# Verordnung über Ausnahmen von straßenverkehrsrechtlichen Vorschriften für Fahrzeuge und Fahrzeugkombinationen mit Überlänge*)  (LKWÜberlStVAusnV)
Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis
LKWÜberlStVAusnV
Ausfertigungsdatum: 19.12.2011
Vollzitat:
"Verordnung über Ausnahmen von straßenverkehrsrechtlichen Vorschriften für Fahrzeuge und Fahrzeugkombinationen mit Überlänge vom 19. Dezember 2011 (eBAnz AT144 2011 V2), die zuletzt durch Artikel 1 der Verordnung vom 22. November 2023 (BGBl. 2023 I Nr. 318) geändert worden ist"
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Hinweise
Fußnote(+++ Textnachweis ab: 1.1.2012 +++) (+++ Zur Anwendung vgl. § 13 +++) (+++ Amtlicher Hinweis des Normgebers auf EG-Recht:  Umsetzung der     EGRL 53/96    (CELEX Nr: 31996L0053)   Gebrauch der      EGRL 53/96    (CELEX Nr: 31996L0053) vgl. V v. 19.12.2017                                                      BAnz AT 28.12.2017 V1 +++) Die V tritt gem. § 13 Abs. 2 mit Ablauf des 31. Dezember 2016 außer Kraft Die Geltung der V ist durch § 13 idF d. Art. 1 Nr. 6 V v. 19.12.2016 BAnz AT 27.12.2016 V2 über den 31.12.2016 hinaus verlängert worden Die V ist gem. BVerfGE v. 1.4.2014 I 871 - 2 BvF 1/12, 2 BvF 3/12 - mit dem Grundgesetz vereinbar
)
Diese Verordnung macht Gebrauch von der Richtlinie 96/53/EG vom 25. Juli 1996 zur Festlegung der höchstzulässigen Abmessungen für bestimmte Straßenfahrzeuge im innerstaatlichen und grenzüberschreitenden Verkehr in der Gemeinschaft sowie zur Festlegung der höchstzulässigen Gewichte im grenzüberschreitenden Verkehr (ABl. L 235 vom 17.9.1996, S. 59-75).
Fußnote
(+++ Textnachweis ab: 1.1.2012 +++)
(+++ Zur Anwendung vgl. § 13 +++)
(+++ Amtlicher Hinweis des Normgebers auf EG-Recht:
Umsetzung der
EGRL 53/96    (CELEX Nr: 31996L0053)
Gebrauch der
EGRL 53/96    (CELEX Nr: 31996L0053) vgl. V v. 19.12.2017
BAnz AT 28.12.2017 V1 +++)
Die V tritt gem. § 13 Abs. 2 mit Ablauf des 31. Dezember 2016 außer Kraft
Die Geltung der V ist durch § 13 idF d. Art. 1 Nr. 6 V v. 19.12.2016
BAnz AT 27.12.2016 V2 über den 31.12.2016 hinaus verlängert worden
Die V ist gem. BVerfGE v. 1.4.2014 I 871 - 2 BvF 1/12, 2 BvF 3/12 - mit dem
Grundgesetz vereinbar
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Eingangsformel
Auf Grund des § 6 Absatz 1 Nummer 1 Buchstabe c, Nummer 2 Buchstabe a, c, k und x, Nummer 3 einleitender Satzteil und Nummer 5a jeweils in Verbindung mit Absatz 3 des Straßenverkehrsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 5. März 2003 (BGBl. I S. 310, 919), von denen § 6 Absatz 1 im Eingangssatz durch Artikel 2 Nummer 4 des Gesetzes vom 14. August 2006 (BGBl. I S. 1958) geändert und § 6 Absatz 1 Nummer 2 Buchstabe x durch Artikel 1 Nummer 2 Buchstabe a Doppelbuchstabe cc des Gesetzes vom 3. Mai 2005 (BGBl. I S. 1221) eingefügt worden sind, verordnet das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung nach Anhörung der zuständigen obersten Landesbehörden:
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§ 1 Anwendungsbereich
Die Verordnung regelt die Voraussetzungen, bei deren Erfüllen bestimmte Fahrzeuge und Fahrzeugkombinationen mit Überlänge am Straßenverkehr abweichend von den Vorschriften der Straßenverkehrs-Ordnung und der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung teilnehmen dürfen.
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§ 2 Streckennetz
(1) Der Verkehr mit Fahrzeugen und Fahrzeugkombinationen mit Überlänge ist ausschließlich auf den in der Anlage festgelegten Strecken nach Maßgabe der folgenden Vorschriften zulässig.
(2) Abweichend von Absatz 1 dürfen in § 3 Satz 1 Nummer 1 bezeichnete Sattelkraftfahrzeuge das gesamte Streckennetz aller Länder – ausgenommen das Streckennetz des Landes Berlin – nutzen.
Fußnote
(+++ § 2 Abs. 2: Zur Anwendung vgl. § 13 Abs. 1 +++)
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§ 3 Fahrzeuge
Die nachfolgenden Fahrzeuge und Fahrzeugkombinationen mit Überlänge dürfen am Straßenverkehr teilnehmen:
Sattelzugmaschine mit Sattelanhänger (Sattelkraftfahrzeug),
Sattelkraftfahrzeug mit Zentralachsanhänger,
Lastkraftwagen mit Untersetzachse und Sattelanhänger,
Sattelkraftfahrzeug mit einem weiteren Sattelanhänger,
Lastkraftwagen mit einem Anhänger.
Fußnote
(+++ § 3 Satz 1 Nr. 1: Zur Anwendung vgl. § 13 Abs. 1 Nr. 2 +++)
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§ 4 Abmessungen
(1) Fahrzeuge und Fahrzeugkombinationen mit Überlänge nach § 3 Satz 1 Nummer 1, 2 und 4 dürfen abweichend von § 32 Absatz 4 Nummer 2 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung die höchstzulässige Gesamtlänge bis zu einer Gesamtlänge von 17,88 m und die höchstzulässige Teillänge des Sattelanhängers bis zu einer Teillänge Achse Zugsattelzapfen bis zur hinteren Begrenzung von 13,38 m überschreiten.
(2) Fahrzeugkombinationen mit Überlänge nach § 3 Satz 1 Nummer 2 bis 4 dürfen abweichend von § 32 Absatz 4 Nummer 3 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung und abweichend von § 22 Absatz 4 Satz 2 der Straßenverkehrs-Ordnung die höchstzulässige Gesamtlänge bis zu einer Gesamtlänge von 25,25 m überschreiten.
(3) Fahrzeugkombinationen mit Überlänge nach § 3 Satz 1 Nummer 5 dürfen abweichend von § 32 Absatz 4 Nummer 3 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung und abweichend von § 22 Absatz 4 Satz 2 der Straßenverkehrs-Ordnung die höchstzulässige Gesamtlänge bis zu einer Gesamtlänge von 24,00 m überschreiten.
(4) Im Rahmen der Teilnahme am Straßenverkehr dürfen abweichend von § 32a der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung hinter Kraftfahrzeugen mehr als ein Anhänger und hinter Sattelkraftfahrzeugen ein Anhänger mitgeführt werden.
Fußnote
(+++ § 4 Abs. 1: Zur Anwendung vgl. § 13 Abs. 1 Nr. 3 +++)
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§ 5 Technische Anforderungen an die eingesetzten Fahrzeuge
(1) Fahrzeuge und Fahrzeugkombinationen mit Überlänge dürfen am Straßenverkehr nur teilnehmen, wenn sie mit folgenden technischen Einrichtungen ausgerüstet sind:
der Anhänger einer Fahrzeugkombination mit Spurhalteleuchten nach § 51 Absatz 4 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung,
Luftfederung oder eine als gleichwertig anerkannte Federung nach Anlage XII der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung, außer auf den Lenkachsen der Kraftfahrzeuge,
Differenzialsperre oder Antriebsschlupfregelung,
elektronisch gesteuertes Bremssystem (EBS nach UN/ECE Regelung Nr. 13 Änderungsserie 11; ABl. L 297/1 vom 13.11.2010, S. 183),
Scheibenbremsen und Dauerbremssystem nach der Regelung Nr. 13 der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen (UNECE) über einheitliche Vorschriften für die Typgenehmigung von Fahrzeugen der Klassen M, N und O hinsichtlich der Bremsen (ABl. L 42 vom 18.2.2016, S. 1) im Zugfahrzeug,
automatische Achslastüberwachung mit sinnfälliger Anzeige der Gesamtmasse oder der Achslasten für die Achsen mit Luftfederung oder einer als gleichwertig anerkannten Federung nach Anlage XII der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung,
Spurhaltewarnsystem nach der Verordnung (EU) Nr. 351/2012 der Kommission vom 23. April 2012 zur Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 661/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich der Anforderungen an die Typgenehmigung von Spurhaltewarnsystemen in Kraftfahrzeugen (ABl. L 110 vom 24.4.2012, S. 18; L 121, S. 44) oder nach der Regelung Nr. 130 der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UNECE) über einheitliche Bedingungen für die Genehmigung der Kraftfahrzeuge hinsichtlich ihres Spurhaltewarnsystems (ABl. L 178 vom 18.6.2014, S. 29),
Elektronische Fahrdynamikregelsysteme (nach UN/ECE Regelung Nr. 13 Änderungsserie 11; ABl. L 297/1 vom 13.11.2010, S. 183),
automatisches Abstandsregelsystem (Abstandstempomat) oder Notbremsassistenzsystem,
Einrichtungen für indirekte Sicht a)nach der Richtlinie 2003/97/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 10. November 2003 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten für die Typgenehmigung von Einrichtungen für indirekte Sicht und von mit solchen Einrichtungen ausgestatteten Fahrzeugen sowie zur Änderung der Richtlinie 70/156/EWG und zur Aufhebung der Richtlinie 71/127/EWG (ABl. L 25 vom 29.1.2004, S. 1), die zuletzt durch die Richtlinie 2006/96/EG vom 20. November 2006 (ABl. L 363 vom 20.11.2006, S. 81) geändert worden ist, in der bis zum Ablauf des 31. Oktober 2014 geltenden Fassung oderb)nach der Regelung Nr. 46 der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UN/ECE) – Einheitliche Bedingungen für die Genehmigung von Einrichtungen für indirekte Sicht und von Kraftfahrzeugen hinsichtlich der Anbringung solcher Einrichtungen (ABl. L 177 vom 10.7.2010, S. 211),
Fahrzeuge und Fahrzeugkombinationen nach § 3 Satz 1 Nummer 2 bis 5: Kamera-System am Heck des Fahrzeugs oder der Fahrzeugkombination sowie ein zugehöriger Monitor im Blickfeld des Fahrers für die Sicht nach hinten,
Konturmarkierungen aus retroreflektierendem Material nach UN/ECE Regelung Nr. 48 (ABl. L 137 vom 30.5.2007, S. 1),
rückwärtige Kenntlichmachung durch ein Schild aus retroreflektierendem Material in Anlehnung an die UN/ECE Regelung Nr. 70 (BGBl. 1994 II S. 970) mit der Aufschrift „Lang-Lkw“ (Schrifthöhe 130 mm),
Fahrtenschreiber a)nach Artikel 1 Absatz 3 der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 2016/799 der Kommission vom 18. März 2016 zur Durchführung der Verordnung (EU) Nr. 165/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates zur Festlegung der Vorschriften über Bauart, Prüfung, Einbau, Betrieb und Reparatur von Fahrtenschreibern und ihren Komponenten (ABl. L 139 vom 26.5.2016, S. 1; L 146, S. 31; L 27 vom 1.2.2017, S. 169) in Verbindung mit dem Anhang IB der Verordnung (EWG) Nr. 3821/85 des Rates vom 20. Dezember 1985 über das Kontrollgerät im Straßenverkehr (ABl. L 370 vom 31.12.1985, S. 8), die zuletzt durch die Verordnung (EU) 2016/130 (ABl. L 25 vom 2.2.2016, S. 46) geändert worden ist, oderb)nach Artikel 1 Absatz 2 in Verbindung mit dem Anhang I C der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 2016/799,
Abbiegeassistenzsysteme a)nach den Empfehlungen zu technischen Anforderungen an Abbiegeassistenzsysteme für die Aus- und Nachrüstung an Nutzfahrzeugen mit einer zulässigen Gesamtmasse > 3,5 Tonnen und Kraftomnibussen mit mehr als 9 Sitzplätzen einschließlich Fahrerplatz zur Erteilung einer Allgemeinen Betriebserlaubnis für Abbiegeassistenzsysteme vom 19. September 2018 (VkBl. S. 719),b)nach den Empfehlungen zu technischen Anforderungen an Abbiegeassistenzsysteme für die Aus- und Nachrüstung an Nutzfahrzeugen mit einer zulässigen Gesamtmasse > 3,5 Tonnen und Kraftomnibussen mit mehr als 9 Sitzplätzen einschließlich Fahrerplatz zur Erteilung einer Allgemeinen Betriebserlaubnis für Abbiegeassistenzsysteme vom 4. April 2022 (VkBl. S. 239) oderc)nach der UN-Regelung Nr. 151 – Einheitliche Bedingungen für die Genehmigung von Kraftfahrzeugen hinsichtlich des Totwinkel-Assistenten zur Erkennung von Fahrrädern [2020/1596] (ABl. L 360 vom 30.10.2020, S. 48).
(2) Zugfahrzeug und Anhänger müssen, unabhängig vom Genehmigungszeitpunkt des Fahrzeuges, Absatz 6.5.3.1 der Regelung Nummer 48 der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UNECE) über einheitliche Bedingungen für die Genehmigung von Fahrzeugen hinsichtlich des Anbaus der Beleuchtungs- und Lichtsignaleinrichtungen (ABl. L 14 vom 16.1.2019, S. 42) entsprechen.
Fußnote
(+++ § 5 Abs. 1 Nr. 15 u. Abs. 2: Zur Anwendung vgl. § 13 Abs. 2 +++)
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§ 6 Kombinierter Verkehr
(1) Fahrzeuge und Fahrzeugkombinationen mit Überlänge dürfen am Straßenverkehr nur teilnehmen, wenn sie mindestens eine Ladeeinheit befördern, die im kombinierten Verkehr einsetzbar ist. Satz 1 gilt nicht für Leerfahrten von oder zu Umschlaganlagen des kombinierten Verkehrs. Abweichend von Satz 1 reicht es aus, wenn 
bei Fahrzeugen und Fahrzeugkombinationen nach § 3 Satz 1 Nummer 1 der Sattelanhänger dauerhaft eine Ladeeinheit darstellt, die im kombinierten Verkehr einsetzbar ist, oder
bei Fahrzeugen und Fahrzeugkombinationen nach § 3 Satz 1 Nummer 2 bis 5 mindestens ein Teil der Fahrzeugkombination dauerhaft eine Ladeeinheit darstellt, die im kombinierten Verkehr einsetzbar ist.
(2) Im kombinierten Verkehr einsetzbare Ladeeinheiten im Sinne des Absatzes 1 sind solche Container, Wechselbrücken, Sattelanhänger ohne Zugmaschine und sonstigen Anhänger, die mit Umschlaggeräten oder mit Umschlagtechniken für nicht kranbare Sattelanhänger auf die Eisenbahn oder das Binnen-, Küsten- oder Seeschiff umgeschlagen werden können. Umschlaggeräte im Sinne des Satzes 1 sind Kräne und Flurförderzeuge.
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§ 7 Übereinstimmungsnachweis
Die Erfüllung der in den §§ 4 und 5 festgelegten Voraussetzungen sowie die Einhaltung des § 32d der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung sind nachzuweisen durch ein Gutachten eines amtlich anerkannten Sachverständigen für den Kraftfahrzeugverkehr oder durch ein Gutachten eines nach § 30 der EG-Fahrzeuggenehmigungsverordnung zur Prüfung von Gesamtfahrzeugen der jeweiligen Fahrzeugklasse benannten Technischen Dienstes. Für Fahrzeugkombinationen mit Überlänge nach § 3 Satz 1 Nummer 1 gilt Satz 1 als erfüllt, wenn für jedes Einzelfahrzeug der Fahrzeugkombination ein Gutachten vorliegt, das die Einhaltung der Anforderungen nach Satz 1 für die Fahrzeugkombination belegt. Das Gutachten oder dessen Kopie ist während der Fahrt mitzuführen und Kontrollberechtigten auf Verlangen auszuhändigen.
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§ 8 Ladung
(1) Fahrzeuge und Fahrzeugkombinationen mit Überlänge dürfen am Straßenverkehr nur teilnehmen, wenn abweichend von § 22 Absatz 4 der Straßenverkehrs-Ordnung die Ladung nicht nach hinten hinausragt.
(2) Fahrzeuge und Fahrzeugkombinationen mit Überlänge dürfen am Straßenverkehr nur teilnehmen, wenn keine flüssigen Massengüter in Großtanks, kein Gefahrgut, keine lebenden Tiere und keine Güter, die freischwingend befestigt sind und aufgrund ihrer Masse die Fahrstabilität beeinträchtigen, befördert werden. Das Verbot des Satzes 1 gilt nicht für die Beförderung von Gefahrgut in Beförderungseinheiten, die nicht nach den Abschnitten 3.4.13 oder 5.3.2 des Europäischen Übereinkommens über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße (ADR) vom 30. September 1957 (BGBl. 1969 II S. 1491) in der jeweils geltenden Fassung kennzeichnungspflichtig sind.
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§ 9 Überholen
(1) Abweichend von § 5 Absatz 1 und 2 der Straßenverkehrs-Ordnung ist das Überholen mit Fahrzeugen und Fahrzeugkombinationen mit Überlänge nach § 3 Satz 1 Nummer 2 bis 5 unzulässig.
(2) Abweichend von Absatz 1 ist das Überholen von Fahrzeugen und Zügen, die nicht schneller als 25 km/h fahren können oder dürfen, zulässig.
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§ 10 Transportweg
Fahrzeugkombinationen mit Überlänge gemäß § 3 Satz 1 Nummer 2 bis 5 dürfen am Straßenverkehr nur teilnehmen, wenn jeweils vor Fahrtantritt sich der Fahrer davon überzeugt hat, dass keine Sperrungen und Umleitungen auf der zugelassenen Transportstrecke vorliegen, die ein Verlassen der in der Anlage festgelegten Strecken erfordern.
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§ 11 Persönliche Anforderungen an die Fahrer
(1) Fahrzeuge und Fahrzeugkombinationen mit Überlänge nach § 3 Satz 1 Nummer 2 bis 5 dürfen am Straßenverkehr nur teilnehmen, wenn deren Fahrer seit mindestens fünf Jahren ununterbrochen im Besitz der Fahrerlaubnis der Klasse CE sind und über mindestens fünf Jahre Berufserfahrung im gewerblichen Straßengüter- oder Werkverkehr verfügen. Die Berufserfahrung ist durch Vorlage von Arbeitszeugnissen, Arbeitsverträgen oder sonstigen Nachweisen oder deren beglaubigte Abschriften, die während der Fahrt mitzuführen sind, nachzuweisen und Kontrollberechtigten auf Verlangen auszuhändigen.
(2) Fahrzeuge und Fahrzeugkombinationen mit Überlänge dürfen am Straßenverkehr nur teilnehmen, wenn deren Fahrer vor dem erstmaligen Führen eines Fahrzeugs oder einer Fahrzeugkombination mit Überlänge an einer mindestens zweistündigen Einweisung in das eingesetzte Fahrzeug oder die eingesetzte Fahrzeugkombination durch den Hersteller oder eine von diesem beauftragte Stelle teilgenommen haben, in der insbesondere der sichere Umgang mit den besonderen Fahreigenschaften des eingesetzten Fahrzeugs oder der eingesetzten Fahrzeugkombination praktiziert wird. In der Einweisung ist zudem das Kurven und Rückwärtsfahren besonders zu schulen. Eine Bescheinigung über die Teilnahme an der Einweisung ist mitzuführen und Kontrollberechtigten auf Verlangen auszuhändigen.
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§ 12 Anzeigepflicht
Kommt es beim Verkehr mit Fahrzeugen mit Überlänge im Sinne des § 3 Satz 1 Nummer 1 zu einem Unfall oder zu Schwierigkeiten bei der Befahrbarkeit von Strecken oder Verkehrsanlagen, insbesondere zu solchen, die in der besonderen Länge des Fahrzeugs begründet sind, so hat das Transportunternehmen dies bei der Bundesanstalt für Straßenwesen, Brüderstraße 53, 51427 Bergisch Gladbach, schriftlich auf dem Postwege oder elektronisch an LangLkw@bast.de anzuzeigen. Hierbei sind Ort, Zeit und Ursache des Vorkommnisses anzugeben sowie eine kurze Vorgangsbeschreibung beizubringen.
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§ 13 Übergangs- und Anwendungsbestimmungen
(1) Mit Ablauf des 31. Dezember 2026 sind nicht mehr anzuwenden: 
§ 2 Absatz 2,
§ 3 Satz 1 Nummer 1,
§ 4 Absatz 1,
§ 12.
(2) § 5 Absatz 1 Nummer 15 und Absatz 2 ist vorbehaltlich des Satzes 2 erst ab dem 1. Juli 2020 anzuwenden. Auf Fahrzeuge, die vor dem 1. Juli 2019 erstmals in den Verkehr gekommen sind, ist § 5 Absatz 1 Nummer 15 und Absatz 2 erst ab dem 1. Juli 2022 anzuwenden.
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Anlage (zu § 2 Absatz 1)
(Fundstelle: BGBl. 2023 I Nr. 276, S. 2 - 81)
Nachgeordnetes Streckennetz Baden-Württemberg:
Nachgeordnetes Streckennetz Bayern:
Nachgeordnetes Streckennetz Brandenburg:
Nachgeordnetes Streckennetz Bremen:
Nachgeordnetes Streckennetz im Hamburger Hafengebiet:
Nachgeordnetes Streckennetz Hamburg:
Nachgeordnetes Streckennetz Hessen:
Nachgeordnetes Streckennetz Mecklenburg-Vorpommern:
Nachgeordnetes Streckennetz Niedersachsen:
Nachgeordnetes Streckennetz Nordrhein-Westfalen:
Nachgeordnetes Streckennetz Rheinland-Pfalz:
Nachgeordnetes Streckennetz Saarland:
Nachgeordnetes Streckennetz Sachsen:
Nachgeordnetes Streckennetz Schleswig-Holstein:
Nachgeordnetes Streckennetz Thüringen:
Fahrtstrecken zu Autohöfen neben Autobahnen (Bayern):
Fahrtstrecken zu Autohöfen neben Autobahnen (Hessen):
Fahrtstrecken zu Autohöfen neben Autobahnen (Mecklenburg-Vorpommern):
Fahrtstrecken zu Autohöfen neben Autobahnen (Niedersachsen):
Fahrtstrecken zu Autohöfen neben Autobahnen (Nordrhein-Westfalen):
Fahrtstrecken zu Autohöfen neben Autobahnen (Rheinland-Pfalz):
Fahrtstrecken zu Autohöfen neben Autobahnen (Schleswig-Holstein):
In Schleswig-Holstein sind sämtliche Autohöfe neben Autobahnen anfahrbar.
Fahrtstrecken zu Autohöfen neben Autobahnen (Thüringen):
Geeignete Rastplätze an Bundesautobahnen in Brandenburg:
Geeignete Rastplätze an Bundesautobahnen in Mecklenburg-Vorpommern:
Geeignete Rastplätze an Bundesautobahnen in Sachsen:
_____________
AS = Anschlussstelle.
AK = Autobahnkreuz.
AD = Autobahndreieck.
BG = Bundesgrenze.
LG = Landesgrenze.
Weitere Bundesstraßen sind in den Aufzählungen zum nachgeordneten Streckennetz der Länder aufgeführt.
Kommunale Straße in der Baulast der Stadt Fürth.
Kreisstraße im Landkreis Oberallgäu.
GVZ = Güterverkehrszentrum.
10
Kreisstraße im Landkreis Ludwigslust-Parchim.
11
Kreisstraße im Landkreis Augsburg.
12
Kreisstraße im Landkreis Hof.
13
Kreisstraße im Landkreis Aichach-Friedberg.
14
Kreisstraße im Landkreis Würzburg.
15
Kreisstraße im Landkreis Regensburg.
16
Kreisstraße im Landkreis Nürnberger Land.
17
Kreisstraße im Landkreis Schwandorf.
18
Kreisstraße im Landkreis Ostallgäu.
19
Kreisstraße im Landkreis Tirschenreuth.
20
Kreisstraße in der Stadt Regensburg.
21
Kreisstraße im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen.
22
Kreisstraße im Landkreis Eichstätt.
23
Kreisstraße im Landkreis Straubing-Bogen.
24
Kreisstraße im Landkreis Dingolfing-Landau.
25
Kreisstraße im Landkreis Aschaffenburg.
26
Kreisstraße im Landkreis Amberg-Sulzbach.
27
Kreisstraße im Landkreis Schweinfurt.
28
Kreisstraße im Landkreis Bad Kissingen.
29
Kreisstraße 13 neu im Landkreis Coburg.
30
Kreisstraße im Landkreis Landshut.
31
Kommunale Straße in der Baulast der Stadt Landshut.
32
Kreisstraße im Landkreis Altötting.
33
Kreisstraße im Landkreis Freising.
34
Kreisstraße im Landkreis Wunsiedel.
35
Kreisstraße im Landkreis Miltenberg.
36
Kreisstraße im Landkreis Passau.
37
Kreisstraße im Landkreis Erding.
38
Kreisstraße im Landkreis Ansbach.
39
Kommunale Straße in der Baulast der Stadt Weiden i. d. OPf.
40
Kreisstraße im Landkreis Neumarkt i. d. OPf.
41
Kommunale Straße in der Baulast der Stadt Ingolstadt.
42
Kreisstraße im Landkreis Neustadt a. d. Aisch-Bad Windsheim.
43
Kommunale Straße in der Baulast der Stadt Augsburg.
44
Kreisstraße im Landkreis Bamberg.
45
Kreisstraße im Landkreis Donau-Ries.
46
Kreisstraße im Landkreis Landsberg am Lech.
47
Kreisstraße im Landkreis München.
48
Kommunale Straße in der Baulast der Stadt Memmingen.
49
Kreisstraße im Landkreis Neu-Ulm.
50
Kreisstraße im Landkreis Roth.
51
Kreisstraße in der Stadt Neubrandenburg.
52
Kreisstraße im Landkreis Rostock.
53
Kreisstraße im Landkreis Nordwestmecklenburg.
54
KVP = Kreisverkehrsplatz.
Fußnote
Anlage Abschn. "Nachgeordnetes Straßennetz Brandenburg" Kursivdruck: Aufgrund offensichtlicher Unrichtigkeit wurde das Wort "Richung" durch das Wort "Richtung" ersetzt

## Metadata
**Source:** https://www.gesetze-im-internet.de/lkw_berlstvausnv/index.html
**Law Page:** https://www.gesetze-im-internet.de/lkw_berlstvausnv/BJNR614410011.html