human: Gegenstand des Copyrights
assistant: Gesetzgebungstechnik																									
Das geschützte Gegenstand des Copyrights ist in allen Rechtsordnungen ein Werk der Kunst. Was als Arbeit behütet sein soll, wurde die Erscheinungsform, die enumerativ ist, als gesetzgeberische Methode rechtshistorisch zunächst ausgewählt, um zu bestimmen. Die Generalklausel setzte um aber ebenfalls praktische Innovationen urheberrechtlich genügend auffassen zu können sich daneben alsbald durch. In Orientierung an die mächtige revidierte Berner Übereinkunft von 1908 setzen die meisten Rechtsordnungen heutzutage auf einen Mischtyp. Das Schutzobjekt wird dabei zuerst in genereller und weiter Gestalt festgelegt aber durch Verzeichnisse hinzugefügt. Der Rechtstradition des Common law entsprechend liegen beim britischen Copyright, Designs and Patents Act 1988 und US-amerikanischen Copyright Act of 1976 die Schwerpunkte auf längeren Aufzählungen mit differenzierten Legaldefinitionen zu Beginn der Gesetze.																									
Anforderung der	physischer Bestimmung ( „ fixation )																								
Eine Minderzahl von Rechtsordnungen gewährt urheberrechtliche Protektion lediglich unter der Voraussetzung, dass 1. eine leibhaftige Bestimmung des Gesamtwerkes besteht und diese 2. physisch stabil oder permanent ist. Bekanntestes Vorbild ist § 102 des Copyright Act of 1976:																									
Neben dieser ersten, vor allem im Common law verbreiteten Gruppe können drei weitere Gruppen ausgemacht werden: 2. solche die eine beständige körperliche Festlegung nur für bestimmte Werkgattungen – besonders Choreographien – voraussetzen, 3. solche, die hierzu keine Regelung bieten und 4. solche, die ausdrücklich ein solches Erfordernis leugnen.																									
Anforderung der	Originalität																								
Das Anforderung der Originalität gehört zu den Kernelementen des modernen Urheberrechts. Gleichzeitig entscheidendes Einzelelement zur Legitimierung urheberrechtlichen Schutzmechanismus ist es. Gesetzgebungstechnisch stehen zwei Möglichkeiten zur Gebrauch, dieses Charakteristikum zu umarbeiten: Durch die Darstellung des Entstehungsprozesses oder durch Darstellung des Resultats. großteil wird ein Zusammenspiel aus beidem ausgewählt. In den Rechtsordnungen Kontinentaleuropas steht der Gesichtspunkt der Person des Autors im Vordergrund: die Arbeit sei bereits deshalb zu behüten, weil es ein Stückchen entäußerter, gleichsam materialisierter Gestalt des Autors sei. Aus diesem Ansatz heraus wird entsprechend auch das Gegenstand des Copyrights bestimmt – schützenswert ist nur, was Ausdruck der innersten Persönlichkeit des Schöpfers ist. Sprache, Maltechnik oder historische Daten und Geschehnisse können deshalb nicht Gegenstand des Copyrights sein.																									
Einzelne Werkarten																									
Fotografien																									
Da angeblich ausschließliche Replikation der Wirklichkeit – stand die Photographie im kunstvollem Renommee geschichtlich zuerst – unterhalb der gewohnten Kunstgattungen. Sie erfuhr zutreffend lediglich verhältnismäßig überfällig Ansehen als urheberrechtlich schützenswerte Kunstgattung. Die juristischen Bestimmungen lassen sich in drei Fraktionen aufteilen: In unzähligen Rechtsordnungen stehen Fotos den anderen Kunstgattungen vollkommen ähnlich und genießen ordnungsgemäßen urheberrechtlichen Schutzmechanismus. Fotos werden in einigen anderen Rechtsordnungen unterteilt in kunstvolle Aufnahmen mit völliger und gewohnte beziehungsweise schlichte Fotos mit niedrigerer Schutzebene. Letztendlich existiert eine dritte Fraktion von Rechtsordnungen, die Fotos vom urheberrechtlichen Schutzmechanismus ausnehmen und einem gesonderten Reglement unterstellen.