# Verordnung zum Schutz der Oberflächengewässer1  (Oberflächengewässerverordnung - OGewV)
Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis
OGewV
Ausfertigungsdatum: 20.06.2016
Vollzitat:
"Oberflächengewässerverordnung vom 20. Juni 2016 (BGBl. I S. 1373), die zuletzt durch Artikel 2 Absatz 4 des Gesetzes vom 9. Dezember 2020 (BGBl. I S. 2873) geändert worden ist"
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Hinweise
Diese Verordnung dient der Umsetzung der –Richtlinie 2000/60/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. Oktober 2000 zur Schaffung eines Ordnungsrahmens für Maßnahmen der Gemeinschaft im Bereich der Wasserpolitik (ABl. L 327 vom 22.12.2000, S. 1), die zuletzt durch die Richtlinie 2014/101/EU (ABl. L 311 vom 31.10.2014, S. 32) geändert worden ist,–Richtlinie 2008/105/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 2008 über Umweltqualitätsnormen im Bereich der Wasserpolitik und zur Änderung und anschließenden Aufhebung der Richtlinien des Rates 82/176/EWG, 83/513/EWG, 84/156/EWG, 84/491/EWG und 86/280/EWG sowie zur Änderung der Richtlinie 2000/60/EG (ABl. L 348 vom 24.12.2008, S. 84), die zuletzt durch die Richtlinie 2013/39/EU (ABl. L 226 vom 24.8.2013, S. 1) geändert worden ist,–Richtlinie 2009/90/EG der Kommission vom 31. Juli 2009 zur Festlegung technischer Spezifikationen für die chemische Analyse und die Überwachung des Gewässerzustands gemäß der Richtlinie 2000/60/EG des Europäischen Parlaments und des Rates (ABl. L 201 vom 1.8.2009, S. 36),–Richtlinie 2014/101/EU der Kommission vom 30. Oktober 2014 zur Änderung der Richtlinie 2000/60/EG des Europäischen Parlaments und des Rates zur Schaffung eines Ordnungsrahmens für Maßnahmen der Gemeinschaft im Bereich der Wasserpolitik (ABl. L 311 vom 31.10.2014, S. 32),–Beschluss 2013/480/EU der Kommission vom 20. September 2013 zur Festlegung der Werte für die Einstufungen des Überwachungssystems des jeweiligen Mitgliedstaats als Ergebnis der Interkalibrierung gemäß der Richtlinie 2000/60/EG des Europäischen Parlaments und des Rates und zur Aufhebung der Entscheidung 2008/915/EG (ABl. L 266 vom 8.10.2013, S. 1, L 102 vom 5.4.2014, S. 22).
Fußnote
(+++ Textnachweis ab: 24.6.2016 +++)
(+++ Zur Anwendung vgl. Anlage 8, Anlage 10 +++)
(+++ Amtlicher Hinweis des Normgebers auf EG-Recht:
Umsetzung der
EGRL   60/2000          (CELEX Nr: 32000L0060)
EGRL  105/2008          (CELEX Nr: 32008L0105)
EGRL   90/2009          (CELEX Nr: 32009L0090)
EURL  101/2014          (CELEX Nr: 32014L0101)
EUBes 480/2013          (CELEX Nr: 32013D0480) +++)
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Inhaltsübersicht
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§ 1 Zweck
Diese Verordnung dient dem Schutz der Oberflächengewässer und der wirtschaftlichen Analyse der Nutzungen ihres Wassers.
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§ 2 Begriffsbestimmungen
Für diese Verordnung gelten folgende Begriffsbestimmungen: 
OberflächengewässerOberirdische Gewässer nach § 3 Nummer 1 des Wasserhaushaltsgesetzes, einschließlich der Übergangsgewässer nach Nummer 2 sowie Küstengewässer nach § 7 Absatz 5 Satz 2 des Wasserhaushaltsgesetzes; bei Anforderungen an den chemischen Zustand von Küstengewässern gilt die Begriffsbestimmung des § 3 Nummer 2 des Wasserhaushaltsgesetzes;
ÜbergangsgewässerDie Oberflächenwasserkörper in der Nähe von Flussmündungen, die auf Grund ihrer Nähe zu den Küstengewässern einen gewissen Salzgehalt aufweisen, aber im Wesentlichen von Süßwasserströmungen beeinflusst werden;
Umweltqualitätsnorm (UQN)Die Konzentration eines bestimmten Schadstoffs oder einer bestimmten Schadstoffgruppe, die in Wasser, Schwebstoffen, Sedimenten oder Biota aus Gründen des Gesundheits- und Umweltschutzes nicht überschritten werden darf;
Prioritäre StoffeStoffe, die in Anlage 8 Tabelle 1 Spalte 8 aufgeführt sind;
Bestimmte andere SchadstoffeStoffe, die in Anlage 8 Tabelle 1 Spalte 9 aufgeführt sind;
Flussgebietsspezifische SchadstoffeSpezifische synthetische und spezifische nichtsynthetische Schadstoffe, die in Anlage 6 aufgeführt sind;
Natürliche HintergrundkonzentrationKonzentration eines Stoffes in einem Oberflächenwasserkörper, die nicht oder nur sehr gering durch menschliche Tätigkeiten beeinflusst ist.
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§ 3 Lage, Grenzen und Zuordnung der Oberflächenwasserkörper; typspezifische Referenzbedingungen
Nach Maßgabe der Anlage 1 werden folgende Bestimmungen zum 22. Dezember 2019 durch die zuständige Behörde überprüft und gegebenenfalls aktualisiert: 
die Festlegung von Lage und Grenzen der Oberflächenwasserkörper,
die Einteilung von Oberflächenwasserkörpern innerhalb einer Flussgebietseinheit in Kategorien,
die Unterscheidung der Kategorien von Oberflächenwasserkörpern nach Typen,
die Einstufung von Oberflächenwasserkörpern als künstlich oder als erheblich verändert und
die Festlegung von typspezifischen Referenzbedingungen.
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§ 4 Zusammenstellung der Gewässerbelastungen und Beurteilung ihrer Auswirkungen; Bestandsaufnahme der Emissionen, Einleitungen und Verluste
(1) Nach Maßgabe der Anlage 2 wird Folgendes zum 22. Dezember 2019 durch die zuständige Behörde überprüft und gegebenenfalls aktualisiert: 
die Zusammenstellungen von Daten zu Art und Ausmaß der durch menschliche Tätigkeit verursachten (anthropogenen) signifikanten Belastungen der Oberflächenwasserkörper,
die Beurteilungen auf Grund der Zusammenstellungen nach Nummer 1, wie empfindlich die Oberflächenwasserkörper auf die Belastungen reagieren, und
die Ermittlungen und Beschreibungen von Oberflächenwasserkörpern, die die für die Gewässer festgelegten Bewirtschaftungsziele nach den §§ 27 und 44 des Wasserhaushaltsgesetzes nicht erreichen.
(2) Die zuständige Behörde aktualisiert die für jede Flussgebietseinheit zum 22. Dezember 2013 erstellte Bestandsaufnahme der Emissionen, Einleitungen und Verluste aller prioritären Stoffe und bestimmter anderer Schadstoffe einschließlich der Konzentrationen der in Anlage 8 Tabelle 1 genannten Stoffe in Biota, Schwebstoffen oder Sedimenten im Rahmen der Überprüfung nach Absatz 1 auf der Grundlage folgender Informationen und Bestimmungen: 
der Informationen nach Absatz 1,
der Bestimmungen nach § 3,
der im Rahmen der Überwachung nach § 10 gewonnenen Informationen,
der Informationen nach § 2 Absatz 2 Satz 1 des Gesetzes zur Ausführung des Protokolls über Schadstofffreisetzungs- und -verbringungsregister vom 21. Mai 2003 sowie zur Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 166/2006 vom 6. Juni 2007 (BGBl. I S. 1002), das durch Artikel 1 des Gesetzes vom 9. Dezember 2020 (BGBl. I S. 2873) geändert worden ist, sowie
anderer verfügbarer Daten, Karten und Modelluntersuchungen.
(3) Der Referenzzeitraum für die Erfassung der Werte in den aktualisierten Bestandsaufnahmen ist das Jahr, vor dem die Aktualisierung abzuschließen ist. Für prioritäre Stoffe oder bestimmte andere Schadstoffe, die jeweils Wirkstoffe im Sinne des Artikels 2 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21. Oktober 2009 über das Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmitteln und zur Aufhebung der Richtlinien 79/117/EWG und 
91/414/EWG des Rates (ABl. L 309 vom 24.11.2009, S. 1), die zuletzt durch die Verordnung (EU) Nr.
652/2014 (ABl. L 189 vom 27.6.2014, S. 1) geändert worden ist, sind, kann auch der Durchschnittswert der letzten drei Jahre vor Abschluss der Aktualisierung verwendet werden.
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§ 5 Einstufung des ökologischen Zustands und des ökologischen Potenzials
(1) Die Einstufung des ökologischen Zustands eines Oberflächenwasserkörpers richtet sich nach den in Anlage 3 aufgeführten Qualitätskomponenten. Die zuständige Behörde stuft den ökologischen Zustand eines Oberflächenwasserkörpers nach Maßgabe von Anlage 4 Tabellen 1 bis 5 in die Klassen sehr guter, guter, mäßiger, unbefriedigender oder schlechter Zustand ein.
(2) Die Einstufung des ökologischen Potenzials eines künstlichen oder erheblich veränderten Oberflächenwasserkörpers richtet sich nach den in Anlage 3 aufgeführten Qualitätskomponenten, die für diejenige Gewässerkategorie nach Anlage 1 Nummer 1 gelten, die dem betreffenden Wasserkörper am ähnlichsten ist. Die zuständige Behörde stuft das ökologische Potenzial nach Maßgabe von Anlage 4 Tabellen 1 und 6 in die Klassen höchstes, gutes, mäßiges, unbefriedigendes oder schlechtes Potenzial ein.
(3) Bei der Einstufung nach Absatz 1 oder Absatz 2 sind die in Anlage 5 aufgeführten Verfahren und Werte zu verwenden.
(4) Maßgebend für die Einstufung des ökologischen Zustands oder des ökologischen Potenzials ist die jeweils schlechteste Bewertung einer der biologischen Qualitätskomponenten nach Anlage 3 Nummer 1 in Verbindung mit Anlage 4. Bei der Bewertung der biologischen Qualitätskomponenten sind die hydromorphologischen Qualitätskomponenten nach Anlage 3 Nummer 2 sowie die entsprechenden allgemeinen physikalisch-chemischen Qualitätskomponenten nach Anlage 3 Nummer 3.2 in Verbindung mit Anlage 7 zur Einstufung unterstützend heranzuziehen.
(5) Wird eine Umweltqualitätsnorm oder werden mehrere Umweltqualitätsnormen nach Anlage 3 Nummer 3.1 in Verbindung mit Anlage 6 nicht eingehalten, ist der ökologische Zustand oder das ökologische Potenzial höchstens als mäßig einzustufen. Hierbei gilt für Stoffe mit überarbeiteten Umweltqualitätsnormen und für neu geregelte Stoffe Folgendes: 
Für die zum 22. Dezember 2021 zu aktualisierenden Maßnahmenprogramme und Bewirtschaftungspläne nach § 84 Absatz 1 des Wasserhaushaltsgesetzes sind die Umweltqualitätsnormen für die Stoffe mit den Nummern 2, 3, 6, 12, 14, 21, 22, 26, 28, 29, 31, 35, 41, 42, 44, 62 und 65 nach Anlage 6 zugrunde zu legen; diese müssen für die Erreichung des guten ökologischen Zustands spätestens ab dem 22. Dezember 2027 eingehalten werden.
Für die zum 22. Dezember 2015 zu aktualisierenden Maßnahmenprogramme und Bewirtschaftungspläne nach § 84 Absatz 1 des Wasserhaushaltsgesetzes sind abweichend von Satz 1 für die in Nummer 1 genannten Stoffe mit den Nummern 2, 3, 6, 14, 21, 35, 41 und 44 die Umweltqualitätsnormen nach Anlage 5 der Oberflächengewässerverordnung vom 20. Juli 2011 (BGBl. I S. 1429) zugrunde zu legen; diese sind für die Erreichung des guten ökologischen Zustands bis zum 22. Dezember 2021 maßgeblich.
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§ 6 Einstufung des chemischen Zustands
Die Einstufung des chemischen Zustands eines Oberflächenwasserkörpers richtet sich nach den in Anlage 8 Tabelle 2 aufgeführten Umweltqualitätsnormen. Erfüllt der Oberflächenwasserkörper diese Umweltqualitätsnormen, stuft die zuständige Behörde den chemischen Zustand als gut ein. Andernfalls ist der chemische Zustand als nicht gut einzustufen. Abweichend von Satz 1 werden die Stoffe Nummer 34 bis Nummer 45 der Anlage 8 Tabelle 2 und deren Umweltqualitätsnormen erst ab dem 22. Dezember 2018 berücksichtigt.
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§ 7 Anforderungen bei überarbeiteten Umweltqualitätsnormen und bei Umweltqualitätsnormen für neue Stoffe
(1) Abweichend von § 29 Absatz 1 Satz 1 des Wasserhaushaltsgesetzes ist der gute chemische Zustand zu erreichen 
bis zum 22. Dezember 2021 für die in Anlage 8 Tabelle 1 Spalte 4 aufgeführten Stoffe, für die überarbeitete Umweltqualitätsnormen gelten und
bis zum 22. Dezember 2027 für die in Anlage 8 Tabelle 1 Spalte 5 aufgeführten Stoffe, die neu geregelt worden sind.
(2) Stoffe nach Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 sind mit ihren überarbeiteten Umweltqualitätsnormen erstmalig in den aktualisierten Maßnahmenprogrammen und aktualisierten Bewirtschaftungsplänen nach § 84 Absatz 1 des Wasserhaushaltsgesetzes, die bis zum 22. Dezember 2015 zu erstellen sind, zu berücksichtigen.
(3) Für Stoffe nach Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 erstellt die zuständige Behörde bis zum 22. Dezember 2018 ein zusätzliches Überwachungsprogramm nach Maßgabe des § 10 sowie ein vorläufiges Maßnahmenprogramm. In den aktualisierten Maßnahmenprogrammen und Bewirtschaftungsplänen nach § 84 Absatz 1 des Wasserhaushaltsgesetzes, die bis zum 22. Dezember 2021 zu erstellen sind, sind die Stoffe nach Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 zu berücksichtigen.
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§ 8 Oberflächenwasserkörper, die der Trinkwassergewinnung dienen
(1) Unabhängig von den Bestimmungen der §§ 5 und 6 sind die Oberflächenwasserkörper, die für die Trinkwassergewinnung genutzt werden, mit dem Ziel zu bewirtschaften, eine Verschlechterung ihrer Qualität zu verhindern und so den für die Gewinnung von Trinkwasser erforderlichen Umfang der Aufbereitung zu verringern.
(2) Die Oberflächenwasserkörper, die der Trinkwassergewinnung dienen, sind im Bewirtschaftungsplan auf Karten darzustellen.
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§ 9 Normen für die Überwachung der Qualitätskomponenten; Anforderungen an die Beurteilung der Überwachungsergebnisse, an Analysenmethoden und an Laboratorien
(1) Die Methoden, die zur Überwachung der biologischen, hydromorphologischen und allgemeinen physikalisch-chemischen Qualitätskomponenten verwendet werden, müssen den Normen entsprechen, die in Anhang V Nummer 1.3.6 der Richtlinie 2000/60/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. Oktober 2000 zur Schaffung eines Ordnungsrahmens für Maßnahmen der Gemeinschaft im Bereich der Wasserpolitik (ABl. L 327 vom 22.12.2000, S. 1), die zuletzt durch die Richtlinie 2014/101/EU (ABl. L 311 vom 31.10.2014, S. 32) geändert worden ist, genannt sind.
(2) Die zuständige Behörde überprüft die Einhaltung der Umweltqualitätsnormen nach Maßgabe von Anlage 9 Nummer 3. Die hierbei anzuwendenden Analysenmethoden müssen die Anforderungen nach Anlage 9 Nummer 1 erfüllen.
(3) Laboratorien, die an der Überwachung biologischer, chemischer oder physikalisch-chemischer Qualitätskomponenten mitwirken, haben die erforderlichen qualitätssichernden Maßnahmen zu ergreifen, um eine hinreichende Zuverlässigkeit und Genauigkeit der Überwachungsergebnisse sicherzustellen. Die Laboratorien haben insbesondere die Anforderungen nach Anlage 9 Nummer 2 zu erfüllen.
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§ 10 Überwachung des ökologischen Zustands, des ökologischen Potenzials und des chemischen Zustands; Überwachungsnetz
(1) Die Überwachung der Oberflächenwasserkörper hinsichtlich ihres ökologischen Zustands oder ihres ökologischen Potenzials, ihres chemischen Zustands sowie die Überwachung der Oberflächenwasserkörper, die der Trinkwassergewinnung dienen, richten sich nach Anlage 10. Die Überwachungsprogramme werden von der zuständigen Behörde regelmäßig überprüft und gegebenenfalls aktualisiert.
(2) Die zuständige Behörde überwacht die Erfüllung der Anforderungen an die biologischen Qualitätskomponenten nach Anlage 4 sowie die Einhaltung der Umweltqualitätsnormen für flussgebietsspezifische Schadstoffe nach Anlage 6 im Rahmen der überblicksweisen Überwachung nach Anlage 10 Nummer 1 und, soweit nach Anlage 10 Nummer 2 erforderlich, im Rahmen der operativen Überwachung an für den Oberflächenwasserkörper repräsentativen Messstellen. Satz 1 gilt entsprechend für Umweltqualitätsnormen zur Beurteilung des chemischen Zustands nach Anlage 8 Tabelle 2.
(3) Das Netz zur Überwachung des ökologischen und des chemischen Zustands sowie des ökologischen Potenzials ist im Bewirtschaftungsplan auf Karten darzustellen.
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§ 11 Überwachung von Stoffen der Beobachtungsliste
(1) Die zuständigen Behörden überwachen die Stoffe der von der Europäischen Kommission erstellten Beobachtungsliste nach Artikel 8b der Richtlinie 2008/105/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 2008 über Umweltqualitätsnormen im Bereich der Wasserpolitik und zur Änderung und anschließenden Aufhebung der Richtlinien des Rates 82/176/EWG, 83/513/EWG, 84/156/EWG, 84/491/EWG und 86/280/EWG sowie zur Änderung der Richtlinie 2000/60/EG (ABl. L 348 vom 24.12.2008, S. 84), die zuletzt durch die Richtlinie 2013/39/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 12. August 2013 (ABl. L 226 vom 24.8.2013, S. 1) geändert worden ist, an Überwachungsstellen, die für den jeweiligen Stoff repräsentativ sind. Hierbei sind die Überwachungsmatrizes maßgeblich und die Analysenmethoden zu verwenden, die in der Beobachtungsliste festgelegt sind. Die Laboratorien, die an der Überwachung der Stoffe der Beobachtungsliste mitwirken, haben mit geeigneten qualitätssichernden Maßnahmen eine hinreichende Zuverlässigkeit und Genauigkeit der Überwachungsergebnisse sicherzustellen und insbesondere die Anforderungen nach Anlage 9 Nummer 2 zu erfüllen. Bei der Bestimmung der Überwachungsfrequenz und bei der zeitlichen Planung der Überwachung eines jeden Stoffes berücksichtigt die zuständige Behörde die typischen Arten der Verwendung und das Vorkommen des jeweiligen Stoffes. Die repräsentativen Überwachungsstellen nach Satz 1 sind nach Maßgabe von Anlage 11 festzulegen.
(2) Die Stoffe nach Absatz 1 Satz 1 sind über einen Zeitraum von mindestens einem Jahr bis zu höchstens vier Jahren zu überwachen. Das Erfordernis der Überwachung entfällt, sobald ein Stoff nicht mehr in der Beobachtungsliste aufgeführt ist. Für die erste Beobachtungsliste beginnt der Überwachungszeitraum nach Satz 1 am 24. September 2015. Für jeden neuen Stoff beginnt der Überwachungszeitraum nach Satz 1 spätestens sechs Monate nach Aufnahme des Stoffes in die Beobachtungsliste. Die Stoffe sind innerhalb der zwölf Monate, die auf den Beginn des Überwachungszeitraums nach Satz 3 oder Satz 4 folgen, sowie innerhalb der folgenden Zwölfmonatszeiträume jeweils mindestens einmal zu überwachen.
(3) Liegen für einen Stoff ausreichende, vergleichbare, repräsentative und aktuelle Überwachungsdaten aus bestehenden Überwachungsprogrammen vor, so kann von einer zusätzlichen Überwachung des Stoffes nach den Absätzen 1 und 2 abgesehen werden, wenn der Stoff mittels einer Methode überwacht wurde, die den Anforderungen der technischen Leitlinien entspricht, die von der Europäischen Kommission nach Artikel 8b Absatz 5 Satz 4 der Richtlinie 2008/105/EG erarbeitet werden.
(4) Die zuständige Behörde übermittelt dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit die Ergebnisse der Überwachung, die sich auf die jeweiligen Zwölfmonatszeiträume nach Absatz 2 Satz 5 beziehen, für das jeweilige Land sowie Informationen über die Repräsentativität der Überwachungsstellen und die Überwachungsstrategie. Die Informationen nach Satz 1 sind erstmalig zu übermitteln: 
für Stoffe, die in der ersten Beobachtungsliste aufgeführt sind, bis zum 24. Oktober 2016,
für jeden Stoff, der neu in die Beobachtungsliste aufgenommen wird, innerhalb von 19 Monaten nach dem Zeitpunkt der Aufnahme.
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§ 12 Darstellung des ökologischen Zustands, des ökologischen Potenzials und des chemischen Zustands
(1) Die zuständige Behörde stellt den ökologischen Zustand oder das ökologische Potenzial eines Oberflächenwasserkörpers auf einer gesonderten Karte nach Maßgabe von Anlage 12 Nummer 1 dar. Der chemische Zustand ist auf einer gesonderten Karte nach Maßgabe von Anlage 12 Nummer 2 darzustellen. Wird der ökologische Zustand oder das ökologische Potenzial eines Oberflächenwasserkörpers schlechter als gut eingestuft, sind die für die Einstufung maßgebenden biologischen Qualitätskomponenten und flussgebietsspezifischen Schadstoffe nach Maßgabe von 
Anlage 12 Nummer 1.3 und 1.4 zu kennzeichnen oder in geeigneter anderer Weise darzustellen. Wird der chemische Zustand als nicht gut eingestuft, sind die maßgebenden Stoffe nach Maßgabe von Anlage 12 Nummer 2 zu kennzeichnen oder in geeigneter anderer Weise darzustellen.
(2) Die zuständige Behörde kann die Informationen über den chemischen Zustand beispielsweise im Hinblick auf einen oder mehrere Stoffe der Anlage 8 Tabelle 1, Spalten 4, 5 und 7 gesondert von den Informationen über den chemischen Zustand im Hinblick auf die übrigen in Anlage 8 Tabelle 1 aufgeführten Stoffe in weiteren Karten nach Maßgabe von Anlage 12 Nummer 2 darstellen. Für einzelne Stoffe der Anlage 8 Tabelle 1 kann das Ausmaß der Abweichung von der Umweltqualitätsnorm in weiteren Karten dargestellt werden; hierfür sind Kategorien zu verwenden, die das Ausmaß der Abweichung näherungsweise im Wege einer ein- oder mehrmaligen Multiplikation der Umweltqualitätsnorm mit dem Faktor 2 oder 4 beschreiben.
(3) Die zuständige Behörde kennzeichnet nach Maßgabe von Anlage 12 Nummer 3 Oberflächenwasserkörper, bei denen die Einhaltung der Umweltqualitätsnormen von Schadstoffen unter Berücksichtigung der natürlichen Hintergrundkonzentrationen festgestellt wurde.
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§ 13 Zusätzliche Inhalte der Bewirtschaftungspläne; elektronisch zugängliches Portal
(1) In die aktualisierten Bewirtschaftungspläne nach § 84 Absatz 1 des Wasserhaushaltsgesetzes sind zusätzlich zu den Informationen nach § 83 Absatz 2 des Wasserhaushaltsgesetzes folgende Informationen aufzunehmen: 
die aktualisierten Bestandsaufnahmen und Karten nach § 4 Absatz 1 und 2,
eine Tabelle, in der Folgendes aufgeführt ist: a)die Bestimmungsgrenzen der Analysenmethoden nach Anlage 9 Nummer 1, die bei der Überwachung von Umweltqualitätsnormen nach Anlage 8 Tabelle 2 verwendet worden sind, sowieb)Informationen über die Leistung dieser Analysenmethoden in Bezug auf die in Anlage 9 Nummern 1.3, 1.4 und 1.5 festgelegten Mindestleistungskriterien,
eine Begründung für die nach Anlage 10 Nummer 4 angewandte Überwachungsfrequenz von prioritären Stoffen der Anlage 8, für die eine Umweltqualitätsnorm für Sedimente oder Biota angewandt wird, falls die Überwachungsintervalle länger als ein Jahr sind.
(2) Die Bundesanstalt für Gewässerkunde macht die aktualisierten Bewirtschaftungspläne und den Zwischenbericht nach Artikel 15 Absatz 3 der Richtlinie 2000/60/EG über ein zentrales Portal im Internet der Öffentlichkeit zugänglich.
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§ 14 Bewirtschaftungsziele für Stickstoff
(1) Die Bewirtschaftungspläne und Maßnahmenprogramme in den Flussgebietseinheiten richten sich zum Schutz der Meeresgewässer an dem Ziel aus, dass folgende Jahresmittelwerte für Gesamtstickstoff nicht überschritten werden: 
bei in die Nordsee mündenden Flüssen 2,8 Milligramm pro Liter a)an den jeweiligen Süßwassermessstellen am Grenzscheitel limnisch/marin zum Zeitpunkt Kenterpunkt Ebbe,b)bei Flüssen, deren Mündungsbereich sich außerhalb des Bundesgebiets befindet, an den Punkten, an denen diese Flüsse das Bundesgebiet endgültig verlassen,
bei in die Ostsee mündenden Flüssen 2,6 Milligramm pro Liter a)an den jeweiligen Süßwassermessstellen am Grenzscheitel limnisch/marin,b)bei Flüssen, deren Mündungsbereich sich außerhalb des Bundesgebiets befindet, an den Punkten, an denen diese Flüsse das Bundesgebiet endgültig verlassen.
(2) Die zuständige Behörde des Landes, in dem sich die Messstellen und Punkte nach Absatz 1 befinden, überwacht die Einhaltung der Anforderungen nach Absatz 1 nach Maßgabe von Anlage 10 Nummer 4 Tabelle 1.
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§ 15 Ermittlung langfristiger Trends
(1) Im Rahmen der Überwachung nach § 10 ermittelt die zuständige Behörde nach Maßgabe von Anlage 13 Nummer 1 bis 4 den langfristigen Trend der Konzentrationen derjenigen in Anlage 8 Tabelle 1 aufgeführten Stoffe, die dazu neigen, sich in Biota, Schwebstoffen oder Sedimenten anzureichern. Dies betrifft insbesondere die Stoffe nach Anlage 8 Tabelle 1 Spalte 6. Diese Stoffe sind im Regelfall mindestens alle drei Jahre in Biota, Schwebstoffen oder Sedimenten zu überwachen, es sei denn, die zuständige Behörde legt auf Grund des aktuellen Wissensstands ein anderes Intervall fest.
(2) Im Rahmen der Aktualisierung des Maßnahmenprogramms nach § 84 Absatz 1 des Wasserhaushaltsgesetzes sind Maßnahmen vorzusehen, mit denen sichergestellt wird, dass die in Absatz 1 genannten Konzentrationen in den betreffenden Biota, Schwebstoffen oder Sedimenten nicht signifikant ansteigen. Ein signifikanter Anstieg liegt vor, wenn die Voraussetzungen nach Anlage 13 Nummer 5 erfüllt sind.
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§ 16 Wirtschaftliche Analyse der Wassernutzungen
(1) Die wirtschaftlichen Analysen der Wassernutzungen nach Artikel 5 Absatz 1 dritter Gedankenstrich der Richtlinie 2000/60/EG, die signifikante Auswirkungen auf den Zustand der Oberflächengewässer haben, sind zum 22. Dezember 2019 und danach alle sechs Jahre zu überprüfen und gegebenenfalls zu aktualisieren.
(2) Die wirtschaftliche Analyse muss die erforderlichen Informationen enthalten, damit 
Berechnungen durchgeführt werden können, um dem Grundsatz der Deckung der Kosten der Wasserdienstleistungen nach Artikel 9 der Richtlinie 2000/60/EG unter Berücksichtigung der langfristigen Voraussagen für das Angebot und die Nachfrage von Wasser in der Flussgebietseinheit Rechnung zu tragen, und
die in Bezug auf die Wassernutzung kosteneffizientesten Maßnahmenkombinationen für das Maßnahmenprogramm beurteilt werden können.
(3) Bei unverhältnismäßigem Aufwand, insbesondere unter Berücksichtigung der Kosten für die Erhebung der betreffenden Daten, können dabei auch Schätzungen der Menge, der Preise und der Kosten im Zusammenhang mit den Wasserdienstleistungen, Schätzungen der einschlägigen Investitionen einschließlich der entsprechenden Vorausplanungen sowie Schätzungen der potenziellen Kosten der Maßnahmen für das Maßnahmenprogramm zugrunde gelegt werden.
Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis
Anlage 1
(zu § 3 Satz 1, § 5 Absatz 2 Satz 1)
(zu § 3 Satz 1, § 5 Absatz 2 Satz 1)
Lage, Grenzen und Zuordnung der Oberflächenwasserkörper; typspezifische Referenzbedingungen
(Fundstelle: BGBl. I 2016,1379 - 1381)
Die Oberflächenwasserkörper innerhalb einer Flussgebietseinheit sind nach Maßgabe der Nummer 1 in Kategorien einzuteilen und ihre Lage und Grenzen sind festzulegen. Sie sind in jeder Kategorie nach Maßgabe der Nummer 2 nach Typen zu unterscheiden. Die Oberflächenwasserkörper, die für eine Einstufung als künstlich oder erheblich verändert in Betracht kommen, sind den Typen jener Gewässerkategorie zuzuordnen, der sie am ähnlichsten sind. Für jeden Gewässertyp sind nach Maßgabe der Nummer 3 die typspezifischen Referenzbedingungen festzulegen, die dem sehr guten ökologischen Zustand entsprechen. Das höchste ökologische Potenzial ist aus den Referenzbedingungen des Gewässertyps abzuleiten, dem der künstliche oder erheblich veränderte Oberflächenwasserkörper am ähnlichsten ist.
Kategorien von OberflächengewässernDie Oberflächengewässer sind in folgende Kategorien einzuteilen: 1.1Flüsse1.2Seen1.3Übergangsgewässer1.4Küstengewässer a)nach § 7 Absatz 5 Satz 2 des Wasserhaushaltsgesetzes, soweit der ökologische Zustand einzustufen istb)nach § 3 Nummer 2 des Wasserhaushaltsgesetzes, soweit der chemische Zustand einzustufen ist
Typen von Oberflächengewässern2.1Fließgewässer (mit einem Einzugsgebiet von 10 Quadratkilometern oder größer)Die nachfolgenden Größenangaben werden als Größen der Einzugsgebiete der jeweiligen Gewässer angegeben. Die Angaben dienen der Orientierung: a)klein (10 bis 100 Quadratkilometer)b)mittelgroß (größer als 100 bis 1 000 Quadratkilometer)c)groß (größer als 1 000 bis 10 000 Quadratkilometer)d)sehr groß (größer als 10 000 Quadratkilometer)Ökoregion 4: Alpen, Höhe über 800 MeterTyp 1Fließgewässer der AlpenSubtyp 1.1Bäche der KalkalpenSubtyp 1.2Kleine Flüsse der KalkalpenÖkoregionen 8 und 9: Mittelgebirge und Alpenvorland, Höhe 200 bis 800 MeterTyp 2Fließgewässer des AlpenvorlandesSubtyp 2.1Bäche des AlpenvorlandesSubtyp 2.2Kleine Flüsse des AlpenvorlandesTyp 3Fließgewässer der Jungmoräne des AlpenvorlandesSubtyp 3.1Bäche der Jungmoräne des AlpenvorlandesSubtyp 3.2Kleine Flüsse der Jungmoräne des AlpenvorlandesTyp 4Große Flüsse des AlpenvorlandesTyp 5Grobmaterialreiche silikatische MittelgebirgsbächeTyp 5.1Feinmaterialreiche silikatische MittelgebirgsbächeSubtyp 5.2(PHYLIB) Feinmaterialreiche silikatische Mittelgebirgsbäche in VulkangebietenTyp 6Feinmaterialreiche karbonatische MittelgebirgsbächeSubtyp 6 KFeinmaterialreiche karbonatische Mittelgebirgsbäche (Keuper)Typ 7Grobmaterialreiche karbonatische MittelgebirgsbächeTyp 9Silikatische fein- bis grobmaterialreiche MittelgebirgsflüsseTyp 9.1Karbonatische fein- bis grobmaterialreiche MittelgebirgsflüsseSubtyp 9.1 KKarbonatische fein- bis grobmaterialreiche Mittelgebirgsflüsse (Keuper)Typ 9.2Große Flüsse des MittelgebirgesTyp 10Kiesgeprägte StrömeÖkoregionen 13 und 14: Norddeutsches Tiefland, Höhe unter 200 MeterTyp 14Sandgeprägte TieflandbächeTyp 15Sand- und lehmgeprägte TieflandflüsseTyp 15 gGroße sand- und lehmgeprägte TieflandflüsseTyp 16Kiesgeprägte TieflandbächeTyp 17Kiesgeprägte TieflandflüsseTyp 18Lösslehmgeprägte TieflandbächeTyp 20Sandgeprägte StrömeTyp 22MarschengewässerSubtyp 22.1Kleine und mittelgroße Gewässer der MarschenSubtyp 22.2Große Gewässer der Marschen (meist mit Einzugsgebieten innerhalb der Geestgebiete des Norddeutschen Tieflandes)Subtyp 22.3Ströme der Marschen (Unterläufe von Elbe und Weser oberhalb der Übergangsgewässer)Typ 23Rückstau- bzw. brackwasserbeeinflusste OstseezuflüsseÖkoregionunabhängige TypenTyp 11Organisch geprägte BächeTyp 12Organisch geprägte FlüsseTyp 19Kleine Niederungsfließgewässer in Fluss- und StromtälernTyp 21Seeausflussgeprägte FließgewässerSubtyp 21 NSeeausflussgeprägte Fließgewässer des Norddeutschen Tieflandes (Nord)Subtyp 21 SSeeausflussgeprägte Fließgewässer des Alpenvorlandes (Süd)2.2Seen (mit einer Oberfläche von 0,5 Quadratkilometern oder größer)Ökoregionen 4 und 9: Alpen und AlpenvorlandTyp 1: Polymiktischer AlpenvorlandseeTyp 2: Geschichteter Alpenvorlandsee mit relativ großem Einzugsgebiet1 Typ 3: Geschichteter Alpenvorlandsee mit relativ kleinem EinzugsgebietTyp 4: Geschichteter AlpenseeÖkoregionen 8 und 9: MittelgebirgeTyp 5: Geschichteter kalziumreicher Mittelgebirgssee mit relativ großem EinzugsgebietTyp 6: Polymiktischer kalziumreicher MittelgebirgsseeTyp 7: Geschichteter kalziumreicher Mittelgebirgssee mit relativ kleinem EinzugsgebietTyp 8: Geschichteter kalziumarmer Mittelgebirgssee mit relativ großem EinzugsgebietTyp 9: Geschichteter kalziumarmer Mittelgebirgssee mit relativ kleinem EinzugsgebietÖkoregionen 13 und 14: Norddeutsches TieflandTyp 10: Geschichteter Tieflandsee mit relativ großem EinzugsgebietTyp 11: Polymiktischer Tieflandsee mit relativ großem EinzugsgebietTyp 12: Flusssee im TieflandTyp 13: Geschichteter Tieflandsee mit relativ kleinem EinzugsgebietTyp 14: Polymiktischer Tieflandsee mit relativ kleinem EinzugsgebietSondertypen (alle Ökoregionen)Typ 88: Sondertyp natürlicher See (z. B. Moorsee, Strandsee, Altarm oder Altwasser)Typ 99: Sondertyp künstlicher See (z. B. Abgrabungssee)2.3Übergangsgewässer (Ästuare mit einem Einzugsgebiet von 10 Quadratkilometern oder größer)Typ T1: Übergangsgewässer Elbe-Weser-EmsTyp T2: Übergangsgewässer Eider2.4KüstengewässerTypen der Küstengewässer der NordseeTyp N1: euhalines offenes KüstengewässerTyp N2: euhalines WattenmeerTyp N3: polyhalines offenes KüstengewässerTyp N4: polyhalines WattenmeerTyp N5: euhalines felsgeprägtes Küstengewässer um HelgolandTypen der Küstengewässer der OstseeTyp B1: oligohalines inneres KüstengewässerSubtyp B1a: Salzgehalt 0,5 – 3 PSU2 Subtyp B1b: Salzgehalt 3 – 5 PSUTyp B2: mesohalines inneres KüstengewässerSubtyp B2a: Salzgehalt 5 – 10 PSUSubtyp B2b: Salzgehalt 10 – 18 PSUTyp B3: mesohalines offenes KüstengewässerSubtyp B3a: Salzgehalt 5 – 10 PSUSubtyp B3b: Salzgehalt 10 – 18 PSUTyp B4: meso-polyhalines offenes Küstengewässer, saisonal geschichtet (Salzgehalt 10 – 30 PSU)
Festlegung von Referenzbedingungen für Typen von Oberflächenwasserkörpern3.1Für jeden Typ von Oberflächenwasserkörpern nach Nummer 2 sind typspezifische hydromorphologische und physikalisch-chemische Bedingungen festzulegen, die denjenigen hydromorphologischen und physikalisch-chemischen Qualitätskomponenten entsprechen, die in Anlage 3 Nummer 2 und 3 für diesen Typ von Oberflächenwasserkörper für den sehr guten ökologischen Zustand gemäß der entsprechenden Tabelle in Anlage 4 angegeben sind. Außerdem sind typspezifische biologische Referenzbedingungen festzulegen, die die biologischen Qualitätskomponenten abbilden, die in Anlage 3 Nummer 1 für diesen Typ von Oberflächenwasserkörper bei sehr gutem ökologischen Zustand gemäß der entsprechenden Tabelle in Anlage 4 angegeben sind.3.2Werden die in diesem Abschnitt beschriebenen Verfahren auf künstliche oder erheblich veränderte Oberflächenwasserkörper angewendet, sind Bezugnahmen auf den sehr guten ökologischen Zustand als Bezugnahmen auf das höchste ökologische Potenzial gemäß Anlage 4 Tabelle 6 zu verstehen. Die Werte für das höchste ökologische Potenzial eines Oberflächenwasserkörpers sind alle sechs Jahre zu überprüfen.3.3Die typspezifischen Referenzbedingungen nach den Nummern 3.1 und 3.2 sollen entweder raumbezogen oder modellbasiert sein oder durch Kombination beider Verfahren abgeleitet werden. Bei der Definition des sehr guten ökologischen Zustands im Hinblick auf die Konzentration bestimmter synthetischer Schadstoffe gelten als Nachweisgrenze die Werte, die mit den besten Techniken ermittelt werden können, die zum Zeitpunkt der Festlegung der Referenzbedingungen verfügbar sind.3.4Für raumbezogene typspezifische biologische Referenzbedingungen ist ein Bezugsnetz für jeden Typ von Oberflächenwasserkörper zu entwickeln. Das Netz muss eine ausreichende Anzahl von Stellen mit sehr gutem Zustand umfassen.3.5Modellbasierte typspezifische biologische Referenzbedingungen können entweder aus Vorhersagemodellen oder durch Rückberechnungsverfahren abgeleitet werden. Für die Verfahren sind historische, paläologische und andere verfügbare Daten zu verwenden. Die Werte für die Referenzbedingungen müssen hinreichend zuverlässig sein.3.6Ist es auf Grund eines hohen Maßes an natürlicher Veränderlichkeit einer Qualitätskomponente nicht möglich, zuverlässige typspezifische Referenzbedingungen für diese Komponente eines Oberflächenwasserkörpers festzulegen, kann diese Komponente von der Beurteilung des ökologischen Zustands dieses Typs von Oberflächengewässer ausgenommen werden. In diesem Fall sind die Gründe hierfür im Bewirtschaftungsplan für die Einzugsgebiete anzugeben.
Ein See wird als geschichtet eingeordnet, wenn die thermische Schichtung an der tiefsten Stelle des Sees über mindestens drei Monate stabil bleibt.
PSU (Practical Salinity Units) ist die Maßeinheit für die Salinität.
Fußnote
Anlage 1 Nr. 2.2 Typ 88 Kursivdruck: Aufgrund offensichtlicher Unrichtigkeit wurde hinter dem Wort "z.B" ein fehlender Punkt eingefügt
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Anlage 2
(zu § 4 Absatz 1)
(zu § 4 Absatz 1)
Zusammenstellung der Gewässerbelastungen und Beurteilung ihrer Auswirkungen
(Fundstelle: BGBl. I 2016,1382)
Umfang der DatenzusammenstellungDie Zusammenstellung von Daten zur Art und zum Ausmaß der signifikanten anthropogenen Belastungen der Oberflächenwasserkörper umfasst insbesondere folgende Angaben: 1.1Signifikante Punktquellen und diffuse QuellenEinschätzung und Zusammenstellung der von kommunalen, industriellen, landwirtschaftlichen und anderen Anlagen und Tätigkeiten ausgehenden signifikanten Verschmutzungen durch Punktquellen oder durch diffuse Quellen, vor allem in Bezug auf folgende Stoffe: a)Organische Halogenverbindungen und Stoffe, die im Wasser derartige Verbindungen bilden könnenb)Organische Phosphorverbindungenc)Organische Zinnverbindungend)Stoffe und Zubereitungen oder ihre Abbauprodukte, von denen erwiesen ist, dass sie im oder durch das Wasser aa)karzinogene oder mutagene Eigenschaften haben oderbb)Eigenschaften haben, die steroidogene, thyreoide, reproduktive oder andere Funktionen des endokrinen Systems beeinträchtigene)Persistente Kohlenwasserstoffe sowie persistente und bioakkumulierende organische toxische Stoffef)Zyanideg)Metalle und Metallverbindungenh)Arsen und Arsenverbindungeni)Biozid- und Pflanzenschutzmittelwirkstoffej)Schwebstoffek)Stoffe, die zur Eutrophierung beitragen, insbesondere Nitrate und Phosphatel)Stoffe mit nachhaltigem Einfluss auf die Sauerstoffbilanz, die anhand von Parametern wie Biochemischer Sauerstoffbedarf (BSB), Chemischer Sauerstoffbedarf (CSB) oder Gesamter Organisch gebundener Kohlenstoff (TOC) gemessen werden können.1.2Einschätzung und Zusammenstellung signifikanter Wasserentnahmen für kommunale, industrielle, landwirtschaftliche und andere Zwecke, einschließlich saisonaler Schwankungen, des jährlichen Gesamtbedarfs und der Wasserverluste in Versorgungssystemen1.3Einschätzung und Zusammenstellung signifikanter Abflussregulierungen, einschließlich der Wasserüber- und -umleitungen, im Hinblick auf die Fließeigenschaften und die Wasserbilanzen1.4Zusammenstellung signifikanter morphologischer Veränderungen1.5Einschätzung und Zusammenstellung anderer signifikanter anthropogener Belastungen der Gewässer1.6Einschätzung von Bodennutzungsstrukturen, einschließlich der größten städtischen, industriellen und landwirtschaftlichen Gebiete, Fischereigebiete und Wälder.
Beurteilung der AuswirkungenEs ist zu beurteilen, bei welchen Oberflächenwasserkörpern auf Grund der in Nummer 1 zusammengestellten Belastungen das Risiko besteht, dass sie die Bewirtschaftungsziele nach Maßgabe der §§ 27 bis 31 des Wasserhaushaltsgesetzes nicht erreichen, die für sie festgelegt worden sind. Dieser Beurteilung sind die nach Nummer 1 gesammelten Daten sowie andere einschlägige Informationen einschließlich vorhandener Daten aus der Umweltüberwachung zugrunde zu legen. Die Beurteilung kann durch Modellierungstechniken unterstützt werden. Für Oberflächenwasserkörper nach Satz 1 ist, soweit erforderlich, eine zusätzliche Beschreibung vorzunehmen, um die Überwachungsprogramme nach Anlage 10 und die Maßnahmenprogramme nach § 82 des Wasserhaushaltsgesetzes weiterzuentwickeln.
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Anlage 3
(zu § 5 Absatz 1 Satz 1, Absatz 2 Satz 1, Absatz 4 und Absatz 5 Satz 1)
(zu § 5 Absatz 1 Satz 1, Absatz 2 Satz 1, Absatz 4 und Absatz 5 Satz 1)
Qualitätskomponenten zur Einstufung des ökologischen Zustands und des ökologischen Potenzials
(Fundstelle: BGBl. I 2016,1383 - 1384)
Biologische QualitätskomponentenDie biologischen Qualitätskomponenten umfassen die aquatische Flora, die Wirbellosenfauna und die Fischfauna nach Maßgabe der nachstehenden Tabelle(F = Flüsse, S = Seen, Ü = Übergangsgewässer, K = Küstengewässer): Qualitäts-komponentengruppeQualitätskomponenteParameterKategorieFSÜKGewässerfloraPhytoplanktonArtenzusammensetzung, BiomasseX1 XXXGroßalgen oder AngiospermenArtenzusammensetzung, Artenhäufigkeit  X2 X2 Makrophyten/PhytobenthosArtenzusammensetzung, ArtenhäufigkeitXXX2  GewässerfaunaBenthische wirbellose FaunaArtenzusammensetzung, ArtenhäufigkeitXXXXFischfaunaArtenzusammensetzung, Artenhäufigkeit, AltersstrukturXXX3  1 Bei planktondominierten Fließgewässern zu bestimmen.2 Zusätzlich zu Phytoplankton ist die jeweils geeignete Teilkomponente zu bestimmen.3 Altersstruktur fakultativ.
Hydromorphologische QualitätskomponentenDie hydromorphologischen Qualitätskomponenten ergeben sich aus der nachstehenden Tabelle(F = Flüsse, S = Seen, Ü = Übergangsgewässer, K = Küstengewässer): QualitätskomponenteParameterKategorieFSÜKWasserhaushaltAbfluss und AbflussdynamikX   Verbindung zu GrundwasserkörpernXX  Wasserstandsdynamik X  Wassererneuerungszeit X  Durchgängigkeit X   MorphologieTiefen- und BreitenvariationX   Tiefenvariation XXXStruktur und Substrat des BodensX  XMenge, Struktur und Substrat des Bodens XX Struktur der UferzoneXX  Struktur der Gezeitenzone  XXTidenregimeSüßwasserzustrom  X Seegangsbelastung  XXRichtung vorherrschender Strömungen   X
Chemische und allgemeine physikalisch-chemische QualitätskomponentenDie chemischen und allgemeinen physikalisch-chemischen Qualitätskomponenten ergeben sich aus den nachstehenden Tabellen(F = Flüsse, S = Seen, Ü = Übergangsgewässer, K = Küstengewässer): 3.1Chemische Qualitätskomponenten Qualitäts-komponentengruppeQualitätskomponenteParameterKategorieFSÜKFlussgebietsspezifische Schadstoffesynthetische und nichtsynthetische Schadstoffein Wasser, Sedimenten oder SchwebstoffenSchadstoffe nach Anlage 6XXXX3.2Allgemeine physikalisch-chemische Qualitätskomponenten Qualitäts-komponentengruppeQualitätskomponenteMögliche ParameterFSÜKAllgemeine physikalisch- chemische KomponentenSichttiefeSichttiefe XXXTemperaturverhältnisseWassertemperaturXXXXSauerstoffhaushaltSauerstoffgehaltXXXX SauerstoffsättigungXXXX TOCX    BSBX    EisenX   SalzgehaltChloridXXXX Leitfähigkeit bei 25 °CX XX SulfatX    Salinität  XXVersauerungszustandpH-WertXX   Säurekapazität Ks (bei versauerungsgefährdeten Gewässern)XX  NährstoffverhältnisseGesamtphosphorXXXX ortho-Phosphat- PhosphorXXXX GesamtstickstoffXXXX Nitrat-StickstoffXXXX Ammonium-StickstoffXXXX Ammoniak-StickstoffX    Nitrit-StickstoffX
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Anlage 4
(zu § 5 Absatz 1 Satz 2, Absatz 2 Satz 2, § 10 Absatz 2 Satz 1)
(zu § 5 Absatz 1 Satz 2, Absatz 2 Satz 2, § 10 Absatz 2 Satz 1)
Einstufung des ökologischen Zustands und des ökologischen Potenzials
(Fundstelle: BGBl. I 2016,1385 - 1396)
Die Einstufung richtet sich nach den in Tabelle 1 bezeichneten Bewertungskriterien für den ökologischen Zustand oder das ökologische Potenzial nach näherer Maßgabe der Qualitätskomponenten, die in den Tabellen 2 bis 6 für die jeweilige Kategorie von Oberflächenwasserkörpern aufgeführt sind.
Tabelle 1
Allgemeine Einstufungskriterien für den Zustand von Flüssen, Seen, Übergangsgewässern und Küstengewässern
Tabelle 2
Bestimmungen für den sehr guten, guten und mäßigen ökologischen Zustand von Flüssen
Biologische Qualitätskomponenten 
Hydromorphologische Qualitätskomponenten 
Physikalisch-chemische und chemische Qualitätskomponenten 
Tabelle 3
Bestimmungen für den sehr guten, guten und mäßigen ökologischen Zustand von Seen
Biologische Qualitätskomponenten 
Hydromorphologische Qualitätskomponenten 
Physikalisch-chemische und chemische Qualitätskomponenten 
Tabelle 4
Bestimmungen für den sehr guten, guten und mäßigen ökologischen Zustand von Übergangsgewässern
Biologische Qualitätskomponenten 
Hydromorphologische Qualitätskomponenten 
Physikalisch-chemische und chemische Qualitätskomponenten 
Tabelle 5
Bestimmungen für den sehr guten, guten und mäßigen ökologischen Zustand von Küstengewässern
Biologische Qualitätskomponenten 
Hydromorphologische Qualitätskomponenten 
Physikalisch-chemische und chemische Qualitätskomponenten 
Tabelle 6
Bestimmungen für das höchste, das gute und das mäßige ökologische Potenzial von künstlichen oder erheblich veränderten Gewässern
Physikalisch-chemische und chemische Qualitätskomponenten 
Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis
Anlage 5
(zu § 5 Absatz 3)
(zu § 5 Absatz 3)
Bewertungsverfahren und Grenzwerte der ökologischen Qualitätsquotienten für die verschiedenen Gewässertypen
(Fundstelle: BGBl. I 2016,1397 - 1409)
1.
Fließgewässer1.Für die biologische Qualitätskomponente Makrophyten/Phytobenthos ist das Bewertungsverfahren PHYLIB1  (Verfahrensanleitung für die ökologische Bewertung von Fließgewässern zur Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie: Makrophyten und Phytobenthos) anzuwenden. Das Bewertungsverfahren umfasst die Module „Makrophyten“, „Diatomeen“ und „Phytobenthos (ohne Diatomeen)“. Module, die zu ungesicherten Ergebnissen führen, sind nicht anzuwenden. Alternativ kann für die Bewertung der Fließgewässer mit Makrophyten auch das NRW-VERFAHREN2  angewendet werden.2.Für die biologische Qualitätskomponente benthische wirbellose Fauna ist das Bewertungsverfahren PERLODES3  (Bewertungsverfahren von Fließgewässern auf Basis des Makrozoobenthos) anzuwenden.3.Für die biologische Qualitätskomponente Fischfauna ist das Bewertungsverfahren FIBS4  (fischbasiertes Bewertungssystem für Fließgewässer zur Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie in Deutschland) anzuwenden.Biologische Qualitätskomponente (Bewertungsverfahren)Typ gemäß Anlage 1 Nummer 2.1 sowie sonstige Gewässertypen5 Ökologische QualitätsquotientenGrenzwert sehr guter/guter ZustandGrenzwert guter/mäßiger ZustandMakrophyten/Subtyp 1.1MRK0,700,48PhytobenthosMP0,720,43(PHYLIB)MPG0,750,48Bewertung mit den Modulen „Makrophyten“, „Diatomeen“ und „Phytobenthos (ohne Diatomeen)“Subtyp 1.2MRK0,690,44MP0,710,39MPG0,740,44Typ 2MRK0,760,52MP0,780,47MPG0,810,52MRS0,790,54Typen 3, 116 , 196 MRK0,720,49MP0,740,44MPG0,770,49MRS0,760,51Typ 4MRK0,740,50MP0,760,45MPG0,790,50MRS0,780,51Typen 57 , 5.1, 118 MRK0,720,49MP0,740,44MPG0,770,49MRS0,760,51Subtyp 5.29 MRK0,700,48MP0,720,43MPG0,750,48MRS0,740,50 Typ 9MRK0,700,48MP0,720,43MPG0,750,48MRS0,740,50Typen 6,198  Subtypen 6 K, 9.1 KMRK0,710,54MP0,730,49MPG0,760,54MRS0,740,56Typ 7MRK0,770,53MP0,780,48MPG0,820,53MRS0,800,55Typ 9.110 MRK0,740,54MP0,750,49MPG0,790,54MRS0,770,55Typ 9.2MRK0,700,51MP0,720,46MPG0,750,51MRS0,740,52Typ 10MRK0,700,50MP0,720,45MPG0,750,50MRS0,730,52Typen 1111 ,12 , 1211 ,12 ,18 , 1412 , 1612 TRk0,730,52TRm0,700,49TRg0,660,45TNk0,690,52TNm0,670,49TNg0,680,47Typen 1111 ,13 , 1211 ,13 ,18 , 1414 , 1515 , 1911 TRk0,700,51TRm0,670,48TRg0,640,44TNk0,660,51TNm0,650,48TNg0,650,46 Typen 15 g15 , 1211 ,13 ,16 TRk0,760,57TRm0,730,54TRg0,690,50TNk0,720,57TNm0,700,54TNg0,710,52Typen 1517 , 18TRk0,690,50TRm0,650,46TRg0,620,43TNk0,650,50TNm0,630,46TNg0,640,45Typen 1614 , 1718 TRk0,700,51TRm0,670,48TRg0,640,44TNk0,660,51TNm0,650,48TNg0,650,46Typ 1716 TRk0,760,57TRm0,730,54TRg0,690,50TNk0,720,57TNm0,700,54TNg0,710,52Typ 20TRk0,760,57TRm0,730,54TRg0,690,50TNk0,720,57TNm0,700,54TNg0,710,52Makrophyten/Subtyp 1.1MRK0,700,50PhytobenthosMP0,730,42(PHYLIB)MPG0,780,50Bewertung mit den Modulen „Makrophyten“ und „Diatomeen“Subtyp 1.2MRK0,690,45MP0,710,37MPG0,760,45Typ 2MRK0,740,51MP0,770,44MPG0,820,51MRS0,790,54Typen 3,116 , 196 MRK0,690,47MP0,710,39MPG0,760,47MRS0,740,49Typ 4MRK0,720,47MP0,740,40MPG0,790,47MRS0,770,50Typen 57 , 5.1, 118 MRK0,690,47MP0,710,39MPG0,760,47MRS0,740,49Typ 5, Subtyp 5.29 MRK0,660,45MP0,680,38MPG0,730,45MRS0,710,48Typ 9MRK0,660,45MP0,680,38MPG0,730,45MRS0,710,48Typen 6,198  Subtypen 6 K, 9.1 KMRK0,630,45MP0,660,37MPG0,710,45MRS0,680,47Typ 7MRK0,750,53MP0,780,45MPG0,830,53MRS0,800,55Typ 9.110 MRK0,710,51MP0,730,43MPG0,780,51MRS0,760,53Typ 9.2MRK0,660,46MP0,680,39MPG0,730,46MRS0,710,49 Typ 10MRK0,650,45MP0,680,38MPG0,730,45MRS0,700,48Typen 1111 ,12 , 1211 ,12 ,18 , 1412 , 1612 TRk0,720,48TRm0,670,43TRg0,620,38TNk0,660,48TNm0,640,43TNg0,650,41Typen 1111 ,13 , 1211 ,13 ,18 , 1414 ,1515 , 1614 ,1718 , 1911 TRk0,680,47TRm0,630,42TRg0,580,37TNk0,620,47TNm0,600,42TNg0,610,39Typen 1211 ,13 ,16 , 15 g15 , 1716 , 20TRk0,770,56TRm0,720,51TRg0,670,46TNk0,710,56TNm0,680,51TNg0,690,48Typen 1517 ,18TRk0,660,45TRm0,610,40TRg0,560,35TNk0,600,45TNm0,570,40TNg0,580,37Makrophyten/Subtypen 1.1,1.2MRK0,700,47(PHYLIB)MP0,730,40PhytobenthosMPG0,780,47Bewertung mit den Modulen „Makrophyten“ und „Phytobenthos (ohne Diatomeen)“Typen 2,3,4, 116 , 196 MRK0,750,53MP0,780,45MPG0,830,53MRS0,800,55Typen 57 ,5.1, 9, 118 ,Subtyp 5.2MRK0,750,53MP0,780,45MPG0,830,53MRS0,800,55 Subtypen 6,6 K, 9.1 K, Typ 198 MRK0,790,62MP0,810,54MPG0,860,62MRS0,840,64Typ 7MRK0,750,53MP0,780,45MPG0,830,53MRS0,800,55Typen 9.1, 9.2, 10MRK0,750,55MP0,780,48MPG0,830,55MRS0,800,58Typen 1111 ,12 , 1211 ,12 ,18 , 1412 , 1612 TRk0,750,55TRm0,700,50TRg0,650,45TNk0,690,55TNm0,670,50TNg0,680,48Typen 1111 ,13 , 1211 ,13 , 1414 ,15, 18, 1911 TRk0,750,55TRm0,700,50TRg0,650,45TNk0,690,55TNm0,670,50TNg0,680,48Typen 1612 , 17TRk0,750,55TRm0,700,50TRg0,650,45TNk0,690,55TNm0,670,50TNg0,680,48Typ 20TRk0,750,55TRm0,700,50TRg0,650,45TNk0,690,55TNm0,670,50TNg0,680,48Makrophyten/Subtyp 1.10,700,47PhytobenthosSubtyp 1.20,690,42(PHYLIB)Typ 20,790,54Bewertung mit den Modulen „Diatomeen“ und „Phytobenthos (ohne Diatomeen)“Typen 3, 116 , 196 0,740,49Typ 40,770,50Typen 57 , 5.1, 118 0,740,49Subtyp 5.29 0,710,48Typ 90,710,48Typen 6, 198  Subtypen 6 K, 9.1 K0,720,56Typ 70,800,55Typ 9.18 0,760,56Typ 9.20,710,51Typ 100,700,50Typen  1111 ,12 , 1211 ,12 ,18 , 1412 , 1612 0,720,53Typen 1111 ,13 , 1211 ,13 ,18 , 1414 , 1515 , 1911 0,680,52Typen 1211 ,13 ,16 , 15 g15 0,770,61Typen 1517 , 180,660,50Typen 1614 , 1718 0,680,52Typen 1716 , 200,770,61Makrophyten/Typ 10,7350,540PhytobenthosSubtyp 1.10,700,49(PHYLIB)Subtyp 1.20,670,39Bewertung mit dem Modul „Diatomeen“Typ 20,780,52Typen 3, 116 , 196 0,670,43Typ 40,730,44Typen 57 , 5.1, 118 0,670,43Subtyp 5.29 , Typ 90,610,40Typen 6, 198  Subtypen 6 K, 9.1 K0,560,39Typ 70,800,55Typ 9.110 0,710,51Typ 9.20,610,42Typ 100,600,40Typen 1517 , 180,560,39Typen 1111 ,12 , 1211 ,12 ,18 , 1412 , 1612 0,690,46Typen 1111 ,13 , 1211 ,13 ,18 , 1414 , 1515 , 1614 , 1718 , 1911 0,610,43Typen 1211 ,13 ,16 , 15 g15 , 1716 , 200,780,61Makrophyten/Subtypen 1.1,1.2MRK0,700,50PhytobenthosMP0,750,35(PHYLIB)MPG0,850,50Bewertung mit dem Modul „Makrophyten“Typen 2, 3, 4, 116 , 196 MRK0,700,50MP0,750,35MPG0,850,50MRS0,800,55Typen 5, 5.1, 6, 7, 9, 9.1, 9.2, 10, 118 , 198 MRK0,700,50MP0,750,35MPG0,850,50MRS0,800,55Typen 1110 , 1210 , 14, 15, 15 g, 16, 17, 1911 , 20TRk0,7450,495TRm0,650,40TRg0,550,30TNk0,630,50TNm0,5750,395TNg0,600,35Makrophyten/Subtypen 1.1, 1.20,700,44PhytobenthosTypen 2, 3, 4, 5, 5.1, 7, 9, 116 , 196 0,800,55(PHYLIB)Typen 6, 198  Subtypen 6 K, 9.1 K0,870,73Bewertung mit dem Modul „Phytobenthos (ohne Diatomeen)“Typen 9.110 , 9.2, 100,800,60Typen 1111 , 1211 , 14, 15, 15 g, 16, 17, 18, 1911 , 200,750,60NRW-Verfahren zur Bewertung von Fließgewässern mit Makrophyten2 Typen 5, 5.1, 6, 7, 9, 9.1, 9.219 , 11, 12, 1419 , 1519 , 16, 1719 , 1819 , 1919 0,9950,695Benthische wirbellose Fauna (PERLODES)Typen 1, 2, 3, 4, 5, 5.1, 6, 7, 9, 9.1, 9.2, 10, 11, 12, 14, 15, 15 g, 16, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 230,800,60Fischfauna (FIBS)20 alle Typen1,0860,5921 nach näherer Maßgabe von Schaumburg/Schranz/Stelzer/Vogel/Gutowski, Weiterentwicklung biologischer Untersuchungsverfahren zur kohärenten Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie, Teilvorhaben Makrophyten & Phytobenthos, Endbericht im Auftrag des Umweltbundesamts (FKZ 3707 28 201), Hrsg. Bayerisches Landesamt für Umwelt, Augsburg/Wielenbach 2012, archivmäßig gesichert niedergelegt bei der Deutschen Nationalbibliothek und einsehbar in der Bibliothek des Umweltbundesamtes2 nach näherer Maßgabe von Birk/van de Weyer, NRW-Verfahren zur Bewertung von Fließgewässern mit Makrophyten, (LANUV Arbeitsblatt 30), Hrsg. Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW, Recklinghausen 20153 nach näherer Maßgabe von Meier/Haase/Rolauffs/Schindehütte/Schöll/Sundermann/Hering, Methodisches Handbuch Fließgewässerbewertung zur Untersuchung und Bewertung von Fließgewässern auf der Basis des Makrozoobenthos vor dem Hintergrund der EG-Wasserrahmenrichtlinie, Hrsg. Universität Duisburg Essen, Essen 2006 (Stand Mai 2011), archivmäßig gesichert niedergelegt bei der Deutschen Nationalbibliothek und einsehbar in der Bibliothek des Umweltbundesamtes4 nach näherer Maßgabe von Dußling, Handbuch zu fiBS, Schriftenreihe des Verbandes Deutscher Fischereiverwaltungsbeamter und Fischereiwissenschaftler e.V., Heft 15, Offenbach 2009 und Dußling, fiBS 8.0 – Softwareanwendung, Version 8.0.6a zum Bewertungsverfahren aus dem Verbundprojekt: Erforderliche Probenahmen und Entwicklung eines Bewertungsschemas zur fischbasierten Klassifizierung von Fließgewässern gemäß EG-WRRL, Hrsg. Fischereiforschungsstelle Baden-Württemberg, Langenargen 2010, aktualisiert durch Dußling, fiBS Version 8.1.1 – Software zur fischbasierten ökologischen Bewertung von Fließgewässern gemäß EG-Wasserrahmenrichtlinie in Deutschland, 2014, jeweils archivmäßig gesichert niedergelegt bei der Deutschen Nationalbibliothek und einsehbar in der Bibliothek des Umweltbundesamtes5 Gewässersubtyp 5.2 nach näherer Maßgabe von Schaumburg/Schranz/Stelzer/Vogel/Gutowski 2012 (Fußnote 1)6 im Alpenvorland7 ausgenommen im Vulkanit8 im Mittelgebirge9 im Vulkanit10 in Muschelkalk-, Jura-, Malm-, Lias-, Dogger- und anderen Kalkregionen, ausgenommen in Löss-, Keuper- und Kreideregionen11 im Norddeutschen Tiefland12 in der basenarmen bzw. silikatischen Ausprägung13 in der basenreichen Ausprägung14 in der karbonatischen Ausprägung15 ausgenommen in Lössregionen16 mit einem Einzugsgebiet größer als 1 000 km217 in Lössregionen18 mit einem Einzugsgebiet kleiner als oder gleich 1 000 km219 in rhithraler und potamaler Ausprägung gemäß Birk/van de Weyer 2015 (Fußnote 2)20 die Werte bezeichnen die im Rahmen der Interkalibrierung ermittelten EQR-Werte (siehe Beschluss der Europäischen Kommission 2013/480/EU vom 20. September 2013 zur Festlegung der Werte für die Einstufungen des Überwachungssystems des jeweiligen Mitgliedstaats als Ergebnis der Interkalibrierung gemäß der Richtlinie 2000/60/EG des Europäischen Parlaments und des Rates und zur Aufhebung der Entscheidung 2008/915/EG (ABl. L 266 vom 8.10.2013, S. 1)). Sie entsprechen den im fiBS verwendeten Klassengrenzen von 3,75 und 2,5Legende: MRK:karbonatisch-rhithral geprägte Fließgewässer der Mittelgebirge, Voralpen und AlpenMP:potamal geprägte Fließgewässer der Mittelgebirge, Voralpen und AlpenMPG:potamal geprägte Fließgewässer der Mittelgebirge, Voralpen und Alpen (Grundwasser beeinflusst)MRS:silikatisch-rhithral geprägte Fließgewässer der Mittelgebirge, Voralpen und AlpenTRk:kleine rhithral-geprägte Fließgewässer des Norddeutschen TieflandesTRm:mittelgroße rhithrale Fließgewässer des Norddeutschen TieflandesTRg:große rhithral-geprägte Fließgewässer des Norddeutschen TieflandesTNk:kleine potamale Fließgewässer des Norddeutschen TieflandesTNm:mittelgroße potamale Fließgewässer des Norddeutschen TieflandesTNg:große Niederungsfließgewässer des Norddeutschen Tieflandes
2.
Seen1.Für die biologische Qualitätskomponente Phytoplankton ist das Bewertungsverfahren PSI1 ,2  (Phyto-Seen-Index – Bewertungsverfahren für Seen mittels Phytoplankton zur Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie in Deutschland Teile 1 und 2) anzuwenden. Durch das Bewertungsverfahren werden ökologische Qualitätsquotienten für die Metrices Biomasse mit den Parametern Gesamtbiovolumen und Chlorophyll a, Algenklassen und den Artenindex berechnet.2.Für die biologische Qualitätskomponente Makrophyten/Phytobenthos ist das Bewertungsverfahren PHYLIB3  (Bewertung von Seen mit Makrophyten & Phytobenthos für künstliche und natürliche Gewässer sowie Unterstützung der Interkalibrierung) anzuwenden. Das Bewertungsverfahren umfasst die Module „Makrophyten“ und „Phytobenthos – Diatomeen“. Nach PHYLIB sind jeweils alle zwei Module anzuwenden, sofern sie zu gesicherten Ergebnissen führen. Module, die zu ungesicherten Ergebnissen führen, sind nicht anzuwenden.3.Für die biologische Qualitätskomponente benthische wirbellose Fauna ist das Bewertungsverfahren AESHNA4  (Bewertungsverfahren für das eulitorale Makrozoobenthos in Seen zur Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie in Deutschland) anzuwenden.4.Für die biologische Qualitätskomponente Fischfauna ist das Bewertungsverfahren DeLFI-SITE5  (Deutsches probennahmestandortspezifisches Bewertungsverfahren für Fische in Seen zur Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie) anzuwenden.Biologische Qualitätskomponente (Bewertungsverfahren)Typ gemäß Anlage 1 Nummer 2.2 sowie sonstige Gewässertypen6 Ökologische QualitätsquotientenGrenzwert sehr guter/guter ZustandGrenzwert guter/mäßiger ZustandPhytoplankton (PSI)alle Typen gemäß Anlage 1 Nummer 2.20,800,60Phyto-Seen-Index, gesamtPhytoplankton (PSI)alle Typen gemäß Anlage 1 Nummer 2.20,800,60Metric: Artenindex7 PhytoplanktonTypen 2, 30,640,31(PSI)Typ 40,600,24Metric: BiomasseParameter: GesamtbiovolumenTypen 5, 7, 8, 90,560,31Typ PP 6.10,640,35Typ PP 6.20,640,37Typ PP 6.30,650,37Typ 100,580,25Typ PP 11.10,630,31Typ PP 11.20,620,29Typ 120,810,58Typ 130,650,27Typ 140,620,30PhytoplanktonTypen 2, 30,700,38(PSI)Typ 40,760,40Metric: Biomasse Parameter: Chlorophyll aTypen 5, 7, 8, 90,560,31Typ PP 6.10,640,35Typ PP 6.20,640,37Typ PP 6.30,650,37Typen 10, 130,550,31Typ PP 11.10,660,36Typ PP 11.20,630,30Typ 120,800,58Typ 140,670,37Makrophyten/Typ 1AKp0,690,48PhytobenthosTypen 29 , 39 , 49 AK0,800,55(PHYLIB)Typen 28 , 38 , 48 AK0,740,48Bewertung mit den Modulen „Makrophyten“ und „Phytobenthos – Diatomeen“Typen 510 , 7 (DS 7.1)10 MKg0,730,53Typ 610 MKp0,770,53Typ 7 (DS 7)MKg0,760,53Typen 8, 9MTS0,800,53Typ 10TKg 100,740,53Typen 11, 12TKp0,840,53Typ 1311 TKg 130,760,53Typ 1312 TKg 130,780,53Typ 14TKp0,820,53alle Typen gemäß Anlage 1 Nummer 2.2MTSs0,800,53Makrophyten/Typen 1, 510 , 710 , 10Akp0,680,51PhytobenthosMKg(PHYLIB)TKg10Modul „Makrophyten“Typen 2, 3, 4, 610 , 8, 9Ak0,760,51MKpMTSTyp 13TKg 130,710,51Typen 11, 12, 14TKp0,870,51alle Typen gemäß Anlage 1 Nummer 2.2MTSs0,760,51Makrophyten/Typen 1, 28 , 38 , 48 0,690,44PhytobenthosTypen 29 , 39 , 49 0,830,58(PHYLIB)Typen 510 , 610 , 710  (DS 7.1), 140,780,55Bewertung mit dem Modul „Phytobenthos – Diatomeen“Typen 7 (DS 7), 1312 0,840,55Typ 8, 90,830,55Typen 10, 11, 12, 1311 0,800,55alle Typen gemäß Anlage 1 Nummer 2.213 0,830,55Benthische wirbellose Fauna (AESHNA)Typen 2, 3, 4, 10, 11, 130,800,60Fischfauna (DeLFI-SITE)Typen 2, 3, 40,850,691 nach näherer Maßgabe von Mischke/Riedmüller/Hoehn/Nixdorf, Praxistest Phytoplankton in Seen, Endbericht zum LAWA–Projekt Nummer O 5.05, Hrsg. Länderarbeitsgemeinschaft Wasser, Berlin, Freiburg, Bad Saarow 2007, archivmäßig gesichert niedergelegt bei der Deutschen Nationalbibliothek und einsehbar in der Bibliothek des Umweltbundesamtes2 nach näherer Maßgabe von Riedmüller/Hoehn, Praxistest und Verfahrensanpassung: Bewertungsverfahren Phytoplankton in natürlichen Mittelgebirgsseen, Talsperren, Baggerseen und pH-neutralen Tagebauseen zur Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie, Abschlussbericht für das LAWA-Projekt Nummer O 7.08, Hrsg. Länderarbeitsgemeinschaft Wasser, Freiburg 2011, archivmäßig gesichert niedergelegt bei der Deutschen Nationalbibliothek und einsehbar in der Bibliothek des Umweltbundesamtes3 nach näherer Maßgabe von Schaumburg/Schranz/Stelzer, Bewertung von Seen mit Makrophyten & Phytobenthos für künstliche und natürliche Gewässer sowie Unterstützung der Interkalibrierung, Endbericht im Auftrag der LAWA (Projekt Nummer O 10.10), Hrsg. Länderarbeitsgemeinschaft Wasser, Augsburg/ Wielenbach 2014, archivmäßig gesichert niedergelegt bei der Deutschen Nationalbibliothek und einsehbar in der Bibliothek des Umweltbundesamtes4 nach näherer Maßgabe von Brauns/Böhmer/Pusch, Entwicklung einer validierbaren und interkalibrierbaren Methode zur Bewertung von Seen mittels Makrozoobenthos, Hrsg. Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (Projekt-Nummer O 8.09.), Berlin 2010, Miler/Brauns/Böhmer/Pusch, Praxistest des Verfahrens zur Bewertung von Seen mittels Makrozoobenthos, Hrsg. Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (Projekt-Nummer O 5.10), Berlin 2011 und Miler/Brauns/Böhmer/Pusch, Feinabstimmung des Bewertungsverfahrens von Seen mittels Makrozoobenthos, Hrsg. Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (Projekt-Nummer O 5.10/2011), Berlin 2013, jeweils archivmäßig gesichert niedergelegt bei der Deutschen Nationalbibliothek und einsehbar in der Bibliothek des Umweltbundesamtes5 nach näherer Maßgabe von Ritterbusch/Brämick, Praxistest Seenbewertung sowie Interkalibrierung Seenbewertung für Fische, Hrsg. Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (Projekt-Nummer O 2.09.), Schwerin 2010, archivmäßig gesichert niedergelegt bei der Deutschen Nationalbibliothek und einsehbar in der Bibliothek des Umweltbundesamtes6 Gewässertypen PP 6.1, PP 6.2, PP 6.3, PP 11.1, PP 11.2, 7 (DS 7), 7 (DS 7.1) nach näherer Maßgabe der in Fußnote 1, 2 und 3 genannten Endberichte7 Artenindex: PTSI (Parameter für die taxonomische Zusammensetzung im Phyto-See-Index)8 mit einer Volumenentwicklung < 0,49 mit einer Volumenentwicklung > 0,410 dazu zählen Altrheine, die diesem Typ zugeordnet werden11 ausgenommen Seen im Nordwesten Deutschlands mit einer Verweilzeit von über 10 Jahren12 Seen im Nordwesten Deutschlands mit einer Verweilzeit von über 10 Jahren13 nur saure und versauerte Wasserkörper der Alpen, des Alpenvorlandes, der Mittelgebirge und des TieflandesLegende: AKp:karbonatische, polymiktische Wasserkörper der Alpen und des AlpenvorlandesAK:karbonatische, geschichtete Wasserkörper der Alpen und des Alpenvorlandes, inkl. extrem steile Stellen der karbonatischen Alpenseen (AKs)TKg 10:karbonatische geschichtete Wasserkörper des Norddeutschen Tieflandes mit großem EinzugsgebietTKg 13:karbonatische geschichtete Wasserkörper des Norddeutschen Tieflandes mit kleinem EinzugsgebietTKp :karbonatische ungeschichtete Wasserkörper des Norddeutschen Tieflandes mit großem EinzugsgebietMTS:silikatisch geprägte Wasserkörper der Mittelgebirge und des TieflandesMTSs:saure und versauerte Wasserkörper der Alpen, des Alpenvorlandes, der Mittelgebirge und des TieflandesMKg:karbonatische geschichtete Wasserkörper des Mittelgebirges mit großem EinzugsgebietMKp:karbonatische ungeschichtete Wasserkörper des Mittelgebirges mit großem Einzugsgebiet
3.
Übergangs- und Küstengewässer1.Für die biologische Qualitätskomponente Phytoplankton sind im Bereich der Nordsee das Bewertungsverfahren „Deutsches Phytoplanktonverfahren für Küstengewässer der Nordsee“1  und für die Ostsee das Bewertungsverfahren „Phytoplanktonbewertungsverfahren für deutsche Ostsee-Küstengewässer“2  anzuwenden. Durch das Bewertungsverfahren für die Nordsee wird der Parameter Biomasse anhand von Chlorophyll a bestimmt. Durch das Bewertungsverfahren für die Ostsee wird der Parameter Biomasse anhand von Chlorophyll a und des Gesamtbiovolumens oder anhand von Chlorophyll a, des Gesamtbiovolumens, des Biovolumens Cyanophyceen und des Biovolumens Chlorophyceen bestimmt.2.Für die biologische Qualitätskomponente Großalgen und Angiospermen sind für den Bereich der Nordsee die Bewertungsverfahren SG1 (Bewertungssystem für Seegräser der Küsten- und Übergangsgewässer zur Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie in Deutschland) und HPI3  (Helgoland Phytobenthic Index) anzuwenden. In der Ostsee sind für diese Qualitätskomponente die Bewertungsverfahren PHYBIBCO (PHYtoBenthic Index for Baltic inner COastal waters – Verfahren zur Bewertung des ökologischen Zustandes der Makrophyten in den inneren Küstengewässern der Ostsee nach den Vorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie)4  und BALCOSIS (Baltic ALgae Community analySIs System – Verfahren zur Erfassung der Angiospermen- und Makroalgenbeständen in den äußeren Küstengewässern der deutschen Ostseeküste)5  anzuwenden.3.Für die biologische Qualitätskomponente benthische wirbellose Fauna ist das Bewertungsverfahren MarBIT (Marine Biotic Index Tool)6  anzuwenden.4.Für die biologische Qualitätskomponente Fischfauna ist das Bewertungsverfahren FAT – TW (Fish-based Assessment Tool – Transitional Water bodies – Fischbasiertes Bewertungswerkzeug für Übergangsgewässer der norddeutschen Ästuare)7  anzuwenden.Biologische Qualitätskomponente (Bewertungsverfahren)Typ gemäß Anlage 1 Nummer 2.3 oder 2.4Ökologische QualitätsquotientenGrenzwert sehr guter/guter ZustandGrenzwert guter/mäßiger ZustandPhytoplankton (Deutsches Phytoplanktonverfahren für Küstengewässer der Nordsee)Typen N1, N20,670,44Bewertung mit dem Biomasse-Parameter „Chlorophyll a“Phytoplankton (Phytoplanktonbewertungsverfahren für deutsche Ostsee-Küstengewässer)Typen B38 , B48 0,800,60Bewertung mit den Biomasse-Parametern „Chlorophyll a“, „Gesamtbiovolumen“Phytoplankton (Phytoplanktonindex für deutsche Ostsee-Küstengewässer)Typen B1, B2, B39 0,800,60Bewertung mit den Biomasse-Parametern „Chlorophyll a“, „Gesamtbiovolumen“, „Biovolumen Cyanophyceen“, „Biovolumen Chlorophyceen“Großalgen und Angiospermen (SG)Typen N3, N40,800,60Phytobenthos (HPI)Typ N50,800,60Großalgen oder Angiospermen (PHYBIBCO)Typen B1 und B20,800,60Großalgen oder Angiospermen (BALCOSIS)Typen B3, B40,800,60Benthische wirbellose Fauna (MarBIT)Typen B1, B2, B3, B40,800,60Typ N50,800,60Fischfauna (FAT – TW)Typen T1, T20,900,681 nach näherer Maßgabe von Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), Umsetzung der EG-WRRL – Bewertung des ökologischen Zustands der niedersächsischen Übergangs- und Küstengewässer (Stand: Bewirtschaftungsplan 2009), Küstengewässer und Ästuare, Brake-Oldenburg 2010, archivmäßig gesichert niedergelegt bei der Deutschen Nationalbibliothek und einsehbar in der Bibliothek des Umweltbundesamtes2 nach näherer Maßgabe von Sagert/Selig/Schubert, Phytoplanktonindikatoren zur ökologischen Klassifizierung der deutschen Küstengewässer der Ostsee, Hrsg. Rost, Meeresbiologische Beiträge, Heft 20, Rostock 2008, archivmäßig gesichert niedergelegt bei der Deutschen Nationalbibliothek und einsehbar in der Bibliothek des Umweltbundesamtes, und nach BLANO (2014): Harmonisierte Hintergrund- und Orientierungswerte für Nährstoffe und Chlorophyll-a in den deutschen Küstengewässern der Ostsee sowie Zielfrachten und Zielkonzentrationen für die Einträge über die Gewässer. Hrsg. Bund/Länder-Ausschuss Nord- und Ostsee (BLANO), Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Verabschiedet auf der 8. Sitzung des Koordinierungsrates Meeresschutz am 13.10.2014 und der 6. Sitzung des BLANO am 19.11.2014, Hamburg 2014, mit Korrektur vom 16.4.2015, archivmäßig gesichert niedergelegt bei der Deutschen Nationalbibliothek und einsehbar in der Bibliothek des Umweltbundesamtes, veröffentlicht unter http://www.meeresschutz.info/sonstige-berichte.html3 nach näherer Maßgabe von Kuhlenkamp/Schubert/Bartsch, Marines Monitoring Helgoland – Benthosuntersuchungen gemäß Wasserrahmenrichtlinie: Handlungsanweisung Makrophytobenthos, Hrsg. Landesamt für Natur und Umwelt des Landes Schleswig-Holstein (LANU-SH), Flintbek, 2009, archivmäßig gesichert niedergelegt bei der Deutschen Nationalbibliothek und einsehbar in der Bibliothek des Umweltbundesamtes4 nach näherer Maßgabe von Fürhaupter/Meyer, Handlungsanweisung zum Bewertungsverfahren PHYBIBCO – Bewertung des ökologischen Zustandes der Makrophyten in den inneren Küstengewässern der Ostsee nach den Vorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie, Qualitätskomponente Makrophyten – PHYBIBCO-Verfahren, Hrsg. Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie, Mecklenburg-Vorpommern (LUNG M-V), Güstrow 2015, archivmäßig gesichert niedergelegt bei der Deutschen Nationalbibliothek und einsehbar in der Bibliothek des Umweltbundesamtes5 nach näherer Maßgabe von Fürhaupter/Meyer, Handlungsanweisung zum Bewertungsverfahren BALCOSIS – Bewertung des ökologischen Zustandes der Makrophyten in den äußeren Küstengewässern der Ostsee nach den Vorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie, Qualitätskomponente Makrophyten – BALCOSIS-Verfahren, MariLim, Hrsg. LANU-SH, Flintbek und LUNG-MV, Güstrow 2009, aktualisiert durch Fürhaupter/Meyer, Handlungsanweisung zum Bewertungsverfahren BALCOSIS – Bewertung des ökologischen Zustandes der Makrophyten in den äußeren Küstengewässern der Ostsee nach den Vorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie, Qualitätskomponente Makrophyten - BALCOSIS-Verfahren, MariLim, Hrsg. Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein (LLUR), Flintbek 2015, jeweils archivmäßig gesichert niedergelegt bei der Deutschen Nationalbibliothek und einsehbar in der Bibliothek des Umweltbundesamtes6 nach näherer Maßgabe von Boos/Beermann/Reichert/Franke, Zeigereigenschaften Makrozoobenthos (MZB) – Helgoland, Entwicklung eines Bewertungsverfahrens nach WRRL: Helgoland-MarBIT-Modul, Hrsg. LANU-SH, Flintbek 2009 und Berg/Fürhaupter/Meyer, Handlungsanweisung zum Bewertungsverfahren MarBIT – Bewertung des ökologischen Zustandes des Makrozoobenthos in den inneren und äußeren Küstengewässern der Ostsee nach den Vorgaben der Wasserrahmenrichtlinie, Qualitätskomponente Makrozoobenthos – MarBIT-Verfahren, MariLim, Hrsg. LUNG MV, Güstrow 2015, jeweils archivmäßig gesichert niedergelegt bei der Deutschen Nationalbibliothek und einsehbar in der Bibliothek des Umweltbundesamtes7 nach näherer Maßgabe von NLWKN ( Fußnote 1) und von Schuchardt/Scholle, Fischbasiertes Bewertungswerkzeug für Übergangsgewässer der norddeutschen Ästuare, Bericht im Auftrag der Länder Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Bremen, Bremen 20068 die ökologischen Qualitätsquotienten gelten für diesen Gewässertyp in Schleswig-Holstein von der dänischen Grenze bis Dahmeshöved9 die ökologischen Qualitätsquotienten gelten für diesen Gewässertyp von Darsser Schwelle bis zur polnischen Grenze
Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis
Anlage 6
(zu § 2 Nummer 6, § 5 Absatz 5 Satz 1 und 2, § 10 Absatz 2 Satz 1)
(zu § 2 Nummer 6, § 5 Absatz 5 Satz 1 und 2, § 10 Absatz 2 Satz 1)
Umweltqualitätsnormen für flussgebietsspezifische Schadstoffe zur Beurteilung des ökologischen Zustands und des ökologischen Potenzials
(Fundstelle: BGBl. I 2016,1410 - 1413)
Die Umweltqualitätsnormen für flussgebietsspezifische Schadstoffe ergeben sich aus nachstehender Tabelle.
Die Einhaltung der Umweltqualitätsnormen ist nur im Hinblick auf solche Schadstoffe zu überwachen, die in signifikanten Mengen in das Einzugsgebiet der für den Oberflächenwasserkörper repräsentativen Messstelle eingeleitet oder eingetragen werden. Mengen sind signifikant, wenn zu erwarten ist, dass die Hälfte der Umweltqualitätsnorm überschritten wird.
Die Einhaltung der Umweltqualitätsnormen, gekennzeichnet als JD-UQN, ist anhand des Jahresdurchschnittswertes nach Maßgabe der Anlage 9 Nummer 3.2.2 zu überprüfen. Die Umweltqualitätsnormen, gekennzeichnet als ZHK-UQN, sind anhand der zulässigen Höchstkonzentration nach Maßgabe der Anlage 9 Nummer 3.2.1 zu überprüfen. Im Übrigen gilt Anlage 9 Nummer 3.1 und 3.3.
CAS = Chemical Abstracts Service, internationale Registriernummer für chemische Stoffe
Umweltqualitätsnormen für Wasser sind, wenn nicht ausdrücklich anders bestimmt, als Gesamtkonzentrationen in der gesamten Wasserprobe ausgedrückt.
Werden Schwebstoffe mittels Durchlaufzentrifuge entnommen, beziehen sich die Umweltqualitätsnormen auf die Gesamtprobe. Werden Sedimente und Schwebstoffe mittels Absetzbecken oder Sammelkästen entnommen, beziehen sich die Umweltqualitätsnormen 1.bei Metallen auf die Fraktion kleiner als 63 µm2.bei organischen Stoffen auf die Fraktion kleiner als 2 mm. Die Befunde von Sedimentproben können hinsichtlich der organischen Stoffe nur dann zur Bewertung herangezogen werden, wenn die Sedimentproben einen Feinkornanteil kleiner als 63 µm von größer als 50 % aufweisen. Im Übrigen beziehen sich Umweltqualitätsnormen für Schwebstoffe und Sedimente auf die Trockensubstanz.
Die Umweltqualitätsnorm bezieht sich auf die gelöste Konzentration, d. h. die gelöste Phase einer Wasserprobe, die durch Filtration durch einen 0,45 µm-Filter oder eine gleichwertige Vorbehandlung gewonnen wird.
Nur soweit die Erhebung von Schwebstoff- oder Sedimentdaten nicht möglich ist.
Fußnote
(+++ Anlage 6 Nr 2: Zur Anwendung vgl. Anlage 10 Nr 5.1 +++)
Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis
Anlage 7
(zu § 5 Absatz 4 Satz 2)
(zu § 5 Absatz 4 Satz 2)
Allgemeine physikalisch-chemische Qualitätskomponenten
(Fundstelle: BGBl. I 2016,1414 - 1423)
1.
Anforderungen an den sehr guten ökologischen Zustand und das höchste ökologische Potenzial
1.1
Fließgewässer
Werte für Temperatur und Temperaturerhöhung mit Zuordnung der Fischgemeinschaften zu den Gewässertypen  FischgemeinschaftGewässertypen nach Anlage 1 Nummer 2.1ff/tempffSa-ERSa-MRSa-HRCyp-REPMPHPAlpen und AlpenvorlandSubtyp 1.1XXXX    Subtyp 1.2  XXXX  Subtyp 2.1 XXXXX  Subtyp 2.2  XXXX  Subtyp 3.1XXXXXX  Subtyp 3.2  XXXX  Typ 4   XXX  MittelgebirgeTyp 5 XXXXX  Typ 5.1 XXXXX  Typ 6 XXXXXX Subtyp 6 K XXXXXX Typ 7XXXXXX  Typ 9 XXXXX  Typ 9.1 XXXXXX Subtyp 9.1 K  XXXXX Typ 9.2   XXXX Typ 10    XXX Norddeutsches TieflandTyp 14 XXXX   Typ 15 XXXXXX Typ 15 groß   XXXX Typ 16 XXXX   Typ 17   XXX  Typ 18 XXXX   Typ 20     XXXTyp 22      XXTyp 23       XÖkoregion unabhängigTyp 11 XXXXXX Typ 12 XXXXXX Typ 19  XXXX  Subtyp 21 Nord  XXXXX Subtyp 21 Süd  XXXX  AnforderungenTmax [°C] Sommer (April bis November)< 18< 18< 18< 18< 20< 20< 25< 25Temperaturerhöhung Sommer [∆T in K]00000000Tmax Winter (Dezember bis März) [°C] ≤ 8≤ 10≤ 10≤ 10≤ 10≤ 10≤ 10Temperaturerhöhung Winter [∆T in K] ≤ 1≤ 1,5≤ 1,5≤ 2≤ 3≤ 3≤ 3Die Werte für Temperaturerhöhung bezeichnen die maximal zulässige Differenz zwischen den Temperaturen oberhalb und unterhalb einer Einleitungsstelle für Abwärme.Legende: ff/tempff:Gewässer sind fischfrei oder temporär fischfreiSa-ER:salmonidengeprägte Gewässer des EpirhithralsSa-MR:salmonidengeprägte Gewässer des MetarhithralsSa-HR:salmonidengeprägte Gewässer des HyporhithralsCyp-R:cyprinidengeprägte Gewässer des RhithralsEP:Gewässer des EpipotamalsMP:Gewässer des MetapotamalsHP:Gewässer des Hypopotamals
Werte für weitere Parameter nach Anlage 3 Nummer 3.2 für verschiedene Gewässertypen und Typengruppen ParameterSauerstoff (O2)Bio-chemischer Sauerstoff-bedarf in 5 Tagen (BSB5)1 Gesamter organischer Kohlenstoff (TOC)Chlorid (Cl-)Sulfat (SO2-4)Eisen (Fe)Ortho-phosphat-Phosphor (o-PO4-P)Gesamt-Phosphor (Gesamt-P)Ammonium-Stickstoff (NH4-N)Ammoniak-Stickstoff (NH3-N)Nitrit-Stickstoff (NO2-N)Einheitmg/lmg/lmg/lmg/lmg/lmg/lmg/lmg/lmg/lµg/lµg/lStatistische KenngrößeMIN/a2 MW/a3 MW/a3 MW/a3 90 Perzentil/ a4 MW/a3 MW/a3 MW/a3 MW/a3 MW/a3 MW/a3 Typen nach Anlage 1 Nummer 2.1           2.1, 3.1, 2.2, 3.2, 4, 115 > 8< 3–≤ 50––≤ 0,02≤ 0,05≤ 0,04< 2≤ 105, 5.1> 9< 3< 7≤ 50≤ 25–≤ 0,02≤ 0,05≤ 0,04< 1≤ 106, 6 K, 7, 196 > 9< 3< 7≤ 50≤ 25–≤ 0,02≤ 0,05≤ 0,04< 2≤ 109> 9< 3< 7≤ 50≤ 25–≤ 0,02≤ 0,05≤ 0,04< 1≤ 109.1, 9.1 K> 9< 3< 7≤ 50≤ 25–≤ 0,02≤ 0,05≤ 0,04< 2≤ 109.2, 10> 8< 3< 7≤ 50≤ 25–≤ 0,02≤ 0,05≤ 0,04< 2≤ 10116 ,7 , 126 ,7 > 9< 3< 7≤ 50≤ 25–≤ 0,02≤ 0,05≤ 0,04< 1≤ 10116 ,8 , 126 ,8 > 9< 3< 7≤ 50≤ 25–≤ 0,02≤ 0,05≤ 0,04< 2≤ 10149 , 169 > 9< 4< 7≤ 50≤ 25–≤ 0,02≤ 0,05≤ 0,04< 1≤ 101410 , 1610 , 18, 1911 > 9< 4< 7≤ 50≤ 25–≤ 0,02≤ 0,05≤ 0,04< 2≤ 10117 ,11 , 127 ,11 > 8< 4< 10≤ 50≤ 25–≤ 0,02≤ 0,05≤ 0,04< 1≤ 10118 ,11 , 128 ,11 > 8< 4< 10≤ 50≤ 25–≤ 0,02≤ 0,05≤ 0,04< 2≤ 1015, 15 g, 17, 20> 8< 4< 7≤ 50≤ 25–≤ 0,02≤ 0,05≤ 0,04< 2≤ 1022> 73< 15–––≤ 0,02≤ 0,10–––23> 712 < 6< 15–––≤ 0,02≤ 0,05≤ 0,04< 2≤ 10Subtyp 21 N> 712 6< 7≤ 50––≤ 0,02≤ 0,05≤ 0,04< 2≤ 101 BSB5 ungehemmt2 Minimalwert als arithmetisches Mittel aus den Jahresminimalwerten von maximal drei aufeinander folgenden Kalenderjahren3 Mittelwert als arithmetisches Mittel aus den Jahresmittelwerten von maximal drei aufeinander folgenden Kalenderjahren4 90 Perzentil bezogen auf die Messwerte eines Kalenderjahres5 im Alpenvorland6 im Mittelgebirge7 basenarm8 basenreich9 silikatisch10 karbonatisch11 im Norddeutschen Tiefland12 Der Wert für Sauerstoff bezieht sich bei Typ 23 und Subtyp 21 N auf das 10-Perzentil.
1.2
SeenWerte für Gesamtphosphor und Sichttiefe für verschiedene Gewässertypen und TypengruppenTypen nach Anlage 1 Nummer 2.2Phytoplankton-Seen-Subtypen oder TypgruppenMaximaler Trophiestatus1 Gesamtphosphor (Gesamt-P) Saisonmittel2  (µg/l)Sichttiefe Saisonmittel2  (m)Grenzbereich sehr gut/gutGrenzbereich sehr gut/gut11mesotroph 1 (1,75)10 – 155,0 – 3,02, 32 + 3mesotroph 1 (1,75)10 – 155,0 – 3,044(sehr) oligotroph (1,25)6 – 87,0 – 4,55, 7, 8, 97 + 9mesotroph 1 (1,5)8 – 123 6,0 – 4,566.1mesotroph 2 (2,25)18 – 253,5 – 2,366.2mesotroph 2 (2,5)25 – 353,0 – 2,066.3eutroph 1 (2,75)30 – 402,5 – 1,65, 7, 8, 95 + 8oligotroph (1,75)9 – 143 5,5 – 4,01010.1mesotroph 1 (2,0)17 – 255,0 – 3,51010.2mesotroph 2 (2,25)20 – 304,0 – 3,01111.1mesotroph 2 (2,5)25 – 353,0 – 2,31111.2eutroph 1 (2,75)28 – 354 3,0 – 2,01212eutroph 1 (3,50)40 – 505 2,5 – 1,51313mesotroph 1 (1,75)15 – 225,5 – 3,51414mesotroph 2 (2,25)20 – 304,0 – 2,51 Maß für die Menge des Nährstoffangebotes im Referenzzustand.2 Werte für den Parameter Gesamtphosphor als Mittelwert der Vegetationsperiode vom 1. April bis 31. Oktober. Je nach Witterung kann der Zeitraum auf die Monate März und November ausgedehnt werden.3 In stark durch Huminstoffe geprägten Seen können höhere Gesamt-P-Werte insbesondere durch degradierte Moore im Einzugsgebiet auftreten.4 Im sehr flachen Seentyp 11.2 können Phosphorrücklösungsprozesse zu deutlich höheren Konzentrationen führen.5 Flussseen mit hoher Retentionsleistung (z. B Seen am Beginn einer Seenkette) können sehr hohe Trophiezustände im Referenzzustand aufweisen, welche zum Teil weit in den eutrophen Status hineinreichen. Die Gesamtphosphorkonzentrationen können in diesen Seen zwischen 40 und rund 100 µg/l im Saisonmittel liegen.
1.3
Übergangs- und KüstengewässerWerte für Stickstoff- und Phosphorparameter für verschiedene Gewässertypen der Ostsee und der Nordsee einschließlich ÜbergangsgewässerOstsee:Typ nach Anlage 1 Nr. 2.4Salinität in PSU (Durchschnittswert)Gesamt-Stickstoff (TN) in mg/l (Jahresdurchschnitt)Gesamt-Phosphor (TP) in mg/l (Jahresdurchschnitt)Küstengewässertypen in Mecklenburg-VorpommernB1≤ 2,8≤ 0,36≤ 0,029B2a≤ 7,7≤ 0,17≤ 0,012B2b≤ 12,9≤ 0,21≤ 0,015B3a≤ 7,2≤ 0,17≤ 0,013B3b≤ 11,7≤ 0,18≤ 0,014Küstengewässertypen in Schleswig-HolsteinB2a≤ 8,6≤ 0,35≤ 0,023B2b≤ 14,8≤ 0,18≤ 0,011B3b≤ 14,3≤ 0,13≤ 0,009B4≤ 16,7≤ 0,14≤ 0,01Nordsee:Typ nach Anlage 1 Nummer 2.4Salinität (Durchschnittswert in PSU)Gesamt-Stickstoff (TN) in mg/l (Jahresdurchschnitt)Gelöster anorganischer Stickstoff (DIN) in mg/l (Winterdurchschnitt)1 Gesamt Phosphor (Gesamt-P) in mg/l (Jahresdurchschnitt)N1/N229,0 – 31,5 (30)≤ 0,21≤ 0,17≤ 0,021N3/N416,4 – 30,5 (24)≤ 0,37≤ 0,29≤ 0,024N5≤ 32,0≤ 0,16≤ 0,13≤ 0,020T1/T23,6 – 23,4≤ 0,67≤ 0,53≤ 0,0301 Winterdurchschnitt im Zeitraum vom 01.11. bis 28.2.Sind bei den einzelnen Parametern Konzentrationsbereiche angegeben, ist jeweils der erste Wert dem niedrigen und der zweite Wert dem hohen Salinitätswert für den Gewässertyp zuzuordnen.
2.
Anforderungen an den guten ökologischen Zustand und das gute ökologische Potenzial
2.1
Fließgewässer
Werte für Temperatur und Temperaturerhöhung mit Zuordnung der Fischgemeinschaften zu den Gewässertypen  Fischgemeinschaftff/tempffSa-ERSa-MRSa-HRCyp-REPMPHPAnforderungenTmax Sommer (April bis November) [°C] ≤ 20≤ 20≤ 21,5≤ 23≤ 25≤ 28≤ 28Temperaturerhöhung Sommer [∆T in K] ≤ 1,5≤ 1,5≤ 1,5≤ 2≤ 3≤ 3≤ 3Tmax Winter (Dezember bis März) [°C] ≤ 8≤ 10≤ 10≤ 10≤ 10≤ 10≤ 10Temperaturerhöhung Winter [∆T in K] ≤ 1≤ 1,5≤ 1,5≤ 2≤ 3≤ 3≤ 3Die Werte für Temperaturerhöhung bezeichnen die maximal zulässige Differenz zwischen den Temperaturen oberhalb und unterhalb einer Einleitungsstelle für Abwärme.Für die Zuordnung der Fischgemeinschaften zu den Gewässertypen nach Anlage 1 Nummer 2.1 gilt Nummer 1.1.1 entsprechend.
Werte für weitere Parameter nach Anlage 3 Nummer 3.2 für verschiedene Gewässertypen ParameterSauerstoff (O2)Bio-chemischer Sauerstoff-bedarf in 5 Tagen (BSB5)1 Gesamter organischer Kohlenstoff (TOC)Chlorid (Cl-)2 Sulfat (SO2-4)2 pH-WertEisen (Fe)Ortho-phosphat-Phosphor (o-PO4-P)Gesamt-Phosphor (Gesamt-P)Ammonium-Stickstoff (NH4-N)Ammoniak-Stickstoff (NH3-N)Nitrit-Stickstoff (NO2-N)Einheitmg/lmg/lmg/lmg/lmg/l–mg/lmg/lmg/lmg/lµg/lµg/lStatistische KenngrößeMIN/a3 MW/a4 MW/a4 MW/a4 MW/a4 MIN/a-MAX/a5 ,3 MW/a4 MW/a4 MW/a4 MW/a4 MW/a4 MW/a4 Typen nach Anlage 1Nummer 2.1            2.1, 3.1, 2.2, 3.2, 4, 116 > 8< 3–≤ 200–7,0 – 8,5–≤ 0,05≤ 0,10≤ 0,1≤ 2≤ 305, 5.1> 8< 3< 7≤ 200≤ 756,5 – 8,5≤ 0,7≤ 0,07≤ 0,10≤ 0,1≤ 1≤ 306, 6 K, 7> 7< 3< 7≤ 200≤ 2207,0 – 8,5≤ 0,7≤ 0,07≤ 0,10≤ 0,1≤ 2≤ 50197 > 7< 3< 7≤ 200≤ 2207,0 – 8,5≤ 0,7≤ 0,10≤ 0,15≤ 0,1≤ 2≤ 509> 7< 3< 7≤ 200≤ 757,0 – 8,5≤ 0,7≤ 0,07≤ 0,10≤ 0,1≤ 1≤ 309.1, 9.1 K> 7< 3< 7≤ 200≤ 2207,0 – 8,5≤ 0,7≤ 0,07≤ 0,10≤ 0,1≤ 2≤ 509.2, 10> 7< 3< 7≤ 200≤ 2207,0 – 8,5≤ 0,7≤ 0,07≤ 0,10≤ 0,1≤ 2≤ 50117 ,8 , 127 ,8 > 8< 3< 7≤ 200≤ 755,5 – 8,0≤ 0,7≤ 0,10≤ 0,15≤ 0,1≤ 1≤ 30117 ,9 , 127 ,9 > 8< 3< 7≤ 200≤ 2207,0 – 8,5≤ 0,7≤ 0,10≤ 0,15≤ 0,1≤ 2≤ 501410 , 1610 > 7< 4< 7≤ 200≤ 1406,5 – 8,5≤ 1,8≤ 0,07≤ 0,10≤ 0,1≤ 1≤ 301411 , 1611 , 18> 7< 4< 7≤ 200≤ 2007,0 – 8,5≤ 1,8≤ 0,07≤ 0,10≤ 0,2≤ 2≤ 501912 > 7< 4< 7≤ 200≤ 2007,0 – 8,5≤ 1,8≤ 0,10≤ 0,15≤ 0,2≤ 2≤ 50118 ,12 , 128 ,12 > 6< 4< 10≤ 200≤ 755,5 – 8,0≤ 1,8≤ 0,10≤ 0,15≤ 0,1≤ 1≤ 30119 ,12 , 129 ,12 > 6< 4< 10≤ 200≤ 1407,0 – 8,5≤ 1,8≤ 0,10≤ 0,15≤ 0,2≤ 2≤ 5015, 15 g, 17, 20> 7< 4< 7≤ 200≤ 2007,0 – 8,5≤ 1,8≤ 0,07≤ 0,10≤ 0,2≤ 2≤ 5022> 4< 6< 15––6,5 – 8,5–≤ 0,20≤ 0,30≤ 0,3––23> 413 < 6< 15––7,0 – 8,5–≤ 0,07≤ 0,10≤ 0,2≤ 2≤ 50Subtyp 21 N> 413 < 6< 7≤ 200–7,0 – 8,5–≤ 0,07≤ 0,10≤ 0,2≤ 2≤ 501 BSB5 ungehemmt2 Die Werte für Sulfat und Chlorid gelten ausschließlich dort, wo höhere Sulfat- und Chloridgehalte anthropogen, z. B. durch Einleitungen, bedingt sind.3 Minimalwert als arithmetisches Mittel aus den Jahresminimalwerten von maximal drei aufeinander folgenden Kalenderjahren4 Mittelwert als arithmetisches Mittel aus den Jahresmittelwerten von maximal drei aufeinander folgenden Kalenderjahren5 Maximalwert als arithmetisches Mittel aus den Jahresmaximalwerten von maximal drei aufeinander folgenden Kalenderjahren6 im Alpenvorland7 im Mittelgebirge8 basenarm9 basenreich10 silikatisch11 karbonatisch12 im Norddeutschen Tiefland13 Der Hintergrundwert für Sauerstoff bezieht sich bei Typ 23 und Subtyp 21_Nord auf das 10-Perzentil.
2.2
SeenWerte für Gesamtphosphor und Sichttiefe für verschiedene Gewässertypen und TypengruppenTyp nach Anlage 1Nummer 2.2Phytoplankton- See-Subtypen oder TypgruppenMaximaler Trophiestatus1 Gesamtphosphor (Gesamt-P) Saisonmittel2  (µg/l)Sichttiefe Saisonmittel2  (m)Grenzbereich gut/mäßigGrenzbereich gut/mäßig11mesotroph 1 (1,75)20 – 263,0 – 2,02, 32 + 3mesotroph 1 (1,75)20 – 263,0 – 2,044(sehr) oligotroph (1,25)9 – 124,5 – 3,05, 7, 8, 97 + 9mesotroph 1 (1,5)14 – 203 4,5 – 3,066.1mesotroph 2 (2,25)30 – 452,3 – 1,666.2mesotroph 2 (2,5)35 – 502,0 – 1,566.3eutroph 1 (2,75)45 – 701,6 – 1,25, 7, 8, 95 + 8oligotroph (1,75)18 – 253 4,0 – 3,01010.1mesotroph 1 (2,0)25 – 403,5 – 2,01010.2mesotroph 2 (2,25)30 – 453,0 – 2,01111.1mesotroph 2 (2,5)35 – 452,3 – 1,51111.2eutroph 1 (2,75)35 – 554 2,0 – 1,31212eutroph 1 (3,50)60 – 905 1,2 – 0,81313mesotroph 1 (1,75)25 – 353,5 – 2,51414mesotroph 2 (2,25)30 – 452,5 – 1,51 Maß für die Menge des Nährstoffangebotes im Referenzzustand.2 Werte für den Parameter Gesamtphosphor als Mittelwert der Vegetationsperiode von 1. April bis 31. Oktober. Je nach Witterung kann der Zeitraum auf die Monate März und November ausgedehnt werden.3 In stark durch Huminstoffe geprägten Seen können höhere Gesamt-P-Werte insbesondere durch degradierte Moore im Einzugsgebiet auftreten.4 Im sehr flachen Seentyp 11.2 können Phosphorrücklösungsprozesse zu deutlich höheren Konzentrationen führen.5 Flussseen mit hoher Retentionsleistung (z. B. Seen am Beginn einer Seenkette) können sehr hohe Trophiezustände im Referenzzustand aufweisen, welche zum Teil weit in den eutrophen Status hineinreichen. Die Gesamtphosphorkonzentrationen können in diesen Seen zwischen 40 und rund 100 µg/l im Saisonmittel liegen.
2.3
Übergangs- und KüstengewässerWerte für Stickstoff- und Phosphorparameter für verschiedene Gewässertypen der Ostsee und der Nordsee einschließlich ÜbergangsgewässerOstsee:Typ nach Anlage 1 Nr. 2.4Salinität in PSU (Durchschnittswert)Gesamt-Stickstoff (TN) in mg/l (Jahresdurchschnitt)Gesamt-Phosphor (TP) in mg/l (Jahresdurchschnitt)Küstengewässertypen in Mecklenburg-VorpommernB1≤ 2,8≤ 0,53≤ 0,044B2a≤ 7,7≤ 0,25≤ 0,018B2b≤ 12,9≤ 0,32≤ 0,023B3a≤ 7,2≤ 0,25≤ 0,019B3b≤ 11,7≤ 0,27≤ 0,020Küstengewässertypen in Schleswig-HolsteinB2a≤ 8,6≤ 0,52≤ 0,034B2b≤ 14,8≤ 0,276≤ 0,016B3b≤14,3≤ 0,2≤ 0,0136B4≤ 16,7≤ 0,21≤ 0,0155Nordsee:Typ nach Anlage 1 Nr. 2.4Salinität (Durchschnittswert in PSU)Gesamt-Stickstoff (TN) in mg/l (Jahresdurchschnitt)Gelöster anorganischer Stickstoff (DIN) in mg/l (Winterdurchschnitt)1 Gesamt Phosphor (Gesamt-P) in mg/l (Jahresdurchschnitt)N1/N229,0 – 31,5 (30)≤ 0,32≤ 0,26≤ 0,031N3/N416,4 – 30,5 (24)≤ 0,56≤ 0,44≤ 0,036N5≤ 32,0≤ 0,24≤ 0,19≤ 0,030T1/T23,6 – 23,4≤ 1,00≤ 0,80≤ 0,0451 Winterdurchschnitt im Zeitraum von 1.11. bis 28.02.Sind bei den einzelnen Parametern Konzentrationsbereiche angegeben, ist jeweils der erste Wert dem niedrigen und der zweite Wert dem hohen Salinitätswert für den Gewässertyp zuzuordnen.
Fußnote
Anlage 7 Nr. 1.2 Fußn 5 Kursivdruck: Aufgrund offensichtlicher Unrichtigkeit wurde hinter dem Wort "z.B" ein fehlender Punkt eingefügt
Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis
Anlage 8
(zu § 2 Nummer 4 und 5, § 6 Satz 1,
(zu § 2 Nummer 4 und 5, § 6 Satz 1,
§ 7 Absatz 1 Nummer 1 und 2, § 10 Absatz 2 Satz 2,
§ 13 Absatz 1 Nummer 2a, § 15 Absatz 1 Satz 1 und 2)
Umweltqualitätsnormen zur Beurteilung des chemischen Zustands
(Fundstelle: BGBl. I 2016,1424 - 1431)
Die zur Einstufung des chemischen Zustands zugrunde zu legenden Stoffe und deren Umweltqualitätsnormen ergeben sich aus den Tabellen 1 und 2. Sofern nicht anders angegeben, gelten die Umweltqualitätsnormen der Tabelle 2 für die Gesamtkonzentration aller Isomere. Die Nummerierung der Tabellen 1 und 2 folgt der Tabelle in Anhang II der Richtlinie 2013/39/EU.
Die Einhaltung der Umweltqualitätsnormen ist für die in der Tabelle 2 aufgeführten Stoffe mit Ausnahme der Stoffe, die der Spalte 9 der Tabelle 1 zuzuordnen sind, zu überwachen, sofern es Einleitungen oder Einträge dieser Stoffe im Einzugsgebiet der für den Oberflächenwasserkörper repräsentativen Messstelle gibt. Die Einhaltung der Umweltqualitätsnormen ist für die in der Tabelle 2 aufgeführten Stoffe, die der Spalte 9 der Tabelle 1 zuzuordnen sind, zu überwachen, sofern es signifikante Einleitungen oder Einträge dieser Stoffe im Einzugsgebiet der für den Oberflächenwasserkörper repräsentativen Messstelle gibt. Einleitungen oder Einträge sind signifikant, wenn zu erwarten ist, dass die halbe Umweltqualitätsnorm überschritten ist. Für Stoffe der Spalte 7 der Tabelle 1 ist eine weniger intensive Überwachung nach Anlage 10 Nummer 4 möglich.
Die Einhaltung der Umweltqualitätsnormen, in Tabelle 2 gekennzeichnet als JD-UQN, ist anhand des Jahresdurchschnittswertes nach Maßgabe der Anlage 9 Nummer 3.2.2 zu überprüfen. Die Umweltqualitätsnormen, in Tabelle 2 gekennzeichnet als ZHK-UQN, sind anhand der zulässigen Höchstkonzentration nach Maßgabe der Anlage 9 Nummer 3.2.1 zu überprüfen. Die Umweltqualitätsnormen, in Tabelle 2 gekennzeichnet als Biota-UQN, sind nach Maßgabe der Anlage 9 Nummer 3.2.3 zu überprüfen. Im Übrigen gilt Anlage 9 Nummer 3.1 und 3.3.
Tabelle 1
Stoffe des chemischen Zustands
Für die unter bromierte Diphenylether (Nummer 5) fallende Gruppe prioritärer Stoffe beziehen sich alle Angaben auf die Summe der Konzentrationen von Kongeneren der Nummern BDE28 (CAS-Nr. 41318-75-6), BDE47 (CAS-Nr. 5436-43-1), BDE99 (CAS-Nr. 60348-60-9), BDE100 (CAS-Nr. 189084-64-8), BDE153 (CAS-Nr. 68631-49-2) und BDE154 (CAS-Nr. 207122-15-4). Als prioritärer gefährlicher Stoff eingestuft sind nur Tetrabromdiphenylether (CAS-Nr. 40088-47-9), Pentabromdiphenylether (CAS-Nr. 32534-81-9), Hexabromdiphenylether (CAS-Nr. 36483-60-0 und Heptabromdiphenylether (CAS-Nr. 68928-80-3).
Für diese Stoffgruppe ist kein Indikatorparameter verfügbar. Der bzw. die Indikatorparameter müssen durch die Analysenmethode definiert werden.
DDT insgesamt umfasst die Summe der Isomere 4,4-DDT (CAS-Nr. 50-29-3; EU-Nr. 200-024-3), 2,4-DDT (CAS-Nr. 789-02-6; EU-Nr. 212-332-5), 4,4-DDE (CAS-Nr. 72-55-9; EU-Nr. 200-784-6) und 4,4-DDD (CAS-Nr. 72-54-8; EU-Nr. 200-783-0).
Summe der zwei (Stereo-)Isomere α-Endosulfan (CAS-Nr. 959-98-8) und β-Endosulfan (CAS-Nr 33213-65-9).
Summe der Isomere α-, β-, γ- und δ-HCH.
Nonylphenol (CAS-Nr. 25154-52-3, EU-Nr. 246-672-0) einschließlich der Isomere 4-Nonylphenol (CAS-Nr. 104-40-5, EU-Nr. 203-199-4) und 4-Nonylphenol (verzweigt) (CAS-Nr. 84852-15-3, EU-Nr. 284-325-5).
Octylphenol (CAS-Nr. 1806-26-4, EU-Nr. 217-302-5) einschließlich des Isomers (4-(1,1',3,3'-Tetramethylbutyl)-phenol) (CAS-Nr. 140-66-9, EU-Nr. 205-426-2).
Summe von 1,2,3-Trichlorbenzol (TCB), 1,2,4-TCB und 1,3,5-TCB.
Die Angaben beziehen sich auf folgende Verbindungen: 7 polychlorierte Dibenzoparadioxine (PCDD): 2,3,7,8-T4CDD (CAS-Nr. 1746-01-6), 1,2,3,7,8-P5CDD (CAS-Nr. 40321-76-4), 1,2,3,4,7,8-H6CDD (CAS-Nr. 39227-28-6), 1,2,3,6,7,8-H6CDD (CAS-Nr. 57653-85-7), 1,2,3,7,8,9-H6CDD (CAS-Nr. 19408-74-3), 1,2,3,4,6,7,8-H7CDD (CAS-Nr. 35822-46-9), 1,2,3,4,6,7,8,9-O8CDD (CAS-Nr. 3268-87-9) 10 polychlorierte Dibenzofurane (PCDF): 2,3,7,8-T4CDF (CAS-Nr. 51207-31-9), 1,2,3,7,8,-P5CDF (CAS-Nr. 57117-41-6), 2,3,4,7,8,-P5CDF (CAS-Nr. 57117-31-4), 1,2,3,4,7,8-H6CDF (CAS-Nr. 70648-26-9), 1,2,3,6,7,8,-H6CDF (CAS-Nr. 57117-44-9), 1,2,3,7,8,9-H6CDF (CAS-Nr. 72918-21-9), 2,3,4,6,7,8-H6CDF (CAS-Nr. 60851-34-5), 1,2,3,4,6,7,8-H7CDF (CAS-Nr. 67562-39-4), 1,2,3,4,7,8,9-H7CDF (CAS-Nr. 55673-89-7), 1,2,3,4,6,7,8,9-O8CDF (CAS-Nr. 39001-02-0). 12 dioxinähnliche polychlorierte Biphenyle (PCB-DL): 3,3',4,4'-T4CB (PCB 77, CAS-Nr. 32598-13-3), 3,3',4',5-T4CB (PCB 81, CAS-Nr. 70362-50-4), 2,3,3',4,4'-P5CB (PCB 105, CAS-Nr. 32598-14-4), 2,3,4,4',5-P5CB (PCB 114, CAS-Nr. 74472-37-0), 2,3',4,4',5-P5CB (PCB 118, CAS-Nr. 31508-00-6), 2,3',4,4',5'-P5CB (PCB 123, CAS-Nr. 65510-44-3), 3,3',4,4',5-P5CB (PCB 126, CAS-Nr. 57465-28-8), 2,3,3',4,4',5-H6CB (PCB 156, CAS-Nr. 38380-08-4), 2,3,3',4,4',5'-H6CB (PCB 157, CAS-Nr. 69782-90-7), 2,3',4,4',5,5'-H6CB (PCB 167, CAS-Nr. 52663-72-6), 3,3',4,4',5,5'-H6CB (PCB 169, CAS-Nr. 32774-16-6), 2,3,3',4,4',5,5',-H7CB (PCB 189, CAS-Nr. 39635-31-9).
10
CAS-Nr. 52315-07-8 bezieht sich auf eine Isomermischung von Cypermethrin, α-Cypermethrin (CAS-Nr. 67375-30-8), β-Cypermethrin (CAS-Nr. 65731-84-2), ϑ-Cypermethrin (CAS-Nr. 71697-59-1) und ζ-Cypermethrin (CAS-Nr. 52315-07-8).
11
1,3,5,7,9,11-HBCDD (CAS-Nr. 25637-99-4), 1,2,5,6,9,10-HBCDD (CAS-Nr. 3194-55-6), α-HBCDD (CAS-Nr. 134237-50-6), β-HBCDD (CAS-Nr. 134237-51-7) und γ-HBCDD (CAS-Nr. 134237-52-8)
Mit Ausnahme von Cadmium, Blei, Quecksilber und Nickel (Metalle) sind die Umweltqualitätsnormen als Gesamtkonzentrationen in der gesamten Wasserprobe ausgedrückt. Bei Metallen bezieht sich die Umweltqualitätsnorm auf die gelöste Konzentration, d. h. die gelöste Phase einer Wasserprobe, die durch Filtration durch ein 0,45-μm-Filter oder eine gleichwertige Vorbehandlung gewonnen wird.
Sofern nicht anders vermerkt, bezieht sich die Biota-UQN auf Fische. Für Stoffe mit den Nummern 15 (Fluoranthen) und 28 (PAK) bezieht sich die Biota-UQN auf Krebstiere und Weichtiere. Für den Stoff mit der Nummer 37 (Dioxine und dioxinähnliche Verbindungen) bezieht sich die Biota-UQN auf Fische, Krebstiere und Weichtiere. Sind für einen Stoff Biota-UQN und JD-UQN für die Gesamtwasserphase vorgesehen, darf die JD-UQN der Einstufung nur zugrunde gelegt werden, wenn die Erhebung von Biotadaten nicht möglich ist.
Der Gesamtgehalt kann auch aus Messungen des am Schwebstoff adsorbierten Anteils ermittelt werden. Der Gesamtgehalt bezieht sich in diesem Fall 1.bei Entnahme mittels Durchlaufzentrifuge auf die Gesamtprobe;2. bei Entnahme mittels Absetzbecken oder Sammelkästen auf die Fraktion kleiner 2 mm. Hierbei ist über den Sammelzeitraum ein repräsentativer Schwebstoffgehalt zu ermitteln.
Bei Cadmium und Cadmiumverbindungen hängt die Umweltqualitätsnorm von der Wasserhärte ab, die in fünf Klassenkategorien abgebildet wird (Klasse 1: < 40 mg CaCO3/l, Klasse 2: 40 bis < 50 mg CaCO3/l, Klasse 3: 50 bis < 100 mg CaCO3/l, Klasse 4: 100 bis < 200 mg CaCO3/l und Klasse 5: ≥ 200 mg CaCO3/l). Zur Beurteilung der Jahresdurchschnittskonzentration an Cadmium und Cadmiumverbindungen wird die Umweltqualitätsnorm der Härteklasse verwendet, die sich aus dem fünfzigsten Perzentil der parallel zu den Cadmiumkonzentrationen ermittelten CaCO3-Konzentrationen ergibt.
Diese UQN bezieht sich auf bioverfügbare Konzentrationen.
Bei der Gruppe der polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (Nummer 28) beziehen sich die Biota-UQN und die entsprechende JD-UQN in Wasser auf die Konzentration von Benzo[a]pyren, auf dessen Toxizität diese beruhen. Benzo[a]pyren kann als Marker für die anderen PAK betrachtet werden; daher ist nur Benzo[a]pyren zum Vergleich der Biota-UQN und der entsprechenden JD-UQN in Wasser zu überwachen.
PCDD: polychlorierte Dibenzoparadioxine; PCDF: polychlorierte Dibenzofurane; PCB-DL: dioxinähnliche polychlorierte Biphenyle; TEQ: Toxizitätsäquivalente nach den Toxizitätsäquivalenzfaktoren der Weltgesundheitsorganisation von 2005; (van den Berg, M. (2006) et. al.: the 2005 World Health Reevalution of Human and Mammalian Toxic Equivalency Factors for Dioxins and Dioxin-like Compounds veröffentlicht in toxicological sciences 93(2), 223-241 (2006).
Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis
Anlage 9
(zu § 9 Absatz 2 und 3 Satz 2, § 11 Absatz 1 Satz 3,
(zu § 9 Absatz 2 und 3 Satz 2, § 11 Absatz 1 Satz 3,
§ 13 Absatz 1 Nummer 2 Buchstabe a und b)
Anforderungen an Analysenmethoden, an Laboratorien und an die Beurteilung der Überwachungsergebnisse
(Fundstelle: BGBl. I 2016,1432 - 1433)
1.
Anforderungen an Analysenmethoden für die Überwachung der Einhaltung von UmweltqualitätsnormenFür die Überwachung der Einhaltung von Umweltqualitätsnormen für Stoffe in Gewässern sind nur solche Analysenmethoden anzuwenden, die folgende Anforderungen erfüllen:1.1Die Analysenmethoden, einschließlich der Labor-, Feld- und Onlinemethoden, sind im Einklang mit der Norm DIN EN ISO/IEC 170252  validiert und dokumentiert.1.2Die erweiterte Messunsicherheit (mit k = 2) der Analysenmethoden beträgt höchstens 50 Prozent, ermittelt bei einer Konzentration im Bereich der jeweiligen Umweltqualitätsnorm.1.3Die Bestimmungsgrenzen der Analysenmethoden betragen höchstens 30 Prozent der jeweiligen Umweltqualitätsnorm.1.4Gibt es für einen Parameter keine Analysenmethode, die den Anforderungen gemäß den Nummern 1.2 und 1.3 genügt, erfolgt die Überwachung mithilfe der besten verfügbaren Technik, die keine übermäßigen Kosten verursacht. Bei der Analyse von Parametern, die operational über ihre Analysenvorschrift definiert werden, gelten die in den Analysenmethoden festgelegten Anforderungen.1.5Wird für einen Stoff nach Anlage 8 Tabelle 2 Nummer 5, 15, 16, 17, 21, 28, 34, 35, 37, 43 oder 44 der Tabelle 2 in Anlage 8 von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, anstelle von Biota andere Matrizes zu untersuchen, muss die für die gewählte Matrix verwendete Analysenmethode die Mindestleistungskriterien nach den Nummern 1.2 und 1.3 erfüllen. Werden diese Kriterien für keine der Matrizes erfüllt, erfolgt die Überwachung mithilfe der besten verfügbaren Technik, die keine übermäßigen Kosten verursacht. Die Analysenmethode muss dann mindestens so leistungsfähig sein wie die Analysenmethode, die für den betreffenden Stoff in Biota verwendet wird.
2.
Anforderungen an Laboratorien2.1Die Laboratorien, die chemische oder physikalisch-chemische Qualitätskomponenten überwachen, haben ein Qualitätsmanagementsystem im Einklang mit der Norm DIN EN ISO/IEC 17025 anzuwenden. Sie haben ihre Befähigung für die Durchführung der erforderlichen Analysen nachzuweisen durch: 2.1.1die Teilnahme an Ringversuchen zur Laboreignungsprüfung mit Proben, die repräsentativ für den untersuchten Konzentrationsbereich sind, und die von Organisationen durchgeführt werden, welche die Anforderungen nach DIN EN ISO/IEC 170433  erfüllen und2.1.2die Analyse verfügbarer Referenzmaterialien, die bezüglich Konzentration und Matrix repräsentativ für die zu analysierenden Proben sind.2.2Die Laboratorien, die biologische Qualitätskomponenten überwachen, haben die Befähigung für die Durchführung der erforderlichen Untersuchungen nachzuweisen und qualitätssichernde Maßnahmen durchzuführen, wie z. B. die Teilnahme an Schulungen, Vergleichsuntersuchungen sowie das Sammeln und Archivieren von Belegexemplaren der untersuchten Organismen.
3.
Anforderungen an die Beurteilung der Überwachungsergebnisse3.1Berechnung des Jahresdurchschnitts3.1.1Liegen die Werte physikalisch-chemischer oder chemischer Messgrößen in einer bestimmten Probe unter der Bestimmungsgrenze, so werden die Messergebnisse für die Berechnung des Jahresdurchschnitts durch die Hälfte des Werts der Bestimmungsgrenze ersetzt. Dies gilt nicht für Parameter, die Summen von Stoffen darstellen. In diesen Fällen werden unter der Bestimmungsgrenze liegende Ergebnisse für einzelne Stoffe vor der Summenbildung gleich null gesetzt.3.1.2Liegt ein gemäß Nummer 3.1.1 berechneter Jahresdurchschnitt unter der Bestimmungsgrenze, so wird dieser Wert als „kleiner Bestimmungsgrenze“ bezeichnet.3.2Einhaltung von Umweltqualitätsnormen 3.2.1Umweltqualitätsnormen für die Stoffe der Anlagen 6 und 8, jeweils ausgedrückt als zulässige Höchstkonzentrationen (ZHK-UQN), gelten als eingehalten, wenn die Konzentration bei jeder Einzelmessung an jeder repräsentativen Überwachungsstelle in dem Oberflächenwasserkörper kleiner oder gleich der ZHK-UQN ist. Liegt in den Fällen von Nummer 1.4 die Bestimmungsgrenze über der Umweltqualitätsnorm und alle Messwerte unter der Bestimmungsgrenze, so wird das Ergebnis für den gemessenen Stoff für die Zwecke der Einstufung des chemischen Gesamtzustands des betreffenden Wasserkörpers nicht berücksichtigt.3.2.2Umweltqualitätsnormen für die Stoffe der Anlagen 6 und 8, jeweils ausgedrückt als Jahresdurchschnittswerte (JD-UQN), gelten als eingehalten, wenn das arithmetische Mittel der zu unterschiedlichen Zeiten im Zeitraum von einem Jahr an jeder repräsentativen Überwachungsstelle in dem Oberflächenwasserkörper gemessenen Konzentrationen kleiner oder gleich der Umweltqualitätsnorm ist. Im Fall von Nummer 3.1.2 gilt die Umweltqualitätsnorm als eingehalten, wenn die Bestimmungsgrenze unterhalb der UQN liegt. Liegt im Fall von Nummer 1.4 die Bestimmungsgrenze über der Umweltqualitätsnorm und das arithmetische Mittel unter der Bestimmungsgrenze, so wird das Ergebnis für den gemessenen Stoff für die Zwecke der Einstufung des chemischen Gesamtzustands des betreffenden Wasserkörpers nicht berücksichtigt.3.2.3Umweltqualitätsnormen für die Stoffe nach Anlage 8 Tabelle 2, ausgedrückt als Biota-UQN, gelten als eingehalten, wenn der entlogarithmierte Wert des arithmetischen Mittelwerts der logarithmierten Konzentrationen in den einzelnen Individuen kleiner oder gleich der Umweltqualitätsnorm ist. Die Untersuchung von Poolproben ist ebenfalls zulässig; in diesen Fällen gilt die Biota-UQN als eingehalten, wenn die Konzentration in der Poolprobe kleiner oder gleich der Umweltqualitätsnorm ist. Bei der Untersuchung von mehreren Poolproben wird der arithmetische Mittelwert der gemessenen Konzentrationen gebildet und mit der Biota-UQN verglichen.3.3Berücksichtigung von natürlichen Hintergrundkonzentrationen und der Bioverfügbarkeit von Nickel und Blei 3.3.1Ist für einen Stoff nach Anlage 6 oder 8 die natürliche Hintergrundkonzentration im zu beurteilenden Oberflächenwasserkörper größer als die Umweltqualitätsnorm, so legt die zuständige Behörde eine abweichende Umweltqualitätsnorm unter Berücksichtigung der Hintergrundkonzentration für diesen Oberflächenwasserkörper fest.3.3.2Ist der für Nickel oder Blei ermittelte Jahresdurchschnitt größer oder gleich der JD-UQN, kann bei dessen Beurteilung die Bioverfügbarkeit berücksichtigt werden, wobei die bioverfügbare Jahresdurchschnittskonzentration für den weiteren Vergleich mit der JD-UQN zu berechnen ist. Bioverfügbare Konzentrationen sind für jeden einzelnen Messwert mithilfe geeigneter Modelle zu ermitteln. Dafür sind die gelösten Konzentrationen von Nickel und Blei und die standortspezifischen Wasserqualitätsparameter pH-Wert, Calcium-Gehalt (Wasserhärte) und gelöster organischer Kohlenstoff zu verwenden. Aus den erhaltenen bioverfügbaren Konzentrationen wird die bioverfügbare Jahresdurchschnittskonzentration als arithmetisches Mittel berechnet. Es ist zu gewährleisten, dass die gelösten Konzentrationen von Nickel und Blei und die Wasserqualitätsparameter in derselben Wasserprobe überwacht werden.
Ausgabe August 2005, erschienen im Beuth-Verlag GmbH, Berlin, und beim Deutschen Patent- und Markenamt in München archivmäßig gesichert niedergelegt.
Ausgabe Mai 2010, erschienen im Beuth-Verlag GmbH, Berlin, und beim Deutschen Patent- und Markenamt in München archivmäßig gesichert niedergelegt.
Fußnote
(+++ Anlage 9 Nr. 3.1 und 3.3: Zur Anwendung vgl. Anlage 8 Nr. 3 +++)
Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis
Anlage 10
(zu § 10 Absatz 1 Satz 1 und Absatz 2 Satz 1,
(zu § 10 Absatz 1 Satz 1 und Absatz 2 Satz 1,
§ 13 Absatz 1 Nummer 3, § 14 Absatz 2)
Überwachung des ökologischen Zustands, des ökologischen Potenzials und des chemischen Zustands; Überwachungsnetz; zusätzliche Überwachungsanforderungen
(Fundstelle: BGBl. I 2016,1434 - 1438)
Es sind die Parameter zu überwachen, die für jede nach Maßgabe von Anlage 3 für die jeweilige Gewässerkategorie relevante Qualitätskomponente kennzeichnend sind. Die Parameter, Messstellen und Überwachungsfrequenzen sind so auszuwählen, dass eine hinreichende Zuverlässigkeit und Genauigkeit bei der Bewertung des ökologischen oder chemischen Zustands oder des ökologischen Potenzials erreicht wird. Im Bewirtschaftungsplan nach § 83 des Wasserhaushaltsgesetzes sind Angaben über die Einschätzung des Grades der Zuverlässigkeit und Genauigkeit zu machen, die mit den Überwachungsprogrammen erreicht wurden.
Die Einhaltung der Umweltqualitätsnorm ist für prioritäre und bestimmte andere Schadstoffe in der nach Anlage 8 Tabelle 2 maßgeblichen Matrix, für die flussgebietsspezifischen Schadstoffe in der nach Anlage 6 maßgeblichen Matrix zu überwachen. Wird eine Biota-UQN überwacht, so ist die ZHK-UQN dann zusätzlich zu überwachen, wenn aufgrund von gemessenen oder geschätzten Konzentrationen in der Umwelt oder aufgrund von Emissionen eine potentielle Gefahr für oder durch die aquatische Umwelt aufgrund einer akuten Exposition ermittelt wird.
1.
Überblicksweise Überwachung:1.1Mit den Programmen zur überblicksweisen Überwachung werden folgende Ziele verfolgt: a)Ergänzung und Validierung des in Anlage 2 Nummer 2 beschriebenen Verfahrens zur Beurteilung der Auswirkungen von signifikanten anthropogenen Belastungen der Oberflächenwasserkörper,b)wirksame und effiziente Gestaltung künftiger Überwachungsprogramme,c)Bewertung der langfristigen Veränderungen der natürlichen Gegebenheiten undd)Bewertung der langfristigen Veränderungen auf Grund ausgedehnter menschlicher Tätigkeiten.Die Ergebnisse der überblicksweisen Überwachung sind in Verbindung mit dem in Anlage 2 beschriebenen Verfahren zur Zusammenstellung der Gewässerbelastungen und zur Beurteilung ihrer Auswirkungen zu überprüfen. Anhand dieser Ergebnisse sind die Maßnahmenprogramme nach § 82 des Wasserhaushaltsgesetzes zu überwachen.1.2Die überblicksweise Überwachung ist an einer ausreichenden Zahl von Oberflächenwasserkörpern durchzuführen, um eine Bewertung des Gesamtzustands der Oberflächengewässer in jedem Einzugsgebiet zu gewährleisten. Bei der Auswahl der Wasserkörper ist dafür zu sorgen, dass eine Überwachung, soweit erforderlich, an Stellen durchgeführt wird, an denen a)der Abfluss bezogen auf die gesamte Flussgebietseinheit bedeutend ist, einschließlich Stellen an großen Flüssen, an denen das Einzugsgebiet größer als 2 500 Quadratkilometer ist,b)sich bedeutende Oberflächenwasserkörper über die Grenzen der Bundesrepublik Deutschland hinaus erstrecken undc)sich größere Seen oder Sammelbecken mit einer Oberfläche von mehr als zehn Quadratkilometern befinden,und an anderen Stellen, die zur Schätzung der Schadstoffbelastung benötigt werden, die die Grenzen der Bundesrepublik Deutschland überschreitet oder in die Meeresumwelt gelangt.1.3An jeder Überwachungsstelle sind folgende Parameter zu überwachen: a)Parameter, die für alle biologischen Qualitätskomponenten nach Anlage 3 Nummer 1 kennzeichnend sind,b)Parameter, die für alle hydromorphologischen Qualitätskomponenten nach Anlage 3 Nummer 2 kennzeichnend sind,c)Parameter, die für alle allgemeinen physikalisch-chemischen Qualitätskomponenten nach Anlage 3 Nummer 3.2 kennzeichnend sind,d)die prioritären Stoffe nach Anlage 8 Tabelle 1 Spalte 8, für die es Einleitungen oder Einträge im Einzugsgebiet der Messstelle gibt,e)bestimmte andere Schadstoffe nach Anlage 8 Tabelle 1 Spalte 9 und flussgebietsspezifische Schadstoffe gemäß Anlage 3 Nummer 3.1 in Verbindung mit Anlage 6, die in signifikanten Mengen im Sinne von Anlage 6 Nummer 2 Satz 2 in den Oberflächenwasserkörper eingeleitet oder eingetragen werden undf)Nitrat.
2.
Operative Überwachung2.1Die Programme zur operativen Überwachung sind mit dem Ziel durchzuführen, a)den Zustand der Oberflächenwasserkörper, die voraussichtlich die Bewirtschaftungsziele nicht erreichen, zu bestimmen undb)alle auf die Maßnahmenprogramme zurückgehenden Veränderungen am Zustand dieser Oberflächenwasserkörper zu bewerten.2.2Die operative Überwachung ist an allen Oberflächenwasserkörpern durchzuführen, die voraussichtlich die Bewirtschaftungsziele nicht erreichen, sowie an allen Oberflächenwasserkörpern, in die prioritäre Stoffe oder bestimmte andere Schadstoffe eingeleitet oder eingetragen werden. Dies gilt auch für Oberflächenwasserkörpergruppen, die zur erstmaligen Beschreibung der Gewässer gebildet wurden. Die Überwachungsstellen sind nach folgenden Maßgaben festzulegen: 2.2.1Die Messstellen und die Zusammenstellung der Überwachungsparameter werden in Abhängigkeit von der jeweiligen Belastungssituation festgelegt. Die Messstellen für die Überwachung relevanter biologischer Parameter oder relevanter chemischer Parameter können an unterschiedlichen Stellen eines Wasserkörpers oder einer Wasserkörpergruppe liegen.2.2.2Bei Wasserkörpern oder Wasserkörpergruppen, die wegen einer signifikanten Belastung aus Punktquellen voraussichtlich die Bewirtschaftungsziele nicht erreichen, ist eine ausreichende Zahl von Überwachungsstellen festzulegen, um das Ausmaß und die Auswirkungen der Belastung aus Punktquellen bewerten zu können. Dazu sind in dem unmittelbar betroffenen Wasserkörper oder der unmittelbar betroffenen Wasserkörpergruppe Lage und Zahl von Überwachungsstellen so festzulegen, dass für den gesamten Wasserkörper oder die gesamte Wasserkörpergruppe eine repräsentative Aussage erhalten wird. Unterliegen die Wasserkörper oder Wasserkörpergruppen mehreren Belastungen aus Punktquellen, so können die Überwachungsstellen so festgelegt werden, dass das Ausmaß und die Auswirkungen der Belastung aus Punktquellen insgesamt bewertet werden können.2.2.3Bei Wasserkörpern oder Wasserkörpergruppen, die wegen einer signifikanten Belastung aus diffusen Quellen voraussichtlich die Bewirtschaftungsziele nicht erreichen, ist für eine Auswahl aus den betreffenden Wasserkörpern eine ausreichende Zahl von Überwachungsstellen festzulegen, um das Ausmaß und die Auswirkungen der Belastung aus diffusen Quellen bewerten zu können. Diese Wasserkörper sind so festzulegen, dass sie für die relative Gefahr von Belastungen aus diffusen Quellen und für die relative Gefahr des Nichterreichens eines guten Zustands des Oberflächengewässers repräsentativ sind.2.2.4Bei Wasserkörpern oder Wasserkörpergruppen, die wegen einer signifikanten hydromorphologischen Belastung voraussichtlich die Bewirtschaftungsziele nicht erreichen, sind für eine Auswahl aus den betreffenden Wasserkörpern Überwachungsstellen festzulegen, um das Ausmaß und die Auswirkungen der hydromorphologischen Belastung bewerten zu können. Die Auswahl dieser Wasserkörper muss für die Gesamtauswirkungen der hydromorphologischen Belastung auf alle betreffenden Wasserkörper kennzeichnend sein.2.3Um das Ausmaß der Belastungen der Oberflächenwasserkörper zu bewerten, sind diejenigen Qualitätskomponenten nach Anlage 3 zu überwachen, die für die Belastung des Oberflächenwasserkörpers kennzeichnend sind. Zur Beurteilung der Auswirkungen dieser Belastungen sind zu überwachen: a)die Parameter, die Indikatoren für die biologischen Qualitätskomponenten sind, die auf Belastungen der Wasserkörper oder Wasserkörpergruppen am empfindlichsten reagieren,b)prioritäre Stoffe, für die es Einleitungen oder Einträge im Einzugsgebiet der für den Oberflächenwasserkörper repräsentativen Messstelle gibt,c)bestimmte andere Schadstoffe, Nitrat und flussgebietsspezifische Schadstoffe, die in signifikanten Mengen im Sinne von Anlage 6 Nummer 2 Satz 2 in das Einzugsgebiet der für den Oberflächenwasserkörper repräsentativen Messstelle eingeleitet oder eingetragen werden, undd)Parameter, die Indikatoren für die hydromorphologischen Qualitätskomponenten sind, die auf die ermittelten Belastungen der Wasserkörper oder Wasserkörpergruppen am empfindlichsten reagieren.
3.
Überwachung zu ErmittlungszweckenDie Überwachung zu Ermittlungszwecken ist durchzuführen, a)wenn die Gründe für Überschreitungen von Umweltqualitätsnormen unbekannt sind,b)wenn aus der überblicksweisen Überwachung hervorgeht, dass die Bewirtschaftungsziele für den Oberflächenwasserkörper voraussichtlich nicht erreicht werden können und noch keine operative Überwachung festgelegt worden ist, oderc)um das Ausmaß und die Auswirkungen unbeabsichtigter Verschmutzungen festzustellen.In den Fällen des Satzes 1 Buchstabe b dient die Überwachung zu Ermittlungszwecken dazu, festzustellen, warum die Bewirtschaftungsziele voraussichtlich nicht erreicht werden.
4.
Überwachungsfrequenzen und ÜberwachungsintervalleDie Überwachungsfrequenzen und -intervalle sollen so gewählt werden, dass ein hinreichender Grad der Zuverlässigkeit und Genauigkeit der Bewertung des Zustandes sowie der langfristigen Veränderungen erreicht wird.Die Überwachungsfrequenzen sind so zu wählen, dass der Schwankungsbreite bei den Parametern, die auf natürliche und auf anthropogene Ursachen zurückgeht, Rechnung getragen wird. Die Zeitpunkte der Überwachung sind so festzulegen, dass sich die jahreszeitlich bedingten Schwankungen auf die Ergebnisse so gering wie möglich auswirken und die Veränderungen des Wasserkörpers als Auswirkungen anthropogener Belastungen so sicher wie möglich ausgewiesen werden. Erforderlichenfalls sind in verschiedenen Jahreszeiten desselben Jahres zusätzliche Überwachungen durchzuführen.Die in nachstehender Tabelle aufgeführten Überwachungsfrequenzen und -intervalle für die Überwachung nach den Nummern 1 und 2 sind einzuhalten, sofern die zuständige Behörde auf Grund des aktuellen Wissensstands nichts Anderes festlegt. Insbesondere können die Überwachungsfrequenzen und -intervalle der operativen Überwachung nach Nummer 2 reduziert werden, wenn der Zustand der Oberflächenwasserkörper durch eine ausreichende Datenbasis zuverlässig und genau bewertet werden kann. Die Bewertung richtet sich nach den für die Belastungen kennzeichnenden Parametern der nachstehenden Tabelle. Eine zuverlässige und genaue Bewertung ist insbesondere dann möglich, wenn es sich nicht um eine signifikante Auswirkung handelt oder die ursächliche Belastung nicht mehr besteht oder kein Trend festzustellen ist.Für die Überwachung nach Nummer 3 sind die Überwachungsfrequenzen im Einzelfall festzulegen.Tabelle Überwachungsfrequenzen und ÜberwachungsintervalleQualitätskomponenteÜberwachungsfrequenzenÜberwachungsintervalle FlüsseSeenÜbergangs-gewässerKüsten-gewässerÜberblicks-überwachungoperative ÜberwachungGesamtstickstoff nach § 14Gesamtstickstoff13-mal pro JahrjährlichBiologische Qualitätskomponenten nach Anlage 3 Nummer 1Phytoplankton6-mal pro Jahr (relevante Vegetations-periode)6-mal pro Jahr (relevante Vegetations-periode) 6-mal pro Jahr (relevante Vegetations-periode)alle 1 bis 3 Jahrealle 3 Jahre für die die Belastung kennzeichnenden Parameter der empfindlichsten Qualitäts-komponenteAndere aquatische Flora1- bis 2-mal pro Jahr1- bis 2-mal pro Jahr1-mal pro Jahr1- bis 2-mal pro Jahralle 1 bis 3 JahreMakrozoobenthos1- bis 2-mal pro Jahr1-mal pro Jahr1-mal pro Jahr1-mal pro Jahralle 1 bis 3 JahreFische1- bis 2-mal pro Jahr1- bis 2-mal pro Jahr1- bis 2-mal pro Jahr–alle 1 bis 3 Jahre einzelfallbezogenHydromorphologische Qualitätskomponenten nach Anlage 3 Nummer 2Durchgängigkeiteinmalige bedarfsgerechte Erhebung, fortlaufende Fortschreibung–––alle 6 Jahre Aktualisierungalle 6 Jahre AktualisierungHydrologieKontinuierlich fortlaufend1-mal pro Monat––  Morphologieeinmalige bedarfsgerechte Erhebung, fortlaufende Fortschreibungeinmalige bedarfsgerechte Erhebung, fortlaufende Fortschreibungeinmalige bedarfsgerechte Erhebung, fortlaufende Fortschreibungeinmalige bedarfsgerechte Erhebung, fortlaufende Fortschreibungalle 6 Jahre Aktualisierungalle 6 Jahre AktualisierungChemische Qualitätskomponenten nach Anlage 3 Nummer 3.1 in Verbindung mit Anlage 6Flussgebietsspezifische Schadstoffe4- bis 13-mal pro Jahr4- bis 13-mal pro Jahr4- bis 13-mal pro Jahr4- bis 13-mal pro Jahrmindestens einmal in sechs Jahrenmindestens einmal in drei JahrenAllgemeine physikalisch-chemische Qualitätskomponenten nach Anlage 3 Nummer 3.2 in Verbindung mit Anlage 7Wärmebe-dingungen4- bis 13-mal pro Jahr4- bis 13-mal pro Jahr4- bis 13-mal pro Jahr4- bis 13-mal pro Jahrmindestens einmal in sechs Jahrenmindestens einmal in drei JahrenSauerstoffgehalt4- bis 13-mal pro Jahr4- bis 13-mal pro Jahr4- bis 13-mal pro Jahr4- bis 13-mal pro JahrSalzgehalt4- bis 13-mal pro Jahr4- bis 13-mal pro Jahr4- bis 13-mal pro Jahr–Nährstoffzustand4- bis 13-mal pro Jahr4- bis 13-mal pro Jahr4- bis 13-mal pro Jahr4- bis 13-mal pro JahrVersauerungszustand4- bis 13-mal pro Jahr4- bis 13-mal pro Jahr––Prioritäre Stoffe, Nitrat und bestimmte andere Schadstoffe nach Anlage 8Prioritäre Stoffe nach Anlage 8 Tabelle 1 Spalte 8 in der Wasserphase12-mal pro Jahr12-mal pro Jahr12-mal pro Jahr12-mal pro Jahrmindestens einmal in sechs Jahrenmindestens einmal in drei JahrenPrioritäre Stoffe nach Anlage 8 Tabelle 1 Spalte 8 in Biota1- bis 2-mal pro Jahr1- bis 2-mal pro Jahr1- bis 2-mal pro Jahr1- bis 2-mal pro Jahrmindestens einmal in sechs Jahrenmindestens einmal in drei JahrenUbiquitäre Stoffe nach Anlage 8 Tabelle 1 Spalte 7Für diese Stoffe ist eine weniger intensive Überwachung als für andere prioritäre Stoffe möglich, sofern die Überwachung repräsentativ ist und bereits statistisch gesicherte Erkenntnisse hinsichtlich des Vorkommens dieser Stoffe in der aquatischen Umwelt zur Verfügung stehen. Der Mindestumfang der Überwachung entspricht der Trendüberwachung für Stoffe nach Anlage 8 Tabelle 1 Spalte 6 in Biota, Schwebstoffen oder Sedimenten.Stoffe nach Anlage 8 Tabelle 1 Spalte 6 in Biota, Schwebstoffen oder Sedimenten1- bis 2-mal pro Jahr1- bis 2-mal pro Jahr1- bis 2-mal pro Jahr1- bis 2-mal pro JahrNur an Messstellen für die Trendüberwachung mindestens einmal in drei Jahren Bestimmte andere Schadstoffe nach Anlage 8 Tabelle 1 Spalte 94- bis 13-mal pro Jahr4- bis 13-mal pro Jahr4- bis 13-mal pro Jahr4- bis 13-mal pro Jahrmindestens einmal in sechs Jahrenmindestens einmal in drei Jahren
5.
Zusätzliche Überwachungsanforderungen für Entnahmestellen zur Trinkwassergewinnung und Schutzgebiete5.1Entnahmestellen zur TrinkwassergewinnungStellen in Oberflächenwasserkörpern, denen pro Tag durchschnittlich mehr als 100 Kubikmeter Wasser zur Trinkwassergewinnung entnommen werden, sind als Überwachungsstellen auszuweisen und insoweit zusätzlich zu überwachen, als dies für die Erfüllung der Anforderungen notwendig ist. Diese Oberflächenwasserkörper sind in Bezug auf alle eingeleiteten prioritären Stoffe, Nitrat und auf alle anderen in signifikanten Mengen eingeleiteten Stoffe, die sich auf den Zustand des Oberflächenwasserkörpers auswirken könnten und nach Anlage 2 und Anlage 3 Teil I Nummer 2, 3 oder 17 der Trinkwasserverordnung überwacht werden, zu überwachen. Anlage 6 Nummer 2 gilt entsprechend. Die Entnahmestellen zur Trinkwassergewinnung sind in der in nachstehender Tabelle angegebenen Frequenz zu überwachen.Tabelle ÜberwachungsfrequenzenVersorgte BevölkerungFrequenz< 10 000viermal im Jahr10 000 bis 30 000achtmal im Jahr> 30 000zwölfmal im Jahr5.2Überwachungsanforderungen für Habitat- und Artenschutzgebiete nach § 7 Absatz 1 Nummer 6, 7 und 8 des BundesnaturschutzgesetzesOberflächenwasserkörper, die Habitat- oder Artenschutzgebiete nach § 7 Absatz 1 Nummer 6, 7 oder Nummer 8 des Bundesnaturschutzgesetzes sind, sind in das operative Überwachungsprogramm einzubeziehen, sofern die Abschätzung der Auswirkungen anthropogener Belastungen und die überblicksweise Überwachung ergeben, dass diese Gebiete die festgelegten Bewirtschaftungsziele möglicherweise nicht erfüllen.Die Überwachung wird durchgeführt, um das Ausmaß und die Auswirkungen aller relevanten signifikanten Belastungen und erforderlichenfalls die Veränderungen des Zustands infolge der Maßnahmenprogramme zu beurteilen. Die Überwachung ist so lange fortzuführen, bis die Gebiete die wasserbezogenen Anforderungen der Rechtsvorschriften erfüllen, nach denen sie ausgewiesen worden sind, und bis sie die für sie geltenden Bewirtschaftungsziele erreichen.
Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis
Anlage 11
(zu § 11 Absatz 1 Satz 5)
(zu § 11 Absatz 1 Satz 5)
Anforderungen an die Festlegung der repräsentativen Überwachungsstellen für Stoffe der Beobachtungsliste
(Fundstelle: BGBl. I 2016,1439)
Für jeden Stoff der Beobachtungsliste sind im gesamten Bundesgebiet 24 repräsentative Überwachungsstellen einzurichten. Die Anzahl der Überwachungsstellen für die Flussgebietseinheiten ergibt sich aus nachstehender Tabelle: 
In den Flussgebietseinheiten können unter Beachtung von Satz 1 von Satz 2 abweichende Festlegungen getroffen werden unter Berücksichtigung 
des Vorhandenseins oder Fehlens relevanter Einleitungen oder Einträge aus diffusen Quellen oder signifikanten Punktquellen in den jeweiligen Flussgebietseinheiten sowie
der typischen Arten der Verwendung des jeweiligen Stoffes.
Innerhalb der Flussgebietseinheiten koordinieren die zuständigen Behörden der Länder untereinander die Festlegung der Überwachungsstellen unter Berücksichtigung der in Satz 3 Nummer 1 und 2 genannten Kriterien.
Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis
Anlage 12
(zu § 8 Absatz 2,
(zu § 8 Absatz 2,
§ 12 Absatz 1, Absatz 2 Satz 1 und Absatz 3)
Darstellung des ökologischen Zustands, des ökologischen Potenzials und des chemischen Zustands; Kennzeichnung von Oberflächenwasserkörpern
(Fundstelle: BGBl. I 2016,1440 - 1441)
1.
Darstellung des ökologischen Zustands und des ökologischen Potenzials1.1Für jede Flussgebietseinheit ist eine Karte zu erstellen, auf der die Einstufung des ökologischen Zustands für jeden Oberflächenwasserkörper gemäß der Farbkennung in der zweiten Spalte der Tabelle 1 dargestellt wird:Tabelle 1 Darstellung des ökologischen ZustandsÖkologischer ZustandFarbkennungsehr gutblaugutgrünmäßiggelbunbefriedigendorangeschlechtrot1.2Für jede Flussgebietseinheit ist eine Karte zu erstellen, auf der die Einstufung des ökologischen Potenzials für jeden Oberflächenwasserkörper mit einer Farbkennung dargestellt wird, und zwar für künstliche Oberflächenwasserkörper gemäß der zweiten Spalte und für erheblich veränderte Oberflächenwasserkörper gemäß der Tabelle 2 Spalte 3:Tabelle 2 Darstellung des ökologischen PotenzialsÖkologisches PotenzialFarbkennungKünstliche OberflächenwasserkörperErheblich veränderte Oberflächenwasserkörpergut und bessergleich große grüne und hellgraue Streifengleich große grüne und dunkelgraue Streifenmäßiggleich große gelbe und hellgraue Streifengleich große gelbe und dunkelgraue Streifenunbefriedigendgleich große orangefarbene und hellgraue Streifengleich große orangefarbene und dunkelgraue Streifenschlechtgleich große rote und hellgraue Streifengleich große rote und dunkelgraue Streifen1.3Durch schwarze Punkte auf der Karte sind die Oberflächenwasserkörper kenntlich zu machen, bei denen das Nichterreichen eines guten ökologischen Zustands oder eines guten ökologischen Potenzials darauf zurückzuführen ist, dass eine oder mehrere der für die betreffenden Oberflächenwasserkörper festgelegten Umweltqualitätsnormen für flussgebietsspezifische Schadstoffe gemäß Anlage 6 nach Maßgabe von Anlage 9 Nummer 3 nicht eingehalten worden sind.1.4Im Fall von § 12 Absatz 1 Satz 3 sind die für die Einstufung maßgebenden biologischen Qualitätskomponenten wie folgt zu kennzeichnen: a)P – Phytoplankton,b)M – Makrophyten und Phytobenthos,c)B – Benthische wirbellose Fauna,d)F – Fischfauna.Die für die Einstufung maßgebenden flussgebietsspezifischen Schadstoffe sind durch Nennung der Nummern nach Anlage 6 zu kennzeichnen.
2.
Darstellung des chemischen ZustandsUm den chemischen Zustand der Oberflächenwasserkörper einzustufen, sind für die Flussgebietseinheiten Karten mit den in der nachstehenden Tabelle angegebenen Farbkennungen zu erstellen:Tabelle 3 Darstellung des chemischen ZustandsChemischer ZustandFarbkennunggutblaunicht gutrotIm Fall von § 12 Absatz 1 Satz 4 sind die für die Einstufung maßgebenden Stoffe durch Nennung der Nummern nach Anlage 8 Tabelle 1 zu kennzeichnen.
3.
Kennzeichnung von OberflächenwasserkörpernOberflächenwasserkörper, für deren Einstufung eine natürliche Hintergrundkonzentration maßgebend war, werden auf den Karten nach Nummer 1 oder Nummer 2 mit einem H und der Legende „Einstufung unter Berücksichtigung natürlicher Hintergrundkonzentrationen“ gekennzeichnet.
Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis
Anlage 13
(zu § 15 Absatz 1 Satz 1 und Absatz 2 Satz 2)
(zu § 15 Absatz 1 Satz 1 und Absatz 2 Satz 2)
Ermittlung langfristiger Trends
(Fundstelle: BGBl. I 2016,1442)
1.
GrundsätzeDie Trendermittlungen sind auf der Grundlage des fünfzigsten Perzentils der Messwerte eines Jahres an ausgewählten Messstellen durchzuführen.Es ist zu gewährleisten, dass die zur Untersuchung eingesetzten Matrizes, Methoden und Verfahren (Probenahme, Aufschluss, Analytik) über den gesamten Beobachtungszeitraum konstant oder vergleichbar sind.Der langfristige Trend wird in Biota, Sedimenten oder Schwebstoffen ermittelt.
2.
BiotaFür Trenduntersuchungen mittels Biota sind Fische, Weichtiere oder weitere Wirbellose zu verwenden. Die Organismen können direkt dem zu untersuchenden Gewässer entnommen werden (passives Monitoring) oder künstlich eingebracht und über einen definierten Zeitraum exponiert werden (aktives Monitoring). Die Probenahme von Fischen sollte außerhalb der Laichzeiten erfolgen. Muscheln sind vor der Analyse zwei Tage zu hältern.Bei Fischen sind je Fischart mindestens zehn Individuen einer definierten Größenklasse, möglichst drei Jahre alt, für Messungen in der Muskulatur und/oder der Leber zu verwenden. Die Untersuchung von Poolproben ist ebenfalls zulässig.
3.
SedimenteIn einem definierten Streckenabschnitt einer Messstelle sind, um möglichst feinkörnige Sedimentproben zu erhalten, bevorzugt in strömungsberuhigten Zonen jeweils vier bis fünf Einzelproben zu entnehmen, die zu einer Mischprobe vereinigt werden.Die Sedimentuntersuchungen auf Metalle sind in der Fraktion kleiner als 63 µm und auf organische Stoffe in der Fraktion kleiner als 2 mm durchzuführen.Die Befunde von Sedimentproben können hinsichtlich der organischen Stoffe nur dann verwendet werden, wenn der Anteil der Fraktion kleiner als 63 µm bestimmt und dokumentiert wird und dieser bei den einzelnen Proben innerhalb des betrachteten Zeitraums jeweils eine vergleichbare Größenordnung aufweist.Die Sedimentproben werden zu Niedrigwasserzeiten entnommen. Im tidebeeinflussten Küstenbereich werden sie bei Tideniedrigwasser entnommen.
4.
SchwebstoffeSchadstoffe in Schwebstoffen sind mindestens viermal pro Jahr wie folgt zu untersuchen: a)bei Entnahme mittels Durchlaufzentrifuge in der Gesamtprobe,b)bei Entnahme mittels Absetzbecken oder Sammelkästen: bei Metallen in der Fraktion kleiner als 63 µm und bei organischen Stoffen in der Fraktion kleiner als 2 mm.
5.
Statistische MethodeEin Trend ist signifikant, wenn die statistische Wahrscheinlichkeit mindestens 95 % beträgt (Signifikanzniveau α = 0,05).Für eine Trendanalyse sind Werte aus mindestens fünf Jahren erforderlich.Der Trend wird anhand folgender statistischer Verfahren ausgewertet: 5.1Liegt eine Normalverteilung der Messergebnisse vor, wird der Trend mittels linearer Regression ermittelt. Die Signifikanz wird mit Hilfe eines t-Tests ermittelt, mit dem die Nullhypothese, d. h. dass die Steigung der Regressionsgeraden null ist, getestet wird. Trifft die Nullhypothese zu bzw. ist sie nicht mit der geforderten Sicherheit widerlegbar, liegt kein signifikanter Trend vor.r =Korrelationskoeffizientn =Anzahl der Messwerte5.2Liegt keine Normalverteilung der Messergebnisse vor, wird der Trend mittels des Mann-Kendall-Trendtests ermittelt.

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**Source:** https://www.gesetze-im-internet.de/ogewv_2016/index.html
**Law Page:** https://www.gesetze-im-internet.de/ogewv_2016/BJNR137310016.html