Emsmündung, die das Befahren abweichend von Absatz 1 bis 3 auf bestimmten Wasserflächen erlauben.
(5) Das Verlassen eines Wasserfahrzeugs in Allgemeinen Schutzgebieten und in Besonderen Schutzgebieten ist zum Zwecke des Befahrens nur dann erlaubt, wenn dies aus Gründen der Sicherheit und der Leichtigkeit des Verkehrs zur Sicherstellung der Fahrtauglichkeit und Ausstattung des Wasserfahrzeugs dringend geboten ist.
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§ 7 Geschwindigkeitsbegrenzungen
(1) Soweit diese Verordnung nichts anderes bestimmt, ist es untersagt, mit einem Wasserfahrzeug, das durch Maschinenkraft angetrieben wird, schneller als 12 Knoten
(2) Abweichend von Absatz 1 ist es untersagt, mit einem Wasserfahrzeug, das durch Maschinenkraft angetrieben wird, 
schneller als 16 Knoten über Grund in Fahrwasser außerhalb der Besonderen Schutzgebiete,
schneller als 8 Knoten über Grund in den Besonderen Schutzgebieten außerhalb der dort befindlichen Fahrwasser und vorbehaltlich der Zulässigkeit des Befahrens außerhalb der Schutzzeiten
(3) Abweichend von Absatz 1 und vorbehaltlich des Absatzes 2 ist es untersagt, mit einem Wasserfahrzeug, das durch Maschinenkraft angetrieben wird, seeseitig der Basislinie schneller als 16 Knoten über Grund zu fahren. Für die Unterbrechungen der Basislinie bei den Ostfriesischen Inseln gelten als maßgebliche Linien 
die kürzeste Verbindung zwischen den Basislinienpunkten, an denen die Basislinie unterbrochen ist,
die kürzeste Verbindung zwischen der Westbake auf der Insel Juist und der Ostbake auf der Insel Borkum sowie
die kürzeste Verbindung zwischen dem Rundumfeuer Borkums und der Nationalparkgrenze im Westen.
(4) Abweichend von Absatz 3 gelten die Absätze 1 und 2 innerhalb eines Radius von drei Seemeilen vom nördlichen Basislinienpunkt bei Amrum und innerhalb eines Radius von drei Seemeilen vom Basislinienpunkt bei Eiderstedt.
(5) Zum Transport von Gütern und zur Beförderung von Personen darf ein gewerblich eingesetztes Wasserfahrzeug nur 
in Schnellfahrkorridoren, die in Anlage 3 Abschnitt E bestimmt sind,
in Fahrwassern, sofern es sich um ein Fahrgastschiff handelt, das vor dem 15. Februar 1995 seit mindestens sechs Monaten in der Watten- oder Helgolandfahrt eingesetzt worden ist,
(6) Die Berechtigung, ein Fahrgastschiff nach Absatz 5 Nummer 2 bis zu 24 Knoten zu fahren, geht von dem bisherigen Fahrgastschiff auf dasjenige Fahrgastschiff über, das im entsprechenden Fahrtgebiet eingesetzt wird und das bei Kiellegung oder bei Beginn der Umbauarbeiten die beste verfügbare Technik im Hinblick auf Wellenbildung und Emissionen im Sinne des § 3 Absatz 3 des Bundes-Immissionsschutzgesetzes verwendet. Dies ist durch ein Gutachten eines wissenschaftlichen Versuchsinstituts, das seinen Sitz in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum hat und Mitglied im Advisory Board der International Towing Tank Conference Association ist, oder einer anerkannten Klassifikationsgesellschaft zu belegen. Der erste Einsatz des Ersatzfahrzeuges darf nicht später als 36 Monate nach Kiellegung oder nach Beginn der Umbauarbeiten erfolgen.
(7) Die Absätze 1 bis 5 berühren nicht die weitergehenden Regelungen der Seeschifffahrtstraßen-Ordnung oder der Schifffahrtsordnung Emsmündung und gelten nicht in den in Anlage 3 Abschnitt A bezeichneten Erlaubniszonen für die betreffende Nutzung.
1 Knoten (kn) = 1,852 km/h; 8 kn = 14,8 km/h; 12 kn = 22,2 km/h; 16 kn = 29,6 km/h; 24 kn = 44,4 km/h.
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§ 8 Ausnahmen und Befreiungen
(1) Die Verbote nach § 6 Absatz 3 Satz 1 gelten nicht für das Befahren 
zur Wahrnehmung hoheitlicher Aufgaben, wenn dies zu deren Erfüllung erforderlich ist,
zur Überwachung und Reparatur von Rohrleitungen und Kabeln nach rechtzeitiger Anmeldung bei der örtlich zuständigen Strom- und Schifffahrtspolizeibehörde,
zu Seenot-Rettungseinsätzen,
zu Forschungszwecken staatlicher Forschungseinrichtungen des Bundes, der Länder oder eines Mitgliedstaates der Europäischen Union,
mit Wasserfahrzeugen bei der rechtmäßigen Ausübung der gewerbsmäßigen Fischerei sowie
bei Seenot oder zur Vermeidung sonstiger Gefahren für Leib und Leben.
(2) Die Geschwindigkeitsbegrenzungen nach § 7 gelten nicht für das Befahren 
zur Wahrnehmung hoheitlicher Aufgaben, wenn dies zu deren Erfüllung erforderlich ist,
zu Seenot-Rettungseinsätzen,
bei Seenot oder zur Vermeidung sonstiger Gefahren für Leib und Leben.
(3) Sofern dies mit dem Schutzzweck der Verordnung vereinbar ist, kann die Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt im Benehmen mit der örtlich zuständigen Naturschutzbehörde im Einzelfall Befreiungen von den Verboten des § 6 Absatz 1 bis 3 oder des § 7 erteilen, wenn 
die Einhaltung der Verbote zu einer nicht beabsichtigten und unzumutbaren Härte führen würde oder
dies aus Gründen des überwiegenden öffentlichen Interesses notwendig ist.
(4) § 5 Absatz 2, §§ 6 und 7 gelten nicht für folgende Teile der Bundeswasserstraßen 
im Schleswig-Holsteinischen Wattenmeer das Elbfahrwasser,
im Niedersächsischen Wattenmeer: a)das Verkehrstrennungsgebiet „Terschelling German Bight“,b)die Fahrwasserbereiche der Jade östlich der Ruhezone I/51 nach dem Gesetz über den Nationalpark „Niedersächsisches Wattenmeer“ entsprechend der Darstellung in Anlage 1.
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§ 9 Änderung der Gebietsbestimmungen
Die nach § 3 Absatz 2 in Verbindung mit Anlage 2 eingetragenen Allgemeinen Schutzgebiete und Besonderen Schutzgebiete sollen alle fünf Jahre in den Seekarten aktualisiert werden. Die nach § 3 Absatz 3 in Verbindung mit Anlage 3 erfolgenden Ausweisungen sollen für zehn Jahre Bestand haben.
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§ 10 Ordnungswidrigkeiten
Ordnungswidrig im Sinne des § 50 Absatz 1 Nummer 2 des Bundeswasserstraßengesetzes handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig 
einer vollziehbaren Anordnung nach § 5 Absatz 2 zuwiderhandelt,
entgegen § 6 Absatz 1, 2 Satz 1 oder Absatz 3 Satz 1 Nummer 2 eine Bundeswasserstraße oder ein Schutzgebiet befährt,
entgegen § 6 Absatz 3 Satz 1 Nummer 1 sich trockenfallen lässt,
entgegen § 7 Absatz 1, 2, 3 Satz 1, auch in Verbindung mit § 7 Absatz 4, oder entgegen § 7 Absatz 5 mit einem Wasserfahrzeug schneller als mit der dort genannten Geschwindigkeit fährt oder
einer vollziehbaren Auflage nach § 8 Absatz 3 Satz 2 zuwiderhandelt.
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§ 11 Evaluierung
Zehn Jahre nach Inkrafttreten dieser Verordnung werden die Regelungen der Verordnung aufgrund einer Evaluierung des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr erneut bewertet. Die Bewertung erfolgt auf Grundlage der bis dahin weiterentwickelten, gebietsbezogenen Erkenntnisse über Störungen und Wirkzonen und den dann aktuellen Populationsverteilungen. Das Konzept der Evaluierung ist mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz abzustimmen.
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§ 12 Inkrafttreten, Außerkrafttreten
Diese Verordnung tritt am Tag nach ihrer Verkündung in Kraft. Gleichzeitig tritt die Verordnung über das Befahren der Bundeswasserstraßen in Nationalparken im Bereich der Nordsee in der Fassung der Bekanntmachung vom 15. Februar 1995 (BGBl. I S. 211), die zuletzt durch Artikel 28 der Verordnung vom 2. Juni 2016 (BGBl. I S. 1257) geändert worden ist, außer Kraft.
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Anlage 1
(zu § 3 Absatz 1)
(zu § 3 Absatz 1)
Übersichtskarten Nordsee-Befahrensverordnung
(Fundstelle: BGBl. 2023 I Nr. 113 Anlageband, S. 2 - 3)
Übersichtskarte nach § 3 Absatz 1 der Nordsee-Befahrensverordnung, nördlicher Teil
Übersichtskarte nach § 3 Absatz 1 der Nordsee-Befahrensverordnung, westlicher Teil
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Anlage 2
(zu § 3 Absatz 2 Satz 2, § 6 Absatz 3, § 9 Satz 1)
(zu § 3 Absatz 2 Satz 2, § 6 Absatz 3, § 9 Satz 1)
Geltungsbereich, Allgemeine Schutzgebiete, Besondere Schutzgebiete
(Fundstelle: BGBl. 2023 I Nr. 113 Anlageband, S. 4 - 219)
Abschnitt 1 – Geltungsbereich
Die Verordnung gilt gemäß § 3 Absatz 2 innerhalb folgender Koordinaten; die durch die Koordinaten gebildeten Flächen sind entsprechend Anlage 1 zu bilden.
I. Hamburg
II. Niedersachsen
III. Schleswig-Holstein
Abschnitt 2 – Allgemeine Schutzgebiete
Im Geltungsbereich dieser Verordnung gemäß § 3 Absatz 2 werden folgende Gebiete als Allgemeine Schutzgebiete ausgewiesen; die durch die Koordinaten gebildeten Flächen sind entsprechend Anlage 1 zu bilden; die Besonderen Schutzgebiete können die Allgemeinen Schutzgebiete überlagern.
I. Hamburg
II. Niedersachsen
III. Schleswig-Holstein
Abschnitt 3 – Besondere Schutzgebiete
Im Geltungsbereich dieser Verordnung gemäß § 3 Absatz 2 werden folgende Gebiete als Besondere Schutzgebiete ausgewiesen; die durch die Koordinaten gebildeten Flächen sind entsprechend Anlage 1 zu bilden. Die Schutzzeiten für diese Gebiete beginnen am 15. April und enden am 1. Oktober eines Jahres, es sei denn, dass nachfolgend für das jeweilige Gebiet eine ganzjährige oder sonst abweichende Schutzzeit bestimmt wird.
I. Hamburg (ganzjährige Schutzzeit)
II. Niedersachsen
1. Sahlenburg (ganzjährige Schutzzeit)
2. Bakenloch/Kleinwatt
3. Küstennahes Watt zwischen Spieka-Neufeld und Arensch (ganzjährige Schutzzeit)
4. Küstennahes Watt zwischen Cappel-Neufeld und Spieka-Neufeld (ganzjährige Schutzzeit)
5. Küstennahes Watt zwischen Dorum-Neufeld und Cappel-Neufeld (ganzjährige Schutzzeit)
6. Großer Knechtsand
7. Tegeler Plate
8. Robbenplate
9. Misselwarder Watt (ganzjährige Schutzzeit)
10. Langlütjen (ganzjährige Schutzzeit)
11. Große Plate, nördlich
12. Butjadingen Nordspitze (ganzjährige Schutzzeit)
13. Hohe Weg Watt
14. Solthörner Watt (ganzjährige Schutzzeit)
15. Würdeleher Sand
16. Jadebusen (ganzjährige Schutzzeit)
17. Blaue Balje/Mittelbalje und Minsener Oog
18. Crildumer Siel (ganzjährige Schutzzeit)
19. Wangerooge, Salinenbucht und östliches Rückseitenwatt (ganzjährige Schutzzeit)
20. Vorgelagerte Flächen vor Elisabeth-Außengroden (ganzjährige Schutzzeit)
21. Hoher Rücken/Breite Legde/Langer Jan
22. Martensplate
23. Vorgelagerte Flächen zwischen Neuharlingersiel und Harlesiel (ganzjährige Schutzzeit)
24. Bakenplate
25. Spiekeroog, Inselwatt (ganzjährige Schutzzeit)
26. Spiekeroog, Alter Anleger (ganzjährige Schutzzeit)
27. Janssand
28. Bensersiel, vorgelagerte Flächen östlich Hafenzufahrt (ganzjährige Schutzzeit)
29. Langeoog – Rückseitenwatt (ganzjährige Schutzzeit)
30. Langeoog Flinthörn (ganzjährige Schutzzeit)
31. Damsumer Sand (ganzjährige Schutzzeit)
32. Vorgelagerte Flächen zwischen Neßmersiel und Dornumersiel (ganzjährige Schutzzeit)
33. Baltrum, Rückseitenwatt (ganzjährige Schutzzeit)
34. Norderney, Rückseitenwatt (ganzjährige Schutzzeit)
35. Vorgelagerte Flächen zwischen Norddeich und Neßmersiel (ganzjährige Schutzzeit)
36. Kopersandpriel
37. Juist Kalfamer (ganzjährige Schutzzeit)
38. Memmert/Kachelotplate (ganzjährige Schutzzeit)
39. Borkum – südlich Ostland (ganzjährige Schutzzeit)
40. Borkum – Ostende
41. Borkum – Hohes Riff
42. Borkum Ronde Plate (ganzjährige Schutzzeit)
43. Blindes Randzelgat/Lütje Hörn
44. Leyhörn (ganzjährige Schutzzeit)
45. Leybucht/Schweinsrücken (ganzjährige Schutzzeit)
46. Krummhörn
III. Schleswig-Holstein
1. Königshafen List/Sylt
2. Nördlich Hindenburgdamm
3. Südlich Hindenburgdamm
4. Knobsand (ganzjährige Schutzzeit)
5. Jungnamensand (ganzjährige Schutzzeit)
6. Föhrer Ley
7. Schweinsrücken
8. Habel
9. Beensley
10. Schmaltief
11. Nordfriesische Außensände
12. Engde/Heversteert/Korbbakensand
13. Lorenzplate
14. Tümlauer Bucht
15. Blauortsand
16. D-Steert
17. Trischen
18. Marner Plate
19. Schatzkammer/Klotzenloch
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Anlage 3
(zu § 3 Absatz 3, § 6 Absatz 2 Satz 2, § 6 Absatz 3 Satz 2, § 7 Absatz 7, § 9 Satz 2)
(zu § 3 Absatz 3, § 6 Absatz 2 Satz 2, § 6 Absatz 3 Satz 2, § 7 Absatz 7, § 9 Satz 2)
Erlaubniszonen und Routen für Sport- und Freizeitzwecke sowie für die gewerbliche Nutzung
Es gelten vorbehaltlich des § 6 Absatz 4 im Geltungsbereich gemäß § 3 Absatz 2 folgende Bereichsausweisungen:
Abschnitt A. Kitesurfen und ähnliche Sportarten (Ausnahme zu § 6 Absatz 2 Satz 1 Nummer 1)
Das Kitesurfen und ähnliche Sportarten sind nach Maßgabe folgender Bestimmungen erlaubt:
I. Niedersachsen
1. Cuxhaven – Kugelbake (ab drei Stunden vor bis drei Stunden nach Hochwasser)
2. Cuxhaven – Sahlenburg (ab vier Stunden vor bis vier Stunden nach Hochwasser)
3. Dorum – Neufeld (ab drei Stunden vor bis drei Stunden nach Hochwasser)
4. Wremen (ab dreieinhalb Stunden vor bis dreieinhalb Stunden nach Hochwasser)
5. Burhave
6. Tossens (ab drei Stunden vor bis drei Stunden nach Hochwasser)
7. Eckwarderhörne
8. Eckwarderhörne – Badestrand (ab dreieinhalb Stunden vor bis drei Stunden nach Hochwasser)
9. Dangast
10. Hooksiel
11. Schillig
12. Wangerooge – Nordstrand (ab drei Stunden nach Sonnenaufgang)
13. Wangerooge – Westkopf
14. Harlesiel (ab dreieinhalb Stunden vor bis dreieinhalb Stunden nach Hochwasser)
15. Neuharlingersiel (ab dreieinhalb Stunden vor bis dreieinhalb Stunden nach Hochwasser)
16. Spiekeroog (ab drei Stunden nach Sonnenaufgang)
17. Langeoog – Nordstrand (ab drei Stunden nach Sonnenaufgang)
18. Langeoog – Weststrand
19. Bensersiel
20. Dornumersiel (ab drei Stunden vor bis drei Stunden nach Hochwasser)
21. Baltrum – Nordstrand (ab drei Stunden nach Sonnenaufgang)
22. Baltrum – Südstrand (vom 01.04. bis 30.11. eines Jahres)
23. Norddeich
24. Norderney – Nordstrand (ab drei Stunden nach Sonnenaufgang)
25. Norderney – Westkopf
26. Norderney – Riffgat (vom 01.04. bis 31.10. eines Jahres)
27. Juist – Nordstrand (ab drei Stunden nach Sonnenaufgang jenseits der Erholungszone)
28. Juist – Südseite (von drei Stunden vor bis drei Stunden nach Hochwasser vom 01.04. bis 31.10. eines Jahres)
29. Borkum – Nordstrand (ab drei Stunden nach Sonnenaufgang)
30. Borkum – Südstrand
II. Schleswig-Holstein
1. Sylt – List (ab drei Stunden vor bis drei Stunden nach Hochwasser)
2. Sylt – Westküste
3. Sylt Hörnum (ab drei Stunden vor bis drei Stunden nach Niedrigwasser)
4. Dagebüll
5. Föhr – Ost
6. Föhr – West
7. Föhr – Süd
8. Amrum – Seeseite
9. Amrum – Wittdün
10. Schlüttsiel
11. Lüttmoorsiel
12. Holmer Siel
13. Pellworm
14. Dreisprung
15. Husum – Dockkoog
16. Simonsberg-Lundenbergsand
17. Westerhever
18. St. Peter-Ording
19. Vollerwiek
20. Büsum
21. Büsum – Ost
22. Meldorfer Bucht
Abschnitt B. Ausstiegs- und Aufenthaltsstellen Wassersportler (Ausnahmen zu § 6 Absatz 3 Satz 1 Nummer 1)
Das Trockenfallen und der sonstige Aufenthalt ist in folgenden Bereichen in einem Radius von 200 m erlaubt, sofern nicht etwas anderes bestimmt ist. Die mit * gekennzeichneten Bereiche sind nur für Kanuten und ähnliche, muskelkraftbetriebene Kleinfahrzeuge bestimmt.
I. Hamburg
II. Niedersachsen
III. Schleswig-Holstein
Abschnitt C. Schutzgebiets-Wasserwanderweg (Ausnahme zu § 6 Absatz 3 Satz 1 Nummer 2)
Folgende Strecken können mit muskelkraftbetriebenen Wasserfahrzeugen auch während der Schutzzeiten befahren oder zum Aufenthalt genutzt werden. Sie sind 250 m breit; sie erstrecken sich dabei auf 125 m auf jeder Seite der durch die Koordinaten entstehenden Linien.
Schleswig-Holstein
Abschnitt D. Schutzgebiets-Routen (Ausnahmen zu § 6 Absatz 3 Satz 1 Nummer 2)
Folgende Strecken können mit Wasserfahrzeugen auch während der Schutzzeiten befahren werden. Sie sind 250 m breit; sie erstrecken sich dabei auf 125 m auf jeder Seite der durch die Koordinaten entstehenden Linien.
I. Niedersachsen
II. Schleswig-Holstein
Abschnitt E. Schnellfahrkorridore (zu § 7 Absatz 5 Nummer 1)
In folgenden Korridoren können gewerblich genutzte Boote und Schiffe bis zu 24 Knoten fahren. Die in Fahrwasser liegenden Korridore werden in der Breite durch das Fahrwasser begrenzt. Ansonsten haben die Korridore eine Breite von 500 m, wobei Koordinatenangaben und Ansteuerungstonnen die Mitte des Korridors bezeichnen.
I. Niedersachsen
II. Schleswig-Holstein

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